Darmstädter Tagblatt 1927


26. März 1927

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Einzelnummer 10 Pfennige

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Wöchentliche illuſtrierte Beilage: Die Gegenwart, Tagesſpiegel in Bild und Wort
Nachdruck ſämtlicher mit * verſehenen Original=Aufſätze und eigenen Nachrichten nur mit Quellenangabe Darmſt. Tagbl. geſtattet.
Nummer 85 Samstag. den 26. März 1927.
190. Jahrgang

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Schlegel i. Schl, 3. 11. 26
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FEdermann die Bestätigung seiner Güte
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Fronberg /Taunus, 16. 3. 26 Gg. K.
-.Den damals von Ihnen bezogenen
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Fößneck i. Thür., 20. 2. 26 W. C. Kr.

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in im Reichstag.
ſung an die Ausſchüſſe. U. a. wurde
nes, in welcher 2110 Beamtenanwärter
r den Etat des Reichsverkehrsminiſte=
ozialiſt
Dietrich=Franken polemi=
haft
, die ihre Arbeiter und Angeſtellten
aiſſe, während es doch Hunderttauſende
aldemokrat Geck lenkte die Blicke auf
Laſten der Kriegs= und Nachkriegszeit
rheiniſchen Verhältniſſe geſchehe viel
dieſer großen Waſſerſtraße ſei in dem
ke 1913 außerordentlich, faſt um die Waffenſtillſtandes bedeuten.
tang belaufe ſich in Duisburg=Ruhrort
40 und in Mannheim auf 26 Proz.
Fspolitiſchen Verhältniſſen trage die
Streichung bei den Kanalbauten, be=
tſchen
Weſten anlangt. Redner hielt
trife der Reichsbahn für nötig und
chuldt=Steglitz bekämpfte die Ab=
ſen
Fahrpreisermäßigungen z. B. für
och erörterte in einer kürzeren Rede
und wies darauf hin, daß die deutſche
e Werften zur Behebung der Arbeits=
Reparationslaſten von ihr nicht be=
nen
und Handwerker bei Vergebung
aufgehoben werden
licher Debatte, in der noch Redner
dwigshafen, Speyer und
Verkehrsetats erledigt. Das Haus ge=
amstag
. 1 Uhr.

Beidelasch & seider h.h. der preußiſchen Regierung, daß
Tuchfahrik und Versand

G. m.

Spremberg !.

R

ſohl auch in ſeiner Antwort zu erkennen geben wird. Tatſächlich
lie gen ja die Dinge ſo, daß auch die Deutſchnationalen für eine
Mäickkehr des Kaiſers aus außen= und innenpolitiſchen Gründen
zürzeit nicht zu haben ſind. In welcher Form ſich eine geſetzliche
Hundhabe dafür findet, läßt ſich im Augenblick noch nicht über=
ſehen
. Das Republikſchutzgeſetz in ſeinem ganzen Umfang wird
ſeHenfalls nicht aufrecht erhalten. Es wird zum größten Teil am
21. Juli, nach ſeiner zeitlichen Begrenzung, fallen. Vielleicht wird
man einen kleinen Teil der geſetzlichen Beſtimmungen aufrecht er=
halten
, vielleicht aber wird man ſich damit begnügen, wenn der
Aaiſer von ſich aus erklärt, daß er für abſehbare Zeit an eine
Näickkehr nach Deutſchland nicht denkt. Eine unmittelbare Gefahr
ſür die Koglition droht alſo aus dieſem Problem nicht. Auf
der anderen Seite iſt die Lage für das Zentrum nicht ganz an=
Kenehm, weil ſich immer klarer zeigt, daß die Sozialdemokraten
her, wie beim Arbeitszeitnotgeſetz, auf den linken Flügel des
Zentrums zut drücken ſuchen, um ihn von der gegenwärtigen
Poalition abzuſprengen. Das Zentrum wird alſo im Intereſſe
Näner Parteieinheit früher oder ſpäter gezwungen ſein, den
kampf aufzunehmen, um ſo vielleicht das Gegenteil von dem zu
4 zwingen, was die Sozialdemokraten wollen: eine Lockerung der
Regierungskoalition auch in Preußen.

18 Brief.
ident Braun hat es mit der Ver=
(an den Reichskanzler Dr. Marx
aut des Briefes bereits auf den
der Reichskanzler offiziell davon
Germania ſpricht darüber ihr
diskretion eine Unterſuchung ein=
nan
da ganz weit oben ſuchen
os nicht nur ſachliche Ziele, ſon=
chsregierung
einen Knüppel zwi=
nutlich
werden, die preußiſchen
er Frage der Verlängerung des
kapfel zwiſchen die Regierungs=
haben
. Das wird ihnen kaum
gerung des Republikſchutzgeſetzes
Anregung von preußiſcher Seite
(iniſterium des Innern wird ſich
dieſer Frage befaſſen.
mit denen die Sozialdemokraten
in Preußen arbeiten, iſt auch der Briefwechſel zwiſchen dem müſſe,
Staatsſekretär im preußiſchen Staatsminiſterium, Herrn Weiß=
hauſes
. Herr Weißmann ſtützt ſich auf Zeitungsmeldungen, wo=
nach
die Gattin des früheren Kaiſers beabſichtigen ſoll, das
Palais Unter den Linden zu beziehen, und bemerkt dazu, daß
die preußiſche Regierung eine beſondere Gewähr für die Sicher=
heit
der Bewohner des Hauſes ablehnen muß. Herr Weißmann
maligen Kaiſers inſofern unter ein Ausnahmegeſetz fällt, als ihr
das Recht auf den allen Staatsbürgern gleichmäßig zuſtehenden
Schutz durch die Polizei nicht gewährt werden kann.
Aber das nur nebenbei. Er muß ſich denn auch von dem Bevoll=
mächtigten
des Hohenzollernhauſes darüber unterrichten laſſen
was ihm ſchon vorher bekannt war , daß lediglich einige Wohn=
räume
des alten hiſtoriſchen Palaſtes etwas wohnlicher einge=
richtet
werden ſollen, um für einen vorübergehenden Aufenthalt
als Unterkunft dienen zu können. Der ganze Brieſwechſel war zwingen, das die polniſche Annexion Wilnas nicht anerkennt und
alſo überflüſſig, aber Herr Weißmann hat wieder einmal etwas
getan, um die Republik zu retten.

Das Weiterleuchten im Oſten.
Der plan eines polniſchen Handſtreichs auf Kowno.
Von unſerem Sonderberichterſtatter.
v. U.=St., Kowno, Ende März.
Sobald die Frühlingsſonne wärmer zu leuchten beginnt und
miniſter über das Ver= die Schneeſchmelze anfängt, tauchen an den Oſtgrenzen Deutſch=
lands
Gerüchte von Krieg und Umſturz auf, die zwar ſelten un=
fung
zur Reichsbahn. begründet ſind, die ſich aber bisher glücklicherweiſe nicht bewahr=
* Berlin, 25. März. (Gig.=Bericht.) heitet haben. Diesmal kamen die Alarmrufe aus Moskau, ſie
zunächſt kleinere unweſentliche Vor= trugen einen offiziellen Stempel und wurden nicht nur von
ſenſationsluſtigen Zeitungsgläubigen, ſondern auch von ernſten
Politikern mit Sorge beachtet. Es hieß, Polen beabſichtige ſeine
ſordert werden, an den Haushalts= Truppen über die litauiſche Grenzlinie zu werfen, einen Huſaren=
ritt
auf Kowno zu wagen und mit Gewalt eine Löſung des Kon=
fliktes
mit Litauen zu erzwingen. Befinden ſich Litauen
und Polen doch noch immer im Kriegszuſtand,
ja nicht einmal ein Waffenſtillſtand iſt zwiſchen den beiden, in
früheren Jahrhenderten ſo eng verbundenen Ländern geſchloſſen
worden, und wenn der Völkerbund nicht beſtände und wenn die
Vernunft es zuließe, ſo würde der Ausbruch von Feindſeligkeiten
nur das Aufhören des de facto, aber nicht de jure beſtehenden
Eine neue Zeitendämmerung läßt die furchtbaren Jahre des
Weltkrieges vergeſſen! Aber an der litauiſch=polniſchen Grenze
die hohen Waſſerſtraßengebühren. ſind noch immer die Schützengräben aufgeworfen, zwiſchen den
Fünſche des deutſchen Oſtens vor, der Holzkreuzen der Maſſengräber patrouillieren Schildwachen mit
behandelt werde. Der Zentrums= geladenem Gewehr und verhindern jeden Verkehr zwiſchen den
feindlichen Grenzen. Die Eiſenbahnlinie zwiſchen Kowno
und Wilna, auf der in früheren Jahren die Weltſtraße zwiſchen
Paris, Berlin und Petersburg führte, iſt zerſtört, und um
von Kowno nach Wilna zu gelangen, muß man den Umweg über
Deutſchland und Warſchau oder über Lettland wählen. Der
Frieden von Suwalki, den Polen und Litauen geſchloſſen, wurde
durch den Ueberfall des Generals Zelingowſky auf Wilna geſtört,
deren Ländern auf ſich ſelbſt an= alle Reklamationen Litauens vor dem Völkerbund gegen den
nichts zu tun. Der Miniſter erklärte Gewaltakt waren vergeblich, alle Verſöhnungsverſuche ſcheiterten,
ige Verhältnis der Regie= die Intervention Lord Curzons blieb erfolglos, der Vorſchlag
nicht befriedige. Eine ganze Reihe Litauens, den Konflikt vor das internationale Schiedsgericht im
bürde allerdings von der Reichsbahn Haag zu bringen, wurde von Polen zurückgewieſen, und ſo blieb
denn der Kriegszuſtand zwiſchen beiden Ländern durch alle dieſe
erkenne die Berechtigung der meiſten Jahre beſtehen, und es blieb nicht außerhalb des Bereiches der
eber die Wünſche der Gewerkſchaften, Möglichkeit, daß der ſchwelende Konflikt, wenn neuer Brennſtoff
n vertreten zu ſein und ebenſo für hinzukommt, doch endlich akutere Formen annimmt. Es waren
ach ſich der Mimiſter zuſtimmend aus. Meldungen im Umlauf, daß auf Betreiben Englands
an einem neutralen Ort eine Ausſöhnungsaktion zwi=
ſchen
Litauen und Polen angebahnt worden ſei und daß man
n hatten, das Work nahmen, wurde bereits eine Formel gefunden habe, die beide Parteien befrie=
Abſtimmung wurde das Gehalt des digen könnte. Eine Erklärung des litauiſchen Regierungspräſi=
Kommuniſten bewilligt, der Haushalt, denten, Profeſſor Woldemaras, machte aber dieſen optimiſtiſchen
nommen. Neu eingefügt wurden auf. Gerüchten ein Ende. Er wiederholte das, was vor ihm ſchon
000 Mark für Vorarbeiten zum Bau alle litauiſchen Regierungen geſagt hatten, daß an eine Ver=
demokratiſcher
Antrag, 2 Millionen ſtändigung mit Polen nicht zu denken ſei, ſo lange der Raub
rfügung zu ſtellen. Für den Antrag, von Wilna nicht wieder gut gemacht wäre. In der Tat würde
die Nationalſozialiſten und einzelne jede litauiſche Regierung weggefegt werden, die es wagen würde,
r. Angenommen wurde ein Antrag einen Verzicht auf Wilna auszuſprechen. Es hieß nun zwar,
die Mittel für die Umkanaliſierung, daß Polen theoretiſch die Anſprüche Litauens auf Wilna aner=
drei
Millionen herabgeſetzt werden, kennen wolle, daß jedoch die polniſche Beſetzung fortdauern
che Ausſprache den Etat des Reichs= würde, ſolange mit einer Gefahr von ſeiten Rußlands zu rechnen
ſei. Es war eine Ente! Denn ſo wie die Dinge liegen, kann
Polen auch in der Theorie nie einen Verzicht auf Wilna aus=
ſprechen
, deſſen Beſitz ihm ja auch vom Völkerbundsrat nach voll=
zogenem
Gewaltſtreich zugeſprochen wurde. Allerdings wurde
dabei keine Garantie für den ungefährdeten Beſtand der
polniſchen Oſtgrenzen übernommen, aber eine Rückgabe Wilnas
würde das Kräfteverhältnis im Oſten derart verſchieben, daß
ernſte internationale Schwierigkeiten vor der Tür ſtänden, Polen
ſelbſt würde durch die Rückgabe ſeines, wenn auch übel erwor=
benen
, Beſitzes vor eine Revolution mit unabſehbaren Folgen
gebracht werden. Marſchall Pilſudſki iſt Wilnaer, und gerade
in Wilna beſitzt er einen ſehr ergebenen Anhang.
Zwiſchen Polen und Litauen beſteht, abgeſehen von der
Wilna=Frage, ein Konflikt wegen der Schiffahrt auf
der Memel. Trotzdem Litauen die Konvention von Barce=
lona
, auf der die freie Schiffahrt auf internationalen Strömen
gewährleiſtet wurde, unterſchrieben hat, weigert ſich Kowno, den
Polen das Abflößen ihrer großen Holzbeſtände am Oberlauf
des Fluſſes zu geſtatten und fügt dadurch nicht nur Polen, ſon=
dern
auch dem eigenen Hafen in Memel einen großen Schaden zu.
(Wie übrigens auch England, das an polniſchem Holz ſtark inter=
eſſiert
iſt.) In einer Note, die ſeinerzeit an Poincaré vom
litauiſchen Außenemt gerichtet wurde, verteidigt ſich Litauen
damit, daß die Konvention von Barcelona nur für Friedens=
zeiten
Gültigkeit habe, Litauen ſich aber mit Polen im Kriegs=
zuſtande
befände und folglich auf ſeiner Weigerung beſtehen
Bei der Zuſpitzuug der Verhältniſſe im Oſten iſt es erklär=
mann
, und dem Generalbevollmächtigten des Hohenzollern= lich, daß die Lage für Polen allmählich untragbar wird. Volen
beſitzt gewiß die materielle Macht, das kleine Litauen zu be=
zwingen
, aber es iſt nicht töricht genug, um nicht zu begreifen,
daß die erſten Kanonenſchüſſe das Weltecho er=
wecken
müſſen und daß die Folgen vorausſichtlich für War=
ſchau
ſelbſt die allerböſeſten ſein werden, es wird es ſich des=
halb
ſehr überlegen, ehe es ſeine Truppen über die litauiſche
ſcheint alſo der Meinung zu ſein, daß die Gemahlin des ehe= Grenze einrücken läßt. Da aber die Völker im Oſten eine andere
Geiſtesverfaſſung haben und anderen Impulſen gehorchen als die
des Weſtens, ſo ſind Ueberraſchungen nicht aus=
geſchlofſen
.
England ſoll beabſichtigen, an Litauen die Anfrage zu rich=
ten
, ob es endlich geneigt iſt, die Entſcheidung des Völkerbundes
bezüglich Wilnas anzuerkennen. Sollte ſich die Meldung bewahr=
heiten
, ſo wäre Kowno vor eine folgenſchwere Entſcheidung ge=
ſtellt
, eine Abſage würde die Iſolierung Litauens ver=
vollſtändigen
und es zu einer Annäherung an Rußland
das ſeinerzeit im Frieden von Moskau Wilna an Litauen abge=
treten
hat. Andererſeits iſt Litauen durchaus antibolſchewiſtiſch

[ ][  ][ ]

Nummer 84

Freitag, den 25. März 1927

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Der Kampf um den Etat. Ein Brief Brauns an Marx. ! Der Reichsverkehrsminiſier über das Ver=
Um die Rückiehr des Kaiſers. Die Frage der Ver=
längerung
des Republitſchutzgeſetzes.
Von unſerer Berliner Redaktion.
Der Reichstag hat in den letzten Tagen verhältnismäßig
Rurſche Arbeit geleiſtet. Er ſteht jetzt am Ende der Beratung des
Verkehrsetats. Die Hoffnung aber, den Reichshaushalt noch vor
dem 1. April unter Dach zu bringen, wird immer geringer, weil
nan ſich auf zielbewußte Gegenwirkung der Sozial=
emokraten
einſtellen muß. Man ſtellt ſich daher, ſo beſchä=
uend
es iſt, gegenüber dem guten Beiſpiel vom Vorjahre, darauf
an, daß e in Notetat wenigſtens für die erſte Hälfte des April
ötwendig ſein wird. Das Finanzminiſterium trifft dazu
auch bereits die entſprechenden Vorbereitungen. Mit dem Etat
ſAbſt würde es vielleicht noch gehen; er iſt aber wverkoppelt mit
der Frage des Finanzausgleichs und den Forderungen, die von
den verſchiedenen Parteien geſtellt worden ſind. Man braucht
nur die Abendausgabe des Vorwärts vom Freitag einmal an=
zrſehen
, um ſich vorzubereiten auf das, was kommt. Da iſt als
Talkenüberſchrift die Schlagzeile Kein Geld für ſoziale Auf=
zaben
! und darunter in möglichſt großem Druck die Ueber=
iſchriften
: Der Defizitetat des Bürgerblocks, Kein Geld für
Kinderſpeiſungen, aber=Hunderte von Millionen für die Reichs=
nehr
!. Damit iſt das Programm der Sozialdemokraten für die
läichſten Wochen aufgezeigt.
Reichsfinanzminiſter Köhler hat über die Verhandlungen
eit den Regierungsparteien zur Ausbalancierung des Etats am
kreitag vormittag berichtet. Er hat die einzelnen Zahlen, die an
geſer Stelle ſchon vor einigen Tagen über die Erhöhung der
Gnnahmepoſten und über die Verminderung der Ausgaben ge=
g
ben wurden, zuſammengeſtellt und zur Ergänzung nur hinzu=
UA fügt, daß auch die Geheimfonds, die dem Reichskanzler und dem
Aißenminiſter für Nachrichtenweſen zur Verfügung ſtehen, ſich
Aeite Kürzung haben gefallen laſſen müſſen, und legte ſich
nicht beabſichtigt iſt. Damit werden aber auch die
Sozialdemokraten nicht viel Weſens machen. Sie wollen
ſich mit ganzer Kraft auf den Reichswehretat ſtürzen und hier
Mofenbar ſtarke Zuſammenſtriche verlangen. Die Koalition wird
alſo nicht ganz leicht haben, ihre Staatspflicht zu erfüllen und
ümn ſo notwendiger iſt es aber, daß die Koalition unter ſich Diſzi= ſelbſt in der Ausſchußfaſſung angenommen. Neu eingefügt wurden auf
elin hält und Extratänze vermeidet, die nur für die Oppoſition
von Heil ſind. An Anſätzen dazu hat es nicht gefehlt. Der Vor= Maxau. Abgelehnt wurde ein demokratiſcher Antrag, 2 Millionen
ſtoß zur Erhöhung der Mittel für die Kriegsbeſchädigten, der aus
ſtellt wurde, iſt an dem Widerſpruch des Finanzminiſters ge=
ſcheitert
und zurückgeſtellt worden. Die Deutſche Volkspartei macht
noch den Verſuch, die Staffelung der Einkommenſteuerſätze bei
den mittleren Einkommen auseinanderzuziehen und dadurch eine
Untlaſtung der mittleren Einkommen zu erzielen. Sie will dieſe nehmigte dann noch ohne weſentliche Ausſprache den Etat des Reichs=
Abſicht nur im Rahmen der Koalition durchführen. Dagegen iſt
es im Rechtsausſchuß bei der Beratung der Aufwertungs=
fiagen
zu einer Pauſe gekommen. Die Koglition iſt hier bei
enter Abſtimmung auseinandergefallen, weil bei einem
ar ſich unweſentlichen Antrag der Demokraten zwei Zentrums=
ſchaffen
halfen. Das iſt vorläufig nur eim Einzelvorgang, der nicht
Werſchätzt werden ſoll, er wird auch vermutlich vom Reichskanzler Straßen verkauft wurde, ehe der Reichskanzler offiziell davon
n ieder eingerenkt werden, begreiflich iſt aber, daß bei den übrigen
Karteien darüber eine gewiſſe Erregung herrſcht, weil ſie es leid Bedauern aus und verlangt von der preußiſchen Regierung, daß
ſiurd, ihren Buckel für eine unpopuläre Politik hinzuhalten, wenn
andere Parteien die Gelegenheit zur Einbringung ſchön klingen=
der
Anträge benutzen, ohne Rückſicht auf die bedrängte Finanzlage
des Reiches.
Die Parteien der Regierungskoalition haben ſich darauf ſeſt=
gelegt
, daß ſie mit Rückſicht auf die ſchwierige Finanzlage von
alen weiteren Forderungen bis zur Verabſchiedung des Etats
goſehen wollen. Sie müſſen ſich nun daran halten, wenn ſie nicht Republikſchutzgeſetzes einen Zankaupfel zwiſchen die Regierungs=
das
ganze Werk gefährden wollen. Eine ſolche Einheitlichkeit iſt
un ſo notwendiger, als ja auch von außen her gegen die Kog=
Uition gewühlt wird. Der Brief des preußiſchen Miniſterpräſi= gelingen. Die Frage der Verlängerung des Republikſchutzgeſetzes
denten Braun an den Reichskanzler wegen der Rückkehr des ehe=
MNaligen Kaiſers iſt dafür ein typiſcher Beweis. Er hat allerdings
zenächſt den Erfolg gehabt, daß der Reichskanzler dieſen Brief
urd die ganze Art, wie er der Oeffentlichkeit übermittelt wurde.
as einen perſönlichen Angriff gegen ſich aufgefaßt hat und das in Preußen arbeiten, iſt auch der Briefwechſel zwiſchen dem
M ohl auch in ſeiner Antwort zu erkennen geben wird. Tatſächlich
legen ja die Dinge ſo, daß auch die Deutſchnationalen für eine
Nückkehr des Kaiſers aus außen= und innenpolitiſchen Gründen mann, und dem Generalbevollmächtigten des Hohenzollern=
jurzeit
nicht zu haben ſind. In welcher Form ſich eine geſetzliche
Kandhabe dafür findet, läßt ſich im Augenblick noch nicht über=
ſe
hen. Das Republikſchutzgeſetz in ſeinem ganzen Umfang wird Palais Unter den Linden zu beziehen, und bemerkt dazu, daß
denfalls nicht aufrecht erhalten. Es wird zum größten Teil am
2. Juli, nach ſeiner zeitlichen Begrenzung, fallen. Vielleicht wird
M an einen kleinen Teil der geſetzlichen Beſtimmungen aufrecht er=
halten
, vielleicht aber wird man ſich damit begnügen, wenn der
ſaiſer von ſich aus erklärt, daß er für abſehbare Zeit an eine maligen Kaiſers inſofern unter ein Ausnahmegeſetz fällt, als ihr
Aückkehr nach Deutſchland nicht denkt. Eine unmittelbare Gefahr
ſar die Koglition droht alſo aus dieſem Problem nicht. Auf
der anderen Seite iſt die Lage für das Zentrum nicht ganz an=
genehm
, weil ſich immer klarer zeigt, daß die Sozialdemokraten
Aer, wie beim Arbeitszeitnotgeſetz, auf den linken Flügel des
entrums zu drücken ſuchen, um ihn von der gegenwärtigen
oalition abzuſprengen. Das Zentrum wird alſo im Intereſſe
ſeiner Parteieinheit früher oder ſpäter gezwungen ſein, den
erzwingen, mas die Sozialdemokraten wollen; eine Lockerung der alſo überflüſſig, aber Herr Weißmann hat wieder einmal etwas 1
Fegierungskoalition auch in Preußen.

Verkehrsfragen im Reichstag.
hältnis der Regierung zur Reichsbahn.
* Berlin, 25. Mirz. (Gig.=Bericht.)
Der Reichstag erledigte heute zunächſt kleinere unweſentliche Vor=
lagen
durch debatteloſe Ueberweiſung an die Ausſchüſſe. U. a. wurde
eine Ergänzung des Haushaltsplanes, in welcher 2110 Beamtenanwärter
ſür die Steuerverwaltung angefordert werden, an den Haushalts=
ausſchuß
weitergereicht.
Dann wurde die Debatte über den Etat des Reichsverkehrsminiſte=
riums
fortgeſetzt. Der Nationalſozialiſt Dietrich=Franken polemi=
ſierte
gegen die Reichsbahngeſellſchaft, die ihre Arbeiter und Angeſtellten
1618 Stunden täglich arbeiten laſſe, während es doch Hunderttauſende
von Erwerbsloſen gebe. Der Sozialdemokrat Geck lenkte die Blicke auf
den Rhein, der von den ſchweren Laſten der Kriegs= und Nachkniegszeit
ſehr viel zu tragen habe. Für die rheiniſchen Verhältniſſe geſchehe viel
zu wenig. Der Güterverkehr auf dieſer großen Waſſerſtraße ſei in dem
Jahre 1926 gegenüber dem Jahre 1913 außerordentlich, faſt um die
Hälfte, zurückgegangen. Der Rückgang belaufe ſich in Duisbura=Ruhrort
auf 58 Prozent, in Düſſeldorf auf 40 und in Mannheim auf 26 Proz.
Die Hauptſchuld an den verkehrspolitiſchen Verhältniſſen trage die
Tarifpolitik der Reichsbahn und die hohen Waſſerſtraßengebühren.
Abg. Menzel (Ontl) brachte Wünſche des deutſchen Oſtens vor, der
nach ſeiner Anſicht ſtiefmüitterlich behandelt werde. Der Zentrums=
abgeordnete
Groß bedauerte die Streichung bei den Kanalbauten, be=
ſonders
was die Projekte im deutſchen Weſten anlangt. Redner hielt
eine Verbilligung der Umſchlagtarife der Neichsbahn für nötig und
wünſchenswert. Der Demokrat Schuldt=Steglitz bekämpfte die Ab=
ſicht
der Reichsbahn, die beſtehenden Fahrpreisermäßigungen z. B. für
Jugendfahrten, wieder aufzuheben.
Reichsver hrsminiſter Dr. Koch erörterte in einer kürzeren Rede
zunächſt Fraglit der Seeſchiffahrt und wies darauf hin, daß die deutſche
Handelsflotte im Gegenſatz zu anderen Ländern auf ſich ſelbſt an=
gewieſen
ſei. Die Zahlungen an die Werften zur Behebung der Arbeits=
lofigkeit
haben mit Subventionen nichts zu tun. Der Miniſter erklärte
weiter, daß auch ihn das heutige Verhältnis der Regie=
rung
zur Reichsbahn noch nicht befriedige. Eine ganze Reihe
von Wünſchen und Beſchwerden würde allerdings von der Reichsbahn
anerkannt, könnte aber wegen der Reparationslaſten von ihr nicht be=
vückſichtigt
werden. Er perſönlich erkenne die Berechtigung der meiſten
vorgetragenen Beſchwerden an. Ueber die Wünſche der Gewerkſchaften,
im Verwaltungsrat der Reichsbahn vertreten zu ſein und ebenſo für
emeut darauf feſt, daß eine Erhöhung der Steuern die Berückſichtigung kleinerer Firmen und Handwerker bei Vergebung
von Aufträgen der Reichsbahn ſprach ſich der Mimiſter zuſtimmend aus.
Die Ausnahmetariſe dürften nicht aufgehoben werden
Nach weiterer aber unweſentlicher Debatte, in der noch Redner
von Parteien, die bereits geſprochen hatten, das Wort nahmen, wurde
die Beratung geſchloſſen. In der Abſtimmung wurde das Gehalt des
brfür zu ſorgen, daß der Etat möglichſt ſchnell verabſchiedet wird. Minſters gegen die Stimmen der Kommuniſten bewilligt, der baushalt, denten, Piofeſſor Woldemargs, machte aber dieſen obtimiſtiſchen
Antrag der Regierungsparteien 50 000 Mark für Vorarbeiten zum Bau
der Rheinbrücken in Ludwigshafen, Speyer und
Mark für den Zeppelinbau zur Verfügung zu ſtellen. Für den Antrag
den Regierungsparteien heraus im Sozialpolitiſchen Ausſchuß ge= ſtimmten außer den Antragſtellenn die Nationalſozialiſten und einzelne jede litauiſche Regierung weggefegt werden, die es wagen wüirde
der Regierungsparteien, durch den die Mittel für die Umkangliſierung
des Unteren Mains von vier auf drei Millionen herabgeſetzt werden.
Damit war die zweite Leſung des Verkehrsetats erledigt. Das Haus ge=
teges
und vertagte ſich dann auf Samstag, 1 Uhr.
* Brauns Brief.
männer abſprangen und eine Mehrheit gegen die Regierung öffentlichung ſeines Schreibens an den Reichskanzler Dr. Marx polniſchen Oſtgrenzen übernommen, aber eine Rüchgabe Wilngs
ſo eilig gehabt, daß der Wortlaut des Briefes bereits auf den
Kenntnis genommen hatte. Die Germania ſpricht darüber ihr
ſie über den Urſprung dieſer Indiskretion eine Unterſuchung ein=
leiten
ſoll. Vermutlich wird man da ganz weit oben ſuchen
müſſen. Der Brief hat zweifellos nicht nur ſachliche Ziele, ſon= Wilng=Frage, ein Konflikt wegen der Schiffahrt auf
dern ſoll nebenher auch der Reichsregierung einen Knüppel zwi=
ſchen
die Beine werfen. Vermutlich werden, die preußiſchen
Sozialdemokraten hoffen, mit der Frage der Verlängerung des
parteien im Reich geworfen zu haben. Das wird ihnen kaum
iſt ja ohnehin aktuell. Einer Anregung von preußiſcher Seite
in den nächſten Tagen auch mit dieſer Frage befaſſen.
Kennzeichnend für die Mittel, mit denen die Sozialdemokraten
Staatsſekretär im preußiſchen Staatsminiſterium, Herrn Weiß=
hauſes
. Herr Weißmann ſtützt ſich auf Zeitungsmeldungen, wo=
die
preußiſche Regierung eine beſondere Gewähr für die Sicher=
heit
der Bewohner des Hauſes ablehnen muß. Herr Weißmann
ſcheint alſo der Meinung zu ſein, daß die Gemahlin des ehe=
das
Recht auf den allen Staatsbürgern gleichmäßig zuſtehenden
Schutz durch die Polizei nicht gewährt werden kann. geſchloſſen.
Aber das nur nebenbei. Er muß ſich denn auch von dem Bevoll=
was
ihm ſchon vorher bekannt war , daß lediglich einige Wohn=
räume
des alten hiſtoriſchen Palaſtes etwas wohnlicher einge=
richtet
werden ſollen, um für einen vorübergehenden Aufenthalt
ſtampf aufzunehmen, um ſo vielleicht das Gegenteil von dem zu als Unterkunft dienen zu können. Der ganze Brieſwechſel war zwingen, das die polniſche Annerion Wilngs nicht anerkennt und
getan, um die Repuhlik zu retten.

Das Wetterleuchten im Oſten.
Der Plan eines polniſchen Handſtreichs auf Kowno.
Von unſerem Sonderberichterſtatter.
v. U.=St., Kowno, Ende März.
Sobald die Frühlingsſonne wärmer zu leuchten beginnt und
die Schneeſchmelze anfängt, tauchen an den Oſtgrenzen Deutſch=
lands
Gerüchte von Krieg und Umſturz auf, die zwar ſelten un=
begründet
ſind, die ſich aber bisher glücklicherweiſe nicht bewahr=
heitet
haben. Diesmal kamen die Alarmrufe aus Moskau, ſie
trugen einen offiziellen Stempel und wurden, nicht nur von
ſenſationsluſtigen Zeitungsgläubigen, ſondern auch von ernſten
Politikern mit Sorge beachtet. Es hieß, Polen beabſichtige ſeine
Truppen über die litauiſche Grenzlinie zu werfen, einen Huſaren=
ritt
auf Kowno zu wagen und mit Gewalt eine Löſung des Kon=
fliktes
mit Litauen zu erzwingen. Befinden ſich Litauen
und Polen doch noch immer im Kriegszuſtand,
ja nicht einmal ein Waffenſtillſtand iſt zwiſchen den beiden, in
früheren Jahrhunderten ſo eng verbundenen Ländern geſchloſſen
worden, und wenn der Völkerbund nicht beſtände und wenn die
Vernunft es zuließe, ſo würde der Ausbruch von Feindſeligkeiten
nur das Aufhören des de kacto, aber nicht de jure beſtehenden
Waffenſtillſtandes bedeuten.
Eine neue Zeitendämmerung läßt die furchtbaren Jahre des
Weltkrieges vergeſſen!. Aber an der litauiſch=polniſchen Grenze
ſind noch immer die Schützengräben aufgeworfen, zwiſchen den
Holzkreuzen der Maſſengräber patrouillieren Schildwachen mit
geladenem Gewehr und verhindern jeden Verkehr zwiſchen den
feindlichen Grenzen. Die Eiſenbahnlinie zwiſchen Kowno
und Wilna, auf der in früheren Jahren die Weltſtraße zwiſchen
Paris, Berlin und Petersburg führte, iſt zerſtört, und um
von Kowno nach Wilna zu gelangen, muß man den Umweg über
Deutſchland und Warſchau oder über Lettland wählen. Der
Frieden von Suwalki, den Polen und Litauen geſchloſſen, wurde
durch den Ueberfall des Generals Zelingowſky auf Wilna geſtört,
alle Reklamationen Litauens vor dem Völkerbund gegen den
Gewaltakt waren vergeblich, alle Verſöhnungsverſuche ſcheiterten,
die Interbention Lord Curzons blieb erfolglos der Vorſchlag
Litauens, den Konflikt vor das internationale Schiedsgericht im
Haag zu bringen, wurde von Polen zurückgewieſen, und ſo blieb
denn der Kriegszuſtand zwiſchen beiden Ländern durch alle dieſe
Jahre beſtehen, und es blieb nicht außerhalb des Bereiches der
Möglichkeit, daß der ſchwelende Konflikt, wenn neuer Brennſtoff
hinzukommt, doch endlich akutere Formen annimmt. Es waren
Meldungen im Umlauf, daß auf Betreiben Englands
an einem neutralen Ort eine Ausſöhnungsaktion zwi=
ſchen
Litauen und Polen angebahnt worden ſei und daß man
bereits eine Formel gefunden habe, die beide Parteien befrie=
digen
könnte. Eine Erklärung des litauiſchen Regierungspräſi=
Gerüchten ein Ende. Er wiederholte das, was vor ihm ſchon
alle litauiſchen Regierungen geſagt hatten, daß an eine Ver=
ſtändigung
mit Polen nicht zu denken ſei, ſo lange der Raub
von Wilna nicht wieder gut gemacht wäre. In der Tat würde
Deutſchnationale und Volsparteiler, Angenommen wurde ein Antrag einen Verzicht auf Wilna auszuſprechen. Es bieß nun zwar.
daß Polen theoretiſch die Anſprüche Litauens auf Wilna aner=
kennen
wolle, daß jedoch die polniſche Beſetzung fortdauern
würde, ſolange mit einer Gefahr von ſeiten Rußlands zu rechnen
ſei. Es war eine Ente!. Denn ſo wie die Dinge liegen, kann
Polen auch in der Theorie nie einen Verzicht auf Wilna aus=
ſprechen
, deſſen Beſitz ihm ja auch vom Völkerbundsrat nach voll=
zogenem
Gewaltſtreich zugeſprochen wurde. Allerdings wurde
Der preußiſche Miniſterpräſident Braun hat es mit der Ver= dabei keine Garantie für den ungefährdeten Beſtand der
würde das Kräfteverhältnis im Oſten derart verſchieben, daß
ernſte internationale Schwierigkeiten vor der Tür ſtänden, Polen
ſelbſt würde durch die Rückgabe ſeines, wenn auch übel erwor=
benen
, Beſitzes vor eine Revolution mit unabſehbaren Folgen
gebracht werden. Marſchall Pilſudſti iſt Wilnger, und gerade
in Wilna beſitzt er einen ſehr ergebenen Anhang.
Zwiſchen Polen und Litauen beſteht, abgeſehen von der
der Memel. Trotzdem Litauen die Konvention von Barce=
lona
, auf der die freie Schiffahrt auf internationalen Strömen
gewährleiſtet wurde, unterſchrieben hat, weigert ſich Kowno, den
Polen das Abflößen ihrer großen Holzbeſtände am Oberlauf
des Fluſſes zu geſtatten und fügt dadurch nicht nur Polen, ſon=
dern
auch dem eigenen Hafen in Memel einen großen Schaden zu.
(Wie übrigens auch England, das an polniſchem Holz ſtark inter=
eſſiert
iſt.) In einer Note, die ſeinerzeit an Poincaré vom
bedurfte es nicht. Das Reichsminiſterium des Innern wird ſich litauiſchen Außenemt gerichtet wurde, verteidigt ſich Litauen
damit, daß die Konvention von Barcelona nur für Friedens=
zeiten
Gültigkeit habe, Litauen ſich aber mit Polen im Kriegs=
zuſtande
befände und folglich auf ſeiner Weigerung beſtehen
müſſe.
Bei der Zuſpitzung der Verhältniſſe im Oſten iſt es erklär=
lich
, daß die Lage für Polen allmählich untragbar wird. Polen
beſitzt gewiß die materielle Macht, das kleine Litauen zu be=
nach
die Gattin des früheren Kaiſers, beabſichtigen ſoll, das zwingen, aber es iſt nicht töricht genug, um nicht zu begreifen,
daß die erſten Kanonenſchüſſe das Weltecho er=
wecken
müſſen und daß die Folgen vorausſichtlich für War=
ſchau
ſelbſt die allerböſeſten ſein werden, es wird es ſich des=
halb
ſehr überlegen, ehe es ſeine Truppen über die litauiſche
Grenze einrücken läßt. Da aber die Völker im Oſten eine andere
Geiſtesverfaſſung haben und anderen Impulſen gehorchen als die
des Weſtens, ſo ſind Ueberraſchungen nicht aus=
England ſoll beabſichtigen, an Litauen die Anfrage zu rich=
mächtigten
des Hohenzollernhauſes darüber unterrichten laſſen ten, ob es endlich geneigt iſt, die Entſcheidung des Völkerbundes
bezüglich Wilngs anzuerkennen. Sollte ſich die Meldung bewahr=
heiten
, ſo wäre Kowno vor eine folgenſchwere Entſcheidung ge=
ſtellt
, eine Abſage würde die Iſolierung Litauens ver=
vollſtändigen
und es zu einer Annäherung an Rußland
das ſeinerzeit im Frieden von Moskau Wilna an Litauen abge=
treten
hat. Andererſeits iſt Litauen durchaus antibolſchewiſtiſch

[ ][  ][ ]

Seite 2
eingeſtellt. Kommuniſtiſche Propaganda wird mit Todesſtrafe
geahndet, das Land ſchließt ſich hermetiſch vom kulturellen Ein=
fluß
Rußlands ab, und trotzdem die ruſſiſche Sprache die Um=
gangsſprache
der meiſten Bewohner Kownos iſt, iſt das Ruſſiſche
im offiziellen Verkehr verpönt. Zwiſchen Deutſchland
und Litauen ſteht Memel und ſteht die teilweiſe Unter=
drückung
der deutſchen Minderheit. Der deutſche Paſtor in
Kowno, Herr Katterfeld, und der Abgeordnete Rogal wurden
kürzlich wegen Eintretens für deutſche Intereſſen vom Bezirks=
gericht
zu je ſieben Tagen Gefängnis verurteilt. Der Bund der
baltiſchen Randſtaaten iſt wegen der verſchiedenen Einſtellung zu
Polen und aus manchen anderen Gründen mehr bisher nicht
zuſtande gekommen. Anläßlich des Todes des lettländiſchen
Staatspräſidenten Tſchakſte weilte der litquiſche Präſident Prof.
Waldemaras in Riga und beſprach bei dieſer Gelegenheit die
beiderſeitigen Beziehungen zu Rußland. Es iſt möglich, daß
ſich Litauen dem Non=Aggreſſiv=Vertrag, der kürzlich zwiſchen
Riga und Moskau abgeſchloſſen wurde, in der einen oder an=
deren
Form anſchließen wird. Jedenfalls werden ruſſiſch= litau=
iſche
Verhandlungen nicht, wie die Sowjets es wünſchen, in
Moskau, ſondern in Kowno eingeleitet werden. Wahrſcheinlich
wird ſich ſpäter auch Eſtland, durch die Umſtände gezwungen, den
Verhandlungen anſchließen müſſen, dadurch könnte dann ein
baltiſcher Bund gänzlich außerhalb der Einflußſphäre Polens
zuſtande kommen. Die Stellung Litauens im Gegenſpiel der
Intereſſen der angrenzenden großen Mächte und jener Gruppen,
die hinter ihnen ſtehen, würde dadurch noch exponierter werden,
als ſie es heute iſt. Die Eigenkräfte Litauens ſind gering, und
wenn heute auch nur ein Wetterleuchten an mögliche Gefahren
mahnt, ſo können ſich doch auch einmal die Wolken verdichten
und zündende Blitze können den nächſten Oſten in Flammen
ſetzen.
Die Genfer
Abrüſtungsverhandlungen.
Amerikas Stillſchweigen und ſeine Begrün=
dung
. Deutſchland gegen Scheinlöſungen=
für
allgemeine Abrüſiung.
EP. Genf, 25. März.
In der heutigen Vormittagsſitzung der Abrüſtungskommiſſion
erklärte der amerikaniſche Delegierte Gibſon, er habe über den
Verlauf der bisherigen Debatte über die Abrüſtung eingehend
nach Waſhington berichtet und erwarte nun ganz genaue In=
ſtruktionen
ſeiner Regierung. Er könne alſo im Augenblick der
Stellungnahme ſeiner Regierung nicht vorgreifen. Sodann
ſtimmte Lord Robert Cecil dem ſchwediſchen Antrag auf Her=
ſtellung
einer vergleichenden Tabelle zu den beiden Entwürfen
durch das Präſidium zu und erklärte ſich auch mit dem Antrag
de Brouckere auf möglichſt öffentliche Behandlung der Frage ein=
verſtanden
unter der Vorbedingung, daß durch die Herſtellung
der Tabelle in keiner Weiſe den Beratungen vorgegriffen werde.
Auf eine Frage Lord Cecils präziſiert Brouckere ſeinen Antrag
dahin, daß keine Tabelle der leitenden Ideen gemacht werden
ſolle, ſondern eine vergleichende Tabelle der Texte der Entwürfe,
Dadurch brauche keine Unterbrechung der öffentlichen Verhand=
lungen
einzutreten.
Der deutſche Delegierte Graf Bernſtorff legte
nochmals Wert auf die Feſtſtellung, daß die deutſche Dele=
gation
zu ernſthafter Mitarbeit nach jeder
Methode bereit ſei, die das Reſultat einer
wirklichen allgemeinen Abrüſtung ermögliche.
Beſonders wichtig ſei für die deutſche Delegation, daß die Kom=
binierung
der beiden Entwürfe nicht, wie aus den Aeußerungen
des polniſchen Delegierten vermutet werden könne, außerhalb der
Sitzungen erfolge. Für Deutſchland ſind zwei Punkte in dieſem
Augenblick von beſonderer Wichtigkeit. In erſter Reihe legen wir
abſoluten Wert darauf, zu vermeiden, wie ich es ſchon mehrmals
geſagt habe, daß hier Scheinlöſungen erzielt werden, und
wir würden als eine ſolche auch einen Verſuch anſehen, nur den
gegenwärtigen Stand der Rüſtungen zu ſtabiliſieren. Ferner iſt
für uns wichtig, daß der logiſche Weg, der von den Verſprechungen
von Verſailles zum Artikel 8 des Völkerbundspaktes und ſchließ=
lich
zu der feierlichen Verpflichtung von Locarno führte, wohl
eine Teillöſung geſtattet, die lediglich als eine erſte Etappe an=
zuſehen
wäre, aber keineswegs als eine Löſung, die nicht über
jeden Zweifel erhaben und klar feſtſtellt, daß das Endziel die all=
gemeine
Abrüſtung iſt, die alle Staaten ohne Ausnahme auf der
Grundlage eines Planes für eine gleichmäßige und gerechte Ver=
teilung
der Rüſtungen der Staaten umfaßt.
Darauf wurde die Weiterberatung auf morgen vormittag
10.30 Uhr vertagt, wo die Beratungen mit dem erſten Kapitel:
Begrenzung der Streitkräfte beginnen werden.

4Ludwig van Beethoven.
Am 26. März 1827, abends kurz vor 6 Uhr, verſchied Ludwig
van Beethoven, einer der ſeltenſten Menſchen, größten Künſtler
und kraftvollſten Charaktere, welche die Menſchheit je beſeſſen
hat. Schwer wie das Leben und das Geſchick, das ihn, den
Meiſter der Töne, zur Taubheit verurteilt hatte, war auch der
Todeskampf. Bei der tiefen, ja faſt abgöttiſchen Verehrung, die
der Meiſter ſchon bei Lebzeiten von ſeiten, aller bedeutenden
Künſtler genoß, ſind auch die Berichte von ihm Naheſtehenden
über ſeine letzten Stunden recht zahlreich. So beſuchte der junge
Ferdinand Hiller mit dem Klaviermeiſter Johann Nepomuk
Hummel, der Beethovens Schüler geweſen war, den Todkranken
mehrmals. Er berichtet: Troſtlos aber war der Anblick des
außerordentlichen Mannes, als wir ihn am 23. März wieder
aufſuchten es ſollte das letztemal ſein. Matt und elend lag
er da, zuweilen leiſe ſeufzend. Kein Wort mehr entfiel ſeinen
Lippen der Schweiß ſtand ihm auf der Stirn. Als er zufällig
ſein Schnupftuch nicht gleich zur Hand hatte, nahm Hummels
Gattin ihr feines Batiſtläpppchen und trocknete ihm mehrmals
das Antlitz damit. Nie werde ich den dankbaren Blick vergeſſen,
mit welchem ſein gebrochenes Auge dann zu ihr hinſah. Wäh=
rend
wir am 26. März im kunſtliebenden Hauſe des Herrn von
Liebenberg (der früher ein Schüler von Hummel geweſen) in
heiterer Geſellſchaft weilten, wurden wir zwiſchen 5 und 6 Uhr
durch ein ſtarkes Gewitter überraſcht. Ein dickes Schneegeſtöber
wurde von heftigen Donnerſchlägen und den Saal durchleuchten=
den
Blitzen begleitet. Wenige Stunden ſpäter kamen Gäſte an
mit der Nachricht, Ludwig van Beethoven ſei nicht mehr.
Anton Schindler, der treue Gefährte in den letzten Lebens=
jahren
des Meiſters, war in den letzten Tagen faſt ununter=
brochen
bei ihm. Er ſchilderte kurz nach Beethovens Tod dem
Verleger Schott in Mainz, mit dem gerade in den letzten Jahren
lebhafte Beziehungen beſtanden hatten, die letzten Augenblicke
des Bewußtſeins folgendermaßen: Nachdem ich am Morgen
des 24. März zu ihm kam, fand ich ſein ganzes Geſicht zerſtört
und ihn ſo ſchwach, daß er ſich mit größter Anſtrengung nur mit
höchſtens zwei bis drei Worten verſtändlich machen konnte. Gleich
darauf kam der Ordinarius, der, nachdem er ihn einige Augen=
blicke
beobachtete, zu mir ſagte: Beethoven gehe mit ſchnellen
Schritten der Auflöſung nahe! Da wir die Sache mit ſeinem
Teſtament ſchon tags vorher, ſo gut es immer ging, beendigt
hatten, ſo blieb uns nur noch ein ſehnlicher Wunſch übrig: ihn
mir dem Himmel auszuſöhnen, um auch der Welt zugleich zu
zeigen, daß er als wahrer Chriſt ſein Leben endigte. Der Pro=
feſſor
Ordinarius (Dr. Malfatti) ſchrieb ihm alſo auf und bat

Samstag, den 26. März 1927

Vom Tage.

Der Reichspräſident hat den neuernanntentſchecho=
ſlowakiſchen
außerordentlichen Geſandten und Bevollmäch=
tigten
Miniſter Dr. Frantiſec=Chvatkovſky zur Entgegennahme ſeines
Beglaubigungsſchreibens empfangen.
Der deutſche Geſandte in Warſchau, Ulrich Rauſcher,
reiſt im Zuſammenhang mit der Wiederaufnahme der polniſchen Han=
delsvertragsverhandlungen
im Laufe dieſer Woche nach
Berlin.
Am 19. März wurde in Teheran ein Freundſchafts= und
Handelsvertrag zwiſchen Polen und Perſien unter=
zeichnet
. Der Freundſchaftsvertrag iſt auf völliger Gleichſtellung
der beiden vertragſchließenden Staaten aufgebaut.
Ueberaſchenderweiſe iſt geſtern abend der polniſche Seim
durch ein Dekret des Präſidenten geſchloſſen worden,
trotzdem beſchloſſen war, erſt kommenden Dienstag dieſen Akt vorzu=
nehmen
.
Der Petit Pariſien glaubt zu wiſſen, daß die Verhandlun=
gen
, die zwiſchen der deutſchen und der franzöſiſchen
Wirtſchaftsdelegation ſeit einigen Tagen über die Umgeſtal=
tung
des Handelsproviſoriums geführt werden, auf Schwierig=
keiten
geſtoßen ſind, weil deutſcherſeits gegen das bewilligte Ein=
führkontingent
für Weine für April und Mai ein zu hoher Preis ge=
fordert
werde.

In Pariſer Fianz= und Börſenkreiſen laufen ſeit den von Poincaré
vor der Finanzkommiſſion abgegebenen Erklärungen Gerüchte über eine
unmittelbar bevorſtehende legale Stabiliſierung des
Franken um. Im Finanzminiſterium werden dieſe Gerüchte for=
mnell
dementiert.

Wie verlautet, wird Briand heute im Miniſterrat die Entſen=
dung
eines Beobachters zur Marineabrüſtungskon=
ferenz
trotz des Widerſtandes des Marineminiſters vorſchlagen
und wohl auch durchſetzen.

Der amerikaniſche Schatzſekretär Mellon reiſte
nach Europa ab. Er erklärte, es handele ſich nur um eine kurze
Urlaubsreiſe, von der er Mitte April zurückkehren werde.
Aus Melbourne wird gemeldet, daß das auſtraliſche Bundes
parlament ſich bis 9. Mai vertagt hat.

Das Staatsdepartement teilt mit, daß der amerikaniſche Konſul in
Schanghai Befehl erhalten habe, ein Funktelegramm auszuſenden, wonach
alle Amerikaner im Innern Chinas aufgefordert
werden, ſich an die Küſte zu begeben.
Nach einer Meldung aus Schanghai gibt der Stadtrat in einem
Aufruf an die noch in der Stadt verbliebenen Ausländer
dieſen den Rat, nach 10 Uhr abends nicht mehr auszugehen, da er ſonſt
für ihre Sicherheit keine Gewähr übernehmen könne.
Unter dem Eindruck der letzten Beſchießung iſt Nanking nun
auch von den letzten Ausländern verlaſſen worden.

Proteſit des Hanſa=Bundes
gegen das Finanzausgleichs=Proviſorium.

Die weitere Behandlung des
Arbeitszeitnotgeſetzes.
Unzufriedenheit auf allen Seiten.
Von unſerer Berliner Redaktion.
Die neuen Anträge zum Arbeitszeitgeſetz werden nun ver=
mutlich
am Mittwoch im Ausſchuß und am Donnerstag im
Plenum des Reichsrates zur Behandlung kommen, nachdem ſich
das Kabinett mit ihnen einverſtanden erklärt hat. Sie können,
alſo dann unverzüglich an den Reichstag gehen, der ſie noch vor
Oſtern erledigen dürfte. Viel Freude herrſcht über die gefun=
dene
Löſung auf keiner Seite, was einmal aus den Proteſten
aus den weiteſten Kreiſen der wirtſchaftlichen Verbände und der
Gewerkſchaften hervorgeht und zum andern aus den ſchwierigen
Verhandlungen, eine Brücke zwiſchen den gegenſätzlichen Auf=
faſſungen
zu ſchlagen. Wie ſich die Neuregelung auf die Wirt=
ſchaft
auswirken wird, bleibt abzuwarten. Feſt ſtehen dürfte:
ſchon jetzt, daß die 25prozentigen Zuſchläge für die Ueberſtunden=
bezahlung
eine allgemeine Lohnbewegung auslöſen werden, dar
die Ueberſtundenbezahlung in dieſer Höhe praktiſch einer Gehalts=
aufbeſſerung
von 5 Prozent gleichkommt, hinter der natürlich die=
jenigen
Gruppen nicht zurückſtehen wollen, die an dieſer Mehr=
atbeit
nicht beteiligt ſind. Man hat, um Ueberſtürzungen zu
vermeiden, eine gewiſſe Anlaufszeit eingeſchaltet und beſtimmte:
Klauſeln eingefügt, die nach und nach bis zum 1. Juli dieſe
Regelung in Kraft ſetzen.
Die neue Faſſung des Regierungsentwurfes:
zum Arbeitszeitnotgeſetz.
Die zwiſchen den Regierungsparteien vereinbarte und vom
Kabinett gutgeheißene neue Faſſung des Regierungsentwurfes;
ſieht u. a. vor: Der Lohn= und Gehaltszuſchlag für die Mehr= ſoll nicht mehr, wie im früheren Entwurf vorgeſehen war,
nur bei behördlich genehmigter Mehrarbeit gewährt werden, ſon= bei jeder Mehrarbeit, vor allem auch der tarifvertraglichſ
vereinbarten. Ausnahmen ſollen lediglich beſtehen für die Fälle:
der Arbeitsbereitſchaft, für die Ergänzungsarbeiten und fürn
Arbeiten in Notfällen und infolge von Naturereigniſſen undo
ſonſtigen unvermeidlichen Störungen. Der Kreis der Arbeit=
nehmer
, denen der Zuſchlag zugute kommen ſoll, iſt erheblichö
über den früheren Entwurf hinaus ausgedehnt inſofern, als derr
Zuſchlag nun auch dem Angeſtellten gewährt werden ſoll. Dabeij
iſt der Begriff der Angeſtellten ebenſo abgegrenzt, wie im ſon=
ſtigen
Bereich der Arbeitszeitverordnung, ſo daß alſo lediglichy
Angeſtellte in leitender Stellung und ſolche mit einem Jahres=
gehalt
von mehr als 6000 Mark ausgenommen ſein werden. Die=
Vergütung ſolk grundſätzlich in einem Lohnzuſchlag von 25 v. H.
beſtehen.

Berlin, 25. März.
Der Präſident des Hanſa=Bundes für Gewerbe, Handel und In=
duſtrie
nahm anläßlich ſeiner zahlreich beſuchten außerordentlichen Prä=
ſidialſitzung
auch zur gegenwärtigen Etats= und Finanzausgleichspolitik
Stellung. In einem Bericht des Präſidenten Dr. Fiſcher (M. d. R.) und
in der folgenden Ausſprache wurde einheitlich der Ueberzeugung Aus=
druck
gegeben, daß das Finanzausgleichsproviſorium den berechtigten
Forderungen der Wirtſchaft in nichts entſpricht, und daß die geſamte
Etatspolitik des Reiches von einer außerordentlich gefährlichen Ueber=
ſchätzung
der dauernden ſteuerlichen Leiſtungsfähigkeit der Wirtſchaft be=
herrſcht
iſt. Es wurde dem Bedauern darüber Ausdruck gegeben, daß
es bei dem Kampf um das weitere Proviſorium des Finanzausgleichs
nicht gelungen iſt, in der Wirtſchaft ſelbſt eine einheitliche Stellung=
nahme
herbeizuführen. Das Präſidium des Hanſa=Bundes erhofft für
die Zukunft und insbeſondere für die Vorbereitung des endgültigen
Finanzausgleichs die entſcheidende Vereinheitlichung des Willens der
deutſchen Wirtſchaft Es befürchtet, daß ſich aus der weiteren Verfolgung
der gegenwärtigen Finanzpolitik eine gefahrvolle Erhöhung der ſteuer=
lichen
Geſamtlaſten der Wirtſchaft ergeben wird. Die erhebliche Höher=
ſchätzung
der Erträgniſſe bei der Einkommen= und Körperſchaftsſteuer
geht von der Ueberſchätzung der volkswirtſchaftlichen Erträgniſſe aus,
die infolge des engliſchen Kohlenſtreiks und der Effektenbewegung im
Jahre 1926 gemacht werden konnten. Der tatſächliche Eingang der jetzt
im Etat veranſchlagten Einkommen= und Körperſchaftsſteuererträge werde
nur durch rückſichtsloſeſte Einziehung der Steuerrückſtände und der
Steuerſtundungen herbeigeführt werden können, die man 1926 in unge=
wöhnlich
hohem Umfange, insbeſondere den breiteſten Schichten des ge=
werblichen
Mittelſtandes, habe einräumen müſſen. Nachdem durch die
bisher zum Finanzausgleichsproviſorium vorliegenden Beſchlüſſe eine
entſcheidendere Steuerſenkung im Intereſſe der Wirtſchaft unmöglich ge=
macht
worden ſei, hält es auch das Präſidium des Hanſa=Bundes für
unbedingt erforderlich, daß die Wirtſchaft ſchärfſten Einſpruch gegen die
Abſicht der Reichsregierung erhebt, die bis 1928 ſuspendierte Vermögens=
zuwachsſteuer
wieder in Kraft zu ſetzen. Die gegenwärtige Ueberſteige=
rung
der ſteuerlichen Anſprüche auf der Grundlage der Perſonal= und
Realſteuern laſſe in keiner Beziehung irgendwie Raum noch dafür, daß
die privatwirtſchaftliche Kapitalneubildung nochmals einer weiteren zu=
ſätzlichen
Belaſtung unterworfen werden ſoll.

Stellungnahme des Reichsverbandes der
Deutſchen Induſirie zum Arbeitszeitnotgeſetz.
Berlin, 25. März.
Das Präſidium des Reichsverbandes der Deutſchen Induſtrie=
hat
ſich in ſeiner heutigen Sitzung, wie es mitteilt, mit dem
Arbeitszeitnotgeſetz, mit der Erhöhung der Beiträge zur Inva=
lidenverſicherung
ſowie mit der Erhöhung der in der letzten Zeitl
zutage getretenen, auf Lohnerhöhung hinzielenden Praxis der
Vorſitzenden der Schlichtungsausſchüſſe beſchäftiat. Das Präſi=
dium
war dem Bericht zufolge einhellig der Meinung, daß dier
zu erwartende Entwicklung der wirtſchaftspolitiſchen Lage nur
mit größter Sorge betrachtet werden könne. Die in dem Antrage=
der
Regierungsparteien zu dem Arbeitszeitnotgeſetz feſtgelegtem
Beſtimmungen bedeuteten eine Verſchärfung der Schematiſierungg
der Entlohnung, die untragbar ſei.
Die Arbeitgeberverbände zum Arbeitszeitnotgeſetz.
Berlin, 25. März.
Die Vereinigung deutſcher Arbeitgeberverbände veröffent=
licht
anläßlich der Beendigung der Reichsratsberatungen über
das Arbeitszeitnotgeſetz eine Erklärung, in der ſie zunächſt dar=
auf
hinweiſt, daß ſie bereits im vergangenen November grund=
ſätzlich
ihre Bedenken gegenüber dem Plan einer plötzlichen Ab=
änderung
des geltenden Arbeitszeitrechtes zum Ausdruck gebracht
habe. Nunmehr macht die Vereinigung in umfaſſender Formm
gegen die techniſchen Einzelheiten des Entwurfs Bedenken gel=
tend
, die ſie damit begründet, daß die rechtlichen Beſtimmungem
des Entwurfes zur völligen Uneinheitlichkeit und Unüberſicht=
lichkeit
des deutſchen Arbeitsrechts zum Schaden der Rechts=
ſicherheit
und der Entwicklungsmöglichkeit des deutſchen Rechts=
weſens
und zum Nachteil für den ſozialen Frieden führen müßten

ihn, im Namen aller ſeiner Freunde, ſich mit den heiligen
Sterbeſakramenten verſehen zu laſſen, worauf er ganz ruhig und
gefaßt antwortete: Ich will’s‟ Der Arzt ging fort und über=
ließ
mir, dies zu beſorgen. Der Pfarrer kam gegen 12 Uhr, und
die Funktion ging mit der größten Auferbauung vorüber und
nun erſt ſchien er an ſein letztes Ende ſelbſt zu glauben, denn
kaum war der Geiſtliche draußen, als er mir und dem jungen
Herrn von Breuning ſagte: Plaudite amiei; comoedia finita
est! Habe ich’s nicht immer geſagt, daß es ſo kommen wird?
In dieſem Augenblicke trat der Kanzleidiener des Herrn
Hofrat von Breuning (Beethovens Jugendfreund aus Bonn)
mit dem Kiſtchen Wein und dem Tranke, von Ihnen (Schott)
geſchickt, ins Zimmer. Dies war gegen dreiviertel auf 1 Uhr
Ich ſtellte ihm die zwei Bouteillen Rüdesheimer und die andern
zwei Bouteillen mit dem Tranke auf den Tiſch zu ſeinem Bette
Er ſah ſie an und ſagte: Schade! Schadel Zu ſpät!
Dies waren ſeine allerletzten Worte. Gleich darauf verfiel er
in ſolche Agonie, daß er keinen Laut mehr hervorbringen konnte.
Gegen Abend verlor er das Bewußtſein und fing an zu
phantaſieren. Dies dauerte fort bis den 25. abends, wo ſchon
ſichtbare Spuren des Todes ſich zeigten. Dennoch endete er erſt
den 26. um ¼ auf 6 Uhr abends.
Dieſer Todeskampf war furchtbar anzuſehen, denn ſeine
Natur überhaupt vorzüglich, ſeine Bruſt war rieſenhaft. Von
Ihrem Rüdesheimer Wein genoß er noch löffelweiſe bis zu
ſeinem Verſcheiden.
Ueber Beethovens letzte Augenblicke ſchreibt der auch mit
Schubert eng befreundete Anſelm Hüttenbrecher, der zuſammen
mit Beethovens Schwägerin Zeuge der letzten Atemzüge des
Meiſters war: In den letzten Lebensaugenblicken Beethovens
war außer der Frau van Beethoven und mir niemand im Sterbe=
zimmer
anweſend. Nachdem Beethoven von 3 Uhr nachmittags
an, da ich zu ihm kam, bis nach 5 Uhr röchelnd im Todeskampf
bewußtlos dagelegen war, fuhr ein von einem heftigen Donner=
ſchlage
begleiteter Blitz hernieder und erleuchtete grell das
Sterbezimmer (vor Beethovens Wohnhauſe lag Schwee). Nach
dieſem unerwarteten Naturereigniſſe, das mich gewaltig frap=
pierte
, öffnete Beethoven die Augen, erhob die rechte Hand und
blickte ſtarr mit geballter Fauſt mehrere Sekunden lang in die
Höhe mit ſehr ernſter, drohender Miene, als wollte er ſagen:
Ich trotze euch, ihr feindlichen Mächte! Weichet von mir! Gott
iſt mit mir! Auch hatte es den Anſchein, als wollte er wie ein
kühner Feldherr ſeinen zagenden Truppen zurufen: Mut, Sol=
daten
! Vorwärts! Vertrauet auf mich! Der Sieg iſt uns
gewiß!
Als er die erhobene Hand wieder aufs Bett niederſinken
ließ, ſchloſſen ſich ſeine Augen zur Hälfte. Meine rechte Hand

lag unter ſeinem Haupte, meine Linke ruhte auf ſeiner Bruſt=
Kein Atemzug, kein Herzſchlag mehr! Des großen Tonmeiſters
Genius entfloh aus dieſer Trugwelt ins Reich der Wahrheit
Ich drückte dem Entſchlafenen die halbgeöffneten Augen zu.
küßte dieſelben, dann auch Stirne, Mund und Hände. Frau var
Beethoven ſchnitt auf mein Erſuchen eine Haarlocke vom Haupta
des Dahingeſchiedenen und übergab ſie mir zum heiligen An= an Beethovens letzte Stunde.
Die Beſtattung des Meiſters glich der eines Fürſten. Un=
zählige
nahmen teil. Grillparzer, der lange Zeit mit Beethoben!
wegen eines Operntextes in Verbindung geſtanden hatte, war dem
Verfaſſer der Gedächtnisrede, Jgnaz, Ritter von Seyfried, ein
früherer Schüler Beethovens, hatte eine Trauermuſik komponiert
Die ganze Welt fühlte, daß einer der Bedeutendſten unter den
Zeitgenoſſen dahingegangen war.
Beethoven ſtand wie Goethe an einem Abſchnitt der Kunſt=
entwicklung
, wie er günſtiger für das Wirken eines Genies kaum
gedacht werden konnte. Techniſch geſprochen, hatte die Muſik bis=
zu
Bach und Händel als Ausdruckskunſt und als barocke Monu=
mentalkunſt eine Höhe errungen, die kaum mehr zu überbiefen
war, ſo daß die Generation, die zwiſchen den genannten Meiſtern
und Beethoven ſtand, Verſuche nach neuen Richtungen unter=
nehmen
mußte. Beethoven war Erbe der alten Vollkommenheil=
ſchon
in der Jugend hatte er Bachs wohltemperiertes Klavien
genau ſtudiert, ebenſo aber auch Erbe und Vollender aller kunſt=
leriſchen
Verſuche, die in neuen Bahnen gewandelt waren. Ph=
lipp
Emanuel Bach, Neefe und viele andere ſchienen nur dafur
gearbeitet und gewirkt zu haben, um einem Größeren Bahnel-
zu
ebnen, Mozarts und Haydns Offenbarungen ſind die Grund=
lage
für das, was Beethoven geiſtig reu zu geben hatte. Unal
nun kommt das Genie von faſt übermenſchlicher Arbeitskraft unch
Konzentrationsgabe; die freudloſe Jugend iſt noch dazu angeian-
den
Ernſt ſeines Schaffens zu vergrößern. Mit wenig übel
zwanzig Jahren iſt er ein Virtuoſe erſten Ranges und beherkich
die Kompoſition vollkommen. Aber da, wo andere ſich auf der
Höhe ihres Könnens fühlen, da beginnt erſt ſeine /Arbeit.
gigantiſchem inneren Ringen ſchreitet er von Stuife zu Sinſe
und dringt über das hinaus, was ſonſt einem Menſchen zu ſa9e‟
beſchieden iſt. Sein Gehörleiden, das ihn, den Pebensfkoyel=
mehr
und mehr von der äußeren Welt trennt, ihm ſe hwere Sorge‟
bereitet, ja ihn faſt zur Verzweiflung führt, trägt dnzu bei, ſeine.
Geiſt zu vereinſamen, aber auch ihn zu Höhen zu führen, deſſe.
das Weltgetriebe fremd iſt.
Aber nicht nur die rein muſikaliſche Einſtellung iſt es, De
Bcethoven zu ſolcher Bedeutung erhebt, er iſt tief ſvon dem Geil
Zeit durchdrungen. Die Verſtandesſchärfe, welche in De
Zeit der Aufklärung
anzöſiſchen Enzyklopäd ſten zu iMe.

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[ ][  ][ ]

Rummer 83

Samstag, den 26. März 1927

Verſchärfte engliſch=chineſiſche
Spannung.
EEin Ultimatum an die Kantoneſen in Nanking.
Schanghwi, 25. März.
Aus Nanking wird gemeldet, daß bei dem Rückzug der Nord=
nzppen
der Sowjetdampfer Pemia Lenina verſenkt worden
f. Die Ausländer ſind in Nanking eingeſchifft worden. Infolge
der Beſchießung der britiſchen Flagge, der Plünderung des bri=
inchen
Konſulats und der Tötung und Verwundung britiſcher
uitertanen hat ſich die Spannung zwiſchen den britiſchen Be=
orden
und den Kantoneſen ſehr zugeſpitzt. In Hankau ſoll ſich
die Lage ſeit der Beſetzung der Schanghaier Eingeborenenſtadt
reichfalls wieder ſehr verſchärft haben. Chineſiſche Soldaten
npparfen Engländer mit Steinen und bedrohten ſie mit ihren
Naffen. Es werden Vorbereitungen zum Abtransport der Aus=
ärider
getroffen. In Europäer=Kreiſen Schanghais glaubt man,
aaß nach dem Zuſammenbruch der Macht Tſchangs für die Süd=
unee
der Weg nach Peking offen ſteht.
Den Kantoneſen ift mitgeteilt worden, daß die militäriſch
wechtigen Punkte von Nanking durch die britiſchen und amerika=
uſchen
Kriegsſchiffe unter Feuer genommen werden, falls nicht
ſafort eine Vereinbarung zuſtande kommt, durch die das Leben
urd Eigentum ausländiſcher Staatsbürger in Nanking ſicher=
zſſtellt
wird.
In Ergänzung der Meldung wird noch berichtet, daß der
mierikaniſche Admiral Williams, in ſeinem Bericht an das
Narineminiſterium mitgeteilt hat, daß auf die geſtrige Aufforde=
rung
an die Kantoneſen eine herausfordernde Antwort erteilt
worden ſei. Der Admiral hat erklärt, er teile die Meinung der
brätiſchen Marineſachverſtändigen in Nanking, daß ein entſchloſ=
ſees
Durchgreifen in Form einer Beſchießung der militäriſch
wichtigen Punkte von Nanking unter gleichzeitiger größtmög=
licher
Schonung der Viertel, die von Nichtkämpfern bewohnt wer=
dem
, die Lage günſtig beeinfluſſen werde.
Ein um 4 Uhr morgens aufgegebenes Telegramm aus Nan=
iing
teilt mit, daß die Verhandlungen über den Ab=
zug
der Ausländer aus der Stadt geſcheitert
ſind.
Engliſche und amerikaniſche Kriegsſchiffe
bombardieren Nanking.
EP. London, 25. März.
Die in der engliſchen Admiralität eingegangenen Berichte
biseichnen die Lage in Nanking als ſehr ernſt. Weitere engliſche
und amerikaniſche Kriegsſchiffe haben Befehl erhalten, nach Nan=
kig
abzugehen. Die Zahl der Opfer unter den Europäern iſt
nach nicht genau bekannt. Die Kantoneſen behaupten, daß etwa
200 Chineſen durch das Artilleriefeuer der engliſchen und ame=
ricaniſchen
Kriegsſchiffe getötet worden ſeien. Die ausländiſchen
Behörden halten dieſe Zahl für übertrieben, da das von den
hriegsſchiffen abgegebene Sperrfeuer in eine unbewohnte Zone
g legt worden ſei. General Dſchiang=Kai=ſchek hat einen neuen
Aefehl erlaſſen, in dem er erklärt, den Beweis zu beſitzen, daß die
Beſchießung der Stadt nicht durch die Kantoneſen provoziert
vorden ſei. Die Lage in Nanking werde ſofort nach ſeinem Ein=
mffen
auf freundſchaftlichem Wege geregelt werden.
Der engliſche Konſul, der geſtern verletzt wurde, wurde heute
nachmittag an Bord eines engliſchen Kriegsſchiffes verbracht.
In der am Donnerstag von den Kantoneſen eingenommenen
Sradt Tſchungkiang iſt es gleichfalls zu Zwiſchenfällen gekommen.
Unter anderem wurden Schüſſe gegen ausländiſche Kanonenboote
ihgegeben. Auch aus Kanton werden Unruhen gemeldet. Ein
enggliſches Kanonenboot hat dort heute eine Abteilung Marine=
ſoldaten
an Land geſetzt, die die um das Ausländerviertel
SHameen gezogenen Stacheldrahtverhaue verſtärken ſollen.
Die amerikaniſche Admiralität hat ein Telegramm des ameri=
kumiſchen
Kommandanten der Marineſtreitkräfte aus Nanking er=
halten
, wonach die Beſchießung der Stadt Nanking durch die
engliſchen und amerikaniſchen Schiffe um 5.15 Uhr nachmittags
chineſiſcher Zeit eingeſtellt worden iſt, da die Kantoneſen ſich ge=
neigt
zeigten, den Abtransport der Ausländer zuzulaſſen. Dieſe
ſind an Bord engliſcher und amerikaniſcher Schiffe genommen und
ſofort nach Schanghai gebracht worden.

Leiſtungen befähigte, die in der gleichen Zeit einen Kant zu
ſeiner umwälzenden philoſophiſchen Syſtematik brachte, liegt auch
Beethoven nahe. In der Art ſeines Schaffens, in dem unend=
lich
feinen Abwägen der Nuancen mit kritiſchſtem Sinn, in der
unerreichten Formenklarheit ſpielt ſich bei ihm auf muſikaliſchem
Gebiet Aehnliches ab. Der kategoriſche Imperativ Kants iſt
auch für ihn maßgebend. Beethovens Religioſität, die ſich vor
alem in der Missa solemnis offenbart, iſt nicht unbeeinflußt von
ſolchem aufklärenden Kritizismus. Auch in ſeiner politiſchen
Aiſchauung iſt Beethoven ein echtes Kind ſeiner Zeit. Wie
Schiller, begeiſtert er ſich für die Freiheitsgedanken der fran=
zi
ſiſchen Revolution, iſt überzeugter Republikaner, und er bricht
in heftigſten Zorn aus, als der Held, zu dem er aufblickte und
dem er ſeine Eroica zu widmen gedachte, Bonaparte, ſich die
Kaiſerkrone aufs Haupt ſetzte.
Daneben aber ergreift ihn der Zug ſubjektiven Individualis=
mais
, der ebenfalls durch die Zeit geht. Was die Kraftgenies
in Sturm und Drang erſtrebten, was bei Goethe die Ueber=
tlagung
alles Erlebten in das höhere, geläuterte Reich der Kunſt
bedeutet, das verbindet den Menſchen Beethoven mit ſeinen
Werken. Wenn auch die Analogie niemals ſo nahe liegt wie bei
Gwethe, ſo iſt doch auch bei Beethoven inneres Erleben und
lunſtleriſches Schaffen ein und dasſelbe. Ja, Beethoven iſt noch
in höherem Maße der Künſtler, dem ſein Wirken alles iſt, für
den die Kunſt nur um ihrer ſelbſt willen beſteht, für den alles
lierige Leben Nebenſache und gleichgültig iſt. Goethe war Beet=
hebens
Ideal in der Dichtkunſt, ſo wie er ſich für Egmont be=
he
iſterte, ſo wie er zahlreiche Gedichte von Goethe und oft die
bjektivſten vertonte, ſo hoffte er auch noch eine Muſik zu Fauſt
ſoreiben zu können.
Aber auch der neue romantiſche Geiſt hatte in Beethoven
Pürzel gefaßt. Sein Verkehr mit romantiſchen Schriftſtellern,
ſeine zweimalige Vertonung eines Fragmentes aus Tiedges
lrania beweiſen dies äußerlich. Innerlich aber iſt Beethovens
Beiterentwicklung ſeit der Zeit ſeiner klaſſiſchen großen Formen
i* Höhepunkt ſeines Lebens, im erſten Jahrzehnt des neuen
vahrhunderts, ein ſtändiges Weitergleiten in der Richtung auf
de Romantik hin. In ſeinen ſpäten Werken, den letzten Klavier=
uaten
und Streichquartetten, eilt er ſeiner Zeit faſt um ein
Jahrhundert voraus und ſagt Dinge, die den Ohren ſeiner Zeit=
Fnoſſen faſt völlig unverſtändlich ſein mußten, und für die erſt
Ne weit ſpätere Zeit reif wurde.
So iſt Beethoden nicht nur der Gipfelpunkt einer Entwick=
ſang
, die aus der Mitte des 12. Jahrhunderts heraus ſich nach
zwei Richtungen hin durchringt, nach der des immer ſubjektiveren
Emnpfindens in der Inſtrumentalmuſik und nach der der immer
areren und ilogiſcheren Formgebung, ſondern er iſt auch gleich=

Frankreich in derweltpolitiſchen
Situation.
Von unſerem A=Korreſpondenten.
Paris, 25. März.
Die Rede Streſemanns erfuhr hier eine verhältnismäßig
gunſtige Kommentierung. Man will darin den Hauptakzent auf
die Neutralität Deutſchlands gelegt wiſſen. Deutſchlands
Neutralität nach jeder Seite; das war ſchon bereits
ſeit langem der Gegenſtand franzöſiſcher Erwägungen. Was die
ſachlichen Fragen betrifft, ſo hebt die franzöſiſche Preſſe kein
beſonderes Moment aus der Rede des deutſchen Außenminiſters
hervor. Die italieniſch=jugoſlawiſche Spannung wird, wenigſtens
im Augenblick, vollkommen optimiſtiſch beurteilt. Briands Er=
klärungen
haben viel dazu beigetragen. Es ſcheint, daß der Kon=
flikt
um Albanien mittelbar einiges zur Entſpannung zwiſchen
Frankreich und Italien beigetragen hat. Man verzeichnet hier
mit Genugtuung einige Frankreichs Neutralität anerkennende
fasciſtiſche Preſſeſtimmen. Deswegen iſt man aber noch nicht
weniger mißgeſtimmt auf die fasciſtiſche Preſſe. Man wirft ihr
jene Artikel vor, welche am Anfang des Konfliktes über fran=
zöſiſche
Intrigen ſprachen. Es iſt übrigens keineswegs ausge=
ſchloſſen
, daß die Interpellation Léon Blums, welche Briand
zum Anlaß ſeiner Aeußerungen nahm, die fasciſtiſche Preſſe
wieder verſtimmen wird. In hieſigen diplomatiſchen Kreiſen iſt
über die albaniſche Frage die Anſicht verbreitet, daß der Konflikt
auf dem Wege direkter Verhandlungen gelöſt werden kann
auf engliſche Initiative.
Aus Schanghai kommen immer neue aufregende Gerüchte,
und obzwar die Oeffentlichkeit jetzt beſſer informiert iſt, finden
ſie doch immer Glauben. Die chineſiſchen Ereigniſſe werden mit
größter Unruhe verfolgt. Manche Kreiſe ſcheinen einen aktiven
Eingriff der Mächte nicht für ausgeſchloſſen zu halten. Das
alles ſcheint auch auf die franzöſiſch=ruſſiſchen Verhandlungen zu
drücken, von denen zwar offiziell verlautet, daß ſie mit größtem
Eifer geführt werden, aber man muß zugeben, daß ſie noch ſehr
lange dauern können. Vielleicht liegt auch den Ruſſen mehr
daran, den Kontakt mit Frankreich aufrecht zu erhalten und dem
franzöſiſchen Publikum Hoffnungen allgemeiner Natur einzu=
flößen
, als tatſächlich zu zahlen. Denn ſolange die jetzige welt=
politiſche
Situation andauert, iſt Moskau die Stimmung in
Paris=nicht ganz gleichgültig. So denken wenigſtens einige
franzöſiſche Politiker, auch manche linksſtehende mit ihnen. Es
gibt aber, auch überzeugte Optimiſten, welche beſtimmt damit
rechnen, daß Rußland ſich in Anbetracht ſeiner außenpolitiſchen
Situation endlich zum Zahlen entſcheiden wird Es ſteht
jedem frei, die weltpolitiſche Situation durch das Kriterium der
ruſſiſchen Schuldenfrage zu prüfen.
Der Balkan=Konfikt.
EP. Paris, 25. März.
Wie die Agenjur Radio meldet, dauert der Meinungsaus=
tauſch
im italieniſch=ſüdſlawiſchen Konflikt zwiſchen den Kabi=
netten
an. Nach dem geſtrigen Beſuch des ſüdſlawiſchen Ge=
ſandten
Spalaikowitſch im Quai d’Orſay ſtehe feſt, daß Süd=
ſlawien
, wenn es auch die Anrufung des Völ=
kerbundes
für den Fall weiterer Verwicklungen
ſich vorbehalte mit der Entſendung einer
Unterſuchungskommiſſion, an die albaniſch
ſüdſlawiſche Grenze einverſtanden ſei. Dieſe Kom=
miſſion
ſolle aus Offizieren zuſammengeſetzt werden, die von
der franzöſiſchen, der engliſchen und falls man in Berlin an
der Unterſuchung teilzunehmen beſchließe deutſchen Regierung
ernannt würden. Südſlawien und Italien könnten Beobachter
in dieſe Kommiſſion entſenden, wenn ſie dies für gut befänden.
Deutſchland und Albanien.
* Verlin, 25. März. (Priv.=Tel.)
Die diplomatiſchen Verhandlungen über die Beilegung des
Konfliktes auf dem Balkan ſind noch nicht weiter gediehen. Die
internationalen Geſpräche darüber werden fortgeſetzt. Die Richt=
linien
, die dabei für Deutſchland maßgebend ſind, haben wir an
dieſer Stelle bereits wiederholt dargelegt. Neues iſt dazu nicht
mehr zu ſagen. Deutſchland wird alſo ſeine Entſcheidung, ob
und inwieweit es ſich an einer Unterſuchung der militäriſchen
Sachverſtändigen beteiligt, davon abhängig machen, inwieweit
wir durch unſere Teilnahme zur Beilegung des Konfliktes bei=
tragen
können.

zeitig wieder der Ueberwinder ſeiner eigenen Vollkommenheit.
Denn er ſelbſt beginnt das Straffe der Formen zu löſen, die
Ueberſichtlichkeit der Architektur zu vermindern zugunſten eines
weicheren Ineinandergleitens der verſchiedenen Empfindungs=
ſtufen
, zugunſten der Verſonnenheit romantiſchen Fühlens und
ſaſt traumhaft inneren Erlebens. Und dieſer letztere Beethoven
nimmt geradezu die Entwicklung des ganzen auf ihn folgenden
Jahrhunderts vorweg. Alle fußen auf ihm, ſelbſt die Bedeu=
tendſten
nennen ſich ſeine Schüler, und die verſchiedenſten, ſich
gegenſeitig befehdenden Richtungen ſind von ihm abhängig.
Wenn für Schubert Beethoven faſt ein Abgott war, wenn Men=
delsſohn
, Schumann und Wagner an ihm ſich bilden, wenn Ber=
lioz
ſich ſeinen Freunden und Schülern gegenüber oftmals als
Fortſetzer des Beethovenſchen Werkes bezeichnet, wenn Brahms
in ſeinem Schaffen ſich techniſch an niemanden ſo ſtark wie an
Beethoven anlehnt, wenn ſelbſt ein Bruckner geſteht, daß er ſich
beim Anhören der 9. Sinfonie wie a ganz klaans Hunderl
fühlt, ſo zeigt das auf das deutlichſte, wie Beethoven dem ganzen
kommenden Jahrhundert den Stempel ſeines Geiſtes und ſeiner
Perſönlichkeit in der Muſikentwicklung aufgedrückt hat. Er iſt
der Maßſtab, an dem alles gemeſſen wird, formell, äußerlich,
indem zum Beiſpiel der Formaläſthetiker Hanslick nur die auf
Beethoven fußenden Formen anerkennt, innerlich, indem der
Grad des Empfindens bei Beethoven von allen künftigen Kom=
poniſten
, die auf Allgemeingeltung Anſpruch machen wollen, ge=
fordert
wurde.
Wenn wir darum heute an ſeinem 100. Todestag Beet=
hovens
gedenken, ſo erfüllt uns die Dankbarkeit dafür, daß der
Welt in einem Manne ein der tiger Reichtum gegeben wurde,
daß Generationen von ihm zehren konnten, daß Tauſende und
Abertauſende in ſeinem Lebenswerk das Höchſte erblicken konn=
ten
, was menſchlichem Geiſt zu erſtreben und erreichen möglich
war. Und ſo ſehen wir auch in all dem körperlichen und perſön=
lichen
Leiden, das dem Meiſter beſchieden war, die Hand und
Gewalt einer übermenſchlichen Macht, die auch das Böſe zum
Friedrich Noack.
Guten zu wandeln imſtande iſt.

Kleines Haus. Freitag, den 25. März.
Gaſtſpiel von Käthe Dorſch.
Flamme‟
Schauſpiel von Hans Müller.
Das Stück iſt ein Schmarren, aber die Darſtellung war
trundervoll!

Seite 3

Die Kriſis im
Schlechtwetterwinkel (uropas.
Die engliſche Auffaſſung.
Von unſerem (D=Korreſpondenten.
London, 25. März.
Ich glaube, die eigentliche Kriſe in unſerem Schlecht=Wetter=
Winkel iſt ſchon vorüber, ſagte mir eine beſtorientierte
Perſönlichkeit, die den Südoſten und das Mittelmeer gewiſſer=
maßen
zu ihrem Spezialfach gemacht hat. Ich glaube an keine
tatſächliche Kriegsgefahr. Wenn man an eine überraſchende krie=
geriſche
Aktion denkt, ſo läßt man die Abſicht nicht erſt in die
ganze europäiſche Preſſe gelangen. Das gilt für beide Teile.
Muſſolini beſchäftigt die Bevölkerung Italiens gerade jetzt voll=
auf
mit ſeiner durchgreifenden Aenderung des geſamten inneren
politiſchen Aufbaues. Er braucht einige Zeit dazu, und bevor die
neuen Mauern nicht feſt ſtehen, kann er ſich nicht auf äußere
Aktionen einlaſſen. Erſt wenn die neue Ordnung in Fleiſch und
Blut des Volkes übergegangen iſt, kann er muß er viel=
leicht
die Geiſter in eine neue Richtung lenken. Es geht ihm
ſo, wie den Nachbarn an der Seine, gegen die unzweifelhaft eine
immer gereiztere Stimmung im Lande herrſcht. Solange man in
Paris nicht mit dem Ausbau der neuen Grenzbefeſtigungen und
mit dem beabſichtigten gänzlichen Umbau der Heeresorganifation
fertig iſt, kann man nicht an feindliche Aktionen gegen irgend
jemand denken. Es iſt das ein langſamer von ſtatten gehendes
Stück Arbeit als die Reorganiſation der Finanzen. Das weiß
Muſſolini ſo gut, wie die leitenden franzöſiſchen Staatsmänner.
Die jetzige Entwicklung im Südoſten iſt eigentlich nur eine
Reperkuſſion auf vorhergegangene Erfolge Frankreichs im Balkan.
Der Kunſtbau der Kleinen Entente liegt in Trümmern. Italien
ſitzt in Albanien feſt, und damit iſt für Rom das Bedenkliche, das
in der Schaffung der Anfänge einer jugoſlawiſchen Flotte mit
Frankreichs Unterſtützung lag, faſt ganz geſchwunden. Der Sicher=
heitskoeffizienten
gibt es nun aber zwei. Der eine liegt darin,
daß die Großmächte ſich abſolut einig ſind, daß eine Kriegsgefahr
unter allen Umſtänden ausgeſchloſſen werden muß. Die Mei=
nungsaustauſche
miteinander haben eingeſetzt und ebenſo die ver=
traulichen
Einwirkungen auf die beiden Parteien, Frankreichs auf
Jugoſlawien, Britanniens auf Italien. Man wird einer Inter=
vention
des Völkerbundes nicht mehr bedürfen. Eine ſolche bietet
von gewiſſem Geſichtspunkte aus ein ſehr gefährliches Moment
für den Völkerbund ſelber. Wie, wenn ſie bei dieſer erſten Gele=
genheit
mißlingen ſollte? Das wäre ein ſehr ſchwerer Schlag gegen
das internationale Anſehen der Liga, und es würde ſeitens aller
Nichtmitglieder, ſowohl der kürzlich ausgetretenen, wie der im
Oſten, an Hohn nicht fehlen. Der ganze mühſame Bau würde
ſchwer erſchüttert werden. Ich möchte das Mißlingen zwar für
äußerſt unwahrſcheinlich halten, aber bei der Gruppierung der
verſchiedenen Mitintereſſenten iſt ſchließlich nichts ausgeſchloſſen.
Viel beſſer, viel ſicherer iſt eine Zuſammenarbeit der großen
Kabinette, was übrigens auch ein ſeltenes Schlaglicht auf eine
praktiſchere Zuſammenſetzung des Großen Rats wirft. Ein
zweiter großer Sicherheitskoeffizient iſt in der Perſönlichkeit des
neuen leitenden Staatsmannes von Jugoflawien zu erblicken.
Man hat hier von Herrn Peritſch ſchon jetzt einen vortrefflichen
Eindruck gewonnen, den eines ruhigen, objektiv abwägenden,
aller Abenteuerpolitik abholden Staatsmannes. Sein Anerbieten,
die wirklichen Zuſtände an den Grenzen von Jugoſlawien und
Albanien durch militäriſche Sachverſtändige unterſuchen zu laſſen,
würde einen ſehr guten Ausweg bieten, wenn man ſich über die
Wahl der ſie entſendenden Staaten einigen kann. Perſönlich bin
ich, nach meinen früheren Beobachtungen an Ort und Stelle, ge=
neigt
, auf eine ſehr einfache Löſung der Wirrung zu ſchließen.
Der Frühling zog ins Land, die Jahreszeit der unruhigen Geiſter
überall in der Welt. Da ſind die Komitatſchi von jeher zu kleinen
intereſſanten Ausflügen geneigt geweſen, und die Gärung in den
Grenzdiſtrikten auf beiden in Frage kommenden Seiten iſt mit
üblicher Schnelle im Wachſen. Das iſt wie ein Schneeball. Es
braucht gar keine Anregung von innen oder außen dahinter zu
ſtecken, obſchon die Geſchichte des Balkan zeigt, wie unzählige
Male ſolche Anregungen von außen kamen und auch woher,
cui bonum. Ich bin überzeugt, daß auch die eventuell ernannte
Militärkommiſſion eine ſolche Löſung des Rätſels finden würde.
Auf einen günſtigen Umſtand möchte ich noch hinweiſen, der auch
in einem Leitartikel des Daily Telegraph hervorgehoben wird,
für den Fall, daß es doch zu einer außerordentlichen Verſamm=
lung
des Völkerbundes kommen ſollte. Es wird da ungefähr ge=
ſagt
, es ſei ein glücklicher Umſtand, daß Dr. Streſemann. zurzeit
Präſident des Rates des Völkerbunds ſei, da Deutſchland gegen=
über
Jugoflawien wie Italien vollſtändig neutral ſei, neutraler,
als irgend eine der anderen Großmächte.

Nicht zum erſten Male ſteht Käthe Dorſch auf der hieſigen
Bühne. Als ſie noch Soubrette am Mainzer Stadttheater war,
gaſtierte ſie in Darmſtadt, doch ohne daß es zu einer Verpflich=
tung
kam. Die erſten großen Erfolge brachte ihr nicht die Ope=
rette
, ſondern das Schauſpiel, zu dem ſie in Berlin überging.
Als Evchen Humbrecht bei Goethes Jugendgenoſſen Wagner
und als Fauſts Gretchen enthüllte ſich ihre herrliche Begabung.
Reinſte, edelſte Menſchen=Darſtellung iſt es, was die Dorſch
kennzeichnet. Es gibt Artiſten des Schauſpiels, wie die Bergner,
Kortner, die Orska, die man ob ihrer Technik, ob ihrer ſpiele=
riſchen
Sicherheit kühl bewundert. Im Gegenſatz zu ihnen ſtehen
die Darſteller des echten Menſchentums, die aus dem Gefühl
ſchöpfen, deren Gefühl auf uns überſtrömt und die uns in den
letzten Tiefen der Seele erſchüttern. Sie ſind die großen Dar=
ſteller
der deutſchen Bühne. Zu ihnen gehören Kayßler, Baſſer=
mann
, Krauß und Steinrück; zu ihnen gehören die Lehmann,
die Höflich, Eliſabeth Stieler, Lina Loſſen, Ellen Daub und
Käthe Dorſch.
Käthe Dorſch ſpielte die Dirne in Hans Müllers Flamme‟.
Hans Müller, in Brünn geboren, in Wien wohnhaft, hat den
Theatein ſchon manchen Reißer geſchenkt. Schlimm waren die
Könige und der Vampyr ſchlimmer noch iſt die Flamme‟
Ein Muſiker nimmt eine junge, berufsmäßige Dirne aus ihrer
Umgebung weg und verſucht, ſie ſich als Lebensgefährtin zu
erziehen. Doch die Flamme der ſinnlichen Luſt züngelt in ihr
wieder empor und treibt ſie in die Arme eines Kavaliers. Nach
erregter Auseinanderſetzung mit dem Muſiker ſtürzt ſie ſich ver=
zweiflungsvoll
aus dem Fenſter in den Tod. Das Schauſpiel
Müllers iſt eine Miſchung von Unglaubwürdigkeit und falſcher
Rührſeligkeit, über die kein weiteres Wort ſich lohnt; aber wie
Käthe Dorſch die Geſtalt der Dirne zu bezwingendem Leben er=
ſtehen
ließ, war herrlich.
Ein weiches Weibtum, in deſſen Gründen eine geſunde,
allzu entzündliche Sinnlichkeit lebt, offenbart ſich in ihr. Große,
erſtaunte Frauen=Augen blicken in die Welt, in der ſich ihr die
Liebe zum erſten Male enthüllt. Fragend ſtehen die offenen
Lippen dem Leben gegenüber. In ſtillen Bewegungen, in leiſen
Tönen ſtrömt ſie das Leid und den Schmerz der menſchlichen
Kreatur aus. Ihr Spiel iſt erſchüttertes Menſchentum,
und darum iſt ihre Kunſt von unbedingter Deutſchheit.
Neben der Dorſch hielten Ulrich Bettac, Werner Holl=
mann
Grete Felſing und Martha Hartmann das
künſtleriſche Niveau. Der Vertreter der etwas nachläſſigen Spiel=
leitung
blieb ſchamhaft verſchwiegen.
Käthe Dorſch wurde in berechtigter Dankbarkeit ſtürmiſch
Z.
gefeiert.

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[ ][  ][ ]

Nummer 85

Aus der Landeshauptſiadt.
Darmſtadt, 26. März.
Ernannt wurden: am 2. März: der Schulamtsanwärter Hein=
than
aus Wöllſtein, Kreis Alzey, zum Lehrer an der Volksſchule
Alzey (Schafhaufen); am 4. März: der Rektor an der Volksſchule zu
ſren Heinrich Hornef zum Rektor an der Fortbildungsſchule zu
nren: am 7. März 1927: die proviſoriſche Handarbeitslehrerin Mar=
ese
Marſchall zu Groß=Winternheim, Kreis Bingen, zur Hand=
ſei
tslehrerin an der Volksſchule zu Groß=Winternheim und Umgegend,
es Bingen; der Schulamtsanwärter Richard Emrich aus Eckarts=
. Kr. Büdingen, zum Lehrer an der Volksſchule zu Nieder=Seemen,
es Schotten; am 8. März 1927: die proviſoriſche Handarbeitslehrerin
nia Kühn zu Biblis, Kreis Bensheim, zur Handarbeitslehrerin
der Volksſchule daſelbſt; am 11. März 197: der Rektor Johann
wmur Mayr an der Volksſchule zu Viernheim, Kreis Heppenheim,
m Rektor an der Fortbildungsſchule daſelbſt; am 17. März 1927:
Hausmeiſter am anatomiſchen Inſtitut der Landesuniverſität
ſtzen Jakob Krantz in Gießen zum Hausmeiſter an dem landwirt=
gſrlichen
Inſtitut daſelbſt mit Wirkung vom 1. April 1927 ab; am
März 1927: der Lehver Ludwig Diehl zu Bechtolsheim, Kreis
wenheim, zum Lehrer an der Volksſchule zu Horrweiler, Kreis
haen; der Lehrer Reinhard Eyring zu Nieder=Hilbersheim, Kreis
hren, zum Lehrer an der Volksſchule zu Gau=Algesheim, Kreis
hren; die Lehverin i. e. R. Franziska Mink zu Büdesheim, Kreis
hren, zur Lehrerin an der Volksſchule zu Gau=Algesheim, Kreis
bren.
In den Ruheſtand verſetzt wurde: am 18. März 1927 der Polizei=
emeiſter
Emil Schlaug zu Offenbach mit Wirkung vom 1. 6. N.
Hefſiſches Landestheater. Es wird darauf aufmerkſam gemacht,
Beethovens Tanzſpiel Die Geſchöpfe des Prometheus,
cheute abend zum erſten Male gegeben wird, ohne Pauſe in ver=
nleltem
Hauſe geſpielt wird, ſo daß es bei der Fremdheit des mytho=
ſiſchen
Stoffes für den modernen Menſchen dringend anempfohlen
rie vorher von der Inhaltsangabe des Werkes auf dem Programm=
tC
. Kenntnis zu nehmen.
Teber Alfred Hoehn, den Soliſten des morgen, vorm. 11 Uhr,
Broßen Haus ſtattfindenden Beethoven= Morgenkonzer=
s
ſchrieb vor einigen Tagen die Frankfurter Zeitung anläßlich
mr Wiedergabe eines Klavierkonzertes von Rachmaninoff: An
timſität der Eindrücke ſtand dieſes Klavierkonzert im Mittelpunkt.
ſred Hoehn, der in Frankfurt anſäſſige Pianiſt, den man hier leider
r ſelten zu hören bekommt, erſcheint bei jedem neuen Auftreten
illeriſch noch gewachſen und an pianiſtiſcher Virtuoſität bedeutender.
s Werk gab Anlaß zur Entfaltung hoher Könnerſchaft. Wie Hoehn
Blelegiſche Thema aus dem dumpfſchweren inſtrumentalen Begleit=
mu
in eiſendröhnenden Baßgängen herausſchälte, den langſamen Satz
ſtwerträumt und doch kernhaft ſpielte im Finale die Wildheit des
cheſterſturms parierte, das war Pianiſtik größten Formats. In dem
n Generalmuſikdirektor Joſeph Roſenſtock geleiteten Konzert kommt
wh die große und verhältnismäßig ſelten gehörte Corialanouvertüre
d bie Eroica zur Aufführung.
Infolge Erkrankungen im Perſonal muß, wie bereits mitgeteilt,
uen, Sonntag, im Kleinen Haus an Stelle der Märchen der
main von Navarra der Goethe=Abend (,Geſchwiſter Mitſchuldi=
ad
gegeben werden.
Morgen ſingt Deutſchlands erfolgreichſter Sänger, Kammer=
bger
Heinrich Schlusnus, letztmalig vor ſeiner Amerikareiſe im Rahmen
gei Sonderkonzertes im Städtiſchen Saalbau neue Lieder und Arien.
e Begleitung am Flügel wird durch Profeſſor Max Saal (Berlin)
Seführt. Vielen Wünſchen entſprechend wird an dieſem Abend Hein=
Schlusnus die von ihm ſo gern gehörte Cavatine des Figaro aus
ſarbier von Sevilla, als auch den Prolog aus Bajazzo zu Gehör
mgen. Dieſer bevorſtehende Abend dürfte unter den diesjährigen
meert=Veranſtaltungen eine Sonderſtellung einnehmen. Das In=
eſe
für das Konzert iſt ein äußerſt großes. Einlaßkarten ſind in der
uikalienhandlung Thieß Nachf. Schutter, Eliſabethenſtraße 12, er=
uich
, und morgen an der Abendkaſſe ab 7 Uhr.
Abende für neue Muſik. Wie ſchon bekannt, veranſtaltet die
ä tiſche Akademie am Montag, den 28. d8. Mts., abends 8 Uhr, im
aue der Städtiſchen Akademie, Eliſabethenſtr. 36, einen Wilhelm
ſeſerſen=Abend, in dem Herr Göſta Andreaſſon, Fräulein Grete
und Herr Joſef Herrmann in Verbindung mit dem Komponiſten
zuie des Meiſters zum Vortrag bringen. Aus den letzten Jahren
ſnriend, kennzeichnen die zum Vortrag kommenden Kompoſinonen
ſEtiliſtiſche Wendung, die das Schaffen Peterſens genommen hat,
geben Zeugnis eines nach dem Durchgang durch die Moderne auf
hrnfachung und formale Feſtigung gerichteten Ausdruckswillens.
einen großen Grad der Vollkommenheit erreicht, und doch wird
t nun ein Dresdener Komponiſt, Heinz Dreſſel, eine neue Erfin=
zeſtellen
ſcheint. Es iſt kein Nadelkratzen mehr zu hören, die mit=
genden
Obertöne ſind ganz verſchwunden, die ſinnreiche Anordnung
Machnismus, welchem der Bau und die Funktion des menſchlichen
ſmen und Trompete und den Klang der Orgel in ihrer natürlichen
Angfarbe. Man vermeint den Sänger oder Sprecher im Neben=
gner
zu hören, und ſelbſt der größte Chor klingt voll und klar. Wer
dafür intereſſiert, beſuche die Schallplatenkonzerte auf Dreſſola, die den Sonntag, den 2. März, nachmittags um 5 Uhr, in die Petrus=
Firma Hinz, Riedlingerſtr. 43 (Ecke Nieder=Ramſtädter Straße) im
Daartſaal jeden Donnerstag zu veranſtalten pflegt. Es iſt der Mühe
Orpheum. Erſtaufführung: Die an der Liebe
ſtrben! Als Abſchluß der Bertram=Gaſtſpiele hat die Direktion
tges Werk Thilo Schmidts, des erfolgreichen Verfaſſers von Es war
emal in Heidelberg, gewählt, das inſonderheit ſeiner bedeutenden
Gorge in vielen deutſchen Großſtädten (in Leipzig über 150 Auf=
ſuangen
!) auch hier großen Anklang finden dürfte. Die heutige
kaufführung beginnt pünktlich um 8 Uhr. Es gelten ge=
Uhrliche Eintrittspreiſe. (Siehe Anzeige.)
Krüppelheim=Baulotterie. Wie uns die Beamtenbank Darmſtadt
ttilt, ſind nun die letzten Loſe zu der bekannten Krüppelheimbaulot=
die
zum Verkauf ausgelegt. Es ſind bereits weit über die Hälfte der
ſe abgeſetzt, woran die Schulkinder, die ihren bedrängten Kameraden
anerwüdlicher Opferwilligkeit immer und immer wieder helfen wol=
, das Hauptverdienſt haben. All dieſen kleinen Wohltätern vielen
zlichen Dank dafür! Die wegen der vielen karnevaliſtiſchen Ver=
ſtaltungen
nur beſtellten Loſe werden größtenteils jetzt fleißig ab=
Yolt, ein ſchöner Beweis dafür, daß trotz der Vergnügen der armen
üü pel gedacht wird. Wer jetzt immer noch keine Loſe hat, der kaufe
er recht bald davon, zumal er neben der Förderung eines idealen
deckes auch noch ganz außergewöhnliche Gewinnchancen hat. Die Loſe höheren Lagen des Schwarzwaldes ſind in dieſem Jahre beſonders gün=
b
überall zu haben, wo die bekannten Schilder mit der Glücksvilla ſtig. Es iſt damit zu rechnen, daß der Schneelauf auf dem Hochkamm
Sſängen.
Hohes Alter. In geiſtiger und körperlicher Rüſtigkeit feiert Herr, ſtädter Hütte liegt zur Zeit noch über 1 Meter Altſchne. Da die Oſter=
us
, hierſelbſt, ſeinen 85. Geburtstag.
80. Geburtstag. Frau Katharina Wagla, Wwe, hier, Wenck= ein Skikurſus, der evtl. bei ungünſtigen Schneeverhältniſſen als
ſtſe 37, feiert am Sonntag, den 27. März, in geiſtiger und körperlicher Gymnaſtikkurſus durchgeführt wird, in der Woche vor Oſtern, vom
ſſi gkeit ihren 80. Geburtstag.
Wie der Allgemeine Deutſche Jagdſchutzverein e, V. mitteilt, je nach Anſprüchen 3540 Mk. Bei Teilnahme von mindeſtens neun
äich der bekannte Deutſche Jägerbund, Berlin mit ſeinen 30 000 Jugendlichen ermäßigen ſich die Koſten für dieſe um 640 Mk. An=
At liedern auf Vorſchlag des Landesvereins Groß=Berlin korporativ meldungen ſind bis zum 1. April im Sporthaus Adelmann in einer
9 Allgemeinen Deutſchen Jagdſchutzverein angeſchloſſen. Ferner dort aufliegenden Liſte einzutragen. Am gleichen Tage und Ort indet
ſich auf Vorſchlag des Landes=Vereins Hannover der Jagdſchutzver= nachmittags 6.30 Uhr eine Zuſammenkunft der Teilnehmer ſtat, wobei
des Kreiſes Lingen korvorativ dem Landes Verein Hannover des nähere Auskunft erteilt wird. Weitere ſchriftliche Annmeldungen nimmt
Ug emeinen Deutſchen Jagdſchutzvereins angegliedert. Dieſe An= der Leiter des Kurſus, Herr A. Gießmann, Seitersweg 14. ent=
üſe
ſind mit großer Freude zu begrüßen, bedeuten ſie doch einen gegen.
ſiteren wichtigen Fortſchritt für den Zuſammenſchluß der deutſchen
erwelt zu gemeinſamer evſprießlicher Arbeit.

Samstag, den 26. März 1927

Seite 5

Kammerſänger Heinrich Schlusnus,
Deutſchlands zurzeit erfolgreichſter Sänger, ſingt am 27. März Die Landesverſicherungsanſtalten der Invalidenverſicherung fordern als
im Städtiſchen Saalbau, Darmſtadt.

Der Tiefpunkt der Möbelpreise
ist überschritten. Nur infolge meines sehr
großen Lagers bin ich in der Lage, nach wie
vor zu den seitherigen billigen Preisen ver-
kaufen
zu können. lch bitte um Besichtigung
meines Ausstellunghauses. Der Besuch ist
lohnend.
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Entgegenkommendste Zahlungsbedingungen. Hoher Rabatt

Hausfrauenbund. Wie aus der Anzeige hervorgeht, beabſichtigt
der Hausfrauenbund, vom 21.24. April im Saalbau eine größere Aus=
ſen
zu 1,50 Mark im Sekretariat der Akadewie, Eliſabethenſtraße 36, ſtellung zu veranſtalten, in der den Darmſtädter Frauen zuſammenfaf=
Dreffola=Muſikapparate. Die mechaniſchen Muſikapparate haben ſend Gegenſtände aller Art vorgeführt werden ſollen, die für den Haus=
halt
von heute in Frage kommen. Die Nachkriegszeit hat nach einer
ſig gearbeitet, um alles Illuſionsſtörende reſtlos zu beſeitigen erſten Periode des Mangels an Neuheiten jetzt eine ſolche Fülle neuer
praktiſcher Erfindungen auf den Markt gebracht, daß eine ſachgemäße
gemacht, die er Phonoplaſt nennt, und die tatſächlich, was Ver= Auswahl nicht leicht iſt. Und doch iſt es gegenwärtig für die Hausfrau,
ng des Klanges betrifft, einen Höhepunkt des bisher Erreichten die oft ohne Angeſtellte ihr Reich in Ordnung und das ſchmalere Wirt=
ſchaftsgeld
im Gleichgewicht halten muß, doppelt wichtig, ihrem Zweck
entſprechende und preiswerte Anſchaffungen zu machen, die geeignet ſind.
ihre ſchwere Arbeit zu erleichtern. Auch ſonſt ſuchen ſo viele Neuerun=
ſres
und Gaumens zugrunde liegt, hat zur Folge, daß nicht nur die gen Eingang bei unſeren Frauen zu finden, daß eine Ueberſicht er=
gurgenen
Stimmen, ſondern auch der Klang des Orcheſters in einer wünſcht iſt, um ein Urteil zu ermöglichen. Vorträge, Filmvorführungen
Aurlichkeit ertönen, die geradezu verblüffend wirkt. Man erkennt Po= uſw. werden einzelne Teile der Ausſtellung noch beſonders erläutern.
Nähere Mitteilungen erfolgen durch Plakate und Tagesblätter.
Die Evangeliſche Jugendgemeinſchaft lädt ihre Mitglieder und
ale evangeliſche Jugend zu einer Paſſionsandacht auf kommen=
kirche
ein.

Heute
nachmittags 5 und abends 8 Uhr, die
beiden letzten Vorführungen des Films
Wege zu Kraft und Schönheit

Preiſe 0.70 bis 2. Mk.

5191

Ski=Klub DarmſtadtOdenwald. Die Schneeverhältniſſe in den
des Scharzwaldes bis Oſtern ausgeübt werden kann. Bei der Darm=
zeit
mit ihrer ſtärkeren, wohltätigen Sonnenbeſtrahlung für den Aufent=
halt
in den Bergen beſonders günſtig iſt, ſoll bei genügender Teilnahme
10 April bis 15 April, ſtattfinden. Die Geſamtkoſten betragen
Pflichtfortbildungsſchule. Auf die Bekanntmachung des Schul=
vorſtandes
, betr Neuaufnahmen uſw., wird beſonders hingewieſen.

Die Kundgebung des Deutſchnationalen
Handlungsgehilfen=Verbandes
fand im überfüllten Saal bei Chriſt, Grafenſtraße, ſtatt. Der zweite
Vertrauensmann der Ortsgruppe eröffnete die Sitzung und erteilte nach
einer kurzen Begrüßung dem Redner des Abends, Herrn Gauvorſteher
Auerbach, Frankfurt a. M., das Wort
Der Redner nahm einleitend grundſätzlich Stellung zur deutſchen
Sozialpolitik, wie ſie ſich uns nach Beendigung des Krieges zeigt und
führte u. a. aus:
Die Sozialpolitik trage zum einen mehr den ſch matiſchen Zug einer
einheitlichen Behandlung der betreffenden Fragen ohne Rückſicht auf die
beſonderen Belange der einzelnen Berufsſtände, und ſtelle zum anderen
die Staatshilfe vor die Selbſthilfe unter der Selbſtverantwortung der
beteiligten Gruppen. Der D.H.V. hiergegen fordert eine berufsſtändige
Sozialpolitit und ſtellt auch die Selbſthilfe vor die Staatshilfe. Der
Redner zeigte an dem Zuſtandekommen des Betriebsrätegeſetzes, des
Angeſtelltenverſicherungsgeſetzes, der Krankenverſicherung und nicht
zuletzt des Arbeitsnachweisgeſetzes, wie notwendig eine beſondere berufs=
ſtändige
Sozialpolitik der Kaufmannsgehilfen und Angeſtellten in der
Vergangenheit war. Heute drohen andere und beſondere Gefahren für
die Kaufmannnsgehilfen. Bei dem mit Wirkung vom 1 7. d. J. in Kraft
tretenden Arbeitgerichtsgeſetz ſollen in Verkennung der Abſichten des
Geſetzes, nach den bisherigen Vorſchriften, nur in Ausnahmefällen be=
ſondere
Angeſtelltenkammern, und nur ganz vereinzelt Kaufmanus=
kammern
als Fachkammern errichtet werden. Der D. H. V. fordert
Kaufmannskammern für die Erledigung der Streitigkeiten in ſeinem
Berufsſtand, und zwar ſtützen ſich die Forderungen der Kaufmauns=
gehilfen
auf die ſegensreichen Erfahrungen, die man mit der ſeit 1904
beſtehenden beſonderen Rechtſprechung für die Kaufmannsgehilfen ge=
macht
hat.
Bei dem Arbeitsloſenverſicherungsgeſetz fordert der D. H. V. die
Möglichkeit, durch die Angeſtelltenverbände ſelbſt Kaſſen ſchaffen zu
laſſen. In einer allgemeinen Arbeitsloſenverſicherung ſeien die An=
geſtellten
infolge ihrer Minderzahl gegenüber der Zahl der gewerblichen
Arbeiter zur völligen Einflußloſigkeit und Bedeutungsloſigkeit ver=
urteilt
; insbeſondere aber würden die Angeſtellten zu weſentlich höheren
Beitragsleiſtungen als die gewerblichen Arbeiter verpflichtet werden,
während die Leiſtungen aus der Arbeitsloſenverſicherung auch für die
Angeſtellten nicht über die für die gewerblichen Arbeiter gültigen Sätze
hinausgingen. Höchſt bedauerlicherweiſe bekämpfen die ſozialdemokrati=
ſchen
Gewerkſchaften die erwähnte Forderung nach Erſatzkaſſen für die
Angeſtellten.
Der Redner kam dann auf das Arbeitszeitnotgeſetz zu ſprechen.
Wenn Redner auch den Kompromißvorſchlag der Regierungsparteien
nicht als eine reſtlos befriedigende Löſung bezeichnet, ſo ſtellt er doch
immerhin einen weſentlichen Fortſchritt gegenüber dem bisherigen un=
haltbaren
Zuſtand der ſtraffreien Annahme ſogenannter freiwilliger
Mehrarbeit feſt. Nachdrücklichſt muß auf die Eimbeziehung der An=
geſtellten
in die zuſchlagspflichtige Abgeltung der Mehrarbeit der An=
geſtellten
hingewieſen werden.
Kollege Auerbach wendet ſich noch ſcharf gegen den beabſichtigten
Raub eines großen Teiles des Vermögens der Angeſtelltenverſicherung.
Ausgleich für die früher mögliche Doppelverſicherung der Angeſtellten
einen Betrag von 132 Goldmillionen, die freien Gewerkſchaften ver=
langen
ſogar über 200 Goldmillionen, während der reale Wert etwa
1,3 Goldmillionen beträgt. Auch den Vermittlungsvorſchlag des Reichs=
arbeitsminiſteriums
in Höhe von 40 Goldmillionen lehnt Redner als
viel zu weitgehend ab.
Zum Schluß fordert der Refevent die Verſammlung auf die
Folgerungen aus dem bisherigen Verlauf der ſozialpolitiſchen Geſetz=
gebung
zu ziehen und den Gedanken der berufsſtändigen Sozialpolitik,
den der D.H.V. von jeher vertritt, durch Beitritt zu dem Verbande
zu ſtärken.
Die Ausſprache mterſtützte die Forderung, die der Redner erhoben
hat. Im weiteren Verlauf der Verſammlung ſprach Herr Auerbach noch
über den gegenwärtigen Stand der Tarifbewegung und unterzog die
völlig ablehnende Haltung des hieſigen Arbeitgeberkartells gegenüber
einer Gehaltserhöhung für die Angeſtellten einer ſcharfen Kritik. Die
Verhandlugen vor dem Schlichtungsausſchuß ſind auf Montag, den
B. März, feſtgeſetzt.
Nicht unerwähnt ſei der Hinweis auf die für Samstag, 26. März,
angeſetzte Beſichtigung des Städtiſchen Gaswerkes; Treffpunkt 2.45 Uhr
Ecke Frankfurter Straße und Rhönring.
Oſtbeutſcher Abenb. Die Ortsgruppe Darmſtadt des Deutſchen
Oſtbundes veranſtaltet am nächſten Dienstag, den 29. d. Mts., abends
8½ Uhr, im Saale des Muſikvereins, Steinſtraße 24, einen Vortrags=
abend
, deſſen Beſuch der breiteſten Oeffentlichkeit empfohlen werden kann.
Der Deutſche Oſtbund iſt eine parteipolitiſch und religiös neutrale Orga=
niſation
, deren weit über vierhundert Ortsgruppen ſich über das ganze
Deutſche Reich verteilen und der die meiſten der aus Polen verdrängten
eine Million Deutſchen angehört. Allen dieſen Opfern polniſcher Bruta=
lität
iſt es Lebensaufgabe geworden, für die Wiedergewinnung der Oſt=
mark
und für die Bekämpfung polniſcher Ueberheblichkeit im In= und
Auslande tatkräftigſt zu wirken. Unſere Darmſtädter Oſtdeutſchen glau=
ben
nun gerade beim Heſſenvolke offene Herzen und Ohren für ihre
Kämpfe und Leiden zu finden. Iſt doch auch Heſſen neun Jahre nach
Friedensſchluß immer noch von fremdem Militär beſetzt, ſind doch auch
die Leiden des Heſſenvolkes ähnlich den ihven. Dankenswerter Weiſe
haben ſich beſtbekannte Herren in den Dienſt des Oſtdeutſchen Abends ge=
ſtellt
. Es ſprechen: Herr Geheimrat Dr. Otto, Darmſtadt, über Die
Beſiedelung des deutſchen Oſtens eine deutſche Großtat, Herr Univerſi=
täts
=Profeſſor Dr. Gieſe, Frankfurt über Unſer Recht auf die deutſche
Oſtmark., Herr Mittelſchullehrer Prager, Frankfurt, über Zwecke und
Ziele des deutſchen Oſtbundes‟. Dieſe Vorträge werden umrahmt durch
Darbietungen von Herrn Walter Lehmann, Darmſtadt, der Dichtungen
meiſt oſtmärkiſcher Dichter ſprechen wird. Die Namen der Vortragenden
geben den Beſuchern die Gewähr, daß keine trochenen Worte geſprochen
werden, ſondern daß die Herzen für die große deutſche Sache im Oſten
erwärmt werden ſollen. (Näheres ſiehe auch Anzeige in heutiger
Nummer.)
Jiu=Jitſu. Einen neuen Kurſus veranſtaltet der Darmſtädter
Fechtklub in dieſer äußerſt praktiſchen Selbſtverteidigungsart ohne Waf=
fen
vom Monat April ab unter Leitung eines erfahrenen Lehrers.
(Siehe Anzeige im heutigen Blatte.) Solche Kurſe finden ſeitens des
Darmſtädter Fechtklubs ſeit 1921 ſtatt und haben ſtets ſehr ſchöne Er=
folge
aufzuweiſen bei wachſender Teilnehmerzahl. Auch für bereits
Ausgebildete gibt die Jiu=Jitſu=Abteilung des Clubs Gelegenheit zur
weiteren Uebung.
E Auszahlung von Militärverſorgungsgebührniſſen beim hieſigen
Poſtamt 1. Die Zahlung der Militär=Verſorgungsgebührniſſe für
April erfolgt am 29 März in der Paketausgabe an 8 Zahlſtellen von
7½12 Uhr und 25 Uhr. Die bei der Märzzahlung am 26. Februar
den Rentenempfängern ausgehändigte Lebensbeſcheinigungen ſind nach
vorheriger amtlicher Beglaubigung bei Abhebung der Gebührniſſe mit
den Nummerkarten vorzulegen. Eine Auszahlung der Renten erfolgt
nur nach Abgabe der amtlich vollzogenen und vom Rentenempfänger
unterſchriebenen Lebeusbeſcheinigung. Die an dieſem Tage nicht abge=
hobenen
Gebührniſſe können noch bis zum 4. April an Werktagen in der
Rentenſtelle während der Zahlſtunden von 8½ Uhr vormittags bis
12½ Uhr mittags abgehoben werden. Nach dieſer Zeit findet eine Zah=
lung
von Verſorgungsgebührniſſen nicht mehr ſtatt. Die Beträge wver=
den
dann dem Verſorgungsamt zurücküberwieſen.
Lokale Veranſfaltungen.
Die blemmler erſcheinenden Notlizen ſind ansſchließlich als Hinwelſe auf Anzelgen zu befrachten,
in keinem Falle irgendwie als Beſprechung oder Kritik.
Verein ehem. Jäger zu Pferde Nr 3. von Darmſtadt
und Umgebung. Zu dem am Sonntag, den 27. März, ſtattfindenden
Herrenausflug nach Goddelau zu Kamerad Fr. Strauß werden alle ehem.
Jäger herzlich eingeladen. Abfahrt 8,21 Uhr (T) ab Hauptbahnhof.
Vortragsgemeinſchaft techniſchewiſſenſchaft=
licher
Vereine. Auf den heutigen Vortrag des Herrn Brand=
direltors
Winter über Neuzeitliches Feuerlöſchweſen in der Feuer=
wache
, Kirchſtraße, nachmittags 3½ Uhr, weiſen wir hierdurch noch=
mals
hin. (Siehe Anzeige.)

DrO
Tube 60 Pfg, große Tube Mark 1.

IDr 903

die herrlich erfrischende Zahnpaste
beseitigt unangenehmen
Mundgeruch

[ ][  ][ ]

Seite 6

Samstag, den 26. März 1927

Nummer 88

4Bezirksſchöffengericht.

1. Wegen eines Wertes von 1 Mk. 50 Pfg. hat ſich ein
hieſiger Einwohner unglücklich gemacht. Das Finanzamt Reichsver=
mögensverwaltung
Darmſtadt hatte ihm vor Weihnachten 1926 gegen
Zahlung von 1 Mk. 50 Pfg. die Erlaubnis gegeben, eine weſtlich im
Walde Tanne nahe dem Exerzierplatz und der Eiſenbahn ſtehende alte
abgeſtorbene Kiefer, die ihm angewieſen war, für Brennholz zu fällen.
Im Walde machte er auf der Quittung mit Tintenſtift aus der Zahl 1
eine 2, will aber trotzdem nur die ihm angewieſene Kiefer, nicht noch
eine weitere, umgemacht haben. Da kam die Schupo dazu, ſie nahm
eine Abſchrift der Quittung, und die Sache kam ſo zur Anzeige wegen
einer nach 8§ 267, 268 StGB. ſtrafbaren Urkundenfälſchung. Der
Schupowachtmeiſter war auf einer Radfahrſtreife längs der Bahn begrif=
fen
, als er den Angeklagten dabei betraf, wie er eine grüne Kiefer
umlegte und auf Befragen ſagte, er ſei berechtigt, zwei Bäume zu
fällen. In der Sache werden zwei Schupowachtmeiſter
und zwei Beamte der Reich=Liegenſchaftsverwaltung
als Zeugen vernommen.
Die Urkunde iſt eine öffentliche Urkunde, die Fälſchung aber nicht
nach Anſicht des Staatsanwalts in der Abſicht begangen, um dem An=
geklagten
einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verſchaffen, weshalb
unter Annahme mildernder Umſtände eine Eefängnisſtrafe als aus=
reichende
Sühne erſcheint.
Das Urteil erkennt auf die Strafe von drei Monaten Ge=
fängnis
wegen ſchwerer Urkundenfälſchung. Das Gericht wird ein
Geſuch um Bewährungsfriſt befürworten. Das Urteil iſt rechtskräftig.
2. Wegen Fälſchung einer Privaturkunde, Betrugs und Unter=
ſchlagung
hat ſich ein hieſiger verheirateter, ſeit 1923 erwerbs=
loſer
Taglöhner zu verantworten; er iſt geſtändig. Der Arbeitgeber,
der den Angeklagten dreimal wöchentlich im Winter beſchäftigt hat, be=
kundet
, daß ein teilweiſer Erſatz ſtattgefunden hat, zum Teil verdient
Angeklagter den geleiſteten Schaden noch ab.
Der Staatsanwalt verneint eine wirkliche Notlage bei Begehung
der Taten und beantragt eine Geſamtgefängnisſtrafe von fünf Wochen.
Das Urteil erkennt auf 4 Wochen Gefängnis; es iſt rechts=
kräftig
.

Preußiſch=Süddeutſche Klafſenlotterie. Die am 11. März beendete
Haupt= und Schlußziehung der 28. (254.) Lotterie hat mit ihren zahl=
reichen
großen Treffern wieder vielen Spielern Glück und Wohlſtand ge=
bracht
. Die beiden Hauptgewinne von je 500 000 Reichsmark fielen auf
Nr. 239 783 in den beiden Abteilung I und II, und die beiden Prämien
von ebenfalls je 500 000 Reichsmark mit einem Gewinn von je 5000
Reichsmauk auf Nr. 305 588 in den beiden Abteilungen I und II. Die
neue (29./255.) Lotterie beginnt am 2. und 21. April mit der Ziehung
1. Klaſſe, wobei 2 Hauptgewinne von je 100 000 Reichsmark zur Aus=
ſpielung
kommen. Für die bisherigen Spieler bleiben die gehabten
Loſe bis zum 26 März aufbewahrt. Es empfiehlt ſich, bis dahin die
Loſe 1. Klaſſe bei dem zuſtändigen Lotterie=Einnehmer abzuholen oder
dieſem jedenfalls mitzuteilen, ob die Loſe weiter geſpielt werden, ſelbſt
wenn die Bezahlung erſt ſpäter erfolgt. Bei nicht rechtzeitiger Ab=
holung
oder Benachrichtigung muß über die Loſe bei der großen Nach=
frage
anderweit verfügt werden. Neu eintretenden Spielern wird eben=
falls
empfohlen, ſich frühzeitig ein Los zu ſichern, da ſolche kurz vor Be=
ginn
der Ziehung wieder ausverkauft ſein dürften.

I/00 FLEUDENBAINGEA
LIAOLEUM
DEA IDEALE FUSSBODENBELAGS
SIF RAUFEN AM VORTEILHAFTESTENBEI

AMWEISSFWTURM TELFF:486

Gegen die Verlängerung der Gemeinde=
getränkeſieuer
.

Der Stadtrat in Neuſtadt a. b. H. beſchäftigte ſich mit der Ge=
tränkeſteuer
. Der Bürgermeiſter bemerkte, die ſchlechte geldliche Lage
der meiſten Städte dürfe nicht Veranlaſſung ſein, daß die Erhebung der
Steuer über den 1. April hinaus zugelaſſen werde. In einer Zeit, wo
Tauſende von Winzern und Vertretern des Weinhandels ihre Aufhebung
verlangen, habe der Deutſche Städtetag ſeinen Einfluß geltend gemacht,
die Steuer auch nach dem 1. April weiter beſtehen zu laſſen. Dieſer
habe damit feine Befugniſſe überſchritten, denn der Städtetag ſei haupt=
ſächlich
aus Bürgermeiſtern zuſammengeſetzt, die ohne vorherige Füh=
lungnahme
mit ihrer Stadtverordneten=Körperſchaft die Aufrechterhal=
tung
der Steuer verlangten. Der Deutſche Städtetag habe kein Recht,
im Namen aller Städte die Beibehaltung der ungerechten Steuer zu
verlangen.

Gemeinde=, Kreis= und Provinzialſteuer für 1926. Grüner
Steuerbeſcheid. Das 6. Ziel iſt laut der heutigen Bekanntmachung
bei Meidung der Beitreibung bis ſpäteſtens 5. April 1997 an die Stadt=
kaſſe
, Grafenſtraße 28, zu zahlen.
Im Schloßmuſeum finden täglich Führungen nur vormittags
11 und 11½ Uhr ſtatt. Samstag geſchloſſen.

Kunſinotizen.

Ueder Werte, Künffler oder künſtleriſche Veranſialtungen, deren im Nachſtehenden Grwähnung
geſchieht, behält ſich die Redakien ihr Urteil vor

Palaſt=Lichtſpiele. Die Erbin des Holzkönigs
ſieben Akte. Ein Drama voll Wucht und Feuer, von Habgier, Haß und
Liebe. Die Tragödie einer Leidenſchaft mit Jack Holt als Harry Brant
in der Hauptrolle. Die Erbin des Holzkönigs iſt ein Schauſtück erſten
Ranges, eine Senſation. Die Großfürſtin und ihr Kellner
ſieben Akte, fein und witzig. In der Hauptrolle Adolphe Menjou. Ein
Menjou=Film, das ſagt vieles. Adolphe Menjou gehört zu den kulti=
vierteſten
Darſtellern Amerikas, er iſt ein Typ für ſich. Er ſichert jedem
Film ſchon einen gewiſſen Erfolg, bei gutem Manuſkript und guter
Regie iſt ein durchſchlagender Erfolg unausbleiblich. Dieſem feinen
Luſtſpiel wird er auch in Deutſchland beſchert ſein. Alle Rollen ſind
hervorragend gut beſetzt. Menſou als Millionär und Kellner eine
Freude. Florence Vidor als Großfürſtin, eine ſchöne Frau von ſtarkem
Können. Aber auch alle anderen Typen ſind ſehr, ſehr gut, ſelbſt die
kleinſten Epiſodenſpieler geben beſte Leiſtungen.

Aus den Parteien.

Deutſche Volkspartei, Ortsgruppe Darmſtadt.
Auf wiederholte Anfragen teilen wir mit, daß der Kartenverkauf für
die Feſtkundgebung am Montag, den B. März, abends 8 Uhr,
im Kleinen Haus des Landestheaters, nur in der Geſchäftsſtelle der
Deutſchen Volkspartei, Rheinſtraße 22, Fernruf 3540 und 1304, ſowie
im Verkehrsbiro am Schloß ſtattfindet. Bekanntlich ſind die Eintritts=
preiſe
außerordentlich gering gehalten.
Deutſchnationale Volkspartei Ortsgruppe Darm=
tadt
. Unſere ordentliche Mitgliederverſammlung findet am Dienstag,
den 29. März, abends, im Gelben Saal bei Sitte, Karlſtraße 15,
ſtatt. Auf der Tagesordnug ſtehen: Bericht über die Tätigkeit des
Vorſtandes, Kaſſenbericht, Bericht über die Tätigkeit des Frauen= Aus=
ſchuſſes
, Satzungsänderung (§ 6 der Satzung vom 1. 6. 21), Vorſtands=
vahl
, Neuorganiſationen, Vortrag des Landesgeſchäftsführers über
Deutſchnationale Mieterpolitik und Hauszinsſteuer Vortrag des Vor=
ſitzenden
über Die Gründe des Eintritts der Deutſchnationalen in die
Reichsregierung, Ausſprache.

Tageskalender für Samstag, den 26. März 1927.
Heſſ. Landestheater, Großes Haus, L. 15, abends 7½ Uhr,
Ende 10 Uhr: Beethovens Sechſte Sinfonie (Paſtorale); hierauf: Die
Geſchöpfe des Prometheus. Kleines Haus, nachm. 5 und abends
8 Uhr: Film Wege zu Kraft und Schönheit. Orpheum, abds.
8 Uhr: Die an der Liebe ſterben! Sterbekaſſeverein
Ruhe abends 8 Uhr in der Krone; 47. Hauptverſammlung.
Konzerte uſw.: Schloßkaffee, Perkeo, Frankf. Hof, Reichskrone,
Hottes, Café Rheingold. Kinovorſtellungen: Union=,
Reſidenz=Theater, Palaſt=Lichtſpiele.

Parlamentariſches.

Der Finanzausſchuß des Hefſiſchen Landtages
beſchäftigte ſich in ſeiner geſtrigen Sitzung mit einer Regierungsvorlgooe
über die Regulierung der Selz. Im Staatsvoranſchlag für 1926 warem=
im
Kapitel 136 als Staatszuſchuß rund 83 000 Mark vorgeſehen. Die=
unterhalb
Alzey gelegenen Gemeinden wollen ſich an der Selz=Regulie=;
rung beteiligen; da hierfür aber keine weiteren Mittel vorhanden ſiwd=
ſo
ſoll der Staatszuſchuß auch auf die anderen Gemeinden ausgedehnt
werden. Hierzu ſucht die Regierung in einer Vorlage die Ermächtigunoe
nach; die Vorlage wurde einſtimmig angenommen. Hierauf trat man in
Verhandlungen über die Regierungsvorlage zur Errichtung eiugs,
Braunkohlenſchwelkraftwerkes in Wölfersheim ein. Bekanntlich wollem
der heſſiſche Staat und die Stadt Frankfurt, die zuſammen eine Geſel=1
ſchaft bilden, das Werk, deſſen Aktienkapital ſich auf drei Millionen=
Mark belaufen foll, gemeinſam betreiben. Die neu zu gründende Ge=
ſellſchaft
mihrt die Bezeichnung Heſſiſch=Frankfurter Aktien Geſellſchaft

(Hefrag). Einzelheiten über die Vorlage ſind ſchon veröffentlicht wwordenh

Es lag ein Antrag Reiber und Gen, vor, bei Vergebungen von Arbeitent
und Lieferungen für die Hefrag ſind in erſter Linie heſſiſche Firuom

zu berückſichtigen. Weiter lag eine Eingabe des Vorſitzenden des Heſfüi
ſchen Städtetages, des Oberbürgermeiſters Kſlb von Mainz, und zwau
eine perſönliche Eingabe, vor, die ſich mit der Vorlage beſchäftigt: e.
wird darin ausgeführt, daß die Angelegenheit noch nicht ſpruchreif ſer!
und daß der Städtetag noch gehört werden müſſe. Es handelt ſich inn
deſſen um eine Frage (Gasverſorgung), die von untergeordneter Be=

beutung iſt. Abg. Lux berichtete über die Vorlage und die einzelnent
Beſtimmungen der Verträge; nach ihm ergriffen andere Mitgliede
des Ausſchuſſes das Wort und es wurden auch Bedenken und gegem
teilige Erklärungen vorgebracht. Der Vertreter der Regierung
Miniſterialrat Windiſch, ſprach eingehend über die Vorlage und ber
antwortete ausſührlich verſchiedene an die Regierung gerichtete Fragern
Anweſend waren drei Gutachter, und zwar die Profeſſoren Eberlae
Sengel und Steuer, die ihre Gutachten vom wärmeteckmiſchen, elektrw
techniſchen und geologiſchen Standpunkt abgaben. Sie äußerten ſich irn
allgemeinen günſtig über das Werk unter Vorausſetzung der heutige:n
Konjunktur. Zu einem Abſchluß der Beratungen kam es noch nicht, weß
die Ausſchußmitglieder noch Rückſprache mit ihren Fraktionen nehmern
wollen. Die Sitzung wurde dann auf nächſten Dienstag vertagt.

Dem Landtag ging folgende Anfrage der deutſchnatio
nalen Abgeordneten Böhm und Genoſſen zu:
Iſt die Regierung bereit, die Reichsregierung zu erſuchen, dahin z.u
wirken, daß bei den Handelsvertragsverhandlungen mit Frankreich uſſu
die Intereſſen der deutſchen Winzer, Obſt, und Gemüſegärtner ger
wahrt werden? Welche Schritte gedenkt die Regierung zu dieſem Zwecht
zu unternehmen?

Vom alten Friebhof. Wir wachen unſere Leſer hiermit nochs
mals auf die Bekanntmachung des Oberbürgermeiſters vom 8. Februan
ds. Js. aufmerkſam. Hiernach werden die Reihengräber ſür Erwachſens
die in der Zeit vom 17. Auguſt 1905 bis zum 31. Dezember 1906, ſowin
diejenigen für Kinder unter zwei Jahren, die in der Zeit vom 31. Jun
1905 bis 2. Juli 1911, beerdigt wurden, eingeebnet, wenn nicht bin
ſpäteſtens zum 1. April ds. Js. Antrag auf Verlängerung der Ruhs
zeit beim Friedhofsamt, Hügelſtraße 26, geſtellt wird. Fütr erſtere iſt einn
Gebühr von 20 Mark, für letztere eine folche von 15 Mark zu entrichterr

Borzellan

Obertassen weis, gros ...
UberäsSeh bunt, groß,4Stek
aSSeI m. Untertass.,Goldrd.
Dessertteller Goldrand ..
Kaffeekannen für 2 Personen
Kaffeekannen für6 Personen
Milchkannen Dekor, groß.

5 teilig, dekor.
Kaffee-Servigeoder Koldrand 2.50

Satz Schlsseln
6Stck im Satz,weis G.
Terrine orau
mit Deckel, groß 1-
Wasch-Krüge

Kaffee-SerVice Stig.mod Dek
Teiler feston, tief oder flach
Konfektschalen rund durchbr.

mod. Dek,8-
Satz Milehkannen a. Etlsn 1.95

0.
Creme
Hasch-Schusseln
2.
creme".

Schüssel rund .
GhdSSeI E. feston, 23 om
Butterkählerm. Dck, Glaseint

0.12
0.95
Aa
0.35
A.4
0.95
0.50
A
4.95
A.8
0.95
1.25
0.65
9.95
ASS

Glaswaren

0.95
1.15
0.70

Glas-Teller Stek. 0.15, 0.12, 0.10
Butter-Dose .. . . . 050, 0.45
Luckerschale
0.25
Kuchenteller".
Tortenplatte auf Fus ... 1.15
HufSafd 2teilig
Häse-Glocke
Blumen-Vasen.
4. 0.30
Blumen-Wasen geprest, bunt 0.85
Wein-Gläser ..050, 033, 0,25
Hömer auf gränem Stiel . .0.45
Bier-Becher goldr. od geschl. 0.25
Bier-Becher glatt . . von 0.10 an
Likör-Servige Steilig .. . 1.35
Uhst-Körhchen m.Henk, bunt 1.35

Emaille Eiier 28 cm .. 0.95 Wannen 38 om 0.95 Kochtopl mit Dockel". 1.15 Waschschlssel oral 1.15 Waschschllssel m Napk runc 120 Kafeekanne meis, 14 cm 1.15 KasSerole 18 cm 0.50 Kuchenschüsseln 22 em .. 0.60 Hasserkessel 0.75 KONSOle m. Becher,weiß o. Delkft 0.95 Hachtiopt wei 1.30 Tolletteneimer mit Deckel 1.95 Kochtopt Deltt. 1.25
Michtopt Deltt . . 1.15 Kasserole Delkt 0.95

Für den Hauspuin

Geschwister

Ludwigstraße 14

Darrnistadt

5179)

Bensterleder .. . . . 1 0.95
0.95
Bederwedel
0.95
Kernseiſe 6 Stück
0.95
Pntztacher 3 Stüek
Staudtücher gebb .. . 018 0.12
0.25
Waschbärsten
933 0.30
Schruhber
0.65
Besen Cocos.
0.35
Handbesen Cocos
Borsten und Roß-
1y0 1.15
Bodenbesen haar
0.75 0.50
Glosettbürsten
Bohner reine Borsten , 5.95 3,95
2.95 2.75
Wollhesen.
BohnerHachs gelb od. weis 0.50
.055, 035, 0.22
Sidol
Möhelklopier echt Bohr . .0.85

[ ][  ][ ]

Rummer 85
Aus Heſſen.
* Arheilgen, 23. März. Aus Anlaß ſeines 60. Geburtstages wurde
unſerem verehrten Herrn Bürgermeiſter Jgkob Jung eine überaus große
Anzahl Geſchenke und Glückwünſche zuteil. Unter anderem wurde ihm
von den hieſigen Gemeindebeamten ein hübſcher Schreibtiſchſeſſel vor
ſeinem reichgeſchmückten täglichen Arbeitstiſche geſtiftet. Möge es ihm
wergönnt ſein, noch recht lange zum Wohle unſerer Gemeinde auf dieſem
Platze zu wirken.
* Griesheim, 25. März. Gemeinderatsbericht. Die Ge=
meinderechnung
pro 1925 wurde geprüft, Anſtände haben ſich nicht er=
geben
. Da die Haftung der Gemeinde der Bezirksſparkaſſe Groß=
Gerau gegenüber ſich noch bis zum Jahre 1932 ausdehnt, wird die Mit=
gliedſchaft
der Gemeinde aufrecht erhalten. Der Gemeinderat iſt mit
der vom Kreisamt Darmſtadt vorgeſchlagenen Straßenfluchtlinie in der
Otto=Heſſe=Straße in der Poſch einverſtanden. Die beim Aufbrechen
des Straßenpflaſters anläßlich der Erbauung der Waſſerleitung zum
Wiederverpflaſtern als unbrauchbar feſtgeſtellten Pflaſterſteine ſollen den
Anternehmern von der Gemeinde erſetzt werden. Für Fehlen von Pfla=
ſterſteinen aus anderen Gründen leiſtet die Gemeinde keinerlei Erſatz.
Als weitere Unternehmer zur Herſtellung von Hausinſtallationen für die
Waſſerleitung werden auf ihr Nachſuchen noch folgende Firmen zuge=
aſſen: Philipp Feldmann 2., Jakob Gerhard 3., Peter Baſſenauer 3.,
Becker u. Melk, alle in Griesheim; Iſelin u. Muck, Doll u. Benz, beide
in Darmſtadt. Auf das Geſuch der Philipp Michael Wagner Wwe.,
Dier, um Renovierung ihrer Wohnhausſchäden, die durch das Straßen=
uaſſer entſtanden ſein ſollen, beſchließt der Gemeinderat, an dem Hauſe
worerſt zwei Kellerlöcher auf Gemeindekoſten brechen zu laſſen. Das
öeſuch der Heinrich Mendel 1. Erben um Ankauf ihres Grundſtücks zur
Verbreiterung des Weges im Ferne wurde abgelehnt. Der Ge=
meinde
wurde vom Heſſ. Miniſterium für Arbeit und Wirtſchaft zur
Meuanlegung von Weidenkulturen ein Darlehen von 5000 Mark zu
Prozent Zinſen angeboten. Der Gemeinderat beſchloß, von dem An=
gebot
keinen Gebrauch zu machen, da Weidenkulturen in ſolch großen
Flächen nicht angelegt werden ſollen. Die Einladung der Turn=
memeinde
zu ihrem am 2. April ſtattfindenden Turnabend wurde dem
Bemeinderat zur Kenntnis gebracht.
Ck. Wixhauſen, 25. März. Aus der hieſigen Sparkaſſe. Der
Geſchäftsgang im letzten Jahre war ſehr vege. Es betrug der Jahres=
umſatz
92 598,12 Mark, und an Spareinlagen gingen ein 30 936,56
Mark. Zurückgezahlt und ausgeliehen wurden 31 951,89 Mark. An
Mitglieder ſind im Laufe des Jahres 1926 16 neu eingetreten, ſo daß
mm Ende des Jahres 1926 die Mitgliederzahl 110 betrug. Für die Auf=
avertungen
ſind ſchon 3762,39 Mark bereitgeſtellt. Dazu kommen noch
die Beträge aus den aufgewerteten Hypotheken und Kaufſchuldſcheinen.
Gegenwärtig findet an der Kaſſe, obgleich dieſe geſetzlich nicht zur Auf=
wertung
verpflichtet, die Umrechnung der Einlagen zwecks Aufwertung
ſtatt.
* Eberſtadt, 25. März. Vereinsbank. An dem in der Mühl=
stalſtraße
gelegenen Gebäude der Vereinsbank werden gegenwärtig einige
bauliche Veränderungen vorgenommen. Wohltätigkeits=
abend
. Zugumſten der Samariterkolonne Eberſtadt findet am 3. April
im Schwanenſaal ein größerer Wohltätigkeitsabend ſtatt, bei dem das
mehraktige Schauſpiel Henkersſohn und Zigeunerin zur Aufführung
gelangt. Eine Brotpreiserhöhung iſt feit Beginn dieſer
Woche eingetreten.
* Eberſtadt, 23. März. Die Provinzialpflegeanſtalt am
SSüdende unſeres Ortes wurde geſtern von je einem Vertreter der Frak=
ionen
des Provinzialtages, im ganzen 10 Herren, eingehend beſichtigt.
Die Herren ſahen ſich die Unterkunft der Inſaſſen in dem Frauen=
und dem Männerbau, den Betrieb in der Anſtaltsküche und dem An=
ſtaltsgarten
, die Wirtſchaftsgebäude und den Geflügelhof an. Die 58
Schweine in den neuerbauten Ställen, darunter Tiere von 3 Zentnern,
erregten ebenfalls die ungeteilte Aufmerkſamkeit der Beſucher. Man
avar allgemein recht befriedigt und der Meinung, daß in der Anſtalt
Seſtens geordnete Verhältniſſe herrſchen und die Leitung in guten Hän=
Den ruht. Eine einſtündige Beſprechung ſchloß ſich an den Rundgang
an. Die darin geäußerten Anregungen und unweſentlichen Beanſtan=
Dungen werden der Anſtaltsleitung und dem Provinzialausſchuß Anlaß
su anderweitiger Regelung einzelner Einrichtungen ſein. Die Anſtalt
zählt gegenwärtig 405 Inſaſſen, die zweifellos recht gut aufgehoben
ſind. Eine Erweiterung der Unterkunftsräume wäre jetzt ſchon nötig,
damit allen Geſuchen um Aufnahme von Pfleglingen entſprochen werden
könnte.
* Eberſtadt, 24. März. Entlaſſungsfeier. Anläßlich des
Albganges dreier Schulklaſſen an Oſtern findet kurz vor Beginn der
Oſterferien am Freitag, den 1. April, in einem hieſigen Saale eine
Schulentlaſſungsfeier in würdiger Weiſe ſtatt. Die Oſterferien ſelbſt be=
ginnen
am 2. April und dauern drei Wochen.
* Pfungſtadt, 25. März. Der Entwurf zum Gasliefe=
eungsvertrag
des ſtädtiſchen Gaswerkes Darmſtadt für die Ge=
aneinde
Pfungſtadt wird in der nächſten Sitzung des Gemeinderats zur
Beratung ſtehen. Die Schlagtauben müſſen nach einer Be=
Sanntmachung der Bürgermeiſterei während der fetzigen Saatzeit unbe=
Singt eingehalten werden. Der Junglandbund Pfungſtadt veranſtaltet
am kommenden Samstag und Sonntag im Saale des Rheiniſcheen
Hofes (Koch) einen Theaterabend, bei dem u. a. das bekannte
Schauſpiel Glaube und Heimat zur Aufführung gelangen ſoll.
Hähnlein, 25. März. Ueber das wichtige Thema der Rentabili=
rätsfragen
bei der Anwendung künſtlicher Düngemittel wird am Sams=
ſrag
abend 8 Uhr in der Wirtſchaft Rechel 7. vom Landwirtſchaftsamt
DDarmſtadt ein Vortrag gehalten.
* Traiſa, 25. März. Der zweite Ausſprache=Abend über Erzie=
hungsfragen
findet Samstag abend um ½9 Uhr im Rathausſaale ſtatt.
Ingenieur Stradinger und Lehrer Hotz ſprechen über Sport und Er=
Siehung. Der Eintritt iſt frei für jedermann.
* Ober=Ramſtadt, B3. März. Rheiniſcher Abend. Der
Radfahrer=Klub Schwalbe veranſtaltet an einem der nächſten Sonn=
cage
im Saalbau Eliſenbad einen ſogenannten Rheiniſchen Abend,
zu dem bereits namhafte auswärtige Kräfte ihre Mitwirkung zugeſagt
Haben. Die Muſik wird die Kapelle Breitwieſer ausführen. Einzel=
Seiten werden in Kürze an dieſer Stelle noch mitgeteilt. Brenn=
Holzverſteigerung. Freitag, den 25. März, vormittags
Uhr, findet im Gemeindewald Forſtort Hainböhl eine Brennholz=
Serſteigerung ſtatt. Zuſammenkunft auf der Kreisſtraße Nieder=Modau
Frankenhauſen. Taubenſperre. Die Sperrzeit für Tauben
anläßlich der Frühjahrsausſaat wurde von der Bürgermeiſterei bis
8. April einſchließlich angeordnet.
* Gundernhauſen, 24. März. In beſcheidenem Freundeskreiſe feierte
Herr M. Seipel, Wagnermeiſter dahier, im voller körperlicher und
geiſtiger Rüſtigkeit ſeinen 70. Geburtstag, dem als Innungsvertreter der
S2jährige Altmeiſter Ziemer=Ueberau und der derzeitige Obmann Hölzel
von Reinheim perſönlich beiwohnten, die bekanntlich dem ehrwürdigen
Jubilar die Ehrenurkunde uſw. der Innung bei ſeinem 50jährigen
SMeiſterjubiläum feierlich überreichten im letzten Sommer.
Rodau (Kreis Dieburg), 25. März. Sonntag abend 8 Uhr findet
in der Wirtſchaft Späth ein Vortrag über Tagesfragen zeitgemäßen
Ackerbaus mit Lichtbildern und anſchließender Filmvorführung vom
Landwirtſchaftsamt Darmſtadt ſtatt.
r. Babenhaufen, 25. März. Am Sonntag nachmittag veranſtaltet
der Turnverein 1891 im Saalbau Deutſcher Hof mit ſeinen
Schüler= und Schülerinnenabteilungen einen Elternnachmittag. Der
Oeffentlichkeit ſoll gezeigt werden, was im letzten Winterhalbjahr in den
Jugendabteilungen des Turnvereins geleiſtet und erreicht wurde. Zur
Worführung gelangen beſonders Uebungen aus dem neuzeitlichen Kin=
derturnen
, das in der letzten Zeit mit Vorliebe von der Deutſchen
Turnerſchaft gepflegt und vervollkommnet wurde. Zur Deckung der
Unkoſten wird ein geringes Eintrittsgeld erhoben. Seine 2. Wan=
Derung unternimmt dieſen Sonntag die hieſige Ortsgruppe des Oden=
bvaldklubs
Sie führt über Groß=Umſtadt, Raibach, Grinheckerhof,
Schlierbach zurück nach Babenhauſen.

Zugzuſammenſioß in Klein=Wallſiadt.
Sechs Perſonen leicht verletzt. Mehrere Wagen ſtark beſchädigt.
LPD. Aſchaffenburg, 25. März. Amtlich wird mitgeteilt:
Der Perſonenzug 501 ſtieß heute bei Einfahrt in Kleinwallſtadt bei
Aſchaffenburg auf den Schluß des Güterzuges 8164 auf. Die drei letzten
Wagen des Güterzuges ſind zum Teil ſturk beſchädigt. Sechs Perſonen
wurden leicht verleZt.
Die Verletzten, die meiſt aus Aſchaffenburg und Umgegend ſtammen,
konnten ſelbſtändig die Unfallſtelle verlaſſen und ſich in ärztliche Be=
handlung
begeben. Beſonderes Glück hatte der Schlußbremſer des
Güterzuges, der kurz vor dem Anprall das Bremſerhäuschen verlaſſen
hatte. Das Bremſerhäuschen war ſchwer beſchädigt. Ungleich ſchwerer
wären die Folgen des Zuſammenſtoßes geweſen, wenn es ſich bei dem
ſtehenden Zug um einen Perſonenzug gehandelt hätte. Die Wagen des
angefahrenen Güterzuges waren ſchwer beſchädigt, teilweiſe ineinander=
geſchoben
. Die Räumungsarbeiten gingen jedoch raſch vonſtatten, und
der Zugverkehr auf der Strecke AſchaffenburgMiltenberg war in keiner
Weiſe behindert. Die Urſache des Unglücks iſt noch nicht endgültig auf=
geklärt
. Ob es ſich tatſächlich um eine falſche Signalſtellung des Fahr=
dienſtleiters
handelt, wird die eingeleitete Unterſuchung ergeben müſſen.
Soviel ſteht jedenfalls feſt, daß den Lokomotivführer keine Schuld trifft.
Der Lokomotioführer bemerkte infolge des Frühnebels erſt auf einer
Strecke von 60 Metern den in ſeinem Einfahrtsgeleiſe ſtehenden Güter=
zug
. Obwohl er ſofort ſtark Gegendampf gab, konnte er den Anprall
nicht verhindern. An der Unglücksſtelle war alsbald eine Kommiſſion
der Eiſenbahninſpektion Aſchaffenburg vertreten.

* Michelſtadt, 25. März. Neuer Motor. Wie man hört, hat
der Inhaber der Motorenwerke Oberer Hammer, Herr Ing. E. Beh=
rend
, einen neuen, rationell arbeitenden Motor erfunden, mit deſſen
Fabrikation jetzt begonnen werden ſoll. Eine größere Anzahl von Ar=
beitern
ſoll eingeſtellt werden. Vom Verkehrsverein. Der
Vorſtand des Verkehrsvereins befaßte ſich in ſeiner letzten Sitzung mit
den Maßnahmen, die im Jahre 1927 zu treffen ſind. Wegen der Be=
ſchaffung
von Privatquartieren einigte man ſich dahin, daß die Beſchaf=
fung
grundſätzlich den hieſigen Hoteliers und Gaſtwirten überlaſſen blei=
ben
ſoll. Für den Sommer iſt die Veranſtaltung einer Freilichttheater=
Veranſtaltung ins Auge gefaßt, ebenfalls iſt an die Veranſtaltung einer
ſogenannten Michelſtädter Woche gedacht. Des weiteren wurden die
Maßnahmen zum Empfange des Heſſen=Darmſtadt=Volksfeſtvereins New
York beſprochen.
* Erbach i. O., 25 März. Der Verkehrsverein Erbach i. O. wird
am Samstag, den 2. April, im Saale des Schützenhof einen Lieder=
und Tanzabend veranſtalten. Als Sängerinnen und Tänzerinnen ſind
Frl. Mia Monti und Frl. Hella Asburg (Schule Herion) von
Stuttgart gewonnen. Das Doppelquartett des Arbeitergeſangvereins
hat ſich zur Verfügung geſtellt. Die Muſik haben die Herren der Er=
bacher
Orcheſtervereinigung übernommen Wie uns die OKVA.
mitteilt, werden die Kursfahrten auf der Strecke Lindenfels infolge
Aufhebung der Straßenſperre wieder bis Lindenfels durchgeführt. Die
Beſucher der Frankfurter Meſſe werden darauf aufmerkſam gemacht,
daß am Sonntag, den 27. Mäz, ein OKVA.=Wagen in Wiebelsbach im
Anſchluß an die letzten Züge von Frankfurt und Darmſtadt bereitſteht.
Der Ortsgewerbeverein Erbach i. O. macht bckannt, daß die Anmeldun=
gen
zur Geſellenprüfung bis zum 31. März in der Fachſchule zu er=
folgen
haben.
b. Beerfelden, 24. März. Der hieſige Seeverein hatte für geſtern
abend in dem Saal zum Ochſen jedermann eingeladen zu einem Vortrag
über Die Notwendigkeit des Kolonialbeſitzes für
Deutſchland‟. Der Vorſitzende des Vereins, Herr Oberforſtmeiſter
Kammer, begrüßte die Anweſenden, wies auf die Bedeutung des Themas
hin und erteilte das Wort Herrn Gouvern.=Sekretär a. D. Ludwig Dietz=
Darmſtadt. In einem einleitenden Vortrag zeigte Redner, welche Be=
deutung
die Kolonien für unſere Wirtſchaft beſitzen, indem er die ein=
und ausgeführten Produkte nach Art und Menge nannte. Ein Vergleich
zwiſchen dem Befund von Oſtafrika zur Zeit als es unſere Kolonie wurde
und der Zeit bei Ausbruch des Weltkrieges weiſt am beſten jene Lüge zu=
rück
, die den Deutſchen die Fähigkeit abſprechen will, fremde Länder zu
koloniſieren. Ebenſo tut dies das Verhalten der dortigen Bevölkerung
während des Weltkriegs, dieſelbe ſtand treu zu uns und hielt tapfer aus,
bis die Uebermacht der Feinde unſere Kolonialverteidiger zum Uebertritt
auf portugieſiſches Gebiet zwang. Der zweite Teil des Vortrags brachte
Lichtbilder in großer Zahl und von lobenswerter Deutlichkeit. Zunächſt
ſah man die Produkte der einſtigen Kolonie Deutſch=Oſtafrika. Dann er=
läuterte
Redner an mehreren Kartenſtizzen die Lage des Landes, der
Städte und der Bahnlinien, das Vorkommen von Gold und anderer
Bodenſchätze ſowie der pflanzlichen Produkte des Landes, und dann be=
gleitete
man den Vortragenden im Geiſt durch das ganze Land: Städte,
in vieler Beziehung nach Bau und Einrichtung der Häuſer und Hotels
ganz nach europäiſcher, nach deutſcher Art; Pflanzungen in ihren An=
fängen
mit primitiver Wohngelegenheit, Pflanzungen, ausgebaut und er=
tragreich
mit Wohn= und Wirtſchaftsgebäuden; die Eingeborenen in Klei=
dung
, Sitte uſw., die Pflanzen= und Tierwelt. Der Vortrag und die
Vorführung und Erklärung der Lichtbilder ernteten reichen Beifall. Herr
Oberforſtmeiſter Kammer dankte dem Redner, betonte noch einmal die
Wichtigkeit und die Notwendigkeit der Kolonien für uns und lud ein zum
Beitritt in den See=Verein, deſſen Beſtreben auch dahin geht, die
Kolonien wieder zu erringen.
* Waldmichelbach, 24. März. Wäſchediebe. Eine große Ent=
täuſchung
erlebten dieſer Tage einige Familien im benachbarten Aſch=
bach
. Als ſie eines ſchönen Morgens nach ihrer Wäſche ſchauten, die ſie
zum Trocknen über Nacht im Freien hängen ließen, gewahrten ſie, daß
in der mondhellen Nacht die beſten Stücke, meiſt Bettwäſche, geſtohlen
waren. Wahrſcheinlich wollte der Dieb ſeine lückenhaft gewordene Aus=
ſtattung
auf billige Weiſe ergänzen. Man nimmt an, daß nur auswärtige
Täter in Frage kommen, von denen aber bis jetzt trotz eifriger Nach=
forſchung
jede Spur fehlt.
Hirſchhorn, 25. März. Waſſerſtand des Neckars am
24. März 1,21 Meter, am 25. März 1,22 Meter.
N Von der Bergſtraße, 24. März. Außer den Mandelbäumen haben
auch die Aprikoſen zu blühen angefangen. Sonniges Wetter voraus=
geſetzt
, wird längſtens binnen 8 bis 10 Tagen auch die Birnen= und
Pfirſichblüte vollentwickelt ſein. Die diesjährige Hochblüte der Obſtbäume
an der Bergſtraße iſt noch für Oſtern zu erwarten. Fabrikdirektor
Arno von Arndt von der Maſchinenfabrik Badenia A.=G. in Wein=
heim
, Mitglied des Direktoriums des Verbands Südweſtdeutſcher Indu=
ſtriellen
, Vorſitzender der Jägervereinigung Weinheim, iſt im 58. Lebens=
jahre
geſtorben.
a. Walldorf, 25. März. Erwerbsloſenziffer. Nachdem
eine Anzahl weiblicher Erwerbsloſer bei den Wald=Kulturarbeiten Be=
ſchäftigung
gefunden hat, und 35 männliche Erwerbsloſe bei der Anlage
der Waſſerleitung lohnenden Verdienſt haben, iſt die Zahl der Arbeits=
loſen
in der Vorwoche von 196 auf 133 geſunken.

Tann Sasta aan Patstann
Aatan 1612 Milliannn ManP
Billiges Baugeld zu nur 52l0 Zins
wurden von der Bauſparkaſſe der Gemeinſchaft der Freunde,
Luftkurort Wüſtenrot, in knapp zwei Jahren an 1022 Bauſparer
zum Bau von Eigenheimen und gemeinnützigen Bauten ver= S
geben. Wer nach einem Eigenheim ſtrebt, verlange alle Unterlagen.
Sofortige Darlehen werden nicht gegeben. Diesbezügliche Anfragen
zwecklos. Die Gemeinſchaft der Freunde iſt die erſte älteſte,
leiſtungsfähigſte und kapitelkräftigſte Bauſparkaſſe Deutſchlands.

Seite 7
Der Gießener Fememordprozeß.
Vierter Tag.
WSN. Gießen, 25. März. In der heute fortgeſetzten Zeugen=
vernehmung
erklärt der Bruder des Angetlagten von Salomon, Horſt
von Salomon, daß ſein Bruder ihm nur von einer Keilerei in Bad=
Nauheim geſprochen habe, ohne nähere Einzelbeiten. Seine Mutter habe
mit großer Entrüſtung erzählt, daß Staatsanwalt Weidemann ſie er=
ſucht
habe, auf ihren Sohn einzuwirken dahin, daß er gegen Heinz aus=
ſage
, denn nur dadurch könne er ſeine Lage erleichtern. Staatsanwaltz
Weidemann bemerkt, daß von einer Beeinfluſſung keine Rede ſein könne.
Er habe nur geſagt, daß Salomon durch bereitwillige Auskunft, auch
gegen Heinz, ſeine Lage erleichtern könne. Die Verteidiger Schlinck
und Lütjebrunn rügen, daß der Staatsanwalt nicht nur mit dem An=
geklagten
Schwing, ſondern auch mit deſſen Frau und Frau Salomon
nach Eröffnung des Hauptverfahrens geſprochen habe. Lüitjebrunn be=
antragt
die Ladung des Gießener Gefängnisinſpektors, als Zeuge da=
für
. Die Mutter Salomons habe ſich bei dieſem entrüſtet über das Vor=
gehen
des Staatsanwalts ausgeſprochen. Der Zeuge Gerte=Wetzlar
äußert ſich in ungünſtigem Sinne über Schmidt=Halbſchuh.
Als nächſter Zeuge wird Landgerichtsrat Graſchke, Unterſuchungs=
richter
in Berlin, vernommen, der ſich über die Ausſagen Schmidt=
Halbſchuhs in den Landsberger und Berliner Femeprozeſſen äußert.
Die von Schmidt vorgebrachten Tatſachen hätten ſich im großen und
ganzen als richtig herausgeſtellt.
Strafanſtaltsdirektor Tröntſch=Striegau bezeichnet von Salomon auf
Grund ſehr eingehender Beobachtungen als einen gutmütigen, tief der=
anlagten
und außerordentlich wahrheitsliebenden Menſchen. Auf Grund
eines einſtimmigen Beſchluſſes der Strafanſtaltsoberbeamten und der
Geiſtlichen konnte ein Gnadengeſuch von Salomon befürwortet werden.
Das Geſuch war aber wohl zu früh geſtellt und wurde infolgedeſſen ab=
gelehnt
. (Der Angeklagte von Salomon bricht bei dieſer Ausſage in
Tränen aus.)
Zeuge Wurſter, vom Vorſitzenden ſtreng zur Wahrheit ermahut,
macht Ausſagen über den Belaſtungszeugen Schmidt. Dieſer habe
Kokain genommen, weil er ohne das nicht mehr leben könne‟. Seit
1923 habe Schmidt ſeinen Lebensunterhalt durch Handtaſchenraub be=
ſtritten
. Für die Schwarze Neichswehr geſammelte Gelder habe
Schmidt für ſich ſelbſt verbraucht. Auch das ſittliche Leben Schmidts ſei
ſehr ſchlecht geweſen.
Der Vorſitzende teilt mit, daß auf Antrag der Verteidigung noch als
Zeugen geladen werden: Parteigeſchäftsführer Weißer, Gießen, Ober=
leutnant
Schröder und Kapitänleutnant a. D. Kauter, Offenbach. Der
Staatsanwalt gibt hierauf eine Erklärung ab, daß die Beſprechungen
mit den Angeklagten, Zeugen uſw. natürlich geſetzlich geſtattet ſeien und
nur von dem Beſtreben eingegeben waren, die Angeklagten menſchlich
näher kennen zu lernen.
Hierauf wird unter allgemeiner Spannung Kapitänleutnant a. D.
Tilleſſen, zurzeit Kaufmann in Koblenz, als Zeuge vernommen. Er gibt
Auskunft über den Aufbau des Vereins national geſinnter Soldaten und
ſeine Tätigkeit als Führer. Auf ſeinen Eid nehme er, daß niemals in
der Brigade oder im Neudeutſchen Bund ein Femefall vorgekommen ſei,
ſeine Stellung ſei ſo geweſen, daß er das hätte erfahren müſſen. Ab
und zu ſei wohl einer verdroſchen worden, aber eine Femetat ſei das
nie geweſen. Von Feme könne vielleicht nur ſoweit geſprochen werden,
das den Aufgenommenen geſagt wurde: Verräter verfallen der Feme‟,
Das ſei aber nur zur Abſchreckung geſchehen und niemals in eine Tat
übergegangen. Jeder hätte ſich darunter denken können, was er wollte.
Eine nationale Armee habe nur in der Phantaſie des Heinz beſtanden.
Von der Nauheimer Tat ſei ihm nach ſeiner Rückkehr von einer Reiſe
zum erſten Male von Salomon und Schwing erzählt worden. Später
habe er mit Wagner darüber geſprochen, der für die Körperverletzung
eine Entſchädigung haben wollte, dieſe aber nicht erhielt. Für eine
Schlägerei ſei ihm die Sache doch zu ernſt erſthienen. Zeuge Tilleſſem
äußert ſich hierauf über die Angeklagten. Heinz ſei ſehr geiſtreich, beſitze
aber auch viele Phantaſie. Salomon ſei ihm von Frankfurt her bekannt.
Er habe ihn gern gemocht. Schwing ſei ein guter Menſch, aber ſehr
ſchwätzeriſch veranlagt und wolle immer gern etwas ſcheinen. Bei der
Organiſation Eſcherich habe Wagner Erpreſſungen verſucht. Kern habe
dem Zeugen daraufhin einmal geſagt, dem Wagner, der mit Verrat ge=
droht
habe, müſſe das Handwerk gelegt werden. Es ſei dann in Aus=
ſicht
genommen, Wagner eine Stellung zu verſchaffen. Heinz ſei der
Leiter vom Verein national geſinnter Soldaten in Frankfurt geweſen.
Der Zeuge habe den Gau geleitet. Die Organiſation C habe nach ſeiner
Meinung auf dem Papier beſtanden. Kern ſei eine ſtark ſuggeſtive Per=
ſönlichkeit
geweſen und dadurch habe er wohl auch einen ſtarken Einfluß
auf Salomon ausgeübt. Die Abſicht, den Wagner zu ermorden,
halte er bei den Angeklagten für nicht gegeben.
Bei der Eröffnung der Nachmittagsverhandlung wurde eine Reihe
weiterer Zeugenladungen beantragt, darunter auch eine Ladung des
Generals Ludendorff und des Prinzen Eitel=Friedrich für den Fall, daß
das Gericht noch einen Zweifel über die Glaubwürdigkeit von Schmidt
habe. Dann wurde in der Zeugenvernehmung fortgefahren. Zunächſt
kamen der Beſitzer des Malepartus in Bad=Nauheim und drei ehemalige
Angeſtellte von ihm zur Vernehmung. Dieſe Zeugen ſagten aus, daß
einer von den drei Herren (Salomon, Kern und Wagner) an dem frag=
lichen
Abend einen Revolver in der Manteltaſche gehabt habe. Weiteres
iſt ihnen nicht bekannt. Der nächſte Zeuge, Kapitänleutnant Wolfgang
Dietrich, verbreitet ſich über den Charakter von Kern, den er über=
einſtimmend
mit Ausſagen anderer Zeugen als energiſche und ſuggeſtive
Perſönlichkeit ſchildert. Der Zeuge Brand aus Kiel war mit Kern gut
befreundet und hat von der Nauheimer Sache durch ihn erfahren. Kern
hat ihm erzählt, er habe die Abſicht gehabt, Wagner zu verprügeln,
aber die Prügelei ſei ausgeartet, weil er zu viel Alkohol genoſſen hatte.
Der früher ſchon vernommene Zeuge Syndikus Dr. Klotz=Frankfurt a. M.
kritiſiert noch einmal das Zuſtandekommen ſeines Protokolls vor dem
Unterſuchungsrichter Keller, dem er vorwirft, er habe ihn beeinfluſſen
wollen, gegen die Angeklagten auszuſagen. Auf Vorhalt des Vorſitzen=
den
erklärt aber der Zeuge, daß er einen Vorwurf gegen den Unter=
ſuchungsrichter
wegen fahrläſſigen Zuſtandekommens ſeies Protokolls
damit nicht erheben wolle, daß im Gegenteil jeder Satz des Protokolls
eingehend beſprochen wurde. Trotzdem hält er dieſes Protokoll nicht
mehr aufrecht und bleibt bei ſeinen vorgeſtern gemachten Ausſagen. Die
Vernehmung einer Reihe weiterer Zeugen, darunter auch der Verlobten
des Angeklagten Salomon bringt keine neuen Momente in die Ver=
handlung
.
Referendar Zimmer=Gießen, ein Zeuge des Staatsanwalts dafür,
daß Heinz ſich unter dem Namen Graf della Roſſé in Gießen aufgehalten
hat, um ſich der Verfolgung zu entziehen, ſagt aus, Heinz ſei unter ſei=
nem
richtigen Namen hier aufgetreten. Von Bekannten ſei er allerdings
manchmal Graf della Roſſé genannt worden. Auf die Vernehmung
einer Reihe weiterer Zeugen wird ſeitens der Staatsanwaltſchaft ver=
zichtet
. Die Verhandlung wurde auf Samstag vertagt. Die Plä=
doyers
beginnen vorausſichtlich am Montag.
* Bad Nauheim, 25. März. (Bürgermeiſterwahl.)
In der heutigen Stadtverordneten=Verſammlung wurde zum
Bürgermeiſter unſerer Stadt Regierungsrat Dr. Ahl vom
Miniſterium des Innern in Darmſtadt mit 14 Stimmen gewählt.
Beigeordneter Kling erhielt 8 Stimmen, der kommuniſtiſche Abg.
Galm (Offenbach) eine Stimme.
* Stockheim, 24. März. Mit dem Auto ins Waſſer ge=
ſtürzt
iſt ein Chauffeur aus Bad Homburg. Er konnte mit ſeinem
Perſonenwagen die vor der etwa zweieinhalb Meter breiten Brücke lie=
genden
ſcharfen Kurven nicht nehmen und fuhr die etwa drei Meter
hohe ſteile Uferböſchung hinunter in die Nidda. Glücklicherweiſe kam
der Führer mit einer Rippenquetſchung davon. Das Auto wurde zer=
trümmert
aus dem Waſſer herausgezogen. Die Urſache des Unfalles
dürfte auf die ſcharfe Kurve und auf die ſchmale Brücke zurückzu=
fücren
ſein.

wenn Sie Kornffänck nichfd zuberelfen. Nur gehäuffen Eßloffel
keinesfalls mnehr- auf lLiter Wasser Nicht kochen, nüruben
brühen, also wie beim Bohnenkaffee. Dann erhalfen Sie gus
15 Gramm
für 1½Pfennig,t Liter
Aortſtuttätt
wohlschmeckendes kräftiges und gesundes Kaffeegefränk.

II St 3109)

[ ][  ][ ]

Seite 8

Gamstag, den 26. März 1927

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt.
Geſtorben: Am 9. 3.: Drieß, Valentin, Armenaufſeher i. R., Stift=
ſtraße
91, 82 Jahre alt. Numrich, Eliſabeth Auguſta, geb. Schmitt,
Ehefrau des Kaufmanns Paul Adam Numrich, 36 Jahre, Mühlſtr. 76.
Ohl, Karl, Schüler, Kind des Streckenwärters Hch. Ohl, 8 Jahre, Stift=
ſtraße
79, geſtorben Grafenſtr. 9. Am 10. 3.: Lorenz, Annelieſe Maria,
6 Monate alt, Ruthsſtraße 8. Grünewald, Margarete, geb. Schröder,
77 Jahre, Witwe des Förſters Heinrich Grünewald, Liebigſtraße 44,
geſtorben im Alicehoſpital. Mütz, Johannes, Weichenwärter aus Bicken=
bach
a. d. B., 49 Jahre, geſtorben Grafenſtraße 9. Am 11. 3.: Ebner,
Hilde Dina, 5 Mon., Kleine Bachgaſſe 5. Am 10. 3.: Kirchbach, Max,
Muſiklehrer, in Bensheim, 54 Jahre, hier Hermannſtraße 6. Dintel=
mann
, Lina Sophie, geb. Hillgartner, 38 J., Ehefrau des Laboranten,
Barkhausſtraße 25. Wolf, Gertrud, 1 Tag, Heinheimerſtraße 21. Am
11. 3.: von der Schmitt, Ludwig Georg Jakob, 11 Jahre, Wendelſtadt=
ſtraße
45. Am 10. 3.: Müller, Georg Jakob, Landwirt, 59 Jahre,
Kranichſteinerſtraße 68½. Am 12. 3.: Friſeur Emil Lambert Beeck,
Waldſtraße 26. Kugler, Emilie, geb. Cameſaſca, 84 J., Witwe des
Fabrikanten, Heinrichſtraße 148. Am 14. 3.: Creter, Theodor, Ballon=
platz
10. Kalkhof, Katharina, geb. Walter, 67 J., Ehefrau des Kanzlei=
rats
, Heidelbergerſtraße 45. Rieſinger, Adam Johann, Schuhmacher,
76 J., Riegerplatz 8. Storck, Ottilie, geb. Schmidt, aus Wixhauſen,
60 J., Witwe des Bahnarbeiters, Erbas erſtraße 25. Am 15. 3.: Kumpf,
Lina Margarete, Schneiderin, 17 J., Ludwigshöhſtraße 48. Am 14. 3.:
Krell, Eliſabeth, geb. Schanz, 61 J., Witwe des Bäckermeiſters, aus
Niedernhauſen, hier Grafenſtr. 20. Am 15. 3.: Schneider, Friederike
Barbara Eliſab., 54 J., geb. Heße, Ehefrau des Juſtizinſp., Pankratius=
ſtraße
22. Rühl, Karl Ludwig Martin, Eiſenbahnaſſiſtent i. R. 68 J.,
Sandſtraße 26. Am 16. 3.: Müller, Johann Margarete, 2 Monate,
Exerzierplatz, Baracke 12. Am 17. 3.: Thon, Oskar Martin, In=
genieur
i. R., 56 Jahre, Eckhardtſtraße 23; Goldbach, Joſeph, Oberamts=
gehilfe
i. R., 69 Jahre, Gutenbergſtraße 2. Am 18. 3.: Spieß,
Ludwig Rudolf, 4 Monate, Barkhausſtraße 63; Schwinn, Anaa, geb.
Weiß, 60 Jahre, Ernſthofen, hier, Grafenſtraße 9; Dreves, Reinhard,
Pfarrer, 48 Jahre, Bismarckſtraße 55; Becker, Irmgard, 2 Monate,
Feldbergſtraße 32; Scharmann, Friedrich Wilhelm, Regierungsrat,
56 Jahre, Wilhelmſtraße 20. Am 20. 3.: Klein, Marie Katharine,
1 Jahr, Sackgaſſe 5. Am 19. 3.: Gutenberg, Hermann, Kaufmann,
69 Jahre, Mühlſtraße 6; Müller, Eliſabeth, 2 Monate, Heinrichſtr. 21.
Am 20. 3.: Monnard, Walter Philipp, 2 Monate, Frankfurter=
ſtraße
125. Am 19. 3.: Habermehl, Eliſabeth, 1 Jahr, Große
Kaplaneigaſſe 27. Am 21. 3.: Kühnly, Anna Maria, geb. Reuter,
62 Jahre, Rodenſteinweg 26. Am 19. 3. Kriſt, Henriette, geb. Ben=
der
, 39 Jahre, Marienplatz 1. Am 21. 3.: Schmitt, Anna Eliſa=
beth
, geb. Schäfer, aus Crumſtadt, 28 Jahre; Kienz, Johann, Philipp,
Schuhmachermeiſter, Mühlſtraße 10. Am 19. 3.: Steiger, Heinrich,
Fabrikarbeiter, aus Ober=Ramſtadt, 56 Jahre, Grafenſtraße 9. Am
20. 3.: Kraft, Jckob Philipp, Arbeiter, aus Stockſtadt a. Rh., Grafen=
ſtraße
9. Am 21. 3.: Stumpp, Maria, geb. Wukherlin, 72 Jahre,
Kaupſtraße 26. Am 22. 3.: Allmanritter, Adam, Oberpoſtſekretär
i. R., 64 Jahre, Wenckſtraße 56. Am 21. 3.: Schimpf, Anna Katha=
rina
, geb Schmelzer, 21 Jahre, hier, Lagerhausſtraße 24; Treutel,
Katharina, 43 Jahre, Riedeſelſtraße 70. Am 22. 3.: Heberer, Hein=
rich
, Gaſtwirt und Bürgermeiſter, 65 Jahre, in Meſſel, hier, Grafen=
ſtraße
17. Am 23. 3.: Daab, Margarethe, geb. Lutz, 26 Jahre, in
Lengfeld, hier, Lagerhausſtraße 24. Am 22. 3.: Sieß, Simon,
Glaſer, 73 Jahre, Sandbergſtraße 12.

Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Lätare (N7. März 1927).
Pafſionsgottesdienſt der Evang. Jugendgemeinſchaft Darmſtadts in
der Befſunger Kirche Sonntag, 27. März, nachm. 5 Uhr. Pfarraſſiſtent
Lic. zur Nieden.
Stadtkirche. Samstag, 26. März, abends 6 Uhr: Vorbereitungs=
gottesdienſt
der Lukasgemeinde. Pfarrer Kleberger. Abends 8½ Uhr:
Andacht. Sonntag, N. März, vormittags 9½ Uhr: Hauptgottesdienſt
mit Konfirmation und Feier des heiligen Abendmahls für die Lukasge=
meinde
. Pfarrer Kleberger. (Kollekte für die Lukasgemeinde.) Nachm.
3 Uhr: Vorſtellung und Prüfung der Konfirmanden der Markursge=
meinde
. Pfarrer Vogel.,
Die Stadtkirche iſt wochentags von 96 Uhr zu ſtiller Andacht
geöffnet. Eingang Nordtüre.
Stadtkapelle. Vormittags 8½ Uhr: Morgenandacht. Pfarrer
Wagner. Vormittags 10 Uhr: Vorſtellung und Prüfung der Kon=
firmanden
der Kaplaneigemeinde. Pfarrer Heß. Vorm. 11½ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel. Mittwoch. 30. März, abends
6 Uhr: 5. Paſſionsandacht: Vor Herodes und Pilatus. Pfarrer
Wagner.
Schloßkirche. Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher Gottesdienſte:
Vorm. 9½ Uhr: Beichte und Anmeldung in der Sakriſtei. Vorm.
10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier des heiligen Abendmahls. Pfarrer
Lautenſchläger. Nachmittags 3 Uhr: Vorſtellung und Prüfung der
Konfirmanden der Schloßgemeinde. Pfarrer Zimmermann. Donners=
tag
, 31. März, abends 8 Uhr: Vereinigung zur Abhaltung lutheriſcher
Gottesdienſte: 5. Paſſionsandacht. Pfarver Lautenſchläger.
Gemeindehans (Kiesſtraße 17). Sonntag, 27. März, abends 8 Uhr:
Jugendvereinigung der Stadtgemeinde. Montag, B. März, abends
8 Uhr: Jugendbund der Lukasgemeinde. Jugendbund der Markus=
gemeinde
. Dienstag, 29. März, abends 8 Uhr: Kirchenchor der Stadt=

kirche. Mittwoch, 30. März, abends 8 Uhr: Kirchenchor der Stadtkapelle
und Schloßkirche. Jugendbund der Markusgemeinde. Mädchen=
vereinigung
der Reformationsgemeinde. Donnerstag, 31. März,
abends 8 Uhr: Jugendbund der Lukasgemeinde: Singkreis. Freitag,
1. April, abends 8 Uhr: Mütterabend der Stadtgemeinde. Jugendbund
der Kaplaneigemeinde.
Amtshandlungen an Auswärtigen: Bis 31. März: Pfarrer Lauten=
ſchläger
; vom 1. April ab: Pfarrer D. Waitz.
Krankenpflege durch Diakonen: 1. Hauptſtation: Forſtmeiſterſtr. 9,
Fernſprecher 2883; 2. Nebenſtation: Mauerſiraße 5 (in der Kleinkinder=
ſchule
der Martinsgemeinde),
Ev. Wohlfahrtsdienſt: Gemeindehaus, Kiesſtraße 17. Sprechſtunden
vormittags von 812 Uhr. Fernſprecher B379.
Otto=Berndt=Halle (Alexanderſtr. 22). Sonntag, abends 8 Uhr: Fa=
milienabend
der Schloßgemeinde.
Martinskirche. Samstag, 26. März, abends 6 Uhr: Beichte. Pfarrer
Beringer. Sonntag, 27. März, vorm. 9 Uhr: Konfirmation der Kon=
firmanden
des Oſtbezirks mit Feier des heil. Abendmahls. Pfarrer
Beringer. (Kollekte für kirchliche Zwecke.) Nachm. 3½ Uhr: Vor=
ſtellung
und Prüfung der Konfirmanden des Weſt=(Aſſiſtenten=Wezirks.
Pfarraſſiſtent Lein. Abends 8 Uhr: Paſſionsjugendfeier. Pfarraſſiſtent
Saal. Mittwoch, 30. März, abends 8 Uhr in der Kirche: 5. Paſſions=
andacht
. Pfarraſſiſtent Saal.
Martinsgemeinde (Verſammlungen). Montag, 28. März, abends 6
Uhr (Mauerſtraße 5) Jungſchar. Abends 8 Uhr im Gemeindehaus:
Mädchenvereinigung Weſt. Abends 8 Uhr im Martinsſtift: Mütterabend
Oſt. Dienstag, 29. März, abends 8 Uhr im Gemeindehaus: Jugend=
vereinigung
. Abends 8 Uhr im Martinsſtift: Kirchenchor. Donners=
tag
, 31. März abends 8 Uhr im Gemeindehaus: Mädchenvereinigung
Weſt. Abends 8 Uhr im Martinsſtift: Mädchenvereinigung Oſt.
Johanneskirche. Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Marx. Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Mittwoch, 30. März,
abend 8 Uhr in der Kirche: 5. Paſſionsandacht.
Die Johanneskirche iſt wochentags von 7½5 Uhr zu ſtiller Andacht
geöffnet.
Paul=Gerhardt=Haus (Gemeindehaus der Waldkolonie). Vorm. 10
Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Goethe. Vorm. 11½ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Mittwoch, 30. März, abends 8 Uhr: 4. Paſſionsandacht.
Befſunger Kirche (Petrusgemeinde). Vorm. 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrvikar Schäfer. Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarr=
vikar
Schäfer. Nachm. 5 Uhr: Jugendgottesdienſt der Ev. Jugend=
gemeinſchaft
. Pfarraſſiſtent Lic. zur Nieden. Abends 8½ Uhr: Ver=
einsabend
der Jugendvereinigung. Montag, abends 8¼ Uhr:
Vereinsabend der Mädchenvereinigung. Dienstag, abends
8½ Uhr: Kirchenchor. Mittwoch, abends 8 Uhr in der Kirche: 6.
Paſſionsandacht. Pfarraſſiſtent Lic. zur Nieden. Donnerstag, abends
8 Uhr: Mütterabend.
Pauluskirche. Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Rückert.
Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert. Nachm. 3
Uhr: Prüfung und Vorſtellung der Konfirmanden des Aſſiſtentenbezirks.
Pfarraſſiſtent Dr. Wendel. Abends 8 Uhr: Vereinsabend der Jugend=
vereinigung
. Montag, abends 8 Uhr: Vereinsabend des Jugend=
bundes
. Dienstag, abends 8½ Uhr: Kirchenchor. Mittwoch, abends
8 Uhr in der Kirche: 5. Paſſionsandacht. Pfarrer Rückert. Donners=
tag
, abends 8 Uhr: Mütterabend. Samstag, abends 8 Uhr:
Turnen.
Stiftskirche. Samstag, 26. März, abends 8 Uhr: Paſſionsbetſtunde
Sonntag, 27. März, vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Waldeck. Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Ev. Sonntags=
verein
. Nachm. 47 Uhr: Vereinsſtunden. Donnerstag, 31. März,
abends 8 Uhr: 5. Paſſionsandacht.
Stadtmifſion (Mühlſtr. 24). Sonntag, vorm. 9 Uhr: Gebetsſtunde.
11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachm. 3½ Uhr: Bibelſtunde.
Prediger Semmel. Montag, nachmr. 4 Uhr: Frauenarbeitsſtunde.
Dienstag, nachm. 4 Uhr: Frauenbibelſtunde. Abends 8½ Uhr: Krie=
gerdankbund
. Mittwoch, nachm. 4 Uhr: Kinderbund für Knaben und
Mädchen. Donnerstag, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde, Prediger
Semmel. Freitag, abends 8½ Uhr: Blaukreuzbibelſtunde und Bibel=
ſtunde
in der Stadtmädchenſchule Beſſungen. Samstag, abends 8 Uhr:
Poſaunenchor. Am 5. April findet von 106 Uhr ein Miſſionsverkauf
ſtatt.
Jugendbund für C. C. (Mühlſtr. 24). Sonntag, nachm. 2½ Uhr:
Bibelbeſprechſtunde für junge Männer; nachm. 4¾ Uhr: Bibelbeſprech=
ſtunde
für Mädchen. Montag, abends 8 Uhr: Turnen in der Turn=
halle
Soderſtraße. Dienstag, abends 8½ Uhr: Gebetsſtunde für
Mädchen. Mittwoch, abends 8½ Uhr: Freundeskreis für junge
Männer. Donnerstag, abends 8 Uhr: Gebetsſtunge für junge Männer.
Freitag, abends 8½ Uhr: Mädchenkreis.
Chriſtlicher Verein junger Männer e. V. (Alexanderſtr. 22, In=
fanteriekaſerne
, Hof links.) Sonntag, nachm. 4 Uhr: Jung=C=Nachmittag
mit Kaffee u. Kuchen. Abends 8 Uhr: Gemütlicher Abend bei Kunſtmaler
Walter, Gardiſtenſtraße 17. Montag, abends 8 Uhr: Turnen und
Körperſchule in der Gymnaſiumsturnhalle in der Soderſtraße. Mitt=
woch
, nachn. 4 Uhr: Turnen und Sport der Jungſchar in der Turm=
halle
der Ludwigs=Oberrealſchule. Abends 8 Uhr: Bibelbeſprechſtunde
des Jungmännerkreiſes. Dr. Avemarie. Donnerstag, abends 8 Uhr:
Singeabend. Freitag, abends 8 Uhr: Beſprechung von Lebensfragen
moderner Jugend. G. A. Gedat. Samstag, nachm. 4 Uhr: Jung=
ſcharſtunde
: Der Seeräuber, eine ſpannende Geſchichte.
Chriſtlicher Jugendverein, jetzt Alexandraweg 8 (Künſtlerkolonie).
Sonntag, 28. März, vormittags 8 Uhr: Tageswanderung nach Dreieichen=
hain
. (Näheres ſchwarzes Brett.) Montag, 28. März, abeds 8 Uhr:
Turnen (Turnhalle Soderſtraße); Mütterabend. Dienstag, 29. März,

Nummer 85
abends 8 Uhr: Gabetsſtunde. Mittwoch, 30. März, abends 8 mr.
Familienbibelſtunde. Donnerstag, 31. März, abends 6 Uhr: Jungſchar=
abends
8 Uhr: Jugendbibelſtunde. Freitag, 1. April, abends 8 Uhr=
Unterhaltungs= und Poſaunenſtunde. Samstag, 2. April, vachm
3 Uhr: Jungſcharſtunden; abends 8 Uhr: Poſaunenchor.

Die Chriſtengemeinſchaft. Sonntag, N7. März, vorm. 10½ Uhr=
Menſchen=Weihe=Handlung mit Predigt. Freitag, 1. April, abends
81 Uhr: Offentl. Vortrag: Die Liebe zur Erde und des Chriſtus Tat
Martha Heimeran=FrFankfurt a. M., Pfarrer in der Chriſtengemeinſchaft
Vorſtehende Veranſtaltungen ſind in der Städt. Akademie für Tonkunſt.
Eliſabethenſtr.
Montags, 8½ Uhr, finden Einführungsabende ſtatt. (Thema: Die
Menſchen=Weihe=Handlung und die Paſſion Chriſti, Joh. Thielemann
Pfarrer in der Chriſtengemeinſchaft). Näheres über dieſe Abende bei
den Vorträgen.
Sonſtige Gemeinſchaften.
Evangeliſche Gemeinſchaft, Eliſabethenſtraße 44. Sonntag vorm.
10 Uhr: Predigt. 11 Uhr: Sonntagsſchule. Abends 8 Uhr: Predimt.
Montag, 8½ Uhr: Jugendverein. Dienstag: Singſtunde. Donners=
tag
, 8½ Uhr: Bibelſtunde. Freitag, 8½ Uhr: Frauenmiſſionsverein.
Jedermann herzlich willkommen.
Prediger Sauer.
Chriſtliche Gemeinde, Darmſtadt (Mollerſtraße 40). Sonntag, den
27. März, vorm. ½10 Uhr: Andacht; nachm.. ½4 Uhr: Jugendbud;
abends 8½ Uhr: Evangeliſation. Freitag, abends 8½ Uhr: Bibel=
ſtunde
. Jedermann herzlich willkommen.
Methodiſtengemeinde, Alexandraweg 8. Sonntag, den B. Hürm
3½ Uhr Gottesdienſt. Jedermann kerzlich willkommen.
Kirche Jeſu Chrifti d. Heiligen d. letzten Tage. Sonntag, den
27. März, vormittags 10½ Uhr, Sonntagsſchule, abends ½8 Uhr.
Predigtverſammlung. Montag, den 28. März, abends 8 Uhr, Frauen=
verein
und Brüderſchule. Mittwoch, den 3. März, abends 8 Uhr, Fort=
bildungsverein
. Jedermann herzlich willkommen.
Die Heilsarmee, Schulzengaſſe 3. Sonntag, den N. März, vor=
mittags
10 Uhr, Heiligungsverſammlung, vormittags 11½ Kindergottes=
dienſt
, nachmittags 7 Uhr Freigottesdienſt (Paradeplatz), abends 8½
Uhr, Heilsverſammlung. Beſondere Gottesdienſte: Jahresfeſt,
Mittwoch, den 30. März, abends 8½ Uhr, geleitet von Stabskapitänin
Jetter und Frau aus Heidelberg. Es ladet freundlich ein Kapitäni
Schönthaler.
Gemeinde glänbia getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauerſtraße 17.
Sonntag, den N7. März, vormittags 10 Uhr: Prediger Conrad; vor=
mittags
11 Uhr: Sonntagsſchule; nachmittags 5 Uhr: Gottesdienſt mit
Abendmahlsfeier. In Nieder=Ramſtadt bei Raſt, Alte Darmſtädten=
ſtraße
30, abends 8½ Uhr, chriſtliche Verſammlung. Jedermonn iſt
herzlich eingeladen.
Auswärtige Kirchen.
Evang. Kirche zu Eberſtadt. Sonntag, 27. März, vorm. 10 Uhr:
Gottesdienſt. Pfarrer Paul. 11½ Uhr: Kindergoitesdienſt. 5½
Uhr Miſſionsgotesdienſt. Miſſionar Richter von der Brüdergemeinde,
Kollekte für die Miſſion. Montag, 8 Uhr: Kaffee=Abend des Frauen=
vereins
. Dienstag, 8 Uhr: Kirchengeſangverein. Mittwoch, 8 Uhr;
Mädchenvereinigung. Donnerstag, 8 Uhr: Wartburgverein.
In der Provinzial Pflege=Anſtalt. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Wolf.
Evangeliſche Gemeinde Traiſa. Sonntag, den 27. März, vormittags
10 Uhr Hauptgottesdienſt, vorm. 11 Uhr Kindergottesdienſt der Großen,
nachm. 12½ Uhr Kindergottesdienſt der Kleinen, abends 8 Uhr Paſ=
ſionsandacht
. Montag:; E. J. G. Mädchenabend. Mittwoch: E. J. G.
Jungenabend.
Evangeliſche Gemeinde Roßdorf. Sonntag (Lätare), N. März, vorm.
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Vorm. 11 Uhr: Chriſtenlehre. Entlaſſung
des älteſten Jahrgangs. Abends 8 Uhr: Paſſionsgottesdienſt.
Dienstag: Kirchengeſangberein. Mittwoch: Frauenvereim. Freitag:
Ev. Arb. u. Handw. Verein: Vortrag des Arb.=Sekr. Lauter: Bis=
marcks
ſoziales Werk
Evangeliſche Gemeinde Nieder=Ramſtadt. Sonntag (Lätare), den
27. März, vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Abends 8 Uhr: Paſſions=
andacht
. Montag: Jugendvereinigung. Dienstag: Kirchenchor.
Mittwoch: Jungmädchenverein. Donnerstag: Frauenverein.
Katholiſcher Gottesdienſt.
St. Liebfrauen (Klappacherſtraße). Vor Sonn= und Feiertagen:
Nachmittags von 57 Uhr und abends von 8 Uhr an Beichtgelegenyeit.
An Sonn= und Feiertagen: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur
heiligen Beichte. 7 Uhr: Frühmeſſe. Vor und in der heiligen Meſſa
Austeilung der hl. Kommunion. Generalkommunion der Frauenven=
einigung
und der Frauen. 9½ Uhr: Hochamt und Prodigt. Vorher
Austeilung der hl. Kommunion. Nachm. 2 Uhr: Chriſtenlehre. 2½
Uhr: Andacht. 3 Uhr: Verſammlung der Frauenvereinigung. Werk=
tagsmeſſe
1½ Stunde vor Schulbeginn. Mittwoc), 6 Uhr: Faſtenandacht.
Donnerstag, 5 Uhr: Eliſabethenverein. 6 Uhr: Beſchtgelegenheit.
Freitag, 6½ Uhr: hl. Meſſe mit Herz=Jeſu=Andacht.
Martinskapelle (Herdweg). An allen Sonn= und Feiertagen 8 Uhr:
heilige Meſſe mit Predigt. Vorher Beichtgelegenheit. Vor und in
der heiligen Meſſe Austeilung der heiligen Kommunion.
Während der Schulzeit Dienstags und Freitags 1½ Stunde vor
Schulbeginn heilige Meſſe mit Austeilung der heiligen Kommunion in
der heiligen Meſſe. Vorher Beichtgelegenheit.

Familiennachrichten

Ihre am Sonntag, den 27. März, nachmittags
2½ Uhr in der Martinskirche stattfindende
Trauung beehren sich anzuzeigen
Philipp Engel und Frau
Meta, geb. Lorenz

Wishausen
OIttillenmühle

(8145)

Darmstadt
Gardistenstr. 13

Oipl=Ing. Aug. Arnold
Iiſe Marie Arnold
geb. Schleef
Vermählte (si6s
Darmſtadt, den 26. März 1927.

Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen:
Karl Sütterlin
(28082
Käthe Sütterlin, geb. Belloff
Frankfurt a. M.-Süd
Darmstadt
Blumenthalstr. 45
Luisa-Drogerie

Kirchliche Trauung: Samstag, den 26. März 1927,
nachmittags 3 Uhr, in der Johanneskirche.

Statt Karten.
Eitelfriedrich Freiherr u. Stengel
Liesel Freifrau u. Stengel
geb. Aron
VERMAHLTE
Berlin-Wilmersdorf
Darmstadt
Mathlldenstr. 44, I.
19. März 1927.
8110)

Schreibmaschinen
Underwood, Urania,
Stoewer
Heinrich Lautz

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme bei dem Heimgang unſeres
lieben Entſchlafenen
Philipp Kraft
ſagen wir innigſten Dank. Beſonders
Adanken wir der hieſigen Kranken=
ſchweſter
Eliſabeth und den Schweſtern
und Wärtern des ſtädt. Krankenhauſes
in Darmſtadt für ihre aufopfernde
Pflege und Hilfe, Herrn Pfarrer
Schlamp für ſeine tröſtende Grabrede,
* der Firma Nold & Co., der Arbeiter=
ſchaft
derſelben, dem Geſangverein
Sängerbund, ſeinen Schulkameraden
und Freunden, für ehrende Nachrufe
und Geſang, ſowie Niederlegen von
Kränzen.
Wir bitten, dem ſo früh Heimge=
gangenen
ein treues Andenken be=
(5174
wahren zu wollen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Stockſtadt u. Erfelden, den 23. März 1927.
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inann
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Anna Eliſe Geiß, geb.
Engel, etwas zuleihen
oder zu borgen, da
ich für nichts auf=
(*8168
komme
Friedrich Geiß
Neue Niederſtraße15.

Sih Taann

Suche für m. Be=
kannte
(Qandwirtst.)
ev., 29 X. alt. pa ſ.
Lebensgſefährten zw.
Heirat. Witwer
nicht aulsgeſchl. Die

elbe iiſt tüchtig im
Hausheflt und perfelt
im chrſieidern. Außer
Mööel= und Wäſche=

[ ][  ][ ]

ſeummer 85

Samstag, den 26. März 1927

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[ ][  ][ ]

Seite 10

Samstag, den 26. März 1927

Nummer 85

Sport, Spiel und Turnen.

Turnen.

33. Mittelrheiniſches Kreisturnfeft Darmſtadt 1927.

Unſere Leſer ſind darüber unterrichtet, daß das 33. Mittelrheiniſche
Kreisturufeſt, welches in der Zeit vom 23. Juli bis in die erſte Auguſt=
woche
hinein in Darmſtadt abrollt, eines der glanzvollſten in der Ge=
ſchichte
des Mittelrheinkreiſes zu werden verſpricht.
Sämtliche Behörden, ſtaatlichen oder kommunalen Charakters, haben
bereits ihr großes Intereſſe bekundet. Handel und Gewerbe ſind als
direkte Nutznießer des Feſtes ſchon ohnehin irgendwie mit ihm verbunden.
Von den Zahlenverhältniſſen zu ſprechen erübrigt ſich heute noch.
Ueber die Größe des Mittelrheinkreiſes beſtehen kaum noch Zweifel.
Umfaßt er doch annähernd 1500 Turnvereine mit weit über 100 000
Turnern. Ein beträchtlicher Prozentſatz derſelben werden zu dem
33. Mittelrheiniſchen Kreisturnfeſt 1927 nach Darmſtadt eilen. Für ihren
Empfang, ihr Unterkommen, ihre Unterhaltung, Belehrung arbeiten
ſchon ſeit Monaten Männer mit jahrelanger Praxis unermüdlich.
Wie überall, ſo iſt es auch hier. Bis die Vorarbeiten abgeſchloſſen
ſind, d. h. bis man die Wünſche und berechtigten Einreden aller Aus=
ſchüſſe
auf eine einheitliche Linie geführt hat, iſt es ſehr ſchwer, darüber
ſchon jetzt etwas Abſchließendes zu ſagen. Doch einiges liegt immerhin
feſt. Zum erſten das Feſtbuch. Es wird eine bleibende Erinnerungs=
gabe
für die Turner ſein, die dem Kreisturnfeſte beiwohnten, aber auch
diejenigen, die dieſes Glück nicht hatten, werden das Buch gerne zur
Hand nehmen, zumal es zahlreiche Aufnahmen des Feſtortes enthalten
wird. Das Buch findet eine Verbreitung in 25 000 Exemplaren und
wendet ſich ſeinem Inhalt nach nicht nur an die Turnerſchaft. Jeder
auch wenn er derſelben nicht angehören ſollte, findet in ihm beherzigens=
werte
Worte.
Ferner wird in der nächſten Zeit das Plakat des Kreisturnfeſtes
nusgehängt werden. Es wurde in einer Auflage von 10 000 Stick her=
geſtellt
. 5000 davon wurden nach dem Entwurf Beſier, 5000 Stück nach
dem Entwurf Wenderoth gedruckt. Damit hat man eine reklamete hniſch
ausgezeichnete Löſung gefunden. Dem Feſtbuchumſchlag wurde der Ent=
wurf
Beſier zu Grunde gelegt. In dieſem Zuſammenhang bemerken
wir noch, daß als zweiter Preisträger aus dem Plakatwettbewerb
Turner Beher hervorging.
Wir ſind in der Lage, unſeren Leſern die vorläufige Feſtfolge des
Kreisturnfeſtes bekanntgeben zu können. Es iſt natürlich nicht aus=
geſchloſſen
, daß man noch in dem einen oder anderen Punkte eine Aem=
derung
eintreten läßt, in der Hauptſache aber wird ſie beſtehen bleiben.
Samstag, 23. Juli: Feſthallenweihe, abends 8 Uhr: Feſtouvertüve,
Weiheſpiel: Huldigung der Künſte (n. Schiller), Anſprachen ( Be=
hörden
, Feſtleitung, Singmannſchaft), turneriſche Vorführungen uſw.
Donnerstag, 28. Juli: Abend der Darmſtädter Sänger, Auftreten
1. Teil, Radler, Fechter, Turner, Konzert, gemeinſch. Lieder, All=
gemeiner
Abend, Feuerwerk.
Freitag, 29. Juli: Abend der Saar= und Rheinländer, Begrüßungen,
Feſtſpiel, Konzert, Muſik und Geſänge der Singmannſchaft, gemein=
ſame
Lieder, allg. Abend.
Samstag, 30. Juli: Feſtakt am Landesmuſeum, Marſch nach dem Feſt=
platz
. Feſtabend nur ſür Turner, geladene Gäſte und d. Angehörigen
in der Halle, Feſtſpiel, Konzert, dann Pauſe für das große Feuer=
werk
, gemütlicher Teil.
Sonntag, 31. Juli, ½6 Uhr: Wecken, 2 Muſikkapellen, Morgenfeier,
Feſtzug nach dem Feſtplatz, Turnen, Konzert: Platz und Halle,
Lieder, Sondervorführungen, abends Konzert: Halle ud Platz.
Montag, 1. Auguſt: Siegerehrung am Muſeum, Marſch nach dem Feſt=
platz
, Hallenkonzert, 10 Uhr: Feuerwerk.
Dienstag, 2. Auguſt: Ausflüge, Platz: Volksfeſt.
Dieſes Programm iſt fürwahr großzügig, zumal, wenn man bedenkt,
daß den auswärtigen Beſuchern, Führer durch die Muſoen Darmſtadts,
in den Odenwald, an den Rhein uſw. zur Verfügung ſtehen.
Aus dieſen wenigen Zeilen iſt zu erſehen, daß man in Darmſtadt
bemüht iſt, das 33. Mittelrheiniſche Kreisturnfeſt zu einer machtvollen
Kundgebung für die Deutſche Turnerſchaft und den Gedanken der
Leibesübung, die beide abſeits jeder politiſchen Einſtellung liegen, zu
machen.

Hand ball.

Turngemeinde Beſſungen Turnverein Offenbach a. M.
Im friedlichen Wettkampfe ſtehen ſich am kommenden Sonntag, den
27. März, beide erſte Handballmannſchaften auf dem Sportplatze an
der Heidelbergerſtraße (Rennbahn) gegenüber. Den Offenbachern, die
als äußerſt flinke und faire Mannſchaft bekannt ſind, gelang es in
dieſem Jahre, die Gaumeiſterſchaft ihres Gaues in der A=Klaſſe zu er=
ringen
, und nehmen demzufolge auch an den Aufſtiegsſpielen zur Meiſter=
klaſſe
teil. Wir wollen hoffen, daß ein unparteilicher Leiter dem Treffen
vorſteht, damit nicht, wie am letzten Sonntag, durch Abpfeifen dem
Spiel jeglicher Reiz genommen wird. Bei der Stärke beider Mann=
fchaften
verſpricht das Zuſammentreffen ſehr intereſſant zu werden.
Der Beſuch darf daher nur wärmſtens empfohlen werden. Der Anfang
iſt auf 3 Uhr nachmittags feſtgeſetzt, vorher ſtehen ſich im Rückſpiel die
zweite und die Jugendmannſchaft des Platzbeſitzers und des T.=V.
Pfungſtadt gegenüber.

Tgſ. OffenbachT.V. Eberſtadt.
Für kommenden Sonntag folgt Eberſtadt einer Einladung der Tgſ.
Offenbach und trägt dort mit zwei Mannſchaften Freundſchaftsſpiele
aus. Damit ſind die Vorſtädter vor eine ſchwere Aufgabe geſtellt, denn
Offenbach gehört zu den ſpielſtärkſten Mannſchaften des Frankfurter
Gaues und nimmt in der Sonderklaſſe den 3. Tabellenplatz ein. Wir
wollen nur hoffen, daß unſer Gau durch dieſen Verein würdig vertreten
wird.
Rot=Weiß 22, Darmſtadt.

Auf dem Rot=Weiß=Platze an der Rheinallce herrſcht am kommen=
den
Sonntag wieder Hochbetrieb. Alle Handballmannſchaften ſind auſ
dem Plane. Schon am Samstag begegnet ſich um 3 Uhr nachmittags

die 1. Schüler des Vereins gegen die 2. Schüler desſelben. Schon im
Intereſſe unſeres Jugendſports ſowie den ſpieleriſchen Leiſtungen beider
Mannſchaften nach zu urteilen ſei ein Beſuch ſehr zu empfehlen. Am
Sonntag, vormittags 10.30 Uhr, trifft wiederum die 1. Schülerelf auf
einen ſtarken Gegner, und zwar die Handballmannſchaft der 3b des
Realgymnaſiums hier. Die Gäſte ſind als ſehr ſpielſtark zu bezeichnen,
haben ſie doch in dieſer Saiſon noch kein Rennen verloren. Am Nach=
mittag
, um 1.30 Uhr, begegnen ſich zwei alte Rivalen: die 1. Jgd. des
Rot=Weiß 22 und die 2. Jgd. des Sportv. 98 Darmſtadt. Um 2.30 Uhr
kämpft die nun auf einmal ſo mächtig aufſtrebende 2. Mannſchaft des
Not=Weiß gegen die 1. Mannſchaft des Turn= und Sportv. Brauns=
hardt
im Verbandsſpiel (A. D.T.). Für die beiden genannten Spiele iſt
eine Vorausſage ſehr ſchwer. Die 3. Mannſchaft der Rothoſen begibt
ſich nach Mannheim zur dortigen Turnſportgeſellſchaft. Auch hier dürfte
ein ſchönes Spiel zu erwarten ſein. Um 3.30 Uhr nachmittags ſteigt
nun das vor kurzer Zeit von den Gäſten abgebrochene Spiel Rot=
Weiß 22 gegen Turn= und Sportv. 88 Königſtädten nochmals. Hoffen
wwir doch, daß die Leute vom Sandacker diesmal ein anderes Benehmen
an Tag legen als vor einigen Wochen. Es iſt ihnen doch ſicher klar,
daß ſie hierdurch nur das Anſehen ihres Vereins ſchädigen. Auch haben
ſie, ihrer Spielſtärke nach zu urteilen, dies ja gar nicht nötig. Hoffen
wir alſo, daß nun endlich ein ſchönes und faires Spiel zuſtande kommt,
damit das Freundſchaftsverhältnis wieder hergeſtellt wird. Ein Tipp
zu dieſem Kampfe iſt ſchwer. Die 22er werden ſich kräftig anſtrengen
müſſen, um die Punkte zu erobern. Anſchließend hieran ſpielt die
2. Jgd. Rot=Peiß gegen die 1. Jgd. des Sportv. 98. Auch hier iſt
ſchöner Sport zu erwarten.

*Fußball im Odenwaldkreis.

Vor wichtigen Entſcheidungen im Kreispokal. Ausklang in der A=Klaſſe.

Die Kreispokalſpiele des Vorſonntags haben einige über=
raſchende
Ergebniſſe gebracht. Dieſe ſelbſt ſind ja mittlerweile auch an
dieſer Stelle in Berichtsform bekannt geworden, doch ſei kritiſch noch
kurz darauf eingegangen. Am überraſchendſten kommt die 5:2= Nieder=
lage
des V. f. R. Bürſtadt in Griesheim. Eine knappe Niederlage der
Bürſtädter, die etwas in ihrer Form zurückgegaugen zu ſein ſcheinen,
wäre verſtändlich erſchienen, dagegen iſt die Höhe der Niederlage noch
nicht recht geklärt. Auch Münſters 0:5=Schlappe in Lampertheim gibt
zu Vermutungen Anlaß, daß die Gäſte mit nur ſehr ſchwacher Be=
ſetzung
in L. angetreten ſind, denn eine ſolche Rekordform des Siegers
iſt bei der Kürze der Zeit undenkbar. Pfungſtadt verlor mit 4:1
reichlich hoch in Lorſch, doch hätte der Sieger weitaus höher gewinnen
können, wäre nicht die Germanenverteidigung ſo auf der Höhe geweſen.
Es ſpricht übrigens nicht für den Sieger, daß zwei Tore aus ziemlich
überflüſſigen Handelfmetern und zwei aus verwandelten Eckbällen her=
rühren
. Tore ſollen eigentlich geſchoſſen erden! Die Hauptſchuld
an der Niederlage der Gäſte trägt deren junger Erſatzſturm, der ſich
gegenüber forſch ſpielenden Gegnern nicht durchſetzen kann, und ſo größ=
tenteils
untätig blieb. Lehrgeld muß eben bezahlt werden! Auch die
Darmſtädter Union leiſtete ſich eine Ueberraſchung, denn man hätte mehr
als das 2:2 gegen den FV. Biblis erwartet; ein Beweis jedenfalls,
daß die Riedleute ſehr ernſt zu nehmen ſind. Eine Wiedergabe der Ta=
belle
kann man ſich für heute ſparen. Für den erſten Platz kommen nur
noch Lorſch, Pfungſtadt und Union Darmſtadt in Frage, die aber ſämt=
lich
noch ſchwere Spiele vor ſich haben. Schon der kommende
Sonntag kann hier eine Vorentſcheidung bringen, da alle drei Be=
werber
in harte Kämpfe verwvickelt ſind.
Germania 03 PfungſtadtUnion Darmſtadt,
Fußballverein BiblisOlympia Lorſch,
V. f. R. BürſtadtOlympia Lampertheim,
Sportverein MünſterViktoria Griesheim,
lauten die angeſetzten Treffen. Die Favoriten müſſen gewinnen, wollen
ſie nicht ausgeſchieden werden; das iſt die Loſung des Sonntags. Es
hält ſchwer, ſich für einen Typ zu entſcheiden. Lorſch könnte es noch am
eheſten gelingen, ſich in Biblis die Punkte zu holen. Wie der Kampf in
Pfungſtadt ausgeht, iſt dagegen völlig ungewiß. Haben die Pfungſtädter
ihren guten Tag, ſo darf man ſie als Sieger erwarten, aber bei dem
fungen Sturm der Einheimiſchen muß man Bedenben haben. In Bür=
ſtadt
und Münſter darf man die Einheimiſchen in Front erwarten.
Der kommende Sonntag bringt auch in den Aufſtiegsſpielen
zur Bezirksliga recht intereſſante Aufſchlüſſe. Nachdem am Vor=
ſonntag
Pfalz Ludwigshafen in Pirmaſens geſchlagen wurde und auch
Friedrichsfeld ſo überraſchend hoch in Mannheim verlor, tritt am Sonn=
tag
wieder der Odenwaldkreismeiſter auf den Plan.
Sportvgg. 04 Arheilgen-Pfalz Ludwigshafen,
Germania FriedrichsfeldV. f. R. Pirmaſens,
meſſen ſich im Aufſtiegskampf. Arheilgen hat am Vorſonntag in Egels=
bach
gegen den dortigen F.C. 02 ein Privatſpiel abſolviert, deſſen Aus=
gang
(3:3) nicht gerade überzeugen kann, auch wenn man gewiſſe Lokal=
rivalitäten
in Abſtrich bringt. Am Sonntag gilt es für die Mannſchaft,
zu beweiſen, daß ſie mehr kann, denn der Gegner aus Ludwigshafen iſt
ſehr ſtark. Man darf die Pfälzer ruhig ſpielkulturell höher als ſämt=
liche
anderen Kreismeiſter einſchätzen, an welchem Werturteil auch die
Pirmaſenſer Niederlage nichts ändern kann. Gegenüber einem ſo routi=
nierten
Gegner kann nur Hergabe des ganzen Könnens Erfolg bringen.
Und das darf der Odenwaldkreis von ſeinem Meiſter erwarten. Ein
Sieg der Arheilger müßte tatſächlich als Uebervaſchung gewertet werden,
dagegen darf man der Kampfkraft des Odemwaldkreismeiſters ſchon ein
Remis zutrauen. Viel Glück zu dem ſchweren Kampf! Der Ausgang
des Treffens in Friedrichsfeld erſcheint offen.
In der Bergſträßer A=Klaſſe geht es ebenfalls dem Ende
zu. Die Hauptkämpfe ſind erledigt und die Meiſter in beiden Gauen
ermittelt, ſo daß nur noch Nachtragsſpiele zu erledigen ſind. Am Sonn=
tag
treten gegeneinander an:
V. f. R. DarmſtadtFußballverein Michelſtadt.
Eintracht DarmſtadtSportverein 98, Reſerve.
Man darf den V. f. R. und die Sportvereinsreſerven in Front erwarten.
Im ganzen ſind dann noch vier Spiele nachzuholen, wobei vor allem die
Begegnung Michelſtadt-Boruſſia Dornheim entſcheidend für den vor=
letzten
Platz iſt. Ob ſich allerdings der ſatzungsmäßige Abſtieg auswir=
ken
wird, bleibt abzuwarten, da im S. E.V. große Dinge hinſichtlich einer
Neuordnung ihrer Erledigung harren. Darüber wird zur gegebenen
Zeit mehr zu berichten ſein.

An Privatſpielen iſt in den unteren Klaſſen die Begegnung
Germania EberſtadtStarkenburgia Heppenheim zu nennen. Man darf
geſpannt ſein, wie ſich der A=Meiſter des Riedgaues gegenüber Berg=
ſträßer
A=Klaſſe durchſetzt.

Schwimmen.

Schießſport.
Vereinsmeiſterſchaftsſchießen des Hefſiſchen Schützenbundes.

Deutſche Beſtleiſtungen.
Die nun beeudete Winterſaiſon verlief im allgemeinen ziemlich ruhig.
Wenn trotzdem der Verbandsſchwimmwart des Deutſchen Schwimmver=
bandes
faſt die ganze Winterſaiſon durch Gelegenheit fand, neue Rekord=
leiſtungen
zu prüfen und anzuerkennen, ſo zeugt das von einem ſteigen=
den
Aufſchwung. Die nachſtehende Geſamtüberſicht auf die in
der verfloſſenen Saiſon aufgeſtellten Rekordleiſtungen dürfte nicht ohne
Intereſſe ſein:
100 Meter Freiſtil 1:01,5 G. Derichs=Köln N. 2. 27 Duisburg;
200
2:19 H. Henrich=Leipzig 3. 3. 27 Leipzig;
300
3:52,2 H. Heinrich=Leipzig 7. 11. 26 Magdeburg;
300
3:33,4 H. Heinrich=Leipzig 28. 11. 26 Halle a. S.;
500
6:50,4 H. Heinrich=Leipzig 7. 11. 26 Magdeburg;
500
6:49,9 Neitzel=Magdeburg 18. 2. 27 Magdeburg;
1000
14:19 Neitzel=Magdeburg 6. 2. 27 Magdeburg;
200 Rücken 2:48,9 E. Güinther=Göppingen 30. 12. Duisburg.
Damen
108 Meter Freiſtil 1:15,1 L. Lehmaun=Dresden 3. 10. 26 Wien;
102
1:14,2 L. Lehmann=Dresden 26. 2. 27 Leipzig;
20
2:50,4 L. Lehmann=Dresden N. 2. 27 Leipzig;
300
6:16 L. Lehmann=Dresden 3. 10. 26 Wien.

Briefkaſien.

Jeder Anfrage iſt die letzte Bezugsquittung belzufügen. Anonvme Anfragen werdenn
nicht beantwortei. Die Beantwortung erfolgt ohne Rechisverbindlichtett.

Fußball.
Sportverein Darmſtadt98Ludwigshafen03

Das am morgigen Sonntag, nachmittags 3 Uhr, auf dem Platze
am Böllenfalltor ſtattfindende Pokalſpiel gegen 03 Ludwigshafen ſieht
zwei Mannſchaften im Kampfe, die ſich bisher immer intereſſante und
faire Spiele geliefert haben. So läßt auch das bevorſtehende Spiel, das
bekanntlich als Pokalſpiel gewertet wird und daher bei einem unentſchie=
denen
Ausgang nach Ablauf der regulären Spielzeit mit den üblichen
Verlängerungen durchgeführt werden muß, gute ſportliche Leiſtungen
erwarten, zumal die dem Sieger ſich eröffnende Ausſicht, an dem Spiele
um den Pokal außerhalb ſeines ſonſtigen Bezirkes und damit ſeines
üblichen Betätigungsfeldes teilnehmen zu dürfen, für beide Mannſchaften
die Veralaſſung dazu geben wird, ihr ganzes Könuen einzuſetzen
Darmſtadt wird auf eine ſtarke Geguerſchaft ſtößen, da die Pfälzer, die
ihre beſten Kräfte in der Verteidigung (Bräunig) und im Sturm (Feſer,
Scherzinger) ſtehen haben, während die Läuferreihe der ſchwächſte Mann=
ſchaftsteil
iſt, zurzeit in guter Form find; erſt letzten Sonntag erzielten
ſie gegen den Sportklub Stuttgart ein Unentſchieden (2:2). Allerdings
erwarten wir bei dem morgigen Spiel von den Darmſtädtern eine ſolche
Leiſtung, die erkennen läßt, daß die Depreſſion, die ſich am Ende der
langen und aufreibenden Verbandsſpiele eingeſtellt hat, endgültig über=
wunden
iſt. Der Verlauf des letzten Privatſpieles gegen Rot=Weiß
Frankfurt, das den Darmſtädtern eine knappe Niederlage von 4:5 brachte,

H. H. 100. Ihre Anfrage wird das ſtädtiſche Verſicherungzs,
(früherer Ludwigsbahnhof) auf Anſtehen beantworten.
H. 90. 1. Nach den Meßzahlen des Aufwertungsgeſetzes wan=
6000 Papiermark am 1. Sextember 1922 19,98 Mk., am 1. Febr u0
78 Pf., am 1. September 1923 0. 2. Sie müiſſen den Einzelfall gers.
angeben, da auf ſo allgemein gehaltene Fragen keine Antwort ert=
werden
kann.
N. H. Nach beendigter Lehrzeit erliſcht das Rechtsverhältnis zwiſeſ=
Lehrherrn und Lehrling. So ſteht es in der Reichsgewerbeordnunag
L. Sie müſſen die Frage präziſe ſtellen.

Geſchäftliches.

Außer der Reihe: In dieſem Zeichen ſteht der heute
ginnende große Oſter=Strumpf=Verkauf der Firma Ma Wa‟, Maio
Warenhaus, Guggenheim & Marx, Darmſtadt, Markt, für Dame, 9.
und Kind.
Außer der Reihe ſtehen die Rieſenmengen von Strümnt
die extra für dieſen Groß=Verkauf in den Herſtellungsſtätten erwou
wurden.
Außer der Reihe bewegen ſich die Verkaufspreiſe, denn i
er Fabrikanten wetteiferte, um für dieſen Senſationsverkauf ett
ganz beſonderes zu bieten.

ntereſſante Feſtſtellungen über Suma, das
artige Waſchmittel der Sünlicht=Geſellſchaft, macht Bruno Walti

ließ erkennen, daß bei den Darmſtädtern der alte Kampfesgeiſt zurück=
gekehrt
iſt. Wenn die Vereinself im Vertrauen auf die Pokalerfolge in

Textilchemiker und Gerichts=Sachverſtändiger in Köln. Er hat gefun

früheren Jahren mit dem notwendigen Eſan, den Kampf beſtreiten wird,
wird der Erfolg uicht ausbleiben. Der Pokalſtil lag den Darmſtädtern
bisher immer. Auch die übrigen aktiben Mannſchaften des Sport=
vereins
treten in Tätigkeit! Die Liggerfatzmannſchaft, die erſt am ver=
gangenen
Sonntag den Darmſtädter Poliziſten mit einem 5:2=Sieg
das Nachſehen gab, und damit bewies, daß dem Polizeiſportverein wohl
kaum die Meiſterſchaft zugefallen wäre, wenn der Nachſpuchs der 98er
mit offizieller Wertung die Kämpfe um die A=Meiſterſchaft beſtritten
hätte, treten am Vormittag auf dem Platze der Eintracht gegen deren
1. Mannſchaft an; die 2. Mannſchaft fährt nach Griesheim a. M. zu
einem Freundſchaftsſpiel gegen die 1. Elf des Sportvereins Griesheim=
Elektron. Die 3. Mannſchaft kämpft gegen Eintrachts Dritte.

daß die eine Hälfte eines Wäſcheſtückes, welche fünfzigmal in Sumag
waſchen worden, nur 1,4 Prozent an Feſtigkeit verlor, während
andere Hälfte, die fünfzigmal mit einem führenden ſelbſttätigen Wos
mittel gewaſchen worden, 12,4 Prozent an Feſtigkeit einbüßte. Prarn
bedeuter dies, daß mit Suma behandelte Wäſche ſehr viel länger
als andere. Dies iſt heute, wo jedes Wäſcheſtück einen erhebliſ,
Wert darſtellt, für die Hausfrau von großer Bedeutung.

Herren= und Damenſtoffe empfiehlt die alte Fti
mit Weltruf Schwetaſch & Seidel, G. m. b. H., Spremberg
Tuchfabrik und Verſand. Wir verweiſen auf beiliegenden Proſ4

Dr. Karl Zetzſche (Dipl.=Kaufmann und Dipl.=Handelslehrer, Dag=
ſtadt
): Weltwirtſchaftsgüter (Geographie, Gewinnung, V=

arbeitung, Handel, Preis). Gloeckners Handelsbücherei, Bd.
G. A. Gloeckner, Leipzig 1926, Preis 2. Mk.
Das Buch wendet ſich an die weiteſten wirtſchaftlich intereſſie
Kreiſe. Es will in das kritiſche Verſtändnis des Handelsteils der P=
einführen
; die wichtigſten Warenmarktnotizen ſollen mit eigenem 1-I
geleſen werden können. Obwohl das Büchlein vor allem auch als Ki
mittel für Handelsſchulen gedacht iſt, wird man ſagen können, daß
auch der intereſſierten Laienwelt außerordentlich viel zu bieten vernt
ihr beſonders willkommen ſein wird. Gerade der Handelsteil der P.
ſetzt ja zu ſeinem Verſtändnis gewiſſe Fachkenntniſſe voraus; andc.

ſeits iſt ſeine Lektüre infolge der Bedeutung, die Wirtſchaft und A.
ſchaftsfragen heute erlangt haben, nicht bloß für die Geſchäftsweltui
engerem Sinne ſondern auch für die ganze große Gemeinde der
tungsleſer von Wichtigkeit. Seiner ganzen Anlage und Durchführn,
nach iſt das vorliegende Werkchen als Einführung in den Handelsteil I
Preſſe ſehr geeignet Ueberſichtliche, klare, dabei eindringliche Dari=
lung
, friſcher, lebendiger Stil zeichnen es aus. Aus dem Inhalt: (
noch erwähnt, daß ſich der Hauptteil des Buches mit dem Handel
mit der Preisbildung der Weltwirtſchaftsgüter befaßt, daß gezeigt rd
wie die Preiſe von natürlichen, volkswirtſchaftlichen und pribatwirtſch.B:
lichen Momenten beſtimmt werden. Daneben werden, wie der Unn
titel verrät, die Erzeugungsbedingungen der Güter auf gevgraphißi
Grundlage und ihre Verarbeitung behandelt. Beſprochen werden lo/)
wirtſchaftlich erzeugte Güter (Nahrungsmittel Weizen, Gerſte m
Faſerſtoffe Baumwolle, Wolle, Jute, Induſtrielle Hilfsſtoffe Kiu
ſchuk, Genußmittel Kakao, Kaffee, Tee, Tabak) und bergbau. /t
Produkte (Kohle, Metalle, Salze, Erdöl). Reiche Literaturagaben ih wir
gen dem Weiterſtrebenden den Weg zu bertiefter Erkenntnis. 24 luremſ
Buch iſt eine Fortſetzung der Schrift Einführung in die Wirtſchens nuch B
geographie, die der gleiche Verfaſſer im vorigen Jahre in derſell/on ſind
Sammlung veröffentlicht hat.
Dr. C Winzu
Hinü
M berſtärt

Frankfurt.

Samstag, 26. März. 11: aus Wien: Beethoven=Feier. Kautatz, P imfzruls vom 15
auf den Tod Raiſer Joſephs II. Anſprache. Fauit, füu Ammſt einen
Pianoforte, Chor und Orch. O 3.30: Stunde der Jugeno. Liedem Tan erfahren.
vorträge Frankf. Schulen: Bürgermeiſter=Grimm=Schule. O‟ 4.30 Mum noch vorh
Zu Beethovens 100. Todestag. Ouv. Egmont. Allegro a. 61 Ahüum
Trio op. 97. Adagio a. d. 4. Sinfonie. Gewitter, Sturm Kiſn=
Szene und Arie Ah, Perfido. Finalel a. d. Streichquarten: F AM Som
opus 18 Nr. 6. Adagio a. d. Neunten Sinf. Mitw.: Lottt Funuſlich in
Kleinſchmidt (Sopran). O 5.45: Briefkaſten. O 6.15: Goethe un 1 X itm 2,5
Beethoven, von Dr. Beyer. O 6.45: Prof. Sxecht: Ludwig va U Xxyn 168 (11

Beethoven. O 7.15: von Berlin: Beſetzung d. Opernübertragunss / merger
2 7.30: a. d. Berl. Staatsoper: Fidelio. Oper von Beethoven;

Perſ.: Don Fernando, Miniſter; Don Pizarro, Gouverneur eine ? hm Roheiſent
Staatsgefängniſſes; Floreſtan, Gefangener; Leonore, ſeine Gemahlirn WM Nonat April
unter dem Namen Fidelio u. a. Ort: ſpaniſches Staatsgefänguiss Riu Auch die

Anſchl.: Beethovens Märſche und Tänze‟ Zapfenſtreich in C=Durn
Militärmarſch in D=Dur. Ecoſſaiſe in D=Dur. Wiene:?W W Hacherſor

Tänze. Polonaiſe in D=Dur. Marſch in F=Dur. Marſch im
F=Dur. (Die Haupt=Gedenkfeier zu Beethovens 100. Todestagl
findet am 29. März ſtatt.)

Stuttgari.
Samstag, 26. März. 11: Uebert:, aus Wien: Feſtverſaininlung!
Stadt Vo
zur Eröffnung der Wiener Beethoven=Zentenarfeier. Kantate auf dei
Ne die gem
Tod Kauer Joſeph 2. für Soli, Chor und Orcheſter. Anſpracher! / Mauklich Valle
der Vertreter der fünf Großmächte. Fantaſie für Pianoforte?
kune und
Chor und Orcheſter. Anſchl. aus Stuttgart: Nachrichten. O 2
Konzert. O 3: ’s Gretle von Strümpfelbach erzählt. O 4: Konzeru
Mitw.: Gerda Hanſi, Käte Mann, H. Hanus, C. Struve. Fucil 2
Florentiner Marſch. Strauß: Bei uns zHaus. Keler: Unge
Luſtſpiel=Ouv. Strauß: Frühlingsſtimmen. Kalman: me2
Märchenaugen. Grieg: Peer Gyut=Suite. Solveigs Lieda

zung der vr
Aie Erntevor

Merziu über den 2
Elsziüct in Külr
harnt heim durch
Aiſtein, Ehrenb
Weinden G. m.
Bemeinden und

Frühling. Kling: Potp. Lehar: Auftrittslied aus Die luſtig!!
Witwe. Hunnoresken. Fucik: Salve Imperator. O 6.10
Hans Brandenburg: Heiteres über Muſiker. O 6.45: Einf. Vortrag
von Prof. Nagel, O 7.15: B=kanutgabe der Beſetzung, O 7.30-*
Uebertr. aus der Staatsoper Berlin: Fidelio Oper in zwe*
Aufzügen von Beethoven. Anſchl. aus Berlin: Tanz=Muſa?

Berlin.
Sonnabend, 26. März. 11.30: Beethoven=Gedenkfckier für dies
Schulen. O 4: Mediziniſch=hyg. Plauderei (Dr. Frank). O 4Z
C. K. Roellinghoff: Rezitationen. O. 5: Konzert. () 6.30: De
Delbrück: Die Erwerbung der Mark Brandenburg durch die HoNel
zollern. O. 7: Einf. zu der Uebertr. a. d. Staatsoyer. O I.P
Zur 100. Wiederkehr des Todestages Beethovens. Aus der Staals‟"
over: Fideliv‟. Don Fernando, Miniſter: H. Janſſen: Z0l*
Vizarro, Gouverneur eines Staatsgeſängniſſes:- L. / Schützendoll.
Floreſtan, ein Gefangener: F. Soot; Leonore, ſeine Gattin, uiet
dem Namen Fidelio: Frida, Leider, u. a. Handlung: Spahi0e
Staatsgefängnis. Danach: Tanzkapelle Hoffmanz.

Königswuſterhauſen. Sonnabend, 26. März. 11./30: Beethopelle.
Feier für die Schulen. O 3: Lektor Grander, G.) van Eyſeleſ
2 3.30: Poſtrat Behrendt, Frl. Moelke: Eſperantw. O 4: Pfbl-

Hoff: Fligzeugbau. O 4.30: Prof. Lampe: Europäiſcher 5ſ0
ig des Dawese
kongreß.

Ludermgs=
O 6: Dr. Sachs: Der Einfluß ſeeliſcher Vorgänge (auf
Srung:
jähne O
umann: F=

Betterbericht.
Wettervorherſage für Sonntag, den 27. März 1920.
(Nach der Weikerlage vom 25. März 1927.)
Wechſelnd bewölkt, Temperaturen wenig verändert und vielfach ime.
Heſſiſche WVetterdienſtſtelle=

[ ][  ][ ]

Nummer 85

Samstag, den 26. März

Börſe und Geldmarkt.
gie Entwicklung der Börſe in der vergangenen Woche machte den
(ruck, als wenn der Tiefſtand erreicht wäre. Die ſtarken Zuckungen
gemzelnen Börſentagen ſprechen aber noch dafür, daß der Kampf
zorn der Hauſſe= und Baiſſe=Partei noch nicht zu Ende geführt iſt.
kzpebend bleibt ja bei einem derartigen Kampf immer, wie ſich das
eſtehende Publikum verhält, und wenn auch die Bankkundſchaft
ehr zurückhaltend iſt, nachdem ſie jedenfalls lange nicht in dem
verkauft hatte, wie es die Baiſſepartei erwartet hatte, ſo hat doch
ᛋAuftätigkeit rheiniſch=weſtfäliſcher Kreiſe in den letzten Tagen unver=
tlar
wieder zugenommen. Man läßt ſich dort durch peſſimiſtiſche
ah ſſungen nicht beeinfluſſen, da man ſieht, daß der Geſchäftsgang in
dortigen Induſtrie recht lebhaft iſt. Auch in der Beurteilung des
ſyrrarktes ſcheint man neuerdings etwas optimiſtiſcher geworden zu
Ha, angezogen durch die hohen Zinsſätze, ausländiſche Gelder zur
aftiſtigen Anlage reichlich zur Verfügung ſtehen. Das ſtarke Angebot
gäslichem Geld läßt darauf ſchließen, daß man ſich in Erwartung
gs angeſpannten Ultimos frühzeitig mit dem notwendigen Ultimogeld
vor gt hat und dieſes jetzt bis zum Eintreten des Bedarfs, wenn auch
im geringerem Maße zinsbringend, ſo doch zinsbringend anlegen
DDer in ſeinen Auslaſſungen über die Lage am Effektenmarkt recht
richtlich klingende Geſchäftsbericht der Darmſtädter und National=
ſ
bürfte auch das Seinige dazu beigetragen haben, daß eine optimi=

ſtise Stimmung die Oberhand gewinnt. Ob allerdings auf längere
at die optimiſtiſchere Auffaſſung bezüglich des Geldmarktes berechtigt
che nt, iſt doch noch ſehr fraglich. Wenn auch für den Ultimo die not=
ndgen
börſenmäßigen Vorkehrungen getroffen worden ſind, ſo iſt
9 berückſichtigen, daß der Ultimo als Quartals=Ultimo an ſich ſchon
wire Gelderforderniſſe bringt, und daß zu dieſem Termin wieder
wiEe Daweszahlungen zu leiſten ſind, ſo eine Verzinſungsrate der
zu rieobligationen in Höhe von 125 Millionen. Die häufig gehörte
dmrtung, daß die Reichsbank eine Diskonterhöhung vornehmen wird,
che nt jedoch abwegig. Die Rückflüſſe an die Reichsbank waren recht
3b ich. Die Deviſenabflüſſe haben wenigſtens einſtweilen aufgehört.
ird ſogar Deviſenrückflüſſe eingetreten, wohl in Verbindung mit dem
m genannten Zufluß kurzfriſtiger ausländiſcher Gelder. Der Zweck
leinerzeitigen Diskontermäßigung war doch eine Erleichterung der
deſerung der fünfprozentigen Reichsanleihe. Wollte man bereits jetzt
wir= den Diskont erhöhen, ſo hieße das eine ſchwere Schädigung der
tsreſtaltung dieſer Reichsanleihe, die wohl im Verlauf des April
Ffiziellen Notiz gelangen wird, und man muß ſelbſtverſtändlich aus
bſt gegründen darauf bedacht ſein, daß der Einführungskurs nicht unter
m Auflegungskurs liegt. Die weitere Hereinnahme ausländiſcher An=
ſien
hat ſich außerordentlich erſchwert, was allerdings nach dem Stand=
gkl
= den der Reichsbankpräſident dieſen gegenüber einnimmt beabſich=
Sar. Ob aber die deutſche Wirtſchaft bereits ſo erſtarkt iſt, daß ſie
die ganz entbehren kann, iſt nach der Entwicklung der letzten Monate
fraglich, zumal die öffentliche Hand die inländiſche Kapitalbildung
ſtiwkerem Maße in Anſpruch nimmt, als es für die ganze Wirtſchaft
wäglich iſt. War auch, wie oben bereits angedeutet, eine allgemeine
ſſſe=Entwicklung noch nicht zu verſpüren, ſo beſchließen doch eine
gzi Reihe von Spezialpapieren die Woche mit einer kräftigen Kurs=
he
=ung, wobei in erſter Linie wieder die früheren Favoriten Schult=
h
, Oſtwerke und Ver. Glanzſtoff zu nennen ſind. Am Schiffahrts=
nh
, konnten ſich insbeſondere Hamburg=Süd und Hanſa recht kräftig
len, während am Bankenmarkt Mitteldeutſche Kreditanſtalt, wo man
de eſſenkäufe vermutet, eine Sonderbewegung hatten. Dasſelbe gilt
(Tektrizitätsmarkt für Bergmann und am Montanmarkt für Mannes=
mi
in Verbindung mit allerdings recht vagen Mutmaßungen über
en bevorſtehenden Zuſammenſchluß mit den Vereinigten Stahlwerken.
chunſeren Informationen eilen hier die Gerüchte den Tatſachen weit
r2.
Wirtſchaftliche Rundſchau.
Die Induſtriellenb=ſprechung in Brüſſel. Wie aus Brüſſel be=
iſtee
wird, haben die Vertreter der deutſchen, franzöſiſchen, belgiſchen
uxemburgiſchen Metallinduſtriellen, ſowie die von Mitteleuropa,
ſinach Brüſſel zur Sitzung des Vorſtandes des Schienenkartells ein=
ſafen
ſind, geſtern ihren Meinungsaustauſch über die Ausfuhr=
hngungen
für metallurgiſche Produkte fortgeſetzt. Man ſei allgemein
hn übereingekommen, die Tätigkeit des internationalen Stahlkartells
uv rſtärken. Eine neue Zuſammenkunft ſei vorgeſehen, um die
Afang der vorgeſchlagenen Anwendungsmaßnahmen fortzuſetzen.
Die Erntevorräte in erſter Hand (keine Verſorgungsſchwierigkeiten).
95 Vorratsſchätzung der Preisberichtsſtelle des Deutſchen Landwirt=
ſftsrats
vom 15. Februar 1927 haben die Erntevorräte bei der Land=
mſchaft
einen weiteren beträchtlichen Rückgang gegenüber dem 15. Ja=
ur
erfahren. Im Reichsdurchſchnitt (ohne Thüringen und Heſſen)
wer noch vorhanden in Prozenten der Geſamternte: Am 15. Januar:
Aiterweizen 36,6 (am 15. Februar 23,6), Sommerweizen 51,2 (40,2),
ſierroggen 37,6 (27,8), Sommerroggen 76,7 (46,8), Wintergerſte 24,3
19l- Sommergerſte 44,3 (30,2), Hafer 60,8 (50,7), Kartoffeln 46,3 (38,4).
Ekéuflich in Prozenten der Geſamternte: Am 15. Januar: Winter=
nzen
24,5 (am 15. Februar 16,9), Sommerweizen 39 (29,2), Winter=
tigen
16,8 (11), Sommerroggen 38,2 (17,9), Wintergerſte 4 (2,7),
emmergerſte 24,1 (12,6), Hafer 14 (12), Kartoffeln 11,9 (10,1).
Bom Roheifenmarkt. Der Roheiſenverband hat den Verkauf für
Monat April dieſes Jahves zu unveränderten Preiſen aufgenom=
m
. Auch die Zahlungsbedingungen haben keine Aenderung erfahren.
Die Gasverſorgung der rheiniſchen Städte. Die bekannten Verhand=
gen
über den Ankauf der zur Ritter=Geſellſchaft A.G. für Gas und
Ekrizität in Köln=Dortmund gehörenden Gaswerke in Vallendar und
betheim durch eine aus den Städten und Gemeinden Horchheim, Nie=
Mlacnſtein, Ehrenbreitſtein und Taſchendorf, ſowie der Stadt Koblenz
deſ enden G. m. b. H. haben nun zum Ergebnis geführt. Die erwähn=
Gemeinden und Städte haben eine G. m. b. H. gegründet, der aller=
tgt
die Stadt Vallendar noch nicht beigetreten iſt. Die neue Geſell=
(f1 ſoll die gemeinſame Gasverſorgung der Städte und Gemeinden
ſctließlich Vallendars übernehmen.
Traine und Hauff A.=G., Mainz. In der G.=V. wurden aus einem
ſugewinn von 16 098 RM. ſechs (i. V. 0) Prozent Dividende auf die
00 RM St.=A. und wieder 8 Prozent auf die 5500 V.=A. genehmigt.
Biebricher Bank e. G. m. b. H., Wiesbaden=Biebrich. Das Inſtitut
ſſiest 1926 mit einem Reingewinn von 44 478 RM. und verteilt
nderum 10 Prozent Dividende. Die Bilanzſumme hat ſich von 1,66 Aſchaſſb. BZellſtoff
2,17 Mill, RM. erhöht. Kontokorrentgläubigern von 1,09 (0,91)
UU. ſtehen Kontokorrentſchuldner mit 1771 (1,29) Mill. RM. gegen=
Konkursnachrichten aus dem Oberlandesgerichtsbezirk Darmſtadt.
W.Nauheim: Karl Kniß u. Chefrau Katharina, geb. Ingenilm Af. Bremer Lulkan
1 3. Wt. und GlV. 6. 4. Prft. 6. 4. Mainz: Kaufmann Paul Peuß,
ſerf. aufgehoben. Groß=Gerau: Kaufm. Heinrich Heier. KVerf.
iaels Maſſe eingeſtellt. Offenbach a. M.: Fa. Otto Forſter, Zimmer=
ſchäft
. Das Rubrum wird wie folgt berichtet: GAufſ. über das Ver=
ſgen
der Fa. Otto Forſter, Zimmergeſchäft, und Alleininhaber Otto
iſter in Offenbach a. M. Altenſtadt, Heſſen: Heinrich Wilhelm Lotz.
Verf. aufgehoben. Darmſtadt: Karl Stephan. KVerf. mangels Maſſe
tge ſtellt.
Süttenwerk, Eiſengießerei und Maſchiuenfabrik A.=G., Michelſtadt
. Nach 12 540 RM. Abſchreibungen und 30.0 RM. Ueberweiſung an Gaggenau Vorz..
* Delkrodere=Konto verbleibt bei der Geſellſchaft für 1926 wiederum
Verluſt von 56 495 (i. V. Verluſt 57 419 RM.), der vorgetragen E. f. elenr. Untern.
men ſoll. Im abgelaufenen Jahr mußte der Betrieb auf die Hälfte
* regulären Belegſchaft eingeſchränkt werden. Im laufenden Jahre
be ſich der Auftragsbeſtand etwas gehoben. In der Bilanz ſind bei
Mill. A.=K. und 60 000 RM. Reſerve Kreditoven mit 130 524 (182)
U. ausgewieſen, denen Debitoren mit 109 941 (127 000) und Vorräte
1t 192 397 (213 000) RM. gegenüberſtehen.
Leopold Lindheimer A.=G., Frankfurt a. M. In der G.=V. wurde / Ruenos=Aires
* Sividendenloſe Abſchluß für 1926 (i. V 5 Prozenk) genehmigt. Der Früſſel=Antw
ein gewinn von 669 RM. (i. V. 32 396 RM.) wird vorgetragen. In
Bilanz ſind Kreditoren mit 2,5 (1,35) ausgewieſen, denen Debitoren openhagen

t 132 (1,06), Vorräte mit 147 (0,75) Mill. RM. gegenüberſtehen.
A laufenden Jahre ſcheine das Geſchäft etwas anzuziehen. Sodann
Aoe das A.=K. um 310000 RM. ab 1. 1. 1927 divid ndenberechtigter
Lien auf 930000 RM. erhöhk. Die neuen Aktien werden 2:1 den
Een Aktionären zu 100 Prozent zuzüglich 5 Prozent Stückzinſen ab
pril 1927 angeboten und ſinb zur Hälfte ſofort, mit dem Reſt nach
Efeuf einzuzahlen.

Das franzöſiſche Zündholzmonopol. Miniſterpräſident Poincaré hat
geſtern im Kabinettsrat die großen Linien des Geſetzentwurfes betreffend
die Organiſierung des Zundholzmonopols auseinandergeſetzt. Die Aus=
beutung
ſoll einer rein franzöſiſchen Geſellſchaft anvertraut werden,
deren Verwaltungsrat nur Franzoſen angehören. Die ausländiſchen
Kapitalgeber würden keine effektive Kontrolle über die Geſchäfts=
führung
haben. Die Geſellſchaft würde an den Staat eine hohe Kaution
in Dollar etwa 100 Millionen, abführen und eine jährliche Zahlung
in Höhe des gegenwärtigen Ertrages der ſtaatlichen Ausbeutung des
Zündholzmonopols und einen ſehr vorteilhaften Anteil an dem darüber
hinaus erzielten jährlichen Gewinn garantieren. Der Staat würde die
Entſcheidung über die Preisfeſtſetzung in der Hand behalten.
Frankfurter Effektenbörſe.
Frankfurt a. M., 25. März.
Die Effektenbörſe konnte eine einheitliche freundliche Stimmung
gicht mehr durchſetzen. Die Vorgänge am Geldmarkt, die auf ſtärkere
Vorbereitungen im Ultimo ſchließen laſſen und bereits eine Verknappung
in Tagesgeld bei einem erhöhten Satze bis 5 Prozent veruvſachten, ver=
anlaßten
doch zu Gewinnmitnahme der Engagements der letzten Tage,
die durch die erneuten politiſchen Verwickelungen am Balkan verſtärkt
wurden. Die Eröffnung war ſo nicht mehr ganz einheitlich. Nur Kali=
aktien
außerordentlich feſt auf den günſtigen Märzabſatz und die Beur=
teilung
der Lage der Kaliinduſtrie. Am Montanmarkt Harpener wei=
ter
befeſtigt plus 2,5 Prozent, Mannesmann plus 1. Banken eher ſchwä=
cher
, nur Mitteldeutſche zeigten einen neuen Nekord mit 257,25 (plus
7,25). Die Farbenaktie war ſtärker im Handel und befeſtigt. Von
Elektrowerten Siemens u. Halske ruhiger, doch behauptet. Höher lagen
Schuckert, Bergmann und A.E.G. Automobilwerte ſehr lebhaft. Im
Verlaufe folgten Adler Kleyer mit 7 Prozent Erhöhung. Bingwerke
wieder 2,25 Prozent abgeſchwächt.
Anleihen unverändert, doch lebhafter Ablöſungsrente 24½247/,.
Der Geldmarkt zeigte vor dem Ultimo eine leichte Verknappung für
Tagesgeld. Man hält die weitere Entwickelung für den kurzfriſtigen
Geldmarkt für ſehr angeſpannt. Tagesgeld auf 5 Prozent erhöht,
Monatsgeld 67¾ Prozent, Privatdiskont 4½4¾ Prozent. Am De=
viſenmarkt
London gegen Paris 124, gegen Mailand 106,25, gegen Zürich
25,24½, gegen New York 4,855ſ., Pfunde gegen Mark 20,46½, Dollar
gegen Mark 4,2140. Der Börſenverlauf unterlag mehrfachen Schwan=
kungen
, ohne daß Kursveränderungen in großem Ausmaße noch ein=
traten
. Die Haltung blieb jedenfalls unſicher. Der Schluß war wieder
feſter.
Die Abendbörſe war ziemlich lebhaft, Farbeninduſtrie bei
größeren Umſätzen auf den Nachbarbörſenkurs gut gehalten. Die Feſtig=
keit
ſoll ähnlich wie bei Rheiniſchen Braunkohlen auf holländiſche Dek=
kungen
zurückzuführen ſein. Auch ſpricht man vielleicht micht unbegründet,
von Verwaltungskäufen des Farbentruſtes. Von Montanwerten Rhein=
ſtahl
und Phönix lebhaft: Elektrowerte ruhig. Zellſtoff= und Auto=
mobilaktien
geſucht. Der Anleihemarkt feſter, auch ausländiſche Renten
durchweg freundlich. Die Abendbörſe ſchloß gut behauptet. Man
nannte Rheinbraun 300,5, Phönix 137,5, Rheinſtahl 228, Harpener 233,
Manneswann 219/=, Siemens u. Halske 2727/=, AEG. 164, Schuckert
183,5, Danat 2817/=, Commerzbank 208, Dresdener 186. Daimler 124,
Kleyer 139, NSü. 134, Nordd. Lloyd 147,25, Holzmann 193. Zement
Heidelberg 166, Zellſtoff Waldhof 274,5, Scheideanſtalt 241. Metallbank
161,5, Stahlverein 148,75, Farbeninduſtrie 314, Holzverkohlung 79. Im
Abenddeviſenverkehr nannte man: London gegen Paris 124,04,
gegen Mailand 106,5, gegen Holland 12,1375, gegen Madrid 27,22, gegen
Zürich 25,245, gegen Oslo 18,59, gegen New York 4,8570, Pfunde gegen
Mark 20,47, Dollar gegen Mark 4,2150.
Berliner Effektenbörſe.
Die Effektentendenz hat ſich während der erſten Hälfte der heutigen
Börſe ſehr fveundlich bei Kursbefeſtigung von durchſchnittlich 2 bis
3 Prozent geſtaltet. Als gefragt ſind vor allem Montanaktien unter
Führung von Kohlenwerten auf größere rheiniſche Anſchaffung, Kali=
aktien
auf günſtige Abſatznachrichten, Schiffahrtsaktien auf kleinere Mei=
nungskäufe
Mannesmann unter Anregung der Bezugsrechtnotiz, Schult=
heiß
und Oſtwerke auf ſpekulative Anſchaffungen, Textilwerte, Zellſtoff=
aktien
, Bau= und Terrainwerte hervorzuheben. Der Umſatz der lebhafter
gehandelten Spezialwerte hat ſich damit erneut erweitert. Der Banken=
markt
iſt ſeit einigen Tagen in den Hintergrund getreten. Nur Mittel=
deutſche
lagen bei anhaltenden Käufen wiederum 4½/= und die Bank für
Brauinduſtrie in Nachwirkung der Kursſteigerungen der Brauerei=Aktien
4.25 Prozent beſſer. Berliner Handelsanteile dagegen minus 3. Auch
der Elektromarkt geſtaltete ſich ruhiger trotzdem aber freundlich. Schuckert
plus 4. Eine Anregung gaben der Börſe zu ihrer feſten Haltung vor
allem die optimiſtiſchen Ausſichten, die man über die vermutliche Ultimo=
abwicklung
hört. Das Publikum beteiligte ſich an den Geſchäften etwas
reger, während die Spekulation die noch beſtehenden Baiſſeengagements
ſchleunigſt einzudecken beſtrebt war. Die ungünſtigeren Motive kamen
demgegenüber nicht zur Geltung. Am Geldmarkt nannte man für Tages=
geld
bei ſtärkerem Angebot einen Satz von 3 bis 5 Prozent und darunter,
während ſich Monatsgeld auf 7 bis 8 Prozent hielt. Die Schätzungen

ſchweizeriſchen Franken auf 3.35 befeſtigte. Am Vortag nannte man noch
einen Kurs von etwa 2.60. Angeblich hängt dieſe Bewegung mit den
rumäniſchen Anleiheverhandlungen zuſammen, doch ſcheint es ſich um
eine ſtaatliche Intervention zu handeln. Das Pfund zog auf 4.8570 an.
LondonMailand 106.25, Kabel New York-Berlin 4. 2135. Im wei=
teren
Verlauf der Börſe blieb die Grundſtimmung feſt, allerdings unter
Schwankungen. Im Vordergrund des Geſchäfts ſtanden Montanaktien
und J.=G. Farbeninduſtrie, außerdem Autowerte, bon denen Ablerwerke
auf die geplante Termineinführung 9 Prozent gewannen. Auch Zell=
ſtoffwerte
geſucht. In der zweiten Stunde beobachtete man hier und da
Gewinnmitnahmen der Spekulation. Privatdiskont, kurze Sicht 4¾,
lange Sicht 4½. An der Nachbörſe wurde die Tendenz abermals recht
feſt, wobei Mannesmannaktien Rheinſtahl, Oberkoks und Deſſauer
Gas im Mittelpunkt ſtanden. Auch F.=G. Farben hatten bemerkenswert
lebhaftes Geſchäft zu 313.5. Die Börſe ſchloß damit auch im Nachbörſen=
verkehr
in ſehr zuverſichtlicher Verfaſſung. Schiffahrtsaktien und Bank=
aktien
belebt und feſter.

Augsb.=Nürnb. Maſch
Bamag=Meguin ..
Bank el W...
Berlin. KarlsruheInd
Braunkohl.=Briketts
Bremer Wolle.
Teutſch.=Atlant. Tel.
Teutſche Maſchinen
Deutſch.=Nied. Tel.
Deutſche Erdöl".
Deutiche Petroleum.
Tt. Ka iwerke.
Donnersmarckhüte.
Tynamit Nobel..
Elektr. Lieferung. . . .
J. G. Farben ...
R. Friſter.
Gelſenk Gußſtahl.
Halle Maſchinen..
Han Maſch. Egeſt.. . .
Hanſa Tampfſchf..

Amſterdam-R.
Cso
Stocholm.
Kelſingſors
Italien
Lonvon".
Nen=York.
Paris.
Eckneiz
Spanien

Deviſenmarkt.

N 3. 25. 3. 24. 3. ceid Brief Geld /Brief Geld Brie 168-43 168.85 168.43/168.85 Wien D.=Oſt. abg 39.21 59.35 1.781/ 1.785 1.781 1.78: Prag. 2.459 12.49: 38.485 58.625 53. 495 58.635 Ludapeſt( Peng 13.45 13.63 0s.81 110.09 og.76/1 10.03 Fapan. 2.070 2.074 r2.27 112.55 1112 31/112.59 Rio de Janeiro 1.497 1.499 U12-7o112.98 12.74/113.0. Sofia 3.0421 3.05 10.59* 10.635 10.597/11.63 Jugollavien 394 .414 19.375 9 415 19 255/ 19.29* Konſtantinopel 2.122 2.1321 120.431 120.490 20.443/20. 495 Liſſabon .. 21.555 21.503 11. 2085! 1.2185 1.2095 4. 2194 Danzig ....... 31.72 81.921 16. 48 16.525 16 485/16.521 Athen ........ 5.47 5.43 180.935! 31.13: 81.00/ 8:.20 Kanada. . . . . 1.205 4.21 75.341 75.25 75.01 75.19 Uruguav. . . . . 4.235 4249

geid
59.23/ 59.37
12.46.
73.45
2.073/ 2.077
0 4975/ 4995
3.042/ 3.052
7.395
2.1311 2.141
21 525/

Zrief
12.502
73.65
7.415
7.575

g1. /7/ 81.97
5.47 5. 49
4.209 4.219
4.235/ 4.245

25. 3. 24. 3. 25. 3. 17778 178. Hemoor Zement.. . 235. 141.-* 143. Hirſch Kupfer ... 110.5 113. 60. Höſch Eiſen..." 201. 203.75 Hohenlohe Werke. 35. 30. 99.25 1oo. Kahla Vorzellan 139 130. 221. 221. Lindes Eismaſch. . 183 187.- 139. 137. Lingel Schuh. 83.75 88.,5 180. 190.25 Linke u. Hofmann 85. 87.75 124 19. Loewe u. Co.. 323. 3 31.5 127. 123.1251 . Loren; 145. 144. 13. 13.23 Niedeclauſitzer gohle 212. 215. 183. 191.875 Nordd. Gummi. 78. 78.5 Orenſtein. 13o. 135. 152,5 153. Rathgeber Waggon 1109.75 131.5 135.5 Romba her Hütten. 11.5 10.5 148. 48.5 Roſitzer Zucker... 102. 193.75 230.5 Rütgerswerke ... 144.75 143.25 305. 308. Sachſen verk ... . . . .
Sächſ Gußſtahl ... . / 162.5 123. 129. 103. 103.875, 182.5 52. 53. Siemens Glaz.... 190. 19. 18.875 Ver. Lauſitzer Glas 158. 250.5 251.75 Volkſtedter Porzell. . 62.5 193. 191. Weſtf. E. Langendreer 55. 55. 131. 131. Wittener Gußſtahl.. 59. 59. 234. Wanderer= Verke... 221.875 225.

Vor Englands Eintritt in den Stahltruſi.
Die deutſch=engliſchen Verhandlungen über Englands Eintritt in
den europäiſchen Stahltruſt ſtehen bis auf eine geringe Divergenz in
der Quotenfrage vor dem Abſchluß. England fordert eine Quote von
10 Millionen Tonnen, das Höchſtangebot des Stahltruſtes ging bisher
auf 9½ Millionen Tonnen. Der Unterſchied beruht auf den verſchieden=
artigen
Berechnungsmethoden der engliſchen Produktion ſeitens der eng=
liſchen
Unterhändler und der Vertreter des Stahltruſtes.
Produkienberichte.
Mainzer Produktenmarkt vom 25. März. Weizen 2929,5),
Roggen 25,7526,25, Hafer 20, Braugerſte 24,50N7. Auszugsware
beſſer gewertet. Futtergerſte 1921,50. Weizenmehl 4040,50, Roggen=
mehl
36,50, Weizenkleie fein 15, dito grob 16, Roggenkleie 16 Weizen=
futtermehl
16,25, Malzkeime 16,5017,50, Kleeheu 1111,25, Wieſenheu
8,509, Maſchinenſtroh 3,50, Drahtſtroh 4,5005. Weiße Bohnen 24,50,
Haferflocken 4142, und Grauben 36,50.
Frankfurter Produktenbericht vom 25. März. Der Wochenſchluß
zeigte geringſte Geſchäftsluſt, da weder vom In= noch vom Auslande An=
regung
vorlag. Die Preiſe waren unverändert. Für 100 Kilogramm
Parität Frankfurt a. M. bei Waggonbezug wurden bezahlt: Weizen
28,25, Roggen 26,5026,75, Sommergerſte für Brauzwecke 25,5037,
Hafer inl. 222,50, Mais gelb 18, Weizenmehl 39,5050, Roggenmehl
36,5036,75, Weizenkleie 14,25, Roggenkleie 14,5014,75.
Berliner Produktenbericht vom 25 März. Das Intereſſe des
Marktes hat ſich wieder in verſtärktem Maße dem Roggen zugewandt.
Nachdem in den letzten Tagen anſehnliche Mengen Weſternroggen ab=
geſchloſſen
worden ſind, lauteten die Forderungen der Ablader heute
um 1520 Guldengents höher, ohne daß es fedoch bis zur Abſhaffung
des Berichdes zu Abſchlüſſen gekommen wäre. Im Zuſammenhang mit
den höheren Auslandsforderungen ſtellten ſich am Lieferungsmarkt die
Preiſe für Roggen nicht unerheblich höher, vom Inlande fehlt Roggen=
angebot
faſt gänzlich, und das wenige aus dem Oſten herauskommende
Material hat weiter Abzug nach Polen. Für Weizen waren die Aus=
landsforderungen
ziemlich unverändert, und auch hier herrſchte ſtetige
Tendenz. Nur März=Weizen erfuhr auf kontraktlich befundene An=
dienungen
einen ſtärkeren Rückgang. Weizenmehl bleibt reichlich offe=
riert
und begegnet nur geringerer Nachfrage. Für Roggenmehl ſind
dageren vereinzelt höhere Forderungen durchzuſetzen. Hafer iſt bei
kleinem Angebot befeſtigt. Für geringe Qualitäten von Weißhafer be=
ſteht
Nachfrage ſeitens Polen. Gerſte blieb in Markt= und Preislage
unverändert.
Viehmärkte.
Verlegung des Frankfurter Viehmarktes in der Karwoche. In der
Karwoche wird der Donnerstagsmarkt vom 14. April auf Mittwoch,
den 13. April, und in der Oſterwoche die Montagsmärkte vom 18. April
auf Dienstag, den 19. April, verlegt. Sonſtige Marktverlegungen
finden in dieſen Wochen nicht ſtatt.
Amerikaniſche Kabelnachrichten.
* New York, 25. März. (Prib.=Tel.)
Weizen: Der Markt nahm einen ziemlich ſtetigen Verlauf, da die
Exportnachfrage gut war und höhere ausländiſche Notierungen vorlagen,
außerdem die Ankünfte ſich in kleinen Grenzen hielten. Im Schlußver=
kehr
trat eine Abſchwächung ein auf günſtige Wetterberichte. Die
Termine ſchließen meiſt ½ C. höher.
Mais: Der Markt begann i ſtetiger Haltung auf gebeſſerte Export=
nachſrage
. Dann wurde die Haltung ſchwach auf Abgaben und Liqui=
Berlin, B. März. dationen. Die Termine ſchließen bis 1 C. höher.
Hafer: Der Markt nahm einen feſten Verlauf und zeigt Kurs=
gewinne
bis ½ C. und darüber.
Baumwolle: Niedrigere Liverpooler Kabel und weitere Abgabe=
neigung
der Pflanzer hatten eine Abſchwächung zur Folge. Im Schluß=
verkehr
konnte eine Befeſtigung eintreten auf ſtärkere Kaufluſt für den
Export.
Kaffee: Der Markt nahm einen überwiegend feſten Verlauf, beſon=
ders
nahe Termine waren feſt. Höhere ausländiſche Notierungen und
Deckungskäufe der Kommiſſionsfirmen regten an. Im Schlußverkehr
trat eine Abſchwächung ein auf höhere Ernteſchätzungen aus Santos und
Liquidationen.
Bucker: Der Markt nahm einen ziemlich feſten Verlauf auf zurück=
haltendes
kubaniſches Angebot, größere europäiſche Käufe und Käufe der
Wallſtreetſpekulation und des hieſigen Handels.
Kakao: Der Markt begann in ſtetiger Haltung auf höhere auslän=
diſche
Kabel. Dann trat indes eine Abſchwächung ein auf Verkäufe des
lokalen Handels, Kaufreſevve der Fabriken und auf Liquidationen.
Kleine Wirtſchaftsnachrichten.
Das Deutſche Lichtſpiel=Syndikat hat in Leipzig eine große Tagung
abgehalten, in der beſchloſſen wurde, den Tängkeitsbereich des Syndi=
kats
inſofern zu erweitern, als in Ausſicht genommen iſt, eine euro=
päiſche
Filmgeweinſchaft zu gründen, deren Tendenz gegen Amerika ge=
richtet
iſt.
In der franzöſiſchen Filminduſtrie herrſcht lebhafte Bewegung wegen
des ſtändigen Vordringens und der Eroberung des Filmmarktes durch
Amerika. Die Vereinigung der franzöſiſchen Film=Induſtriellen richtete
an die Mimiſter Poincaré, Herriot und Bokanowfki eine Eingabe, in der
ſie auf die Gefährdung der franzöſiſchen Filminduſtrie hinweiſt.
Die ſchwediſche Zündholzgeſellſchaft verteilt für 1926 eine Schluß=
dividende
von 10 Prozent. Infolgedeſſen beträgt die Jahresdividende
15 Prozent gegen 12 Prozent im Vorjahr.
Der achte Auktionstag im Verlauf der derzeitigen Londoner
Kolonialwollauktionen brachte ein Geſamtangebot von 12800 Ballen.
Die Preiſe halten ſich auf der Baſis der Vortage. Die Konkurrenz
zwiſchen deutſchen, franzöſiſchen und engliſchen Käufern iſt unverändert
lebhaft.
Wie uns gemeldet wird, hat das polniſche Eiſenſyndikat ſeine Ver=
längerung
bis zum 1. Juli d. J. beſchloſſen. Man glaubt, daß bis zu
dieſem Termin die Aufnahme der polniſchen Eiſeninduſtrie in die Inter=
nationale
Rohſtahlgemeinſchaft vollzogen werden wird.
Zwecks endgültiger Feſtlegung des Wortlautes für das Tabab=
monopolabkommen
zwiſchen Danzig und Polen iſt ein Sachverſtändiger
des Warſchauer Finanzminiſteriums, der Abteilungsvorſtand der pol=
niſchen
Tabakmonopolverwaltung, Lewiſki, aus Warſchau in Danzig
eingetroffen. Die Verhandlungen werden vorausſichtlich 2 bis 3 Tage
in Anſpruch nehmen.
Die litauiſche Ausfuhr betrug im Februar 25,6 Millionen Lit, die
Einfuhr 15,7 Millionen Lit. Gegenüber dem Januar hat die Ausfuhr
einen Rückgang von 0,7 Millionen, die Einfuhr eine Verminderung um
0,9 Millionen Lit erfahren.
Nach einer Meldung aus Bukareſt iſt der Entwurf des neuen rumä=
niſchen
Zollgeſetzes fertiggeſtellt worden. Er ſieht einen Minimaltarif
und einen autonomen Zolltarif vor. Die Sätze des letzteren ſind um
5 Prozent höher als die des Minimaltarifes.
Die Schweiz beabſichtigt eine Erhöhung der Einfuhrzölle für Auto=
mobile
und hat in dieſer Angelegenheit ſchon mit dem italieniſchen
Handelsminiſterium verhandelt. Italien verlangt als Gegenleiſtung
einen günſtigen Anſatz der Einfuhrzölle für italieniſchen Tabak. Die
Verhandlungen ſind aber ergebnislos abgebrochen worden.
Wie aus Rom gemeldet wird, beabſichtigen italieniſche chemiſche
Induſtrielle einen Truſt nationaler chemiſcher Induſtrien zu bilden.
Die American Smelting and Refining Co. ermäßigte den Bleipreis
um 10 Punkte auf 7,55 Cents per Pfund. Bekanntlich war eiſt anfang
März eine Preisſteigerung um 10 Punkte auf 7,65 Cents erfolgt.
Eine Zollgerichts ntſcheidung in New York ermäßigt den Einfuhr=
zoll
für geſtrickte Handſchuhe von 90 Prozent auf 75 Prozent des Werdes.
Wie verlautet, ſind die engliſch=braſilianiſchen Verhanölungen wegen
einer Stabiliſierungsanleihe geſcheitert. Wahrſcheinlich werde die neue
braſilianiſche Regierung Verhandlungen mit einer unter Führung von
Dillon Read u. Co. ſtehenden amerikaniſchen Bank ngrußze einleiten.
Nach einem Telegramm cus Melbourne hat die auſtraliſche Negie=
rung
die Exportprämie für Wein von 4 sh auf 1 sh 9 d pro Gallone er=
mäßi
=

[ ][  ][ ]

Geite 12

Samstag, den 26. März 1927

Nummer 85

Suriftädter H. Hatisnar

Gransfarter Harodericht boi Wo. Miutf Login

Staatspapiere
a) Deutſche
D. Reichsanl. Ablöſ=
Schuld einſchl.
Ausloſ.=Sch. I. Teil/320
I. Teil/322
D. Reichsanl. Ablöf=
Schuld ohne Aus=
loſungsſcheine
.. . 24.2
6 /-% Reichsp. Sch.
p. 1. 10. 30 ...
7% Baher. Staats=
Sch. p. 1. 4. 29
6‟/.% H. V. Sch.
p. 1. 4. 29
98
6‟/,%0 Pr. St.=Sch.
p. 1. 3. 29
6,% Pr. St.=Sch.
p. 1. 10. 30 ..
7% Sächſ. Freiſtaat
Schatz. p. 1. 7. 29/ 99.75
7% Sächſ. Freiſtaat
Schatz. p. 1. 7. 30/ 99.75
6½% Württ. Freiſt.
Schatz. p. 1. 3. 29/ 98.5

Ri Min
(Bagd.) II
4
(Bagd.) II
4% Türk. unif. 190:
4½ 1911 Zoll.)

Au
22I.
16

4½% Ung. St. 1913
4½% St. 1914
4½ Goldr. ..
4% St. 10 .
4½ Kronr. ..
3% Eiſ.Tor..
Außereuro=
päiſche

5% Mex lam. in abg
5% äuß. 99 . .
4% Gold04ſtf.,
30 konſ. inn. .
4½% Irrigat.,
5% Tamaulivas I,

231
2.27

b) Ausländiſche
5%Bos. E.B 1914
%L.Inv. 1914
½% 1898 ...
½% 1902 ...
4½ ....

4.5

5% Bulg. Taba 102

4½% Oſt. Staatsr.
v. 1913, Kdb.1918
4 ½%Oſt. Schatz. 14
4½% Oſt. Silberr.
4½ Goldr. ..
4% einh. R. (kon)

8½ Port. (Spz.) III 11

4½ Rum.am. R. 03
½% Gold. 13 ..
4% am.konv..
4% am. 05.. .

10.5
21.25
8

Sachwert= Schuld=
verſchreibungen

Mit Zinsberech=
nung

10%Berl. H.=B1. G.
8
6% Berl. St.=Gold
8% Darmſt. St.:G
8% D. Hyp.=Bank
Meining., Goldpf
8% Frl.=Hhp.=B.,
Goldpfdbr.
7% Frkf. H.=B. Gld
8% Frkf. Pfbr.=Bk.
Goldpfdbr.
7% Pfbr. =Bk.=Gld
5% Frkf. Pfdbr.=Bk.
Goldpfdbr.
8% H. Lds.=Bk. Gld
7%
10% R. Elektr. Mark
(Hagen) Goldobl
8% K. Landesbank
Darmſt. Reihe 1
Reihe III.
7%M.=Krft. Höchſt

108

95.5
100.75

04

88 Mannh. St.=6.
8% Naſſ. Ldb. Gold
80 Nbg. St.=Gldal.
8% Pfälz. Hyp.=Bk.
Gold=Pfdbr. .
8% Pforzh. St.=G.
8% Pr. Centr.=Bd.=
Cr.=Bk. Gldpfbr.
82 Pr. Centr.=St.-Goldpfbr.
8% Rh. Hhp.=Bank
Gold=Pfdbr. . ..
% Rh. St.=W. 25
10% Rh.=Weſtf.=B.
Cr.=Bk. Goldpf.
8% Südd. B. Cr.=B.
Goldpfdbr.
70 B. Stahlw. Düſ=
ſeldorfHyp
.=Gld.. mit Option
7 % V. Stahlw. Düſ=
ſeldorfHhp
.=Gld.. ohne Option
8% Voigt &Häffner
Goldobl... . . . .."
8 Württbg. Hhp.-
Bank Goldpfbr.

101.5
104.8

105
03

109.5

98.75
Meé

102
98.25

105
103

102.75
103

103.5
102.5

104.75

101.5
101.5
96.25

Ohne Zins=
berechnung

5% Bdw. Kohl 23
6% Großkr. Mannh.
Kohl. 23/ 15.
6% Heſ. Brk.=Rg. 23
5% Roggen . 231 8.92
50 Pr. Kaliw. . . 6.3
50 Pr. Roggenw. 8.85
5% Südd. Feſt=B. G 2.20
Vorkriegs=Hyp.=B.
Pfandbriefe
Bahr. Vereinsb. .
Bahr. Handelsb.. . / 22.25

Bahr. Hyp.u. Bechſſ
B rliner Hhp.=Bk.
Frkf. Khp.=Bk
Frif. Piandbr.=Bk.
Hamb, Kyp.=Bk.
Mecklb Hn-.u. Wb.
Meining. Eyp.3I.
Nordd. Gr.-r..5
Pfälz. Hhp.=Bk.
Preuß. Bod.=Cr.=B
Pr. Cent.=B.=Cr.=B
Preuß. Pfdbr.=Bk.
Rhein. Hyp.=B....
Rh. Wſtf.=B.=Cr.=B.
Südd. Bodenkr.
Württ. Hyp.=Bk...
Staatl. od. prov.
garantiert
Heſſ. L.=Hyp.=B...
Landeskr. Caſſel".
Naſſau. Ldsb.
Obligationen v.
Transportanſt.
4% Eliſ.=Bahn ſtfr.
42 Galiz. Carl=
Lud.=B.
abg.
4%
5% O. Sb. /Lb.)ſtfr.
2.6% Alte
2.6% Neue.
50 Oſt.-Ung. 73/74
4¾Oſt. Staatsb. 83
3%Oſt. . 1.b.8.E.
3%Oſt. . 9. E. ..
3%Oſt. . 1885 ..
3½Oſt. Erg. Netz
3½ Raab Oedbg. 83
91
3%6
97
4½ Rud. Silber..
4 Rud. Salzkg.)
4½% Anat., S.I
4½% Anat. S. III
4½% Anat. S. IIII
3% Salon. Monaſt.
5% Tehuantepec..
4½%

16.65
17.32
13.30

13.7

16.4

14.6
14.5
14.65
13.3
16 4
16.3

14.5
14.5

Kanae
Allg. D.=Kredit.
Bad. Bk. ..."
Bk. f. Brauind. .
Barmer Bankv.
Bay. Hyp.=Wchſ...
Berl. Handelsgeſ.
Comm. u. Privatb.
Darmſt. u. Nat.=Bk.
Deutſche Bank
D. Eff.u. Wchſ.=Bk
D. Hyp.=Bk. Mein.
D. Vereins=Bk.
Disk.=Geſellſch.
Dresdener Bk.
Frankf. Bk. . .
Frkf. Hyp.=Bk..
Frkf. Pfdbr.=Bk. ..
Gotha. Grundkr. Bk.
Lux Intern Bank
Metallbank.
Mitteld. Creditb.
Pfälz. Hyp.=Bk..
Pr. Bd.=Creditbank
Hyp=Akt.=Bank
Reichsbank=Ant.
Rhein. Creditbk.
Rhein=Hyp.=Bk. . .
Südd. B.=Creditbk.
Südd. Disc.=Geſ..
Oſterr. Creditanſt.
Wiener Bankverein

171
168

173.25
199

25
279
190.5
158.75
168
122
183
184.5
145

Oberbedarf ... . ..
Otavi=Min.=Ant..
Phönix=Bergb. .."
Rhein. Braunk. . . .
Rhein. Stahlw.. . .
A. Riebeck Montan
Rombach. Hütte
Salzwerk Heilbr.
Tellus Bgb.. ... . .
Ver. Laurahütte
Ver. Stahlwerke ..

119
39.5
135.5

225.9

11.7
175
126
94.25
147.5

Indnſtrie=Akt.
Brauereien

90

11.5
K.
51
56.5
163.5
256.5

Eichbaum (Mannh.)
Henninger ......"
Hercules Heſſiſche.
Löwenbr.=München
Mainz. Aktienbr. .
Schöfferhof(Bind.)
Schwarz Storchen=
Tucher, Nürnberg.

Werger

230
196

254
352.5
72

175

150
210

165

6.7

12

Bergwerks=Akt.

33.5
28.5
28

27.5

Bochum. Bergb. .
Buderus. . . . . . . ."
Dt. Luxemburg . .
Eſchw. Bergw...
Gelſenkirch. Bgw.
Harp. Bergb....
Ilſe Bergb. St.
Genußſchein
Kali=Aſchersleb.
Kali. Salzdetfurt.
Kali. Weſterregln.
Klöcknerwerke ...
Mannesm.=Röhr
Mansfelder . ....

188
1122
185
170.5
186
232.25
329.5
158:,
204
263
207
180.25
218
149:1.

Akkum. Berlin.
Adler & Oppenh...
Adlerw. (v. Kleyer)
6%A. E. G. Bzg. A.
5% A. E. G. Vzg. B..
A. E. G. Stamm . .
Anglo=Cont. Guano
Bad. Maſch. Durl.
Bad. Uhren, Furtw.
Bamag=Meguin.
Baſt Nürnberg ...
Bayr. Spiegel ...
Beck & Henkel ..."
Bergmann El. . . . .
Bing. Metall. ..."
Brem.=Beſigh=Ol..
Bürſtenfbr. Erlang.
Cement=Heidelb. . .
Cement. Karlſtad1
Cement. Lothr.. . .
Chem. Albert. . . . .
Chem. Brockh. ...
Chem. Milch ...."

176.75
140
138
93.5
85.75
163.75

94.5
189
37.9
76

165
187

167
106
79

Daimler=Benz A. 6
Dt. Eiſenhandel.
Deutſche Erdöl ..."
D. G u. Silb. Scheid.
Dingler. Zweibrück.
Dresd Schnellpr.
Dürtopp .. . .."
Dürr. Rattingen.
Dyckerhoff & W.
Eiſenw. Kaiſersl.
El. Licht= u. Kraft
El. Lieferung ....
Elſ. Bad. Wolle ..
Email. Ulrich
Enzinger Werke
Eßlinger. Maſch.
Ettlinger Spinn. .
Faber Bleiſtift...
Faber & Schleicher
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Farbenind. J. G.
Felten & Guilleau.
Feinmech. (Jetter)
Feiſt. Sekt
Frankfurter Gas ..
Frankfurter Hof..
Frrf.=M. Pok. u. W
Geiling & Cie.
Germania Linol..
Gelſenk. Gußſt
Goldſchmidt. Th.. .
Gotha Waggon".
Gritzner Maſch.. ..
Grün & Bilfinger
Hafenmühle, Frkft.
Hammerſen . . . . . .
Hanfw. Füſſen ...!"
Hanſa=Lloyd. Br.
Hartm. & Braun ..
Heyligenſtaedt. . ..
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Hindrichs=Aufferm.
Hirſch, Kupfer ..."
Hoch=Tief Eſſen .."
Holzmann . . . . . . .
Holzverk. Ind.. . .
Hydrom. Breslau".
Fnag ....

191
40

158.5

202
203.5
50.25
58
95
223
127
126.5
42
308
162

175
112.5
106
89.5
290.5
19
150.5
25
122 25
187

Af5
62

114
141
191
79.5
46.5
81.2

Junghans St.
Kammg. Kaiſersl.
Karlsruher Maſch.
Karſtadt, R.
Klein Sch. & Becker
Knorr. Heilbronn
Konſerv. Braun
Krw. Alt=Württbg
Krauß Lokom.
Lahmeyer ......."
Lech, Augsburg ...
Lederw Rothe .
Spicharz..
Linge Schuhw.
Löhnberg Mühle
Ludwigsh. Walzm
Lüdenſcheid Metall
Lux. Induſtrie
Mainkraft Höchſt
Mars=W. Nürnberg
Metallgeſ. Frrf.
Miag. Mühlenb. . .
Moenus. Stamm
Motorenf. Deutz.
Motorenf. Oberurſ.
Münch. Lichtſpielk.
Neckar). Fahrz.
Neckarw. Eßlingen
Peters Union
Pfälz. Näh Kayſer
Philipps. . .
Porzellan Weſſel
Rein. Gebb.& Scha
Rhein. Elektr
Rhenania,Kunheim
Rütgerswerke ..."
Schneid. & Hanau.
Schnellpr. Frank.
Schramm Lackf. .
Schrift, Stemp.. . .
Schuckert, Elektr.
Schuhf. Weſſel.."
Schuhf. Herz..
Schultz. Grünlack
Seilind. Wolff...!
Siemens Glas".

125.7
Afe
45.1
175
139
190
76
Rr6

173.5
139.75
36.5

58.5
143

135
140
193.5
164
72

Südd. Immob.
112:
Südd.Zucker=A.=G.
Thür. eleftr Lief 131..,
Uhren Furtwäng. / 36.3
Unterfr. Kr. =El.=V
Beithwerke
75
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Ver. d. Olfbr. Mann. / 91..
Ver. Faßſ. Caſſel. 94 1
Gummi. Bln.=Frkf.
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Volthom. Eei
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Wahß, & Frehtag 1195 5
Wegelin Rußfbr. 1145 5
Zellſt. Aſchaffenbg. /179.0
Zellſt. Waldhof ... 1269.0
Zuckerf. Rheingau.!

67

Transport= und
Verſicherungs=Akt.

133.5

123
64
68.5
65
130.5
176
143.75

Dt. Reichsb.=Vorz
A. Dt. Eiſenbahn
A. Lokalb. u. Kraftr
Dt. Eiſenb.=Geſ.
Schantung E.B.
Südd. Eiſenb.=Ge
Hapag ...."
Nordd. Lloyzd. . . ..

109.0

112
113.5
132

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72.5 Dampfk. Rodberg
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60.5 Gebr. Lutz...."
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Gebr. Roeder ....
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Aus den Amtsverkündigungen des Kreisamts
Darmſtadt und den Bekanntmachungen des
Polizeiamts Darmſtadt.
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2 Drücker am Ring. 1 Kinderfrühſtückskörb=
chen
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Schlangenform. 1 künſtliche Roſe. Ein
Zwanzigmarkſchein 1 ſlberne Herren=
ſchlüſſeluhr
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kl. farb. Perlen=Portemonnaie mit 16 Mk.
Sonntagsdienſt und Nachtdienſt in
den Apotheken Darmſtadts: Es verſehen
den Sonntagsdienſt und in der Woche vom
26. März bis einſchließlich 2. April den
Nachtdienſt die Löwen=Apotheke, Ballon=
platz
11, die Adlerapotheke, Wilhelminen=
platz
17, die Hirſch=Apotheke, Nieder= Ram=
ſtädterſtraße
21.

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Lackier-Arbeiten

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ausg eführt

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Darmſtädter Wochenmarkt.

Die Verſteigerung der ſtändigen Markt=
ſtandplätze
vom 14. d8. Mts. iſt ge=
nehmigt
. Die Ausweiskarten für die
genehmigt und nachträglich aus der Hand
vergebenen Plätze ſind gegen Zahlung
des Standgeldes für das 1. Ziel (April
Mai 1927 vom 28. d8. Mts. ab bei dem
ſtädtiſchen Marktmeiſter (Stadthaus
Rheinſtr. 16/18, Zimmer Nr. 26) in Emp
fang zu nehmen.
(st517
Darmſtadt, den 23. März 1927.
Der Oberbürgermeiſter.

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Alle Knaben und Mädchen, die nach
acht= bezw. neunjährigem Schulbeſuch
die Schule verlaſſen, ſind verpflichtet,
noch 3 bezw. 2 Jahre lang die Fortbil=
dungsſchule
zu beſuchen, auch ſolche, die
von auswärts und hier beſchäftigt ſind
Die Neuaufnahme findet ſtatt am
Montag, den 28. und Dienstag,
den 29. März 1927, nachmittags 3 bis
6 Uhr, und zwar für Metallarbeiter und
Bauhandwerker jeder Art im Schul=
haus
Landgraf=Philipp=Anlage 6
für Schuhmacher, Sattler, Kammacher
Schneider, Poſamentiere, Metzger, Bäcker
Konditoren, Kellner, Köche, Friſeure,
Gärtner, Schriftſetzer, Buchdrucker, Buch=
binder
, Landwirte, Fabrikarbeiter, Haus=
burſchen
, Taglöhner, Schneiderinnen,
Putzmacherinnen, Weißzeugnähe=
rinnen
im Schulhaus Nieder= Ram=
ſtädterſtraße
8; für Kaufleute (einſchl.
Drogiſten) und Schreiber männlichen und
weiblichen Geſchlechts im Schulhaus
Hermannſtraße 21 (Mornewegſchule);
für alle Mädchen, die nicht gewerb=
lich
und kaufmänniſch tätig ſind
im Schulhauſe Alexanderſtraße 27.
Alle von auswärts neu zugezogenen
Fortbildungsſchulpflichtigen der drei
Jahrgänge haben ſich an den gleichen
Tagen in den betreffenden Schulhäuſer:
zu melden.
Näheres wird bei der Anmeldung
bekanntgegeben.
(st4946
Darmſtadt, den 28. Febr. 1927.
Der Borſitzende des Schulvorſtandes.
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.

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ſteuern für 1926.

Das 6. Ziel dieſer mit grünem Steuer
beſcheid angeforderten Umlagen iſt be
Meidung der Beitreibung bis einſchließ
lich 5. April 1927 an die unterzeich=
nete
Kaſſe zu zahlen.
(st516.
Darmſtadt, den 22. März 1927.
Stadtkaſſe Darmſtadt.

ſter

Die Nutzholzverſteigerung vom 23. ds
Mts. iſt genehmigt. Ausgabe der Ab
fuhrſcheine am 30. ds. Mts.; Ueberwei
ſung und erſter Fahrtag der 31. d. Mts.
Darmſtadt, den 24. März 1927. (514
Heſſ. Forſtamt Kranichſtein.

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fiskus
auf 10,6 ha großen erpachteten
Gelände der Sammelſtation in Godde=
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1000 qm, 2 zu je 3000 qm und 2 zu je
3700 qm Bodenfläche mit Laderampen,
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den hiermit zu der am 11. April 192,
nachmittags 4 Uhr, im Büro der Geſei
ſchaft in Darmſtadt, Landwehrſtraße ,
ſtattfindenden
XAUIII. ordentlichen Generalverſammlung
eingeladen.
Tagesordnung:
1. Geſchäftsbericht des Vorſtandes, ſonr:

re
Krb
Vorlage der Bilanz mit Gewinn uw) unffurt aſ
Verluſtrechnung für das Geſchäftsjcn W 5157
1925/26, unter Mitteilung gemäß §29
HGB., daß das Grundkapital um mei=
als
die Hälfte verloren iſt.
2. Bericht des Aufſichtsrats über die Pme
fung der Bilanz nebſt Gewinn= u. Vei
luſtrechnung.
3. Beſchlußfaſſung über Genehmigung E=
Bilanz nebſt Gewinn= und Verluſtreer
nung und Entlaſtung des VorſtandNd
und Aufſicht rates.
Un
4. Reorganiſierung der Geſellſchaft dung
folgende Maßnahmen:
a) Herabſetzung des Grundkapitals v.n
RM. 912 000 auf RM. 112 000 dun=
Zuſammenlegung von je Stück
Stammaktien à RM. 60 in 1 Stamn=
aktie
zu RM. 100 und Umwandlury
der RM. 12000 Vorzugsaktien à RX.
40 in Stück 120 auf den Inhaberlaw
tende Stammaktien, zu je RM. 100

b) Erhöhung des Grundkapitals um einen
Betrag bis R.M. 238 000 auf einen BBI
trag bis RM. 350000 durch Ausgal!
neuer Stammaktien auf den Inhab o.
zum Nennbetrage auf je RM 1aI
Feſtſetzung der Modalitäten der 3:2
ſammenlegung der alten und der Aun=
gabe
der neuen Aktien; Ermächtigur / / Rkter
an den Aufſichtsrat, die Einzelheite!
zu beſtimmen.
c Entprechende Abänderung der 85 In
16, 23 der Statuten.
5. B ſchlußfaſſung über vorſtehende Punkik
bis 4 durch die Generalverſammlunn
und durch die Aktionäre jeder Gattun=
in
geſonderter Abſtimmuug.
6. Aenderung des § 16. der Statuten (E2
leichterung der Hinterlegungsbeſtimmun.
gen und Erleichterung der Vertretung
von Aktionären).
7. Aenderung des 819 der Statuten dahlfr
gehend, daß einfache Stimmenmehrhes
genügt, ſoweit geſetzlich nichts andere
zwingend vorgeſchrieben iſt.
8 Ermächtigung des Aufſichtsrates zur Felitl
ellung der Faſſung der Statuten auu
Grund der Beſchlüſſe der Generape.
ſamnlung und zu Aenderungen, die Na"
die Faſſung betreffen.
9. Aufſichtsratswahl.
Zur Teilnahme an der Generalven
ſammlung ſino diejenigen Aktionäre bereſ."
tigt, weiche ſich bis längſtens 7. Abril 28
Js bei unſerer Kaſſe oder folgenden Stelle!"
3 heiniſche Creditbank, Mannheine
Deutſche Bank, Filiale Frankfurt, Fiome

jurt a. M.,
Deutſche Bank, z iliale Darmitadt, Darme
ſ.ad:,
Tarmſtädter und Nationalbank, Komme

Geſ. auf Aktien, Darmſtadf.
Tax tſzädter und Nationalbank, Filia!
Fraakfurt, Frankfurt a. 27.
2iquila Aktiengeſellſchaft für Handeie
und =Induſtrieunternehmungen
Frankfu t a. M.
ſur den Beſitz ihrer Aktien ausweiſene
Darmſtadt, den 18. März 1927
Der Anfſichtsrat.
(51S
König.

[ ][  ][ ]

Unsere ständigen Mitarbeiter
gestatten sich hiermit / Ihnen erneut ihre Karten
zuüberreichen und bitten / sich Ihrer im Bedarfs-
falle
zu erinnern.

Samstag, den 26. März 1927

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anerkannfen Qualitätsfahrrädern der Sonderklasse
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Samstag, den 26. März 1927

Nummer 89

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[ ][  ][ ]

Nummer 85

Reich und Ausland.
Reichspräſident von Hindenburg.
Der Herr Reichspräſident v. Hindenburg hat der
Sahresſchau mitgeteilt, daß er gern bereit iſt, das
Shrenpräſidium der Jahresſchau Deutſcher Arbeit
1927 Das Papier zu übernehmen.
Frankfurter Chronik.
WSN. Sturm im Frankfurter Stadt=
arlament
. In der letzten Stadtverordnetenver=
ſcmmlung
kam es bei der Beratung des Kapitels
Wohlfahrtsamt im Bericht des Stiftungsausſchuſſes
um Haushaltsplan 1927/28 zu erregten Szenen. Es
wmmt zu einer Geſchäftsordnungsdebatte, in deren
WBerlauf die bürgerlichen Parteien unter lautem Lärm
er Linken, der durch die Präſidentenglocke und das
Soſchhorn übertönt wurde, den Saal verlaſſen. Nur
Eänige Mitglieder des Zentrums blieben. Da die Be=
achlußfähigkeit
des Hauſes angezweifelt wird, folgt
eine Auszählung, die jedoch die Beſchlußfähigkeit des
ſrauſes ergibt. Inzwiſchen verſuchen die Bürger=
lahen
, die noch im Saal befindlichen Mitglieder des
entrums herauszuholen. Wiederum erheben ſich Be=
denken
über die Beſchlußfähigkeit. Bei der nun fol=
ganden
Auszählung wird feſtgeſtellt, daß das Haus
necht mehr beſchlußfähig iſt. Der Stadtverordneten=
torſteher
vertagt darauf die Sitzung und beraumt
me neue Sitzung in einer Viertelſtunde an. Nach
(röffnung der neuen Sitzung teilt der Vorſteher mit,
daß laut Geſchäftsordnung zur Einberufung einer
euen Sitzung mindeſtens eine Friſt von zwei Werk=
ugen
gegeben ſein muß, und die Einladung ſchriftlich
zu erfolgen hat. Es wird daher eine neue Sitzung
guf Dienstag, den 29. März, nachmittags 5 Uhr, an=
leraumt
und die heutige Sitzung geſchloſſen.
Eine Gedenkfeier am Hauſe Beethovens
in Bad Mergentheim.
DD. Stuttgart. Es iſt wenig bekannt, daß
Pad Mergentheim nach Bonn die einzige Stätte in
Deutſchland iſt, an der Beethoven gelebt und gewirkt
lat. Wenn es auch nur für kurze Zeit war wenige
Monate des Jahres 1791, in denen ſein Gönner, der
Kurfürſt Max Franz, als Großmeiſter des Deutſchen
Zittenordens in der Reſidenz Mergentheim ein
drdenskapitel abhielt , ſo war der Aufenthalt doch
für den jungen Beethoven bedeutungsvoll genug, um
tei ſeinem jetzigen hundertjährigen Todestag ge=
feiert
zu werden. Die Feier wird mit den Eröff=
trungsfeierlichkeiten
des neuen Kurſaales zuſammen=
gelegt
werden und iſt deshalb auf den 11. und
12. Juni feſtgeſetzt. Am 11. Juni, abends, findet eine
Muſikaufführung der verſtärkten Kurkapelle auf dem
dten ſtimmungsvollen Marktplatz ſtatt, die zum
Echluß zuſammen mit ſämtlichen Geſangvereinen und
(chören Bad Mergentheims Die Himmel rühmen. ."
zu Gehör bringen wird. Am 12. Juni vormittags
ird mit einer entſprechenden Feier eine Gedenktafel
ar dem Wohnhaus Beethovens eingeweiht werden.
2anach findet im Kurſaal eine Beethoven=Matinee
ſatt, bei der der bekannte Muſikhiſtoriker Prof. Dr.
Feller von der Hochſchule für Muſik, Stuttgart,
ſrechen und der berühmte Beethoveninterpret, Prof.
empff, das C=Dur=Konzert vortragen wird. Der
bend wird dann die Aufführung des faſt unbe=
tnnten
Werkes von Beethoven Die Geſchöpfe des
Arometheus, bringen.
Höhenrekord eines Leichtflugzeuges.
TU. Berlin. Die Morgenblätter melden aus
Stuttgart: Ein von Regierungsbaumeiſter Kemm
kimſtruiertes einſitziges Kemm=Daimler=Leichtflugzeug
20 hat unter Führung von Dr.=Ing. Werner von
Längsdorf eine Höhe von etwa 6000 Metern
erreicht. Dieſer Flug iſt beſonders bemerkenswert,
weil er mit einem Mercedes=Motor von nur 20 PS
Erfektivleiſtung ausgeführt wurde, während ähnliche
Ekeigleiſtungen bisher von Flugzeugen unter 100 PS
Aotorleiſtung nicht erreicht wurden.
Aus Uebermut in den Tod.
TU. Zwickau. Auf der Heimkehr von einer
Schulabſchlußfeier überſtieg der 20jährige Schüler
Raidolf Richter aus Plauen das Brückengeländer
der Elſtertalbrücke in Zwickau und ſtürzte dabei aus
21 Meter Höhe hinab. Der Schüler war ſofort tot.
Wieder ein deutſcher Flug=Weltrekord!

Samstag, den 26. März 1927

Geite 13

Theater in der Kirche.

Papſi Pius Xl. 70 Jahre alt.

Tie Piloten Schnäbele (links) und Looſe (rechts),
De ſoeben einen neuen Dauerflug=Weltrekord auf=
geftellt
haben, nach ihrer Landung auf dem Flug=
blatz
in Deſſau. Es gelang ihnen, mit 500 Kilo=
Aamm Nutzlaſt die Strecke von 2735 Kilometern
7 22 Stunden 11 Minuten und 45 Sekunden ohne
Zwiſchenlandung zurückzulegen.

Blick auf die Kornmarktkirche in Mülhauſen.
Die ſtädtiſchen Behörden von Mülhauſen haben beſchloſſen, die für religiöſe Zwecke nicht mehr
benutzte Kornmarktkirche mit einem Koſtenaufwand von 300 000 Mark zu einem Theater umzu=
bauen
. Der Umbau ſoll ſo beſchleunigt werden, daß ſchon im nächſten Frühjahr geſpielt werden
kann.
Ein neuer Rieſe der Lüfte.
Für den direkten Flugverkehr Hamburg-London.

Das Flugboot Rocco beim Transport durch die Straßen Berlins.
Nicht geringes Aufſehen erregte dieſer Tage im Norden Berlins der Straßentransport eines
modernen Groß=Verkehrsflugzeugs, des Flugboots Rocco derRohrbach=Flugzeugwerke, das in
Kürze auf der Strecke Hamburg-London quer über die Nordſee ſeinen Dienſt aufnehmen wird.
Die Rocco mißt von einem Flügelende zum anderen 26 Meter und hat eine Höhe von 6,5 Metern.
Sie wird drei Mann=Beſatzung und zehn Paſſagiere mit Gepäck aufnehmen.! Das. Boot iſt in ſo
viele waſſerdicht abſchließbare Räume unterteilt, daß es auch dann noch ſchwimmfähig bleibt,
wenn zwei von dieſen Räumen (und zwar zwei benachbarte) vollaufen würden.

Schnäbeles Weltrekordflug.
DD. Deſſau. Der durch ſeinen großen Flug
BerlinPeking bekannte Flieger Schnäbele hat
eine Leiſtung vollbracht, durch die alle bisher im
Dauer= und Entfernungsflug erzielten Weltrekorde
ſehr weſentlich verbeſſert wurden. Schnäbele hat da=
mit
auch den Rekord überboten, den er erſt am
16. März mit einem Flug über 2300 Kilometer in
16 Stunden erreicht hatte. Schnäbele ſtartete mit der
von ihm bereits im Seeflugwettbewerb 1926 erfolg=
reich
geführten Maſchine I 33 am Montag vormit=
tag
, 7.21 Uhr, auf dem hieſigen Flugplatz. Die amt=
lich
gewogene Nutzlaſt des Flugzeuges betrug 503
Kilogramm. Schnäbele flog Runde auf Runde auf
der Strecke zwiſchen Deſſau und Leipzig, die zu
dieſem Zweck vom Vermeſſungsamt beſonders ver=
meſſen
war, und ſchnitt dabei ſtändig Markierungs=
punkte
, die von Sportzeugen beſetzt waren, die
genau die von der Maſchine zurückgelegten Zeiten
und Entfernungen feſtſtellten. Die Feſtſtellungen an
den Wendemarken zeigten dabei eine Durchſchnitts=
geſchwindigkeit
von 129,5 Kilometern pro Stunde.
Während des ganzen Tages hielt das Junkers= Flug=
zeug
eine bemerkenswerte Gleichmäßigkeit ein. Auch
in den Nachtſtunden verringerte Schnäbele die Ge=
ſchwindigkeit
nicht, da große Leuchtfeuer ihm den Weg
wieſen. Dienstag morgen gegen drei Uhr trat dicker
Nebel ein, der bis in größere Höhen reichte. Jetzt
war es mit der Orientierung vorbei, und ſo kreiſte
Schnäbele noch eineinhalb Stunden über dem Deſ=
ſauer
Flugplatz, bis er morgens um 5.33 Uhr ſeine
Maſchine wieder landete. Damit war Schnäbele ins=
geſamt
genau 22 Stunden 11 Minuten und 45 Sek.
in der Luft geweſen und hatte eine Entfernung von
2735 Kilometern durchmeſſen. Der Brennſtoffver=
brauch
des 320 PS Junkers=Motors betrug 35 Kilo=
gramm
in der Stunde, und die Durchſchnittsgeſchwin=
digkeit
wurde auf 129,5 Kilometer errechnet. Bemer=
kenswert
iſt die große körperliche Leiſtung des Flie=
gers
, der während der ganzen Zeit faſt ohne Unter=
brechung
die Steuerung der Maſchine in der Hand
gehabt hat. Der Rekord wird ebenſo wie der vom
16. März zur Anerkennung als Weltrekord bei der
Federation Aeronautie International angemeldet
werden.
Der Berliner Reeder Viktor Schuppe geflüchtet.
e. Berlin. Viktor Schuppe, der Inhaber der
gleichnamigen Reederei und der Automobilbetriebe
Schuppe in Berlin=Friedenau, iſt unter Zurücklaſſung
von Verbindlichkeiten, die nach der Voſſ. Ztg. auf
1½ Mill. Mark geſchätzt werden, geflüchtet. Die zahl=
reichen
Angeſtellten Schuppes, die ſchon ſeit längerer
Zeit kein Geld mehr erhalten haben, erwirkten einen
Sicherheitsarreſt, konnten aber lediglich die Büro=
möbel
pfänden laſſen. Mit einer Summe von 35 000
Mark, die er einem Verwalter für ſein Garagen=
gebäude
als Kaution abgenommen hatte, iſt Schuppe
flüchtig geworden.

* Der Dresdener Prozeß gegen Hermine
von Schönaich=Carolath.
Vor der 6. Zivilkammer des Landgerichts Dres=
den
fand am Mittwoch ein weiterer Termin in dem
bekannten Prozeß der Sprachheilkundigen Müller
gegen Prof. Dr. Hähnel und das HausDoorn
ſtatt. Wie erinnerlich befand ſich der 13jährige Sohn
der jetzigen Gemahlin des früheren deutſchen Kaiſers,
Prinzeſſin Hermine von Schöngich=Carolath, eine
Zeitlang wegen eines Sprachfehlers bei Profeſſor
Hähnel, Dresden, in Heilbehandlung, der Frau Mül=
ler
zur Durchführung des notwendigen Sprechkurſes
herangezogen hatte. Der Prinz erhielt in etwa ſechs
Wochen 50 bis 60 Stunden erteilt und konnte nach
Ablauf des Kurſes als geheilt bezeichnet werden.
Frau Müllers Entgelt beſtand in 1250 Mark, die ihr
Prof. Hähnel zahlte. Sie erklärte ſich mit dieſer
Summe indeſſen deshalb nicht zufrieden, weil ſie mit
Prof. Hähnel für die Erteilung des Unterrichts an=
geblich
2400 Mark vereinbart hatte. Frau Müller
ſtellte ſich weiter auf den Standpunkt, daß ſie die
Reſtſumme auch von der Frau des ehemaligen
Kaiſers verlangen könnte, da Prof. Hähnel nur deren
Beauftragter ſei. Die gerichtliche Beweiserhebung
führte zu der Feſtſtellung, daß nur Prof. Hähnel
als Auftraggeber der Frau Müller in Frage kommt.
Bei Beginn der geſtrigen Verhandlung war die Sach=
lage
die, daß die Klägerin Prof. Hähnel den Eid
hinſichtlich der angeblichen Vereinbarung von 2400
Mark Entgelt zugeſchoben hatte. Prof. Hähnel leiſtete
den Eid und widerlegte damit die Behauptung der
Klägerin. Im weiteren Verlauf der Verhandlung
machte der Richter die Parteien auf die Möglichkeit
eines Vergleichsabſchluſſes aufmerkſam. Der Rechts=
vertreter
des Prof. Hähnel und zugleich der Beauf=
tragte
des Hauſes Doorn, Rechtsanwalt Dr. Gülde,
lehnte einen Vergleich aber deswegen ab, weil die
Gegenſeite ſchon vor dem Prozeß einen Aufſehen
erregenden Preſſefeldzug in die Wege geleitet habe
und die Herbeiführung eines Urteils ſomit zur Pre=
ſtigefrage
der Beklagten geworden ſei. Außerdem ſei
die Prozeßlage ſo, daß nach Klärung des urſprüng=
lich
ſo ſtrittigen Auftragsverhältniſſes ein Vergleich
nicht mehr in Frage komme. Vergleichsverhandlungen
könnten höchſtens noch zwiſchen Prof. Hähnel und
Frau Müller geführt werden. Da beide Parteien ſich
ihre Entſchließung vorbehielten, wurde der entſchei=
dende
Termin auf den 13. April vertagt.
Anſchlag auf den Perſonenzug FrankfurtKöln.
WSN. Boppard a. Rh. Wie erſt jetzt bekannt
wird, fuhr der Perſonenzug FrankfurtMainzKöln
in der Nacht zum Dienstag gegen auf die Schienen
gelegte eiſerne Schwellen. Das Hindernis
wurde von der Lokmotive beiſeite geſchleudert, ſo
daß der Perſonenzug mit einer kleinen Verſpätung
ſeine Fahrt fortſetzen konnte. Als Urheber des
Anſchlags kommt ein junger Student aus
Koblenz in Frage, der trotz Leugnens ſehr ſtark be=
laſtet
iſt.

Der Papſt in den Gärten des Vatikans.
Am 31. März feiert die ganze katholiſche Welt den
70. Geburtstag des heiligen Vaters.
Drei Perſonen ertrunken.
TU. Breslau. Bei der Ausfahrt auf den
Ranſerner Stauweiher wurden in der Nacht zum
Donnerstag zwei Fiſcherkähne von der reißenden
Strömung zum Kentern gebracht. Die drei Boots=
infaſſen
ertranken.
Der franzöſiſche Monſtreprozeß gegen den
verbrecheriſchen Arzt.
DD. Paris. Der dritte Verhandlungstag gegen
Dr. Bougrat vor dem franzöſiſchen Schwurgericht
erbrachte am Donnerstag neue belaſtende Zeugenaus=
ſagen
. So erklärte eine ſeiner Geliebten, Bougrat
habe an dem Abend der Ermordung des Kaſſen=
beamten
über reichliche Geldmittel verfügt. Vor den
Schranken erſchien dann eine Reihe von Zeugen, die
bei Bougrat in Behandlung ſtanden und denen er
nach Betäubung durch eine Einſpritzung Geld und
Schmuckſachen ſtahl. Beſonders ſchwerwiegend waren
die Ausſagen eines Zeugen, der mit dem Angeklagten
eine Zelle des Unterſuchungsgefängniſſes teilte. Bou=
grat
ſuchte mehrere Mitgefangene mündlich oder
ſchriftlich zu falſchen Ausſagen zu verleiten, um ſich
ſelbſt ein Alibi zu berſchaffen. Der weitere Verlauf
der Vernehmung eines der Mitgefangenen Bougrats
löſte im Zuhörerraum oft große Erregung aus. So
erklärte ein Zeuge, ein Journaliſt, der ſich ſechzehn
Monate lang freiwillig einſperren ließ, um Licht in
die Verbrechen des Angeklagten zu bringen, daß bis
jetzt nicht weniger als 32 falſche Zeugen aufgetreten
ſeien. Das Verhör erfuhr eine dramatiſche Stei=
gerung
, als der Zeuge von dem Geſtändnis ſprach,
das Bougrat im Gefängnis abgelegt hatte. Er führte
u. a. aus: Am 2. Juni 1926 ſagte mir Bougrat, er
wolle mir den Verlauf des Verbrechens erzählen, um
ſich das Herz zu erleichtern. Der Kaſſenbeamte ſei
zwiſchen 9 und 10 Uhr am 14. März 1926 zu ihm ge=
kommen
. Da Bougrat aber wußte, daß er ſpäter
Geld auf der Bank abheben wolle, habe er ihn noch=
mals
kommen laſſen. Da der Beamte nach der Ein=
ſpritzung
von Uebelkeit befallen wurde, habe er ihm
ein Tuch mit Blanſäure auf den Mund gelegt. Auf
Befragen des Zeugen habe Bongrat erklärt, daß die
Blauſäure auf die Muskeln einwirke und einen
Nervenkrampf verurſache, der das Herz zum Still=
ſtand
bringe.
Alles automatiſch!
Schuhputzautomaten.

Die ſeit langem in amerikaniſchen Großſtädten ein=
geführte
Einrichtung der Schuhputzautomaten wird
demnächſt auch im Berliner Stadtbild zu ſehen ſein.
Unſer Bild zeigt den erſten Schuhputzautomaten in
Berlin, der gleich in vielen Exemplaren in den ver=
kehrsreichen
Straßen aufgeſtellt wird.

[ ][  ][ ]

Geite 16

Somstag, den 26 März 1927

Nummer 85

Rheiniſche Dome.

Kirchen von ganz beſonders wuchtigen Ausmaßen an Größe
und Schönheit werden Dome oder Münſter genannt. Beide
Bezeichnungen ſind aus der lateiniſchen Sprache abgeleitet wor=
den
: Dom von domus Haus und Münſter von mona=
sterium
Kloſter.
Unter Dom verſteht man eine erzbiſchöfliche oder biſchöſ=
liche
Hauptkirche, die man auch mit Kathedrale bezeichnen kann,
ein großartig angelegtes Zentrum eines Sprengels und ſtets
verbunden mit einem Xapitel von Domherren.
Münſter iſt urſprünglich die Bezeichnung für die Geſamt=
heit
einer Kloſteranlage; allmählich ging aber die Benennung
Münſter auf die großen, kathedralartigen Kirchen der Klöſter
über, und als Dome wurden auch die Kirchen der ſogenannten
Kollegialſtifter bezeichnet. In heutiger Zeit exiſtiert wohl kein
Unterſchied mehr zwiſchen Dom und Münſter, der Sprach=
gebrauch
bezeichnet meiſtens die Kathedralen in Norddeutſchland
als Dome, diejenigen in Süddeutſchland als Münſter
In keinem anderen Strome, der Welt ſpiegeln ſich ſo viele
altehrtpürdige Dome als in den grünen Fluten des Rheins.
Dieſe herrlichen Baudenkmäler, deutſcher Kunſt erzählen uns
von den vielen Wechſelfällen der deutſchen Geſchichte.
Wie ein aus dem Vogeſen=Gebirge herausgebrochener Fel=
ſen
ragt aus der oberrheiniſchen Tiefebene linksrheiniſch das
Wunderwverk Erwins von Steinbach empor, des genialen Mei=
ſters
deutſcher Gotik. Der im Jahre 1277 begonnene und nach
Erwins von Steinbach Plänen im Jahre 1439 beendete Münſter=
bau
iſt ein Meiſterſtück altdeutſcher Baukunſt, der faſt alle Bau=
ſtile
des Mittelalters vereinigt. Von den beiden Haupttürmen
wurde der eine nur bis zur Plattform ausgebaut, während der
andere bis zu einer Höhe von 142 Metern in die Luſt ragt. So
bildet das Straßburger Münſter den Anblick einer
Rieſenfauſt, deſſen Zeigefinger wie zum Schwur gen Himmel
ragt, bedeutet, daß dieſer Wunderbau auf alemanniſchem Grund
erbaut iſt, und daß nicht nur er, ſondern auch das ganze Land
alemanniſch iſt! Die Alemannen ſind aber Germanen, Deutſche!
Eine der größten Kirchen Deutſchlands iſt der alte Kaiſer=
dom
zu Speyer. Von den ſaliſchen Kaiſern im Bewußtſein
ihrer Macht errichtet, war dieſer Dom zuerſt eine mächtige, flach=
gedeckte
Pfeilerbaſilika, die bei Vervollkommnung der Baukunſt
eine prachtvolle Wölbung des Mittelſchiffs erhielt. Der ganz=
Dom iſt im Rundbogenſtil von roten Sandſteinquadern aufge=
führt
. In der Gruft des Speyerer Domes ruhen acht deutſche
Kaiſer. Im 12., 13. und 16. Jahrhundert iſt der Dom durch
Feuersbrünſte heimgeſucht worden, der Rohheit der Kriegsvölker
Ludwigs XIV. von Frankreich war es aber vorbehalten, bei der
Räumung der von ihnen eroberten Stadt Speyer im Jahre 1689
nicht nur die Stadt zum Teil niederzubrennen, ſondern auch
Feuer an den Dom zu legen, ſodaß er bis auf die Umfaſſungs=
mauern
in Schutt und Aſche gelegt wurde. Dies war aber den
Franzoſen noch nicht genug Verwüſtung, Verwüſtung deutſchen
Bodens: ſie riſſen die alten Kaiſergräber im Dom auf und war=
ſen
die Gebeine umher, ſo offen ihre Nichtachtung vor Deutſch=
land
zeigend. Das XTX. Jahrhundert ſtellte den bis dahin not=
dürftig
ausgebeſſerten Dom=Bau in ſeiner alten, erhabenen
Größe wieder her.
Rheinabwärts von Speher liegt der uralte hiſtoriſche Boden
von Worms. Von der Königsburg des burgundiſchen Reiches
und von der königlichen Pfalz Karls des Großen ſind keine
Ruinen inehr vorhanden, aber an jener Stelle, auf der einſtens
das Münſter ſtand, in dem Siegfried Kriemhild zum Altar ge=
führt
hat, erhebt ſich der Dom zu Worms. Eine koloſſale
Pfeilerbaſilika romaniſchen Stils, im Anfang des 12. Jahrhun=

derts erbaut, wirkt der Wormſer Dom hauptſächlich durch ſeine
großartige Einfachheit, durch ſeine beiden Kuppelbauten und die
vier Rundtürme. Auch dieſe Kathedrale des ehemaligen Bis=
tums
Worms hat unter den wiederholten Einfällen der Fran=
zoſen
leiden müſſen.

Im Gegenſatz zu dem Kaiſerdom in Speyer iſt der Dom
zu Mainz das Symbol der Macht, rheiniſcher Kirchenfürſten.

Das ehrwürdige, gewaltige Bauwerk des Mainzer Domes er=
hebt
ſich auf der Grundlage der Pfeilerbaſilika des Erzbiſchofs
Willigis. Dreimal wurde der Dom durch Feuersbrünſte zerſtört
und durch ein Bombardement der Franzoſen beſchädigt. Dieſe
Kathedrale des Erzbiſchofs und zugleich Kurfürſten und Erz=
kanzlers
des alten Deutſchen Reiches iſt ein imponierender, kunſt=
hiſtoriſch
b=öchſt intereſſanter, mit ſechs Türmen geſchmückter Bau,
von deſſen mit zahlreichen Denkmälern Mainzer Erzbiſchöfe
und Kurfürſten geſchmücktem Innern ein unwiderſtehlicher
Zauber ausgeht.
Die Bedeutung des ſtattlichen Domes zu Frankfurt
beruht weniger auf kunſthiſtoriſchem als auf geſchichtlichem Ge=
biete
. Als ſein Gründungsjahr wird, das Jahr 874 genannt,
jedoch ſtammt der heutige Kreuzbau im gotiſchen Stile aus dem
13. Jahrhundert. Seit dem 16. Jahrhundert fanden in einer
Seitenkapelle des Frankfurter Domes faſt alle Königs=Wahlen
durch die Kurfürſten und Inthroniſationen, vor dem Hochaltar
die Krönungen der deutſchen Könige ſtatt, mit denen die Kaiſer=
krönungen
verſchmolzen wurden, ſeitdem die deutſchen Könige
ſich nicht mehr in Rom zum Kaiſer krönen ließen.
Auf noch heute deutlich zu erkennender römiſcher Grundlage
erbaut, iſt der Dom zuTrier die älteſte Kathedrale des Rhein=
landes
; der mittlere Teil des Trierer Domes ſtammt aus dem
6. Jahrhundert, Ergänzungen und Anbauten aus dem 8., 11.,
13. und 18. Jahrhundert. Dieſer romaniſche, viertürmige Pracht=
ban
der Erzbiſchöfe und Kurfürſten von Trier iſt durch einen
frühgotiſchen Kreuzgang mit der Liebfrauenkirche, der älteſten
deutſchen Kirche im gotiſchen Stil, verbunden. Der Dom zu Trier
birgt bedeutende Reliquien und prachtvolle Denkmäler von
Trierer Erzbiſchöfen und Kurfürſten.
Dem Siebengebirge gegenüber ragt der 95 Meter hohe
Haupturm der Bonner Münſterkirche, weithin in die
Lande. Unzweifelhaft iſt Bonn, das zuſammen mit Mainz und
Köln zu den älteſten Städten am Rhein gehört, römiſch=keltiſchen
Urſprungs: das castra bonnensia lehnte ſich an einen kleinen
keltiſchen Ort Bonn an, der mit der römiſchen Vorſtadt des römi=
ſchen
Lagers verſchmolz. Der von den Kölner Patriziern ver=
triebene
Erzbiſchof Engelbert II. von Köln verlegte um das Jahr
1265 ſeinen Wohnſitz nach Bonn, das auch bis zum Jahre 1794
erzbiſchöfliche Reſidenz blieb. Hierdurch erhielt die Bonner
Münſterkirche erhöhte Bedeutung. Sie iſt ein impoſanter Tufſ=
bau
mit fünf Türmen, im 11. bis 13. Jahrhundert teils im
romaniſchen, teils im ſogenannten Uebergangsſtil erbaut.
Köln war die Reſidenz der Erzbiſchöfe und Kurfürſten von
Köln. Der Kölner Dom iſt als das Großartigſte aller rhei=
niſchen
Kirchenbauten bekannt. Schon der heilige Engelbert I.
ein Sohn des Grafen von Berg jener mächtige Erzbiſchof
von Köln, der von Kaiſer Friedrich II. während ſeines Zuges
nach Italien im Jahre 1220 zum Reichsgubernator diesſeits der
Alpen ernannt worden war, hatte den Plan zur Errichtung eines
Neubaues an Stelle der alten romaniſchen Kathedrale gefaßt.
Der Grundſtein zum jetzigen Kölner Dom wurde im Jahre1242
gelegt; aber nur ſehr langſam und mit Uinterbrechungen ging der
durch das ganze Mittelalter ſich hinziehende Bau dieſes gewal=
tigſten
Wunderwerkes gotiſcher Baukunſt voran; dann blieb der
Bau Jahrhunderte lang liegen, die gebrochene Macht des alten
Deutſchen Reiches verſinnbildlichend. Der Wille zur Einheit des
deutſchen Volkes im 19. Jahrhundert ließ dann dieſes einzig=
artige
Rieſenwerk des Kölner Domes vollenden.

Am Niederrhein vergegenwärtigt uns der fünfſchiffige
Sankt Viktorsdom zu Xanten, im gotiſchen Stile er=
baut
, daß die jetzt kleine Stadt von ca. vier Tauſend Einwohnern
einſtmals eine bedeutende Rolle geſpielt hat. Urſprünglich
römiſche Kolonie, ſcheint Xanten zu Beginn des Mittelalters die
Hauptſtadt eines germaniſchen Reiches geweſen zu ſein, die nach
der Nibelungenſage die Reſidenz Siegfrieds war.
Von allen Domen des Rheinlandes iſt wohl aber der Dom
zu Aachen wegen ſeines architektoniſchen Konglomerats aus
den verſchiedenſten Perioden der chriſtlichen Baukunſt das in=
tereſſanteſte
Bauwerk. Der älteſte Teil und zugleich der Kern
dieſes Domes iſt die byzantiniſche Pfalzkapelle Karls des Gro=
ßen
; ſie iſt ein gewölbter, achteckiger, 32 Meter hoher Bau von
16 Metern im Durchmeſſer, gebildet durch ſtarke Pfeiler, den ein
Umgang mit niedrigen Kreuzgewölben umgibt, der zugleich die

Empore, eine hohe herumlaufende Galerie, trägt; eine Kuppel
krönt dieſes karolingiſche Oktogon, welches im Jahre 796 begon=

nen, neun Jahre ſpäter von Papſt Leo III. die Weihe erhielt.
das einzige karolingiſche Münſter in Deutſchland iſt. Im 14.
und 15. Jahrhundert, ſowie zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
wurde der ehrwürdige Münſterbau Kaiſer Karls durch große
Anbauten zu einer gewaltigen Kathedrale vergrößert, deſſen
intereſſanteſter Teil jedoch der alte Karlsbau bleibt, in deſſen
Mitte eine große ſteinerne Platte mit der Inſchrift Carolo

Magno lange irrtümlich für das Grab Karls des Großen ge=
halten
wurde. In Wirklichkeit iſt die Stelle unbekannt, an der

der Erbauer des Aachener Domes beigeſetzt worden iſt, deſſen
Gebeine im Karlsſchrein ruhen.
Als eigentliche Krönungskirche der deutſchen Könige nimmt
der Dom zu Aachen eine beſondere Stelle vor allen Kirchen
Deutſchlands ein, ſo den deutſchen Königsgedanken verkörpernd:
Seit Ottos I. Königskrönnug im Jahre 936 haben alle Königs=
krönungen
insgeſamt 31 bis zum Jahre 1531 im Dom zu
Aachen ſtattgefunden. Anfangs vollzogen der Erzbiſchof von
Mainz, ſpäter der Erzbiſchof von Köln, dem die Erzbiſchöfe von
Mainz und Trier aſſiſtierten, die Königskrönungen, nach denen
der jeweilig gekrönte König auf dem erhöhten marmornen Karls=
ſtuhl
, dem eigentlichen deutſchen Erzthron, im vollen Glanze
ſeiner Würde Platz nahm.
Außer den genannten Domen und Münſtern" gibt es im
Rheinland noch eine ſehr große Zahl wunderbarer, altehrwür=
diger
Kirchen, von denen hier nur genannt ſeien: die im goti=
ſchen
Bauſtil im 13. und 14. Jahrhundert erbaute Kathari=
nenkirche
in Oppenheim, die Pfeilerbaſilika der Pe=
terskirche
aus dem 12. Jahrhundert und die Ruinen der
Wernerskirche zu Bacharach, die von Ludwig dem
Frommen im Jahre 836 erbaute Kaſtorkirche in Koblenz
mit den Grabdenkmälern der heiligen Ritza und der Trierer Erz=
biſchöfe
Kuno und Werner von Falkenſtein, die uralte Mar=
tinskapelle
über dem Städtchen Braubach und die pracht=
volle
ſpätromaniſche Sankt Quirinuskirche zu Neuß.
Alle genannten rheiniſchen Dome haben ihre beſondere
Eigenart in bautechniſcher, geſchichtlicher und fymbolifcher Be=
ziehung
. Mögen dieſe Gotteshäuſer von gewaltigen Ausmaßen
der Nachwelt bis in die fernſten Zeiten von deuiſcher Geſchichte,
deutſcher Größe, deutſcher Kunſt, deutſcher Sitte, deutſcher Tu=
gend
und deutſcher, Gott ergebener Frömmigkeit erzählen! Ei.

Die heutige Nummer hat 18 Geiten

Sauptſchriftleitung Rudol! Mauve
Verantwortlich ſür Politik und Wirtſchaft: Rudolf Maupe; für Feutlleion, Reich und
Ausland und Heſſiſche Nachrichten: Max Streeſe: für Eport: Dr. Eugen Buhlmann
für den Handel: Dr. C. H. Quetſch; für den Schlußdienſty Andreas Bauer, für den
Juſeratcniei Wills Kuhle: Druck und Verlag: C. C. Wf/lich ſämilich in Darmſtſadt
Für unverlangte Mannſkripte wird Garuntie der Rückſendung n ich / übernommen.

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[ ][  ][ ]

Nummer 85

Samstag, den 26 März 1927

Seite 12

DDer Ritt in die Sonne.
Roman von Paul Rofenhayn.
(Nachdruck verboten.)
Sdie Bahn ſoll nach dem Muſter der amerikaniſchen Eiſen=
hnen
gebaut werden. Die Pläne ſind von italieniſchen Archi=
m
, die unſere Bahnen an Ort und Stelle ſtudiert haben,
zr earbeitet; italieniſche Baufirmen ſollen ſie ausführen. Wenn
Bahn fertig ſein wird, ſo wird ſich Venedig in zwei Welten
len. Denn es kann nicht Aufgabe unſeres Projekts ſein, den
ſyr akter dieſer ſchönen alten Stadt zu zerſtören. Venedig, die
in t der Hochzeitsreiſenden, der Verliebten, der Kanäle, der
ſtirtaden, der Gondeln ſoll ſeinen Platz weiter behaupten, ſoll
Eldorado bleiben für alle die, die in der glücklichen Sorg=
ſgieit
der Liebe, des Zeitüberfluſſes und des Reichtums leben.
mn gehören die Kanale, ihnen die Gondeln; für ſie erklingen
Serenaden. Für die andern, für alle diejenigen, denen Zeit
/1 bedeutet, ſoll das neue Verkehrsmittel da ſein, das eine
ille Verbindung mit dem Meer ſchafft, das Waren hin und
ansportiert ohne Zeitverluſt das das Tempo Amerikas
in alten berühmten Hafen trägt. Es wird alſo, entſprechend
Zahlreichen Petitionen der Gondolieri, das Vaporetto aus
Kanälen wieder verſchwinden; denn wer Eile hat, wird
rergrund fahren. Die Gondel wird wieder die Glücklichen auf=
omen
und jedem das Seine zuteil werden. Die neue
znellbahn wird, die zwölf Kilometer in 31 Minuten durch=
uim
. Alle drei Minuten wird ein Zug abgelaſſen; jeder Zug
n 262 Reiſende erſter und zweiter Klaſſe. Das bedeutet eine
z1=Sportmöglichkeit von 24 Millionen Paſſagieren im Jahr.
Der Sprechende ſetzte ſich erſchöpft nieder; auf ſeinen Wink
gäte der Diener ein Glas Waſſer. Fragen, Zurufe ſchwirrten
ulun herüber; er gab kurz und knapp Auskunft.
Der Polizeipräfekt erſchien mit der Karte von Venedig;
zwergult deutete auf ein paar Stellen, die der Präfekt an=
wite
.
Siebzehn Stationen ſind geplant; ſie entſprechen den jetzigen
woretto=Halteſtellen. Ich habe hier den Plan des Herrn An=
ie
Salvadori, er iſt der überſichtlichſte von allen, die ich ge=
ſet
habe. Die wichtigſten Halteſtellen werden ſein: beim
uetsbahnhof, vor dem Grand Hotel, vor dem Hotel Danieli,
gun Königspalaſt, beim Arſenal und endlich bei der Inſel Sant
Uya."
Ich ſehe, Sie kennen Venedig ſo gründlich wie nur ein
11 zianer, ſagte der Präfekt bewundernd. Ihre Vielſeitig=
iſt
über jedes Kompliment erhaben."
Vandergult richtete ſeine ernſten Augen auf den Beamten
Jagte leiſe:
Das iſt ein Kompliment, Herr Präfekt, das ich Ihnen zu
ſitem Bedauern nicht zurückgeben kann.

Der Präfekt zog die Brauen zuſammen.
Sie?

Wovon ſprechen

Sollten Sie das wirklich nicht wiſſen?
Ich habe keine Ahnung.
Ich ſpreche von dieſem . . . von dieſem Hochſtapler, der
unter meinem Namen die Welt unſicher macht.
Der Marquis hatte ſeinen Platz verlaſſen und ſtand lau=
ſchend
hinter Vandergult.
Macht Ihnen dieſer armſelige Vagabund im Ernſt Sor=
gen
? lächelte er.
Er verübt unter dem Namen Cornelus Vandergult die
frechſten Betrügereien, die man ſich nur denken kann.
Herr Vandergult hat recht, ſagte der Präfekt. Es liegt
nur an ihm. Wir hatten bisher keinen eigentlichen Grund, auf
jenen falſchen Vandergult zu fahnden. Der Herr Marquis hatte
die Güte, mich von der Eriſtenz dieſes Schwindlers zu unter=
richten
; das iſt eigentlich alles, was ich von ihm weiß. Es ſoll
ein Deutſcher ſein, mit Namen . . . mit Namen".
Fritz Jacobſen, ergänzte der Marquis.
Er hat bis zur Stunde nichts getan, was die italieniſchen
Behörden zu einem Vorgehen hätte veranlaſſen können.
Oho! rief Vandergult, er hat unter meinem Namen große
Beträge erſchwindelt.
Aber nicht in Italien. Wir wiſſen nicht einmal, ob er ſich
in Italien aufhält.
Darüber kann ich Sie beruhigen, ſagte der Marquis.
Geſtern abend habe ich ihn geſehen.
Natürlich ſteht die Polizei zu Ihrer Verfügung, Herr Van=
dergult
. Wünſchen Sie, daß wir dieſen Jacobſen feſtnehmen?
Dann bitte ich um Ihre Unterſchrift unter dieſen Haftbefehl. Sie
dürfen überzeugt ſein: in einer halben Stunde ſind die zwanzig
Polizeiquadrate, in die die Stadt Venedig eingeteilt iſt, abgerie=
gelt
, und keine Maus wird durchſchlüpfen.
Der Schriftführer erlaubte ſich ein diskretes Räuſpern.
Vandergult wandte ſich dem Tiſch zu: die Glocke ging.

als auch für Frachtentransport. Darauf unterkreuzt ſie den
Canale Grande bald darauf ſchließt ſie ſich der Richtung des
Kanals an und begleitet ihn bis vor den alten Königsplatz.
Dieſe Strecke, von Sant: Andrea ab, läuft zweigleiſig in großen
Stahltunnels. Darauf geht die Strecke unter Waſſer, am Arſenal
vorüber, längs den Giardini; ſie durchſchneidet die Inſel Sant
Elena oberirdiſch. Darauf läuft ſie unter Waſſer weiter durch
die Lagune bis in den Mittelpunkt des Lido.
Und nun kurz die finanzielle Seite des Profekts: die Bau=
koſten
werden etwa achthundert Millionen Lire betragen. Die
Banca Commerciale und die Herren Bankiers, die ich hier zu be=
grüßen
die Ehre hatte, tragen davon ungefähr die Hälfte; die
reſtlichen fünfhundert Millionen Lire übernimmt das Haus Cor=
nelius
Vandergult.

Händeklatſchen quittierte über dieſe Erklärung, die in ihrer
großzügigen Schlichtheit doppelt wirkte. Eine Liſte ging von
Hand zu Hand; ſie bedeckte ſich mit Zahlen und Unterſchriften.
Dann Händeſchutteln, Stühlerücken; die Sitzung war beendet.
Jonny Reimers hatte als erſter die Tribüne verlaſſen. Eine
unbeſtimmte Hoffnung, dieſen Vandergult trotz allem zu errei=
chen
, zu ſprechen, ihm die Lage der Dinge auseinanderzuſetzen,
ließ ihn nicht los. Abſchiedsworte wurden gewechſelt, kleine
Gruppen bildeten ſich, immer war Vandergult der Mittelpunkt.
Das war begreiflich; aber ſchließlich mußte auch das einmal ein
Ende haben. Und endlich: Jonny hatte Zeit.
Eben entſtand eine Lücke ſo wie im Wirbel der Fluten ſich
plötzlich ein bewegungsloſes Zentrum formt. Vandergult, dem
ein Diener den Mantel anlegte, ſchritt ohne Begleitung zur
Ausgangstür, langſam, mit jenen müden und ſchmerzhaften Be=
wegungen
eines Kranken. Schon ſah Jonny das Spiel geſon=
nen
; haſtig, noch immer ein wenig ungläubig, ging er hinter
Vandergult her, ihn einzuholen.
Da trat aus einer Seitentür, der Marquis d’Orſay und
hängte Vandergults Arm in den ſeinen.
Damit war für Jonny Reimers dieſe Gelegenheit zum Teu=
fel
. Jeder andere Begleiter wäre allenfalls erwägbar gewefen.
Der Marquis d’Orſay hätte beim Anblick Jonny Reimers' den
Herrn Polizeipräfekten herangerufen und um die Verhaftung
dieſes Menſchen gebeten, der ein Komplice des geſuchten Fritz
Jacobſen Iei.
Richtig, da war ja der Herr Polizeipräfekt in Perſon. Er
war ganz Dienſteifer ganz Machthaber. Jonny hörte eben,
wie er lagte:
Nun, Mr. Vandergult wollen Sie dieſen Hatfbefehl
unterzeichnen?
Vandergult, der eben mit d’Orſay leiſe ſprach, machte eine
ungeduldige Handbewegung. Ich werde Sie rufen, wenn ich
Sie brauche, Herr Präfekt.
Ein bißchen gekränkt verbeugte ſich der Beamte. Dann ge=
wann
die Liebenswürdigkeit des Italieners die Oberhand, und
er ſagte:
Sie brauchen nur zu telephonieren. Sie erreichen mich
jederzeit in der Präfektur.
(Fortſetzung folgt.)

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110 Mk.
Montag, 28, März. Keine Vorſtelllng,

Jubiläums=Sommertagszug in Weinheim a. d. B.
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5141

Kleines paus
Samstag, den 26. März 1927
nachmittags 5 und abends 8Uhr
Letzte Vorfuhrungen des Kultur ilms:
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mit Einführungsvortrag vor Dr Lavei,
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