Darmstädter Tagblatt 1927


03. Dezember 1927

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mallgem Erſcheinen vom 1. Dezember
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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche ilnffrierte Beilage: Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und elgenen Nachrichten nur mit Quellenangabe, Darmſt. Tagbl. geſtattet.
Nummer 335 Samstag, den 3. Oezember 1927. 190. Jahrgang

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Rabatt weg. Bankionio: Deutſche Banl und Darme
ſtädter und Nationalbant.

er Mnpf inn die kegermgsktontt.

Me. Wirtſchaftsausſprache
im Reichstag.
Awende Kraftprobe. Ein Mißtrauens=
iistrag
der Sozialdemokraten.
hztag hat am Freitag die Ausſprache über die Wirt=
Htgeſetzt. Die Parteien ſchickten ihre Sachverſtän=
bi
aber auch ſachlich wenig neues Material vorbrach=
ut
der Kampf um die Regierungspolitik
ſeichsbankpräſidenten, die ja lediglich
fach im Mittelpunkt der ganzen Ausſprache ſtehen
tolätiſchen Gründen geführt wird. Neben den Kom=
iten
auch die Sozialdemokraten ein Miß=
tum
gegen die Reichsregierung ein=
EDer Ausgang wird alſo zu einer Kraftprobe wer=
zuermuten
iſt, daß bei einem der Mißtrauensanträge
Amgten, Kommuniſten und Völkiſche, vielleicht auch
huten mitſtimmen werden. Das wäre die ſtärkſte
Eebisher gegen die Regierung auf die Beine gebracht
HAuf der anderen Seite wird aber die Wirtſchafts=
ſallos
für die Regierung ſtimmen. Zahlenmäßig iſt
Ahrheit für die Regierung vorhanden, die aber durch
9Beſatzung des Hauſes gefährdet werden könnte. Da
beu längſt die Hoffnung aufgegeben haben, ihre Mit=
nar
Wochenende in Berlin zuſammenhalten zu können,
mlih die Abſtimmung erſt am kommenden Dienstag
bwohl die Ausſprache am Samstag zu Ende gehen
m Dienstag hoffen die Parteien, alle Mann an Deck
9 ſo einem Mißtrauensvotum gegenüber gerüſtet
Reichstags=Sitzungsbericht.
* Berlin, 2. Dez. (Eig. Bericht.)
Rüurg erledigte heute zunächſt ohne Ausſprache die erſte
uen Kraftfahrzeugſteuergeſetzes durch Ueberweiſung der
en Ausſchuß und ſetzte dann die geſtern begonnene wirt=
Tusſprache fort.
humers Ztr.) ſtimmte dem Reichswirtſchaftsminiſter darin
aufg auf Auslandsanleihen, noch nicht verzichtet werden
eeöcter warnte vor einer Wirtſchaftskataſtrophenpolitik, die
, avenn man den Preisindex gleichzeitig mit dem Lohn=
nſern
wolle, bis er auf dem Weltmarkt konkurvenzfähig
usutage die da und dort aufkeimende neue Inflations=
üse
, müſſe als Landesverräter, ins Gefängnis geſteckt
i verbrecheriſch, das Vertrauen in unſere Währung zu
n weiteren Verlauf ſeiner Ausführungen wandte ſich der
gegen die gegenwärtige Kartellverflechtung in Deutſch=
ſofie
Dauer nicht ertragen werden könne, wenn nicht ihre
hn die Produktionsförderung ſei. Laſſe ſich das nicht
RWege erreichen, dann wäre es allerdings Aufgabe des
ſſe Dinge einzugreifen. Redner war der Anſicht, daß die
ſich an die letzten Ausführungen des Reichsbankpräſiden=
41Anleihefrage geknüpft habe, ſchädlich wirken müſſe.
kehr. Dauch (D. Vpt.), der darauf hänzwies, welche großen
Lüderitſche Privatſwirtſchaft durch die Einſtellung von über
Naliemen Erwerbsloſen vollbracht habe, und daß zu einem
wirtſchaftlichen Peſſimismus keine Veranlaſſung vor=
hichſtens
eine finanzpolitiſche Gefahr vor=
Aoon der Finanzpolitik der öffentlichen
2er Redner beſprach die Denkſchrift des Reparations=
ie
feſt, daß der Dawesplan keinesfalls ſo funktioniere
Rkändigen angenommen hätten. Er betonte weiter die
Nier Kapitalneubildung, die nur durch Beſchränkung der
MAlafgaben der öffentlichen Hand zu erreichen ſei. Außer=
eudig
fei der Schutz des Mittelſtandes, der unter der
Arhlaſtung zum Ruin geführt werde. Dagegen müſſe in
Baebung endlich einmal eine Atempauſe eintreten. Be=
hrinden
müſſe man ſich vor Verallgemeinerung hüten,
MSweifel beſtehe, daß ein großer Teil der Gemeinden über
ſſe lebe.
nburg (Dem.) beſchäftigte ſich zunächſt mit dem Me=
Reparationsagenten. Obwohl der Redner die weit=
Laneng ſeiner Fraktion gegenüber einzelnen Bemerkungen
Fagenten zum Ausdruck brachte, war er doch der Anſicht,
Dupc)ts Memorandum ſtattgefundene Einwirkung des Agenten
Finanzpolitik zu weit gehe. Zur Anleihefrage betonte
deutſchen Städteanleihen ſeien ſo gut, daß Zweifel an
äg eit der Städte nicht berechtigt ſeien. Dieſe Anleihen
Di Aufbringung der Daweslaſten, noch den Transfer
trächtigen. Zur Sozialpolitik forderte der Redner, daß
2ndlich zu Taten ſchreite. Das gleiche gelte für die Not=
erchsreform
. Die demokratiſche Fraktion halte an ihrer

toener Eiſenbalmarbeiterſtreik ausging.
e dt (Wirtſchaftl. Vgg.) trat der Auffaſſung des Reichs=
Dr. Schacht bei. Der Deutſche Städtetag habe Unreilit.
Ahnte die Städte zur ſtrengſten Sparſamkeit. In vielen
n jetzt in unerhörter Weiſe Luxusausgaben gemacht
ür dem gewerblichen Mittelſtand aufgebürdet.
den die Verhandlungen auf Samstag 13 Uhr vertagt.
FWderungen der Siandesherren.
* Berlin, 2. Dezember. (Priv.=Tel.)
er ehemaligen Standesherren iſt wieder einmal
ei. Von preußiſcher Seite iſt das Verlangen
Dech, daß die Angelegenheit jetzt ſchleunigſt vor an=
g
löſt werden müßte. Preußen iſt anſcheinend da=
errvägung
ausgegangen, daß man im Reich wohl
M er einmütigen Auffaſſung gelangen würde. Tat=
aIch
im Kabinett und im interfraktionellen Aus=
N Beſprechungen ſtattgefunden, die jedoch kein
is brachten, weil die Meinungen ſehr weit aus=
Es kommt jetzt darauf an, Zentrum und Deutſch=
T einen Hut zu bringen.

Das Schickſal der Sirafrechtsreform-
Die Abſichten der Reichsregierung im Falie
einer Reichstagsauflöſung.
Seit rund 20 Jahren iſt jetzt die Umänderung unſeres Straf=
rechtes
akut. Schon vor dem Kriege haben Ausſchüſſe getagt.
Nach dem Kriege hat faſt jeder Juſtizminiſter ſeinen Ehrgeiz
dareingeſetzt, einen neuen Entwurf auszuarbeiten, der aber
meiſt wieder unter den Tiſch fiel, weil inzwiſchen das Kabinett
in die Brüche ging. Jetzt ſind wir zum erſten Male ſo weit,
daß alle parlamentariſchen Vorarbeiten erledigt ſind und der
Ausſchuß bereits mitten in der Einzelberatung ſteht, die nicht
nur juriſtiſch, ſondern auch nationalpolitiſch ihre beſondere Be=
deutung
hat, weil dabei gleichzeitig der Verſuch gemacht werden
ſoll, für Deutſchland und Oeſterreich ein gemeinſames Strafrecht
zu ſchaffen. Bei einer neuen Kriſe, wie ſie jetzt von der Oppo=
ſiton
jeden Tag an die Wand gemalt wird, ſieht ſich der Aus=
ſchuß
vor die Gefahr geſtellt, daß bei einer Auflöſung des Reichs=
tages
ſeine Arbeiten vollkommen wertlos würden. Begreiflich
genug, daß der Vorſitzende Prof. Kahl an den Reichskanzler
einen Brief geſchrieben und angefragt hat, wie die Anſichten
der Reichsregierung darüber wären. Herr Marx hat geant=
wortet
, daß natürlich bei der allgemeinen Unſicher=
heit
das Kabinett eine Garantie für eine
ruhige Entwicklung nicht geben könnte, daß aber, wenn
die Gefahr einer Auflöſung in greifbare Nähe
rücken könnte, die Regierung ſich dann überlegen
würde, was ſie tun könne, um die bisher geleiſtete
Arbeit zu ſichern.
Das iſt etwas Ungewöhnliches, aber doch Notwendiges. Es
iſt ja in der Tat ein Widerſinn, daß, wenn wegen eines Einzel=
falles
der Reichstag aufgelöſt würde, gleichzeitig der ganze
Apparat ſtillgelegt werden und der nächſte Reichstag von vorne
anfangen müßte. Bei politiſchen Fragen iſt das vielleicht zweck=
entſprechend
, weil dann von einer anderen Reichstagszuſammen=
ſetzung
andere Beſchlüſſe zu erwarten ſind. Aber bisher iſt doch
von allen Parteien der ehrliche Verſuch gemacht worden, die
Strafrechtsreform aus dem Parteigeiſt auszulaſſen und, ſoweit
es geht, überparteilich aufzuziehen. Die Reichsregierung
möchte alſo im Falle der Auflöſung möglichſt
verhindern, daß die Ausſchußarbeit umſonſt ge=
weſen
iſt. Sie kann das, wenn die großen Parteien damit
einverſtanden ſind, was dieſen wieder um ſo eher möglich iſt,
als ja ſchließlich die Fortſetzung der Ausſchußberatungen immer
noch die Möglichkeit gibt, entſprechend einer Mehrheitsverſchie=
bung
auch ſachliche Aenderungen zu treffen. Soweit wir wiſſen,
trägt ſich die Regierung mit der Abſicht, wenn
es hart auf hart kommen ſollte, dem Reichstag
vorzuſchlagen, daß die Strafrechtskommiſſion
gewiſſermaßen aus dem parlamentariſchen Be=
trieb
herausgenommen wird und berechtigt
ſein ſoll, wenn nicht während der Neuwahlen weiterzuarbei=
ten
, ſo doch ihre Arbeiten nur zu unterbrechen und
im neuen Reichstag da wieder anzufangen, wo
ſie vor der Auflöſung aufgehört hat. Wir möchten
annehmen, daß die Parteien mit einem ſolchen Vorſchlag ein=
verſtanden
ſind und es ſo möglich wäre, die wertvollen Erfah=
rungen
, die bereits geſammelt ſind, zu retten. Vorläufig frei=
lich
iſt es ja noch nicht ſo weit, daß die Frage überhaupt akut
wäre.
Die Auseinanderſetzung zwiſchen Reichsbank=
präſident
Dr. Schacht und den Gemeinden.
* Berlin, 2. Dezember. (Priv.=Tel.)
Die Auseinanderſetzungen zwiſchen den Stellen, die für
unſere Währung verantwortlich ſind, und denen, die die Inter=
eſſen
namentlich der Gemeinden vertreten, ſind in den letzten
Tagen ſo zahlreich geworden, daß ſich die Notwendigkeit ergab,
einmal durch direkte Ausſprache den ganzen Fragenkomplex einer
Klärung zuzuführen, zumal die Gefahr beſtand, daß man ſich
immer weiter auseinanderreden und damit nur Verwirrung
und Unheil anſtiften würde. Am Freitag abend haben ſich der
Berliner Oberbürgermeiſter mit einigen Städtevertretern und
der Reichsbankpräſident Schacht mit einigen Herren des Reichs=
bankdirektoriums
zuſammengefunden zu einer Beſprechung über
die Finanzgebarung der Gemeinden, ſpeziell deren Anleihe=
politik
. Nach mehrſtündigen Beratungen kam man überein, in
Zukunft möglichſt eng zuſammenzuarbeiten. Auf beiden Seiten
machte ſich das Beſtreben geltend, eine poſitive Löſung zu fin=
den
. Die Verhandlungen ſind noch nicht endgültig abgeſchloſſen.
Sie ſollen in den nächſten Tagen fortgeſetzt werden. Soviel
ſcheint bereits jetzt feſtzuſtehen, daß ſich der Reichsbankpräſident
mit ſeinen Anſchauungen im weſentlichen durchgeſetzt hat, wenn
er ſich auch davon überzeugt haben wird, daß zahlreiche An=
leihen
der Gemeinden tatſächlich zu produktiven Zwecken ver=
wendet
worden ſind. Immerhin wird man in Zukunft die
Flucht in die Oeffentlichkeit unterlaſſen und ſich hinter ver=

ſchloſſenen Türen zu einigen verſuchen.

Das Rentnerverſorgungsgeſetz
und die Beutſche Solfspartei.
Von
Bürgermeiſter Dr. Niepoth, M. d. L., Schlitz.
Es iſt keine erfreuliche Erſcheinung im politiſchen Leben,
daß Parteien, auch wenn ſie nur zeitweilig der Oppoſition an=
gehören
, aus rein agitatoriſchen Gründen Anträge ſtellen, an.
die ſie während ihrer Zugehörigkeit zur Regierungsmehrheit nie
gedacht haben und für deren Verwirklichung ſie nach einem Ein=
tritt
in die Regierung nur ſehr geringes Intereſſe zeigen. Ur=
ſache
dieſer man kann wohl ruhig ſagen beſchämenden Zu=
ſtände
iſt die Unzahl der Parteien in allen deutſchen Parla=
menten
, die eine aus einer Partei gebildete Regierung prak=
tiſch
unmöglich macht. In England z. B. kann auch die
Oppoſition nur ſchwer unerfüllbare Forderungen ſtellen, da ſie
unter Umſtänden als einzige Regierungspartei recht bald ge=
zwungen
wäre, den früher ausgeſtellten Wechſel einzulöſen. In
Deutſchland hat eine Partei, auf ihre ganz verſchiedene
Haltung zu dieſer oder jener Frage innerhalb oder außerhalb
der Regierung aufmerkſam gemacht, ſtets die Möglichkeit, ſich
hinter den übrigen Koalitionsparteien zu verſtecken und die Ver=
antwortung
auf dieſe abzuwälzen.
Wenn man die Einbringung des Initiativgeſetzes der demo=
kratiſchen
Reichsiagsfraktion auf Erlaß eines Rentnerverſor=
gungsgeſetzes
unter dieſem Geſichtswinkel betrachtet, ſo wird
jeder Unbefangene wohl mit Recht fragen, warum die Fraktion
dieſen Antrag nicht einbrachte, ſolange ſie in der Perſon des
Herrn Dr. Reinhold den Finanzminiſter ſtellte, ſondern aus=
gerechnet
bis nach deſſen Rücktritt und bis nach ihrem Austritt
aus der Regierungskoalition damit wartete. So intereſſant dieſe
Betrachtung an und für ſich iſt, ſie wird uns nicht der Notwen=
digkeit
entheben, ſachlich zu der Tendenz des Geſetzentwurfs
Stellung zu nehmen, nicht wegen, ſondern trotz des Ausfalls
der heſſiſchen Wahlen, der drei Vertreter der Aufwertungspartei
in den Landtag einziehen läßt.
Die Landtagsfraktion der D. V. P. hat ihren grundſätzlichen
Standpunkt zu dieſer Frage ſchon vor längerer Zeit in folgen=
dem
Antrag niedergelegt:
Der Landtag möge beſchließen, die Regierung zu erſuchen,
bei der Reichsregierung mit allem Nachdruck darauf hinzuwirken,
daß ein die Zukunft der Kleinrentner ſicherndes Rentnerverſor=
gungsgeſetz
beſchleunigt dem Reichstag zur Verabſchiedung vor=
gelegt
wird. Damit ſollte zum Ausdruck gebracht werden, daß
wir die Herausnahme der Kleinrentner aus der Fürſorge und
die Einbeziehung ihrer Verſorgung in den Rahmen und den
großen Zuſammenhang der inneren Kriegslaſten für eine der
dringendſten parlamentariſchen Aufgaben halten. Wir konnten
damals auf Grund einer Rückſprache mit einzelnen Reichstags=
abgeordneten
die Ueberzeugung haben, daß unſere Forderung
nicht nur bei der Reichstagsfraktion der D. V. P., ſondern auch
bei den anderen Regierungsparteien Verſtändnis und Unter=
ſtützung
finden werde. Um ſo befremdlicher muß es naturgemäß
wirken, wenn ſich Reichsarbeitsminiſter Brauns zunächſt als
Reſſortminiſter, dann als Vertreter des Geſamtkabinetts gegen
die Beratung des Geſetzes im jetzigen Zeitpunkt ausge=
ſprochen
hat.
So entſchieden ich mich in dem jetzt überſtandenen Wahlkampf
gegen unerfüllbare Verſprechen der Volksrechtspartei gewandt
habe, ſtets habe ich frei und unumunden erklärt, daß wir die
Verpflichtung hätten, den Kleinrentnern durch Verabſchiedung eines
Rentnerverſorgungsgeſetzes zu ihrem Recht zu verhelfen. Selbſt
wenn man mit mir die Gleichſtellung der Kleinrentner mit Orts=
armen
, Sozialrentnern für einen Fehler hält, ſo konnte auch
von meinem Standpunkt eine ſolche Maßnahme zur Not gebil=
ligt
werden zu einer Zeit, als niemand wußte, ob es uns ge=
lingen
werde, die Währung und damit das Reich zu erhalten.
Heute aber iſt es ein Gebot der Billigkeit, die in der ſchwerſten
Notzeit getroffene Regelung die Abwälzung der Kleinrentner=
fürſorge
auf die Bezirksfürſorgeverbände zu ändern. Wenn
man ſich anſchickt, den Beamten das zu geben, was man ihnen
nach allgemeiner Anſicht nach zu Unrecht und zu lange vorent=
halten
hat, wenn man die Kriegsbeſchädigten automatiſch an
den Aufbeſſerungen teilnehmen läßt, dann iſt es unter gar keinen
Umſtänden zu rechtfertigen, den Kleinrentnern ihr Recht zu ver=
ſagen
, auch nicht mit finanziellen Erwägungen.
Man weiß, daß die Aufbeſſerung der Beamtengehalte in Län=
dern
und Gemeinden mindeſtens zum Teil davon abhängt, ob
und inwieweit das Reich die notwendigen Mittel zur Ver=
fügung
ſtellt. Das kann aber, da Steuererhöhungen im Inter=
eſſe
der Kaufkraft der Gehalte nicht in Frage kommen, nur durch
Aenderung des Finanzausgleichs zwiſchen Reich, Ländern und
Gemeinden geſchehen, und hier ſcheint mir der Schlüſſel der
Situation zu liegen. Wenn das Reich die Koſten der Klein=
rentnerfürſorge
die für das ganze Reich zuſammen etwa 150
Millionen Mark betragen dürften übernimmt, dann wird es
bei einer Neuregelung des Finanzausgleichs auf die Entlaſtung
der Länder und Gemeinden durch dieſe Maßnahme hinweiſen
können. Reichsarbeitsminiſter Brauns hat die Koſten des
Rentnerfürſorgegeſetzes auf 200 Millionen Mark beziffert, dem=
gegenüber
darf darauf hingewieſen werden, daß ſich die Anteile
der Länder und Gemeinden an Einkommen= und Körperſchafts=
ſteuer
um 150 Millionen Mark erhöhen, wenn der Prozentſatz,
wie vom Reichsrat geſordert, von 75 auf 80 heraufgeſetzt wird.
Obwohl ſich der Herr Reichsfinanzminiſter bis jetzt gegen dieſe
Erhöhung noch ſträubt, in der Vergangenheit haben die Länder=
finanzminiſter
ihre Wünſche im großen und ganzen durchzuſetzen
gewußt, und es iſt nicht anzunehmen, daß es diesmal anders
ſein wird. Ob aber das Reich 150 Millionen Aufwendungen
der Länder und Gemeinden an Kleinrentnerfürſorge übernimmt,
oder ihnen an Einkommen= und Körperſchaftsſteueranteilen 150
Millionen mehr gibt, dürfte vom finanziellen Standpunkt des
Reiches ziemlich gleichgültig ſein. Es kommen alſo bei Ueber=
nahme
der Kleinrentnerfürſorge auf das Reich und Beibehal=
tung
des jetzigen Finanzausgleichs eine jährliche Mehrbelaſtung

[ ][  ][ ]

Seite 2
von etwa 50 Millionen Mark in Frage, ein Betrag, deſſen
Deckung ſicherlich keine unüberwindlichen Schwierigkeiten machen
dürfte.
Niemand wird beſtreiten, daß die Verwirklichung des Ge=
dankens
, den Kleinrentnern ſtatt Almoſen einen Rechtsanſpruch
auf eine Rente zu geben, ſo wichtig und in ſeinen finanziellen
Konſequenzen ſo weittragend iſt, daß dieſe Frage nicht losgelöſt
vom Etat und Finanzausgleich behandelt werden kann. Jeder=
mann
aber wird mir nur recht geben, wenn ich behaupte, daß
bei der Regelung dieſer ſchwierigen Materie auch Imponderabi=
lien
berückſichtigt werden müſſen. Wer, wie ich in meinem Beruf,
ſo oft erfahren hat, welch ſeeliſche Belaſtung der Gang zum
Wohlfahrtsamt für die meiſten Kleinrentner darſtellt, der wird
mit mir fordern, daß es Pflicht der Reichsregierung und des
Reichstags iſt, einen Ausweg zu ſuchen, und daß es nicht verant=
wortet
werden könnte, die Löſung der Frage dem neu zu wählen=
den
Reichstag zu überlaſſen, d. h. ad calendas Graeeas zu ber=

ſchieben.
Der Tod der Landgemeindeordnung.
Eine Niederlage der preußiſchen Regierung.
Von unſerer Berliner Redaktion.
Die Weimarer Koalivion in Preußen, die noch einen letzten
bergeblichen Verſuch machte, den Nachweis zu erbringen, daß
ſie ſtark genug iſt, um auch aus eigener Kraft Geſetze zu ſchaffen,
iſt dabei wieder unterlegen. Die Kraftprobe wurde ausgefochten
um die Landgemeindeordnwng, die ſchon den vorigen Landtag
beſchäftigt hat. Die Oppoſition hat ſich an der Abſtimmung
nicht beteiligt, und ſo war das Haus beſchlußunfähig. Da die
Landgemeindeordnung über 100 Paragraphen enthält, war jede
Hoffnung auf eine ordnungsmäßige Erledigung ausgeſchloſſen.
Allerdings nur, weil die Weimarer Koalition ſich auf ſich ſelber
verließ. Hätte ſie auch nur den Verſuch gemacht, mit den Par=
teien
der Oppoſition zu verhandeln, dann wäre eine Mehrheit
für eine brauchbare Vorlage ſehr raſch gefunden geweſen. Das
wollte man aber vermieden wiſſen und das Ergebnis war eine
klägliche Niederlage. Die Konſequenzen, die von den Regie=
vungsparteien
in Preußen daraus gezogen werden, ſind noch
merkwürdiger. Sie geben die Vorlage in ihrer jetzigen Faſſung
verloren, ziehen ſie zurück und bringen einen neuen Antrag ein,
der lediglich die Zerſtückelung der Gutsbezirke regeln will. Sie
verlaſſen ſich darauf, daß ſie mit Hilfe der Kommuniſten eine
Mehrheit erlangen. Ob ihnen das gelingt, bleibt abzuwarten.
Jedenfalls iſt ſchon jetzt als Richtlinie der preußiſchen Politik
herauszuarbeiten, daß die Regierung lieber ihre Geſetze auf die
Wünſche der Kommniſten zuſchneidet, als daß ſie auch nur den
Verſuch macht, ſich von rechtsher den Zuzug für eine Mehrheit
zu verſchaffen.
Die Beſoldungsvorfage in Reich und Preußen.
* Berlin, 2. Dezember. (Priv.=Tel.)
Bei der Behandlung der Beſoldungsvorlage hat ſich inſo=
fern
eine etwas merkwürdige Lage ergeben, als die Parteien,
die im Reich in der Regierung ſitzen, in Preußen zum Teil in
der Oppoſition ſtehen und umgekehrt. Sie hatten ſich deshalb
gegenſeitig damit gedroht, die Anträge, die auf der einen Seite
von der Oppoſition eingebracht würden, auf der anderen Seite
gegen die Regierung auszuſpielen. Das hat auf die Gegenſätze
dämpfend eingewirkt. Immerhin liegen die Dinge ſo, daß der
preußiſche Ausſchuß raſcher gearbeitet hat als der Ausſchuß des
Reichstages. In Preußen könnte man ſchon die Plenarberatung
vornehmen, während im Reich dazu noch eine Woche nötig iſt.
Die Parteien haben aber ein begreifliches Intereſſe daran, auch
das Tempo des Vorgehens gegenſeitig abzuſtimmen. Darüber
ſind jetzt Verhandlungen im Gange, die auch ſachlich notwendig
ſind, weil der Reichstagsausſchuß mehr bewilligt hat als der
Preußenausſchuß. Auch ras Schickſal der Altpenſionäre hängt
ja immer noch in der Luft, und ſchließlich drückt das Zentrum
hinter den Kuliſſen dauernd darauf, die Beſoldungsreform ge=
wiſſermaßen
mit Fernzünder anzunehmen, daß für das nächſte
Jahr nur ein Teil der bewilligten Erhöhungen ausbezahlt wird
und mindeſtens zwei Jahre vergehen, bis die neue Beſoldungs=
ordnung
in volle Wirkſamkeit tritt. Deutſchnationale und Volks=
partei
wollen das nicht mitmachen. Die interfraktionellen Ver=
handlungen
, die am Freitag nach Schluß der Plenarſitzung dar=
über
geführt wurden, ſind ohne Ergebnis abgebrochen und auf
den Sonntag vertagt worden.
Das Ende der Militärkontrolle in Oeſierreich.
Die Botſchafterkonferenz hat nach Kenmtisnahme eines Berichtes
über den Stand der Abvüſtung im Oeſterreich beſchloſſen, die Liquidie=
vungsaktion
am 31. Januar 1928 abzuberufen. Oeſterreich ſoll jedoch
bis zu dieſem Zeitpunkt ein Geſetz erlaſſen, durch das die Herſtellung
und die Ausfuhr von Kriegswaterial beſchränkt wird, und die Wiener
Gemeindewache auflöſen.

Samstag, den 3. Dezember 1927
Vom Tage.
Reichsmiiſter a. D. Hermes iſt mit den Mitgliedern der deut=
ſchen
Delegation" für die Handelsvertragsverhandlungen heute in
Warſchau eingetroffen.
Der frühere Genergladjutant des Kaiſers und ehemalige komman=
dievende
General des Gardekorps, General der Infanterie a. D.,
Alfred v. Loewenfeld, iſt im 80. Lebensjahre in feiner Berliner
Wohnung verſtorben.
Der ſaarländiſche Landesrat iſt zu einer Vollverſamm=
lung
auf den 5. Dezember einberufen worden.
Nach einer Meldung aus Straßburg erſcheint die auto=
nomiſtiſche
Zukunft trotz des Verbotes. Ihre Ver=
breitung
erfolge heimlich. Der Polizei ſei es bisher nicht gelungen,
die Drckerei ausfindig zu machen.
Der franzöſiſche Außenminiſter Briand eme=
fing
den ungariſchen Völkerbundsdelegieten Graf
Apponyi, der ſich zur Sitzung des Völkerbundsrates und zur Er=
örterung
der Frage der ungariſchen Optanten in Transſylvanien nach
Genf begibt.
Einer Havasmeldung zufolge ſoll die nächſte Sitzung der
Abrüſtangskmmiſſion und die zweite Leſung des Abriſtungs=
projektes
erſt nach dem Mar 1928 ſtattfinden.
Nach einer halbamtlichen Mitteilung wird Lord Cuſhendun
am Sonntag von Genf abreiſen, nachdem er mit Chamber=
lain
zuſammengetroffen iſt.
Die Führer der ruſſiſchen Delegation. Liwinow
und Lunartſcheſki, werden, wie wir erfahren, wahrſcheinlich micht mit
den übrigen Delegationsmitgliedern am Sonntag abreiſen, ſondern bis
Montag in Genf bleiben. Von franzöſiſcher Seite erklärt man,
daß dies auf ausdrücklichen Wunſch Briands geſchehe.
Litwinow betonte in einem Interview die Bereitwilligreit
Rußlands, wit Einzelperſonen oder Regierungen eine Verſtän=
digung
über die Fage der Vorkriegsſchulden herbei=
zuführen
.
Lord Chilſton, der bisherige britiſche Geſandte in
Wien, iſt zum Geſandten in Kopenhagen, der britiſche
Geſandte in Bern, Sperling, iſt zum Geſandten m Sofia ev=
nannt
worden.
Senator Borah ſprach ſich im Kongreß erneut für die An=
erkennung
Rußlands durch die Vereinigten Staa=
ten
aus.
Wie aus Wafhington gemeldet wird, ſetzte ſich Schatzſekretär
Mellon dafür ein, den Geſetzentwurf über die Rückgabe des
deutſchen Eigentums in der erſten Sitzung des Kongreſſes zun
Beratung zu bringen.
Zuſammentritt
des Heſſiſchen Landtags.
Der am 13. November 19N7 gewählte IV Landtag des Volksſtaates
Heſſen tritt auf Grund des Art. 22 der Verfaſſung am Donnerstag,
den 8. Dezember 1927, mittags 12 Uhr, zurr konſtitierenden
Sitzung zuſammem
Auf der Tagesordnung, ſtehen folgende Pumtte:
1. Wahl des Präſidenten, der Stellvertveter des Präſidenten und der
Schriftführer (Art. 26 d. Verf.).
2. Feſtſtellung der Geſchäftsordnung (Art. B d. Verf.).
3. Feſtſtellung der Zahl der Mitglieder, die dem Aelteſtenvat und den
Ausſchüſſen angehören ſollen (Art. 30 Abſ. 1 und Art. 12, Abſ. 3
der Geſchäftsordnung).
4. Bekanntgabe der Ausſchußmitglieder (Art. 12 Mbf. 4 der Geſchäfts=
ordmng
).
5. Wahl der Kommiſſionen.
Zwecks Vorbeſprechumg über die Tagesovdnungspunkte innerhalb
der Mitgliedervereinigungen wurdem die Mitglieder des Landdags auf
Donnerstag, den 8. Dezember 1927, vormittags 10
Uhr, in das Landtagsgebäude eingeladen.
Der Spruch des Hefrag= Anterſuchungs=
ausſchuſſes
.
Der Unterſuchungsausſchuß in der Hefrag=Angolegenheit fällte ge=
ſtern
, nachdem er noch als letzten Zeugen Generaldivektor Tillmetz= Frank=
furt
verhört hatte, folgenden Spruch: Der Ausſchuß ſtellt feſt:
1. Der Finanzminiſter und ſeine Beamten, insbeſondere M.=R.
Windiſch, haben bei den Verhandlungen über die Gründung der Hefrag
die Intereſſen Heſſens mit Energie und Geſchick vertreten. Der Aus=
ſchuß
hält es für ausgeſchloſſen, daß M.=R. Windiſch ſich bei dieſen Ver=
handlungen
in irgendeiner Weiſe von perſönlichen Intereſſen hat lei=
ten
laſſen.
2. Das Verhalten des Herrn M.=R. Windiſch in der Frage Eymer
war gleichfalls einwandfvei. Dagegen wird feſtgeſtellt, daß Herr Eymer
verſucht hat, mit unlauteren Mitteln ſich die Keſſellieferungen zu ver=
ſchaffen
.
3. Wemn auch bedauert werden muß, daß Herr Kindt dieſe Tatſache
nicht erkannt hat, ſo darf doch feſtgeſtellt werden, daß der Ausſchuß der
Anſicht iſt, daß Herr Kindt ſich nicht von perfönlichen Vorteilen hat lei=
ten
laſſen.
4. Der Ausſchuß hält es für ausgeſchloſſen, daß der Abg. Lux ſich
bei ſeiner Stellungnahme zu den Regierungsvorlagen von der Hoff=
nung
auf einen Aufſichtsratsſitz hat leiten laſſen.

Politiſche Tagesfragen.
Eine Rede Dr. Streſemanns in Nün
Nürnberg, 3. 22,
In einer anläßlich der Wahlkreistagung der Deutſoſ=
partei
veranſtalteten öffentlichen Verſammlung ſprrol
abend, Reichsaußenminiſter Dr. Streſemann. Es
zunächſt mit der Kritik der Nationalliberalen Lon
Bayerns und ihrer Führer auseinander, verteidigte
politik der letzten Jahre und verwahrte ſich gegen:
ſung der bayeriſchen vaterländiſchen Verbände, daß
die mit Marxiſten zuſammengingen, der ſchärfſte Kamn
werden müſſe. Als 1923 die Sozialdemokratie infolte
ſammenbruches die Verantwortung mit übernahm.
Deutſchland heilfroh geweſen. Der Miniſter wandte:
gegen das Schlagwort von der internationalen B
Deutſchlands und unterſtrich die Ausführungen 79
wirtſchaftsminiſters Dr. Curtius im Reichstag. Es
man in Deutſchland eine Ueberſchreitung der Voram
Regierung aus parlamentariſchen Rückſichten verhinu
Die Verantwortung müſſe bei der Regierung lieges.
Parlamente dürften nicht aus Popularitätsrückſichteu
fahr, die in einer ſolchen Entwicklung ſtecke, ſteigerrn
lich der Kritik des Reparationsagenten an der deutſchhu
gebarung führte Dr. Streſemann aus, daß dieſ in n
kommen unberechtigt ſei, als es ſich um in Ausf.f
Friedensvertrages uns auferlegte Zahlungen handles
ſchädigung der liquidationsgeſchädigten Deutſchen
nicht zum Gegenſtand einer Kritik machen. Der Mimſt
ferner eine Ermäßigung der auf der deutſchen Wirtſſt
den öffentlichen Laſten. Das ſei kein leitchſinniger 27
Steuereinnahmen, ſondern eine Rückſichtnahme aun
kurrenzfähigkeit unſerer Wirtſchaft auf dem Ausland on
das Verhältnis zwiſchen Reich und Ländern übergeh/
der Miniſter, daß die Entwicklung ſeit dem Kriege in
petenzverteilung zwiſchen Reich und Ländern die
keit einzelner Länder bedroht habe. Die Verfaſſung
Hindernis für eine geſunde Entwicklung ſein. Die
Reichsländer werden wollten, dürften daran nicht gektn
den. Unbedingt notwendig ſei jedoch eine Vereinheifif

deutſchen Verkehrsweſens und die unbedingte Zuſaß kungeln, ſtatt dur

in großen Fragen unter der Führung des Reiches.
In ſeinen Schlußausführungen wies Dr. Strei
Frageftellung eines anweſenden deutſchnationalen
neten deutſch oder international, rechts oder links?
Laufe der Entwicklung habe ſich gezeigt, daß nun
Parteien eine Berechtigung haben, die praktiſche Arbety M Abruftun
in der Lage geweſen ſeien. Was wir vor allem brim nm Debatte machte
eine einheitliche Außenpolitik, da der einheitliche Mm ihre Anregung
Volkes das einzige ethiſche Machtmittel eines MMu düro einreichen
Volkes ſei.

Das Memeldirektorium endgültig A. Kniguchts

Nachdem das Memelgebiet faſt zwei Monate ſeit dem Taſß über
tritt des Landtags auf die Bildung des Direltoriums Aammene Ein
müſſen, hat heute der zum Präſidenten des Direktoriunn
Stadtrat a. D. Kadziehn den Abgeordneten Vorbeck, dem P ewepramm
Sciegand und den Landwirt Reisgies zu Mitgliedern des /2 wrichl
toriums ernannt.
Drei Mitglieder des Direktoriums einſchließlich des 19 Inn mit der B
gehören den Mehrheitsparteien (MMemelländiſche Landwi.7neſtenden K.
bzw. Volkspartei) an, während das vierte Mitglied (Re7 Abeiten
litauiſchen Block naheſteht, der mit nur 4 von 29 Sitzenn Euſch der 9.
vertreten iſt. Dieſe Zuſammenſetzung des Direktormms U Z miney noch im
nach ein außerordentlich großes Entgegenkommen gegenüb.
ſchen des litauüſhen Gouverneurs. Das neugebildete DiveA te. Las w
vorausſichtlich am Montag nachmittag im Landtag die Fſo langſam
erklärung abgeben.
Der Landtag des Memelgebiets hat heute eine rM myſſon überlaſf
Sitzung abgehalten, in der er ſich in der Hauptſache mit MMNs Datums
loſenfrage beſchäftigte.
VHnch der Beichl
A Anum ihrer
Geſtern iſt vierzehn Beamten der Hafenbau= und Lotſ 7504, wurde die
gekündigt worden. Es handelt ſich faſt ausnahmslos um 2FMhlo
Die Kündigungen ſind zum 31. Dezember erfolgt, nur
Lotſenkommandeurs Radte zum 31. März 1928. In dieſemn0ll 4slonm
waltungen werden ſich künftig faſt nur noch aus Großbrittr)) Magd um 11 Uhr
zogene Perſonen befinden.
m Mre nächſte

*Glückliche Inſeln.

Spätherbſtfahrt nach Teneriffa.
Von Siegfried Dverſchlag.
Orotava (Teneriffe), im November 1927.
I.
Tach den Kanariſchen Inſeln ... ſo teuer? Durchaus nicht!
Die Reiſe lohnend? Ein Ereignis!
Das Klima? Strahlende Sommerſonne!
Die Inſeln im Winter? Ideales Reiſeziel!
II.
Was die Engländer ſchon lange entdeckt hatten, das iſt nun
auch deutſches Reiſeziel geworden: jene Kanariſchen Inſeln, die
man die Glücklichen Inſeln heißt. Sie ſind wahrhaft glücklich,
haben niemals umwirſches Wetter, keine naßkalten Stürme,
keinen Schnee und Eis! Faſt immer Sonne, Regen nur ſelten
und ſchnell vorübergehend, fruchtſtrotzende Bananen= und To=
matenkulturen
, Sonne von afrikaniſcher Wärme, Land und Leute
doch noch europäiſch (von einzelnen Ausnahmen abgeſehen), und
Waſſer, Berge, Täler, Gärten zu einem Paradies auf Erden
vereint , ſo werden dieſe Inſeln zum unvergeßlichen Eindruck
für alle ihre europäiſchen Beſucher. Alexander von Humboldt,
nach dem die Humboldt=Ecke zwiſchen Victoria und Orotava
benannt worden iſt, pries dies Stückchen Land als das ſchönſte
der Erde. Nein .. . ein Dutzend Kilometer weiter, gen Jcod, am
Fuße des Pico del Teide, iſt dieſe Märchenwelt noch ſchöner!
Und keine Riviera=Straße, keine ſpaniſche oder portugieſiſche
Küſtenchauſſee, auch nicht die Wege zwiſchen Stockholm und den
Schären können mit dieſer überwältigenden Fülle von Land=
ſchaftsbildern
konkurrieren. Tiefblaues Meer, haushoch giſch=
tende
Brandung, Bananenfelder, zwiſchendurch brutal von hölli=
ſchem
Krater ausgeſpiene, gigantiſche Lavamaſſen, dann Tomaten=
pflanzungen
, zwiſchendurch Palmen, und oberhalb, hinter Kak=
teengeſtrüpp
und wunderſamen Kandelaber=Wolfsmilch=Stauden
und verſchiedenartigen Agaven, Pinienwälder am Anberg zum
Hochgebirge, und dann .. . inſelbeherrſchend, ozeankrönend der
gewaltige, 3780 Meter hohe Pico del Teide, der König der Inſel
Teneriffa, einer der impoſanteſten Berge, die es gibt.
III.
Daheim im deutſchen Vaterlande denkt man, wunder wie
teuer ſolche Fahrt ins ozeaniſche Südland iſt. Welch’ falſche An=
nahme
! Seit dem Sommer dieſes Jahres läßt der Norddeutſche

Lloyd ſeine 3600=Tonnen=Frachtdampfer Arucas und Oro=
tava
verkehren, die deutſche und belgiſche Fracht nach den
Glücklichen Inſeln und nach Madeira bringen, und die für
50 Paſſagiere erſtklaſſig eingerichtet ſind, mit Spielſalon, Damen=
ſalon
, Speiſeſaal, Bordſtühlen und Bordſpielen, mit erſtklaſſigen
Kammern, mit drei Mahlzeiten zu je fünf bis ſechs Gängen,
und das alles bei einer 22= bis 23tägigen Reiſe, ab Bremen, an
Hamburg, für 500 Mark. Ab 1928 ſoll der Preis auf 650 Mark
erhöht, die Verpflegung noch delikater werden. Dieſe Reiſen
bieten ſo manchem Gelegenheit zur Fahrt in den ſonnigen
Süden, der ſonſt nur mit dem Finger auf der Landkarte bis
Teneriffa fuhr.
Das Hotelleben auf den Kanariſchen Inſeln iſt teuer. Und
nur der dort länger Verbleibende wird ſie als die Glücklichen
Inſeln preiſen, der im glücklichen Beſitz einer dickbauchigen
Brieftaſche iſt.
TV.
Jawohl, dieſe Reiſe iſt ein Ereignis, auch für den, der
Reiſen gewöhnt iſt. Man hat Zeit für Antwerpen; wer will,
kann nach Brüſſel fahren und in Ruhe Stadt und Warenhäuſer
und Reſtaurants und die unzähligen Konditoreien beſichtigen
und beſuchen. Man kann nach Durchquerung des Kanals und
Fahrt durch den Biscaya und längs der ſpaniſchen und portu=
gieſiſchen
Küſte Liſſabon kennen lernen und die betörend ſchönen
Gärten und Schlöſſer von Cintra und von Pena und Villa Man=
ſerate
, man kann einen Tag oder Abend auf Madeira verbringen
(ſofern die Brandung Ein= und Ausſchiffen geſtattet . . . o, dieſe
portugieſiſche Schlamperei, vor Funchal keinen Hafen zu ſchaf=
fen
!), und man hat insgeſamt etwa 14 Tage Seefahrt und
8 Tage Landaufenthalt, ſomit Zeit zu genußreichen Ausflügen.
Um keine unberechtigten Illuſionen hervorzuzaubern: dieſe Land=
partien
mit Auto und mit Ochſenſchlitten und Landungsgebüh=
ren
koſten auch noch insgeſamt 100 bis 120 Mark. Und trotzdem
und dennoch: ſie ſind äußerſt preiswert, dieſe Kanarienreiſen mit
deutſchen Dampfern!
Das Klima der Kanariſchen Inſeln iſt köſtlich während des
ganzen Jahres, am köſtlichſten im Spätherbſt und zur Winters=
zeit
. In den Wintermonaten verkehren zwar jene Lloyd= Bana=
nendampfer
, die viele tauſend Tonnen Bananen und Tomaten
nach Deutſchland bringen, nicht. Dafür aber bieten die Süd=
amerika
= und Afrika=Dampfer und zahlreiche Frachtdampfer=
fahrten
genügend Reiſegelegenheit. Gleichfalls preiswert. Wohl
ging auf der Autofahrt von Las Palmas zu den Dörfern der

Höhlenbewohner von Atalaya (ein Pendant zu da
wohnungen der Zigeuner von Granada) zünftiger
unſere Autokolonne nieder. Eine halbe Stunde dangen
licher Sonnenſchein, Wärme, Licht, Luft, unendlich 1I
ſicht vom hohen Bergmaſſiv, ſtaubfreie Straßen, na
wertiger Erſatz für den von farbenprächtigem .
tief unter uns im Tal begleiteten kurzen Gußä
I.

u7
nicht etwa an äu
ndern daß man
2us Wichtigſte ſe
itedlich geregelt w.
und Erg
Ver
gs !
n ſtamme

ſervorzurufen, die
man erſt
ng aller and

Mampf um die
Mite ſtimt
Apforff
dt Rüſtu
den
Hüſſe überhaupt

ehen deutſch.
In allen
ſtrömen
in Bord
chnitzereie

Schön iſt die Seefahrt zu den Kanariſchen Jnſſe
iſt ſie im Auslauf der Weſer, auf der freien Nordſeen:
im Kanal, prickelnd im wellendurchpeitſchten Biscayck!
wechſlungsreich längs der ſpaniſchen und portugieſinle
beſonders erquickend im öſtlichen Atlantik ab Liſſabch
deira bis zu den Kanariſchen Inſeln. Gewiß, wenn.
wind temperamentvoll iſt, dann tanzen auch die
Ozeans auf den Wellen. Im allgemeinen aber iſt d.
mild und ruhig wie das Klima.
VII.
. .. Die ſchönſte Fahrt auf den Glücklichen KI
Fraglos die von Puerto de la Cruz über Lagung, 20
Humboldt=Ecke, nach Puerto Orotava und weitel
Hier gehts auf hervorragend hergerichteten Straße
Höhenplateau der Inſel Teneriffa hinweg, teilwakis
der Bananen, Tomaten, des ſherry=ähnlichen Lenel
Zugleich in dieſe Märchenwelt, die Meer und Boche
ſchier unwahrſcheinlicher Nähe miteinander vereinis.
und alpine Vegetation eingeſchüttet. Hier kakteengeſa.
berge, dort unzählig viele Quadratfelder von Dic
zungen, hoch darüber der weiße Glanz friſchen Nehllt=
dem
ſeit 1909 manierlichen Kratergipfel des Pico 9e.
Orotava der üppigſte Botaniſche Garten der Welt. O
Regierung hat ihn geſchaffen und unterhält ihn. 2.
angelegte Raum ſtrotzt von ſolcher Fülle troplich.
Väume, Schlingpflanzen, Blumen aller Erdteile, Lo
gendwo ein anderer Botaniſcher Garten bietet. Dl
kann man ein Seebad nehmen. Man denke: "
Dezember, den ganzen Winter hindurch, während.
froſtklam in die Hallenbäder pilgern, ein Seebag).""

gewärmter Strand! In Orotava und in Las Polyg.

ſche Hotels, in Santa Cruz ein deutſches Caſé. Lol.
Sgila Cruz, Buerto und Villa Orotava, Guimat. L LN
und auf der Fuſel Gran Canario in Las Palmge. S
Ariegs gute ſpaniſche und engliſch geleitete buelt. De

[ ][  ][ ]

335

gung des Sicherheitskomitees.
ik des ſüdſlawiſchen Oelegierten
Marinkowitſch.
* Genf, 2. Dezember. (Priv.=Tel.)

Samstag, den 3 Dezember 1927

Geite 3

min der heutigen Vormittagsſitzung des Sicherheits=
mngten
die Vorſchläge des Büros für das Arbeits=

ds Sicherheitskomitees zur Verteilung. Dieſe An=
gein
eingehendes Studium vor: 1. der Schiedsge=
und des Sicherheitsabkommens ſowie 2. der ver=
tikel
des Paktes und der Maßnahmen, die danach
wer Reſolution des Völkerbundes getroffen werden
Verhandlungen begannen mit einer Kritik des
Marini=Italien, der davon warnte, zu viel Kom=
lbilden
und zu viele Dokumente anzuſammeln. Viel
wie Kritik des ſüdſlawiſchen Delegier=
ſirkowitſch
, dem das ganze Programm viel zu
nichien. Die Garantien des Völkerbundes ſeien für
gewiß ſehr ſchätzenswert, aber nicht ausreichend.
Der Vertrag mit Frankreich abgeſchloſſen worden.
wäre noch viel bedeutſamer für Südſlawien, wenn
re Unterſchrift darunter geſetzt hätte. Dagegen habe
tubt, ſich durch zwei Verträge mit Albanien gegen
ih flawiens über Albanien zu ſchützen. Kein Menſch
ueri denke daran, Italien über Albanien anzugreifen.
ne Methode zur Erhöhung der Sicherheit.
DDer deutſche Standpunkt.
iche Delegierte Graf Bernſtorff erklärte eine
gumentierung für unerläßlich und wäre beſonders
erne Zuſammenſtellung, die das Sekretariat für alle
er heitsfrage bezüglichen Beſchlüſſe der Völkerbunds=
ur
des Rates, des Ständigen Internationalen Ge=
ſv
. werden ſolle. Die Hauptſache ſei, daß ein an=
für
die Löſung von internationalen Streitigkeiten
ewen müſſe als der Krieg. Nur dann werde es
Kriege zu verhindern, die man mit bloßen Ver=
zuus
der Welt ſchaffen könne. Die Arbeit des Sicher=
ſom
4) rnüſſe daher ſchöpferiſch ſein und beſonders darauf
aberk nicht etwa an äußerlichen Symptomen herum=
ſondern
daß man die wirklichen Uebel an der
Das Wichtigſte ſei, eine Prozedur zu finden, wie
Die NonzuRontſſte friedlich geregelt werden können. Deshalb ſolle
ſbei 0) Auslegung und Ergänzung von Artikeln des Völ=
uds
ux auch Art. 19 nicht vergeſſen, der einer der wich=
Autnil gerade für die Verhinderung von internationalen
heine Penut likteBi. Man müſſe das Mittel finden, um auch die aus
nati wien Verträgen ſtammenden Streitigkeiten auf fried=
WF4 zu regeln, ſtatt durch immer neue Kriege immer
8 des Micl /Verſtwe hervorzurufen, die den Anlaß zu neuen Streitig=
wies
9: ab biſſt.! Wenn man erſt einmal dieſes Mittel gefunden
weigſdie Löſung aller anderen Fragen automatiſch folgen.
A/ Kampf um die Beſchleunigung
der Abrüſiungsarbeiten.
var Ach ſach trer Debatte machte Beneſch den Vorſchlag, daß
ilict Mitchüer ihre Anregung für das Programm bis zum
hel zuhuuchr eni Büro einreichen ſollten. Im Verlaufe einer
ſentwatte ſtimmte Boncour einer Einwendung des
mBſenſtorff zu, daß der Artikel 8 des Völkerbunds=
* üſ die Rüſtungsbeſchränkung in den Arbeiten des
Rnngun0 Fheiukkni tees nichts zu ſuchen habe. Auch Lord Cuſhen=
Mote ßbet ma, daß über die Auffaſſung des Begrifſes Sicher=
Inttmg ſia bſchynimene Einigkeit herrſche. Der Artikel 8 wurde
hem /½eitsprogramm geſtrichen.
Ieſch vorſchlug, die nächſte Tagung des Sicherheits=
zu
den 20. Februar feſtzuſetzen, proteſtierte Gra
fi igegen mit der Begründung, daß die Verſamm=
m
/übereitenden Kommiſſion den Auftrag gegeben habe,
iick in Arbeiten ſo ſchnell wie möglich zu Ende zu
IWunſch der Verſammlung ſei es geweſen, daß die
ſtungfskiierenz noch im Laufe des nächſten Jahres einbe=
wenöe
könne. Das würde aber unmöglich ſein, wenn
Arbeick, im ſo langſamem Tempo weitergingen. Seiner
ct uuſchm üſſe überhaupt die Feſtſetzung des Datums der
Nungtäfnrniſſion überlaſſen bleiben. Das Komitee beſchloß,
Geſtſenuy des Datums der 2. Tagung dem Büro zu über=
dasſ
h nach der Beſchlußfaſſung der Abrüſtungskommiſ=
fübern
ds Datum ihrer eigenen nächſten Tagung richten
Dat wurde die erſte Tagung des Sicherheitskomitees
14 Uhln eſchloſſen.
Die Abiſtungskommiſſion unter Vorſitz Loudons wird
un8 9Akn bmitag um 11 Uhr zuſammentreten. Von dem
W, d Eie für ihre nächſte Tagung beſtimmen wird, hängt

Verſe werſtehen deutſch. Ueberhaupt: man kann mit
0 du chmamen. In allen Häfen, in Madeira, Las Palmas,
ſ diE Cruz ſtrömen eingeborene, teils weiße, teils
e fhidler an Bord der einlaufenden Dampfer die
hen unpdicken, Schnitzereien und Elfenbeinarbeiten, Kana=
er
Ru Papageien, Goldringe und Bananen, anbieten
Mt ha0 in deutſcher Mark. Und wenn das Angebot auf
r M at, ſo wird auf 15 Mark, vielleicht auch auf 12 Mark
lagtw Crgo ..
FIII.
M LulBPalmas wurde zum Stierkampf geladen. Wohl be=
MlDra iſt portugieſiſch, Teneriffa und Gran Canario
2 Eli ch. Mithin ſpaniſcher Stierkampf. Aber nur ein
Fehſiſche gehender Diminutiv der großen Kämpfe von
Rid, Sichzel ona, San Scbaſtian. Drei Stiere wurden nach=
Mer Uch ſchlachtet, junge, gar nicht ſehr wilde Tiere. Auch
acoſatiße rwirkte als Picador mit. Ein Clown im weißem
Nchn 3e uchspſte in der Arena herum, machte vor dem Stier,
ündaihen dem Stier ſeine Mätzchen, und die Matadore
Neu res 4ins ſchlecht.
II
ag u von Liſſabon, der Stadt auf den ſieben Hügeln,
Sbons Umgebung geſprochen ſein. Liſſabons Hafen
Mgelegene der Welt ſein, was ich mit einem Frage=
L. Trotz revolutionärer Minen läuft das Leben im
cdtiß i Alltagstempo. Die Stadt hat ſich in Jahrhunder=
rzleriſchen
Neuzeit den
und N6

obihlo ſchlecht ſind wie die Meer=Längsſtraße nach den
von Cintra und Pena und ſie ſollen noch
dann hat trotz Ballonreifen kein Kraftfahrer
Die hiſtoriſchen Schlöſſer in Pena, hoch auf be=
gelegen
, und Cintra ſind fraglos intereſſant, ſind
iberiſcher und mauriſcher Kultur. Noch eindrucks=

Oen Nicht=Künſthiſtoriker iſt das Kleinod ſüdlicher
der Botaniſche Garten an der Villa Monſerate.
Dem Botaniſchen Garten von Crotava ſei geſagt:
De Garten iſt ergreifender durch ſeine betörend
Vergland zwiſchen ſtehendem und fließendem
eſer Botaniſche Garten von Monſerate iſt ein
heſl ihſter Gartenbaukultur. Und eine Reiſe nach den
Eein eine frohe, intereſſante Lebenserinnerung!

alſo auch das Datum der nächſten Tagung des Sicherheits=
komitees
ab. Es beſteht bei der ruſſiſchen Delegation, wie wir
erfahren, die Abſicht, eine ſehr ſcharfe Kritik an dem rein theo=
retiſchen
Arbeitsprogramm des Sicherheitskomitees vorzu=
bringen
, in welchem die ruſſiſche Delegation nur eine neue
Methode der Verzögerung erblickt. Es heißt auch, daß über ein
gemeinſames Vorgehen zur Herbeiführung einer möglichſt nahen
Derminfeſtſetzung zwiſchen der deutſchen und der ruſſiſchen De=
legation
Beſprechungen ſtattfänden. Da anzunehmen iſt, daß
auch eine Reihe von Delegierten der kleinen Staaten ſich für
eine möglichſt baldige Einberufung der nächſten Tagung der Ab=
rüſtungskommiſſion
einſetzen wird, ſo nimmt man hier an, daß
morgen um dieſen Termin ein heißer Kampf entbrennen wird,
und man hält es nicht für ausgeſchloſſen, daß die fünfte Tagung
der Abrüſtungskommiſſion bereits für Mitte oder ſpäteſtens
Ende Februar angeſetzt werden wird, wenn das natürlich auch
heute abend noch keineswegs feſtſteht.
Der polniſch=litauiſche Konfiikt.

Pilſudſkis Abſichten.
Warſchau, 2. Dezember.
Miniſterpräſident Pilſudſti hat eine infolge ährer ſcharfen
Tonart auſſehe ierregende Erklärung zum litauiſch-polniſchen
Konflikt der Oeffentlichkeit übergeben. In der Erklärung heißt
es, daß der Kriegszuſtand, an dem Litauen gegenüber Polen
feſthalte, der einzige auf der ganzen Welt ſei. Dieſer Erden=
winkel
lebe unter anormalen Bedingungen. Polen habe von ſich
aus den Friedenszuſtand aufrecht erhalten uid auch den Ver=
ſuch
gemacht, den unfriedlichen Nachbar durch Ausdauer daran
zu gewöhnen. Nachdem die Sache nicht durch polniſche Initia=
tive
vor den Völkerbund gekommen ſei, wäre die Regierung
Woldemaras ſo nervös geworden, daß ſie ſich zu Mobiliſierungs=
maßnahmen
hinreißen ließe. Da habe er ſich entſchloſſen, eiier
höheren Staatsraiſon folgend keine Mobilmachung als Gegen=
maßnahme
anzuordnen und den Entſchluß des Völkerbundsrats
auf Polens Note abzuwarten. Marſchall Pilſudſki wandte ſich
in überaus ſcharfen Ausdrücken gegen den litauiſchen Miniſter=
präſidenten
Woldemaras, dem er die Zurechnungsfähigkeit ab=
ſprach
. Die Beſchwerden Woldemaras ſtammten aus dem Geiſte
derjenigen, deren Wohnſitz das Irrenhaus ſei. Dieſer litauiſche
Ueberpatriot, habe, ſich lange Zeit als Ruſſe und ſpäter als
Deutſcher ausgegeben und ſei erſt zum Schluß als Litauer auf=
getreten
. Alſo müſſe jeder zugeben, daß es ſich hier um ein
patalogiſches Phänomen handle. Schließlich appellierte Pil=
ſudſli
an ſeine Mitbürger, der gegen Poben gerichteten Drohung
mit Ruhe und Mäßigung zu begegnen und forderte ſie auf,
den zahlreichen litauiſchen Flüchtlingen Gaſtfreundſchaft und
Hilfe zu gewähren.
*. Das Interview, das der polniſche Miniſterpräſident
Pilſudſki zur Einleitung ſeiner Genfer Reiſe losließ, bereitet
den Herren in Genf ſchweres Kopfzerbrechen. Daß ein Staats=
mann
einen anderen in dürren Worten für irrſinnig erklärt, iſt
immerhin etwas ungewöhnlich und läßt vermuten, daß die
Auseinanderſetzungen in Genf zwiſchen dem polniſchei und
litauiſchen Vertreter in ſehr ſcharfen Formen erfolgen werden.
In Genf wird aus dieſem Interview außerdem herausgeleſen,
daß es eine Art Ultimatum an den Rat bedeute, der vor die
Wahl. geſtellt wird, entweder die letzte Rundnote Polens in be=
friedigender
Weiſe zu beantworten oder den Marſch Polens
nach Kowno zu dulden. Man kann offen laſſen, wieweit dieſe
Deutung richtig iſt. Auch nach anderen Quellen iſt ziemlich
ſicher, daß Pilſudſki mit ſehr ſcharfen Forderungen in Genf
auftreten wird. Aus meiſt gut unterrichteten Kreiſen hören
wir, daß er ein vollkommenes Programm mirbringt, das zwar
an ſich die Selbſtändigkeit Litauens garandiert, aber doch
Leitauen in eine Zwangsgemeinſchaft mit Polen hineinbringt,
etwa in der Form, wie ſie jetzt bereits zwiſchen Danzig und
Polen beſteht, während Wilna dann ganz nach Danziger Muſter
als freies Gebiet erklärt werden ſoll. Iſt das wirklich der Plan
Pilſudſkis, dann ſtehen in Geif allerdings harte Kämpfe bevor,
denn eine ſolche Löſung iſt für Deutſchland aus den Gründen,
wie wir bereits hier wiederholt dargelegt haben, vollkommen
unannehmbar.
Woldemaras an den Völkerbund
Der litauiſche Miniſterpräſident Woldemaras hat an den
Generalſekretär des Völkerbundes ein Telegramm gerichtet, in
dem er ſich auf die von dem polniſchen Miniſterpräſidenten
Marſchall Pilſudſki abgegebenen Erklärungen bezieht, wonach
die litauiſche Regierung die Mobilmachung begonnen habe,
wodurch Polen zu Gegenmaßnahmen genötigt worden ſei.
Gegenüber dieſer Darſtellung erklärte der litauiſche Miniſter=
präſident
im Namen ſeiner Regierung, daß dieſe beinerlei
offene oder verſteckte Mobilmachungsmaßnahmen ergriffen habe.

* Reinhard Roehle, ein beſſiſcher Jugend=
ſchrifiſieller
.
Gute Jugendſchriften ſind ſelten. Man kann ſie an den Fingern
herzählen, die wir mit gutem Gewiſſen in die Hände unſerer Jugend
legen dürfen. Beſonders vor Weihnachten ſtehen Eltern vor der Auf=
gabe
, aus der großen Maſſe der Neuerſcheinungen das wirklich Gute
herauszufinden. Ich glaube manchem Leſer dieſes Blattes einen Dienſt
zu erweiſen, wenn ich als Fachmann, der ſchon üiber ein Menſchenalter
die alljährlich erſcheimenden Schriften für die reifere Jugend prüfend
durchmuſtert, auf den in der Ueberſchrift Genannten als Verfaſſer feſſeln=
der
, dabei inhaltlich wertvoller Reiſeerzählungen hinweiſe. Seine im
Union=Verlag, Stuttgart, erſchienenen Knabenbücher haben, wie die
hohen Auflageziffern beweiſen, weiteſte Verbreitung gefunden. Auch
vielen jungen Darmſtädtern iſt der Name Reinhard Roehle vertraut.
Gewiß werden es dieſe gerne vernehmen, daß er das hieſige Realgym=
naſium
beſucht hat und ſchon ſeit 2 Jahrzehnten in Jugenheim a. d. Berg=
ſtraße
anſäſſig iſt. Der Wunſch, fremde Länder zu ſehen, führte ihn zur
See. So beſuchte er in jahrelangen Weltreiſen wiederholt Oſtaſien, Süd=
und Nordamerika, bis Geſundheitsrückſichten ihn zwangen, dieſen Beruf
aufzugeben. Auch er hat alſo, wie Homer von Odyſſeus ſagt, vieler
Menſchen Städte geſehen und Sitten erkannt. Die erzwungene Muße
weckte in ihm die Luſt zu ſchriftſtelleriſchen Arbeiten. Nach den erſten
Verſuchen, die in Zeitſchriften und zwei Bändchen veröffentlicht wurden,
betrat er das Gebiet, auf dem er ſich bis heute mit wachſendem Erfolg
betätigt hat, ſo daß er jetzt zu den bekannteſten lebenden Jugendſchrift=
ſtellern
zählt. Er iſt jung geblieben und verſteht den Ton zu treffen,
den die Jugend in ihren Büichern liebt. Seiner flotten Darſtellung
merkt man an, daß die mit eigenen Augen geſchauten fremden Länder
und Meere vor ihm aufſteigen, wenn er Erlebtes und Erlauſchtes zu
Reiſeerzählungen formt im Gegenſatz zu vielen anderen Schriftſtellern,
die ſich darauf beſchränken müſſen Zuſammengeleſenes wiederzugeben.
Die ſtattliche Reihe der Bände aufzuzählen, die ſeinen Namen tragen,
würde zu weit führen. Im Kürſchner ſind ſie verzeichnet, auch kann ſie
jeder Buchhändler nennen. Nur auf den neueſten möchte ich nachdrücklich
hinweiſen, der unter dem Titel Goebens Erlebniſſe in Spa=
nien
ſoeben erſchienen iſt. (Union=Verlag, Stuttgart.) Dieſes kultur=
hiſtoriſch
wertrolle Buch ſchildert in feſſelnder Form die Lehr= und Lei
densjahre des ſpäteren großen Heerführers, wobei jede Angabe ſich auf
Goebens eigene Aufzeichnungen ſowie auf Biographien ſtützt. Aus
Abenteuerluſt hing der junge Auguſt von Goeben im Jahre 1836 die
Leutnantsunifoum an den Nagel und ging nach Spanien, wo er auf Seiten
des Kronprätendenten Don Carlos am Bürgerkrieg teilnahm und nach
Treitſchkes Worten vom Unglück ebenſo beharulich verfolgt wie ſpäter=
hin
vom Elücke, in zahlloſen Kämpfen und Leiden die Heldengröße des
ukünftigen Heerſührers beluährte. Was mich hauptſäcklich zu dieſ
Arbeit lockte, ſchreibt der Verfaſſer im Vorwort, iſt die vorbildliche
Auffaſſung von Ehre und Pflicht, die uns aus dem alten Bericht ent=
gegenleuchtet
. Am Schluß wird auch erzählt, wie ſich Goeben auf der

zöſiſche Reflexionen zu Genf.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 30. November 1927.
Der Völkerbund ſteht vor ſchwierigen Tagen. Die Abrü=
ſtungsfrage
drängt ſich beinahe gleichzeitig mit den anderen
ſchier ebenſo unlösbar ſcheinenden Problemen der europäiſchen
Politik auf. Und die nicht immer eindeutige Innenpolitik der
führenden Großmächte kompliziert und erſchwert noch weiter die
Situation. In einer ſo ſchwierigen Lage verſucht die franzöſiſche
Außenpolitik mit allen Mitteln die Autorität des Völkerbundes
zu ſtärken und Kriſen zu vermeiden, ohne jedoch an den her=
kömmlichen
Prinzipien etwas Entſcheidendes zu ändern.
Die Abrüſtungsfrage präſentiert ſich jetzt unter beſonders
ſchwierigen Auſpizien. Das Erſcheinen Rußlands in Genf hat
die Lage keineswegs vereinfecht. In. Paris befürchtet man, daß
es in der Abrüſtungsfrage zu einer deutſch=ruſſiſchen Zuſammen=
arbeit
kommt, ſo daß einer engliſch=franzöſiſchen Front eine
deutſch=ruſſiſche entgegenſtehen wird. In der Tat iſt die Situa=
tion
alles andere als einfach, denn in der Abrüſtungsfrage ſtoßen
Prinzipien auf Prinzipien. England und Frankreich beſtehen
auf der Parole: Schiedsgerichtsbarkeit und Sicherheit vor der
Abrüſtung. Die Auffaſſung in Deutſchland iſt eine weſentlich
andere man will die Abrüſtung ernſtlich
Die Haltung der engliſchen Politik iſt beſonders ſtarr, und
wie das aus einer der letzten Reden Chamberlains hervorgeht,
hat die engliſche Denkweiſe in der Abrüſtungsfrage ſeit der
Drei=Mächte=Konferenz überhaupt keine Aenderung erfahren.
Die konſervative Regierung in England wenigſtens wenn die
hieſige Auffaſſung richtig iſt fühlt ihre Stunde geſchlagen;
das hat aber ihre Außenpolitik keineswegs nachgiebiger gemacht.
In Paris beklagt man dies bitterlich. Man wirft in hieſigen
Linkskreiſen jetzt der engliſchen Politik vor, den Abrüſtungs=
gedanken
ad absurdum führen zu wollen und, was noch ſchlim=
mer
iſt, die Spannung in den europäiſchen Fragen überall zu
fördern.
Keiner der politiſch Denkenden in Frankreich glaubt daran,
daß es Litwinow jemals gelingen könnte, die deutſche Außen=
politik
entſcheidend zu beeinfluſſen. Was man befürchtet, iſt
nicht eine deutſch=ruſſiſche Annäherung, ſondern eine Verſtim=
mung
zwiſchen Berlin und Paris in der Abrüſtungsfrage. Denn
mit Rückſicht auf die anderen Fragen beſteht man jetzt darauf,
in Genf mit der deutſchen Außenpolitik möglichſt
zuſammenzuwirken. Man macht daraus kein Geheim=
nis
; man erklärt dies beinahe offen. Und deshalb wird die
litauiſche Frage man könnte mit etwas Uebertreibung ſagen
ganz Litauen in Frankreich aufrichtig verwünſcht. Denn es
läßt ſich nicht vermeiden, in Genf die Polen bis zu einem ge=
wiſſen
Grade zu unterſtützen, und man hat jetzt andere Sorgen.
Vor allem die Mittelmeerpolitik.
Wenn man hier in Paris den Engländern vorwirft, in der
litauiſchen Frage nicht die nötige vermittelnde Rolle zu ſpielen
und die Gegenſätze wenigſtens zu dämpfen, ſo ſind die Vorwürfe,
die man hier gegen die engliſche Politik in den Mittelmeerfragen
erhebt, noch viel ſchwerwiegender. Man hütet ſich aber, ſie offen
und laut auszuſprechen.
Seit der Unterzeichnung des franzöſiſch=jugoſlawiſchen Ver=
trages
, oder, wenn man will, ſeit dem italieniſchen Flotten=
beſuch
in Tanger haben ſich die Beziehungen zwiſchen Paris
und Rom nur verſchlechtert. Es iſt möglich, daß der franzöſiſch=
jugoſlawiſche
Vertrag, als eine Antwort, auf die italieniſche
Tangerdemonſtration gedacht war. Der italieniſch=albaniſche Ver=
trag
in der Praxis bedeutet er ja nicht viel, denn ſeit Tirana
iſt Albanien ein italieniſches Protektorat war jedenfalls die
Antwort auf die Unterzeichnung des franzöſiſch=jugoſlawiſchen
Vertrages. Man vergleicht die beiden Verträge in Paris und
ſtellt feſt, daß der franzöſiſch=jugoſlawiſche förmlich vor Rückſicht=
nahmen
auf den Völkerbund ſtretzt, der italieniſch=albaniſche da=
gegen
ziemlich kriegeriſch lautet. Dieſer Unterſchied be=
ſteht
unleugbar, wenn ihm auch vielleicht nicht gerade jene Be=
deutung
zukommt, die ihm die franzöſiſche und jugoſlawiſche
Preſſe zu geben wünſcht. Denn die franzöſiſche Politik hat durch
die vorſichtige Abfaſſung des Vertrages nur den Zweck verfolgt,
einerſeits Muſſolini nicht mehr als unbedingt nötig zu reizen,
andererſeits ſich aber den Jugoſlawen nicht mehr als nötig zu
verpflichten. Das iſt beſonders wichtig, denn während Italien
n Albanien unumſchränkter Herr iſt wenigſtens bis zur näch=
ſten
Revolution , iſt der franzöſiſche Einfluß in Belgrad, wenn
auch groß, ſo doch nicht immer ausſchlaggebend. So
verurfacht es der franzöſiſchen Diplomatie keine kleine Mühe,
Belgrad davon zurückzuhalten, die Angelegenheit des neuen
italieniſch=albaniſchen Vertrages vor den Völkerbund zu tragen.
Das wünſcht man aber unter allen Umſtänden zu vermeiden,
einerſeits, weil dadurch in Genf eine Kriſe unvermeidlich würde,
andererſeits aber, weil das Verhältnis zwiſchen Paris und Rom
ohnehin ziemlich geſpannt iſt. Man tut hier alles, um eine wei=
tere
Verſtimmung zu vermeiden, und Preſſe und Parteien zeigen

Heimreiſe ganz mittellos in Darmſtadt als Vagabund feſtnehmen laſſen
wollte, um wenigſtens wieder einmal unter einem Dache ſchlafen zu
können, und wie es ihm dabei erging. Hierüber hat vor Jahren in
dieſem Blatt eine längere Ausſprache ſtattgefunden. Die reiche Ausſtat=
tung
des geſchmackvollen Bandes mit vielen Bildern (nur nach alten
Stichen!) und einer Karte iſt beſonders zu loben. Obgleich ich kein Jüng=
ling
mehr bin, hat mich das Buch ſo gefeſſelt, daß ich es in einem Zuge
ausgeleſen habe und es auch Erwachſenen aus voller Ueberzeugung
K. Noack.
warm empfehlen kann.
Uraufführung im Eſſener Schauſpielhaus:
S. S. Glencgirn von Eugene ONeill.
Das Eſſener Schauſpielhaus brachte als erſte Uraufführung
dieſer Spielzeit unter neuem Regime O’Neills drei Einakter
S. S. Glencairn heraus. Man erlebt in ihnen, wie ſchon
in früheren Stücken dieſes in Deutſchland übermäßig zu Ehren
gebrachten Schriftſtellers, jene Abwendung des Romantiſchen
und Geiſtigen, die typiſches Bild aus einem Teilausſchnitt
unſerer Gegenwart iſt. O’Neill bringt Szenen aus dem Leben,
wie er es ſieht; man könnte an einen Naturalismus redivivus
denken, nur daß in der ſachlichen Einſtellung dieſer Stücke nicht
nehr eine irgendwie geartete ethiſche Tendenz ſpürbar wird,
wie ſie dem deutſchen Naturalismus anhaftete, ſondern nur ein
Trieb zur Lebensdarſtellung vitaler Prägung. Alſo Reaktion
auf die gedanklich zu ſehr belaſtete Theaterkunſt der Ueberliefe=
rung
und weſentlich nur in der Feſtſtellung, daß Menſchen von
Fleiſch und Blut auf die Bühne geſtellt werden. Es iſt der au=
ſpruchsloſe
Geiſt des Magazins, der in ſolcher im Grunde recht
primitiven Kunſt übertragen zum Ausdruck kommt. Wenn aller=
dings
ein Bühnenbildner wie Caſpar Neher ſich dieſer un=
komplizierten
Angelegenheit annimmt und ihr einen Rahmen
von ſtark wirkſamer Kontraſt=Spannung (in der Schiffskoje des
ſich ſchlingernden Dampfers und der an Realiſtik kaum mehr
überbietbaren Barſzene des letzten Aktes) gibt, dann wird aus
dieſen Bildern des Gemeinſamkeitserlebniſſes im Daſein von
einem halben Dutzend Matroſen eine theaterfeſſelnde Sache von
hohem Reiz. Der Regiſſeur Martin Kerb gab der Bilderfolge
Tempo, hätte ihr aber noch mehr Dynamik mitgeben ſollen. Die
Darſtellung ſtand durchweg auf recht beachtlicher Höhe. Der Bei=
fall
, unter den ſich am Schluß auch Ziſchen miſchte, galt in erſter
Linie der ſtarken ſzeniſchen Leiſtung. Das Stück bewahrt ſich
ſelbſt vor der Meinung, in künſtleriſchem Sinne ernſt genommen
zu werden.
Dr. F.

[ ][  ][ ]

Seite 4
ſich auch ziemlich diſtzipliniert. Anders aber die Provinzpreſſe.
In Südfrankreich zum Beiſpiel iſt die Stimmung ſehr anti=
fasciſtiſch
und man ſpricht dies auch offen aus. Beſonders
einige Organe, die an Grenzorten erſcheinen, wetteifern in der
Heftigkeit ihrer Sprache mit den fasciſtiſchen Organen. Aehn=
liche
Bärendienſte leiſtet der franzöſiſchen Außenpolitik auch die
jugoſlawiſche Preſſe, ſie nennt die Dinge brutal bei ihren Namen,
Dinge, von denen man im Intereſſe des Friedens beſſer
ſchweigen ſollte. Es erleidet keinen Zweifel, der franzöſiſche
Botſchafter, der im Januar das Erbe Besnards übernehmen
wird, wird keine leichten Fragen zu löſen haben. Gegenwärtig
will man hier dieſe Fragen noch nicht anſchneiden, und man
wird auch in Genf alles vermeiden, was dazu führen könnte.
Nach der Rede Briands.
Die außenpolitiſche Debatte in der Kammer wurde mit
einem großen Sieg Briands und dadurch mit einem großen Sieg
der Regierung abgeſchloſſen. Urſprünglich hatte man ihr in
Regierungskreiſen mit einiger Unruhe entgegengeſehen, und ge=
rade
deshalb das war wenigſtens der Eindruck noch am Mitt=
woch
das Terrain gründlich vorbereitet. Briands Rede war
ein großer Erfolg; ſelbſt die linksſtehende Oppoſition, mit Aus=
nahme
der Kommuniſten, hat Beifall geſpendet.
Das meiſte Intereſſe fanden ſelbſtverſtändlich die Worte
Briands über das Verhältnis zu Italien. Die Oppoſition gegen
den jugoſlawiſchen Vertrag war ſichtbar zutage getreten, was
aber die Stärke der Poſition Briands keineswegs beeinträch=
tigen
konnte. Noch weiß man allerdings nicht, wie die Folgen
der angekündigten Zuſammenkunft BriandMuſſolini ausfallen
werden, ja, dieſe Ankündigung Briands hat ſelbſt ſonſt wohl=
informierte
Kreiſe etwas überraſcht. Es wird aber für wahr=

Samstag, den 3. Dezember 1927

Nummen

ſcheinlich gehalten, daß Frankreich alsbald mit einigen poſitiven
Vorſchlägen an Italien herantreten wird.
Die Ausſprache Briands über die ruſſiſchen Abrüſtungs=
vorſchläge
haben eine allgemeine Billigung gefunden.
Ueberall wurden hier die ruſſiſchen Vorſchläge in Genf ironiſch,
wenn auch nicht feindlich kommentiert. Mit dem Verlauf der
Dinge iſt man ganz beſonders zufrieden, man wünſchte nichts,
und es geſchah nichts.
Die innenpolitiſche Wirkung des Erfolges Briands wird
für ſehr bedeutſam gehalten. Die Lage der Regierung iſt da=
durch
geſtärkt, die Spannung zwiſchen links und rechts hat ewas
nachgelaſſen.
Eine kleine Senſation haben die Worte Briands über Ma=
rokko
verurſacht. Jeder wußte, daß man eine Strafexpedition
gegen einige Diſſidentenſtämme unternehmen wird die jüng=
ſten
Ereigniſſe hatten dies ja ſehr wahrſcheinlich gemacht ,
aber dennoch erwartete man keine offizielle Beſtätigung.
Wenig Aufklärung gab der franzöſiſche Außenminiſter in
ſeiner überhaupt ſehr genau abgewogenen Rede über die Tanger=
frage
. Offiziös war ja ſchon bekannt, daß zwiſchen Frankreich
und Spanien über die Tangerfrage freundſchaftliche Verhand=
lungen
im Gange ſind; mehr hat auch Briand nicht verraten.
Man glaubt, daß dieſer ganze Fragenkomplex noch nicht reif für
eine öffentliche Behandlung iſt.
Italien dementiert die Miniſterzuſammenkunft.
Die Nachrichten aus franzöſiſcher und engliſcher Quelle über
bevorſtehende Begegnungen italieniſcher und fronzöſiſcher
Staatsmänner in Genf zur Klärung der Beziehungen zwiſchen
Italien und Frankreich, werden an maßgebender Stelle in Rom
nicht beſtätigt und mindeſtens als verfrüht bezeichnet.

Oie italieniſche Antwort auf Brignut
Kammer=Rede.
Zu den Erklärungen Briands in der Kamman
Giornale d’Italia, Briand habe Frankreich als
pazifiſtiſch darſtellen wollen und auf ſeine Abrüſtry
bungen hingewieſen. Wir halten dieſen Standpmr
gewagt. Frankreich iſt zweifellos das am ſtärkſtem
Land Europas. Auch ſeine Politik iſt im Grunde
wenn auch nicht in der Form. Kein Staat in Eurau
der Tat nach dem Kriege ſo viele Militärabkommen 10
reich abgeſchloſſen, ſo viele Militärmiſſionen ins Auz
ſandt und ſolche Lieferungen für Militärzwecke an TeI
Staaten übernommen. Einige zahlenmäßige Angabe=
müſſen
ergänzt werden. Das Militärbudget Fran:
läuft ſich für 1928 auf 6778 Millionen, das entſpe
Zunahme von 1172 Millionen gegenüber 1927. Außesd
gemeldet, daß eine Erhöhung des Budgets für He
im Jahre 1928 um etwas weniger als ein halbe=
Franken beſchloſſen worden ſei. Was die italieniff
ſiſchen Beziehungen betrifft, ſo hat Briand verſchwiegsn
Frankreich ungehindert, und zwar ſogar unter Be
politiſcher Parteien, die der Regierung angehören,
gebildet werden und Zeitungen herauskommen, die ün
nur den Sturz des gegenwärtigen Regimes in R.
ſtreben. Briand hat erklärt, daß er eine Verſtändo,
Italien für möglich halte, zugleich aber auf die V81
der franzöſiſchen Bevölkerung in Tunis und den Stfin
italieniſchen hingewieſen. Gewiß kann man nicht rm
Argumenten eine Wiedergnäherung zwiſchen Italien
reich herbeiführen.

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Hſüſhes Landestheater. Die Bühnenarchitektur zu Richard
wuers Rhörtterdämmerung iſt in den Grundzügen nach
wurfer1 r eſtellt worden, die Arthur Pohl im vergangenen Jahre
Fdie Akuisenierung geſchaffen hat.
öm /Ammenhang mit der zhkliſchen Aufführung von Wagners
EWes von beſonderem Intereſſe ſein, daß Frau Profeſſor
W Boſ)=Mildenburg, die berühmte Wagnerſängerin, einen
Pöteil s Morgenfeier, die ſie Sonntag im Kleinen Haus gibt, den
Fin un Aſuſikdramen von Richard Wagner widmet.
beutes (mstag wird im Großen Haus Zellers Operette Der
eihidler zum erſten Male in dieſer Spielzeit gegeben. Es
Hen mil ie Damen Kapper, Müller=Wiſchin, Gothe, Carlſen, Kies=
ütt
an und die Herren Deharde, Kuhn, Vogt, Maletzk:, Ebert=
We M5 Muſikaliſche Leitung: Berthold Sander; Spielſeitung;
Wei We. Die Vorſtellung, zu der die Preiſe ermäßigt ſind, begina!
1930/ Ur
Aſen Haus finden drei Aufführungen des Scherenſchnitt=
iiſAl benteuer des Prinzen Achmed ſowie eines
Lechen Films ſtatt; Beginn der Vorführungen 15, 17, 20 Uhr.

Samstag, den 3 Dezember 1927

Seite 5

us der Landeshauptſtadt.
Darmſiadt, 3. Dezember.
hnachtsmeſſe im Kunſiverein.
Frünſtlerhilfe 1927 hat in dieſem Jahre einen
raartigen Verſuch unternommen, den notleidenden
im Kampf um das materielle Daſein zu helfen. Sicher
eu unterſtützen, was in dieſer Beziehung heute getan
vmi. Wohl zu keiner Zeit hatte das Wort: Die Kunſt
Trot tiefere Bedeutung als in der Gegenwart, beſon=
Sieſes Wort in: Die Kunſt muß nach Brot gehen
wet werden darf. Der Kampf ums Daſein iſt ſchwer,
. eine alte, leicht begreifliche Tatſache, daß in der
mit=es wirtſchaftlichen Kampfes, der zum Sparen, zum
ier verpflichtet, in erſter Linie an die Dinge gedacht
fär das materielle Leben entbehrlich ſind. Und doch
ſch. Man ſollte auch im eigenſten Intereſſe ſich nicht
mu verſchließen, die uns Kulturwerte der Zeit ver=
ſ
d. die letzten Endes berufen ſind, das unfreundliche,
rrüttende Daſein erträglich zu geſtalten. Das aber
gur Linie die Kunſt. Hinter der Kunſt ſtehen darbend
uns Künſtlerinnen. Sich ſelbſt und damit auch ihnen
dieſer Notwendigkeit ſollte ſich niemand entziehen,
gu ich noch ſo beſcheidene Mittel irgendwie aufwenden
däeſem Sinne iſt der Weihnachtsmeſſe der Künſtler=
Erfolg zu wünſchen, wenn auch der äußere Rahmen
Da er für Darmſtadt etwas ganz Neues bringt
geemdet. Auf jeden Fall iſt der Gedanke originell
anderen Städten beſte Erfolge erzielt.
es jährige Weihnachtsausſtellung der bildenden Künſt=
S6a einer Meſſe mit Konditoreibetrieb und Nachmittags=
zertweſt
ein Verſuch, das Publikum bei freiem Eintritt für
emalm ſrärker anzuziehen, den Verkauf von Loſen für die
beriber Künſtlerhilfe, von Bildern, Kunſtblättern und kunſt=
verbAlm
Arbeiten anzuregen, das Bekanntwerden der Künſt=
ſin
ſwen Kreiſen zu fördern, die Fühlung zwiſchen Künſt=
urſöt
blikum herzuſtellen. Die Künſtler wollen aus ihrer
ſſiviküheraustreten und perſönlich bei der Führung, Er=
DeAeruwund beim Verkauf ihrer ausgeſtellten und in Mappen
heigthun Werke zugegen, dieſen für Darmſtadt neuen
haag bepeiken, um der Kunſt und ſich ſelbſt beſſer zu dienen,
es ſithix möglich war.
/Died ſiume der Kunſthalle bieten auf Grund dieſes Pro=
mmsh
in eigenartiges Bild. Eigenartig ſowohl in bezug
ſdie ääerung der Bilder wie der ganzen Ausſtattung der
ſſtellzusräume. Wir hatten geſtern Gelegenheit, in einer
ſſevbiſſichtigung die Weihnachtsmeſſe zu beſichtigen, deren
ffnuhhe utenachmittag 4 Uhr bei Konzert und wohl=
ſ
Bſartuung ſtattfinden ſoll. An der Ausſtellung ſind faſt
manxhtem Künſtler Darmſtadts und Starkenburgs beteiligt.
hn ihu ben Zwecken der Weihnachtsmeſſe entſprechend, an
Ausltzurig ſelbſt nicht der ſcharfe Maßſtab der Kritik an=
gtrſen
ſoll, ſo darf doch konſtatiert werden, daß eine
ſe Autie außerordentlich wertvoller Erzeugniſſe der bilden=
Kurdſund des Kunſtgewerbes ausgeſtellt ſind, die vielſeitige
UPreizühe Gelegenheit bieten, den Bedarf an ſchönen und

Die ſtädtiſche Schulzahnklinik
konnte geſtern auf den Tag ihres 25jährigen Beſtehens zurück=
blicken
. Am 2. Dezember vor 25 Jahren wurde die Schulzahn=
klinik
der Stadt Darmſtadt ihrer Beſtimmung übergeben. Dieſe
Wohlfahrtseinrichtung fteht heute auf einer ganz einzigartigen
Höhe und hat ſich mit ihrer ſtets aufſteigenden Entwicklung ſelbſt
das beſte Denkmal geſetzt. Das gleiche Jubiläum kann Herr
Zahnarzt Otto Köhler, der, wie wir bereits meldeten, aus
dieſem Anlaß zum Medizinalrat ernannt worden iſt, als ehren=
amtlicher
Leiter der Schulzahnklinik feiern. Herr Köhler war
es, der zuerſt den Gedanken erfaßte, eine Klinik zur Behandlung
zahnkranker unbemittelter Kinder zu ſchaffen. Seiner ſelbſtloſen
Tätigkeit durch die 25 Jahre iſt im weſentlichen die Entwicklung
der Schulzahnklinik zu verdanken. Sie ſteht heute in jeder Be=
ziehung
muſtergültig da. Daß ſie eine berechtigte Forderung
war, beweiſt, daß heute etwa 600 Städte des In= und Aus=
landes
ihrem Beiſpiel gefolgt ſind und ſolche Einrichtungen ge=
troffen
haben. Möge die Klinik, welcher die Stadt zu ihrem
Ehrentage vor kurzem ein feſtliches Gewand angelegt hat, weiter
blühen und gedeihen, und der Erfolg wird um ſo eher nicht
ausbleiben, wenn Schule und Schulzahnklinik einmütig zu=
ſammenarbeiten
, dem Hauſe, der Schule, unſerem Volke zum
Segen!

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amtbnü der Ausſtellung einen ganz eigenartigen Reiz erhält
gleiſtchitig eine Ueberſicht über das Schaffen der einzelnen
fſtlerl möglicht. In den großen Ausſtellungsräumen ſind
Wäng) geſchickt aufgeteilt, Vitrinen bergen die Erzeugniſſe
ſKur ſiwerbes, Schmuck, Bücher, Gebrauchsgegenſtände jaller
SSſttzereien, Handarbeiten, Täſchchen, Etuis und vieles
gre. 13 ſeinem Sonderraum ſtellt der Kunſtverein die zur
Voſunkz uniter den Mitgliedern beſtimmten Gemälde und
ſphikih us, die eine ſtarke Werbekraft für den Kunſtverein
ſibens drſten. Auch auf dieſem Gebiet geht man in dieſem
Kanſe Wege wie früher. Die Hauptgewinne dieſer Ver=
yſgen
in Form von Gutſcheinen über 300, 200, 150, 100
Muſ/Kusgegeben, auf Grund deren der Gewinner im Laufe
Füchhe Jahres ſich ein Bild nach eigener Wahl erſtehen
m. Eſrmn alſo das gewinnen, was ſeinem Geſchmack ent=
ſcht
. erdem bietet eine umfangreiche Lotterie die Loſe
P ſehr hlig gute Gewinnausſicht.
1éo tun ſeiten der Künſtlerhilfe in dieſem Jahr tatſäch=
helAxhehen
, den Künſtlern zu hilfen und den Kunſtfreun=
biellſige
Gelegenheit zum Erwerb zu verſchaffen. Der
benthoſtin, den gut geheizten Räumen der Kunſthalle wird
ſch Neſichirtagskonzerte, wie oben bemerkt, und durch ange=
e
Bſchrtung in allen Sälen iſt Sitz= und Erfriſchungs=
BenhRl- auch für lärgeren Beſuch angenehm geſtaltet. Man
inAſhe beſichtigen, bis man ſich zum Kauf entſchließt,
Fhofemich ſehr oft der Fall ſein wird.

Uner Histain
Kruft=Laumigttraßn 29.

Die neue große Schwarz=Revue Wiſſen Sie ſchon? die
geſtern abend im Orpheum zum erſten Male gezeigt wurde, hat
ein derart ſtarkes Intereſſe gefunden, daß der erſte Abend ſchon
überausverkauft war. Die große Ausſtattungs=Revue in
18 Bildern iſt in bezug auf Aufmachung, Koſtüme und ſchöne
Frauen das Fabelhafteſte, was in Darmſtadt auf dieſem Gebiete
gezeigt wurde. Wir kommen auf die Vorſtellung zurück.

Ne93 ſpiele bringen. Ueber die letztjährige Aufführung
9e lehen: Die Jugendgruppe Frankfurt der Chriſtengemein=
Nt Nar9 / Aufführungsſtil ſolcher Volksſpiele richtig erfaßt und mit
A OEſer nach des Tages Arbeit die Spiele gelernt und ſtudiert.
iſche 7 uicht auf bedeutende ſchauſpieleriſche Einzelleiſtungen an;
dimr ard Einordnen in das Ganze tut not, und das war bei den
Ehielern der Fall. Die Aufführung iſt im Saale der
e kdemie für Tonkunſt. (Vgl. die Anzeige.)
DSe Kolonialgefellſchaft. Abteilung Dormſtadt. Die hieſige
Mic ſt ſvieder wie früher ſo auch in dieſem Winter Vorträge
an kolonialen Gedanben wach=uhalten und zu vertiefen. Als
Dienstag den 6. Dezember 1927 abends 8 Uhr, im

Ldwig=Georg=Gymnaſiums (Eingang Karlſtraße 2), Herr
Profeſſor Miſchlich über ſeine neue, im Jahre 1926
ege nach der Goldküſte, Niger ia und Kamerun.
Aich iſt der älteſte Kolonialbeamte Heſens und gilt als
Kenner gfrikaniſcher Verhältmiſſe. Es dürfte um ſo in=
gerade
jetzt nach dem Kriege, mo es viel ſchwieriger iſt,
icn auszureiſen als früher, etwas zu erfahren über, die
die ſich in dieſer Zeit in Kamerun und den anderen
Verrikas vollzogen haben, denn ſeit dem Raub unſerer
wir mur unvollkommen über ſie unterrſchtet. Während
en langen Aufenthaltes weilte er auch unter Kanmibalen=
Eingeborenen, deren Frauen durch große in Unter= und
Derügte Holzoflöcke ſtark mißgeſtaltet ſind. Er wird auch
halde vorführen, ſowie eine Reihe anderer intereſſanter
M. gezeigter Aufnahmen aus jenen Gebieten, ſodaß ſich ein
Hentlich lohnen dürfte. Der Eintrittspreis in Höhe
abnshſtlich ſo niedrig feſtgeſetzt, damit weiteſten Kréiſen
ealicht wird. Ffir Mitglieder, Studenten und Schüler iſt
30 Pfg. zur Deckung der Unkoſten fen geſetzt. Näheres
* Min
7 Ausgabe des Blattes.

Wir machen unsere verchrl. Kundschaft
darauf aufmerksam, daß unser Geschäft
an allen Sonntagen vor Weihnachten
gesehiossen Bleißt.
Philipp Hess G. H.B.A.
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Schillerplatz
Darmstadt

9

Nachnahmebriefſendungen nuch dem Auslond. Nachnahmeſen=
dungen
in gewöhnlichem Briefe ſind nur innerhalb des deutſchen Reichs=
poſtgobiets
einſchließlich des Saargebiets und im Verkehr mit der
Freien Stadt Danzig zuläſſig. Im geſamten übrigen Verkehr mit dem
Auslande wüſſen Nachmahmeſendungen im Brief ſtets unter Einſchrei=
mg
verſandt werden.

B. D.J.=Baſar. Es ſei hiermit nochmals darauf hingewieſen, daß
die Ausſtellung und der Verkauf der Handarbeiten, die von der Mädchen=
jugendvereinigung
der Johaynesgemeinde=Nord veranſtaltet wird, heute
von 111 und von 27 Uhr geöffnet iſt, bei freiem Eitritt, und zwar in
den Räumen des Gemeindehauſes, Kahlertſtraße 26. Daſelbſt findet
auch die Ausſtellung der Werkſtube Glock=Orth ſtatt, und ei Beſuch
beider Veranſtaltungen iſt für jedermann ſehr lohnend, zumal die Preiſe
für die Gegenſtände äußerſt billig ſind, und kann man dabei für jung
und alt eine ſchöne Gabe für den Weihnachtstiſch kaufen.
Taltenn Halasnkit!
Wir kauftin ans siner Aasite=
Kallastien sahr nrstämnnte
Dats=Malterssatak.
Diam Miln, sahr siagant
snraronitt bringan voit
kateulers kisia zum Perkauf

Fortbildungskurſus
für Flugplatz=Meteorologen in Darmſtadt.
In Darmſtadt findet zurzeit ein Fortbildungskurſus für Flugplat=
Meteorologen ſtatt, die im Dienſte auf den deutſchen Verkehrsflugplätzen
die Wetterberatung zur Sicherheit des Flugverkehrs haben. Der Kur=
ſus
wird vom Reichsverkehrsminiſterium, Abeilung für Luftfahrt, ver=
anſtaltet
und erſtreckt ſich auf 3 Monate (November bis Februar)
19 Meteorologen, 16 von deutſchen Flugplätzon, u. a. Verlin,
Fraukfurt a. M., Eſſen, Hamburg, Köln, München, Leipzig, Halle,
Hannover, ſowie 3 öſterreichiſche Herren, die vom öſterreichiſchen Han=
delsmiiſterium
entſandt wurden, nehmen an dem Kurſus teil.
Der Kurſus umfaßt zunächſt die theoretiſche Ausbildung für alle
Zweige der Luftfahrt=Meteorologie, außerdem praktiſche Uebungen durch
Flugzeugaufſtiege mit dem Höhenflugzeug des hieſigen Lehrſtuhls, einer
Junkers A 20, die in 30 Minuten eine Höhe von 6000 Mctern erreicht.
Durch Feſſelballonaufſtiege mit einem neuartigen Drachenballon werden
Unterſuchungen über die Böigkeit der Luft angeſtellt. Beſondere Be=
deutung
erhält der Kurſus durch die Teilnahme zahlreicher auswwärti=
ger
Gelehrter, die nach Darmſtadt kommen, um in Rahmen dieſes Kur=
ſus
Vorträge über ihre ſpeziellen Forſchungsgebiete zu halten, ſo u. a.
Profeſſor Schmauß von der Univerſität München, Profeſſor Weick=
mann
von der Univerſität Leipzig, Profeſſor Linke von der Uni=
verſität
Frankfurt a. M. und Profeſſor Wigand von der Tahiſchen
Hochſchule Stuttgart=Hohenheim.
Zur weiteren Ergänzung der Ausbildung werden Freiballonauf=
ſtiege
mit den beiden im Beſitze der hieſigen Techniſchen Hochſ hule bee
findlichen Freiballons vorgenommen. Der Vertreter des Reichsver=
kehrsminiſteriums
, Herr Dr. Benckendorff, hat den Kurſus en=
öffnet
und darauf hingewieſen, daß Darmſtadt als Sitz des Kurſus ge=
nommen
wurde, weil gerade hier mit der Luftfahrt zuſammenhängends
Beſtrebungen eine traditionelle Förderung erfahren. Leiter des Kurſus
iſt der Inhaber des hieſigen Lehrſtuhles für Fluqmeteorplogie, Her
Profeſſor Georgii, der natürlich dieſe Aufgabe als gauz beſondere
Auszeichnung betrachten darf. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß die ande=
ren
mit der Luftfahrt in Verbindung ſtehenden hieſigen Stellen ihrer=
ſeits
alles tun, um den Kurſus nach beſten Kräften zu fördern. So hut
die Heſſiſche Flugbetries=A. G. ihre Näume und Anlagen bereitwilſiuſt
zur Verfügung geſtellt, und der Heſſenflieger=Verein für Luftfahrt Gu
ſeine Hilfe bei Ballonfahrten ſowohl in bezug auf Stellung von Füh=
rern
als auch von Hilfsmannſchaften zugeſagt. Es iſt zu hoffen, daß
auch die Staatsregierung und Stadtverwaltung den Kurſusteilnehmern
den Aufenthalt in Darmſtadt ſo angenohm wie möglich geſtalten, in=
dem
ſie Gelegenheit geben, hieſige Einrichtungen, Muſeen uſw., zu
beſichtigen, eine Bitte, die auch das Reichsverkehrsminiſterim ausge=
ſprochen
hat.
So hat der hieſige Flugplatz, abgeſehen von ſeiner Bedeutung als
Landeplatz für Verkehrs= und Sportflugzeuge, eine ganz beſondere Be=
deutung
erlangt. Außerordentlich angenehm wird auch nunmehr die
Errichtung des Flugplatz=Reſtaurauts empfunden, als die Meteorologen
Gelegenheit haben, ihre Mahlzeiten draußen einzunehmen und ſo wert=
volle
Zeit gewinnen.
Nichts iſt mehr geeignet, den Auf Darmſtadts als Stätte wiſſen=
ſchaftlicher
Forſ=hungen zu vertiefen und zu befeſtigen, als Zerartige
Veranſtaltungen. Es iſt damit zu rechnen, daß dieſe Kurſo alljährluk,
wiederholt werden und dadurch an Ausdehnung und Bedeutung ver=
größert
werden.
Das Collegium misſeum der Techniſchen Hochſchule veranſtaltet
am Sonntag, den 4. Dezenrber, vormittags 11½ Uhr, in der Otto=
Verndt=Halle unter der Leitung von Herrn Profeſſor Dr. Noack eit;
Konzert, in dem von Orcheſtewerken Mendelsſohns Ouvertüre zur
ſchönen Meluſine und Schuberts freudig bewegte B=Dur=Symphonie
zum Vortrag gelangen. Es wirkt außerdem mit die Madrigal= Ver=
einigung
Darmſtadt, die eine Reihe beſonders wertvoller Weihnachts=
geſänge
zum Vortrag bringt. So wird man zum erſten Male von ihr
das berühmte fünfſtimmige Hodie Christus natus est von dem niedet=
ländiſchen
Komßoniſten Sweelinck hören. Die Aufführung iſt wicht nur
Studierenden der Techniſchen Hochſchule, ſondern auch der Allgemeius
heit zugänglich gegen Löſung eines Programms, das ais Eintritts=
karte
gilt.
Akademie für Tonknnſt. Am Mittoch, den 7. Dezember, us
am Montag, den 12. Dezember, finden im Saale den Städtiſchen Aka=
demie
für Tonkunſt zwei Vortragsabende ſtatt, an denen Herr Dr. Wer=
ner
Kulz zu dem von ihm herausgegebenen biographiſchen Film über
das Leben und Werk Richard Wagners ſprechen wird. An dem
erſten der beiden Abende gelangt das Leben des Meiſters bis zur
Triebſchener Zeit (1872) zur Darſtellung, der zweite Abend iſt dem
Bayreuther Werk Wagners und ſeinen letzten Lebensjahren gewidmet,
Herr Kapellmeiſter Hans Simon wird an den entſprechenden
Stellen des Vortrages ein paar kurze Themen aus wenig bekanten Or=
cheſter
=, Klavier= und Geſangwerken Nichard Wagners am Flügel zu
Gehör bringen.
Die evangeliſche Jngendgemeinſchaft lader zu einem Advents=
gottesdienſt
für nächſten Sonntag, 4. Dezember, abends 8 Uhr, in der
Schloßkirche ein
Petrusgemeinde. Am erſten Adbent fand die feierliche Giu=
führung
des neuen Geiſtlichen, Herrn Pfarrer Weiß, in unſerer Ge=
meinde
durch Herrn Dekan Weißgerber ſtatt. Die einzelnen kirchlichen
Verbände und Vereinigungen, von der Kleinkinderſchule bis herauf zu
Männer= und Frauenverein, veranſtalteten in einer ſchlichten, würdigen
Feier im Gemeindehauſe ihrem neuen Seelſorger zu Ehren einen Be=
grüßungsabend
, der bei überfülltem Saale herzerquickend verlief und
zeigte, welch reges, friſch pulſierendes Leben durch unſere Gemeinde zr
allen ihren Teilen ſtrömt. Die Feier wurde eröffnet durch den Kichen=
Chor mit der ſtimmungsvollen Motette Hoſianna in der Höhe‟. Hier=
auf
ergriff der Leiter des Abends, Herr Pfarrvibar Lic. zur Nieden
das Wort, um in trefflichen, von geſundem Humor gewürzten Ausfüh=
rungen
die Verbindung zu den einzelnen Anſprachen und Darbietungen
herzuſtellen. Er wies auf die Bedeutung des Advents im allgemeinen
und des diesjährigen für unſere Gemeinde im beſonderen hin, denn
eine Befreiung von großem Druck bedeute für die Gemeinde die Neu=
beſetzung
der Pfarrſtelle, nachdem innerhalb drei Jahren ein neun=
maliger
Wechſel ſtattgefunden habe. Mit dem Segenswunſche für eine
lange, gedeibliche Wirkſamkeit ſchloß er ſeine Anſprache. Nunmehy
brachten in bunter Reihe die einzelnen Verbände, zum Teil in ſelbſt=
verfaßten
, launigen Verſen, ihrem Pfarrer die Glückwünſche dar: die
Kleinkinderſchule in allerliebſten Gedichten, Geſang und Reigen, die
Konfirmanden, die Jungſchar, der Kirchenvorſtand durch ſeinen
Sprecher, Herrn Lehrer Knell, der Frquenverein durch ſeine erſte Vor=
ſitzende
, Frau Exz. v. Wuſſow; Herr Oberreallehrer Frank, als erſter
Vorſitzender der Männervereinigung, fügte zu den Glüchwünſchen die
zu löſenden Aufgaben und bat den neuen Geiſtlichen um Unterſtützung
mit Rat und Tat. Die Jugendvereinigung zeigte in lebenden Bil=
dern
ihre Beſtrebungen, niemand wollte zurückbleiben, um das Bild
einer lebendigen Gemeinde zu einem ganzen und abgerundeten
zu geſtalten. Daß uns dies voll und ganz gelungen iſt, ſcheinen die
dankerfüllten Schlußworde von Herrn Pfarrer Weiß zu beſtätigen.
Sonnenſchein, ſo meinte er, läge auf der Gemeinde, trotz Witerkälte,
und die Arbeit und Mitarbeit ſei daher eine freudige und frohe; allen,
die ihn heute abend ſo warm und herzlich begrüßt hätten, gelobe er
Treue um Treue. Möge der reiche Segen dieſes Abends ſich an und
Fr.
in der Gemeinde in reichem Maße auswirken!
Im Schloßmuſeum finden täglich Führungen wur vormittags
11 und 1130 Uhr ſtatt.
Lichtbilder=Abende im Gewerbemuſeum. Das Heſſiſche Gewe=b= veranſtaltet in dieſem Winter eine Anzahl Offene Abende
an denen Lichtbilder zur Vorführung gelangen und kurz erlätterk
werden. Es handelt ſich dabei nicht um kunſtgeſchichtliche Vorträge, ſon=
dern
die Abende ſind für diejenigen berechnet, die vor allem Anregung
ür die Augen ſuchen. Vorgeſehen ſind folgende Veranſtaltungen:
Dienstag, den 13. Dezember: Weihnachtskrippen. Freitag, den
5. Januar: Der Dreikönigsſchrein im Kölner Dom. Den
20. Januar: Neue Wege im Wohnungsbau. Den 3. Febvuar:
Aus dem Weinmuſeum in Trier und Verwandtes.
Den 17. Februar: Bunter Abend. Den 2. März: Eine Füh=
rung
durch das Heſſiſche Gewerbemuſeum. Den 16.
März: Die Bildwerke des Naumburger Doms. Der Be=
ginn
der Veranſtaltungen iſt immer um 8½ Uhr. Der Eintritt iſt frei
Stimmen aus dem Leſerkreiſe.
Das Textbuch der neuen Lokalpoſſe Der Lumbeawend iſt er=
ſchienen
, aber leider vollſtändig lateiniſch gedruckt. Es lieſt ſich wirklich
zu ſchlecht und ſieht ſo fremd aus. Wäre es den verdienten Heimat=
freunden
Dr. Büchner und Robert Schneider nicktt möglich, eine Aus=
gabe
in unſerer heimatlichen deutſchen Schrift zu veranlaſſen? Riele, die
das Theater micht beſuchen können, würden es dantbaz begrüßen.

[ ][  ][ ]

Samstag, den 3. Dezember 1927

Numme

Wochenſpielplan des Heſſiſchen Landestheaters
Großes Haus.
Sonntag, den 4. Dezember, 17 Uhr, Ende nach 22 Uhr. T. 6
(Wahlvorſtellung). Der Ring des Nibelungen von R.
Wagner. Dritter Tag. In neuer Inſzenierung: Götter=
dämmerung
Preiſe: 1.50 bis 15 M.
Montag, den 5. Dezember: Keine Vorſtellung.
Dienstag, den 6. Dezember, 20 Uhr: Drittes Sin=
foniekonzert
des Landestheater=Orcheſters.
Preiſe: 1 bis 9 M.
Mittwoch, den 7. Dezember, 19½ Uhr, Ende nach 22 Uhr. B 7.
Das Wintermärchen Schauſpiel von Shakeſpeare.
Preiſe: 80 Pf. bis 8 M.
Donnerstag, den 8. Dezember, 18½ Uhr, Ende nach 22 Uhr. K 7
(Bühnenvolksbund). Boris Godunow Oper von
Muſſorgfky. Preiſe: 1.20 bis 12 M.
Freitag, den 9. Dezember, 19½ Uhr, Ende nach 22½ Uhr. D 8.
Schinderhannes, Schauſpiel von Carl Zuckmayer.
Preiſe: 1 bis 10 M.
Samstag, den 10. Dezember, 15 Uhr, Ende 17½ Uhr. Samstags=
fremdenmiete
, 3. Vorſtellung. Die verkaufte
Braut, Oper von Smetana. Preiſe: 90 Pf. bis 9 M.
20 Uhr: Turn= und Sportabend des Reichsaus=
ſchuſſes
für Leibesübungen und der Darmſtädter Turner=
ſchaft
.
Sonntag, den 11. Dezember, 17 Uhr, Ende nach 22 Uhr. Sonn=
tagsfremdenmiete
grün 5 und weiß 6. Der Ring des
Nibelungen von Wagner. Dritter Tag: Götter=
dämmerung
. Preiſe: 1.50 bis 15 M.
Kleines Haus.
Sonntag, den 4. Dezember, vorm. 11 Uhr: Muſikdrama=
tiſche
Vorführungen von Gluck bis Strauß.
(Kammerſängerin Prof. Anna Bahr=Mildenburg, München).
Preiſe: 1, 1.50 und 2 M.
14½ und 16½ Uhr: Märchenfilme. Preiſe: 80 Pf.,
1 und 1.50 M.
19½ Uhr, Ende 22 Uhr: Der Lumbe=Awend oder
Mannis Mann, Lokalpoſſe von Dr. Georg Büchner
und Robert Schneider. Dargeſtellt von der Heſſiſchen
Spielgemeinſchaft. Preiſe: 1, 2 und 3 M.
Montag, den 5. Dezember: Keine Vorſtellung.
Dienstag, den 6. Dezember: Keine Vorſtellung.
Mittwoch, den 7. Dezember, 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr. Zuſatz=
miete
V (5). Der Liebestrank. Oper von Doni=
zetti
. Preiſe: 1.50 bis 7.50 M.
Donnerstag, den 8. Dezember, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr. Zuſatz=
miete
III (5). Mein Vetter Eduard. Schwank
von Friedmann=Frederich und Roberts. Preiſe: 1.20 bis
6 Mark.
Freitag, den 9. Dezember, 13, 15 und 17 Uhr: Märchen=
filme
.
Samstag, den 10. Dezember, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr. Zuſatz=
miete
VI (5). Uraufführung: Im Dickicht der
Städte, Schauſpiel von Bert Brecht. Preiſe: 1.20 bis

6 Mark.
Sonntag, den 11.
miete I (5).
bis 6 Mark.

Dezember, 19½ Uhr, Ende 22 Uhr. Zuſatz=
Mein Vetter Eduard Preiſe: 1.20

Am. Ein Film von Luft unb Sonne. Die Volkshochſchule Darm=
ſtadt
ließ am Freitag abend in der Techniſchen Hochſchule einen Film
abrollen, betitelt Allmutter Natur (von Licht, Luft umd Sonne
in geſunden und kranken Tagen). Einleitende Worte hierzu ſprach
Herr Dr. med B. Günther. Der Film iſt ſchon einmal vor zwei
Jahren auf Veranlaſſung des Naturheilvereins gelaufen, doch hat er,
wie der ſehr ſtarke Beſuch bewies, an Anziehungskraft nicht eingebüßt.
Der Vortragende ging davon aus, daß der Wille zum Leben und zum
Leben erzeugen, alſo zum Mitwirken an der Fortdauor de3 organiſchen
Lebens in unſerem Volke, erſchlafft iſt. Die Menſchen verſtehen es
heute nicht mehr, ſich zu entſpannen, die Schönheit eines einfachen
Waldſpaziergangs zu empfinden, die Heilkräfte der Natur, Luft, Licht
und Sonne, auf ſich wirken zu laſſen. Der Sport bildet hier kein
Gegengeſvicht, er bildet die Körper einſeitig aus, ſtärkt nur die Starken
und züchtet Rekorde. Die Naturheilvereine haben es ſich zur Aufgabe
gemacht, geſundheitliche Momente in das tägliche Leben hineinzutragen.
Das will der Film uns dartun, wie wir den Kontakt mit der Natur
wieder gewinnen können. Der nun folgende Film, der von, der
Deulig=Film=Geſellſchaft im Auftrag des Bundes Deutſcher Natur=
heilvereine
in Berlin recht geſchickt zuſammengeſtellt iſt, knüpft an ein
Einzelſchickſal an, um im erſten Teil Bilder aus dem Wanderleben und
im zweiten Teil ſolche aus dem Aufenthalt in einer Naturheilanſtalt zu
zeigen. Ein dritter Teil brachte rhythmiſche Gymnaſtik nach muſikali=
ſchen
Motiven, der, da ohne Begleitung, etwas breit wirkte, und ein
vierter, Schlußteil, klang aus in die Worte: Luft und Sonne, die
Quellen für Wachstum, Geſundheit und Lebensglück.
p. Amtsgericht I. Das Urteil, das in der Anklageſache wegen des
Zuſammenſtoßes zweier Autos Ecke Marſtall= und Wilhelminenſtraße
nach der Verhandlung vom 22. v. M. erging, lautete auf Frei=
ſprechung
.

Weihnachtsfeier 1927 im Ohlyſiift.
Wieder naht Weihnaclten, und Groß und Klein rüſtet für das kom=
mende
heilige Feſt. Der Wunſch, Freude zu bereiten, regt ſich in allen
Herzen. Auch wir wollen wie i jedem Jahre den in unſerem Er=
eiehungsheim
, fern von der Familio, untergebrachten Küdern am hei=
ligen
Abend Gaben unter den Lüchterbaum legen. Auch ſie ſollen fröh=
lich
ſein.
Leider ſind die uns zur Verfügung ſtehenden Mittel zu gering, um
unſeren Kindern das Weihnachtsfeſt ſo zu geſtalten, wie wir es wün=
ſchen
. Wir wenden uns daher an die Mildtätigkeit der Bevölkerung
und bikten herzlichſt um Zuvendungen zur Weihnachtsbeſcherung im
Ohlyſtift in Gräfenhauſen.
Gaben (Waren oder Geld) werden augenommen: Stadthaus, Rhein=
ſtraße
16/18, Zimmer 41, und bei der Ohlyſtiftskaſſe (Stadtkaſſe), Gra=
fenſtraße
28 (Poſtſcheckkonto 2612 Frankſurt a. M.). Auf Nachricht wer=
den
die Gaben auch gerne abgeholt.

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wern Sie Ihren Bedarf in Herrenſioffen
nur im Spezial=Geſchäft kaufen.
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(18828
Beſichtigen Sie bitte meine Auslagen.

Wanderklub Falke‟ 1916, Darmſtadt. Die am Sonntag, den
4. Dezember 1927 ſteigende lotzte Wanderung für 1927 hat die Herren
E. L. Göbel und E. L. Stat zu Führern. Sie wollen us auf ein=
ſamen
, wenig begangenen Wegen, die ſie auf wiederholten Vowvande=
rungen
entdeckten und zu einer halben Tageswanderung zuſammenſtell=
ten
, in Darmſtadts ſüdliche Umgebung führen; ſie haben uns einen
genußreichen Vormittag verſprochen. Treffpunkt Sonntag, den 4. De=
zember
1927, vorm. 8 Uhr, Ecke Beſfunger= und Heidelberger Straße.
Rückkehr gegen 12½ UI

Die große Preisfrage
der Firma Stegmüller
Im Schloßgraben
nicht vergessen!
8829)

Martinsgemeinde. Am bommenden Montag, den 5. Dezember,
abends 8 Uhr, veranſtalten der Frquenverein und die Männerver=

der Direktor des Landesvereins für Innere Miſſion, Herr Pfarrer
Röhricht, ſprechen wird über: Der heilige Born. Die Mitglieder
und Freunde beider Vereine werden zu dieſem Vortrag herzlichſt ein=
geladen
. Der Eintritt iſt frei. Vor dem Vortrage findet die Haupt=
und Mitgliederverſammlung des Frauenvereins ſtatt mit Jahresbericht
des Vorſitzenden, Rechnungsablage, Vorſtandswahl und Satzungs=
änderungen
.

RApIO

18405a

Anlagen und Einzelteile
M
auf Teilzahlung nur im ersten Radio-Spezial-Geschäft
C. Bosster & C.., Darmstadt, Kirchstraße 17, Telefon 2140

Lokale Veranſtaltungen.
Der Evangeliſche Arbeiter= und Handwerker=
verein
E. V. Darmſtadt feiert am Sonntag, den 4. Dezomber, im
Vereinshaus Feierabend, Stiftſtraße 51, ſein 37. Jahresfeſr. Alle Mit=
glieder
und Freunde des Vereins ſind dazu herzlich eingeladen. ( Nähe=
es
ſiehe Anzeige.)

Nachtlang zum Kreisturnfeſi.
Zu einer Abreihnungs= und Schlußſitzung hatten ſichr
Stale der Turngemeind 1846 (Woogsplatz) Mitglieder allm
die an dem G=lingen des Turnfeſtes mitgeholfen hatten.
um im Rahmen einer kleinen Feier nochmals einen einge=
blick
auf das Kreisturnfeſt zu halten.
Nach dem Turnfeſtlied, das freudig mitgeſungen wurd=
Gauvorſitzender Roth eine herzliche Begrüßungsanſprach=
beſonders
Herrn S hulrat Haſſinger von der Zentralſtelle
ding und Jugendpflege und die Ehrengäſte willkommen A.
die bedeutſame Arbeit der Preſſe für das Kreist:unfeſt bo=
Cindruck von dieſem Turnfeſt war für alle Turner der 5½
und es herrſchte nur eine Meinung, nämlich die, daß
Feſt ſchöner nicht gefeiert werden konnte. In Anbetracht der
daß die Deutſche Turnerſcheft durch ihre idealen Beſtrebunge
zum Wohle des deutſchen Volkes will, war auch die Be=
Darmſtädter Bevölkerung allgemein. Man bezeichnete dize
den Höhepunkt im Leben des Mittelrheinkreiſes. Der 77n
dieſem Feſte war ſo gewaltig, daß mehrere Städte ihre
zur Abhaltung der nächſten Kreisturnfeſte zurückzogen, da ſ7.
ſtatt nicht rivaliſieren zu können glaubten. Das Feſt ha=
und Mühe gekoſtet und all den uneigennützigen Mitarbeinty!
wärmſte Dank ausgeſprochen werden.
Den eingehenden rückblickenden Ausführungen des
über den Verlauf des Kreisturnfeſtes folgte der Kaſſe

Kaſſierers Wolf, nach deſſen Abrechnung ein Uoberſchuß=
t
. Allerdings ſei die Abvechnung niht endgültig. Jnn
hang hiermit wurde folgender Antrag des Engeren Aurſs=
Geſamtausſchuß vorgelegt: Da die genaue Schlußabrechru

noch laufender Prozeſſe und infolge ſchwvebender Verharnm
der Stadt noch nicht vorgelegt werden kann, werden dies
den der Turnvereine, der 1. Feſtvorſitzende, die 3 Kafſin,
Geſchäftsführer ſowie der Finanzausſchuß ermächtigt, Qe
fertigzuſtellen und mit der Darmſtädter Turnerſchaft als 9 l=
abzurechnen
. Letztere kann erſt Entlaſtung erteilen. Der Qa
einſtimmig angenommen. Im Laufe einer kurzen Ausf7u
an den von Preußen verſprochenen Vorſchuß von 1800 DT.
Herr Wandel erſtattete auſchließend den Geſchäf
unterſtrih die enorme Arbeit der 11 Ausſchüſſe, die
Sitzungen das Gelingen des Feſtes durch tadelloſe
ſicherten.
Zur Abſtimmung lag ein Antrag Hofferbert vor,,
teilung der von dem Turnfeſt noch übrig gebliebenen E
Dicſe Geräte befinden ſich zurzeit in Verwahrung der
Turnerſchaft. Es wurde der Vorſchlag gemocht, einen Ter
unter die Darmſtädter Turnerſchaft zu verteilen. Vorerſt Hi0
räte noch verwahrt werden, um ſie für die Ausſate
kämpfe des Mittelrheinkreiſes für das Deutſche Turnuf
die in Darmſtadt in der Fefthalle, auf dem Feſtplatz
Schwimmbad ſtattfinden ſollen, nochmals verwenden zu
Antragſteller erläuterte ſeinen Antrag, der einſtimmig
wurde.
Durch den 1. Vorſitzenden wurde folgende Mitgliede-
leihung
von Ehrenbriefen ausgezeichnet: Kirchendorfer. W5/

ler, Gänger, Kracher, Ries, Rauch, Ph. Matihes, Weit :1
Hinkel, J. Jäger, Trautmann, Heinr. Reinharbt, Biſae
Schwarz, Löffler, Imbeſcheid, Bott. Penk. Hubertus, Ratt
K. Hofmann, F. Hefmann, E. Wagner, Langenbach, M.
necke, Treuſch, Lehrbach, Sänger, Friedr. Frank, Saur
Illgen, Kraus, Fr. Schmidt, Vierheller, Schild. Jakob Schin
Auf den verdienſtvollen Vorſitzenden wurds ein allg-:
faches Gut Heil ausgebracht.
Herr Bürgermeiſter Daub als treuer Anhänger
gemeinde 1846, der ſeit 1878 ſelbſt aktiver Turner iſt, um h
mals den ſchönen und guten Verlauf des Turnfeſtes, da3 uhufig uAnaſt ho
Werte zum Anſehen der Stadt Darmſtadt geſchaffen habe=
barkeit
der geſamten Bevölkerung ſei daher den Vcranſt 19
Damit war die offizielle Tagesordnung beendet. Vo
froher Unterhaltung verbrachte man noch einige ſchöne
lebhaftem Gedankenaustauſch bei den Muſikklängen einer a=

Obenwalöklub. Im Rahmen der Veranſtaltungem
Ortsgruppe hielt Herr Lehrer Jöckel aus Allsbach a. d. 2.
vortrag über Die Maggiverke in Singen‟ Die Veram
weit mehr, als die Ankündigung verſprach. Einleitend ma
tragende hochintereſſante ernährungsphyſiologiſche Ausführt
zeigte er den Hohentwiel und die Burgruine, die ihn ſchmn
ßen, muſtergültigen landwirtſchaftlichen Güter der Werke=
vollen
Viehbeſtände und ſodann die Fabrikanlagen und
ſelbſt in allen ihren Teilen. Es war diesmal ein Ausflug 1
wirtſchaftliche und beſonders in das landwirtſchaftliche urn
Gebiet, under der geſchikten Führung des Herrn Lehrers
verſtand es meiſterhaft, die ſchönen Vilder zu erläutern, m.7
auch den Humor auf ſeine Rechnung konmen. Was die 27
ten, das war ein glänzend durchorganiſierter Großbetrieb., 70
beſten Rohſtoffe veiwendet und in dem kunſtvoll konſtruienel
und ſonſtige Betriebseinrichtungen dafür ſorgen, daß keim
Hand mehr die Rohſtoffe berührt, aus denen die bekannte:
der Maggiwerke entſtehen, wenn ſie einmal gründlich 0.
Es fielen beſonders auf auch die ſanitären und ſozialen uſſct
des vorbildlichen Betriebes. Die Maggiwerke hatten die 21
während der Vorführungen im Saale zubereitete Suppci
Proben unter die Anweſenden verteilen zu laſſen.
Schrauth, der den Vortragenden zu Beginn der Veranſtalllik
hatte, ſprach ihm am Schluſſe unter dem lebhaften Beiff
ſammelten den herzlichſten Dank der Ortsgruppe aus, den
aber Anerkennung für das Beſehene. Die rührige Geſort
der Ortsgruppe unter Leitung ihres verdienſtvollen Chormn!
verſchönte die Veranſtalrung durch den Vertrag einigers
Lieder.

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[ ][  ][ ]

F6r

t iverfahren der Ange ſielltenverſicherung
ſhen Rentenleiſtungen hat die Durchführung von Heilver=
Angeſtelltenverſicherung große Bedeutung gewonnen. Dieſe
urſt doppelter Art. In finanzieller Hinſicht wird eine Ver=
der
Nenten erreicht, während, geſundhcitspolitiſch geſehen,
urahren dem Verſicherten durch Wiederherſtellung ſeiner Ar=
mehr
nützt, als es eine Rente vermag. Duuch die großzügig
narven Heilverfahren für Waiſenrentenempfänger und Kinder
imrten trägt die Neichsverſicherungsonſtalt für Angeſtellte
antlich dazu bei, den Geſundheitszuſtand weiter Bevölke=
n
heben. Die Zahl der bewilligten ſtändigen Heilverfahren
wen letzten Jahren erfreulicherweiſe immer mehr geſteigert.
D4 23 690 Heilverfahren durchgeführt wurden, waren es
28 963 und 1926 32 679. Im Durchſchnitt ſtellten ſich die
Lungenheilverfahrens auf 610 RM., die eives Heilverfah=
ſem
Sanatorim ober einem Bade auf rund 260 RM. Wäh=
ſrmeſt
=lltenverſicherung bei nur 2,8 Millionen Verſicherten 16
Nark für Heilverfahrenszwecke ausgab, betrugen die Aus=
Snvalidenverſicherung für dieſe Zwecke bei 19 Millionen
rrur 38 Millionen Mark. Auf 100 Verſicherte kamen bei
ſaenverſicherung 1.15 Heilverfahren, bei der Invalidenver=
Heilverfaßren.
gerandlung der geſtellten Heilverfahrensanträge erfolgt ſo
damend, daß die von manchen Seiten verlangte Ausgeitaltung
hrens zu einer Pflichtleiſtung völlig unnölig iſt. Auch
rpruch auf Heilverfahren kann an der Zahl der Genehmi=
ändern
, da letzten Endes das Urteil des Vertrauensarztes
än muß.

hmer 335

Samstag, den 3. Dezember 1927

Seite 7

Ein Teil der a ten Stadtmauer

iſt in den letzten Tagen auf dem Anweſen Ludwigſtraße 7 freigelegt
worden. Bei der Ausfchachtung des Kellers hat man tiefer graben
müſſen, wie die Kellerſohle vorher gelegen hat. Dabei kamen ſcarke
alte Mauern zutage, und als man dieſe freigelegt hatte, erſchien ein
halbrunder Mauerkörper der unſtreitig als Unterkau eines halbrunden
Zwingerturmes feſtgeſtellt werden konnte.
Die S.adtmauer der Stadt Darmſtadt, beſtehend aus einer ſtarken
Wehrmauer und einer etwas ſchwächeren Zwingermauer, kann noch
allenthalben genau verfolgt werden. Eine Darſtellung dieſer alten
Stadtmauer findet ſih auf Seite 7 des kürzlich von der Stadt heraus=
gegebenen
Buches Das Darmſtädter Rathaus‟. Der Teil der Mauer,
um den es ſich hier handelt, iſt übrigens auf einem Gemälde des
Malers Paul Rodingh zu ſehen, das im Scheuerhof aufgehängt iſt. Auf

Parlamentariſches.

iares Geſamtergebnis der Angeſiellten=
terſicherungswahlen
im Reich.

z vorliegende Geſamtergebnis aus 851 Wahlbezirken (es
Hauptſache nur noch die Wahlen aus Heſſen aus, die am
ſtattfinden) zeigt einen überwältigenden Sieg derjenigen
z. für die Aufrechterhaltung und den weiteren Ausbau der
wſicherung eintreten. Im Einzelnen entfallen auf die
e bände folgende Bahlen:
Vertr. M. * Erſ. M. abgegeb. Stimmen

1212 45,7 1876 W719 2,9 22 82 N6 15 56 4 190 3,5 1. 2706 30.350 1383 52,1 2 329 349 911 698 26,3 1397 98 315 79 30 A 33 964 2 160 81,4 3 916 592 250 71.1 % 55 2,1 145 4594 0,5 % 438 16 194 W5 787 A. 5o 2653 100 5 25 832571 100 %

hüen zur Wahl gehen. Die grüne Verſicherungskarte iſt

Schwurgericht

der Anſchnuldigung, in der Strafſache gegen Lisken wegen
ni vor dem Amtsgericht Ofenbach wiſſentlich ein falſches
emicm Eid bekräftigt zu haben, ſteht ein Bäcker von Offen=
U aus Angſt vor einer Rache des genannten Lisken gehan=
ſor
ſt würde er, wie er angibt, der Wahrheit die Ehre ge=
Unter dem Verdacht des Meineids wurde er damals am
nigenommen, dann aber wieder freigelaſſen. Der Ange=
geſtändig
. Aus der Vernehmung des damals amtieren=
e
gibt ſich, daß er den Eindruck hatte, der Angeklagte
em Einfluß des Lisken. Er iſt ſtark pſychopathiſch veran=
gtatsanwalt
hält dafür, daß gemäß 8 157 B. 1 St. G.B.
ilterung eintreten muß; beantragt werden 9 Monate Ge=
r
Werteidiger kommt auf die Perſönliehkeit des Lisken zu
ixdauert, daß dieſer perſönlich nickt vor Gericht geladen
ey ſei das Verhängnis für den Angeklagten geweſen. Der
alee dem Lisken für ſeinen Zeugenbedarf zur Verfügung
Der Verteidiger bittet, die Frage der Fahrläſſigkeit doch
9S Urteil erkennt auf 9 Monate Gefängnis.

dieſem Bild erkennt man deutlich ſowohl die Stadtmauer mit ihrem
Wehrgang wie die Zwingermauer wit ihren halbrunden Türmen
Man erkennt weiter auch den vor dem Zwinger gelegenen Graben,
Zwiſchen Weißem Turm und dem ehemaligen Beſſunger Tor hat nur
ein Turm die Stadtmauer ſelbſt unterbrochen, und dieſer ſtand zum
Schutze der Stadtkirche genau dieſer gegenüber. Zwiſchen Weißem
Turm und Beſſunger Tor hatte die Zwingermauer 9 halbrunde bzw.
halbviereckige Zwingertürme. Dieſe Zwingertürme hatten den Zweck,
den Feind zu beobochten und zu beſchießen, wenn er ſich dem Graben
näherte, bzv. den Graben bereits erreicht hatte. Deshalb hat jeder der
Zwinger=Halbtürme 3 Schioßſcharten etwa in Maunshöhe über dem
Zwingerboden. Dieſe 3 Schießſcharten ſind an dem Mauerſtück im
Keller des Herrn Giſſinger genau zu erkennen. Aehnliche Zwinger=
türme
ſind noch mehrere erhalten. So iſt einer hinter dem Schwimm=
bad
an dem Anweſenden Lindenhofſtraße Nr. 5 noch vollſtändig erhal=
ten
, ebenſo ſind noch mehrere andere an ihren Mauern genau zu er=
kennen
.
Die Stadtverwaltung hat die Mauerreſte mehrfach photographieren
laſſen und auch ihre Lage eingemeſſen.

Tapeten / Linoleum
Groß= und Kleinverkauf
Aung, Lorneto=

1934a)

vorm. Frankfurter Tapetenfabrik
Schleiermacherſiraße 2123 (am Gerſcht)

Tageskalender für Samstag, den 3. Dezember 1927.
Heſſ. Landestheater, Großes Haus Anfang 19 Uhr, Ende
22 Uhr: Schinderhannes. Kleines Haus, Anfang 19½ Uhr,
Ende 22 Uhr: Der Vetter aus Dingsda. Orpheum Anfang
20 Uhr: Wiſſen Sie ſchon. Konzerte: Hotel Schmitz,

Schloßkaffee, Weinhaus Maxim, Waldſchlößchen, Kaffee Haury, Deut=
ſcher
Hof, Waldſtr., Reichskrone, Reichshof, Bismarckeck, Frankfurter

Hof, Beſſunger Turnhalle, Centralhotel; Perkeo: Varieté. Tanz;
Rheingold. Kinovorſtellungen: Union=, Reſidenz=Theater,
Palaſt=Lichtſpiele.

Spielwaren-Behle

* Die Deutſche Volkspartei brachte im Landtag folgende Kleine
Anfrage, betr. Leitung der Eberſtädter Volksſchule ud Fortbil=
dungsſchule
, ein:
Zu dem alten Streite, der in Eberſtadt (Kr. Darmſtadt) ſeit über
Jahresfriſt um den künftigen Bürgermeiſter tobt, und mit ihm in
durchaus unſachlicher Verquickung ſpielt ſeit Monaten ein neuer wegen
der dortigen Schulleitung. Faſt emmutig tritt die Lehrerſchaft, in
großer Mehrheit die Kreisſchulkommiſſion, mindeſtens zur Hälfte der
Schulvorſtand für eine Perſönlichkeit ein, die durch gewiſſenhafte
Dienſtführung und anerkannte Bürgertugenden jede Gewähr für tadol=
loſe
Verwaltung des Rektoramts bietet. Auf dem Schleichwege der
Parteipolitik ſucht ihn ein jüngerer Amtsgenoſſe auszuſtechen, der ein=
zig
durch ſcharfes Eitreten für einen beſtimmten, unterdeſſen aus=
geſchiedenen
Bürgermeiſterkandidaten 11 von 21 Gemeinderähen auf
ſeine Seite gebracht hat. Aus der letzten Gemeinderatsverhandlung
ergibt ſich nun, daß das Landesamt für das Bildungsweſen einen ſehr
auffälligen. Ausweg aus allen Schwierigkeiten ſucht, indem es ſtatt
eines Rektors deren zwei ernennen will: einen für die Volksſchule
und einen für die Fortbildungsſchule, trotzdem letztere neben zwei
lediglich auf dem Papier vorhandenen nur 17 Klaſſen und eine einzige
hauptamtliche Lehrkraft beſitzt.
Ich frage an:
1. Welche Gründe Liegen vor, die mitten im Schuljahre plötzluh die
Errichtung einer zweiten Rektorſtelle in Gberſtadt notwendig machen?
2. Wird in ſachlich (niht politiſch) gleichgelagerten Fällen ebenſo
verfahren?
3. Warum will das Landesamt den Eberſtädtern Lehrern und Lehre=
rinnen
einen Mann als Rektor aufoktroyieren, dem dicſe aus vollſter
Ueberzeugung und ohne Rückſicht auf eigene Parteizugehörigkeit mit
Mißtrauen gegenüberſtehen, und den auch die übrigen begutachtenden
Körperſchaften wie die Eltern überwiegend ablehnen?
gez. Dr. Keller.
Darmſtadt, den 26. November 1927.

(1V. 18770
Besuchen Sie meine Ausstellung!
Kalserstraße 27
Frankfurt a. M.n Nähe Hauptbahnhof.

Ap. Die Landtagsabgeordneten nach Berufen. Unter den neuge=
wählten
Landtagsabgeordneten iſt der Beruf der Lehrer (akademiſche
und nichtakademiſche) durch 11, und wenn man eine Lehverin i. R. dazu
rechnet, durch 12 Mitglieder vertreten, Landwirte ſind 8 Abgeondnete,
und da von den 8 Bürgermeiſtern ſich 3 zugleich als Landwirte bezeich=
nen
, ſo ſind 11 Landwirte im neuen Landtag. Gewerkſchaftsangeſtellte
und Parteiſekretäre ſind 9, Handwerker 7 Abgeordnete. Dem Richterſtand
gehören 5 Abgeordnete an, außerdem ſind von den Abgeordneten 4
Rechtsanwälte, 2 Miniſter, 2 Pfarrer und 2 Kaufleute. Weitere Berufe
ſind durch je 1 Abgeordneten vertreten. Weibliche Abgeordnete ſitzen im
neuen Landtag 4 (je 1 der Sozialdemokratiſchen, der Demokratiſchen, der
Volkspartei und des Zentrums). Neu eingetreten ſind 19 Abgeordncte
(4 der Sozialdemokratiſchen Partei, 6 des Zentrums, 1 der Demokratiſchen,
1 des Landbundes, 4 der Kommuniſtiſchen und 3 der Volksrechtpartei).
Die Heſſiſche Vereinigung für Volkskunde hält am nächſten Don=
nerstag
in Gießen ihre Hauptverſammlug ab. Es ſtehen wichtige
Fragen zur Tagesordnung, ſo die Sammlung der Flurnamen und die
Volksliedforſchung. Es iſt geplant, die Volksliodſammlung erneut auſ=
zunehmen
und in abſehbarer Zeit die heſſiſchen Volkslieder zu ver=
öffentlichen
. Auch in anderen deutſchen Staaten hat man ſich wieder
einer erneuten Sammlung der Volkslieder zugewandt, ſo vor allem in
Württemberg und Heſſen=Naſſau, wo man beſondere Ausſchüſſo dafür
eingefetzt hat. Am Abend ſpriht der bekannte Volkskundler Profeſſor
Dr. Hans Naumann aus Frankfurt a. M. über Chriſtentum
und deutſcher Volksglaube‟. Er iſt, wie bekannt, einer der
führenden Forſcher auf dem Gebiete der Volkskunde, und ſein Vortrag
wird zweifellos viel Reizvolles und Bedeutſames bringen. Der Veſuch,
des Vortrages wird allen Freunden der Volkskunde angelegentlickſſt
empfohlen.
Aufhebung des Sichtvermerkszwangs zwiſchen Deutſchland und
Jugoſlawien. Im Verkehr zwiſchen dem Deutſchen Reich und Jugo=
ſlawien
(Südflawien) iſt mit Wirkung vom 5. Dezember
1927 ber Sichtvermerkszwang aufgehoben worden. Danach
können deutſche Statsangehörige Jugoſlawien über die amilich zuge=
laſſenen
Grenzübergangsſtellen jederzeit lediglich auf Grund eines
gültigen deutſchen Reiſcpaſſes ohne jugoſlawiſchen Sichtvermerk betreten
und verlaſſen. Für Kinder unter 15 Jahren genügt an Stelle eines
Peſſes ein amtlicher Ausweis über Namen, Alter, Staatsangehörigkeit
und Wohnſitz oder dauernden Aufenthalt des Kindes. Der Ausweis
muß bei Kindern über 10 Jahre mit einem von der ausſtöllenden Be=
hörde
abgeſtempelten Lichtbild verſehen ſein. Die fremdenpolizeilichen
Beſtimmungen (Aufenthaltsgeheymigungen uſw.) bleiben wie ſeither
beſtehen,

[ ][  ][ ]

Seite 8

Eamstag den 3 Dezember 1927

Starkenburg.
An, Arbeilgen, 1. Dez. Kreiste
ſtorbenen Apptgefer Sturm tritt Ser
ſekretär i. N., von hier, in den Kreistag als Mitglicd ein. D.
ſige Kraftſportklub ringt nächſten Sonntag, nacmittags 3 U r,
in der hieſigen Turnhalle gegen Kraftiportverein 1900 Darmſtadt. Mit
dieſem Treffen beginnen die Meiſterſchaftskämpſe im Mannſchaftsriugen
und werden Vor= und Rückkampf zugleich ausgetragen. Es werden ſo=
mit
14 Gänge zum Austrage kommen. Wie ſchon mitgeteilt, wurde
die Gemeinde=Hundeſteuer, für das Jahr 1928 auf 6 Mark
feſtgeſetzt. Falls jedoch der Hundebeſitz erſt nach dem 1. Juli beginnt,
ſo beträgt die Steuer nur 3 Mark. Dieſen Samstag, adends 8 Uhr,
raulaßt vom Einheitsver=
findet
im Gaſthauſe Zum Löwen,
band der Eiſeubahner Deutſchlands, ein öffentlicher Vor=
trag
über Soziale Geſetzgebung ſtatt. Referent iſt. Herr Fritz Schmitt=
Neinheim. Da gerade im Verſicherungeweſen, noch große Unkenntnis
herrſcht, iſt der Beſuch dieſer Verſammlung beſonders allen Kranken=,
Indaliden=, Angeſtellten= und Unfallverſicherten angelegentlichſt zu emp=
fehlen
. In den letzten Wochen wurden die Fußſteige der hieſigen
Ortsſtraßen mit einer neuen Kiesdecke verſehen, doch wurden dabei
einige Straßen, die dieſe Ucberkieſung gleichfalls ſehr benötigten, ſchein=
bar
vergeſſen
J. Wolfskehlen, 2. Dez. Den Turnverein beſchloß in ſeiner Monats=
verſammlung
, die unter Leitung des Vorſitzenden Fuchs im Darm=
ſtädter
Hof ſtatrfand, Ende Januar einen Theaterabend abzuhalten.
Die Rollen für das gewählte Stück Meine Frau, Deime Frau, konnten
bereits verteilt werden. Außerdem werden turneriſche Vorführungen das
Progpamm des Abends ergänzen. Das Bjährige Beſtehen des Vereins
ſoll im Auguſt feſtlich begangeu werden. Mit Rückſicht auf das große
Feſt des Geſangvereins Germania wurde beſchloſſen, das Feſt in nicht
allzu weitem Rahmen zu begehen. Nach Fertigſtellung des Saales des
Vereinslokals ſollen wieder regelmäßige Turnabende ſtattfinden.
J. Griesheim, 2. Dez. Am Samstag, den 3. Dezember, veranſtalten
die Turngemeinde und Turngeſellſchaft gemeinſam im Kaiſerſaal
ein Bühnenturen. Die letzte Veranſtaltung, die dem Frauenturnen ge=
widmet
war, iſt noch in beſter Erinnerung. Diesmal werden alle Ab=
teilungen
mit Darbietungen vertreten ſein, von dem Bedanken aus=
gehend
, den Zuſchauern einen Einblick zu vermitteln in die verſchieden=
artigen
neuzeitlichen Formen der turueriſchen Betätigung, vom füngſten
Nachwuchs bis hinauf zu den Aelteren. Ein reichhaltiges Programm
ſt ſo zuſamwengsſtellt; einzelnes hewvorzuheben hieße den anderen Un=
recht
tun, denn alle wetteiſern, auf ihrem Teilgebiet nur das Beſte zu
zeigen. So ſoll der Abend zugleich einen Prüfſtein bilden für den Stand
unſerer turneriſchen Arbeit. Von den rund 600 Beſuchern des Volks=
liederkonzerts
des Geſangvereins Sängerbund im Kaiſerſaal haben
nur 346 ihr Urteil über die zum Vortrag gebrachten Männerchöre ab=
gegeben
. Am beſten gefallen hat demuach der Chor Honch, was kommt
von draußen rein, der 68 Stimmen auf ſich vereinigte, ihm folgten
Schwäbiſches Tmzlied mit 53, Waldandacht mit 47. Zieh’ hinaus
mit 45. Das Grafenkind mit 42 Der Schwveinauer Tanz mit 30,
Mit dem Pfeil und Bogen mit B und Am deutſchen Rhein mit 21
Stimmen. 17 Beſuchern haben die vorgetragenen Chöre ſamt und ſon=
ders
gefallen, und zu dieſen geſellen ſich ganz gewiß auch alle diejenigen
Beſucher, die ein Urteil nicht abgegeben haben. Ein Ereignis für
Griesheim bildet das Gaſtſpiel des weltberühmten Zauberkönigs Grogſſer=
Bellachivi mit ſeiner großen Zaubenſchau am kommenden Samstag und
Sonntag im Feſtſaale. Zum grünen Laub.
F. Eberſtadt, 2. Dez. Wanderungen. Die am nächſton
Sonntag (4. Dezember) in Ausſicht genommene 12. Wandermg des
Odenwaldklubs führt über die Wilbrandshöhe-Ludwigshöhe Völlen=
falltor
-Darmſtadt. Abmarſch 14 Uhr vom Ortsausgang am alten
Weg. Am gleichen Tagg unternimmt der Turnverein 1876 (e. V.)
ebenfalls ſeine 12. Wanderung. Vom Friedhof aus, wo ſich die Teil=
rahmer
um 13.30 Uhr treffen, geht es über den Frankenſtein und über
Secheim nach Malchen. Beſichtigung der Feuerſtätteu.
Im Laufe des Monats Dezember findet in der Gemeinde die Reviſion
der Feuerſtätten ſtatt. Die Heuseigentümer ſind öffentlich aufgefondert
worden, ihre Feuerſtätten auf etwaige Schäden zu prüfen und notwen=
bige
Juſtandſetzungen unverzüglich vornehmen zu laſſen. Auf Grund
der Beſtimmumgen der Wieſenpolizeiverordwung für den Kreis Darm=
ſtadt
haben alle Wieſenbeſitzer und enächter das Ausheben und
Aafräumen, der Be= und Entwäfſerungsanlagen
fowie der Grenzgräben ihrer Wieſengrundſtüicke bis ſpäteſtens
20. Dezemher durchzuführen. Nach dieſem Termin werden die genann=
ten
Arbeiten, ſoweit ſie nicht erfolgt ſind, nach Maßgabe des 8 10 der
Wieſenpolizeiperordnung auf Koſten der Säumigen ausgeführt werden
Aa. Eberſtadt, 2. Dez. Straßenbahnwerkſtätte. Die
Heag läßt gegenwärtig auf ihrem Bahnhofsgelände an der Neuen
Darmſtädter Straße eine Werkſtätte errichten. Der Werkſtätte wird ein
Waſchraum angeſchloſſen. Todesfall. Eine der älteſten Ein=
wohnerinnen
Eberſtadts Witwe Georg Weitzel I., geborene Fiſcher, kürzlich an dieſer Stelle über die in Lohr erfolgte Verhaftung des Max
iſt im Alter von 83 Jahren geſtorben.
Jahren ſtarb an den Folgen eines Herzſchlages der Kaſſier Peter dieſes Hockſtaplers gab die am hieſigen Amtsgericht ſtattgefundene Ver=
Hofmann III. Hofmann ſank in den Morgenſtunden, vom Herz=
ſchlag
getroffen, am Waſchtiſch zuſammen. Gr gehörte der Brauerei handlung. Es hamndelt ſich um einen aus Weißenburg gebürtigen Mas
Hldebrand nahezu 26 Jahre als Kaſſier an. Eine ganze Reihe von Schmiedel, der bereits wiederholt vorbeſtraft iſt. In früheren Jahren
Ehrenämtern betleidete er. Unter anderem wau er auch früher Lehrer, ſchon trieb er ſein Unweſen uter dem Namen eines Max Ritter von
an der Handwerker=Fortbildungsſchule, wvo er Buchhaltungsſtunden ab= Schmiedel, dann legte er ſich den Litel eines Freiherrn zu, ſo überall
hielt. Peter Hofmann gehörte über 40 Jahre dem Männerquartett ſeinen Schwindel erfolgreich fortſetzend, unterſtützt durch ſein ziemlich
Militäuverein an.
der auch die Eltern der Kinder herzlichſt eingeladen ſind!
fah Herrn Hofferberth nebſt Familie von hier ugern ſcheiden.
notwendig geworden. Der Gemeinderat genehmiot dieſe und ermächrigt Klagen zur Folge hatten, dem Treiben ein Ende zu machen, indem man
die Verwaltung, Angebote einzuziehen und der wenigſifordernden in Lohr zur Verhaftung ſchritt und ihn in das dortige Gefängnis ein=
Firma die Lieferig zu übertragen. Der Zuſchlag der Gemeinde
zur Hundeſteuer betrug für 1927 6 Mk. pro Jahr. Fiel der Hundebeſitz
in die Zeit nach dem 1. Juli, ſo wurden nur die halben Sätze berech=
net
. Mehrfacher Hundebeſitz wurde nicht erhöht zur Gemeindeabgabe ſüchungshaft. Theater. Durch Mitglieder des Geſang=
herangezogen
. Die gleiche Regelung wird auch für das Jahr 1928 he= vereins Liederkranz erfolgt am Samstag, den 3. Dezember, die Wie=
ſchloſſen
. Die Bezirksſparkaſſe Neinheim beantragt, die Gemeinde dergabe der bekannten Oder

erfi der ei Frenſtenen Getaſe etet de Sarlaunge. i.
Verwaltzung beauſtragt, zunächſt nochmols in Verhandlungen mit dem

Gebäudeeigentümer bzw. deſſen Vertreter einzutreten. Am Schachen=
mühlenweg
ſoll ein neues Bauqua tier eröffnet werden. Im Prinzip
erklärt ſich der Gemeindergt damit einverſtonden. Die Wohnungs=
fürſorgegeſellſchaft

deſſen in Darmſtadt ſtellt an die Gemeinde das
Anſinnen, der Geſellſchaft als Mitglied beizutreten. Der Antrag wird
abgelehnt. Georg Würtenberger 2. bittet um Ernäßigung des
Pachtgeldes für eine von der Geweinde gepachtste Wieſe. Das Geſuch
wird der Konſequenz halber abgelehnt. Mit der Abgabe von meh=
veren
Hundert Chriſthäumen aus Forſtort Strieht 26 erklärt ſich der
Gemeinderat einverſtanden. Die von den Uebernehmern zu zsllenden
Preife werden feſtgeſetzt auf 0,50 Mk. für Bäume bis Meter Höhe,
080 Mk. für Bäume von 1 bis 2 Mcter Höhe, 2,00 Mk. für Väume
von 2 bis 3 Meter Höhe und 3,00 Mk. für Bäume über 3 Meter.
Die Bium= ſollen von der Gemeinde für eimen Mehrpreis von 6 Pfg.
dro S=ück geſchlagen werden und ſind von den Uebernehmern bis zurr
1 Jannar 1928 an die Gemeindekaſſe, zu bezahlen. Bis dahin iſt
ſichere Bürgſchaſt zu ſt=llen. Eie Stundung des Uebernahmepreiſes
wird im Voraus unbedingt abgelehnt. Für die Verlegung der Bau=
flultlinien
in der Bahrhofſtraße macht das Hochſbauamt Darmſtadt
ein u neuen Vorſchlag, der die Zuſtimmung de8 Gemeinderats findet.
Im weiteren Verlauf der Sitzung werden Wohlfahrtsſachen beruten
k. Roßdorf 2. Dez. Wandergewerbeſcheine ud Legi=
imationskarten
. In einer ortsüblichen Bckanmtmachug wurden
diejenigen Perſonen, die den Gewerbebetrieb im Umherziehen im Jahre
1228 fortſetzen oder zu beginnen beabſichtigen, aufgefordert, alsbald ihre
Anträge bei der Bürgermeiſterei zu ſtellen, damit ſie zu Anf=
näckſten
Jahres im Beſitze der erforderlichen Legitimationst
können.
W. Klein=Umſtadt, 2. Dez. Geflügelzucht. Bei der Ge=
flügelausſtellung
in Höchſt i. Odw. konnte der Lehrer Pabſt von hier
mic ſeinen rebh. Italienern m den Klaſſen= Zuchsſtämme, alt= uid

je einen Ghrinpreis erringen. Daß ſeine Zucht hoch=
belseiſt
die Tatſache, daß die Eltern der genannten Tiere
wertig
jährigen großen Geflügelausſtellung in Frankfurt a M.
bei
einem Ehrenpreis bewertet wurden. Am kommenden Sonn=
auch

ſtaltet der hieſige Turnverein ſeinen erſten diesjährigen
Familienabend.
r. Babenhauſen, 2. Dez. Mit Spannung ſieht das muſikliebende
Publikum dem am Samstag abend im Gaſthauſe Deutſchher Hof ſtatt=
findenden
1. Volksbildungs=Konzert entgegen. Ausgeführt
wird es von dem Städtiſthen Orcheſter Darmſtadt unter perſönlicher
Leitung des Herrn Muſikdircktors W. Schmitt. Als Soliiſt wirkt
Herr O. Krebs=Darmſtadt (Violine) mit, der das Violinkonzert in
4=Dur von Mozart, die Introduktion und Tarantelle, außerdem Zigeu=
nerweifen
von Saraſate ſpielen wird. Das Orch=ſter bringt unter der
kundigen Stabführung des Herrn Direktors Schmitt nur Werke von
Mendelsſohn zu Gehör. In Anbetracht der hier anerkannten vorzüg=
lichen
Leiſtungen des Darmſtädter Orckeſters, das ſchon einige Male
mit Erfolg hier gaſtiert hat, iſt mit einem regen Beſuch zu rechnen.
r. Babenhauſen, 2. Dez. Aus dem Gemeinderat. In der
öffentlichen Gemeinderatsſitzung am Donnerstag waren anweſend die
Herven Regierungsbaumeiſter Günther und Krauß vom Heſſ. Kul=
turbauamt
Darmſtadt. Den Vorſitz in der Sitzung führte Herr Bürger=
meiſter
Rühl. In einem ausführlichen Vortrage beſprachen die Herren
Vertreter des Kulturbauamtes den von ihnen vorgeſehenen Entwurf
des Waſſerturms, der jetzt beſtimmt in der Harveshäuſer Allee aufge=
ſtellt
werden ſoll. Herr Reg.=Baumeiſter Günther betonte, daß alle zu=
ſtändigen
Stellen mit der Lage des Standortes ſich einverſtanden erklärk
hätten. Die Lage in der Allee ſei geradezu als ideal zu bezeichnen und
verlange eine künſtleriſche Ausgeſtaltung um auch für die Nachwelt ein
bleibendes Denkmal zu ſchaffen. Der Turm wirke einfach, und ſein
künſtleriſches Gewand ſei dem Charakter des Städtchens mit ſeinen vor=
handenen
alten Türmen angepaßt. Es ſei beabſichtigt, den Turm als
Ausſichtsturm auszubilden, von deſſen oberer Plattform man einen ſchö=
nen
Rundblick uach dem nahen Speſſart, den Odenwaldhöhen und der
weiten Gbene genieße. Das aufgehängte Bild des projektierten Waſſer=
turms
fand allgemein die Zuſtimmng des Gemeinderats. Auf vier
Pfeilern ruht der etwa 31 Meter hohe und 10 Meter breite Turm, der
unten mit heſſiſchem Baſaltſtein hergeſtellt wird, Eiſenbeton und Füll=
mawerwerk
ſind nach der Höhe zu vorgeſehen, das Dach ſoll durch Kupfer
abgedeckt werden. Die Dunhfahrt wird 6 Meter breit und 5 Meter hoch.
Die Treppenanlage führt ſeitwärts als Wendeltreppe hoch. Der Ge=
meinderat
ſpricht ſich einmütig für die Ausführung dieſes Projektes aus.
Alsbald ſoll an die Ausſchreibung herangegangen werden. Es iſt nur
ein Wetlbeiverb unter Spezialfirmen vorgeſehen. Der von der Provin=
zialdirektion
vorgelegte und von Herrn Bürgermeiſter Rühl vorgetragene
Vertragsentwurf, betr. Bauplatzabaobe in der Alee, wird ebenfalls ohne
weitere Debatte genehmigt. Im Anſchluß daran fand mit den Herren
Vertretern des Kulturbauamts eine Ausſprache über zeitgemäße Waſſer=
leitungsfragen
, wie Waſſermeſſer ober keine, Pouſchalzahlung um. ſtatt.
Ein beſtimmter Beſchluß wurde nicht gefaßt. Eine Beuatung über den
Holzverkauf reihte ſich an. Anweſend ſind zwei Vertreter der Holzfirma
Himmelsbach, Bingen=Gaulsheim. Herr Direktor Holtermann
ſpricht ſich in längeren Ausführungen über die Holzpreisfnage aus. Der
Gemeinderat vertagt die Entſcheidung üßer den definitiven Holzverkauf.
Der Vorſitzende teiſt ſodann mit, daß der Gemeinderat Fr. Mohr 1.,
Spenglermeiſter, ſei Amt als Gemeindevertreter niedergelegt hat aus mit Bravour und doch mit inniger Hingabe und Beſeelurn
Arbeitsüberlaſtung. Der Gemeinderat iſt mit der Amtsniederlegung Orcheſters. Mit dem Konzert C=Moll für zwei Violinen
nach Anerkennung des Grundes einverſtanden. Die Münchener von Bach boten die Ausfuhrenden, Frl. Kredel (Klavier) um
Volksbühne bittet für ihre Sonntagsvorſtellung um Erlaß der Greilich und Lierſch (Violine) künſtleriſche Leiſtungen edArf
Vergnügungsſteuer. Das Geſuch wird abgelehnt und beſchloſſen, die muſik und fanden den ungeteilten Beifall des endäichti
Steuer auf 10 Prozent zu ermäßigen. In der Ausſprache wird von Publikums. Als Soliſt des Abends zeigte ſich Herr KrMK, mem
mehreren Seiten hervorgehoben, daß die von der Leitung der Bihne ge= Lierſch=Darmſtadt, wie ſchon ſo oft, als Meiſter auf der 2ü
forderten Preiſe viel zu hoch ſeien und mit dem Charakter einer Volks= ſpielte i tiefgrundiger Auffaſſung und beſeelend, das Andeu
bühne, die Volksbildumg bringen wolle, nicht im Einklang ſründen.

Nummer
Zweck und Bedeutung der Viehzäß
am 1. Dezember.
7. Ueber den Zweck der für den 1. Dezember jeden
Reichke augsordneten Viehzählung herrſchen dielfach in landwr.
Kreiſen ürige Anſichten. Oft glauben die Landwirte, di. ſo
hätten den Zweck, zur genaueren Feſtſtellung der Vermägeri=
Der Landwitſchaft treibenden Bevölkerung uit beizutragen:
deten ſomit die Grundlage für den Steuerausſchlag.
ſpondenz, das Organ der Vreinicnug der deutſchen Bauerr,
hebt anläßlich der diesjährigen Viehzählung die Bedeutum
wirtſchaf sſtaätiſtik hervor, indem ſie beſonders darauf hinm
Ergebnis der dor Jahrcsfriſt erfolgten Schyveinezählung
Bild von dem Veſtand dieſer wichtigen Tiergattung
Reiche ergeben habe. Denn die letztjährige Statiſtik wvie
80 Prozent der Zahl der Schweine der Vorkriegszeit ue
weite Kreiſe der landwirtſchaftlichen Praxis der Anſicht
Vorkriegsſtand der Schweſezucht nicht nur erreicht, ſonderr,
ſchritten ſei. Beſagtes Fachblatt betont ausdrücklich die Wichs,
Viehzählungen damit, daß ſie als das unentbehrlichſte Rüſtz
Wirtſchafts= und Handelspolitik angeſehen werden müſſem
darum vor falſchen Angaben. Es fordert darum, außer 15.
am 1. Dezember vorzunehmenden Viehzählung noch eine
und Länder anzuordnende Ziriſchenzählung der Schweine
jeden Jahres, weil die einmalige Zählung kein richtiges Q.
Entwicklung der deutſchen Schwveinezucht gebe. Auch die
organe warnen eindringlich die Landwirte und Viehbeſi=
richtigen
Angaben, und drohen mit Strafen, wenn nachwe=
gegebene
Zahl nicht den Tatſachen entſpricht.
* Michelſtadt, 1. Dez. Zur Feier des Bjährigen Si
hatte der Liederkranz Michelſtadt ſeine Mütglieder undo

den Stäidliſihen Scalbau eingeladen, der bis auf den letzten:!
war. Unter gütiger Mitwirkung von Frl. Kredel=Michelſtau

Herrn Konzertmeiſter Lierſch=Darmſtadt (Violine) und einu=
des
Beamtenvereins ehemaliger Militärmuſiker, Ortsoruppo
hatte der bei Sänger= und Bürgerſchaft belichte Dirgent
und muſikaliſche Leiter des Abends, Herr Georg Greilich=Do
kunſtſinniges, geſchmackvolles Programm zuſammengsſtellt.
ſchnodigen Eröffnungsmarſch brauſte in mächtigen Ark)
Deutſche Lied von Kalliwoda durch den Saal, das ſo recht
und wuchtige Stimmenmaterial des Liederkranzes zur
brachte. Herr Schmidt, der Vorſitzende des Vereins, begräf
in herzlichen Worten die erſchienenen Bäſte, insbeſondere dur
ſitzenden, Herrn Werner aus Worms, ſowie die Abordmurm
freundeten Nachbar= und Brudervereine, darunter auch den 9
Frankfurt a. M. Er warf emen turzen Rückbliick auf da
Jahr, das in joder Beziehung als ein ſangesfrohes, arbeitss
reihes angeſprochen werden müſſe. In der anſchließende ſ
folge zeigten ſich Chor und Orcheſter unter der bewährtem
Leitung von Herrn Greilich auf gewohnter Höhe und vos
Seite ihres hervorragenden Könnens. Die Quvertüre A
aus der Fremde ven Mendelsſohn=Vartholoy und die herr:1

aus Caballeria ruſticana von Mascagni waren Glanzles)

MUNDWASSER-KUGELM
verbinden mit gröster Wirksamkeif völlige Unschäd-
jichkeit
und sind für die Kinder-Zahn- und Mund-
pfteße
schr zu empfehlen. Eine Mundspülung mit
Ortizon wirkt köstlich
erfrischend.
Orisinal-Packung Laua m laafen)
allen einschlägigen Ceschäften C8
erhältlich.

aus dem Violinkonzert k=Moll von Mendelsſohn= Bartholr=
ſich
zu einer Zugabe verſtehen mußte Frl. Kredel=Miche
ſich hierbei als feinfühlende Begleiterin auf dem Klavier urd
ſich ihrer nicht leimten Aufgabe in hervorragend anerk=
Weiſe. Bewies ſchon der Eingangschor, die hohe GeſanerkHA dr ſomſt iſt es et
Liederkranzes, ſe zeigten auch die folgenden Darbietungen

L. Michelſtadt, 2. Dez. Beſtrafte Hochſtapelei. Wir hacben
42. Pfungſtadt, 3. Dez. Todesfall. Im Alter von nahezu 71 Fabrtz berichtet, der ſich längen Zeit, in dem benachbarten Steinbuch
aufgehalten hat. Ein intereſſantes Bild über das Leben und Treiben
Pfunzſtadt als aktiver Sänger an und war auch langjähriges Mitglied beſtimmtes Auftreten. Sein hieſiger Aufenthalt ſollte angeblich der Er=
des
Turndereins Pfungſtadt. Nicht zuletzt gehörte er dem Krieger= und holung dienen, die er als Verwalter des Geſtüts Weil bei Stuttgart
dringend nötig habe, außerdem gab er ſich noch als Oberleunant a. D.
Traifa, 2. Dez. Am Sonntag nachmittag um 6 Uhr findet die aus. Am 11. Oktober verließ er Steinbuch unter dem Vorwand, in
diesjährige Adventsandacht des Kindergottesdienſtes ſtatt, zu Heilbronn ſeine Schwiegermutter zu treffen, von der er ein größeres
Darlehen erwarte. Von dieſer Reiſe kehrte er nicht mehr zurück und
* Ober=Ramſtadt, 2. Dez. Der nahezu 19 Jahre hier tätig geweſene alle Nachforſchungen blieben erfolglos. Die hinterlaſſenen Schulden be=
Eiſenbahnaſſiſtent Heinrich Hofferberth wurde nach Wachenheim (Kreis lieſen ſich auf über 300 Mark. Seine aus Stmtgart kommende Braut
Worms) verſetzt und iſt auch bereits übergeſiedelt. Herr Hofferherth zahlte 80 Mark und erklärte ſich bereit, den Reſt in Raten zu tilgen,
hat ſich während ſeines Hierſeins durch ſeine gewiſſenhafte Pflicht= war ſie doch immer noch der Anſicht, daß ihr Bräutigam ein ehrlicher
erfüllung und ſeine guten Charaktereigenſchaften nicht nur Achtung und Menſch ſei. Sie hatte ihm nach Steinbuch nach und nach 550 Mark ge=
Vertrauen bei Vorgeſetzten, ſondern auch beim Publikum erworben. Man ſchickt, die er mit fremden Damen verlebte, denn für dieſe Zwecke hatte
er größere Summen nötig. Am 14. Oktober logierte er ſich unter dem
C. Ober=Namſtadt, 2. Dez. Gemeinderatsbericht. Aus. Namen Max Sichard in Lichtenau im Speſſart ein und prellte auch hier
den Beſchlüſſen der vorgeſtrigen Gemeinderatsſitzung iſt zu erwähnen: ſeine Zeche mit 150 Mark. Endlich, am 11. November, gelang es auf
Für die hieſige Schule iſt die Anſchaffung von 9 Bänfen mit je 4 Sitzen Grund des ergangenen Haftbefehls, den die inzwiſchen eingelaufenen
lieferte. Das Gericht ſchloß ſich in der Hauptverhandlung dem Antrage
er Staatsanwaltſchaft an und erkannte auf eine Strafe von 4 Monaten
Gefängnis unter Anrechuung der ab 11. November laufenden Unter=
recio

einem Vorſpiel und drei Auf=
zügen
, Muſik von Carl Maria von Weber. Die Aufführung erfolgt im
Saale des Städt. Saalbaus, un
es Orckeſters, das
zuir
aus Mitgliedern des Bundes ehemaliger Militärmuſiker Darmſtadt zu=
ſammengeſrellt
iſt, und deſſen Leitung in den Händen des Herrn Georg
Greilich Darmſtadt, des Dirigenten des Geſangvereins Liederkranz,
liegt. Am Klavier werden wir unſere bekannte einheimiſche Künſtlerin
Fräulein Kredel finden. Kriegerverein. Die durch Mitglieder
des Kriegervereius unternommene Saummlung von Beiträgen zur Errich=
tung
eines Ehrenmals, für die im Weltkrieg gefallenen Michelſtädter
Bürger kann bis jetzt als befriedigend bezeichnet werden, zumal noch er=
hebliche
Beiträge durch Veranſtaltungen von Vereinen, zugunſten des
Ehrenmals zu erwarten ſind. Das Intereſſe, welches dieſer idealen
Sache entgegengebracht wird, iſt groß und nur Wenige haben ſich von
der Unterſtützung des Gedankens ausgeſchloſſen. Es iſt die Möglichkeit
nunmehr geſchaffen, daß auch Michelſtadt in abſehbarer Zeit an die Er=
richtung
eines Ehrenmals herantreten kam, das ein würdiges Wahr=
zeichen
für die Taten der auf dem Felde der Ehre Entſchlaſenen wer=
den
ſoll.

geöffnet
Müu 6 Uhr

2

Kifc.
n berm L.
1un
ſine To
iten ſein!
Schulung und Führung ſowie das große Können des Vers
weihevolle und packende Interpretation erfuhr die herrliche 171.Arz. Am kom
von Jof. Werth, die unter den Chören des Abends um ) M berſteigert
Glanznummer bezeichmet werden muß und mit dem Sänga
geut brauſenden Beifall der ſichtlich ergriffenen Menge em!
Mittelpunkt des Abends ſtand die Mitgliedevehrung. In 7u
ihrer großen Verdienſte um den deutſchen Männergefang
Verein das paſſive Mitglicd Herrn Theodor Strauß us
Sänger Rudolf Burger und Johann Schwöbel zu Ehrerl
unter Verleihung einer hübſchen Ehrenurhmde. Auch
meiſter gegenüber zeigte ſich die Sängerſchar dankbar, md
felben für ſein großes, uneigennütziges Wirken einen künf
beiteten goldenen Sängerring zum Geſchenk machte. Frl. 8
ſtadt, die ſich ſeit Jahren in der liebenswürdigſten Weiſe i
des Liederkranzes ſtellt und hier ein Glied in der großen S
geworden iſt, wurde die Vereinsnadel verliehen. Der 03
Sängerkrans Frankfut a. M., ſchon ſeit Jahrzehnten mit
kranz Michelſtadt durch engſte Sängerfreundſchaft verbunden
ſeinen Ehrenvorſitzenden, Herrn Fornoff, die herzlichſten
zum 83jährigen Jubiläum überbringen und überreichte e-
Ehrenurkunde dem 1. Vorſitzenden Schmidt, der anläßlich es-
beſuchs
vom Liederkranz Michelſtadt in Frankfurt zum E3
des Singerkranz Frankfurt ernannt wurde. Nicht unerwäki!
dieſer Stelle die beiden Einlagen, von Herrn Amann
Frankfurt) bleiben, der ſich mit ſeiner ſympathiſchen, herrb=
ſtimme
ſo recht die Herzen aller erobert hatte. Ein gemütlinie
frohen, ſtimmungsvollen Weiſen eines glänzenden Tanzor=
alt
und jung noch bis zum fruhen Mergen zuſammen.
b. Erbach i. Odenw., 1. Dez. Obſtverwertungsge
ſchaft. Die Obſtverwertungsgenoſſenſchaft e. G. u. b. H.
ſich ſeinerzeit die Aufgabe geſtellt, durch Veredlung des Obf7s
Ernte in Form von guter Sortierung, guter Verpackung 114
Abſatz an die Konſumenten erzieheriſch auf den Obſterzeuge=
Zur Betätigung auf dieſem Gebiet bot die gute Mittelerr
floſſenen Erntejahres reichliche Gelegenheit. An Kurſen der
ſchaftskammer für Heſſen, in denen zweckmäßiges Verpack.
lehrt wurde, nahmen einige Veauftragte der Genoſſenſchaff
einigen Packolonnen wurden in der Erntezeit Hunderte
ſorgfältig ſortierten Obſtes, in Seidenxapier eingewickelt mn
verpackt imn alle Gegenden unſeres Vaterlandes zum Verſawl
Leider wurden in vielen Fällen, die B.ſtrebungen der Geuß
durch das Unverſtändnis der Obſterzeuger, die unverſtäm
nicht zu einer ſorgfältigen Sortierung ihrer Ware zu bewet
vielmehr alles als erſtklaſſige Ware abſetzen wollten, durchkrnt
reiche Dankſchreiben von ſeiten der belieferten Privatkundſchan
daß die Genoſſenſchaft auf dem richtigen Weg iſt. Das dies i!
geſchäft iſt nun faſt zum Abſchluß gekommen. Mögen die 01
desſelben zum weiteren Ausbau der Genoſſeuſchaft und zum 14
Erzeuger und Verbraucherſchaft verwertet werden. Am M0
5. Dezemiber d8. Js., nackm. 2 Uhr, findet eine gemeinſchaftl.
des Vorſtandes und Aufſichtsrates der vorgenannten Gen 10
in deren Geſchäftsräumen, (r. Gräfl. Keramiſche Werkſtätteri
Der Odenwaldklub, Ortsgruppe Erbach, triifft ſich am kommes
tag, den 4. Dezember ds. Js. zu ſeiner diesjährigen letzten
uachmittags 1 Uhr am Viadukt (Sophienſtraße). Die Tour
die Sophienhöhe nach Roßbach, Elsbach, Laueubach nach Ert
Führer die Herren Pfeiffer und Mat. Volk.
b. Erbach t. Odwv., 2. Dez. Fußballſpiel. Die 1
des V. f. R. Erbach tritt am kommenden Sonntag in Höch
dortige 1. Wannſchaft zu einem Verbandsſpiel a. Dieſes
zweimal, und zwar ſowohl in Höchſt als auch in Erbach, angeß.
male mußte das Spiel abgebrochen werden, da dasſelbe in
ausartete, an denen ſich ſogar das Publikum beteiligte. A-
wird
ein vom Fußballverband beſtimmter Schiedsrichter
übernehmen. Außerdem wird ein oſſizieller Vertreter des
bandes anweſend ſein. Ueßer den Verlauf und das Reſulte,
fens darf man geſpannt ſein. Die Odenwaldkraf
Verkehrs=A.=G. (Okva) ſieht ſich veranlaßt, ihven Verkeh!
Wiehelsbach und zurück bis auf die SonntagsMittag= und
einzuſchränken. Ein Kuban Koſakenchor, der ſich
ſtark, auf einer Vortragsreiſe durch Deutſchland befindet, gic
menden Dienstag, den 6. Dezember d. J. abends 8 Uhr, ih. 1
Schützenhof ein Konzert. Der Chor wird geiſtliche Lieher=
und Tanzweiſen, ſowie ruſche Vollslieder ſingen. Die 44
der Chor aus frühenen Veranſtaltungen aufzuweiſen hat=
Lobes voll, und darf hiernach auf einen genußreichen Abent=
werden
. In Gberbach a. N. fand in den letzten Lagen ein Kir
des genannten Chors ſtatt, das vorzüglich gelungen ſein ſot
iſt aus den Plakaten erſichtlich. Der Voranſchlag de.*
Stadt Erbach für das Rechnungsjahr 1 Apil 197,98 lieght *
7. Dezember d2. Js, beide Tage einſchließlich, af hieſge*
meſſterei offen.
4. Schlierbach. 2 Dez. Feldgeſchworene"
meiſter Appel, Schlierbach, wurde zum Felggeſchworenen.
Schlierhach ernannt und verdflichtst.

[ ][  ][ ]

335

Samstag, den 3. Dezember 1927

Seite 9

Kth i. Ddm, 2. Dz. Tonzert der Madrigalber=
hra
Darmſtadt. Kommenden Sonntag, den 4. Dezember,
veranſtaltet die Madrigalvereinigung Darmſtadt auf Ver=
er
beiden hieſigen Geſangvereine, des Turnvereins und der
imſchaft in der hieſigen Turnhalle ein großes, öffentliches
urer Leitung ſeines bewährten Dirigenten, des Herrn Prof.
ftadt. Es dürfte hier, ſowie in der Umgebung, großen An=
. und einen ſeltenen Kunſtgenuß bedeuten.
der Bergſtraße, 2. Dez. Zwei alte Frauen. Die
Frauen Ladenburgs konnten innerhalb einer Woche ihren
Eezag feiern. Die beiden noch verhältnismäßin rüſtigen und
higen Greiſinnen ſind Appolonia Trill geb. Neffert und
ſardſcherer geb. Neubrecht. Beide Frauen ſind vor vielen
m. miteinander in die Schule gegangen und können ſich nun
wzählen von der guten alten Zeit, ſo daß Manches davon
ume junge Generation anheimelt wie ein Märchen aus
Gamigener Zeit. Ueberfallen. Als der Obſthändler
ierger von Weinheim vom Mannheimer Markt nach Hauſe
e er von einem anderen Weinheimer Obſthändler überfallen
mißhandelt, daß er bewußtlos zuſammenbrach. Glücklicher=
. der Ueberfallene vom Verbluten gerettet werden. Die
a=ſchaft wird das Weitere beſorgen.
Ln ach a. d. B., 2. Dez. Die Jugendherberge im
Firger wird nun eingerichtet. Die Oberförſterei Bensheim
r. in anerkennenswerter Weiſe das idylliſche Häuschen unter=
Seewirtſchaft Seibert, vor dem ſeit Jahr und Tag ein klares
nermüdlich plätſchert, zur Verfügung geſtellt. Unzählige
g oße Wandersleute mußten in den letzten Jahren enttäuſcht
zr. weil unſer Hexehaische noch anderweitig belegt war.
rsen Scharen von Jugendwanderern (Einzelwanderer und
ie die Schönheit unſerer Bergſtraße und beſonders der weit=
umgebung
von Auerbach genießen wollten, nicht obdachlos
ſeug rden ſie in der Turnhalle notdürftig untergebracht. Nun
ſſ.y ſem Winter endlich der Ausbau unſeres ſchönen Herbergs=
acker
Leitung des Hochbauamtes Bensheim. So iſt beſtimmt
ſtaus wir im nächſten Früihjahr der auus allen deutſchen Gauen
ſtaandernden Jugend das ſo notwendige Heim bieten können,
ioumg vom anſtrengenden Tagesmarſch und Kräftigung für
in Fahrten findet.
4. 1. Dez. Der evang. Kirchengeſangverein dahier hatte ſich
geſtellt, in einer Beethoven=Gedächtnisfeier die zahlreichen
Eit rallerlei ſchönen Darbietungen aus dem reichen Werkſchatze
AZeiſters bekannt zu machen. Stimmungsvoll wurde der
wpen immer ſchönen Chor Die Himmel rühmen eingeleitet.
mncheſter arbeiteten prächtig zuſammen und zeigten, daß ſie
ſpin. Sodann zeichnete Herr Lehrer Beltz=Seeheim ein kurzes
os Meiſters und gab einige Hinweiſe auf die Art ſeines
fai Mit Kennerblick hat er dem plaſtiſchen Bild die ſtarken
nins Kraft aufgedeckt und dadurch den dankbaren Hörern den
Ge ſtändnis ſeiner Werke gebahnt. Nun wechſelten inſtrumen=
argliche
Darbietungen. Herr Prof. Mang=Weinheim ſpielte
i ener Freunden zwei Trios für zwei Oboen und engliſch
Lewenartige Klangfarbe der Inſtrumente ſprach gut an, und
el4 üihrung, namentlich der Mittelſätze des erſteren Werkes,
9Avagio und das leichtbeſchwingte Menucktto, fanden reichen
De, daß die Werke atwas lang waren. Auch die exakten
ttungen des Herrn Mang auf engl. Horn fanden dankbare
c Erotzdem müſſen wir geſtehen: ſind dieſe weihen Holz=
enohl
geeignet, von warmer, inniger Gemütstiefe zu zeugen,
ühren doch die große Beethoven’ſche Wucht, die ſelbſt eine ſo
eie in am Klavier, wie Frl. Sahm=Mannheim miht zu er=
ſeig
. Sie hat ſich dem Weſen des Inſtrumentes anzupaſſen,
) mit gutem Gelingen, ebenfalls, als ſie den Leiter des
jecete, Herrn Lehrer Seitz=Hähnlein, der mehrere Lieder
tiſchem Erfaſſen vortrug. Seine angebliche Erkiltung war
nſe nien, ſo rund und weich tönte ſein warmer Tenor. Daß
ſüire Kirchengeſangverein einen Sänger zum Leiter hat,
0Malerdings immer wieder mit Freude feſtſtellen. Vielleicht
tüeiw ichere Tongebung, wodurch auch mehr Innigkeit in des
maſln, aber ſonſt iſt es ein friſches, klangſchönes Singen! Der
Ia zufrieden ſein!
rtzorn, 2. Dez. Am kommenden Montag, 5. Dezember I. J8.,
9 Uhr, verſteigert die Gemeinde Rothenberg auf dem
hruſe ihr diesjähriges Ergebnis an Kiefern Daubholz
meiſtbietend zu den bei der Verſteigerung bekannt
Bedingungen. Das in der hinteren Gaſſe gelegene
ie Schiffers Franz Joſef Willwohl zu Hirſchhorn ging
ain den Schiffer Wieder daſelbſt über.

Heſſiſcher Straßenbericht
für die Woche vom 4. bis 10. Dezember 1927.
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club.)
Hauptdurchgangsſtraßen in Heſſen.
DarmſtadtDieburgBabenhauſenAſchaffenburg, bei Bahnhof
Babenhauſen bis auf weiteres geſperrt. Umleitung: Beſondere Um=
leitungsſtraße
, auf der Wagen bis 5,5 Tonnen 20 Km., Wagen über
5,5 Tonnen 12 Km. fahren dürfen.
Frankfurt am MainGießen iſt an den folgenden Stellen geſperrt:
OkarbenKloppenheim vom 24. 10. bis auf weiteres geſperrt. Um=
leitung
: Nieder=WöllſtadtIlbenſtadt-BunggräfenrodeGroß=Karben.
Vilbel-Kloppenheim vom 26. 9. bis auf weiteres geſperrt. Um
leitung über Ober= und Nieder=Erlenbach.
GießenReiskirchen bis zum Hochdruckbehälter bei Annerod iſt
teilweiſe mit Erdaushubmaſſen und Materialien belegt. Vorſicht!
BensheimWorms (zw. Bürſtadt und Worms, Km. 39,140,7) vom
21. 11. bis 15. 12. geſperrt. Umleitung: Hofheim.
MainzWorms wegen Gleisarbeiten bei der Kreuzung der Neben=
bahn
BodenheimAlzey zwiſchem Bodenheim und Nackenheim vom
7. 12., 21 Uhr, bis 9. 12., 18 Uhr, geſperrt. Umleitung: Gau=Biſchofs
heim-Lörzweiler.
Sonſtige Straßen in Heſſen.
LauterbachBlitzenrod vom 14. 9. bis auf weiteres geſperrt. Um=
leitung
: RudlosAngersbach oder Friſchborn.
Umleitung von Schotten nach Eichelſachſen über Rainrod, von Eichel=
ſachſen
nach Eſchenrod über Hof=Zwiefalten.
StaufenbergMainzlar vom 5. 11 bis auf weiteres geſperrt. Um=
leitung
: Daubringen.
ArheilgenSchloß Kranichſtein vom 4. 11. bis 17. 12 geſperrt. Um=
leitung
vom Südausgang Arheilgen üiber die alte Chauſſee bis Bahnhof
Kranichſtein und von hier in weſtlicher Nichtung über den Gemeinde=
weg
bei Stellwerk 1 in die Provinziaſſtraße.
Ortsdurchfahrt Grünberg (Londorferſtraße von der Gallusſtraße bis
zur Höfentränke) vom 21. 11. bis auf weiteres geſperrt. Umletung über
die Bahnhofſtraße und während der Arbeiten zwiſchen Kriegerdemkmal
und Höfentränke über die ſog. Heege und Schulſpraße.
Allendorf-Trafs a. d. Larmda Ontsdurchfahzst Mlendorß) wvom 1. 54
15. 12. gefperrt. Umleitung: Climbach-Bemern.

Bn. Hirſchhorn, 1. Dez. Vorgeſtern wurde hier auf Freſwvilligen
Antrag des Johann Adam Fink zu Hirſchhorn, deſſen in der Haupt=
ſtraße
, in der Nähe der katholiſchen Kirche gelegenes Wohnhaus zum
dritten Male öffentlich ausgeboten. Es erfolgte kein Gehot, ſodaß das
letzte Gebot der 2. Verſteigerung des Kirchendieners Knöll zu Hirſch=
horn
im Vetrage von 2110 RM. Höckſtgebot blieb. Mit Rückſicht auf
das geringe Gebot, das die Schätzung nicht erreihte, wurde der Zu=
ſchlag
nicht erteilt. Das ebenfalls dem Johanm Adam Fink gehörtge
Feld im Hungeuberg von 319 Quadratmetern wurde dem Nebenlieger
zum Preiſe von 90 RM. aus der Hand gbgegeben.
Hirſchhorn, 2. Dsz. Waſſerſtand des Nechars am
n2. Dezemher 119
*1A1A

Käus sBrust-Caramellen
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dark aber die Winterzeit bei Ihnen nicht tehlen! Dann werden Sie
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C. Vſernheim, 2. Dez. Ebang. Gemeinde. Am 2. Addent=
ſonntag
dieſes Jahres ſind es 25 Jahre her, daß unſere Kirche in Ge=
brauch
genommen wurde. Wir wollen deſſen in einer ſchlichten Feier
am morgigen Sonntag dankbar gedenken. Nachmittags 1½ Uhr findet
ein Feſtgottesdzenſt ſtatt, in dem der Ortsgeiſtliche die Dankespredigt
halten wird. Der Herr Superintendent der Provinz Starkenburg, Ge=
heimrat
D. D. Flöring, der Vertveter des G. A. Vereins, Pfarrer
Wagner von Bensheim, der Herr Dckan des Dekanats Zwingenberg,
Dekan Zammbitz ung der frühene Pfarrer von Viernheim, der ſ. Zt.
die Feſtpredigt gehalten hat, als die Kirche eingeweiht wurde, Herr
Pfarrer Eckel von Lampertheim, werden Grußworte an die Gemeinde
richten. Abends 8 Uhr findet ein Familienabend im Gaſthaus Zum
Löwen ſtat, bei dem der Ortsgeiſtliche aus der Geſchichte der Gemeinde
Viernheim inſonderheit der evangeliſchen Gemeinde erzählen wird. Der
Poſaunenchor von Birkenau, der hieſige Frauen= und Mädchenchor
werden bei beiden Veranſtaltungen mitwirken. Auch die Gitarren
werden nicht fehlen. Alle Mitglieder ſind herzlichſt eingeladen. Es gilt,
eine Ehren= und Dankespflicht zu erfüllen!
Gernsheim, 2. Dez. Waſferſtand des Rheins am
1. Dezember 0,02 Meter, am 2. Dezember 1 Zentimeter.
g. Büttelborn, 2. Dez. Hohes Alter. Am 17. Dezember d. J.
begeht Landwirt Heinrich Scheuermann als älteſter Bürger der
Gemeinde ſeinen 88. Geburtstag; geboren iſt das Geburtstags=
kind
1839.
a. Offenbach, 1. Dez. Innerhalb 2 Wochen, vom 11.25. Nobember
iſt hier leider wieder ein Anſteigen der Erwerbsloſen von 6261 auf 6559
zu verzeichnen, und zwar der männlichen von 4866 auf 5048 und der
Ortsdurchfahrt Wingershauſen vom 19. 10. bis auf weiteres geſperrt, weiblichen von 1395 auf 1513. Am günſtigſten ſchneiden dabei, eine Aus=
wirkung
des bevorſtehenden Weihnachtefeſtes, noch die Sattler und Porte=
feuiller
ab, die nur um 9 und 16 geſtiegen ſind. Geſunken iſt die Zahl
des erwerbsloſen Hausperſonals und der erwerbsloſen Kaufleute. Die
Sahl der arbeitsloſen Bauarbeiter hat ſich, wie in dieſer Jahreszeit
nicht anders zu erwarten iſt, von 146 auf 286 oder um 55 b. H. ven=
mehrt
. Die Erverbsloſenunterſtützungsempfinger im ganzen Kreiſe,
alſo in Stadt umd Land, ſind von 5757 auf 6100 geſtiegen, darunter die
männliechen von 4446 auf 4670. In dieſen Zahlen ſind auch die Zahlen
der Krifenunterſtützungsempfänger enthalten. Die hieſige Arbeitsmarkt=
läßt
aſo wieder ſehr viel zu wünſthen übrin, da auch die Sattlet
Me8 Börtefeuiller nach dem Feſte wieder ruhigere Zeiten haben weoden.
Oberheſſen.
WSn. Lauterbach, 2. Dez. Die Elektrigirätsberforgung
im Bogelsberg. Da das hieſige Städtiſche Elektriitätswerk den
geſtällten Alffondeuupngen nicht mehr gewachſen ſſt, wird ſchon ſeit län=
gever
Beit eine Umſtellumg der Werke nach modernen Geſichtspumſten er=
wpgen
. Geng ſtark beſuchte Büirgerverſammlung umter Vorſitz vonr
Wirgermeiſter Walz befchäftigte ſich dieſer Tage mit dieſer Frage und
ſchloß ſich i der Wehrheit den Ausßührungen eines Sachverſtändigen
aus Darmſtadt an, der noben dem Anſchluß an das Wölfersheimer Kraft=
werk
zur beſſeren Bedienung der Fernleitungen im hohen Vogelsßerg
die Aufſtellburng eines Diesſelmotors empfahl, der atwa 65 000 Mk. koſten
wird.
v Bad=Nauheim, 30. Nov. Vom Stadthauſe. Wichtige Be=
ſchliſſeo
faßte die geſtern uter dem Vorſitz von Bürgermeiſter Dr. Ahl
Utiwchabtze Stadtverordnetemſizung bezüglich des Wohnungsbaues. Um
We durch Näumumngeurteile umerwartet wohnungslos gewordenen Fami=
Aen möglichſt vaſch einigermaßen wündig underbringen zu könmen, will
die Stadtveuwaltung an der Periphovie der Stdt, mweit des Güſter=
bahnhofes
, eimen zuſammenhängenden einſtöckigen Flachbau mit 12 B8
helfswohnungen (2 Zimmer und Küiche) errichten. Die Stadtveroroneten
bewilligten die dafür notwendigen, aus eigenen Mitteln zu beſtreitemden
35 000 Mark. Die Art der Ausführug ſoll ſich an das von der Stade
Friedberg gegebene Muſter, das einen recht guten Eindruck hinterließ,
anlehnen, nicht an die kürzlich von dem Stadtverordneten beſichtigten
Frankfurter Notwohnungen. Außerdem beſchloß die Verſammlung die
Errichtung eines größeren Wohnbeues an der Hombuger Straße aus
den Mitteln, die für den ordentlichen Wohnungsbou zur Verfügung
ſtehen. Die Stadt die ſeither vorwiegend Dreizimmerwohnungen im
Eigenbau ſchuf, will den Neubau diesmal mit 12 Zweizimmerwohnungen
ſurnter Zugabe von Küche Speiſekammer und bewohnbarer Dachkammer)
ausſtatten, da nach Feſtſtellungen des Wohnungsamtes gerade nach
Zweißimmerwohnugen neuerdings die Nachfrage beſonders groß iſt.
Für Einrichtung eines Biologieſaales, in der Oberrealſchule wurden
1400 RM. bewilligt. Annahme fand ferner der Holzhauerlohnvertrag,
der einen Stundenlohn von 96 Pfg. feſtſetzt.

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Damen-Tücher-
0.18
0.45,

Batist, mit bunten
m. bunten Weihna

Damen-Tächer Kanten 0.45,
Kinder-Tücher bilder
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nbunt, v
sch. Farbe
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R4000 wäsche ... . . . 1.10, 0,95,
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Haustueh
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160 cm breit, f. Bettücher,
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[ ][  ][ ]

Samstag, den 3. Dezember 1927

Familiennachrichten

Gott dem Allmächtigen hat es
gefallen, unſer liebes, herziges
Kind und Brüderchen

err lobung ihrer Tochter
hi Herrn Anton Basberg
hren ſich mitzuteilen
ſtüalrat a. D. Windiſch
ind Frau Berta
geb. Schlenke

Liſel Windiſch
Anton Basbert
Verlobte

Adolf

heute Morgen 11 Uhr nach 3 tägi=
gen
, qualvollen Leiden im Alter
von 19 Monaten in die Ewigkeit
abzurufen.
In tiefer Trauer:
Familie Leo Reinfurt.
Darmſtadt, Schulſtraße 4, (*32176
Die Beerdigung findet in aller
St lle ſtatt.

November 1927

Nähmaſchinen=
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Erſatzteile billigſt.
W. Heppenheimer,
Kiesſtr. 80. (18374a

Dankſagung

Statt Karten.

Meiet
R

Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme, ſowie für die zahlreichen
Kranzſpenden bei dem Heimgang
unſeres geliebten Vaters, ſagen wir
hiermit unſeren herzlichſten Dank.
Ferner danken wir Herrrn Pfarrer
Beringer für die troſtreichen Worte
und dem Bezirksverein Darmſtadt des
Verbandes Deutſcher Buchdrucker,
der Firma, ſowie dem Perſonal der
Beiker’ſchen Buchdruckerei, denStamm=
gäſten
Zum goldnen Anker, dem
Kriegerverein Därmſtadt, wie allen
denen, die den Verſtorbenen zur letzten
Ruhe begleitet haben.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Chriſtian Berſch
Familie Eliſe Beſt
Familie Hch. Gunkel
Anna Berſch. (s2168

Gertrud Kaibe
phil. Adolf Müller
Verlobte
Dezember 1927.
(*3

Kraut wird einge=

ſchnitten Frau Fink,
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Konrad Gerhardt
ie Gerhardt, geb. Krämer
Vermählte
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Trauung: Sonntag, den 4. Dezember 1927,
bemmittags 3 Uhr, in der Pauluskirche. (* 31986

füguſt Völger
Manna Völger
geb. Baher
Bermählte (ze2te
LuSunntag nachmittag ½2 Uhr
ſr Johannestirche.
iat t, 4. Dezember 1927.:

Für die vielen Beweiſe herz=
licher
Teilnahme und die reichen
Blumenſpenden bei dem Heim=
gang
unſeres lieben Vaters,
beſonders den Barmherzigen
Schweſiern für die treue Pflege
ſagen wir den innigſten Dank.
Im Namen der
trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Baßmann.
Darmſiadt, 2. Dez 1927 cz2239

Dr. med. H. Weyell prakt Arst
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AAm 28. November 1927 entſchlief nach langem, ſchweren, mit
d ertragenen Leiden mein lieber Mann, mein guter Schwieger=
unſer
treuer Bruder, Schwager und Onkel
Herr

an. Postkarten mit dem Poststempel 5. Dezember‟‟
gelten noch als rechtzeitig eingegangen.

Dankſagung.
Für die vielen Bewetſe auf=
richtiger
Teilnahme beim Ab=
leben
unſeres lieben Sohnes
und Bruders ſagen wir unſeren
herzlichen Dank.

Lazarett=Verw.=Direktor i. R.
vollendetem 68. Lebensjahre.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen
Katharina Steinmann, geb. Feidner.
Wunſch des Verſtorbenen fand die Beerdigung in der Stille ſiatt.
Bitte von Beileidsbeſuchen abzuſehen.
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Darmſiadt, im Nov. 1927

18864

Todes=Anzeige.
ſt. entſchlief nach kurzem Krankſein plötzlich
errvartet unſere liebe, herzensgute Mutter,
wermutter, Großmutter, Schweſter, Schwäge=
Tante

Dankſagung.
Herzlichen Dank für all die
vielen Beweiſe herzlicher Teil=
Nahme und Blumenſpenden bei
dem Heimgange unſeres lieben
EEntſchlafenen. Beſonderen
Dank Herrn Pfarrer D. Waitz
für ſeine troſireichen Worte
am Grabe.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Apollonia Ruths, geb. Schneider
und Kinder. (18904
Darmſiadt, den 3 Dez. 1927

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geb. Napp
Lebensjahr.
ſin Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Johannes Rödelsperger, Gaſtwirt
Marie Wagner, geb. Rödelsperger.
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erdigung findet Sonntag Mittag um 2 Uhr
(18877
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Statt Karten.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme, für die ſchönen Kranz=
und Blumenſpenden beim Heim=
gange
meines geliebten Mannes
ſage ich allen Verwandten, Freunden
und Bekannten innigen Dank.
Alice Henkel.
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Seite 12

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Aich und Ausland.
Kampf um das Reichs=
ehrenmal
.
de Lorcher Inſeln, das Rheinland
für ein Höhenprojert.
ung. Am Donnerstag fand unter dem
Jandeshauptmannes der Rheinprovinz
zm Koblenz eine Beſprechung über den
Stand der Frage des Reichsehren=
rigeladen
waren die Mitglieder des im
äldeten Ausſchuſſes, der ſich zur Auf=
at
, dahin zu wirken, daß das Reichs=
en
Rhein kommt. Die Vertreter der
kte am Rhein waren zu dieſer Be=
eingeladen
. Der Vorſitzende legte in
dar, daß das Projekt der Lorcher
yn der hohen Koſten und der großen
ſar als unausführbar erkannt worden
nehr, da man in Berlin dazu neige,
oder die Schinkelſche Wache in Berlin
in letzter Stunde alles darangeſetzt
Das Reichsehrenmal doch noch an den
nmen. Es komme nur ein Höhen=
Frage, und in dieſer Beziehung ſei
or Koblenz als die geeignetſte zu be=
er
viel habe auch die ehemalige Feſtung
m als Stätte des Reichsehrenmals für
zwjekt ſolle, wie man aus Berlin er=
drch
einen beſonderen Ausſchuß eben=
noch
geprüft werden. Auch der Ober=
Seinprovinz, Dr. Fuchs, betonte, daß
Lorcher Inſeln völlig ausgeſchieden
nſtauſich nur noch mit einem Höhenprojekt
Mzfaſſen habe. Auch er ſchließe ſich den
redners an und könne ſich nur für
Koblenz entſcheiden. Der Oberbür=
Stadt Koblenz ſprach ſich im Anſchluß
chuungen des Landeshauptmannes und
enten der Rheinprovinz dafür aus, daß
ig Ehrenbreitſtein bei Koblenz als
Gsehrenmals wählen ſolle. Für die
prachen der heſſiſche Geſandte von
und Oberbürgermeiſter Dr. Külb
ein weiterer Vertreter von Heſſen.
rian der Auffaſſung, unbedingt zu=
und dafür zu ſorgen, daß die Ent=
Rhein falle, zumal auch der Reichs=
den
Rhein, und zwar für die Ge=
zᛋ
. ausgeſprochen habe. In bezug auf
der Feſtung Ehrenbreitſtein mit
bätzen und Wohnbaracken, zu einem
hrermn wurde betont, daß dort die fehlenden
ſächei hi gut angepflanzt werden könnten.
mlt Lichterkopf bei Niederlahnſtein, das
ſia Niederlahnſtein ausgeht und eben=
Toren der Stadt Koblenz liegt, iſt
voſn eni Geheimen Baurat Prof. Bodo
nrdt tbhüigt worden. Dieſer ſoll demnächſt
ſtach teiber das Lichterkopf=Projekt und das
ſreitf iProjekt anfertigen.
Einz igenſchwere Unvyrſichtigkeit.
Fſcea) furt a. M. Bei einer Firma der
bnat a es im März dieſes Jahres zu
gumeren Unglücksfall. Ein Lehrling
urag erhalten, Teile einer Drehbank
z reinigen. Dieſe Arbeiten ſollte er
pfungen des Meiſters in der Werkſtatt
ar vornehmen. Der Lehrling zog es
ihm Heizraum herunterzugehen. Das
mrz i iner Schüſſel ausgegoſſen worden.
v deir ehrling die Reinigungsarbeiten vor=
berſchitenin
anderer Lehrling mit einer bren=
Lötblme. Plötzlich fing das Benzin Feuer.
nzugstun ene Lehrling ſtand gleich in Flam=
und duig pit den Reinigungsarbeiten betraute
ſg lie= ft, um Hilfe zu holen. Bis man aber
lchimn ſtehenden Lehrling Hilfe bringen
hatte eſer derartig ſchwere Brandwunden
daß an den Folgen der Brandwunden
Deifhrletzte ſoll in bezug auf den anderen
io geßiiheben: Wenn der den Unſinn nicht
9 hät kwäre das nicht paſſiert! Bei dem
ſeing illern hat der Verletzte dann noch
D0Agi mich mit Benzin beſpritzt! Die
ſichen 8 mirtlungen über die Entſtehung des
M bo gem Jugendgericht zu verantworten
Vächrehide Unterſuchung wurde bekannt, daß
Woekla Bieimen Kollegen mit dem Benzin be=
Nbenite. Auch brachte man in Erfahrung,
E AnsF gle, nachdem das Benzi Feuer ge=
T hsbesAnd aus dieſem Anlaß ſoll der Ange=
de
19 gende Schüffel haben fallen laſſen.
Der / Syenheit ſoll dann das Benzin über
Fprange Behrling gelaufen ſein. Das alles
* Der 20 dem Angeklagten in Abrede geſtellt.
Nen in// Tatſache, daß der Angeklagte ohne
ha ueR zr haben, ſich in den Heizraum be=
Soate s mer Zubilligung einer dreijährigen
ungsts Das Gericht kam zur Freiſpre=
2s Ns klugten mangels Beweiſes. Es habe
r Eib M)rei feſtſtellen laſſen, wie das Un=
Roekladie n icht möglich war.

Samstag, den 3 Dezembet 1927

12

Fi Mutt Gefängnis ſtatt Freiſpruch.
SHaden. Der als Lehrer am Hof=
u
in St. Goarshauſen tätige Dr.
Na vörbert Gaul, jetzt in Köln, hatte
e Reiant d em Erweiterten Schöffengericht zu
eie Beil er ſich in drei Fällen an den ihm
hillern in ſittlicher Beziehung ver=
Ute. Das Gericht kam zu einem
(Haul modern=pädagogiſchen An=
Digte und die Vorkommniſſe als
e Balgereien aufzufaſſen ſeien.
bechende Urteil hatte die Staats=
(uring eingelegt. Die Große Straf=
jetzt
den Angeklagten zu neun
ou 8. In der Urteilsbegründung
r, daß die Art und Weiſe, wie der
De7 Schülern gegenüber benommen
eigen ſei; er habe in wollüſtiger

Das erſte Bildtelegramm aus Wien.

Die Schöpfer des Bildtelegraphendienſtes BerlinWien.
Der deutſch=öſterreichiſche Bildtelegraphendienſt wurde in Auweſenheit des Staatsſekretärs im
Reichspoſtminiſterium Feyerabend (rechts), des Erfinders Prof. Carölus (in der Mitte) und des
Telefunken=Dir ktors Grafen Arco (links von Carolus) eröffnet.

Frößlicher Winterſport.

Junge Sportmädchen, ein Motorrad und Skier
bilden die luſtigſte Geſellſchaft auf dem verſchneiten Gelände. Unſere ſporttüchtigen Mädchen
haben vor Kälte keine Angſt und bewegen ſich auch auf Eis und Schnee in friſcher weiblicher
Anmut.

Immer noch Inflationsſchiebungen.
Frankfurt a. M. Der jetzt in Berlin an=
ſäſſige
Kaufmann Martin Cohen erwarb ſeiner=
Em M men haus wurde der Lehrling von dem zeit für 200 000 Dollars das Kurparkſanatorium von
Rüderalz nach der Urſache des Unglücks Dr. Pariſer in Bad Homburg. Er hat dann ge=
meinſam
mit Verwandten eine G. m. b. H. gegrün=
det
und trat als Großkapitaliſt auf, dem man Kredit
ſchenkte. Dieſen nützte er auch weidlich aus. Die
Geſellſchaft geriet in Konkurs und die Gläubiger
nahmen Cohen als Geſchäftsführer in Anſpruch, der
in einem Zivilprozeß verurteilt wurde, an die Kon=
* ſühr kzr einer Anklage des Lehrlings, der kursmaſſe 100 000 Mark zu zahlen. Jetzt mußte C.
vor dem Großen Schöffengericht wegen betrügeriſchen
Bankrotts erſcheinen, und es ergab ſich, daß eine
Schiebung zum Nachteil der Gläubiger vorge=
nommen
worden war. Der Angeklagte hatte eine
Papiermarkhypothek auf das Unternehmen wenige
* Mite xſuichte, die Schüſſel aus dem Heiz= Monate vor dem Zuſammenbruch aufgenommen, ſie
nichie Srigen. Dabei ſoll er ſich aber ver= entwertet zurückgezahlt, dann aber 195 000 Goldmark
in das amerikaniſche Journal verbuchen laſſen und
dadurch die Gläubiger um dieſen Betrag benachtei=
ligt
. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu
einer Gefängnisſtrafe von einem Jahr, wobei es
betonte, daß in England, dem klaſſiſchen Land der
Sunsshilt erblickt die Fahrläſſigkeit des Au= Kaufleute, ein derartiger Fall mit Zuchthaus beſtraſt
würde.
Me Ey lsantragt eine Gefängnisſtrafe von Die Sirenenorgel, eine neues Muſikinſtrument.
Aſchaffenburg. Ein Reichspatent erhielten
auf ein eigenartiges Muſikinſtrument, das die Be=
zeichnung
Sirenenorgel führt, Oberſtudienrat Dr.
Killermann und Oberingenieur Fath in
L ishlr- R ick, ſo daß eine Schuldigſprechung Schweinfurt a. M. Das Inſtrument beſitzt die Aus=
maße
eines großen Büfetts. Man darf geſpannt ſein,
wie es ſich in der Muſikwelt einführt.
Maſſenerkrankungen von Kindern.
Heidelberg. In den meiſten Ortſchaften
der Umgegend ſind die Maſern unter den Klein=
kindern
und Schulkindern in ſolchem Umfange aufge=
treten
, daß mehrere Schulklaſſen geſchloſſen werden
mußten. Soweit die betreffenden Dörfer auch
Tabakarbeiter=Ausſperrungen zu verzeichnen haben,
iſt die Not beſonders groß.
Eine Familientragödie.
München. In der Lerchenfelderſtraße ſpielte
ſich am Donnerstag eine Familientragödie ab. Eine
39jährige Geſchäfksinhaberin verſuchte ihrem ſchla=
fenden
Mann mit einem langen Wurfmeſſer den
Hals zu durchſchneiden, verletzte ihn ſchwer
und wollte ſich dann ſelbſt erſtechen. Die Frau hatte
in dem von ihr allein geführten Geſchäft Unglück ge=
habt
, ſo daß ohne Wiſſen ihres Mannes deſſen
Einlage verloren war.

Auf der Flucht erſchoſſen.
Ludwigshafen. Gegen Mitternacht ent=
ſtand
hier an der Ecke Marien= und Friedensheimer=
ſtraße
zwiſchen mehreren Burſchen eine Schlä=
gerei
, bei der ein 19jähriger Schiffer von hier
mehrere Meſſerſtiche in den Kopf erhielt. Der Ver=
letzte
holte ſich einen in der Nähe wohnenden Freund
zu Hilfe, der ſich mit einem 70 Zentimeter langen
Infanterie=Seitengewehr bewaffnete; ſie gingen
dann auf die Suche nach dem Angreifer. In der
Hartmannſtraße beläſtigten ſie mehrere Paſſanten
und bedrohten ſie mit dem Seitengewehr, ſo daß die
herbeieilende Pokizei beide zur Wache führte. Plötz=
lich
zog der eine vor der Wache das Seitengewehr,
das er unter den Kleidern verborgen gehalten hatte.
Als der Beamte gleichfalls nach der Waffe greifen
wollte, flüchtete der Mann, verfolgt von dem Poli=
zeibeamten
. Da der Flüchtling auf wiederholten An=
ruf
nicht ſtehen blieb, feuerte der Polizeibeamte drei
Schrechſchüſſe ab, von denen einer den Flüchtenden
tödlich traf.
Großfeuer in einer Strohhülſenfabrik.
Lorch a. Rh. Aus bis jetzt unbekannter Urſache
entſtand in der Strohhülſenfabrik F. Dreis ein
Großfeuer, dem das Fabrikgebäude bis auf die
Grundmauern zum Opfer fiel. Der Schaden iſt durch
Verſicherung gedeckt.
Eine Mädchenhändlerin vor Gericht.
* Mülhauſen. Vor der hieſigen Straf=
kammer
wurde gegen die Mädchenhändlerin Sarah
Kieſelſtein; aus Wien verhandelt, die in den
Städten Straßburg, Metz und Mülhauſen junge
deutſchſprechende Mädchen für ein öffentliches Haus
in Marſeille anzuwerben verſuchte. Als ſie Ende Juli
in Mülhauſen von einer Minderjährigen die Abän=
derung
des Geburtsſcheines verlangte, wurde ſie von
der Polizei abgefaßt und kam in Unterſuchungshaft.
Da die vorgeladenen 21 Zeugen nicht alle vernommen
werden konnten, wurde die Sache auf den 13. De=
zember
vertagt.
Aus dem Zuge geſprungen.
Niederaula. Ein aufregender Vorfall
ſpielte ſich dieſer Tage auf der Bahnſtrecke zwiſchen
Niederaula und Oberaula ab. Ein junges
Mädchen, das hier eingeſtiegen war, merkte plötz=
lich
, als der Zug ſich bereits in voller Fahrt befand,
daß es im falſchen Zuge ſaß. Völlig kopflos
geworden, ſprang es, ohne daß die Mitreiſenden es
hindern konnten, aus dem Abteil heraus. Schwer
verletzt wurde das Mädchen ſpäter auf dem Bahn=
damm
aufgefunden. Der Bedauernswerten mußte
im Landkrankenhaus Hersfeld ein Fuß amputiert
werden.

Das telegraphierte Rieſenrad.
Als erſtes Bildtelegramm wurde eine Photographie
des Rieſenrads im Wiener Prater, ein Wahrzeichen
der Wiener Gemütlichkeit und Lebensfreude, nach
Berlin übermittelt.
Bergmannstod.
Aus Salzdetfurth wird gemeldet: Im
Bergwerksbetrieb der hieſigen Kaliwerke ſind drei
Arbeiter durch das Einatmen von Sprenggaſen
tödlich verunglückt. Eine amtliche Unterſuchung
iſt eingeleitet.
Raubüberfall auf eine Blinde.
Berlin. Ein Raubüberfall wurde hier auf eine
46jährige erblindete Frau ausgeführt, die eben ihre
Rente abgeholt hatte. Als ſie ihre Wohnungstür
öffnen wollte, warf ihr ein Mann ein Tuch über den
Kopf und entriß ihr die Geldtaſche, in der ſich die
Rente in Höhe von 43 Mark befand. Die Frau
wurde ohnmächtig und der Täter konnte unerkannt
entkommen.
Ein Doppelmörder verhaftet.
Berlin. Der Raubmörder Auguſt Krauſe,
der den Raubüberfall auf das Ehepaar Rackow in
der Schleſiſchen Straße verübt hat, iſt am Don=
nerstag
abend auf der Straße verhaftet worden.
Wie die Morgenblätter melden, ſteht Krauſe in
dringendem Verdacht, auch den Gaſtwirt Ro=
gowſki
ermordet zu haben.
Auslaufen Oes Kreuzers Berlin zu einer
Weltreiſe.
Kiel. Donnerstag mittag trat der Kreuzer
Berlin die Ausfahrt zu einer 1½jährigen
Weltreiſe an.
Drei Todesurteile.
Thorn. Die Strafkammer des Bezirksgerichts
in Thorn verurteilte die 24 Jahre alte Iwanczyk,
den 29jährigen Templin und den 20jährigen
Jwanczyk zum Tode. Die Jwanczyk war angeklagt,
im Februar 1927 gemeinſam mit ihrem Geliebten
Templin und ihrem Vetter Albin Jwanczyk ihren
Ehemann ermordet zu haben.
Drei Fabriken in Schanghai niedergebrannt.
London. In der internationalen Niederlaſ=
ſung
in Schanghai iſt ein großes Feuer ausgebrochen,
durch das bisher drei Fabriken zerſtört wurden.
Man glaubt, daß das Feuer durch Agitatoren an=
gelegt
wurde, von denen am Donnerstag im Ver=
laufe
von Kämpfen zwei getötet wurden.
Ueberſchwemmungskataſtrophe in Catania.
Catania. Catania iſt von einer ſchweren
Ueberſchwemmungskataſtrophe heimgeſucht worden.
Bei einer Zugentgleiſung infolge des Hochwaſſers
ſind mehrere Menſchen ums Leben gekommen.
Graf Luckners Weltreiſe geſcheitert

Graf Luckner (rechts)
mit Frau und Kapitän Kircheiß am Steuer ſeiner
Segeljacht. Die vor einigen Monaten angetretene
Weltreiſe des Grafen Luckner mußte aufgegeben
werden, da weder die damit verknüpften geſchäft=
lichen
Hoffnungen ſich realiſiert, noch die Vorträge
des Seehelden ſich rentiert haben. Die Koſten für
die Rückreiſe ſollen nun aus Reichsmitteln beſtritten
werden. Graf Luckner war einer der populärſten
Helden unſerer Marine. Als Kommandant des
Kreuzers Seeadler im Weltkriege hat er zahl=
reiche
feindliche Schiffe aufgebracht.

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Samstag, den 3. Dezember 1927

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I1, 36.45 Uhr Hauptoerſammlung ebendaſelbſt.
Tagesordnung:
1. Jahresbericht.
2. Rechnungsablage; Entlaſtung des Rechners.
3. Volksliedſammlung.
4. Heimatkundliche Arbeitsgemeinſchaften.
b. Verſchiedenes.
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III. 8.15 Uhr im großen Hörſaal der Aniverſität, Vortrag von Pro=
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Kreta.
Von Kaſimir Edſchmid.
was immerhin in der Länge zweihundertſechzig Kilo=
ſa
. und etwa ſo breit wie der Schienenſtrang Darmſtadt
hum iſt, gleicht ein wenig einem der ſtiernackigen Fiſche,
Eugeſſen werden, aber durch ihre Seltenheit die Tragödie
rrung ſind. Das Meer iſt, wie alles dort, heroiſch.
n haben faſt reſtlos Ferien. Bei der Fiſchverteilung
urtlich ein Gendarm erſtochen. Von was ſoll eine
i sben, wenn die Fiſcher keine Oelbaumwälder und
beſitzen, und wenn das Meer ſich in ein Raubtier ver=
ues
bezaubernd, aber unfruchtbar iſt.
wücchrt gewöhnlich wegen Knoſſos nach Kreta. In der
un inoiſche Palaſt iſt eines der Weltwunder Aber
ſrch iſt eine der unberührten Schönheiten Europas.
höchſt ausgeglichen durch die Farben. Schneegipfel
züser einem Oſchungel von rotblühendem Oleander,
nteertjährige Oelbaumwälder, einer der herrlichſten Orte
Man fährt zunächſt vom Piräus in der Regel nach
weil Knoſſos nur ſechs Kilometer davon liegt. Hera=
fechszigtauſend
Einwohner haben. Den Hafen und
zu aben die Venezianer zu einem Kaſtell ausgebaut,
iten gegen das Meer eine ritterliche Haltung ein=
De Stadt lebt davon, das Oel der Olivenprärien zu
DDie Dampfer, die etwa 20 Stunden von Griechen=
eruchen
, ſpielen eine Rolle wie in Norwegen, da es
um gibt. Die Dampfer ankern draußen vor dem
oas Meer auch bei gutem Wetter toll iſt. Ein Viertel
üruert darauf, ein= oder auszubooten. Um fünf Uhr
ſüzten ſie an den kleinen Cafes des Hafens, um auf
fhut warten, die abenteuerliche Verſpätungen haben.
8Geſicht der Stadt, die dem Meer zugekehrt iſt. Das
houzmi ſtrömt in die Baſarſtraße von Phaiſtos herein.
eſeier haben eine Nationaltracht, die aus breiten blauen
/ars beſteht, welche aber nur bis zum Knie fallen. Dann
nteſsfick frei, nackte Haut. Bis zur mittleren Wade haben
ſeiſſtütte, in deren Facons und Farben ſie ihre ganze
Sleiſſen. Sie ſind manchmal halb rot, halb Wildleder,
uilerczweiß. Wozu dieſe Stiefel dienen, iſt nicht ganz
dch) wie alle Griechen, quer auf ihren kleinen Eſeln
ſcni haben ſie eine blaue Aermelweſte, zweireihig und

nunide Taſchen ſind von koloſſaler Buntheit. Davon iſt
ſta kürkiſcher Einfluß. Die Baſarſtraße iſt recht orien=
uosdem
hat Herakleion im Gegenſatz zu den zwei
geny If nſtädten Rhethymno und Canea keine Minarette.
ſieſher3 ſarſtraße gehen aber die Stile Kretas quer durch=
Fwiſchen den Baſaren laufen ſehr elegante europäiſche
14ä
hlihzmt Hammelbeinen in der Hand. Es gibt ausgezeich=
Aptuukeri. Amerikaniſche Autos und begeiſterte Zeitungs=
Ohr die Einwohner Kretas ſind aufs höchſte politiſiert.
hedſüinisloſes Volk übrigens. Sie rauchen Zigaretten und
AReu6 Makkaroni und etwas Hammel. Viel Süßigkeiten
ſalll ſi chen. Lukumi von der Inſel Syros, eine Zucker=
ſinesn
Blumeneſſenzen und unzählige Marmeladen, deren
auc öſ nblättern beſteht.
Am verſammelt ſich Herakleion auf dem großen Platz,
Urticher Weiſe den Lebenskomfort einer Raſſe zeigt,
iufox eirtes ewig gnädigen Himmels im Freien lebt. In
terkart
Mittzles Platzes ſteht ein kleiner Park aus Palmen, aber
u brſtF da ß man tief unten, langſam abfallend das Meer

uüheln üſhuf dash m einen Halbkreis des Platzes ausfüllt. Den anderen
Mreits ül den die Reſtaurants, vor welchen wieder eine
tweſchobener Stuhlreihen die Cafés darſtellen. Vor
ſiclſechs Rieſenſegel geſpannt, welche die Kinos von
ſeihund. Von halb elf ab fangen dieſe Leinwande, hinter
mlydas Meer ſieht, an zu flimmern. Die Hälfte der
tle zu, die andere Hälfte verkauft unter ohrenbetäuben=
ikzi
friſche geröſtete Mandeln, Zigaretten und Zeit=
übiskerne
und ſtark riechende Blumen. Amygdhalo
Manche haben ſogar Eis auf den Kemen. Tſigha=
Eie Armee von Zehnjährigen hat ſich dieſes Zeug in
LLaddn möihen europäiſchen Kaſten vor den Bauch geſchnallt.
bn mſtden Etiketten von Schweizer Schokolade oder von
Ane hiatieh Auto=Oel. Es wird alles verbraucht. Ganze
Mereti beſtehen aus weißlackierten Benzin=Büchſen. An
im Büku t eht eine Bude mit Mandel= und Zuckerzeug. Jede
UMseinihart iſt in einen fliegenden Laden verwandelt. Die
UaIIſce feiK, weil das Meer ſtark iſt. Das Proletariat ſucht

ückſtiſch. Häufig drücken ſſe ihre Perſon
Apahrnal tragen ſie auch die rote Mütze. Die Sattel=

dher af alle Weiſe zu ernähren, obwohl kein Menſch davon
nüllit, daß in einer halben Stunde fünfundſiebzig
Mützf Kin friſche Mandeln anbieten.
Dabcint dieſe Raſſe eine ungewöhnliche Beweglichkeit. Ich
be eilg Zeit lang vier Kilometer von Herakleion in einem
en Scalhafen, den man anſegeln mußte und der von einem
Wein Et Unriff umgeben und unzugänglich gemacht war. Oben
dem 1m waren antike Höhlenwohnungen, und die Kerle
ge Ai Feh, 7 lachbarſchaft der weißen Vögel, herunter, um eben=
zu
ſhirimen. Burſchen, die, angezogen, an phantaſtiſcher
Numpeit inübertrefflich waren. Dem Meer gegenüber ſchie=
ſe
Uarma. Mit ſchmalen Hüften, bronzefarben, breiten
Wervs anz nackt, aber voll Diskretion für ihre Nacktheit.
ieri=cſe alle Naturvölker, waren ſie aber, wenn ſie Konver=
be
umn hatten, von faſt erſchütternder Sicherheit. Dieſe
ens e in einem Felſen wohnten und kaum eine Hoſe be=
E ha al äne Art verbindlich zu ſein, heranzutreten und eine
Migtchtier Konverſation zu erreichen, die mir unvergeßlich

Sshatten in der Tat dieſelben Bewegungen, welche ſie,
eneue iTeß, tadellos gemacht hätten. Sie plauderten, in=
ſie
ugrettenſchachteln aus den Hoſentaſchen zogen und
i Bien, A ur die Meilen, welche die einzelnen Dampfer zurück=
gen
Algen, über das Meer, das Schwimmen und den
e9 reiit überlegen. Eine amüſante Schwimmgeſellſchaft. Sie
den nodie Hengſte ins Waſſer.
De yfer Kretas ſind nach außen hin ins Freie gebaut.
ſitzhr Schatten davor, gießt den Platz vor ihnen und
Ea Diel üure gleich mit. Eine rohe Gurke und einen Anis=
Mans* der Hand. Und alle Bevölkerung auf den Eſeln.

Samstag, den 3 Dezember 1927
Eine merkwürdige Raſſe. Heute rauchen ſie Zigaretten und
eſſen Suppe mit Käſe. Ihre Ueppigkeit iſt vielleicht eine Arti=
ſchoke
, die kalt ſerviert wird. Oder ein Snitzel viennois.
Oder ein Türkenkuchen aus geriebenem Mais mit Mandeln. Der
rote Landwein iſt ausgezeichnet, eine Miſchung von Muskat und
Harz. Hin und wieder ein Gulaſch mit Zwiebeln. Vielleicht
weißen Kaviar mit Oel. Die Makkaroni nimmt man nach dem
Tomatenfilet. Das iſt die ganze Speiſekarte. Die Schiffsinſtru=
mente
und die WC ſind engliſch, Schuhereme und Pharmazie
ſind deutſch. Das Mineralwaſſer muß in den Apotheken gekauft
werden. Auf dem Land ein Schlag von Charakterköpfen, wie man
ihn ſonſt nur in den Gebirgsgegenden findet. Keine Griechen
mehr. Auch keine Türken. Ein rieſiges Miſchmaſch, zumal die
Penetianer lange hier waren. Immerhin Kreter! Man hat
das Gefühl einer Raſſe. Auch Veniſelos ſtammt aus Kreta, wo
er in Villegiatur lebt, von der Hälfte der Nation gehaßt, von der
anderen verehrt. Es iſt kein Zweifel: das Meer, das wie eine
Raubkatze die Küſten immer umſtürmt, hat dieſen Schlag geformt.
Bauern und Fiſcher. Geſunde, anſtändige Leute. Für den
Orient, den ſie ſchon darſtellen, faſt ſauber, ſogar aktiv. Cum
grand salis natürlich. Ihre Bedürfnisloſigkeit iſt grotesk gegen=
über
dem Luxus der Leute, die vor viertauſend Jahren hier
herrſchten.

Jeden Tag iſt das Meer hier aufgeregt bis zum Sturm,
obwohl die Sonne ruhig ſcheint. Abends iſt der Mond, ſelbſt
wenn er nur mit der dünnſten Sichel angedeutet iſt, immer in der
Rundung mitgezeichnet, und tieffilbern. Das Waſſer iſt von dem
Blau, welches die griechiſchen Meere zu tiefem Glücksgefühl
ſtimmt, einem Blau, das nicht zu beſchreiben iſt. Es iſt ein
dunkles Blau, verſchieden von allen Meeren des Kontinents.
Darüber ſteht die Schneekrone des Ida in mächtiger Entfaltung.
Darunter und darum erſtreckt ſich Kreta, mit wilden Randge=
birgen
, uralten Olivenwäldern, mit Prärien vom Korinthen=
pflanzungen
und jenen Ebenen von rotem blühenden Oleander,
der, in dieſer unüberſehbaren Ausdehnung neben dem immer
göttlich umſtürmten Meer, mit den Schneegipfeln ein kaum über=
treffbares
Naturwunder hervorbringt.
Wie Roby ſein Silberhaar erhielt.
Ein Abenteuer aus kolonialem Neulande.
Von
Polizeioberleutnant Fr. Götzinger, Darmſtadt.
Bwaua Mkubwa, ſo ſagte mein Boy Yuma bin Ramaſan,
vom Stamme der Waſuaheli, dieſer Brief iſt perſönlich über=
bracht
worden und du Herr ſollſt nicht verfehlen zu kommen!
Es war eine Einladung zur Hochzeit van Rhymens. Als ich
mich nach dem frugalen Abendbrote in meinen Langſtuhl gleiten
laſſe, ſchien mir auch die Geſtalt van Rhymens näher gerückt.
Schon oft hatte dieſe das Geſpräch fundiert, wenn wir uns ein=
mal
in Dar=es=Salam trafen. Wenig geſellig, faſt menſchen=
ſcheu
, zog er Einſamkeit der Abwechſlung der Hafenſtadt vor.
Neuigkeiten, die ſeine Kreiſe ſtörten, erreichten ihn ſeiner Mei=
nung
nach ſtets viel zu früh. Der Einzige, der näher mit ihm
in Berührung kam, war ich; wir hatten uns einmal auf einer
Elenjagd kennengelernt, und da wir beide leidenſchaftliche Jäger
waren, fanden ſich viele gemeinſame Berührungspunkte. Viel=
leicht
mag ihn eine unglücklich verlebte Jugendzeit in die Ein=
ſamkeit
der afrikaniſchen Steppe getrieben haben, vielleicht auch
la Femme. Seine oft getanenen Ausſprüche ließen mich das
ahnen. Vor allem hatte er viel geleſen und ſich zu einem Ueber=
weltſtandpunkt
durchgerungen. Mit ihm zu verkehren, war Genuß
und Vergnügen zugleich. Seine plötzliche Hochzeit überraſchte
mich einigermaßen. Noch ganz meinen Gedanken hingegeben,
kletterte ich in die Kitanda. Meine Sinnesabweſenheit mußte
ich büßen; denn die Mosquitos ſummten mir nur ſo um die
Ohren, ich hatte vergeſſen, das Mosquitonetz ſorgfältig unter das
Laken zu ſtecken. Das Kreuz des Südens ſah ich noch aufglänzen,
ehe mich der Schlaf übermannte . . . . ..
Schon die Bibel ſagt, daß es ungut ſei, wenn der Menſch
alleine, darum wollen wir den Entſchluß unſeres gemeinſamen
Freundes loben und verſuchen ihm nachzueifern! Klingend
ſtießen ſich die Kelche, gefüllt mit edlem Rheinwein. Das erſte
Glas wurde auf das Wohl des jungen Paares geleert.
Nach den erſten lärmenden Kundgebungen, ich ſtaunte über
die Menge der Gäſte, hatte ich Zeit und Muße, mir das Paar
zu betrachten. Van Rhymen ſchien mir um Jahre verjüngt,
nicht minder glücklich ſchienen die Züge der jungen Frau. Nur
Augen für ihren Roby habend, ſchien die übrige Welt für ſie
verſunken. Ab und an ſchlürften beide vom Eis, das in großen
Mengen gereicht, oder knapperten vom delikaten Käſekuchen.
Was mich plötzlich zuſammenfahren ließ, war das Erkennen.
zweier grünlich ſchimmernden Lichter aus dem Dunkel des Hofes
heraus. Ein Leopard in der Nähe mein erſter, Symamene an=
gekettet
, mein zweiter Gedanke. Seit geſtern habe ich ſie ange=
kettet
ſagt van Rhymen, der meine Gedanken erraten hatte. Sie
war in den letzten 14 Tagen, die für mich der Anfang meiner
ſchönſten Lebensepoche bedeuten, ſehr unruhig, heftig und
zornig. Jedem Fremden gegenüber, beſonders meinem Lieb, ver=
hielt
ſie ſich abweiſend. Vorſicht iſt der beſſere Teil der Tapfer=
keit
; ich muß mich meiner kommenden Familie erhalten.
Sein Scherz war noch nicht verklungen, als ein Brüllen,
wie es auch in freier Steppe nicht ſchauerlicher erklingen kann,
durch das Dunkel der Nacht tönte. Wer noch keinen Löwen in
freier Wildbahn hat brüllen hören, der kann ſich keinen Begriff
von dem Eindruck machen, den dies ſchauerliche Geheul auf alle,
Menſch oder Tier, ausübt. Man ſtelle ſich nur vor ein wildes
Tier und aufgewachſen in voller Freiheit, denn die Gefangen=
ſchaft
in van Rhymens Gewahrſam war doch nichts anderes als
die reinſte Freiheit. Wer kann die ſeeliſchen Beziehungen von
Tier zu Menſch und umgekehrt ergründen? Vollends, wie ſie die
Macht der Tropenſonne gebiert. Symamene, phyſiſch eingeſtellt
zu ihrem Lebensretter, empfand es nun mit Deutlichkeit, wie
kalt das Eiſen, das ſie feſſelte an einen Block von Stein, der
ebenſo kalt wie die Kette.
Wieder erſcholl ein grauſiges Brüllen. Das Bieſt iſt toll
geworden, ſagte Herr Hille, der Nachbar und jetzige Schwager
van Rhymens, es müßte erſchoſſen werden. Symamene
war doch ſonſt ſo manierlich, erlaubte ſich der Aſſiſtent van

Seite 15
Rhymens zu ſagen, ſeit den Tagen, wo die gnädige Frau bei
uns weilt, kenne ich das Tier nicht mehr.
Hahaha, ſo ſind die Frauen alle, lachte der dicke Kröner,
ein alter Afrikaner aus der Wißmannzeit, wenn ſie mit jemand
teilen ſollen, dann ſchlagen ſie Krach!
Indem ertönte wieder ein Schrei, aber ſo nahe, daß es mir
ganz unbehaglich wurde. Wie ich nun die Baraſatkeppe hin=
unterſprang
ſchneller, als ich es jetzt erzählen kann, über=
ſtürzten
ſich die Ereigniſſe ſauſte ein langgeſtreckter Schatten
an mir vorbei und ſetzte mit einem gewaltigen Sprunge auf die
junge Frau zu. Van Rhymen in edler Ritterlichkeit dazwiſchen.
Mit Schaum auf den Lippen und griffigen Fäuſten, ſchrecklich
hatte die Wut das Antlitz van Rhymens verzerrt, hob er die
Rieſenkatze vom Boden auf und warf ſie an die Waud. Nicht
genug damit, griff er wieder zu und würgte, wie Eiſenklammern
lagen ſeine Fäuſte um den Hals des Tieres, bis aller Atem
Symamenes erloſchen war. Eine wohltuende Ohnmacht nahm
die junge Frau gefangen.
Na, Sie oller Berſerker, ſo ſagte Kröner mit ſeinem tiefen
Baß, laſſen Sie man das Katzenvieh los. Mit Bravour und
Glanz haben Sie det Bieſt in die ewigen Jagdgründe ſeiner
Ahnen geſchickt! Da kam van Rhymen zu ſich, und mit einem
gewaltigen Aufſchrei, der nichts mehr Menſchliches an ſich hatte,
brach er bewußtlos zuſammen. Beide, van Rhymen ſowohl als
auch ſeine junge Frau, bekamen je ein hitziges Nervenfieber,
von dem Frau van Rhymen nicht mehr geneſen ſollte. Sechs
Tage ſpäter ſchaufelten wir unter Palmen ein Grab. Van
Rhymen hatte, als er nach 14tägigem Fieber aufſtand weißes
Haar.
Ja, man wandelt nicht ungeſtraft unter Palmen!

Geſchäftliches.
Back= und Garnierkurſus. Auf den am 5. Dezember,
nachmittags 2.30 und abends 7.30 Uhr, im Bürgerhof in Darmſtadt,
Eliſabethenſtraße 2, ſtattfindenden Back= und Garnierkurſus der Haus=
haltungslehrerin
Frau Sieh wird hingewieſen. Der Kurſus will
zeigen, mit welch einfachen Mitteln die Hausfrau ihr ſämtliches Back=
werk
zur eigenen und ihrer Gäſte Freude geſchmackvoll herrichten und
ſich ſo den Sinn für rechte und echte deutſche Häuslichkeit beleben und
erhalten kann. Die einmalige Ausgabe der Teilnehmerin von 2 Mark
wird ſich für ihr ganzes Leben auswirken. Der Kurſus wird daher
beſonders empfohlen.

Rundfunk=Programme.
Frankfurt.
Samstag, 3. Dezember. 11.55: Glockenſpiel. e 15.30: Stunde
der Jugend. Liebervorträge Frankf. Sthulen: Merianſchule, 1. u.
2. Knabenklaſſe. Leit.: Muſiklehrer E. Knödgen. Alte und neue
Volkslieder. 6 16.30: Konzert des Hausorch. Alte Operetten.
O 17.45: Leſeſtunde. Aus dem Roman Der Oberhof, von K.
Immermann. 6 18.15: Vereinsnachrichten. o 18.20: Prof. Dr.
Fleſch: Die Bedeutung der Abſonderungen des Eierſtocks. o 18.50:
Inhaltsangabe der Oper Der Freiſchütz. o 19: Aus dem Frankf
Opernhaus: Der Freiſchütz. Oper von Weber. Anſchl.: Konzert
der Rundfunk=Jazzband.
Stuttgart.
Samstag, 3. Dez. 13: Schallplattenkonzert. o 14: Zugend=
ſtunde
. Elſa Pfeiffer, K. Köſtlin. Rundfunkorch. e 15: Unter=
haltungs
=Konzert. Mitw.: A. C. Blank. H. Lingor, Funkorch.
20 Darbietungen. o 18.15: Freiburg: Prof. Dr. von Schulze=
Gävernitz: Aus Amerikas Wirtſchaftsleben: Soziale Lage der
Arbeiterſchaft. Gewerkſchaften Arbeiterbanken. o 18.45: Th.
Brandt: Komödianten. o 19.15: Patentanw. Schwaebſch: Ueber
das Gebrauchsmuſterweſen. o 19.45: Sportfunk. 20: Dialekt=
Abend. Schwänke und Schnurren, Bauernkapelle. Silcher: Bim
net a Bürſchle. Horch was kommt. Volkslied. Bauernkapelle.
Waldfrieden‟. Ein Akt von L. Thoma. Mitw.: H. v. Zedtwitz,
K. Köſtlin, C. Karner. Bauernkapelle. Kromer: Junge Liebe.
Hirſchwirt. Das Lied von der Hochzeit, Volkslied. DHolz=
diab
Schwäbiſcher Schwank in 1 Aufzug von Seyther. Perſ.:
Jacob Schwegler, Bauer: Urſula, ſein Weib; Andreas Hahn, Bauer;
Martin, ſein Bube; Thomas Linſenmeier, Bauer; Barbara, ſein
Weib: Daniel Beringer Büttel; Brigitte ſeine Tochter. Ort der
Handlung: Ein Marktflecken im Remstal. Zeit: Gegenwart.
Bauernkapelle. Schwänke und Schnurren. Reiff: Schwoba=
mädle
. Kromer: Dr Necker und d’Moſel. Lämmle: Schwänke.
Bauernkappele. Anſchl.: Nachrichten. 23: Tanzmuſik.
Berlin.
Sonnabend, 3. Dez. 12.30: Für den Landwirt. e 16: San.=
Rat Dr. P. Frank: Medizin.=hygien. Plauderei. O 16.30: Jean=
Rimbaud. Einl. Worte: Paul Zech. Was bleibt für uns. Raben.
Durſt. Tanz der Gehenkten. Das trunkene Schiff. Gel. von Meinhart
Maur. o 17: Unterhaltungsmuſik des Dominator=Orcheſters Fritz
Wenneis. o 1905: H. Hirſchſtein: Die Rohſtoffe des Alltags.
Unſer tägliches Brot O 19.30: Mmiſterialrat Dr. med. Beyer=
Selbſtſucht und Menſchenliebe Perſon und Menſchheit. Anſchl.:
Denkſportaufgaben. 20: Sendeſpiel: Eine Nacht in Venedig
Ein Maskenſpiel aus dem Rokoko in 3 Teilen. Von Zell und
Genee Muſik von Joh. Strauß. Leit.: C. Hagemann. Dir.:
M. Roth. Perſ.: Herzog von Urbino: Delacqua, Senator; Annina,
Fiſchermädchen: Caramello, Leibbarbier; Pappacoda, Makkaronikoch;
Ciboletta, Zofe in Dienſten Delacguas; Agricola, eine Senatorin;
Centurio, Page des Herzogs; Volk, Gäſte des Herzogs. Masken
aller Art. Anſchl.: Sport. 22.30: Funk=Tanzſtunde.
Tanzmuſik.
Königswuſterhauſen Sonnabend 3. Dezember. 12: Künſtl.
Darbietungen für die Schule. O 14.20: Baſtelſtunde. o 15: Engl.
(Kulturkundlich=literariſche Stunde S 15.35: Wetter und Börſe.
16: Dr. Sternberg: Moderne Gedanken über Erziehung bei Pla=
ton
. 0 16.30: Prof. Dr. Lampe: Das Neueſte aus der pädagog.
Zeitſchriftenliteratur. o 17: Bürgerm. Dr. Herz: Das Mitwir=
kungsrecht
der Beamten in der Verwaltung. 17.30: Prof. Dr.
Thurwald: Frauenarbeit im Völkerleben, 6 18: Techn Lehrgang
für Facharbeiter: Verbrennungskraftmaſchinen. o 18.30: Franzöſ.
für Fortgeſchr. o 18.55: Engliſch f. Fortgeſchr. O 19.20: Prof. Dr.
Litt: Bildungsideal und Weltanſchauung. 2 20- Berlin: Sende=
ſpiel
. Eine Nacht in Venedig, von Joh. Strauß. Anſchl.: Preſſe=
nachrichten
. 22.30: Funktanzſtunde, anſchl. Tanzmuſik.

Hauptſchriftleitung. Rudolf Mauve
Verantwortlich für Polttik und Wirtſchaft: Rudolf Mauve; ſür Feutlleton, Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. Eugen Buhlmann
für den Handel: Dr. C. H. Quetſch: für den Schlußdieuſf: Andreas Bauer; für
Die Gegenwart: Dr. Herbert Neite; für den Inſeratentel: Willy Kuhle: Druc
und Verlag: C. C. Wiitich ſämtlich in Darmſtadt.
Für unverlangte Manuſtripte wird Garantie der Rückſendung nicht übernommen.

Die heutige Nummer hat 24 Seiten.

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[ ][  ][ ]

Seite 16

Samstag den 3. Dezember 1927

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt.

Geſtorbene. Am 17. November: Beate, Emilie Friederike Roſa=
munde
geb. Nauber, 78 Jahre, Beſſungerſtraße 113: Müller, Chriſtian,
Wagenmeiſter i. R., 67 Jahre, Mathildenplatz 17. Am 18. November:
Schaffner, Margarete Katharina, Dienſtmädchen, 16 Jahre, Dornheim,
geſtorben Grafenſtraße 9. Am 19. November: Prieſter, Chriſtia
Marie, geb. Antz, 79 Jahre, Gutenbergſtraße 41. Am 20. November:
Klos, Katharina, geb. Lulay, 73 Jahre, Hügelſtraße 13: Rebenich, Anna,
geb. Engelhardt, 35 Jahre, Bickenbach, geſtorben Grafenſtraße 9. Am
21. November: Jung, Antoinette, 68 Jahre, ledig, Bleichſtraße 11;
Brauchle, Emilie, Diakoniſſin, 87 Jahre, Erbacherſtraße 25. Am
22. Novemher: Kraft, Ludwig, Fabrikaufſeher i. R., 69 Jahre, Große
Ochſengaſſe 20; Heinz. Auguſte, geb. Pveuß, 88 Jahre, Goddelau, ge=
ſtorben
Grafenſtraße 9; Friedrich, Eliſabethe, geb. Unger, 72 Jahre,
Kiesſtraße 2. Am 23. November: Kroth, Johannes, Bäcker, 45 Jahre,
Brandgaſſe 14; Unxath, Magdalenea, geb. Grötel, 81 Jahre, Dieburger=
ſtraße
54. Am 24. November: Barth, Karl Philipp, Ingenieur,

Kirchliche Nachrichten
Evangeliſche Gemeinden.
2. Advent (4. Dezember 1927).

Stadtbirche. Samstag, 3. Dezember, abends 8.30 Uhr: Andacht.
Sonntag, 4. Dezember, vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Kloberger. Vorm. 11.16 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Lauten=
ſchläger
. Abeuds 5 Uhr: Abendgottesdienſt mit Feier des heiligen
Ahendmahls. Pfarrer Vogel. Donnerstag, 8. Dezember, abends
8 Uhr: 2. Adventsfeier. Pfaurer Kleberger.
Stadtkapelle. Vorm. 8.30 Uhr: Morgenandacht. Pfarrer Wag=
ner
. Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Kleberger,
Schloßkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Köhler,
Abends 8 Uhr: Adventsgottesdienſt der Jugendgemeinſchaft. Pfarr=
aſſiſtent
Georgi.
Konfirmandenſaal im Schloß. Sonntag, 4. Dezember, abends
8 Uhr: Chriſtlicher Verein junger Männer. Montag, 5. Dezember,
abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (jüngere Ab=
teilung
): Poſaunenchor. Dienstag, 6. Dezember, abends 8 Uhr;
Mädchenvereinigung der Schloßgemeinde. Mittwoch, 7. Dezember,
und Samstag, 10. Dcßember, nachm. von 24 Uhr: Handarbeitsſchule
der Stadtgemeinde.
Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 4. DezemGer, abends
8 Uhr: Adventsabend des Frauenvereins der Lukasgemeinde: Vortrag
von Profeſſor Dr. E. E. Becker über: Advent und Weihnachten
Muſik, Tee. Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (ältere Ab=
teilung
), Montag, 5. Dezember, abends 8 Uhr: Jugendbund der
Lukasgemeinde. Männervereinigung der Lukasgemeinde: Vortrag
von Eſſenbahn=Oberſekretär Anton. Muſik. Dienstag, 6. Dezember,
abends 8 Uhr: Kirchenihor der Stadtkirche. Jugendvereinignung
der Stadtgemeinde (jüngere Abteilung), Mädchenvereinigung der
Reformationsgemeinde (jüngere Abteilung). Mittwoch, 7. Dezember,
nachm. 3 Uhr: Jungſchar der Stadtgemeinde, Gruppe 2. Abends
6 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Lautenſchläger. Abends 8 Uhr:
Kirchenchor der Stadtkaßelle und Schloßkirche. Jugendbund der
Markusgemeinde. Mädchenvereinigung der Raformationsgemeinde
(ältere Abteilung). Donnerstag, 8. Dez., abends 8 Uhr: Jugend=
bund
der Lukasgemeinde: Singkreis, Frauenverein der Lukas=
gemeinde
. Mädchenvereinigung der eſformationsgemeinde: Advents=
feier
. Freitag, 9. Dez., abends 8 Uhr: Mütterabend der Stadt=
gemeinde
. Jugendbund der Markusgemeinde (jüngere Abteilung).
Jugendbund der Kaplaneigemeinde. Samstag, 10. Dezember,
nachm. 8 Uhr: Jungſchar der Stadtgemeinde, Gruppe 2, Sportplatz
am alten Arheilger Weg.
Feierabend (Stiftsſtraße 51): Mittwoch, 7. Dez., und Samstag,
10. Dezember, nachm. 4 Uhr: Jungſchar der Stadtgemeinde, Gruppe 1.
Amtshandlungen an Auswärtigen; Pfarrer D. Waitz
Martinskirche. Vormittags 10 Uhr: Hauptgettesdienſt. Pfarrer
Beringer. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt für den Weſtbezirk
Pfarrer Bergér. Abends 6 Uhr; Gottesdienſt mit Feier des heil.
Abendmahls. Pfarrer Bergér. Anmeldung von 5.30 Uhr an in der
Sakriſtei. Mutvwoch, 7. Dezember, abends 8 Uhr, im Gemeindehaus:
Bibelſtunde. Pfarxer D. Waitz; im Martinsſtift; Bihelſtunde. Pfarrer
Bevinger.

Der heilige Born, Anſchließend Hauptverſammlung des Frauen=
verems
. Dienstag, 6. Dezember, abends 8 Uhr im Gemeindehaus:

Jugendvereinigung; im Martinsſtift; Kirchenchor. Donnerstag,
8. Dezember, abends 8 Uhr im Gemeindehaus: Mädchenvereinigung
Weſt; im Martinsſtift: Mädchenvereinigung Oſt; Mauerſtraße 5:
Poſaunenchor, Freitag, 9. Dezember, gbends 8 Uhr im Gemeinde=
haus
: Jugendvereinigung (älrere Abteilung); Mütterabend Weſt; im

Martimsſtift: Mütterabend Oſt.
Johanneskirche. Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer

haus. Pfarrer Goethe.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindebaus der Waldkolonie), Sonntag,
4. Dezember, vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarper Marx.
Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Georgi,
Dienstag, 6. Dezember, abends 8 Uhr: Bebelſtunde. Freitag, 9. De=
zember
, abends 8 Uhr: Mütterabend.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde). Sonntag, 4. Dezember, vormo
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lic. zur Nieden. Vorm.
11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lie, zur Nieden.
Abends 6 Uhr: Abendgottesdienſt. Pfarrer Weiß. Abends 7.15 Uhr:
Abmarſch der Jugendvereinigung und Mädchenvereinigung vom Ge=
meindehaus
zum Gottesdienſt der Euang. Jugendgemeinſchaft in der
Schloßkirche. Montag, 5. Dezember, nachm. 3 Uhr: Vorſtandsſitzung
des Frauenvereins. Abends 8.15 Uhr: Mädchenvereinigung ( Miſſio=
uarin
Fräulein Ullmann). Dienstag, 6. Dezember, abend3 8.15 Uhr:
Kirchenchor. Mittwoeh, 7. Dezember nachm. 9 Uhr: Sitzung der
Frauenhilfe. Abends 8.15 Uhr: Bibelſtunde im Gemeindehaus
über Jeremia. Pfarrer Weiß. Donnerstag, 8. Dezember, abends
8.15 Uhr: Mütterabend. Freitag, 9. Dezember, abends 8.15 Uhr;
Kirchenchor.
Panluskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Rückert.
Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert. Abends
8 Uhr: Jugendvereinigung. Montag, abends 8 Uhr: Jugendbund
Dienstag, vorm. 10 Uhr: Vorſtandsſitzung des Frauenvereins.
Abends 8.15 Uhr: Kinchenchor. Mittvoch, abends 8 Uhr: Bibei=
ſtunde
. Pfarrer Ruckert. Donnerstag, abends 8 Uhr: Mütterabend,
iſt. Pfarraſſiſtent

Beringer. Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Euang. Sonn=
tagsverein
. Nachm. 47 Uhr: Vereinsſtunden. Donnerstag, 8. Dez.,
abends 8 Uhr: Betſtunde.
Schloßkapelle Kranichſtein. Vorm. 10 Uhr: Predigtgortesdienſt.
Pfarrer Grein.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebets=
ſtunde
. Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Nachm. 3.30 Uhr:
Bibelſtunde. Prediger Neuber. Montag, nachm. 4 Uhr: Frauen=
arbeitsſtunde
. Dienstag, nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde.
Abends 8.30 Uhr: Kriegerdankbund. Donnerstag, abends 8.30 Uhr:
Bibelſtunde. Prediger Semmel. Freitag, abends 8.30 Uhr: Blau=
kreuz
=Bibelſtunde und Bibelſtunde in der Kinderſchule, Beſſungerſtr. 80
Prediger Semmel. Samstag, abends 8.30 Uhr: Poſaunenchou,
Jugendbund für E. C. (Mühlſtr. 24). Sonntag, nachm. 2.30 Uhr=
Bibelbeſprechſtunde für junge Männer. Nachm. 4.45 Uhr: Bibel=
beſprechſtunde
für Mädchen. Abends 8.30 Uhr: Weiheſtunde.
Dienstag, abends 8.30 Uhr: Mädchenkreis. Mittwoc)), abends 8.15
Uhr: Freundestreis für junge Männer. Donnerstag, abends 8 Uhr:
Gebetsſtunde für junge Männer.
Ebriſtlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtr. 22, In=
fanteriekaſerne
, Hof links.) Sonntag, 4. Dezemßer, abends 3 Uhr:
Beteilig ung am Gottesdienſt der evang. Jugendgemeinſchaft ( Johannes=
kirche
). Montag, 5. Dezember, abends 8.30 Uhr; Beſpreihung von
Lebensfragen nach der Bikel. Mittwoch, 7. Dezember, abends
8.30 Uhr: Gemeinſchaftsſtunde. Donnerstag, 8. Dezember, abends
8.30 Uhr: Heimabend. Freitag, 9. Dezenuber, abends 8.30 Uhr:
Turnen in der Turnhalle der Ludwigs=Oberrealſchule. Samstag,
10. Dezember, ahends 8.30 Uhr: Uebung des Orcheſters.
Ehriſtlicher Jugendverein (Konfirmandenſaal, Schloßkirche). Sonn=
tag
, 4. Dezember, abends 8 Uhr: Adventsfeier mit Bewirtung. Herr
Pfarrer Waldeck. Montag, 5. Dezember, abends 8 Uhr: Peſaunen=
chor
. Mütwoch, 7. Dezember, abends 8.30 Uhr: Jugendbibelſtunde.
Samstag, 10. Dezember, abends 8 Uhr: Unterhaltungsabend.

Die Chriſtengemeinſcheft. Sonntag, 4. Dezemher, vorm. 10.30 Uhr,
in der Städt. Akademie für Tonkunſt (Eliſabethenſtraße): Menſchen=
Weihe=Handlung mit Predigt. Abends 8 Uhr pünkklich: Mittel=
alterliche
Weihnachtsſpiele aus Oberufer, aufgeführt von den Frank=
furter
Laienſvielen der Chriſtengemeinſchaft. Samstag, den 3. Dez.,
abends 8.15 Uhr, Arbeitskreis über Sakramentale Naturbetraclntung:
Moderne Holzplaſtik und das Weſen der Pflanzenwelt (Joh. Thiele=
mann
, Pfarrer in der Chriſtengemeinſchaft.) Freitag, den 9. Dez.,
abends 8.15 Uhr, findet ein öffentlicher Vortrag ſtatt. Näheres wird

noch bekannt gegeben. Sämtliche Veranſtaltungen (auch za
in der Städt. Akademie für Tonkunſt, Eliſabethenſtraße.

Sonſtige Gemeinſchaften.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mazen=
Sonntag, den 4. Deember, vorm. 10 Uhr: Für Gläubige: Dm=
zeichen
im alten und im neuen Bunde. Vorm. 11 Uhr:

chule für Kinder. Nachm. 4 Uhr: Evangeliſationsvortrago
diger Conrad über das Thema: Eine Erwerbsquelle, die

ſchen zugänglich iſt. Donnerstag, den 8. Dezember, abends=
Das Wunder von Konnersreuth im Lihte der Bibel, 5
Vortrag mit Fragebeantvortung von Prediger Conrad. Jeß=e,
herzlich eingeladen.
Euangeliſche Gemeinſchaft (Eliſabethenſtraße 44). Sonn
4. Dezember, vormittags 10 Uhr: Predigt. 11 Uhr: Sonn
Abends 8 Uhr: Adventsfeier mit einer Anſprache vong
Pfäfflin=München. Von 5. bis 11. Deember werden Evam.=
Vorträge ſtattfinden mit folgenden Themen: Montag: Wor=
ſchwer
, an Gott zu glauben? Dienstag: Schein oder Sein,
Deine Lebensaufgabe. Donnerstag: Des Menſchen verbäßz.
Gewalt. Freitag: Ein unerbittliches Geſetz. Sonntag;
ich Frieden? Die Vorträge werden gehalten von Predige=
München und beginnen 8.15 Uhr abends. Jedermann iſt deu
eingeladen. Prediger Sauer.
Möttlinger Freundeskreis. Montag, 5. Dezember, abenl4
im Feierabend, Stiftſtraße 51: Bibelſtunde.

Chriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtraße 40),
den 4. Dezember, vorm. 9.30 Uhr: Andacht. Nachm.,,1
Jugendbund. Abends 8.15 Uhr: Evangeliſation. Mittnat
8.15 Uhr: Bibelſtunde. Jedermann herzlich willkommen,
Chriſtliche Verſammlung (Waldſtraße 18), Sonntag, den
vormittags 11.15 Uhr: Sonntagsſchule. Nachmittags 4.30
klindigung des Wortes Gottes. Mittwoch, den 7. Dezemne
8.15 Uhr: Gebetsſtunde. Freitag, den 9. Dezember, abendo
Bibehſrunde (Betrachtungen, Apoſtelgeſchichte, Kapitel 10).
iſt herzlich eingeladen.
Auswärtige Kirchen.
Evangeliſche Gemeinde zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag, i
(2. Advent), vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdkenſt. Abenn
Adventsandacht. Montag: Jugendvereinigung. Dienz.
chenchor. Mittwoch: Jungmädchenverein. Donnerstag:
verein.
Gpangeliſche Gemeinde Traiſa. Sonntag, 4. Dezember,
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Nachm. 12.30 Uhr: Kinder
der Kleinen, Nachm. 6 Uhr: Kindergottesdienſt Ada
der Großen. Montag: Aelterenkreis. Dienstag: E.J.G
feier der Mädchengruppe. Mittwoch: Probe. Donnerstie
ſtunde, Freitag: Probe (Rathaus),
Evangeliſche Kirche zu Eberſtadt. Sonntag, 4. Dez. 0
vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt Pfarrer Paul. 11.15 Uhm
gottesdienſt. Montag, abends 8 Uhr: Mädchenveref i
Dienstag, abends 8 Uhr: Frauenverein. Mittwoch, abe
Kirchengeſangverein. Donnerstag, ahends 8 Uhr: War
Freitag, abends 8 Uhr: Poſaunenchor.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt. Sonntag, den 4. Dezeru
mittags 1.30 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Paul.
Epangeliſche Gemeinde Roßdorf. Sonntag, vormittag
Hauptgottesdienſt. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Abends 8 Ech)
ſtunde. Montag abend: Frauenverein. Dienstag abem
geſangverein. Mittwoch abend; Poſaunenchor. Donners
Jungmädchenverein. Freitag abend: Evangeliſcher Arke
Handwerkerverein.
Kotholiſcher Gottesdienſt.
St. Liebfrauen (Klappacherſtraße). Vor Sonn= und
Nachm. von 57 und abends von 8 Uhr an Beichtgelegenk.
Sonn= und Feiertagen: Vormittags von 6 Uhr an Gelegen!=
Beichte; 7 Uhr: Frühmeſſe. Vor und in der hl. Meſſe Aus=. Kommunion. Generalkommunion der Marianiſchen MIn
gregation; 9.30 Uhr: Hochamt und Predigt. Vorher Auss=
hl
. Kommanion. Nachmittags 2 Uhr: Cßriſtenlehre;
Andacht. Werktagsmeſſe 347 Uhr.
Martinskapelle (Herdweg). An allen Sonn= und Feiert /
hl. Meſſe mit Predigt. Vorher Beichtgelegenheit. Vor z.. Meſſe Austeilung der hl. Kommunion.
Während der Schulzeit Dienstags und Freitags 247 UhN
mit Austeilung der hl. Kommunion in der hl. Meſſe. Vox
gelegenheit.
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Samstag, den 3. Dezember 1927

Geite 19

Sport, Spiel und Zurnen.

Schwimmen.
sjugendſchwimmen des 9. Kreiſes (Mittelrhein) D.T.
ud Sonntag hier in Darmſtadt ſtattfiden, ragt auch das 20 Uhr feſtgefetzt iſt, beſonders hingewieſen.
dahwimmen des 9. Kreiſes (D. T.) hervor, das am Sonntag
Uhr im Städtiſchen Hallenbad von der Schwimmabteilung
346 Darmſtadt durhgeführt wird und Bachtung verdient.
zlcheinkreis, deſſen treibende Kräfte ſtets danach trachteten,
ſsarbewegung innerhalb des Kreiſes und der geſamten D.T.
a Anteil.

dingten grußen Mehraufwand an Ausgaben ſind die Eintrittspreiſe
nicht erhöht; es iſt deshalb zu empfehlen, ſo frühzoilig als möglich zu
kommen, um ſo mehr noch, als man der Veranſtaltung in allen Kreiſen
ſchon während der ganzen Woche wachſendes Intereſſe entgegenbringt.
inen Reihe anderer ſportlicher Verayſtaltungen, die am Im Anſchluß daran wird nochmals auf den präziſen Beginn, der auf
Handball.
Sportderein Darmſtabt 1898.
gund lebhaft entwicklungsfähig zu geſtalten, zeigt auch hier= Der Sportverei Darmſtadt 1898 weilt am nächſten Somtag mit
daß er bemüht iſt, der aufwärtsſtrebenden Jugend Ent= faſt ſämtlichen aktiven Mannſchaften auswärts, um Verbandsſpielver=
6 Uichſteiten zu ſchaffen. Allerdings haben die Darmſtädter pflichtungen zu genügen. Während die Handballiaa morgen vormittag
imrmer, und hier ſind es die der Tade, 1846 Darmſtadt, hier= 11 Uhr in Rödelheim antritt und mit allen Kräften verſuchen muß, eine
Punkteinbuße zu vermeiden, fährt die 1. Fußballmannſchaft nach Bingen.
usend, die ſich bekanntlich in großer Zahl in den Reihen der Die dortige Haſſia iſt ja bekanntlich in der gleichen Abſtiegsgefahr wie
fürdet, betätigt ſich auch m großem Maße auf dem Gebiete / Darmſtadt, ſo daß zweifellos ein erbitterter Kampf bevorſteht. Sollte es
mens. Und da hat es an der nötigen Entwicklungsmöglich, tatſächlich bei den Darmſtädtern zum erſten auswärtigen Punktgewinn
Bisher meiſt nur im Sommer zu Wettkämpſen im Schwim= kommen? Die Liggerfatzmannſchaft (Fußball), die in der A Klaſſe außer
ſuüchengekommen, ſollen nun dieſe Hallenkämpfe die mittelrhei. Konkurrenz mitſpielt und ohne jede Niederlage nach 10 Spielen zurzeit
ſse jugend zuſammenführen. Durch einen gewiſſen Mangel die Tabelle anführt, wind in Groß=Gerau es nicht leicht haben, eine Nie=
Läpern im Gebiete des großen Mittelrheinkreiſes fehlt es derlage zu vermeiden. Die Handballerſatzmannſchaft tritt auf dem Rot=
yn
größeren Vereinen an der nötigen Uebungsmöglichkeit, Weißplatz gegen die 1. Mannſchaft von Rot=Weiß an; über dieſe Be=
Wereine es vorziehen, dieſen Hallenkämpfen fernzubleiben. gegnung wurde ſchon ausführlich berichtet. Weitere Spiele von aktiven,
üi Vorteil ſind da die Vereie aus Frankfurt, Offenbach, Jugend= und Schülermannſchaften vervollſtändigen die Spielliſte des
ſrmſtadt uſw., die auch den größten Teil der jugendlihen morgigen Sonntags; davon dürfte vielleicht noch beſonders das Treffen
gritellen. Um ſo mehr iſt es erfreulich, daß trotzdem 17 Ver= der 1. Jugend Fußballmannſchaften der 98er und des V. f. N. Mannheim
usp Meldungen zu dem Jugendſchwimmen abgegeben haben, auf dem Darmſtädter Stadion (nachmittags 3 Uhr) intereſſieren.
yfebenen Wettkämpfe, die offen ſind für Schüler und Schü=
67 Jahre, Turnerjugend und Turnerinnonjugend von 15 Gaumeiſterſchaftsſpiele im Main=Rheinturngau Deutſche Turnerſchaft.
ter, werden uns ein lebendiges Bild davon geben, mit wel= Nachdem ein großer Teil der Gaumannſchaften den Kampf um die
wier dieſe bei der Sache ſind. Die Jugend drängt danach, Meiſterſchaften beendet haben und ſich einer wohlverdienten Ruhe hin=
im
Wetkampf zu meſſen, es den älteven Turnern und geben können, betreten am Sonntag noch einige Nachzügler die Kampf=
m
gleichzutun. Und da iſt gerade das Gebiet des Schwim= ſtätten. In der
mut, die jugendlichen Körperkräſte ſich entfalten zu laſſen.
Meiſterklaſſe empfängt Groß=Geran die Mannſchaft von
ciefe ſind alſo geeignet, feſtzuſtellen, imvieweit ſich die Lei= Nauheim. Groß=Gerau ſchnitt im Vorſpiel in Nauheim mit dem Ergeb=
t
ugendlichen Schwimmer und Schwimmerinnen entwickelt nis 7:4 gut ab. Wenn auch diesmal Groß=Gerau den Vorteil hat, auf
ſiegt deshalb eine gewiſſe Spannung über dem Ausgang eigenem Gelände ſpielen zu können, ſo darf es den Nachbar keineswegs
ſtwfe, da man die Kräfte der einzelnen Teilnehmer noch unterſchätzen, denn auch er hat reichliche Spielerfahrung mit der Zeit
nend deshalb Vorausſagen auf den eventl. Sjgger ſich nicht geſammelt und wird es zu einer hohen Niederlage diesmal nicht kommen
m. Jedenfalls werden die jugendlichen Darmſtädter Teil= laſſen.
ſicht ſein, auf ihrer heimſſchen Bahn den auswärtigen
A=Klaſſe. Gruppe 1: Beſſungen trägt gegen Bensheim das Rück=
ſut
ieg ſtreitig zu machen. Die Wettkänpfe beginnen nach= ſpiel aus und dürfte den Kampf nicht ſo leicht zu nehmen haben, denn
ür. Dieſe werden im Rahmen einer volkstümlichen Ge= von Sieg oder Niederlage hängt viel ab. Gewinnt Beſſungen, ſo hat es
94 Vigurenlegen, Waſſerballſpiele willkomreno Abwechſe= ſich die Meiſterſchaft geſichert. Sollte hingegen Bensheim gewinnen und
hiahtz. Es werden ſich zum Abſchluß der Wetkämpfe im Waſſer= als Sieger hervorgehen, ſo triumphiert Bickenbach, das mit einem Punkt
vielkſcugendmannſchaften des Tv. Frankfurt und der Tade, 1840 Vorſprung dann vor Veſſungen vangiert, vorausgeſetzt, daß Bichenbach,
mſta=bt ex enüberſtehen,
Ener ; A=mafeanden des Schwimmens ſei hiermit der Beſuch der Wett= und das dürſte der Fall ſein, am Sonntag die Punkte von Seeheim mit
nach Hauſe nimmt. Sollten Beſſungen und Bensheim ſich mit einem
ſe fulegentlichſt empfohlen. Gin Vorverkauf findet nicht ſtatt, Unentſchieden tvennen, dann ſtehen beide punktgleich und ein Entſchei=
Füuſat spreiſe ſind mäßige, ſie ſind für jeden erſchwinglich. Die
erwosguntd gung findet auſchließend im oberen Sälchen der Woogs= dungskampf auf einem neutralen Platze iſt dann notwendig, um den
Meiſter zu ermitteln.
Purnrc ſtatt.
B=Klaſſe. Eine ſchwere Entſcheidung dürfte hier zwiſchen Bens=
Nyindung mit dieſem Kreisjugendwettſchwimmen findet be=
amſ
imstag abend 8 Uhr ein Kreis=Lehrgang für heim und Pfungſtadt fallen. Nicht viel weniger intereſſant dürfte das
eſtü l und Springen im Hallenbad ſtatt, zu dem Treffen LangenNeu=Iſenburg werden. Das Vorſpiel endete mit 3:2
ſallgu ge ſtattliche Zahl Teilnehmer gemeldet iſt. Hierbei wird für Langen. Darmſtadt (Tgſ.) empfängt die Nachbarn aus Arheilgen,
Namſtiſt, der Tade. Darmſtadt 1846 im Waſſerballfviel dem ſpiel= und haben hoffentlich das Glück wie im Vorſpiel. In Goddelau iſt Groß=
ſen
jnchLifenbach a. M. gegenüberſtehen. Den Mitgliedern der Gerau zu Gaſt, und dürfte dort kaum gegen die maſſive Mannſchaft
von Goddelqu aufkommen.
ſverrt ſt der Zutritt zu dem Lehrgang geſtattet.
C=Klaſſe. Tgmd. Sprendlingen ſteht der Darmſtädter Turn=
des
Autren tagt gleichzeitig der Kreis=Schwimmausſchiß des
gemeinde gegenüber, und wird es den Einheimiſchen nicht ſchwer fallen,
reiſſtt Nittelrhein) hier in deu Turnhalle am Woogsplatz.
den Sieg für ſich zu entſcheiden. Noßdorf dürfte ſeinem Gegner aus
Ober=Ramſtadt vielfach überlegen ſein.
Jugendklaſſe. LangenGriesheim CTomde.). Letzteres wird
Boxen.
den Kampf für ſich entſcheiden. EberſtadtSppendlingen. Pfungſtadt
nunrckionalen Box=Abend des Sportvereins 1898 Darmſtadt. Groß=Gerau.
wtebeite
Unter ir amateurſportlichen Veranſtaltungen der Woche rangiert
Turngemeinbe Darmſtadt 1846 IITurnverein Sprenblingen.
ond.!
heutch ad im Srädtiſchen Saalbau ſtattfindende imternarionale
Die zweite Mannſchaft der Turngemeinde Darmſtadt 1846 empfängt
Rahutzbend des Sportvereins 1898 (Boxaſtreilung) zweifelsohne, morgen, Sonntag, den Turnberein Sprendlingen zum fälligen Handball=
ete
Stelle. Die Haupttreffen beſtreiten nicht weniger als rückſpiel. Das Vorſpiel imn Sppendlingen konnte Darmſtadt für ſich ent=
Luszaut ger großen Formats und von Ruf, ſowie vier Südweſt.
iBe 2üter und ein Mginbegirksmeiſter, worübev, wir in den ſcheiden. Die Sprendlinger werden natürlich alles aufbieten, um die da=
mals
auf eigenem Platze erlittene Niederlage wettzumachen. Ob dies
wockzmen Artikeln bereils das Wichtigſte geſagt haben. Hie gelingt ſcheint mehr als zweifelhaft, da die 1848er in letzter Zeit an
nöuta oet Südweſtdeutſchland das iſr die Deviſe des Abends.
äatzu berückſichtigen, daß es in Deutſchland nur einige wenige Spielſtärke noch gewonnen haben. Der Kampf wird wohl ſehr ſcharf
die in der Lage ſind, gegen eine ſo ſtarke Verbandzmann= werden, doch iſt anzunehmen, daß er ſich in erlaubten Grenzen halten
uc e Luxemburger, in allen Gewichtsklaſſen gleichwertige wird. Das Spiel findet um 2 Uhr nachmittags auf dem Platze am Fi=
FFllen. Beiſpielsweiſe ſind im hieſigen Verband (Südweſt= nanzamt ſtatt. Der Gintritt iſt frei.

un4) ie Meiſtertitel ſo verteilt, daß jeder Meiſter aus einem
Men ſtammt, alſo kem Verein mehr als einen Meiſter auf=
Zeiephe ! C Ei . Turnverein 1860 Frankfurt den Fliegengewichtsmeiſter
ud, (9Frankfurter Sportgemeinde Eintracht den Federgewichts=
m
Mſi=, der Box= und Gymnaſtikklub Sparta Franbſurt den
kewrtätneiſter Röder 1. und der Sportverein 98 Darmſtadt den
bergetdusmeiſter Trumpfheller. Das Verdienſt der rührigen Box=
Aung dk er iſt es, wenn durch Engagements der vorgenannten
MrigsaNeiſter und der Luxemburger Nationalmannſchaft ein ſol=
Luallruvgramm geſchaffen iſt, wie man es beſſer ſelbſt in der
Ghauchſdt nicht ſehen kann. Daß die Rahmenkämpfe gegenüber

Rider Gchlere. Gunfeitn Teiner. Dräf der Suſe
nich Acharsgenommen werden mußte, da er leider immer noch an
ſt nſgten Handverletzung laboriert.
eil ſtAch und Koſten, des guten Gelingens einer derart groß=
den
Alſaſſaltung wegen, in gar keier Hinſicht geſcheut wurden,
zu bun, daß ein volles Haus den Beweis dafür erbringt, daß
a Mlahſſe dt auch den Wert dieſes internationalen Treffens ge=
End kſſtügk. Trotz des Klaſſe=Programms und den hierdurch be=

Fußball.

F. C. Eintracht Darmſtadt.
Am kommenden Sonntag empfängt Eintracht ſeinen erſten Gegner
aus der Vorrunde, Boruſſia Dornheim. Das Vorpiel ſah Eintracht
mit dem hohen Ergebnis 6:2 als Sieger. Ob Eintracht auch auf eigenem
Platz einen Sieg in dieſer Höhe erzielen wird, it ſehr fpaglich. Die
Boruſſen haben ſich auf dem Platze am Finanzamt immer zu behaupten
verſtanden und zweimal ein Unentſchieden erzwungen. Diesmal ſollte
es aber zu einem Sieg langen und es wird es auch, wenn die Mann=
ſchaft
ſich bewußt iſt, daß die Ausſichten auf einen noch beſſeren Tabellen=
platz
durchaus nicht ungünſtig ſind. Das Spiel beginnt vormittags
11 Uhr auf dem Platze am Finanzamt.
V f. R. Darmſtadt Haſſia‟ Dieburg.
Im weiteren Verlauf der Verbandsſpiele treffen ſich kommenden
Sonntag nachmittags 2.30 Uhr, auf der Rennbahn (Heidelbergerſtraße)
obige Mannſchaften. Die Haſſianer ſind in Darmſtadt nicht unbekannt.
Durch mehrfaches Antreten mit zahlreichem Eyſatz mußte die Mannſchaft
in der Vorrunde manche Niederlage einſtechen; die letzten Reſultate be=
weiſen
jedoch, daß die Sache jetzt wieder behoben iſt, denn ſonſt hätte

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vemangenen Sonntag der Erfolg gegen Gberſtadt niemals zuſtande kom=
men
können. Die Raſenſpieler ſtehen nun vor einer ſchweren Aufgabe.
Leider muß die Mannſchaft abermals auf fremdem Boden kämpfen und
dazu noch unkomplett. Um das alles zu erſetzen, muß ein jeder Spieler
ubedingt ſein ganzes Können in das Spiel werfen, um nicht durch eine
Niederlage den guten und günſtigen Platz in der Tabelle ins Wanken zu
bringen. Alles in allem betrachtet wird mit einem intereſſanten Spiel
zu rechnen ſein, das die Anhänger des Lederballes bewegen dürfte, den
Weg nach der Beſſunger Rennbahn nicht zu ſcheuen, zumal kein anderes
Fußball= bzw. Handballſpiel von Bedeutumg ſtattfindet. Die 2. Mann=
ſchaft
trägt ebenfalls das fällige Verbandsſpiel gegen die Dieburger aus,
und iſt es hier ſehr ſchwer, im voraus zu urteilen. Die 3. Mannſchaft
begibt ſich nach Groß=Zimmern, um gegen deſſen 2. Mannſchaft ein Pri=
vatſpiel
auszutragen, während die 1. Jugend in Griesheim der 1. Jugend
von Viktoria gegemüberſteht. 2. Jugend ſpielfrei.
F. C. Unfon 1813 Darmſtadt e. V.
Am morgigen Sonntag ſind außer der dritten Elf, die vormittags
der gleichen Mannſchaft des hieſigen F.C. Eintvacht gegenübertritt, alle
Mannſchaften ſpielfrei. Jedoch ſind die Mitglieder des F.C. Union auch
von dieſer Stelle an die heute abend im Vereinsheim ( Ludwigshöh=
ſtraße
35) ſtattfindenden Monatsverſammlung erinnert. Außerdem liegt
von heute ab die Einzeichnungsliſte zu der Ommibusjahrt anläßlich des
Spieles der Ligamannſchaft am 11. Dezember in Münſter offfen und
wird erwartet, daß ſich die Mitglieder reſtlos daran beteiligen.
*Fußball im Kreis Starkenburg.
Die A= und B=Klaſſe am 27. November 1927.
In der Meiſterſchaftsfrage der 4 Klaſſe der beiden Gaue unſeres
Kreiſes ſind am letzten Sonntag zwei ſchwerwiegende Voreniſcheidungen
gefallen. Im Dreieichaau konnte Germania Oberroden ihren
ſchärfſten Widerſacher, den SV. 1911 Neu=Iſenburg, mit 4:2 ſchlagen und
ſich dadurch unbeſtritten die Führung ſichern. Ueberwindet Oberroden
am kommenden Sonntag noch den FC. G8 Egelsbach, wofür alle An=
zeichen
vorhanden ſind, ſo darf man damit rechnen, daß die Germanen
es pachken und im nächſten Jahre ſich in der Kreisliga betätigen. Die
Ergebniſſe des 27. November, wanen hier folgende: Ger=
mania
OberrodenSV. 1911 Neu=Iſenburg 4:2, Sportklub Dietzenbach
FC. Egelsbach 3:1, FV. EppertshauſenSportverem Offenthal 3:3,
V.f.8. Iſenburg ReſerveFC. 02 Dreieichenhai 8:2. Die Placierung
in der Tabelle zeigt folgende Reihenfolge: Germania Oberroden 9 Spiele,
13 Punkte, SV. 1911 Meu=Iſenburg 9 Spiele, 12 Punkte, Sportklub
Dietzenbach 10 Spiele, 11 Punkte, FC. Egelsbach 8 Spiele, 9 Punkte.
Die nachfolgenden Mannſchaften haben, im Meiſterſchaftstampf nichts
mehr zu melden.
Die Veränderung im Gau Bergſtraße iſt in einem unentſchie=
denen
Ergebnis der Germania Eberſtadt gegen Haſſia Dieburg zu ſuchen.
Dadurch wird der V.f.R. Darmſtadt mit den Eberſtädtem wieder punkt=
gleich
und in dem letzten Endes die Meiſterſchaft entſcheidenden Spiel
dieſer beiden Rivalen muß einer unbedingt den Sieg davontvagen, will
er Meiſter werden. Vorher hätte den Gberſtädtern vielleicht ſchon ein
Unentſchieden genügt. Die Ergebniſſe des 27. November lau=
ten
hier: Haſſia DiebungGermania Eberſtadt 2:2 V.f.R. Darmſtadt
Sporwerein Geinsheim 2:0, Sportv. Darmſtadt Reſ.Boruſſia Dorn=
heim
8:0. In der B=Klafſe ſicherte ſich der SV. Weiterſtadt durch
eimnen 3:1=Sieg in Leeheim weiter die Führung. Weitere Ergebniſſe:
Sportverein Noßdorf-V.f.R. Beerfelden 4:1. Weitere Ergebniſſe wur=
den
nicht gemeldet.
Die Spiele am 4. Dezember 1927.
In der Kreisliga herrſcht Hochbetrieb. Angeſetzt ſind folgende
Spiele: 1. FC. LangenPolizeiſportverein Darmſtadt; T. u. SV. Mör=
felden
Sportverein Münſter: Union WishauſenGermania 03 Pfung=
ſtadt
; FV. Sprendlingen-Viktoria Urberach; Viktoria Griesheim
Viktoria Walldorf. Man darf wohl von vornherein Langen und Wall=
dorf
als Sieger erwarten. Offen erſcheinen die Spiele in Wixhauſen und
Sppendlingen ſowie in Mörfelden. Ja hier ſcheint ſogar ein Sieg der
Mörfelder am eheſten möglich, denn Münſter muß die drei nächſten
Sonntage drei Spieler ſeiner Ligamannſchaft vermiſſen, die vom Ver=
band
für dieſe Zeit geſperrt wurden. Hitzköpfigkeit, die zu Schieds=
richterbeleidigungen
führte, iſt die Urſache zu der Strafe. Ein altes Erb=
übel
der Mannſchaft, die jetzt ihre Lehren hieraus ziehen hann.
In der 4=Klaſſe ſehen wir folgende Treffen angeſetzt: Gau
Bergſtraße: V.fR. DarmſtadtHaſſia Diebuvg, Gerwania Eber=
ſtadt
Sportverein Lengfeld, V.f.L. MichelſtadtFV. Seeheim. Eintracht
DarmſtadtBoruſſia Dornheim (11 Uhr), SV. Groß GerauSV. Darm=
ſtadt
Reſewve, SV. GeinsheimSportvog. Arheilgen Reſerve. Gau
Dreieich: Germania Ober:befFC. Egelsbach. SV. 1911 Iſen=
burg
Sportklub Dietzenbach, FV. EppertshauſenFC. 02 Dreieichen=
hain
, V.fL. Iſenburg Reſ.Sportverein Offenthal.
Die B=Klaſſe meldet folgende Spiele: Germania Dieburg
FSV. Groß=Zimmern. Chattia WolfskehlenGermania Leeheim, Sport=
verein
HöchſtV.f.R. Erbach, FC. Groß=UmſtadtSportverein Roßdorf,
V.f.8. Michelſtadt 2V.f.N. Beerfelden.
Bub Gorman gab am Domerstag abend in der Neuen Welt ein=
Trainingsvorſtellung, indem er je eine Runde mit den Deutſchen Dieck=
mamn
, Walter, Vongehr und Siewert boxte. Gorman zeigte dabei
neben emer enormen Schlagkraft ein ſehr entwickeltes techniſches
Können.
Wetterbericht.
Witterungsausſichten für Sonntag, den 4. Dezember 1927.
(Nach der Wetterlage vom 2. Dezember 1977.)
Meiſt wolkiges und etwas milderes Wetter, wit ſpäteren ver=
einzelten
Niederſchlägen.
Winterſportverhältniſſe in Heſſen.
Vogelsberg: Hoherodskopf, Wind: Oſt, Wetter: bedeckt,
Temperatur: minus 3 Grad, Schneedecke: 1012 Zentimeter, Beſchaf=
fenheit
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Börſe und Geldmarkt.
Die Effektenkurſe unterlagen in der letzten Woche einem leßhaften
Auf und Ab. Die Gleichförmigkeit der Kursbewegung, die an ſich zur
Heranziehung weiterer Publikumsſchichten wünſchenswert wäre, iſt dem=
nach
bisher nicht eingetreten. Mancher Effektenbeſitzer mag ſich über
die innere Berechtigung der jetzigen Kursſchwankungen den Kopf zer=
brochen
haben, ohne zu Ergebniſſen gekommen zu ſein. In der Tat
iſt nur für den ſtändigen Beſucher der Börſe erkennbar, daß ſeit
kurzem wieder einmal Hauſſe= und Baiſſeſtrömungen aufeinander=
prallen
. Dabei gehen nicht nur innerhalb der berufsmäßigen Speku=
lation
, ſondern auch bei den Großbanken ſelbſt die Meinungen an=
ſcheinend
auseinander. Die Commerzbank veröffentlichte dieſer Tage
ihren Monatsbericht und ſtellte feſt, daß an einer geſunden Grundver=
faſſung
des deutſchen Effektenmarktes nicht gezweifelt werden könne,
die Wirtſchaftslage bisher keine Verſchlechterung zeige und die Gefahr
einer Diskonterhöhung zunächſt gebannt ſei. Aus den Aeußerungen der
Dresdener Bank kann man ebenfalls eine zuverſichtliche Beurteilung
der Wirtſchafts= und Geldmarktlage entnehmen. Wahrſcheinlich
ſchließen ſich noch andere Inſtitute, auch führende Privatbanken, dieſer
Stellungnahme an. Unverkennbar beſteht aber auf der anderen Seite
bei verſchiedenen maßgebenden Banken eine ſtarke Zurückhaltung. Ins=
beſondere
hat die Deutſche Bank in ihren wirtſchaftlichen Berichten
meiſt eine abwartende und vorſichtige Einſtellung gezeigt. Die Auf=
nahwebereitſchaft
iſt in der Tat nicht bei allen Banken gleich, man
will im Gegenteil am Donnerstag bemerkt haben, daß ſeitens einer
Großbank oſtentative Abgaben auf den verſchiedenſten Gebieten er=
folgten
, die nicht zuletzt zu den erneuten ſtarken Kursvückgängen bei=
trugen
. Sachlich wäre dazu feſtzuſtellen, daß verſchiedene wichtige Pro=
bleme
des deutſchen Wirtſchaftslebens gegenwärtig ungeklärt ſind und
die Entwicklung durchaus ungewiß iſt. Berückſichtigt man aber die
große Anzahl unerfreulicher Ereigniſſe, die immer wieder eintreten,
ſo zeigt die Börſe doch im Grunde eine unverkennbare Widerſtands=
fähigkeit
. Es iſt bei Betrachtung aller für die Börſe in Frage kom=
menden
Faktoren jedenfalls ſehr ſchwer, ſich über die nächſten Mög=
lichkeiten
ein klares Bild zu machen. Rein börſentechniſch iſt die
Situgtion beſſer als je. Der Novemberultimo war wohl der leichteſte
ſeit Aufnahme des Effektenterminhandels im Herbſt 1925, weil die
Engagements ungewöhnlich klein ſind und daher nur ein beſcheidener
Geldbedarf beſteht. Die Leichtigkeit des kurzfriſtigen Geldmarktes darf
alſo nicht mit einem übermäßigen Angebot identifiziert werden, ſon=
dern
ergibt ſich in der Hauptſache aus den unerheblichen Anſprüchen,
die von der Börſe geſtellt werden. In den Zweimonatsbilanzen per
Ultimo Oktober ſpiegelte ſich die Wirkung dieſes Zuſtandes deutlich
genug wieder. Die Reports nahmen erheblich ab, die Kaſſenhaltung
ſtieg infolge der Unmöglichkeit, größere Beträge als Tagesgeld unter=
zubringen
. Zu den Hauptproblemen, die zurzeit in den Börſen=
räumen
diskutiert werden, gehören die Arbeitszeitfrage und die wahr=
ſcheinliche
Konjunkturgeſtaltung der kommenden Monate. Auf den
einzelnen Marktgebieten ſtellte ſich in der Berichtswoche zeitweiſe eine
Belebung ein, wenn auch Enttäuſchungen nicht ausblieben. So gab
die Bamag=Meguin A.=G. ihren Sanierungsplan bekannt, eine Bilanz=
bereinigung
bei der Kalker Maſchinenfabrik A.=G. und der J. D.
Stiedel A.=G. wird ſich nicht umgehen laſſen. Die Dividendenerklärung
der Schultheiß=Oſtwerke=Gruppe entſprach nicht den an der Bövſe
gehegten Erwartungen. Andererſeits begannen wieder Spezialbewe=
gungen
Intereſſe auf ſich zu lenken, u. a. die Steigerung der Polyphon=
Aftien, der angeblich ausländiſche Intereſſenkäufe und günſtige Divi=
dendenausſichten
zugrunde liegen ſollen.
Frankfurter Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 2. Dezember 1927.
An der heutigen Börſe war die Stimmung wieder allgemein zuver=
ſichtlicher
. Die Kurſe konnten ſich ſtärker erholen. Das Geſchäft hielt ſich
jedoch weiter in ziemlich engen Grenzen. Die Spekulation nahm Deckun=
gen
vor, da ſich die geſtrigen Gerüchte nicht beſtätigten. Ferner zeigte ſich
die Börſe befriedigt von der Rede des Reichswirtſchaftsminiſters Dr.
Curtius in der geſtrigen Wirtſchaftsdebatte im Reichstag. Dann verwies
man auf die Einigung in der Zigarreninduſtrie und auf den Bericht des
Stahlwerksverbandes über zufriedenſtellende Beſchäftigung. Der Markt
der Schiffahrtswerte wurde angeregt durch neue Meldungen über einen
günſtigeren Stand der Freigabeangelegenheit. Von einer ſtärkeren
Publikumsbeteiligung war auch heute nur wenig zu merken. Aus der
Provinz ſollen allerdings weiter einige kleine Kaufaufträge eingelaufen
ſein. Im Mittelpunkt des Intereſſes ſtanden J. G. Farben, die zum erſten
Kurs bereits 4¾ 0 anziehen konnten. Etwas ſtärker hervortraten ferner
die Elektrowerte. Gesfürel, Schuckert und Siemens gewannen 5 bis
6 %- Auf den übrigen Marktgebieten wurden durchſchnittliche Kurs=
erholungen
von 2 bis 4 0 erzielt. Von Montanwerten waren Klöckner
und Rheiniſche Braunkohle mit je plus 41 9 etwas mehr beachtet.
Schiffahrtswerte gewannen 3 bis 4 0. Merklicher erholt lagen Zellſtoff
Waldhof mit plus 7:/, %= Banken blieben etwas vernachläſſigt bei Kurs=
beſſerungen
von 1½ bis 2 %- Von Lokalwerten konnten Scheideanſtalt
3½ ½ anziehen. Wahß und Freitag blieben auf dem ermäßigten
Kursſtand nur behauptet. Am Anleihemarkt lagen Ablöſung weiter ettvas
erholt. Ausländer nach wie vor ſtill. Der Pfandbriefmarkt war durch das
Abfindungsangebot der Gemeinſchaftsgruppe der Hypothekenbanken
etwas angeregt.
Im weiteren Verlaufe ſetzte ſich die Kursſteigerung zunächſt um 1 bis
9 % fort. Namentlich J. G. Farben waren weiter etwvas verlangt, da die
deutſch=franzöſiſchen Chemieverhandlungen einen guten Fortgang nehmen
ſollen. Später machte ſich jedoch eine gewiſſe Unſicherheit bemerkbar, da
der Geldmarkt weiter angeſpannt war. Tagesgeld war zu 8 % geſucht.
Am Deviſenmarkt ſchwächte ſich der Dollarkurs weiter ſtark ab. London=

Kable 4,88. Mark gegen Dollar 4,1850, gegen Pfund 20,420, Spanien
und Italien lagen erholt, London=Madrid 29,60, Mailand 89,75, Paris
124,02.
An der Abendbörſe ſetzte ſich zunächſt die Aufwärtsbewegung i
ſtärkerem Maße fort, wobei mehrere größere Aufträge in J. G. Farben=
induſtrie
auszuführen waren. Neben Farben vor allem Freigabewerte
und Zellſtoff Waldhof ſtärker beachtet. Auch Rütgersverke behaupteten
ihren um 3 Prozent erhöhten Nachbörſenkurs. Im ſpäteren Verlaufe
gingen die Anfangsgewinne wieder ſämtlich verloren, da man auf Grund
des Mißtrauensctrags der Sozialdemokraten gegen die Regierung zur
Abgabe ſchritt. Der Schluß war wieder behauptet. Berliuer Kurſe
über den Frankfurter Abendkurſen genannt. Im einzelnen nannte man:
Danat 217. Deutſche 152,5, Dresdener 151, Geſſenkirchen 130,6, Har=
pener
181,25, Mannesmann 1385, Rheinbrau 221, Rheinſtahl 155,5,
Stahlverein 100,75, Nordd, Lloyd 1485, AEG. 153, Erdöl 118, Licht und
Kraft 194,75, Farben 252,5, Gesfürel 267,2. Holzmann 156, Metallgeſell=
ſchaft
176, Rütgerswerke 84,5, Schuckert 164, Siemens u. Halske 258,75,
Zellſtoff Waldhof 236 5. Im Frankfurter Abenddeviſenverkehr waren
Mailand und Madrid weiter leicht erholt. London-Paris 124,02,
Mailand 89,75, Holland 1207½, Madrid 29,46, Zürich 25,30½,
New York 4,8815. Pfunde-Mark 3,43, DollarMank 4,1850.
Berliner (ffekienbörſe.
Berlin, 2. Dezeutber 1927.
Auf den geſtrigen erfolgreichen Baiſſevorſtoß ſtellte ſich an den Effek=
tenmärkten
heute eine nachhaltige Reaktion ein. Die größeren Abgaben,
ließen vollſtändig nach, dafür fanden in erheblichem Umfang Deckungs=
käufe
ſtatt. Die Stimmung war zuverſichtlich, insbeſondere im Hinblick
auf einzelne Ausführungen während der geſtrigen Reichstagsdebatte.
Man betonte mit Nachdruck die Ankündigung des Reichswirtſchafts=
miniſters
, wonach die Kapitalertragsſteuer für feſtverzinsliche Werte
zur Belebung des Kapitalmarktes aufgehoben werden ſolle. Zugleich
ſtimulierte eine optimiſtiſche Auslaſſung des Staatsſekretärs Mellon,
wonach die Verabſchiedung des Freigabegeſetzes von der amerikaniſchen
Regierung mit Nachdruck gefördert werde. Infolgedeſſen fanden ſeitens
der Tagesſpekulation Rückkäufe ſtatt, die eine allgemeine Befeſtigung des
Kursniveaus um mehrere Prozent zur Folge hatten. Verſchiedene Pa=
piere
gewannen 58 %, Ver. Glanzſtoff ſogar 11 0. Im Durchſchnitt
betrugen die Beſſerungen 24 %: Die Geldmarktlage verzeichnete
noch keine Veränderung. Der Satz für Tagesgeld blieb mit 89½
angeſpannt. Warenwechſel 71/, 0 und darüber. Monatsgeld 81/.9½
Am Deviſenmarkt konnte ſich die ſpaniſche Valuta nach dem geſtrigen
Rückgang in London auf 29,79 befeſtigen. Im Berliner Uſancehandel
fanden weitere Deviſenabgaben ſtatt, die den Dollarkurs auf 4,1850 er=
mäßigten
. Das engl. Pfund lag in Newyork mit 4,88 außerordentlich feſt.
An der Nachbörſe ſtanden Schiffahrtsaktien im Vordergrunde. Hapag
waren mit 144 und Nordlloyd mit 149 geſucht. Die Geſamttendenz ge=
ſtaltete
ſich feſt. Man nannte überwiegend Kurſe, die über dem amtlichen
Schlußniveau lagen und annähernd die höchſten Tageskurſe darſtellten.
J. G. Farben ſtellten ſich nachbörslich auf 251252. Von Elektrowerten
notierten Gesfürel 268, Siemens 258,5, AEG. 152,75, Bergmann
ſchwächzr, 182. Am Bankenmarkt lagen Danarbank mit 216 und Commerz=
bank
mit 164 etwa 1% höher. Montanwerte nach wie vor freundlich,
Harpener 180,5, Rheinſtahl 155,25. Von Textilwerten wurden Ver.
Glanzſtoff mit 538, Bemberg mit 406 und Stöhr Kammgarn mit 158
gehandelt. Neubeſitzanleihe 13,25, Ablöſungsanleihe I und II 52,75,
Ablöſ.=Anl. III 55,62.

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Teutſde Erdöl.
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Kon. Maſck. Egeſt. .
Sanſa=Dampfſchf.

1 12 2 12. L. 12 2 12. 157. 155. Hemoor=Zement. 222.5 2n. 97.25 Hirſch Kupfer. 102. 1104. 30. Höſch Eiſen.. 138.5 13775 70.5 70.5 Hohenlohe Werke. 17.625 18.25 65.25 67. Kahla Vorzellan. 96. 91. 177. 176. Lindes Eismaſch. 139. 148 1a1. 141. Lingel Schuh. 68.25 169 171. Linke u. Hofmann 90. 95. 2. Loewe u. Co 226.75 230.5 67.125 G2. S. Lorenz 107.25 108 Niederlauſitzer 8 153.5 152.5 114.875 116.5 Nordd. Gumn 645 65. Orenſtein. 119. 125. Rathgeber WBaggon Nombacher Hütten G7. 70.5 115. 118.875 Roſitzer Zucker. 71. 71. 152. 155. Rütgerswerke. 80.375 82.125 245.375 Va! Sachſenwerk. 107.75 108. 105. 105. Sächſ. Gußſtab 130. 1.30. 34.75 34.75 Siemens Elas. 145. 145. Ver. Lauſitzer Gla= 122. 1126.5 262. 265.75 Volkſtedter Porzell. 46 5 47. 148. 148 Weſtf. C. Langendreer 64. 64. WittenerGußſtahl. 36.5 40. Mee 1205.5 Banderer We 205. Mf

Tagung des Verwaltungsrates der Z.
Reichsbahn.
In Berlin tagte der Verwaltungsrat der Deutzſchern
Geſellſchaft. Die finanzielle Lage des Jahres 1928 ſtanß.
grund der Beratung. Für das Geſchäftsjahr 1928 waren fm
ausgaben gegenüber dem Voranſchlag für 1927 zu
1. Steigerung der geſetzlichen Reparationslaſt bis 70 Mf.
2. Erhöhung des Wohnungsgeldzuſchuſſes auf 46 M:
3. Lohnerhöhung durch den vom Reichsarbeitsminiſter fi.
erklärten Schiedsſpruch mit 75 Millionen RM., 4. im
nommene Erhöhung der Beamtengehälter, eingeſetzt mit
Reichsmark, 5. Steigerung der ſozialen Laſten als
höhung der Löhne und der Aenderung der geſetzlichen B
15 Millionen RM., zuſammen 406 Millionen RM. Voo=
laſten
unter 2 bis 5 gegenüber dem Voranſchlag von
produkten
Jahr 1927 ſchon getroffen mit 123 Millionen. Gegenſt
ſächlichen Ausgaben von 1927 iſt daher das Jahr 1928
um 70 Millionen RM. Reparationslaſten und 213 M=
Perſonalausgaben, Summe 283 Millionen RM. Eine un
dungsordnung für die Reichsbahnbeamten konnte
Standes der Reichstagsverhandlungen noch nicht aufgeſtell)
Vergleich der Grundlagen für die Ausgaben und (
im Jahre 1913 und heute ergibt folgendes Bild: Auf G.
nalgebiet betrugen im Jahre 1913 die Ausgaben fürn!
Arbeiter 44,16 Prozent der Geſamteinnahme, während
1928, unter Annahme eines annähernd gleichgroßen VerrI
Jahre 1927, 57,17 Prozent betragen werden. Dies komm=
im
Durchſchnitt die Perſonaleinkommen um über 80 Prr.
um eine viertel M.
Kopf gewachſen ſein werden, während die Kopfzahl
gleichen Stand wie vor dem Kriege (berechnet auf
Grenzen) hat. Setzt man die Beſoldungsausgaben aru0 ſumnch wie vor fele
innerhalb der verſchiedenen Beamtengruppen, wie ſie vort ?.0

emmarkt von
findet
gen geſucht.
zeigen eit

sie 16,7728, Hafe
ſfe36 25, Roggenn

jahme. Die 2
beſtanden haben, gleich 100, ſo ergibt eine Angleichunge F.zum
bahnbeſoldung an die jetzt vorgeſchlagene Reichsregelur, / 1 74,2524,60, III
Bild: Die Ausgaben ſteigen für die 80 Prozent aller
faſſenden Gruppen 1 bis 6 auf durchſchnittlich 186
Lebenshaltungsindex ( 150,2) berechnet auf 124. Sie ſink.: E. n15,00.
Gruppen bis auf 134, bzw. 90. Für die Arbeiterſtundo
beſellſchaft durchſchnittlich heute 188 Prozent des Satzest
913. Die wichtigſten Kennziffern für die ſachli
gaben ſind die folgenden: Kohlen rund 150, Holzſchwell
eiſerne Oberbauſtoffe rund 144, Bettungsſtoffe rund 1=IMMk 979 Deik.
rund 167. Gegenüber dieſen Ausgaben haben ſich die 2.
einnahmen im Durchſchnitt erhöht: für den Perf Mudf jung. Mad

auf rund 122, für den Güterkilometer auf rund 130. Unt:
ſtänden hat die Hauptverwaltung ſich darauf beſchränken
läufig für das Geſchäftsjahr 1928 einen Voranſchlag als i
zuſtellen, bei dem trotz der erheblichen Mehrlaſten die Am W.=bung
die Einnahmen gedeckt werden.

Der Groß= und Ueberſeehand
zur Tarifpolitik der Reichsbehe

Deviſenmarkt.

Kelſing ſors.
Aien.:.
Prag ...
Rudapeſt
Sofia".
Kolland.
Tslo ........"
Aopenhagen..
Stockholm. . .
Londen. . . . .
uenos Aires.
New York ..
Belgicn..

1. 12.
Geld Brief
H0.525 10.54:
158.96 59.08
12.393 12.413
13.17 73 31
3.022/ 3.627
168. 94 169.28
Hit-trttt-3sl itt. 19111-41f
112.10112.32
120.398 20.438
1.787/ 1-79
11.18104 1890
158.435 58.5551 58.44 58.56

2. 12.
Geld / Brief

10.527
58.96 59.08
12.39
73.17
3.024

0.547
12.41
73.31
3.03

168.97/169.31
112.10/112.321
Hie.nsiis.otlit2.8ttiz o3
20.402/20.442
1.787/ 1.79
4. 1805/4.1885

Ftalien"
Paris ..
S.Zweiz
Spanien.
Lanzig
Japan.
Mio de Jat
Jugoſlavien
Vortugal
Athen .
Konſtantinope
Fanada
iguay

12. 2. 12 Geld Brie Geld Brief e2.s1 2.a (22.70 22.74 16.445 16.48 16.445 16.485 80.63 80.785 80.625 80.785 67.91 68.0. 68.9 69 11 81.51 81.7 81.5 et.72 1.918/ 922 1. 923 1.927 0.497/ 0.49c 0.497 1.499 7.365 7.37 7.365 7.379 20.58 20.62 20.54 20.62 5.494 5.506 5.564 5.576 2 168 2.174 2.165 2.169 4.186 4.194/ 4.185 4. 193 4.294 4.304 4.296 1.304

Der Reichsverband des Deutſchen Groß= und Ueberſeelcſ M Sonmtag 10
hat in der Frage der Gütertarifpolitik der Reichsbahngeſe
ſeine Auffaſſung in einer Entſchließung zur Kenutnis ge
die bisherigen begrüßungswerten Maßnahmen zur Ver
Reichsbahngütertarife als der Anfang der von allen Win;
geforderten grundſätzlichen Reform des Eiſenbahntarifweſei?
werden, die ohne Verzögerung weiter durchgeführt werden ih
beſondere habe ſobald wie möglich eine allgemeine Ermäri
licher Gütertarife einzutreten. Ferner wird auf die ſofmrW/Eiu
rung folgender Erleichterungen auf dem Gebiet des Fraun
ſonderer Wert gelegt: 1. Weitere Ermäßigung der Frachte.
Klaſſe: 2. Ermäßigung des Frachtzuſchlags bei 5 To. Ladu
führung einer 3. Stückgutklaſſe bei einer genügenden all. !
mäßigug der Stückgutfrachtſätze; 4. Einführung einer War/
5. Ausgleichung der Ueberführungsgebühren bei Orten N
Bahnhöfen an die ermäßigten Nahfrachten. Endlich erſtrex: Mer
verband des Deutſchen Groß= und Ueberſeehandels eine
Aenderung in der Behandlung der normalen und Ausnahn
halb zur Behandlung der verſchiedenen Ausnahmetariſe die
Underkommiſſionen bei der ſtändigen Tarifkommiſſion der (
fordert wird, in denen die intereſſierten Wirtſchaftskrei
und gutgchtlich gehört werden.
Die deutſchfranzöſiſchen Farbenverhandlungen. Er
dungen, daß zwiſchen der J.=G. Farbeninduſtrie, A.=G., u.
zöſiſchen Groß=Chemie ein Farbenabkommen, welches bes
Abſatz der Farben zwiſchen beiden Ländern regeln ſoll,
ſchloſſen ſei, ſind noch verfrüht. Wir erfahren von zuſtä d
daß die Verhandlungen immerhin weit vorgeſchritten ſen
vielleicht noch im Laufe des Dezember mit ihrem Abſchü Mm
werden könne. Wie bereits von Herrn von Weinberg bemg:
ſich die deutſchfranzöſiſchen Farbenverhandlungen in
gegen die amerikaniſche Farbeninduſtrie.
Ha4
Vereinigte Malzfabriken A.=G. in Worms. Die Geſelle
nach Vornahme von 14 154 RM. Abſchreibungen einen Neizn
25 822 RM., woraus 9 Prozent Dividende auf 40000 Ma=
aktien
und 10 Prozent auf 160 000 RM. Stammaktien
werden.

Damen
mderehe zw. Vertrieb
Mecheit gegen hohe
Venckſtraße 51.

Bransfärter Karvorticht som P.20

Ktaatapapiere
a)Deutſche
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld einſchl
Ausloſ.=Sch. 1. Tei
II. Zeil
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld ohne Aus=
(oſungsſcheine .. .
42 Di. Schutzgeb.=
Anl.

D)Ausländiſche
5% Bos. E. B. 1914
6%. 2. Inv. 1914
4½% 1898
½% 1902
4½ Bosnien
5% Bulg Tabak.02
4½%Oſt. Staatsr.
v. 1913. Kdb. 1918
*½½Oſt. Schatz. 14
4½,% Oſt. Silber.
4% Goldr
4% Oſt Goldrente
C. Innsbr. Abk.
4% einh.R. (k.)
5% Bort. /Spz.) III
5%Rum.am. R.03
4½½Gold. 13.
am. fon.
4½ am.05

R4
55.75

13
7.55

37

2.75
22i.

17.5

28.8
4.5
33

140
9.25

4% Ung. Goldr.
(lt. Innsbr. Abk.)
4½ Ung Staatsr.
v. 10 ..."
4¾Ung. Kronr. . .
3%6 Ung. Erſ. Tor ../ 15.75
Außereuro=
päiſche


5%Mex.am.in. abg.

5% äuß. 99

4½ Gold04ſtf.
3% konſ. inn.
* ½%, Frrigat. !
5½ Tamaulipas I ,
Zachwert= Schuld=
verſchreibungen

Mit Zinsberech=
nung

10%Berl. 6.-Bk. 6. /105.25
8½
98
6 Berl. St. Gob
8% Darmſt. St.=G./ 93
8 % D. Hyp.=Bank
Meining. Goldpf / 97.7

2½‟ Ung St 1918
1918/ 21.75
(½"
(1. Tnnsbr. Abk.)
D% Ung St 1814
4½½ Ung St. 1914
(k. Junsbr. Abf.) 23.25
½ Ung. Goldz. . . ! 24.45

2Dresb. Gt.-G. 85.75
7%Frkf St.=G... . 87
BFräf. Syp.=
Goldpfbr.
7% Frkf. Hyp.=B!
Goldpfbr.
5%0 Frkf. Hyp.=Bk.=
Goldpfbr.
820 Frkf. Pfbr.=Bk.
Goldofbr.
Frkf Goldofbr.
2o Frkf. Pfbr.=Bk.
Goldpfbr.
8o Frtf. Pfbr. Bk.
Goldpfbr.
H.-St.-Golb
anl.
325 Heff. Land.=B
Goldpfbr.
79 Heff. Land.=Bk.
Goldpfbr.
8½ Llöchn.-Werk. 28

90.5
89
21
97.9
94
89
1100
93

90

26.5
84.5

9

A
93.5

Wſnce
Mark (Hagen)
Goldobl.
laog:,
8% Komm. Ldsbk.
Darmſt., Reihe I/ 96
8% N. Landesbank
Darmſt. Reihe II / 96
8%Ldwgshf Stadt=
Goldanl.
7 %M. KraftHöchſt 87.5
8% Mainz.=St.=G./ 93
8% Mannh. St.=G./ 94.5
6% Mannh. St.=G.=/ 28.5
7% M.=Stahlw. 271 89
8% Raſſ. 2db. Gold 1101:),
8% Rba. St. Gldal.
80 Pfälz. Hhp. Bk.=
Goldpfbr
98
* Pfälz. Hyp.=Bk.
Goldpfbr.
94
68 Pfälz. Hyp.=Bk
Goldpfbr.
88.5
80 Pforzh. St.=G.
8% Pirmaſ. St.G./ 89
8% Pr. Centr. Bd.=
Cr.=Bk. Gldpfbr. 99
8% Pr. Gentr.=St.=Goldpfbr / ge
7% Br. Centr.=St.-Goldpfbr. / 95
8% Rh.=Hyp.=Bk.
Golbpfbr.
96.5
945
s
89.5
4½% -Big. Pfb. 80.75
%-Anteilſch./ 57.8
Plodk. Stdtio
1119
10%Rh.=Weſtf.=B.
Cr.=Bk. Goldpf 1105.25
98
92
8es Sſdb. B. dr. B.
Goldpfdbr.
9e.*
7% B. Stahlw. Düf=
ſeldorfHyp
.= Gld=
ob
mit Optionl 30.75
% V. Stah. w. Däf-1
eDorfom.-Gd.-/
obl. ohne Option) Es
7% Jiag/ V. Jad.=
Unt. Sln.) 27

925

Mae
Golbobl. ... . . 93.5
8% Württbg. Hhp.=
Bank Goldpfbrf./ 95.5

Ohne Zins=
berechnung

5% Bdw. Kohl 23
6%Großkr. Mannh.
Kohl. 23
6%Heſ.Brk.=Rg. 23
5% Heſſ. Volksſtaat
Roggen .. . . . 23
5% Pr. Kaliw. .. .
5% Pr. Roggenw.
5% Südd. Feſt. B.6
Vorkriegs=oyp.=3.
Bfandbriefe
Bayr Bereinsb.
Bayr. Handelsb.
Bayr. Hyp. u. Bechi.
Berliner Hyp.=Bk.
Frkf Hyp.=Bk
Frkf. Pfandbr.=Bk.
Hamb. Hhu.=Bk.
Mecklb. Hyp. =u. Wb.
Meining. Hhp. Bk.
Nordd Gr.=Cr.=Bk.
Pfälz. Hyp.=Bk.
Breuß. Bod. r.=B.
Pr. Cent.=B Cr. B.
Preuß Pfdbr.=Bk.
Rhein Hhp.=B
Rh.=Wſtf. B.-Cr.=B.
Südd. Bodentr.
Württ Hyp Bk.
Staatl. od. prov.
garantiert
Hen. L.=Hyp.=B.
Landestr. Caſſel".
Naſſau Ldsb.
Obligationen v.
Transvortanſt.
4½ Gif.=Bahn ſtfr.
42 Galiz. Carl=
Lud.=B.
abg.
(L.)ſtfr.

12.61
13.1
8.25
2.25

15.9
16.7

13.4
1os
13
475
115),
9.15

3.4
*

3.5

Med
2,6% Neue
4%Oſt. Staatsb. 83
8%Oſt. 1.b. 8.&.
3%Oſt. abg.
9.Em.
abg.
3%
3% 1885.
3% abg.
3½Oſt. Erg. Netz)
3%Oſt. abg. 21.5
3% RaabOebb. 88/ 20
4½ Rud. Silber ..! 6.5
4%6 Rud. (Salzkg.)
4½%Anat., S. I 17.75
4½% Angt.. S. II/ 16.75
4½% Anat., S.III 14.75
% Salon. Monaſt. 7.5
5 Tehuantevec..
4½%
Bank=Aktien
Mflg. D.=Krebit.. . . /132
Bad. Bk. . . . . . . . . 185
Bk.. Brauind. . . . 176
Barmer Bank. 132
Bah. Hyp.=Bchi. 148
Berl. Handelsgei
Comm.u. Privath. 161.25
Darmſt. u. Nat.=Bk /210
Deutſche Bank
150.75
D. Eff.u. Wchſ.=Bk. 122.5
D. Hyv.=Bk. Mein. 1125.5
D. Vereins=Bk. 1109
Disk.=Geſellſch.
1145
Dresdener Bk
14 3.25

93/ 15.75

Frankf. Bf.

113

131.5

Frankf. Hyptt •Bk/132
Frkf. Pfdbr. Bk. . . 139
Botha. Grundkr. Bk.
Lur Intern. Bank".
Metallbank
Mitteld. Creditb 193
Pfälz. Hyp.=Bk.
Pr. Bd.=Creditbauk 124.75
Hhp.=Akt.=Bank 136
Reichsbank=Ant.
Rhein. Creditbr. . 121.5
Rhein=Hyp.=B1
Stdd. B.=Freditbk.

Südd. Dise.Gei. 130
Oſterr. Creditanſt.
Wiener Banwereinl 171,

Bergwerks=Ak!.
Buderus. . . . . . . .
Eſchw. Bergw. ..
Gelſenkirch. Bgw.
Harv. Bergb. ....
Jlſe Bergb. St.
Genußſchein ...
Kali. Aſchersleben
Kali. Salzdetfurth.
Kali. Weſterregln. .
Klöcknerwerke (abg.
Lothr=Hütte)
Mannesm.=Röhr
Mansfelder A...
Oberbedarf".
Otavi=Min.=Ant.
Phönix=Bergb. .. .!
Rhein. Braunk.
Rhein Stahlw.. . .
Riebeck Montan. .
SalzwerkHeilbronn
Tellus Bgb.
Fer. Laurahütte
Ver Stahlwerke
indnſtrie=Am
Brauereien
Eichbaum(Mannh.
Henninger
Hereules Heiſiſche
Löwenbr.=Münche 1317
Mainz. Aktienbr.
Schöfferhof(Bind.)
Schwarz=Storchen
Tucher. Nürnberg
Werger

85
190
128.75
79.5
111
146
217
156.5
113.5
137
101.75
38.5
89.5
Aré
79.5
112
76.25
98.75

271
186
147
231
304
72
150
160

Bktum. Berlin. 154
Adler & Oppenh
Adlerw (v. Kleyer)/ 823
6%E.A. G. Vzg.A 85.5
5%A. E. G. Bzg.B 76
A. E. G. Stamm 153
Bad. Maſch. Durla 139
Bad. Uhren, Furtww.
Bamaa=Meguin ..! 39
Baſt Nürnberg .. . 22y.3

Mie Ree
Beck & Henkel.
Bergmann El ...."
Bing. Metall.
Brem.=Beſtah=Ol.
Bürſtenfbr. Erlang
Cement. Heidelb. .
Cement. Karlſtadt
Cement Lothr. . .
Chem. Albert. .. . .
Chem Brockh.
Chem Milch
Daimler=Benz A. G.
Dt. Eiſenhandel.
Deutſche Erdöl.
D. G. u. Silb. Scheid.
D Linoleumw. Bln.
Dingler. Zweibrück.
Dresd Schnellpr
Dürkoppw. (St).
Dürr Ratingen
Dyckerhoff & W
Eſenw. Kafſersl.
E Licht u. Kraft.
G Lieferung ...
E Bad Wolle
Email. Ullrich
Enzingen Werke
Eßlinger. Maſch.
Ettlinger Spinn.
Faber Bleiſtift
Faber & Schleicher
Fahr, Pirmaſens
Farbenind J. G.
Felten & Guilleau./
Feinmech. (Jetter)
Feiſt. Sekt
Frankfurter Gas
Frankfurter Hof
Frlf.=M. Pok. u. B.
Beiling & Cie.
Goldichmidt, Th
Gotha Waggon
Gritzner Maſch.
Grün & Bilfinger.
Hafenmühle Frkft. /137
Haib & Neu
Hammer e
Hanfw.
Hanſa=Llood. Br
Hartm. & Brau;

70-
100
111.5
150.5
46

15.

Heyl genſtaedt.
Hilpert, Armatur. 75
Hindrichs=Aufferm.
Hirſch. Kurfer . . . . 100
Hoch=Tief Eſſen.
155
Holzmann ..
65.5
Holzverk Ind.
Hydrom Breslat
Inag ..
JunghansSt.
83
Kammg. Kaiſersl. 1188
Karlsruher Maſch. 17.9
Karſtadt. N
1140
Klein. Sch EBecker/109
Knorr, Heilbronn 1163
Konſerv. Barun . / 55
Krw. All=Württbg./ 95
Krauß & Co
158
Lahmeyer
Lech, Augsburg .. /1.15
Lederw. Rothe
Lederw. Spicharz.
Lingel Schuhw.
Löhnberg. Mühle / 40.25
Ludwigsh Walzm. /119.25
Lüdenſcheid. Metall
Mankraft Höchſt . 1116
Murs=W. Nürnberg /125
Metallgef. Frkf 174.5
Miag Mühlenb 13.)
Mdenus Stamm 65.5
61
Motorenf. Deutz
Motoreni. Oberun. / 78.5
Münch. Lichtſpielk / 88
Reckar) Fahrz
Neckarw. Eßlingen 1137
Beters Union
Pfälz. Näh Kahſer/ 49
54.5
Philipps
Porzellan Weſſel.
ſtein Gebb.& Schall 98.25
141.5
Rhein Elektr
Rhenania,Kunheim! .3
Rütgerswerke
Schneid & Hanau./ 54
Schnellpr Frant 80.
Schramm Lackfr 121
Schriftg Stemp 1118
53
Schuckert Elekt

Schuhfbr. Weſſel
38
Schuhf. Herz..

54

für
de
Deutf
Lel
I.G
Franf

Seilin
Siemens Glaer
Siemens & 56
Südd. Immog
Südd. Zucker=
Thür. Lief. Cotml
Uhren Furtwu
Unterfr Kr.=0-
Beithwerk
Ver f. Chem.

Ver. b. Olfbr. Ale
Ver. Faßi Cav‟
Gummſ. Bln. .4
Pinſel=Nürnbic
Ultramarin
Zellſtoff Berl.1
jogtl Maſch.
Voigt & Haeff.f
Volthom Sei.f
Wantz & Fren:
Wegelin Rußis
Zellſt Aſchaffe -
Zellſt Men
Zellſt
Zucker. Ah.
Transvort=
Berſicherungs
Dt Re
A Dt
A. Lokalb u.
Dt Eiſenb.=Ges
Frttt. All
Frankonia R
Iassn6
Bahnbedar!
Dampfl. Rodbe
jelvetia Loni=
ſebr
. Lu

[ ][  ][ ]

335

Metallnotierungen.
Anotierungen der LondonerBörſe ſtellten ſich am 2. De=
Für Kupfer (Tendenz: ſtramm): Standard p. Kaſſe
Monate 607½, Settl. Preis 60:/. Elektrolyt 65‟/
((Aected 6465!), Elektrowirebars 65¾. Zinn (Tendenz:
uard p. Kaſſe 2677½268, 3 Monate 2651/., Settl. Preis
moff. Not.) 275½ u. K., Straits (in, offNot.) 273½. Blei
nmmm): ausländ, prompt 22‟/0 entft. Sichten 221
T23. Zink (Tendenz: mäßig): gewöhnl. prompt 26½,
n. 26. Settl. Preis 26½. Quechſilber (inoff. Not.): 23,
wff. Not.): 15.
imer Metallnotierungen vom 2. Dezember 1927 ſtellten
ſu Elektrolytkupfer 132,5, Orig.=Hüttenalumin. 210, dto.
1.: Rein=Nickel 350, Antomin Regulus 9095, Silber in
irhen Preisfeſtſetzungen im Metallterminhandel vom
927 ſtellten ſich für Kupfer: Januar 123 (1231),
J-irz April 128 (123½), Mai 123:/, (123½), Juni 1231
1231/4 (1231/.), Auguſt 123½ (123:/.), September 123½
hilser 128½ (123¾), November 123½ (123¾), Dezember
Teendenz ruhig. Für Blei: Januar 45½ (45¾), Februar
ATärz 45¾ (46), April 45¾ (46), Mai 46 (46), Juni 46
5 (461/.), Auguſt 46!), (461/.), September 461/, (46½),
46½), November 461/, (46½), Dezember 45!/, (453
Für Zink: Januar 52¾ (53:/.), Februar 52¾ (53
34), April 52:), (52¾), Mai 52 (52½), Juni 52 (52½
Auguſt 52 (52½), September 51¾ (52½), Oktober 51¾
er 51¾ (521/.), Dezember 531, (53¾). Tendenz: ſtill,

Samstag, den 3. Oezember 1927

Geite 21

Produktenberichte.

4roduktenbericht vom 2. Dezember. An der heutigen Pro=
certen
bei ſtetiger Tendenz Weizen 25,7526,75, Roggen
Et- 2529, Ausſtich 2930, Futtergerſte 2122, Hafer
mriehl Baſis 0 38,538,75, Noggenmehl 60proz. 3737,25,
werl 16B, Roggenfuttermehl und =nachmehl 1924,5,
5515,75, grobe Weizenſchalen 14,514,75, feine Weizen=
. getr. Biertreber 17,7518,75, Malzkeime 1818,5,
B, Trochenſchnitzel 1111,5, Heu 8,59, Stroh 23,
ſaukubn: Produktenmarkt vom 2. Dezember 1927. Weizen, der
an h)Markt kommt, findet auch etwas leichter Abnahme und
ſeinwlleis um eine viertel Mark erhöhen. Noggen iſt recht knapp
für fmrer Lieferungen geſucht. Man erwartet ſteigende Preiſe,
mmit utul igen nach wie vor feſt, doch war das Geſchäft heute klein.
me umToggenmehl zeigen ein ſehr ruhiges Geſchäft. Hafer in
Duchit Findet Abnahme. Die Preiſe wurden wie folgt feſtgeſetzt.
wINML- II 24,2524,50, III 22,5023,25, Roggen 25,25 bis
ISumeigerſte 26,7528, Hafer inl. 22,7523,75, Mais 20,75,
hmetl),7538,25, Roggenmehl 3535,75, Weizenkleie 13,60
Mklct 5 2515,50.
Saubere, ehrl. Haus=
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Frankfurter Getreidebörſe vom 2. Dezember 1927: Weizen (Wett.)
1. 25,75, 2. 24,2524,50, 3. 22,5023,25; Roggen (inl.) 25,2525,50,
Sommergerſte für Brauzwecke 26,7528, Hafer (inl.) 22,7523,75, Mais
(gelb) 20,75, Weizenmehl (ſüdd. Spezial) 37,7538,25, Roggenmehl
8535,75, Weizenkleie 13,60, Roggenkleie 15,2515,50. Tendenz:
befeſtigt.
Frankfurter Gemüſemarkt vom 2. Dezember. Marktlage: Inlän=
diſches
Obſt und Gemüiſe reichlich angeboten. Starke Bufuhren von
franzöſiſchem und italieniſchem Blumenkohl. Ctwas lebhafteres Ge=
ſchäft
auf dem Gemüſemarkt, auf dem Obſtmarkt dagegen nach wie vor
ruhig. Preiſe auf der ganzen Limie faſt unverändert.
Amerikaniſche Kabelnachrichten
* Chicago, 2. Dez. (Priv.=Tel.)
Weizen: Ungünſtige urgentiniſche Schätzungen des Exportüber=
ſchuſſes
und große auſtraliſche Verſchiffungen verſtimmten anfangs.
Dann trat eine Befeſtigung ein auf die Kaufluſt des Handels und der
Exportfirmen.
Mais: Da die Berichte über den Wochenexport beſſer waren, als
erwartet, und der Lokomarkt feſt war, war dia Stimmung feſt und die
Preiſe zogen erheblich an.
Hafer: Die Haltung des Marktes war befeſtigt auf gute Export=
nachfrage
und kleine Ankunfte.
Roggen: Kleinere Exportnachfrage und Verkäufe öſtlicher Häuſer
bewirkten anfangs eien Preisrückgang. Der Schluß war erholt.
* New York, 2. Dez. (Priv.=Tel.)
Bauntwolle: Das Geſchäft verlief bei geringen Schwankungem
ruchig. In den Schlußſtunden trat eine Befeſtigung ein auf die hauſſe=
ſautenden
Entkörnungsberichte.
Kaffee: Das Geſchäft war heute lebhafter auf Verkäufe der Kom=
miſſionäre
und Europas. Gegen Schluß traten teilweiſo Realiſatio=
nen
ein.
Bucker: Die günſtigen Berichte von der Berliner Zuckerkonferenz
und die Londoner Kabel wirkten anfangs befeſtigend. Gegen Markt=
ſchluß
fanden Gewinnmitnahmen ſtatt.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 2. Dez.:
Getreide, Weizen: Dez. 129½4, März 133, Mai 134½; Mais:
Dez. 9028, März 94½, Mai 97½: Hafer: Dez. 52½, März
94½, Mai 56½; Roggen: Dez. 110½, März 110½, Mai 1107.
Schmalz: Dez. 11,95, Jan. 12,47½, Mai 12,80.
Fleiſch: Dez. 10,40, Jan. 11,30, Mai 11,45; Speck, loko 11,,
leichte Schweine 8,00 bis 8,75, ſchwere Schweine 8,75 bis 9,10;
Schweinezufuhren: Chicago 24 000, im Weſten 90000.
Es notierten nach Meldungen aus New York am 2. Dez.:
Getreide. Weizen Nr. 2: rot 150½, hart 148½; Mais: neu
ank. Ernte 103½; Wehl: ſpring wheat clears 6,607,00, Fracht:
nach England 2,02,6 Schill., nach dem Kontinent 1415 Cents.
Schmalz: Prima Weſtem, loko 12,70; Talg: extra 8½.

Kakav. Tendenz: willig; Umſatz in Lots: 346; Loko: 13½;
November , Dezember 13,30, Januar 13,70, Februar 13,05,
März 13,10, April 13,18, Mai 13,30, Juni 13,36, Juli 13,41,
Auguſt , September 13,53, Oktober .
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Am Samstag, den 24. Dezember 1927, bleibt die Wertpapierbörſe
für jeden Verkehr geſchloſſen. Die Abendbörſe fällt am Freitag, dem
B. Dezember 1927, aus.
Die Verkaufsſtelle des Kupferblechſyndikates Kaſſel hat den Grund=
preis
für Kupferblechfabrikate mit Wirbung vom 1. Dezember von 184
auf 185 RM. feſtgeſetzt. Die Intereſſengemeinſchaft deutſcher Jute=
Induſtrieller hat ihre Preiſe ab 1. Dezember um 100 RM. pro Waggon
erhöht.
Die Kurve der neu eröffneten Konkurſe iſt ſchon im Oktober ange=
ſtiegen
und weiſt im November in noch ſtärkerem Maße nach oben. Es
ſind nach einer Zuſammenſtellung der Finanzſchrift Die Bank im
November 581 Konkurſe eröffnet worden gegen 462 im Oktober und
374 im September. Auch die Zahl der neuen Vergleichsverfahren iſt
ſtark angeſtiegen.
Wie wir erfahren, ſteht die größte Schloßfabrik Damm u. Ladwig
in Verkaufsverhandlungen mit der bekannten amerikaniſchen Firma
Yalg and Trown.
Im Rahmen der Hauptverſammlung der Niederländiſchen Handels=
kammer
für Deutſchland gab der Reichshandelskommiſſar für Nieder=
ländiſch
=Indien, W. de Cock=Buning, ein Referat über Nieder=
ländiſch
=Oſt= und Weſtindien und die deutſchen Intereſſen an dieſem
Gebieten.
Die belgiſchen Großbanken erklären ſich bereit, die luxemburgiſchem
Kaſſenſcheime ſowie die Noten der Internationalen Bank zu denſelben
Kurſen in Zahlung zu nehmen, wie die belgiſchen Banknoten, ſo daß
dadurch eine Gleichſtellung beider Währungen erreicht wind.
Der Weinertrag des Jahres 1927 wird in Ungarn auf 2,5 Millio=
nen
Hektoliter geſchätzt. Unter Berüickſichtigung der Tatſache, daß der
Inlandsverbrauch zurückgegangen iſt, dürfte mit einem Export von etwa
800 000 Hektoliter zu rechnen ſein; davon wuden bisher insgeſamt
20 000 Hektoliter ausgeführt.
Aus Tokio wird gemeldet, daß die durch die japaniſche Regierung
mit der Unterſuchung des Petroleummarktes beauftragte Enquete= Kom=
miſſion
ein Gutachten abgegeben hat, daß die Vereinigung aller Ein=
fuhrgeſellſchaften
in einer Organiſation unter Staatsaufſicht vorſieht.
Sollte dieſer Vorſchlag in die Tat umgeſetzt werden, ſo würde es prak=
tiſch
die Nationaliſierung des japaniſchen Petroleumhandels bedeuutem.
Ueber das neu errichtete amerikaniſche Kupferinſtitur, deſſen erſter
Vorſitzender dem Guggenheim=Konzern und deſſen zweiter
Vorſitzender der Anaconda=Gruppe angehört, wird von unter=
richteter
Seite in New York mitgeteilt, daß bisher ſchon 95 Prozentz
aller nord= und ſüdamerikaniſchen Kupferproduzenten dem Inſtitut bei=
getreten
ſind.

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[ ][  ][ ]

Seite 22

Samstag, den 3. Dezember 1922

Nummerr

9r
n-Theater

BerlalBmicmedel dichslauf

Das Beiprogramm:
Ein echter Berliner Rezitator spricht zu
2 originelle Akte.
Aennchen von Tharan‟‟

Kintopp vor 20 Jahren‟

Ein Hymnus auf
die Arbeit Der
Rhythmus unser.
Zeit -Das Tempo
unseres Lebens
Der Pulsschlag
unseres Jahr-
hunderts
geschil-
dert
in 7 Akten.

R
nz-Ih
ater

lustige Akte

( 32246

Noch
heute!
Eine Jugend-
trägödie
in
7 Akten mit
Grele Mogsheim und
Hans Brauseweler

Verver!.
Die Kapverdischen Inseln, Kulturfilm.
Die Petroleumshochzeit
2 Justige Akte.

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von einer Fülle lustiger Sensationen in 8 Akte

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um 7 Uhr
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Handlung mit Corinne Griffith
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Handwerker-Verein e. I.
Darmstadt

Sonntag, den 4. Dezember,
abends 8 Uhr Feier des
31. Süiſtungs-Pest

Alle Mitglſeder und Freunde unſeres
Vereins ſind dazu herzlich eingeladen.
Der Vorſtand.
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Samstag, den 3, Dez., Sonntag, den 4. Dez.
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20F
Uhr
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Uhr
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rei 335
Von Weinheim
ſach Waldmichelbach.
Eine Plauderei von R. Wünzer.
(Nachdruck verboten)
Tenbach hatte zu Siegfrieds Ehren Feſtſchmuck an=
egleitcte
meine Wormſer Freunde nach der Halte=
er
, von wo aus ſie die Rückreiſe in die Burgunden=
gat
. n. Ich fuhr mit bis Wald=Michelbach. Es war

Samstag, den 3 Dezember 1927

Geite 23

ſrn. Volker ſpielte diesmal die Zupfgeige und ſang
Dazu; die andern fielen mit mehr, oder weniger

zu men im Chor ein. Auf einige hatte das Erlebnis
ulaſtrophal gewirkt. Sie baten mich, weiter mitzu=
fe
der Verſicherung, es wäre diesmal kein Hagen in
ſ und verabſchiedeten ſich mit Weinen und Bruder=
Verſicherung glaubte ich, denn es war nichts von
m des Eiſernen Kanzlers, wie er gelegentlich be=
twe
, zu ſehen. Aber toch gab es Tote. Die den
ſc Ribelungen entnommene, angeſichts des ſterbenden
ichſt frivole Aufforderung des Tronjers an ſeine
en Haut Zweige von den Bäumen. Wir brauchen eine
hre, u91 ſtarke. Ein toter Mann iſt ſchwer. ſcheint immer
ſn auchill, Bedeutung zu gewinnen, wenn Wormſer Recken
optwäl der Brunnen, Waſſer trinken. Schlimm! Denn
zmal= dite man noch nicht einmal, wie bei der Ermordung
Lenichagfrie 3 die Poſtulate der Staatsraiſon entſchuldigend
Ich ſehe dem Zug nach, bis er in dem
huzie
ſchnwwr dem Tunnel verſchwand, und ſchlenderte dann
hſam/ den ſtillen Marktflecken, der heute bei unſerem Ab=
Fübzeei Kreidacher Höh, von der Grünewald=Ruh aus ge=
m
. ſon nleriſch zu unſeren Füßen liegt. Grünewald, ſo ge=
ſtim
r 1898. Pate war Dr. Grünewald, der prächtige,
O Pſensnyüige Menſch, der lange Jahre Oberförſter dort im
ſier vm zugleich Verſtand des O.=K. war. Charakteriſtiſch
dewr; ſind die beiden, dicht nebeneinander liegenden
chen, xuen Glocken Sonntags ſo wunderbar herrlich und
Imoni=ſiſammenklingen. Die katholiſche Kirche mit dem
unrn 1t zulaufenden, die evangeliſche mit dem viereckigen,
Me 1 lſiveng mas ſtumpfen Steinturm, der ſo ausſieht, als wäre
20 am Blcnſcht ganz ſertig geſtellt worden. Unweit der beiden
hen zendet ſich das Geburtshaus unſeres gefeierten Volks=
ers
19 Karillon. Der geſchloſſene Ortsteil wird jetzt über=
EEAe vorh m. weitausladenden Schulhausneubau. Für den
en Sſſhnheitsfanatiker fügt ſich der Neubau mit ſeinen ge=
MSAſigeun !smaßen, vielleicht nicht ganz glücklich, in die leichte,
msmüüige Landſchaft. Dafür aber wird die Inneneinrich=

tung allen Anforderungen moderner Hygiene gerecht, in wohl=
tucndem
Gegenſatz zu den beiden alten, nach Bekenntniſſen ge=
rennten
Schulhäuſern, die in dieſer Beziehung alles vermiſſen
ließen. Damals arbeitete dort alles, nach Konfeſſionen getrennt,
vom Eingang bis zum Ende, von der Hebamme bis zum Toten=
gräber
. Eine grauſame Ausſicht für Miſchehegatten, ſich nach
einem mühe= und dornenvollen, in gegenſeitiger Ergebenheit
und Liebe gewandertem Lebensweg im Tode körperlich getrennt
zu wiſſen. Ob das wohl dem gütigen, göttlichen Willen ent=
ſpricht
? Außer den ſtaatlichen Behörden trug nur eine Per=
ſönlichkeit
ſimultanen Charakter, und auch die nur, wenn ſie
nach Eintritt völliger Dunkelheit den Bewohnern gemeinſam die
Stunde ausrief der Nachtwächter. Ich enthalte mich eines
Urteils in dieſer heikeln, jetzt gerade brennenden Frage. Aber
vom Standpunkt des liberalen Mannes aus habe ich dieſe Ord=
niung
der Dinge immer tief bedauert. Der Glaube ſollte als
rein innere Angelegenheit nicht trennen, beſonders nicht in den
Tagen unverſtändiger Kindheit. Das taugt für unſer Volkstum
nichts. Aus dieſer Erkenntnis wurden wohl auch die Dinge ſo,
wie ſie jetzt liegen, geordnet. Bei uns überwiegt die ſtaatliche
Simultanſchule. Nur in wenigen Orten, wie in Wald= Michel=
bach
, beſteht noch die Konfeſſionsſchule. Auch in der demokrati=
ſchen
Republik muß im Intereſſe des Ganzen dem Staate neben
dem Elternhauſe ein beſtimmender Einfluß auf die Jugend=
erziehung
eingeräumt bleiben.
Ich perſönlich habe meine Mitmenſchen nie nach ihrem
Clauben, nie nach äußeren, oft zufälligen Merkmalen (Geburt.
Namen, Stand, Vermögen) ſondern immer nur nach ihrer
Tüchtigkeit und nach der Anſtändigkeit ihrer Geſinnung unter=
ſchieden
. Möchte die Wald=Michelbacher Jugend nun unter dem
gemeinſamen Schuldach wenn auch nach Bekenntniſſen ge=
trennt
zu einem wahren Volksgemeinſchaftsgefühl erzogen
tverden und möchte ſie in dieſem Gefühl und unter den Segnun=
gen
der Hygiene zu einem ſeeliſch und körperlich ſtarken Ge=
ſchlecht
heranwachſen zu Nutz und Frommen der Heimat.
Mir wurde es beim Anblick des alten Marktfleckens ein
bißchen weh ums Herz. In dem am Ortsausgang nach Gadern
zu gelegenen, von der mächtigen Fichte beſchatteten Sandſtein=
gebäude
habe ich lange meines Richteramtes gewaltet. Das Ge=
bäude
, welches durch verſchiedene, im Lauf der Zeit angehängie

ie
iſeresmöruſe
ngenF 18 zur
noch ſteierghs Kumung
Teils merer
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Unberbick ich
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Wir führen in unserem modernen

Käſtchen (Schöffenſaal und Grundbuchamt), aus der Ferne ge=
ſehen
ein etwas vogeſkäfigartiges Ausſehen" hat, beherbergte
früher das Forſtamt. Der letzte hier reſidierende Oberförſter
mußte im Jahr 1818 vor den Jlinienkuneln revolutionäter
Bauern flüchtig gehen. Er eilte ſchnurſtracks durchs Gebirg
hilfeſuchend in die Reſidenz. Ich habe dieſen Weg während
meines Aufenthalts dort öfter zurückgelegt, aber nicht als
Flüchtling, ſondern als behaglicher Naturbummler, von der
Sehnſucht getrieben, wieder einmal am Finkenſtammtiſch mit
lieben Freunden einen Schoppen zu trinken. Ich regierte
14 Jahre in dem roten, ſichtenumſäumten Sandſteinhaus als
das Amtsgericht mit die dicke Bauch wie mich eine alte
Zigeunermutter im Gegenſatz zu meinem verehrten Kollegen
Gg. Heinzerling nannte, der von ihr als die Amtsgericht mit
Die mächtig hohe
die ſpitze Bart bezeichnet wurde.
Fichte am Gartenzaun bildete die Zuflucht meines Sohnes
Rudi, wenn ihm das väterliche Züchtigungsrecht drohte; er
wußte, daß ich kein Baumkletterer war.
Es waren 14 glückliche Jahre, die ich dort in der herrlichen
Landſchaft in enger Fühlung mit der Bevölkerung, mieiſt um=
geben
von einer Schar junger Kollegen, die unter meiner Lei=
tung
die Gebräuche und Rechtsgewohnheiten der Gebirgler
kennen lernen wollten, und häufig beſucht und begrüßt ven
einem ausgedehnten Freundeskreis, verlebte wohl die glück=
lichſten
meines Lebens.
Manches hat ſich ſeitdem geändert. Es hat ſich auch dort
eine Spielſchar mit hohen Zielen gebildet: Die Räuber und
Triſtan und Jſolde‟. Die Ankunſt warmer, friſchgebackener
Bretzeln im Feſtſpielfaus unterbrach die Szene, entleerte das
Parkett und diktierte die große Pauſe ohne Regiebuch. Heute
will jeder eine Rolle in der Welt ſpielen, und ſei es auch nur
in der Welt des Scheins. In der kleinſten Statiſtenaufgabe
dünkt ſich jeder ein zweiter Mitterwurzer zu ſein und Vettern
und Baſen jubeln ihm Beifall. Wie bekämpft man dieſen
Dilettantismus? Duich Qualitätsleiſtungen der wirklich zum
Mitſpielen Beruſenen. Zu jedem Beruf gehört Vorbildung
und Uebung, nur ſcheint es zum Schauſpielerberuf nicht.
Ein großer Teil der Menſchen, die mir in meinem langen Leben
begegneten, beſtand freilich aus geborenen Komödianten. Dieſe
Komödianten des täglichen Lebens aber wirken auf die Ferne,
beſtechen durch ein ſicheres Auftreten und blenden durch den
Nimbus des Genies und der Gottähnlichkeit, mit dem ſie ſich
umgeben; leuchtet man aber hinter die Kuliſſen, ſo zeigt ſich oft
eine jämmerliche Halbheit und Armut:
Nil admirari ſingt ein Weltweiſer, der alte Horaz.
Ende.

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Geite 24

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Vergebung der Lebes
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das Ohlyſtift in Gräfenhazuſſ. der Unterbringun
reichen,
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enbergerMühle,eber./ Eeſſ. Bürgermeiſterei W2
Meinhardt.

Der noch uns
Rruch eines
Zwangsverſteigerun

Wtak=

Das nachſtehend bezeichnete Grundſtück, dasu
er Eintragung des Verſteigerungsvermerks auf
der Frau Mathilde Kappes, geb. Trumpfhell
frau des Kaufmanns Johannes Kappes in Darm!
ſtraße 22, im Grundbuch eingetragen war, ſoll
Dienstag, den 7. Februar 1928, nachm. *i
durch das unterzeichnete Gericht, an Gerichtsſtelle, &
verſteigert werden.
Die Verſteigerung erfolgt im Wege der B6
ſtreckung.
Der Verſteigerungsvermerk iſt am 26. Augtie
das Grundbuch eingetragen worden.
Inſoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des
rungsvermerks aus dem Grundbuche nicht erſichtr
ſind ſie ſpäteſtens im Verſteigerungstermin voc
forderung zur Abgabe von Geboten bei dem 1m
Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger 4
glaubhaft zu machen, widrigenfalls ſie bei der
des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und Lei
eilung des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche
bigers und den übrigen Rechten nachgeſetzt wekd..,
Diejenigen, welche ein der Verſteigerung Fülbe
des Recht haben, werden aufgefordert, vor der Ste
Zzuſchlags die Aufhebung oder einſtweilige Ginſt*
Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für Ne
Verſteigerungserlös an die Stelle des verſteige.
ſtandes tritt.
Darmſtadt, den 21. November 1927.
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Grundbuch für Darmſtadt, Bezirk I, Band.""
1E
Nr. Flur Nr. Kulturart u. Gewann N D