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Heſſiſche Neueſte Nachrichten
Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesfpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und elgenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet
Nummer 333 Donnerstag, den 1. Dezember 1927. 190. Jahrgang
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Rabatt weg. Bankkonto: Deutſche Banl und Darme
ſädter und Naiſonalbanf.
ginn der Genfer Abräſtungskomödie.
Die 4. Tagung
Abrüſtungsausſchuſſes.
Marſchrichtung: „Sicherheit ...
Sicherheit ...!"
* Genf, 30. Nob. (Priv.=Tel.)
Tagung des Vorbereitenden Abrüſtugsaus=
19-— heute vormittag kurz näch 11 Uhr vom
Präſiden=
w lem holländiſchen Geſandten in Paris, mit einer
Hitz in der er kurz zum Stand der Vorarbeiten für die
or ferenz ſich äußerte. Die Bewegung im Völker=
1r Beginn der erſten Sitzung der
Abrüſtngskom=
rngeheuer ſtark. Trotz ſchärfſter Abſperrungs= und
uißnahmen war die Vorhalle des Völterbundshauſes
h) die Delegierten wurden von Hunderten von
neu=
dei begleitet. Schon vor dem Hotel de la Paix, wo
5zrohnen, begann die Photographenmarter, die ſich
nr Völkerbundshauſe fortſetzte, wo ſie ihren
Höhe=
u. Die große Glasveranda des Völkerbundspalaſtes
chüſtn genug für alle, die auf Grund ihrer roten Karten
ſtren. Die Journaliſten mußten ſich zum erſten Male
hrtographien verſehene Identitätskarten ausweiſen.
26 eingeladenen Staaten ſind, wie bereits bei der
Etx, Braſilien, Spanien und Uruguay wieder nicht
i 23 anweſenden Staaten umfaſſen 14 Ratsſtaalen
Mg=ntinien, Bolivien, Belgien, Griechenland,
Schwe=
heiwwakei, Südſlawien und als Nichtmitglieder des
die Vereinigten Staaten von Ameriha und
Sow=
hJie 23 Staaten haben faſt ausnahmslos wieder die
4nter entſandt, die für ſie an den früheren Beratun=
Bhrten haben. Einige namhafte Perſönlichkeiten
feh=
ſunter vor allem Lord Robert Cecil und der bel=
)1 de Brouckere, die die Beratungen, der früheren
ielen Fällen geradezu beherrſcht hatten, und der
ei nach Brüſſel verſetzte frühere amerikaniſche Haupt=
AGſwu, an deſſen Stelle ſein Nachfolger in Bern, der
Beſandte in Bern, Wilſon, getreten iſt, während
dn Englands und Belgiens nunmehr unter der
Füh=
üßhenduns und Baron Montcheurs ſtehen. Neben
euen Perſönlichkeiten wird den Mitgliedern der
Delegation am meiſten Beachtung geſchenkt. Aus
Loudons Rede,
Weik kurzen Ueberblick über den Stand der Arbeiten
ſeriensſvert, daß er darauf hinwies, die
Fortfüh=
ſ r beiten ſei bisher nur durch das Feh=
Iſz „allgemeinen Gefühls genügender
IIut erſchwert worden. Die Verſammlung habe
ikranmiſſion mit der Schaffung eines
Sicher=
dees beauftragt, um die Fortſetzung der Arbeiten,
ue Leſung des Konventionsentwurfs, zu ermöglichen.
mt kündigte an, er werde alſo alsbald an die Dele=
Wereinigten Staaten und Sowjetrußlands die Frage
e bereit ſeien, der Einladung zum Eintritt in das
tu tee zu folgen. Es ſei notwendig, daß vor der
Au die noch beſtehenden Gegenſätze durch diploma=
AMecken ſo weit ausgeglichen würden, daß die zweite
UAnsſicht auf Erfolg vorgenommen werden könnte.
AoS Sicherheitsausſchuſſes werde langwierig ſein.
R” wuf jeden Fall öffentlich erfolgen.
eß Bernſtiorff gibt Aufflärung.
Aurde der griechiſche Hauptdelegierte Politis an
orckeres zum Vizepräſidenten gewählt. Nach
Ein=
anesordnung, die die Prüfung der Entſchließungen
bsverſammlung und des Völkerbundsrates, und
etzung des Sicherheitsausſchuſſes und den
augen=
ud der Arbeiten enthielt, ergriff Graf Bernſtorff
un das durch ſeinen an Präſident Loudon am
gerichteten Brief entſtandene Mißverſtändnis zu
5 er nämlich nicht die zweite Leſung für jetzt
be=
bern nur eine allgemeine Ausſprache mit Rückſicht
N =Kommiſſionsmitglieder gewünſcht hätte, entſpann
Mreine Debatte über die Tagesordnung.
Forderung: Vollſtändige Abrüſiung
Dankte zunächſt für die Begrüßung und gab die
daß die Sowjetdelegation an der
des Friedens und der
Herbeifüh=
brüſtung aufrichtig mitzuarbeiten
u ſei. Es ſei ihm aber ſchwer, ſich jetzt ſchon über
der Sowjetdelegation an dem Sicherheitskomitee
or hier nicht eine Ausſprache über die Abrüſtungs=
Lmmeinen ſtattgefunden habe und bevor nicht die
u die Anſicht der anderen Delegationen darüber
Da Präſident London erklären mußte, daß ſich zu
ſhe niemand zu Wort gemeldet habe, nahm Lit=
9s Wort zu ſeiner Erklärung. Er gab zunächſt
über die bisherige Entwicklung der
Abrüſtungs=
ulitarismus ſei eine der weſentlichſten und natür=
Mienzen des kapitaliſtiſchen Syſtems. Litwinow
die bisherigen Arbeiten des
Völ=
als unfruchtbar und in der Form, wie ſie
chimen wurden, ausſichtslos. Er entwickelte dem=
Programm vollſtändiger Abrüſtung,
ndige Abſchaffung der Rüſtungen zu Lande, zu
Wer Luſt und zu ihrer ſtufenweiſen Verwirklichung
Der Jahren u. a. die Entlaſſung der geſamten
ſtehenden Streitkräfte aller Truppenarten, die Zerſtärung aller
Waffen= und Munitionsbeſtände und ſämtlicher chemiſcher
Kriegsmittel, den vollſtändigen Abbau der See= und Luftflotten,
die Schleifung der Feſtungen, die Abſchaffung der Flotten= und
Luftflottenſtützpunkte, die Aufhebung aller beſonderen
Waffen=
fabriken und verſchiedene geſetzliche Maßnahmen umfaßt.
Ergän=
zend erklärte er hierzu noch, daß die ruſſſiche Delegation
Voll=
macht habe, die Verwirklichung eines ſolchen Programms der
vollſtändigen Abrüſtung ſofort nach dem Inkrafttreten einer
ent=
ſprechenden Staatskonvention vorzuſchlagen, derart, daß alle zur
Vernichtung des Kriegsmaterials notwendigen Maßnahmen
in=
nerhalb eines Jahres durchgeführt wären. Das internationale
Leben der Gegenwart führe nicht zu einer Vereinigung, ſondern
zur Zertrümmerung der enropäiſchen Staaten und zur Bildung
von politiſchen Sondergruppen mner= und außerhalb Europas,
Botſchafter a. D. Graf Bernſtorff
der deutſche Vertreter auf der Genfer Abrüſtungskonferenz.
und damit zur Verſchärfung des Antagonismus im Völkerleben.
Die Kriegsgefahr ſei heute nicht eine theoretiſche Möglichkeit,
ſondern eine abſolute Wirklichkeit, und deshalb müſſe das
Ab=
rüſtungsproblem raſcheſtens ſeiner Löſung zugeführt werden.
Jene Staaten, bemerkte er, die ſich um das Abrüſtungsproblem
herumdrücken, nehmen eine ungeheure Verantwortung auf ſich.
Im gegenwärtigen Augenblick ſei aber die vollſtändige Abrüftung
die beſte Garantie der Sicherheit für alle Völker. Er ſchlage
deshalb folgende Reſolution vor:
„In Anbetracht der Tatſache, daß das Beſtehen der
Rü=
ſtungen und der offenbaren Tendenzen zu ihrer Verſtärkung die
Staaten unvermeidlich zu bewaffneten Konflikten führen muß,
die Arbeiter und Bauern von ihrer produktiven Arbeit entfernt
und unabſehbares Unheil herbeiführt, ſowie der weiteren
Tat=
ſache, daß die bewaffneten Streitkräfte ein Mittel für die
Groß=
mächte ſind, um die kleinen Völker und die Kolonialländer zu
unterdrücken, ſowie in Anerkennung des Umſtandes, daß nur die
vollſtändige Zerſtörung aller Rüſtungen die wirkſamſte Garantie
für die Sicherheit und die Verhinderung künftiger Kriege
ab=
geben kann, beſchließt die vierte Tagung der Vorbereitenden
Abrüſtungskommiſſion: 1. ſofort mit der Ausarbeitung eines
detaillierten Konventionsentwurfs für eine allgemeine Abrüſtung
auf der Grundlage der Vorſchläge der Sowjetdelegation zu
be=
ginnen; 2. ſpäteſtens für den Monat März 1928 die
Abrüſtungs=
konferenz einzuberufen zur Erörterung und Beſtätigung der in
Artikel 1 vorgeſehenen Vorſchläge.
Die Rede Litwinows mit ihren radikalen Vorſchlägen wurde
von der Kommiſſion ernſt angehört, rief aber bei einzelnen
Dele=
gierten doch heimliches Lächeln hervor. Sofort nach der
Ueber=
ſetzung wurde die Sitzung kurz vor 1 Uhr auf nachmittags 4 Uhr
vertagt.
Paul=Boncour zum ruſſiſchen Vorſchlag.
In der Nachmittagsſitzung erklärte Paul=Boncour, es ſcheine
ihm aus Höflichkeit gegenüber der ruſſiſchen Delegation geboten,
die zum erſten Male hierher gekommen ſei, daß man zu dieſem
Vorſchlag Stellung nehme. In außerordentlich liebenswürdiger
Form führte Paul=Boncour aus, daß man jetzt wiſſe, daß ein
ſtrenger Richter der Arbeit der Abrüſtungskommiſſion hier ſitze.
Er beklage ſich darüber nicht, aber er müſſe doch darauf
aufmerk=
kam machen, daß die bisherigen Erfahrungen des Völkerbundes
und ſein Beſtehen ſelbſt der Beweis dafür ſeien, daß eben der
gute Wille allein nicht genüge. Paul=Boncour führte weiter aus,
daß ſelbſt eine ſo vollkommene Abrüſtung, wie ſie die Ruſſen
vor=
ſchlagen, ohne entſprechende Sicherheitsmaßnahmen nicht
ge=
nügte, die kleinen Völker gegen die großen zu ſchützen. Die große
Schwierigkeit der bisherigen Arbeit des Völkerbundes liege in
dem Mangel an internationaler Geſinnung und in dem
mangeln=
den Willen der Staaten, die Verantwortung auf ſich zu nehmen,
um die notwendigen Sanktionen gegen einen Angreiferſtaat zu
beſchließen, die praktiſch jeden Angriff unmöglich machen würden.
Darum ſei eben das Sicherheitskomitee geſchaffen worden.
Im=
merhin erfülle die Tatſache der Anweſenheit der ruſſiſchen
Dele=
gation die Kommiſſion mit großer Hoffnung, da das Fehlen
Rußlands ſich hier jeden Augenblick bemerkbar gemacht habe.
Scherzhaft rief er der ruſſiſchen Delegation zu: Glauben Sie mir,
es iſt nur der erſte Schritt, der ſchwer fällt, aber er verpflichtet
auch.
(Fortſetzung auf Seite 2, erſte Spalte.)
Wandlungen im Welthandelsverkehr.
Atlantiſcher oder Stiller Ozean?
Von
Dudley Stamp, Profeſſor für Wirtſchaftsgeographie
an der Univerſität London.
Es gibt heute bereits viele Leute, die behaupten, daß der
Stille Ozean in, nicht allzu ferner Zukunft dem Atlantiſchen
Ozean in bezug auf die wirtſchaftliche Bedeutung den Rang
ab=
gelaufen haben wird. Man weiſt darauf hin, daß die
Haupt=
routen des Weltſchiffsverkehrs mehr und mehr vom Atlantiſchen
Ozean nach dem Stillen Ozean verlegt werden. Es wird als
faſt allgemein erwartet, daß eine ähnliche Rangverſchiebung
ein=
tritt, wie ſie zwiſchen Mittelmeer und Atlantiſchem Ozean
ſtatt=
gefunden hat. Vor der Entdeckung Amerikas war das
Mittel=
meer das Zentralmeer der Welt. Die großen Weltreiche und
die bedeutenden Handelsvölker des Altertums, Aegypten,
Grie=
chenland, Rom und Karthago, und ſpäter Italien und Spanien
bildeten ſeine Geſtade. Mit der Entdeckung Amerikas änderte
ſich aber ſofort das Bild, und die Länder, die den Atlantiſchen
Ozean begrenzten — alſo Holland, Großbritannien, Spanien
und Portugal auf der einen Seite, die Vereinigten Staaten,
Kanada und Argentinien auf der anderen Seite —, erfuhren
einen ungeahnten wirtſchaftlichen Aufſchwung. Die um das
Mittelmeer gelagerten Länder büßten ſehr ſtark an
weltwirt=
ſchaftlicher Bedeutung ein, und erſt der Bau des Suezkanals
im Jahre 1869 brachte ihnen wieder einen verſtärkten
Handels=
verkehr.
Stehen wir heute vor einer ähnlichen Entwicklung? Die
Frage iſt von erheblicher praktiſcher Bedeutung, iſt ſie doch nicht
nur rein wirtſchaftlich, ſondern auch in politiſcher Hinſicht von
großem Einfluß auf die künftige Geſtaltung der
Völker=
beziehungen.
Für ein ſtärkeres Hervortreten des Stillen Ozeans im
Welt=
handelsverkehr liegen eine Reihe von Anhaltspunkten vor. Auf
der amerikaniſchen Seite der erſtaunliche Aufſchwung der
ge=
ſamten Weſtküſte der Vereinigten Staaten. Kalifornien mit
ſei=
nem paradieſiſchen Klima muß heute bereits als der größte
Fruchtgarten der Welt angeſprochen werden. Es dürfte auch
bald als Getreideausfuhrhons großen Stils mehr und mehr
hervortreten. Es beſitzt die ausgedehnteſten Erdölfelder der
Union und wird auch ſchon durch ſeine Bodenſchätze einer
bedeu=
tenden Zukunft entgegenſehen können. Die Rocky Mountains
mit ihrem ſchier unerſchöpflichen Mineralreichtum liegen dem
Stillen Ozean viel näher als dem Atlantiſchen Ozean. In einer
Welt, deren Holzvorräte immerhin begrenzt ſind, ſpielen die
Staaten Waſhington und die Provinz Britiſch=Kolumbien mit
ihren ungeheuren Reſerven an erſtklaſſigen Hölzern eine
wich=
tige Nolle. Britiſch=Kolumbien hat zudem reiche
Mineralvorkom=
men. Etwas weiter nördlich liegt Alaska, eines der größten
Fiſchereigebiete der Welt.
Weiter ſüdlich finden wir die überaus wertvollen, Kaffee und
Kakao produzierenden Gebiete Mittelamerikas und des tropiſchen
Südamerika. Die noch unerſchloſſenen, aber ſehr reichen Gebiete
Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien ſind für die
Welt=
wirtſchaft von ebenſo großer Bedeutung wie die angrenzenden
Gebiete Chiles. Der für den Weltverkehr ſo wichtige
Panama=
kanal und die zahlreichen trauskontinentalen
Eiſenbahnverbin=
dungen — ein halbes Dutzend oder mehr in Nordamerika und
bereits eine in Südamerika — bringen die Weſtküſte Amerikas
am Stillen Ozean mit den großen amerikaniſchen
Induſtrie=
zentren an der Küſte des Atlantiſchen Ozeans in enge
Handels=
beziehungen.
Wie ſteht es nun auf der anderen Seite des Stillen Ozeans?
Der erſtaunliche Aufſchwung Japans zu einer der führenden
Induſtrienationen der Welt iſt nur ein Vorgeſchmack für die
immenſen Möglichkeiten des noch erheblich größeren und mit
weit reicheren natürlichen Hilfsquellen ausgeſtatteten China. Die
tropiſchen Gebiete der oſtindiſchen Inſelwelt ſind bisher nur
in unerheblichem Maße erſchloſſen worden, obwohl die
bedeu=
tende Gummiproduktion der Malayenſtaaten, Javas und
Suma=
tras hier bereits den Weg der Entwicklung andeuten. Für den
Handelsverkehr in dieſen fernen Gebieten ſpielt ferner Auſtraliew
eine große Rolle, ein Erdteil von der Größe der Vereinigten
Staaten, aber mit nur einem Achtzehntel von deſſen Bevölkerung;
ferner Neuſeeland, beinahe ebenſo groß wie Großbritannien,
aber mit nur einem Dreißigſtel von deſſen Bevölkerung.
End=
lich müſſen eine Reihe kleinerer Inſeln im Stillen Ozean
er=
wähnt werden, z. B. Hawai mit ſeinen lieblichen
Erholungs=
orten und mit ſeinen Ananasfeldern, aber noch von größerer
Wichtigkeit als Anlegehafen zur Aufnahme von Kohle und Erdöl.
Trotz dieſer ſcheinbaren Vorteile beſitzt der Stille Ozean
dem Atlantiſchen Ozean gegenüber viele Nachteile. Zunächſt
ſeine ungeheure Weite. Am Aequator entlang dehnt ſich der
Pazifik über mehr als ein Drittel des geſamten Erdumfanges
aus. Trotz der Verbeſſerung der Schiffstechnik ſind lange
Ozean=
reiſen, auf deren Wege keine genügend große Anzahl von
An=
legehäfen anzutreffen ſind, nicht gerade förderlich für die
Ent=
wicklung des Wirtſchaftsverkehrs. Uebermäßig große
Brenn=
ſtoffvorräte müſſen von den Schiffen mitgeführt werden, wodurch
die Möglichkeit der Aufnahme von Nutzladung verringert wird.
Bunkerkohlen und Erdöl für den Bedarf der Schiffe müſſen
erſt auf die Inſeln des Stillen Ozeans von weither und
infolge=
deſſen mit großen Koſten herangeſchafft werden.
Der Handelsverkehr über den Atlantiſchen Ozean wird aber
auch ſeiner gauzen Natur nach kaum irgend einen Schaden
er=
leiden durch einen Ausbau des Stillen Ozeans. Die
dichtbevöl=
kerten europäiſchen Gebiete ſind für die Belieferung mit
Nah=
rungsmitteln und induſtriellen Rohſtoffen — vor allen Dingen
Getreide, Baumwolle, Kupfer und Erdöl — in ſehr
erheblichem Maße angewieſen auf die Länder der anderen Seite
des Atlantiſchen Ozeaus, beſonders die Vereinigten Staaten,
Kanada und Argentinien. Solange die Alte Welt uoch durch
Zufuhren aus der Neuen Welt geſpeiſt werden muß, und ſolange
Nord= und Südamerika ſowie Afrika Nahrungsmittel und
indu=
ſtrielle Rohſtoffe zu dieſem Zwecke exportieren, wird der Han=
Donnerstag, den 1. Dezember 1927
Seite 2.
delsverkehr zwiſchen dieſen drei Kontinenten vorwiegend durch
den Atlantiſchen Ozean gehen. Man kann vielleicht einwenden,
daß der Aufſchwung Auſtraliens als Getreideausfuhrland den
transpazifiſchen Handel anregen werde, doch iſt der Weg von
Auſtralien nach Europa via Suezkanal noch immer der kürzeſte
und, falls die Fahrt durch den Panamakanal geht, muß der
Atlantiſche Ozean ja auch überquert werden, bevor Europa
er=
reicht wird.
Man hat oft das gewaltige Anwachſen des Schiffsverkehrs
durch den Panamakanal als Beweis der Steigerung des
Han=
delsverkehrs im Stillen Ozean herangezogen. Dieſer Beweis iſt
indeſſen keineswegs ſtichhaltig. Wenn die den Panamakanal
paſſierende Schiffstonnage in den letzten Jahren größer
gewor=
den iſt als diejenige des Suezkanals, ſo muß man bedenken, daß
von einer Geſamttonnage von 16 560 000 Tonnen, die im Jahre
1925 den Panamakanal durchliefen, der weitaus größte Teil auf
den Küſtenverkehr zwiſchen Weſt= und Oſtküſte Amerikas entfiel.
Nur etwa 615000 Tonnen, alſo noch nicht ein Zwanzigſtel der
Geſamttonnage, kamen aus weit entfernten Gebieten des Stillen
Ozeans. Und weniger als ein Sechſtel der Tonnage war für
Auſtralien oder den Fernen Oſten beſtimmt. Betrachtet man
den Geſamthandel der Vereinigten Staaten, ſo gingen im Jahre
1926 etwa 21 Millionen Tonnen Waren über den Atlantiſchen
Ozean nach Europa und weniger als 5 Millionen Tonnen nach
Auſtralien und dem Fernen Oſten. Ein erheblicher Teil dieſer
letzterwähnten Menge wurde nicht über den Pazifiſchen Ozean
verſchifft, ſondern ging durch den Atlantiſchen Ozean und dann
wia Suezkanal.
Die ſicherlich einmal eintretende Konſolidierung Chinas und
die wirtſchaftliche Erſchließung der großen aſiatiſchen
Prärie=
länder in der Mandſchurei und Mongolei werden dem
trans=
pazifiſchen Warenverkehr ſicherlich einen erheblichen Impuls
bieten. Aber dieſer Aufſchwung wird den gegenwärtig
beſtehen=
den transatlantiſchen Verkehr eher ergänzen als erfetzen.
Der deutſche Oelegierte forderi Ausſprache
über die ruſſiſchen Vorſchläge in der 2. Leſung.
Nun kam die Diskuſſion etwas in Gang. Der deutſche
Dele=
gierte, Graf Bernſtorff, erklärte, daß die deutſche Regierung
ent=
ſchloſſen ſei, im Geiſte und nach dem Wortlaut der Beſchlüſſe der
letzten Völkerbundsverſammlung mitzuarbeiten. Er wolle
be=
tonen, daß auch die beiden bisherigen Redner erklärt hätten, zu
gemeinſamer Arbeit trotz aller gegenſätzlichen Anſchauungen
be=
reit zu ſein, und das ſei die Hauptſache. Litwinows Rede ſei
ge=
wiß eine ſehr herbe Kritik geweſen, aber er brauche nur an die
15 Punkte Wilſons zu erinnern, um zu beweiſen, daß ähnliche
padikale Vorſchläge auch ſchon früher von anderer Seite gemacht
worden ſeien. Auch Wilſon verlangte eine vollſtändige
Ab=
rüſtung, und inſofern alſo ſeien die ruſſiſchen Anträge nicht ſo
unerhört zu nennen, wie man vielfach zu glauben ſcheine. Er
be=
antrage, daß jetzt der Termin für die zweite Leſung des
Konven=
dionsentwurfes feſtgefetzt werde, und daß bei dieſer Gelegenheit
dann auch die ruſſiſchen Vorſchläge miterörtert würden.
Der tſchechiſche Delegierte, Außenminiſter
Beneſch, ſchloß ſich dem Antrag Bernſtorffs an und auch ſeiner
Bemerkung über ſchon früher gemachte Vorſchläge zur Abrüſtung.
Die Kritik Litwänows ſei nicht nur, ſtreng, ſondern zu ſtreng,
und deshalb ungerecht. Beneſch verteidigte dann die
Langſam=
keit der bisherigen Arbeiten und meinte, es wäre immer noch
beſſer, ſie gingen langſam vor ſich, wenn ſie nur zum Ziele
führten. Trotzdem ſei ſchon ein großer Schritt nach vorwärts
gewacht.
Annahnze des deutſchen Antrags.
Ueber den Antrag des Grafen Bernſtorff gab es eine
län=
gere Geſchäftsordnungsdebatte, in deren Verlauf ſich die ruſſiſchen
Delegierten, von denen auch Zunartſcharfki das Wort ergriff, mit
dem Antrag des Grafen Bernſtorff einverſtauden erklärten. Die
Diskuſſion der ruſſiſchen Anträge wird danach auf die zweite
Leſung des Konventionsentwurfes verſchoben, deren Datum noch
in dieſer Tagung der Kommiſſion feſtgefetzt werden ſoll. Zum
Sicherheitskomitee ſoll jede Delegation dem Präſidenten
mittei=
len, wen ihre Regierung delegiert. London forderte die
Dele=
gierten der beiden Nichtmitglieder des Völkerbundes, die
Ver=
einigten Staaten und Rußland, auf, ſich über ihre
Bereitwillig=
keit, an dem Sicherheitskomitee teilzunehmen, zu äußern.
Keine Teilnahme der Amerikaner und Ruſſen
an dem Sicherheitskomitee.
Der auerikaniſche Geſandte Wilſon ergriff daun das Wort
zu ſeiner angekündigten Erklärung namens der Waſhingtoner
Rogierung. Wilſon erklärte, daß die Vereinigten
Staa=
ten an den Arbeiten des Sicherheitskomitees
Vom Tage.
Ju Reichsarbeitsunniſterium haben geſtern die
Verhandlun=
gen zur Beilegung des Konflikts in der
Zigarren=
induſtrie begonnen.
Wie wir erfahren, iſt Reichsminiſter a. D. Hermes vom
Reiché=
präſidenten zum Führer der Delegation für die
deutſch=
polniſchen Wirtſchafts=Verhandlungen ernannt
worden.
Wie aus Wilna gemeldet wird, haben die polniſchen
Be=
hörden in Molodeczna neun Mitglieder der
kommu=
niſtiſchen weißruſſiſchen Partei verhaftet. Bei den
Verhaſteten ſoll viel belaſtendes Material gefunden worden ſein.
Zum neuen Primas für Ungarn hat der Papſt den Pater
Szebedy auserſehen und gedenkt ihm nach den Blättern im
bevorſtehen=
den Konſiſtorium gleickzeitig die Kardinalswürde zu verleihen.
Nach einer Meldung aus Sofia ſind in den Verhandlungen
über die bulgariſche Anleihe Schwierigkeiten
ein=
getreten.
Aus Bukareſt verlautet, daß Titulescu, obſvohl ſich ſein
Ge=
ſundheitszuſtand gebeſſert habe, an der Tagung des Völkerbundes in
Genf nicht werde teilnehmen können. Man nimmt an, daß
Rumänien daher die Vertagung der Beratung der
un=
gariſchen Optantanfrage verlangen wird.
Der italieniſche Senat wird am 6. Dezember wieder
er=
öffnet, um ſich vor den Weihnachtsferien hauptſächlih mit der
Genehmi=
gung zahlreicher Dekrete zu beſaſſen.
Wie offiziell mitgeteilt wird, wird auf der Tagesordnung
des Finanzkomitees des Völkerbundes, das noch vor
der Ratstagung zuſammentreten wird, auch die Freigabe des
Neſtbetrages der Ungarn gewährten
Völkerbunds=
anleihe ſtehen.
Der neuefranzöſiſche Geſandte in Rom, de
Beau=
marchais, wird ſeinen Poſten nicht vor der erſten Hälfte des Januar
antreten, da er noch an der franzöſiſch=ſpaniſchen Konferenz über das
Regime von Tanger mitwirken muß, deſſen Statut zum größten Teil
ſeim Werk iſt.
Der litauiſche Geſandte in Paris teilte der franzöſiſchen Preſſe
gegenüber mit, daß Litauen mit Polen normale
Bezie=
hungen nicht aufnehmen könne, ſolange ſich Polen weigere,
das Wilnagebiet zu räumen.
Die Türkei hat nach der bericktigten endgültigen Ziffer der
Volkszählung vom B. Oktober dieſes Jahres 13 649 945
Ein=
wohner. Die Volkszählung hat ergeben, daß die Türrkei zu den
Län=
dern mit Frauenüberſchuß gehört. Sie zählt 7065 541 Frauen und
nur 6 584 404 Männer.
nicht teilnehmen könnten, daß ſie aber mit großem
Inter=
eſſe ſich weiter an der Arbeit der Abrüſtungskommiſſion
betei=
ligen würden. Die Vereinigten Staaten hätten auch großes
Intereſſe an allen Fragen der Sicherheit, aber ſie ſeien ſehr
ent=
fernt vom europäiſchen Gefahrenzentrum. In ihrem Gebiet
hät=
ten ſie eine Reihe von Sicherheitsverträgen abgeſchloſſen, die ſie
zwar nicht gerade als allgemeine Muſter empfehlen wollten, die
aber ihrer Anſicht nach genügten. Die Waſhingtoner Regierung
würde den Arbeiten des Sicherheitskomitees aufmerkſam folgen
und ſeine etwaigen Beſchlüſſe wohlwollend prüfen.
Für die Sowjetrepublik erklärte Litwinow,
daß Moskau in der vollkommenen Abrüſtung die beſte Garantie
der Sicherheit erblicke und daß die ruſſiſche Regierung nicht dazu
beitragen möchte, die Aufmerkſamkeit von dieſer Frage durch
längere Erörterungen über Schiedsgerichtsbarkeit und
Sicher=
heitspakt abzulenken. Sie wolle nicht die Verantwortung
über=
nehmen für eine Taktik, die zu einem endloſen Aufſchub der
Ab=
rüſtung führen müſſe, um ſo weniger, als das Sicherheitskomitee
ſeine Tätigkeit auf den Arbeiten und Beſchlüſſen des
Völker=
bundsrates und der Verſammlung aufbauten müſfe, an denen
die Sowjetregierung keinen Auteil habe. In Anbetracht des
Zuſammenhanges zwiſchen Sicherheitskomitee und
Abrüſtungs=
kommiſſion ſei aber die Sowjetregierung bereit, die Arbeiten des
Sicherheitskomitees „mit derjenigen Aufmerkſamkeit zu
beobach=
ten, die ihr geſtattet werden wird”
Aus der Verſammlung heraus erhob ſich dagegen kein
Wider=
ſtruch. Sowjetrußland wird alſo im Sicherheitskomitee lediglich
durch einen Beobachter und die Vereinigten Staaten überhaupt
nicht vertreten ſein.
Das Sicherheitskomitee tritt nun morgen vormittag 10½
Uhr zu einer Sitzung zuſammen, um ſein Programm auf der
Grundlage des Beſchluſſes der Abrüſtungskommiſſion
feſtzu=
legen, der es als Aufgabe des Komitees bezeichnet, „das
Stu=
dium derjenigen Maßnahmen fortzuſetzen, die allen Staaten die
Garantie der Schiedsgerichtsbarkeit und der Sicherheit geben
könnte, welche notwendig ſind, um das Nibeau ihrer Rüſtungen
in einem internationalen Abrüſtungsvertrag auf die möglichſt
niedrigſte Ziffer herabzuſetzen.”
Nach Beendigung der vorläufigen Arbeiten des
Sicherheits=
komitees wird Präſident Loudon — wie er hofft — übermorgen
die Abrüſtungskomnmiſſion wieder zuſammenberufen. Das
Sicher=
heitskomitee wird ſeinen Präſidenten ſelbſt wählen.
Zur Adventsfeier in der Stadttirche.
Im Herbſt des Jahres 1705 wandert der 20jährige Joh.
Seb. Bach, damals Organiſt an der Kirche zu Arnſtadt in
Thü=
ringen, nordwärts. Er will nach Lübeck, um daſelbſt den greiſen
berühmten Orgelmeiſter Norddeutſchlands, den 68jährigen
Dietrich Buxtehude, zu „behorchen”, um bei ihm zu
lernen. Für vier Wochen iſt er beurlaubt, allein bald zeigt
ſich’s, dieſe Zeit iſt zu kurz, die reichen Anregungen aufzunehmen,
und ſo bleibt der werdende Meiſter über die Advents=,
Weih=
nachts= und Epiphanienzeit in Lübeck; erſt Mitte Februar kehrt
er nach Arnſtadt zurück, wo man ihn zwar vor den Rat zitiert,
aber ſchließlich doch glimpflich behandelt. Es iſt anzunehmen,
daß ihn vor allem die Adventsmuſiken, die Buxtehnde in der
Marienkirche hielt, in Lübeck feſthielten. — Buxtehude hatte dieſe
muſikaliſchen Addentsfeiern eingeführt, die nötige Orgel=, Chor=
und Orch=ſtermuſik vielfach ſelbſt geſchrieben, auch geſpielt und
aufgeführt.
In Erinnerung an dieſen nordiſchen Meiſter ſollen heute
abend in der Stadtkirche in der erſten Adventsfeier eine Reihe
hervorragender Orgelkompoſitionen Dietrich Buxtehudes geſpielt
werden: ein Präludium mit Fuge, zwei Choralbearbeitungen
und eine Paſſacaglia. Im folgenden ſeien einige Bemerkungen
dazu geſtattet.
Das Präludium (doriſch) iſt verhältnismäßig kurz, es umfa
nur 20 Zwölfachteltakte. Wie ein Wellenſturz bricht es herei
in lebhaften Terzen= und Sextengängen brauſt es auf und niede
bis im ſiebenten Takt ein wuchtiges Thema aus dem Baß a
ſteigt, in gleichlangen Noten s. g. C., d‟ es‟ d., ſich fünfme
wiederholt, indeſſen es in der Höhe weiterſtürmt, die Wellen ſ
überſchlagen, durcheinanderſchießen und emporhüpfen. Mit de
Uniſono=Gang es cd G ſchließt das Spiel. Wie ſo oft, entwicke
Buxtehude auch hier das Thema der nun folgenden Fuge au
dem Baßthema des Präludiums. In halben Noten (g d‟es"
deb kis gab) gibt es ſich ungewöhnlich ernſt und gewichtit
und ſo zeigt ſich guch die ganze Fuge. Nach einem 23 Tal
langen Zwiſchenſpiel, in dem auf und ab rollende Achtelgäme
der linken Hand mit abgeriſſenen und doch zuſammenhängende
Akkorden der rechten Hand ſich verbinden, folgt der zweite Te
der Fuge, im ungeraden Takt, deren Thema neu, aber aus vr
ausgegangenen abgeleitet iſt. Hier findet ſich eine Kunſt
Stimmführung und eine Originolität der Harmonien, dabei ein
Innigkeit des Ausdrucks, die aufs höchſte erſtaunen. Es iſt e
klar durchdachtes, dabei warm belebtes Bild,
Die darnach zum Vortrag kommenden beiden Bearbeitungen
der Choralmelodie „Wie ſchön leuchtet der Morgenſtern” bietet
dem Zuhörer keine beſonderen Schwierigkeiten. Die Melodie iſt
ſtets noch erkenntlich In der Regiſtrierung ift Bezug genommen
auf den Inhalt der entfprechenden Verſe, die man auf dem
Programm nachleſen möge.
Die nun folgende Paſſacaglia in D=Moll iſt eine
Variationen=
reihe über ein vier Takte umfaſſendes, einfaches, aber
ausdrucks=
volles Baßthema. Nicht weniger als 28 mal wird es in der
gleichen Geſtalt wiederholt, davon 7 mal in D=Moll, 7 mal in
E=Dur, 7 mal in A=Moll und 7 mal in D=Moll, ſo daß das Stück
aus vier faſt gleich langen Abſchnitten ſich zuſammenſetzt. Ueber
dem ſich gleich bleibenden Baß entfaltet ſich nun ein Reichtum
an melodiſchen und harmoniſchen Einfällen, eine Belebtheit tut
ſich kund, verbunden wiederum mit einer bis in die Seele
drin=
genden Innigkeit, daß man von einem Meiſterwerk erſten
Ran=
ges ſprechen muß. Von geradezu zauberiſcher Wirkung iſt der
zweite Teil in E=Dur, beſenders wo unter der ſich
gleichbleiben=
den Achtelbewegung ed e d die anderen Stimmen in
wunder=
voll ruhigem Melodienſtrom dahingleiten, alles ruhend auf dem
Thema im Baß. Im dritten Teil (A=Moll) belebt ſich der
Xon=
körper, ſchwillt bis zum ER an, um dann im decrescendo in
die Stimmung des zweiten Teils zurückzugleiten. Mit dem 122.
Takte ſchließt das Stück in zarten, troſtvollen D=Dur=Klängen.
Uraufführung in Mainz.
Jut Mainzer Stadttheater wurde am Mittwoch abend der
Schwank. Daniel in der Löwengrube” uraufgeführt.
Verfaſſer ſind der Mainzer Spielleiter Max Malén und der
Wiesbadener Chefredakteur Hermann Lekiſch. Den Kern der
Handlung bildet eine Heiratslotterie, um deren zufällige und
gewollte Verwirrungen ſich reichlich groteske und poſſenhafte
Szenen ranken. Wie ein Phönix aus der Aſche entſteigen dem
ganzen Schlamaſſel zum Schluß drei glückliche Paare. Die
Auf=
führung in der guten Inſzenierung von A. Springer, mit
dem trefflichen äußeren Rahmen von Heinz Helmdach
er=
zielte einen ſtarken Publikumserfolg. Der Schwank hat ſeinen
ſpieleriſchen Höhepunkt im 2. Akt, während er im 3. Akt, der ſich
noch weiter ausbauen ließe, etwas abfiel. Das Publikum
amü=
ſierte ſich köſtlich und geizte nicht mit Beifall und Blumen. Die
beiden Autoren und der Darſteller der Hauptrolle mußten ſich
wiederholt vor der Rampe zeigen.
Paris, 30. NM
Die Genfer Politik ſcheint ſich zu klären. Ein —
nicht unbedingt erfreulich zu nennender — Kriſtag
prozeß iſt im Gange. Schon ſcheint es ſicher, daß dem
italieniſche Pakt von den Jugoſlawen nicht vor den
getragen wird. Mit ſolchen Drohungen haben die S2.
viel Unruhe angeſtiftet, in Paris vielleicht noch mn
Rom. Es iſt alſo Ausſicht dafür vorhanden, daß w.
Genfer Ausſprache die Mittelmeerpolitik und damitt
die franzöſiſch=italieniſche Spaunung noch weiter erhöf
verntieden wird.
Bleibt noch die litauiſche Frage. Sie iſt heih
wenn man den hieſigen Vorausſagen glauben
dari=
wahrſcheinlich, daß ſie im Rahmen des Völkerbundö=
Ungunſten Litauens eine Löſung erfahren wird. 9
reich am meiſten beunruhigt, iſt die Anweſenheit der
Genf. Nicht, als ob man Rußland eine beſonders
tiſche Rolle in Genf zutrauen würde — Moskau hat
ten Zeit merkſvürdig viel an Preſtige eingebüßt —
befürchtet, daß die ruſſiſche Delegation die Rolle 45
terrible” in Genf ſpielen wird.
Die Haltung Englands erfährt hier eine imnnn
Kritik. England wälzt in der Abrüſtungsfrage jede
tung von ſich ab. Mit dem Hinweis auf die Dominn
dim Hinweis auf die Empfindlichkeit der Verbünd.
man ſich in London offiziös jeder Kritik der fram
ſlawiſchen und italieniſch=albaniſchen Verträge. Kur
weiſt es zurück, jede vermittelnde Rolle in der
Politik zu übernehmen, wenigſtens im franzöſiſchen
Gerade deshalb hütet man ſich auch hier davor, H.
Spiel Rußland gegenüber allzu ſehr mitzumachen.
Kolonialmächte in der Bckämpfung des Kommur
Fernen Oſten ſich auch ſehr gut verſtehen, ſo
bedeut=
nicht, daß ſie Rußland gegenüber in Europa dieſelbe
folgen. Die gegenwärtige franzöſiſche Politik Rußz
über entſpricht der franzöſiſchen Politik im allgenmi
beruht auf einem inſtinktiven Mißtrauen gegen
Schon deshalb iſt das Erſcheinen der Ruſſen an doib
tenden Abrüſtungskonferenz für Frankreich ſehr unatrich A ſu
welcher Richtung ſich auch die Ruſſen in Genf entſchs=MAuinigt
tieren würden, ob ſie ſich England nähern oder
da-
tun, immer würde nur Nervoſität und Mißtrauen EiMAuung Mosia.
Paris ſein.
Streſemanns Vollmachten für Ec
* Verlin, 30. November. (2
Das Reichskabinett hat am Mittwoch eine me
Sitzung abgehalten, in der zwar auch Fragen der inruß
berührt wurden — der Brief des preußiſchen Miniſter
an den Reichskanzler wurde noch nicht beſprochen
im weſentlichen mit der Außenpolitik beſchäftigt.
außenminiſter, der am Donnerstag in der Karl=SF
ſchaft und am Freitag in Nürnberg ſprechen will, m.i
lich von dort aus nicht mehr nach Berlin
zurückkeh-
gleich nach Geuf weiterfahren. 1Im die Meiung daiſe
zu den außenpolitiſchen Problemen daher zu hören,
Kabinett einen ausführlichen Vortrag über alle Fras.
die bei der kommenden Ratstagung in der nächſtem
Erörterung konrmen werden, vörnehmlich über den —ul
Er hat ſich die notwendigen Vollmachten für Genf ert
Die deutſche Politik wird mach wie vor darauf eim
daß wir jeden Verſuch zur Ausgleichung
de=
ſätze unterſtützen, daß wir, aber auch jeden Vem
Selbſtändigkeit Litauens
einzuſchrä=
lehnen werden wegen der Gefahren, die dauz
preußen und das Memelland verbunden
Neue litauiſche Note in Genf!
In Genf iſt ein Telegramm des litauiſchen Min.
ten Woldemaras beim Generalſekretariat des Völke:,
gegangen, in dem der Standpunkt der litawiſchen Rß
hin präziſiert wird, daß bei der Anſtiftung von Un ann
tauen Polen" für die Folgen verantwortlich gemeſt
Woldemaras dürfte ebenſo vie Pilſudſki perſönlich daW
ſeines Landes vor dem Völkerbuud vertreten. In Au!
geſtern abend ein Miniſterrat unter dem Vorſitz 100M
präſidenten Smetona ſtattgefunden, in dem einfig
ſchloſſen wurde, unter keinen Umſtände
Wilna zu verzichten und vor Rückgabe Eiel
keine normalen Beziehungen mit P
zunehmen.
M
g uicht be
zut Briand.
es 4
Hauitd
Lautl
ühren
M
in Friedens
Weruhe
Im lönn
rder
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üung gefordert.
uilles und Ge
erckut
Niche
Aen
Br
Heſſiſches Landestheater”
Kleines Haus. — Mittwoch, den 30. Nymu
Mein V.tter Eduard.
Schwank von F. Friedmann=Frede:
und R. A. Roberts.
Als die Zwangsjacke auf die Bühne gebracht un)
etter Eduard weggetragen wurde, erreichte me.
ren Höhepunkt. Bis es dazu kam, war ſchon mar*
okus geſtiegen. Der Vetter Eduard, der die Trelb
Narianne während der Abweſenheit des Gatten
wies ſich als ein gar windiger Hund. Er kam
ſche „Onkel Jonathan” aus Amerika, dann als
ber immer noch falſche Onkel Jonathan und zum
er richtige Vetter Eduard. Daß zſviſchendurch eit
veniger geiſteskranker Oukel Hannibal über die *
eigerte die Verwirrung und hiermit für harmloſe
eiterkeit.
Der Schwank iſt aus den älteſten Schwankmitau
r hat mit Künſt ſelbſtverſtändlich nichts zu tin un
riſch unter den amüſanten Luſtſpielen „Spiel im
Roße Kür
Md die vr
den Beifal
Ingeborg”, die in der letzten Zeit hier gegeben w.
iſt durch ſeine Verwicklungen und Verwirruner
iſpruchsloſe Zwerchfelle lebhaft zu erſchüttern,
Geſpielt wurde ſehr flott in bewährter Schwall=
Robert Klupp, der das Spiel leitete, hubſte
cch die Verwandlungen aller Onkels, beſtritt ſein
t „All right” und „Mixed Pikles” und blieb Sie
wierigen Lagen.
Dem durch die Ereigniſſe ſtets überraſchten
aul Maletzki den köftlichen Ausdruck ſeiner
ehäbigkeit.
Leicht zu bewachen war die Tugend ſeiner Gält
orn, die diesmal — im Gegenſatz zu ihrer Te.0
ftiveren Ingeborg” — auf freundliches Lächein, Ne
Kitty Stengel ſand Better Eduard ſchliebih.
dliche — ſeine ſechzehnte — Braut.
Den geiſteskranken Oukel Haunibal minte Dutzs,
ine glücklich geſchiedene Gattin, Margarete L"
bendig. Prächtig war Nicharé Jürgas as
tandesbeamter und Hans Baumeiſter als"
nmitgliedern erforderliche Sanitätsrat. Won. O
ut.
MM4
Noie iOrI
Franzöſiſche Befürchtungen.
EP. Paris, 30. November.
Kammer begann heute früh die Diskuſſion des
Bud=
laßenminiſteriums mit einer Rede des ſozialiſtiſchen
ſist Fontanier, der ſich in erſter Linie mit dem
fran=
ſtſrawiſchen Vertrag befaßte. Die auf dem Balkan
Erregung ſei beuuruhigend. Man müſſe ein
Balkan=
ſehands Seite ſtehe. Italien ſtrebe vor allem den
voll=
yn feſtzuſetzen und dazu dienten die von Italien abge=
9 erträge, die vom Geiſte des Völkerbundes weit ent=
SDem franzöſiſch=jugoflawiſchen Vertrag ſei vor allem
daß er Frankreich an ſeiner Vermittlerrolle zwi=
und Jugoſlawien verhindere. Man müſſe auf die
hel der Gleichgewichtspolitik verzichten, die im Jahre
m treg nicht verhindert habe.
Gyeniſter Briand erklärte, der Vertrag entſpreche
Vorſchtiften des Bundes und ſei als Beginn eines
tarno gedacht.
hommuniſtiſche Abg. Cachin meinte, niemals
und die Welt mehr von Kriegsgefahren bedroht
ge=
iygenwärtig. Er wandte ſich gegen den
Imperialis=
eeinigten Stgaten, Japans und Englands. England
hiſeine Einkreiſung Rußlands. Die Verhältniſſe
er=
ſerkwürdig an die Lage im Jahre 1912.
huoikale Abg. Montigny wies gleichfalls auf
Fufahren hin. Frankreich habe nicht mehr die ſtarke
„ü, unmittelbar nach dem Waffenſtillſtand. Es müſſe
ſem Aktionsplan verfolgen, der ſich auf den
Völker=
ſüiten hätte. Außenpolitiſch fordere ſeine Partei die
Zurfalt hinſichtlich der Beziehungen zu Italien und
9u! In Italien werde offen der Krieg gegen Frank=
Mi. Jahre 1935 ſehr ſchwach ſein werde, vorbereitet.
hibefürchten, daß eine Art von Syndikat
em Friedensvertrag unzufriedenen
ſihrung Moskaus, Berlins und Roms
egenüber Deutſchland ſeien zwei Arten von Politik
eien könne entweder bis zum Jahre 1935 am Rhein
t aber die fragwürdige Garantie der Beſetzung gegen
üänder tauſchen, was nach ſeiner Anſicht durchaus
Die radikale Partei habe niemals eine Näumung
hu iſtung gefordert. Frankreich müſſe wählen
zwi=
ſſailles und Genf.
cheternerkung Montignys führte zu einem Zwiſchenruf
Bwiſchen beiden beſteht kein
Wider=
chſn Genf iſt ſtets erklärt worden, daß man Verſailles
ichtwerde.
ſochtruh : Die Friedenspolitik iſt wert, daß man bis zum
äimpft.
iß habe ſtets in vollem Einvernehmen mit Poincaré
tai lehnte zum Schluß einen allzu großen Peſſimis=
M” in verſchiedenen Ländern herrſchenden Nationalis=
An.Hinweis des Abgeordneten auf die aus der ſtarken
Bevölkerung in Tunis ſich ergebenden gefährlichen land zur Vermeidung jedes Krieges.
auiste Briand zu der Mitteilung, daß ſich in den
Eis 1926 die franzöſiſche Bevölkerung in Tunis von
i4 000 vermnehrt habe, während die italieniſche Be=
Mut von 84000 auf 89 000 geſtiegen ſei.
Briands Expoſé.
achmittag wandte ſich Briand gegen die heute
vor=
ſoykemmuniſtiſcher Seite erhobene Beſchuldigung, daß
o, ſeine Rüſtungen gegenüber der Vor=
1 verſtärkt habe, und gab bei dieſer Gelegenheit,
ffirn: Die Geſamttonnage der franzöſiſchen Flotte
14 auf 882 500, im Jahre 1927 auf 469 000 Tonnen
öährend die Flotte 1914 aus 30 Panzerſchiffen,
4 270 Torpedobooten und Torpedojägern und 70
Un=
ſtbef tanden habe, zähle ſie in dieſem Jahre nur noch
Hiie, 12 Kreuzer, 68 Topedoboote und Torpedojäger
4reeboote. Die Effektipbeſtände der Armee ſeien von
990 000 Mann im Jahre 1914 auf 675 000 Mann im Jahre 1925
zurückgegangen, und würden ſich nach der Heeresorganiſation
weiter auf 520 000 Mann vermindern.
Weiter bedauerte Briand die ruſſiſche
Inter=
bention im polniſch—litauiſchen Konflikt gerade
in dem Augenblick, in dem der Völkerbundsrat ſich damit befaſſe.
Sir Auſten Chamberlain ſei, wie ganz Britaunien, von
An=
beginn ein treuer Freund des Völkerbundes geweſen. Der
deutſche Außenminiſter Streſemann habe freimütig gewiſſe
beiführen. Beſondere Sorge errege es, daß Italien Sicherheitselemente zugeſtanden, und Deutſchland habe ſeit dem Sountag, den 27. ds. Ms. gegen das preußtſche Miniſterium für
Abſchluß des Looarnovertrages den Pakt treu erfüllt. Zwar gebe
üit der Abria au. Darum ſuche ſich der Faseismus es noch bedeutende Kreiſe imn Deutſchlund, die nicht auf den
Frie=
den gerichtet ſeien; er hoffe aber, daß dieſe Elemente ſich
ver=
mindern, und daß die deutſch=franzöſiſche
Annähe=
rung zur Wirklichkeit werde. Man dürfe jedoch
die Sicherheit Frankreichs darüber nicht
ver=
geſſen und ſich nicht blindlings fortreißen laſſen. Ein Land,
das ſein Nationalgefühl verliere, ſei ein
ver=
lorenes Land. Er werde niemals zugeben, daß irgend ein
Land unter dem Vorwand der Abrüſtung ſich in die inneren
franzöſiſchen Angelegenheiten einmiſche.
Zu den franzöſiſch=italieniſchen Beziehungen
erklärte der Miniſter, es beſtehe zweifellos gegenwärtig
eine gewiſſe Reibung, die auf Preſſepolemiken beider
zeugung, daß eines Tages eine Einigung
zwi=
ſchen Italien und Frankreich erzielt werde. Der
18 Monaten abgeſchloſſen worden: die Unterſchrift ſei jedoch aus
endlichen Unterzeichnung habe Frankreich Italien nochmals zum
kowitſch habe bei ſeinem Pariſer Aufenthalt auch Poincaré einen gierung auch ſchon bei anderen Gelegenheiten bemerkbar gemacht
Beſuch abgeſtattet und bei dieſer Gelegenheit die
franzöſiſch=
jugoſlawiſchen Handelsvertragsverhandlungen eingeleitet.
Frank=
reich habe nicht das Recht, das tapfere Serbien zu opfern, das
Frankreich während und nach dem Kriege beigeſtanden habe.
Die italieniſche Flottendemonſtration in
Tanger ſei bedeutungslos. Wenn man die zwwiſchen Italien
und Frankreich ſchwebenden Fragen eingehend prüfe, werde
zwei=
fellos eine Verſtändigung zuſtande kommen. Er hoffe, eines
Miemand hat wohl mehr für den Frieden gekämpft zeigten. Seine Ausführungen machten mehr den Eindruck einer
famuiliären Plauderei, und wurden von dem Hauſe mit
lebhaf=
tem Beifall aufgenommen.
Von den Sozialiſten wurde dann der Antrag geſtellt,
Ab=
ſchnitt 1 des Etats an den Ausſchuß zurückverwieſen. Die
Re=
wolle, ob ſie den Status quo aufrechterhalten wolle, der die
größte Kriegsgefahr zu werden drohe, ob ſie an der all= in einer unmißverſtändlichen Umſchreibung die Beleidigung
gemeinen Abrüſtung unter den erforderlichen
Sicherheitsgaran=
ſei und zweitens, weil ſie für die rechtzeitige Annahme des Etats
eintrete.
Das Haus lehnte darauf den ſozialiſtiſchen Antrag mit 520 d
Stimmen ab. Bei der Beantworzung verſchiedener Anfragen
er=
klärte Briand u. a., das Gerücht von einem Geheimabkommen 5
mit Spanien über Marokko gegen Konzeſſionen an Spanien,
Italien und England an anderen Stellen ſei durchaus unzutref= g
nicht verhandelt. Nach Erledigung einer Anzahl weiterer An= einen ſchweren Schlag erhält, ja auch zu ſeinen
Amtsobliegen=
fragen nahm die Kammer den Etat des Auswärtigen an und heiten gehört. Immerhin, wenn die preußiſche Regierung in
vertagte ſich auf morgen zur Beratung des Juſtizetats.
Braun gegen v. Keudell.
Ein Brief des preußiſchen Miniſierpräſidenten
an Reſchskanzer Dr. Mar.
Berlin, 30. Nobenber.
Unter Bezugnahme auf das Sympathietelegramm, das der
Reichsminiſter, Herr v. Keudell, einer ſtudentiſchen
Proteſtver=
ſammlung im Zirkus Buſch hat, zugehen laſſen, iſt am
Mitt=
woch, den 30. November, dem Reichskanzler ein Schreiben des
preußiſchen Miniſterpräſidenten Dr. Braun zugegangen, das nach
dem Amtlichen Preußiſchen Preſſedienſt folgenden Wortlaut hat:
„Hochgeehrter Herr Reichskanzler!
Der Herr Reichsminiſter des Innern, v. Keudell, hat zur
Kundgebung der Deutſchen Studentenſchaft, die am vorigen
Wiſſenſchaft, Kunſt und Volksbilldung ſtattgefunden hat, an den
Vorſtand der Deutſchen Studentenſchaft nach unwiderſprochen
ge=
bliebenen Zeitungsnachrichten folgendes Telegramm gerichtet:
„Im Geiſt unter Ihnen, in innerer Verbundenheit bekennt
ſich erneut zu Ihnen mit herzlichen Grüßen und Wünſchen
v. Keudell.”
Auf Erkundigung bei den zuſtändigen Stellen des
Reichs=
innenminiſteriums iſt die Tatſache der Abſendung des
Tele=
gramms beſtätigt, allerdings hinzugeſetzt worden, daß ma den
guthentiſchen Wortlaut nicht kenne, daß er aber dem Sinn der
oben angeführten Depeſche entſpreche.
„Ich muß bei Ihnen, hochgeehrter Herr Reichskanzler, auf das
entſchiedenſte dagegen Verwahrung einlegen, daß ein Mitglied
der Reichsregierung in einer Frage, die die preußiſchen
Hoch=
ſchulen und Studentenſchaften aufs tiefſte erregt und die
Hoch=
ſchutlen in heftige politiſche Kämpfe hineinzuziehen droht, gegen
die veranwortliche preußiſche Regierungspolitik in einer Weiſe
Staaten zurückzuführen ſei. Trotz alledem habe er die Ueber= öffentlich Stellung nimmt, die ſich mit den gegen das preußiſche
Miniſterium, für Wiſſenſchaft, Kunſt und Volksbildung
gerich=
teten Angriffen identifiziert. Ich muß hierin wie jedermann eine
ſtarke Brüslierung der Politik, der preußiſchen Regierung
er=
franzöſiſch—jugoſlawiſche Vertrag ſei bereits vor blicken, um ſo mehr, als der Herr Reichsminiſter des Innern
be=
reits mehrfach ſtudentiſche, insbeſondere völkiſche Gruppen, die
Rüchſicht auf Italien dreimal verſchoben worden. Selbſt bei der gegen die preußiſche Regierung Stellung genommen haben, in
ihren Angriffen durch ſeine Haltung oſtentatio beſtärkt hat.
Da ſich eine derartige Einſtellung des Herrn Reichsminiſters
Anſchluß aufgefordert. Der jugoſlawiſche Außenminiſter Mann= Dr. Keudell mit auusgeſprochener Spitze gegen die preußiſche
Re=
hat, ſo darf ich Sie, Herr Reichskanzler, ergebenſt bitten, dafür
Sorge tragen zu wollen, daß ſich derartige Fälle unter keinen
Umſtänden wiederholen, da die preußiſche Regierung andernfalls
ſich zu ihrem Bedauern genötigt ſehen würde, jeden Verkehr mit
dem Herrn Reichsminiſter Dr. v. Keudell abzubrechen.
In bekannter Hochachtung und Verehrung Ihr.
(gez.): Braun.”
* Die preußiſche Regierung hat ſich alſo in der Tat dem
Drängen der Berliner Aſphaltpreſſe gefügt und an den Reichs=
Tages zu dieſem Zwecke mit Muſſolini zuſammenzutreffen. kanzler Dr. Marx wegen des Telegramms, das der Reichsinnen=
Briand erklärte noch, er hoffe, daß der Völkerbund in miniſter am Sonntag an die Studentenverſammlung im Zirkus
Genf alle Wolken zerſtreuen werde, die ſich noch über Europa Buſch geſchrieben hatte, einen Brief geſchickt, der als grob und
maſſib eigentlich kaum noch zu bezeichnen iſt. Ausgerechnet Herr
Braun ſpricht hierbei von einer ſtarken Brüslierung der Politik
der preußiſchen Regierung und ſetzt dem Reichskanzler die Piſtole
Briand ſchloß, zum Wohle der Menſchheit wünſche und hoffe auf die Bruſt, er ſolte gefälligſt dafür Sorge tragen, daß ſich
der=
er, daß die franzöſiſch=deutſche Annäherung fortdauern möge, artige Fälle „unter keinen Umſtänden” wiederholten, da die preu=
und er rechne auf die freundſchaftliche Zuſammenarbeit mit Eng= biſche Regienung ſouſt jeden Verkehr mit Herrn v. Keudell
ab=
brechen wüſſe. So etwas haben wir denn doch noch nicht erlebt.
Allerdings iſt die preußiſche Regierung mit ihrem
Boykottan=
drohungen ja ſehr raſch bei der Hand. Daß aber gerade Herr
Brau beauftragt iſt, einen derartigen Brief, zu ſchreiben, iſt
gierung nüiſſe erklären, ob ſie den Verſailler Vertrag durchführen nicht ohne ſtarken politiſchen Reiz; derſelbe Herr Braun, der in
einer öffentlichen Verſammmlung dem Reichsverkehrsminiſter Koch
„dumm und läppiſch” an den Kopf warf, derſelbe Herr Braun,
tien teilnehmen oder für gewiſſe Gebiete das Wettrüſten aufrecht= der es nicht im entfernteſten eilig hatte, auf einen Brief der
erhalten wolle. Poincaré entgegnete, die Regierung fordere zur Reichsregierung zu reagieren, die ſich darüber beſchwerte, daß der
Ablehnung dieſes Antrages auf einmal, weil ſie friedlich geſinnt preußiſche Oberpräſident Hörſing die deutſchnationalen
Reichs=
miniſter als eine beſſere Art von Vollsrednern bezeichnet hatte.
Gewiß wird auch im Reichskabinett die Zweckmäßigkeit des
Keu=
dell=Telegrams mit geteilten Auffaſſungen betrachtet. Herr von
Keudell zieht ſich darauf zurück, daß er kein Wort über den
preu=
ßiſchen Kulzusminiſter geſagt habe, ſondern nur von dem Recht
der freien Meinung des gewöhnlichen Staatsbürgers Gebrauch
gemacht habe. Er läßt weiter darauf hinweiſen, daß die Pflege
fend, und auch über die Abtretung des Syrienmandates werde, des großdeutſchen Gedonkens, die durch die Abſichten Dr. Beckers
vorſichtiger Form interpelliert hätte, dann wäre es vielleicht mög=
4Konzert.
umerſängerin Luiſe Willer von der Staatsoper
ieme große Künſtlerin! Der Mozartverein hat
Mia ſen, und die vollbeſetzte Turnhalle dankte es ihm
Wyrzlichem Beifall. Eine herrliche Altſtimme, in der
rnd dunkel, in der Mittellage von berückendem
AAu ich und füllig, die Höhe vom Glanze eines drama=
Raus!. Die Regiſter der Orgel ſind in dieſem Organ,
Me ver Violine und die Melancholie der Bratſche, Und
Stimme ſtrahlt in einer techniſchen Meiſterſchaft,
wollendet iſt; die müheloſe Leichtigkeit der Ton=
Aremführung, die Ausgeglichenheit der Regiſter, die
Mueg und die tiefe Beſeelung des Vortrages, das
Weten ſchönen, reinen künſtleriſchen Eindruck. Zwei
Wei arlatti, vier Lieder von Hugo Wolf: „Die Kar=
der Frühe”, das herrliche „Auf ein altes Bild” und
” ſer helle Mond” — gar keine populären Sachen,
„Sdelſter und wertvollſter Wolf —, das erfuhr eine
Mde zum reſtloſen Genießen wurde. Gleiches geſchah
on Joſeph Marx, dem Wiener
Konſervatoriums=
ein gebürtigen Grazer, in deſſen Lyrik der ganze
eeteiermark ſchwingt und blüht; ſeine Lieder haben
gemacht; von dieſen wurden geſungen zuerſt das
gegenlied”, dann zart, duftig und fein „Wie einſt”
u dräder” und zum Schluß das ſelig verklärte
z wir freuen uns, daß eine ſolche Sängerin ſich
aunge und gefühlswarme Muſik einſetzte; von ſolch
hune getragen, wirkten die Lieder wie nie zuvor.
um ſtlerin, mit Reſpekt begrüßt, verließ das Podium
züwel der Zuhörer. — Sie hat ihn verdient!
Nartverein können wir nichts Neues mehr ſagen;
haigen ſtehen ſtets auf hoher Stufe; was er ſingt, iſt
2 wie er ſingt, nicht minder; Rehbocks feine
leitet, das Ganze mit der Ueberlegenheit des
Der unaufdringlichen Einfachheit des echten
Künſt=
ubengliſche Madrigale von John Dowland (F 1597),
Nurbeitet von Fritz Gambke — das zweite „Süßes
ABurück” dünkt uns wertvoller als das erſte „Komm,
— brachten in ihrer geſchloſſenen Wiedergabe er=
Stimmung: der kraftvolle, rhothmus gefättigte
won E. Lendvai, einem der begabteſten Männer=
Rei uaster Saafe, eiunt anibrechendech
Mittſie=
zur Wiederholung
Bmmmm mmnmmnmnmmmnnmmngngmmmmgmmmmmmmm
niſten Heuberger (dieſe entzückende Operette würde auch in
Darmſtadt volle Häuſer machen), und zum Schluß drei
ſlowa=
kiſche Volkslieder mit vierhändiger Klavierbegleitung von A.
Dvorak, von denen reizend in Stimmung das erſte, „Gram”,
getroffen iſt, während den beiden anderen, „Wunderborn” und
„Mägdlein im Walde”, weniger Eindruck hinterließen, obwohl
die Wiedergabe, unterſtützt durch das hübſche Zuſammenſpiel der
am Klavier begleitenden Damen E. Winter und N.
Birren=
bach, Lehrerinnen an der Städtiſchen Akademie für Tonkunſt,
durchaus auf der Höhe ſtand. — Dies Programm wurde
dank=
bar aufgenommen, weil es in Klangſchönheit und Klangfülle
(nur der Tenöre müßten es mehr ſein) geboten wurde; Herr
Rehbock, ein Meiſter auch der Begleitung am Flügel, wurde ganz
perſönlich gefeiert, was wir mit aufrichtiger Freude berichten. O.
=Ausſtellung chriftlicher Kunſt in München.
Durch beſondere Fürſorge des Bayeriſchen
Kultusminiſte=
riums und des Stadtrates München iſt diesmal im
Ausſtellungs=
gebäude des elten Botaniſchen Gartens eine Schau vorwiegend
katholiſch=religiöſer Kunſt zuſtande gekommen, die durch
ihr hohes künſtleriſches Niveau frühere Veranſtaltungen dieſer
Art weit übertrifft. — Die katholiſche Kirche, mit Mitteln reich
bedacht, iſt immer noch eine wichtige Auftraggeberin für Kunſt
und Kunſtgewerbe. Bei der konſervativen Einſtellung der
mei=
ſten zuſtändigen Behörden war es ſeither ein ſchweres Beginnen
für die moderne expreſſioniſtiſche Richtung, gegen die in
kitſchi=
gen Eklektizismus verſunkene ſogenannte Tradition anzukämpfen.
— Um ſo freudiger iſt daher der friſche Geiſt zu begrüßen, der,
trotz mancher Entgleiſungen, neue Wege zu wandeln ſucht.
Unter den Gemälden ſteht eine herrliche Kreuzigung von
Lovis Corinth, während der Münchener Zeit des Meiſters
für die Tölzer ebangeliſche Kirche geſchaffen, au erſter Stelle.
An Qualität entſprechen dieſem Hauptwerke zunächſt die
farben=
ſprühenden Entwürfe von Leo Samberger, die leider noch
der Ausführung harren. Dagegen tritt Stuck, der in bekannten
Bahnen wandelt, erheblich zurück. Auch von Karl Caſpar ſah
man ſchon ſtärkere Leiſtungen, wie den hier ausgeſtellten
Weih=
nachtsaltar, und den gewollt modernen Paſſionszyklus.
Trotz=
dem iſt es unter den gegebenen Verhältniſſen zu billigen, daß
dieſer ernſthaft ſtrebende Künſtler mit der Ausmalung der Apſis
des Bamberger Domes betraut wurde, denn die hier gezeigte.
rohe Kreuzigung Becker=Gundahls beweiſt wiederun, wie
E
— Von den jüngeren Künſtlern ſei noch P. Thalheimer
er=
wähnt, der mehr die archaiſtiſche dekorative Seite der kirchlichen
Kunſt vertritt.
Unter den zahlreichen guten Leiſtungen der Bildhauer ſeien
die Pieta von Anton Hiller, eine Kreuzigungsgruppe von K.
Rieber, Holzreliefs von Hitzberger und die Werke vom
Ruth Schaumann und Rauch beſonders hervorgehoben.
Ihre eigene Note erhält die Ausſtellung durch die ſtarke
Be=
teiligung der Staatlichen Kunſtgewerbeſchule. Man erſieht
dar=
aus, daß in München, ſpeziell in den Klaſſen Berndl, Jaskolla,
Killer, Klemmer, Wadere uſwp. das kirchliche Kunſtgewerbe mit
beſonderer Liebe und Sorgfalt gepflegt wird. Wahrſcheinlich
ſpielen dabei auch die großen Exportmöglichkeiten mit, wie in
einem anderen wichtigen Zweige des Münchener Kunſtgewerbes,
der Glasmalerei, hier vertreten durch Entwürfe von Sepp Frank,
K. Knappe u. a. m.
Gibt dieſe Ausſtellung ein erfreuliches Bild vom hohen
Stand des Münchener Kunſtgewerbes, ſo iſt es um ſo mehr zu
bedauern, daß die Veranſtaltung außerhalb der Reiſeſaiſon nur
einem beſchränkten Kreiſe von Intereſſenten zugänglich bleiben
Dr. 4. G.
wird.
EP. Die neuen Bewäſſerungsanlagen des Sutlej=Fluſſes.
Der Vizekönig von Indien hat vor kurzem die neuen
Bewäſſe=
rungsanlagen des Surlei=Fluſſes im Staate Bikaner eröffnet.
Mitten in der Wüſte, etwa 290 Kilometer von ſeiner Hauptſtadt,
hatte der Maharadſcha von Bikauier ein großes Lager aufſchlagen
laſſen, in dem die Feſtlichkeiten ſtattfanden, die für den
Maha=
radſcha den Abſchluß einer 29jährigen Arbeit an dieſem Projekte
bedeuten. Als der Vizekönig durch Druck auf einen elektriſchen
Knopf die Maſchinen in Bewegung ſetzte und die Waſſer ſich in
die Kaunäle ergoſſen, ſpielten die Muſikkapellen und die Batterien
feuerten Salut. Die in großen Mengen erſchienenen Inder
ſtürzen ſich an das Waſſer, füllten ihre Trintgefäße und reichten
ſie ihren Freunden, um dann den Göttern für den ihnen
geſpen=
deten Segen zu danken. — Dank der geſunden finanziellen
Ver=
waltung des Staates Bikaner durch den Maharadſcha trug die
Regierung aus den laufenden Einnahmen ewwa 34 der
Geſamt=
ausgaben in Höhe von 3589 800 T bei. Der Reſt in Höhe von
1 358 7.0 T wurde durch eine innere Anleihe in dem Staate ſelbſt
aufgebracht, deſſen Bebölkerung ſich auf nur 659 685 nach der
Zäh=
lung vom Jahre 1821 beläuft.
Seite 4
lich geweſen, Herrn v. Keudell zu einer Erklärung zu veranlaſſen,
die den ganzen Streit aus der Welt ſchuf. Das iſt jetzt natürlich
ausgeſchloſſen. Nach dieſem Angriff wird ſich das Kabinett mit
Herrn v. Keudell ſolidariſch erklären. Eine derartig unzuläſſige
Einmiſchung kann es ſich nicht gefallen laſſen, und vermutlich iſt
der Brief von Herrn Braun in der Abſicht geſchrieben, dieſe
Be=
antwortung hervorzurufen und die Kluft zwiſchen den beiden
Kabinetten noch zu vergrößern, ſonſt hätte die preußiſche
Regie=
rung es vermutlich nicht ſo eilig gehabt, das Schriftſtück zu
ver=
öffentlichen.
Ein beſcheidener Anfang.
* Berlin, 30. November. (Priv.=Tel.)
Zwiſchen Sachſen und Thüringen iſt ein Staatsvertrag
ab=
geſchloſſen worden, der den gegenſeitigen Austauſch
der ſächſiſchen und thüringiſchen Enklaven
vor=
ſieht. Nach einer Berechnung aus Dresden verliert dabei Sachſen
etwas an Gebietsumfang; es gewinnt aber an Einwohnern.
2400 ſächſiſche Staatsangehörige kommen an Thüringen,
wäh=
vend Thüringen dafür 4800 Einwohner an Sachſen gibt. Es iſt
ein beſcheidener Anfang der unbedingt notwendigen
Vereiheit=
lichung. Wir haben im Deutſchen Reich bisher 128 Enklaven.
Das ſiud bekanntlich, mehr oder minder große Gebietsteile eines
Staates, die in einem anderen Bundesſtaat liegen. Was dadurch
für eine Fülle von vollkommen überflüſſiger Verwaltungsarbeit
geleiſtet werden muß, braucht kaum geſagt zu werden und es
wäre immerhin ſchon ein Fortſchritt, wenn es gelänge, nach dem
Wunſche der Reichsregierung bei der Vereinfachungskonfevenz im
kommenden Januar dieſe geradezu mittelalterlichen Zuſtände zu
beſeitigen.
Die Hindenburgſpende. — Ihre Verwendung.
Berlin, 30. November.
Die Sammlungen zur Hindenburgſpende haben rund ſieben
Millionen Mark in bar erbracht. Hinzu tritt der Erlös aus den
Hindenburgbriefmarken, die bekanntlich bis Ende Januar
ver=
trieben werden. Er wird auf 2½ Millionen Mark geſchätzt, ſo
daß unter Hinzurechnung der im Rahmen der Hindenburgſpende
dem Herrn Reichspräſidenten dargebrachten Sachzuwendungen
in Geſtalt von Freiſtellen in Anſtalten uſw ſich ein
Geſamtbe=
trag von 10 Millionen Mark ergibt. Der Herr Reichspräſident
hat die ihm vom deutſchen Volk dargebrachten Mittel einer in
dieſen Tagen errichteten Stiftung „Hindenburgſpende”
über=
wieſen. Ihre Satzungen beſtimmen als Zweck die Ergänzung
der geſetzlichen Verſorgung der Veteranen, Kriegsbeſchädigten
und =Hinterbliebenen und im Rahmen der aus dem
Marken=
erlös zer Verfügung ſtehenden Mittel die Unterſtützung ſchwer
notleidender Mittelſtandsangehöriger, Sozialrenter uſw.
Wenn man berückſichtigt, daß dem Reichspräſidenten bisher
für ähnliche Zwecke nur ein Fonds von jährlich 7000 Mark zur
Verfügung ſtand, und daß die 10 Millionen im Zeitraum von
10 Jahren aufgebraucht werden ſollen, dann kann man leicht
ermeſſen, daß die Hindenburgſpende geeignet iſt, die Notlage
der Kriegshinterbliebenen und =Verletzten zu lindern. Wie wir
hören, iſt der Betrag zu 75 Proz. von der Wirtſchaft, zu 17
Pro=
zent aus dem Kreiſe der Bevölkerung und zu 8 Prozent von den
Ausbandsdeutſchen zuſammengekommen.
Am Ende der erſien Leſung der Beſat
reform.
* Berlin, 30. Nobember. (PA
Der Haushaltsausſchuß des Reichstags hat am Mi,
erſte Leſung des Geſetzentwurfs über die Beſoldungs;
geſchloſſen. Der Reichsfimanzmimiſter mußte mitteilen.
noch nicht gelungen ſei, eine Kabinettseutſcheidung übcn
lichkeiten einer Verbeſſerung der Altpenſionäre hern= die Beſprechung dieſer Frage bis zur zweishel
zurückgeſtellt wurde. Man hat ſich dann noch eing
die Finanzämter und die Zollverwaltung unterhaltt
kam es auch beim Wohnungsgeldzuſchuß noch zu einsm
Die Regierungsparteien hatten dazu Abänderungssn
ſtellt, die die Regierung jedoch als unannehmbar
obwohl die Koalition der Meimung war, daß dies
urſprünglich zugeſtimmt hatte. Bei der Abſtimmrn-. Sämtliche Vorſchläge, auch in der 7i0
Reichsrates, lehnte die Mehrheit ab. Im letzten Ab5
der Reichsrat eine Verbeſſerung des Fimanzausgleior=
Prozent an die Länder vorgeſchlagen. Obwohl Pid
Sachſen den Vorſchlag warm befürworteten, wurde ot
Die zweite Leſung ſoll am Montag ſtattfinden, um
die Ergebniſſe der erſten Leſung zu ſichten.
bietet sich den Passanten des Schillerplatzes und des
Schlol-
grabens ein neues Bild. Das Schuhhaus Jacobzeigt in nunmehr
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(I V 293
[ ← ][ ][ → ] z der Landeshauptſtadt.
Darmſtadt, 1. Dezember.
gt ſind: Eine Lehrerſtelle für einen evangeliſchen Lehrer
afchule in Mörfelden, Kreis Groß=Gerau; eine
Schul=
evangeliſche Lehrerin an der Volksſchule in Bockenrod,
Donnerstag, den 1 Dezember 1927
Dienſtwohnung iſt vorhanden, abe= nicht frei; eine
ir einen evangeliſchen Lehrer an der Volksſchule zu
is Erbach, Dienſtwohnung iſt vorhanden, aber in
abſeh=
cht frei; eine Lehrerſtelle für einen evangeliſchen Lehrer
ſchule m Ernsbach=Erbuch, Kreis Erbach, Dienſt=
Sorhanden.
eliſch=kirchliche Nachrichten. Durch die Kirchenregierung
Sfarrverwalter Heinrich Lautz zu Schöllenbach die
evan=
ſtelle zu Schöllenbach=Bullau, Dekanat Erbach, übertragen.
jhrniſche Ehrung. Rektor und Senat der Techniſchen
Hoch=
mtadt haben auf einſtimmigen Antrag der Abteilung für
(srrn Geheimerat Profeſſor Dr. phil. h. e. Karl Bantzer
—. L., demr Maler heſſiſchen Volkstums, und auf
einſrimmi=
ger Abteilung für Maſchinenbau Herrn Fabrikbeſitzer Emil
Darmſtadt in Anerkennung ſeiner hervorragenden Ver=
6e Entwicklung der Materialprüfung und die Einführung
mſchniſcher Methoden in den praktiſchen Maſchinenbetrieb,
rwirkſamen Tätigkeit im Intereſſe der heſſiſchen Wirtſchaft
ſox eines „Doktor=Ingenieurs
Ehrenhal=
jeren.
mmung. Anläßlich des 25jährigen Beſtehens der Städtiſchen
„uk iſt der ehrenamtliche Leiter derſelben, Herr Zahnarzt
e m Medizinalrat ernannt worden.
mltene Feier begeht eine in ganz Heſſen beliebte und be=
5 lichkeit. Seine Exzellenz Generalleutnant z. D. Willich,
Wöllnitz. Er feiert am 1. Dezember im engſten Familien=
„eburtstag und gleichzeitig den Tag, da er vor 60 Jah=
Militär eintrat. Adolf Willich, gemannt von Pöllnitz,
ember 1850 zu Butzbach in Oberheſſen als Sohn des
ſpä=
and Kommandeurs des Großherzoglichen Heſſiſchen 1. Rei=
Ludwig Willich, genannt von Pöllnitz, geboren. Am
6 trat er in das Großherzoglich=GHeſſiſche Chevaulegers=
Regi=
ward am 1. Auguſt 1868 zum Leutnant befördert. Nach
ucn mit Preußen wurde der Beginn ſeiner Dienſtzeit auf
hyper 1867 feſtgeſetzt. Bei Ausbruch des Krieges 1870/71
vem Regiment aus und fand Gelegenheit, ſich auf
verſchie=
eu Uenritten auszuzeichnen, ſo auch im Gefecht bei Bois
ſtile4. Nosember 1870, wo es ihm gelang, den Kommandeur
nichen Lanciers=Regiments, Oberſtleutnant de la Braſſerie,
ü wichtige Papiere gefunden wurden, gefangen zu nehmen.
nire tat er wieder im Regiment Dienſt. Aus ſeiner weiteren
1 Saufbahn ſeien kurz folgende Daten erwähnt: 16. April
nu der 6. Kavallerie=Brigade, 22. Juli 1875 Premier Leut=
3 auf Kriegsakademie kommandiert, am 15. April 1882 zum
eöördert, erhielt er die 3. Eskadron des 1.
Großherzöglich=
ugoner=Regiments (Garde=Dragoner=Reg.) Nr. 23. Nach
Tätigkeit als Eskadronchef im 1. Garde Dragoner=Regi=
und als Adjutant des Generalkommandos des XI.
Armee=
er 1893 als etatsmäßiger Staatsoffizier zum Küraſſier=
Geßler (Rheiniſches) Nr. 8 nach Deutz verſetzt und wurde
1B96 Kommandeur dieſes Regiments. Von 1901 an führte
ſt und Kommandeur die 2. Kavallerie=Brigade in Inſter=
E5 neralmajor. Im Jahre 1906 wurde er mit der Beför=
Generalleutnant zur Dispoſition geſtellt unnd trat dann in
ſtienten Ruheſtand. — Der Jubilar leitete viele Jahre den
ſHard des ehem. Großherzogl. Heſſiſchen Garde=
Dvagoner=
ntt. B3. Erſt mit der Einweihung des Dpagoner=Denkmals
iEtive Tätigkeit im Verbande nieder und wurde zum Ehren=
Iterewählt. Daß Exzellenz von Willich ſich noch heute in dem
kie beneidenswerten Rüſtigkeit befindet, verdankt er vor
UIg oßen Naturliebe, die ihn zu unerwidlichen Wanderungen
/7Jährige Beſtehen begeht heute die beſtens bekannte
HEimſtanſtalt und Kliſcheefabrik Fritz Haußmann=
Tas Unternehmen wurde am 1. Dezember 1852 von dem
wern Wolfgang Pfnor gegründet und war ſchon nach
ten durch die Herſtellung hervorragender Holzſchnitte für
ienſchaftliche und militäriſche Werke, ſowie auch Kliſchees
gal Werke bekannt. Im Jahre 1830 übernaym Herr
Hauß=
las Geſchäft, welches ſodann nach der Bismarckſtraße ver=
MAnter ſeiner Leitung konnte im Jahre 1912—13 der
Neu=
ſleof errichtet werden, in welchem ſich heute der Betrieb noch
ſiee Vergrößerung ermöglichte es, ſämtliche einſchlägigen
ſtä modernſte Einrichtung ſelbſt auszuführen. Seit einiger
el=Leitung des Unternehmens in den Händen, des Herrn
ior, der neben der rein techniſchen Fabrikation der
Kli=
ſhüe Reklameberatung und den modernen Entvurf beſonders
7ü gerade für Darmſtadt als Kunſtſtadt erfreulich, daß ſich
ſuur in dieſem Sinne entwickelt hat.
ſths Landestheater. Die auf Freitag, den 2. Dezember, an=
Felung von „Carmen” muß wegen techniſcher Vorberei=
4Arufführung der „Götterdämmerung” ausfallen, und
Bars bleiht an dieſem Tage geſchloſſen. Bereits gelöſte
Kar=
y der Tageskaſſe zurückgenommen.
1ſichrung der neu inſzenierten „Götterdämwerung” am
9.. Dezember, iſt bereits faſt ausverkauft, ſo daß den
Abyn=
ſ” jetzt von ihrem Wahlrccht noch nicht Gebrauch) gemacht
Farten mehr zugeſtanden werden können.
Arocſſor Anua Bahr=Mildenburg wird bei der
am Sonntag, den 4. Dezember, Opernſzenen von Gluck bis
wgen. Mit dieſem Programm hat die Künſtlerin in den
)eutſchen Städten und ganz zuletzt in Paris
außerordent=
gehabt.
Wiederholung des Schwankes „Mein Vetter
fü det Freitag, den 2. Dezember, ſtatt
ſniektag, den 3. Dezember, werden im Kleinen Haus noch=
Vorführungen des Scherenſchtittfilms „Die Abenteuer des
Amed” ſtattfinden. Außerdem wird noch ein anderer
Mär=
bahen. Beginn: 15, 17 und 2 Uhr.
öickherſtube Bodenheimer zeigt eine gute Auswahl von Holz=
Vithographien der bekannten Fvankfurter Tiergraphikerin
gſchidter Spielſchar. Unſere Spielfohrten nach Offenbach
WuEen (Kurverwaltung) liegen hinter uns. Viel Freude
EEn Zuhörern, und dafür wurde uns liebe Gaſtfreundſchaft
Ewnntag, den 4. Dezember, abends 8 Uhr, ſpielen wir im
9. Liebfrauenſtraße 6, „Pechvogel und Glückskind”, und
nchirt” von Walter Blachetta. Zu dieſer Aufführung laden
Mätglieder, die unſeren erſten Märchenabend nicht beſuchen
lapſt ein. Karten ſind bei Herrn Hausverwalter Keil, Lieb=
8. zu haben.
w Konzert des Mufikvereins. Die Aufführung des „Deut=
5” ron Brahms am Totenſonntag, die als zweites
Kon=
bereins geplant war, mußte aus verſchiedenen Gründen
üden. Sie findet, wie bereits bekannt gegeben, am
Diens=
zember, ſtatt. Der Kartenverkauf beginnt am Montag,
Ehlber, bei „Konzert=Arnold‟ Wilhelminenſtraße. — Die
—s Beitrags für inaktive Mitglieder iſt bis zum 15. De=
Sie kann in der Zeit vom 1. bis 15. Dezember im
Steinſtraße 24, gegen Empfang des Quittungsabſchnitts
ſüden.
— Weihnachtsmefſe der Künſtſerhilfe. Die alljährlich ſtartfindende
Wechnachts=Ausſtellung zum Beſten der bildenden Künſiler im
Kunſt=
verein am Rheintor wird in dieſem Jahre die Form einer eſſe haben.
Die Wände ſind an die Künſtler=Vereinigungen und einzelnen Künſtler
verteilt, die die Aufmachung und Aufſtellung, die Beaufſichtigung und
den Verkauf ſelbſt übernommen haben. Es entſteht dadurch ein für
Darmſtadt neues, manigfaltiges und äußerſt anregendes Bilo, das noh
dadurch gehoben wird, daß in allen Ausſtellungsräumen nachmittags
von 3 Uhr an Konditoreibetrieb an kleinen Tiſchen mit Konzert einer
Muſikkapelle eingerichtet wird. (Konditorei Petermann.) Die
Eröff=
nung dieſer Weihnachtsmeſſe, der regſter Beſuch zu wüinſchen iſt, findet
am Samstag, den 3. Dezember, nachmittags 4 Uhr, in ztbangloſer
Weiſe ſtatt. Der Eintritt zur Meſſe, die täglich von 10—20 Uhr geöffnet,
nur kurze Zeit dauern wird, iſt für jedermann frei.
— In der Adveutsſeier heute abend 8 Uhr in der Stadtkirche
kommen folgende Orgelkompoſitionen von Dietrich Buxtehude
(1637—1707) zum Vortrag: 1. Präludium und Fuge in (r=doriſch, 2. zwei
Bearbeitungen der Melodie „Wie ſchön leuchtet der Morgenſtern” und
3. di Paſſacaglia in D=Moll. Der Eintritt iſtfrei für jedermann.
Seite 5
*Der Ma=Wa=Um=
die Grundung unsores
audes Fattgefunden..
Ein Menukenalter an Erfahrung,
hervorragende Mitasbeiter,
techn. vollkonimene Unsichtung
und der ünbedigteWille zur
Gualitätzarbeit haden das geucheffen,
Was mart heufe jnifer"
Magaltmgeen Mächegs
verttoht uebilden den Begriffdet
FRIIA HAUBSMANM DARNSTADT
SRAPHSCHE KUNSTANSTALT UND HLISCHEEEABRIK
Am. * Lautew=Abend. Schon im April dieſes Jahres hatde uns
das Fähnlein Darmſtadt des Nerother Wandervogels wit
einem intereſſanten Lautenobend bedacht, in deſſen Verlauf a. a. auch
friſche, luſtige Schelmenlieder von Sepp Summer zum Portvag
kamen und vechten Anklang fanden. Nun iſt Sepp Summer ſelbſt
zu uns gekommen, und die Aula des „Alten Gymnaſims” ſah am
Mitt=
woch abend eine ſtattliche Schar von jung und alt, deren Erwartungen
nicht enttäuſcht wrden. Eignes Gepräge, reifes Können und dem
Hörerkreis ſich bald mitteilende Freude am eigenen Vortrag zeichnen
Sepp Summer aus. Dazu ein warmes, außerordentlich
modulations=
fähiges und breit dahinſtrömendes Organ, das den ſympathiſchen
Künſt=
ler zum beſten Typus, zum berufenſten Repräſentanden des
Volksge=
ſages ſtempelt. Was wir an dieſem Abend zu hören bekamen, war das
Ideal ſchlichter deutſcher Volksbunſt ſchlechthin. Der Liederfolge erſter
Teil ſteigerte ſich von Liedern der Andacht über Weiſen von der Liebe
zu trotzigen Geſängen von Heldentum und Schlachten. — Ein zweiter
Teil=klang leiter und gemütvoll aus in Liedern völler Frohſinn und
Volksliedern aus den Alpen, glänzend hier der mämiſch bewegte
Vor=
trag. Alles, was in dieſen ſchönen und beſinalichen zwei Stunden an
ernſten und froßgemuten Worten und Tönen erklang, kam aus einer
echten, deutſchen Künſtlerſeele. Auch die ſinnvolle und anſprechende
Ver=
tonung eines großen Teiles der vorgetragenen Lieder iſt Sepp Summer
zu danken. So wurde auch ein von ihm vertontes Mailied vom
Darm=
ſtädter Fähnlein der Verother munter und ſauber geſungen und geſpielt.
Herzlicher Beifall der freudig geſtimmten Zuhörer zwangen Sepp
Summer zu vielen, vielen, ſichtlich gern gegebenen Zugaben. — Freunde
des Künſtlers wird es intereſſieren, daß eine erſte Ausleſe ſſeiner Lieder
(Gitarre=Ausgabe) im Summer=Veulag, Berlin, erſchienen iſt. H. W. W.
Hefſiſches Landestheater Darmſtadt
Samstag, den 3. Dezember 1927
zu ermäßigten Preiſen
Der Vogelhändler
Opereite von Kurt Zeller
Anfang 192 Uhr
Anfang 193‟ Uhr
(18750
Preis: 1, 2, 3 und 4.— Mk.
— „Meiue Eindrücke vom Leben der Arbeiter in Amerika,
Ergeb=
niſſe einer amerikaniſchen Studienreiſe. Hierüber wird Herr Auguſt
Springer aus Ludwigsburg am Freitag, abends 8 Uhr, im
Saale des Feierabend, Stiftſtr. 5, ſerechen. Die Evangeliſch
ſoziale Arbeitsgemeinſchaft für Heſſen und Heſſen=Naſſau, auf deren
Veranlaſſung der Vyrtrag ſtattfindet, lädt alle, die ſich mit dieſer Frage
beſchäftigen, freundlichſt dazu ein. Herr Springer, ſelbſt urſprünglich
ein Arbciter, hat neun Monate in Nordamerika zugebracht und iſt
da=
her wohl in der Lage, uns ein trenes Bild des dortigen Lebens zu
geben. Der Eintritt iſt frei.
— Die Sibyllen=Trakel. Oeffentlicher Vortrag von Martha
Heime=
ran=Frankfurt a M., Pfarrer in der Chriſtengemeinſchaft, Freitag,
2. Dezember, abends 8,15 Uhr, in der Städtiſchen Akademie für
Ton=
kunſt, Eliſabethenſtraße. Als Adventsgeſtalten ſtehen die Bilder der
Propheten und Sibyllen in Kunſt und Legende vor uns. Der Vortrag
dieſer Woche ſpricht über die Chriſtusverkündigung i naturhaften
Otkuſtismus des Heidentums, wie ſie in den Sibyllen=Orakeln lebte
(Vgl. die heutige Anzeige.)
und Erweiterungsbau.
Der Un= und Erweiterungsbau des Mainzer Warenhauſes
Guggenheim u. Marx, Markt 7, iſt im weſentlichen beendet, ſo
daß die Neueröffnung geſtern nachmittag erfolgen konnte. Der Entwudf
der Neuanlagen und die Bauleitung lagen in den Händen des Herrn
Architekten Friedrich Soeder, der die ſchwierige Aufgabe in
her=
torragender Weiſe löſte und das Mainzer Warenhaus zu einem
moder=
nen Geſchäftshaus erſten Ranges, ohne daß der Verkauf während des
Umbaues unterbrochen werden mußte, umbaute. Seine Arbeiten
wur=
den durch das verſtändnistolle Entgegenkommen des Bauherrn
weſent=
licl erleühtert. Unterſtützt wurde er bei Ausführung des bedeutendenr
Baues durch die hervorragende Bauführung des Herrn Bauführers
Müller. Schen äußerlich iſt die Ausſtellurngstzaſſage in Verbindung
mit den großen Schaufenſtern bei geſchicktem Arrangement äußerſt
großzügig und wirkſam. Herr Marx hatte die Liebenswürdigkeit, eine
zwangloſe Beſichtigung der geſamten Räumlichkeiten zu ermöglichen, an der
auch Herr Bürgermeiſter Buxbaum teilnahm. Beim Betreten des
Waren=
hauſes fällt der tiefe und breite, durch ſinnvoll angelegie Seitenfenſter
und Oberlicht erhellte Parterreverkaufsraum auf, in dem jetzt nach dem
Umbau eine gute, auch für das kaufende Publikum ſehr angenehme
Ueberſicht geſchaffen iſt. Hier ſind in einzelnen Abteilungen die
Seiden=
ſtoffe und Weißwaren, Damen= ud Herrenartikel, Gardinen= und
Möbelſtoffe aller Art untergebracht. Zahlreiche Tageslichtlampen
ſor=
gen nach angebrochener Dunkelheit für die nötige Helligkeit. Eine
be=
queme breite Treppe führt zu der Damenkonſektionsabteilung. In den
Wänden dieſer Treppe, die vornehm vertäfelt ſind, befinden ſich
heli=
erleuchtete, eingelaſſene Schaukäſten. — Auch die vorerwvähnten oberen
Verkaufsräume ſind luftig, geräumig und hell, die Waren in
Glas=
vitrinen untergebracht und in überſichtlicher Weiſe geordnet. Eine
breite Dachterraſſe ſoll hauptſächlich den Kunden i den Sommermonatcn
zur Vorführung von Garderobeſtücken dienen, dann aber auch zur
Er=
holung des Perſonals während der Pauſen. An den im Kellergeſchoß
befindlichen Lagerräumen, Portierloge uſw. wird noch fieberhuft
ge=
arbeitet, jedoch laſſen die bereits fertiggeſtellten Arbeiren erſehen, daß
auf praktiſche und hygieniſche Einrichtung größter Wert gelegt iſt. Eine
großzügige Kanalröhrenanlage wurde zum Schutze gegen eindringendis
Waſſer durch Regenfälle oder Grundwaſſer geſchaffen. Bei
Ausſchah=
tung dieſer Kellergeſchoſſe und bei der Anlage der Tordurchgänge ſtieß
man auf Reſte der alten Darmſtädter Stadtmauer und fand auch
wert=
volle Gebrauchsgegenſtände, wie Vecher, Töpfe uſw., aus früheren
Jahr=
hunderten, die Herr Marx der Stadt zum Geſchenk machte. In einer
kurzen Anſprache nach Beendigung des Rundyanges wies er auf die
Bebeutung dieſes Geſchäftsumbaues hin, der den Erforderniſſen der
Neuzeit entſprechend erfolgt ſei. Er dankte insbeſondere dem Herrn
Architekten Soeder, dem Herrn Bauführer Müller und Herrn Dipl.=Ing.
Vogel, ſowie allen Firmen für die tatkräftige Unterſtützung und bat um
veiteres Vertrauen für ſein Unternehmen. Bürgermeiſter Buxbaum
gab ſeiner Freude über die Renorierung und den großzügigen Umbau
des Geſchäftshauſes Ausdruck, das der Stadt zur Zierde gereichen werde.
— Zuſammenfaſſend darf geſagt werden, daß mit dieſem Warenhaus,
das im Falle einer nochmals notwendig werdenden Vergrößerung eine
innere Warenhauspaſſage von der Ludwigſtraße bis zum Markt ſchaffen
wird, Darmſtadt ein Geſchäftshaus erhalten hat, das den Vergleich mit
gleichartigen Branckehäuſern benachbarter Großſtädte ruhig aushalten
kann. Das Darmſtädter Handwerk hat auh hier ſeine bedeutende
Lei=
tungsfähigkeit bewieſen.
An dem Umbau waren folgende Firmen beteiligt: Maurer= und
Betonarbeiten: Dipl.=Ing. Fr. Karl Vogel, Eiſenkonſtruktion:
Eiſen=
hau Denges, Zimmerarbeiten: Konrad Haury, Steinmetzarbeiten: Johs,
Dieter, Eherſtadt b. D., S hloſſerarbeiten: Alex Köhler,
Dachdeckerarbci=
en: Ludwig Keller, Gebr. Müller, Tapezierarbeiten: Wichmann.
Spenglerarbeiten: K Rühl, Inſtallation ud Heiung: Jakob Nohl,
Elektv. Anlagen: Auguſt Wilk, Weißbinderarbeiten: Wilhelm Klein,
Glaſerarbeiten: Bernh. Felmer und Werner u. Müller,
Schreiner=
arbeiten: Philipp Kunz. Parkett: Lang u. Klenck, Firmenſchrift: Pabſt,
Bewachuung: Darmſtädter Bewachungs=Geſellſchaft m. b. H.
E Die auf Donnerstag, den 1. Dezember 1927, angeſetzt=
Sitzung der Stadtverordneten=Verſammlung findet nicht ſtatt.
— Kunſtgeſchichtliche Geſellſchaft. In der Sitzung am 2. Dezember
I. Js., um 6 Uhr, im Gewerbemuſeum ſpricht Fräulein Dr. Rady über
Koſtümſtudien an Grabſteinen des Mittelalters. Au Samstag, den
3. Dezember, um 2.30 Uhr, findet eine Beſichtigung der neuen
Wand=
malereien in der Fideliskirche ſtatt. Zutrütt zu beiden Veranſtaltungen
nur für Mitglieder.
— Petrusgemeinde. Der vergangene Sonntag war für die
Petrus=
gemeinde ein großer Tag: Herr Pfarrer Fritz Weiß aus Bieber, der
an Stelle des leider zu fruh aus dem Amte geſchiedenen, hochverdienten
Pfarrers Pabſt an die Gemeinde berufen iſt, trat in einem äußerſt
ſtim=
mungsvollen Gottesdienſt zum erſten Male dor die Gemeinbe. Nach
einer kurzen Liturgie und begrüßenden Worten des Dckans
Weiß=
gerber, der den neuen Pfarrer willkommen hieß und für ſein neues
Amt verpflichtete und der die Gemeinde zu Tveue und Vertrauen für
ihn ermahnte, fang zwiſchen zwei weihevollen Geſängen des
Kirchen=
chors Frau Hedwig Schonnefeld=Walz mit wundervoll
ausge=
glichener, klangvoller Stimme und beſeeltem Vortrag das Hallelujah
von Hummel, worauf Herr Pfarrer Weiß ſeine erſte Predigt vor der
neuen Gemeinde hielt, der er das ſchöne Cvangelium des 1. Advents
zugrunde legte. Wir wünſchen ihm, daß er in langer, ſegensreicher
Arbeit an der Gemeinde zu ſeiner eigenen und aller anderen Freude
virken kann.
— Städtiſche Akademie für Tonkunſt. Wir machen nochmals auf
das heute um 17.30 und 20 Uhr im Großen Haus des Heſſiſchen
Landes=
theaters ſtattfindende 3. Akademie=Konzert aufmerkſam. (S. Anzeige.)
Karten zu 1,80 Mk. bis 6 Mk. im Sekretariat der Städt. Akademie für
Tonkunſt, Eliſabethenſtraße Nr. 36.
— Die Weihnachtsmeſſe, die verſu hsweiſe in dieſem Jahre auf dem
Schillerplatz abgehalten werden ſollte, wßte zwingender Umſtände
wegen und aus verkehrspolizeilichen Gründen wieder nach dem
Meß=
platz verlegt werden. Die Budenmeſſe ſowohl wie der Chriſtbaunrmartt
kommen alſo auf einen Platz zu ſtehen, was zweifellos von dem
kaufen=
den Publikum als beſondere Annehmlichkeit empfunden werden dürfte.
— Orpheum. Volksvorſtellung. Bei volkstümlichen
Ein=
trittspreiſen von 60 Pf. bis 2 Mk. gelangt die humorvolle Operette
„Clo=Clo” mit Marga Peter heute letztmalig zur Aufführung. —
Morgen Freitag iſt Erſtaufführung von „Wifſen Sie ſchon ..
Ausſtattungsrevue in 18 Bildern von E. Schwarz. Der Kartenverkauf
für das Revue=Gaſtſpiel beginnt heute in den Vorve=kaufsſtellen
Ver=
kehrsbureau, Hugo de Waal und Zeitungshäuschen, Ernſr=Ludwigsplatz.
Die Eintrittspreiſe ſind trotz enormer Koſten nur auf 1,25 bis 5 Marb
feſtgeſetzt. (Beachte die heutige Anzeige im Inſeratenteil!)
— Weihnachtsfeier des V.f.L. Rot Weiß” 1922. Am Sonntag, den
4. Dezember, hält der V.f.L. Rot=Weiß im Mathildenhöhſaal ſeine
Weihnachtsfeier ab. Das Programm hat in ſeinem erſten Teil einen
weihnachtlichen Charakter, der ſeinen Höhepunkt in einem Kinderſtück
„Die Weihnachtsgäſte”, ſowie mit dem Erſcheinen des Nikolaus findet;
der zweite Teil iſt weltlicher gehalten, er bringt Darbietungen aller
Ab=
teilungen, Mwikvorträge, Humoriſtiſches, ſowie zum Schluß ein
Luſt=
ſpiel. Auch eine reichhaltige Tombola und eine humoriſtiſche
Weihnachts=
zeitung werden nicht fehlen. Alle Mitglieder, beſonders die Eltern
un=
ſerer großen Jugendabteilung, ſind eingeladen.
Schulgeldmahnung. Das Schulgeld der hieſigen höheren
Schu=
len für den Monat Nouember iſt bei Meidung der Beitreibung bis zum
10. Dezember 1927 an der Stadtkaſſe, Grafenſtr. 28, zu zahlen.
trägt Ihnen Freude und Anerkennung im Familienkreise ein,
wenn Sie nach Dr. Oetker’s beliebten Rezepten backen.
Gerade für das Weihnachtstest bietet Ihnen das neue
Re-
zeptbuch, Ausgabe F mit seinen naturgetteuen farbigen
Abbildungen eine reiche Auswahl sorgfältig ausprobierter
Rezepte, die Ihnen stets gelingen werden. — Denn darauf
kommt es an! — Ihre guten Zutaten, Ihre Arbeit und Ihre
Zeit sind niemals bei der Verwendung von Dr. Octker’s
Backpuler „Badein” aufs Spiel gesetzt.
Lndenverkauf=
Dr. August Oetker, Bielefeld
D Backapparat „Küchenwunder”,
Der vorzügliche
klein. GaskocherHamme backen,
mit dem Sie auf
braten u. kochen können, erleichtert durch die patent.
Hitze-
vegulierung das Backen ganz wesentlich. Im Rezeptbuch F
näher beschrieben. — Sie erhalten Dr. Oetker’s Fabrikate nur
in Originalpackungen mit der Schutzmarke „Oeiker’s
Hellkopf” in allen einschlägigen Geschäften. Verlangen Sie
ebendaselbst das neue Rezeptbuch, Ausgabe F für 15 Pfg.,
wenn nicht vorrätig, gegen Einsendung von Maken von
Backpulver „Beckin‟
er 1
des-
5 Pfg.
(TP. 188
[ ← ][ ][ → ]Seite 6.
Die Eröffnung des Ratskellers
fand geſtern abend mit einer ſchlichten Feſer ſtatt, zu der ſich eine große
Anzahl geladener Ehrengäſte, u. a. die Herren Oberbürgermeiſter Dr.
Gläſſing, Bürgermeiſter Buxbaum, Delp und Ritzert,
eingefunden hatten. Herr Friebis, der Pächter des Ratskellers, nahür
Gelegenheit, die Gäſte herzlich willkommen zu heißen. Er verſprach,
ſeine beſten Kräfte einzuſetzen, all ſeine Gäſte zufriedenzuſtellen zum
Wohle und Gedeihen der Stadt Darmſtadt. — Oberbürgermeiſter
Dr. Gläſſing verwies in einer Anſprache auf die Denkſchrift
an=
läßlich des Rathausumbaues und betonte, daß das Projekt des
Rats=
kellers deshalb ſeine Unterſtützung gefunden habe, weil dadurch ein
Lokal der Tradition emtſprechend ſeiner Beſtimmung wieder zugeführt
würde. Er dankte Bürgermeiſter Buxbaum und den Stadtverordneten
für ihre tätige Unterſtützung und gab der Hoffnung Ausdruck, daß der
Ratskeller blühen und gedeihen möge. In ſeinen weiteren Ausführungen
entwarf er ein kurzes Bild über die Entwickelung des Rathaufes und
ſemes Umbaues. — Bürgermeiſter Buxbaum führte iu ſeiner
An=
ſprache u. a. folgendes aus: Wichtige Ereigniſſe im Werden einer Stadt
gebühvend zu feiern, iſt gewiß eine geſchichtliche Notwendigkeit. Die
Emnrichtung des Natskellers an ſich wäre ſchon ein ſolch wichtiges
Er=
eignis. Wenn aber die Einrichtung des Natskellers m einem ſo
alt=
ehrwürdigen Bau wie unſer Rathaus, geſchieht, bas auf eine Geſchichte
von mehr als 360 Jahren zurückblickt, fo iſt es doppelte Pflicht der
lebenden und ſchaffenden Generation, das Ereigmis zu feiern. Die
Ge=
ſchichte unſerer Stadt zeigt uns, daß unſere Vorfahren jedes derartige
Ereignis in dieſem Haus feierlich begangen haben, und ſo wollen auch
wir heute us der Stunde freuen und einen Rückblick werfen auf die
Vergangenheit und einen Ausblick tun in die Zukunft. Hier gibt der
Redner eine eingehende Schilderug über das Werden, des Rathauſes.
Das hiſtoriſche Nathaus und die Notwendigkeit, zur Hebung des
Frem=
denverkehrs eine gute Gaſtſtätte zu ſchaffen, waren Veranlaſſung zu
dem Entſchluß, das Erdgeſchoß wieder in dem hiſtoriſchen Sinn
auszu=
bauen und einen Ratskeller dari einzurichten, wie ihn ſo viele andere
Städte zum Nutzen des Fremdenverkehrs hoben. Darüber war ſich auch
die weitaus größte Mehrzahl der Stadtverordneten einig. Die
er=
drückende Mehrheit unſerer Mübürger begrüßt das heutige Freignis
der Eröffnung freudig und erkennt an, daß die Beſtrebugen der
Stadt=
verwaltung zum Beſten der Stadt dienen. Von Luxusbauten kann mon
nur ſprechen, wenn die Einrichtungen ſolcher Yauten erhebliche
Zu=
ſchüſſe aus den Steuermitteln der Stadt erforderten. Daß das nicht
geſchehen iſt und daß m Darmſtadt unſere Bauten mutzbringend ſind,
darf als eim Verdienſt der Stadwerwaltung gebucht werden, die mit
Konſequenz darauf beſtanden hat, neben den Ausgaben auch
Einnahme=
quellen zu ſchaffen. Daß dieſe Einnahmequellen aber auch im Dienſte
der Allgemeinheit ſtehen, das iſt es, was ihre Exiſtenz veredelt, was
das Kriterium des Luxus ausſchließt. Jeder Darmſtädter weiß aber
auch, daß die Stadt alle Veranlaſſung hat, ſich energiſch zu regen und
Handel und Wandel zu beſſern, Verkehr zu ſchaffen und unſeren Ruf
zu heben. Wen wir alle in dieſem Beſtreben einig ſind und uns auf
einer gemeinſamen Linie treffen, dann darf man mit einem geſunden
Opti=
mismus in die Zukuſt blicken. Unſer Ratskeller iſt eine Etazpe auf
dieſer Liwie, und wir alle ſind beſeelt von dem Wunſche, daß er auch
zur Hebung unſerer Stadt beitragen möchte. Als Stadtbaumeiſter
ge=
bührt es mir auch heute. denen Dank zu ſagen, die an dem Werk
betei=
ligt waren, und dieſen Dank heute abzuſtatten, iſt mir eine angenehme
Pflicht. Dem erſten Pächter unſeres neutn Natskellers, Herrn Cmanuel
Friebis, wünſche ich am heutigen Tage einen vollen Erfolg. Unſer
Nate=
keller, unſere Stadt Darmſtadt, ſie mögen wachſen, blühen und gedeihen!
— Den Herren Bürgermeiſtern wurden zum Andenken an die
Eröff=
nung ſchöne goldene Pokale überreicht. — In dem überaus
gemit=
lichen, anheimelnden Ratskeller mit ſeiner vornehmen, behaglichen
Inneneinrichtung verlief die Einweihungsfeier durchaus harmoniſch.
Der Ratskeller, der ſomit eröffnet iſt, wird allen Fremden wie auch
Einheiiſchen einen gemütlichen und freudig willkommenen Aufenthalt
bieten.
Weihnachtsausſiellung der Heag.
Immer näher rückt die Zeit des Chriſtfeſtes heran! Einem lieben
alten Brauch zufolge pflegt man ſeine Angehörigen am Heiligen Abend
mit Geſchenken aller Art zu überraſchen, um die Feſtesfreude zu ſteigern.
Was ſoll man ſchenken? Wie oft wird die Wahl eines Geſchenks zur
Qual, ratlos ſteht man vor den Auslagen der Läden, ohne ſich zum Kauf
eines zuſagenden Geſchenks entſchließen zu können.
Für Viele wird daher die Weihnachtsausſtellung der Heag beſonders
gugenehm und nützlich empfunden werden, zumal man die äußerſt
reich=
haltige und ſehr vielſeitige Ausſtellung völlig ungezwungen — ohne
jeg=
lichen Kaufzwang — beſichtigen kann. Jetzt, vor Weihnachnen, iſt die
Ausſtellung tagtäglich geöffnet, an den Adventsſonntagen, im der Zeit
von 1—6 Uhr nachmittags.
Zweifelsohne wird die Ausſtellung ſich eines regen Beſuches
er=
freuen. Die weihnachtlich hergerichteten Schaufenſter geben einen kleinen
Ueberblick über die reiche Auswahl.
Eine beſondere Weihnachtsfreude hat die Heag ihren
Stromabneh=
mehn zugedacht. Jeder Käufer eines elektriſchen Apparates (einerlei
ob Bar= oder Natenzahlung) erhält über den gekauften Gegenſtand ein
Freilos. Da jedes zehnte Los gewinnt, ſind die Gewinnmöglichkeiten
außerordentlich groß. Der glückliche Gewinner kann ſich zum Preiſe des
gekauften Appavates den einen oder den anderen elektriſchen Gegenſtand
herausſuchen.
Gleichzeitig wird noch auf die Abendvorträge der Heag hingewieſen,
die jeden Freitag um 8 Uhr im Ausſtellungsraum, Luiſenſtraße 16,
ſtatt=
finden. Der trotz größter Sachlichkeit durchaus nicht trochken gehaltene.
ſondern mit Humor gewürzte Vortrag iſt mit praktiſchen Vorführungen
verbunden. Die zubereiteten Speiſen werden koſtenlos verabfolgt.
Einige luſtige Filmnvorführungen tragen ſehr zur Abwechſlung des
Vortrages bei. Der Eintritt zu dieſen Vorträgen iſt frei.
Arbeitet die Reichsperſicherungsanſtalt zuteuer?
— Main=Rheingau der Deutſchen Turnerſchaft. Am Sonntag, den
27. November fand die diesjährige Hauptverſammlung der
Bezirks= und Vereinswarte für Wandern und Geſaug ſowie der
Ob=
männer der Spielleute (Trommler und Pfeifer) in Darmſtadt in der
Turnhalle am Woogsplatz ſtatt. Der Gauwart für Wandern und
Ge=
ſang, Heinrich Müller, eröffnete um 11.30 Uhr die Verſammlung und
hielt dann einen Rückblick über das Jahr 1927. Er ſprach über die
Kreis=Winterwanderung nach dem Feldberg i. T., die Götzwanderung
nach dem Felsberg, die Wanderungen bei dem Kreisturnfeſt, das Singen
der Gauſängerſchaft bei dem Gauturnfeſt, das Auftreten der
Gauſpiel=
leute bei dem Gau= und Kreisturnfeſt und über die Heubſtwanderung
(Schmuchwanderung) nach dem Frankenſtein mit der Einweihung des
Ehvenmales für die gefallenen Turner des Main=Rheingaues. Dann
wird zur Wahl der Ziele für die Gauwanderungen des Jahres 1928
geſchritten. Die Abſtimmung fällt für Reichenbach aus. Als Tag wird
der 13. Mai feſtgeſetzt. Die Schmuchwanderung braucht nicht mehr
feſt=
geſetzt zu werden, da dieſe nach Beſchluß des Gauvorſtandes alle Jahre
am erſten Sonntag im September, nach dem Frankenſtein gehen ſoll.
Der Gawpart erſtattet dam Bericht über die Verſammlung der
Gau=
wanderwarte des 9. Kreiſes am 13. November im Frankfurt a. M. Er
teilt u. a mit, daß die Kreis Winterwanderung 1938 doch wieder nach
dem Feldberg i. T. ginge und nicht nach dem Frankenſtein, wie man
ge=
hofſt hatte. Nachdem noch Verſchiedenes über das Singen in den
Vereimen beſprochen war und den Spielleuten Richtlimien für das Jahr
1988 gegeben waren, wurde die einmütig verlaufene Verſammlung um
1.30 Uhr geſchloſſen.
— Turngemeinde Befſungen 1865 Darmſtadt e. V. (Wanderabteilung).
Die Wanderabteilung vevanſtaltet am kommenden Sonntag, den 4.
De=
zember I. J8, ihre diesjährige 10. Wanderung. Dieſelbe iſt mehr als
Familienſpaziergang durch den Park nach Schloß Kranichſtein gedacht.
Die Marſchzeit beträgt nur 2½4 Stunden und bedeutet keinerlei
An=
ſtrengung, ſo daß alle Mitglieder mitkommen können. Natürlich können
die Aelteren und nicht mehr ſo Marſchtüchtigen ebenfalls mitkommen,
indem ſie bis zum Oberwaldhaus die elektriſche Bahn benutzen, um von
dort aus in einer Viertelſtunde Marſchzeit nach Kuanichſtein zu gelangen.
Die Führer, Turner O. Meß und K. Hirſch, haben als Sammelplatz Ecke
Wittmannſtraße an der Beſſunger Apothebe gewählt, von vo aus
pünkt=
lich um 12½ Uhr abmarſchiert wird, damit dieſenigen Teilnehmer, welche
das Jagdmmſeum beſichtigen wollen, um 3 Uhr auf Schloß Kranichſtein
eintreffen. Der Eintrittspreis iſt von der Verwaltung auf 30 Pfg. pru
Perſon feſtgeſetzt worden. Der Wanderausſchuß glaubt, mit dieſem
Sbaziepgang bei den Mitgliebern viel Beifall zu ſinden und hofft
be=
ſtimmt, daß eine ſtattliche Anzahl ſich den Führern zur Verfügung ſtellen.
Vielfach findet man die Anſicht vertreten, daß der
Verwaltungs=
apparat dee Reichsverſicherungsanſtalt für Angeſtellte ungeheure
Sum=
men verſchlinge. Wie liegen die Dinge in Wirklichkeit? Zunächſt
ein=
mal iſt feſtzuſtellen, daß die Veamten der Neichsverſicherungsanſtalt
überwiegend auf Privatdienſtvertrag angeſtellt ſind. Der
Veamten=
ſtab, der durch das urſprünglich durchgeführte Knotenſyſtem
notwendi=
gerweiſe ſehr hoch ſein mußte, iſt mit der Einführung des heutigen
Markenſyſtems immer mehr abgebaut worden. Am 1. Januar d. J.
wurden nur 960 Beamte und Angeſtellte beſchäftigt. Im Vergleich des
lisherigen Beamtenabbaus der Reichsverſicherungsanſtalt mit dem in
Oeſterreich hereits früher durchgeführten Abbau bei dem öſterreichiſchen
Verſicherungsträger iſt die Tatſache beachtlich, daß im Oeſterreich auf
57 Verſicherte ein Beamter kommt, während bei der
Reichsverſicherungs=
anſtalt erſt auf rund 3000 Verſicherte ein Beamter kommt.
Der Afa=Bund führt bei der von ihm geforderten Verſchmelzung
von Angeſtellten= und Invalidenverſicherung auch den Grund an, daß
die Tätigkeit nur eines Verſicherungsträgers bedeutende Koſtenerſparnis
bedeuten würde. Dieſe Folgerung iſt aben falſch, wenn der rein
orga=
niſatoniſchen Umſtellung nicht auch eine innere Wandlung im Weſen
des Verſicherungsträgers folgt. Ein ſo anerkanuter Fachmann, wie der
langjährige Präſident des Neichsverſicherungsamts, Dr. Kaufmann, hat
deshalb auch mit Recht darauf hingewieſen, daß man bei den
Verein=
heitlichungsplänen die Gefahr laufe, „gegen lebendige Organismen
einen toten Mechanismus einzutauſchen.
Im übrigen belief ſick, der geſamte Verwaltungskoſtenaufwand der
Reichsverſicherungsanſtalt im Jahre 1926 auf nur 3,4 Prozent der
Bei=
tragseinnahmen. Mit dieſem Prozentſatz ſteht die
Angeſtelltemverſiche=
rung am günſtigſten von allen Verſicherungszweigen.
— Sektion Starkenburg des Deutſchen und Oeſierreichiſchen
Alpen=
bereins. Auf den am Donnerstag, den 1. Dezember d8. J3., abends
8 Uhr, im Hörſaal 326 der Techniſchen Hochſchule (Cjugang Weſtportal)
ſtattfindenden Lichtbildervortrag des Herrn Hans Schmähliug „
Ferien=
tage im Stubai” ſei hierdurch nochmals hingewieſen.
Reichsbahn=Omnibuslinie Darmſtadt—Meſſel. Wegen
ungenügen=
der Benutzung verkehren ab 1. 12. N Fahrt 4 (Darmſtadt ab 8.30 Uhr)
und Fahrt 5 (Meſſel ab 900 Uhr) nur noch Momags, Mittwochs und
Freitags. Außerdem wird die Fahrt 6 (Darmſtadt ab 13.00 Uhr) nur
noch Werktags außer Samstags gefahren.
Wegen Umbau der Darmbachbrücke wird die Gräfenhäuſerſtraße
zwiſchen Pallaswieſenſtraße und Hammelstrift fük die Zeit vom 5. bis
19. Dezember 1927 für den Auto, Fuhrwerks= und Radfahrverkehr
geſperrt.
— Preußiſch=Süddeutſche Klaffenlotterie. In der am 11. und 12.
November ſtattgefundenen Ziehung der 2. Klaſſe der 30. (256.) Lotterie
fielen die beiden Hauptgewinne von je 100 000 Reichsmark auf Nr. 91 117
in den beiden Abteilungen 1 ud 2. Die dritte Klaſſe, deren Ziehung am
9. und 10. Dezember ſtattfindet, bringt neben vielen anderen namhaften
Treffern wieder zwei Hauptgewinne von je 100 000 Reichsmark. Die
Erneuerung der Loſe zur dritten Klaſſe muß planmäßig ſpäteſtens
bis Freitag, den 2 Dezember, abends 6 Uhr, bei Verluſt
des Anrechts in der zuſtändigen Lotterie=Ginnahme erfolgen. Die
Be=
achtung dieſer Friſt wird dringend empfohlen, da bei der gwoßen
Nach=
frage über die nicht rechtzeitig erneuerten Loſe anderweit verfügt
wer=
den muß.
— Im Städtiſchen Leihamt, Kirchſtraße 9, findet am Mitwoch und
Donnerstag, den 7. und 8. Dezember b3. J8., von 9 Uhr ab
Verſteige=
rung der verfallenen Pfänder ſtatt. (Siehe heutige Bekanntmachung.)
RDY. Beſondere Ausbildung der D=Zugſchaffner. Dig Deutſche
Reichsbahn=Geſellſchaft beabſichtigt, der Auswahl und der Ausbildung
der in den D=Zügen tätigen Schaffner beſondere Aufmerkſamkeit zu
widmen. Sie will insbeſondere ſicherſtellen, daß die D=Zugſchaffner eine
ausreichende Allgemeinbildung — vor allem gute Beherrſchung der
deutſchen Sprache und klare, ſachliche Ausdrucksweiſe ſowie auch einige
fremdſprachliche Kenntniſſe — beſitzen. Vorbereitet wird ferner eine
bſychotechniſche Eignungsunterſuchung, um den Beſitz der perſönlichen
Eigenſchaften feſtzuſtellen. Auch ein beſonderes Anlernverfahren wird
vorausſichtlich eingeführt werden.
Wetterbericht.
Witterungsausſichten für Freitag, den 2. Dezember 1927.
(Nach der Wetterkage vom 30. November 1977.)
Noch Nachtfpoſt, zunächſt trocken, ſpäter unter Bewölkungszunahme
einzelne Niederſchläge micht ausgeſchloſſen.
Heſſiſche Wetterdienſtſtelle.
*Schwurgericht
p. Eine Sache, die bei der vorletzten Tagung zwecks wein
lungen vertagt werden mußte, beſchäftigt das Gericht. Es
um eine im Offenbarungseidverfahren geleiſtete eidliche
eines vorgelegten Vermögensverzeichniſſes ſeitens eines m
ten Kaufmanns. Gerein ſpielt die Uebergabe eines Geſs=
Tochter durch den Vater, der des Meineids bezichtigt wirg
war der Angeklagte des fahrläfigen Falſcheides angeklagt.
ſchöffengericht erklärte ſich aber, da es Meineid als vorliegg
für unzuſtändig und verwies die Sache an das Schwurgeriä=
Die eingehende Vernehmung des Angeklagten ergibt.
geheiratet hat, daß er verſchiedentlich an Geſchäftsgründungn
daß er aber dabei vom Glück nicht begünſtigt war, die Verzu
fehl. In N. betrieb der Angeklagte einen Weinhandel, mu
ſperität gab er ihn auf. Dann trat bittere Not an die F5m
Zum Prozeſſieren wegen eines Hauſes hatte der Angelagel
mehr, das Armenrecht war in 2. Inſtanz verſagt. Dann
mittiert und ſtand auf der Straße. In dieſer Lage kom ihr
gerſohn zu Hilfe, der das Geſchäft auf ſeinen Namen
aufta=
dazu hergab. Ein Lederwarengeſchäft wurde angemeldett
Betrieb ſollte die Tochter für volljährig erklärt werden, beu
trag wurde bei Gericht geſtellt und ſpäter dahin berichtigtt
uichtliche Ermächtigung zum Betriebe eines Erwerbsgeſchn!
mundſchaftliche Genehmigung) nachgeſucht werde. Dieſe
ſchaftliche Genehmigung wurde erteilt. Später ging
au=
warengeſchäft um 50 Prozent im Ertrage zurück und man
auf das Weingeſchäft zurück, das die minderjährige
Tockh=
nehmigung des Vormundſchaftsgerichts führte. Die Auu
aus, die Voyſchiebung der Tochter ſei lediglich zum Schst
Jm Vermögensverzeichniſſe ſind Teile von Mobilien nicht na
ſeinerzeit angeblich für die beiden Töchter gekauft wurdem
konto und ebenſo das Poſtſcheckonto wurden nicht bei Ly
übergang, ſondern erſt viel ſpäter auf den Namen der
ſchrieben.
Die am geſtrigen Vormittag begonnene Beweisaufnahi.
Nachmittag fortgeſetzt. Sie ergibt, daß ſowohl an dern
als auch an die Tochter Waren geliefert wurden, und diß
klagte einem Zeugen vom Uebergang des Geſchäfts mündl:”
machte, dabei handelte es ſich um Kommiſſionsware in Wil
derer Zeuge bekudet, daß er erſt im September 1926 bum
des Geſchäfts auf die Tochter erfuhr; auch hier ſtanden Ae
Frage. Ein anderer Geſchäftsmann bekundet als Zeuns=
Angeklagten, mit dem er längere Zeit in Geſchäftsverbindm
einen offenen, reellen Kaufmann anfah.
Die Verhandlung wird erſt heute zum Abſchluß gem
bis zu den fe.
„ult: Beste Käm
Der Betrug am kranken Menſag.
Herr Hornberger, Magnetopath, ſchreibt ms:
tigung, der wir folgendes entnehmen:
Der Artikel, welcher unter dieſer Neberſchrift am
2. November, 1927, im Darmſtädter Tagblatt ſtand, iſt
Parteiſache aufzufaſſen. Mein amerit. Titel: Dr. or
wurde mir bezügl. meiner Ausbildung und Leiſtungen
gemäßen Heilweiſe verliehen und hat mit dem deutſchen I
einer in Deutſchland appr. Medizinalperſon nichts zu tum!
Direkt unwahr iſt, daß ich gegen die Aerzte Stellzusft
habe. Zch fagte ſogar wörtlich: Der wirkliche A
unter den Menſchen die höchſte Achtung, weil er einen
mit dem götliche Miſſionen verbunden ſind. Durch ſeine
iſt er dazu berufen, göttliche Geſchöpfe zu revarieren.
das verſteht, iſt nicht nur gewerbeausübender Mediziner,
riel mehr, er iſt Seelenarzt, Arzt des ewig belebenden Pr.
allerdings ein Chemiker nichts zu verſtehen braucht.
Hierzu ſchreibt uns unſer Berichterſtatter:
1. In der vorſtehenden Erwiderung des Herrn HouM
die Führung des Titels Dr. ok Naturonathy als berechtigu
Dies wurde in der Kritik nicht bezweifelt, vielmehr darau
daß dieſer tatſächlich in Amerika käuflüche Titel beim Lazuß.
in Seifen-
Kart
inden Sie die d1
erster
in hübschen
d äu
ung sche
auch im Ausland erhaltene, nediziniſche Ausbüldung vomäß
2. Herr Hornberger hat in der Tat Stellung gegen
nommen, hält er doch die Diagnoſe, die Grundlage der ärut
für entbehrlich und lächerlich. Kein Arzt wird einen Kram=6
wollen, ohne zu wiſſen, was ihm fehlt.
3. Kein Arzt kann ohne Ausbildung auf Grund götz
Kranke behandeln. Wahrhaft religiöſen Menſchen wird E.l
Hornberges in ſeinem Vortrag gebrachte Vergleich der
digen mit Chriſtlis ungehörig enſchienen ſein.
Lokale Veranſtaltungen.
Oc den
erchelnenden Notigen find ausfhſieskiich ait Sinwelfe auf Aman
in keinem Felle irgendwie ale Vedredung oder Kritl.
— Deutſchorden. Nächſter Kummendeabend als
abend am nächſten Freitag, den 2. Dezember, 8 Uhr pinkwrſ
Darbietungen ernſter und heiterer Art durch die Knappe-
Gäſte (auch Damen und Jugend) willkommen.
— Der Biochemiſche Verein Darmſtadt, i5M
wechſeln mit dem homöopatiſch=biochem. Verein, hält mor=Be!
8 Uhr im Fürſtenſaal (Grafenſtraße) einen hochintereſſantmſtl
vortnag ab. Thema: Die Biochemie als zuverläfſigſte und i5te
weiſe der Gegenwart! Als Redner wurde Herr Pöhlman.Ghk
wonnen, ein Mann, der ſeit Jahren in dieſer Bewegugzzſt
ſich um die Anerkennung der biochemiſchen Heilweiſe rnſt=
Schüßler große Verdienſte erworben hat. Am Schluſſe
finden wie immer des im Dienſte des Gemeindewohls ſtelEi
koſtenloſe Beratungen dunch einen bewährten Spezialiſten 04
ſchen Heilweiſe ſtatt. Wir können einen Beſuch dieſes V=k
911
gend empfehlen. Eintritt frei
Tagslalender fir Donpeslag, den 1. Desewberfſt
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Drittes Konzert der Städt. Akademie für Tonkunſt. —
Anf. 20 Uhr Ende nach 22 Uhr: „Der Liebestrank.” —
Anfang 20 Uhr: „Gloelo‟. — Konzerte: Hotel S./4
Kaffee, Weinhaus Maxim, Waldſchlößchen; Perkeo: Vo
gold: „Geſellſchaftsabend. — Kinovorſtellung:
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[ ← ][ ][ → ]Seite 8
Donnerstag, den 1. Dezember 4927
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O. Erzhaufen, 29. Nov. Das Volksliederkonzert des Ge=
Saale den ſchönſten Verlauf. Nach einer Anſprache dunch den
Vorſitzen=
den kam nachfolgendes Programm zur Ausführung: 1. Muſik: „O
Ju=
gend, wie biſt du ſo ſchön!” Franz Abt: 2. Chöre: 2) „Junsbruck, ich
muß dich laſſen”. Iſaak; b) „Komm, o komm Gefelle mein”. Ad, de la
Hale; 3. zwei Lieder für Bariton: „Das Heidenröslein” von Schrbert
und „Ungeduld” (Herr Cornoff); 4. Chöre: 2) Altdeutſches Minnelied,
bearbeitet von C. Iſenmann, b) „Feldeinſamkeit” von E. Wendelz
5. Muſik: zwei Roſenlieder (mſt Geſang) von Eulenberg; 6. Muſik:
Rheinlieder=Potpourri (Hannemann); 7. zwei Chöre: 2) „In einem
tühlen Grunde‟, Silcher, b). Am Brunnen vor dem Tore”, Schubert;
8. zwei Lieder für Bariton: „Das Herz am Rhein”, Hill. b) „Wohl auf,
noch getminken”, 9. Muſik: „Beim Holderſtrauch” (mſt Geſang), Kirchner;
10. Chöre: a) „Ein Jäger aus Kurpfalz”, Othegraven, b) „Wenn ich den
Wandrer frage”. 11. Muſik: „Deutſcher Sang” bildete den Schluß.
F Wixhauſen, 29. Nov. Theaterabend. Die Veranſtaltung
des Geſangvereins „Sängerluſt”, die im Saale des Gaſthauſes zur
Krone ſtattfand, und bei der das Traumſpiel „Es war einmal” zur
Auf=
führung kam, bedeutet für den Verein einen vollen Erfolg. Sämtliche
Mitſpielenden zeigten ſich ihren zum Teil recht ſchwierigen Rollen voll
und ganz gewachſen. Die ausgezeichneten geſanglichen und
ſchauſpieleri=
ſchen Leiſtungen wurden unterſtrichen durch die verſtändnisvolle
Beglei=
tung des hieſigen „Muſkorcheſters”, dem, wie allen Mitwirkenden, wohle
verdientes Lob gebührt.
J. Wolfskehlen, 29. Nov. Gemeinderatsbericht. Eine
wichtige Sitzung unſerer Gemeindeväter fand Samstag abend auf dem
Rathauſe ſtatt und war auch von Intereſſenten beſucht. Es galt
haupt=
ſächlich, den Punkt „Gruppenwaſſerwerk”, der die Gemiter ſchon
wochen=
lang zu reger Dishuſſion antrieb, endlich unter Dach und Fach zu
brin=
gen. Dies geſchah dann auch nach einer lebhaften Ausſprache. Schließlich
wunde der von dem Mitgliede Frz. Weißbarth in der letzten
Bürger=
verſammlung geſtellte Antrag (Einzeſchnungsliſte) mit 6 gegen 5
Stim=
men abgelehnt, dann der Anſchluß der Gemeinde an das Waſſerwerk mit
9 gegen 2 Stimmen beſchloſſen. — Die leerſtehende Wohnung in dem
Hauſe Ernſt=Lndwigſtraße Nr. 14 wurde an Joh. Fuchs vergeben. —
Der Antrag des Hch. Freh, vor feinem Hauſe in der Gernsheimerſtraße
eine Tankſtelle anzubringen, wurde zunickgeſtellt. — Ein überzähliger
Ziegenbock ſoll abgeſchafft werden. — Die amſchließende geheime Sitzung
erledite eine Unterſtützungsſache.
Griesheim, 29. Nov. Dem Bemühen des Vorſtandes der Gewerbe=
und Handwerkervereinigung iſt es gelungen, einen
Buchführungs=
kurſus hier abhalten zu laſſen. Deu Kunſus hat bereits begonnen
und wird von emem behüährten Fachmann im Einvernehmen mit der
Handwerskammer=Nebenſtelle erteilt. An demſelben nehmen 26 Perſonen
aus den Kreiſen des hieſigen Handwerks teil. Es iſt dies ein
erfreu=
liches Zeichen des Fortſchritts und der Weiterbildung im Handwerk und
kamn für jeden Beteiligten mur von Nutzen ſein. Denn wur eine in
über=
ſichtlicher Ordnung aufgezeichnete Buchung der täglichen
Geſchäftsvor=
fälle bewahrt den Inhaber vor Schaden und ſetzt ihn in Stand, ohne
viele Mühe und Zeitverluſt ſich jederzeit über die umſatzſteuerfreien
Ein=
nahmen, die einkommenſteuerfreien Ausgaben, die Ausgaben für Waren,
Halbfabrikate, Materialien, Löhne, Krankenkaſſe, Steuern. Unkoſten,
Ausgaben für den Haushalt uſtw. zu orfentieren und den Stand ſeines
Geſchäfts zu überſehen. Dieſes, em leicht faßbares Syſtem, iſt auch bei
der Meiſterprüfung eingeführt, ud es ſei daher allen, die ſich hünftig
dieſer Prüſung unterziehen, aufs wärmſte empfohlen.
P. Eberſtadt, 30 Nov. In dem Anweſen Pfungſtädter Straße 1
iſt eine Mech Berufskleider=Fabrikation eingerichtet
worden. Inhaber des Geſchäfts iſt der kürzlich von Darmſtadt
zuge=
zogone Fabrikant Rudolf Feh. —Viehzählung. Wie aljährlich,
ſo findet auch in dieſem Jahre am 1. Dezember eine ſich auf Pferde,
Rindvieh, Schafe, Schweine, Ziegen, Federvieh und Bienenſtöcke
er=
ſtveckende Viehzählung ſtatt. Bei dieſer Zählung wird auch die Zahl
in der Zeit vom 1. Dezember 1926 bis 30. Novomber 1927
vorge=
nommenen, von der amtlichen Schlachtvieh= und Fleiſchbeſchau befreiten
Haus und Privatſchlachtungen ermittelt. —
Handwerkskammer=
wahl 1928. Die eingereichten Mitgliederliſten über die zu den
Wahlen der Handwerkskammer für 1928 Wahlberechtigten liegen eine
Woche lang zur Einſicht der Beteiligten offen. Innerhalb der Friſt
können Einwendungen gegen die Richtigkeit ud Vollſtändigkeit
vorge=
bracht werden. — Zur Bürgermeiſterwahl. Wie jetzt
feſt=
ſteht, werden die beiden von den zum dritten Wahlgang noch
zuge=
laſſenen Kandidateu für den Bürgermeiſtervoſten im Laufe der nächſten
Woch= veferieren, und zwar wird Gerichtsaſſeſſor Dr. Hugo Wolf=Mainz
am Mittwoch, 7. Dezember, und Dr. Schäfer=Weimar am Samstag,
10 September, ſprechen. Vorgeſehen hierfür iſt der Schwanenſaal.
4a. Eberſtadt, 30. Nov. Der Biochemiſche Verein hält
am Donnerstag abend im Gaſthaus „Zur Eiſenbahn” einen Lichtbilder=
Zur Handwerkskammerwahl liegen die eingereichten
Mit=
gliederliſten über die Wahlberechtigten eine Woche lang zur Einſicht
hieſigen Geſchäftslente haben auch dieſes Jahr an Weihnachten
ſeh=
ſchön ausgeſtellt. In den Läden ſieht man nicht nur Spielſachen,
ſon=
dern auch praktiſche Gegenſtände aller Art. Beſonders erfreulich iſt, daß
auch die Aufmachung und Dekoration nach ſtädtiſchem Muſter im
moder=
ner Weiſe vorgenommen iſt.
G. Ober=Ramſtadt, 30. Nov. Verſetzung. Mit dem 1. Dezember
dieſes Jahres wird der in weiten Kreiſen der Bevölkerung wohlbekannte
laſſen und nach Wachenheim=Mölsheim (Rheinheſſen) überſiedeln. Herr
Hofferberth war nahezu 19 Jahre hier ſtationert.
Veranlaſſung des Militärvereins Ober=Ramſtadt in der hieſigen Licht=
und durch Vorträge eingehend erläutert.
Bk. Groß=Zimmern, 30. Nov. Arbeitsloſe und ihre
Be=
ſchäftigung. In unſerer Gemeinde fallen zurzeit ungefähr 90
Ar=
beitsloſe der Erwerbsloſenunterſtützung zur Laſt. Im vergangenen
Jahr wurden ca. 300 Arbeitsloſe durch unſere Gemeinde mit
verſchie=
in unſerem Gemeindewald neue Wege gebaut und die Straßen in
uſerem Orte ausgebeſſert. Die Straße zwiſchen Gundernhauſen und
Meſſel mit einer Länge von 5 Kilometern und einem Koſtenauſtwand
ron über 1½ Million Mark, von dem die hieſige Gemeinde den größten
Anteil zu tragen hat, wurde dem Verkehr übergeben. Auch ein
Ge=
meindeſichwimmbad mit den neuzeitlichſten Einrichtungen wurde mit
einer Ausgabe von 30 000 Mk. der bieſigem Bevölkerung erbaut. Der
linke Gerſprenzdamm wurde um 1 Meter gehoben und aufgeſchüttet,
wodunch erreicht wurde, daß die hieſigen Einwohner vor
Hochwaſſer=
gefahr geſchützt ſind. Möge es der Gemeindevertretung auch dieſes
Jahr wieder gelingen, den Arbeitern der hieſigen Geweinde, die zum
größten Teile aus Bauarbeitern beſtehen und während des Wimters
ſchwierigſte Zeit des Jahres hinwegzuhelfen.
2. Groß=Umſtadt, B. Nov. Religiöſe Orgelandacht. Am
Sonntag abend ſand in unſerer Stadtkirche eine kirchenmuſikaliſche Feier
ſtatt, die von dem Orgelkünſtler von der Au aus Mainz veranſtaltet
wurde. Die Spielfolge bot ſieben größere religiöſe Stimmungsbilder, veranſtaltet auch in dieſem Winter eine Reihe von
Grünfo=
die den Hörer von dem großen Orgelmeiſter Joh. Seb. Bach über ſen, die die Landwirte auf die Wichtigkeit des Futterbaus
fangvereins „Sängerbund” im der Ludwigshalle nahm bei überfülltem Händel, Mendelsſohn=Bartholdy, Robert Schumann, Franz Liſzt und und ihnen Wege zeigen ſollen, auf denen ſie durch richtige Ank.
Joh. Rheinberger bis zu dem Vater der neuen Muſik — Max Reger — und Düngung ihrer Wieſen, Weiden und Feldfutterſchläge
führten. Damit wurde den Anweſenden auch gleichzeitig die Wandlung
der hirchlichen Muſik in den zwei letzten Jahrhunderten zu Gehör
ge=
bracht. Der Künſtler holte in vollendeter Technik alles aus dem
Orgel=
werk, was herauszuholen war, und wir hätten gewünſcht, daß es dem zeigt, daß der Futterbau im hintewn Sdenwald größte Berdchtl
verſtorbenen Erbauer der Orgel, Meiſter Bechſtein, vergönnt geweſen
wäre, dieſer Feierſtunde beiwohnen zu können. Die verſchiedeten Solo= triebe bildet. Die Landwirſchaftskammer betmachtet es al2.
geſänge, die ebenfalls von dem Künſtler zum Vortrag gebracht wurden, nehmſte Aufgabe, die Landwirte bei der zweckmäßigſten 774
legten Zeugnis von der Vielſeitigkeit desſelben ab. — Gbangeli= ihrer Betriebe mit Rat und Tat zu unterſtützen. Es ſolltens
ſches Gemeindeſtift. Da die beiden Schweſtern unſeres
Ge=
memdeſtiſtes den an ſie geſtellten Anforderugen ohne Schädigung Anregungen für die Verbeſſerung ihrer Betriebe mit nach Hamf!
ihrer Geſundheit nicht mehr entſprechen konnten, wurde ihnen mit
An=
fang November eine Hilfsſchweſter zugetzeilt. Selbſtverſtändlich müſſen Der nächſte Kurſus findet am Freitag, den 2. Dezembes
mun auch größere Opfer gebracht werden. Es iſt daher dringend ge= felden im der Tumnhalle ſtatt. Alles Nähere iſt bei den Bürgenn4
boten, daß ſich munmehr alle biefenigen, die dem Frauenverein ſaither ud den Vertrauensmäunern der Landwirtſchaftskammer zu
noch fem ſtanden, nummehr demſelben anſchließen.
Bk. Dieburg, 30. Nob. Trauriger unglücksfall. Daß
nicht genug davor gewarnt werden kann, auf einen fahuenden Zug zu verbunden mit der Reichsgründungsfeier, findet am Sam
ſpringen, beweiſt wieder folgender traurige Unglücksfall. Als geſtern 14. Januar 19B, im Vereinslokal „Schmerbers Garten” ſtatt.
abend um 6 Uhr die hier in der Kloſterſtraße wohnhafte und in Sprend= ein iſt im Jahre 1872 gegründet und begeht demnach ſeina
lingen beſchäftigte Bjährige Klara Bender in den Zug ſteigen vollte,
der bereits imn Abfahren war, rutſchte ſie aus und wurde überfahren.
Das rechte Bein wurde ihr am Oberſchenkel abgefahren, auch das linke
Bein wurde gequetſcht. Die Schwewverletzte wurde in das Krankenhaus
nach Langen verbracht.
Bk. Dieburg, Groß=Lünmern und Umgegend, 30. Nov.
War=
nung. In letzter Zeit wird durch Reiſende ein elektriſcher Heilgpparat,
ſog. Hochfregnenzapparat, im hieſigen Kreis Dichurg vertrieben. Die
Abgabe erfolgt unter ſtark übertriebenen Anpreifungen der angeblick
damit bei den verſchiedenſten Krankheiten erzielten Heilerfolge, die einer
vermünftigen Würdigung nicht ſtandhalten. Es handelt ſich um
hoch=
geſpannte Ströme mit ſehr hoher Schwingungszahl, die die Eigentüme
lichkeit haben, daß ſie den menſchlichen Körper ſehr wenig beeinfluſſen,
woraus ſich auch die verhältnismäßige Ungefährlichkeit dieſer Apparate
erklärt. Etwaige Heilwirkung beruht, abasſehen von gewiſſen
Anwen=
dungen im Verein mit anderen Heilmethoden, die aber dem Arzt bzw.
Zahwarzt überlaſſen bleiben müſſen, faſt lediglich auf den die Ginbil= rechners Fiſcher. Fiſcher war einige Stunden vorher nach 6 raff
dungskraft ſtmrk beeinfluſſenden Lichtwſirkungen, dem Ozongeruch und der Behandlung im Krankenhauſe Erbach nach Haufe zurickesh
Erwärmumg der Elektroden. — Die Neiſenden ſollen zudem auch
Unter=
ſuchungen an Perſonen vorgenommen haben. Da es ſich hierbei um
einen Verſtoß gegen die Gewverbeordnung handelt, die das Ausüben der
Heilkunde im Umherziehen verbietet, erſucht das Heſſiſche Kreisgeſund= ſowie eine zweite Scheuer gerettet werden. Die Entſtehung:s
heitsamt Dieburg, ſolche Fälle zu ſeiner Kenntnis zu bringen.
r. Babenhauſen, 30. Nob. Die Münchener Muſikbühne trugen ſich mit wewigen Ausnahmen alle Bürger ein, ur
ſpielt kommenden Sonntag abend hier i Saalbau „Deutſcher Hof”.
Dieſer glütkliche Umſtand iſt nur dahurch ermöglucht worden, daß dieſe dürfte die ledige Streitfrage hie Straße — hie Licht,
zuuf=
große Wanderoper Deutſchlands auf einer Zureiſe zu Gaſtſpieien nach
Offenbach a. M. und andeven größeren Städten ſich beſindet und dabei
unſerem Städtchen einen Beſuch abſtottet. Erfreulicherweiſe geſtatten veranſtaltungen eröffnet am 10. Dezember der hieſi
die guten Saal= und Bühnenverhältniſſe des Hotels „Deutſcher Hof” verein mit einem Familien=Unterhaltungsabend. Alljähzif
das Auftreten dieſer zugkräftigen Bühne mit einem Perſonalbeſtand von derſelbe ſeinen Mitgliedern gediegene Darbietungen rein um
40 Perſonen. Leiter der Münchener Muſilbühme iſt der bekannte
Muſik=
tädagoge Prof. Dr. Ludwig Fiſcher, deſſen Name ſchon allein für ausſagen, werden die diesjährigen Nummern des
Programm=
die hünſtleriſche Qnalität der Bihne birgt. Die Wahl der für unſer
Theaterpublikum vorgeſehenen Operette kann als ſehr glücklich bezeichnet. Daß unter dieſen Umſtänden die Abendunterhaltungen des
werden. Wird doch die entzückende melodiöſe Operette „Die Geiſha” ſtets ein volles Haus erzielen, iſt nicht verwunderlich. — e
gegeben, ein Stick, das hier nicht ſo ſchnell wieder geboten werden wird, unterhaltung. Das Stück Straße zwiſchen dem Brunrrr!!
Die Gaſtſpiele der Münchener Muſikbühne finden auf Einladung der
Südweſtdeutſchen Bihne des Bühnenvolksbundes, der Nachfolgerin der an die Provinz übergingen, ließ der Kreis genanntes Stüctl=
Heſſ. Landeswanderbühne ſtatt. Die Mitglieder der hieſigen
Schiller=
bühne erhalten für die Operette einen Vorzugspreis. Da die Schiller= Grund, wenn auich ſehr ſtaubfpendend, bei Regen aber wirdSAMm M
bühne in der Regel nur Schauſpiele brirat, ſo iſt die Vermittlung einer
guten Operette nur zu begrüßen.
Bk. Nieder=Roden, 30. Nov. Seltenes Weidmannzglück
Bei der vorgeſtrigen Waldiagd wurden von 19 Schüitzen 17 Rehe und üblen Eindruck; es iſt zu hoffen, daß genannter Sumpf und imf
6 Haſen erlegt. Es gab hierbei keinen einzigen Fehlſchuß, auch kein
Nachſuchen nach einem Neh. Es iſt dies ein gutes Zeichen für
weid=
gerechte Jäger, die auch den Schrotſchuß anzubringen wiſſen.
Reinheim i. D. 30. Nob. Einem lange gehegten Wunſche ent= des zum Bürgermeiſter gewählten ſeitherigen Beigeordnetern”
ſprechend, folgt der bei dem hieſigen Finanzamt ſeit Jahren tätige
Steuerbeamte Bonarius am 1. Dezember einer Verſetzung in ſeine Hei= am Abend einen Fackelzug darzubringen. Unter Vorgntritt MAm..
mat Darmſtadt. Der Weggang gerade dieſes Regmten wird von den
Anwohnern des vorderen Odenwaldes und Gerſprenztales um ſo mehr gukünftigen Ortsoberhauptes, um ihn nach einer Anſprac
bedauert, als der Genannte auf Grund ſeiner Eigenſchaften und Fähig= ſangs= und Muſitvorträge zu ehren. In einer Erwigerungß
keiten als Menſch ſowohl als auch als Beamter, allgemein in hohem Knapp für die ihm erwieſene Ghmmg und ſprach die Srfü
Anſehen ſtand und ſich ganz beſonderer Beliebtheit erfreute.
zw. Heubach i. Oöw. 30. Nob. Abgabe der
Gemeinde=
jagd. Der derzeitige Pächter der hieſigen Gememdejagd, Herr Georg
Schlitt=Frankfurt a. M. beabſichtigt aus verſchiedenen Gwünden, den im
vortrag über „Natürliche Heilweiſe” ab. Referent iſt Dr. Schüßler. — Februar 1924 abgeſchloſſeuen und auf neun Jahre laufenden Jagdpacht= Wilhelm Knapp aus Waldmichelbach ſtürzte in einem NeuE=A
vertrag zu löſen. Da bereits andere Jagdliebhaber vorhanden ſind,
wird einer Neuverpachtung wohl nichts entgegenſtehen und die Ablöſung ſchweren Schädelbruch erlitt, wurde in das Weinheimer
auf der Bürgermeiſterei auf. Während dieſer Zeit können Einwenduu= der Jagd durch den neuen Pächter ſchon zum 1. Januar 198 erfolgen überführt. — Ebendahin wurden mittels Sanitätsautos je
gen erhoben werden. — Veihnachtsausſtellungen. Die können. — Reduzierung der Fleiſchpreiſe. Nachdem lirz= aus Mörlenbach bzw. Hetzpenheim gebracht, die durch Shmzft
lich ein hieſiger Geſchäftsmann das Schweinefleiſch durch die Ortsſchelle
zu 1 Mark pro Pſlmd zum Verkauf ausbieten ließ, folgte ein anderer
demſelben Beiſpiel und bot es mit 96 Pfg. das Pfund an Seit Samstag
verkauft letzterer — Herr Metzgermeiſter Zieres — dasſelbe ſogar mit zum Aufwertungsgeſetz können die aufgewerteten Spareinlgk
90 Pfg. pro Pfd. In anbetracht dieſes Preisſturges ſteigt der Schweine= Bezirks=Sparkaſſen nicht vor dem 1. Januar 1932 abgeh.
fleiſchkonſum im hieſigen Ort gewaltig.
z. Ober=Klingen, 28. Nob. Die neue Straße von hier über die Kohl= tige Spauea, die über 65 Jahre alt ſind, Teilbeträge aus
bacher Mühle nach dem (Wirtshaus) „Kühlen Grund” bei Werſau konnte
Bahnaſſiſtent H. Hofferberth ſeinen hieſigen Wirkungskreis ver= bisher nicht wertergebaut werden, da die Verpflichtung zum Bau von die Leitung der Sparkaſſe ſich ihrer ſozialpolitiſchen Pfläuk
Kunſtſtraßen vom 1. April ab von den Kreiſen auf die Provinz über= ſt. Nachdem die Reichsbank ihren Diskontſatz erhöht hat,
gegangen iſt, und von dieſer die Mittel für den Weiterdau noch nicht Pezirksſparkaſſe Groß=Bieberau den Zinsſatz für die Spa.”
bereitgeſtellt ſind. Der Bau ligt zurzeſt ſtill. Was bisher gebaut 7 Prozent erhöht. Für größere Beträge werden nach 2c
C. Ober=Mamſtabt, 29. Nob. Nächſten Samstag, 3. Dez., wird auf, wurde, ſind lediglich die Erdaubeiten, und die Mittel dazu wurden von auch uoch höhere Sätze vergütet. Die hieſige Zahltelle der”
unſerer Gemeinde und im Wege den werteſchaffenden Erwerbsloſen= kaſſe Groß=Bieberau erteilt hierüber nähere Auskuuft.
bildbühne der kriegsgeſchichtliche Lehrfilm „Tannenberg” gezeigt fürſorge vom Reiche aufgebracht. Die Keſten für die Fertigſtellung, etwa beſteht am hieſigen Platze eine Zahlſtelle der Bezirksſpad
80 000 Mark, können, von dem Unvermögen ganz abgeſehen, der Ge= Bieberau.
meinde nicht allein zugemutet werden, da ja die Straße einſt auch dem Bb. Bensheim, 30, Nov. Die Hefſiſche familie
durchgehenden Verkehr dienen, die Wegſtrecke von Reichelsheim, nad liche Vereinigung hatte auf Dienstag, 29. Novemt
Groß=Umſtadt weſentlich verkurzen und die Straße Reinheim=Reichels= ſigen Mitglieder und Freunde zu einer Zuſammenkunſt 1.19
heim wirkſam entlaſten wrd. Das Provinzialtagsmitglied Joſt (D.,V.P.) hofshotel eingeladen, wobei der Vorſitzende, Regierm=P
denen größeren Notſtandsarbeiten beſchäftigt. Unter anderem wurden hat deshalb an die Provinzialberwaltug Starkenburg das Erfjuchen Schäfer aus Darmſtadt, zumächſt über die Tätigkeit derM
gerichtet, das bisher Geſchaffene vor dem gänzlichen Verfall zu ſchützen Bericht erſtattete. Neben der Förderung der Familienforſtet
und mit der Gemeinde zu erwägen, wie der Bau der Stmaße zu einem gemeinen bezweckt die Vereinigung insbeſondene die
Heruck=
glücklichen Ende gebracht werden kann.
D
Entfettungskuren im Winter Wert, da der Körper in
den Wintermonaten beſonders zum Fettanſatz neigt. Unſer Rat für
alle korpulenten oder zur Korpulenz veranlagten Leſer und Leſerinnen
iſt folgender: Nehmen Sie morgens nüchtern, nach dem Mittageſſen
und vor dem Schlafengehen jeweils 2 bis 3 Toluba=Kerne. Dieſe
Kerne wirken fettzehrend und anſatzverhindernd und ſind fürs Herz
unſchädlich. Sie erhalten Toluba=Kerne mit genauer Beſchreibung über
keine Beſchäftigung finden, durch produktibe Notſtandsarbeiten über die Wirkung, Zuſammenſetzung, desgl, mit ärztlichen urteilen in den
Apotheken.
UV. 18569
Rummer 2
Die Landwirtchaftskammer für Heſſt!
Futtererträgen kommen und dieſe duuch ſorgfältige Ernte denve
der Witterung ſchnell entziehen könmen.
Gerade die ungünſtige Witterung des vergangenen
Sonmeuu=
dient, da die Viehwirtſchaft die ſicherſte Grundlage der dond
Landwirte ſich an dieſen Kurſen beteiligen, ſie werden ſichern
— Michelſtadt, 28 Nov. Kriegerverein. Das
tungsfeſt wie alljährlich üblich. — Das Ergebnis der Hausſtin
zwecks Errichtung eines Ehrenmals für unſere im Beltth
fallenen iſt bis jetzt zufriedenſtellend. Die geſamte Ginwohm!
pur wpenigen Ausnahmen zeigte lebhaftes Intereſſe. Jechat
lichen die Verhältniſſe es nicht jedem, ſein Scherflein auf
geben. Größere Spenden einzelner ſind noch zu erwarten,
berſchiedene Vereine und Korporationen bereitwilligſt ilit
ſtützung zugeſagt. Cs kann demnach mit Beſtimmtheit arzk
werden, daß die Errichtung eines würdigen Denkmals auch 7ß
ſtadt in nicht allzuferner Zeit verwirflicht wird. Die bis
gangenen Beträge ſind bei den hieſigen Banken verzinslich ogl
Die nächſte Mitgliederverſammlung findet am Mittwoch, dy
vember, abends 8½ Uhr, im Vereinslokal „Schmerkers Gact
M. Bullau, 30. Nov. Dieſer Tage, abends 11 Uhr, ertinſ
glarm in unſerem Orte. Es brannte in der Hofreite dessch
Eimteffen der erſten Hilfe, ſtand die wohlgefüllte Scheuer
Flaumen. Dank dem Eingreifen einiger Nachbarn und de=
Zeit eintreffenden Feuerwehr konnte das ſtark gefährdete
Braudes iſt unbekannt. — In eine kürzlich in Umlauf Sri
damit ihre Bereitwilligkeit, elektriſchen Strom abzmehmmß
Letzteren entſchieden ſein.
m. Beerfelden, N7. Notz. Den Reigen der diesjährigen W
Art, abonechſelnd mit turneriſchen Vorführungen und, wie
gebotenen mindeſtens gleichwvertig ſein, werden ſie meiſt nochz”
Metzkeil iſt nicht gepflaſtert, wohl weil es zu ſteil iſt. Bevor
Kaltſteinen verſehen; ſo beſteht bei trockenem Wetter zw= ſi
ein zäher Brei verſieht das Schuhwerk mit ſolch ausgiebigerr A. 0 Oret
die anwohnenden Hausfrauen und das weibliche Perſonal nicrMA M pmit
haben. Aber auch auf Durchreiſende macht eine ſolche Ort AA rden, ſt
ſchwindet, micht nur im Intereſſe der Reinlichkeit, ſondern
fundheit.
* Mörlenbach, 30. Nov. Die geſtern vorgenommene
durch das Kreisamt Heppenheim war der Anlaß, ihm alter 5
bacher Muſikkabelſe zogen die weltlichen Vereine vor das M1yMer, a 3.
daß es ihm gelingen möge, das ihm anvertraute Amt zur
Aller und zum Segen der Gemeinde zu führen.
j. Aus dem Odenwald, 30. Nov. Der 17jährige Inſtalat)
heim vom dritten Stockwert in den Keller. Der Verunglüc- Knochenbrüche erlitten hatten.
* Branhau, 30. Nop. Nach den heſſiſchen Ausführun /
Die Bezirks=Sparkaſſe Groß=Bieberau zahlt aber jetzt ſchou fe
Weiſſe ſind ſchon über 25 000 RM. ausbezahlt worden, ein „
heſſiſchen familiengeſchichtlicheu Quellen und Abhaudlumgen *
Familien in ihven von Zeit zu Zeit erſcheinenden
Mitteäig=
die Beratung und Unterſtützung ihrer Mitglieder bei fanrk
lichen Forſchungen. Im Anſchluß an dieſen Bericht gabsiß
gende einen Ueberblick über verſchiedene wichtige familtenk
Quellen und die Art ihrer ppaktiſchen Auswertung für Sieh
geſchichtsforſchung. Neben den Kirchenbichem wurden
h=
den verſchiedenen Anchiven vorhandenen Perſonal= und Arst
richtsbücher, Salbücher, Stammliſten, Rechnungen u. dal. 9
der hohen Schulen, Grabſteine und vieles nichr in ihrer Vihl
die Familienforſchung gewürdigt und maiche Anregung
nutzung gegeben.
FerHäf
Ham Rci. Rict
MNc. Bell
Mr. m 9.301
ic) N. Ach. 25
äu
N80 hat nicht nur den grössten deutschen Motorradel
sondern auch eine überlegene Orosserien-Autoinobil-Fabeikart
das NSU-Motorrad ist eingeführt und beliebt in der ganze
in dem bewährten 5 PS-Typ, dem sparsamen, zuverlässigen
Diese hohe Produktion des Werkes sollte auch Ihnen zu denken geben; sie lässt auf die li
Anerkennung der NSU-Fabrikate schliessen, und sollte Sie in Ihrem Entschluss bestärken, N4
Mehr als Faso Arbeiter und Angesteflte — 53jährige Erfahrung im Lualitätre
N8U Vereinigte TahzzeugwerkeM
Varkaukzzentrale: Berlin NW7, Unter den Linden 69770
ezirRsverkaufsstellen: Alze), Rh.: Gebr. Zimmermaun / Dellfeld, Pfalz: Heinrich Dfeider / Frankfurt a. Main: autohaus Wiln: De
Höchster St. 1-5 ₰ Gernebach: Gebr, Goldstefn / Idar, Nahes Mauchinenkabril Beoker / Kalserslauterns Jacob Diehf / Harlernhe: Ernst Behuz her
Kirn. Nahe: Gebr. Maurer / Konatanzs Konst. Pahrzeng- und Sporthaus, Wlhelmstr. 42 / Mannhelm= Frledrich Bela, R. 6, 4 z Sinttgart: 1847-
Erslbtemlatz 6 / Stuttzurt: Hobert Michelz Kornbergstr: 29 / Worms a: Rh:s Ga- Herwehes Römerstr: 32 Würzburg: 4ndr: Gachmind, Sandertr. 21.
AP
Ka Hne Rne
ſeraße bezogen wurden, ſind faſt alle in dieſem Jahre
er=
hoeguten ihrer Beſtimmung übergeben. Zurzeit wird das
Ffrau Hermann Brettel Wwe, das Gaſthaus „Zur Eiſen=
Neckarſteinacherſtraße durch Auſbau eines zweiten
Stock=
ſigert. Der größte Teil der im letzten Jahre errichteten
ourde durch Vermittlung der Wohnungsfürſorge zu Darm=
—ßinem Beſchluß des Gemeinderats entſprechend follen
Meubauten im der Jahnſtraße die Bauflucktlinien
zurück=
gsorgärten angelegt werden. Auch im kommenden Jahre
ſütrtätigkeit wieder eine rege zu werden. Es ſind bis jetzt
eabſichtigt, die auch wieder größtenteils durch Vermittlung
Gatfürſorge Darmſtadt finanziert werden ſollen. — Der ſeit=
Hfrige Holzſetzer ud Vorarbeiter der Gemeinde Hirſchhorn
upbember nach eimer mehr als Bjährigen Dienſtzeit in den
yrr ſeine Stelle iſt ſein Sohn, Theodor Gugau von hier,
vor einigen Tagen durch das Kreisamt Heppenheim
ver=
ſir. Nachdem am vergangenen Montag, den A. I. Mts., mit
eefarbeiten im Gemeindewoald Hirſchhorn begonmen wurde,
Ulien in den Staatswaldungen am kommenden Montag, den
41. J8, allgemein ihren Anfang. Die Gpangeliſche Gemeinde
ſduentſonntag, den 11. Dezember I. J3., abends im Geſihaus
färſtenauer=Hof dahier ihre diesjährige Weihnachtsfeier ab.
kuislegenen Mückenloch brach am vergangenen Samstag,
in dem Doppelwohnhaus des Fabrikarbeiters und
Land=
ö5t und des Gaswerkarbeiters Valentin Scholl ein Brand
„z Wohnhaus ſamt ang=bruten Nebengebäuden bis auf die
50 zum Opfer fiel. Das im ongebwuten Schuppen
entſtan=
ieuer wurde von den Angchörigen des Bürgermeiſters,
fürr nur durch einen ſchmalen Gang vom Brandherd
ge=
eFt bemerkt. Während das Vieh und Geflügel his auf ein
hii einige Möbel des im unterſten Stock wohnenden Götz
y entriſſen werden konnte, verlor die im zweiten Stocke
exnlie Scholl alles. Die Löſchungsarbeſten der
Bürger=
ückenloch konnten ſich nur auf den Schuitz der Nachbarläuſer
twbei trotzdem das anarenzende Wohnhaus des
Bürger=
et umerhebliche Beſchädigungen erlitt. Die Brandurfache iſt
Ner. Der nicht unerheblihe Schaden bürſte ſich ſchätzungs=
Auigfähr 20 00 RM. belaufen.
Korn. 3. Nov. Wafferſtand des Neckars am
7 Meter, am 30. November 155 Nobember.
häm (Rieh), N. Nov. Theaterabend. Auf bielſeitgen
Feſigen Theatewpublikums gab der Apbeiter=Geſangterein
Leitung Lehrer Schmitt, heute eime Wieberholung ſeiner
/-Die ſchöne Müllerin”, Singſpiel m 4 Aufzügen, im
f-,Zum ſchwarzen Adler” (Gebr. Lameli). Wie die
Grſt=
ſ, wies auch die heutige eine guten Beſuch auf, und die
ſowie die eingelegten Chöre des Vereins konnten wieder
hiz befriedigen. — Der hieſige Fußballverein, der run
ſchein=
ſen Kommen iſt, ſchlug heute nach faſt gänzlich überlegenem
V. M Bensheim mit 3:1 Toren. Bei Halbzeit ſtand das
tballverhältmis 10:0 für Hofheim.
ih im, 30. Nov. Der lange Jahre im hieſigen Autsgerichts=
Rignveſene Gerichtsvollzieher Martin Litters wurde in
glei=
ſtieze nach Darmſtadt verſetzt. Zu ſeinem Nachfolger wurde
ollzieher Stang in Herbſtein ernannt. Der an der hie=
Maren Volksſchule tätige Schulverwalter Heil wurde zum
oer Anſtalt ernanmt — Am letzten Samstag und Sonutag
aiberkünſtler Chroaſſer=Bellachini im Feſthaus Bopp. Seine
u dem Gebiet der Zauberkunſt und Telepathie ſind einzig.
e) Publikum leiſtete den äußerſt intereſſanten Darbietungen
ſbteaus. — Nächſten Samstag und Sonntag veranſtaltet der
dia =Sängerluſt” unter der bewährten Leitung ſeines Diri=
E Sehrer Wilhelm Müller einen Operettenabend. Zur
Auf=
gurt die Operette „Frühling der Liebe” in vier Akten von
MI Bwei gemütliche Abende, an denen Heiterkeit und
Fröh=
ſiet werden, ſtehen bevor. — In der Aula der Nealſchule
tikdienaſſeſſor Dr. Flöring, der längere Zeit an einer
deut=
ſuſchule in Madrid tätig war, einen Vortpag über ſeine
ſtz in Spanien. Herr Dr. Stieſenhofer und ein Fräulein
at umrahmten mit Geſangs= und Klaviervorträgen den
4im, 3. Nov. Waſſerſtand des Rheins am
ar 0.15 Meter, am 30. November 0,06 Meter.
Der Pauxitbergbau Oberheſſens.
Mit dem zunehmenden Verbrauch von Aluminiumerzen für die
Automobil= und Flugzeuginduſtrie hat ſich das Intereſſe auch den
Bauxiten, als hauptſächlichſten Aluminiumerzen, wieder mehr
zuge=
wandt. Die alten Hauptproduzenten, Frankreich und Nordamerika.
haben ihre alten Lager teilweiſe ſtark erſchöpft und man iſt eifrig auf
der Suche nach neuen Vorkommen. Damit rückt auch die Frage der
Ver=
wendbarkeit unſerer deutſchen Bauxite in den Vordergrund und es
dürfte angebracht ſein, eine kurze Beſchreibung dieſer vielfach noch recht
unbekannten Lagerſtätten und ihres Bergbaues zu geben.
Neben einigen nur mineralogiſche Bedeutung beſitzenden Fundorten
(im Weſterwald. Solling, Siebengebirge) haben für uns in
Deutſch=
land nur die Bauxite des Vogelsberges Wichtigkeit. Sie beſchränken
ſich auf die Umegbung der Städte Grünberg, Lich und Hungen, alſo
auf den Weſt= und Nordweſtrand dieſes Gebipges.
Die Form der Lagerſtätten iſt durchaus unregelmäßig. Urſprünglich
wohl eine weite zuſammenhängende Decke bildend, die die Unebenheiten
des baſaltiſchen Untergrundes ausfüllt, iſt durch die Eroſion der
weit=
aus größte Teil des wenig widerſtandsfähigen Materials weggeführt,
mitunter an anderer Stelle wieder abgelagert und nur beſcheidene Reſte
übrig gelaſſen. Die häufig beobachtete ſchichtweiſe Anordnung von
Bauxitknollen, in einer feinen roten Erde deutet auf vollſtändige
Um=
lagerung der geſamten Maſſe, während bei einigen Lagern davon keine
Rede ſein kann, ſondern das geſamte Material an Ort und Stelle
ver=
blieben iſt. Inhaltlich findet ſich neben den iun ganz verſchiedener
Größe vorkommenden Bauxitknollen, dem eigentlich verwertbaren
Be=
ſtandteil, eine feine rote, tonige Erde, die bis zu 80 Prozent und weit
darüber von der Geſamtmaſſe ausmachen kann.
Die Verteilung der Knollen in der Grundmaſſe iſt, abgeſehen von
der oben erwähnten ſchichtweiſen Anordnung, durchaus wgellos. Es
wechſeln reiche Partien mit über 50 Prozent Knollengehalt mit ſolchen,
die faſt nur aus der feinen roten Grundmaſſe beſtehen.
Dem Aeußeren nach verraten die Knollen meiſt ſchon durch die
voll=
ſtändig erhaltene bafaltiſche Strultur ihre Entſtehung aus dieſem Geſtein.
Auf die Beſchaffenheit der den Hauptbeſtandteil der Lagerſtätten
bildenden roten Erde wurde ſchon weiter oben kurz hingewieſen. Sie
bildet im allgemeinen ein ſehr feines, voniges, in feuchtem Zuſtande ſehr
ſchmieriges Material, das ſeinen relatib hohen Tes 0, Gehalt ſchon
äußerlich durch ſeine intenſit rote Färbung verrät.
In nicht allzu häufiger Verknüpfung mit den Bauxitlagern treten
noch ſchalige und knollige Bpauneiſenſteine und, wenn auch weit ſeltener,
Quarzbrochken auf. Beide werden als Verunveinigungen recht
unange=
nehm empfunden.
Die Mächtigkeit der einzelnen Loger wechſelt, wie nach ihrer
Ent=
ſtehung zu erwarten iſt, außerordentlich, und zwar von 10 Meter und
darüber bis herab zu einigen Zentimetern. Ebenſo ſchwankt der
Flächen=
inhalt von einigen Hundert Qugdratmetern bis zu Flächen von 30 und
mehr Morgen (4 2500 Quadratmeter). Als Hangendes erſcheint, ſoweit
ein ſolches vorhanden, eine meiſt wenig ſtarke Lehmſchicht. Mitunter
beſonders bei Lagerſtätten von größenem Umfange, kann das
Deck=
gebirge aber auch bis zu 4 und 5 Meter ſtark werden. Das Liegende
wird immer von einem blaugrauen weichen Ton gebildet, einem
Ver=
witterungprodukt des Baſaltes.
Ueber die chemiſche Zuſammenſetzung gibt die folgende Analyſe aus
„Garaſſowitz, Metall u. Erz N. F. 1T 1921, Nr. B) ein anſchauliches
Bild.
41.0. .
8iO=
Ve, 6.
Tid=
Glühverluſt
I.
roie konige Urde
„ 32.19
2.56
1980
.. 306
. . 1664
II.
roies Haufwer!
mit Knolſen.
3—40
10—18
R—38
25—30
14—16
III.
reingewaſchene
Knollen.
4—50
25—45
16—18
25—30
2—3 0g
Das Beſtreben des Bergbaues iſt denn auch darauf gerichtet, die
Enollen als den wertvollſten Teil der Lagerſtätte mögliſt rein zu
ge=
winnen. Der Abbau erfolgt entſprechend dem meiſt wenig mächtigen
Deckgebirge in der Regel im Tagebau, ſelten, 6. h. nur bei
außergewöhn=
lich reichem Knollengehalt, durch unterirdiſchen Abau einfachſter Art. Die
Aufbereitung wird ebenfalls in recht primitiver Art ausgeführt, indem
man das durch Loshacken gewonnene Haufwerk mit Schaufeln durch
Drahtſiebe von etwa 15 Millimeter Maſchenweite durchwirft. Das
mehr=
mals durchgeſiebte Matevial wird in einer von der großen Mehrzahl der
Gruben errichteten Zeutralwäſche durch eine, wie üblich eingerichtete
Geite 9
Baiſctwnnel reingewafſber. Gin auder Den zur Aufßfersitmnn uist
der vermittelſt der im oberheſſiſchen Eiſeuſteinhergbau üblichen
Freh=
gangapparate, die unter reichlichem Zuſatz von Waſſer durch
Schnecklen=
flügel das Haufwerk gut durcharbeiten —s vor allem auch die kleineren
und kleinſten Knollen faſt reſtlos gewmuen. Die gewaſchenen Kuollen
gehen dann, wie es übrigens auch bei dem vorigen Prozeß geſchieht,
über ein Leſeband, auf dem etwa vorhandene Stücke Brauneiſenſtein und
die ſeltenen Quarzbrocken ausgeleſen werden.
Bergrechtlich betrachtet iſt der Bauxitbergbau ein
Grundeigentümer=
bergbau. Es ſind daher mit den einzelnen Beſitzern entſprechende
Ver=
träge über die Ausbeutung zu ſchließen. Ueblich iſt meiſt Pachtung
gegen eine beſtimmte Abgabe, ſelten Kauf.
Um die bei ſolchen rechtlichen Verhältniſſen undermeidlichen
Unzu=
träglichkeiten, beſonders dauernde Weigerumg von Grundeigentümern ihr
Land abzutreten, zu vermeiden, iſt von der heſſiſchen Bergbehörde ſchon
öſter über die Einbeziehung des Bauxites unter das Beugregal erwogen
worden. So ſehr im Fntereſſe des Bauxitbergbaus dieſe Maßnahme
zu begrüßen wäre, ſo ſchwierig würden doch manche Fragen, wie z. V.
die der Streckung und Größe der zu verleihenden Felder zu entſcheiden
ſain.
Schließlich ſei noch kurz der wirtſchaftlichen Entwicklung des
ober=
heſſiſchen Bauxitbergbaues mit einigen Worten gedacht. Nach lüngeren,
wenig erfolgreichen Verſuchen gewannen die heſſiſchen Baupitlagerſtätten
während des Weltkrieges infolge unſeres relatioen Mangels an
Alu=
miniumerzen eine größere Bedeutung. Etwa 4—5 Geſellſchaften
betrie=
ben damals etwa 10—12 Gruben. In der Nachkriegszeit taten ſich die
meiſten dieſer Geſellſchaften zu einer Aktiengeſellſchaft zuſammen, in der
Hoffnung, durch Vereimgung ihrer Intereſſen uehr Erfolg zu erzielen.
Eine Zentralwäſche wurde gebaut und eine Veukauſperoinigung
gegrün=
det. Infolge der Konkurrenz des ausländiſchen Bauxites mußten jedoch
im Sommer 19B faſt alle Betriebe ſtillgelegt werden. Einen merklichen
Aufſchwung ſchien das Bauxitgeſchäft dann wieder im Frühjahr 1924
zu nehmen, als ſich eine Reihe bedeutender Zementfabriken für die
Ver=
wendung von Bauxit zur Herſtellung eints hochlwertigen Zementes
inter=
eſſierten. Aus techniſthen Gründen, beſonders infolge von
Transport=
ſchwierigkeiten ließ dieſes Intereſſe leider raſch nach. Immerhin ſind
z. Zt. die in dieſer Richtung angeſtellten Verſuche noch keinesweges
ab=
geſchloſſen, und es dürſte bei Vermeidung zu weiten Transportes ein
Erfolg nicht ausgeſchloſſen ſein.
Iſt auch das Material, das uns der heſſiſche Bauxit bietet, kein
erſtklaſſiges, ſo kann es doch reiht brauchbar geſtaltet werden. Auch die
Vorräte, obwohl bei der Unregelmäßigkeit der Lagerſtätten ſchwierig zu
ſchätzen, ſind durchaus nicht ſo gering, wie es auf den erſten Blick
er=
ſcheint. Leider iſt der heſſiſche Bauxit, wohl nicht, ganz ohue Schuld der
bisherigen Unternehmer, einigermaßen in Mißkredit gekommen, aber
zu Unrecht. Bietet doch der Bergbau auf ihn bei einigermaßen
ſachver=
ſtändiger Leitung immer noch keine ungünſtigen Ausſichten. Vielleicht
tragen dieſe Zeilen zu einem beſſeven Verſtändnis für den im ganzen
recht wenig bekannten Zuzeig umſeres deutſchen Bergbeues bei.
v. Bad=Nonheim, 28. Nob. Der Verein der Freundinnen
junger Mädchen, der hier zahlreiche Mitglieder zählt, hielt geſtern
ſeine Jahrestagung ab, der vom Landesverband Heſſen die
Laudesſchriſt=
führerin, Bräfin Eliſabeth von Schlitz, beiwohnte. Auch der
Darm=
ſtädter Verein war durch eine Dame vertreten. Der Jahresbericht
der Vorſitzenden, Fran Pfarrer Corty, konnte von einer ſehr regen und
erfolgreichen Tätigkeit in der Bahnhofsmiiſſon Mitteilung machen, vor
allem auch von guten Erfahrungen, die man mit dem hier eingerichteten
Uebernachtungsheim für ſtellenloſe Mädchen gemacht hat. Frau
Warlich (Kaſſel) hielt einen Vortrag aus dem Arbeitsbereich des Vereins
der Freundinnen junger Mädchm, dabei erſchütternde Zahlen vom
internationalen Mädchenhandel mitteilend. — Vor einigen Tagen hatte
ſich ein junger Mann von hier vom Elternhauſe entfernt, angeblich, um
in die Fremdenlegion zu gehen. Er wurde wegen Untauglichkeit aber
nicht angenommen. Die Verluſtmeldung wurde durch Rundfunk
weiter=
gegeben, und in kürzeſter Zeit gelang es, den Geſuchten in Stuttgart zu
faſſen. — Die Hotina, die Vertretung des Hotel= und
Verntietgewer=
bes, hat ſich mit eimer Eingabe an das Miniſterium in Darmſtadt
ge=
wandt und erſucht den ſtaatlichen Beamten die Vermietung
von Zimmern an Kurgäſte zu unterſagen.
Lpd. Schotten, 2. Nov. Aus dem fahrenden Zug
ge=
ſtürzt. Aus dem fahrenden Zug geſtürzt ſt zwiſchen Eichelsdorf und
hier ein junges Mädchen von 16 Jahren. Es verletzte ſich ſchwer und
blieb bewußtlos liegen. Es hatte ſich eine Gchirnerſchütterung und
Armperlotzumgen zugezogen.
ſchvorschrif Kr Wollsachen
5868
GGvei ſeinde beduohen, die woflenen deuebe: Schaufe Naſchmillek
Mkeiben. Wollſachen ſoCen nur in einer ganz teinen milden Jeife geuaſchen.
Mien. Schaufe Waſchmillel mit chemiſch wirkenden Juhllnzen serftöten die
Uen chuppen, der Woldſer und machen die euehe haut und Hbig.
Gs gibt nuur ein ſicheles Fihel, das Ihue woflenen Kleidungsſcke,
Ihue zaute wollene deibuäſche wieden wie neu macht: dez milde leine
Main, der suug JeifenKocken aus den Junlicht Weiken, in Mannheim.
DasMaſchen in dug Jeifenfocken iFaußenk einfach: Nehmen,
1 SßCoFek vock zu. je Asiter Waſſer. Aöfen die die Kocken in eag
Wem Malſex under Umühnen auf. Gießen SJie kaßles Waſſen zu, Gis die
ing handusamm iſF. Wolllachen lolßen nie kabt gewaſchen weiden.
(hen, Sie im handwaemen Schaum duuch ſachtes Süf-und. Tiederdlgücken
zu, zeiben, Spülen Sie hietauff gründlich in Taunaiem Waſſer und
en, Sie das Walſer möglichſt gut heraug, ohne zu winden. Cocknen)
nicht in der Sonne oder Ufennähe, gelhickle Moflachen loden Hegend.
W hangend, dekrocknet werden.
Geite 10
Donnerstag, den 1. Dezember 1927
Nummernt
Sport, Spiel und Zurnen.
Internationaler Box=Abend
des Sportvereins 1898 Darmſtadt.
Die Luxemburger Mannſchaft.
E8 iſt etwas eigenes um den Sport im kleinen Luxemburg. Faſt
jode Art Leibesübung wird dort mit derſelben Energie betrieben, wie
das Ländchen im Hinblick auf ſeine territoriale Selbſtändigkeit gegen
die großen Nachbarn von jeher entwickelte. Was Wurnder aſſo, wenn
aus der Luxemburger Fauſtkampfſchule eine anſehnliche Reihe von
Fauſtkämpfern hervorgegangen iſt, die ſich im Laufe der Zeit zu
inter=
nationaler Klaſſe entwickelt hat und die ſich in zahlreichen harten
Tref=
fen mit erſten Amateur=Boxern fremder Länder erfolgreich gemeſſen
hat. Und gerade dieſe Luxemburger Beſten finden ſſch am „nächſten
Großkampfabend der Boxabteilung von Sportverein 98 ein, um
zuſam=
men mit hervorragenden deutſchen Boxern, ebenfalls durchweg (
abge=
ſehen von einer Ausnahme) Meiſter ihrer Klaſſe, gebaart zu werden.
Ein ſolches Ereigmis iſt Anlaß genug, den Geſprächsſtoff aller
einhei=
miſchen Sportler ſchen acht Tage zuvor auszufüllen. Handelt es ſich
doch bei den Beteiligten der Hauptkämpfe ausnahmslos um Leute, die
nicht nur über erprobtes Können, ſondern auch über beſte
Ringerfah=
rung disponieren.
Das Fliegengewicht ſieht den Luxemburger Meiſter von
1927 Kjeffer 2., mit 49 Kilo Gewicht, gegen den mehrmaligen
Süid=
weſtdeutſchen Meiſter Wieland vom T.V. 60 Frankfurt. Kieffer 2.
ſtartete letzthin für ſein Land in Düjon gegen Frankreich, erkämpfte
gegen den Tlemenmeiſter ein Unentſchieden, und ſiegte ur allen von
Luxemburg beſchickten Städtekämpfen. Wieland iſt erſtmals in einem
Darmſtädter Ring. Der Frankfurter bringt ſchon jahrelang dasſelbe
Gewicht, ſo daß er in ſeiner Klaſſo äußerſt ſtart iſt, im Gegenſatz zu
anderen Kämpfern, die mit dem Alter aus dem Gewicht herauswachſen.
Im Bantamgewicht tritt der Luxemburger Meiſter von 1926
und 1927, Wiek, mit 53 Kilo, gegen den Bockenheimer Ehrler
Maibezirksmeiſter und Zweiter bei den ſüdweſtdeutſchen
Meiſterſthaſ=
ten 1927, oder aber gegen den vorzüglihen Winterbauer,
Ein=
tracht Frankfurt, an. Wiek, derzeitig unſtreitig Luxemburgs beſter
Bantamgovichtler, war wiederholt in Dänemark und gelegentlich
ande=
rer Länderkänpfe für ſeine Fauben ſiegreih. Der Bockenheimer iſt ein
glänzender Techniker mit einzig ſauberer Linksarbeit. Erſt vor kapo
Monatsfriſt ſchlug er den Deutſchen und Kampfſpiel=A/keiſter Mitzel vom
1. Mainzer Box=Club, ſo daß der Schluß berechtgt iſt, in Eürler einen
ebenbürtigen Gegner für den Luxemburger Gaſr zu ſehen. Der
auf=
ſtrebende Winterbauer iſt gerade durch den letzten hieſigen Kampfabend
bekannt, wo er im ſchönſten Treffen der genannten Veranſtaltung einen
ſenſationell prächtigen Sieg landete.
Ausſchuß für Leibesübungen.
Ju Federgewicht heißt die Paarung: Kieffer 1. (54 Kilo
Gewicht), ein Boxer, der ſich für die Paxiſer Olympiade 1924 qualifi
zierte, ſowie Mielke (Eintracht Frankfurt), Südweſtdeutſcher Meiiter
Neben Kieffers 2. Remiskäwpfen mit dem franzöſiſchem EMeiſter Bel
houx und dem zweiten italieniſchen Meiſter Bogliati, ſchlug er den
franzöſtſchen Militärmeiſter Laconr, und ſiegte ferner in Godesberg,
Witten und Bonu. Kieffer 2. wvar 1923, 1925 und 1926 Luxemhurger
Meiſter, urd win dunch geringes Uehergewicht kam er dieſes Jahr um
Landesmeiſterehren. Mielke iſt einer der beſtent Techriter
Süddertſch=
lands. Für ihn kann gerade in unſerem Landesverhaud nur ſehr
ſchwer ein gleichtvertiger Federgewichtler geſtellt werden, weshalb er
meiſten3 m:t Leichtgelvichtlern, als Leuten, die eine Klaſſe ſchwerer ſind
als er, kämpfen muß.
Im Leichtgewicht treffen ſich der Luxemburger Meiſter von
1922—27, Flammany, 61 Kilo, und der Frankfurten Spartamann
Röder 1., Südweſtdeutſcher Mciſter. Flammany wurde von ſeinem
Land füür alle internationalen Treffen der Pariſer Olympiade 1924
ge=
ſtellt, ſiegte dabei dunh Knockout über Leiper, Ealer Nielſen und Knut
Nielſen. Er ſtand in ſeinen 80 Kämofen u. a. gegen Kanonen wie die
engliſchen Meiſter Trippe und P. Neavis, den belgiſchen Meiſter P.
Roth und den Schweizer Meiſter Lauthier. Erſt kürzlich ſchlug er den
Parcer Meiſter durch Niederſchlag in der zweiten Runds. Röder iſt
eine Kampfmaſchine erſten Ranges und ſowohl im Fight als im
Diſtanzkampf gleich vorzüglich. Vor einigen Wochen bewies er ſeinen
glänzenden Ruf, indem er den badiſch=württembergiſchen Meiſter Barth
(Phönix Mannheim) nach Punkten ſchlug.
Im Schwergewicht ſteigt das ſpeziell die Darmſtädter
Box=
jlinger intereſſierende Treffen J. Welter, Luxembigs
Halbſchwer=
gewichtsmeiſter von 1922—26, gegen Trumpfheller (
Sportver=
ein 98 Darmſtadt), Südwoſtdeutſcher Meiſter. Der Luxemburger kämpfte
bereits gegen Größen wie Schmehling (jetziger Europameiſter),
Hay=
mann, T. Peterſen und Niels zu deren Amateurzeiten, ferner gegen
den däniſchen Meiſter Carl Andreeſen, und auf der Pariſer Olympiade
1924 mit dem amerikaniſchen Meiſten Kirley. Die Rekordliſte Welkers
derzeihnet von allen Luxemburgenn die meiſten Kämpfe. Nur infolge
Handbruhs verteidigte er 1927 ſeinen Titel unht. Ueber unſeren
ein=
heimiſchen Trumpfheller iſt bekannt, daß er ſich trotz großer Mißerfolge
zu Beginn ſeiner Betätigung im Amateur=Boxſport eme ſehr beachtliche
Form angeeignet hat und ſo letztes Jahr Südweſtdeutſcher Meiſter
wurde. Seine glänzendſte Partie lieferte er kürzlih beim
Verbands=
kampf Südweſtdeurſchland gegen Bahern in Nürnberg, wo er, da
Bahern koinen Schwergewichtler ſtellte, im Einlagekampf gegen den
zweiten Europameiſter S chönrath (Krefeld) erſt nach ſtärkſter Gegenwehr
knapp nach Punkten verlor.
Zuſaurmenfaſſend kann alſo ohne Uebertreibung geſagt werden, daß
dieſe Programmfolge eine ſportliche Auslefe bringt, wie man ſie in
Darmſtadt auf dem Gebiete des Fanſtkampfs noch niemals geſehen hat.
Es gilt nun für die Darmſtädter Sportwelt, die Beſtrebungen des
Ver=
anſtalters, nämlich der Boxabteilung vom Sportverein 98, durch
ent=
ſprechenden Beſuch auch tatkräftig zu unterſrützen und zu fördern. Dies
um ſo mehr, als das Arrangement von Amateur=Boxkämpfen
aus=
ſchließlich zum Zwecke der Leibesübung (im Gegenſatz zu
Veranſtaltun=
gen der Berufsboxer) dient. An alle Fernſtehenden, beſonders diefeni=
gen, welche das Amateurboxen als wüſte Schlägerei verpönen, ergeht
daher die Bitte, ſich am nächſten Samstag (3. d. M.) die
internatio=
nolen Kämpfe im Städtiſchen Saalbau anzuſehen und dann zu urteilen.
Mit ziemlicher Sicherheit wird ſie dort das qualifi=ierte Niveau des
Abends eines Beſſeren belehren. Beginn der Veranſraltung präz
20 Uhr.
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Werbeabend im Landestheater.
Für den am Samstag, den 10. Dezember 1977, abends 8 Uhr, im
Gyoßen Hauus des Heſſiſchen Landestheaters ſtattfindenden Werbeabend
der dem Ausſchuß ſür Leibesübungen in Darmſtadt angeſchloſſenen
Ver=
eine, in Gemeinſchaft mit der Darmſtädter Turnerſchaft, liegt das
end=
gültige Programm mnmehr feſt. Die Veranſtaltung weicht von den
früheven gleichen Veranſtaltungen inſofern ab, als man bei den
dies=
maligen Vorfüihrungen zum Teil auch den eigentlichen
Wettkampfgedan=
ken zu Grunde legt. Man iſt einesteils damit dem Wunſche mehrerer
beteiligter Vereine gerne nachgekoyen, weil ſich die praktiſchen
Aus=
führungen einiger beſonderer Arten von Leibesübungen hierdurch
inter=
eſſanter veranſchaulichen laſſen. Die in Frage kommenden Vereine haben
für die Verpflichtung erſter Gegner bereits das Erforderliche veranlaßt.
Abgeſehen davon ſind auch die weiter beabſichtigten Vorfihrungen, die
mehr dem Werbeziveck dienen ſollen, nicht winder intereſſante
Aus=
ſchnitte aus dem Gebiete der Leibesübungen, für die die Teilnahme
unſerer weiteren einheimiſchen Turn= und Sportvereine von ſelbſt bürgt.
Auf Einzelheiten des außerordentlich reichhaltigen Programms werden
wwir demnächſt noch näher eingehen. — Am Donnerstag, den 1.
Dezem=
ber, abends 20,30 Uhr, finder im Reſtaurant Kaiſerſaal eine
Vereins=
vertreterverſammlung ſtatt, bei der die vorgenannte Veranſtaltung
nochmals beſprochen werden ſoll. Die beteiligten Vereine werden
drin=
gend erſucht, ihre Vertreter zu entſenden.
Kreis=Jugendſchwimmen des IX. Kreiſes
(Mittelehein) O.T.
Wre ſchon mitgeteilt, finden am Sonntag, den 1. Dezember, die
Hallenſchwimmwettkämpfe der mittelrheiniſchen Schlwimrmerfugend im
hieſigen Hallenbad ſtatt. Dieſe Veranſtaltung verſpricht inſofernt einen
ganz intereſſanten Verlauf zu nehmen, als zum erſten Male in eigens
dafür ausgeſchriebenen Wettkämpfen die Durwerjugenſ des
Mittelrhein=
kreiſes D. T. aufeinandertrifft. Allerdings treten hier noch reine Meiſter
des Schwimmens und Rekordleute an. Auch werden beine Rekorde fallen.
m darüber Auf=
dürften eine ganze Reihe recht ſpannender Emzel= und auch
Sraffel=
kämpfe geboten werden, die für alle Freunde des Schwimmens von
In=
tereſſe find. Sowohl die Turnvereine aus Frankfurt, Offenbach und die
Darmſtädter Vereine, die bekanntlich alle über ſtarke Abreilungen und
recht guten Nachtpuchs verfügen, werden bei den einzelnen
Entſchei=
dungen ein ernſtes Work mitprechen. Die verſchiedenen Einzel= und
Staffelkämpfe ſind ausgeſchrieben für Schüler uund Schülerinnen bis
15 Jahre, Jugendturner mnd =Durnerinnen im Alter von 15 bis 18
turngen, ſind auch hier die Bruſtſchwimmen und Freiſtilſchwimmen ſtar.
beſetzt, ſo daß mehvere Läufe wusgetragen werden müſſen. Hieu irgeitd
wie Vorausſagen über den Sieger zu machen, iſt ſchwer, da man die
einzelnen Teilnehmar und deren Stärkeverhältwis noch nicht kenut.
Das gleiche gilt auch für die Staffeln. Somohl die 6X50 Meter
Frei=
ſtil für Turnerfugend, als auch die 10X50 Meter Beliebig=Staffel für
die Jugend beiderlei Geſchlechts, laſſen den Ausgang völlig ungewiß
Jedenfalls darf man geſpannt ſein, wer hier den Sieger ſtellen wird.
Auch die beiden Jugend=Springen bringen neite Leute auf die Brette
So werden uns allgemein guch dieſe Jugendwettkämpfe des Mittel
heinkreiſes am Ende des Jahres Aufſchluß geben über die zunehmende
Entwicklung des Schwimmens innerhalb der D. T. Wir bitte auch
hier die Bevölferung, die Veranſtaltung zahlreich zu beſuchen. Die
Eintrittspreiſe ſünd wicht allzu hoch und dürften für jeden Freund des
Schwimmens erſchwinglich fein. Fſir die reibungsloſe Abwichlug iſt
beſtens Sorge getragen.
Kraftſport.
Polizeiſportverein Darmſtadt — Siegfrieb Pfungſtadt.
Amr Sonntag, den 27. Notember, hatte die Ringerabteilung des
Polizeiſportvereins e. V. Darmſtadt ihven erſten Mannſchaftskampf in
der Klaſſe B gegen Sportverein Siegfried” Pfungſtadt zu erledigen,
der mir dem Reſultat von 12:2 Punkten für die Polizei endigte. Es
iſt dies ein ausgezeichnetes Reſultat und kann der Polizeiſportverein
mit der Leiſtung ſeiner Ringermannſchaft voll und ganz zufrieden ſein.
Der Verlauf der Kämpfe war folgender:
Fliegengewicht: Der kleine und ſtets flinke Hahl (Polizei)
beſiegte Speckhardt (Pfungſtadt) uach 1,02 Min.
Bantamgewicht: Daum (Polizei) benötigte 14 Min., um
den ſehr flinken Säger (Pfungſtadt) nach Pukten zu beſiegen.
Federgewicht: Hofmann (Polizéi) unterlag dem beſſeren
Ruhl (Pfungſtadt) nach 2,31 Min.
Leichtgewicht: Schrauder (Polizei) hatts nicht viel Mühe und
legte Liebig (Pfungſtadt) nach 5 Sek auf beide Schultern.
Leicht=Mittelgewicht: Vetter (Polizei) beſiegte Größmann
(Pfungſtadt) nach 1 10 Min.
Schwer=Mittelgewicht: Stumpf (Polizei) befiegte
Stein=
metz (Pfungſtadt) nach 2,40 Mm.
Schwergewicht: Knapp (Polizei) benötigte 14 Min., um den
bedeutend ſchwereren Nungefſer (Pfungſtadt) nach Punkten zu beſiegen.
Geſamtreſultat: 12:2 Punkte für Polizei. Geſamtringzeit:
33,42 Min.
Beide Maunſchaften kämpften ſtets fair und hatten in Herrn Löffler
(Roßdorf) einen gut amtierenden Kampfrichter. Das eiſchienene
Pu=
blikum zollte deu gezeigten Leiſtungen reſchen Beifall und verließ die
Kampfſtätte mit dem Bevußtſein, einen wirklich faiven und auf hoher
Stufe ſtehenden Kampf geſehen zu haben,
Geſchäftliches.
„Ichbrauchnicht mehr nach Frankfurt zu fahren!“
ſagte im vergangenen Jahr ſo maiche Dame und ſo mancher Herr nach
der Lektüre von „Roſenthals Ratgeber für Geſchenke.”.
Die diesjährige Ausgabe, die der heutigen Nummer Geiliegt, iſt
wie=
derum eine glänzende Beſtätigung dieſer Auffaſſung und darf daher der
allgemeinen Beachtung empfohlen werden.
18 676
Weihnachts=Einkäufe zu Geſchenkzwecken;
beſonderer Diebe und Sorgfalt ausgeführt werden, desbalb
großem Vorteil, wemn Sie in Auhe erledigt werden können
bis zu den letzten Tagen!
Schätze prattiſcher Weihnachtsgeſchenke zu ganz auffallen=
Preiſen. Alles wird Ihnen auf Wunſch bis Weihnachten
allen Abteilungen ſtehen Ihnen fachmnänniſche Berater zur
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abgeſetzten Preiſen zum Verkauf und iſt zu erwarten, dor
rieſigen Lagers der Firma die Ware bald vergriffen iſt
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Punkte beruhigt zu ſein. Ohne viel Umſtände und Zeri
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Donkerstag, 1. Dezemher. 11.55: Glockenſpiel aus do
ſtädter Schloß. 0 13.:30= Von Kaſſel: Mittagsſtändchen de
Hauskapelle. & 15.30: Mittelſchull. Ad. Hering: „Die e3
bahn” A 16.30: K nzert des Hausorch.: Wunſchkonzern
Blinden=Anſtalten des Frankfurter Sendekreiſes. o 17 4
Aus dem Roman „Der tolle Bomberg”, von Jo
g 18.15: Vereinsnachrichten. 18.30: Von Kaſſel:
Hinze: Ratſchläge für den Garten. 6 18.45: Von
Kaſſel=
untas: Die Angeſtelltenverſicherung, ihre Leiſtungen und ihrr
ſetzungen. 19.15: Wirtſchaftsmeldungen. o 19.15:
Naumann: Der Raum Germaniens zu;
ſchule. Prof.
Tacitus. 20.15: Müchael Kramer. Drama von Gerhan
mann. Spiell.: Ben Spanier.
Stuttgart.
Donnerstag, 1. Dez. 12.30: Schallplattenkonzert.
Nachmittagskonzer
Rundfunkorch. — Einl.: Marian
Deimann. 18.15: Stuttgart: Dr. Elwenſpoek: Jeau
Noverre (geb. 1727) und die Blüte des Stüttgarter 5
— Freiburg: Reg.=Rat Dr. Hofmam: Juriſtiſche Plauu
Tagesfragen. 18.45: Ueber menſchliche Blutgruppen
Bedeutung in der Medizin. a 19.15: Dr. Löwenber
und Kritik. 20: „Freiburg i. Br.: Elſäſſiſcher Abenü
Berta Gunderloh, H. Günther, G. Starke,
Oberbadiſch=
quartett. Bienſtock: Klavierquintett F=moll. — Vier Li7
Glöcklein. Ein Wünſchlein. Der Morgenritt. Begeiſterm
Gunderloh). — „Schalü‟. Ein Singſpiel von M. J. Erbo
Das deutſche Gedicht und die deutſche Prpſa der letzten —
Bolksmärchen und Kunſtmärchen. Mitw.: Hildegar
Elwenſpoek. P. Enderling. Funkorch. Mendelsſohn=
Die ſchöne Meluſine. Nocturne aus Sommernachtsr
Drer Loreley=Gedichte von Brentano, Eichendorff und
Schubert: Impromptu. — Brentano: Aus dem Mä=
Schumann: Abendlied. — Anſchl.
Müller Radlauf.
F im Schnilt
Berlin.
Donnerstag, 1. Dezember. 12.30: Für den Landw1
Dr. Zarek: Die Träger des Schillerpreiſes 1927. Burte.
Werfel. O 16.30: Humoresken. Clara Blüthgen: Preis
Das iſt gut (eine Sanatoriumsgeſchichte in 12 Briefen).
Jeanne Robert. o 17: Sonaten von Schubert und
O. Seeligmann (Violine) und Margarete Herrmann (s
Danach: Unterhaltungsmuſik des Salonquartetts Raue.
R. Herdmann Pender: The Engliſh Newspaper, o.
Luther: Das Seelenleben des Jugendlichen. Kind und Ee
D 20.10: Steuben=Gedenkfeier. Aus dem Reichswirtſch
Anſpr. des Präſ. der Vereinig. Carl Schurz, Dr. Boſch..
Das deutſche Lied, von C. Schurz — Chor: Das der
— Anſprache: Reichsaußenmin. Dr. Streſemann.
Prof. Schreiber: General von Steuben, ein deutſcher AIn
als Pionier i Amerika. — Rezitation: Kein Baum geh.”
deinen Wäldern, von Konrad Krez. — Kurze Anſſſe
Botſchaftsrats Pool. — Chor: Meeresſtimmen. Heimcr
Anſchl.: Sport. 22.30: Funk=Tanzſtunde. — Tawzip"
Königswuſterhauſen. Donnerstag, 1. Dezember. 14.—I
Berger: Kinderſtunde: Meine Elefanteniagden mit dem ni
gara am Nil. 14.45: Ratſchläge f. d. Ernährung allge
und Darmſtörungen. O 15: Von der Arbeit der Schwo
frauen. O 15.35: Wetter und Börſe. o 15.40: Kochcr
und Speiſefolgen. 16: Dr. Klopfer: Erziehungsberatung
Aus dem Zentralinſtitut für Erziehung und Unterricht. l
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Nummer 33:
Der Tabakanbau in Deutſchland.
Die Bedeutung des deutſchen Tabakbaues wird im allgemeinen
unterſchätzt. Selbſtverſtändlich reichen die deutſchen Produktionszahlen
auf dieſem Gebiete bei weitem nicht an die Rieſenzahlen der
amerika=
miſchen Tobargewinnung heran, wo allein die Vereinigten Staaten rund
6 Millionen Doppelzentner ernten; auch werden die Erträge der
euro=
päiſchen ausgeſprohenen Tabakländer natürlich nicht erreicht.
Immer=
hin aber hält ſich die deutſche Tabakgewinnung etwa auf der Hälfte der
von Bulgarien und von Italien, und ſie erreicht reichlich ein Drittel
der griechiſchen.
Tabakbau
in Deutschland
Gesamtzahl der Pflanzer (in 1000)
Durchschnittspreis (RM/dz)
Da
Gewerbsmäßige Pflanzer (in 1000)
Ri
Im Durchſchnitt der letzten drei Jahre betrug die deutſche
Tabak=
ernte in „dachreifen”, getrockneten Tabakblättern rund 183 000
Doppel=
zeutner. Die Cinfuhr an Rohtabak betrug im gleichen Durchſchnitt
930 000 Doppelzentner. Somit werden immerhin rund 17 v. H. des
deutſchen Tabakbedarfs im Inlande ſelbſt gedeckt.
Einen beſonderen Aufſchwung hat der Tabakbau in und nach dem
Kriege genommen. Namentlich die Zahl der kleinen Pflanzer, die nur
ihren Eigenbedarf zogen, war gewaltig angeſtiegen, während die Zahl
der gewerbsmäßigen Tabakpflanzer gegen 1913 etwas zurückgegangen
war. Heute haben die meiſten der Kleinpflanzer den Tabakbau wieder
aufgegeben, weil fertiger Tabak wieder billig auf dem Maukt zu haben
iſt und weil die Mindeſtſteuer von 3 RM. den Tababbau im Kleinen
nicht mehr lohnend erſcheinen läßt. Die Zahl der gewerbsmäßigen
Tabakpflanzer iſt nur wenig, aber immerhin auch merklich
zurück=
gegangen.
Der Marktwert des deutſchen Tabaks kann erſt ſeit 1924/25 wieder
zahlenmißig angegeben werden; er iſt im letzten Jahre ſecr bedeutend
geſtiegen. Der Wert der letzten Ernte betrug im ganzen faſt 19 Mill.
Reichsmark.
Frankfurter Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 30. November 1927.
An der Börſe machte die allgemeine Beſſerung der Stimmung heute
merkliche Fortſchritte. Die Tendenz erfuhr eine weitere Befeſtigung bei
etwas lebhafterer Geſchäftstätigkeit. Dies dürfte allerdings im
weſent=
lichen auf börſentechniſche Gründe zurückzuführen ſein. Die Spekulation
ſchritt weiter zur Abdeckung des offenbar ziemlich bedeutenden
Decon=
verts. Daß außerdem größere Kaufaufträge von privater Seite vorgelegen
haben, ſei kaum anzunehmen. Der Markt iſt ſo eng geworden, daß ſchon
kleine Käufe genügen, um merkliche Kursbeſſerungen herbeizuführen,
zumal kaum Abgabeneigung beſtand. Zum morgigen Zähltag wurden
beſondere Schwierigkeiten nicht befürchtet, da der Geldmarkt auch heute
nicht merklicher angeſpannt war. Nur für Tagesgeld iſt die Nachfrage
etwas geſtiegen. Der ruhige Ton der geſtrigen Rede des
Reichsbank=
präſidenten Dr. Schacht befriedigte im Börſenkreiſen ſehr, während die
Tatſache, daß bei den erſten Verhandlungen über die Arbeitszeit noch kein
Ergebnis erzielt werden konnte, ohne ungünſtige Wirkung blieb, da die
Verhandlungen in der nächſten Zeit fortgeſetzt werden ſollen. Gegenüber
der geſtrigen Abendbörſe wurden durchſchnittliche Kursbeſſerungen von
1 bis 2½ V erzielt. J. G. Farben und Scheideanſtalt konnten bei
leb=
hafteren Umſätzen je 4 % höher eröffnen. Elektrowerte gewannen unter
Führung von AEG., die auf den großen Auftrag für Coſtarica bevorzugt
waren, 1½—2 %. Am Montanmarkt gingen die Kursbeſſerungen bis zu
3 96. (für Klöckner und Phönix). Von Bauunternehmungen zogen Ph.
Holzmann 2 % an, während Wahß und Freytag mit minus 2 0 den
geſtrigen Kursgewinn wieder hergeben mußten. Am Markte der
Auto=
aktien gewannen Daimler und NSU. je 2 %o Adlerwerke dagegen
ver=
nachläſſigt und 1½ O ſchwächer. Am Rentenmarkt blieb das Geſchäft
nach wie vor klein. Ablöſung lagen weiter geringfügig gebeſſert.
Im weiteren Verlaufe wurde die Haltung wieder ruhiger, und die
Kurſe bröckelten etwas ab. Elektrowerte verloren ½ bis 1½ %= Tägliches
Geld 7 O. Am Deviſenmarkt lag der Dollar international etwas erholt.
London=Kabel 4,8782½ Mark gegen Dollar 4/1865, gegen Pfund
20/425, London=Paris 124,03, Mailand 89,70, Madrid weiter ſchwach
29,32.
An der Abendbörſe ſtanden die Farbenaktien im Mittelpunkt
beachtet. Die üibrigen Märkte lagen ruhiger, da man offiziell noch nicht
über das Ergebnis der heutigen Beſprechung über Reichsbahnaufträge
und Gütertarifreform unterrichtet war. Eine Tariferhöhung wurde
jedoch dem Vernehmen nach nicht beſchloſſen. Die Abendbörſe blieb im
Verlauf auch unverändert und ſchloß bei ſtillem Geſchäft ziemlich
be=
haudtet. — Im einzelnen nannte man: Danat 208½, Deutſchie 151,
Metallbank 131, Harpener 180½, Mannesmann 138½, Phönix 91¾,
Rheinbraun 2211) Rheinſtahl 155, Stahlverein 99, Nordd. Llyod 142¾,
Kleher 81½, AE.G. 1531 Daimler 80,5, Erdöl 116,5, Farben 251,5,
Gesfürel 268, Schuckert 163, Siemens u. Halske 259, Wayß u. Frehtag
131, Zellſtoff Waldhof 235.
Im Abendeviſenverkehr nannte man: London=Paris
124,02 — Mailand 89,70 — Madrid 29,32 — New York 4,8785 —
Zürich 25,29¾ — Holland 1208¾ — Pfunde: Mark 20,42 — Dollar:
Mark 4,1860.
Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 30. November 1927.
Die Tendenz war bereits im Vormittagsverkehr außerordentlich
feſt, da die Rede des Reichsbankpräſidenten allgemein beruhigte. Bei
Beginn der Börſe lagen aus der geſamten Provinz Kaufaufträge vor.
Die Kurſe zogen infolgedeſſen auf der ganzen Linie prozentweiſe an.
Die Börſenſpekulation ſah ſich daraufhin zu Deckungskäufen gezwungen,
die teilweiſe einen verhältnismäßig großen Umfang hatten. Die
durch=
ſchnittliche Steigerung der Anfangskurſe betrug 2—4%. Spezialwerte
gewannen bis über 10%. Es verlautete auch, daß die zu erwartenden
weiteren Monatsberichte von Großbanken zuverſichtlicher abgefaßt ſeien.
Die Stimmung war im allgemeinen hoffnungsvoller als noch vor einigen
Tagen. Die verſchiedenen ungünſtigen Nachrichten, insbeſondere die
Verſchlechterung des Arbeitsmarktes bleiben ohne Eindruck. Abgaben
lagen aus der Schweiz vor. Am Geldmarkt zog der Satz für tägliches
Geld auf 8—9½½ an, weil die heutigen Ausleihungen über den Ultimo
laufen. Monatsgeld 8½ bis 9½½: Die Geldanſprüche der Börſe ſollen
nicht ſehr erheblich geweſen ſein, wohl aber der Bedarf der Wirtſchaft.
Für Warenwechſel mit Bankgiro mußte ein Diskont von 71/,0 und
darüber bewilligt werden. Am Deviſenmarkt notierte das engliſche Pfund
in Reaktion auf die vor kurzem eingetretene Steigerung wieder ſchwächer.
London=New York 4,8785. Im Berliner Uſancenhandel waren
Dollar=
deviſen angeboten, vermutlich zur Geldbeſchaffung. Der Dollar gab
daher auf 4,1863 nach. International ſchſvach war die ſpaniſche Valuta
mit einem Londoner Kurs von 29,32 gegen Madrid. Die Befeſtigung
der Währung ſetzte ſich dagegen fort. London=Brüſſel 34,90.
An der Nachhörſe bildete ſich keine einheitliche Tendenz. Schultheiß
zogen um 2,5 auf 363 an, dagegen gingen Oſtwerke von 310 auf 308
zurück. Der Grundton war widerſtandsfähig. In ſehr günſtiger
Ver=
faſſung ſchloſſen ſämtliche Ablöſungsanleihen des Deutſchen Reiches
und zwar die Serie I und II der Anleihe mit Ausloſungsrechten zu
52,750 die Reihe III zu 56,25% und die Anleihe ohne Ausloſungsrecht
mit 12,90 0. Schubert & Salzer erhöhten ſich gegenüber dem
Anfangs=
kurs abermals um 8,5%= Polyphon ging mit 189,25 aus dem Verkehr.
Im einzelnen nannte man an der Nachbörſe J. G. Farbeninduſtrie
249,5, Rheinſtahl 153,75, Gesfürel 267 AEG. 153, Hapag 136,5,
Nord=
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249 — /Sachſenwerk 80.25 82.— J. G. Jarber 242.875 105.— 107.— R. Friſter. 103.— 105.5 Sächſ. Gu‟ 1.30.— Eaggenau Vo= 34.— 34.25 Siemens G 143.25 145.— Eelſenk. Berg.. Ver. Lar
Gf 120.25 1122.5 G. f. elektr Untern. . 264 875 266.— Volkſtedte
Or5 44.75 45.5 Kalle Maſchinen. 140.— I. 149 25 Weſtf. C. Langendreer Han. Maſck. Egeſt. 65.— 66.5 WittenerGußſtahl. 34.5 38.— Hanſa=Dampfſchf. .. 204.— 205.— Wanderer We 191.75 195.—
Deviſenmarkt.
Kelſing ſors.
Nien....."
Prag ...."
Budapeſt.
Sofia ..
Kolland.
Cslo
Kopenhagen.
Stodkholnt
Londen.
uenos Aires.
ew York.
Felgicn.
Italien.
Paris.
Schweiz..
Spanien.
Danzig.
Japan..
Rio de Janeiro.
Jugoſlavien".
Portugal
Athen" .
Konſtantinopel.
Kanada.
28. 11.
Brie/ Geld
e2.755 22.795
16.445 16.485
80.685 80.84
69.81
81.59
191.
0.499
7.368
20.58
544
2.161
4.190
4. 296
69.95
31.7
1.92
0.50
.38.
20.62
5.55
2 16!
4.198
4.304
30. 11.
Geld / Brief
22.74 122.78
6.45 16.49
80.655 80.815
69.58 69 72
81.58 81.74
1 914/ 1.910
0.4978 0.499
7.36 7.382
20.58/ 20.62
5.5841 5.596
2.157 2.161
4. 1871 4.195
4.296 4.304
Vom ſüddeutſchen Kohlenmarkt. Am ſüddeutſchen Kohl,
das Geſchäft in Hausbrandkohle unter dem Einfluß der kältere
lebhafter geworden. Die Ruhr liefert Anthrazit=Nußkohl
prompt. Dagegen läßt die Belieferung in Eß=Nuß= und
zu wünſchen übrig. Auch rheiniſche Braunkohlenbriketts
langſam verſandt. Der Bedarf konnte nur zu etwa ¼ gedeu
Bei den ausländiſchen Kohlen iſt ein Rückgang der Zufuhren
Dies gilt ſowohl von engliſchen als auch holländiſchen Kohle
Saargruben haben durch die am 1. November eingetrets
änderungen ein Mindereingang von Aufträgen zu verzeichner
ſind ſie nicht in der Lage, die Verſandabrufe prompt zu erin
allem iſt dies für Nußkohlen zu ſagen. Es gelangten nur etnm
verkauften Mengen zum Verſand.
Motorenfabrik Darmſtadt A.=G., Darmſtadt. Aus den
Generalverſaumnlung vorgelegten Geſchäftsbericht wird
nochh=
geſtrigen Meldung bekannt, daß der Geſamtumſatz gegenüben
jahre nur wenig zurückgeblieben ſei, trotz des geringeren Ti.
Inland und nach Aegypten. Der Betriebsüberſchuß beträgt:
Nach 75 000 RM. (79 000 RM.) Abſchreibungen beträgt der
einſchließlich 11000 RM. Vortrag 34 000 RM., aus dem, wier
meldeten, die Generalverſammlung 4 Prozent auf die Stamm
6 Prozent auf die Vorzugsaktien genehmigte. Zum Vortr
13G0 RM. In der Bilanz erſcheinen bei einem Akkier
540 000 RM. Reſerve mit 54000 RM., Kreditoren mit 3/
1ge 140210h *
wber 12.
r44½ 45
(45 1
mber
emb
mt 593lt (59 11
„Oltober 51 94
ruhig.
derungen ſtelltet
(227 000 RM.), andererſeits Vorräte mit 354000 RM. (7278
63½—55, Elel.
Abſchreibungen 184 000 RM. (163000 RM.), Wechſel und 88
gaſſe 268—In
9M. (12800 RM.).
Hermann Wronker A.=G., Fraukfurt a. M. Nachdem
Gen. V. am 22. d. Mts. eine Kapitalerhöhung um 9000
auf 2,7 Mill. R.=M. beſchloſſen worden war, beruft die
nunmehr auf den 16. Dezember eine neue ao.
Generalverſan=
die, wie bereits angekündigt, eine neue Kapitalerhöhung
6 Mill. R.=M. genehmigen ſoll. Wie bekannt, iſt
erhöhung zur Durchführung der Fuſionsverträge mit der
Hanſa G. m. b. H., Frankfurt a. M., und der Warenhaus
G. m. b. H., Nürnberg, notwendig. Dieſe
Fuſionsverträge=
neuen Gen. V. ebenfalls zur Genehmigung vorgelegt werdee
Eiſenbahnbank und Eiſenbahn=Rentenbank,
Frankfur=
den 21. Dezember werden von den beiden Geſellſchaften.
ſamizlungent einberufen, in denen über die Lage der Geſell
ſichtlich auf den Entwurf des Liquidationsſchädengeſetzes ber=
ſoll. Ferner ſoll die Ermächtigung erteilt werden, eine Nackk- / k den 28 Nov. 192/, 1st
beſitzanmeldungen auf ihre Anleihe auszuſchreiben.
MWerbürgermeiſter.
Naturweinverſteigerung der Stadt Frankfurt a. M. 20
fand in Mainz die Verſteigerung der 1925er und 1926er Nar.n
den Weinbergen der Stadt Frankfurt a. M. bei regen
ſtatt. Das Ausgebot umfaßte B Halbſtück. 1925er und 18 HargMMeigerund
aus guten und beſten Lagen der Gemarkung Hochheim. Die T
nahm einen flotten Verlauf; ſämtliche Nummern gingen bi=: /0 Lehamt, Kirchſtr.
ſtück 1925er in anderen Beſitz über. Es tnurden zufriedenſte 2 Mnch den 7. u. Donner
erzielt, und zwar für 24 Halbſtück 1925er Hochheimer zuſammy
durchſchnittlich für das Halbſtück 1205 ℳ; für 18 Halbſtück MMgezember 93.3
heimer zuſammen 27 720 ℳ, durchſchnittlich für das Halbyy/ſ 2lUhr, Verſten
Der geſamte Erlös der Verſteigerung beziffert ſich aun Huſs Ende Noveml
ohne Fäſſer.
berfallenen Pfänd
amd Damenmänt
Produktenberichte.
Hund Sülberwaren,
Frankfurter Produktemmarkt vom 30. November 1927 M0M Anzüge, Wäſ
Markt verlief, ſoweit Getreideumſätze in Betracht komm=
wöhnlich ſtill. Infolge der ſtarken Zurückhaltung der Käf,MFahrräder, Nähn
die Preiſe, insbeſondere für Weizen ſtark geſenkt werden.
Futtermittel nach wie vor gut geſucht. Roggenkleie, in der
Angebot vorhanden, iſt beſonders feſt. Weizen I 25—25,25
23,75, III 22—23, Roggen 25, Somniergerſte 26,75—2
22,75—23,75, Mais 20,50—20,75, Weizenmehl 37,75—383
mehl 35—35,75, Weizenkleie 13,60, Roggenkleie 15,25—1
Berliner Produktenbericht vom 30. November 1927.
aus den Provinzen hat ſich verſtärkt, und zwar beſonders
Durchſchnitt liegenden Qualitäten, die Mühlen ſind in ihrer
dagegen weiter ſehr vorſichtig, wozut ihnen ſowohl der ſch
abſatz, als auch die wenig überſichtliche Geldmarktlage Veranla
Es ergab ſich daraufhin für effektive Ware ein weiterer A
Roggen iſt noch verhältnismäßig beſſer gehalten als Weizer
lande war Weizen wiederum etwas billiger angeboten, Rog=/
etwa geſtrigen Preiſen offeriert, don Umſätzen war bis zu
faſſung nichts bekannt. Die wenig befriedigende Lage am E
und zu rnorgen ervartete Andienungen wirkten auch
an-
markte verſtimmend. Während ſich die ſpäteren Sichten
haupten vermochten, gaben beide Brotgetreidearten
fü-
lieferung 1 Mark im Preiſe nach Die Forderungen für
Roggenmehle waren nominell underändert, die Mühlen zei 1.
uch zu Preiskonzeſſionen bereit, ohne jedoch einer Kaufluſt :.
Der Konſum deckt nur den dringendſten Bedarf. Hafer iſt veen
doten bei weiterer Zurückhaltung des Konſums, von der Se
heute gute Nachfrage vorhanden. Gerſte unverändert.
Häuteverſteigerung in Gießen am 30. November 1927
verband der Mitteldeutſchen Häuteverivertungs=Vereinigm
hielt die Verſteigerung der Genoſſenſchaften Kaſſel, Fuu
Siegen, Arusberg i. W. mit den tpeſtfäliſchen Nebenplätzen!
Hildesheim, Nordheim, Eſchwege, Duderſtadt, Braunſckt=
Grandfdrter Karboreice voir oü. N0
H ne
tellten ſich
nu vie folgt: Gü=
Monate 39"
R1 20/
Strealt=
vompt. 22, ent
ind
linnen noch einige ?
ggerhaus mietwe
Mdrch die ſtädtiſche
g Telephon: Stat
verngläſer, Phol
„Muſihinſtrumenten
Menstag, den 6. De
Ei das Amt wegen
ünzur Verſteigeru
Staatspapiere
a)Deutſche
D. Reichsanl. Ablöf=
Schuld einſchl.
Ausloſ.=Sch. I. Teill 52.3
II. Teill 56.1
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld ohne
Aus=
loſungsſcheine 12.5
4% Dt. Schutzgeb.=
Anl. .. .. . . . .."
b)Ausländiſche
5% Bos. E. B. 1914/ 3
5%L.Inv. 1914/ 37
4½% „1898.
2.7
4½% „1902 .. 2
42 Bosnien.
5% Bulg. Tabak.02
4½FOſt. Staatsr.
v.1913. Kdb. 1918
4½%Oſt. Schatz. 14
4½/% Oſt. Silberr
7 Goldr
4½ Oſt. Goldrente
. Innsbr. Abk.
4½ „enh.R(k.) 1.4
17
28.75
4.5
29.75
„Port,/(Sps.) II 9.5
5%Rum am. R.03
4½½-Gold. 13.
% am.kon.
am.05
1325
4.5
* Türk, (Adm.
(Bagd.)
17 (Bagd.
H 121
unif 1903
. 1911 Bodl./ 12
75 Ung St. 1918
1913
(ſt. Tunsbr. Abk.
% Ung St. 1914
1½½ Ung St. 1914
(lk. Innsbr. Abk.)
49 Ung. Geldt
21-I.
4% Ung. Goldr.
(lt. Innsbr. Abk.)/ 24.5
4%6 Ung Staatsr.
v. 10
„
4%Ung. Kronr. . . . 1.925
3%5 Ung. Eiſ. Tor ../ 15.15
Außereuro-
päiſche
5%Mex am.in. abg.
%o „ uuß. 99
20.400
„ Gold04ſtf.
„ konſ. inn.
Irrigat.
%Tamaulipas T.,
Sachwert=
Schuld=
verſchreibungen
Mit
Zinsberech=
nung
10%Berl. H.=Bk. G. 105.25
99
6% Berl. St. Gol
8% Därmſt. St.=G.
8 % D. Hyp.=Vank
Meining. Goldpf. 97.75
94
89
7 Dresd. St.=G.
7%Frkf. St.=G.... / 86.5
81
82Frkf. Hyp.=B.
Goldpfbr.
98.75
%0 Frkf. Hhp.=Bk.
Goldpfbr.
94
6% Frkf. Hyp.=Bk.=
Goldpfbr.
89
8%6 Frlf. Pfbr.=Bk.
Goldpfbr.
100
Frkf Goldpfbr: 93
2% Frkf. Pfbr.=B
Goldpfbr.
9C
5%0 Frkf. Pfbr. Bk.
Goldpfbr.
76
7% H.-St.=Golb=
83
Heſ. Land.=Bk.
Ge
98
6 beſſ.
Rf. 4
Gold
94.5
A At
10% Komm. Glektr.
Mark (Hagen)
Goldobl.
801 Komm. Ldsbt
Darmſt., Reihe
8% K. Landesbank
Darmſt. Reihe II
8%Ldwgshf Stadt
Goldanl.
7%M. KraftHöchſt
18% Mainz.=St.=G.
8% Mannh. St.=G.
6% Mannh. St.=G.=
% M.=Stahlw. 27
5 Naſſ. Ldb. Gold
Nbg. St. Gldal.
Pfälz. Hyp. Bk.=
Goldpfbr
% Pfälz. Hhp.=Bk.
Goldpfbr.
6% Pfälz. Hyp.=Bk
Goldpfbr.
Bforzh. St.=G
8‟ Pirmaſ. St.=G.
8% Pr.Ceutr. Bd.=
Cr.=Bk. Gldpfbr.
8% Pr. Centr.=St.=Goldpfbr.
70 Pr. Centr.=St.=Goldpfbr.
8% Rh.=Hyp.=Bk.
Goldpfbr
735 „Lig. Pfb.
„Anteilſch
%Rh. Stahlw
10% Rh.=Weſtf.=2
Cr.=Bk. Goldpf. 1102.5
Min.3.
Goldpfdbr.
7% V. Stahlw.
Düſ=
ſeldorfHyp.=Gld.. mit Option
V. Stahlw.
Düſ=
eldorfHyv.=Gd.
obl. ohne Option
Viag(B. Ind.=
Utdh) 2 ...
101
96
96
925
87
89
101
98
94
88.5
94
99
98
95
97
945
89.5
80.5
56.25
117
98
92
96.5
90.5
E8.5
8% Voigt &Häffner
Goldobl.
88 Württbg. Hyp.
Bank Goldpfbrf
Ohne
Zins=
berechnung
5% Bdw. Kohl 23
6% Großkr. Mannh.
Kohl. 23
6%Heſ.Brk.=Rg. 23
% Heſſ. Volksſtaat
Roggen
Pr. Kaliw.
Pr. Roggenw.
% Südd. Feſt. B. G
Vorkriegs=Hyp.=B.
Pfandbriefe
Bahr Vereinsb.
Bahr. Handelsb.
Bayr. Hyp. u. Wech
Berliner Hyp.=Bk.
Frkf Hyp.=Bk.
Frkf. Pfandbr.=B.
Hamb. Hyp.=Bk.
Mecklb. Hyp. =u. Wb.
Meining. Hyp. Bk..
Nordd. Gr.=Cr.=Bk.
Pfälz. Hyp.=Bk.
Preuß. Bod.=Cr.=B.
Pr. Cent.=B. =Cr. B.
Preuß Pfdbr.=Bk.
Rhein. Hyp.=B.
Rh.=Wſtf. B.=Cr.=B.
Südd. Bodenkr.. .
Württ Hyp Bk. ..
Staatl. ob. prov.
garantiert
Heiſ. L.=Hyp.=B..
Landeskr. Caſſel
Naſſau Ldsb.
Obligationen v.
Transportanſt.
25 Eliſ.=Bahn ſt
4½ Galiz. Carl=
Lud.=B.
bg.
5BSft Sdt/K)ſtfr.
93
95.5
12.62
13.1
8.25
2.3
15.5
16.25
13.2
13
13
11.45
91
„6%AlteOſt. Südb.
2,6% Neue"„
4%0Oſt. Staatsb. 8‟
3% Oſt. 1.b.8. G.
3%Oſt. „abg.
3%0 „ „ „9.Em.
3% „
30 1885
abg.
%a Oſt. , Erg.
Ne=
gHſt.
2 Raab Oebb
abg
„abe
35
15.75
5.15
3
Rud. Silber
42 Rud. (Salzka.)
2Anat., S. I
Anat., S. II
Anat., S.III
Salon. Monaſt.
5% Tehuantepee.
41.0
Bank=Aktien
Allg. D.=Kredit. 128.5
Bab. Bt
Bk./ Brauind. . . 172
Barmer Bankv. 128
Bay. Hyp.=Wchſ. 1146
Berl. Handelsgeſ.
Comm.u. Privatb. 1159.75
Darmſt. u. Nat.=Bk
Deutſche Bank
D. Eff. u. Wchſ.=Bt. 121
D. Hyp.=Bk. Mein. /118.5
D. Vereins=Br. 1100
Disk.=Geſellſch. 145
Dresdener Bk . 145.75
Fraukf. Bk.
113
Frankf. Hypth •Bk./131.5
Frkf. Pfdbr. Bl. 133
Gotha. Grundtr. Bk. 142
Lur Intern. Bank.
Metallbank
130
Mitteld Creditb 200
Pfälz. Hyp=Bk.
Pr. Bd.=Creditbank 218
Hhp.=Akt.=Banf 132
Reichsbank=And
Rhein. Creditbk. . . . 121.5
Rhein=Hyp.=Bk.
Stdd. B.=Freditbk!
164
150
Südd. Disc.=Geſ.
Oſterr. Creditanſt.
Wiener Bankverei
Ja
17‟
Bergwerks=Nki.
Buderus.
86.25
Eſchw. Bergtv. . . . 189
Gelſenkirch. Bgw.
Harp. Bergk
180
Ilſe Bergb.
Genußſchein
111
Kali. Aſchersleben . /145.5
Kali. Salzdetfurth. /214.5
Kali. Weſterregln.
Klöcknerwerke (al
116.5
Lothr=Hütt,
Mannesm.=Rö
138
Mansfelder
1104
80.5
Oberbedarf
Otavi=Min.=Ant
36
9
Phönix=Bergb
Rhein. Braunk.
221.5
Rhein Stahlw=
154.5
Riebeck Montan.
SalzwerkHeilbronn/ 178
Tellus Bgb
1111
Ver. Laurahütte
Ver Stahlwerke.
Induſtrie=Akt
Brauereien
Eichbaum(Maunh.)/ 271
Henninger
185
Hercules Heſſiſche 1146
Löwenbr.=Münche 1315
Mainz. Aktienbr 231
Schöfferhof(Bind.) 302
Schwarz=Storchen 172
Tucher, Nürnberg 149
163
Attum. Berlin. 153
Adler &Oppenh
Adlerw. (v. Kleyer)) 89.5
GE. A. G. Vzg. A. 83.5
L A. E. G. Vzg. B
755
A. E. G. Stann
152
Bad. Muſch. Durla 139.5
Bad. Uhren, Furtlv.
Bamag=Meguin ../ 30
Baſt Piizberg . .1220
60.1
„A
Beck & Henkel
Bergmann El
Bing. Metall.
Brem.=Beſiah
Bürſtenfbr. Er
Cement. He
Cement. Ka
Cement
Chem. Alber
Chem Brocky
Chem. Milch
Daimler=Benz A. G./ 78.5
Dt. Eiſenhandel
Deutſche Erdöl
D. G.u. Sil
D Linoleumw. Blu /226
Dingler. Zweibrück
Dresd Schnellpr 1119
Dürkoppw. (St).
Dürr Ratingen 69
Dyckerhoff & W
Eiſenw. Kaiſersl. / 35
E Licht u. Kraft.
El Lieferung .
El) Bad Woll=
Email. Ullrich.
A
Enzinger Werke
51
Eßlinger. Maſch.
G1.25
Ettlinger Spinn. /230
Faber Bleiſtift
58
Faber & Schleicher
Fahr, Pirmaſens
42.5
Farbenind J. G.. 250
Felten E Guilleau.
Feinmech. (Jetter) / 92
Feiſt. Sekt
32
Frankfurter Gas
Frankfurter Hof
Frkf.=M. Pol. u. W./ 72.25
Geiling ECie.
Goldſchmidt, Th 100.3
Gotha Waggon
Gritzner Maſch. 1110.5
Grün & Bilfinger. 1145
Hafenmühle Frkft. /138
Haid & Neu
45.1
Haninerien
Hanfw. Füſſen. . . . 130.5
Hanſa=Lloyd, Br.
Hartx:, & Braun. ./152
181.5
69
128.6
185
114
41
115.5
1 4.75
6-
Heyl genſtaedt.
4.5
ſilpert, Armatur. 75
hindrichs=Aufferm
Hirſch, Ku
100
Hoch=Tief
154
Holzmant
Holzverk
58
Hydrom B=
98.5
Jnag.
85.1
JunghansSt.
Kammg. Ka
188
Karlsruher Me
16.75
Karſtadt. N
139
Klein. Sch &Becker/108
Knorr, Heilbronn 160.5
Konſerv. Barun . / 56.25
Krw. All=Württbg./ 95
Krauß & Co
Lahmeyer . . . . . /154.75
Lech, Augsburg ..
Lederw. Rothe.
Lederw. Spicharz.
Lingel Schuhw.
Löhnberg. Mühle
Ludwigsh Walzm. /117.5
Lüdenſcheid. Metall
Mainkraft Höchſt. 113.25
Mars=W. Nürnberg 124
175
Metallgef. Frkf.
Miag Mühlenb 128.2E
Moenus Stamm 63.5
Motorenf. Deutz . / 61
Motorenf. Oberuri.
Münch. Lichtipielk. 81
95.25
Reckav). Fahrz
Neckarw. Eßlingen 1133
99
Peters Union
Pfälz. Näh. Kahſer
Philipps
55
Porzellan Weſſel.
Nein Gebb.&Schal
Rhein Elektr
75.5
Rhenania, Kunheim
Rütgerswerke
81
Schneid & Hanau. 52
Schnellpr. Frank
Schramm Lackfr
Schriftg. Stemp 118
Schuckert Elektr. 1161.75
Schuhfbr. Weſſel.. / 63
Schuhf. Herz..
.38
eitiag, den 2. D0
Ha, verſteigere
Auzillale Hügelſtr. 2
Hntände
Muza
trmt
un
1
Nad Hem
Transport=
Berſicherungen
Dt. Reichsb.=2+
A. Dt. Eiſenba
9. Lokalb u..
Dt. Eiſenb.=ES
Schantung E..
Südd. Eiſenb o=
Hapag
Nordd. Lloyzd o
Bahnbevar;
Dampfk. Rodll
Helvetia Konſ.”
Gebr. Lutz.."
Moforf. Darmr.
Gebr. Roeder 7.
K4
Frrtt. Allg. Be
Frankonia Rüt-
Darmſtädter *
et 333
Magdeburg mit Nebenplätzen diesmal in Gießen ab, wo
mSehhäute und Felle zur Verſteigerung kamen. Bei gutem
„ien zunächſt 15000 Kalbfelle verſteigert, die mit Ausnahme
bunten und ſchwarzen Felle Preisaufſchläge von 3 bis 5 %
„hrend die übrigen Felle die gleichen wie auf der
Oktober=
m holten, vereinzelt auch etwas unter dieſen blieben. Beim
n. 12500 Großviehhäuten erzielten Ochſen=, Rinder= und
ucäute zumeiſt die letzten Preiſe, während mittlere ſchivere
—5 % mehr erlöſten. Leichte und mittelſchwere Buklenhäute
eegen leicht ab und verloren zwiſchen 3 und 5 %. Die 7500
Sammelfelle brachten zumeiſt letzte Preiſe, wwährend Freſſer=
und mit Kopf, ferner Roß= und Fohlenhäute 5 % und
dar=
de Preiſe vom 31. Oktober in Kaſſel verloren. Ein erheblicher
un. Ausgebot gelangten Häute und Felle wurden wegen unge=
=Zteiſe zurückgezogen und nicht verkauft.
Metallnotierungen.
ärzer Metallnotierungen vom 30. November 1927 ſtellen ſich
Slektrolytkupfer 131,75; Orig.=Hüttenaluminium 210: dto.
iu4: Rein=Nickel 350; Antimon Regulus 91½—99; Silber
180—81.
niichen Preisfeſtſetzungen im Metallterminhandel vom
ber 1927 ſtellten ſich für Kupfer: Januar 121,75 (122),
7 (122), März 122 (122), April 122 (122), Mai 122 (122),
12), Juli 122 (1221/.), Auguſt 122 (—), September 122 (—),
(—), November 122 (—), Dezember 121 (122). Tendenz:
ußl ei: Januar 44½ (45), Februar
Donnerstag, den 1. Dezember 1927
(52), Februar 52½ (53), März 52½ (53), April 521/, (53),
53), Juni 52½/, (52½), Juli 52 (52:/.), Auguſt 51¾ (52:/.),
41u ¼(52), Oktober 51¾ (52), November 51¾4 (52), Dezember
504 Tendenz: ruhig.
AtaUlnotierungen ſtellten ſich an der Londoner Börſe vom
wir 1927 wie folgt: Für Kupfer (Tendenz: feſt): Standard
——½ 3 Monate 5911/.—— ¾, Settl. Preis 59½; Elektrolyt
ſtfelected 63¾—65, Elektrowirebars 65½, Zinn (Tendenz
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noff. Not.) 277; Straits (inoff. Not. 1274. Blei (Tendenz:
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rmdung von Lagerraumen.
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mutz, den 28 Nov. 1927. (st18657
iee Oberbürgermeiſter.
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MMuſikinſtrumenteuſw.
ökenstag, den 6. Dez.
ebt das Amt wegen der
fhnn zur Verſteigerung ge=
(st18728
rtadt, den 30. Nov. 1927.
Eid tiſches Leihßamt.
Geite 13
Amerikaniſche Kabeinachrichten
* Chicago, 30. Nov. (Pribv.=Tel.)
Weizen: Die Preisveränderungen gegen den Vortag waren heute
nur gering. Auf günſtige Berichte aus dem Südweſten und Indien
ſowie Argentinien begann der Markt abgeſchwächt. Später erfolgte eie
Erholung auf Berichte über größeren europäiſchen Einfuhrbedarf.
Mais: Die Preiſe gingen auf größeres Inlandsangebot und
Ab=
gaben des lokalen Handels zurück.
Roggen: Hier zeigten ſich heute ziemlich erhebliche
Preisſteigerun=
gen auf die gute Lokonachfrage und die vermutlich kleinen Andienungen.
Hafer: Auch hier konnten die Preiſe etwas anziehen auf
ungün=
ſtige Wetterberihte.
* New York, 30. Nov. (Priv.=Tel.)
Baumwolle: Die Preiſe konnten bis Schluß wieder etwas anziehen
auf Grund ermäßigter Ernteſchätzungen und Käufe des Handels und
der Spekulation.
Kaffee: Kaffee tendierte heute eine Kleinigkeit ſchlvächer auf die
ge=
ringere Lokonacffrage und ermäßigte Braſilofferten. Auf die
Santos=
ſchlußkurſe trat eie Erholung ein.
Zhcker: Hier wirkten die ſtetige Haltung Londons und Käufe von
Handel und Spekulation befeſtigend. Später gingen die Preiſe etwas
zurück auf kubaniſche Abgaben.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 30. Nob.:
Getreide. Weizen: Dez. 127½, März 131½8, Mai 133½; Mais:
Dez. 87½, März 92, Mai 94½; Hafer: Dez. 495, März 52½,
Mai 5338; Roggen: Dez. 106½, März 108½, Mai 109½.
Schmalz: Dez. 11,52½, Jan. 12,07½, Mai 12,37½.
Fleiſch: Dez. 10,30, Jan. 11,30, Mai 11,45; Speck, loko 11,00;
leichte Schweine 8,00 bis 8,75, ſchwere Schweine 8,75 bis 9,10;
Schweinezufuhren: Chicago 27000, im Weſten 135 000.
Es notierten nach Meldungen aus New York am 30. Nov.:
Getreide. Weizen Nr. 2: rot 148½, hart 146½; Mais, neu
ank. Ernte 101½; Mehl, ſpring wheat clears 6,60—7,00; Fracht:
nach England 2,0—2,6 Schilling, nach dem Kontinent 14—15 Cts.
Schmalz: Prima Weſtern, loko 12,30; Talg: extra 8¾8.
Kakav. Tendenz: flau; Umſatz in Lots: 266; Loko: 1394;
November — Dezember 13,39, Januar 13,20, Februar 13,17,
März 13,15, April 13,26, Mai 13,30, Juni 13,36, Juli 13,45,
Auguſt —, September 13,60, Oktober —
Der Abſchluß der Bezirksſparkaſſe Büdingen— In Gegenwart der
Vertreter von 33 Garantiegemeinden und der Vertreter der
Aufſichts=
behörde hielt die hieſige Bezirksſparkaſſe jetzt ihre diesjährige ordentliche
Mitgliederverſammlung ab. Der Umſatz der Kaſſe in verfloſſenen
Rech=
nungsjahr 1926 beläuft ſich auf rund 10 Millionen Mark. Der
Reinge=
winn beziffert ſich auf etwa 13 000 Mark. Die Spcreinlagen haben ſich
im Laufe des Jahres verdoppelt. Ende des Rechnungsjahres 1926
be=
liefen ſie ſich auf rund 570 000 Mark und ſind mittlerweile bis zum
No=
vember 1927 auf rund 900 000 Mark geſtiegen. Die Spartätigkeit zeigt
namentlich kleine und kleinſte Beiträge am der Spitze der Einlagen. Der
Reingewinn von 13 000 Mark ſoll dem Vermögen zugeſchrieben werden.
Der Voranſchlag für 1928 wurde genehmigt.
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Die Schultheiß=Patzenhofer=Brauerei Berlin gründete gemeinſam mit
der Cenovis=Werke G. m. b. H., München, die Deutſche Vitamin=
Hilfe G. m. b. H. in München. Das Stammkapital der neuen
Geſellſchaft beträgt 0,15 Mill. NM.
Im Monat Oktober belief ſich die Emſſionstätigkeit in Belgien auf
879 773 00 Fraucs, wobei allein 766 000 Franes auf Aktiengeſellſchaften
entfallen. Für die erſten 10 Monate beträgt die Emiſſionstätigkeit für
Aktien= und Kommanditgeſellſchaften 2 722 985 000 Franes junge Aktien
und 163 800 000 Franes Obligationen.
Die franzöſiſche Gruppe der Internationalen Rohſtahlgemeinſchaft
hat am 29. November und an den folgenden Tagen interne Sitzungen
abgehalten, die ſich mit der Stellungnahme für die Beſprechnngen dar
Internationalen Rohſtahlgemeinſchaft am 9. Dezember m Brüſſel
be=
faſſen.
Wie wir aus New York erfahren, ſchlagen die Verwaltungen der
Republie Jron and Steel Co. und Trumbull Steel Co. ihren H.V. die
Fuſion vor. Die einzubringenden Kapitalien der beiden Geſellſchaften
belaufen ſich auf annähernd 200 Mill. Dollar.
Die Independent Dil Co. und Gas Co. plant die Fuſion mit einem”
größeren Unternehmen der Erdölbxanche. Daneben wird in
Verwal=
tungskreiſen der Bernsdall Corporation wegen Uebergangs auf einen
größeren Petroleumkonzern verhandelt.
Am Montag, den 5. Dezember, ſpricht im Rahmem einer
Veranſtal=
tung der Bezirksgruppe Berlin des Reichsverbandes des Deudſchen
Groß= und Ueberſeehandels Herr Reichsfimanzwiniſter a. D. Dn.
Rein=
hold über „Deutſche Wirtſchaft und Reparationen”.
ſeitag, den 2. Dez. 1927,
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EniE, den 1. Dez. 1927.
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Berichtsvollzieher.
Wertag, den 2. Dez. 1927,
Uhr, ſollen in meinem Ver=
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1927 iſt bei Meidung der
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hierher zu zahlen.
(st18685
Darmſtadt, den 30. Nov. 1927.
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Einträge in das Handesregiſter
Ab=
teilung A: Am 25. November 1927
hin=
fichtlich der Firma: Joſef Goldberg
und Max Mark, Erſte
Diamantſchleife=
rei, Darmſtadt: Die Firma wird von
Amtswegen gelöſcht. — Abteilung B:
Am 25. November 1927 hinſichtlich
fol=
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in Darmſtadt: 1. Chemiſch
pharmazeu=
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beſchränk=
ter Haftung, 2. Orth & Co., Geſellſchaft
mit beſchränkter Haftung, 3. Kuhn &
Alberts, Immobilien und
Kommiſſio=
nen, Geſellſchaft mit beſchränkter
Haf=
tung, 4. „Litera” Aktiengeſellſchaft für
die chemiſche Induſtrie, 5. Hermann
Gundkach, Konzern Aktiengeſellſchaft
und 6. Bekleidungs= und
Stoffetiketten=
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wird von Amtswegen gelöſcht. (18675
Darmſtadt, den 28. November 1927.
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Montag, den 12. Dezember 1927,
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verehrten Kundschaft und bitte, es
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Gebe hiermit bekannt, daß ich die
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[ ← ][ ][ → ]Seite 16
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Donnerstag den 1 Dezember 1927
Seite 17
Frankfurter Chronik.
ſord an der Geliebten. Die
ſon der Frankfürter Kriminalpolizei
2-enstag nachmittag nach Cronberg
ort eine Frau ermordet aufgefunden
Die in Verbindung mit der örtlichen
fenen. Feſtſtellungen ergaben Folgen=
Mähe von Cronberg wurde auf freiem
der 27jährigen Auguſte Gerber
. M., die zuletzt in der Martin=
z- hier, wohnte, mit mehreren
Stich=
arn Hals und einer ſchweren
Geſichtsver=
u gefunden. Als der Täter kommt ohne
Verlobte der Gerber in Frage, der
eiter Peter Müller aus
Ober=
ler, der in der letzten Zeit in
Frank=
hat am Sonntag abend mit ſeiner
Pohnung in Oberhöchſtadt verlaſſen.
mesbleib der Beiden konnte bis zur
Auf=
beiche bisher nichts ermittelt werden.
eitige Aufenthalt des Müller iſt nicht
Möglichkeit, daß er Selbſtmord
ver=
uicht ausgeſchloſſen. Müller wird wie
Enhn: 1,65 Meter groß, unterſetzt,
dun=
jach hinten gekämmtes Haar, ohne
ſträgt dunkelblauen Sakkoanzug mit
wrirhemd mit grünen Streifen, Steh=
Gnit Selbſtbinder und braune Schnür=
Gunr nach der Tat ohne Kopfbedechung
Sachdienliche Mitteilungen nimmt jede
entgegen.
ſſielexploſion in den Dunlop=Werken.
nau a. M. Mittwoch morgen, kurz
erfolgte in den Deutſchen Dunlop=
Exploſion des Schlauchheizkeſſels.
Da=
on den umſtehenden Arbeitern
tötet und fünf fchwer vex=
Verletzten wurden ins Krankenhaus
ge=
die Urſache der Exploſion äiſt noch
Leffentliche Belobigung.
Der Unterprimaner Walther Diehl
nlerg hatte drei junge Mädchen
*zün anderer junger Leure vom Tode des
ürettet. Für dieſe mutige Tat hat
igerungspräſident jetzt eine öffentliche
kiteilt.
ahme der Ausgrabungen in der
Hurrſtaufenburg bei Eberbach.
HFGILN. Zu den bemerkenswerteſten
er Baudenkmälern gehört neben der
6. Wimpfen die ehemalige
Hohenſtaufen=
wach. Zahlreiche Funde in den
ſtäd=
engen in Eberbach weiſen auf die
in=
äckichte dieſer Burg hin. Durch groß=
Sungen vor dem Kriege gelang es,
üce aus den Schloßtrümmern
auszu=
ieſe den Sammlungen einzuverleiben.
berein Eberbach plant jetzt, die durch
ſchen Verhältniſſe unterbrochenen
Aus=
ten wieder aufzunehmen. Man
per=
r Trämmern ein umfangreiches, wert=
Aal. das für die Wiſſenſchaft von großer
Sturz vom Königſtuhlturm.
ſuberg. An einem der letzten Tage fand
uir etwa 21jähriges Mädchen, das ſich
on Turm hernbgeſtürzt haben mußte.
m Turm fand man den Hut und die
er Unglücklichen. Die Taſche enthielt
Sgld, ſowie Papiere, aus denen
hervor=
ſich um eine in der Theaterſtraße woh=
Tatri der Philoſophie handelte, die ver=
P” rom Kolleg auf den Königſtuhl ging.
Großfeuer in Hirſchaid.
fur 5. In einer Korbwarenfabrik in
Reltk3 1ch vermutlich im Dachraum des
Lager=
aus, welches ſo raſch um ſich griff,
Em Minuten das Hauptfabrikgebäude in
mn ſtand. Zahlreiche Feuerwehren
Fſuuch fünfſtündiger anſtrengender Tätig=
Ise löſchen. Das Hauptgebäude iſt faſt
Eisgebrannt. Der Geſamtſchaden wird
Mit 200 000 Mark beziffert.
T5dliche Gasvergiftung.
1. Ein älterer Einwohner in der
a62, der ſpät in der Nacht heimkehrte,
Eſten Schlafzimmer gegen den Gashahn
hekellten Badeofens. Der Mann legte
Ebett. Als er am andern Morgen nicht
9 ſſeh eim ſtarker Gasgeruch bemerkbar
Hür tot aufgefunden. Trotzdem mehrere
Deebelebungsverſuche gemacht wurden,
EM mehr, den Verunglückten zur
Beſin=
gei,
fa tharinenfeſt in Poris.
ſEiſſen iſt keine Sünd.
Polizei muß daran glauben.
Mrag iſt
Pariferinnen alle=
Das Küſf
kannter Mänu
Sogar der Hilter der
ligen Kathariifnt
Bei 200 Kilometer Stundengeſchwindigkeit verunglückt.
Das Auto des Meiſterfahrers Foreſti nach dem Unglück.
Der oft ſiegreich geweſene Wagen „Djelmo” des bekannten Rekordfahrers Foreſti überſchlug ſich
bei einer Geſchwindigkeit von 200 Kilometern. Der Fahrer kam glücklicherweiſe mit einer
Schulterverletzung davon. Das Auto iſt vollkommen unbrauchbar geworden.
Das größte L=Boot der Welt. 91 Mann Beſatzung.
Stapellauf des U=Bvots „V 4‟.
Die amerikaniſche Marine hat das größte Unterſeebpot der Welt bauen laſſen. Es hat eine
Be=
ſatzung von 3 Offizieren und 88 Mann. V 4” iſt das erſte Unterſeeboot, das Minen legt. Der
Stapellauf fand in Portsmouth ſtatt.
Ein Dieb, der den anderen anzeigt.
* Berlin. Der Hausdiener, Fritz und der
Ar=
beiter Schnell haben lange Zeit ein Kompanjegeſchäft
betrieben. Beide betätigten ſich als gewerbsmäßige
Geſchäftseinbrecher und ſie ſitzen auch wegen einer
Reihe von Straftaten jetzt im Gefängnis. Es ſchwebt
auch gegen ſie noch ein umfangreiches Strafverfahren
wegen gemeinſamer weiterer Einbrüche. Jetzt war
Fritz allein angeklagt, und als Zeuge gegen ihn wurde
Schnell vorgeführt. Schhell hatte ſelbſt die Anzeige
erſtattet, weil Fritz ihn beſtohlen hätte. Ueber dieſe
Anzeige war Fritz ſehr erſtaunt. Das ſei doch gar
kein Diebſtahl, meinte er, denn er habe doch nur
genommen, was Schnell ſich aus dem Erlös der
Diebesbeute angeſchafft härte und was ihm ebenſogut
gehörte. Der Vorſitzende des Schöffengerichts machte
den Angeklagten darauf aufmertſam, daß er ſich
trotz=
dem des Diebſtahls ſchuldig gemacht habe, da die
erworbenen Sachen nun einmal dem anderen
ge=
hörten. Fritz ſchüttelte den Kopf und konnte, das nicht
begreifen. „Ich wollte nicht wieder ſtehlen und hatte
mir Arbeit geſucht. Da kam Schnell, der aus dem
Gefängnis ausgeriſſen war und drohte mie, er wüßte
noch ſehr viel von mir, ich müßte mit ihm weiter
ſtehlen gehen. Da ſind wir dann wieder eingebrochen,
aber er hat mich immer bemogelt. Er hatte die
La=
denkaſſe und nahm ſich zuerſt den Hauptteil weg,
dann ſagte er: „Die Sore hat nur zehn Mark
ge=
bracht, die ſvollen wir ehrlich teilen‟. Er hatte aber
immer die Taſchen voll Geld.. Als ich das merkte,
habe ich ihn verdroſchen und ihm dann den neuen
Mantel und den neuen Hut, den er ſich mit unſerem
gemeinſamen Gelde gekauft hat, weggenommen. Die
Sachen gehörten mir doch ebenſogut. Jetzt iſt er noch
ſo frech und zeigt mich an.” Vorſ.: „Dann hätten
Sie eine einſtweilige Verfügung herausbringen
müſſen, aber wegnehmen durften Sie ihm die Sachen
nicht.” Angekl.: „Das werde ich mir merken‟. Das
Schöffengericht, ſah dieſen Fall. mild an und
verur=
teilte Fritz zu einem Monat Gefängnis.
Schrecklicher Tod eines Kindes.
Am Montag fiel ein 4½järiger Knabe in der
Waſchküche eines Beihiner Hauſes in einen mit
kochendem Waſſer gefüllten Behälter. Das Kind ſtarb
an den erlittenen ſchweren Verbrühungen.
In ſeiner Gaſtwirtſchaft ermordet.
Berlin., In der Grünauer Straße in Berlin
wurde der Gaſtwirt Theodor Rogowſri in ſeiner
Gaſtwirtſchaft überfallen, beraubt und ermordet. Das
Ueberfallkommando war ſchnell zur Stelle und hat
ſofort die Unterſuchung eingeleitet. Zahlreiche dort
verkehrende Gäſte wurden vernommen. Bis jetzt hat
man aber noch keine Spur von dem Täter.
Kokain=Skandal in Parma.
Mailand. Die Aufdechung eines
Kokainſkan=
dals in der beſten Geſellſchaft von Parma erregt
ge=
waſtiges Aufſehen. Ein infolge einer ſchweren
Ner=
venkriſe ins Krankenhaus überführtes,
achtzehnjäh=
riges Mädchen hat nach dem Erwachen aus dem
Kokainrauſch Angaben gemacht, wonach ſie mit drei
anderen Mädchen und vier angeſehenen
Geſchäfts=
t in ein Hotel gekammen ſei, wo Kokain
einge=
wurde. Die Polizei hat die Feſtnahme der
die Schließung des Hotels
ange=
voi,
ge Hausſuchn
Erdrutſch beim Bahnbau.
Acht Tote, fünf Verletzte.
Graz. Beim Bahnbau Feldbach-Gleichenberg
ereignete ſich am Dienstag nachmittag bei Bad
Gleichenberg durch einen Erdrutſch ein folgenſchweres
Unglück, bei dem acht Arbeiter getötet und fünf
ver=
letzt wurden. Die Bauarbeiten werden von einer
Arbeitsgemeinſchaft von Wiener und ſteieriſchen
Bau=
unternehmungen durchgeführt. — Ueber das Unglück
ſelbſt erfahren wir noch folgendes: In der Nähe des
Gaſthofes „Taferl” waren Arbeiter mit dem Ausbau
der Fundamente für eine Betonmauer beſchäftigt.
Plötzlich löſte ſich eine Erdmaſſe von 30 Kubikmetern
los und verſchüttete 13 Arbeiter. Nach zweiſtündigen
Rettungsarbeiten konnten die Verſchütteten befreit
werden. Acht von ihnen waren bereits erſtickt und
hatten mehr oder weniger ſchwere Verletzungen
er=
litten. Zwei weitere wurden ſchwer und drei leicht
verletzt. Die Toten ſtammen alle aus der Umgebung
des Kurortes Gleichenberg. Mangelhafte Bölzung
ſoll die Urſache des Unglücks ſein. Die Toten
wur=
den in die Totenhalle nach Trautmannsdorf gebracht.
Im Laufe der Nacht ſtellte eine Gerichtskommiſſion
an Ort und Stelle Erhebungen an.
Furchtbare Ueberſchwemmung
in Algier.
60 Europäer und zahlreiche Eingeborene
ertrunken.
Marokk
Die Karte des Kataſtrophengebietes.
Die entfeſſelten Fluten des Ain Sefra in Algier
haben an hundert Gebäude, daruuter den
Juſtiz=
palaſt, vernichtet, den größeren Teil des
Europäer=
viertels in Moſtagarnem in Schlamm= und
Schutt=
haufen verwandelt und etwa 60 Weißen und
zahl=
reichen Eingeborenen den Tod gebracht. Auch die
Plantagen haben unter dem Hochwaſſer ſchwer
gelitten.
Vierhundert Todesopfer der algeriſchen
Ueber=
ſchwemmungs=Kataſtrophe.
Paris. Ueber die
Ueberſchwewnungskata=
ſtrophe in Algerien gab Innenminiſter Sarraut
längere Erklärungen ab, aus denen u. a. zu
ent=
nehmen iſt, daß die Zahl der Toten auf 400 und
der Schaden auf 500 Millionen Franken geſchätzt
wird. Mit dem zerſtörten Staudamm ſei ein Werk
on zwei Generationen vernichtet worden. Den
tzteu Nachrichten zufolge mimmt das Hochwaſſer
urch die ſtändigen Regenfälle weiter
Ein deutſchfreundlicher holländiſcher
Ge ehrter Ehrendoktor von Kö’n.
Profeſſor Dr. Jan de Louter,
der berühmte holländiſche Völkerrechtslehrer, iſt
an=
läßlich ſeines 80. Geburtstages von der Univerſität
Köln zum Ehrendoktor ernannt worden. Profeſſor
Louter hat ſich während des Ruhrkampfs als mutiger
und aufrichtiger Freund Deutſchlands gezeigt.
Der angebliche General Blücher in der Roten
Armee.
* Schwerin. Der Vorſitzende des
Familien=
vevbandes derer von Blücher, Wirklicher Geheimer
Rat von Blücher aus Bad Doberan, übermittelte der
Preſſe längere Ausführungen unter der Ueberſchrift:
„Die Wahrheit über den angeblichen General Blücher
in der bolſchewiſtiſchen Armee‟. In dieſen
Auslaſ=
ſungen heißt es u. a.: Im Sommer dieſes Jahres
gingen durch die Preſſe, nicht nur durch die deutſche,
ſondern auch durch die fkandinaviſche und
hollän=
diſche, allerlei myſtiſche Nachrichten über einen
angeb=
lichen General Blücher in der ruſſiſchen Roten Armee,
der ein Enkel des alten Marſchall Vorwärts zu ſein
behauptet, dann aber ſich Galen=Blücher nannte. Um
weiterer Legendenbildung entgegenzutreten, ſtelle, ich
hierdurch an Hand der Akten des von Blücherſchen
Familienarchivs feſt, daß ſeit hundert Jahren kein
Mitglied der alten Familie Blücher in der ruſſiſchen
Armee, weder in der zariſtiſchen, noch in der
bolſche=
wiſtiſchen gedient hat. Nach den Familienakten iſt es
völlig ausgeſchloſſen, daß der genannte rote General
durch Abſtammung der Familie Blücher angehört
Dieſe mehr negativen Feſtſtellungen werden nach der
poſitiven Seite ergänzt durch die nachſteheuden, aus
völlig einwandfveier Quelle ſtammenden
Ermitt=
lungen über die Perſon des roten Generals. Der
Name Blücher iſt in dieſem Fall ein Deckname. In
Wirklichkeit heißt der rote General Jwanpw. Er iſt
von Gebux. Fruſe und nie in Deutſchland geweſen,
Iwanow war früher Arbeiter bei den Putilow=
Wer=
ken in St. Petersburg. Später diente er imn der
Roten Armee und hat ſich hier infolge beſonderer
Leiſtungen während der Kämpfe gegen Koltſchak eine
hervorragende militäriſche Stellung geſchaffen. Mit
dem General Galen iſt er nicht identiſch. Durch dieſe
aus abſolut zuverläſſiger Quelle ſtammenden
An=
gaben wird die Behauptung des „Svenſka Dagblad”
in Stockholm gegenſtandslos, das ſeinerzeit ſchrieb,
man dürfe als Träger eines verpflichtenden Namens
nach einer Revolution nicht ohne weiteres umſatteln
und ſich dem roten Mordanhang in den Schoß
werfen.
Sieben Arbeiter verſchüttet.
Brüſſel. In den Steingruben von Opprebais
wurden am Dienstag ſieben Arbeiter von
herab=
ſtürzendem Geſtein verſchüttet. Nur ſechs von ihnen
konnten noch lebend, aber mit ſchweren Verletzungen
geborgen werden.
Charleſtonverbot für italieniſche Offiziere.
Rom. „Popolo di Roma” berichtet, daß das
Kriegsminiſterium den Offizieren diejenigen
exo=
tiſchen Tänze verboten hat, die mit der militäriſchem
Würde und dem militäriſchen Ernſt unvereinbau
ſind, darunter den Charleſton und den Shimmy.
Neuartiger Leuchtturm für Flugplätze.
Der neue Leuchtturm von Croydon.
Aüf dem Flugplatz von London=Croydon iſt eine
neu=
artige Leuchtturmkonſtruktion aufgeſtellt worden. Die
zahlreichen Lampen beleuchten die präparierten
Wände des Stahlturmes und geben ſo den
Flug=
zeugen indirektes, aber überaus intenſives, von
ßter, Entfernung auffallendes, doch keinesfalls
endendes Licht
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Donnerstag, den 1 Dezeinber 1927
Geite 19
Verhafrng Schlageters, der von den Franzoſen
u de, hatte ſich ein ganzer Legendenkreis gebildet,
riehr durch einen neuen Prozeß zerſtört worden iſt,
werden konnte, daß Schlageter von zwei
Kame=
ger worden iſt.
und ſeine Kameraden für 700 000 Papiermark
verraten.
(inzelrichter des Amtsgerichts Berlin=Mitte,
Amts=
chert, wurde Montag vormittag erneut ein
Belei=
f aufgenommen, in dem ſich der Führer der be=
Stageorganiſation „Heinz” der Freikorpsführer
Hauenſtein, zu verantworten hatte. Zu
Hauen=
ai on gehörte der von den Franzoſen im Ruhrkampf
ütert Leo Schlageter. Hauenſtein hatte in zwei
Ver=
ſer Berlin, am 6. Oktober und 4. November vorigen
därt, daß Schlageter von zwei ehemaligen Ange=
AHerſchleſiſchen Grenzſchutzes, Götze und Schneider,
ter im Ruhrkampf, aber nicht bei der Organiſation
4ig waren, verraten worden ſei. Ebenſo hätten
ſuch an zwei anderen Kameraden namens Sadowſky
6 rrat geübt, die zu lebenslänglicher Zwangsarbeit
der ſpäter begnadigt wurden. Als Nebenkläger war
eiden Beteiligten, Schneider, zugelaſſen. In der
Flandlung erklärte Hauenſtein, daß er ſeine
Vor=
erhalten müſſe und daß Götze und Schneider
guuſchterr Verſuch gemacht hätten, ihn an die Franzoſen
fau Ihm ſeien die beiden vom Selbſtſchutz in
Ober=
en /) Hekannt geweſen, und er habe ſie nach Eſſen
blecſarnit ſie dort Arbeit in einem Bergwerk finden.
em m9if enheim in Eſſen, wo die beiden dann wohnten,
baſchuf gefallen, daß Götze und Schneider, die völlig
ab=
huhlm kamen, bald über erhebliche Mittel verfügten,
irh iſlen machten und groß auftraten.
Schlageter hatte Verdacht.
f tinweis des Vorſitzenden, daß das
Landesverrats=
mgim Götze und Schneider ſeinerzeit eingeſtellt
wor=
hindete Hauenſtein, daß bereits Schlageter gegen die
ſcht geſchöpft hatte. Bald darauf ſei Schlageter ver=
Schneider habe dann verſucht, als Beauftragter
Schlageters ſich in den Ruhrkampfformationen
Einige Zeit darauf ſeien plötzlich die Franzoſen
ſyemheim erſchienen, wo auch Becker und Sadowſky
i)rend die übrigen Inſaſſen ſich abſolut ruhig
ver=
richt Aufſehen zu erregen, habe ſich Schneider ſehr
klorimen und ſei ſchließlich hinausgegangen. Gleich
ſwhdie Franzoſen Becker und Sadowſky verhaftet und
ſchide des Kohlenſyndikats gebracht, wo auch
Schnei=
üzugegen war, aber gleich darauf wieder entlaſſen
ie Tatſache ſei um ſo auffälliger, als die Franzoſen
röächtig war, mit den Sabotag akten in
Verbin=
ſen, wochenlang im Gefängnis feſthielten, auch wenn
chuildig war. Schneider habe dann auch den Ver=
Hihn, Hauenſtein, von Elberfeld nach Eſſen zu
wurigeblicher Verhandlungen über ein Anſchlußgleis
4½e, und zwar angeblich im Auftrage eines
Berg=
r‟ Durch das bisherige Verhalten der beiden
Hemacht, habe er zwei Vertrauensleute nach Eſſen
eann feſtſtellten, daß das Café, wo er, Hauenſtein,
ſinider treffen ſollte, von franzöſiſchen
Kriminal=
ellt war. Mehrere Strafanträge gegen Götze und
”er geſtellt habe, ſeien von der
Oberſtaatsanwalt=
blick auf das Londoner Abkommen abgelehnt
wor=
fuärmittlungen hätten dann ergeben, daß Götze und
m den Franzoſen für 500 000 Mark gekauft worden
ffür ihre Kameraden verraten hätten. Götze habe
noch ſpäter in der franzöſiſchen Spionageabteilung in Düſſeldorf
gearbeitet.
Beziehungen zu Franzoſen.
Schneider betonte als Nebenkläger zunächſt, daß er und Götze
Schlageter nie gekannt haben. Vorſitzender: „Wollen Sie zugeben,
daß Sie aus franzöſiſcher Quelle Geld erhalten haben?"
Schneider: „Ja, Götze bekam es ſpäter, nachdem wir
Beziehun=
gen zu den Franzoſen aufgenommen hatten. Als ich im
Ledigen=
heim mit den anderen verhaftet wurde, wurde ich wieder
frei=
gelaſſen, weil Götze den Franzoſen angeboten hatte, daß wir
beide Berichte über die Tätigkeit der Kommuniſten im
Ruhr=
gebiet liefern wollten. An Geldern hätten ſie von den
Fran=
zoſen rund 700 000 Payiermark erhalten. — Als erſter Zeuge
wurde dann Götze vernommen, der vom Vorſitzenden ſehr
ein=
dringlich zur Wahrheit ermahnt wurde. — Vorſitzender: „Siad
Sie bereits vor Ihrer Verhaftung mit den Franzoſen in
Ver=
bindung getreten?” — Götze: „Nein, die Franzoſen verhafteten
mich, als ich vom Bahnhof Eſſen mit Berichten für Hauenſtein
nach Elberfeld fahren wollte. Man nahm mir die Berichte ab
und ſagte mir, daß ich wohl auch dem Schlagetertrupp angehöre.
Ich beſtritt das, wurde aber von den Franzoſen auf der Wache
verprügelt und mußte dann auch auf Grund meiner Berichte
zugeben, daß ich zur Beobachtung der Kommuniſten nach Eſſen
geſchickt worden ſei. Ich habe aber niemals jemanden von
mei=
nen Kameraden verraten — ſich ſchnell verbeſſernd —, d. h.
we=
nigſtens an dieſem Vormittag. Aus den Aeußerungen der
fran=
zöſiſchen Kriminalbeamten erhielt ich dann den Eindruck, daß ein
großangelegter Verrat im Gange war. Ich habe auch den
Fran=
zoſen niemals Mitteilungen gemacht, die zur Verhaftung
Schla=
geters dienen konnten, denn ich wußte ja nicht ſeinen
Aufent=
haltsort.” — Rechtsanwalt: „Haben Sie nicht in einem Café in
Eſſen, das von franzöſiſchen Kriminalbeamten umſtellt war, auf
Hauenſtein gewartet?” — Götze: „Ich habe wohl dort geſeſſen,
aber nichts von der Umſtellung gewußt.” — Rechtsanwalt Herold:
„Sind Sie nicht gleich von dem Café nach dem Vereinshaus
zu einem franzöſiſchen Kommiſſar gegangen, um ihm über das
Ausbleiben Hauenſteins zu berichten?” — Götze: „Nein.” —
Rechtsanwalt Herold: „Haben Sie nicht auch den Auftrag
be=
kommen, Hauenſtein auf ein zweites Mal hinüberzulocken?” —
Cötze: „Ich habe weder ein erſtes noch ein zweites Mal einen
derartigen Auftrag gehabt.” — Bei dieſer Darſtellung blieb der
Zeuge trotz wiederholter Ermahnungen. Anf Antrag von
Rechts=
anwalt Herold wurde ſeine Ausfage, in den entſcheidenden
Punkten protokolliert, worauf Götze den Zeugeneid leiſtete. Sehr
intereſſant geſtaltete ſich die Vernehmung des früheren
Sekre=
tärs des franzöſiſchen Spionagcoffiziers Richers in Saarbrücken,
Karl Heinz Hartmann, der in einem Flugblatt Götze und
Schnei=
der vorgeworfen hatte, für je eine Million Schlageter und die
anderen verraten zu haben. Der Zeuge weigerte ſich, über ſeine
Tätigkeit im franzöſiſchen Nachrichtendienſt nähere Angaben zu
machen, erklärte aber, daß er ſchon im Sommer 1923 bei Richers
von einem franzöſiſchen Offizier namens Jouillart gehört habe,
daß zwei Deutſche Schlageter verraten hätten. Die Namen dieſer
beiden Deutſchen habe er dann von einem anderen Mitglied
des franzöſiſchen Nachrichtendienſtes, einem Freiherrn von
Ken=
nell, der ſich auch Wolf ang Bucheneng nannte, erhalten. Dieſer
habe ihm mitgeteilt, daß Götze und Schneider diejenigen geweſen
ſeien, die Schlageter und ſeine Kameraden verraten hätten.
Unter großer Bewegung erklärte dann Rechtsanwalt Herold,
daß er auf weitere Zeugen für den indirekten Beweis verzichte
und einen direkten Beweis für den Verrat Götzes und
Schnei=
ders antreten wolle. Er bitte um die Vernehmung eines von
ihm geladenen Zeugen Müller, der konkrete Angaben darüber
nachen würde. Dieſer Zeuge wurde dann aufgerufen. Er iſt
ein ehemaliger franzöſiſcher Kriminalbeamter, der in Eſſen tätig
war — als Elſaß=Lothringer —, der jetzt als Geſchäftsvertreter
in Deutſchland lebt. Er erklärte unter allgemeiner Spannung:
„Ich ar franzöſiſcher Kriminalbeamter in Eſſen bei der Sureté.
Wäh. nd der Verhaftung Schlageters, Beckers und Sadowſkys
war ich auf Urlaub, aber bei meiner Rüdkehr ſagte mir mein
Chef; Heute nachmittag gehen Sie ins Vereinshaus, dorthin
kommt der Kriminalkommiſſar Barthelet vom Generalſtab in
Düſſeldorf. Er wird Ihren einen Plan zur Feſtnahme von
Heinz geben, der aus Elberfeld kommen ſoll. Im Vereinshaus
entwickelte mir Barthelet den Plan. Zwei junge Leute, die
ſchon bei der Feſtnahme von Schlageter und den anderen
ge=
holfen hätten, zwei Vertrauensleute des Nachrichtendienſtes,
würden im Café Welter in Eſſen auf Heinz warten. Wir ſollten
uns ſo poſtieren, daß wir beide Ausgänge des Cafés überwachen
könnten. Die beiden würden dann mit Heinz in der Mitte
her=
auskommen, dann ſollten wir uns auf die Gruppe ſtürzen, Heinz
berhaften und die beiden anderen auch zum Schein feſtnehmen.
Wir ſollten aber beſonders vorſichtig ſein. Heinz wäre der Chef
der Schlageter=Bande und ſehr gefährlich. Wir warteten auch
im Café, die beiden jungen Leute kamen aber allein. Wir
folg=
ten ihnen, und ſie gingen in das Haus, wo Allard vom
fran=
zöſiſchen Nachrichtendienſt wohnte. Dort haben ſie mit
Bar=
thelet verhandelt, der ihnen 500 Francs dafür gab, daß ſie
noch=
mals nach Elberfeld fahren ſollten, um Heinz nach Eſſen zu
bringen. Ich bin in dieſer Sache ſchon einmal von einer
Be=
hörde zur Ausſage aufgefordert worden. Wenn ich dieſe beiden
heute hier nicht wiedererkenne, ſo habe ich ſie jedoch ſeinerzeit
aus Photographien ſofort erkannt, und zwar aus Photographien,
auf denen mir vorher von franzöſiſchen Offizieren ausdrücklich
die beiden als Götze und Schneider bezeichnet worden ſind.” —
Vorſitzender: „Götze, was ſagen Sie dazu? Das ſteht doch in
einem kraſſen Widerſpruch zu Ihrer Ausſage.” — Götze (ſtockend):
„Was ſoll ich dazu ſagen? Die Sache wird mir immer
rätſel=
hafter.” — Rechtsanwalt Herold: Iſt es alſo richtig?” — Götze:
„Damit können Sie mich nicht verblüffen. Der Zeuge weiß ja
ſelbſt nicht, ob wir es ſind.” — Hauenſtein zum Zeugen Müller:
„Was wiſſen Sie über die Hilfe der beiden bei der Verhaftung
Schlageters?” — Zeuge: „Ich habe die Berichte eingeſehen und
habe auch die Einzelheiten, daß Götze und Schneider dabei
ge=
holfen haben, von Allard und anderen Beamten erfahren. Das
war ein öffentliches Geheimnis bei uns. (Große Bewegung.)
Allard iſt mit den beiden in Verbindung gekommen. Er hat ſie
entweder auf der Straße ſiſtiert, oder ſie ſind freiwillig
mit=
gegangen. Einige Tage ſpäter wurde dann Schlageter
ver=
haftet.” — Vorſitzender: „Haben die beiden vielleicht Berichte
über die konununiſtiſche Tätigkeit gemacht?” — Zeuge Müller:
„Die Beamten, mit denen ſie verkehrten, waren alle in der
Ab=
wehr der Sabotage tätig.” — Damit war die Beweisaufnahme
beendet, und das Gericht zog ſich zur Beratung zurück.
Nach kurzer Beratung verkündete Amtsgerichtsrat Bücher
den Beſchluß, daß ein Vertagungsantrag des Nebenklägers
Schneider wegen hinreichender Klärung des Sachverhaltes
ab=
gelehnt ſei und daß der Zeuge Götze wegen Verdachts des
viſſentlichen Meineids vorläufig feſtgenommen werde. Das
Ur=
teil erging dahin, daß der Beklagte Hauenſtein freigeſprochen
wird und daß der Privatkläger Schneider die Koſten des
Ver=
fahrens zu tragen habe. In der Urteilsbegründung führte
Amts=
gerichtsrat Bücher folgendes aus: Auf Grund der
Beweisauf=
nahme hält das Gericht es für erwieſen, daß Schneider und
Götze ſowohl an dem Verrat an Schlageter wie an dem Verrat
an Becker und Sadowſky beteiligt waren, die ſie an die
Fran=
zoſen ausgeliefert haben. Auf Grund der Ausſage des Zeugen
Müller hält das Gericht den Wahrheitsbeweis für erbracht. Das
Gericht habe ſich auch die Frage vorlegen müſſen, ob der Zeuge
Müller, der unvermutet in die Verhandlung gebracht worden
iſt, glaubhaft ſei. Die Prüfung hat ergeben, daß das Gericht
keinen irgendwie gearteten Grund hat, ſeine Glaubwürdigkeit
in Zweifel zu ziehen, und es kann auch nicht angenommen
wer=
den, daß der Angeklagte Hauenſtein, deſſen Perſönlichkeit
eben=
falls keinem Zweifel unterliegt, ihn für eine falſche Ausſage
jedungen haben könnte, ſondern das Gericht glaubt, daß der
Zeuge ſich freiwillig zur Verfügang geſtellt hat, um der
Wahr=
heit zu dienen, dies um ſo mehr, als ſich für ihn durch die
Aus=
ſage kein Vorteil, ſondern nur ein Nachteil ergeben wird. Aus
allen dieſen Gründen iſt das Gericht zu dem oben erwähnten
Urteil gekommen.
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(Nachdruck verboten)
gber von dem rüſtigen Naturfreund der Eiterbach
grüßt aus einem kleinen, waſſer= und
gras=
ſengen, unmittelbar an der heſſiſch=badiſchen Grenze,
uerderbar mitdes Klima eingebettet, der Lichtenklinger
ſyper alten efenumrankten Kirchenruine, mit dem an der
turer kalt ſprudelndem Brunnen, in der heißen
Jahres=
ſigrunderbares Labſal für den Wanderer, der hier weit
vergeblich eine Einkehr in der Wirtsſtube ſucht. Wer
ſt holen will von dem Lärm der Straße, der muß
ſein=
ſerher lenken. Es ruht und träumt ſich gar wonniglich
ſe migen Au im Schatten uralter Edelkaſtanien, bei dem
zſörmigen Plätſchern des aus dem Boden ſpringenden
Nur der ſchrille Schrei des hoch in den Lüften
kreiſen=
h34s und das Quacken des Froſches im nahen Tümpel
Näer, das in der Natur unabläſſig pulſierende Leben.
ſtiFeſſor Henkelmaun, dem bekannten Forſcher und
ſer der „Bergſträßer Geſchichtsblätter (Beiträge zur
der Lichtenklinger Kapelle), wurde die „Kapelle unſrer
ſſtet zu Lichtenklingen”, in der zweiten Hälfte des
zübſenderts gegründet; ſie gehörte zur Pfarrei
Wald=
ſſc9h und mit dieſer zum Landkapitel Weinheim des
poirats Neuhaufen der Diözeſe Worms (Kurpfalz).
ſſtm langen Patronatsſtreit zwiſchen Kurmainz und
hſtkieb das Patronat zufolge eines Vergleichs von 1451
Autlz. Zwei Jahrhunderte diente die Kapelle dem
ſit und war das Ziel zahlreicher Wallfahrer, bis ſie in
961 der Zerſtöorung anheimfiel; aber nicht, wie man
üf Grund eines kurpfälziſchen Salbuches, der ſog.
veiller Renovation”, vom Jahre 1630 annahm, zufolge
ursbrunſt. Henkelmann weiſt auf Grund einee
mübt n 2563 uach, daß nicht die Kapelle, ſondern die
Be=
ne ar Lindenfels abgebrannt waren und daß ihnen zur
ſeing ihrer wirtſchaftlichen Not die Kapelle zur
Ausbeu=
ſtlaſſen wurde. Die Lindenfelſer bauten die kleine,
opelle gründlich ab. Ziegel, Werkſteine, Holz und
z alles wanderte nach dem entfernten Lindenfels. Nur
haſſengsmauern blieben ſtehen, und dieſe dienten ferner
Donnerstag, den 1 Dezember 1927
der Umgebung als Steinbruch. Es mag eine ſtimmungsvolle
Andacht geweſen, ſein, der Gottesdienſt, hier in dieſem
welt=
abgeſchiedeuen, paradieſiſch ſchönen Erdenwinkel. — Seit 12383
iſt der Hof nebſt ſeiner Umgebung heſſiſcher Domanialbeſitz,
Jetzt dient er Waldarbeitern und Jägern als Zufluchtsort. Von
der Forſtverwaltung (Forſträte Petith und Strack) zweckmäßig
angelegte, ſchön geführte und mit viel Liebe gepflegte Wege
vermitteln uns den Zugang zum Hof und damit zu einem des
idylliſchſten Plätze unſeres Odenwaldes. Wie bei allen
forſt=
lichen Wegbauten im Odeuwald bewundern wir auch hier die
klare Einſicht in vorhandene Bedürfniſſe, verbunden mit einem
reich entwickelten Empſinden für Wald und Landſchaftsäſthetik
Ein fröhliches Halali unſeren wackeren heſſiſchen und badiſchen
Grünröcken.
Auf der anderen Talſeite hoch oben, unweit der weuigen
romautiſch gelegenen Häuſer von Schönbrunn erſcheint plötzlich
auf Wegſteinen neben dem Mainzer Nad und dert
Landes=
hoheitszeichen von Heſſen und Baden der doppelköpfige Adler,
das Symbol bes 1806 ins Grab geſunkenen „heiligen römiſchen
Reiches deutſcher Nation”. Manche behaupteu, es habe hier eine
kaiſerliche Geleitſtraße hergeführt; ich konnte dieſe Behauptung
auf ihre Nichtigkeit nichzt nahprüfen. In den alten Ortsbichern
konnte ich nichts finden, weder in Wald=Michelbach, noch iu
Siedelsbrunn, noch int Unterſchönmattenwag. Uuter=
Schön=
mattenwag, ein intereſſanter Ort!. Das in dem landſchaftlich ſo
reizvollen Ulfenbachtal zwiſchen Wald=Michelbach und
Hirſch=
horn gelegene Pfarrdorf heißt im Volksmund „
Schimmete=
woog”, verderbt aus fhäumende, ſchiumende, ſchimende Woog
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45
IN 16954
Seite 241
(d. i. Teich) entſtanden; in einer Urkunde von 1012 heißt der Ort
„spumatum stignum‟ Die Bezeichnungen laſſen darauf
ſchlie=
ßen, daß hier der Ulfenbach (Lachsbach) eine ſeeartige
Verbrei=
terung erfuhr; darauf deutet hier auch die ganze Struktur des
Tales hin. „Die kleinen Ortsteile kleben maleriſch an den ſteil
aus dem Waſſer aufſteigenden Berghäugen; oben auf dem
Kamm des Gebirgs rauchen heute noch im Vorſommer, ſobald
die Eichenſchläge geſchält ſind, die Kohlenmeiler und qualmen
die brennenden Stockſchläge, in deren Aſche Kulturen gleicher
Art oder Getreideſelder „(Roggen, Buchweizen — Heidekorn)
erſtehen. Der Köhler hat für den Städter einen etwas
roman=
tiſchen Zug, ſpielt er doch in der deutſchen Literatur eine nicht
uenbeträchtliche Rolle. Auch heute noch ſchreckt uns der in
mühe=
voller Arbeit am Meiler verrußte Geſelle, wenn er plötzlich in
ſeinem phautaſtiſchen Koſtüm im Dunkel des Waldes vor uns
auftaucht. Das Leben in der kleinen Köhlerhütte aber mutet
uns an wie ein Gruß einer verſinkenden Zeit; der Weltkrieg hat
nech einmal die Eiichenſtchälwaldkultur und die Kohlenbrennerei
belebt.” Toch nun iſt s vorbei.. Die Induſtrie bedient ſich
ausländiſcher Gerbemittel und bedarf der Eicheurinde nicht
mehr. Die Produktionskoſten ſind zu hoch und drücken die
Kou=
kurrenzfähigkeit. (Vgl. Zum Namen „Schimetewoog” Windhaus
— Anthes die 14, uac Ausſtattung und Inhalt gleich
vortrefſ=
liche Auflage, herausgegeben von Karl Morneweg, Erbach.)
Bei einer Rückſchau begegnet mir hier das markaute Bild
meines Freundes Arthur. Er hat hier oft Ruhe und Erholung
geſucht.
Beim Aufſtieg vom Hof nach Siedelsbrunn gibt der
weil=
hit leuchtende „Morgenſtern” des genannten Ortes Ziel und
Richtung. Er gewährt uns einen inſtruktiven Einblick in den
inzpoſanten Aufbau der nördlich gegenüberliegenden Tromnt.
Die bis zum Gipfel des Berges hinaufziehenden Siedelungen
nnd Kulturen geben dem wuchtigen Bergrieſen eine gewiſſe
ſpießbürgerliche, breite Behaglichkeit. Wir folgen der obſtreichen
Straße weiter hinunter zur Kreidacher Höh. Rechts grüßt aus
dem waldigen Grund der leuchtende Spiegel des kleinen Walk=
Michelbacher Fiſchweihers Ueber ihn hinweg ſehen wir in
weiter Perſpektive das nordöſtlich hinziehende, obere
Ulfeubach=
tal mit ſeinen betriebſamen Orten. Abgeſchloffen wird das Tal
durch die Buntſandſt inbrüche Gras=Ellenbachs. Ueber dieſen
erhebt ſich die markante Form des Speſſartkopfs, deſſen kürzlich
Herr Geh. Rat Luthmer, ein Neſtor unter uns, das Urbild
eines deutſchen Wanderers, liebevoll geracht hat.
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