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Morgenzeitung der Landeshauptſtadt
Wöchentliche illuſtrierte Beilage: „Die Gegenwart”, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe „Darmſt. Tagbl.” geſtattet.
Nummer 193
Donnerstag, den 14. Juli 1927.
190. Jahrgang
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Gewalt, wie Krieg, Aufruhr, Sireit uſw erliſcht
ſede Verpſichtung auf Erfüllung der
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auſträge und Teiſtung von Schadenerſatz. Bei
Konkurs oder gerſchtiſcher Beltreibung fällt ſeder
Rabat weg. Bankkonto: Deutſche Bank und
Darm=
ſädter und Natſonalbant.
Vor dem Abſchluß der deutſch=
11der Kampf um die volle Meiſibegünſtigung
für Deutſchland.
EP. Paris, 13. Juli.
Die deutſch=franzöſiſchen Handelsvertragsverhandlungen wur=
Iſn geſtern fortgeſetzt. Wie wir aus zuverläſſiger Quelle erfah=
In, haben ſich dieſe Verhandlungen heute beſſer angelaſſen, als
uan nach den jüngſten peſſimiſtiſchen Nachrichten erwarten durfte.
ſn der Frage der Chemikalien, Textilien und Spielzeuge ſei
Un völlige Einigung erzielt worden. Ferner beſtätigt es ſich,
5 Deutſchland den Franzoſen ein Weineinfuhrkontingent von
inw 400 000 Doppelzentnern zugeſtanden habe. Das neue
Pro=
ſtrrium werde jedoch nicht, wie urſprünglich beabſichtigt
wor=
in war, auf ein Jahr befriſtet werden, ſondern auf unbegrenzte
Rü: hinaus in Kraft bleiben, d. h. bis zum Abſchluß eines
end=
ſtliigen Handelsvertrages, der bekanntlich von der Annahme
is neuen Zolltarifes in der Kammer abhängt. In franzöſiſchen
teiſen wird zugegeben, daß die deutſchen Unterhändler den
iſteen Willen zeigten. Trotzdem aber werde es ſchwer ſein, vor
n Parlamentsferien mit den Verhandlungen zu Ende zu
tmnen. Handelsminiſter Bokanowſki beabſichtigt überdies, ſich
vugen von der Kammer Vollmacht zum Abſchluß eines
Ab=
mnens während der Parlamentsferien erteilen zu laſſen unter
m Vorbehalt, daß dieſes Abkommen von der Zollkommiſſion
ſtiſiziert werde. Poincaré dagegen ſoll den Standpunkt
ver=
tan, daß es beſſer ſei, nach dem Zuſtandekommen des
Provi=
timms die Kammer zu einer außerordentlichen Sitzung gegen
ſbe des Monats einzuberufen. Falls Bokanowſkis Anſicht
riödringt, würde die Kammer erſt nach ihrem
Wiederzuſammen=
ſtt das mittlerweile in Kraft getretene Proviſorium zu
rati=
ſteren haben. Im Falle der Ablehnung würde das
Proviſo=
nr mit vierwöchiger Friſt kündbar ſein, worauf man zum
(veraltarif bzw. zu neuen Verhandlungen zurückkäme.
*Die Verhandlungen über das neue Zollabkommen mit
Frank=
ich) ſind nach den an amtlicher Stelle vorliegenden Mitteilungen
her immer noch nicht zum Abſchluß gekommen. Es kann ſich
erl vermutlich nur noch um ein oder zwei Tage handeln,
nach=
ini über die Dauer und das Schema auf Grund der deutſchen
röchläge eine Verſtändigung erzielt worden iſt. Die Franzoſen
hif fen immer noch darum, daß ſie uns die volle
Meiſtbegünſti=
e: nicht geben wollen. In der chemiſchen Induſtrie ſind ſie
zu bereit. Bei der elektriſchen Induſtrie, der
Kleineiſenindu=
fer und beim Porzellan aber machen ſie noch Vorbehalte,
eben=
ſwie ſie die Freizügigkeit des deutſchen Handels in ihren
Kolo=
in beſtimmten Beſchränkungen unterwerfen wollen, auf die
ir uuns nicht einlaſſen.
Dlranowſti über die Handelsvertragsverhandlungen.
EP. Paris, 13. Juli.
WVor Schluß der heutigen Vormittagsſitzung der Kammer
ardre eine Interpellation des ſozialiſtifchen Abg. Barthe über
Stand der deutſch=franzöſiſchen
Handelsvertragsverhand=
gen bekanntgegeben. Die Regierung beantragte
de Vertagung, und Handelsminiſter
Boka=
yiſki erklärte, er bemühe ſich ſeit Wochen um den
Ab=
ſuis eines günſtigen Abkommens. Er könne jedoch im
Augen=
hk icht angeben, wann dieſes zuſtande kommen werde. Falls
werſchiedenen Kammerkommiſſionen es für notendig
erach=
ſien, könne eine Formel ähnlich derjenigen geſucht werden, die
a Meichstag der deutſchen Regierung erteilt habe. Er werde
It, nachmittag der Zollkommiſſion der Kammer
fkklärung über die im Verlauf der
Handelsvertragsver=
dungen vorgenommenen Aenderungen des Minimaltarifes
bſen, woraus man feſtſtellen werde, daß dieſe Aenderungen
f mur auf Fertigfabrikate bezögen. Später werde die Kammer
on über ſeinen ſoeben gemachten Vorſchlag zu entſcheiden
Yeu:. — Nachdem der radikale Abg. Lamoureux ſich für das vom
adelsminiſter vorgeſchlagene Verfahren ausgeſprochen hatte,
cö= unter der Vorausſetzung, daß die Zollkommiſſion der
ſumner über den Gang der Handelsvertragsverhandlungen
* auf dem Laufenden gehalten werde, beſchloß das Haus mit
wegen 260 Stimmen die Vertagung der Interpellation. —
Inſtt beſtätigt ſich unſere geſtrige Meldung, daß der
Handels=
miſſser beabſichtigt, ſich von der Kammer Vollmachten für die
Atarführung der Handelsvertragsverhandlungen und zum
mtmtellen Abſchluß eines Abkommens während der
Parlaments=
ben erteilen zu laſſen.
Orer franzöſiſche Handelsminiſter erſtattete dann ſpäter der
Akammiſſion der Kammer Bericht überden Stand der
bhat ſch=franzöſiſchen Handelsvertragsverhand=
Igren. Die Kommiſſion billigte ein von dem Miniſter ein=
Fachtes Projekt, deſſen einziger Artikel die Regierung
(smahmsweiſe und auf die Dauer von drei
IAn aten ermächtigt, die Zollſätze in dem Maße
anlu ändern, wie es zum Abſchluß von
Handels=
bAträgen erforderlich werden ſollte. Dieſe
Aende=
eni dürfen ſich jedoch nicht auf Lebensmittel und Beklei=
Zſyzggegenſtände mit Ausnahme von Wirkwaren beziehen. Die
ſhe änderten Tarifſätze dürfen nur zuſammen mit
dem Abkommen, durch das ſie motiviert ſind, in Kraft treten.
Sie ſind der Kammer zuſammen mit dieſem
Ab=
kommen zur Billigung vorzulegen, ſobald das
Parlament zu einer Sitzung zuſammentritt
oder die nächſte Seſſion eröffnet wird. Falls
noch der Kammer zur Abſtimmung vorgelegt werden, die
in=
zwiſchen zu einer Nachtſitzung zuſammengetreten iſt.
Fortſchritte in den deutſch=polniſchen Verhandlungen.
* Berlin, 13. Juli. (Priv.=Tel.)
Der deutſche Geſandte in Warſchau, Rauſcher, iſt zum Vortrag in
gelaufen hatten, wieder in Gang gekommen ſind, da Polen ſich in der
angepaßt hat. Es beſteht jetzt die Möglichkeit, über dieſen ganzen
Komplex zu einer Einigung zu kommen, die dann wieder den Weg zu
einer Verſtändigung auch über die Wirtſchaftsfragen frei machen würde.
Man nimmt in unterrichteten Kreiſen an, daß dieſe Schwenkung Polens
auf einen ſtarken Druck Englands zurückzuführen iſt.
Die franzöſiſche
Beamtenbeſoldungs=
reform vor der Kammer.
Poincaré ſiellt die Vertrauensfrage.
Paris. 13. Juli.
ihrer Tagesordnung der Geſetzentwurf über Verwendungskredite Wahlen ganz zu ſchweigen.
für 1926 und 1927 im Zuſammenhang mit der Erhöhung der
Beamtenbeſoldung ſtand. Nach dem ſozialiſtiſchen Abgeordneten
Canavelli, der für eine Kompromißlöſung zwiſchen dem
Regierungs= und dem Kommiſſionsentwurf eintrat, ergriff
Poincaré das Wort zu einer längeren Rede, in der er
ſchil=
derte, was der Staat ſeit dem Kriege ſchon für die Beamten
getan habe, den Antrag der Finanzkommiſſion ablehnte, den von
der Regierung vorgeſchlagenen Kredit von 3 Milliarden noch
um 425 Millionen Franken zu erhöhen. Er ſei bereit, die
vor=
geſchlagene rückwirkende Kraft der Gehaltserhöhungen in
Er=
wägung zu ziehen, ſobald die dafür erforderlichen Mittel
vor=
handen ſeien. Zurzeit aber würde das Budgetgleichgewicht
da=
durch erſchüttert, ſo daß alſo von der Abſtimmung nicht nur das Meinung beſitzt.
Schickſal der Regierung, ſondern auch das Geſchick der Nation
abhäuge. Die Kammer ſtimme nicht für oder gegen die
Negie=
rung, ſondern für oder gegen das Budget. Poincaré richtete an
die Kammer den Appell, die ſeit einem Jahre mit Erfolg
betrie=
bene Sanierungspolitik nicht durch unbeſonnene Ausgaben zu
Kreuztveg zwiſchen Wirtſchaftlichkeit und Verſchwendung. Sie
kann die Aufbeſſerungen, wie ſie die Regierung vorſchlägt,
an=
nehmen, oder ſie kann weitergehende Erhöhungen vornehmen,
die aber nur auf dem Papier ſtehen würden, und die durch die
Herbeiführung eines neuen Frankenſturzes neue
Preisſteigerun=
zu ſtellen. Die Weiterberatung über dieſen Gegenſtand wurde
auf heute nachmittag 3 Uhr vertagt.
Die Kammer trat ſodann auf Antrag des Kriegsminiſters
in die ſofortige Veratung eines Geſetzentwurfes über die
Reor=
ganiſation der Armee im Rahmen des von der Kammer, am
28. Juni und vom Senat am 11. Juli 1927 angenommenen
Ge=
zige Artikel dieſes Geſetzes, durch das die Regierung
ermäch=
tigt wird, gewiſſe Heereseinheiten umzugruppieren und den
neuen Vorſchriften anzupaſſen, wurde angenommen.
Hierauf brachte der ſozialiſtiſche Abg. Barthe eine
Jnter=
pellation über die Lage ein, die für die ſranzöſiſche
Volkswirt=
ſchaft entſtehen würde, wenn Frankreich und Deutſchland
wäh=
rend der Parlamentsferien nicht zum Abſchluß eines
Handels=
abkommens gelangten. Auf den Antrag des Handelsminiſters
Bokanowſki wurde ſorann die Interpellation des Abg. Barthe
mit 295 gegen 260 Stimmen auf unbeſtimmte Zeit vertagt. Die
nächſte Sitzung findet heute nachmittag 15,30 Uhr ſtatt.
In der Nachmittagsſitzung lehnte das Haus zunächſt einen
kommuniſtiſchen Zuſatzantrag mit 356 gegen 171 Stimmen ab.
mung gelangten, in denen die Höhe der Kredite für die
Beamten=
beſoldungsreform feſtgelegt iſt, ſtellte Poincaré, nachdem er
einer von dem radikalen Abg. Cacals beantragten geringfügigen
Erhöhung aus prinzipiellen Gründen zugeſtimmt hatte, die
Vertrauensfrage, worauf der Artikel 1 mit 347 gegen 200
und der Artikel 2 mit 325 gegen 198 Stimmen angenommen
wurde. Ebenſo erfolgte auch die Abſtimmung über die beiden
letzten Artikel und den geſamten Geſetzentwurf. Gegen die
Re=
gierung ſtimmten die Sozialiſten, Kommuniſten, einige Radikale
und die Sozialrepublikaner, ſowie einige rechtsſtehende
Abgeord=
nete. Nach dem nunmehr angenommenen Geſetzentwurf wird
für das Finanzjahr 1926 ein Kredit von 398 831 000 Franken
und für das Finanzjahr 1927 ein ſolcher von 2 029 500 000
Fran=
ken bereitgeſtellt.
Der Senat nahm heute abend mit 213 gegen 67 Stimmen
die Wahlrechtsreform unverändert in dem von der Kammer
gebilligten Wortlaut an. Das Abſtimmungsergebnis wurde von
der Linken und der Mitte mit lautem Beifall aufgenommen.
Innenpolitiſche Schwierigkeiten
in Frankreich.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, Mitte Juli.
Unerwartet iſt die Lage der Regierung plötzlich ſchwieriger
geworden. In der Kammer kam es während der
Wahlreform=
debatte zu ſtürmiſchen Sitzungen. Es geſchah zwar nichts, aber
ſie vom Parlament nicht gebilligt werden, die Parteileidenſchaften tobten, und die ganze Kammer ſchien die
treten dieſe Tarife und Abkommen mit 28tägi= Herrſchaft über ihre Nerven verloren zu haben. Die Meinungen
ger Friſt außer Kraft. Dieſer Artikel wird heute nacht gehen darüber auseinander, wie man dieſe konfuſen
parlamen=
tariſchen Stürme, wobei die extreme Rechte und Linke beinahe
dieſelbe Rolle geſpielt haben, deuten ſoll. Denn es geſchah nichts
Beſonderes, und es wollte auch niemand etwas Beſonderes,
d. h. die Regierung ſtürzen. Aber die politiſche Atmoſphäre iſt
plötzlich düſter geworden, und es hat ſich viel gefährlicher
Explo=
ſionsſtoff angeſammelt.
Jetzt am Ende der Seſſion ſcheint die Regierung plötzlich
Berlin eingetroffen. Er bringt die überraſchende Meldung mit, daß den größten Teil ihres Preſtiges, das ſie ſich bisher erkämpft
die deutſch=polniſchen Verhandlungen, die ſich eigentlich vollkommen tot= hat, zu verlieren. Schon während der Seſſion mußte ſie auf eine
Reihe von wichtigen Plänen verzichten und klägliche Kompro=
Frage des Niederlaſſungsrechtes den deutſchen Forderungen weitgehend miſſe nach rechts und links akzeptieren. Aber das waren alles
Einzelfragen, jetzt ſcheint aber die ganze Innenpolitik erſchüttert
zu ſein.
In ganz Frankreich herrſcht eine politiſche Verſtimmung.
Die Regierung muß irgendwo einen Fehler begangen haben.
Ohne jede äußere Urſache hat ihre Innenpolitik den anfänglichen
Schwung verloren. Man hat vielleicht die Wahlkampagne zu
früh vorzubereiten angefangen und Aktionen unternommen, die
an und für ſich nützlich und geſchickt waren, zu deren
Durch=
führung es aber der Regierung an Kraft und Einigkeit, wie ſich
jetzt herausſtellt, fehlte. Ganz plötzlich drängt ſich jetzt die
Er=
kenntnis auf, daß, wenn die Dinge ſo weiter gehen und es der
Regierung nicht gelingt, einen klaren politiſchen Kurs
einzu=
ſchlagen, die franzöſiſche Innenpolitik bei dem nächſten Zu=
Der heutigen Vormittagsſitzung der Kammer wurde in po= ſammentritt der Kammer ſich in einem Zuſtand der
Unent=
litiſchen Kreiſen mit großem Intereſſe entgegengeſehen, da auf ſchloſſenheit und Konfuſion befinden wird, von den nächſten
Der laut angekündigte Kampf der Regierung und der
Rechts=
parteien gegen die Kommuniſten ſcheint zuſammengebrochen zu
ſein. In der Kammer hat man wenigſtens darauf verzichtet, man
ging vielmehr mit ihnen kleinliche Kompromiſſe ein. Das war
vielleicht opportun, aber die Politik der Regierung hat dennoch
dadurch ſehr viel von ihrer Schlagkraft eingebüßt.
Aehnliches läßt ſich auch von der Politik der nationalen
Einigung als neuer politiſcher Richtung ſagen. Man wollte die
Popularität der Regierung bei den Maſſen für eine ſolch neue
Politik benützen, es erwies ſich aber, daß die Regierung nicht
einig genug iſt und über eine Reihe von Fragen überhaupt keine
Es bleibt noch der ebenfalls viel beſprochene Aufruf
Tar=
dieus zu der Gründung einer neuen zentralen Partei. Er fand
überall Anklang, nur in der Kammer nicht. Es wird von ihm
ſchließlich kaum etwas anderes zurückbleiben, als eine angenehme
gefährden. Die Kammer, ſo erklärte Poincaré, ſtehe an einem Erinnerung. Dabei tut der franzöſiſchen Kammer eine neue
zentrale Partei wirklich bitter not, denn ſowohl das Kartell der
Linken als auch der nationale Block haben vollkommen verſagt.
Der einzige Aktippoſten der Regierung bleibt jetzt die
Hoff=
nung, daß ſie während der Kammerferien ungeſtört arbeiten
kann. Der Beginn einer neuen innerpolitiſchen Aera wird bis
gen verurſachen würden. Die Regierung ſehe ſich daher genö= auf weiteres verſchoben. und die Auswirkungen der
Wahl=
tigt, für die Annahme ihres Vorſchlages die Vertrauensfrage reform werden dazu kaum beſonders beitragen. Bei der
Wahl=
reform wurde in der Tat eine ziemlich mittelmäßige Arbeit
ge=
leiſtet. Die Konzeſſionen an die Linksparteien ſind viel ſtärker
ausgefallen, als man geglaubt hat. Außerdem hat man einige
Zuſatzanträge angenommen, die ſich nur durch die Parteipolitik
begründen laſſen; ſo die Reform, daß bei der Feſtſtellung der
Wahlbezirke — die ſich nach der Bevölkerungszahl richtet — auch
ſetzes über die allgemeine Organilation der Armee ein. Der ein= die Ausländer mitgerechnet werden. Das bedeutet nicht etwa
ein Wahlrecht der Ausländer, was, wie ſelbſt die extreme Linke
anerkennt, ein Abſurdum wäre, ſondern es bezweckt, daß dank
ihrer ausländiſchen Bevölkerung ſonſt ſtimmenſchwache Gebiete
zu Wahlbezirken avancieren. Auf je 60 000 Einwohner entfällt
nämlich ein Deputierter, ohne Rückſicht darauf, wieviel Franzoſen
unter dieſen 60 000 ſind. Das ſind alles willkürliche Konzeſſionen
an die extremen Parteien, aber nur dadurch iſt es möglich, daß
die Zahl der Deputierten auf 611 erhöht wird.
Auf dem Gebiete der Finanzpolitik bekundet die Regierung
wieder eine ſtarke, wenn auch ſtille Aktivität. Der Konferenz der
Emiſſionsbanken in New York wird eine ſehr große Bedeutung
beigemeſſen. Viele wollen dieſe Konferenz auch mit der endgül=
Als die beiden erſten Artikel der Regierungsvorlage zur Abſtim= tigen Stabiliſierung in Zuſammenhang bringen, nichts läßt aber
von offizieller Seite bisher darauf hindeuten. Es iſt wahr, man
bewahrt möglichſtes Stillſchweigen über dieſe Verhandlungen,
aber es läßt ſich ſehr leicht vorſtellen, daß andere Fragen dabei
die Hauptrolle ſpielen. Die franzöſiſche Finanzpolitik hat
näm=
lich auch, von der endgültigen Stabiliſierung abgeſehen, ein
ſehr ſchwieriges Problem. Das iſt — ſo lautet das Schlagwort
— die Inflation nach amerikaniſchem Muſter. Darunter iſt ein
Zuſtand zu verſtehen, welcher durch große Geldflüſſigkeit und hohe
Preiſe charakteriſiert wird bei gleichzeitiger Stabilität des
Gel=
des. Die Banque de France hat bisher verſucht, um dieſen
Zu=
ſtand zu bekämpfen, die Geldflüſſigkeit einzudämmen. Ihre
dies=
bezügliche Politik ſtand aber im Gegenſatz zu New York und
London, was vielleicht die Haupturſache des Mißerfolges dieſer
Beſtrebung war. Die jetzige Situation läßt ſich nicht lange
hal=
ten, da die Teuerung ſchon unerträglich geworden iſt. Gleichzeitig
kann aber auch eine Steigerung des Frankenkurſes nur künſtlich
verhindert werden. Die New Yorker Konferenz ſoll alſo durch
das Zuſtandebringen einer einheitlichen Politik dieſem Uebel,
an dem nicht allein Frankreich leidet, ſteuern.
Seite 2
Donnerstag, den 14. Juli 1927
Nummer 193
Der Entwurf des Schulgeſetzes.
Am Mittwoch abend, dem denkbar letzten Termin, da der
Reichsaußenminiſter Dr. Streſemann am Freitag ſeinen Urlaub
antreten und nach Wildungen fahren will, iſt es dem
Reichs=
kabinett gelungen, ſeine Beratungen über das Schulgeſetz zum
Abſchluß zu bringen. Das amtliche Communiqué iſt ſehr
zurück=
haltend. Es ſpricht nur von einer einmütigen Zuſtimmung des
Kabinetts, wobei gleichzeitig die Einſchränkung gemacht iſt, daß
bei der Erhaltung der ſüdweſtdeutſchen Simultanſchule die
deutſch=volksparteilichen Miniſter in der Minderheit geblieben
ſind. Die Veröffentlichung des Entwurfes wird in den nächſten
Tagen erfolgen, ſobald die Vorlage dem Reichsrat zugegangen iſt.
Das ganze Geſetz iſt aus der Verfaſſung heraus notwendig
geworden. In Weimar bei den unausgeglichenen Gegenſätzen
zwiſchen Zentrum und Demokraten half ſich die Koalition aus
allen Verlegenheiten, indem ſie mit etwas verwaſchenen
Formu=
lierungen über alle Klippen hinwegkam und das weitere dann
einem ſpäteren Reichsgeſetz überließ. So iſt es auch mit dem
Artikel 146, der die praktiſche Geſtaltung des Schulbetriebs regelt.
Er enthält Grundſätze, die im einzelnen von der
Landesgeſetz=
gebung nach den Beſtimmungen eines noch zu erlaſſenden
Reichs=
geſetzes durchzuführen ſind. Um dieſes Reichsgeſetz geht jetzt
der Streit. Im Wechſel der Kabinette ſind eine Reihe von
Ent=
würfen ausgearbeitet und den Kabinetten zugeleitet worden.
Sie ſind aber immer wieder ſteckengeblieben, weil die
Regie=
rungen geſtürzt wurden. Herr v. Keudell allein hat mindeſtens
acht verſchiedene Enwürfe ausgearbeitet, mit denen er eine
Verſtändigung der Regierungsparteien zu erreichen geſucht hat.
Gelungen iſt ihm das nicht. Eine Reihe von Gegenſätzen blieb
beſtehen. Ob nun das Kabinett darüber hinweggekommen iſt,
wird ſich erſt überſehen laſſen, nachdem der Entwurf
veröffent=
licht iſt. Die eigentlichen Streitpunkte dürfen kurz noch einmal
aufgezählt werden. Ausgangspunkt iſt die Frage, ob in der
Weimarer Verfaſſung die drei verſchiedenen Schularten,
Simul=
tanſchule, Bekenntnisſchule und weltliche Schule nebeneinander
gleichberechtigt geſtellt ſind oder ob die Simultanſchule als die
Grundform anzuſehen iſt, neben der auf Antrag der Eltern die
anderen beiden Schularten gerechnet werden können. Das
Zen=
trum iſt für die Gleichberechtigung eingetreten, weil es genau
weiß, daß es bei der ſtarken Diſziplin der katholiſchen Bürger
in ſeinen Gemeinden dann überall Bekenntnisſchulen einrichten
laſſen kann, während die Deutſche Volkspartei zum Ausgleich
der beſtehenden Gegenſätze mehr für die Simultanſchule eintritt.
Das Zentrum iſt ſogar ſoweit gegangen, daß es ſelbſt
Werk=
ſchulen von zwanzig oder mehr Schülern als Bekenntnisſchulen
errichten laſſen wollte, um auf dieſe Weiſe dem Staate die Koſten
aufzubürden, während die Deutſche Volkspartei der Meinung
war, daß eine ſo weit gehende Interpretation mit dem in der
Verfaſſung feſtgelegten Begriff, daß dieſe Schulen nur errichtet
werden könnten, ſoweit ein geordneter Schulbetrieb nicht
beein=
trächtigt werde, in Widerſpruch ſteht. Ueber die Ausgeſtaltung
der Bekenntnisſchule ſcheint eine Verſtändigung erzielt worden
zu ſein. Ein weſentlicher Streitpunkt war dagegen, von wem der
Religionsunterricht in den Bekenntnisſchulen beaufſichtigt
wer=
den ſollte. Die Deutſche Volkspartei hat Wert darauf gelegt,
daß unter allen Umſtänden das Aufſichtshoheitsrecht des Staates
gewahrt würde, daß die Beaufſichtigung alſo durch Organe des
Staates und nicht durch Organe der Kirche ausgeübt würde.
Das Kabinett ſcheint eine Formulierung gefunden zu haben, der
beide Gruppen zuſtimmen könnten, vielleicht auf der Baſis, daß
die aufſichtführenden Organe Staatsbeamte ſind. Nicht geeinigt
hat man ſich im Kabinett auch über den Artikel 147. Die Deutſche
Volkspartei hat Wert darauf gelegt, daß entſprechend dieſem
Artikel die Beſtimmungen des Reichsſchulgeſetzes bei Baden,
Heſſen und Naſſau, in denen Simultanſchulen beſtehen, nicht ſo
ohne weiteres angewandt werden können wie im übrigen Reich.
Die Deutſche Volkspartei wollte zu dieſem Zweck mindeſtens eine
Sperrfriſt einführen oder das Antragsrecht auf Einführung der
Konfeſſionsſchule erſchweren, während das Zentrum darauf
be=
ſtand, daß auch in dieſen Ländern ſofort nach dem Inkrafttreten
des Schulgeſetzes die Anträge der Erziehungsberechtigten
zuge=
laſſen werden ſollten. Hier hat ſich das Kabinett gegen die
deutſch=volksparteilichen Miniſter entſchieden.
Uebertriebene Bedeutung aber wird man dem ganzen
Ent=
wurf noch nicht zumeſſen können, eben weil die Miniſter ihren
Fraktionen ausdrücklich Entſchließungsfreiheit vorbehalten haben.
Der Entwurf iſt nur inſofern von Wert, als er das Rad der
parlamentariſchen Maſchine jetzt ins Rollen bringt. Er wird
zu=
nächſt an den Reichsrat gehen, dann an den Reichstag, der ſich
in der erſten Leſung, dann im Ausſchuß, dann noch in der
zwei=
ten und dritten Leſung mit allen Einzelfragen beſchäftigen wird.
Und bis dort die Dinge zur Entſcheidung herangereift ſind,
wer=
den noch einige Monate vergehen, die auch in der Oeffentlichkeit
dazu ausgenutzt werden ſollten, um die ganzen kulturellen
Pro=
bleme zu klären, die mit dem Schulgeſetz aufgerollt werden.
Vom Tage.
Der Einheitsverband der Eiſenbahner hat infolge der
Hinausſchie=
bung der Aufbeſſerung der Beamtengehälter bis Oktober bei der Reichs=
Bahngeſellſchaft den Antrag geſtellt, ſofort eine allgemeine
Unter=
ſtützungsmaßnahme zur Linderung der
finanziel=
len Notlage der Reichsbahnbeamten durchzuführen.
Die Wirtſchaftliche Vereinigung hat im Reichstag einen Antrag
eingebracht, durch den die Reihsregierung erſucht wird, baldigſt eine
Vorlage an den Verwaltungsrat der Deutſchen Reichspoſt zu
veran=
laſſen, die eine Ermäßigung der Fernſprechgebühren
zugunſten der Wenigſprecher vorſieht.
Nach Berichten, die aus Memel vorliegen, gibt der litauiſche
Mini=
ſterpräſident Waldemaras ſich Mühe, die Zuſagen, die er in Genf
ge=
geben hat, durchzuführen, ſo daß etwa Ende Auguſt die
Wah=
len im Memelgebiet erfolgen könnten.
Meldungen über den Stand der deutſch=polniſchen
Verhandlungen beſagen, daß in Warſchau eine erhebliche
Annäherung im Verlauf der dortigen Beſprechungen erzielt
worden iſt.
Pilſudſki empfing den polniſchen Geſandten in
Moskau Patek zu einer langen Ausſprache. Patek tritt
in den nächſten Tagen die Rückreiſe nach Moskau an.
Wie wir zuverläſſig erfahren, wird die im Gange
befind=
liche franzöſiſche Konſolidierungsanleihe einen
ſchweren Mißerfolg darſtellen. Man hatte mit dem
Ein=
gange von etwa 10 Milliarden gerechnet, aber bisher ſind jedoch knapp
vier Milliarden gezeichnet worden und davon nur etwa zwei Milliarden
friſchen Geldes.
Nach Wiener Meldungen iſt es Pangalos gelungen, aus dem
Gefängnis zu entfliehen.
Es verlautet, daß die amerikaniſche Regierung, eine
neue ſcharfe Note an Mexiko über die Durchführung des
Petroleumgeſetzes gerichtet hat.
Wie aus Moskau halbamtlich gemeldet wird, hat Marſchall
Tſchangtſolin Frau Borodin freigelaſſnn. Frau
Borodin, die ſehr krank iſt, begibt ſich über Peking nach Charbin, wo
ſie den ruſſiſchen Grenzbehörden üübergeben werden ſoll. Borodin ſelbſt
hat bereits den chineſiſchen Boden verlaſſen.
Aus Hſudſchaufu wird gemeldet, daß die Truppen Tſchiang
Kai=ſcheks im Grenzgebiet zwiſchen Kiangſu und Schantung einen
erfolgreichen Gegenangriff ausführten und bis Lintſcheng an der
Bahnlinie Hſudſchaufu—Jentſchaufu vordrangen.
Die deutſchfeindlichen Erklärungen
des deigiſchen Kriegsmuiniſters.
Ein neuer deutſcher Schritt in Brüſſel.
Preußen und die Zollvorlage.
* Berlin, 13. Juli. (Priv.=Tel.)
Wie uns an amtlicher Stelle witgeteilt wind, hat die
preußiſche Regierung in einer Kabinettsſitzung beſchloſſen, im
Reichsrat am Donnerstag gegen die Zollvorlage in der Form,
wie ſie der Reichstag beſchloſſen hat, keinen Einſpruch zu
er=
heben, ſondern ſich damit zu begnügen, noch einmal ihre
ſchweren Bedenken geltend zu machen, im übrigen aber der
Vorlage zuzuſtimmen. Dieſer Beſchluß war zu erwarten; der
Reichsfinanzminiſter hat jedenfalls ſchon ſeit längerer Zeit die
Zuſage ſeiner preußiſchen Miniſterkollegen, ſoweit ſie dem
Zen=
trum angehören, in der Taſche, daß ſie ſich im Preußiſchen
Mi=
niſterium für dieſe Taktik einſetzen würden. Sie haben ſich
da=
mit auch gegen ihre ſozialdemokratiſchen Kollegen durchſetzen
können, vielleicht mit dem Hinweis, daß auch die
Zentrums=
diſziplin es auf die Dauer nicht aushielte, wenn von Preußen
ſyſtematiſch gegen das Reich gearbeitet würde. Herr Braun
wird ſich um ſo eher dieſem Apgument gefügt haben, als das
Beharren in dem Widerſpruch nur eine nutzloſe Demonſtration
geblieben wäre, nachdem ziemlich ſicher feſtſtand, daß zum
min=
deſten Bayern, und wahrſcheinlich auch Sachſen, für die Vorlage
ſtimmen würden, eine Mehrheit alſo unter allen Umſtänden
ſicher war. Die ganze Frage hatte ja an Aktualität verloren,
als der Reichstagspräſident bei der Abſtimmung Zahlen
ver=
las, die eine Zweidrittelmehrheit des Reichstags für die Vorlage
ergaben. Nachträglich hat ſich aber herausgeſtellt, daß die
Schrift=
führer ſich weſentlich verzählt haben. Anſtatt mit 278:134, iſt die
Vorlage nur mit 251:161 Stimmen angenommen worden, die
Zweidrittelmehrheit, die hinreichend geweſen wäre, um einen
etwaigen Widerſtand des Reichsrates in jedem Falle zu
brechen, iſt alſo nicht erreicht worden, immerhin iſt es ſehr
inter=
eſſant, daß der Kampf der Sozialdemokvaten gegen die Vorlage
nur ein Scheingefecht geweſen iſt, denn von den
Sozialdemo=
kraten haben bei der Abſtimmung 23 Abgeordnete gefehlt, bei
den Demokraten ſogar 13, alſo beinahe die Hälfte, während
die Regierungsbänke erheblich beſſer beſetzt waren. Jedenfalls
iſt das ganze Kapitel der Zollvorlage jetzt zu einem
befrie=
digenden Abſchluß gekommen, und der Kampf der preußiſchen
Regierung bleibt ein Zwiſchenſpiel, bei dem die preußiſche Politik
nicht ſonderlich gut abgeſchnitten hat.
EP. Brüſſel, 13. Juli.
Der deutſche Geſandte in Brüſſel, von Keller, unternahm
geſtern im belgiſchen Außenminiſterium einen neuen Schritt im
Auftrage der deutſchen Regierung, um Aufklärungen über di
ingeblichen Geheimdokumente über die deutſchen Rüſtungen zu
bekommen, von denen der belgiſche Kriegsminiſter de
Broque=
ville bekanntlich jüngſt im Parlament geſprochen hatte.
Vander=
velde ſagte zu, die Anfrage an de Broqueville weiterzuleiten.
Unbehagen in London
über die Aeußerungen Broquevilles.
EP. London, 13. Juli.
Die Aeußerungen des belgiſchen Kriegsminiſters de
Broque=
ville und des Senatoes Brouckere haben in London ein gewiſſes
Unbehagen ausgelöſt. Man erachtet ſie zum mindeften als
un=
opportun und warnt davor, ihnen eine allzu große politiſchee
Bedeutung beizulegen. Der diplomatiſche Korreſpondent des
„Daily Telegrapy” ſchreibt hierzu: Gleichgültig, ob auch die Be= beſteht, daß dieſer Vorgang die Räumung des Rhein= verzögert oder nicht, Tatſache bleibt, daß entſprechenc
dem Friedensvertrag von Verſailles und den Genſer Abmachun= vom Dezember vorigen Jahres nur der Völkerbund rechtlichh
dazu berechtigt iſt, die deutſchen Rüſtungen zu
überwachen-
hierzu hat er ein beſonderes internationales Komitec. Die Auf= der alliierten militäriſchen Sachverſtändigen iſt nunmehm
vom rein rechtlichen Standpunkt aus durch die Inſpektion dem
deutſchen Oſtbefeſtigungen endgültig zu Ende gegangen.
Pandervelde über die deutſch=belgiſchen Beziehungen.
Die griechiſch=italieniſche Annäherung.
*Frankfurter Muſikaufführungen.
Die Konzerte, welche während der ganzen Dauer der
Aus=
ſtellung in Frankfurt allabendlich veranſtaltet werden, erhalten
dadurch inneren Zuſammenhang, daß die Tagungen, die
wäh=
rend der Ausſtellung ſtattfinden, ihnen meiſt einheitliches
Ge=
präge geben. Dominierte in der vorletzten Woche die neueſte
Kunſt, ſo geht augenblicklich die Woche der evangeliſchen
Kirchen=
muſik zu Ende. Zwiſchen beide Gruppen ſchoben ſich drei
Orcheſter=
konzerte von ganz verſchiedenem Gepräge. Zuerſt leitete Hermann
Scherchen einen Abend, der dem Humor in der Muſik
gewid=
met war. Richard Strauß wurde hier wie ein klaſſiſcher Meifter
mit ſeinem „Eulenſpiegel” und ſeiner Burleske für Klavier und
Orcheſter — das Solo von Alfred Hoehn geiſtreich und
ſprü=
hend geſpielt — den modernen Satiren von Hindemith, „
Kammer=
muſik”, und Strawinsky Suite Nr. 2‟ gegenübergeſtellt. Der
Humor von Honeggers „Pacific” iſt dagegen für einen
Euro=
päer etwas fernerliegend. Der Abend war in jeder Beziehung
genußreich, Scheichen war in beſter Laune, wußte ſeinen Muſikern
dieſe in hervorragendſter Weiſe zu übermitteln und errang ſich
dadurch einen beiſpielloſen Erfolg. Eine ebenſo vorzügliche
Leiſtung von Orcheſter und Dirigent war die Aufführung
eng=
liſcher Komboſitionen unter Paul Kerby, unter denen
beſon=
ders Werke von Elgar und Kerby als bedeutſam hervorragten.
Aber auch das Konzert unter Prof. Ernſt Wendel=Bremen
war ein Höhepunkt. Mit großartigem Schwung erklang die
Vierte von Brahms, unter Mitwirkung von Walter
Braun=
fels Beethovens Es=Dur=Konzert und ſchließlich in größter
Be=
geiſterung das „Meiſterſinger”=Vorſpiel. Einer der weſentlichſten
Vorzüge dieſer ebenfalls mit ungeheurem Beifall aufgenommenen
Veranſtaltung war ihre Kürze, denn viele der Konzerte leiden
unter allzu umfangreichen Programmen.
Während dieſer Tage fanden ſchon täglich wiſſenſchaftliche
Vorträge über kirchenmuſikaliſche Themen ſtatt, nachdem ein
großes Konzert des Verbandes der Frankfurter Kirchenchöre in
dem großen Bach=Saal der Ausſtellung die Einleitung gebildet
hatte. Beſonderes Intereſſe erregte am Tage darauf die
Auf=
führung ſchwedifcher Kirchenmuſik durch den ausgezeichneten
Engelbrecht=Chor aus Stockholm unter David Ahlen. Von
größter Bedeutung war jedoch die Aufführung der Bach’ſchen
I.Moll=Meſſe durch den St. Michaelis=
Kirchen=
chor Hamburg unter Prof. Alfred Sittard. Das
herr=
liche Werk, das der Matthäus=Jaſſion an Tiefe der Gedanken
nnd Größe der Konzeption unbedingt ebenbürtig iſt, wird
ver=
hältnismäßig ſelten aufgeführt, weil es einmal für den Chor
eine beſonders ſchwierige Aufgabe darſtellt, dann aber auch, weil
ſein lateiniſcher, der katholiſchen Kirche näher ſtehender Text ſich
dem Rahmen heutiger Aufführungen in den evangeliſchen Kirchen
ſtark entzieht. So kommt es, daß man das herrliche Meſſenwerk
faſt nur im Konzertſaal zu hören bekommt, was unbedingt eine
Beeinträchtigung bedeutet. Das Frankfurter Opernorcheſter mit
dem Meiſter der hohen Bachtrompete Prof. Werle=Köln, mit
C. Hannemann=Hamburg am Cembalo und K.
Breiden=
ſtein=Frankfurt an der Orgel war über die ganze Breite des
Podiums hin vor dem nicht allzu großen, aber vorzüglich
ge=
ſchulten Hamburger Chor angeordnet, eine Aufſtellung, die ſich
nur dann empfiehlt, wenn der Chor ſehr klangkräftig iſt, wie
z. B. bei der Wiener Feſtaufführung von Beethovens Missa
solemnis durch den Opernchor. Hier wurde die Chorleiſtung
da=
durch zuweilen etwas verdunkelt. Herrlich weihevoll erklang das
Kyrie, glänzend feſtlich das Gloria. Von den langſameren
Chören aus Gloria und Credo war überirdiſch ſchön das „et
indarnatus est” eine der allerhöchſten Leiſtungen Bach’ſcher
Ausdruckskunſt. Dagegen neigte Sittard ſonſt mehrfach dazu, die
langſamen Stellen bewegt zu geſtalten, ſo das „gui tollis” und
das „crueikixus‟ Durch eine Anzahl kleiner Striche vermochte
er die Aufführungszeit auf kaum mehr als zwei Stunden zu
bringen. Wem die weihevollen Aufführungen unter Straube in
Leipzig von den Bach=Feſten her bekannt ſind, der bedauerte,
daß nun auch die H=Moll=Meſſe in einzelnen Sätzen dem
Schnelligkeitsdrang geopfert wird, der für heutige muſikaliſche
Aufführungen charakteriſtiſch iſt. Von den Soliſten iſt in erſter
Linie die Sopraniſtin zu nennen, Anni Quiſtorp=Leipzig, die
ideal ſchön und ſtilgerecht ſang.
Am Sonntag fanden in 14 Kirchen Frankfurts
Feſtgottes=
dienſte mit beſonderen muſikaliſchen Darbietungen ſtatt, von
mehreren Türmen wurden Choräle geblaſen, und in der
Aus=
ſtellung wurden mehrere Orgelkonzerte veranſtaltet. Das
Haupt=
intereſſe aber nahm die zweite Aufführung des Michaelis=Chores
aus Hamburg unter Sittard in Anſpruch, der im großen Bach=
Saal der Ausſtellung die Markuspaſſion des jungen
Straube=
ſchülers Kurt Thomas zu Gehör brachte. Wir haben das
inter=
eſſante und wertvolle Werk ſchon in dieſem Jahre anläßlich ſeiner
Aufführung auf dem Berliner Kongreß für Kirchenmuſik
ein=
gehender beſprochen. Es bekundet wahrhafte Meiſterſchaft im
Vokalſatz und reife Künſtlerſchaft, ſtellt aber auch an den Chor,
der Träger des Ganzen iſt, höchſte Anforderungen. Bis auf
Kleinigkeiten war denen der Michaelis=Chor wohl gewachſen,
und hier war auch Meiſter Sittard vorzüglich in ſeinem Element.
So hinterließ dieſe Paſſionsaufführung einen beſonders ſtarken
Eindruck und brachte Sittard wie auch dem anweſenden
Kompo=
niſten begeiſterte Ehrungen. Trotzdem wurde dies Ereignis noch
faſt verdunkelt duich den Geſang des berühmten Thomaschores
aus Leipzig. Meiſter Straube bewies, daß unter ſeiner
Lei=
tung der Chor auf einer Höhe ſteht, die kaum übertroffen werden !
kann, und gerade der Zuſammenklang von Knaben= und
Männer=
ſtimmen — in Frankfurt durch die Tätigkeit des ausgezeichneten
Motettenchores unter Gambke ja hinlänglich bekannt — iſt
her=
vorragend dazu geeignet, die objektiven künſtleriſchen und
litur=
giſchen Werte der Kunſt eines Johann Sebaſtian Bach
hervor=
zuheben. Drei der herrlichen Motetten Bachs trugen die
Tho=
maner vor, und die prachtvolle Tongebung, die verblüffende
Sicherheit und das virtuoſe Können, dabei die vorbildliche
Ton=
reinheit löſten Stürme der Begeiſterung aus. Hier wurde es
auch einmal Tatſache, daß der große Konzertſaal in der
Aus=
ſtellung bis auf den letzten Platz beſetzt war, während viele der
Konzerte doch nur mäßig guten Beſuch aufzuweiſen haben. Selbſt
zur H=Moll=Meſſe hätten noch viele Plätze vergeben werden
können. Auch Alfred Sittard an der Orgel, der ſich ebenfalls
ganz an die Kunſt Bachs hielt, hatte größten künſtleriſchen
Ek=
folg. Als hervorragender Virtuoſe geſtaltete er die große
Fan=
taſie mit Fuge in G=Moll meiſterhaft.
Friedrich Noack.
Kunſi, Wiſſenſchaft und Leben.
— Melchior Viſchers Sportkomödie „Fußballſpieler
und Indianer” — einer der größten Uraufführungserfolge des Heſſiſchen
Landestbeaters in Darmſtadt unter Legal — wurde in einer neueſ
gekürztem Faſſung, von Direktor Arthur Hellmer für das Neue Theatel
in Frankfurt a. M. erworben. (Bühnenvertrieb Kiepenheuer,
Potsdam). Melchior Viſcher — der erſt vor kurzem am Frankfurter
Schanſpielhaus mit ſeiner Inſzenierung von Shakeſpeares „Der
Widel=
ſpenſtigen Zähmung” einen durchſchlagenden Erfolg bei Publikum und
Preſſe hatte — wird die Komödie in Frankfurt ſelbſt inſzenieren.
Außenminiſter Vandervelde hielt geſtern vor der Kamma:
eine Rede über die belgiſche Außenpolitik, in der er zunächt1
gegen den franzöſiſchen Zolltarif ſprach, der den belgiſchem
Han=
del von Frankreich ablenken müßte, wenn er durchgeſührt würde.
Er hoffe aber, daß letzten Endes den belgiſchen Wünſchen
ent=
ſprochen werden könne. Vandervelde drückte darauf die
Hoff=
nung aus, daß man ernſthaſt an die allgemeine Abrüſtung
herangehen werde. Die Locarnopolitik beſtehe noch immer im
voller Kraft, obwohl in der Art, wie der Friede aufgefaßt werde,,
Meinungsverſchiedenheiten nuſgetaucht ſeien, wie das am beſtem
aus den jüngſten Neden Poincarés und Streſemanns hervor=. Dann erklärte der Außenminiſter weiter, Belgien
gedenke=
nicht, auf die Markforderungen an Deutſchland zu verzichtens
im übrigen aber wünſche es, Deutſchland gegenüber eine Poli= der Billigkeit und der Verſöhnung zu befolgen.
EP. Rom, 13. Juli.
An dem von Muſſolini in der Villa Torlonia zu Ehren dem
griechiſchen Miniſter gegebenen Frühſtück nahmen auch
Finanz=
miniſter Volpi und die Kabinettschefs der griechiſchen Miniſtem
teil. Am Abend folgte ein Bankett in der griechiſchen
Geſandt=
ſchaft, an dem ſich Muſſolini durch Unterſtaatsſekretär
Grandi=
vertreten ließ.
Der griechiſche Außenminiſter Michalokopulos erklärte der
„Tribuna” u. a., eins der wichtigſten Probleme=
Griechenlands bilde die Stabiliſierung der
Valuta, die ſo raſch wie möglich herbeigeführt werden müſſe—
Der jetzige Augenblick erſcheine dazu um ſo günſtiger, als dier
Drachme ſeit ſieben Monaten keine ſtarken Schwankungen mehr.
zu verzeichnen gehabt habe. Eriechenland habe bei der
Finanz=
komiſſion des Völkerbundes um eine Anleihe von 9 Millionenm
Pfund nachgeſucht, wovon 3 Millionen zur Beſeitigung der
ſchwebenden Schuld verwendet werden ſollten und 3 Millionenm
der Nationalbank zur Deckung des Notenumlaufs überwieſenn
würden. Das Budget ſei im Gleichgewicht und die ſchwebendes
Schuld nur gering. — Ueber die Beziehungen
Griechen=
lands zu den Nachbarländern erklärte er, Griechenland:
habe nur zwei Fragen der auswärtigen Politik zu löſen,
die=
eine mit Südſlawien und die andere mit Bulgarien. Bekannt= hat die ſüdſlawiſche Regierung mit Pangalos ein Abkommen.!
über die Eiſenbahn Gewgeli—Saloniki abgeſchloſſen. Vier
Tage=
ſpäter wurde Pangalos geſtürzt. Das griechiſche Volk erblicke:
in dem Abkommen mit Südſlawien eine Schmälerung ſeiner
Souveränitätsrechte, weshalb das Abkommen automatiſch auße!
Kraft trete.
* Lobſinget. Geiſtli he Lieder des deutſchen Volkes. In zweiſtime
migem Satz unter Mitwirkung von Walther Henſel, herausgegeben bo)
Adolf Seifert. Bärenreiter=Verlag zu Angsburg. Preis kar=
2 Mk., geb. 2,80 Mk. Das Buch iſt mit Unterſtützung des „Finkenſteine.
Bundes” und unter Veteiligung mehrerer Bünd= und Verbände heraus
gegeben. Der 124 Seiten ſtarke Band, ein gemeinſames Liederbuch
de=
evangeliſchen Jugend, enthält 103 Lieder in 7 Abſchnitten: Vertrauk”,
Volk, Feſtliche Zeiten, Morgen und Abend, Die letzte Stund, Lob und
Dank, Vitte. Dieſe Auswvahl der beſten chriſtlichen Lieder
entſprüß=
einem in evangeliſchen Kreiſen in letzter Zeit immer ſtärker empfunden"
Bedürfnis; denn das religiöſe Leben der Gegenwart verlangt nach ein."
entſprechenden Ausdruck im Lied. Die Einleitung enthält nähere Angabe
über den Zweck des Buches und die geſangliche Behandlung
Lieder.
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Nummer 193
Die Gebührenerhöhungen.
Auch noch das Ortsporto!
* Berlin, 13. Juli. (Priv.=Tel.)
Das Reichspoſtminiſterium hat es für zweckmäßig gehalten,
=ie Einzelheiten ſeines neuen Vorſchlages über die Erhöhung
der Gebührenſätze der Oeffentlichkeit wie bittere Pillen in kleinen
Doſen beizubringen. Erſt jetzt erfährt man, daß nach dem
Ent=
wurf in allen Orten mit mehr als 100 000 Einwohnern die
Er=
miäßigung des Ortsportos für Briefe und Poſtkarten wegfallen
ſtoll. Das Miniſterium begründet ſeinen Vorſchlag damit, daß
ſurch die umfangreichen Eingemeindungen der Großſtädte der
adius des Ortsportos zu weit ausgeſpannt ſei. Es glaubt,
darauf hinweiſen zu können, daß ein Ortsporto ſich nur da
recht=
fertigen ließe, wo lediglich ein einziges Hauptpoſtamt die ganzen
Beſchäfte beſorgt, daß dagegen in den Städten, in denen
meh=
vere Poſtämter nebeneinander beſtehen, die Beförderung der
BBriefe ebenſo teuer wird wie im Fernverkehr und daß deshalb
diie Gebührenſätze für den Fernverkehr durchaus gerechtfertigt
ſi=ien. Wir hegen einſtweilen noch Zweifel, ob der
Verwaltungs=
at ſich dieſer Auffaſſung anſchließen wird. Die Dinge liegen
Loch ſo, daß bis zu Beginn des Jahrhunderts der Ortsverkehr
e ne Sache der Privatbeförderungsanſtalten war. Erſt 1900 iſt
das Beförderungsmonopol der Reichspoſt auch auf die Städte
aisgedehnt worden. Die privaten Geſellſchaften wurden
abgefun=
den und als Ausgleich dafür die billigen Ortsſätze geſchaffen.
Der Groß= und Ueberſeehandel gegen die
neue Poſigebührenvorlage.
Berlin, 13. Juli.
Der Reichsverband des deutſchen Groß= und
Ueberſeehan=
dels E. V. hat an das Reichspoſtminiſterium eine Eingabe
ge=
nchtet, in der auch die neue Poſtgebührenvorlage als untragbar
bezeichnet und die Zurückziehung der Vorlage gefordert wird.
Ian der Eingabe wird u. a. ausgeführt, daß nach gewiſſenhafter
1zeberprüfung der neuen Vorlage an dem bereits gelegentlich der
ef ſten Vorlage bekannt gegebenen Standpunkt mit aller Schärfe
füſtgehalten werden müſſe, da der weſentlichſte und die Wirtſchaft
ann ſtärkſten betreffende Inhalt der alten Vorlage nach wie vor
gurfrecht erhalten ſei. Die Geringfügigkeit der in der neuen
Vor=
iyge vorgenommenen Aenderungen komme am deutlichſten
da=
durrch zum Ausdruck, daß als Geſamtmehrertrag der nen
vorge=
ſolagenen Gebühren immer noch der Betrag von 208 Millionen
Mark jährlich gegenüber rund 240 Millionen Mark aus der erſten
Yorlage angenommen werde. Auch die neugefaßte Begründung
der Vorlage bringe keinerlei neuen Gründe und könne von der
ſunbedingten Notwendigkeit der von der Reichspoſt eingeführten
Gebührenerhöhung nicht überzeugen. Zum Schluſſe wird in der
Eingabe Zurüickziehung der neuen Vorlage und Verzicht auf
eite Erhöhung der Gebühren, Einbringung einer neuen
Vor=
ſlenge früheſtens nach Wiederzuſammentritt des Reichstages,
ſo=
wre Deckung des unbedingt notwendigen Mehrbedarfs in erſter
Lnnie auf dem Wege von Steuern gefordert.
Das Grenzdeutſchtum
und die reichsdeutſche Schulerziehung.
Vom Verein für das Deutſchtum im Ausland erhalten wir
nöchſtehende bemerkenswerte Zuſchrift:
Gegenwärtig ſteht im Reichstage die Erörterung über eine
ſururegelung des deutſchen Schulweſens im Mittelpunkte
leiden=
chhaftlichen Intereſſes. Wahrſcheinlich wird die Herbſt= und
Vänterſitzung des Reichstages nun eine endgültige Regelung
mengen. Bei dieſer Gelegenheit tut es not, daß nicht nur die
Pyreſſe, ſondern auch die beteiligten Lehrervereinigungen und
ſüdagogiſchen Kreiſe darauf hinweiſen, daß bei der Regelung
vi=Grenz= und Auslandsdeutſchen nicht vergeſſen werden. Bei
den Streite, der ſich unter den Parteien um die Schule
ent=
ponnen hat, iſt es leicht möglich, daß gerade die Kernfrage
iherſehen wird, die nämlich, daß die reichsdeutſche Schule den
uungen Deutſchen nicht bloß zu einem guten Reichs= und
Staats=
unger, ſondern auch zu einem guten Volksbürger erziehen
nyrß, der die Lagerung und Ausbreitung unſeres Volkes in
Nitteleuropa und in den außereuropäiſchen Weltteilen genau
en nt und ſie für das Werden, Erwachen und Zuſammenwachſen
e: Nation zu einem einheitlichen Körper fruchtbar und nutzbar
ncchen kann. Für unſer Schickſal als Nation iſt ausſchlaggebend,
ve die reichsdeutſche Schulerziehung beſchaffen iſt. Erzieht die
enchsdeutſche Schule wie vor dem Kriege in einem rein
ſtaat=
janen Denken, dann muß dies zu unſerem Untergang als Nation
ükoren, weil bei dem Verluſte des Bewußtſeins von den
Glie=
eun unſeres Volkes, die jenſeits der Reichsgrenzen zu leben ge=
FMDie Deutſche Theater=Ausſtellung Magdeburg
Von Prof. Albinmüller, Darmſtadt.
Das Weſen des Theaters iſt, wie wir alle wiſſen, eine
dich=
erfiſche Angelegenheit. Die Dichter ſind es, die uns im Märchen,
m. Schauſpiel oft Wunderdinge erleben laſſen. Sie erfüllen
inſſere Phantaſie mit Bildern von kriſtallenen Räumen,
gläſer=
ten Häuſern, ſchimmernden Burgen. Die Theaterkünſtler
zau=
enrn dieſe Bilder nur für flüchtige Minuten auf die Bühne.
Oſ=e Stadt Magdeburg aber, als die
Veranſtal=
em in der Deutſchen Theater=Ausſtellung, ſetzte
nſ=t unerhörter Energie manches davon in
blei=
ende Wirklichkeit um.
Wenn man über Magdeburgs Ebertbrücke kommt, ſo fällt
er Blick auf einen Turm, der auf 45 Meter hohem Sockel ein
vi rkliches, aus Glasſteinen gebautes Haus trägt, das
is zu 60 Meter vom Erdboden in die Lüſte ragt. Dieſes
durch=
ctige Haus erglüht des Abends und ſteht wie eine
Märchen=
upg am nächtlichen Himmel. Bekrönt mit dem Stein des Grals,
viheft es blitzende Lichtſtrahlen über Stadt und Land.
Es lohnt ſich, dieſen Turm zu beſteigen oder ſich durch den
luffzug hinauftragen zu laſſen; denn wundervoll iſt der Blick
ox da oben über die ſchöne Stadt, die es unternahm, einen
bltchen Bau aus Stahl und Glasſteinen, wie er bisher noch
nir=
en ds exiſtiert, zu errichten. Einzigartig iſt die Ausſicht auf den
ompelarmigen Elbſtrom und auf das gepflegte fruchtbare
Flach=
indd. Das Flachland dieſer Inſel aber, auf der wir uns
befin=
en,, hat es uns ſchwer gemacht, dem Turm den Baugrund zu
enſſchaffen. Zur Realiſierung ſolcher Dichter= und
Architekten=
änime war es nötig, 90 Stück 9 Meter lange Betonpfähle in die
ſih=e zu rammen und darauf eine Eiſenbetonplatte von 2 Meter
ſtärrke zu legen. Darauf ruht nun der ganze Bau mit ſeiner
aft von 3000 Tonnen. Bequeme Treppen mit 288 Stufen führen
i dem im Glashelm mit leuchtendem Alabaſter ausgekleideten
rfmiſchungsraum, für den alle Einrichtungen einer ſorglichen
üche in den Turmgeſchoſſen vorhanden ſind. Um auf kleiner
frunndfläche neben einer geräumigen Ausſichtsterraſſe gleichzeitig
wo dieſen durch die Aufzugsanlage nicht behinderten Raum zu
hafffen, ward der aus Glas und Stahl geſtaltete Turmhelm zur
ſeiſte gerückt. So ergibt ſich aus räumlichen, zweckdienlichen und
chniſchen Dingen heraus die neue Form unſerer Zeit in ihrem
ureben nach Sachlichkeit. Die innere Funktion iſt auch außen
tütlich ſichtbar. Die Stelle des Aufzuges iſt durch hochſtrebende
ſunen an der Südoſtecke des Turmes erkenntlich, während an
anderen Ecken die Ausſichtsfenſter der Treppenpodeſte
ſach=
mäß geſtaffelt ſind. Durch dieſe Art des Aufbaues bietet der
umm von jedem Standpunkt aus ein anderes Bild.
Donnerstag, den 14. Juli 1927
Seite 3
zwungen ſind, auch dieſe Glieder nicht mehr den Rückhalt im
Reiche finden werden, der zu ihrer Erhaltung und
Selbſtbehaup=
tung notwendig iſt. Das Reich muß durch die Schulerziehung
jene Schwerkräfte entickeln, die dem Grenzlanddeutſchtum
Rich=
tung und Ziel geben. Der Staat darf nicht das Volk verdecken.
Wir müſſen wieder dazu erzogen werden, daß unſer völkiſches
Nervenſyſtem gerade von den Grenzen her energiſch reagiert,
wenn an den Grenzen unſeres Volkstums irgendwo etwas in
Unordnung gerät oder Gefahr droht. Die geſetzliche Regelung
der Kunde von den Grenz= und Auslandsdeutſchen in der
reichs=
deutſchen Schulerziehung iſt ein dringendes Gebot der Zeit. Die
Männer, die mit unſerem Volke noch etwas wollen, die ſich ſelbſt
erſüllen wollen dadurch, daß ſie unſerem Volke wieder eine
Sen=
dung zeigen, müſſen darauf hinarbeiten, daß die Schulfrage aus
dem gegenwärtigen Meinungsſtreite in das Gebiet der
volks=
notwendigen Erforderniſſe emporgehoben werde. Denn wir
haben nicht eine Meinung zu vertreten, die bequem iſt, ſondern
nur eine ſolche, die notwendig iſt.
General Hoffmann *
General Max Hoffmann
iſt im Alter hon 58 Jahren an einem Herzleiden in Bad
Reichen=
hall geſtorben. Er wunde geſtern beigeſetzt.
Ein Pund afrikaniſcher Kolonien.
Das Mandatsgebiet Deutſch=Oſkafrika bedroht.
Nach einer Meldung des „Daily Telegrgph, hat die
eng=
liſche Regierung beſchloſſen, eine Kommiſſion nach Oſtafrika zu
ſchicken zu dem Zweck, dort einen Staatenbund aus den
eng=
liſchen Kolonien in Kenia, Ugunda und Sanſibar vorzubereiten,
dem auch das ehemalige Deutſch=Oſtafrika, heute Tanganjika,
anzuſchließen wäre. Andere Kolonien, wie Nordrhodeſien und
Nyaſſaland, ſollen dieſem Bund ſpäter beitreten. Die Meldung
iſt ſehr vorſichtig gefaßt, indem ſie zunächſt von einem Bericht
ſpricht, den die Kommiſſion erſtatten ſoll. Aber das ändert doch
nichts an der Tatſache, daß England ſich mit dieſem Vorgehen
über die Beſtimmungen des Verſailler Vertrages hinwegſetzt.
Deutſch=Oſtafrika iſt Mandatsgebiet, gehört alſo nicht zu den
britiſchen Kolonien, ſondern unterſteht dem Völkerbund.
Eng=
land gebärdet ſich zwar als unbeſtrittener Herr dort, ebenſo wie
die anderen Mandatsmächte, aber ſo einfach kann man doch die
Rechte des Völkerbundes nicht in den Papierkorb werfen. Und
Deutſchland wird als Mitglied der Mandatskommiſſion
Gelegen=
heit haben, darüber zu wachen, daß unſere ehemaligen Kolonien
nicht einfach in den Kolonialbeſitz der Siegerſtaaten
hineinge=
ſchmuggelt werden, zumal, nachdem England ſelbſt die Lüge von
Deutſchlands Unwürdigkeit ſeiner Kolonialarbeit aufgeben
mußte. Gerade in dieſen Tagen ſtellte der „Mancheſter
Guar=
dian” ausdrücklich feſt, daß Deutſchlands adminiſtrative Leiſtungen
auf kolonialem Gebiet, beſonders in Oſtafrika, eindrucksvoll
ge=
weſen ſind. Er muß zugeben, daß in Oſtafrika wie in Kamerun
die Eingeborenen uns ein dankbares Gedächtnis bewahren, und
daß es deshalb abſurd wäre, ein ſolches Volk dauernd von der
Mandatskommiſſion auszuſchließen.
Neue Vollſitzung. — Engliſch=amerikaniſche
Einigung? — Japaniſche Iſolierung?
Genf, 13. Juli.
In den Kreiſen der Marinekonferenz wird die Abhaltung
einer öffentlichen Vollſitzung für Donnerstag nachmittag ins
Auge gefaßt. Die Führer der drei Delegationen würden dadurch
Gelegenheit erhalten, zu den Arbeiten der techniſchen Komitees,
über die in der letzten Woche amtliche Berichte veröffentlicht
wur=
den, Stellung zu nehmen ſowie ihre Auffaſſung über die Frage
der Beſchränkung des Baues von Kreuzern von 10000 Tonnen
darzulegen.
Die Marinekonferenz hat nach Aeußerungen aus
amerika=
niſchen und engliſchen Kreiſen zweifellos einen Fortſchritt
ge=
macht. Beunruhigend iſt nur die Frage, inwieweit die japaniſche
Delegation ſich mit dem ſich anbahnenden Kompromiß zwiſchen
England und den Vereinigten Staaten wird abfinden können.
Nach allem, was man über den Inhalt dieſer Einigung hört,
erſcheint ſie für Japan ſchwer annehmbar, weil ſie eine
erheb=
liche Vermehrung der japaniſchen Seerüſtungen bedeuten würde,
wenn das Stärkeverhältnis der Flotten der drei Mächte aufrecht
erhalten werden ſoll. Dies iſt alſo vorläufig noch der dunkle
Punkt auf der Marinekonferenz, bei der damit eine ſtarke
Aende=
rung der allgemeinen Situation eingetreten iſt: Während bisher
eher eine amerikaniſch=japaniſche Front gegenüber England
be=
ſtand, gewinnen die Dinge nunmehr angeſichts der allerdings
noch längſt nicht perfekten engliſch=amerikaniſchen Einigung eim
anderes Ausſehen durch die mögliche Iſolierung Japans.
Des=
wegen ſieht man der morgigen Vollſitzung der Marinekonferenz
mit großem Intereſſe entgegen, die über die neue Situation
größere Klarheit bringen dürfte. Der amerikaniſche Delegierte
Gibſon nahm heute nachmittag Gelegenheit, einer kleinen Gruppe
von Journaliſten gegenüber vor den Senſationsgerüchten zu
warnen, die über die Konferenz verbreitet werden. „Sagen Sie
ſelbſt,” fragte er, „da Sie ſchon viele Konferenzen mitgemacht
haben, ob nicht auf jeder Konferenz ſolche Kriſen, wie wir ſie
hier erlebt haben, vorkommen? Möglicherweiſe iſt die Kriſe,
die wir überſtanden haben, noch nicht die letzte geweſen, und
wir haben vielleicht noch weitere Kriſen durchzumachen. Aber
die Hauptſache iſt, daß wir alle das Gefühl haben, daß wir uns
einigen und ein poſitives Reſultat erzielen müſſen.”
Japaniſche Rückzugsdrohung?
Wie aus Tokio gemeldet wird, haben die japaniſchen
Dele=
gierten auf der Flottenkonferenz die Weiſung erhalten, ſich eher
von der Konferenz zurückzuziehen, als irgendwelche Vorſchläge
anzunehmen, die eine Erhöhung der Flottenrüſtungen zur Folge
haben könnten. Jedoch ſei es den japaniſchen Delegierten
frei=
geſtellt worden, in ſolchem Falle den weiteren Verhandlungen
als Beobachter beizutohnen, wie die franzöſiſchen und
italieni=
ſchen Delegierten.
Amerika und die Dreimächte=Konferenz.
Reuter meldet aus Waſhington: Präſident Coolidge hält ſich
in ſeiner Sommerfriſche in Rapid City über die
Verhandlun=
gen in Genf genan auf dem Laufenden. Die Umgebung des
Präſidenten äußert, daß der Präſident die Hoffnung auf ein
Ki/xTromiß, das ſich im Einklang mit den amerikaniſchen Zielen
beſande, nicht aufgegeben har. Kelloag ſcheint die optimiſtiſche
Auffaſſung Coolidges nicht zu teilen, er lehnt es aber ab, die
Möglichkeit eines Scheiterns der Konferenz in Betracht zu
ziehen. In nichtamtlichen, aber gut unterrichteten Kreiſen in
Waſhington herrſcht die Meinung, daß das Staatsdepartement,
ehe es die Konferenz ſcheitern ließe, die Annahnie eines
Kompro=
miſſes vorziehen würde, wonach Großbritannien den Bau großer
Kreuzer einſtellen würde, bis Amerika die Parität erreicht hat,
falls beſſere Vedingungen in den nächſten Tagen unmöglich
er=
ſ heinen ſollten.
Ein neuer Beſatzungs=Zwiſchenfall.
Idar (Nahe), 12. Juli.
Geſtern nachmittag gegen 4 Uhr überfiel ein Angehöriger des
hie=
ſigen Alpenjäger=Bataillons eine Frau, die mit ihrem Söhnchem ſpazierem
ging, und verſuchte ſie zu vergewaltigen. Die Frau und der kleine Junge
wehrten ſich verzweifelt, und es gelang ihnen, den Unhold ſolange
hin=
zuhalten, bis auf ihr Geſchrei hin ein Spaziergänger zu Hilfe kam. Der
ſofort von der deutſchen Polizei Oberſtein in Gemeinſchaft mit der
fran=
zöſiſchen Gendarmerie und der Truppenkommandantur eingeleiteten
Ver=
folgung gelang es, den Täter in kurzer Zeit dingfeſt zu machen. Er
iſt=
unverzüglich in Haft genommen worden und ſieht ſeiner Beſtrafung
durch das franzöſiſche Kriegsgericht entgegen.
Mit den gleichen Glasſteinen wie am Turm ſind, auch die
Pfeiler des Haupteinganges, der zum Ehrenhof führt,
auf=
geſchichtet. Dieſer Ehrenhof, ein 8000 Quadratmeter großer
Platz, wird beherrſcht von dem Turm, umſchloſſen von der
Stadt=
halle und von den Gebäuden, die mit ihren geräumigen Sälen
den Inhalt der Ausſtellung aufnehmen. Schlicht und einfach ſind
alle dieſe für die Dauer berechneten Ausſtellungsbauten, die ihre
Schönheit lediglich im guten Ebenmaß, im rhythmiſchen
Zuſam=
menklang der Baumaſſen und in echter Materialauswirkung
ſuchen.
Wie im Aeußeren, ſo waltet auch bei dem inneren Ausbau
der Hallen das gleiche Prinzip ſchlichter Sachlichkeit. Es lag mir
fern, bei den Sälen, die die Entwicklung des Theaters in
ge=
ſchichtlicher Reihenfolge zeigen, etwa hiſtoriſche Stile
vorzufüh=
ren. Keine Stilimitation, ſondern nur ein Mitſchwingen der
Architektur ſollte den Grundton dieſer Räume bilden. So formt
ſich von ſelbſt der Stil des Ganzen. Oberflächliches Blendwerk,
hohler Prunk und aufdringliches Reklameweſen ſind nicht zu
finden. Dies entſpräche nicht der Würde dieſer Schauſtellung
und nicht der Würde der Stadt Magdeburg, die — wie alle Welt
bezeugen muß — das Unternehmen einer Deutſchen Theater=
Ausſtellung mit heiligem Ernſt und größtem
Verantwortungs=
gefühl durchführt.
Bei der räumlichen Geſchloſſenheit des Platzes münden auf
den Ehrenhof alle Wege, die zu den Ausſtellungsräumen und zu
den anderen weitgehenden Anlagen des Ausſtellungsgeländes
führen. Durch Säulengänge gelangt man zu einem zweiten,
großen, gärtneriſch reich geſchmückten Gebiet, dem Erholungsplatz
am ſchönen Adolf=Mittag=See. Hier gruppieren ſich um den
Muſikpavillon Verkaufsläden ſowie die Reſtaurationsräume mit
ihren luftigen Terraſſen. Von hier aus kann man in der
Nacht=
zeit aus dem See tanzende Nymphen zur ſchwimmenden Bühne
heraufſteigen ſehen.
Weiterhin führen vom Ehrenhof breite Paſſagen rechts zum
Turmaufgang, links zu dem Platz der Verkaufskioske und
Wohn=
bauten. Und durch das hohe Pferdetor gelangt man zu dem
in ſich geſchloſſenen Feſtpark. Das Pferdetor, wie auch die
Por=
tale der Kunſthalle und des Verwaltungsgebäudes ſind in
Eiſen=
klinkern aufgemauert, um ſchon durch das Baumaterial einen
Uebergang zu ſchaffen von der mit denſelben Ziegelſteinen
er=
bauten Stadthalle zu den beſcheideneren Putzbauten der
Aus=
ſtellung. Die Skulpturen dieſes feſtlichen Tores, ſpringende
Pferde, ſind aus dem gleichen Ton gebrannt wie die Steine der
Pfeiler, die ſie tragen. Dieſe 3 Meter hohen Plaſtiken, in
ein=
zelnen Stücken geformt und in Beton verſetzt, ſind eine techniſche
Elanzleiſtung der keramiſchen Induſtrie. Dem Niederſachſen
war und blieb das Pferd ein heiliges Wappentier; ſo ſollen die
ſpringenden Pferde dieſes Feſttores ein Symbol ſein für den
Wagemut, mit dem das junge Magdeburg in die Reihe der erſten
Ausſtellungsſtädte hineinſpringt.
Auf dem Ehrenhof ſtehen zwei große, 9 Meter hohe
Glas=
ſäulen auf tulpenförmigem Sockel, je mit einem Maskenkranz
umgeben. Dieſe Masken, des Abends magiſch beleuchtet, zeigen
in ihren Zügen alle Leidenſchaften, die den Menſchen
beherr=
ſchen, ſo, wie ſie im Theater uns im Spiegel vorgehalten werden.
Aus dieſen Maskenkränzen aber ſtrömt bei der Dunkelheit ein
hoher Strahl aufſteigenden Lichtes. Und ſo mögen dieſe
Licht=
ſäulen ein lohendes Zeichen für die Befruchtung ſein, die, ſo
hoffen wir, dem ganzen Theaterweſen durch die Deutſche Theater=
Ausſtellung zufließen wird.
inf. Schillers „Handſchuh” als hiſtoriſche Tatſache. Am
25. Juli 1617 fand in Gegenwart des Kaiſers Matthias (1612
bis 1619) im Jägerhof zu Dresden ein prunkvolles Tiergefecht
ſtatt, wobei Löwen, Tiger, Bären, Auerochſen und Bulldoggen
einander zerfleiſchten. Bei dieſer Gelegenheit ſpielte ſich ein
Vorfall ab, der, wie allgemein unbekannt ſein dürfte, als
Grund=
lage für Schillers berühmtes Gedicht „Der Handſchuh” gedient
hat, das ſomit nicht auf freier Erfindung beruht. Während des
Kampfes fiel einer jungen, reichen Erbin, Eva von Schönberg,
eine Roſe aus dem Haar mitten unter die wütenden Beſtien.
Der laute Schrei aus ihrem Munde drang auch zu den Ohren
des armen Junkers Brecht von Lubitz, der im Gefolge des
Kai=
ſers ſtand. Der Junker, ein kecker Geſell, erhob in Liebe die
Augen zu der ſchönen, reichen Jungfrau, und ſchnell reifte in
ihm der Gedanke, die Roſe von dem gefährlichen Ort
herauf=
zuholen, zur Tat. Blitzſchnell, noch ehe es jemand hindern konnte,
zög er den Degen und ſchwang ſich behend über die Brüſtung
in den Zwinger, mitten unter die brüllenden und knurrenden
Beſtien. Starr vor Schreck blickte alles mit Grauſen auf den
tollkühnen Wagehals. Dieſer aber ſchritt keck und ohne ſich
um=
zuſehen, auf die Roſe zu, hob ſie auf und befeſtigte ſie an ſeiner
Bruſt. Sein Erſcheinen mitten unter den Raubtieren hatte auf
dieſe ſelbſt einen ſolchen Eindruck gemacht, daß ſie ſcheu vor dem
kühnen Junker zurückwichen. Nur ein Bär öffnete die Pranken
zur tödlichen Umarmung, aber ein wohlgezielter Degenſtich machte
ſeinem Vorhaben ein ſchnelles Ende. Glücklich und
wohlbehal=
ten langte der Junker wieder auf der Tribüne an und legte
di=
eroberte Roſe zu den Füßen der anmutig erglühenden Jungfrau
nieder. Kaiſer Matthias aber nahm vom Landhofmeiſter von
Wallenſtein das Schwert und fchlug den Junker von Lubitz auf
der Stelle zum Ritter, indei er ihm ins Wappen eine rote Roſe
ge Ritter als Gemahl
verlieh. Die ſchöne Cra ader ſihite
d=
heim und lebte mit ihr in glücliche: Ehe auf dem Gute
Rein=
hardsgrimme.
Seite 4
Donnerstag, den 14. Juli 1927
Nummer 193
Familiennachrichten
Die Geburt eines Jungen zeigen an
Edith Moll, geb. Ehnimb
Dr. Theodor Moll.
Darmstadt, den 11. Juli 1927.
Karlsstrasse 84
z. Zt. Stadtkrankenhaus.
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Hag=Lieferwagen
5/18,ſehr gut erhalten.
Donges8Wieſt!
(11141dsi)
Die gläliche Gehut einet ge.
ſunden Töchterchens zeigen
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Behandlg. v. Kaſſenmitgl.
(*18419)
Hannover, den 11. Juli 1927.
Im Moore 21, I.
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Unterricht im
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Statt beſonderer Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſeren lieben, herzensguten Gatten und Vater,
Bruder, Schwager und Onkel
Herrn
Friedrich Hags
nach längerem, mit großer Geduld getragenem
Leiden im 61. Lebensjahre zu ſich in die
Ewigkeit abzurufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Helene Haas, geb. Wirthwein
Hans Haas.
Darmſtadt, den 13. Juli 1927. 41126
Liebigſtraße 32.
Die Beerdigung findet Freitag, den 15. Juli 1927,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des alten Friedhofs
aus ſiatt.
Mein lieber Freund
Herr
Fieulich Taas
mein Mitarbeiter ſeit mehr als 40 Jahren,
wurde mir durch den Tod entriſſen.
In tiefer Dankbarkeit werde ich ihm
immerdar ein treues Andenken bewahren.
Paul Sander.
Darmſtadt, 13. Juli 1927. (1159
Heute früh verſchied nach
mehr=
wöchigem Teiden unſer früherer Prokuriſt
Herr
(ietich Saag.
Nachdem derſelbe Jahrzehnte lang bei
unſerer Vorgängerin, dem Hofbankhaus
Ferdinand Sander, tätig geweſen war,
trat er 1944 in unſere Dienſte über,
in denen er bis zu ſeiner Penſionierung
verblieb. Seine große Arbeitsfreudigkeit,
ſeine treue Pflichterfüllung und ſein
alle=
zeit liebenswürdiges und hilfsbereites
Wefen ſichern ihm bei uns und allen
ſeinen Mitarbeitern ein dauerndes An=
Direktion der
Deutſchen Bank. Filiale Darmſtadt.
Darmſtadt, 13 Juli 1927
(11158
Maſchinenſtricken Fräul. C. M. ..
von junger Frau ge= Brief am 12. 7.
er=
ſucht. Ang unt. O 122 halt. ; z. ſpät.
Be=
dauerl. Ihr Wart. a.
6. 7. 8½ Uhr. Erbitt.
u. erneut. Lebensz.
Adreſſew. erſt. Heinz.
H.=Poſtlgr. *18388
Der Gutsbeſitzer,
welcher am 12. 12. 26
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an d. Geſchäftsſt. erb.
hat, wird frdl. erſucht,
Lebenszeichen unter
O. 140 an die
Ge=
ſchäftsſtelle abzugeb.
(18414)
Fräulein, 42 J. (ev.
Krankenſchweſter), m.
Wäſcheausſtatt.,, ohne
Vermögen, ſucht
Be=
kanntſchaft mit Herrn
in guter Stellung
(Witwer m. Kind n.
ausgeſchl.) zw. ſpät.
Heirat. Schriftl.
Angeb. u. O. 132 an
die Geſchſt. (*18389
M. B. G.
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(Einzelnen zu danken, ſprechen wir
auf dieſem Wege Allen unſeren
herzlichſien Dank aus 18385
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Für die anläßlich ihrer
Ver=
mählung erwieſene
Aufmerk=
ſamkeit danken herzlichſt
Dipl.=Ing. Fritz Enders u. Frau
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Darmſiadt, im Juli 1927.
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Danrfagung.
Für die vielen Beweiſe liebevoller
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nahme und treuen Gedenkens bei dem
ſchweren Verluſte, der uns betroffen hat,
ſagen wir innigſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Dr. Willy Weis.
Darmſtadt, 12. Juli 1927.
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Die Ereignisse in China!
Bitte aufbewahren!
2.
Fortsetzung folgt!
Weil Amerika, dem wir bekamtlich unendlichen Dank schulden,
in Sachen des guten Geschmackes ebenso bekanntlich in der Welt
voran ist, haben unsere jungen leute nicht nur die amerikantschen
Negertänze und die dazugehörige Negermusik mit Begeisterung
aufgenommen, die wir früher als kulturlos abgelehnt hätten, sondern
sie haben sogar die dazugehörigen Hin- und Herhosen, sogenannte
Charlestonhosen eingeführt, die mit ihrer Geräumigkeit einen sehl
schönen Anblick bieten und das Wohnungsamt zur Beschlagnahme
veranlassen könnten, wenn wir in China eins hätten.
Für Kavaliere mit Romanbeinen (in der Mitte sieht es ans, ald
ob sie nicht zusammen kämen, und unten kriegen sie sich doch) ist diede
Erfindung ebenso wichtig, wie es für Lente, die viel gehen und stehen
müssen, das Kukirol-Fußbad ist, dessen erfrischende und stärkende
Wirkung auf ermüdete.
schmerzende und brennende Füße
unbezahlbar ist.
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von Hühneraugen, Hornschwielen, auch Warzen. Der Kukirol-Streu
puder ist für Eußschweißleidende die Erlösung ! Auch zur Behandlung
wunder Haut bei Kindern und Erwachsenen gibt es nichts Besseres.
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Aus der Landeshauptſiadt.
Darmſtadt, 14. Juli.
—— Ernannt wurden: am 6. Juli der Inſtallateur bei der
allge=
inen Verwaltung der mediziniſchen Klinik, Frauenklinik und der
ſiü=ik für Haut= und Geſchlechtskrankheiten der Landesuniverſität zu
eßen, Johann Seiferth in Gießen, zum Werkmeiſter mit
Wir=
r vom 1. Juni 1927 ab; am 13. Juni der Schulamtsanwärter Frd.
elhming aus Wald=Erlenbach (Kreis Heppenheim) zum Lehrer an
E2Volksſchule zu Biblis (Kreis Bensheim; am 20. Juni die Schul=
Sanwärterin Elſa Schweitzer aus Lauterbach zur Lehrerin an
BVolksſchule zu Angersbach (Kreis Lauterbach).
— In den Ruheſtand tritt am 11. Juli auf Grund des § 1 des Ge=
68 über die Altersgrenze der Staatsbeamten vom 2. Juli bzw. 19.
zrmber 1923 (Reg.=Bl. S. 509 und 511) in der Faſſung des Geſetzes
8. Oktober 1925 (Reg.=Bl. Seite 249) der Direktor der Lehranſtalt
bſtbau und Landwirtſchaft zu Friedberg Karl Spieß mit
Wir=
v vom 1. November 1927 an.
— Sommerſpielzeit im Kleinen Haus des Heſſiſchen Landestheaters
rung: Direktor Adalbert Steffter). Heute Donnerstag und morgen
eittag finden Wiederholungen der Operette „Der Graf von
tisemburg” ſtatt. (Donnerstag dritte Abonnementsvorſtellung für
mnerstags=Mieter). Samstag abend gelangt, neu einſtudiert, die
rettenpoſſe „Wie einſt im Mai” von Kollo und Bredſchneider
KAufführung, verbunden mit dem Gaſtſpiel Bruno Harprecht in der
he des „Methuſalem”; die „Ottilie” ſpielt Gretl Zadora, den „Fritz
ſtarbog” Fritz Geiger. Leiter der Aufführung iſt Direktor Steffter.
rmuſikaliſche Leitung hat Kapellmeiſter Voigt. Samstag abend wird
(Machtvorſtellung „Der Meiſterboxer” gegeben mit Bruno Harprecht
der Titelrolle, der ja vor einigen Jahren hier bereits in dieſer Rolle
iute Erfolge erzielt hat. Es ſei darauf hingewieſen, daß nur eine
walige Aufführung ſtattfindet. Sonntag, nachmittags 4 Uhr, findet
Familien= und Fremdenvorſtellung die letzte Wiederholung der
ſexette „Der Graf von Luxemburg” ſtatt. Sonntag, abends 8 Uhr,
täglich wird die Operettenpoſſe „Wie einſt im Mai” mit Bruno
irn recht als Gaſt gegeben. Trotz des Gaſtſpiels Bruno Harprecht
dikeine erhöhten Preiſe. — Die Abonnenten werden darauf
hinge=
ſeſten, daß die zweite Abonnementsrate bis ſpäteſtens 15. Juli zu
un iſt.
Die diesjährige Hauptverſammlung des Odenwald=Verkehrsbundes
am Samstag, den 23. Juli, vormittags 10.15 Uhr, im Rathausſaal
/( rbach ſtattfinden. Wie ſtets, werden im Mittelpunkt der
Erörte=
nien wichtige Fragen des weiteren Ausbaues der
Verkehrsverbindun=
iim mittleren und öſtlichen Odenwald ſtehen. Da zahlreiche
Ver=
ſtar auch der angrenzenden Gebietsteile und auswärtiger
Verkehrs=
ganiſationen erwartet werden, können die Verhandlungen, an denen
zinnehmen nicht nur Mitgliedern, ſondern auch anderweitigen
Inter=
ſuren gaſtweiſe geſtattet iſt, ein ganz beſonderes Intereſſe beanſpruchen.
Rheinwanderung des V. f. L. Rot=Weiß. In anbetracht deſſen,
zwas Wetter jetzt anſcheinend etwas ſtabiler geworden iſt, hat
Rot=
ſe 6 ſeine bereits ſchon lange geplante Wanderung auf den nächſten
mntag feſtgeſetzt. Dieſelbe führt dieſesmal an den idylliſchen
Alt=
in bei Stockſtadt; dann geht es auf dem Kühkopfufer entlang an den
ſun hein. Die Wanderung ſtellt keine großen Anforderungen an die
rehmer, da die Marſchzeit ſehr kurz iſt; es iſt vielmehr beabſichtigt,
Mhein gemütliches Lagerleben zu führen. Wafſerballſpiele, Hand=
Aſoiele, Stromſchwimmen, Rheimüberquerung uſw. werden ſchon
ge=
gaid Abwechſlung bringen. Wer mit dem Strom nicht ver raut iſt,
tnſ ſich in dem ſeichteren und ſtillen Altrheinwaſſer tummeln. Die
Teil=
yw er erreichen den Lagerplatz in drei Gruppen: die Fußwanderer
vPPaddler treffen ſich um 7 Uhr morgens am Hauptbahnhof, die
1Onahrer zur gleichen Zeit am Rummelbräu. Da faſt alle
Abteilun=
pielfrei ſind, ſo iſt eine ſtarke Beteiligung beſonders der Jüngeren
zehoffen. Die Führung hat Ernſt Drieß übernommen.
— Wanderabteilung der Turngemeinde Darmſtadt von 1846. Am
ſuirtag, den 10. Juli, fand unſere dritte Wanderung ſtatt. Sie führte
Brnal nicht in die herrlichen Berge des Odenwaldes, ſondern an den
tuhen Rhein. Um 7 Uhr trafen wir uns am Hauptbahnhof und
fuh=
ſwis nach Stockſtadt. Hier ſetzten wir über den Altrhein und
mar=
ſevſten unter den Klängen unſerer neuen Wanderkapelle an
Schmitts=
rſan vorbei über den Kühkopf nach der Guntersblumer Fähre. Hier
eiſkhten wir den Neurhein und ſetzten daſelbſt über. Inzwiſchen hatte
uuch der Hunger eingeſtellt und in der Wirtſchaft an der Fähre
uige bei gutem Guntersblumer Wein und unter den Klängen eines
huimophons Frühſtücksraſt gehalten. Nachdem wir uns friſch geſtärkt
teiet, ging es nun an dem Ufer des Rheines entlang Oppenheim
ent=
ſe:—. Einige Schleppzüge und Paddler belebten den Rhein. Gegen
ity g trafen wir in Oppenheim ein, wo. uns in dem Gaſthaus zum
hu=hof ein vorzügliches Mittageſſen erwartete. Bei einigen
Turner=
tern, Geſellſchaftsſpielen und muſikaliſchen Vorträgen verging hier
lallzu ſchnell die Zeit. Alsdann wurde die weitbekannte
Katharinen=
h., das Gebeinhaus und die Reſte der Landskrone beſichtigt. Von
ſtaxer hatte man einen ſchönen Blick auf die Rheinebene und den
enitwald. Anſchließend daran marſchierten wir nach dem von grünen
Enen umgebenen Weinſtädtchen Nierſtein, woſelbſt wir bis zum
Ab=
agu unſeres Zuges noch einige gemütliche Stunden verlebten. Hierbei
ſchtte uns ein Ggſt einige ſelbſtverfaßte Gedichte über Nierſtein und
meutſchen Rhein und Wein zum Vortrag. Nur mit ſchwerem Herzen
ime man ſich von hier trennen. Obwohl dieſe Wanderung niecht in
Ddenwald ging, ſo bot ſie doch für die Teilnehmer manche
Abwechſe=
tai und manches Sebenswerte und wird uns noch lange in Erinnerung
ſihen.
—— Orpheum. 2 Volksvorſtellungen „Die vertagte
nicht”. Heute Donnerstag und morgen Freitag ſind die beiden
letz=
heluffüihrungen des vortrefflichen Lachſchlagers „Die vertagte Nacht”,
wanz kleinen Preiſen von 60 Pfg. bis 2 Mark. Wer den
her=
yagenden Komiker J. Weinreiß mit ſeinem glänzend eingeſpielten
ſumnble bisher noch nicht geſehen hat und ein paar Stunden fröhlichſten
terhaltung verbringen möchte, beſuche di ſe beiden letzten (Volks). (Siehe Anzeige.)
* Orpheum.
Gaſtſpiel Joſef Weinreiß.
Rheinlands populärſter Komiker Joſef Weinreiß ſetzt mit ſeiner
Geſellſchaft — nebenbei bemerkt, durchweg ausgezeichnete Künſtler —
ſein Gaſtſpiel mit beſtem Erfolg fort. Irgendwo in den
Ankündigun=
gen und Plakaten heißt es, man lacht Tränen. Das iſt nicht
übertrie=
ben. Es werden tatſächlich Tränen gelacht. Wer die „Vertagte Nacht”
bei Harprecht nicht geſehen hat, ſollte ſie ſich unbedingt bei Weinreiß
anſehen. Wer ſie aber geſehen hat, ſollte dies auch tun, denn es iſt ein
Unterſchied in dieſen Aufführungen. Für beide Fälle aber wollen wir
es uns verſagen, aus dem Inhalt dieſes größten Lachſchlagers, den
Franz Arnold und Ernſt Bach verbrochen haben, etwas zu verraten.
Es wäre auch ein unbilliges Verlangen, dieſe unglaubliche Kette von
urkomiſchen Verwechſlungen, von verwechſelten Frauen und Männern,
Bräuten und Freundinnen, von Schuldigen und Unſchuldigen auch nur
einigermaßen erſchöpfend zu berichten Eine draſtiſche Situation
er=
ſchlägt die andere, und bis zum Schluß hält der trockene Humor Joſef
Weinreiß”, der jeder Situation, auch der unvorhergeſehenen, wie z. B.
das Verſagen der Beleuchtung uſw., gewachſen iſt. Er improviſiert und
ſpielt mit derart guter Laune, daß ſelbſt ſeine Mitſpieler ſi.h das Lachen
nicht verbeißen können.
Es iſt alſo ſchon eine ſehr luſtige Sache, dieſe „Vertagte Nacht”.
Von Joſef Weinreiß angefangen über den unglaublich einfältigen
Dr. Zibelius des Walter Friedrich, den ſchnittigen Weltmann Klaus
Reiling, den Lutz Hügel ausgezeichnet darſtellt, über Paula
Gene=
ſius als Frau Dobermann, Thea Sutor und Trude Schäfer,
ihre beiden reizenden Töchter, Elli Ornelli (Marai Brion), der
welt=
gewandten Tänzerin, und Cläre Waldbröhl, der „ſchönen”
Spa=
nierin, Jacques Bügler als Bennigkeit bis zum Kellner, Diener und
Stubenmädchen bietet das Enſemble ein ausgezeichnetes, ſehr flottes
und ſehr animiertes Zuſammenſpiel
Wir bitten unſere verehrl. Inſerenten davon
Vormerkung nehmen zu wollen, daß Anzeigen,
die beſtimmt am anderen Tage erſcheinen ſollen,
bis ſpäteſtens
(106 8a
2
6 Uhz abends
an den Schaltern der Geſchäftsſtelle aufgegeben
ſein müſſen. Größere Empfehlungsanzeigen
bitten wir bereits bis 4 Uhr nachm. einzuſenden.
O e
VerI a g
— Konzerte im Warteſaal des Hauptbahnhofs. Eine Neuerung, die
ganz ungewöhnlichen Anklang gefunden hat, hat der neue Pächter des
Bahnhofsreſtaurants, Herr Höver eingeſührt. Er läßt Samstags
und Sonntags abends durch Mitglieder des Städtiſchen Oncheſters
Konzerte ſpielen, bei denen auf ausſchließlich künſtleriſche Darbietungen
Wert gelegt wird. Das hat dermaßen Anklang gefunden, daß der
Warteſaal 1. und 2. Klaſſe an dieſen Abenden ſtets voll beſetzt iſt; ein
Beweis, daß nicht nur viele Darmſtädter, ſondern vor allem auch die
Reiſenden, die die Zeit des Wartens auf die abgehenden Züge in dem
Warteſaal zubringen, eine derart künſtleriſche Unterhaltung, die mit
keinerlei Sonderunkoſten verknüpft iſt, wenn nicht ein Bedürfnis, ſo
doch eine ſehr große und dankenswerte Annehmlichkeit iſt. Für
Rei=
ſende, die die Wartezeit ungeſtört durch gute Muſik verbringen wollen,
oder die etwa geſchäftliche Beſprechungen zu erledigen haben, bei denen
die Muſik ſtören könnte, ſtellt Herr Höver einen geſonderten und
ab=
geſchloſſenen Raum zur Verfügung.
* 75. Geburtstag. In unſerer geſtrigen Notiz muß es heißen:
Oberlandesgerichtsrat i. R. Hermann Sandmann.
— Jubiläum. Am Samstag, den 16. Juli, begeht der
Lokomotiv=
führer Ludwig Fiſcher Heinheimerſtraße 20, ſein 25jähriges
Beamtenjubiläum bei der Deutſchen Reichsbahn. Er hat nicht nur
25 Jahre in treuer Pflichterfüllung der Reichsbahn gedient, ſondern
mit der Ausübung ſeines ſchweren, verantwortungsvollen Berufes die
Intereſſen der Allgemeinheit gewahrt. Nicht jedem iſt es möglich, ihm
hierfür perſönlich den Dank auszuſprechen. Mithin ſoll nicht verſäumt
werden, auf dieſem Wege ihm die herzlichſten Glückwünſche
darzu=
bringen.
* Zu dem Brand in der Brauerei Schul. In unſerem Bericht war
geſagt, daß man zunächſt verſucht hatte, den Brand mit einem Minimax=
Apparat zu löſchen. Das trifft nicht zu. Der fragliche
Handfeuerlöſch=
apparat war kein „Minimax”, er konnte auch nicht in Tätigkeit geſetzt
werden, weil der Apparat in dem brennenden Verſchlag hing und —
mit verbrannte.
Die Verzinſung aufgewerteter
Hypothefen.
Bereits in unſerer Nummer 189 vom 10. Juli haben wir ſehr
ein=
gehend über das abgeänderte Aufwertungsgeſetz berichtet. Nunmehr
ſendet uns auch das Preſſeamt des Staatsminiſteriums
eine Darſtellung, die wir nachſtehend wiedergeben:
Der Reichstag hat den Entwurf eines Geſetzes über die Verzinſung
aufgewerteter Hypotheken, ihre Umwandlung in Grundſchulden, ſowie
lüber Vorzugsrenten in dritter Leſung angenommen. Das Geſetz wird
im Reichsgeſetzblatt veröffentlicht werden, ſobald der Reichsrat
entſpre=
chend der Verfaſſung über die Einlegung des Einſpruchs beſchloſſen hat.
Da mit einem Einſpruch des Reichsrats nicht zu rechnen iſt, ſeien die
Grundzüge des Geſetzes zur Vorbereitung ſeiner Durchführung durch
die zuſtändigen Behörden ſchon jetzt mitgeteilt:
1. Das Geſetz ſieht zunächſt vor, daß die Verzinſung
be=
reits gelöſchter Aufwertungshypotheken, die nach
dem Aufwertungsgeſetz erſt mit dem auf die Wiedereintragung
folgen=
den Kalendervierteljahre beginnen ſollte, bereits vom 1. April
1926 ab erfolgen ſoll. Zinſen, die der Gläubiger bereits für eine vor
dieſem Termin liegende Zeit erhalten hat, braucht er nicht
zurückzu=
zahlen.
2. Der Gläubiger kann der Gefahr eines Abſinkens des
Aufwer=
tungsbetrags des dinglichen Rechts als ſelbſttätiger Folge eines
erfolg=
reichen Herabſetzungsantrags des perſönlichen Schuldners (§ 4 des
Auf=
wertungsgeſetzes) dadurch entgehen, daß er den Aufwertungsbetrag
ſtatt als Hypothek als Grundſchuld eintragen läßt; die
perſönliche Forderung erliſcht in dieſem Falle. Dieſe Regelung hat
rückwirkende Kraft. Sie greift alſo auch dann Platz, wenn die
Hypo=
thek auf Grund des § 4 des Aufwertungsgeſetzes bereits auf weniger
als 25 v. H. des Goldmarkbetrages aufgewertet iſt. Wählt der
Gläu=
biger nunmehr die Rechtsform der Grundſchuld, ſo iſt, falls nicht etwa
das Grundſtück vor dem Bekanntwerden der Regierungsvorlage, d. h.
dem 15. März 1927, auf Grund rechtsgeſchäftlichen Erwerbs den
Eigen=
tümer gewechſelt hat, der Aufwertungsbetrag auf 25 v. H. des
Gold=
markbetrages aufzuſüllen, und zwar entwader an der bisherigen
Nang=
ſtelle oder wenn ſich vor dem 15. März 1927 durch Rechtsgeſchäft
er=
worbene Rechte dazwiſchenſchieben, durch eine Zuſatzgrundſchuld an der
nächſtfreien Rangſtelle. Die Grundſchuld und die Zuſatzgrundſchuld
unterliegen denſelben Einreden wie die Hypothek. Die Befugniſſe des
Eigentümers, ſich auf die für ihn gegebenen Härtevorſchriften des
Auf=
wertungsgeſetzes zu berufen, bleiben unberührt.
3. Der öffentliche Glaube des Grundbuchs wird in
den Fällen eingeſchränkt, in denen der Erwerber eines Grundſtüicks das
Eigentum zwar laſtenfrei erworben hat, vorher aber die Hypothek
ab=
gelöſt hat oder für ſeine Rechnung hat ablöſen laſſen.
4. Reſtkaufgeldforderungen, Forderungen aus
Gutsüiberlaſſungsverträgen aus dem Jahre 1921
die bisher nur bis zu 10) Prozent des Goldmarkbetrags, berechnet nach
der Tabelle des Aufwertungsgeſetzes, aufgewertet werden konnten,
können, wenn es zur Vermeidung einer groben Unbilligkeit erfouderlich
iſt, jetzt bis zu 400 Prozent, und wenn ſie aus dem letzten Vierteljahr
1921 herrühren, bis zu 600 Prozent ihres Goldmarkbetrages aufgelvertet
werden. Vorausſetzung iſt ein Antrag des Gläubigers. Die
Antrags=
friſt läuft bis zum 1. Oktober 1927. Zuſtändig iſt die Aufwertungsſtelle,
5. Kann der Gläubiger nachweiſen, daß er ohne ſein Verſchulden
die rechtzeitige Anmeldung des Anſpruchs auf Aufwertung auf Grund
Vorbehalts der Rechte oder kraft Rückwirkung (§ 16 des
Aufverrungs=
geſetzes) verſäumt hat, ſo iſt ihm auf Antrag von der Aufwertungsſtelle
die Wiedereinſetzung in den vorigen Stand zu
bewilli=
gen. Die Friſt für den Antrag läuft bis zum 1. Oktober 1927. Hat
der Antrag Erfolg, ſo wird aber nur die perſönliche
Forde=
rung aufgewertet; eine Aufwertung des dinglichen Rechts findet
nicht ſtatt.
6. Im übrigen bringt der Entwurf noch einige Vorſchriften, die
eine Erleichterung des Grundbuchverkehrs vorſehen.
7. Vergleiche und rechtskräftige Urteile, die
lediglich die in dem neuen Geſetz geregelten Rechtsverhältniſſe geregelt
haben, ſollen der Anwendung der neuen Vorſchriften nicht entgegenſtehen.
8 Auf dem Gebiete der Anleiheablöſung bringt das
Ge=
ſetz die für die Altbeſitzer der Reichsanleihe wichtige Beſtimmung, daß
die Vorzugsrent ſchon bei einem Jahreseinkommen von nicht
mehr als 1000 Mk. (b/her 800 Mk.) gewährt werden ſoll.
— Reichsvereinigung ehem. Kriegsgefangener, Orts= und
Bezirks=
gruppe Darmſtadt. Zu der im kommenden Herbſt geplanten
Ausſtel=
lung haben ſchon viele Kameraden Bilder und dergleichen abgeliefert.
Es fehlen aber in erſter Linie noch die in Gefangenſchaft hergeſtellten
Schnitzarbeiten. Wir wiſſen, daß noch viele Kameraden im Beſitze von
dergleichen Gegenſtänden ſind, wie Blumenvaſen aus Knochen und Holz,
Bilderrahmen, Mandolinen und Geigen, Schmuckkäſten aus Knochen
und Holz, Ringe, die aus engliſchem und franzöſiſchem Geld angefertigt
ind, Lagergeldſcheine, Kunſtſchloſſer= und Schmiedearbeiten, wie
ge=
triebene Vaſen, Streichholzdoſen uſw. Vornehmlich fehlt folgendes: Die
„Stobſiade”, Lagerzeitung des Lagers Stobs near Hawik in
Schott=
land; einige Exemplare ſind ſchon abgegeben wovden, genügt aber nicht.
Wer noch im Beſitze der P.o.W., der P.G.=Kleidung iſt, wird ebenfalls
gebeten, dieſelbe zur Verfügung zu ſtellen. Es fehlen ferner noch
fol=
gende Lageranſichten: Stobs near Hawik, Pattiſhall, Dorcheſter, New
Tyle near Doondee, Ardler, Hafleuee bei Le Havre, der
Arbeitskom=
pagnien von Douai, Bapaune, St. Quentin, Boulogne, Arras, Lille
uſw. Aus ruſſiſchen Lagern fehlen ebenfalls noch ſehr viele Sachen.
Wir bitten hiermit nochmals alle ehem. Kriegsgefangenen ſowie die
Angehörigen verſtorbener Kameraden, alle in ihrem Beſitz befindlichen
Bilder und ſonſtigen Gegenſtände baldigſt auf der Geſchäftsſtelle der
R. E.K., Kamerad Bock, Luiſenſtraße 38, oder bei dem Leiter der
Ver=
anſtaltung, Kamerad Voeglin, Schloßgaſſe 30, und Kamerad
Ex=
ner. Lauteſchlägerſtraße 14, abgeben zu wollen. Auf Wunſch werden
die Gegenſtände auch abgeholt.
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Seite 6
Donnerstag, den 14. Juli 1922
Rummer 193
Die Heſſiſche Krüppelheimbaulotterie
hatte nach der Abrechnung der Heſſiſchen Beamtenbank e. G. m. b. H.
im Darmſtadt vom 1. Juli 1927 folgendes Ergebnis:
Einnahme aus Loſeverkauf uſw. (Stand 30. Juni
1927, Ausſtände nicht eingerechnet) . . . . . . . 226 539,88 Mk.
Ausgaben:
. 50 212,73 Mk.
a) Koſten .
38 876,67 Mk.
b) Reichsſteuer .
18 300,00 Mk. 107 389,40 Mk.
c) Gewinnbeſchaffung . . .
Es wurden ferner für 34 177 Mk. geſtiftete
Ge=
winne ausgegeben, ſo daß ein Reinüberſchuß am
1. Juli 1927 von . . ..
.... . . . 119 141,48 Mk.
verbleibt. Dieſer Ueberſchuß dürfte ſich noch erhöhen, da einige
Be=
träge noch ausſtehen. Leider war ein völliger Ausverkauf der Loſe
in=
folge verſpäteter Zulaſſung der Lotterie ſür das preußiſche Staatsgebiet
nicht zu erreichen. Da aber einſchließlich der bisher geſammelten
Mit=
tel jetzt ein Betrag von 170000 Mk. vorhanden iſt und ſicher dieſem
Fonds noch weitere Mittel zufließen werden, darf mit dem Baubeginn
des Krüppelheims im kommenden Jahr gerechnet werden. Allen, die
mithalfen, das Werk zu fördern und dieſe anſehnliche Summe innerhalb
von zwei Jahren zu ſchaffen, ſei auch an dieſer Stelle herzlichſt gedankt.
— Celly de Rheidt. Zu ihrem Gaſtſpiel am Samstag, Sonntag und
Montag, der 1 17. und 18. Juli, im Orpheum. Das Problem „Kunſt
und SittlichLeit” iſt ſo alt, wie es überhaupt Kunſt= und Moralbegriffe
gibt. Die im klaſſiſchen Altertum herrſchende Anſchauung, daß das
Schöne nie unſittlich ſein könne, gilt auch heute noch, nur mit der
Ein=
ſchränkung, daß ſich die äſthetiſchen Begriffe inzwiſchen gewandelt haben.
Gleichviel: Der Menſch, der Herr und die Krone der Schöpfung, iſt
unverändert geblieben, und ſo wird man, nach dem obigen Grundſatz,
ſowohl dem bildenden Künſtler das Recht zugeſtehen müſſen, ihn, ob
Mann oder Weib, ſo darzuſtellen, wie ihn die Natur geſchaffen, als
auch dem Menſchen ſelbſt, ſich hüillenlos der Oeffentlichkeit zu zeigen
(ſelbſtverſtändlich nur unter der Vorausſetzung, daß der betreffende
Körper den äſthetiſchen Forderungen eines geläuterten Geſchmacks
ent=
ſpricht) und ſoweit es ſich um Selbſtpreisgabe handelt, daß mit ihr
gleichfalls ein künſtleriſcher Zweck verbunden iſt. Einen ſolchen
ver=
folgt unſtreitig der Tanz als, der rhythmiſch bewegte Ausdruck ſeeliſcher
Empfindungen. Eine hervorragende, ja vielleicht die führende
Vertre=
terin dieſes choreographiſchen Gempes bildet die Schönheitstänzerim
Celly de Rheidt. Der ſachliche Ernſt und das rein künſtleriſche Intereſſe,
mit dem die Darbietungen der Meiſterin wie ihrer Schülerinnen vom
geſamten Publikum aufgenommen wevden, beſtätigen das Urteil
nam=
hafter Autoritäten, und auch die Anſicht des großen Kunſtrichters
Leſ=
ſing, der der Nachbildung oder künſtleriſchen Zurſchauſtellung des
hüllen=
loſen menſchlichen Körpers das Wort redete.
— Muſikantengilde. Der nächſte Lichtbilderabend findet am
Frei=
tag, den 15. d. M., abends 8 Uhr, im Gewerbemuſeum ſtatt. Zur
Vor=
führung kommen antike Bildwerke.
— Darmſtädter Gruppe. Wie bereits an dieſer Stelle angekündigt
wurde, war das urſprüngliche Sommerprogramm der Darmſtädter=
Gruppe, eine Heſſiſche Ausſtellung in Florenz, im Austauſch einer
Florentiniſchen Ausſtellung in Darmſtadt, Kunſthalle am Rheintor, Trotz
ſorgſamſter Vorbereitung wurde die florentiniſche Kollektion aus
tech=
niſchen Gründen, zu einer Zeit, als dieſelbe hier ſchon erwartet wurde,
von florentiniſcher Seite abgeſagt und auf den nächſten Sommer 1928
verſchoben. Die Heſſiſche Ausſtellung ſollte auf dortigen Wunſch
den=
noch in Flovenz ſtattfinden. Die Darmſtädter=Gruppe hielt es für
rich=
tin, dieſelbe ebenfalls abzuſagen und auf den nächſten Sommer zu
ver=
ſchieben. An dieſer Stelle veranſtaltet die Darmſtädter=Gruppe wie
alljährlich ihre Ausſtellung in der Kunſthalle am Rheintor, die am
Sonntag, den 17 Juli, vormittags 11½ Uhr, eröffnet wird.
Trotz der knappen Zeit, die verblieb, iſt es gelungen, eine vorzügliche
Ausſtellung zuſammen zu ſtellen.
— Material zur Vefoldungsneuregelung. Die Reden, die
Reichs=
miniſter a. D. Dr. Scholz und Oberſtudiendirektor Dr. Bolle im Mai
auf der Tagung des Reichsbundes der höheren Beamten in Bayreuth
hielten, gaben einen vortrefflichen Einblick in das Beſoldungsproblem
und begründeten vor einem großen Zuhörerkreis, in dem neben den
Be=
amten auch die verſchiedenſten anderen Berufsſtände vertreten waren,
überzeugend die Beſoldungsforderung der höheren Beamtenſchaft auf
Wiederherſtellung des vollen Friedensgehaltes. Sie liegen
jetzt im Druck in einer kleinen Broſchüre zuſammengefaßt vor, die ſoeben
vom Reichsbund der höheren Beamten, Berlin W. 62, herausgegeben
wurde.
Provinzialausſchuß. Zu der Bürgermeiſterwahl in
Sprendlingen: Auf die Berufung des Kreisdirektors des Kreiſes
Offenbach und der Gemeinde Sprendlingen gegen das Urteil des
Kreis=
ausſchuſſes Offenbach vom 23. März 1927 wird dieſes Urteil aufgehoben
und die Stichwahl vom 2. Auguſt 1925 für ungültig
er=
klärt. Die Koſten des Verfahrens trägt der unterliegende Teil,
Bür=
germeiſter Dreieicher.
Tagesordnung zur Sitzung des Provinzialausſchufſes der
Pro=
vinz Starkenburg am Samstag, den 16 Juli, vormittags 9 Uhr=
1. Berufung des Johann Haas XII. zu Viernheim gegen das Urteil
des Kreisausſchuſſes Hexpenheim vom 26. März 1927 wegen
Nichtertei=
lung der Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtſchaft, 2. Berufung
des Konrad Brechtel I. zu Viernheim gegen das Urteil des
Kreis=
ausſchuſſes Heppenheim vom 26. März 1927 wegen Nichterteilung der
Erlaubnis zum Betrieb einer Kaffee= und Weinwirtſchaft. 3. Beſchwerde
der Adam Kredel Wwe. zu Ober=Oſtern gegen den Beſcheid des
Kreisamts Erbach vom 27. April 1927 wegen Feſtſetzung einer
Ord=
nungsſtrafe wegen Verſtoß gegen die Satzung der Müller=
Zwangs=
innung des Kreiſes Erbach. 4. Berufung des Stadtbauinſpektors
Mar=
tin Bonifer gegen das Urteil des Kreisausſchuſſes Darmſtadt vom
14. März 1927 wegen Entlaſſung aus dem ſtädtiſchen Dienſt.
— Polizeibericht. Warnung vor einem Betrüger. Zur
Zeit tritt in verſchiedenen Städten Süddeutſchlands ein reiſender
Be=
trüger auf, der vorwiegend bei Aerzten, aber auch bei anderen
Per=
ſonen vorſpricht und in Abweſenheit derſelben bei dem Perſonal
wert=
loſe Pakete hinterläßt, für die er ſich größere Beträge auszahlen läßt
und damit verſchwindet. — Einbruchsverſuch. Am 12. Juli
gegen 11 Uhr abends verſuchte ein Einbrecher während des Gewitters
durch Hochklettern am Blitzableiter und Telephonkabel, in den zweiten
Stock eines Hauſes in der Viktoriaſtraße einzuſteigen. Ein Bewohner
des fraglichen Stockwerks, der im dunklen Zimmer am geöffneten
Fen=
ſter dem Gewitter zuſah, bemerkte plötzlich unmittelbar neben ſeinem
Fenſter einen Mann en dem Kabel und Blitzableiterdraht hängen. Der
Täter der den Inhaber der Wohnung ebenfalls bemerkt haben muß,
ließ ſich mit katzenartiger Geſchwindigkeit an den Leitungen herab und
verſchwand in der Dunkelheit. — Feſtnahme Entwichener.
Zwei Fürſorgezöglinge, die aus der Anſtalt Gemünd in der Eifel
ent=
wichen waren, wurden ergriffen und in das Stadtkrankenhaus
einge=
liefert.
— Nächſte Dampferabfahrten der Hamburg=Amerika=Linie. Nach
Neſv York: D. Hamburg ab Hamburg am 14. 7., ab Cuxhaven am
15. 7., D. Weſtphalia ab Hamburg am 20. 7., D. Albert Ballin ab
Ham=
burg am 28 7., ab Cuxhaven am 29. 7., D. Reliance ab Hamburg am
29. 7., ab Cuxhaven am 30. 7., D. Thuringia ab Hamburg am 3. 8.,
D. New York ab Hamburg am 4. 8., ab Cuxhaven am 5. 8., D.
Deutich=
land ab Hamburg am 11. 8., ab Cuxhaven am 12. 8. — Nach
Phila=
delphia, Baltimore Norfolk: D. Kiel am 22. 7., D.
Den=
derah am 5. 8., D. Carl Legien am 19. 8. — Nach der Weſtküſte
Nordamerika: L. A. Chriſtenſen am 23. 7., MS. Odenwald am
13. 8., MS. Oſiris am 3. 9. — Nach Cuba: Ein Dampfer am 15. 7.,
ein Dampfer am 15 8., D. Trofa am 15. 9. — Nach Mexiko: D.
Feodoſia am 16. 7., D. Nord=Schleswig am 2. 7., MS. Rio Bravo am
9. 8., D. Weſterwald am 20. 8., D. Schleswig=Holſtein am 1. 9. —
Nach Porto=Rico. Jamaica, Haiti und San Domingo:
D. Kreta am 30. 7., D. Danzig am 20. 8., D. Mexiko am 10. 9. —
Nach Weſtindien=Weſtküſte Zentralamerika: D. Amaſſia
am 12. 7., D. Altmark am 23. 7., D. Rugia am 3. 8., D. Adalia am
13. 8., D. Alda am 24. 8. — Nach der Oſtküſte Südamerika:
D. Liguria am 12. 7., D. General Mitre am 13. 7., D. Hindenburg am
20. 7., D. Baden am 27. 7., D. Harburg am 30. 7.. D. Legien am
3. 8.; D. Holm am 10. 8.; D. Albingia am 13. 8. — Nach der
Weſt=
küſte Südamerika: D. Uruguay am 16. 7.: D. Ammon am 30.
7.: D. Sachſenwald am 10. 8.: D. Rhodopis am 13. 8.: D. Jdarwald
am 27. 8.; D. Heluan am 31. 8 — Nach Niederländiſch=
In=
dien: D. Caſſel am 3. 8.: MS. Rendsburg am 31. 8. — Nach
Auſtralien: D. Hagen am 30. 7.: D. Elmshorn am 31. 8. — Nach
Oſtaſien: D. Saarland am 16. 7.: D. Uarda am 23. 7.: D. Emil
Kirdorf am 30. 7.: D. Scheer am 6. 8.; D. Heſſen am 13. 8.: D.
Haven=
ſtein am 20. 8.; D. Preußen am 27. 8.; MS. Rheinland am
Mach Afrika: D. Toledo am 9. 8. — Hamburg=Rhein
Linie: Wöchentlich ein Dampfer. — Mitgeteilt durch die hieſige
Ver=
tretung: Bankgeſchäft Friedrich Zaun, Luiſenplatz 1.
*Bezirksſchöffengericht.
Wegen fahrläſſiger Tötung und fahrläſſiger Körperverletzung ſind
angeklagt: 1. Kaufmann Alb. Brenner in Aſchaffenburg und 2.
Kraft=
droſchkenbeſitzer Seb. Schmitt daſelbſt.
Die Anklage beſchuldigt jeden der beiden Angeklagten ſelbſtändig,
am 10. April 1927 auf der Kreisſtraße Dieburg—Altheim durch
Fahr=
läſſigkeit den Tod des Kaufmanns Maidhof aus Aſchaffenburg
verur=
ſacht und ferner durch eine und dieſelbe Handlung, durch Fahrläſſigkeit
die Körperverletzung der Elſe Pfeil aus Altheim (dies nur betreffend
Schmitt), des Fritz Beutner aus Aſchaffenburg und des Hans Fürſt von
da verurſacht zu haben.
Schmitt hat nach der Anklage als Halter des Kraftfahrzeuges
vor=
ſätzlich den Brenner, der ſich nicht wit Führerſchein ausweiſen kann,
zur Führung ſeiner Kraftdroſchke ermächtigt. Brenner hat dieſes
Fahr=
zeug geführt, ohne einen Führerſchein zu beſitzen und fuhr hierbei trotz
der ſchlüpferigen Straße mit einer ſolchen Fahrgeſchwindigkeit, daß er
als Führer nicht in der Lage blieb, ſeinen Verpflichtungen Genüge zu
leiſten. Durch dieſes Verhalten wurde durch Anprall an einem Baum
das linke Hinterrad herausgeriſſen, ſo daß der Wagen anprallte,
wo=
durch die Inſaſſen herausgeſchleudert und, wie oben geſagt, getötet bzw.
verletzt wurden. — Drei Sachverſtändige ſind zur Stelle.
Schmitt wurde in Aſchaffenburg am Bahnhof nachmittags von
Bren=
ner zu einer Autotour nach Altheim engagiert, von der man um
6 Uhr abends wieder zurück ſein wollte. Auf der Straße Dieburg—
Altheim (Rückfahrt) ſoll nur mit 35 Km. Geſchwindigkeit gefahren
wor=
dem ſein. Schmitt wollte noch im letzten Moment eingreifen, um Unglück
zu verhüten, da war ſchon der Anprall an den Baum erfolgt. Maidhof
war ſchwer verletzt und ſtarb in Dieburg im Krankenhauſe. Der
Auto=
ſchloſſer Beutner hat einen Oberſchenkelbruch davongetragen; er
bekun=
det, daß das Wetter ſchlecht und die Straße ſchmierig geweſen ſei. Die
gleichfalls verletzte Elſe Pfeil nimmt in zuläſſiger Weiſe den gegen
Bren=
ner geſtellten Strafantrag zurück. — Das Fehlen einer
Schrauben=
mutter am Wagen hatte eine Achſenverſchiebung und weiter das Unglück
zur Folge. Ein erfahrener Führer wäre dieſer Gefahr Herr geworden.
Bei naſſer Straße kommt ein Auto leicht zum Schleudern. Einer der
Sachverſtändigen aus dem Automobilbau beſtreitet, daß ein ſolches
Schleudern hier in Frage ſtehe, die Bremſen ſeien nicht intakt geweſen.
Die Achſe habe ſich bei dem Anprall am Baum noch weiter verſchoben,
Dieſer Sachverſtändige betont, die Bremswirkung ſei beeinträchtigt
ge=
weſen. — Der Staatsanwalt betont, daß eine Beſtrafung wegen
Zu=
widerhandlung gegen das Kraftfahrzeuggeſetz vorliege, zu prüfen ſei
nur, ob der Kauſalzuſammenhang gegeben ſei. Dem Angeklagten
Bren=
ner habe die praktiſche Fahrtausbildung gefehlt, habe er doch nicht ſich
getraut, an der Schupokaſerne in Babenhauſen vorbeizufahren. Es ſei
eine Sonntagsſpritztour nach dem Café Pfeil in Altheim gemacht
wor=
den. Von Altheim habe man noch eine weitere Spritztour nach Groß=
Zimmern und zurück gemacht. Alkohol ſei auch auf der Tour genoſſen
worden, wenn auch in der Verhandlung nur ein beſcheidenes Maß an
Alkohol zugeſtanden worden ſei. Ein nüchterner Fahrer hätte das
Un=
glück zu verhüten verſtanden. Was ſich ereignet habe, ſei auf
Verſchul=
den der Angeklagten zurückzuführen. Wegen der durch Fahrläſſigkeit
verurſachten Tötung und der Körperverletzungen werden je 6 Monate
Gefängnis beantragt. Der Verteidiger des Brenner bittet, den
Kuppelei=
prozeß Pfeil hier beiſeite zu laſſen, der Angeklagte habe von dortigem
kuppleriſchen Treiben nichts gewußt. Habe das Verhaltem des
Bren=
ner am Steuer den Unfall verurſacht? Die Prüfungen der Fahrer
würden nicht gründlich vorgenommen. Wer von den Geprüften kenne
die Konſtruktion? Auch einem gewandten Fahrer hätte dieſes Unglück
paſſieren können. Es wird deshalb um Freiſprechung von der Anklage
der fahrläſſigen Tötung und fahrläſſigen Körperverletzung gebeten.
Das Urteil erkennt wegen Vergehens gegen § 24 des
Kraftfahr=
zeuggeſetzes gegen Brenner auf 4 Wochen, gegen Schmitt auf 6 Wochen
Gefängnis. Ein Verſchulden wegem Tötung und Körperverletzung wurde
verneint angeſichts der widerſprechenden Gutachterausſagen.
— Anläßlich des 18. Deutſchen Bundesſchießens in München vom
9 —24. Juli hat die Jagdwochenſchrift „Der Deutſche Jäger”,
Verlag F. C. Mayer, G.m.b.H., München, Briennerſtraße 9, eine
Son=
dernummer herausgebracht (Einzelpreis 50 Pfg.), deren vierfarbiges
Titelbild einen glücklichen Schützen mit ſeinem eben errungenen
Ehren=
preiſe darſtellt. Den Hintergrund bilden die bekannten Wahrzeichen
der Feſtſtadt: Bavaria und Frauentürme. Der Textteil iſt vor allem
dem Schützenverein gewidmet. Im Leitartikel wird auf die Bedeutung
des Deutſchen Bundesſchießens hingewieſen und dargelegt, daß gerade
der Schießſport in heutiger Zeit gegenüber den anderen Sportarten
erhöhte Daſeinsberechtigung hat. Fritz Druckſeis hat in dichteriſcher
Form den deutſchen Schützen den Gruß der deutſchen Jäger gewidmet
Ueber Weſen und Bedeutung des Schießſports in früherer Zeit und
heute ſchreibt der bekannte Autor auf waffentechniſchem Gebiete Dr.
Konrad Eilers. Gerade dieſer Beitrag iſt mit reichen, zum Teil bisher
unveröffentlichten Illuſtrationen alter Scheiben und Schützenuniforwen
verſehen. Nachdem der Kleinkaliberſchießſport überall Anhänger
gefun=
de hat, wird ſolchen der Artikel üüber Kleinkaliberſchießſtände mit
ent=
ſprechenden Abbildungen willkommen ſein. Ueber die Verwendung der
Nöntgenſtrahlen bei der Waffentechnik ſchreibt Oberbaurat Nild Buer.
Necht hübſch ſind die Erinnerungen eines Jägers, in denen allerdings
nur Pechtage genannt werden. Das jagdliche Allerlei erfaßt wie immer
jagdliche Begebenheiten in den verſchiedenen deutſchen Staaten und
bringt intereſſante Illuſtrationen. Im unterhaltenden Teil findet ſich
neben der Fortſetzung eines intereſſanten Kriminalromans eine launige
Humoreske, die ein Schützenfeſt zum Gegenſtand hat. Den Schluß des
umfangreichen Heftes bildet die Spalte „Am Jägertiſch” in der gute
Witze geſammelt ſind. Naturgemäß iſt das Heft als Sondernummer
verſchwenderiſch illuſtriert.
Kunſknotizen.
Ueber Werſe, Künſſler oder fünffleriſche Veranſitaltungen, deren im Nachſichenden Urechn
geſchieht, behdit ſich die Redartion ihr Urtell vor
— Palaſt==Lichtſpiele: „Liebesfeuer”. Was dieſen
Film in höhere künſtleriſche Sphäre hebt, iſt die ganze Art der
Inſze=
nierung und die beinahe vollendete Darſtellung. Liane Haid iſt hier
zum erſten Male vollwertige, wirklich lobenswerte Künſtlerin. Sie
fand endlich den Regiſſeur, den ſie braucht, und die Rolle, die ihr liegt,
und ſo trägt ſie, gewiſſermaßen getragen von ihrem Regiſſeur, das
Stück zum Erfolg, wobei ihr Alfons Fryland, Walter Rilla und vor
allen Dingen Paul Biensfeldt, helfen. Das Ganze übera;s ſehenswert
und der Typ des guten deutſchen Spielfilms, der das Publikum erfreut.
— Die Dame im Autol”, Larry Semon begibt ſich in ſeinen
Stücken als Schauſpieler in die gewagteſten und gefährlichſten
Situ=
ationen. Im Firſt National Film der Ufa „Die Dame im Auto” zum
Beiſpiel muß er einen Schnellzug im Auto verfolgen und haarſcharf
vor dem in voller Fahrt dahineilenden Zug mit ſeinem Wagen die
Schienen kreuzen. Dieſe Aufnahmen ſind keineswegs geſtellt Sie
wer=
den auch nicht in einem langſamen Tempo aufgenommen, ſondern in
einer Geſchlvindigkeit von 40—50 Kilometer in der Stunde. Der an
Situatioskomik überreiche und nur amſante Handlungen bietende
Film „Die Dame im Auto” läuft nur noch heute und morgen in den
Palaſt=Lichtſpielen.
Lokale Veranſtaltungen.
Die bierunter erſcheinenden Notigen ſind andſchileflich als Hinwelſe auf Anzeigen zu beiradhten.
in keinem Faſſe irgendwie als Beſprechung oder Kritik.
— Alt=Darmſtadt. Vereinigung für Ortsgeſchichte und
Heimatkunde. Samstag nachmittag: Gang nach Kranichſtein.
Beſichti=
gung des Schloſſes und der Sammlungen. Treffen halb 4 Uhr an der
Odenwaldbrücke, 4 Uhr Hirſchköpfe.
— Lützower! An die Zuſammenkunft am Sonntag, 17. Juli,
vormittags 10 Uhr, in der Brauerei „Zum Anker” wird hiermit
hin=
gewieſen.
— Auf den Torten=Garnier=Kurſus mit Back= und
prak=
tiſchen Vorführungen im Fürſtenſaal morgen nachmittag halb 3 Uhr
und abends 8 Uhr ſei an diefer Steile aufmerkſam gemacht. (S. Anz.)
Aus den Parteien.
— Jugendgruppe der Deutſchen Volkspartei.
Wir verweifen auf das am Samstag, den 16. Juli, abends 8 Uhr, im
Saale des „Perkeo” ſtattfindende Stiftungsfeſt. Die Mitglieder der
Ortsgruppe der D.V.P. ſowie Freunde der Jugendgruppe ſind
herz=
lichſt eingeladen.
Tageskalender für Donnerstag, den 13. Juli 1927.
Heſſ. Landestheater Großes Haus: Geſchloſſen. — Kleines
Haus, abends 8 Uhr: „Der Graf von Luxemburg.” — Orpheum,
abends 8 Uhr: „Die vertagte Nacht.” — Konzerte: Schloßkaffee,
Hotel=Reſt., Schmitz, Café Rheingold, Park=Kaffee=Reſtaurant, Hotel=
Laffee=Reſtaurant Waldſchlüßchen. — Theaterſaal Verkeo,
Aleranderſtraße 12—14, abends 8 Uhr: Thüringer Volksſän=
Kinovorſtellungen: Union=, Reſidenz=Theater, Palaſt=
Licht=
ſpiele.
Aus Heſſen.
* Zur Bürgermeiſterfrage in Eberſiadi.
Wie in Nr. 152 dieſer Zeitung vom 13. Juni 1927 bereits berichtet
worden iſt, hat in Sachen Klage des Karl Göhringer u. Konſ. in
Eber=
ſtadt gegen den Gemeinderatsbeſchluß der Gemeinde Eberſtadt vom
16. Auguſt 1926 wegen Anſtellung eines Berufsbürgermeiſters der Heſſ.
Verwaltungsgerichtshof in ſeiner Sitzung vom 11. Juni 1927 die
Reor=
ſion gegen das Erkenntnis des Provinzialausſchuſſes der Provinz Star.
kemburg vom 22. Januar 1927 unter Belaſtung der Rewiſionskläger mi:
den Koſten der Reviſionsinſtanz zurückgewieſen.
In der Begründung des inzwiſchen eingegangenen ſchriftlichen Uv
teils iſt einleitend darauf hingewieſen, daß die Rewiſion an ſich zuläſſig.
auch form= und friſtgereht eingelegt, aber nicht begrundet iſt. Sodann;
iſt ausgeführt:
1. Schon vor dem Erlaß der Verwaltungsgeſetze von 1911 hatte:
ſich auf Grund der 1874er Geſetze eine konſtante Rechtſprechung der
Ver=
waltungsgerichte, insboſondere des Verwaltungsgerichtshofs dahin
gebil=
der, daß die in dem Art. 35 LGO. von 1874 (Art. 120 StO.) in
Verbin=
dung mit Art 43, III. 4 K, u. PO. zugelaſſene Beſchwerde gegen
Be=
ſchlüſſe der Gemeinde=(Stadt=)vertretung nicht die Bedeutung habe, daß
auf Grund dieſer Beſtimmungen eine Anfechtung dieſer Beſchlüſſe
ſchlechthin zuläſſig ſei. Es wurde vielmehr von der Rechtſprechung —
abgeſehen von den Fällen, in denen das Geſetz den Beteiligten ein
Be=
ſchwerderecht ausdrucklich zu= oder aberkannte — das Beſchwerderecht:
auf die Fälle beſ hränkt, in denen der Kläger durch den Beſchluß „
be=
ſchwert” war, weil ſeine „Prihatcechtsſphäre durch den Beſchluß
unmit=
telbar berührt” wurde, er alſo „zur Sache aktiv legimitiert” erſchien,
und es wurde weiterhin auch in den Fällen unmittelbarer Beteiligung;
der Inkereſſen des Einzelnen an dem Inhalt des Beſchluſſes anerkannt.
daß da3 Beſchwerderelt des Einzelnen ſeine Begrenzung finde durch
das öffentliche Intereſſe. Wo der Beſchluß gleichzeitig das letztere
be=
rührte, wurde dem Einzelnen trotz ſeines eigenen perfönlichen Intereſſes
die ſelbſtändige Befugnis der Anfechtung verſagt und ihm lediglich
übeu=
laſſen, durch Umgehen der Gemeindeaufſichtsbehörde zu verſuchen, eine
Aenderung des Beſchluſſes herbeizuführen.
Dieſe Rechtsauffaſſung iſt bewußt in die Geſetze von 1911
übernom=
men worden, wenn ſie auch in dem Wortlaut der einſchlägigen Artikel",
— 98 StO. und 98 LGO. — einen entſpreckuenden Ausdruck niht
ge=
funden hat. Daß ſie dem Willen der geſetzgebenden Faktoren —
Regie=
rung und Landtag — entſpricht, iſt von dem Vorderrichter zutreffend
dargeſtellt und durch die Ausfjhrungen des Vertreters des
Staats=
intereſſes, wie oben angeführt, ergänzt worden. Schon in dem nich
verabſchiedeten Entwurf des Abänderungsgeſetzes von 1891 hatte die Re
gierung der Rechtſprechung dadurch Ausdruck verleihen wollen, daß ſi.
vorſah, daß zur Erhebung der Beſchwerde nur der berehtigt ſein ſolle,
deſſen Intereſſe, ſei es eigenes oder das eines Angehörigen, verletzt iſt.
Der Ausſchuß der 2. Kammer hatte dazu den Ausdruck „Intereſſe” durch
das Wort „Privatintereſſe” weiten eigeſchränkt. In dem Entwurf der
Landgemeindeordnung von 1911, Art. 103, Abſ. 2, war die gleiche
Be=
ſtimmung vorgeſehen. Der Ausſchuß ſtrich ſie mit der Begründung, daß
er glaube, in dieſem Geſetzentwurf lediglich formelle Vorſchriften treffen
zu ſollen. In der Faſſung des Ausſchußberichts nahm der Landtag
dieſe Beſtimmung widerſpruchslos an.
Daß es ſih in dem zur Entſcheidung ſtehenden Falle lediglich um
ein öffentliches, um ein allgemeines Gemeindeintereſſe handelt,
dem=
gegenüber von einer „Beſchwer” eines Einzelnen, der in ſeiner
Privat=
rechtsſphäre verletzt iſt, nicht geſprochen werden kann, hat der
Vorderrich=
ter zutreffend dargelegt.
2. Nach dem Ausgeführten iſt die erhobene Klage unzuläſſig. Aber
wollt man auch mit dem Vertreter der Neviſionskläger annehwen,
daß die Klage an ſich nach Art. 98 LGO. zuläſſig ſei, mußte ihre
Un=
zuläſſigkeit aus dem Grunde ausgeſprochen werden, daß die Anfechtung
eines Gemeinderatsbeſch uſſes dann ausgeſchloſſen iſt, wenn der Beſchluß
zu ſeiner Re’nzwirkſamkeit der Genehmigung einer Aufſichtsbehörde
bedarf. Wo ein Beſchluß der Gemeindevertretung aus Gründen des
Effentlichen Intereſſes der Nachprüfung einer Aufſichtsbehörde
under=
liegt, ſteht dieſer die Entſcheidung etwa vorgebrachter Einwendungen zu
und iſt daher für ein Verwaltungsſtreitverfahren kein Raum. Dem
Einzelnen iſt dann nur die Möglichkeit gegeben, ſich an die
Aufſichts=
behorde zu wenden und zu verſuchen, durch das Gewicht der von ihm
vorgebrachten Gründe die Entſchließung der Behörde zu beeinfluſſen.
Nach Art. 88 in Verbindung mit Arr. 15 LGO. „bedarf der Beſchluß”
auf Einführung des beſoldeten Bürgermeiſters aber „der Genehmigung
des Miniſteriums des Innern”
3. Die Reviſion war ſomit, ohne daß es eines Eingehens auf ihre
materiellrechtlicher Begründung bedurft hätte, wegen formellen
Unzu=
läſſigkeit der Klage zurückzuweiſen.
Arheilgen, 12. Juli. Rheinfahrt. Der Ausflug, den die
oberen Jahrgänge unſerer Schule mit ihren Lehrern und Angehörigen
geſtern nach dem Rhein unternahmen, verlief in der ſchönſten Weiſe.
Von dem Bahnhof Kranichſtein aus ging es früh um 6 Uhr mit
Sonder=
zug nach Mainz=Süid und dann mit einem Dampfer nebſt Beiſchiff bis
Rüdesheim. Es folgte ein Beſuch des Nationaldenkmals auf dem
Niederwald und dann ging es hinab nach Aßmannshauſen, wo die
Schiffe wieder die Ausflügler aufnahmen und bis St. Goar brachten.
Hier wurde gedreht und ging dann die Fahrt ungeſtört zurück nach
Maiuz und mit der Bahn wieder nach Kranichſtein. Weit über 700
Tei=
nehmer hatten teilgenommen und die ſtets wechſelnden Gemälde
unſe=
res herrlichen Rheinſtromes an ſich vorübergleiten laſſen. Gewiß haben
die Kinder tiefe Eindrücke bekommen und wird ihnen die Fahrt
zeiſ=
lebens in Erinnerung bleiben. Am kommenden Samstag beginnen hiek
die Sommerferien, für die drei Wochen vorgeſehen ſind. Der
Unter=
richt wird am 8. Anguſt zur geivohnren Stunde wieder ſeinen Anfang
nehmen. Gegenwärtig wird hier klaſſenweiſe die Wahl der Elternbeirate
vorgenommen.
* Erzhauſen, 13. Juli. Die Heſſiſche Wanderausſtellung für
Ge=
ſundheitspflege und ſoziale Fürſorge bereiſt zurzeit den Kreis
Darm=
ſtadt. Bis einſchließlich Donnerstag, den 14. ds. Mts., befindet ſich die
Ausſtellug in Wixhauſen. Die Ausſtellung iſt täglich von 7—11 Uhr
abends geöffnet. Geſchloſſene Führungen ſind jeweils um ½8 Uhr und
um 9 Uhr. Niemand unſerer Geweindemitglieder ſollte verſäumen, die
Ausſtellung zu beſichtigen, da eine Reihe von Volkskrankheiten und ihre
Verhütung gezeigt werden. Auch iſt der Aufbau der Ausſtellung in
ſeiner feinen Form ſo anſprechend, daß ein ſtarker Beſuch zu
empfen=
len iſt.
* Eberſtadt, 13. Juli. Zeltmiſſion. Die Anweſenheit der
Zelt=Volksmiſſion, die auf dem Marktplatz ihr Heim aufgeſchlagen
hatte, hielt am Dienstag abend ihre Schlußfeier ab, in deren Verlaul
u. a. Prediger Neuber und Ortspfarrer Paul ſprachen. Chöre um
rahmten den Abend. Durchſchnittlich waren die Veranſtaltungen der
Zeltmiſſion gut beſucht. Auch aus dem Ried, ſelbſt bis aus Hahn und
Eſchollbrücken, waren Sonntags Zuhörer erſchienen. — Lieferung*
vergebung. Die Bürgermeiſterei ſchreibt gegenwärtig die Lieſe
rungsvergebung von Waſſerleitungsgegenſtänden zur Herſtellung eine
Waſſerleitung in der Oberſtraße, die Lieferung von einer großen 20
zahl Feuerwehrſchläuchem beſter Qualität und von 61 Weſſermeſſern
für das Gemeindewaſſerwerk aus. Die Angebote ſind bis ſpäteſten=
18. Juli einzureichen.
* Pfungſtadt, 13. Juli. Geburtstagsfeiern. Die
Geburts=
tagsfeiern der 60=Jährigen und 40=Jährigen nahmen einen guten Pe‟
lauf. Die 60=Jährigen kamen im „Rheiniſchen Hof” bei Koch und oie
40=Jährigen im Gaſthaus „Union” bei Gandenberger zuſammen. Wie
ſtark das Intereſſe an derartigen Geburtstagsfeiern unter den ältel”
Klaſſenkameraden iſt, beweiſt die Tatſache, daß von auswärts Mei
Altersgenoſſen und Kameradinnen eingetroffen waren, um die Le
burtstagsfeiern gemeinſam zu begehen. — Darlehen. Ein von
kommunalen Landesbank in Darmſtadt im Jahre 1926 an die Geme‟
Pfungſtadt gegebenes kurzfriſtiges Darlehen in Höhe von 45 000 M2
iſt auf ein für drei Jahre feſtes Darlehen mit den gleichen Zinsſaße
wie ſie damals für das kurzfriſtige Darlehen galten, umgewandelt wo.
den. — Die Aufwertungsangelegenheiten über die AP
findung zwiſchen Gemeinde und Kirche nach dem Kriege ſind imil
noch nicht zum Abſchluß gekommen. Die ganze Angelegenheit wi”
vorausſichtlich demnächſt die Aufwertungsſtelle des Amtsgerichts II.!"
Darmſtadt beſchäftigen. — Feuerwehrübnng. Am kommeno”
Sonntag, vormittags um ½7 Uhr, findet eine Uebung der Freiwillig”‟
und Pflicht=Feuerwehr Pfungſtadts ſtatt. — Der Schützenvere!"
Pfungſtadt hat jetzt die Uebungsſtunden im Kleinkaliberſchieß‟
aufgenommen. — In den Rhein gefallen. Bei einem
Sonntag ſtattgefundenen Vereinsausflug an den Rhein fiel beim 2e
ſteigen des Schiffes in Rüdesheim ein Einwohner aus Pfungſtadr, b
von einem Nachen in einen anderen laufen wollte, in den Rhein. S.
konnte glicklich rweiſe bald wieder geborgen werden. Seine Kleile”
wurden an der Schiffsmaſchine getrocknct.
* Hohn bei Pfungſtadt, 13. Juli. Geſchäftsjubiläum=
Schreinermeiſter Wilbelm Strack konnte Mitte dieſer Woche ſem 2
jähriges Geſchäftsjubiläum begehen.
Nummer 193
Veranſialtungen zur Stadion=Einweihung
in Michelſiadt am 17. Juli.
ſrrenbläſer aus der Kapelle der Freiw. Feuerwehr ein Weckruf ge= Saugfohlen 200—300 Mk. Die Prämiierung ſchuf viel fröhliche
Uhr an verſthiedenen Plätzen der Stadt. Die aktwen Sportler des erſten ſeien hier genannt: Pferde Mutterſtuten mit mehreren
: ereins für Leibesübungen und des Turnvereins e. V. Michelſtadt
tweffen gegen 9 Uhr im Sternlauf am Marktplatz ein.
ſhehen nunmehr auh feſt. Es beteiligen ſich an ihnen der Schwimmklub Reinheim, 40 Mk.; zweijährige Fohlen: Leonh. Kredel, Etzean, 35 Mk.;
„Bungdeutſchland‟ Darmſtadt, deg Schwimmverein 1896 Offenbach e. V.
uind die freie Waſſerſportvereinigung „Möwe” Mannheim. Man hört,
da ß insbeſondere Männerbruſtſchwimmen, Frauenbruſtſtaffetie,
Männer=
longenſtaffette, Männer=Freiſtilſchwimmen, Waſſerballipiele, Kunſtſprünge
urd ander= intereſſante Vorführungen geboten werden ſollen. Die
ſarwimmſportlichen Veranſtaitungen beginnen vormittags 9,30 Uhr und
du uern bis 11 Uhr an, ſie werden am Nachmittag fortgeſetzt.
Um 10 Uhr werden 2 Klaſſen der Stadtſchule zu einem
Stafet=
nlauf nach dem Stadion antreten. Von 10,30 Uhr bis 11 Uhr
vard auf großen Naſen des Stadions ein Damenſchmuckreigen
ussgeführt, am dem ſich die Damen des Radfahrervereins 1902 und des
ſadfahrerklubs „Teutonia”, beide zu Michelſtadt, betoiligen. Nach der
Uiittagspauſe ſetzt ſich um 1 Uhr ein Werbezug der Spostler
mrch die Stadt nach dem Stadion in Bewegung. An demſelben
wer=
ſarn ſich die aktiven Mannſchaften des Turnvereins, des Vereins für
Aufbesübungen, der Freien Turnerſchaft, des Radfahrervereins 1902,
e8 Radfahrervereins Teutonia und der freien Athletenvereinigung in
Muichelſtadt beteiligen; vorausſichlih auch eine größere Zahl
auswär=
iner Sportler. Von einem Feſtzug unter Teilnahme anderer, nicht
piertausübender Vereine wird abgeſehen. Nach dem Eintreffen des
ſerbezuges im Stadion konzertiert die verſtärkte Kapelle der Freiw.
Fuuerwehr bis 14 Uhr, alsdann beginnen wieder die ſchon oben erwähn=
— ſchwimmſportli en Vorführungen, nur mit neuen Darbietungen.
Auf dem Naſen wird ſich in der Zwiſchenzeit ein 24er
Radrei=
an ausgeführt vom Radfahrerverein 1902 Michelſtadt, entwickeln.
fur Anſchluß daran findet ein Raſenradballſpiel ſtatt, zu dem
c. die Radballmannſchaften des Radfahrvereins „Germania Frankfurt
„UM.” (früherer Deutſche= Meiſter) und des Nadfahrvereins 1902 ſtellen.
ichtathletiſche Vorführungen bringen die betreffenden kenberg halten. Gs regnete in Strömen und der Blitz ſchlug in die
I xeilungen des Sportvereins 1898 Darmſtadt, des Offenbacher
Fußball=
luchs „Kickers” 1901 e. V. und des Turnvereins Michelſtadt e. V.
Nach den offiziellen Reden und Begrüßungen wird um 16.30 Uhr
n” mit Spannung erwartete große Werbefußballſpiel zwiſchen dem
vor=
ihwigen Deutſchen Meiſter, Spielvereinigung Fürth und dem
Bezirks=
u ſter, Fußballſportverein Frankfurt a. M. beginnen. Um 20 Uhr
it— ein allgemeines Abendkonzert ein, das mit einem Brillantfeuerwverk
u gufter Witterung ſeinen Abſhluß finden wird.
2i die Anlage in erſter Linie auch für die Jugend beſtimmt iſt, man, daß man das umſichgreifende Feuer unbedingt bekämpfen konnte.
iei am Einweihungstag etugs zu kurz kommt, veranſtaltet das Stadion
m. darauffolgenden Montag von 14 Uhr ab ein allgemeines Jugend= lange Reihe wurde gebildet, und man entnahm das Waſſer aus dem
eſt, an dem ſiherlich auch zahlreiche Erwachſene teilnehmen werden. Gumpener See, den die Gemeindeverwaltung erſt kürzlich inſtand ſetzen
laFh allem Anſhein wird der Beſuch der Sportwerbeſpiele bei der ließ. Ueber 500 Meter wurde nun das Waſſer mit den bekannten
Feuer=
t dion=Einweihung ein überaus ſtarker werden.
Donnerstag, den 14. Juli 1927
Seite 7
* Nieder=Ramſtadt, 13. Juli. Den Bemühungen der hieſigen
Orts=
rupppe des Odenwaldklubs iſt es gelungen, bei der Reichsbahndirektion
Nä inz weitere Sonntagsrückfahrkarten 3. und 4. Klaſſe zum ermäßigten
ſpi iſe nach Darmſtadt=Hauptbahnhof, Frankfurt a. M.=Hauptbahnhof
Reinheim zu erwirken. Es iſt ſomit erreicht worden, daß man von
gonhof Nieder=Ramſtadt=Traiſa auf Sonntagsrückfahrkarten mit
Zakterlöſung in Darmſtadt=Hpt. und Frankfurt a. M.=Hpt. nach der
en gſtraße, dem Rhein und Taunus reiſen kann. Die Ortsgruppe hofft,
rfl von dem reiſenden Publikum reichlich Gebrauch gemacht wird.
I B. Dieburg, 12. Juli. Die hieſige Ortsgruppe des Odenwald=
) bs beging bei Gelegenheit eines geſelligen Abends im „Mainzer
U die Feier der Weihe ihres Wimpels. Als Gäſte zu dem
burnd erſchien die benachbarte Ortsgruppe Babenhauſen und ein Ver=
Eter des Odenwaldklubs Darmſtadt. Die Klampfenkepelle der
Baben=
ifer Ortsgruppe verſchönte den Abend weſentlich durch flotte,
klang=
fwrie und ſichere Vorträge einer Anzahl Muſikſtücke, die verdienten
em all fanden. Der Vorſitzende des Odenwaldklubs Dieburg, Herr
m=Sgerichtsrat Becker, begrüßte die Erſchienenen, insbeſondere die
rarvärtigen Gäſte dankte den Mitgliedern des Odenwaldklubs, die
anch reiche freiwillige Spenden die Beſchaffung des Wimpels
ermög=
hl. haben, beſonders auch dem Klubmitglied, Herrn Maler Emil
Hü=
eun, der nach der Idee des Vorſitzenden den Eutwurf zu der Fahne
ſcwaffen hat. Dieſe zeigt in rotem Samt und weißer Seide die
heſſi=
an Laudesfarben und in Stickerei das Wappen der Stadt Dieburg,
n3 Heiligen Martinus, den römiſchen Ritter, der von ſeinem Roß herab
m. Armen ſeinen Mautel teilt. Der Entwurf iſt künſtleriſch ſchön
ge=
ngren. Die Ausführung übernahm die Bonner Fahnenfabrik. Der
orſſitzendo gedaclte des alten deutſchen Symbols der Fahne — der
Wim=
lzüſt auch nach mittelalterlichen Vorbildern entworfen — und erinnerte
rurn, daß die Fahn= ein Symbol, der Zuſamengehörigkeit iſt und
a2 darauf hin, daß die neue Fahne, die Zuſammengehörigkeit des
damwaldtlubs mit der heſſiſchen Heimat und der Heimatſtadt Dieburg
tamt, mit einem „Friſchauf” auf Heimatland und Heimatſtadt
eßend. Herr Gewerbelehrer Schepp, der Vorſitzende des
Oden=
alloklubs Vabenhaufen, dankte der feſtgebenden Ortsgruppe für die
unadung und den Empfang, ſprach von der gemeinſamen Arbeit aller
Sgruppen und widmete dem deutſchen Vaterland ein „Friſchauf”,
onauf das Deutſchlandlied erklang. Herr Lehrer Salomon von
znauſtadt ſprach, ſeine Preude aus, wieder einmal im Kroffe des
Die=
tmrer Klubs ein Odenwald: ubfeſt mitzubegehen und weilte dem
Oden=
allo ſein „Friſckauf‟. Der übrige Teil der Veranſtaltung war der
Ge=
lugkeit vorbehalten; die Babenhäuſer hatten ihr eigenes Tanzorceſter
ai zkapelle) mitgebracht, das unermüdlich zum Valle ſpielte, bis die
bls Zeiſtunde das Feſt beendete.
** Groß=Umſtadt, 13. Juli. Wer den Schaden hat, braucht für den
paſtt nicht zu ſorgen. Fuhr dieſer Tage ein jugendlicher Nadfahrer
t einem Ballon Teer durch die Straße. Durch die ungewohnte Laſt
huudert, kam er zu Fall, der Ballom zerbrach und der ſchwarze,
an=
närliche Inhalt ergoß ſich auf einen Paſſanten. Kleider, Geſicht und
ſnche waren beſpritzt, und das ſo beſtürzte Geſickt des alſo Bemalten
wü ckte die Heiterkeit der Umſtehenden. — Schlimmere Folgen hätte
rmnderer Unfall haben können. Ein mit Sühlen beladener Wagen
rülzt durch Rückwärtshufen in den ziemlich tiefen und z. Zt. recht
lummigen Stadtgraben. Das Pford wurde rücklings mitgeriſſen und
ui in den Graben zu liegen. Beherzten Männern gelang es jedoch,
chi vieler Mühe das arme Tier aus ſeiner qualvollen Lage zu
be=
ſam. Es kam ohne Schaden davon und ertrug die nachfolgende
Rei=
gwmg mit ſichtlichem Wohlbehagen. — Einen bedauerlichen Unfall erlitt
IDdenwaldklubler, der ſich am verfloſſenen Sonntag an einem
Aus=
au an den Rhein beteiligte. St. Goar war das Ziel. Da hier gerade
rrößeres Feſt abgehalten wurde, erging man ſich ctwas auf dem
Feſt=
zus. In einer Schießbude wurde anſcheinend mit regelrechter Munition
ſchwſſen. Durch unvorſichtige Handhabung eines Gewehres ging ein
uäß vorzeitig los, und ein Herr des Odenwaldklubs fühlt einen Schlag
Bein. Der ſofort herbeigerufene Arzt konnte die Kugel nicht
ent=
uaen, da ſie zu tief ſaß. So mußte der Verletzte unter heftigen
hunerzen die Heimreiſe antreten. — Schwimmfeſt. Am Sonntag
urnee unter Leitung des Herrn Gießmann, Bezirksleiter des Bezirkes
iumſtadt im Deitſchen Schwimmverband, das diesjährige Bezirksfeſt
unſerem Schwimmbade abgehalten. Die Wettkämpfe, die in erſter
uu: den Knaben, der Jugend und den Junioren vorbehalten blieben,
um äußerſt ſpannend. Neigenſchwimmen, Figurenlegen und
Waſſer=
iwviele fanden lebhaftes Intereſſe, ebenſo auch die Vorführungen des
liezeiſportvereins auf dem Gebiete des Nettungsweſens. Beſonders
ili vertreten waren die Darmſtädter Vereine „Jungdeutſchland” und
En2 zu verzeichmen.
m. Beerfelden, 13. Juli. Dem Bericht über den großen Pferde=,
Fohlen=, Zuchtvieh=, Schweine= und Ziegenmarkt ſei
noch einiges hinzugefügt. Die Landwirtſchaftskammer war außer den
ſchon genannten Herren noch vertreten durch die Herven Generalſekretär
Dr. Nohtert und Dr. Noß und Inſpektor Schreiber. Handel und Ver=
Ueher das Programm zur Stadion=Einweihung werden nun kauf in Pferden und Vieh gingen flott vonſtatten, 60—70 Prozent des
genauere Mitteilungen bekunnt. Vormittags 3 Uhr wird durch Far= Beſtandes wurden umgeſetzt Gebrauchspferde galten 700—1150 Mk.,
bracht. Die Geſamtkapelle konzertiert alsdann in der Zeit von 8 bs. Gemüter, denn im ganzen wurden zirka 180 Preiſe ausgegeben. Die
Nachkommen) Gg. Kaiſer, Airlenbach, 50 Mk.; Mutterſtuten mit
Saug=
fohlen Ludwig Siefert, Airlenbach, 50 Mk.; Gg. Ph. Buxmann, Rein=
Die ſchwimmſportlichen Veranſtaltungen im Stadion heim, 50 Mk.; Gg. Bertheloth 4., Hahn, 40 Mk.; Gg. Ph. Buxmann,
Ad. Siefert, Airlenbach, 35 Mk.; Händlerpferde: L. Haas, Höchſt
iD., 50 Mk.; Gebr. Marx, König i. O., 50 Mk.:; Rindvieh: Züchter=
Bullen (Heſſ. Fleckvieh) Adam Siefert, Airlenbach, 40 Mk.; (Odenwälder
Rotvieh) Gg. Kaiſer, Airlenbach, 40 Mk.; Händler=Bullen,
Brenner, Kirſtätterhof, 40 Mk.; Kühe mit 3 u mehr Kälbern: Wilh.
Michel, Beerfelden, 40 Mk.; Joh. Ad. Siefert 2., Airlenbach, 40 Mk.;
Kühe bis 2 Kälber (Heſſ. Fleckvieh): Wilh. Michel 3., Beerfelden, 40 Mk.
s. Beerfelden, 13. Juli. Tödlicher Unglücksfall. Auf dem
Nachhauſeweg nach Sensbach ſcheuten vorgeſtern, ſchon im Ort
ange=
langt, die Pferde eines Spazierwagens durch ein Auto. Dabei wurde
das Fuhrwerk gegen eine Telegraphenſtange geſchleudert; hierbei wurde
ein Kind getötet. Der Landwirt John erlitt ſo ſchwere innere
Ver=
letzungen, daß er denſelben im Laufe der Nacht erlag. Weitere
Fahr=
genoſſen erlitten Arm= und Schlüſſelbeinbruch. Den Betroffenen bzw.
ihren Hinterbliebenen wendet ſich allgemeine Teilnahme zu.
* Hirſchhorn, 13. Juli. Waſſerſtand des Neckars. Am
12. Juli 0,95 Meter, am 13. Juli 1,12 Meter.
* Waldmichelbach, 13. Juli. Die Stelle eines
Feuerviſi=
tators für den Bezirk Waldmichelbach ſoll neu beſetzt werden. Zu
dieſem Bezirk gehören etwa 20 Ortſchaften der Umgebung. Der Ort
des Wohnſitzes kommt dabei nicht in Betracht. Solche Bewerber die
das Mauerhandwerk erlernt haben und dieſes ſelbſtändig betreiben,
erhalten den Vorzug. Selbſtgeſchriebene Geſuche ſind bis zum 15. d3.
Mts. beim Kreisamt Heppenheim einzureichen.
N Lindenfels, 13. Juli. Feueralarm. Seit vielen Jahren
er=
tönte geſtern abend nach 21.00 Uhr der Ruf „Feuer!” Mehrere
Ge=
witter hatten ſich unverhofft zuſammengezogen und blieben am
Schen=
vollgefüllte Scheune des Landwirts Johs. Dietrich ein. Die Hausleute
beobachteten zuerſt ein kleines Flämmchen, dann aber brannte die
Scheue lichterloh. Die Hausbewohner und andere hilfsbereite Leute
hatten bereits die Pferde, Kühe und Schweine in Sicherheit gebracht.
Um 21.25 Uhr traten die Schlauchleitungen der Feuerwehr in Tätigkeit.
Es galt vor allem, die angebauten neuen Häuſer zu retten und das
Feuer auf ſeinen Herd zu beſchränken. Nach weiteren zehn Minuten
kam die große Feuerwehrleiter an; dieſe wurde durch einen
aufgeweich=
ten Kartoffelacker geſchleppt, bis nahe an die Brandſtelle. Nun wußte
Jedoch die Waſſermengen aus den Leitungen reichten nicht aus. Eine
eimern und ſonſtigen Eimern dem Pumpwerk zugeführt, das eine
größere Wirkung erreichte, als der Waſſerdruck aus dem Leitungen.
Der Himmel meinte es auch gut, demm er ließ ſeine Schleußen alle
öffnen und ſandte Waſſer, als wem ein kleiner Wolkenbruch fiele.
Gegen B.00 Uhr war die Hauptarbeit geleiſtet. Die Nebengebäude
waren gerettet und die maſſiv gebaute Scheuer mit dem ausgebrannten
Teil iſt wie ein Wunder leidlich erhalten. Die Heuvorräte, 10—15
Wagen voll, ſind leider vernichtet.
* Heppenheim a. d. B. 12. Juli. Ehrenmal. Am Sonntag
abend fand bei günſtiger Witterung im Garten des Hotels „Halber
Mond” ein Konzert zugunſten des Grundſtocks für Errichtung eimes
Ehrenmals für die Gefallenen der Stadt Heppenheim ſtatt. Das Konzert,
welches in allen ſeinen Teilen gut ausgeführt wurde, war von dem
Orcheſterverein Heppenheim, dem Männergeſangverein 1843, dem
Sängerquartett, dem Sängerbund, dem Geſangverein Frohſinn und
Herrn Wilhelm Franke veranſtaltet worden, und wies einen guten
Be=
ſuch auf. Beſondern Beifall fanden die beiden Maſſenchöre. „Die
Himmel rühmen des Ewigen Ehre” von Beethoven und „O Heimat”
von Wengert. Dem Konzert ſchloß ſich eine Fackelpolonäſe und Tanz
an. — Odenwaldklub. Am Sonntag unternahm der
Odenwald=
klub Heppenheim eine Tagestour. Bis nach Sprendlingen=Buchſchlag
benutzten die Wanderer den Zug, um von hier über Mitteldick nach
Grundhof zu wandern, wo nach kurzer Raſt zu dem ſchön gelegenen
die ſchön verlaufene Wanderung ihr Ende. — Geſellenverein.
Am Sonntag machte der Geſellenverein Heppenheim ſeinen diesjährigen
Jahresausflug bei guter Beteiligung. Der Weg führte ſie von Bens= ſein‟ Der Poſaunenchor Ober=Mochſtadt ſpielte einen Trauerchor und
heim aus durch Brunnenweg und Fürſtenlager nach Zwingenberg. Nach
einer Beſichtigung der dortigen Kirche, fand ein gemütliches Beiſammen= Bertha hatte das hohe Alter von 82 Jahren erreicht.
ſein mit Tanz ſtatt. — Beſitzwechſel. Das Wohnhaus des
ver=
ſtorbenen Studienrats Herrn Dr. Naumann, im „Briefel” wurde von ſchaft wurde der tödlich verunglückte Bürgermeiſter Heinrich Schlitd
heim verkauft.
von einem wolkenbruchartigen Regen, wurden geſtern abend verſchiedene Beigeordneter Hofmann und für den Kriegerverein Landwirt Köhler
Orte des Rieds heimgefucht. Schon in den früheren Abendſtunden
konnte man verſchiedene Gewitterbildungen öſtlich unſeres Ortes, haupt= Präſidenten durch Abgabe einer Salve die letzte Ehrung.
ſächlich an der Bergſtraße, beobachten, die das Gebirge nicht überſteigen
ein. Die Wolßen ſenkten ſich immer tiefer herab und fünchterliche Blitze
mit gewaltigen Donnerſchlägen folgten mit großer Schnelligkeit. In zmehmen. Außerdem wurde die Errichtung einer Jugendherberge in
wenigen Minuten ſtanden verſchiedene Ortsſtraßen in ihrer ganzen Grünberg beſprochen und beſtimmt, daß mit allen Mitteln verſucht
Breite unter Waſſer und glichen teilweiſe kleinen Seen. Das elektriſche werden ſoll, dieſen ſchon ſeit Jahren beſtehenden Plan zur Ausführung
Licht ſetzte auf einige Zeit aus, und mußten ſich die Einwohner ſo gut zu bringen.
es eben ging mit primitivem Lichte, wie Kerze und Petroleumlampe,
witterausbruch unter Dach und Fach bringen wollten, wurden von dem
Unwetter überraſcht und völlig durchnäßt. Der Platzregen, der
ſtun=
denlang anhielt, goß wie mit Kübeln vom Himmel und richtete auch Witzel=Inheiden ihr Bezirksfeſt abzuhalten. Die Vereine zu
Düdels=
im Felde verſchiedentlich Schaden an. So wurde, Gerſte, Weizen und heim bei Büdingen und Langenhain=Ziegenberg bei Butz=
Hafer zum Teile vollſtändig niedergebraſſelt und liegt am Boden, wäh= bach feierten ihre 50jährigen Jubelfeſte, die Vertreter des
Landeskrieger=
rend merkwürdigerweiſe beim Korn dieſe Feſtſtellung nur ganz
verein=
zelt gemacht werden kann. Den Hackfrüchten, wie Rüben, Gurken und Auszeichnungen. Der Verein zu Düdelsheim weihte gleichzeitig eine
Kartoffeln, hat der Regen wenig geſchadet, im Gegenteil, dieſelben neue Fahne ein, 25 Vereine unter Leitung von Bezirksvorſtehen Major
prangten heute früh in prächtigem Grün, und verſprechen beim nötigen a. D. Pohl=Büdingen nahmen teil. In Langenhain=Ziegenberg waren
weiter keine ſchlimme Folgen zu verzeichnen. Lediglich in Goddelau= Die unvermeidlichen Sängerfeſte waren vertreten in Atzenhain bei
Erfelden ſchlug der Blitz in eine Scheune und geriet dieſe in Brand.
Jedoch iſt auch hier durch raſche Hilfe und den reichlichen Waſſerſegen geſamten Schlitzerlandes ſein 40jähriges Beſtehen feierte, verband damit
von oben kein größerer Schaden feſtzuſtellen.
13. Juli 2.13 Meter.
poſtlinie Darmſtadt-Gräfenhauſen-Worfelden durch Turngaues Hefſen in Heuchelheim, direkt vor den Toren
die Reichsbahn werden gegenwärtig Verhandlungen geführt.
gerlichen, Philipp Heinrich Ackermann, mit 618 Stimmen gegen den
Kandidaten der Sozialdemokraten, Johannes Hühner, der nur 417 Steinfurth bei Bad=Nauheim, das anläßlich der Tagung des
Stimmen erhielt, zum Beigeordneten von Raunheim gewählt.
z. Aus dem Nied, 12. Juli. Gurkenzucht. Nachdem die Fel= bunden worden war. Friedberg, die Perle der Wetterau, hatte
der einen durchweichenden Regen erhalten und wärmere Witterung ein= ſein Reiterfeſt auf der Seewieſe. Auch die kinchlieben Feſte durften
getreten iſt, macht das Wachstum der Feldgurken, deren nicht fehlen, in Gedern nahm das Guſtar Adolf=Feſt, ver=
Früchte in früheren Jahren um dieſe Zeit ſchon geerntet werden konn= bunden mit der Landestagung unter Leitung des Freiherrn Heyl
ten, beſſere Fortſchritte, ſo daß die Gurkeuzüichter — allerdings mit Ver= von Herrnsheim ſeinen Anfang. Das Reichsbanner Schwarzrotgold
ſpätung — noch auf eine gute Ernte rechnen können.
84. Jahresverſammlung des Heſſiſchen Hauptbereins
der Guſtav Adolf=Stiftung in Gedern.
Gedern, 13. Juli. Der zweite Tag der Guſtav=Adolf=
Tagung zu Gedern brachte am Vormittag die geſchäftlichen
Ver=
handlungen in der ſogenannten Verwaltungsratsſitzung, welche infolge
Behinderung des Vorſitzenden D. Dr. Freiherrn von Hehl zu
Herrns=
heim von dem Vizepräſidenten des Landeskirchenamtes Geheimrat Dr.
Bernbeck geleitet wurde. Aus dem Jahres= und Rechenſchaftsbericht,
den im Namen des Vorſtandes deſſen hochverdienter, langjähriger
Schriftführer, Pfarrer Wagner=Bensheim, erſtattete, ging hervor, daß
als 5. Guſtav Adolf=Kirche der Nachkriegszeit durch den Heſſiſchen
Guſtav Adolf=Hauptverein im Mai dieſes Jahres das ſchmucke
Kirch=
lein zu Gau=Algesheim bei Bingen eingeweiht werden konnte. Durch
ſtraffe Kozentration, ſeiner Gaben auf jedesmal ein Ziel, iſt es dem
Verein gelungen, ſelbſt in den teuerſten Jahren die notwendige
Bau=
tätigkeit fortzuſetzen und 19B in Heuſenſtamm, 1924 in Hüttenfeld 1926
in Bürſtadt und Ober=Mörlen je eine Guſtav Adolf=Kirche zu bauen
— lebendige Wahrzeichen dafür, daß auch in Zeiten der Not und
wirt=
ſchaftlicher Bedrängnis, ſich noch Bedeutſames leiſten läßt, wenn
tauſend fleißige Hände ſich regen und helfen in munterem Bund. Die
ſtattliche Summe von 39 000 Mk., aus freiwilligen Gaben und Kollekten
zuſammengebracht, ſtand zur Verteilung und wurde an heſſiſche und
außerheſſiſche Gemeinden in entſprechenden Anteilen vergeben.
Erfreu=
licherweiſe konnte der Jahresbericht hervorheben, daß die Einnahmen
der Vereine gegen das Vorjahr eine Steigerung erfahren haben.
Der Nachmittag des 2. Feſttages war wie alljährlich der
Ver=
ſammlung der Guſtav Adolf=Frauen=Vereine
gewid=
met, deren Vertreterinnen zahlreich aus dem ganzen Lande erſchienen
waren, um die Gründung des Landesverbandes der Guſtav Adolf=
Frauenvereine in Heſſen zu vollziehen. Zu dieſim Landesverband haben
ſich die Guſtav Adolf=Frauenvereine zuſammengeſchloſſen, um den immer
ſteigenden Aufgaben, die auch den Frauen=Vereinen im Rahmen der
Geſamtarbeit des Guſtav Adolf=Vereins geſtellt ſind, immer beſſer
ge=
recht werden zu können. Die vorgelegten Satzungen fanden einmütige
Annahme und als Vorſitzende des Landesverbandes der Guſtav Adolf=
Frauenvereine wurde Frau Kirchenrat Dingeldeh=Darmſtadt einſtimmig
gewählt. Der Bericht über die Arbeit der Guſtav Adolf=Frauenvereine
im abgelaufenen Jahr ergab, daß die 27 Vereine für ihr gemeinſames
Liebeswerk (Stiftung einer Orgel für die Guſtav Adolf=Kirche zu Gau=
Algesheim) 2197 Mk. aufgebracht haben, während ihre Geſamtleiſtungen
für all ihre verſchiedenen Guſtav Adolf=Aufgaben nicht weniger als
8587,08 Mk. betrugen, gewiß eine anſehnliche Summe, welche ſich neben
der Liebesarbeit der Frauenvereine in der Vorkriegszeit durchaus ſehen
laſſen kann, wenn freilich auch hier wieder zu ſagen iſt, daß die Nöte
und Aufgaben immer noch größer ſind als die Mittel und Gaben. Es
gilt alſo auch hier, ſich auch in Zukunft aufs äußerſte anzuſtrengen, um
nicht allzu weit hinter dem Ziel einer ſpürbaren Hilfe für die Gemeindem
in der Zerſtveuung zurückzubleiben. Die eindrucksvolle Verſammlung
ſchloß mit einem Aufruf des Verſammlungsleiters an die Anweſenden
zum Beſuch der großen geſamtdeutſchen Guſtav Adolf=Tagung, welche
in dieſem Jahr vom . September bis 1. Oktober in Graz (Steiermark)
ſtattfindet und zu der ein Sonderzug mit bedeutend ermäßigtem
Fahr=
preis am 25. September, nachmittags 6 Uhr, in Frankfurt a. M. abgeht.
(Jeder Evangeliſche iſt zur Mitfahrt eingeladen. — Anmeldungen bis
1. Auguſt an Pfarrer Weiß in Bieber bei Offenbach a. M. erbeten.)
Den Schluß der Tagung bildete auch in Gedern wieder ein
Lehr=
gang über die Guſtav Adolf=Arbeit, welcher dazu dienen ſollte, alle
diejenigen, welche Näheres über die Geſchichte, die Gegenwartslage und
die Zukunftsaufgabe des Guſtav Adolf=Vereins erfahren wollten und
die ſich auch perſönlich zur Mitarbeit bereitfinden ließen, einzuführen
in das weltweite Arbeitsgebiet des Vereins. Dieſem Zwecke diente die
Vorführung ds Siebenbürgenfilms mit einem orientierenden Vortrag
über die Geſchichte und die gegenwärtige Lage des Siebenbürger
Sachſen=
volkes durch Pfarrer Weiß=Bieber. Fermer ſprachen in überaus
feſſeln=
der und aufſchlußreicher Weiſe die Pfarrer Wiegand=Plau über
Gali=
zien Gieſe=Meran über das Evangelium in Italien; Kirchenpräſident
D Voß=Kattowitz über „Die evangeliſche Kirche in Oberſchleſien unter
polniſcher Herrſchaft” und Pfarrer Sielmann=Frankfurt, früher Reval,
über „Märtyrer der Gegenwart”. Aus den Schilderungen der Redner
jing mit erſchütternder Deutlichkeit hervor, wie unendlich wichtig die
be=
wahrende und fürſorgende Tätigkeit des Guſtav Adolf=Vereins iſt. Möge
dieſer Eindruck allen Teilnehmern der wohlgelungenen Gederner Tagung
unvergeßlich bleiben und möchten ſie dieſem Gedenken auch die Tat
folgen laſſen; denn „Was micht zur Tat wird, hat keinen Wert”.
* Büdingen, 13. Juli. Die Beiſetzung der Fürſtin Bertha
zu Iſenburg=Büdingen hatte zahlreiche Standesherren aus weit her
Mönchbruch aufgebrochen wurde. Im Groß=Gerauer Falltorhaus nahm nach Büdingen gebracht. Auch eine überaus große Trauergemeindo
aus allen Schichten der Bevölkerung nahm teil. Hofprediger Schäfn
ſprach über die Worte „Ich will dich ſegnen und du ſollſt ein Segen
Geſangverein „Liederkranz” ſang „Wie ſie ſo ſanft ruhn”. Fürſtig
* Angenrob, 13. Juli. Unter Beteiligung der geſamten Einwohner=
Herrn Dr. Menninger käuflich erworben. Ebenfalls wurde das Haus, zu Grabe getragen. Kreisdirektor Dr. StammlerAlsfeld widmete des
des Herrn Dr. Löbell an der Bergſtraße an Herrn Rieber aus Heppen= faſt 20 Jahre im Dienſte Geſtandenen einen warmen Nachruf. Für deA
Bürgermeiſterverein Alsfeld legte Bürgermeiſter Kalbfleiſch=Billertcs
* Biblis, 13. Juli. Von einem ſchweren Gewitter, begleitet hauſen, für den Schulvorſtand Lehrer Pfeiffer, für die Gemeind
Kränze am Grabe nieder. Der Kriegerverein gab ſeinem langjähriget
* Grünberg, 12. Juli. In der Hauptverſammlung des
Vogels=
konnten und ſo dem Rheine zuzogen. Ein ſtarker Wind ging den Ge= berger Höhenklubs, Ortsgruppe Grünberg — wurde der ſeitherige
Vor=
wittern voraus und richtete an Obſtbäumen und Häuſerdächern ver= ſtand wiedergewählt und der Kaſſenbeſtand als gut befunden.
Be=
ſchiedentlich Schaden an. Mit Taler großen Tropfen ſetzte der Regen ſchloſſen wurde u. a. an der Tagung des Verbandes der Deutſchen
Ge=
birgs= und Wendervereine am 3. und 4. September in Herborn teil=
* Aus Oberheſſen, 11. Juli. Den Höhepunkt der
Vereins=
behelfen. Verſchiedene Landwirte, die ihr trochenes Heu noch vor Ge= feſtlichkeiten, hatte heute Oberheſſen erreicht. Drei große
Kriegerfeſte wurden abgehalten: In Hungen vereinigten ſich
etwa 20 Kriegervereine, um unter Leitung von Bezirksvorſitzenden
bundes „Haſſia” überreichte den Vereinen und verdienten Mitgliedem
Sonnenſchein eine reiche Ernte. Trotz der zahlreichen Blitzſchläge ſind etwa 30 Kriegervereine derunter Bad=Nauheim und Butzbach, anweſend.
Mücke und Hutzdorf bei Schlitz. Hutzdorf, das unter Beteiligung des
ein Tradtenfeſt. Atzenhain hatte aus Anlaß ſeines 50jährigen Be=
— Gernsheim, 13. Juli. Waſſerſtand des Rheins am ſtehens das Bundesfeſt des Ohm=Lumdatal=
Sänger=
bundes, verbunden mit Wertungsſingen. Den Höhepunkt der
feſt=
a. Mörfelden, 12. Juli. Ween Uebernahme der priraten Kraft= lichen Veranſtaltungen bildete unſtreitig das Gauturunfeſt des
Gießiens. Ans 170 Gauvereinen waren 1300 Wetturner zum edlen
Ningen angetreten, um ihre Kräfte zu meſſen, die Zahl der Feſtteilneh=
* Raunheim (Kreis Groß=Gerau), 13. Juli. Beigeordneten= meu ſchätzte zunn auf 5000. Zur Speiſung der zu erwartenden
Menſcheu=
wahl. Bei der Beigeordneten=Stichwahl wurde der Kandidat der Bür= maſſen ſind allein 150 Schoeine geſchlachtet worden. Das
pracht=
vollſte Feſt in Oberheſſen war das Roſenfeſt in
Heſſiſchen Gärtnerverbandes mit einer Roſenausſtellung
ver=
hatte in Vutzbach ein größeres Feſt in Verbindung mit Denkmalweihe.
Seite 8.
Maat He
— In der bekannten Zwei=Mark=Bücherſammlung des Verlags Georg
Müller in München erſcheinen ſoeben 10 neue Bände, darunter ein Das Buch iſt eine Fortſetzung des Romans „Ein Ketzer. Die Jahre
Novellenband von Afrad Neumann „Der Connetabel”, von Auguſt des Lernens” von demſellen Verfaſſer. Es behandelt die Amtstätigkeit
Strindberg die berühmten „Hiſtoriſchen Miniaturen”, Oscar A. H.
Zwielicht”. Paul Ernſt die Novellenſammlung „Der Scharfrichter”, Von und ſeine chriſtlichehumanitären Beſtrebungen aller Art ſegensreich wirkt
Zoozmann herausgegeben, bringt die Sammlung eine vorzügliche Aus= und viel Liebe erntet. Da er aber ſeine eigenen Wege geht, ſich von
wahl „Deutſche Minneſänger”. Catulls Gedichte, ſehr reizvoll
ausge=
ſtattet, mit dem lateimiſchen Text; ferner bringt die Sammlung eine ſtimmt er die oberen Schichten, die ihn ſpöttiſch den Armenpaſtor nennen,
wirklich ſehr begrüßenswerte Zuſammenſtellung der Tagebücher und und hat gegen Neid und Intriquen zu kämpfen. Durch ſeine gegen die
Ruederer die entzückende Erzählung „Hochzeiter und Hochzeiterin” und
den Beſchluß machend, die merkwüirdigerweiſe ſo unbekannten Idyllen
Shakeſpeares „Der verliebte Pilger” und „Venus und Adonis‟. Dieſer hörde zu, bei der ein ihm feindlich geſinnter Superintendent die treibende
Band wird eingeleitet durch die von Thereſe Robinſon ſehr gut überſetzte Kraft iſt, und da er fortfährt, ſeine Anſichten ungeſcheut in der
Oeffent=
des Verlages Geprg Müller ſtellen einen bemerkenswerten und eines Liebknecht einberufene Verſammlung in Berlin, in der über die
Kirchen=
wohlfeiler Bücher dar. Die Sammlung zeigt deutlich ein eigenes Ge= fen hatte, wird er vom Spruchkollegium des Berliner Konſiſtoriums
ſicht, und wird allen Buchhändlern wertvoll ſein, welchen an der Ge= ſeines Amtes entſetzt. Die Liebe zu einer reichen Gräfin, einer wahrhaft
Die Ausſtattung der Bände iſt nicht nur hübſch und origmell, ſondern Konflikte. Nachdem ſie ſchließlich vereinigt und er ſeines Amtes
ent=
auch ſolide, und der Inhalt iſt aus den Literatur aller Völker und hoben worden, will er von ſeiner Gemeinde Abſchied nehmen. Da in=
Zeiten mit Geſchmack und Verantwortlichkeitsgefühl gewählt. Faſt aus= zwiſchen der Krieg ausgebrochen iſt, verbleibt er, entgegen dem ſeiner
nahmslos bringen dieſe Bände eine Lcktüre von hohem Wert, ohne auf. Frau gegebenen Verſprechen, noch einen Tag dort, um den in den Krieg
Volkstümlichkeit zu verzüchten. Ich wüßte unter all dieſen Büchern kaum
eines zu nemnen, das nicht von literariſcher Qualität und zugleich für ſchoſſen und ſtirbt als Märtyrer ſeines Verufes.
weiteſte Kreiſe anziehend wäre.
Stuttgart).
geſchrieben iſt, reiht ſich den Dichterbildniſſen desſelben Verfaſſers von rers Elmertal eingeflochten.
Wilhelm Raabe, Gerhart Hauptmann, Paul Heyſe, Nudolf Lindau,
Liliencron uſw. gleichwertig an. Sie behandelt das Leben, den Werde= * Im fröhlichen Kreis, Singſpiele und Tanzreigen mit 15 Abbildungen
gang und die einzelnen Werke des Schweizer Dichters in geſchichtlicher
Reihenfolge. Ein einleitendes Kapitel gibt einen Ueberblick über die
Bedemtung der Schweizer für die Geſchichte des deutſchen Geiſtes von
Bodmer bis Leuthold. In einzelnen Kapiteln „Lebensgang”: „
An=
fängel: „Geſchichtliche Romane”: „Novellen der Reiſel; „Nomane der lehrer Oto Landhäuſer für Bewegungsſbiele umd Reigen umge=
Lebensgang und die ſchriftſtelleriſche Enwicklung Ernſt Zahns geſchil= gefügt und bei der praktiſchen Anordmung des Buches bedarf es keiner
dert, woran ſich eine künſtleriſche Analyſe und Beurteilung ſeiner zahl= weiteven Erläuterung, und Lehrer und Leiter werden an der Hand
die=
reichem Werke von ſeinen im heimatlichen Boden wurzelndem erſten Berg= ſer Anleitung den vorgeſchriebenen Schrittübugen durch den Rhythmus
novellen bis zu ſeinem vollendetſten, im Jahre 1933 erſchienenen Werke, der Muſibegleitung Leben und Inhalt geben können. Die Lieder ſind
„Blancheflur” anſchließt. Wir haben heute, ſo ſagt der Verfaſſer, auf das erſte bis achte Schuljahr und das ſechſte bis vierzehnte
Lebens=
keinen zweiten Erzähler, in deſſen Werken uns ſo warm und wohl wird, jahr verteilt. Lehrer und Lehrerinnem und Bildner der Jugend
über=
deſſen ſicherer Führung wir ſo vertraut folgen, wie Ernſt Zahn, der haupt werden einen willkommenen Ratgeber in dieſem Büchlein finden,
Zahns geſammelte Werke ſind in 20 Bänden erſchienen. Die Erzählun=
„Die Liebe”, ſo ſchließt der Verfaſſer, „die Zahn uns abgewonnen, be= Pechſtein, Münſter. Preis geb. 225 Mk.
ſchwingt unſere gewiſſe Hoffnung auf das Werk ſeiner künfägen
Jahr=
zehnte‟. Das Buch Spieros, das mit gründlicher literariſcher Lenntnis
zur Geſchichte der neueſten deutſchen Literatur.
Friebrich Theobor Viſcher. Geſtalt, Humor und Charakter. Eine Aus= macht er ſeine Scherze und läßt ſeinem Witz ſpielen und macht ſich luſtig
gart. Preis geb. 2,B5 Mk.).
und den „Lyriſchen Gängen‟. Es iſt ein verdienſtvolles Unternehmen phen verbirgt.
die gehalt= und geiſtvollen, immer originellen Abhandlungen des bekann=
Anthologie zuſammenzufaſſen, die ihm den Leſer, der den geiſtreichen aus Anlaß der ſechſten Jahresſchau deutſchen Arbeit in Dresden „Das
Philoſophen und Schriftſteller und humorvollen „Schartenmayer” noch
denken bietet.
Donnersfag;den 44: Juli 4927
IEEn Dr. De Sch. en Jcherit. Ien de areſite ense
proteſtantiſchen Geiſtlichen. Noman von Wilhelm Ulmenried=
Naujeck. Preis broſch, 3,50 Mk., elegant in Halbleinen 5 Mk.
eines proteſtantiſchen Pfarrers in Oſtpreußen, ſeine Tätigkeit in der Ge=
Schmitz ſteuert bei einem bhantaſtiſchen Erzählungsband „Geſchichten im meinde, in der er durch ſeine Predigten, ſeine Seelſorge, ſoziale Arbeit
Traditionen losſagt und zu den niederen Schichten des Volkes hält, ver=
Briefe Albnecht Dürers, von dem leider zu früh verſtorbenen Foſef „Verſteinerung des religiöſen Bewußtſeins durch das theologiſche Wort”
gerichteten freigeiſtigen Anſchauungen, die er öffentlich in Wort und
Schrift vertritt, zieht er ſich zunächſt einen Verweis der kirchlichen Be=
Sonette Shakeſpeares. Hermann Heſſe urteilt über die Sammlung lichkeit zu vertreten, wird er nach der ruſſiſchen Grenze ſtrafverſetzt. In=
Geora Müllers Zwei=Mark=Bücher wie folgt: Die ZweiMark=Bücher folge der Veröffentlichung eines neuen Buches und nachdem er eine von
großen Erfolges, würdigen Verſuch zur Schaffung einer Bibliother ſehr austrittsbewegung geſprochen wurde, beſucht und dort das Wort
ergrif=
winnung neuer Käuferkreiſe für literariſch wertvolle Bücher gelegen iſt. edlen und hochgeſinnten Frau, wird ihm die Quelle ſchwerer ſeeliſcher
Ziehenden das Abendmahl zu ſpenden, wird von einfallenden Ruſſen er=
In dem Buch, das offenſichtlich von einem Theologen geſchrieben iſt,
werden religiöſe Fragen, zum Teil in dem Rahmen förmlicher Abhand=
* Heinrich Spiero, Ernſt Zahn, das Werk und der Dichter (Reihe Dich= lungen erörtert, die ihm einen höheven Wert und eine über einen
Unter=
tung und Dichter). Gebunden Mk. 250. (Deutſche Verlagsanſtalt, haltungsroman, weit hinausgehende Bedeutung verleihem. Als ein
an=
heimelndes Idhll iſt die Schilderung des von dem ſtillen Frieden und dem
Die Monographie die zu Ernſt Zahns 60. Geburtstag (24. Januar) Glück innerer Harmonie beſeelten Heims des alten, ehrwürdigen Pfar=
W.
von O. Landhäuſer. Verlag von G. Byaun in Karlsruhe. —
Preis 2 Mark.
Es ſind 23 alte und neue Lieder, die der bekannte Karlsruher Turn=
Schweiz”: „Alte und neue Probleme‟: Dreiklang” werden der äußere arbeitet hat. Jedem Text ſind Singſtimme und Klavierbegleitung
bei=
uter allen neuen Erzählern der Schweiz Gottfried Keller am nächſten, das dazu beitragen wird, unſere Kinder nicht nur körperlich, ſondern auch
ſteht und unter ihnen allen der fruchbarſte ud ſtofreichſte iſt. Ernſt ſeeliſch anzuregen und ihnen Freude und Lebensluſt einzuflößen. 4k
gen der letzten Jahre ſind der Sammlung aber noch nicht eingegliedert. Allotrfa. Von Dr. Dwlglaß=Ratat53kr. Verlag von Carl hat Aegypten alle Höhen und Tieſen durchmeſſen, die einem Lande und
ud warmem Herzen geſchriebem iſt, bildet einen ſchätzenswerten Beitrag, gen von Nabelais Gargantug und Pantagruel und Ariſtophanes Vögel vorübergehende Fremdherrſchaft und tieſſte Erniedrigung dunch die neut
1. herausgegeben hat, iſt ein Satiriker von Begabung und Talent. In
flüſſigen Verſen und feingeſchliſſenen Reimen formt er ſeine Gedanken, 2. Jahrtauſend vor Chriſtus, eigenartige Formen des Chriſtentums.
wahl von Paul Sackmann. (Verlag Ernſt Heinrich Moritz, Stutt= über Dichterlinge, Literaten und Philiſter, über Heuchler, Phantaſten, hall in der Politik europäiſcher Mächte wurde. Soweit dieſe Ereigniſſel
Bierbankpolitiker und Spießbürger; und wirkt trotz des peſſimiſtiſchen
Eine Bütenleſe aus den Werken des Aeſthetikers und Dichters Fr. Grudzuges und der kritiſchen Schärfe ſeines Witzes nicht verletzend,
Theodor Viſcher, den „Kritiſchen Gängen”, dem Roman „Auch Einer”, weil ſch hinter ſeinen Scherzen ſtets die Miene des lachenden Philoſo= halten. In dieſen Tagen erſchien dann auch die lang erſehnte Dar=
*
Halle als Kultur und Wirtſchaftszentrum betitelt ſich eine reich
illu=
ten Aeſthetikers übev Kuſt und Leben, Religion und Politik in einer ſtrierte Sonderbeilage der „Halleſchem Nachrichtem”, die dieſe Zeitung von F. Schubart „Von der Flügelſonne zum Halbmond‟ Daß fünff
nicht recht kennt, lieb und wert machen und dazu beitragen wird, das Pabier” herausgebracht hat. Die Beilage, die der Nummer vom 31. Mäi große Zeit des Landes liegt eben vor dem Eindringen des Iſlams. In
Verſtändnis für ſeine geiſtige Eigenart und Gedankenwelt auch denen die beigelegt iſt, gbt in zahlreichen Aufſitzen hervorragender Mitarbeiter lebendig geſehenen Bildern läßt dieſer zuverläſſige Venner des Ailandes
ſeine umfangreichen Werke nicht geleſen haben, näher zu bringen. Eine ein Bild der Sagleſtadt als Mittelpunkt eines großen Induſtriegebiets
Abhandlung über Viſcher und ſein Leben leitet das 100 Seiten umfaſſende und als Pflegeſtätte kulturellen und geiſtigen Lebens. Die Beilage wvill, das Weſentliche ſcharf herausſtellend. Zwei Karten und 65 auf Lafeln
an=
treffliche Buch ein, das dem Leſer viel Anregung und Stoff zum Nach= das Verſtändnis für die Bedeutung Halles, ſeine geſchichtliche Entwick= geordnete vorzügliche Abbildungen erläutern das Buch, das Manchem
* lung und gegenwärtige Leiſtung vermitteln.
Nummer 193
* Der golbene Garten. Gedichte von Oto Haufer. Verlag von Wg
Bonz u. Co., Stuttgart, Preis geh. Mk. 6, geb. Mk. 8.
Ein äußerſt vielſeitiger und fruchtbarer Jünger Euterves, tief
emt=
findender Lyriker, und weit gereiſter Wanderer, der aller Herren Länden
durchreiſt hat, ſo ſtellt ſich uns der Verfaſſer dar. 537 Seiten umfaſſen dii
Erzeugniſſe ſeiner Dichtkunſt, deren Entſtehungszeit ſich auf 21
Jahrg=
von 1904—1925, erſtreckt. „Komm, mein Bruder, deſſen Seelenhand fis4
in meine Hand. Wir wollen in den goldenen Garten gehn und ſeinn
Wunder ſehn”, heißt es in der Zueignung. Und in „Weiten ohne
Gren=
zen” geht der Blick und führt den Leſer mit. „Nur ſchaue und auu
Rätſel ſo vergeſſen, bis aller Rhythmus iſt wie ein Gedicht‟. Dieſf
Erfüllung hat der Dichter mit der ganzen Tiefe ſeiner Empfindungn
aber auch ſeiner Zwieſpältigkeit an ſich erlebt, und ſo iſt Bild auf Bil3
entſtanden „grobſtrichig dies und dies in feiner Glätte‟. Doch des
„Mären ſind viel” und nicht eher läßt die müde Hand die Pinſel
ſinten=
als bis er Blatt um Blatt gewendet hat im Buche des Lebens und aul
Farben aufgetragen hat. Mit das Beſte und Schönſte in der Zahl vern
irrender Fälle von Bildern der nicht immer leicht verſtändlichen
Gedan=
ken=Dichtungen und auch wohl das dauerndſte iſt Hauſers Sang „heilff
ges Deutſchland”, ein vaterländiſches Epos, erfüllr von heißer Liebe zum
Vaterland, die ihn aber nicht hindert,. Anklage gegen ſeine Söhne z.
erheben, die „nicht alle Deutſche waren‟. So tief die Trauer und ſſ
ſchwer die Anklage gegen die Schuldigen und das deutſche Uebergerechtt
ſeinwollen iſt, klingt der Sang doch aus in einer zur Sonnenhöhe him
anſtrebenden Hoffnung: „So lang in unſern Adern ein Sonnenfunk?
noch rollt, ſo lange, wie tief auch erniedrigt in bitterer Zeiten Los
ſind wir noch nicht verloven; denn unſere Kraft iſt ſonnengroß. Wi
haben eines, was alle Not und Erniedrigung zwingt: Die Luſt an den
Arbeit, das Schaffen, das ſtets nach neuen Zielen ringt. Deutſchlando
heiliges Deutſchland, Mutter herrlichſte, du, was immer noch über dicn
komme, blicke der Sonne zu! Sie heilt die Wunden, läßt wieder grünen
das blutige Feld.” Und gleiche Hoffnungsfreudigkeit durchſtrömt den
letzten Teil des Buches, der der deutſchen Jugend zugeeignet iſt. Trutzian
Mannhaftigkeit ſoll die germaniſche Jugend beſeelen. Hüten ſoll ſie ſickt
vor den Dämmerlingen, die ſie in ihver Schwatz begaukeln und in eim
myſtiſches Nebelheim ſchaukeln. Mit Flammenſchrift, durchglüht vom
warmer heiliger Liebe zu ſeinem Vaterlande, ſchreibt der Verfaſſer
dieſe Mahnung der Jugend ins Herz.
Iſt nun gleich dieſes vaterländiſche Epos das dem allgemeinen Ver= am nächſten Liegende und Werwvollſte an dieſem Buche, ſo bietem
doch auch die vielerlei Streifzüge durch eine ganze Welt, durch Hellass
Paläſting, Albgnien, viel des Reizvollen, und es bewahrheitet ſich dabei!
wie ſehr „dem Künſtler der Psim zum Blütenſtrange wird‟. Denm
„wie die Biene oft Hieroglyphien in ihrer Blume Kelch gewahrt, ſo kanm
des Dichters Auge tiefer leſen und Ungeabntes in der Worte Weſen!!
Perlen ſeiner Dichtkunſt ſind „Ergebung”, „An den Tod”, „Sonnenſang!”
Troſt”, mit dem das Buch einen harmoniſchen Abſchluß findet. 3
*Aegypten.
Das erſte Land, das aus vorgeſchichtlicher Dämmerung in den hellenn
Lichtkreis der Geſchickte trat, war Aegypten. Seit am 19. Juli 424r1
hier der Kalender eingeführt wurde, beginnt die gegyptiſche Geſchichtes
die damit bereits mehr als 6 Jahrtauſende umſpannt. In dieſer Zeitt
einem Volke zu erleben möglich ſind, die ſtürkſt denkbare Form auto=t
kratiſcher Monarchie im Alten Reich” der Pyramidenerbauer, die Zeitt
Der Dichter, der u. a. ſchon alte deutſche Schwänke und Ueberſetzun= unbegrenzter Weltherrſchaft, Zeiten abſoluteſter Prieſterherrſchaſt
aufgeſtiegenen Weltmächte der Aſſyrer und Verſer, Glaubenskämpfe im
dann die Heurſchaft des Iſlams, bis in neueſter Zeit das Land zum Spielsl
ſich vor der Helleniſierung dunch die Ptolemäerkönige abſpielen, ſind ſies
in der von Ranke überſetzten Geſchichte Aegyptens von Breaſtod
ent=
ſtellung der geſamten ägyptiſchen Geſchichte von den Uranfängen bis zum
heutigen Tag in einem bei J. C. Hinrichs in Leipzig verlegten Buches
Sechſtel des Buches ſich mit der Geſchichte Aegyptens im Albertum
bes=
faſſen, kommt nicht allein daher, daß der Verfaſſer Archäologe iſt,
die=
die Fülle der geſchichtlichen Ereigniſſe vor unſeren Augen abrollen, ſtets
willkommen ſein wird.
Prof. Dr. Fr. Behn.
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nicht g
Nummer 193
Donnerstag, den 14. Juli 1927
Seite 9
Byrds Südpolflug.
Der Nordpolflieger will auch den Südpol bezwingen.
Die Karte des Südpolgebietes,
das Byrd mit zwei Flugzeugen zu durchforſchen beabſichtigt. Auf der Karte iſt genau verzeichnet,
wie weit Byrds Vorgänger, Shackleton im Jahre 1909, Amundſen 1911 und Scott 1912
vor=
gedrungen ſind. Mit 50 Mitfahrern, die modernſte wiſſenſchaftliche Ausrüſtung und zwei
Flug=
zeuge an Bord, plant Byrd die Expedition von Neu=Seeland über das Roßmeer in die Nähe
des Pols zu führen. Die beiden Flugapparate werden ſo konſtruiert, daß die Schwimmer
jeder=
zeit durch Skis auszuwechſeln ſind. Das kleinere Flugzeug beſtimmt Flugſtrecke, Landungsplätze
und führt Orientierungsflüge aus. Das größere Flugzeug wird am Pol ſelbſt mit Byrd und
ſeinen von dem Nordpol= und Atlantik=Flug her bekannten Begleitern: Lloyd Bennett, Malroy,
Demas, Noville und Balchen, landen, um eingehende geologiſche und meteorologiſche
Unter=
ſuchungen zu machen. Byrd iſt überzeugt, im unerforſchten Südpolgebiet, das die Größe der
Vereinigten Staaten von Amerika übertrifft, nicht nur Eis= und Schneefelder, ſondern auch
metallurgiſch wertvolle Gebiete anzutreffen.
Feſitage in Koblenz.
Eine herrliche Stadt, dieſes Koblenz! Was
ſeit=
ber in aller Weltgeſchichte unzulänglich war: hier
irds Ereignis! Dieſe gaſtfreie Stadt lädt
alljähr=
ſäch die rheiniſchen Dichter auf drei Tage zu ſich ein,
urnd ſie iſt nicht ſpröd in der Auswahl und ſteckt die
/renzen großmütig weit, und ſo kann es geſchehen,
waß von Wilhelm Schäfer, Alfred Mombert, Rudolf
(G. Bindig bis zu mir herunter die Dichter groß
und klein in trautem Kreis drei Tage gottvoll
ver=
raulenzen! (Wer könnte zudem beſſer faulenzen als
gin ordentlicher Dichter?) Man trifft zuſammen in
ginen alten Zunftſtube am alten Florinsmarkt, drückt
ter glorreichen Stadtverwaltung die Hände, ſetzt
ſoch an die gedeckten Tiſche und erfriſcht ſich nach
lnger Fahrt. Dann tauſcht man ſeine Gedanken
meis, wenn man welche hat, beſpricht ſeine Sorgen,
deren man beſtimmt viele hat, nimmt ſich vor, da
Gi=inigkeit ſtark macht, ſich zu vereinigen, vereinigt ſich
ſihließlich auch und gründet einen Bund, raucht die
H=lligſten Zigarren, die aber in dieſem Fall zugleich
dre beſten ſind, trinkt die billigſten Weine und kommt
rhecht raſch in beſte Stimmung, und Stimmung, das
i für den Dichter etwas Unerläßliches! Man
be=
knagt ſich, daß die Sänger heutzutag nicht mehr mit
da=m König gehen können, und der glorreiche
Ober=
bärgermeiſter bietet ſtumm ſeinen Arm! Rauſchend
ſSießt man hinter dieſem Oberbürgermeiſter drein:
i5s Theater, wo man Freund Eulenberg ſpielt, in
dse Feſthalle, wo man ſelber zu Wort kommt, wenn
nan eine tragbare Stimme hat, in die Ausſtellung,
no man ſich komplett wiederfindet, wo man in langer
Fl ucht den heimatlichen Strom ſich entfalten ſieht,
ass wäre er ſelber einer von den rheiniſchen Dichtern
(Übrigens, um das nicht zu vergeſſen: ſehe ſich jeder,
dars irgendwie machen kann, dieſe Ausſtellung an!)!
Mcan lebt wie in einem der ſieben Himmel, vielleicht
inr ſechſten, man geht Arm in Arm mit einer
himmel=
bmu gekleideten Dame, die vielleicht nur für die Tage
dar Dichtertagung aus einem der Himmel
herunterge=
fallen iſt, um übermorgen wieder auf der Mondſichel
ernporzufahren, man verſchlingt die Hände und man
öhfnet die Augen nicht, um nicht erkennen zu müſſen:
iü dies nun wirklich die wirkliche Muſe, oder iſts
nur ein hübſcher Erſatz?
Ach, das Leben iſt ſo ſchön, wenn ein armer
Eu ufel auf Koſten reicher Leute lachen und vergeſſen
drrf! Man fährt im Auto auf den Ritterſturz, im
Uotorboot nach Rhens, man ſtellt ſich luſtig dem
Pootographen vor die Linſe und ruft dem
Augen=
bho ck zu: er möge doch verweilen, ach, er ſei ſo
ahön! Keiner unter uns, der in Koblenz nicht
ſo=
zlcich zu einem großen Herrn ſich auswüchſe! Keiner
iler auch unter uns, dem dieſe drei Tage nicht
vmklich „Ereignis” wären und „Ereignis” werden
vllten im rein künſtleriſchen Sinn! Kein König
nüehr in ganz Deutſchland, und ein
Oberbürger=
nſ iſter, der das Herz auf dem rechten Fleck hat!
Aer ſeht an, wie noch nicht aller Tage Abend iſt:
ie kommen, jene anderen, ſie wollen gleich dem
A0 blenzer das Herz auf dem rechten Fleck haben!
Fuankfurt hat uns eingeladen fürs nächſte Jahr,
Bü desberg hat uns eingeladen, Düſſeldorf hat uns
in geladen, Eſſen hat uns eingeladen! Ich ſchlage
ſur: wir treffen uns jedes Vierteljahr in einer
jtfſer Städte und jeden Hochſommertag in Koblenz!
Arenn es auch beſtimmt mehr Sänger als Könige
itt heutzutage, ſo gibt es doch noch Könige, und
ochrhaftig: wir werden den Ruhm dieſer Könige
fiürüberretten in die fernſten Zeiten und Völker!
So=
enm unſere Stimmen von dem Geknatter der Motore
ſcht ganz zerſchottert werden!
Nikolaus Schwarzkopf.
Ein afrikaniſcher Falſchmünzer feſtgenommen.
Nürnberg. Durch die hieſige
Kriminal=
polizei iſt ein Afrikaner namens Emanuel Bruce
aus Lome (Weſtafrika) wegen Verdachts der
Bank=
notenfälſchung feſtgenommen worden. Bruce wurde
überführt, bei kleineren hieſigen Kunſtanſtalten die
Herſtellung von weſtafrikaniſchen 20=Schilling=Noten
in Auftrag gegeben zu haben. Es konnte feſtgeſtellt
werden, daß er bereits 100 000 Falſchſtücke an ſeine
afrikaniſchen Hintermänner abgeſchickt hatte, die das
Falſchgeld in Umlauf ſetzten.
Wegen Mordes zum Tode verurteilt.
WSN. Zweibrücken. Auf Grund von
In=
dizienbeweiſen verurteilte das hieſige Schwurgericht
den Tagner Ludwig Hört wegen Mordes an der
49 Jahre alten Ehefrau Barbava Krumm aus
Petersbächel zum Tode. Die Zeugenvernehmung
ergab, daß Hört um die Zeit des Mordes, der am
14. Februar d. J. geſchah, in der Nähe der Tatſtelle
geſehen wurde. Der Angeklagte leugnete ſowohl in
der Vorunterſuchung, wie auch während der
Ver=
handlung die Täterſchaft.
Tragif des Grenzlandes.
Die Kataſirophe im Quellgebiet
der Gottleubo."
* Dresden. In dem Grenzort Hellendorf
kur=
ſieren Gerüchte von furchtbaren Verwüſtungen
jen=
ſeits der Grenze, vor allem in Schönwald, aber
nie=
mand weiß etwas Beſtimmtes, niemand noch war
drüben. Unſer Sonderberichterſtatter, der die Gegend
im Auto beſuchte, ſchreibt darüber: Nach 20 Minuten
Fahrt — ein deutſcher und ein tſchechiſcher
Grenz=
beamter nehmen auf Wunſch daran teil — iſt man
an den erſten Häuſern von Schönwald angelangt.
Eine kleine Strecke nur kann das Auto weiter, dann
zwingt die weggeſchwemmte Straße zum Ausſteigen.
Zu Fuß geht es weiter. Noch ahnungslos, da
plötz=
lich — gebannt ſteht der Fuß — bietet ſich dem
Auge, das doch ſchon Schreckliches gewohnt iſt, ein
Anblick, der ans Herz greift. In einer Breite von
30 Metern wälzen ſich die ſchmutzig=gelben
Waſſer=
maſſen der Gottleuba — man bedenke, im Sommer
ein ausgetrocknetes Bächlein — dahin. Bald
don=
nernd ſich in Waſſerfällen ergießend, bald in tiefen
Trichtern quirlend, bald in mächtigen Strudeln
gur=
gelnd, bald metertief in den Abhang ſich grabend.
Fünf Kilometer lang erſtreckt ſich Schönwald vom
oberen bis zum unteren Ende. Fünf Kilometer lang
hat das entfeſſelte Element ſeine Uebermacht über
Menſchenwerk demonſtriert. 32 Häuſer hat es auf
dieſem Wege zerſtört oder doch ſtark beſchädigt. Und
ſo wandert man, über Geröll und Steine ſpringend,
über Leitern und Bretter balancierend, knietief durch
Waſſer und Schlamm watend, eineinhalb Stunden
lang durch grauenhaftes Chaos, durch eine entſetzliche
Steinwüſte. Aufgedunſene Tierleichen liegen unter
den umgeſtürzten Maſſen, einen unentwirrbaren
Knäuel bilden die Lichtleitungen und
Telephonlei=
tungen, und das iſt das Schrecklichſte, daß dieſes
Chaos kein Ende nehmen will. Ein grauſiges Bild
verdrängt immer das andere, und je weiter man
kommt, um ſo ſchlimmer wird die Verwüſtung. Ein
kleiner Troſt — nur zwei Menſchen ſind hier zu
beklagen, ein 36jähriger Mann und ein ſechsjähriges
Kind.
Man kann es ſich erſparen, Einzelheiten über die
Verwüſtung zu bringen, dennn dieſe treten zurück
vor der unglaublichen Erkenntnis, daß man ſich hier
in einem völlig vergeſſenen und unbekannten
Kata=
ſtrophengebiet befindet. Noch iſt kein Reichsdeutſcher
bis hierher vorgedrungen, niemand ahnt auch nur
im Entfernteſten, in welch völliger Abgeſchiedenheit
die Menſchen hier leben. Die Lebensmittel ſind
be=
drohlich knapp, Brot und Fleiſch fehlen gänzlich. Die
Verbindung mit der Umwelt durch den Oelſengrund
iſt unmöglich. Auch der tſchechoſlowakiſche Staat
ſcheint dieſes Gebiet ganz vergeſſen zu haben. —
Tragik des Grenzlandes. — Ein Achſelzucken iſt die
Antwort auf die Frage, ob auf eine
Regierungs=
unterſtützung zu rechnen ſei. Ja, gewiß, die
Regie=
rung hat 100 Soldaten für die Unterſtützungsarbeiten
geſchickt. Und was haben dieſe getan? Nichts — gar
nichts! Da ſitzen ſie untätig auf den Steinen, und
meinem durchaus glaubhaften tſchechoſlowabiſchen
Gewährsmann muß die Verantwortung für die
Be=
hauptung überlaſſen bleiben, daß die Soldaten von
dieſer armen, gänzlich vernichteten Gemeinde neun
tſchechiſche Kronen verlangen, bevor ſie anfangen, zu
arbeiten.
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Schonheilspflege der DDame.
Gesicht und Hände vor dem Ausgehen leicht mit 4711‟ Matt-
Creme zu massieren. Dieser angenehm kühlende, fettfreie
Tagescreme überzieht die Haut mit einer hauchartigen,
voll-
kommen unsichtbaren Schicht. Durch 4711‟ Matt-Creme bleibt
die Haut trotz Sonne und Staub sammetweich, matt und
geschmeidig. — Vor der Nachtruhe müssen die Poren durch
eine kräftige Massage mit dem fetthaltigen 4711‟ Cold Cream
gründlich gereinigt werden. 4711‟ Cold Cream ernährt die
Haut und regt das Hautgewebe zu neuer Aufbautätigkeit an.
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Admiral Koch F.
Tragiſches Ende eines deutſchen Seehelden.
Admiral Koch,
einſt Befehlshaber in der Skagerrak=Schlacht, iſt
beim Baden in der Oſtſee ertrunken.
Frankfurter Chronik.
WSN. Der Frankfurter Bierkrieg.
Die Frankfurter Gaſtwirtevereinigung nahm in einer
Verſammlung nochmals zu dem kürzlich beſchloſſenen
Bierpreisaufſchlag Stellung. Es wurde ausdrücklich
feſtgeſtellt, daß die Erhöhung nicht durch die
Bier=
ſteuer, ſondern durch die allgemeine wirtſchaftliche
Lage bedingt ſei. Die Mieten für gewerbliche Räume
ſeien um 60 bis 100 Prozent gegen die Friedenszeit
geſtiegen. Weiter wirke ſich die Vergnügungs= und
Gewerbeſteuer kataſtrophal aus. Es wurde ſchließlich
eine Entſchließung angenommen, in der der kürzlich
beſchloſſene Bieraufſchlag von zwei Pfennigen
auf=
recht erhalten und der Vorſtand ermächtigt wird, die
Erhöhung mit allen ihm zu Gebote ſtehenden
Mit=
teln zur Durchführung zu bringen. Die
Verſamm=
lung verpflichtete ſich ſchließlich einmütig, die am
5. Juli beſchloſſenen Bierpreiſe zu halten. — Das
lebensgefährliche Putzmittel. Die 32 Marie Klumb aus Gau=Algesheim, die, wie
bereits gemeldet, aus einem Fläſchchen, in dem ſich
ein Metallputzmittel befand, daß ein Hauſierer ihrem
Dienſtherrn, einem Gaſtwirt in der Moſelſtraße,
ver=
hauft hatte, getrunken hatte, iſt jetzt unter gräßlichen
Vergiftungserſcheinungen im Krankenhaus
geſtor=
ben. Der unbekannte Verkäufer des gefährlichen
Mittels konnte noch nicht ausfindig gemacht werden.
Einbruch in das Finanzamt in Herne.
Herne. Banderolendiebe drangen in der Nacht
zum Dienstag in die Dienſträume der Zollinſpektion
im hieſiigen Finanzamt ein und entwendeten
Steuer=
zeichen für Tabakwaren im Geſamtwerte von zirka
23 000 Mark. Dies iſt in wenigen Tagen der
dritte Einbruch in ein Finanzamt im Induſtriegebiet.
Vier Perſonen bei einem Autvunglück getötet.
Halberſtadt. Die „Magdeburger Zeitung”
meldet: Auf der Chauſſee von Torfhaus nach Bad
Harzburg wollte an einer ſtarken Biegung im
Tief=
bachtal ein Perſonenauto ein anderes Auto
über=
holen, als ein drittes entgegenkam. Das eine Auto
ſtreifte den vorbeifahrenden Wagen und ſchlug die
Böſchung hinab. Vier von fünf Inſaſſen wurden
getötet.
Ein gefährliches Geſchenk.
Berlin. Der Ingenieur Wundratſch, der nachts”
ſein Motorrad mit Beiwagen unbeaufſichtigt ſtehen
ließ, fand bei ſeiner Rückkehr in dem Beiwagen ein
Paket, das eine 10,5=Zentimeter=Granate mit
einge=
ſtelltem Zünder enthielt. Die Granate wurde durch
einen waffentechniſchen Polizeibeamten unſchädlich
gemacht. Von dem Täter fehlt jede Spur.
18. Deutſches Bundesſchießen
in München.
Neuer Feſtplatz vor der Bavaria.
Ein neuer Feſtplatz
vor dem Denkmal der Bavaria iſt, als Auftakt zum
18. Deutſchen Bundesſchießen, dem Bundesfeſt aller
deutſchen Schützen, eröffnet worden.
Der frühere Kampfflieger W. Mejo aus Kray bei Eſſen plant den erſten deutſchen Ozeanflug nach
Amerika auszuführen. Die von Ingenieur Max Schüler konſtruierte Maſchine ſoll mit Mefo und
dem Beiflieger A. Schievekamp an Bord bereits Ende Juli aus dem Ruhrgebiet zum
ununter=
brochenen Flug nach New York ſtarten. Unſer Bild zeigt das Flugzeug während der Montage, im
Kreiſe oben: den Konſtrukteur Schüler, unten links: den Flieger Mejo und rechts: A. Schievekamp.
Erdbeben in Jeruſalem.
Das Heilige Grab beſchädigt.
Unſer Bild zeigt die Anſicht der heiligen Stadt.
Die ganze Kulturwelt wird mit Erſchütterung vernehmen, daß die Stätte des Heiligen Grabe
von Naturgewalten beſchädigt wurde. Seit Jahrhunderten zieht es Gläubige, Krieger und fromm
Pilger mit magiſcher Kraft nach Paläſtina. Nun wendet ſich die Liebe der Menſchheit mit ve
doppelter Innigkeit dem heimgeſuchten Lande zu.
Urteil im Dresdener Zigarettenbanderolen=
Fälſcherprozeß.
Dresden. Im Banderolenfälſcherprozeß wurde
Dienstag abend das Urteil verkündet. Wegen Tabak=
und Materialſteuerhinterziehung und wegen
Ge=
brauches gefälſchter Banderolen wurden der
Ange=
klagte Belkoff, Inhaber der Zigarettenfabrik
Belkoff & Co., zu 6 Monaten 7 Tagen Gefängnis
und 7200 Mark Geldſtrafe oder 90 Tagen Gefängnis,
der Tabakwarenfabrikant Schmiedgen aus
Rei=
chenberg zu 12 Monaten 7 Tagen Gefängnis und
7200 Mark Geldſtrafe oder 90 Tagen Gefängnis
ver=
urteilt. Der Angeklagte Kaufmann Bolten aus
München=Gladbach erhielt 1 Jahr 8 Monate
Ge=
fängnis, der Tabakwarenhändler Brüll aus Eupen
4 Monate Gefängnis, die übrigen Angeklagten je
ein Jahr Gefängnis. Außerdem wurde bei den
An=
geklagten Belkoff und Schmiedgen auf je 7600 Mark
Werterſatzſtrafe oder 76 Tage Gefängnis erkannt.
Feuer in der Dreifaltigkeitskirche in
Ludwigs=
hafen.
WSN. Ludwigshafen. In Ludwigshafen
iſt in der Nacht zum Mittwoch, gegen 1 Uhr, in der
katholiſchen Dreifaltigkeitskirche auf der Empore
Feuer ausgebrochen, das innerhalb kurzer Zeit auf
die ganze Empore und die Orgel übergriff. Durch
energiſches Eingreifen der Berufsfeuerwehr war es
möglich, ein Ueberſpringen des Feuers auf den Turm
zu verhüten, und gegen 3 Uhr vormittags konnte
jede Gefahr als beſeitigt gelten. Die Empore
und die Orgel im Werte von 50000 bis 60 000
Mark ſind vollſtändig vernichtet worden,
außer=
dem zeigt das Gewölbe über der Orgel große Riſſe
auf, die durch die Hitze hervorgerufen, ſein dürften.
Die Kirche mußte am Mittwoch früh für den
Gottes=
dienſt geſchloſſen werden.
Exploſion in einer Fabrtk.
Brüſſel. In einer Kunſtſeidefabrik in Tubf” ſich eine Exploſion, wodurch ein Bra 0)
entſtand. Bisher ſind drei Todesopfer
veklagen.
Eine explodierende Rauchſäule auf offenem
Meere.
Kopenhagen. Ein eigenartiges
Natn=
phänomen iſt am Samstag bei den Färöe—r
beobachtet worden. In der Nähe von Suderſö ſt
plötzlich auf offenem Meere eine kohlſchware
Nauchſäule empor und wurde mit großer
E=
ſchwindigkeit auf das Land zugeführt. Hier löſte
ſich auf und legte ſich als dichter Rauch über .!
Umgebung. Bei dem Leuchtfeuer Sumbö
wum=
gleichzeitig, ein durchdringender Geruch von bi
branntem Sott wahrgenommen, und kurz vorkt:
hatte man ein ſtarkes Poltern, wie ein kr.”
tiges Donnerrollen, vernommen.
Unfall eines engliſchen Paſſagierflugzeuges
EP. Paris. Ein engliſches Paſſagierflugze-
Berlin-London—Amſterdam, das ſich in dicht a
Nebel verirrt hatte, verſuchte bei St. Omer (No-”
frankreich) niederzugehen, wobei es in einen BalU
geriet, umkippte und ſchwer beſchädigt wurde. 2 Inſaſſen kamen jedoch mit dem Schrecken R‟
von und ſetzten morgens ihre Reiſe mit dem Zu*
nach Amſterdam fort.
Die Erdbebenkataſtrophe.
EP. London. Die Zahl der Opfer des Er
bebens in Paläſtina wird, nach neueren engliſcer
Berichten, jetzt auf über 1000 angegeben, wob.
allein etwa 800 auf Transjordanien entfallen. A=
Erdbeben, ſei das furchtbarſte ſeit vielen Jahrhu””
derten in Paläſtina geweſen. In Amman betra.
die Zahl der Toten 300, in Lydda 80 und
Ramleh 72. Der Materialſchaden iſt groß. 2V
Regierungsgebäude, das früher das deutſche Hoſpi—*
war, hat im Innern, beſonders an ſeinen Moſck”
arbeiten, ſtark gelitten. In Aegypten beſtehe=
Befürchtungen für die Tempel und ſonſtigen Allts”
tümer. In Beirut, im Libanon und in O
Nähe von Damaskus wurde ein zweite”
Erdbeben von 90 Sekunden Dauer verſpu
Ein Bericht des „Daily Expreß weiſt darauf 9.
daß durch das Erdbeben die Wirtſchaftskriſe, T
ſowieſo in Paläſtina erwartet wurde, beſchleun:e
würde.
Die Opfer des Erdbebens in Paläſtina.
Jernſalem. In Amman wurde das b
tiſche Amtsgebäude durch das Erdbeben zerſtoL
Acht Perſonen ſind dabei ums Leben gerom
men. In Eſſalt hat ſich die Zahl der OpIE
auf 85 erhöht.
Dreihundert Todesopfer bei der Erdbeben=
Kataſtrophe in Transjordanien.
Kairo. Wie durch Augenzeugen berichtet wir
wird die Zahl der durch das Erdbeben in Träle
jordanien getöteten Perſonen auf drr
hundert geſchätzt.
Am Fre
vormittags
Nummer 193
Reichsvereinigung ehemaligen
Kriegsgefangener.
Der am 9. und 10. Juli in Goslar abgehalt:,
Bundestag der Reichsvereinigung ehemaliger Krie=/
gefangener, zu dem mehrere hundert Vertreter „
ſchienen waren, nahm einſtimmig eine von P=y0
Weiland=Wien vorgeſchlagene Entſchließung
die beſagt: Die vom Bundestag der R.E.K. in
G=
lar verſammelten deutſchen, deutſch=öſterreichiſckk.
deutſch=böhmiſchen. Danziger und Saarläme
Kriegsgefangenen denken in tiefem Schmerz —u
tiefer heimatlicher Empörung daran, daß trotz der
Locarno gegebenen Verſprechungen und trotz e
Tatſache, daß das deutſche Volk wie alle
ande=
europäiſchen Großmächte im Völkerbund vertres.
iſt und wie kein anderes Land reſtlos abgerüe
hat, die Beſetzung weiter deutſcher Gebiete imre
noch anhält. Die Entſchließung ruft allen deutſchn
Volksgenoſſen aus allen Stämmen und Parteien u
„Laßt nicht ab im Kampfe für das Selbſtbeſt-m
mungsrecht der Völker und wirkt unermüdlich,
unſer Ziel erreicht iſt, der Zuſammenſchluß a-I0
geſchloſſen ſiedelnden Deutſchen in einem einheitlickky
Reich, durch Gerechtigkeit zum Frieden.”
Iwan Kutisker in der Charité geſtorben.
Berlin. Iwan Kutisker iſt geſtern mit:.
13 Uhr in der Charité verſchieden. Die W.
handlung des Kutiskerprozeſſes, in der am heutigey
Donnerstag das Urteil gefällt werden ſollte, hat y
dauernder Anweſenheit eines Aſſiſtenzarztes in
Charité ſtattgefunden. Noch am 7. Juli hat Prf
Dr. Hiß die Verhandlungsfähigkeit Kutiskers En
Gericht erneut feſtgeſtellt. Anſcheinend iſt der Z)
durch eine plötzlich aufgetretene Lungenembolie Ey
beigeführt worden.
Beſuch deutſcher Linienſchiffe in Danzig.
Danzig. Dienstag vormittag 8 Uhr ſind
beiden deutſchen Kriegsſchiffe Linienſchiff „Heſſe
und Torpedoboot „T 190” auf der Reede von N2u
fahrwaſſer angekommen. Aus dieſem Anlaß hatte. .
eine große Anzahl von Dampfern und Segelboo in
nach der Reede begeben. Der Kommandant
„Heſſen”, Kapitän Junkermann, wurde im Auftra,
der Danziger Regierung vom Polizeipräſidenten
grüßt. Der Kommandant der „Heſſen” ſtattete du
auf dem Präſidenten des Senats, Dr. Sahm, eirnn
Beſuch ab. Der Präſident des Senats erwiderte 71n
Beſuch auf der Reede an Bord der „Heſſen” Un
16 Uhr fand ein vom Senat veranſtaltetes Eſſen .
Roten Saale des Danziger Rathauſes ſtatt.
Waldbrand in Rumänien.
EP. Wien. Infolge der herrſchenden Hitze m.)
Trockenheit iſt im Bezirk von Moreni ein riie
ſiger Waldbrand ausgebrochen, der bald
ur=
geheure Dimenſionen annahm. Waldungen in eirr
Ausdehnung von mehr als 10 000 Hektar ſi.5
vereits vernichtet und die Petroleurn
Anlagen von Moreni gefährdet, ohne d.i
das Feuer hätte bisher lokaliſiert werden könns,
obgleich die Feuerwehren der ganzen Gegend ſ.ſ
bemühen, ein Uebergreifen des Brandes zu verhitt
dern. Der bisher angerichtete Schaden erreickht
mehr als 20 Millionen Lei.
Die Maut
Dachde
Erich
unterz
21. Jut
Die 9e
gienstag. 2
mitags 10.
meiſtei.
gutgehalteneh.
wordenen jund
F
Angebote a.
ſind bis zu obis
germeiſterei einil
Ernſthofen,
Heſ. Bürgerm
Am Freitag,
8 Uhr, verſteigere
ſeigerungslokale,
ſtehende Gegenſtär
weiſe gegen Barzu
1 elettr. Klavier
konſervator, 1
2Warenſchränke,
kaſſe, 3 Mille
Kognak, 2 Fah
rad (Teutoni
wagen, 1 Diplon
1 Vertiko, 1 Tach
1Cha
maſ
für Oelfeue
Schreibtiſch
Waf
maſchine, 1
Odoma)
Am Freit
5 Uhr, verſte
platz in Dar
bie
Donnerstag, den 14. Juli 1927
Not und erſte Hilfe im Erzgebirge.
Die Gulaſchkanonen der Reichswehr
verſorgen die unglücklichen, ihres Hab und Gut beraubten Bewohner des Erzgebirges mit
Nahrung.
Deutſcher Ozeanflug nach Amerika.
Von der Ruhr nach New York.
der,t
Nummer 193
Bauarbeiten.
Donnerstag, den 14. Juli 1922
Geite 11
Die Maurer= und Beton=, Zimmer=,
4yachdecker= und Spenglerarbeiten bei der
Fxrichtung von Flachbauten an
derPallas=
ntieſenſtraße ſollen vergeben werden.
Die Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtr. Nr. 30,
Hämmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis Donnerstag, den
2... Juli 1927, vorm. 10 Uhr,
ein=
im reichen.
(st11151
Darmſtadt, den 12. Juli 1927.
Städt. Hochbauamt.
Faſel=Verkauf.
Die Gemeinde Ernſthofen verkauft am
Lſäenstag, den 19. Juli Ifd. Js.,
nitittags um 1 Uhr auf der
Bürger=
meiſterei im Submiſſionswege einen
zuetgehaltenen, zur Zucht untauglich
ge=
wordenen jungen
Faſel=Ochſen.
Angebote auf Pfund Lebendgewicht
iürd bis zu obigem Termin bei der
Bür=
farmeiſterei einzureichen.
(11174
Ernſthofen, den 11. Juli 1927.
Hleeſſ. Bürgermeiſterei Ernſthofen.
Am Freitag, 15. Juli, nachm.
hr, verſteigere ich in meinem
Ver=
forgerungslokale, Hügelſtraße 27,
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tichende Gegenſtände, öffentlich
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pſt iſe gegen Barzahlung:
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mnaſchine (Senator), 1 Tauchlötofen
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Schreibtiſch, 1 Opel=Lieferwagen, 1
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maſchine, 1 Klavier, 1 Schreibmaſchine
1Odoma), 1 Schreibtifch. 1 Herd, 1
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häge, 1 Ford=Lieferwagen. (11175
Darmſtadt, 13. Juli 1927.
Portner, Gerichtsvollzieher,
Am Freitag, 15. Juli, nachm.
Mhr, verſteigere ich auf dem
Marien=
latz in Darmſtadt zwangsweiſe
meiſt=
jartend gegen Barzahlung:
PPhänomen=Lieferwagen
Darmſtadt, 14. Juli 1927. (11157
Weinheimer,
Gerichtsvollzieher.
Am Freitag, den 15. Juli 1927,
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ſesh bezügliche Veröffentlichung vom 12.
zun 1927 aufgehoben.
(V11152
Mainz, den 12. Juli 1927.
Städtiſches Hochbauamt.
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ent=
gegengebrachte Vertrauen beſtens danke, bitte ich, mir
(*18435
es auch fernerhin bewahren zu wollen.
Hochachtungsvoll
Wilhelm Breßlen
Schwelne-, Rinds- und Kalbsmetzgerel
Ecke Arheilger= und Fuhrmannſtraße
Seite 12
Donnerstag, den 14. Juli 1927
Nummer 193
Oporl Spiel
* Deutſchlands Ausſichten für den
Länder=
wettkampf in Stockholm.
Stockholm, Schwedens Metropole, wird am Samstag und
Sonn=
tag in acht Tagen zum erſten Male der Austragungsort eines
deutſch=
ſchwediſchen Länderwettkampfes im Schwimmen ſein. Lange genug hat
es gedauert, bis endlich einmal dieſe Begegnung zuſtande kommt, denn
ſchon vor zwei Jahren war der Kampf geplant, mußte aber damals
ab=
geſagt werden. Klaſſiſcher Boden für den deutſchen Schwimmſport wird
es ſein, den die Deutſchen in Schweden betreten, denn von hier konnten
ſie ſchon des öfteren mit großen Erfolgen die Rückreiſe in ihre deutſche
Heimat antreten. Erinnert ſei nur an die für uns Deutſche ſo
ruhm=
volle Stockholmer Olympiade 1912, an die Gotenburger Kampfſpiele
1923 und an die vielen Fahrten deutſcher Schwimmer in das herrliche
Schwedenland. Nicht leicht wird für die Vertreter unſeres Vaterlandes
der Kampf in Stockholm ſein, waren es doch dieſe beiden Nationen, die
voriges Jahr bei den Europameiſterſchaften in Budapeſt in heißem
Wettbewerb um den Europapokal die beiden erſten Plätze belegten.
Allerdings war damals Deutſch ands Vorſprung ſo groß, daß auch
diesmal mit einem Siege der deutſchen Farben" zu rechnen iſt. Der
Deutſche Schwimmverband wird ſeine ſtärkſte Vertretung, die er am
letzten Wochenende in Bielefeld feſtſtellte, nach dem Norden entſenden.
Der Länderwettkampf wird nach dem olympiſchen Programm für Damen
und Herren ausgetragen, ſo daß man ſchon jetzt einen Anhaltspunkt für
die Enropameiſterſchaften in Bologna Ende Auguſt und für die
Amſter=
damer Olympiade 1928 erhalten wird. Wie ſind nun nach den
Bielefel=
der Ausſcheidungsrennen die Ausſichten für Deutſchland?
Im Bruſtſchwimmen über 200 Meter dürfte mit E. Rademacher,
wenn er wieder geſundheitlich auf der Höhe iſt, der Sieger feſtſtehen,
aber der Kampf zwiſchen Zientz=Gelſenkirchen und dem beſten Schweden
Linders wird ſehr hart werden, denn Zientz ſchwamm jetzt in Bielefeld
3,03' und Linders in Budapeſt 3,038. Leider müſſen wir in dieſem
Wett=
bewerb auf Budig, Sparta Köln, verzichten, der krankheitshalber nicht
ſtarten kann.
In Kuppers, S.V. Vießen, dem neueſten Rückenrekordmann, der
dem Lauferſchen Weltrekord auf 100 Meter Rücken ganz bedenklich nahe
kam, beſitzen wir augenblichklich einen ganz erſtklaſſigen Schwimmer, eine
große Hoffnung für Amſterdam, der beſtimmt von keinem Europäer
eben zu ſchlagen iſt, auch nicht von den Schweden Lundhal und
Guſtav=
ſon, obwohl beide nicht zu unterſchätzen ſind. Auch der zweite Deutſche,
Schumburg=Magdeburg, kann die Zeiten der Schweden, die um 1,15
lie=
gen, erreichen, wenn nicht unterbieten.
Nicht ganz ſo glänzend ſind unſere Ausſichten in den drei
Freiſtil=
ſtrecken 100, 400 und 1500 Meter, denn an den vielfachen ſchwediſchen
Weltrekordmann Arne Borg kann kein Deutſcher heran. Eine
Mög=
lichkeit, dieſe Niederlagen etwas wettzumachen, beſteht für uns nur
darin, daß unſere beiden Leute Heinrich und Berges über 400 Meter
und Neitzel und Berges über 1500 Meter die beiden nächſten Plätze
be=
legen werden, während der feweilige zweite Schwede vorausſichtlich
Letzter werden wird. Ueber 100 Meter wird allerdings der Kampf um
die Plätze bedeutend ſchärfer werden, denn Schweden beſitzt außer in
Arne Borg noch in Werner, Trolle, Lundhal und Guſtavſon
ausgezeich=
nete Sprinter, ſo daß Heinrich und Heitmann Mühe haben werden,
auf den 2. Platz zu ſchwimmen, obgleich ſie in letzter Zeit ſehr gut in
Form ſind. 8n der 100 Meter=Strecke fehlt bei uns leider Derichs=
Köln durch Krankheit, der im Frühjahr in Brüſſel Borg ein feines
Rennen lieferte und nur knapp geſchlagen wurde.
Haben wir in den Freiſtileinzelrennen gegen Boxg nicht viel zu
beſtehen, ſo ſind unſere Ausſichten für die wertvolle 4 mal 200 Meter=
Staffel um ſo günſtiger, da Deutſchland im Durchſchnitt viel beſſer iſt.
Berges, Heitmann und Schubert ſchwimmen nach ihren Bielefelder
Lei=
ſtungen beſtimmt einen Durchſchnitt von 2,27—2,28, während die drei
erſten Schweden höchſtens eine Durchſchnittszeit von 2,34 erreichen.
Da=
durch kann Heinrich mit einem Vorſprung von 15—20 Sekunden
ab=
gehen, den auch ein Arne Borg nicht mehr aufholen kann.
Für die Springwettkämpfe kann Deutſchland leider nicht ſeine
Extraklaſſe Wundt, Luber und Dr. Lechnis mitnehmen, da alle drei
nicht abkömmlich ſind. Trotzdem glauben wir an einen Sieg
Rieb=
ſchlägers in wenigſtens einem der beiden Springen, denn der Zeitzer
hat ſich in letzter Zeit ſtark verbeſſert, und konnte ſogar Luber und Dr.
Lechnis ſchlagen. Die anderen Deutſchen, Baumann im Kunſt= und
Kohle im Turmſpringen, müſſen ſich ſehr anſtrengen, da Oeberg=
Schwe=
den ſehr gut iſt, und in Budapeſt Luber im Turmſpringen nur knapp
unterlag.
Für das Waſſerballſpiel hat Deutſchland bis auf einige Leute nur
2. Garnitur aufgeſtellt, ſo daß Schweden hier beſtimmt gewinnen wird.
Da von der Magdeburger Hellas=Mannſchaft einige Leute keinen
Ur=
laub bekommen konnten, ſah man ſich zu dieſer Aufſtellung gezwungen.
Zu den Damenrennen iſt nicht viel zu ſagen, da man über den
Stand des ſchwediſchen Damenſchwimmſports augenblicklich nicht genau
prientiert iſt. Doch glaube ich, daß auch die deutſchen Damen durch ihr
gutes Material das Ihre zu einem deutſchen Siege beitragen werden.
Sehr erfreulich waren die Leiſtungen der Damen Lehmann, Erkens,
Söhnchen und beſonders der Bruſtſchwimmerinnen Schrader,
Zimmer=
mann und Muhe am letzten Sonntag in Bielefeld.
Unſere beſten Wünſche begleiten die deutſche Mannſchaft auf ihrer
Fahrt nach Nordeuropa, und wir hoffen, daß ſie durch einen Sieg neu
geſtärkt für die ſchweren diesjährigen Kämpfe in Bologna und für die
Amſterdamer Olympiade 1928 nach Hauſe zurückkehren werde. K. W. L:
Vierkötter gibt auf.
Der deutſche Langſtreckenſchwimmer Vierkötter ſtartete in Amerika
zum erſten Male bei dem großen Schwimmen um den Geergesſee bei
Montreal (Kanada) über 24 Meilen (38,6 Kilometer). Um den
aus=
geſetzten 10 000=Dollar=Preis bewarben ſich 150 Schwimmer und S
hwim=
merinnen aus allen Teilen der Welt, die am Dienstag mittag 1 Uhr
amerikaniſche Zeit von dem Exweltmeiſter im Boxen Jack Dempſey auf
die Reiſe geſchickt wurden. Auf beiden Seiten des Sees hatte ſich eine
große, auf 100 000 Köufe geſchätzte Menſchenmenge eingeſunden. Die
ſehr niedrige Waſſertemperatur machte den Schwimmern ſehr zu ſchaffen,
mehr als die Hälfte gab ſchon nach wenigen Stunden auf.
Vierkötte=
lag bald in Front, nach 12 Meilen (19,3 Kilometer) tauchte aber
plötz=
lich der junge New Yorker Keating neben ihm auf, und nach kurzem
Kampf war Vierkötter geſchlagen. Der Deutſche gab dann nach 12
Stunden auf, und Keating war allein auf weiter Flur. Erſt Stunden
nach ſeiner Ankunft am Ziel kamen weitere Schwimmer, und zwar die
Damen Diamond=Brooklyn und die bekannte Langſtreckenſchwimmerin
Lotte Schoemmel, an.
Vorrundenſpiele um die Waſſerballmeiſterſchaft
der deu ſchen Hochſchulen.
Heute Donnerstag, vormittags 12 Uhr und nachmittags 19 Uhr
im Woog.
Zur Feſtſtellung des ſüdweſtdeutſchen Hochſchulmeiſters im
Waſſer=
ball für das deutſche akademiſche Olympia in Königsberg am 23. und
24. Juli werden ſich heute vormittag 12 Uhr die Univerſität Heidelberg
und die Tcchniſche Hochſchule Darmſtadt im Woog gegenüberſtehen.
Der Sieger dieſes Spieles wird am Abend um 7 Uhr gegen die
Uni=
verſität Frankfurt ſpielen. Bei dem hohen Stand des Waſſerballſports
an der Techniſchen Hochſchule Darmſtadt, in deren Mannſchaft Leute
wie Cordes=Hellas Magdeburg, Orlemann und Kloſtermann=Jung=
Deutſchland, mitwirken, kann ein Beſuch der Spiele nur empfohlen
werden.
Privilegierte Schützengeſellſchaft Darmſtadt.
Vor der Türe ſteht das größte und bedeutendſte Schützenfeſt des
Jahres 1927, das groß= „Deutſche Bundesſchießen” in Münhen. Die
Brteiligung von hieſigee Gegend dürfte einige hundert Schuitzen
be=
tragen, die vereint in dem Mitteirheiniſchen Schützenbund nach Müncheu
reiſen. Beſonkers dürfte der Gau der Odenwäder Schuitzenvereinigung
und darin auch die S.hrtzen der Privilegierten Schützengeſellſchaft
Daum=
ſtadt vertreten ſein. Das Schießen ſelbſt zerfällt in alle
Schieß=
arten, wie Kleinkaliber, Jagd= reſp. laufende Keilerſcheiben,
Feuer=
ſchützen 175 und 300 Meter. Auch das Armbruſtſchießen wird in
Mun=
chen zur Geltung kommen.
Wenn auch für unſere Darmſtädter Schützen die Möglichkeit zum
Ueben nur ſehr gering war, ſo dürften dieſelben doch nicht ohne Preiſe
von München zurüickkehren, ſchiekt doch, wie toir hören, die Priv.
Schützengeſellſchaft ihre beſten Schützen ins Feld, die gewohnt ſind, auch
gegen noch ſo „ſchwere Kanonen” zu kämpfen.
und Tarnen.
DieSeiſegung des Piinden eiglsikane
Die Trauerfeier in Nikolskoe.
* Berlin, 12. Juli.
Prinz Friedrich Sigismund von Preußen wurde am Dienstag
nach=
mittag nach einer Trauerfeier in der Kirche von Nikolskoe unter
rie=
ſigem Trauergeleit auf dem Familienfriedhof im Alten Park von
Glie=
nicke beigeſetzt.
In der kleinen Kirche von Nikolskoe, deren Schiff mit Eichenlaub
und Roſenranken geſchmückt war, hatte man den von der
Prinzenſtan=
darte bedeckten Sarg, auf dem außer der Huſarenmütze und dem Degen
auch ſein in Luzern gewonnener Ehrenpreis lag, vor dem Altar unter
Palmen und Lorbeerbäumen aufgebahrt. Eine Fülle von Kränzen,
darunter die des Kaiſers, der Mitglieder des ehemaligen Königshauſes,
der Reichswehrregimenter, Kriegervereine, Sportorganiſationen wie
auch der am Luzerner Turnier beteiligten ausländiſchen Reiter umgab
die Bahre, an der bis zum Beginn der Feier Mafor v. Jena die
Ehren=
wache hielt. Die Kirche ſelbſt konnte nur einen kleinen Teil der
Trauer=
gäſte faſſen, unter denen neben dem Feldgrau der Reichswehroffiziere
der Potsdamer Garniſon und zahlreicher Reiterregimenter die
Unifor=
men des alten Heeres überwogen. Man ſah die Generäle v. Watter
und v. Cramon, den Chef der Heeresleitung, General Hehe, ſodann
Generaloberſt v. Kluck, Staatsſekretär a. D. Lewald als Vertreter des
Prinz Friedrich Siegismund v. Preußen + auf „Heiliger Speer”
(Letzte Zeichnung kurz vor ſeinem Unfall, von Kunſtmaler Schuld=
Darmſtadt.)
Reichsausſchuſſes für Leibesübungen, Miniſterialrat Brandenburg und
Regierungsrat Dahlmann vom Reichsverkehrsminiſterium, eine
Abord=
nung des Magiſtrats Potsdam unter Führung des Oberbürgermeiſters
Rauſcher, ſowie zahlreiche Angehörige der ehemaligen Hofgeſellſchaſt,
Vertreter der früheren Bundesfürſten. Deputationen der Reichswehr,
der Kriegervereine, der ehemaligen Heeresflieger, der ſportlichen
Ver=
bände uſw. Kurz hintereinander traten Generalfeldmarſchall v.
Macken=
ſen und ſchließlich Reichspräſident v. Hindenburg in Begleitung ſeines
Sohnes ein. Hindenburg trug die Feldmarſchallsuniform mit dem
Schwarzen Adlerorden. Viel bemerkt wurden auch zwei Offiziere in
fremden Uniformen, der Schweizer Oberſtleutnant Söhr und der
ſchwe=
diſche Rittmeiſter Hedenſtierna. Kurz nach drei Uhr erſchienen die
An=
gehörigen und Verwandten des Dahingeſchiedenen, zunächſt ſeine
Schwie=
gereltern, Prinz und Prinzeſſin von Schaumburg=Lippe mit ihrem
Sohn Prinz Chriſtian, ſowie in Begleitung eines däniſchen Prinzen im
Galarock und eines Prinzen Schaumburg in öſterreichiſcher
Dragoner=
uniform, ſodann die Kronprinzeſſin mit ihren beiden älteſten Söhnen
und dem Großherzog Friedrich Franz von Mecklenburg=Schwerin.
Hier=
auf die Prinzeſſin Eitel Friedrich, Auguſt Wilhelm und Oskar, ſowie
Fürſt Bentheim, die die Ehrenwache am Sarge übernahmen.
Schließ=
lich betrat, während die Trauerverſammlung ſich von ihren Plätzen
er=
hob, die Witwe, am Arm des Kronprinzen, gefolgt von ihren beiden
kleinen Kindern und ihrer Schwiegermutter, der Prinzeſſin Friedrich
Leopold, die Kirche. Weder der Vater noch der Bruder des Prinzen
Friedrich Sigismund waren erſchienen. Nach einleitendem Geſang eines
Chorals hielt Pfarrer Noell aus Pſchernow, der ehemalige Hauslehrer
des Prinzen, die Trauerrede, der er das Bibelwort zugrunde legte:
„Meine Gedanken ſind nicht Eure Gedanken und Eure Wege ſind nicht
meine Wege‟. Nach Gebet und abermaligem Geſang wurde der Sarg
von acht der bekannteſten Turnierreiter unter den Klängen der
Ka=
vallerie=Retraite durch ein Spalier von Abordnungen zu dem
vierſpän=
nigen Leichenwagen des ehemaligen Königshauſes getragen. Unter
Vorantritt von Stahlhelmmuſik, einer Stahlhelmabteilung, die von
Major v. Stephani geführt wurde, und der Abordnungen der
Krieger=
vereine mit ihren Fahnen ſetzte ſich der Trauerkondukt in Bewegung.
Hinter dem Leichenwagen führte man den „Heiligen Speer”, das Pferd,
mit dem der Prinz in Luzern ſeinen letzten großen Erfolg gegen
inter=
nationale Konkurrenz errungen hatte. Dann folgten die Angehörigen,
der Reichspräfident und die übrigen Trauergäſte zu Fuß. Ein dichtes
Spalier von Schauluſtigen hielt den ganzen langen Weg beſetzt, wobei
ein ſtarkes Aufgebot der Schutzpolizei für Aufrechterhaltung der Ruhe
und Ordnung ſorgte. Länger als eine Stunde bewegte ſich der
Trauer=
zug am alten Glienicker Park entlang über die Wannſee=Potsdamer
Chauſſee zum Parkeingang, um beim Pafſieren von Haus Glienicke,
dem Wohnſitz des Prinzen, einige Augenblicke zum letzten Gruße
anzu=
halten. Im Park wurde der Sarg in einiger Entfernung von dem
ziemlich abſeits gelegenen offenen Begräbnisplatz, dem ehemaligen
Spiel=
platz der Kinder, vom Wagen gehoben und unter den Klängen des
Liedes vom guten Kameraden zur Gruft getragen, die an der Seite des
Grabes der Prinzeſſin Viktoria Margarete bereitet war, und hinter der
die Fahnen Aufſtellung genommen hatten. Nachdem der Sarg
hinab=
gelaſſen war, ſprach Pfarrer Koſchwald=Kleinglienicke, nach deſſen
Wor=
ten drei Salven über das offene Grab krachten, während die Kapelle
der ehemaligen 2. Leibhufaren die Kavalleric=Netraite mit dem
Zapfen=
ſtreich intonierte. Dann ſchiloß ſich die Erde über dem Sarge. Als
Ab=
ſchiedsgruß der Flieger kreiſten über der Trauerfeier zwei Doppeldecker
mit Trauerwimpeln.
Geſchäftliches.
Haben Sie ſich ſchon davon überzeugt, welche ungs
wöhnlichen Vorteile der Saiſon=Ausverkauf im Kaufhaus Gebr.
Roth=
ſchild, Darmſtadt, bietet? Die Kaufluſt des Publikums und der enorme
Andrang ſind der beſte Beweis.
Der Triumph der „Wanderer”=Wagen.
Die ſoeben zu Ende gegangene „Kartellfahrt 1927” für Touren=
und Sportwagen, die von Stettin über Hirſchberg, Erfurt, Stuttgart.
Frankfurt a. M. und Köln nach Hamburg führte und eine
Berg=
prüfung auf der „Hohen Wurzel” einſchloß, geſtaltete ſich zu einer
eindrucksvollen Kundgebung für die Wanderer=Werke. Glänzend iſt
vor allem die Leiſtung von Frau Elſe Metz, die nicht nur die
Fahr=
zeiten der äußerſt ſchwierigen Bergprüfung einzuhalten vermochte,
ſondern überhaupt die ganze ſechs Tage währende Kartellfahrt ohne
Strafpunkte abſolvierte, was von 53 Teilnehmern nur der geringen
Zahl von dier gelang. Aber auch über die anderen teilnehmenden
„Wanderer”=Wagen iſt nur Lobendes zu berichten. Die ſchwierige
Berg=
prüfung und Prüfung der Elaſtizität des Motors auf der „Hohen
Wurzel” wurde von allen drei geſtarteten „Wanderer”=Fahrern (Atmer,
Mader, Frau Metz) innerhalb der vorgeſchriebenen Zeiten beſtanden,
In dieſer Bergprüfung waren außerordentlich ſchwere Bedingungen
geſtellt und namentlich Geſchwindigkeiten verlangt worden, die nur von
Wagen erreicht werden konnten, denen eine außerordentliche
Berg=
ſteigefähigkeit innewohnt. Das Abſchneiden der „Wanderer”=Wagen
auf dieſer Bergprüfung, mit ihrer 11 Prozent betragenden Steigung,
wird in der Preſſe als eindrucksvolle Leiſtung bezeichnet. Es
ver=
dient hier noch Erwähnung die Tatſache, daß der vierte „Wanderer”=
Wagen, geſteuert von Frau Hedwig Eberhardt, Halle a. S., der ſich
bei Striegau überſchlagen hatte und infolgedeſſen aus der Konkurrenz
ausgeſchieden war, ſich bereits in Köln wieder bei den übrigen
Teil=
nehmern eingefunden hatte, nachdem er in zehnſtündiger Fahrt
520 Kilometer zurückgelegt und ſomit die Durchſchnittsgeſchwindigkeit
von 52 Kilometern pro Stunde erreicht hatte, eine Leiſtung, die vor
ſelbſt für die Unverwüſtlichkeit der „Wanderer”=Wagen ſpricht.
Der ſenſationelle „Preſto”=Erfolg bei der
Autokartellfahrt!
Dem großen Kreis der Automobil=Intereſſenten haben Verlauf
und Ergebniſſe der ſechstägigen Zuverläſſigkeitsfahrt des
Automobil=
klubs von Deutſchland wieder einmal eindrucksvoll die
Leiſtungsfähig=
keit und Güte deutſcher Kraftwagen vor Augen geführt. Bei der
Wür=
digung dieſer Tatſache verdient der ſenſationelle Erfolg von Fräulein
Pix, Sonneberg, beſonders hervorgehoben zu werden. Im Wettbewerb
mit erfahrenſten Sportgrößen konnte die junge Dame ihren bereits
drei Jahre alten „Preſto”=Wagen ohne jeden Strafpunkt über die
faſt 3000 Kilometer lange Strecke bringen und in der Bergprüfung die
beſte Zeit ihrer Klaſſe erzielen. Trotz der durch anhaltendes
Regen=
wetter ins Maßloſe geſtiegenen Anforderungen ließ ſie der „alte
Preſto=Wagen” kein einziges Mal im Stich! Immer ſprang der
Motor innerhalb der vorgeſchriebenen Zeit an, Tag für Tag, und auch
im gebirgigſten Gelände lief er mit der Gleichmäßigkeit eines Uhrwerks.
Die enorme Beanſpruchung vermochte ſeiner Leiſtungsfähigkeit ſelbſt
bei der Bergprüfung auf die „Hohe Wurzel” nichts anzuhaben. Die
Leiſtung der tapferen Fahrerin, wie auch des „Preſto=Wagens” fanden
denn auch die verdiente Anerkennung.
Das Volkshochſchulheim Denkendorf, bei Eßlingen
a. N., hat für ſeinen Winterkurs, der am 1. November beginnt, noch
eine Anzahl Plätze frei. Jungen Mädchen (nicht unter 18 Jahren) die
eine Klärung der heute ſchwebenden hauswirtſchaftlichen, erzieheriſchen
und ſozialen Aufgaben der Frau ſuchen, möchte das Heim Gelegenheit
zu praktiſcher Uebung und gemeinſamer Ausſprache im Kreiſe junger,
gleichſtrebender Menſchen bieten. Wer noch am Winterkurs teilnehmen
will, möge ſich baldigſt mit der Heimleitung in Verbindung ſetzen.
Endgültige Anmeldungen ſollten bis ſpäteſtens 15. September
eingegangen ſein.
Der heutigen Nummer iſt eine Extrabeilage der Firma
Linde=
mann & Co., A.=G., Frankfurt a. M., beigefügt. Der von der Firma
ſarin angezeigte große Saiſon=Ausverkauf übertrifft alle
Erwar=
tungen. Wir machen unſere verehrten Leſer hierauf beſonders auf=
TV. 11197
merkſam.
Rund=Funk=Programme.
Frankfurt.
Donnerstag, 14. Juli. 12: Glockenſpiel. O 13.30: Uebertr.
von Kaſſel: Konzert. Raymond: Grüß mir die ſtolzen Burgen. —
Manfred: Auf der Wanderſchaft. — Pöhler: Im Wald und auf
der Heide. — Morena: Heimatlieder=Potp. — Lenz: Kronſchätze
der Muſik. — Schlippe: Germania=Marſch. 16.30: Alte
Tanz=
muſik. O 17.45: A. Scherzer: Aus den Römiſchen Briefen von
Curd v. Schlözer. o 18.15: Dr. Heßling: Die Bedeutung der
Genoſſenſchaften für die deutſche Volkswirtſchaft. O 18.45: Stunde
des Südweſtd. Radioklubs. o 19.15: Oberſpielleiter Erhardt:
Probleme der modernen Opernbühne. O 20.15: Rezitations=Abend
Charlotte Chriſtann. 21.15: „Armut” Tragödie von Anton
Wildgans. — Anſchl.: Konzert. Mitw.: Adolf Bock (Baß).
Schubert: Ouv. Roſamunde. Gruppe aus dem Tartarus. Fahrt
zum Hades. Andante aus dem Oktett. Der Kreuzzug. Memnon.
Ganymed. Erſte Zwiſchenaktsmuſik aus Roſamunde, Zweite
Ballett=
muſik aus Roſamunde
Donnerstag, 14. Juli. 13.15: Schallplattenkonzert. O 16:
Aus dem Küchenreich, O 16.15: Konzert. Evert: Telefunken=Marſch.
— Gungl: Die Hydropathen. — Eſterl: Paraphraſe über Verlaſſen
bin i. — Gade: Im Hochland. — Urbach: Lortzings
Lieblings=
kinder. — Rhode: Die Mühle im Tale. — Reger: Reigen.
Humoreske. — Dreſcher: Auf Feiſen der Baſtei. 0 18.15: Stuttgart
Dramaturgiſche Funkſtunde. — Freiburg: Bertel Seiler=Biehler:
Rezitationen. S 18.45: Uebertr. aus Freiburg: Aerzte=Vortrag:
Altes und Neues aus dem Gebiet der Magen= und
Stoffwechſel=
krankhei en. O 19.15: Stuttgart und Freiburg: Schachfunk. O 19.45:
Bäderſtunde. O 20.15: „Die Königin der Luft”. Operettenſchwank
von Reimann und Schwart.
Berlin.
Donnerstag. 14. Juli. 6: Gymnaſtik. O 12.30: Viertelſtunde
für den Landwirt. 16: W. Lieſener: Das Handballſpiel.
G 16.30: D. Mandorn: Wiſſenſchaftliche Aufgaben der Reichsmarine.
17: Witze und wie ſie entſtehen. Am Mikrophon: C. K.
Roelling=
hoff (Schriftleiter der Luſtigen Blätter). O 17.30: Neuzeitl.
Haus=
muſir. 20 verſchied. Darbietungen. O 18.45: Dr.=Ing. Koeniger:
Kälteerzeugung in Haushalt und Kleingewerbe. 6 19.10: Dr. Apel:
Weltanſchauungen großer Denker. Leibniz. 6 19.40: Oberpoſtinſpeitor
Morath: Braucht Deutſchland eine Poſtſparkaſſe? O 20.10: Min=
Rat Karſtedt: Ziel und Zweck der Hindenburgſpende. O 20.30:
Ludwig Fulda=Abend. Zu ſeinem 65. Geburlstag. 18 verſchiedene
Darbietungen. Rezit.: Alfr. Braun. O 22.30: Tanzmuſik.
Königswuſterhauſen. Donnerstag, 14. Juli. 14.30: Adele
Lüderitz=Ramelow: Die Ernährung der Säuglinge bis zum zweiſen
Lebensjahr im Monat Juli (einſchl. Speiſefolgel. o 15: Wie
lebt die Familie im Sommer in den Ferien. O 15.40: Adele
Lüderitz=Ramelow: Kochanweiſungen und Speiſefolgen. O 16: Ob=
Std.=Rat Dr. Brunner: Individuum und Gemeinſchaft im
Ge=
ſchichtsunterricht. O 16.30: Aus dem Zentralinſtitut für Erzieh-
und Unterricht. o 17: Wilhelm Schäfer: Die dreizehn Bücher
der deutſchen Seele. Vorleſung Gerd Fricke. o 18.30: Spanich
für Fortgeſchr. 18.55: Dr. Boettcher: Schubert. O 19.20:
Prof. Eckſtein. Eberswalde: Schädliche Schmetterlinge (Nonne und
Eule). Ihre Lebensweiſe und Bekämpfung.
Wetterbericht.
Witterungsausſichten für Freitag, 15. Juli
(nach der Wetterlage vom 13. Juli):
Bei mäßiger Luftbewegung vielfach wolkig, auch aufheiternd warme
vereinzelt Gewitterneigung.
Kauptſchtiftleitung Rudol Mauv=
Verantwortlich für Politik und Wirtiſchaft: Rudolf Mauve; für Feuilleion, Reich 2
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe;, füc Sport: Dr. Eugen Buhlman.!
für den Kandel: Dr. (. H. Queiſch; für den Schlußdienſt: Andrcae Raueli In
„Die Gegenwart”: Dr. Herbert Nette: für den Inſeratenteil Willy KuhiE
Mud 20 Verlag 4. (. 4 ittich — ämilich in Darmſtadt.
unver augte Mannitrivie wird (aran:te der Rückſendung u ich übermommen
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
[ ← ][ ][ → ]Nummer 193
R
Donnerstag, den 14. Jufi
te!
Die Lage der Elbeſchiffahrt.
Aus Auſſig a. E. (Böhmen) wird uns geſchrieben: Seit
Be=
tUhen der Frachtenſchiffahrt auf der ſogenannten „oberen‟ Elbe, das iſt
dume ſchiffbare Teil von Hamburg bergwärts bis Melnik in einer Länge
uan 742 Klm., ſind auf der Elbe Wünſche und Beſchwerden laut, die
ruch heute noch dieſelben Urſachen aufweiſen, als vor drei Jahrzehnten.
Heute teilen ſich in die Frachtenſchiffahrt auf der Oberelbe folgende
Uunternehmungen: Tſchechoſlowakiſche Elbeſchiffahrts A. G., Auſſig,
Ver=
nurigte Elbeſchiffahrtsgeſellſchaften in Dresden, Neue Deutſchböhmiſche
Ellbeſchiffahrts A.G. in Dresden, die Elbedampfſchiffahrtsgeſellſchaft in
2resden und die Firma Pinke u. Mewes in Hamburg, die als größtes
L-ivatuternehmen neben den großen Geſellſchaften zu nennen iſt.
ſü=ben dieſen führenden Unternehmungen beſtehen einige tauſend
Zwivatunternehmungen: die Kahnſchiffer! Sie kommen
ſiwear meiſt nur bei Talfahrten in Betracht, doch iſt gerade die
Konkur=
anz der Kleinen utereinander und gegen die Großſchiffahrt ſtark
fühl=
ſcn. Das Fehlen einheitlicher Frachttarife öffnet der Preisdrückerei,
an Feilſchen mit allen Mitteln Tür und Tor, ſodaß eben jenes
Unter=
gcmen die größte Zahl der Beförderungen erreicht, das die niedrigſte
ſpacht aushält. In den letzten vier Jahren ſind die Tarife bedeutend
crabgeſchraubt worden, etwa — bei einer Beförderungseinheit in
Bif=
enn ausgedrückt — von Ke 10 auf Ke 4. Das allein ſpricht Bände!
die Haupturſache der gegenſeitigen Konkurrenzierung iſt das Fehlen
eil licher Organiſation, die ſowohl die Großſchiffahrt wie auch die
Klein=
ſen riebe umfaßt, einheitliche Tarife ſchafft und auch für deren Ein=
„ltung entſprechend ſorgt. So iſt es leicht begreiflich, daß ſich die
ElSefrachtſchiffahrt nicht jenes Anſehens erfreut, das man dem
Eiſen=
aenbetriebe entgegenbringt, obwohl die Elbe eine bedeutende
inter=
arionale Verkehrsſtraße bildet.
Neben dieſen großen Nachteilen in der Struktur des
Schiffahrts=
ſewwerbes kommen auch äußere Einflüſſe volkswirtſchaftlicher Natur hier
u Auswirkung. Das Fallen der Ein= und Ausfuhrziffern zeigt ſich
ng geringeren Einnahmen der Schiffahrt. Beſonders fühlbar macht ſich
ewoch die neue kaufmänniſche Führung der Deutſchen
k’ ichsbahn, deren Beſtreben es iſt, alle Waren in Hamburg
be=
eiks zu erfaſſen. Auf dieſe Weiſe wird der Elbefrachtſchiffahrt viel
fmacht entzogen. Selbſtverſtändlich iſt der alljährlich einſetzende
Waſſer=
nungel eine laufende Paſſivpoſt bei allen Schiffahrtsunternehmungen.
dunzu kommen die Stauwehre auf böhmiſchem Gebiet (ungefähr. 107
ſiometer ſchiffbare Elbe) in Raudnitz und Loboſitz. Das dritte
Stau=
oter bei Auſſig dürfte im Jahre 1929 ebenfalls in Betrieb geſetzt
wer=
el.. Man rechnet damit, daß durch die Waſſerkraftanlage des Auſſiger
Siauwehres die großen Koſten dieſer Anlage amortiſiert werden. Im
boffolge dieſes Wehres taucht aber ſchon ein neues Stauprojekt in
Tich=
onbitz auf, ſo daß der Schiffahrt neuerdings große Hinderniſſe
bevor=
ſegen. Alles in allem muß geſagt werden, daß die Elbefrachtſchiffahrt
ri geringen Ausnahmen ein wenig gewinnbringendes Gewerbe
dar=
ell=t, ſo daß Abwanderungen von Kleinfrächtern und
Betriebseinſtel=
un gen nicht ſelten ſind.
Irnwandlung der Siemens=Schuckert=Werke
B.. m. b. H., Berlin, in eine Aktiengeſellſchaft.
Am 12. Juli 1927 iſt die ſeit längerer Zeit beabſichtigte
Umwand=
mig der Siemens=Schuckertwerke G. m. b. H., Berlin, in eine
Aktien=
ellellſchaft umter der Firma „Siemens=Schuckertwerke A.G.”
Slelgt: Aus rechtlichen Gründen mußte bei dieſer Umwandlung der
Zmn der Neugründung beſchritten werden. Dieſe Neugründung hat in
erl Weiſe ſtattgefunden, daß die Siemens=Schuckerwwerke G. m. b. H.,
weie ſieben ihrer Tochtergeſellſchaften, die Gummifabrik Weſtend G. m.
ſ. in Berlin=Siemensſtadt, die Hanſeatiſchen Siemens=Schuckertwerke
. m. b. H. in Hamburg, die Holzwollefabrik Peitz G. m. b. H. in Peitz,
ei Papierfabris Markgraf u. Engel G. m. b. H. in Wolfswinkel, die
ſayrzellanfabrik Neuhaus G. m. b. H. in Neuhaus, die Rheiniſche
Sie=
eirs=Schuckertwerke G. m. b. H. in Mannheim und die Sächſiſche
nuaht= und Kabelwerke G. m. b. H. in Plauen i. V. ihve geſamten
Un=
nuehmungen als Gründer in die Siemens=Schuckertwerke A.G. gegen
ſewährung von Aktien eingebracht haben. Außer dieſen acht Gründern
ungen ſich noch die Siemens u. Halske A.G. in Berlin ſowie die
Elek=
zuſitäts=Aktiengeſellſchaft vorm. Schuchkert u. Co. in Nürnberg als
wänder mit Einlagen beteiligt. Das Grundkapital der
Siemens=
ckaickertwerke A.G. beträgt 120 000 000 RM. und beſteht aus 90 000
tü.ck auf den Inhaber lautenden Aktien Lit. 4 ſowie aus 150 000 Stück
ul den Namen lautenden Aktien Lit. B. Von dieſem A.K. erhält die
zumens u. Halske A. G. 46,85 Mill. RM. Aktien Lit. 4 und 15,05
EiH. RM. Aktiem Lit. B, während die Elektrizitäts=A. G. vorm. Schuckert
Ko. 43,15 Mill. RMM. Aktien Lit. A und 14,95 Mill. RM. Aktien
iI B erhält. Maßgebend für die Umwandlung in eine A.G. war der
Sumſch, ſich die größere Beweglichkeit dieſer Geſellſchaftsform zu ſichern.
ewanlaſſung zur Einbeziehung der 7 Tochtergeſellſchaften war der
zumſch, durch Beſeitigung ihrer formellen Selbſtändigkeit in
organi=
riſcher Beziehung Vereinfachungen zu ſchaffen. An den inneven
enlhältniſſen der Siemens=Schuckertwerke hat ſich durch dieſe
Umwand=
ung nichts geändert. Nur beim A.R. iſt eine Erhöhumg der Zahl der
kür=glieder infolge Zuwahl der Herven Dr. Paul Silverberg, Dr. Fritz
hüuſſen, Dr. Albert Voegler und Oskar v. Dewitz erfolgt. Die
Stel=
ug der Gläubiger und Schuldner der Siemens=Schuckerwerke G. m.
(S. wird durch die Umwandlung in keiner Weiſe berührt. Zwiſchen
eri Siemens u. Halske A.G. und der Elektrizitäts=A. G. vorm. Schuckert
(So, als alleinigen Aktionären der Siemens=Schuckertwerke A.G. ſind
enginbarungen bezüglich einer gewiſſen Bindung des Aktienbeſitzes
ge=
ohſſen worden.
Metallnotierungen.
DDie Berliner Metallnotierungen vom 13. Juli ſtellten ſich wie folgt:
lestrolytkupfer 121½, Remolted Plattenzink 50½—51½,
Original=
ünttenAluminium 210, dito in Walzen 214, Reinnickel 340—350,
An=
muon Regulus 95—100. Silber in Barren 7734—7834:
* Die amtlichen Preisfeſtſtellungen im Metallterminhandel vom
. Juli ſtellten ſich für Kupfer: Januar 112½ (112½), Februar
Me4 (113), März 113 (113½), April 113½ (113½), Mai 113½4 (113½),
miri 113½ (11334), Juli 110 (111), Auguſt 110½ (110½), September
Oe (111½4), Oktober 111½ (11134), November 112 (112½), Dezember
3us (11234). Tendenz: ſtetig. — Für Blei: Januar 46½ (4634),
ennuar 46½ (463), März 46½ (4634), April 46½ (47), Mai 46½ Aſchaffb.Zelſtoff.
7. Juni 463, (47), Juli 45¾ (46½), Auguſt 4534 (46½), September Augsb.Nürnb. Maſ
(46½) Oktober 46½4 (46½), November 46X (4634), Dezember
(4634), Tendenz ruhig. — Für Zink: Januar 53½ (54), Febr. Berlin, Karlsruhe‟
(54), März 53½ (54), April 53½ (54), Mai 53½ (54), Juni Braunkohl.=Briketts. 200.—
z : (5334), Juli 55½ (56½), Auguſt 5434 (55½4), September 54½ Bremer Bulkan.
4182), Oktober 54 (54½), November 5334 (54), Dezember 53½ (54). Bremer Wol
entdenz: flau. — Die erſten Zahlen bedeuten Geld, die in Klammern Deutſch=Atlant. Tel
iuefügten Brief.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
MMaſchinenfabrik Badenia A.=G., vorm. Wm. Platz Söhne A.=G., Donnersmarckhütt,
enmheim. Während das erſte Halbjahr 1926 noch unter finanziellen
chwierigkeiten (durch G.V.=Beſchluß vom 16. 8. 26 im Verhältnis 10
1 ſaniert) zu leiden hatte, haben ſich in der letzten Hälfte die Ab= J. 8. Farben
twerhältniſſe im Inlande für große und auch kleinere Maſchinen ge= Gaggenau Vorz
ſſart. Mit der Heinrich Lanz A.=G., Mannheim, wurde ein Abkom= Gelſenk. Berg
eni über die Aufteilung der Fabrikationsgetriebe, wie es in der letzten G. f. elektr. Untern.
A— dort angekündigt wurde, getroffen. Die Badenia wird ſich künftig / Halle Maſchinen ....
ehr kleineren Maſchinen zuwenden. Die Betriebsumſtellun nach
neu=
eüngen Fabrikationsmethoden gehen der Vollendung entgegen. Aus
nemn Rohgewinn von 581 000 RM. (478 000 RM.) erforderten
Un=
ſiem 512 000 RM. (1,24 Mill. RM.) und 60 063 Abſchreibungen. Der
tmerſchuß von 8796 RM. (i. V. 758 719 Verluſt) wird vorgetragen.
Bilanz zeigt bei 288 000 RM. A.K. Teilſchuldverſchreibungen
00000 RM., Kreditoren 1,98 (2,83 Mill. RM), Anzahlungen 332000
gegenüber Immobilien mit 0,98 (1,28) Mill. RM. Einrichtungen
254 (1 Mill.), Vorräte 1,34 (2,84) und Außenſtände 0,33 (0,36) Mill. Brüſſel=Antw.
M. Das laufende Jahr iſt im Ergebnis weſentlich vom Ernteausfall Kslo
d vom Verkauf der Lagerbeſtände abhängig
DDie Güterwagengeſtellung bei der Reichsbahn. In der Woche vom Stockholm.
Funt bis 2. Juli ſind bei der Deutſchen Reichsbahngeſellſchaft (in keſingfors..
Stück) 886.1 Güterwagen geſtellt worden, gegen 743,1 in der
iſtorechenden Woche 1936 und 902,6 in der Vorwoche 1927. Für den Nem=Yori.
oeitstag, im Durchſchnitt berechnet, lauten die entſprechenden Ziſ= Pgris .!
ngere arbeitstägliche Geſtellung iſt auf Schweiz ....."
ru.:: 147,7, 123,8. 150,4. Die
al katholiſchen Feiertag am 29. Juni zurückzuführen.
Anleiheverhandlungen der Vereinigten Stahlwerke. Die
Verhand=
lungen der Vereinigte Stahlwerke=A.=G. wegen einer Anleihe von
30 Millionen Dollar zur Ablöſung der Genußſcheine mit Dillon Read
leihe wird in ürze zu etwa Pari aufgelegt werden. Der Zinsſatz be= iſt bei einigen Mühlen Streik ausgebrochen; dieſer blieb jehoch auf die
Prozent ein halbes Prozent zuſätzliche Verzinſung. Die zuſätzliche Ver= ſtark angeboten, Roggenkleie insbeſondme von Weſtfalen. Weizen 31,00,
von Dillon Read & Co. der Reſtbetrag der ſogenannten C=Bonds von Mais 18,75. Weizenmehl 40,50—41, Roggenmehl 37,75—38, Weizenkleie
rund 4,2 Millionen Dollar übernommen.
Frankfurter Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 13. Juli.
Die Börſe nahm auch heute einen feſten und ziemlich lebhaften Bohnen 1—B=
Verlauf. Der geſteigerten Spekulationstätigkeit der berufsmäßigen
Börſenkreiſe ſcheint nun doch das Publikum nach und nach, wenn auch Produktenhandel macht heute in weiterem Maße Fortſchritte und zwar
zögernd, zu folgen. Stimulierend wirkte die Verſtändigung zwiſchen
der deutſchen und der franzöſiſchen Delegation in den Wirtſchaftsver= ſtellungen ſeitens des Auslandes. Bei geringem Bedarf war die
Ten=
chungen zu verzeichnen ſind. Einen guten Eindruck machte dann der nahme des Juli, der geſucht und uverändert notiert wurde eine
ziemlich günſtige Bericht über die Lage der deutſchen Maſchineninduſtrie Mark zurück. Noggen etwas über eine Mark ermäßigt. Für Futter=
und der weitere Rückgang der Erwerbsloſenziffer als Zeichen der
inne=
ren Konjunkturbeſſerung. Gegen die höheren Kurſe der geſtrigen gerſte, die geſtern zum erſten Male amtlich notiert wurde, und einige
Abendbörſe hatte die Mehrzahl der Papiere bei Feſtſetzung der erſten Poſten Mais haben Frage. Mehl ohne Umſatz.
Kurſe 1—3prozentige Kursbeſſerungen zu verzeichnen. Zeitweiſe
ſtür=
miſches Geſchäft hatten J.G. Farben, die zunächſt 4 Prozent gewannen,
aber im Verlaufe raſch weiter ſtiegen. Elektrizitätswerte waren heute
etwas vernachläſſigt, Banken dagegen ſtark geſucht, an der Spitze
Kom=
merzbank und Dresdener Bank letztere auf neue Kapitalerhöhungshoff= haltenen Rindermarkt waren 1096 Stück Großvieh und Kälber
aufge=
wurden von der allgemeinen Lebhaftigkeit nicht berührt; Ablöſungsſchuld
die Kurſe allgemein weiter geſtiegen waren, J.G. Farben erreichten 310,
blieben in der zweiten Börſenſtunde die Kurſe nicht ganz behauptet.
Namentlich Zellſtoff Waldhof wurden auf Realiſationen weiter
ange=
boten. Adlerwerke aber waren ſchließlich merklich erholt. Die Börſe
ſchloß unter Schwankungen im allgemeinen feſt. Tägliches Geld infolge
des morgigen Zahltages geſucht, 6½ Prozent. Deviſen ſtill: Mark
gegen Pfunde 20447, gegen Dollar 4,2130, London-Paris 124,02,
—Madrid 28,40, —Mailand 892/=
Die Abendbörſe war weiterhin ſehr freundlich geſtimmt und
brachte zunächſt weiteren Kursanſtieg, der jedoch durch
Gewinnmitnah=
ſich auf alle Marktgebiete, wenn auch die bekannten Spezialitäten, wie
Farbeninduſtrie, Mannesmann und A. E.G., im Vordergrunde ſtanden.
Anleihen umſatzlos. Die Abendbörſe ſchloß in feſter Grundſtimmung.
Farbeninduſtrie 312,5, Mannesmann 204,5, Klöckner 180. Harpener 215,
Gelſenkirchen 178, Stahlverein 143,5, Rheinſtahl 224,5, Phönix 130,
Nordd. Lloyzd 148,5, Hapag 147,5, Dresdener Bank 177.5, Danat 249,25,
Kommerzbank 188,5, Metallbank 149,5, A. E.G. 192,5, Bergmann 205, 25,
Licht u. Kraft 205, Schuckert 208, Siemens u. Halske 235,5, Waldhof
330, Aſch. Zellſtoff A15,75, Wayß u. Freyztag 173,12, Holzmann 207,
Erdöl 167, Peters Union 125,5, Lahmeher 186, Rütgers 109. Südd.
Zucker 154, Schutzgebiete 11,10, Ablöſungsrente 182ſ. — Im
Abend=
deviſenverkehr blieb die Reichsmark feſt, jedoch traten keine
nennenswerten Veränderungen gegenüber dem Mittagsverkehr ein.
Berliner Effektenbörſe.
Berlin, 13. Juli.
Da die heute aus der Induſtrie vorliegenden Nachvichten weiter
günſtig lauteten, iſt, der Weg für eine weitere Aufwärtsbewegung
ge=
deutſchfranzöſiſchen Verhandlungen in den Fragen des
Handelsproviſo=
riums und ein günſtiger Bericht der Maſchinenbauinduſtrie ſind
beſon=
ders hervorzuhehen. Das Kommnigué der Siemens=Schuckert=Werke
A. G., das Ausführungen über die Umgrüindung der Siemens=Schuckert
G.m.b. H. machte, enttäuſchte dagegen, zumal es nicht geplant ſei, den
Aktionären von Siemens u. Schuckert ein Bezugsrecht auf die neuen
Siemens u. Halske=Aktien einzuräumen. Das Geſchäft war zu Beginn
der Börſe beſonders in Spezialwerten recht lebhaft; die
durchſchnitt=
lichen Kurserhöhungen waren 2—3 Prozent. Das Intereſſe der Börſe
hat ſich jedoch gegen geſtern auf andere Märkte verſchoben; ſo ſind heute
Banken und Schiffahrtsaktien recht lebhaft, während Elektropapiere mit
Ausnahme der geſtern zurückgebliebenen Werte ruhiger liegen.
Farben=
aktien können auch heute große Umſätze aufweiſen; man hört die Anſicht
vertreten, daß die Konkurrenz des Mont Cenis=Verfahrens bisher
über=
ſchätzt worden ſei. Auch Deutſche Waffen zeigen ſchon zu Beginn eine
Erholung, die im Verlaufe der Börſe weitere Fortſchritte machen
kann. Von einzelnen Werten gehen über den allgemeinen Rahmen,
Ge=
winne bis zu 10 Prozent. Loewe Bemberg, Waldhof und Oſtwerke
heraus, während Schultheiß und Glanzſtoff relativ feſt veranlagt ſind.
Spezialwerte blieben zunächſt weiter feſt; ſo ſind Charlottenburger
Waſſer um 4 Prozent höher, Schuckertaktien bis 3 Prozent, Rheiniſche
Braunkohlen bis 4 Prozent, Hammerſen bis 3 Prozent. Mannesmann
bis 2 Prozent uſw. Dann aber trat eine merkliche Erſchlaffung ein
und die Kurſe gaben nach den überſtürzten Steigerungen teilweiſe ſogar
unter Anfangsniveau nach. Ausländer und Anleihen nicht einheitlich,
Pfandbriefe bei ebenfalls ſtillem Geſchäft ſehr wenig verändert. Am
Geldmartt nennt man Tagesgeld 7—8 Prozent, Monatsgeld 8—9 Proz.,
Eine fühlbare Erleichterung iſt nicht eingetreten. Am Deviſenmarkt iſt
die Lage gedrückt, die Mark iſt unter Schwankungen etwas ſchwächer.
Die ſchwächere Haltung ſetzte ſich bis zum Schluß der Börſe fort, da
man an eine neue Intervention des Reichsbankpräſidenten nach ſeinere
Nückkehr aus Amerika glaubt. An der Nachbörſe machte ſich dann aber
eine Belebung bemerkbar, durch die manche Kurſe erheblich anziehen
konnten. Gegen 230 Uhr hörte man u. a.: A.E.G. 193,B5, Geſellſchaft
ſür El. 247, Siemens 295,75, Rheinſtahl 27, Rhein. Braunkohlen 285,
Glanzſtoff 734, Zellſtoff Waldhof 332, Bemberg 585, J.G Farben 314,25,
Dresdenev Bank 177, Daimler 134,50, Deſſauer Gas 216,50.
Bamag=Meguin:
Berlin el. V.
Deutſche Maſchinen.
Deutſch.=Nied. Tel..
Deutſche Erdöl.
Deutſche Petroleum.
2t. Kaliwerke.
Tynamit Nobel.
Elektr. Lieferung.
R. Friſter.
Han. Maſch. Egeſt. . . .
Hanſa=Dampfſchf.. . .
13
1247,5 245.25
119.75
192.-
115.25
164—
94.—
68.5
32.35
99.—
Deviſenmarkt.
Amſterdam=R.
Zuenos=Aires
Kopenhagen.
Italien..
London.
Spanien ...."
Geld Briel
168.481168.85
1.788 1.782
58.53/ 58.65
108.59 108.8
112.48 112,89
1 112.6811 12.30
10.597/10.617
22.885 22.305
20.42520.,465
1.207 4215
18.47 15.51
80.255 81.115
72.18 72.321
Produktenberichte.
Fraukfurter Produktenbericht vom 13. Juli. Bei allgemein kleinem
& Co, New York, ſind am Mittwoch zum Abſchluß gelangt. Die An= Geſchäft iſt die Stimmung matt, die Preiſe rückläufig. In Mannheim
trägt 6½ Prozent, mit einer ſteigenden zuſatzähnlichen Verzinſung bei Preisgeſtaltung ohne Einfluß. Die Forderungen der Mihlen für
Wei=
ſteigender Dividende, und zwar für jedes Prozent Dwidende über ſechs zenmehl waren dunchſchnittlich um eine Viertelmark ermäßigt. Kleie iſt
zinſung erreicht ihr Ende bei 9 Prozent Dividende. Außerdem wird Noggen R,50 inländiſcher Hafer 26,00, ausländiſcher Hafer 23,50—26,
1275—13, Noggenkleie 14—14,B5.
Freinsheimer Obſtmarkt. Bei einer Anlieferung von über 700 Ztr.
notierten geſtern: Kirſchen, rot 30—38, ſchwarz 40—52,
Johannis=
beeren 17—20, Stachelbeeren 15—26, Heidelbeeren 40, Birnen 16—22,
Pfirſiche 30—45, Aepfel 15—40, Spillinge 30—35, Tomaten 35,
Beuliner Produktenbericht vom 13. Juli. Die Ruhe im Berliner
ausgehend von der warmen Wetterlage und den ermäßigten
Preisein=
handlungen und die Fortſchritte, die bei den deutſch=polniſchen Beſpre= denz bei Eröffnung für Weizen ſchwächer. Lieferung ging mit
Aus=
getreide iſt die Stimmung weiterhin rocht ruhig. Nur neue Winter=
Viehmärkte.
Gießener Rindermarkt vom 18. Juli. Auf dem geſtern hier
abge=
nungen. Zellſtoff Waldhof blieben weiter lebhaft gefragt Anleihen trieben. Obwohl ſich mehr Käufer eingefunden hatten, als am vovigen
Markttag war der Handel ſchleppend, ſo daß der Markt nicht geräumt
waren aber etwas erholt. Nachdem gleich nach den erſten Notierungen wurde. Es wurden bezahlt: für Kühe 1. Qualität 650—700 Mark,
2. Qualität 500—600 Mark, für Schlachtkühe 250—300 Mark, Rinder
180—250 Mark, Kälber 70—30 Mank das Stück. Beſſeres Buchtmaterial
war geſucht und wurde über Notiz gehandelt.
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
Weizen: Der Weizenmarkt ſtand anfangs unter dem Eindruck
güm=
ſtiger Nachrichten aus dem Frühjahrsweizengebiet und der guten
Wit=
terung im Südweſten. Später kam es aber zu einer Erholung in
Ueber=
men der Tagesſpekulation wieder verloren ging. Die Umſätze erſtreckten einſtimmung mit der feſten Haltung Winnivegs, da ungünſtige Ernte
wetterberichte aus dem Auslande eintrafen.
Mais: Auch der Mais war anfangs ſchwach veranlagt. Im
Ver=
lauf erfolgte auch hier eine Erholung der Marktlage auf Meldungen
über zu hohe Temperaturen in den Staaten Jowa und Kanſas, in
denen Regen dringend benötigt wird.
Hafer: Am Hafermarkt verſtimmte anfangs die gute Witterung
Einige Exportverkäufe erfolgten.
Kaffee: Auf Grund der verſtimmenden Meldungen aus Braſilien
verkehrte der Kaffeemarkt in überaus ſchwacher Haltung. Auch für
europäiſche Rechnung wunden Abgaben vorgenommen.
Zucker: Am Zuckermarkt war die Stimmung anfänglich
unregel=
mäßig; im Verlauf führte eine leichte Unterſtützung von ſeiten des
Haudels eine Beſſerung der Marktlage herbei.
Baumwolle: Am Baumwollmarkt kam es heute nur zur geringen
Preisſchiebungen. Anfänglich neigte der Markt zur Schwäche. Im
Verlaufe erfolgte eine leichte Erholung auf Käufe der Lokofirmen. Am
Schluſſe wurde die Stimmung wieder etwas ſchwächer, da Regliſationen
einſetzten.
Es notierten nach Meldungen aus Chicago am 13. Juli:
ebnet. Der Rückgang der Arbeitsloſenziffern, die fortſchreitenden Getreide. Weizen: Juli 143½/, Sept. 1411/9, Dez. 1441e;
Mais: Juli 100½=, Sept. 106F/, Dez. 110½: Hafer: Juli 45½s,
Sept. 46¾s, Dez. 492/8; Roggen: Juli 108½, Sept. 98, Dez.
100½.
Schmalz: Juli 12,85, Sept. 12,97½, Okt. 13,05.
Fleiſch. Rippen: Juli 12,30, Sept. 12,60, Okt. —. Speck:
loko 12,50; leichte Schweine 9,40—10,25, ſchwere Schweine 8,65—
9,50; Schweinezufuhr: Chicago 15 000, Weſten 90 000.
Es notierten nach Meldungen aus New York am 13. Juli:
Getreide. Weizen Nr. 2: rot 152½/e, hart 1623: Mais: neu
ank. Ernte 113¾; Mehl: ſpring wheat clears 700—735; Fracht:
nach England 1,6—2 Schilling, nach dem Kontinent 6—8 Cents.
Schmalz: Prima Weſtern loco 13,50; Talg extra 7/8.
Kakav, Tendenz: ſtetig; Umſatz in lots 22. Loco 17. Juli
16,25, Auguſt 16,28 Sept. 16,38 Okt. 16,34, Nov. 15,99, Dez.
1535, Jan. 14,96, Febr. 14,86, März 14,75.
Kleine Wirtſchafts=Nachrichten.
Am 4. und 5. Juli ds. Js. fand in Bad=Godesberg a. Rh. die
über=
aus zahlreich beſchickte 7. ordentliche Pollverſammlung des Verbandes
Deutſcher Landesverſicherungsanſtalten unter Leitung des Präſidenten
Dr. Schroeder=Kaſſel ſtatt.
Die am 15. Juli zur Zeichnung aufliegende 6proz. 6 Mill. hfl.=
An=
leihe des Ruhrverbandes zu Eſſen wird zum Bau von Anlagen
Ver=
wendung finden, die der Sauberhaltung der Ruhr dienen. Zu dieſem
neuen Anlagen gehört in erſter Linie eine Flußkläranlage mit
Kraft=
ſtation in Hengſtey, die dem Ruhrverband infolge eines mit dem R.W.G.
geſchloſſenen Vertrages einen Jahresertrag von wund 1 100 000 RM.
er=
bringen wird.
Der öſterreichiſche Regierungsbericht bringt bis auf Sommergerſte
die gleichen Schätzungen wie im Vormonat. Der Stand des
Winter=
weizens wird mit 2,3 beurteilt, Sommerweizen, Winterkorn und Som=
Phönix 130,50, Gelſenkirchen 178, Oſtwerke 435 Schultheiß 455, Ver, merkorn mit 25, Wintergerſte mit 22, Sommergerſte mit 2.1 und
Hafer mit 2,4.
Die Induſtrie= und Montangeſellſchaft, G. m. b. H., Wien, hat
unter Mitwirkung der Erſten Böhmiſchen Glas=Induſtrie, A.= G., in der
Nähe Wiens große Fabrikanlagen erworben und dort den Bau einer
großen Fenſterglasfabrik in Angriff genommen. Die Produktion ſoll
1,5 Mill. Quadratmeter Fenſterglas pro Jahr betragen, und ſomit
mehr als den öſterreichifchen Bedarf zu decken in der Lage ſein. Im
Frühjahr 1928 ſoll der Betrieb aufgenommen werden.
Die großen rumäniſchen Erdölgeſellſchaften weiſen für Juni
fol=
gende Produktionsziffern auf: Aſtra Romana 55 710 Tonnen Creditul
Minier 51 370 Tonnen. Steaue Romana 51 240 Tonnen, Concordia
37 850 Tonnen, J. R. D. P. 18350 Tonnen und Colombia 9450 Tonnen.
Wie aus Genf gemeldet wird, ſind die franzöſiſch=ſchweizeriſchen
Handelsvertragsverhandlungen auf 2 Monate unterbrochen worden.
Nach einer Meldung der Nationalzeitung hat der ſchweizeriſche
Bun=
desrat beſchloſſen, in Newv York ein Bureau für Handelsauskunft zu
er=
richten. Der kürzlich ernannte ſchweizeriſche Vizekonſul in New York,
Neef, ſoll mit der Führmg dieſer Handelsabteilung betraut werden.
Nach amtlichen Ermittlungen betrug im erſten Halbjahr 1927 die
Einfuhr geſchliffener Diamanten aus den Niederlanden in die
Ver=
einigten Staaten 104 891 st. im Werte von 10 421 048 Dollar von
Dia=
manten zu gewerblichen Zwecken 16 170 gt. im Werte von 234 718
Dol=
lar, Rohdiamanten 11 653 et. für 437 561 Dollar und Diamantſplitter
2384 ot. für 244 Dollar.
Das engliſche Arbeitsminiſterium kündigt an, daß in der am 4. Juli
zu Ende gegangenen Woche die Zahl der Arbeitsloſen in
Großbritan=
nien 1053 600 beträgt. Das bedeutet gegenüber der Vorwoche eine
Zu=
nahme um 48 98, gegenüber dem Vorjahre eine Verrimgerung um
591 470.
Die engliſche Handelsbilanz für den Monat Juni, weiſt eine
erheb=
liche Verſchlechterung auf. Die Importe betrugen 99 328 Lſtr., was
gegenüber Mai eine Zunahme von rund 3 Mill. Lſtr. bedeutet, während
die Exporte mit 55 981 000 Lſtr. eine Abnahme von 7 294 000 gegenüber
dem Vormongt aufweiſen.
Auf Beſchluß des ſpaniſchen Miniſterrates ſoll der transatlantiſche
Verkehr der ſpaniſchen Handelsflotte durch Indienſtſtellung neuer Schiffe
mit einem Tonnagegehalt von 10 000 bis 25 000 To. weiter ausgebaut
werden. Die neuen Schiffe ſollen ausſchließlich auf ſpaniſchen Werften
gebaut werden.
Geite 14
Donnerstag, den 14. Juli 1927
Nummer 193
. dralltſarter Karboericht Doi 42. Salt Leat.
Staatspapiere
a) Deutſche
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld einſchl.
Ausloſ.=Sch. 1. Teil/299.75
„ TI. Teil/300
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld ohne
Aus=
loſungsſcheine .. .! 18
6½% Reichsp. Sch.
h. 1. 10. 30.... 97
7%Baher. Staats=
Sch. v. 1. 4. 29
6½% H. V. Sch.
v. 1. 4. 29 .... . 91.25
6½½ Pr. St.=Sch.
v. 1. 3. 29 ..
6½%0 Pr. St.=Sch.
v. 1. 10. 30 ....!
7% Sächſ. Freiſtaat
Schatz. v. 1. 7. 291 98.25
7% Sächſ. Freiſtaat
Schatz. o. 1. 7. 30/ 98
6½%Württ. Freiſt.
Schatz. v. 1. 3. 29/ 96
b)Ansländ iche
5% Bos. E. B. 1914
6% L.Inv. 1914
4½% 1898 ...
4½% 1902 ...
4% „....
5% Bulg. Tabak 02
4½%Oſt. Staatsr.
v. 1913, gdb. 1918
4½%Oſt. Schatz. 14
4½% Oſt. Silberr.
4% „ Goldr. ..
4% „einh. R. (kon)
8% Port.(Spz.) II
48 Rum.am. R.63.
4½% Gold. 13 ..
4% am.konv..
5% „ am. 05.. .
X
25.6
5.75
7.5
16.75
5.75
5.8
%Türk. (Abm.)03
% „ (Bagd.) I
14% „ (Bagd.) II
4‟
unif. 1903
42 „ 1911 Zoll.
4½% Ung. St. 1913
4½% „ St. 1914
„ Goldr..
42 „ St. 10
4% „ Kronr.
3% „ Eiſ.Tor...
Außereuro=
päiſche
5%Mex.am. in.abg.
5% „ äuß. 99
4% „ Gold 04ſtf.,
3% „ konſ. inn. .,
4½% „Irrigat.,
5% Tamaulipas I „
Sachwert=
Schuld=
verſchreibungen
Mit
Zinsberech=
nung
10%Berl. H.=Bk. G.)
1 8 %
626 Berl. St.=Golt
8% Darmſt. St.=G.
8% D. Hyp.=Bank
Meining. Goldpf.
720
0 Frk.=Hhp..=B.,
Goldpfdbr.. . . .
7% Frkf. H.=B.=Gld. 1100
8% Frkf. Pfbr.=Bk.
Goldpfbr.. . . . . .
7% Pfbr.=Bk.=Gold
5% Frkf. Pfdbr.=Bk.
Goldpfbr.. . . . .
8% H. Lds.=Bk. Gld. /101.5
10% R. Elektr. Mark
(Hagen) Goldobl. /103.5
82 K. Landesbank
Darmſt., Reihe I/.
8%
„ Reihe TT/100
7% M.=KraftHöchſt! 94
18.75
24
25
26
22:,
1.8
19.6
20.25
40
27.n5
06
102.5
95
101
100.5
102.75
100.4
100
82.5
100.75
100
18% Mannh. St.=G.
8% Naſſ. Ldb. Gold).
8% Nbg. St. Gldal.
8% Pfälz. Hyp.Bk.
Gold=Pfdbr. ..
8% Pforzh. St.=G.
8% Pr. Centr.=Bd.=
Cr.=Bk. Gldpfbr.
8% Pr.Centr.=St.-Goldpfpr.
8% Rh. Hyp.=Bank
Gold. Pfdbr.. ..
7½%Rh. St.=W. 25
10% Rh.=Weſtf.=B.
Cr.=Bk. Goldpf..
3½ Südd. B.=Cr. B.
Goldpfdbr.. . ...
% V. Stahlw.
Düſ=
ſeldorfHyp.=Gld.
obl. mit Option
7% V. Stahlw.
Düſ=
ſeldorfHyp.=Gd.. ohne Option
8 % LoigtcHäffner
Goldobl.. . . . . . .
8% Württbg. Hhp.=
Bank Goldpfbr.
720
Ohne
Zins=
berechnung
5% Bdw. Kohl 23
6% Großkr. Mannh.
Kohl. 23
6% Heſ. Brk.=Rg. 23
5% „Roggen .. 23
5% Pr. Kaliw. ..
5% Pr. Roggenw.
5% Südd. Feſt=B. G
Vorkriegs=Hyp.=B.
Pfandbriefe
Bayr. Vereinsb. ..
Bahr. Handelsb.. .
99.5
101.25
102
100
100
99
168
105
96
99.5
97
12.95
13.8
6.4
8.25
Bahr. Hhp.u. Wechſ.
Berliner Hyp.=Bk.
Frrf. Hyp.=Bk. . ..
Frrf. Pfandbr.=Bk.
Hamb. Hyp.=Bk...
Mecklb. Hyp.=u. Wb.
Meining. Hyp. Bk..
Nordd. Gr.=Cr.=Bk.
Pfälz. Hyp.=Bk. ...
Preuß.Bod.=Cr.=B.
Pr. Cent.=B.=Cr. B.
Preuß. Pfdbr.=Bk.
Rhein. Hyp.=B....
Rh.=Wſtf. B.=Cr.=B.
Südd. Bodenkr. ..
Württ. Hyp.=Bk..
Staatl. od. prov.
garantiert
Heſſ. L.=Hyp.=B...
Landeskr. Caſſel ..
Naſſau. Ldsb. . . .
Obligationen v.
Transportanſt.
42 Eliſ.=Bahn ſtfr.
42 Galiz. Carl=
Lud.=B.
abg.
420
5%Oſt. Sb. (L.)ſtfr.
2,6% Alte „.
2,6% Neue .
5% Oſt.=Ung.73/74
4¾Oſt. Staatsb. 83
3%Oſt. „ 1.b.8.E.
8%Oſt. .. 9. E. ..
3%Oſt. „ 1885
3%Oſt. „ Erg. Netzl
3% Raab Oedbg. 83
91
3%
97
3%
48 Rud. Silber ..
4½ Rud. (Salzkg.)
4½%Anat., S. II
4½% Anat. S. II
4½%Anat., S. II
3% Salon. Monaſt.
5% Tehuantepec..
4½%
16.4
16.75
13.3
12.3
13.55
14
13.2
15.6
12.25
12.1
9.15
21.1
24
20.5
19
4
24
Bank=Aktien
Allg. D.=Kredit.. . .
Bad. Bk. .... .. . .
Bk. f. Brauind. . . .
Barmer Banw. ..
Bay. Hyp.=Wchſ..
Berl. Handelsgeſ.
Comm. u. Privatb. .
Darmſt. u. Nat.=Bk.
Deutſche Bank ..."
D. Eff. u. Wchſ.=Bk. .
D. Hyp.=Bk. Mein.
D. Vereins=Bk. ..
Disk.=Geſellſch. . ..
Dresdener Bk. ...
Frankf. Bk. ....
Frkf. Hyp.=Bk.. . ..
Frkf. Pfdbr.=Bk. ..
Gotha. Grundkr. Bk./
Lux. Intern. Bank.
Metallbank. . . . . . .
Mitteld. Creditb. .ſ
Pfälz. Hyp.=Bk. ..
Pr. Bd.=Credikbank
„ Hyp.=Akt.=Bank
Reichsbank=Ant. . .
Rhein. Creditbk. . .
Rhein=Hyp.=Bk. . /176
Südd. B.=Creditbk.
Südd. Disc.=Geſ...
Oſterr. Creditanſt. .
Wiener Bankverein
Bergwerkö=Akt.
Bochum. Bergb. ..
Buderus.. . . . . . . . 126
Dt. Luxemburg . .
Eſchw. Bergw... . . .
Gelſenkirch. Bgw. 1176.5
Harp. Bergb. . . . . . 1214
Ilſe Bergb. St....
„ Genußſchein. .!
Kali. Aſchersleb. . . /187.5
Kali. Salzdetfurth.
Kali. Weſterregln. 189.5
Klöcknerwerke ....
Mannesm.=Röhr. /202.75
Mansfelder ... . . . 136:,
157
1771,
187
248.5
170.75
138.5
138.5
106.5
165.5
177.25
135
152
152
8.75
149
250
220
140
135
172
134
145
8.4
6.6
225
135.25
159
Oberbedarf ......!
Otavi=Min.=Ant.. .
Phönix=Bergb. ....
Rhein. Braunk. . ..
Rhein. Stahlw.. . .
A. Riebeck Montan
Rombach. Hütte.
SalzwerkHeilbronn
Tellus Bgb.. .. .. .
Ver. Laurahütte ..
Ver. Stahlwerke.
Induſtrie=Akt.
Brauereien
Eichbaum(Mannh.)
Henninger
Hereules, Heſſiſche.
Löwenbr.=München
Mainz. Aktienbr. . .
Schöfferhof(Bind.)
Schwarz=Storchen
Tucher, Nürnberg.
Werger
Akkum. Berlin. . .
Adler & Oppenh...
Adlerw. (v. Kleher)
6%E. A. G. Vzg. A. .
5% A. E. G. Vzg. B..
A. E. G. Stamm .. .
Anglo=Cont. Guano
Bad. Maſch. Durl.
Bad. Uhren, Furtw.
Bamag=Meguin ..
Baſt Nürnberg ...
Bahr. Spiegel ...
Beck & Henkel ...."
Bergmann El. . . ..!
Bing. Metall. . . .
Brem.=Beſigh=Ol.
Bürſtenfbr. Erlang.
Cement. Heidelb. ..
Cement. Karlſtadt 1190
Cement. Lothr.. . .
Chem. Albert . . . . .
Chem. Brockh. ...
Chem. Milch .....
Mee
129.25
285
223.75
180
113.75
142.5
195
148
385
240
Mi 2
180
125.25
88
81.25
192.5
140.25
26 5
47.5
82
203.5
24
74
160.5
158
90
Daimler=Benz A.G.)
Dt. Eiſenhandel. ..
Deutſche Erdöl ...!"
D. G. u. Silb. Scheid
Dingler, Zweibrück.
Dresd. Schnellpr.
Dürrkopp.. . . . . . .
Dürr. Rattingen ..
Dyckerhof & W. ..
Eiſenw. Kaiſersl. . .
El. Licht u. Kraft
El. Lieferung ....
Elſ. Bad. Wolle .."
Email. Ullrich ....
Enzinger Werke.
Eßlinger. Maſch. . .
Ettlinger Spinn. . .
Faber Bleiſtift...
Faber & Schleicher
Fahr, Pirmaſens..
Farbenind. J. G.
Felten & Guilleau.
Feinmech. (Jetter)
Feiſt, Sekt. . . ....
Frankfurter Gas ..
Frankfurter Hof ..
Frkf.=M. Pok. u. W.
Geiling & Cie. ....
Germania Linol.. .
Gelſenk. Gußſt....
Goldſchmidt, Th. . . 141
Gotha Waggon ...
Gritzner, Maſch.. . .
Grün & Bilfinger
Hafenmühle, Frkft.
Hammerſen .....
Hanfw. Füſſen ...
Hanſa=Lloyd, Br..
Hartm. & Braun . . 1143.5
Hehzligenſtaedt. . ..
Hilpert, Armatur.
Hindrichs=Aufferm.
Hirſch, Kupfer ...
Hoch=Tief Eſſen ..
Holzmann .. . . . ..
Holzverk. Ind.. . . .
Hydrom. Breslau".
Aff
96
165.5
219
152
90
76
39.75
43
f
34
47
68
82
230
90
108
5;.1
306
146
99
169
118
70.25
190
145
24
80
118
11-.25
140
208.75
69.9
34.75
101.5
Funghans St....).
Kammg. Kaiſersl.
Karlruher Maſch.
Karſtadt, R.......
Klein Sch. & Becker
Knorr, Heilbronn
Konſerv. Braun .
Krw. Alt=Württbg.
Krauß, Lokom. . .
Lahmeyer ...
Lech, Augsburg ..
Lederw. Rothe ..
„ Spicharz..
Lingel Schuhw.. . .
Löhnberg. Mühle.
Ludwigsh. Walzm.
Lüdenſcheid Metall
Lux, Induſtrie ..
Mainkraft Höchſt
Mars=W. Nürnberg
Metallgeſ. Frkf. .. 190
Miag, Mühlenb. .
Moenus, Stamm.
Motorenf. Deutz ..
Motorenf. Oberurſ.
Münch. Lichtſpielk.
Neckarſ. Fahrz. . . .
Neckarw. Eßlingen
Peters Union ....
Pfälz. Näh. Kayſer
Philipps. . . . . . . .
Porzellan Weſſel.
Rein. Gebb. &Schal
Rhein. Elektr. ....
Rhenania, Kunheim
Rütgerswerke ....
Schneid. & Hanau
Schnellpr. Frank.
Schramm Lackf. ..
Schriftg. Stemp.. .
Schuckert, Elektr.
Schuhf. Weſſel.
Schuhf. Herz ...! 80
Schultz, Grünlack
Seilind. Wolff...
Siemens Glas ..
Siemens & Halske
24.25
155
142
187
107
185.75
1231
33.75
22
48
128.5
131
145.5
89.25
65
125:1,
125
4
138
174
65.5
109
67
107
102
205.75
87.25
42.5
95
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153
112
78
159,75:
172
110
136.5
75.5
174
148
215.257
326
102.5
182.25
137
8.5
141
146.5
147.5
149.5
40
11
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Garnierbüchlein mit vielen Rezepten erhalten Sie gratis. Infolge der überaus
vielen Anmeldungen anderer Orte kann der Kurs nur einmal gegeben werden.
Wegen plötzl. Erkrankung d. Leiterin konnte der Kurs a. 5. Juli nicht ſtattfinden
Die Kursleiterin: Frau Ueber-Busse
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n. alle anderen bedent. Beisebureaus.
Chriſtine Berthold.
Roman von Emma Nuß.
(Nachdruck verboten)
Stolz hob d: Chriſtine das Haupt: „Ihre Worte leuchten
vix ein helles Licht in meinem Herzen weiter, Mr. Warris, ich
nd chte nur, daß es viele Deutſche wüßten und hörten, was Sie
int geſagt haben. Es würde manchem mehr Rückgrat geben
uſtſtatt des vielen Bückens und ſich ſelbſt Geringachtens
gegen=
hier anderen Völkern.” Und mit verlöſchender Freude im Blick:
ſa, wir Deutſche ſind durch dieſes Sich=ſelbſt=nie=genügen
viel=
irht ein gefährliches Volk für andere, am gefährlichſten aber
nss ſelbſt; denn aus dieſer ſelben Quelle, der unſere höchſten
eiſtungen entſpringen, dieſem „Nie=mit=ſich=ſelbſt=
zufrieden=
in” kommt auch unſer Mangel an Nationalſtolz,
Selbſtbewußt=
üi und Vaterlundsliebe, — Eigenſchaften, die uns nie auf die
uuer ein großes, ſtarkes Reich zu ſein, vergönnt haben und die
ns ich fürihte es, auch bei unſerem jetzigen Aufſtieg kurz vorm
ſtele wieder in den Abgrund der Machtloſigkeit und Knechtſchaft
im=abſtürzen werden.”
„Nun — wenn Deutſchland viele ſolcher Vertreterinnen
i— Sie hat, ſo durfte dieſer Zeitpunkt allerdings noch eine
Büile auf ſich warten laſſen,” entgegnete lachend der Amerikaner.
„Gott gebe es!” gab Chriftine ernſt zurück und lenkte das
Afpräch auf den Neubau, der jetzt ihr ganzes Intereſſe in
lufſpruch nahm.
„Sie haben übrigens auch meinen Entwurf mit echt
deut=
har Gründlichkeit geprüft und mit einer Sachkenntnis Ihre
ge=
aiſihten Aenderungen darein gezeichnet, wie ſie der erfah=
„dſte Fachmann nicht beſſer hätte anbringen können,” lobte
.. Warris ſie mit freudigem Eifer.
„Sie machen ſich luſtig über mich, Mr. Warris, weil ich
iſch vielleicht doch zu ſehr in Ihre eigenſten Arbeiten miſche?”
„So. ſu=ſtig mache ich mich über Sie? Na, und
Ingenien=
m.iß und Ingenieur Miller — die machen ſich wohl auch über
ie luſtig? Und dabei erzählt einer dem andern von Ihren
it geradezu verblüffenden Kenntniſſen über die neueſten
Kon=
rüktionen der Maſchinen, die beſten Bezugsquellen und was
nſſt noch alles. Ja, da hilft nun mal nichts, meine teure Miß.
ie müſſen mir ſchon erlauben, Ihnen auch mal meine ganze
ſewwunderung zu Füßen legen zu dürfen. Man hat ja doch nicht
allzu oft Gelegenheit dazu im Leben.” Und in einer Art
väter=
lichen Wohlwollens klopfte er ihr auf die Schulter, als er ſich
von ihr verabſckiedere, um an ſeine Arbeitsſtelle zu fahren. So
hätte er einen Sohn haben mögen, wie dieſe aufgeweckte junge
Deutſche, die das Leben und die Menſchen trotz ihrer Jugend
ſchon ſo richtig einzuſchätzen wußte. Dieſe alte Miß Guy hat
doch ein unerhörtes Glück, dachte er, und ſeine Gedanken waren
nicht ganz frei von Neid, denn er war nicht einer der
geſuch=
teſten Architekten Amerikas, er war auch ein vorzüglicher
Ge=
ſchäftsmann.
Miß Dobbs haite allmählich alle mit den Mühlenwerken
zuſammenhängende Arbeit auf Chriſtinens Schultern abgeladen.
„Die ganze Geſchichte iſt Ihr Geiſteskind, nun ſorgen Sie auch
dafür, daß es gedeiht und vorwärtskommt!” hatte ſie gemeint
und ſich wieder nur den urſprünglichen Geſchäften der Firma
gewidmet. Aber ſie hatte, auch einer Anregung Mr. Warris
ſolgend, da Chriſtine zueiel Zeit durch die Benutzung der
Straßenbahn vergende, eines Tages ein Auto für ſie angeſchafft.
Es war ein entzückendes kleines Fahrzeug und zu Chriſtinens
höchſter Ueberraſchung derart ausgeſtattet, daß es den
verwöhn=
teſten Anſprüchen eines Luxusweibchens hätte genügen müſſen.
Als ſie das erſtemal damit ausfuhr und in Muße den
be=
quemen Klubſeſſel, darin ſie ſaß, ihr gegenüber den
ſeingeſchlif=
ſenen Spiegel, daueben eine Kryſtallröhre mit herrlich duftenden
Roſen, das kleine Mahagoniſchränkchen mit den
ſilberbeſchla=
genen Burſten und Kämmen befah, die alle ihr Monogramm
truigen, lä helte ſie vergnügt über dieſen ſchnurrigen Einfall der
guten Miß Dobbs, war aber voll dankbarer Freude, als ſie
ge=
wahrte, daß die alte Dame ihr ſogar einen deutſchen Wagenführer
ausgeſucht hatte. Er ſuar noch ein jüngerer Mann namens
Henner, ein Thüringer, den der deutſche Wandertrieb bis
hier=
her verſeilagen hatte und der eine gleiche Freude empfand wie
Chriſtine, als er erfuhr, daß ſeine Herrin eine Deutſche ſei.
„Mich ſelbſt werden ja keine zwanzig Pferde dazu bringen,
in ſo ein Ding zu ſteigen,” meinte etwas verächtlich Miß Dobbs
und blieb ihrem alten Timm und ſeinen braven (Käulen tren. —
Es war für Chriſtine eine große Erleichterung, daß ſie nun
ſtets in ſo viel kürzerer Zeit überall hinkommen konnte, denn
Miß Dobbs hatte auch dem neuen Vorſchlag des jungen
Mäd=
chens beigeſtimmi, zu verſuchen, die ſämtlichen kleinen Mühlen
am Red River und Aſſiniboinc=Fluß dem Dobbs’ſchen Werke
anzuſchließen und einen Mühlenkonzern zu ſchafſen, der alle die
Bedürfniſſe des ganzen kanadiſchen Nordweſtens befriedigen
würde. Und ſo war Chriſtine jetzt eigentlich ſtändig unterwegs.
Eines Tages erſchien ganz überraſchend Mr. Brown wieder
in der Mainſtreet und fragte dringend nach Chriſtine.
„Was mochte er bloß von ihr wollen?” dachte Miß Dobb3
etwas beunruhigt. „Vielleicht kann ich Ihnen helfen, Mr.
Brown, da Miß Berthold ſo bald wohl nicht hier ſein wird?”
verſuchte ſie ihn auszuforſchen.
„In dieſem Falle leider nicht,” etgegnete etwas verlegen
und doch erregt lächelnd Mr. Brown.
„Na, denn nicht,” ſagte ſie kurz und ſah ihm mißtrauiſch
hinterher, als er beim Hinausgehen fagte, er werde Chriſtine
ſchon irgendwo erreichen, denn bei der alten Dame ſvollte er
keinesfalls warten.
Und plötzlich kam es wie eine Erleuchtung über die in
Un=
ruhe und Beſorgnis zurückgebliebene Miß Dobbs. „Der kommt
als Freier!” rief ſie aus und ſchlug ſich mehrmals zornig gegen
die Stirn. Der Atem verſagte ihr faſt, wenn Chriſtine ja‟
ſagte. Und ſie verlebte die qualvollſten Stunden der ganzen
letzten Jahre, bis ſie erfahren hatte, was Brown gewollt und
was Chriſtine geantwortet hatte.
Inzwiſchen war Mr. Brown beinahe zwei Stunden lang
die Mainſtreet auf und ab gelaufen, da er wußte, daß Chriſtine
zuerſt hierherkommen würde. Als er eben wieder in tiefes
Sin=
nen verſunken am äußerſten Ende der Straße angelangt war,
hörte er ein Aute herankommen, achtete aber weiter. nicht
darauf, bis es dicht vor ihm hielt und ein lautes, fröhlichesg
„Guten Morgen, Mr. Brown” an ſeine Ohren ſchallte.
„Miß Berthold — oh, ob — — —” ſtotterte er vor lauter
Ueberraſchung.
„Wohin wollen Sie?” fragte ſie raſch, zurück, da ſie keine
Zeit verlieren wollte.
„Zu Ihnen, direkt zu Ihnen, Miß Berthold!”
„Und da laufen Sie hier draußen herum?” wunderte ſie ſich.
„Ich — ich ſuchte Sie, Miß.”
„Na, hören Sie mal,” lachte nun das Müdchen, „ich waz
doch nicht als vermißt gemeldet, und im übrigen findet man
mich doch am ſicherſten im Geſchäft.”
„Wie Sie ſehen, iſt es hier draußen ſicherer. Aber ich muß
Sie allein ſprechen, Miß Berthold — ganz dringend.”
Sofort ſprang in Chriſtine der Gedanke auf — er hat eine
Nachricht aus Hamburg für mich, die wohl keinen Aufſchub
zu=
läßt. Und ſo ſagte ſie: „Ich bin in einer halben Stunde in
Queens Hotel, erwarten Sie mich, bitte, dort.”
(Fortſetzung folgt.)
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Warum ist die Stunde der Abreise die
schönste von allen unseren Ferienstunden?
Weil Du noch die ganze Reihe
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licher freier Wochen, auf die Du Dich so
gefreut hattest, unversehrt vor Dir hast.
Ein Mittel, ein einziges, gibt es, später in
Gedanken diese schönen, heute noch
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verkürzten, aber ach so schnell
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Hoben Wurzel" bei Wiesbaden.
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nur 4 ohne Strafpunkt das Ziel erreichen ließ, wird von Frau Eise Metz-Hessen
in Braunschweig auf Wanderer (Klasse Tourenwagen über 1155 bis 1575 ccm)
als einziger Wagen seiner Kilasse
strafpunktFrei beendigt.
Den fast unerfüllbaren Hufgaben in der Berg- und Elastizitätsprüfung auf der
„Hohen Wurzel” werden alle drei startenden Wanderer-Wagen (Herren Atmer-Berlin
und Mader-Stuttgart, Frau Else Metz-Hessen in Braunschweig) durch Einhaltung
der vorgeschriebenen Fabrzeiten gerecbt. In eindrucksvoller Fahrt bestätigt
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Damen-Hemchose
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Bettdecken
Daunendecken
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Baumwoll=Kolter
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TÜll=Künstler=Gardinen
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