Darmstädter Tagblatt 1915


Nr. 251., Samstag, den 11. September.

[  ][ ]

Bezugspreis:
Anzeigenpreis:
178. Jahrgang
Ausgabe A (mit Illuſtriertem Unterhaltungsblatt)
monatlich 70 Pfg.; Ausgabe B (mit Illuſtriertem
Die 49 mm breite Petitzeile im Kreiſe Darmſtadt
10 Pfg., ausw. 20 Pfg.: Familienanzeigen 30 Pfg.;
Unterhaltungsblatt und Illuſtrierter Wochen= verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der wöchentlichen Beilage: die 84 mm breite Reklamezeile ober deren Raum
Chronik) monatlich 90 Pfg. Beſtellungen nehmen
entgegen: die Geſchäftsſtelle Rheinſtr. 23 (Fernſpr.
im Kreiſe Darmſtadt 30 Pfg., auswärts 75 Pfg.;
Nr. 1 u. 426), unſere Filialen, Landagenturen u. alle
Rabat nach Tariſ. Anzeigen nehmen entgegen: die
Poſtämter. Verantwortlichkeit für Aufnahme von
Geſchäftsſtelle Rheinſtr. 23, die Filialen u. Agen=
turen
, Anzeigenexpeb. des In= und Auslandes. Bei
Anzeigen an beſtimmten Tagen wird nicht übernom.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Konkurs od. gerichtl. Beitreib. fällt jed. Rabatt weg.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Zeichnet die dritte Kriegsanleihe!
Zeichnungsſcheine liegen der heutigen Nummer unſeres Blattes bei.

Der Krieg.
Von den Kriegsſchauplätzen. Die Abſetzung des Großfürſten Nikolaus. Der italieniſche Krieg. Der Aushungerungss
kampf. Die Bedrohung der Schweiz. Die Balkanſtaaten. Ein Zeppelin über Baltiſch=Port.

Von den Kriegsſchauplätzen.

* Großes Hauptquartier, 10. Sept.
(W. T. B. Amtlich.)
Weſtlicher Kriegsſchauplatz.
Nördlich Souchez wurde ein vorgeſchobener
franzöſiſcher Graben genommen und eingeebnet.
Die Beſatzung fiel bis auf einige Gefangene im
Bajonettkampf.
In den Vogeſen wurden nahe vor unſeren
Stellungen am Schratzmännle und Hart=
mannsweilerkopf
liegende Gräben ge=
ſtürmt
und dabei 2 Offiziere und 109 Mann
gefangen genommen, 6 Maſchinengewehre
und 1 Minenwerfer erbeutet. Ein Gegen=
angriff
am Schratzmännle wurde blutig abge=
ſchlagen
.
Oeſtlicher Kriegsſchauplatz.
Heeresgruppe des Generalfeld=
marſchalls
von Hindenburg.
In Gefechten ſüdöſtlich von Friedrichſtadt
und bei Wilkomierz machten unſere Abtei=
lungen
einige Hundert Gefangene. Sonſt iſt
die Lage zwiſchen der Oſtſee und dem Njemen
bei Merecz im weſentlichen unverändert.
Bei Skidel und am Zelwianka= Ab=
ſchnitt
iſt der Kampf noch im Gange. Die
Höhen bei Pieski an der Zelwianka
wurden geſtürmt. Im Laufe des Tages ſind
1400 Gefangene eingebracht und ſieben
Maſchinengewehre erbeutet worden.
Heeresgruppe des Generalfeldmar=
ſchalls
Prinzen Leopold von Bayern.
Die Heeresgruppe iſt im Angriff gegen feind=
liche
Stellungen an der oberen Zelwianka und
öſtlich der Rozanka. Olezanka iſt genommen.
Heeresgruppe des Generalfeld=
marſchalls
von Mackenſen.
Unſere Verfolgungskolonnen nähern ſich dem
Bahnhof Koſſow. An der Straße von
Kobryn- Milowidy (beiderſeits der Bahn
nach Pinsk) erreichten wir die Linie Tula=
tyeze
- Owzicze.
Südöſtlicher Kriegsſchauplatz.
Deutſche Truppen warfen die Ruſſen aus
Bueniow (am Sereth, ſüdlich von Tarnopol).
Südweſtlich von Bueniow und bei Tarnopol
ſind heftige feindliche Angriffe abgeſchlagen.
Oberſte Heeresleitung.
* Ueber den ſiegreichen Angriff der Deutſchen in den
Argonnen erfährt das Berliner Tageblatt:
Die unter Führung des Generals von Mudra ſtehen=
den
Truppen haben heute wiederum einen glänzenden Er=

folg errungen. Die Zahl der eroberten Maſchinengewehre
und gemachten Gefangenen wächſt von Stunde zu Stunde.
Es handelt ſich darum, die in unſere Linie bogenförmig
vorgetriebene Stellung des Feindes über Hubertusrücken=
Charmbachtal und Houyett Mulde, das ſogenannte Werk
Marie Thereſe einzudrücken. Der Feuerangriff war auf
8 Uhr morgens angeſetzt, der Sturm auf 11 Uhr mittags.
Um 8 Uhr ſetzte ein wahres Höllenfeuer auf die feindlichen
Gräben ein, wie man es noch nie hörte, weder bei Ypern,
noch bei Arras. Das tolle Donnerwetter krachte bis um
11 Uhr mittags; dann gingen die Truppen im Sturm vor.
Mit der Tolkühnheit und Todesverachtung der Argonnen=
kämpfer
ſtürzten ſich württembergiſche, reichsländiſche und
preußiſche Regimenter auf den Feind. Um 11 Uhr 30 Min.
kamen die erſten Siegesmeldungen aus den eroberten Grä=
ben
. Drotz wütender Gegenwehr und tollen Feuerns
wurde der Feind überall geworfen und nach 12 Uhr war
die vorgeſchriebene Linie ſchon erreicht und ſogar über=
ſchritten
. Die erſten Gefangenen machten einen vollkom=
men
erſchöpften Eindruck. Dank einer bis in die letzten
Einzelheiten geleiteten ſorgfältigen Vorbereitung waren
unſere Verluſte gering.

Uns russische Eestunnsdreieck

* Zu der Eroberung der Feſtung Dubno
ſchreibt der Berliner Lokal=Anzeiger: Mit Dubno iſt die
zweite Feſtung des wolhyniſchen Feſtungsdrei=
ecks
in die Hände der Verbündeten gefallen, nachdem Luck
bereits früher nach kurzem Kampfe genommen worden
war. Der Fall von Dubno iſt inſofern von Bedeutung,
als er den von Rowno nach ſich ziehen dürfte. Mit dem
Wegfall des Schutzes, den dieſe drei Feſtungen dem rech=
ten
Flügel der noch in Oſtgalizien ſtehenden ruſſiſchen
Heeresteile zu geben vermochten, iſt aber auch ein beſchleu=
nigter
Rückzug der Ruſſen aus Oſtgalizien zu erwarten.
Dubno iſt eine 11220 Einwohner zählende Kreisſtadt
auf einer Halbinſel der durch den Styr zum Pripet gehen=
den
Ikurza. Die Stadt liegt an der Eiſenbahnlinie Sdol=
bunowo
-Radziwilow und iſt umgeben von Waſſer und
Sümpfen. Dubno iſt Garniſonſtadt des 41. ruſſiſchen In=
fanterie
= und des 32. Dragonerregiments.

Der Luftkrieg.

* London, 9. Sept. Das Preſſebureau teilt mit:
Bei dem letzten Zeppelin=Angriff auf die öſtlichen
Grafſchaften und den Londoner Bezirk wurden 20 Per=
ſonen
getötet, 14 ſchwerverwundet und 72 leicht verletzt;
alles ſind Zivilperſonen mit Ausnahme von vier Solda=
ten
, von denen einer getötet und drei verwundet wurden.

Die Abſetzung des Großfürſten
Mikorme.

* Wie der Voſſiſchen Zeitung zum Rücktritt des
Großfürſten Nikolaus gemeldet wird, war deſſen
Poſten Rußki angeboten, von dieſem aber abgelehnt wor=
den
. Vorerſt werde General Alexejew die militäriſchen
Operationen leiten. Bereits nach dem Fall von Breſt=
Litowsk habe der Großfürſt ſelbſt den Zaren gebeten, ihn
von dem Oberbefehl zu befreien, aber terſt nach der Aufgabe
von Grodno habe der Zar dieſe Frage in einer Sonder=
ſitzung
des Miniſterrates zur Entſcheidung gebracht. Der
Großfürſt ſei freiwillig, oder jedenfalls nicht wider=
willig
gegangen.
Ueber den Deutſchenhaß des Großfürſten
ſchreibt die Köln. Ztg.: Widerſinnig und verhängnisvoll
war ſein Deutſchenhaß, der mit ſeinem Ehrgeiz eng ver=
wachſen
iſt. Gewiß war er durch und durch Ruſſe, doch
hatte er in ſeinem ganzen Weſen viel Deutſches an ſich.
Deutſch muten uns ſeine ſchlichte Lebensführung und
ſeine ſoldatiſche Pflichttreue an. Er hat nie zu den
Großfürſten gehört die ihren Lebenszweck im Genuß
ſehen und eine ſprichwörtlich gewordene Liederlichkeit be=
kunden
, Und doch war dieſer Mann ein fanatiſcher Hafſer
alles Deutſchen. Er haßte Deutſchland, weil er nur durch
einen Sieg über Deutſchland ſeine ehrgeizigen Ziele er=
reichen
konnte und weil er wußte, wie ſtark Deutſchland
war. Der Großfürſt, wurde als Schwiegerſohn des
Königs von Montenegro und als Schwager des Königs
Peter von Serbien der Mittelpunkt der Wühlereien, die
den habsburgiſchen Thron untergraben wollten und zur
Mordtat von Serajewo führten. Nun muß er nach einem
Jahr des blutigſten Krieges, für den er die ganze mill=
täriſche
Verantwortung getragen hat, ſehen, wie ſein Le=
benswerk
gerade durch Deutſchland und Oeſterreich=
Ungarn, die er zertrümmern wollte, vernichtet wird, er
muß erleben, wie die deutſche Methode, die er in Ruß=
land
ausrotten wollte, triumphiert und überall als Al=
leinheilmittel
angeprieſen wird. Er muß ſich im ſtillen
ſagen, wie ſehr er ſeinem Lande und ſeinen eigenen
Zielen geſchadet hat, als er in blindem Eifer alles
Deutſche auch in Rußland ſchonungslos bekämpfte. Uns
Deutſchen gewährt es daher eine Genugtuung, daß dieſer
gefährliche Feind unſeres Volkstums ſeine Macht ver=
loren
hat und vorausſichtlich auch nicht wiedergewinnen
wird. Er ſoll zwar geſchworen haben, ſich den goldenen
Ehrenſäbel, den ihm der Zar nach der Eroberung Lem=
bergs
im Septenber v. J. ſchenkte und den er nach der
Befreiung der galiziſchen Landeshauptſtadt durch die
Verbündeten in einer Kirche Moskaus niederlegte, wieder
zu holen. Doch einſtweilen wird ſich ihm kaum Ge=
legenheit
bieten, im Kaukaſus das wiederzugewinnen,
was er an den Karpathen verloren hat.

Neutrale Preſſeſtimmen.

* Von der Schweizer Grenze, 9. Sept. (Zenſ.
Frkſt.) Zu den Veränderungen im Kommando
der rufſiſchen Armeen bemerken die Basler Nach=
richten
: Dieſes große Aufräumen unter den Generalen
der ruſſiſchen Armee zeigt, daß man in Rußland nicht
mehr die Fiktion aufrecht erhalten will, als ob die Nie=
derlagen
, die das ruſſiſche Her ſeit 4 Monaten unauf=
hörlich
erlitten hat, eigentlich keine Niederlagen geweſen
ſeien. Man gibt die, welche man dafütr veranwortlich
macht, preis bis zum Generaliſſimus deſſen Dampfwalze
ſtatt über Berlin und Wien zu gehen, ein großes Stück
des eigenen Landes zermalmt hat. Der Tagesbefehl des
neuen Oberſtkommandierenden, des Zaren, ſpricht wohl
vom unerſchütterlichen Vertrauen in den endgültigen
Sieg, verkündet aber keine Ferſchmetterung des Gegners,
ſondern betont ganz beſcheiden die Erfüllung der hohen
Pflicht, das Vaterland bis aufs Meſſer zu verteidigen,
und im Handſchreiben an den Großfürſten Nikolai iſt

[ ][  ][ ]

die Rede von den unvermeidlichen Wechſel=
fällen
des Kriegsglückes, alſo man ſieht die
Situation, wie ſie iſt.
* Stockholm, 9. Sept. (Zenſ. Frkft.) Zu dem
Wechſel im Kommando an der ruſſiſchen
Weſtfront ſchreibt die mit ruſſiſchen Verhältniſſen ge=
wöhnlich
gut vertraute Dagens Nyheter, daß man ſich
den Kopf zerbrechen könne, um das Geſchehene zu ver=
ſtehen
. Es könne kaum eine Unterſchätzung der militä=
riſchen
Führereigenſchaften des Großfürſten ſein, die die
Veränderung hervorgerufen habe. Die Erklärung ſei
wohl eher auf politiſchem Gebiete zu ſuchen.
Man wiſſe, daß der Großfürſt Nikolai ein entſchiedener
Gegner aller Veränderungen zu einem konſtitutionellen
Regime ſei, das eine Ablöſung des alten Selbſtherrſcher=
tums
bedeuten würde. Der Großfürſt war alſo, ſagt die
Zeitung, nicht die Hoffnung und die Zuverſicht Rußlands,
wie er immer geſchildert wurde. Mit dem jetzt Ge=
ſchehenen
ſpielt Rußland ſeinen letzten
Trumpf aus. Svenska Dagbladet ſchreibt: Man kann
ſchwerlich leugnen, daß es ein Schwachheitszeichen für
Rußland als kriegführenden Staat iſt. Aber es bedeutet
vielleicht eine beſſere Ausſicht für die innere Entwicklung.

Preſſeſtimmen der Entente.

* Paris, 9. Sept. Die Preſſe vermeidet es, die
Abſetzung des Großfürſten Nikolaus zu
kommentieren und geht darüber hinweg, indem ſie der
Uebernahme des Oberbefehls durch den Zaren lange Ar=
tikel
widmet, in denen ſie erklärt, daß, abgeſehen von
Folgen ſtrategiſcher Art, der Zar durch ſeine Anweſenheit
im Heere in jedem Soldaten neue Begeiſterung für die
heilige Sache Rußlands erwecken werde. Die tiefe ſym=
boliſche
Bedeutung beſtehe darin, daß der Landesvater
in dem Augenblick, wo der Boden Rußlands durch die
Deutſchen entweiht zu werden beginne, ſich ſelbſt an die
Spitze des Landesheeres ſtelle, um den Eindringling wie=
der
zu verjagen. Der Matin und das Journal des
Debats veröffentlichen ſchwülſtige Huldigungsartikel für
den Zaren, nach denen jetzt die Stunde der Rettung für
Rußland gekommen iſt. Das letztgenannte,Blatt ſetzt dann
noch ſeinen Leſern die Verſicherung vor: Es iſt ſehr wahr=
ſcheinlich
, daß man in Berlin ohne jede Genugtuung ein
Ereignis anſehen wird, das in ſo offenſichtlicher Weiſe die
geheimen und unausrottbaren Hoffnungen Deutſchlands
durchkreuzt, denn der Zar an der Spitze des Heiligen
Rußlands auf dem Schlachtfelde, das iſt die endgültige
Zerſtörung der deutſchen Hoffnung, hinter der Oſtfront die
vorteilbringenden nationalen Unſtimmigkeiten keimen zu
ſehen, aus denen ſie den Gewinn einheimſen würden. Das
iſt vielmehr die kategoriſche Bekräftigung, daß ihnen
gegenüber es nur ein Rußland gibt, ebenſo nur ein Frank=
reich
. Das iſt eine Schlappe für die Machenſchaften der
deutſchen Agenten und Spione, die auch die Schlappe für
die Manöver der deutſchen Generale vorbereitet,
Damit hat man es alſo gründlich den Franzoſen bewieſen,
daß, wenn der Generaliſſimus Nikolaus heute den Ober=
befehl
niederlegt, um hinten an der Kaukafusfront ſein
militäriſches Genie weiter leuchten zu laſſen, das man bis=
her
in ebenſo ſchwülſtigen Reden als das ſichere Heil für
Rußlands Heere im Oſten pries, dies jetzt ein Glück für
Rußland iſt. Der Verſtand der franzöſiſchen Leſer muß
heute viel verdauen, und er hätte es ſich vor zwei Tagen
noch nicht träumen laſſen, ſo das Genie des Großfürſten
Nikolaus ohne Sang und Klang im Schweigen der Preſſe
verſinken zu ſehen.
* London, 9. Sept. (Zenſ. Frkft.) Die Morning
Poſt ſchreibt; Wir wollen nicht behaupten, den wahren
Zuſtand der Angelegenheiten auf dem öſtlichen Kriegs=
ſchauplatz
zu kennen. Aber wahrſcheinlich iſt das ſchlimmſte
für Rußland vorbei, und die Ankunft des Kaiſers wird,
nachdem Rußland die Kriſis überſtanden hat, mit einer
Wendung der Kriegschancen zuſammenfallen. Auch die
Times glaubt, daß es dem Zaren gelingen werde, ſein
Volk vom deutſchen Joch zu befreien. Der Zar hätte nie
nach militäriſchem Ruhm geſtrebt noch Anſpruch gemacht
auf militäriſche Verdienſte. Man kann davon überzeugt
ſein, daß er militäriſche Ratgeber an ſeiner Seite haben
wird und daß ihnen die praktiſche Ausführung ſeiner Be=
fehle
zufallen werde. Aber es wird ſich herausſtellen, daß
ſein Herrſcherinſtinkt ein beſſerer Ratgeber iſt als alle ängſt=
lichen
Berechnungen, die ihn davor zuurückhalten könnten,
den militäriſchen und politiſchen Gefahren auf dem
Schlachtfelde direkt unter die Augen zu treten. Die
Daily Chroniele ſagt: Der Zar hat durch die Uebernahme
des Oberbefehls klar gezeigt, daß kein Zweifel darüber
beſteht, daß Rußland feſt entſchloſſen iſt, den Krieg durch=
zuführen
. Die Lage des Großfürſten iſt rätſelhaft. Es
ſieht ganz danach aus, als ob er auf die Seite geſchoben
wurde. Wir befürchten, daß die Welt es als einen Be=
weis
dafür anſehen wird, daß er gefehlt habe. Solche

Auffaſſung würde beleidigend und ungerecht ſein. Deutſch=
land
hat einen großen Erfolg erzielt, aber der Großfürſt
hat ſich keinerlei Verſäumnis ſchuldig gemacht. Die
Daily News ſchreibt: Die moraliſche und militäriſche Wir=
kung
des Beſchluſſes des Zaren iſt ſehr klar. Seine An=
weſenheit
an der Front wird Rußland Vertrauen und
Begeiſterung einflößen. Durch ſeinen Beſchluß hat der
Zar vor den Augen der Welt ſeine Flagge an die Spitze
geſtellt. Von militäriſcher Seite muß die Kritik gezügelt
werden. Der Großfürſt geht nach einem, man kann es
nicht anders nennen, untergeordneten Kriegsſchauplatz,
wo nur ſeine Anweſenheit vermuten läßt, daß dort beſon=
ders
wichtige Bewegungen geſchehen ſollen. Die Daily
Mail ſagt: Eine ſo bemerkenswerte Veränderung iſt ein
Zeichen für den Ernſt der Lage. Wir dürfen annehmen,
daß der Zweck dieſer feierlichen Stunde, die Rußland
jetzt durchmacht, iſt, das Gefühl einer religiöſen Begeiſte=
rung
und Hingabe, die allein die Gegenwart des Zaren
einflößen kann, aufzuwecken, nachdem alles, was Men=
ſchen
tun konnten, getan worden iſt.

Der italien’ſche Krieg.
Die Lage in Italien.

(D Telegramme aus Italien kündigen eine um=
faſſende
Aktion an, die beſtimmt iſt, die italieniſche
Volksſtimmung zu heben. Die große politiſche Rede Bar=
zilais
, des Miniſters für die Gebiete der immer noch
nicht erlöſten Unerlöſten, die für Neapel vorgeſehen
iſt, ſoll in Rom durch eine beſonders großartige Feier
des 20. Septembers ein Gegenſtück erhalten. Daß aber
derartige Vorkehrungen getroffen werden müſſen, um die
Kriegsbegeiſterung lebendig zu erhalten, iſt für die Stim=
mung
weiter italieniſcher Volkskreiſe ungemein kenn=
zeichnend
.
Wundern wird man ſich freilich über die Notwendig=
keit
jener Vorkehrungen nicht, wenn man einer ausführ=
lichen
, in den neueſten Grenzboten veröffentlichten Dar=
ſtellung
W. Weißbachs entnimmt, was alles die Stimmung
des italieniſchen Volkes ſeit der Kriegserklärung an Oeſter=
reich
=Ungarn niederdrückt. An erſter Stelle ſteht dabei die
immer mehr hervortretende Erkenntnis, daß die ſchwung=
volle
Sprache der Tagesberichte Cadornas an dem Schei=
tern
der italieniſchen Offenſive gegen die
öſterreichiſche Südweſtfront nichts ändert. Ebenſo erfolg=
los
aber ſind die Italiener in Libyen gegenüber den auf=
ſtändiſchen
Eingeborenen, die ſich bis auf das Küſtenge=
biet
dem italieniſchen Einfluß entzogen haben. Unter
ſolchen Umſtänden hätten ſich die Gedanken der Italiener
bereitwillig auf ein neues Kriegstheater gelenkt, wenn
die inneren Verhältniſſe danach angetan wären, die brei=
ten
Maſſen mit neuem Tatendrang zu erfüllen. Aber der
Mißerfolg der Kriegsanleihe, der nicht abge=
leugnet
werden kann, hat eine herbe Enttäuſchung der Ge=
müter
hervorgerufen. Die öffentliche Sammeltätig=
keit
für Zwecke der Kriegsfürſorge hatte kein günſtigeres
Ergebnis. Wurden in Mailand wenigſtens 5,3 Millionen
Lire aufgebracht, ſo blieben die ſonſtigen größeren Städte
weit hinter dieſer Leiſtung zurück. Es kamen nämlich zu=
ſammen
; in Rom und in Genua je 1,5 Millionen Lire, in
Turin 1,3 Millionen, in Venedig rd. 783000, in Florenz
rd. 552000, in Palermo rd. 323000, in Neapel rd. 250 000.
In dieſen Zahlen ſpiegelt ſich die Popularität des Krie=
ges
gegen Oeſterreich=Ungarn und demgemäß die Opfer=
willigkeit
des italieniſchen Volkes weit zuverläſſiger wi=
der
, als in dem Beifallsgebrüll, mit dem die erkaufte
Straße die bezahlten Hetzreden Gabriele d’Annunzios
aufnahm.
Die deutliche Sprache jener Zahlen hat auch den
Burgfrieden unter den Parteien Italiens unvor=
teilhaft
genug beeinflußt. Der kriegsgegneriſche Flügel der
Sozialdemokratie mußte nun erſt recht bei ſeiner Haltung
verharren, und die Folge hiervon war, daß bei den Neu=
wahlen
der Parteigruppe in Turin die Kriegsgegner den
Sieg davontrugen, wodurch wiederum das Ausſcheiden
ſozialiſtiſcher Mitglieder aus den Vereinigungen für
öffentliche Hilfstätigkeit herbeigeführt wurde. Die wei=
tere
Folge waren ſcharfe Auseinanderſetzungen zwiſchen

der bürgerlichen und der offiziell=demokratiſchen Preſſe.
Der letzteren aber erleichterte das ſchnelle Steigen der
Preiſe füralle Lebensmittel und Rohſtoffe die
Vertretung ihres Standpunktes um ſo mehr, je ſchwerer
die Verteuerung auf den unteren Klaſſen laſtet. Da auch
die neue Getreideernte nach Menge und Beſchaffen=
heit
den Erwartungen nicht entſpricht, die Weinernte in=
ganz
Italien verdorben iſt, der Kohlenmangel die
Induſtrie nicht minder bedrückt als der Mangel an Wolle,
ſo iſt es begreiflich, wenn in der wachſenden Mißſtimmung
die Wünſche nach Einberufung des Parla=
ments
ſich immer lauter vernehmen laſſen.
Ohne jedoch die parlamentariſche Zuſtimmung einzu=
holen
, hat das Miniſterium Salandra gemäß dem Diktat=
des
britiſchen Bundesgenoſſen, von dem es nach ſeinem
Bruche mit den Zentralmächten finanziell und wirtſchaft=
lich
vollkommen abhängt, an die Türkei den Krieg er=
klärt
. Welche militäriſchen Folgerungen hieraus gezogen
werden ſollen, blieb immer noch im Dunkeln. Sehr mög=
lich
aber iſt es, daß Meinungsverſchiedenheiten, die in die=
ſer
Beziehung zwiſchen der Heeresleitung und dem Mini=
ſterium
beſtehen, zu einer Kriſis innerhalb der
Heeresleitung führen. Nimmt doch auch die Miß=
ſtimmung
gegen den Oberbefehlshaber Cadorna in demſel=
ben
Maße zu, in dem der herannahende Winter neue
Schwierigkeiten und neue Rückſchläge für das italieniſche=
Heer befürchten läßt. Angeſichts dieſer und der oben be=
handelten
Verhältniſſe wird ſich die innere Lage
Italiens nach der Kriegserklärung an die Türkei wohll
bald außerordentlich verſchärfen. Denn auch viele
von denen, die für den Kampf gegen Oeſterreich auf Grund
überlieferter, tiefgewurzelter Haßgefühle zu gewinnen wa=
ren
, werden einer Politik, die neue Opfer an Blut und Gul
erheiſcht, keine Gefolgſchaft mehr leiſten wollen.

Die Vorgänge in Tripolis,

T.U. Konſtantinopel, 10. Sept. Ein vor 14 Ta=
gen
aus Tripolis abgereiſter, über Italien hierher ge=
kommener
Reiſender erzählt: Die geſamten italieni=
ſchen
Streitkräfte ſind unter Zurücklaſſung von
rieſigen Mengen Waffen, Munition und Proviant bis an
die Küſte zurückgetrieben worden. Ueberall weht die=
türkiſche
Flagge, und die von dem Großſenuſſen eingeſetz=
ten
Beamten handhaben die Verwaltung nach türkiſchen
Geſetzen.

Krieg und Volkswirtſchaff.
Der Aushungerungskampf.

G* Mit einem Brotgetreidevorrat von 700000 Tonnen
iſt Deutſchland in das neue Kriegsjahr eingetreten. Die
Brotkarte und die Opferwilligkeit des deutſchen Volkes,
das ſich bereitwilligſt allen nötigen Entbehrungen unter=
warf
, haben den Aushungerungskrieg unſerer Feinde ver=
eitelt
. Die Tatſache, daß ſogar eine Erhöhung der täg=
lichen
Brotmenge eintreten kann, zeigt uns, daß trotz der
geſperrten Getreideeinfuhr unſere eigene Ernte ausreicht,
die Volksernährung weiter ſicher zu ſtellen, ſo lange der
Krieg noch dauert.
Wie aber liegen die Verhältniſſe in England, in eben
jenem England, das den Aushungerungsgedanken aus=
heckte
? England erzeugt ſelbſt verſchwindend wenig Ge=
treide
und iſt vollſtändig auf wechſelnde Ereigniſſe des
Weltmarktes angewieſen, und auf dieſem hat ſich die
Lage im Laufe des Krieges gewaltig geändert. Der Lon=
doner
Grain Seed and Oil Reporter gab Mitte Auguſt
eine Statiſtik heraus, die die Gegenwart und Zukunft der
engliſchen Getreideverſorgung durchaus nicht in roſigem
Lichte zeigt.
England führte danach im erſten Kriegsjahr an Wei=
zen
und Mehl (dieſes in Weizen umgerechnet) 26,6 Mil=
lionen
Quarters ein (der Quarter gleich 224 Kilogramm),
während die Einfuhr in den drei vorhergehenden Jahren
im Mittel 28 Millionen Quarters betrug; alſo eine fühl=
bare
Mindereinfuhr, während der Krieg naturgemäß eine
ſehr ſtarke Steigerung des Bedarfs mit ſich brachte. Weit

Die Denkmalsweihe zu
Kaucourt.

Die Etappen=Kommandantur Raucourt hat
an der Straße Raucourt-Autrecourt zum Ge=
dächtnis
der am 28. Auguſt 1914 gefallenen deut=
ſchen
und franzöſiſchen Kämpfer ein Denkmal er=
richtet
. Die Einweihung des Denkmals ſoll
Samstag, den 28. Auguſt 1915, nachmittags
4 Uhr, am Jahrestage des Gefechts bei Rau=
court
, 18. Armeekorps, erfolgen. Die unterzeich=
nete
Kommandantur würde es mit Freude be=
grüßen
, wenn Ew. Hochwohlgeboren der Ein=
weihungsfeierlichkeit
beiwohnen könnten.

Um 2 Uhr nachmittags ab Sedan Sonderzug
nach Raucourt und zurück.
Dies war der Inhalt eines Feldpoſtbriefes, der dem
Schreiber dieſer Zeilen unvermutet zuging. Freudige
Ueberraſchung und ſtilles Hoffen, ob es ihm gelingen
würde, an der Feier teilzunehmen. Das ſchwierigſte war
ja wohl die Beſchaffung der nötigen Ausweiſe in ver=
hältnismäßig
kurzer Zeit. Dank dem Entgegenkommen
der hieſigen Behörde ausgerüſtet mit Paß uſw., ſchnell
nach Frankfurt an das ſtellvertretende Generalkommando,
das daraufhin die weitere Beſcheinigung ausfertigte. Ein
direkter Zug Berlin-Charleville ging am Freitag abend
ab Frankfurt und nahm den Schreiber auf. Der Zug war
überfüllt. Am Frankfurter Bahnhof war eine Menge
Militär, das ebenfalls nach dem weſtlichen Kriegsſchauplatz
ſich zu begeben hatte. Aber bei der vorzüglichen Ord=
nung
, die unſere Eiſenbahndirektion in ihrem Bereich
hat, klappt alles tadellos, und der Zug fuhr pünktlich in
die dunkle Nacht hinein. Samstag früh, nach gut im
Schlafwagen verbrachter Nacht, fing man ſchon an, Aus=
ſchau
zu halten. Metz liegt hinter uns und vor uns die
Reiſe in das Etappengebiet. Bei Saarbrücken konnte man

die erſten Zerſtörungen beobachten, die von dem feind=
lichen
Einfall der Franzoſen herrührten; dieſe mehrten ſich
an der Strecke, ſo beſonders zeigten ſie ſich bei Longwy,
Audin le Romain, Montmedy. Früh morgens kamen wir
in Sedan an. Die Stadt macht heute einen recht ſtillen
Eindruck. Die Eiſenbahnbrücken waren ſämtlich zerſtört,
unſere tüchtigen Pioniere hatten aber aus gefällten Bäu=
men
tadelloſe Brücken hergeſtellt, die natürlich nur in
langſamer Fahrt paſſiert werden dürfen. Aber auch die
verſchiedenen Brücken der Stadt wurden vor der Räu=
mung
durch die Franzoſen geſprengt bis auf die, welche
vom Bahnhof in die Stadt direkt hineinführt. Man ſieht
noch die Spuren der aufgeriſſenen Stellen, an denen der
Sprengſtoff eingeführt werden ſollte. Gleich am Anfang
der Stadt konnte man an den Häuſern Spuren der Be=
ſchießung
und des Straßenkampfes erkennen. Zertrüm=
merte
Fenſter und angeſchoſſene Läden zeigen überall
Spuren des Kampfes, und die Scheiben ſind zum großen
Teil bis heute noch nicht repariert, da es an Glas und
Arbeitern fehlt. Unſere Truppen können ja alles, um
aber den Franzoſen die Luftlöcher zu ſtopfen, dazu hatten
ſie bis heute noch keine Zeit. Ein Rundgang durch die
Stadt zeigt auch an manchen Stellen ſchärfere Spuren
der Beſchießung. So iſt eine Kirche in der
Vorſtadt Givonne vollſtändig in Brand geſchoſ=
ſen
und eingeſtürzt, da ſich auf ihrem Turm ein
feindlicher Poſten zum Signalgeben befand. Auch die
alten Feſtungswerke von Sedan haben vielfach Spuren
der Verwüſtung an ſich. Auf größeren, bedeutungsvolle=
ren
Bauten mit entſprechenden Räumen weht das rote
Kreuz, und ſie ſind zu Spitälern eingerichtet. Auf der
Höhe der Umwallung iſt ein Seuchenlazarett, in der
Nähe des Eleonorenſtein. Hier bietet ſich ein großer
Rundblick über das Tal mit Fluß und Stadt. Zahlreich
ſind hier die Schweſtern vom Roten Kreuz tätig aus allen
möglichen Anſtalten, die in Unermüdlichkeit ihres Amtes
walten. Es ging zunächſt zum Hotel, aber der Eintritt
war nicht ſo einfach, wie man dachte. Es mußte zunächſt
ein Erlaubnisſchein auf der Kommandantur geholt wer=
den
, der dem von der Kommandantur eingeſetzten Ver=

walter des Hotels die Erlaubnis gab, den Fremdling
aufzunehmen. Der Rundgang durch die Stadt führte zur
Begrüßung eines Darmſtädter Arztes, der dort ſtationiert
iſt und der in liebenswürdiger Weiſe ſich ſeiner annahm,
ihm die breit und ſchön angelegte Stadt zeigte. Die Fa=
briken
, die zahlreich dort vertreten ſind, ſtehen alle ſtill und
werden zum Teil für militäriſche Zwecke verwendet. Eine
große Farberei iſt zu einer idealen Entlauſungsanſtalt her=
gerichtet
.
Was unſere Soldaten alles ſchaffen, was ſie alles fer=
tig
bringen, iſt nicht genug zu bewundern. Allerdings
herrſcht da keine kleinliche Feilſcherei um den Pfennig, es
iſt nur der Befehl zu beachten, daß das Angeordnete ſo
ſchnell, ſo gut und ſo vorteilhaft wie möglich ausgeführt
wird. Es iſt für jeden eine Freude, dem Befehl nachzu=
kommen
und ſein möglichſtes zu tun.
Um 2 Uhr nachmittags trafen ſich alle, die an der
Feier teilnehmen wollten, am Bahnhof, wo ein Extrazug
nach Raucourt bereit ſtand. Zahlreiche Schweſtern und
Krankenpfleger, ſowie Aerzte der Garniſon, Militär aller
Chargen fuhren bei glühender Hitze hinaus nach dem
Städtchen Raucourt, wo vor einem Jahre der Kampf ge=
tobt
hat. Wagen ſtanden für ſolche bereit, denen der Fuß=
marſch
zu anſtrengend war, andere gingen, und die Straße=
nach
der Höhe bot ein anmutiges Bild durch die von
allen Seiten zu Fuß und zu Wagen herbeikommenden
Teilnehmer an der Feier, worunter namentlich auch recht
viele Einwohner der umliegenden Orte, ausnahmslos
ſauber und anſtändig gekleidet, den Berg hinauf ſtrömten.
Die franzöſiſche Bevölkerung iſt ſonſt in der Beziehung
nicht ſehr ſorgfältig, hier waren aber alle, von der Schul=
jugend
bis zum Mütterchen, in einem feſtlichen Gewand,
allerdings viele in Trauer.
Das Denkmal ſelbſt liegt auf einer Anhöhe und hat=
einen
weiten Blick vor ſich über das Tal und die anſchlie=
ßenden
Höhen. Es iſt aus dort gewachſenem hellen Sand=
ſtein
erbaut und ſtellt einen Obelisken dar auf zwei mäch=
tigen
Stufen. Die Bekrönung zeigt das Eiſerne Kreuz
und trägt die Inſchrift: In Dankbarkeit unſeren Hel=
den
, 28. Auguſt 1914, auf der rechten Seite der heſſiſche

[ ][  ][ ]

bedenklicher aber erſcheint das Bild der engliſchen Ge=
treideverſorgung
, wenn man die einzelnen Exportgebiete
nach ihren Lieferungen vor und im Kriege betrachtet. Es
lieferten nämlich:

im Erntejahre 191314
191415
Quarters
Quarters
die Vereinigten Staaten . . 8870 977 12350 795
Kanada .
6830 938
7 424 617
Rußland.
2 246673
168611
Indien .
3007852
3 256 568
Deutſchland und Oeſterreich 419643
2 667
Balkan und Türkei
104323
9 427
Auſtralien
463 579
3 476 881
Argentinien
1729 567
2 824 458
Andere Länder
345 124
151 859

Der rieſige Ausfall an ruſſiſchem und auſtraliſchem
Import zwang England zu einer erheblichen Steigerung
ſeiner Bezüge aus den Vereinigten Staaten, Indien, Ar=
gentinien
und Kanada. An die Union aber wurden in=
folge
des Krieges auch von anderen Ländern, insbeſondere
Italien, Skandinavien, Frankreich uſw. ſo hohe Anforde=
rungen
geſtellt, daß die Vorräte raſch ſchwanden und eine
Getreideknappheit eintrat, die zu erheblichen Preisſteige=
rungen
führte, zumal gleichzeitig die Frachtſätze ggewaltig
in die Höhe ſchnellten.
So kam es, daß der Weizenpreis in London zeitweilig
auf über 300 Mark für die Tonne ſtieg. Noch eins kam
hinzu, um die Getreidenot zu ſteigern. Indien hatte vor
1913 im Durchſchnitt jährlich 4½ Millionen Quarters nach
England geliefert, konnte aber von 1913 ab nur ¾ der
normalen Menge abgeben und in der Woche vom 7. bis
14. Auguſt trafen ſogar nur 56000 Quarters in England
ein, gegen 147000 in der Vorwoche.
Im neuen Kriegsjahr wird Nordamerika der Haupt=
verſorger
Englands mit Brotgetreide ſein. Doch auch hier
gibt es ein großes Aber.
Die außerordentliche Steigerung der amerikaniſchen
Lieferungen um mehr als 100 Millionen Buſhels allein
in der Zeit vom 1. Auguſt 1914 bis Ende April 1915
konnte nur dadurch ermöglicht werden, daß die Union auch
die Getreidevorräte ausführte, die in normalen Jahren
als Beſtand mit in das neue Erntejahr hinübergenom=
men
werden. Das beſtätigen die Zahlen des ſichtbaren
Weizenvorrats in den Vereinigten Staaten, der am
14. Auguſt 1914 53,7 Millionen Buſhels, am 14. Auguſt
1915 aber nur 14,3 Millionen Buſhels betrug, und daraus
folgt, daß die amerikaniſchen Lieferungen im neuen Kriegs=
jahr
erheblich nachlaſſen müſſen. Dieſer Nachlaß macht
ſich heute bereits ffühlbar. In der Woche vom 24. Juni
bis 1. Juli erreichten die Verſchiffungen von Weizen und
Weizenmehl noch 1119000 Quarters, während die beiden
erſten Auguſtwochen nur noch 531000 Quarters im Durch=
ſchnitt
brachten. Die Times ſehen die drohende Gefahr
auch voraus, denn ſie ſchrieben am 21. Auguſt: Da die
Weizenlieferungen Amerikas nach England ſeit einigen
Wochen nur ungefähr halb ſo groß ſind, wie
unſer Bedarf fordert, und da ſie vermutlich ſo
lange niedrig bleiben werden, bis neuer Weizen zur Ver=
fügung
ſteht, ſo wäre es wünſchenswert, daß der Export
nach England ſo ſehr wie möglich beſchleunigt würde.
Unter dem Einfluß dieſer unſicheren Lage iſt denn auch
der Weizenpreis in London ſeit Anfang Juli um 10 Schil=
ling
für den Quarter, alſo etwa um 45 Mark für die
Tonne weiter geſtiegen.
England iſt alſo auch im neuen Kriegsjahr auf die
Wechſelfälle des Weltmarktes angewieſen, und unſere
U=Boote tun das ihrige, dieſe Unſicherheit noch zu ſteigern.
Nur mit Bangen kann Großbritannien der weiteren Ent=
wicklung
, oder vielmehr Stockung, ſeiner Getreidezufuhr
entgegenſehen. Seine Lage wird von Tag zu Tag gefähr=
licher
, während wir, von fremder Zufuhr unabhängig, feſt
auf eigenen Füßen zu ſtehen. Der Aushungerungskrieg war
ein Pfeil, der ſich gegen den Schützen ſelbſt wendet!

Verordnung zur Entlaſtung der Gerichte.

* Berlin, 9. Sept. (W. T. B. Amtlich.) Die zu=
nehmenden
Einberufungen zum Heeres=
dienſte
bringen es mit ſich, daß Richter, Staatsanwälte,

Gerichtsſchreiber und andere Gerichtsbeamte, ſowie Rechts=
anwälte
in wachſender Zahl ihrer Tätigkeit im Bereiche
der Rechtspflege entzogen werden. Nach den Erfahrun=
gen
, die namentlich innerhalb der preußiſchen Juſtizver=
waltung
gemacht wurden, iſt zu befürchten, es werde bei
längerer Dauer des Krieges nicht mehr möglich ſein, eine
zuverläſſige und ſchnelle Rechtſprechung mit den verfüg=
bar
gebliebenen Kräften zu gewährleiſten. Jede gering=
fügige
Störung oder Verzögerung der Rechtspflege müßte
notwendig nachteilige Rückwirkungen auf das Wirtſchafts=
leben
ausüben. Um ſolchen Beeinträchtigungen, die in
der jetzigen Zeit von beſonderem Nachteile ſein würden,
vorzubeugen, hät der Bundesrat am 9. September auf
Grund des Paragraphen 3 des Ermächtigungsgeſetzes eine
Verordnung zur Entlaſtung der Gerichte erlaſſen, die für
das Gebiet des bürgerlichen Streitverfahrens eine Reihe
Vereinfachungen und Erleichterungen vor=
ſieht
. Insbeſondere wird für Verfahren vor Landgerichten
wie vor Amtsgerichten ein notwendiges Mahnverfahren
eingeführt, um die Zahl der mündlichen Verhandlungen zu
verringern. Das Verfahren vor Amtsgerichten ſoll durch
Ausgeſtaltung des Sühneverfahrens und Vereinfachung
des Verfahrens in geringſügigen Streitſachen entlaſtet
werden. Zu dieſem Zwecke wird den Amtsgerichten An=
ſtellung
eines Sühneverſuchs zur Pflicht gemacht. Zugleich
werden Sachen mit einem Streitwerte von nicht über 50
Mark und Privatklageſachen auf Koſtenerſtattungspflicht
Leſchränkt. Die Zuläſſigkeit von gewiſſen Rechtsmitteln,
insbeſondere Berufung gegen Endurteile, wird durch einen
den Betrag von 50 Mark überſteigenden Wert des Be=
ſchwerdegegenſtandes
bedingt. Einige weitere Neuerun=
gen
der Verordnung hinſichtlich,der Urteilsfindung, Dar=
ſtellung
des Tatbeſtandes im Urteil und Urteilsausferti=
gung
ſind von weniger einſchneidender Bedeutung. Na=
mentlich
für die Verhältniſſe in Groß=Berlin, aber auch
anderwärts, beachtlich iſt die Vorſchrift, nach der künftig
im Verfahren vor Landgerichten ein Rechtsſtreit bei Un=
zuſtändigkeit
der angegangenen Gerichte durch Beſchluß an
das zuſtändige Gericht verwieſen werden kann. Die Ver=
ordnung
, die der ſpäteren Neugeſtaltung des bürgerlichen
Streitverfahrens nicht vorgreifen ſoll, vielmehr nur für die
Zeit der durch den Krieg geſchaffenen beſonderen Verhält=
niſſe
gedacht iſt, tritt am 1. Oktober 1915 in Kraft. Die
amtliche Begründung wird im Deutſchen Reichsanzeiger
veröffentlicht werden.

Die deutſchen und öſterreichiſchen Munitions=
arbeiter
in Amerika.

* London, 9. Sept. (Meldung des Reuterſchen
Bureaus.) Die Neu=York Tribune erklärt: Als der Bot=
ſchafter
Dumba ſeiner Regierung vorſchlug, die öſter=
reichiſch
=ungariſchen Untertanen dazu zu bewegen, ihre Ar=
beit
in den Munitionsfabriken einzuſtellen, hatte der
deutſche Botſchafter Graf Bernſtorff bereits eine ähn=
liche
Arbeit unter den Deutſchen begonnen. Vor mehr als
Monatsfriſt erhielten die deutſchen Munitions=
arbeiter
die Mitteilung, daß eine derartige Arbeit das
deutſche Geſetz verletze und die, welche damit fort=
führen
, die Folgen zu tragen hätten, während denen, die
davon abließen, geholfen würde. In den Zeitungen des
ganzen Landes wurden Anzeigen veröffentlicht, in denen
die Deutſchen aufgefordert werden, ſolche Arbeitsſtätten zu
verlaſſen, und ihnen, wenn ſie die Arbeit niederlegten, Geld
und gute Stellen in friedlichen Induſtrien verſprochen
wurden.

Eine gute Antwort

Das führende Organ des ruſſiſchen Liberalismus,
die Petersburger Rjetſch, benützt die Bewilligung
der dritten deutſchen Kriegsanleihe durch
die Sozialdemokraten dazu, das ruſſiſche Volk
für die Fortſetzung des Krieges gegen Deutſchland mit
folgender Begründung zu gewinnen:
Die heilige Allianz der Junker und der Sozialdemo=
kratie
zur Unterſtützung des von Wilhelm II. geführten
Eroberungskrieges iſt eine unwiderlegbar feſtſtehende Tat=

ſache. Angeſichts eines derartigen Feindes kann ein Volk,
welches die Selbſtachtung und den Glauben an die eigene
Zukunft bewahrt, nur eine Parole haben: Krieg bis zum
Ende und bis zum Sieg um jeden Preis!
Das ſozialdemokratiſche Volksblatt für Anhalt erteilt
hierauf eine treffende Antwort, indem es ſchreibt: Das
ruſſiſche Blatt hat ganz recht: in der Wahrung der Frei=
des
deutſchen Volkes ſind Junker und Sozialdemokraten
einig. Von einem Eroberungskriege kann aber erſt dann
die Rede ſein, wenn die Feinde Deutſchlands den Frieden
wollen, und Deutſchland dann nichts von Frieden wiſſen
wollte. Von ſolcher Situation wiſſen wir nichts. Noch
ſind ſie alle bereit, Deutſchland zu vernichten, wenn ſie
können. Daß es den Ruſſen gefiele, wenn wir deutſchen
Sozialdemokraten ihnen die Beſiegung des deutſchen Vol=
kes
erleichterten, iſt begreiflich. Wir aber haben keine Luſt,
ganz Deutſchland wie Oſtpreußen verwüſten zu laſſen.

Kuſſiſches.
Das ſchwer bedrängte Rußland.

* Kopenhagen, 9. Sept. (Zenſ. Bln.) Aus
Petersburg wird gemeldet: Die peinlichen Enthüllun=
gen
, die der neue ruſſiſche Kriegsminiſter Poliwanow
gezwungen iſt, über die Verluſte der ruſſiſchen
Armee zu machen, nehmen noch immer kein Ende.
Großes Aufſehen erregt vor allem die Mitteilung, die der
Kriegsminiſter im Reichsrate machte, daß das ruſſiſche
Heer durch die von der Heeresleitung begangenen Fehler
bisher ein Drittelſeiner Artillerie verloren
hat. Die allgemeine Beſorgnis wird durch die Tatſache
erhöht, daß das Miniſterium des Kaiſerlichen Hauſes aus
Petersburg nach Moskau verlegt worden iſt. Auch
die für den Heeresbedarf arbeitenden Fabriken und Be=
triebe
von Helſingfors und Petersburg ſind bereits teil=
weiſe
auf Staatskoſten nach dem Innern des Landes ver=
legt
worden. Gleichzeitig meldet die Petersburger Tele=
graphen
=Agentur amtlich, daß die Zarenfamilie ſich
in Kürze zur Erholung nach der Krim begeben werde. Alle
dieſe Tatſachen ſind nicht geeignet, die allgemeine Be=
ſtürzung
zu beſänftigen, zumal da die innerpolitiſche Lage
noch immer verworren und unſicher erſcheint. So haben
ſich 210 Mitglieder der Duma zu einem linken Block zu=
ſammengetan
, der ein Gegengewicht gegen den reaktionä=
ren
ſchwarzen Block bilden ſoll. Dieſer neue linke Block
fordert für Rußland ein liberales parlamentariſches Re=
gime
; eine Forderung, die durch die immer wieder von
neuem auflodernden Arbeiterunruhen ein beſonderes Re=
lief
erhält. Im Gouvernement Kiew haben nämlich am
Freitag wieder große Arbeiterkundgebungen
ſtattgefunden, deren Urſachen nicht bekannt ſind, da die
ruſſiſche Zenſur alle Nachrichten darüber unterdrückt. Die
Petersburger Blätter dürfen nur melden, daß 18 Per=
ſonen
getötet und über 50 verwundet wurden, woraus her=
vorgeht
, daß die Unruhen ernſt und blutig geweſen ſind.

Das Programm der Blockparteien der
Duma.

* Kopenhagen, 10. Sept. Berlingske Tidende
meldet aus Petersburg: Das von den Blockpar=
teien
in der Duma ausgearbeitete, gemeinſame Ar=
beitsprogramm
erklärt in ſeiner Einleitung, der
Sieg könne nur erreicht werden, wenn die Behörden ſich
auf das Vertrauen des Volkes ſtützen könnten und dadurch
imſtande wären, die aktive und gemeinſame Arbeit aller
Bürger des Landes zu organiſieren. Als Bedingung für
die Erlangung des Vertrauens wird die Erfüllung einer
Reihe von Forderungen verlangt, darunter eine Amne=
ſtie
, verſöhnliche Politik in Finnland und
die Erweiterung des Vereinsrechtes. Der
Vorſitzende des Zentrums der Duma, Fürſt Lwow, über=
reichte
geſtern während der Dumaſitzung das Programm.
Zu den Blockparteien gehören von 439 Dumamitgliedern
nicht weniger als 300, nämlich das ganze Zentrum, die
Oktobriſten, die Fortſchrittspartei, die Kadetten, der linke
Flügel der Nationaliſten unter Bobrinski, ferner die Po=
len
, Sozialdemokraten, Mohammedaner und Weißruſſen.

Löwe, auf der linken Seite der preußiſche Adler. Es iſt
angefertigt durch Landſturmleute, ohne Aufbringung be=
ſonderer
Mittel. Der Architekt, Reg.=Bauführer Lt. Meyer
hat ſeinerzeit in Darmſtadt an der Hochſchule ſtudiert. Es
iſt ein Denkmal nicht nur für die Deutſchen die dort gefallen
ſind, ſondern auch für die Franzoſen. Es waren deshalb
auch die Maires der umliegenden Orte eingeladen, die
in Zylinder und ſchwarzem Rock an der Feier teilnahmen.
Heller Sonnenſtrahl leuchtete über dem Ganzen.
Herbſtlich fingen an ſich die Bäume zu färben, und die
auf den Feldern ſtehenden Obſtbäume tragen reiche
Früchte. Die Feier begann mit einem Weihelied, deſſen
Text vom Gefreiten Ungibauer herrührt, während die
Muſik vom Gefreiten Stammler komponiert war. Nach=
dem
die Töne verklungen, erfolgte die Anſprache des
evangeliſchen Feldgeiſtlichen, Herrn Feldlazarett=
pfarrers
Richter, der in formvollendeten, reimloſen
freien Rhythmen die blutigen Kämpfe und das heiße Rin=
gen
ſchilderte, das die geſegneten Fluren ringsum endlich
in deutſchen Beſitz brachte, und auf das Denkmal hinwies
das aus Steinen, auf den Schlachtfeldern ſelbſt geſammelt,
die Namen der Helden nennt, die hier im heiligen Kriege
für Kaiſer und Reich, für Ehre und Vaterland ihr Leben
opferten. Der preußiſche Adler und der heſſiſche
Löwe als Sinnbilder der Heimat der tapferen Kämpfer
ſchmücken das ſchlichte Denkmal der Schlacht von
Raucourt=Haraucourt, der eine verderbens=
ſchwangere
Nacht voranging, indem ein liſtiger Ueberfall
feindlicher Kräfte die Unſeren zu überwältigen drohte.
Den ganzen Tag über bis zum ſpäten Abend tobte der
erbitterte Kampf, und erſt als die Sonne ſank, war Rau=
court
unſer. Zum ehrenden Gedächtnis für die
Kämpfer alle iſt das Denkmal errichtet, für die Deutſchen
nicht minder als für die Franzoſen, die hier in wackerer
Pflichterfüllung ihr Leben ließen. Zugleich auch als
Dankeszeichen für die Helden, die, durch Kampf zum Sieg
hindurchgedrungen, ihre Treue mit dem Leben beſiegelten.

Zum dritten auch als Zeichen unverbrüchlichen
Feſthaltens der Ueberlebenden, feſtzuhalten an
dem Opfermut, an der Siegeszuverſicht, die uns ſo herr=
lich
weit geführt haben. Mit dem Gelöbnis, daß der
ſchlichte Stein als Bild deutſcher Kraft und deutſchen
Willens mit ſeinem kreuzgeſchmückten Haupte der Ver=
heißung
Zeichen ſein möge, daß auf die furchtbare Zeit des
Streitens und blutigen Ringens endlich der Tag der Er=
löſung
und Verſöhnung folgen möge, ſchloß die erhebende,
tief zu Herzen gehende Anſprache.
Der Anſprache ſchloß ſich der Vortrag des Sänger=
chors
an, der ſich im Felde gebildet hat: das Lied Der
deutſche Schwur von Guſtav Hickler. Ergreifend er=
klangen
die Töne in die Weite. Es ſchloß ſich eine An=
ſprache
an die Maires an in franzöſiſcher Sprache von
dem Kommandanten der Etappen=Kommandantur. Der
Maire von Raucourt dankte und verſprach, das Denkmal zu
hüten und zu ſchützen. Ungefähr 60 Kranzſpenden waren
ſchon vorher von den Einwohnern dort niedergelegt worden.
Als erſter aus der Verſammlung ſprach der Kommandeur
des 18. Armeekorps, Exzellenz von Schenck er legte
einen Kranz an dem Denkmal nieder und brachte ein
Hurra der Kaiſer und ſprach der Kommandantur Raucourt
ſeinen Dank aus. Es folgten weitere Deputationen von Re=
gimentern
, und die ganze Verſammlung machte einen
Rundgang um das Denkmal. Der Vortrag eines Muſik=
ſtückes
ſchloß die würdige Feier.
In dieſem Jahre haben die Truppen ſchwer zu
kämpfen gehabt, ſie haben aber in treuer Liebe ihrer
Toten gedacht und aus eigener Kraft dieſes Denkmal ge=
ſchaffen
. Sie haben ſich ſelbſt damit ein Denkmal treueſter
Kameradſchaft geſetzt. Nach der Feier ſchloß ſich noch
eine Gedächtnisfeier nicht weit von der Stelle, wo das
Denkmal ſteht, im Walde an, am Grabe des frühe=
ren
Polizeiamtsmanns Stumpf und des Feld=
zugskameraden
Hein aus Roßdorf. Die Ruhe=
ſtätte
dieſer beiden iſt in einem wirklichen Hel=

denhain. Ein Platz, wie er nicht ſchöner von Menſchen=
händen
geſchaffen werden konnte! Mächtige Bäume um=
ſtehen
eine kleine Vertiefung; auf dem Boden derſelben
befindet ſich das Doppelgrab, geſchmückt mit einem Denk=
ſtein
, das den Helden in treuer Freundſchaft von den
Kameraden geſetzt wurde. Ein Lied und eine Anſprache
gaben auch hier der Stimmung Ausdruck, die alle die
beherrſchte, die mit denen, die hier gefallen und
begraben ſind, vor einem Jahre kämpften. Nicht der
harte Kampf kommt mehr zum Ausdruck, ſondern das
Gefühl treuer Kameradſchaft, Verehrung und Liebe weit
über den Tod hinaus. Das ſind erhebende Eindrücke für
diejenigen, die an einer ſolchen Feier teilnehmen durften,
ohne als Kämpfer dabei beteiligt geweſen zu ſein.
In Scharen zog alles wieder nach Raucourt, wo ſich
manche Bekannten zu einer Nachfeier in der Mairie ver=
einigten
. Auch wurden die Kampfgenoſſen in Gruppen=
bildern
vereinigt, die wir unſeren Leſern in unſerer Aus=
lage
zeigen werden. Mancher wird darauf einen Freund
finden, und wir alle ſollten in tiefſter Dankbarkeit derer
gedenken, die ihr Leben für die heilige Sache, fürs Vater=
land
, laſſen mußten, und derer, die unter unſäglichen Ent=
behrungen
weiter kämpfen müſſen.
Aber wie alle im Felde zuſammenſtehen in treueſter
Kameradſchaft und Begeiſterung für alles, was in dieſem
Kampfe verlangt wird das kann nur der beurteilen, der
das Glück hat, einer ſolchen Feier im Felde beiwohnen
zu dürfen.
Wenn man die Folgen ſieht, die ein ſolcher Krieg
über die Gemeinden bringt, die die Zerſtörung ganzer
Gemeinweſen hervorruft, daß kaum noch ein Haus in
ſeinem Zuſtand erhalten iſt, wenn man nur ausgebrannte
Trümmerſtätten um ſich hat, ſo erſchaudert’s einem in
dem Gedanken: wie wäre es hier bei uns geworden, wenn
unſere Truppen nicht eine ſolche ſtarke Wehr für das
C.W.
Vaterland gebildet hätten!

[ ][  ][ ]

Die Bedrohung der Schweiz.

*⁎* Nach einer von uns bereits erwähnten Meldung
aus Bern erwecken dort die umfangreichen Verſchiebungen
italieniſcher Truppen an der ſchweizeriſchen Grenze den
Verdacht, daß es ſich dabei um den Plan handle, größere
Teile der ſchweizeriſchen Armee im Süden zu feſſeln, um
den Franzoſen eine Aktion an der Nordweſtgrenze der Eid=
genoſſenſchaft
unter Verletzungdder Neutralität derſelben
zu erleichtern. In Paris und Rom wird man natürlich
das Beſtehen eines ſolchen Planes mit gutgeheuchelter Ent=
rüſtung
zurückweiſen, aber weder die Schweiz noch Deutſch=
land
dürften ſich dadurch in Sicherheit wiegen laſſen.
Angeſichts der Beharrlichkeit, mit welcher Frankreich
den Revanchegedanken gegen das Deutſche Reich verfolgte,
mußte die Möglichkeit einer Verletzung der ſchweizeriſchen
oder der belgiſchen Grenzen immer ins Auge gefaßt wer=
den
. Wir haben zu Beginn dieſes Krieges Belgien beſetzt,
weil wir beſtimmt wußten, daß das von Frankreich und
England geſchehen würde, wenn wir ihnen nicht zuvor=
kommen
konnten. Nachdem alle Verſuche, unſere von der
Nordſee bis zu den Vogeſen reichende Front zu durch=
brechen
, ſich als ausſichtslos erwieſen haben, mag die fran=
zöſiſche
Heeresleitung wohl in Verſtändigung mit der ita=
lieniſchen
als ultima ratio den verzweifelten Plan er=
wägen
, ſich einen Weg durch die Schweiz nach Süd=
deutſchland
zu bahnen, d. h. unſere Front im Süden zu
umgehen, was ohne Betreten ſchweizeriſchen Gebiets nicht
möglich wäre. Man wird ſich erinnern, wie die Franzo=
ſen
ſich ereiferten, als vor etwa 12 Jahren in der Preſſe
von der Abſicht Deutſchlands die Rede war, bei Baſel Be=
feſtigungen
anzulegen. Die Entrüſtung war ohne Zweifel
der Ausfluß des böſen Gewiſſens. Denn daß ſchon da=
mals
in den Geheimfächern des ffranzöſiſchen Generalſtabs
Pläne eines Durchbruchs durch die Schweiz nach Baden
unter Umgehung der elſäſſiſchen Feſtungen lagerten,
braucht nicht bezweifelt zu werden. Auch Italien wird
ſchwerlich Skrupel empfinden, die ſchweizeriſche Souverä=
nität
zu verletzen, es weiß aber, ebenſo auch Frankreich,
daß mit der Schweiz nicht gut Kirſchen pflücken iſt, woraus
ſich das Zögern erklärt, die ſchwarzen Pläne zur Tat wer=
den
zu laſſen.
Die Eidgenoſſenſchaft hat für die Verteidigung ihres
Staatsgebietes erhebliche Aufwendungen gemacht, nament=
lich
ſeit dem Bau der Gotthardtbahn, deren Sicherung der
Schweiz natürlich ſehr am Herzen liegt. Eine ſtarke Zen=
tralſtellung
am Gotthardt gewährt dieſe Sicherung,
außerdem iſt im Kriegsfalle die Unterbrechung aller Zu=
gänge
aus den Nachbarſtaaten vorgeſehen, insbeſondere
auch für den Fall, daß franzöſiſche Streitkräfte die Beſtim=
mung
hätten, den Marſch ihres Gros durch das Schweizer
Flachland nach Baden auf der parallelen Hochgebirgsſtraße
zu begleiten. Auch für den Schutz der ſchweizeriſchen
Grenze gegen Italien iſt geſorgt; das Zentrum der Gott=
hardtbefeſtigung
ſperrt die gleichnamige Bahn und Straße
bei Airola ab und ebenſo den Aufſtieg aus den Felsbet=
ten
des Teſſin und des Toſa zum Rufenenpaß. Abgeſe=
hen
von den erheblichen Befeſtigungsanlagen an den Gren=
zen
hat die Schweiz eine ſehr achtbare Wehrkraft, die,
wenn auch auf dem Milizſyſtem beruhend, von großer Lei=
ſtungsfähigkeit
iſt und an Tüchtigkeit, Tapferkeit und Aus=
dauer
keinen Gegner zu fürchten braucht. Erſt in den letz=
ten
Jahren ſind bedeutende Summen für die Neubewaff=
nung
der Fußtruppen, für die Beſchaffung von Material,
für Infanterie und Maſchinengewehrabteilungen, für den
Erſatz von Geſchützen der Feſtungsartillerie und für neue
Gebirgsbatterien verausgabt worden, und man kann wohl
ſagen, daß die Schweiz, welche ſeit dem Weltkrieg ihre
ganze Truppenmacht mobiliſiert hat, in militäriſcher Hin=
ſicht
auf der Höhe der Zeit ſteht. Wer alſo Konflikt mit ihr
ſucht und ihr mit bewaffneter Hand nahetreten will, muß

mit einem ziemlich hohen militäriſchen Werte ſeines Geg=
ners
rechnen; jedenfalls darf man ſicher ſein, daß die
Schweiz ihre Souveränität bis aufs äußerſte verteidigen
würde.

Die Balkanſtaaten.
Bulgarien.

* Sofia, 9. Sept. Nach Meldungen hieſiger Blät=
ter
äußerte Miniſterpräſident Radoslawow einer Ab=
rdnung
von Mitgliedern der Sobranje gegenüber, daß
die Beziehungen Bulgarienszur Türkei aus=
gezeichnet
ſeien. Bulgarien ſei faktiſch bereits im Beſitze
der Bahnlinie nach Dedeagatſch. Die türkiſch=bulgariſche
Grenze verlaufe entlang des Tundſchafluſſes bis Kara=
gatſch
, welches Bulgarien zufalle; dann bis Sofia, zwei
Kilometer öſtlich der Maritza, und von Sofia bis
Enos am linken Ufer der Maritza. Die Stellung des
Miniſteriums ſei feſt. Es rechne auf die Va=
terlandsliebe
ſeiner politiſchen Gegner, namentlich der
Bauernbündler, und beabſichtige nicht, die Sobranje auf=
zulöſen
. Radoslawow glaube nicht an ein gemeinſames
Vorgehen Serbiens, Rumäniens und Griechenlands gegen
Bulgarien. Falls Bulgarien kämpfen müſſe, werde es
dies nur auf einer Front zu tun brauchen.
* (Zenſ. Bln.) Aus Kopenhagen wird dem B. L. ge=
meldet
: Nowoje Wremja wendet ſich in einem, von ohn=
mächtiger
Wut und Erbitterung ſchäumenden
Artikel gegen Bulgarien, das ſie beſchuldigt, zum
Verräter der ſlawiſchen Sache geworden zu ſein. Das
Blatt ſchreibt, es habe jetzt jede Hoffnung aufgegeben,
Bulgarien noch an der Seite Rußlands zu ſehen. Bulga=
rien
ſtelle ſich auf die Seite der Mittelmächte; zum minde=
ſten
werde es dieſen gegenüber wohlwollende Neutralität
bewahren. Bulgarien verrate Rußland in dem Augen=
blick
, wo dieſes Hilfe nötig habe und ihm anbiete, wonach
ſein Verlangen gehe, nämlich Mazedonien. Bulgarien
ziehe es aber vor, zum Verräter an der ruſſiſchen Sache zu
werden. Es werde daher immer vom ruſſiſchen Haſſe ver=
folgt
werden.

Der Abſchluß des türkiſch=bulgariſchen
Vertrages.

* (Zenſ. Bln.) Zum Abſchluß des türkiſch=bulgariſchen
Vertrages wird der Voſſ. Ztg. aus Sofia unterm 8. Sep=
tember
gemeldet: Der Präfekt des bulgariſchen Grenzbe=
zirks
Haskovo und der Wali von Adrianopel erhielten den
Auftrag, die Einzelheiten der Uebergabe des
abgetretenen türkiſchen Gebietes zu ver=
einbaren
. Die Grenze läuft längs des Tundſchafluſſes
bis zur Maritza und überſchreitet einige Kilometer ſüdlich
von Adrianopel die Maritza, auf deren öſtlicher Seite ſie
bis zur Flußmündung weitergeht, ſodaß Enos bulgariſch
wird. Auf der Anfangsſtrecke von nahe Adrianopel bis
Soflu iſt die Zone öſtlich der Maritza zwei Kilometer breit:
von Soflu bis Enos erweitert ſie ſich ſtellenweiſe bis zu
8 Kilometern. Maßgebend war hierbei der Geſichtspunkt,
daß die Eiſenbahn mehr als Kanonenſchußweite von der
Grenze liegen ſoll. Miniſterpräſident Radoslawow er=
klärte
geſtern einer Abordnung, daß Bulgarien keinerlei
Verpflichtungen für die Abtretung gegenüber der Türkei
übernommen, vielmehr die Entſchädigung zum Lohn für
ſeine bisherige Neutralität erhalten habe. Die Ueber=
gabe
bzw. Uebernahme des von der Türkei abgetretenen
thraziſchen Grenzgebietes ſoll in den nächſten
Tagen erfolgen.
Aus Budapeſt meldet der Berl. Lokalanz.: ZZur
Uebergabe der abgetretenen Gebiete wer=
den
zwei türkiſche Regimenter die bulgariſchen Regimenter
erwarten, die mit Muſik und Fahnen eintreffen. Die tür=
kiſche
Kapelle wird die Hymne Schäume Maritza! und
die bulgariſche Kapelle die türkiſche Hymne ſpielen. Nach

gegenſeitiger Begrüßung und dem Austauſch der Voll=
machten
erfolgt der Akt der Abtretung. Den führenden
offiziellen Perſönlichkeiten und dem Offizierkorps gibt die
Türkei abends in Adrianopel ein Bankett.

Serbiens Antwort.

* (Zenſ. Bln.) Aus Sofia wird der B. Z. gemeldet:
Alle hier eingetroffenen Nachrichten über die ſerbiſche
Antwort auf die Vorſchläge des Vierverbandes ſtimmen
darin überein, daß Serbien zwar im Grundſatze der Ab=
tretung
mazedoniſchen Gebietes an Bulgarien zuſtimme,
jedoch den Zeitpunkt der Abtretung erſt nach
Erhalt anderweitiger territorialer Ent=
ſchädigungen
beſtimmt. Serbien beabſichtige, mit
der Antwort dem Vierverband eine Baſis für weitere Ver=
handlungen
mit Bulgarien zu ſchaffen, beziehungsweiſe
Bulgarien vor dem Vierverband als unnachgiebig hinzu=
ſtellen
. Vom bulgariſchen Standpunkte iſt die ſerbiſche
Antwort undiskutierbar, weil Bulgarien unter allen
Umſtänden auf der ſofortigen Abtretung des geforderten
Gebietes beharren würde. Wahrſcheinlich wird der Vier=
verband
ſeine Bemühungen, Bulgarien umzuſtimmen,
nunmehr aufgeben. Sollte es doch zu Verhandlungen
kommen, ſo werden dieſe bloß einen formalen Charakter
tragen, zumal man hier von der vollſtändigen Ohnmacht
des Vierverbandes überzeugt iſt, und Bulgarien ſich weder
mit der verlorenen Sache der Entente verknüpfen, noch zu
Söldnerdienſten für fremde Intereſſen herabwürdigen
will.

Die Lage in Serbien.

Die Neuen Zürcher Nachrichten vom 6. September
veröffentlichen folgenden Drahtbericht aus Sofia vom
4. September: Auf Grund der Mitteilungen eines ſoeben
aus Kragujewatz zurückgekehrten höheren bulgariſchen
Offiziers betrachtet man es in (Militärkreiſen Sofias fün
ausgeſchloſſen, daß Serbien einer Offenſive der Mittel=
mächte
würde Widerſtand leiſten können. Die Stärke ſeinen
Armee belaufe ſich auf höchſtens 100000 Mann. Die Armee
habe ſeit Beginn des Krieges faſt zwei Drittel ihres Be=
ſtandes
verloren, die finanziellen Verhältniſſe des Landes
ſpotten jeder Beſchreibung. Die Regierung läge völlig in
der Hand des Kronprinzen und ſeiner Freunde. Die Mini=
ſter
führten nur eine Scheinherrſchaft. König Peter habe
ſo gut wie abgedankt. Belgrad ſei in Trümmern. Von
Rußland ſei keine Hilfe zu erwarten. Die Politik des
Kronprinzen folge völlig dem engliſchen Kurs.

Die Unruhen in Perſien.

* London, 10. Sept. Das Reuterſche Bureau er=
fährt
, daß der Bericht, die Briten hätten bei Bu=
ſchir
über 2000 Mannverloren, unrichtig iſt (?).
Da zwei britiſche Offiziere von den Eingeborenen bei Bu=
ſchir
am 12. Juli getötet wurden, wurde die Stadt am
8. Auguſt von den Briten beſetzt; man ſtieß hierbei auf
keinen Widerſtand. Das Reuterſche Bureau berichtet
ferner, die perſiſche Regierung drückte dem Ver=
treter
Englands in Teheran und der engliſchen Regierung
in London ihr Bedauern aus über den Angriff auf
den britiſchen Generalkonſul in Iſpahan, ſagte völlige Ge=
nugtuung
zu und verſprach, die Schuldigen zu verhaften,
Dem Generalkonſul wurde zu ſeinem Schutze eine Gen=
darmeriebedeckung
angeboten. Von diplomatiſcher Seiter
erfährt das Reuterſche Bureau noch, die Angelegenheit
habe eine Spannung der Ententemächte verurſacht und ſie
beraten über die zu ergreifenden Maßregeln.
* Iſpahan, 10. Sept. Meldung der Petersburger
Telegraphenagentur. Der engliſche Vizekonſult
der in Schiras verwundet worden war, iſt geſtorben
Die meiſten Engländer verlaſſen Iſpahan
Auch die Ruſſen und Franzoſen bereiten ſich zur
Abreiſe vor.

Brief eines Deutſch=Amerikaners.

* Von einer Stuttgarter Firma wird der Süddeutſchen
Zeitung der Brief eines Geſchäftsfreundes (Deutſch=
Amerikaners) aus Chicago zur Verfügung geſtellt, in dem
es heißt:
Ich hätte Ihnen längſt geſchrieben, aber einmal
hatte ich Angſt, von Ihnen auch als Munitionsfabrikant
und Meuchelmörder in Verdacht zu kommen andern=
teils
bin ich vom Verlauf der Dinge einfach gelähmt.
Gelähmt in des Wortes weiteſter Bedeutung, und zwar
Erſtens: geſchäftlich. Trotz alles Blutgeldes,
das für Munition hierhergebracht wird, iſt im Ge=
ſchäftsgang
ſeit 9 Monaten eine Stockung einge=
treten
, die einer Panik verzweifelt ähnlich ſieht. Denken
Sie ſich den fürchterlichen Ausfall in der Geldzirkulation,
mit allem, was drum und dran hängt, und Sie werden es
leicht verſtehen. Das Blutgeld für Munition hat keinen
Segen gebracht und wird es auch nicht. Tatſache iſt, dan
eben alles Geſchäft ſtockt, und jeder ſeine Schwierigkeit
hat, ſich durchzuhauen.
Zweitens: Wir ſind ſtündlich der Erwartung,
daß unſere glorreiche Regierung endlich ſich aufraffen
möchte und ſich von den Engländern nicht mehr länger
auf der Naſe tanzen läßt. Aber, weit gefehlt. Ich
hätte, wenn man die großmäuligen Amerikaner ſchreien
hört, in meinem Leben nie geglaubt, daß ſich die U. S.
das von England bieten laſſen, was ſie tun.
Drittens: Wir Deutſche ſind hier in der
denkbar unangenehmſten Lage. Tatſache iſt,
daß ſich ſeit Anfang des Krieges hier ein geradezu fana=
tiſcher
Haß gegen alles was deutſch iſt, be=
merkbar
gemacht hat, das ſich darauf zurückführen läßt,
daß über 95 Prozent der hier geborenen Amerikaner ſeit
Kindheit überhaupt nichts geleſen hat als die von eng=
liſchem
Kapital beeinflußten engliſch=
amerikaniſchen
Zeitungen, und ſich infolge=
deſſen
bei ihnen der Wahn ausgebildet hat, daß die Deut=
ſchen
nichts ſind als Bierbrauer und Wurſtfabrikanten.
Der Krieg wird ihnen die Augen öffnen, aber inzwiſchen
haben wir Deutſche hier keine beneidenswerte Stelle.

Doch darüber ließen ſich ja Bücher ſchreiben, und
deſſen wird jetzt ſchon zu viel getan.
Unſere einzige Hoffnung iſt, daß der Herrgott im
Himmel den Deutſchen in Zukunft ſo beiſtehen wird, wie
im letzten Jahre. Damit glaube ich, daß ich mit meiner
Prophezeiung recht behalte, nämlich, daß wir im Oktober
das Ende vom Kriege kommen ſehen. Die Erfolge, die
die Deutſchen errungen, werden ihr Vertrauen, Opfer=
mut
und Anſtrengungen, wenn möglich, noch erhöhen,
während bei den Gegnern das Gegenteil eintreten muß.
Und ’s Schwierigſte, die Ruſſen, ſcheint größtenteils
überwunden zu ſein, ſodaß die Armee ihre Tätigkeit nach
Weſten verlegen kann.
Mit herzlichem Gebete für die deutſchen Waffen Ihr
ergebener

Zur15o. Aufführung von Richard Wagners
Tannhäuſer‟ in Darmſtadt.

(Nach amtlichen Quellen.)
Unſer Hoftheater eröffnet morgen Sonntag, den
12. September, ſeine Pforten mit einer Jubiläumsvor=
ſtellung
. Wagners Tannhäuſer erlebt die 150. Auffüh=
rung
. Aus dieſem Anlaß werden nachſtehende Mitteilun=
gen
über die Erſtaufführung vor 62 Jahren und ihre Vor=
geſchichte
intereſſieren: Sonntag, den 23. ds. Mts.,
findet bei aufgehobenem Abonnement und gewöhnlichen
Eingangspreiſen die erſte Aufführung von Richard Wag=
ners
großer Oper Tannhäuſer ſtatt ſo lautet die An=
kündigung
in der Darmſtädter Zeitung vom 19. Oktober
1853.
Am genannten Tage ging die Oper in Szene, ziemlich
ſpät, wenn man die Bühnen überſchaut, die das Werk
ſchon gegeben hatten. (Die Uraufführung am Kgl. Hof=
theater
in Dresden unter perſönlicher Leitung des Kom=
poniſten
war am 19. Oktober 1845.)
Wenige Monate vor der Erſtaufführung in Darmſtadt
war Kapellmeiſter Louis Schindelmeiſſer von Wiesbaden
nach Darmſtadt berufen worden, und dieſer, ein Jugend=
freund
Wagners und eifriger Förderer ſeiner Werke, ſetzte
alles daran, den großen Reformator der Oper in Darm=

ſtadt einzuführen. Als Schindelmeiſſer 1852 den Tann=
häuſer
in Wiesbaden einſtudierte (Erſtaufführung 6. Ok=
tober
), ſchrieb Wagner, der damals in der Schweiz in der
Verbannung lebte, aus Zürich an Liszt: Meine Anlei=
tung
zur Aufführung des Tannhäuſer hat bereits die Leip=
ziger
zum Aufgeben der Oper vermocht: ein ſehr beſchei=
denes
Zeichen der Erkenntnis eines ſchlechten Willens
Gefreut hat mich dagegen, daß Schindelmeiſſer in Wiest
baden nach der Kenntnisnahme meiner Broſchüre das
Studium noch einmal ganz von vornen angefangen hat.
Eine glänzende Anerkennung für Schindelmeiſſer, den
nach Liszt in Weimar, als der erſte Tannhäuſer und
Lohengrin in Wiesbaden zur Aufführung gebracht hatte
Seinem Freunde Richard Wagner auch die heſſiſch
Reſidenz zu erobern, war offenbar ſchwieriger. Der Darm
ſtädter Oper der ſeither Hofkapellmeiſter Wilhelm Man=
gold
, ein verdienter und durchaus gediegener Muſiker di
Richtung gegeben hatte, fehlte für den Stil, wie ihn Wag=
ner
verlangte, vorläufig ſo gut wie alles. Der mußte eiſ
geſchaffen werden, und obwohl Schindelmeiſſer nicht müde=
wurde
, ſeine Sänger demgemäß zu beeinfluſſen, ließ ſich
weder aus Arthur Pecz ein Tannhäuſer noch aus
Marie Neukäufler eine Eliſabeth im Sinne Wagners
hervorzaubern. Der Wolfram Ernſt Pasqué’s und die
Venus die die Kgl. Preuß. Hofopernſängerin Pauline
Marx als Gaſt ſang, mögen vielleicht den Anforderungen
des Meiſters mehr entſprochen haben. Wie aus dem
Theaterzettel erſichtlich, waren ſelbſt die kleinſten Partien
mit erſten Kräften beſetzt worden. Wir finden die Teno=
riſten
Wachtel und Breiting als Walther v. d. Vogelweide
bzw. Reinmar v. Zweter. Während Wachtel um dieſe
Zeit ſeine Laufbahn begann, beendete ſie Breiting bald
darauf in der Irrenanſtalt zu Hofheim bei Darmſtadt.
Sic transit gloria mundi.
Doch zurück zu Tannhäuſer. Auch das Orcheſter war
von ſeiner hohen Aufgabe ganz durchdrungen und mit
vollem Eifer bei der Sache. Der nachmalige Kapellmeiſter
Wendelin Weißheimer ſchreibt in ſeinen Erlebniſſen mit
Richard Wagner: Mit Entzücken vernahm ich von
meinem Klavierlehrer Wieſe, der im Orcheſter das zweite
Fagott blies, daß die Aufführung ſchon bald herrannahe.
Ich beſtimmte ihn, zu bewirken, daß ich die Hauptprobe

[ ][  ][ ]

Japan und der Krieg.

TU. Stockholm, 10. Sept. Stockholms Dagbladet
meldet aus Tokio: Das Regierungsorgan Chogyo
Shimpo veröffentlicht ein amtliches Dementi des
Gerüchtes von einer Teilnahme Japans am europäiſchen
Kriege.

Tageskalender 1914
zur Geſchichte des Weltkrieges.

11. September. Die Türkei lehnt die Bedingungen
der Entente=Mächte für ihre Neutralität ab. Das
22. ruſſiſche Armeekorps (Finnland) bei Lyck vollſtändig
geſchlagen. Die Armee Hindenburgs überſchreitet in
der Verfolgung des Feindes die Grenze.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 11. September.
Kriegsauszeichnung. Trompeter Wilhelm Meier,
Vizewachtmeiſter im Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23,
der im Weſten die Heſſiſche Tapferkeitsmedaille erhielt,
hat jetzt auch das Eiſerne Kreuz 2. Klaſſe erhalten; er iſt
zurzeit durch Kopfſchuß ſchwer verwundet.
n. Die Strafkammer verurteilte in der geſtrigen Ver=
handlung
einen Elſäſſer, den aus Gebweiler ſtammen=
den
, 47 Jahre alten Taglöhner Iſidor Dufour, wegen
Vergehen gegen das Geſetz über den Belagerungszuſtand
zu 6 Monaten Gefängnis. Er hatte der Anordnung des
Generalkommandos, ſich aus dem Reichsland zu entfernen
und in Düſſeldorf der Behörde zu ſtellen, keine Folge ge=
leiſtet
. Auch erweckten die Umſtände des Falls ernen viel
ſchwereren Verdacht, den der Spionage. D. war näm=
lich
im Juli d. Js. innerhalb unſerer Linien in den Vo=
geſen
am Hartmannsweilerkopf feſtgenommen worden.
Er hatte als Erklärung ſeiner, für einen Ziviliſten höchſt
auffälligen Anweſenheit friſchweg behauptet, daß er dort
nach Beſchäftigung ſuche. Sonſt ſcheint er ſo leicht bren=
nenden
, ſelbſt vor Kampfgetöſe nicht zurückſchreckenden
Arbeitsdrang keineswegs immer zu verſpüren, denn er
wurde kürzlich in Arheilgen beim Betteln abgefaßt. Die
Ermittlungen ergaben dann jenen Ungehorſam gegen die
behördliche Anordnung. Der Angeklagte will ſich zwar
mit Mangel an Reiſegeld herausreden, doch hätte er ſelbſt=
verſtändlich
auf Verlangen freie Fahrt nach dem ihm be=
ſtimmten
Aufenthaltsort erhalten. Er ſpricht fließend und
ohne jeden fremden Anklang Deutſch.
Großherzogliches Hoftheater. Sonntag, den
12. ds., abends 6½ Uhr, wird die diesjährige Spiel=
Zzeit des Hoftheaters mit Tannhäuſer eröffnet.
Das Schauſpiel beginnt ſeine Tätigkeit am Dienstag,
dem 14. d., mit Shakeſpeares Sommernachtstraum mit der
Muſik von Mendelsſohn. Im Sommernachtstraum der
vollſtändig neu einſtudiert und neu inſzeniert wurde, ſind
beſchäftigt die Damen Alſen, Gothe, Hacker, Meißner,
Mickler, Pils, Schreber und Senger, ſowie die Herren
Baumeiſter, Ehrle, Hacker, Harprecht, Heinz, Herrmann,
Göbel, Jürgas, Kleinert, Peterſen, Schneider und Weisker.
Spielleitung Hans Baumeiſter, muſikaliſcher Leiter Erich
Kleiber. Mittwoch geht Verdis Troubadour in Szene;
Donnerstag, den 16. ds., findet die Erſtaufführung der
Komödie Der gutſitzende Frack von Dregely ſtatt.
Rudolf Weisker, der erſte Charakterkomiker des
Hoftheaters, wurde in Leipzig als der Sohn des dortigen
Umverſitätsprofeſſors Dr. Weisker geboren, beſuchte in
Kaſſel und Hamburg die Schule und war urſprünglich
ffür den landwirtſchaftlichen Beruf beſtimmt. Durch das
Vorbild ſeines Stiefvaters, des Kgl. Sängers Karl Kietz=
mann
in Kaſſel, erwachte in Rudolf Weisker die Freude
an der darſtellenden Kunſt und er betrat in Lüneburg
zum erſtenmal die Bühne. Schon nach drei Jahren
wurde Weisker als erſter Charakterkomiker und Regiſſeur
nach Flensburg engagiert und folgte im Jahre 1907
einem Rufe an das Hoftheater in Neu=Strelitz, woſelbſt
er bis zum Jahre 1910 wirkte. Nach anſchließendem
fünfjährigen Engagement am Stadttheater in Baſel
die Ferien benützte der Künſtler meiſt zu Gaſtſpielen in
Schwerin, Bremen, Interlaken, Bad Kiſſingen uſw.
wurde Rudolf Weisker nach ſeinem erfolgreichen Gaſt=
ſpiel
in Haſemanns Töchtern und Zigeunerbaron für
das hieſige Hoftheater verpflichtet.
Konzerte 1915/16 im Großh. Hoftheater. Gene=
ralmuſikdirektor
Felix v. Weingartner, der,
wie bereits gemeldet, ſämtliche dieswinterlichen Konzerte
der Hofkapelle leiten wird, wartet nunmehr mit einem
Programm auf, welches ſo ganz der Eigenart dieſes her=
vorragenden
Konzertdirigenten entſpricht. Beetho=
vens
neun Sinfonien ſind auf ſieben Abende ver=
teilt
und gelangen außer dieſen die B=dur von Schumann,

die Danteſinfonie von Liſzt und ferner an neuen Werken
Strauß ſinfoniſche Dichtung Macbeth‟, Regers Varia=
tionen
über ein Thema von Mozart (unter Regers Lei=
tung
), Weingartners Luſtige Ouvertüre und die Schau=
ſpiel
=Ouvertüre des jugendlichen Wiener Komponiſten
E. W. Korngold zur Aufführung. Teilt Weingartner ſo=
mit
die Hauptaufgabe dem Orcheſter zu, ſo läßt er doch den
Soliſten inſoweit zu Worte kommen, als es das Programm
zuläßt, wodurch die ſogenannten Virtuoſenſtücke erfreu=
licherweiſe
fortfallen. Es kommen daher neben den
Violinkonzerten von Brahms und Mendelsſohn die Kon=
zerte
für Klavier H-dur von Liſzt, D-moll von Bach und
G=dur von Beethoven von erſtklaſſigen Soliſten, über die
wir demnächſt berichten werden, zum Vortrag. Ver=
mochten
ſchon im vorigen Winter die unter Weingartners
Leitung ſtehenden Abende eine erhebliche Anziehungs=
kraft
auszuüben, ſo werden zweifellos gerade die Kon=
zerte
1915/16 nicht nur hier, ſondern auch in unſeren Nach=
barſtädten
des größten Zuſpruches ſicher ſein.
Kriegsanleihe. Bei der zweiten Kriegsanleihe
ſind keine Zwiſchenſcheine ausgegeben worden. Wegen
der ſehr großen Zahl von Stäcken (weit über 6 Mil=
lionen!
) hat ſich die Verabfolgung der Schuld=
verſchreibungen
verzögert. Bei ängſtlichen Ge=
mütern
iſt infolgedeſſen eie gewiſſe Beunruhigung
entſtanden. Begründet iſt dieſe Beunruhigung natürlich
nicht: Die Schuldverſchreibungen werden ſofort nach
der Fertigſtellung den Zeichnern ausgehändigt. Auf
den rechtzeitigen Zinſenbezug hat die verſpätete Aus=
lieferung
ſelbſtverſtändlich keinen Einfluß. Bei der
dritten Kriegsanleihe werden für Beträge von 1006 Mk.
ab auf Antrag Zwiſchenſcheine ausgeſtellt. Die
Schuldverſchreivungen ſelbſt werden ſo ſchnell wie mög=
lich
ausgegeben. Im Gegenſatz zu den früheren An=
leihen
kann dieſes Mal auch bei der Poſt gezeichnet
werden. Das Zeichnen iſt alſo denkbar bequem ge=
macht
. Wer irgend verfügbare Mittel hat, wird daher
das Seine tun, damit auch die dritte Kriegsanleihe
gleich der erſten und zweiten eine gewonnene
Schlacht wird! Er wird um ſo leichteren und frohen
Herzens zeichnen, als die Anleihe eine ebenſo ſichere
wie gewinnbringende Kapitalanlage iſt. Ein
jeder trage zum Erfolg bei, niemand denke, auf ſeine
hundert Mark komme es nicht an. Nur wenn keiner
zurückbleibt, kann der volle Erfolg erreicht
werden!
* Nachmuſterung der Dauernd Untauglichen. Im
Anzeigenteil des heutigen Blattes iſt eine Bekannt=
machung
, veröffentlicht, betr. die Nachmuſterung
der bisher als dauernd untauglich ausgemuſterten und ſo=
mit
von jeder weiteren Geſtellung befreit geweſenen Mili=
tärpflichtigen
, ſowie derjenigen, die ſeither dem unausge=
bildeten
Landſturm 1. und 2. Aufgebots angehört hatten
und bei einer Landſturmmuſterung als dauernd untaug=
lich
bezeichnet worden ſind. Meldepflichtig ſind alle am
8. September 1870 undsſpäter Geborenen. Eine zweite
Bekantmachung betrifft die nochmalige Unter=
ſuchung
derjenigen militäriſch ausgebildeten Perſonen,
die als dauernd untauglich entlaſſen worden ſind. Das
Nähere iſt aus den Bekanntmachungen zu erſehen.
Im Silberkranz. Montag, den 13. September,
feiert der frühere Schloſſer und Inſtallateur Adam
Ditter mit ſeiner Ehefrau Wilh., geb. Venator, die
Silberhochzeit.
C. Das Wetter im Juli. Nach dem vorhergegangenen
eißen Juni brachte der ſonſt wärmſte Monat des Jahres
eine Enttäuſchung, da ſein Temperaturmittel allgemein
hinter dem langjährigen Durchſchnitt zurückblieb. In
Darmſtadt betrug das Minus ſogar 1,3 Grad Celſius. Am
wärmſten war es wieder in Mainz, daskein Monatsmit=
tel
von 18,7 Grad aufwies, worauf Worms mit 18,2 und
Darmſtadt mit 17,8 folgt. Am kühlſten war es in Neun=
irchen
mit einem Mittelwert von 15,2. Auch hinſichtlich
der Höchſtſtände bilden wieder Mainz mit 33,9 und Neun=
kirchen
mit 27,4 Grad die Gegenſätze. (Darmſtadt: 30,2.)
Den tiefſten Thermometerſtand des Monats meldet Lau=
terbach
am 11. mit 3,9 Grad wogegen in Mainz 9,8 Grad
der niederſte Stand war. (Darmſtadt: 8,5.) Die Zahl der
Sommertage erreichte in Mainz, Worms und Offenbach
ie Zahl 8 gegenüber nur 4 in Neunkirchen. In Darm=
ſtadt
wurden 6 ſolcher Tage beobachtet, alſo 8 weniger als
der langjährige Durchſchnitt beträgt und faſt ausſchließ=
lich
in der erſten Dekade. Infolge häufiger barometriſcher
Tiefs war die Bewölkung ziemlich groß, wobei die Pro=
zentſätze
zwiſchen 69 in Lauterbach und 56 in Mainz
ſchwanken. (Darmſtadt: 59.) In Bad=Nauheim, Lauter=
bach
und Michelſtadt gab es keinen einzigen heiteren Tag.
Für die örtliche Verteilung der Niederſchläge waren ledig=
lich
die Gewitter mäßgebend. Die Gegenſätze bilden Grün=
berg
mit 129,0 und Grolsheim bei Bingen mit 24,1 Milli=
neter
. (Darmſtadt: 59,3.) Auch Offenbach war mit 28,6
Millimeter Monatsſumme und 5,7 größtem täglichen Nie=
derſchlag
abnorm trocken, während Lich mit 33 Millimeter

hören könne, was ihm auch gelang. Klopfenden Herzens
ſuchte ich in dem faſt ganz dunklen Theater den Eingang
zum Parterre. Als ich denſelben umhertaſtend endlich ge=
funden
und die Tür öffnete, kam mir aus dem vollbeſetzten
Orcheſter, bei herabgelaſſenem Vorhang, ein wahrer Ton=
ſchwall
entgegen; ein jeder probierte emſig an irgendeiner
ſchwierigen Stelle, die ihm noch nicht recht geläufig ſein
mochte; die Geigen ſchwirrten, die Bäſſe donnerten, Hör=
ner
, Trompeten und Poſaunen ſchmetterten und dröhnten,
die Klarinetten und Hoboen krähten und ächzten ein
wahrer Höllenlärm, der jedoch plötzlich verſtummte, als
Kapellmeiſter Schindelmeiſſer mit ſeinem des Schädels
Blöße deckenden Sammetkäppchen am Pult erſchien und
den Taktſtock ergriff, den er handhabte wie ſelten einer!
Er ſagte trocken in ſeinem Königsberger Dialekt: Na,
die Ouvertüre haben Sie bereits eigenmächtig ohne meine
Leitung geſpielt, die ſchenke ich Ihnen jetzt; wir fangen
gleich mit der 1. Szene an. Nun kam der große Augen=
blick
; im Schwirren der Töne ſtieg der Vorhang in die
Höhe, eine prachtvolle Dekoration zeigte in roſigem Lichte
die Venusgrotte. Die Bacchantinnen begannen ihren
wilden Reigen, und aus dem Orcheſter quoll eine Muſik,
ſo feenhaft ſchön, wie ich es nicht für möglich gehalten,
daß ein Menſch imſtande ſei, ſie zu erfinden. Staunend
folgte ich dieſen Zauberklängen, die mich in eine ſolche
Ekſtaſe verſetzten, daß ich gewaltſam an mich halten
mußte, um nicht laut zu ſchreien Nun wußte ich es,
das iſt eine völlig neue Kunſt, eine Klangmiſchung, wie
ſie noch niemand gefunden, eine Färbung, die uroriginal
Wagner iſt, die man weder mit der Mozart= Beethoven=
ſchen
noch der Weberſchen verwechſeln konnte. Was ich
ſonſt noch alles empfand in dieſer mir unvergeßlichen
Probe, wollte ich es detailliert hier wiedergeben, ſo würde
der Zweck dieſes Buches bedeutend überſchritten . . . Es
möge daher nur noch bemerkt ſein, daß dieſe Tannhäuſer
Probe nebſt der tags darauf folgenden erſten Auffüh=
rung
ſehr glücklich von ſtatten ging. Das beſtätigt auch
die Darmſtädter Zeitung. Ihre Kritik gipfelt in dem Satz=

gefüge: So verſchieden auch die Urteile bei einem ſo
eigentümlichen neuen ſchwierigen Werke, welches kaum
erſt, nachdem man es mehrmals gehört, ganz erfaßt und
verſtanden werden kann, ſein mögen, gewiß iſt, daß es
ebenſo geiſtreich als poetiſch erſcheint. Der Auf=
führung
ſelber widmet das amtliche Organ viel Anerken=
nung
in bezug auf den Dirigenten Schindelmeiſſer wie die
Ausſtattungsmeiſter Schwedler, Schnittſpahn und Karl
Brandt, während ſich die Darſteller mit einem generellen
Lob begnügen müſſen, was nach dem vorher Geſagten er=
klärlich
erſcheint. Auch der Kaſſenerfolg iſt bemerkens=
wert
. Die Oper, die im Laufe der Spielzeit 1853/54 nicht
weniger als fünfmal gegeben wurde, erzielte jedesmal
Einnahmen, die an den anderen jener Saiſon gemeſſen,
überraſchen müſſen. Die erſte Aufführung brachte 722
Gulden ( 1227 Mark), eine für damalige Verhältniſſe
hohe Summe.
Trotz alledem muß feſtgeſtellt werden, daß der nach=
haltige
Erfolg des Tannhäuſer einer ſpäteren Zeit vor=
behalten
blieb. Am Darmſtädter Hoftheater herrſchte vor=
derhand
noch Meyerbeer und die Ausſtattungsoper, ſowie
das große Ballett. Der Geſchmack für Richard Wagner
und ſeine Werke war hier wie überall noch zu wenig aus=
gebildet
und die begeiſterten Stimmen Einzelner verhall=
ten
im Getöſe der Menge, die verſtändnislos über die neue
Richtung den Kopf ſchüttelte.
Anſchließend mögen noch die Künſtler genannt wer=
den
, die in der Titelpartie gaſtweiſe auf dem Hof=
theater
erſchienen. Mancher Name wird ſchöne Erinnerun=
gen
wachrufen. Aloys Tichatſcheck, Albert Niemann, Franz
Nachbaur, Franz Ferenczy, Hermann Winkelmann, Anton
Schott, Heinrich Vogl, Siegmund Krauß, Franz Alvary,
Adolf Baſſermann, Franz Minner, Eduard Göbel, Paul
Kaliſch, Hans Breuer, Nikolaus Rothmühl, Dr. Ludwig
Wüllner, Heinrich Spemann, Ernſt Kraus, Willy Kraus,
Richard Oeſer, Oskar Bolz, Heinrich Knote, Theodor
Eckert, Joſef Mann.

an einem einzigen Tag (am 7.) in letzterer Hinſicht den Ge=
genſatz
bildet. Die Zahl der Hagelfälle überſtieg nirgends
die Zahl 3; an 64 unter den 71 Stationen wurden über=
haupt
keine verzeichnet. Die Höchſtzahl der Gewitter mel=
det
Meiches (Kr. Alsfeld) mit 11, während Grolsheim
ohne Gewitter blieb. (Darmſtadt: 3.) Die Waſſerſtände
von Rhein und Main blieben infolge der im allgemeinen
zu trockenen Witterung hinter dem zehnjährigen Durch=
ſchnitt
ziemlich erheblich zurück.
Die Sanitätshauptkolonne vom Roten Kreuz in
Darmſtadt hat in ihrer Tätigkeit ſeit einigen Wochen auf
Grund einer von ihr ſelbſt ausgehenden Anregung eine
überaus ſegenſpendende Erweiterung erfahren. Un=
terſtützt
durch wohlwollende Stiftung iſt es ihr gelungen,
eine größere Anzahl Fahrſtühle zu beſchaffen, auf
denen wöchentlich mehrmals Verwundete, die beſonders
durch Fuß= und Beinverletzungen am Gehen gehindert
ſind, in die herrlichen Waldungen ausgefahren werden.
Der Veranſtaltung, der die weiteſte Verbreitung zu wün=
ſchen
iſt, haben ſich ſehr bald zahlreiche Darmſtädter Fa=
milien
und ſonſtige private Förderer der Kriegswohltätig=
keit
angenommen und laſſen es ſich nunmehr nicht neh=
men
, unſeren Tapferen ſtets eine beſondere Abwechslung
und Freude zu bieten, indem ſie dieſelben an ſchönen Nach=
mittagen
zu gemütlichem Kaffeeſtündchen einladen, ſei
es nach den beliebten Kaffeegärten der Umgebung, oder
nach ihren ſtimmungsvoll hergerichteten eigenen Beſit=
zungen
, wo dann jedesmal treffliche Labung und Leibes=
ſtärkung
der Krieger wartet. Gar häufig werden dieſe
in ſo angeregter Weiſe verbrachten Stunden gewürzt durch
muſikaliſche und andere Darbietungen aller Art. Die
ſchöne, ſegensreiche Einrichtung findet in allen Kreiſen
lebhafteſten Anklang, welcher ſicherlich noch weitere zahl=
reiche
Gaſtgeber durch Einladungen ſichtbaren Ausdruck
zu geben gedenken. Dieſe in kleinem Rahmen gehaltenen
Ausfahrten bilden ihres mehr familiären Charakters wie=
gen
übrigens eine wertvolle Ergänzung zu den großen
Wagenausfahrten, die der Anregung des Roten Kreuzes
Darmſtadt zu danken ſind, und bedeuten wie dieſe eine
reiche Quelle der Erholung für die ausfahrenden Lazarett=
inſaſſen
.
gie. Modebund. Im großen Saal der Traube hielt
geſtern abend eine Vertreterin des Frankfurter Mode=
bundes
einen Vortrag über die Zwecke und Ziele dieſer
Gründung. Sie gab im weſentlichen eine Darſtellung des
ſchon in unſerer Mittwochsnummer ausgeführten Arbeits=
planes
dieſer Vereinigung, die darin gipfelt, daß der
Modebund die Hebung der geſchmacklichen Bildung aller
einſchlägigen Kreiſe anſtrebt durch die inzwiſchen er=
folgte
Gründung einer führenden Akademie für Modekunſt
in Frankfurt a. M. durch ſelbſtſchöpferiſche Qualitäts=
arbeit
in Modellen, Materialien und Zutaten durch perio=
diſche
Fachausſtellungen von Neuerſcheinungen in Farben,
Stoffen u. a., durch die Gründung einer Fachzeitſchrift,
die den höchſten techniſchen und künſtleriſchen Anſprüchen
genügt, durch die Mitarbeit der deutſchen Frau, durch
halbjährliche Verſammlungen zur Ausſprache, durch Pro=
paganda
=Vorträge und durch die Ausgabe eines Jahr=
buches
. Die näheren Erläuterungen, die die Vortragende
gab, erregten nicht ſelten bedenkliches Kopfſchütteln, be=
ſonders
in den Sätzen, die ſich auf die Heranziehung der
Kinder ſchon im früheſten Alter für die Vereinszwecke be=
zogen
, auf die geplante Erſetzung der Fortbildungs=
ſchule
durch die Modeakademie und anderes mehr. Die
ziemlich zahlreiche Verſammlung nahm den Vortrag denn
auch mit mäßigem Beifall auf, und es wird noch mancher
Tropfen Waſſer in den Wein der erſten Begeiſterung ge=
ſchüttet
werden müſſen, ehe die erſtrebten Ziele auch nur
einigermaßen in greifbare Nähe rücken.
* Mitglieder und Freunde des Chriſtlichen Vereins
junger Männer Darmſtadt veranſtalten kommenden Sonn=
tag
im großen Saal der Stadtmiſſion, Mühlſtraße 24,
einen Vaterländiſchen Abend, der durch Muſik=
vorträge
und Deklamationen verſchönt werden ſoll. Zum
Beſuch dieſes Abends wird hierzu freundlichſt eingeladen.
(Siehe Anz.)
* Verkauf von Gefrierfleiſch. Zur Aufklärung ſei
noch mitgeteilt, daß es ſich bei dem Verkauf von Gefrier=
fleiſch
nur um Schweinefleiſch handelt.

Rotes Kreuz.

(Geöffnet von 81 und 26 Uhr. Bureau der Zentral=
Abteilung: Rheinſtraße 34, Fernruf 25, Krankenbeförde=
rungs
=Abteilung: Mathildenplatz 20, Fernruf 2576; Aus=
kunftsſtelle
: Rheinſtraße 34, Fernruf 25; Materialien=
Abteilung: Altes Palais, Fernruf 20; Verpflegungsſtelle
am Hauptbahnhof, Fernruf 216; Kreuzpfennig=Marken:
Neckarſtraße 8, Fernruf 2421.)
Im Anſchluß an die Donnerstag, 9. September, vor=
mittags
ſtattgefundene Verſammlung des verſtärkten Vor=
ſtandes
mit den Vertretern der Zweigvereine hielt nach=
nittags
4 Uhr Herr Landgerichtsrat Dr. Krug aus
Mainz im Hörſaal des phyſikaliſchen Inſtituts der Tech=
niſchen
Hochſchule einen Vortrag mit Lichtbildern. Er be=
richtete
darin über ſeine Fahrt zur Heſſiſchen
Reſerve=Diviſion im Oſten zum Zweck der
Uebergabe der vom Roten Kreuz in Darm=
ſtadt
und Mainz geſtifteten Bade= und Des=
infektionswagen
.
Lichtbildervorträge, ſogar über Reiſen zur Friedens=
zeit
in ſonnige Länder und Stätten der Kunſt können den
Hörer leicht ermüden. Wie viel mehr ſchien das nicht un=
möglich
bei einem zweiſtündigen Vortrag über einen an
ſich doch unpoetiſchen Transport einer ebenſo unpoetiſchen
Anlage in ein vom Krieg zerſtörtes, ſchon im Frieden
nicht übermäßig mit Reizen geſegnetes Land. Aber der
Redner hat den Beweis erbracht, daß der Arbeiter jede
Arbeit adeln kann, wenn er ſie richtig tut. Herr Dr. Krug
hat den Hörern aus der Fülle ſeiner reichen und tiefen
Eindrücke in ſchlichter, anſprechender Form eine Reihe
höchſt feſſelnder Bilder entrollt. Man kann zweifeln, ob
man der Form den Preis erteilen ſoll oder den Gedanken,
dem köſtlichen Humor, der launigen Schilderung oder der
feinen Beobachtung von Land und Leuten in der deutſchen
Heimat, in Oeſterreich=Ungarn bis in die vorderſten
Schützengräben hinein oder der tiefen, echten Vaterlands=
liebe
und den auf ſie gegründeten Empfindungen und
Erwägungen aller Art. Der Redner hat auch trefflich ver=
tanden
, in den Hörern die Ueberzeugung zu feſtigen, daß
die Bade= und Desinfektionswagen wie überhaupt alle
Gaben an der Front nötig und willkommen ſind. Hoffent=
lich
gelingt es, ihn für eine Wiederholung ſeines bald die
Lachmuskeln, bald das tiefſte Gemüt ſeiner Zuhörer
packenden Vortrags hier in der Oeffentlichkeit zu gewin=
nen
. Wir danken ihm für ſeine das Durchſchnittsmaß weit
überragenden Schilderungen beſonders herzlich. Seine
warmherzige Mahnung, unter dem Roten Kreuz daheim
unermüdlich am Werk zu bleiben, geben wir gerne und
eines Sinnes mit ihm an die Freunde unſerer Sache
weiter.

[ ][  ][ ]

Kriegstagung des Heſſiſchen Hauptvereins der
Guſtav=Adolf=Stiftung.

Im Landesſynodalgebäude trat Donnerstag nach=
mittag
der Verwaltungsrat des Heſſiſchen
Hauptvereins der Guſtav=Adolf=Stiftung
zu ſeiner diesjährigen Sitzung zuſammen. Nach gemein=
ſamem
Geſang des Guſtav=Adolf=Feldlieds eröffnet der
Vorſitzende des Vorſtandes, Herr Pfarrer Dingeldey=
Darmſtadt, die Verſammlung mit einer Anſprache über
Philipper K. 4 V. 11 ff. und Gebet. Zu Schriftführern
werden die Herren Pfarrer Eckard und Hartmann
ernannt. Der Aufruf ergibt, daß faſt ſämtliche Zweig=
vereine
durch Abgeordnete vertreten ſind. Der Vorſitzende
begrüßt die Anweſenden, inſonderheit die anweſenden
Mitglieder Großh. Oberkonſiſtoriums und die Vertreterin=
nen
des Darmſtädter Frauenvereins. Er gedenkt mit
warmen Worten des plötzlichen Hinſcheidens von Herrn
Finanzrat Römheld=Mainz, bisheriges Mitglied des
Vorſtands. Die Rechnungsbände des Jahres 1914 waren
ſchon vorgeprüft und werden auf Antrag der zur noch=
maligen
Prüfung beſtimmten Herren Pfarrer Hepding und
Allwohn für richtig befunden; dem Rechner, Herrn Regie=
rungsrat
Fuchs=Darmſtadt, wird Entlaſtung erteilt. Ge=
neralſuperintendent
D. Schöttler=Königsberg be=
richtet
von den ungeheuren Schäden, die die evangeliſchen
Gemeinden von Oſtpreußen durch die Verwuſtungen
des Krieges erlitten haben. Er ſchätzt die Koſten für die
Wiederherſtellung der kirchlichen Gebäude auf das 2½fache
des von der Brandkaſſe auf 4½ Millionen taxierten Scha=
dens
. 26 Kirchen und 26 Pfarrhäuſer ſind
vollſtändig zerſtört, 171 Kirchengemeinden
haben Schäden von 4000400000 Mark. Vor
allem bittet Redner um Liebe, Hilfe und Intereſſe des
Vaterlandes für ſeine Provinz und empfiehlt nach dem
Vorbild des Hauptvereins Dresden die Uebernahme der
Patenſchaft für eine geſchädigte Kirchengemeinde, damit
in der Liebestätigkeit die perſönliche Note gewahrt werde.
Zu dem von uns ſchon geſtern auszugsweiſe mitgeteilten
Jahresbericht des Schriftführers brachten Vorträge der
Herren Pfarrer Becker=Fürth und Werner=Mühlheim
über die Diaſpora=Arbeit in ländlichem bzw. induſtriellem
Gebiet weſentliche Ergänzungen. Eine rege Ausſprache
ſchloß ſich dem an.
Bei den vorgenommenen Wahlen zum Vorſtand wurde
Herr Landgerichtspräſident Theobald=Darmſtadt neu=,
die ſatzungsgemäß ausſcheidenden Mitglieder wieder=
gewählt
. Der Unterſtützungsplan des Vorſtandes findet
einſtimmige Annahme; danach erhält der Zentralvorſtand
in Leipzig 6000 Mark, die heſſiſche Diaſpora 20600 Mark,
die nichtheſſiſche 6400 Mark. Das Hubenſche Legat wird
der Gemeinde Amöneburg zugewieſen. Nach eingehendem
Bericht wird aus drei vorgeſchlagenen Gemeinden Groß=
Steinheim für die Konfirmandengabe des nächſten
Winters gewählt. Die Kollekten der Zweigvereinsfeſte im
Jahre 1916 ſollen in erſter Linie den Gemeinden Heu=
ſenſtamm
, Mühlheim und Hechtsheim zugute
kommen. Zu der Kriegstagung des Geſamt=Vereins in
Leipzig werden die Herren Dekan Bayer=Raunheim
und Pfarrer Wagner=Bensheim abgeordnet.

Kunſtnotizen.
Reder Werke, Künktler und Künſtleriſche Veranſtallungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Erwühnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.

Reſidenz=Theater am Weißen Turm. Im
Schützengraben die Erlebniſſe eines Kriegsfreiwilligen,
nennt ſich der ſpannende Dreiakter aus dem jetzigen
Kriege. Der aus dem geheimnisvollen X ſo wohl=
bekannte
junge Reinwaldt zeigt ſich hier, von anderen
guten Kräften unterſtützt, von der beſten Seite; außer=
dem
verleihen die außerordentlich realiſtiſch geſtellten
Kampfſzenen dem zeitgemäßen Stück einen beſondern
Wert. Unbekümmert um pfeifende Kugeln und platzende
Granaten, trägt der kleine Held den deutſchen und öſter=
reichiſchen
Kämpfern im Schützengraben Wäſſer zu,
ſchafft im rechten Augenblick die mangelnde Munition
heran und hilft ſo den Sieg an ihre Fahnen feſſeln.
Das nötige Beiprogramm mit einem weiteren großen
Zweiakter vervollſtändig den Spielplan. (Siehe Anzeige.)

Arheilgen, 10. Sept. (Die Felddienſtübung
der Jugendwehr=Kompagnie 516) am ver=
gangenen
Sonntag nahm einen überaus befriedigenden
Verlauf. Führer und Mannſchaft löſten die ihnen geſtellten
Aufgaben völlig befriedigend. Alle taten ihre Schuldig=
keit
und die Mannſchaft zeigte daß das Verſtändnis für
die Sache der militäriſchen Vorbereitung ſchon Wurzel
gefaßt hat. Einige Exerzierübungen mit daran anſchlie=
ßendem
Parademarſch mit Muſik bildeten den Schluß
Eine große Zuſchauermenge verfolgte mit Intereſſe den
Verlauf der Uebung. In dem daran anſchließenden Feld=
gottesdienſte
der auch von ſeiten der Gemeinde ſehr
gut beſucht war, richtete der Ortsgeiſtliche recht beherzigens=
werte
Worte an die jungen Leute, Führer und Mann=
ſchaften
ſagen dem Herrn Pfarrer für dieſe ſchöne Feier=
ſtunde
und der mitwirkenden Muſikkapelle, die zur Bele=
bung
des Ganzen ſo viel beigetragen hat, ihren tiefgefühl=
teſten
Dank. Die Jungmannſchaft hofft, durch dieſe Ver=
anſtaltung
neue Freunde und Gönner ſich erworben zu
haben.
Mainz, 10. Sept. (Verdächtiger Fund.) In
einem hieſigen Warenhauſe fielen mehrere ſchulpflichtige
Knaben durch größere Geldausgaben auf. Es wurde bei
ihnen auch noch ein höherer Geldbetrag vorgefunden. Das
Geld will einer der Knaben gefunden haben.

Hofheim bei Worms, 10. Sept. (Jugendfeue
wehr.) Da von der hieſigen freiwilligen Feuerwehr fe
ſämtliche Mitglieder im Felde ſtehen, wurden durch d
hieſige Gemeindevertretung ſämtliche jungen Leute i
Alter von 17 bis 20 Jahren auf den Rathausplatz beo
dert. Sie haben bis zur Beendigung des Krieges al
Mitglieder in der Wehr zu bleiben.
Eichelſachſen (Kreis Schotten), 7. Sept. (Groß
feuer.) Auf dem benachbarten Hofgute Zwiefalte:
im weiteren Umkreiſe Kirſchberg genannt, brannte
in der Samstagnacht ſämtliche Wirtſchaft=
gebäude
nieder. Das Wohnhaus, ein ehemalig
Jagdſchloß des heſſiſchen Landgrafen Ludwig VIII., konnt
vor dem verheerenden Elemente bewahrt werden. D=
Ernte, ſoweit ſie in den Scheunen war, iſt vernichtet. D.
Beſitzer, Gutsbeſitzer Fiſcher, iſt Inhaber eines Zucht
hofes für Rinder der Vogelsberger Raſſe; die Tiere
etwa 50 an der Zahl konnten gerettet werden. Ueb
Entſtehung des Brandes verlautet nichts. Die Famil
Fiſcher iſt ſchon ſehr lange auf dem Gnte anſäſſig. Das
ſelbe war früher heſſiſche Domäne.

Reich und Ausland.

Wiesbaden, 10. Sept. (Verurteilter Wechſel=
fälſcher
.) Wegen umfangreicher ſchwerer Wechſel= und
Urkundenfälſchung in Höhe von über 100000 Mark
wurde der 50 Jahre alte Sekretär am Kgl. Theater, Rein=
hard
Fries, zu 2 Jahren 3 Monaten Gefängnis ver=
urteilt
.
Marburg i. H., 10. Sept. (W.T. B. Amtlich.) ( Zug=
entgleiſung
.) Auf dem Bahnhof Borken ent=
gleiſte
geſtern abend auf eine bisher noch nicht aufge=
klärte
Weiſe beim Zurückſetzen des Güterzuges 8729 im
Ueberholungsgleis der letzte Wagen und geriet dadurch
in das Profil des gerade vorbeifahrenden D=Zuges 74,
wodurch dieſer geſtreift wurde. Die beiden Maſchinen
und die drei letzten Wagen des Güterzuges wurden er=
heblich
beſchädigt. Perſonen ſind nicht verletzt worden
und der Betrieb iſt nicht geſtört. Der D=Zug erhielt eine
zweiſtündige Verſpätung.
Pyritz, 10. Sept. (Raubmord.) In Bahn wurde
am Dienstag nachmittag die 50 Jahre alte Händlerin
Hirſchberg mit durchſchnittener Kehle in ihrem Laden auf=
gefunden
. Sämtliche Behältniſſe im Laden waren durch=
wühlt
. Im Verdacht, Fräulein Hirſchberg ermordet und
beraubt zu haben, ſtehen ruſſiſche Schnitter, die an
demſelben Nachmittag im Laden geſehen worden waren.
Genf, 10. Sept. (Ein großer Brand in Paris.)
Wie die Pariſer Blätter melden, iſt geſtern morgen eine
große Feuersbrunſt in der Oel= und Fette=
fabrik
von Pantin ausgebrochen; ſie nahm bald ſol=
chen
Umfang an, daß ganz Pantin und ein beträchtlicher
Teil von Paris in Rauchwolken eingehüllt war. Erſt
gegen Abend konnte die Feuerwehr des Brandes Herr
werden. Mehrere Menſchen ſind bei dem Brande umge=
kommen
, und ein enormer Materialſchaden iſt verurſacht
worden.
London, 10. Sept. (Erdbeben.) Reuter berichtet
aus Neu=York: Ein heftiges Erdbeben hat in San Sal=
vador
und Guatemala ſtattgefunden. Die Stadt
Jutiapa in Guatemala wurde zerſtört. Die Kirchen
in Santa Anna, Sonſonate und anderen Städten und
Dörfern in San Salvadore ſind vom Erdboden ver=
ſchwunden
.
London, 10. Sept. (Baumwollbrände.) Die
Morning Poſt meldet aus Kalkuttat Baumwollbrände,
wie ſie im letzten Herbſt zu beobachten waren, kamen
neuerdings in Bombay vor und erregen große Beſorgnis.
Bisher ereigneten ſich in kürzeſter Friſt drei ſolcher Brände.
Der Schaden beträgt 2000 Pfund.
London, 10. Sept. (Erdrutſche im Panama=
Kanal.) Laut einem aus Colon eingetroffenen
Kabeltelegramm dauern die Erdrutſche im Panamakanal an.
18 Schiffe, die am Weiterfahren verhindert ſind, liegen feſt.
Quebec, 10. Sept. (Verſchollene Expeditio=
nen
.) Die kanadiſche Regierung traf Maßnahmen, um
nach dem Verbleiben der Expeditionen Mac Millanz Cro=
kerland
und Stefanſſons zu forſchen. Die beiden Expe=
ditionen
unternahmen zu wiſſenſchaftlichen Zwecken Vor=
ſtöße
in das arktiſche Nordamerika. Die Regierung char=
tertete
dazu mehrere Schiffe.

Zeichnungen für die dritte Kriegs=
anleihe
.

* Es zeichneten ferner: Providentia, Frankfurter Ver=
ſicherungsgeſellſchaft
Frankfurt a. M. 2 Millionen. Leder=
Berufsgenoſſenſchaft Sitz Frankfurt a. M. 1 Million ( vor=
her
1 Million und 750000 Mk.) Süddeutſche Eiſen= und
Stahl=Berufsgendſſenſchaft Sitz München 2 Millionen
(vorher je 1 Million.) Genoſſenſchaftsbank für Rhein=
preußen
, Bonn, vorläufig 5 Millionen. Städtiſche Spar=
kaſſe
Worms für ſich und ihre Einleger 10 Millionen ( vor=
her
6500000 Mk. und 3750000 Mk.) Städtiſche Spar=
kaſſe
München für die Geſamtheit der Einlagen 15 Mil=
lionen
(vorher 10 und 12 Millionen.) Bayeriſche Stick=
ſtoffwerke
A.=G. München 2 Millionen. Allgemeine Reis=
geſellſchaft
, Limited, Filiale Hamburg 2 Millionen. Rhei=
niſche
Bauerngenoſſenſchaftskaſſe 15 Millionen (vorher je
13 Millionen). Pfeiffer u. Langen G. m. b. H. Köln 1 Mill=
lion
. Raſſenſteiner Eiſenwerke Neuwied 1500000 Mk.
Städtiſche Sparkaſſe Mettmann 1 Million. Rheiniſch=
Weſtfäliſche Textilberufsgenoſſenſchaft München=Gladbach
1 Million. Hannoverſche Gummiwerke A.=G. Hannover=
Linden 2 Millionen. Kreisſparkaſſe Groß=Gerau 2 Mil=
lionen
. Barmer Bank=Verein Hinsberg Fiſcher u. Co. 10
Millionen (vorher 3 und 2½ Milllionen). Sparkaſſenver=
waltung
der Stadt Wermelskirchen 2 Millionen. Die
Amtsſparkaſſe zu Bochum 5 Millionen. Sachſenwerk
Licht und Kraft A.=G. Dresden 1 Million. Brennabor=
werke
in Brandenburg 1 Million. Hannoverſche Landes=
kreditanſtalt
3 Milkionen. Hamburgiſche Bank von
1914 A.=G. 2500000 Mk. (vorher je 2500000 Mk.) Die
Biſchof u. Rodatz G. m. b. H. in Hamburg 1 Million.
Germania Lebensverſicherung Stettin 6 Millionen. Spar=
kaſſe
der Stadt Aachen 5 Millionen. Fritz v. Gans in
Frankfurt a. M. 1 Million. Elektrizitäts=Akt.=Geſ. vorm.
W. Lahmeyer u. Co. Frankfurt a. M. 1 Million. Städtiſche
Sparkaſſe in Bochum 7 Millionen (vorher 3500000 und
7 Millionen).

Stimmen aus dem um.
Kür die Voröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktien
keinerlet Verantwortung; für ſie btsibt auf Grand des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Der Ausdruck geſchmackliche Bildung enthält
eine abgeſchmackte Verhunzung der deutſchen Sprache.
Welche Schneidermeiſterin oder welcher Künſtler hat dieſe
häßliche Garnitur für den Modebund zugeſchnitten?
Der Ausdruck zur Hebung der Qualitätsförde=
rung
enthält einen zum Teil auf dem grammatiſchen
Schnitzer beruhenden Unſinn. Ein mit gutem Geſchmack
begabter Schneidergeſelle der ordentlich deutſch gelernt
hätte, würde wohl gefagt haben Modebund zur Hebung
des Geſchmacks und der Wertſchätzung guter Qualitäten
(oder der Herſtellung guter Qualitäten wenn die Wert=
ſchätzung
guter Qualitäten als zum Geſchmack gehörig
angeſehen und bei der Qualitätsförderung an die Fa=
brikanten
gedacht werden ſoll). Hoffentlich werden die
Leiſtungen des Modebundes ſtets ein gutes Verſtändnis
für deutſche Eigenart und einen guten. Geſchmack bekunden.

Literariſches.

Der Kriegsfreiwillige Von Hermann
Ehbock. Johannes Baum Verlag, Berlin W 30. Preis
broſchiert 1 Mk., gebunden 2 Mk. Der Verfaſſer verſteht
es, ſeine überaus packenden Erlebniſſe in feſſelnder Pla=
ſtik
wiederzugeben. In dieſer großen Zeit, wo faſt jedes
Haus, jede Familie ihren Kriegsfreiwilligen und wie oft
deren mehrere im Felde hat, werden dieſe prächtigen
Schilderungen ein Echo in den Herzen vieler Kriegsteil=
nehmer
und insbeſondere auch ihrer Angehörigen wecken.

Der Krieg.
Der öſterreichiſch=ungariſche
Tagesbericht.

* Wien, 10. Sept. Amtlich wird verkautdarkz
10. September:

Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz.

Die im Raume weſtlich von Rowno kämpfenden
ruſſiſchen Kräfte wurden über die Stubiel=Niederung ge=
worfen
.
Unſere von Zalosce vorbrechenden Truppen drängten
den Feind in der Richtung gegen Zbaraz
zurück.
Bei Tarnopol ſchlugen öſterreichiſch=ungariſche
und deutſche Bataillone mehrere ruſſiſche Angriffe zurück,
Unſere Verbündeten nahmen das Dorf Bocniow.
Weſtlich des mittleren Sereth traten neuerlich
feindliche Verſtärkungen ins Gefecht; es wird dort
heftig gekämpft. Oeſtlich der Sereth=Mündung und
an der beßarabiſchen Grenze herrſchte Ruhe.
Die K. u. K. Streitkräfte in Litauen haben das
weite Sumpfgebiet der Jaſiolda und der
Orla vollends überſchritten und kämpfend den
Raum ſüdöſtlich von Rozany gewonnen.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz.

Geſtern nachmittags und abends griffen die Italienen
den Tolmeiner Brückenkopf mehrmals heftig ang
wurden jedoch jedesmal unter ſchweren Ver=
luſten
an unſeren Hinderniſſen zurückgeſchlagen
Im Abſchnitt von Doberdo wieſen unſere Truppen die
üblichen Annäherungsverſuche des Feindes, wie immer,
ab. Die Geſamtlage iſt unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalſtabs:
v. Höfer, Feldmarſchalleutnant.

Ereigniſſe zur See.

Geſtern wurde bei einer Rekognoszierung unſer Tor=
pedoboot
51 von einem feindlichen Unterſeeboot
torpediert und am Bug beſchädigt. Das Torpedo=
boot
iſt in ſeinen Baſishafen eingelaufen.
Flottenkommando.

Die Lage im Oſten.
Die Sorge um Riga.

TU Rotterdam, 10. Sept. London News meldet
aus Petersburg, Riga werde von allen Seiten
aufgegeben. Deutſche Flugzeuge erſcheinen immer
zahlreicher über Riga und der Rigaiſchen Bucht.

Die Stimmung in Wilna und Minsk.,

TU Stockholm, 10. Sept. Die Stimmung in
Wilna iſt ſogedrückt, wie ſie nur in einer ruſſiſchen
Stadt ſein kann, die ſich vorihrem unmittelbaren
Fall befindet. Rjetſch berichtet, ein Rieſenſtrom
vonFlüchtlingen aus Wilna, die auf Wagen und
mittels der Eiſenbahn flüchten, haben Minsk überflutet.
Die Teuerung nimmt wegen Mangels an Zufuhren zu=
Brot iſt nur ſchwer zu erhalten; Zucker gibt es überhaupt=
nicht
mehr. Die großen Magazine haben ihre Vorräte alle
nach dem Innern Rußlands gebracht. Die Fabrikgebäude,
deren Maſchinen fortgeſchleppt wurden, ſtehen leer. Die
Theater, Kaffeehäuſer und Kinds ſind geſchloſſen; das
Publikum iſt in ſehr erregter Stimmung. Staatliche Be=
amte
organiſierten ſich, um die zurückgebliebenen Armen
zu unterſtützen. Die Verbrecher aus den Gefängniſſen
wurden nach Smolensk übergeführt, während die leichten
Verbrecher freigelaſſen wurden. Der Poſt= und Telegra=
phenverkehr
iſt völlig abgebrochen. Zeitungen erſcheinen
nur noch ſehr wenige. In den Vorſtädten vernimmt man
beſonders des Abends deutlich den Donner der Kanonen.
TU Bukareſt 10. Sept. Der Univerſul meldet aus
Petersburg, die allgemeine Räumung von Minsk
habe begonnen.

Die Beute von Nowo=Georgiewsk.

* Aus Warſchau berichtet die B. Z.: Auf Grund
der Berechnungen des ruſſiſchen Generals Begyr wur=
den
in der Feſtung Nowo=Georgiewsk ſo uns
geheure Maſſen von Lebensmitteln aufge=
ſpeichert
, daß eine 100000 Mann ſtarke Garniſon ein=
undeinhalbes
Jahr damit verpflegt werden könnte. Un=
nittelbar
vor der Einſchließung der Feſtung wurden
12 000 Ochſen und mehr als 1000 Kühe nach Nowo=
Georgiewsk getrieben. Kurz vor der Uebergabe der
Feſtung erteilte der ruſſiſche Kommandant den Befehl, das
Papiergeld zu verbrennen.

Die Times über Rußlands Lage.

* London, 10. Sept. In einem Rußland
günſtige Lage (!) betitelten Artikel verſucht der mili=
täriſche
Mitarbeiter der Times die jetzige Phaſe des ruſ=
ſiſchen
Feldzuges als für die Ruſſen günſtig hinzuſtellen
Die ruſſiſchen Armeen könnten, wenn man einen groß=
zügigen
ſtrategiſchen Maßſtab anlege, kaum eine beſſere
Stellung einnehmen als jetzt. Wenn nicht große Fehler
begangen würden, könnten die Ruſſen ihren Rückzug=
ruhig
und ordentlich durchführen und kämpfen
ſolange ſie wünſchen, bis die feuchte Jahreszeit, die be= begonnen habe, und der Schnee die deutſchen Trup=
pen
zwingen werde, in dem verwüſteten Lande Winter=
quartier
zu beziehen. Die Deutſchen und Oeſterreicher be=
zwangen
nur die Städte, nicht die Armeen. Sie begingen
den Fehler, während der zwei kritiſchen Monate eine
Menge verfügbarer Truppen in Galizien zu laſſen, anſtatt
ſie in die Front bei Wilna zur entſcheidenden Schlacht zu
ſenden. Der Verfaſſer nennt die Strategie der höheren
deutſchen Kommandos armſelig. Man habe von den zahl=
reichen
Truppen einen ſchlechten Gebrauch gemacht und
zuviel auf einmal gewollt. Dadurch habe man eine Ge=
legenheit
vorbeigehen laſſen, die nie mehr zurückkehren
werde. Für napoleoniſche Unternehmungen ſei ein Napo=
leon
notwendig.
* London, 10. Sept. Die Times ſchildert in einem
Leitartikel die Notlage und erſtaunliche Kriſis

[ ][  ][ ]

Rußland. Sie erwähnt die großen Mängel der
etiſchen und militäriſchen Organiſation, die Ränke
Innern, den Mangel an Gewehren und
lunition, und die deutſchen Umtriebe, die in den
eutſchfreundlichen rückſchrittlichen Kreiſen im Heere und
in der Beamtenſchaft, ſelbſt am Hofe, wirkſam geweſen
wären, Dieſen Einflüſſen ſei es zuzuſchreiben, daß für
die ruſſiſchen Enttäuſchungen die Untätigkeit der
Alliierten an der Weſtfront verantwortlich gemacht
und für einen Sonderfrieden Stimmung gemacht ſei. Dazu
kamen noch die wirtſchaftlichen Geldſchwierigkeiten, ſowie
die Wanderungen von Millionen heimatloſer Bauern, der
Verluſt wichtiger induſtrieller Mittelpunkte und die Unge=
wißheit
, ob Riga und Petersburg vor dem Feinde geſchützt
werden können. Das Blatt ſchließt mit der Bemerkung,
daß Rußland ſeit der Uebernahme des Oberbefehls durch
den Zaren aus allen Nöten befreit ſei.

Zum deutſchen Argonnenſieg.

TU Genf, 10. Sept. Die in Paris eingetroffenen
Argonnen=Meldungen beſtätigen die geſtrige
Anſicht jener Fachkritiker, die eine ernſte Gefährdung
der ganzen Gegend bei Fontaine=Charmes als Folge des
franzöſiſchen Verluſtes der ſeit Befehlsübernahme des
Generals Humbert beſonders ſtark ausgebauten Marie=
Thereſe=Befeſtigungen vorausſahen. Der amtlich zuge=
ſtandene
weitere Geländeverluſt öſtlich Binarville verſtärkt
in Paris den Eindruck, daß General Humbert, der auffäl=
ligerweiſe
von der Unternehmung eines Gegenſtoßes
nichts berichtete, zurzeit ſeine verfügbaren Truppen auf die
den Marie=Thereſe=Befeſtigungen benachbarten Werke ver=
teilte
, um deren Ueberrumpelung möglichſt vorzubeugen.
Die franzöſiſche Meldung, daß die deutſche Artillerie bis
geſtern abend ſehr rege geweſen iſt, wird als Vorberei=
tung
eines deutſchen Infanterie=Angriffes
betrachtet, deren vorgeſtrige Heftigkeit die ungewöhn=
lich
zahlreichen Toten auf franzöſiſcher
Seite erklärt. Joffre und Millerand werden zu einer
Konferenz mit General Humbert erwartet.
* Stuttgart, 10. Sept. Dem Könige ging, wie
der Staatsanzeiger meldet, folgendes Telegramm zu: Ew.
Majeſtät melde ich alleruntertänigſt, daß die Infanterie=
Diviſion und die ihr unterſtellten Truppen gleichzeitig mit
den Nachbartruppen ſtarke Stellungen vor ihrer linken
Hälfte ſtürmten und den Feind von dem vorliegenden
Höhenrand herunterwarfen. Die vorbildliche Tapferkeit
der Truppen und das Zuſammenarbeiten aller Waffen
wurde bei der Diviſion allein belohnt durch 14 Offiziere
und zirka 900 Mann als Gefangene, 21 Maſchinengewehre,
12 ſchwere, 28 leichte Minenwerfer, eine Revolverkanone
und zahlreiche Gewehre uſw. Graf Pfeil.

Ein Zeppelin über Baltiſch=Port.

* Berlin, 10. Sept. (W. T. B. Amtlich.) In der
Nacht vom 9. zum 10. Sept. hat eines unſerer Marine=
luftſchiffe
auf den ruſſiſchen Flotztenſtützpunkt
Baltiſch=Port und auf ſeine Eiſenbahnanlagen eine
Anzahl Bomben mit gutem Erfolge geworfen.
Das Luftſchiff wurde mehrfach wirkungslos beſchoſſen und
iſt unbeſchädigt zurückgekehrt.
Der Chef des Admiralſtabs der Marine.

Der Luftangriff auf London.

* Berlin, 10. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Wie
wir an zuſtändiger Stelle erfahren, ſind beim Angriff
unſerer Marineluftſchiffe auf die City von
London in der Nacht vom 8. zum 9. September ins=
beſondere
die Stadtteile um den Holborn= Via=
dukt
herum getroffen worden. Zahlreiche umfang=
reiche
Einſtürze und gewaltige Brände konnten von
den Luftſchiffen, da die Verhältniſſe für die Beobachtung
äußerſt günſtig waren, einwandfrei feſtgeſtellt werden.

Bei Norwich wurde eine große Induſtriean=
lage
im Südweſten der Stadt ausgiebig mit Bomben
belegt, worauf mehrere lang anhaltende Exploſionen
und Brände beobachtet wurden.
Bei Middlesborough wurden hauptſächlich die=
Hafenanlagen und die Hochofenwerke an der
Bahn Southbank-Redcar mit Bomben belegt. Auch hier
konnte guter Erfolg feſtgeſtellt werden.
Die amtliche engliſche Berichterſtattung verſchweigt
aus naheliegenden Gründen, wie üblich, die bedeutenden
materiellen Erfolge der deutſchen Luftangriffe und be=
ſchränkt
ſich im weſentlichen auf die Angabe einer will=
kürlich
gegriffenen Zahl von Menſchen=
verluſten
.

Der Seekrieg.

T.U. London, 10. Sept. Laut einer von der eng=
liſchen
Admiralität veröffentlichten Statiſtik gingen ſeit
Kriegsbeginn 3000 Schiffe aller Nationa=
litäten
verloren, die teils gekapert, teils verſenkt
und teils beſchädigt wurden.
* London, 10. Sept. Das Preſſebureau meldet, daß
in der am 8. September zu Ende gegangenen
Woche zehn Schiffe durch deutſche Unterſee=
bote
verſenkt worden ſind. Die Zahl der ankom=
menden
und abfahrenden überſeeiſchen Dampfer betrug
in demſelben Zeitraum 1438.
* La Rochelle, 10. Sept. Am Donnerstag nach=
mittag
traf der Dampfer Balcinau mit dem Kapi=
tän
und 25 Mann der Beſatzung des engliſchen
Dampfers Nora an Bord hier ein. Die Nora
wurde am Dienstag nachmittag um 3 Uhr 30 Minuten
bei Penmarch von einem deutſchen Unterſeeboot be=
ſchoſſen
und verſenkt. Das Schiff war von Santander
nach Newport unterwegs.
* Haag, 10. Sept. Auf den Proteſt der niederländi=
ſchen
Regierung wegen des Ueberfalls auf das Fiſcher=
fahrzeug
Hibernia ungefähr 90 Seemeilen von
Helgoland, hat die deutſche Regierung geantwortet, daß
die Hibernia ſich innerhalb des Gebietes befand, das
nach einer früheren Erklärung als gefährlich betrachtet
werden müſſe. Das Fahrzeug wurde für verdächtig ge=
halten
, da ein Flieger die niederländiſche Nationalität
nicht feſtzuſtellen vermochte. Die deutſche Regierung ſpricht
ihr Bedauern über den keineswegs beabſichtigten An=
griff
auf ein neutrales Fahrzeug aus.
* London, 10. Sept. (Meldung des Reuterſchen
Bureaus.) Der Dampfer Mora wurde ver=
Lenckt. Die Beſatzung wurde gerettet.

Eine deutſche Note an
Amerika über die Verſenkung
der Hrabie‟

* Berlin, 10. Sept. Nachſtehende Aufzeichnung iſt
als Anlage eines kurzen Anſchreibens in Notenform dem
hieſigen amerikaniſchen Botſchafter übergeben worden.
Aufzeichnung: Am 19. v. M. hatte ein deut=
ſches
Unterſeeboot etwa ſechzig Seemeilen ſüdlich von Kin=
ſale
den engliſchen Dampfer Dunzley angehalten und
war im Begriff, die Priſe, nachdem die Beſatzung das
Schiff verlaſſen hatte, durch Geſchützfeuer zu verſenken.
In dieſem Augenblick ſah der Kommandant einen
größeren Dampfer in gerader Richtung
auf ſich zukommen. Dieſer Dampfer, der wie ſich
ſpäter herausſtellte mit der Arabie identiſch war,
wurde als feindlicher erkannt, da er keine Flagge und
keine Neutralitätsabzeichen führte. Beim
Herannahen änderte er ſeinen urſprüng=
lichen
Kurs, drehte dannaber wieder direkt
auf das U=Boot zu; hieraus gewann der Komman=
dant
die Ueberzeugung, daß der Dampfer die Ab=
ſicht
habe, ihn anzugreifen und zu rammen.
Um dieſem Angriff zuvorzukommen, ließ er das Unter
ſeeboot tauchen und ſchoß einen Torpedo auf den Dampfer
ab. Nach dem Schuß überzeugte er ſich, daß ſich die an
Bord befindlichen Perſonen in fünfzehn Booten retteten.
Nach ſeinen Inſtruktionen durfte der Kommandant
die Arabic ohne Warnung und ohne Rettung der Men=
ſchenleben
nur dann angreifen, wenn das Schiff entweder
einen Fluchtverſuch machte oder Widerſtand leiſtete. Aus
den Begleitumſtänden mußte er aber den Schluß ziehen,
daß die Arabic einen gewaltſamen An=
griff
auf das Unterſeeboot plante. Dieſer
Schluß lag um ſo näher, als er am 14. v. M., alſo wenige
Tage vorher, in der Iriſchen See von einem großen, an=
ſcheinend
der britiſchen Royal Mail Steam Packet Com=
pany
gehörigen Paſſagierdampfer, den er weder angegrif=
fen
noch angehalten hatte, ſchon aus weiter Ent=
fernung
beſchoſſen worden war.
Daß durch das Vorgehen des Kommandanten Men=
ſchenleben
verloren gegangen ſind, bedauert die deutſche
Regierung auf das lebhafteſte; insbeſondere ſpricht ſie
dieſes Bedauern der Regierung der Vereinigten Staaten
wegen des Todes amerikaniſcher Bürger aus. Eine
Verpflichtung, hierfür Schadenerſatz zu
leiſten, vermag ſie indes ſelbſt für den Fall
nicht anzuerkennen, daß der Kommandant
ſich über die Angriffsabſicht der Arabic‟
geirrt haben ſollte. Sofern etwa über dieſen
Punkt zwiſchen der Deutſchen und der Amerikaniſchen
Regierung eine übereinſtimmende Auffaſſung nicht zu er=
zielen
ſein ſollte, wäre die Deutſche Regierung bereit, die
Meinungsverſchiedenheit als eine völkerrechtliche Frage
gemäß Artikel 38 des Haager Abkommens zur friedlichen
Erledigung internationaler Streitfälle dem Haager
Schiedsgericht zu unterbreiten; dabei ſetzte
ſie als ſelbſtverſtändlich voraus, daß der Schiedsſpruch
nicht etwa die Bedentung haben ſoll, eine generelle Ent=
ſcheidung
über die völkerrechtliche Zuläſſigkeit oder Un=
zuläſſigkeit
des deutſchen Unterſeebootkriegs zu treffen.
Berlin, den 7. September 1915.

Die Kaiſer=Wilhelm=Spende deutſcher Frauen.

* Berlin, 10. Sept. Der Kaiſer hat am 7. Sep=
tember
aus dem Großen Hauptquartier an den Arbeits=
ausſchuß
der Kaiſer=Wilhelm=Spende deut=
ſcher
Frauen folgenden Erlaß gerichtet:
Aus den Händen der Kaiſerin und Königin, meiner
Gemahlin, empfing ich die Huldigungsſchrift der deutſchen
Frauen mit den Liſten der einzelnen Beiträge zur Kaiſer=
Wilhelm=Spende deutſcher Frauen. Dieſe von Millionen
deutſcher Frauen in Palaſt und Hütte geſammelte Spende
nehme ich als eine mir erwieſene beſondere Freundlichkeit
und als den Ausdruck treuer Anhänglichkeit mit Freuden
an. In der ernſten Prüfungszeit, die Gott der Herr
uns geſandt hat, tritt auf dem dunklen Hintergrunde tief=
ſchmerzlicher
Erfahrungen neben der von unſeren Feinden
nicht geahnten kraftvollen Einmütigkeit des
deutſchen Volkes und der todesmutigen Tapferkeit
der zum Waffendienſt berufenen Männer die hochher=
zige
vaterländiſche Geſinnung der Frauen
leuchtend hervor. Durch werktägige Fürſorge für die
kämpfenden und verwundeten Krieger, durch hilfreichen
Beiſtand mit Rat und Tat für die in der Heimat zurück=
gebliebenen
Familien der Kämpfenden und Gefallenen,
durch unermüdliches Schaffen in Haus, Hof, Wirtſchaft
und Beruf der im Felde abweſenden Männer, wie durch
ergebungsvolles Darbringen ſchwerſter Herzensopfer an
teuren Familiengliedern hat die deutſche Frau in
dem Völkerkriege ein rühmliches Beiſpiel von Tatkraft,
Nächſtenliebe und ſtillem Heldentum gegeben. Das Vater=
land
iſt ſtolz auf ſeine Frauen und vertraut auch für die
Zukunft auf ihre treue Mitarbeit an der ſchweren Auf=
gabe
, die durch den Krieg entſtehenden Nöte zu lindern
und zu beſeitigen.
Ich werde die mir zur Verfügung geſtellte reiche
Spende im Sinne der freundlichen Geberinnen für die in
ihrer Geſundheit und Erwerbsfähigkeit geſchädigten Krie=
ger
und für die Hinterbliebenen der für das Vaterland
gefallenen Helden verwenden. Allen aber, die an dem
hochherzigen Gedanken und ſeiner glänzenden Ausführung
beteiligt ſind, ſpreche ich meinen wärmſten Dank aus.
Wilhelm.
Wie ſeinerzeit mitgeteilt wurde, betrug die Kaiſer=
ſpende
4300000 Mark. Nachträge werden von der De=
poſitenkaſſe
R der Darmſtädter Bank in Berlin=Zehlendorf
bis zum 1. Oktober entgegengenommen.

Die Vereinigten Staaten und Oeſterreich=Ungarn.

* London 10. Sept. Das Reuterſche Bureau mel=
det
aus Waſhington, dem Botſchafter der Vereinig=
ten
Staaten in Wien ſei telegraphiſch die Anweiſung ge=
geben
worden, der öſterreichiſch=ungariſchen Regierung
mitzuteilen, daß Dr. Dumb=a den Vereinigten Staaten

als öſterreichiſch=ungariſcher Botſchafter nicht mehr genehm
ſei und daß ſie ſeine Abberufung verlangten. (Eine Be=
ſtätigung
dieſer Reutermeldung bleibt abzuwarten. Red.)

Erſatz Churchill‟

* London, 10. Sept. Robert Cecil, der Staats=
ſekretär
des Auswärtigen Amtes, ſprach in einer Rede, die
er geſtern abend in Croydon hielt, aus, er ſehe nichts in
der gegenwärtigen Lage, was ihn den endlichen Sieg
der Alliierten bezweifeln laſſen könnte; er halte
den Erfolgan den Dardanellen beſtimmt für
nicht fern. (!)
* London, 10. Sept. Independent, das Blatt der
Arbeiterpartei, hat eine Umfrage veranſtaltet, betreffend
die Stellung der Befragten zu der Erklärung Lloyd
Georges gegenüber Humbert: So lange ein deutſcher
Soldat auf franzöſiſchem oder belgiſchem Boden ſtehe,
werde kein Engländer von Frieden träu=
men
. Das Blatt veröffentlicht Antworten von Edward
Grey, Lord Lansdowne, Lord Crewe, Arthur Henderſon
und Winſton Churchill, welche der Anſicht Lloyd Georges
zuſtimmen.

Lloyd Georges Hilferuf an die Arbeiter.

* London, 10. Sept. (Meldung des Reuterſchen
Bureaus.) Lloyd George forderte auf dem Ge=
werkſchaftskongreß
in Briſtol die Arbeiter auf,
die Munitionserzeugung zu beſchleunigen, indem ſie die
Gewerkſchaftsregeln vorläufig fallen ließen. Der
Krieg ſei ein Materialkrieg und ein reines Arbeitspro=
blem
. Mit den Arbeitern ſei ein ſiegreiches Ende gewiß,
ohne ſie würde der Krieg verloren ſein.
Wenn die Fachverbände gewiſſe Beſchränkungen aufhöben,
könnte die Produktion um 36200 Prozent geſteigert wer=
den
. Es beſtünden bereits 16 nationale Arſenale und 11
ſeien noch im Bau; 200000 ungeſchulte Arbeiter, Frauen
und Männer, würden noch gebraucht.

Ruſſiſches.

* Hamburg 10. Sept. Petersburger Berichten
zufolge ſtellte die Dumakommiſſion feſt, daß die Puti=
llow
=Werke nur acht Tage im Monat für die
Heeresverwaltung gearbeitet haben. Der
Kriegsminiſter traf Maßnahmen, um die Produktion auf
die Höhe der wirklichen Leiſtungsfähigkeit zu bringen.
* London, 10. Sept. Die Times meldet aus Pe=
tersburg
: Die Ernennung des Kriegsminiſters
Poliwanow zum Miniſterpräſidenten ſteht
nahe bevor.
* Kopenhagen, 10. Sept. Politiken meldet aus
Petersburg: Das einzige Arbeiterblatt
von Petersburg, Utro, wurde verboten. Das
Blatt war erſt kürzlich gegründet worden. Es waren
nur zwei Nummern erſchienen, die dritte wurde in der
Druckerei beſchlagnahmt.
* Mailand, 10. Sept. Dem Secolo zufolge mel=
den
ruſſiſche Zeitungen, daß Finanzminiſter Bark nach
London unterwegs ſei. Auch gehe das Gerücht
von einer Vertagung der Duma, das aber bis jetzt
noch nicht beſtätigt worden ſei.

Der Peſſimismus in Italien.

* Bern 10. Sept. Der Ordine von Ancona wendet
ſich gegen die Peſſimiſten in Italien, die beim
Leſen ihrer Zeitungen zuerſt nach dem deutſchen
Generalſtabsbericht über den Kampf in
Rußland ſchauten und dann befriedigt ausriefen:
Wir haben es ja immer geſagt, wir hätten den Krieg nicht
anfangen dürfen, ſondern uns damit begnügen müſſen,
was man uns geboten hat. Unſere Operationen kommen
nicht vorwärts. Wenn man ſolchen Leuten Vernunft bei=
zubringen
ſuchte, würden ſie nur ihre Anſchauung von der
Unbeſiegbarkeit der Deutſchen, der Schwäche der Fran=
zoſen
und Engländer, dem Elend der Ruſſen, von dem
diplomatiſchen Bankerott auf dem Balkan und der Hoff=
nung
verfechten, daß Italien bald wieder zur Vernunft
kommen werde.

Eine Balkankonferenz!

* Kopenhagen, 10. Sept. Die Berlingske Tidende
gibt folgenden Bericht des Matin aus Saloniki wie=
der
: Nach wiederholtem Notenaustauſch iſt es Veniſe=
los
gelungen, eine Einigung zwiſchen der griechiſchen,
ſerbiſchen, rumäniſchen und bulgariſchen Regierung über
die Abhaltung einer Balkankonferenz zu erzielen.
Dieſe wird in einigen Tagen in Saloniki ſtattfinden. Die
vier Länder werden durch ihre Miniſterpräſidenten ver=
treten
ſein, die von einem Vertreter ihres Generalſtabes
begleitet ſein werden. (Es wird ſich wohl nur um einen
Wunſch des Matin handeln.)

Die Lage in Albanien.

* Rom 10. Sept. Ueber Bern: Das Giornale
d’Italia berichtet, daß Eſſad Paſcha ſeinen Vor=
marſch
durch die Ebene von Zadrima fortſetze. Man
könne bereits ſagen, daß die Ebene im Beſitze der An=
hänger
Eſſad Paſchas und von der Regierung in Aleſſig
abhängig ſei. Eſſad Paſcha beabſichtige, nun auch das
Gebiet der Miriditen zu beſetzen, in welches alle ſeine
Feinde geflüchtet ſeien. Die Leute dieſes Bezirks
kämpfen nunmehr ganz ohne Mittel und ſeien von Ser=
ben
und den Anhängern Eſſad Paſchas eingeſchloſſen.
Prenk Bibdoda habe ſich nach Montenegro be=
geben
, wo er anſcheinend als Geiſel zurückgehalten werde.
Die Miriditen ließen ſich in einen verzweifelten Kampf
mit den Truppen Eſſad Paſchas ein. Dieſe brannten den
Sommerſitz Prenk Bibdodas nieder. In der Ebene von
Zadrima ſei man noch nicht klar darüber, ob Eſſad Paſcha
im Einvernehmen mit den Montenegrinern vorgehe.
Sicher ſei nur, daß die Montenegriner eigene Stellungen
diesſeits der Drina innehaben und entgegen der allge=
meinen
Erwartung den Vormarſch Eſſad Paſchas nicht
behindern.

Der Krieg im Orient.
Die Verluſſte der Allliierten an den Darda=
nellen
.

* Konſtantinopel, 10. Sept. Das türkiſche
Preſſequartier teilt mit: Die Engländer meſſen ſich
alles als Verdienſt an den Dardanellenkämpfen bei und
wollen den Anſchein erwecken, daß nur die Söhne Eng=
lands
ihr Blut an den Dardanellen vergießen und ſchwei=
gen
über die Verluſte der Neuſeeländer, der
Auſtralier und vor allem der Franzoſen.
Gefangene, die wir kürzlich machten, berichten, daß die
neuſeeländiſchen und auſtraliſchen Truppen bereits die
Hälfte ihrer neuen Mannſchaft verloren
haben, obwohl jedes Bataillon zur Auffüllung ſeiner
Lücken bis jetzt um 1500 Mann verſtärkt worden iſt, das
heißt alſo von Grund aus neu gebildet war. Eine im=

[ ][  ][ ]

diſche Brigade erlitt bei Sedd=ul=Bahr ſo ſtarke Ver=
luſte
, daß das engliſche Kommando die Unmöglichkeit ein=
ſah
, ſie wiederherzuſtellen und ihre Reſte bei den Aus=
rüſtungskolonnen
verwendete. Die Gefangenen berichten
auch, daß die Franzoſen ſofurchtbare Verluſte
erllitten hätten, daß jedes der jetzigen franzöſiſchen
Bataillone ſich aus den Reſten von drei oder vier aufgerie=
benen
Bataillonen zuſammenſetzte, die dreiviertel
ihres Beſtandes verloren hätten. Die fran=
zöſiſchen
Gefangenen ſagen, die franzöſiſchen Truppen
ſeien darüber entrüſtet, daß die Engländer die Opfer der
Franzoſen verſchweigen, und die Neuſeeländer und Auſtra=
llier
erzählen, daß dieſe Zuſtände in ihrer Heimat lebhaft
erörtert würden. In den Briefen würde das Erſtaunen
darüber ausgedrückt, daß ſich in den Verluſtliſten von den
Dardanellen kein Neuſeeländer oder Auſtralier ſinde.
Die türkiſche Artillerie auf der Wacht.
T.U. Budapeſt, 10. Sept. A Nap meldet aus Athen,
daß die türkiſche Artillerie auf der kleinaſiatiſchen Seite
der Dardanellen ein feindliches Schiff beſchoß,
das anſcheinend untergegangen iſt.
Einſtelllung der Dardanellen= Unterneh=
mung
?
T.U. Budapeſt, 10. Sept. A Nap veröffentlicht ein
Athener Telegramm, wonach nach dorthin gelangten Nach=
richten
die Verbündeten auf der Halbinſel Gal=
lipoli
ſich zurückziehen. Die Engländer hätten be=
reits
mit ihrem allgemeinen Rückzug begonnen. Die Tür=
ken
unternahmen einen Gegenangriff, wobei ſie zahlreiches=
Kriegsmaterial erbeuteten.
* Sofia 10. Sept. (D.D.P.) Verſchiedene hier
eingetroffene Nachrichten laſſen darauf ſchließen, daß der
Vierverband mit der Möglichkeit der Einſtel=
lung
der Dardanelllenaktion rechnet (?). So
wurden alle in Dedeagatſch gemachten Ankäufe von Le=
bensmitteln
für die engliſch=franzöſiſchen Truppen vor den
Dardanellen mit Lieferfriſten bis Ende September abge=
ſchloſſen
und ſämtliche Angebote in ſpäteren Lieferfriſten
abgelehnt. Hiermit im Zuſammenhang ſteht die Nach=
richt
, daß Italien ſeine Teilnahme an der Dar=
danellenaktion
endgültig verweigert hat.

Aus Portugal.

* London, 10. Sept. Die Morning Poſt meldet
aus Liſſabon: Die parlamentariſche Seſſion
iſt geſchlofſen worden, ohne daß die Regierung eine
Erklärung über die Weltlage abgegeben hat.
* Paris, 10. Sept. Petit Journal meldet aus
Liſſabon: Der Senat hat an die portugieſiſche
Armee und Marine und an die verbündeten
Nationen einen Gruß gerichtet, in dem der Wunſch
ausgedrückt wird, daß die Verbündeten namens der Zivili=
ſation
und des Rechtes ſiegreich ſein mögen.

* Berlin, 9. Sept. (Amtlich.) Im Verlauf des
Krieges ſind dem Kriegsminiſterium von verſchiedenen
Seiten Anerbietungen auf Herſtellung von Schar=
pi
e zugegangen, die ſtets dahin beantwortet wurden, daß
ein Bedürfnis hierzu nicht vorliege, da geeignetes Ver=
bandmaterial
in hinreichenden Mengen, auch für die Zu=
kunft
, vorhanden ſei. Trotzdem ſich die Verhältniſſe in
dieſer Hinſicht durchaus nicht geändert haben, beſchäftigen
ſich, wie bekannt geworden iſt, namentlich in letzter Zeit
weite Kreiſe der Bevölkerung in größerem Umfange mit
Scharpiezupfen. Die Heeresverwaltung ſieht ſich deshalb
gezwungen, wenn ſie auch gern und dankbar die dadurch
betätigte vaterländiſche Geſinnung anerkennt, bekannt zu
geben, daß kein Mangel an Verbandsſtoffen beſteht oder
zu erwarten iſt, und daß deshalb auch kein Anlaß zur
Herſtellung von Scharpie vorliegt. Da die zu Scharpie
verarbeiteten Stoffe für andere Zwecke notwendig ge=
braucht
werden, iſt ihre Verwendung als Verbandsſtoff in
der Armee bis auf weiteres verboten worden.
* Mailand, 10. Sept. Corriere della Sera meldet
aus Florenz die Verhaftung eines Armeeliefe=
ranten
, der, wie die Unterſuchung bisher ergab, 1500
Paar Schuhe mit Pappſohlen lieferte. Nach dem Secolo
wurden alle Arbeiten an dem neuen Parlamentsgebäude
in Rom eingeſtellt, da im Sitzungsſaale die Sitze für die
neuen Trieſter und iſtriſchen Abgeordneten eingebaut wer=
den
ſollen. (Echt italieniſch.)
* London, 10. Sept. Die letzte Verluſtliſte
weiſt 50 Offiziere und 1395 Mann auf.
* Sofia, 10. Sept. (Meldung der Agence Havas.)
Die in einem Teile der bulgariſchen Preſſe verbreiteten
Gerüchte über bedeutende Aenderungen in
der Beſetzung der diplomatiſchen Poſten, die ſich
auf die Geſandten in Wien, Bukareſt und Konſtantinopel
beziehen ſollten, werden amtlich dementiert.
* Konſtantinopel, 10. Sept. Aus amtlicher
Quelle wird gemeldet, daß die Pforte beſchloß, für Sach=
ſchäden
infolge von Beſchießungen, welche
den Grundſätzen der Menſchlichkeit und des Völkerrechts
zuwiderlaufen, eine Schadloshaltung aus dem
Eigentum der Angehörigen feindlicher
Länder zu gewähren.
* Pretoria, 10. Sept. (Meldung des Reuterſchen
Bureaus.) Zweiundvierzig Anhänger Kemps ſind
wegen Aufruhr zu Gefängnisſtrafen von neun
Monaten bis zu drei Jahren und in einigen Fällen zu
Geldbußen von 50 bis 150 Pfund Sterling verurteilt wor=
den
. Der ſogenannte Prophet von Rendsburg,
der im weſtlichen Transvaal großen Einfluß beſaß, erhielt
18 Monate Gefängnis.

Handel und Verkehr.

* Berlin, 9. Sept. (Amtlich.) An die General=
Kriegskaſſe werden täglich von Privatperſonen zahl=
reiche
unfrankierte Briefe gerichtet, für die Porto=
freiheit
nicht in Anſpruch genommen werden kann und
daher Strafporto zu zahlen iſt. Die Vermerke Heeres=
ſache
, Feldpoſtbrief, Nachlaßſache können eine Porto=
freiheit
nicht begründen. Durch die Rückgabe ſolcher Briefe
an die Poſtverwaltung uſw. wird der umfangreiche Ge=
ſchäftsbetrieb
der General=Kriegskaſſe unnötig belaſtet,
andererſeits erwachſen den Abſendern, die meiſt aus Un=
kenntnis
handeln, durch das Zuſchlagsporto beſondere
Koſten. Daher wird dringend empfohlen, die Poſtſen=
dungen
an die General=Kriegskaſſe genügend frei zu
machen.
* Berlin, 9. Sept. In der abgelaufenen Woche er=
höhte
ſich der Goldbeſtand bei der Reichsbank
um 3,5 Millionen auf 2413,8 Millionen Mark; dagegen ver=
minderte
ſich der Silberbeſtand um 2,4 Millionen auf
42,5 Millionen Mark. Bei den Darlehenskaſſen ſind die
für Zwecke der zweiten Kriegsanleihe hergegebenen Dar=
lehen
um 19,6 Millionen auf 296,3 Millionen Mark zurück=
gegangen
. Der Geſamtbetrag der ausgeliehenen Gelder
bei den Darlehenskaſſen iſt dagegen um 55 auf 1075,4 Mil=
lionen
Mark geſtiegen. Die Reichsſchuldenverwaltung hat

jetzt insgeſamt für 1045 Millonen Mart Reichslaſſen=
ſcheine
ausgegeben. Die geſamte Bardeckung hat um
40,3 Millionen auf 2705,9 Millionen und die Kapital=
anlage
um 124,6 auf 5107,1 Millionen zugenommen. Dies
ſteht in Verbindung mit der Zunahme der fremden Gelder
um 231,7 Milkionen Mark. Bringt man hiervon den Be=
trag
der neuen Belaſtung der Kapitalanlage in Abzug, er=
gibt
ſich zugunſten der Reichsbank die Summe von 107
Millionen Mark und nach Kürzung der von den Dar=
llehenskaſſen
ausgeliehenen Gelder der Betrag von etwa
52 Millionen Mark. An der Zunahme der fremden Gel=
der
ſind die öffentlichen Guthaben und in noch ſtärkerem
Maße die privaten Guthaben beteiligt, woraus ein Schluß
auf gewiſſe Vorbereitungen für die Einzahlungen auf die
dritte Kriegsanleihe gezogen werden darf. Die Deckungs=
verhältniſſe
ſind faſt unverändert geblieben. Nur die
Deckung der ſämtlich täglich fälligen Verbindlichkeiten
durch Gold iſt infolge der Zunahme der fremden Gelder
von 33 auf 32,1 Prozent zurückgegangen. Dieſes Deckungs=
verhältnis
iſt beſonders im Vergleich mit der Bank von
England und der Bank von Frankreich noch immer ſehr
günſtig; denn bei der erſteren iſt die Golddeckung! vom
29. Juli 1914 bis zum 11. September 1915 von 38,5 auf
26,2 Prozent und bei der letzteren in ungefähr der gleichen
Zeit von 51,5 auf 27,8 Prozent zurückgegangen.

Letzte Nachrichten.

* Berlin, 10. Sept. In der heutigen Vormittags=
ziehung
der Preußiſch=Süddeutſchen Klaſſenlotterie fiel
ein Gewinn von 75000 Mark auf Nr. 216664, von 3000
Mark auf Nr. 65 414 und 98059. In der Nachmittags=
ziehung
fielen 30000 Mark auf Nr. 72753, 10000 Mark
auf Nr. 40317 und 3000 Mark auf Nr. 89698. (Ohne
Gewähr.,

Briefkaſten.

G. M. Derartige Zeichen gibt es nicht, Sie müſſen
ſich verhört haben.
A. K. Sie müſſen ſich melden nach der heutigen Be=
kanntmachung
.
(Schluß des redaktionellen Teils.)

Kriegs-Kornfranck
ist ein vorzüglicher
und billiger Ersatz
für Bohnenkaffee.
Das große Paket
kostet 50 Pfennig.
Kriegs-Kornfranck
schmeckt sehr gut;
er hat eine schöne
Kaffee-Farbe. ——

62. Quittung.

In der Sammelſtelle des Darmſtädter Tagblatts‟
wurden für den Heſſiſchen Landesverein vom Roten
Kreuz weiter folgende Beträge abgegeben:
Frau Elſe Schmidt hier 50 M., Geh. Regierungsrat
de Beauclair 30 M., E. W. 3 M., Poſtdirektor Schnitt=
ſpahn
20 M., Hch. Winter 25 M., Landgerichtsdirektor
Schulz i. P. 10 M., Geh. Oberbaurat Mangold 20 M.,
Dr. Siebert 25 M., Fr. J. H. 20 M., II. Beitrag vom
Leih= und Sparverein in Ober=Ramſtadt 25 M., Frau
Forſtmeiſter Urſtadt 10 M., Frau Staatsrat Lorbacher
(Erlös aus Kupfergegenſtänden) 14 M., W. Conzen 100 M.,
eine Spielgeſellſchaft in Nonrod 5,26 M., zuſammen
357,26 M. Hierzu die bereits veröffentlichten 55 334,22 M.,
insgeſamt
55 691,48 Mark.

Familiennachrichten.

Statt Karten!
Ihre KRIEGS-TRAUUNG zeigen an
Dr. jur. Max Bollacher
Hedwig Bollacher, geb. Schott.
Z. Zt.: Niedererlenbach (Oberhessen)
September 1915.
Glückwunschbesuche dankend abgelehnt.
(*2904

Für die vielen Beweiſe herzlichſter
Teilnahme bei dem uns ſo ſchwer
betroffenen Verluſte ſagen innigſten
Dank.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Carl Gaß,
Oberbahnaſſiſtent.
Darmſtadt, 10. September 1915.
(12866

Am 16. Auguſt ſtarb an einer ſchweren
Verwundung unſer lieber Vereinsbruder
stud. ing.
Erich Kalbfleiſch
Unteroffizier im 96. Inf.-Regt.
Ritter des Eiſernen Kreuzes.
Der kath. Stud.-Verein
Moenania
J. A.:
Johannes Keller.
Darmſtadt, September 1915. (12907

Am 22. Auguſt erlitt den Heldentod fürs
Vaterland unſer braver, lieber Sohn, Bruder
und Schwager
(*2955
Philipp Altenburg
im Reſerve-Regiment 253, 4. Kompagnie
im 22. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Altenburg,
Bäckermeiſter.
Roßdorf, den 11. September 1915.

Durch Freundeshand erhielten wir die
traurige Nachricht, daß unſer lieber, einziger
Bruder, Schwager und Neffe
(*2910
Georg Schütz
Unteroffizier
im Leibgarde-Infanterie-Regiment 115
am 4. September den Heldentod fürs Vater=
land
geſtorben iſt.
Dies zeigen tiefbetrübt an:
Anna Bangert, geb. Schütz,
Liſſel Schütz,
Joſef Führ, als Schwager.
Köln, Neußerſtraße 67, I.
Weinheim a. d. Bergſtr.

Dankſagung.

Herzinnigen Dank all den Lieben, welche uns
bei dem betroffenen, unerſetzlichen Verluſte mit
Troſt und Beiſtand zur Seite ſtanden und die
Stunden unſeres tiefſten Schmerzes zu lindern
ſuchten, insbeſondere auch allen, die meinen un=
vergeßlichen
Gatten, unſeren herzensguten Vater
zur letzten Ruhe geleitet und durch die reichen
Blumenſpenden ſeiner in Liebe gedacht haben.
Eliſe Krenkel, Dachdeckermeiſterswitwe,
und Kinder.
Darmſtadt, den 10. September 1915.
(12906

[ ][  ][ ]

Nummer

Am 10. September ist im städtischen Krankenhause zu Darmstadt
Herr Ludwig Wissmann
Oberleutnant d. L. a. D.
seinen schweren Verletzungen, die er sich im Dienste für sein Vaterland durch
einen Sturz vom Pferde zugezogen hat, im Alter von 64 Jahren erlegen.
Trotz seines vorgeschrittenen Alters hat er sich bei Kriegsausbruch be-
geistert
zum Dienst für sein Vaterland zur Verfügung gestellt. Durch seine
seltene Pflichttreue und seinen bewundernswerten Diensteifer hat er sich die
vollste Anerkennung seiner Vorgesetzten und die Liebe und Achtung seiner
Kameraden und Untergebenen erworben.
Das Offizierskorps steht trauernd an der Bahre eines lieben Kameraden,
dessen Andenken stets in Ehren gehalten werden wird.
Lahr
Major und Bataillonskommandeur
12937)
Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon I Darmstadt.

Dankſagung.

Für die Beweiſe herzlichſter Teilnahme beim
Ableben unſerer lieben Mutter
Frau Eleonore Ewald
Witwe des Leutnants a. D. Adolf Ewald
ſagen aufrichtigen Dank.
(12929
Darmſtadt, den 11. September 1915.
Die trauernden Hinterbliebenen.

Wetterbericht.

Die Wetterlage hat ſich nicht geändert. Wir behalten
heiteres, nachts ziemlich kühles Wetter.
Wetterausſichten für Samstag: Heiter, trocken,
tags mild, nachts kühl.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Wakdaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den Anzeigen=
teil
, Anzeigenbeilagen ſund Mitteilungen aus dem Ge=
ſchäftsleben
: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche wer=
den
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.

e
und Umhänge

AEGERIN-MANTEL.
sehr preiswert . . . . . . . Mk. 18.00
FIScHHAUT-MANTEL
ca. 350 Gramm schwer) . . . . Mk. 24.00
REGENHAUT-MANTEL.
ca. 350 Gramm schwer
. Mk. 36.00
GÜMMLMANTEL
besonders preiswert . Mk. 25.00 u. Mk. 20.00
GUMMIMANTEI
Ia Qualität
Mk. 42.00 u. Mk. 36.00
GÜNML-MANTEL
Ireihiger Offiziers-Mantel
Mk. 60.00
AEGERIN-UMHANG
besonders preiswert
Mk. 17.50
FIScHHAUT-UMHANG
ca. 350 Gramm schwer
.Mk. 24.00
REGENHAUT-UMHANG
ca. 350 Gramm schwer
. Mk. 36.00

4 2
e

Helme Mützen
Säbel Seitengewehre
Feldbinden Portepees
Achselstücke usw.

Schlaf- und Wäschesäcke
Offiziers-Koffer
Tornister Rucksäcke
Kartentaschen usw.

Verlangen Sie meinen illustrierten Katalog über
Feldzug-Ausrüstungen.
(12902

Darmstadt, Schillerplatz 5FernruF488.

Damen-Winter-Hüte
werden nach den neuesten Modellen jetzt schon fassoniert.
Um prompt bedienen zu können, bitte höflichst, die Hüte
rechtzeitig zu bringen.
(12350a
nna Weiner
Schulstraße 10, I. Stock.

Bekanntmachung.
(Stadtwald.)

Für den Stadtwald werden bis auf weiteres zwei Leſeholz=
(12673is
tage in der Woche
Mittwoch und Samstag
feſtgelegt.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.

errenrad zu verkaufen. Die=
burgerſtr
. 16, 2. St. (*2945

iſerner Fülloſen zu verkaufen
2701ds) Roquetteweg 6, II.

Bekanntmachung.

In dem Konkursverfahren über
das Vermögen der DeutſchenSom=
mer
=Flugzeugwerke G. m. b. H. in
Darmſtadt iſt zur Prüfung der
nachträglich angemeldeten Forde=
rungen
auf
Donnerstag, 7. Oktober 1915,
vormittags 11 Uhr,
Zimmer Nr. 217, Termin anbe=
raumt
.
(12900
Darmſtadt, 3. September 1915.
Großherzogliches Amtsgericht I.

In unſer Handelsregiſter, Ab=
teilung
A, wurde heute hin=
ſichtlich
der Firma:
Lorenz Bäcker in Darm=
ſtadt

eingetragen:
Marie Eliſabeth Bäcker iſt am
1. September 1915 volljährig ge=
worden
und ſomit die Vertretungs=
befugnis
des Heinrich Jäckel in
Darmſtadt für ſie erloſchen. (12860
Darmſtadt, 3. September 1915.,
Großherzogliches Amtsgericht I.

In dem Konkursverfahren über
a) das Vermögen der Firma
V. Hebermehl in Darmſtadt iſt
Termin zur Prüfung der nach=
träglich
angemeldeten Forderungen
auf
(12901
Donnerstag, 7. Oktober I. J.,
vormittags 11½ Uhr,
Zimmer Nr. 217, anberaumt.
Darmſtadt, 8. September 1915.
Großherzogliches Amtsgericht I.

In dem Konkursverfahren über
das Vermögen der Darm=
ſtädter
Möbelfabrik G. m. b. H.
in Darmſtadt wird, da der ſeit=
herige
Konkursverwalter, Rechts=
anwalt
Dr. Wallot, zum Kriegs=
dienſt
eingezogen iſt, zum Zwecke
ſeiner Vertretung neben ihm der
Rechtsanwalt Dr. Brücher in Darm=
ſtadt
zum Konkursverwalter be=
(12899
ſtellt.
Darmſtadt, 8. September 1915.
Großherzogliches Amtsgericht I.

Umzüge
für Okt.=Quartal werden noch an=
genommen
u. unter Garantie bei
billigſter Berechnung ausgeführt.
L. Eberhardt (12637a
Möbeltransport und Lagerung
Forſtmeiſterſtr. 14.

Achtung!
s werden ſchon von 5 Mk.
Amzüge an übernomm. (*2932sg
L. Hausners möbeltransportgeschäft
Rundeturmſtraße 1.

uhren iezlicher Art
1= u. 2=ſpänn., auch nach außerhalb,
ſowie An= u. Abfuhr von Gütern
werd. prompt erledigt von (B12914
Chr. Achtelstädter
Heidelbergerſtr. 103, Tel. 895.

Dreh- u. Bohrarbeiten
nebſt Anfertigen von Vorrich=
tungen
und Spezial=Werkzeugen
uſw. übernimmt
(11642a
W. Heppenheimer, mech. Werkstätte
Kiesſtraße 80.

Häſche zum Waſchen u. Bleichen
wird angen., große St. 10 Pfg.,
kleine Stücke 4 Pfg. (9768a
J. Blößer I., Malchen.

Klavierstimmer
Emil Schultze, Kammermuſiker i. P.,
(12490a
Schießhausſtr. 29.

Rohrſtühle, echt nußb. 1 faſt
1 Kokosmatte, 1,55m neu,
bill. abzug. Wienerſtr. 58, I. (*2879

Obſternte=u. Grummetgrasverſteigerung

Montag, 13. September, vormittags 9 Uhr,
wird von den fiskaliſchen Grundſtücken in Gemarkung Eberſtadt
öffentlich verſteigert:
1. ein Los Grummetgras in der Hirrenbach (Kirſchnersrech),
2. die Aepfelernte von den Obſtbaumſtücken in der Hirten=
bach
und vor der Kühruhe, in 6 Loſen, geſchätzt zu 6 Zentner.
Zuſammenkunft vormittags 9 Uhr auf dem Hirtenbachweg am
Kirſchnersrech.
(12919
Eberſtadt, 10. September 1915.
Großherzogliche Oberförſterei Eberſtadt.
Joſeph.

Bünger-Verſteigerung.

Die Verſteigerung von Matratzenſtreu findet ſtatt:
Mittwoch, den 15. September 1915, bei der 2. Eskadron
in der neuen Trainkaſerne
Freitag, den 17. September 1915, bei der 3. Eskadron
in der alten Trainkaſerne.
Beginn der Verſteigerung jedesmal um 95 Uhr vormittags.
Train=Erſatz=Abteilung Nr. 18
Darmſtadt.

Große Mobiliar=Verſteigerung
des Nachlaſſes der Frau General Arnold Witwe,
Heinrichſtraße 76, 1. Stock.

Nächſten Montag, den 13. September ds. Js.,
von vormittags 9 Uhr ab,
kommen zur Verſteigerung:
Vier Zimmer=Einrichtungen, Wohnzimmer,
Schlafzimmer, gutes Zimmer, Fremden=
zimmer
, Küche ꝛc., u. a. vollſt. Betten, Spiegel
und Kleiderſchränke, Schreibtiſche, Waſchſchränke,
Pfeilerſchränke, Ausziehtiſche, Nachttiſche, Spie=
gel
, Stühle, Vorlagen, Felle, feines Sofa mit zwei
Seſſeln (Paliſandergeſtell), Zierſchränkchen, desgl.
Tiſchchen, Spieltiſche (alt), Vaſen, Bilder,
Smyrnateppich, ſonſtige Teppiche, Vorhänge,
1 Pendule, Vorplatzgeſtell, 1 Fahrrad, Kom=
moden
, Ueberzieher, 1 Ripskanapee.
Ferner: vollſtändige =, Kaffee= und Tee=
geſchirre
, Gläſer, Platten in Glas und Neu=
ſilber
, Küchenſchrank und Küchengeſchirre ꝛc.
Ferner: Zinkbadewanne, 1 faſt neue Näh=
maſchine
, Kohlenkaſten, verſchiedene Hänge=
und Stehlampen, 2 Fahnen, Körbe.
Ferner: beſſere Frauenkleider, Hüte, Stiefel,
Bluſen,
Ferner: 1 großer Brillantring, goldene
Damenuhr, Ketten, Damenringe ꝛc.
Darmſtadt,
Eliſabethenſtraße 2. 340h, Hllsdorf,
Telephon 314.
Amtsgerichtstaxator.
Die Beſichtigung kann eine Stunde vor der
Verſteigerung, von 89 Uhr vormittags, vorgenom=
(12890
men werden.

Verkaufe von heute ab ca. 100 Stück
Ferkel und Einlegſchweine zu den
billigſten Preiſen.
Philipp Feldmann, Schweinehändler,
Griesheim.
12936sg)

[ ][  ][ ]

Bekanntmachung.

Nachdem infolge Abänderung des § 15 des Reichsmilitärgeſetzes und des
Artikels II § 27 des Geſetzes, betreffend Aenderungen der Wehrpflicht, die bisher
als dauernd untauglich ausgemuſterten und ſomit von jeder weiteren Geſtellung
befreit geweſenen Militärpflichtigen, d. ſ. diejenigen, die den gelben Schein
beſitzen, nunmehr einer Nachmuſterung zu unterziehen ſind, werden dieſelben auf=
gefordert
, ſich in der Zeit vom
16. bis einſchließlich 18. September I. Js.
bei der Ortsbehörde ihres Wohnorts zu melden.
In gleicher Weiſe haben ſich diejenigen Leute zu melden, die ſeither dem un=
ausgebildeten
Landſturm I. und II. Aufgebots angehört hatten und bei einer
Landſturmmuſterung als dauernd untauglich bezeichnet worden ſind.
Meldepflichtig ſind alle am 8. September 1870 und ſpäter Geborenen.
Diejenigen, die das militärpflichtige Alter noch nicht erreicht haben
1896 und ſpäter Geborene ſind nicht zur Meldung verpflichtet.
Iſt die Meldung infolge körperlicher oder geiſtiger Leiden durch die Betreffen=
den
nicht ſelbſt möglich, ſo hat die Anmeldung durch die Angehörigen zu erfolgen.
Bei der Anmeldung iſt der gelbe oder weiße Schein vorzulegen.
Inſoweit der Fortbeſtand der daueruden Untauglichkeit behauptet wird
und dieſe nicht augenſcheinlich iſt, alſo insbeſondere bei allen inneren Leiden
und Krankheiten, wäre dies auf Grund von mit Dienſtſtempel verſehenen Zeugniſſen
beamteter Aerzte oder amtlicher Beſcheinigungen nachzuweiſen, welche bei der An=
meldung
zur Stammrolle abzugeben oder ſpäteſtens im Muſterungstermin vor=
zulegen
ſind.
Von der Geſtellung zur Muſterung dürfen befreit werden diejenigen, die
nachweislich an folgenden Fehlern und Gebrechen leiden:
1. Verkürzung oder Mißgeſtaltung des ganzen Körpers,
2. Geiſteskrankheiten,
3. Epilepſie,
4. chroniſche Gehirn= Rückenmarks= und andere chroniſche Nervenleiden,
5. Blindheit beider Augen,
6. Taubheit beider Ohren,
7. Verluſt größerer Gliedmaßen.
Auch für dieſen Fall ſind Beſcheinigungen in gleicher Form, wie vorſtehend
erwähnt, vorzulegen.
(12867sid
Darmſtadt, den 9. September 1915.
Der Zivil=Vorſitzende
der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks Darmſtadt.
von Starck.

Bekanntmachung.

Nach einem Erlaß zu dem Geſetz über Aenderung des Reichsmilitärgeſetzes vom
2. Mai 1874 und des Geſetzes, betr. die Aenderung der Wehrpflicht, vom 11. Februar 1888,
iſt u. a. auch eine nochmalige Unterſuchung derjenigen militäriſch ausgebildeten Per=
ſonen
, die als dauernd untauglich entlaſſen worden ſind, angeordnet worden. Es
kommen hier in Betracht die im wehrpflichtigen Alter befindlichen, d. h. am 8. Sep=
tember
1870 und ſpäter geborenen Perſonen des Beurlaubtenſtandes, die als
dauernd garniſondienſtunfähig (dauernd untauglich, dauernd weder feld= noch garniſon=
dienſtfähig
uſw.) bezeichnet waren. Alle dieſe Leute werden hiermit aufgefordert, ſich
in der Zeit
vom 16. bis 18. September d. Js.,
vormittags 9 bis 1 und nachmittags 3 bis 7 Uhr,
unter Vorlage ihrer Militärpapiere bei dem
Hauptmeldeamt I Darmſtadt Neue Niederſtr. 18, Erdgeſchoß
bei Meidung von Strafen zu melden.
Kriegsbeſchädigte aus den Jahren 1914/15 ſind von der Meldung befreit.
(12905sid
Darmſtadt, den 10. September 1915.
Großherzogliches Bezirkskommando I.
Nau, Generalmajor z. D. und ſtellv. Bezirkskommandeur.

XVIII. Armeekorps
Frankfurt a. M., den 31. 8. 1915.
Stellvertretendes Generalkommando.
Abt. III b. Tgb.=Nr. 18 649/8359.
Betr.: Verkauf von Poſtkarten.

Verordnung.

Auf Grund des § 9b des Geſetzes über den Belagerungszuſtand vom
4. Juni 1851 verbiete ich den Verkauf von Poſtkarten, welche aus Papier hergeſtellt
ſind, das in mehreren lösbaren Schichten zuſammengeſetzt iſt, ſowie von Poſtkarten
mit aufgeklebten Photographien.
Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre beſtraft.
Der Kommandierende General:
Freiherr von Gall, General der Infanterie.
(12895

Verloſungen von Schuldverſchreibungen der Pravinz Starkenburg.

In Vollziehung des Schuldentilgungsplanes der Provinz Starkenburg ſind
heute nachſtehende 3½ 'ige Schuldverſchreibungen auf den Inhaber durch Verloſung
zur Rückzahlung am 1. Dezember 1915 berufen worden, nämlich:
Lit. A. Nr. 71, 78, 128, 152, 392 5 Stück à 1000 Mark.
B 34, 55, 81, 158, 226, 363, 394, 448, 456 9 Stück à 500 Mark.
C 255, 342 2 Stück à 200 Mark.
Die Rückzahlung erfolgt bei der Bank für Handel und Induſtrie zu Darmſtadt
und bei der Provinzialkaſſe der Provinz Starkenburg zu Darmſtadt.
Die Verzinſung der Schuldverſchreibungen hört mit dem obengenannten
Verfalltag auf.
Darmſtadt, den 8. September 1915.
Großherzogliche Provinzial=Direktion Starkenburg.
J. V.: von Starck.
(12932

In Hofheim (Kreis Bensheim) iſt die Maul= und Klauenſeuche ausgebrochen. (12397

Darmſtad., 1.Septender 19t

dn enchepilte gutet rchaſ
an den
Herrn Oberbürgermeiſter zu Darmſtadt und die Großherzoglichen
Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.

Nach Bundesratsbeſchluß vom 26. Auguſt 1915 ſoll am 1. Oktober ds. Js=
eine
Viehzählung ſtattſinden.
Mit der Vornahme der Erhebung innerhalb des Großherzogtums iſt durch Ver=
fügung
Großh. Miniſteriums des Innern die Großh. Zentralſtelle für die Landes=
ſtatiſtik
zu Darmſtadt beauftragt worden.
Die Ausführung der Zählung liegt den Großh. Bürgermeiſtereien ( Oberbürger=
meiſter
, Bürgermeiſter) ob. Eine Vergütung für die Mitwirkenden wird von Staats=
wegen
nicht geleiſtet.
Die nötigen Zählliſten und Gemeindebogen wird Ihnen die Großh. Zentral=
ſtelle
für die Landesſtatiſtik unmittelbar zuſenden. Diejenigen Bürgermeiſtereien, die
bis zum 20. September ds. Js. nicht im Beſitz der nötigen Zählpapiere ſind, wollen
ſich entweder mittels Fernruf Nr. 232 oder telegraphiſch an die genannte Zentralſtelle
wenden wie folat: Landesſtatiſtik Darmſtadt Zählpapiere noch nicht eingetroffen.
Bürgermeiſterei N. N.
Auf den Gemeindebogen iſt eine Anweiſung aufgedruckt, aus der Sie erſehen,
wie die Zählung im einzelnen durchzuführen iſt. Damit dieſes richtig geſchieht, wollen
Sie ſich mit den Beſtimmungen genau vertraut machen und die Zähler belehren.
Das Ergebnis der Zählung iſt dieſes Mal von ganz beſonderer Bedeutung
und iſt daher die Zählung ſorgfältig auszuführen.
Anfragen bezüglich der Zählung ſind an die Großh. Zentralſtelle für die Lan=
desſtatiſtik
in Darmſtadt zu richten.
Die ausgefüllten Zählliſten und die Urſchriften der Gemeindebogen ſind
ſpäteſtens am 5. Oktober ds. Js. an die Großh. Zentralſtelle für die Landes=
ſtatiſtik
in Darmſtadt abzuſenden. Der Termin muß unbedingt eingehalten
werden. Von den Zählliſten haben Sie keine Abſchrift zu machen. Dagegen iſt eine
Abſchrift des Gemeindebogens für die Bürgermeiſtereiakten anzufertigen.
Die Zählungsergebniſſe dürfen nicht veröffentlicht werden.
Wer wiſſentlich unrichtige oder unvollſtändige Angaben macht, wird mit Ge=
fängnis
bis zu ſechs Monaten oder mit Geldſtrafe bis zu zehntauſend Mark beſtraft;
auch kann Vieh, deſſen Vorhandenſein verſchwiegen worden iſt, im Urteil für dem
Staat verfallen erklärt werden.
(12930
I. V.: von Starck.

Bekanntmachung
die Unkündbarkeitsklauſel der dritten Kriegsanleihe betreffend.

Hinſichtlich der in den Bedingungen der dritten Kriegsanleihe vorgeſehenen
Unkündbarkeit beſtehen noch immer in weiten Volkskreiſen irrtümliche Vorſtellungen.
Es wird vielfach angenommen, daß vor dem 1. Oktober 1924 ein Verkauf der Schuld=
verſchreibungen
nicht angängig ſei. Demgegenüber kann nur immer wieder betont
werden, daß die fragliche Bedingung gerade im Intereſſe des Zeichners gelegen iſt,
dem dadurch eine ungeſtörte 5 prozentige Verzinſung während eines Zeitraums von
wenigſtens neun Jahren gewährleiſtet iſt. Im übrigen wird durch die Unkündbar=
keitsklauſel
kein Hindernis geſchaffen, auch ſchon vor dem 1. Oktober 1924 durch Ver=
kauf
oder Verpfändung über die Stücke zu verfügen.
Darmſtadt, den 7. September 1915.
(12898
Großherzogliches Staatsminiſterium.
v. Ewald.

Bekanntmachung.

Auf Grund des §2 der Kaiſerlichen Verordnungen vom 31. Juli 1914, betreffend
das Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von Verband= und Arzneimitteln, ſowie
von ärztlichen Inſtrumenten und Geräten, bringe ich hierdurch unter Aufhebung der
Bekanntmachung vom 22. Mai 1915 (Reichsanzeiger Nr. 119 vom 25. Mai 1915) zur
öffentlichen Kenntnis, daß die folgenden Gegenſtände unter das Verbot fallen:
1. alle Stoffe, Verbindungen und Zubereitungen, die zur Verhütung, Erken=
nung
und Behandlung von Krankheiten, Leiden und Körperſchäden jeder
Art für Menſchen und Tiere dienen,
2. Verbandwatte, Verbandgaze und andere Verbandmittel,
3. chirurgiſche und andere ärztliche Inſtrumente und Geräte zur Verhütung,
Erkennung und Behandlung von Krankheiten für Menſchen und Tiere, zum
Gebrauch bei der Krankenpflege und in den Laboratorien, ſowie Teile ſolcher
Gegenſtände und Halbfabrikate,
4. chemiſche und bakteriologiſche Geräte, auch Teile davon und Halbfabrikate,
5. Material für bakteriologiſche Nährböden. wie Agar=Agar, Lackmusfarbſtoff,
6. Schutzimpfſtoffe und Immunſera, wie Schutzſera, Heilſera, diagnoſtiſche Sera,
7. Verſuchstiere.
Berlin, den 1. Sepzember 1915.
(12896
Der Stellvertreter des Reichskanzlers:
Delbrück.

XVIII. Armeekorps
Frankfurt a. M., den 1. September 1915.
Stellvertretendes Generalkommando.
Abt. I d. Tgb.=Nr. 6803.
Betr.: Rückkehr nach Galizien.

Bekanntmachung.

Die ſeitens der öſterreichiſcheungariſchen Behörden erfolgte Freigabe von Oeſter=
reichiſch
=Galizien zur Rückkehr von öſterreichiſchen Flüchtlingen in die Heimat unter
Gewährung ſtaatlicher Unterſtützung bezieht ſich nicht auf galiziſche Schnitter,
die im Korpsbezirk arbeiten, ebenſowenig auf etwaige Flüchtlinge, die hier inzwiſchen=
kontraktliche
Arbeitsverhältniſſe eingegangen ſind. Beide Kategorien haben im
Korpsbezirk bis zum Ablauf der von ihnen eingegangenen Arbeitskontrakte zu ver=
bleiben
.
Nicht betroffen von dieſer Verfügung werden ſolche öſterreichiſch=ungariſche
Untertanen, die, um ihrer Wehrpflicht zu genügen, Geſtellungsbefehl erhalten haben.
Der Kommandierende General:
Freiherr von Gall, General der Infanterie.
(1293

eiter Fertene et e erete.

Gefunden: 1 Fünfmarkſchein. 1 ſchwarze Herrenuhr mit Kette.
1 ſilbernes Halskettchen mit Anhänger. 1 Puppenſoldat (Infanteriſt).
1 Damenſchirm. 1 ſchwarzer Damenhandſchuh. 1 große Brille mit
runden Gläſern. 1 neuer Rickelzwicker mit ſehr ſcharfen Gläſern.
Eine Anzahl verſchiedener Schtüſſel. 1 mittelgroßer Schlüſſel und
1 Drücker an einem Ring.
(12889
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
befinden ſich: 1 Forterrier, 1 Dobermann. Die Hunde können von
den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(12868
Sonntagsdienſt und Nachtdienſt in den Apotheken Darm=
ſtadts
. Es verſehen den Sonntagsdienſt und in der daran ſich
anſchließenden Woche den Nachtdienſt: 12. Sept. bis inkl. 18. Sept.;
Apotheke am Juſtizpalaſt, Bismarckſtraße 9, Einhorn=Apotheke,
Kirchſtraße 101,

Gebrauchte Packkiſten und=Körbe.

Zum Transport von Obſt ſucht die Stadtverwaltung
gebrauchte Packkiſten und =Körbe.
Angebote mit Angabe der Größen nach Stadthaus, Zimmer 30,
erbeten.
Darmſtadt, den 9. September 1915.
(12881sgo
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.

Kuterh. Klappfportwag. zu verk.
G—2036) Soderſtr. 77, 1. St.

E Gaspendel zu verkaufen
*2902) Karlſtraße 3, Laden.

Nehme noch (12858sgo
Pierde auf Weide.
Telephon 183
Gutsverwaltnag Kranichſtein.

Tannäpfel
per Hektl. Mk. 1., bei 10 Hektl.
(B12783
Mk. O.95.
Heinrich Keller Sohn,
Heidelbergerſtraße 28. Tel. 101.

Zu verkaufen:
Eine große Anzahl feiner deutſch.
und engliſcher Bücher ( Unter=
haltungsliteratur
). Anzuſ. zwiſch.
1012 und 35 Uhr. Näheres in
der Geſchäftsſtelle.
(*2906sg

Wegen Umzug
Küchenkohlen
Zentner 80 Pfg., zu verkaufen
B12918) Orangerie=Allee 12.

gut er=
Getragene Kleider, halten,
zu verkauf. Händler ausgeſchloſſen.
12887a)
Kiesſtraße 89.

Die zuiſigen Satizumengen und die
Aufbewahrung des Saatguts.

Auf die unter vorſtehendem Betreff erlaſſene Bekanntmachung
des Großh. Kreisamts vom 6. ds. Mts. in dem Darmſtädter Tag=
blatt
Nr. 248 wird beſonders aufmerkſam gemacht.
An Saatgut dürfen demnach aus den Getreidevorräten zur
Ausſaat verwendet werden:

a) bei Winterroggen 77,50 Pfund auf den Morgen
b) bei Sommerroggen 80,
c) bei Winterweizen 95,
d) bei Sommerweizen 92,5

e) bei Spelz 105,

Wer für das nächſte Erntejahr Brotgetreide anpflanzen und
dazu ſeine eigene geerntete Frucht benutzen will, iſt verpflichtet, dieſe
längſtens bis zum 1. Oktober ds. Js. im Stadthaus auf Zimmer 29
(12913a
anzuzeigen.
Die Ausſaat und Verwendung des Saatguts wird ſpäter
überwacht.
Darmſtadt, den 9. September 1915.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.

Ein 3
von einem
blauer Waffenrock Einj. (Train)
wenig getrag., faſt noch neu, auch f.
Artill. geeign. ſow. ein Säbel zu
verkauf. Heinheimerſtr. 5 I. (*2954

n. ſ. guterh.kl. Kinderw. bill. zu verk.
*2863si) Heinheimerſtr. 69, II.r.

Ein Klappfportwagen zu verk.
E2617ms) Moſerſtr. 3, III.

Fein. Art.Extra-helm mit Futter.,
C) 57½ cm., Meldereitertasche,
Lederriem., ſowie Zylinder, 57½ cm,
alles faſt neu, billig abzugeben
Wienerſtr. 58, I.
*2878)

[ ][  ][ ]

V
S9F
errtdr. &.

Vom billigsfen bis
wornehmsten Geme.
Alle Glössen
umfassende
Leicheuswahl.

Fantenlus!

n Gei
Konl
beſter Qualität preiswert
abzugeben.
Müller & Ober
Karlſtraße 30. (12803dso

Selbſtgebranntes
garantiert reines
Zwetschenwasser
Mk. 2.50 per Literflaſche
empfiehlt
Martin Jahn
Pallaswieſenſtraße 30.
(6777a)

Möbel
Vertiko, Tische, Flurgard., Schränke,
Waschkommode, Nachtschrk., Bett-
stelle
, Matratze, Stühle, Bettfedern,
Diwan uſw. billigſt abzugeben.
12559a) Ballonplatz 10, p.
Gelegenheitskauf.
Einige guterh. Fahrräd.
billigſt abzugeben
(*2667ms
Hölgesſtraße 1 (Laden).
Eine neue amerikaniſche
Piſtole
mit Munition für 25 Mk. zu verk.
B12917) Orangerie=Allee 12.
Ingenheim a. d. B.
Penſion und Gaſthaus
Zum Löwen wird
Samstag abend
neueröffnet
werden. (12956

Nur S Tage
Scharzen
Sraben.
I. Akt:
Der Feigling.
Das brennende Dorf.
II. Akt:
Im Schützengraben.
III. Akt:
Die Feuertaufe.
Der junge Held. (12892
Die Erlebnisse eines Kriegs-
freiwilligen
in 3 Akten
nennt sich der Hauptschla-
ger
des heutigen Programms
im
Residenz
Thedter!

Woog, am 10. September 1915.
Waſſerhöhe am Pegel 3,68 m.
Luftwarme 10% C.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 16% C.
Woogs=Polizeiwache.

Herrentierv. u. Schneider=
Werkzeug billig zu verkaufen
B12915)
Sandbergſtraße 11.

Iien
Thedter
Rheinstr. 6 Tel. 173
Nur einige Tage!
Land
die Lowentanzerin
Zirkus- und Sensations-
Drama in 4 Akten
Eolus
Hosenrone
Lustspiel in 3 Akten
Die neuesten
Kriegsverichte
vervollständigen den ab-
wechslungsreich
. Spielplan

Chriſtl. Vereinjunger Männer Darmſtadt.
Sonntag, den 12. September, abends 8 Uhr,
Daterranbiſcher Aoend
im großen Saal der Ev. Stadtmiſſion, Mühlſtraße 24.
Eintritt 10 Pfg.
(12920

Darmstädter Eichtsplelhaus
früher American Bio
Ernst-Ludwigstr. 23 Am Bismarckdenkmal

Von heute ab:
Ein Meisterwerk der Lichtspielkunst
Iin Feder der
Schiskanonen
Grosses gewaltiges See-Drama in 4 Akten.
Hierzu der übrige hochinteressante
und abwechslungsreiche Spielplan.
(*2939

Alle, welche eine Kräftigung ihrer Gesundheit
gebrauchen, trinken das dunkle, schwer
eingebraute, echte
(12648a
Rannbacher bier
im Kaffee Fürst Bismarck
Darmstadt
Rheinstrasse 35 Telephon 2437

Großh. Hoftheater.

Sonntag, den 12. Septbr. 1915. 1. Abonnements=Vorſtellung. D 1
Zum 150. Male am Hoftheater.

Tannhäuſer.

Große romantiſche Oper in 3 Akten von Richard Wagner.
Muſikaliſcher Leiter: Paul Ottenheimer. Spielleiter: Otto Nowack.

Perſonen:

Hermann, Land=
graf
v. Thüringen
Tannhäuſer,
Wolfram von
Eſchinbach,
Walther v. d. G
Vogelweide,
Biterolf,
Heinrich der
Schreiber,
Reinmar von
Zweter,
Eliſabeth, Nichte
des Landgrafen .
Venus .
Ein junger Hirte .
Erſter
Page des S
Zweiter! Land=
Dritter
Vierter) grafen g
Die drei Grazien

Herr Carnor
Herr Perz
Herr Pasqué
Herr Wachtel
Herr Scharpff
Herr Breiting
Herr Klein
Fräulein Neukäufler
Fräulein Marx a. G.
Fräulein Rotter
Fräulein Limbach II
Fräulein Mendel
Fräulein Schmidt
Fräulein Weber

Alfred Stephani
Joſef Mann g. Deb.
Otto Semper
Auguſt Globerger
Leo Schützendorf
Eduard Göbel
Robert Perkins
Mizi Marx
Berta Schelper a. Del
Frieda Meyer a. Deb.
Margarethe Schreber
Nanni Malinowski
Marie Berger
Elſe Mickler
Luiſe Rehr
Marie Schott
Irene Senger

Nach dem 1. u. 2. Akte findet je
eine Pauſe von 30 Min. ſtatt.
Gewöhnliche Preiſe.
Die Zugänge zu den Sperrſitzen
Parterre, II. Rang und Galerie
werden bei Beginn der Vorſtellung
geſchloſſen und bei offener Szene
geſchloſſen gehalten.
Kartenverkauf: an der Tages=
kaſſe
im Hoftheater von 10½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrs=
bureau
von 91 Uhr.
Für jede im Vorverkauf abge
gebene Karte wird eine Gebühr
von 20 Pfennig erhoben.
Im Verkehrsbureau werden auch
telephon. Kartenbeſtellungen ent=
gegengenommen
. Tel. Nr. 582.
Anf. 6½ Uhr Ende 10¾ Uhr.
Vorverkauf für, die Vorſtellungen:
Montag, 13. Sept. Keine Vorſt.
Dienstag, 14. Sept. 2. Ab.=Vſt
A1. Neu einſtud.: Ein Som=

Aus dem Spielplan.

Freitag, 17. Sept. 5. Ab.=Vſt.
D 2. Feſt=Vorſtellung zum Ge=
burtstag
Ihrer Königl. Hoheit der
Großherzogin. Auf Allerhöchſten
Befehl: Ouvertüre, Jugend=
freunde‟
. Kleine Preiſe. An=
fang
7 Uhr.
Samstag, 18. Sept. Keine Vorſt.
Sonntag, 19. Sept. 6. Ab.=Vſt.
A 2. Zum erſten Male: Par=
ſifal‟
. Gewöhnl. Preiſe. An=
fang
4 Uhr.

[ ][  ][ ]

Kigselt- A0swant.
dass die ersten Neuheiten,
Große, helle Lokalitäten.
die elegantesten Formen,
Sagts
die besten Qualitäten,
die besten u. feinsten Arbeiten
in Herren- u. Knabenkleidung
Einer uehFndefftrotzdes Kriegs fabelhaſtbillig Vhort
12924) Ein Posten leichter moderner Paletots besonders billig.
bei mir verkauft werden. Grafenstrasse 23½

Intellig. beſſ. Frau, deren Mann
im Felde, ſucht Stellung als
Filialleiterin
od. ähnl. Poſten. Gefl. Angebote
u. F 15 a. d. Geſchäftsſt. (*2692ms
Jung. Fräul., w. Maſchinenſchr.
u. Stenographie gel. hat, ſucht An=
fangsſtelle
bei beſch. Anſpr. Angeb.
u. E 7 a. d. Geſchäftsſt. (*2312gms

Mutter und Tochter ſuchen
Filiale zu übernehmen. Kaution
kann geſtellt werden. Angeb. unt.
F 85 an die Geſchäftsſt. (*2888si

Tücht. Modiſtim Deutſche), welche
mehrere Jahre in Paris ſelbſt. war,
empf. ſich den geehrt. Damen im An=
fertig
. von ſchicken Damen- u. Kinder-
hüten
bei bill. Berechnung. (*2860asm
A. Albrecht, Wendelſtadtſtr. 34½, II.

Staatl. gepr. Wochenpflegerin
ſucht Pflege, übern. auch Nachtwache
oder andere Pflege. Angeb. unter
E 1 an die Geſchäftsſt. (*2274sms

Erbensaht.
Abteilung für Hausbeamtinnen,
Stadthaus, Zimmer 22. Sprechſt.
Montags von 101 Uhr, Mitt=
wochs
u. Freitags von 1112 Uhr.
Stellen ſuchen:
Kinderpflegerinnen, Haushälter=
innen
, Jungfern uſw. (12727ms

eſtrs Mlbcher
das mehr. Jahre i. beſſ. Haushalt
tät. war, ſ. Stelle als Hausmädch.,
od. auch zu ält. Ehepaar. Ang. u.
F42 an die Geſchäftsſt. (*2748dfs

Empfehle mich im Waſchen. Frau
Schmidt, Darmſtr. 23, Stb. (*2862.

16jähr. Mädchen, w. noch nicht
gedient hat, ſucht Stellg. Angeb.
u. F 83 a. d. Geſchäftsſt. (*2870

Saub. Frau ſ. g. T. Waſchen u.
Putz. Frau Lein, Schießhausſtr. 5. (*

Alleinſtehnde Fran, deren Mann
eingezogen, nimmt 2—Zmal in der
Woche Hausarbeit an. Brand=
gaſſe
14, 2. St., Hinterh. (*2364

Haushälterin ſucht paſſenden
Wirkungskreis. Gefl. Angeb. unt.
F84 a. d. Geſchäftsſtelle. (*2869

Für ein jung., ſaub. Mädchen,
welches auch gut nähen kann, wird
Stelle in kl. Haush. geſucht. Adreſſe
ſagt die Geſchäftsſt. d. Bl. (B12916

Junge Kriegerfrau ſucht vorm.
34 Stunden Laufdienſt. (*2949
Ludwigshöhſtr. 3.
Saubere Lauffrau ſucht für
vormittags 2 Stunden und nach=
mittags
1 Std. Laufdienſt. Näh.
Kiesſtr. 40, Hinterhaus. (*2930

Junge, ſaub. Frau ſ. Lauſtelle.
Näh. Pankratiusſtraße 176. (*2892

Kathol. Mädchenſchutzverein,
Karlſtſtr. 73, II., tägl. v. 35 Uhr,
tüchtige und brave Haus=, Allein=
und Kindermädchen. (*2908
Aelt., geb., unabh. Fräulein, im
Haush. ſehr erfahren, leichter Pflege
u. i. Vorleſen bewandert, ſ. f. nachm.
od. ganz. Tag paſſ. Wirkungskreis.
Ang. u. P 90 Geſchäftsſt. (*2912si
Kathol. Mädchenſchutzverein,
Karlſtr. 73, II., tägl. von 35 Uhr,
1 tücht., zuverl. Herrſchaftsköchin
mit prima Referenzen. (*2909sg

Fräul., geſetzt. Alters, 10 Jahre
in Frankreich als Kinderfräul. tätig
geweſen, ſucht ähnl. Stelle. Angeb.
unt. P 78 an die Geſchäftsſt (*2853

Aelteres braves Mädchen ſucht
Stelle in kl. Haush., Herr od. Dame,
geg. geringe Vergüt. Zu erfrag. bei
Frau Wettengel, Teichhausſtr. 55 (*

Männlich

Gewiſſenh., ehrl. ſtadtkund.
Mann
Anfang 50 J., gewandt im Rechnen
u. Schreiben, ſucht, da wegen Krieg
ſeitherige Stellung aufgeben mußte,
ſonſtigen Vertrauenspoſten auf
Bureau, als Kaſſenbote ꝛc., zu über=
nehmen
. Prima. Zeugniſſe zur
Verfügung. Angebote unter ( 5
an die Geſchäftsſtelle. (*2943sg
Hausverwaltungen werden noch
angenommen. Angeb. unt. D 67
an die Geſchäftsſtelle. (12468a

Strebſamer
Herr

wünſcht Nebenbeſchäftig. im Bei=
ſchreiben
von Büchern, Ausſtellen
von Rechnungen uſw. gegen mäßige
Vergütung. Angebote unt. E 89
an die Geſchäftsſtelle. (*2695dso
Jg., fl. Mann, 25 J. alt, volſtänd.
militärfrei, ſucht Steilung als
Buregudiener, Lageriſt od. ſon=
ſtigen
Vertrauenspoſten. Angeb.
unt. F88 Geſchäftſtelle. (*2897sgo
empf. ſich zum Obſt=
Gärther pflücken u. Kartoffel=
ausmachen
hier oder auswärts;
auch könnten 2 ältere fleißige
Näheres in der Geſchäftsſtelle.
I
Weiblich
Jing. Fräulein
mit flotter Handſchrift zum ſo=
fortigenEintritt
geſucht. Bedingung
iſt ſicheres Rechnen. Gefl. Angeb.
mit Gehaltsanſpr Zeugnisabſchr.
und Angabe desfrüheſten Eintritts=
termins
ſind zu richten an (12859ag
Betriebsverwaltung Gross-Gerau.
Tüchtige Büglerin
hauptſächlich auf Stärkewäſche, für
dauernd geſucht. Angeb. u. F 95
an die Geſchäftsſtelle. (12922
Mädchen
für leichte Arbeit geſucht.
Ph. Böcher, Hofbuchbinderei,
12921so) Alexanderſtr. 9.
Arbeitsamt
Abteilung für Lehrſtellenvermitt=
lung
. Geſucht werden Lehrmädchen
für Geſchäft und Gewerbe. Sprech=
ſtunden
täglich von 36 Uhr,
mit Ausnahme von Montag und
Samstag.
(12864
Tehrmädchen
per 1. Oktober geſucht. (12934sm
Louis Noack, Hoflieferant,
Eliſabethenſtr. 12.
Lehrmädchen
die das Putzmachen gründlich er=geſucht.
lernen wollen, ſofort geſucht.
Angebote unter P 98 an die
Geſchäftsſtelle.
(*2935
Lehrmädchen
das den Verkauf erlernen möchte u.
ſofort eintreten kann, geſucht.
Angebote unter P 59 an die
Geſchäftsſtelle.
(*2934
Arbeitsamt
Geſucht wird Privatpflege für
eine Frau, von ärztlicher Seite
durch Dr. Groos empfohlen. An=
erbieten
und Auskunft Stadthaus
Zimmer 22. Sprechſtunden täglich
von 36 Uhr, mit Ausnahme von
Montag und Samstag. (12865
Ein kräftiges, ſauberes
Dienſtmädchen
nicht unt. 18 J., wird geſ. geg. gut.
Lohn. Näh. Geſchäftsſt. (*2786fs
Soiides Hädelen
das g. b. kochen kann u. Hausarb.
gründlich verſteht, in kleinen herr=
ſchaftlichen
Haushalt, geſucht.
Gute Zeugniſſe Bedingung. Näh.
in der Geſchäftsſtelle. (B12784
Saub. ordentliches Mädchen,
nicht unter 16 J., für 1. Okt. geſucht.
Hügelſtr. 63 Erdgeſchoß. (12562a
Hausmädchen
das nähen und bügeln kann, per
1. Oktober geſucht. Näh. Geſchäfts=
ſtelle
ds. Bl.
(12692ids
Saubere, ehrliche Frau=Bug
oder Mädchen zum Milchtragen
für vormittags geſucht (*2867sg
Mollerſtraße 1.
Saub., braves und ehrliches
Mädchen bis nach dem Spülen
geſucht. Näh. Eeſchäftsſtelle. (*2922
Reinliches Laufmädchen geſucht.
Grüner Weg 12, 1. Stock. (*2915
Jg. Mädeh. oder ält. Frau vorm.
2 Std. u. zum Spülen geſ (12923
Nieder=Ramſtädterſtr. 36, I.

Tüchtige Stenotypistin
(*2948
kann ſofort eintreten.
Auskunftei Merkur, Wilhelminenstr. 21.

Anſtänd., ſolid. Mädch. od. Frau
k. geg. Arbeitsverricht. i. gut. Hauſe
hübſch. Manſ.=Z. bewohn., ev. ganze
Aufn. find. Näh. Geſchäftsſt. (*2883

Elektriker, Montenre, Mechaniker etc,
Schulungen mithelſen. (B12927 weiche in Veruf vorwärts ſtreben,
verlangen gratis die Broſchüre Der
neue Weg von Ing. Onken,
Waldshut a. Rh. (I,12891
Tücht. Friſeurgehilfe
der ſelbſt. ein Geſchäft führ. kann, in der Nähe Darmſtadts wird
da der Mann im Felde iſt ſofort zum alsbaldigen Eintritt ein Lehr=
Suche zum 1. Oktober
gelernten
Meontent
Ueberlandwerk Mainl zur Uebernahme meiner Zentral=
heizung
. Mit Zeugniſſen zu melden
nur Freitag, den 17. d. Mts.,
von ½12¼ Uhr.
Frau von Bieberstein Darmſtadt Wilhelminenſtr. 6.
Artillerieſtr. 3. (12861sm
1 Fuhrmann geſucht. per ſofort geſucht.
*2715dfs)
Landwehrſtr. 21.
Junger, reinlicher Hausburſche
kann ſofort eintreten. metzgerei,
Kaupſtraße 54.
(*2827fs
Jüngerer Hausburſche
ſtadtkundig (Radfahrer)
per ſofort geſucht.
(*2924
Seb. Schmitt,
Schuchardſtraße 6.
gegen
Selider Zuhrmann
hohen
Lohn geſucht. W. Köhler,g
Kohlenhandlung, Karlſtr. 7 (*2953a
Mehrere kräftige
Arbeiter
(12854
Pallaswieſenſtraße 153.
Arbeiter geſucht.
*2898sg) Dieburgerſtraße 89. u

Junger, kräft. Arbeiter
geſucht. (*2907
B. Katzenstein
Eliſabethenſtraße 21.
Lehrlings=
Geſuch.
Für ein Kolonialwaren= und
Drogengeſchäft an größerem Orte
geſucht. Nhastr. 20, I., r. (*2757dsling geſucht. Lehrzeit 3 Jahre bei
freier Station. Angebote unter
E 12 an die Geſchäftsſt. (12551a
Konblibe=Arhrling
kräftiger Junge, wohl erzogen, aus
guter Familie, bei gründlicher Aus=
bildung
in die Lehre geſucht.
L. Graßmann
Hofkonditor (12798ds
Kuiſil. Seſtſige
(*2925
Seb. Schmitt,
Tuch= und Maßgeſchäft,
Schuchardſtr. 6.
Konditorlehrling
Sohn achtbarer Eltern, findet unter
günſtigen Bedingungen gute Lehr=
ſtelle
. Näh. Konditorei Schwarz,
Ludwigsplatz 4.
(*2928sg
ee e
G oder Einſamilienhaus in derl
Nähe des Hauptbahnh. zu mieten
geſucht. Event. wird geeig. Haus od.
auch Baupl. gekauft. Ang. m. Preis
u. F 37 an die Geſchäftsſt. (*2781
für eine oder
Kleines Haus zwei Familien
zu mieten geſucht. Angeb. unter
r 91 an die Geſchäftsſt. (*2911
15. Sept. unmöbl. Zim. f. Haushält.,
P. w.b. Herrſch. n. wohn. k., geſ. Ang.
u. P 66 an die Geſchäftsſt. (*2804

t von einzeiner Dame ge=
Geſucht mütliche 4= Zimmer=
wohnung
auf 1. Oktbr. Angeb. u.
Ei 2 an die Geſchäftsſt. (*294g
Fräul. mit 6jähr. Kind ſucht gr.,
leeres Zimmer, woſelbſt Kind
etwas Aufſicht haben kann. Ang.
u. F 92 an die Geſchäftsſt. (*2905

Löbl. Zimmer mit ſep. Eingang
Mgeſucht. Angebote unt. B 85
an die Geſchäftsſtelle. (*2876
Studierender ſucht ſchön. Zim.
Nähe Bismarckſtr. Ang. u. F97
an die Geſchäftsſt. (*2921

ſucht gut möbl. ruhiges
ame Zimmer bei alleinſtehend.
Dame od. Witwe mit bürgerlichem
Mittagstiſch. Angeb. mit Preisang.
unt. E G an die Geſchäftsſt. (*2951

Sleen

Euche gute Penſton ganz naße
der Schloßgartenſtraße. An=
gebote
unt. F 77 an die Geſchäfts=
ſtelle
d. Bl.
(*2843

Ma

eee ee
23½—6 Uhr auf dem Wege
Griesheim bis Brauerei Möller,
eine ſilberne Damen=Uhrkette.
Abzugeben gegen Belohnung
*2936) Waldſtraße 55, part.

uc
Iöder erkeit Anfänger Violim
Unterricht? Ang. mit Preis
u. P 93 an die Geſchäftsſt. (*2903

im Weißzeugnähen,
Unterricht Zuſchneid. u. Flicken
wird gründlich erteilt. (*2609ms
Frau J. Lauck, Riedlingerſtr. 23, II.
kauek. Wiedüngerſtr. 38 14
Me wird billig und leicht faßlich
erteilt Stiftſtr. 19, III. b. Hoffmann.
Lerninſtrumente z. Verfüg. (12550a

e e e e e e rieſeren
W u. kageſpfiege gründl. erlernen=
Ang. u. F 72 Geſchäftsſt. (B12844

Fröbelſcher
Kindergarten
Heidelbergerſtr. 43
vor= und nachmitags geöffnet. An=
meldungen
täglich. (B12829

für einen Monat zu
Damenrad leihen geſucht (*2365
Heinrichſtraße 13.

Dritte Deutsche Kriegsanleihe.

Die Zeichnung auf die neue 5% Reichsanleihe findet in der Zeit vom
4. bis 22. September ds. Js.
statt. Wir nehmen Zeichnungen kostenfrei entgegen.
Bei Anmeldungen auf Grund von Spareinlagen wird um gleich-
zeitige
Vorlage der Einlage-Bücher gebeten.
Darmstadt, den 2. September 1915.
Reichsbankstelle
Bank für Handel und Industrie.
Darmstädter Volksbank e. G. m. b. H.
Deutsche Bank, Zweigstelle Darmstadt.
Deutsche Vereinsbank Filiale Darmstadt.
Hessische Landes-Hypothekenbank A.-G.
Zentralkasse der hess. landw. Genossenschaften e. G. m. b. H.
J. Lehmann. Nauheim & Co. Friedrich Zaun.
Städtische Sparkasse.
(P,12498

[ ][  ][ ]

Baroneß Claire.
Roman von M. Herzberg.

(Nachdruck verboten.)
9. Kapitel.
Claire ſaß, nachdem ſie den Brief beendet, lange unbe=
weglich
und dachte, im Bann der gemiſchteſten Gefühle, über das
Geſchehene nach. Ihr großmütiges Herz war geneigt, des
Stiefvaters letzte fühnende Abſicht zu glauben. Nur zu gern
erkannte es ja das Edlere, Beſſere im Menſchen an, auch im ver=
irrten
, geſtrauchelten.
Der deutliche Hinweis auf Adolf, ihren brüderlichen Freund,
auf den Reichtum, der ihn dereinſt erwartete, alles das, was ſie
unter anderen Umſtänden als eine Beleidigung empfunden hätte,
ſie verſtand und verzieh es dem Toten jetzt auch. Entſprang es
doch ſeinem reuigen Bemühen, ihr für das Verlorene Erſatz zu
ſchaffen, ſie zu verſorgen. Sie vergab ihm alles, alles rückhaltlos
und ſprach leiſe ein Gebet für ſeine Seele.
Dann erſt las ſie die beiliegenden Zeilen an Dr. Waldemar
Weidner. Sie enthielten einen pathetiſchen Appell an ſeine
Ritterlichkeit, ſeine Großmut und die dringende Bitte, der Waiſe
den Aufenthalt in ihrer alten Heimat für die nächſte Zeit zu
geſtatten. Kein Wort ſonſt ſeiner Schuld auch gegen dieſe.
Ein Gefühl heißer Bitterkeit ſtieg in dem jungen Mädchen
auf. Betteln ſollte ſie, wo ſie ein Recht gehabt, zu fordern; das
Gnadenbrot eſſen unter dem Dache, das das ihre geweſen. Nein,
nimmermehr! Verhungern wollte ſie eher, als von dieſer ſeiner
Bitte, der Großmut jenes Mannes Gebrauch machen.
Die Tür des Ofens öffnend, entzündete ſie beide Briefe und
ſah ſie ohne Bedauern raſch in den Flammen aufgehen.
Sie fand nun auch die Erklärung jener Szenen im Speiſe=
ſaal
. Welch fortgeſetzte Pein würde ihr der fernere Aufent= in dieſem Hauſe werden, wo man ſie, ihren Namen kannte
und ſie in enge Verbindung brachte mit dem im Unterſuchungs=

gefängnis Verſtorbenen! Hatte ſie doch eben dasſelbe Dienſt=
mädchen
, das ſie neulich nach dem Kriminalgericht gefragt
hatte, mit mehreren Damen auf dem Treppenabſatz ſtehen ſehen
und ihr nachtuſcheln hören, als ſie, die ominöſe Zeitung in der
Hand, an ihnen vorüber nach ihrem Zimmer eilte. Nein, fort
von hier! Sich nur jetzt verbergen dürfen vor aller Welt, den
fragenden, ſchadenfrohen, neugierigen Geſichtern allen, an
irgendeinem ſtillen, einſamen Ort, wo niemand ſie kannte, wo
ſie keinen Menſchem zu begegnen brauchte! Hätte ſie nur gleich
gewußt, wohin, wohin?
All ihr tapferer Mut ſchien von ihr gewichen. Eine an
Verzweiflung grenzende Stimmung bemächtigte ſich ihrer.
Nun, die eine Nacht, die ſie noch zu bleiben gezwungen,
mußte ja ſchließlich auch vorübergehen. Berlin war groß; morgen,
morgen ſchon konnte ſie ein anderes Unterkommen gefunden
haben. Sofort wollte ſie dazu Schritte tun.
Mit fieberhafter Ungeduld wartete ſie, bis alles im Hauſe
ſich zur Ruhe begeben. Leiſe ſchlich ſie alsdann mit ihrem Licht
noch einmal hinunter in das Leſezimmer. Die Morgenzeitungen
lagen noch verſtreut auf dem Tiſch umher. Claire nahm die
Beilagen, welche die Vermietungen enthielten und eilte damit
geräuſchlos in ihr Stübchen zurück. Ihr Notizbuch in der Hand,
ſuchte ſie nun eifrig nach einer paſſenden Anzeige. Unmengen
von Zimmern wurden angeprieſen, aber wenige nur ſchienen
geeignet. Claire mußte rechnen, nur allzu ſehr rechnen. Ihre
kleine Barſchaft war nach jenem Einkäufen ſehr zuſammenge=
ſchmolzen
. Außerdem hieß es, hier noch bezahlen und für das
neue Quartier Miete erlegen und leben und eſſen mußte ſie auch.
bis ſie einen Verdienſt fand. Sie notierte ſich einige der beſchei=
denſten
, billigſten Anerbietungen und machte ſich am nächſten
Morgen zeitig auf den Weg.
Neue trübe Erfahrungen für das vornehme, weltunkundige
Mädchen!
An Damen wird nicht vermietet! hieß es an einigen Orten.
Bei dritten war ihre momentane Berufsloſigkeit, die ſie auf

Fragen nach ihrer Stellung offen zugeſtand, gleichfalls Grund
zu unverblümter Abſage und die übrigen, wo ſie willig Aufnahme
gefunden hätte, erwieſen ſich als für ihre Mittel zu teuer.
Müde, abgehetzt, kam ſie eben wieder nach einer vergeblichen
Anfrage aus einem Hauſe der Bülbwſtraße. Langſam und
planlos durch die Zietenſtraße gehend, gewahrte ſie an einem
ſchmalen, älteren Hauſe bei der Kirche einen Zettel, deſſen An=
zeige
ihr Mut machte. Das wäre vielleicht etwas für ſie!
Schon der Eindruck der freundlichen, ſauberen Frau, die
oben 4 Treppen hoch wohnte, öffnete, war ein günſtiger. Das
Zimmerchen lag nach dem Hofe hinaus, war außerordentlich
eng und mehr als einfach ausgeſtattet. Aber Claire mäkelte
nicht; ſie hätte es mit noch größeren Mängeln genommen.
Nur erſt eine Unterkunft haben, damit ſie aus dem Heim fort=
konnte
.
Ich will es mieten! ſagte ſie daher raſch.
Was haben Sie denn für einen Beruf, Fräulein? fragte
die Frau. Sind Sie im Geſchäft?
O, dieſe ewigen, ſchrecklichen Fragen, dachte Claire unruhig,
indeſſen ſie anſcheinend intereſſiert aus dem einzigen Fenſter
auf den kleinen, verbauten Hof hinunterblckte. Nun wird’s auch
hier wieder nichts ſein!
Nein! antwortete ſie dann kurz.
Ja aber
Ich will Muſikunterricht geben! ſchnitt Claire den beginnen=
den
Einwand ab.
Dann haben Sie noch keine feſten Stunden?
Ich habe bereits darum inſerieren laſſen! ſagte Claire
Die Frau blickte etwas betreten zur Seite.
Da wird’s wohl man ſengerig mit der Miete ſein! platzte
ſie dann heraus. Ich hatte ſchon einmal eine Klavierlehrerin
und die
Sie dürfen unbeſorgt ſein; ich werde pünktlich zahlen!
verſicherte Claire, ängſtlich, daß dieſe ſtille, kleine, verborgene
Freiſtatt ihr verloren gehen könnte.

Küblers Sweater-Anzüge
Küblers Sweater
an
ne 30.
von
mit Stehkragen
Küblers Sweater
Küblers Sweater
für Militär
ee 100
mit Umlegekragen
Küblers Schlupfwesten
Küblers Sweater-Hosen
für Militär
. . . . . . von an
. . . . . von 3 an
in vielen Farben

sehr
Kublers Unterkleidung Vorteilhaft)

Unterjacken
Hemdhosen
mit ¼ Aermel .
offen . . .
Unterjacken
Hemdhosen
mit ¼ Aermel
geschlossen
Schlupfhosen
Unterjacken
et 3m
in 7
Seide, imitiert . . .
ohne Aermel
Schlupfhosen
Schlupfhosen
en 65
ze 50
mit Klappe
Wolle . . . . .
Küblers Kinderhosen
. von 9 an
Wolle

KaPok
¼ Pfund . 1.15
½ Pfund . 58

(12903
Mankk
Gebr.Rothschit

Zu verkaufen:
Ein prachtvolles
eich. Speiſezimmer
beſteh. aus: Büfett, Diwan mit
Spiegel, 1 gr. Ausziehtiſch,
6 Stühle, 2 Säul., Serviertiſch
ſowie ein Bücherſchrank. (12879
Hermannstr. 33, I.
Schirmfabrik
F. W. Schlüter, Kirchſtr. 27
empfiehlt
Regenſchirme
für Damen, Herren und Kinder
in allen Preislagen. (9769a
Zu verkaufen: 1 Haferkiſte,
verſchließbar, mit Zinkblech
ausgeſchl., 2,15X0,85X1,15 m groß;
1 Haferſchrotmühle, zuſammen
für 25 Mk. Angeb. unt. E 94
an die Geſchäftsſtelle. (12733msi
4 Gaslüſter
modern, wenig gebraucht, bill. zu vk.
Näh. Kaiser-Automat, Rheinſtraße.
Kolaunkellell
per Zentner 90 Pfennig
ab Lager 70 Pfennig
ohne Octroi
(11949a
liefert
Fr. Schubkegel
Landwehrſtraße 19
Fernruf 516.

Heußerſt praktiſche
Militär=
Taſchenlampen
mit ſtets friſchen
Dauerbatterien
bis zu (12614gmsg
10 ſtündiger Brenndauer
mit helleuchtender
Metalldrahtlampe
auch als Feldpoſtbrief zu haben
bei
L. Lange, Elektr. Inſtitut
Fernruf 399.
Hoflieferant
Schulſtraße 6

eldpost-
Kartons
aus imprägnierter Pappe,
fett- und wasserdicht
Ersatz für Blechdosen
zum Versand f. Marmelade,
Butter etc. (12272a
empfiehlt
J. W. Schneider
Kartonagenfabrik
Lauteschlägerstrasse 26.
Feldpostkartons in allen Grössen

Waſſerdichte
Militär=Zelttuch=
Weſten,
Hoſen, Mäntel,
Kopfſchützer,
ſowie (12554a
warme Unterkleider
Hemden,
Unterhoſen,
geſtrickte Jacken
enorm billig.
W. Deuster
Markt, Ecke Marktſtraße.

[ ][  ][ ]

Zum Beweiſe legte ſie ſofort die zehn Mark für den erſten
Monat auf den Tiſch. Die Frau wurde jetzt zutraulicher. Sie
verabredeten das Nötige und als Claire hörte, daß der Mann,
bei der Straßenbahn angeſtellt, faſt den ganzen Tag abweſend
und die Frau auch viel außer dem Hauſe beſchäftigt ſei, ſchien
ihr dieſes abgeſchiedene, kleine Heim doppelt begehrenswert.
Und mit wem habe ich das Vergnügen? fragte die Ver=
mieterin
noch, als Claire ſich erleichtert verabſchieden wollte.
Unwillkürlich, ohne nachzudenken, nannte Claire ihren
Namen.
Die Frau machte große Augen und muſterte dabei miß=
trauiſch
die ſehr ſchlichte Kleidung des jungen Mädchens.
Baroneſſe! Und begnügen ſich ſo? Wenn’s man wahr iſt!
Was denn?
Daß Sie ’ne Baroneſſe ſind! In Berlin kommt oft viel
vor mit Damen, die ſich für Adlige ausgeben. Meiſtens ſind’s
keine, ſondern Hochſtaplerinnen.
Claire richtete ſich auf und ſchaute mit ihren ſchönen, ehr=
lichen
Augen der Frau gerade in das erregte Geſicht. Sehe
ich ſo aus? fragte ſie ruhig.
Nein, doch nein! beeilte ſich jene zu verſichern. Aber es iſt
doch man ſelten, daß ’ne Baroneſſe
In die Lage kommt, beſcheiden zu wohnen und ſich ihren
Unterhalt ſelbſt zu verdienen, meinen Sie?
Es gibt ja ſolche, gewiß und auch ſo jung und Sie haben
ja ſo’n ordentlich vornehmes Weſen und ich hab’ ja auch meine
Miete fürs erſte
Na alſo! beendete Claire bitter lächelnd dies Verhör. Das
iſt ja doch für Sie die Hauptſache. Alles andre geht mich ſelbſt
nur an, nicht wahr? Sie werden durch mich keine Unannehm=
lichkeiten
haben, verlaſſen Sie ſich darauf!
Die Frau ſchwieg beruhigt. Claires Art, ihre feine, ſelbſt=
bewußte
Zurechtweiſung imponierte ihr. Höflich geleitete ſie
ſie hinaus mit dem Verſprechen, alles zu ihrem baldigen Einzug
bereit zu halten.

Nehmen Sie mir meine Bedenken nicht übel, Fräulein
Baroneſſe, bat ſie noch zum Schluß. Ich bin man ’ne einfache
Frau und verſteh’ mich nicht auf die Menſchen; da iſt man immer
bange, wiſſen Sie!
Sie haben recht, vorſichtig zu ſein, entgegneteClaire freundlich.
Eine Baroneſſe hat es, wie es ſcheint, entſchieden ſchwerer,
ſich durch die Welt zu ſchlagen, als ein bürgerliches Menſchen=
kind
, dachte Claire ſeufzend auf dem Rückwege. Schon zum
zweiten Male macht mein Stand mir Ungelegenheiten.
Die Annoncen in den Zeitungen, denen ſie, ſobald ſie einiger=
maßen
in der neuen Umgebung in Ordnung war, nachfragte,
hatten ein Reſultat nicht ergeben. Sie verſuchte es nochmals,
unter Zuſatz eines außerordentlich billigen Stundenpreiſes
aber mit demſelben Mißerfolge. Beim dritten Male endlich
erhielt ſie zwei Antworten, die eine aus der Hänkelſtraße, die
andere aus dem Zentrum Berlins. Voller Erwartung begab ſie
ſich zunächſt nach der feineren Gegend.
Ein hochelegantes Haus, fürſtliche Einrichtung, alſo ſehr
reiche Leute. Nachdem Claire, die zu ziemlich früher Stunde
gekommen, eine ganze Weile im Vorzimmer hatte warten müſſen,
was dem ſtolzen Mädchen, noch nicht an die Demütigungen
des erwählten Berufes gewöhnt, ziemlich ſchwer geworden war,
empfing ſie die Dame des Hauſes endlich mit herablaſſendem
Kopfnicken und wies ihr mit gnädiger Handbewegung einen
Stuhl an der Tür zum Sitzen. Dann begann das Examieren:
Ob ſie die Hochſchule oder ſonſt ein Konſervatorium abſolviert,
ob ſie bereits unterrichtet, ob ſie Zeugniſſe aufzuweiſen hätte,
wer ſie empfehle, ob ſie Berliner Referenzen zur Verfügung
ſtelle uſw. uſw.
Als Claire, auf ſolche Fragen ganz unvorbereitet, befriedi=
gende
Antworten nicht zu geben vermochte, brach die Dame
kurz ab und Claire, zu ſtolz, auch nur den leiſeſten Verſuch der
Einigung zu wagen, befand ſich, ehe ſie ſich deſſen verſah, wieder
auf der Straße.

Bei der zweiten Stelle hätte man eventuell, da das Kind,
ein Knabe, erſt in den Elementen des Violinſpiels zu unter=
richten
war, auf Zeugniſſe verzichtet; aber hier ſtieß man ſich=
an
der weiten Entfernung ihrer Wohnung und auch daran,
daß die Lehrerin ſo jung noch, für ſich allein, anſtatt bei Ane
gehörigen lebte. Nach einer diesbezüglichen, ziemlich unver=
blümten
Bemerkung: Auf die Art könne man ja nicht wiſſen,
wen man im Hauſe und bei ſeinen Kindern hätte, war es hier
Claire, die nervös und gekränkt über die nur halb verſtandene,
aber doch empfundene Verdächtigung, weiteren Verhandlungen
ein Ende machte.
In der Folge widerfuhr ihr faſt überall Ahnliches. Im
günſtigſten Falle vertröſtete man ſie mit dem Verſprechen ſchrif=
lichen
Beſcheids, ſelbſtverſtändlich erfolgte ſolcher, wenn über=
haupt
noch, als mehr oder minder höfliche Abſage. Am meiſten
ſchadete ihr ihre ungewöhnliche Schönheit, ihre Unerfahrenheit
im Unterricht und der Mangel jeglicher Empfehlung. Auch ihr
Titel war vielen bei der Niedrigkeit des offerierten Honorars
ein genierendes Hindernis.
Nach Wochen war ſie noch immer ohne Verdienſt. Sien
wurde mutlos und ganz verzweifelt. So ſchwer, ſo furchtbar
ſchwer hatte ſie ſich’s in dem großen Berlin doch nicht vorgeſtellt.
Tauſende von Kindern und auch Erwachſenen gab es da in
Muſik und Geſang zu unterrichten und nur für ſie wollten ſich
Schülerinnen nicht melden.
Als ihr kleiner Geldbeſtand mehr und mehr zuſammen=
ſchrumpfte
, beſchloß Claire, in ihrer Bangigkeit vor ſeinem Ende
obgleich ſchweren Herzens, ihre Unabhängigkeit aufzugeben, um
nur fürs erſte verſorgt zu ſein. Sie glaubte den vielen, mannig=
fachen
Anforderungen der ſogenannten Stütze vollſtändig
genügen zu können. In Taßdorf hatte ſie ja die Hauswirtſchaft,
Kochen, Plätten, Nähen uſw. praktiſch erlernt. Alſo meldete ſie
ſich auf derartige, reichlich vorhandene Offerten.
(Fortſetzung folgt.)

epleimos
fäglich frisch gekeltert
Marfin Jahn,
Pallaswiesenstr. 30
(12912a)

ima Ralbſleiſch
(*2392ss
empfiehlt
Heinrich Göcke
Lauteſchlägerſtr. 48.

Zum Einmachen:
Preiſelbeeren . p. Pfd. 50 Pfg.
Tafeltrauben . p. Pfd. 40 Pfg.
Obſt, Gemüſe und Südfrüchte.
O. Debus, Nieder= Ramſtädter=
ſtr
. 57a, Teleph. 1737.
(*2947

ietziesendungPreiſelbteren
Pfund 55 Pfg.
10 Pfund M. 5.40 (extragroß)
Edel=Pfirſiche 10 Pfd. Mk. 3.50
Tafel=Aepfel 10 Pfd. Mk. 1.10
bis Mk. 1.40 (B12850
(Induſtrie) 10 Pfd.
Kartoffelll 60 Pf., Ztr. Mk. 5.50
empfiehlt
Karlſtr. 50
Jak. Schellhaas, Tel. 1697.

Owiebeln, ſchöne Haushaltware,
Mk. 10.50 in Zentnerſäcken.
Kartoffeln, ausgeſuchte Odenwäl=
der
Induſtrie, je nach Quantum
preiswert.
(*2839fs
Gebr. Hartmann,
Schloßgraben 13, I. Tel. 1795.

Ein Baum gute Winterbirnen
zu verkaufen
(*2868sm
Wendelſtadtſtraße 45½.

Vaſtoren=, Bergamotte= u. Koch=
birnen
zu verkaufen (*2942
Magdalenenſtraße 21.

abe mehr. Zentner Baumanns=
Reinetten zu verkauf. Fuhr=
mannsſtr
. 3, bei Kopp. (*2918sg
Fuhrmannstr. 7 gr. feine Koch= u.
Latw.=Birnen, Pfd. 10 Pfg. (*2881si

Kräft. Erdbeerpflanzen in beſten
Sorten per Hundert 2 Mark
empfiehlt Matthes,
B12926) Ludwigshöhſtr. 74a.

Schreibtiſch
tadellos erhalten
Bett, älteres
3fl., Fortkoch.
Gasherd, u. Untergeſtell
ſehr gut=
Goldſpiegel, erhalten
Gartenlaterne, Zimmertüre, wie
neu, mit Verkleidung
*2846
Nieder=Ramſtädterſtr. 243.

Bunde hutte
groß, faſt neu, billig abzugeben.
Näh. Mühlſtr. 5, 2. St., I. (*2926

Damenrad mit Freilauf, ſehr
gut erhalten, zu 45 Mark ab=
zugeben
. Landwehrſtraße 19½
(*2940
2. Stock.
Degen Platzmangel Gaslampe,
Tiſch, Bilder, Sitzbadewanne
und anderes zu verk. Näheres in
der Geſchäftsſtelle ds. Bl. (*2851

Samstag, dch T. Soptehtber
nachmittags 5 Uhr
Beginn unserer
Moder Ausstenatfe
nenenaneg
munnenenetentenenetenten
munen
nur selbstgefertigte Erzeugnisse.
Beachten Sie bitte
unsere Schaufenster.
Patz- & Modewaren Strauss & Maver
Hoflieferanten zs Inh.: Siegfried May Schulstrasse 8
(12855

Zeng getrang. ſleſcer, Mestüin u. billig zu verk. (*2871
Landgraf=Philipp=Anlage 4, 3. St.

1 Sitzliegewagen
bill. abzug. Schiesshausstr. 54. (B1287;

Troßer, guterhaltener Diwan
zu verkaufen.
2890)
Hoffmannſtr. 20, I.

in guterhaltenes Fahrrad zu
E verkaufen. Näheres in der Ge=
ſchäftsſtelle
ds. Bl. (*2802fsg

Feldbergstr. An- u. Abholung v. Gütern u. Reise-
Spedition Honnard, elckten ete. Prompte Bedilen. Tel. 56. (281a

Beste, hechinteressante und bewährte Zeitschrift
für Haus und Familie.

Das Dach WarViit
Illustrierte Chronik der Gegenwart.

Wirkungsvoller und ſpannender Unterhaltungsſtoff. Reicher
Bilderſchmuck. Kriegsberichte mit zahlreichen Kriegsbildern.
Wiſſenswertes und Praktiſches für Haus und Familie.
Alle 14 Tage ein Heft zum Preis von nur 30 Pfennig.
Beſtellungen nehmen alle Buch= und Zeitſchriftenhand=
lungen
entgegen. Verlangen Sie Probeheft zur Anſicht.
Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.
(X,11033

1guterh., ſchöner 6
Gasbabeoſen
(Syſtem Vaillant), ein prachtvoller
5 flamm. Bronce=Gaslüſter und
eine ſchöne Gaszuglampe billig
zu verkauf. Hermannſtr. 33, I.

EREEeE

S eeet
M
Seenperlae
e

faſt neue Gaszuglampe, 1 herren=
anzug
billig zu verk. (*2866
Teichhausſtr. 53, part.

1 Paar kalblederne
Reitſtiefel
(Länge 43) wenig getragen, zu verk.
Näh. Wittmannſtr. 8. (B1*842

Tafelklavier, geig. ſ. Wirtſch.,
1 wea. Umzug bill. z. vk. (*2591ms
Frau Anton, Stiftſtraße 50.
HeyicJohn, Hanulakturwaren(5709a

Buchhändler.
B. Kriegspoſtkarten, 5 u. 10 Pfg.,
Schlager, 100 Stck. Mk. 3., Nach=
nahme
Mk. 3.50. Ang. u. 6 4
an die Geſchäftsſt. d. Bl. (*2953
Günſtige Gelegenheit!
6 neue, wenig gebrauchte Näh=
maſchinen
unter beſten Zahlungs=
bedingungen
preiswert zu verkauf.
Näh. in der Geſchäftsſtelle. (12679a
Zu verkaufen:
Ladentheke, Herrenrad,
weißes Kinderbettchen,
Schlafzimmer, Küchenſchrank,
Sofa, Divan, verſchied. Betten,
Nähmaſchine (Hand= u. Fußbetr.),
Einmachfäßchen und Ver=
ſchiedenes
.
*2944)
Woogsſtr. 5.
Zu verkaufen:
Zuglüſter mit 6 Kerzen 6 Mk.,
antike Stehlampe 3 Mk., Stehlampe
1.20 Mk., 2 Aquarien, großes mit
Ständer, 4 Mk., 1 brauner Rock
4 Mk., 2 Gehröcke à 3 Mk., Weſte
50 Pfg., mittlere Größe. (*2900
Pfründnerhausſtr. 18, part.
Schreihmaſchine!
Eine faſt neue, ganz wenig gebr.
Schreibmaſchine billigſt zu verk.
Schriftl. Anfrage unter F 76 an
die Geſchäftsſt. d. Tagbl. (*2844
Zirka 1½ Morgen Grummet=
gras
in d. Nähe d. Stadt zu verk.
Näh. Pankratiusſtr. 54. (*2937so

Kaufe ſtets Möbel aller Art
ganze Einrichtung., auch Schuhe.
M. Berlieb, Woogsſtr. 5. (12594a
Meſſing, Späue
Altkupfer, für Heeres=
lieferungen
kauft jedes Quantum
zu Höchſtpreiſen Geider, Metall=
gießer
, Schwanenſtr. 31. (12751a
Ein guterhalt. feldgrauer Offi=
zier
=Mantel (Reitermantel)
zu kaufen geſucht. Ang. u. F 71
an die Geſchäftsſtelle. (B12843

Alte Metale
Zinn, Meſſing, Kupfer ꝛc. kauft
zu höchſten Preiſen L. Kapfen-
berger
, Zinngießerei, Eliſabethen=
ſtraße
39, Tel. 829.
(12489a
Dinderleiterwagen zu kaufen
geſucht. Angebote unt. F 82
an die Geſchäftsſtelle. (*2873
Ilte gestrickte Strümpfe zu Polier=
* zwecken gegen gute Bezahlung
zu kauf. geſ. Angebote unt. F 81
an die Geſchäftsſtelle. (*2874

roßer Zeichentiſch zu kaufen
E
geſucht. Angeb. unter F 79
n die Geſchäftsſtelle. (*2877

Pfandſchein
auf Prismenglas od. beſſ. Fernglas
zu kauf. geſucht. Ausführl. Angeb.
u. F 87 an die Geſchäftsſt. (*2884

Täſſer (2060 Liter haltend) für
7 Einmachzwecke zu kaufen ge=
ſucht
. Angebote unter F 89 an
die Geſchäftsſtelle d. Bl. (*2893

Gebrauchte Schreibmaſchine
zu kaufen geſucht. Angebote unt.
G 1 an die Geſchäftsſt. (*2933

[ ][  ][ ]

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vormittags und
85 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geſtorbene. Am 7. Sept.: Ludwig Krenkel, Dach=
deckermeiſter
, 59 J., ev., Eckhardtſtraße 15. Am 18. März:
Karl Moeſer, Kupferſchmied, Gefr. der Landwehr, Pion.=
Regt. 25, 38 J., ev., Kranichſteiner Straße 8. Am 8. Sept.:
Anna Katharina Seib, Tochter des Taglöhners, 7 Mte.
ev., Langgaſſe 29. Am 7.: Wilhelm Burx, Lithograph,
59 J., ev., led., Ireneſtraße 7. Louis Hermann Arthur
Lerch, Privatier, 41 J., ev., Mauerſtraße 12. Am 28.
Auguſt: Philipp Eugen Metzger, Kaufmann, Reſerviſt,
J.=R. 49, 32 J., ev., led., Wienersſtraße 72. Am 17.:
Georg Kurr, Krankenwärter, Unteroffizier der Land=
wehr
, L.=J.=R. 349, 35 J., ev., Pankratiusſtraße 48. Am
9. September: Dora Amalie Felmer, Tochter des Gla=
ſermeiſters
, 2 J., ev., Hölgesſtraße 8. Maria Friedrich
Tochter des Sattlers, 11 Mte., ev., Kiesſtraße 21. Am 8.:
Kaſpar Debus, Schuhmacher, 66 J., ev., aus Griesheim,
hier Grafenſtraße 9. Am 9.: Joſeph Peter Schmitt,
Sohn des Sattlers, 4 Mte., kath., Erbacher Straße 17.

Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.

15. Sonntag nach Trinitatis, den 12. September 1915
Hoſkirche: Kein Gottesdienſt. Mittwoch, den
15. Gept., abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte.
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Velte. Abends um 6 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Mittwoch, den 15. Sept., abends um 8½ Uhr: Kriegs=
betſtunde
. Pfarrer Vogel.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Zimmer=
mann
. Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
12. Sept., vormittags um 11 Uhr: Chriſtenlehre für die
Lukasgemeinde. Pfarrer Kleberger.
Feierabend (Stiftſtraße 51): Sonntag, den
12. Sept., nachmittags um 2 Uhr: Chriſtenlehre für die
Schloß= u. Kaplaneigemeinde. Pfarrer Zimmer=
mann
.
Amtshandlungen in der Kaplaneige=
meinde
: Pfarrer Vogel.
Trauungen auswärtiger Paare: Pfarrer
Velte.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener:
Pfarrer Zimmermann.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8 Uhr:
Garniſonpfarrer Schäfer. Vormittags um 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt (Steinſtr. 24, Muſikſaal).
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Beringer.
Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt für den Weſt=
bezirk
. Pfarrer D. Waitz. Mittwoch, den 15. Sept.,
abends um 8½ Uhr; Kriegsbetſtunde. Pfarrer D. Waitz.
Martinsſtift: Nachmittags um 4 Uhr: Bibel=
ſtunde
. Pfarrer Veller.
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Vorm.
um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den Nord bezirk im Ge=
meindehaus
. Pfarrer Marx. Mittwoch, den 15. Sept.,
abends um 8½ Uhr: Andacht. Pfarrer Marx.
Peſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 8½ Uhr:
Chriſtenlehre für die Mädchen. Pfarrer Wagner.
Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Wagner. Vorm. um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Wagner.
Mittwoch, den 15. Sept., abends um 8½ Uhr: Kriegs=
betſtunde
. Pfarrer Wagner.
Panluskirche: Vormittags um 8½ Uhr: Chriſtenlehre.
Pfarrer Rückert. Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Rückert. Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert. Mittwoch, den
15. Sept., abends um 8½ Uhr; Kriegsbetſtunde. Pfarrer
Kleberger.
Eliſabethenſtiftskirche: Vorm. um 10 Uhr: Haupt=
gottesdienſt
. Pfarrer Hickel. Vorm. um 11¾ Uhr:
Kindergottesdienſt. Donnerstag, den 16. Sept., abends
um 8 Uhr: Kriegsbetſtunde.
Pfründnerhaus: Vormittags um ½10 Uhr: Pfarr=
aſſiſtent
Storck.
Evang. Gemeinde Eberſtadt: Sonntag, den 12. Sept.,
vormittags um ½ 10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Paul.
Abends um 6 Uhr: Gottesdienſt. Kandidat Schmidt.

Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 12. Sept.,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nach=
mittags
um 4 Uhr: Bibelſtunde von Pfarrer Kaiſer.
Dienstag, den 14. September, abends um 8½ Uhr:
Blaukreuzſtunde. Mittwoch, den 15. Sept., abends um
8½ Uhr: Kriegsbibelſtunde von Garniſonpfarrer Schäfer.
Donnerstag, den 16. Sept., abends um 8½ Uhr:
Bibelſtunde von Miſſionar Weismann. Zweig=
lokal
der Stadtmiſſion (Beſſungerſtr. 88, Hth.).
Sonntag, den 12. Sept., vorm. um 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Nachmittags um 3 Uhr: Jugendbund
für Jünglinge. Um 4½ Uhr: Jugendbund für Jung=
frauen
. Freitag, den 17. Sept., abends um 8½ Uhr:
Bibelſtunde für Jedermann.

Evangeliſche Gemeinſchaft (Teichhausſtr. 34): Sonn=
tag
, den 12. Sept., nachmittags um 2 Uhr: Sonntags=
ſchule
. Abends um 8½ Uhr: Predigt. Prediger
Wagenhals. Dienstag, den 14. Sept., abends um
8½ Uhr: Bibelſtunde über Offenb. Joh. 4. Prediger
Berner.

Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Hemeinde ( Vagerhaus=
ſtraße
4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. Mitt=
woch
, abends um 8½ Uhr.

Gemeinde gländig gekanſter Cöriſten (wartigen), Mauer:
ſtraße 17: Sonntag, den 12. September, vormittags
um 9 Uhr: Predigt. Prediger Winhold. Um
½11 Uhr: Sonntagsſchule. Nachmittags um 4 Uhr:
Predigt und Abendmahl. Prediger Winhold. Mitt=
woch
, den 15. Sept., abends um 8½ Uhr: Bibel= und
Gebetsſtunde.

Rethodiſtengemeinde (Teichhausſtraße 34): Sonntau,
den 12. Sept., nachmittags um 4 Uhr: Predigt. Frei=
tag
, den 17. Sept., abends um ½9 Uhr: Bibelſtunde.
Prediger W. Eckert.

Katholiſche Gemeinden

16. Sonntag nach Pfingſten, den 12. September 1915
Mariä Geburt
Kollekte für den Achener St. Joſephs=Miſſionsverein
St. Lndwigskirche: Samstag, den 11. Sept., nachm.
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte.
Sonntag, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil Beichte. Um 6 Uhr: Erſte heil. Meſſe. Um
7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. Um 8 Uhr:
Militärgottesdienſt mit Predigt. Um 9½ Uhr: Hoch=
amt
mit Predigt. Um 11 Uhr: Letzte heil. Meſſe,
Nachmittags um 3 Uhr: Andacht zu Ehren der heiligen
Familie. Freitag, abends um 8 Uhr: Kriegsandacht.
Kaveſke der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vor=
mittags
um ½7 Uhr: Heil. Meſſe. Nachm. um 5 Uhr:
Verſammlung des Müttervereins. Abends um 6 Uhr:
Roſenkranzandacht.
Kapelle in der Waldſtraße: Sonntag, vormittags um
7 Uhr: Heil. Meſſe. Nachm. um 4 Uhr: Verſamm=
lung
des kath. Dienſtmädchenvereins.
Militärgemeinde (Uebungsplatz bei Griesheim):
Sonntag, vorm. um 9½ Uhr: Hl. Meſſe mit Predigt.
Kapelle in Griesheim: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
Hl. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſaßethenkirche: Samstag, den 11. Sept., nach=
mittags
um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr:
Heil. Meſſe mit Predigt. Um ½ 10 Uhr: Hochamt und
Predigt. Nachm. um 2 Uhr: Andacht und Segen.
Mittwoch, abends um 8 Uhr: Gedächtnis der Lebenden.
Predigt von Prof. Baſeligia.
Kapelle in Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10 Uhr:
Amt und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
1. Sept., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte,
Sonntag, vorm. um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. Um ½7 Uhr: Heil. Meſſe. Um. ½9 Uhr:
Amt mit Predigt. Nachm. um ½3 Uhr: Mutter=
gottesandacht
. Mittwoch, abends um 8 Uhr: Kriegs=
gebet
.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 11. Sept., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Beichte. Um

½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion und Früh=
meſſe
. Um ¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. Nach=
mittags
um ½2 Uhr: Chriſtenlehre. Um 2 Uhr:
Andacht. Werktags, um ¼7 Uhr: Singmeſſe und
Kriegsgebet.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt bei
Eberſtadt: Montag, um 7 Uhr: Heil. Meſſe mit
Predigt.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vorm. um ½7 Uhr:
Beichte. Um ½8 Uhr: Amt und Predigt. Nachm.
um ½2 Uhr: Andacht. Montag und Freitag, nach=
mittags
um ½ 5 Uhr: Kriegsandacht.

Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.

Johannesgemeinde. 5. September: Dem Hof=
wagenwärter
i. P. Ludwig Metzger T. Katharina, geb.
23. Auguſt. Dem Maſchiniſt Karl Müller S. Karl, geb.
7. Auguſt. 7. September: Dem Bauführer Hermann
Thümmel T. Gerda Martha, geb. 17. Juli. 8. September:
Dem Schloſſer Otto Lork T. Adelheid Emma Wilhelmine,
geb. 16. Auguſt. 9. September: Dem Taglöhner Heinrich
Allmann T. Greta, geb. 24. Juli. Dem Lokomotipheizer
Anton Löffler S. Georg, geb. 3. Auguſt.
Martinsgemeinde. 30. Auguſt: Dem Brotfahrer
Otto Ernſt Kühnen S. Guſtav Adolf, geb. 12. Juli.
2. September: Dem Kutſcher Johann Konrad Fink T.
Annelieſe, geb. 15. Auguſt. 4, September: Dem Ober=
Ingenieur Adolf Platz T. Franziska Dorothea Helene,
geb. 16. Mai. 5. September: Dem prakt. Arzt Dr. Ludwig
Philipp Franz Adam Wißmann S. Friedrich Wolfgang,
geb, 21. Juni. 4, September: Dem Mechaniker Adam
Pfeifer T. Mathilde Johanna, geb. 25. Auguſt.
Petrusgemeinde. 5. September: Dem Buch=
drucker
Karl Friedrich Bender T. Annemarie Emilie
Lina, geb. 12. Auguſt. Dem Zimmermann Jakob Weber
S. Peter, geb. 27. Auguſt.
Paulusgemeinde. 21. Auguſt: Dem Küfer
Reinhard Gelſius T. Dorothea Katharina Eliſe, geb
8. Auguſt. 22. Auguſt: Dem Chemiker Dr. Horſt Pordeſch
T. Urſula Käte Grete Hedwig, geb. 12. Aug. 29. Auguſt:
Dem Kaufmann Theodor Wilhelm Schwab T. Eva, geb.
7. März. Dem Lehrer Hubert Sanger S. Wolfgang, geb.
25. Jult,
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde. 3. September: Kanonier Georg
Peter Stromberger und Roſa Weber,
Martinsgemeinde. 8. September; Bankbeamter=
z
. Zt. Muskekier, Ludwig Hermann Ernſt Georg Heinrich
Karl Edelmann und Eliſabethe Daum. Vizefeldwebel
Auguſt Rundſtadtler und Luiſe Lorenz.
Paulusgemeinde, 8. Auguſt: Schloſſer Peter
Mayer und Chriſtine Bong. 2. September: Regierungs=
bauführer
, z. Zt. Leutnant d. R., Karl Philipp Weyer
und Marie Emilie Frieda Petri. 8. September: Großh.
Amtsrichter Wilhelm Volk zu Offenbach und Eliſabeth
Johanna Laura Wetzel.
Peerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Lukasgemeinde. 8. September: Ludwig Schwing,
S. der Eliſabeth Schwing, 3 Mon. alt, ſtarb 8. September.
11. September: Dora Felmer, T. des Glaſermeiſters Lud=
wig
Felmer, 2 J. 3 Mon, alt, ſtarb 9. September,
9. September: Marie Friedrich, T. des Tapeziers Lud=
wig
Friedrich, 11 Mon. alt, ſtarb 9. September.
Markusgemeinde. 4. September: Meta Lutz,
geb. Mitterſtädter, Ehefrau, 64 J. 9 Mon. alt, ſtarb
3. September. 7. September: Kaufmann Heinrich
Chriſtian Bachmann, 70 J. 8 Mon. alt, ſtarb 29. Auguſt
zu Danzig.
Johannesgemeinde. 10. September: Wilhelm
Burx, Lithograph, 58 J. alt, ſtarb 7. September.
Martinsgemeinde. 4. September: Charlotte
Klöß, geb. Lamy, Witwe des Kaufmanns Konrad Klöß,
70 J. alt, ſtarb 1. September. 8. September: Rentner
Philipp Wagner, 75 J. alt, ſtarb 5. Sept. 3. September:
Katharina Eliſabeth Sevin, geb. Kilz, Witwe des Land=
wirts
Chriſtian Wilhelm Sevin, 89 J. alt, ſtarb 31. Aug.
Paulusgemeinde. 31. Auguſt: Eleonore Schmid,
geb. Werner, Witwe des Profeſſors Dr. Eduard Schmid,
34 J. alt, ſtarb 29. Auguſt. 6. September: Luiſe Harſter,
Ehefrau des Obergärtners Joh. Georg Harſter, 41 J. alt,
ſtarb 4. September. 7. September: Anna Marie Schmidt,
geb. Sehnert, Witwe des Lehrers Joh. H. Schmidt, 65 J.
alt, ſtarb 5. September.

Chem. Laboratorium für Unter=
ſuchungen
jeder Art.
Spezial=Laboratorium
für
Urin=Unterſuchungen.
H. Metzler.
Wiſſenſchaftlicher Vertreter der
Homöopathie auf Grundlage der
Augendiagnoſe. (6088a
Sprechſtunden werktags von
811 u. 25 Uhr.
Schützenſtr. 7. Tel. 1130.

Wer Rheumatism., Gicht, Iſchias,
Gelenk=, Geſichts=, Genick=
ſchmerzen
uſw. hat, verl. gratis
Prob. von J. Zahns Salbe, Ober=
(1445a
Ingelheim.

Toenneckens Briefordner und
verſch. Bureau=Art. bill. abzug.
Wienerſtr. 58, I.
*2880)

Geb. Frl., Mitte der 20er Jahre,
alleinſteh., m. Beruf,ſ freund=
ſchaftl
. Anſchluß an ebenſolches
zwecks ſonntägl. Touren u. Abend=
unterhaltung
. (Ev. kl. Touriſtengeſ.)
Ang. u. F 70 Geſchäftsſt. (*2847

Namen finden jeder Zeit liebev.
Aufn., gute Verpfl. bei Frau
E. Schäfer, fr. Heb., Frankfurt
a. M., Elbeſtr. 45, I. (*2766dfs

Damen finden diskr. Aufnahme
b. Frau maul, Hebamme, Eber=
ſtadt
b. D., Georgſtr. 19. (12910a

16 Mon. alt. Kind wird in liebe=
volle
Pflege gegeb. Ang. u. F94
(*2914
a. d. Geſchäftsſt.

Priatkurse

Einzelunterricht oder Unterricht in kleinen Gruppen
1. Vorbereitung für die Schule (1. bis 3. Schuljahr.)
2. Unterricht für Kinder mittleren Alters und für
(B8887
heranwachsende junge Mädchen.
Indlviduelle Behandlung im Unterricht betont.
Unterricht auch für kürzere Zeit.
Kinder im Alter von 810 Jahren können am Unterricht
mit gleichaltrigen Kindern teilnehmen.
Elisabeth Heinzerling Maria Lange
Staatlich geprüfte wissenschaftliche Lehrerinnen.
Nähere Auskunft Annastr. 36 oder Eichbergstr. 22.

Fabrikant
Gutenberg’s Salmiak-Terpentin-Gallseife u. Gutenberg,
Darmstadt, ist besser u. billiger wie Seifenpulver u. alle sonstigen
Waschmittel, da reine Seife ohne jeglichen Sodazusatz. Kein Auf-
springen
der Hände. Blendend weiße Wäsche ohne Bleiche, vor-
züglich
für wollene u. bunte Stoffe, Kinder- u. Krankenwäsche
sollte nur mit dieser außerordentlich desinfizierenden Seife behandelt
werden. Man verlange ausdrückl. Pakete mit Schutzmarke Guten-
berg‟
. Preis pro Paket- 2 Stücke 55 Pf., überall käuflich. (10514a

Wir erhalten Samstag abend einen
friſchen Trausport Fohlen
ſowie
(12863
F2½jähr. belgiſche Stuten.
Gebr. Sommerfeld, Darmstadt
Pallaswieſenſtraße 25
Telephon 383.

1 Paar Reitſtiefel u. 1 Paar
Infanterieſtiefel (Größe 42)
preiswert abzugeben (12908ag
Luiſenplatz 1, 1. Stock.

Lait neue Mülordl=Zider zu verk=
Mollerſtraße 2, I. (*2887som

Daſt neuer 2tür. Etsſchrank
½ zu verkaufen od. gegen kleineren
1 tür. umzutauſchen. Angebote
unter F 46 an die Geſchäftsſtelle
ds. Blattes erbeten. (*2765dfs

guterh. Fahrräder (Ajax und
Adler) zu vk. Ajax mit vorzügl.
amerik. Eady=Freil., Adler Torpedo=
Freil., teilw. neue Decken. (*2784fs
Näh. Gutenbergſtr. 57, part.

ut. bürgerlichen Mittags-
und Abendtisch.
Alicestr. 20, I.
12680a)

vorzüglich, reichl.,
Mittagstiſch, 80 Pfg., auch
außer dem Hauſe. Anmeldungen
erb. Rückertſtr. 11, part. (*2522ids

(ut bürgerl. Mittagstisch
Neckarstr. 16. (12010a

Villenkolonie
Ludwigshöhe
Einfamilienh., neuztl. Zentralheiz.,
7gr. Zim. u. Zubeh., gr. Gart. m. v.
Obſtbäumen alsbald zu verkaufen.
Näheres daſ. Hindenburgweg (früher
Schlangenſchneiſe) 5. (12222a

Einfamilienhaus
Wendelſtadtſtraße 3, geräumig,
modern und gut gebaut, m. ſchön.
Garten, wegzugshalber preiswert
zu verkaufen od. zu verm. (12384a

Wichtig für Fuhr-
unternehmer!

Nähe Darmſtadt iſt ein größeres
Anweſen, in welchem ſeit Jahren
ein Möbeltransportgeſchäft be=
trieben
wird, Alters wegen mit
Möbelwagen, Pferd, Rolle und
allem Inventar für 18000 Mark
zu verkaufen. Näheres in der
Geſchäftsſtelle d. Bl. (12440a

Villenkolonie
Ludwigshöhe.
Herrſchaftl. kleinere Villa von 7
Zim., erbaut v. erſt. Darmſt. Archit.,
mit ca. 1400 qm Garten zu ver=
kaufen
. Näh. dort, Kaiſ.=Wilh.=
Str. 83.
(11236a

Termark

Kanarien.
Tourenreiche tiefe Vorſänger, in
jed. Preislage, eigene Zucht. (12596a
Gg. Wedel, Schuſtergaſſe 7.
ollshund ſof. bill. z. v. Nd.= Ram=
ſtädterſtr
. 31, Hth., p. (*2917

zu verkaufen.
Jg. Jagdhund Groß=Gerau,
(*2852
Helwigſtr. 70.

Wachſ. deutſch. Schäferhund oder
Kriegshund, f. Sanitätshund
geeignet, geſ. Angeb. m. Preis unt.
F 86 an die Geſchäftsſtelle. (*2886
Saninchen zu verkaufen (*2782
N‟
Rhönring 11, 2. St.
Tretichen zu kauf. geſ. (2913sgo
7 Gg. Weber, Langgaſſe 32.
2 hübſche junge Kätzchen ſind
abzugeben. Eliſabethenſtr. 23,
(*2941
Hinterbau, 2. Stock.

[ ][  ][ ]

Trotz enormer Teuerung sämtlicher Rohmaterialien, sowie der fertiggewebten Ware,
12904
ist es uns durch günstige Abschlüsse möglich in
allen Abteilungen
unseres Hauses noch zu äusserst
billigen Preisen
unserer werten Kundschaft Ware anzubieten.

Weisse Waren.

fein und dick-
Hemdentuche fadig für Leib-
. Mtr.
und Bettwäsche
130 cm breit,
Bettdamaste glanzreiche
Mkr. 85
schöne Ware .
160 cm
Bettt
leinen breit,
ſtr. 1.55
solide, kräftige Ware
weiss und
Handtuchstoffe- Harbig, in
guten, waschechten Qualitäten, Mtr. 38
in vorzüglichen
Flock-Cöper Qualitäten, gut
. Mr. 48
geranhte Ware
vorzügliche
Flock-Pique Qualität . . Mtr. 78

Bunte Baumwollwaren.

waschechte Ware,
Bettkattun hell und dunkel,
Mtr. 38
schöne Muster
waschecht, in
Kleiderflanell hübsch., neuen
. Ntr. 60
Mustern
waschecht, in hell.
Jackenbiber
und dunklen
Netr. 80
Mustern
gute,
Kleiderb’wollzeuge solide
str. 68
Ware
waschecht, kar.
Hemdenbiber u. Streifen Mtr. 58
6½
solide
Unterrockbiber
Mtr. 32
waschechte Qualität
120 cm. breit,
Schürzendruck waschecht
Mtr. 1
in grosser Auswahl

Kleiderstoffe.

sehr sol.
Hauskleiderstoffe Qualität
. Mtr. 95
hübsche neue Muster
130 cm breit,
Kostümstoffe in Halbwolle,
.. . ſtr. 2.40
hübsche neue Muster
in Halbwolle,
Blusenstoffe grose Auswahl
Meter 35
in vorzüglicher
Sammet-Reste Musterware
Mt. 2.75
reg. Wert bis 5 Mk.

Ein Posten
Schürzenb’wollzeuge
120 cm breit, solide, waschechte Ware
Meter 75

Ein Posten
Damen-Handschuhe
lang u. kurz, mit u. ohne Finger, in Seide u.
Bwolle, reß. Wert bis 3.25. . . Par 45

Ein Posten
Kleider-Seide
8595 cm br., bestes Fabrikat, in hübschen,
neuen Streifen, reg. Wert 10.—− . Mtr. 3.95

Ein Posten
Damen-
Blnsen-Kragen
in grosser Auswahl, Rips, Seide
sowie aus
Glasbatet 25 40 50

Gelegenheitsposten
reinwollene
Kleiderstoffe
95/110 cm breit, solide Qualitäten, in verschiedenen
Farben. Regulärer Wert bedeutend höher.
Meter 1. 95 bis 2.50

Ein Posten
Herren-
Socken
äusserst preiswert
Par 35

Damen- und Kinder-Strümpfe

Wolle plattiert, schwarz und
Damen-Strümpfe, leder, solides Fabrikat Paar 1.35
reine Wolle, gewebt, in
Damen-Strümpfe, schwarz, leder u. braun Paar 1.50
reine Wolle, gestrickt, solide,
Damen-Strümpfe, kräftige Qualität . . Paar 2.25
baumwolle, in grosser Aus-
Damen-Strümpfe, wahl
Paar von 25an
Kinder-Strümpfe, Wolle plattiert, schwarz und leder
Paar 45 50 58 65 75 85 90 1.

Damen- und Kinderschürzen.

aus Druckstoff, mit und ohne Borde,
Hausschürze, aus soliden Stoffen . . Stück 48
aus gutem Baumwollzeug
Hausschürze,
Stück 98
mit Volant und Tasche
Blusenschürze,
Stück 1.05
mit hübschen, waschechten Be-
Reformschürze, sätzen
Stück 95
mit Tasche, hübsche Besätze
Knabenschürze,
Stück 55
aus guten Baumwollstoffen mit
Mädchenschürze,
hübschem Besatz
Grösse
60
45
50
55
Preis
1.75
95
1.25
1.15

Kainerlaenhans
LnHelahneim Glcee
arkf
mKrs-

[ ][  ][ ]


ee
raeldd

o!

0
erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Darmſtädter Tagblatts
und bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Anzeigen. Für den Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Anzeigen müſſen ſtets
tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Anzeigen können nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.

Mbierte Zimmer

Rheinstrasse 43
iſt der 1. Stock, enthaltend 8 Zim=
mer
, Badezimmer, mit reichl. Neben=
räumen
nebſt großer Veranda und
Gartenanteil für ſofort anderweit
zu vermieten. Gas und elektr.
Einrichtung.
Nähere Auskunft erteilt der Be=
vollmächtigte
Juſtizrat Dr. Bender,
Kaſinoſtraße 8.
(10146ms
Einſamilienhaus
Grüner Weg 86
10 Zim. mit reichl. Zubehör, Gas,
elektr. Licht, Zentralheizung und
Garten per ſofort zu vermieten.
Näh. Ohlyſtr. 69, part. (B3272ms
im neuen Bankgebäude
der Deutschen Bank
iſt der erſte oder zweite Stock
per ſofort oder ſpäter zu ver=
mieten
. Jeder Stock enthält 910
Zimmer und iſt als hochherrſchaft=
liche
Wohnung, eventuell auch für
Bürozwecke ſehr geeignet. Warm=
waſſerheizung
, Warmwaſſerver=
ſorgung
, Vacuum, elektr. Licht und
Gas vorhanden. Wünſche wegen
Ausſtattung können noch berück=
ſichtigt
werden. Näheres Direktion
der Deutschen Bank. (10147ms
Wilhelmstr. 16, II.
ſchöne 8 Zimmerwohnung mit
all Bequemlichkeiten der Nei=
zeit
, Zentralheizung, Warm=
waſſerleitung
, Staubſauger,
Garten, für 1. Okt. zu verm.
Näheres Baubüro Heinrich=
ſtraße
82. (9721ms
Artilleriestr. 9
hocheleg. Herrſchaftswohn., 8 Zim.,
Veranda, Erker, Bade= u. Bügelz.,
3 Manſ=Z., gr. Boden, Elektr. Gas=
u
. Waſſerl., Stall für 34 Pferde,
Burſchenzim. Auf Wunſch ganzes
Haus mit 14 Zimmern für 1. Okt.
Näh. daſ W. Holtz. (B12251ms
(B2sims
Das ſeilher von Freifrau
H. Riedeſel zu Eiſenbach
bewohnte Haus iſt per
ſofort anderweitig zu
vermieten. Das Haus ent=
hält
14 Zimmer nebſt Zubehör
u. Garten. Jede weitere Aus=
kunft
wird erteilt nurdurch die
FirmaJoſeph Trier, Wilhel=
(6738s
minenſtroße 25.
Herrſchaftliche Wehnung
(Einfamilienh.) Heidenreichſtr. 4,
11 Zim., Garten, Veranda, el. Licht,
Waſſerheiz., Gas, Bad ꝛc., p. 1. Okt.
event. auch früher zu vermieten.
Näheres Beckſtr. 57, I. (10645ms
Das Haus Wilhelmſtraße 11
enthaltend 12 Zimmer, mit
Garten, Stallung ꝛc., voll=
ſtändig
neu hergerichtet, iſt
per ſofort zu vermieten.
Nähere Auskunft erteilt nur
die Firma Joſeph Trier,
Wilhelminenſtraße 25. (9737a

Neckarſtr. 10, I.,
Wohn. von 8 Zim., Bad, Balk., Gas,
elektr. Licht, p. ſofort zu vm. (9404ms

Das Haus
Im Geiſenſee 11
iſt wegen Verſetzung des ſeit=
herigen
Mieters zum Preiſe
von Mk. 2500 anderweitig zu
vermieten. Jede Auskunft
erteilt Joseph Trier, Hof=
Möbelfabrik, Wilhelminen=
ſtraße
25.
(12534s

Heinrichstr. 11, 1. St.
herrſchaftliche Wohnung, 9 Zim.
ev. 8 oder auch nur 7 Zim. oder
mit dem 2. Stock zuſ. 15 Zim.,
mit Balkons u. Verandas für jede
Etage, Garten, Gas u. elektr. Licht,
ſowie ſonſt allem Zubehör für 1. Okt.
Der 2. Stock mit 67 Zim. ſchon
für gleich Näh. daſelbſt. (10803ms

Herrschaftl. Villa
Heinrichstrasse 47
enth. 12 Zimmer, 2 Kammern
u. Zubehör, Veranda, Balkon,
m. ſchönem, ſchattigem Garten
mit alten Bäumen, iſt zu ver=
kaufen
oder auflängere Zeit zu
vermieten. (Herrichtung nach
den Wünſchen des Mieters.)
Pläne, Schlüſſel und nähere
Auskunft nur durch d. Firma
Joseph Trier, Wilhel=
minenſtraße
25. (9400s

Auuastrase 28
Haus zum Alleinbewohnen
(B7937s
zu vermieten.
Näheres Mathildenſtraße 24.

Herrſchaftliche Villa
Schießhausſtr. Nr. 130
enthaltend 13 Zimmer u. Neben=
räume
, Garten, Veranden und
Wintergarten, Gas und elek=
triſches
Licht vorhanden, iſt zu
vermieten. Für die Dauer der
nächſten 2½ Jahre beträgt die
Miete 2500 M. pro Jahr.
Näh. nur bei Joſeph Trier,
Wilhelminenſtr. Nr. 25. (11383s
Bhonstrase 34, I.
10 Zimmer=Wohnung mit Zu=
behör
(auch zu Bureau geeignet)
zu vermieten. Näheres im Erd=
(12884a
geſchoß.

Zimmer

Frankfurterſtr. 18
7 Zim.=Wohng. mit allem Zubehör
u. Zentralheizung zu verm. Näh.
bei Dipl.=Ing. G. Hinkel, Frank=
(10336ms
furterſtraße 16½
eitrsſraßt 8, I.
herrſchaftl. Wohn., 7 Zimmer.
Bad, Balk., Veranda, Zentral=
heizung
, elektr. Licht, Garten=
anteil
, reichl. Zubehör, ſofort;
daſelbſt die Parterrewohnung
wie vor z. 1. Sept. Auskunft
durch Hch. Funk, Grafen=
ſtraße
23½, Tel. 446. (11491ms
Ohlystr. 71, I. Stock
herrſchaftl. 7 Zimmerwohnung mit
Gas, Bad, elekt. Licht, Loggia und
reichl. Zubehör, ſowie Gartenanteil,
zum 1. Oktober. Preis nach Ver=
einbarung
. Näh. Heinrich Funk,
Grafenſtr. 23½, Tel. 446. (9964ms
Mit enſtr 1. ahtute
elegante Herrſchaftswohn., 7 Zim.,
Badezim. und reichl. Zubeh. per
ſofort zu vermieten. (10148ms
Näheres daſelbſt oder Baubüro
H. Sames, Pallaswieſenſtr. 26.
Herrschafts-Wohnung
eſtetenten t
hochelegant, mit elektriſcher Licht=
anlage
, Kochgas, 7 Zimmer, Bade=
zimmer
, geſchloſſener Veranda,
Burſchenzimmer, Manſardenräume
per alsbald zu vermieten. Auf
Wunſch Stallung für 3 Pferde.
Näheres zu erfragen im Büro
im Seitenbau zwiſchen 1112 u.
(7172s
25 Uhr.
Aliceſtr. 17, 1. St., 7 Zimmer,
Bad Warmwaſſerleitung, Balkon,
gr. Veranda, Parkettböden, Garten,f
per ſofort oder 1. Okt. Näheres
(11946s
2. Stock (Mahr).

Eintemiteltltger ud verschuliete Golungen
von 58 Zimmern, mit u. ohne Zentralheizung, in beſter Lage, zu vermieten
durch Hch. Funk, Grafenſtraße 23½, Telephon 446.
(11492ms

Rheinstr. 31, I. Stock
Wohnung von 7 Zimmern nebſ.
Zubehör für den 1. Okt. zu verm.
Anzuſehen zwiſchen 10 u. 12 Uhr.
Näh. Rheinſtr. 25, Kontor A. (9875s
Zimmer
Neckarstr. 11, I. St.,
6 Zimmer mit all. Zubehör, vollſt.
neu hergerichtet (ev. Wünſche können
berückſ. werden), per ſof. od. ſpäter
zu vm. Näh. daſ. im Kontor. (10315ms
Neckarſtr. 10, I.,
Wohn. von 6 Zim., Bad, Balk., Gas,
elektr. Licht, p. ſofort zu vm. (9407ms
Seorgenstrase 6 I.
6 Zimmer=Wohnung zu vermieten.
Zu erfragen 1. St.
(9978ms
Mathildenſtraße 53, elegante,
geräumige 6 Zimmer=Wohnung
mit allem Zubehör per ſofort
zu vermieten. (B5459ms
Wilhelmſtraße 40, Hochpart.,
herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn. m. reichl.
Zubeh., Gas, elektr. Licht, Zentral=
heizung
, Warmwaſſerbereitung, ev.
mit Stallung, ſof. zu verm. Näh.
Heinrich Funk, Grafenſtr. 23½,
Telephon 446. (B6068ms
Beckstrasse 64
zwei elegante 6 Zimmerwohnungen
mit Badez., Erker, Loggia, Küche
2 Kammern, Waſchküche, Bleichpl.,
Trockenboden, Vor= u. Hausgarten.
1. Stock am 1. September, 2. Stodk
alsbald beziehbar. (10314ms
Alexanderſtr. 8, 6 Zimmerwohr
mit Zubeh., im Erdgeſchoß, baldigſt
zu vermieten. Zu erfragen im
(6437ms
1. oder 2. Stock.
große,
Viktoriaſtr. 90, II., neuzeitl.
6 Zimmer=Wohn, Balkon, Loggie
und Veranda, Bad u. ſonſt all
Zubeh. per ſofort zu verm. (12220ms
Stiftſtraße 7, part., gegenüber
derKünſtlerkolonie, geräum. 6 Zim.=
Wohnung mit Badez, Veranda
Mädchenkammer, Manſarde und
Verſchlag nebſt allem Zubehör,
Vor= u. Küchengarten u. Bleichplatz,
alsbald zu verm. Näh. 1. Stock bis
4 Uhr nachmittags.
(8750ms
Alicestr. 27, Parterreſtock
6 Zimmer m. Balkon., Mädchenz.,
Bodenk. u. ſonſt Zubeh. z. 1. Ok.,
auf Wunſch auch früher, zu vm.
Näheres im 1. Stock. (9290ms
Mathildenstrasse 31
Hochparterre, 6 Zimmer mit allem
Zubehör, Gas u. elektr. Licht, gr.
Veranda u. Garten per 1. Oktober
od. früher. Näh. 2. Stock. (B7247ms
Ernſt=Ludwigſtr. 21, I., ſchöne
6 Zimmerwohn., Gas, Bad, auch f.
Geſchäftszwecke ſehr geeignet. oder
4 Zimmer im 2. St. mit all. Zubeh.
zu verm. Näh. 1. Stock. (10308ms
mit
Heizung
6 Zim.-Wollle modern,
mit allem Zubeh. Näh. H. Funk,
Grafenſtr. 23½
(1652ms
Wendelſtadtſtr. 32, 1. Stock,
6 Zimmer mit Balkon per ſofort.
Näheres Seitenbau. (10318ms
Wilhelminenſtraße 5
2. Stock
6 Zimmer ſowie Badezimmer
nebſt reichlichem Zubehör per
1. Sept. Näh. b. Hofrat Sander,
Deutſche Bank (12541ms
Heinrichstrasse 103
herrſchaftliche Wohn. von 6 Zim.,
Bad, Veranda, Gas, elektr. Licht,
alles der Neuzeit entſpr., per ſo=
fort
zu verm. Näh. part (10312ms
Frankfurterſtraße 40 6 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (9433ms

ſtasestr. 10, . Slage
6 Zimmerwohnung mit Zubehör
auf 1. Oktober zu vermieten.
Näheres durch C. W. Braun,
Heinrichſtr. 70, I.
(10923ms
Heideibergerstr. 89
1. Stock 6Zimmer=Wohnung mit
Bad, Balkon, 2 Fremdenzimmern
und ſonſtigem Zubehör bis 1. Okt.
zu vermieten.
(B12769
Heidelbergerstr. 89
3. Stock 6 Zimmer=Wohnung mit
Bad, Balkon, 2 Fremdenzimmern
und ſonſtigem Zubehör per ſof.
zu vermieten.
(B12768
Mathildenstr. 49, I.
elegante, ſehr geräum. 6 Zimmer=
wohnung
mit allem Zubehör per
ſofort zu verm. Zu erfragen
2. Stock.
(B33s
Wendelſtadtſtr. 28
1. od. 2. St., 6 große Zimm. mit
reichlich. Zubeh. ſofort zu vermiet.
Näh. daſelbſt, 2. St. (10310s
Bessungerstr. 9, II.
6 Zimmerwohnung mit Bad und
allem Zubehör für ſofort oder
ſpäter zu vermieten.
(B193s
Mühlſtr. 64, am Kapelplatz,
iſt der 2. Stock, ſchöne 6 Zimmer=
Wohnung mit Badezim., Veranda
und allem Zubehör zu vermieten.
Näheres daſelbſt parterre. (9406s
Wilhelminenplatz 10
1. Stock
eine geräumige 6 Zimmer= Woh=
nung
mit Bad u. ſonſt. Zubehör
per ſofort zu vermieten. Zu
erfragen: Wilhelminenplatz 12,
Laden.
(12872s
68 Zimmer=Wohnung
hochparterre, neu hergerichtet, wegen
Wegzug per ſofort bezw. 1 Okt.
zu vermieten. Ausk erteilt. Ludwig
Alter, Eliſabethenſtr. 34. (12218s
an der Kapelle,
Mühlſtr. 64½ 1. St., 68 Zim.=
Wohn., mod., nebſt 2 Zim. im Dach=
ſtock
mit all Zubehör mit od. ohne
ſchön. Garten u. Autohalle. Näh.
Frz. Koch, Herdweg 103. (9398s
große,
Steinackerstr. 1, I., neuzeitl.
eingerichtete 6 Zimmer=Wohnung
mit reichlichem Zubehör. (B191s
Liebigstraße 5
1. u. 2 Stock, je eine 6 Zimmer=
Wohnung ſofort zu verm. (11631s
Zimmer
Fretenteneneten
5 Z.=Wohn. m. Badez. u. all. Zub.,
Vor= u. Hintergart Preis 650 Mk.
Zu erfr. Alexanderſtr. 8, p. (9246ms
Landwehrſtr. 24 im 1. u. 3. St.
eleg. 5 Zimmer=Wohn. per ſofort
anderweidig zu vermieten. Zu
erfragen Landwehrſtr. 20. Wilh.
Wöhrn.
(10145ms
II,mod. 5 Zim=
Riedeſelſtr. 53, mer=Wohnung
mit Badezimmer, Veranda, Gas,
elektr. Licht u. ſonſt. Zubehör ſofort
oder ſpäter zu vermieten. Näheres
nebenan bei Junghans. (10319ms
Riedeſelſtraße 53, I.
Moderne 5 Zimmerwohn. mit
reichl. Zubehör Gas, elektr. Licht,
kompl. Bad per ſofort zu verm.,
evtl. mit Stallung für 2 oder 3
Pferde. Näh. b. Junghans. (10150ms
Frankfurterſtr. 17, I.
ſchöne, große 5 Zim.=Wohn. per
ſofort zu verm. Zu erfr. im Erd=
geſchoß
u. Liebigſtr. 43, I. (9741ms
Kirchſtr. 19, III., gr. 5 Z.=W.,
700 . Näh. Blusengesch. Schnell. (B10642ms

Eecke Moriastrase
Ireneſtraße 12 iſt d. Erdgeſchoß,
neuzeitlich eingerichtet, aus fünf
großen Zimmern ſowie Fremden=
zimmer
und anderen Nebenräumen
beſtehend, ſofort zu vermieten. Auf
Wunſch mit groß. Vorgarten. Näh.
Büro Juſtizrat Dr. Bender, Kaſino=
ſtraße
8.
(10151ms
Landskronstr. 93, pf.
5 Zimmer=Wohnung mit Bad=
anſchl
., Fremdenzim. u. Mädchen=
zimmer
, ſofort od. ſpäter zu verm.
Näh. Landskronſtr. 91, pt. (B9984ms
Frankfurterstr. 36
1. Stock, gegenüber dem Herren=
garten
, ſchöne 5 Zimmer=Wohn.
mit allem Zubehör pr. ſofort oder
ſpäter zu vermieten. (10638ms
Heidelbergerſtr. 79, part., 5 Z.=
Wohn. mit Zub. per 1. Okt., eventl.
früher, zu verm. Näh. II. (B7424ms
Riedeselstrasse
geräumige Fünfzimmer= Woh=
nung
nebſt Zubehör per ſofort
zu vermieten. Näh. Holzhofalle 1,
Kontor.
(10321ms
Eliſabethenſtr. 48, 5 Zimmer=
Wohn., auch zu Bürozwecken ge=
eignet
, zu vermieten. (9403ms
Hochſtr. 8, II., eine Wohnung,
5 große Zim., 3 Manſ.=Z., Trockenb.
u. reichl. Zubehör per 1. Okt. oder
früher zu vermieten. Einzuſehen
von 111 und 35 Uhr. Näh.
Karlſtr. 20, 1. Stock. (12748ms
Wilhelmſtr. 2
1. Stock 56 Zim., vergl. Veranda,
Bad, Gas, Gartenant. ꝛc., Parterre=
wohn
. 67 Zim. vergl. Ver., Gas,
elektr. L., Bad, Gartenant. ꝛc. p.
ſofort z. verm. Einzuſ. nachmitt.
Näheres 2. Stock.
(B3991ms
Mahllensraus 35
(Ecke hieder-Ramstädterstrasse)
iſt das Erdgeſchoß, beſtehend aus
5 Zimmern mit Erker, Badezim.,
Küche, 2 Nebenräumen im 4. St.,
mit Gas u. Elektr. verſehen, auch
ſonſt neuzeitlich eingerichtet, ſofort
zu verm. Preis 130 Mk. Nähere
Ausk. durch d. Bevollmächt., Herrn
L. Weber, Rückertſtr. 26. (B12374ms
Inselstrasse 22, III.
ſch. 5 Zimmerw. p. ſof. z. vm. Näh.
daſ od. Breitwieſenberg 15. (*24ms
ſchöne 5 Zimmerw.
Sandstr. 1 mit Zubehör evtl.
Gartenanteil zum 1. Oktober oder
früher zu vermieten. Geeignet für
ruhige Mieter.
(2567ms
elegante
Hoffmannst
99 5 Zimmer=
Wohnung mit Fremdenzimmer u.
reichl. Zubehör zu verm. (B6817ms
Schützenſtraße 10
5 Zimmer=Wohnung (bis 1. Ok=
tober
) zu vermieten. (9619ms
Klappacherſtraße 15 Parterre=
wohnung
, 5 Zimmer, Gas, Bad,
Veranda, Bleichplatz, Trockenboden
per ſofort. Zu erfragen Schieß=
hausſtraße
22, Manſ. (B4205ms
Viktoriaſtr. 24 5 Zim.=Wohn.
mit Badekabinett u. Zubeh., part.
u. 1. St., per ſofort zu verm. Zu
erfr. Wendelſtadtſtr. 1, I. (9073ms
Fraukfurterſtraße 21, 2. St.
5 Zim. in ſchönſter Lage. (9808ms
Karistrasse 43, 2.
ſchöne. 2akum. 5 Zimmer=Wohn.
f. 1. Okt. od. früh. zu verm. (12376ms
Herdweg 88, part., 5 Zimmer=
wohn
., Bad, Fremdenz., Gas, elektr.
Licht u. allem Zubehör, per 1 Okt.
evertl. früher zu verm. Näheres
Grüner Weg 31, II. (B7637ms
Hochſtraße 30, 2. Stock, ſchöne
5 Zim.=Wohn. mit allem Zub. ſof.
zu verm. Preis 650 M. (B10784ms

[ ][  ][ ]

Se Landskron 79 3e.
5 ſehr ger. Z., kpl. Bad, Wohn-
dſele
, 2 gr. Veranden, 2 heizb.
Manſarden, helle Keller und
Bodenk., Waſchküche, Elektriseh-
u
. Gas=Licht, Warenaufzg., müll-
schlucker
, Warmw.-Bertg. Herr=
ſchaftl
. neu herger. Garten, vorn
u. hinten. Ausblick Bergſtraße,
Rhein, Mietspreis ½ j. M. 300.
Wünsche können noch berücks.
(12933ms
werden.
Landwehrſtr. 8,
part, od. 1. Stock, große 5 Zimmer=
wohnung
mit Badez., Küche und
Speiſekamm., Gas u. elektr. Licht,
Veranda n. d. Garten, Bleichpl.
uſw. per ſofort oder 1. Okt. zu
(9982ms
verm. Näh. part.
Hoffmannſtraße 12, 1. Stock,
eine ſchöne geräumige 5 Zimmer=
wohnung
auf 1. Oktober zu verm.
Zu erfragen parterre. (9844ms
Ecke Viktoriaſtraße
Pallaswieſenſtr. 34, II., 5 Zim.=
Wohn. m. Zub. per 1. Okt. z. vm.
Pr. 600 Mk. Näh. part. (9789ms
Emilstrasse 32, I.,
am Viktoriaplatz, neuzeitl. 5 Zim.=
Wohn. mit reichl. Zubehör zum
1. Okt. d. J. Näh. Erdgeſchoß. (12219ms
Frankfurterstraße 6
I., 5 Zimmerwohnung, gegenüber
dem Herrngarten, mit allem Zu=
behör
ſofort oder ſpäter zu verm.
Näheres parterre. (11033ms
Riedeſelſtr. 66, ſchöne große
5 Zimmer=Wohnung im 1. Stock
per 1. Oktober zu vermieten. Näh.
daſelbſt parterre. (9888ms
Aecarſtr. 10, Erdgeſchof
Wohnung von 5 Zimmern, Bad,
Gas, elektr. Licht uſw. per 1. Ok=
tober
zu vermieten. (9966ms
Im ſtädtiſchen Hauſe Luiſen=
ſtraße
16 iſt die Wohnung im
1. Obergeſchoß des Vorderhauſes,
beſtehend aus 5 Zimmern, Küche,
Keller und Bodenraum, auf den
1. Oktober ds. Js. anderweit zu
vermieten. Einzuſehen von 10 bis
12 Uhr vormittags. Näh. im Stadt=
haus
Zimmer 62.
(10183ms
Heinrichstr. 92, 1. St.
5 Zimmer=Wohn. nebſt Fremden=
zimmer
, Balkon, Veranda u. allem
Zubehör, der Neuzeit entſprechend
eingerichtet, per 1. Okt. zu verm.
Näheres im Hauſe bei Schädle.
Einzuſ. vorm. 1012 Uhr. (11084ms
Ernſt=Lndwigſtr. 14, 2. St.
ſchöne geräumige 5 Zimmerwoh=
nung
zu vermieten. Zu erfragen
daſelbſt 1. Stock.
(10926ms
Frankfurterſtraße 90, 1. Stock,
5 Zimmer, Badezimmer, u. reich=
lichem
Zubehör per ſofort oder
ſpäter zu vermieten Näheres
parterre.
(11633ms
Luisenplatz 1, 3. St.
eleg. 5=Zimmerwohn., elektr. Licht,
Gas, Bad. Näh. 1. Stock. (10136s
Eichbergstrasse 12, II.
geräum. Wohn. von 5 Zimm. mit
all. Zub. nebſt 2 Fremdenz. im Dach=
geſchoß
alsbald zu verm. Näheres
Schießhausſtraße 44. (B7200s
Wittmannſtraße 21 und 23
1. u. 2. Stock, je 5 Zimmer, Bad,
Veranda, gr. Manſardenzim. uſw.
zu verm. Näh. Nr. 23, pt. (*B8443s
Viktoriastr. 78, II.,
5 Zim. nebſt Zubehör (groß. Vor=
platz
) p. ſof. z. verm., neuhergerichtet.
Stall u. Autohalle im Hauſe. Anzuſ.
z. jed. Tagesz. Preis 700 Mk. (6461s
Anzufragen ebener Erde oder bei
P. Messerschmitt, Ludwigstr. 13, Pfeifenld.
Heinrichſtraße 80
1. Stock, 5 Zimmer mit großer
Veranda, Gas und elektr. Licht
für 950 Mk. zu verm. (10469s
Heidelbergerstr. 30
per 1. Okt., ev. früh., eine freundl.
5 ev. 4 Z.=Wohn. m. all. Zubeh. bill.
zu verm. Näh. daſ. I. St. (B9412s
Erbacherſtraße 3
5 Zimmerwohng., vollſtändig neu
hergerichtet, in ruhigem Hauſe, mit
Badevorrichtung, Gas, mit allem
Zubehör per ſofort zu vermieten.
Preis 620 Mk. Näh. zu erfr. bei
Kaufmann H. Brandſtätter, Er=
bacherſtraße
1.
(11227ms
Wienerſtr. 58, I., 5 Zim.=W.
mit Zubehör zu verm. (12370ms
Grüner Weg 32, I. St., 5 bezw.
6 Zim.=Wohn. ſofort zu verm. Näh.
Erdgeſchoß oder 2. St. (B11780ms
Dieburgerſtr. 5, I., ſch. neuherger.
5 Zim.=Wohn., ev. m. Garten. Preis
70 M. Näb. Dieburgerſtr. 4, I. (10765g

B. 4, S und Zimmerwohnungen
in größerer Auswahl in verſchiedenen Lagen (vorwiegend Nordoſtviertel) ſowie einige Läden
für ſofort zu vermieten. Verwaltungs- & Verwertungs-Gesellschaft für Immobilien.
11914ms)
Niederramſtädterſtraße 14, I., Fernſprecher 2464.

Wendelſtadtſtr. 31, Vdh., I.
5 Zimmer=Wohnung mit Bad,
Fremdenzim. u. Magdkammer per
ſofort billig zu vermieten. Näh. bei
Herrn Simon daſelbſt im 2. Stock
ind Heyd, Ecke Grafen= u. Eliſa=
(12742ms
ethenſtraße.
Kiesſtraße 47, 1. oder 2. Stock,
5 Zimmer, Bad, Veranda, Bleich=
platz
, 2 Manſ., 850 oder 750 Mk.,
ofort oder ſpäter zu vm. (10010s
Soderstrasse 89, I.
chöne 5 Zim.=Wohn. mit Veranda.
Näheres part.
(9739s
Roßdörferſtr. 74, II., 5 Z.=W.,
Veranda u. Manſ. Tel. 1146. (11340s
Wendelstadtstr. 26, I.
5 auch 4 große Zimmer m. reich=
ichem
Zubeh., Pad uſw., ſofort.
Alles Nähere Wendelſtadtſtr. 28,
2. Stock.
(10137s
Wilhelminenstr. 31
III. Stock, 5 Zimmerwohnung mit
Zubehör u. Baderaum per ſofort
915. Näheres Kontor. (10139s
1. ger. 5 Zim.=
Viktoriaſtr. 46½, Wohn. mit
Balk., Gas u. Zub., per ſofort an
ruh. Fam. Näh. I. St. (10311s
Arheilgerſtr. 2, a. d. Hochſchule,
Zim.=Wohn. Tel. 1146. (11341s
Kiesſtraße 77, II., 5 Zimmer=
Wohnung zu vermieten. (6058s
Kleines Landhaus
5 Zimmer nebſt Zubeh., Gar=
ten
, an der Dieburgerſtr. zu
verm. Näh. bei L. Arnheiter,
Ludwigsplatz 2. (10802s
Rheinstr. 31, 2. Stock
Wohnung von 5 Zimmern nebſt
Zubehör für den 1. Okt. zu verm.
Näh. Rheinſtr. 25, Kontor A. (9876s
Blumenthalſtraße 41 große
Zimmerwohnung mit reichlichem
Zubehör alsbald billig zu verm.
Näheres 1. Stock links. (10134s
Obere Taunusstr. 19
part., ſchöne 5 Zimmerwohnung ſo=
fort
oder ſpäter zu vermieten. Näh.
Kranichſteinerſtr. 57, 1. St. (10766s
(111922s
Db. zlisabethenstr. 5, I.
ger. 5 Z.=Wohng. Näh. Zig.=Geſchäft
Pallaswieſenſtr. 39, part.
5 Zimmerwohnung mit Küche und
Zubehör per ſofort zu vermieten.
Näheres daſelbſt 2. Stock oder
Rheinſtraße 25, Kontor A. (5439s
Grafenſtr. 26
ehr ſch. 5 Zimmerw., 800 Mk. (11786ids
hochpart., 5 Zim.,
Gartenstr. 19, Gas, nebſt Zube=
ör
, per 1. Oktober an ruh. Familie
zu vermieten. Preis 520 Mk. Zu
erfragen 1. Stock.
(*2889
Roßdörferſtr. 81, pt., mod. 5 Z.=
Wohn. m. Gart. u. all. Zub. p. 1. Okt.
Näh. daſ. u. A. Koch, Grafenstr. 22. (9962ms
5 Zim.=Wohn.
Hügelſtr. 2 mit Küche
zu vermieten.
(*2855
Zimmer
Irenestrasse 13
ſchöne 4 Zimmerwohn. im 1. St.
per ſofort zu vermieten. (9245ms
Näh. Frankfurterſtraße 70.
Eckhardtſtr. 21, I., 4 Zim.=W.
ſof. od. ſpäter.
(11035ms
Mühlſtr. 26 moderne 4 Zim.=
Wohnung mit allem Zubehör zu
vermieten. Näh. parterre. (10320ms
Karlſtr. 63½, hübſche 4 u. 3 Zim.=
Wohnung mit Balkon und allem
Zubehör per ſofort zu vermieten.
Näheres Laden.
(B9979ms
Lichtenbergstr. 21
eine hübſche 4 Zim.=Wohn. m. allem
Zub. z. vm. Näh. daſ. part. (10477ms
neuz. 4 Z.=W.
Manerstr. 19, III., p. ſofort. Näh.
1. Stock. Einzuſeh. vorm. (10140ms
Beſſungerſtr. 41 ſchöne 4 Zim.=
Wohnung mit allem Zubehör.
Näheres im Laden. (B9444ms

Kranichſteinerſtraße 6
2. Stock 4 Zim.=Wohn. mit Zube=
hör
per ſofort zu verm. Näheres
daſelbſt oder Baubüro H. Sames,
Pallaswieſenſtr. 26/28. (10478ms
Roßdörferſtr. 14
ſchöne geräum. 4 Zim.=Wohn., mi
allem Zubehör, per ſofort oder
auch ſpäter zu vermieten. (11918ms
Wendelſtadtſtraße 5, 2. Stock,
große 4 Zimmerwohnung mit
Mädchenzimmer und allem Zu=
behör
, Gas, eventl. elektr. Licht,
per 1. Oktober zu vermieten. Näh.
Landwehrſtr. 61, Tel. 450. (12874ms
Neue Schwanenstr. 71, I.
gr. 4 Zim.=W. mit all. Komfort der
Neuzeit ſofort zu verm. (8923ms
Bismarckſtraße 9, 2. St., vier
ſchöne Zim. mit Zubeh. per 1. Okt.
Näh. bei Herrn Joſ. Trier, Wil=
helminenſtraße
25.
(9241ms
Zim. u.
Liebigstr. 46, I. 1 kein. Z.
mit Zubehör nur an ruh. Familie.
Näh. parterre.
(8759ms
Ahaſtraße 24, Iſchöne große
4 Zimmerwohnung, geſunde freie
Lage, zu vermieten. (B9084ms
Mollerſtraße 8 ger. 4 Zim=
merwohnung
mit gr. Veranda u.
allem Zubehör iſt wegen Wegzug
für 1. Oktober zu vermieten. Näh.
daſelbſt 1. Stock. (9746ms
Pankratiusſtraße 2½, in neuem
Hauſe ſchöne 4 Zim.=Wohn. mit
Veranda auf 1. Oktober zu ver=
mieten
. Preis 550 M. Näh. daſ.
im 1. Stock.
(10217ms
ſchöne 4 Z.=
Taunusstr. 12 Wohnung
mit allem Zubehör per 1. Okt. an
ruhige Leute zu vermieten.
Näheres part. links. (9397ms
Lucasweg 9, 1. Stock
(Mathildenhöhe) eleg. 4 Zimmer=
wohnung
, Loggia, Veranda, ſchat=
tiger
Garten und allem Zubehör
per 1. Oktober ev. 1. Januar 1916
zu vermieten. Näh. daſelbſt parterre.
Einzuſehen von 103 Uhr
täglich.
(9711ms
Inſelſtraße 21, 1. Stock, ſchöne
4=Zimmerwohnung mit reichlichem
Zubehör, per 1. Oktober billig zu
vermieten. Näheres bei Flickinger,
Inſelſtraße 19, part. (9871ms
2. St., 4 Zim.=W. mit
Klesstr. 121 Zubehör, Veranda,
Badez. ſofort od. ſpäter zu verm.
Näheres daſelbſt 1. St. (10799ms
Seupſt. 5. Ztrnglte
iſt je eine 4 Zimmerwohnung mit
der Neuzeit entſprechendem Zubeh.
zu vermieten. Zu erfrag. Kranich=
ſteinerſtr
. 13, im Laden. (3968ms
Kiesstrasse 94, part.
mod. 4 Zimmerwohnung mit reichl.
Zubehör, Gas, elektr. Licht, kompl.
Bad, Veranda u. Balkon an ruh.
Mieter ſofort oder ſpäter zu ver=
mieten
. Näheres part. (10132ms
Beſſungerſtraße 116, nächſt
Heidelbergerſtraße, 1. St., 4 Zim.
mit allem Zubeh., Gartenanteil ꝛc.,
p. 1. Okt. Näh. Erdgeſchoß. (B9593ms
Landwehrstrasse11
Ecke Viktoriastrasse
ſind die Wohnungen im Erdgeſchoß
und 2 Treppen hoch, neuzeitlich
eingerichtet, je
4 große Zimmer
Bade= ſowie 2 Manſ.=Zim., erſtere
mit Veranda und Vorgarten, auf
1. Oktober zu vermieten.
Näheres daſelbſt oder Schwanen=
ſtraße
1 im Bureau. (10122ms
Kranichſteinerſtr. 59 ½, part.,
4 Zimmerwohn. zu verm. (*2026ms
Schulstrase 2
I. Hinterh. I. u. II. je 4 Zim.=Wohn.
mit Zubehör, Waſſerleitung, auf
Wunſch mit Gas. Näh. parterre
Schneiderwerkſtatt.
(11028ms
I., prachtvolle
Mollerſtre
30, 4 Zim.=Wohn.
Näh. Mollerſtr. 34, pt. (11207ms
Nied.=Ramſtädterſtr. 37 4 Zim.=
Wohn. mit Veranda, Bad im II., per
ſof. od. 1. Okt. zu vermiet. (11809ms

Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34.
(213a

Elisabethenstr. 25
Hinterbau I., 4 Zimmer, Kammer,
Verandaꝛc., neuhergerichtet, an ruh.
Familie. Wilh. Schulz. (11503ms
Sehohring 75
Vierzimmerwohnung per 1. Okt.
evtl. früh. ſehr preiswert zu ver=
mieten
.
(11634ms
Die von dem im Felde gefall.
Hrn. Rittmeiſter v. Enckevort inne=
gehabte
Wohnung, Nieder= Ram=
ſtädterſtraße
65, 1. Stock, vier
Zim. u. Zub. nebſt Stallung, iſt
per ſof. od. ſpäter zu vm. Näh. b.
Architekt Strecker daſ. (12213ms
4 Zimmer=Wohnung 11.
mit Gas= u. Waſſerleitung, Balkon,
zu vermieten. Preis 520 Mk. Näh.
Pankratiusstr. 2½, Laden. (12378ms
Erust-Ludwigstr. 7, Hinterhaus
1. St., geräumige 4 Zim.=Wohn. mit
abgeſchloſſenem Vorplatz. (11414ms
Erbacherſtr. 12, Hth. links, I.,
freundl. 4 Zimmerwohnung (ohne
Gas und Waſſer) zu vermieten.
Zu erfr. Beckstr. s7, I. (12535ms
Im Zentrum große 4 Zimmer=
Wohnung mit Gas und reichl.
Zubehör zu vermieten. Näh. Hof=
metzger
Hein. Tel. 278. (11025oms
Mathildenſtraße 54 iſt der
2. Stock, 4 große Zimmer mit Zu=
behör
, auf den 1. Oktober zu ver=
mieten
.
(B9988oms
Liebigſtraße 51
4 Zimmer=Wohnung per 1. Januar
zu vermiet. Näh. 1. St. (12743ms
Hochſtr. 24 tl. 4 Z.=W. z. v. 25 .
Näh. Kahlertſtr. 30, part. (12767ms
Neckarſtraße 4 ſchöne 4 Zim.=
Wohnung im Vorderhaus ſofort
zu vermieten. (12765ms
In der oberen Heinrichſtr. 91
im 2. Stock, iſt eine
4 Zimmerwohnung
mit Badezimmer, vollſtändig neu
hergerichtet, mit großer Veranda,
eventl. per 1. Oktober zu ver=
mieten
. Näheres nur bei
Joseph Trier, Wilhelminen=
ſtraße
25.
(9749s
Ecke der Nieder=
Kiesſtr. 71, Ramſtädterſtr.,
4 Zim.=Wohn. im 1. Stock zu ver=
mieten
. Näh. im Laden. (11917s
Mühlſtr. 26 II., mod. 4 Zim.=
Woh., Balk., Bad u. Zubeh. ſof. od.
ſpäter z. verm. Näh. part. (9569s
Hoffmannſtr. 21, I. St., 4 Zim.
nebſt Zubeh., Veranda. (B10779s
Mauerſtr. 28, 2. Stock, 4 Zim.,
Gas u. all. Zubeh. Einzuſ. Diens=
tags
u. Donnerstags von 35 Uhr.
Näh. Kiesſtr. 84, 2. St. (11662s
Rhönring 125 ſchöne 4 Zim.=
Wohn. mit all. Zubehör per ſofort
zu verm. Näh. 1. St. daſ. (10929s
2 neuher=
Lichtenbergſtr. 80
gerichtete
4 Zim.=Wohn. zu verm. Näheres
3. Stock, rechts, b. Dauber. (11919s
Gutenbergſtr. 47, I., ſehr ſchöne
4 Zim.=Wohn. zu verm., beziehbar
ſofort. Näh. Karlſtr. 10, pt. (7932s
Schlossgartenstr. s, I. Stock, 4 Z.,
Bad, Veranda. Tel. 1146. (11343s
Kahlertſtr. 15, I., 4 Zim.=Wohn.
nebſt groß. Manſardenzimmer zu
verm. Näh. daſ. im 2. St. (11382s
Feldbergſtr. 32 4 und 3 Zim=
merwohn
. ſof. zu verm. (*2571ids
Schuknechtſtraße 57, parterre,
neuzeitl. ſchöne 4 Zim.=Wohn. nebſt
Zubeh. wegzugshalber per 1. Okt.
zu vermieten. Näh. daſelbſt und
1. Stock.
(12544ids
Pallaswieſenſtr. 7, 1. St., ſchöne
neuh. 4 Zim.=Wohn. an ruh. Mieter.
Preis 500 Mk. Näh. part. (*2858
Heinrichstrasse 46
Erdgeſchoß, ſchöne Vierzim.=Wohn.
mit reichlichem Zubehör, bis zum
15. Oktober d. Js. zu vermieten.
Einzuſehen täglich. (B12875ms
Näheres Schießhausſtraße 44.
1 part. u. 2. St.,
Aliceſtr. 20/ je ſchöne
4 Zimmer-Wohnung mit Zubehör.
Näheres 1. Stock.
(12869ms
Feldbergſtr. 69, 2. St., ſchöne
4 Zimmer=-Wohnung bis 1. Oktober
zu vermieten.
(*2882
ſch. 4 Zim.=
Eckhardtstr. 17 I., Wohn. m.
Veranda u. all. Zubeh., k. Gegenüb.,
perſof. Näh. daſ. part. (12928a
Zimmer
Karlſtraße 36, 1. St., ſchöne
3 Zimmerwohnung mit Zubehör
zum 1. Oktober zu verm. (9810ms

2=, 3= u. 4= Zimmer=
wohnungen

in verſchied. Lagen der Stadt
zu vermieten durch Hch. Funk,
Grafenſtr. 23½, Tel. 446. (11495ms
Schwanenſtr. 7 3 Zim.=Wohn. Z.
frag. daſ. 1. St. lks. (9258ms
Kaupſtraße 32 Dreizimmer=
vohnung
nebſt allem Zubehör
er 1. Oktober zu verm. Näh. daſ.
ei Frau Anders, 2. St. (B9816ms
Neue Niederſtr. 13 3 Zimmer=
ohnung
per 1. Okt., 310 Mk., zu
ermiet. Zimmermann. (B6069ms
Kranichſteinerſtr. 37, I., neuzeitl.,
höne 3 Zimmerwohn. per 1. Okt.
u verm. Näheres part. (9394ms
Arheilgerſtr. 48, Seitenb.,
Zim., Küche u. Kammer m. allem
Zubehör, neu hergerichtet, ſofort zu
erm. Näh. im Laden od. b. W. Lehr=
ach
, Wilhelminenſtr. 14. (8789ms
3 Zimmer=
Karlstr. 102 Wohnung,
of. beziehbar, zu verm. (B9414ms
Rheinſtraße 14
lein. Haus, 1. Stock, 3 Zim.=Wohn.
nit 3 Nebenräumen, elektr. Licht,
Gas, f. Bureau geeignet, per 1. Okt.
verm. Näh. Grafenſtr. 23, I. (9736ms
Kirchſtraße 12, 3 Zim.=Wohn.
it Zubehör zu vermiet. (9402ms
Heinheimerſtr. 69, part., ſchöne
Zimmerwohnung mit Zubehör
ver 1. Oktober. Näheres Kranich=
teinerſtr
. 44, 1. Stock. (9976ms
Heinheimerstraße 74
Ecke Kaupſtr., Wohnung, beſtehend
us 3 Zimmern im 3. Stock nebſt
Zubehör, in geſunder freier Lage,
zu vermieten. (10953ms
Schiesshausstr. 10 3 Zim.=Wohn.
(Manſ.) zu vermieten. (B11202ms
Wendelſtadtſtr. 47½ 3 Zim=
merwohnung
im Erdgeſchoß per
1. Oktober an möglichſt kleine
kinderloſe Familie billig zu ver=
mieten
. Zu erfragen vormittags
10467ms) Zimmerſtraße 1.
Neue Ireneſtraße 64 ſchöne
3 Zim.=Wohn. mit Küche, Veranda,
Gas u. allem Zubehör per 1. Okt.
od. auch früher zu vm. (B10351ms
Hinterh., part.,
Hoffmannſtr. 2 3 Zim.=Wohg.
nit Zubehör.
(B11231ms
Beſſungerſtr. 8, ſchöne 3 Zim.=
Wohn. ſof. zu verm. (B11655ms
Fuhrmannſtraße 14 eine Drei=
immerwohnung
, neuzeitl., m. Gas,
26 Mk., zu verm. (11252ms
Vdh., II. St.
ſichtenbergſtr. 22, 3 Zimmer=
wvohnung
mit ſchöner Manſarden=
ſtube
, Gas und allem Zubehör
per 1. Sept. Daſelbſt Hinterbau
Manſarde per ſofort. Näheres
Lukasweg 9, part. (11346ms
Rossdörferstr. 44, II.
in gut. Hauſe, ruhige Wohn=
lage
, neuhergericht. 3 Zimmer=
wohnung
m. all. Zubehör ſof.,
evt. ſpät. zu vermieten. Näh.
daſelbſt bei Günter, 1 St., od.
Riedeſelſtr. 56, part. (11826ms
ſch. 3 Zim.=
Pallaswieſenſtr. 38 Wohn. mit
all. Zub. ſof. o. ſpät. zu vm. (11806ms
Obere Wienersstrasse 87,
part., 3 Zimmer=Wohn. mit Gas
p. 1. Okt. Zu erfr. i. 2. St. (11351ms
Forſtmeiſterſtr. 5, in ält. Haus,
3 kl. Zim., Küche, Gas, 18 M. (B11640ms
Kiesſtraße 14 und 16 3 und
2 Zimmerwohn. zu verm. Näh.
Karlſtraße 20, 1. St. (12094ms
Landgraf Georgstr. 64
3 Zimmer=Wohnung. Zu erfrag.
(11448ms
Kelterei Müller.
eatratsſtr 8 fchbies 3. .
per 1. Okt. zu verm. (12116ms
Gardiſtenſtr. 23, I., ſch., gr.
3 Zim.=Wohn., ev. auch 4 Zim., m.
Gas u. Waſſer billig zu vm. Näh.
(12216ms
1. Stock daſelbſt.
Im Zentrum, Nähe Schwimm=
bad
, geräumige Dreizimmer= Woh=
nung
zu vermieten. Näh. bei Hof=
metzger
Hein. Tel. 278. (12214ms
3 od. 4 Zim.=W., Stb. Zu erfr.
Waldſtr. 39, I., Vdh. (12211ms
Karlſtraße 94, Hinterh., ſchöne
3 Zimmer=Wohnung zu vermieten.
H. Lautz,
12375ms)
3 Zim., Kab,
Waldstr. 7, I., nebſt Zubeh.
(11527ms
Ausk. Erdgeſchoß.
Tannenstrasse 35
ſchöne 3 Zimmer=Wohnung mit
Zubehör ſof. zu verm. Näh. Nieder=
Ramſtädterſtr. 28, Bureau. (10770s

[ ][  ][ ]

Alexanderſtr. 15 im Mittelbau
eine 3 Zimmerwohnung z. 1. Okt.
zu verm. (Preis 24 Mk.) (12531ms
Neckarſtr. 24, Stb.,II. kl. freund=
liche
3 Zimmerwohnung alsbald
zu vermieten. (12524ms
Pankratiusſtr. 30½, 3 Zim=
merwohn
. ſofort oder per 1. Okt.
zu vermieten. (12536ms
Karlſtraße 110 neuhergerichtete
3 Zimmerwohnung mit Gasein=
richtung
ſof. zu verm. (B12563ms
Mühlſtr. 52, part., Wohnung,
Manſ., 3 Z., Nebenz., Küche, gr. Vorpl.,
Bodenk., 2 Kell. z. v., 360 (12741ms
Mollerstr. 48, I., med. 3 Zim.=W.p. 1. Okt.
Näh. b. Sälzer & Koch, Grafenstr. 22. (12752ms
Heinheimerstrasse 69, I.
ſch. 3 Zim.=W. mit all. Zub. p. 1. Okt.
Näh. Kranichſteinerſtr. 44, I. (12738ms
Ludwigshöhstr. 66
ſchöne neuzeitl. 3 Zim.=Wohn. per
1. Oktober zu verm. (B12770ms
Taunusſtr. 1, Stb. (Hohl. Weg)
. St. gr. 3 Zim., Küche, Zubehör.
Näh. Eckhaus I.
(11665s
Neue Niederstr. 22, I.
3 Zimmerwohnung mit Zubehör,
elektr. Licht und Gasleitung, auf
1. Oktober zu vermieten. Näheres
Fuchsſtraße 20, III. (12046s
Blumenthalſtr. 89, III.
Ecke Liebigſtr., ſchöne geräumige
3 Zim.=W. m. hell. Kammer, Gas,
Bleichpl. uſw. per ſof. od. ſpäter
z. v. Näh. Grafenſtr. 23½, II. (12547s
Eſchoübrückerſtraße 1 ſchöne
3 Zimmerwohnung mit Gas per
1. Oktober. Näh. 1. Stock. (12373ids
Eckhardtstr. 3, 1. St.
Nähe d. Schloßgartenplatzes, ſchöne
3 Zim.=Wohn., Badez., Balkon
und Zubehör zu verm. (*2848sm
Stiftstrasse 31, Laden
3 Zim.=Wohn. an ruhige Leute
per 1. Okt. zu vermieten. (12909a
Kaupſtr. 7, 2. St.
3 Zimmer=Wohnung mit Gas
vom 1. Oktober ab zu vermieten.
Näheres bei Frau Jockel, daſelbſt.
Von 113 Uhr einzuſehen.
Monatlich 29 Mark. (12883a
ſchöne 3 Zimmer=
Taunusſtr. 51 Wohnung, Bade=
zimmer
, Veranda, 2. St. (*2920sm
Rundeturmſtr. 17 3 Zimmer=
Wohnung zu vermieten. (*2927
Ume
Magdalenenſtr. 6, Seitenbau,
part., 2 Zimmerwohnung. Näheres
Waldſtr. 3, 2. Stock. (9071ms
Neue Irenestrasse 15
2 Zim.=Wohnung zu verm. (9815ms
2 ſchone unmöbl. Zimmer
zu verm. Extra Eingang. Elek=
triſches
Licht. Näheres Heidel=
(B10492ms
bergerſtraße 43.
Schloßgaſſe 11 e. Manſarde für
einz. Leute (10 Mk.). (B11359ms
Roßdörferſtr. 46, Seitenbau,
kleine Zwei= u. frdl. Drei=Zim.=
Wohn. für September zu verm.
Einzuſ. bis 4 Uhr nachm. Näh.
(12212ms
daſ., Vdh. part.
Hügelstrasse 75
ſchöne 2 Zim.=Wohn. im Stb. an
ruhige Mieter zukverm. (12371ms
Kiesſtr. 26 kleine 2 od. 3 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (X,12418
Sandſtr. 28 2 Zim.=Wohn. mit
Gas u. Zub. i. Hintb. z. vm. (12532ms
Sandſtr. 40 ſchöne 2 Zimmer=
Wohnung zu vermieten. (12538ms
Inselstrasse 30
Ecke Roßdörferſtr., 1 ſch. 2 Z.=Wohn.
(Manſ.) m. Zub. an 12 ruh. Perſ.
zu verm. Näh. daſ., pt. (12577ms
Eine ſchöne 2 Zimmerwoh=
nung
billig zu vermieten.
Näheres bei Deuster, Markt,
Ecke Marktſtraße. (12540ms
enchrcht. 3 Zmmermenn
im Stb. zum 1. Okt. zu vermieten.
Näheres Vrdhs, II. St. (12523ms
Johannesviertel
Ab 1. Okt. 2leere Zimmer nebſt kl.
Keller f. monatl. 20 Mk. z. v. Ang. u.
E14 Geſchäftsſt. d. Tgbl. (*2329sms
Pallaswieſenſtr. 30 2 Zim=
merwohnung
im Seitenbau ſof.
oder ſpäter zu verm. (12529ms
Karlſtraße 21 2 Zimmerwohn.
(12558a
zu vermieten.
Orangerieſtr. 20 2 Zim.=Wohn.
per 1. Oktober beziehbar. (B12640
Kranichsteinerstr. 51
freundl. 2 Zimmerwohn. zu verm.
Näh. Vorderhaus 2. St. (12560ms

Schöne 2 Z.=Wohn., Manſ., Küche,
Glasabſchl., Gas, Kloſett ꝛc., in fein.
Hauſe. Näh. Aliceſtr. 17, II. (12786ms
Grafenſtr. 2, Seitenb., 2 Zim=
merwohnung
mit Zubehör zu vm.
Näheres Vorderh., 1. St. (12787s
Kahlertſtraße 30 2 Zim.=Wohn.
(Manſarde) zu vermieten. (12766ms
Alexanderſtr. 17½ eine Zwei=
zimmerwohnung
ſof. zu vermieten
monatlich 18 Mark. (12836t
Ballonplatz 10, Seitenb., 2 Zim=
nerwohnung
an ruhige Leute für
monatl. 12 Mk. zu verm. (12580a
2 Zimmer zu verm. an einzelne
ältere Perſon, monatlich 10. Mk.
Näh. Waldſtr. 34, 1. St. (12528s
Ludwigspl. 2, III., Stb., 2 ſch.
helle Zim. m. Kab. u. Zentralheiz.
ohne Küche. Näh. im Lad. (12217s
(Seiten=
Steinackerſtraße 1
bau),
2=Zimmerwohnung u. Zubeh. zu
verm. Preis M. 22 p. Mon. (B11072s
Landwehrſtr. 45 ruhige 2 Zim.=
Wohn. m. Gas f. einz. Perſ. o. kl.
Familie. Näheres part. (B10783s
Hügelſtr. 20 (Schützenſtraßenſ.)
2 Z.=Wohn. im 1. St. m. all. Zubeh.
nur an einz. Dame od. kinderloſe
Familie zu verm., Preis jährlich
260 Mk.; desgl. 1 Wohn. im 2. St.,
dieſelben Räume, 240 Mk. (9391s
Wienersſtr. 72, parterre, Zwei
2 Zimmerwohnungen mit Man=
ſardezimmer
zu verm. (11638s
Rhönring 25
Manſarde, 2 Zimmer mit Zubehör,
preiswert zu vermieten.
Näheres parterre. (11915s
Fuhrmannſtraße 7 eine kleine
2 Zimmerwohnung zu vermieten
(Gas). Monatl. 14 Mk. (12688ids
Heinrichſtr. 123 2 Zimmer und
Küche, für einzelne Dame paſſend,
ſofort zu vermieten. (*2896sm
Fuhrmannſtr. 8 2 Zim.=Wohn.
mit Gas p. 1. Okt. zu verm. (*2895
Lauteschlägerstr. 12 gr., hl. 2 Zim.=
Wohn. z. vm. Näh. Htb., I. (*2849
Karlſtr. 12, Stb. 1. Stock, gr.
2 Zimmer-Wohnung an ruh. Leute.
Näh. Vorderh., 1. Stock. (12871s
an kl. ruh. Familie
2 Zim.-Wonll. ſof. zu vermieten.
Näheres Tannenſtr. 1. (B12876ms
Landwehrſtr. 68 zwei 2 Zim.=
Wohn. zu vm., 19 u. 20 Mk. (12911a
Pfn
Darmstr. 27
im Hintergebäude eine Wohnung
2 Zimmer, Küche, Gas, Waſſer,
Kloſett und ſonſtiges Zubehör für
1. Oktober zu vermieten. (12882a
ime
Neckarſtraße 22, Hinterhaus
(part.), 12 Zimmerwohnung an
einzelne Perſon zu verm. (10131s
Martinſtr. 89, II., gr. leer. Zim.
z. Möbeleinſtellen zu vm. (B12641ids
Liebfrauenstr. 63 ſchönes, großes
Zimmer zu vermieten. (*2857
Sackgaſſe 7½ bei Hild, Stube,
Kabinett und Küche, ab 1. Oktober
(12870ms
zu vermieten.
One Zimmer
kleine
Eliſabethenſtr. 57 freundl.
Manſarde per 1. Juli. (12543ms
eine ſchöne ge
Waldstr. u2a räumige Woh=
nung
im Seitenb. zu verm. (9077ms
Gr. Bachgaſſe 24 kl. Wohn
Z. erfr. Schwanenſtr. 7, I. I. (9257ms
Nieder=Ramſtädterſtraße 25
kl. Wohn. a. ruh. Leute zu vm. (12115ms
Große Bachgaſſe 7 2 kleine
Wohnung., neuherger., 10 u. 12 Mk.
monatl., zu vermieten. (12533ms
Nieder=Ramſtädterſtr. 89
2. St., Wohnung m. allem Zubehör
zu vermieten.
(12744ms
Gr. Kaplaneigaſſe 60 kleine
Manſardewohnung ſ. zu vermieten.
9 Mk. pro Monat. (12746ms
Roßdörferſtr. 64 Manſ. m. Gas
u. Glasabſchl. an ruhige Mieter.
Näh. Heidenreichſtraße 31. (11071s
Heidelbergerſtr. 40 freundliche
Manſarde (Gas) mit Zubehör ſo=
fort
billig zu vermieten. (*2174sss
Mühlſtr. 19, kleine Wohnung
(12599s
zu vermieten.
Gr. Kaplaneigaſſe 37 zwei
Wohnungen zu vermieten. (12372is
Hochstr. 10 ſchöne, kl. Wohn., neuh.
14 Mk. monatl., zu verm. (*2845
Sene e erch
Eberstadt
ſchöne Manſardenwohn. m. Glas=
abſchl
., 2 Zim., Küche, Speiſekam.
Balkon und Gas, an d. Hauptſtr.
(Halteſtelle der Elektriſchen) an einz.
Dame od. kinderl. Ehepaar zu verm.
Näheres Darmſtadt, Kies=
(12096ms
ſtraße 94, port.

Alsbach a. d. B., 4, evtl. 6 Zim.=
Wohnung, Villa Pasqué, zu ver=
mieten
. Näh. K. Rittershaus,
Darmſtadt, Ludwigsplatz. (6057s
In Wenerstadt
ſchöne, geräumige 5 Zim.=Wohn.
mit Waſſerleitung, elektr. Licht im
Bau, gr. Garten, daſelbſt Laden
mit 2 Zim.=Wohn. ſofort oder
ſpäter zu vermieten. Näh. durch
Bürgermeister Becker. (12888a
M
Schuchardſtr. 1, Ecke Ernſt= Lud=
wigſtr
., durch Umb., Geſchäftsraum
auch für Kontorzwecke geeign., bill.
abzugeb. Näh. Klappacherstr. 1. (B11518ms
Rliceſtr. 27 Parterreſtock ſofort
für Büro zu vermieten. Näheres
daſelbſt 1. Stock.
(10317ms
In dem ſtädt. Gebäude am
neuen Hauptbahnhof iſt ein zu Ge=
ſchäftszwecken
geeigneter Raum
von 22 qm Bodenfläche alsbald zu
vermieten.
(11075ms
Näh. im Stadthaus Zimmer 62.
Darmſtadt, den 24. Juli 1915.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Ekert.
Rheinſtraße 19, I., 2 Zimmer
zu Bureauzwecken zu vermieten
Näheres Bureau daſelbſt. (9070s
Kiesſtraße 18 Erdgeſchoß=
räume
mit großem Hofraum und
Einfahrt, für Geſchäftszwecke ge=
eignet
, alsbald zu vermieten.
Näh. daſ. bei Göttmann. (11289ids
ent
Eliſabethenſtraße 39 iſt ein
Laden mit Wohnung
per ſofort zu vermieten. (12221ms
Waldſtr. 24 Laden, Wohn., Ma=
gazin
ꝛc. ſof. zu verm.
(9994ms
Laden
Roßdörferſtr. 49, in welchem ein
Friſeur=Geſchäft mit Erfolg be=
trieben
wurde, nebſt Wohnung per
ſofort billig zu vermieten.
Näh. bei Flickinger, Inſelſtr. 19, p.,
oder Rheinſtr. 32, parterre. (10322ms
Heinheimerstraße 22
Laden, für jedes Geſchäft geeignet,
per ſofort zu vermieten. Günſtige
Geſchäftslage. Näh. bei Wilh.
Nagel, Mauerſtr. 34. (10466ms
Wilhelminenſtr. 6 ein Blumen=
laden
, in dem ſeit ungefähr 15 Jah=
ren
ein Blumengeſchäft mit beſtem
Erfolg betrieben wird, event. mit
Wohnung, per Juli zu vermieten.
10144ms) Hofkonditor Grassmann.
Eliſabethenſtraße 53 iſt der
Laden nebſt Wohnung, neu her=
gerichtet
, zu vermieten. Näheres
bei G. J. Hess Nachfolger, Neckar=
(12097ms
ſtraße 18.
Schöner Laden,
mitte der Stadt, m. Werkſtätte u.
Zubehör, mit oder ohne Wohng.,
preiswert zu verm. Ang. unter
F1 a. d. Geſchäftsſt. (12771a
m. 2 Schaufenſtern i. der
Laden Marktpaſſage zu ver=
mieten
. Herm. Berger. (12873s
neuzeitl.
Eliſabethenſtr. 56 Laden m.
Zim. u. Küche per ſofort zu verm.
Näheres im 2. Stock.
(9742s
Ernſt=Ludwigſtr. 21 ſch. Laden
mit 2 Schaufenſt., hell. Ladenz.,
ev. Lagerr. Näh. daſ. 1. St. (8757s
Eliſabethenſtr. 3
(am Ludwigsplatz) Laden
m. Souterrain und 1. Stock, per
ſofort. A. Anton, Eliſabethen=
ſtraße
1, 1. Stock.
(10481s
Instrasse 62
im Hinterbau kl. helle Werkſtätte
für nicht lärmenden Betrieb, event.
mit 2 Zimmerwohnung, ſofort zu
vermieten. Näheres im Kontor der
Brauerei Rummel. (12099ms
Wendelſtadtſtr. 34 ein heller,
trockener Raum als Werkſtatt oder
Lagerraum zu vermieten. (10007ms
Soderſtr. 7 große, helle Werk=
ſtätte
zu verm., evtl. zum Unter=
ſtellen
von Möbeln. (12530ms
Beſſungerſtraße 88 ſind 2 helle
geräum. Werkſt., für jedes Geſchäft
geeignet (auch als Lagerräume), ſof.
zu vermieten. Näheres Baubüro
Dieburgerſtraße 8.
(11357s
Karlſtr. 12, 2 helle Werkſtätten
m. Licht u. elektr. Kraft, je 50 qm.
Näheres Vdh., 1. Stock. (11489s
Waldſtr. 20 ſchöne, helle Werk=
ſtätte
, auch als Lagerraum zu vm.
Näheres Vorderh. 2. St. (10300s
Olle
Schulſtraße 2 per 1. Oktober
Lagerkeller zu vermiet. Näh.
part. Schneiderwerkſtatt. (11027ms

8 grosse Räume
Wilhelminenstr. 29, I., mit reichlich. Zubehör,
neu hergerichtet, beſond. geeign. f. feineres Geſchäft od. größere
Büros, zuſammen oder geteilt, für ſofort. Näh. daſelbſt im
Seitenbau oder Wendelſtadtſtraße 28, II.
(10138s

un
Zu vermieten
Stan
für 3 Pferde, kleine Remiſe, ſowie
Burſchenzimmer nebſt Zubehör
Wilhelmſtraße 16. Näh. Bau=
buregu
Heinrichſtr. 82. (10637ms
Lagerraum,
Lanteſchlägerſtr. 6 a. als Werk=
ſtatt
, zu vermieten. (11206ms
Der ſeither von der Darmſtädter
Möbelfabrik G. m. b. H. benützte
Lagerplatz
an der Weinbergſtr., zirka 1900 qm
groß, mit einer offenen Halle von
430 qm, ſowie zwei geſchloſſene
Räume von zirka 50 am ſof. ganz
oder getrennt zu vermieten.
Näh. Darmſtädter Baugeſchäft
G. m. b. H., Grafenſtraße 23½
Telephon 446. (11497is
Zwei große, verſchließbare hallen,
O gute Einfahrt, alsbald zu verm.
Ang. unt. F 59 Geſchäftsſt. (*2850
Mbite Zimmer
Landwehrſtr. 15 hübſch möbl.
Zimmer zu vermieten. (10156ms
Liebigſtr. 13, I., eleg. möbl.
Wohn= u. Schlafz. z. verm. (9079ms
Heinheimerſtr. 39, II., möbl.
Zimmer an Dame z. verm. (10800ms
Soderſtr. 5 möbl. Wohn= und
Schlafzimmer alsb. z. vm. (10470ms
Einquartierung wird ange=
nommen
mit u. ohne Verpflegung.
B10596) Wilhelmſtraße 59.
Alieſtr. 23, II., 23 gut möbl.
Zimmer frei. B. 3 Uhr z. b. (11014ms
Liebigſtr. 43 möbl. Wohn= u.
Schlafz. a. beſſ. Herrn z. v. (11384ms
Viktoriaſtr. 30, III., frdl. möbl.
Zim. ſofort zu vermieten. (11786ms
Steinackerſtr. 12 möbl. Wohn
mit Küche zu vermieten. (B11810ms
Wilhelmſtr. 2 gut möbl. Wohn=
u
. Schlafzimmer zu verm. Einzuſ.
nachm. von 3 Uhr ab. (B12252ms
Mathildenpl. 15 (Ecke Bismarckstr.),
III., möhl. Zim. bill. zu vm. (12381a
Landwehrſtr. 6 3 möbl. Zim.,
zuſam. od. getrennt zu v. (12369ms
Mühlſtr. 60, II. (Kapellpl.),
eleg. möbl. Wohn.= u. Schlaf=
zimmer
in freier Lage nur
an ſoliden Herrn. (12539ms
Gervinusſtr. 63, 2. St., möbl.
Zimmer zu vermieten. (12745ms
ktl. möbl. Zim.
Grafenstr. 8, I., mit oder ohne
Penſion ſofort zu verm. (*2603ms
Gutenbergſtr. 22, II., elegant
möbl. Wohn= u. Schlafzim., ſep., mit
Balkon, zu vermieten. (*2607ms
Bei Witwe kann anſtändiges
Mädchen Wohnung erhalten. Näh.
Geſchäftsſtelle ds. Bl. (*2595ms
Hübſch möblierte Zimmer in
gutem Hauſe in Eberſtadt bei
Darmſtadt, Alte Darmſtädter=
ſtraße
70, zu vermieten. (*2661ms
Rückertſtr. 8, part., möbl. Zim=
mer
mit ſep. Eing. zu vm. (B12781ms
Grafenſtr. 35, II., links, gut
möbl. Zim. ſof. zu verm. (12752a
Soderstr. 6½, III.
(Kapellplatz)
gut möbl. Wohn= und Schlaf=
zimmer
zu vermieten. (12687t
Wilhelminenſtr. 35, 2. Stock,
chöne Zimmer mit freier Ausſicht,
vorzügl. Penſion, ruhiges Haus,
Zentrum, auch f. kurze Zeit. (11893t
Pankratiusſtr. 2, I., gr., ſchön
möbl. Zim., Gas, b. z. verm. (12503a
Luiſenſtr. 32, II., bei Gg. Wedel
einf. möbl. Z. n. d. Straße. (*2601dfs
Schützenſtr. 5, II., ſchön möbl.
Zimmer per ſof. zu verm. (12826t
Mühlſtr. 10, part., ſch. möbl.
Zim. ſof. billig zu verm. (12848a
Eſchollbrückerſtr. 6, I., möbl.
Wohn= u. Schlafzim. z. v. (*2817fs
Herdweg 66, II., 12 ſchöne
gut möbl. Zim. an geb., ſpl. Herrn
oder Dame zu verm. (B12705is
Heinrichſtr. 66, part., möbl.
Zimmer m. Zentralheizung,
elektr. Licht, zu verm. (11244s
Soderſtr. 231 I, ſchön möbl.
Zimmer zu vermieten. (8074s

Eschollbrückerstr. 1
2 gut möbl. Zim. mit elektr. Licht,
Telephon und Bad. (12537ids
Grafenſtr. 39, 2. St., ſch. möbl.
Zimmer per ſof. zu verm. (12456a
Neckarſtraße 16 gut möbl.
Wohn= und Schlafzimmer, eventl.
2 Betten u. Penſion (11253ids
Frankfurterstr. 19, II.
ſehr gut möbl. Zimmer an Herrn
oder Dame zu vermieten. (12142ids
Waldſtr. 3, II., ein groß., ſch.
möbl. Zimmer zu verm. (11864ids
Mollerſtr. 13, I., möbl. Zim. m.
K., ſeparat, Mk. 18., z. v. (10916ids
Gartenſtr. 20, 3. Stock, 2 ſch.
möbl. Zimmer zu verm. (11661ids
Pension fülinke
115969d
Grafenſtr. 4, I., an der Rheinſtr.
mod. eing. Zim. auf jede Zeitdauer.
Ein gut möbl. Zimmer zu verm.
Näheres Bleichſtr. 28, II. (*2694mds
Soderſtraße 16, II. links, gut
möbl. Zim. mit oder ohne Penſ.
ſofort, daſelbſt 2 unmöbl. ſchöne
Zim. per 1. Okt. zu verm. (*2711dsi
Rheinstrasse 35
(Privat=Hotel) fein möbl. Zim. auf
jede Zeitdauer ſof. billig. (12886a
Riedlingerſtr. 17, I., ſchön. ruh.,
möbl. Zim., evt. m. Küche. (*2899sm
Neue Niederſtr. 1, I., gut möbl.
Wohn= u. Schlafzim., ſowie Einzel=
zim
. zu vermieten. (*2894
Annaſtr. 10, II., ein gut möbl.
Wohn= u. Schlafz., ev. m. 2 Betten,
in fr. Lage p. ſof. zu verm. (B11821ms
Schloßgartenſtr. 63, II., gut
möbl. Zim. zu verm. (*2859sms
Ludwigsplatz 4, II., zwei kleine
möblierte Zimmer. (*2872si
Kasinostr. 7, II., gr., eleg. mbl. Zim.
mit od. ohne Penſ. zu verm. (*2875
Alexanderſtr. 5, II. lks., ſchönes
Zimmer mit Kaffee 16 Mk. (*2885
Schützenſtr. 17, II., g. mbl.Wohn.. Schlafz. m. ſep. Eing. z. vm. (*2891
Bleichſtr. 30, II., g. möbl. Zim.,
mit od. ohne Penſ., z. vm. (12893t
Kückertstr. 24, Nähe Heinrichſtr.,
g. mbl. Wohn= u. Schlafzim. a. beſſ.
ſol. Herrn zu vermieten. (*2901sms
1. St. I, möbl.
Waldſtr. 23 Zimmer ſof.
zu vermiet. Näh. part. (*2916sms
Grafenſtr. 15, III., gut möbl.
Zimmer per ſofort. (*2931si
Grafenſtr. 18, III. I., gut möbl.
Zimmer zu vermieten. (*2923
Saalbauſtr. 7
dicht an der Rheinſtraße
eleg. möbliertes Zimmer
billig zu vermieten. (*2929
Haus Friedheim‟ Traisa
direkt am Wald
angenehmer Aufenthalt für
Erholungsbedürftige. (*2704
Geſchäftshaus zu vermieten.
Die ſtädt. Hofreite Gardiſten=
ſtraße
1 (am Schloßgartenplatz),
in welcher dermalen ein Kolonial=
warengeſchäft
betrieben wird, iſt
vom 1. Februar 1916 ab anderweit
zu vermieten.
(8584ms
Nähere Auskunft wird im Stadt=
haus
, Zimmer 62, erteilt.
Darmſtadt, den 4. Juni 1915.
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Ekert.
Neu= und Anſtricken
von Strümpfen ſow. Beinlängen
auf der Maſchine billig u. prompt
Heinheimerſtr. 22. Hahnes. (9768a
Nur50 Pf. das Los!
Ziehung garantiert 25. Septbr.
Elsass-Lothring.
Geid-Lotterie
1617 Geldgewinne
10000 Mrk
uptgewinn
4000 Mart
1616 Geldgewinne
6000 Met
11 Lose 5 M. Porto u. Liste 25 Pf.
empfiehlt Lotterie-Unternehmer
J. Stürmer
Straßburg 1. E., Langstr. 107.
in Darmstadt: Ph. J. Schmidt

[ ][  ][ ]

Sont Diuvf Foiser

Danſenwasche

Damenhemden a. dauerhaften
Stoffen, mit Stickerei 3.10, 2.55, 1.95
Kniebeinkleider aus Madapo-
lam
, mit br. Stickerei 3.40, 2.65, 1.65
Beinkleider aus Barchent, mit
. 2.70, 2.25, 1.50
Peston .
Nachtjacken aus Barchent, mit
Feston und Stickerei, 2.80, 2.10, 1.60
Nachthemden aus gutem Mada-
polam
, mit Stickerei, 5.90, 4.75, 3.85
Untertailien mit Stickerei und
225, 1.95, 1.35
Bäinsatz
Weiße Unterröcke mit breiter
.. . 5.65, 4.50, 8.99
Stickerei

Kinderwasche

Mädchenhemden aus soliden
Stoffen, mit Feston, 1.20, 90, 78
Mädchen-Barchenthemden
hübsch verarbeitet, 1., 85. 35
Mädehen-Kniehosen mit br.
2., 1.80, 1.15
Stickerei
Mädchen-Barchenthosen a.
1.95, 1.65, 1.
guter Qualität
Knabenhemden aus solidem
1.40, 1.15, 1.
Schirting
Knaben-Barchenthemden
in schöner Qualität, 1.70, 1.40, 90

Scharzen

Hausschürzen aus Ia Siamosen
waschecht .
. 1.85, 1.35, 1.10
Blusenschürzen aus Ia wasch-
echten
Siamosen . 2.25, 165, 1.10
Satin- Blusenschürzen nur
mod. Fassons, hübsche Dessins 9
3.75, 2.95. 2.25
Kleiderschürzen aus Ia Druck‟
und Siamosen . . . 4.50, 3.75, 2.69
Kleiderschürzen aus guten
waschecht. Satinstoffen, reizende
Muster .
. 5.50, 4.75, 3.95
Zierträgersehürzen aus gut.
Satinstoff, mod. Muster, 2.25, 1.60, 1.20
Weiße Zierschürzen mit und
1.95, 1.50, 95
ohne Träger
Kinderschürzen in allen rei-
zenden
Macharten, aus Satin und
Siamosenstoffen . . 2.75, 1.95, 1.10

Onterrocke

Tuch-Unterrock aus solidem
Halbtuch, m. Volant u. hübschem
Pressenbesatz . . 5.75, 4.75, 3.50
Trikot-Unterrock aus gutem
Trikotstoff, mit Moiré u. Seiden-
6.25, 4.95, 9.75
volant
Moiré-Rock in guter Qualität
mit plissiertem Volant, 7.50, 5.95, 4.85
Seidene Unterröcke in größt.
Auswahl .
. 12.50, 10.75. 8.75

Kerterren

Modernes Korsett aus gutem
Köper, mit hübscher Garnierung,
alle Weiten, mit Strumpfhalter
2.95, 260, 3.95
Modernes Korsett aus prima
Köper, mit festonierter Borde u.
Kante, in verschiedenen Farben
sortiert .
. 3.50, 2.60, 2.35
Moderneslanges Korsettaus
Ia Köperdrell, reiche Spitzen-
garnitur
, Strumpfhalter, versch.
Farben
3.75, 3.25, 2.95
Elegantes modern. Korsett
mit breiter Spitzengarn, wasch-
baren
Einlagen u. Strumpthalter
7.25, 6.50, 5.50
V. 12878)

Kleiderstone u. Seidelstofe

Blusenstoffe in Flanell, Pope-
line
, Cotelé etc., mit herrlichen
Streifen . . Meter 1.95, 1.45, 95
Blau-grüne Karos mit farb.
Durchzügen, sehr begehrter
Artikel . . Meter 2.50, 1.65, 1.10
Schwarz-weisse Karos
in Block- und Phantasie- Stel-
lungen
. . Meter 2.65, 1.85, 1.50
Cheviot, reine Wolle, solide erst-
klass
. Fabrikate, Meter 2.85, 2.10, 1.85
Popeline, Serge, Krepp
reine Wolle, in enorm grossen
Farbensortiments, Mtr. 3.75, 2.65, 1.90
Jackenkleiderstoffe, 130 cm
breit, in Herrenstoffgeschmack
wie grau meliert, Mtr. 6.50, 4.50, 2.40

Reine Seide für Blusen, Kleider,
in hellen und dunklen Streifen
Meter 3.50, 2.50, 1.55
Blau-grüne Karos. reine Seide,
teils mit bunten Darchzügen
Meter 3.75, 2.65, 1.90
Messaline, Paillette
reine Seide, in enormer Farben-
auswahl
. . Meter 5., 3., 2.50
Schwarze Seiden in Musseline,
Merveilleux. Paillette etc., nur
solide Fabrikate, Mtr. 4.50, 3.50, 1.50
Sammete, Lindener Fabrikate,
Köper, in allen gangbar. Farben,
solides Tragen, Meter 4.50, 2.65, 1.90
Sammete, 70 cm breit, Lindener
Fabrikate, für Jackenkleider be-
sonders
geeignet, Mtr. 6.50, 4.50, 3.90

Schwarze Kleiderstoffe

wie Popeline, Krepp, Serge, Cotelé, Gabardine, nur solide,
Meter 3.75, 2.75, 1.95
haltbare, tiefschwarze Qualität .

Weisswaren und Baumwollwaren

Hemdentuche, stark u. feinfäd.,
in bewährt. Qualität., Mtr. 75, 68, 55
Weiße Flockbarchente
in guten bewährten Qualitäten
Meter 85, 75, 68
Weiße Flockpiqués in enorm
grosser Musterauswahl
Meter 1., 85, 65
Bettuchhalbleinen
doppeltbreit Meter 1.90, 1.75, 1.50
Bettdamaste u. Bettsatins
130 cm breit Meter 1.45, 1.25, 1.0
Küchenhandtücher, rot-weisse
kariert . ½ Dutzend 4.80, 3.90. 2.60
Weiße Gerstenkorn- und
Damasthandtücher
½ Dutzend 5.50, 4.50, 2.75
Kissenbezüge mit genähten
Bogen . . . . . 1.70, 1.30, 1.10

Baumwollflanell für Blusen,
vorzüglich in der Wäsche, grosse
Streifenauswahl, Meter 1.20, 95, 75
Velour für Hauskleider u. Röcke,
in hervorragender Qualität
Meter 1.20, 95, 75
Hauskleiderstoffe für Wasch-
kleider
, in heller und dunkler
Ausführung . Meter 1.10, 95, 65
Schürzen-Siamosen und
Drucks, ca. 120 cm breit, in
gross. Sortiment, Mtr. 1.45, 1.25. 1.15
Hemdenflanelle, kariert und
gestreift, in grosser Musteraus-
. Meter 95, 85, 70
wahl
Jackenbarchente, hell- und
dunkelgrundig, in enorm grosser
Auswahl . . . Meter 95, 80, 75
Bettücher in weiss u. farb., mit
und ohne Rand, volle Grösse
Stück 3.90, 2.60, 2.15

Baiſen u. Kilder Konfenten

Jacken-Kostüme in guten
gemusterten Wollstoffen und
vielen Formen . 45., 34.75, 24.75
Jacken-Kostüme ineinfarb.,
blauen u. schwarzen Stoffen, in
enormer Auswahl, 48., 36., 19.75
Garnierte Kleider in ent-
zückenden
Ausführungen, in
Seide n. Wollstofl, 45. , 34.75, 24.75
Schwarze Mäntel, Jacken
in vielen Formen u. Stoffarten,
½, ¾ lang und ganz lang,
39.75, 32., 19.75
Farbige Mäntel u. Jacken
in gemustert und einfarbig, ½.
¾ lang u. ganz lang, riesige
Auswahl, in den schönsten
2475, 19.75. 12.75
Formen
Kinderkleidchen a. kariert.
Wollstoff, neueste Machart,
mit Sammetkragen
für 8 10
24 Jahre
150 19.75 8.75

Kostümröcke in blau, schwarz
und gemustert, die neuesten
19.75, 14.75, 9.75
Schnitte .
Seidenblusen herrl. Neuheiten,
in nur guten Qualitäten, einfarb.
19.75, 14,75, 9.75
u. gemustert
Wollblusen in einfarbig und
gemustert, ganz enorme Aus-
wahl
der schönsten Neuheiten
9.75, 5.75. 3.95
Morgenröcke in Lammfell,
Barchent und Musseline. schöne
Auswahl
14.75, 9.75, 3.75
Morgenjacken in Lammfell,
Barchent u. Musselin, in nur gut.
8.50, 5.75, 2.95
Qualitäten .
Knaben-Anzug aus blauem
Cheviot, mit abknöpfbarem
Kragen und Riegel
für 810 57 24 Jahre
150 10.50 950

Damen- u. Kinderhüte

Prima Velour-Hüte
12.75, 10,75, 9.80
Sammetformen
handgearbeitet 6.50, 4.75, 2.90
Filz-Frauenformen
enorme Auswahl 3.90, 2.75, 1.95
Jugendliche Filzhüte
in allen Farben 4.75, 3.50, 2.90

Kinder-Plüsch-
Südwester . 5.75, 4.90, 3.90
Kinder-Cord-Südwester
3.90, 2.75, 1.75
Kieler Matrosen-Mützen
viele Quslitäten 2.90, 245, 1.50
Prinz Heinrich Schild-
Mätzen . 2.10, 1.75, 1.35

Sämtliche Zutaten in enorm grosser Auswahl.

Ger Caſtelger
Frankfurt a. M. Zeil, Ecke Stiftstrasse.

Onterneidung

Herren-Normalhemden
Ia wollgemischte u. solide b’woll. A
Winterqualität . . 3.75, 2.90, 2.55
Herren-Normalhosen
Ia wollgemischte u. extraschwere
b’woll. Qualität . . 3.55, 2.85, 2.45
Militär-Reithosen, gestrickt
3.45, 2.40, 2.
ohne Naht .
Herren-Normaljacken
in wollgemischt mit ½ u. ½ Arm,
3., 2.30, 1.75
Herren-Westen in braun,
schöne solide Qualität, 4.80, 4.20, 3.90
Herren-Westen aus Ia Kamm-
garn
, plattiert, grau und braun,
8.25, 7.10, 6.25
Damen-Hemdhosen, solide,
wollgemischte Qualitäten i. weiss
. 3., 2.85, 2.60
und grau
Damen-Unterjacken i. Wolle
gestrickt, weiss und grau, mit
½ und ½ Arm . . 2.20, 1.80, 1.05
Damen-Schlupfhosen
aus Ia Baumwolltrikot in ver-
schiedenen
Farben, 1.95, 1.25, 95
Damen-Schlupfhosen,
Ia Macco u. imitiert Wildleder
in modernen Farben 3.40, 2.65, 2.50
Damen-Golfblusen in Wolle
in verschiedenen Farben, sehr
praktisch u. kleidsam, 6., 5.60, 4.95
Damen-Blusenschoner
in Wolle, weiss und farbig,
3.30, 2.70, 2.10
Damen-Westen in schwarz
Ia Kammgarn, plattiert, 3.45, 2.90, 2.00
Kindersw ater in Ia Wolle und
Halbwolle, mit Steh- u. Umleg-
kragen
, in allen Farben, 3.95, 2.85, 2.25
Kinderhemdhosen in soliden
wollgemischten Qualitäten
4 3 2 Jahre
,6
für 10-12 8-9
2. 1.60 1.60 1.70 1.50 1.50 1.40 1.50
Mädchen-Leib und Seel mit
Klappe
3 2 Jahre
für 10-12 8-9
1.50 1.70 1.60 1.50 1.50 1.350 1.20 1.10

Strümpfe

Damenstrümpfe in Halbwolle,
1Xlregulärgestrickt, in schwarz
Paar 1.75, 1.40, 1.10
Damenstrümpfe, reine Wolle,
regulär gestrickt, mit verstärkt.
Ferse und Spitze, in schwarz
Paar 2.35 2. 1.60
Damenstrümpfe, reine Wolle,
gewebt, extralang, mit verstärkt.
Ferse und Spitze, in schwarz
Paar 2.25, 2.10, 1.85
Damenstrümpfe, reine Wolle.
gewebt, in schwarz, m. farbiger
Stickerei, verstärkter Ferse,
Doppelsohle und Spitze, Paar
250, 2.35, 2.10
Herrensocken, Halbwolle, 2X2
regulär gestrickt, äusserst solide
Qualität, in grau Paar 1.25, 1. 90
Herrensocken, reine Wolle,
1X1 regulär gestrickt, dauer-
hafte
Qualität, in grau Paar
*2.10, 1.65, 1.45
Kinderstrümpfe, Halbwolle,
gestrickt, in schwarz und leder-
farbig
, nahtlos!
Größe 9 8 7 6 5 4 3 2 1
par 1.10 1. -30 60 75 70 5 50 55
Kinderstrümpfe, reine Wolle,
regulär gestrickt, in schwarz
äusserst solide Qualität.
(r.9 8 7 6 5 4 3 2 1
Par1. 60 1.50 1. 40 1.301.20 1. 10 1.-90 60

Hahdschune

Trikothandschuhe, Herbst-
Qualität‟, in farbig und schwars
Paar 85, 75, 60
Trikothandschuhe, Herbst-
Qualität‟, äußerst solider Stoff,
in farb. u. schwarz, Paar 1.10, 1., 95
Trikothandschuhe, Herbst-
Qualität‟, in Lederimitation, in
grau u. lederfarbig mit schwarz.
Raupe . . . Paar 1.50, 1.35, 1.25

[ ][  ][ ]

Vermittlungsſtelle:
N
Zeichnungsſchein
für
50 Deutſche Reichsanleihe (Dritte Kriegsanleihe)
mit April/Oktober=Zinsſcheinen. Beginn des Zinſenlaufs am 1. April 1916, Fälligkeit des erſten
Zinsſcheins am 1. Oktober 1916.
ich
Auf Grund der umſtehend abgedruckten Bedingungen zeichne
wir
Mark
500 Reichsanleihe
meiner
in Stücken zu
freien Verfügung zum Preiſe von 99 Mark für 100 Mark Nennwert mit
unſerer
Verrechnung von 500 Stückzinſen laut Ziffer 8 der Bedingungen und verpflichte uns zu deren
mir
Abnahme oder zur Abnahme desjenigen geringeren Betrages, der uns auf Grund dieſer Anmeldung
zugeteilt wird. Die Stückelung bitte mir nach untenſtehenden Angaben vorzunehmen.
mir
meine
Durchſtreichen,
Die uns auf unſere Zeichnung zugeteilten Stücke ſind laut untenſtehendem Antrage
ſofern die
Niederlegung dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin zur Aufbewahrung und
nicht gewünſcht
wird.
Verwaltung zu übergeben. (Ziffer 4 der Bedingungen.)

. September 1915.
den
Name:
Wohnung:
(Bitte deutlich ſchreiben.)

Stempel der Vermittlungsſtelle

ſch
mir
tte
folgende Stücke zuzuteilen:
Kirbit
uns

tüt zu 20000=
10 000-
500sg
7
2000
1000
500=,
200-,
- 7.
100=,
zuſammen

Davon wünſche ich Zwiſchenſcheine

10000 5 000 2 000 1.000

Auf vorſtehende Zeichnung zugeteilte
Reichsanleihe
M.n
ſind voll bezahlt.
191 .
, den.
uſtelle
Reichsbank.

Niederlegungsantrag.

Nur von den Zeichnern auszufüllen, die die ihnen zugeteilten Stücke
dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere gemäß Ziffer 4 der
umſtehenden Bedingungen zur koſtenfreien Aufbewahrung und Ver=
waltung
überlaſſen wollen.

meine
mir
Die
auf
Zeichnung von
uns
unſere
Reichsanleihe zugeteilten Wertpapiere
Mark
ſind dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin zur Aufbewahrung
ich bisher noch nicht
und Verwaltung zu übergeben. Ein Konto habe
wir in Buch
Seite
Die eingehenden Zinſen ſollen erhoben werden:
a) bei der Neichsbank in
von
b) auf Girokonto in
c) durch Aberweiſung auf Doſtſcheckkonto in
fortlaufend ohne beſonderen Antrag
d) durch die Poſt nur auf jedesmaligen Antrag
e) an der Kaſſe des Kontors der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin.

1915.
den
Wohnort:
Straße:
Eigenhändige Unterſchrift:
Vorname, Familienname und Stand,
bei Frauen außerdem Geburtsname

zur Weitergabe an das Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin.
An die Reichsbank in

[ ][  ][ ]

Zur Beſtreitung der durch den Krieg erwachſenen Ausgaben werden weitere 5% Schuld=
verſchreibungen
des Reichs hiermit zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt.
Die Schuldverſchreibungen ſind ſeitens des Reichs bis zum 1. Oktober 1924 nicht
kündbar; bis dahin kann alſo auch ihr Zinsfuß nicht herabgeſetzt werden. Die Inhaber
können jedoch darüber wie über jedes andere Wertpapier jederzeit (durch Verkauf, Ver=
pfändung
uſw.) verfügen.

Bedingungen.

1. Zeichnungsſtelle iſt die Reichsbank. Zeichnungen werden
von Sonnabend, den 4. September, an
bis Mittwoch, den 22. September, mittags 1 Uhr
bei dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin (Doſtſcheckkonto Berlin Nr. 99) und bei allen Zweig=
anſtalten
der Reichsbank mit Kaſſeneinrichtung entgegengenommen. Die Zeichnungen können aber auch
durch Vermittlung
der Königlichen Seehandlung (Dreußiſchen Staatsbank) und der Preußiſchen Central=Genoſſenſchaftskaſſe in Berlin,
der Königlichen Hauptbank in Nürnberg und ihrer Zweiganſtalten, ſowie
ſämtlicher deutſchen Banken, Bankiers und ihrer Filialen,
ſämtlicher deutſchen öffentlichen Sparkaſſen und ihrer Verbände,
jeder deutſchen Lebensverſicherungsgeſellſchaft und
jeder deutſchen Kreditgenoſſenſchaft erfolgen.
Auch die Poſt nimmt Zeichnungen an allen Orten am Schalter entgegen. Auf dieſe Zeichnungen iſt zum 18. Oktober
die Vollzahlung zu leiſten.
2. Die Anleihe iſt in Stücken zu 20000, 10000, 5000, 2000, 1000, 500, 200 und 100 Mark mit Zinsſcheinen zahlbar am
1. April und 1. Oktober jedes Jahres ausgefertigt. Der Zinſenlauf beginnt am 1. April 1916, der erſte Zinsſchein iſt an
1. Oktober 1916 fällig.
3. Der Zeichnungspreis beträgt, wenn Stücke verlangt werden, 99 Mark,
wenn Eintragung in das Reichsſchuldbuch mit Sperre bis 15. Oktober 1916 beantragt wird, 98,80 Mark fürſ
100 Mark Nennwert unter Verrechnung der üblichen Stückzinſen (vergl. Z. 8).
4. Die zugeteilten Stücke werden auf Antrag der Zeichner von dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin
bis zum 1. Oktober 1916 vollſtändig koſtenfrei aufbewahrt und verwaltet. Eine Sperre wird durch dieſe Niederlegung
nicht bedingt; der Zeichner kann ſein Depot jederzeit auch vor Ablauf dieſer Friſt zurücknehmen. Die von dem
Kontor für Wertpapiere ausgefertigten Depotſcheine werden von den Darlehnskaſſen wie die Wertpapiere ſelbſt beliehen.
5. Zeichnungsſcheine ſind bei allen Reichsbankanſtalten, Bankgeſchäften, öffentlichen Sparkaſſen, Lebensverſicherungsgeſellſchaften
und Kreditgenoſſenſchaften zu haben. Die Zeichnungen können aber auch ohne Verwendung von Zeichnungsſcheinen brieflich
erfolgen. Die Zeichnungsſcheine für die Zeichnungen bei der Doſt werden durch die Doſtanſtalten ausgegeben.
6. Die Zuteilung findet tunlichſt bald nach der Zeichnung ſtatt. Aber die Höhe der Zuteilung entſcheidet das Ermeſſen
der Zeichnungsſtelle. Beſondere Wünſche wegen der Stückelung ſind in dem dafür vorgeſehenen Raum auf der Vorder=
ſeite
des Zeichnungsſcheines anzugeben. Werden derartige Wünſche nicht zum Ausdruck gebracht, ſo wird die Stückelung
von den Vermittlungsſtellen nach ihrem Ermeſſen vorgenommen. Späteren Anträgen auf Abänderung der Stückelung kam
nicht ſtattgegeben werden.
7. Die Zeichner können die ihnen zugeteilten Beträge vom 30. September d. J. an jederzeit voll bezahlen.
Sie ſind verpflichtet:
30 0o des zugeteilten Betrages ſpäteſtens am 18. Oktober 1915
20 0o
24. November 1915
25 0)o
22. Dezember 1915
25 0)o
22. Januar 1916
zu bezahlen. Frühere Teilzahlungen ſind zuläſſig, jedoch nur in runden, durch 100 teilbaren Beträgen des Nennwerts.
Auch die Zeichnungen bis zu 1000 Mark brauchen diesmal nicht bis zum erſten Einzahlungstermin voll bezahlt
zu werden. Teilzahlungen ſind auch auf ſie jederzeit, indes nur in runden durch 100 teilbaren Beträgen des Nenn=
wertes
geſtattet; doch braucht die Zahlung erſt geleiſtet zu werden, wenn die Summe der fällig gewordenen Teilbeträge
wenigſtens 100 Mark ergibt.
Beiſpiel: Es müſſen alſo ſpäteſtens zahlen:
die Zeichner von 300
100 am 24. November, 100 am 22. Dezember, 100 am 22. Januar,
die Zeichner von 200
100 am 24. November, 100 am 22. Januar,
die Zeichner von 100
100 am 22. Januar.
Die Zahlung hat bei derſelben Stelle zu erfolgen, bei der die Zeichnung angemeldet worden iſt.
Die im Laufe befindlichen unverzinslichen Schatzanweiſungen des Reichs werden unter Abzug von 5 0 Diskon
vom Zahlungstage, früheſtens aber vom 30. September ab, bis zu dem Tage ihrer Fälligkeit in Zahlung genommen.
8. Da der Zinſenlauf der Anleihe erſt am 1. April 1916 beginnt, werden auf ſämtliche Zahlungen 5 0 Stückzinſen vom Zahlungs=
tage
, früheſtens aber vom 30. September ab, bis zum 31. März 1916 zu Gunſten des Zeichners verrechnet.
für Schuldbuch=
für
Stücke eintragungen
Beiſpiel: Von dem in Z. 3 genannten Kaufpreis gehen demnach ab
bei Zahlung bis zum 30. September Stückzinſen für ein halbes Jahr=2½%, tatſächlich zu zahlender Betrag alſo nur 96,50 96,80
96,75 MM 96,55
für 162 Tage= 2,250,
am 18. Oktober
97,25 97,05
für 126 Tage= 1,750,
24. November
n
für je 100 Nennwert. Für jede 18 Tage, um die ſich die Einzahlung weiterhin verſchiebt, ermäßigt ſich der Stückzinsbetrag um 25 Pfennig.
9. Zu den Stücken von 1000 Mark und mehr werden auf Antrag vom Reichsbank=Direktorium ausgeſtellte Zwiſchenſcheine
ausgegeben, über deren Amtauſch in Schuldverſchreibungen das Erforderliche ſpäter öffentlich bekanntgemacht wird. Die
Stücke unter 1000 Mark, zu denen Zwiſchenſcheine nicht vorgeſehen ſind, werden mit größtmöglicher Beſchleunigung fertig=
geſtellt
und vorausſichtlich im Januar 1916 ausgegeben werden.

Berlin, im Auguſt 1915.

Reichsbank=Direktorium.

Druck von Liebheit 4. Thieſen, Verlin 61d, Riederwalſtr. 15.

[ ][  ][ ]

Zeichnung zur Begründung einer Schulabuchtorderung.

Der Zeichner erhäft keine Werkpapiere, ſondern erwirbe eine Buchforderung au das Reich.

Vermittlungsſtelle

Zeichnungsſchein
für
50 Deutſche Reichsanleihe (Dritte Kriegsanleihe)

mit April/Oktober=Zinſen. Beginn des Zinſenlaufs am 1. April 1916. Fälligkeit der erſten
Zinszahlung am 1. Oktober 1916.

ich
Auf Grund der umſtehend abgedruckten Bedingungen zeichne
wir
Mark
mit Sperre bis zum 15. Oktober 1916 nach untenſtehenden Angaben in das Reichsſchuldbuch
einzutragende
50 Reichsanleihe
zum Dreiſe von 98,80 Mark für 100 Mark Nennwert mit Verrechnung von 5% Stückzinſen
mich
laut Ziffer 8 der Bedingungen und verpflichte uns zu deren Abnahme oder zur Abnahme
mir
desjenigen geringeren Betrages, der us auf Grund dieſer Anmeldung zugeteilt wird.

* meine
mit
mir
Der uns auf unſere Zeichnung zugeteilte Anleihebetrag iſt gemäß den von unz auf Seite 3und 4
dieſes Antrages gemachten und unterſchriftlich vollzogenen Angaben in das Reichsſchuldbuch ein=
zutragen
.
den September 1915.

Name:
Wohnung:
(Bitte deutlich ſchreiben.)

2

[ ][  ][ ]

Zur Beſtreitung der durch den Krieg erwachſenen Ausgaben werden weitere 5% Schuld=
verſchreibungen
des Reichs hiermit zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt.
Die Schuldverſchreibungen ſind ſeitens des Reichs bis zum 1. Oktober 1924 nicht
kündbar; bis dahin kann alſo auch ihr Zinsfuß nicht herabgeſetzt werden. Die Inhaber können
jedoch darüber wie über jedes andere Wertpapier jederzeit (durch Verkauf, Verpfändung uſw.)
verfügen.

Bedingungen.

1. Zeichnungsſtelle iſt die Reichsbank. Zeichnungen werden
von Sonnabend, den 4. September, an
bis Mittwoch, den 22. September, mittags 1 Uhr
bei dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin (Doſtſcheckkonto Berlin Nr. 99) und bei allen Zweig=
anſtalten
der Reichsbank mit Kaſſeneinrichtung entgegengenommen. Die Zeichnungen können aber auch
durch Vermittlung
der Königlichen Seehandlung (Dreußiſchen Staatsbank) und der Preußiſchen Central=Genoſſenſchaftskaſſe in Berlin,
der Königlichen Hauptbank in Nürnberg und ihrer Zweiganſtalten, ſowie
ſämtlicher deutſchen Banken, Bankiers und ihrer Filialen,
ſämtlicher deutſchen öffentlichen Sparkaſſen und ihrer Verbände,
jeder deutſchen Lebensverſicherungsgeſellſchaft und
jeder deutſchen Kreditgenoſſenſchaft erfolgen.
Auch die Poſt nimmt Zeichnungen an allen Orten am Schalter entgegen. Auf dieſe Zeichnungen iſt zum 18. Oktober
die Vollzahlung zu leiſten.
2. Die Anleihe iſt in Stücken zu 20000, 10000, 5000, 2000, 1000, 500, 200 und 100 Mark mit Zinsſcheinen zahlbar am
1. April und 1. Oktober jedes Jahres ausgefertigt. Der Zinſenlauf beginnt am 1. April 1916, der erſte Zinsſchein iſt am
1. Oktober 1916 fällig.
3. Der Zeichnungspreis beträgt, wenn Stücke verlangt werden, 99 Mark,
wenn Eintragung in das Reichsſchuldbuch mit Sperre bis 15. Oktober 1916 beantragt wird, 98,80 Mark für
100 Mark Nennwert unter Verrechnung der üblichen Stückzinſen (vergl. Z. 8).
4. Die zugeteilten Stücke werden auf Antrag der Zeichner von dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin
bis zum 1. Oktober 1916 vollſtändig koſtenfrei aufbewahrt und verwaltet. Eine Sperre wird durch dieſe Niederlegung
nicht bedingt der Zeichner kann ſein Depot jederzeit auch vor Ablauf dieſer Friſt zurücknehmen. Die von dem
Kontor für Wertpapiere ausgefertigten Depotſcheine werden von den Darlehnskaſſen wie die Wertpapiere ſelbſt beliehen
5. Zeichnungsſcheine ſind bei allen Reichsbankanſtalten, Bankgeſchäften, öffentlichen Sparkaſſen, Lebensverſicherungsgeſellſchaften
und Kreditgenoſſenſchaften zu haben. Die Zeichnungen können aber auch ohne Verwendung von Zeichnungsſcheinen brieflich
erfolgen. Die Zeichnungsſcheine für die Zeichnungen bei der Doſt werden durch die Doſtanſtalten ausgegeben.
6. Die Zuteilung findet tunlichſt bald nach der Zeichnung ſtatt. Aber die Höhe der Zuteilung entſcheidet das Ermeſſen
der Zeichnungsſtelle. Beſondere Wünſche wegen der Stückelung ſind in dem dafür vorgeſehenen Raum auf der Vorder=
ſeite
des Zeichnungsſcheines anzugeben. Werden derartige Wünſche nicht zum Ausdruck gebracht, ſo wird die Stückelung
von den Vermittlungsſtellen nach ihrem Ermeſſen vorgenommen. Späteren Anträgen auf Abänderung der Stückelung kam
nicht ſtattgegeben werden.
7. Die Zeichner können die ihnen zugeteilten Beträge vom 30. September d. J. an jederzeit voll bezahlen.
Sie ſind verpflichtet:
300o des zugeteilten Betrages ſpäteſtens am 18. Oktober 1915
2000
24. November 1915
250)0
22. Dezember 1915
2500
22. Januar 1916
zu bezahlen. Frühere Teilzahlungen ſind zuläſſig, jedoch nur in runden, durch 100 teilbaren Beträgen des Nennwerts=
Auch die Zeichnungen bis zu 1000 Mark brauchen diesmal nicht bis zum erſten Einzahlungstermin voll bezahlt
zu werden. Teilzahlungen ſind auch auf ſie jederzeit, indes nur in runden durch 100 teilbaren Beträgen des Nenn=
werts
geſtattet; doch braucht die Zahlung erſt geleiſtet zu werden, wenn die Summe der fällig gewordenen Teilbeträge
wenigſtens 100 Mark ergibt.
Beiſpiel: Es müſſen alſo ſpäteſtens zahlen:
die Zeichner von 300
100 am 24. November, 100 am 22. Dezember, 100 am 22. Januar,
die Zeichner von 200
100 am 24. November, 100 am 22. Januar,
die Zeichner von 100
100 am 22. Januar.
Die Zahlung hat bei derſelben Stelle zu erfolgen, bei der die Zeichnung angemeldet worden iſt.
Die im Laufe befindlichen unverzinslichen Schatzanweiſungen des Reichs werden unter Abzug von 50 Diskon
vom Zahlungstage, früheſtens aber vom 30. September ab, bis zu dem Tage ihrer Fälligkeit in Zahlung genommen.
8. Da der Zinſenlauf der Anleihe erſt am 1. April 1916 beginnt, werden auf ſämtliche Zahlungen 500 Stückzinſen vom Zahlungs=
tage
, früheſtens aber vom 30. September ab, bis zum 31. März 1916 zu Gunſten des Zeichners verrechnet.
für Schuldbuch=
für
Stücke eintragungen
Beiſpiel: Von dem in Z. 3 genannten Kaufpreis gehen demnach ab
bei Zahlung bis zum 30. September Stückzinſen für ein halbes Jahr = 21/%, tatſächlich zu zahlender Betrag alſo nur 96,50 96,30
am 18. Oktober
96,75 96,55
für 162 Tage = 2,250,
97,25 97,05
24. November
für 126 Tage= 1,7500,
für je 100 Nennwert. Für jede 18 Tage, um die ſich die Einzahlung weiterhin verſchiebt, ermäßigt ſich der Stückzinsbetrag um 25 Pfennig,
. Zu den Stücken von 1000 Mark und mehr werden auf Antrag vom Reichsbank=Direktorium ausgeſtellte Zwiſchenſcheine
ausgegeben, über deren Amtauſch in Schuldverſchreibungen das Erforderliche ſpäter öffentlich bekanntgemacht wird. Die
Stücke unter 1000 Mark, zu denen Zwiſchenſcheine nicht vorgeſehen ſind, werden mit größtmöglicher Beſchleunigung fertig=
geſtellt
und vorausſichtlich im Januar 1916 ausgegeben werden.

Berlin, im Auguſt 1915.

Reichsbank=Direktorium.

Druk von Liebbeit 4 Tbieſen, Verlin C. 19, Riederwalſtr. 15.

[ ][  ][ ]

Sorgfältige Ausfüllung deutliche Schrift erbeten.

den
1915.

Antrag
auf Eintragung in das Reichsſchuldbuch.
5%0
III. Kriegsanleihe (1915)
Zeichnungsſtelle:
Reichsbank
Vermittlungsſtelle:

Der Reichsſchuldenverwaltung werden durch die Reichsbank
Mark (Nennwert)
in Buchſtaben
Mark
der fünfprozentigen deutſchen Reichsanleihe ( Kriegs=
anleihe
) unkündbar bis 1. Oktober 1924 mit
Zinslauf ſeit 1. April 1916 zur Verfügung geſtellt werden.
Es wird beantragt:
1. dieſen Betrag auf den Namen:
Vornamen
(Rufnamen zu unterſtreichen)
Familienname
Geburtsname (bei Frauen)
Beruf (Stand)
bei Minderjährigen
ihr Geburtstag, =jahr
und eort ſowie Name,
Stand und Wohnort
des Vaters
in
Straße Nr.
Kreis:
Doſtort:
in das Reichsſchuldbuch einzutragen;

2. die Zinſen zahlen zu laſſen?)
wie bisher (wenn bereits ein Schuldbuchkonto beſteht)
oder an (genaue Bezeichnung des Zinſenempfängers:
Vorname, Familienname, Beruf, Frauen auch Geburtsname)
Straße Nr.
Doſtort:
durch Doſtſendung bis 1500 Mark portofrei
oder
durch die Reichsbank in
oder
kaſſe
durch die
oder
durch Aberweiſung auf Reichsbankgirokonto
auf Doſtſcheckkonto Nr.
beim Poſtſcheckamt in
) Nicht Gewünſchtes durchſtreichen.
*) Als Zinſenempfänger können andere Perſonen als der Gläubiger,
insbeſondere auch Bankgeſchäfte, Sparkaſſen, Genoſſenſchaften uſw.,
in das Schuldbuch eingetragen werden. Der als Zinſenempfänger
eingetragene Dritte gilt im Zweifel als Bevollmächtigter des Zinſen=
genußberechtigten
(Gläubigers, Nießbrauchers uſw.). Er kann
deshalb ohne ſeine Zuſtimmung jederzeit auf Antrag des letzteren
durch einen anderen erſetzt werden.

[ ][  ]

3. Für ſonſtige Anträge (auch auf Eintragung einer zweiten Perſon ſ. unten Ziffer 2).

4. Es iſt zu vermerken: Die Ausreichung von Schuldverſchreibungen gegen Löſchung der heute
eingetragenen Forderung ſowie die Abertragung der letzteren auf ein anderes Schuldbuchkonto
bedarf bis zum 15. 10. 16 der Genehmigung des Reichskanzlers (Reichsſchatzamts).
Für den Gläubiger beſteht noch kein Schuldbuchkonto bereits das Schuldbuch=
konto
msanaasn 00 Abt. ssenen Nr.

Eigene Anter= Anterſchrift:
ſchrift des Gläu-
bigers
(bei nicht
perſönlichen
Beruf (Stand):
Konten, wie Stif=
tungen
uſw.,
des Vertreters)
erwünſcht. Wohnung:

Zur Beachtung!

1. Als Gläubiger können nur eingetragen werden:
a) einzelne Perſonen (nur eine ſphyſ.) Derſon zuläſſig),
b) einzelne Handelsfirmen,
(im Antrage genau ſo bezeichnen,
c) einzelne eingetragene Genoſſenſchaften, welche 1 wie im Firmen= bezw. Genoſſen=
im
Gebiete des Deutſchen Reichs ihren Sitz haben ſchaftsregiſter eingetragen),
d) einzelne juriſtiſche Perſonen (Nachweis der Rechte als jur. Derſon gleichzeitig mit
dem Antrage durch Vorlegung behördlich genehmigter Satzungen, Stiftungs= oder ſonſtiger
Arkunden im Original oder Abſchrift erbringen),
e) einzelne Vermögensmaſſen, wie Stiftungen, Anſtalten, Familienſideikommiſſe u. a.,
deren Verwaltung von einer öffentlichen Behörde oder unter deren Aufſicht
geführt wird, oder deren Verwalter ihre Verfügungsbefugnis über die Maſſe durch
eine gerichtliche oder notarielle Urkunde nachweiſen. (Die öffentliche Behörde,
welche die Verwaltung der Maſſe führt oder beaufſichtigt, iſt im Antrage anzugeben.)
2. Es empfiehlt ſich, bei der Eintragung auch eine ſogenannte zweite Perſon (z. B. die
Ehefrau) mit eintragen zu laſſen. Eine ſolche Eintragung hat nicht die Wirkung einer
Erbeinſetzung, ſondern nur einer Ermächtigung, nach dem Tode des Gläubigers namens
ſeiner Erben über die Forderung zu verfügen. Dadurch wird die bisweilen umſtändliche mit
Koſten verbundene Führung der Erbeslegitimation (Beibringung eines gerichtlichen Erbſcheines
uſw.) vermieden.
Sollen mehrere Derſonen als zweite Derſon eingetragen werden, was in beſchränkter Zahl
(23) geſchehen kann, ſo iſt anzugeben, ob ſie die Gläubigerrechte
nebeneinander (A oder B),
nacheinander (A und nach ſeinem Wegfall B) oder
gemeinſchaftlich (A und B gemeinſchaftlich, beim Wegfall des einen der andre allein)
ausüben ſollen.