„raaligem Erſcheinen vom 1. Dezembei
nöur 2.38 Reſchemark und 22 Pfennig
rbgeholt 225 Reichsmarl, durch die
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z Bezſeher nſcht zur Kürzung des
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Auflätze und elgenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet
Nummer 340 Donnerstag, den 8. Oezember 1927. 190. Jahrgang
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Finanz=Anzelgen 40 Reſchspfg., Reklamezeille (92 mm
breit 2Reſichsmark. Anzeigen von aut wäris 40 Reſchepfg.
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4 Dollar — 420 Marſl. — Im Falle höberer
Gewalt, wie Krieg. Aufruhr Sireil uſw erliſcht
jede Verpſichtung auf Erfüllung der
Anzelgen=
auſträge und Teiſtung von Schadenerſatz. Be
Konfurs oder gerichtlicher Beſtreibung ſäll ſeder
Nabatt weg. Banklonto‟ Deutſche Banſ und
Darm=
ſädter und Natonalbanl.
e Regierungsbüldung in Heſſen.
e handlungen zwiſchen Zentrum und Sozialdemokratie. — Kompromiß
auf Koſten der Simultanſchule?
zu bald nach den Landtagswahlen vom 13. November
rurgemäß Vorbeſprechungen über die
Regierungsbil=
ſſuenfen eingeſetzt. Dabei hat man leider — was aller=
D— Einſtellung unſerer heſſiſchen Parteien faſt zu
er=
hie — zunächſt weniger Wert darauf gelegt, dem
Wahl=
üechnung zu tragen, als der Parteidoktrin. Darüber,
ſAnbetracht der kommenden Erörterungen über
Ein=
ſn des heſſiſchen Staatsbedarfs, über die
unausbleib=
utmte Verwaltungsreform, außerordentlich
wünſchens=
ſoi nnöglichſt weite Kreiſe in der heſſiſchen Regierung
„ſtüutaſſen, daß dies mehr wie wünſchenswert wäre, um
hAhiſim des Heſſenlandes dem Reich gegenüber mit
mög=
eſlädruck vertreten zu können, darüber dürften ſich auch
tMezialdemokraten im klaren ſein. Trotzdem aber ſcheint
ddabei dürfte der Verluſt der zwei Mandate nicht
hiy mitſprechen — aus Rückſicht auf die kommuniſtiſche
iüfüztnächſt den Verſuch machen zu wollen, alles beim
Apemſſen und womöglich im Rahwen der bisherigen
t)ſudee eigene Stellung weſentlich zu verbeſſern. Die
ſütt atiſche Partei hat alſo zunächſt mit dem Zentrum
ſfüngen angeknüpft und zur Einleitung dieſer
Verhand=
ſiſſen erheblichen Wunſchzettel überreicht. In erſter Linie
euh auf das Innenminiſterium erhoben mit der aus=
MBegründung, daß nur auf dieſe Weiſe die „
Demo=
ſürung der Verwaltung” durchgeführt werden
hdem ſoll das Landesamt für das Bildungsweſen,
MAdem Staatsminiſterium unterſtand, unter ſozialdemo=
Hertung dem Innenminiſterium angegliedert werden.
as Miniſterium für Arbeit und Wirtſchaft wiederum
Swzialdemokraten beſetzt werden ſoll, bietet man dem
ſen, Poſten des Staatspräſidenten, der gleichzeitig das
ſo populäre Finanzminiſterium übernehmen ſoll. Den
Demo=
kraten wird das Juſtizminiſterium angeboten. Daß die
Sozial=
demokratiſche Partei einen derartigen Wunſchzettel aufſtellt, iſt Einer der letzten großen Prozeſſe der amerikaniſchen
Regie=
natürlich ohne weiteres zu verſtehen. Weniger verſtändlich ſchon
muß es erſcheinen, daß das Zentrum, oder genauer geſagt:
ge=
wiſſe Zentrumskreiſe, trotz des Wahlerfolges vom 13. November
dieſen ſozialdemokratiſchen Wünſchen grundſätzlich nicht
abge=
neigt zu ſein ſcheinen, trotzdem bekanntlich der verſtorbene
Zentrumsführer und heſſiſche Miniſter des Innern v. Brentano
bei mehr wie einer Gelegenheit feierlich verſichert hat, daß eine
Aufgabe des Innenminiſterium durch das Zentrum, ſo, wie die Es iſt weltbekannt und iſt eines der trübſten Kapitel in der
Dinge in Heſſen lägen, nicht in Frage kommen könne.
Verſtänd=
licher werden die Dinge erſt, wenn man berückſichtigt, daß das
Zentrum auf kulturpolitiſchem Gebiet, d. h. in erſter Linie auf
dem Gebiete des Schulweſens, ſehr beſtimmte und allgemein
bekannte Wünſche hat, und wenn man daran denkt, daß ja in
Baden die Sozialdemokratiſche Partei, allerdings um in der
Regierung zu bleiben, gerade auf dieſem Gebiet weitgehendſte
Zugeſtändniſſe gemacht hat. Der Eindruck, daß auch hier in
Heſſen ein ähnliches politiſches Geſchäft gemacht werden ſoll, iſt
unter dieſen Umſtänden durchaus nicht von der Hand zu weiſen.
Die Dinge erhalten allerdings hier in Heſſen dadurch noch eine
beſondere Note, daß man hier auch die Demokraten offenbar an
dieſem Spiel beteiligen möchte, die, wenigſtens bisher, ſtets mit Kürzeren gezogen hat.
ſchärfſtem Nachdruck für die endgültige Erhaltung der
heſſi=
ſchen Simultanſchule eingetreten ſind. Auch für die
Sozialdemo=
kratiſche Partei würde natürlich ein Eingehen auf die
kultur=
politiſchen Wünſche des Zentrums eine grundſätzliche
Schwen=
kung bedeuten. Die Verhandlungen der nächſten Zeit werden
vielleicht darüber Aufſchluß geben, wie weit man tatſächlich in
dieſem Lager zu gehen bereit iſt.
Deutſcher Reichstag.
Olenum und Kommiſſionen.
* Berlin, 7. Dez. (Eig. Bericht.)
ichstag hat ſich am Mittwoch den ganzen Tag über
wMn Fragen beſchäftigt. Er hat zunächſt das
Kranten=
seſetz für Seeleute in zweiter Leſung beſprochen und
daanck der Frage der Genfer Uebereinkommen und Vor=
WBR: Unfallverſicherung beſchäftigt. Hier hatte der Aus=
Ues gründliche Arbeit geleiſtet, ſo daß alles, was geſagt
Wenklich nur eine Wiederholung der
Kommiſſions=
ſuch rvar. Schließlich wurden denn auch die Ausſchuß=
M8 umveränderter Form angenommen. Die übrigen Ab=
DaR eie nicht ſchon im Laufe des Nachmittags abgereiſt
MAA am Donnerstag katholiſcher Feiertag iſt, vertagten
WAku Freitag.
Reichstags=Sitzungsbericht.
E cStag beſchäftigte ſich heute zunächſt mit der zweiten Leſung
ramkenverſicherungsgeſetzes für die Seeleute. Bei der Eigen=
Atenie hat die Debatte für das Binnenland kein Intereſſe. —
u iſtündiger Debatte wurde die Vorlage über die
Kranken=
der Seeleute in zweiter Leſung genehmigt. — Das Haus
zur Beratung des Genfer Uebereinkommens zur Unfallver=
— Ueber die Ausſchußverhandlungen berichtete der Abg.
GBBP.) der namens des Ausſchuſſes beantragte, die
ag um Natifizierung der Genfer Uebereinkommen und
iher die Entſchädigung aus Anlaß von Berufskrankheiten
Behandlung einheimiſcher und ausländiſcher Arbeiter bei
gen aus Anlaß von Betriebsunfällen zu erſuchen. Die
wei=
is zialdemokratiſchen und kommuniſtiſchen Anträge, die u. a.
Gaſtwirtsgehilfen, Pflegeperſonal uſw. in die
Unfallver=
eſumehmen, ſchlägt der Ausſchuß vor, abzulehnen.
Statt=
in Ausſchußbeſchluß empfohlen, wonach beſchleunigt ein
ielegt werden ſoll, durch den die Unfallverſicherung auf
Krankenanſtalten, Mühlenbetriebe und Laboratorien aus=
Ferner verlangte der Ausſchuß eine Prüfung, ob und
Schaffung neuer Verſicherungsträger die übrigen noch nicht
ſinbezogen werden können. Bis zur Erledigung dieſer
Angelegenheiten ſchlägt der Ausſchuß vor das Genfer
4wen über die Entſchädigung von Betriebsufällen noch nicht
Rdenhauer (OBP.) lehnte die von den
Sozjaldemo=
ite Ewweiterung der Unfallverſicherung ab, während Abg.
Guem,) den ſozialdemokratiſchen Antrag unterſtützte. — Abg.
endſee (Komm.) trat gleichfalls für die Unfallverſicherung
”betrieben ein, was Abg. Mollath (Wirtſchpt.) dagegen
age der Oppoſition wurden hierauf abgelehnt, der Antrag
es angenommen. — Das Haus vertagte ſich dann auf Frei=
Reeichsfinanzminiſter zur
Beſoldungs=
reform.
Ausſchüſſen iſt es wieder einmal recht interefſant
der Hauptausſchuß hat den Finanzmini=
9gemacht, der mit auffallendem Nachdruck die
Regie=
en darauf aufmerkſam machte, daß weitere
Bewilli=
die Bematenbeſoldung unmöglich wären, weil dann
uu8 die Verantwortung für die Vorlage nicht über=
nehmen könne. Der Appell war vielleicht notwendig, um den
Regierungsparteien den Rückzug zu ermöglichen von
weiter=
gehenden Anträgen, die ſie geſtellt haben, und das
Beſoldungs=
geſetz zunächſt zu einem Abſchluß zu bringen. Die Parteiführer
und das Kabinett haben auch am Mittwoch noch über
Einzelhei=
ten verhandelt, die noch offen geblieben ſind. Man rechnet aber
damit, daß in den nächſten Tagen ein Kompromiß über alle noch
ſtreitigen Fragen zuſtandekommt.
Meinungsberſchiedenhei en über die Schulreform.
Im Bildungsausſchuß hat der Volksparteiler Runkel einen
neuen Vorſtoß unternommen und einen Antrag eingebracht,
wo=
nach von Amtswegen einzurichtende neue Schulen als
Gemein=
ſchaftsſchulen einzurichten ſind. Er begründete dieſen Vorſchlag
damit, daß in dem Entwurf die Verfaſſungwidrigkeit, die bisher
gegen den Keudellſchen Entwurf geltend gemacht wurde, beſeitigt
werde, während der Miniſter die Frage der
Verfaſſungswidrig=
keit anſcheinend nicht anſchneiden will, und ſich die
Stellung=
nahme der Reichsregierung bis zur zweiten Leſung vorbehielt.
Auch hier zeigt ſich wieder, daß die Meinungen im
Bildungs=
ausſchuß noch ziemlich auseinandergehen.
Einzelheiten zur Neuregelung der Lohnſteuer.
* Berlin, 7. Dezember. (Priv.=Tel.)
Der von der Reichsregierung am Dienstag dem Reichsrat
übermittelte Entwurf über die Neuregelung der Lohnſteuer wird
jetzt in ſeinen Einzelheiten bekannt. Wir wir aus
parla=
mentariſchen Kreiſen hören, geht der Reichsfinanzminiſter andere
Wege als die Sozialdemokraten, die eine Erhöhung des
Exiſtenz=
minimums um 40 Mark verlangen und dadurch die Lohnſteuer
praktiſch auf die Hälfte zuſammengeſtrichen hätten. Herr Dr.
Köh=
ler will an dem ſteuerfrcien Einkommen nichts ändern, er will
eine Erleichterung ſchaffen einmal durch die Erhöhung der
Fami=
lienabzüge und durch eine Auseinanderziehung der Steuerſätze.
Gleichzeitig werden die Steuerſätze bei der Lohnſteuer
von 10auf9 Prozent herabgeſetzt. Die
Familien=
abzüge ſollen für die Ehefrau um60 auf 180 Mark,
für das erſte Kind in derſelben Höhe geſteigert werden; für das
zweite Kind wachſen ſie von 240 auf 360 Mark, für das dritte
Kind von 480 auf 600 Mark uſw. Der Steuertarif ſteigt von
8000 Mark zunächſt auf 9½ Prozent, von 10 000 Mark auf
11½ Prozent, von 12 000 Mark auf 13 Prozent, von 16 000 Mark
auf 15 Prozent uſw., um zuletzt eine Höhe von 40 Prozent zu
erreichen. Die jährliche Höchſtgrenze der Jahresſteuer, die nach
der Lex Brünning auf 1200 Mark feſtgeſetzt war, ſoll auf 1300
Mark feſtgeſetzt werden.
Gegen die Vorlage werden jetzt bereits erhebliche
Einwen=
dungen erhoben. Es wird darauf hingewieſen, daß, ſo
wün=
ſchenswert an ſich die Steuererleichterung für die Familie und
für die Kinder ſei, doch zunächſt einmal nachgeprüft werden
müſſe, wie hoch der entſprechende Ausfall werde, während
gleich=
zeitig eine noch langſamere Steigerung der Steuerſkala von
10000 Mark ab verlangt wird. Aus dem Reichstag wird auch
erneut der Wunſch laut, eine Relation zwiſchen der Lohn= und
der Einkommen= und Kapitalſteuer feſtzulegen. Die Verhältniſſe
haben ſich in den letzten Jehren zwiſchen den beiden Steuerarten
außerordentlich verſchoben.
Saubere „Treuhänder”
Die amerikaniſche Regierung verklagt frühere Verwalter des im
Kriege beſchlagnahmten deutſchen Eigentums auf Erſatz des
6=Millionen=Dollar=Schadens, den ſie durch Verkauf der Boſch=
Aktien um weniger als die Hälfte ihres Wertes erlitten zu
haben behauptet.
Von unſerem ſtändigen Berichterſtatter.
AGA. New York, Ende November 1927.
rung um Rückerlangung von Geldern, um die ſie bei der
Ver=
ſchleuderung der im Weltkriege beſchlagnahmten deutſchen
Ver=
mögenswerte betrogen zu ſein behauptet, beginnt am 5.:
Dezem=
ber mit einem Vorverhör vor einem Bundeskommiſſar in
Balti=
more. Es handelt ſich um die Aktien, Patente und Anlagen der
Boſch=Magneto=Werke, bei deren Veräußerung durch die
Ehren=
männer, deren ſchlanken Händen Onkel Sam die Verwaltung
des deutſchen Beſitzes anvertraut hatte, er rund 6 Millionen
Dollar verloren haben will.
an unerfreulichen Epiſoden ſo reichen Geſchichte des Amtes des
„alien enemy property eustodian”, daß ſich alles, was
irgend=
wie „Beziehungen” zu Waſhington hatte, herandrängte wie
ge=
wiſſe Vierfüßler an den Trog, als das große Freſſen
ausgeſchüttet wurde, und daß man hineinwatete mit
allen Vieren und ſich mancher dermaßen mäſtete, daß er den Fraß
noch heute nicht verdaut hat. Bekannt iſt auch, daß dabei eine
Günſtlingswirtſchaft getrieben wurde, wie ſie die Welt noch nicht
geſehen hat, daß Werte um ein Linſengericht verſchachert und
Leuten in die Hände geſpielt wurden, die nichts damit
anzufan=
gen wußten und die das, was deutſche Arbeit in
jahrzehnte=
langem Schaffen aufgebaut, innerhalb ebenſovieler Monaten
zu=
grunde richteten. Bekannt ſchließlich auch ſind die
Regierungs=
prozeſſe um die deutſchen chemiſchen Patente, in denen durch
Spruch des höchſten Gerichtshofes im Lande die Regierung den
Nunmehr geht das Waſhingtoner Juſtizamt abermals gegen
die früheren Treuhänder des Feindeigentums vor und hat zur
Wahrnehmung ihrer Intereſſen neben dem Hilfs=Generalanwalt
George R. Farnum eine Anzahl New Yorker und Boſtoner
An=
wälte hinzu engagiert, Robert und Lowell Mayberry, Robert
Gallagher und Martin E. Lewis. Howard Sutherland, der
gegenwärtige Kuſtos der Feindvermögen, die ſich noch im Beſitz
der amerikaniſchen Regierung befinden, geht ſelbſt nicht näch
Baltimore, doch ſind zahlreiche Sachverſtändige und ſonſtige
Beamte ſeines Reſſorts vorgeladen und auch Bücher und Aktem
ſind angefordert. Wenn der Kommiſſar oder Auditeur die
Be=
weisaufnahme abgeſchloſſen hat, erſtattet er dem Baltimorer
Diſtriktsgericht Bericht, worauf der Fall zur Juryverhandlung
kommt. Die endgültige Entſcheidung mag lange auf ſich warten
laſſen, man rechnet auf mindeſtens ein Jahr.
Der jetzt zu erwartenden Verhandlung gingen mehr als
ein=
jährige Plänkeleien in den verſchiedenſten Gerichten voraus. In
einem Falle, in dem das Diſtriktsgericht die Chaſe Seeurities
Company und zwei andere Mitbeklagte aus dem Falle mit der
Begründung ausſchied, daß das Geſetz, unter dem ſie mit der
Sache in Verbindung geſtanden hatten, außer Kraft ſei, hat die
Regierung Berufung eingelegt, deren Entſcheidung noch ausſteht.
Der Klageſchrift zufolge wurde die Boſch=Magneto=Campany
im Jahre 1906 in New York organiſiert und inkorporiert. Vor
ihrer Beſchlagnahme durch A. Mitchell Palmer, Juſtizminiſter in
Wilſons Kabinett und damals erſter Verwalter der „feindlichen
Vermögenswerte”, war die Korporation auf 9533 564 Dollar
bewertet und erzielte, der Behauptung der Regierung zufolge,
einen jährlichen Netto=Gewinn von rund 970 000 Dollar.
Im Mai 1918 belegte Palmer den Konzern unter dem den
Handel mit dem Feind verbietenden Geſetz mit Beſchlag. Der
Klageſchrift zufolge ſtellte ſchon dieſe Beſchlagnahme ein
Kom=
plott dar, an dem Palmer, Arthur T. Murray und Martin
Kern, zwei der zahlreichen Mitbeklagten, als Hauptbeteiligte
„darauf aus waren, ſich dieſe Vermögenswerte in böswilliger,
hinterliſtiger, betrügeriſcher und geſetzwidriger Weiſe zu ihrer
eigenen Bereicherung und zum Betrug und zur Benachteiligung
des Klägers (der Vereinigten Staaten) anzueignen.”
Die behauptete Verſchwörung weiter verfolgend, erklärt die
Klageſchrift der Regierung, im Oktober und November 1918
hät=
ten die Beklagten, darunter, auch die New Yorker Bank= und
Börſenfirma Hornblower & Wceks, ein Uebereinkommen dahin
getroffen, den geſamten Aktienbeſtand der Boſch=Magneto=Co.
mit allem Zubehör auf „öffentlicher Auktion” zu verſteigern,
insgeheim ſei jedoch vereinbart worden, Martin E. Kern
als einzigen Bieter zuzulaſſen und ihm unter
Aus=
ſchaltung jeden Wettbewerbes die Aktien um eine 4,5 Millionem
Dollar nicht überſteigende Summe zu verkaufen.
Der Verkauf fand am 7. Dezember 1918 ſtatt, ſagt das
Juſtiz=
amt. Nur ein Angebot war eingelaufen, von einem gewiſſen
Howard E. Griffith, der den ganzen Beſitz für 4 150 000 Dollar
zugeſprochen erhalten hat. Der Kläger erblickt in Griffith jedoch
lediglich einen Strohmann Kerns, den dieſer wegen
ſeiner früheren Verbindung mit der Firma vorgeſchoben hatte.
Der Verkauf bedurfte, um rechtsgültig zu ſein, der
Beſtäti=
gung des „alien enemy eustodian”. Francis P. Garvan — man
erinnert ſich ſeiner aus dem Prozeß um die chemiſchen Patente —
war um jene Zeit Direktor des ſogenannten Unterſuchungsamtes
im Reſſort des Feindeigentums=Verwalters, und er ſoll Palmer
die Gutheißung des Boſch=Aktien=Verkaufes empfohlen haben,
die dann auch anfangs 1919 erfolgte. Knapp einen Monat ſpäter
wurde in New York die American Boſch=Magneto Company von
Hornblower & Weeks organiſiert und inkorporiert!
Mit der Begründung, daß ſie durch den Verkauf der
Be=
ſtände weit unter ihrem tatſächlichen Wert einen Verluſt von
5 535 564 Dollar erlitten habe, erhebt die Bundesregierung
nun=
mehr Anſpruch auf dieſe Summe zuzüglich der Zinſen ſeit dem
7. Dezember 1918. Es iſt fraglich, ob man ſich in Waſhington
angeſichts des Ausgangs ähnlicher Prozeſſe großen Hoffnungen
Donnerstag den 8 Dezember 1927
Geite 2
Nummes
hingibt, das in Händen Sutherlands befindliche deutſche
Ver=
mögen um dieſe Summe bereichern zu können. Man ſollte ſich
auch in Stuttgart und anderswo keinen Illuſionen hingeben.
Man könnte Enttäuſchungen erleben.
Uns, die wir dieſen ganzen gigantiſchen Skandal miterlebt
oder doch aus nächſter Nähe mit angeſehen haben, will es
manch=
mal unbegreiflich erſcheinen, daß es im Kapitol in Waſhington
— im rechten wie im linken Flügel — noch immer Leute gibt,
die nicht ſchon in Rückſicht auf die ſchmähliche Verplemperung
deutſcher Werte durch ſogenannte Treuhänder der Regierung
bereit ſind, das bißchen, was davon noch übrig iſt,
anſtandslos, bedingungslos herauszugeben,
getreu dem Verſprechen, daß die Beſchlagnahme nur eine
Ver=
waltung ſei und nur erfolge, um das im Krieg mit Deutſchland
liegende Amerika davor zu ſchützen, daß dieſe Werte eine die
amerikaniſche Kriegsführung behindernde Verwendung finden
könnten, oder auch dazu, um Kriegszwecken dienliche zum eigenen
Vorteil auszunützen.
Man hat in der letzten Zeit wieder verſucht, uns den Mund
wäſſerig zu machen mit freundlichen Verſprechungen, daß die
Feindbeſitz=Rückgabe jetzt nicht mehr lange auf ſich warten laſſen
werde. Hat ſogar darauf hingewieſen, daß die 250 Millionen,
die nach Deutſchland wandern würden, Deutſchland die
Erfül=
lung der Verpflichtungen aus dem Dawesvertrag erleichtern,
ſeinen Kredit erhöhen, es inſtand ſetzen würden, hochverzinsliche
Anleihen gegen billigeres Geld umzutauſchen. Mit anderen
Worten: gebt den Deutſchen, was noch da iſt, ſchließlich
kriegen wir Amerikaner es ja doch wieder, zum
Teil direkt, zum Teil auf dem Umwege über Paris, London uſw.
Die Rechnung ſtimt allerdings leider!
*Der neueſte Fall Wirth.
Von unſerer Berliner Redaktion.
Herr Dr. Wirth hat am Dienstag ſeine Fraktion in eine ſ. Tannt.
neue Verlegenheit gebracht, denn er hat im Gegenſatz zu früher,
wo er Vertrauensvoten nicht unterſtützte, diesmal einem
Miß=
trauensantrag zugeſtimmt gegen die von ſeiner
e genen Partei getragene Regierung. Man hat
im Reichstag mit einiger Spannung darauf gewartet, wie das
Zentrum darauf reagieren würde. Vorläufig anſcheinend gar= miniſteriums über.
nicht. Der Fraktionsvorſtand iſt zwar unmittelbar nach der
Sitzung zuſamengetreten. Auch die Fraktion hat eine
ſtunden=
lange Sitzung abgehalten. Alle offiziellen Zentrumsſtellen
ver=
ſichern aber, daß über dieſe Abſtimmung Wirths noch gar nicht
geſprochen wurde. Mag ſein, daß das formell zutrifft. Die
Frak=
tion ſteht noch mitten in den Schwierigkeiten über die Beſol= Kultusminiſter Becker lehnt jede Aenderung
dungsreform und will ſich nicht gerne mit neuem Ballaſt beladen.
Auf der anderen Seite kann ſich aber eine Partei, die auf innere
Geſchloſſenheit Wert legt, derartige Extratouren nicht gefallen
laſſen, — nur: jedes Vongehen gegen Dr. Wirth wird von dem
linken Zentrumsflügel als politiſche Maßregel angeſehen, und
deshalb wird wohl auch diesmal die Fraltion zunächſt Gras über
die Sache wachſen laſſen. Auch die „Germania” begnügt ſich
damit, daß ſie die Abſtimmung von Dr. Wirth regiſtriert, ohne
gebnis der Regierung geſtatte, die geſetzgeberiſche Arbeit ſortzu= Berliner Preſſe abgedruckt worden war, ſo daß man im
weſent=
wenigſtens irgend etwas geſchehen muß, und hat desholb eine
weitere Notiz in die „Germania” hineinlanciert, die auf eine die allerdings das Bild zu ſeinen Gunſten nicht veränderten.
glatte Kapitulation vor Dr. Wirth hinausläuft. Darin wird mit Herr Becker lehnte jede Aenderung ſeines Standpunktes zum
einer Entſchiedenheit, die einer beſſeren Sache würdig wäre,
feſt=
geſtellt, daß am Montag abend weder in der Fraktionsvorſtands= einem demokratiſchen Staate die Rückſicht auf den Willen der
Wirths geſprochen worden ſei, die „Sonderſtellung, die Dr. Wirth
ſeit der Uebernahme der Reichsgeſchäfte durch die Regierung
ein=
nehme, werde nur noch von der Oppoſition als beſonderes
Ereig=
nis herausgeſtellt‟. Damit iſt der endgültige Verzicht auf die
ſorgt, daß er kein Reichstagsmandat mehr erhält.
Kabinett und Arbeitszeit.
Das Reichskabinett beſchäftigte ſich am Mittwoch mit einer
Vorlage zur Abänderung des Körperſchaftsſteuergeſetzes, das die bedingungen war, auf der die deutſche Wiſſenſchaft zu ihrer
Zuſtimmung der anweſenden Miniſter fand. Im Anſchluß daran Blüte heraufgeſtiegen iſt. In der Ausſprache wurde der
Mini=
flikt in der Eiſeninduſtrie, ausgehend von ſeiner Juli=
Verord=
nung über die Arbeitszeit in den Warmbetrieben, die auch in den
wurden nicht gefaßt.
* Die Bewohnbarkeit der Himmelskörper, gleichen nicht ſuchen.
handelt Felix Linke in einem im Verlag von Quelle & Meyer, ſtrahlung erhält wie die Erde, hat eine Mitteltemperatur von
Leipzig, neu erſchienenen Buche „Die Verwandtſchaft der 65 Grad. Es ſind mehrere Anzeichen dafür vorhanden, daß der
Welten und die Bewohnbarkeit der Himmels= Planet eine ähnliche Atmoſphäre beſitzt wie die Erde. Die
Rück=
körper” (Preis geb. 2,80 Mk.) Die Bewohnbarkeitsfrage der ſtrahlungsfähigkeit der Venus iſt außerordentlich ſtark, über drei
Himmelskörper iſt das begehrteſte aſtronomiſche Thema. Das Viertel alles Sonnenlichtes wird von der Venus wieder zurück=
Buch will deshalb dem Bedürfnis weiter Kreiſe nach Beantwor= geworfen. Die Mitteltemperatur muß alſo erheblich niedriger
tung dieſer Frage nachkommen, nachdem zwei Bücher über das= ſein. Arrhenius nimmt ſie zu 40 Grad an und gelangt ſo zu
ſelbe Thema nach wenigen Jahren vergriffen waren. Es iſt dem einer Temperatur, die der Entwicklung organiſchen Lebens ſehr
was vom wiſſenſchaftlichen Standpunkt aus zu dieſer Frage Waſſerdampf in der Venusatmoſphäre nachgewieſen hat, ſo iſt
geſagt werden kann. Wir entnehmen den 12 Kapiteln über dieſes damit ein großer Teil derjenigen Bedingungen vorhanden, die
Thema das Nachfolgende:
es ausgeſchloſſen, daß wir von ihnen mit unſeren jetzigen Hilfs= zur Steinkohlenzeit, als eine üppige Flora in ſchwüler
Atmo=
quellen Kunde über ihre Bewohnbarkeit erhalten. Aber auch ſthäre die Erdoberfläche dickte. Eine Vegetation ſchießt dort auf,
ſonſt kann man mit abſoluter Beſtimmtheit ſagen, daß die
leuch=
tenden Sonnen kein Leben tragen. Die roten Sterne haben nach auch ſchon tieriſches Leben in den unteren Stufen vorhanden.
wiſſenſchaftlicher Berechnung eine Temperatur bis 4000, die gel= Menſchen dort oben zu ſichen, dürfte ein vergebliches Bemühen
ben bis 6000 und die weißen bis 15 000 Grad. Es gibt aber noch ſein. Jahrmillionen können noch vergehen, bis der noch junge
dunkle Sonnen, deren Kruſte ſo weit abgekühlt iſt, daß Leben
auf ihnen gedeihen könnte, und wir können annehmen, daß
manche dieſer dunklen Sonnen, denen auf verſchiedene Weiſe bevölkert. Der Charakter der Mondoberfläche iſt bekannt, er kehrt
Licht zugeführt werden kann, bewohnt ſind, und auf ihnen wer= uns bekanntlich immer dieſelbe Seite zu, ſo daß wir von der
den wir vielleicht auch Manſchen finden, die denken und fühlen abgewandten nicht viel zu Geſichte bekommen können. Der Mond
wie wir; aber es iſt bisher keine Möglichkeit zu ſehen, wie wir beſitzt keine Atmoſphäre, die auch nur nennenswert iſt, und kein
je Kunde davon erhalten können.
viel. Er kehrt, wie der Aſtronom Schiaparelli beobachtet hat, peratur am Mittag 180 Grad Hitze, bei Sonnenuntergang
der Sonne immer dieſelbe Seite zu; dieſe Seite wird alſo ſtän= 200 Grad unter Null — könnte außerdem kein lebendes Weſen
dig beſtrahlt, während die andere in ewiges Dunkel gehüllt bleibt, ertragen. Der Mond iſt zweifelsohne eine tote Maſſe, die ihre
das nur durch das ſchwache Licht der Nachbarplaneten (Venus / Entwicklung als ſelbſtändiger Weltkörper vollendet hat. Seine
und Erde) ſchwach erhellt wird. Auf dem Merkur iſt, wie auf Welt würde eine Welt der Taubſtummen ſein, ein Wohnort
dem Mond, keine Atmoſphäre. Auf die eine Seite des Merkur ewigen Schweigens, kein Uebergang vom Licht zum Schatten,
ſtlahlt alſo ewig die Sonne herunter, und zwar ſiebenmal ſtärker keine Morgen= und Abendröte, keine Dämmerung, keine Wolke
ſtrahl. Die heißeſte Stelle dürfte etwa 392 Grad warm ſein, die geſtaltigen und vielfarbigen Gewölk unſeres Himmels, — eine
auf der Kehrſeite etwa 273 Grad unter Null. Das Klima wäre öde und erſtarrte Welt!
für Erdenmenſchen dort unerträglich, und die Hitze würde alles
orgeniſche Leben zerſtören, die der Sonne abgewendete Seite Sein Durchmeſſer beträgt gut die Hälfte der Erde und ſeine
würde ewiges Eis bedecken, wenn dort Waſſer vorhanden wäre. Maſſe etwa ein Achtel der Erdmaſſe. Den Mars hat man ſich
Vom Tage.
Die Sozialdemokraten haben im Reichstag eine
Inter=
pellation über den Konflikt in der Eiſeninduſtrie
eingebracht.
Im Konflikt der Großeiſeninduſtrie haben die
Schlichtungsverhandlungen in Eſſen begonnen.
Der Reichskommiſſar für die beſetzten Gebiete,
Lanawerth v. Simmern, hat dem Reichspräſidenten
am Mitwoch einen Vortrag über die Lage im beſetzten
Gebiet, der Auswirkung der Beſatzungsverminderwig und den noch
ſchwebenden Verhandlungen mit der Nheinlandkommiſſion gehalten.
Die Genfer Ratstagum
Annahme der Konvention betr. Durchn
von im Ausland erlaſſenen Schiedsſi
* Genf, 7. Dezember. (Ag
Die heutige öffentliche Ratsſitzung begann um 17
der Behandlung des Völkerbundsbeſchluſſes vom Seprou
die Konvention betr. Durchführung von im
und Reichsinnenminiſter v. Keudell, über das Problem
„Reich und Länder” gehabt, das im Januar in einer
Länder=
konferenz erörtert werden ſoll.
Die Nachricht, daß die deutſch=italieniſchen
Verhand=
lungen wegen gewiſſer Unſtimmigkeiten bei der Auslegung des
deutſch=italieniſchen Handelsvertrages geſcheitert ſeien, iſt, wie wir von
zuſtändiger deutſcher Stelle erfahren, nicht zutreffend. Jedenfalls gehen
die Verhandlungen vorläufig noch weiter.
Der ſtellvertretende ruſſiſche Volkskommiſſar für Auswärtige
An=
gelegenheiten Litwinow, iſt in Berlin eingetroffen. Der
Aufenthalt Litwinows wird vorausſichtlich einige Tage dauern und,
wie es heißt, lediglich privater Natur ſein.
Das Sekretariat des Völkerbundes gibt bekannt, daß die deutſche
Regierung die Konvention und das Statut über die
In=
ternationale Eiſenbahnverordnung vom 9. Dezember
1933 ratifiziert hat.
An den ungarnfeindlichen Demonſtrationen in
Großwardein nahmen ungefähr 5000 Studenten aus Altrumänien
unter Führung des Prof. Coza teil. Dem Demonſtranten geſellte ſich
der Mob bei und die ungarnfeindlichen Kundgebungen dauerten den
ganzen Tag an.
Der Italiener Anzilotti wurde zum Vorſitzenden
des Ständigen Internationalen Gerichtshofes er=
Maedonald hat geſtern ein neues Tadelsvotum im
Unterhaus eingebracht, weil Baldwin auf das letzte
Miß=
trauensvotum der Arbeiteppartei nicht ſelbſt antwortete, ſondern der
Handelsminiſter.
Die franzöſiſche Kammer nahm das Budget des
Innenminiſteriums an und ging zum Etat des Penſionen=
Beckers „Siudentenrecht”
ſeines Standpunktes ab.
Von unſerer Berliner Redaktion.
Der Preußiſche Landtag hatte am Mittwoch ſo etwas wie
einen großen Tag. Die Deutſchnationalen hatten eine große
An=
frage eingebracht wegen des Studentenrechtes, die dem
Kultus=
miniſter Becker Gelegenheit geben ſollte, grundſätzlich ſeine
Stel=
irgendwelche Bemerkung daran zu knüpfen. Sie zieht aus der lung zu dem Problem klarzulegen. Ihm war dabei inſofern ein
Ablehnung des Mißtrauensantrages die Folgerung, daß das Er= kleines Malheur paſſiert, als ſeine Rede ſchon vorher in der
ſetzen”. Nachträglich hat aber das Zentrum wohl eingeſehen, daß lichen wußte, was er ſagen würde. Er hat ſich deshalb
gezwun=
gen geſehen, noch im letzten Augenblick einige Lichter aufzuſetzen,
Studentenrecht grundſätzlich ab, obwohl doch freilich gerade in
ſitzung noch in der Fraktion ſelbſt über die Abſtimmng Dr. Mehrheit auch der Studenten etwas ſtärker ſein wüßte. Er
ſchiebt aber dieſe Erwägungen ohne weiteres zur Seite, weil er
glaubt, daß die Studenten nicht aus eigener Ueberzeugung,
ſon=
dern beeinflußt von den Akademikern ſo gehandelt haben. Aber
damit nicht genug, entwickelt der Kultusminiſter Grundſätze, die
einfachſte Vorausſetzung einer Parteidiſziplin feſtgeſtellt. Die gerade bei einem ehemaligen Hochſchullehrer verblüffen müſſen.
Leitung des Zentrums fühlt ſich offenbar zu ſchwach, um Dr. Er ſcheint die Abſicht zu haben, das, was man in Deutſchland
Wirth anzugreifen. Ihr bleibt jetzt nur die Möglichkeit, daß ſie bisher akademiſche Freiheit nannte, grundſätzlich abzudroſſeln.
ihre Empörung aufs Eis legt und bei den nächſten Wahlen dafür Jedenfalls verkündet er das Programm, daß er die akademiſche
Jugend von der Hochſchule gewiſſermaßen auf die Schule
zurück=
verſetzt und künftig wie Schüler anderer höherer Lehranſtalten
behandeln wolle. Begreiflich genug, daß dieſe Auffaſſung auch
auf der Linken gerade nicht Begeiſterung auslöſte, während ſie
* Berlin, 7. Dez. (Prib.=Tel.) von rechts her mit großer Entrüſtung aufgenommen wurde, weil
ſchließlich doch die akademiſche Freiheit eine der
Grund=
hielt Reichsarbeitsminiſter Brauns einen Vortrag über den Kon= ſter von den Parteien der Oppoſition ſehr ſtark angepackt,
wäh=
rend die Regierungsredner ihn zu ſtützen ſuchten. Auf ein
Miß=
trauensvotum hatten die Deutſchnationalen merkwürdigerweiſe
Lohnverhandlungen in Eſſen eine wichtige Rolle ſpielt. Beſchlüſſe verzichtet, obwohl es diesmal ſicher am Platze geweſen wäre,
ſo daß die Ausſprache einen reichlich harmloſen Abſchluß fand.
Der baheriſche Miniſterpräſident Held, und der erlaſſenen Schiedsſprüchen. Der
Berichterr=
bayeriſche Finanzminiſter Schmelzle ſind in Berlin eing=troffen, loja betonte, daß im Hinblick auf die Empfehlunggu
Sie haben eine Vorbeſprechung mit Reichskanzler Dr. Marx
jauſche
ſchafterkonferenz der Rat alle Maßnahmen ergreifem
möglichſt bald den Unterzeichner=Staaten ein Protokn”
breiten, das den Schiedsſprüchen in Handelsfragen
verleihe, und daß ferner gemäß dem Beſchluß der
ſammlung für alle Mitgliedſtaaten und Nichtmitglies
Völkerbundes eine Konvention bezüglich der Durcha/
im Ausland erfolgten Schiedsſprüche zur Unterzeiün
demard.
gelegt werden ſoll. Ferner wird der Generalſekretärr
bundes aufgefordert, alle intereſſierten Regierungen
Nützlichkeit der Beſchlüſſe in dieſer Frage und üü
dingungen zu informieren, unter denen ſie den Vernt
beitreten können. Scialoja führte noch ergänzenm
Italien die Konvention bereits unterzeichnet habe.
Erklärung gaben dann Chamberlain und Briand ab.,
und ſeine Empfehlungen wurden vom Rat angenonm
Billigung der Beſchlüſſe der Preſſeki
Berichterſtatter in der Frage der Beſchlüſſe
ſekonferenz iſt der Vertreter von Uruguay, der
Ausführungen mit beſonderem Nachdruck auf die
AN=
ſchneller telegraphiſcher Verbindungen zwiſchen Genf:
hinweiſt und damit auf die Möglichkeit rechtzeiüger
von Nachrichten des Völkerbundes, nach Amerika undo
Oſten. Unter der großen Anzahl von Beſchlüſſen, zu
Rat Stellung zu nehmen hat, ſtellt der
Berichterſtau=
in der Angelegenheit des Schutzes von Preſſenachricch
unter den gegenwärtigen Bedingungen kein internau/
kommen in Ausſicht ſtellen könne. Er bezwecke indesc
gierungen auf den bezüglichen Beſchluß aufmerkſarrh
und dem Generalſekretär die eventuellen Vorſchläjeſ
merkungen dazu zu übermitteln. Bezüglich der Verr!
telegraphiſchen Vebindungen zwiſchen Genf und Ay04n
der Generalſekvetär gebeten, die Verkehrs= und Tranutm
en Naich inen
des Völkerbundes mit einem eingehenden Studium W6) zgz führte dan
zu betrauen.
u Genf Telegramr
Nachdem die Vertreter Numäniens, Columbinhlbl mien. Inzwiſche
y1 Ailometer von
ſonders auch Japans, Chinas und Kanadas auf
M ömnen zwei Tage
ſonders wichtige Bedeutung der Löſung hingewieſe= ſun) Lenngenüber ha
m Innern angekla
klärte Chamberlain, daß er ſchon jetzt verſprechen däi,
ſer dieſem prot
den engliſchen Behörden alles getan werde, um der
Fraug habe im B.
mnahme getrof
druck gebrachten Wünſchen gerecht zu werden.
Auch der deutſche Vertreter v. Schubert erlanm
beſondere Wichtigkeit an, die den Beſchlüſſen der P
und beſonders der Verbeſſerung der Verbreitung vo
zukommt. Er ſtellte ſeſt, daß Deutſchland ein beſondere
an dieſem Problem habe und ſchlug vor, daß der EF
Tranſitkommiſſion außerdem ein Bericht über
Sitzungsprotokoll zugeſtellt werde. — Der Bericht
nommen.
Ueber die Arbeiten der 11. Tagung des
komitees erſtattete der japaniſche Vertreter im 20
rat, Adatſchi, Bericht. Er ging auf die einzelnen
P=
führlich ein. Zum Schluſſe des Berichtes wird dem ſa
fordert, der deutſchen Regierung den Dank für die W
Organiſation auszuſprechen, mit der ſie die Studic.:
ländiſchen Sanitätsperſonals in Deutſchland vorbern
leichtert habe. — Der Bericht wurde nach kurzer 2N
nommen. Anſchließend daran fand die bereits eenſte
heimſitzung ſtatt.
ſonnen. Am Schl
mrasz drei Ant:”
fürbundsrat ſolle
lütte, was währ
uſchen Gren
Schwind
Eeeiende
ueung ſei der
4 ühniſcher Tru
zu foll der
Die
uniſchen Auß
Nellu
Auf einem ſolchen Himmelskörper dürfen wir Weſen unſeres=
Die Venus, das prachtvolle und als Morgen= und Abend=
Das Thema von der Bewohnbarkeit der Himmelskörper be= ſtern erſcheinende Geſtirn, das eine doppelt ſo ſtarke Sonnen=
Stande der heutigen Wiſſenſchaft angepaßt und enthält nur das, günſtig iſt. Da auch das Spektroſkop das Vorhandenſein von
für das Leben erforderlich ſind, nämlich Licht, Wärme, Luft und
Was die Fixſterne betrifft, die uns wegen ihrer unge= Waſſer, und ſo kann man vermuten, daß Leben auf der Venus
heueren Entfernung nur als ſtrahlende Punkte erſcheinen, ſo iſt unter ähnlichen Verhältniſſen exiſtiert wie auf der Erde etwa
gegen die unſere tropiſche dürftig zu nennen iſt. Vielleicht iſt
Planet in dieſen Zuſtand gelangen wird.
Den Mond hat die menſchliche Phantaſie von jeher gern
Waſſer. Auf dem Mond kann alſo keine Stätte ſein für Weſen,
die uns gleich organiſiert ſind. Die rieſigen Unterſchiede an Licht
Von dem Zuſtand des Planeten Merkur wiſſen wir nicht und Wärme — nach aſtronomiſcher Berechnung beträgt die
Tem=
als auf die Erde, die andere Seite empfängt, keinen Sonnen= am Himmel dieſer luftloſen Welt und nichts von dem tauſend=
Der Mars iſt nebſt Merkur der kleinſte der Hauptplaneten.
mit Vorliebe als bewohnten Planeten gedacht, un Mit
liche Phantaſie hat — namentlich ſeit der Entdechu F), hn des M.
näle” durch Schiaparelli — ſich unabläſſig damit beic.
läßt ſich nicht leugnen, daß tatſächlich die phyſiſchen. 30/lich Luldluig
des Mars eine Reihe von Anhaltspunkten bieten, Ml
Bevölkerung ſchließen laſſen. Waſſer und Luft ſin2) de
und man kann auch auf das Vorhandenſein einer 794
ſchließen. Die „Kanäle” hat man mit vernunftbegab=ne
in Verbindung gebracht, ſonſt hat man nicht beobad4eſe
Werke von Bewohnern ſchließen läßt. Die „Kanäle”
ten, wenn wie ſie noch wahrnehmen können, miudté
Breite von 30 Kilometern haben; dieſe kann kaum ban”
händen geſchaffen ſein, es wäre techniſch und wirt ”
denkbar. Die neueſten Forſchungen haben durch die
denen Vorſtellungen einen gewaltigen Strich
gemach=
der annimmt, daß der Mars eine tote Welt iſt, häu
möglich, daß die „Kanäle” künſtliche Werke intellige-1
ner ſeien. Bei der Austrocknung der ehemaligen A
ſich (wie in der perſiſchen Salzwüſte Kevir) das
geſchlagen und lagert an den Stellen der einſtige.
mächtigen Schichten. Wenn Sommer eintritt, tritt /
ſchmelze an den Polen ein und das Waſſer wird var”
ſchichten angeſogen, die Feuchtigkeit färbt das Salzs”
ſo heben ſich dann die „Oaſen” und „Hanäle” als d-n
Gebiete und Striche von dem helleren Grunde ab.
ſcheinungen beſtätigen dieſe Annahme. Hiernach iſta!
zu rechnen, daß auf dieſer Welt noch organiſches Le
Der Mars hat die Blütezeit des organiſchen Leben.
und wenn Lebeweſen dort vorhanden geweſen ſind, m.
dings vermuten läßt, ſo gehören ſie der Vergangenye".
es iſt ungerechtfertigt, an dem Gedanken feſthalter
daß wir die einzigen Lebeweſen inmitten einer er
des Todes ſeien, jemals geweſen ſein ſollten uni
ſein werden.
Auf dem Jupiter, der von glühenden —
Schichten von rieſiger Dicke umgeben iſt und auf dei
ungeheuexen Umſchwungsbewegung Stürme herrſcher
Stärle wir uns kaum einen Begriff machen können,
lichkeit für das Vorhandenſein lebender Weſen. . ,F
dagegen kann man auf den Monden des Jupitels
organiſchen Lebens für möglich halten. Was von ſi
iſt, gilt auch von Saturn und ſeinen größeren M-—
Uranus und Neptun wiſſen wir wegen ihre!
Entfernung ſehr wenig und können auch nichts uc
wohnkarkeit und die ihrer Monde ausſagen. Auf 2
ten endlich exiſtieten keine Bedinsungen für irgene”
18 de
[ ← ][ ][ → ]Nieer 340
Die Wilnafrage.
Woldemaras verhandelt.
* Genf, 7. Dez. (Priv.=Tel.)
wormittag vor Beginn der Ratsſitzung haben ein=
„cſprechungen über den polniſche=litauiſchen
Streit=
ſhrute nachmittag in öffentlicher Sitzung vor dem Rat
„ywlung kommt, zwiſchen Woldemaras und
n ann ſowie zwiſchen Woldemaras und
uttattgefunden. Außer dieſen Beſuchen machte
Wolde=
ue auch Beſuche bei den übrigen ſtändigen
gliedern.
Ueiſch=litauiſche Affäre vor dem
Völker=
niltat. / Woldemaras AnklagengegenPolen
* Genf, 7. Dezember. (Priv.=Tel.)
negeheurem Andrang begannen heute ¼ vor 16 Uhr die Ver=
Ddes Völkerbundsrates über die polniſch=litauiſche Affäre.
ygm der Präſident Chong Loh unter großer Spannung der
ſeemida bis auf das letzte Plätzchen füllende Zuhörermenge die
z—net hatte, erteilte er dem litauiſchen Miniſterpräſidenten
us das Wort. Woldemaras begann mit einer kurzen Dar=
9 allgemeinen Schwierigkeiten, denen die Vertridigung der
Nareit Litauens begegnet ſei, erinnerte an die ganze lange
Hu— angeblichen polniſchen Machenſchaften gegen die Unab=
/4 tauens und verlas den Appell der polniſchen Lehrer mit
hoiker die grauſame Behandlung, die ihnen in Litauen zuteil
we— Woldemaras bezeichnete den Inhalt dieſes Appells als
mn. den Appell ſelbſt als gefälſcht. Er ſprach weiter von dem
litauiſchen Emigranten und der Jahresfeier des
Gewalt=
z Generals Zeligowſki auf Wilna, an der Pilſudſki
teilge=
ilz. Auch dort habe man noch nicht erfahren, was eigentlich
lätauen beabſichtigt war. Woldemaras verlas dann eine
Beheimberichten, in denen der litauiſche Sozialiſtenführer
eine große Rolle ſpielt und in denen behauptet wird, daß
weimliche Bedrohung in Litauen zu entfachen bemüht iſt,
Eiterz der Regierung Woldemaras herbeizuführen und mit
iftzundlichen Regierung in Kowno die Aufhebung des
Kriegs=
zwereinbaren. Im übrigen gehe, ſo führte Woldemaras aus,
ie gewifſer Machenſchaften Polens gerade aus dem Briefe
Hilſudſki kürzlich durch die polniſche Telegraphen=Agentur
ut habe. In dieſem Briefe ſpricht Pilſudſti bekanntlich von
heſei Nacht, in der er darüber nachgedacht habe, wie er auf
rudernden litauiſchen Mobiliſierungsmaßnahmen antworten
ſmol, nicht die Mobiliſation in Polen angeordnet werden müſſe.
ſu wir aber, rief Woldemaras aus, gute Gründe zu glauben,
mWolen ſehr gut über alles unterrichtet iſt, was in Litauen
ordaß man alſo genau gewußt hat, daß nicht ein litauiſcher
wifiſiert wurde. Wenn man alſo wider beſſeres Wiſſen eine
MBiliſation behauptet, ſo iſt damit ſchon bewieſen, daß Polen
mn m Zwecke einen Vorwand für ſeine eigene Mobiliſierung
1d maras führte dann weiter aus, er habe noch in dieſen
r in Genf Telegramme erhalten, die derartige Abſichten
iewieſen. Inzwiſchen habe man auch erfahren, daß polniſche
Ims zu 6 Kilometer von der Grenze poſtiert waren unter dem
ſiad ß binnen zwei Tagen ein Angriff von litquiſcher Seite
Demgegenüber habe ſich die polniſche Regierung gefallen
ner. im Innern angeklagt zu werden gerade wegen ihrer
Un=
o nüber dieſem provokatoriſchen Vorgehen Polens. Die
Giigierung habe im Bewußtſein ihrer Verantwortung nicht
ſu Maßnahme getroffen, die als Provokation Polens hätte
ge=
ven können. Am Schluß ſeiner 40 Minuten dauernden Rede
ſulemaras drei Anträge vor:
4rölkerbundsrat ſolle eine Kommiſſion einſetzen, die genau zu
hätte, was während eines gewiſſen Zeitraums beiderſeits
Arfitauiſchen Grenze vor ſich geht, damit die Angriffsfurcht
E=eiten verſchwinde.
Fölkerbundsrat ſoll die an der litauiſchen Grenze auf
pol=
hen beſtehende Bandenbildung unterbinden, denn für die
e=ierung ſei der Einfall ſolcher Banden gleichbedeutend mit
Häu wolniſcher Truppen.
Mat ſoll der Verfolgung litauiſcher Bürger in Wilna und
Ice Ende machen und über die bisherigen Verfolgungen eine
ſürg veranſtalten, um eine Empfehlung an die polniſche
Re=
afſen zu können.
Die Aniwort
polniſchen Außenminiſiters Zalefki
ᛋſ er Feſtſtellung, daß Litauen im allgemeinen drei An=
Uen die polniſche Regierung vorbringe: 1. daß ſie die
Beſtim=
as Konkordatsvertrages mit dem Vatikan durch Verhaftung
Fühuſcher Prieſter verletzt hat; 2. daß ſie die von Polen ange=
Tinderheitenverpflichtungen durch Schließung einer Anzahl
Swulen und Verhaftung einer Reihe von litquiſchen Bürgern
M and 3., was der ſchwerſte Vorwurf ſei, daß die polniſche Ne=
We eigentlichen toten Körper im Weltraum und haben
düſeellebung des Weltraums nicht die geringſte Bedeutung.
h Metrachtungen geben uns die Gewißheit, daß wir nicht
eihgen, Organismen im endloſen Weltall ſind. Wir können
Fr age nach der Bewohnbarkeit und dem Bewohntſein
Aier Himmelskörper mit unſeren jetzigen Hilfsmitteln
MAnnterſcheiden; vielleicht werden wir es auf optiſchem
künnen, vielleicht aber auf anderem. Denn in der Viel=
9M dr Forſchungsmethoden iſt die Phyſik ſo reich, daß
Mufd mit Recht wird behaupten dürfen, dergleichen bliebe
W.
akloſſen.
eites Konzert des Muſikvereins.
Brahms Deutſches Requiem.
Gruckners F=Moll=Meſſe Brahms‟ Deutſches Requiem. Dort
deum nach den Worten des katholiſchen Hochamtes mit der
erlöſung der ſündigen Menſchheit, als Mittelpunkt der Tod
hier eine Klage= und Troſtgeſang auf den Tod eines
ge=
chen, aber auch ein Preislied Gottes als Spender des
Feart der altüberbrachte lateiniſche, hier ein vom Tondichter
WSorten der Heiligen Schrift” gewählter Text in deutſcher
durfte es „Ein Deutſches Requiem” nennen, weil bis
en Seelenmeſſen, die für die Seele eines Verſtorbenen
ge=
ſr geſungen wurden, der liturgiſche lateiniſche Text
zu=
der mbrünſtig gläubige Katholik, deſſen ganzes Leben ein
nntnis ſeiner Gottesverehrung und Demut war, die er
eir vom tiefſten Purpur bis zum hellſten Golde goß, wie ſie
eichen Kathedralen und den Myſterien ihres Gottesdienſtes
dz Brckner, das offene Kind des ſüdlichen Landes, das
Fübervolles Herz ausbreitete wann und wo er konnte.
die berſchloſſene nordiſch herbe Natur, aber nicht minder
en und Gemüt und berufen, in der Sprache der Töne das
zu ſagen
=Bruckner Flammen lodern und die Ekſtaſe die überbrachte
im Zerſpringen füllt, verdichtet ſich bei Brahms der Inhalt
ec feſten Form zu um ſo größerer Glut.
ar gleicher Zeit, vor nun 60 Jahren, wie Bruckner ſeine
* ſchrieb Brahms, 33=jährig, ſein Requiem unter dem
Ein=
ades ſeiner Mutter, an der er mit großer Liebe hing.
Drr bei ſeinem Erſcheinen und noch heute einzig in ſeiner
Scus ſchon heimiſch geworden, ſoweit die deutſche Zunge klingt.
Em warmen Herzen eines gottbegnadeten Künſtlers kam,
ſtets den Weg zum Herzen finden.
Die zwei erſten Strophen enthalten den Kernpunkt des
T: „Selig ſind, die da Leid tragen, denn ſie ſollen getröſtet
Sin kurzes Vorſpiel in feierlichem B=Dur, der Chor ſingt
damit zu be=
Donnerstag, den 8. Dezember 1927
Seite 3
gierung „einen Geſamtplan gegen das Beſtehen der litauiſchen
Unab=
hängigkeit” ſelbſt vorbereitet hätte.
Zaleſki beſprach die drei Anſchuldigungen der Reihe nach, wobei er
die erſte ausſchaltete, weil ſie überhaupt nur den Vatikan ſelbſt angehe.
Die zweite Anſchuldigung gegen Polen könne hier nicht auf Grund des
Artikels 11, ſondern als eine Minderheitenklage nur nach dem für die
Minderheitenfrage feſtgeſetzten Verfahren erledigt werden. Auch die
Frage der Behandlung nichtpolniſcher Staatsangehöriger im
Wilna=
gebiet ſei eine Minderheitenfrage. Man könne im übrigen den
polni=
ſchen Minderheiten in Litauen nur wünſchen, daß ſie ſich einer ſo
libera=
len Behandlung erfreuen möchten, wie es der Fall ſei bei den litauiſchen
Minderheiten in Polen.
Was nun die dritte, ſchwerſte Anſchuldigung der
litau=
iſchen Regierung angeht, ſo ſtammten die kühnen Behauptungen des
litquiſchen Miniſterpräſidenten nur aus Informationen, die er auf
Grund von Spitzelberichten und von Provinzklatſch zuſammengetragen
habe. Andere Beweiſe für die ſchweren Anſchuldigungen, auf Grund
deren der Völkerbundsrat hier mit einer Klage, zufolge Artikel 11 des
Paktes befaßt worden ſei, ſeien nicht vorhanden. Woldemaras ſtütze aber
einen Teil ſeiner Behauptungen auch darauf, daß die Polen einer
gro=
ßen Anzahl litauiſcher Emigranten, die infolge des gegenwärtigen
poli=
tiſchen Negimes in Litauen geflüchtet ſind, Gaſtfreundſchaft gewährt
habe. Die Verantwortung für dieſe Maffenabwanderung, die ein Aſyl
in Polen, in Deutſchland oder in Lettland ſuche, trage aber die litauiſche
Regierung und der litauiſche Miniſterpräſident ſelbſt. Polen werde
ge=
treu ſeiner Tradition dieſes Gaſtrecht, das eine heilige Pflicht aller zivi
liſierten Regierungen darſtelle, ſtets achten. Es gehöre ein ſeltener Geiſt
dazu, auf Grund ſolcher Tatſachen in Verbindung mit
unkontrollier=
baren Nachrichten derartige ſchwere Anklagen zu erheben. Zaleſki
er=
klärte, daß Polen niemals eine Bedrohung Litauens geweſen ſei. Er
erwähnte auch die früheren Verhandlungen des Völkerbundsrates über
die polniſch=litauiſche Frage und den berühmten Bericht des belgiſchen
Natsmitgliedes Hymans vom Jahre 1923, wo der polniſch=litauiſche
Kon=
flikt zum letzten Male vor dem Völkerbundsrat behandelt worden ſei.
Litquen habe es aber immer abgelehnt, die Entſcheidung der
Botſchafter=
konferenz anzuerkennen und erklärte ſtatt deſſen, daß der Kriegszuſtand
mit Polen immer noch beſtehe. Statt aber friedliche Beziehungen
herzu=
ſtellen, betrachte ſich Litauen ſeit acht Jahren immer noch als im
Kriegs=
zuſtand mit ſeinem polniſchen Nachbar. Der Hafen von Memel, den die
Mächte Litauen als Zugang zum Meere gegeben hätten, ſei in vollſtem
Verfall. Sein Verkehr ſei auf ein Minimum zurückgegangen und unter
dieſen Verhältniſſen könnten ſich die Großmächte fragen, ob es nicht ein
Irrtum war, den Hafen an Litauen zu geben. Dieſe litauiſche Politik
habe auch eine verhängnisvolle Rückwirkung nicht nur auf Litauen und
auf das Gebiet von Wilna, ſondern auch auf Lettland. Auch die lettiſche
Regierung verlange immer wieder die Herſtellung des Tranſitverkehrs
mit Litauen.
Die polniſche Geſie: Zaleſki reicht Litauen
die Hand zum Frieden.
Von welchem Standpunkt man auch die Sache anſehe, ſo ſei es
nicht angängig, daß die Friedensoffenſive des Völkerbundes, der in der
ganzen Welt friedliche wirtſchaftliche Beziehungen ſchaffen wolle, ſich
an der polniſch=litauiſchen Grenze breche. Der Einwand, daß es ſic
nur um einen fiktiven Krieg handle, ſei nicht ſtünkſhaltig, wenn eine
Kleinigkeit genüge, um eine wirkliche Gefahr heraufzubeſchwören und
die Kanonen von allein losgehen zu laſſen. Deshalb, erklärte der
pol=
niſche Außenmiiſter, würde jede polniſche Regierung es für ihre Pflicht
halten, die Aufmerkſamkeit des Rates auf Grund des Artikels 11 des
Paktes auf die Gefahr zu lenken, welche die Politik der litauiſchen
Be=
gierung für den allgemeinen Frieden darſtelle. Die polniſche Regierung
ſei der Meinung, daß, ſo lange die litquiſche Regierung den
Kriegszu=
ſtand mit Polen aufrecht erhalte und nicht die normalen Beziehungen
zu ihrem Nachbar wieder herſtelle, die internationale Lage bedroht blei.
ben müſſe. Der polniſihe Außenminiſter ſchloß ſeine Darlegungen, indem
er erklärte, daß Polen angeſichts der ganzen Wel: m Bewußtſein ſeiner
Pflicht, nochmals Litauen den Frieden erkläre. Freilich reichen wir
ihm die Hund, und an Ihnen, meine Herren, iſt es, rief Zaleſki aus,
darüber zu wachen, daß dieſe Hand wiiht noch einmal zurückgeſtoßen
wird.”
Litquen mißtraut Polen.
In einer ſehr langen Erwiderung auf die Rede des polniſchen
Außen=
miniſters führte der litauiſche Miniſterpräſident Woldemaras aus, daß
Polen gar nicht berechtigt ſei, den Artikel 11 des Paktes anzurufen, denn
der polniſche Delegierte hätte ja ſelbſt den Kriegszuſtand als fiktiv
bezeichnet. Woldemaras beſchäftigte ſich ſehr ausführlich mit der
Defi=
nition des Begriffes Kriegszuſtand und eiklärte faktiſch, daß es Polen
durchaus frei geſtanden hätte, den Memelfluß für die Holzflößerei zu
benutzen. In der litauiſchen Regierungserklärung habe er ſelbſt geſagt,
daß Litauen nie daran denke, Wilna mit Waffengewalt wieder zu
er=
bern. Er wäre gern bereit, die Friedenshand Polens zu ergreifen,
aber er könne ſich der Erinnerung an eine Szene auf einer der erſten
Ratstagungen in Paris nicht entziehen, die von Bourgeois präſidiert
wurde. Damals ſei Paderewski auf ihn zugekommen und habe ihm
geſagt: „Jetzt beſteht alſo kein Konflikt mehr zwiſchen uns.‟ Zwei
Wo=
chen ſpäter ſei der polniſche General Zeligowski in Wilna mit polniſchen
Truppen einmarſchiert. Manches heutige Mißtrauen ſei gewiß
unbe=
rechtigt, aber mit ſolchen Erinnerungen ſei es ſchſwer, nicht mißtrauiſch
zu ſein. Wenn heute der Rat den Frieden organiſieren wolle, ſo ſolle
er jetzt die wichtigſten und unmittelbarſten Drohungen beſeitigen und
zuletzt das Problem in ſeiner Totalität in Angriff nehmen.
In einer kurzen Replik ſtellte Zaleski feſt, daß die einzige Sache, auf
die Polen Wert lege die Anerkennung eines klaren Friedens und guter
Nachbarſchaft zwiſchen den beiden Ländern ſei, in der Hoffnung, daß
die normalen Beziehungen allmählich wiederhergeſtellt werden.
Der holländiſche Ratsdelegierte, Außenminiſter Belgerts van
Blook=
land, wurde zum Berichterſtatter ernannt, und erklärte ſich mit einigem
Bögern zur Annahme des Amtes bereit, wozu ihn Chamberlain
be=
glückwünſchte mit dem Bemerken, daß er ſelbſt auch Berichterſtatter in
einer ſehr ſchweren Frage (rumäniſch=ungariſcher Konflikt) ſei.
Darauf wurde die Sitzung nach 19.30 Uhr geſchloſſen.
Die nächſte Sitzung findet morgen 15.30 Uhr mit der Tagesordnung
„Oberſchleſiſcher Schylſtreit” und „Danzig” ſtatt.
Eine neue litauiſche Noie an den Völkerbund.
* Genf, 7. Dez. (Priv.=Tel.)
Heute ging beim Generalſekretariat des Völkerbundes eine
neue litauiſche Note als Andwort auf die Zirkularnote der
pol=
niſchen Regierung ein. Darin wird u. a. bezüglich des Kriegs.
zuſtandes erklärt, daß beide Staaten dem Völkerbund angehörten
und deshalb ohne Verletzung des Völkerbundspaktes keine
Feind=
ſeligkeiten eröffnen dürften. Ferner wird mit Befriedigung Notiz
genommen, daß Polen keine Verletzung der Integrität Litauens
beabſichtige.
Pilſudſkis Genfer Reiſe.
Warſchau, 7. Dezember.
Die polniſche Preſſe veröffentlicht einen Brief Sir Auſten
Chamberlains an Pilſuoſki, in dem der engliſche Außenminiſter
ſeiner Freude darüber Ausdruck gibt, daß er in Genf perſönlich
mit Pilſudſki werde zuſammentreffen können. Auf ſeiner Reiſe
wird der Marſchall nur vom Kabinettschef des
Kriegsminiſte=
riums, dem Oberſten Beck, begleitet ſein. Mit dem engliſchen
Geſandten Mueller konferierte Pilſudſki geſtern lange. In
poli=
tiſchen Kreiſen Warſchaus ſetzt man große Hoffnungen auf die
perſönliche Intervention des Marſchalls, und man erinnert ſich
an ſein Wort: Seine Anweſenheit in Genf ſei nötig, weil der
Völkerbund Kompromiſſe liebe, er aber nicht. Pilſudſki will
per=
ſönlich mit Nachdruck die Forderung auf Aufhebung des
Kriegs=
zuſtandes, die Wiederanbahnung der wirtſchaftlichen, kulturellen
und diplomatiſchen Beziehungen zwiſchen den feindlichen
Nach=
barn vertreten. Die polniſche Preſſe äußert ſich durchaus
opti=
miſtiſch und ſpricht mit großer Befriedigung von dem bisherigen
Verlauf der Ratstagung.
Nach den letzten aus Warſchau eingetroffenen Mitteilungen
wird Marſchall Pilſudſti am Freitag mittag in Genf eintreffen.
Nachdem der polniſche Staatspräſident ſeine Genfer Miſſion
er=
ledigt hat, dürfte er vorausſichtlich zu einem offiziellen Beſuch
nach Bern und Wien reiſen. Seine urſprüngliche Abſicht, auch
Rom zu befuchen, ſcheint Pilſudſki aufgegeben zu haben.
Da=
gegen verlautet, daß Pilſudſli auf ſeiner erſten Auslandsreiſe
auch Paris und London beſuchen werde.
Ungarnfeindliche Ausſchreitungen
in Großwardein.
EP. Budapeſt, 7. Dezember.
Mit dem heute früh aus Großwardein eingetroffenen
Per=
ſonenzug der ungariſchen Staatsbahn ſind abermals zahlreiche
Flüchtlinge angekommen, unter ihnen befinden ſich zahlreiche
Ver=
letzte. Ein penſionierter, höherer Staatsbeamter wurde von der
Freiwilligen Rettungsgeſellſchaft aus einem Eiſenbahnabteil
ge=
hoben und in ein Spital transportiert. Er wurde von
rumäni=
ſchen Studenten mit Bleiknüppeln mißhandelt und erlitt einen
Bruch des rechten Schienbeins. Nach übereinſtimmenden
Berich=
ten der Flüch linge ſoll ſich die rumäniſche Polizei während der
Ausſchreitungen vollbommen paſſiv verhalten haben. Ferner
ſollen ſich unter den Demonſtranten viele Detektive der Siguranz,
der rumäniſchen Staatspolizei, befunden haben, die den
Studen=
ten die Häuſer bezeichneten, wo wegen ihrer ungariſchen
Ge=
ſinnung bekannte Perſonen wohnten. Nach den Berichten der
Flüchtlinge ſoll die mit drei Todesopfern angegebene Zahl viel
zu niedrig gegriffen ſein.
Im Parlament wurden Nachrichten über die
ungarnfeind=
lichen Ausſchreitungen bekannt gegeben, wonach bisher acht Tote
und eine große Anzahl Schwerverletzte zu beklagen ſind. — Der
demokratiſche Abgeordnete Pakots wird am Schluß der heutigen
Sitzung des Parlaments eine Interpellation an die Regierung
in der Angelegenheit der Großwardeiner Ausſchreitungen richten.
Der Telephon= und Telegraphenverkehr zwiſchen Rumänien
und Ungarn iſt unterbrochen.
ſonderer Bedeutung. Meiſterhaft iſt der mehrfache Wechſel zwiſchen
Trauer und Freude aus dem durchgehenden muſikaliſchen Gedanken
herausgebildet. Wie Brahms, ſelbſt bei draſtiſchſter Heraushebung
ein=
zelner Worte, ſtets die große muſikaliſche Linie wahrt, gleichſam die
abſolute Muſik nie dem Texte opfert, zeigt auch dieſes Werk
viel=
fach (VI. Teil).
II. Teil. Von weitem naht der Leichenzug — ein Trauermarſch
in B=Moll. Zu den dumpfen Baßſchritten gedämpfte Bratſchen, die
Violinen ſchweigen. Da ſetzt der Chor unisono — aben auch der Sopran
ſchweigt — ein: „Denn alles Fleiſch iſt wie das Gras‟. Der Zug kommt
näher, das Orcheſterzwiſchenſpiel wächſt an, der Chor wiederholt in
ein=
dringlichſter Wucht mit allen Stimmen die Klage über die
Vergänglich=
keit des Menſchenlebens. De Zug verliert ſich in der Ferne; ein
Mittelſatz in Ges=Dur tröſtet in lieblicher Weiſe, mahnt zur Geduld auf
die Ernte. Noch einmal zieht die Totenklage vorüber, da reißt uns aus
der Trauerſtimmung unvermittelt in hellem B=Dur die Verhündigung:
„Aber des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit!” das letzte Wort ſieghaft
durch 4 Takte tönend, und nun ſteigert ſich in fugenartigem Chor die
Glaubensfreude zu höchſtem Maße, oft, wie auch bei Bruckner, von
höchſter Kraft jäh ins Piano fallend. Mit einem wundervollen tranguillo=
Abgeſang zu weichen Paukenſchlägen durch zwanzig Takte auf dem
B=Dur=Akkord klingt der grandioſe Satz auf die Worte „ewige Freude‟
ruhig und zuverſichtlich aus.
III. Teil. Wieder das Todesbangen, diesmal von einer
Einzel=
ſtimme (Bariton) ertönend: „Herr, lehre doch mich, daß ein Ende mit
mir haben muß —” ängſtlich ſtochend vom Chore nachgeſungen. In
ge=
ſteigerter Angſt, mit Paukenwirbeln düſter untermalt, wiederholen
Ein=
zelſtimme und Chor die erſten Worte. Ein mit ſchneidendem Fortiſſimo
beginnendes Nachſpiel leitet über zu einem entſagungsvollen Klagelied:
„Ach, wie ſo gar nichts ſind alle Menſchen”. — Die muſikaliſchen Motive
des Satzanfanges werden ruhiger, Angſt und Schrecken zur Wehmut, in
wundervollem Bogen klingen die Freuden des Lebens durch die
ſchmerz=
liche Klage.
Wieder rufen Soloſtimme und Chor in immer geſteigerter Angſt:
„Herr, wes ſoll ich mich tröſten?” Leiſe beginnend antworten die
Stimmen, eine nach der anderen einſetzend: „Ich hoffe auf Dich” und
nuin hebt eine mächtige D=Dur=Fuge an: „Der Gerechten Seelen ſind in
Gottes Hand”, 36 Takte hindurch auf dem unverrückbaren Orgelpunkt D,
den feſten Glauben ſymboliſierend. Dieſe Fuge, aufſehenerregend beim
Erſcheinen des Werkes, ſeitdem viel erörtert, geprieſen und bemäkelt,
hat bis heute von ihrer Eindruckskraft nichts verloven. Freilich iſt die
Wirkung an die klare Wiedergabe des höchſt ſchwierigen Satzes gebunden.
IV. Teil. „Wie lieblich ſind deine Wohmugen” In ſüßem
Es=Dur, der Tonart, in die Brahms ſo manches von Glück und Liebe
goß, wie ein Preislied von Engeln zu Zimbeln und Schalmeien ſchwebt
der große Satz dahin.
V. Teil. In weichem G=Dur zu gedämpften Geigen tröſtet die
Stimme eines ſeligen Geiſtes (Sopran); „Ihr habt nun Traurigkeit, aber
ich will euch wiederſehen‟. Der Chor fällt ein: „Wie einen ſeine Mutter
tröſtet.” Ueber dem Chor ſchlebt wie eine Friedenstaube die Stimme
in wundervollen Wellen.
Von dieſem nachkomponierten, ganz in Wohllaut getränkten Satze
ſchreibt Brahms an Joachim; nach dieſſem haben die übrigen Sätze ſich
geſehnt. Vielleicht, weil er, bei aller Himmlichkeit, der menſchlichſte unter
allen iſt. Faſt iſt keine Stimme engelhaft genug für dieſen Troſtgeſang.
VI. Teil. Doch wieder blagt der Chor: „Denn wir haben hier
keine bleibende Statt‟. Ein unſtetes Suchen in den Baßſchritten und
dem Schwanken zwiſchen Dur und Moll. Da verkündet eine
geheimnis=
volle Stimme (Bariton) das Wunder der Auferſtehung. Der Chor in
beklommenem Staunen wiederholt die Kunde. Mächtig erſchallt die letzte
Poſqune zum jüngſten Gericht, aber bald ſchon werden Tod und Hölle
beſchworen; in ſcharf akzentuierten Rhythmen, gleich mächtigen
Fels=
blöcken, ſchleudert der Chor ihnen die Rufe entgegen: „Wo iſt dein
Stachel, wo iſt dein Sieg!‟ Dann löſt ſich der Schrecken in hellem
C=Dur zu einem ſtrahlenden Tedeum.
VII. Teil. Der Ring ſchließt ſich. Wie der Eingangschor die, die
da Leid tragen, ſo preiſt der Schlußchor die Toten ſelig, die in dem
Herrn ſterben. Kräftig und voll Zuverſicht, zu Akkordenfolgen Bach’ſcher
Art in der Grundtonart F=Dur beginnt der Satz.
Ein inniges Zwiſchenſpiel in A=Dur, wie ein mild verlöſchender
Sommertag, umfaßt die Schlurßworte „Daß ſie rhen von ihrer Arbeit,
denn ihre Werke folgen ihnen nach‟ Der Anfang des Satzes kehrt
wieder, der hohe Schwung ebbt langſam ab, und nun reicht muſikaliſch
auch das Ende die Hand dem Anfang und mit den gleichen, Takten,
wie der erſte Chor, verklingt das Werk.
B.... r.
*Adolf Hengeler †
Mit A. Hengeler, der nach langer Krankheit im Alter von
65 Jahren ſtarb, venliert München einen Künſtler von
ausge=
ſprochen ſüddeutſcher Eigenart. Mit überſprudelnder Phantaſie
begabt, wußte er ſich durch ſeine zahlreichen Zeichnungen in den
„Fliegenden Blättern” eine große Popularität zu verſchaffen.
Noch beſſer wirkte ſich des Künſtlers Können in den
Kneipzeitun=
gen der „Allotria” aus, wo ſelbſt ein F. A. v. Kaulbach Hengelers
Sinn für Humor und Satire nicht übertreffen konnte.
Proble=
matiſcher war Hengelers Geltung als Maler. Da ihm ein
beſonderes Talent für Farbengebung verſagt war, ſuchte er in
der bewährten Tradition ſeines Lehrers W. v. Diez
weiterzu=
arbeiten. In ſeinen Bildern entwickelte ſich Hengeler zu einem
Vertreter des modernen Barock und ſchloß ſich in den Motiven
mit Vorliebe an die Romantiher M. v. Schwind und C.
Spitz=
weg an. Von üpdigen, luſtigen Engelchen umgeben, erfreuen
Hengelers Eremiten und Heilige durch eine liebenswürdig
hei=
tere Darſtellung, der allerdings zum bleibenden Eindruck tiefere
Farbenreize fehlen. Neben dem hervorragenden Zeichner, dem
erfolgreichen Lehrer an der Akademie bleibe die ſtarke
künſt=
eriſche Perſönlichkeit A. Hengelers nicht unerwähnt, die
jedenfalls in den Kreifen der Künſtlergeſellſchaft Allotria und in
der Münchener Sezeſſion kaum zu erſetzen ſein wird. Dr. A. G.
N
Eisenbahnteile
in großer
Auswahl.
Donnerstag, den 8 De ember 1927
Nummer
Seite 4
Die Rolle der Ruſſen in Genf.
Die franzöſiſche Initiative: Annäherung an
Rußland.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 7. Dezember.
Der Vorſtoß der Ruſſen in Genf wird hier äußerſt vorſichtig
kommentiert. Darüber beſteht kein Zweifel: Die franzöſiſche
Diplomatie tat wanches, um die Lage der Ruſſen in Genf zu
erleichtern. Man behauptet jetzt, daß noch ſo ein Faktor in Genf,
wie es Rußland diesmal war und unter Umſtänden — ſo
be=
haupten dies wenigſtens einige Optimiſten — auch in der
Zu=
kunft ſein wird, das Gleichgewicht ſehr günſtig beeinfluſſen
könnte. Dieſe Konzeption ſtammte übrigens mehr von Paul
Boncour als von Briand. Ueberhaupt, vom Standpunkte der
franzöſiſchen Innenpolitik aus iſt es intereſſant, zu beobachten,
wie ſtark das Preſtige Paul Boncours im Wachſen begriffen iſt.
In vielen Beziehungen iſt er der Mann der Zukunft.
Man betont es hier wenig — vielleicht mit Rückſicht auf
England —, aber es wird immer klarer: in Genf iſt eine
gewiſſe Annäherung zwiſchen Frankreich und
Rußland zuſtande gekommen. Die früheren
Mißver=
ſtändniſſe ſind heute vergeſſen.
Haben die Ruſſen in Genf etwas Poſitives erreicht? Die
Frage läßt ſich heute noch nicht beantworten. Sie haben bisher
nur Opfer gebracht; aber jedenfalls haben ſie diesmal den
rich=
tigen Weg eingeſchlagen. Man will hier in der
Zuſammen=
kunft Chamberlain-Litwinow trotz ihrer abſoluten
Erfolgloſigkeit den erſten Schritt einer Entſpannung
zwiſchen England und Rußland ſehen. In
Wirklich=
keit haben aber die Gefühle Englands Rußland gegenüber keine
Aenderung erfahren, nur daß jetzt die franzöſiſche „Vermittlung”
England bis zu einem gewiſſen Grade gezwungen hat,
wenig=
ſtens der Form nach Verſöhnungsbereitſchaft zu zeigen. Man
ſoll aber in London über die franzöſiſche Politik Rußland
gegen=
über nur mäßig entzückt ſein. Ein franzöſiſches Blatt — der
„Gaulois” — wirft auch die Frage „England oder Rußland?”
offen auf. In den franzöſiſchen Rechtskreiſen hat die Feindſchaft
gegenüber den Ruſſen plötzlich nachgelaſſen. Trotzdem zeigt man
ſich ſkeptiſch und meint, daß Boncour, aber auch Briand, als er
Litwinow zu einer Vermittlung zwiſchen Polen und Litauen
gebeten hat, zu weit gegangen ſind. Ueberhaupt begegnet die
Rolle der Ruſſen in Genf noch mancherlei Skepſis ſchon
deshalb, weil die Außenpolitik Moskaus bisher ſtets eine merk=
würdige Unſtetigkeit gezeigt hat.
Parallel mit der leiſen Annäherung an Rußland geht auch
eine andere neue Initiative des Quay dOrſays. Es iſt dies
die Verſtändigung mit Italien. Schon hat Muſſolini
auf die Aufforderung Briands geantwortet, und man arbeitet
intenſiv daran, die Zuſammenkunft vorzubereiten. Charakteriſtiſch
für die franzöſiſch=italieniſche Annäherung iſt, daß bisher nichts
von der Vermittlung dritter Mächte verlautete.
* Die engliſche Auffaſſung über Litwinow
beleuchtet ein Artikel unſeres (O=
Korreſponden=
ten vom gleichen Tage aus London, in dem er ſchreibt:
Es iſt kaum je ſo ſcharf hervorgetreten, ſelbſt nicht zur Zeit
des Arcos=Raid, daß die Frage der Beziehungen zu Rußland
die Hauptmeinungsverſchiedenheit in der Außenpolitik zwiſchen
Konſervativen und Liberalen bildet. Das trat ſchon vor der
Reiſe Litwinows klar zutage, als die vorausſichtliche Taktik und
die Ausſichten für eine Unterredung Litwinows mit Sir Auſten
beſprochen wurden. Von ganz beſonderer Bedeutung iſt, daß die
City mit den Liberalen geht. Wichtigen Kreiſen in der
Nähe des Manſion=Hauſes liegt es ſehr am Herzen,
daß es zu einer finanziellen Regelung mit den
Sowjets kommt. Eine wohlbekannte
Banken=
gruppe denkt erneut an die Möglichkeit eines 10=Millionen=
Darlehens auf der Baſis ruſſiſcher Schuldenzahlungen. Eine
große Bank ſoll ſchon einen Sondervormarſch durch
Ueber=
nahme einer Garantie für ruſſiſche Baumwoll=
Ankäufe in Aegypten unternommen haben. Die Aktien
großer britiſcher Konzerne, die Forderungen an die
Sowjet=
regierung haben, ſind etwas höher gegangen. Das kann ja nun
freilich zufällig ſein und an ganz anderen Faktoren hängen, aber
liberale Blätter führen es als Barometerzeichen an.
Jedenfalls ſind die ruſſiſchen Geſchäftskreiſe in der City ſehr
kluge Leute, die in ihren Berichten nach Hauſe nicht leichtfertig
in den Wind reden, und Litwinow hat in ſeiner Unterredung
mit dem Vertreter des „Obſerver” nicht ohne Unterlagen von
der günſtigeren Stimmung in der City geſprochen.
Nun iſt ſchließlich doch die zuverſichtlich erwartete, von
ande=
ren für ganz unmöglich gehaltene Unterredung zwiſchen
Chamberlain und Litwinow zum Ereignis geworden.
Ueber die Hauptrunkte derſelben wird auf Grund der offiziöſen
Inhaltsangabe ganz gleichlautend berichtet. Nur die
Folgerun=
gen ſtarren einander in charakteriſtiſcher Weiſe ins Geſicht. Auf
liberaler Seite beeinflußt der Wunſch ein wenig das Reſultat.
Man konſtruiert ſich die alte Reihe: die Erklärung Baldwins,
die Reiſe nach Genf, die Unterredung uſw. uſw. Der
diploma=
tiſche Korreſpondent der „Weſtminſter” ſchreibt, es habe nichts
zu ſagen, daß man zu keiner konkreten Verhandlungsbaſis ge=
kommen ſei; das Gebiet der politiſchen und wirſchaſftiau
gen ſei dafür eben zu groß. „Die Situation iſt jetzt die
Tor für weitere Verhandlungen offen ge
iſt. Ich bin in der Lage, zu erklären, daß man annehm.
daß dieſe Verhandlungen wieder
aufgeno=
werden, und zwar höchſtwahrſcheinlich in naher Zu
Hierzu iſt zu bemerken, daß die britiſche Reo
bezüglich der finanziellen, kommerziellen und induſtrieſſi.
eſſen niemals im Zweifel geweſen iſt. Aber alles mmi
Hintergrund treten, wenn es ſich um die Reichsſiod,
handelt. Solange dieſe nicht durch abſolut
hinreichenfr=
tien einer Beendigung antibritiſcher Propo
auf allen Schauplätzen der Erde geſichert wird, ſolang
an eine Wiederaufnahme normaler Beziehungen z
Darin geben die belangvollen konſer
und unioniſtiſchen Blätter genau die
der Leiter der britiſchen Regierung
Gerade weil nicht zu erwarten war, daß Litwinow
liche Garantien in der Taſche mitbringen würde, hat:
von einer Unterredung mit Sir Auſten nichts erwen
ebenſowenig ſie ſelber. Die „Weſtminſter” läßt ſich dazm
kabeln, trotz aller indirekten Bemühungen wäre die 11.0
zwiſchen beiden Staatsmännern nicht zuſtande gekomr./
nicht Madame Litwinow, die bekanntlich eine Engläry
Nichte von Sydney Low, iſt, kurz vor Mitternacht
forrn=
britiſche Delegation telephoniert und um eine Beſprru
beten hätte. Ebenſo aber, wie Litwinow ſeine Abrüſtrw
gleich zu Beginn der Sitzung explodieren ließ, gab er z
zur Einleitung der Unterredung die Erklärung
für die Propaganda der 3. Internationale nicht ver:
ſein könne. Damit war die Sache freilich erledigt, it
hier gerade hierin das Entſcheidende. Man fragt, wii
auf eine Regierung verlaſſen könne, die ſelber glatt I/
daß ſie für die Aktionen dieſes echten Sowjet=Gebä
verantwortlich, nicht Herr im eigenen Hauſe ſein köär
fragt ſich ferner, wie unter dieſen Umſtänden internatto
ziehungen mit den Sowjets für Großbritannien und
ſchen Dominions irgendwelchen Nutzen haben könnn
fragt ſich aber dann ſchließlich, welchen Zweck Litwinoo
hinter ihm damit verfolgt haben könnten, daß ſie von
die Verantwortlichkeit für ihre Tochterorganiſation
anſtatt den Fragenkomplex von hinten, von der finon
merziellen Seite her, anzuſchneiden? Oder wollten ſieei
nichts, als vor der Welt mit der Tatſache der Unt
demonſtrieren, daß die Beziehungen de facto doch
ſtehen? Ueber eines ſollten weder ſie noch andere fir
ſein: daß die Grundbedingung durch ke
nachungen anderer Art erſchüttert werden
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Darmſtadt, 8. Dezember.
mrannt wurden: am 4. Nobember der Schulamtsanwärter Karl
aus Friedrichsdorf im Taunus zum Lehrer an der Volksſchule
ierreis Gießen); am 12. November der Lehrer Karl Frank zu
„illingen (Kreis Offenbach) zum Rektor in der Volksſchule
am 30. November der Lehrer ceinrich Maurer zu Angers=
Donnerstag den 8 Dezember 1927
Seite 5
56z Lauterbach) zum Lehrer an der Volksſchule zu Langen (Kr.
md der Lehrer Adolf Schlierbach zu Mittershauſen
heapenheim) zum Lehrer an der Vollsſchule zu Langen (Kreis
axbigt ſind im Kreis Bensheim: eine Lchrerſtelle für
ſmrgeliſchen Lehrer an der Vollsſchule in Reichenbach
hremſiwohnung iſt vorhanden; — eine Schulſtelle für eine kathol.
ſan der Volksſchule in Fehlheim. Mietwohnunx für eine
EIESne eigenen Hausſtand iſt zu beſchaffen; — eine Lehrerſtelle
fſü vangeliſchen Lehrer an der Volksſchule in Ober=
Beer=
hanſtwohnung iſt vorhanden.
„Sen Ruheſtand trat am 1. Dezember Gerichtsvollzieher Lein
giidt mach Grreichung der Altersgrenze. Er iſt gleich dem vor
wichven in den Ruheſtand getretenen Gerichtsvollzieher Kapp
ſtesten Scgrle” hervorgegangen, hat ſozuſagen „von der Pickel
ſtör, und war ſtts beſtrebt, einen Ausgleich zwiſchen den
Juter=
ſorderungsberechtigten und jenen des Zahlungspflichtigen zu
rstzung in den Nuheſtand. Am 1. Jayuar 1928 tritt der
Ober=
sſetretär Heinrich Krickſer zu Darmſtadt auf Grund des
öFetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten vom 2. Juli
ſ2rzomber 1923 in Verbindung mit Artikel 2 des Geſetzes über
fülnng des Perſonglabbaues in Heſſen und zur Aenderung des
ſit Ferſonalabbaugeſetzes vom 8. Oktober 1925 in den Ruheſtand.
En shochſchule. Zur Wiederholung des Tanzabends von
ſini on Kreibig am Freitag, den 9. Dezember. 2 Uhr, im
mleui us des Landestheaters erhalten unſere Mitglieder ermäßzigte
tae euſerer Geſchäftsſtelle, Mathildenplatz 17.
ſiäch=s Landestheater. In der Uraufführung von Bert Brechts
jrcht der Städte”, die Samstag im Kleinen Haus
ſtutt=
es Charlotte Jaeke=Foſt die Marie Garga, Rudolf Klix
ſtämdler Shlink und Joachim Büttner den George Garga.
Erag, 11. Dezember, wird zum erſten Male Richard Wagners
ſi.) ämmerung” in der naren Inſzenierung wiederholt. Die
ta beginnt um 17 Uhr.
3 Aufführung des Schinderhannes” am Freſtag, den
wielt den Johann=s Bückler Franz Wolfgang
Schmied=
ſiee m Stadttheater in Mginz als Gaſt.
Eeionachtsfeier bes V.f. L. Rot=Weiß 1922. Die
Aufwärtsent=
ds Not=Weiß im vergangenen Jahr in bezun auf ſportliche
ſte und Mitgliederzuwachs zeigte, äußerte ſich zuch bei der
kösier. Der Mathildenhöhſaal war viel zu klein, um die
zu beherbergen. Nach einem Muſiſtück, geſpielt von einer
u der Kapelle Weber, ſowie einem einleitenden Prolog,
ge=
os Hans Hörr, erariff der 1. Vorſitzende, Herr Dr. Brüning
Er Hein eheten che egr fie
Eir Amerika weilte und erſtmalig wieder hier weilte, wunde
grüßt. Säntliche Vorführungen wurden von Mitgliedern
Mos unter Leitung ihrer Abteilungsleiter, den Herren Hanſt,
„diFiſcher, keine Mühe geſcheut hatten, um etwas Gutes zu
ale, eiſte Teil hatte weihnachtlichen Charakter; er galt den
43 Volkstänze der Mädchen, Keulenſchwingen der Turnerinnen,
ſiſtuäre wechſelten miteinander ab. Das Chriſtfeſt erhielt ſeinen
i dem Stück „Die Weihnachtsgäſte”, das von Herrn Möſer
ſelähe einſtudiert und von den Kleinen allerliebſt geſpielt
U as Lied „O du frühliche” leitete gut den 2. Teil ein. Er
Pueivorfühuungen der Turner unter Leitung von Turnwart
Aeſaſt einen kleinen Anſtrich an Akrobatik hatten, plaſtiſche
Mgelnſtudiert von Sportwart Fiſcher, Tänze, Rezitationen,
ge=
u Hans=Ulrich Hanſen, Var onturmen der Damen uſw. Auch
Rü, erſchien (dicsmal war Herr Hanſt in ſeinem Fach), um die
M-8 Jahres in ſotiriſcher Gedichtforur unter die Lupe zu
d die Aelteren zu beſchenken; ſie erhielten teils
Ehrenurkun=
t dem Verein geleiſtete Arbeit, teils Uzpalete mit überraſchen=
Mr —nd durſten, da ihre ganze Arbeit ja doch darauf eingeſtellt
ſtyerd zu ſammeln, das ſchöne Lisd ſingen: „Ihr Kinderlein
qum Schluſſe fand ein Luſtſpiel „Die erzwungene
Ver=
ul., das einen Orkan von Lachſalven hervorrief und einen
etreffenden Abſchluß für den Abend brachte. Die Spieler
it Weichſel und Bott ſowie die Herren Emrich. Hoffmann
ſtKrurk und Trumpfeller) verſtanden es auch ganz
ausgezeich=
chauer mitzureißen. Das Stück wurde von Herrn Auguſt
=fflich einſtudiert, der auuch für die Geſamtveranſtaltung
iic zeichmete. Die Pauſen wurden durch gute Muſikſtücke der
zill gseber ausgefüllt. Auch eine reichhaltige Tombolg ſowie
tüt iſche Weihnachtszeitung fehlten nicht.
Mldtrſehensfeier der ehemaligen S.K. 46 und O. 14. In der
Aſraße) fanden ſich die obigen Sanitäts=Konpagnien zu einer
ſütze rlanfenen Feier zuſammen. Bereits am Samstag abend
Rk zum Teil weithergereiſte Kameraden anweſend; man feierte
newal ein frohes Wiederſehen. Am Sonntag fnih beaab ſich
Aunu na an das Grab eines, auf dem hieſigen Waldfriedhof
lie=
igraden, um dort einen Kranz niederzulegen. Nachdem Kam.
iungroßen Saal der Loge die Kameraden begrüßt hatte, ge=
.Kaiſer in warmen Worten der gefallenen Kameraden.
3. Labelle des Städtiſchen Orcheſters ſorgte für angenehme
Frei von jder politiſchen Nichtung, verlief die Feier in
nwnie, und man trennte ſich in der Hoffnung auf ein frohes
MEurter Laienſpiele der Chriſtengemeinſchaft. Im Saal der
Atademie für Tonkunſt brachten die Frankfurter Laienſpiele
uyemeinſcheft wiederum die Oberuferer Weihnachtsſpiele.
reuer Freude arbeitet ſich der Spielerkreis alljährlich in den
Der ſich als unerſchöpflicher Schatz von Schönheits= und
funbarungen auftut. Die vier Spiele Chriſtgeburt=, Hirten=,
9Serodssſpiel) ergänzen einander in ihrer ſtarken Charakte=
41n Sjährige Aufführung war durch ihre ſchöne und ſiunvolle
4h fonders eindrucksvoll. Der Naum hielt Spieler und
Jammen und half zu dem gemeinſamen Erleben, auf das
lksſpiele eingeſtellt ſind. Techniſch waren die improviſier=
Angerhältniſſe etwas erſchwerend. Vor weit geſpamntem
tegrund entſtanden die Bilder, ein jedes eingefaßt von
be=
e orgeſang. Unmittelbar wirkten die Fauben; — erdfarbig
de. Kleidung des Joſeph und der Hirten, klar und leuchtend
mid den Könzaen, dämoniſch getrübt bei Herodes — dieſe
Lichifeſt in Frankfurt a. M.
Eine rieſige Menſchenmenge, welche erwartungsvoll der Dinge harrte,
die da kommen ſollten, erfüllten am vergangenen Sonntagnachmittag
die Geſchäftsſtraßen und einzelnen Plätze Frankfurts.
nach Frankfurt geeilt und Abertauſende von Frankfurter Bürgern wur= jährlich ein Konzert der Geſangvereine (vorausgeſetzt, daß es vor
den ihren Häuſern entlockt und vor die mit Weihnachtsgeſchenken aller Stuhlreihen ſtattfindet) ſteuerfrei ſein, für das zweite Konzert iſt eine
Art ausgeſtatteten Schaufenſter gebracht. So dürfte der Zweck, den der
Frankſurter Verkehrsverein mit dieſer neuartigen Veranſtaltung
beab=
ſichtigt hatte, voll erreicht worden ſein.
Zweifel darüber auf, ob dieſe Art der Lichtreklame nicht künſtleriſch finden.
und techniſch gehaltvoller hätte beſchaffen ſein können! Und er muß
leider zugeben, daß bei einigem Guten auch ſehr viel Unvollkommenes zu
ſehen war. Weder die Anleuchtung der öffentlichen Gebäude, noch weni= / Bismarckſtraße 60 (Telephon 1806).
ger die Schaufenſterbeleuchtung entſprach den großen Erwartungen, die — Gewerb=muſenm. An dem vorderen Ausſtellungsraum ſind die
man an dieſe Darbietungen ſtellen durfte. Was insbeſondere die Schau= bisher erſchienenen Tafeln aus dem großen Werk von Dr. Berliner
fenſterbeleuchtung anbetrifſt, ſo läßt ſich mit gutem Rechte fagen, daß in über die Weihnachtskrippen ausgeſtellt. Die Blatter geben
Darmſtadt verhältnismäßig mehr und beſſeres geboten wird, als
Frankfurt ſeinen und ſeiner Umgebung Einwobnern zeigen konnte. Man an plaſtiſchem Können, der in dieſen volkstümlichen Schöpfungen zum
konnte leider ſehr viel Unvollkommenheit, Unrichtigkeit und
Rückſtändig=
keit feſtſtellen, ſo daß unſere Darmſtädter Geſchäftsleute keinen Grund das Gewerbemuſeum am Dienstag, 13. Dez. abends 815 Uhr,
Sie werden vielmehr aut davan tun, alle Beſtrebungen bei der
Schau=
fenſter= und Reklamebeleuchtung neben der reinen Zweckmäßigkeit im
allen Fällen auch die künſtleriſche Ausführumg zu ihrem Rechte kommen
zu laſſen, weitgehendſt zu unterſtützen. Denn das vormehme Aeußere
eines Geſchäftshauſes birgt in ſich eine größere Werbekraft als
markt=
ſchreieriſche Verunzierung.
Zuſammenarbeiten der dazu berufenen Kreiſe in nicht allzu ferner Zeit
die Erkenntnis der Notzwendigkeit einer richtigen, d. h. ſchönen und
zu=
gleich zweckmäßigen Schaufenſter=Beleuchtung Allgemeingut wird. Dies
zu fördern, ſoll auch in Darmſtadt im nächſten Jahre eine Veranſtaltung
getroffen werden, die neben der Aßſicht, auf Inſtallateure und
Laden=
beſitzer aufklärend zu wirken, ihre Wirkung auf die Kaufluſt des Puhli=
Name für ein ſolches Unternehmen gebranicht wird, ſo ſieht dies doch zu
ſehr nach übertriebener Rellame aus. Und dafür ſollte ein „Lichtfeſt”
doch wirklich zu ſchade ſein, denn
Licht iſt Leben!
Akad. Malerin Mels Deutsch
entwirft und malt aparte Schals Ausschmückung von
Gesellschaktstolletten. Ferner Wandbehänge
Flngel-
desken. Kissen, Kinderkleider ete ete Jeder
versön-
liche Wunsch kann erfüllt werden. Arbeiten zur
(* 32667
geil. Ansicht sind vorhanden Väheres Hochstr. 47.
Rutet charatteriſierend. Der Text ſowie der Wechſel von Rede
piegelt die verſchiedenen Regionen des Geſchehens ab, das
u Darſtellung kommt, um turch die Farben, Formen und
arr) die reale weihrachtliche Welt ahnen zu laſſen, die hiuter
Wei n ſteht.
GEur für das Deutfchtum im Ausland. Die Kenntnis vom
y. der Welt zu fördern und Verſtändnis für die jenſeits der
Ws Meicks wohnenten Volksgenoſſen zu wecken, damit die
wirt=
no knlturelle Bedemtung des Auslandsdeutſchtums endlich
eiSe, iſt neben der tatkräftigen Unterſtützung deutſche: Schu=
M 2obrudſcha eine Heuptaufgabe der hieſigen Outsgruppen des
üiger Aufgabe will der Verein gerecht werden, indem er die
des Deutſchtums aus der Fülle der Erfahrungen zu ſeinen
und Freunden ſprechen läßt. Er hafft, taß die Darlegun=
Derprobten Füchrers in Litauen, der am Freitag hict ſpricht,
weiter Kreiſe begegnen. (Siehe Anzeige)
— Von ben Neuerwerbungen der Bücherei des Gewerbemuſeums
ſind für Gewerbetreibende von beſonderer Bedeutung= Margarete
Kil=
ar einer durzen Begyüßung, in welcher er auf die Entwick= ling, Die Glasmacherkunſt in Heſſen. 1927: C. Chriſten. Die Technik
der Holzmalerei, 1997: Erna Meher, Der neue Haushalt. 1997;
Luiſe Schäfer, Das neue illuſtrierte Kochbuch. 1927: Alfred Lörcher,
e Der Grabſtein, 1927: Adolf Reile, Die naue Perſpektive des
Architek=
ten. 1923: Normblatt=Verzeichnis des Deutſchen Normenausſchuſſes.
1927; R. L. Hobſon, Chrineſiſche Kunſtwerke in farbiger Wiedergabe.
1997: Julie Neierle, Volkstrachten der Schweiz, 3. Band: Die
Volks=
trachten von Bern, Freiburg und Wallis, 1998 Oscar Jolles. Die
u Deutſche Schriftgießerei 1923: Deutſches Reichs=Adreßbuch für
In=
duſtrie, Handel und Gewverbe. Bände 1—4. 1998: Graf Silva Tarouca
und Camillo Schneider, Kulturhaudbücher ſir Gartenfreunde. Band 1.
Unſere Freilandſtauden. 1927: Jenſen, Geſchichte der Schrift. 1925;
M. C. Lamb, Lederfärberei und Lederzurichtung. 1927: Victor Grafe,
Handbuch der organiſchen Warenkunde. 1. Band, 2. Halbband:
Grund=
linien der Rohſtoff= und Warenprüfung. 1997; Paul Brandt,
Schaf=
fende Arbeit und bildende Kunſt. 2 Bände, 197 N. Krüger, Die
Selbſtanfertigung von Radio=Apparaten mit 1 bis 7 Röhren. 1927;
Manfred von Ardenne, Der Bou von Widerſtandsverſtärkern. 1927;
K. W. Wagner, Die wiſſenſchaftlichen Grundlagen des
Rundfunkemp=
faums. 1927; Herbert Kyſer, Die elektriſche Krafüibertragung. 3 Bände.
1920/23.
— Mißbrauch kes Namens der Baſler Mifſion. Von verſchiedenen
Seiten wiud Klage geſührt, daß ein ſehr aufdringlicher Bücher=
Kolvor=
teur mit Büchern aus dem adventiſtiſchen „Bvunnquell=Verlag” in Baſel
und Pforzheim unter dem Namen der Baſler Miſſion Geſchäfte zu
machen ſucht. Dasſelbe iſt uns auch ſchon über andere Kolporteure zu
Ohren gekommen, z. B. ſolche der adnentiſtiſchen „Internationalen
Trak=
tatgeſellſchaft” in Hamburg und Baſel, wvie auch ſolche, die auf eigene
Rechnung reiſen. Es ſei darum jedermann gewarnt. Die Baſler
Miſ=
ſion hat nichts mit den genannten Verlagsfirmen gemein, auch unterhält
ſie gwundſätzlich keine Kolporteuue. Ihre Reiſeprediger ſind ihre
einzi=
gen Agenten, die im Zweifelsfalle gerne Auskunft erteilen
— Lukasgemeinde. Im Gemeindehaus Kiesſtraße 17 findet am
Montag, den 12. Dezember, und am Sonntag, den 18. Dezember, eine
Aufführung des Märchenſpiels. Zwerg Naſe” von Robert Bürkner durch
unſere Spielſchar ſtatt. Das Märchenſpiel, eine geſchickte Bearbeitung
des Märchens gleichen Namens des bekannten Dickters Wilhelm Hauff
iſt mit großem Erfolge ſchon über viele deutſche Bühnen gegangen und
verkürgt ein paar heitere Stunden für alt und jung. Der Remertrag
wird wieder der Nothilfe zufließen. Die Vorſtellung für Miete 1 findet
am Montag, den 12. Dezember, 8 Uhr abends, und für Miete 2 am
Sonntag den 18. Dezember, 7½ Uhr abends, ſtatt. Numerierte Karten
zu 1.20 Mk. und unnumerierte zu 0.80 Mk. ſind noch erhältlich in dem
bekannten Geſchäften Heckrann, Mühlſtraße, Neſſel. Nieder=
Namſtädter=
ſtraße, Müller Hochſtraße, im Geeindehaus Kiesſtraße und durch
Herrn Koch, Hoffmannſtraße 21. Ferner ſoweit nicht vergriffen, an der
Abendkaſſe. Die beiden Vorſtellungen ſind jedermann zugänglich.
— 30 Jahre Schülerkurzſchriftverein Gymnafium Darmſtadt. Am
Sonntag, den 4. Dezember, konnte der
Schülerkurzſchriftver=
ein Gymnaſium Darmſtadt auf ſein 30jähriges
Be=
ſtehen zurückblicken. Aus dieſem Anlaß fand am Vormittag ein
Wett=
ſchreiben ſtatt, an dem ſich Stenographen aller Darmſtädter Vereine
beteiligten. Abends 6 Uhr vereinigte eim Feſtakt im Fürſtenſaal eine
anſehnliche Zahl von Stenographen. Der Vorſitzende begrüßte die
er=
ſchienenen Gäſte und gab eimen kurzen Ueberblick über die Entwicklung
des Vereins. Es wurden ernannt zu Ehrenmitgliedern des Vereins
in Anerkenwug der verdienſtvollen Förderung der Kurzſchrift an den
höheren Sckulen Darmſtadts Herr Oberſtudiendir=ktor
Lauteſchlä=
ger und Herr Regierungsrat Schaible, ſowie Herr
Oberſtudien=
direktor Kammer zum Ehrenmitglied des Vereins an der Liebigs= Sonntag, den 11. d8 „Mts., in Frankfurt a. M. im „Reſtaurant zum
Oberrealſchule. Herr Regierungsrat Schaible ergriff darauf das
Wort und führte u. a. aus, die Schülerkurzſchriftvereine hätten gut daran
getan, ſich auf die Einheitskurzſchrift umzuſtellen, da ihnen über die Regierungsbildung referieren.
die leichtere Erlernbarkeit ſehr viele Vorteile bringe. Nunmehr folgte
die Feſtrede, die der Gründer des Schilervereins am Gymnaſium, Herr
Oberſtudiendirektor Pfaff, übernommen hatte. Der Nedner
bezeich=
eine, in erſter Linie dazu beizutragen, die Stenographie in
den weiteſten Kreiſen zu verbreiten, und übermittelte die
Glückntinſche des Deutſchen Stenographenbundes und des Deutſchen
Jugendbundes für Einheitskurzſchriſt. Daran ſchloß ſich die
Preis=
verteilung des Wettſchreibens an. Insgeſamt hatten ſich 101.
Steno=
graphen beteiligt. Davon konnten 84 mit Preiſen ausgezeichnet werden.
Die Chrenpreiſe zu dem Wettſchreiben waren zum Teil von folgenden
Firmen geſtiftet: Karl Arnold u. Sohn, Spielwarenhandlung Faix,
Hofmann (Beckſtraße), Juwelier Karp. Teppichhaus Meher,
Buchhand=
lung Schlapp, Juwelier Schmidt, Winklers Stenographieverlag. Außer= ausgeſchrieben, und zwar für die Stunde, an welcher ungefähr die
Ver=
dem ſtellte der Stenographenverein 1861 zwei wertvolle Ehrenpreiſe zur
Verfügung. Allen G=bern und Mitarbeiteun ſei an dieſer Stelle
noch=
mals herzlickſt gedant.
Steuererleichterung
für die Konzerte der Geſangvereine.
SBK. Der Weſtfäliſche Städtebund hat i einer ſeiner
letzten Sitzungen einen Beſchluß gefaßt, der als Vorbild für alle deut=
Tauſende waren auf die Anpreiſung eines Lichtfeſtes von außerhalb ſchen Städte gelten dürfte. Nach ſeiner Entſchließung wird in Zukunft
Steuer von 8 Prozent zu zahlen. Es iſt erfreulich, daß es den
Be=
nühuugen der maßgebenuden Sängervereinigungen endlich gelungen iſt,
die Stadtverwaltzungen von der Notwendigkeit eines Entgegenkommens
Dem kritiſchen Beſchauer und Fachmann drängten ſich jedoch manche zu überzaugen. Möchte das Beiſpiel Weſtfalens überall Nachahmung
— Das Bureau des Konſulats von Chile befindet ſich in Darmſtadt,
eine anſchauliche Vorſtellung von dem Reichtum der Erfindung und auch
Ausduuck gekommen iſt. Zur Ergänzung der Ausſtellung veranſtaltet
vorfinden werden, es ihren Frankfurter Kollegen gleich tun zu wollen, einen Lichtbilder=Abend, an dem eine größere Anzahl alter
und neuer Weihnachtskrippen zur Vorſührung gelangen. Der Eintritt
iſt frei.
— Markusgemeinde. Für den auf Sonntag, 17. Dezember, abends
8 Uhr, im Gemeindehaus Kiesſtraße 17 angeſetzten Familienabend
des Gemeindevereins hat Herr Regiewungsrat Profeſſor Miſchlich
freundlicherweiſe einen Lichtbildervortrag über ſeine im Jahre 1926
Es ſei der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß in verſtändnisvollem ausgeführte ReiſenachAfrika zugeſagt. Da wir über das
Schick=
ſal unſerer ſchönen Kolonie Kameuun nach dem Krieg nur
unvollkom=
men unterrichtet ſind und doch gern wiſſen möchten, wie es jetzt dort
ausſieht und welche Veränderungen ſich in Weſtafrika vollzogen haben,
wird der Vortrag des Herrn Prof. Miſchlich, der auf Gwund eigener
Anſchauung beruht, größtem Intereſſe begegnen. — Unſer bewährtes
Trio (Klavier. Geige. Cello) wind den Abend ſtimmungsvoll eröffnen
kums gewiß nicht verfehlen wird. Wenn, wie in Frankfurt, ein großer und nach einer Teepauſe weitere wertvolle Muſikſtücke vortragen
Außei=
dem wird die beliebte Sängerin Frau Kammermuſiker Horn einige
Lieder mit weihnachtlichem Charakter ſingen. Einen Adventsgruß wird
Pfarrer Vogel ſprechen. So ſteht ein reicher und intereſſanter Abend
bevor, zu dem die Mitglieder des Frauen= und Männervereins, die ſich
ſo treu und opferfveudig am Gemeindeleben beteiligen, herzlich
einge=
laden werden. Auch Gäſte — ſoweit der Platz reicht — ſind freundlich
willkommen.
— Stadtkirche. Die 2. kirchenmuſikakiſch=liturgiſche
Adventsfeier findet heute abend 8 Uhr ſtatt. Auf der Orgel
kommen dabei eme größere Anzahl Bachiſcher
Choralbearbei=
tungen zum Vortrag, darunter vier verſchiedene über die Melodie
„Nun komm der Heiden Heiland”. Außerdem ſingt Herr Hans
Hu=
bertus (Tenor) mehrere Licder von Bach und Joh. Rud. Ahle (1625
bis 1673). Der Cintritt iſt frei. Die Kirche iſt geheizt.
p. Arbeitszeit im Automobilverkehr. Im ſchweizeriſchen Kanton
Bern wurde die Arbeitszeit der Chauffeure auf 10 Stunden feſtgeſetzt,
inbegriffen eine Ruhe= und Verpflegungspauſe von maximal 2 Stunden.
Die Nachtruhegebotsfrage erhielt folgende Regelung: Im Sommer
dürfen die Autos und lärmenden Motorfahrzeuge von 11—4 Uhr, im
Winter von 9—6 Uhr nachts nicht fahren.
7 Verſenduna von Geld in gewöhnlichen Briefen. Die Gewohnheit
des Publikums, Geld und geldwertige Gegenſtände in ge vöhnlichen
Briefen mit der Poſt zu verſenden, iſt tief eingewurzelt. Sie beruht auf
dem Vertrauen der Oeffentlickkeit zur Poſt und auf der Erfahrung, daß
gewöhnliche Briefe nur ſelten verlyren gehen. Es darf aber nicht
ver=
geſſen werden, daß die Verhältniſſe jetzt anders liegen als vor dem
Kriege. Die Deutſche Reichspoſt beſchäftigt in ihrem Betriebe mehr als
300 000 Petſonen. Es iſt verſtändlich, daß die Erſcheinungen der Kriegs=
und Nachkriegszeit, die ſich mit dem Niedergang der ſittlichen Kraft des
Volkes überall bemerkbar machten, an einem ſo zahlreichen, dazu mit
Hilfskräften durchſetzten Perſonal nicht ſpurlos vorübergehen konnten.
Die Deutſche Reichspoſt hat weder Mühe noch Koſten geſcheut, um die im
den letzten Jahren hertorgetretene Unſicherheit des Beförderungsweſens,
eine Erſcheinung, unter der die Eiſenbahn gleichmäßig zu leiden hatte,
nachhaltig zu bekämpfen. Erfreulicherweiſe haben ſich die Verhälkniſſe
ſeit den Jahren 1919 und 1920 ſchon ſehr gebeſſert. Immerhin iſt die
Sicherheit der Vorkriegszeit im Poſtbetriebe noch nicht erreicht; auch
das Publikum muß an der Geſundung mithelfen. Dazu bedarf es, daß
es endlich mit der Gewohnheit bricht. Geldſcheine in gewöhnlichen
Brie=
fen zu verſchicken. Durch dieſe Verſendungsart werden ungetreun
Elementen inner halb und außerhalb der Poſtbeamtenſchaft Anreiz und
Mittel in die Hand gegeben, ſich auf verhältnismäßig leichte und
be=
queme Weiſe Geld zu verſchaffen. Briefkaſtenräuber, die vor einiger
Zeit in einer Großſtadt dingfeſt gemacht worden ſind, haben offen
zu=
gegeben, daß es ihnen weniger um die auf den Briefen verklebten
un=
entwerteten Freimarken als darum zu um geweſen iſt, in den Briefen
Geld oder Geldeswert zu finden. Ihnen ſind auch namhafte
Geld=
beträge i die Hände gefallen. Aber auch die Verſendung von Geld in
Einſchreibebriefen iſt nicht unbedingt ſicher. Geht ein derartiger Brief
verloren, ſo erhält der Abſender 40 RM. Erſatz. Wird aber ein
Ein=
ſchreibbrief um ſeinen Geldinhalt beraubt, ſo iſt die Poſt nicht
erſatz=
pflichtig, denn nach 8 10 des Poſtgeſetzes beſteht die Hafung nur für
den Verluſt, nicht aber für die Beſchädigung eines Einſchreibbriefes.
Davum Vorſicht auch bei der Verſendung von Geld in Einſchreibbriefen.
Die einzig ricktige Art. Geld zu verſchicken, iſt die mit Poſtanweiſung
oder Zahlkarte, u. U. Gelbbrief.
Lokale Veranſialtungen.
Die Hierunter erſcheinenden Notliyen ſind antſchlletlich als Hinwelſe auf Amzeil
in keinem Falle irgendwie ale Deſprechung oder Krik.
Aane
— Der Marineverein Darmſtadt und Umgegend
hält am Sonntag, den 11. Dez., ſeine Weihnachtsfeier im
Mathildenhöh=
ſagle ab. Eine ſchöne ſemänniſche Vortragsfolge bietet den Beſuchern
einige genußreiche Stunden. Den muſikaliſchen Teil hat Herr
Ober=
muſikmeiſter Weber übernommen. Ein flottes Theaterſtück aus dem
Marineleben kommt zur Aufführung.
— Deutſchorden. Heute Knappſchaftsabend in Treuenau.
Vortrag des Knappſchaftsmeiſters Graßmann über: „Die Wehrpflicht
eine Schule für das Leben des Mannes”.
Aus den Parteien.
Der Landesausſchuß der Deutſchen Demokratiſchen Partei wird am
Storchen” zuſammentreten. Reickstagsabgeordneter Pfarrer, Korell
wird über das Ergebnis der Wahl und Landtagsabgeordneter Reiber
Stimmen aus dem Leſerkreiſe.
nete es als eine der Hauptaufgaben der Schülerkurzſchriftver= Für die VerdFenlichungen unter dieſer Ueberſchriſt übernimmt die Redakion kinertet
Dern=
anſworlung; für ſie bleibt auf Grund des 9 24 Wbſ.2 des Preſſegeſetzes in vollem
Umfang=
der Einſender verantwortlich.) — Einſendungen, die nicht verwendet werden. können nicht
zurläkge andt, die Ablehnung nicht begründet werden.
—Ein großer Uebelſtand für Zeagen und
Ange=
klagte iſt es, wemn alle Parteien für die verſchiedenſten
Verhantlun=
gen auf früh 9 Uhr geladen werden, im überſüllten Saal ſitzen und alle
Verhandlungen zwecklos mit anhören müſſen, bis ſie als letzte etwa um
3 oder 4 Uhr nachmittags an die Reihe kommen.
Anderen Ortes werden doch die Ladungen für verſchiedene Zeiten
handlung der betreffenden Partei tatſächlich zu erwarten iſt. Eine
ent=
ſprechende Durchführung nürde auch hier dankbar begrüßt werden.
Ein Zeuge.
Taüdbs4
In der richtigen Auswahl und richtigen Anwendung der
Hautpflegemittel liegt das Geheimnis der schönen Frau.
Eine jede Dame trachtet mit allem Recht nach Erlangung
eines zarten, frischen, nicht kettigen Gesichtsteints und
achtet auf die Sammetweiche, geschmeidige und angenehm
trockene Beschaffenheit der Hände. Bei täglichem
Ge-
brauch von Creme Leodor kann jede Dame die großen
persönlichen Vorzüge genießen, welche man kurz das
Ge-
heimnis der schönen Frau nennt. Auch für Herren hat
Rasieren Sreme I8odor eine wohltstige Wirkung für die Haut. Das Brennen und Liehen der klaut nach dem Rasieren verschwindet sofort. Creme Leodor verleiht dem glatt-
MOssicht die auch bei Herren beliebte zugendliche Frische und Gesdmeicigkeit. Bescnders beuährt hat eich Creme Leodor, dick aufgestrichen, bei ſuckreis der Haut Röte und Aufspringen
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Seite 6
Schwurgericht
p. Unter der Anklage der Körperverletzung mit tödlichem Erfolg
und der gefährlichen Körperverletzung ſtehen: 1. P. Bechtel 5.,
Schneider in Walderlenbach, und Ph. Bauer, Landwirt imn
Scheuer=
bevg. Am Sonntag, 4. September d. Js.,, abends, ſoll Bechtel in der
Wirtſchaft von Simon Berg in Walderlenbach den Gg. Bieröder
körper=
lich mißhandelt haben, wodurch der Tod des Verletzten verurſacht wurde;
weiter ſoll er fahrläſſig die Eliſe Berg verletzt haben, indem er ein
Literglas im der Richtung einer anderen Perſon warf und hierbei die
Berg traf. Bauer ſoll den L. Neumeier, Steinhauer in Walderlenbach,
durch Treten mit beſchuhtem Fuß und Schlagen mit einer Flaſche auf
Kopf und Hand mißhandelt haben.
Die bisherigen Ermittelungen haben das Nachſtehende ergeben: Am
genannten Abend waren männliche und weibliche Perſonen in der
Wirt=
ſchaft. Gegen 8 Uhr abends betraten Steinhauer aus Bayern, die in
Walderlenbach anſäſſig ſind, nämlich Gg. Bieröder und Neumeier, in
angetrunkenem Zuſtande das Lokal. Neumeier machte ſich unliebſam
bemerkbar. Es entſtand Streit, in deſſen Verlauf Neumeier mit
hoch=
erhobener Bierflaſche auf den Steinhauer Mazzucco losging. Die
Fla=
ſche ſprang auf dem Tiſch in Stücke. Neumeier fiel, von M. geſtoßen,
zu Boden. Dies gab das Signal zu einem allgemeinen Angriff der
orts=
anſäſſigen Walderlenbacher auf Neumeier. Gleichzeitig wurde aber auch
gegen Bieröder vorgegangen. Bechtel hat füher zugeſtanden, daß der
Schlag, der den Bieröder an der linken Schläfe tödlich traf, durch eine
von ihm geworfene Bierflaſche erfolgte, die ſelbſt in Stücke ging.
Bier=
öder fiel auf und dann unter den Tiſch; zunächſt war er betäubt. Er
ging hinaus und wurde nicht mehr geſehen. Erſt am 6. September
fand man ihn nahe Mittershauſen in einem Graben, mit einem
Pappel=
zweig bedeckt, als Leiche auf. Unter der Leiche lag ein Tafelmeſſer,
Die Leichenöffnung ergab einen Schädelbruch an der linken
Schläfen=
gegend, verurſacht durch Einwirkungen eines ſtumpfen Gegenſtandes.
Der Täter Bechtel beruft ſich auf Notwehr. Dieſe erſcheint nach den
früheren Ermittelungen nicht glaubhaft. Das bei der Leiche gefundene
Meſſer ſoll wohl ein „Alibi” ſchaffen, da es nachträglich zu der Leiche
gelegt wurde. — Unmittelbar nach dem tödlichen Wurf gegen Bieröder
flog das von Bechtel benutzte Literglas durch die Luſt. Bechtel hatte
offenbar zum zweiten Male zum Wurf ausgeholt und auch geworfen.
In demſelben Augenblick ertönte ein Schrei der Wirtstochter Eliſe Berg,
die durch dieſen Wurf, der wohl nicht ihr gegolten hatte, getroffen und
erheblich am Bein verletzt wurde. Bechtel hat auch hier früher die
Wahr=
ſcheinlichkeit ſeiner Täterſchaft zugeſtanden.
Der Vorſitzende ermahnt die Zeugen dringend zur Angabe der
Wahrheit, namentlich nichts zu verſchweigen und nicht m der Ausſage
zurückzuhalten. Aufzuklären bleibe insbeſondeve noch, wie die Leiche
Bieröders an den Fundort gekommen ſei.
Die Bahern hatten eine bis nach Lindenfels ausgedehnte Bierreiſe
an jenem Tage unternommen, die in der Bergſchen Wüutſchaft in
Wald=
erlenbach endete. Der Wirt, der auch Landwirtſchaft betreibt, hat von
den eigentlichen Streitigkeiten nichts wahrgenommen; er beſtreitet es,
ſich irgendwie an dem Wegſchaffen der Leiche des Bieröder beteiligt zu
haben. Auch in ſeiner Wirtſchaft will er nichts von dieſer Sache gehört
haben. Aus der weiteren Beweisaufnahme erhellt, daß Bieröder am
hinteren Ohr blutend mit noch ſicherem Gange das Bergſche Lokal
ver=
ließ. Die Ehefrau des Angeklagten Bechtel bekundet, daß Bieröder ein
Meſſer gezeigt habe, worauf ſie ihrem Mann zugerufen habe: „Peter,
der ſticht”, oder „Der will ſtechen‟. Die Frau nahm an, daß Bieröder
nach ihr ſtechen wollte. Was der Ehemann Bechtel danach getan hat,
hat ſeine Ehefrau nicht geſehen. — Zeuge Meiſter von Mittershauſen
beſchreibt ausführlich die Lage und die Dertlichkeit, wo Bieröders Leiche
am 6. September, nachmittags etwa gegen 5 Uhr, gefunden wurde.
Der Tod des Bieröder iſt infolge einer Gehirnlähmung eingetreten,
die wiederum infolge einer Blutung verurſacht war. Die Schädeldecke
war dünn. Die äußere Verletzung geht auf die Schädelfraktur. Durch
den Bauch emer Flaſche kann die Verletzung bewirkt worden ſein, u. zw.
durch Wurf oder Schlag mit einer Flaſche. Es iſt möglich, daß der
Verletzte noch bis zum Fundort der Leiche gegangen iſt. — Eine
Ent=
fernungen von 20 Minuten. — Der Verletzte kann 24 Stunden nach
dem erhaltenen Schlag gelebt haben.
Der Staatsanwalt betont, daß die Verhandlung kein ganz klares
Bild der Vorfälle gegeben habe, doch ſcheine der Tatbeſtand einfach
ge=
lagert. Eine gewiſſe Spannung und gereizte Stimmung zwiſchen den
Bahern und den Ortsanſäſſigen miſſe bereits beſtanden haben, ehe die
Streitigkeiten offen zutage traten. Der Staatsanwalt verneint in
Be=
gründung der Anklage das Vorliegen von Notwehr in bezug auf den
Angeklagten Bechtel und hält ihn der Körperverletzung mit Todesfolge
Donnerstag, den 8. Dezember 1927
für überführt; dagegen erſcheine Freiſprechung wegen fahrläſſiger
Kör=
perverletzung der Tochter des Wirtes Berg mangels Beweiſes geboten.
Ebenſo beantraate der Staatsanwalt die Freiſprechung des Angeklagten
Bauer, da hier Notwehr gegenüber den Angriffen des Zeugen Neumeier
vorgelegen habe. Mildernde Umſtände ſeien dem Angeklagten Bechtel
zuzubilligen; 1 Jahr 6 Monate Gefängnis werden beantragt.
Der Verteidiger des Bechtel erachtet deſſen Freiſprechung für
ge=
boten, und zwar weil Notwehr vorliege. Unter den von ſeiner Ehefrau
geſchilderten Umſtänden wäre ein Angriff des überkräftigen Bieröder
— der als Raufbold geſchildert werde — zu befürchten geweſen.
Des=
halb ſei die Abwehrhandlung nicht über das erlaubte Maß
hinausge=
gangen. Der bezüglich des Todes des Bieröder zu führende
Indizien=
beweis ſei nicht lückenlos. Was der ärztliche Sachverſtändige hier
aus=
geführt habe, genüge nicht zur Begründung der Anklage, da andere
Mög=
lichkeiten immerhin vorlägen. — Der Verteidiger des Bauer hält die
Anklage gegen dieſen für überflüſſig; es ſei offenbar, daß
Neu=
meier einen Angriff beabſichtigt habe; mit Recht ſei Bauer hier energiſch
dazwiſchengetveten, ſonſt wäre es wohl noch zu einem weiteren tragiſchen
Falle gekommen.
Das Urteil ſpricht Bauer frei, erkennt gegen Bechtel unter
Freiſprechung im übrigen wegen Körperverletzung mit Todesfolge auf
ſieben Monate Gefängnis unter Anrechnung von 2 Monaten
Unterſuchungshaft. Der Haftbefehl gegen Bechtel wird aufgehoben.
Notwehr hat das Gericht verneint.
Nummer z3
Der Steuerausſchuß des Reichsbundes der
Kommunal=
beamten und =angeſtell en Deutſch’ands zum
Steuer=
vereinhei lichungsgeſetz.
Der Steuerausſchuß des Reichsbundes der Kommunalbeamten und
=Angeſtellten Deutſchlands hat ſich mit dem bisher nur vom
Neichswirt=
ſchaftsrat verabſchiedeten Entwurſe eines
Steuervereinheitlichmgs=
geſetzes beſchäftigt.
Der Steuerausſchuß erblickt zwar einen Fortſchritt im der
Verein=
heitlichung des materiellen Steuerrechts, hat aber ſchwere Bedenken
gegen die damit verbundene Zentraliſierang der
Steuerverwaltung and=Erhebung. Da die Uebertragung
neuer Aufgaben auf die Finanzämter die ſchon jetzt, beklagte
Ueber=
laſtung dieſer Aemter verſtärken und zu einer erheblichen Vermehrung
ihres Perſonals führen würde, andererſeits die Gemeinden ihre
Steuer=
beamten zur Bearbeitung der Stundungen, der Erlaßanträge der
Niederſchlagungen, der Nachprüfungen der Veranlagungsergebniſſe, der
Zerlegungen und für die Betätigung in den Steuerausſchüſſen
beibehal=
ten wüſſen, die von der Oeffentlichkeit gehegten
Er=
wartungen aaf Verbilligung der
Verwaltungs=
koſten ſichdemnachnichterfüllen würden, iſt der
Steuer=
ausſchuß der Auffaſſung, daß die Landes= und Gemeindeſteuern
grund=
ſätzlich dunch die bewährten Gemeindeverwaltungen zu bearbeiten ſind.
Um die Erfahrungen und genaueren Kenntniſſe der örtlichen
Ver=
hältniſſe im Sinne einer gerechten und vollſtändigen Ausſchöpfung der
Steuerquellen zu gewährleiſten, fordert der Steuer=Ausſchuß die
Ein=
führung einer Voreinſchätzung durch die
Gemein=
den. Er fordert weiter eine ſtärkere Heranziehung der
Arbeitnehmervertreter zu den Steuerausſchüſſen
und lehnt das Anhörungsrecht der amtlichen Berufsvertretungen ab,
ſo lange nicht auch den übrigen Berufs= und Intereſſevertretungen ein
gleiches Recht zugebilligt wird.
Nach Auffaſſung des Steuer=Ausſchuſſes kann die notwendige
Sen=
kung der Realſteuerbelaſtung nur durch die Erhöhung des Aufkommens
der großen Ueberweiſungsſtenern erreicht werden, insbeſondere durch
eine Verfeinerung der Veranlagung.
Bei grundſätzlicher Zuſtimmung zum Gewerbe= und
Grundſteuer=
rahmengeſetz ſowie zum Gebäudeentſchuldungsſteuergeſetz fordert der
Steuer=Ausſchuß, daß bei der Gewverbeſteuer die Auswahl der
Hilfs=
ſteuern (Kapital= und Lohnſummenſteuer) den Gemeinden überlaſſen
bleibt und fordert eine Bemeſſung der genehmigungspflichtigen
Umlage=
ſätze bei der Gewerbe= und Grundſtmer, die die Nachſuchung der
auf=
ſichtsrechtlichen Genehmigung zur Ausnahme macht. Bei der
Gebäude=
entſchuldungsſtener hält er die Einbeziehung der Wohnräume der
In=
haber der landwirtſchaftlichen Gebäude für notwendig und fordert die
Streichung der Beſtimmung, wonach die Neichsvegierung vor dem
1. April 1929 prüfen ſoll, ob und inwieweit die Entſchuldungsſteuer
über dieſen Zeitpunkt hinaus fortbeſtehen ſoll.
4Amtsgericht I.
p. 1. Ein Kaufmann iſt wegen Pfandveräußerung angefan.
wendet ein, daß das Pfand gar nicht weggebracht worden ſei.
es zur Zeit der Pfändung gar nicht mehr ſein Eigentum
gewetzt=
handelt ſich um einen Opellaſtkuaftwagen. Der Angellgte wiau
geſprochen.
2. Das gleiche Delikt wird einem Cafebeſitzer zur Laſt
gele=
iſt der Laſtwagen der Verſtrickung entzogen worden. Urteil, 25z
Gefängnis.
3. Eine Anklage wegen Betpugs führt einen Darmſtädter ga
vor Gericht. Er ſoll unter dem Vorgeben, die Darmſtädter 8
ſtünde ſchlecht, die meiſten Spareinleger hätten ſchon ihr Geld ab.
eine in Frankfurt a. M. wohnende Gläubigerin zur Hergabe
ihmf=
buchs veranlaßt haben. Es handelt ſich um einen Betrag von 1
Mark, den der Angeklagte ſich von der zur Erhebung Bevollmol
geben ließ und für ſich verbrauchte. Eine ähnliche Betrügerei!
in einem anderen Falle zur Laſt gelegt, ſchließlich noch ein
eines Zigarettenetuis. Beantragt wird eine Geſamtſtrafe vonns!
naten Gefängnis. Auf dieſe Strafe wird auf
kannt.
4. Ein Wirt ſoll um 2 Uhr ohne Erlaubnis im Lokal hchch
laſſen. Er beſtreitet die Anklage, nach Plakat ſei Tanzen bei i9
boten. Der Polizeibeamte hatte Konzertkontrolle, namentlich !
von Schwarztänzen. Nach ſeiner Bekundung tanzuen 6—8
wurde Jazzmuſik gemacht. Angeklagter hatte nur einen
Konn=
der aber ausdrücklich ausweiſt, daß er nicht die Berechtigung zum
gibt. Urteil: 20 Mark Geldſtrafe.
5. Nach Beendigung einer Fahrt mit der elektriſchen Bahmu
am B. Mai d. J. (einen Tag vor Himmelfahrt) eine Dame /
wärts ein Geldtäſchchen mit über 22 Mark Inhalt. Der Findern)
iſt der Fundunterſchlagung angeklagt. Die Verliererin zeigte dem
bei der Heag, der Polizei und dem Verkehrsbureau an. Der 2.
will in der ganzen Sache nur einen Spaß gemacht haben. Aut
anwalt iſt von der Glaubwürdigkeit eines Hauptzeugen übernu
beantragt 30 Mark Geldſtrafe. Der Verteidign
eine Freiſprechung mangels Beweiſes für geboten. Das urth
kennt auf die beantragte Srafe. Das Zeugnis a/6
zeugen werde gerade durch das Zeugnis der Verluſträgerin
und erſcheine glaubhaft.
6. Ein Motornadfahrer, der eine leichte NSU.=Maſchine 1
am 25. September d. J. im Begriff, nach Sprendlingen zu füch
er mit einem Milchhändler zuſammenſtieß, den er fahrläſſigennk!
perlich verletzt haben ſoll, danach ſoll er ſich dunch die Fluchlack
ſtellung ſeiner Perſönlichkeit entzogen haben. Er wendet eiri ſtxe
dem Nade fahrende Milchhändler ſei durch an der MaſchineszUR
zwei Milchkannen an Lenkung ſeines Fahrzeugs behindert ger
ihn nicht zu überfahren, ſei er nach links ausgewichen;
zuder=
vorſchriftsmäßig in der Arheilger Straße Signal gegeben, alsi
fahrer aus der Kaupſtraße herausgekommen ſei. Der Verletzte
noch mit zwei Stöcken und iſt in ärztlicher Behandlung im Kra=t
Ihm war die Knieſcheibe gebrochen und das Knie geſplittert.
Krankenauto wßte er ins Krankenhaus transportiert werstſt
Amtsanwalt erachtet, der Angeklagte habe zu ſpät Signal geie
ſei zu raſch angeſichts der Straßenecke gefahren; es wird eine W
von 200 Mark beantragt, bezüglich der weiteren Anklage wirn
ſcheidung in das Ermeſſen des Gerichts geſtellt. Der Vertretey Möuf
letzten rügt das allzu raſche Fahren der Motornadfahrer geraiu W3 30
Stadtinnern. Der Angeklagte habe in ſeinem raſchen Fahrn/ In Me de8 Man
Nadfahrer vorbeikommen wollen, auch hierin liege eine Fau/ 1i0
im für
Der Angeklagte ſei aus Schuldbewußtſein nach dem Unfall nu. M 4eiſſet.
ven. Der Angeklagte ſeinerſeits behauptet, in der Arheilg=fnkl /. 9z. Per
habe er gegenüber einem aus der Kaupſtraße kommenden Fa uMicüin Becker ſind zu
Vorfahrtrecht. Das Urteil erkennt auf 100 Maw Arm parten.
ſtrafe. Vor der Straßenkreuzung hätte Angeklagter ſein Michunb, 5. Dez. Vie
rechtzeitig abbremſen müſſen. Dies habe er nicht getm.
Rn her fattgefunder
Tageskalender für Donnerstag, den 8. Dezember
Landestheater, Großes Haus, Anf. 18½ Uhr,
22 Uhr: „Boris Godunow”. — Kleines Haus, Anf. .9
Ende nach 22 Uhr: Mein Vetter Eduard”. — Orphe,
20 Uhr: Wiſſen Sie ſchon”. — Konzerte: Hotel Schm.!4
kaffee: Weinhaus Maxim; Perkeo Varieté; Perkeo Tanz:
Geſellſchaftsabend. — Kinovorſtellungen: Union= / ühn wurde fo
Theater, Palaſt=Lichtſpiele.
R Süd Fderbieh, 19.
Ia 38 Pierde. Ein
WAi vor ſechs Jahren
Alang, ungefähr die
Fafnlung um 16
Mur3 wurden. Die
FM 1a1 wurden
Rmndvieh, 394
und
AillllälSe SelättteiäCTalI
Die Etablissements-Bezeichnung „HELIA-PALAST” bis auf weiteres
ver-
boten! Die Herren Doss & Jepie, Inhaber der erſt kürzlich im Handelsregiſter eingetragenen Firma
„Dalaſt=lsichtſpiele Doss & levie in Darmſtadt”, haben por ihrer Eintragung im Handelsregiſter gegen uns
Klage wegen unlauteren Wettbewerbes erhoben auf Srund des angeblichen Catbeſtandes, daß woir durch die
Benutzung der Bezeichnung „Helia-Palast” als des Schlagwortes unſeres Unternehmens eine Trreführung
der Bevölkerung Darmſtadts zum Nachtefl der damals noch nicht eingetragenen Firma Dalaſt=Lsichtſpiele
beabſichtigen und herbeiführen.
Wir haben ſ. Zt. die Bezeichnung unſeres Gauſes als „Helia-Palast” deßhalb gewählt, um mit dem
Schlagwort „Helia” die Abkürzung unſerer Firma „Heſſiſche Lichtſpieltheater-Aktiengeſeliſchaft” geläufig zu
machen und um durch die Bezeichnung „Dalaſt” die Qualität unſeres Cheaters zu dokumentieren.
Das krandgericht Darmſtadt, Kammer für Handelsſachen, hat in 1. Inſtanz unter IHitwirkung von 2 mitten
im geschäftlichen Leben ſtehenden Handelsrichtern unſerer Auffaſſung recht gegeben.
Das Oberlandesgericht Darmſtadt hat als Berufungsinſtanz durch Urteil vom 7. Dezember 1927 gegen uns
entſchieden. Nach deſſen Auffaſſung beſteht eine Derwechslungsgefahr zum Nachteil der „Dalaſt=Lrichtſpiele‟
durch die Bezeichnung unſeres Unternehmens als „HELIA-PALAST‟. Durch dieſe oberlandesgerichtliche
Erkenntnis ist porläufig uns der Weitergebrauch der Bezeichnung „Helia-Palast” unterſagt.
Endgültig wird über dieſe Streitfrage der beiden Firmen das Reichsgericht zu entscheiden haben.
Bis auf Weiteres werden wir unser Unternehmen ohne die Bezeichnung PPalast”” führen, uns als0
lediglich des Wortes „HELIA‟ als Etablissementsbezeichnung bedienen, zumal die Bezeichnung „MELIA
sich inzwischen bereits der Darmstädter Bevölkerung schlagwortartig eingeprägt hat.
Darmstadt, den 7. Dezember 1927.
He
Hesslsdle Haillshienishler BEtlienseeschsclul.
Starkenburg.
vil gen, 5. Dez. Sängerluſt. Das Geſangs= und
In=
zeit des Geſangvereins „Sängerluſt” hatte einen vollen
gpeiſen. Die unter der Leitug des Herrn Chormeiſters
w vorgetragenen Chöre bewieſen, daß der Verein über
„u etes Stimmaterial verfügt, und erntete reichen Applaus.
B0 von Abt, Kittel, Silchner, Moldenhauer, Strauß u. a.
Schulug und verſtändnisvolles Auffaſſen. Nicht enden=
Mftall lehnte die Sänger, beſonders nach dem Straufſchen
hur ſchönen blauen Donzu”, der mit Orcheſter zum Vortrag
wſoheres Lob gebührt dem Soloſänger des Vereins, Herm
Ader Schubertlieder und „Grüß mir mein Wien” aus „
Grä=
ui twrtrug und mit ſeinem herrlichen Tenor auch die
ſchwie=
s5t, voll beherrſchte und reichen Beifall einheimſte Auch
uugsaale Ttil des Programms befriedigte allgemein.
Di=
urnosn MMuſikſtücke machten den beſten Eindruck und wurden von
wus Zahl erſckienenen Zuhörern mit geſpannteſter
Aufmerk=
wſtrt. Der auf das ſchönſte verlaufene Abend wurde von
ewrr mit großer Befriedigung uufgenommen. Es war ein
Fardf. Dd Aäeret de fh
nuch Umſtände verhindert waren, hatten ſich 4 Stunde vor
züſcottesdienſtes in der Kleinkinderſchule zum gemeinſamen
ganiefunden. Herr Pfarrer Mangold ließ es ſich nicht
n Füc ſteilnehmer von hier aus in geſchloſſenem Zug nach dem
hauezut führen, wo beim Eintritt in dasſelbe der Poſaunenchor
Motza wvielte, was auf alle Kirchenbeſucher einen feierlichen
Ein=
ma3 cherr Pfarrer Mangold hatte ſeiner Predigt den
Kon=
gtiom Au Der 1877 Konfirmierten 1. Korinth. Kapitel 11 Vers 26
eunar. Am Nachmittag von 3 Uhr ab fanden ſich alle
Alters=
nyuls zuſamen zu einer Nachfeier bei dem Altersgenoſſen
Abſit Klippel, wo man bei Kaffee und Kuchen und einem
nſchteſchen Nachteſſen noch einige Stunden in echt kameradſchaſt=
Stüguta verlebte.
1 Güklem, 6. Dez. Im Bezirk Darmſtadt wird die Beſchuftigung
Gehiülf Lehrlingen und Arbeitern an den Sonntagen am 4., 11.
hSer beim Verkauf von Back, und Konditoreiwaren in der
onuſt” und von 11—16 Uhr, beim Verkauf von Fleiſchwaren in
Neit zm 4—10 Uhr und von 16—18 Uhr, in allen übrigen
Handels=
rbsztaget in der Zeit von 11—18 Uhr geſtattet. Ein Beſchäftigung
gehiff eſw. bei der Herſtellung von Vack= und Konditoreiwaren
ſich gun eſen Tagen verboten und ſtrafbar.
ſs. Eißſtebt, 7. Dez. Beginn des Holzmachens. Mit der
amekehln Gemeindewald iſt zu Beginn dieſer Woche begonnen
em. Suſſel=beiten werden größtenteils von Arbeitsloſen ausgeführt.
Eir Fſaft im Siedlungsgelände. Wie verlautet, wird
öffnzm (in Verkaufsladen für Spezereien iſt bereits in dem Sied=
z ider Nähe des MainAeckarbahnhofes eine Schankwirtſchaft
Heläczde öffnet.
Gſtzadt, 7. Dez. Perſonalien. Die Lehrer Adam
urck iu Peter Becker ſind zu Rektoren a der Volksſchule zu
ndtB mtnt worden.
Ungſtadt, 5. Dez. Viehzählungsergebniſſe. Die
aütgin hier ſtattgefundene Viehzählung hatte folgendes Er=
Stück Federbieb. 1929 Schweine 766 Stück Rindvieh,
aus 308 Pferde. Ein Vergleich mit der Viehbeſtandsauf=
MAſo vor ſechs Jahren, zeigt, daß die Zahl der Pferde,
ſetrug, ungefähr die gleiche geblieben iſt. Dagegen hat
Glviehhaltung um 166 Stück erhöht, da 1921 nur 600 Stück
äplt wurden. Die Schweinehaltung iſt ebenfalls in die
genler. 1921 wurden nur 1562 Schweine gezählt. — Im
hauct d ahn wurde folgender Viehbeſtand aufgenommen: 108
Easſüick Rindvieh, 394 Ziegen, 833 Schweine, 116 Gänſe. D44
qucrenenſtöcke und Enten. Im Vergleich zur vorletzten
mA Sie Schweine=, Rindvieh= und Hühnerbeſtände geſtiegen.
Donnerstag, den 8. Dezember 1927
Mifiln . Dn Deane gr meagne V
Kaſſierers Peter Hofmann 3, wohnte eine große Anzahl Leidtragender
bei. Pfarrer Zinn hielt die Grabrede. Geoſchloſſen gaben ihm die Firma
Exportbrauerei J. Hildebrand, deren Beamte und Arbeiter, ſeine
Schul=
kameraden, der Krieger= und Militärverein, der Ortsgewerbeverein und
die Handwerkervereinigung, der Turwerein ud der Geſangverein
„Frohſinn” ſowie das Männerquartett das letzte Geleite. Es wurden
viele Kränze unter ehrenden Worten niedergelegt. — Die
Schilf=
rohrnutzung von einem 33 697 Quadratmeter großen Stück an
der Gemeindetorfgrube ſoll nach einer Mitteilung der Bürgermeiſterei
Pfungſtadt im Wege des öffentlichen Wettbewerbs abgegeben werden.
4k Nieder=Ramſtadt, 6. Dez. Bei der am 1. d3. Mts.
ſtattgefun=
denen Viehzählung wurden in hieſiger Gemeinde gezählt 92 Pferde,
217 Stück Rindvieh, 1 Schaf, 589 Schweine, 361 Ziegen, 4525 Stick
Feder=
vieh, 31 Bienenſtöcke. Hausgeſchlachtet wurden imnerhalb des
Zähl=
jahres 90 Schweine und 81 Ziegenlämmer. — Die im Saale des
Gaſt=
hauſes „Zum goldenen Anker” ſtattgefundene Wiederholung des
Theater=
abends der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz erfreute
ſich wiegerum eines recht zahlreichen Beſuches und war dieſem Abend ein
gleich guter Erfolg beſthicden. Die Einwohnerſchaſt hat bewieſen, daß
ſie der wirkſamen Arbeit der hieſigen Kolonne das größte Intereſſe
entgegenbringt. — Obſt= und Gartenbauverein. Die
dies=
jährige gute Obſternte hat in manchen Orten eine gewiſſe
Abſatzſchwierig=
keit hervorgerufen. Dies iſt lodiglich darauf zurückzuführen, daß in der
Sortenfrage noch keine einheitliche Regelung getroffen iſt. Der heutige
Zuſtand, wo mehr als 30 bis 40 Sorten angeboten werden, iſt auf die
Dauer unhaltbar. Er muß mit der Zeit dazu übergegangen werden, in
jeder Gemeinde mur noch höchſtens 5 bis 6 Sorten anzupflanzen, dabei
aber das größte Gewicht darauf zu legen, daß dieſe Sorten anbauwürdig
ſind und jederzeit guten Abſatz finden. Die Landwirtſchaftskammer geht
neuerdings, dazu über, ein gemarkungsweiſes Umpfropfen der Obſtbäume
unter Beacktung obiger Geſichtspunkte vorzunehmen. Auch für Nieder=
Namſtadt iſt eine derartige Maßnahme geplant. Zu dieſem Zweck findet
am kommenden Samstag, den 10. 38. Mts., abends 8½ Uhr beginnend,
im Gaſthaus „Zum Löwen” eine Verſammlung ſtatt, zu der alle
Obſtbaum=
beſitzer eingeladen ſind. Die Sache iſt von großer Wichtigkeit und ſollte
jedem Baumbeſitzer als Anlaß dienen, der Beſprechung beizuwohnen.
Referent iſt Herr Obſthauinſpektor Behne. — Geſtonn wurde der 13jähr.
Junge des Fabrikarbeiters Ad. Bauer 2. dahier auf dem Nachhauſewege
von der Schule von einem Auto überfahren. Der Junge ham aus der
Schloßgartenſtraße und rannte aus Unaufmerkſamkeit direkt in einen
die Fahrſtraße entlang fahrenden „Hanawag” Wagen einer Darmſtädter
Firma, obſchon der Wagenlenker kein zu raſches Tempo hatte und
meh=
rere Male Hupenſignal gab. Der Junge erlitt glücklicher Weiſe keine
all=
zu ſchwenen Verletzungen. — Geſangverein Eintracht. Am
zweiten Weihnachtsfeiertag hält der Verein ſeine diesjährige
Weihnachts=
veranſtaltung im Saale „Zur Poſt” (Beſ. Breidert) ab. Außer dem
üb=
lichen, dem Feſte entſprechenden Beiprogramm, wird der Operetten=
Schlager „D Heidelberg, du Jugendbronnen” von H. Glüchſtein und H.
Bernhardt. Muſit von N. Gompf aufgeführt.
G. Ober=Ramſtadt, 6. Dez. Jubiläums=Schau= und
Verbeturnen des Turnvereins 1877 Ober=Ramſtadt.
Mit ſeinem Jubiläums=Schau= und Werbeturnen hat der Turnverein
ſeiner 50jährigen Geſchichte ein neues Ruhmesblatt beigefügt. Der
neuerbaute große Schützenhoffaal war ſchon lange vor Begimn der
Ver=
anſtaltung überfüillt und mancher, der auf dem Hinweg „langſamen
Schritt” geübt, kam dann gerade noch, allerdings in „ſehr gedrückten
Verhältniſſen” im Sagle unter „Trotz des ſehr umfangreichen
Pro=
gramms wickelten ſich die einzelnen Punkte desſelben verhältnismäßig
raſch und und fließend ab. Eröffnet wurde der Abend mit einem von
drei Mitzliedern flott geſpielten Marſch, dem ſich die Begrüßug der
Anweſenden durch den 1. Vorſitzenden, Bürgermeiſter Nückert, anſchloß.
Währenddeſſen zeigten ſich alle Mitwirkenden zuſammengruppiert auf
der Bühne, wobei Turneri K. Schäfer eimen, in echtem Turnergeiſt
gehaltenen Prolog ſprach. Nachdem die Turnerſingmannſchaft einen
ſchönen Chor vorgetragen, folgten die einzelnen turneriſchen Uebungen.
Mit dieſen zeigte der Turnverein, daß er ſich die neuzeitlichen
Beſtre=
bungen im Turnweſen zu eigen macht, und unter Leitung ſeines
be=
währten Turnlehrers Gebhardt=Frankfurt, alles daran ſetzt, auf allen
turneriſchen Gebieten wirklich Vollkommenes zu leiſten. Nach Hüpf=,
Freiübungen ſowie einem ſchönen Volkstanz der Mädchen folgten Frei=
und Stabübungen, Pferdſpringen und Bodemibungen der Knaben.
Beſonders die Bodenübungen der Knaben haben in ihrer
Vielgeſtal=
tigkeit und priginellen Durchführung ausnahmsweiſe gut gefallen und
beim Publikum beſte Stimmung ausgelöſt. Zu Begimn des zweiten
Teiles ſang die Turnerſinamannſchaft wiederum ein Lied. Dem ſchloſſen
ſich Geſellſchaftsübungen, Freiübungen und Keulenſchwingen abwechſelnd
Seite 7
an. Mit Unterſtützung einiger Turner des Tunvereins Arheilgen,
Turngeſellſchaft Darmſtadt und des Turnlehrers Gebhardt=Frankfurt
führten die Turner an Pferd, Barren und Reck Uebungen der
verſchie=
denſten Art glänzend durch, die ebenſo, wie die Kürfreiübungen von
Gebhardt, Kuns und Turnerin G. Schanz helle Begeiſterung auslöſten.
Den Schluß bildete ein reizvoll durchgeführter Koſtümtanz der
Tur=
nerinnen G. Schanz und E. Kleppinger. Ein Schlußwort des 1.
Vor=
ſitzenden, der allen Mitwirkenden und beſonders den auswärtigen
Tur=
nern und Gäſten für das gute Gelingen der Veranſtaltung herzlichſt
dankte, beendete die in allen Teilen würdig und ſchön verlaufene
Ver=
anſtaltung.
G. Ober=Ramſtadt, 7. Dez. Nachdem am 5. d3. Mts. die öffentliche
Verloſung der Allemendgrundſtücke im „Aueflur” unter die
nutzuugs=
berechtigten Ortsbürger erfolgt, liegt das darüber errichtete Protokoll
von beute ab eine Woche lang auf dem Bürgermeiſtereibüro zur Einſicht
und Erhebung etwaiger Einwendungen offen. — Im hieſigen
Gemeinde=
wald hat die Holzhauerei in dieſen Tagen begonnen.
* Groß=Bieberau, 7. Dez. Auch die hieſige Gemeinde hat in dieſem
Jahre ein Wohnhaus erbauen laſſen, um auf dieſe Weiſe der
Wohnungs=
not zu ſteuern. Es konnte mit vier Familien bezogen werden — Die
Viehzählung am 1. d8. Mts. zeigte denſelben Stand wie im Vorjahre.
Nur die Zahl der Schweine iſt um 300 auf 1300 und die der Ninder um
30 auf 690 geſtiegen. Im letzten Jahre wurden 20 Hausſchlachtungen
vorgenommen.
— Brensbach, 7. Dez. Sonntag, den 11. Dezember, abends, hält
der Militär= und Kriegerverein Brensbach ſeinen diesjährigen
Fami=
lienabend bei Kam. Friedrich (.Zum Odemwald”) ab. Im
Mittel=
punkt der Veranſtaltung ſteht ein Vortwag, von Herrn Major a. D.
Krauße dAvis über „Selbſterlebniſſe bei der deutſchen Schutztruppe in
Kamerun‟. Der Vortrag wird durch ſelbſt aufgenommene Lichtbilder
er=
gänzt. Das Orcheſter wird von der rühmlichſt bekannten Kapelle
Koll=
bacher geſtellt. Die benachbarten Kriegervereine ſind herzlich dazu
ein=
geladen.
r Babenhauſen, 6. Dez. Nach dem Volksbildungskonzert am
Sams=
tag abend, eine Operette am Sonntag, geſpielt von der Münchener
Muſikbühne. Es gab „Die Geiſha” mit der reizenden melodiöſen Muſik
von Sidneh Jones. Der große Saalbau des Gaſthauſes „Deutſcher
Hof” war gut beſetzt, trotz der für hieſige Verhältniſſe hohen
Eintrits=
preiſe. Und das Publikum unterhielt ſich zwei Stunden lang prächtig.
Schon die ganze Aufmachung wirkte großſtädtiſch. Die der Münchener
Bühne gehörenden neuen Dekorationen verliehen unſerer für ſolchen
Zwecke gut geſchaffenen, großen Bühne ein prächtiges Ausſehen. Dazu
die vornehm wirkende eigene ſchöne Beleuchtungsanlage, die u. a. das
Profil des charakteriſtiſch dargeſtellten japaniſchen Verges Fuſijama im
2. Akte in batikartigem Gewande entzückend zeigte — Und nicht zu
ver=
geſſen die hübſchen japaniſchen Koſtüme und das ſehr gut ſpielende, von
Herrn Kapellmeiſter N. Glinſchegg trefflich geleitete Orcheſter. Alle
dieſe günſtigen Faktoren ſchufen vereint mit der künſtleriſchen
Spiel=
leitung des Oberſpielleiters Ed. Bätz ein Produkt, das ſich übevall,
auch in den Großſtädten, ſehen laſſen kann. Das flotte bewegliche Spiel
aller Darſteller, der gute Geſang, die die Lachmuskeln reizende Mimik der
Schauſpieler E. Bätz und Theo Kaſper brachte den Gäſten gar oft
Beifall auf offener Szene. Schade, daß die Eintrittspreiſe, beſonders
für den 2. Platz, ſo hoch waren, ein volbeſetzter Saal wäre der
Münchener Muſikbühne beſchieden geweſen.
Al. Höchſt i. Odw. 7. Dez. Jubiläum. Fünfundzwanzig Jahre
ſind nu vergangen, ſeitdem in der hieſigen Gemeinde eine geordnete
Kranbenpflege durch die Schweſtern des Diakoniſſenhauſes „
Eliſabethen=
ſtiſt” in Darmſtadt ausgeübt wind. Nachdem ſchon Herr Pfarrer Nebel
uſeve Gemeinde zwecks Errichtung einer Schweſternſtation bei der
Leitung des Digkoniſſenhauſes hatte vormerken laſſen, war im Jahre
1902 die Zeit gekommen, wo die Bitte um Entſendung einer Schweſter
in unſere Gemeinde Erfüllung fand. Viel treue Arbeit haben unſere
Schweſtern im Laufe dieſer 2 Jahre unſerer Gemeinde an ihren
Leiden=
den und Bedürſtigen in ſelbſtloſer, ſelbſtverleugnender Liebe und
Hin=
gabe geleiſtet. Bis auf eine ſind ſie noch alle am Leben und ſtehen in
unſerer Gemeinde in dankbarer Erinnerung. Das 25jährige Beſteheu
unſerer Schweſternſtation ſoll nun am kommenden Sonntag, deu
11. 08. Mts. feſtlich begangen werden. Im Hauptgottesdienſt wird
Herr Pfarrer Hickel, der derzeitige Leiter des Diakoniſſenhauſes,
pre=
digen. Nachmittags ſoll eine Feier im engeren Kreiſe mit den früheren
und den Schweſtern aus der Umgegend ſtattfinden, während am Abend
unter allgemeiner Beteiligung der Gemeinde im Saale des Gaſthauſes
Zur Bairg Breubeng”, ein. Gemeinde Familienabend abgehalten
werden=
foll.
OHrbeiber
Aa.
OUngeſtellte
kellenGreilung sigaretten.
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1
Lreuteng stgaretten,
rverden täglich geraucht.
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(beiteren, Jababbandtungen ſind jieitets suhaben, Un. etwa ebenjovtel fonikigen, Uerkaufsitelben-
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wie Gdltltatten., Bahnbofs wirkſchaften, SeolontalwarenHandlungen u. .w. werden iie vorrattg
K9
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DDeutſcklan /
Seite 8
Donnerstag den 8. Dezember 1927
Nummer
Zuhörer zu der Erkenntnis kommen, daß dieſe Einrichtung der Land= zum Verein zu ſtehen. Einige Stunden froher Geſelligkeit bei Sang
wirtſchaftskammer (ine wirklich ſegensreiche iſt. Die laugjährige Lei= und Trank in der Grabſchen Wirtſchaft beſchloſſen den Abend.
terin, Frl. Sauermann, mit ihren erprobten Lehrkolleginnen,
lerinnen für ihren ſpäteren Beruf in Familie, Haus und Geſellſchaft abend nahm einen überaus glänzenden Verlauf. Einleitend erfolgte die
Oberlandwirtſchaftsrat Bauer, zollte der Landwirtſchaſtskammer hohe ſorgten „Schornſteinfeger und Küchenfee‟, Liebesſpiel mit Geſang. „Es
Anerkennung, daß dieſelbe Geld und Arbeit nicht geſcheut hat für die iſt nichts Halbes, es iſt nichts Ganzes”, — „Nur nicht ärgern, höchſtens
Errichtung dieſer notzwendigen Schule und dadurch für die gute Herau= wundern”, „Blümchen Karl”, einaktige Poſſe. Ernſtere Saiten ſchlug
bildung der Hausfrauen recht anerkennenswert mit beittägt. Der Vel= das Charakterſtück „Bajazzo, du lachender Tor” an. Die ganze
Darbie=
nur, daß nicht allen jungen Mädchen wegen Geld= und Raummangels
Landtagsabgeordneter Dr. v. Helmolt dankte im Sinne aller auls ein volles Haus zu erwarten iſt
weſenden Eltern und Angehörigen der Kurſusteilnehmerinnen der
tung und drückte dabei die Hoffnung aus, daß zur Haushaltungsſchule
— Das volle Vertrauen verdient die Schule aber auch wirklich, 19 11s Meter; am 7. Dez. 1.11 Meter.
ſchreibt uns ein Gaſt dieſer Schlußfeier aus Oberheſſen.
Stimmen, während die Afgliſte 98 Stimmen auf ſich vereinigen konnte, genoſſen den Brand meiſtern.
Es erhalten demzufolge der DHV. 2 Vertrauensleute und 3 Erſatzleute;
ſatzleute.
Sonntag, den 4. Dezember, von dem Ortsausſchuß für Leibesübungen, im vorigen.
auf ihre Verwendbarkeit hin geprüft wurden. Es wurde feſtgeſtellt, daß
verlautet, daß vorausſichtlich zur Eröffnung des Sommerbetriebes ein, ſtattzugeben.
größeres Brieftaubenfliegen unter Beteiligung von etwa 10 000
Brief=
insbeſondere ſollen zwei ausgezeichnete Fußballvereine für ein erſtklaſſi= feſtgenommen.
ges Werbeſpiel in Frage kommen. Auch die freie Sportbewegung plant
Zeit näheres bekannt werden ſoll.
koſten ein auffallend niedriger ſei. Der Bürgermeiſter hofft in dieſer
zu errichtendes Beamterhaus wurde, vom Landesfinanzamt Darmſtadt Heim der wandernden Jugend einrichten kann.
abgewieſen. Der Bürgermeiſter gibt bekannt, daß nach Lage der Sache
geben, iſt falſch. Derſelbe geht vielmehr von hier aus nach Miltenber
w
m. Beerfelden, 6. Dez. Sängerehrung. Der Geſangberein
Ponder Haushaltungsſchulein Michelſiadti. O. „Sängeriege”, der auf ein 31jähriges Beſtehen zurückblicken kann, konnte
voriges Jahr zwei ſeiner Mitglieder, die Herren Fr. Eckſtein und W.
hatte man auf der vergangenen Sommer zu Darmſtadt ſtattgefundenen Neuer, ſüir 25jährige aktive Tätigkeſt ehren. Im Anſchluß an die Sing=
Landwirtſchaftsausſtellung recht gute Arbeiten ausgeſtellt geſehen. Die ſtunde am 3. ds. Mts., abends, wurde dem Vorſitzenden, Herrn H Berger
24 Schülerinnen des gegenwärtigen Kurſus (1. Juli bis 30. November und dem Vorſtandsmitglied Herrn Gg. Weber je ein von dem früheren
1927) ſind aber auf ihren wohlverdienten Lorbeeren nicht ſitzen geblie= aktiven Mitglied des Vereins, Herrn H. Berger=Darmſtadt, künſtleriſch
ben; die Schulleſtung und die Lehrerinnen nützten die Zeit, und als ausgeführtes Diplom überreicht, ebenfalls für 25jährige aktive
Mitglied=
am letzten Schultag (30. November) die Prüfung der Schulerinnen im ſchaft. Der Ueberreichende betonte, welche Summe von Opfern eine ſo
Beiſein der zahlreich erſchienenen Gäſte ſtattfand und in den weiten lange Sängerſchaft dem betreffenden auferlegt, die er dargebracht hat
ſchönen Lehrſälen der idhlliſch gelegenen Schule wieder die vorzüglichen der Liebe zum Geſang und dem Verein. Herr H. Berger dankte im
Muſterarbeiten auflagen, da mußte der aufmerkſame Beſchauer und Namen der Geehrten und verſprach, auch fernerhin in derſelben Treue
m. Beerfelden, 7. Dez. Der Familienunterhaltungs=
Frl. Derkum, Gärtner und Stiller, verſtehen es, die Schu= abend des Turnvereins D. T. in ſeiner Turnhalle am Samstag
gut vorzubereiten; die Prüfung und die Schul=Ausſtellung zeigten es Begrüßung und ein Vorſpruch über „Das Wollen der D. T.‟. Es
wiederholk. Die Antworten kamen ſo ſicher, ganz gleich, ob die Fra= ſchloſſen ſich turneriſche Uebungen, der mannigfachſten Art an: Frei=,
gen über das Kleidermachen, über das Kochen und Backen, oder über Stabübungen, Keulenſchwingen ſowie Volkstänze der Schülerinnen=,
Schü=
das Buttein und Käſen, über Gartenbau oder über Erziehung, Säug= ler= und Turnerinnenabteilung; Geräteturnen an Pferd, Barren und
lingspflege oder über gute Hausliteratur geſtellt wurden. Die Feier Reck der Turnerinnen und Turner. Die erſtklaſſigen Leiſtungen auf
wurde durch eindrucksvolle Muſik= und Liedervorträge eingeleitet und ſämtlichen der angeführten Gebiete löſten jeweils ſtürmiſchen Beifall aus.
beendet. Beim gemütlichen Kaffee legte der Präſident der Landwirt= Die Gräteübungen zeigten durchweg den Stempel des Kunſtturnens.
ſchaftskammer, Oekonomierat Henſel, der, wie auch der Direktor der Solche Leiſtungen ſind nur zu erzielen durch jahre= und wieder jahrelange
Landwirtſchaftskammer, Dekonomierat, Dr. Hamann, dieſen Schul= Uebung von Turnern, die die Natur mit entſprechendem Körperbau und
feiern gern beiwohnt, den nunmehr abgehenden Schülerinnen ſehr aus unentwegter geiſtiger Energie begabt hat. „Das Wetterhäuschen”, ein
Herz, das hier Gelernte auch reiht gut im Elternhaus oder ſpäter im turneriſches Tanz= und Mimenſpiel, zeigte die Feinheit des Turnſpiels.
eigenen Haushalte oder ſonſt bei paſſenden Gelegenheiten zu ver= Als viel bejubelte Einlagen boten die Zöglinge in ihrem Negertanz eine
werten. Der Vertreter des Miniſteriums für Arbeit und Wirtſchaft, humoriſtiſch=turneriſche Darbietung beſonderer Art. Für weiteren Humor
treter des Heſſiſchen Bildungsamtes, Kreisſchulrat Gerbis, gratu= tung ſtellte dem Streben im hieſigen Turnverein das beſte Zeugnis aus,
lierte den Schülerinnen für ihre gut beſtandene Prüfung und bedauerte Leitenden wie Darſtellenden. Da der Turnverein eine überaus
zahl=
ſeitens des Bildungsantes ſolcher Unterricht gewährt werden kann, reiche Mitglieterzahl beſitzt, wird kommenden Sanstag eine
Wieder=
holung ſtattfinden. Die Erfahrung lehrt, daß auch am zweiten Abend
i. Aus dem Obenwalde, 7. Dez. Bei der Viehzählung in
Landwirtſchaftskammer und dem Lehrerkollegium für alle Mühewal= Ritſchweier i. O. wurden gezählt: 29 Pferde 79 Stück Rindvieh, 70
in Michelſtadt i. O. ſich immer recht viele Schülerinnen melden mögen. Schweine, 12 Ziegen, 25 Stück Federvieh, 6 Bienenvölker, 15 Hunde.
* Hirſchhorn, 7. Dez. Waſſerſtand des Neckarsam 6. Dez.:
Bn. Hirſchhorn, 7. Dez. Oberhalb der Stiftsmühle, unweit des
nahegelegenen Ziegelhauſen, ereignete ſich am Montag abend gegen
7 Uhr auf der dort ziemlich engen Straße ein Autozuſammenſtoß. Zwei
Michelſtadt,. 8. Dez. Unter dem Vorſitz des Herrn Regierungsrat, ſich begegnendo Autos prallten aufeinander, wobei das eine ſchwer be=
Schwan fand geſtern nachmittag 4 Uhr die Zählung der am verfloſſenen ſchädigt wurde, während die Inſaſſen mit dem Schrecken davon gekom=
Sonntag für die Angeſtelltenwahl abgegebenen Stimmen ſtatt. Es ent= men ſind. — Ein Dachſtuhlbrand entſtand in Ziegelhauſen im Hauſe
fielen auf DHV. 197; GDA. 43; Werkmeiſter 47 und 3DA, 51 Stimmen, der Frau Georg Schmid Witwe. Als Entſtehugsurſache wird Entzün=
Auf die im Hauptausſchuß zuſammengeſchloſſenen Verbände entſielen 170 dung von Glanzruß angenommen. Glücklicherweiſe konnten die Haus=
HI. Aus dem Weſchnitztal, 7. Dez. Im Verſand von
Chriſt=
der GDA. 1 Erſatzmann und der Afabund 1 Vertrauensmann und 2 Er= bäumchen herrſcht eben Hochbetrieb. Faſt täglich paſſieren
Waggon=
ladungen dieſer Bäumchen ſowie ſchwer beladene Autos und anderes
L. Michelſtadt, 7. Dez. Winterſport. Unmittelbar hinter dem Fuhrwerk unſer Tal, um an die Bergſtraße und in die Großſtädte ge=
Stadion erheben ſich für den Winterſport ausgezeichnete Hänge, die am bracht zu werden. Der Preis ſtellt ſich dieſes Jahr etwas höher als
II. Birkenau, 7. Dez. Konzeſſion. Der Bäckermeiſter und
Be=
ſich dort eine vorzügliche Rodelbahn ſchaffen läßt, die envweder in dem ſitzer eines Cafes, Albin Henkel, wurde bei dem Kreisausſchuß
Heppen=
heim vorſtellig um Erteilung der Erlaubnis zum Betriebe einer Wein=
Städt. Steinbruch oder am Stadion endet. Oberhalb der Deckelquelle, wirtſchaft. Der Kreisausſchuß war aber der Meinung, daß ein
Bedürf=
im ſogenannten Nizza, iſt ausgezeichnetes Gelände für Schmeeſchuhiport nis nicht vorläge und verneinte das Anſuchen. Der Bittſteller gab ſich
vorhanden. Da im Stadion ſelbſt Gelegenheit zum Schlitſchuhſport ge= aber damit nicht zufrieden und legte Berufumg bei dem
Provinzialaus=
boten ſein wird, kann nunmehr, günſtige Witterung vovausgeſetzt, der ſchuß ein unter der Begründung, daß Birkenau ein ſtark beſuchter Aus=
Binterſportbetrieb alsbald mit vollen Kräften einſetzen. Ueber das flugsort ſei und der Gemeinderat ſich einſtimmig für das Geſuch erklärt
Programm des Ortsausſchuſſes für Leibesübungen für das Jahr 1928 babe, worguf der Provinzialausſchuß nicht umhin konnte, dem Geſuch
1. Von der Bergſtraße, 7. Dez. Aus einer Baumſchule am Hirſchkopf
tauben ſtattſinden wird. In Verbindung mit ſportlichen Veranſtaltungen bei Weinheim wurden 100 Stachelbeer=, Pfirſich= und Roſen=
Hochſtämm=
wird ein FreiballonWetfliegen geblant. Namhafte Vereine werden, chen im Werte von über 20 Mark geſtohlen. Durch die Weinheimer
wie bei der Stadioneinweihung, ein größeres Sportwerbefeſt beſtreiten, Gendarmerie wurden unter dem Verdacht der Täterſchaft zwei Perſonen
H. Von der Bergſtraße, 6. Dez. Puppenbazar. Der vom
eine große Veranſtaltung, ſo daß mit den übrigen Vereinsveranſtal= „Katholiſchen Frauenbund” veranſtaltete Puppenbazar in der „
Feſt=
tungen zuſammen ein großzügiges Sommerprogramm geſichert erſcheint. halle” zu Weinheim zeitigte einen vollen Erfolg. Der Maſſenbeſuch aus
Schließlich iſt an eine Sportwerbewoche gedacht, über die in der nächſten allen Kreiſen der Bevölkerung war ein ungeheurer; vorgeſtern, am
Sonntag, fanden ſich nicht weniger als 2000 Beſucher ein. Gleich am
b. Erbach i. Odw., 7. Dez. Gemeinderatsſitzung. Zu= Eingange der Feſthalle war ein mächtiger Chriſtbaum aufgeſtellt, der
näclſt erfelgt die Rechungsablage für das Kreiskrankenhaus für das die Beſucher in traute Weihnachtsſtimmung verſetzte. Ein Nundgang
Nechnungsjahr 1925/26. Zum unparteiiſchen Vorſitzenden wird Ge= durch die Ausſtellung zeigte, was fleißige Frauenhände hervorgezaubert
meinderat Fehr beſtimmt. Die Rechnung ſchließt in Einnahme mit hatten. Beſonders für Vergnügungen für die Kinderwelt war reichlich
NM. 28 394,48 und in Ausgabe mit RM. 28 094,53 ab, ſodaß ein geſorgt. Der pekunäre Erfolg des Bazars war ein ſehr guter und iſt
Vorrat von RM. 299,95 verbleibt, welcher auf neue Necknung vor= dies um ſo freudiger zu begrüßen weil der Reingewinn zu gunſten
getragen wird. In der Ausſprache macht Gemeinderat Volk darauf der hieſigen Barmh. Schweſtern Verwendung findet, die ihr ganzes
aufmerkſam, daß der Anteil der Krankenkaſſen an den Verpflogungs= Leben in treuer Hingabe dem Wohle der leidenden Menſchheit opfern.
— Anerbach, 7. Dez. Man ſchreibt uns: Am Samstag, als es
Hinſicht im laufenden Jahre eine Beſſerung, da verſchiedene widrige ſchon ſo ein bißchen dunkel wurde, zog der Nikolaus mit ſeinem Gefolge
Urſachen dieſes Mißſtandes jetzt nicht mehr vorhanden ſeien. Er weiſt durch unſer Städtchen, und viele Kinder hinter ihm her in die
Durn=
darauf hin, daß zur Zeit das Kreiskrankenhaus über den Etat hinas halle. Sogar die ganz Kleinen wurden von der Mutter auf dem Arme
belegt ſei. Die Rechnung wird einſtimmeig genehmigt. — Die Ver= hingetragen, daß auch ſie den Nikolaus ſehen konnten. Aber der gute,
gebung der Lieferung der Oefen und Herde für die neuerrichteten alte Mann hatte gar nicht gewußt, daß es in Auerbach, ſo viele
Wohnungen erfolgte auf dem Submiſſionswege. Der Unterſchied zwiſchen „brave” (2) Kinder gibt, und da wurde die Turnhalle ſo fürchterlich
der höchſten und niedrigſten Fordenung beträgt rd. RM. 44,00. Es wird voll, daß das Gedränge beängſtigend wurde. Aber die Kinder konnten
wvegen der geringen Differenz angeregt, die Licferung an die Inter= ihm doch alle ihre vielen Wünſche ans Herz legen. Er hat alles
auf=
eſſenten zu verteilen. Der Gemeinderat glaubt jedoch an einem be= geſchrieben und wird auch bis zum Weihnachtsfeſt alles richtig beſorgen.
ſtehenden Beſchluß, nonach alle Lieferungen dem Wenigſtnehmenden Diesmal hatte er ſchon viele, viele Sachen da: ganze Körbe voll Aepfel
zuzuweiſen ſeien, feſthalten zu ſollen und beſchließt demgemäß. — Die und Birnen, einen Sack voll Nüſſe, viele Tüten voll Weihnochtsgebäck,
Wohnungsſache Affemann und Volk wird zur endgültigen Erledignug Süßigkeiten, ja ſogar ein Kaſten voll Spielzeug. Das alles hat er
ver=
der Wohnungsdeputation überwieſen. Die freiwerdende Wohnung im ſchenkt, der Nikolaus. Und wenn die Kleinen auch erſt ein bißchen lang
Stegmüller’ſchen Haufe wird endgültig dem Neviſionsbeamten Wagner, warten mußten, ſo haben ſie ſich nachher doch alle arg gefreut über den
überwieſen. Erforderlichenfalls ſoll die Beſchlagnahme zu Gunſten der lieben, guten, alten Weihnachtsmann mit dem wunderſchönen, langen,
Stadt ausgeſprochen werden. — Für den zuu Herſtellung ſeiner Geſund= weißen Bart. Der Nikolaus war aber auch ſehr froh über die
Gebe=
heit beurlaubten Betriebsleiter Sommer iſt bis jetzt eine Vertretung noch freudigkeit der hieſigen Einwohner. Sein altes, treues Herz ſchlägt
nicht gefunden. Die Elektrizitätswerksdeputation wird zur ſelbſtändigen raſcher vor Freude dayüber, daß hier für unſere Jugend ſo viele gute
Erledigung dieſer Angelegenheit ermächtigt. — Der Antrag des Erbacher Herzen ſchlagen. Er danct herzlich allen, die ihm fſtr die Beſcherung
Brauhauſes auf Herabſetzung des Preiſes für Waſſer verfällt, der ſo reichlich geholfen haben. Er dankt beſonders herzlich den Geſchäfts=
Konſequenzen halber, der Ablehnung. Es wird jedoch eine demnächſtige leuten für die außerordentlich lobenswerte Unterſtützung. Es freut
Neuſtaffelung in Ausſicht genommen. — Der Stromlieferungsvertrag ſich aber auch der Verband Deutſcher Jugendherbergen
der über das ſchöne große Verſtändnis, das er hier für ſeine
uneigen=
n. — nützigen Ziele findet. Eine ſtattliche Anzohl von Beitrittserklärungen
vertrag mit der Fa. Gebhardt (Sckuhfabrik) ſoll iſt ſchon erfolgt. Die Ortsgruppe Auerbach darf beſtimmt hoffen, daß
gelegentlich der Januarverhandlungen neu beraten werden. — Der An= ſie jetzt noch recht viele Mitglieder erhalten wird (Jahvesbeitrag 3 Mk.),
trag der Verwaltung auf Erlaß der Grunderwerbſteuer für ein neu damit ſie ihre Herbenge im Fürſtenlager bald als ein behagliches
Bb. Beusheim, 7. Dez. Der Reichsverband bildender
und nach einer Entſcheidung des Reichsfinanzhofes eine weitere Ver= Künſtler, Bezirk Bergſtraße, hat nunmehr auch ſeinerſeits
folgung der Angelegenheit ausſichtslos ſei. Das Verfahren wird ein= eine bis Freitag währende Ausſtellung von Gemälden, Aquarellen,
Skiz=
geſtellt. — In die neu zu errichtende Deputation für Leibesübungen zen, Plaſtiken und Handarbeiten im Saale des „Deutſchen Haus”
veran=
werden ſeitens des Stadtrorſtandes die Gemeinderäte Hübner und ſtaltet, deren Beſuch recht befriedigend iſt. Anläßlich der Ausſtellungs=
Nebſcher beſtimmt. Der Vorſitzende wird vom Bürgermeiſter noch er= eröffnung begrüßte Herr Schriftſteller Mothander Stockholm die
Erſchie=
nannt. — Der Büngermeiſter gibt bekannt, daß ſich die Bezirksſparkaſſe nenen und wies auf den Zweck der Ausſtellung hin. Herr Bürgermeiſter
nunmehr mit dem Standpunkt der Verwaltung, daß Aufwertung der Dr. Angermeier gab der Befriedigung darüber Ausdruck, daß
Bens=
früheren ſtädtiſchen Schulden nach dem Anleiheablöſungsgeſetz erfolgen, heim, als haſſiſche Bergſtraßenkreisſtadt gern zum Mittelpunkt derartiger
ſoll, einverſtanden erklärt habe. — Die Abgabe von Spundenholz an Kunſtbeſtrebungen gewählt werde. Die Ausſtellung iſt recht gut beſchickt
Gg. Friedrich Eich 4 wird genehmigt. Die Berechnung erfolgt nach dem und bietet beſte Gelegenheit, zu billigem Preis ſich gute Kunſtwerke zu
ſpäter noch zu ermittelnden Durchſchnittspreis. — Der Antrag der verſchaffen. — Zurzeit veranſtalten die verſchiedenen Kanarienzüchter=
Odenwaldkraftwagen=Verkehrs=A.=G. auf Bewilligung eines Beitrages Vereine an der Bergſtraße gut beſchickte Ausſtellungen von
Kanarien=
wird zurrückgeſtellt. — Die Beratungen werden ſodann in nichtöffent= vögeln, Zuchtgeräten und dergleichen, die Intereſſenten vielfach zum
An=
licher Sitzung fortgeſetzt. — Konzert des Kuban=Koſaken= kauf guten Materials Gelegenheit geben. Die Zucht guter Kanarien=
Chors. Der Saal war bis auf den letzten Platz beſetzt. Und das war ſänger wird an der Bergſtraße mit großem Eifer und Sachverſtändnis
gut ſo, denn es wäre jammerſchade, wenn die hier gebotene Kunſt einem betrieben. — Das altbekannte und von allen Reiſenden gern beſuchte
größeren Teil des hieſigen Publikums, das ſchon durch die für ländliche Bahnhofhotel, Beſitzer Herr A. Baumaart, wurde einem durchgreifenden
Verhältniſſe ſehr guten Leiſtungen ſeiner Geſangvereine Sinn und Ver= Umbau unterzogen und konnte nach Fertigſtellung nunmehr wieder in
ſtindnis für guten Geſang hat, vorenthalten geblieben wäre. Die vollem Umfange dem Verkehr übergeben werden, was zu einer von den
Leiſtungen des Chores waren einfach verblüffend und man kann ruhig zahlreichen Freunden des Beſitzers veranſtalteten Eröffnungsfeier Anlaß
behaupten, daß wir hier derartigen Geſang noch nicht gehört haben. Ein bot. Die gemütlichen, modern eingerichteten Räumlichkeiten laden zu
Stimmenmaterial, wie man ſolces in einer ſo reichen Fülle wohl ſelten, behaglichem Aufenthalte ein und macht die Ausführung den an der
Reno=
wieder finden wird. Tiefe und Klangſchönheit der Bäſſe, mit den wei= vation beſchäftigten Bensheimer Handwerkern und Geſchäftsleuten alle I
cen, biegſamen Tenören, ließen im Zuſammenklang einen vollendeten Ehre. — Der Deutſche Seeverein, Ortsgruppe Bensheim, veranſtaltet
Ausgleich hervortreten, der das Herz jeden Sängers und Sangesfreundes Donnerstag, den 8. Dezember, abends 8 Uhr, im Saale des
Bahnhofs=
höher ſchlagen läßt. Das Konzert wird heute abend wiederholt. — Das Hotels einen Vortragsabend. Herr Kapitän zur See a. D. Freiherr von
in Mickelſtadt verbreitete Gerücht, der Chor würde auch dort ein Konzert Meerxſcheidt=Hülleſen wird dabei über „Erinnerungen aus guten und
böſen Tagen der alten deutſchen Flotte” ſprechen.
Bl. Lurſch. 1. D. Brieftaubenausſtellung mi.
tag, den 10., und Sonntag, den 11. d3. Mts., findet in Loſch 5
angelegte Brieftaubenausſtellung innerhalb der Reiſeverein
heim und Umgebung ſtatt. Es werden unter vielen andemn
Beſuchern Tauben gezeigt werden, die dieſes Jahr den weiten
Wien oder Bruck an der Leitha trotz Sturm und Regen 7
ger Stunden zurückgelegt haben.
Bm. Hofheim (Ried), 6. Dez. Theaterabend und
Theaterabend des Radfahrervereins „Viktoria Blitz”, war
Beweis dafür, daß es der Verein immer wieder verſteht fe
gliedern, Freunden und Gönnern alljährlich einen ſchönen
bereiten. Das Volksſtück „Lorle vom Schwarzwald” wunde
wiebergegeben und verdienen alle Spieler ein Geſamtloh
Schwank „Die Schwviegermutter im Schilderhaus” fand große,
und rief wahre Lachſalven hervor. Es war wieder einmal
Abend, und alle Zuſchauer gingen voll befriedigt nach Hauſe
Spielen 17 Tore. Dieſe Zahl ſtellte am Sonntag der
hiu=
ballverein auf, der nun endlich, wenn auch zu ſpät, wieder Tom
und gewinnen kann. Nach gänzlich überlegenem Spiel konnte
1. Elf, die gleiche des Nachbarn „Vorwärts” Bobſtadt mit
ſchlagen. Die hieſige zweite Elf brachte es ſogar fertig d.
Meiſteranwärters V.f.L. Lampertheim mit 10:1 Toren zu ſchle
unſere Elf ſich von Anfang ſo gehalten wie heute, ſo hätte ſ
bei der Vergebung des Meiſtertitels der 4=Klaſſe (Gau Ried)
Wort mitgeredet.
g. Gernsheim, 7. Dez. Fliegernotlandung. Am.
nachmittag mußte ein Flugſchiler der Deutſchen LuftjahrtAe
ſchaft Böblingen, der ſeinen erſten größeren Ueberlandflucu
hatte, in hieſiger Gemarkung notlanden. Der Propeller und
wurden beſchädigt. Der Führer ſelbſt blieb ohne jeden
Schau=
erfolgter Inſtandſetzung der Maſchine ging der Weiterflug anm
nachmittag vor ſich. — Zur diesjährigen Geſellenprüfun
ſich insgeſamt 14 Prüflinge gemeldet, die bereits die Proben
tiſchen Arbeitens abgelegt haben. Die Ueberreichung der Gen
findet jedoch an Oſtern 1928 ſtatt, womit auch die
Ausſtellu=
ſellenſtücke verbunden wird. — Die diesjährige Viehzählzn
folgendes Reſultat: 253 Pferde, 616 Stück Rindvieh, 4 S=
Telef. 1.
Schweine, 613 Ziegen, 7592 Stück Federvieh einſchließlich 0
Enten, 160 Bienenſtöcke und B9 nichtbeſchaupflichtige Hausſchch=
— Bei der am nächſten Sonntag ſtattfindenden Beigeor:
wahl amtienen im Abſtimmungsbezirk 1, der ſämtliche Währi,
Anfangsbuchſtaben A. bis K. umfaßt, als Wahlvorſteher Bü0/
och
Hoffmann, als Stellvertreter Gemeinderatsmitglied Bopp, ii
mungsbezirk 2, der ſämtliche Wähler mit den Anfangsbuchſtam=
3. umfaßt, als Wahlvorſteher Gemeinderatsmitglied Schnan
Stellvertreter Gemeinderatsmitglied Kauth. — Der Brückt,/ ,, ſooarg, keine Antenn
aſpirant Peter Adler dahier wurde laut Verfügung des Fä) „hſtmg und Bedienu
ſteriums ab 1. Dezember zum Brückenaufſeher an der hieſigenn!
Brücke ernannt. — Die Arbeiter und Arbeiterinnen der hiefi7n MSuznſchlut, zdeiohrclde.
renfabrik haben, ab Montag dieſer Woche ihre Arbeit mic 91— Lwopalite
Mt zucheranſchluß 10 3 täg
genommen.
z. Ginsheim, 6. Dez. Bazardesebang. Frauen! //”, mlich Herzu ſehe
Einen ſchönen Bazar, deſſen Reinertrag für den Fonds zur A 4ch Mftltrung ud dues
eines evangeliſchen Gemeindehauſes beſtimmt
eur itnulbermitlung. Darm
ſtaltete am Sonntag der evang. Frauenverein. Der Baza
reichlichen Gaben und ſonſtigen ſchönen Gegenſtänden beſchnſt! Aahldenplckz 10 p.
af Wunſch Beſuch.
hielten bei den Ankäufen die zahlreichen Beſucher auch nicht
dürfte ſomit mit einem ſchönen finanziellen Erfolg zu rechmen- Fruf den 9. 1fd. Mis.,
Nahmen der Veranſtaltung wurden noch Muſik= und Geſamnzeus „Uhr, verſteigere ich
zu Gehör gebracht.
Fereiniſe gegen Barzahlu
z. Bauſchheim, 6. Jan. Gemeinderatsſitzung. 4unamſtädterſtr. N
meinderat beſchloß in ſeiner Sitzung die elektriſche Lichtanlage Hu /al, einen
von Mk. 16000 zu kaufen. Der Vertrag tritt ab 1. Jmnuu
Kraft. — Die Gemeinderechnung für das Rechnungsjahr 1.7
ſteherwagen
ohne Beanſtandung gutgeheißen.
4a. Buchſchlag b. Sprendlingen, 7. Dez. Straßenben ick-zur 1920, 14/38 PS.,
Hier trägt man ſich mit der Abſicht, eine Straße nach dem erſtü. ſülingmittel= und Kol
meiſter der Villenkolonie Buchſchlag, dem Dichter Dr. Rui=ſfuszywerl.
Binding, zu benennen.
Weber
4a. Dietzenbach b. Offenbach, 7. Dez.
Verurteilter-
ſtifter. Der von hier ſtammende, zuletzt in Neuenhain F114G0olzieher in Darmſt
wohnhafte 52 Jahye alte Metallſchleifer Michgel Späth, iſt. I
ſätzlicher Brandſtiftung vom Wiesbadener Schwurgericht zu e=
Zuchthaus verurteilt worden.
Mottangs Aüfl.
z. Offenbach, 6. Dez. Eine der älteſten Wohnungsbauge //feiag, den 9. Dez.
ten, die Mieterbaugenoſſenſchaft, hat nun doch /—M, verſteigere ſchinn
lungen einſtellen müſſen. Die Ueberſchuldung beträgt rund 3. rryelolgle Hügelſtr. 27
Da ſich Unregelmäßigkeiten in der Geſchäftsführung ergaben- esznſtände öffentl!
die Stadt ab, die Genoſſenſchaft weiter zu unterſtützen. Diei
Pndunghung
wandfreie Führung der Geſchäfte wird auch ein gerichtliches.
haben. Die Genoſſenſchaft iſt eine Gründung des Mieterſc=g‟1 Taſelklavier,
deſſen Vorſitzender auch Vorſitzender des Aufſichtsvates der „All9pomatſchreibtiſch
genoſſenſchaft war. Ein Verſuch, die Genoſſenſchaft vor dem —BMiſt, Berkelwag
bewahren, iſt geſcheitert.
Rheinheſſen.
Ad. Oppenheim, 6. Dez. Die Friſchſche Konkars /0
tung verkaufte ein Anweſen an der Mainzer Straße zum
27000 Mark an die evangeliſche Gemeinſchaft hüir innere 2i
im Hof einen geräumigen Sagl erbauen will.
Oberheßten.
F. Friedberg, 6. Dez. Lehrerſchaft und mode M
chologie. Müt den für die Erziehung ſo Eedeutſamen 8
Gegenwartspſychologie will ſich die Lehrerſchaft des Kreiſes u
Zeit eingehender beſchäftigen. Rektor Staubach (Bad=Nauhoſuke
die geplante Vortragsreihe vor einer ſehr gut beſucnen Beu”
am Samstag mit einem Referat über die
Gegenwarts=
ein. Die Ausführungen gaben nach einer geſchöhtlichen
einen anſchaulichen Ueberblick über das Gcſamtgebiet. Die2d
nen Richtungen der Gegenwartspſychologie wurden
dargeſtell=
tiſch gewürdigt, vor allem in ihrer Bedeutung für die Päday
wveiteren Vorträge ſollen ſich mit eng begrenzten Einzelgebieauſ
tigen und vor allem auch durch Ausſprachen vertieſt werdee
Ra 1 Chaiſelong
Grga=Privat),
2ral), 1 ſilbern
Wäupel, 1 Standu
Aca), 1 Schrei
AAifet, 1 Lehnſe
kalzuaml, 1 Nähr
MaAunan), 1 Näk
WMDerenſchränke,
EdrGarnitur, 1
MRuich, 1 goßer
4Kuher Küchenl
AEine Konrol
Ruch, 1 Diw
Lu dmer 4 9
großer Ke
1 Schreit
M etäcke, 60 (
Lenenſghreibtiſch.
LPD. Schotten, 6. Dez. Naturſchutzgebiet im
berg? Um in der Frage des Schutzes der Naturwelt d0 400
berges, beſonders der ſeltemen Pflanzen, Vögel und Schne!
wirkſame Schritte zu unternehmen, tagte hier der Hauptvau
„Vogelsberger Höhenklubs” zuſammen mit den Vertretern
eſſierten Behörden. Man kam überein, ſämtlichen in Frage
Stellen dahingehende Eingaben zu unterbreiten, daß das
gebiet” in einer Höhenlage von über 700 Mctern dergeſtalt m.
geſtellt wird, daß jegliches Sammeln von Pflanzen, Bll.
Schmetterlingen u. a. m. künftig verboten wird. Auch für die
urwüchſiger Vogelsberger Dorfbilder will man ſich einſetzen,
m. Aus dem Lande, 6. Dez. Landwirtſchaftlich
die hauptſächlichſten landwirtſchaftlichen Arbeiten nicht mch
und zum teil beendigt ſind, beginnt die Landwirtſchaftskamn
eine rege Vortragstätigkeit zu entfalten. Im Laufe 9
Dezember ſind folgende Vorträge vorgeſehen: Heuſenſtamm:
und Getreidebau”; Engeltadt: „Maßnahmen zur Vebeſli,t
Landwirtſchaft‟ Dromersheim: „Viehzucht”; Ibersheim:
zucht und =Haltung”; „Ufhofen: „Betriebslehre”; Zellhau.
Verbeſſerung der Wieſen”; „Steinfurth b. Nauheim: „Tages”
dem Ackerbau”; „Horrweiler: Tierzucht, rationelle Füttenr.
und Milchwirtſchaft.” — Außerdem ſind Gninlandkurſe in Mk.2
i. d. Wetterau, Themen: Stellung des Futterbaues im lan 10
lichen Betrieb der Wetterau: Die Technik neuzeitlicher Gr.ß
ſchaft; „Grünlandwirtſchaft und Tierzucht. Ferner in Ge
folgenden Vorträgen: Nauzeitliche Wieſen= und Weidewirtſchus”
landwirtſchaft und Tierzucht. Anſchließend ſind Ausſbrachennd
führung des ſehr intereſſanten Films der Landwitfſcheſttan”
ſämtliche Gebiete der Landwirtſchaft.
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reine Wolle, ca 100 cm br.,
in aparten Mustern . . 4 75, Schatten-Ripo
130 cm breit, reine Wolle,
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130 cm br., mit angerauhter
Abseite, in verschied. Farben
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140 cm breit, reine Wolle, mit
angerauhter Abseite, teils
schwarz u. marine 10 80, 8.90, Velour de laine
130 cm breit, reine Wolle,
weiche Oualität, in modernen
Farben . . . . 11.80, 9.50, 120
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Geite 11
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inhruch ᛋülie Frankfurter Ortskrankenkaſſe.
15 000 Mark geſtohlen.
granl ſſ M. In der vergangenen Nacht
Diebe /1de hieſige Ortskrankenkaſſe
einge=
in und len dort mit Schweißapparaten den
den Gelchzſeuk — es handelt ſich um einen
Geld=
altere mſtruktion — geöffnet. Nach den bis=
Feſzzuigen iſt ſämtliches Papiergeld in
von w 0—15 000 Mark geſtohlen worden.
ack müfüber und die Geldrollen ließen die
zurügc die Diebe haben mit zwei neuen
gücherva e Fenſter verhängt, um die
Stich=
men derz buarate nach außen hin nicht ſichtbar
en zu lch. Die Bewachung des Hauſes
ge=
u durchy geri Hausmeiſter. Eine weitere
Be=
zu, ung hatzu mn nicht für erforderlich gehalten, da
0große 2 bſchrank in einem Zimmer nach der
ße zu aüſtellt war, das ſtändig durch die vor
ubauſe „anden zwei großen Bogenlampen be=
Aſet wirkit ſun den Dieben hat man noch keine
Dig ſutofalle in Dörnigheim.
Pana u. A dem Dorfe Dörnigheim,
zwi=
w hanau au Frankfurt gelegen, befindet ſich eine
rliche 2garoe, die am 11. September d. J.
Autou ml gezeitigt hat, mit dem ſich das
engericc drnau zu befaſſen hatte. Die Ver=
ODng ſelihſovde an Ort und Stelle, in
Dörnig=
geführt Sie ergab folgendes Bild: Frau
zſſor Khtzu begleitet von ihrem Ehemann, dem
wligen A bor der techniſchen Hochſchule Karls=
und ih =Tochter, fuhr am 11. September d. J.
uio durtch2örnigheim und ſah, als ſie die
ge=
be Kuſ genommen hatte, plötzlich eine
evon „hfahrern vor ſich. Es handelt ſich um
Nadfalzverein aus Offenbach a. M., der ſich
ſnem „Kenragsausflug befand. Ein junges
en kam nter das Auto zu liegen und wurde
u-f Nocch euke leidet das Mädchen ſtark unter
plittenss nfall. Das Gericht war der Anſicht,
ze ſe Anglekgie zu weit links gefahren ſei und
ghu, eilte ſit i gen fahrläſſiger Körperverletzung zu
ſohwſark Gütdrafe. In der Begründung des Ur=
Ywu” urde luetnt, daß die Hauptſchuld an dem
Un=
hit, dem ſetzleten Zuſtand der Kurve zu ſuchen ſei.
2e Kindes Schutzengel.
Ar5 Helwurg. Ein 2½jähriges Kind, das
AAugen wii lang von ſeiner Mutter ohne Auf=
Ar=ff der „cl enſtraße ſtehen gelaſſen war, wurde
mnem gind=en Kinde angeſtoßen und fiel auf
leiſe der unde herannahenden Lokalbahn. Der
führerrhmſte nach Kräften, konnte jedoch den
ſcht me yrechtzeitig zum Stehen bringen. Das
wurde Au dem Schneeräumer erfaßt,
einge=
pehn, und teige Meter weit geſchleift. In dem
ſaumblick, u u8 unmittelbar vor den Rädern an=
Jm war, uin der Zug zum Stehen. Nachdem der
gehoſta war, befreite man das Hind aus
gefahrwon Lage. Die Unterſuchung ergab,
— leinet erletzungen, abgeſehen von einigen
hungenz tvongetragen hat.
Zoſllamte als Schmuggler.
n. Thy Köln auf dem Hauptzollamt
ſta=
ien 3o /zurten Burg, Radtke und Bock waren
ühretr 923 und 1924 nach der holländiſchen
eſetz vorden. Dort hatten ſie ſich
ver=
ſen intelmäßigkeiten zu Schulden kommen
60 Em Burg Ford= und Chevroletwagen
Beſt über d e Grenze gebracht, während die
Aaderch ich der verbotenen Einfuhr ſchuldig
in eſict hatt u Die große Strafkammer in Köln
me kilte ind ſeit er Inſtanz den Angeklagten Burg
Bolhätn ziehung zu 75 000 Mark Geldſtrafe
ſe Anglet gten Bock und Radtke wegen ver=
— Einfa) zuu 6 Monaten Gefängnis und zu
Mark nSoſtrafe.
ſeuinſchieber verurteilt.
ich larbmien. In ſechsſtündiger Sitzung
ver=
ſte die lenframmer gegen eine Kokainſchieber=
Mſt. Diä durptbeteiligte iſt eine Gaſtwirtsfrau
F Mobkerße, ſie wurde zu einer Gefängnis=
Me hn eile Monat und 5000 Franken Geld=
Neaſherurtean Der Kokainlieſerant, ein Kolonial=
E Mändler”, hielt drei Monate und eine Käuferin
Euß Auſchgin k drei Wochen und 500 Franken Strafe
. Aſeisen letztgenannten erhielten Straf=
W N. Däe gen die Wirtin erkannte Freiheits=
0d Diſt duschie Unterſuchungshaft verbüßt. Der
„Prozeſi (hüllte ein kraſſes Bild des Treibens
Nainiſt ein einem zweifelhaften Kaffeelokal.
Eſſamer Erſtickungstod.
mmeg: Ein jugendlicher Arbeiter geviet in
Doch em ſ inem Halstuch einem Motor zu
r da A uc erfaßte und dem jungen Mann
zuiſne, ſo daß er erſtickte.
Eiſhl Sport=Sin onie.
Bußbelurrd Rugby in der Muſik.
Arthur Honegger,
veizer Komponiſt, fühlt ſich vom
Sorts ſo beeindruckt, daß er eine
niert hat.
Vor großen Reformen der Reichsbahn.
Ein Abteil in den neuen Salonwagen der Reichsbahn.
Generaldirektor Dr. Dorpmüller.
Die Reichsbahn — die größte kaufmänniſche Unternehmung Europas — wird nach geſunden geſchäftlichen Grundſätzen
reformiert. Die kaum benutzte 1. Klaſſe wird abgeſchafft, dafür werden in den wenigen internationalen Schnellzügen neue
moderne Salonwagen geführt. Auch die 3. Klaſſe kommt in Fortfall. Es bleibt nur noch eine Polſter= und eine Holzklaſſe. Die
Einführung der Knorrbremſe bringt eine jährliche Erſparnis von 130 Millionen Mark. An Perſonalausgaben konnten 790
Millionen geſpart werden. Der Beamtenſtand wurde bei geſteigertem Verkehr von 1010000 auf 700000 Köpfe herabgedrückt.
25 Kilometer Stundengeſchwindigkeit im Gleitſchiff.
Der neuartige Typ des Gleitſchiffes
bewegt ſich nicht mit Waſſerſchrauben, ſondern mit Luftſchrauben fort. Es gleitet gleichſam über
den Waſſerſpiegel und verdrängt faſt gar kein Waſſer, ſondern ritzt nur die Oberfläche. Es erreicht
eine Stundengeſchwindigkeit von 65 bis 75 Kilometern. Das von Ellinghauſen konſtruierte Schiff
iſt 12 Meter lang und 2,5 Meter hoch. Es hat einen Tiefgang von 0,10 Metern bei voller Fahrt
und 0,35 Metern bei Ruhelage. Der Flugmotor hat 400 Pferdeſtärken.
Der Diezer Goldwarendieb feſtgenommen.
Diez. In der Perſon eines gewiſſen Georg
Heuther, unter welchem Namen ſich der ſteckbrieflich
verfolgte Oswald Stier verbirgt, nahm die
Frank=
furter Kriminalpolizei den Täter feſt, der bei dem
Einbruch vom 8. November d. J. in das Gold= und
Uhrwarengeſchäft A. Keller, Diez, Schmuckſachen im
Werte von über 1000 Mark entwendete. Durch
frei=
gebige Geſchenke in Goldwaren, die ſämtlich aus dem
Kellerſchen Geſchäft ſtammten, an Freundinnen in
Koblenz, machte er ſich verdächtig und wurde
feſt=
genommen. Stier, der ſchon vor längerer Zeit
Ein=
brüche in Koblenz und Bad Ems verübte, beſitzt
außerdem als Einbrecher ein anſehnliches
Sünden=
regiſter.
Bei der Probefahrt verunglückt.
Dillenburg. Auf einer Autoprobefahrt
be=
griffen, iſt auf der Landſtraße zwiſchen Haiger und
Dillenburg der ſtaatlich konzeſſionierte Autofahrlehrer
Chriſtian Stunz aus Dillenburg verunglückt. Er
führte den Kraftwagen ſelbſt, deſſen Steuerung
plötz=
lich verſagte, wodurch der Wagen umſtürzte.
Wäh=
rend der Schüler mit leichteren Verletzungen
davon=
kam, erlitt Stunz ſchwere innere Verletzungen, doch
beſteht Lebensgefahr nicht.
Schwerer Betriebsunfall.
Halle. Am Mittwoch mittag wurden in einer
hieſigen Rübenſaftfabrik durch unerklärliches Platzen
eines Saftkeſſels fünf Frauen und ein Mann
ver=
brüht. Bei drei Frauen und dem Manne waren die
Verletzungen ſo ſchwer, daß ſie ins Krankenhaus
über=
führt werden mußten.
Doppelmörder Ganſewig vor Gericht.
Berlin. Am Mittwoch vormittag begann der
Prozeß gegen den Stendaler Gemüſehändler
Her=
mann Ganſewig, der angeklagt wird, am 31. März
19B3 in Kläden bei Stendal ſeinen Sohn Hermann
und am 23. Juli in Stendal ſeine Ehefrau Emma,
geb. Oeſemann, vorſätzlich getötet zu haben.
„Geſundbeter” — auch in Werder.
Auch in Werder an der Havel ſind ſo zahlreiche
Diphtheriefälle zu verzeichnen, ſo daß auf
Anord=
nung des Kreisarztes zwei Klaſſen der Schule
ge=
ſchloſſen wurden. Bis jetzt ſind 12 Erkrankungen
poli=
zeilich gemeldet. Drei davon ſind tödlich verlaufen.
Zwei dieſer geſtorbenen Kinder, die zwei und acht
Jahre alten Söhne des Steuerſekretärs Fritz Paul,
ſind, als ſie an Diphtheritis erkrankten, nicht von
einem Arzt behandelt worden. Man vermutet, daß
auch hier eine unheilſtiftende Sekte von „
Geſund=
betern” am Werke war. Ein Arzt wurde erſt
zuge=
zogen, um den Totenſchein für den einen Knaben
aus=
zufüllen. Als der Arzt den anderen Sohn zu ſehen
verlangte, ſagten die Angehörigen, dieſer ſei geſund.
Der Arzt beſtand auf ſeiner Forderung und er fand
ein mit dem Erſtickungstode kämpfendes Kind. Der
Kreisarzt hat ſofort eine polizeiliche Unterſuchung
an=
geordnet.
Ein wertvoller Fund im Dresdner hiſtoriſchen
Muſeum.
Dresden. Die viele Jahrzehnte als
verſchwun=
den gegoltene polniſche Königskrone Auguſt des
Starken ſowie Zepter und Reichsapfel wurden jetzt
im Dresdner hiſtoriſchen Muſeum unter den
Aus=
ſtellungshütten der Maskeradeaufzüge entdeckt und
identifiziert. Während Zepter und Reichsapfel
zu=
nächſt einer gründlichen Konſervierung unterzogen
werden müſſen, ſtrahlt die Königskrone aus ſchwerem
Silber mit ſtarken Vergoldungen und überſät mit
bunten Halbedelſteinen und Glasſtücken in altem
Glanze im Saale Auguſt des Starken. Die Kvone
hat ein Gewicht von 1,83 Kilogramm.
Ein Bahnräuber erſchoſſen?
Königsberg. Auf dem Viehbahnhof Tilſit
wurden in der Nacht zum Mittwoch von einem
Wach=
beamten der Reichsbahn zwei Perſonen angetroffen,
die bei dem Anruf auf Fahrrädern die Flucht
er=
griffen. Der Wachbeamte gab zwei Schüſſe auf die
Fliehenden ab. Dabei wurde der eine tödlich
ver=
letzt. Seine Perſonalien konnten noch nicht ermittelt
werden.
Fünf Kinder im brennenden Hauſe
eingeſchloſſen.
In Grainet (Bayeriſcher Wald) war im Hauſe
eines Gütlers ein Brand ausgebrochen. Fünf Kinder,
darunter ein Wiegenkind, waren in der Wohnſtube,
deren Tür von innen verriegelt war. Die Mutter,
die ſelbſt ſchwer verletzt wurde, verſuchte, ihre Kinder
den Flammen zu entreißen. Sie konnte aber nur
vier, die alle lebensgefährliche Verletzungen erlitten,
retten, während das letzte ein Opfer der Flammen
wurde. Der Brand brach dadurch aus, daß die
Kin=
der Benzin auf die heiße Ofenplatte gegoſſen hatten.
7 Todesopfer eines Schneeſturmes.
NewYork. Im Gebiet der Stadt New York
ſind in dem ſchweren Schneeſturm ſieben Perſonen
ums Leben gekommen. Tauſende von Schneeſchippern
ſind an der Arbeit. Die Temperatur ſteigt.
8 Perſonen bei einem Brand ums Leben
gekommen.
NewYork. Wie aus Williamſon (Weſtvirginia)
gemeldet wird, ſind beim Brand einer Penſion acht
Perſonen ums Leben gekommen. Sie waren nach
Williamſon gekommen, um als Zeugen in einem
Mordprozeß aufzutreten. Das Feuer griff ſo ſchnell
um ſich, daß die 8 Opfer vom Ausgang abgeſchnitten
wurden.
Wagenzuſammenſtoß in Hoboken.
NewYork. Auf dem Viadukt von Hoboken fuhr
ein überfüllter Straßenbahnwagen in einen ſtehenden
überfüllten anderen Wagen hinein. Mehr als 40
Per=
ſonen ſind verletzt. Einige davon ſchwer. Das
Un=
glück ſoll durch die Eisdecke auf dem Heis oder 2 rch
einen Bvemſendefekt verurſacht ſein.
Ausbreitung der Cholera=Epidemie in Indien.
London. Die Cholera=Gpidemie in Bengalen
hat ſich nach Berichten aus Caleutta über ganz
Nord=
indien ausgedehnt. Die Schwierigkeiten ſind durch
den Ausbruch von Schwarzen Pocken noch erhöht
worden. Die Lage gilt als emſt.
Brandkataſtrophe in Amerika.
EP. NewYork. In St. Louis iſt das
Buching=
ham=Hotel durch Feuer zerſtört worden. Dabei
wur=
den vier Hotelgäſte getötet und ſieben verletzt;
mehrere werden noch vermißt und man befürchtet,
daß ſie ebenfalls ihr Leben eingebüßt haben.
Koſten der amerikaniſchen Frauenmode.
Pariſer Zeitungen geben die Schätzung einer
ſach=
verſtändigen Amerikanerin Gertrud Lane wieder,
wonach die Frauen in den Vereinigten Staaten
täg=
lich 124 Millionen Franes für ihre Toiletten
aus=
geben, alſo im Jahre 45 260 Millionen Francs.
Neid=
voll ſtellen ſie feſt, daß die Geſamteinnahme des
franzöſiſchen Staates knapp ausreichen würden, um
den Toilettenaufwand der Amevikanerinnen zu
be=
ſtreiten. Vierzehn Millionen Damen ſollen dort
be=
reits den Bubikopf tragen.
Canullonia, der den Weltkrieg prophezeite.
Das Pech des Propheten iſt es, daß er, wenn er
ein Ereignis für die Zukunft vorausſagt, ſich ſelbſt
nicht von der Richtigkeit ſeiner Prophezeiung
über=
zeugen kann. Ein Pech vieler Propheten iſt es auch,
wenn ihre Prophezeiungen erſt dann bekannt
wer=
den, wenn die Geſchichte ihre Richtigkeit ſchon
be=
wieſen hat. So hat man kürzlich erſt ein Manuſkript
des Kapuzinermönches Canullonia entdeckt, der im
Jahre 1763 allerlei vorausgeſagt haben ſoll, was
ſpäter auch eingetroffen iſt. Er hat die franzöſiſche
Nevolution und den Weltkrieg geweisſagt und vieles
andere mehr. Für 1960 hat er übrigens den
Unter=
gang Siziliens, für 1990 hat er eine ſechstägige
Sonnenfinſternis und für das Jahr 200 den
Welt=
untergang vorausgeſagt. Wenn er ſich diesmal
ge=
irrt haben ſollte, ſo wird man eben feſtzuſtellen
haben, daß es ſehr ſchwer iſt, auf derartige
Ent=
fernungen noch genau vorausſehen zu können.
Neuer 12000 Tonnen=Frachtdampfer.
Der Dampfer „Neckar” vor dem Stapellauf.
In Bremen iſt der gewaltige 12000 Tonnen=
Fracht=
dampfer „Neckar” des Norddeutſchen Lloyd vom
Stapel gelaufen. Da im Vertrag von Verſailles die
Uebereignung aller deutſchen Handelsſchiffe über
1600 Tonnen vorgenommen wurde, iſt der Bau jedes
großen Handelsſchiffes von doppelter Bedeutung für
den Wiederaufbau unſerer Handelsflotte.
Meine werte Kundschaft bitte ich die Bestellungen von
Patenlöffeln
für Weihnac, ten
schon jetzt aufzugeben um jeden Auffrag
aus Uhren zu können
Zugleich emptehle ich mein reichhaltiges
Brillanten Gold- und Si berw:
silbernen und versilberten Bestec
Geite 12
Donnerstag, den 8. Dezember 1927
Nummer
*Geſchichten aus aller Welt.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
Ein Konzert mit Hinderniſſen.
(r) Brüſſel. Ein Sonntag Nachmittag in einem der ſchönſten
und geräumigſten Konzertſäle Antwerpens. Alles, was auch nur
mt=
fernt mit dem lünſtleriſchen Leben der großen belgiſchen Hafenſtadt zu
vun hat, hat ſich in dieſem Saale feierlich und ſonntäglich verſammenlt, um
den von einer Amerika=Tournee zurückkehrenden Violiniſten Georg
Kuhlenkampf zu hören. Die Minute des Konzertbeginnes iſt
heran=
genaht; ſtatt des Muſikers aber betritt der Impreſario das Podium, um
zu verkünden, daß es Herrn Kuhlenkampf noch nicht gelungen ſei, „das
Feſtland zu erreichen” — daß man ſtatt ſeiner aber Arnold Földeſy
binnen kurzer Zeit hören werde. Das kunſtverſtändige Publikum gab
ſich mit dieſem Tauſche zufrieden und harrte geduldig eme ganze Stunde
lang (!) des Profeſſors Földeſy, der da kommen ſollte, aber nicht kam,
ſondern, wie der Impreſario, offenſichtlich nervös und puterrot, nach
einer Stunde vom Podium herab bekannt gab, in einem holländiſchen
Grenzſtädtchen eine ſchwere Herzaffektation erlitten und ſich zu Bett
gelegt hatte. Aber man ſolle nur noch ein wenig Geduld haben, denn
auf telegraphiſche Anforderung hin ſei der berühmte Violiniſt Franeis
Berkova von Paris aus bereits mit dem Flugzeug unterwegs.
Und, o Wunder aller Wunder, das Publihm beginnt nicht zu
murren — im Gegenteil, es lohnt dieſe letzte Ankündigung noch mit
einer Art ironiſchem Applaus! Eine weitere Stunde vergeht, und noch
eine halbe; man unterhält ſich ſehr angregt und laut im Zuhörerraum
— aber wer nicht erſcheint, iſt der erwartete Meiſter, der hier vom
Him=
mel kommen ſoll. Und bereits leuchten draußen in dem Straßen die
Gas= und die Bogenlampen, man hat alles durchſprochen, was ſich bei
ſolch abſonderlicher Gelegenheit beſprechen läßt, da erhebt ſich in voller
Ruhe und ohne jede Geſte des Unwillens das Publikum, nicht etwa, um
die Konzertkaſſe zu ſtürmen und ſich das Eintrittsgeld zuückzahlen zu
laſſen — nein, man drängt ſich nach der Garderobe und geht friedlich
nach Hauſe in dir Gewißheit, emen zwar etwas unprogrammäßigen,
nichtsdeſtoweniger aber inteveſſanten Sonntag Nachmittag verlebt zu
haben —
Wäre ſo etwas in einer anderen europäiſchen Großſtadt möglich?
Wie leicht müſſen doch die Konzert=Agenwuren in Antwerpen ihr Geld
berdienen!
„An ſeidenen Fäden”.
(—) Paris. Was hängt nicht alles an einem ſeidenen Fädchen. Das
Schichſal des Ginzelnen, das Schickſal des Volkes und das der Welt.
Alles aber iſt zwar unſicher, hängt jedoch nur im Bilde mit dieſem
zarten Stoff zuſammen. Was aber wirklich und zwar gerichtsnotoriſch
an ſeidenen Fäden hängt, das iſt eine Pariſer Ehe. Nicht jede, ſondern
eine ganz beſtimmte. Und das kam ſo: ein eiferſüchtiger Ehemann
deſſen Frau den Beruf eines Wäſchemannaquins ausübt, konnte es auf
die Dauer nicht vertragen, daß ſich ſein angetrautes Eheweib in „
duf=
tigen Wäſcheklemigkeiten” den Blichken derer präſentierte, die man zum
Kauf anreizen wollte und die heutzutage nm einmal nicht mehr allein
durch die gute Ware, ſondern auch durch irgendwie appetitliche Art ihrer
Schauſtellung und durch die Schilderung ihres Reizes zum Kauf
ermun=
tert werden. Die Sache wurde ihm zu bunt, und er ſtrmgte eine
Schei=
dungsklage an. Die weiſen Pariſer Richter, denen nichts Menſchliches
fremd iſt, beſahen ſich die Perſon der tatſächlich reizenden Ehefrau, und
ſie pwüiften die Sächelchen, die ſie berufsgemäß zu tragen hatte. Sie
prüften ſie nicht auf ihre Qualität — die war ſicher einwandfrei —,
ſon=
dern auf ihre Durchſichtigkeit. Das Pariſer Gericht kam nach dieſer
Tatb=ſtandsaufnahme zu dem weiſen Beſchluß, daß das, was ſie geſehen
hatten, für eine Scheidung noch nicht genügte. Wenn die Koſtbarkeiten
nicht noch durchſichtiger würden, ſei „nichts dabei zu finden” — Nu
alſo —l hängt dieſe Ehe jetzt nicht wirklich an ein paar ſeidenen Fäden?
Der meuternde „Waffenſtillſtand”.
(w.) Madrid. Als in Paris, London und Waſhington der
Waffenſtillſtandstag feſtlich begangen wurde, konnte man ſich hier eines
Lächelns nicht erwehren. Am Abend desſelben Tages nämlich gelangte
die Nachricht hierher, daß unweit von Vigo der britiſche
Perſonen=
dampfer „Armiſtice” (Waffenſtillſtand) von der Hafenpolizei beſetzt
wer=
den mußte, da ſeine Paſſagiere, zumeiſt Schweden, Dänen und
Hollän=
der, wegen zu ſchlechter Beköſtigung Kapitän, Mannſchaft und
Bedie=
nugsperſonal jämnmerlich verprügelt hatten. Man lächelte in Madrid,
aber iſt es nicht wirklich eine Geſchmacksloſigkeit von dieſen „Neutralen”?
Gerade am Waffenſtillſtandstage und noch dazu ausgerechnet auf dem
„Armiſtice‟!
Das prophetiſche Waſſer.
(m) Stockholm. Schwedm iſt das Land der heiligen Waſſer.
Zahlloſe Flüſſe, Bäche und Waſſerläufe haben wunderbare Kraft oder
wenigſtens die Gabe der Prophetie. Zwiſchen den Steinen ſo manchen
Ufers findet man Geldſtücke und kleine Opfergaben längſt verſunkener
Geſchlechter. Jeder, vor allem der Ortsanſäſſige weiß, welch
inter=
eſſante Funde dort zu machen ſind, aber der alte, ſeit urdenklichen Zeiten
vererbte Glaube hindert Fremde und Einheimiſche, ſich an dieſen,
ge=
heimnisvollen Mächten geweihten Gegenſtänden zu vergreifen.
Irgendwiche geheimnisvollen Mythen ſind es, die dieſem oder
jenem Waſſer ſeine geheimnisvolle Bedeutung verſchaffen. Mitten in
der alten Univerſitätsſtadt Upſala z. B. fließt ein Gewäſſer, das durch
den Tod des Heiligen Erik, der an ihm geköpft wurde, geheimnisvolle
Kraſt erlangt hat. Ebenſo iſt es in dem Landbezirk Alltorp, der einen
Bach beſitzt, deſſen Prophezeiungen noch nie getrogen haben. —
Jahre=
lang liegt ſein Bett trocken, um höckſtens an Regentagen trübe Fluten
zu ſammeln. Stets aber, wenn dieſer Bach an zu rieſeln fing und
winn er helles, klares, eigenes Quellwaſſer führte, bedeutete das —
Krieg! Noch nie hat dieſe Erſcheinung getrogen. In all den
Jahr=
hunderten, die die Ueberlieferung umfaßt, rauſchte der Bach nur in den
Jahren, da die Werbetrommel der Söldnerheere durch die Dörfer und
Flecken des ſtillen Land’s hallte. Und das letzte Mal — alle wiſſen es
noch — kam das unheimliche Waſſer im Sommer des Jahres 1914, blieb
durch Jahre und verſchwand erſt im Eiſe des Winters 1918/19. Faſt
ein Jahrzehnt hatte das Gras Zeit, langſam das faſt vergeſſene Bett
des ve ſchwundenen Baches zu überwuchern.
Bis jetzt — man ſtelle ſich die Aufregung vor! — plötzlich die Flut
wieder hereinbrach. Im Spätherbſt begannen die unbekannten Qu.den
zu ſpringen, von Woche zu Woche raſchte es mächtiger, und ſetzt ſteht
der Bach ſo hoch, daß er über ſeine Ufin tritt und auch die Umgebung
überſchwemmt. Das iſt noch niemals zuvor geſchehen! — Wer will es
den Leuten von Alltorp übel nehmen, daß ſie keiner Friedmsverſicherung
mehr glauben wollen und daß ſie tagtäglich den Ausbruch eines bisher
noch nicht dageweſenen Weltbrandes erwarten, einer Kataſtrophe, die
man ſich nicht auszumalen vermag?
Das Grübchen und der Marſchallſtab.
(a) New York. Heute ſagt man freie Bahn dem Tüchtigen”.
Früher ſprach man von dem Marſchallſtab im Torniſter, und man meinte
mit beiden das Gleiche, nämlich eine gewiſſe Vorausſetzung außer der
eigenen Tüchtigkeit und außer dem eigenen Glück. Der Amerikaner,
der vor nichts zurückſchreckt, hat es nun verſucht, dies geheimnisvolle
Etwas, das zum Erfolg gehört, herauszufinden. Warum gelingt es
z. B. Miß J. in kurzer Zeit, eine wirkliche Filmrolle zu erobern,
wäh=
ren Miß B. Statiſtin bleibt. An den Beinen kanns nicht liegen, ſie
ſind gleich ſchlank, beider Geſicht iſt eigentlich gleichermaßen niedlich —
und doch der Unterſchi.d! Woran liegts? Wir wiſſen es dank einer
vergleichenden Statiſtik mit beinahe wiſſenſchaftlichen Methoden; das
Grübchen im der Wange gibt den Ausſchlag! Die jungen Schönheiten,
die in letzter Zeit in den Filmhimmel Kaliforniens eingezogen, verdanken
ihr Glück zunächſt den lachenden Grübchen auf ihren Wangen. Das
Grübchen iſt die große Mode. Und junge grübchenbegabte Schönheiten
tragen, wenn ſie zum Film gehen, den Marſchallſtab, die Anwartſchaft
auf die höchſten Ehren, die die Lemwand verleiht, im ihrem Torniſter
— will ſagen in ihrem Handtäſchchen.
Sport in Afrika.
(er) Kafro. War früher die Rede vom Sport in Afrika, dann
dachte man an den Weißen mit ſeiner Elefantenbüchſo, an den
Euro=
päer, der nicht fürs Geſchäft, ſondern eben „aus Sport” im dunklen
Erdteil herumſtreifte. Seit wir Deutſchen ſchwarze Soldaten am Rhein
haben Fußball ſpielen ſehen, iſt uns vielleicht eine Ahnung davon
ge=
kommen, daß „Sport in Afrika” noch etwas anderes bedeuten kann.
Und richtig! Auch die dunkle Raſſe treibt Sport. Nicht nur in
Amerika, wo der weiße Box=Weltmeiſter immer noch vorſichtig den
Fäuſten des Negerboxers entzogen wird, nicht nur auf franzöſiſchen oder
deutſchen Kaſernenhöfen, ſondern auch in ihrem eigenen Erdteil gibt
ſich die ehemalige Sklavenraſſe dem Vergwügen der „Heren”, der
ſport=
lichen Betätigung hin.
Im April 1929 findet in Alexandria die große afrikaniſche Olympiade
ſtatt. Für ſie wird bereits jetzt mit allen Mitteln der Propaganda
ge=
worben. Alle Bewohner des dunklen Erdteils ſollen auf dieſen erſten
Panafrikaniſchen Sportfeſtſpielen vertreten ſein, die unter dem
Protekto=
rat des Königs von Aegypten, Fuads I., ſtehen. Engliſche und
ägyp=
tiſche Pfunde, italicaiſche Lire und Maria=Thereſien Taler aus
Abeſſinien ſtrömen ſchon ſeit gerqmer Zeit in die Feſtſpielkaſſe. Nur
der Franken fehlt. Die weißen Franzoſen, die im Kriege doch
eigentlich alle raſſemäßigen „Vorurteile” reſtlos fallen ließen, wollen
aus politiſchen Gründem ihren braunen und ſchwarzen Landsleuten eine
Teilnahme an der erſten afrikaniſchen Olympiade nicht erleichtern. Sie
möchten eine folche Teilnahme am liebſten ganz verbieten, wenn man
nicht fürchten müßte, dadurch die engliſche Regierung, die hinter der
ganzen Veranſtaltung ſtht, zu beleidigen. Frankreichs ägyptiſche
Senti=
mentalitäten, eines der vielen Erbteile Napoleons I., ſind wieder
ein=
mal erwacht. Die franzöſiſche Trikolore wird man auf den
Sportfeſt=
ſpielen von Alexandria im April 1929 vergeblich ſuchen.
Aber ihr Fehlen ſchadet nichts mehr. Frankreich hat der ſchwarzen
Raſſe das Jahrhunderte lang verſchloſſene Tor geöffnet. Jetzt geht es
bald allein.
Briefe, die er nicht beförderte.
(h) Buenos Aires. Vor kurzem erregte es hier großes
Auf=
ſehen, als ein Briefträger der Stadt eines morgens in ſeiner Wohnung
tot aufglfunden wurde. Nicht die Tatſache, daß er — er war an
Alters=
ſchwäche geſtorben — den Weg alles Sterbliſchen gegangen war, zog die
Aufmerkſamkeit auf ſich, ſondern der ſeltſame Fund, den man in ſeiner
Zweizimmer=Wohnung machte. In den Schränken, unter und in dem
Bett in Kiſten und Koffern, auf dem Hängeboden ſowie im Küchenſpind,
überall fand man eine große Menge uneröffneter, unbeſtellter Briefe.
45 Jahre lang hatta der Poſtbote ſich ſeinen Weg in die
Privat=
häuſer und Geſchäftslokale ſtets ein wenig abgekürzt, indem er eimfach
einige Briefe dorthin trug, wo er ſowieſo hingehen mußte, nämlich zu
ſich nach Hauſe. Man muß unwillhürlich an den Ausſpruch Napoleons
denken, daß Briefe, die nicht inmerhalb einer Woche beantwortet
wür=
den, ſich von ſelbſt beantworten. Und ſeltſam! Das Viertel von Buenos
Aires, in dem der brave Briefträger ſeines Amtes waltete bezw. die
Bewohner dieſes Viertels haben durch die „Unterſchlagungen” des an
Altersſchwäche ſelig Entſchlafenen keinen Schaden davon getragen. Ja,
man wunkelt ſogar, daß die Opfer der Unzuverläſſigkeit des Poſtboten
zu den zufriedenſten Bewohnern der argentiniſchen Hauptſtadt gehärn.
Königin Viktoria auf der Bühne.
(a) New York. Königin Viktoria von England, die jedem
bri=
tiſchen Herzen ſo teure, uvergeßliche „Qucen”, iſt die Hauptperſon eines
neuen engliſchen Dramas „Queen Viktoria”, das im Dezember auf einer
New Yorker Bühne ſeine Uraufführung erleben wird.
Der Verfaſſer dieſes Theaterſtückes iſt Louis N. Perker und die
Scharſpielerim Fah Compton ſoll die Titelrolle „kreieven‟. Die
Urauf=
führung des Werkes in England ſelbſt iſt verboten, da das Geſetz die
Darſtellung von Mitgliedern des regierenden Königshauſes aus der
Neuzeit nicht geſtottet. Die Handlung bginnt im Konſington Palace
am Tage der Thronbeſteigung Viktorias; das Drama hat fünf Aufzüge
und endet mit dem Jubiläumsjahre 1887
Die Schauſpielerm Fay Compton iſt daher vor eine ſehr ſchwere
Rolle geſtellt, denn ſie hat die Königin zu zeigen im Alter von 18 und
im Alter von 68 Jahren. Zum Studium ihrer Maske und Mimit hat
ſie ſich außer allen erdenklichen illuſtrierten Werken zur Geſchichte dieſer
tatfräftigen Herſcherin eine — engliſche Briefmarkenſammm
ſchaft, da auf den hunderterlei Marken des britiſchen Indenung
Porträt Viltorias in allen erdenklichen Lebensaltern, Auffaſſungan
Aufmachungen erſcheint.
Da das Drama auch noch mehrere andere hiſtoriſche
Verſmnl=
auf die Bretter bringt, die eine Welt bedeuten, kann man auf falt
ſcheinen geſpannt ſein.
Geſchäftliches.
Honigkuchen für den Weihnachtstiſch.
Jede Mutter wünſcht ihre Familienangehörigen durch einen v
haften Honigkuchen auf dem Weihnachtstiſch zu erfreuen. Ein in
b.Sch0
liches Rezept iſt folgendes: 3 Pfund Mehl, 2 Päckchen Backulu
Gramm Zucker, 4 Eier, gut 2 Eßlöffel Zimt, ½ Pfund Mandelnſ
löffel geſtoßene Nelken, ¼ Pfund, Zitronat, 1 Eßlöffel
Gramm Pottaſche und 2 Pfund Honig. In eine Schüſſel ſchutuk)
das mit Backpulver vermiſchte Mehl, macht in die Mitte en
Oez
tiefung, rührt den Zucker und die Eier ſchaumig und fügt den dit
hitzen dünnflüſſigen Honig und die in lauwarmem Waſſer gelönß!
aſche, die ungeſchälten Mandeln, welche man in 2 Teile ſchneid ”t.=
Nelken Zitronenſchale, Zimt und Ingwer bei. Dieſe Maſſe mi
zu einem feſten Teig verarbeitet werden und acht Tage ſtchen „iE
(Dieſes nennt man ausreifen.) Der Teig wird dann ½ Zentime!
auf ein gefettetes Blech gelegt und bei mäßiger Hitze gebacken. 1. Sfaft beſoſce.
Kuchen nun ſchön gebacken, kann man ihn aus dem Ofen zielle
ſchneidet ihn in viereckige Stücke. Als Honig darf nur die beſte 1 Zute mitag enhſchlde.
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gmiſitadt, Heinheimerſtr. 41.
Meine Verlobung mit Fränlein
Sophia Beringer, Tochter des
Herrn Pfarrer Hermann Beringer
und ſeiner verſtorbenen Ehefrau
Clotilde, geb. Eißer, beehre ich
mich anzuzeigen
Otto Flöring.
Niedernhauſen i. O. b. Groß=Bieberau.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe
liebe=
voller Teilnahme beim Heimgange
unſeres über alles geliebten Vaters
ſagen wir auf dieſem Wege unſeren
tiefgefühlten Dank, insbeſondere
Herrn Pfarrer Berger für ſeine
troſt=
reichen Worte.
Dezember 1927.
Statt beſonderer Anzeige.
deute mittag entſchlief ſanft nach längerem
ſczuren Leiden unſer innigſigeliebter Gatte
umbater, unſer guter Bruder und Schwager
Hektor Gros
Pihirektor i. R. u. Major der Landw. a. D.
imt iſer von 58 Jahren.
A Namen der trauernden Hinterbliebenen:
ſlara Gros, geb. Hallermann
ſans Walter Gros, Reichsbankpraktikant.
Bus heim a. d B., Frankfurt a. M.,
in 6. Dezember 1927.
(19182
Olte (nſegnung des Eniſchlafenen findet ſiatt: in
Bens=
he imDonnerstag, den 8. Dezember, 4½ Uhr nachmittags
im Tuu erhauſe Ernſt=Lndwigſtraße 32, die Beerdi ung
Frſtiy, den 9. Dezember, 4 Uhr nachmittags von der
Keiwnte des Friedhofs an der Nieder=Ramſtadterſtraße
in Darmſtadt.
NGPS
32697)
Eliſe Diehl und Kinder
Kaupſtraße 5.
Für die vielen Beweise
auf-
richtiger Teilnahme beim Tode
meines Mannes sage ich meinen
herzlichen Dank.
Lisbet Pfarr
geb. Werck.
Olbrichweg 16.
(*19208
Todes=Anzeige.
fute morgen 6 Uhr verſchied mein lieber Mann,
umi Sohn, Bruder, Schwager und Onkel
Herr
Lbilipp Huthmann
imi ſter von 56 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen
Chriſiine Huthmann.
Enitandt, den 7. Dezember 1927.
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ſrre: 340
Donnerstag den 8 Dezember 1027
Seite 15
Sport, Spiel und Turnen.
Verſchiedenes.
ur Sport des Sonntags.
Das Feſt der Weſtdeutſchen Sportpreſſe, das am
„ſ—tbetrieb nimmt in Deutſchland immer mehr an Umfang
„ylenen Jahreu war es um dieſe Zeit ziemlich ſtill. Es wurde
an u ch. Rugby geſpielt, und wenn die Witterung es erlaubte,
ROeember auch ſchon etwas Winterſport. In den letzten
„wil wber nicht nur das Handballſpiel eine ungeahnte Ausdehnung
bigenolobt, durch die Errichtung zahlreicher Winterhallen kamen auch
me Mich Eemderer Sportarten, wie Radſport, Boxen, Eishocken,
Tur=
vn. 89 Mch letik, während der Wintermonate ſtärker zur Geltung. Im
Frograg ies zweiten Dezemberſonntags finden wir neben der Fülle
vn Mlltſchafts= und Privatſpielen in den verſchiedenen
Raſenſport=
rien nutzea ſtark intereſſenenten Borkampf Diener—Breitenſträter in
ſitziatz torennen in Dortmund und Breslau, das große
Hallenſport=
ſa dasLeſtdeutſchen Sportpreſſe, einen Waſſerball=Länderkampf
ſeutſchtd=Holland, und einige weitere bedeutſame Hallenveranſtal=
Fußball.
Die Meiſterſchaftsſpiele in Süddeutſchland
Ellmählich ihrem Abſchluſſe. Bereits in wenigen Wochen
evtelrbſpiele um die Verbandsmeiſterſchaft beginnen und bis zu
„zormkt müſſen nicht nur die Meiſter, ſondern auch die Zweiten
dutzg der Bezirke ermittelt ſein. „Bei dem gegenwärtigen Stand
Ziuwſteht auch zu erwarten, daß die Kandidaten für die
Schluß=
ſele ſit genug feſtſtehen werden. In der Gruppe Saar ſtehen
berüs züſſer und Zweiter in FV. Saarbrücken und Boruſſia
Neun=
ſohen 44 Dem Akſtieg verfallen ſind die beiden Trierer Vereine
B. Gl9 Eintracht Trier. Die beiden Abſteigenden treffen am
Sonn=
noggarnal zuſammen, um den endgültigen Tabellenletzten zu er=
Ziutems Wie die Gruppe Saar, ſo ſchließt auch die Gruppe
ſadeypmäts mit den nächſten Spielen die Saiſon ab. Der 18.
De=
mbr 4w mur noch einige Nachzügler bringen. Das wichtigſte Sviel
Fe Grig Baden kommt am Sonntag zwiſchen dem Karlsruher FB.
bd deinf8. Offenburg zuſtande. Der Karlsruher FV. will dieſes
biel ugen denn noch iſt die Möglichkeit vorhanden, daß der
leutgzitie Phönix Karlsruhe am 18. Dezember gegen die SpVg.
sariliert. — Die Gruppe Württemberg dürfte am
wrin M ſter finden. Die Stuttgarter Kickers ſpielen auf
eige=
ſeidt geo den Tabellenzweiten, Union Böckingen, und haben
„g gis Sieges den Meiſtertitel ſicher.
eſonders intereſſante Kämpfe bringt die Gruppe Rhein.
Die vier Tabellenerſten gegeneinander. Für alle vier iſt
Aſt von größter Wichtigkeit. Der SV. Waldhof ſpielt in
gichet gegen die FG. 03. Der V.f.L. Neckanau hat den V.fR.
zwizr Gaſt. U. E. dürfte Neckarau gegen V.f.N. gewinnen, der
Bwhf dagegen in Ludwig”hafen eine weitere Punkteinbuße er=
A tieſem Falle würde ſich dann Neckarau an die Spitze der
Afznt und der dritte Pkatz des V. .R. Mannheim ſtark gefährdet
ig ſuß Phönis Ludwigshafen hat noch Hoffnungen auf den
„heſenplatz, dieſe Tatſache dürfte die Mannſchaft am Sonntag
eaclel gegen den F.V. Speher anfeuern. Germanig
Friedrichs=
mi ch Vg. Sandhofen ſind Abſtiegskandidaten. Die Sandhöfer
m ) unter Umſtänden noch retten, dann müßten ſie aber am
au6 in Friedrichsfeld gewinnen, was nicht ganz leicht ſein
uerheim 08 wird verſuchen, ſich durch einen Sieg über den
elbſtieg verurteilten Phönix Mannheim mehr in Sicherheit
— Am Main iſt für den Sonntag keine weitere
Ent=
z erwarten. Eintracht Frankfurt wird auf eigenem Platze
Offenbach ſchlagen und dann nur noch zwei Punkte be=
Meiſter zu ſein. Der F.S. V. Frankfurt hat den zweiten Platz
mſill ſicher, zumal er am Sonntag den Tabellenletzten
Ger=
ußtgen wird. Rot=Weiß Frankfurt der Tabellendritte, ſteht in
Ee ſch 70 duncaf Dunäiſcſäicher Sit auch
Eickers nicht mehr vor dem Abſtieg zu retten ſein. In den
tien Niederrad gegen Viktoria Aſchaffenburg und F.C. 8
eu Sport 1860 Hanau geht der Kampf um einen guten
— In der Gruppe Heſſen reiſt der Tabellenführer
AWorms zur S.Gmde. 01 Höchſt. Wir rechnen mit einem
ſauß ormatia, die dann nur noch einen Punkt benöligte, um
De eirsen Sic etlteicht idh Aun Sen e S
Maslgen verteidigen. Der S.V. Wiesbaden muß Haſſia
Bin=
p, um Anſchluß an die Spitzengruppe zu behalten. Beim
Allzannia Worms — Malnz 05, wohl dem wichtigſten des Tages,
ſy entſcheiden, ob Mainz 05 Tabellenzweiter bleibt. Siegt
Am ſind die Chancen Alemannias auf einen der beiden Plätze
ich Meiſter endgültig dahin. — In der Gruppe Nord=
Swird am Sonntag die Sp.Vg. Fürth ihre Meiſterſchaft durch
Eüber den F.C. Bahreuth in V. ſicherſtellen. Bedeutungsvoll
Nsung des dritten Tabellenplatzes ſind die Spiele F.V. 04
B 1. F.C. Nürnberg und V.f.N. Fürth gegen F. S.V. Nürn=
Eſih in der Gruppe Südbayern kann am Sonntag die
üg fallen. Der Tabellenführer Bayern München braucht
1 der unentſchieden zu ſpielen, um den Titel ſicher zu haben.
Rugby.
leßien Entſcheidungen in den ſüddeutſchen Verbandsſpielen
Sonntag fallen. Im Mainkreis iſt der Sieger aus
Mhu Tv. 60 Frankfurt gegen BSC. 99 Offenhach Meiſter der
WhFel, ka die beiden Vercime punktgleich ſind. Im Kreis
wed der deutſche Meiſter, Heidelberger RR. 72, gegen den
u BC. wohl gewinnen können, und damit ſeine führende
Ghrumten. Gewinnt der HRK., ſo iſt die Meiſterſchaft end=
Aedon, da dann der TV. 46 Heidelberg ſelbſt im Falle eines
w den HRK. im letzten Verbandsſpiel dieſen nicht mehr er=
Hockey.
Wimtigſte hockehſportliche Ereignis geht diesmal am grünen
iek. Der Ausſchuß des Deutſchen Hockeybunds
Bän zu einer bedeutſamen Tagung zuſammen.
Boxſport.
eie ziger „Achilleion” kommt ein Schwergewichtskampf zum
u deſſen Ergebnis nicht nur die deutſche Boxſportgemeinde
RN. wartat: Meiſter Dienertrifft auf Exmeiſter
räter. Da Franz Diener in ſeinen letzten Kämpfen
tüichzt imponieren konnte. Breitenſträter jedoch unter der An=
Samſon=Körner eine deutlſiche Verbeſſerung erfahren haben
WAusgang des Kampfes ziemlich ungewiß. Das Rahmenpro=
W Leipzig weiſt folgende Begegnungen auf: Weltergewichtsmei=
Meghm=Hamburg—Harlos=Köln, Fliegengewichtsmeiſter Harry
Fühn=Berlin, Otto, Ziemdorf=Berlin—Allmeroth=Kaſſel.
Ain ateuve haben ein großes Ereignis auf der Tagesordnung:
Wd rkampf Noxwegen-Deutſchland in Oslo.
Schwimmen.
immſportliche Ereinis der Wochenwende ſind die beiden
GuII . Zänderkämpfe Deutſchland—Holland
Murg. Die holländiſche Nationalmannſchaft, die zur Zeit mit
Erfolg eine Gaſtſpielreiſe durch Deutſchland unternimmt,
Näumstag auf die deutſche B= und am Sonntag auf die deutſche
Dor. Die Waſſerballkämpfe werden von gutbeſetzten Schwimm=
Regeee
Radſport.
* urr der UGJ. angeſetzte internationale Konferenz wird ſich
aa und Sonntag in Zürich mit der Aufſtellung des
Straßen=
drs für 1938 befaſſen. — In der Dortmunder Weſt=
Mie kämpfen die fünf Daurrfahrer Dederichs, Möller, Sal=
Lſm und Miquell um das „Gollene Rod” der Weſtfalenhalle.
BRIau gibt i8 als Hauptnummmer ein gutbeſetztes Mannſchafts=
Samstag abend in der Dortwunder Weſtfalenhalle abgewickelt wird,
ver=
ſpricht wieder ein für verſchiedene Sportarten bedeutungsvolles Ereig= ben. Die Rangliſte iſt dismal nach anderen Geſichtspunkten aufgeſtellt
nis zu werden. — Die D. T. hält in Braunſchweig eine
Turnführer=
der Württembergiſche bezw, der Frankfurter Verband für Leichtathletik Spieler zuſammengefaßt wurden. Auf dieſe Weiſe ſind
Ungerechtig=
zu Tagungen zuſammen.
Handball.
Meiſterſchaften im Main=Rheinturngau — Deutſche Turnerſchaft.
Der vorletzte Spieltag in der Gqrunde brachte am Sonntag in
einigen Klaſſen die endgültige Entſcheidung, ſodaß der bevorſtehende
Tabellen bringen wird. Von 11 Spielen endeten vier mit ſehr knappen
Endergebniſſen, ein Zeichen, daß bitter gekämpft wurde. Von den
reſt=
lichen ſieben Spielen endeten vier mit verhältnismäßig hoher
Tor=
ziffer. In der
Meiſterklaſſe lieferten ſich Nauheim—Groß=Gerau mit 2:1
2:1) einen ungemein feſſelnden und ſpannenden Kampf. Bereits 18
Minuten nach Spielbeginn liegt Nauheim durch zwei 16.50 Meter in
Führung. Kurz darauf kemmt Gr.=Gerau zu ſeinem einzigen Tor. In den ſich von bekannteren Spielern Dr. Bill Fuchs=Karlsruhe,
Kuhlen=
der zweiten Halbzeit verſteht es Nauheim durch verſtärkte Verteidigung
das Ergebnis zu halten und kann als glücklicher Sieger den Platz
ver=
ihre Spielerfahrung unter Beweis.
A=Klaſſe; Beſſungen (Tgmde—Beusheim 2:1 (1:1). Beide
Mannſchaften ſehr flink und konnte Beſſungen den erſten Torerfolg
durch 1650 Meter für ſich kuchen. Bensheim techniſch beſſer zieht bald
darauf gleich. Beſſungen ſtellte die körperlich ſtärkere Mannſchaft.
Benz=
heims Torhüter hätte das zweite Tor verküten können. Bickenbach—
Seeheim 5:5 (2:1). Beide Mannſchaften ſpielten mit großem Eifer
doch mangelt es bei Seeheim am Zuſammenſpiel. Erfelden-Ober=
Namſtadt 4:3 (4:2). Des harte, ſcharfe Spiel hat Erfelden durch ſeinen
beſſeren Sturm, bei dem der Mittelſtürmer eine Klaſſe für ſich bildete,
verdient für ſich entſchieden.
B=Klaſſe: Iſenburg—Langen 3:0 (1:0). Ein Spiel, das nicht
beſonders gefallen konnte, und das Intereſſante, das es zu bringen
verſprech, völlig vermiſſen ließ. Darmſtadt (Tgf.)Arheilgen 9:0 (4:0).
Darmſtadts Sieg in dieſer Hihe verdient. Die Darmſtädter Mannſchaft
in jeder Beziehung Arheilgen ein Vorbild, wie ſich auch gegen andere
Gegner dieſe Mannſchaft durch ein ruhiges Spiel immer auszeichnete.
Goddelau-Gr.=Gerau 8:1 (4:1). Goddelau während des ganzen Spieles
überlegen, und bermochkten die verzweifelten Angriffe und Durchbrüche
Büttelborn—Walldorf 5:1 (2:1).
C=Klaſſe: Darmſtadt (Tamde.)—Sprendlingen 7:1 (5:0).
Darmſtadt geht mit Spielbeginn ſofort in Führung und zeichnet ſich
durch techniſch gutes Zuſammenſpiel beſonders aus. In der zweiten
Halbzeit läßt Darmſtadt etwas nach und kaun nicht verhindern, daß
Sppendlingen wenigſtens zu ſeinem Ehrentor kommt. Der
Darm=
ſtädter Torhüter beſonders gut. Noßdorf— Ober=Namſtadt (Tb.) 21:0
(14:0). Ober=Ramſtadt mit mur acht Mann erweiſt ſich gegen Roßdorf
als zu ſchwach und muß die ſehr hohe Niederlage deshalb hinnehmen.
Jugendklaſſe: Langen—Griesheim Tamde.) 2:1 (1:0),
Ziem=
lich ausgeglichenes Spiel bei gleichwertigen Leiſtungen. Langen
er=
zielt den erſten Erfolg in der 20. Minute. Griesheim verſchießt vier
16,50 Meter, die wenigſtens den Ausgleich bringen hätten müſſen.
Eberſtadt—Sprendlingen kampflos für Eberſtadt gewonnen, dem ſomit
die Meiſterſchaft in der zweiten Gruppe zufällt.
Fußball.
Kreisliga. — Südheſſen.
Die Klärung der Meiſterſchaftsfrage in unſerem Kreis iſt auch am
verfloſſenen Sonntag noch nicht eingetroſfen und hat ſich an der
Tauellen=
ſpitze ſoweit noch uichts geändert. Lediglich Biblis hat ſich wieder um
eine Stelle verbeſſert, ebenſo hat ſich Heppenheim, die „Uneutſchieden=
Eff”, vom Tabellenende freigemacht, und ſieht die Tabelle nun
folgender=
maßen aus:
.. Pieddersheim 12
. Heppenheim . .... 11 Hochheim..! .... 12
In Lorſch konnte ſich die Gäſte=Elf recht gut halten, und haben
ſo=
mit die Wormſer abermals bewieſen, daß man die Rechnung ohne ſie im
Voraus nicht machen kann. Faſt wäre Lorſch um dieſe beiden wertvollen
Punkte gekommen, es fehlte nur am Schuß des techniſch ſehr guten
Gäſteſturmes. Der Schlußpfiff ſah die Einheimiſchen mit 1:0 als die
wirklich nicht allzuſehr verdienten Sieger. Heißer wogte der Kampf in
Pfeddersheim, wo die zurzeit ſich in beſter Form befindliche Bibliſer Elf
die Niederlage im Vorſpiel ausglich. Pfeddersheim, das alles
daran=
ſetzte, wenigſtens noch ein Unentſchieden herauszuarbeiten, mußte es bei
der Mühe belaſſen. Der 2:1 Sieg der Gäſte war den Verhältuiſſen
ent=
ſprechend wirklich verdient. Leichterer Arbeit hatte der Spitzenreiter,
Lampertheim, in Hochheim. Zwar ſetzten ſich die Einheimiſchen zu
Be=
ginn ganz energiſch zur Wehr, mußten aber ſchließlich vor einem
vorzüg=
lichen Gärtner und Genoſſen die Segel ſtreichen. Mit 6:1 konnte der
Meiſterſchaftsanwärter zwei wertvolle Punkte einheimſen. In
Heppen=
heim teilte man ſich abermals in die Punkte. Es iſt wohl dieſes Jahr
ein Verhängnis der Einheimiſchen, über das Unentſchieden nicht
hinweg=
zukommen, doch iſt es immerhin eine Leiſtung, Bürſtadt auf dieſe Weiſe
einen Punkt abzutrotzen. Die Gäſte=Elf war wohl etwas zu ſiegesſicher,
dem gegenüber legten die Einheimiſchen ein vorzügliches Feldſpiel hin.
das die zahlreich erſchienenen Zuſchauer vollauf befriedigte. Bürſtadt
kamn immerhin froh ſein, einen Punkt aus dieſem 3:3 Unentſchieden
gerettet zu haben.
Turnen.
Die Darmſtädter Turnerſchaft beim Werbeabend des Ausſchuſſes für
Leibesübungen.
Es war ein vorteilhafter Gedanke, daß der Ausſchuß für
Leibes=
übungen ſeinen am kommenden Samstag, den 10. Dezember 1927, abends
8 Uhr, im Heſſiſchen Landestheater ſtattfindenden Werbegbend
gemein=
ſchaftlich mit der Darmſtädter Turnerſchaft zur Durchführung bringt.
Damit iſt Gelegenheit gegeben, Leibesübungen, die nicht von reinen
Sportvereinen gepflegt werden, durch die Mitwirkung der Darmſtädter
Turnerſchaft gleichfalls noch zur Darſtellung zu bringen. Daß dieſer
Teil der Vorführungen von ſeiten der Darmſtädter Turnerſchaft am
Werbegbend in einer Art und Weiſe erfolgen wird, die mit vorbildlich
bezeichnet werden kann, dafür bürgt einesteils der gute Ruf, den der
Darmſtädter Turner in der großen Deutſchen Turnerſchaft genießt, und
auderenteils die Tüchtigkeit der unter dem Namen Darmſtädter
Turner=
ſchaft zuſammengeſchloſſenen einzelnen Turnvereine. Ohne Zweifel iſt
ebenfalls, gleich allen anderen Mitwirkenden auch hier beabſichtigt.
Deut=
ſches Turnen im Sinne Vater Jahns anſchaulich zur Darſtellung zu
bringen. Die Turngemeinde Beſſungen 1865 zeigt im erſten Teil des
Brogramms Kindervolkstänze. Mit ie einer Muſterriege werden die
beſten Darmſtädter Turner Uebungen am Reck und Barren in höchſter
turneriſcher Vollendung zur Vorführug bringen. Von; der
Turn=
gemeinde 1884 wird ein Turnen der Frauen gezeigt, und nicht zuletzt
wird die Turngeſellſchaft 1875 plaſtiſche Gruppen darſtellen, mit denen
ſie ſchon beim letzten Kreisturnfeſt einen guten Eindruck gewinnen
konnte. Damit wird der Abend des Ausſchuſſes durch die Vollſtändigkeit
ſeiner Darbietungen ſicher ein ſchönes Bild von Deutſcher Jugend, Kraft
und Geſundheit abgeben und ſeinen Zweck auf alle noch Fernſtehenden
hoffentlich nicht verfehlen.
Tennis.
Deutſchlands Tennisrangliſie 1927.
37 Herren und 19 Damen klaſſiert.
Die Rangliſten=Kommiſſion des Deutſchen Tennis=Bundes hat jetzt
die deutſche Tennisrangliſte für 1927 zuſammengeſtellt und
herausgege=
worden als früher. Man hat die Spieler nicht immer der Reihe nach
tagung ab. — In Süddeutſchland treten in Stuttgart und Frankfurt plaziert, ſondern beſtimmte Gruppen gebildet, in denen gleichſtarke
keiten mehr als ſonſt vermieden worden. Vernünftigerweiſe iſt auch die
Differenzierung durch Mmus= bezw. Plus=Vorgaben unterbieben, deren
Zuverläſſigkeit nie ganz einwandfrei war. Die deutſche
Tennisrang=
liſte für Herren umfaßt 37 Namen, die in 11 Gruppen eingereiht wurden.
Die Aufſtellung iſt folgende: 1. bis 3.: Otto Froitzheim=Wiesbaden,
Dr. Heinz Landmann Berlin und Hans Moldenhauer=Berlin; 4. und 5.z
Demaſius Berlin und Prenn=Berlin; 6. und 7: Dr. Buß=Mannheim)
letzte Spieltag nur noch wenige weſentliche Verſchiebungen in den und F. W. Rahe=Noſtock: 8. bis 10.: Goſewich Frankfurt, Dr. Heinrich
Kleinſchroth=Berlin und Wetzel=Pforzheim; 11. bis 13.: Frenz=Hamburg,
Dr. Qupſch Berlin und Dr. Deſſart=Hamburg; 14. und 15.: Oskar
KreuzerBerlin und Loren==Berlin; 1K.: Rahn=Berlin: 17. bis 20.:
Bräuer=Breslau, Klopfer=Mannheim, von Müiller Ludwigsdorf und
Siedhoff=München; 21. und 22.: Lane=Hannover und W. Stapenhorſt=
Berlin; 23. und 24.: Hartz=Verlin und Oppenheimer=Maunheim.
In der letzten Gruppe, die die Plätze von 25 bis 37 umfaßt, befin:
kamp=Brrmen, Kuhlmann=Lederkuſen, H. Stapenhorſt Berlin, Statz:
Köln, Tomilin=Berlin, Uhl=Berlin. — Bemerkenswert iſt die
Nicht=
laſſen. Die Nauheimer ſtellten mit ihvem Sieg über Gr.=Gergu erneut plezierung von Hannemann=Köln. Der Tennis=Bund hat Hannpann
deshalb nicht berückſichtigt, weil der den Standpunkt vertritt, daß ein
Berufsſpieler in der Rangliſte für Amateure nichts zu ſuchen hat.
Hanne=
mams Uebertritt zum Profeſſionalismus erfolgte nämlich ſchon vor der
Zuſammenſtellung der Rangliſte. Was vum die Klaſſierung ſelbſt
an=
belangt, ſo iſt vor allem das Aufrücken Moldenhauers zu erwähnen.
Moldenhauer hat ſich in der letzten Saiſon ſo ſtark verbeſſert, daß ſeine
Gleichſtellung mit Froitzheim und Landmann gerechtfertigt erſchieu.
Ueberdies darf nicht vergeſſen werden, daß Moldenhauer immerhin den
nicht zu unterſchätzenden Titel eines deutſchen Meiſters führt.
Land=
maun wäre vielleicht allein an die Spitze geſtellt worden, hätte er nicht
krankheitshalber mehrere Turniere verſäumen müſſen. So aber konnte
man ihn nicht über Froitzheim und Moldenhaues ſtellen.
Die Rangliſte der Damen umfaßt 19 Namen in folgender
Reihen=
folge: 1. Frl. Cilly Außem=Köln, 2. Frau Ilſe Friedleben Frankfurt,
3. Freifrau Paula von Reenizek=Berlin, 4. Frau Nelly Neppach=Berlin,
5 bis 7. Frl. J. Kallmeyzer=Berlin, Frau Schomburgk=Leipzig und
Frau Stephanus Hannober; 8. und 9.: Frau Homp=Frankfurt und Frl.
Hoffmann=Hamburg; 10. b:8 12.: Fil. Kohnert=Berlin, Frau Uhl=Berlin
und Frl. Weihe=Freiburg; 13. bis 15.: Frau Fritſch=Dresden, Frau
Jakobiny=Krefeld und Frau Ledig Leipzig; 16.: Frl. Buſ=Bremen; 17.
von der Groß=Gerauer Mannſchaft kein anderes Ergebnis erzwingen. bis 19.: Frau Mieth=Berlin, Frau Richter=Berlin und Frau Vormann=
Düſſeldorf.
Seit Beſtehen einer deutſchen Rangliſte ſtand Frau Friedleben
un=
unterbrochen fünfmal an der Spitze. Wenn ſie diesmal mit dem zweiten
Platz vorlieb nehmen muß, ſo geſchieht das nicht, weil ſie ſchlechter
ge=
worden iſt, ſondern weil Frl. Außem ſie überflügelt hat. Die Kölnerin,
die ihre große Jugend und ihr Temperament in die Wagſchale zu
wer=
fen hat, iſt unſere größte Hoffnung für die Zukunft. Frau Richter,
frühere Frl. Toni Weihermann=Frankfurt, konnte mangels
Turnier=
beteiligung nicht klaſſiert werden, kürfte aber im nächſten Jahre wieder
ſtark in Erſcheinung treten.
Demaſis disqualifiziert. Auf Grund der gegen den
Berliner Tennisſpieler Demaſius vorgebrachten Beſchwerden hatte der
Deutſche Tennis=Bund Veranlaſſung, ſich mit dem Verhalten dieſes
Spielers gelegentlich des Davispokalſpieles Portugal—Deit hland in
Liſſabon zu beſchäftigen. Nach Abſchluß der Prifung in dieſer
Ange=
legenheit entſchloß ſich der Bund, den Spieler Demaſius mi
qualifikation bis zum 31. Mai 1928 zu brſtrafen,
Winterſport.
Wenn das Eis bricht . . .!
Gefahren des Eisſports.
Die bevorſtehende Eislaufzeit bringt neben ihren bieſen Freuden
auch Gefahzen mit ſich, wenn nämlich die Eſisdecken der offenen Gewäfſer
zu fruh betreten werden, 2. h. ehe die Eisdecke polizeilicherſeits
frei=
gegeben iſt. Schon manches Menſchenleben hat ſeinen Leichtſinn mit
dem Tode bezahlen müſſen. Die nachſtehenden Ausführungen verdienen
deshalb in ſtärtſtem Maße Aufmerkſamkeit.
Nähere dich nie ſtehend der Unglücksſtelle!
Das iſt der oberſte Leitſatz für Rettungen aus Eisgefahr. Wahre die
Rühe und ſchaue dich nach Hilfsmitteln um, als da ſind: lange Stangen,
Leitern, Bänke oder andere Gegenſtände. Lege dich lang auf das Eis,
ſchiebe das Brett ror die her bis an den Verunglückten heran. Hat
dieſer das Brett erfaßt, dann krieche zurück und ziehe damit den
Ein=
gebrochenen heraus.
Iſt das Eis ſehr dünn, ſo muiß ſich der Retter ſelbſt auf ein Brett
(Leiter) legen und das andere vor ſich herſchieben. Sehr vorteilhaft iſt
es, wenn man das Brett über die Einbruckſtelle hinwegſchieben kann.
Dann fällt das Herausklettern dem faſt ſtets. Erſtarrten nicht ſchwer.
Doch wenn keine Hilsgeräite zur Hand ſind, wenn man ſich auf
wei=
ter freier Fläche befindet? Dann lege dich auf das Eis und krieche mit
weit gegrätſchten Beinen an die Stelle und laſſe dich von einem anderen
Helfer an einem Bein halten, der es ebenſo macht. So kann man eine
lange Kette bilden.
Nicht immer ereignet ſich ein Unfall im Geſellſchaft, ſehr oft wird
weit und breit keine Hilfe zu ſehen ſein. In jeder Schule, in jedem
Jugendverein ſollten daher die einfachen Belvegungen gelehrt werden
die eine Selbſtrettung ermöglichen. Lege die Arme ſo lang wie möglich
auf die Eisfläche und verſuche dich rückwärts oder vorwärts auf das
Gis zu ſchieben. Faſſe nie kurz an den Schollenrand, benn dieſer wird
immer wieder abbröckeln, du wirſt dir die Hände zerreißen — und
unterſinken. Wenn du die ſchönen Sommertage nicht benutzt haſt, um
auch Herr des Waſſers zu werden, wird es dich leicht in ſeinen Banu
ziehen. Kannſt du ſchwimmen, ſo iſt die Sache noch nicht ſo ſchlimm.
Oeffne die Augen, wie du es beim Tauchen gelernt haſt. Dort, wo der
helle Lichtſchein herkommt, dort hat die Oberfläche ein Loch,
Für den Retter iſt es faſt eine Unmöglichkeit, ungeſeilt nach einem
Eingebrochenen zu tauchen. Der Retter muß mit dem Helfer durch ein
Seil verbunden ſein. Kommt der Netter nach 30 Sckunden nicht von
ſelbſt wieder zum Vorſchein, dann hat ſich ein Zwiſchenfall ereignet;
ſchnell und vorſichtig iſt das Seil anzuziehen.
Der Gerettete iſt ſofort in einen mäßig warmen Raum zu bringen,
von den naſſen Kleidern zu befreien und dann in warme Docken zu
hüllen. Er iſt wie ein Ertrunkener zu behandeln, die
Wiederbelebungs=
verſuche müſſen einſetzen, der Arzt iſt zu benachrichtigen.
Franz Kellner=Wien leitet am Sonntag in Magdeburg den
Waſſer=
ball=Länderkampf Deutſchland—Holland.
Gerald Patterſon nahm in Melbourne durch einen Fünfſatzſieg über
den jungen Crawford für ſeine letzte Niederlage Redanche.
Ein Hockey=Städtekampf zwiſchen Frankfurt und Paris iſt von
Frank=
furter Seite aus angeregt worden. Die Austragung iſt allerdings
ab=
hängig von der Zuſtimmung des franzöſiſchen Verbandes, der bisher
priznpiell Spiele gegen Nicktmitglieder des internation. Verbandes
ver=
weigerte.
Die holläudiſche Waſſerballmannſchaft wurde bei ihrem dritten
Gaſt=
ſpiel in Hannover von dem deutſchen Meiſter, Waſſerfreunde Hannover,
mit 10:1 Toren geſchlagen.
Mieche
Witterungsausſichten für Freitag, den 9. Dezember
(nach der Wetterlage vom 7. Dezember).
Teils wolkiges teils aufheiterndes und meiſt trockenes Wetter mit
ſtellenweiſem Nachtfroſt.
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Vom ſüddeutſchen Ledermarkt.
Die Berichtswoche ſtand faſt vollkommen unter dem Zeichen eines
großen Bedarfes der Schuhinduſtrie, die ganz beträchtliche
Abſchwächun=
gen mit Lieferzeiten bis an Pfingſten heran tätigte. Andererſeits iſt die
Zurückhaltung des Lederhandels auffallend. Bei der Schuhinduſtrie ſelbſt
beſchränkte ſich das flotte Geſchäft mehr auf die großen Betriebe,
wäh=
rend die kleineren Käufer angeſichts der hohen Preiſe, die für Leder
an=
gelegt werden müſſen, mehr oder weniger zurückgeſchreckt werden.
Er=
ſchwert wird das Geſchäft vor allem durch die langſam einer Kataſtrophe
eutgegentreibenden Geldſchwierigkeiten. Die großen Schuhfabriken waven
auf dem Unterledermarkt für leichte deutſch= und Wildvaſh=Krupons in
deutſch= und Wildvaſh=Abfällen, Hälſen und Bäuchen beſonders ſtark am
Markte, jedoch ließ das Geſchäft in deutſchem und Wildſohlleder bis zur
Stärke von zirka 1 Millimeter nichts zu wünſchen übrig. Kräftigere
Sortimente lagen dagegen vernachläſſigt. Auf dem Oberledermarkt
wur=
den in farbigem Boxcalf, Chevereaux. Rind=, Roß= und Wildbox,
be=
trächtliche Umſätze getätigt. Die Preiſe liegen hierbei durchweg über den
Ende der Woche erzielten Notierungen. Schwarze Zurichtungen dieſer
Gattungen hatten ebenfalls lebhaftes Geſchäft. Man notierte zuſetzt
(Großhandelsdurchſchnittspreis 1 RM. pro Kilogramm): Zahmſohlleder
Kernſtücke, Eichenlohg. 8,50—9,40; Miſchgerbung 640—7,90; Hälften
6,20—7,30 bzw. 5—6,10; Seiten 3,20—3,70; bzw. 260—3,60; Hälſe 3,75
bis 8, bzw. 3 20—4,40; Wildſohlleder, Salzkernſtücke 7,40—7,80, bziv.
5,90—7,20; Salzhälften 5,90—6,60, bzw. 4,90—5,70; Salzſeiten 2,90 bis
3,50, bzw. 2,50—3,00; Salzhälſe 3,80—4,80, bzw. 3,10—3,60;
Wildſohl=
leder aus trochenen Häuten etwa 10 Prozent billiger als Salzware.
Zahmpaſh, Kernſtüche 8,30—9,40, bzw. 6,40—8,10; Hälften 6,50—7,60;
4,80—5,60; Seiten 3,80—4,60, bzw. 3,00—3,90; Hälfe 3,90—5,30, bzw.
3,30—4 30; Wildvaſh. Kernſtücke 6,20—7,60; Hälften 4,20—5,90; Hälſe
3,00—4,00; Seiten 2,60—3,75; Fahlleder, eichenlohg. Miſchgerbung 6,50
bis 7,00; Stiefelkipſe braun 1. 5,80—6,10, 2. 4,65—5 30; ſchwarz 1. 5.50
bis 5.90; 2. 4,65—5,30; Pantinenkipſe braun 1. 4,40—4,50; braun 2.
3,75—4,30; ſchwarz 1. 4,50—4,70; 2. 3,50—4,10. Für Oberleder ſtellten
ſich die Notierungen in Mark pro Quadratfuß, Boxcalf ſchwarz 1.,60
bis 2.30; farbig 1. 2.40—3,00; Rindbox ſchwarz 1,35—1.70; farbig 1. 1,65
bis 1,85; Cromrindlack 1. 2,40—2,60; Cromchevreaux=Lack 2,60—3,50;
Roß=Chevereaux 1. ſchwarz 1,10—1,30; 2. 0,80—1.10; farbig 1. 1,30—1,60;
Chevereaux ſchwarz 1. 2,25—3,00; 2. 1.30—1,50; farbig 1. 2,60—3,60;
Chovereaux=Imitation 1. ſchwarz 0,80—1,20; farbig 1,00—1,70.
Frankfurter Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 7. Dezember.
An der heutigen Börſe war die Stimmung merklich freundlicher. Die
Kurſe konnten ſich überwiegend etwas erholen, da die Spekulation wieder
Deckungen vornahm und auch einige Kaufaufträge von privater Seite
vorlagen. Eine Anregung ging vor allem von den Erklärungen des
Präſidenten Coolidge und des Schatzſekretärs Mellon aus, die eine
bal=
dige Verabſchiedung der Vorlage über die Freigabe des beſchlagnahmten
fremden Eigentums befürworteten. Dann verwies man auf den weiter
erhöhten Beſtand der deutſchen Sparkaſſen im Oktober und auf den
Be=
ginn der deutſch=polniſchen Wirtſchaftsverhandlungen. Mit einer
Ab=
lehnung der Mißtrauensanträge im Reichstag hatte man gerechnet. Eine
gewiſſe Unſicherheit blieb jedoch erhalten infolge der ungeklärten Lage
im Konflikt der Croßeiſeninduſtrie. Bei der erſten Kursfeſtſetzung
wur=
den überwiegend Kursbeſſerungen von 1—2 Prozent erzielt. Am
Mon=
tanmarkt war das Dechungsbedürfnis etwas größer Harpener
ge=
wamen 4 Proz., Rheiniſche Braunkohle 3 Proz. und Mansfelder 5
Pro=
zent. Stahlverein lagen 2 Prozent erholt. Am Bankenmarkte traten
Deutſche Bank mit plus 2 Prozent etwas hervor. J.G. Farben
eröff=
neten 1,5 Proz, höher. Elettrowerte zogen 1—2 Prozent an. Etwas
ſtärker erholt lagen Zellſtoff Waldhof mit plus 3,5 Pros. und
Scheide=
anſtalt mit plus 3 Proz. Schiffahrtswerte blieben nur knapp behauptet,
da man hier bereits mit einer günſtigen Erklävug des amerikaniſchen
Präſidenten gerechnet hatte. Autoaktien vernachläſſigt und bis 1,5
Pro=
zent ſchwächer. Nach der erſten Notierung erfuhr das Geſchäft eine
merkliche Belebung, und die Kurſe zogen erneut 1—2 Prozent an. Am
Rentenmarkt waven Ruſſen und Türken weiter verlangt. Ablöſungen
lagen etwas erholt. Im weiteren Verlaufe konnten die Kurſe weiter
etwas anziehen, da ſich ſchon bei geringer Nachfrage Materialknappheit
bemerkbar machte. Tägliches Geld 7,5 Prozent. Am Deviſenmarkt
er=
fuhr die Mark eine ſtarke Abſchwächung. Man nannte Mark gegen
Dollar 4,1875, gegen Pfunde 20,/446, London-Kabel 4,8825, London—
Paris 124,02, —Mailand 90,00, —Madrid 29,50.
Die Abendbörſe war etwas lebhafter gegenüber der Nachbörſe.
Be=
achtet waren J. G. Farbeninduſtrie, Mannesmann, Rheinſtahl und
wieder Freigabewerte. Allgemein regte der günſtige Abſchluß von
Krupp an. Auch will man wieder von einem Berliner Hauſſekonſortium
wiſſen, dem angeblich 7 Millionen Pfund Sterling zur Verfügung ſtehen
ſollen. Auch ſeien wiederum mehrere Dollaranleihen deutſcher
Unter=
nehmungen aktuell. Im Ruhrarbeitskonflikt beruhigt es, daß die
Ver=
handlungen durch den Schlichter bereits aufgenommen wurden. Der Kolland. . .
weitere Verlauf blieb zunächſt ſehr gut behauptet. Erſt zum Schluß war
man auf Glattſtellungen der Börſenſpekulation etwa einhalb Prozent Kopenhagen. 1112.13 112.351112.26 112.48 Jugoflavien .... 7.362/ 7.376 7.373/ 7.381
niedriger. Am Anleihemarkt waren kommunale Ablöſungsanleihe mit
53,62 geſucht. Im einzelnen nannte man: Danat 218,62, Deutſche 154,
Mettelbank 137,5, Gelſenkirchen 128. Harpener 181, Mannesmann 137,5, New York ... 11.1795 4 187514. 1845/4.1925 Nanada. . . ....
Mansfeld 112,5, Rheinſtahl 154, Stahlverein 98, Nord. Lloyd 149,75,
A. E. G. 154,12. Erdöl 118,75, Licht und Kraft 192, Farben 252,
Holz=
mann 156.5, Rütgerswerke 88,5, Schuckert 166,5, Siemens=Halske 263,25,
Zellſtoff=Waldhof 244,75.
Im Frankfurter Abenddeviſenverkehr war die Mark wieder leicht
befeſtigt, daneben auch Holland weiter ſehr feſt. London — Paris 124,02, u
Mailand 89,90, — New York 4,88½, — Madrid 29,54, — Zürich
25,28½, — Holland 12,06½. Pfunde — Mark 20,43½, Dollar gegen
Mark 4,1862.
Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 7. Dezember.
Das Effektengeſchäft wickelte ſich im allgemeinen wieder ſehr ruhig
ab. Aufträge der Kundſchaft fehlten nach wie vor, ſo daß die
berufs=
mäßige Spekulation nur an einigen Spezialgebieten Unternehmungsluſt
aufbrachte. Das Kursnivegu war infolgedeſſen wenig verändert. Die
Grundſtimmung jedoch eher freundlicher. Unter Berückſichtigung der
Enttäuſchung, die die neueſten Meldungen in der Freigab=frage
dar=
ſtellten, und der Unſicherheit über die Erledigung des Konfliktes in der
Eiſeninduſtrie zeigte die Börſe insgeſamt eine bemerkenswerte
Wider=
ſtandsfähigkeit. Aus der Provinz fanden heute kaum Abgaben ſtatt.
Andererſeits nahm die berufsmäßige Spekulation Dechungskäufe vor.
Das im Verlaufe der Dienstagsbörſe eingetretene Intereſſe fir miſſiſche
Nenten hielt an, doch lagen den Steigerungen an dieſem Markt nur ſehr
geringfügige Umſätze zugrunde. Einen Rückhalt gab die Geſamttendenz,
die leichtere Verfaſſung des Geldmarktes, wo eine Entſpannung des
Tagesgeldſatzes um eineinhalb Prozent auf 7—9 Prozent eintrat.
Mo=
natsgeld 8,25—9,50 Proz. Noch ſtärker trat die Erleichterung an dem
Privatdiskontenmarkt in Erſcheinung. Zu dem bisherigen Satz lag
kaum Angebot vor, wohl aber etwas Nachfrage von privater Seite. Am
Deviſenmarkt machte ſich etwas Nachfrage nach Dollars bemerkbar, die
teilweiſe mit Dechungskäufen zuſammenhängt. Der Kurs befeſtigte ſich
in Neaktion auf die kürzliche Abſchwächung auf 4,1857. Das engliſche
Pfund zog internationgl weiter an. London—New York 4,1823, gegen
Spanien gedrückt. London-Madrid 29,55. Günſtigere Kurſe erzielten
die holländiſche und ſchweizeriſche Währung. Im weiteren Verlaufe
ſetzte ſich die Befeſtigung in ruhigerem Tempo fort. Kurz vor
Börſen=
ſchluß finden jedoch Gewinnmitnahmen ſtatt, die gegenüber den höcyten
Tageskurſen kleine Abſchwächungen zur Folge hatten. Die
Grundſtim=
mung war trotzdem zuverſichtlich. Einige Spezialwerte ſchloſſen mit
er=
heblichen Tagesgewinnen. Berlin=Karlsruher Induſtrie plus 5;
ver=
ſchiedene Bankaktien, Schiffahrtswerte, die ſich wieder erholten, Siemens
und J.G Farbeninduſtrie. Die zuletzt genannten Gruppen ſollen für
die Einführung an der New Yorker Börſe zunächſt nicht in Frage
kom=
men. Am Kaſſamarkt konnte ſich das Geſchäft bei feſteren Kurſen
be=
leben. Privatdiskont 6,75 Prozent für beide Sichten. An der
Nach=
börſe ſtellten ſich keine nennenswerten Kurrsverſchiebungen ein. Die
Haltung war eher etwas befeſtigt. Montan= und Elektrowerte
ge=
wannen gegenüber den amtlichen Schlußburſen etwa ein halbes Proz=
Intereſſe war außerdem für Schiffahrtswerte vorhanden. Auch
Bank=
aktien erfreuten ſich einiger Nachfrage. Siemens 262, Schuckert 165,75,
AE.G. 153,75, Bergmann 184, Geſ. für El. 369, J.G. Farben 259,
Rheinſtahl 153,5, Ver. Stahlwerke, die vorübergehend den Kurs von 100
erreicht hatten, wieder 98. Ver. Glanzſtoff 540, Bemberg 405, Berlin=
Karlswuher Induſtrie 71,25 Hapag 142,5, Nordd. Lloyd 148, Hanſa
Dampf 210. Hamburg=Süd 213,75, Danatbank 218, Kommerzbank 166,5,
Neubeſitzanleihe 12,80, Altbeſitzanleihe I und II 52,90, III 5,87.
Naturwein=Verſieigerung der Heſſiſch,
Weinbaudomäne in Mainz
Im Rahmen der viertägigen Naturwein=Verſteigerungen 54
eins der Naturweinverſteigerer in Heſſen
band Deutſcher Naturweinverſteigerer) bringt die Heſſiſch=
liche Weinbaudomäne Mainz an zwei Tagen insan
160 Nummern der Jahrgänge 1920, 1221, 1922, 1924 und 1925 7
gebot. Am Dienstag — dem erſten Tage der Verſteigerung
84 Nummern verſchiedener Jahrgänge und Lagen verſteigert; em
mer fiel aus. Die Verſteigerung nahm einen ausge zeichnetenn
nur eine Nummer wurde wegen ungenügenden Gebots nicht
gen. Im einzelnen wurden folgende Preiſe erzielt: Weinao
denheim: 13 Halbſtück 1924er Bodenheimer Weſtrum Nies=t
Mk. Hoch Riesling 1010, 1020 Mk., Brach 1110 Mk., Heher
Kahlenbera 1020, 1050 1050, 1170 Mk., Ebersheimer Berg 1u
Ober=Weſtrum 1200 Mk., Hoch 1200 Mk. Ebersherg 1300
Viertelſtück Bodenheimer St. Alban Riesling 520 Mk., zuſamnm
Mk.; durchſchnittlich das Halbſtück 1100 Mk. — Weingut 29.
Acht Halbſtück 1924er Binger Rochusberg 1020, 1070 Mk.,
1000 Mk., Kempter Langenbeng 970, 1020 Mk., Schnack 1210
desheimer Scharlachbera Spätleſe 1560, 1720 Mk., zuſammen
durchſchnittlich das Halbſtück 1195 Mk. — Weingut Oppe.
18 Halbſtück 1924er Dienheimer Saar Niesling 1110 Mk., Mo.
ling 1050, 1080 Mk. Guldenmongen Riesling 1430 Mk., Opau
Krötenbrunnen Niesling 1400, 1630, 1770 Mk., Goldbera Niesin
1630, 1750 Mk., Reiſekahr RNiesling 1710, 1810 Mk., Steig
Kreuz 1770 Mk., Herrnberg 1900, 1860 Mk., Sackträger Späf=
1990 Mk. zuſammen 29 140 Mk.; durchſchnittlich das Halbſtück!
Aſchaffenb. Zellſtof
Augsb. Nürnb. Maſch.
Bamag=Meguin
Verlin el. W.
BerlinKarlsruheInd
Praunkohl.=Briketts
Bremer Vulkan
Bremer Wolle.
Teu;, h.=Atlan :, Tel.
Teulſche Maſchinen
Teutſch.=Nied. Tel.
Teutſche Erdöl.
Teutſche Petroleum
Tt. Kaliwerke.
Tonnersmarckhütte
Tynamit Nobel".
Clektr. Lieferung. ..
3. G. Farben. ...
R. Friſter.
Gaggenau Vorz....
Celſenk. Berg....
G. f. elektr Untern.
Salle Maſchinen.
Kon. Maſch.Egeſt.
Hanſa=Dampfichf.
Kelſing ſors. . .
Wien....
Prag. ...
Budapeſt
188.—
97.375
33.—
70.5
67.—
174
145.5
180—
105.—
6e. 7 12.*
163—
181.*
140.—
185.—
102.5
62.875: 117.5 118. 65. — 65.—
15 117.875 M
109.25 U 155.— 157.25 243.75 252 25 1 105.— 105.5 33.5 33.— 5 257— 269. 1 148.— In
148 58.— 60. 1. 208.— 210.—
Gemoor=Zement. .
99.25 HirſchKupfer.
39.— 15öſch Eiſen.
70.5 Hohenlohe Werke.
72.25 Fahla Vorzella
Lindes Eismaſch.
Lingel Schuh.
Linke u. Hofmann
2. Loewe u. Co. .
Riederlauſitzer Ko
Nordd. Gummi.
Orenſtein.
Nathgeber A
Rombacher Hütten
Noſißer Zucker.
Rütgerswerke
Sich Gußſtah
Siemens G
Ver. Lauſitzer Glas.
Volsſtedter Porzell.
Weſtf. C. Langendreer
WittenerGußſtahl.
Wanderer Werke..
6 12
233.—
105.—
133.—
17.25
95.—
142.—
63.—
229.—
108.—
152.5
7 12.
243.—
105.—
135,5
17.6 25
95.
124.
63.—
238.—
1075
152.5
Neadkenhemer Nane Rotenbem Stätleſe 100 Mk., desgl Art
Mk., Nierſteiner Kranzberg 1020 Mk., Rehbach 1500, 1610,
desgl. Spätleſe 1790 Mk. zuſammen 14 520 Mk.; durchſchnnt
Halbſtück 1450 Mk. — Weingut Oppenheim: Acht1
1922er Oppenheimer Herrnberg Spätleſe 1400, 1510 Mk., S=5.
leſe 1550, 1620, 1780 Mk., Goldbera Spätleſe 1690, 1870 Mk.,
Spätleſe 1920 Mk., ein Viertelſtück Oppenheimer Reiſekahrt
910 Mk., zuſammen 14 350 Mk.; durchſchnittlich das Halbſtückt
— Weingut Nackenheim=Nierſtein: Sieben Halbſiſt=
Nierſteiner Rehbach Spätleſe 1590 1610 Mk. Nackenheimer S2
leſe 1550 Mk., Engelsberg Spätleſe 1830 Mk., Rotenbeng Am Achmdt iu Gießen am
2070 Mk., zuſammen 12030 Mk.; durchſchnittlich das Halbſtichtt
—Weingut Oppenheim: Ackt Halbſtück 1925er O4/
Herrnberg 1780, 1870 Mk., Steig 2120, 2220 Mk./ Goldberg;
2410 Mk., Reiſekahr Spätleſe 2300 Mk., Krötenbwunnen Späng
2920 Mk., zuſammen 18 020 Mk.; durchſchnittlich das Halbſtüchte
—Weingut Nierſtein: Neun Halbſtick, 1925 Nierſteikt-rſſchw Brolultenbericht
berg 2130 Mk., Oelberg 2570 Mk., Floß 2220 Mk., Pettenthaßt 4)0niter ſchleppend
2560 Mk. Streng Spätleſe 2500, 2630 Mk., Auflangen Spöal
Mk., Rehbach Spätleſe 2790, 3170 Mk. zuſammen 24 630 M)
ſchnittlich das Halbſtück 2745 Mk.; ein Halbſtück 1925er Nierſtfy
langen ging beim Gebote von 2270 Mk. zurück. — Der geſaufMikade 19 Pl.Eſchon
153 des erſten Verſteigerungstages ſtellte ſich auf 137 19 Fäſſer.
15767 a1
Wirtſchaftliche Rundſchau.
128.— 112825
2.
85.875
169.—
132.75
147.5
132—
52.—
71.375
85.25
103.25
132.—
145.— 1
13).
49 75
44.
214.75
43.5
216.5
Deviſenmaxkt.
6. 12. 7. 12. 6. 12. Geld Briefl Geld Brief Geld Brie Ho.527 10.547 10.54 10.56 Italien ..." e2.67 22.71 ſ2. 38.25 59,07 59,03 59.15 Baris 16.445 13.485116 H2.386 12.3061 12.403 12.423 Schweiz. 80.855 80. 815/8 73.,18 73 32 73. 23/ 73.37 Spanien 68.79, 68.93/ 69.28 69 42 3.022/ 3.028 3.022/ 3.028 Lanzig. 81.60/ 81.76/ 81.69 81.85 H16901 169.351169.29 169,63 Japan. 1.918/ „9221 1.920 1.924 Hrt.23 111.457111.39 111.61 Rio de Janeiro. 10.4985 0.5005/0.4985 0.5005 Stodkholm. . .. /112.83 113.051113.04 113 26 Portugal ...... 20.63/ 20.67 20.78 20.82 London. . . . . . 120.402 20.442120.431/20.471 )Athen ... . . . . . . / 5.5941 5.603/ 5.5941 5.606 uenos Aires. / 1.788/ 1.7921 1.1911 1.795 Ronſtantinopel. 2.180/ 2.1841 2.179/ 2-183 4.176/ 4.18431 4.181/ 4.189 Cslo ..
Belgien....
4.326/ 4.334/ 4.436/4.344
158.47 158.59 138.55 58,67 Jruguah. ..."
Joſeph Vögele A.=G., Mannheim. Der am 17. d. M. einberufenen
Generalverſammlung wird vorgeſchlagen, aus dem erzielten Reingewinn
von 201 704 RM. eine Dividende in Höhe von 5 Prozent auszuſchüitten
und eine Summe von 15 344 RMM. auf neue Rechnung vorzutragen.
. 12
Geld Brie
Die deutſchen Sparkaſſen im Oktober. Die Spareinlagerr
bei den Sparkaſſen des Deutſchen Reihes im Oktober am *n
gegen 4,340 Milliarden RM.; gegenüber dem Oktober 1926 ſſtn.
gerung von faſt 1.6 Milliarden MM. feſtzuſtellen, die entſprecn
war im vorigen Jahre 2,831 Milliarden RM. Im Girc= ry
verkehr betrugen die Einzahlungen im Oktober 2617 und die
gen 2647 Mill. RM. Der Guthabenbeſtand ſtellt ſich auf 11.
Schuldenbeſtand im Giroverkehr auf 1689 Mill. RM.
Geſchäftsabſchluß 1926/27 der Friedrich Krupp A.G. 2a
Generalverſammlung der Friedrich Krupp A. G. genehmigtt
ſchluß 1926/27. Die Friedrich Krupp A.G. ſchließt ihr G4
1926/27 mit einem Betriebsüberſchuß von 42,7 Millionen gege
lionen Mark im Vorjahr. Hinzukommen noch verſchiedene
in Höhe von 6,6 Millionen Mk. Dagegen belaufen ſich die S
12,4 Millionen, die Ausgaben für Angeſtellten= und Arbeiterd
auf 9 Millionen Mk., die freiwilligen Wohlfahrtsausgaben auf
Mark, verſchiedene Ausgaben auf 9,9 Millionen; mithin bey=
Ausgaben 36,3 Mill. Mk. Es ergibt ſich alſo ein Gewinn
13 Mill. Mk. gegen einen Verluſt von 2,1 Mill. Mk. im Vorjf
dem Gewinn werden 3 Millionen, zur Sicherunr der Fürſors
Penſionäre bereitgeſtellt. Von der Ausſchüttung einer Divüdn
abgeſehen. 9 Millionen Mark werden für das im Ausührung
Neubauprogramm zurückgeſtellt. Der Reſt von einer
Milll=
wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Rückgang des amerikaniſchen Golbbeſtandes. Nach einer
der Federal Reſerve Bank in New York hat ſich der münzbr.!
an Gold der Vereinigten Staaten während des Novembers umr”
uen Dollar durch Export von 53 Millionen und Bereitſtellur,
Millionen für ausländiſche Konten, vermindert. Damit iſt dct
derung des Goldbeſtandes der Vereinigten Staaten während 0
Monate größer, als zu irgendeiner Zeit ſeit dem Frühjahr
Goldbeſtand iſt auch geringer als zu Beginn des laufenden 2t
geringer als 1924, als man zum erſten Male Maßnahmen tri=
Einſtrömen des Goldes zu ſtoppen. In Finanzkreiſen rechnest
einer bäldigen Wiederaufnahme der Goldverſchickung nach 2u4
Amſterdam auf großer Baſis.
ihnacht
Kon
Frankfurter Kursbericht vom 1.9e=
Staatspapiere
a)Deutſche
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld einſchl.
Ausloſ.=Sch. I. Teill 52.7
„ II.Teill
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld ohne Aus=
(oſungsſcheine ... 12.9
4½ Dt. Schutzgeb.=
7.3
Anl. .
%o Ung. Goldr.
(lt. Innsbr. Abk.) 24.55
42o ung Staatsr.
b. 10
49ung, Kronr. .
185
3% Ung. Eiſ. Tor ..! 15.75
bAusländiſche
5% Bos. E. B. 1914
58,2.Inv. 1914
4½% 1898—
o „ 1902
47 Bosnien
6% Bulg. Tabak. 02
4½%Oſt. Staatsr.
v 1913, Kdb. 1918
4½ Oſt. Schatz. 14
6 Oſt. Silberr.
4% „ Goldr.
47 Oſt. Goldrente
(t. Innsbr. Abk
4½ „einh. R. (k.
17
4.25
29.85
1.5
8% Port, (Spz. III 9.1
6%Rum.am. R.08
1½% „Gold, 18.
135.
1% „am.kon.
49
1½
4.8
191),
12.3
1 14%0 Ung St. 1914
(ſt. Innsbr. Abk.)
½ Ung Goldr.
23.5
Außereura=
päiſche
5 % Mex.am. in. abg. / 19.75
5%0 — äuß. 99
47. „ Goldo4ſtf. 2771,
3% „ konſ. inn. „
4½%on Irrigat.
35.25
5% Tamaulipas 1 „/ 18
Sachwvert=
Schuld=
verſchreibungen
Mit
Zinsberech=
nung
10%Berl. H.=Bk. G./105.25
2 Berl. St. Gold/ 82.25
880 Darmſt. St.G. 93
8 % D. Hyp.=Bank
Meining. Goldpf. 98
94
89
7 % Dresd. St.=G.
7%Frkf. St.=G., . ./ 88
81
82Frkf. Hyp.=Bk.
Goldpfbr.
98.5
7%0 Frrf. Hyp.=Bk.
Goldpfbr.
93.5
%0 Frrf. Hyp.=Bk.=
Goldpfbr.
89
820 Frkf. Pfbr.=Bk.
Goldpfbr.
99.5
%o. Frirf Goldpfbr. 92
Frkf. Pfbr.=Bk.
Goldpfbr.
90
6 Frkf. Pfbr. Bk.
Goldpfbr.
76‟,
o H.=St.=Gold=
94.25
Geſſ. Land.=Bk.
Goll
Geſſ. Land.=Bk
8%Klückn.=M
710% Komm. Elektr.
Mark (Hagen)
Goldobl.
.
8%0 Komm. Ldsbk.
Darmſt., Reihe 1I
890 K. Landesbank
Darmſt. Reihe II
8%Ldwgshf Stadt=
Goldanl..
72 M. KraftHöchſt
1 8%0 Mainz.=St.=G.
8% Mannh. St.=G.
6% Mannh. St.=G.
7%0 M.=Stahlw. 27
82 Naſſ. Ldb. Gold
8%0 Nbg. St. Gldal.
826 Pfälz. Hhp.Bk.=
Goldpfbr.
% Pfälz. Hyp.=Bk.
Goldpfbr.
6%0 Pfälz. Hyp.=Bk
Goldpfbr.
8% Pforzh. St.=G.
82 Pirmaſ. St.=G.
8%Pr.Centr.Bd.=
Cr.=Bk. Gldpfbr.
8% Pr. Centr.=St.=Goldpfbr
7%0 Pr. Centr.=St.
ſchafts=Goldpfbr
8%Rh.=Hyp.=Bk.
Goldpfbr.
20 „ „Lig. Pfb.
2o „ „Auteilſd
2Rh. Stahlw.
10SRh.=Weſtf.B
Cr.=Bk. Goldpf. 102.75
%a Süidd. B.Cr. B.
Goldpfdbr.
2, V. Stahlw.
Düſ=
ſeldorföyp.=Gld. mit Optior
V. Stahlw.
Düſ=
eldorföyp.=Gd.. ohne Option
Piag(B. Ind.=
Unt. Bin.)27
101.5
96
96
92.5
87.25
103
96.5
78.75
90
101
98
94
88.5
94 25
90
99
97
95
96.5
9a5
89.5
813.
60.25
1119
93
92
96.7
917,
90 25
8%VBoigt cHäffner
Goldobl.
82Württbg. Hhp.=
Bank Goldpfbrf
Ohne
Zins=
berechnung
5% Bdw. Kohl 23
62 Großkr. Mannh.
Kohl. 23
6%Heſ. Brk.=Rg. 23
5% Heſſ.Volksſtaat
Roggen . .... 23
5% Pr. Kaliw.
5% Pr. Roggenw.
5 % Südd. Feſt. B. G
Borkriegs=Hyp.=B.
Pfandbriefe
Bahr. Vereinsb.
Bahr. Handelsb.
Bahr. Hhp.u. Wechſ.
Berliner Hyp.=Bk.
Frkf. Hyp.=Bk.
Frkf. Pfandbr.=Bk.
Hamb. Hyp.=Bk.
Mecklb. Hhp.=u. Wb.
Meining. Hyp.B?.
Nordd. Gr.=Cr.=Bk.
Pfälz. Hyp.=Bk.
Preuß. Bod.=Cr.=B
Pr.Cent.=B.=Cr.B.
Preuß. Pfdbr.=Bk.
Rhein. Hyp.=B.
Rh.=Wſtf.B.=Cr.=B.
Südd. Bodenkr.
Württ Hyp. Bk.
Staatl. od. prov.
garantiert.
Heſſ. L.=Hyp.=B...
Landeskr. Caſſel
Naſſau Ldsb. .. .
Obligationen v.
Transportanſt.
4% Eliſ.=Bahn ſtfr.
420 Galiz. Carl=
Lud.=
94
95.5
12.6
131.
13.9
8.o5
13.8
12
9.475
3.15
425
2,6AteOſt. Südb., 141.
2,6% Neue
3%Oſt. 1.b.8. E.
3%Oſt. n „abg.
3% „ „ „9.Em.
„abg.
%.
3% „ „ 1885.
„ abg.
3%Oſt.
„abg.
/25 Raab Oebd. 83
91/ 17
48 Rud. Silber ..! 5 Klöcknerwerke (abg
4% Rud. (Salzka.)
LAnat., S. I 18.25 Mannesm.=Nöhr 1
20 Anat., S. III 17.25 Mansfelder.
2% Anat., S.II7 15 Oberbedarf
32 Salon. Monaſt.
5% Tehuantepee.
4½%
Bank=Aktien
Allg. D.=Kredit.
Bad. Bi.
Bk. f. Brauind. . 178.5 Ver. Laurahütte.
Barmer Banko. 132.5 Ver. Stahlwerke
Disc.=Geſ..
14:) Oſterr Creditanſt.
Bergwerks=Akt.
Buderns.
Eſchw. Bergw. ...
Gelſenkirch. Bgw..
Harp. Bergb.
„ Genußſchein ...
Kali. Aſchersleben
Kali. Salzdetfurth
97/ 15.5 Kali. Weſterregln.
Lothr =GHütte).
.„
Otavi=Min.=Ant.
Phönix=Bergb.
Rhein,Braunk.
Rhein. Stahlw.
Riebeck Montan.
SalzwerkHeilbronn
170 Telus Bgb.
I1
Bay. Hyp.=Wchſ. 1154
Berl. Handelsgeſ.
Comm.u. Privatb. 165.25
Darmſt. u. Nat.=Bk. 216
Deutſche Bank ... 152
D. Eff.u. Wchſ.=Bk. 123
D. Hyp.=Bk. Mein.. /130
D. Vereins=Bk. 100.5
Disk.=Geſellſch. 147
Dresdener Bk.
1150
Frankf. Bk.
115
Frankf. Hypth.=Bk. /137
Frkf. Pfdbr. Bk.
143.5
Gotha. Grundkr. Bk.
Lur.Intern.Bank / 7.25
Metallbank.
136.9
Mitteld Creditb 203
Pfälz. Hyp.=Bk. 165
Pr. Bd.=Creditbank 229
„ Hyp.=Akt.=Bank 1144
Reichsbank=Ant. 177
Rhein Ereditbk. 121,5
162
d B.
4½Oſt. Staatsb. 83 5.25 Wiener Bankverein
3%Oſt. , Erg. Netz 21.25 Jlſe Bergb. St...
Induſtrie=Akt.
Brauereien
Eichbaum(Mannh.)
Henninger .
Hereules. Heſiſche
Löwenbr.=Münche
Mainz. Aktienbr.
Schöfferhof(Bind.)
Schwarz=Storchen
Tucher. Nürnberg
Werger ....
1
130
39
17.
89.5
196
136.75
200
120
151
225
160.75
113.75
137.75
111.75
88.25
153.75
179.5
117
271
188
152
325
162
Aktum Berlin. 153
Adler &Oppenh
Aolerw. (v. Kleger)! 81
6%E. A. G. Pzg. A.
85
520A.E. G.Pzg. B 75.5
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Bad. Uhren, Firrtzu
Zamac
Baſt Nürnt
Beck & Henkel.
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Schantung E.B
Sidd. Eiſenb.=O‟
Hapae
Nordd Lohd
Frrtt. Allg. Ve
1a6 Frankonia Rückta
Darmſtädter B0
Bahnbedar
Fe
Haſel
[ ← ][ ][ → ] uaer 340
mselhardt u. Co., „Chafalla” Schuhfabrik A. G. Kaſſel. Die
nveiſt 1926/27 einen Betriebsgewinn von 1,053 (0,908 Mill.
Unwovon für Unkoſten 672 489 (680 238) RM. erforderlich waren.
g einer beſonderen Baureſerve von 240 000 RM. und nach
en von faſt unverändert 99 550 RM. ſollen noch 100 000
beſonderen Reſervefonds überwieſen werden, ſo daß als
noch 171 072 RM. vorzutragen ſind. Eine Dividende wird
nicht verteilt. Es ſei dadurch allerdings möglich, die bis
B fertigzuſtellenden Neubauten aus eigenen Mitteln zu
Die augenblickliche Leiſtungsfähigkeit des Werbes ſei auf
4.pppelte geſtiegen. Gine volle Ausnützung der neuen Be=
— ſteht zu erwarten, da die Geſellſchaft während des ganzen
chäftsjahres ſehr gut beſchäftigt geweſen iſt und in den
2 naten des neuen Jahres eine erfreuliche Steigerung des
enenüber der gleichen Vorjahreszeit erzielen konnte.
Bickel 350, Antimon Regulus 94—99, Silber in Barren
(933 862) 1412 Mill. RM., Wertpapiere und Beteiligung
23 262 RM. andererſeits bei 1,2 Mill. RM. Rücklagen
O00) und Kreditoren 184 945 (79893) RM.
Metallnotierungen.
gieeſtliuer Metallnotierungen vom 7. Dezember ſtellten ſich wie
girplytkupfer 135, Orig. Hüttenaluminium 210, dto. m Walzen
qzuertächen Preisfeſtſetzungen im Metallterminhandel vom 7.
De=
iten ſich für Kupfer: Januar 123,75 (124), Februar 194
lä-3 124,25 (124,25), April 124,25 (124,50), Mai 124,25 (124,50),
„ 4124,50), Juli 124,25 (124,50), Auguſt 124,25 (124,50), Sep=
M (124,75), Oktober 124,50 (124,75), November 124,25 (124,50),
Muar,75 (124,25). Tendenz: ruhig. Für Blei: Januar 44,50
Fi cut 44,50 (44,75), März 44,75 (45), April 44,75 (45), Mai 44,75
M A,75 (45), Juli 44,75 (45,25), Auguſt 44,75 (45,25), Sep=
(45,50), Oktober 45 (45,25), November 45 (45,25), De=
(44,75). Tendenz: ſchwächer. Für Zink: Jamuar 52,25
ar 52 (52,75), Mä
Jarni 51,75 (52,25), Juli 52,25 (52,25), Auguſt 51,25 (51,75),
M,50 (52), Oktober 51,25 (51,75), November 51,50 (51,75),
(53,50). Tendenz: unregelmäßig. — Die erſten Zahlen
ſe:d, die in Klammern beigefügten Brief.
btallnotierungen an der Londoner Börſe vom 7. Dezember
ftr Kupfer (Tendenz feſt): Standard p. Kaſſe 6014/
F03ſye—½, Settl. Preis 60¾, Elektrolyt 66½—67, beſt
5½, Elektrowirebars 67; Zinn (Tendenz unregelmäßig):
Kaſſe 21—½, 3 Monate 265½—½, Settl. Preis 271,
Not.) 277¾4, Straits (inoff. Not.) 276; Ble i (Tendenz
and. prompt 22½, entft. Sichten 227/s, Settl. Preis 2½;
nz willig): gewöhnl. promtt 262/½, entft Sichten 26½
Queckſilber (inoff. Not.) B, Wolframerz inoff.
Viehmärkte.
kt in Gießen am 7. Dezember. Auf den
& Großvieh und 277 Kälber aufgetrieben. Der Handel
Rindermarkt
Es wurden bezahlt für gute Kühe 500—550 MNk., weniger
Mk., ein= bis zweijährige Rinder 100—250 Mt. Kälber
=Pfund Lebendgewicht. Beſſere Tiere wurden über Notiz
w Produktenbericht vom 7. Dezember. Der Geſchäftsverkehr
rveiter ſchleppend. Weizen war in den Auslandsforderun=
gen überwiegend feſter gehalten, dies blieb hier aber ziemlich ohne
Ein=
fluß; das vom Inlande vorliegende Angebot reichte für die Dechung des
Bedarfs für die Mühlen völlig aus. Die fortwährenden Störungen der
Schiffahrt halten die Mühlen von Anſchaffungen in Kahnware ab. Am
Lieferungsmarkte, waren für Weizen nur geringfügige
Preisſchvankun=
gen zu beobachten. Roggen iſt in den Auslandsforderungen gleichfalls
zumeiſt erhöht, was am Lieferungsmarkte eine Befeſtigung zur Folge
hatte. Das inländiſche Angebot von Waggonware, und zwar beſonders
in unter Durchſchnitt liegenden Qnalitäten, iſt völlig ausreichend.
Ver=
ſchiedentlich verſuchen zwar die Eigner, höhere Preiſe durchzuholen,
dies iſt jedoch angeſichts der durch das feſte Mehlgeſchäft bedingten
Zui=
rückhaltung der Mühlen nur in den ſeltenſten Fällen möglich. Soweit
Umſätze zuſtande kommen, erfolgen ſie zumeiſt auf geſtrigem Niveau.
Das Mehlgeſchäft iſt bei unveränderten Fordewgen weiter
unbefriedi=
gend. Für Hafer und Gerſte hat ſich die Marktlage wenig verändert.
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
* Chieago, 7. Dezember. (Priv.=Tel.)
Weizen: Bei ruhigem Geſchäft zogen die Preiſe heute leicht an auf
Schneeſtürme in Kanada, die Feſtigkeit Winnipegs und geringeres
augen=
tiniſches Angebot. Später gingen die Gewinne zum Teil wieder
ver=
loren auf die nicht beſonders große Exportnachfrage.
Mais: Auf ungünſtige Wetterberichte, auflebende Exportnachfrage
und geringeres Inlandsangebot verlief der Markt befeſtigt.
Roggen: Geringere Ankünfte und Anlagekäufe für öſtliche Rechnung
ließen den Markt befeſtigt tendieren. Später trat auff Abgaben eine
leichte Abſchwächung ein.
Hafer: Auf ungünſtige Wetterberichte und geringe Ankünfte war die
Haltung befeſtigt und das Geſchäft gut.
* New York, 7. Dezember. (Priv.=Tel.)
Banmwolle: Anfangs war der Markt in Ervarwmg des morgigen
Regierungsberichts abgeſchwächt. Nach vorübergehender Befeſtigung
trat gegen Schluß auf Liquidationen eine neue Abſchwächung ein.
Zucker: Günſtige ausländiſche Kabel und die Feſtigkeit des
Loko=
marktes bewinkten einen feſten Marktbeginn, der durrch europäiſche Käufe
noch angeregt wurde. Später wurden Abgaben beobachtet.
Kaffge: Der Markt zeigte heute ein luſtloſes Gepräge auf die
ent=
täuſchenden Kabel aus Rio. Nach vowibergehender Befeſtigung war der
Schluß erneut rückläufig.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 7. Dez.:
Getreide: Weizen, Dez. 129½, März 13234, Mai 134½; Mais,
Dez. 91, März 95½, Mai 98½; Hafer, Dez. 527, März 55½, Mai
56½; Roggen, Dez. 109½, März 109%, Mai 110.
Schmalz: Dez. 11,625, Jan. 11,075, Mai 12,45.
Fleiſch: Dez. 10,45, Jan. 11,375, Mai 11,625; Speck loco 11;
leichte Schweine 7,60—8,55, ſchw. Schweine 8,40—8,90;
Schweine=
zufuhr Chioago 27 000, im Weſten 125 000.
Es notierten mach Meldungen aus NewYork am 7. Dez.:
Getreide: Weizen Nr. 2 rot 125¾, hart 147½; Mais neu ank.
Ernte 105 ;Mehl ſpring wheat clears 6,75—7; Fracht nach
Eng=
land 2—2,6, n. d. Kontinent 14—15.
Schmalz: Prima Weſtern loco 12,35; Talg extra 8½.
Kakav: Tendenz kaum ſtetig, Umſatz in lots 18,4, Loco 13½,
Dezember 13,38, Januar 16,12, Februar 13,03, März 13,03,
April 13,12, Mai 13,17, Juni 13,25, Juli 13,32, September 13,14.
Frankfurter Produktenbericht vom 7. Dezember. Weizen liegt
weſent=
lich ſchwächer. Bei reichlichem Angebot halten die Mühlen mit Käufen
zurück. Roggen zeigt eine etwas freundlichere Tendenz. Das
Mehl=
geſchäft iſt weiterhin ruhig Futtermittel liegen ohne beſonders lebhaftes
Geſchäft außerordentlich feſt. Die Preiſe für Weizen= und Roggenkleie
gehen in die Höhe. Die Preiſe wrden wie folgt feſtgefetzt: Weizen I
25,25—25,50, II 24—24,25, III 22,50—23, Noggen 25—25.25,
Sommei=
gerſte 2—28, Hafer inländ. 22,75—23,75, Mais 21,25, Weizenmehl 37,50
bis 38,00, Roggenmehl 35—35,75, Weizenklei 13,75—13,9), Roggenkleie
15,50—15,75.
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Die auf den 21. Dezember einberufenen Generalverſammlungen der
Eiſenbahn= und Eiſenbahnrentenbank werden auf den 28. Dezember
verlegt.
Die geſtern fortgeſetzten Verhandlungen zwiſchen den Vertretern des
Werkhandels und des freien Eiſenhandels konnten, wenn man auch in
den meiſten Fragen im großen und ganzen einig geweſen iſt, noch nicht
zum Abſchluß gebracht werden. Die Verhandlungen wurden auf
Diens=
tag nächſter Woche vertagt.
Der Entwicklung des Robkupfermarktes entſprechend hat die
Ver=
kaufsſielle des Kupferblechſyndikates in Kaſſel den Grundpreis für
Kupferblechfabrikate mit Wirkung vom 8. Dezember auf 188 Mk. pro
100 Kg. feſtgeſetzt. (Letzter Preis vom 6. Dezember 186 Mk.)
Die Süddeutſche Zinkblechhändlervereinigung in Frankfurt a. M.
hat den Preis ab 6. Dezember um zirka 1½ Prozent erhöht, nachdem
bereſits am 19. November eine Erhöhung um zirka 2 Prozent
vorge=
nommen worden war.
Der Magiſtrat von Frankfurt beſchloß, für die Frankfurter Meſſent
von 1928 einen ſtädtiſchen Zuſchuß bei der Stadtverordnetenverſammlung
zu beantragen, der aus Erſparnistſickſichten diesmal nur 240000 Maxk
betragen ſoll.
Die Verwaltung der J.G. Farbeninduſtrie wird auf die
Aeußerun=
gen der Mont Cenis vor Erledigung der Berufungsklage und
üben=
haupt zu der ganzen Angelegenheit keine Stellung nehmen.
Die Pariſer Geſchäftsſtelle des Leipziger Meſſeamts teilt mit, daß
die franzöſiſche Regierung beſchloſſen habe, ſich offiziell an der Leipziger
Frühjahrsmeſſe zu beteiligen. Vorſitzender des Organiſationskomitees
für die Abteilung „Frankreich” bei der Leipziger Meſſe ſei der Präſident
der Lyoner Meſſe, Fugere.
Wie aus Brüſſel gemeldet wird, treten die belgiſchen
Zementfabvi=
ken Mitte dieſer Woche wieder in Brüſſel zuſammen, um neben
Be=
ſprechungen über die Marktlage Beratungen über internationale
Ab=
machungen zu führen.
Auch die dritte Verſteigerungswoche der derzeitigen Londoner
Kolonialwollauktion ſetzte wieder mit äußerſt reger Kaufluſt ein. Am
ſtärkſten umſtritten waren Marino= und Kreuzzuchtſahveißwollen;
Hauptkonkurrenten Deutſchland, England und Frankreich. Die Tendenz
blieb unverändert feſt.
Ein New Yorker Funkſpruch eines Berliner Mittagsblattes meldet,
daß demnächſt in Amerika eine Anleihe der Vereinigten
Elektrizitäts=
werke Weſtfalens aufgelegt werde. Auch die Hamburg=ſüdamerikaniſche
Dampfſchifjahrtsgeſellſchaft verhandele in New York über eine Anleihe
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Donnerstag, den 8 Dezember 1927
Seite 19
iſt mehr danach angetan, die ſchwarzen Sorgen zu
ver=
z Geſpräche mit Freunden, als der Austauſch weiſer Ge=
97r. Graham war mit Gewalt in ſein Coupé
zurückge=
vuiden; ſeine zwei Freunde ſaßen bei ihm und ſuchten mit
neim der Worte die Schatten von ſeiner Stirn zu ſcheuchen.
ſih verdichtenden Dunkelheit draußen flogen rote
Ge=
zun den vorbei — die alte Provence in wilder Schönheit,
ſeräihrte Provence, wo die Wege von Marmorflieſen
urS die Wölfe noch durch die Wälder jagen.
s ſagen Sie zu der Landſchaft, Graham?” erkundigte ſich
yſaUlte ein Geſetz geben, daß jeder Zug zwei Speiſewagen
EuIß.
ſollten Cicero leſen,” ſagte Philipp Collin, „der hat eine
vortr te Abhandlung über die Kunſt geſchrieben, Schmerzen
zu ermire ."
gen Sie mir, Profeſſor: wie kann ſich ein ſolcher Menſch
ſerlguy” auf einen ganzen Wagen Beſchlag zu legen?”
Ner Graham, die Zeiten ändern ſich ebenſowenig wie wir.
So lgm Eukullus Geld hat, iſt er immer in der Lage, privat bei
Lukulc z— ſpeiſen!“
„9ſän Lukullus! Finden Sie, daß er wie einer ausſieht?
Fiudgeuis — ah, da iſt er! Jetzt werde ach aber —‟
Aſicraham erhob ſich. Durch den Korridor kam, mit dem
ſpitzichzuig n Hut auf dem Kopf, von Mantel und Bart umwallt,
nein Yuße9. Seine Lippen bewegten ſich ſo, als rezitierte er
Ge=
uöchteu 69 ſeine Augen ſchweiften in weite Fernen. Hinter ihm
am Lug/Seekretär in dem flohbr unen Salonrock. Das Gerücht
hon jahm Nahen war ihnen vorangeeilt, denn in jeder Coupétür
bränguennn ſich, um ſie zu ſehen. Wenn das Brautpaar bei
ſaſhicſiri Hochzeiten ein Spalier von gezogenen Schwertern
haſſie nao baſſierten die beiden Herren ein Spalier von AuAgen,
eren=lde den Schwertſchneiden an Schärfe nicht nachſtanden.
Doch ſiſltire gleichgültig gegen die Mienen, mit denen man ihn
„ſeehrtz,dr ſublim ahnungslos wanderte Herr Alkylon Argyro= Wagen erſtreckte. Als er von dort zurückkehrte, hatte er ſeinem
ſoulotſe olgt von dem Mann in der ausſterbenden Farbe. Chef ein paar Neuigkeiten mitzuteilen.
Un Ahs=aham trat aus dem Coupé.
„E” rief er. „Ein Wort mit Ihnen, if vou please!”
2miſſe ſuchte ſeinen Freund zurückzuziehen. Es war ver= Europa?”
zund
wblicky Nr. Graham war wie der, der die frohe Botſchaft
ver=
r.8
her=Reſeheit amwuhrt, und von ſeinem Herzen getrieben wird, ſie ſogleich
dergbrzu un Rem ruet! Empfänger zu übermitteln.
„S5l rief er. „Wenn Sie glauben, daß man —‟
zer
HfAxgyropoulos hörte nichts. Dr. Graham erhob die
MimrFeiach mehr.
51 Saſſen Sie mich Ihnen in dieſem Fall ſagen, daß ein
Geich ſchien der Millionär zu hören. Er wandte Mr. Gra=
Ftin
ruſlich ein ſtrahlendes Antlitz zu und ſagte mit erzen klin=
Lesenslt. A endenr lirmme:
„ZGHat der ganze Erdball Hellas' Weisheit erworben.
Reccne1/ Gon, in Sprachen bewandert, erzog ſich treffliche Redner.
Ultima Thule ſelbſt läßt einen Rhetor ſich kommen.”
Dann war er vorbei. Mr. Graham wurde dann von ſeinen
Freunden in das Coupé gezogen. Sie waren zu ſehr in Anſpruch
nommen, um einen rothaarigen Herrn mit blauen Augengläfern
zu bemerken, der ſie aus einem etwas entfernteren Coupé
beob=
achtete. So allmählich verließ er ſein eigenes Coupé und nahm
an der offenen Tür des ihren Platz, mit dem Rücken gegen ſie.
Er zog einen Taſchenſpiegel heraus, und während er anſcheinend
ſeine Krawatte ordnete, muſterte er ſie lange und genau im
Spie=
gel. Hierauf begann er in einer Zeitung zu leſen, aber es hatte
den Anſchein, als ob er den Geſprächen der drei Freunde mehr
Intereſſe widmete als den Anſichten der Zeitung über die
Zu=
kunft des franzöſiſchen Franken. Und wenn er hörte, was ſie
ſagten, konnte es ihm möglicherweiſe auch Anlaß zum Nachdenten
geben.
Denn Philipp Collin ſogte:
„Feiner Zug zum Plündern, oder was meinen Sie,
Laver=
tiſſe?"
Und Lavertiſſe erwiderte:
„Sie wiſſen, ich mache nur ehrliche Geſchäfte, Profeſſor!”
Was Mr. Graham betraf, ſo ſagte er:
„Jetzt gehen die Leute zur erſten Serie!”
Der rothaarige Engländer ſah ſich um. Mr. Graham hatte
recht. Der Gong war ertönt, die Paſſagiere ſtrömten in den
Speiſewagen. Mr. Grahams Chef hatte auch recht: das war ein
feiner Zug zum Plündern! Die Damen, die nicht von Diamanten
blitzten, trugen Schmuckkäſtchen mit Monogrammen in
Diaman=
ten. Ihre Begleiter hatten jene Ruhe im Blick, die von vielen
Bankkontos kommt. Jetzt trat Lavertiſſe in den Korridor und
begann auf und ab zu gehen; der Engländer verſchwand hinter
ſeiner Zeitung, bis Lavertiſſe ſeine Promenade in den nächſten
„Sagen Sir mir, Profeſſor, hatten Sie nicht denſelben
Ein=
druck wie ich, daß das ein Luxuszug iſt, wenn ingendeiner in
„Gewiß.”
„Aber wiſſen Sie, wer im letzten Wogen fährt?”
„Nein.”
„So wahr ich lebe, eine Geſellſchaft von Cook! Eine echte,
unverfälſchte Codk=Geſellſchaft! Sie haben großkarierte Kleider
und Sonnenbrillen und gaffen die anderen Paſſagiere an, als
wollten ſie ſie verſchlingen! Und das nennt ſich ein Luxuszug!”
Mr. Graham wurmelte zwiſchen den Zähnen:
„Ein. Luxuszug! Ich danke! Ein ſchöner Luxuszug, wo
man vor Hunger umkommt!“
„Im nächſten Wagen”, fuhr Lavertiſſe fort, „habe ich einen
Paſſagier geſehen, den ich kenne. Den Koch aus dem Reſtau=
rant Ceſarini. Sie wiſſen doch, das große Hotel am
Triumph=
bogen, das eine Filiale in Nizza hat. Und wiſſen Sie, was
er ſagte?”
„Nein. Iſt er in der Lage, mit dieſem Zug zu fahren?“
„Der hat größere Einkünfte als ein Miniſter! Aber wiſſen
Sie, was er geſagt hat?‟
„Nein."
„Daß der griechiſche Millionär in Cannes bei ihm gewohnt
hat und daß er bei Ceſarini in Paris wohnen wird. Vielleicht
iſt er, wie Sie ſagten, ein Lukullus.”
„Höchſtwahrſcheinlich,” ſagte Philipp Collin, während ein
dumpfer Seufzer von Mr. Graham verriet, welche ſeiner
Freud=
ſchen Komplexe von den Worten Koch und Lukullus in Funktion
geſetzt worden waren.
Die erſte Serie war vorbei. Satte, rauchende Nabobs kamen
aus dem Speiſewagen zurück. Der Gong ertönte, und die zweite
Serie begann. Ungefähr mitten darin blieb der Zug einige
Minuten in Marſeille ſtehen, worauf er von neuem in ſein
ſauſendes Hundert=Kilometer=Tempo verfiel. Auch die zweite
Serie ging zu Ende, neue Scharen von geſättigten Reichen
ſtröm=
ten aus dem Speiſewagen zurück. Jeden Augenblick konnte der
Gong zur dritten Serie rufen. Mr. Graham erhob ſich von
ſeinem Sofa, mit Pupillen, die vor Entſchloſſenheit brannten.
Beinahe gleichzeitig begannen, die Bremſen zu arbeiten, die
Räder knirſchten, das Holz der Coupéwände ächzte, und Mr.
Graham wurde auf ſein Sofa zurückgeſchleudert.
Draußen ſchimmerte eine kleine Station im Nachtdunkel.
Unverſtändliche Rufe widerhallten, Signallaternen wurden
ge=
ſchwenkt, man hörte die Lokomotive fortdampfen und
wieder=
kommen. Was war los? Niemand wußte es, aber jeder glaubte
es zu wiſſen. Plötzlich ging ein Gerücht wie ein Lauffeuer durch
die Korridore. Lavertiſſe mit ſeinem feinen Gehör vernahm
es zuerſt und warf einen raſchen Blick auf ſeinen angelſächſiſchen
Freund. Dann hörte auch Philipp Collin es und ſah zögernd
den Dritten in der Geſellſchaft an. Nur Mr. Graham hörte
nichts.
„Fällt mir nicht ein, auf den Gong zu warten. Komen
Sie mit?‟”
Der Zug ſetzte ſich mit einem Ruck in Gang. Und
gleich=
zeitig nahm das Gerücht offizielle Form an. Ein Kondukteur
kam durch die Korridore geſchritten. Er blieb an jeder Tür
ſuhen, und an jeder Tür entledigte er ſich einer und derſelben
Botſchaft:
„Meine Damen, meine Herren! Ein bedauerlicher
Unglücks=
fall — Exploſion und Feuersbrunſt in der Küche. Meine Damen,
meine Herren, der Speiſewagen iſt abgekoppelt. Ich bedauere
es, meine Herrſchaften, aber vor morgen früh iſt keine
Gelegen=
heit, zu ſpeiſen.”
Erſt eineinhalb Stunden ſpäter gelang es, Mr. Graham zu
Bett zu bringen. Seine letzte Geſte war eine geballte Fauſt
gegen den Wagen, in dem eine gewiſſe Perſon vermutlich bereits
den Schlaf des ungerechten Mammons ſchlief. Und ſeine letzten
Worte waren:
„Wer zuletzt lacht, lacht am beſten! Wir ſind noch nicht quitt!”
(Fortſetzung folgt.)
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Der abenteuerl. Simplizissimus 1.20
Das fröhliche Buch für die Jugend 1.20
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Donnerstag den 8 Dezember 1927
Nummer 38/
Aufkläruns!
ſur nicht irre machen laſſen, es iſt ſonſt Ihrr
eigener Nachteil!
Zu der am Sonntag, den 4. d. Mts., und am Mittwoch, der
7. d. Mts., von einer Reihe hieſiger Fahrradhändler unterzeich,
neten Aufklärung nehme ich wie folgt Stellung:
Bereits im Frühjahr dieſes Jahres haben verſchiedene
Fiüſ=
men der Fahrradbranche verſucht, durch Inſerate verleumderiſchch=
Natur, die indirekt gegen mich gerichtet waren, ihrer gefürchtetzi
Konkurrenz die Spitze abzubrechen. Da jedoch ſchon ſeinerzent
alle Verſuche der Konkurrenz ergebnislos verlaufen ſind und
mir die Intereſſenten nur in geſteigertem Maße zugeführt haben.
verſucht man jetzt, durch engen Zuſammenſchluß mehr erreicheu
zu können. Man geht ſogar dazu über, Fahrräder, für die f0
nur die Alleinvertretung habe, namentlich zu erwähnen. Ich bör
es dem Rufe meiner Firma und meinem großen Kundenkrexz
ſchuldig, in dieſer Hinſicht die entſprechende Aufklärung zu geben
Wenn dieſe Firmen behaupten, daß ſie ſolche Räder eventuell
bo=
liger verkaufen könnten, dann müßten ſie vor allen Dingen da
Beweis hierfür erbringen, der darin beſteht:
1. dieſe Räder überhaupt zu beſitzen,
2. dieſe Räder tatſächlich billiger in ihren
Schau=
fenſtern auszuzeichnen und auch wirklich zu
verkaufen.
Es wäre dasſelbe Verhältnis, wenn ich in meinen Inſeratt,
ſolche Fahrräder billiger anpreiſen würde, die von genanntu:
Firmen geführt werden und die ich überhaupt nicht beſitze. Dieſe
Art des Vorgehens fußt nicht auf dem Boden des kaufmänniſchan
Anſtandes und der kaufmänniſchen Ehrlichkeit. Es iſt jedem
vo=
ſtändlich, daß man gegen eine teure Konkurrenz abſolut ni. i
das Geringſte zu unternehmen braucht. Es trifft in dieſem
Faa=
genau das Gegenteil zu.
Meine Billigkeit, die nicht auf Koſten der Qualität aufgebarl
iſt, ſondern nur im Großeinkauf liegt, iſt die Triebfeder der ge
neriſchen Verleumdungen. Mein Grundſatz jedoch iſt nach wie var=,
„Großer Umſatz, kleiner Nutzen!“
Bezüglich der angeblich vorgetäuſchten Warenmenge muß
bemerken, daß mein gegenwärtiger Winterbeſtand die ſtattli ie
Anzahl von mehr als 320 Fahrrädern aufweiſt, ganz abgeſekin
von dem überaus reichlichen Erſatz in Fahrradzubehörteilen
Weitere Hunderte von Rädern habe ich zu Feſtpreiſen eingekau1
weil auf der ganzen Linie eine Aufwärtsbewegung der Pre
ſich fühlbar macht und ich auch im kommenden Frühjahr me‟
Kunden billig und gut bedienen kann und will. Hinſichtlich üs
übernommenen Garantieleiſtung betone ich mit Nachdruck, E1
ich bis zur Stunde alle diesbezüglichen Verpflichtungen reſtls
erfüllt habe und auch für die Folge eine einwandfreie Abw./k
lung dieſer Angelegenheiten hiermit nochmals garantiere. In
übrigen ſind die von der Konkurrenz genannten Räder, ſom
ſie mich betreffen, ſo vorzüglich, daß prozentual eine kaum
nai=
nenswerte Inanſpruchnahme der Garantie eingetreten iſt. Sh
weiſe daher dieſe irreführenden Auslaſſungen der Konkurre;
die jeglicher Grundlage entbehren, auf das entſchiedenſte zurn
und erkläre hiermit, daß ich genannte Firmen gerichtlich belang
werde. Die erforderlichen Beweismittel ſind dann letzten
Enc=
ausſchlaggebend.
Trotz der am Sonntag, den 4. d. Mts., erſchienenen AufkX4
rung ſeitens der Konkurrenz war mein Geſchäft am fraglickhr
Sonntag während der ganzen Geſchäftszeit überfüllt, ein Bew
dafür, daß ich, was Auswahl, Güte und Billigkeit anbetrifft, r
der Spitze marſchiere und daß der einſichtige Intereſſent auf dii
Verdummungspolitik der Konkurrenz heute nicht mehr here
fällt. Ich richte daher im eigenſten Intereſſe des Publikums
dringliche Bitte an alle Intereſſenten, an Ort und Stelle ſich wil
der Wahrheit meiner Ausführungen zu überzeugen. Da
keinem Verband angehöre und folglich autch Verbandspreiſe
mich nicht beſtimmend ſind, verkaufe ich nach wie vor
Fahrräder: 55.— 60.—, 69.—, 75.—, 85.— 95.*
100.—, 110.— bis 140.— Mk.
alle mit Freilauf. In dieſen Preiſen ſind auch meine gen
erſtklaſſigen Fahrräder, wie „Adler” „Viktoria” und „Brentanu
enthalten. Große Auswahl auch in Kinderfahrrädern
extra billigen Preiſen. Um jedem einzelnen die Möglichkeit
bieten, ſeinen Angehörigen ein Fahrrad oder ein Kinderrad
e‟=
paſſendes Weihnachtsgeſchenk zu geben, verkaufe ich bis 1. Jam.1
1928 an Leute in ſicherer Stellung eventell auch ohne A
zahlung.
Daher prüfen Sie, bevor Sie wo anders kaufen! Es iſt
eigener Vorteil. Der Weg lohnt ſich beſtimmt. Mein groff
Kundenkreis bürgt für die Güte meines Hauſes.
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Größtes Spezialgeſchäft am Platze.
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iteit geht, ma
ſeine Erklärunger
i es ſich bei der
14 handeln dürfte,
fiung nicht einver
utia bedauerte
ſieh ſeien, den Kor
Sireiemann da
ſrichtig beſtr.
Abaniſche Dell
Streſeman
deutzſchen R.
ſegung der in
duhin die P
Sachverſtänd
er Gerichtsh.
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Iſn die Haager
ietzt bei den
die von d
nachträ