Hn
4
allgem Erſcheinen vom 1. Dezember
2.18 Reichsmart und 22 Pfennig
ikü ſür Aufnahme von An elgen an
ſuer wird nicht übernommen.
Nicht=
vunr Nummern infolge höherer Gewalt
Sezſeher nſcht zur Kürzung des
A0 ſellungen und Abbeſellngen durch
ueehit bindlichteit für uns. Poſiſcheckonio
Fanffurt a. M. 4301.
Hefſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche iüuftrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck fämtlicher mit * verſehenen Original=Auffätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſi. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 338 Dienstag, den 6. Dezember 1927. 190. Jahrgang
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breit 2Reichsmarl. Anzeigen von aut wärte 40 Reſchspfg.
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4 Dollar — 420 Marhl. — Im Falle höherer
Gewalt, wie Krieg. Aufruhr, Streit uſw erliſcht
ede Verpſichtung auf Erfüllung der
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auſträge und Teiſtung von Schadenerſatz. Bel
Konkurs oder gerſchtlicher Beltreibung jällt jeder
Rabatt weg. Bantkonto: Deutſche Banl und
Darm=
ſädter und Nationalbant.
94 polniſch=litauiſche Problem.
ukuhntgen zur Verſöhnung. — Ein Fünfer=
Wornl
in Dar
R
an
Inkeh Kahitee zur Beilegung des Konflikts.
* Genf, 5. Dezember. (Priv.=Tel.)
Im /Aff, des geſtrigen Sonntags haben bereits die erſten
deu Clung mumen zwiſchen den zu der Ratstagung eingetroffenen
Müheind znmii ni ſtattgefunden. Briand hatte zunächſt
Aus=
an, E. hm ſtach eſum it Paul=Boncour, ſodann mit Zaleſki,
rächer, hinge ſohnd dem franzöſiſchen ſtellvertretenden Generalſekretär
s Schwag” VölMurides, Avenol. Im Laufe des Nachmittags
” ſing ubund den Präſidenten der Abrüſtungskommiſſion
—doſſnd den Präſidenten der gegenwärtigen Ratstagung,
MefdeA ſ chinenſen Geſandten Tſcheng Loh. Später ſuchte
Lit=
alſe ſowuAand im Hotel de Bergh auf, wo etwa eine Stunde
„ſmndelutz urde. Um fünf Uhr begab ſich Dr. Streſemann
HefANMr: aan ims Hotel de Bergh. Die Unterredung zwiſchen den
in Aiumrniniſtern dauerte bis ſechs Uhr. Anſchließend
ſng z0 Streſemann Litwinow im Hotel Metropole.
ſurdeſſtianſatte Chamberlain den Beſuch des polniſchen
ddadßt Benmt urs Zaleſki entgegengenommen. Der litauiſche
20bewit iſtzräſident Woldemaras hatte geſtern abend
Neweine rziſtündige Unterredung mitdemruſſiſchen
ſtskkomiſſar Litwinow. Die eingehende Ausſprache
f dſa polniſch=litauiſche Problem. Obwohl
v Amuc die Legation keinerlei Aufſchluß zu erhalten war, nimmt
ſdoch /u draß, nachdem Woldemaras auch Beſprechungen mit
ſemamnund Briand hatte, ernſtliche Mahnungen zur
ſöhſhangergangen ſind. — Auch zwiſchen der
deut=
numdnſſiſchen Delegation haben in den
Nacht=
ſen nſch Verhandlungen ſtattgefunden, und zwar
geſlüht mimm, daß auch dieſe Beſprechungen den
polniſch=
fuiſſthn Konflikt betrafen, zumal der in
Oſt=
m tättg Botſchaftsrat v. Dirckſen noch in der Nacht ſowohl
wiczwo als mit dem Generalſekretär der ruſſiſchen Dele=
Ehei längere Unterredungen hatte. Der Gedanke eines
EiNaNepaumk as iſt gegenwärtig in den Hintergrund getreten.
Mdſtze will man ein Fünferkomitee bilden, das,
er iſen Vorſitz des holländiſchen Außen=
Riſtelr Blookland tagen ſoll, der auch zum Berichter=
Er für en polniſch=litauiſchen Streitfall im Rate ernannt
ben ſolll. Nach den bisherigen Verhandlungen ſoll das
Fün=
hmitees dann noch aus Briand, Streſemann,
Wendee ambſerg in und dem japaniſchen Botſchafter in Paris,
datſbeſtehen, jedoch iſt eine Entſcheidung noch nicht ge=
Feſeumnn vermittelt im polniſch=litauiſchen
Konflikt.
* Berlin, 5. Dezember. (Priv.=Tel.)
Dr. St umann hat heute nachmittag den litauiſchen
Miniſter=
ſwentesn Voldemaras zu einer längeren Unterredung
emp=
gen un Rich, darauf zu dem polniſchen Außenminiſter Zaleſki
Aotel N Bergues begeben. Bei dieſen Unterredungen
han=
es ſicigrürlich um die Beſeitigung des polniſch=litauiſchen
ſuitteshir neben der Wiederanknüpfung der engliſch=ruſſi=
MN Bezllngen hier das allgemeine Intereſſe beherrſcht.
leberA e Unterredung, die Dr. Streſemann, bei ſeinem
ſch mä n polniſchen Außenminiſter Zaleſki gehabt hat,
weitet AAvolniſche Telegraphenagentur folgende Mitteilung:
Verlen einer längeren Unterhaltung zwiſchen dem pol=
Neu Alihntiniſter Zalefki und Dr. Streſemann haben die
e Mc lſter Gelegenheit gehabt, ſich über den Stand der
ebotlhen Beſprechungen zu unterhalten, die den
Ab=
einelHandelsvertrages zum Gegenſtand haben und ſich
Wg emſich In. Außerdem haben ſie die hauptſächlichſten poli=
Neu Fri ln beſprochen, die auf der Tagesordnung der gegen=
Nuigen Jumg des Völkerbundsrates ſtehen, und ſie haben
euen ei, daß zwiſchen ihnen keine
Meinungsverſchieden=
eu übAdie Notwendigkeit beſtehen, die Bemühungen im
ick aehſie Aufrechterhaltung normaler friedlicher
Beziehun=
m Li Suropas fortzuführen.
Oſſkuſſen bei Briand. — Ruſſiſche
Paktabſichten?
er ſtige Beſuch Litwinows und Lunatſcharfkis
D2ru Id wird heute in Genf lebhaft kommentiert. Man
Nwe die Einleitung eines großzügigen
LImllom Nichtangriffspakten zwiſchen Ruß=
2Abkſ inen ſämtlichen weſtlichen Nachbar=
EnA llicken, an deſſen Verwirklichung Briand eine ver=
Meude A tnkeit übernehmen ſoll. Obwohl dieſer Plan
be=
urks ueh micht auf den Konflikt zwiſchen Rußland und Ru=
Hnden niltiau f jehr große Schwierigkeiten ſtößt und ſeine Ver=
Luntichunrgt yer noch längere Zeit fordern wird, hat Briand doch
Luia WehiAzuung ausgedrückt, daß die Ruſſen mit dieſem Plan
zishiee günſtige Aufnahme ſinden würden. Mit dieſen
Ja4 Baktabſichten bringt man auch die Be=
Wen ne Hrnde R Hid ii Hedte 9
Snpchnelsnt. 2 Pikſudfki wird nicht vor Donnerstag in
Spet. Man rechnet damit, daß die Mächte in den erſten
Las W. Wexeiſion die Angelegenheit unter ſich beſprechen wer=
Sau hat den Rat gebeten, die ungariſche Optanten=
LaIfſtens zum Freitag zu verſchieben, da er hofft, dann
können; ſein Geſundheitszuſtand iſt aber immer
Engliſch=ruſſiſche Wiederannäherung.
In den Couloirs des Völkerbundshauſes herrſcht, wie
ge=
wöhnlich, überaus lebhaftes Treiben. Den Geſprächsſtoff gibt
diesmal naturgemäß die ruſſiſche Ueberraſchung ab. Litwinow,
der geſtern nacht noch feſt behauptet hat, daß er heute vormittag
mit der ruſſiſchen Delegation abreiſen werde, iſt nun doch hier
geblieben und wird trotz aller gegenteiligen Verſicherungen, die
noch heute früh von der ruſſiſchen Delegation abgegeben wurden,
nachmittags eine Unterredung mit Chamberlain haben. Man
ſagt hier nicht mit Unrecht, daß die Geheimdiplomatie der
Sow=
jetregierung noch viel unaufrichtiger iſt als die der anderen
euro=
päiſchen Regierungen. Von wem die Initiative zu dieſer
Unter=
redung ausgegangen iſt, dürfte man niemals hiſtoriſch feſtſtellen
können, da natürlich die Engländer behaupten, daß ſie von den
Ruſſen gekommen ſei, und die Ruſſen das Gegenteil erklären.
Daß ſie die Wiederaufnahme der Beziehungen zwiſchen England
und Rußland betrifft, iſt zweifellos, aber auch, daß Chamberlain
den Verſuch machen wird, die Sowjetregierung ſeinen
allge=
meinen politiſchen Zielen durch Entgegenkommen bei der
Wieder=
anknüpfung der offiziellen Beziehungen gefügig zu machen.
Beſprechung zwiſchen Chamberlain
und Litwinow.
Der ruſſiſche ſtellvertretende Volkskommiſſar für auswärtige
Angelegenheiten Litwinow hat an Chamberlain das
Erſuchen gerichtet, ihn heute nachmittag zu empfangen.
Cham=
berlain hat zugeſagt. Lunatſcharſki und die übrigen hier noch
anweſenden Mitglieder der ſowjetruſſiſchen Delegation für den
Vorbereitenden Abrüſtungsausſchuß haben heute vormittag
11 Uhr Genf in Richtung Berlin verlaſſen. — Ueber die
Zuſam=
menkunft zwiſchen dem ruſſiſchen ftellvertretenden
Volkskommiſ=
ſar für auswärtige Angelegenheiten Litwinow und dem
eng=
liſchen Außenminiſter Chamberlain, die heute nachmittag um
2½ Uhr am Sitze der engliſchen Delegation begann, wurde von
engliſcher Seite folgendes Communiqué ausgegeben:
„Nachdem Herr Litwinow Sir Auſten Chamberlain um eine
Beſprechung gebeten hatte, fand heute nachmittag im Hotel „Beau
Rivage” eine Zuſammenkunft zwiſchen beiden ſtatt. Die
Unter=
redung gab Gelegenheit zu einem freimütigen
Meinungsaus=
tauſch über die Beziehungen zwiſchen den Regierungen von
Sowjetrußland und Großbritannien. Indeſſen zeigte es ſich nicht
als möglich, während des Verlaufes dieſer Beſprechung zu
irgendeiner Grundlage für eine Vereinbarung (Agreement) zu
gelangen."
Litwinow, der punkt 3.30 Uhr das Hotel „Beau Rivage‟
wieder verließ, erklärte kurz auf eine Anfrage der Journaliſten,
daß er „nichts Intereſſantes” ſagen könnte.
Die Genfer Beſprechungen Litwinows.
Der hieſige Vertreter der ſowjetruſſiſchen Telegraphenagentur
hat über die Beſprechungen Litwinows mit Briand und
Cham=
berlain folgendes Telegramm nach Moskau geſandt: „Briano
der=
ſicherte Litwinow, daß das Mißverſtändnis, das durch die
Ra=
kowfki=Angelegenheit entſtanden war, als endgültig beigelegt
be=
trachtet werden und daß von einer Unterbrechung der
Beziehun=
gen zwiſchen Frankreich und Rußland keine Rede ſein kann. Nach
der Ankunft des neuen Botſchafters in Paris werden die
Ver=
handlungen über die Schulden= und über die Kreditfrage wieder
aufgenommen, ebenſo auch die Verhandlungen über einen
Nicht=
angriffspakt. Die beiden Staatsmänner haben auch den
polniſch=
litauiſchen Konflikt beſprochen, wobei beide die Nodwendigkeit der
ſofortigen Aufhebung des Kriegszuſtandes zwiſchen Litauen und
Polen anerkannt haben. Auch andere Probleme internationaler
Art wurden beſprochen.
Die Beſprechung Litwinows mit Streſemann hat ſich
eben=
falls hauptſächlich um die polniſch=litquiſche Frage gedreht und
um die Norwendigkeit der Aufhebung des Kriegszuſtandes
zwi=
ſchen den beiden Ländern. Die Unterredung verlief ſehr herzlich
und freundſchaftlich, wobei Litvinow den Standpunkt der
Sow=
jet=Regierung zum Ausdruck brachte, wie er in ihren beiden Noren
an Warſchau und Kowno bereits niedergelegt worden iſt. In der
Beſprechung wurde auch feſtgeſtellt, daß über dieſe Fragen keine
prinzipielle Meinungsverſchiedenheit beſtehe.
Dem Genfer Vertreter des WTB. wurde von deutſcher Seite
dieſe Darſtellung von dem freundſchaftlichen Charakter der
deutſch=ruſſiſchen Ausſprache beſtätigt.
Neues Bombenattentat in Serbien.
Belgrad, 5. Dezember.
Vor dem Café. „König von Serbien” in Strumica haben
geſtern abend gegen 8 Uhr drei Perſonen in die dort
promenie=
rende Gruppe von Militärs und Ziviliſten eine Bombe geworfen.
Sechs Perſonen wurden verletzt, darunter zwei ſchwer. Bei der
Verfolgung warfen die Attentäter eine weitere Bombe und
feuerten Revolverſchüſſe auf die Poliziſten ab. Ein Offizier, vier
Ziviliſten und zwei Frauen wurden verletzt. Obwohl die ganze
Stadt ſofort von Militär umzingelt und die Grenze gegen
Bul=
garien ſtreng abgeſperrt wurde, ſind die Attentäter anſcheinend
entkommen. Sie ſollen die Tracht der bulgariſch=mazedoniſchen
Komitatſchis getragen haben. Das neue Attentat hat auch in
Belgrad ungeheure Erregung hervorgerufen, ſo daß politiſche
Folgen befürchtet werden können.
Die Reichsſiedlungsſiatiſtik
1919 — 1925.
Von
Geh. Reg.=Rat Dr. Ponfick, M. d. R.W.R., Berlin.
I. Die Neuſiedlung.
In Heft 19 von „Wirtſchaft und Statiſtik”, der bekannten
Zeitſchrift des Statiſtiſchen Reichsamts, erſchien ſoeben die
Reichsſiedlungsſtatiſtik für die Jahre 1919 bis 1925. Damit
lie=
gen jetzt die Siedlungsergebniſſe der Nachkriegszeit vor, die
be=
ſonders für das auf dem Gebiete der Neuſiedlung Erreichte ein
einigermaßen klares und abgerundetes Bild geben. Darüber
hinaus werden zum erſten Male für die Siedlung auf Moor und
Oedland ausführlichere Angaben gemacht. Dagegen laſſen die
Veröffentlichungen über die Anliegerſiedlung zu wünſchen übrig.
Nach der angegebenen Reichsſiedlungsſtatiſtik ſind in den
Jahren 1919 bis 1925 im ganzen Reich 16812 Neuſiedlerſtellen
mit insgeſamt 146 704 Hektar gegründet worden. Sie verteilen
ſich auf die einzelnen Jahre folgendermaßen:
mit einer
Ge=
mit einer Ge=
Jahr. Stellen
Jahr. Stellen
ſamtfläche v. ha
ſamtfläche v. ha.
1919* 1820 13 078,32
1923 2864 27 867,40
1920 1926 15 327,771
1924 2755 25 642,17
1921 2260 19 703,96
1925 1919 18 535,66
1922 3268 26 548,73
In den Zahlen für 1919 ſind die Gründungen in
Olden=
burg, Bremen, Lippe und Lübeck, für die Jahre 1919=
1921 zuſammengefaßt, enthalten.
Der Höhepunkt der bisherigen Siedlungstätigkeit fällt alſo
der Zahl nach in das Jahr 1922, der Fläche nach in das Jahr
1923. Allgemein zeigen die Jahresergebniſſe, daß in den letzten
Jahren im Durchſchnitt eine größere Fläche auf die Einzelſtelle
entfällt als in den erſten Jahren. Dieſe Entwicklung iſt im
Intereſſe der Lebensfähigkeit der Siedlungen zu begrüßen.
Aller=
dings weichen in dieſen Punkten die verſchiedenen Länder und
Provinzen ſtark von einander ab. Das zeigt die folgende Tabelle,
die die Verteilung der Neuſiedlerſtellen (für die ganze
Berichts=
zeit) auf die Länder und die preußiſchen Provinzen wiedergibt:
Länder
Preußen
und zwar auf
Provinz Oſtpreußen
Brandenburg
(mit Berlin)
Pommern .
Grenzmk. Poſen=Weſtpr.
und Landesteile Zahl d Fälle b. H.
13 796
2516
2959
1153
173
Provinz Niederſchleſien 1 803
Oberſchleſien
Sachſen
439
1581
Schlesw.=Holſt. 1 582
Hannover 1091
Weſtfalen
217
Heſſen=Naſſau 224
Rheinprovinz 58
Bayern
526
Sachſen
30
Thüringen
158
Hamburg
45
m
Mecklenburg=Schwerin 727
Oldenburg
499
Braunſchweig
2
Anhalt
4
234
Bremen
Lippe
467
145
Lübeck
152
Mecklenburg=Strelitz
Waldeck
27
82,06
14,97
17,60
6,86
103
10,73
2,61
9,40
9,41
6,49
1,29
1,33
0,34
3.13
0,18
0,94
0,27
4,33
2,97
0,01
0,02
1,39
2,78
0,86
0,90
0,16
Geſamt=
fläche Ia
126 709,32
durchſchnitt=
lich ha
9,18
25 986,18 10,33
20 789,20
26 592,12
4 310,28
12 910,83
2 129,06
5 422,25
19 183,90
7 828,81
1 200,39
345,79
10,51
1 208,30
502,97
395,05
49,46
11096,70
4 138,00
20,64
40,50
149,19
183,73
28,70
1932,/43
249,00
702
23,06
24,91
7.16
4,85
3,43
12,13
7,68
5,53
1,54
0,18
2,30
16,76
2,50
1,10
15,26
8,29
10,32
10,12
0,64
0,39
0,20
12,71
9,22
Demnach entfällt alſo — natürlich — die
Hauptſiedlungs=
tätigkeit mit 82 Prozent auf Preußen, und dort wiederum auf
die Oſtprovinzen. Von den übrigen Ländern treten im
Verhält=
nis zu ihrer Größe nur noch Mecklenburg und Oldenburg hervor.
In Baden, Württemberg. Heſſen und Schaumburg=Lippe ſind
überhaupt keine Neuſiedlungen, zu verzeichnen, da dort nur
Klein= und Parzellenbetriebe zu finden ſind.
Von den geſamten Neuſiedlerſtellen ſind, in den
Berichts=
jahren gegründet worden:
auf altem Kulturland 15 349 Stellen (91,30%) mit 133 497 ha,
vorwieg. auf Moorland 591 Stellen ( 3,51% mit 5 740 ha,
vorwieg. auf (ſonſtigem)
872 Stellen ( 5,199) mit 7 465 ha.
Oedland (Heide)
Beſonders erfreulich iſt es, daß jetzt differenzierte Angaben
über die Ergebniſſe der Moor= und Oedlandſiedlung vorliegen.
Gerade auf dieſem Gebiet herrſchte bisher völlige Unklarheit.
Die Neuſiedlungen auf Moorland in den Jahren 1919 bis 1925
verteilen ſich auf die einzelnen Gebietsteile und Größenklaſſen:
Von der Zahl der Neuſiedlungen auf
Länder
Zuhl. Fläche ha
Moorland entfallen auf Betriebe von
u. Provinz.
unt. ½b.u. 2b. u. 5b.u. 10 b.u 20u.
Da für die erſten Jahre der Siedlungsſtatiſtik die
Be=
triesgrößenklaſſen zwiſchen ½ und 2 Hektar anders
eingeteilt waren als für die letzten Jahre, mußte ihre
Zuſammenfaſſung hier wie auch bei den anderen Arten
der Neuſiedlung zu einer Größenklaſſe erfolgen.
Seite 2
Dienstag, den 6. Dezember 1927
Die entſprechenden Ergebniſſe für die Neuſiedlungen auf
Oedland (Heide) ſind folgende:
Aloſ auch hier entfällt der Hauptteil auf Preußen, und dort
überragend auf die Provinz Hannover. Auf jede
Moorland=
ſiedlung kommen durchſchnittlich 9,71 Hektar, auf die einzelne
Oedlandſiedlung 8,56 Hektar.
Vergleicht man die in den Jahren 1919 bis 1925 insgeſamt
gegründeten 16 812 Neuſiedlerſtellen — alſo im
Jahresdurch=
ſchnitt nur rund 2400 Stellen — mit den 10 000 Stellen jährlich,
die Sering bei Erlaß des Reichsſiedlungsgeſetzes erhofft hatte,
ſo kann und muß man die bisherigen Ergebniſſe als durchaus
unbefriedigend bezeichnen. Doch wird das Bild noch um
vieles unerfreulicher, wenn man die prozentuale Verteilung der
Neuſiedlungen auf die einzelnen Größenklaſſen betrachtet. Dann
erkennt man, daß die Zahl 2400 durchaus irreführend iſt. Die
ausführlichen Zahlen hierfür zu bringen, verbietet der Raum.
Daher ſeien nur die abſchließenden Zahlen für die auf
Kultur=
land ausgelegten 15 349 Stellen aufgeführt. Hierbei ergibt ſich:
Von dieſen 15 349 Stellen ſind 5825 Stellen (37,906) kleiner als
½ Hektar; 2446 Stellen (15,99) haben eine Größe von ½ bis
2 Hektar; 961 Stellen (6,3e) eine Größe von 2 bis 5 Hektar;
1420 Stellen (9,3½) eine Größe von 5 bis 10 Hektar; 3379
Stel=
len (22,1¾) eine Größe von 10 bis 20 Hektar; 1318 Stellen
(8,5%) ſind größer als 20 Hektar. Wenn wan eine
Neuſiedler=
ſtelle als Familienbetrieb (ſelbſtändige Ackernahrung) im
Durch=
ſchnitt mit mindeſtens 10 Hektar beginnen läßt, ſo ſind demnach
nur 4697, d. h. 30,69, als ſolche anzuſprechen. Rechnet man die
Stellen von 5 bis 10 Hektar — alſo die im (oſtelbiſchen) Sied=
„ungsgebiet nur unter Umſtänden noch als Kleinbauernſtellen,
meiſt mit gewiſſem Nebenerwerb, anzuſprechenden — den
bäuer=
lichen hinzu, ſelbſt dann beträgt die Geſamtzahl aller im
weite=
ſten Sinne bäuerlichen Siedlungen auf Kulturland: 6117 —
39,99, alſo noch nicht 900 im Jahr.
Alle anderen 9232 Gründungen ſind nicht bäuerlich, wobei
ſich die poſitiven und negativen Fehlerzahlen in den
Größen=
klaſſen, hier 5 bis 10 Hektar, dort unter 5 Hektar, etwa
ausglei=
chen dürften: Ausnahmeſtellen, die trotz Größe unter 5 Hektar
noch als bäuerlich angeſprochen werden können, ſteht mindeſtens
die gleiche Zahl unter den 5 bis 10 Hektar=Stellen gegenüber,
die man auch beim beſten Willen nicht als bäuerlich bezeichnen
kann. Dieſe 9232 anderen Stellen, 60,19, werden im allgemeinen
nur als Arbeiter= und Handwerksſtellen zu bezeichnen ſein. Nach
den Erfahrungen der Vorkriegszeit konnte man bei den
länd=
lichen Neuſiedlerſtellen im Durchſchnitt vielleicht zwei Drittel
auf bäuerliche (einſchließlich der kleinbäuerlichen) und ein Drittel
auf landwirtſchaftliche Handwerker= und Arbeiterſtellen rechnen.
Dieſes Verhältnis auch heute zugrunde gelegt, wären — die
Reichsſtatiſtik läßt uns da völlig im Stich — von den 9232
nicht=
bäuerlichen Stellen höchſtens im ganzen 3200, jährlich zirka 450,
auf landwirtſchaftliche Hilfsſiedlungen zu rechnen. Die reſtlichen
zirka 6000 ſind überhaupt keine ländlichen Siedlungen, ſondern
ſind Wohnheimſtätten für Städter und Induſtrieangehörige. Die
jährliche Zahl aller landwirtſchaftlichen Anſiedlungen von
Bau=
ern, Landhandwerkern und Landarbeitern auf Kulturland
be=
trägt alſo höchſtens 1350.
Wenn das Verhältnis bei den auf Moor= und Oedland
ge=
gründeten Stellen auch etwas günſtiger iſt — dort entfallen mit
644 zirka 45% aller Stellen in die Größenklaſſen über 10 Hektar
und mit im ganzen 999 faſt 70c auf die über 5 Hektar —, ſo hat
das wenig zu beſagen, da dieſe Stellen ja noch nicht 109 der
Geſamtzahl der Neuſiedlungen ausmachen. Unter
Zugrunde=
legung der oben angegebenen Verhältniszahlen ſind alſo
zuſam=
men auf Kulturland einerſeits und auf Moor= und Oedland
andererſeits höchſtens 1000 in Wirklichkeit eigentlich bäuerliche
Neuſiedlerſtellen im Jahresdurchſchnitt von 1919 bis 1925
ge=
gründet worden. Und günſtigſtenfalls, unter Einbeziehung alles
Denkbaren, iſt durch die Siedlung die Landbevölkerung, Bauern,
Landhandwerker und Landarbeiter, um 1400 bis 1500 neue
Herd=
ſtellen „vermehrt” worden, wohlgemerkt: Brutto, ohne
An=
rechnung der durch die Siedlung verſchwundenen
Herdſtellen und Menſchen. Ob das Netto=Geſamtergebnis
— die Statiſtik verläßt uns auch hier — danach auch nur 1000
Vom Tage.
Profeſſor Adolf Hengeler, der unter den älteren
Mün=
chener Künſtlern zu den bedeutendſten zählte, iſt geſtern in München im
Alter von 65 Jahren geſtorben.
In Sachen des Keudell=Telegramms iſt die
Ant=
wort des Reichskanzlers immer noch nicht abgegangen.
Das Reichskabinett ſteht auf dem vernünftigen Standpunkt, daß es in
dieſem Augenblick wichtigere Fragen zu behandeln habe, als dieſen Sturm
im Waſſerglas zu beruhigen.
Die Reiſe des Generals Pilſudſki nach Genf zur
Völkerbundsratsſitzung iſt endgültig beſchloſſen. Man rechnet mit einer
Abreiſe vorausſichtlich morgen oder übermorgen.
Am Samstag wurde vom polniſchen Staatspräſidenten das Dekret
unterſchrieben, in dem der Termin für die polniſchen Wahlen feſtgeſetzt
wird. Die Wahlen zum Seim finden am 26. Februar
und die Wahlen zum Senat am 4. März ſtatt.
Die Gerüichte über eine Drohung Polens, aus dem
Völ=
kerbund auszutreten, falls es im polniſch=litauiſchen
Streit=
falle nicht volle Erfüllung ſeiner Winſche erhalte, werden von der
pol=
niſchen Delegation auf das beſtimmteſte dementiert.
Nach einer von der Reparationskommiſſion
herausge=
gebenen Mitteillung hat ſie in ihrer Sitzung vom 3. Dezember zum 1. 3.
nächſten Jahres den Rücktritt des amerikaniſchen
Beobachters Walter P. Cooke angenommen und als ſeinen
Nachfolger Franklin M. W. Cuteheon beſtimmt:
In der franzöſiſchen Kammer ſtellte
Kriegsmini=
ſter Painlevé bei der Weiterberatung des Budgets des
Kriegsmini=
ſteriums die Vertrauensfrage gegen einen kommuniſtiſchen
An=
trag, die Kredite für die Kriegsgerichte zu ſtreichen, um dadurch die
Ab=
ſchaffung dieſer Gerichte zu erzwingen. Der kommuniſtiſche
An=
trag, wurde darauf mit 360 gegen 175 Stimmen
abge=
lehnt.
Der König Faiſſal von Jrak hat am Montag London
nach mehrwöchigen Verhandlungen verlaſſen. Im Unterhaus teilte
der Regierungsvertreter mit, daß die Verhandlungen mit
König Faiſſal zu einem befriedigenden Ergebnis
geführt hätten.
Geſtern iſt der 70. amerikaniſche Kongreß in
Wa=
ſhington zuſammengetreten. Auf der Tagesordnung ſtehen
rund 4300 Geſetzesanträge, dammter einer zur Verminderung der
Be=
ſteuerung um etwa B6 Millionen Dollar.
neue Familien darſtellt, iſt mehr als zweifelhaft. Es wird
zuzu=
geben ſein: Das iſt ein Ergebnis, das weder befriedigen kann,
noch auch nur im entfernteſten den Erwartungen entſpricht, die
wir an das Reichsſiedlungsgeſetz geknüpft haben, denn ſelbſt
bei Anrechnung der ländlichen Handwerker= und
Landarbeiter=
ſtellen auf die bäuerliche Siedlung iſt mit günſtigenfalls 1500
Stellen noch längſt nicht die Zahl von 2000 Stellen erreicht
wor=
den, die die Sidlungstätigkeit der Vorkriegszeit durch die
An=
ſiedlungskommiſſion und durch die
Provinzialſiedlungsgeſell=
ſchaften und Generalkommiſſionen wiederholt überſchritten hat.
Nun ſei zwar keineswegs verkannt, daß die Berichtsjahre
außer=
ordentlich ſchwierig und für eine großzügige Siedlung wenig
günſtig geweſen ſind. Dennoch iſt ſcharf zu betonen: Weit mehr
hätte erreicht werden können, wenn bei allen maßgebenden
Stel=
len die richtige Erbenntnis und vor allem der ernſte Wille
vor=
handen geweſen wäre. Der von Preußen oft gemachte Einwurf,
das Geld habe gefehlt, iſt unbedingt zurückzuweiſen. Preußen
hat in der gleichen Zeit gewaltige Summen für die Erweiterung
ſeiner Induſtrieunternehmungen, für Neuſchaffung ſeiner
Stel=
lung in der Eelektrizitätswirtſchaft und für die Vergrößerung
ſeines ſtaatlichen Waldbeſitzes ausgeworfen. Bei der Siedlung,
der Lebensfrage des deutſchen Volkes, hat mon ſie eingeſpart,
zum Unſegen unſerer Zukunft!
Die zerplatzte Senſation.
* Berlin, 5. Dezember. (Priv.=Tel.)
Im preußiſchen Landtag ſollte am Montag die Beratung der
deutſchnationalen Interpellavion über die Verordnung des
Kul=
tusminiſters Dr. Becker zum Studentenrecht ſtattfinden. Es
herrſchte ein großer Auftrieb: im Sitzungsſaal war faſt jeder
Platz beſetzt, auch auf der Regierungsbank hatte man ſich ziemlich
vollſtändig eingefunden, Herr Becker war mit einem ganzen Stab
von Beamten erſchienen. Dabei iſt ihm allerdings das Malheur
paſſiert, daß er ſich vorher nicht genau über den Gang der
Ver=
handlungen im Plenum informierte. Etwas voreilig hatte er
ſeine Rede im Wortlaut einem Berliner Spätabendblatt zur
Verfügung geſtellt, das ſie auch prompt Wort für Wort abdruckte.
Tatſächlich aber iſt der Kultusminiſter gar nicht zu Worte
ge=
kommen, weil ſich das Haus mit einer ganzen Reihe von anderen
Angelegenheiten beſchäftigte, die ſoviel Zeit in Anſpruch nahmen,
daß man nicht mehr zur Beratung der Interpellation kam. Der
Miniſter wird alſo jetzt erſt am Dienstag ſeine Rede dem Haus
aus der Zeitung vorleſen können.
König Ludwig II. und Richard Wagners
Entfernung aus München.
Mit unveröffentlichten Briefen des Königs
und unbekannten Dokumenten.
Von Paul Lindenberg.
In Stuttgart war es, an einem der erſten Maitage 1864.
Richard Wagner war wegen übermäßiger Schulden aus Wien
geflohen und hatte zunächſt Zuflucht in der württembergiſchen
Hauptſtadt geſucht. „Ich bin am Ende, ich kann nicht weiter, ich
muß irgendwo vor der Welt verſchwinden.” Er wollte in einem
entlegenen Winkel der Rauhen Alb ſich verbergen. Da ſucht ihn
der nach ihm ausgeſandte Kabinettsſekretär des jungen Königs,
v. Pfiſtermeiſter, in ſeinem Gaſthofe auf, überbringt ihm einen
ſchwärmeriſchen Brief des Königs, deſſen Bild und einen
koſt=
baren Ring, ihm mitteilend, daß der König ihn dringlichſt zu
ſehen wünſche, er ſolle ihn am liebſten gleich perſönlich nach
München geleiten. Am Nachmittag des 4. Mai findet die erſte
Begegnung zwiſchen dem König und dem Meiſter ſtatt. Bekannt
iſt ja, daß Wagner alsbald das ihm vom König geſchenkte Haus
bezog, daß er mit alleiniger Hilfe des Königs ſeine Schulden
bezahlte und ſeine nächſten Freunde veranlaßte, nach München
zu kommen. Der König und Wagner waren beglückt. Aber auf
die innige Freundſchaft fiel mehr und mehr der Mehltau
gehei=
mer und offener Mißſtimmung, er verſtärkte ſich allmählich
ſo, daß er auch dem König zu Ohren kam, der ſchließlich,
nicht aus eigenem Antrieb, auf die Entfernung Wagners aus
München drang.
Wir ſind nun in der Lage, jene wirren Verhältniſ
neu zu beleuchten, auf Grund eigenhändig
Aufzeichnungen des Miniſters Freiherrn vo
der Pfordten und unveröffentlichter Briefe de
Königs an dieſen nebſt den Erwiderungen des Miniſters. (
ſind Dokumente von hohem Wert, die mit vielen anderen beder
ſamen Handſchriften am 17. Dezember in dem bekannten
Kun=
hauſe von Karl Ernſt Henriei in Berlin zur Ausbietu
gelangen werden.
Ludwig von der Pfordten, ein ernſter und gediegener W
ſenſchaftler, war bereits im Dezember 1849 zum bayeriſch
Miniſter ernannt worden, ward, nach zehnjähriger Tätigke
Vundesgeſandter Bayerns in Frankfurt a. M., bis er ausgan
1864 von neuem nach München berufen wurde als Miniſter d
Königlichen Hauſes und des Aeußern. Am 1. Dezember 18
hatte Pfordten ſeine erſte Audienz beim König: „Er faßte m
an beiden Händen und ſagte: „Sie werden mich nicht verlaſſe
In gleicher Weiſe äußerte ſich die Königin=Mutter Marie, ich ſolle nach ihrem Charakter und ſittlichen Gehalte zu beſtimnn
den Sohn meines alten Freundes (des Königs Max) nicht ver= in dieſem Sinne begründete er ſeine Gleichgültigkeit g9
laſſen.” Wenige Tage darauf erfolgte die erwähnte Ernennung: Verkehr mit Frauen, ,da ſie doch alle unlogiſch ſeien
„Ich hoffte, das Vertrauen des 19jährigen Königs zu gewinnen
und auf die wiſſenſchaftliche und politiſche Bildung und Entwick= unpaſſenden Umgang gehabt; in Hohenſchwangau ſei e2
lung, die noch gänzlich fehlte, günſtigen Einfluß ausüben zu
kön=
nen, wie dies auch die Königliche Familie und das Publikum
erwarteten und vielfach geradezu von mir verlangten. In dieſer Ritten nur von Stallbedienſteten begleiten, und im Acſſ
Hoffnung ſah ich mich leider ſehr bald getäuſcht, und hierin liegt
der Hauptgrund meines Rücktritts nach zwei Jahren
vergeb=
lichen Ringens gegen eine Richtung des Königs, deren
Verderb=
lichkeit für ihn und das Land jetzt offen zutage liegt.”
Den eigentlichen Grund jenes Rücktritts bildete aber
ſchließ=
lich Richard Wagner. Zunächſt war, wie ſo viele, auch der
ſonſt weltkluge und menſchenkundige von der Pfordten vom
König ſehr eingenommen: „Von Mitte Mai 65 hatte ich in jeder
Woche auf das Verlangen des Königs eine oft mehrſtündige
Audienz, in der ich über alle wichtigen Geſchäfte vortrug. Ich
wollte hierdurch den König in die Geſchäfte einführen und zum
Studium und zur Selbſtändigkeit anleiten, ich wollte ihm
zu=
gleich jedes Mißtrauen benehmen, als ſollte ſeine Jugend und
Unerfahrenheit benutzt werden, um ohne ihn oder gegen ſeine
Anſichten zu regieren. In dieſen Beſprechungen fand ich beſtätigt,
was man von dem Könige gerühmt hatte. Er zeigte eine leichte
und klare Auffaſſung, großen Verſtand, ein ſchnelles und, wo es
nicht durch poſitive Kenntniſſe bedingt war, ſicheres und richtiges
Urteil, namentlich auch über Perſonen. Er ſprach gewandt,
flie=
ßend, und ſein ganzes Benehmen war freundlich und einneh= war dieſe Anſicht vertreten. Pfordten berichtet: „Der Nau
mend. Auf ſeine Rechte und perſönliche Stellung legte er großen
Nachdruck und nicht ohne Empfindlichkeiten. Er zeigte eigenen
Willen, gab jedoch auf gehörig dargelegte Gegengründe nach. —
Nicht bloß auf die Geſchäfte bezogen ſich dieſe Unterredungen, ſie ſprach, Wagner möge berufen werden, um einige Lei
nahmen oft eine ellgemeine Wendung und zeigten mir, daß des
Königs inneres Leben hauptſächlich auf Poeſie und Muſik,
namentlich auf die dramatiſche, gerichtet war, und zwar in
jugendlicher Schwärmerei, während die bildenden Künſte und umſchmeichelte, den er ſeinen „Erretter” ſeinen
noch mehr die Wiſſenſchaften ihm fern lagen. Ich nahm
wieder=
holt Anlaß, von der Notwendigkeit juridiſch=politiſcher Studien aber konnte kein Zweifel beſtehen für jeden, der
zu ſprechen, jedoch ohne Erfolg.”
Allmählich lernte der Miniſter das innere Leben und äußere ners waren zunächſt keine politiſchen, ſondern I.‟
Weſen des Königs näher kennen und mußte manche
Enttäuſchun=
gen buchen: „Während Ludwig vom Königtum eine hohe, oft
überſpannte und romantiſche Auffaſſung zeigte, welche ihn
ernſt=
lich die Wiedereinführung der Kniebeugung vor dem Throne in
Erwägung nehmen ließ, hegte er gegen die Kirche, die
Geiſtlich=
keit, den Adel ein Mißtrauen und eine Scheu, die oft an
Abnei=
gung und Mißachtung grenzte. Ueberhaupt zeigte der König die
Neigung, den Wert der Menſchen nur nach ihrem Geiſte, nicht angewandten Mittel, obgleich zunächſt auf Poele."
Die Eröffnung der Ratstagu
Die Fülie der Probleme.
Die 48. Tagung des Völkerbundsrates hat geſtern
u=
um 11 Uhr mit einer geheimen Sitzung unter Vorſitz
ſiſchen Botſchafters in Paris, Tſchengloh, begonnen. Auf
läufigen Tagesordnung ſtehen bisher insgeſamt 30
Frop=
denen als politiſch wichtigſte der polniſch=litauiſche Stru
griechiſch=deutſche Angelegenheit des Kreuzers Sglau
oberſchleſiſche Zollſtreit und die bereits wiederholt
ungariſch=rumäniſche Optantenfrage zu nennen ſind.
Der ungariſche Vergleichsvorſchtiu
im ungariſch=rumäniſchen Optantenti=
Im Verlauf der heute vormittag abgehaltenenn
ſitzung des Völkerbundsrates iſt auch die Frage dae
tagung des ungariſch=rumäniſchen Opo,
ſtreites beſprochen worden. Die ungariſchh
gation hat ſich mit der Vertagun g auf
Mää=
ſten Jahres unter der Bedingung einverſtand
daß die rumäniſche Regierung ſich bereit erllärt, über do
garn gemachten Vergleichsvorſchläge in Verhandlunge
treten. Die Hauptlinien des von Ungarn gemachten
vorſchlages beſagen: 1. Diejenigen Ländereien, die in
Unemeine Beſoldt
bei der Agrarreform nicht enteignet wurden, wie Wälde
Altpenfiond
berge, Gärten uſw. ſollen den ungariſchen Optanten.,
werhin gelungen, d
weggenommen wurden, zurückgegeben werden, ſoweit ſialn
aufgeteilt ſind. 2. Für diejenigen Ländereien, die zum
Durchſührung der Agrarreform aufgeteilt werden, ſoll1el
ſchädigung von weniger als 100 Prozent bewilligt werdh
die mit der rumäniſchen Regierung im einzelnen zu
wäre. — Auf dieſen Vergleichsvorſchlag hat die rumöc
gierung bisher niemals endgültig geanuwortet.
und Her
iber die
in Mnich
gelt Wochelt.
Ne e
fernzündund
in graft.
1e 94810
iMch g‟
nteien bei Pen
den müſſen.
iun aufer den algemeit
faProzentzuer
va0 Mart. Auch
wödigung erfolgt, dag
der Zulagen im beſ
gerne geſtrichen ſeh.
Der Verlauf der geheimen Verhandlungen des Qu I., feüſhält, Las Ze
die ungariſcherumäiſche Frage hat zu einem förmlichen
ur Beſoldungsreform
des Rates auf Vertagung nicht geführt. Vielmehr tesiſ:Kim ſich herausgeſtell
berlain als Berichterſtatter dem Rat mit, daß er auf eirkeſl, k lntums eiue jährlich
Titulescus dem rumäniſchen Außenminiſter geraten
Iu ausmuchen. Die
licht ſeine Geſundheit durch eine Reiſe nach Genf zu Mel zm Zentrum naheg
Da die rumäniſche Regierung nach dem ſchweren VerlAfl. L md dem Reichsfinar
erlitten habe, eben erſt neu gebildet worden ſei, würdenW ſörn zu verſtändig
beſſer halten, wenn ſie zunächſt die ganze Frage nochmnlſf Das Zentrum
lich prüfen wollte und mit der ungariſchen Regierung /0. zn Entſchließung be
liche Verhandlungen zur Regelung eintreten würde. W.Ancd m Nahmen de
ponyi teilte die ungariſchen Vergleichsvorſchläge mit, „IN. u.m Mtinpaliden zu
der Rat in eine ſachliche Behandlung nicht ein und Eſſ zd der Reichstag gent
einſtimmig das Programm Chamberlains.
en. um
Aus wohlinformierter Quelle erfahren wir, daß
hwünſchens
niſche Miniſterpräſident Bratianu telegraphiert habe,
niſche Regierung beſtehe darauf, daß der rumäniſchlu
Optantenkonflikt in jedem Falle im Laufe dieſer Tay)
Völkerbundsrates zur Behandlung komme. — Wie aMſſill., un0 Bah?
verlautet, ſoll der rumäniſche Außenminiſter Titulesc:n
* Berlin,
er von ſeiner Krankheit noch nicht völlig wiederhergeſtalll
Generalſekretär des Völkerbundes davon verſtändigt W. 19 wend trat das
Hm den Bahern zuſam
er heute nachmittag ſeine Reiſe nach Genf antritt.
E in der Innenpolitik
Die öffentliche Sitzung des Völkerbut
Mutterflügel zwar ü
In Sein W
und Kinderhandels, der Unterſuchungen aus etwa 30 eu Fuerungsbarte en
und außereuropäiſchen Ländern, darunter auch Deutſch. 9 ſ Trier und
hält, zur Veröffentlichung genehmigt. Auf Wunſch des Km enzelnen Vartei
ſchen Ratsmitgliedes ſollen gleichzeitig die Antworter? Wiolye der Reickts=
gierungen der entſprechenden Länder veröffentlicht wur Miſſich daß die ge
Gegen 1½ Uhr wurde die öffentliche Sitzung arl Wchunzen über be
vormittag 10½ Uhr vertagt. — Heute nachmittag ſi1-Kynſter ſproch ib.
Ratsſitzung ſtatt; vielmehr ſoll der Nachmittag ausſchlied W aut Lurchühru
ſiſchen Beſprechungen zwiſchen den Staatsmännern gemy)
Der Völkerbundsrat hat in einer kurzen öffentlich zb eie
dem Wunſch der portugieſiſchen Regierung, die dril
Finanzminiſter am Ratstiſch vertreten war, auf Einle.
finanziellen Sanierungsaktion durch den Völkerbund FA
und den Finanzausſchuß mit der Prüfung der MöglickW Wſ
Grundlagen für die ſinanzielle Sanierung und wirtſchaub
wicklung Portugals beauftragt.
1Me Wirt
Ferner wurde ein Bericht des italieniſchen Rats=
Scialoja über die gegenſeitige Rechtshilfe für Mittel / Abſimmung 1
nommen. Die weitere Behandlung zwecks internationn.?
lung dieſer Rechtshilfe wurde auf Vorſchlag des iriihem gegen die R
Ratsmitgliedes der von der holländiſchen Regierung eirn
Internadionalen Konferenz für Privatrecht übertragen WIünſerer Berl
Als letzter Punkt der Tagesordnung wurde ein am 7W kuß an die
Bericht des Sonderausſchuſſes zur Unterſuchung de. Ko hu der Reick
die Königin klagte Pfordten, ihr Sohn habe ſchon als
ſten im Stalle geweſen und habe in Mondnächten mit
ten Champagner getrunken. Auch jetzt laſſe er ſich eme
kehre er mit niemandem, er ſchließe ſich ſelbſt von ihr iſ
loſer Weiſe ab. — Der Flügeladjutant Graf PapperntA
ſeinen Abſchied genommen, weil der König von ihmn
dienſte verlangte, erzählte Pfordten: er habe den Könin
nen ſcharfen Ritten gewarnt, er müßte gewärtig ſeinn.!
Pferd unter ihm tot zuſammenbreche. „Das würde ja d.ß
Tod für ein Pferd ſein!” hatte der König erwidert.
Die Abſchließung wuchs im Laufe des Jahres UIN
war unnatürlich, daß der König jeden Umgang mit 1u n
ten vermied, daß er jeden Verkehr mit Frauen ſcheute.
zu ſagen, haßte, und allmählich ſich in eine Iſolierthe”
lebte, welche es ihm unmöglich machte, dasjenige zu
was ihm bei der Thronbeſteigung fehlte und ohne ſei n
noch fehlen mußte: die Vollendung ſeiner wiſſenſchaftl n
bildung, Kenntnis der Menſchen, des Lebens, Befahlen
Liebe für ſeinen Königsberuf und deſſen Pflichten.
Mehr und mehr raunte und flüſterte man, prag
offen davon, daß die Veränderung des Königs auf de* F
Wagners zurückzuführen ſei. Auch in der königlichen
noch als Kronprinz von ſeinem Erzieher, dem Groſeh.
die Schriften Wagners geſchenkt erhalten und ſich vo0.L
angezogen gefühlt, daß er der Theaterintendanz den Se
durch ihn ſelbſt einſtudieren und aufführen zu Loll.
Wunſche wurde nicht entſprochen, um ſo lebhaſter Ne.
Kronprinz feſt. Er erzählt des weiteren, wie Wogner.
nannte: „Ueber die unheilvollen Folgen dieſes Let
Wagners und ſeine Lebensgeſchichte kannte. — Die 30h
Er wollte durch den König das muſikaliſche Apoſiot”
ſich ſeit Dezennien beigelegt hatte, endlich zur Auet..
Geltung bringen, dabei aber und vor allem ſich Nie. L
zur Tilgung ſeiner Schulden und zur Befriedigung. 2e=
Luxus, zu dem ſeine ſybaritiſche Natur ihn trieb.
Zu dieſem Zwecke mußte er ſich einen uubegrenten.
tem König zu verſchaffen ſuchen, und dieſe vol. 2.
[ ← ][ ][ → ]
Der Stand
erſieſoldungsverhandlungen.
Gtieleliszahlung der Erhöhungsſätze. — Der
eiſctun uſchtel für Penſionäre und Altpenſionäre
von 5 auf 8k erhöht.
* Berlin, 5. Dez. (Priv.=Tel.)
endloſen Hin und Her zwiſchen Kabinett,
Fraktions=
ſern 9 Fraktionen über die endgültige Geſtaltung der
Be=
ugusurrn, iſt am Montag eine Verſtändigung wenigſteus
groß de gen erzielt worden. Sie iſt dadurch zuſtade
ge=
men 4, ß alle Parteien Opfer bringen mußten. Das
Zen=
um huguf die „Fernzündung” verzichtet, ſo daß die
Er=
hunm) fort in Kraft tritt. Sowohl im Reiche wie
breungguifr die volle Auszahlungder Erhöhungs=
W/ebuc1. Oktober 1927 ab geſichert. Dafür haben
aller=
is dui kichtsparteien bei Penſionären und Altpenſionären
Opeſtäuw)”, machen müſſen. Nur die Warteſtandsbeamten
Mßen Aue allgemeine Beſoldungsſfala eingeordnet.
Pen=
näyteund Altpenſionäre blieben draußen. Hier
eis AGüirumerhin gelungen, den Zuſchlag von 5 Pro=
Mut dagſnen außer den allgemeinen Zuſchlägen bewilligt
wer=
ue ſolltte u f 8 Prozent zu erhöhen, freilich nur bei
Pen=
min bußt 12000 Mark. Auch wegen der Miniſterialzulagen
28 hu M iue „Zſtandigung erfolgt, dagegen beſtehen noch
Schwierig=
warn der Zulagen im beſetzten Gebiet, die der Reichs=
Aungen unzögr; gerne geſtrichen ſehen möchte, an denen das
Zen=
iſen ſim f abſmcch feſthält. Das Zentrum hat außerdem auf die
Aieinz ſindnm der Beſoldungsreform mit der Invalidenrente
ver=
hit doß am ſt. 16rat ſich herausgeſtellt, daß die diesbezüglichen
miniſter gu ſche ᛋ/ Zentrums eine jährliche Summe von mindeſtens 25
e nach Gn ſoneralerk ausmachen. Die übrigen Regierungsparteien
m ſchwen zn dſah dem Zentrum nahegelegt, ſich zunächſt mit dem
ſvorden ſümdskargiſt und dem Reichsfinanzminiſter, die ja beide dem
ute Fran urumv gehören, zu verſtändigen, woher das Geld
geuom=
ſichen Ramlwerute ſoll. Das Zentrum wird ſich daher bei der dritten
mreien viö ſia nriteiter Entſchließung begnügen, worin die Regierung
die rffordzu wird, im Rahmen des Etats die Möglichkeit einer
icht en xſtelsiu Her Altinvaliden zu prüfen. Es wird ſich alſo
da=
ſhanzl, wb der Reichstag genügend Diſziplin hat, aus dem
ſob iihtxanszuſtreichen, um für die Kleinrentner und die
wbaliete die an ſich wünſchenswerte und notwendige
Unter=
ig lunusſparen zu können.
Zeimesr und Bayeriſche Volkspartei.
* Berlin, 5. Dezember. (Priv.=Tel.)
„Am rlliiag abend trat das Zentrum zu einer erſten
Frak=
ſitzuſumt den Bayern zuſammen. Die Sitzung befaßte ſich
ehmkadm it der Innenpolitik. Dabei hat ſich herausgeſtellt,
der ſAieſterflügel zwar überſtimmt, aber noch keineswegs
ſeſchatkt it. Sein Widerſtand gegen die Form der
Beſol=
horuzng beſteht nach wie vor, ſo daß hier immer noch mit
Mögilleit von Ueberraſchungen zu rechnen iſt.
Rumrt 338
Dienstag, den 6 Dezember 1927
Geite 3
Aerhmnserhohungeel Beumten geſſchert
Dit Reichstagsdebatte über
die Wirtſchaftsnot.
MAbſtiimmung über die Mißtrauens=
Nen gegen die Reichsregierung.
lſän unſerer Berliner Redaktion.
wurn u in ſüchkuß an die Interpellauon über die allgemeine
ſſchaf ”zut hat der Reichstag am Montag fünf Interpella=
Mn derch Ygierungsparteien über die Notlage im Aachener Be=
„der Wiz in Trier und Oberſchleſien beraten, die von den
u” Retermr einzelnen Parteien begründet wurden. In ſeiner
wont Rähigte der Reichswirtſchaftsminiſter Hilfsmaßnahmen
ud verach, daß die Regierung beſonders von der Reichs=
Zutſhrungen über beſſere Tarifgeſtaltung erhoffe. Der
geberFlsniiniſter ſprach über die verkehrspolitiſchen Pläne,
Neiſchlingre Durchführung der Oder=Regulierung, über die
— Zhilluph ie gerichtet, führten doch mit Notwendigkeit in
MGebiocher Politik, nicht bloß theoretiſch, ſondern auch prak=
„wie 2m Beiſpiel in dem Verlangen einer Erhöhung der
ſiſte, Aulche der König im Herbſt 1865 ausſprach, was ich
„veecheich nnausführbax und gefährlich bezeichnete. Die poli=
F WirzAnleit Wagners trat am entſchiedenſten darin hervor,
„oe jailß Der ſeinen Zwecken und Plänen irgendwie
ent=
z Mrat,A Uſichtslos ver folgte, bei dem König verdächtigte, an=
Nie K) aus deſſen Nähe zu entfernen ſuchte.”
Bi Were des Sommers weilte der König in Schloß Berg
eiarnAſherrſee, Wagner in ſeiner Nähe. Pfordten ließ dem
Wi dut Ebem Kabinettsſekretär von Pfiſtermeiſter wiſſen, wie
Fögltess u über die neue Bevorzugung des Meiſters ſei,
Drask dſichtige Warnungen aus, auch daß der König ſich
Blilicb rückziehe, keinen Verkehr pflege uſw. Der König
Lpoyy Ehm am 19. Juli: „Sehr hat es mich in=
Liiſe was Sie über die Frauen ſprechen.
D en Siü kderzeugt, daß ich ihren Wert durchaus nicht unter=
Ve Bsbeni meiſten jungen Leuten miſcht ſich Sinnlichkeit
e Nu g zum anderen Geſchlecht. Dieſe verdamme ich.
9 Gl th, davon nichts weiß, ſo iſt, wie ich ſicher glaube,
We Bs Srinig für die „Reinheit” der Frauen eine um ſo
Eer mäköi dene. — Feſt nehme ich mir vor, mich im nächſten
Wer Clnkn Studien mit Eifer hinzugeben. Der Geiſt darf
M ügeres mis Blaue ſchweifen, in ein beſtimmtes Bette muß
Wereteblirhen; erſt dann kann man der Mitwelt nützlich wer=
Sieß yien mir Ihre Meinung frei und unumwunden,
Sin erköin ſich den wahren und treuen Freund, dem ich ſtets
Der3s umlbar ſein werde. Schmeicheln und Unwahrheit
iſſe ich. W
tiwenwen hörte man von den großen Theaterplänen Wag=
L2 De 8 gewaltige Summen erfordern würden. Die
öffent=
iche Mei
9 teilte ſich in zwei Parteien, die größere gegen
idler, lcinere für ihn. Im Herbſt 1865 weilte Wagner
Aobenſchwangau, worüber Pfordten mitteilt: „Auf
A Se B iem Schloſſe ſtellte der Flügeladjutant Fürſt Paul
Lnß Mm leiterkoſtüm die Ankunft Lohengrins im Kahne mit
iche ucht wane dar, während die Regimentsmuſit Theile
Di Boszi Sper ausführte und dieſer mit dem Könige aus
i Beuc zurſah” Unvermutet lieferte Waguer ſeinen Fein=
Sie Iierund ſehr ſcharfe Waffe gegen ihn in die Hände.
Da Aluchener Neueſten Nachrichten” erſchien am 29.
No=
kikel, der wahrſcheinlich von Coſima von Bülow
aner ſelbſt herrührte, mit Angriffen gegen das
Euerhand politiſchen Andeutungen, daß man den
nur ausbeuten wolle uſw.; zwei bis drei Per=
Nen au 4.
Umgebung des Königs, welche nicht die geringſte
Wung
Dweriſchen Volke genöſſen, müſſen entfernt werden,
Fertigſtellung des Mittellandkanals, die vor 1937 nicht zu
erwar=
ten ſei, und über andere Unterſtützungsmaßnahmen für den Oſten.
Staatsſekretär Schmid vom Miniſterium der beſetzten Gebiete
gab der Hoffnung Ausdruck, daß durch den Handelsvertrag mit
Frankreich auch für die Pfalz und die angrenzenden Gebiete eine
Beſſerung eintreten werde. Gründlich geholfen freilich würde erſt
mit der Beſeitigung der unnatürlichen Grenzen und der
Be=
ſatzung. Die Ausſprache wird am Dienstag noch fortgeſetzt
twer
Demokraten entſchloſſen haben. Sie begründen das
vor allem damit, daß die Regierung die ſtaatsrechtliche
Verant=
wortung für ein Schulgeſetz trägt, deſſen ganzer Charakter eine
neue Spaltung des deutſchen Volkes herbeiführen würde, ſodann
mit dem „völligen Verſagen des Finanzminiſters auf dem
Ge=
biet der Finanz= und Reparationspolitik”, ſelbſtverſtändlich auch
mit den „vielfachen ſchweren politiſchen Verſtößen” des Miniſters
v. Keudell. Auffallenderweiſe iſt in der ganzen Begründung von
der Wirtſchaftspolitik, die ja doch eigentlich den Anlaß zu den
Mißtrauensanträgen gegeben hat, nichts geſagt. Das
Miß=
trauensvotum ſoll ja auch eine Kraftprobe ſein und wird es auch
werden. Man rechnet allgemein damit, daß die
Regierungspar=
teien mit Unterſtützung der Wirtſchaftspartei eine ſtattliche
Mehr=
heit zuſammenbringen werden.
Reichstags=Sitzungsbericht.
* Berlin, 5. Dezember. (Eig. Bericht.)
Im Reichstag, der heute ſeine Beratungen erſt um 4 Uhr begann,
widmete zunächſt Reichstagspräſident Loebe dem am
Sams=
tag verſtorbenen ſozialdemokratiſchen Abgeordneten Silberſchmidt einen
warmen Nachruf, den die Mitglieder des Hauſes ſtehend anhörten. Es
wurden einige kleinere Vorlagen erledigt. Als man hierauf mit der
Beratung der Zentrumsinterpellation über die Notlage des Aachener
Wirtſchaftsgebietes beginnen wollte, beantragten die Kommuniſten
Ab=
ſetzung dieſes Gegenſtandes von der Tagesordnung und verlangten dafür
die Beratung eines kommuniſtiſchen Antrages, der ſich mit den
drohen=
den Stillegungen in der Eiſeninduſtrie beſchäftigt.
Reichsarbeits=
miniſter Dr. Brauns wies darauf hin, daß über die gegen die
Dreiſchichtenverordnung gerichtete Eingabe mit den Induſtriellen bereits
verhandelt worden ſei. Das Reichsarbeitsminiſterium habe die
In=
duſtriellen aufgefordert, die Vorbereitungen zur Durchführung der
Ver=
ordnung nicht zu ſiſtieren. Nach kurzer Geſchäftsordnungsdebatte wurde
der kommuniſtiſche Antrag abgelehnt. Das Haus trat nunmehr in die
Beratung der Interpellation des Zentrums über das Aachener Gebiet
ein, womit die Beratung einer Zentrums= und einer deutſchnationalen
Juterpellation über die Notlage in der Pfalz und verſchiedene
weitere Interpellationen der Regierungsparteien verbunden werden ſoll.
Zunächſt begründete Abg. Sinn (3.)=Aachen die Interpellation
ſeiner Fraktion über die Notlage im Aachener Gebiet, wobei er
be=
ſonderen Wert darauf legte, die ungünſtigen Verkehrsverhältniſſe dieſer
Gegend näher zu erläutern. In Beantwortung der Interpellation ſagte
der Reichswirtſchaftsminiſter gemeinſame Maßnahmen der Reichs= und
preußiſchen Regierung ſowie der Reichsbahn zur Behebung der
Ver=
kehrsnöte im Aachener Grenzgebiet zu. Hierauf begründete der
Zen=
trumsabgeordnete Ehrhardt eine Interpellation über die Waſſerſtraßen=
und Verkehrsfragen des Oſtens, die Reichsverkehrsminiſter Koch in
län=
gerer Nede beantwortete.
Abg. Hofmann=Ludwigshafen (Z.) begründete nunmehr die
auch von der Bayeriſchen Volkspartei nnterſtützte Interpellation ſeiner
Fraktion wegen der wirtſchaftlichen und kulturellen Notlage der
Rhein=
pfalz. Die Interpellation weiſt darauf hin, daß Kriegs= und
Nachkriegs=
zeit dort beſonders verheerende Wirkungen ausgeübt hätten.
Nament=
lich in den Grenzbezirken befänden ſich Landwirtſchaft, Handel und
Ge=
werbe in den ſchwierigſten Verhältniſſen. Die Pfalz brauche eine große
durchgehende Verkehrsſtraße. Der Redner erklärt, daß die Pfälzer ſich
als Geiſein für das ganze deutſche Volk fühlten.
Abg. Dr. von Dryander (Deutſchn.) begründete
Interpella=
tionen über die Notlage der Pfalz und im Bezirk Trier. Das geſamte
öffentliche und wirtſchaftliche Leben werde von der Beſatzung beherrſcht.
Die Zuſammenſetzung der Rheinſchiffahrts=Kommiſſion in Saarbrücken
wirke auf die Entwicklung der deutſchen Rheinſchiffahrt ungünſtig. Die
deutſche Flagge ſei heute auf dem Rhein leider nur noch eine von vielen.
Es müſſe alles getan werden, die deutſche Rheinſchiffahrt zu ſtärken, um
dadurch zur Herbeiführung eines wieder freien deutſchen Rheines
bei=
zutragen.
Staatsſekretär Schmid vom Miniſterium für die beſetzten
Gebiete beantwortet die Interpellationen. Er erkennt die Berechtigung
der von den Interpellanten vorgebrachten Klagen an. Die
Grenz=
ziehung des Verſailler Vertrages habe der Wirtſchaft in dieſen
Grenz=
gebieten ſchweren Schaden zugefügt. Es ſei zu hoffen, daß durch das
deutſch=franzöſiſche Handelsabkommen auch von der Wirtſchaft der Pfalz
und der anſtoßenden Gebiete die früheren Beziehungen wenigſtens zum
Teil wieder hergeſtellt werden können und dadurch Induſtrie und
Land=
wirtſchaft wieder ſtärkeren Abſatz finden. Dazu komme der ſchwere Druck
der Beſatzung, der die Entfaltung der Wirtſchaft behindere. Die
Reichs=
damit der König und das bayeriſche Volk von dieſen läſtigen
Beunruhigungen befreit werden. — Das war denn doch zu viel,
und nun brauſte brandend die Feindſchaft gegen Wagner auf.
Auch König Ludwig I., der in München weilende Großvater des
jungen Königs, bat Pfordten, den König zu warnen, und auf
die Bemerkung des Miniſters, eine großväterliche Warnung
würde wohl eher nützen, antwortete der alte König: „Ich will
mir meine Stellung nicht verderben!“
(Schluß folgt.)
Reznicek=Uraufführung in Leipzig.
Ein neues Werk der deutſchen Opernliteratur.
Profeſſor Emil Nikolaus von Reznicek,
der Komponiſt der „Donna Diana”, des „Peter Schlemihl”,
„Ritter Blaubart” und „Holofernes”, tritt mit einer neuen
wert=
vollen Oper „Satuala” hervor. Die Uraufführung bildet eine
muſikaliſche Senſation von Leipzig, aber auch von ganz
Deutſch=
land. Reznicek wurde als Sohn eines Feldmarſchall=Leutnants
1861 in Wien geboren, war viele Jahre Opernkapellmeiſter und
iſt Profeſſor an der Muſikhochſchule in Berlin. (
Originalzeich=
nung von Dolbin.)
regierung ſei bereit, die Saargängerhilfe fortzuſetzen und aus dem
Grenzfonds für den Weſten Mittel bereitzuſtellen, um die härteſten
Schäden, insbeſondere auch auf dem Gebiet der Verkehrsverhältniſſe und
des kulturellen Lebens zu beſeitigen. Die Regierung werde auch bei der
gegenwärtigen geſpannten Finanzlage alles zur Milderung der
beſtehen=
den Schwierigkeiten tun. Eine dauernde wirtſchaftliche Geſundung werde
freilich erſt erreicht werden mit der Beſeitigung der unnatürlichen
Saar=
grenze und der Beſatzung.
Abg. Frau Schiffgen (Soz.) bezeichnete die Interpellationen
der Regierungsparteien als einen ſpaßigen Wettlauf vor den Wahlen.
Abg. Dr. Zapf (Dt. Vp.) betonte die ſchlechte Lage der
Landwirt=
ſchaft in der Pfalz. Dieſes Jahr ſei das ſchlechteſte ſeit Jahrzehnten.
Der Bauer ſei unter das Nibeau des Arbeiters geſunken. Die
Reichs=
regierung müſſe helfen, beſonders beim neuen Etat.
Abg. Fiſchbeck (Dem.) ſprach die Erwartung aus, daß bei den
be=
vorſtehenden deutſch=franzöſiſchen Verhandlungen über das
Saarabkom=
men die deutſchen Unterhändler auch die Notſtände in den angrenzenden
deutſchen Gebieten zur Sprache bringen. Die Regierung müſſe ein
um=
faſſendes Wirtſchaftsprogramm für die Grenzgebiete vorlegen.
Abg. Mollath (Wirtſch. Vergg.) verweiſt auf die ſcharfe
Kon=
kurrenz, die dem Aachener Kohlenrevier durch Holland und Belgien
ge=
macht werde. Hier könne nur durch gründliche Reformen im
Verkehrs=
weſen abgeholfen werden.
Darauf wurde die Beratung abgebrochen und die Weiterberatung
auf Dienstag 16 Uhr vertagt.
Auf der Tagesordnung ſteht die Abſtimmung über die
Mißtrauens=
voten gegen die Reichsregierung, die Vorlage über die
Krankenverſiche=
rung der Seeleute und der Bericht des Ausſchuſſes über die
Nuhrent=
ſchädigungen.
Schluß 19 Uhr.
10 Jahre Finnland.
Die deutſch=finniſche Waffenbrüderſchaft.
* Helſingfors, 5. Dezember. (Priv.=Tel.)
Am 6. Dezember feiert Finnland ſein zehnjähriges
Jubi=
läum der Unabhängigkeitserklärung, ein Jubiläum, an dem
Deutſchland in freundſchaftlichem Gedenken teilnehmen wird, da
Deutſchland ſelbſt tatkräftig an der Schaffung der
Unabhängig=
keit Finnlands mitarbeitete. Damals, als in Finnland alles
drunter und drüber zu gehen drohte, liefen deutſche Kriegsſchiffe
unter Führung des Admirals Meurer in Helſingfors ein, und
deutſche Soldaten unter General von der Goltz griffen an der
Seite der Finnländer ein, ſo daß Präſident Swinkufvud am
6. Dezember 1917 unter dem Jubel der Anweſenden die
Unab=
hängigkeitserklärung verleſen konnte. Es hieß darin, daß
Finn=
land ſeine nationale und menſchliche Aufgabe nur als
vollkom=
men freier und unabhängiger Staat erfüllen könne. Auf der
Feſte von Sweaborg wurde die Nationalflagge gehißt. Und
wie=
der war es Deutſchland, das Finnland, ſeine Unabhängigkeit zu
wahren half. Von Petersburg aus drohte die rote Sturmflut.
Terrioki und Wiborg wurden angegriffen und vom Ladoga aus
durfte ein Ruſſeneinfall erwartet werden. Es gelang zwar der
deutſchen Diplomatie, bei der ruſſiſchen Regierung die
Anerken=
nung der Unabhängigkeitserklärung durchzuſetzen. Aber
Ruß=
land rechnete dabei mit einem Sieg des Bolſchewiſtenaufſtandes
in Finnland, der nur mit erheblicher Mühe niedergeworfen
wer=
den konnte. Deutſche Soldaten kämpften an der Seite der
Finn=
länder, und die gemeinſamen Soldatengräber zeugen von der
Waffenbrüderſchaft, die im Laufe der Jahre zu einem
dauern=
den freundſchaftlichen Verhältnis geworden iſt.
Finnland mit ſeinen 3½ Millionen Einwohnern nimmt
unter den baltiſchen Staaten eine beſondere Stellung ein. Lange
mit Schweden verbunden, hatte es ſchon zur Zeit der
Ruſſen=
herrſchaft ein hohes Kulturniveau. In ſeiner autonomen
poli=
tiſchen Stellung verſtand es, unter der Herrſchaft des
Gouver=
neurs ſeine Eigenart zu wahren. Die Ruſſifizierungsverſuche
des Generalgouverneurs Bobrikow im erſten Jahrzehnt dieſes
Jahrhunderts mußte dieſer ſchließlich mit ſeinem Tode bezahlen.
Der Mörder Schurmann wurde mit Tell verglichen, und die
Finn=
länder pilgerten zu ſeinem Grabe wie zum Grabe eines
natio=
nalen Märtyrers. Im Gegenſatz zu den anderen baltiſchen
Staa=
ten, die gleichfalls dem Umſturs in Rußland ihre
Unabhängig=
keit verdanken, hat Finnland keine Enteignung durchgeführt und
gelangte bald zu einer ſehr befriedigenden Wirtſchaftslage. Es
gibt in Finnland keine Arbeitsloſigkeit. Die Handelsbilanz
ver=
ſpricht aktiv zu werden. Der Export der hauptſächlichſten
Landes=
produkte, d. h. von Holz, Holzwaren, Butter und Käſe, wird zu
39 Prozent von Deutſchland aufgenommen und iſt allgemein im
Steigen begriffen. Außenpolitiſch nimmt es eine angeſehene
Stellung ein, was ſchon in der Wahl Finnlands in den
Völker=
bundsrat zum Ausdruck kommt. Innenpolitiſch leidet Finnland
ebenfalls unter der Parteizerſplitterung; jedoch hat ſich das
Miniſterium Tanner trotz aller parlamentariſchen
Schwierig=
heiten zu halten verſtanden.
Der 10. Jahrestag der Unabhängigkeit Finnlands wird
mor=
gen unter großen Feierlichkeiten begangen werden. Im
finni=
ſchen Landtag wird ein großer Feſtakt abgehalten mit
Militär=
muſik und Feſtreden, die auch durch Radio verbreitet werden.
Kunſi, Wiſſenſchaft und Leben.
— Ein Wagner=Film iſt jetzt von Dr. Werner Kulz=
Darmſtadt geſchaffen worden. Die ſehr intereſſante Arbeit wird
zu Beginn des Jahres 1928 im Verlage des Lichtbilddienſtes,
Dresden, erſcheinen. Es handelt ſich dabei nicht um einen
leben=
den Film, der unter ungeheuerem Koſtenaufwand doch nur eine
Anzahl Szenen aus dem Leben des großen Tonmeiſters in mehr
oder weniger zutreffender Weiſe wiedergeben könnte, ſondern
um ein Bildband zu Vortragszwecken und zum muſikgeſchichtlichen
Unterricht. Eine große Anzahl bedeutſamer Dokumente aus dem
Leben und Werk Richard Wagners ſind ſorgfältigſt ausgewählt
und aufgenommen und auf zwei lange Diapoſitiv=Bildſtreifen
aufgereiht worden. Die beiden Teile des Films, von denen der
erſte die Jahre 1813 bis 1872, der zweite nur das Bayreuther
Werk zur biographiſchen Daſtellung bringt, zeigen in vielen
Einzelbildern Wagner in den verſchiedenſten Lebensaltern, alle
ſeine wichtigeren Freunde, Gönner und Mitarbeiter, darunter
beſonders die Helfer in Bayreuth, Wirkungsſtätten des Meiſters,
ſeine Handſchrift und eine Menge lebendig in vergangene Zeiten
hineinverſetzendes muſikaliſches Anſchauungsmaterial, wie
Notenblätter, Partiturſkizzen, Karikaturen, Szenenentwürfe,
beſonders intereſſante Bühnenbilder und Zeichnungen, der
be=
deutendſten Maler zu den dramatiſchen Werken Wagners. Das
Ganze iſt eine auf zwei Vorträge zuſammengedrängte und doch
großzügige biographiſche Geſtaltung des im Tatſächlichen wie in
ſeinen Auswirkungen ſo überaus feſſelnden Künſtlerlebens des
Bayreuther Meiſters.
— In den Ausſchuß zur Vorbereitung des
Internationalen Lichtkongreſſes zu Lauſanne und
Lcyſin 1928 wurde als Deutſcher Dr. med. Heinz Loſſen,
zurzeit Schatzalp=Davos, berufen.
— Das 1. Weihnachtsheft der „Eleganten Welt” iſt ſoeben erſchienen.
Es bietet wertvolle Anregungen in Bild und Wort zu ſinnvollen
Weih=
nachtsgeſchenken für die Dame und — was beſonders willkommen ſein
dürfte — auch für den Herrn. Der Anzug der Dame nach letztem
Stil von Morgen bis Mitternacht iſt in alle ſeinen intereſſanten
Ein=
zelheiten und in verſchiedenen Variationen bildlich dargeſtellt. Die
aktuelle Theateraufnahmen aus den letzten Premieren bereichern den
bildlichen Inhalt des künſtleriſch ausgeſtatteten Heftes.
* Nachtrag zum geſtrigen Opernbericht. Es wurde
verſehent=
lich vergeſſen, Heinrich Kuhn lobend zu nennen. Er ſang
in der „Götterdämmerung” den Alberich und verhalf in
groß=
zügiger Weiſe der nä htlichen Szene mit Hagen zu jener
un=
v. H.
heimlichen Wirkung, die von ihr ausgehen ſoll.
Nachruf.
Am 4. Dezember verſchied
Herr Direktor Oipl.=Ing.
Der Verſtorbene hat als Leiter meiner techniſchen
Abteilungen ſeit dem Jahre 1918 meinem Haufe ſeine
beſien Kräfte gewidmet. Mit Geſchick und Energie hat
er die nach den Kriegsjahren erforderlich gewordene
techniſche Neugeſtaltung der Fabrik prakiſch durchgeführt
und das Werk weiterhin ausgebaut. Er hat dabei ſeine
an Verantwortung und Arbeit reiche Stellung mit größter
Hingabe ausgefüllt.
Seiner Lebensarbeit iſt er allzufrüh entriſſen worden.
Seine Verdienſie um die Entwicklung meines Werkes,
ſowie ſein offener und vornehmer Charakter ſichern ihm
mein dauerndes, dankbares Gedenken
E. Merck.
Darmſitadt, den 5. Dezember 1927.
(19096
Geite 4
Dienstag, den 6 Dezember 1927
Nummer
Am 2. Advent iſt unſer Wolſgang.
unſer 2. Kind, angekommen.
Studienrat Dr. Scheuermann
und Frau Marie, geb. Muth
Darmſiadt, den 4. Dez. 1927.
32422)
Nach längerem Leiden iſt am
4. I. Mis. unſer gutes
Fräulein
Karoline Walch
aus Sennfeld in Baden
die uns beinahe 50 Jahre lang aufs
reueſte zur Seite geſtanden hat,
verſchieden.
Wir werden der lieben
Heim=
gegangenen ſiets ein treues Ge=
(*32428
denken bewahren.
Sophie Hetzl Witwe
Dr. Georg Hetl.
Darmſtadt, drn 5. Dez. 1927.
Todes=Anzeige.
Heute Nacht 11 Uhr verſchied
unſer lieber Vater,
Schwieger=
vater und Großvater
Statt besonderer Anzeige.
Am 4. Dezember starb mein
geliebter Mann
Werner Pfarr
Lisbet Pfarr
geb. Merck.
Die Beisetzung findet in der Stille statt.
054
Winter Iches
Unerwartet entſchlief heute unſere liebe, gute
Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwägerin
und Tante
Frau
Enne Zungeiie
verw. Fries, geb. Urſtadt
im 78. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Anna Scharmann, geb. Fries
Clothilde Holl, geb. Zängerle
Oberingenieur Holl
19075
und drei Enkel.
Leipzig, Darmſtadt, Alsfeld, den 4. Dezember 1927.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 8. Dezember,
vormittags 11 Uhr, von der Kapelle des alten
Friedhofes an der Nied.=Ramſtädterſtraße aus ſtatt.
Loden=Mä
gefütterte 21
Knaben=
früher
Ochſenge
im „20.
W
richtet jg.;
Filiale einn
Angeb. u...
die Geſchſiſ
im 78. Lebensjahre.
Die trauernd Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 4. Dez. 1927.
Die Beerdigung findet am
Mitt=
woch, den 7. Dezember 1927,
nach=
nittags ½4 Uhr, auf dem
Wald=
friedhoſ ſtatt. (*32516
Todes=Anzeige.
Heute entſchlief nach längerem
Leiden un ere lie e Schweſter,
Tante und Großtante
Fräulein
Karonne Paich
Im Namen der Hinterbliebenen
Frau M. Penk, Wwe,
geb Walch.
Darmſtadt, Sennfeld,
den 4. Dezember 1927.
Die Beerdigung fin et Mi twoch,
vormittags 11 Uhr, auf dem al en
Friedhof,Nieder=Ramſtädterſtraße,
ſtatt.
(19.99
Auffihrung 1.
ARN
m
Dra=
ſich
geu
ganz
norpri
und
Locm
Am 4. Dezember 1927
ent=
ſchlief nach lungem, mit Geduld
ertragenem Leiden unſer lieber
Vater, Großvater,
Schwieger=
vater und Onkel
(19094
JaKON KehSCher IA.
Im Namen der tieftrauernden
Hinterbliebenen:
Familie Ramb
Kirch=Brombach, Frankfurt=M.,
Meiningen u. Langen=Prombach.
den 4. Dezember 1927.
Die Bee digung findet
Mitt=
woch nachmittag 2 Uhr ſiatt.
Statt beſonderer Anzeige.
Es hat Gott gefallen, meine geliebte
Schweſier, unſere liebe Schwägerin u. Tante
Fräulein
Mutie Romheib
in der letzten Nacht, im 69. Jahr, zu ſich
ab=
zurufen.
Im Namen der Hinterbliebenen:
G. von Römheld
Wirkl Geheimerat.
Darmſtadt, den 5. Dezember 1927. (82450
Schachſpiel (Elfenb.=
Fig.) preisw. zu vk.
Anzuſ. Roquetteweg
15 II. zw. 3 u. 4 Uhr.
412
(Soryfin-Bonbons! Aethvigiycolsäure-Mentholester,)
Erhältlich in Apotheken und Drogerlen.
Die Beſtaitung findet in der Stille ſiatt.
Es wird gebeten, von Blumenſpenden und
Beileids=
beſuchen abzuſehen.
Freiwillige Feuerwehr Darmſtadt.
Zur Beerdigung unſeres Kameraden
Ludwig Hartmann
wollen ſich die Mitglieder Dien tag,
den 6 Dezember, nachmittags 1½ Uhr
am Portale des Waldfriedofs
ein=
ſinden
Das Kommando.
32427
Innigen Dank
ür die vielen Beweiſe herzlicher
Teil=
nahme bei dem Ableben meines lieben
Mannes und unſeres guten Valers
beſonders Herrn Pfarrer Wendel für
die troſtreichen Worte.
(*32482
Familie Reubold.
Todes=Anzeige.
Am 4. Dezember 1927 entſchlief nach kurzer,
ſchwerer Krankheit unſer lieber, herzensguter Vater,
Schwiegervater, Schwager und Onkel
Herr
Medte
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d belebende
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Fuwugen des In. und
41 un von Januar bis 2
44 Ime, Nigeria und Kar
Mufher noch nicht ge;
MüSüm im Rufe ei
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ſiu ir Veramſtaltur
Jyn zu wollen.
MaMelSter!
TM Vir verweiſſ
Fur, abenes 8 Uhr, i
Meauslehrvortrag
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Die trauernden Hinterbliebenen;
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Darmſtadt, den 5. Dezember 1927.
Die Beerdigung ſindet Mittwoch, den 7. Dezember,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des Beſſunger
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zus der Landeshauptſiadt.
Darm edt, 6. Dezember.
ganut wurden: am 21. November die Lehrer Georg Birken=
Langwaden (Kreis Bensheim), Fritz Grünewald zu
(eis Erbach), Karl Kochhafen, zu Mittel=Gründau (Kr.
Karl Repp zu Pfordt (Kreis Lauterbach), zu Lehrern an
ſer M.; — am 29. November: der Lehrer Johann Michel zu nicht immer reſtlos, und es müſſen Opfer gebracht weiden. Aber wenn
uun zum Rektor an dr Volksſchule daſelbſt; der Lihrer Herm. die Schönheit einer Stadt den Fremden locken und ihm etwas geben
zu Bubenheim (Kreis Bingen) zum Lehrer an der Volks= ſoll, wenn r3 ſich gar darum handelt, einen Ruf as Kuuſtſradt zu be=
Schwabenheim (Kreis Bingen); der Brückenaufſeheraſpirant wahren, dürfen Einzelintereſſen nicht alleinherrſchend ſein, zumal, wo
Adler aus Gernsheim zum Brückenaufſeher an der flie= es ſich um das tagtäglich der Allgemeinheit dargebotene Kunſtgut des
Straßenbildes handelt.
ſirem Ehrenbürger, dem Dr.=Ing. h. e. Geheimrat Ludwig
Schon allzuviel hat Darmſtadt hier verloren. Man braucht nur
„cuzu Berlin, iſt eine neue Ehrung zuteil geworden. Die Ber=
t— bei Gernsheim vom 1. D.zember 1927 an.
nu mer=Vereinigung hat ihn zum Ehrenmitglied gewählt. Es
ral, daß die ſeit über 40 Jahren beſtehende Vereinigung, die
tegas und Adolf Hildebrand zu Ehrenmitglicdern hatte,
u der Berliner Stadtverwaltung in dieſer Form auszeichnet.
—wiſches Landestheater. Heute Dienstag findet im Großen Haus
Sinfoniekonzert des Landestheaterorch ſteis ſtatt.
roargan:! Guſtav Mahler: Sinfonie Nr. 4 mit Sopranſolo (Fraut
„5om=Linhard); Wladigeroff: Konzeriſtick für Violine und
rckeſtug Sn liſt: Profeſſor Saſcha Popoff); Richard Strauß: Don
von. / 4i ent: Generalmuſikdirektor Dr. Böhm.
Mar gon Kreibig, wiederholt am Freſtag, 9. Dezember, im
einenn is ihren Tanzabend.
Diukſäſte Aufführung von Zukmayers „Schinderhannes”
bet zufchar, 9. D zember, ſtatt.
Dals)laghilew=Ballett, die berühmteſte ruſſiſche
Tauz=
ſove, giert am 14. und 15. Dezember im Heſſiſchen Landestheater.
— „9ſtausſtellung. Die Aquarellausſtellung von Julis
Kauf=
innu! Elſa Pfiſter=Kaufmann i der Buchhandlung Hein=
Seſhu h, Rheinſtraße 15, wird bis einſchließlich Donnerstag, den
Dezesar verlängert.
— LIſtes Akademie=Konzert. Ein Liederabend Paul
Ben=
rs.c allsinchen, ron Wolfgang Rouff begleitet, bedeutct ein
muſi=
ſches eignis. Es ſei deshalb ganz beſonders auf dieſes Konzert,
mu ſulag, den 9. Dezember, im Rahmen der Akudemi==Konzerte
öſt al der Tuungemeinde ſtattfindet, aufmerkſam gemacht. —
ücker Zeitung ſchreibt: „Pcul B.nder iſt eine künſtleliſche
Sänger von größtem ſtimmlichen Fonds, Diſtinktivn und
Stärke iſt die Dramatik, ſein Stil die ſcharfe
Charak=
de Kumſt erſchöpft ſich nicht in dem Klanglichen, wiewohl
hlanglich Bedeutung gewährte, ſondern wiakt immer
darſtel=
mi eſſtatmend. Die ganze Feinheit ſeiner Pointerungskunſt
ſtetzn ber in den humorprickelnden, moquanten Geſängen
Ko=
gris,3 ſie volle Wärme und Innigkeit ſeines klangedlen Organs
er „ATodo Wolf und Loewe angedeihen. In Bender findet ſich
ſte etzuieslultur und belebender Geiſt in ſeltenem Maße vereinigt.
fnerunh= Beifall forderte einige Zugaben, die der Künſtter ſeinen
iſterpadrhörern freigebig gewährte.
— Z.)üſcte Kolonialgeſellſchaft, Abteilung Darmſtadt. Wir machen
ere Aydli der und Intereſſenten nochmals auf den heute abend 8 Uhr
ſtan des Ludwig=Gcorgs=Gymnaſiums (Eingang Karlſtlaße 2),
uahn Lickthildervortrag des Herrn Regierungsrats Profeſſor
aufmerkſam. Herr Prof. Miſchlich, welcher bereits ſeit
Ttfrika, beſonders in Togo, tätig war, hat ſich durch ſeine
char der Hauſſa=Sprachen ganz beſondere Verdienſte erwolben,
Uhkmnungen des In= und Auslandes ſind ihm zuteil
gewor=
le hſe me von Januar bis Dezember 1826 ſtattgefundenen Reiſen
W0öhiſte, Nigeria und Kamrun witd er an Hand einer
größe=
nzu bisher noch nicht gezeigter Lichtbilder berichten. Da Herr
Myiedem im Rufe eines ausgezeichneten Redners ſteht, kann
zefitchur dringend empfohlen werden. Der Eintrittspteis für
mitzzüler iſt auf 60 Pfg., für Mitglieder, Studenken und Sckhüiler
r ſchSfJ., zur teilweiſen Dcckung der Unkoſten, feſtgeſetzt, damit
mamn dem Vorttage teilnehmen kann. (Siehe auch Anzeigen in
tin ud Samstagsausgabe des Blattes.) — Wir machen unſere
tgiedtkr u den am Mittwoch, den 7. Dezember, abends 8 Uhr, in
Fiuad / Realgymnaſiums ſtattfindenden Vortrag des Herrn
Kapi=
urd ee a. D. Frhrn. von Meerſcheidt=Gülleſem, wozu uns der
ſichz Isoreim, Ortsgruppe Darmſtadt, eingeleden hat, aufmerkfam.
Mtitsitr/ 1 RM. für Nichtmitglieder. Wir bitten unſere
Mitglie=
ſch gnder Veranſtaltung dieſes uns befreundeten Vereins recht
Naich /Eill gen zu wolln.
—Blig. Wir verweiſen hiermit nochmals auf den am Mittwoch,
Maber, abends 8 Uhr, im Konkordigſaal (Waldſtraße 33)
ſtatt=
bendent ſislehrvortrag der Firma Gebräider Noeder
. Sſäns ſiehe Anzeige in der heutigen Nummer.)
— Bimuher Bund der Deutſchen Jugend. Ortsgruppe
Darm=
t. Whuchen nochmals auf den in 2 Tcilen, am Mitt voch, den 7.,
Monich den 12. Dc ember, im Saale der Städtiſchen Akademie für
bunſt,B Uſt bethenſtraße 36, ſtattfindenden Vortrag des Herin Dr.
Mer=Kchl über „Richard Wagners Leben und Werk”
Amarkſactzar Der Redner wird an dieſem Abend zum erſtenmale ſemen
Bgnphinih Filmſtreifen zum Leben des großen Tonmeiſters
vor=
ſten. GriE,skarten zu 5) Pfg. ſind im Sekretariat der Städtiſchen
Memieg haben. Unſere Mitglieder haben zu diefen von der
Dmeß / Tontunſt veranſtalteten Vortragsabenden freien Eintritt.
— 215 hauer=Vorträge. Der dritte Abend der von der Buchhand=
AMüſſer & Rühle in deren Geſchäftsräumen v=ranſtalteten
Hintagsmn „Der Menſchand das Buch” findet dieſen
Don=
rSta/gſen 8 Dezember, abends 8½ Uhr ſtatt. Der Vortragende
I0o unse u swei der wicktigſten lebenden Repräſentanten der öſter=
Ahſchens Mtung, mit Arthur Schnitzler und Franz Werfel,
hunt n ain und anſchließend aus dem „Anatol” von Schnitzler
oſe auslin „Verdi=Roman” und der dramatiſchen Legende
ſaulwſund die Juden” von Werfel vorleſen. Karten zum
Mrag leälnach erhältlich. (Siche auch die heutige Anzeige.)
Ein Notruf in letzter Stunde.
Man ſchreibt us: Wenn bei der Eröffnung des Ratskellers vor
wenigen Tagen in wnteren Reden ſo nachdrücklich betont worden iſt,
jeder Darmſtädter wiſſe, daß die Stadt alle Beranlaſſung habe, ſich
energiſch zu regen, um Verkehr zu ſchaffen und den Ruf der Stadt zu
heben, ſo mag ſich mancher geſagt haben, daß es nun endlich gut um
die Erhaltung der aus der Verzaugenheit uns überkommenen
Kuunſt=
werte in Daumſtadt beſtellt ſei. Wirklich weiß doch jeder, wieviel andere
nauile zu Offnbach a. M.; die Lehrerin Luiſe Treiber zu Städte, gerade in der Nachbarſchaft, um ihre alten Straßenbilder vor
r (Kreis Frietberg) zur Lehrein an der Volksſchule zu dem Einbruch moderner Bauwut zu ſchützen, tun. Gewiß gelingt es
berthdeit eherlEel, de ſeier ſchnen. Donſchniech den Frnden
und den Einheimiſchen erfreu nd. Es iſt dies die obere
Wihelmi=
nenſtraße, von der katholiſchen Kirche bis über die Annaſtraße
hinaus, deren Oſtwand, aus der kein Haus, das andere zu übertrumpfen
ſuchend, heraustritt, atmet noch den in unſeren modernen
Straßen=
bildern ſo ſelten gewortenen Geiſt harmoniſcher Ruhe. Alles
Prunk=
volle und Aufdringliche verſchurihend, iſt dieſer Straßenzug vornehm
im beſten Sinne des Wortes. Einheitlich geplaut und ausgeführt, folgt
er einem künſtleriſchen G=danken, ein Kleinod in ſeiner Art, und leider
eines der letzten, üüber das die Stadt verfügt, in der doch die
Landes=
vertretung einſt das heſſiſche Denkmalſchutzgeſetz geſchaffen hat.
Als ein Glied jener Häuſerwand erhebt ſich nahe der Annaſtraße
das chemalige Prinz=Karl=Palais, heute das Heim der
Landesverſiche=
rungsanſtalt. Daß eine ſolche Verwaltung von Jahr zu Jahr uuhr
Platz braucht, iſt ve ſtändlich. So konnte der Gedanke entſtehen, das
ſchlieht=einfache Gebäude mit ſeiner puhigen Fläckeuaufteilung und dem
feinen, oleren wagrechten Abſchluß, das Ganze ein wichtiges Glied
jener ſchönen Häuſerzeile, umzugeſtalten. Muß das aber mit der
Ver=
nichtung des ganzen Straßenbildes erkauft werden? Man
will das ſchöne Gebäude mit einem Manſardendach verſehen und bis
zur Anngſtraße verlängern, an deren Ecke ſich ein turmartiges
Hoch=
haus erheben, das wiederun den Abſchluß, eines 5= oder 6ſtöckigen
Flügels, der die obere Annaſtraße hinaufziehen wird, bedeuten ſoll.
Gewinnt dieſer Gedanke in der Ausführung Geſtalt, iſt es um die
Schönheit des letzten, noch unveränderten Straßenzuges in Darmſtadt
auis der Nachmollerſchen Zeit geſchehen, Darmſtadt iſt wirder um
ein wertvölles Erbe der Vergangenheit ärmer geworden Und das
muß nicht ſein, zumal in nicht allzulanger Zeit der Gedanke einer
Er=
weitewng wohl wieder, dann aber vergebens vor der Tür des
Landes=
verſicherunigsamtes ſtehen würde. Wäre es da nicht beſſer, gleich in
eine der Kaſernen am Exerzierpla½z mit ihrer unbeſchränkten
Erweite=
rungsmöglichkeit überzuſiedeln? Und wenn man ſich nicht don dem
jetzigen Heim trennen will, muß es doch möglich ſein, den
Erweiterungs=
flüigel von der Annoſtraße abzurücken und ihn ſo an das alte Haus
anzuſchließen, daß deſſen Erſcheinung im Straßenbild der
Wilhelminen=
ſtraße nicht verändert zu werden braucht. Geht man von dieſem
Ge=
danken aus — und Stadt ud Staat müſſen ſich ihn zu eigen machen,
wenn ſie wirklich Anſpruch erheben, Hüter alten Kulturerbes zu ſein —
ſo fimdet ſich auch ein Weg, auf dem man neuen Forderungen gerecht
vird, ohne das wertvolle Akte zu zerſtören. Er findet ſich immer, wenn
er gefunden werden muß. Videant consnles!
H—Gkalauverein Darmſtadt. Bisher war es üblich, der letzten
uung iſallen Vereinsjahr ein der weihnachtlichen Stimmung ent=
Eenderu eträge zu geb.n. Diesmal ſoll dieſer Gedanke durch den
taug imatbäume und Weihnachtsträume”, zum
MWruck Macnt werden. Näheves hierüber enthält eine Anlindigung
Ukeutiggellrseigenteil.
* Tuhrmeinde 1846 (Woogsplatz). Am Sonntag, 11. Dezember
Adbnc nierktlich um 15 Uhr, findet des Weihnachtsſchau=
Minend iger Schüler= und Schülerinnen=Abteilungen im grozen
ſwie dri engemeinde ſtatt. Es iſt ein alter Brauch, alljährlich durch
E beſonA Feier kurz vor d.m Weihnachtsfeſt allen Frouunden der
Msüburn Fu zeigen, was auf dieſem Gebiete an Jugenderziehung
9 frpetler Ertüchtigung in den vorhergehenden Monaten geleiſt:t
Wuen iſel Eine reichhaltige und vielſeitige Vortragsfolge wird dafür
Lirgen, düktu
h die Darbietungen
Mannd Von Heing
wiederholt ihren
Tanzabend
Freitag, 9. Dezembei
im Kleinen Haus.
Antang 20 Uhr. (.aar
Neuerwerbungen der Siadibücherei.
Alexander von Bernus, Stift Neuburg. Eine Gedichtfolge.
1926. 10 Ac. Rudolf Borchaudt, Die großen Trobadoxs 1924.
3 Ac. N. Fehſe und Klaus Mann, Anthologie jüngſter Lyuik.
3 Ac. Siegfricd Beinfeld, Pſychologie des Säuglings.
10 Pf. 15. Karl Joel, Der Urſprung der
Naturphilo=
fophie aus dem Geiſte der Myſtik. 1926. 1 Ph. Fritz
Gieſe, Die Frau als Atmſphärenwert. 1 Pa Doſtojelvfki,
Briefe. Ausgewählt von A. Luther, 1926. L. 5. Ernſt Benkard,
Das ewige Antlitz. Sammlung von Totenmasken. 1927. L. 1.
Bloß, Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten.
L. 5. Franz Rehbein, Aus dem Leben eines
Landarbei=
ters. L. 5. Amerika=Reiſe deutſcher
Gewerkſchafts=
führer. Fn. 35. Adolf Lebenſtein, Aus der Tiefe.
Arbeiter=
briefe. L. 1. P. Muckermann und De Mark, Ein
internatio=
nales Jahrbuchder Kultur. 1226. Kc. 40. Paul Piechowfki,
Proletariſcher Glaube. Die religiöſe Gedankenwelt der
organiſierten deutſchen Arbeiterſchaft nach ſozialiſtiſchen und
kommu=
niſtiſch n Selbſtzugniſſen 1927. Fs. 60. Hilde Lion, Zur
Sozio=
logie der Frauenbewegung. 1926. F3. B. Lindſehz und
W. Evans. Die Revolution der modernen Jugend.
(Sexuelle Frage.) 1227. Jb. La Mara, Durch Muſik und
Leben im Dienſte des Ideals. 2 Bund. L. 5. Nichatd
Hamann. Rembrandts Nadierungen. 1926. Ky. 70.
Hei=
bert Sellke Vom Sport zur Kunſt. Ks. 20. M. Baunach, Die
Entwicklung der Laftſchiffahrt. 1927. Ef. N. Lämmel,
Moderne Elektro=Wirtſchaft. 1927. El. 10. E.
Winter=
hoff. Die Kriſis im deutſchen Buchhandel. Ch. 65.
J. G. Anderſſon Der Drache und die fremden Teufel.
Cz. 145. Hannah Aſch, Fräulein Weltenbummler. C. 5.
William Beebe, Dſchungelleben. Cm. 30. D. G. Mukerdſchi,
Jugendjahre im Dſchungel. 1927 Ca. 20. Dhen Gopal
Mukerdſchi, Kari, der Elefant. 1927. Dz. 1. P. Scheb=ſta. Bei
den Urwaldzwergen von Malaya. Ca. 20. Nikolaus Fox,
Saarländiſche Volkskunde. Cz. 27.
RARIO
Mit
U43 Ahr. Das mit dem Verein gegen Mißbrauch geiſtiger
ie näike und der Beſſunger Bücherhalle angegliederte „
Dcffent=
ies Ma”, ſt täglich für iedermann von 9 Uhr ab geöffnet.
der) tsbitte. Zur Ermöglich ing von
Weihnachts=
ein in den ſtädtiſchen Wohlfahrtsanſtalten
eRorgungshaus, Aſhl ſtir Okdachloſe, Kinderheim uſw
ütiſche Wohlfahrts= und Jugendsmt außer Geld Kleibe
Stiefel, Spielwa=en und dergleichen. Wer etwas Ent=
DSR4 wird gebeten, dies dem Amte (Zimmer 64) mitzuteilen.
* Anf chie
Ssb ſchädigten und Kriegerhinterbliebenen vom Kaſſia=
Ein Aahue Darmſtadt, hielten im Saale d’s Büngerhofes eine
Niel ät: ſammlung ab. Es wurde beſchloſſen, die Weihnach s=
Bember, abends im Mathildenhößſacl abzuhalten. B.
den über 250 Kindir unter 14 Jahren der Krieger=
und Kriegsbeſcklädigten beſckert. Die Geſch nke ſollen
Seſchlecht angepaßt werden. Die Turngeſellfhaft Darm=
2 D kſangverein Männerguartett Eintracht weiden den Abend
Wrne
Aniagen und Einzelteile
HKIK
auf Tellzahlung nur im ersten Radio-Spezial-Geschäft
c. Bossler & C . Barmstadt, Kirchstraße 17, Telefon 2140
— Sektion Darmſtadt des Deutſchen und Oeſterreichiſchen
Alpen=
vereins. Für die Mona sverſammlung am Freitag, den 9. Dezember,
abends 8½ Uhr, im Gelben Saal bei Sitte iſt es der Sektion Darmſtadt
gelungen, Herrn Dr. Theodor Schmidt als Redner zu gewinnen, der
es mit künſtleriſch geſchultem Auge verſtanden hat, Hochgebirgsbilder aus
Vorarlberg und Fervall von techniſchr Vollkommenheit feſtzuhalten,
ſo daß jeder, der dieſe Bebiete einmal durchwanderte, ſich mit Freude
wirder in die geliebten Berge zurückverſetzt ſieht, und dem, der dieſe
Teile der Alpenwelt noch nicht beſuchte neue Anregung zu n uen Touren
gegeben wird. Die Mitglieder der Sektion Starkenburg ſind zu dem
Vortrag freundlichſt eingeladen.
Pint Sruue kaauteng
e
sind Elite - Strümpte eine wirk ich
Prakt,sche und willkommene Gabe
Strumpliar g,, 11(e" Wilhelminenstr.ße 11
Aufhebung des Paßviſums zwiſchen Deutſchland und
Groß=
britannien. Diie zwiſchen Deutſchland und Großb itannien abgeſchloſſene
Vereinbarung züber die Aufbebung des Sichtvermerkszwanges beſtimmt,
daß vom 1. Jan uar 1938 ab deutſche Meichksaugehörig= für die Einrei)
nach Großbritannien und Nordirland und b itiſche Staatsan=
ehörig=
für die Einreiſe in das Deutſche Reich eines Sichtvermerk=s nicht mehr
bedürfn. Das Abkommen gilt auch für die Einreiſe von
Reichsange=
hörigen in Kanada Nuſeeland, die ſüdafrikaniſche Union, den iriſchen
Freiſtaat und Südrhodeſien. Fir die Einreiſe deutſcher Staals
nachöri=
ger nach Auſtralien und Indien wird dagegen der Sich
vermerkszwan=
noch nicht aufgehoben. Inwieweit das Abkoumen auf die britiſcker
Kronkolonien und =Prot=ktorate aus edehnt wird, wird nocz gektärt
werten. B=i dem Abkommen haudelt (s ſich ausſchließlich um den
Fortfall des Sichtre merkszwangs. Die in den b iden Ländern
beſtehen=
den fremden polizeilichen Beſtimmungen, imnsbeſondere über die Auf=
nt=
haltsgenehmigungen und dergleichen, bleiben uberührt.
Nikolausmarkt des Roten Kreuzes.
Nachſtehende Firmen haben durch Stiftungen zum
Niko=
lausmarkt ſich ſehr verdient gemacht:
Adelmann, Lorenz. Sporthaus: Alicebazar; Arnold, Chriſtian,
Muſikhaus: Arnold, Karl und Sohn; Becker, H. u. F., Leinen= und
Wäſchegeſchäft; „Becker, Johanna, utzgeſchäft; „Bell u. Rück, Tapeten=
Spezialgeſchäft; „Berderſche Druckerei; „Bergmann, Nobert, Handſchuh=
und Krawatten=Spezialgeſchäft; „Beher, Heinich, Herrenmoden= und
Sporthaus; Bickelhaupt, Gebr.; Borné L., Uhrmacher und Optiker;
Brachat, Oskar, Leb nsmittelgeſhäft; „Buchdahl, M. Betten=
Spezial=
haus; Bücherſtube Alfred Bodenheimer; Cartharius, Photo= und
Kino=
haus; Darmſtädter Eiergroßhandel; Dornbiſch, J. M.,
Bürſtenwarcn=
hand ung; Ehave, Einheitspreis=Handelsgeſellſchaft mb.H.; Chrhardt,
Wilhelm, Spezialhaus für Tapeten, Linoleum, Teppiche; Eichberg, Fritz,
Schokoladenhaus: Eichbergs Nachf., Juh. H. Eck, Leinen= und
Wäſche=
haus: Elbert, Heinrich, Papierhaus; Esting, Jakob, Pelzwarenhaus;
Esma, Sckuhhmus; „Ewald, Ph. Wue., Brot= und Fcinbäckerei; Faig,
D. und Söhne, „Spielwarenhaus; Frank, Theokor, Parfümerie;
Fratſchmer, Gardinen, Raumkunſt G mb.H.; Gedeck, Reinhold, elcktr.
Licht= und Kraftanlagen; Geller, Carl, Konfitüren=Spezialhaus; Gerber,
Ednund, Zigarreuhandlung; G:eſelbery, K., Papierhaus; Graßmann,
Ludwig, Konditorei und Kaffee; „Grimm, Heinrich, Wild=, Gefügel=
und Feinkoſthandlumg; Haas u. Bernhardt, Automobile; Hachenburger,
Herz, Sohn, Kurz= und Wollwaren; Hardt, Lina, Blumenhandlung;
Haupy, Kourad, Zimmermeiſter; „Heinmüller, Hermann, Gummiwaren=
Sanitätshaus; Held, Berthard, Wild=, Geflügel= und
Feinkoſthand=
lung: „Hellmuth, Eiwin, Blumenhandlung; Hemmcrich, Jakob, El:ktro=
Großhandluug; „Herdfabrik und Emaillierwerke G.m.bH. Heſſiſche
Eiſenbahn A.G.; Heß, Philipp, G. m. b. H., Herren=Bekleidungshaus;
ſtätter, Karl, Taputenbaus; Höslein, Gebr., Damenkonf ktion und
Mödewaren; Hohman, H., Druckerei; Hublitz, Wilhelm, Eiſen= und
Metallwvaren; Hübner, Robert, Büchſenmachermeiſter, Jagd= u.
Sport=
artikel; Hufeld, Fritz Samen= und Blumenzwiebelhandlung; Hufnagel,
A., Lederwarenfabrik; „Ibel u. Lotz; Jordan, Karl. Schirmfabrik;
Joſeph, S, Zigarvenhandlung; Karp, Georg, Uhren=, Gold= und
Silber=
waren; Koch, Alexander, Verlagsanſtalt; „Kunert=Elbert, Elſe,
Putz=
geſchäft; „Kuntze, Wilhelm, Optik und Feinmcchanik; Lanz, Wilhelm,
Damen= und Herrenſtoffe; „Laudenheimer, S., Zigarrenfabrik: „Lautz,
Heinrich, Papierhaus; Lehrbach, Wilhelm, Spielwarenhaus; Leuthner,
J. Ph., Papierhaus; Logel, Anton, Zentral=Drogerie: Luſt, Aoam,
Metzgerei; Macholdt, Hermann, Juwelier und Goldwarenhandlung;
Mainzer Warenhaus, Guggenheim a. Marx; „Matzelt, Oskar,
Feinkoſt=
geſchäft: „Merck, E., Chemiſche Fabrik; „Meher, Heinrich, Darmſtädter
Teppich= und Gardinenhaus; Mcher=Meyer, Zigarrenhandlung; Müller,
Friedrich, Parfümeriegeſchäft; „Mkiller, L. B., Papierhaus; Müller
u. Rühle, Buch= und Kunſthandlung; Netz, Ludwig, Korbmöbel=
Spezial=
haus; Neu, Gebr., Manufakturwaren: „Neu u. Henſchke, Holzhandlung;
Nietſchmann, Otto, Haus= und Küchengeräte: Noack, Louis, Gles= und
Porzellanwaren; Nöſinger, Ludwig, Fluß= und Secfiſchhaudlung; Nohl,
Jakob, Fabrik für Zentralheizungen und geſundheitstechniſche
Einrich=
tungen; „Norddeutſcher Lloyd (2 Reiſen Bremerhaven—Helgoland);
Opel, Adam: „Oſtertag, Heintich, Brauerei; „Pabſt, Ludwig,
Firmeu=
ſchildermaler; „Rehfeld u. Co., D., Spezialhaus für Damenkonfektion;
Nehfeld, Iſitor Wäſchegeſchäft; Rheinelektra elektr. Anlagen; „Ripoll,
Miquel, Spaniſches Importhaus; Röth, Ludwig, Stählwaren, chirurg.
Inſtrumente; „Roeder, Gebr., AG.; Aoether, Ed., G.m.b.H.,
Buch=
druck und Verlag; Röhm u. Hcas. A G., Chem. Fabrik; „Növer, Gebr.,
Färberei; „Roſenhöhe=Gärtncrei; „Roſenthal, Hermann, Porzillan=
Spezialgeſchäft; „Rothſchild, Gebr., G.mb.H.; Rummel, Wilhelm,
Brauerei; „Sallwey u. Co, Juſtitut für Elektrot=chmik; Sans, Karl,
Lederwaren; „Schaaf, Philipp, Spezialhaus für Haus= und
Küchenein=
richtungen: Schad, K., Lederwaren; Schäfer, Friedrich, Drogerie;
Schembs, P. J., Schuhwarenhandlung; Schlapp, H. L., Buchhandlung:
Schmidt, Ludwig, Juwelier; Schmidtmann, F., Pelzwarenhandlung;
Schnitzler Mich, Konditorei und Kaffee; Schroth, Heinrich,
Buchhaud=
lung; Schubkegel, Georg, Textilwarenhanklung; Schürmann u. Co.,
Carl; Sckalenburg, Erich, Blumen und Kunſt; Schulz, Ernſt,
Blu=
menhandlung; Schulz, Karl, Friſeur; Schwab, Willy,
Herrcnkonfec=
tions aus: Schwinn, Chriſtian, Drogerie; Simon, L., Papierwaren
und Buckdruckerei; Sittig, Arthur, Textil= ud Modenwarenhandlung:
Spezialhaus für Betten und Bettwaren: „Steger, Eml,
Korbwalen=
geſchäft; „Stegmüller, Ernſt, Herrenkonfektion; „Stemmer, Theodor,
Feinkoſthandlung; Strauß u. Mayer, Seidenſtoffe und Modewarenhaus;
Streckert, Hans, Friſeur; S4itzer, Nachf., Tapeten=Spezialhaus;
Till=
mann, Frdr., Parfümerie und Seifenhandlung; „Titze Otto Hutg=ſchäft;
Trier, Gebrüder, Eiſengroßhandlung; „Trier, Joſeph, Möbelfabrik;
Ullman, A., Spielwarenhaus; Vie heller, Gebrüder, Drögerie; Volz. E.,
Seidenhaus; „Wagner, Alfrd—Bünſen= und Modehaus; „Waitz, Joh.;
Buckhandlung; „Walchner, A., Nachf., Schmuckſachen und Lederwaren;
Wallhäuſer, Ph., Spezial=Damenfriſeur; Wenz, C. J., Eiſenhandlung;
Wicgmann, Karl, Tay=zier; „Wilk Auguſt, Elektrohandlung; „Winkel,
Karl, Bureauhaus; Winter, Fe: d. Carl, Weißwaren und Wäſchegeſchäft;
Wittich, L. C., Hofbuckdruckerei; Wolf, Mathilde, Putzgeſchäft; Wondra,
Philipp. Juwelier; „Württembergiſche Metallwarenfabrik; Zimmer,
Hugo; Eiſenhandlung.
Weiter trugen auch eine größere Anzahl Privakperſonen durch
Stif=
tungen zu dem ſchönen Werk bei. — Nackzuetragen ſei, daß die Jazzmuſik
von der Kapelle Jochheim geſtellt wurde,
Die ſozialen Wahlen in Heſſen.
Am Sonntag, den 4. Dezember, haben die letzten noch ausſtehenden
Wählen der Vertrauensmänner in der Angeſtelltenverſicherung
ſtattge=
funden. Wie im ganzen Reichsgebiet war auch in Darmſtadt eine rege
Be=
teiligung der Angeſtellten an den Wahlen feſtzuſtellen. Die Steigerung
gegenüber den letzten Wahlen 1922 betrug bereits in Darmſtadt 230 %o, in
Darmſtadt=Land ſogar 288%. Die Zahlen ſind für Darmſtadt=Stadt 3139
gegen 950, in Darmſtadt=Land 130 gegen 505.
Nachſtehend die Einzelergebniſſe: Darmſtadt=Stadt
Stimmen Vertr.=M. Erſ.=M. Gewinn Verluſt
Gewerkſchaftsbund der 1182 2 1 2 1 11 Angeſtellten ......"
Deutſcher Werkmeiſter= 877 1 1 1 2 Verk
Zentra Angeſtellten ..... Bund der techn. Angeſtellt.
und Beamten. . . . .
Frauenverbände ... 131 — — 1 430 2 Die für den Deutſchnativnalen Handlungsgehilfen=Verband ab= gegebene Stimmenzahl iſt beſonders beachtlich, da der Verband in Darm=
ſtadt ſelbſt nur 400 wahlberechtigte Mitglieder hat. Es ſind alſo 185 % mehr
Stimmen für ihn abgegeben worden, als er wahlberechtigte Mitglieder
hat. Der Afabund hat durch den Verluſt des bisher in Händen des
Deutſchen Werkmeiſter=Verbandes befindlichen Vertrauensmannes an
Einfluß eingebüßt.
Darmſtadt=Land
Stimmen Vertr.=M Erſ.=M. Gewinn Verluſt
Deutſchn.
Handlungs=
gehilfen=Verband.
Gewerkſchaftsbund der
Angeſtellten ..
Deutſcher Werkmeiſter=
Verband
Zentralverband der
Angeſtellten
259
21
22
27/22
2 3
62
— —
Lieburg=Ktreis
G. d. A. .
D. H. V..
D. W8. V............"
Z. d. A. .........."
dieburg nur eine Hauptausſchußliſte
Bei den letzten Wahlen war in
mit 1 Erſatzmann und eine „Wilde Liſte” mit drei Vertmuens= und 5
Erſatzwännern. Alſo auch hier ein Erfolg des D.5.
Brieffaſien.
r Anfrage it die lette Bezugegu tung beizufügen. Anonnme Anfragen werden
nicht heauwortel. Die Beariwortun= erſolgi obne Reotsverbindlichket.
W. in G. Das Geſetz iſt am 1. Ok.ober 1927 in Kraft getreten.
Unteiſtützungsſätze ſind nach 11 Lohnklaſſen, einem wöchentlichen
Arbeits ohn eutidr Gend, gegliekert. In jeder Lohnklaſſe wird der
Bemeſſuug der Unterſtützung (rfallend in Hauptunterfützung und
Fauilienzuſchlag) ein Einkei’slohn zugrunde gelegt. Mehr kann im
Rahmen des Briefk ſtens nickt geſagt werden.
Ein Leidtragender. Eine energiſch gehaltene Eingabe an die
Stadt=
verordnetenverſammlung wäre u. E. am Platze.
Seite 6
Dienstag, den 6 Dezember 1927
Nummer
*
Die Feintachymetrie als kataſiertechniſche
Auf=
nahmemethode, insbeſondere die neuen
Auf=
nahme= und Auswerteinſtrumente.
Das vorſtehende äußerſt aktuelle Thema behandelte in einer von mehr
als 100 Fachleuten beſuchten Verſammlung des Verbandes der höheren
Vermeſſungsbeamten Herr Dr. Ing. Müiller, Direktor des
Landesver=
meſſungsamt s zu Darmſtadt, im Vortragsſaale des Hauptbahnhofs in
Frankfurt a. M. Nach Begrüßung der Herren Vertreter der ſtaatlichen
und kommunalen Behörden und der zahlreich erſchienenen höheren
Ver=
meſſungsbeamten aus Heſſen=Naſſau, Heſſen, Baden und Bayern durch
Herrn Stadtvermeſſungsrat Schadt aus Mainz führte der Vortragende
etwa folgendes aus:
Je länger der Weltkrieg dauerte und je techniſch vollendeter die
Kampfmethoden wurden, umſo größere Bedeutung erlangte das
Ver=
meſſungsweſen. Mit der Entwicklung des Fliegerweſens wurde als
neue Aufnahmemethode die Landesvermeſſung aus der Luft ſchon
wäh=
rend des Krieges erfolgreich betrieben. Die Not der Nachkriegszeit und
der Druck der wirtſchaftlichen Verhältniſſe fordern nunmehr gebieteriſch
die Vervollkommnung und Ausnützung aller techniſchen Hilfsmittel im
Intereſſe der Verbilligung der Vermeſſungsarbeiten. Neben den faſt
täglich vollkommener werdenden luftphotogrammetriſchen Aufnahme= und
Auswerteinſtrumenten ſind es in erſter Linie mehrere Neukonſtruktionen
von optiſchen Entfernungsmeſſern, die in den letzten Jahren eine
der=
artige Verfeinerng erfahren haben, daß die präziſionstachimetriſchen
Meſſungsevgebniſſe die Genauigkeit von guten Lattenmeſſungen nicht
nur erreichen, ſondern in ſchwwierigem und ſteilem Gelände ſogar
über=
treffen. Dabei iſt der Zeitaufwand ein geringerer. Während früher
die Verſuche darauf hinausgingen, die Ergebniſſe des Reichenbach’ſchen
Fadendiſtanzmeſſers durch ſchärfere Beſtimmung des Lattenabſchnittes
genqer zu geſtalten, haben in den letzten Jahren ſchweizeriſche
Gegme=
ter nach dem Vorbild des Amerikaners Richard Inſtyumente bauen
laſſen, bei denen der parallaktiſche Winkel durch optiſche Mittel (
Glas=
keile) erzeugt wird. An Stelle der ſenkrechten Latte kommt eine
hori=
zontale zur Verwendung und die Ermittlung der Entfernung erfolgt
mit Hilfe von planparellelen Glasplatten nach der Koinzidenzmethode
an einem Lattendoppelbild. Als vollendetſte Konſtruktion wird man
die nach den Angaben des ſchweizeriſchen Grundbuchgeometers Boßhardt
von der Firma Zeiß in Jena ausgeführte anzuſprechen haben. Auch
der Präziſionstachymeter von Wild iſt erwähnenswert. Er liefert
ähn=
liche Ergebniſſe wie das erſtgenannte Inſtrument. Die ſchräg gemeſſenen
Entfernungen betürfen jedoch einer rechneriſchen Reduktion auf die
Horizontale, die bei dem Zeiß’ſchen Inſtrument automatiſch erfolgt.
Die der Meßmethode angepaßte Aufnahmeart iſt gegen ſeither
weſentlich vereinfacht. Die Feldarbeitszeit wird dadurch verkürzt und
zwar um ſo mehr, je ſteiler das Gelände iſt. Die in Heſſen bis jetzt
bei Neuvermeſſungen verwendeten Inſtrmente ſowohl von Zeiß als
auch von Wild haben ſich durchaus bewährt. Die erreichte Genaigkeit
beträgt etwa 2 bis 3 Zentimeter bei Strecken von 100 Meter Länge.
Nach einer Beſprechung der im Vortrag gegebenen Anregungen
und dem Dank an den Vortragenden für ſeine äußerſt intereſſanten,
lichtvollen und belehrenden Ausführungen ſchloß der Vorſitzende die
außerordentlich anregende Zuſammenkmnft.
42. Zuſammenſtoß. Am Sonntag nachmittag kurz nach 4 Uhr ſtieß
in der Neckarſtraße, Ecke Waldſtraße das Perſonenauto eines
Kauf=
manns aus Eberſtadt mit einem von Eberſtadt kommenden
Straßenbahn=
zug zuſammen. Während das Auto erheblich beſchädigt wurde, kam der
Lenker mit dem Schrecken davon.
Polizeibericht. Manſardendiebſtähle. In den letzten
Tagen iſt ein Dieb hier am Werk, der es beſonders auf
Manſarden=
zimmer abgeſehen hat. Er iſt bereits viermal, und zwar in
verſchie=
denen Stadtteilen, aufgetreten. Außer einer Menge Damenwäſche und
Kleider entwendete der Täter eine Tula=ſilberne Damen=Armbanduhr
mit ſchwarzem Ripsbändchen, eine goldene Damen=Armbanduhr mit
ſchwarzem Ripsbändchen, einen goldenen Damenrimg mit ovaler, mit
kleinen Rubinen und weißen Perlen beſetzter Platte, ein Kettchen aus
Wachksperlen, ein goldenes Halskettchen (Filigranarbeit) zwei goldene
Anhänger mit ſilbernen Kettchen eine lange goldene Damenkette mit
Anhänger, der auf der einen Seite mit einem kleinen Rubin beſetzt iſt;
auf der Innenſeite befindet ſich die Gravierung Zur Erinnevung an
den 24. April 1924” Perſonen die ſachdienliche Angaben machen
können, werden gebeten, der Kriminalabteilung, Zimmer 3. Nachricht
zu geben. — Fahrradfund. In der Altſtadt wurde ein Herren=
Fahrrad mit elektriſcher Lichtanlage aufgefunden. Das Fahrrad iſt bei
dem Polizeiamt ſichergeſtellt. — Fahrraddiebſtähle. Entwendet
wurden in den letzten Tagen die nachſtehend aufgeführten Fahrräder:
Herrenfahrräder Marke „Sieler” Nr. 17 055, Marke „Preſto” (Nummer
unbekannt), Marke „Mars” Nr 392 496, und ein Damenfahrrad Marke
„W. K. C.‟ Nr. 41070. — Feſtnahmen. Der Manteldieb, der ſeit
einiger Zeit hier in Reſtaurants ſein Unweſen trieb, konnte am
Sams=
tag abend auf friſcher Tat feſtgenommen werden. Es handelt ſich um
den ſtellungsloſen Diener Chriſtian Schmid von hier. Eine Anzahl
ge=
ſtohlener Mäntel konnte den Geſchädigten wieder zugeſtellt werden. —
Auf Grd eines Steckbriefes wurde der 63jährige Arbeiſter Johann
Poſenig wegen Bannbruches feſtgenommen. — Aufgegriffen wurde
der 18jährige Fürſorgezögling Wilhelm Brück aus Alten=Buſeck. Er
wurde in das Stadtkrankenhaus eingeliefert.
Aus den Parteien.
— Deutſchnationaler Frauen=Ausſchuß. An unſer
geſelliges Zuſammenſein morgen Mittwoch, 4 Uhr, bei Sitte ſei
noch=
mals erinnert und um rege Beteiligung gebeten.
Kunſinotizen.
Ueber Weit, Rünffler oder Hünffieriſche Veranſtaltungen, deren im Nachſichende Crähmung
seichlebt, bebdit ſich die Nedalton ihr Urtell vee
— Palaſt=Lichtſpiele: „Die Kirſchen in Nachbars
Garten”. Nach dem bekannten Bühnenſzick „Die Strecke” oder „Die
Begierde des Weibes” — mit Maly Delſchaft. Ein Film, der
durch exakt herausgearbeitete Charaktere, Schliff der Szenenführung und
pfychologiſche Glabwürdigkeit überraſcht. . . . Maly Delſchaft iſt die
Frau. Sie iſt neuerdings geradezu Spezialiſtin für die Rolle von der
Begierde der Männer verfolgten Frauen. Sie iſt ſehr glaubrürdig,
die kleine Beamtenfrau, die ſich aus der Enge ihres Alltags herausſehnt.
Großartig in ſeiner realiſtiſchen Wucht iſt ihr Kampf gegen den Mann,
der ſie ſkwupellos in ihrer Wehrloſigkeit überfällt. . . . Anton Edthofer,
der Gatte, iſt gut. Die keſſe Kellnerin Carmen Cartellieris, ein
ſtieſeliges Bengelchen Hans Thimigs wie die übrige gute Beſetzung
tra=
gen nicht unweſentlich zu dem Erfolg des Filmes bei. (Lichtbildbühne.)
— Die Wahl dieſes Bühnenſtückes als Unterlage für eine Filmhandlung
iſt recht geſchickt, denn das Sück hat ſtark wirkende Situationen und
bietet durch die Milieugegenſätze — die Großſtadt, wie ſie ſich amüſiert,
und das kleinbürgerliche Provinzneſt — Gelegenheit zu
abwechſlungs=
reichen Bildern. (Kinematograph.) — Als Beiſchlager einen
intereſſan=
ten Wildweſtfilm „Der Cowboy=Boxer” mit dem beſten
amerika=
niſchen Cowboy=Darſteller Tom Tyler.
Lokale Veranſtaltungen.
Dis Verunter erſcheinenden Notiyen ſind an ſchlleßlich a.s Hinwelſe auf Znzeigen mu betrachten.
in keinem Falle irgendwie alt Beſprechung eder Krlik.
— Train=Vereinigung 18. Wir erinnern unſere
Mit=
glieder an die Monatsverſammlung am Mittwoch, den 7. Dezember,
abends 8.30 Uhr, im Hotel „Prinz Karl” (Schurlſtraße) Beſondere
Ein=
ladung hierzu ergeht nicht mehr.
Stimmen aus dem Leſerkreiſe.
(För die Veröffentſichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaltion keineriei Ven
antwortung; für ſie blelbt auf Grund des 1 21 Abl. 2 des Preſſegeſetzet in vollem Umfangs
der Einfender verantwortich.) — Einſendungen, die nicht verwendet werden. lönnen nicht
zurückge andt. die Ablehnung nicht begründet werden.
Borſchlag zur Behebung der Stillegung des
Wohnungsbaues.
Durch die Vereitelung der von der Stadt beabſichtigten
Auslands=
anleihe für den Wohnungsbau iſt jetzt eine kataſtrophale Stockung bei
den im Bauen begriffenen Häuſern und neuen Bauvorhaben eingetreten.
Dieſer Zuſtand iſt nicht lange, ohne bedenkliche Auswirkungen
auszu=
löſen, denkbar. Wenn alſo eine Auslandsanleihe nicht ermöglicht wird
und wir auf inländiſche Mittel angewieſen ſind, ſo müſſen raſcheſtens
die berufenen Stellen zuſammentreten, um entſprechende Möglichkeiten
zu beraten und zu finden, um die Baumaſchine wieder in Gang zu
bringen. Vor allem müßten die Darmſtädter Banken, Hypothekenbank
und Sparkaſſe uſw. für die Darmſtädter Baunotwendigkeit intereſſiert
werden. Es muß eine Intereſſengemeinſchaft gebildet werden, der die
Banken, Handels=, Handwerks= und Landwirtſchaftstommer und das
Bauhandwerk angehören unter Beteiligung der Stadt durch
Bürgſchafts=
leiſtung, wofür derſelben die Oberkontrolle der Bauvorhaben zuſtehen
ſoll. Auch der Staat müßte an der Gemeinſchaft beteiligt ſein und
evtl. Mitbürgſchaft übernehmen. In erſter Linie iſt die Hauszinsſteuer
für den Wohnungsbau zu mobiliſieren und möglichſt zum Zinſendienſt
heranzuziehen. Das iſt das billigſte Geld, reicht aber nicht zum
Kapital=
dienſt aus. Der ſo organiſierten Gemeinſchaft wird es ſicher gelingen,
Geldquellen zu finden, die die Unternehmen tragfähig geſtalten und das
Riſiko für die einzelnen Beteiligten auf ein Mindeſtmaß beſchränkt. Ein
rationelles Bauen iſt nur möglich, wenn das Unternehmen auf breiter
Baſis ſich aufbaut, genügende Tragfläche vorhanden iſt. Die Funktion
der Stadt als Beteiligte müßte ſich darauf beſchränken, die Finanzierung
der Bauvorhaben zu betätigen, nicht ſelbſt zu bauen und nur die
Ober=
kontrolle des Bauweſens auszuüben. Dadurch wird der
Privatbauwirt=
ſchaft Rechnung getragen und die Stadt belaſtet ſich nicht mit noch mehr
Bauten. Man denke auch bei einem derartigen Zuſammenſchluß an die
Vorteile, die erreicht werden durch entſprechenden Erwerb und
Bereit=
ſtellung ſtädtiſchen und ſtaatlichen Geländes, Baumaterialbezug im
Großen und dergleichen mehr.
— Rundfunkhörer, in der Dieburger Straße, Lichtenberg=
und Taumusſtraße werden durch einen rückſichtsloſen Rückkoppler, der
fortwährend an ſeinem Apparat dreht, derart geſtört, daß alles berzerrt
klingt und teilweiſe kein Laut zu hören iſt. Auf das Pfeifen von
ver=
ſchiedenen Seiten reagiert der Menſch gar nicht. Ein Zuſammenſchluß
der Betroffenen wäre nötig, um die Poſt zu veranlaſſen, Schritte
da=
gegen zu tun. Es gibt ja einen Apparat, mit dem man von der Straße
ais den Rückkoppler feſtſtellen kann. Em verzweifelter Rundfunkhörer.
*Schwurgericht
jiertenl
p. 1. Ein in Heubach i. O. bedienſtetes Mädchen ſteht.
Anklage, ihr uneheliches Kind gleich nach der Geburt vorſätzlieit
zu haben. Sie iſt geſtändig, dem Kinde mit eimem Meſſer
durchſchnitten zu haben. Die Dienſtherrſchaft ſtellt ihr ein gutesu
aus. Der Sachverſtändig beſtätigt, daß das Kind ausgetragen i.
gelebt hat. Das Urteil erkennt auf zwei Jahre
Gefänap=
rechnet 12 Wochen der Unterſuchungshaft an. Nach Verhüßzn.
Teiles der Strafe wird das Gericht eine bedingte
Begnadiun=
worten.
2. Weiter wird gegen Arbeiter Karl Unvericht m.
Zipfen wegen Körperverletzung mit tödlichem Erfolge
verhamp=
ſind eine große Reihe von Zeugen und zwei Sachverſtändigen
Der Angeklagte iſt beſchuldigt, in der Nacht vom 6. zum 7. An/
den Telegraphenarbeiter Hch. Meyer aus Lengfeld mit einen
körperlich verletzt zu haben, wodurch der Tod des Genannten.
wurde. Seit 1921 beſtand zwiſchen den Beiden eine gewiſſe S
die in ſportlichen Differenzen zwiſchen dem alten Verem m‟
und der Neugründung eines Vereins in Zipfen ihren Gwmd
Angeklagte will zuſammengeriſſen und mit Kaltmachen bedrolg
ſein, worauf er mit dem Meſſer um ſich geſtochen habe. O
hat ſich aurf der Hauptſtraße in Lengfeld unmittelbar vor ein
ſchaft abgeſpielt. Die Sektion fand am 8. Auguſt d. Js. ſtatt.
ſtorbene war von kräftiger Konſtitution. An der rechten Sos
befand ſich eine 9 Zentimeter lange glatte Hautdurchtrennung, gou
fand ſich an der rechten Halsſeite: Verletzungen waren auch i
winkel; die Muskulatur des Halſes war ſtark durch Bunt da=ß
Ein Stück der Achſelhöhlenſchlagader auf der rechten Seite wor
Die Herzkammern waren blutleer, das Herzfleiſch auffallend U=
Verletzungen mußten durch ein ſchneidiges Inſtrument hertry‟”
ſein. Es handelte ſich um Schnitt= und Stichwunden. Der Ton !
Verbluten eingetreten. Der Stich muß mit großer Wucht gefeh
den ſein. Aus der Beweisaufnahme ergibt ſich, daß Angckliy
von Meyer losriß und dieſen verfolgte. Es war dunkel und d f
heit wurde nur durch elektriſche Taſchenlämpchen für kurze 3945
Schon einige Zeit vorher war dem Meyer von dem Bruder 9.
endem
klagten mit Kaltmachen gedroht worden; Meyzer gewarnt, I Bk ſeſon
ar ſich
erklärt, er habe keine Angſt. — Nach einer Mittagspaufe wwdlel. ſ. Noge
Beweisaufnahme fortgefahren. Dem Bürgermeiſter wurde uv..m
zum Fettanſatz
Bei Korpulenz oder Veranlagung raten wir, in
der Apotheke 30 Gramm Toluba=Kerne zu kaufen, die unſchädliche, dabei
wirkſame, den Fettanſatz reduzierende Stoffe enthalten. (IV 18569
Tageskalender für Dienstag, den 6. Dezember 1927.
Landestheater, Großes Haus, Anf. 20 Uhr: Drittes
Sin=
fonie=Konzert des Landestheater=Orcheſters. — Kleines Haus:
Keine Vorſtellung. — Orpheum, Anf. 20 Uhr: „Wiſſen Sie
ſchon”. — Konzerte: Hotel Schmitz; Schloßkaffee; Weinhaus
Maxim; Perkeo Vavieté; Rheingold, Geſellſchaftsabend. —
Kino=
vorſtellungen: Union=, Reſidenz=Theater, Palaſt=Lichtſpiele.
Dch e ear ir Dir ar e ernr e etete
ſtochene ſei geſtorben. An der Zurechnungsfähigkeit des Ange/9!,m. Aber auch mit
nach dem erhobenen Gutachten nicht zu zweifeln. — Der Stotu
verurteilt das Greifen zum Meſſer, das uabſehhare Folgen 9 10 Sohde. Ho
kann, mit ſcharfen Worten, erwähnt die Unzuträglichkeiten urtg 2u E50ole Mich St
ſeligkeiten zwiſchen Zipfener und Lengfelder Burſchen, die 7/ude Msbidgehld. Ler
Nachſtellugen gegen Meher und deren offene Behmdung 1120 der gihte Shle. 2
einem Zeugen; auffallend ſei, daß der Angeklagte und ſeimn Bac s m Lnicheh, de ie.
der Polizeiſtumde noch Einlaß in die Wirtſchaft Heuß begehl.4” ſten Aevoe, Ale
wohl mur, um eine beſtimmte Abſicht zu verwirklichen. Den 09Auſch her Mit 1. Oct
die Wirtſchaft verließen, hätten ſie die Paſſage verſperrt, Mir” Dr Schlgen, Il=
Weges zu gehen. Meher ſei nicht aggreſſiv vorgegangen, wo Eie utlienten Beſat. S
Krakehlſtimmung. Die Brüder Unvericht, vielleicht in der MiſM)lküt her 80r7.I.4
geplante Abrechnung mit Meyer jetzt ſtattfinden zu laſſen, Ipcb it grochem Gbchic. L
ſich die Schlägerei entwickelt, die ein ſtrafrechtliches Bild zu „ſute die Proerammierie
mögliche. Angeklagter habe das Meſſer feſt in der Hand gehagu P.0 f0 dm Gunzen, eind
habe dieſen von ſich geſtoßen und ſei auf die andere Straßenſt./s 4i ührigen wrnd
wehr könne gar keine Rede ſein. Bezüglich der Strafzumeſſrlcym Lſaßze getragen. Ma
ſagen, daß die beſtehenden Feindſeligkeiten keine mildere Acm dirongetragen hat.
rechtfertigten. Mit Rückſicht auf den ſo ſchweren Erfolg unm ſenulus. Er iſt von Dr
der Ausführung der Tat werden drei Jahre Gefängnis beam
Der Verteidiger erachtet, Sympathie= und Antipathiegefühle G ſuh, 5. Dez. Arbe‟
das Urteil nicht trüben; nur zu fragen ſei, ob der Angeklagte 39üsmurft hat ſich in den
ſei. Die drohenden Aeußerungen ſenen der Ausdruck von Reic Efys Litober die 3u
reien; der Getötete ſei ein ſtarker Menſch geweſen, der Ange= ur 6 betrug, iſt ſie
ſchwächlicher Natzur, könne die rechte Hand gar nicht ordentlis, Ar Kriſenfüvſorge untet
chen. Der Staatsanwalt habe ſich bei ſeinen Ausführugerrſinlit ſt vor allen
Vermutugen ergangen. Die beiden Unvericht hätten eine Rur3z äwühren.
reiſe, aber ohne böfe Abſicht, gemacht. Man müſſe ſich ſtrern/g ind ſitehen zum
Tatſachen halten. Beim Verſuch, in die Heußſche Wirtſchaft 423 de
Veihn=
gen, ſei es zum Renkontre gekommen. Der Angeklagte habe ür niommen ſi.
der Jakob beiſpringen wollen, aber einen rechtswidrigen AngsHült. Von beſond
Meyer habe er nicht beabſichtigt. Vielleicht könne man von Pxſi zur der Vol
wehr ſprechen. Später ſeien die Beiden noch einmal aneichl ſtr im „Berzſträßer
wohin ihm der Angeklagte gefolgt ſei. Dann habe es einm/c ſodt, 4. Dz. Unfa
gegeben und Meyer habe gerufen: „Ich bin geſtochen!“ Die 7 Zu — Siraße nach Darmf
fei vollſtändig durchſtochen worden. Die Art der Verletzung rſettle der Handwigen
für, daß an dieſer Stelle der tödliche Stoß geführt wurde ſhut zmeinem Motorratfah
raten; hier habe der Zuſammenprall mit dem Rufe des Mesd 17 lun, daß er in
bin geſtochen!” geendet. Hier ſei, da Meher auf dem AngelllM ihn. Der Turnverein
legen habe, Meher der Angreifer geweſen. Der Angeklagtes, Mſlin de Umgebung be,
Linkſer das Meſſer gebraucht habe, habe in Notwehr gehenl.”,
Biraladt, 5. Dez. Zur
einzig mögliche Waffe, mit der Angeklagter ſich habe berteidiges ) hlüup Büttel und 2
ſei das Meſſer geweſen. Angeklagter ſei aus dieſem Grun )m. un Glückwunſhſähnr
ſprechen. Bei anderer Beurteilung der Tat ſeien mildernde 9
drei Monate unterſuchungshaft an.
Gretc
Eing. Notwehr
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Bertdanstzientan ziſte n 9
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Dienstag, den 6. Oezember 1927
Geite 7
Re
Aus Heſſen.
Starkenburg.
etadt, 5. Dez. Volksliederkonzert. Nun gehört
z ſorgfältig vorbereitete und mit großer Spcinung
erwar=
liederabend, den der Geſangverein „Frohſiun” 1812
ſcön hergerichteten Saale „Zum Bergſttäßer Hof” (Fiſcher)
der Vergangenheit an. Es war ein ſehr mutiges,
ge=
fangen für den neue Dirigenten Samper, ſchon bei
w erſſchi en Auſtreten mit dem neuen Verein vor der
Oeffentlich=
eim Mkändig neu einſtudiertes Programm dura zuführen, das
zain höchſte Anforderungen ſtellte und deſſen Erfolg deshalb
die
vauegeſehen werden konnte. Der Verein hat die Probe
glän=
ſeeri. Dem Publikum, das den großen Saal bis auf den
I.9 ſillte, wurde ein Blumenſtrauß herrlichſter deutſcher
Volks=
ſehoten. Ihre Dureharbeitung war vollendet ſchön. Nach
gfafungsanſprache des Vereinspräſidenten Brückner und
ſtianden Vorwort des Dirigenten über die Bedeutung des
zieigfür unſer Kulturleben machten ein altes Volkslied aus dem
abzghſert: „Mir iſt ein ſchönes braunes Maidelein” und die
ſn huszyünigſt bearbeitete Volksweiſe: „Da droben auf jenem Berge‟
Lom Anfig. Es felgten in erſten Teil noch die beiden Chöre: „Drei
hb gu g uer Linde” uud „Es flieget ein Tauber”, Alles, auch die
cimſte S=ckterung, klang friſch und rein und zeugte von fein geſchliffe=
Dr Schigleg. Aber auch die vier hübſchen Lieder des zweiten Teils:
An um in Kuwen ging ſpazieren” (Schleſiſche Volksweiſe), „Kein Feuer,
darl ind ſne 9.A, die Volksweiſe von Jüngſt: „Wenn alle Brünnlein
flie=
zn unche Volksweiſe von W. v. Zucalmaglio fanden eine
ausge=
gten gg male Wiedergabe und wirkten dadurch ganz unmittelbar.
beiöiz ohl am meiſten anſprechenden Chöre: „Da droben auf
dſem Aſa” und „Kein Feuer keine Kohle” mußten auf ſtürmiſches
mmlang ivederholt werden. Alles in allem; ein prächtiger Geſaug
größt= Reinheit, Ausgeglichenheit und Gleichwertigkeit. Ein
dn) ſtes Oiw für den Verein und ſeinen tüchtigen Dirigenten, auf dem
RGſcherhwinden neuen Wege fortzuſchreiten. Der Gaſt des Abends,
hm de dau Süſua Horn=Stokl (Sopran) aus Darmſtadt, erfüllte
Mm Fammlichlr ” hohen Erwartungen, die man hegte, vollkommen. Eine
ſchus ſliche Uſtmme von entzückendem, weichem Wohlklange. Ihre freie
werweſer a. d prchſchte Geſangskunſt war ſich des großen Publikumserfolgs
be=
ſt. 2% die Vegeiſterung ſchon bei den drei alten, aus dem 15. und
n Ra Jahnchdert ſtaurmenden Volksliedern: „All mein Gedanken”. „Es
ſt einge ind” und „Herzlich tut mich erfreuen” ſtark, ſo noch mehr
) den pbenniteren Liedern: „Geſtern Aberd” von Max Reger, „Da
mien. imnten ui Tale” von Brahms und dem zarten „Schlafe, mein Prinz=
An pbmaſto zart. Aber auch mit den beiden Zugaben: „
Spinnerlied=
mabesim in” und M ein Schatzerl iſt hübſch” verzeichiete die Sängerin einen
Wſchſchlaßy den Erflolg. Auch Chriſtian Schmidt zeigte von neuem
Bu5 autels n der Ausbildung fortgeſchrittenes Stimmaterial. Seine
Ms der: 93 iſt der grüßte Shmerz”, „Es ſitzt eine Taub”, von denen
Ne Mniz erſten /3 dem Däniſchen, das zweite aus dem Schwediſchen ſtammt,
Nän Rn ch ſprdn iun dieſem Ringe” (aus dem Lochheimer Liederbuck) und
lück tiebes Auhen, hör” mir zu” zeigten Ausgiebigkeit, Schönheit und
ie Uir füllsngäne. Der Säuger, ein Mitglicd des Vereins, errang ſo
Mnzug ufallsk½ verdienten Beifall. Die Begleitung auf dem Flügel aller
ſogeſſtezy hatte Herr Born=Darmſtadt übernommen, der ſich
ſei=
ſengh nit großem Geſchick entledigte. Der Muſikverein „
Edel=
muumte die Programmteile und trug durch ſeine beſtens
aus=
mrd ſich dem Ganzen einordnenden Muſikvorträge zum
Ge=
d/Quch im übrigen würdig verlaufenen Volksliederabends bei.
Feſtadt, 4. Dez. Unfall. Inmitten der Villenkolonie
g Straße nach Darmſtadt in nächſter Nähe der
Schirm=
ſtelle der Handvagen eines Eberſtidter Geſchäfts in den
ich von einem Motorrat fahrer erfaßt. Der Fahrer wude ſchver
daß er eine
Gehirn=
m Platze getragen. Man nimmt
kam der Verunglückte
mirternm darongetragen hat. Auf jeden
eint Kumeſthaus. Er iſt von Dreieicbenha:
Grſtadt, 5. Dez. Arbeitsmarkt. Die Lage auf dem
reirsmarkt hat ſich in den letzten Wochen ſtark verſchlechtert.
drfangs. Oktober die Zahl der eigentlichen
Unterſtützungs=
zutr 65 betrug, iſt ſie zu Beginn dieſes Monats auf 148
Krifenfüvſorge unterſtehen 45 Perſonen. Die vermehrte
eit iſt vor allen Dingen auf die Entlaſſungen der
Saiſon=
gickzuführen. — Die erſten Chriſtbäume ſind hier
ſgunrd ſtehen zum Verkauf. — Am Sonntag merkte man
5 die Weihnachtszeit mit ihren Vorkehrungen für Käufer
ſernäter gekommen iſt. Die Ladengeſchäfte hatten in üblicher
geüiffet. Von beſonderen Veranſtaltungen iſt außer ſportlichen
Mämzufe nur der Volksliederabend des Gefangvereins „Frohſinn”
unnen er im „Bergſträßer Hof” ſtattfand, und von dem man ganz
Memeing ar kann, daß er insgeſamt einen guten Verlauf bei guten
ahm. Der Turnverein und der Odenwaldklub waren auf
wlerſcku in die Umgebung begriffen.
12, 2.finn ſtadt, 5. Dez. Zur Goldenen Hochzeit ſind den
„hewarrz hilipp Büttel und Jakob Gräf vom Reichspräſidenroa
Mig hn binigurg Glückwunſchſchreiben zugegangen. Gleichtzeitig
über=
ſen ncte ihir, Bürgermeiſter Schwinn vom Reichspräſidenten
eingegan=
ſch Uhe Geſſtenchenke. — 70 Jahre Geſangverein „
Harmo=
ſe Dür Fſangvercin „Harmouie”=Pfungſtadt kann im kommenden
Uhre auf m 70jähriges Veſtehen zurückblicken. Man beabſictigt, das
Mäum / Geſtalt eines Liedertages abzuhalten. — Der zweite
benPonntag zeigte im Pfungſtadt lebhaftes Treiben, da die
ki der =Ahrrachtseinkäufe nun viele Landbewohner in unſer Städt=
Mhrgcrr Auch die Autobuſſe nach Darmſtadt waren ſtark beſetzt.
— Gotanlenſt wurde über Adventsglaube und Adventshoffnung
ge=
ſtochen, A ſiee Adbentsſtimmung ſteigerte ſich am Abend in der
Beiſtlichen Eendmuſik” zu beſonderer Höhe. Am Sonntag fand eine
utze Recl von Veranſtaltungen ſtatt. Im „Rheiniſchen Hof” wieder=
Sülte derkſauenverein die Aufführung des Luſtſpiels „Der
Stören=
id 29 rrit einem gediegenen Humor ausgeſtattete Stück wurde
Ruſbiel tuh nach beſten Kräften aufgeführt und errang dadurch einen
oßen Cng. Eine Mendelsſohn=Bartholdy=Feier hielt im Saalbau
Soler Ox Geſangverein „Liederkranz” Pfungſtadt einſchließlich des
Faueichrm ab. Männerchöre, Frauencöre und gemiſchte Chöre im
ſerein m 45olovorträgen namhafter Künſtler boten eine
abwechſelungs=
ſiche Decutungsfolge. Sowohl das Abendkonzert als auch die
Rendelsſi eer ſtanden auf einer beachtenswerten künſtleriſchen Höhe,
A Ms imn Iſunfſe der Volksbildung dunchaus begrüßt und hervorgehoben
ſrden 7m Der Sportverein „Siegfried” hielt am Sonntag mittäg
Unoluger größere Ringmannſchaftskämpfe ab. Sehr rührig
Euten ſi huch die Angeſtellten, die am Sonntag zur Wahlurne
wgen. 9 Militärverein hielt am Samstag abend einen Lichtbilder=
Mrtag 1/ Gleichzeitig traf ſich am Samstag abend die Freiwillige
W Heerwehn ; einer wichtigen Verſammlung.
42. 9maftadt, 5. Dez. Stumm ſchläft der Sänger. Der
ieſer Toleurſtorbene Peter Hofmann 3. war als Chrenvo=ſitzender
nd langhüees Mitglicd des Geſangvereins „Männerquartett”
Biunoſtakz dgar Inhaber des Ehrenbriefes des Deutſchen
Sänger=
eundes.
C: 2khamſtadt, 5. Dez. Kommenden Sonutag, den 11.
Dezem=
hr, wirk, der Kleinkinderſchile hier eine Ausſtellung von
verſchiede=
nen Hanck nd Baſtelarbeiten, die von Mitgliedern der hieſigen evang.
Agendbe rigung angeſertigt ſind, ſtattfinden. Mit der Ausſtellung
2 uechundesa fin Verkauf von biligen Volks= und Jugendbüchern, auch
Giderhick umd Bildermappen. Die Ausſtellung ſoll zeigen, wie
RDo mtg mg Geld ſeinen Angehörigen eine Freude machen kann,
4und ſalt A z mithelfen, daß ſtatt des minderwertigen Schundes gute
Piesn Rte .iie Hife Huee
* Opdiei-berau, 5. Dez. Die hieſige Höhere Bürgerſchule
veran=
belterte, Lecial jährlich, eine Gedächtnisfeier für die im Weltkriege Ge=
Menen.-T 4r Leiter der Schule, Studienpat Saal, gedachte in ſoi=
Er Anikae der für das Vaterland gefallenen früheren Lehrer und
Mier Ih ſab ein Bild von der Treue, Opferwilligkeit und den
en De A Deutſchlands Freiheit gefallenei deutſchen Männer und
olings Taſſende Gedikte und Lieder trugen zur Verſchönerung
Grieeln. — Letzten Mittwoch, den 30. November, unterrichtete
rer Nar zum letzten Male an der hieſigen Höheren Bürgerſchule.
Set L.-Ata10, alſo über 17. Jahre, hat er den ebangeliſchen Reli=
Sihrt SKt an der Schule erteilt. Anläßlich ſeines Scheidens aus
Groß.9
ur OEte, für die für ſie aufgawandte Mühe und Arbeit, Pfarrer
Fi
zum Skluß ermahnende Worte an die Künder, fleißig
pemer Taft auch im kleinſten zu ſeiu, damit jedes von ihnen ſpä=
L Jane Alux im Leben pflichtgemäß ausfüllen könne zum Wohle
un=
ſeres liebit,5 terlandes.
* cu mſtadt, 5. Dez. Am 6. Dezeirler ſind Cs 25 Jahre,
Erdt: —albfleiſch 1. den Dienſt als Kivchendiener übernommen
en Dienſt mit großem Eifer und Gewiſſenhaftigkeit wäh=
*i00 diettugen Zeit verſehen.
Die Ausgrabungen am Kloſter Lorſch.
Die Erfolge der erſten Wochen, über die wir ſeinerzeit berichten
konnten, ſind der Unternehmung treu geblieben, und das Bild der
mächtigen Kirchenanlage nimmt immer größere und klarere Formen an.
Im Atrium, dem Punkhofe der Kirche, hat ſich zu der ſchon früher
bekannten inneren Mauer, die man bisher für die Außenmazer hielt,
nun auch im Süden der äußere Abſchluß gefunden mit auffallend tiefer
Fundamentievung. Wo die Mauern am weſtlichen Auslaufe einen
ein=
ſpringenden Winkel bilden, ſind neuerdings die Vorſpringe der
Unter=
maerung der Säulen der Halle zutage getreten mit einem
Achſen=
abſtand von 2,70 Meter. Das Maß geht auf die nun bekannte Länge
der Halle genau auf, es beträgt ungefähr die Hälfte der Hallentiefe.
Sehr klar wird das Weſtwerk der Kirche mit zwei gewaltigen, weit
vorſpringenden viereckigen Türmen. Unter der Weſtwand lag, ſicherlich
unterirdiſch und unſichtbar, ein enger Brunnen mit einem tönernen
Einlaufrohr „Große Schwierigkeiten macht die Aufklärung des
einſt=
maligen Oſtabſchluſſes, da hier ſchon in früheren Zeiten der Boden
ſtark geſtört war durch Nachſuchungen und Anlage eines Weinberges.
Auch ſind die Fundamente hier viel weniger mächtig geweſen als im
Weſten, doch zeichnet ſich die ſchwarze Einfüllug der reſtlos
ausgebroche=
nen Fundamentzüge in dem weißen Dünenſande durchweg ſehr gut ab,
und es iſt zu hoffen, daß das Bild des Oſtabſchluſſes ſich doch noch durch
ſorgfältige Beobachtung herausarbeiten laſſen wird
Neben den mächtigen Steinquadern der Fundamente ines
ſpät=
römiſchen Baues unter den Fundamenten der Kirche wurde ein
vor=
römiſches Grab gefunden, der Tote lag auf einer Steinſchickt, und das
eiſerne Schwvert zeichnete ſich zuſammen mit der Scheide in einem ſtarken
Roſtſtreifen gut im Boden ab, war aber bereits vollkommen verfallen
und konnte nicht mehr gehoben werden, ſo daß eine genauere Zeitangabe
für dieſes Grab nicht zu geben iſt. Im Junern des noch ſtehender
Teiles der Kirche ſind wieder mehrere Gräber feſtgeſtellt und z. T. auch
bereits unterſucht worden. Der Ritus iſt der gleiche wie in dem
erſt=
gefundenen Grab, über das wir berichtet haben: eine aus Feldſtein
auf=
gemauerte Steinkiſte ohne Boden, als Deckel drei gut bearbeitete
Sand=
ſteinplatten, in einem Falle eine Art von Betondecke. In einem
un=
mittelbar hinter der jetzigen Türe liegenden Grabe hat ſich ein
Gürtel=
haken aus Blei und vor allem ein großer Teil der Kutte vorzüglich
er=
halten. Mit Hilfe der Angaben m der Chronik des Codes Laureshamenſis,
die mit Benutzung des Kloſter=Archivs um die Mitte des 13.
Jahrhun=
derts geſchrieben iſt und uns ſehr wertvolle Nachrichten über die
Schick=
ſale des Kloſters gibt, kann man nu einzelne dieſer Gräber namentlich
benennen. Es kann ſich bei Beſtattungen im Mittelſchiff der Kirche
natürlich in jedem Falle nur um die Ruheſtätten von Aebten handeln.
Bei zweien gibt der Codex nun die Lage mit aller Genatigkeit an, der
eine rechts, der andere links vom Weſtausgange, und zwiſchen ihnen
liegt der im Jahre 1150 verſtorbene Abt Marquard, eben der zuletzt
aufgefundene mit der gut erhaltenen Kutte. „Von ſeinen beiden
Nach=
barn iſt der eine auch bereits bekannt, das Grab des andern liegt in den
noch nicht unterſuchten Teile der Kirche
Einzelfunde werden bei der Unterſuchung weder erſtrebt, noch ſind
ſie in iugendwie nennenswertem Umfange zu erwarten. Immerhin
bil=
det ein in den letzten Tagen gefundener Silberpfennig ein gewiſſes
Intereſſe. Es iſt eine Wormſer Prägung, zeigt das Münzzeichen dieſer
Stadt auf der einen, das Bruſtbild des Biſchofs Adalbert auf der
ande=
ren Seite und ſtammt aus der Zeit um 1070, iſt alſo älter als der
große Brand. Die Ausgrabungen werden fortgeſetzt.
B.
r. Babenhauſen, 4. Dez. Bei dem Ueberangebot, das unſer
Städt=
chen zurzeit an Theater= und Konzertveranſtaltungen aufweiſt, wirkte verlief diesmal ohne Ausſchreitungen. Hiermit dürfte die Hoffnung des
das am Samstag abend im Saalbau „Deutſcher Hof” vom Darmſtädter
Orcheſter veranſtaltete erſte Volksbildungskonzert wie eine geworden ſein.
Erfriſchung. Der Beſuch war wohl gut zu nennen, doch hätte die
Be=
ſucherzahl noch größer ſein müſſen, handelte es ſich doch um ein
Ereig=
uis im muſikaliſchen Leben Babenhauſens. Das mußte eigentlich alle,
die nur irgendwelche Veziehungen zur Muſik hatten, aufrütteln. Dazu
bei der erleſenen Auswahl des Gebotenen noch die wirklich
volkstüm=
lichen Preiſe. Mit künſtleriſcher Sorgfalt und Liebe hatte Herr Muſit=
Lirektor W. Schmitt ſein Programm zuſammengeſtellt. Das
Publi=
kum ſtand bald im Banne der von ihm und ſeiner wackeren
Muſiker=
ſchar dargebotenen Weiheſtunde. Nikt ohne Abſicht ſpielte das Orcheſter
ſicher nur S=ücke von Mendelsſohn. Es galt, die Zuhörer mit
den beſten Inſtrumentalkompoſitionen des Meiſters bekannt zu machen,
zugleich aber auch den ſchöpferiſchen Lyriker, der im November vor 80
Jahren in Leipzig ſtarb, zu ehren. Die reizvolle Ouvertüre zu
Shake=
ſpeares „Sommernachtstraum” bildet die gur gewählte
Einleitungs=
nummer. Ausgezeichnet gelang ebenfalls dem muſizierfreudigen
Or=
cheſter die Wiedergabe der Werke „Nocturne”, „Scherzo” und „
Hoch=
zeitsmarſch” „Beſonders das Scherzo wird manchem noch lange in
Er=
innerung bleiben. Die feinen Klangvirkungen waren aufs
ſorgfäl=
tigſte herausgearbeitet. Man ſpürte den Mürchenzauber der
Mond=
nacht, das Tändeln und Spielen der Elfen, das Necken und Scherzen
in den Inſtrumenten. Weihevoll ertönten die majeſtätiſchen Akkorde
bein „Hochzcitsmarſch‟. Der grandioſe Schluß, bei dem die Hörner ſo
recht zur Wirkung kamen, war von dem Leiter, Herrn Direkter
Schmitt, machtvoll bis zur höckſten orcheſtralen Wirkung geſteiger:.
Den Soliſten, Herrn Otto Krebs=Darmſtadt, der in vorjährigen
Konzerte hier mitwirkte, wiederzuhören, war für das Publikum von
großem Intereſſe. Sein Können — das war allgemein das Urteil —
iſt ſeie dem Vorjahre beirächtlich gewachſen. Schon dunch die glänzende
Wiedergabe de, ſchwierigen Viclinkonzerts in 4=Dur von Mozart
legte er den Befähigungsnachweis für ſeine künſtleriſche Reife ab. Den
3 Sätzen, die alle drei keine leicht zu ſpielenden Kadenzen aufweiſen
und eine Fülle herrlicher Gedanken im ſprudelnder Launo enihalten,
gab er eine feinſinnige Deutung. War ſchon das Auswendigſpielen aller
Stücke eine imponierende phſiſche Leiſtung, ſo konnte man ſtaunen über
ſein virmoſenhaftes Geigenſpiel bei der „Tarantella” und den
Zigeunerweiſen von Pablo de Sarafate. Der Künſtler
wurde ſtürmiſch gefeiert. Der Anpaſſungsfähigkeit des Orcheſters bei
der Begleitung der Violinſol:—rträge gebührt ein beſonderes Lob. Der
ſtarke Beifall, den alle Künſtler mit ihrem Leiter am Schluſſe ernteten,
mag ihnen bewieſen haben, daß ſie ein dankbares Publikum vor ſich
hatten, das die Bedeutung dieſes erſten Volksbildungsabends für das
hieſige Kunſtleben wohl zu ſchätzen wußte.
Legen spröde Haut:
REMT
wirkt sofort und gibt
sammet-
weichen Teint.
Schschteln zu 20. 30. 60. 1D H.
Tuben zu 60 und 100 R
A1. Vielbrunn, 5. Dez. Kraftpoſt Main—Mümling. Mit
großer Befriedigung konnte Herr Bürgermeiſter Wolf bekanntgeben, daß
die von Herrn Dr. Roeſener in großzügiger Weiſe geſchaffene, trotz
mancherorts in unſozialer Weiſe, kleinlicher Sonderintereſſen wegen
ab=
fällig beurteilte, ja angefeindete Verkehrsverbindung „Kraſtpoſt Main—
Mümling” ſich glänzend bewährt, und in dem gewiß verkehrsarmen
Monat Oktober auf der Strecke „Vielbvunn-König” ein Ueberſchuß zu
verzeichnen iſt. Der auf der Strecke „Vielbrunn-Laudenbach und
Viel=
brunn—Erbach-Michelſtadt” entſtandene kleine Fehlbetrag, foll der
Ge=
ringfügigkeir der Einzelbeträge halber (auf die Gemeinde Klein=Heubach
entfallen z. B. 1,95 Mk.) erſt mit etwaigen Fehlbeträgen ſpäterer
Monate eingezogen werden. Ein Beweis des Steigens der
Verkehrs=
ziffer, was die Oberpoſtdirektion Darmſtadt in weitausſchauender Weiſe
ſchon im Voraus erkannt hatte, iſt darin zu erblichen, daß ſich im Monat
Nocember ein Fehlbetrag überhaupt nicht ergeben hat, und ſich die Linie
ohne Zutun der Kleingläubigen und Mißtrauiſchen ſelber trägt. Dies
würdigend, läßt die L.P.D. Darmſtadt in geſchäftstüchtiger Weiſe, ſtatt
des anfangs zur Verfügung geſtellten 18=Sitzerwagens zurzeit einen 28=
Sitzer fahren, welchem nunmehr ein 18=Sitzer angegliedert wird, auch iſt
Material zu einer Repavaturwerkſtätte hierher beordert. Es kann nicht
unerwähnt bleiben, daß dem Schöpfer dieſer Linie, welche unſerer von
jeher ſtiefmütterlich behandelten Gemeinde als Luftkurort in
verkehr=
licher Hinſicht nunmehr den ihr gebührenden Platz einräumt, Herrn Dr.
Noeſener, unbegrenzter Dank gebührt.
L. Michelſtadt, 5. Dez. Kunſt in Michelſtadt. Wie
ver=
lautet, iſt damit zu rechnen, daß in der nächſten Zeit eine Opern= und
Operetten=Bühne, ſowie der Kuban=Koſaken=Chor in Michelſtadt
gaſtieren wird. — Schulfragen. Dem Vernehmen nach geht das
Gebände der Gräfl. Erbach=Fürſtenauiſchen Rentkammer pachtweiſe für
Schulzwecke an die Stadt über. Zuerſt ſoll das Gebäude für die
vor=
läufige Unterbringung einiger Klaſſen der Volksſchule dienen, bis der
Volksſchulneubau fertiggeſtellt iſt. Später ſoll das Gebäude als
Ge=
werbeſchule Verwendung finden.
b. Erbach i. O., 5. Dez. Aufwertung. Die am Samstag, den
3. Dezember d. J., abends im Rathausſaale zu Erbach ſtattgefundene
außerordentliche Generalverſammlung der Spar= und Darlehnskaſſe
Er=
bach beſchloß den Anträgen der Verwaltungsorgane entſprechend, eine
Aufwertung von 15 Prozent für Spareinlagen und eine ſolche von 20
Prozent für Geſchäftsguthaben. Die aufgewerteten Beträge ſollen noch
vor Weihnachten den Sparern gutgeſchrieben werden. Verzinſung der
aufgewerteten Beträge erfolgt ab 1. Dezember 1928 mit 5 v. H. Ueber
die Rückzahlung, d. h. über einen Termin für dieſelbe konnte ein näherer
Beſchluß noch nicht gefaßt werden, da dieſer in der Hauptſache von den
Ausloſungen der Kriegsanleihen abhängen wird, da der größte Teil des
früheren Vermögens der Kaſſe ſeinerzeit in Kriegsanleihen angelegt
worden war. Die Geſchäfts ührung forderte die Mitglieder und auch
diejenigen, die der Genoſſenſchaft bis jetzt fernſtehen, auf die Spar= und
Darlehnskaſſe mehr wie bisher durch Einlegung von Spareinlagen zu
uuterſtützen, damit eine Verbilligung des der Wirtſchaft zur Verfügung
zu ſtellenden Geldes nach und nach möglich ſei. Herr Lehrer Gölz=
Erbach, der Vorſitzende der Ortsaruppe Erbach des Sparerbundes,
ſtat=
tete am Ende der Sitzung der Leitung der Kaſſe den Dank im Namon
der Sparer ab. Er erkannte insbeſondere an daß, obwohl die Kaſſe
zur Aufwertung geſetzlich nicht verpflichtet ſei, dieſelbe doch eine
Auf=
wertung, die ſogar noch über die Sätze des Geſetzes hinausginge
vor=
zunehmen gedenke. Mit dem Worte „Wo ein Wille iſt, iſt auch ein
Weg”, ſchloß er ſeine Ausführungen — Die erſte Mannſchaft des VR.
Erbach holte ſich bei dem geſtrigen Verbandsſpiel in Höchſt i. O. gegen
die dortige erſte Mannſchaft eine Niederlage. Reſultat 4:2. Das Spiel
VfR., in dieſem Jahre in die A=Klaſſe aufzurüchen, völlig ausſichtslos
m. Beerfelden, 4. Dez. Zu dem vorgeſtern von der
Landwirtſchafts=
kammer für Heſſen unter Leitung des Vorſitzenden des Bezirksausſchuſſes
der Landwirtſchaftskammer, Herrn Wilhelm Michel hier, in der hieſigen
Turnhalle veranſtalteten Grünlandkurſus hatten ſich außer Vertretern
des Kulturbauamtes in Darmſtadt und des Landwirtſchaftsamtes in
Michelſtadt etwa 100 ältere und jüngere Landwirte eingefunden. Als
erſter Redner ſprach Herr Abteilungsvorſtand Dr. Finger=Darmſtadt
über „Die Grundlagen der Wieſenwirtſchaft‟ „Bei der großen
Bedeu=
tung, die die Wieſen für die landwirtſchaftlichen Betriebe des hinteren
Odenwaldes haben, bedarf ihre Pflege umd Verbeſſerung größter
Auſ=
merkſamkeit. Herr Dr. Finger zeigte die Wege, wie mit den
vorhande=
nen Hilfsmitteln die Ernten von unſeren Wieſen in Menge und Güte
gehoben werden können, um eine reichlichere Ernährung des Viehſtandes
für den Winter ſicher zu ſtellen. Im zweiten Vortrage ſprach Herr
Diplomlandwirt Groeber=Darmſtadt über „neuzeitliche Weidewirtſchaft”
Bei der hohen Belaſtung der Betriebe mit Lohnkoſten und dem großen
Riſiko des Getreidebques in dem regenreichen Klima des hintenen
Oden=
waldes, muß der Betrieb weſentlich vereinſacht werden, wenn die
Aus=
gaben nicht ſtändig größer ſein ſollen, als die Einnahmen, und die ſtarke
Neuzverſchuldung der Betriebe die Beſitzer in die größte Notlage bringen
ſoll. Ein ausſichtsreicher Weg iſt der Uebergang zum Weidebetrieb, der
dem Arbeitsaufwand vermindert, ohne gleichzeitige Schmälerung der
Er=
träge, ja die letzteren ſicherer geſtaltet. Daneben iſt die Nückkehr zu
einer natürlichen Haltung Vorbedingung für eine Geſundung und
wei=
tere Verbeſſerung des Viehſtandes. Die Landwirtſchaftskammer tritt
hier ſtets für eine Ausdehwug der Weideanlagen ein und ſtellt ſich den
Landwirten hierbei mit Rat und Tat an die Seite. Auch dieſer
Grün=
landkurſus, der nachmittags mit einer Vorführung von Heu=
Trocken=
geräten und des intereſſanten Films der Landwirtſchaftskammer über die
Förderung der Tierzucht und des Pflanzenbaues in Heſſen ſeinen
Ab=
ſchluß fand, ſollte dieſer Aufgabe dienen, möge er ſeine Früchte tragen
zum Nutzen der Landwirtſchaft des hinteren Odenwaldes.
Bn. Hirſchhorn, 4. Dez. Vom Odenwaldklub. Die
Orts=
gruppe Hirſchhorn am Neckar des Odenwaldklubs hielt am 3.
Dezem=
ber Ifd. J3. im Gaſthaus „Zur Krone” (Sälchen) ihre diesjährige
Mit=
gliederverſammlung ab. Der 1. Vorſitzende, Herr Notar Hill eröffnete
die Verſaumlung und begrüßte die zahlreich erſchienenen Mitglieder.
Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte er des im vergangenen
Vereinsjahre verſtorbenen Mitglieds Strommeiſter Hofmann, zu deſſen
Gedenken ſich die Anweſenden on ihren Sätzen erhoben. Anſchließend
gab der 1. Vorſitzende kurze Erläuterungen über das Vereinsleben im
abgelaufenen Jahre, dankte für die rege Beteiligung an den
Wanderun=
gen und erteilte dem Schriftführer und Rahner, Herrn Ernſt Klump,
zur Rechnungsablage das Wort. Herr Klump gab kurze Auskunft über
die Finanzverhältniſſe und wurden die Herren Fay und Gernandt als
Rechnungsprüfer ernannt, die jedoch keine Beanſtandungen erheben
konnten. Dem Rechner wurde Entlaſtung erteilt und ihm von ſeiten
des Vorſitzenden im Auftrag des Vorſtandes und der
Generalverſamm=
lung beſonderer Dank für ſeine große Mühewaltung ausgeſprochen.
Die diesjährige Winterveranſtaltung, verbunden mit dem
Dekorierungs=
feſt der Ortsgruppe, wurde auf Samstag, den 21. Januar 1928 im
Hotel „Zum Naturaliſten” feſtgeſetzt. Das Dekorierungsfeſt ſoll m
demſelben Rahmen wie im letzten Jahre abgehalten werden und hierzu
die Reichswehrkapelle des Reiterregiments Nr. 18 in Caunſtatt bei
Stutgart gewonnen werden. Zur Ausarbeitung des Programms
wurde eine Kommiſſion beſtimmt, der außer dem Vorſitzenden und
Schriftführer die Herren Fay, Gernandt, Bürgermeiſter Zipp, Kaſpar
Schäfer, Forſtrat Gilmer, Georg Kerle, Frau Poſtmeiſter Vogt, ſowie
Fräulein Diehl und Fräulein E. Klump angehören. Der vom Vorſtand
in ſeiner letzten Sitzung ausgearbeitete Wanderplan für das kommende
Jahr wurde in der Verſammlung angenommen. Nach Erledigung
ver=
ſchiedener kleiner Anträge ſchritt man zum letzten Puntt der
Tages=
ordnung: „Vorſrandswahl”. Satzungsgemäß ſcheiden aus: der 1.
Vor=
ſitzende, der Schriftführer, ſowie die Beiſitzer Poſtmeiſter Vogt und
Georg Kerle. Das Vorſtandsmitglied. Herr Bürgermeiſter Lipp
machte den Vorſihlag, den 1. Vorſitzenden, Herrn Notar Hill, und den
Schriftführer, Herrn Ernſt Klump, per Akklamation wieder zu wählen.
Dieſer Vorſchlag wurde einſtimmig angenommen. Der Vorſitzende
ſchlug vor, auch die beiden ſeitherigen Beiſitzer, Herrn Poſtmeiſter Vogr
und Georg Kerle, ebenfalls durch Zuruf wieder zu wühlen, womit ſich
die Verſammlung einverſtanden erklärte. Der Vorſitzende dankte im
Namen ſämtlicher Wiedergewählten, für das entgegengebrachte
Ver=
trauen, womit der offizielle Teil ſeinen Abſchluß fand, und blieben die
Anweſenden bei Muſik und Geſang bis zur vorgerückten Stunde
gemüt=
lich beiſammen. — Grober Unfug. Das Auto des Herrn Georg
Kerle, das vor dem Gaſthaus. Zum Adler” ſrand, wurde von
Unbe=
kannten ein Stück Wegs fortgeſchoben und ſchräg über die Straße
ge=
ſtellt. Einem glücklichen Zufall iſt es zu verdanken, daß der Vorfall
ſofort gemerkt wurde und das Auto wieder an ſoinen alten Platz
zurück=
gebracht werden konnte, wodurch ſicher großes Unheil verhütet wurde.
Es wäre zu wünſchen, daß die Anſtifter dieſes Unfugs ermittelt und
zur Anzeige gebracht würden. — Bei der am Samstag im Jagdbezirk
des Herr Winkler=Worms abgehaltenen Treibjagd wurden 8 Rehe und
ein Haſe erlegt.
* Hirſchhorn, 5. Dez. Waſſerſtand des Neckars am
4. Dezember: 1,12 Meter; am 5. Dezember: 1,14 Meter.
A. Fürth i O., 4. Dez. Konzert der
Madrigalvereini=
nigung Darmſtadt. Um es gleich vorueg zu ſagen: Das
Kon=
zert gelang vorzüglich. Zunä hſt gab Herr Profeſſor Dr. Noack m
ein=
leitenden Worten ein Bild vom Weſen des Madrigalgeſanges und
ins=
beſondere vom Zweck der Veranſtaltung und vom Inhalt der
vorgeſehe=
nen Chöre. Es war dies ein beſonders glücklicher Gedanke des
Konzert=
leiters, denn dadurch wurden beſonders die älteren Lieder dem
Ver=
ſtehen durch die Zuhörer näher gebracht. Es waren doch zum Teil
ganz ungewvohute Klänge, die da an das Ohr des Publikums klangen.
Volks= und Kunſtlieder aus dem 16. Jahrhundert von Iſaak. Senf!
Cccard, Orlando, di Laſſo, Gaſtoldi und Haſler, wie ſie im erſten Teil
des Programms dargeboten wurden, hört man hierzulande doch
äußerſ=
ſelten. Schon hier hatte man Gelegenheit, die ganz vorzüglichen
Stim=
men, durch und durch geſchult, und den wunderbaren Vortrag des
Chors zu bewundern. Dieſer Eindruck ſteigerte ſich noch beim zweiten
Teil des Programms, der fünf Weihnachtslieder aus alter und neuerer
Zeit umfaßte. Und erſt als der Chor Lieder aus neuenr Zeit zum
Vortrag brachte! Der ſich immer ſteigernde Beifall galt ſowohl
Sänge=
rinnen wie Sängern, vor allem aber auch dem Dirigenten, Herrn
Pro=
feſier Dr. Noack. Kein Wunker, daß man ſich auch noch zu einer
Zu=
gabe verſtehen mußte. Es war wirklich ein Kunſtgenuß, wie man ihn
ſelten auf dem Lande geboten bekommt, wo man ſolches Stimmateris:
auch nur felten in den Vereinen zur Verfüg ing hat. Es muß den
Ver=
anſtaltern, den Geſangvereinen „Liederkranz” und „Sängerkranz”,
ſo=
wie dem Sport=Verein und der Kaſino=Geſellſchaft beſonders
gedank=
werden, daß ſie keine Mühe ſcheuten, eine derartige Voranſtaltung
hie=
zu verwirklichen.
Seite 8
Gernsheim, 5. Dez. Wafſerſtand des Rheins am
3. Dezember: — 6 Zentimeter; am 4. Dezember: — 10 Zentimeter.
z. Groß=Gerau, 3. Dez. In der Vorſtandsſitzung des
Verkehrs=
bereins wurde beſonders die ſchlechte Autobusverbindung auf der
Strecke Groß=Gerau—Wallerſtädten—Geinsheim erörtert, die viel zu
wünſchen übrig ließe. Nach den Ausführungen des Bürgermeiſters
Dr. Lüdecke dürfte eine baldige Beſſerung der Verkehrsverhältniſſe zu
erwarten ſein, da ein neuer Autobus für den Betrieb eingeſetzt wird. —
Erſatzwahlen für die Induſtrie= und
Handelskam=
mer. In einer Beſprechung des „Einzelhandels” wurde beſchloſſen,
bei den bevorſtehenden Erſatzwahlen für die Induſtrie= und
Handelskam=
mer einmütig für Direktor Schick der Helvetiawerke einzutreten, und der
von Darmſtadt kommenden Parole, Direktor Dr. Herrmann der MAN.=
Werke Guſtavsburg zu wählen, nicht zu folgen.
a. Offenbach, 4. Dez. Im Verein für Kunſtpflege ſprach der hieſige
Schrifthünſtler Profeſſor Rudolf Koch über die künſtleriſche Erneuerung
der Schrift in der Schule. Der Künſtler erhielt die Anregung und die
Aufgabe, für die heſſiſchen Schulen eine neue Schrift zu ſchaffen, im
Frühjahr 1926 auf einem parlamentariſchen Abend zu Darmſtadt. Dort
äußerte jemand an jenem Abend, es ſei gewiß für die Geſamtheit des
Volkes bedeutungsvoller, die Schrift unſeres Volkes hünſtleriſch zu
er=
neuern, als auf der Mathildenhöhe eine weitere Kunſtausſtellung zu
ver=
anſtalten. Bald erhielt der Künſtler vom Landesbildungsamt den
förm=
lichen Auftrag, jene Schrift zu ſchaffen. Beſchäftigung mit der
Nrnſt=
leriſchen Geſtaltung der Schrift an der hieſigen Kunſtgewerbeſchule
er=
leichterte ihm die Annahme des Antrages. Er iſt ſeit 1903 auf dieſem
Gebiete tätig. Mit der hieſigen Lehrerſchaft wurden zwei Lehrgänge in
der neien Schrift abgehalten. Darin wurde die Schrift von der
Lehrer=
ſchaft nicht widerſpruchslos hingenommen, ſondern die Form eines
jeden Buchſtabens auf ihre Brauchbarkeit, Einfachheit und
Zweckmäßig=
keit geprüft. Die einzelnen Buchſtaben des Alphabets ſind heute in den
Grundformen Zacken, Eier, Mandeln, Schleifen, Haken und Brezeln
zu=
ſammengefaßt. Lichtbilder zeigten die neuen Buchſtabenformen. In einem
Berliner Verlag wird das neue Verfahren nächſtens in Buchform in die
Welk gehen. Vorgeſtern hatte Rudolf Koch die Zuſtimmung aller
Zu=
hörer gefunden, als er die Anſicht äußerte, jeder Schreibunterricht
ſei geeignet, m dem Schüler Treue, Zucht und Gehorſam zu
ſtärken An den Vortvag knüpfte ſich eine längere Beſprechung, in der
man ſich faſt nur zuſtimmend äußerte und die Einfachheit, leichte
Er=
lernbarkeit und Lesbarkeit der neuen Schrift hervorhob. Verſchiedene
Klaſſen unſerer Grundſchule üben bereits die neue Schrift. Die Schrift
wit Anfängern ſetzt ſchon zu üben, iſt jedoch zweifellos verfrüht. Man
ſollte eine ſolche neue Schrift die die Eltern der Schüler nicht aus
eigener Erfahrung kennen, nicht eher in ganzen Klaſſen und
Anfangs=
klaſſen üben, bis ſie auch in die benutzten Fibeln als Vorbild
aufge=
nomen iſt. Auf alle Fülle ſollte man aber eine „Umſtellung”
ver=
meiden. Der Grundſchiler wird ſonſt gezwungen, die Schwierigkeiten der
neuen Schrift zu überwinden, nachdem er kaum die Schwierigkeiten ſeimer
erſten Schrift beherrſcht. Der Vortrag war vorzugstveiſe aus
Eltern=
kreiſen gut beſucht.
Dienstag den 6. Dezember 1927
Totale Mondfinſternis.
Wer am 8. Dezember gegen Abend von einem freigelegenen
Punkte Darmſtadts aus Umſchau am Horizont hält, wird
wahr=
nehmen, daß, wenn der untere Rand der Sonne unter den
ſüd=
weſtlichen Horizont zu ſinken beginnt (36,8 Grad vom Weſtpunkt
gegen Süden), faſt diametral gegenüber am Nordoſthorizont
(35,9 Grad vom Oſtpunkte gegen Norden) der obere Mondrand
erſcheint. Für Darmſtadt iſt die Zeit des Mondaufgangs 16 Uhr
18 Min., die des Sonnenuntergangs 16 Uhr 25 Min. Mit Ende
der bürgerlichen Dämmerung wird Capella, der Stern 1. Größe
dem ein Gegenſtand, etwa ein Ball, durch einen Schattu,
wird, die Verdunklung in der gleichen Weiſe und
gleichs=
tritt. Auch begreift ſich, daß, wenn man ſich ſelbſt in demm !
befindet, der Gegenſtand nicht ganz verſchwindet, ſnn
ſchwachen Umriſſen erkennbar bleibt. Der Mond blef.
Regel mit braunrötlicher Färbung im Kernſchatten
benachbarten Sternen zuwenden, der Capella, dem ZM
dem Siebengeſtirn, gegen Ende der Finſternis ferner
nen des Orion und der Zwillinge, wie ihr Licht zunn=
Cotale Wondfinſternis am 8. Dez. 1927.
.
Rheinheſſen.
As. Worms, 4. Dez. Steuerhinterziehungsprvzeß.
Der Prozeß gegen den Inhaber eines hieſigen Abzablungsgeſchäftes
wurde vorgeſtern vor dem Amtsgericht verhandelt, und das Gericht
er=
kannte auf eine Strafe von 16000 Mark nebſt allen Koſten und
Ver=
öffentlichung des Urteils in allen Wormſer Zeitungen. —
Dom=
pfarrei. Anſtelle des verſetzten Kaplan Kallfelz wurde ab 6. d. M.
Kaplan Dr. Spahn von Viernheim nach Worms verſetzt. —
Jubi=
läum. Der Direktor bei den Hehlſchen Lederwerken Liebenau, Depker,
feierte vorgeſtern ſeine 25jährige Tätigkeit in den Heylſchen Werken mit
den üblichen Ehrungen.
im Fuhrmann, über der vollen Mondſcheibe erſcheinen, ferner
ſüdweſtlich von ihr Albebaran, der Stern 1. Größe im Stier.
Zeigt die auf mittelenropäiſche Zeit gerichtete Uhr die 16. Stunde
und 51,9 Min., ſo gewahrt man, wie ſich in die Mondſcheibe bei
62 Grad öſtlich von dem auf den Himmelspol bezogenen
Nord=
punkte ein Schatten einkerbt, der allmählich in der Richtung Weſt
gegen Süd fortſchreitet, bis daß er ſich um 17 Uhr 54,5 Min. auf
die ganze Mondſcheibe gelegt haben wird.
Unſere Darſtellung kennzeichnet den Vorgang; ſie zeigt, wie
der Mond durch den Kernſchatten der Erde wandert. Seine
Bahn iſt gegen die Ekliptik gerichtet und wird dieſe um 23 Uhr
32 Min. durchſchneiden. Solche Nähe an dem aufſteigenden
Kno=
ten, in dem ſich der Mondmittelpunkt genau in der Erdbahnebene
befindet, iſt bei Vollmond (Mondoppoſition) das Merkmal für
die Erſcheinung einer Mondfinſternis. Die Zeiten dafür und
die Art des Verlaufs ſind für alle Orte der Erde, über deren
Horizont der Trabant ſich befindet, die gleichen, ebenſo wie von
jeder Stelle eines durch eine Lampe erhellten Raumes aus, in
wahrnehmbar, und gerade der Verlauf dieſes Farbenſpiels auf
dem Wege zwiſchen Anfang und Ende der Totalität bietet
beſon=
deren Reiz. Auch wird der Beobachter ſeine Aufmerkſamkeit den
dann wieder im überſtrahlenden Glanze des Vollmondc
Die Größe der Finſternis bei Mitte der Totalität um
34,6 Min. beträgt 135,8 v. H. des Monddurchmeſſers. 22
tät dauert bis 19 Uhr 14,9 Min., der Mond tritt aus
ſchatten wieder hervor und die Finſternis überhaupt
20 Uhr 17,7 Min., 5 Grad über dem Weſtpunkte des 1h
ihr Ende finden.
Am 8. Dezember hat der Kernſchatten der Erde bis
eine Länge von 1 363 000 Kilometern. Der Mond ſtandor
vorher im Perigäum (Erdnähe) und ift zur Zeit der 2‟
363 400 Kilometer von der Erde entfernt, der Kernſchhc
Erde hat in dieſer Höhe einen Durchmeſſer, der das 2,774
Monddurchmeſſers beträgt. Im babyloniſchen Saros=31
6585½ Tagen entſpricht die diesmalige Mondfinſterni=!
gen vom 27. November 1909, und ihr wird eine am 19.
1947 eintretende wiederum entſprechen. Die bei uns d
nächſten Finſterniſſe werden ſein; eine Teilverfinſteu
Sonne am 12. November 1928, der Beginn einer
totale=
finſternis am 27. November 1928 und eine bei uns als 4
finſterung beobachtbare ringförmige Sonnenfinſternis an
vember 1929.
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Dienstag ten 6 De ember 1027
Seite 10
Reich und Ausland
Großfeuer in der Kupfermühle.
Ba. Wiesbaden. In der Nacht auf Samstag
um 0.27 Uhr war im erſten Geſchoß der Mühle, in
der Bürſtenmaſchine, in der die Frucht ge einigt und
geſchält wird, ſcheinbar infolge ſtärkerer Reibungen,
Feuer entſtanden, das ſofort durch das Windrohr
nach dem im Dachgeſchoß befindlichen Filter und
durch die Elevatoren nach dem zweiten und dem
Dachgeſchoß getragen wurde. Die Mülle burſchen
hatten verſucht, mit den vorhandenen Löſchgerä en
den Brand zu löſchen, was jedoch nicht gelang. Bei
Ankunft der Feuerwehr ſtand im nördlichen Flügel
der Mühle das 1., 2. und Dachgeſchoß in hellen
Flam=
men. Der Brand wurde mit 5 Stück 52er und einer
75er Schlauchleitung vom Treppenhaus her und
übe. Leitern von außen angegriffen. Um 2,25 Uhr
konnte die Wehr wieder unter Zurücklaſſung einer
ſtärkeren Brandwache gbrücken. Bei den Löſcharbeiten
zogen ſich einzelne Feuerwehrmänner ſtärkere
Rauch=
vergiftungen zu, die bei einem Mann ſo erheblich
waren, daß er nach dem Städtiſchen K ankenhaus
überführt werden mußte. Der Mühlenbetrieb dürfte
für einige Wochen ſtillgelegt ſein.
Profeſſor Adolf Hengeler geſtorben.
TU. München. Am Sonntag iſt Profeſſor
Adolf Hengeler, der bekannte Münchener Maler und
Jlluſtrator, geſtorben. Er hatte wegen Krankheit
be=
reits vor Beginn des litzten Semeſters ſeine
Pro=
feſſur an der Akademie der bildenden Künſte
nieder=
gelegt.
Beraubung eines Lohngeldtransportes.
Saarbrücken. Nach Blättermeldungen aus
Klein=Roſſeln wurde am Samstag ein
Lohngeld=
transport für den Schacht der de=Wendel=Grube ku. z
vor dem Lagerhauſe von vier Räubern überfallen.
Der Grubenwächter, der den Räubern entgegentrat,
wurde durch vier Schüſſe getötet, der Zahlmeiſter
durch einen Schuß ſchwer verletzt. Der geraubte
Be=
trag ſoll über eine viertel Million Franes betragen.
Schiffsunglück auf dem Rhein.
Cleve. Nach Blättermeldungen iſt bei
Pann=
erden ein mit Torf beladenes holländiſches Schiff aus
bisher unbekannten Gründen in dem Augenblick, als
es abgeſchleppt werden ſollte, geſunken. Während ſich
der Schiffer in einem Ruderboot habe retten können,
ſeien ſeine Frau und drei Kinder, die ſich ehenfalls
auf dem Schiff befunden hätten, ertrunken.
Ueberfall auf ein Poſtamt.
Nach einer Blättermeldung aus Leipzig drangen
in Kloſter Lausnitz drei Männer in das Poſtamt ein,
hielten durch Vorhalten von Revolvern die
Schalter=
beamten in Schach und raubten die Schalterkaſſe, in
der ſich 2077 Mark befanden. Mit einem Kraftwagen
ergriffen ſie dann die Flucht.
Selbſtmord des ehemaligen Magdeburger
Polizeipräſidenten Krüger,
FU. Magdeburg. Wie die Preſſeſtelle des
Polizeipräſidiums mitteilt, hat ſich der frühere
Poli=
zeipräſident Krüger Samstag vormittag in ſeiner
Wohnung in der Bismarckſtraße durch Kopfſchuß
ge=
tötet. Es müſſe ein ſeeliſcher Zuſammenbruch
vor=
liegen, da irgendwelche Gründe zu einem Selbſtmord
nicht vorhanden ſeien.
Ueberfall im Vorortzug.
Berlin. In der Nacht zum Montag wurde in
einem Abteil dritter Klaſſe kurz vor dem Bahnhof
Weſtend ein 25jähriger Maler von einem
Unbekann=
ten, der aus einem Nebenabteil zu ihm herein kam,
überfallen und durch meh ere Hiebe über den Kopf
ſchwer verletzt. Der Ueberfallene konnte noch die
Notbremſe ziehen und brach dann zuſammen. Der
Zug lief aber, bevor er ganz zum Stehen kam, zur
Hälfte noch in den Bahnhof ein. So gelang es dem
Täter, zu entkommen.
Maßnahmen gegen das Berliner
Verbrecher=
unweſen.
Berlin. Im Polizeipräſidium fand am Montag
eine Beſprechung über die in letzter Zeit in
ver=
ſtärktem Maße in der Preſſe gemeldeten
Raubüber=
fälle ſtatt. Es konnte dabei an Hand des
Akten=
materials feſtgeſtellt werden, daß die Zahl der
Naub=
überfälle keineswegs größer iſt als in früheven
Jahren, zumal erfahrungsgemäß die Winterzeit ſtets
eine Vermehrung der Tätigkeit der Verbrecher mit ſich
bringt. Trotzdem ſind in der Konferenz beim
Poli=
zeipräſidenten eine Reihe Beſchlüſſe gefaßt worden,
deren ſofortige Durchführung geeignet iſt, dem
Ver=
brecherunweſen wirbſam zu ſteuern.
Die Heinrich Hertz=Medaille
für Profeſſor Wien.
Ehrung des großen Jenaer Phyſikerg.
Die größte Hubbrücke Deutſchlands.
Geheimrat Profeſſor, Dr. Max Wien,
der weltberühmte Phyſiker der Univerfität Jena,
wurde mit der goldenen Heinrich Hertz=Medaille
ausgezeichnet. Prof. Wien, der am 25. Dezember
1866 geboren wurde, iſt ſeit 34 Jahren
Hochſchul=
ſehler. Seine Arbeiten über Wärmeſtrahlung haben
ihm bereits 1911 den Nobelpreis eingetragen.
Die neue Cäcilienbrücke in Oldenburg
wurde dieſer Tage dem Verkehr übergeben. Sie iſt mit ihrer Stützweite von 40,8 Metern die
größte Hub=Brücke Deutſchlands.
Schöne Zweckarchitekiur im Juduſtriegebiet.
Die Kohlenwäſche auf der Zeche Dahlbuſch bei Gelſenkirchen
tft nicht nur zweckmäßig, ſondern auch in ſchönen ſtrengen Linien erbaut.
S.O. S Radio und Unterwaſſerſchall als Retter aus Geenot
Unſer Bild zeigt links die Empfangsgeräte des Unterwaſſerſchall=Signals,
rechts die techniſche Anordnung des Unterwaſſerſchall=Senders.
Schallſignale, die im Waſſer erregt und fortgepflanzt werden, können als Mittel zur
Orts=
beſtimmung eines in Not gerate ien Schiffes gleich der Funkpeilung dienen. Während die ältere
Unterwaſſerſchallgebung mit Glockenzeichen arbeitete, verwendet man in neuerer Zeit
elektro=
dynamiſche Membranſender, welche ungedämpfte Schallſchwingungen erzeugen.
Subkoff verunglückt.
TU. Berlin. Nach einer Meldung der „B. Z.”
iſt der Gatte der Prinzeſſin Viktoria, Alexander
Sub=
koff, in Godesberg verunglückt, als er ein Motorrad
beſteigen wollte. Er kam zu Fall und zog ſich
Ver=
letzungen am Kopf und anſcheinend auch innere
Ver=
letzungen zu. Subkoff iſt in ein Krankenhaus
über=
führt wovden.
Heißer Kaffee als Todesurſache.
Demmin. Das dreijährige Töchterchen des
Ar=
beiters Düvier aus Demmi hatte aus einer Taſſe
eben aufgebrühten Kaffee getrunken und ſich dabei ſo
ſchwer verbrüht, daß es bereits auf dem Wege zum
Krankenhaus ſtarb.
Schweres Exploſionsunglück in einer polniſchen
Munitionsfabrik.
TU. Warſchau. In der polniſchen Staatlichen
Munitionsfabrik in Skarzyſko hat ſich ein ſchweres
Exploſionsunglück ereignet. Die Exploſion erfolgte
beim Einſetzen eines Zünders in eine Granate.
Zahl=
reiche Artilleriegeſchoſſe flogen in die Luft. Zwanzig
Arbeiterinnen ſind ſchwer verletzt worden.
Giftmordverſuch.
Niebüll (Kreis Südtondern). Ein 15jähriges,
bei dem bekannten frieſiſchen Maler Profeſſor
Fed=
derſen angeſtelltes Mädchen verſuchte, ſich für die
Kündigung ihrer Stellung durch Vergiftung
Fedder=
ſens und deſſen Gattin zu rächen, indem es Salzſäure
in den Morgenkaffee goß. Das Ehepaar Fedderſen
kam jedoch mit Uebelkeit davon, da es den Anſchlag
rechtzeitig entdeckte. Die Attentäterin wurde bis zur
Aburteilung vor dem Jugendgericht auf freiem Fuß
geſetzt.
Ein Palaſt für König Feiſal.
EP. König Feiſal vom Jrak hat den Londoner
Architekten Wilſon beauftragt, ihm einen Entwurf
zu einem Palaſt zu entwerfen. Der König iſt
eigent=
lich ohne Dach über ſeinem Haupte. Nachdem er den
Thron beſtiegen hatte, nahm er zunächſt in
ehe=
maligen türkiſchen Regierungsgebäuden Reſidenz.
Dieſe aber ſtürzten bald ein. Hierauf bezog er ein
anderes Gebäude, das aber den
Ueberſchwemmungs=
fluten des Tigris zum Opfer fiel. So ließ er ſich ein
Schulgebäude als zeitweiligen Aufenthalt herrichten.
Der Hindenburg=polt
Ein neuartiger Flugwettbewern
Lpd. Der Deutſche Luftfahrtverband es
Ring der Flieger veröffentlichen mit E,
des Deutſchen Luftrates die Ausſchreibvn
„Hindenburgpokal”, der in der Zeit vom
Aus
1977 bis 30. September 1928 ausgeflogen an
Wer innerhalb des angegebenen Zeitt
einem Leichtflugzeuge die wertvollſte deu
flugleiſtung durchführt, erhält den Hinin
und eine Zuſatzprämie von 10 000 Marm
bewerb iſt national. Flugführer uni.
müſſen in Deutſchland behördlich zum
Ferner müſſen die Flugführer und Ortes
von Vereinen des Deutſchen Luftfahrtvee
und dürfen ſeit dem erſten April 192
flieger geweſen ſein. Die Flugzeuge mm
tum des Deutſchen Luftfahrtverbandess
Verbandsvereines oder eines Mitgliedes
ſein. Ausländiſche Motoren können zugel!
Sturm auf dem Kaſpiſchen TN
EP. London. Wie aus Aſtrachan geu
wütet ſeit einigen Tagen auf dem Kaf:üſ
ein ſchwerer Sturm. Das Meer iſt mit
blöcken bedeckt. Man ſei ſehr beſorgt üli k
bleib von 230 Fiſcherfahrzeugen mit rum
Kn
Beſatzung ſowie über das Schickſal
49
kleiner Dampfer. — In der Gegend vomFf=t ! z gleß 4033
ſeien 15 Dörfer von dem Sturm vernichtt=
1. Bmet 504,
Zugentgleiſung.
Lyon. Der Schnellzug Lhon-Grint mt M Schit. e
ger 48: 10 9
gleiſte am Sonntag einen Kilometer vun”
St. Quentin-Fallgvier entfernt. Fünf Prubl. H L
N. Joc 48; 9
unter der Gepäckwagen, ſind umgeſtürztt
ſonen wurden verletzt.
Schießſt
Ra Fif
Erdbeben in Nordweſt=Celellg
Soerabaja (Java). Meldungen „W
zufolge ereigneten ſich im Gebiete mruf /ℳ4 Lueſen Meeod.
Nordweſt=Celebes) heftige Erdſtöße. J ſteuſchung. Wie i
Palos und Biromaroe ſtürzten mehrere Füu= Zugengeſellſchaltl neS
In der Paloe=Bai richtete eine Spriuſſu=Ferzusſchten ſüt
Verwüſtungen an. 14 Perſonen wurdennzea, / u die Macmniſcheis.
50 verletzt.
u wei Ringen zu überh
Verjüngte Wiener. mmr des Bmderpolals
EP. Unter vielleicht etwas ermunterrff wien ich zohlk we. 2
ſchriften geben die Wiener. Blätter eino Au2u haupſe mit ſichlet,
des „Wiſſenſchaftlichen Nachrichtendienſis -eillite wutden Wie
in der es heißt: „Wie erinnerlich, fandes MEtſtels wegen Nicht.
Reihe von Wochen in Wien die erſten 911 Muhens lag in. dei
operationen nach der Methode „Voronoff/ 2üuekſtits erfolcten
Arzt des Wiedener Krankenhauſes, Dr. ,/ Humdſchaſt beiber
im Sanatorium Hera an zwei alten 3ſt21 Ngſachen „bmt
Drüſenüberpflanzung nach der Methox/ Mſeſ.
vorgenommen, zu welchem Zweck Proa
einen Pavian beigeſtellt hatte. Währem /ſthhall im O‟
meinen die Verjüngungserſcheinungen ern
nate nach vorgenommener Operation auft-ic Amm-Polizeiſporwer
bei den beiden Wienern überraſchendermaſ// Aufelder
folg der Operation ſchon früher eingeſte 4.0 Lhuien—Germania
reilingen-Viktoria U.
den Patienten haben nicht nur die Ope=, Gnshtim-Piltorig
glänzend überſtanden, ſie befinden ſich ſer
Beatenburger Kreisliga
art ausgezeichneter Verfaſſung, daß an L Ii, imal eine Ablölung
greifenden Erfolg der Operation nicht zu 1, rion ſpielirei war, kon
Schon in der allernächſten Zeit wird T=czi Darmſtädter Polizu
ſeine beiden Patienten in der „Geſellſchaft / be=cheint normgl, da be
vorführen und dazu ein ausfürliches Aaryfehlt. Der den bei
ſtatten. — Der „Petitioner” berichtet A haau Sporwerein Mür
neuen Verfahren, das anſtelle der Vorontm/0. Lus Fehlen von drei
thoden zur Ve jüngung mittels Affe:RAnch grartete Kan
treten geeignet erſcheint. Dr. Curnons WI/ as, ſo daß die Ni
orſſes läßt den Schluß
(London) beſchreibt mehrere Fälle der rnchmt Amnſters einge
methode. Nach ſeiner Anſicht beruht das Ih ſz anen richt erbebli
Verfahren auf der Vermehrung der „Gorxk ſchmen. — In Virh
von großer Bedeutung für die Entwicklu w M pil0s ausging. Die
haltung der geiſtigen und phyſiſchen Che=Erieſt vertvolle Kraft
ſein ſollen. Dieſe Hormone ſollen nun I44 In Gück bisher
Drüſenübertragung auf andere Weiſe in „1Rckuhtjache wohl ei
lichen Körper gebracht werden. Das Pickes3 ATulen jungen
Forſchungslaboratorium hat für dieſe 387 4p, Aund der 9
mu dokumentieren
Extrakt herausgebracht, der hypodermiſch 43 1-nd Waldorf in
werden kann und in Waſſer löslich iſt. Gudk f0 gmz ausgezeick
von Neuraſthenie ſind nach dem neuen MMSEy machen
mit Erfolg behandelt worden; jedoch iſt e/WZhllenſtand ziat
ſicht Dr. Plummers noch verfrüht, ein HR-Juhpe, denen mit
Urteil abzugeben.
7n Gruppe
Maire
Zur Dre dner Kinderen führum
Familienſtreit Herſchel — von Bleis hani
Frau Herſchel mit ihrem Bruder Edaar!
röder (rechts) und ihrem Anwall!
Frau Herſchel, geb. Freiin v. Bleichröder, A
der Dresdener Staatsanwaltſchaft berſolge, !
ihr eigenes Kind aus dem Hauſe ihres voiſe.”
trennt lebenden Gatten widerrechtich enhe n
Ihr Bruder, der ihr ein Auto zur „Ausu”
i=
mit dem Kinde verſchafft hat, wurde werl,
nur gegen Kaution freigelaſſen. Ja ſehſt. Ner .
fräulein iſt beim Wiederbetreten deutſchen Bi9
Haft genommen worden.
ſichrer 338
Dienstag, den 6 Dezember 1922
Seite 14
Spott Spiet und Tarnen.
Die bisherige Austragung der Spiele iſt im großen Ganzen ord=
Kegeln.
nungsgemäß erfolgt, doch hat ſich am vorigen Sonntag ein neues
Ausſcheidungskegeln.
Beglerverband Darmſtadt und Uugebung.
tung des Kegelns wurde auf 4 Bahnen am vergangenen
Sonntag die vorgeſchriebene Pflichtzahl von 100 Kugeln
vopen Anzahl von Hegelbrüdern abgeſchoben. Wiederum ſind
Meultate erzielt worden.
wlergebniſſe ſind folgende:
ſſh richbaum: 1. Sattler 563 2. Reinhardt 553; 3
Kin=
g2. Reichert 545; 5. Becher 534; 6. Bach 532; 7. Mayer
chem 523; 9. Fieſterer; 518; 10. Kemmerzehl 518; 11.
deuchezr ki2.
m 12. Schieferdecher 504; 13. Schinnerl 502; 14. Schwinn, L.
17Ib enweber 494; 16. Kanold 492; 17. Hechler 489; 18.
nmer 12: Berger 486; D. Nungeſſer 485; 21. Ruppert 484;
B. Dratz 465; 24. Gebhardt 461; 25. Kugler 456;
goyolrbiaſaal. 1. Scherer 560; 2. Schüßler 558; 3. Schöne=
Voß 516; 5. Keimp 516; 6 Mees 510; 7. Pohlmann
Madt 503: 9. Müller 499; 10. Ziggel 497; 11. Kern, Ad.
hlrf 496; 13. Preußner 493; 14. Hering 485; 15. Lauten=
16. Preuß 475; 17. Rieger 468; 18. Schembs 466;
Sdrubl37: D. Heller 427; 21 Mohr 430.
Sitſ 1. Grün 541; 2. Mitſchdörfer 525; 3. Wilbert 523;
hhesu!; 5. Joſt 517; 6. Kramer 508; 7. Eigenbrodt 506; 8.
aner 1M 9. Mulch 489; 10. Schäfer 480; 11. Schmidtmer 477;
gulem4/ 3; 13. Kleiß 473; 14. Wenner 469; 15. Grab 463;
„Tux/halle: 1. Bangert 562; 2 Riegler 560; 3. Kohlmann
4. ſ9der 540; 5. Schmitt 530: 6. Weber 522; 7. Schild 5141
ſeheln“ 9 Weger 498; 10 Lcutenſchläger 493; 11. Loblein 492;
Heldrm 477; 13. Hehn 470; 13. Dörr 469; 15. Scheuermann
16.1910; 17. Joos 443: 18. Horn 438.
Schießſport.
Amndſchaftskampf „Wildſchütz” — „Windmühle‟
u Das eſtrige Treffen obengenannter Vereine brachte eine
Ü rraſchung. Wie im Vorbericht bereits erwähnt,
„te diröchützengeſellſchaft „Wildſchütz” mit Erſatz antreten,
aß zſusiegesausſichten für ſelbige geringer waren.
Trotz=
gelalnes ihr, die Mannſchaft des Schießſportklubs „
Wind=
ſe” nmzwei Ringen zu überholen, und ſomit zum zweiten
Ernyer des Wanderpokals zu werden. Trotz ungünſtiger
n erungg mden ſich zahlreiche Sportfreunde ein, um dem
über=
ſpanmeden Kampfe mit ſichtlichem Intereſſe zu folgen. Die
Nachrun ſhrign Reſultate wurden wiederum erreicht, konnten aber
erinherich trübeän Petters wegen nicht überboten werden. Die Durch=
Bien deiung ſw Schießens lag in bewährten Händen und klappte
„üglickt Beiderſeits erfolgten kurze kernige Anſprachen, die
ue inniene Freundſchaft beider Vereine erkennen ließen. Mit
g a wueßkrätften dreifachen „Gut Schuß” verließen die Beteiligten
nach der Lſamerittte.
Met AMßball im Odenwaldkreis.
eichu. 1. FAAngen-Polizeiſportverein Darmſtadt 3:0.
rrache ZuttA Möufelden—Sportverein Münſter 5:0.
früher m Unjaug Vixhauſen—Germania 03 Pfungſtadt 0:0.
ch nr m/ W. 4Sreiidlingen—Viktoria Urberach 0:0.
„Vittatm Grieshcim-Viktoria Walldorf 0:4.
„M denſt Earkenburger Kreisliga hat es am Sonntag zur
Abwech=
wieüugreſ imal eine Ablöſung in der Führung gegeben. Da die
ſtädtehz imon ſpielfrei war, konnte ſich der FC. Langen durch einen
ſieg Eihr die Darmſtädter Pokizei an die Spitze ſetzen. Das
Er=
m oü erſcheint normal, da bei den Ordnungshütern der gute
gaitanoch fehlt. Der den beiden Favoriten ſo hartnäckig auf
Erſens ſtende Sportverein Münſter kam in Mörfelden, wie er=
Az ).‟ Das Fehlen von drei geſperrten guten Leuten, weiter
uh dſe hrlich gerartete Kampfweiſe der Mörfelder wirkte ſich wie
mmn=/ iltg aus, ſo daß die Niederlage zwangsläufig kam. Die
FMElmbniſſes läßt den Schluß zu, daß die Niederlage auch wit
ur fütun ſchaft Münſters eingetreten wäre. Mörfelden hat ſich
Fürſerk ſieg einen recht erheblichen Vorſprung vor dem Letzten
Cabeller ſſchaffen. — In Wixhauſen gab es das erwartete harte
. da.s orlos ausging. Die Pfungſtädter büßen erneut durch
/eit ellmſehr wertvolle Kraft ein, ſo daß man ſich wundern muß.
ſich dic om Glück bisher wirklich nicht begünſtigte Elf noch ſo
ſt: m mKauptſache wohl ein Verdienſt der alten Kämpen in der
Kigung ie allen jungen Sportlern als Vorbild dienen können.
m Seid ingen ging der Kampf törlos aus, ſo am beſten das
cäige IRgen dokumentierend. Ein recht glattes 4:0 Ergebnis
auch /9 wria Walldorf in Griesheim heraus. Die Walldorfer
Pſchaft ai ſich ganz ausgezeichnet gemacht und dürfte den Favoriten
Schwintneiten machen.
Der neiu Tabellenſtand zeigt deutlich die aus drei Vereinen
be=
de Stähgruppe, denen mit drei bzw. vier Punkten Abſtand eine
ge, vie Eitfige Gruppe folgt, hinter der wieder mit drei Punkten
ud weit drei Mannſchaften folgen. Den Beſchluß bilde:
Moment eingeſchlichen. Beim Spiel der Darmſtädter Union in Urberach
wurde durch die zahlreich erſchienenen Anhänger eines ebenfalls an der
Meiſterſchaft intereſſierten Nachbarvereins eine derartige Beeinfluſſung
der Spieler verſucht, zum Schluß ſogar Spieler des Rivalenvereins
von der fanatiſchen Menge tätlich angegriffen, ſo daß ſich die
Kreis=
behörde zu einem Aufruf im beruhigenden Sinne bequemen mußte. Es
darf wohl gehofft werden, daß ſolche Zwiſchenfälle in Zukunft
unter=
bleiben.
Sportverein Groß=Umſtadt — Sportverein 1922 Roßborf 1:6.
Dem Sieg Roßdorfs gegen Beerfelden ſchließt ſich der gegen Groß=
Umſtadt würdig an. Obwohl die Mannſchaft in der erſten Halbzeit
mehr aus ſich herausgehen hätte dürfen und ſo die ſchönſten
Torgelegen=
heiten innerhalb des Strafraumes ſich ſelbſt zerſtörte, ſo fand ſie ſich in
der zweiten Halbzeit doch beſſer zuſammen und konnte ſich hierdurch zwei
vichtige Punkte an die rot=weißen Farben heften. Roßdorf marſchiert
punktgleich mit Höchſt i. O. an der Spitze der B=Klaſſe und darf man
auf die nächſten Entſcheidungsſpiele, die den Auſſtieg in die A=Klaſſe
bringen, geſpannt ſein. Das Spiel der zweiten Elf mußte ausfallen,
da Griesheim in letzter Stunde abſagte.
Werbeabend des Ausſchuſſes
für Leibesübungen im Landestheater.
Der Verein für Leibesübungen Rot=Weiß 22
Darmſtadt hat bei dem am Samstag, den 10. Dezember 1927, abds.
8 Uhr, im Großen Haus des Heſſiſchen Landestheaters ſtattfindenden
Verbeabend des Ausſchuſſes für Leibesübungen in Gemeinſchaft mit
der Darmſtädter Turnerſchaft nachſtehende Vorführungen übernommen.
Der bekannte Boxkämpfer Eckert vom Erſten Mainzer Boxklub trägt
mit dem beſten Rot=Weiß=Kämpfer, Herrn Gg. Hergt, einen Boxkampf
über drei Runden aus. Die Turnerinnenabteilung zeigt im erſten Teil
des Programms rhythmiſche Keulenübungen und ein Frauenturnen.
Zweckgymnaſtik unter Leitung von Herrn Dipl.=Sportlehrer Ulrich, wird
on einer Männerabteilung anſchaulich zur Vorführung gebracht. — Die
teilnehmenden Vereine werden nochmals gebeten, die zum Eintritt in
das Landestheater erforderlichen Ausweiskarten in der Parfümerie
Müller, Rheinſtraße 6, abzuholen.
Geſchäftliches.
Wir machen heute ſpeziell auf das Inſerat der Firma J.
Reh=
feld, Ludwigſtr. 15, aufmerkſam. Da bekanntlich der Anſturm in den
letzten Tagen vor Weihnachten ein ganz gewaltiger iſt, hat die Firma
ſich entſchloſſen, um die Kundſchaft zu veranlaſſen, jetzt ſchon den
Weih=
nachtseinkauf zu tätigen, Geſchenke=Tage zu veranſtalten. Nur von
heute Dienstag bis inkl. Freitag dauern die Geſchenke=Tage. Es bietet
ſich Gelegenheit, trotz der überall bekannt billigen Preiſe noch ein
be=
ſonders ſchönes Geſchenk zu erhalten. Darum ſollte niewand zögem,
ſchon jetzt die Einkäufe im Geſchäftshaus J. Rehfeld zu machen.
Eine neuartige Augenprobe für das Kaffeegetränk.
Machen Sie ſich bitte einmal die Mühe, den Inhalt einer Taſſe
reinen Bohnenkaffees (ohne Milch und Zucker) in einem Glas gegen
das Licht zu halten. Sie werden bemerben, daß das Geträmkt trüb
aus=
ſieht. Ueberzeugen Sie ſich bitte, daß weder Kaffeebeutel noch
Carls=
bader Trichter, nicht einmal ein gewöhnlicher Papierfilter dieſen
Schleier zu beſeitigen vermag. Die Trübung wird nämlich durch die
ungelöſten Kaffeeſtoffe verurſacht, die im Getränk herumſchwimmen.
Wenn Sie nun etwas Milch zufügen, erhalten Sie eine unſchöne,
ſtumpfe, grau=braune Färbung, die Ihren Gäſten den Kaffeegenuß nicht
ſehr einladend erſcheinen läßt.
Vergleichen Sie damit bitte denſelben Kaffee, nachdem er mit
„Weber’s Carlsbader” zubereitet wurde. Die Trübung iſt nahezu
reſt=
los beſeitigt. Die ſchwimmenden Kaffeebeſtandteile haben ſich gelöſt und
die Kaffeebohne iſt ſo vollſtändig wie nur möglich ausgenutzt.
Fügen Sie nun einige Tropfen Milch oder — noch beſſer — Sahne
hinzu, ſo bekommen Sie ein Getränk von kräftig=vollem Ausſehen und
einem ſchönen, einladenden Ton.
Die Zungenprobe wird Ihnen beſtätigen, daß auch der Geſchmack
aromatiſcher und abgerundeter geworden iſt und verwöhnteſten
An=
ſprüchen genügt.
Die Erkenntnis hat ſich heute ſo allgemein durchgeſetzt, daß „
We=
ber’s Carlsbader” zur beſſeren Ausnutzung des Bohnenkaffees in vielen
tauſenden von Haushaltungen regelmäßig zur Verwendung kommt.
Aufklärung.
Es iſt in jedermanns Intereſſe gelegen, beim Einkauf von
Huſten=
mitteln ſich an bewährte, vom Arzt empfohlene Huſtenbonbons zu
halten. Es ſei hier beſonders auf Sagitta=Bonbons verwieſen, die ein
erſtklaſſiges, peinlich genau hergeſtelltes Fabrikat und auf Grund ihrer
Zuſammenſetzung als Huſtenſaft in feſter Form anzuſprechen find. Um
Mißverſtändniſſe vorzubeugen, muß an dieſer Stelle geſagt werden, daß
Sagitta=Bonbons nicht eine gewöhnliche Avt von Huſtenmittel
dar=
ſtellen, ſondern dieſes Präparat hat den Charakter einer wertvollen
Huſtenmedizin, die bei allen Erkrankungen der oberen Luftwege, wie
Huſten, Heiſerkeit, Verſchleimung, Bronchialkatarrh uſw. desinfizierend,
ſchmerzlindernd, ſchleimlöſend und daher heilend wirkt. Sagitta=
Bonbons, die in allen Apotheken erhältlich ſind, zeichnen
ſich übendies noch durch angenehmen Geſchmack aus. Es empfiehlt ſich,
Sagitta=Bonbons immer zu Hauſe zu haben und bei den geringſten
Anzeichen von Huſten, ſowie auch bei auftretender Grippe, ſofort vor=
M. L.
beugend Sagittabonbons zu nehmen.
Nicht billig ſcheinen, ſondern preiswert ſein.
Das iſt es, worauf jede Hausfrau heute mehr denn je achten muß.
Beſonders bei Küchengeräten, hauswirtſchaftlichen Maſchinen uſw., die
einer ſtarken Inanſpruchnahme unterliegen, ſoll für den bedachten
Käufer nur die Qualität maßgebend ſein.
Das gleiche trifft auch für die feinen Nickel= und Meſſingwaren,
ſowie für die übrigen Geſchenkartikel, die ein gutes Spezialgeſchäft
an=
zubieten hat, zu.
Die Firma Ernſt Olitzſch. Darmſtadt, Markt 3 und Ernſt=
Ludwigſtr. 12, hat den Qualitätsgedanken immer hochgehalten. Sie
bringt in dieſem Jahre in ſchönem Tiefdruck einen Weihnachtsproſpekt,
der eine vorzügliche Ueberſicht über ihre Leiſtungsfähigkeit gibt.
Im Rahmen eines ſolchen Angebotes können nur eine beſtimmte
Anzahl Artikel Aufnahme finden. Das Angebot ſtellt daher nur einen
Auszug aus dem großen Warenlager der Firma dar.
Zur zwangsloſen Beſichtigung ihrer umfangreichen
Weihnachtsaus=
ſtellung ladet die Firma Ernſt Olitzſch, Markt 3 und Ernſt=Ludwigſtr. 12,
beſonders ein.
Die Firma iſt Mitglied der Großeinkaufsgenoſſenſchaft Nord und
Süd, Berlin, und kauft ihre Quglitätswaren mit 350 der erſten Fach=
19056
geſchäfte Deutſchlands gemeinſam ein.
Rundfunk=Programme.
Frankfurt.
Dienstag. 6. Dezembee. 11.55: GloZenpiel. O 15.30: Lehret
Stricker: Der Steinmarder O 16.30: Konzert des Hausorcheſters.
Die neuere italieniſche Oper. Mitw.: Karl Brafe (Bariton).
S 17.45: Leſeſtunde. Aus der „Geſchichte der Abderiten” von
Wie=
land. O 18.15: Vereinsnachr. 18.30: Vortrag des Vori. der
Franki. Nachbarhilfen H. Hartig O 18.45: Vortrag des
Weih=
nachtsliebeswerls 1927 19.10: Wirtſchaftsmeldungen. O 19.15:
Von Kaſſel: Kinder =und Jugendbücher für Weihnachten. O 20:
Von Stuttgart: Sintonie=Konzert. Mozart: Sinfonie in D=Dur
ohne Menuett). — Händel: Arie der Giſmunde a. „Otto und
Theo=
phano‟. — Händel: Arioſo a. d. Kantate „Con ſtromenti” —
Schubert: Die Allmacht. — Smetana: Aus „Böhmens Hain und
Flur”. — Brahms: Wie biſt du meine Königin. Feldeinſamkeit. —
Ständchen. — Arie der Ebol: a. „Don Carlos”. Soliſtin: Emmy
Leiſner. Leit.: Kapellm. E. Kahn. Anſchl.: Kaſſel: Am Clowes=
Owend. Eine Kaſſeler Nikolaus=Feier von Konrad Berndt. Muſik
von Lewalter. Perſ.: Ein Engel. St. Nikolaus Engelchor. Eine
Mutter, ihre Kinder, die Clöweſſe, Buchbinder. Meßger Schmoll.
Vadder Fiſcher. Ober=Clowes Vorſitzender des Vereins,
Stuttgart.
Dienstag, 6. Dez. 12.30: Schallplattenkonzert. 16.15:
Konzert. Funkorch. — Eilagen: H. Föhl. O 18.15: Univ.=Prof.
Verweyen: Erziehung zur Form. 18.45: E. Franzſeph: Das
Be=
triebsrätegeſetz. Geſchichte und Aufbau. e 19.15: Dr. Pechel:
Deutſche Weltwanderer. O 19.45: Nachrichten ſüddeutſcher
Funk=
vereine. O 20: Aus dem Feſtſaal der Liederhalle, Stuttgart:
Meiſter=Konzert Emmy Leiszer und das Philh. Orch. Stuttgart
(Kapellm. Kahn) Mozart: Sinf. D=dur. — Händel; Arie der
Gismunde aus Otto und Theophano, Arioſo aus der Kantate
Con ſtromenti: Dank ſei dir Herr. — Schubert: Die Allmacht —
Smetana: Die Moldau, ſinf. Dichtung aus dem Zyklus: Mein
Vaterland. — Brahms: Wie biſt du meine Königin. Feldeinſamkeit.
Ständchen. — Verdi: Arie der Eholi aus Don Carlos. — Anſchl.:
Nachrichten.
Berlin.
Dienstag. 6. Drz.
ur gen Landwirt.
Märchen=, Kinder= und Jugendbüichef. 6 16: Dr. Luther:
Srf=
mungen und Reigungen des Jugendlichen. O 16.30: Balladen vc=
Rolf Brandt: Die Glöcken von Berlin. Weihnacht der deutfcheſt
Knechte. Der Pfingſtbuſch. Herbſtſehnſucht. Gel. von L. Mütlk
O 17: Orcheſter Kermbach. Smetana: Marſch aus Die verkauft
Braut. — Lachner: Ouv. Turandot. — Gaſtaldon: Muſica proibiln:
— Sullivan: Der verklungene Ton. — Ponchielli: Ballettmuſi*
aus Gioconda. — Offenbach:: Fant Hoffmanns Erzählungen. —
Kling: Waldteufeleien. — Gillet: Dorfgeſchichten. — Blütenkranz
Joh. Straußſcher Walzer. — Krausz: Wir wollen tun. Tango
aus Eine Frau von Format. — Borchert: Hören Sie zu, Potp.
19.05: Dr. Würzburger: Praktiſche Erziehungsfragen. o 19.35:
Dr. Hirſchfeld: Der Staat und ſeine Verwaltung. O 30.10:
Sende=
ſpiel: Die Heilige”. Muſikal. Legende von Carl Hauptmann. Muſik.
von Gurlitt. Perſ.: Der Kaiſer: Transky; Giwau, deſſen Gelibte:,
Emmy Bettendorf:, Tozi. Giwaus Mutter; Hildegard Gaiewska;
Ginyo, Giwaus jüngere Schweſter: Dolly Lorenz; Hotoke, eine funge
Sängerin: Maria Hartow; Kammerfrau: Margarete Olden=Mehlich;
Dienerin: Irmgard Quitzow.
Stettin: 19.05: Poſtrat Gericke: Kraftpoſt und Siedlung.
Königswuſterhauſen. Dienstag, 6. Dezember. 12: Franzöſiſch
für Schüler. O 14.20: Dr. W. Noelle: Kinderſtunde: Kinder und
Tiere. O 15.30: Dr. Wegner: Die Mondfinſternis am 8. Dez.
1927. O 15.35: Börſe. O 16: Dr. Dobbernack: Berufsberatung:
Der Verſicherungsmathematiker. O 16.30: Stud.=Rat Dr. Böhm:
Deutſche Volkskunde im Unterricht. S 17: Geh. Prof. Goetz, M. d.
R.: Die deutſche Geſchichte im Zeitalter der Renaiſſance und
Refor=
mation. O 18: Amtsgerichtsrat Dr. Krüger: Wichtigſte
Abänderun=
gen und Ergänzungen zum BGB. ſeit 1900. 18.30: Spaniſch.
O 18.55: Dr. C. F. Lange: Phantaſtiſche u. groteske Dichtung.
19.20: Dr. H. Braun: Zeitgeſchichte in Romanen. 20.10:
Berlin: Sendeſpiel: Carl Hauptmann. Die Heilige” (Muſikaliſche
Legende). Muſik von M. Gurlitt. Anſchl.: Preſſenachrichten.
Die friſche Reſi hilf dem Chriftkind.
Ungezählte Kinderherzen ſchlagen dem Weihnachtsfeſt in froher
Erwartung entgegen. Das Chriſtkind hat alle Hände voll zu tun.
Darum hilft die friſche Reſi ein wenig bei den Vorbereitungen mit. Sie
ſorgt dafür, daß der Mutter der Stollen und die Weihnachtsbäckerei
gut gerät.
Verwendet darum für eure Feſtvorbereitungen die friſche Reſi, die
bayeriſche Kernmargavine aus den V. M. W., Nürnberg.
Wetterbericht.
Witterungsausſichten für Mittwoch, den 7. Dezember
(nach der Wetterlage vom 5. Dezember).
Wolkiges Wetter, Temperaturen weiter anſteigend und vereinzelte
Niederſchlage, teils als Schnee.
Die Hefſiſche Wetterdienſtſtelke.
Hauptſchrittleitung. Rudoll Mäuv=
Verantwortlich für Polltik und Wiriſchaft: Rudolf Maupe; für Feuilleten, Reich und
Ausland und Seſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. Eugen Buhlmanv;
für den Handel: Dr. C. H. Quetſch; für den Schlußdienſt: Andreas Bauet; für
„Die Gegenwart”; Dr. Herbert Nette; für den Inſeratentell: Willy Kuhle: Druck
und Verlag: C. C. Wittich — ſämtſich in Darmſtadt
Für unverlangte Manuſkrivte wird Garantie der Rückſendung nicht übernommen.
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Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
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finden durch das Darmſtädter Tagblatt
breitung
[ ← ][ ][ → ] *Deutſchlands Außenhandel in Wein.
Die amtliche Statiſtik über den Weinverkehr Deutſchlands weiſt für
den Monat Oktober 1927 eine anſehnliche Erhöhung der Einfuhr
in der Poſ. 180e: Anderer Wein, gegenüber dem Vormonat nach).
die Ausfuhr zeigt ebenfalls eine Steigerung. Bei Schaumwein iſt
eine Erhöhung der Einfuhr und ein Rückgang der Ausfuhr zu
verzeich=
nen. Nachfolgend laſſen wir die einzelnen Zahlen folgen, wobei wir die
im gleichen Monat des Vorjahres ein= bzw. ausgeführten Mengen in
Klammern 0) anführen: Wein und friſcher Moſt von
Trau=
ben, auch entkeimt, in Behältniſſen mit einem Raumgehalte von 50 Ltr.
oder mehr: a) Wein zur Herſtellung von Weinbrand unter Zollſicherung:
Einfuhr 10 176 (17 873) Doppelzentner im Werte von 422000 Mark;
b) Wein zur Herſtellung von Weineſſig unter Zollſicherung: Einfuhr
2573 (2467) Doppelzentner im Werte von 58 000 Mark; c) Wein zur
Herſtellung von Schaumwein unter Zollſicherung: Einfuhr 2646 (2511)
Doppelzentner im Werte von 152000 Mark: d) Wein zur Herſtellung
von Wermutwein unter Zollſicherung: Einfuhr 457 (458) Doppelzentner
im Werte von 20000 Mark; e) Anderer Wein: Einfuhr 97 029
(86 507) Doppelzentner im Werte von 5 382 000 Mark u. a. aus Spanien
61832; Griechenland 11 954: Italien 10 067; Frankreich 3956;
Luxcm=
burg 3244: Ausfuhr 2378 (1438) Hektoliter im Werte von 400 000 Mark;
f) Stiller Wein und friſcher Moſt in anderen Behältniſſen: Einfuhr 195
(124) Hektoliter im Werte von 31000 Mark; Ausfuhr 1729 (1583)
Hekto=
liter im Werte von 718 000 Mark. Weine mit
Heilmittel=
zuſätzen und ähnliche weinhaltige Getränke (Wermutwein uſw.):
Einfuhr 1266 (908) Hektoliter im Werte von 114 000 Mark; Ausfuhr 195
125) Hektoliter im Werte von 24000 Mark. Obſtwein und andere
gegorene, dem Wein ähnliche Getränke (Maltonwein uſw.);
Reis=
wein: Einfuhr 145 (—) Hektoliter im Werte von 2000 Mark=
Schaumwein: Einfuhr 11 515 (12653) ᛋFlaſchen im Werte
von 52000 Mark; Ausfuhr 28 516 (47 620) 1/.=Flaſchen im Werte
von 93000 Mark. Ohne Zuſatz von Branntwein oder Wein künſtlich
be=
reitcke Getränke: Limonaden: Ausfuhr 1493 (991) Hektoliter im Werte
von 97 000 Mark.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Von der Internationalen Handelskammer. Die deutſche
Landes=
gruppe der Internationalen Handelskammer veranſtaltet am 19. und 20.
Januar 1928 in Berlin ihre zweite Mitgliederverſammlung, an der auf
Einladung des Vorſitzenden der Gruppe, Franz von Mendelsſohn, auch
der neue Präſident der Internationalen Handelskammer, Dr. Alberto
Pirelli Mailand, teilnehmen wird.
Internationale Textilſchau auf der Leipziger Textilmeffe. An der
Leipziger Textilmeſſe beteiligen ſich als Ausſteller nicht nur die
bedeu=
tendſten Textilherſtellungsfirmen des Inlandes, ſondern auch die
Indu=
ſtrie des Auslandes bedient ſich ihrer in ſtark zunehmendem Maße als
Abſatzgebiet für ihre Erzeugniſſe. So werden auf der nächſſten vom
bis 7. März 1928 ſtattfindenden Leipziger Textil=Frühjahrsmeſſe 1928
u. a. der Orient, Frankreich, England, Italien, die Tſchechoflowakei
Oeſterreich, Ungarn, Jugoſlawien, die Schweiz uſw. nech in weit
größe=
vem Umfange als bisher vertreten ſein.
Mkainzer Aktien=Bierbrauerei, Mainz. Der Bericht bezeichmet den
Ertrag des Geſchäftsjahrs 1926/27 als befriedigend. Die Moderniſierung
der Betriebseinrichtung werde ſtetig weiter verfolgt. Es wurde ein
Roh=
gelinn von 997 172 RM. erzielt. Nach Ueberweiſung von 50 00 RM.
an den Fonds für zweifelhafte Außenſtände und Abſchreibungen von
299 871 RM. verbleibt ein Remgewinn von 647 301 RM., der ſich durch
den Vortrag aus dem Vorjahre auf 723 308 RM. erhöht. Hieraus ſollen
11 Prozent Dividende auf die 33 Millioyen RM. Stammaktien und
5 Prozent auf die 8000 RM. Vorzugsaktien ausgeſchüttet werden. Die
Bilanz verzcichnet auf der Aktivſeite 1,13 Millionen RM. Schuldner.
Demgegerriber ſtehen 106 Mill. RM. Kreditoren. Auch für das neue
Geſchäftsjahr wird ein angemeſſenes Ergebnis erwartet.
Heinrich Lanz A. G., Mannheim. Die für Montag angeſetzte G.V.
die über die Aenderung des Intereſſengemeinſchaftsvertrages mit der
N. Wolff A G., Magdeburg=Buckau, beſchließen ſollte, wurde zunächſt
bertagt, da in der vorhergehenden A. R.=Sitzung bezüglich der Aenderung
des JG.=Vertrages noch keine Einigung erzielt wurde. Ueber die
Auf=
ſichtsratsſitzung, die mehrero Stunden danzerre, liegt zur Zeit noch keine
Veröffentlichung vor.
Metallnotierungen.
Die amtlichen Preisfeftfetzungen im Metallterminhandel vom 5.
De=
zember ſtellten ſich für Kupfer: Januar 124,50 (124,75), Februar
124,50 (124,75), März 124,75 (124,75), April 124,50 (124,75), Mai 124,50
125), Juni 124,75 (125), Juli 124,75 (125), Auguſt 125 (125), September
125 (125,25), Oktober 125 (125,25), November 125 (125,25, Dezember
24,25 (124,75). Tendenz: feſt. Für Blei: Januar 46 (46,25),
Fe=
druar 46,25 (46,50), März 46,25 (46,50), April 46,25 (46,50), Mai 46,25
(16,75), Juni 46,50 (46,75), Juli 46,50 (46,75), Auguſt 46,50 (46,75),
September 46,50 (47), Oktober 46,75 (47), November 46,75 (47),
De=
zember 46 (46,50). Tendenz: feſt. Für Zink: Januar 53,75 (54,25)
Februar 53,75 (53,75), März 53,25 (53,75), April 53 (53,50), Mai 52,75
53,25), Juni 53 (53,25), Juli 52,75 (53,25), Auguſt 52,75 (53), September
52,25 (53), Oktober 52,50 (53), November 52,50 (53), Dezember 54 (54,75).
Tendenz: feſt. — Die erſten Zahlen bedeuten Geld, die in Klammern
beigefügten Brief.
Die Metallnotierungen an der Londoner Börſe vom 5. Dezember
ſtellten ſich für Kupfer (Tendenz feſt): Standard p. Kaſſe 60½—
3. Monate 605—1/y, Settl. Preis 60½, Elektrolyt 65½—66½, beſt
ſelected 64½—65½, ſtrong ſheeis 88, Elektrowirebars 65½. Zinn
(Tendenz feſt): Standard p. Kaſſe 269—½, 3 Monate 265½—½, Settl.
Preis 269, Banka (inoff. Not.) 267½, Straits (inoff. Not.) R4½ Blei
(Tendenz feſt): ausländ, prompt 22¾, entft. Sichten 232/zs, Settl. Preis
22½. Zink (Tendenz feſt): gewöhnl. prompt 27 entft. Sichten 264/us,
Settl. Preis 27 Aluminium für Inland (inoff. Not.) 107, für Ausland
112, Antimon Regulus Erzeug.=Preis (inoff. Not.) 64½—65, chineſ. per
(inoff. Not.) 41, Queckſilber (inoff. Not.) 23, Platin (inoff. Not.) 13¾,
Wolframerz (inoff. Not.) 15, Nickel für Inland (inoff. Not.) 175, für
Ausland (inoff. Not.) 175, Weißbleich (inoff. Not 18, Kupferſulphat
(inoff. Not.) 24½—25, Cleveland Gußeiſen Nr. 3 (inoff. Not.) 65
Viehmärkte.
Mannheimer Viehmarkt vom 5. Dezember. Zum heutigen Viehmarkt
waren geführt und wurden die 50 Kilo Lebendgewicht je nach Klaſſe
gehandelt: 141 Ochſen 30—61, 120 Bullen 30—58, 296 Kühe 14—51, 293
Färſen 40—62, 705 Kälber 45—72, 54 Schafe 40—46, 3695 Schweine 52
bis 64. Beobachtungsmarkt. Marktverlauf: Großvieh ruhig,
Kälber ruhig, langſam geräumt; Schweine ruhig, kleiner Ueberſtand.
Frankfurter Viehmarkt vom 5. Dez. Der Auftrieb des heutigen
Hauptmarktes beſtand aus 1162 Rindern, darunter 210 Ochſen, 66 Bullen,
611 Kühen, 271 Färſen, 477 Kälbern, 127 Schafen und 4435 Sch.veinen.
Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochſen al 60—64, II 57—59,
hI 53—56, II 48—52; Bullen a 52—56, b 49—51; Kühe a 48—51, b 42
bis 47, c 35—41, d 25—34; Färſen a 61—64, b 55—60, C 47—54; Kälber
b 68—72, c 60—67, d 50—59; Schafe a 43—46, b 36—42, c 30—35;
Schweine a 64—67, b 63—66, C 63—66, d 62—65, 6 58—62, g 50—60.
Mark.verlauf: Rinder und Schweine lebhaft, ausverkruft; Kälber und
Schafe ruhig und ge äumt. — Fleiſchgroßmarkt. Beſchickung:
193 Viertel Nindflciſch, 57 ganze Kälber, 87 ganze Schafe und 104 halbe
Schweine. Ochſenfleiſch T 90—100, II 80—85 Bullenfleiſch 88—93,
zruh=
fleiſch 1 60—70, II 50—60, III 40—50, Kalbfleiſch II 90—100,
Hemmel=
fleiſch 75—85, Schweine I 70—80; Gefrierfleiſch: Rindfleiſch
Vorder=
viertel 52 und Hinterviertel 62 — Bekanntmackung: In der
Weih=
nadltswoche werden die Viehmärkte wie folgt abgehalten: Dienstag, den
27 Dez., Rindermarkt und Fleiſchgroßmarkt. Ein Kleinviehmarkt findet
nicht ſtatt. Donnerstag, den 29. Dez., Schweine=,
er=, Schemau
und Fleiſchgroßmarkt.
Frankfurter Pferdemarkt vom 5. Dez. Der heutige Pferdemarkt
zeigte einen für das Winterhalbjahr beſonders zahlreichen Auftrieb von
Pferden; es ſtanden ins eſamt nahezu 750 Stück zum Verkauf, und zwar
wurden Arbeitspferde der verſchiedenen Jahrgänge und verſchied nen
Onalitäten angeboten. Die Tiere waren allgemein im Preiſe anziehend
und die Pferde beſter Beſchaffenh it teuer, demzufolge entwickelte ſich
auch der Handel nicht beſonders leblaft und es verblieb geringer
Ucber=
ſtand. Nege Nachfrage beſtand nach volfleiſchigen Schlachtpferden, und
die Prriſe für dieſe ſtellten ſich für 1. Qualität auf etwa 30 Pfg. und
2. Qualität auf 22 Pfg. D
Pferdemarkt findck am 2. Januar
1928 ſtatt.
Frankfurier Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 5. Dezember.
Zu Beginn der neuen Woche war die Tendenz weiter abgeſchwächt
bei außerordentlich unſicherer Grundſtimmung, hervorgerufen durch die
angedrohte Stillegung der Betriebe der rheiniſchen Schwerinduſtrie am
1. Januar, da die Lohn= und Arbeitszeitverhandlungen zu keinem
Er=
gebnis führen konnten. Die Spekulation ſchritt zu Abgaben, auch von
der Kundſchaft ſollen Verkaufsaufträge eingelaufen ſein, zumal am
Geld=
markt die nach dem Ultimo erwartete Entlaſtung auch heute nicht
fühl=
bar wurde. Bereits bei der erſten Kursfeſtſetzung zeigte es ſich jedoch,
daß die Aufnahme des Marktes größer war, als man vielfach
angenom=
men hatte. Zu den niedrigeren Kurſen beſtand etwas Deckungsneigung,
da einige günſtige Konjunkturberichte vorlagen. Die Metallinduſtrie
be=
richtet über gute Beſchäftigung, im Düſſeldorfer Handelskammerbezirk
ſei die Wirtſchaftslage befriedigend, und der Bericht der preußiſchen
Induſtrie= und Handelskammern ſpricht von einer im weſentlichen
un=
veränderten Lage. Gegenüber den Samstagkurſen waren bei der erſten
Notierung überwiegend Kursverluſte von 1 bis 3 Prozent zu
verzeich=
nen. Am ſtärkſten in Mitleidenſchaft gezogen wurden naturgemäß die
Montanwerte; hier waren vor allem Gelſenkirchen mit minus 3 Prozent
und Rheinſtahl mit minus 3,75 Prozent angeboten, Stahlverein blieben
dagegen knapp behauptet. Auch am Elektromarkt überwog das Angebot
ſtärker bei durchſchmittlichen Kursrückgängen von 2 Prozent. Gef. für
Elektr, konnten ſich behaupten. J. G. Farben eröffneten 35 Prozent
niedriger, Scheideanſtalt minus 4,5 Prozent; merklicher abgeſchwächt
lagen noch Th. Goldſchmidt mit minus 35 Prozent. Schiffahrtswerte
waren kaum verändert. Am Nentenmarkt war das Geſchäft ſtill bei
be=
haupteten Kurſen.
Im weiteren Verlaufe konnte ſich die Stimmung allgemein erholen,
da man in Börfenkreiſen ſchließlich doch mit einer Einigung in der
Arbeitszeitfvage rechnen zu können glaubt. Neben weiteren Deckungen
vermutete man auch Interventionskäufe von Großbanbſeite. Tägliches
Geld zu 8 Prozent wieder knapper. Am Deviſenmarkt erfuhr die Mark
eine neue Kursſteigerung. Mark gegen Dollar 4,1825: gegen Pfund
20,420; London=Kabel 4,8814; London-Paris 124,02; Mailand 89,90;
Madrid 29,43.
An der Abendbörſe ſetzte ſich die F ſtigkeit unter Fihrung von
Farben= und Freigabe=Werten fort. Es wuuden über die Nachbörſe
hin=
aus nochmals Kursgewinne bis zu 1,5 Prozent erzielt. Die höheren
engliſchen Kurſe für dortige Kunſtſeidenwerte und für den engliſchen
Chemietyuſt regten an. Auch will man wieder von ausländiſchen
Hauſſe=
konſortien wiſſen. Im ſpäteren Verlauf ging die Spekulation zu
Ge=
winnmitnahmen über, da der Arbeitskonflikt in der Großeiſenimduſtrie
in ſeinem Ausgange noch nicht zu überſehen iſt. Farben= und
Schiff=
fahrtswerte wieder bis zu 1 Prozent abgeſchwächt. Der Schluß blieb
etwas ſchwächer. Im einzelnen nannte man: Berliner
Handelsgeſell=
ſchaft B38. Danat A15,87, Deutſch 153, Gelſenkirchen 127,5, Harpener 177,
Mannesmann 137, Rheinbraun 215, Rheinſtahl 150,25 Stahlverein
99 25. Havag 144,5, Norbd. Lloyd 149,5. A.E.G 153, Daimler 77,5,
Erdöl 117,55, Scheideanſtalt 189, Licht und Kraft 191, Farben 248.5.
Geſellſchaft für El 265, Rüitgerswerke 84,75, Schuckert 16225. Siemens
u. Halske 256. Zellſtoff Walthof 235 — Im Frankfurter
Abendeviſen=
verkehr lagen Mailand und Madrid wieder etwas ſchwächer, dagegen die
Reichsmark weiter feſt: London-Paris 124 02½, —Mailand 89,90,
—New York 4 8815, —Holland 12G7½, —Madrid 29,65, —Zürich 25,30½/
Pfunde—Mark 2,42, Dallar — Mark 1,1830.
Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 5. Dezember.
Die Arbeitskämpfe in der Schwerindüſtrie riefen an der heutigen
Börſe eine erhebliche Verſtimmung hervor, ſo daß die rückläufige
Be=
wegung der Aktienkurſe andauerte. Beſonders ſchwach eröffneten
Mon=
tan=Aktien und einige ſchwere Terminwerte, während ſich im übrigen
die Anfangsverluſte auf 2 bis 3 Prozent ſtellten. Aus dem Rheinland
beobachtete man lebhaftere Abgaben. Auf der andeven Seite benutzte
die Börſe das herauskommende Material zu Deckungen. Gleictzeitig
fanden ſeitens der übrigen Provinz einige Anlagekäufe ſtatt. Die
Ge=
ſamttendenz war infolgedeſſen nicht ſo flau, wie man teilweiſe
befüreh=
tet hatte. Trotzdem beſtand allgemein Zurückhaltung, weil man
abwar=
ten wollte, wie ſich die Verhandlungen in der Schwerinduſtrie weiter
ge=
ſtalten werden. Zur Zurüickhaltung mahnte auch die Tatſache, daß der
Geldmarkt eine fühlbare Entſpannung wiederum nicht zeigte. Tägliches
Geld ſtellte ſich zwar ein Viertelprozent niedriger auf 7,75—9 Prozent,
doch hat das Angebot nicht nennenswert zugenommen. Die Nachfrage
war dagegen weiter beträchtlich. Monatsgeld etwa 8,25—9,5 Prozent.
Bankgirierte Warenwechſel wurden mit 7,25 Prozent und höher
abge=
nommen. Im Deviſenverkehr ſetzte ſich die Abſchwächung des
Dollar=
kurſes auf 4,1825 fort. Das engliſche Pfund wurde etwas unter dem
höchſten Kurs vom Samstag genannt. London=Kabel 4 8815. Die
ita=
lieniſche Währung anterlag einem ſtärkeren Kursdruck und ſtellte ſich
in London auf 90 10. Die ſpaniſche Valuta befeſtigte ſich vormittags
auf 29,28, ging jedoch ſpäter abermals auf 29,38 zurück.
Im weiteren Verlauf der Börſe wurden die anfänglichen Veulliſte
zum größten Teil wieder eingeholt, da die Spekulation weitere
Dek=
kungskäufe vornahm. Die Stimmung zeigte eine Beſſerung, die ſich
auf die Erwartung eines erfolgreichen Eingreifens der Regierung in den
Konflikt der Eiſeninduſtrie ſtützte. Ueber die Freigabe=Angelegenheit
waren günſtigere Verſionen im Umlauf. Insbeſondere verlautet, daß
ſich bei der heutigen Kongreßeröffnung angeblich der amerikaniſche
Prä=
ſident für die beſchleunigte Erledigung ausgeſprochen habe. Schiff
fahrtsaktien wurden ebenſo wie andere Freigabewerte ſtärker beachtet
und zogen im Verlauf um 4—5 Prozent an. In der zweiten
Börſen=
ſtunde nannte man auch für die anderen Terminaktien Kurſe, die über
den Samstag=Schlußkurſen lagen. Privatdiskont unverändert 6,75 Proz.
Die Börſe ſchloß in feſter Haltung. An der Nachbörſe bröckelten
die Kurſe wieder um Bruchteile eines Prozentes ab. Man nannte J. G.
Farbenindſtrie 2485; Geſ. ſiir Elektr, etwas f ſter 266,25; Rheinſtahl
150,25: Siemens 257: Schuckert 162; Mannesmann 136,75; Havag
144,75: Nordllyod 150; Hambura=Süd 210: Hanſa 209; Berliner
Handelsgeſellſchaft 236,5: Ver. Glanzſtoff 13 Prozent über dem
An=
fangskurs 534; Bembera 402; Neubeſitzanleihe 12,87; Ablöſungsanleihe
1 und 2 52,80; dito 3 55,30.
Aichaffenb. Zellſtor
Augsb. Nürnb. Maſch.
Famag-Mequin
Ferlin el !
BerlinKarlsrubelnd
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3 12
35.—
105.—
134.—
17.75
93.—
241 75
61.75
127.—
152.—
7 73
71.375
82.5
193.5
13).—
145.—
133.
475
44.—
213.
Deviſenmarkt.
Brie Geld Brie 10.5oa 10 542 10.517, 10.537 59.91 59.03 18.91 (59.03 Paris H12.387 12.407 12.384 12.404 Skhweiz 73.15 73 29 3 15/ B.2‟ Spanien. 3.022 3.0281 .022/ 3.028 Lanzig 168 96 169.30 58.93 159.24) Japan Hterttt.4 111.j9t11.41 kio de Janeiro Hrettite.ssttte.os 112.27 Jugoſlavien 1 12.83 113.051 112.80 113 02 Fortu galthen *0.404 10.444 20.393 2(.43 1.788 1.7921 1. 87 1 79* Tonſtatinopel. 17954 1875 4. 1783 4.183) Ta ada .. 158.475 58.5351 58.45 158.58 Urugugy. .. . . .
Geld
2.705
13.44;
39 525
63.4)
81.53
1.318
1.433;
z8)
3.511
4 18
22.74
3.43¾
33.735
39 54
31.73
59)5
7 373
4.5361 4.340 4-325 4.334
Produkter berichte.
el
deM
a e
zufel
eite
5 12
233.—
194.25
133
17.75
92.
425
6275
227.—
107.—
152.—
123.
63.—
71.
83.125
157.5
132.—
12)5
48.5
45.—
1212.—
Brie Feld Briel
22.545 22.585
13.41 15.43
30.635 30.735
68.23 69 4)
81.58 31.74
922/ 1 918 1.922
1.4335 1.5)05
.332 7.375
22.84/ 20.53 29.67
5.553/ 7.511 7.553
2 131 .133 2.153 2 172
1.137 4173 4.187
Mannheimer Produktenbericht vom 5. Dezember. Die
börſe ſtand unter dem Einfluß großer argentiniſcher Angy
Ma’s weiter feſt und höher. Man verlangte für die 100 Kilo=
Mannheim ohne Sack in Reichsmark: Weizen inländ. 26.50—
ausländ. 29,25—31,50, Roggen inländ. 25,75—25, desgl.
gu=
bis 26,50, Hafer inländ. 22—24,25 desgk. ausländ. 25—3
pfälziſche 27,50—30,50, badiſche heſſiſche und württembergiſchh
Futtergerſte 22.50—23 50, Mais mit Sack 21,25—21,50, ſiwd.
Spezial Null 38—38,25, ſüdd. Weizenbrotmehl 29——30,25, ſür.
mehl, je nach Ausmahlung. 34.25—36, Kleie 131/9.
Frankfurter Kartoffelmarkt vom 5. Dez. Tendenz
lebho=
ſtrie hieſiger Gegend 3,75 RM., Weißfleiſchige hieſiger Geger
je 50 Kilo.
Frankfurter Produktenbericht vom 5. Dezember. Weizem
angeboten, liegt ein wenig feſter, doch ſind die Käufer
we=
zurückhaltend. Die angelieferten Mengen führen zu häuffü
ſtandungen. Das Mehlgeſchäft liegt beſonders ruhig, ledigl::
mehle ſind etwas gefragt. In Mais iſt das Geſchäft weitem
erhöhten Preiſen. Auch Futtermittel ſind ſehr feſt. Das
Kleie iſt verhältnismäßig gering bei erhöhten Preiſen. In —s) lindlEüttt
Kraftfuttermitteln, die ſehr feſt liegen, iſt ziemlich gutes Esi
Kartoffeln hat eine etwas lebhaftere Nachfrage eingeſetzt.
ziehen leicht an. Weizen 1. 35/5, 2. 34.3—34.50, 3. B50—Mffflbe Mcd.
gen 25,25—25,50; Sommergerſte 27—28; Hafer inl. 2275—2
21; Weizenmehl 37,75—38 25; Roggenmehl 35—35,75; Weizer:
Roggenkleie 15,50; Erbſen 35—62; Linſen 40—75; Heu 8—/ Mäuler
und Roggenſtroh, drahtgepr., 5—5,25—5,5: Treber 18—1835
Berliner Prodnktenbericht vom 5. Dezember. Das GüAM/, 2.90 Malh.*
heute nur ſehr langſam in Gang. Vom Auslande lagen:n
Anregungen vor. Die argentiniſchen Ablader waren mzu
Offerren im Markte und auf niedrigerem Nibeau kamemi
Noſafé=Januarlieferung einige Umſätze zuſtande. Von der
in Brotgetreide wieder ausreichendes Angebot vor. Dasz
Mehlgeſchäft und der die Schiffahrt bedrohende Froſt veranl!
ler und Müller aber weiter zu größter Vorſicht. Die Prei‟
weder im Effektiv, noch im Lieferungsgeſchäft namhaft veräme
die Tatſache, daß die für heute angekündigten 210 Tonnen
holſteiniſcher Weizen, wegen Auswuchs als unkontraktlich erHin
ſind, blieb am Weizenlieferungsmarkte ohne Einfluß. Die 3
für Noggen= und Weizenmehle blieben unverändert, die
ſchlechtes Geſchäft und ſchlechten Abruf halten an. Hafer iſt
derungen erhöht, der Konſum zeigt ſich auch geneigter, höhe
bewilligen. Gerſte in guten Branqualitäten begehrt, ſonſt y Hachf.
Wiasplatz
Amerikaniſche Kabelnachrichten
* Chikago, 5. Dezember. (P.
Weizen: Auf die ſchwächere Haltung der argentiniſchen
größeres Angebot in England eröffnete der Markt in ſchwmt
tung. Auch die Schwäche in Winniveg urd Minnegpolis bext
weiteren Verlauf.
Mais: Stärkeres Angebot aus dem Südweſten und EMMte m.9M
Produkrionsgebieten herrſchende gute Wetter hatten ein AI
Preife zur Folge, beſonders in Dezemberterminen.
hier 7. 11. 5. 12.
Noggen: Das für die Erntebewegumg cüünſtige Wetter u Mt 1
ßeren Vorräre löſten am Roggenmarkt heute eine Abſchwäch—Muk= imhmumg
daß die Preiſe am Schluſſe 1 5—1,75 C. niedriger ſchließen. MWi. cchuld
Hafer: Größeres Angebot, günſtige Wetterberichte und Mikil Scheinen
Teill 491, 52.6
Vorräte bewikten ein Nachgeben der Preiſe.
I. Teil — 52.,6
War Schult
New York, 5. Dezember. (FMMtihe. 1 10), 12g
Zucker: Nach unregelmäßiger Eröffmmg griff auf Hedar4—
Mutm, 1 6451 7275
eine Abſchwäckhurg Pkatz.
Kuffee: Auf die Preisſteigewg m Braſilien und die M ciche
preiſe verlief der Markt anfangs anſteigend. Dann wurden RTys Jms — 77
M-i 1914 — 37
und Verkäufe vorgenommen.
35
Baumwolle: In Erwartung des Bureauberichts hielt ſi
ſchäft in engen Grenzen. Die ſchwächeren Liverpooler Kaben
ten Abgaben für ſüdliche Rechnung und ein Abgleiten der Pd
H.7u
1
Es notierten nach Meldungen aus Chicago an=
Getreide: Weizen, Dez. 129, März 132½, Mai 13-35
Dez. 8934, März 94½, Mai 96½; Hafer, Dez. 51½, 20
3,8
Mai 56; Roggen, Dez. 108½, März 108½, Mai 109½— Hmm
Frunt
Schmalz: Dez. 11,70, Jan. 12,175, Mai 12,50.
eurchte wi.
Fleiſch: Dez. 10,45, Jan. 11,375, Mai 11,65; Speck • 40 Hlelim
leichte Schweine 7,85—8,75, ſchw. Schweine 8,65—9;
Manen
zufuhr Chicago 55 000, im Weſten 160 000.
9.25
Miern 0.
6.75
Es notierten nach Meldungen aus NewYork arzſhnn
14.25 1332
Getreide: Weizen Nr. 2 rot 150, hart 148; Maisn ankse lowb. 4.55
Ernte 103½; Mehl ſpring wheat clears 6,75—7: F71T2 G 5.5 48
PLum Ih. 1a0
England 2—2,6, n. d. Konrinent 14—15.
kA Er
Schmalz: Prima Weſtern loco 12.45: Talg extra 8e
Mer. 0 un 12,3
Kakao: Tendenz ſtramm, Umſatz in lots 3213, Pnhm
18.7
Dezember 13,50, Januar 13,18, Februar 13,15, März 1.1MLu Mal. u.og
13,25, Mai 13.31, Juni 13,40, Juli 13,55, September 1el/Mahs vio
Enf une
Kleine Wirtſchaftsnachrichten. Arauf 24 2
Kuu
Wie wir erfahren, haben große Hüttenkonzerne die auum
24.9
Erzlieferanten auf Grund der Vertragsbeſtimnrungen ſoehlß
249
die Erzverſchiffungen im Laufe des Monats Dezember, ſoweis
möglich ſei, tunlühſt einzuſchränken und ab 1. Januar ganz A
Die J. G. Farben=A. G. hat im Patentverletzungsporozeſiüt
Gewertſchaft der Steinkohlenzeche Mont Cenis in Sodingen UIR
die Leiter der Ammoniak=Anlagen auf Mont Cenis Beru-M0
Oberlandesgericht Hamm eingelegt.
Im November hat ſich die G=ſchäftslage der papieror-n
Induſtrien nicht weſentlich verändert. Die Beſchäftigung waur!
zufriedenſtellend. Durch die ungenügenden Betriebswaſſerkr)
haben ſih die Vorräte an Holzſtoffen vermindert
Der Aluminium=Walzverhand Köln teilt mit: Die EN
für Aluminium=Halbfabrikate betragen, je nech Größe der: K
beziehungsweiſe Abſchliſſe, wie bisher 256 RM. bis 26
100 Kilogramm.
Wie ſoeben bekannt wird, haben auch zahlreiche weiterdels
Induſtrien des rheiniſch=weſtfäliſchen Induſtriebezirkes Ae
Stücken ebenfalls Stillegungsokzeigen bei dem zuſtändigen M” zum 1. Jauuar 1928 eingcteicht. Der Grüſſe
hier in den hohen Forderungen der Gewerkſchaften.
Der Entwicklung d:8 Rohkupfermarktes eutſprechend haus”
kaufsſtelle des Krpferblechſyndikates in Kaſſel den Gruſ i.
Kupferblechfabrikate mit Wirkung vom 6. Dezember auf 199.
geſetzt. (Letzter Preis vom 1. Dezember 185 RM.)
Wie dem „Finanzherold” aus Paris berichtet wird, Die
ſellſchaft Galéries Lafehette in Verlin ein größeres Geſchen
richten. Mit einem bedeutenden Konfortium in Berlän, ſſh.
entſprechenden Verträge abgeſchloſſen worden.
Die Bank von Frankreich, beabſichtigt, die Emnziehung.
värtig umlaufenden 50 Fr.=Scheine, und will dieſe Lisct
farbige Ausgabe, ähnlich den 100 Fr.=Scheinen, erſete.
nahme bezwecht die Erſchwcrung von Fälſchungen. Die Sie
30 Fr.=Scheine wird fortgeſetzt.
Na) einem Brüſſeler Telegtamm, hat die belgiſche. S
wiederum 35 Mill. Frs. Gold auf dem New Yorker Martie A
Nach vorläufigen Berechnungen erreihte die polnſſch.
produttion im Cktober 81 182 Tonnen. Hietvon enthe..
nen auf den Bezirk Faslo, 49 550 Tonnen arf den Bc”.
und 5332 Tonnen auf den B irk von Stanislal=
Nach einer New Yorker Meldung iſt man üler die Nelt
des z1 Beginn des Monats Nobemder gebildeten jst..
ſundikals noch niſht unterrichtet. Man glaubt indeſſest. De
tätigkeit darin beſtehen wird, Vorſchüſſe m Höhe vol. S
Ballen zu gewähren.
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Fürk. (l0m.p v. 1903
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8% Rhein Hyp.=Bt. Gldpfbr.
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7½% Rh.: Stahlwerke v 25
10% Rhein=Weſtf. Bob.=Cr.=
„
Bk. Goldpfbr.
320 Südd Bd.=Cr.=B. Gdpfbr. 97
7% Ver. Stahlw. Düſſeldorf
Hyp.=Goldobl. mit Option
7% Ver. Stahlw. Düſſeldorf
Hyp.=Gdobl. ohne Option
7% Viag.(B Ind.=Unt. Bln.)2
8½ Voigt & Haeffner Goldobl.
8% Württ. Hyp.=Bk=Goldpfbr.
Ohne Zinsverechnung
5% Badenw. Kohlenwrtanl. 2:
6% Großkraftwerk Mannheim
Kohlenwertanl. v 23
6% He ſ. Braunk.=Rogg. Anl. 23
5% Heiſ. Volksſt. Rogg.=Anl. 23
5% Preuß. Kaliwert=Anleihe
102
98
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Rs
95
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87.75
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5. 12.98 59 Preuß. Roggenwert=Anl.
5% Südd. Feſtwertbk. Goldo. 25
98 5
94.5
89.5 Vorkriegs=Hypothekenbank Pfandbriefe
Bay. Vereinsbant München.. Bay. Handelsbant München. 80.6 Bay. Hyp. u Wechſelbank . . 58 Berliner Hyp.=Bunk 119 Frankfurter Hypothek.=Bk. 104
98
92 Frankfurter Pfandbrief=Bk.
Hamb. Hypothet.=Ban."
Mecklenb. Hyp.= u. Wechſel=Bk.
Meininger Hyp.=Bank
Nordd. Grund=Credit=Bank.. 96.75 90.25 Pfälziſche Hyp.=Ban:
Preuß. Boden=Crebit=Bank.. 89 Preuß. Centr.=Bod.=Cred.=Bk.
Preuß Pfandbrief=Bk. 94.25 Rhein Hypothk.=Bank Rhein.=Weſtf. Bod.=Cred.=Bk. 95.5 Südd Boden=Credit=Bank. 12.61 Württemberg Hypoth.=Bank. 131/, Staatl. oder provinzia!
garantiert Heſ). Landes=Hyp.=Bank". 8.25 Landeskreditkaſſe Caſſel ... Naſſauiſche Landesbank..
14.7
15.8
11.5
11.55
12
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Oblig. v. Transportanſt.
4½ Eliſabethbahn, ſtfr. t. G..
4½ Gal. Carl Ludw.=Bahn..
„ abg.
5% Oſt. Südb. (Lomb.) ſtfr.
2,6% Alte Oſt. Südb. (Lomb.
2 6 Neue Oſt. Südb. (Lomb.)
4% Oſt. Staatsb. v. 1883
1.b. 8. Em
„ abgeſt,
9 Em.
HNn
v. 188)
„abgeſt.
Erg. Neßz
„abgeſt
Raab=Sedenbg. v. 83.
v. 91.
v. 97...
Rudolfb. Silber ſtfr.
4% Rudolfb. (Salzkammerg.).
½% Anatolier Serie l..."
½% Anatolier Serie II ...
% Anatolier Serie III ..
3% Salonique Monaſtir. . . . .
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98
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Bank=Aktien.
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Deutſche Ban
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Deutſche Hypot.=Bank Mein.
Deutſche Vereinsbant
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Frankf. Hypothekenbank
Frankf. Pfandbrief=Bank
Gotha Grundkredit=Bank".
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Metallban
Mitteldeutſche Creditbank
Pfälz. Hypoth.=Bank
Preuß. Boden=Creditbank".
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Rhein Hypothekenbank . ."
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Dienstag, den 6.Dezember 1927
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Der Gaunerstreich der Feldonfarm
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Eingeschlossen in enge bürgerliche Verhältnisse sehnt
sich ein junges Weib nach dem fernen Treiben der
lockenden Welt. Da tritt mit einem Male in ihr
Leben der Versucher in Gestalt eines lebenslustigen,
lockeren Mannes an sie heran Mit der fasciniere den
realistischen Psychologie der letzten großen
Russen-
filme zeigt der Film den fesselnden Kampf des We bes
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[ ← ][ ][ → ] Meus oder die ſieben Menüs.
Von Frank Heller.
tektigte Ueberſetzung von Marie Franzos.
(Nachdruck verboten)
ſere Hypotheſe war vermutlich die richtige, denn auf
schhgt Des Coupés blieb der Aeltere der beiden ſtehen und
ſtiertgent tönender Stimme etwas, das wie Verſe klang:
Prigätg die Halle, geziert mit prangenden, bunten Geweben,
Schlzuuig von Mark und von Fett doch der ſteinegepflaſterte
Boden.
Denyauf dem flammenden Herde briet ein gewaltiger Ochſe.”
„Sies ſten zwei ganze Coupes reſerviert, Meſſieurs?”
ſte dandderkondukteur und rieb ſich die Augen.
„Könm Sie des nicht aus unſeren Billetten entnehmen?”
ſte danſtere Paſſagier freundlich.
„Abeh
Keigyber”, ſchnauzte ihn der Jüngere an. „Wie iſt es mit
Sichtzenit, in dieſem Zuge?”
Mom ſr Chaptal wurde ironiſch.
„Waus eülirchten Sie, Monſieur? Eine Entgleiſung? Einen
ammgewß? Es iſt richtig, wir fahren raſch, aber —
„Wageu nicht einen Ueberfall?” knurrte der Mann mit dem
braurz/ Salonrock und ſchob ſanft, aber dezidiert den
Kon=
ſeur „huu s. Monſieur Chaptal zog ſich mit gerunzelter
ne zu uſt. Man verſchloß die Tür! Man gab kund, daß die
ſenz zuEude war! Ueberfall Haha! Es würde ihm Spaß
gen, MLeute zu ſehen, die es wagten, den feinſten Zug
ppas aſattackieren — und noch mehr Spaß würde es ihm
iüſten, z,u hen, welche Beute ſie bei einem Pfandleiher in
floh=
iuem z elonrock und einem Straßenſänger in Pluderhoſen
en k Mteni, wenn ſie auch in reſervierten Coupés fuhren!
den auutren Coupés, da war Beute, wenn jemand ſich
er=
en ſoll an den Zug der Auserwählten Hand zu legen —
Lüda mmBeute genug und übergenug. Monſieur Chaptal
de buſthe gedankenvoll. Nicht eine Dame, die nicht von
gen ume hrgehängen funkelte — wenn ſie beſagte Ringe und
ſehängnicht in einer ſchweren Juweleutaſche trug. Da gab
m vahrltü Beute! Wenn irgendein Ueberfall erfolgte, dann
de ernſ ſicherlich nicht gegen die Abteile fünf und ſechs im
en Wigen richten. Eher von dort ausgehen.
„Behalten Sie dieſe Individuen im Auge, Lucien,” ſagte
Monſieur Chaptal zum Wagenkondukteur. „Sie ſprechen von
Ueberfälen und ſehen aus wie Pfandleiher. Und man hat ja
ſchon öfters von Pfandleihern gehört, die Geſchäfte in geſtohlenen
Sachen machen!"
Gerade als der Zug Cannes verließ, kam ein letzter Paſſagier
an Bord und belegte einen Platz im dritten Waggon. Es war
ein rothaariger Engländer mit blauen Augengläſern und
ver=
ſchloſſenem Weſen. Seine Fahrlarte lqutete auf den Namen
James Kenyon.
IV.
Der Zug verließ Cannes und verfiel in jenes
Hundertkilo=
metertempo, das er nun mit wenigen Pauſen bis Paris einhalten
ſollte. Die Geſtade der Seligen flogen vorbei, ſandgelb,
porphyr=
rot und ſchaumfunkelnd. Der Frühling war gekommen, die
Blätter der Oliven zitterten, die Luft war berauſchend wie Wein,
die Wege dehnten ſich braun und unendlich. Aber dieſe
Phäno=
mene bietet der Frühling auch an anderen Orten als an der
Ni=
viera, und folglich floh das Salz der Erde von der Riviera. Die
Sonne ſank; als der Zug einen Augenblick in Saint=Raphasl
hielt, hob ſich eine einzige muſchelförmige Wolke von den
flam=
menden Theaterdekovationen des Horizonts ab; ſie glich einer
Souffleurmuſchel, aus der der ſterbende Tag der Nacht, die ihren
Einzug hielt, eine Abſchiedsreplik zuflüſterte.
In Saint=Raphaél warteten drei Herren auf dem Perron.
Der Kondukteur empfing ſie mit Genugtuung; dies waren
wenig=
ſtens drei Leute von Welt.
„Hier iſt der Wagen, Lawertiſſe! Beeilen Sie ſich, Graham!
Der Zug hält nicht länger als dreißig Sekunden. Drei
Halb=
coupés im Wagen fünf, Kondukteur, bitte ſehr, hier ſind die
Billette!”
„Profeſſor Pelotard aus London und Begleitung,”
kontrol=
lierte Monſieur Chaptal, „Wagen fünf, die drei erſten Halbcoupés.
Cest Ca, messieurs. Bitte ſehr!”
Der Zug, der noch unter den Bremſen zitterte, flog von
neuem dahin. Saint=Raphaél ſauſte nach rückwärts wie aus einer
Schleuder geworfen, aber der Expreß hatte die Station noch nicht
paſſiert, als Mr. Graham ſich an den Kondukteur wandte.
„In welcher Richtung iſt er? Vorn? Rückwärts?”
„Was denn, Monſieur?”
„Der Speiſewagen natürlich.”
„Ah. der Speiſewagen!” Monſieur Chaptal, der einen
Zwan=
zigfrankenſchein Trinkgeld einſteckte, ſtarrte die umfangreiche Ge=
ſtalt des Cugländers an. „Der erſte Wagen nach der Lokomotiv”
Aber die erſte Serie iſt noch nicht ausgerufen. Sind Monſieu
hungrig”.
„Ob ich hungrig bin!” Mr. Graham rollte die Augen. „Wären
Sie es nicht, wenn Sie von Korſika hergeflogen wären und di
ganze Riviera von Antibes bis Saint=Naphasl abgeſucht hättei
ohne ein anſtändiges Wirtshaus zu finden! Die erſte Serie iſ
noch nicht ausgerufen? Macht nichts, ich eſſe ä la Carte. Laver
tiſſe, Profeſſor! Kommen Sie, oder kommen Sie nicht?”
„Ich komme! Ich komme!”
Philipp Collin und ſeine zwei Freunde bahnten ſich langſau
einen Weg durch die ſchaukelnden Korridore. Verſchiedene Hei
ren mit blaſierten Geſichtern, verſchiedene Damen mit Ringen un
Juwelentaſchen wanderten denſelben Weg. Plötzlich kam ein
rückläufige Bewegung, eine Ebbe in der Flut. Die dem Ziel zu
nächſt waren, traten den Rückzug an; andere folgten ihrem Be
ſpiel, bis der ganze Strom an den drei Kompagnons vorbeiz!
fluten begann. Was war los? Man hörte Ausrufe:
„Das iſt doch unglaublich!”
„Haarſträubend!”
„Daß die Direktion ſich ſo etwas erlaubt!”
Was war geſchehen? Endlich waren ſie an ihrem Ziel ang
langt. Durch eine geſchliffene Glasſcheibe, ſahen ſie in eine
langen Wagen, der leer zu ſein ſchien. Zwei Tiſchreihen erſtree
ten ſich in lockender Perſpektive nach rückwärts; „weiße
Tüch=
ſchimmerten, Silber und Kriſtall blinkten unter rotbeſchirmte
Lämpchen. Bunte Annoncen machten Reklame für Banken,
H=
tels und Liköre, elektriſche Fächer ſchnurrten langſam wie zw
ſchen den Fingern eines Mandarins. Alles war zum Gaſtmal
gedeckt, doch kein Gaſt ſaß an den Tafeln. Und doch hatte weni;
ſtens ein Dutzend Perſonen die Abſicht gehabt, ſich gleich ihne
ſelbſt zu Tiſch zu begeben. Noch einmal; was ſollte das heißen
Ein Kellner in weißer Jacke bewachte den Eingang.
„Wir wünſchen drei Plätze! Jetzt gleich!”
Das Geſicht des Kellners war gelangweilt, als er zur An
wort gab:
„IIch bedauere, meine Herren. Das iſt unmöglich.”
„Was? Haben Sie denn noch nicht angefangen, zu ſervieren!
„Doch.”
„Und da ſind doch eine Unmaſſe leere Tiſche.”
„Ja. Aber ich kann Ihnen trotzdem keinen Platz anweiſen
Alles iſt beſetzt.”
(Fortſetzung folgt.)
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däniſchen
Unterricht?
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Grammophon-
Platteni, groß. Ausw
im Musikhaus Bund,
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Abreiß-Kalender für 1928
emptehlen wir besonders:
Bards Museum-Kalender .
3.—
Kunst und Leben-Kalender.
3.—
Hessen-Kalender . . . . . . .
. 1.50
Deutscher Kalender . . . . .
2.50
Rheinland-Kalender . . . ..
2.50
Blodigs Alpen-Kalender . ..
280
Film-Kalender . . . . . . . .
2.50
Spemanns Kunst-Kalender . .
2.—
Pareys Jagd-Abreiß-Kalender.
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