Darmstädter Tagblatt 1927


10. September 1927

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Einzelnummer 10 Pfennige

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Nummer 251 Samstag, den 10. September 1927. 190. Jahrgang

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ede Verpſiſchtung auf Erfüllung der Anzelgen=
Bei
aufträge und Leiſtung von Schadenerſatz.
htiſcher Belitreibung fäl
fonkurs oder geri
ſeder
nio: Deutſche Bani und Darm=
Rabatt weg.
aſe

ſtreſemann ſpricht vor dem Pölkerbund.
r ſemanns Programmpunkte: Völkerverſtändigung mit Hilfe der Wirtſchaft. Beſeitigung
Mißtrauens. Feſihalten an den Locarno=Verträgen. Beitritt Deutſchlands zum
Haager Schiedsgerichtshof. Verlangen nach allgemeiner Abrüſiung.
Streſemanns Theſe
Uebereinſtimmung befinden, ſo ſind, wie die Debatte gezeigt hat Agitationsbedürfnis geltend. Man kann ja nicht wiſſen, ob das
die Verſchiedenheiten der Auffaſſung ſtärker in den beiden
Perſtändigung und Frieden
Fragen der Sicherheit und der Abrüſtung.
Ein Appell an den Völkerbund.
Entwicklung zum Frieden darunter gelitten, daß man zuweilen ſetzen und in ihr den ihnen verhaßten Liberalismus anzugreifen,

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Genf, 9. Sept. (Priv.=Tel.)
Nachmittagsſitzung der Völkerbundsverſammlung begann
Uhr vor überfülltem Saal und dicht beſetzten Tribünen,
Therumgeſprochen hatte, daß Dr. Streſemann heute nach=
gwas
Wort ergreifen werde. Dr. Streſemann ſprach,
gn den urſprünglichen Dispoſitionen, ſogar als erſter Red=
ſucer
atemloſer Spannung der ganzen Verſammlung. Stre=
s
Rede wurde verſchiedentlich von lebhaftem Beifall un=
ten
, beſonders, als er die Anerkennung der obli=
ſſiſchen
Schiedsgerichtsbarkeit des Inter=
malen
Gerichtshofes durch Unterſchrift
kultativen Klauſel des Statuts namens
Leutſchen Reiches noch während dieſer Seſ=
ankündigte
. Reichsaußenminiſter Dr. Streſemann
us: Herr Präſident! Meine Damen und Herren! Aus
atte, die in dieſen Tagen geführt worden iſt, ragen drei
n hervor. Darunter verſtehe ich einmal die Initiative,
Völkerbund auch in der Frage der Weltwirt=
igkonferenz
ergriffen hat, ſowie die beiden großen
die die Welt aufs ſchärfſte bewegen: die Frage der
ſeit und die Frage der Abrüſtung. Der ſehr
Vertreter von Großbritannien, Sir Edward Hilton
hat mit vollem Recht geſtern hingewieſen auf die ſtarke
ung, die der Weltwirtſchaftskonferenz und ihren Ergeb=
rzumeſſen
iſt. Man ſteht in der Oeffentlichkeit großen
wnalen Konferenzen vielfach ſkeptiſch gegenüber. Dieſe
iſt in bezug auf die Weltwirtſchafts=
enz
ſicherlich nicht angebracht. In die Initiative
große Idee teilte ſich ein führender Staatsmann mit
rſönlichkeit, die mit ihren großen ſtaatsmänniſchen Qua=
duch
die Erfahrungen des praktiſchen Wirtſchaftslebens
Und in der Tat reichen ſich Politik und Wirtſchaft in
it der Konferenz die Hand. Ich vertrete perſönlich die
waß alle großen materiellen Fragen, ſo bedeutſam ſie
mögen, niemals die Gemüter der Menſchen, die ſchließ=
Werſchickſale formen, ſo bewegen oder hinreißen können,
Fragen der Politik. Aber auch wer auf dieſem Stand=
ſiht
, wird anerkennen und zugeſtehen müſſen, daß
ells die politiſchen Beziehungen der Völker durch die
AuAP Miſchaft mehr beeinflußt wurden, als in der Gegenwart,
iht nur in dem Sinne des Zuſammenwirkens, ſondern
Ses Aufeinanderplatzens großer Intereſſengegenſätze.
m Gedanken des Friedens ſteht der Gedanke des Wirt=
dens
, nebem dem Gedanken ds Kampfes der Gedanke
ſchaftskampfes. Oft korreſpondiert durchaus mit den
ugen des Völkerbundes die Idee der Verſtändigung
Idee, die Zuſammenarbeit auch auf dieſem Gebiet zur
werden zu laſſen. So iſt das Zuſtandekommen des
ſanzöſiſchen Handelsvertrages durch die Zuſammenarbeit
tvirtſchaftskonferenz und die von ihr ausgehenden
ſentlich erleichtert worden. Weit über 60 Jahre hat ein
ertrag zwiſchen beiden Ländern nicht beſtanden. Die
erung der wirtſchaftlichen Arbeit macht das Zuſtande=
olcher
Verträge, in denen um Tauſende von Poſitionen
wird, faſt unmöglich, wenn die Unterhändler ſich auf
Mdbunkt ſtellen, daß ſie nur Intereſſen gegen Intereſſen
igen haben.
eA Sie uns hoffen, daß dieſer Geiſt der Verſtändigung
der Zuſammenarbeit, der immer mehr internationale
m auch in anderer Beziehung ſucht, uns helfen möge,
durch die Verbindung wirtſchaftlicher
inſchaften der Verſtändigung der
Völker ſelbſt zu dienen.
S uns die Arbeit, die hier begonnen iſt, praktiſch weiter=
urd
uns hoffen, daß die an ſich ſchon unter den Wir=
* großen Weltergeiniſſe verarmten Staaten, die von
ßern weit größere Abgaben fordern müſſen, als der
nemals in früheren Zeiten tat, ihr Land nicht als Boll=
hen
, das gegen jeden Einbruch anderer Staaten zu
da iſt, ſondern daß die den Außenminiſtern oft vorge=
art
, auf die Intereſſen anderer Rückſicht zu nehmen,
Des gegenwärtigen Güteraustauſches ſein möge. Laſ=
mich
daher der Hoffnung Ausdruck geben, daß die
Iſchaftskonferenz in der Welt verſtanden
ge nicht als die Zuſammenballung deſſen,
2 oft die kapitaliſtiſchen Intereſſen der
nennt. Wir werden nicht zu einer Befriedung im
Deben der Völker gelangen, wenn nicht die Erkenntnis
Daß Kapitalismus und Arbeit, beides nur gedeihen
An ſie unter dem gemeinſamen Geſichtspunkt vernünf=
ſchafts
= und Produktionspolitik und gleichzeitig ver=
zialer
Geſetzgebung geſtellt ſind. Das ſind die Ge=
Dee herüberführen zu dem Internationalen Arbeitsamt,
m auch die ſpäteren Arbeiten der Weltwirtſchaftskon=
Dclammenwirken der Arbeitgeber und der Arbeiter
hen werden. Laſſen Sie mich in dieſem Augenblick

ausſührungen beſchränken. Es werden ja die Arbeiten
12 der Kommiſſionen noch berufeneren Leuten Ge=
Tch, auf dieſe Fragen zurückzukommen. Wenn wir

hinter uns liegen, oft das politiſche Gebiet zu beunruhigen laſſen wollten. Denn mit dem Zugeſtändnis einiger tunlichſt,
Epoche, in der wir leben, iſt gekennzeichnet durch ihren geiſtig aus parlamentariſcher Geſchäftsroutine heraus für die Ausſchuß=
dert
ſah die größte Entflammung des kriegeriſchen Geiſtes, es ſein, alle die Volksſchulprobleme von grundſätzlicher Bedeutung,
ſah jene myſtiſche Auffaſſung der Völker, von der Herr Briand
erſt kürzlich in einem Aufſatz geſprochen hat. Es ſah die Größe, in klare, erſchöpfende und eindeutige geſetzliche Form zu bringen.
Staatsweſen, in einer neuen ſozialen Haltung, in völlig neuen Erklärungen im Plenum der Nationalverſammlung die Verfaſ=
Ideen über das Verhältnis des Staatsweſens zum Einzelnen.
Aus dieſem Gegenſatz der Meinungen ragt eine Erkenntnis
hervor, die von uns poſitiv gelöüſt werden muß, wie immer
die Entwicklung der Völker und Staaten gehen mag, die
Erkenntnis, daß der Krieg weder der Wegbereiter zu einer
beſſeren Zukunft, noch überhaupt der Regulator der Ent=
wicklung
ſein kann, die Erkentnis, daß wir nach allem
menſchlichen Ermeſſen durch einen Krieg nur neues Elend,
nur neue Wirrniſſe über die Völker bringen.
Menſchen. In jedem Lande ringen die Anhänger, der alten vorhandenen evangeliſchen, katholiſchen und jüdiſchen Schulen
Ideen und Meinungen mit denen, die einen neuen Weg ins
Verſtändigung und des Friedens immer wie=
der
die Empfindung des Mißtrauens, ja das
Aufflackern des Haſſes und der unberechtigten
zen des eigenen Volkstums hinausſehen kön=
nen
, und ſobald immer ſolche Stimmen ertönen, werden ſie
durch den Lautſprecher der Preſſe vermillionenfacht und ergeben
in einer Zeit, die die Senſationsluſt vielfach an die Stelle der
ſachlichen Betrachtung ſtellt, oft ein falſches Bild von der tat=
ſächlichen
Kraft und Bedeutung ſolcher Empfindungen.
Innerhalb des deutſchen Volkes, kann über die Zuſtim=
mung
zu den Grundgedanken der Verſtändigung und des
Friedens nicht einen Augenblick ein Zweifel ſein. Von
allen anderen Mächten, in dem alten Teil Europas am
meiſten der Sicherheit bedürftig, um ein wachſendes Volk
auf enger gewordenem Boden zu erhalten, wünſchen wir
nicht nur Mittätige, ſondern Vorkämpfer zu ſein auf dem
Wege derjenigen Beſtrebungen zum allgemeinen Frieden,
für die der Völkerbund ſich einſetzt.
Es war kein Geringerer als der Außenminiſter von Frankreich,
der verehrte Kollege Briand, der vor wenigen Monaten jenes
große pſychologiſche Opfer, das Deutſchland in den Verträgen
von Locarno zum Ausdruck brachte, in ſeiner ganzen Tragweite
gewürdigt und die Frage geſtellt hat, ob ein anderes Volk nach
den Wunden eines verlorenen Krieges hierzu ebenſo fähig ge=
weſen
wäre. Graf Apponyi hat geſtern auf dieſe Endwicklung
hingewieſen, und ich danke ihm für die ſo anerkennenden Worte,
die er denen gewidwet hat, die an dieſer Entwicklung gearbeitet
haben. Graf Apponyi hat gerade auch den Abſchluß der Locarno=
verträge
auf die Aktivſeite der Bilanz der Enwicklung des Völ=
kerbundes
geſtellt. Die Locarnoverträge ſtehen nicht außerhalb,
ſondern innerhalb des Völkerbundes, wie ja Deutſchlands Mit=
gliedſchaft
in dieſem Bunde, durch ſie mit herbeigeführt wurde.
Es iſt unverſtändlich, wenn manchmal Zweifel daran laut
geworden ſind, ob das in Locarno beſchloſſene Werk nur
einige oder alle beteiligten Völker umfaßt. Ich darſ mich
in dieſer Beziehung nur den Erklärungen anſchließen, die
der franzöſiſche und engliſche Außenminiſter vor kurzem
zum Ausdruck gebracht haben, daß ſie ihre weittragende
Wirkſamkeit im Weſten und für den Oſten haben, wie
überhaupt dieſe Verträge die großen Grundgedanken des
Völkerbundes in beſonderer Form zur praktiſchen Anwen=
dung
brachten.
Wir ſehen in dieſen im Völkerbund wurzelnden Friedensſiche= erſt die weiteren Verhandlungen bringen müſſen.
rungen den unter den heutigen Realitäten gegebenen Weg, Be=
ſtehendes
vor Krieg und Kampf zu ſchützen, aber auch die künf=
Völkern durch friedliche Mittel ſo zu geſtalten, daß das Höchſt=
maß
der Verſtändigung zwiſchen ihnen gewährleiſtet wird durch
Beſeitigung deſſen, was ſie in dieſer oder jener Sprache gegen=
wärtig
noch bedrängt. Gewiß ſind wir uns klar darüber, daß
die bisherigen Methoden des Völkerbundes nicht alle Wünſche
der entziehe ſeine Mitarbeit dem Völkerbund nicht, wenn nicht, dern, wo er vorhanden war, vor dem Antragsrecht der Er=
Fortſetzung auf Seite 2, 3. Spalte.

Ungeklärte Probleme
im Reichsſchulgeſetzentwurf.

Von
Geh. Rat Dr. Runkel, M. d. R.
Immer heftiger umbranden die Wogen parteilicher Leiden=
ſchaft
den Entwurf des Reichsſchulgeſetzes. Was nicht in das
Parteiprogramm paßt, wird als unzeitgemäß verworfen und ver=
uns
in dieſen Fragen, wie ich Grund habe anzunehmen, in dammt. Schon macht ſich auch bei einzelnen Parteien ein ſtarkes
Geſetz auch wirklich zuſtande kommt. Beſonders ſind es beſtimmte
Kreiſe der Rechten, denen die Haltung der Deutſchen Volkspartei
ein Stein des Anſtoßes iſt, und die die Zeit für gekommen hal=
Beide Fragen bedingen einander, und leider hat die bisherige ten, ſich mit ihr auf kulturpolitiſchem Gebiete auseinanderzu=
in
bedenklicher Weiſe die eine gegen die andere ausſpielte. Es weil ſeine Vertreter nicht kritiklos dem Rechtsentwurf zuſtimm=
unterliegt
keinem Zweifel, daß dieſe, zumal in den Monaten, die ten und ſich ſo dem deutſchnationalen Wagen nicht vorſpannen
ſchienen. An ſich braucht das nicht Wunder zu nehmen. Die möglichſt oder in der Regel, die man in ſuperkluger Weiſe
umwälzenden Charakter. Der Weltkrieg war ja das größte revo= beratungen als liberale Zugeſtändniſſe vorbehalten hat, dürfte
lutionäre Ereignis, das Jahrhunderte geſehen. Unſer Jahrhun= es nicht getan ſein. Nein, Sache der Ausſchußberatungen wird es
die im Entwurf nach Form und Inhalt ungeklärt geblieben ſind,
des Einzelnen, der das Leben gering achtet, gegenüber der Idee Der formell=rechtliche Ausgangspunkt für eine ſachliche Beurtei=
des
Vaterlandes, es endet aber mit einem großen Fragezeichen, lung aller Volksſchulprobleme ſind die Schulbeſtimmungen der
mit dem die Gedanken der Menſchheit nicht abſchließen, das ſie R.V. in Artikel 146149. Sind ſie auch nicht in allem klar be=
vielmehr
vor neue Probleme ſtellt. Wir ſehen, wie die Erregung ſtimmt und eindeutig, ſo ergibt ſich doch aus den Weimarer Ver=
der
Völker ſich geltend machte in der Umwandlung großer handlungen im Verfaſſungsausſchuß und aus den Reden und
ſungsabſicht, ſo daß alle grundſätzlichen Probleme doch im Sinm
Wir befinden uns noch nicht am Abſchluß jener großen geiſtigen und Geiſt der Verfaſſung gelöſt werden können. Dieſe Tendenz
und wirtſchaftlichen und ſozialen Umwandlung alles Beſtehenden, lag auch allen Vorverhandlungen zugrunde. Der Entwurf iſt ihr
jedoch nicht in allem gerecht geworden und läßt einzelne Grund=
probleme
noch ungeklärt.
Als erſtes im Entwurf noch ungeklärte Problem tritt uns
die Stellung der Gemeinſchaftsſchule innerhalb der
übrigen Schulformen entgegen. Ihr iſt zwar ebenfalls freie Ent=
wicklungsmöglichkeit
neben der Bekenntnisſchule und der bekennt=
nisfreien
Schule gegeben (§ 2, 2), doch fehlt ihr im Gegenſatz zu
den genannten Schulen der feſte Beſtand, um ſich nun auch frei
Bis jetzt iſt dieſe Auffaſſung noch nicht Gemeingut aller entfalten zu können. Bei Inkrafttreten des Geſetzes ſind, die
Bekenntnisſchulen im Sinne des § 3 des Entwurfs; die welt=
Freie ſuchen. Mißtönend klingt in die Idee der lichen Sammelſchulen ſind bekenntnisfreie Schulen‟. Damit
ſind aber, abgeſehen von einigen füdweſtdeutſchen Ländern, wie
Baden, Pfalz, Heſſen, Heſſen=Naſſau und auch Thüringen, die
Schulen der anderen Länder bis auf einige wenige Simultan=
Leidenſchaften derer, die nicht über die Gren= ſchulen, die dann Gemeinſchaftsſchulen würden, reſtlos aufgeteilt
(8 18). Der Entwurf nimmt damit der Gemeinſchaftsſchule die
Vorausſetzung für eine Entwicklungsmöglichkeit. Sie bleibt eine
Schule ohne Raum. Daran ändert auch nichts die theoretiſche
Anerkennung der Vorzugsſtellung der Gemeinſchaftsſchule im
Entwurf (8 2, 2), und in der Begründung hier wird ſicherlich
mit Erfolg der Vorwurf der Verfaſſungswidrigkeit erhoben wer=
den
; liegen doch ſchon reichsgerichtliche Entſcheidungen vor, die
der Gemeinſchaftsſchule auf Grund der Verfaſſungsbeſtimmungen
in Artikel 146, 1 die Vorzugsſtellung zuſprechen. Die für alle
gemeinſame Grundſchule, nach der Verfaſſung die Volksſchule,
iſt eben die Gemeinſchaftsſchule. Das geht aus dem in Abſatz 2
im Gegenſatz zu Abſatz 1 eingeſetzten indes hervor, das ja
keinerlei Berechtigung hätte, wenn die Schule in Abſatz 1 nicht
die Regelſchule ſein ſollte; das ergibt ſich weiter aus Ab=
ſatz
2, wo im Gegenſatz zu Abſatz 1 für die in Abſatz 2 genann=
ten
Schulen das Antragsrecht der Erziehungsberechtigten vor=
geſehen
iſt; das zeigen auch alle Reden und Erklärungen wäh=
rend
der Verfaſſungsberatungen in Weimar. Dieſe Vorzugs=
ſtellung
kann nicht nur eine formelle ſein, wie es heute zyniſch
als damalige Abſicht der Kompromißparteien dargeſtellt wird,
ſondern ſie iſt eine verfaſſungsmäßige Tatſache. In irgend einer
Form muß dieſer Tatſache auch im Geſetz Rechnung getragen
werden. Es ſoll die Regelung der Stellung der Gemeinſchafts=
ſchule
nicht in den Rahmen des Enwurfes paſſen. Aber wenn
Artikel 149 einbezogen wird, muß erſt recht Abſatz 1, ſoweit er
mit der Regelung der Volksſchule zuſammenhängt, einbezogen
werden; denn eine Löſung des Volksſchulproblems iſt ohne Mit=
löſung
des Gemeinſchaftsſchulproblems ſchlechterdings praktiſch
nicht möglich. Der Entwurf verſagt hier. Leider enthält die Ver=
faſſung
keinerlei Beſtimmungen, wie ſich nun praktiſch die Vor=
zugsſtellung
der Gemeinſchaftsſchule auswirken ſoll. Von volks=
parteilicher
Seite aus wurde gefordert: alle neuerrichteten Volks=
ſchulen
ſind, ſoweit kein rechtsgültiges Antragsverfahren auf
Einrichtung einer Bekenntnisſchule oder bekenntnisloſen Schule
vorliegt, Gemeinſchaftsſchulen nach § 2 Abſatz 1a, und alle Schu=
len
, die durch die Zuſammenſetzung ihrer Schüler bereits ſeit
Jahren den Bekenntnischarakter verloren haben, ſind ebenfalls
Gemeinſchaftsſchulen. Der Widerwille der Deutſchnationalen
gegen die Gemeinſchaftsſchule verhinderte die Aufnahme dieſer
ſachlich mehr als berechtigten Beſtimmungen in den Entwurf.
So blieb das Problem ungeklärt, die endgültige Klärung werden
Ein zweites, im Entwurf noch ungeklärtes Problem iſt die
Stellung der jetzigen Simultanſchule im Reichs=
tige
naturgemäße Entwicklung der Verhältniſſe zwiſchen den ſchulgeſetz. Simultanſchulen ſind Schulen, die von Kindern aller
Bekenntniſſe zugleich (ſimultan) beſucht werden. Nur der Reli=
gionsunterricht
wird, nach Bekenntniſſen getrennt, in beſonderen
Stunden erteilt. Solche Schulen gibt es, wie ſchon angegeben, in
Baden, Heſſen, Heſſen=Naſſau, Pfalz und Thüringen und auch in
einzelnen Teilen Preußens. Da die für alle gemeinſame Grund=
erfüllen
, aber wer zur Kritik aufruft gegen den Völkerbund, und ſchule der Verfaſſung dieſer Simultanſchule nach Form und In=
wer
das langſame Fortſchreiten mancher Entwicklung bemängelt, halt angeglichen wurde, galt es, dieſen Normaltyp in den Län=
alle
Blütenträume reifen, ſondern ſtelle ſeine Kritik poſitib ein, ziehungsberechtigten zu ſchützen. Einen anderen Sinn kann der
damit ſie anſpornend wirkt und mitſchafft an ſeinen Geſetzen und in Artikel 174 ausgeſprochene Schutz dieſer Schulen nicht haben,
da der in den Simultanſchulen vorhandene Typ als Typ in der

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Seite 2

Samstag, den 10. September 1927

Gemeinſchaftsſchule geſichert war. Nach Artikel 174 hat das Geſetz
Gebiete des Reiches, in denen eine nach Bekenntniſſen nicht ge=
trennte
Schule geſetzlich beſteht, beſonders zu berückſichtigen.
Dieſes Problem ſucht der Entwurf in 8 20 zu löſen: In den
Ländern Baden und Heſſen ſowie in dem ehemaligen Herzogtum
Naſſau tritt das Geſetz erſt 5 Jahre nach ſeiner Verkündigung in
Kraft. Wir haben hier alſo ſtatt eines prinzipiellen Rechts=
ſchutzes
, wie ihn doch ſicher die Verfaſſung will, nur einen gradu=
ellen
Punkt. Nach fünf oder wieviel Jahren hört der Verfaſſungs=
ſchutz
auf und die jetzigen Simultanſchulen können in Schulen
des Vekenntniſſes oder einer Weltanſchauung aufgelöſt werden.
So verlangt es nach der Tendenz des Entwurfs das Elternrecht,
der Wille der Erziehungsberechtigten, dem auch hier die letzte
Entſcheidung zuſtehen ſoll. Man überſieht dabei um dieſer Ten=
denz
willen, daß der Wille der Erziehungsberechtigten nach der
Verfaſſung nicht als abſolute Größe ſich auf dem Schulgebiete in
Form des Antragsverfahrens auswirken kann, ſondern nur als
relative Größe. Der Wille der Erziehungsberechtigten iſt mög=
lichſt
zu berückſichtigen. In dieſem Fall findet er ſeine Grenzen
in dem Verfaſſungsſchutz, der den beſtehenden
Simultanſchulen zugebilligt iſt. Aber auch der
Elternwille wirkt nicht als Prinzip ſchlechthin, ſondern nur im
realen Falle. Und wie ſteht es damit in den genannten Ländern?
In Baden zeigt die im Lande vorgenommene Abſtimmung, daß
Deutſchnationaler Landbund, Wirtſchaftspartei, Deutſche Volks=
partei
, Demokraten und Sozialdemokraten gegen das Zentrum
für die Erhaltung der Simultanſchulen ſtimmten. Iſt das nicht
der Wille der Erziehungsberechtigten? In Thüringen fordert
Staat und Kirchenregiment die Erhaltung der Simultanſchulen.
So iſt es in Heſſen und in Heſſen=Naſſau. Das Zentrum iſt
überall dagegen, weil es die reinliche Scheidung der Konfeſſionen
reſtlos durchſetzen will. Die Deutſchnationalen leiſten ihm im
Entwurf treffliche Handlangerdienſte, weil ſie in der chriſtlichen
Simultanſchule eine Beeinträchtigung der Bekenntnisſchule er=
blicken
. Während ſie in Wirklichkeit doch eine wertvolle Er=
ziehungsanſtalt
werden ſoll.
Ungeklärt im Entwurf iſt auch das Problem, das in dem
geordneten Schulbetrieb ſteckt. Dieſen Begriff fin=
den
wir in Artikel 146, 2 R. V. Er iſt ſtark umſtritten und wird
ausgelegt, wie es in die Parteiabſicht hineinpaßt. Er begegnet
uns zuerſt in einem Antrage des deutſchnationalen Abgeordneten
v. Delbrück in Weimar. Aus dieſem Antrage geht hervor, daß
ſich bei ihm nicht um den pädagogiſchen Begriff geordneter
Schulbetrieb handelt, wie ihn Zentrum und Deutſchnationale
gern wenden wollen, ſondern um einen verwaltungstech=
niſchen
. Nur ſo kann er auch näher beſtimmt und umriſſen
werden. Der nach der pädagogiſchen Seite hin geordnete Schul=
betrieb
hängt nicht ſo ſehr von der Schulorganiſation ab als von
der Lehrerperſönlichkeit ſelbſt. Verwaltungstechniſch bezeichnet
der Begriff das Verhältnis der einzelnen Schul=
arten
zu dem Regeltyp des Ortes. Verwaltungstech=
niſch
faßte auch der Antrag v. Delbrück den Begriff. Nur daß
er damit die Errichtung kleinſter Zwergſchulen mit 10 bis 20
Kindern verhüten wollte: Schulen mit 40 Kindern, alſo einklaſ=
ſige
Schulen, gehörten ihm ſchon zum geordneten Schulbetrieb
auch in Orten mit ausgebauten Schulſyſtemen. Der Antrag
kam nicht zur Annahme. In Artikel 146, 2 R.V. wird jedoch der
Begriff wieder aufgenommen: Bekenntnisſchulen können einge=
richtet
werden, ſoweit hierdurch ein geordneter Schulbetrieb
nicht beeinträchtigt wird. Wären die einklaſſigen Schulen da=
mit
einbegriffen geweſen, dann hätte dieſe Einſchränkung gar
keinen Sinn. Wie er von den damaligen Koalitionsparteien ge=
meint
war, geht aus der Regierungserklärung hervor: Damit
ſoll alſo vor allen Dingen erreicht werden, daß der Weg zur
ſozialen Einheitsſchule durch Schaffung geeigneter Uebergänge
und Brücken von den Volksſchulen zu den mittleren und höheren
Schulen nicht verſchränkt wird. Daß ferner das öffentliche Schul=
v
weſen nicht durch hemmungsloſe Errichtung nichtleiſtungsfähiger
Schulen beeinträchtigt wird, und daß eine Gliederung des Schul=
weſens
nach der Verſchiedenheit der Begabung nicht unmöglich
gemacht wird. Danach gehören wenig gegliederte Schulen neben
den vollausgebauten Syſtemen zu den nichtleiſtungsfähigen Schu=
len
und damit im dieſem Falle nicht zum geordneten Schul=
betrieb
. Das bedeutet keine Unterwerfung der einklaſſigen und
wenig gegliederten Schulen an ſich. Sie ſind unterrichtlich und
erziehlich wertvolle deutſche Kulturſchulen. Nur neben voll aus=
gebauten
Schulſyſtemen an demſelben Ort müſſen ſie naturgemäß
an pädagogiſcher Leiſtungsfähigkeit zurückſtehen. So iſt es um
des wirtſchaftlichen und praktiſchen Lebens an demſelben Orte
auch ſachlich erforderlich, daß möglichſt gleichartige Schulſyſteme
vorhanden ſind. Das iſt der Sinn des Verfaſſungsbegriffs ge=
ordneter
Schulbetrieb‟. Der Entwurf ſetzt ſich über dieſen Ver=
faſſungsſinn
hinweg und kehrt zum v. Delbrückſchen Antrag zu=
rück
. Ja, er geht noch über denſelben hinaus, da in Ausnahme=
fällen
auch Schulen mit weniger als 40 Kindern errichtet wer=
den
können (8 9, 2). So wollen es Zentrum und Deutſchnatio=
* Kaiſer Friedrich der Zweite.
Von Dr. Herbert Nette.
Die letzten Arbeiten über die Stauferzeit und Friedrich II.
insbeſondere ſtammten noch aus der Rankeſchen Schule. Von der
veränderten Geiſtesgrundlage aus, die im Verfolg Nietzſches
auch die Geſchichtsforſchung heute einnimmt, legt nun Ernſt
Kantorowicz (im Verlag Georg Bondi, Berlin) ein ſehr ſchönes
Buch vor, das den Forderungen wiſſenſchaftlicher und künſt=
leriſcher
Darſtellung in gleicher Weiſe Genüge tut, ein Werk der
Forſchung und Bildung in einem.
Das Buch verlangt Arbeit oder doch Kunſt des Leſens, nicht
der mehr als 600 Seiten halber, deren nicht eine ermüdet, ſondern
der inneren Fülle, des ſehr weiten Bereichs wegen, den es um=
ſpannt
, der mannigfachen und großen Perſpektiven halber, die
es vorausſetzt und zur Folge haben muß. Unmöglich, den
Standpunkt zu bezeichnen, von dem aus das Werk geſchrieben
wurde, den Blickpunkt, von dem aus es geleſen werden müßte.
Vielmehr iſt es die erſchöpfende Mannigfaltigkeit der Beleuch=
tung
, die Univerſalität der Bezüge, die es auszeichnen. Immer
wieder erſtaunt man beim Leſen, daß der geſtaltende Hiſtoriker
ſich nicht an den Stoff verlor, daß er ihm Stand hielt, nicht durch
die Wucht und Dimenſion des Gegenſtandes überwältigt wurde,
ſondern die Mächte in ein Werk von ſo großer und ſtrenger
Schönheit zu bannen vermochte.
Schon das Leben dieſes größten Staufen zeigt ſoviel über=
menſchliche
Größe, daß es den Betrachter leicht zu Verwirrung
oder haltloſer Begeiſterung hinreißt. Nietzſche zwar hatte ſich
dieſer dämoniſchen Geſchloſſenheit gewachſen gezeigt. Der erſte
Europäer nach meinem Geſchmack, ſo nannte er jenen zauber=
haften
Unfaßbaren und Unausdenklichen, jenen zum Sieg und
zur Verführung vorherbeſtimten Rätſelmenſchen Andere je=
doch
wurden durch die ſchillernde Rätſelhaftigkeit geblendet,
ſahen eine Zerriſſenheit, wo in Wahrheit nur die vollkommenſte
Einheit und Geſchloſſenheit fähig war, die Spannung extremſter
Gegenſätze zu ertragen. In einer ſchwerlich zu übertreffenden
Meiſterhaftigkeit gelingt es Kantorowicz, nicht zergliedernd, ſon=
dern
zuſammenſchauend dieſe Gegenkräfte im Kaiſer zu zeigen,
faßbar zu machen, wie er ſtets durch die Ueberbrückung der An=
tagonismen
ſich ſelbſt und ſeine Macht überhöhte, wie es mög=
lich
war, daß der fortſchrittlichſte Geiſt der reaktionärſte Herr=
ſiher
, der weltveite Philoſoph der untoleranteſte Staatsmann
war, daß der Freigeiſt die Ketzer verfolgte, daß der Zyniker, der
durch ein Wort die ganze chriſtliche Lehre in Frage ſtellte, ſich
felbſt als chriftlicher Herrſcher fühlte, daß der, welcher Meſſias
ſein wollte, Angichrif und Hammer der Welt werden mußte.

Vom Tage.
Die für Freitag, den B3. September einberufene Sitzung des
Haushaltsausſchuſſes des Reichstages, in der über
die Höhe der Vorſchüſſe auf die kommende Beſoldungsneuregelung be=
raten
werden ſoll, iſt auf Donnerstag, den 22. Septamber,
vormittags 10 Uhr, verlegt worden.
Der ehemalige Präſident der franzöſiſchen Republik, Millerand,
wird am 30. Oktober bei einer Erſatzwahl im Departement Orne für
den Senat kandidieren.
Einer noch unbeſtätiten Nachricht aus Mailand zufolge, beab=
ſichtigt
Muſſolini, in der kommenden Woche zu einem kurz!n
Aufenthalt nach Genf zu gehen. Er will bei dieſer Gelegenheit
Fühlung nehmen mit Briand, Chamberlain und Streſemann.
Tituleſcu und der Finanzminiſter Bratianu hatten mit
Briand eine Unterredung über die Optantenfrage.
Man könne die Angelegenheit optimiſtiſch anſehen, da die Optantenfrage
in für Rumänien günſtigem Sinne geregelt würde.
Im amarikaniſchen Schatzamt fand heute eine längere
Konferenz zwiſchen dem Schatzamtsſekretär Mellon, dem General=
zahlungsagenten
Parker Gilbert und dem Gouverneur der Federal
Reſerve Bank, Strong, ſtatt. Angeblich ſoll die Frage der Konſoli=
dierung
der franzöſiſchen Anleihe vom Jahre 1921 crörtert worden ſein.
Die argentiniſche Kammer hat mit 65 gegen 55 Stimmen
einen Geſetzentwurf angenommen, wonach der Staat das allei=
nige
Recht zur Ausbeutung der Patroleumfund=
ſtätten
erhält. Man nimmt an, daß das Geſetz auch vom Senat ge=
billigt
werden wird. Ein Geſetzentwurf über die Nationaliſierung der
Bergwerke iſt bereits von der Kammer gebilligt worden.
Aus Tokio wird gemeldet, daß die japaniſche Regierung durch die
Berichte über antijapaniſche Agitationen in der Mand=
ſchurei
beſorgt iſt. Es geht daraus hervor, daß faßt täglich Angriffe
gegen die Japama oder gegen ihr Eigentum vorkommen.

nale. Die Forderungen der Deutſchen Volkspartei bei den Unter=
handlungen
hatten nicht den gewünſchten Erfolg. Der Ausſchuß
und der Reichstag haben nunmehr das letzte Wort.
Das Hauptproblem jedoch, das im Enturf in ſeiner prak=
tiſchen
Durchführung ungeklärt geblieben iſt, iſt das Problem der
Staatshoheit. Das Hoheitsrecht des Staates über die
Schulen iſt feſtgelegt in Artikel 144 R.V.: Das geſamte Schul=
weſen
ſteht unter der Aufſicht des Staates .. . Die Schulaufſicht
wird durch hauptamtlich tätige, fachmänniſch vorgebildete Be=
amte
ausgeübt . . .", über den Religionsunterricht im Artikel 149:
der Religionsunterricht wird in Uebereinſtimmung mit den
Grundſätzen der betreffenden Religionsgeſellſchaft unbeſcha=
det
des Aufſichtsrechts des Staates erteilt, auch
über das Privatſchulweſen (Artikel 147). Dieſes Hoheitsrecht
entſpringt dem inneren Weſen des Staates, der letzte Entſchei=
dungs
= und Rechtsinſtanz auch in allen Schul= und Erziehungs=
fragen
ſein muß. Theoretiſch erkennt zwar der Entwurf dieſe
Hoheitsſtellung des Staates an: Die Aufſicht über alle Volks=
ſchulen
führt der Staat (§ 13). Auch ſonſt werden Beſtimmun=
gen
feſtgeſetzt unter dem Vorbehalte unbeſchadet des Aufſichts=
rechts
des Staates (8 14, 1). Praktiſch jedoch zieht der Entwurf
nicht die daraus ſich ergebenden Konſequenzen. So nicht im 8 14,
nach dem die Beſtimmungen über Lehrplan, Lehr= und Lern=
bücher
für den Religionsunterricht im Einvernehmen mit den
Religionsgeſellſchaften erlaſſen werden, aber der Staat nicht als
höchſte Entſcheidungsinſtanz bezeichnet wird, wenn ein Einver=
nehmen
nicht ſtattfindet. Dieſe Entſcheidungsinſtanz iſt ihm auch
nicht vorbehalten im Falle er die zur Einſichtnahme in den
Religionsunterricht von den Religionsgeſellſchaften vorgeſchla=
genen
Beauftragten ablehnen ſollte (§ 16). Ungeklärt iſt auch
noch, in welchem Verhältnis dieſe Beauftragten zum Staate
ſtehen. Ebenſo bedarf die Stellung der oberſten Stellen, denen
praktiſch doch ein Aufſichtsrecht neben dem Staate eingeräumt iſt
(8 16), noch der Klärung. Auch die Geltendmachung des Willens
der Erziehungsberechtigten als Entſcheidungsinſtanz neben
oder; wie es in den Ländern mit Simultanſchulen der Fall ſein=
wird
, über dem Staate, kann, ſo nicht Geſetz werden (§ 20).
Weiter kann der Staat unmöglich gezwungen werden, da, wo er,
den Anforderungen des bürgerlichen Lebens entſprechend aus=
gebaute
Schulſyſteme ſchuf, dieſe nun aufzulöſen und Zwerg=
ſchulen
zu ſchaffen, nur weil der abſolute‟ Elternwille es wollen
ſoll. Auch hier kann das Problem nur in den Weiterverhand=
lungen
gelöſt werden.
Auch die Koſtenfrage und die Anteilnahme der
Gemeinde bei Errichtung neuer Schulen ſind Probleme, die
noch ſehr der Klärung bedürfen. So iſt der Entwurf noch weit
davon entfernt, in vorliegender Geſtalt Geſetz zu werden. Reichs=
rat
, Reichstag und Ausſchuß werden hier mitformen wollen. Als
Grundlage für alle Weiterverhandlungen wird, er aber gute
Dienſte leiſten.
Nur aus dieſen Gegenſätzen heraus iſt des Kaiſers Weſen
und Leben zu faſſen, auch jene ſtrahlende Heiterkeit und gläſerne
geiſtige Helle zu verſtehen, die ihn ſo faſzinierend machen und
die ſich gegen Ende ſeines Lebens inmitten eines Meeres von
Verrat und Felonie, von Greuel und Hinrichtungen, unter dem
apokalyptiſchen Aberglauben einer Welt, er ſei der Antichriſt, zu
jener lächelnden Ruhe ſteigern, die die deſpotiſche Pracht ſeiner
Weltmajeſtät ſo unheimlich macht.
Zugleich aber und dadurch weitet ſich der Rahmen des
Buches faſt unüberſehbar iſt das Zeitalter des Kaiſers mit
eingefangen und es nimmt nicht Wunder, daß es eines der
ſpannungsreichſten und weltwendendſten Zeitalter iſt, in deſſen
Schnitt= und Ueberkegelungspunkt Friedrich ſtand, der zwiſchen
Mittelalter und Renaiſſance noch einmal das Alte ganz zuſam=
menfaßte
und erfüllte und zugleich das Neue ſchon in ſich trug
und aus ſich gebar. Was er in der Welt verwirklichte, zerſtörte er
vorauseilend in ſich ſelbſt. Die Condottieri der Renaiſſance
ſind ſehr deutlich Teilgeſtalten und einſeitige Spiegelbilder ſeines
Weſens, aber noch den ſchroffſten Individualismus, deſſen er
fähig war, unterſtellte er den Notwendigkeiten des Staates ...
gleichwie ſein größter Zeitgenoſſe Franziskus von Aſſiſi ſeine
freie, Gott unmittelbar nahe Seele dem ſtrengen Bau der Kirche
eingliederte. Der Staat aber, den Friedrich ſchuf, war ganz und
gar ein reaktionärer, war eine höchſte Ausprägung und letzte
Zuſammenfaſſung einer zu Ende gehenden Epoche, war die letzte
deutſche Staatengründung auf italieniſchem Boden.
Man kann die Geſchichte dieſer Staatengründungen, ja die
geſamte deutſche Geſchichte nicht anſehen ohne das Gefühl von
Verhängmis, es ſei denn, man begreife die Zerſplitterung als
Aufgabe, das Schickſal als Verantwortung. Der Staufe ſteht
hier am Ende einer Entwicklung, denn im Grunde war ſchon mit
Karl dem Großen alles unwiderruflich geworden. Die Notwen=
digkeit
eines mächtigen nordiſchen Reiches, als welches allein
dem mittelländiſchen Gegenpol eine gleichgewichtige Gegenkraft
geboten hätte, war nicht erkannt worden. Statt deſſen wurde
der unerhörte Verſuch gemacht, den Schwerpunkt des Reiches
nach dem Süden zu verlegen unter gewolltem oder ungewolltem indem ſie Ströme von unten her aufnahm und dem Dra
Ausſchluß der Nordſtaaten. Wie Norddeutſchland, von Skandi=
navien
und England nicht zu reden, immer in Gleichgültigkeit
oder Oppoſition verharrte, iſt aus der Geſchichte der Staufer ſehr, die der Kaiſer als Ketzer verfolgte, daß der Staat ſp.)/
deutlich zu erkennen. Die Feindſchaft der Welfen hatte hier
ihren Urſprung, immer tendierten ſie nach England, während, gebannten Kaiſer, an deſſen Hof mehr und gefährlichen /7ſec
Friedrich verſuchte, Frankreich für ſein ſüdlich orientiertes wurde als ſpäter beim Preußen Friedrich, für den Deeb
Reich zu gewinnen. Aber das ewige Rom war und blieb der
natürliche Gegenpol, und wenn man räumlich die Diſtanz über=
brückte
, indem man ſüdwärts vorſtieß, von Sizilien aus die
Gegenwelt aus den Angeln zu heben, war die Folge nur eine Antichriſt und die Geißel der gläubigen Welt ſah. A fge=
unerträglich
potenzierte Spannung, mit der Kaiſer und Papſt rich ſtarb, ſtand er auf der Höhe ſeiner Macht und dich

*
Nummer 2..,)
Ideen. Darüber, wie man die allen wünſchenswerte Eru),
lung weitertreibt, ſind verſchiedene Gedanken in der von
N0
gangenen Diskuſſion zum Ausdruck gekommen. Wenn (ſe
Schwierigkeiten auch nicht verkenne, die naturgemäß dieſer L. entgegenſtehen, ſo mußte ich mich doch mit dem nten r.
hoffnungspollen attendes beruhigen, das aus der ſo kerm.
reichen und aufſchlußvollen Nede des verehrten Vertreters:/ MuM
chenlands in einer gewiſſen ſkeptiſchen Schlußanwendunge.
vorklang. Ich möchte auch nicht glauben, daß dieſes atti‟
R e
durch das esperez des ſo verehrungswürdigen Grafen Awf zi
genügend ergänzt werden würde. Vor allem aber bedarrä. .
daß in den Ausführungen des Vertreters Griechenlands ie,i= fuſtich A
ringes Zutrauen zu der tragenden und fortreißenden Gewolter r. 490
etwaigen Manifeſtation des Völkerbundes zum Ausdruck at t. M
Es iſt allgemein bekannt, daß für die diesjährige Tagey
Hu0 Me
des Völkerbundes der Gedanke einer Manifeſtatiom
Weor
örtert wird, die den Gedanken des Verzichtes auf Annp
V
und Gewalt zum Ausdruck bringen ſollte. Iſt dem mi
Rae
lich ſo, daß eine ſolche feierliche Erklärung, abgegeben in
den hier vertretenen Nationen, nichts bedeuten won
gegenüber dem gegenwärtigen Stand der Dinge.
Hiefige
Es mag ſein, daß mancher der Wege vertragsmäßigen v=ſ=
Mr 5
dung auf der einen oder der anderen Seite Mißfallen ent t
Aber ich habe die Empfindung und ich glaube, daß Ideennels o Tuusühru
bedeutſam ſein können wie die juriſtiſchen Formeln. Wirromn.
mit
auch nicht ſagen, die Abrüſtung hängt von der Sicherl un.). JM Siteſe

Ae re
Faſſilt.
Ledeiche

Rede
Rf d

Die Sicherheit hängt vom Recht ab. Das Recht hängt Iym a
Moral ab, um ſchließlich in einem non possumus zu endeu, s8 Uund
den mißtönenden Stimmen, die wir in letzter Zeit gehörr.hi,/i.
könnte nur etwas Beſonderes herausklingen, wenn die 5=0= Tuſüt
männer ſich dazu verſtänden, daß ſie den Willen zur frfidmn
Regelung der Weltdinge in ſich fühlten und deshalb fei,clmn 1.06 Mit
bindender Form ihren Willen zur Defamierung der zu At it An denen
und Angriff ſchreitenden Mächte einmal zum Ausdruck Um0. 1urbrech
Ich weiß nicht, ob unſere Erörterungen mit einer Erklärßſ= 1.
ſchließen werden, die dieſe Gedanken zum Ausdruck bring. ſach Uuſt
zu ihnen im Namen des Reiches zu bekennen, iſt min cyt 1ng
und Bedürfnis.
Man hat es bedauert, daß bisher ſo wenig Staaten=
Fakultativklauſel des Schiedsgerichts im Haag beigeng
ſind. (Ser lebhafter Beifall.) Die Politik des Deu-
Reiches liegt durchaus in der hier angeſtrebten Rickxu
Wir haben das ſeit Jahren zum Ausdruck gebracht in i
Reihe von Schiedsverträgen, die wir mit verſchieße
Staaten abgeſchloſſen haben. Ich werde dementſpre)
auch den Beitritt unter die Fakultativklauſel im My. ierl
des Reiches noch in dieſer Seſſion vollziehen.
iſte
Wir werden mit Recht die Kritik auf uns ziehen, wenn rieſetzt
nicht mit größter Energie an diejenigen Aufgaben her:teen,
die man geſtern mit vollem Recht als den Prüfſtein für Svebpra=
liſche
Exiſtenzberechtigung des Völkerbundes hingeſtellt Adwi
Fragen der allgemeinen Abrüſtung. Man kanniecht
den Krieg verfemen, gleichzeitig aber unſere Sicherheit mmuen
auf die Fortſetzung der Rüſtungen. Die moraliſche Mäu dvie
von dem Völkerbund ausgehen ſoll, wird auch für die Zurmſt 9
abhängen von den Staaten, die in der Welt die Herrſchatbeen, der
Vor uns liegt das der Welt feierlich gegebene Worn
die moraliſche Grundlage gab für die Entſtehung des *
Prot
kerbundes, das beſagt, daß die Abrüſtung der im Am
Kritil
bekla
unterlegenen Nationen die Vorausſetzung ſein ſolle fur
kommende allgemeine Abrüſtung. Wenn Sie dem Gl.m Sieger
an große Ideen eine Vedeutung beimeſſen, und mit Mt
ilen
beimeſſen für die Entwicklung der Völker, dann dürferſe im kleit
nicht den Glauben an die Heiligkeit des Völkerbuns ie Belgi
fallen laſſen.
obligato
Was vielen von Ihnen noch vorſchwebt als Ergänzung /und 0 he Hei
dener Lücken der Friedensſicherheit, werden Sie leicktuntd, ſeie ga
freudigen Herzens entgegengebracht ſehen, wenn der Welſo9 9en N
zu dem ſich der Völkerbund bekennt, nicht mehr auf Beictlem wieder
ſondern auf dem Geiſt des Glaubens und des Vertrau gruſhl Ihnen
Einmütig war der Jubel, der Herrn Briand entgegenbr u, ſtall lng dieſ
ſchiebe.
er die Worte ſprach:
ſuche, abe
Weg mit den Kanonen, weg mit den Mitraille
iügriſchen
Mögen dieſe Worte ihre Bedeutung für alle Nayw Ime. Dieſe deut
behalten!
Vorte fander
D noch ſteigerte.
Wenn wir feierlich dem Kriege abſagen, müſt
die Sicherheit der Völker begründen auf dem Geiſt, der W W1 pach, den es
klärung durchweht. Iſt der Menſch das Höchſte der Sühſuun idter hon 49 Sta
auf dieſer Erde, dann wende er alle ſeine Kräfte des 4plen es geſagt hab
und des Geiſtes an, um das, was in ihm ruht, zum Ham) 3 hen an der
entfalten, zum Segen für ſich und die Seinen, für dein
Neute nicht me
Heimat und ſein Vaterland, und darüber hinaus für BMel, 8 hüſſe eine T.
des Zuſammenwirkens und der Verſtändigung der Va
bereitz in de

auf kleinſtem Raum einander gegenüberſtanden. Di Fſſon
mation verſuchte dann noch einmal, alles rückgängig zu. Mem.
Wir ſind über ihre politiſche Geheimgeſchichte nicht weſichein
aber ſicher iſt, daß die Tendenz einiger deutſcher .),
vom Süden unabhängig zu machen, dabei eine grußſohc
ſpielte. Wie dieſer Verſuch in unſeliger Halbheit ge fchſſ.
zuſammenbrach, wie ſich dann im Dreißigjährigen K7 e
Kampf der Gegenkräfte, zwiſchen die wir uns geſtellt, d.ic No
nächſtliegende Weltorientierung nicht gewählt, die pErſchſiet
kühne eines römiſchen Reichs der Deutſchen nicht erri 9d
deutſchem Boden abſpielen mußte, all das iſt von einfashchlile
härteſter Folgerichtigkeit und man kann bis heute unſer Kle
politiſche Geſchichte von hier aus begreifen, bis in di ſ0he

ider Fenſche
Diakeit gein

en Zuſamn
in dr laiſer
eworden i.
Md Ageſe
Minr.
Deite ſbit
D.
Un
Eenete er

Een iy
der
heiten, ja vielleicht noch einiges vom Kommenden.
Den Kampf zwiſchen Kirche und Kaiſer zeigt die Nochd ya de N
Una
Friedrichs II. in ſeiner großartigſten und furchtbazu
ſpitzung. Die Rätſelhaftigkeit der Epoche führt dazu,
hier alles zu Paradoxen zuſpitzt. Bereits Innocenz III
tatſächliche Gewalt beſaß, wie kein anderer Papſt vor
bis

ihm, hatte in Friedrichs Frühzeit begonnen, ſeine 2
auch auf Weltliches auszudehnen. Damit aber wurde d‟
zwiſchen Staat und Kirche verwiſcht und auch der SeN
wihie
prieſterlichem Geiſt durchtränkt. Man kann, wie es Ka.n
tut, Innocenz geradezu als geiſtigen Vater der Staatsetche
betrachten, aus der Friedrich den wunderbar gegliede
Hnit
ſeines Imperiums verwirklichte. Er umkleidete den Ee
göttlichem Anſehen, wie nie ſonſt ein weltlicher Her2
ſchuf ihm neue Sakralien, ein Hochgericht war da wie
amt, die Beleidigung des Kaiſers war Sakrileg und Slſäcßt=
Gott, ja der Kaiſer ließ ſich bei Lebzeiten verehren wie zver
liche Auguſtus, deſſen Namen er annahm. Es iſt hier zbi
tragiſchſten Momente, daß Friedrich dabei immer verh. zudling
uralte Einheit der beiden Mächte, die er durch höchſte S
miteinander verbunden wünſchte, aufrecht zu erhalte.
im Gedanken an die griſtokratiſche Kirche des Mittelg /a6,
gerade damals ihre überzeitliche Entwicklungsfähigkei- behen
Maſſen entgegenkam. So war dann das Widerſinnige mic elle

P=
Lich
aus

der Papſt Kreuzfohrer bannte, daß er ſich mit denen veNM
war als die Kirche, und es war möglich, daß man 3. riet
und den Papſt für einen Ungläubigen, und daß man 3 1ſ04
Zeit den Kaiſer, für den die geringſte öffentliche Kehe"
Angriff auf die Grundlagen ſeines Staates bedeutetes ,ſeed

[ ][  ][ ]

Nummer 231

Das Schickſal der polniſchen
Reſolution.
Die Socarnomächte lehnen ab. Die Polen geben nach.
* Genf, 9. September. (Priv.=Tel.)
Wie wir erfahren, wurde die neue polniſche Schlußformu=
asung
nunmehr endgültig von allen drei Locarnomächten: Eng=
In7 d. Frankreich und Deutſchland abgelehnt. Die polniſche Dele=
ſai
ion wird alſo auf die Einbringung ihrer Sonderreſolution
er zichten und ſich mit der urſprünglich von den Locarnomächten
kmeänderten Faſſung der Reſolution begnügen. Dieſe Neſo=
u
Fon wird alſo wahrſcheinlich heute nachmittag in der Völker=
na
idsverſammlung beraten. Jedenfalls werden die Außen=
naniſter
vorausſichtlich heute nachmittag in der Völkerbunds=
ſeffammlung
das Wort ergreifen.
Einbringung der polniſchen Reſolution
in der Faſſung der Locarnomächte.
Die Ausführungen Dr. Streſemanns wurden von der Voll=
eſſammlung
mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Nach der
we Dr. Streſemanns brachte der polniſche Delegierte Sokal
längerer Rede die Reſolution ein, die das Juriſtenkomitee
u: der polniſchen Anregung heraus geſchaffen hat und die be=
iu
, daß die Völkerbundsverſammlung die internationale
öclidarität anerkennt, den Willen zur Aufrechterhaltung des
ſigedens ausſpricht und feſtſtellt, daß der Angriffskrieg
ioet als Mittel zur Regelung von Streitfällen zwiſchen den
z aten dienen darf und infolgedeſſen ein internationa=
eis
Verbrechen darſtellt. Die Verſammlung iſt der Anſicht,
v ein feierlicher Verzicht auf den Angriffskrieg geeignet wäre,
u= füir die Abrüſtung günſtige Atmoſphäre zu ſchaffen und er=
lätt
infolgedeſſen: Jeder Angriffskrieg iſt und
leibt verboten. Alle friedlichen Mittel müſſen für die
texelung von Streitigkeiten aller Art angewendet werden, die
zwiſchen den Staaten ergeben könnten.

Italien gegen die Reſolution.

Dieſe Reſolution kritiſierte der folgende Redner, der italie=
che
Delegierte Scialoja, als gänzlich überflüſſig und durch

Völkerbundspakt längſt überholt. Sie ſtelle keine neue Ver=
üchtung
dar, ſondern nur eine abgeſchwächte Wiederholung
er its beſtehender Verträge. Scialoja erklärte in ſeiner geiſt=
olen
, teilweiſe witzig ſprühenden Art, daß er abſolut nicht ver=
eien
könne, wieſo eine derartige Reſolution den Völkerbund
iem Ziele ſollte näherbringen können.
Die Weiterberatung wurde auf morgen vormittag 10 Uhr
ertagt.

giens Vertreter befürwortet das Genfer Protokoll

In der Vormittagsſitzung des Völkerbunds legte der bel=
iſve
Außenminiſter Vandervelde ein Bekenntnis zum
zufer Protokoll ab und betonte ſeine Uebereinſtimmung
der Kritik der kleinen Staaten. Der belgiſche Außen=
mfiſter
beklagte den Zuſtand, daß heute noch immer die

tin Sieger und Beſiegte teile. Er ſchloß ſich den Beſchwer=
Kritiken und Hoffnungen durchaus an, die von anderen

ietern kleinerer Staaten hier vorgebracht wurden. Er führte
5 wie Belgien ſeine Zuſtimmung zu dem Genfer Protokoll
der obligatoriſchen Schiedsgerichtsklauſel gegeben habe und
es ſich von Herzen den Abkommen von Locarno angeſchloſſen
die ſeine ganze Sympathie beſitzen. Er ſprach von der hol=
ſä
diſchen Reſolution, die ſich bemühe, den Geiſt des

ſuſtokolls wieder lebendig zu machen, ihr würden weitere
olutionen folgen und er wünſche, daß die Ver=
ſimmlung
dieſe Anträge nicht einfach auf die
ite ſchiebe, ſondern ſie ernſtlich prüfe und
erſuche, aber ſie auch nicht etwa in einer
nultnariſchen Abſtimmung mit Akklamation
Tehme. Dieſe deutlich gegen die drei großen Locarnomächte
lichteten Worte fanden in der Verſammlung ſpontanen Bei=
der ſich noch ſteigerte, als Vandervelde von dem ungeheueren
eruck ſprach, den es in der ganzen Welt machen würde, wenn
* Vertreter von 49 Staaten in Genf mit einer Tat bekräftigten,
Jaures geſagt habe: daß der Angriffskrieg ein
brechen an der Menſchheit ſei. Seiner Anſicht nach
ſuege es heute nicht mehr, nur Friedensbekenntniſſe abzulegen,
iern es müſſe eine Tat erfolgen. Ein gewiſſer Fortſchritt ſei
effellos bereits in der Tatſache zu finden, daß heute Einſtim=
9eit darüber herrſche, daß Abrüſtung in jeder Hinſicht eine
wendigkeit geworden iſt, denn alle haben erkannt, daß

Ziel, dem Zuſammenſchluß aller weltlichen Großen gegen
PPapſt, der der kaiſerlichen Idee von der ariſtokratiſchen Kirche
minnig geworden war. Bis zuletzt wahrte der vom Papſt
Iannte und Abgeſetzte die unerſchütterte Haltung des chriſt=
heri
Caeſar.

Achtzehn Jahre ſpäter wurde in Neapel ein deutſcher König
erichtet, ohne daß man ſich nördlich der Alpen ſonderlich
m bekümmert hätte. Der unerhörte Traum des Heiligen

Darf ie Wi e Setaiſce eflie Der Wue iede
nerung an die heroiſche Blütezeit eines Volkes, an eine
Eſchenart, die damals gelebt haben muß wie es aus dieſer
der Reiter im Bamberger Dom weiſt: weltmänniſch, nobel
kuhn. Dieſe Blüte hat noch nicht Frucht getragen. Der
öiſte Friedrich iſt bis heute nicht erlöſt.

Samstag, den 10. September 1927
der weitere Wettlauf in den Rüſtungeu uichts
weniger bedeutet als den bevorſtehenv=
eg
.
Dieſer fürchterliche Krieg aber würde die Abrüſtung C.
er=
zeugen
, weil er nur mit dem Ruin aller enden könnte. Die Völ=
ker
werden auch bereit ſein zur Abrüſtung an dem Tage, wo ſie
ein genügendes Bewußtſein von ihrer Sicherheit haben werden.
An dieſem Zeitrunkt wird auch die Ungleichheit verſchwinden
müſſen, über die heute ſo viel geklagt wird. Auch dieſe Anſpie=
lung
auf Apponyis geſtrige Rede fand übrigens ſtarken Beifall.
Dann wird die Bedeutung des Völkerbundes ſich klar dadurch
zeigen, daß er in die Lage verſetzt ſein wird, auch Entſcheidungen
zu treffen, die früher nur durch die Gewalt der Waffen unzu=
länglich
erzielt wurde. Dem Problem nicht ausweichen, keine
inhaltsloſe Formel beſchließen und die Völker heranziehen zur worden. Dr. Kaſtl ſteht im Alter von 49 Jahren. Von 1906
praktiſchen Verwirklichung unſerer Ziele, das iſt die große Auf= bis 1920 ſtand er im Dienſt der deutſchen Kolonialverwaltung.
gabe. So faßte Vandervelde unter dem Beifall hauptſächlich der
kleineren Staaten zum Schluß nochmals ſeine Darlegungen zu=
ſammen
.
Nach Vandervelde ſprach der italieniſche Delegierte Cavaz=
zoni
über die ſozialen Aufgaben des Völkerbundes. Unter
anderem unterſtrich er den erzieheriſchen Wert der Junggeſellen=
ſteuer
und forderte einen vermehrten Kampf gegen Rauſchgifte.
Nur auf dieſem ſozialen Wege ſei die moraliſche Abrüſtung mög=
lich
, und nur durch ſie werde die materielle Abrüſtung erreicht
werden können.
Norwegen fordert obligatoriſche Schiedsgerichtsbarkeit
Den Abſchluß der heutigen Vormittagsdebatte machte der
norwegiſche Delegierte Miniſter Chriſtian Lange, deſſen ganze
Rede eine Polemik gegen die geſtrige Rede des griechiſchen Dele=
gierten
Politis war. Lange erkannte die klare und meſſerſcharfe
Logik von Politis an, die aber zu weit getrieben ſei, denn der
von ihm gepredigte Grundſatz: entweder das Protokoll oder
gar nichts ſei zwar logiſch, aber nicht politiſch. Politik heiße,
die Notwendigkeiten des Augenblicks anerkennen, und der Völ=
kerbund
müſſe jede Möglichkeit zu einem noch ſo kleinen Fort=
ſchritt
ausnützen. Für den erſten und wichtigſten Schritt auf
dem Wege zur Befriedung und zur Abrüſtung bezeichnete Lange
die allgemeine Anerkennung der obligatoriſchen Schiedsſprüche
des Internationalen Gerichtshofes. Der Völkerbund dürfe nicht
warten, wie Politis verlange, ſondern müſſe handeln.
Die Weiterberatung wurde auf 16½ Uhr vertagt.
Die obligatoriſche Schiedsklauſel.
Der deutſche Schritt in Genf kein Nachgeben
gegenüber den Polen.
Der Reichsaußenminiſter Dr. Streſemann hat in ſeiner
Genfer Rede mitgeteilt, daß Deutſchland die obligato=
riſche
Klauſel des Artikels 36 des Statuts des
Internationalen Gerichtshofes annehme. Die
Zuſtändigkeit dieſes Gerichtshofes beſchränkt ſich an ſich auf die=
jenigen
Streitfragen, die ihm von den Parteien zugewieſen wer=
den
. Mitglieder des Völkerbundes können aber die Erklärung deutſcher Druckpapierfabriken heraus, der etwa 80 Prozent aller
abgeben, daß ſie ohne beſondere Abmachungen die obligatoriſche
Schiedsgerichtsbarkeit des Internationalen Gerichtshofes an=
erkennen
gegenüber allen den Staaten, die die gleiche Verpflich=
tung
übernehmen. Es liegt nahe, dieſe Erklärung des Außen=
miniſters
mit dem Streit um die polniſche Reſolution in Ver=
bindung
zu bringen. Das iſt indes ein Irrtum. Die deutſche
Delegation iſt ſchon mit der Abſicht nach Genf gefahren, die obli=
gatoriſche
Schiedsgerichtsbarkeit anzunehmen. Das liegt ja auch
in der Reihe der von uns bisher verfolgten Politik. Wir haben
ähnliche Schiedsverträge bereits mit einer ganzen Reihe von
Staaten abgeſchloſſen und brauchen dieſes Syſtem nur weiter
auszubauen mit den Staaten, die ihre Unterſchrift ebenfalls
unter das Protokoll geſetzt haben. Zu ihnen gehören Frankreich,
Oeſterreich, Dänemark, Norwegen, die Niederlande und zahl= inhaber ſein Kapital koſtenlos verdreifacht. Er erzählt weiter,
reiche andere Staaten. Praktiſch wird man die Bedeutung dieſes daß der Verband an die Fabriken nur 27½ Pfennig exkl. Bahn=
Schrittes nicht überſchätzen dürfen. Es iſt ja bisher ſchon üblich
geweſen, daß die Staaten bei zwiſchen ihnen auftauchenden
Streitfragen und nur um ſolche handelt es ſich dieſe dem
Haager Schiedsgericht überwieſen durch beſondere Vereinbarung.
Dieſe Vereinbarung wird künftig nicht mehr nötig ſein. Der
Schiedsgerichtshof tritt vielmehr automatiſch in Kraft bei allen
Streitfragen mit Staaten, die die gleiche Erklärung abgegeben / Das Reichskabinett mit Streſemanns Rede einverffanden
haben. Dabei iſt auch vorgeſehen, daß auch rein politiſche Streit=
fragen
dem Gerichtshof überwieſen werden, und zwar auf An=
trag
beider ſtreitenden Parteien. Die Ratifizierung dieſer Klau=
ſel
durch den Reichsaußenminiſter erfolgt ſelbſtverſtändlich mit einer Miniſterbeſprechung zuſammengetreten. In parlamentari=
Zuſtimmung des Kabinetts, vorbehaltlich der parlamentariſchen ſchen Kreiſen verlautet, daß ſich die Beratungen mit der Si=
Zuſtimmung von Reichsrat und Reichstag, denen eine ent= tuation in Genf und beſonders mit der Rede des Reichsaußen=
ſprechende
Vorlage zugeht.

Seite 3
Deutſchlands Vertreier
in der Mandatskommiſſion.
Geheimrat Kaſil ſiatt Gouverneur Dr. Schnee
* Genf, 9. Sept. (Priv.=Tel.)
Das Mitglied des Präſidiums des Reichsverbandes der
deutſchen Induſtrie, Dr. Luwig Kaſtl, iſt zum deutſchen
Mitglied der Mandatskommiſſion ernannt
Von 1910 ab war er in Deutſch=Südweſtafrika, erſt als Referent
für wirtſchaftliche Angelegenheiten und ſpäter als Leiter der
Finanzabteilung. Nach der Uebergabe der Schutzgebiete im Juni
1915 an die Okkupationsmächte wurde er Kommiſſar des deut=
ſchen
Gouvernements bei der Okkupationsregierung. Nach ſeiner
Rückkehr nach Deutſchland war Dr. Kaſtl bis 1925 Leiter der
Abteilung für Reparationsangelegenheiten im Reichsfinanz=
miniſterium
. Im Februar 1925 ſchied er aus dem Staatsdienſt
aus und trat in das Präſidium des Reichsverbandes der deut=
ſchen
Induſtrie ein.
* Der Eintritt Deutſchlands in die Mandatskommiſſion des
Völkerbundes, die vor einem halben Jahr ſoviel Staub aufwir=
belte
, hat ſich jetzt in aller Stille vollzogen. Deutſchland iſt der
Platz bewilligt worden, und als Vertreter Deutſchlands iſt der
geſchäftsführende Vorſitzende des Reichsverbandes der deutſchen
Induſtrie, Geheimrat Kaſtl, gewählt. Dieſe Ernennung kommt
zunächſt etwas überraſchend, da urſprünglich als Vertreter
Deutſchlands der frühere Gouverneur Dr. Schnee in Ausſicht
genommen war; neben ihm kam Dr. Kaſtl und ein dem Zentrum
naheſtehender früherer Gouverneur in Frage. Geheimrat Kaſtl
iſt alter Kolonialpolitiker, iſt viele Jahre in Deutſch=Südweſt
tätig geweſen und gehört auch jetzt noch der kolonialen Be=
wegung
an. Ueber ſeine perſönlichen Qualitäten, die er an der
Spitze des Reichsverbandes der Induſtrie bewieſen hat, braucht
kein Wort verloren zu werden. Trotzdem iſt es fraglich, ob es
gut war, gerade ihn auf dieſen Poſten zu ſtellen; denn bei den
beſonderen Schwierigkeiten Deutſchlands, iſt doch die ganze
Kraft eines Mannes, erforderlich und es wind ſich erſt zeigen
müſſen, ob Herr Kaſtl neben den Arbeiten für den Reichsverband
noch die Zeit aufbringen kann, um die Intereſſen Deutſchlands
in der Mandatskommiſſion hinreichend vertreten zu können.
Es trifft ſich eigenartig, daß am ſelben Tage, wo Herr Kaſtl
als deutſcher Vertreter in die Mandatskommiſſion einrückt, einer
der Verleger des Berliner Tageblatt, Dr. Karbe, ihn im B. T.
wegen der Rede apoſtrophiert, der er in der vergangenen Woche
auf der Tagung des Reichsverbandes für die deutſche Kartell=
politik
gehalten hat. Dr. Karbe greift den Fall des Verbandes
Zeitungsdruckpapierfabriken umfaßt. Er teilt mit, daß ihm eine
eidesſtattliche Verſicherung vorliege, aus der hervorgeht, daß der
Verband im Jahre 1924/25 Bilanzen herausgegeben habe, die
mit Verluſtziffern abſchloſſen. Trotzdem habe der Verband, da
ihm von einem der Geſellſchafter nachgewieſem worden ſei, daß
er in den Jahren der Unterbilanzen einen Reingewinn von
8 Millionen erzielt habe, beſchloſſen, aus den ſtüllen Reſerven
eine Ausſchüttung in Höhe des dreieinhalbfachen Betrages des
Geſellſchaftskapitals vorzunehmen, alſo 350 Prozent Dividende.
Er habe außerdem das Geſellſchaftskapital, das 1925 weniger als
1 Million betrug, bis zum 31. März 1927 auf über 3 Millionen
erhöht und dieſes erhöhte Kapital an die bisherigen Syndikats=
teilnehmer
ohne Gegenleiſtung gegeben, alſo jedem Kapital=
fracht
für das Kilogramm Papier bezahlt hat in einer Zeit, wo
er den Konſumenten 34,33 bzw. 31½ Pfg. berechnete. Dr. Karbe
fordert Herrn Kaſtl auf, Licht in dieſes Dunkel zu bringen und
ſich dadurch den Dank von 4000 deutſchen Zeitungsverlegern zu
verdienen.
* Berlin, 9. Sept. (Priv.=Tel.)
Wie wir erfahren, iſt das Reichskabinett heute mittag zu
miniſters beſchäftigten, die gebilligt wurde.

*Zur Erſtaufführung von Händels
Julius Cäſar im Landestheater.
Als vor einigen Jahren in Göttingen auf Anregung, unter
Bearbeitung und Leitung von Profeſſor Oskar Hagen Opern
von Händel, eine nach der anderen mit wachſendem Erfolg, auf=
zuführen
begonnen wurde, folgten die meiſten großen Bühnen
dieſem anregenden Verſuch, die Barockoper zu neuem Leben zu
wecken. Zu mehreren Malen wurde an dieſer Stelle der Ruf
erhoben, es den anderen gleich zu tun. Erſt jetzt wird ihm die
aufrichtig zu begrüßende Erfüllung zuteil. Faſt ſchon zu ſpät für
unſere mit Windeseile von Stufe zu Stufe ſich entwickelnde
Operngeſchichte, die nach den an Mozart und Händel ſich neu auf=
richtenden
Rückblicken bereits anderen neuen Zielen zuzuſtreben
ſcheint.
Die Wiedererweckung des Opernwerks unſeres größten Ora=
torienmeiſters
verdankt ihre Entſtehung und den nachhaltigen
Erfolg nicht einer Laune, obgleich ſie nunmehr ſchon zur Mode
geworden iſt, ſondern der Notwendigkeit einer beſtimmten, hierzu
reif gewordenen Zeitepoche. Nach dem Scheitern aller Nachfolger
Wagners am Muſikdrama dieſes unerreichten Meiſters, war die
romantiſche Oper mit Strauß, Schreker u. a. ebenfalls zu einer
nicht mehr überſteigerbaren Grenze verfeinert, die eine gerad=
linige
Weiterentwicklung ausſchloß. Strauß ſelbſt war der erſte,
der ſich ſchon vor 30 Jahren zu Mozart zurückwandte. Gleichzeitig
rankt ſich Regers Schaffen an Bach herauf. Eines dritten Muſik=
heroen
Vermächtnis uns wieder nahe zu bringen, iſt die Aufgabe
der Händelbewegung geworden.
Es iſt wenig bekannt, daß Händel einer der fruchtbarſten
Opernkomponiſten war. Er ſchrieb nicht weniger als 39 Opern,
alle auf Beſtellung verſchiedener Theaterunternehmungen im Lon=
don
, wo ſie auch aufgeführt wurden. Sie ſind ſich ſehr ähnlich
und zeigen alle die Form der damals üblichen italieniſchen Oper.
Es war die ſogenannte Nummernoper, ſtreng geſchieden in Arien
und Rezitative, in welch’ letzteren die Handlung lief, während in
den Ruhepunkten der Arien die ſeeliſchen Erlebniſſe ihren Aus=
druck
finden. Händel hielt an dieſer überlieferten und von ihm
auf ſeinen italieniſchen Reiſen oft gehörten Form feſt und hat
an der Fortbildung der Oper in reformatoriſchem Einn keinen
Anteil. Seine Operntätigkeit iſt vielmehr als ein Uebergangs=
glied
zum Oratorium aufzufaſſ, liegt auch zeitlich vor ſeiner
großen Oratoriumstätigkeit. Aus jener langjährigen Arbeit auf
dem Gebiet der Oper entwickelte ſich ſein ihm ganz eigene=
Oratorienſtil immer deutlicher heraus, bis dieſer gegen Ende in
voller Kraft durchbricht. In ſeinen Opern erwarb er, ſich die
Meiſterſchaft in der Beherrſchung aller Ausdrucksmittel. Sie

war die techniſche Vorausſetzung für das Oratorium, dem er die
klaſſiſche Prägung gegeben hat.
Die Händelſche Oper hat keinerlei dramatiſchen Ehrgeiz.
Das Eigene, was ſie zu geben hat, iſt die muſikaliſche Charakte=
riſtik
. Dieſe erſchien ſeinen Zeitgenoſſen ſo neu, daß ſie ähn=
lich
wie bei allen Großen ſpäter zu heftigen Klagen über
ſchwülſtige Harmonien, Melodienmangel, brutale Inſtrumenta=
tion
führte. Das Neue war alſo rein muſikaliſcher Natur, nicht
auf das Drama gerichtet; die Oper an ſich blieb unberührt. So
kommt es, daß Händels Name nicht wie Scarlatti, Lully, Gluck,
Mozart, Weber, Wagner ein Markſtein in der Geſchichte der
Oper bedeutet.
Wir Heutigen freuen uns bei dieſer vorausſetzungsloſen
Muſik an ihrer wuchtigen Fülle und jener wundervollen melo=
diſchen
Linie. Die ſonſt überſättigten Sinne atmen auf in einer
Atmoſphäre, die allein Muſik ſein will. Edles Pathos, vollendete
Beherrſchung eines ſtrengen Stils, Wärme der Empfindung,
temperamentvolle Charakteriſierungskunſt ſind die weiteren Vor=
züge
, die ſie uns lieb gewinnen laſſen. Die italieniſche Form
ſtört uns ebenſowenig wie bei Gluck und Mozart. Die barocke
Geſtaltung nehmen wir als Zeitabhängigkeit in Kauf, weil eine
echte, zeitloſe Künſtlerperſönlichkeit dahinter ſteht. Schließlich iſt
es das kernige Deutſchtum, das aus dieſer klaren Klangwelt zu
uns auftönt und wie ein Geſundbad erfriſcht.
Die Oper Julius Cäſar iſt im Jahre 1723 entſtanden
und als eine der beſten des Meiſters bis 1787 ununterbrochen
auf den Bühnen geblieben. Mit ihr ſetzte er ſich endgültig gegen
die Macht ſeines Nebenbuhlers Buononeini durch. Ihre muſi=
kaliſche
Eigenart erhält ſie durch die neue Verwendung des Chors
und die eigentümliche Inſtrumentation. Zum Orcheſter gehören
neben der üblichen Streicherbeſetzung zwei Flügel, Oboen, Flö=
ten
, vier Hörner, Harfe, Viola da Gamba und Theorbe (Baßlaute).
Der Stoff der Oper iſt dem Zeitgeſchmack gemäß dem Alter=
tum
entnommen, wie viele ſeiner anderen Opern: Scipio,
Alexander, Flavio, Parthenope Ariadne‟, Oreſtes. Ein
Zuſammenhang mit der wirklichen Geſchichte iſt kaum vorhan=
den
. Aus den Ereigniſſen in Aegypten nach der Schlacht bei
Pharfalus wird in heute kaum glaublich naiver Weiſe eine
Thron= und Liebes=Intrige einerſeits zwiſchen Cäſar und dem
Aegypterkönig Ptolomäus, andererſeits zwiſchen Cäſar und
Kleopatra und zwiſchen Cornelia, der Witwe des ermordeten
Pompejus, und dem intriganten ägyptiſchen Feldherrn Achillas
mit rohen Strichen zurechtgemacht, deren Handlung eine drama=
tiſche
und äfthetiſche Unmöglichieit wäre, wenn man ſie ernſt
nähme. Nur aus unſerer genieloſen, unſchöpferiſchen Zeit iſt es
erklärlich, daß Uher ſo ſtarke Unzulänglichkeiten hinweggeſehen
wwerden kann zugunſten einer Muſik, die freilich unvergänglich iſt.

[ ][  ][ ]

Seite 4

Samstag, den 10. September 1927

Nummer 25-1

Moskau und Edinburgh.
Der Bruch mit den rufſiſchen Gewerkſchaften.
Der Queensland=Streif.

Von unſerem (=Korreſpondenten.
London, 9. September.
Als Sir Auſten die diplomatiſchen Beziehungen mit Moskau
abbrach, dachte man im erſten Augenblick auch an kataſtrophale
Folgen für den anglo=ruſſiſchen Handel. Man gab ſich jedoch in
kürzeſter Friſt wohl auf die Anſichtsäußerungen der City= und
Induſtriekreife hin alle Mühe, peſſimiſtiſchen Auffaſſungen
und Beunruhigungen durch offiziöſe Erklärungen entgegen=
zutreten
, daß man keineswegs die Abſicht habe, legitimen
Handelsbeſtrebungen von ruſſiſcher Seite entgegenzutreten, bzw.
anglo=rüſſiſche Handelsabmachungen zu hindern. Man wende
ſich nur gegen die Auswüchſe underirdiſcher ſowjetiſtiſcher Trei=
bereien
. Es blieb alſo für die Induſtrie alles beim alten. Wer
bildet denn aber das Rückgrat der britiſchen Induſtrie? Unzwei=
felhaft
die Armee der Trade Unions. Die Arbeiterpartei im
Parlament mag gegen die ſcharfe Stellungnahme der Regierung
gegen Moskauer Umtriebe noch ſo ſehr proteſtieren. In Edin=
burgh
hat man ſich mit der verblüffenden Mehrheit von 3 746 000
gegen 148 000 Stimmen für die Aufrechterhaltung des Antrages
des Generalrats ausgeſprochen, jedem Gewerkſchaftsrat die An=
erkennung
zu verweigern, welcher ſich der Minoritätsbewegung
affiliiert haben ſollte. In dem zur Abſtimmung geſtellten An=
träge
iſt das Wort Rußland oder Moskau ſtrikt vermieden, aber
die vorhergehenden Diskuſſionen ließen keinen Zweifel, daß die
Minoritätsbewegung unter direkter Leitung Moskaus ſteht. Kein
anderer als ausgerechnet der Präſident der Grubenarbeiter=
Föderation, Herbert Smith, der im Generalſtreik eine
ſo verhängnisvolle Rolle geſpielt hat, erklärte rund heraus, daß
kein Unterſchied zwiſchen den Minoritätsanhängern und den
Kommuniſten beſtehe, denn beide erhielten ihre Weiſungen von
Moskau, die darauf hinausliefen, die britiſche Trade Union=
Beſegung ohne jede Nückſicht auf die Folgen zum Zuſammen=
bruch
zu bringen. Sie bekämpfen unſere Bewegung ſchärfer, als
es die Arbeitgeber tun, rief er aus. Der Sekretär des Kon=
greſſes
, Citrine, berichtete, die Minderheitsbewegung werde
durch das britiſche Bureau der Roten Inter=

nationale organiſiert und geleitet und ſtehe unter der Diſzi=
plin
Moskaus. Die bezahlten Mitglieder der Bewegung erhielten
Reſolutionen, die ſie ohne Aenderung eines Kommas oder Punk=
tes
vor den Kongreß zu bringen hätten. Berufsmäßig tätige
Frauen ſogar predigten den Kommunismus innerhalb der
Unions. Der Sekretär der Eiſenbahner, J. H. Tho=
mas
, erzählte von einem Manne, der wegen ſeiner Agitation
entlaſſen worden ſei. Weil er mit ſechs Kindern geſegnet ſei,
habe er ſich für ſeine Wiedereinſtellung verwendet und ſei dann
zu ihm gegangen, ihn aufzufordern, daß er der Betriebsleitung
Beſſerung verſprechen ſolle. Der Mann habe das mit der Be=
gründung
abgelehnt, daß er von ſeinen Auftraggebern für ſeine
lebermittelung von Inſtruktionen an Delegierte doppelt ſoviel
Geld bekomme wie von der Bahnverwaltung. Es war nur
natürlich, daß infolge aller dieſer Erklärungen und infolge eines
brüderlichen Telegramms des Sekretärs des Allruſſiſchen Ge=
werkſchaftsrats
, in dem verſchiedene britiſche Arbeiterführer
Verräter genannt werden und an Schroffheit das Mögliche
geleiſtet wird, wie der obige auch der weitere Vorſchlag des
Generalsrats mit großer Mehrheit angenommen wurde, die Be=
ziehungen
zur ruſſiſchen Arbeiterbewegung abzubrechen. Das iſt
eine höchſt bedeutſame Entſcheidung, die auch den Arbeitervertre=
ern
in Weſtminſter zu denken geben würde. Es bleibt abzuwar=
ten
, wie ſich die Entſcheidung auf die innere Politik der Partei
als ſolche auswirken wird.
Es wird intereſſant ſein, den weiteren Verlauf der Kongreß=
verhandlungen
daraufhin zu verfolgen, ob der Queensland=
Streik noch einmal zur Diskuſſion kommt, oder ob der Gene=
ralrat
wohlweislich keine Zeit dafür findet. Dort hat eine Arbei=
ter
=Regierung 18 000 Eiſenbahner ausgeſperrt, weil ſie ſich
weigerten, von den Rohrſchneider=Unions als ſchwarz erklär=
en
Zucker zum Transport zu bringen. Die Lage hat ſich ſehr
verſchlimmert. Ein vom Handelsamt gemachter Beilegungs=
vorſchlag
wurde in einer Maſſenverſammlung abgelehnt, und
damit iſt zunächſt jede Hoffnung für eine Beilegung der Kriſis
abgeſchnitten. Es ſoll im Gegenteil auf einer Konferenz von See=
leuten
, Hafenarbeitern und Eiſenbahnern über die Möglichkeit
der Ausdehnung des Streiks auf andere Staaten verhandelt wer=
den
. Welche Not und Beſchwerden für das allgemeine Publikum
entſtehen werden oder könnten, dafür liefert der vorjährige
Generalſtreik hinreichende Erfahrungen. Nur daß eine Arbei=
ter
=Regierung gegen die Streikenden ſteht. Für
die Arbeiterführer des Mutterlandes ein delikateſtes Problem.

Wie, wenn die nächſte allgemeine Wahl wirklich ein Arbeut
kabinett ans Ru eroringen würde? Wird ſie wirklich als
Maßnahme einen Widerruf der ſo viel geſchmähten Baldwinnz
Streikgeſetze vornehmen? Es iſt ſchwer einzuſehen, wie ſie
eine bezügliche Wahlparole in der nächſten Kampagne ſiegen:y
Was aber dann? Wo iſt der Mann zu finden, der durch
Klippen mit feſter Hand hindurchſteuern könnte, ohne noch ſoo,
ler Schiffbruch zu erleiden wie Macdonald?

Die Greuel von Dinant;
Eine Epiſode aus dem Franktireurkriec

In dem belgiſchen Ort Dinant iſt vor einigen Wochen
Form eines Denkmals ein feierlicher Haßgeſang enthüllt y
den für die Opfer, die angeblich von den Deutſchen bei fün
Vormarſch dort ermordet worden ſind. Herr Vandervelde
etzt dafür, daß durch ſeine Zeitung Peuple nähere E:n
heiten veröffentlicht werden. Darnach ſoll die deutſche Aup
44 Greiſe, 69 Frauen und 50 Kinder im Alter von 3 Wic
bis 15 Jahren ermordet haben, insgeſamt 674 Zivilperſin
Der Vorwärts druckt faſt zwei Spalten dieſer Einzelheiter,
um zu dem Ergebnis zu kommen, daß, wenn dieſe Ang
wahr ſind, die Vorgänge von Dinant ein Schandfleck im
Geſchichte der deutſchen Kriegsführung bleiben. Das iſt eirn
mindeſt ſehr voreiliges Urteil. Vermutlich werden die h.
giſchen Angaben zahlenmäßig ſtimmen, nur mit dem Unterſſü
daß wir keine Frauen und Kinder als Geifeln erſchoſſen he,
ſondern daß die Getöteten vielfach die Opfer des Widerſtcy
der belgiſchen Zivilbevölkerung geworden ſind, daß ſie im Fo
tireurkrieg gefallen ſind. Es iſt von Herrn Vandervelde
als billig, wenn er jetzt mit ſolchen Einzelheiten hervortrit-
hätte
es ja in der Hand gehabt, den Tatbeſtand durch ein-
parteiiſche
Kommiſſion unterſuchen zu laſſen. Er hat din
verzichtet, angeblich, um alte Wunden nicht wieder aufzur
Glaubt er wirklich, daß durch ſolche Veröffentlichungen u.
Haß nicht erneut auflebt? Deutſchland hat bei der Unterſu m
einer neutralen Kommiſſion nichts zu fürchten und hat ſich?
halb ſofort zur Verfügung geſtellt. Belgien aber, das den W
ſchlag machte, ſich aber nachher wieder zurückzog, als es ſab
die Sache ernſt werden könnte, hat doch offenbar allen Sn
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Wilhelm Hillebrecht, Just.-Sekr. I. R., Darmstadt
Heidelbergerstraße 129, III. Sprechst von 810 und 25 Uhr
(TV.13880
gewährt

[ ][  ][ ]

Nummer 231

Samsteg den 10 September 1927

Seite 5

Okt. firll
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Bedingun
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Geſchäftöie

geofl!

Feich
einget.

Aus der Landeshauptſtadt.
Darmſtadt, 10. September.
Heſſiſches Landestheater. In der Erſtaufführung von Händels
lius Cäſar, mit der am Sonntag im Großen Haus die
zeit eröffnet wird, wirken an neu verpflichteten Mitgliedern in
Sauptpartien mit : Roſe Merker (Cleopatra), Hans Komregg
partie), Theo Herrmann (Ptolemeus). Von den hier ſchon
anten Kräften ſind in bedeutenden Nollen beſchäftigt: Frau Ja
s und die Herren: Poerner, Grauert, Karen und
rt.
Eine höchſt originelle Propagandaſchrift hat die Generalintendanz
weſſiſchen Landestheaters kurz vor Beginn der Spiel=
verausgehen
laſſen. Sie bringt die Bilder aller bekannten und
rgagierten Künſtler, und wer ſich mit dem über die Seiten des
ſſtwens verſtreuten Text vertraut macht, lieſt: Ihre Anſicht vom
orer, Ihre Meinung über den neuen Intendanten und ſeine Mit=
eer
, die in gemeinſchaftlicher Arbeit die erſten Aufführungen vor=
enen
. Ihr Urteil über Spielplan und Darſteller, Arbeitsplan, Per=
uſw
. kann über Zukunft und Ruf des Landestheaters mitentſchei=
evenn
Sie einen Platz als Mieter erwerben!
Im Schloßmuſeum finden täglich Führungen um 11, 11.30, 15.30
6 Uhr ſtatt. Samstag und Sonntag nachmittag geſchloſſen.
Drtsgewerbeverein und Handwerkervereinigung Darmſtadt. Wir
i echen einem Wunſche der Leitung der Ausſtellung Geſundheit,
brung, Siedlung, die in der Zeit vom 10.12. September im hie=
n
Stadt. Saalbau ſtattfindet und weiſen unſere Mitglieder auch auf
ſiern Woge auf den Beſuch hin.
Reinkarnation und Karma. Die Buchhandlung Heinrich Schroth,
ſtraße 15, die im vergangenen Winter eine Anzahl von feſſelnden
wägen in ihren Räumen halten ließ, nimmt mit dieſem Thema
dw die Reihe ihrer diesjährigen Veranſtaltungen auf. Am Mittwoch
A. September, abends 8½ Uhr ſpricht Prof. Dr. Gregor Boſtunitſch
Reinkarnation und Karma, B., einem alten baltiſchen Patrizier=
ſecht
entſtammend, iſt 1883 in Südrußland geboren, wo er lange
hue als Literaturprofeſſor und Theaterſchriftſteller tätig war und ſich
miſſiſche Bühne mit Erfolg eroberte. Von ſeinen Werken ſind zu
un Des Henkers Tod. Ein Meer von Blut und Eine Hoch=
8 acht, die in deutſcher Sprache erſchienen ſind. Der große Zuſam=
uch
vernichtete ſeine ausſichtsreiche Laufbahn und wies ihn auße
B. iſt ein packender Redner, der aus innerſtem Leben und Er=
heraus
ſchöpft. Seine Perſönlichkeit weckt unſer beſonderes In=
durch
die völlige Ertaubung des Dichters, die er aber leicht und
Trägt, weil ſeine treuſorgende Gattin, eine Weimaranerin, viel
ichkeiten und Unſchönheiten der Gegenwart von ihm fernhält. Vor
am Tagen erſt hielt B. auf Veranlaſſung der Hutergeſellſchaft in
m einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über das=
Thema. Auch hier dürfte dieſer Vortrag, namentlich angeſichts
ſreſonderen Eignung des Redners, großem Intereſſe begegnen.
res iſt aus der heutigen Anzeige erſichtlich.
Die Freie Literariſch=Künſtleriſche Geſellſchaft wird ihre dies=
rie
Wirkſamkeit am 4. Oktober im Kleinen Haus des Landes=
uns
mit einem Tanzabend der Palucca, in der wohl die hervor=
eSſte
Tänzerin der Gegenwart, die Vollenderin von Mary Wigman
Im werden kann, eröffnen. Am 13. Oktober wird ſodann Ludwig
upes=Zürich, der vielumſtrittene neuzeitliche Forſcher, mit einem
umg Vom Weſen des inneren Rhythmus zum erſten Male vor die
niſtädter Oeffentlichkeit treten. Nähere Einzelheiten über das Win=
gramm
werden demnächſt bekannt gegeben. Voranmeldungen zur
iedſchaft nimmt die Buchhandlung Bergſträßer (Rheinſtr. 6) ent
Real= und Oberrealſchüler denkt an unſer Stiftungsfeſt, das wir
Samstag und Sonntag feiern wollen. Euch allen iſt der ſchöne
Auf der Hundertjahrfeier im vergangenen Jahre in beſter Er=
uung
. Ihr und unſere Gönner, ſowie die Eltern fetziger Schüler
zeiden Oberrealſchulen kennt unſere Beſtrebungim, die frei von
ſticher Einſtellung, von religiöſer Scheidung und von beruflichem
jeßen ſind. Wir dienen nur der deutſchen Volksgemeinſchaft, indem
fie Liebe zum Vaterlande vertiefen, und die Realanſtalten in ihren
en unterſtützen. Der Verlauf der Stiftungsfeierlichkeiten dürfte
us unſeren Ankündigungen bekannt ſein. Da ſämtliche Veran=
Preis erb. /. uyen pünktlich beginnen müſſen, ſo werden alle Teilnehmer ge=
lechtzeitig
zu erſcheinen. Das Feſtkonzert der Liebigsoberreal=
verſpricht
ein künſtleriſches Ereignis zu werden. Auch die Vor=
wlge
am Sonntag abend dürfte jeden Zuhörer befriedigen, denn
ätwirkendon Künſtler werden uns durch ihre Darbietungen frohe
en bereiten. Wir möchten noch mitteilen, daß Herr Heinrich
hidt als Baſſiſt, begleitet von Herrn Karl Dietrich Recitativ und
aus Verdis Ein Maskenball und Figaros Cavatine aus Bar=
wn
Sevilla vorzutragen gedenkt. Karten für das Feſtkonzert und
Stiftungsfeſt ſind auch an der Kaſſe im Mathildenhöhſaal er=
Städtiſches Orcheſter. Das Städtiſche Orcheſter ſpielt heute von
1 Uhr am Paradeplatz nach folgender Vortragsfolge: 1. Marſch,
Arhter und Bauer, 3. Traumwalzer, 4. Hoffmanns Erzählungen,
ſhnzelmännchens Wachtparade, 6. Marſch.
Der Geſ.=Ver. Olympia Darmſtadt, gegründet 1887, feierte im
des Hanauer Hofes ſein 40jähriges Stiftungsfeſt in Form eines
ſkommerſes. Muſikſtücke, Begrüßungsanſprache des 1. Vorſitzenden,
nig verfaßter Prolog, der von einer Dame des Vereins in extkter
zum Vortrag kam, Männerchöre des feſtgebenden Vereins und
g befreundeter Vereine verſchönten das Programm. Ein Vertreter
lEſſiſchen Sängerbundes überbrachte die Glücknuinſche des Bundes,
Wi 2 ſſtare der Jubilare und würdigte die Fortſchritte des Jubelvereins,
later der Leitung ſeines jungen, aber energiſchen Dirigenten die

des Abends klangſchön zum Vortrag brachte. Der Geſangverein

ſeia hat bewieſen, daß auch ein kleiner Verein durch zähe, aus=
ſude
Arbeit anerkennungswerte Leiſtungen bieten kann, und es
die Hoffnung, daß bei weiterem Streben der Sänger unter
letzigen Dirigenten die Leiſtungen des Vereins ſich immer weiter
werden. Der Sonntag war dem Vergnügen gewidmet, der
eu traf ſich mit ſeinon Freunden und Anhängern im Rummelbräu,
er Konzert und Tanz einige frohe Stunden verlebt wurden.
Von der Organiſation der Arbeitsinvaliden. Man ſchreibt uns:
Tontag, den 12. September, findet in Darmſtadt im Gewerkſchafts=
nachmittags
6 Uhr eine öffentliche Verſammlung ſtatt, in der der
FühKWtagsabgeordnete Karſten=Berlin über die Bedeutung des Zuſam=
luſſes
aller Rentenempfänger, ſowie über die in letzter Zeit
etenen Aenderungen in der ſozialen Geſetzgebung, und über die
Anf
P
Walen Maßnahmen einzelner Bezirksfürſorgeſtellen über die An=
g
der Invalidenrente auf die Sozialrente ſpricht. Schon aus
em Grunde müſſen alle Rentenbezieher es als ihre Pflicht be=
Ai, reſtlos in der Verſammlung zu erſcheinen. (Siehe Anzeige.)
1
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Dampfwalzarbeiten wird
leohofsallee zwiſchen Nieder=Ramſtädterſtraße und Herdweg vom
Aptember bis 17. September 1927 für den Auto=, Fuhrwerks= und
Olberkehr geſperrt. Wegen Vornahme von Dampfwalzarbeiten
Se Orangerieallee zwiſchen Wittmann= und Schießhausſtraße vom
member bis 16. September 1927 für den Auto=, Fuhrwerks= und
ſeSrerverkehr geſperrt.
Ein Autounfall ereignete ſich geſtern Ecke Roßdörfer= und Beck=
Ein Motorradfahrer ſtieß mit einem Automobil, das aus der
aße einbiegen wollte, ſo ſtark zuſammen, daß das Rad unter den
zu liegen kam. Beide Fahrzeuge ſcheinen ſich nach Angaben
4henzeugen in ziemlich ſchneller Fahrt befunden zu haben. Glück=

weiie kamen die Fahrer mit dem Schrecken davon, während Auto
guN
Rotorrad ſtark beſchädigt wurden.

Ingauer Opsth
15 Schustergasse 15
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Bbst, Gemüse und Südfrüchte

*23761

Hindenburgbriefmarken.

Die Deutſche Reichspoſt läßt gegenwärtig nach einem Ent=
wurf
des Kunſtmalers Eddy Smith in Berlin vier Freimarken
zu 8, 15, 25 und 50 Rpf. ſowie eine Poſtkarte zu 8 Rpf. mit einem
Bildnis des Herrn Reichspräſidenten herſtellen. Die Wertzeichen
zu 8 Rpf. werden zu 15 Rpf., die übrigen zum doppelten Nenn=
werte
durch die Poſtanſtalten und die Deutſche Nothilfe vertrie=
ben
. Außerdem werden Markenheftchen mit vier Marken zu
und drei Marken zu 15 Rpf. zum Preiſe vin 1,50 RM. ausge=

geben. Der Verkauf beginnt am 26. September und dauert bis
Ende Januar 1928. Die Gültigkeit der Wertzeichen zum Frei=
machen
von Poſtſendungen hört mit dem 30. April 1928 auf. Der
Erlös aus dem Zuſchlage wird dem Herrn Reichspräſidenten zur
Linderung der Not unter den Mittelſtandsangehörigen und
Sozialrentnern zur Verfügung geſtellt. Nach Beendigung des
Verkaufs werden die Reſtbeſtände der Poſtanſtalten und der
Deutſchen Nothilfe eingezogen werden.

Hindenburgſpende.

1. Quittung.
Finanzrat Spamer 10 Mk. H. Burz 5 Mk. Frau Emmo
Simon 2 Mk. G. Z. 5 Mk. Ungenannt 3 Mk. Oberfinanzrat
Uhrig 5 Mk. B. S. 10 Mk. Stammtiſch Rummelbräu 50 Mk.
M. M. 20 Mk. W. Kaufmann 2 Mk. L. St. 2 Mk. Hei 2 Mk.
Fulius F. 10 Mk. L. G. 2 Mk. C. 10 Mk. L. u. W. R. 3 Mk.
Spielkranz R. P. 5 Mk. F. G. 2 Mk. F. S., Jugenheim, 5 Mk.
Karoline Glock 5 Mk. Stadtb. Noack 10 Mk. Eliſabeth Klein=
jung
3 Mk. William Rudolphy, N. Y., 20 Mk. Wilhelm Seip
10 Mk. W. W. 10 Mk. Geheimrat Ulmann 5 Mk. Geh. Forſtrat
E. E. Hoffmann 10 Mk. G. 0,50 Mk. Präſ. C. Süffert 20 Mk.
E. Fauſt 2 Mk. H. Göttmann 1 Mk. H. Zimmer 1 Mk. M. L.
5 Mk. Zuſammen 255,50 Mark.
Bensheimer Woche. Der vergangene Mittwoch bildete den Höhe=
punkt
der Veranſtaltungen. Das angeſagte Konzert des Reichsbundes
ehemaliger Militärmuſiker (Ortsgruppe Darmſtadt) unter perſönlicher
Leitung von Herrn Obermuſikmeiſter M. Weber hatte ein großes Publi=
kum
von Bensheim und der Bergſtraße angelockt und fanden die Dar=
bietungen
in gewohnter Weiſe großen Anklang. Das Feuerwork mit
Beleuchtung des Kirſchberges konnte nur zum Teil ausgeführt werden,
indem gegen Abend ein längerer Regen einſetzte. Bis zum Sonntag
ſind noch verſchiedene Veranſtaltungen im Programm vorgeſehen.

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nur bei
Carl Schürmann & Co.
(13987

Dahlienſchau bei E. Schulz. Von allen Blumengattungen, die
vom Eintritt des Spätſommers bis zu den erſten Froſttagen unſern
Garten ſchmücken, nimmt die Dahlie wegen ihres unerſchöpflichen
Reichtums an Farben und Formen die hervorragendſte Stelle ein. Da
ſie eine überaus ſtarke Neigung beſitzt, bei der Heranzucht ſtets neue
Abarten zu erzeugen und ohnehin in den letzten Jahren geradezu Mode=
blume
geworden iſt, ſo darf es uns gar nicht wundern, daß die Züchter
des In= und Auslandes alljährlich beſondere Neuheiten auf den Markt
bringen. Die Sortenzahl dieſer hübſchen, anſprechenden Blumen iſt
daher ins Unermeßliche gewachſen, und man muß es unſerer einheimi=
ſchen
Firma E. Schulz ſehr danken, daß ſie mit feinem Verſtändnis
und bedeutenden Opfern auch dieſes Jahr wieder durch eine Dahlien=
ſchau
der breiten Oefentlichkeit die Kenntnis der wertvollſten und dank
barſten Dahlienſorten zugänglich macht. Jedem Paſſanten iſt ſicher
ſchon am Ausgang der Erbacherſtraße das in ſchönſter Umgebung
ſtehende, mit reichem Blumenflor geſchmückte Wohnhaus der genannten
Firma aufgefallen. Betritt man aber den Blumenhof, ſo iſt man
geradezu überraſcht ob der Ueberfülle von farbenprächtigſten Blüten.
Da erblicken wir gleich beim Eingang die edelgebaute, großblütige
Andreas Hofer i leuchtendem Lachsroſa und gelber Mitte, daneben
die Seejungfer, die nicht nur durch ihre Bezeichnung, ſondern auch
durch ihren Bau ganz an die Teichroſe erinnert und auch allabendlich
ihre grünlich angehauchten Blütenköpfe ſchließt. Dann ſehen wir in
prachtvoller Vollendung die fliederfarbene Meiſterſtück, die rieſen=
blütige
Amun Ra mit ihrem leuchtenden Schmelz, die blendend weiße
Adler, die liebliche Salamonea, Hohes Licht, die amerika=
uiſhen
Neuheiten Mac Donald Mrs. J. de Ver Warner, und
Robert Freat, deren Rieſenblüte bis jetzt von keiner anderen Sort
übertroffen iſt. Sehr angenehm fallen auch auf die ſchwarzpurpurn
Aida, die buntfarbige Königstiger Rapallo und viele lieblich
Pompondahlien. In einem beſonderen Raum finden wir dann noch in
prachtvoller Aufmachung die ſchönſten Sorten als Schnittblumen ausge=
ſtellt
. Kein Blumenliebhaber ſollte verſäumen, ſich dieſe eigenartige
Dahlienſammlung anzuſchauen.
Blütenſchau. Die Gärtnerei Firma E. Bauer bietet jetzt in ihrer
Gärtnerei im Seitersweg nach der vorangegangenen Roſenſchau nun=
mehr
eine Blütenſchau in Dahlien, Herbſtſtauden u. a. m. Garten= und
Blumenliebhabern iſt der Beſuch dieſer Blütenſchau, welche noch einige
Zeit dauert, beſtens zu empfehlen.

Programm für die Landwirt=
ſchaftliche
Landesausſtellung.
L. K.D. Das Programm für die Landwirtſchaftliche Landesausſtellung
liegt jetzt, vorbehaltlich geringfügiger Aenderungen in der Tageszeit
feſt. Die Oberordner und Ordner der verſchiedenen Abteilungen, ſowie
die Preisrichter für verſchiedene Gruppen verſammeln ſich bereits am
13. September, abends 4 bzw. 6 Uhr. Am 14. September beginnt das
Richten in der Gruppe Geflügel, Kaninchen und in allen Gruppen der
Abteilung 2: landwirrſchaftliche Erzeugniſſe. Abends 6 Uhr verſam=
meln
ſich die Preisrichter für die Gruppe Pferde, Rinder, Schweine,
Schafe und Ziegen.
Am Donnerstag, den 15. September, vormittags 7 Uhr, beginnt
das Richten in der Abteilung Tiere. Von 8 Uhr ab werden die Aus=
ſtellungstore
für den allgemeinen Beſuch geöffnet. Die feierliche Er=
öffnung
der Ausſtellung findet Donnerstag, mittags um 12 Uhr, vor
der Tribüne am Vorführungsring ſtatt. Vormittags 9 Uhr beginnt
das Richten in der Abteilung Wiſſenſchaft. Um 12.30 Uhr werden die
preisgekrönten Tiere und die Sammlungen im Vorführungsring vor=
gefrihrt
. Nachmittags 4 Uhr finden die Vorführungen durch die Heſſiſche
Schutzpolizei und die Vorführung der Heſſiſchen Landgeſtütshengſte
ſtatt. Von 12 Uhr und nachmittags von 48 Uhr iſt Konzert.
Am Freitag und den folgenden Tagen wird die Ausſtellung wieder
um 8 Uhr für den allgemeinen Beſuch geöffnet. Am Freitag, den 1:
September, wird das Richten, beſonders der Pferde,
Kühe
und Ochſen, im Zug fortgeſetzt; ferner findet ein Milchleiſtungswett=
bewerb
ſtatt. Von 1012 Uhr iſt Vorführung preisgekrönter Tiere
und der Sammlungen, nachmittags 2 Uhr Vorführung duuch die Heſſ.
Schutzpolizei und Vorführung der Landesgeſtütshengſte. Konzert wie
am Donnerstag.
Am Samstag, den 17. September, wird das Richten vormittags
beendet und es beginnt die Vorprüfung für das Reit= und Fahrturnier.
Von 10 bis 12 Uhr iſt Vorführung der preisgekrönten Tiere und der
Sammlungen bei Konzert. Nachmittags um 1.30 Uhr findet eine Trach=
tenſchau
von 9 volkstümlichen heſſiſchen Originaltrachten ſtatt, an der
ſich etwa 140 Landleute beteiligen. Nachmittags 2 Uhr iſt Reit= und
Fahrturnier, Vorführung der ländlichen Reitervereine bei Konzert; von
4 Uhr ab iſt Doppelkonzert. Außerdem iſt von 8 Uhr abends ab ein
Rheiniſcher Abend zur Ehrung des beſetzten Gebietes angeſetzt.
Am Sonntag, den 18. September, gelangt dasſelbe Programm wie
Samstag zur Durchführung, mit Ausnahme des Rheiniſchen Abends.
Am Montag, den 19. September, iſt das Programm das gleiche wig
am Sonntag, mit Ausnahme der Trachtenſchau.
Am Dienstag, den 20. September, findet vormittags 8 Uhr noch=
mals
eine Vorführung der preisgekrönten Tiere und der Sammlungen
ſtatt; von 12 Uhr ab werden die Tiere verladen. Nachmittags um 3 Uhr
ſind noch einmal Vorführungen durch die Heſſ. Schutzpolizei und Vor=
führung
der Landesgeſtütshengſte. Abends 6 Uhr werden die Aus=
ſtellungshallen
geſchloſſen.
Die Eintrittspreiſe.
Die Landwirtſchaftliche Landesausſtellung, die bekanntlich vom 15.
bis 20. September in Darmſtadt abgehalten wird, übertrifft auf man=
chen
Gebieten, mindeſtens in der Schönheit ihrer Aufmachung, die gro
ßen Wanderausſtellungen der Deutſchen Landwirtſchaftsgeſellſchaft.
Pferde, Rinder und Ziegen ſind in feſten Stallungen untergebracht,
das übrige Vieh in waſſerdichten geſchloſſenen Zelten mit hölzernen
Buchten auf ſchönem Streulager. Mit Ausnahme von manchen Ma=
ſchinen
und Geräten ſind auch alle übrigen Ausſtellungsgegenſtände in
Zelten untergebracht, ſo daß ſelbſt regneriſches Wetter die Beſichtigung
nicht beeinträchtigt. Die rieſige Städtiſche Feſthalle dient der wiſſen=
ſchaftlichen
Ausſtellung
Im Vergleich zur Fülle des Gebotenen auf allen Gebieten der Land=
wirtſchaft
und der mit der Landwirtſchaft zuſammenhängenden In=
duſtrie
ſind die Eintrittspreiſe außerordentlich niedrig. Es ſind folgende
Eintrittspreiſe einſchließlich ſtädtiſcher Steuer feſtgeſetzt worden:
1. Tag: Donnerstag, den 15. September, 3,00 Mk.; 2. Tagt
Freitag, den 16. September, 2,00 Mk.; 3. Tag: Samstag, den 17.
September, 2,00 Mk.; 4. Tag: Sonntag, den 18. September,
1,50 Mk.; 5. Tag: Montag, den 19. September, 1,50 Mk.; 6. Tag:
Dienstag, den 20. September, 0,60 Mk.
Karten zu ermäßigten Preiſen werden nur ausgegeben für Sams=
tag
, den 17., Sonntag, den 18., und Montag, den 19. September, und
zwar:
Für alle Teilnehmer an Sonderzügen zum Preiſe von 1,10 Mk.;
2. für den gemeinſamen Beſuch von Landwirten aus einer Ge=
meinde
oder eines landw. Vereins oder einer Genoſſenſchaft, ſofern die
Zahl mindeſtens 100 beträgt, zum Preiſe von 110 Mk.
Alle Karten zum ermäßigten Preiſe gelten feweils nur für einen
beſtimmten Tag, für den ſie beſtellt werden müſſen, und auch geliefert
werden.
Der Beſuch kann nur durch ſämtliche Teilnehmer geſchloſſen mit
einem Führer erfolgen; in der Regel iſt dies der Vertrauensmann der
Landwirtſchaftskammer, der einen von der Landwirtſchaftskammer aus=
geſtellten
Ausweis beſitzen muß.
Sämtliche Karten zum ermäßigten Preis ſind nur im boraus durch
die Landwirtſchaftskammer auf Beſtellung zu erhalten. Bei der Be=
ſtellung
iſt der Betrag für die beſtellten Karten miteinzuſenden. In
Darmſtadt ſind weder an der Tageskaſſe, noch bei der Ausſtellungslei=
tung
Karten zum ermäßigten Preis zu erhalten.
Schülerkarten für Montag, den 19. September, nur für ge
ſchloſſene Schulklaſſen unter Führung der Lehrer, Eintrittspreis 0,50
Mk., für Dienstag, den 20. September, Eintrittspreis 0,30 Mk.
Arbeiterkarten. Karten für landwirtſchaftliche Arbeiter
werden aber nur auf Beſtellung der einzelnen Arbeitgeber unter An=
gabe
der Namen ihrer Arbeiter zum Preiſe von 0,60 Mk. gegen Vor=
einzahlung
des Betrages abgegeben. Als Beſuchstage kommen nur in
Betracht Samstag, der 17., Sonntag, der 18., und Montag, der 19.
September.
Als Arbeiter gelten nur Knechte und Mägde und dauernd in
Dienſten der Arbeitgeber ſtehenden Taglöhner.
Der Tag, an dem der Beſuch ſtattfinden muß, iſt bei der Beſtellung
aufzugeben.
Dauerkarten werden nicht ausgegeben. Dagegen haben die Aus=
ſteller
auf ihre Ausſtellerkarten hin, ferner deren Perſonal auf die
Bedienſtetenkarten freien Eintritt während der Dauer der Ausſtellung.
Ebenſo berechtigen Ehrenkarten zum freien Eintritt,

Hindenburg=Poſtkarte von Hans Landmann. Infolge großer
Nachfrage hat ſich eine zweite Auflage der Hindenburgkarte von
Hans Landmann als nätig erwieſen, die bis auf weiteres zum Beſter
der Hindenburgſpende in den Papierhandlungen Gieſelberg ( Wil=
helminenſtraße
), Graulich (Ecke Schul= und Kirchſtraße) und in der
Buchhandlung Bergſträßer (Rheinſtraße) verkauft wird.
Einziehung von Steuerrückſtänden durch
Poſtnachnahme. Wir verweiſen auf die heutige Bekannt=
machung
des Finanzamts Darmſtadt=Stadt, wonach in Zukunft
rückſtändige Steuerbeträge (Reichsabgaben, Landesſteuer und
Brandverſicherungsbeiträge) bis zum Betrage von 1000 Mark
einſchl. Zinſen durch Poſtnachnahme eingezogen werden.

Tapeten/ Linoleum

Groß= und Kleinverkauf

8
ung, Zorn ode.
vorm. Frankfurter Tapetenfabrik
9934a)
Ke
Schleiermacherſtraße 2123 (am Gericht

V.767

[ ][  ][ ]

Pier Tage in München und Nürnberg.

Die wirkungsvollen Aushänge auf den Bahnhöfen des Bezirks der
Reichsbahndirektion Mainz mit den hochragenden Türmen der
Frauenkirche löſen in allen Reiſeluſtigen Befriedigung aus. Am Frei=
tag
, dem B. September, wird der Sonderzug in Wiesbaden 7.22 Uhr
beginnen und über DarmſtadtUlm bereits 16.46 Uhr in München ein=
treffen
. Für gute Unterbringung der Teilnehmer in München iſt beſtens
geſorgt. Die Rückfahrt wird am Montag, den 26. September, über
Nürnberg angetreten, woſelbſt der Sonderzug 5 Stunden Aufenthalt
haben wird. Die Teilnehmer werden ſomit Gelegenheit haben, Mün=
chen
mit ſeinen Kunſtſchätzen und ſeiner Umgebung kennen zu lernen
und Nürnberg zu beſichtigen. Um dieſe Zeit findet übrigens auch das
Oktoberfeſt ſtatt. Alles was an Kunſt, Wiſſenſchaft und Literatur au
deutſchem Boden emtſproß, in München findet es Pflege und Förderung.
Münchens. Umgebung iſt einzigartig. Wer hätte nicht das Verlangen,
einmal den Starnbergerſee, die Nymphenburg, das Jſartal, den
Herrenchiemſee, die verſchiedenen Königsſchlöſſer, ſowie Tegernſee und
Schlierſee zu ſehem und den Wendelſtein, Kreuzeck oder die Zugſpitze zu
beſichtigen und hier die Majeſtät des Hochgebirges kennen zu lernen?
Wer kennt nicht das Lob Nürnbergs aus Richard Wagners Meiſter=
ſingern
, und wer hätte nicht ſchon beim Hören oder Leſen dieſer Worte
ſich gewünſcht, das alte Nürnberg auch einmal kennen zu lernen? Es
iſt Sorge getragen, daß eine genußreiche Fahrt geboten wird.
2
Fahrpreis für Hin= und Rückfahrt beträgt ab Darmſtadt 18,80 9
rkunft halten ſich in mäßigen Grenzen. Die Ba=
Die Koſten der Unt=
ſtellungen
auf Zimmer müſfen ungeſäumt bei den Fahrkartenausgaben
und Reiſebüros vorgenommen werden.

Aus Heſſen.

Die Huldigungsfahrt zum deutſchen Rh5

T. Die Auguſt=Witterung in Darmſtadt. Der letzte Monat des
diesjährigen meteorologiſchen Sommers war vowwiegend trüb und ſehr
naß bei annähernd normalen Temperaturverhältniſſen. Das Monats=
mittel
der Temperatur betrug 17,5 Grad Celſius (0,1 über normal) mit
den Gegenſätzen von 29,4 am 6. und 9,9 am 27. Die Zahl der Sommer=
tage
betrug 8 (1 über dem Durchſchnitt), wovon 5 auf die erſte De=
kade
fielen, denen ſich am Monatsſchluß noch 3 anveihten. Die Bewöl=
kungsziffer
des Monats von 6,9 (10 bedeutet völlige Trübung) über=
ſtieg
das langjährige Mittel um 1,1, indem nur 3 heitere Tage gezählt
wurden neben 9 trüben. Ueber die Hälfte der Windrichtungen entfiel
auf den ſüdweſtlichen Quadranten als Folge der zahlreich auftretenden
barometriſchen Tiefs, während in weitem Abſtand die ſüdöſtlühe Wind
richtung vertreten war. Vom 7. bis 27. fiel täglich Regen, der eine
Niederſchlagsſumme von 129,1 Millimeter ergab, wovon 17, 5 auf den
15. und 13,2 auf den 9. kamen. Die Zahl der Gewitter betrug 7. Der
meteorologiſche Sommer von 1927 (Juni, Juli, Auguſt) wies in Darm=
ſtadt
ein Temperaturmittel von 17,2 Grad Celſius (0,4 unter normal)
auf, war ſomit ziemlich kühl und zugleſich ſehr naß, da die Nieder=
ſchlagsmenge
237 Millimeter betrug gegenüber 202 im langjährigen
Mittel. Hinſichtlich der Niederſchlagsſummen im Auguſt ſteht in Star=
kenburg
die Tromm mit 27,1 Millimetern obenan, während Gerns=
heim
nur 58,4 lieferte. In Oberheſſen bilden Herchenhain mit 271,5
und Kirchgöns mit 76,2 die Gegenſätze, während in Rheinheſſen die
näſſeſte Station Alzey 101,8 Millimeter lieferte gegenüber Ober=Olm
mit 65,8.

Kunſinotizen.

Ucber Werte, Künſſter oder fän ftieriſche Deranſtaltungen, deren im Nachfſtehrnten drchug
geſchlebt, bebätt ſich die Nedattlon ihr Krtell vor

Palaſt=Lichtſpiele. Die letzte Nacht! Die erſten
Urtgile aus der Provinz: Eine ganz beſonders glückliche Stunde hatte
das D.L.S., als es Lily Damita für dieſen Film verpflichtete; friſch

und ohne Sentimentalität Paul Richter. Bei Harry Liedtke ſtellt man
mit Befriedigung feſt, daß er auch in der Produktion 1926/27 ſein ſieg
haftes Lächeln nicht verloren hat. Wäre man gewohnt, in Nürnberg
bei Filmpvemieren zu klatſchen, ſo wäre dieſer Abſchluß der Vorſtellung
wohl nicht ausgeblioben. (Nürnberger Zeitung vom 18. 8. 27.)
... ein Spielfilm beſter Qualität. Graham Cutts führt die Regie
einfallreich mit ſicherem Geſchmack. Die Darſtellung vereinigt beſte
Namen. (Oſtſee=Zeivng, Stettin, vom 20. 8. 27.) Im Beiprogramm:

Landſtreſcher wieder Willan mit Nikalai Kolin

in der Hauptrolle. Ein Humoriſt, ein Menſchendarſteller ganz großen
Kalibers. Einer der nucht lachen, ſondern lächeln macht und manch=
mal
macht er auch weinen. Die Handlung des Films iſt witzig, aniſant,
aufheiternd, alles iſt nebenſächlich Hauptſache iſt und bleibt Kolins
nünncenreiches, bis ms letzte lebensechte Spiel.

Lokale Veranſtaltungen.
Dir derrnter esſcheinenden Rotiyen find antſchtleltic alt binwetie auf Aneigen w berrachten.
in leinem Faſſe irgendwie als Beſprechung oder Kriill.
Die Freie Vereinigung Darmſtädter Künſtler
wird am 9. Oktober 1927 ihre Jahresſchau von Gemälden, Plaſtik und
Graphik in der Kunſthalle am Rheintor eröffnen. Zur Jury ſind be=
ſtellt
die Herren: Prof. A. Beher, Prof. R. Hoelſcher, Bildhauer R.
Daenzer Maler K. Scheld, Maler H. Vielmetter. Heſſiſche Künſtler,
welche ſich der Jury unterſtellen wollen, können ſich an der Beſchickung
diefer Ausſtellung beteiligen. Die Anmeldeformulare (welche bis zum
15. September eingeſandt ſein müſſen!) ſind in der Papierhand=
lung
von K. Gieſelberg, Wilhelminenſtraße, zu haben.

(Für die Ver

Stimmen aus dem Leſerkreiſe.

unter dieſer Ueberſchriſt Übernimmt die Redaltien keinertel Ven=

Ra
R
Srund 9
es 21 Abſ. 2 des Preſſegeſehzet in voſlem Umfang=
Pe
der Elnſender verantwor
Einf
ungen, die nicht verwendet werden, können nicht
zurückgeſandi, die Ablehnung nicht begründet werden.

Das Städtiſche Hallenſchwimmbad.
Der in der letzten Sonntagsnummer gebrachte Artikel über das
obige Inſtitut hat emdlich einmal die Gedanken und Weinſche vieler
Darmſtädter ausgeſprochen inſofern, was die Preislage hauptſächlich des
Schwimmbades angeht, das doch Erſatz ſein ſoll für die in der ſchlech
ten Jahreszeit geſchloſſenen Badeanſtalten am Woog. Was nützt aber
das ſchöne Gebäude für Viele, wenn ſie es nur von außen anſehen
können? Die Wahrnehmung, daß es meiſtens dieſelben Perſonen ſind,
die regelmäßig ihr Bad nehmen, iſt zum großen Teil richtig, dia größte
Zahl der anderen aber, die auch gern des öfteren die Wohltat eines
Schwimmbades genießen möchten, können ſich es eben nicht leiſten, für
jedes Bad 40 Pfg. hinzulegen. Das Familienbad, für das ſchon gar
60 Pfg. pro Perſon verlangt werden, iſt für die, die es tatfächlich ba=
nutzen
ſollen, geradezu ein Luxus. Wie kann heutzutage eine Familie
zu vier Köpfen 2,40 Mark hingeben, um zuſammen das Familienbad, an
dem alle Familienmitglieder teilnehmen können, zu beutzen. Die Mo=
natskarte
, die auf den Inhaber laudt und 5 Mark koſtet, iſt nur für
eine geringe Anzahl von Perſonen vorteilhaft, denn nicht jeder iſt in
der Lage, die Karte ſo auszunützen, daß ſie ſich tatſächlich rentiert.
Der Vorſchlag, die Monatskarte übertragbar zu machen und in 30 bzw
31 Abſchnitte einzuteilen, iſt fein gedacht; aber ſie dürfte, um für alle
erſchwinglich zu ſein, nicht mehr wie 3 Mark koſten. Für die aber, die
noch nicht einmal imſtande ſind, 3 Mark für Bäder auf einmal hinzu=
legen
, wäre die Zehnerkarte das gegebene Mittel, um doch jedem Darm=
ſtädter
wöchentlich mindeſtens ein Bad zu verſchaffen, indem man dieſe

Karten ſuir 1 bis 1,20 Mark verkauft. Das Einzelbad ſelbſt dürfte nich
mehr wie höchſtens 30 Pfg. koſten. Die Verwaltung kann ſicher ſein,

daß dieſe Monats= bzw. Zehnerkarten reißenden Abſatz finden werden,
der Haushaltungsplan trotz der Billigkeit der Bäder dadurch ausge=
glichen
wird, und was doch der Hauptzweck des Hallenſchwimmbades
in der rauhen Jahreszeit ſein ſoll jeder Darmſtädter, auch der
minderbemittelte, wird ſich dann ohne Sorge das für ſeine Geſundheit
notwendige Bad öfters leiſten können.
Einer, der für Viele ſpricht.

Zwiſchem der Eſchollbrückerſtraße und dem Südbahnhof führt am
Bahndamm entlang ein Fußweg zum Südbahnhof, der von den Be=
wohnern
der Eſchollbrückerſtraße und Umgebung, ſowie von Arbeitern,
die von auswärts kommen, und am Südbahnhof ausſteigen, täglich be=
gangen
wird. Dieſer Weg befindet ſich ſeit der Regenperiode in einem
faſt unpaſſierbaren Zuſtand. Ferner ſtehen alle 50 Meten Abſtand
mitten im Wege noch 510 Zentimeter überragende ſogenannte
Grenzſteine, die ſchon manches Opfer zur ungewollten Bodenverehrung
gefordert haben, da von Beleuchtung nicht geſprochen werden kann. Dea
Veg ſoll doch ſicher ſeinen Zweck erfüllen, ſonſt wäre er nicht da zum
Nachteil des Verkehrs, dazu noch als Verkehrsweg zu einem Bahnhof.

Tageskalender für Samstag, den 10. September 1927.
Heſſ. Landestheater Großes Hau: Geſchloſſen. Kleines
Haus: Geſchloſſen. Orpheum: Keine Vorſtellung. Lan=
desmüſeum
, von 1019 Uhr: Ausſtellung Alte Kunſt.
Mathildenhöhe, von 1019 Uhr: Ausſtellung Neue Kunſt.
Konzerte: Schloßkaffee, Hotel Schmitz, Café Rheingold, Hotel
Waldſchlößchen, Café Waldesruh. Feſtkonzert der Lie
bigsoberrealſchule, abends 20 Uhr, im Mathildenhöhſaal.
Turngemeinde Darmſtadt, abends 8½ Uhr, im Kneip=
ſaal
: Monatsverſammlung.
Rob. Kümmerlein. Erbacher
Straße: Metzelſuppe mit Konzert.
Kinovorſtellungen:
Union=, Reſidenz=Theater, Palaſt=Lichtſpiele.

Die Weinheimer auf der Bensheimer Woche‟

j. Bensheim, 8. Sept. Heute nachmittag trafen mittels zwei
Poſtautos die Vertreter der Stadtverwaltung ſowie eine Anzahl Mit=
glieder
der Ortsgruppe Weinheim des Badiſchen Einzelhandels und des
Gewerbevereins Weinheim mit ihren Damen zum Beſuche der Bens=
heimer
Woche ein. Bei der Ankunft wurden die Weinheimer Gäſte
durch die Herren Kreisdirektor Reinhart und Bürgermeiſter Dr. Anger=
meier
auf das herzlichſte willkommen geheißen. Unter den Gäſten bemerkte
man u. a. die Herren Oberbürgermeiſter Huegel, Bürgermeiſter Dr.
Meiſter, Stadtbaumeiſter Eberhardt, verſchiedene Weinheimer Stadt=
räte
, Handelskammermitglied Hans Keller uſw. Unter liebenswürdiger
Füthrung des Beigeordneten Krenkel unternahmen die Weinheimer
Gäſte einen Rundgang durch die mit der Bensheimer Woche verbun=
dene
gewerbliche Ausſtellung. Oberbürgermeiſter Huegel ſprach ſich
über die empfangenen Eindrücke ſehr befriedigt aus. Abends wurde
auf dem Ausſtellungsgelände ein Konzert vom Bensheimer Muſikverein
veranſtaltet. Der Beſuch der Ausſtellung hat bis jetzt alle Erwar=
tungen
übertroffen. Wie wir von zuſtändiger Stelle erfahren, iſt die
Finanzierung der Bensheimer Woche, die nach dem Vorbilde der
vorjährigen Weinheimer Woche ins Leben gerufen wurde, völlig ge=
ſichert
, ſo daß unter keinen Umſtänden ein Defizit befürchtet zu werden
Am Sonntag, den 11. September, wird die Bensheime,
brauch
Woche mit einem großen Volksfeſt beſchloſſen. Heute vormittag
10 Uhr tagte im Bahnhofshotel unter Vorſitz von Kreisdirektor Rein=
hart
eine Bürgermeiſterkonferenz, die interner Natur war und ſich in
der Hauptſache mit Steuer= und Verwaltungsſachen des Kreiſes Bens=
heim
befaßte.

E. Wixhauſen, 9. Sept. Liedertag. Der hieſige Geſangverein
Liederkranz, der unter der bewährten Leitung des Chormeiſters
Merker aus Griesheim ſteht, beabſichtigt am Sonntag, den 16. Oktober
im Saale des Gaſthauſes Zur Krone einen Liedertag abzuhalten.
Hieran beteiligen ſich ſämtliche unter der Leitung des Chormeiſters
Merker ſtehende Geſangvereine.
* Wixhauſen, 9. Sept. Eine Waſſerleitungsrohrver
ſtärkung wird zurzeit in unſerer Gemeinde durch das Städt. Waſſer
werk Darmſtadt vorgenommen. So werden die Ortsnetzrohre in der
Arheilger Kreisſtraße, Arheilger= Götzbuchſtraße, Brüchengaſſe. Dieter=
gaſſe
, Erzhäuſer Straße durch ſtärkere erſetzt. Wie wan hört, dient
dieſe Auswechſlung zur Einführung der Waſſerverſorgung in unſerer
Nachbargemeinde Erzhauſen. Die beiden erſten ſowie die Oſtendſtraße
als Verbindungsſtraße ſind während dieſer Arbeiten gegenwärtig
polizeilich geſperrt. Die Grummetgrasernte in unſerer Gemarkung
kann als beendet angeſehen werden.
J. Griesheim, 9. Sept. Im Hauſe des Herrn Heinrich Schupp in
der Ludwigſtraße ereignete ſich wiederum ein Rohrbruch, wodurch der
Keller unter Waſſer geſetzt wurde. Der Hausbeſitzer benachrichtigte
ſofort die Franken=Werke, welche die Leitung des Bezirks ſofort ab=
ſtellten
und mit der Feuerſpritze die Auspumpung des Kellers vor=
nahmen
. Ein größerer Schaden iſt hierbei nicht entſtanden. Die
Darmſtädter Volksbühne will, wie ſchon bekanntgegeben, nun
auch hier in Griesheim die am Theater Intereſſierten zuſammen=
ſchließen
, um ſie regelmäßig in das Theater zu führen. Ihre Vertreter
werden am Sonntag, den 11. September, nachmittags 4½ Uhr, im
Gaſthaus Zum Rebſtock in einer öffentlichen Verſammlung, zu der
jedermann herzlich eingeladen iſt, die Ziele der Volksbühnenbewegung
darlegen.
Eberſtadt, 9. Sept. Zuſammenſtoß. Geſtern abend ſtieß
die Elektriſche auf ein Fuhrwerk, das die Schirmſchneiſe herauskam. Das
Fuhrwerk wurde demoliert, die Mitfahrenden kamen glücklicherweiſe
mit dem Schrecken davon.
Aa. Eberſtadt, 7. Sept. Erfolgreicher Hundezüchter
Der Gaſtwirt A. Degel von hier errang mit einem deutſchen Doggen=
hund
auf der Raſſehundeausſtellung in Heidelberg einen Ehrenpreis
mit ſilberner Medaille.
Aa. Eberſtadt, 9. Sept. Waiſenſchutz. Der heſſiſche Fechtverein
Waiſenſchutz, Zweigverein Eberſtadt, unternimmt am kommenden
Sonntag, den 11. September, einen Spaziergang nach dem Frankenſtein.
Abmarſch iſt auf nachmittags 2 Uhr vom Kriegerdenkmal feſtgeſetzt.
Vereinswettkämpfe. Am kommenden Sonntag hält die hieſige
Fr. Turnerſchaft auf ihrem Turnplatz in der Pfungſtädter Straße ihre
Vereinswettkämpfe ab. Mit der Veranſtaltung iſt ein Wettlauf nach
Eſchollbrüchen verbunnden. Zwetſchenernte. Die Zwetſchen=
ernte
der Gemeindezwetſchenbäume hinterm Eichen ſoll am Freitag,
den 9. September, nachmittags 4½Uhr, öffentlich verſteigert werden. Im
Anſchluß hieran gelangt ungeſehen die Ernte von ca, elf Zwetſchen=
bäumen
am Weinweg und von etwa zehn Zwetſchenbäumen auf der
ſog. Inſel hinter den Steigerwieſen ebenfalls losweiſe zur Verſteige=
rung
. Mitverſteigert wird ein Los Weiden hinterm Eichen
Aa. Pfungſtadt, 9. Sept. Ortsſammlung. Die am Sonn=
tag
vom Ortsausſchuß ſür Arbeiterwohlfahrt und Jugendpflege vor=
genommene
Sammlung, die in Verbindung mit einem Blumentag ſtatt=
fand
, erbrachte in der hieſigen Gemeinde einen Betrag von über 420
Reichsmark. Abgabe von Grummetgrasſtücken. Die bei
der Grummetgrasverſteigerung von den Gemeindewieſen übriggeblie=
benen
Grasſtücke können, wie die Bürgermeiſterei mitteilt, aus freien
Hand zum Taxationspreis abgegeben werden.
Trafſa, 9. Sept. Die Ortsgruppe Traiſa des Odenwald=
klubs
unternimmt am kommenden Sonntag ihre 8. Wanderung mit
dem Endziel Groß=Biebevau. Nach etwa ſechsſtündigem Marſch über
den Breiten Stein-Nieder=ModauRohrbach-Billings-Meßbach
Nonrod wird am Nachmittag Groß=Bieberau erreicht, woſelbſt die Wan=
derer
bei Gaſtwirt Schönberger eine gemütliche Raſt erwartet. Für
Mittageſſen empfiehlt ſich Ruckſackverpflegung. Auch Fernglas nicht
vergeſſen, da verſchiedene Höhen gute Ausficht bieten. Friſch auf!
ak. Nieder=Ramſtadt, 8. Sept. Obſt= und Gartenbauver=
ein
. Die zur landwirtſchaftlichen Ausſtellung in Darmſtadt angemel=
deten
Früchte ſind in der vorgeſchriebenen Zahl bis ſpäteſtens Montag,
den 12. Sept., im Hauſe der Anſtaltsmühle Verwalter Schettler
abzuliefern. Der Verein ſelbſt übernimmt den Abtransport und ſtellt
auch die Früchte im Ausſtellungslokal auf. Am Samstag, 17. Sept.,
nachmittags 3 Uhr, findet in Darmſtadt im Gartenſaale der Vereinigten
Geſellſchaft die Hauptverſammlung des Landesverbandes der Obſt= und
Gartenbauvereine in Heſſen ſtatt. Hierzu ſind alle Mitglieder des Ver=
eins
eingeladen. Im Anſchluß an die Verſammlung findet ein gemein=
ſchaftlicher
Beſuch der landwirtſchaftlichen Landesausſtellung, zu welchem
die Landwirtſchaftskammer Führer zur Verfügung ſtellt, ſtatt. Zun
Zeit zirkaliert eine Beſtelliſte über Obſtbäume, Raupenleim und
Klebegürtel. Die Mitglieder wollen ihren Bedarf dem Vereinsdiener
melden. Die für dieſes Jahr von ſeiten des Vereins in Ausfihr ge
nommene Lokalausſtellung kann beſonderer Umſtände halber nicht ſtatt
finden, insbeſondere deshalb nicht, weil durch die voraufgehende Landes=
ausſtellung
in Darmſtadt mit ihrer erſtklaſſigen Aufmachung das Inter.
eſſe an einer kleinen Lokalausſtellung nicht wachgehalten werden kann.
f. Roßdorf, 8. Sept. Geburtstagsfeier der Fünfzig
fährigen. Die von den Fünfzigjährigen vevanſtaltete gemeinſam
Geburtstagsfeier nahm einen ſchönen Verlauf. Vormittags fand ge=
meinſamer
Kirchgang ſtatt. Beim Betreten der Kirche ſpielte der Po=
ſaunenchor
unter Leitung ſeines bewährten Dirigenten Geiß Das iſt
der Tag des Herrn Im Gottesdienſt hielt Pfarrer Berck eine gut
angepaßte, ſich auf II. Kor. 3, 4 und 5 gründende Predigt. Für die ge
fallenen Kameraden fand Ehrung durch Kranzniederlegung in der Ge=
denkhalle
ſtatt, wobei der Poſaunenchor Ich hatt einen Kameraden
ſpielte. Anſchließend war Gedächtnisfeier auf dem Friedhof und Ehrung
der berſtorbenen Kameraden und Kameradinnen ſowie der verſtorbenen
Lehrer Stühlinger und Wenzel durch Kranzniederlegung. Auch hier
fand Pfarrer Berck treffliche Worte des Gedenken
Der Poſaunenchor
ſpielte einleitend das Niederländiſche Dankgebet
und zum Schluß
Auferſtehen wirſt du‟ Die beiden ſehr wertvollen Kränze wurden
von einem Kameraden in uneigennütziger Weiſe zur Verfügung geſtellt
Nachmittags 3½ Uhr fanden ſich die Beteiligten im Saale Zum Darm=
ſtädter
Hof zur Schlußfeier wieder zuſammen. Erhöht wurde der
Charakter dieſer von kameradſchaftlichem Geiſt getragenen Feier durch
die ſchöne Ausſchmückung des Saales, wozu die Firma Kayſer u. Sei=
bert
unentgeltlich die Blumen zur Verfügung geſtellt hatte und die
Mitwirkung der Geſangvereine Sängerluſt und Konkordia. Bei
gemeinſamem Geſang ſowie Tanz ſchwanden die Stunden nur allzu
ſchnell.

Zurdles-Panzr‟ Manan,
W rattersitt, füir Lattwan
zur Asfäugun uliun Marsn
Mützm Ihrn Latsinnen Aritk
zn kilsnr,
Hiefeninet 105 Sinzm (9)

Die vom Mainzer Automobilklub (A. D. A. C.) veranſtaltete t.
digungsfahrt zum deutſchen Rhein, an welcher e.
ſamte deutſche Motorſport teilnimmt, findet mit Unterſtützung den 1t
Mainz im Rahmen der zurzeit veranſtalteten Ausſtellung Hausz)..
Garten am 17., 18. und 19. September ſtatt.
Ein umfangreiches Sportprogramm leitet die für den Moru
bedeutungsvolle Veranſtaltung ein, und bringt der 17. und 17.01.
ember die Teilnehmer der Stern= und Zielfahrt nach y.
Am 18. September morgens findet ein von Fabriken und AA.
glänzend beſchickter Schönheitswettbewerb ſtatt, für welchen nap=
Preiſe zur Verfügung ſtehen. Dem nachmittags vorgeſehenenn m.
ämtlicher Teilnehmer (man rechnet mit 800 bis 1000 Wagen ur1.,
torräder) ſchließt ſich am Rhein vor der Stadthalle die offizieller.
digung unter Anweſenheit der Miniſter verſchiedener deutſcher ehm
und der Protektoren der Veranſtaltung, Staatspräſidemumn
Heſſen, Ulrich, und Miniſter des Innern, Kir:,
ger, an, bei welcher der Reichskommiſſar für die B.),
ten Gebiete, Dr. Freiherr Langwerth von Simtnn)
die offizielle Huldigungsrede halten wird. Abends findet eirm
vorſtellung im Mainzer Stadttheater ſtatt. Der 19. Septembch=it
eine Rheinfahrt des Ehrenausſchuſſes und ſämtlicher Teilnehmr,
Anfragen und Meldungen ſind zu richten an die Geſchäftsſtäls
M. A. C., Löhrſtraße 65, Tel. 4384, oder Geſchäftsſtelle des Organi fu=
ausſchuſſes
, Frauenlobſtraße 15. Tel. 5053. Meldeſchluß 10. Septn.
Nachmeldungen mit Aufſchlag bis 15. September.

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G. Ober=Ramſtadt, 8. Sept. Am Donnerstag, den 15. Selt
findet die Ziehung der zweiten Verloſung zum Beſten der Hevren
der hieſigen Kirche ſtatt. Auch ſie bietet wieder mit 230 Gewmy=
W00 Loſen ſehv günſtige Ausſichten. Einige Hauptgewinne wer
ſer Tage im Ausſtellungsraum der Möbelfabrik Schröbel, Wy
ſtraße, gezeigt. Der geringe Lospreis mit 50 Pfg. ſollte jedemih
laſſen, ſich noch rechtzeitig ein Los in den durch Plakate bezehr
Verkaufsſtellen zu ſichern.
* Gundernhauſen, 9. Sept. Unter zahlreicher Beteiligung
ſigen und Nachbarbevölkerung wurde der kunſtvoll angelegte
brunnen durch die Ortsbehörde eingeweiht. Die Weihere
Herr Bürgermeiſter Schütz, der es meiſterhaft verſtand, in ernſſſrh) Zn-Gadern
heiteren Worten die hohen Verdienſte des Herrn Forſtrats De um)t += Umleit
ſehlen-Leehe
Darmſtadt zu würdigen. Mit bewegten Worten dankte Herr Ahr
die ihm zuteil gewordene Ehrung. Herr Waldmeiſter Weygan0F prrt. Um
reichte ihm darauf ein prächtiges Waldbukett. Im Namen d.
im-We
k
anweſenden Forſtbeamten ſprach Herr Förſter Kerſchner anerEinv=e
I.
Worte des Dankes. Der Geſangverein Loreley, ſowie dies Mb . 7m=Schvabenheim
kapelle trugen der Weihe entſprechende, zu Herzen gehende S.
ri0: 7 Unleitung Bat
Snhi lke / zim-Kreuzuge
beide beteiligten ſich auch rege bei der Nachfeier in den B
ſich zum herrlichſten Waldfeſt geſtaltete, wobei unſer Lokaldick-ehg g. . Boſenbeim4
Weygandt Glöckner und Poet dazu vorgeſtellt wurde mmie n
In
humoriſtiſchen Darbietungen ließen die anſchließenden Nachfeie-ie,
zu Minuten werden. Alle trennten ſich in dem Gefühl, einige im 2. 1 vn
genußreiche Stunden verlebt zu haben.
im-Niede
Fe
Z. Groß=Umſtadt, 9. Sept. Obſtverſteigerung. Das weer in. 58
Provinzialſtraße abzugebende Obſt, meiſt Tafelobſt, ſoll an fr geim /,Romrod, von
Tagen an Ort und Stelle meiſtbietend gegen Barzahlung veſerrt mod oder Arn
werden. Freitag, den 16. September 1927, vormittag, 8½ Uhr weer
Straße DieburgGroß=Umſtadt, Anfang bei Dieburg. Monace,
19. September vormittags 8 Uhr, an der Straße Groß=Um
niöhern,
Raibach-Dorndiel, Anfang bei Groß=Umſtadt. Dienstag, den I
er 0,99 Mete

tember, vormittags 8 Uhr, an der Straße Groß=UmſtadtZen
Anfang bei Groß=Umſtadt. An demſelben Tage, vormittags S
an der E
aße Lengfeld-ZipfenWiebelsbacher Bahnhof. An u
Lengfeld. Mittwoch, den 21. September, vormittags 8 Uhr,
Straße Groß=Umſtadt bis Abzweigung nach Wiebelsbach. An=t
Groß=Umſtadt.

19, Lufl i. L., 8.
r,4her
g.
ſier Le=
mlu

Lu

r. Babenhauſen, 8. Sept. Die öffentliche Gemeind //znſin
itzung, die am Dienstag abend ſtattfand, hatte auf ihrer Zardo= ubs

nung nur den einen Hauptpunkt: Waſſerverſorgung. Bdeer oſ
Sitzung war als Fochmann anweſend Herr Kulturbauinſpekton
neue
Der Vorſitzende Herr Bürgermeiſter Rühl verlieſt zunächſt eim
ben des Kulturbauamts Darmſtadt betr. Aenderung des Vorcnse
und erteilt ſodann Herrn Inſpektor Chriſt das Wort zu ſein ußo r. h=
trag
über das Waſſerleitungsprojekt. In ausführlicher Weiſe ſeN= den
Redner beſonders auf die Frage ein: Iſt es für Babenhauſen.1
ger
eine Waſſerleitung zu bauen mit automatiſchem Pumpwerk E
Waſſerturm? Auf alle Gründe für und wider geht der Fachmri
Er weiſt u. a. darauf hin, daß beim automatiſchen Pumpwerk
leitung vergrößert werden muß, ſtatt 150 Millimeter=Rohre
in
Millimeter dicke erforderlich. Außerdem müßte das Maſchinenlg
nder

drei Aggregate vorgeſehen werden und für die Aufnahme der A7

höher gebaut werden. Dazu würde ſich der Koſtenaufwand an
Mark erhöhen. Andererſeits ſei ein Waſſerturm von 30 Metrühy"
erforderlich und eine 10pferdige Kraft, um das Waſſer 40 MeeigW, ſah.
zu befördern. Bei Anlage eines Turmes ſei die Gewähr für
Lciſtmgsfähigkeit des Waſſers höher, beſonders bei erhöhter Brax phlw, !.
Der Redner empfiehlt aus mancherlei Gründen, zunächſt keine Meix
meſſer einzubauen. Nach ſeiner Bevechnung koſtet bei Anla gei
Waſſerturms der Kubikmeter Waſſer ungefähr 0,6 Pfg. mehr. Ens0ch"
behälter mit 130 Kubikmeter Inhalt iſt vorgeſehen. Das Kultu n
empfiehlt aus verſchiedenen Gyünden der Stadt die Erbauurywars
Waſſerturms. Von einem eutomatiſchen Pumpwerk, das es frürſcd
ſchlug, möge die Stadt mit Rückſicht auf die örtlich beſtehenden
zufuhrverhältniſſe Abſtand nehmen. Eine längere Ausſprache
ſich an. Die Abſtimmung ergibt mit Stimmenmehrheit die Ar n/),
der Beſchlüſſe vom 16. Mai und 27. Juni. Die Errichtung eim?
Mh
ſerturms iſt alſo beſchloſſen. Die Wahl des Platzes bleibt K.o0
behalten. Zu der ſchon beſtehenden Waſſerleitungskommiſſi adgl m in
G.=N. Kloos und Mohr, werden die G.=R. Franke und Qſlſſa
neu hinzugewählt. Die Ausſchreibung der Arbeiten ſoll ſofort uFhh ſ

Ein großer Schritt vornärts iſt ſomit getan. Wenn alles klap ti M
nach einer Mitteilung des Herrn Kulturbauinſpektors ſchon ur ſ0.N
* Müu
nachten die Waſſerleitung fertig ſein.
Brensbach, 8. Sept. Am kommenden Sontag, den 11. d9.
findet hier das Jahresfeſt des Zweigvereins Reinheim der
end
Adolf=Stiftung ſtatt. Vormittags 9.30 Uhr iſt Jugendgottesd inſer.
Vor
die geſamte Jugend unſeres Kirchſpiels, nachmittags 1.30 I.7
gottesdienſt unter Mitwvirkung unſeres Kipchengeſangvereins ke iſſe
redner: Herr Studienrat Dr. Zimmermann=Darmſte
i
Vorſtand des Heſſ. Hauptvereins der Guſtav=Adolf=Stiftung.
8.30 Uhr findet im Gaſthaus Zur Poſt ein Familienabend m.."

(G
Lichtbildervortrag über Guſtav Adolf, der Retter des Protſ
mus‟. Der Kirchenvorſtand lädt alle evangeliſchen GlaubenS‟
zu
der näheren und weiteren Umgebung herzlich zum Feſt ein.
Groß=Bieberau, 9. Sept. Bei dem am 5. ds Mts. abge-v
Ferkelmarkt (Prämiierungsmarkt) wurden die aufgetriebenen Eeſ.
reger Nachfrage raſch abgeſetzt. Die Preiſe bewegten ſich zwiſchen
Mark für Ferkel und zwiſchen 35120 Mark für Läufer 1
egſchweine pro Paar, je nach Alter und Qualität. Der nächſe

findet am 19. ds. Mts. ſtatt. Der Auftrieb beginnt um 8 1.
* Heubach, 10. Sept. Hohes Alter. In geiſtiger und V
pra

licher Rüſtigkeit kann Frau M. Schnupf hier heute ihren 9. L
tag begehen.

eMt

at. Höchſt i. O., 9. Sept. Die öffentliche Gemeinderatsſitzung"
vorgeſtern, nach mehr als zwei Jahren, zum erſtenmal w
Rathausſaal abgehalten werden. Der erſte Punkt war die Ern. ,ß
des Mietvertrages zwiſchender Gemeinde Höchſt und der Heiſ=
bauverwaltung
. Es wurde beſchloſſen die Miete um 20 Ple
ſteigern, da eine Erhöhung der Mietſumme bei den geſetzliche
ſteigerungen nicht eingetreten war. In Zukunft ſoll ſich die
genau nach den reichsgeſetzlichen Beſtimmungen richten. Nach bo.
Bekanntgabe der Ortsſatzungen wird der Erhebung einer aug.
Wertzuwachsſteuer zugeſtimmt. Ein Antrag auf Ablöfung
anleihen der Gemeinde Höchſt bzgl. des Bahnbaues Au
Höchſt wird, da der geforderte Betrag zu hoch erſcheint, abgele9 ,
Stenographenverein wurde auf Antrag Mk. 25, bewilligt, aIS
ſtiftung anläßlich eines am 18. ds. Mts. in Höchſt ſtattfindenge.
wettſchreibens.
b. Erbach i. Odw., 9. Sept. Der Schützenverein E
hält am kommenden Sonntag, den 11. d3. Mts., ſein großee
preisſchießen auf ſeinen Ständen im Brudergrund ab. Bei die
legenheit wird der im vorigen Jahre von der Stadt Erbach
Wanderpreis, den der feſtgebende Verein zurzeit verteidigt, de.
geſchoſſen. Das Preisſchießen ſelbſt weiſt eine Einteilung in. *
:
verſchiedenen Anſchlagsarten (ſtehend, kniend und liegen
*
td=
auf
. Geſchoſſen wird nach den Beſtimmungen des Suow
Sportverbandes für Kleinkaliherſchießen auf 12er=Rigſcheibe, ih
einzelne Klaſſe ſtehen eine Anzahl wertvoller Ehrenpreiſe
fügung, die zum Teil von Erbacher Geſchäftsleuten, zum
führenden Wafſen= und Munitionsfabriken geſtiftet wurden. 2*
Schützen mit der höchſten Rinaza
in den drei verſchietenen Anz:
arten zuſammen ſteht ein Chrendreis in Geſtalt einer Nil"
Sportbüchſe, geſtiftet von Seiner Erlaucht dem Grafen zu Si
bach zur Verfügung. Hof entlich bringt eine gute Witterung.""
reiche Beteiligung dem feſtgelenden Verein den für ſeine Müye.
verdienten Erfolg.

[ ][  ][ ]

Nummer 231

Heſſiſcher Straßenbericht

für die Woche vom 11. bis 17. September 1927.
(Mitgeteilt vom Heſſiſchen Automobil=Club.)
Hauptdurchgangsſtraßen in Heſſen.
Darmſtadt-DieburgBabenhauſenAſchaffenburg, infolge des
Snhofsumbaues an der Kreuzung mit dem Bahnhof Babenhauſen,
om 12. 5. bis auf weiteres geſperrt. Der Durchgangsverkehr hat über
ſe als Proviſorium neu angelegte Umleitungsſtraße zu erfolgen. Auf
elben Kraftwagen bis zu 5,5 Tonnen Geſamtgewicht 20 Km., über
* Tonnen 12 Km. Der Bahnübergang iſt in geringſter Geſchwindigkeit
ſe äüberfahren. Vorſicht!
DarmſtadtMainz zw. Hof Schönaut und Biſchofsheim bis auf
er eres geſperrt. Umleitung: Rüſſelsheim.
=MainzBingen, Km. 11,213,2, vom 16. 8. bis auf weiteres ge=
emt
. Umleitung: Gonſenheim Leniaberg Heidesheim Nieder=
inselheim
., wct
Ober=WöllſtadtNieder=Wöllſtadt (Km. 30,229,4) vom 1. 8. bis
weiteres geſperrt. Umleitung: BruchenbrückenNieder=Wöllſtadt
Beim.
BButzbach-Nieder=WeiſelNieder=Mörlen vom 1. 8. bis auf weite=
geſperrt
. Umleitung: Griedel-RockenbergSteiufurty.
Butzbach-Pohlgöns vom 15. 8. bis auf weiteres geſperrt. Um=

Samstag den 40. September 4927

PA
mehrheit
Ernſchtuf

trng: GambachHolzheimLanggöns.
SchlitzHutzdorf vom 22. 8. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung:
erigesGrebenau-Nieder=Joſſa.
SllsfeldEifa vom 22. 8. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung:
bwrod oder BrauerſchſvendRainrod.
Sonſtige Straßen in Heſſen.
DangenOffenthal Km. 2.14,0 vom 29. 8. auf 4 Wochen geſperrt.
itung: Dreieichenhain.
roß=Gerau-Mörfelden-Langen vom 5. 9. auf 3 Wochen geſperrt
Hm. 7,610,0. Umleitung: WixhauſenGräfeuhauſenWorfelden.
Ober=Sensbach-Krähenberg. Das Befahren des Gemeindeweges
der Krähenbergſtraße bei Km. 60,36 bis zum Nordausgang von
Sensbach iſt laut Polizeiverordnung vom 6. 8. für Kraftfahrzeuge
ten.
SensheinnGadernheim Km. 26,830,4 vom 12. 9. ab auf 3 Wochen
part. Umleitung: Heppenheim-Fürth.
BolfskehlenLeeheim (Ortsdurchfahrt Leeheim) vom 12. 9. auf 2
en geſperrt. Umleitung: Goddelau-Erfelden.
RonsheimWachenheim-Landesgrenze vom 15. 8. bis auf weite=
eſperrt
. Umleitung: Nieder=Flörsheim-MölsheimAlbisheim.
Tfaffen=Schwabenheim-Boſenheim Km. 35,035,7 vom 7. bis 14. 9.
rt. Umleitung Badenheim-VolxheiuHackenheim.
RofenheimKreuznach Km. 36,437,25 vom 14. bis 28. 9. geſperrt.
ltma: Boſenheim-Planig.
Aockenberg Griedel
wegen Brückenbau vom 8. 8. auf 8 Wochen
art für Laſtkraftwagen. Umleitung: MünzenbergOber=Hörgern.
Werſonenautos und Fuhrwerke iſt eine Notbrücke geſchlagen.
liſſeuheim-Nieder=Florſtadt vom 29. 8. bis 1. 10. bis zum ſog.
(Km. 5.8) geſperrt. Umleitung: BruchenbrückenAſſenheim.
sfeldRomrod, vom 29. 8. bis auf weiteres geſperrt. Umleitung:
Angenrod oder Renzendorf-VadenrodStrebendorf.

Jugendherbergen in Rheinheſſen.
In dieſer Woche wurden die Jugendherbergen in Rhain=
heſſen
von dem Leiter der Zentralſtelle zur Förderung der Volks=
bildung
und Jugendpflege in Heſſen, Herrn Schulrat Haſſinger,
beſichtigt. Wenn ſich dort auch nur Jugendherbergen in wichtigen Durch= Induſtrie in Frankfurt a M. fand in Leipzig eine große Kundgebung
gangsorta befinden, ſo wird unſere wandernde Jugend doch auch Kommunal= und ſonſtigen Behörden ſtatt. Die Veranſtaltung der
iberal in anderen rheinheſſiſchen Gemeinden fröhlich aufgenommen. Tagung waren der Deutſche Arbeitgeber= und Wirtſchaftsbund für das
In Worms hat Herr Oberſtudiendinktor Krauß mit Herrn Stu= Baugewerbe ſowie der Innungsverband Deutſcher Baugewerksmeiſter.
dienrat P. Engel im Erdgeſchoß des Gymnaſiums mehrere große
Näume gemitlich ud ſo recht im Sinne der Jugendbewegung ein=
gerichtet
. Die Uebernachtungszahl des Jahres 1926 belief ſich auf rund Staatsregierung, die die Wünſche des Baugewerbes gerne erfüllen wolle
3000 Perſonen aller Stände. Die Stadt Alzey will nach der Errich= Die Tagung ſei nicht nur volkswirtſchaftlich, ſondern auch ſozialpolitiſch
tung ihres ſchönen Stadions auch nicht zurückſtehen. Wir werden von größter Bedeutung.
dort ebenfalls ein Gebäude zur Einrichtung einer Bleibe erhalten. Nach
kurzem Beſuch im freundlichen Pfarrhaus zu Armsheim, das ſchon
um auch dieſen herrlichen Gebirgszug der wandernden Jugend zu er=
ſchließen
. Da die Jugendherberge in Bingen, die rieſigen, unſeren
ſchönen Rhein beſuchenden Wanderſchnren, nicht mehr faſſen kann, aktuelle Fragen an. Prof, Dr. Zeller von der techniſchen Hochſchule
ſchweben Verhandlungen mit der Stadtverwaltung zur Uebernahme
eines großen Gebäudes. In Freiweinheim mit ſeinem wunder=
vollen
Strandhad will der Turnverein in ſeiner neuen Turnhalle
zwei helle Räume nls Jugendherberge einrichten.
Die
Stadt Mainz hat in beſonders großzügiger Weiſe ihre bringung von Vorräten zu bieten. Auch die flachgedeckten Häuſer der
Aufgabe für das Jugendherbergswerk gelöſt. Sie ſtellte
bei Gonſenheim, zur Verfügung. Dieſe wurde ausgebaut und
rund 10 000 Uebernachtungen. Nun wartet das weinfrohe Oppen=
heim
auf den Neubau einer Jugendherberge, der vorausſichtlich man früher ohne Typiſierung Grundriß und Stockwerkshöhe auszu=
im
nächſten Jahre ausgeführt wird.
Auch das Jugendherbergswerk in Rheinheſſen iſt
wie die Arbeit in Oberheſſen und Starkenburg durch die
Zentralſtelle zur Förderung der Volksbildung und
Jugendpflege weſentlich gefördert worden. Herr Schulrat
Haſſinger ſprach am Schluſſe der Fahrt ſeine Zufriedenheit über
das Geſchaute aus und bat die Gauleitung, allen ihren Mitarbeitern deren Seite reagiere der Arbeitgeber mit einer gleichfalls zur Einſei=
für
ihre Arbeit an der Jugend den Dank der Zentralſtelle zu über=
mitteln
.

Seite 7

Hirſchhorn, 9. Sept. Waſſerſtand des Neckars am
SStember 0.99 Meter, am 9. September 1,56 Meter.
ſendenfels i. O., 8. Sept. Die hieſige Ortsgruppe für
ſendherbergen im Gau Südheſſen, hielt dieſer Tage im
hrckenhaisl ihre diesjährige Hauptverſammlung ab. Der 1. Vor=
me
, Herr Leo Hoffmann, eröffnete nach herzlicher Begrüßung
(erſammlung. An der lebhaften Ausſprache beteiligten ſich u. a.
ſerren Ludw. Böhringer, Gemeinderechner Hofmann,
Hinkel, Stierle und Schmitt, der 2. Vorſitzende des
aldklubs, Kaufmann Schmitt, und Gemeinderat Daab. Es
beſchloſſen, die Regelung der Beſitzverhältniſſe der Jugendher=
dem
neuen Vorſtand in Verbindung mit dem Gau=Vorſtand und
(emeinde zu übertragen. Herr Bürgermeiſter Schnellbacher
weitmöglichſte Unterſtützung zu, u. a. ſoll der bauliche Zuſtand
undherberge weſentlich verbeſſert, außerdem eine Spielwieſe ge=
herden
. Für den neuen Voritand wurden gewählt: Herr Ludlo.
tkiringer als 1. Vorſitzender, Herr Lehrer Stierle als zweiter
ſender, Herr P. Japtok als Geſchäftsführer. Der neue Vorſitzende
dem ſcheidenden Vorſtand ſeinen Dank für die geleiſtete Arbeit
ud verſprach regſte Arbeit für das Jugendherbergswerk in Lin=
Dann erhielt die Verſammlung eine beſondere Note durch
aregenden Worte des Herrn Blica, der die Mitarbeit der
freudig bejahte, aber auch vom neuen Vorſtand äußerſte Arbeit
4 ſung der vorliegenden Aufgaben derlangte. Spät treunte man
ſnt dem Bewußtſein, für die Gemeinde und für die Jugend ge=
1M
zu haben.
Voſer 144
die Gewähr WMM Brandau i. Odw., 8. Sept. Am 5. September feierte unſer älteſter
erhöhter De=Wiſctet. Joh. Adam Roth 1., Landwirt, ſeinen 89. Geburtstag.
jächt fau
Ele iſt noch körperlich und geiſtig friſch und geſund und hilft noch
der Landwirtſchaft mit.
loſtet k M
Pfg, nehl FVMl Aus dem Weſchnitztal, 9. Sept. Schlechte Honigernte.
hen, Dus Au 4 Aericht aus Heppenheim in Nr. 248 beſagt, daß mancher Bienen=
gezwungen
war, mitten im Sommer ſeine Lieblinge zu füttern,
zdt die Füuck.
S einem Bienenzüchter trotzdem 4 Völker verhungerten. Dasſelbe
mril 0 4
aus unſerer Gegend zu berichten; auch hier mußten die Völker,
Ai
arade die ſtarken, aufgefüttert werden, und ein Bienenzüchter in
Han

ti

eu, der die Auffütterung zu lange verſchob, hatte das Malheur,
hi nicht weniger als 5 ſtarke Völker Ende Auguſt tatſächlich ver=
ei
en. Infolge der ſtarken Brutvermehrung wurde der kleine
an Honig gänzlich aufgezehrt und die Kataſtrophe trat ein.
Bensheim, 9. Sept. Aufbauſchule. Am Sonntag, den 28.
tagte in Bensheim die Elternvereinigung an der Bensheimer
ſuſſchule. Die Tagung war wiederum außerordentlich gut beſucht,
rveis für das große Intereſſe, das die Eltern an ihrer Schule
namentlich auch angeſichts der Tatſache, daß die Eltern über

ibe. Eitee eile zu. Stie nden Sſoder. Deriäkſltlſaung
7t Berückſichtigung der Regelung der Frage in Preußen auf
des Erlaſſes des preußiſchen Miniſters für Wiſſenſchaft, Kunſt
mmit gemacht hat. Nach einer kurzen Mittagspauſe unternahmen
und Schüler bei prächtigem Sommerwetter einen gemeinſamen
ehenſein his zur Heimfahrt der Eltern Ezeſchloß die Tagung.
afgaben des Handwerks in heutiger Zeit‟. Der
wvar ſehr gut beſucht.
* in der Gaſtwirtſkaft Becht ſtattfa
viele hieſige Handwerker und Gewerbetreibende zur Gewerbe=
n
. nach Bensheim gefahren wvaren. Syndikus Dr. Kollbach
s in ſeinen über einſtündigen Ausführungen ein klares Bild
Lage, den Aufgaben und Zielen des deutſchen Handwverks in nommen.
enwart zu zeichnen. Der Vortrag feſſelte die Zuhörer bis zum
kund fand allſeitig lebhafteſten Beifall, dem der Verſammlungs=
derr
Sckmiedemeiſter Kiſſel=Zwingenberg, in herzlichen Wo en
a gab. An den Redner wurde wiederholt aus der Verſammlung
Die Bitte gerichtet, derartige Vorträge auch in den Nachbarorten
En. Eine anregende Ausſprache beſchloß die eindrucksvoll ver=
* Vortragsveranſtallung, von der man ſich im hieſigen Ortsge=
Suein Ainſtige Wirktungen derſpricht.

Auf zum Dürtheimer Wurſtmarkt.
Wurſtmarkt, Zentrum der Weinpfalz, Quinteſſenz rheinpfälziſcher
Urart, reſtlos verkörpert ſich hier pfälziſcher Schwung und Humor!
Dieſe Worte charakteriſieven treffend dieſes einzigartige hiſtoriſche Volks=
feſt
, das von Samstag, den 10., bis mit Dienstag, den 13. Sept., wieder
in altgwohnter Originalität in Dürkheim an der ſonnigen Pfülzer
Haardt (wit einem Nachmarkt am 18. September), abgehalten wird.
Wie die Geſchichte berichtet, hat ſchon im 15. Jahrhunderk ein Abt vom
nahen Kloſter Limburg den anläßlich der Wallfahrt zur längſt ver=
ſchwundemm
Michgeliskapelle bei Dürkheim entſtandenen Markt als
Michaelismarkt für ewige Zeitem genehmigt.
In einer luftigen Zelt= und Hallenſtadt vor den Toren Bad Dürk=
heims
brauſt und brandet hier der Fleiſch und Blut gewordene Pfälzer
Humor und Optimismus, inſpiriert von den Geiſtern des Pfälzer
Naturfeuerweins, der Muſik und des Geſanges zum Himmel: Die
Muſik kracht, die Gläſer klingem, die ältſten Spießer packt’s im Nu,
und froh fängt alles an zu ſingen: O Pfälzer Land, wie ſchön biſt du!
Doch ſelten nur hört man von einem Exzeß:
Da geben ſich viel tauſend Zecher ein fröhlich=feuchtes Ranydewu,
Mit dem getupften Schoppenbecher trinkt jedormann dir proſtend zu;
Und jäh entfacht vom Saft der Reben, entſteht in Hütten und in Zel
Ein laut bachantiſch=frohes Lachen, das einzig daſteht in der Welt
Eine beſondere Anziehungskraft erhält dies Jahr der Wurſtmarkt
durch die bisher unübertroffene, über das Feſt verlängerte Ausſtel=
lung
des 34. Weinbaukongreſſes. Drum heißt jetzt die
Loſung überall in ganz Südwveſtdeutſchland: Wer an Wortſchmarkt
bleibt dehäm, duht ehm läd un dauert ehm!

Sonderbach b. Heppenheim, 9. Sept. Schwerer Unfall.
ABe Provinz Starkenburg zerſtreut wohnen, zum großen Teil in Ein ſchwerer Unfall ereignete ſich geſtern nachmittag. Man war mit
euen Orten. Von vormittags 1411 Uhr an fanden Beſprechungen dem Umladen von Steinen aus einem Fuhrwerk in ein Laſtauto be=
e
bis gegen ½2 Uhr dauerten. Sie erſtreckten ſich über die ſchäftigt, als der Wagen durch das ungleiche Gewicht aufkippte. Der
intereſſierende Schulfragen, über Verhandlungen, die mit dem Bruder des Betriebsleiters, der Volontär Weimar, ſprang von dem
nmt für das Bildungsweſen geführt wurden, ſowie über die Be= Steinfuhrwerk, wurde aber von den Steinen getroffen und erlitt ſchwere
ug der Aufbauſchulen bei der Beratung des Heſſiſchen Staats= Beinquetſchungen. Man brachte den Verletzten, nach der Klinik in
r Heidelberg.
Dornheim, 8. Sept. Das evangeliſche Dekanat Groß=Gerau
feiert am nächſten Sonntag, den 11. September, ſein Jahresfeſt
für Aeußere Miſſion dahier in Dornheim. Der Feſtgottes=
enartigen
Verhältniſſe an den Aufbauſchulen und beſonders dienſt beginnt um 2 Uhr nachmittags. Zeſtprediger wird Miſſionar
Richter aus Heidelberg, Miſſionsvertreter der Brüdergemeinde, ſein.
Im Feſtgottesdienſt ſelbft ſowie in der Nachverſammlung werden ört=
Nulksbildung vom 5. Norember 1912 und der Erfahrungem, die liche Chorſchule und Poſaunenchor von Groß=Gerau mitwirken. Da für
die Feſtgemeinde der ganze Sonntag ein ſogenannter Miſſionsſonntag
ſein ſoll, hat ſich Miſſionar Richter bereit erklärt, ſchon am Vormittag
igang in die ſchöne Um ebun, Bensheims. Ein gemütliches im öffentlichen Gottesdienſt zu predigen und einen ſich dem Gottesdienſt
anſchließenden Jugend= reſpektive Kindergottesdienſt zu leiten. Nach=
Zwingenberg, 9. Sept. In einer vom Ortsgewerbeverein, mittags wird ſich an den Feſtgottesdienſt nach einer einſtündigen Pauſe
Denberg=Hähnlein in Hähnlein einberufenen Verſamm= eine Nachverſammlung im Gotteshauſe anſchließen. Die Feſtgemeinde
aach der Shndikus der Handwerkskamimer Dr. Kollbach über ladet die Dekanatsgemeinden ſowie die Gemeinden der Nachbardekanate
herzlichzt ein zu ihrem Miſſionsſonntag.
Jugenheim (Rheinheſſen), 7. Sept. Verhaftung. Hier wurde
der Separatiſtenführer Eugen Sommer, der von verſchiedenen Be=
hörden
wegen Betrugs, Urkunden= und Wechſelfälſchung geſucht wird,
auf dem Speicher ſeiner Wohnung, wo er ſich verſteckt hatte, feſtge=
I. Gau=Rlgesheim, 9. Sept. Weinbergsſchluß. Die Wein=
berge
auf Steinert, Oberer und Unterer Sand, Kriſpel, Gehauweg,
Frohnwaſſer Stiebenberg und Ufſeegewann werden vom Samstag,
den 10. d. M., ab geſchloſſen. Liedertag. Durch Beſchluß der
außerordenilichen Generalverſammlung des Männergeſangvereins Gau=
Algesheim veranſtaltet derſelbe am 16. Oktober d. J. dahier in der
Turnhalle einen Liedertag, und zwar unter Mitwirkung einiger be=
freundeter
Brudervereine.

Zweite Beunche Hauwoche.
Zu gleicher Zeit mit der Tagung des Reichsverbandes der Deutſchen
des Deutſchen Baugewerbes unter Beteiligung der Reichs=, Landes=,
Finanzminiſter Weber überbrachte die Grüße der ſächſiſchen
Stadtbaurat Ritter überbrachte die Grüße der Stadt Leipzig
und wies u. a. darauf hin, daß ſich auch das Baugewerbe mehr und
oft Wanderer vorzüglich beherbeegte, wurde am Eingang zur ſchönen mehr mit Maſchinen vertraut machen und ſich die Beſchleunigung des
rheinheſſiſchen Schweiz der Platz für eine Bleibe ausgeſucht, Wohnungsbaues mittels Nationaliſierung ganz beſonders angelegen
ſein laſſen müſſe.
Den Ausſprachen auf der Tagung ſchloſſen ſich Vorträge über
Berlin behandelte das Thema Deutſche und fremde Bau=
weiſen
und ihre Entwicklung‟. Der Redner beſchäftigte ſich
vor allem mit der Entwicklung des Deutſchen Wohnhauſes. Dieſes ſei
von älteſter Zeit an ein Dachhaus geweſen, um Räume für die Unter=
ſüdlichen
Länder ſeien keineswegs flach im Sinne von horizontal, ſon=
dem
Verband ſchon vor Jahren die geräumige Neumühle dern flachgeneigte Schutzdächer geweſen. Solche Dächer ſeien überall
dort üblich, wo längere Schneefälle, mit ihrem Druck nicht in Frage
hat unter der Verwaltung eines hauptamtlichen Herbergsvaters jährlich kämen. Der Vortragende gab weiter wertvolle Hinweiſe auf die Aus=
nutzung
des Hausraumes und zeigte an hiſtoriſchen Beiſpielen, wie
nutzen verſtand, ohne in ein totes Schema zu verfallen.
Sinnvolle und ſinnloſe Sozialpolitik lautete der
Vortrag des Prof. Dr. Ad. Lampe von der Univerſität Freiburg
Br. Hemmungen in der Entwicklung zu einer ſinnvollen Sozial=
politik
ergäben ſich gegenwärtig dadurch, daß die Arbeitnehmerſchaft
allzu einſeitig ihre ſozialen Forderungen im Auge hätte. Auf der an=
tigkeit
neigenden Betonung der wirtſchaftlichen Momente. Diesbezüg=
liche
Ausgleichsbeſtrebungen ſeien von aktuellſtem Intereſſe. Die vom
Reichsfinanzminiſterium gutgeheißene und in Erwägung gezogene Ein=
kommensdifferenzierung
durch vermehrte Heranziehung der Beſitzenden
zur Steuerleiſtung treffe dieſe nur privatwirtſchaftlich und ſchädige die
Arbeiterſchaft durch Verſchlechterung der Kapitalmarktlage, was wieder
eine verringerte Nachfrage nach Arbeit und Arbeitskraft zur Folge
hätte. Die Arbeiterſchaft könne ſich dieſer Schädigung nicht durch
Lohnerhöhungen mittels gewerkſchaftlicher Macht in ihrer Geſamtheit
erwehren. Unmittelbares Intereſſe beanſpruchten auch die aus ſozialen
Nückſichten erfolgten Eingriffe in den Wohnungsmarkt.
Prof. Dr. Garbotz von der Techniſchen Hochſchule in Berlin
machte in einem Lichtbildervortrag Ausführugen über die Ratio=
naliſierung
im Baugewerbe‟. Lange habe man im Bau=
gewerbe
mit der Rationaliſierung gezögert, wenn auch die Eigenart der
Betriebe die Urſache des langen Zögerns geweſen ſei. Ein erfveuliches
Zeichen der Wandlung ſei die Schaffung der Neichsforſchungsgeſellſchaft
in Berlin und die Arbeitsgemeinſchaft für Rationaliſierung im Bau=
weſen
. Vorbedingung für die Nationgliſierung ſei, daß der Baufach=
mann
ſchon auf der Hochſchule mit den techniſchem und wirtſchaftlichem
Fragen des Vaubetriebes vertraut gemacht werde. Erſtes Mittel zur
Rationaliſierung ſei die Arbeitsvorbereitung. Man müſſe der Ver=
wendung
von Maſchinen die Wege ebnen und das Moment der Wirt=
ſchaftlichkeit
in den Vordergrund ſtellen.
Regierungsbaurat Amos=Dresden nahm Stellung zur Wärme=
wirtſchaft
im Wohnungsbau.
Grundfragen der nationalen und internatio=
nalen
Sozialpolitik lautete der Vortrag des Regierungsprä=
ſidenten
z. D. Brauweiler, Berlin. Der Redner wies darauf hin,
daß wir uns noch in einer Uebergangszeit des Suchens nach den den
heutigen allgemeinen politiſchen und wirtſchaftlichen Verhältniſſen an=
gepaßten
Formen der Sozialpolitik befänden. Das Problem ſei beſon=
ders
ſchwierig, weil in der Sozialpolitik neben wirtſchaftlichen auch
kulturelle und menſchliche Geſichtspunkte ſehr weſentlich mitſpielten und
damit über den Kreis rein tatſächlicher Urteilsmaßſtäbe hinaus Ge=
ſichtspunkte
zu berückſichtigen ſeien, die man nicht in Statiſtiken und
Ziffern erfaſſen könne. Der Staat könne als neutvale Stelle ſehr zur
Vereinfachung und Entſpannung der ſozialpolitiſchen Auseinander=
ſetzungen
beitragen, ſodaß in den Auseinanderſetzungen mehr als bis=
her
der Geiſt der Sachlichkeit, Ehrlichkeit und Offenheit einziehe. Die
Unternehmer hätten die Arbeiterſchaft zu wirtſchaftlichem Denken zu
erziehen. Trotz mancher Enttäuſchungen müſſe dieſer Frage immer
wieder beſondere Aufmerkſamkeit zugewendet werden. Wefentlich für
die weitere Entwicklung ſei ferner, daß aus den ſozialpolitiſchen Aus=
einanderſetzungen
nach Möglichkeit die Parterpokitik herausgebracht und
das Ueberſchalten der Auseinanderſetzungen aus dem Kreiſe der
Nächſtbeteiligten in die politiſche Arena, insbeſondere in die Parlamente
vermieden werde. Infolge des durch den Friedensvertrag geſchaffenen
internationalen Arbeitsorgamismuſſes ſeien die Fragen der Sozial=
politik
heute auch Gegenſtand regelmäßiger internationaler Verhand=
lungen
und Beſchlüſſe geworden.
Dr. Hans Schmid von der Fachſchule für Malerei ud Anſtrich=
technik
und der Techniſchen Hochſchule in München ſprach über Farbe
und Verputz im neuzeitlichen Straßenbild.
Die Vorträge, die einen Zeitraum von zwei Tagen beanſpruchten,
fanden bei den Teilnehmern der Tagung ſtärkſten Widerhall.

WSN. Gießen, 9. Sept. Vielbegehrter Poſten. Um die
Stelle des Intendanten des hieſigen Stadttheaters haben ſich jetzt ſchon
100 Bewerber aus allen Teilen des Reiches gemeldet. Die Meldefriſt
läuft aber erſt am 20. ds. Mts. ab. Fortgeſetzt gehen noch Bewerbungs=
briefe
in großer Zahl ein, ſodaß die zur Auswahl und Entſcheidung
berufenen Stellen keine leichte Aufgabe zu bewältigen haben werden.
WSN. Gießen, 9. Sept. Münzenfund. Einen bemerkenswerten
Fund machte der Hüttenarbeiter Karl Kraft aus Luunsbach. Als er an
der Bauſtelle zu ſeinem neuen Hauſe grub, ſtieß er in etwa zwei
Meter Tiefe auf ein irdenes Gefäß, das 56 Geldmünzen aus dem 1.
und 16. Jahrhundert enthielt. Der Fund iſt kulturgeſchichtlich von hoher
Bedeutung.
WSN. Lauterbach, 9. Sept. Vom Blitz erſchlagen. Ueber
dem benachbarten Bermuthshain entlud ſich vorgeſtern nachmittag ein
ſchweres Gewitter. Dabei wurde eine Landwirtsfrau, die gerade auf
m Felde beſchäftigt war und Rübenblätter pflücken wollte, von einem
ſtrahl getroffen und ſofort getötet. Ihre Angehörigen fanden ſie
ſpäter tot neben dem beladenen Schubkarren liegen.
a. Aus dem Lande, 9. Sept., wird uns geſchrieben: In manchen
Schulen unſeres Landes werden gegenwärtig Verſuche mit dem Unter=
richt
in Eſperanto gemacht. Es dürfte deshalb die Aufmerkſamkeit
weiter Kreiſe erregen, wie die Mutterſprache, die Zeitſchrift
des Deutſchen Sprachvereins, die Zweckmäßigkeit dieſes Unterrichts
durch ihren Schriftleiter beurteilen ließ. Es heißt in dieſer Zeitſchrift
(Seite 138 und 139): Eſperanto oder Ido in den Unterricht der Volks=
ſchulen
einzuführen, ſogar ſchon, bevor die Frage der Zwechmäßigkeit
geklärt iſt, muß als Mißgriff bedauert werden. Je weiter dieſer
Unterricht um ſich griffe, um ſo mehr würde er das Gedächtnis von
Tauſenden oder Millionen mit einer für die Volksſchüler unerträglichen
Laſt fremder Scheinwörter beſchweren und, nicht zu vergeſſen, am aller=
meiſten
gerade die nichtromaniſchen, das heißt die deutſchen Schulkinder,
von denen im ſpäteren Leben doch nur ganz vereinzelte mit Angehörigen
fremdſprachiger Völker in Verkehr treten, während die große Mehrzahl
niemals Früchte ihres Fleißes ernten würde. Das Eſperanto würde
eine breite Brücke bauen, auf der Tauſende läſtiger Fremdwörter in
die deutſche Rede und Tauſende deutſchſprechender Menſchen in das für
ſie immer lochende Land des Weltbürgertums wandern.
vHnee
m

[ ][  ][ ]

Seite 8

Samstag, den 10. September 1927

Nummer 22

Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen:
Hildegard Schütz
Dr. phil. Gustau Hess
Landwirtschaftsassessor
September 1927
Jena

(*23664

Darmstadt

Reizende
Locken

oh. Brennſch. Abends
befeuchtet mit Lok=
kenkreuſel
=Elixier
morgens die ſchönſten
Locken und Wellen.
Haltbar, unſchädl. Er=
folg
garantiert. Fla=
ſche
(3 Monate reich.
Mk. 2.25 und Porto.
Frau J. Blocherer, Augs=
burg
2/ 49, Stadtber=
gerſtr
. 113. (IMch12 53

Ihre Verlobung geben bekannt

Eva Wenzel
geb. Kräuter
Jakob Kaſimir Wenzel

Gernsheim
13980)

Hofheim
bei Worms.

Ihre Vermählung zeigen an
Adolf Dingeldein
Immobilienmakler
Marie Dingeldein
verw. Baier.
*23779
Landwehrſtraße 39.
Die kirchl. Trauung findet Sonntag,
11. September 1927, nachm. 3½ Uhr,
in der Johanneskirche ſtatt.

Karl Boerzel
Warie Boerzel
geb. Pfeifer
Vermählte (23739
Kirchl. Trauung: Sonntag nachmittag
3 Uhr in der Stadtkapelle.

Für die uns zu unſerer Vermählung
ſo zahlreich zugegangenen Glückwünſche und
Blumenſpenden danken auf dieſem Wege
herzlichſi
Oskar Benner und Frau
Käthe, geb. Diehl.
ie3
Statt Karten.

Ihre heute nachmittag 3 Uhr in der Stadt-
kapelle
stattfindende Trauung beehren sich
anzuzeigen:

Mathilde Koch
Dipl.-Ing. Ludwig Spamer

Regierungsbaumeister a. D.
Darmstadt, 10. September 1927.

(*23695)

Darmstadt, 10. September 1927.
Wienerstr. 49.

Bei meiner Ueberſiedelung von
Darmſtadt nach Gernrode (Harz), Hagen=
tal
16, ſage ich allen lieben Freunden
und Bekannten ein herzliches Lebewohl.
Otto Heeſe
23699 Eiſenbahnoberſekretär a. D.

In der Nacht von Donnerstag auf
Freitag entſchlief ſanft nach langer, ſchwerer
Krankheit mein geliebter Mann, unſer
guter Vater, Schwiegervater, Großvater,
Bruder, Schwager und Onkel

Todes=Anzeige.
Gott der Allmächtige hat geſtern
Abendmeinen liebenMann,unſeren
guten Vater, Großvater, Schwie=
gervater
, Schwager und Onkel

Georg Mohr

Todes=Anzeige.
Am 7. ds. Mts. verſchied plötzlich und un=
erwartet
mein lieber, guter Bruder, unſer
innigſigeliebter Onkel und Sewager
Herr

Hlieelic Srrer

im 71. Lebensjahr.
Im Namen der tieftrauernd. Hinterbliebenen:
Familie Chriſtoph Speer i. R.
Familie Ludwig Speer
Regierungsrat Dr. Ketzel
Frau Dr. Ketzel, geb. Speer.
Darmſtadt, Taunusſtr. 36, pt., Dresden,
(23737
den 7. September 1927.

Die Beerdigung findet Samstag, den 10. ds. Mis. um
4* Uhr auf dem Waldfriedhof ſiatt.

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2

Adrstrte A

f

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Bamenhig
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Von der Reise zurück
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Dr. Hpper A. dr. r0sotds

Augenärzte, Rheinstr. 12
sprechst.: 1012½ und 2½5 Uhr
außer Samstag Nachmittag. ( 20788dsg
Telephon 1848.

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prakt. Zahnärztin
von der Reise zurück
Soderstr. 112
Darmstadt
Telephon 1413. (*23553ds

K
Von der Reiſe
zurück!
Generalarzt a. D.
Dr. Eichel
Saalbauſtr. 67.
13674gms)
Stsstettt

Dr. Kautzſch

Gaſtwirt
im Alter von 66 Jahren.

Schreiner
im 77. Lebensjahre von ſeinem
ſchmerzensreichen Krankenlager
erlöſt.

Für die trauernden Hinterbliebenen:
Marg. Schmidt, geb. Ewald.

Darmſtadt, den 9. Sept. 1927.
(B.13985
Heidelbergerſtr. 126.

Die Beerdigung findet Montag,
12. September 1927, nachm. 2 Uhr,
auf dem Beſſunger Friedhof ſtatt.

In tiefer Trauer:
Anna Mohr Wwe.
und Kinder.

bis Ende September
verreiſt.
Vertretung durch die
(*23680s1
Herren:
S.-R. Dr. I., Orih,
S.-R. Dr. Nebelihau,
S.-R. Dr. Bouenheimer.
FürEiſenbahnbeamte
Dr. Schifter.

Dr. Klaus
Hoffmann
Frauenarzt,
verreiſt bis 10. Okt.
Vertreter:
Herr Dr. Paul Wolff,
Frauenarzt,
Eichbergſtr. 28. (*23703

Dr. Hein

verreiſt.
Vertreter:
Herr Dr. Bernet,
Schießhausſtr. 34,
Herr Dr. Degen,
Klappacherſtr. 1
Herr Dr. Hammer
Beſſungerſtr. 3
23777
(ab 19. 9.)
Herr Dr. Leydhecker,
Heinrichſtr. 23.

Bei welch. kath. Herrn
zw. 55-65 J., Staats=
beamter
ohne An=
hang
, findet alleinſt
Fr. mittl. Alt. mit
vornehm. 3 Zimmer=
Einricht., ſpät. 6000
Verm., Aufnahme ?
Ang. nur m. Namen
u. W 248 Gſch. (*23657

Freidenkende Jüdin
30 J., tadelloſ. Ruf,
mit guter Ausſt. u.
etwas Vermög, ſuch
paſſ. Herrenbekannt=
ſchaft
zw. ehrbarer
Annäherung. Nur
ernſtgem. Zuſchriften
mit Bild unter Z. 16
an die Geſchäftsſtelle
Diskretion zugeſich.
23716)

Ehrenſache.
Gebild. Dame aus
guter Fam., 29 J., ev.,
ehr hübſche Erſch.,
tüchtig im Haush.,
nuſik, kaufm. gew.,
gut. Ausſt. u. Verm.,
teils ſofort, w. paſſ.
Lebensgef. i. g. Poſit.
Beamter bevorz. An=
geb
. m. Bild u. W 226
an d. Geſchſt. (*23603

Ordentl. br. Mädchen
v. Lande, evgl., 27 J.
n. Ausſteuer u. ſpät.
elterlich. Anteil, ſucht
liebev.Herrn i ſicherer
Stellung zw ſpäterer
Heirat
Angeb. mögl. m. Bild
u. Z.30 Geſchſt. (*23752

Darmſtadt, den 9. September 1927.
Pallaswieſenſtr. 43.
(23727

Die Beerdigung findet Montag, den 12 Sep=
tember
, nachmittags 3 Uhr, auf dem alten
Friedhof ſtatt.
Beileidsbeſuche dankend verbeten.

Die Beerdigung der
Frau Marie Schnur
ſindet nicht Samstag 11½Uhr, ſondern
nachmittags 5 Uhr
auf dem Waldfriedhofe ſtatt. (*23734

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Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Anteilnahme an unſerem ſchweren
Verluſt, ſowie für die reichen Blumen=
ſpenden
ſagen herzlichen Dank (*23756
Im Namender trauernden Hinterbliebenen:
Familie Waldhaus. Darmſiadt
Familie Schrade, Roßdorf.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unſere
liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroß=
mutter
, Schweſter, Schwägerin und Tante

Frau Margarete Steiauf
geb. Hoffmann

heute nachmittag um 3 Uhr im Alter von 72 Jahren
heimzurufen.
Im Ramen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Sperb, Groß=Zimmern
Familie Steiauf, Frankfurt a. M.
Groß=Zimmern, den 8. September 1927.
13923

BahlienuSchau
von Samstag, den 10. bis einſchl. Montag, 12 Sept.
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vorspricht, unter W 139 an die Ge-
schäftsstelle
ds Blattes. (TV.13789

Dankſagung.

Von allen Seiten ſind uns anläßlich des
Hinſcheidens unſerer lieben Schweſter

A
Sonanna

ſo viele Beweiſe der Liebe und Verehrung zu
teil geworden, wofür wir hiermit unſeren
innigſien Dank ausſprechen. Ganz beſonderen
Dank Herrn Pfarrer Vogel für die ſo wohl=
tuenden
Worte bei der Einſegnung und am
Brabe.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Wilhelm, Franz und Albert Nan.
Darmſtadt, den 9. September 1927. (13942

Kleine Anzeigen an= und Verkäufe uſw.)
finden durch das Darmſtädter Tagblatt
die weifeſie Verbreitung

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Ifnahnn

Nummer 251

Nachrichten des Standesamts Darmſiadt.
gentorbene. Am 21. Auguſt: Charlotte Katharine Eliſabethe Scharf,
AEhefrau d. Amtsobergehilfen i. R., hier, Beſſunger Str. 81; Anna
Eymann, geb. Vogt, 63 J., hier, Erbacher Straße 59. Am
Clliſabeth
Auauſt: Adam Plaum, Städt. Erheber, 61 J., Mühlſtraße 13;
earl Juſtus Theodor Simon, Förſter, 51 J., Felsberg, Beeden=
chen
, Kreis Bensheim, hier, Stadtkrankenhaus; Johannes
temmann, Buchhalter, 39 J., ledig, in Lindenfels, Kreis Bensheim,
er Grafenſtr. 9; Gertrude Helene Kern, 13 Tage, Eberſtadt, hier,
ſergfenſtr. 9. Am 23. Auguſt: Paul Karl Otto Mende, Kaufmann,
G iſabethenſtraße 23. Am 24. Auguſt: Peter Mann I., Nachtſchutz=
monn
, 66 J. Griesheim, hier, Stadtkrankenh us. Am 94. Auguſt:
erlach, Anna Maria, geb. Fuhr, 71 J., Viktoriaſtraße 50½; Seloco,
earl Emil, Werkführer i. R., 65 J., Wendelſtadtſtraße 36.
Am
Auguſt: Volz, Karoline Eliſabethe, geb. Finger, 32 J., Heinrichs=
ſtaße
108; Hartmann, Luiſe, Diakoniſſe, 45 J., ledig;
Ridfuß,
gertharine Margarete Hilde, Schülerin, 10 J.
Am 24, Auguſt:
Fhillermann, Karl Friedrich, Metzgermeiſter, 71 J., Eſchollb-ücher=
Taf. Am 26. Auguſt: Göbel, Georg, Rechnungsrat, 71 J., Bis=
murchſtraße
56. Am 28. Auguſt: Mannheimer, Sophie, Privatin,
Jahre, ledig, Mathildenplatz 9. Am 27. Auguſt: Lannert,
Mailipp, Schmied und Kriegsinvalide 50 J., Weiterſtadt, hier, Grafen=
ſtraße
9. Am B. Auguſt: Rink, Adam, Fabrikarbeiter, 26 J., Klein=
innſtdt
, hier, Erbacherſtraße 25: Dotter, Anna, geb. Vogel, 28 J.,
Mrchaelisſtraße 16.
Am 29. Auguſt: Fröhlich, Margarete, Strtze,
eig, Wehprechtſtraße; Becker, Eliſe, Fabrikarbeiterin, ledig, 24 J.,
2Sburg, hier, Grafenſtraßa 9. Am 27. Auguſt: Mahr: Margarete
w. Meckel, 67 J., Traiſa (Kr. Darmſt.), hier, Grafenſtr. 9. Am 30.
auſt: Mainzer, Dina, ohne Beruf, ledig, 68 J., Kaſinoſtr. 19. Am
1: Auguſt: Veith, Helga, 1 Mon., Forſtmeiſterplatz 5 Am 30. Auguſt:
Syckelfelinſky, Auguſt Wilhelm Heinrich Erich, Ober=Inſpizient beim
Lndestheater, 34 J., Heinheimerſtraße 77; Kurze, Hieronymus Wil=
zerm
Friedrich, Amtsgehilfe i. R., 73 J., Orangerieſtr. 14; Reinheimer,
Päilip
Buchdruckmaſchninenmeiſter, 54 J., Karlſtr. 11. Am 29.: Kath.
ſſuzenhagen geb. Ganß, 78 J., Witwe des Kaufmanns. Emilſtraße 7.
m 30.: Georg Otto Landzettel, Friedhofsarbeiter, 48 J., Inſelſtr. 19;
Brrbara Giſenhut geb. Roß, 52 J., Witwe des Bahnhofsreſtaurateurs.
durdskronſtraße 71.

Samstag, den 10. September 1927

Geite 9

Kirchliche Nachrichten
Evangeliſche Gemeinden.
13. Sonntag noch Trinitatis (11. September 1927).
iEn allen Kirchen Kollekte für die evang. Gemeinden in Oeſterreich.
Stadtkirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heil
ndmahls. Pfarrer Wagner. Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottes=
ſigeſt
. Pfarrer Heß.
Stadtkirche iſt wockhentags von 9 bis 6 Uhr zu ſtiller Andacht
geöffnet. Eingang Nordzire.
Stadtkapelle. Vorm. 8.30 Uhr: Morgenandacht. Pfarrer Kle=
ger
Vorm 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Heß. Vorm.
1.5 Uhr: Kindergottesdienſi. Pfarrer Kleberger. Abends 6 Uhr:
endgottesdienſt. Dr. Avemarie.
Schloßkirche. Vorm. 9 Uhr: Chriſtenlehre. Pfarrer Zimmer=
umn
. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Eröffnung des Kon=
ſirmandenuter
richts für die Schloßgemeinde, Pfarrer Zimmermann.
m. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Zimmermann.
Konfirmandenfaal im Schloß. Dienstag, 13. September, abends
Uhr: Vereinigung konfirmierter Mädchen. Mittwoch, 14. Sep=
Ber, abends 8 Uhr: Jugendvereinigung der Stadrgemoinde (jüngere
Zilung): Poſaunenchor. Freita, 16. September, abends 8 Uhr:
reinſame Sitzung des Kirchenvorſtandes mit den Vorſtänden des
evereins und der Männervereinigung der Schloßgemeinde,
Gemeindehaus (Kiesſtraße 17). Sonntag, 11. September, abends
Uhr: Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (ältere Abteilung).
rtag, 12. September, abends 8 Uhr: Jugendbund der Lukas=
weinde
Dienstag, 13. Septembn, abends 8 Uhr: Kirchenchor
Stadtkirche Jugendvereinigung der Stadtgemeinde (jüngere Ab=
g
). Mädchenvereinigung der Reformationsgemeinde (ältere
eilung). Mittwoch, 14. September abends 8 Uhr: Kirchenchor
Stadtkapelle und Schloßkirche. Mädchenvereinigung der Refor=

mationsgemeinde (jüngere Abteilung). Jugendbund der Markus
gemeinde. Donnerstag, 15. September, abends 8 Uhr: Jugend=
bund
der Lukasgemeinde: Singkreis. Freitag, 16. September, abends
Uhr: Jugendbund der Kaplaneigemeinde. Jugemdvereinigung der
Stadtgemeinde (füngere Abteilung).
Amtshandlungen an Auswärtigen: Pfarrer Heß.
Martinskirche. Vormittags 8.20 Uhr: Chriſtenlehre für den Oſt=
bezirk
in der Kirche. Pfarrer Beringer; für den Weſtbezirk im Ge=
meindehaus
. Pfarrer D. Waitz. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Saal. Vorm. 11 Uhr: Kindergotesdienſt für den Weſt=
bezirk
. Pfarrer D. Waitz.
Altersheim. Vormittags 10 Uhr: Predigtgottesdienſt. Pfarrer
D. Waitz.
Martinsgemeinde (Verſammlungen). Montag, 12. September,
abends 8 Uhr im Gemeindehaus: Mädchenvereinigung Weſt. Diens=
tag
, 13. September, abends 8 Uhr im Gemeindehaus: Jugendvereini=
gung
; im Martinsſtift: Kirchenchor. Mittwoch, 14. September
abends 8 Uhr im Martinsſtift: Mädchenvereinigung Oſt. Donners=
tag
, 15. September, abends 8 Uhr im Gemeindehaus: Mädchenvereini=
gung
Weſt; Mauerſtraße 5: Poſaunenchor. Freitag, 16. September,
abends 8 Uhr im Gaeindehaus: Jugendvereinigung (ältere Abteilung).
Johanneskirche. Vorm. 9 Uhr: Chriſtenlehre des Südbezirks.
Pfarrer Goethe. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Goethe.
Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Montag, 12. September,
nachm. 5.30 Uhr: Helferſitzung des Nordbezirks. Pfarrer Marx.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonic). Vormittags
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Dr. Avemarie. Vorm. 11.15 Uhr:
Kindergottesdienſt.
Befſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr: Eröffnungs=
gottesdienſt
des Konfirmandenunterrichts (Hauptgottesdienſt). Pfarr=
verwalter
Schäfer. Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarr=
verwalter
Schäfer. Dienstag, nachm. 3 Uhr: Sitzung der Frauen=
hilfe
. Donnerstag, abend3 8 Uhr: Vereinsabend des Frauenvereins.
Panluskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Feier des heil.
Abendmahls mit Vorbereitung. Pfarrer Rückert. Vorm. 11.30 Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert. Abends 8 Uhr: Jugendvereini=
gung
. Montag, abends 8 Uhr: Jugendbund. Dienstag, abends
8.15 Uhr: Kirchenchor.
Stiftskirche. Vormitags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Hickel.
Vorm. 11.15 Uhr: Kindergottesdienſt.
Evang. Sonntagsverein.
Nachm. 4 bis 7 Uhr: Vereinsſtunden. Donnerstag, 15. September,
abends 8 Uhr: Betſtunde.
Schloßkapelle Kranichſtein. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarr=
aſſiſtent
Wißmütller
Stadtmifſion (Mühlſtraße 24). Sonntag, vorm. 6.30 Uhr: Hof=
ſingen
. Vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde. Vorm. 11.15 Uhr: Kinder
gottesdienſt. Nachm. 3.30 Uhr: Bibelſtunde. Prediger Semmel.
Montag, nachm. 4 Uhr: Frauenarbeitsſtunde. Dienstag, nachmittags
4 Uhr: Frauenbibelſtunde. Mittwoch, nachm. 4 Uhr: Kinderbund
für Knaben und Mädchen. Donnerstag, abends 8.30 Uhr: Bibel=
ſtunde
. Prediger Semmel. Freitag, abends 8.30 Uhr: Blaukreuz=
Bibelſtunde und Bibelſtunde in der Kinderſchule, Beſſungerſtraße 80.
Prediger Neuber. Samstag, abends 8.30 Uhr: Poſaunenchor.
Jeden 1. und 3. Dienstag im Monat Kriegerdankbund.
Voranzeige: Sonntag, den 18. September: Jahresfeſt der Stadtmiſſion
und des Jugendbundes für E. C.
Jugendbund für E. C. (Mühlſtr. 24). Sonntag, nachm. 2.30 Uhr:
Bibelbeſprechſtunde für junge Männer; 4.45 Uhr: Bibelbeſprechſtunde
für Mädchen. Dienstag, abends 8.30 Uhr: Gebetsſtunde für Mäd=
chen
und Mädchenkreis. Mittwoch, abends 8.15 Uhr: Freundeskreis
für junge Männer: Sittlichkeitsverſammlung. Diakon Hybotter:
Rein bleiben und reif werden. Donnerstag, abends 8 Uhr: Gebets=
ſtunde
für junge Männer.
Chriftlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtr. 22, Infan=
teriekaſerne
, Hof links.) Samstag/Sonntag: Nachſpiel im Wald und
anſchließender Landheimſonntag. Treffen um 8 Uhr abends am Böllen=
falltor
. Montag, 12. September, abends 8.30 Uhr: Beſprerhſtunde
von Lebensfragen moderner junger Menſchen. G. A. Gedat. Mitt=
woch
, 14. September, nachm. 4 Uhr: Spielen und Sport der Jung=
ſchar
in der Ludwigs=Oberrealſchule. Abends 8.30 Uhr: Bibelbeſprech=
ſtunde
im Jungmännerkreis. Donnerstag, 15. September, abends
8 Uhr: Heimabend. Freitag, 16. September, abends 8 Uhr: Tur=
nen
und Körperſchule in der Turnhalle der Ludwigs=Oberrealſchule.

Samstag, 17. September, nachm. 4 Uhr: Jungſcharſtunde. Was ich
euch alles von der Oſtſee mitbrachte‟ G. A. Gedat.
Chriſtlicher Jugendverein (Konfirmandenſaal, Schloßkirche). Sonn=
Montag.
tag, 11. September, abends 8 Uhr: Diskuſſionsabend.
12. September, abends 8.30 Uhr: Unterhaltung. Mittwoch, 14. Sep=
tember
, abends 8.30 Uhr: Jugendbibelſtunde. Donnerstag, 15. Sep=
tember
, abends 8 Uhr: Poſaunenchor.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Die Chriſtengemeinſchaft. Sonntag, den 11. September, vormittags
745 Uhr: Menſchen=Weihe=Handlung mit Predigt. Heidelberger=
ſtraße
9½, III.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauerſtraße 17.
Sonntag, den 11. September, vorm. 10 Uhr: Was kann uns Abraham,
der Vater der Gläubigen, lehren? Vorm. 11 Uhr: Sonntagsſ ile,
Abends 8.15 Uhr: Wie erlangt man Gewißheit über Gott? Donnerstag,
den 15. September abends 8.15 Uhr: Auslegung des Jakobusbriefes.
Zu allen Veranſtaltungen iſt Jedermann herzlich willkommen. Prediger
Conrad.
1
irche Jeſu Chriſti der Heiligen der letzten Tage (Darmſtadt, Nied.=
Ramſtädter Straße 13). Sonntag, vormittags 10.30 Uhr: Sonntags=
ſchn

Abends 7.30 Uhr: Predigtverſammlung. Montag, abends
8 UI
: Frauenverein und Brüderſchule. Mitwoch, abends 8 Uhr:
Fortbildungsverein. Jedermann herzlich willkommen.
Thriſtliche Gemeinſchaft Darmſtadt (Mollerſtr. 40). Sonntag, den
11. Sept., vorm. 9.30 Uhr: Andacht.
Nachm. 3.30 Uhr: Jugend=
bund
. Abends 8.15 Uhr: Evangeliſation. Mittwoch, abends 8.15
Uhr: Bibelſtunde. Jedermann herzlich willkommen.
Evangeliſche Gemeinſchaft, Eliſabethenſtraße 44. Sonntag, den
11. September, vormittags 10 Uhr: Predigt. 11 Uhr: Sonntags=
ſchule
Abends 8 Uhr: Predigt. Montag, abends 8.15 Uhr: Nach=
ier
im Jugendverein. Dienstag: Singſtunde. Mittwoch: Frauen=
ſerein
. Donnerstag: Bibelſtunde. Jedermann iſt herzlich eingeladen.
Prediger Sauer.
Möttlinger Freundeskreis. Montag, den 12. September, abends
8.30 Uhr, im Feierabend, Stiftſtraße 51, Bibelſtunde. (Prediger Loos,
Fragkfurt.)
Auswärtige Kirchen.
Evangeliſche Kirche zu Eberſtadt. Sonntag, den 11. September,
vorm. 8.45 Uhr: Chriſtenlehre der Knaben; 9.30 Uhr: Gottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Wolf; 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Mittwoch, d
14. September, abends 8 Uhr: Mädchenvereinigung; abends 8.30 Uhr;
Kirchengeſangverein. Freitag, 16. September, abends 8.30 Uhr:
Poſaunenchor des Wartburgvereins.
In der Provinzial=Pflege=Anſtalt. Sonntag, den 11. September,
nachm. 2 Uhr:
Gottesdienſt Pfarraſſiſtent Wolf.
Evangeliſche Kirche zu Nieder=Ramſtadt. Sonntag, den 11. Sept.
(13. n. Trin.): Vormittags 9.30 Uhr: Hauptgottesdienſt; vormittags
10.30 Uhr: Chriſtenlehre. Montag: Jugendvereinigung. Diens=
tag
: Kirchenchor. Mittwoch: Jungmädchenverein. Donnerstag:
Frauenverein.
Evangeliſche Gemeinde Roßdorf. 13. Sonntag nach Trin., 11. Sept.
Sonntag, vorm. 9.30 Uhr: Hauptgottesdienſt. Vorm. 10.30 Uhr
Kindergottesdienſt. Mittwoch abend: Jugendbund Wartburg.
Katholiſcher Gottesdienſt.
St. Liebfrauen (Klappacherſtraße). Vor Sonn= und Feiertagen:
nachmittags von 5 bis 7 Uhr und abends von 8 Uhr an Beicht=
gelegenheit
. Sonntag, den 11. September Feſt Mariä Geburt
Kirchenpatronin und Jahrestag der Einweihung der Kirche
Vormitags von 6 Uhr an Gelegenheit zur heiligen Beichte. 7 Uhr:
Frühmeſſe. Vor und in der heil. Meſſe Austeilung der heil. Kom=
munion
. Generalkommunion der Marianiſchen Leviten= Jungfrauen=
kongregation
. 9½ Uhr: Hochamt und Predigt. Vorher Austeilung
der heiligen Kommunion. Kirchenchor ſingt. Nachmittags 2.30 Uhr:
Predigt. 3 Uhr: Marianiſche Jungfrauenkongregation, Aufnahme
neuer Mitglieder und Prozeſſion. 4.30 Uhr: weltliche Verſammlung.
Werktagsmeſſe 1½ Stunde vor Schilbeginn, d. i. 6.14 Uhr.
Martinskapelle (Herdweg). An allen Sonn= und Feiertagen 8 Uhr
heilige Meſſe mit Predigt. Vorher Beichtgelegenheit. Vor und in der
heiligen Meſſe Austeilung der heiligen Kommunion.
Während der Schulzeit Dienstags und Freitags 1½ Stunde vor
Schulbeginn heilige Meſſe mit Austeilung der heiligen Kommunion in
der heiligen Meſſe. Vorher Beichtgelegenheit.

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[ ][  ][ ]

Deutſche Leiterin
der Internationalen Kinderhilfe.

Die Kölner Preſſs hat eine 3=Kilometer=Front am Rhein.

Frau Anna von Gierke, Berlin,
Präſidentin der deutſchen Zentrale für freie Jugend=
wohlfahrt
, iſt vom Generalrat der Internationalen
Kinderhilfe in den Vollzugsausſchuß gewählt worden.
Frau von Gierke iſt eine Tochter des verſtorbenen
großen Rechtslehrers der Berliner Univerſität Prof.
v. Gierke und hat auch am politiſchen Leben aktiv
teilgenommen.

Neues aus dem Frankfurter Zov.
Im Antilopenhaus iſt eine Reihe Jungtiere zu
berzeichnen, die ſich im Laufe der letzten Wochen gut
entwickelt haben. Das junge Streifen=Gnu iſt bereits
ſtattlich herangewachſen und hat ſchon deutliche
Hörner bekommen. Auch der junge Elipſenwaſſer=
bock
iſt gut gediehen. Im Hirſchhaus haben die
männlichen Hirſche jetzt ihr volles Geweih aufgeſetzt,
vor allem die rieſigen nordamerikaniſchen Wapitis
bilden jetzt einen Hauptanziehungspunkt. Im
Aquarium kann man jetzt ſehr ſchön die Brutpflege
der prächtig gefärbten ſüdamerikaniſchen Chanchitos
beobachten.
Die Entgleiſung des Schnellzuges D 90.
Würzburg. Die bereits gemeldete Entglei=
ſung
des Schnellzugs D 90 ereignete ſich an der
erſten Weiche der Station Oberdachſtätten, wo
die Maſchine plötzlich vom Durchfahrtsgleis auf das
Nebengleis überging. Der Lokomotivführer betätigte
ſofort die Notbremſe, um einen Zuſammenſtoß mit
dem dort ſtehenden Güterzug zu verhüten. Dabei
entgleiſte die Lokomotive und wurde von dem nach=
drückenden
Zug noch einige Wagenlängen vorwärts=
geſchoben
, wobei der Packwagen und der erſte Per=
ſonenwagen
umſtürzten, während fünf weitere
Perſonenwagen aus dem Gleis ſprangen. Nach einer
Mitteilung der Reichsbahndirektion Würzburg iſt es
angeſichts des ſchauerlichen Anblicks der Unfallſtelle
geradezu unbegreiflich, daß die Entgleiſung glück=
licherweiſe
ohne Verluſte an Menſchen=
leben
oder beſonders ernſte Verletzungen abge=
gangen
iſt. Im ganzen ſind elf Perſonen
verletzt worden, von denen nur zwei ins Kran=
kenhaus
gebracht zu werden brauchten, während die
übrigen nach ärztlicher Behandlung die Reiſe fort=
ſetzen
konnten. Die Urſache des Unfalles bildet nach
der Mitteilung der Reichsbahndirektion zurzeit noch
ein Rätſel. Ein Ausfahrt=Vorſignal und weiße
Laternen zeigten nach Angabe des Lokomotivperſo=
nals
das richtige Bild. Sie ſtimmten mit dem Stand
der Weiche am Stellwerk. Die Weiche mußte alſo
auf das gerade Gleis geſtanden haben. Die Aufräu=
mungsarbeiten
werden noch einige Tage dauern. Der
Materialſchaden iſt erheblich.
Zwei Perſonen ertrunken.
Haltern. Ein hieſiger Landwirt nahm mit
ſeinem Eleven ein Bad in der Stever. Plötzlich ging
der des Schwimmens unkundige Eleve unter. Der
Landwirt wollte ihn retten, geriet dabei aber in
einen Strudel und wurde mit in die Tiefe gezogen.
Beide ertranken.

Die Erhaltung des Rudolf=
Eucken=Hauſes geſichert.

Ui


e
Ee

Das Rudolf=Eucken=Haus in Jena
foll demnächft ſeiner Beſtimmung übergeben werden.
Es iſt als geiſtiger Mittelpunkt für ausländiſche
Gelehrte und Studierende vorgeſehen. Die Witwe
des großen Philoſophen wird ihre Wohnung im
Haufe auf Lebenszeit behalten

Die Preſſa, Internationale Preſſe=Ausſtellung in Köln,
wird ein Zentrum des nächſtjährigen Fremdenverkehrs. Das Ausſtellungsgelände beginnt bei
der auf unſerem Bilde im Hintergrunde ſichtbaren Hängebrücke, hat eine 3 Kilometer lange
Front am Rhein und umfaßt eine Fläche von 500 000 Quadratmetern.

Weltkongreß der Fachpreſſe in Berlin.
Vom 26. bis 30. September wird in Berlin der
3. Internationale Kongreß der Fachpreſſe, übrigens
die erſte Veranſtaltung dieſer Art in Deutſchland,
ſtattfinden. 25 Länder der Erde haben bereits Ver=
treter
angemeldet: Frankreich, Italien, Oeſterreich,
Spanien und Ungarn erſcheinen mit beſonders großen
Abordnungen. Die Verhandlungen werden im Hauſe
der Preſſeabteilung der Reichsregierung, dem Pa=
lais
Leopold, am Wilhelmsplatz, ſtattfinden und
durch eine Anſprache des Reichswirtſchaftsminiſters
Dr. Curtius in Gegenwart führender Perſönlichkeiten
von Staat, Wirtſchaft und Wiſſenſchaft eröffnet wer=
den
. Das Tagesprogramm iſt ungemein vielſeitig
und umfaßt u. a. die Stellungnahme dieſer Wirt=
ſchaftsgruppe
zum Kartell= und Truſtproblem, ſowie
gegenüber dem in letzter Zeit auch im Preſſeweſen
beſonders fühlbaren Wettbewerb der öffentlichen
Hand. Daneben werden Fragen zwiſchenſtaatlicher
Zuſammenarbeit und Urheber=Rechtsfragen zur Er=
örterung
gelangen. Ein umfangreiches geſellſchaft=
liches
und Beſichtigungsprogramm wird die Tagung
umrahmen, von der man wohl mit Recht erwarten
darf, daß ſie nicht nur für die deutſche, ſondern auch
für die ausländiſche Fachpreſſe von großer Bedeutung
ſein wird.
Hinrichtung zweier Raubmörder.
Magdeburg. Donnerstag morgen wurden
im hieſigen Gefängnis die polniſchen Raubmörder
Petrow und Urbanſki hingerichtet. Die bei=
den
hatten in den Jahren 1925/26 mit ihren Banden
die Altmark durch Einbrüche und Raubüberfälle un=
ſicher
gemacht und waren verſchiedentlich zu längeren
Freiheitsſtrafen verurteilt worden, doch gelang es
beiden, mehrmals auszubrechen. Anfangs Septem=
ber
1925 verurteilte nun das altmärkiſche Schwur=
gericht
in Stendal Petrow wegen Ermordung eines
polniſchen Landarbeiters zum Tode; Urbanſki wurde
wegen Ermordung eines Ehepaares, eines Oberland=
jägers
und eines Arbeiters dreimal zum Tode ver=
urteilt
.
Schweres Exploſionsunglück.
Burg bei Magdeburg. Ein ſchweres Unglück
ereignete ſich Freitag früh in der Feldmark Troxel.
In der Gabelung der alten Heerſtraße nach Niegripp
fand ein Schulkind auf einem Ausflug ein
Sprenggeſchoß, nahm es auf und warf es fort.
Die Wirkung war furchtbar. 15 Kinder erlitten
Verletzungen, vier davon ſchwere. Sämtliche
Verletzten wurden in das Burger Krankenhaus ge=
bracht
.
Raubüberfall im Eiſenbahnabteil.
Berlin. In dem Nachtperſonenzug Meiningen
Eiſenach wurde Freitag früh, zwiſchen den Sta=
tionen
Immelborn und Salzungen ein Raubüberfall
ausgeführt. In ein halb dunkles Abteil drang ein
Räuber, der den einzigen anweſenden Paſſagier
unter Vorhaltung eines Revolvers zur Herausgabe
ſeiner Barmittel aufforderte. Dabei entſtand ein
Handgemenge, bei dem der Ueberfallene verſuchte,
die Notbremſe zu ziehen. Dem Räuber gelang es,
den Paſſagier an die Tür zu drängen und
aus dem fahrenden Zuge hinauszuwerfen.
Der Ueberfallene erlitt ſchwere Verletzungen an
Kopf und Händen, vermochte ſich jedoch bis zur
nächſten Station zu ſchleppen. Dem Täter iſt man
bereits auf der Spur.
Das Berufungsurteil im Brandſtiftungsprozeßi
Schneider.
Frankfurt a. O. Am Freitag vormittag er=
folgte
nach viertägiger Verhandlung die Urteilsver=
kündung
in der Straffache gegen den Kaufmann
Hans Schneider aus Berlin wegen Anſtiftung
zu dem am 8. Januar 1926 entſtandenen Brand in
Stenzig, Kreis Weſternberg, und Verſicherungs=
betrugs
. Anſtelle der vom Schöffengericht erkannten
Zuchthausſtrafe von drei Jahren wurde auf eine
Zuchthausſtrafe von zwei Jahren, an=
ſtelle
der Geldſtrafe von 5000 Mark auf eine ſolche
von 10000 Mark erkannt. Eine Anrechnung der
Unterſuchungshaft findet nicht ſtatt.
Großfeuer.
Danzig. Nach einer Meldung der Danziger
Zeitung aus Oliva wurde die dortige Fettfabrik
Cocopur durch ein Großfeuer zerſtört. Die ge=
ſamten
Vorräte wurden ein Raub der Flammen.

Nachſpiel zum Fliegerunglück am Arlberg.
EP. Belgrad. Die Kataſtrophe der Militär=
flieger
am Arlbergpaß dürfte vorausſichtlich ein poli=
tiſches
Nachſpiel finden. Der Tod des Kommandanten
des Neuſatzer Fliegerregiments, Petrowitſch, veran=
laßte
deſſen Bruder, einen Richter in Schabatz, an
das Kriegsminiſterium eine Eingabe zu richten. Eine
Unterſuchung der Begleitumſtände des Unglücks hätte
ergeben, daß nach Meinung der öſterreichiſchen Be=
hörden
die Kameraden nichts getan
hätten, um Petrowitſch zu retten. Statt das
Terrain abzuſuchen, hätten ſie ihren Flug nach Jugo=
ſlawien
fortgeſetzt.
Erdbeben.
EP. Madrid. Nach einer Meldung aus Al=
hucemas
iſt in der Gegend von San Jurgo eine
heftige Erderſchütterung verſpürt worden, die aber
anſcheinend keinen nennenswerten Schaden verurfacht
hat.
Schwere Bluttat eines Irrſinnigen.
EP. Paris. Die Polizei hat am Donnerstag
in der Nähe von Boulogne einen Irrſinnigen ver=
haftet
, der am Mittwoch in einem Anfall alkoho=
liſcher
Wut mit einem großen Metzgermeſſer auf alle
Reiſenden eingeſchlagen hatte, denen er im 1.=Klaſſe=
Abteil des Schnellzuges Paris-Boulogne begegnete.
Er hatte auf dieſe Art einen Reiſenden ge=
tötet
und fünf anderer ſchwer verletzt, dar=
unter
zwei Frauen. Sämtlicher Reiſenden hatte ſich
eine wilde Aufregung bemächtigt. Der Zugführer
ſchoß auf den Wahnſinnigen, nachdem von allen
Seiten das Notſignal gezogen worden war. Die
Kugel ging aber fehl, worauf der Verbrecher aus
dem Zuge ſprang und einſtweilen entkommen konnte.
Der Täter war früher in einem Irrenhaus, war
dann aber als geheilt entlaſſen worden.

Exploſionen in Chicago.
EP. New York. Nach einer Meldung aus
Chicago ereigneten ſich in einem ſüdlichen Viertel
der Stadt drei Exploſionen, deren Urſache
noch nicht feſtgeſtellt werden konnte. Nach den bis=
herigen
Ermittlungen wurden drei Perſonen
getötet und mehrere verletzt.

Eiſenbahnzuſammenſtöße in Amerika.
EP. New York. In Evansville, im Staate
Indiana, ſind durch einen Eiſenbahnzuſammenſtoß
drei Perſonen getötet und 20. verletzt worden.
In der Nähe von Calgary, in der kanadiſchen
Provinz Alberta, ſind ebenfalls durch einen Zuſam=
menſtoß
zwei Perſonen getötet und 25 ver=
letzt
worden.

Tödlicher Fallſchirmſprung.

Tragiſcher Unglücksfall.
Die zwölfjährige Tochter eines Bahnſchaffners
in Plathe (Pommern) wollte auf dem Spriritus=
kocher
Milch für ihre Geſchwiſter wärmen. Als ſie
aus einer Flaſche Spiritus in den brennenden
Kocher nachgoß, explodierte die Flaſche und
die Kleider des Mädchens und ihres neunjährigen
Bruders grieten in Brand. Der Knabe ſtarb an
den Brandwunden, das Mädchen wurde lebensge=
fährlich
verletzt.

Das Ehepaar Triebner
hat auf dem Altenburger Flugtage einen doppelten
Fallſchirmabſrung vorgeführt. Die Frau landete
glücklich, indeſſen der Fallſchirm des Mannes am
Rumpfe des Flugzeuges hängen blieb und zerriß.
Triebner ſtürzte aus einer Höhe von 400 Metern zur
Erde. Im Krankenhaus iſt der wagemutige Springer
ſeinen Verletzungen erlegen.

Der Unfug der Ozeanflügl
mit Landflugzeugen.

Die Old Glorn aufgegeberl.

Ihr zeigt uns den Weg, wir folgen. So lant
die Inſchrift auf der Schleife eines Kranzes.
von Bertaud zu Ehren Nungeſſers und Colis
ter der Neufundlandküſte abgeworfen wurde. .7
folgen .. ." Trotz der unzähligen warnenden 3
ſpiele und eindringlichen Mahnungen, gerade in 1
letzten zwei Wochen, hat es der Flieger Bertr
dennnoch unternommen, den Spuren der ensn
Ozeanflieger zu folgen. Er hatte wohl die wenm=

Erfolgreichen vor Augen, als er ſein Wagnis uru=
nahm
, er wollte Lindbergh, Chamberlin und TB.

ant
ih
ſ6t.
10N

Ha
Uinb

folgen. . . . Wenn nicht alle Anzeichen trügen, m.r
er aber nicht mehr das Schichſal dieſer mit Ek
und Anerkennungen Ueberhäuften teilen. Pe
Stunden lang hat ein Ozeandampfer vergeblich 5u
Stelle abgeſucht, die in dem erſten SOS=Ruf in
Stand des Flugzeuges bezeichnet wurde, ohne a u
nur eine Spur von ihm zu finden.. Man iſtuf
Amerika in großer Erregung und reduziert nun n9
Hoffnung auf eine Rettung der Flieger auf ein
nimum, zumal von einem zweiten Notruf des Fäu 1
zeuges nur noch der erſte S=Buchſtabe aufgenomme
werden konnte und der Sender des Flugzeuges
auf unmittelbar abbrach. Es wird angenommen, ,0
iandt
das Flugzeug alſo nicht, wie es urſprünglich I
eine Notlandung auf dem Ozean vornehmen mun
ſondern wahrſcheinlich infolge eines Motorverſche, n
oder eines anderen Defekts in den Ozean geſtürz;
In dieſem Falle dürfte den Inſaſſen wohl Ku
ſar
die Zeit geblieben ſein, den großen Benzintann
leeren, obwohl dieſe Maßnahme nicht einmal
Far
Minute erforderte.
Jetzt wird auch bekannt, daß die amerikanij.
N
Flugſachverſtändigen vor dem Flug dringenB!
warnt haben, und jetzt wird in Amerika allgem He
auf den Unfug der Ozeanflüge mit Landflugzeug /N
hingewieſen. Bertauds Maſchine hatte bekanrr
nur einen Motor; bei einem Defekt war er alſo 0 my
Niedergehen auf den Ozean gezwungen, und ka. Mo=
ſich
dort wiederum auf ſeinem Gummiboot höckEe
zehn Stunden halten. Die Wetterwarten mud
77
nun aber wieder übereinſtimmend ſehr ſchle/g
n
Ozeanwetter, das das Suchen der Schiffe nach mm
verunglückten Flugzeug ungeheuer erſchwert. Od
uire
nicht ein Wunder geſchieht, dürften Bertaud undd5
gleichwie Nungeſſer und Coli, den Tod in den Au m E
f
gefunden haben.

Die Tragik der Ozeanflüge.
EP. New York. Die Zeitungen veröffent 19
einen Brief, den Payne, der Paſſagier der
Glory, an den Zeitungsbeſitzer Hearſt geſandt
Payne teilte darin mit, daß die Sachverſtänn.
der Armee und der Marine das Flugzeug anger!
und ſchriftlich ihr Einverſtändnis zum Fluge ge-
hätten
. Das Marinedepartement in Waſhin
hat außerdem mehr als hundert Briefe erhaltsi,)
denen gefordert wird, den Fliegern Schlee und
zu unterſagen, den Flug von Japan über H
nach San Franzisko fortzuſetzen, da dieſer nach
bisherigen Erfahrungen geradezu als ein EU
mordverſuch taxiert werden müſſe. Der Un
ſtaatsſekretär für das Marineflugweſen, Rob
hat daraufhin mitgeteilt, daß er perſönlich dieſe
faſſung auch teile, daß er aber kein Mittel in
Händen habe, um Privatfliegern irgendeinen
zu verbieten. Gleichwohl hat ſich innerhalb.
Preſſe der Zug für eine Reglementierung der
flüge verſtärkt. Insbeſondere hat ſich auch der
ſident des Bundes für Förderung der Luftſchifft
Guggenheim, dahin ausgeſprochen und geforder-
jedes
Flugzeug, bevor ihm die Fahrterlaubn
einem Fernflug gegeben werde, eine behördlich /
nehmigung erhalte. Durch den tragiſchen Aus9
der letzten Ozeanflüge habe die Luftſchiffahrt
lut keine Förderung erfahren, da zumeiſt Senſa
hunger die treibende Kraft geweſen ſei.
Die Zeitungen weiſen darauf hin, daß ſeit3g
dieſes Jahres 21 Flieger bei Ozeanflüſ
ihr Leben eingebüßt haben: zunächſt:
franzöſiſche Flieger an Bord des Goliath, dies
Rio de Janeiro fliegen wollten, dann Nungeſſe:
Coli, dann ſieben Amerikaner bei dem Ve.
Honolulu zu erreichen, dann der Amerikaner
fern, der von New York nach Rio de Janeirc
geſtiegen war, ſchließlich die drei Inſaſſen des
Raphael, die drei Inſaſſen der Old Glorh
die zwei Inſaſſen des Sir John Carling.

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Ohne Spur von den Ozeanflieger!

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8hl

Alle Nachforſchungen nach den beiden am
niſchen Ozeanflugzeugen Old. Glory und
John Carling ſind ergebnislos geblieben.
muß wohl mit Sicherheit annehmen, daß die
ger und Paſſagiere den Wellentod gefunden Hu
Das Schickſal der Verunglückten hat in den
einigten Staaten tiefe Niedergeſchlagenheit hern.
rufen. Es mehren ſich überall die Stimmen, du-
langen
, daß man dieſer gefährlichen Ozeanfli=
ein
Ende machen und auch den Weltfliegern e
und Brock unterſagen ſolle, auf ihrem Rückflu.=
Meer zu überqueren. Die deutſchen Flieg?
Deſſau und Köln, alſo die Piloten Lohſe, K7-
und Könnecke, ſind übereingekommen, das
riment eines Ozeanfluges zu unterlaſſen und ſio
im nächſten Jahr wieder damit zu beſchäfn?

Muf a.
F Eauf

R
*

Sollen die Ozeanflüze verboten werc

Der engliſchen Oeffentlichkeit hat ſich infolgr
zahlreichen Fehlſchläge der letzten Zeit bei berſt.
Ozean=Ueberquerungen eine große Aufregung
mächtigt. Man fordert vielfach von der Re9 l-
ein
Verbot der Ozeanflüge. Der Vize=Luftmal
Sir Sefton Brancker ſprach ſich jedoch gegen
ſolches Verbot aus. Da mehrere Ozeanflüge ge
ſeien, könne von einem Verbot ebenſowenig die
ſein, wie man einem Alpiniſten die Beſteigunl?
Mount Evereſt unterſagen könne.
Flugzeugunfall über dem Kanal.
Paris. Nach einer Havasmeldung aus
haben am Donnerstag drei Flugzeuge aus dem.
gerlager von Cherbourg über dem Kanal Uebo
flüge ausgeführt. Plötzlich ſtürzte eines der
zeuge infolge Motordefekts ins Meer. Die F.*
konnten unverſehrt gerettet werden. L0s
Zeug aber hat ſchwere Beſchädigungen erlitten.n

[ ][  ][ ]

Samstag, den 10. Geptember 1927

Geite 11

*
Sporn Sher und Tarnen.

In Bologna.

od in im.

zum Funz
in
Briefe elük=
n
Echle 1.
apan ihe
da dieſte
18 un
ſei,
geit

Von Friedel Berges.
(Fortſetzung.)
dar 31. Auguſt brachte die erſten Waſſerballſpiele: Deutſchland hatte
Schweden anzutreten. Unſer erſtes Spiel war alſo ſchon ein
fmwweres. Doch da wir in geſchwächter Aufſtellung gegen Schweden
zzwckholm nur 5:3 verloren hatten, glaubten wir die größeren
geam auf Sieg zu beſitzen. Mit dem ehrlichen Willen, zu gewinnen,
m wir morgens um 11 Uhr in der Aufſtellung:
Haueiſen
Gunſt Cordes
Berges
Schürger Benecke. Amann
in dem vorherigen Spiel hatten die Oeſterreicher überraſchend gegen
aun mit 5:3 Toren gewonnen, was geinſtig auf unſere Stimmung
o kt hatte; aber wie anders, wig ganz anders ſollte es wieder ein=
ſimmmen
. Ehe wir uns verſahen, lagen die Schweden ſchon mit
Awren in Führung. Alle drei Tore fielen durch die Tatſache, daß
4. Arne Borg nicht halten konnte. Alſo hieß es umſtellen. Ich
ecegen den großen Schweden. Kurz darauf holten wir ein Tor
Durch einen Fehler von Cordes führt Schweden gleich mit 4:1.
uärd die Ueberlegenheit der Schweden geradezu erdrückend Schür=
At das Reſultat auf 4: 2, Berges auf 4: 3. Unter den Anfeue=
ſworafen
der Unſeren ſtreben wir wieder und immer wieder nach
wArsgleich. Amann ſitzt frei auf der Zweimeterlinie, dar Ausgleich
m der Luft, doch der Schiedsrichter es iſt Hodgſon=England
GArmann wegen angeblichen Abſeits heraus. Die Folge iſt ein Tor
muahrveden, und unſere Siegeshoffnungen ſind endgültig dahin. Mit
. Jo ren verlaſſen wir geſchlagen das Waſſer. In erſten Linie dürfte
ar der Niederlage das geradezu entmutigende Schußpech Amanns
child tragen, der die ſchärfſten Balle an die Latte oder auf den
ſiejoter jagte. Nun verloren iſt verloren, und alle Beſchönigun=
wrachen
ſchließlich die Sache nicht anders. Es heißt eben gegen die
Gegner den Kampf mit ungebrochener Kraft aufzunehmen, um
in Waſſerballkonkurrenzen genau ſo ehrenvoll zu beſtehen wie bei
wrvimmwettkämpfen im Vorjahre in Budapeſt.
ſine zweite Enttäuſchung brachte uns bei den Vorläufen über 1500
Werner Neitzel, der ſich nicht für den Endlauf qualifizieren
und eine um faſt volle zwei Minuten ſchlechtere Zeit ſchwamm
wie es bei ſeinen Leiſtungen in Deutſchland der Fall war
ſtdemacher wurde Dritter in ſeinem Vorlauf und kann demnach
ſndlauf mitmachen.
ig übrigen Waſſerballſpiele nahmen am Nachmittag ihren Fort=
wund
zwar ſpielten Ungarn gegen England 6:1, Frankreich gegen
ger 5:1. Da die Ungarn und die Franzoſen wohl die ſpielſtärkſten
Reſchaften ſtellen werden, iſt man nütürlich auf eine Begegnung die=
endermannſchaften
äußerſt geſpannt.
a4 wäre die einzige ſportliche Ausbeute bis zur Stunde geweſen.
Ges verlohnt ſich wohl auch, das Leben und Treiben in Bologna
90
der Europameiſterſchaften etwas näher zu betrachten. Wie
erwä
hnt, ſind die einzelnen Nationen in je einem Hotel unter=
ſitzt
, von deſſen Fenſtern dann jeweils die italiemiſche und die be=
de
Landes=Flagge weht. Das ergibt natürlich ein recht farben=
iges
Bild, das im Verein mit dem ewig blauen Himmel und dem
Waſſer der Kampfbahn eine rechte Feſtesfreude aufkommen läßt.
ndauernder Verkehr von Autos und Pferdedroſchken, mit Wim=
beſchmückt
, herrſcht zwiſchen dem Stadion und der inneren Stadt.
d infolge der Hitze ſich faſt niemand auf den Straßen und den
ſehen läßt, kann man abends ein lebhaftes Treiben allerorten
hen und, vor den zahlreichen Cafés auf der Straße ſitzend,
der Bologneſer ſeine eisgekühlte Limonade oder trinkt ſeinen
Und die zahlreichen fremden Gäſte tun es ihm gleich. Ueberall
ur die Vertreter der einzelnen Länder in Gruppen ginherſchlen
* da und dort einen kühlen Trunk genießend. Begegnen ſich
Nationen, die ſich ſchon zu einem früheren Zeitpunkt in friedlichem
mpf gegenüberſtanden, ſo erfolgt wohl eine überaus herzliche
ſtung, aber man bleibt nicht beiſammen, ſondern trennt ſich mög=
al

d in ebenſo freundſchaftlichſter Weiſe und geht ſeiner Wege.
hängt an dieſen Wettkämpfen für die einzelne Nation, und ſo
jeder, daß ihm der andere in die Karten ſchauen könnte.
ber ich dieſe Zeilen zur Poſt gebe, erreicht mich die Nachricht,
mkreich im Waſſerball Oeſterreich mit 8:0 Toren geſchlagen hat.
MEip auf die vorausſichtlichen Sieger Frankreich und Ungarn
Aſich demnach bewahrheiten zu wollen.
Ebert Heinrich und ich haben heute mittag den Verlauf über
beter Freiſtil zu beſtreiten; ebenſo Ede Rademacher und Praſſa
0Meter Bruſt. Hoffem wir das Beſte.

Ewimmabteilung der Turngemeinde 1846.
nun für dieſen Sonntag vorgeſehene Wanderfahrt nach Linden=
C. zwecks Durchführung eines Werbeſchwimmens, muß der vor=
eren
Jahreszeit wegen, für dieſes Jahr ganz ausfallen. Das
Gechwaſſer ausgefallene Gau=Jugendſchwimmen des Main=Rhein=
R9. T. findet jtzt morgen, Sonntag, den 11. September, im
Mdt (Rhein) ſtatt. Zu einer Reihe von Wettkämpfen hatte die
Dcmbteilung der Turngemeinde 1846 Meldungen abgegeben, die
Wſach mit einer großen Zahl Jugendlicher beſtritten werden. Die
Deſommmjugend iſt bisher noch wenig zuſammengekommen und es
deZhalb eine Reihe recht kampfbelebter Wettkämpfe zur Durch=
kommen
. Dieſe finden vorm. 9 Uhr und nachm. 2 Uhr ſtatt.
N der Teilnehmer der Tgde. 1846 erfolgt ab Hauptbahnhof vorm.
. Zahlreiche Beteiligung iſt erwünſcht, zumal dies auch die
* er=Waſſerveranſtaltung des Gaues in dieſem Jahre iſt.
Deutſche Schwimmer in Florenz.
Anſchluß an die Europameiſterſchaften im Schwimmen begab
8 Teil der deutſchen Mannſchaft nach Florenz, wo ſie am Don=
Ncn internationalen Schwimmwettkämpfen im Arno teilnahm.
Sgen, nur wenige ausgeſprochene Wettbewerbe zum Austrag, da
3cng mehr den Charakter einer Werbeveranſtaltung trug. Im
al trafen ſich auf Wunſch dee Italiener zwei aus deutſchen und
ehn Schwimmern kombinierte Mannſchaften. Die Mannſchaft
e Nürnberger Blanck als Torwächter Glänzendes leiſtete, ſiegte
Ug
effern. Im Kunſtſpringem zeichneten ſich beſonders die
Riebſchläger, Frl. Söhngen, die Geſchwiſter Rehborn, ſowie
Feliener Pozzi und der Ungar Frakes aus. Beim Turmſpringen
r. Bornett=Ocſterreich, Riebſchläger und die Italiener Selva
miola die beſten Leiſtungen. Eine 5 mal 50 Meter Freiſtiel=
wunde
von dir deutſchen Mannſchaft Rademacher I. Bennecke,
Eerges, Heinrich in 2.31,4 Min. gegen eine ungariſche Mann=
2.33 Min benötigte, gewonnen. Frl. Anni Rehborn gewinn
Neeter=Rückenſchwimmen gegen Frl. Szoko=Ungarn.
leichtathletikkampf Budapeſt-Paris.
Budapeſt ſiegt mit 71: 51 Punkten.
cheer ungariſchen Hauptſtadt fand am Donnerstag ein Leicht=
Städtekampf Budapſt-Paris ſtatt. Die Ungarn zeigten be=
u
. den Sprüngen und Wurſwettbewerben die erwartete Ueber=
Sie konnten von den 14 ausgetragenen Wettbewerben 9 ger
Io im Geſamtergebnis mit 71:61 Punkten ſiegreich bleiben.
Se1eAmen Ergebniſſe lauteten: 100 Meter: 1. 3héard=Paris 10,9
Eidu=Budapeſt 11 Sek. 200 Meter: 1 Hafdu=B. 22 Set.
Mch=P. 22,2 Sek. 400 Meter: 1. Barſi=B. 49,6 Sek
: 302 Sek. 800 Meter: 1. Wirritah=P. 1.59,2 Min.
WADr-B. 159,6 Min. 1500 Meter: 1. Norland=P. 405,2
erb=B. 405,6 Min. 5000 Meter: 1. Papp=B. 15.3,2

Saddari=P. 15.B88 Min. 110 Meter Hürden: 1
22 Sek. 2. Marchand=P 16.1 Sek. Weitſprung:
2: 680 Meter. 2. Küſpöcki=B. 6,69 Meter. Stabhoch=
n

* Pintouſky=P. 3,70 Met=w. 2. Karlowitz=B. 3,70 Meter.
7u
* Darany=B. 1447 Meter. 2. Bacſalmaſi=B. 13,81 Meter.
48: 1. Marvalits=B 45,60 Meter. 2. Egri=B. 42,53 Meter.
: Stepes=B. 61,48 Meter. 2. Degland=P. 55,87 Meter.
enktaffel: 1. Paris 215 Mim. 2. Paris aufgegeben.

Fußball.

Sportverein Darmſtadt 98.
Die Ligamannſchaft des Sportvereins 98 ſpielt am morgigen Sonn=
tag
in Wiesbaden gegm den dortigen Sportverein. Letzterer galt zu
Beginn der Spiele als erſter Favorit auf die Meiſterſchaft, Verfügen
doch die Kurſtädter über die ſtärkſte Stürmerreihe in der Heſſengruppe.
Allerdings konnten die =Wiesbadener bisher ihre Spielſpärke nur auf
ihrem eigenen Gelände unter Beweis ſtellen. Hohen Siegen auf eigenem
Platz ſtehen glatte und überraſchende Niederlagen auswärts gegenüber.
Wiesbaden krankt alſo trotz ſeines techniſch hochſtehenden Sturmführers
des Engländers Philipps, und ſeines idealen Halbſtürmers Otto Beſt
an demſelben Umſtand wie die übrigen Heſſemvereine: Nur mit dem
Rückhalt des eigenen Publikums iſt die Mannſchaft fähig, ihr wahres
Können zu zeigen. Darmſtadt wird in Wiesbaden einen ſchweren Stand
haben. Immer noch können die 98er nicht mit ihrer beſten Garnitur
antreſten; mit einem Sieg wird man daher kaum rechnen können, obwohl
gerade ein Punktgewinn auf fremdem Platz den Tabellenſtand der
Darmſtädter ſehr zugute käme. Deshalb ſollten die Darmſtädter all
ihr Können aufbieten, um doch einer Niederlage zu entgehen, zumal
es ja auch gilt, die haushohe Niederlage bei dem letzten Privatſpiel in
Wiesbaden wieder auszugleichen. Ligaerſatzmannſchaft, 2. und 3.
Mannſchaft haben ebenfalls Punktkämpfe zu beſtehen. Von der Reſerve=
mannſchaft
darf man erwarten, daß ſie in Dornheim mit einer beſſeren
Leiſtung aufwartet als im 1. Verbandsſpiel.
V.f. R. Darmſtadt Sportv. Geinsheim.
Zum 2. Verbandsſpiel begibt ſich am Sonntag die 1. Mannſchaft
der Raſenſpieler nach Geinsheim, um gegem den B=Meiſter ud A= Klaſ=
ſenneuling
anzutreten. Vor dem Spiel trefen ſich die beiden 2. Mann=
ſchaften
. Beide Mannſchaften fahren per Auto mit Anhänger vom
Vereinslokal 12½ Uhr ab. Die 3. Mannſchaft tritt gegen die 1. Mann=
chaft
von Auerbach zu einem Privatſpiel an, während die 2. Jgd. ſchon
vorm. 9 Uhr auf dem Stadion gegen die 3. Jgd. des Sportvereins 98
ſpielt. 1. Jgd.=Mannſchaft iſt ſpielfrei.
F. C. Eintracht
empfängt als 2. Gegner am Sonntag, den 11. September, den V.f.L.
1911 Michelſtadt. Eintracht 1. iſt zurzeit in ſehr guter Verfaſſung und
dürfte wohl die beiden Punkte hier behalten. Das Spiel beginnt um
11 Uhr am Finanzamt.
* Fußball im Kreiſe Starkenburg.
Die unteren Klaſſen am 4. September 1927.
A=Klafſe Gau Bergſtraße. Haſſia=Dieburg V. f. R. Darmſtadt
4:4 (3:1); Boruſſia=Dornheim Eintracht=Darmſtadt 2:6 (0:3); S..=V.
B Darmſtadt, Reſerve S.=V. Groß=Gerau 4:4 (3:1); Sppgg. Ar=
heilgen
, Reſ. S.=V. Geinsheim 4:0 (2:0); F.=V. Seeheim V. f. L.
Michelſtadt 2:0 (0:0); Spv. Lengfeld Germania=Eberſtadt 2:4 (0:1).
Von den Ergebniſſen überraſcht eigentlich nur der hohe Sieg der Darm=
ſtädter
Eintracht in Dornheim. Von Dieburg wußte man, daß die
Mannſchaft vor allem daheim ſehr ſtark iſt, alſo auch der V. f. R. ſeine
liebe Not haben würde. Recht ſtark erſcheint auch der Spp. Groß=Gerau,
denn auf dem Stadion gegen die Sportvereinsreſerven iſt der A=Kaſſe
ſelten ein ſo günſtiges Reſultat gelungen. Geinsheim wird vorerſt noch
Lehrgeld in dieſer Klaſſe zahlen müſſen. Eberſtadts und Seeheims Sieg
erſcheinen normal, doch wird Seeheim im Retourſpiel wohl weit höher
daran glauben müſſen.
A=Klaſſe Dreieichgau. F.=V. Eppertshauſen Sportgem. Sprend=
lingen
3:1 (3:0); 1911 Neu=Iſenburg F.=C. 02 Dreieichenhain 7:1
4:0); S.=V. Offenthal Spkl. Dietzenbach 1:3 (1:0);
V. f. L. Neu=
Iſen
burg, Reſerve Germania=Oberroden 4:1 (3:0). Eppertshauſen
hat ſich durch ſeinen Sieg ſehr gut in den neuen Kreis eingeführt. In
Dreieichenhain kommt man anſcheinend auch in dieſem Jahr nicht recht
hoch, denn das Ergebnis iſt ſehr ungünſtig für den Unterlegenen aus=
gefallen
. Dagegen zeigte ſich Dietzenbach wieder als die routinierte
Mannſchaft früherer Jahre. Das letzte Ergebnis erſcheint normal, da
Iſenburgs Referve auf eigenem Platz ſehr hoch einzuſchätzen iſt.
B=Klaſſe Gan Bergſtraße. Germania=Eſchollbrücken S.=V. Meſſe
2:6 (0:1); Chattia=Wolfskehlen S.=V. Weiterſtadt 3:1 (2:1); Ger=
mania
=Dieburg F. S.V. Groß=Zimmern 3:1; V. f. R. Beerfelden
V. f. R. Erbach 2:2
½ V. f. L. Michelſtadt 2. S.=V. Höchſt 0:3; S.=V.
Lengfeld 2 S.=V. Roßdorf 1:3 (1:2). Von den Ergebniſſen über
raſcht im Grunde genommen nur der Sieg Meſſels in Eſchollbrücken
und der in Groß=Zimmern erfochtene Erfolg der Dieburger Gevmanen.
Die Spiele am Sonntag, den 11. September 1927.
Kreisliga. Union=Darmſtadt Polizei=S.=V. Darmſtadt: Sporw.
Münſter Union=Wixhauſen; F.=V. Sprendlingen 1. F.=C. Langen;
Viktoria=Walldorf Viktoria=Urberach; T. u. S.=V. Mörfelden Vik=
toria
=Griesheim. Alſo eine ganze Reihe intereſſanter Treffen. Der
Darmſtädter Lokalkampf wird recht intereſſante Aufſchlüſſe über das
Stärkeverhältnis der beiden Darmſtädter Kreisligiſten geben, ohne aber
das Kräfteverhältnis zu anderen Vereinen im Kreis endgültig feſtzu=
ſtellen
. Z. B. kommen die Darmſtädter Unioniſten trotz ihres Sieges
in Sprendlingen in der Fachkritik nicht ganz ſo gut weg, als man nad
dem 3:0=Sieg hätte vermuten können; man muß alſo allgemein noch
einige Spiele abwarten. So tut man gut, wenn man vorſichtigerweiſe
den Ausgang aller Spiele von vornherein als offen bezeichnet. Höchſtens
in Mörfelden und Walldorf wird man wohl mit Erfolgen der Ein=
heimiſchen
rechnen können. (Spielbeginn: 3 Uhr.)
A=Klaſſe Gau Bergſtraße. Boruſſia=Dornheim S.=V. Darmſtadt,
Reſerve: Eintracht=Darmſtadt V. f. L. Michelſtadt (11 Uhr vorm.);
S.=V. Geinsheim V. f. R. Darmſtadt; Germania=Eberſtadt Haſſia=
Dieburg; Spv. Groß=Gerau Spogg. Arheilgen, Reſerve. ( Spielbe=
ginn
: 4 Uhr.)
A=Klaſſe Dreieichgau. Spkl. Dietzenbach F.=C. 08 Egelsbach;
F.=C. 02 Dreieichenhain V. f. L. Neu=Iſenburg, Reſerve; S.=V 1911
Neu=Iſenburg Germania=Oberroden; S.=V. Offenthal F.=V. Ep=
pertshauſen
. (Spielbeginn: 3.30 Uhr.)
B=Klaffe Gau Bergſtraße. FSV. Groß=Zimmern Germania=
Eſchollbrücken; Germania Dieburg Boruſſia=Dornheim 2.; S.=V.
Weiterſtadt Germania=Leeheim; S.=V. Meſſel Chattia=Wolfskehlen;
f. R. Beerfelden; V. f. L. Michelſtadt 2. S.=V. Leng=
S.=V. Höchſt 2
feld 2: V. f. R. Erbach F.=C. Groß=Umſtadt. (Spielbeginn durch=
weg
4 Uhr.)
Tips über die einzelnen Treffen zu geben, wäre verfehlt, da man
über die diesjährige Spielſtärke der Gegner erſt mehr im Bilde
ein muß.
Handball.
Sportverein Darmſtadt 98.
Kaum hat die neue Saiſon begonnen und ſchon fällt der Ligamann=
ſchaft
die Aufgabe zu, den Süiddeutſchen Verband in einem Repräſen=
tativſpiel
zu vertreten. Wenn auch zu Beginn der Verbandsſpiele ſolche
Kämpfe, bei denen as gilt, das ganze Können einzuſetzen, um deswillen
für eine Mannſchaft leicht verhängnisvoll werden können, weil die Kräfte,
die für die Verbandsſpiele nun einmal notwendig ſind, dadurch zer=
ſplittert
werden können, ſo darf doch auch der Umſtand nicht vergeſſen
werden, daß gerade durch ſolche Spiele die Spielſtärke gehoben wird.
Nur an wirklich guten Gegnern kann die eigene Kraft erprobt werden.
Anläßlich des 30jährigen Stiftungsfeſtes des Frankfurter Landes=
verbandes
für Leichtathletik finden im Frankfurter Stadion die D. S.B.=
Meiſterſchaften für die Sommerſpicle (Fauſt=, Schlagball uſw.) ſtatt. Im
Rahmen dieſer Veranſtaltung und als Krönung derſelben kommt ein
Handballſpiel zwiſchen dem norddeutſchen und ſüddeutſchen Verband
zum Austrag. Beide Verbände laſſen ſich durch ihre Landesmeiſter ver=
treten
. Der Sportyein 98 wird zweifellos in dem Polizeiſportverein
Hannover einen Gegner haben, gegen den ein erfolgreiches Beſtehen
nur bei der Aufbringung einer ſehr guten Leiſtung möglich iſt. Die
Hannoveraner, die im vergangenen Jahre zum 1. Male zu Meiſter=
ehren
kamen, gelang es b=kanntlich, nach glatten Siegen über Remſcheid
und Halle in das Endſpiel um die Deutſche Meiſterſchaft zu gelangen,
in welchem ſie dann gegen die Berliner Poliziſten verloren. Das Spiel
beginnt nachmittags 4,30 Uhr.
T.V. Bickenbach T.V. Eberſtadt.
Am kommenden Sonntag, nachm. 2,15 Uhr, empfängt die 1. Mann=
ſchaft
die A=Mannſchaft des T.V. Eberſtadt zum fälligen Meiſterſchafts=
ſpiel
. Eberſtadt, das gegen Seeheim einen 6:4 Sieg herausholen konnte
nird den Einheimiſchen das Siegen nicht allzu leicht machen, zumal dieſe
gezwungen ſind, exſatzgeſchwächt anzutreten. Die 2. Elf hat einen
ſchweren Gang nach Heppenheim.

Geſchäftliches.

Die Haarpflege des Herrn.
Haarpflege iſt ein einfaches Anſtandsgebot. Der Herr von heute
verwendet alle Sorgfalt auf die Pflege ſeines Haares. Iſt eine ver=
wahrloſte
Friſur ſchon kein erfreulicher Anblick, ſo ſind Schuppen auf
dem Jacketkragen erſt recht keine Empfehlung. Wie oft ſchon gereichen
derartige Kleinigkeiten zu empfindlichem Nachteil und Schoden. Unſere
roſchlebige Zeit verlangt die Ausnutzung jeden perſönlichen Vorteils.
Darüber hinaus iſt die Haarpflege eine Forderung der Reinlichkeit und
der Hygiene. Auch wiſſen wir heute, daß der gefürchteten Glatze durch
die erprobte Javol=Haarpflege faſt ſtets vorgebeugt werden kann.
Regelmäßige Kopfwäſche mit Javol=Kopfwaſchpulver und gründliche
hautmaſſage mit dem Kräuterhaarwaſſer Javol kann der Herr
von heute nicht mehr entbehren.

Normungsbeſtrebungen in der Glühlampen=
Technik
haben zu einer Einheitsreihe der Osram=Lampe geführt. Die neuen
Osram=Lampen dieſer Reihe (15, 25, 40, 60, 75, 100 Watt) für alle nor=
malen
Beleuchtungszwecke bedeuten einen wichtigen Fortſchritt. Es
wir
in ihnen e
fo

Ausführung. Auch die Lichtverteilung iſt durch die Vewwendung des
Wendeldrahtes und ſeine geſchickte Anordnung günſtiger für Beleuch=
tungszwecke
. Vorteilhaft iſt auch die gefällige Birnenform der Lampe,
die ſich jedem Beleuchtungskörper gut anpaßt, ſowie die zweckmäßige
Einheitspackung zur erleichterten Aufbewahrung. Fortſchrittlich ver=
vollkommnet
in jeder Beziehung zeigt ſich alſo die neue Osram=Lampe,
weshalb ſie berufen iſt, alle anderen Ausführungsarten zu ver=
drängen
.
Bücher ſind bleibende Werte!, Beſonders gute Bücher
ſind es! Sie ſchaffen nicht nur immer wieder wertvolle geiſtige An=
regung
, ſondern bereiten auch jedem Beſitzer immer wieder Freude am
eigenen Bücherſchatz. Es iſt daher hoch zu ſchätzen, wenn ein Verlags=
haus
wie beiſpielsweiſe der Hanſeaten=Verlag, Walter Zutavern, Ham=
burg
13, Hallerſtr. 70 jedem Gelegenheit gibt, mit kleinſten Mitteln
ſich gute Bücher anzuſchaffen. Gottfried Keller und Fried=
rich
Gerſtäcker, jedem bekannt, erſcheinen jetzt bei dieſem Verlag
und können die Leſer dieſer Zeitung durch Einſendung des Gratis=
kupons
des in der heutigen Ausgabe erſcheinenden Inſerats gegen den
geringen Unkoſtenzuſchuß von nur RöM. 0.20 pro Band die Werbe er=
halten
.

29. Preußiſch=Süddentſche Klaſſen=Lotterie.
20. Tag der 5. Klaſſe. In der Vormittags=Ziehung vom
September wurden gezogen: 6 Gewinne zu 10 000 Mk. auf
Nr. 162 107, 2B996, 276 024; 4 Gewinne zu 5000 Mk. auf Nr. 45B,
249 980; 8 Gewinne zu 3000 Mk. auf Nr. 178 45, 181 740, 196 7
B2841; 12 Gewinne zu 2000 Mk. auf Nr. 79899 130 999, 199 08
248 866, 306 B6, 309 543; B Gewinne zu 1000 Mk. auf Nr. 7700,
75 761, 79 750, 98 676, 138017, 251 481, 35 728, N884, 277 912,
B0G7, 305 771, 307 699, 335 038, 337600; ferner wurden gezogen:
72 Gewinne zu 500 Mark und 176 Gewinne zu 300 Mark.
In der
Nachmittags=Ziehung fielen: 2 Gewinne zu 5000 Mk. am
Nr. 272 154; 6 Gewinne zu 3000 Mk. auf Nr. 12675, 198 01, 270 812z
14 Gewinne zu 2000 Mk. auf Nr. 89204, 180 085, 1824B, 215. 580,
M7 310, 247 508, 306 848; 28 Gewinne zu 1000 Mark auf Nr. 10 317,
25 000, 67 031, 102540, 124 523, 134 743, 144 796, 168 141,
79
3880, 27 909, 241869, 305 157, 314944; ferner wurden gezogent
62 Gewinne zu 500 Mark und 156 Gewinne zu 300 Mark. Im Ge=
winnradverblieben
: 2 Prämien zu je 500 000 Mk., 4 Gewinne
zu je 50000 Mk., 2 zu je B000 Mk., 18 zu je 10000 Mk., 40 zu je
5000 Mk., 104 zu je 3000 Mk., 166 zu je 2000 Mk., 286 zu je 1000 Mk.,
940 zu je 500 Mk., 2338 zu je 300 Mk. (Ohne Gewähr.)

Rund=Funk=Programme.
Frankfurt.

Samstag, 10. Sept. 11.5
Uebertr. des Glockenſpiels aus
Liedervorträge Frankf. Schulen.
dem Darmſt. Schloß. O 15.30
Nädchenchor. Leit.: Korrektor Dörffler. O 16.30: Operettenmuſik.
.45:1
Leit.: Kapellm. Merten. Mitw.: G. Ripperger (Tenor). o
us dem Roman: Der Oberhof vom
Für die reifere Jugend.
rmann. O 18.15: Briefkaſten. O 18.45: Dr. Doris Dauber:
Ir
Kurioſitäten aus Zeitungen. O 19.15: Dr. Heinemann: Bertrand
Ruſſel und die engl. Philoſophie der Gegenwart. O 19.45: Dir.
Kraus: Das Blumenkleid der ſcheidenden Natur. O 20.15: Bunter
Abend Mitw.: Peter von der Oſten, München; Otto Jülich u. a.)
Das Hausorch. Anſchl.: Tanzmuſik.

Siuttgari.

Samstag, 10. Sept. 12.30: Schallplattenkonzert. O 14:
’s Gretle von Strümpfelbach erzählt. 15: Konzert. Mitw.: Paula,
Wagner M. v. Wiſtinghauſen, Rundfunkorch. 15 Darbietungen
ſon Richard Wagner. O 18.15: Uebertr. aus Freiburg: Bibl.=Dir.
Der badiſche Volksſchriftſteller Heinrich Hansjakob. o 18.45:
Stuttgart und Freiburg i. Br.: R. Tſchorn: Am Volant.
N
O 19.15: H. Neuberger: 75 Jahre Germaniſches Nationalmuſeum.
O 20.15: Kammermuſik=Abend. Ausf.: M. Frank (Cello) a. G.,
A. Haagen (Klavier). Werke von Händel, Bach, Hammer für Ceklo
und Klavier. O 21.15: Funkbrettl. Mitw.: Hilde Binder, Käte
Mann, H. Hanus, C. Struve, Rundfunkorch. 18 Darbiet. 233
Uebertr. aus Frankfurt a. M.: Tanzmuſik.
Berlin.
Sonnabend, 10. September. 12.30: Viertelſtunde für den
Landwirt. o 15.30: K. Müller: König Baumwolle. 18.30

Selbſt die roten Roſen küſſen, aus Der blonde Zigeuner. Fam
und Nymphe. Aſra, Boſton. Heymann: Serenade paſſionnee.
Borchardt: Achtung! Newyork!
Bolzoni: Menuett.

Knopf: Walzer nach Suzette.
fon 1818.30 vorausſ.
Uebertr.=Verſuche aus einem Flugzeug. O 19.05: Med.=hyg. Plauderei
(San.=Rat Dr. Frank). o 19.30: Prof. Dr. Verweyen, Bomn:
Poſitive Lebensführung. 20: Orch.=Konzert. Ouv. Orpheus in
der Unterwelt. Intermezo und Barcarole. Es war einmal am Hofe
von Eiſenack beides aus Hoffmanns Erzähl. (Offenbach). (E.
Lichtenſtein, Tenor). Walzer aus Pariſer Leben.
Zeller: Mir=
cheint
, ich kenn dich, a. Vogelhändler. (Frida Weber=Fleßburg,
Sopran). E. Lichtenſtein. Zeller: Grubenlichter, Walzer: aus
Oberſteiger. Strauß: Ouv. Waldmeiſter. Komm ſchöner Mai
Weber=Fleßburg). Perpetuum mobile. 2ie ſcöne Helena, Quadrille.
Ach, wie ſo herrlich, aus Eine Nacht in Venedig. (Lichtenſtei)
Ouv. Der Zigeunerbaron. Wer uns getraut (Weber=Fl., Lichten=
ſtein
. Schallwellen, Walzer. Roſen aus dem Süden. o 22.30:
Tanzmuſik (Hoffmam).
Königswuſterhauſen. Sonnabend, 10. Sept. 12: Ilſe Fiſcher=
Ramin. H. Schey: Goethes Lyrik in Wort und Ton. Beethovei
14.50: Franzöſiſch für Anf. o 15.15: Franz. für Fortgeſchr.
16: Engl. für Fortgeſchr. O 16.30: Berufsberatung. (Dr. Lampe).
17: Dir. Lenz: Aufſtiegsmöglichkeiten in der Beamtenſchaft,
0 17.30: Dr. Nobel: Der wandernde Arbeiter. O 18: Min.=Rat
Horſtmann: Mechanik und Fertigkeitslehre. O 18.30: Dr. Feilchen=
O. Zienau:
feld: Zahnheilkunde und Leibesübungen. o 18.55
oskau von heute. O 19.20: Dr. Volz: Rund um den Bodenſee.
O 20: Uebertr. aus Berlin: Konzert. Tanzmuſik.

Wetterbericht.
Witterungsausſichten für Sonntag, den 11. September 1927.
(Nach der Wetterlage vom 9. September 1927.)
Die Ausläufer der nördlich vorüberziehenden Tiefdruckgebiete ge=
ſtalten
unter Weſtluftzufuhr die Wetterlage veränderlich, ſo daß mit
wechſelnd wolkigem Wetter und vereinzelten Schauerregen zu rechnen iſt.
Heſſiſche Wetterdienſtſtelle.
Hauptſchriftleitung: Rndolf Mauve
Verantwortlich für Politik und Wirtſchaft: Rudolf Mauve; ür Feuilleson, Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe; für Sport: Dr. Eugen Buhimann
für den Handel: Dr. C. H. Queiſch; für den Schlußdienſt: Andreas Bauer
für Die Gegenwa
Dr. Herbert Neite; für den Inſeratenten. Willy Kube
Druck und Verlag: L C. Wittich jämilich in Darmſiadt.
Für unverlangte Mannſlripte wird Garantie der Rücktendung n ich / übernommen

Die heutige Nummer hat 16 Seiten.

[ ][  ][ ]

Ein an ſich begrüßenswerter, aber doch bezeichnender Beſchluß des
Berliner Börſenvorſtandes iſt die jetzt angeordnete Verkürzung der
Nachbörſenzeit, die in grundſätzlicher Hinſicht die gegenwärtige Situation
treffend kennzeichnet. Während bisher der Nachbörſenverkehr ſich faſt
eine Stunde ausdehnte und mitunter, obwohl die offizielle Börſenzeit
nur bis 2 Uhr läuft, noch um 3 Uhr in der Kuliſſe Umſätze getätigt
wurden, iſt jetzt nur noch ein Handel erlaubt, der ſich eine halbe Stunde
über die offizielle Börſenzeit erſtreckt. Der Börſenvorſtand iſt bei die=
ſer
Maßnahme offenbar davon ausgegangen, daß das Publikum vor
einem falſchen Bild über die Tendenz geſchützt werden müſſe. Bei dem
zurzeit gänzlich minimalen Geſchäft wurde die Nachbörſe oft von
Spekulanten dazu ausgenutzt, die Kurſe (da der Spätverkehr unkon=
trolliert
und eigentlich nur geduldet iſt, um noch nach Beendigung des
amtlichen Verkehrs gewiſſermaßen ein Auslaufen des Geſchäftes, die Ab=
ſtimmung
von Fehlern und den Ausgleich von Spitzenbeträgen zu er=
möglichen
) herauf= oder herunterzuſprechen. Damit war eine Beein=
fluſſung
der nächſten Börſe, d. h. des Frankfurter Abendverkehrs oder
der kommenden Berliner Börſe beabſichtigt und vielfach auch erreicht.
Dieſe Erſcheinung iſt ſowohl in Hauſſezeiten, wie bei der gegenwärtigen
Vorherrſchaft von Baifſeſtrömungen zu beobachten geweſen. Die Börſe
iſt nun aber einmal in erſter Linie ein Inſtrument der Volkswirtſchaft
und kein Tummelplatz für Spekulanten. Es iſt daher anzuerkennen,
wenn der Börſenvorſtand ſich ſcharf gegen eine ſolche Verfälſchung der
Kursbewegung wendet. Aus den Strafen, die er für Ueberſchreitung
der jetzt geſetzten Friſt angekündigt hat, geht genügend hervor, daß es
ſich bei ſeinem Schritt um eine ernſt gemeinte Aktion handelt. Natür=
lich
ſoll das Nachbörſengeſchäft nicht ganz unterbunden werden, da es
ja aus den ſchon angeführten Gründen nicht zu entbehren iſt. Der
jetzt noch vorhandene Spielraum genügt noch vollſtändig zur Abwick=
lung
der Geſchäfte. Prinzipiell findet man in dem vorliegenden Be=
ſchluß
eine Beſtätigung dafür, wie wenig normal die Geſamtſituation
an der Effektenbörſe zurzeit iſt. Nach wie vor genügen kleine und
kleinſte Aufträge, um einen Kurs entſcheidend zu beeinfluſſen. Eine
Gegenüberſtellung der wichtigſten Aktiennotierungen von Anfang Auguſt
und Anfang September zeigt, wie nachteilig dieſe Lähmung der Umſatz=
tätigkeit
geweſen iſt. Unter allmählichen, mehrfachem Schwankungen
vollzog ſich eine allgemeine Senkung des Kursniveaus, die einmal durch
die außerordentliche Geſchäftsſtille, ſodann aber die unfreundliche Auf=
faſſung
über die Geldmarktverhältniſſe begünſtigt wurde. Immer mehr
drehen ſich die Erörterungen und die Sorgen um die Entwicklung des
Geldmarktes. Man erwartet keine weitgehende Entlaſtung in dem bald
erſcheinenden Reichsbankausweis und verfolgt andererſeits die verſchie=
denen
kreditpolitiſchen Erörterungen der letzten Zeit mit Bedenken. So
fanden die Verhandlungen der Genoſſenſchaften in Köln Aufmerkſam=
keit
, weil von einem maßgebenden Großbankenvertreter wieder eine
Zurückhaltung der geſamten Bankwelt in ihrer Kreditpolitik als not=
wendig
bezeichnet wurde. Aus einer ſolchen Einſtellung der Banken
erwartet man an der Börſe wiederum Effektenverkäufe zur Beſchaffung
von flüſſigen Mitteln, die den Kursdruck nur noch verſtärken können.
Derartige und andere Ueberlegungen beſchäftigen heute die Börſe, die
vielleicht allerdings manche Erſcheinungen etwas zu peſſimiſtiſch anſie
die hohen Koſten der Prolongation von Engagements wirken ſich gleich=
falls
in einem ſtändigen Abbau ſpekulativer Kaufverpflichtungen aus.
Der Reportgeldſatz von 8½9 Prozent erfährt zum Medio keine Er=
mäßigung
. Die ſtarke Verfirung der Börſe dürfte aber doch ein wei=
teres
ſtarkes Abgleiten der Kurſe berhindern.
Frankfurter Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 9. September.
Der von uns angekündigte 100 Millionen=Kredit der Dt. Bank für
die mittlere deutſche Induſtrie gab der Börſe eine gewiſſe Anregung,
die neben Meinungskäufen vor allem noch beſtehende Leerverkäufe zur
Deckung veranlaßten. Die Transaktion der Dt. Bank läßt vernten,
daß die übrigen Großbanken für ihre Emiſſionen gleichfalls Auslands=
kredite
beſorgen würden. Der Termingeldmarkt iſt ſeit etwa 3 Tagen
(ſtwas leichter, wobei allerdings zu berückſichtigen iſt, daß allmonatlich
um dieſe Zeit Termingeld eine Nuance leichter iſt. Erſte Adreſſen er=
zielten
7½ Prozent, 2. Adreſſen bis 8½ Prozent, Tagesgeld weiter
leicht und 5 Prozent. Neben dieſen Tatſachen ſind es die augenblicklichen
deutſch=engliſchen Chemieverhandlungen der J. G. Farbeninduſtrie in
Frankfurt a. M. So verzeichneten ſämtliche Marktgebiete Kurser=
holungen
von 23 Prozent. Einzelwerte darüber hinaus noch ſtärker
befeſtigt, je nachdem das Deckungsbedürfnis vorhanden war. Gegen=
über
der Abendbörſe holten die Farbenaktie 8½, Waldhof 934, Aſchaf=
fenburger
Zellſtoff 53 Prozent auf. Von Elektrowerten, in denen
übrigens auch Auslandskäufe beobachtet wurden, gewannen Siemens
und Halske 8½, Prozemt Bergmann 4½ Prozent. Von Montan=
werten
waren Harpener 5, Rheinbraun 7, Riebeck 5 Prozent höher,
Banken durchweg 1 Prozent feſter. Ruhig lagen Freigabeaktien. Die
variablen Märkte der Automobil=, Maſchinen= und Matallwerte zogen
mäßig an. Deutſche Renten gut gehalten. Am Deviſenmarkt liegt die
Reichsmark gegenüber Deviſen eher etwas leichter. Pfunde gegen Mark
2,44, Dollar Mark 4,240. Im Uſancenverkehr waren Deviſen ohne
Veränderung. Der Börſenverlauf blieb etwas angeregt, bei weiter
leicht befeſtigten Kurſen.

Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 9. September.
Im Gegenſatz zu den letzten Tagen zeigte die heutige Börſe ein
ausgeſprochen feſtes Gepräge. Schon geſtern nachmittag hatte die Er=
holung
kleine Fortſchritte machen können und zu Kurserhöhungen von
1 bis 2 Prozent geführt. Nachdem nun heute die Modalitäten des
25=Mill.=Dollar=Kredits der Deutſchen Bank bekannt geworden ſind,
velche die Umwandlung kurzfriſtiger Kredite für die Induſtrie in lang=
friſtige
geſtatten, hofft man auf weitere Kredite dieſer Art. Die Dis=
kontogeſellſchaft
ſoll jedenfalls ſchon einen 30=Mill.=Dollar=Kredit auf
gleicher Baſis perfekt gemacht haben. Zufällig wandte ſich in ihrer heu=
tigen
Morgenausgabe eine bekannte Börſenzeitung in ihrem Leitartikel
gegen den gegenwärtig herrſchenden Peſſimismus in der Wirtſchaft und
verſuchte ihn als übertrieben darzuſtellen, zumal der Auftragsbeſtand
der Induſtrie bis in das nächſte Jahr hineinreiche. Alle dieſe Momente
veranlaßten die Spekulation zu Deckungen, und da ein beträchtliches
Decouvert nach den Leerabgaben der letzten Tage ſich herausgebildet
hatte, führten dieſe zu etwas überſtürzten Kurserholungen. Gewinne
von 1 bis 4 Prozent waren der Durchſchnitt. Die Spezialwerte, wie
Oſtwerke, Schultze, Farben, Siemens, Geſ. f. E., Holzmann, Bemberg
und Glanzſtoff bis 15 Prozent.
Im Verlaufe kamen Kaufaufträge teilweiſe ſogar vom Ausland
hinzu. Einige Baiſſe=Spekulanten ſollen ſich außerdem gedreht haben,
ſo daß weitere Steigerungen auf allen Marktgebieten zu verzeichnen
ſind. Sehr lebhafte Umſätze fanden in Spritwerten ſtatt. Oſtwerke über=
ſchritten
wieder den Kurs von 400, Kunſtſeidewerte unter Schwankungen
ebenfalls bis zu 10 Prozent höher. Julius Berger im Verlaufe 5½
Prozent über Anfang, Mannesmann bei lebhaften Umſätzen bis 4 Proz
höher gehandelt. Auch am Elektromarkt ſind im Verlaufe Kursſteige=
rungen
bis zu 3 Prozent erzielt worden. Dagegen liegen Banken= und
Schiffahrtsaktien nach dem feſten Beginn ziemlich vernachläſſigt, nur
Mitteldeutſche Kreditbank, im Einklang mit der Bewegung der Sprit=
werte
, um weitere 5 Prozent befeſtigt. Anleihen etwas feſter, von Aus=
ländern
Bosnier und Anatolier weiter ſteigend. Auch Mazedonier
1½ Prozent feſter. Pfandbriefe uneinheitlich, Vorkriegspfandbriefe
twas befeſtigt. Roggenpfandbriefe eher ſchwächer, Rentenbriefe bis
20 Pfg. nachgebend. Am Geldmarkt iſt Tagesgeld mit 5 bis 7 Prozent
weiter ſehr leicht, Monatsgeld unverändert 72 bis 8¾ Prozent. Waren=
vechſel
6½ Prozent, Reportgeld 8½ bis 9 Prozent und Privatdiskont
5¾ Prozent.
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orzell. / 48.
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58.
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Halle Maſchinen. . . . / 168
56.
6.5 1107.5
Han. Maſch. Egeſt. . . .
Littener Gußſtahl. . . / 54.5
1
Hanſa=Dampfſchf. . . 1217. 1224. Wanderer Werke. . . . 1 240. 1242.

* Die wirtſchaftliche Lage
des deutſchen Handwerks im Monat Auel
RH. Vom Reichsverband des deutſchen Handwerks wird ur=
ſchrieben
: Ein allgemeiner Ueberblick über die wirtſchaftliche Lap=
Handwerks gibt infolge, der örtlichen und fachlichen Verſchieders
auch für den Monat Auguſt kein einheitliches Bild. Weſentlichoß
derungen gegenüber dem Monat Juli ſind nicht zu verzeichnen.
nachdrückliche Beſſerung für den einzelnen Handwerksbetrieb wird
die Ueberſetzung vieler Handwerkszweige gehindert. Ueberwiegenin
die Lage des Handwerks beherrſcht durch die verhältnismäßig amn=
Beſchäftigung im Baugewerbe. Gegenüber den im Vormonat geäun
Befürchtungen, daß im Baugewerbe bald ein fühlbarer Rückganm
treten würde, kann feſtgeſtellt werden, daß der Beſchäftigungsarmm
nächſt noch gut geblieben iſt und ſich auch günſtig auf die Aujur
erteilung in den Baunebengewerben auswirkte. Bei der Ausſtattunn
Neubauten fanden vielfach Tiſchler, Schloſſer, Klempner, Töpfer.
und Maler Beſchäftigung, wenn auch die zum Teil ſehr ungünſitie
terung dazu beitrug, daß die Zahl der Aufträge hier und dac
Einbuße erlitt. Die Verhältniſſe im Submiſſionsweſen haben ſichu=

P

73

Oeviſenmarkt.

Helſingfors...
. . . . . . .
9.
...
eſt..."
Sofia ......."
Holland. . . . . .
Lslo ........"
Kopenhagen..
Stockholm. . .
Londen. . . . . .
uengs Aires
New York ...
Belgien. . . . . .

8. 9
Geld / Bri
9.31

20
47
.038
168.27
10.74
12.41
12.75
20.417.
79*
Inß
58.46

12.4
3.
3.04
68.61
110.96
112.63
112
0.457
1.799
4.208
18.48

1.2
Geld / Br.
0.5
59.,18559315
447 12.46
38
168.33/168.6

Italien ...


weiz .."
73.47/ 73 611 Spanien...
Danzig ...."
Fapan. . .

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61/110.83) Rio de

12.43/112.
12.771112.2
20.419 20.*
.795/ 1.799
4.1995 4 20
18.48 58,60

Fugoſlavien ...
ugal . . . ..
Athen ..
.
*
Konſta
Kanada. . . . . . .
Uruguah. . . . . . .

9 Geld Brief Geld 22.81 22.85 2.84 16 6.495 16.46 gas 81.145 80.995 70.88 71.02 70.81 31.35 31.50/81.375 1.978 1 982 1.978 1915 .4995 7.41 96 30. 20. A 5.54 5.556 5.544 2.1 2.1 2.132 4.198 4.20 4.199 4.176 4.184/ 4.176

rief
22.8c
16.50
81. 15:
70.0
81.5-
1.9
0.
7.410
20.47
5.55
2.1
4.2
4.184

Die Metallnotierungen an der Londoner Börſe vom 9. Sept.
ſtellten ſich wie folgt: Kupfer: (Tendenz: willig) Standard
per Kaſſe 54½54/16; drei Monate 54½541/us, Settl. Preis
54½, Elektrolyt 61½62½, beſt ſelected 59½61, Elektrowire=
bars
62½
Zinn: (Tendenz: ſtetig) Standard per Kaſſe
289½289½, drei Monate 283½84, Settl. Preis 289½, Banka
(inoff.) 300½, Straits 295½. Blei: (Tendenz: flau) aus=
länd
, prompt 21½, entf. Sichten 211/s, Settl. Preis 21½.
Zink: (Tendenz: willig) gewöhnl. prompt 27½, entf. Sichten
27½, Settl. Preis 27½4. Antimon Regulus, chineſ. per ( in=
off
.) 46, Queckſilber (inoff.) 21½22, Wolframerz (inoff.) 13½.

dings noch nicht in nennenswertem Umfange gebeſſert; insbeſondern
die Handhabung der Beſtimmungen der Vorbedingungsordnung für
leiſtungen durch einen Teil der Behörden nach wie vor zu ſchio
Bedenken Anlaß.
Im allgemeinen liegen die Verhältniſſe für das in den Städtö.
ſäſſige Handwerk günſtiger als auf dem Lande. Im Geſchäftsverkety
der Landwirtſchaft iſt ſtellenweiſe eine fühlbare Stockung eingeen *
Die ſchlechte Witterung läßt keine gute Ernte erwarten; mancher Ici
Auftrag für das Handwerk wurde daher von der Landwirtſchaft tu
gehalten. Auch die Bekleidungshandwerke waren, da der Augun
zur Reiſe= und Ferienzeit gehort, ſehr ſchlecht mit Aufträgen veaf
Eine ganze Anzahl Betriebe mußte geſchloſſen werden, doch kann
dem feſtgeſtellt werden, daß gegenüber dem Vorjahre für dieſe
eine Beſſerung der Beſchäftigungsverhältniſſe eingetreten iſ
Die Entwicklung des Geldmarktes geſtaltete ſich für das Ho-V
nicht günſtig. Der erhöhte Diskonſatz macht ſich unangenehm bemry
Die Schwierigkeiten in der Kapitalbeſchaffung wirken ſich um ſoct /
aus, als dem Handwerk hierdurch in ſeinem Bemühen, die V
A9
den modernen Verhältniſſen anzupaſſen, außerordentliche Hinderm
k3
den Weg geſtellt werden. Auch ſonſt wird durch die Geldknappl=
Geſchäftsgang gehemmt, da der durch die lebhaftere Geſchäftstet
verurſachte größere Kapitalbedarf der einzelnen Betriebe nur mi=
B
befriedigt werden kann. Die Bezahlung der Rechnungen durch dieig
ſchaft iſt überwiegend noch ſchlecht geblieben; gelegentliche Beſſeiy /4 Der
im Zahlungsverkehr vermogen das ungünſtige Geſamtbild nicht
Aufgeld
lich zu beeinfluſſen.
winge 2
ie Preisgeſtaltung für Arbeiten und Erzeugniſſe des Har
war zum großen Teil leider unbefriedigend. Die Preiſe
ſtoffe weiſen vielfach ſteigende Tendenz auf. Beſonders die Pra
Stoffe, Futter, Leder und Holz zogen an. Auch die Materialpru
llen
Elektro=Inſtallationsgewerbes ſind, mit Ausnahme für Glühlamg iſ eſte
gen.
vieh
Beleuchtungskörper, geſtiegen.
Die Pfuſcharbeit und die Ausdehnung der Regiebetriebe hinä.
Entwicklung der Handwerkswirtſchaft. Auch das Ueberhandnehrnß.
Hauſierhandels trägt in immer ſtärkerem Maße zur Verringernn
usverkändt
Umſatzes einzelner Handwerkszweige bei.
Weſentliche Aenderungen der Lage auf dem Arbeitsmarkt rir ſiud den Bekan
nicht gemeldet. Die Abnahme der Arbeitsloſenziffer erfolgt nur 7.0 allzeſamts 9a
geringem Maße und iſt vereinzelt ſchon ganz zum Stillſtand gerl y. An: 1 olter Do

Wirtſchaftliche Rundſchau.

utemonnaie ſleer
var

hittelgr.
er und 17
verſilber
Die Darmſtädter und Nationalbank und die Wiener Mer= Fenſoonache und
Die Darmſtädter und Nationalbank in Berlin hat in der letztn
ſtarken Einfluß auf die Wiener Merkurbank ausgeübt, was M1 Dar
möglich war, daß die Berliner Bankengruppe 51 Prozent derAumes Hand
der Merkurbank erworben hat. Die Filialen der Bank in S- und 2 S
Graz und Meran wurden geſchloſſen. Auch ſonſt wird der Bet M ſchwarzer Do=
Bank entſprechend konzentriert.
Fränkiſch=Heſſiſche landwirtſchaftliche Ein= und Verkaufsc./ Zugeſlogen;
ſchaft m. b. H., Hanau. Im erſten Termin erklärten die erſa)
6dienſt und
Genoſſen, daß ſie nicht Beitrittserklärungem, fondern Bürgſchaft
Eilen Darmſtadts
lare unterſchrieben hätten. Die Entſcheidung über die Vorſchun
udienſt und in
nung wird in 8 Tagen verkündet. Gegen die bisherigen Vorſtar) en Woche deng=
glieder
iſt Strafantrag geſtellt worden.

Die deutſch=engliſchen Chemieverhandlungen. Nachdem vor
Tagen der Finanzdirektor des Farbentruſtes, Kommerzienrat vg Me Ballo
helminenpl

vierſtock
e und Ma

einſchließlic

aus London zurückgekehrt war, fanden ſoeben hier weitere A.
lungen über die deutſch=engliſche Chemieverſtändigung ſtatt. We
von zuſtändiger Stelle erfahren, haben dieſe Verhandlungen 1
keinem endgültigen Ergebnis geführt. Die Angelegenheit nimml
Fortgang übrigens wurde nun auch endgültig und offizs!
ſchloſſen, daß die Zentralverwaltung des Farbenverkaufes der
Farbeninduſtrie in Frankfurt a. M. ihren Sitz nimmt.
Vereinigte Glanzſtoff=A.=G., Elberfeld. In der außerorde
Generalverſammlung wurden die Anträge des Aufſichtsrates 1r
Verwaltung der Geſellſchaft, das Aktienkapital von 42,6 Millione
um 16 Millionen Stammaktien, von denen 8,4 Millionen den Iin
der alten Stammaktien im Verhältnis von 5:1 zum Kurfe von 122
zum Bezuge angeboten werden ſollen, ſowie des weiteren um 300G
Vorzugsaktien zu erhöhen, einſtimmig angenommen, bis auf A.
einer Stimme erhobenen Einſpruch des Juſtizrats Frieling=Kogl!

Aanee
a)Deutſche
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld einſchl.
Ausloſ. Sch. I. Teil
Tei
D. Reichsanl. Ablöf
d ohne Aus=
K4
gsſcheine ...
lo
* Dt. Schutzgeb.
Anl. .. . . . . . . ...

b)Ausländiſche
5% Bvs. E. B. 1914
6%-L.Inv. 1914
4½2 1898 ....
1902..
4½9
4% Bosnien ..
5% Bulg. Tabak.02
4 ½%Oſt. Staatsr
v.1913, Kdb. 191
4½/-%Oſt. Schatz.
41ſ.% Oſt. Silberr.
*"
4% Oſt. Goldren
lt. Innsbr. Abk
4% Oſt. einh. R. /k.)
8% Port. (Spz.) III
5%Rum.am. R.03
4½½Gold. 13.
4%
am. R. kon
4½ am. R. 05
4½Türk. (Adm.) 03
(T
4% (Bag

uniſ. 19
4% 1911 Boll.

A.f
54.95

14.5
8.5
35.5
2:I.
18.5

2a0

48 Ung. Goldr.
(lt. Innsbr. Abk.
4½ Ung. Staatsr.
..
Fronr.
4¾Ung.
3% Ung. Eiſ. Tor ..
Außereuro=
päiſche

5%Mex amn. i. abg.
*
48. Go
O4ſtf.
2o konſ. inn. . .
4½%, Irrigat.
5%Tamaulipas I,
Sachwert=Schuld
verſchreibungen
Mit Zinsberech
nung
10%Berl. H.=Bk. G. /106.5
% Berl. St. Gold
Darmſt. St.=G.
d. Hyp.=Bank
Meining. Goldpf.
83
2 Dresd. St.=G.
Frkf. St.=G.. . .
8%Frkf. Hyp.=Bk.
Goldpfbr.
p.=Bk.
rkf. Hhp.=Bk.=
Goldpfbr
% Frkf. Pfbr.=B!
Goldpfbr

dpfbr.
Z.
6% Frrf. 2
pfbr.
5%0 Frkf. Pfbr. Bk.
Goldpfbr. . .

anl....
..
Land.=Bk
Goldpfbr.
eſſ. Land.=Bk.
Goldpfbu
..
8%Klöchn.=Werk. 26

23
2.05
17

35.:

100.
8
98.5
2.
87.25

100.5

100
98

10%Komm. Elektr
Mark (Hagen)
Goldobl. . . . . . . 103.5
% Komm.
Darmſt., Reihe
K. Landesban
armſt. Reihe II / 99
Ldwgshf. Stadt=
voldan
.. .."
M. Kraf=
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.=St.=G
A
St.-
R. 48
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M.=Stahlw. 27
.Ldb. Gold /100.75
g. St. Gldal.
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opfbr. . ."
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.
öyp.=Bl.
6 P
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v Pforzh. St.
9 Pirmaſ. St.=G./ 97.75
1d.
%⁄₈ Pr. Centr.
Bk. Gldpfbr. 99.75
% P
Rae
dpfbr.
102
ſcha
Pr. Centr.=St.
chafts=Goldp=
98
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Rh.=Hyp.=Bk...
Goldpfbr. . . . . 100.5


68
3.
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K.
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Rh. Sta

10% Rh.=Weſtf.=B.
Cr.=Bk. Goldpf. 104.5

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Südt
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B. Stahlw
IdorfHyp.=Gld.
obl. mit Option/ g7.5
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hlw. Düf
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% Viag(V. Ind.=
Unt. Bln.) 27 ... 1 89.75

99.5

Ka5
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8
3.75

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37

Voigt & Häffner
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Bank Goldpfbrf.
Ohne Zins=
berechnung

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Heſſ. Volksſtaa.
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5% Südd. Feſt. B. C
Borkriegs=Hyp.=B.
Pfandbriefe
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E. Hhp. u. Wechſ.
Berliner Hyp.=Bk.
kf. Hyp.=Bk. .
Frkf. Pfandbr.=Bk.
imb. Hhp.=Bk. .
ecklb. Hyp.=u. W
. Hyp.Bk.
Gr.=Cr.=Bk
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euß. Bod.=Cr.=B
r.Cent.=B.=Cr. B
. Pfdbr.=Bk.
Rhein. Hyp.=B..
Rh.=Wſtf. B.=Cr.=B
Bodenkr.
Württ. Hhyp. Bk.
Staatl. od. prov.
garantiert
Heſſ. L..Hhp.=B..
Landeskr. Caſſel ..
Naſſau. Ldsb. . . .
Obligationen v.
Transportanſt.
42 Eliſ.=Bahn ſtfr.
4½ Galiz. Carl=
Lud.=B.
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4½
5%Oſt. Sd. (L.)ſtfr.

12.66
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6.7
8.25
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2.22

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3%Oſt. 1.b. 8.

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darmſt.n. Nat.=Bk.
Deutſche Bank
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Pr. Bd.=Creditban!
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Oſterr. Creditanſt.
Wiener Bankverein/ 17.75

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Bergwerks=Akt.
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Genußſchein
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Mannesm.=Röhr. . 167
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Brauereien
Eichbaum(Mannh.) 271
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erhof (Bind.) 335
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rucher, Nürnber
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Bad. Uhren, Furtw.
amag=Meguin .. / 46
Baſt Nürnberg ..."

Jahr. Spiegel ..../ 54.,75
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Bürſtenfbr. Erlang
Cement. Heidelb. . . 13
Cement. Karlſtadt 182
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Chem. Albert. . . . . 143
Chem. Brockh.
Chem. Milch ..... 56
Daimler=Benz A. G.
Dt. Eiſenhandel. ..
Deutſche Erdöl
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E. Licht u. Kraft. . /?
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Elſ. Bad. Wolle .."
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Felten & Ge
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Feiſt, Sekt. ...... 41
Frankfurter Gas .. 16
Frankfurter Hof
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Frkf.=M. Pok. u. W
Geiling & Cie. .... / 79.75
oldſchmidt, Th.
Gotha Waggon ...
Gritzner, Maſch
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Grün & Bilfinger. 1175.5
Kafenmühle Frift. 1135
Haid & Neu ..... .! 50.2
Hammerſen .. . . ..
Hanfw. Füſſen. . . . 137
Hanfa=Lloyd, Br.
Hartm. & Braun. . 1161.75

34

Hehligenſtaedt. . 26.75
ilpert, Armatur.
Hindrichs=Aufferm
Hirſch, Kupfer .... 1
Hoch=Tief Eſſen...
zmann .. . . . . . 195
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erk. Ind. ..
drom. Breslau ./ 75
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Kammg. Kaiſersl. 1199
Larlsruher Maſch.
Karſtadt, R.
Klein, Sch.EBe
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Heilbronn .1172
Konſe
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Krauß & Co. ...."
Lahmehyer .. . . . . . 169
Lech, Augsburg ...
Lederw. Rothe .."
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Lüdenſcheid. Metall
Mainkraft Höchſt
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Neckarſ. Fahrz. ..
Neckarw. Eßlingen /13.
Peters Union .
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1.5
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Rein. Gebb. & Schal 131. 25
160.5
Rhein. Elektr.
Rhenania, Kunheim
Rütgerswerke .. . . ! 93
hneid. & Hanau
llpr. Frank.
amm Lackfr.
ſchriftg. Stemp.
ſchuckert, Elektr. 1196.5
Schuhfbr. Weſſel..
Schuhf. Herz.....!

18
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. 1145

Schultz, Grünlack ,I
eilind. Wolff.
Siemens Glas".
Siemens & Halske.
Südd. Immob.
Südd.Zucker=A.=G.
Thür. Lief. Gotha.
Uhren Furtwängl
Unterfr. Kr.=El.=V.
Ritgsgseste H.
Ver. f. Che
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Ver. d. Olfbr.
Faßf. Caſſel..
i. Bln.=Frkf
Pinſel=Nürnberg.
tramarin . . . . .
Zellſtoff Berl. ....
Vogtl. Maſch. ..
Voigt & Haeffner..
Volthom, Seil
Wahß & Frentag.
Zegelin Rußfbr..
ellſt. Aſchaffenbg. .
Zellſt. Memel. . . ..
ellſt. Waldhof ...-
Zucker f. Rheingau
Transport= und
Berſicherungs=Akt.
Dt. Reichsb=V
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Südd. Eiſenb.=Geſ. 1
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Nordd. Lloyd.....
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Frankonia Rückv.. .
Darmſtädter Berte
Bahnbedarf ..
Dampff. Rodberg
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Motorf. Darmſt. . .
G
br. Roeder .... 4
BenulethckEllenb..

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[ ][  ][ ]

Gik

ſmmer 251

Samstag, den 10. September 1927

Seite 13

M17
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* Wirne M
gat in Mr!
ibt, Ri.
Prozut !
Bank
wird Mr.!

Vom ſüddeutſchen Ledermarki.
m. ſüddeutſchen Ledermarkt konnten die Umſätze in der letzten Zeit
Fefriedigen. Wie auch aus der Pirmaſenſer Schuhinduſtrie be
wird ſind die Fabriken durchweg gut beſchäftigt. Auch die Haus=
zlmaruſtrie
hat noch einen guten Auftragsbeſtand. Immerhin iſt
der Hereinnahme von Waren zumckhaltend, da die Geldmarkt=
rr
terhin angeſpannt iſt. Man klagt über ziemlich ſchlechten Geld=
Die Stimmung am Ledermarkt iſt weiter durchaus feſt. Ver=
ekginere
Preiserhöhungen durchzudrücken, hatten jedoch nur wenig
5.n auf Erfolg. Andererſeits ſcheint man auch zu Konzeſſionen
bereit zu ſein. Von den einzelnen Ledern hatte Bodelleder
regulären Umſatz. Ziemlich alle Artikel waren gefragt, insbe=
e
nwieder leichtere Schuhfabrikationsleder und Abfälle. Aber auch
tere Sachen macht ſich eine Zunahme der Nachfrage bemerkbar.
glſeenserbte Zahmſohlleder=Krupons notierten zuletzt 8,208,50 Mk.
zſige erbte Sohllederhälften 5,806 Mk. pro Kilo. Zahmſohlleder=
30, Kropons 7.307,50, Wildſohllederhälften 4,955,10 Mark
guſtr. 6.907,20, Zahmpachehälften 5,25,30, Krupons 7.207,40,
st 1 703,20, Hälſe 3,704,20 Mk., Wildvacheſeiten 2,503, Hälſe
ſie SMark, gute Fabrikate gemiſchter Grubengerbung pro Kilo.
aſtee Oberleder wieder mehr gefragt. Die Vorräte ſind jedoch nicht
S. Man verlangt für braune Kipſe 56, für ſchwarze Kipſe
ffür lohgare Maſtkalbleder 811, Zahmfahlleder 6.107,20 Mk.
hieshäft in feinen Oberledern für die Schuhfabrikation konnte wei=
digen
, beſonders in ſchwarzem Kalbleder und Maſtbox. Echte
ax mittlerer Preislagen bevorzugt, desgleichen Schafleder. Mit
eigerückten Jahreszeit ſtellt ſich in vermehrtem Maße Nachfrage
hwarzem und kräftigerem Oberleder ein, jedoch waren farbige
rerte immer noch angefordert. Das Geſchäft in Sattler= und
al der war nicht ganz einheitlich, während das in Riemenleder=
glten
ſich etwas flotter geſtaltete.
Produktenberichte.
druſer Produktenbericht vom 9. September An der heutigen
En tierten Weizen 27,5028, Genſte 25,5027,50, Roggen 24,75,
2829, Futtergerſte 2324, Hafer alt 2526, Weizenmehl
*940,50, Roggenmehl 60 Prozent 36,5037 Weizenfuttermehl
1/50, Noggenfutermehl und Nachmehl 1924,50, Roggenkleie
A. grobe Weizenſchalen 14, feine Weizenkleie 13,50, getr. Bier=
WL5017, Malzkeime 16,2516,75,
Maisſchrot 21,5022,50,
kichnitzel 1313,25, Heu 66,50, Stroh 2,102,25, Kartoffel 6
Tendenz ruhig.
zuEfurter Produktenbörſe vom 9. September. Die Getreidebörſe
wmike auch heute wieder ruhiges Geſchäft, die Preiſe lagen gegen=
en
geſtrigem Notierungen unverändert. Je 100 Kilo: Weizen
157150, Roggen 2424,25, Sommergerſte 26,5B, Hafer inl.
4½5 dto. ausl. 2425, Mais 19, Weizenmehl 39,5040, Roggen=
635,50, Weizcmkleie 13, Roggenkleie 13,25.
tliener Produktenbericht vom 9. Sept. Der Roggenmarkt bean=
das
Hauptintereſſe. Vom Ausland lagen etwas beſſere Mel=
gwor
, vor allem hatte aber das knappe Roggeninlandsangebot
ſöhte Befeſtigung zur Folge. Soweit überhaupt Offertenmaterial
htele Verladung vorliegt, wird von den Mühlen für gute Quali=
ſtwef
enüber dem um etwas im Preiſe geſteigerten September=
man
Aufgeld von 2 bis 3 Mark bewilligt. Am Lieferungsmarkte
geringe Angebot die ſcharfe Aufwärtsbewegung für September
ußt und auch die ſpäteren Monate wurden von der Preisſtei=
tamitgezogen
. Das Weizenangebot aus der Provinz iſt nicht mehr
Die Mühlen müſſen aber bei Anſchaffungen etwa 1 Mark mehr
im anlegen. Am Lieferungsmarkte geſtaltete ſich die Situation
wumgekehrt wie am Roggenmarkte, indem die Reportſätze eine
nerumg erfuhren.

Amerikaniſche Kabelnachrichten.
New York, 9. September.
Zucker: Abgaben für kubaniſche Rechnung günſtige europäiſche
Erntenachrichten und niedrigere ausländiſche Notierungen hatten ein
Nachgeben der Preiſe zur Folge.
Kaffee: Am Terminmarkt veranlaßten ſchwächere Rio=Kabel und
Abgaben für europäiſche Rechnung einen ſchwachen Marktverlauf. Später
machte ſich auf Froſtbefürchtungen aus Braſilien Deckungsbedürfnis gel=
tend
, ſo daß der Markt feſt ſchloß.
Baumwolle. Die Schwäche Liverpools und Abgaben des Auslandes
ließen die Preiſe anfangs nachgeben. Käufe des Handels, die Feſtigkeit
des Lokomarktes und beſſere Verfaſſung am Baumwollmarenmarkt be=
wirkten
dann eine Erhöhung. Die New Yorker Spekulation nahm dann
aber Abgaben vor, ſo daß eine ſcharfe Abwärtsbewegung einſetzte.
Chieago, 9. September.
Weizen: Der Weizenmarkt nahm einen überwiegend feſten Verlauf.
Die Exportnachfrage hat ſich gebeſſert und Meldungen über Regenfäll=
in
den nordweſtlichen amerikaniſchen Erntediſtrikten, ſowie Privatnach=
richten
über Auftreten von Schwarzroſt in Canada hatten ein An=
ziehen
der Preiſe zur Folge. Auch Meldungen über ungünſtige Witte=
rung
im Auslandg regten die Kafluſt an. Die höchſten Tageskurſe
vermochten ſich nicht bis zum Schluß zu behaupten, da ſich verſchiedentlich
Realiſationsneigung geltend machte.
Mais: Die Tatſache, daß die Ernte im Staate Nebraska noch im
Rückſtande iſt, und der unbefriedigende Stand der Felder im Jowa be=
wirkten
auch am Maismarkt anfangs eine Befeſtigung, zumal für den
Süidweſten nicdrigere Temperaturen vorausgeſagt werden. Die Preis=
erhöhungen
gingen im Verlaufe wieder verloren, da ein baiſſelautender
Bericht des Staates Canſas und die Erwartung eines gleichfalls baiſſe=
günſtigen
Regierungsberichtes Abgaben auslöſten.
Roggen: Am Roggenmarkt waren Anlagekäufe für öſtliche Rechnung
zu beobachten, die eine Preisſteigerung verurſachten. Die lebhaftere
Kauftätigkeit für den Export, Gerüchte über Niederſchläge in Nord=
weſten
ſowie die Feſtigkeit der Märkte in Minnegpolis und Winmipeg
begünſtigten ebenfalls die Aufwärtsbewegung, die zum Schluß 2½
Cents betrug.
Hafer: Die enttäuſchten Ernteergebniſſe in bielen Gebieten und die
anhaltenden Regenfälle in den gegenwärtig mit der Ernte beſchä
ten
Staatem hatten am Hafermarkt eine Befeſtigug um 11¾8 Cent zur
Folge
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 9. Sept.:
Getreide. Weizen: Sept. 133½, Dez. 138, März 141½: Mais:
Sept. 102, Dez. 104½, März 107; Hafer: Sept. 45½, Dez. 48½,
März 51½; Roggen: Sept. 96½, Dez. 100, März 1083½.
Schmalz: Sept. 13,25, Okt. 13,30, Jan. 13,77.
Fleiſch: Sept. 12,07½, Okt. 12,07½, Jan. 12,80; Speck: loko
12,12½; leichte Schweine 10,6011,75, ſchwere Schweine 10,25
11,45; Schweinezufuhr: Chicago 14 000, Weſten 60 000.
Es notierten nach Meldungen aus New York am 9. Sept.:
Getreide. Weizen Nr. 2: rot 145%, hart 148½; Mais: nei
ank. Ernte 111; Mehl: ſpring wheat clears 6,507,00; Fracht:
nach England 2,63 Schilling, nach dem Kontinent 14 Cents.
Schmalz: Prima Weſtern, loko 14,00; Talg: extra 8½.
Kakav. Tendenz: willig. Umſatz in lots: 67. September
14,95, Oktober 14,62, November 14,30, Dezember 13,90, Januar
13,65, Februar 13,55, März 13,58, April 13,60, Mai 13,75. Loko:
15½.

Die Betriebslage der Rheinſchiffahrt.
Ueber die Betriebslage der Rheinſchiffahrt im Monat Juli 1927
wird bericktet, daß die Reedereien im Vergleich zum Vormonat etwas
reger beſchäftigt waren. Die Kohlen= und Koksverladungen im Rhem=
Ruhrhafen nach dem Oberrhein nahmen ebenſo zu wie die Zufuhr der
über Rotterdam hereinkommenden Maſſengüter. Der Talverkehr ab
Ober= und Mittelrheinſtationen wie auch die Kohlenabfuhr nach Hol=
land
und Belgien wickelten ſich leicht bewegt wie im Vormonat ab.
Unter Berückſichtigung der Jahreszeit war der Rheinwaſſerſtand infolge
der regneriſchen Witterung außerordentlich geinſtig und ließ durchweg
eine volle Abladung zu. Das ſtarke Angebot an Leeraum ließ am 2.
Fuli die Frachten um 20 Pfg. fallen. In der Verkehrsbeziehung Rhein=
RuhrhäfenMannheim beſſerten ſich die Sätze gegenüber der Schluß=
notierung
des Vormonats. Im Schleppgeſchäft ſind kaum Vevändewu=
gen
eingetreten.
Kleine Wirtiſchafts=Nachrichten.
In der Berliner Stadtverordnetenverſammlung von Donnerstag
wurde die Vorlage des Magiſtrates über den Bau von 8000 Wohnun=
gen
mit großer Mehrheit einem Haushaltsausſchuß zur Vorbereitung
überwieſen.
Die Sächſiſche Landespfandbriefanſtalt, die bereits 9 Mill. Dollar
ihrer Pfandbriefe nach Amerika verkauft hat, hat ſoeben einen weiteren
Berrag von 2 Mill. Dollar 6prozentigen Pfandbriefen an die National.
City Cy of New York begaben.
Der Zufluß von Dollarkrediten nach Oeſterreich war in der letzten
Zeit ſo ſtark, daß der Dollarkurs in Wien ſtändig einem ſtarken Druck
ausgeſetzt war.
Wie wir ſoeben erfahren, haben die großen holländiſchen landwirt=
ſchaftlichen
Zuchtgenoſſenſchaften für Obſt und Gemüſe eine umfang=
reiche
Beteiligung an der im Nahmen der Frankfurter Herbſtmeſſe i
der Fiſſthalle ſtattfindenden Ausſtellung Blumem und Früchte am=
gemeldet
.
Am 15. September beginnt mit einer vorausſichtlichen Dauer von
13 Verkaufstagen (Schlußtag 29. September) die fünfte diesjährige
Serie der Londoner Kolonialwollauktionen. Das Geſamtangebot be=
läuft
ſich auf 141000 Ballen.
Die Verhandlungen zwiſchen der belgiſchen Kunſtſeidengeſellſchaft
Tubize und der Solvay=Gruppe zwecks Herbeiführung einer Zuſammen=
arbeit
ſcheinen geſcheitent zu ſein.
Die Warenverteuerung in Polen hält dauernd an. Der Groß=
handelsindex
(1925 100) iſt von 132,6 Prozent im Juli 1926 auf
161,6 Prozent im Juli 1927 geſtiegen. In dieſem Vergleichsabſchnitt
zeigen landwirtſchaftliche Erzeugniſſe eine Steigerung von 117 Prozent
auf 155 Prozent, induſtriella Waren von 143,8 Prozent auf 148,8 Proz.
Die polniſche Regierung hat mitgeteilt, daß mit Rückſicht auf die
zwiſchen Deutſchland und Polen bevorſtehenden Aufwertungsverhand=
lungen
die Erledigung der Anträge deutſcher Reichsangehöriger au
Aufwertung bzw. Konvertierung von Obligationen bis zum Abſchluß
dieſer Verhandlungen zuwüückgeſtellt werden mißte.
15 in japaniſchen Händen befindliche Baumwollſpinnereien zu Schang=
hai
und Umgegend, die ein Geſamtkapital von ungefähr 100 Mill. Yen
repräſentieren, werden durch ihre Eigentümer wahrſchainlich in einen
Konzern zuſammengefaßt wevden, um gegenüber der chineſiſchem Au=
beiterſchaft
eine geſchloſſene Front bildem zu können.
Die Wollauktion in Sydneh bleibt in ihrer Tendenz unverändert
feſt. Die Deutſchen und Franzoſen ſind nach wie vov die ſtärkſten Ab=
nehmer
. Merino=Shweißwollen notierten bis 30, Comebackwollen 2,
Kreuzzuchten bis 18 Pence per engl. Ib.

d Brkae
ten die
ern Bür
er die Mi*
isherigen Md

HArtsverkündigungen des Kreisamts
und den Bekanutmachungen des
Polizeiamts Darmſtadt.
mden: 1 alter Damenſchirm. Ein
Portemonnaie (leer). 1Heft ( Thiel=
wpe
). 1 ſchwarzblaue Herren=
mittelgroßer
und 1 Patentſchlüſſel
P ovaler verſilberter Anhänger
enphotographie und gelbem Hals=
1 Damenſpazierſtock mit Gummi
braunes Handtäſchchen m. Taſchen=
umm
und 2 Schlüſſeln. 1 grau=
Namenbluſe und Mantel. Zu=
: 1 ſchwarzer Dackel mit braunen
Un
Zugeflogen: 1 Kanarien=

A
hier
der ußt
N
gurfe W.
T

ſatagsdienſt und Nachtdienſt in
ltheken Darmſtadts: Es verſehen
ſtagsdienſt und in der daran ſich
enden Woche den Nachtdienſt vor
bis einſchließlich 17. Sept. di
potheke, Ballonplatz 11, die Adler=
Wilhelminenplatz 17, die Hirſch
Nieder=Ramſtädterſtraße 21.

bauungsplan.
e von der Stadtverordneten= Ver=
g
am 1. ds. Mts. gutgeheißene
ungsplan für das Gebiet
Rdes Darmſtädter Friedhofs
der Nieder=Ramſtädter=
Allund den projekt. Straßen
AD liegt gemäß Art. 5 der Allg.
ſung vom 9. bis 24. d8. Mts.
Städtiſchen Hochbauamt zur
Moffen.
edendungen gegen den Plan ſind,
mädung des Ausſchluſſes, wäh=
eſer
Friſt daſelbſt vorzubringen.
ſtadt, den 5. Sept. 1927. (st13952
er Oberbürgermeiſter.

kanntmachung.
Einziehung von Steuerrück=
durch
Poſtnachnahme
Emtlaſtung der Vollſtreckungs=
urde
ſeitens des Herrn Reichs=
Re der Finanzen angeordnet, daß
WDiu guſt d8. Js. ab die Einziehung
vuerrückſtänden bis zu 1000 R.M.
lich durch Poſtnachnahme
er der Steuerſchuldner vorge=
werden
kann. Von dieſem Ver=
Aoird von heute ab, von meiner
ſe hinſichtlich der Rückſtände
FASabgaben, Landesſteuern und
WIrſi cherungsbeiträge Gebrauch ge=
Auf die Kirchenſteuer findet es
e noch keine Anwendung. Mi
rückſtänden werden gleichzeitig
ug Szinſen eingezogen. Wird die
Aena hme nicht eingelöſt, ſo werden
EC Aluld eten Beträge im Verwaltungs=
MErieben werden. Die Zwangs=
Nungskoſten fallen den Steuer=
Mtn zur Laſt.
(13990ss
hadt, den 9. September 1927.
Der Vorſteher des
5 Inzamts Darmſtadt Stadt
TDh, Ober=Regierungsrat.

Eeit. Sclacthof
orm. von
nachm.
a5 Rind= u.
Rudbieiſch, dua

Gelegenheitskauf!
Damen= u. Herren=
rad
bill. zu vk. Lager=
hausſtr
. 16, T (13495a

Das an den Provinzialſtraßen ſich
ergebende Obſt ſoll an folgenden Tagen
an Ort und Stelle meiſtbietend gegen
Barzahlung verſteigert werden:
Montag, 12. September 1927, vorm. 9½
Uhr, an der Straße Groß=Bieberau
Brensbach und Abzweig nach Hip=
pelsbach
, bei km 21,0 beginnend.
Dienstag, 13. September 1927, vorm.
7½ Uhr, an den Straßen Reinheim
Lengfeld und ReinheimUeberau,
bei Reinheim beginnend.
Mittwoch, 14. September 1927, nachm.
3 Uhr, an der Straße DieburgEin
ſiedel, bei Dieburg beginnend.
Donnerstag, 15. September 1927, vorm.
8 Uhr, an der Straße DieburgKl.=
Zimmern-Habitzheim, bei Dieburg
beginnend.
Freitag, 16. September 1927, vorm. 8½
Uhr, an der Straße Gundernhauſen
RoßdorfDarmſtadt, b. Gundern=
hauſen
beginnend.
Samstag, 17. September 1927, vorm
8½ Uhr, an der Straße Gundern=
hauſen
Dieburg, bei Gundernhau=
ſen
beginnend,
Montag, 19. September 1927, vorm. 9
Uhr, an den Straßen Reinheim
Hahn und Hahn Groß=Bieberau,
bei Reinheim beginnend.
An demſelben Tag, vorm. 10 Uhr,
Straße. Darmſtadt Gichtmauer-
Bahnübergang Kranichſtein, begin=
nend
bei Ziegelhütte km 2,8.
An demſelben Tag, nachm. 2 Uhr,
Straße MeſſelOffenthal und Meſ=
ſel
-Eppertshauſen, beginnend bei
Meſſel.
Dienstag, 20. September 1927, vorm.
3 Uhr, an der Straße Roßdorf-
Spachbrücken Reinheim, bei Roß=
dorf
beginnend.
An demſelben Tag, vorm. 8½ Uhr,
an der Straße PfungſtadtHahn
Gernsheim, b. Pfungſtadt beginnend.
Donnerstag, 22. September 1927, vorm.
8½ Uhr, an den Straßen Ober= Ram=
ſtadt
Tannenbaum u. Tannenbaum
Zeilhard, bei Ober=Ramſtadt be=
ginnend
.
An demſelben Tag, vorm. 9 Uhr,
Straße Griesheim Waſſerwerk
Pfungſtadt, b. Griesheim beginnend;
daran anſchließend Griesheim Torf=
grube
, bei Pfungſtadt beginnend.
An demſelben Tag, vorm. 10 Uhr,
Straße DarmſtadtWeiterſtadt, be=
ginnend
beim Riedbahnübergang;
daran anſchließend Straße Weiter=
ſtadt
-Braunshardt.
An demſelben Tag, nachm. 2 Uhr,
die Nußernte Straße Pfungſtadt
Eſchollbrücken und Eſchollbrücken bis
Straßenkreuz, bei Pfungſtadt begin=
nend
; daran anſchließend. Straße
EſchollbrückenCrumſtadt, b. Eſcholl=
brücken
beginnend
An demſelben Tag, nachm. 3 Uhr,
Straße Schneppenhauſ.Weiterſtadt,
bei Schneppenhauſen beginnend.

Freitag, 23. September 1927, vorm.
Uhr, Straße EmmelinenhütteNied.=
RamſtadtWaſchenbach, bei der Em=
melinenhütte
beginnend; daran an=
ſchließend
Straße Papiermühle
Nieder=Ramſtadt, bei der Papier=
mühle
beginnend.
An demſelben Tag, vorm. 8½ Uhr
Straße, Roßdorf Ober=Ramſtadt
Nied.=Modau, b. Roßdorf beginnend
An demſelben Tag, vorm. 10 Uhr,
Straße Wixhauſen Gräfenhauſen.
bei Wixhcſen beginnend.
Samstag, 24. September 1927, vorm.
9 Uhr, an den Straßen Ernſthofen
Nieder=Modau und Nieder=Modau
FrankenhauſenNeutſch, bei Ernſt=
hofen
beginnend.
Montag, 26. September 1927, vorm. 8
Uhr, an den Straßen Rohrbach
Rodau, Abzweig nach Kl.=Bieberau,
und RodauErnſthofen
An demſelben Tag, vorm. 10 Uhr.
Straße Gräfenhauſ.Mörfelden, bei
Gräfenhauſen beginnend.
Dienstag, 27. September 1927, vorm.
8 Uhr, Straße Nd.=RamſtadtOber=
RamſtadtHahn (bis zum Wald)
bei Nieder=Ramſtadt beginnend.
An demſelben Tag, vorm. 8 Uhr,
Straße Kühler GrundNd.=Beerbach
Kreisgrenze, am Kühlen Grund be=
ginnend
; daran anſchließend Straße
SeeheimOber=Beerbach, bei See=
heim
beginnend.
Donnerstag, 29. September 1927, vorm.
8½ Uhr, Straße Semd-Habitzheim,
bei Semd beginnend.
An demſelben Tag, mittags 12 Uhr,
Straße Ober=Klingen-Haſſenroth=
Hummetroth u. Hummetroth Brens=
bach
, bei Haſſenroth beginnend.
Freitag, 30. September 1927, vorm. 9½
Uhr, Straße Gr.=Bieberau Niedern=
hauſen
. Abzweig nach Nonrod und
Abzweig nach Lichtenberg, bei Groß=/Viehmarkt ſtatt. Beginn8 Uhr vorm.
(13966
Bieberau beginnend.
Darmſtadt, den 8. September 1927.
Provinzialdirektion Starkenburg
(Tiefbau).

Vergebung von Erd, Beton

Die Erd=, Beton= und Maurerarbeiten
für die Errichtung einer Stützmauer auf
Bahnhof Gaimühle (Strecke Eberbach-
Hanau) ſollen öffentlich vergeben werden.
Bedingungen liegen beim unterzeich=
neten
Amt und der Bahnmeiſterei 66 in
Hetzbach i. Odw. zur Einſicht offen. An=
gebotsvordrucke
ſind beim unterzeichneter
Amt, Zimmer 16, gegen poſtfreie Ein=
ſendung
von 3 RM. in bar nicht in
Briefmarken ſoweit Vorrat reicht, er=
hältlich
. Angebote ſind verſchloſſen, poſt=
frei
mit der Aufſchrift Stützmauer Bahn=
hof
Gaimühle bis zum Eröffnungstage,
20. September 1927, vorm. 10 Uhr,
an das unterzeichnete Amt einzureichen.
(13993
Zuſchlagsfriſt 3 Wochen.
Darmſtadt, den 10. Sept. 1927.
Reichsbahnbetriebsamt 2.

Heute Samstag, nachm. 3 Uhr,
wird der Reſt der Schuhwaren ( Ma=
thildenplatz
15, Darmſtadt) verſteigert.
(13998
Lein
Gerichtsvollzieher in Darmſtadt.

Am 14. September findet in
Aſchaffenburg
Der Viehmarktplatz iſt mit Bahngleis
(13962
verbunden.
Viehhändler=Verein
von Aſchaffenburg und Umgegend

Thüringer Allgemeine Zeitung
Erfurt

At
Ne

Faſel=Verkauf.
Die Gemeinde Traiſa verkauft einen
gut gemäſteten
Faſel
Angebote auf ein Pfund Lebendge=
wicht
ſind bis Donnerstag, den
15. September, mittags 12 Uhr, auf
der Bürgermeiſterei einzureichen, wo=
ſelbſt
auch die näheren Bedingungeu zu
erfahren ſind.
(13954
Traiſa, den 9. Sept. 1927.
Heſſiſche Bürgermeiſterei.
Scheerer.

Pe
Ooftverſteigel ung.
Am nächſten Mittwoch, den 14. Sep=
tember
1927, vormittags 9 Uhr an=
ſangend
, werden aus den Obſtanlagen
der Gemeinde Stockſtadt ca. 1200 Ztr.
Aepfel und ca. 200 Zentner Birnen
öffentlich an Ort und Stelle verſteiger:
Zuſammenkunft am Ortsausgang nach
Goddelau.
(13937
Stockſtadt, den 7. Sept. 1927.
Heſſ. Bürgermeiſterei Stockſtadt.
Rückeis.

ſiei
Ooſtverneigerung.
Mittwoch, den 14. September d.
Js., vormittags 9 Uhr beginnend,
wird an der Wieſenmeiſterwohnung
Plattenhof der diesjährige Obſter=
trag
(geſchätzt etwa 2500 Zent. Aepfel
und 100 Zent. Birnen) vom Schuſter=
wörth
, Karlswörth, Plattengutswieſen
und Knoblochsauwald losweiſe öffentlich
verſteigert. Nähere Auskunft erteilt Herr
Wieſenmeiſter Schmitt zu Plattenhof
(13963
bei Erfelden.
Dornberg, den 8. Sept. 1927.
Heſſ. Forſtamt Dornberg.

Für die Provinzial=Pflegeanſtalt
Eberſtadt ſollen die nachſtehend aufge=
ührten
Gegenſtände für die Zeit vom
1. Oktober 1927 bis 31. März 1928 ver=
geben
werden:
a) Verzehrungsgegenſtände:
Margarine, Kochſalz, Kaffee=Erſatz ( En=
rilo
), Malzkaffee, Kolonialwaren, Roggen=
mehl
, Weizenmehl (Spezial 0), Milch,
Salatöl, Eſſig;
b) Verbrauchs= uſw. Gegenſtände:
Kernſeife, Schmierſeife, Seifenpulver,
Soda, Putzlumpen, Leder, Rauchtabak,
Zigarren, Strickwolle, Futtergerſte, Mais.
Die in dem Angebot anzuerkennenden
Lieferungsbedingungen liegen am 12.
und 13. September 1927 auf dem Ver=
waltungsbüro
offen, woſelbſt auch die
ungefähren Mengen zu erfahren ſind.
Angebote und Muſter ſind bis zum Er=
öffnungstermin
, den 19. September
1927, vorm. 8 Uhr, einzureichen.
Ein Verſand der Bedingungen nach
auswärts erfolgt nicht. Von jeder Gat=
tung
darf nur ein Muſter angeboten
werden. Muſter ſind von den Angeboten
getrennt zu halten.
(13964
Eberſtadt, den 10. Sept. 1927.
Direktion
der Provinzial=Pflegeanſtalt.

[ ][  ][ ]

Seite 14

Samstag den 10 September 1927

Palast-Lichtspiele

Der neue D. L.. S.-Film!

Hie leinte Hacn

Nach dem Schauspiel Hochzeltsnacht‟
In den Hauptrollen:
Lily Damita, Harry Liedtke,
Paul Richter, Louis Ralph,
Ernst Verebes, Rudolf Klein-
Rogge, Frieda Richard,
Trude Hesterberg.

Das Verlorene älüel

Im bunten Teil: Wikolal Kolln
Der bedeutendste Komiker der Welt

ine

(13957

Landstreicher wider Willen

Eine Kabinettsleistung köstlichen Humors
u. schauspielerischen Gestaltungskunst, 6 Akte.

Residenz-Theater

Gunnan Tolnaes

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Zur Kanone‟, Heidelbergerſtr. 38
von Herrn Alwin Rittweger übernommen habe.
Führe wie in meinem früheren Reſtaurant zur Berg=
ſtraße
in Zwingenberg a. d. B., nur eine erſiklaſſige Küche.
Mittagefſen von90 Pfg. an, reichlich u. gut./ Prima WBeine
u. Rumel=Spezialdier. / Stets friſche Hausſchlachtung.
Spezialität Rippchen mit Kraut.
Samstag, den 10. September Schlachtfeſt.
Um Unterſtützung meines neuen Unternehmens bittet
Jakob Metzger und Frau.
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Samstag

und Sonntag abend

Samstag 20 Uhr Feſikonzert
Sonntag 11 Uhr Haupiverſammlung
Sonntag 20 Uhr
Stiftungsfeſt mit Tanz
Mathildenhöhſaal 13951

Verband für
deutſche Jugendherboc
Ortsgruppe Darmſtada
Unſere diesjährige
Hauptverſammlun

findet Freitag, 16. Septbr. abendd
in der Jugendherberge, Mühlſtraßer (
Der Borſtand.

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Min
u bewült
Verſt
ir Winch
in jedoch
Fihhle
Uühr
mBo
iſts
Rüfen

KÜNSTLER-KONZERT

Auswahlreiche Mittag- und Abendkarte
Gute Weine Münchner Weißbier

O
6e
Bismarck-Eck
(Ecke Bismarck=Wendelſtadtſtraße)
Samstag und Sonntag ab 7 Uhr

if *
d ſah
elnd

Machkirchweihe
Behrens-Aufnagel, Traisa

Am 11. September, nachmittags ½4 Uhr ab
Großer Tanz
Ab 3 Uhr nachm. ½ſtündiger Autoverkehr vom weißen

Turm nach Behrens=Hufnagel, Traiſa und zurück Darmſtadt
Ab 2.30 Uhr ſtündl. Wagenverkehr mit Pferden ab Böllen=
falltor
. Einfache Fahrt 4 Perſon 0.60.
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Einſtellen von Fahr= und Motorrädern unter Garantie
Laufend Hahne, Enten und Gänſe.
Wochenende
Telephon 1481 Darmſtadt.

Kirchweihe Pfungſtadt.

Hotel Strauß
In den renovierten Lokalitäten des Hotel Strauß
findet während der Kirchweihtage ( 23696
in 2 Sälen TANZ
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Fummer 251

Samstag, den 10. September 1927

Geite 15

Der Club der Vierzig.
bearbeitet nach einem Roman von Robert W. Chambers
von Edgar May.
(Nachdruck verboten)
welene ſah Potter forſchend an. Glaubſt du? ſagte ſie
emd. Na, wir wollen es hoffen.
Sie wartete Potters Antwort nicht ab und kletterte auf das
werdock, wo ihr die Menge, die Eugen Renton aufgeregt
ouernd umringte, willig Platz machte. Dieſer ſaß mit unter=
hragenen
Beinen auf den Planken; ſeine beiden Hände waren
einre rieſige goldene Vaſe getaucht, die mit ſchweren Münzeu
Ut war.
Beben ihm ſtanden der Taucher und ſeine Gehilfen, mit
lsreitungen zu einem neuen Tauchgang beſchäftigt. Die
ſb. ſchwerten Füße des Mannes taſteten bereits nach der Leiter.
gelene betrachtete die unſörmliche Geſtalt, von der Waſſer
guoßen Tropfen herabfiel, die Schläuche und Seile, die ſich
dem Taucher ins Waſſer ſenkten. Dann warf ſie einen Blick
Sugens farbloſes, grimmiges Geſicht und ſeine ſchlanken,
wr fen Finger, die die Goldmünzen in Stöße von zehn ord=
ei
- ſowie den dichten Ring erhitzter Geſichter, die ſich gierig
ir den Goldhaufen beugten.
Es waren Männer darunter, die um weniger als eine dieſer
drien Säulen Mord begangen hätten, was Mrs. Wyvern
wohl mußte, als ihr Blick von Geſicht zu Geſicht glitt. Ren=
ſsTätigkeit
beachtete ſie kaum, ſo erfüllt war ſie von dem Arg=
y
, der ſich ihr aufdrängte, dem Gefühl, daß etwas vorging,
dem ſie nichts wußte und wiſſen ſollte, eine Art Eingebung,
lei Frauen einem ſechſten Sinn gleichkommt.
Daß etwas unter der Oberfläche der Dinge vorging, war
d ar bewußt. Ihr Inſtinkt ſagte es ihr, und Potters offen=
doge
Verſuche, ſich in ihre Gunſt zu ſetzen, beſtätigten es.
te ſchönen Augen hoben ſich, um Donald Mayne zu ſuchen.
ſp ar jedoch nicht da, auch Welper konnte ſie nicht ſehen, nur
Supple, der im Club eine Zwitterſtellung von Diener und
tiſſe einnahm, war anweſend.
Euf ihre Frage erwiderte Dan, daß Mayne mit Bert Mew=
um
Bonnet=Haus gefahren ſei, um Feuerwerk zu beſorgen.
SSo iſt’s recht, rief Potter mit geheuchelter Begeiſterung.
ſi müſſen doch unſeren Fund gehörig feiern, nicht wahr,
ſäenton legte einen geſchichteten Stoß Dublonen auf den
denr und ſah Helene zum erſten Male an. Sie gab ihm ſeinen
lächelnd zurück. Unſere Ausſichten beſſern ſich, Eugen,
ſt wahr?
Glaubſt du? fragte er mit ſeiner ausdrucksloſen Stimme.
Selbſtverſtändlich; du nicht?

Renion in ſe eine Tele unfer muifich. Sim fur
er, ohne eine Antwort zu geben, mit dem Zählen fort.
Potter gab Mrs. Wybern einen zarten Rippenſtoß und
flüſterte ihr zu: Eugen iſt bös auf dich und Donald. Auch
iſt er ſchon wieder voll Koks. Ich rate dir, deinem jungen Mann
einzuſchärfen, ſeine beiden Piſtolen mit ins Bett zu nehmen.
Das iſt unnötig, denn ich habe die meinen ſtets bei mir,
entgegnete ſie. Damit wandte ſie ſich ab und ſchritt auf die Kan=
tine
zu
Potter folgte ihr zögernd his dahin, aber Mrs. Wyvern
ging weiter ins Schlafhaus. Potter ſah ihr nach und trat dann
in die Lantine. Die nach Gin ſtinkende Bar war leer, darum
ſtieg er in ſein Schlafzimmer hinauf. Nur in Welpers Schlaf=
zimmer
regte ſich etwas. Potter hörte das Kuiſtern von Papier
und das Kratzen einer Feder. Er klopfte leiſe an die hölzerne
Zwiſchenwand.
Julian, ſagte er mit ſorgfältig gedämpfter Stimme.
Komm zu mir, Sam!
Als Potter Welpers Zimmer betrat, war dieſer mit Schrei=
ben
beſchäftigt. Er ſchob die Papiere beiſeite, blieb jedoch ſchwei=
gend
ſitzen, ſeine Zähne mit dem Federhalter beklopfend.
Wie ſiehts hier aus, Julian? fragte Potter.
Bert Mewling brachte heute morgen, als du ſchon weg
warſt, einen Brief, erwiderte Welper. Er war in Chiffre und
kam von unſeren Leuten in Rio de Janeiro. Sie ſchrieben, daß
ſie von Regierungsbeamten ſcharf beobachtet werden, und wenn
die Sache ſchlimmer würde, die Abſicht hätten, ſich zu zerſtreuen.
Eugen Rentons Benehmen, das immer ein gutes Barometer
war, gefällt mir ſchon ſeit längerem nicht. Es ſcheint mir, daß
auch er ſich insgeheim mit der Abſicht trägt, ſich aus dem Staub
zu machen. Darum habe ich dem Taucher aufgegeben, etwas
Gold heraufzubringen.
Das iſt alſo der Grund? bemerkte Potter nickend.
Jawohl, ich will Renton noch eine Weile im Auge be=
halten
.

WÜNNER
(nin UNMA

Er wird ſichs überlegen, auszureißen, erwiderte Potter
achſelzuckend, und ſein Mädel mit Donald Mayne, allein zu
laſſen. Deswegen bin ich jedoch nicht gekommen. Was liegt uns
an der ſüdamerikaniſchen Vande oder an Eugens Zwiſtigkeiten
mit Helene?. Ich habe Wichtigeres mit dir zu beſprechen, fügte
er, ſich ſchwer auf den Tiſch lehnend, hinzu.
Was iſt los? fragte Welper beunruhigt.
Allerhand, erwiderte Potter. Julian, wir ſitzen in der
Tinte.
Inwiefern?
In dicker, ſchwarzer Tinte, wiederholte Potter feierlich.
Du weißt doch, daß Helene und ich heute morgen nach den
Schwanen=Fuſeln hinüberſegelten, um mit Johns Mädel wegen
ihres Bruders zu umerhandeln. Wir haben 125000 Dollar
verlangt.
Das weiß ich. Wie iſt’s Euch ergangen?
Hör' zu. Wir ſind alſo zuerſt nach der Red=Moon=Inſel
gefahren, dicht an der Stelle vorbei, wo die Schwaneninſel=Leute
baggern. Sie ſind jedoch in ein Motorboot geſprungen und
haben uns davon gejagt. Sie waren bewaffnet, und ich hielt es
daher für das Beſte, auszureißen. Dann hörte Wirt auf der
Sichelinſel Schüſſe und als wir darauf zuhielten, ſahen wir
richtig Lanier, dieſen verdammten Verräter, mit einem Jagd=
gewehr
in der Hand ans Ufer treten.
Ein kurzes Schweigen folgte. Schade, daß Ihr Renton
nicht mit hattet, ſagte Welper ſodann.
Auch mir tut es leid. Nun, ich verſuchte, Lanier zu bluf=
fen
, aber es hat nicht gewirkt. Dann, ſagte er, er wolle, mich
allein ſprechen. Darum watete ich ihm entgegen und wir trafen
uns halbwegs in ſeichtem Waſſen. Was glaubſt du, Julian, was
der eklige Kerl mir unter vier Augen geſagt hat?
Mie
Er ſagte, daß er acht Tage Bedenkzeit haben wolle und als
ich ihn fragte, wo er die Frechheit zu einem ſolchen Verlangen
hernähme, antwortete er: Von, derſelben Stelle, wo du und
Welper das Gold vergraben habt."
Welpers Geſicht wurde aſchfahl. Er machte einen Verſuch,
ſich zu erheben, fiel jedoch matt in ſeinen Stuhl zurück. Nur in
ſeinen ſchlauen Augen war Leben, er blinzelte, damit Potter
fragend an.
Was ſagſt du dazus fuhr Potter fort. Mich hätte faft
der Schlag gerührt, als ich es hörte.
Welper ſchwieg eine Weile. Was haſt du ihm geantwortet,
Sam? fragte er ſodann leiſe.
Was ich ihm antworten mußte, als ich erkannte, daß er
uns bei der Gurgel hat. Ich ſtand Todesangſt aus, daß er uns
bei Helene verpetzen würde und mußte ihm alles zugeſtehen, was
er verlangte. Er will innerhalb acht Tagen von dir die Dikta=
phonwalzen
haben, die das Geſtändnis dieſes Windhundes von
einem Loveleß=Jungen enthält. Eine ſchöne Sache das, Julian.
(Fortſetzung folgt.)


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StoppsUhren
3 Steine, Anker, mit Fünftel=Sekund.
Mt. 17.50 bei keaidt
D Diebur gerſtraße 8
WURZ und Frankfurter=
ſtraße
, Ecke Landwehrſtr. Tel. 2944.

Billigeleine
im Ausschank und im Verkauf=
per
¼Ltr. per Ltr.
2
2
Castillo, rot . . . . . . . . . 0.30
Castillo, weiß . . . . . . . . 0.35
Spezial, rot und weis . . . . . 0.40
Priorato, rot . . . . . . . . . 0.40
Manzanares, weiß . . . . . .0.30
1.50
Tarragona, rot . . . . . . . . 0.30
1.60
Tarragona, gold . . . . . . . 9.00
Malaga, dunkel ..... . . 0.60 P 130
200 8
Malaga, gold und dunkel . . . 0.70
Täglich KUNSTLER-KONZERT
der Damen-Stimmungskapelle Reiperb.
Spanische Bodega
13956
35 Hügeistraße 35.

1.00 19 1.35 3
1.40 1.50