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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 249.
Donnerstag, den 10. September.
1914.
Derkrreu
Dreiverband und Friedensſchluß. — Die Kapitulation von Maubeuge. — Die Auflegung der erſten Kriegsanleihe. —
Vor Paris. — Die engliſchen Verluſte. — Engliſche Beſtialität. — Eine große Schlacht bei Lemberg hat begonnen. —
Verluſtliſte Nr. 20.
Dreiverband und Friedens=
Klutg,
) Die Mächte des Dreiverbandes haben ſich
be=
kanntlich am 6. ds. in London verpflichtet, im Laufe des
gegenwärtigen Krieges keinen Einzelfrieden zu ſchließen
und Friedensbedingungen nur nach vorherigen
gegenſei=
tigem Uebereinkommen feſtzuſetzen. Die Veröffentlichung
dieſes Vertrages ſoll natürlich einen politiſchen Eindruck
hervorrufen; wo, wäre nur dann ganz unzweideutig klar,
wenn bekannt wäre, welche Macht das Abkommen
an=
geregt hat. Bei der gegenwärtigen Lage auf dem
Kriegs=
ſchauplatz iſt es jedoch wahrſcheinlich, daß die Anregung
des Abkommens von Frankreich ausging; ſeine
Veröffent=
lichung würde alſo vor allem den Zweck haben, der
öffent=
lichen Meinung Frankreichs die papierne „Beruhigung”
zu geben, daß Frankreich beim Friedensſchluß nicht allein
gelaſſen werden würde.
So begreiflich es iſt, wenn die Franzoſen über
die=
ſem Wechſel auf die Zukunft einen Augenblick die bittere
Gegenwart vergeſſen, ſo wenig ändert dieſes pſychologiſche
Moment an der Tatſache der rauhen Wirklichkeit, daß
wie=
derum Großbritannien diejenige Macht iſt, die
von ihrem Standpunkte aus in aller Seelenruhe dieſes
ſcheinbar zum ausgeſprochenen Nutzen Frankreichs
abge=
ſchloſſene Abkommen eingehen kann. Denn
Großbritan=
nien rechnet darauf, daß es dank ſeiner inſularen Lage
vor ſchweren Schlägen bewahrt bleiben wird. und fragt
nicht danach, ob Frankreich oder Rußland fortgeſetzt ſchwere
Schläge erhalten. Die Richtigkeit der engliſchen Rechnung
mag, ſoweit ſie England ſelbſt berührt, hier unerörtert
bleiben; die Gleichgültigkeit aber, mit der England
offen=
bar weiteren franzöſiſchen oder ruſſiſchen Niederlagen
gegenüberſteht, bedarf eines kurzen Kommentars. Dabei
ſei ganz von der Frage abgeſehen, ob der Fortgang der
militäriſchen Bezwingung Frankreichs und ſeine geſamten
Folgen den Franzoſen das Feſthalten an dem Londoner
Abkommen vom 6. ds. Mts. geſtatten werden: ſtaatliche
Zwangslagen haben in der Geſchichte ſchon oft dazu
ge=
nötigt. ſchriſtliche Vereinbarungen unter den Tiſch fallen
zu laſſen. Geſetzt jedoch, Frankreich ſei von ſeinen
Lon=
doner Drahtziehern ſo hypnotiſiert, daß es um jeden
Preis zur Durchführung des neuen Londoner Abkommens
entſchloſſen wäre, ſo müßte es ſich auch über die Folgen
einer derartigen Hypnoſe klar ſein. Dieſe können gur
darin beſtehen, daß Frankreich von uns in jeder
Bezieh=
ung um ſo härter angefaßt wird, je mehr es ſeine
Soli=
darität mit England bis zum letzten Augenblick betätigen
will. Wer bisher ſchon Frankreich als die Geiſel
betrachtete die Deutſchland bei ſeiner Auseinanderſetzung
mit Großbritannien in der Hand behalten müſſe, — und
ſolche Beurteiler gibt es in Deutſchland nicht wenig —
kann das Londoner Abkommen nur begrüßen.
Iſt bereits unter dieſem Geſichtspunkt das Londoner
Abkommen vollſtändig ungeeignet, bei uns eine
Verſtim=
mung zu erzeugen, auf die die Urheber ſeiner
Veröffent=
lichung es vielleicht mit abgeſehen hatten, ſo kommt noch
hinzu, daß jenes Abkommen für den Dreiverband nur
ver=
abredet, was für Deutſchland und Oeſterreich=
Ungarn in der Hauptſache durch das deutſch=
öſterrei=
chiſche Bündnis feſtgelegt iſt. Nach den Artikeln 1 und 2
des deutſch=öſterreichiſchen Bündniſſes hat nämlich der
Friedensſchluß beider Mächte ein „gemeinſamer” und
„übereinſtimmender” zu ſein, da Rußland angegriffen hat
und den engliſch=franzöſiſchen Angriff auf Deutſchland „in
Form einer aktiven Kooperation” unterſtützt.
Soweit das feindliche Ausland noch immer an ein
uneiniges Deutſchland glaubt, wird es mit Betrübnis
wahrnehmen, daß auch die neueſte diplomatiſche Aktion
des Dreiverbandes nur die Wirkung hatte, den Willen
zum Siege in unſerem Volke zu ſteigern.
Die Kapitulation von
Maubeuge.
* Der militäriſche Mitarbeiter des Berliner
Tage=
blatts äußert ſich über die Kapitulation von Maubeuge
wie folgt: Bei dem Vormarſch unſerer rechten
Flügel=
armee hatten wir Maubeuge im Rücken gelaſſen und
durf=
ten uns nicht länger aufhalten, denn es galt, den
fliehen=
den Engländern und Franzoſen auf den Ferſen zu
blei=
ben. Auf die Dauer jedoch konnte dieſe Feſtung nicht in
den Händen der Feinde bleiben, einmal weil ſie eine
ziem=
lich ſtarke Beſatzung in den Mauern barg und ſodann,
weil ſie uns das Sambretal, den wichtigen Weg von
Lüt=
tich, Namur, Maubenge, auf St. Quentin ſperrte. Somit
war ſie in ſeindlichen Händen ein nicht unerhebliches
Hin=
dernis für unſere rückwärtige Verbindung geworden und
hätte die Arbeit der Etappenbehörden durch allerlei Unter=
nehmungen gegen die Etappenverbindungen empfindlich
ſtören können. Wir haben Beiſpiele aus dem Krieg von
1870/71 genug dafür, wie hinderlich für den
Nachſchub=
betrieb ein ſolcher Stützpunkt werden kann, der ſich im
Rücken des operierenden Heeres in den Händen eines
energiſchen Kommandanten befindet. Auch hatte ſich die
Franktireurbewegung damals erfolgreich um dieſen Punkt
konzentriert und zur Abwehr ziemlich zahlreiche deutſche
Truppen in Anſpruch genommen. Maubeuge hatte eine
Beſatzung von anfänglich höchſtens 10 000 Mann. Wenn
jetzt nach allen Kämpfen noch 40000 in unſere Hände
ge=
raten ſind, ſo ergibt ſich daraus, daß ſich die Beſatzung
zuletzt zum größten Teile aus Flüchtlingen
zuſammen=
ſetzte, welche den großen Kämpfen im ſüdlichen Belgien
entronnen waren. Mit der Gefangennahme dieſer
Be=
ſatzung beginnt die große Ernte, die wir von den nächſten
Tagen erwarten.
Die Köln. Ztg. ſchreibt: Schon wieder hat eine
fran=
zöſiſche Feſtung vor der Gewalt unſerer
Belagerungs=
artillerie ſich ergeben müſſen, die letzte, die noch in
Nord=
frankreich die franzöſiſche Fahne wehen ließ. Nach der
Meldung des Generalſtabs vom 6. September, daß zwei
Forts gefallen ſeien und die Stadt ſelbſt brenne, konnte
man die Kapitulation erwarten. Wie wir ſchon
aus=
führten, lag die Wichtigkeit des Beſitzes von Maubeuge
barin, daß es die Verbindung von Belgien nach
Frank=
reich auf wichtigen Straßen und Bahnen beherrſchte. Ste
ſind jetzt für den Nachſchub an Heeresbedürfniſſen aller
Art frei geworden. Betonen muß man auch, daß eine
ſtarke Beſatzung gezwungen geweſen iſt, die Waffen
nie=
derzulegen, vielleicht abgedrängte Teile der in den großen
Schlachten geſchlagenen ſeindlichen Armen. Es iſt dem
Verpflegungsſtand nach ein ganzes franzöſiſches
Armee=
korps, das nun gefangen iſt. Die Belagerungstruppen, die
von deutſcher Seite eingeſetzt waren, werden für eine
andere Verwendung verwendbar. Die Preſſe unſerer
Gegner legte großen Wert auf das angeblich unerſchütterte
Aushalten der Feſtung Maubeuge, ſie wird jetzt wieder
nach einer Formel ſuchen müſſen, um den Verluſt zu
be=
ſchönigen, wie ſie das auch bei den großen Niederlagen
im freien Felde getan hat.
Zu der Erklärung des Reichskanzlers
ſchreibt das Neue Wiener Tagblatt: Man kann nicht genug
auf das hiſtoriſche Dokument verweiſen, das der
Reichskanzler v. Bethmann Hollweg viel zu
be=
ſcheiden eine Mitteilung an die amerikaniſche Preſſe
nannte. Es iſt eine geradezu klaſiſche, mit bezwingender
Aufrichtigkeit durchgeführte Darſtellung jener
folgen=
ſchweren Ereigniſſe, die zu dem großen Weltkrieg
geführt haben, der jetzt alle Völker der Erde in
namenloſer Spannung erhält. Dieſes Schriftſtück iſt
ein erhabener Akt der Notwehr gegen die
fort=
geſetzt betriebene Entſtellung der Wahrheit. Nicht weil
wir die engſten Verbündeten des Deutſchen Reiches ſind,
auch nicht, weil wir ſeinen großartigen, aller Welt den
höchſten Reſpekt abnötigenden miltäriſchen Triumphzug
bewundern, nicht weil Gefühl und Empfindung uns zu
jenen hinziehen, die ebenſo treu uns, wie wir aus
voller Seele und ganzem Herzen es ihnen gegenüber
tun, nicht aus Gefühlsgründen alo, ſondern aus
unbezwinglicher Liebe zur Wahrheit und
Gerechtigkeit erkennen wir in dem Schriftſtück, das
der Telegraph uns geſtern übermittelt hat, eine
geſchichtliche Aufrollung der Tatſachen, deren
Authen=
tizität die ernſte und ehrenhafte Perſönlichkeit
Beth=
manns, ſowie die Autorität ſeines Amtes uns
ver=
bürgt.
Ab heute ſteht es feſt, was auch die Gegner
unternehmen mögen, daß Rußland und England
die Schuld tragen an den Konvulſionen, die
augen=
blicklich unſeren Weltteil durchſchüttern. Indem der
Reichskanzler das Schuldregiſter der Verbündeten
Eng=
lands aufzählt, unter denen die Belgier einen ſo
beſon=
ders qualifizierten Platz einnehmen, indem er ihre
Grau=
ſamkeit, ihre gegen alles Rechtsgefühl verübten Einbrüche,
ihre Sünden gegen alle Humanität feſtſtellt, verweiſt er
die traurigen Kombattanten des Lügenkrieges
in die Regionen der Verachtung, die ihnen gebührt.
Der deutſche Kaiſer, der ſeinen Reichskanzler ermächtigt
hat, dies alles zu ſagen, hat vollſtändig recht,
wenn er an das Gerechtigkeitsgefühl des
amerikaniſchen Voikes appekliert. Der
Reichskanzler ſeinerſeits hat Recht, wenn er auf
die große moraliſche Volkserhebung
Deutſchlands verweiſt, die eine edle Seele und
hin=
reißende Zier der kriegeriſchen Großtaten darſtellt, die das
deutſche Volk in dieſen Tagen mit Einſetzung von Gut und
Blut allüberall auf den Schlachtfeldern entfaltet. Daß die
amerikaniſche Preſſe, an die ſich der Kanzler
wendet, in einer der bedeutungsvollſten hiſtoriſchen
An=
gelegenheiten ſich in den Dienſt der Wahrheit und
Gerechtigkeit ſtellen kann, dazu iſt ſie von allen jenen,
die die Journaliſtik über einen banalen
Profeſſionalis=
mus zu erheben bemüht ſind, herzlichſt und aufrichtigſt
zu beglückwünſchen.
Die Auffegung der erſten Kriegsanleihe.
* Berlin, 9. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Wie den
Morgenblättern von zuſtändiger Seite mitgeteilt wird,
ſteht die Veröffentlichung der
Bekanntmach=
ung des Reichsbankdirektoriums, betreffend die
Auf=
legung der erſten Kriegsanleihe, bevor. Am
19. September werden demnach 1 Milliarde 5prozentiger
Reichsſchatzanweiſungen und eine 5prozentige
Reichs=
anleihe zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt werden. Die
Schatzanweiſungen haben durchſchnittlich eine fünfjährige
Laufzeit ſie ſind in die fünf Abſchnitte von je 20
Mil=
lionen Mark eingeteilt und werden in der Zeit vom 1.
Oktober 1918 bis 1. Oktober 1920 halbjährlich zur Tilgung
ausgeloſt und in har zum Nennwerte ausgezahlt. Der
Höchſtbetrag der Reichsanleihe iſt unbegrenzt, doch beſteht
die Abſicht, nur einen Teil des bewilligten Kredits flüſſig
zut machen. Kurſe und Verzinſung ſind ungemein günſtig.
Unſere 4prozentigen Reichsſchatzanweiſungen wurden beim
Ausbruch der politiſchen Unruhen mit 100,50 und 400,40
Prozent notiert und waren am letzten Börſentage nur bis
99.25 und 99,50 Prozent gewichen. Heute werden dem
Publikum 5prozentige Schatzanweiſungen zu 97,50
Pro=
zent geboten; auch der Kurs der Reichsanleihe beträgt
nur 97½ Prozent.
Aufhebung des deutſchen Ausfuhrverbots
für Norwegen.
* Kriſtiania, 8. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Mit
Genugtuung iſt hier die Nachricht aufgenommen worden,
daß Deutſchland das Ausfuhrverbot für die meiſten
Sorten Kohle, für Werkzeugmaſchinen, Farbſtoffe,
Roh=
eiſen, Röhren, Blech, Metalldraht. Dampffeſſel,
Eiſenbahn=
ſchienen, Räder, Geſpinſte aus Wolle und verſchiedene
ähnliche Waren aufgehoben hat. Man hofft hier,
daß die Ausfuhr auch für andere Waren, wie Zucker,
Ta=
bak und Apothekerwaren, geſtattet wird. Dieſer Beweis
des deutſchen Entgegenkommens wirkt hier vorzüglich und
ſichert die Zukunft des deutſchen Handels.
Nach der Schlacht bei Tannenberg.
* Oſterode, 8. Sept. Hier iſt wieder Ruhe
einge=
kehrt. Alle Geſchäfte ſind geöffnet und der Koſakenſchreck
iſt überwunden. Die Regierung hat weitgehende
Maß=
nahmen zur Beruhigung getroffen. Alle Gerüchte über
eine angebliche Flucht des Landrats ſind vollkommen
falſch. Der Landrat hatte, der Inſtruktion des
Regie=
rungspräſidenten folgend wichtige Akten, Käſten und
Wertpapiere, über 15 Millionen Mark, nach Danzig
ge=
bracht, wo alle anderen Landräte ebenfalls eintrafen.
Hier ſanden wichtige Beſprechungen ſtatt, worauf der
Landrat nach zweitägiger Abweſenheit wieder nach
Oſterode zurückkehrte. Geſtern hat man angefangen, auf
den niedergebrannten Gehöften in den von den Ruſſen
verwüſteten Gegenden Baracken zur Unterkunft für Menſch
und Vieh zu errichten. Es werden auch Beutepferde und
Saatgetreide dorthin geſchafft, damit mit der
Winter=
beſtellung begonnen werden kann. Die Schlachtfelder von
Oſterode ſind jetzt vollkommen aufgeräumt. Eine
Regie=
rungskommiſſion hat geſtern eine Fahrt nach den
Schlacht=
feldern angetreten, um den dort angerichteten Schaden
ab=
zuſchätzen.
Ruſſiſche Gefangene.
* Berlin, 8. Sept. Die Zahl der ruſſiſchen
Gefangenen, die nunmehr nach Weſten befördert
worden ſind, betrug am 5. September 92000 Mann.
Der Sieg in Polen.
* Berlin, 9. Sept. Bei der Beſprechung des
Sie=
ges in Polen ſagt die Voſſiſche Zeitung, es ſei
wahr=
ſcheinlich, daß die Deutſchen den Vormarſchüber
Radom fortgeſetzt hätten, und dabei auch einen
Zu=
ſammenſtoß mit dem ruſſiſchen Gardekorps und dem 3.
kaukaſiſchen Armeekorps gehabt hätten. Es ſind
dies die beſten Truppen des ruſſiſchen Heeres, namentlich
das Gardekorps iſt eine Elitetruppe in ganz anderem
Sinne noch, als unſer Gardekorps. Daß die ſchleſiſche
Landwehr über dieſes Korps einen vollen Sieg errungen
habe, ſei von großer Bedentung. Daß der Sieg
voll=
ſtändig war, gehe auch aus der großen Zahl von
Gefan=
genen hervor.
Vor Paris.
* Berlin, 9. Sept. Nach einer Rotterdamer
Mel=
dung des Berliner Tageblattes wogt gegenwärtig vor
Paris eine allgemeine Schlacht. Die
Mitel=
lung beſagt weiter, daß der franzöſiſche linke Flügel mit
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 10. September 1914.
Nummer 249.
dem deutſchen rechten Flügel Fühlung genommen habe;
die engliſchen Truppen hätten ſich beim Angriff auf die
deutſchen Armeen beteiligt. Nach dem Meſſaggero ſei die
große Schlacht ſüdöſtlich von Paris im Gange; aus
dieſer Richtung vernehme man in der Stadt den
Geſchütz=
donner.
Nach dem Lokalanzeiger rechnen die Pariſer Blätter
noch immer mit einer Vernichtung des deutſchen Heeres
unter den Mauern von Paris. Im Petit Pariſien werde
geſagt: Wann werden die Ruſſen Berlin erreichen? Wenn
es wirklich zur Pariſer Belagerung kommen ſollte, ſo
werde dieſe Leidenszeit nur von kurzer Dauer ſein. Die
Ruſſen ſeien wie die Teufel hinter den Deutſchen her und
die Deutſchen müßten raſch Kehrt machen, um die Ruſſen
zurückzuſchlagen, die ihnen ins Land gedrungen ſind. Im
Petit=Journal findet ſich folgender Ausruf: Das Deutſche
Reich muß verſchwinden! Wir werden den Frieden in
Ber=
lin ſchließen! Wir werden Europa von den Preußen
be=
freien!
Aus Paris ſelbſt wird dem Kopenhagener Berlinske
Tidende gemeldet: Die Arbeiten an der
Verteidi=
gung von Paris werden mit fieberhaftem Eifer
fort=
geſetzt. Viele Tauſende von Arbeitern und hunderte von
Zivilingenieuren ſind Tag und Nacht an den
Befeſtigungs=
werken tätig. In den äußerſten Werken ſind bereits
tau=
ſend Kanonen aufgeſtellt. Die Blätter Republique
Frangaiſe, Homme libre, Rappel, Radical, Lanterne,
Autorite und Aurore haben ihr Erſcheinen eingeſtellt.
Cle=
menceau ſchreibt in dem letzten Artikel ſeines Homme
libre: „Ich lege jetzt meine Feder hin, aber ich betrachte
es als ein großes Unglück für eine Regierung, wenn ſie
ſich nicht mehr als unter der Kontrolle der öffentlichen
Mei=
nung ſtehend fühlt. Die Regierung muß uns vor allem
die Wahrheit ſagen und nicht Nachrichten zurückhalten,
ſonſt wird unſere Energie niederbrechen und unſer
Zu=
trauen geſchwächt.”
Jeden Abend ſteigt ein franzöſiſches
Fliegergeſchwa=
der in der Umgegend von Paris auf und kreuzt die ganze
Nacht, um deutſche Luftſchiffe und Flieger abzuwehren.
Während der letzten beiden Tage hat ſich kein deutſcher
Flieger über Paris gezeigt. Die Deutſchen ſind übrigens
ſchon im Begriff, die franzöſiſche Küſte zu erreichen. Nach
einer Times=Depeſche aus Boulogne hat der Bürgermeiſter
der dortigen Bevölkerung befohlen, die Waffen
einzulie=
fern und dem Einzuge der Deutſchen keinen Widerſtand
entgegenzuſetzen.
Franzöſiſcher Miniſterrat.
* Paris, 8. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Im
Mi=
niſterrat am 3. September in Bordeaux berichtete
Mille=
rand über die militäriſche Lage. Dann wurde eine Reihe
von Fragen beraten, beſonders über die
Lebensmittel=
zufuhr. Die Seſſion der Kammer iſt geſchloſſen. Viviani
weiſt in einem diesbezüglichen Brief an den Präſidenten
der Kammer darauf hin, daß zahlreiche Abgeordnete im
Felde ſtehen, und daß die Nöte, die Frankreich drückten
und die ſich täglich häuften, der Kammer die Möglichkeit
des Zuſammentritts nähmen. Ferner ſei Frankreich durch
höhere Gewalt und die Ereigniſſe gezwungen geweſen,
den Sitz der Regierung zu verlegen, um den Widerſtand
des Landes zu verſtärken und auszudehnen.
Franzöſiſche Franktireurs.
* London, 9. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Der
Korreſpondent des Daily Chronicle in Bordeaux
be=
ſtätigt, daß Franktireurs Angriffe
unter=
nommen haben. Ein Flüchtling aus einem
Ardennen=
dorf habe ihm erzählt, daß junge Leute und Frauen
be=
waffnet wurden, welche eine Ulanenpatrouille aus dem
Hinterhalt niedergeſchoſſen haben. Das Dorf ſei darauf
zerſtört worden.
Die engliſchen Verluſte.
* Die dritte engliſche Verluſtliſte bis zum
1. September enthält folgende Angaben: Tot 9 Offiziere
und 30 Mann, verwundet 7 Offiziere und 120 Soldaten,
vermißt 49 Offiziere und 4558 Soldaten. Mit den beiden
früheren Verluſtziffern ergibt ſich eine Geſamtziffer von
15141. Von dieſen werden nicht weniger als 13 643
ver=
mißt.
Engliſche Beſtialität.
* Stettin, 6. Sept. Stettiner Blätter berichten auf
Grund brieflicher Mitteilungen von zuverläſſiger Seite
(Stettiner Bürger, die im Dienſte des Roten Kreuzes
ſtehen) von haarſträubenden Beſtialitäten
engliſcher Truppen, und zwar zum Teil mit dem
Bemerken, daß die Veröffentlichung dieſer Schreiben
aus=
drücklich gewünſcht werde. So wird der Oſtſee=Ztg.
ge=
ſchrieben: „Vor gefangenen Engländern hielt ein
Oberſt=
leutnant ſoeben etwa folgende Anſprache an die
ver=
ſammelten Soldaten und uns: „Kameraden, verbreiter
dies in Eurer Heimat, was ich jetzt ſage. Dieſe gefange=
nen Engländer haben in barbariſcher Weiſe an unſeren
Truppen gehandelt. Sie hielten die Hände hoch, zeigten
die weiße Fahne und ließen unſere Truppen auf 50 Meter
herankommen. Dann ſchoſſen ſie ſie nieder. Den
Gefan=
genen und Verwundeten wurden mit Hakenmeſſern und
eiſernen Haken, die Wunden aufgeriſſen, die
Keh=
len mit Meſſern durchſtochen uſw. Hier ſtehen die
Bur=
ſchen. Alles dies, was ich ſage, beruht auf amtlicher
Un=
terſuchung. Mit ſolchen Beſtien müſſen unſere
braven Truppen kämpfen.‟ Ein Schrei der
Entrüſtung und Wut ging durch unſere Reihen, ein Pfut
über Englands Truppen. Nur die eiſerne Diſziplin hielt
uns zurück, dieſe Beſtien niederzumachen.‟ Der
General=
anzeiger berichtet über andere, haarſträubende
Scheußlich=
keiten, die an den Verwundeten begangen worden ſind.
Zum Untergang des Kreuzers „Pathfinder‟.
* Berlin, 8. Sept. Zum Untergang des
eng=
liſchen Kreuzers „Pathfinder” wird weiter aus
London gemeldet: Die Kataſtrophe geſchah am Samstag
nachmittag um 4½ Uhr, 10 Meilen nördlich von St. Abbes
Head. Die Beſatzung ſaß eben beim Mittageſſen, als das
Schiff erſchüttert wurde. Das Schiff neigte ſich nach vorn
und einen Augenblick ſpäter erfolgte eine furchtbare
Ex=
ploſion, welche das Schiff ſprengte. Nach 4 Minuten war
der Kreuzer untergegangen. Kriegsſchiffe und ein
Ret=
tungsboot von St. Abbes Head eilten herbei und retteten
den Kommandanten und eine Anzahl Leute. Die Mine
ſcheint das Schiff in der Nähe des Magazins getroffen zu
haben. Der Kreuzer hatte eine Beſatzung von 268 Mann.
Die Maßnahmen Hollands.
* Amſterdam, 9. Sept. Holland verhängt den
Belagerungszuſtand über zahlreiche an den
Flüſ=
ſen und am Meer gelegene Orte in den Provinzen
See=
land, Nordbrabant und Limburg. Es ſoll hiermit die
Durchfuhr von Kriegskonterbande an die
krieg=
führenden Mächte beſſer als bisher verhindert werden
können. Die Handelsſchiffahrt ſoll aber nicht beläſtigt
werden. Die Regierung behält ſich vor, zu entſcheiden,
ob die betreffende Fracht als Kriegskonterbande zu
be=
trachten iſt oder nicht.
Ruſſiſche Siegesmeldungen.
* Wien, 9. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die
Peters=
burger Telegraphen=Agentur hat die von dem Wiener
Korr.=Bureau gemeldeten Siege der Armee Auffenberg aus
Zamosc und Tyszowze dementiert. Sie wußte dagegen
von einem Rieſenerfolg der Ruſſen bei
Lem=
berg zu berichten ſowie von dort gewonnener reicher
Beute, von 70000 Kriegsgefangenen, Eroberung von
Hun=
derten von Geſchützen uſw. Demgegenüber iſt das Wiener
Korr=Bureau ermächtigt, zu erklären, daß bei Lemberg
überhaupt keine Schlacht ſtattgefunden hat
und daher auch von einem ruſſiſchen Sieg nicht geſprochen
werden kann. Wie bereits gemeldet, wurde Lemberg von
den Oeſterreichern aus ſtrategiſchen Gründen freiwillig
ge=
räumt. Ebenſo ſind die Berichte von reicher Beute der
Ruſſen, 70000 Gefangene uſw. vollkommen aus der Luft
gegriffen — es wäre denn, daß die ruſſiſchen Truppen
ſämtliche Einwohner von Lemberg als Kriegsgefangene
betrachten. — Was die Erfolge der in Rußland ſiegreich
vorgedrungenen öſterreichiſchen Armeen betrifft, ſo genügt
es, auf die entſprechenden erſten Meldungen des
öſter=
reichiſch=ungariſchen Generalkommandos hinzuweiſen, die
durch glückliche neue Erfolge beſtätigt worden ſind.
Der Petersb. Telegr.=Agentur wird es auch durch das
feinſte Lügengewebe nicht gelingen, die Siege unſerer
Armee wett zu machen.
Ruſſiſche Hilfstruppen.
* Die Nachricht von dem angeblichen Transport
ruſſiſcher Truppen auf den franzöſiſchen
Kriegs=
ſchauplatz wird von der italieniſchen Preſſe bereits zum
Teil verlacht. Abgeſehen davon, daß dieſe Expedition
aus geographiſchen Gründen unwahrſcheinlich iſt, würde,
wie die Turiner Stampa ſchreibt, nach den letzten
Lon=
doner Abmachungen das definitive Schickſal Frankreichs
ohnehin von den Entſcheidungen Englands und Rußlands
abhängen. Es liege daher im Intereſſe der Tripel=
En=
tente, daß, während Deutſchland durch Frankreich in
An=
ſpruch genommen iſt, Rußland keinen ſeiner Leute
ander=
weit verwende, ſondern ſeinen Kampf an der Oſtgrenze
gegen die Deutſchen und Oeſterreicher fortführe. Der
Po=
polo Romano ſchreibt: Sollte es ſich, wie es ſcheint,
be=
ſtätigen, daß 250000 Ruſſen im Weißen Meer eingeſchifft
wurden, ſo iſt es klar, daß ihre Mobilmachung ſchon vor
der Kriegserklärung erfolgt ſein muß, alſo zu einer Zeit,
als die Herrſcher und Kabinette noch über eine friedliche
Beilegung verhandelten, denn vom Weißen Meer kann
man beim beſten Willen eine ſolch ungeheure Expedition
nicht in vier Wochen nach Weſteuropa ſchaffen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 10. September.
* Militärdienſtnachrichten. v. Harnier, Ritte
meiſter und Esk.=Chef im Drag.=Regt. Nr. 23, zum
Major, Möſchke, Oberleutnant im Inf.=Regt. Nr. 117,
zum Hauptmann, die Leutnants v. Bomhard im Inf.=
Regt. Nr. 115, v. Holly u. Ponientzietz im Inf.=
Regt. Nr. 116 und Wecker im Inf.=Regt. Nr. 168, zu
Oberleutnants — befördert.
* Geſchworenenausloſung. Die Ausloſung der
Ge=
ſchworenen für das dritte Quartal hatte folgendes
Er=
gebnis: Joh. Winkel, Bauunternehmer in Dreieichenhain;
Landwirt Ludwig Fröhner II. in Meſſel, Gutspächter Fra
Fendt in Wallerſtädten, Adam Weber I. in Heubach,
Müh=
enbeſitzer Fr. Heppenheimer in Biebesheim, Major a. D.
Guſtav Baur de Betaz in Lindenfels, Sparkaſſenrechner
Georg Reinholz II. in Roßdorf, Bürgermeiſter Bauer in
Hammelbach, Architekt Fr. Munz II. in Langen, Bäcker=
Hermann v. Eiff in Groß=Steinheim, Fabrikant Phil.
Roeder in Darmſtadt, Hofvergolder Hermann Sonnthal
in Darmſtadt, Kaufmann Heinrich Hartherz in Rüſſels=, Kaufmann Hermann Weißmann in Viernheim,
Landwirt Georg Nikolay in Gundernhauſen, Kaufmann
Otto Kunkel in Darmſtadt, Landwirt Gg. Sauerwein II.
in Altheim, Rechtskonſulent Bernhard Krämer in Höchſt,
Rentner Mittelbiberach von Schad in Bensheim,
Land=
wirt Georg Schneider I. in Stockſtadt, Landwirt Jakob
Helm in Güttersbach, Joh. Phil. Hutmann in Offenbach,
Fabrikant Guſtav Pirazzi in Offenbach, Buchhalter Kaſp.
Montag I. in Bobſtadt, Joh. Georg Berg I. in Ebersberg,
Gemeindeeinnehmer Jak. Schneider in Werſau, Landwirt
Heinrich Ph. Hahn in Ober=Modau, Beigeordneter Georg
Lipp in Waldmichelbach, Landwirt Joh. Schöffel IV. in
Hergershauſen, Architekt Karl Auguſt Brunn in Offenbach,
— Die Sitzungen beginnen am Montag, den 28.
Septem=
ber, vormittags halb 10 Uhr, unter dem Vorſitz des
Land=
gerichtsrats v. Pfiſter.
* Großh. Techniſche Hochſchule zu Darmſtadt.
Das Programm für das Studienjahr 1914/15 iſt
er=
ſchienen und zum Preis für 50 Pfg. zu haben.
Ver=
ſendung erfolgt gegen poſtfreie Einſendung von 60 Pfg. —
Ausland 80 Pfg. — (auch in Briefmarken) vom
Sekre=
tariat der Techniſchen Hochſchule. Verſand unter
Nach=
nahme entſprechend höher. Die Rektoratsübergabe iſt
am 20. Oktober 1914. Im Winterſemeſter beginnen dier
Einſchreibungen am 16. Oktober und endigen am 16.
No=
vember. Beginn der Vorleſungen und Uebungen 20.
Ok=
tober 1914. Im Sommerſemeſter beginnen die
Ein=
ſchreibungen am 16. April und endigen am 17. Mai.
Beginn der Vorleſungen und Uebungen 20. April 1915.
* Siegesnachrichten als Kreistelegramme. Der ſchon
wiederholt in den Zeitungen gegebenen Anregung, die
amt=
lichen Siegesnachrichten gleich den Wettertelegrammen
durch die Poſt auch nach dem kleinſten Orte des Reiches
zu befördern, wird wie die Darmſt. Ztg. meldet, auf eine
Verfügung der Militärbehörde an die Poſt künftighin
ſtattgegeben. Danach werden die amtlichen
Bekanntmachun=
gen des Generalquartiermeiſters ähnlich wie der
Mobil=
machungsbefehl als ſogenannte Kreis=(Ks)=
Tele=
gramme in kürzeſter Zeit durch Telegraph und Telephon
auch nach der entlegenſten Poſtanſtalt befördert und
da=
mit wird einem wiederholt zum Ausdruck gebrachten
Nach=
richtenbedürfnis der Bewohner des flachen Landes in
anerkennenswerter Weiſe Rechnung getragen.
Vom Großh. Hoftheater wird uns geſchrieben:
Nachdem dieſer Tage die neuen
Abonnements=
bedingungen den bisherigen Abonnenten zugeſtell
worden ſind, läßt ſich bereits die erfreuliche Tatſache
feſt=
ſtellen, daß die ſchon im Juli eingelaufenen Anmeldungen
faſt alle aufrecht erhalten werden; auch von ſolchen
Abon=
nenten, die bisher eine Entſcheidung noch nicht getroffen
hatten, gehen die Anmeldungen in ſtattlicher Zahl ein.
Auf vielfache Anfragen teilt die Hoftheater=Hauptkaſſe mit,
daß ſie leider nicht in der Lage iſt, Abonnenten, die in
dieſem Jahre ihr Abonnement nicht erneuern, ihren Platz
für die nächſte Spielzeit 1915/16 unter allen Umſtänden
freizuhalten. Doch ſoll natürlich auf diejenigen
Abonnen=
ten, die in dieſem Jahre aus beſonders triftigen Gründen,
nämlich wegen militäriſcher Einberufung oder
Trauer=
falls, ihr Abonnement aufgeben müſſen, falls ſie im
näch=
ſten Jahre die bisher innegehabten Plätze wieder zu
über=
nehmen wünſchen, tunlichſt Rückſicht genommen werden.
Im übrigen muß aber die weiteſtgehende Rückſichtnahme
der Hoftheater=Hauptkaſſe auch bei der Verteilung der
Plätze und deren Vormerkung für die nächſte Spielzeit in
erſter Linie natürlich denjenigen unſerer bisherigen und
neu hinzutretenden Abonnenten gelten, die dem Hoftheater
in dieſer ſchweren Zeit treu zur Seite geſtanden haben.
Zu dem patriotiſchen Konzert im Hoftheater,
in dem ſich 600 Mitwirkende zur Ausführung der gewählt
volkstümlichen Vortragsfolge zuſammenfinden, werden die
Brief eines aus Frankreich
ausgewieſenen Deutſchen.
Barcelona, 5. VIII. 1914.
Liebſte Mutter! Wenn Du dieſen Brief überhaupt
er=
hältſt — direkt nach Deutſchland kann ich nämlich nicht
ſchreiben — ſo verdankſt Du es der Freundlichkeit von
Herrn Profeſſoor Dr. O. S. in Zürich, dem Du auch Deine
Antwort an mich zur freundlichen Weiterbeförderung
ein=
ſenden willſt. Die Hauptſache iſt: Wir befinden uns wohl
und noch mit Geld verſehen und ſuchen möglichſt bald über
Italien und Schweiz heimzukommen. Unſere Abreiſe kann
ebenſo gut in 3 Tagen wie in 4 Wochen ſtattfinden! Alſo
genaue Zeitangaben kann ich nicht machen.
Als wir letzten Samstag, den 1. Auguſt, nichtsahnend
nach zweitägiger Abweſenheit in der Maladetta=Gruppe
nach Bagnères=de=Luchon zurückkehrten, wurden
wir von der Mobiliſationsorder überraſcht, konnten aber
der Zugüberfüllung halber, am gleichen Abend nicht mehr
abreiſen. Am nächſten Morgen, Sonntag, wurden wir
kurz vor Abfahrt des Zuges von Polizei aus dem Coupé
geholt, nach der Gendarmerie gebracht, dort als Spione
unterſucht, aber bald, nachdem auch unſere Films
ent=
wickelt und nichts Verdächtiges ergeben hatten,
freige=
faſſen. Meine Alkoholtuben mit Inſekten, die Säcke mit
Schnecken, Geſteinsproben und Gemskrickel, die ſich in
meinem Koffer fanden, die Sonderabdrücke
wiſſenſchaft=
licher Arbeiten legitimierten uns genügend. Wir reiſten
um 11 Uhr ab und kamen glücklich nach Toulouſe, von
wo wir über Cette, Tarascon und Lyon Genf zu
errei=
chen hofften. Es war zu ſpät! Um Mitternacht hörte der
Normalbetrieb der Eiſenbahn auf, um nur Soldaten
be=
fördern zu können, wir hatten in Tarascon feſtgelegen,
aber wir wurden ſchon in Cette aus dem Zuge geriſſen
und nur durch die große Freundlichkeit des ruhigen,
ver=
ſtändigen Polizeikommiſſars vor der Menge bewahrt, unter
Geleit ins Hotel geſchafft, dort in Schutzhaft gehalten,
d. h. man riet uns im eigenen Intereſſe an, das Hotel
nicht zu verlaſſen, man garantiere für nichts!!!
Am nächſten Tage, Montag, erklärte man in
liebens=
würdigſter, ſachlichſter Weiſe, das Erreichen der
italieni=
ſchen oder ſchweizeriſchen Grenze ſei unmöglich, aber es
ginge am Abend ein ſpaniſcher Dampfer nach
Barcelona ab, den wir, um auf neutrales Gebiet zu
kommen, nehmen müßten. Die Fahrt von 14 Stunden
koſtete 10 Fres., Zwiſchendeck, alle Kajüten waren beſetzt
Wir fanden dort, zum Schutze vor der johlenden,
unruhi=
gen Volksmenge in Polizeibegleitung hingebracht, noch
weitere Deutſche vor, einen mit Frau und Kind. Die
Ueberfahrtsnacht war regneriſch. Durch beſondere
Lie=
benswürdigkeit des Kapitäns konnten wir Deutſche auf
dem Salondeck liegen, nicht mit 300 ſtinkenden Katalonen
zuſammen auf dem Vorderdeck, aber eine Nacht im Regen,
auf harten, naſſen Brettern unter lauter Seekranken zu
liegen, iſt keine Annehmlichkeit! Ich blieb von
Seekrank=
heit verſchont und verteilte an Seckel und unſere
Lands=
männin, die ſehr litt, Morphiumtabletten zur Linderung.
Genoſſen haben wir auf dem überfüllten Dampfer nur eine
Taſſe Kaffee und auch die war nur durch direkten Befehl
des Kapitäns zu erlangen. In Barcelona angelangt,
ließen wir uns auf dem Konſulat unſere Ankunft
beſtäti=
gen und bekamen aufgetragen, täglich vorzuſprechen, um
eventuelle Ueberfahrtsmöglichkeiten nach Genua zu
erfah=
ren. Wir erhielten hier die Nachricht, es ſei unmöglich,
Genua oder einen anderen italieniſchen Hafen zu erreichen,
da kein Schiff deutſche Paſſagiere mitnehmen will, aus
Angſt, von franzöſiſchen Kriegsſchiffen angegriffen zu
wer=
den. Im letztgenannten Falle würden die aufgegriffenen
Deutſchen Kriegsgefangene. Um dies zu vermeiden, hat
das Konſulat abgeraten, zur Zeit Barcelona zu
ver=
laſſen, und unſere Päſſe geſtempelt, zum Zeichen, daß wir
uns gemeldet haben und verſuchten, nach Deutſchland
durchzukommen und uns dort zur Fahne zu ſtellen, denn
ſonſt hätten wir eventl. als fahnenflüchtig gegolten! Eben
liegen etwa 500 Deutſche hier, die nicht fort können, zum
Teil in ſehr dürftiger Lage. Heute früh kommen noch 200
Mitglieder des Weſtdeutſchen Vereins für Zoologie und
Botanik her, die eine gemeinſame Reiſe nach Spanien
machten und das Land ebenfalls nicht mehr rechtzeitig
verlaſſen konnten. Wir ſind hier gut aufgehoben, leben
leidlich ſauber im Hotel de France und verkehren
im deutſchen Klub mit unſeren Landsleuten. Körperlich
iſt alſo alles gut, ſolange wir Geld haben. Wenn es zu
Ende iſt und von Hauſe keines zu ſchicken iſt, ſind wir auch
noch nicht verloren, dann ſorgt das Konſulat für uns.
Bis dahin hat es aber noch gute Wege.
Barcelona, 17. VIII. 1914
Liebſte Mutter!
Seit wir 3 ſeit 14 Tagen hier in Barcelona ſind, habe
ich Dir ſchon 6mal geſchrieben, teils direkt, teils durch
Schweizer Deckadreſſen, ohne zu wiſſen, ob Du auch nur
einen meiner Briefe erhalten haſt! Heute probiere ich es
mittels einer italieniſchen Deckadreſſe. Die Hauptſache iſt:
Wir ſind wohl, noch für 3 Monate mit Geld verſehen,
aber außerſtande, von Barcelona nach Deutſchland zu
fahren, da der einzige Weg, der Seeweg nach Genua, der
franzöſiſchen Kriegsſchiffe halber, die uns abfangen
wür=
den, unbenutzbar iſt. Gegen 1500 geſtellungspflichtige
Deutſche teilen unſer Los, zum Teil in äußerſt bedürftiger
Lage! Vor Ende des Krieges iſt ein
Nachhauſefah=
en unmöglich! Hätte ich rechtzeitig heimfahren
kön=
nen, ſo ſtände ich jetzt wohl mit meinem Regiment vor
Metz, ſo muß ich untätig, zähneknirſchend, dem Krieg von
weitem zuſchauen. Seid alle ganz unbeſorgt um uns, es
geht uns hier gut. Antwort an uns zu geben, wird
un=
möglich ſein! Verſuche es, mir eine Poſtkarte zu ſenden,
mit dem Inhalt, wie es Euch geht und daß Ihr um uns
nicht mehr in Sorge ſeid, nicht mehr, denn Deutſchland
ſoll keine Briefe oder Karten mit irgendwie verdächtigem
Inhalt, Spionagegefahr halber, über die Grenze laſſen.
Fritz.
Nummer 249.
Darmſtätder Tagblatt, Donnerstag, den 10. September 1914.
Seite 3.
noch vorhandenen Eintrittskarten am Vormittag der
Auf=
führung zu den üblichen Kaſſenſtunden ausgegeben. Der
Beginn des Konzerts iſt auf 8 Uhr, das Ende gegen 10 Uhr
angeſetzt. In die Leitung des Abends teilen ſich Hofrat
Paul Ottenheimer und Hofchordirektor Robert Preuß.
— Einziehung von Wechſelbeträgen durch
Poſt=
auftrag. Von unterrichteter Seite wird uns zur
Be=
ſeitigung von Unklarheiten geſchrieben: Infolge der
Verlängerung der Wechſelproteſtfriſt iſt in
der Behandlung der Poſtproteſtaufträge, d. h.
ſolcher, bei denen im Nichtzahlungsfalle von der Poſt
Proteſt erhoben wird (dunkelblaues Poſtauftragsformular),
nur inſofern eine Aenderung eingelreten, als der
Poſt=
auftrag mit dem Wechſel zum zweiten Male ſtatt am
zweiten Werktage nach dem Zahlungstage erſt bei
Ab=
lauf der verlängerten Proteſtfriſt vorgezeigt wird. Der
auf die Rückſeite des Poſtauftragsformulars
niederzu=
ſchreibende Vermerk „Ohne Proteſtfriſt” iſt mit ſeiner
bisherigen Wirkung beibehalten worden; er hat zur
Folge, daß der Wechſel ſchon nach der erſten Vorzeigung
oder nach dem erſten Verſuche der Vorzeigung proteſtiert
wird. Bei Poſt aufträgen zur Geldeinziehung
(grünes Poſtauftragsformular) befaßt ſich die Poſt nicht
mit der Proteſtierung des beigefügten Wechſels. Wünſcht
der Auftraggeber im Falle der Nichteinlöſung des
Wechſels ſeine Proteſtierung durch einen Notar oder
einen Gerichtsbeamten, ſo hat er den Vermerk „Sofort
zum Proteſt ohne Rückſicht auf die verlängerte
Proteſt=
friſt” auf die Rückſeite des Poſtauftragsformulars
nieder=
zuſchreiben. Poſtaufträge, die nur den für die früheren
Verhältniſſe vorgeſchrieben gewiſenen Vermerk „Sofort
zum Proteſt” tragen, werden wie Poſtaufträge ohne
dieſen Vermerk behandelt. Es wird alſo dem
Zahlungs=
pflichtigen auf ſeinen Wunſch eine ſiebentägige Lager
friſt gewährt, nach deren Ablauf der Poſtauftrag mit
dem Wechſel nochmals zur Zahlung vorgezeigt und bei
Nichteinlöſung zurückgeſandt wird. Die Rückſendung
er=
folgt bereits nach der erſten Vorzeigung, wenn dabei
die Zahlung verweigert wird.
— Erleichterungen im Güterverkehr. Vom 9.
Sep=
tember ab iſt der öffentliche Güterverkehr von und nach
dem Direktionsbezirk Mainz nunmehr in beinahe vollem
Umfange wieder aufgenommen. Einſchränkungen müſſen
vorerſt noch beſtehen bleiben im Verkehr mit den
Eiſen=
bahnen in Elſaß=Lothringen und Luxemburg, den
Direk=
tionsbezirken Saarbrücken, Danzig und Königsberg, ſowie
mit der Badiſchen Bahn, der Pfalzbahn und einzelnen
Strecken des Direktionsbezirks Cöln. Die
Wiederauf=
nahme des vollen Güterverkehrs mit der Pfalzbahn
und dem Direktionsbezirk Saarbrücken wird
voraus=
ſichtlich vom 12. September ab möglich ſein, ebenſo
ſteht die baldige Aufnahme des Verkehrs mit Baden
in Ausſicht. Ueber die Art der Einſchränkungen geben
die Güterabfertigungen Auskunft.
— Ankauf von Naturalien für das Heer. Nach
einer zwiſchen dem Reichsamt des Innern und dem
Königl. Preußiſchen Kriegsminiſterium getroffenen
Ver=
einbarung wurde für die Beſchaffung der
Heeres=
verpflegung eine Zentralſtelle zur Beſchaffung der
Heeresverpflegung für das Reich errichtet. In den
einzelnen Landesteilen übernehmen die zuſtändigen
Land=
wirtſchaftskammern die Beſchaffung der für die Truppen
nötigen Naturalien. Die
Landwirtſchafts=
kammer für das Großherzogtum Heſſen
kauft daher zurzeit u. a. größere Mengen Hafer,
Wieſenheu und Stroh. Intereſſenten werden
auf=
gefordert, ſchriftliche Angebote in waggonweiſer
Lieferung genannter Naturalien ſofort an die
Landwirt=
ſchaftskammer Darmſtadt, Rheinſtraße 34, I zu richten
* Arbeitsloſenfürſorge. Infolge der mit dem
Kriegs=
ausbruch verbundenen Störungen war es der
Geſchäfts=
welt, namentlich auch den Lebensmittelgewerben und
ehandlungen, vorübergehend unmöglich, die Beſtellungen
ihrer Kundſchaft durch Boten entgegenzunehmen und die
Zuſtellung der Waren durch Beauftragte beſorgen zu
laſſen. Das hat ſich aber geändert, nachdem die
Verhält=
niſſe wieder überſichtlicher geworden ſind. Viele Hände
ſind augenblicklich zum Feiern gezwungen. Beim
Arbeits=
amt, Waldſtraße 19, Fernruf 371, ſind zahlreiche Männer
und Frauen vorgemerkt, die Botengänge ſehr gern
übernehmen um die Exiſtenzmittel, wenn auch in
beſcheidenem Umfange, zu verdienen. Es iſt deswegen
dringend erwünſcht, daß die Geſchäftswelt zu ihrer
Ge=
pflogenheit zurückkehrt. Mehr als genug Arbeitskräfte
ſtehen zur Verfügung. Eine Mehrausgabe iſt mit der
Rückkehr zur bisherigen Uebung nicht verbunden, da die
Mittel zur Beſoldung von Boten auch bereits vor
Kriegs=
beginn aufgewendet wurden; ſie kann jetzt nicht erſpart
werden angeſichts der vorhandenen Arbeitsloſigkeit.
Fürſorge für arbeitsloſe Frauen. Der von den
hieſigen Arbeitgebern ins Leben gerufene und von dem
ſtädtiſchen Fürſorgefonds mitunterſtützte Strick=Ausſchuß
hat in den 10 Tagen ſeines Beſtehens von nachweislich
unterſtützungsbedürftigen Frauen 180 Paar Strümpfe
ſtricken laſſen und eine Mark Stricklohn für das Paar
be=
zahlt. Die Strümpfe werden nach Bedarf den hieſigen
Erſatz=Regimentern zum Mitnehmen für die im Feld
ſtehenden Kameraden zugewieſen, können aber auch an
Private, die ihrerſeits Strümpfe an im Feld ſtehende
Sol=
daten ſchicken wollen, zum Selbſtkoſtenpreis von 2 Mark
pro Paar abgegeben werden. Die Hauptſache iſt, daß es
gelungen iſt, einer größeren Anzahl Frauen einen
Ver=
dienſt zuzuweiſen und daß unſere Truppen möglichſt viele
Strümpfe erhalten. Geldſpenden und Aufträge auf Socken
zur weiteren Ausdehnung des ſegensreichen
Unterneh=
mens ſind willkommen und werden Wochentags zwiſchen
5 und 6 Uhr Waldſtraße 19, Zimmer Nr. 1, mit Dank
ent=
gegengenommen.
— Oeffentliche Verſammlung. Wie aus dem
Anzei=
genteil erſichtlich, hat der Oberbürgermeiſter zu
einer öffentlichen Verſammlung im Freien auf
Dienstag, den 15. September, abends 6 Uhr, eingeladen.
Seine Magnifizenz, der Herr Rektor der Landesuniverſität
Gießen, Herr Profeſſor Dr. Eck, hat ſich auf Bitten in
gütiger Weiſe bereit erklärt, aus Anlaß des großen
Krie=
ges zu ſprechen. Es handelt ſich, wie der Aufruf ſagt,
nicht um die Abhaltung einer Siegesfeier, ſondern um
eine ernſte Feierſtunde. Dafür bürgt auch ſchon der
aus=
gezeichnete Ruf, der Herrn Profeſſor Dr. Eck vorausgeht
und der uns aus ſeiner Darmſtädter Zeit wohlbekannt iſt.
Herr Profeſſor Dr. Eck hat noch jüngſt bei der
Jahrhun=
dertfeier der Univerſität Gießen und zuletzt am 23. Auguſt
in der Aula der Univerſität begeiſternd wirkende Vorträge
gehalten. Am 23. Auguſt ſprach er über die Worte: „Ihr
ſieget, wenn ihr bleibet‟ Der Beſuch der Verſammlung
iſt für jedermann unentgeltlich. Im übrigen wird auf den
Inhalt des Aufrufes verwieſen. Die ſtädtiſche
Verwal=
tung hat die Vorbereitungen für die Abhaltung dieſer
vaterländiſchen Stunde in die Hand genommen. Bei
un=
günſtiger Witterung wird die Verſammlung am gleichen
Tage abends 8 Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz
ſtatt=
finden.
— Blindenbeſchäftigungsverein. Die von dem
„Blindenbeſchäftigungsverein für Darmſtadt und
Um=
gegend” auf den 24. September angeſetzte Verloſung
der von den blinden Vereinsmitgliedern angefertigten
Gegenſtänden iſt bis auf weiteres verſchoben.
* Verwundete und kranke Soldaten in Darmſtädter
Lazaretten. Wir beginnen im Anzeigenteil der heutigen
Nummer mit der Veröffentlichung der Namen der in den
Darmſtädter Lazaretten untergebrachten verwundeten und
kranken Soldaten. Die Namen ſind nach dem Alphabet
geordnet und bei jedem Namen bezeichnet ein Buchſtabe
das Lazarett, in dem der Betreffende untergebracht iſt.
Das Verzeichnis wird fortlaufend ergänzt werden. Mit
dieſer Einrichtung kommen wir einem vielfach
geäußer=
ten Wunſche nach, da es beſonders unſeren Leſern vom
Lande nicht immer möglich war, ſich vorher bei der
Zen=
tralſtelle zu erkundigen, in welchem Lazarett der
betref=
fende Angehörige untergebracht worden iſt.
Verwundete in Mainzer Lazaretten.
Inf.=Regt. 117: Feldw.=Leutn. d. R. Otto Falk, 3. Komp.
— Unteroffiz, d. R. Robert Laue, 3. Komp.
C. Die Grummeternte iſt in hieſiger Gemarkung
recht gut ausgefallen und iſt dank der zehntägigen
Trockenheit und Wärme größtenteils unter Dach
ge=
kommen. Hoffentlich hält der geſtern nacht
nieder=
gegangene Regen, der übrigens den Hackfrüchten recht
zu ſtatten kam und den auch die Gärtner ſehnlichſt
ver=
langt hatten, nicht zu lange an.
** Roheit. Einer unſerer Depeſchenboten, der
am Dienstag Depeſchen ausfuhr, wurde in der Beſſunger
Straße von einem jungen Burſchen vom Rade
geriſ=
ſen, der ihm darauf einen Teil ſeiner Depeſchen entriß.
Der Bote hat erhebliche Verletzungen erhalten. Wir
er=
ſuchen diejenigen, welche den Vorfall mit angeſehen haben,
um nähere Mitteilungen.
* Leibbinden für die Krieger. Von ſachverſtändiger
Seite wird darauf aufmerkſam gemacht, daß für die im
Samstagsblatt beſchriebene Leibbinde 2 ſtatt 70 Maſchen
80 und ſtatt 130—160 Nadeln 160—180 zu nehmen ſind.
Auch wird empfohlen, für die Soldaten nur gute Wolle
für Strümpfe und lieber weniger zu kaufen.
Rotes Kreuz.
(Bureau: Rheinſtraße 36, Fernruf 25; geöffnet
ununter=
brochen von 7 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends. Bureau
der Materialienabteilung: Altes Palais; Fernruf 20.
Ihre Königl. Hoheit die Großherzogin haben
dem Roten Kreuz das Schußgeld für einen im
Kranich=
ſteiner Park geſchoſſenen Hirſch gnädigſt überwieſen (500
Mark).
Es iſt die Anſicht geäußert worden, es ſei bedauerlich,
daß in Darmſtadt noch kein Aufruf, für unſere im Felde
ſtehenden Soldaten durch nützliche Liebesgaben zu
ſorgen, erlaſſen worden ſei. Die Unterſtützungstätigkeit
des Roten Kreuzes erſtrecke ſich nur oder doch nur in
zweiter Linie auf die kämpfenden Truppen. Dem
gegen=
über ſei ausdrücklich feſtgeſtellt, daß dieſe Auffaſſung irrig
iſt. Das Rote Kreuz ſammelt allerdings Liebesgaben für
unſere Krieger im Felde. Dies iſt auch der Bevölkerung
aller Kreiſe wohl bekannt. Hunderte von Perſonen in
Darmſtadt und Tauſende im Lande ſpendeten und ſpenden
noch fortwährend Gaben für die Truppen im Felde;
täg=
lich, ſtündlich. Die Materialienabteilung verhandelt mit
zahlreichen Perſonen mündlich und mit 80 Zweigvereinen
im Lande ſchriftlich über die Herſtellung ſolcher Spenden,
gibt Merkblätter mit Maßen ab uſw. und verſendet die
Gaben an unſere kämpfenden Krieger.
Am Dienstag, den 8. September, fand ſich abends die
Gruppe B der Krankenbeförderungsabteilung am
Güter=
bahnhof ein, um einen für 10 Uhr 37 Minuten gemeldeten
Transport von deutſchen Verwundeten in Empfang zu
nehmen. Kurz nach 11 Uhr lief der Zug mit 79
Leicht=
verwundeten ein. Dieſe wurden von dem Perſonal der
Empfangsſtelle mit Kaffee, Tee, Limonade und Brötchen
verpflegt und erhielten Zigarren und Zigaretten. Der
Abtransport in die Vereinslazarette erfolgte in folgender
Weiſe: 10 Mann kamen in die Ernſt Ludwig=Heilanſtalt,
14 in die Machenhauerſche Klinik, 6 fanden im
Alicehoſpi=
tal, 16 im Eliſabethenſtift und 15 bei den Barmherzigen
Schweſtern Aufnahme. Weitere 8 Verwundete wurden der
Ollendorffſchen Augenklinik, 9 dem Stadtkrankenhaus
zu=
geführt; in das Reſervelazarett II kam ein Mann. Vom
Beginn des Empfanges bis zum Ende des Abtransports,
um Mitternacht, verweilte Ihre Königliche Hoheit die
Großherzogin am Bahnhof, mit den in guter
Ver=
faſſung und Stimmung befindlichen Mannſchaften ſich auf
das freundlichſte unterhaltend.
Verzeichnis neu hergeſtellter
Fernſprechanſchlüſſe und Henderungen bei
beſtehenden Sprechſtellen.
a) Neue Anſchlüſſe. 1487 Dr. Balſer,
Obermedi=
zinalrat, Liebigſtraße 2. 660 Birnbaum, Hrm., Dr.,
Sani=
tätsrat, Georgenſtraße 8. 800 Dr. Braun, Finanzminiſter,
Rheinſtraße 23. 497 Daub, Bureaudirektor der Stadt
Darmſtadt, Mathildenſtraße 47. 1933 Ehrhard, Konrad A.,
Bäckerei, Landwehrſtraße 25. 2574 Ekert, Beigeordneter
der Stadt Darmſtadt, Heinrichſtraße 120. 1061 Freytag,
Hauptmann a. D., Annaſtraße 31. 2219 Heil, Auguſt,
Papierfabrikant, Bismarckſtraße 53. 640 Hoehn, Gertrude,
Frau, Stiftſtraße 10. 2070 Horn, Adam, Trikotagen,
Strumpf= und Wollwaren, Kirchſtraße 14. 1478 Klug,
Heinrich, Bäckerei, Herdweg 17. 1604 Lechner, J. B.,
Bank=
vorſteher, Schloßgartenſtraße 73. 892 Frau Dr. H. Loſſen,
Beſitzerin der Ernſt Ludwigs=Heilanſtalt, Dr. Loſſens
Klinik, Steinſtraße 21/23. 1818 Maurer, Guſtav, Dr.,
Amtsgerichtsrat, Sandſtraße 16. 1706 v. Rabenau,
Frei=
frau, Wilhelmſtraße 6. 2542 Schweſternhaus der
Barm=
herzigen Schweſtern, Nieder=Ramſtädter Straße 30. 2221
Witt, Frau, Korvettenkapitän, Annaſtraße 30. 732
Würt=
tembergiſche Metallwarenfabrik=Niederlage, Rheinſtraße
Nr. 8. — b) Aenderungen. 2233 Verein anſäſſiger
Kellner, übertragen an Peter Beſſinger, Gaſtwirt.
e) Abgebrochene Sprechſtellen. 2547 Acton.
427 Ausſtellungs=Reſtaurant. 1223 Bernardon, G. 1505
Buſchmann. 1504 Coenen, Martin. 2547 Großbritan.
Geſandtſchaft. 742 Hühnergarth, Fr. 1775 Riedeſel,
Lud=
wvig, Freiherr zu Eiſenbach. 2035 Roſtchakowsky, M. S.
513 Ruſſ. Geſandtſchaft. 1846 v. Schroeder. 1454 Schroth,
Heinr. 701 Treuſch, Jakob. (2553) Unger, Friedr. Rich.
574 Vliet, van d. W. 1377 Wenner, Peter. 1295 Wittich,
Rudolf.
-h- Auerbach, 9. Sept. (Feuer auf dem
Auer=
bacher Schloß.) Heute morgen gegen 8 Uhr wurde
bemerkt, daß auf dem Auerbacher Schloß ein Brand
ausgebrochen war. Dichte Rauchwolken entſtiegen den
Ruinen. Viele Menſchen beſtiegen ſofort auf dem
kürze=
ſten Wege den Berg. Die Ankommenden fanden das
Haupttor verſchloſſen. Sie ſprengten die Tür auf und
fanden nun das Hauptwirtſchaftsgebäude in Flammen
ſtehend. Die Feuerwehr von Auerbach war ebenfalls bald
zur Stelle, konnte aber nur das Feuer auf ſeinen Herd
beſchränken. Das Wirtſchaftsgebäude iſt niedergebrannt.
Man vermutet Brandſtiftung, da man die Tür zum
obe=
ren Stockwerk erbrochen vorfand. Herr Reſtaurateur Klein
wohnt ſeit der letzten Woche hier, es war alſo niemand
auf dem Schloß anweſend. Der Schaden iſt ſehr
beträcht=
lich und nur zum Teil durch Verſicherung gedeckt. — Da
Feuilleton.
— Die Pariſer und die deutſchen Flieger. Das „
täg=
liche Schauſpiel der deutſchen Flüge über Paris” ſchildert
P. Groci in einem Telegramm vom 2. September an den
Corriere della Sera. „Die deutſchen Flieger, deren
außer=
ordentliche Kühnheit man bewundern muß, haben auch
heute abend bei Sonnenuntergang ihren gewohnten Flug
über der Hauptſtadt ausgeführt. Es war ein
theatrali=
ſches Schauſpiel, das eine halbe Stunde lang in der
Be=
völkerung das lebhafteſte Intereſſe erweckte. Ich war in
meinem Bureau, als ich um 6¼ Uhr plötzlich ein
lebhaf=
tes Gewehrfeuer hörte. Ich trat hinaus auf den Balkon,
um in die Luft zu ſehen, wie es alle die anderen taten
die ſich aus den Fenſtern herausbeugten oder von der
Straße heraufſahen. Der Himmel war von wunderbarer
Klarheit. In der Höhe ſchwebte, wie ein Falke, vom
Norden kommend, ein deutſches Flugzeug, eine Taube.
Die Maſchine trägt den Namen einer Taube, aber in
Wirklichkeit bietet ſie mit den gekrümmten Flügeln und
dem fächerförmigen Schwanz von ferne eine höchſt
ſelt=
ſame Aehnlichkeit mit einem Rieſenfalken. Da kreiſte die
Maſchine langſam über der Stadt, die die Wiege der
Flugkunſt war, als wollte ſie ſie herausfordern. Mit
einem Fernglas konnte man leicht alle Bewegungen der
Flügel und des Schwanzes unterſcheiden. Vom äußerſten
Ende eines Flügels hängt eine Flagge herab. In dem
Augenblick, in dem ſie über den mit Neugierigen gefüllten
Opernplatz fährt, iſt ſie vielleicht 1000 Meter hoch. Sie
wen=
det ſich gegen die Seine, aber plötzlich ändert ſie den
Kurs, als ob ſie eine Gefahr bemerkt hätte, um ſich nach
Nordweſten zu wenden und auf 2000 Meter zu ſteigen
So kommt ſie wieder über das Börſenviertel und gegen
den Nordbahnhof, die Linie der Boulevards
überſchnei=
gend. Jetzt ſehen wir ſie ſenkrecht über unſeren Köpfen.
Inzwiſchen praſſelt von allen Seiten das Gewehrfeuer:
lle Schildwachen auf den Dächern geben Feuer und man
klaubt auch das charakteriſtiſche Knattern der
Maſchinen=
zewehre zu unterſcheiden. Selbſt von der Straße her
feuert man. Zwei engliſche Soldaten, die ruhig
einher=
ſchlendern, faſſen das Gewehr und ſchießen gegen das
feindliche Flugzeug. Die Menge klaſcht ihnen Beifall, als
ob ſie ins Schwarze getroffen hätten, und ſie lächeln ſelig.
Es ſind ſicher Hunderte von Schüſſen, die in die Luft
ab=
gefeuert werden. Die Leute auf der Straße, in Gruppen
zuſammenſtehend, unter denen eine Bombe ein Blutbad
hervorrufen könnte, bleiben eine halbe Stunde mit der
Naſe in die Luft und warten auf die Ankunft eines
fran=
zöſiſchen Flugzeuges, das den Feind verfolgen ſoll. An
manchen Stellen iſt das Gedränge ſo groß, daß die
Poli=
ziſten dazwiſchen treten müſſen, um den Verkehr zu regeln.
Die widerſprechendſten Gerüchte werden laut. Drei
fran=
zöſiſche Flugmaſchinen ſollen die deutſche verfolgt und
ſchließlich getroffen haben, ſo daß ſie auf dem Platze der
Republik niederfiel. Andere wollen wiſſen, daß das
Flug=
zeug von einer Zollwache getroffen und in einer Vorſtadt
niedergefallen wäre. Die einen behaupten, daß kein
Scha=
den angerichtet wäre, die anderen verſichern, daß der
deutſche Flieger mehrere Bomben in der Nähe der
Made=
leinekirche geworfen hätte und einige Opfer gefallen
wären. Erſt im letzten Augenblick wird von unterrichteter
Seite gemeldet, daß einige Bomben in die Seine und
andere beim Trocaderopalaſt gefallen wären. Gewiß ſind
dieſe Beſuche in der Luft nicht angenehm, aber die
Neu=
gier iſt ſo lebhaft, daß das Publikum, ſtatt ſich in die
Haustore zu flüchten, auf die Mitte der Plätze eilt, um
beſſer zu ſehen.”
C.K. Wie die Kunſtwerke im Louvre geſchützt werden.
Schon ſeit Beginn des Krieges hat die Leitung des Pariſer
Louvre=Muſeums Maßregeln zum Schutze der Kunſtwerke
getroffen, die nun, da die Gefahr der Belagerung in
greif=
bare Nähe gerückt iſt, eine beſondere Bedeutung
erhal=
ten. Mit großem Eifer haben alle Beamten des Louvre
daran arbeiten müſſen, vor allem die Werke, die in den
oberen Galerien des Muſeums aufgeſtellt und daher den
Gefahren eines Bombardements am meiſten ausgeſetzt
ſind, in Sicherheit zu bringen. Während des Krieges
1870/71 war die Venus von Milo zur Zeit der
Be=
lagerung von Paris in ein Kellergewölbe eingemauert
worden. Die modernen Fortſchritte der Technik haben
jedoch geſtattet, in dieſem Kriegsjahr 1914 dem griechiſchen
Meiſterwerk eine weniger proſaiſche Zufluchtsſtätte zu
ſchaffen: die Statue iſt jetzt, wie in der Daily Mail
be=
richtet wurde, in einer Stahlkammer geborgen. Auch die
herrliche geflügelte Victoria von Samothrake hat in
einem ſolchen modernen Stahlpanzer Schutz gefunden. Die
Mona Liſa von Leonardo da Vinci hat von neuem
den Salon Carré, in den ſie erſt vor wenigen Monaten
nach ihrer abenteuerlichen Entführung durch Peruggia
zurückgekehrt war, verlaſſen müſſen, und ihr Rätſellächeln
verbirgt ſich jetzt in der Dunkelheit eines bombenſicheren
Verſtecks. Der Saal, in dem die griechiſchen Statuen
aufgeſtellt ſind, iſt von außen mit Sandſäcken gegen die
feindlichen Geſchoſſe geſichert; die Galerien des oberſten
Stocks, die mit Glas gedeckt ſind, ſind vollſtändig
ausge=
räumt und in Unterkunftsſtätten für Verwundete
verwan=
delt worden, ſo daß ſie jetzt unter dem Schutze des Roten
Kreuzes ſtehen. Aehnliche Vorſichtsmaßregeln ſind auch
in allen anderen Pariſer Muſeen getroffen worden.
* Die telephonierte Papſtwahl. Ein Extrablatt der
Wertinger Zeitung machte bekannt: Wertingen, 3. Sept.,
nachm. 2 Uhr. Papſtwahl. Rom, 3. Sept. (Wolff=Meld.)
Der Kardinal David Emil Ludwig Ludwig Anton
Hein=
rich, Iſidor, Emil Siegfried Anton wurde zum Papſt
ge=
wählt. Er ſteht im 60. Lebensjahre und war Erzbiſchof
von Bologna. Iſt in Wertingen zum erſten Male ein
Eigenname mit Hilfe von Vornamen am Telephon
buch=
ſtabiert worden? Die Anfangsbuchſtaben der Vornamen
ſollten zuſammen den Namen Della Chieſa ergeben. Nur
zwiſchen Anton und Heinrich fehlt noch Caeſar, ſo daß
auf dieſe Art der neue Papſt von der Wertinger Zeitung
ſogar einen Namen zu wenig bekommen hat.
* Der Wettlauf fürs Vaterland. Aus Mainz, 31.
Auguſt, wird gemeldet: Da ſich alle Landwehrleute einer
Kompagnie zur Front meldeten, aber nur wenige
ge=
braucht wurden, veranſtaltete die Kompagnie auf dem
Ka=
ſernenhof einen Wettlauf. Die Sieger durften zur Front
abreiſen.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 10. September 1914.
Nummer 249.
in der Nacht ein Gewitter war, iſt Blitzſchlag nicht
aus=
geſchloſſen.
Groß=Umſtadt, 9. Sept. (Totſchlag.) Der Sohn
der Lehrerswitwe Grim aus dem benachbarten
Mos=
bach, der 19 Jahre alte Otto Grim, der demnächſt zum
Heer einrücken wollte, hatte am letzten Sonntag mit dem
gleichaltrigen Heinrich Schlett und einem anderen
Bekann=
ten einen Spaziergang von Mosbach nach Dorndiel
ge=
macht, und auf dem Rückweg ſoll es zwiſchen den Dreien
zu übermütigen Späßen gekommen ſein, bis der Scherz
in Ernſt ausartete, und Schlett, der einen Schlag ins
Ge=
ſicht erhalten haben will, zum Meſſer griff. Er ſtach mit
der ſchmalen, kurzen Klinge auf Grim ein und brachte ihm
außer geringen Verletzungen an Kopf und Arm einen
Stich in den Unterleib bei. Letzterer verlief
verhängnis=
voll, denn der in das Städtiſche Krankenhaus nach
Darm=
ſtadt übergeführte und dort alsbald am Montag vormittag
operierte Grim erlag trotzdem heute nacht einer durch die
Wunde verurſachten Bauchfellentzündung.
Reich und Ausland.
Wien, 9. Sept. (Der albaniſche Geſandte)
Sureya Bey Vlara wurde vom Fürſten Wilhelm von
Albanien nach Lugano berufen. Der Geſandte hat geſtern
die Reiſe angetreten.
Neu=York, 9. Sept. (Der Panamakanal) iſt für
den Verkehr offen.
Die Vereinigung aller Katholiken.
* Berlin, 8. Sept. Die Köln. Volksztg. meldet: Der
Papſt hat dem Vertreter der Köln. Volkszeitung
gegen=
über in einer Audienz die feſte Hoffnung ausgedrückt, daß
nunmehr der unſelige Streit zwiſchen der
Ber=
liner und der Kölner Richtungbeendet werde.
— Der römiſche Berichterſtatter ergänzt ſeine Meldung
durch einen Ausſpruch des Papſtes gelegentlich einer
Audienz einer oberitalieniſchen Prieſtergruppe. Danach
habe der Papſt geſagt: Ich will nichts mehr von
Integra=
lismus und Epiſkopalismus ſprechen hören. Ich will die
Vereinigung aller Katholiken.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebaktion
teinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſenber verantwortlich.)
Volkskunſt=Abende.
Es wäre ſehr wünſchenswert, wenn zu Gunſten hier
anſäſſiger hilfsbedürftiger Muſiker in
regel=
mäßigen Zwiſchenräumen Volkskunſt=Abende
ſtattfinden würden. Erſte Künſtler werden ſicherlich ihre
Mitwirkung zuſagen. Bei der Zuſammenſetzung des
Programms dieſer Kunſtabende iſt es ratſam, alles
Seichte und Oberflächliche auszuſchalten. Deutſche Kunſt
in Werken unſerer Klaſſiker iſt zu pflegen. Um den
weiteſten Kreiſen Gelegenheit zu geben, dieſe künſtleriſchen
Veranſtaltungen zu beſuchen, ſind die Eintrittspreiſe auf
20 und 30 Pfg. einſchließlich Programm anzuſetzen.
Eine kleine Anzahl numerierter Plätze können 1 Mark
koſten.
— In allen Zeitungen wird aufgefordert, Arbeit
ſtatt Almoſen für die zurückgebliebenen Angehörigen der
Krieger zu beſchaffen. Jedermann ſieht die Berechtigung
dieſer Forderung ein undtut ſein Möglichſtes, um zu helfen.
Daß es auch andersdenkende Leute gibt, zeigt folgender
Fall. Ich bat dieſer Tage meinen Schweinemetzger,
Be=
ſitzer eines der größten Geſchäfte am Platze, mir einen
größeren Poſten Waren, den ich unmöglich mitnehmen
konnte, zu ſchicken; doch wurde mir geſagt, man hätte
„leider” gar keine Leute, und könne „zu unſerem größten
Bedauern” abſolut nichts ſchicken. Dies paſſierte mir
zweimal, war alſo keine Ausnahme. Nun frage ich:
Warum kann ein großes, auch jetzt gut gehendes Geſchäft
nicht ein paar ſaubere Frauen einſtellen, die wenigſtens
die nötigſten Gänge beſorgen? Natürlich ſoll und wird
die Hausfrau gerne den Geſchäftsleuten entgegenkommen,
indem ſie vieles ſelbſt holt oder holen läßt, aber oft iſt
der Weg zu einem Lieferanten zu weit, um alle Tage
gemacht zu werden. Mein Ochſenmetzger ſchickt alles,
was bei ihm beſtellt wird, ebenſo mein
Kolonialwaren=
händler, der ſogar nachfragen läßt. Und müſſen nicht
auch die Bäcker die Brötchen austragen laſſen? Wird
nicht ſogar Eis herumgefahren? Wird nicht die Milch
nach wie vor ins Haus gebracht? Gelernte
Metzger=
burſchen zu bekommen, mag ſchwer, vielleicht unmöglich
ſein. Warum aber ſollten nicht reinliche Frauen Fleiſch
austragen können? Der Metzger könnte ſeinen Kunden
mitteilen, daß er Waren im Betrage von 1,50—2 Mk. an
etwa ins Haus ſchicken läßt, daß kleinere Poſten aber
abgeholt werden müſſen. Ich bin überzeugt, daß manche
arbeitsloſe Frau gerne für ein geringes Entgelt die
Arbeit mit Freuden übernehmen und pünktlich
aus=
führen würde.
— „Der alte Gott lebt noch” — wir erfahren
es in dieſen Tagen. Er wird auch noch bei uns
ver=
kündigt, anders wie in Frankreich, wo z. B. in keiner
Schule mehr der Name Gottes genannt werden darf!
Unſere Gotteshäuſer ſind Sonntags und Werktags
be=
ſuchter wie je und jeder glaubt, er habe die ſchönſte
Predigt gehört. Gern würde man ſich nun die gehörten
Worte zurückrufen oder anderen zugänglich machen.
Wäre es nicht möglich, daß jeder unſerer Herren
Geiſt=
lichen eine Predigt zur Verfügung ſtellte, daß ein
Sam=
melbändchen hergeſtellt und zum Beſten des Roten
Kreuzes verkauft würde, ſpäteren Geſchlechtern ein
wert=
volles Zeitbild aus unſeren großen Tagen?
S.
— Durch die Mobiliſierung ſind ſicher auch Hüter
der Landgraf Philipp=Anlage betroffen worden, denn
täglich kann man beobachten, wie eine kleine Schar
Knaben und Mädchen Blumen und Sträucher aus der
Anlage abpflücken, um ſchon nach kurzer Zeit dieſelben
wieder wegzuwerfen. Daß die Eltern dieſes Vorgehen
nicht rügen, iſt unbegreiflich. Da nun alles Verbieten
den Kindern gegenüber nichts hilft, ſondern ſich dieſelben
ſogar höchſt dreiſt den Erwachſenen gegenüber benehmen,
wäre zum Schutze der Anlage dringend erwünſcht, hier
baldige Abhilfe zu ſchaffen.
H. 8.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 1. bis 7. September.
Das Geſchäft auf den deutſchen Getreidemärkten
ge=
ſtaltete ſich in der Berichtswoche ziemlich ruhig. Abgeſehen
davon, daß der Mangel an Säcken den Handel nach wie
vor ſehr erſchwert, fehlten während der ganzen Woche
Waggons für den privaten Güterverkehr, ſo daß der
Ver=
ſand vollſtändig unterbunden war. Von Einfluß auf die
Geſchäftslage war aber vor allem der Umſtand, daß die
Proviantämter angeſichts der Errichtung der Zentralſtelle
zur Beſchaffung der Heeresverpflegung ihre Anſchaffungen
ſehr einſchränkten. Zweck dieſer Zentralſtelle iſt, den
ge=
ſamten Bedarf des Heeres im Wege des freihändigen
Ankaufs aufzubringen, und zwar ſoll der Ankauf durch
die Landwirtſchaftskammern mit Hilfe des Handels der
Genoſſenſachften und der Landwirte in beſtimmten
Zeit=
abſtänden erfolgen. Um die Beſchaffung des Heeresbedarfs
zu erleichtern, hat der Bundesrat eine Verordnung
er=
laſſen, durch die die Auskunftspflicht über Vorräte an
Getreide und Mehl eingeführt wird. Es handelt ſich
da=
bei nicht darum, eine Ueberſicht über alle vorhandenen
Vorräte zu gewinnen, es ſoll vielmehr zunächſt nur
feſt=
geſtellt werden, wo ſich greifbare Vorräte in erheblichen
Mengen befinden. Da in der Berichtswoche viele
Land=
wirte ihr Getreide durch Vermittlung der
Landwirtſchafts=
kammern der Zentralſtelle anboten, ſo bewegte ſich das
Angebot in mäßigen Grenzen; auch der Umſtand, daß die
Landwirte jetzt wieder ſtärker durch Feldarbeiten in
An=
ſpruch genommen ſind, trug mit dazu bei, das Angebot zu
vermindern. Als Käufer trat auch in der Berichtswoche
Weſt= und Süddeutſchland auf; auch die Mühlen zeigten
Begehr, und da die Händler im Hinblick auf den Bedarf
der Zentralſtelle größere Ankäufe vornahmen, ſo erfuhren
die Preiſe für Brotgetreide eine weitere Steigerung,
wäh=
rend Hafer ungefähr zu den Preiſen der Vorwoche, teils
unter dieſen zu kaufen war. Sehr lebhaft blieb auch
dies=
mal der Begehr nach inländiſcher Gerſte zu Futterzwecken,
während das Geſchäft mit Braugerſte immer noch nicht
recht im Gange iſt. Es ſtellten ſich die Preiſe für
inländi=
ſches Getreide am letzten Markttage in Mark pro 100
Kilogramm wie folgt:
Weizen Roggen Gerſte Hafer
Berlin 228-232 201-203 208-222 213-226
188
Königsberg 185-213 176
201
216 187
Danzig .
208
195
224
Stettin .
Poſen 216-218 185 160-185 187-197
Breslau 212-217 185-190 170-190 192-197
Roſtock . . 217-220 185-190 200-205 200-203
Hamburg . 232-235 203-208 219-222 215-220
210
228
205 220
Kiel
200-210 200-220
Leipzig .
228-231
Duisburg . 245-248 211-214
Frankfurt 245-250 212-215 207-215 230-235
215-230
Mannheim 251-256 215-220
München . 258-268 216-222
213-224
Würzburg . 238-240 212-215 190-200 216-220
H. Frankfurt a. M., 9. Sept. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt war Landweizen reichlich
vorhanden und wurde beſonders von den Mühlen ſchlank
abgenommen. Die Preiſe dafür ſind gegenüber der
Vor=
woche mäßig befeſtigt; auch Landroggen war ſtärker
an=
geboten, aber ohne Veränderung. Ausländiſches Getreide
iſt nur in kleineren Quantitäten am Markte und
hoch=
gehalten. Neue Braugerſte bei ruhigerem Verkehr billiger
erhältlich. Hafer feſt; Mais knapp. Mehl und
Futter=
mittel ſtetig.
An der Berliner Produktenbörſe war der
Lokogetreidemarkt feſt. Die Zentralſtelle für die
Beſchaf=
fung des Getreidebedarfs hat viel gekauft; ebenſo iſt die
Nachfrage im Weſten infolge des gebeſſerten Güterverkehrs
größer geworden. Indeſſen ſind die Preiſe ohne
nennens=
werte Veränderung; nur Hafer 1 Mark höher bezahlt. —
Es notieren die Preiſe bei 100 Kilogramm netto hier:
Weizen hieſiger und Wetterauer 24.50—24.90,
Kur=
heſſiſcher 24.50—25, Norddeutſcher 25, Ausländiſcher 29.50
bis 30; Gerſte 21—21.50; Landroggen, hieſiger und
Bayeriſcher 21.25—21.50; Hafer, hieſiger 23—23.50;
Mais 20, Weizenmehl 38.25, Roggenmehl (01) 30, grobe
Kleine 12—12.50, feine Kleine 12.25.
Literariſches.
— Karte des Kriegsſchauplatzes in der
Nord= und Oſtſee 1914 im Maßſtabe von 1:3 500000
nebſt Plänen der wichtigſten außerdeutſchen Handels= und
Kriegshäfen. Ladenpreis 1 Mk. Verlag von L.
Friedrich=
ſen u. Co. in Hamburg. Die Karte iſt überſichtlich und
praktiſch.
Letzte Nachrichten.
Der Vormarſch der deutſchen Truppen
in Nordbelgien.
* Paris, 9. Sept. (W.T. B. Nichtamtlich.) Aus
Oſtende wird unterm 7. September gemeldet: Die
Deut=
ſchen gingen geſtern im nordweſtlichen Belgien zwiſchen
Gent und Antwerpen vor. Alle Verbindungen
zwi=
ſchen dieſen beiden Städten ſind unterbrochen. Bei
Oorde=
gem, in der Nähe von Wetteren (Oſtflandern), fand geſtern
ein Gefecht ſtatt. Die Belgier mußten ſich vor der
feind=
lichen Uebermacht zurückziehen. Der belgiſche
Komman=
dant Comniack iſt gefallen.
* Amſterdam, 9. Sept. General v. Bowith
forderte von der Stadt Gent 10000 Liter Benzin, 1000
Liter Mineralwaſſer, 150000 Kilo Hafer, ferner
Fahr=
räder, Autoreſerveteile, 100000 Zigarren uſw., aber er
verſchonte die Stadt mit einer weiteren
Kriegsabgabe und dem Durchzug der Truppen. Kurz
nachdem Bürgermeiſter Braun von der Unterredung mit
dem deutſchen General zurückgekehrt war, feuerte in Gent
ein auf einem Auto befeſtigtes Maſchinengewehr
auf zwei deutſche Offiziere, wovon einer tot, der andere
verwundet iſt. Bürgermeiſter=Braun fuhr ſofort wieder
zu dem deutſchen General, um etwaige üble Folgen
dieſes Mißverſtändniſſes abzuwenden.
* Antwerpen, 9. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.)
Wie gemeldet wird, ſollen heute von dem um Antwerpen
liegenden Land 70 Quadratmeilen
über=
ſchwemmt werden, um die Deutſchen am Einmarſch
zu hindern. Der Waſſerſtand ſchwankt zwiſchen einigen
Zoll und mehreren Fuß.
Eine Erklärung des elſaß=lothringiſchen
Zentrums.
* Straßburg, 9. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.)
Der Elſäſſer veröffentlicht in ſeiner heutigen Nummer
folgende Erklärung: Beim Bekanntwerden des erſten
Ar=
tikels im Echo de Paris vom 21. Auguſt, unterzeichnet
von dem ehemaligen Abg. Wetterlé, war ich geneigt, an
eine Myſtifikation zu glauben. Ich hielt es für
ausge=
ſchloſſen, daß ein deutſcher Abgeordneter zum Anſtifter
um Landesverrat werden könne. Auch Herrn Wetterlé
hielt ich nach allem einer ſolchen Handlungsweiſe nicht
fähig. Ich ſehe mich jetzt ſchmerzlich enttäuſcht. Es dürfte
keinem Zweifel mehr unterliegen, daß Herr Wetterlé der
Landesverräter iſt; er hat damit in geradezu
ver=
brecheriſcher Weiſe dem Programm des Zentrums
zuwidergehandelt. Er hat ſich damit des ſchwerſten
Wort=
bruchs ſchuldig gemacht bezüglich der vor zwei Jahren
der Fraktion beſtimmt abgegebenen Verſprechungen durch
ſeine Unterſchrift. Als ehemaliger Abgeordneter hat er
die Fraktion der Notwendigkeit enthoben, ihn als einen
Unwürdigen auszuſtoßen. — gez. Hauß, Vorſitzender
der Zentrumsfraktion des elſaß=lothringiſchen Landtags.
Der Kampf zur See.
* Berlin, 9. Sept. (W.T. B.) Die „B. Z. am
Mittag” meldet aus Wilhelmshaven: Der kleine
Kreuzer „Karlsruhe” hatte, wie engliſche Blätter
mel=
den, in dieſen Tagen ein kleines Scharmützel mit
engliſchen Kreuzern zu beſtehen.
* London, 9. Sept. (W.T. B.. Nichtamtlich.)
Mel=
dung des Reuterſchen Bureaus: Zwei weitere Schlepper
ſind in der Nordſee auf Minen gelaufen und
geſunken. Es handelt ſich um die Schlepper „
Impe=
rialiſt” und „Revigo” Zwei Mann der Beſatzung des
„Imperialiſt” werden vermißt.
Der Sieger von Oſtpreußen.
* Berlin, 9. Sept. Der Kaiſer hat dem
General=
oberſten v. Hindenburg den Orden Pour le mérite
verliehen.
Das Eiſerne Kreuz.
* Potsdam, 9. Sept. Dem Prinzen Friedrich
Leopold iſt vom Kaiſer das Eiſerne Kreuz 1. und
2. Klaſſe verliehen worden.
Die Zuſtände in Belgien.
* Berlin, 9. Sept. Die Nordd. Allgem. Ztg. bringt
weitere ausführliche Schilderungen des Direktors der
Deutſchen Bank Dr. Helfferichüber die Zuſtände
in Belgien. Dr. Helfferich ſagt unter anderem:
Einige Ortſchaften ſind völlig zerſtört, teils, weil heftige
Gefechte in ihnen geführt worden ſind, andernteils erfolgte
die Zerſtörung wegen des heimtückiſchen Ueberfalls ſeitens
der Bevölkerung auf unſere Truppen nach friedlicher
Ka=
pitulation. So iſt der Ort Badlis niedergebrannt
wor=
den, weil der Bürgermeiſter, der in einer Anſprache die
deutſchen Truppen freundlich willkommen hieß, dann den
deutſchen Offizier niederſchoß. Gleichzeitig wurde aus
allen Fenſtern ein lebhaftes Feuer auf die in den Straßen
haltenden deutſchen Kolonnen eröffnet. Der große
Indu=
ſtrieort Verviers iſt völlig unverſehrt; die Stadt Lüttich
zeigt nur an wenigen Stellen Spuren des Krieges. Nur
gegenüber der Univerſität iſt eine Anzahl Häuſer
zuſam=
mengeſchoſſen, weil aus ihnen auf unſere Truppen gefeuert
wurde. Es ſollen ruſſiſche Studenten geweſen ſein. Die
ſchönſte Brücke Lüttichs, wie überhaupt die meiſten Brücken
des Maastales, ſind ganz zweckloſer Weiſe von den
Bel=
giern ſelbſt geſprengt worden. Unſere Truppen haben in
kürzeſter Zeit Notbrücken errichtet.
Zwiſchen Lüttich und Tirlemont, wo ſich unſere Heere
in breiter Front vorwärts bewegten, ſieht es bis auf eine
Stelle durchaus friedlich aus, als ob nie der Fuß eines
feindlichen Soldaten dieſes Land betreten hätte. Nirgends
entſteht der Eindruck, als ob unſere Soldaten ohne Not
zerſtört und verwüſtet hätten. Auch Tirlemont ſelbſt iſt
gänzlich unverſehrt. Von Löwen ſind nur diejenigen
Stadtteile niedergebrannt, wo heimtückiſch auf unſere
Sol=
daten geſchoſſen wurde und ſich hartnäckige Straßenkämpfe
entwickelten. Unſere Truppen ſelbſt ſuchten zu retten,
was zu retten war. In Brüſſel iſt keinem einzigen
Men=
ſchen auch nur ein Haar gekrümmt worden. Ueberall iſt
das Privateigentum reſpektiert worden. Requiſitionen
und Ankäufe erfolgten nur gegen Barzahlung. Das große
Induſtriebecken von Charleroi iſt ſo gut wie vollſtändig
verſchont geblieben. Alle Fabriken und Werke ſind intakt!
Weiter ſind in der Umgegend von Maubeuge nur
diejeni=
gen Ortſchaften erheblich in Mitleidenſchaft gezogen, die
im Bereich der Feſtung liegen. An dieſer Stelle ſchildert
Dr. Helfferich, daß in unſere Hände gefallene
eng=
liſche Soldaten einſtimmig ausſagen, ſie hätten ihre
ſcharfe Munition aus den in Maubeuge
angeleg=
ten Depots erhalten. Es iſt zu beachten, daß das
eng=
liſche Gewehrkaliber mit dem franzöſiſchen nicht identiſch
iſt. Es iſt ſomit anzunehmen, daß die Engländer in
Mau=
beuge große Lager von Dum=Dum=Geſchoſſen ſchon lange
vor dem Kriege angelegt haben.
Im Sambre= und Maastal kehren die Männer zurück,
nachdem ſie ſich durch die erlebten Kämpfe überzeugt haben.
daß der deutſche Soldat der friedlichſte Menſch der Welt
iſt. Dinant iſt vollſtändig zerſtört, weil auf unſere
Trup=
pen nach friedlicher Kapitulation von allen Seiten
geſchoſ=
ſen wurde. Aus dem gleichen Grunde iſt ein großer Teil
von Andenne zerſtört. Die meiſten übrigen Ortſchaften
des Maastales machen einen durchaus ruhigen Eindruck.
Aus dem Geſagten gewinnt man den Eindruck, daß unſere
Truppen nur dort zerſtört haben, wo es die Gefechte
erfor=
derlich machten oder gegen Ueberfälle Repreſſalien nötig
waren.
Unſere wichtigſte Aufgabe wird zunächſt ſein,
Land=
wirtſchaft, Induſtrie, den kaufmänniſchen Handel und das
Gewerbe wieder in Gang zu bringen.
Dum=Dum=Geſchoſſe.
* Berlin, 9. Sept. (W. T. B. Amtlich.) In den
Taſchen gefangener franzöſiſcher Soldaten, insbeſondere
bei Schirmeck, Montmédy und Longwy, hat man
zahlreiche Stahlmantelgeſchoſſe gefunden, die auf
maſchinellem Wege an der Spitze mit einer 5 Millimeter
weiten und ſieben Millimeter tiefen Bohrung
ver=
ſehen waren. Bei dem Fort Longwy wurde eine
maſchi=
nelle Einrichtung vorgefunden, die dazu diente,
Geſchoſſe fertiger Patronen in der bezeichneten Weiſe zu
verändern. Dort wurden auch ganz Kiſten mit ſolchen
Patronen erbeutet. Es unterliegt daher keinem Zweifel,
daß die Patronen in dieſer Form von der franzöſiſchen
Heeresverwaltung an die Truppen ausgegeben worden
ſind. Bei derartigen Haubitzen=Geſchoſſen, die im
all=
gemeinen unter dem Namen Dum=Dum=Geſchoſſe bekannt
ſind, tritt beim Aufſchlagen der weichere Bleikern vorne
heraus, ſchlägt ſich breit und verurſacht dadurch beſonders
grauſame, mit unnötigen Leiden verbundene
Verwundun=
gen; das gleiche gilt von dem aufgeriſſenen
Geſchoß=
mantel, der ſchwere Zerreißungen körperlicher Gewebe
hervorruft. Andere bei gefangenen Franzoſen
vorgefun=
dene Patronen ſind teils durch Einkerben mit ſtark
her=
vortretenden Graten verſehen, teils an den Spitzen
ab=
gekniffen, teils ſogar geſpalten. Die militäriſche
Unter=
ſuchung hat feſtgeſtellt, daß die Mannſchaften auf
Befehl ihrer Offiziere die Patronen in
die=
ſer Weiſe behandelt haben. Auch Geſchoſſe
die=
ſer Art können ähnliche unnötige Verwundungen
verur=
ſachen, wie die ſogenannten Dum=Dum=Geſchoſſe. Der
Gebrauch aller ſolcher Geſchoſſe iſt nach völkerrechtlichen
Grundſätzen verboten, insbeſondere nach Art. 23 Abſ. 1
der Haager Landkriegsordnung und der Haager
Erklä=
rung vom 29. Juli 1899, betreffend das Verbot von
Ge=
ſchoſſen, die ſich leicht im menſchlichen Körper ausdehnen
oder platt drücken.
Nummer 249.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 10. September 1914.
Seite 5.
Der Kriegsgefangene mit der Regimentskaſſe.
* Breslau, 9. Sept. Die Schleſ. Korreſp. meldet
aus Striegau: Zwei ruſſiſche Kriegsgefangene
gerieten in Streit miteinander, wobei der eine mit dem
Meſſer vorging, weil der andere Gefangene verraten hatte,
daß er an der Plünderung der
Regiments=
kaſſe beteiligt war. Die Unterſuchung förderte
tatſäch=
lich 10000 Rubel ruſſiſches Papiergeld zutage. Auch
die übrigen Gefangenen verfügten über größere
Geld=
beträge, die ſie vor dem Kriege ſicher nicht beſaßen.
Kaiſer Franz Joſef.
* Wien, 9. Sept. (Meldung des Wiener Korr.=Bur.)
Das Reuterſche Bureau verbreitet neuerlich das
Ge=
rücht vom Tode Kaiſer Franz Joſefs. Es iſt
dies ein neuer Beweis dafür, wie ſkrupellos
Nachrichten=
bureaus und Preſſe der feindlichen Mächte Nachrichten
verbreiten, deren Unrichtigkeit ihnen vollkommen bekannt
iſt. Es gibt noch genug Vertreter neutraler Mächte in
Wien, die ſich von der glänzenden Geſundheit des Kaiſers
täglich überzeugen können. Kaiſer Franz Joſef, welcher
unermüdlich die Regierungsgeſchäfte führt, empfing
bei=
ſpielsweiſe geſtern den Grafen Berchtold in längerer
Audienz.
Eine große Schlacht bei Lemberg hat
begonnen.
* Wien, 9. Sept. (W. T. B. Amtlich.)
Im Raum von Lemberg hat eine große Schlacht
begonnen.
Nach einer weiteren Meldung haben die
Oeſter=
reicher die Offenſive gegen die Ruſſen ergriffen.
Daraus geht ſchon hervor, daß die Kriegslage von unſerm
Verbündeten als vorteilhaft betrachtet wird. Das
ent=
ſpricht auch den bisherigen Veröffentlichungen des
öſter=
reichiſch=ungariſchen Generalſtabs. Die große Schlacht iſt
im Gange, die, wie wohl jeder von uns weiß, mehr
be=
deutet als eine Schlacht. Es dürfte die
Entſcheidungs=
ſchlachr im Oſten ſein, die die Kriegslage ebenſo glänzend
geſtalten wird, wie ſie ſich durch die fortdauernden
Er=
folge unſerer Truppen im Weſten geſtaltet hat. Wenn die
ruſſiſchen Heere dort im Südoſten entſcheidend geſchlagen
werden, dann gibt es keinen geordneten Rückzug mehr;
ſind die Verbündeten dann noch ſtark genug, um die
Fol=
gen ihres Sieges einzuholen, dann wird den Ruſſen ein
ebenſolcher Zuſammenbruch ſicher ſein wie in Oſtpreußen.
Wir hoffen auf den Sieg der verbündeten Armee.
Telegrammwechſel zwiſchen General Joffre
und Lord Kitchener.
* London, 9. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.)
Ge=
neral Joffre richtete an Lord Kitchener ein
Tele=
gramm, in welchem er herzlichſt für die dauernde
Unter=
ſtützung dankt, welche die britiſchen Truppen der
franzöſi=
ſchen Armee während des ganzen Verlaufes der
Operationen gewährt hätten. Die Unterſtützung ſei in
die=
ſem Augenblick von höchſtem Wert, und ſie komme auf das
kräftigſte in den Kämpfen zum Ausdruck, die jetzt gegen
den deutſchen rechten Flügel im Gange ſeien. — Lord
Kitchener anwortete, die britiſchen Truppen ſeien
be=
friedigt, mit der franzöſiſchen Armee zuſammenwirken zu
können. England ſei ſtolz auf die hohe Aufgabe,
Frank=
reich Unterſtützung gewähren zu dürfen, auf die General
Joffre ſtets vertrauensvoll zählen dürfe.
Engliſche Verdächtigung der Neutralen.
* Kriſtiania, 9. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.)
Die Behauptung der Times, daß mit deutſchen
Han=
delsdampfern unter norwegiſcher Flagge eine Linie
nach Neu=York und Braſilien errichtet worden ſei, erregt
hier größte Entrüſtung. Der norwegiſche Reederverein
erklärt die Behauptung für eine bewußte Lüge.
Mor=
genbladet ſchreibt, man ſei hier der Meinung, die ganze
Behauptung der Times ſei aus der Luft gegriffen. Das
Miniſterium des Aeußern hat eine Unterſuchung
einge=
leitet, um die Haltloſigkeit der Behauptung zu beweiſen.
Man hält hier für ſicher, die Meldung ſein in
böswilli=
ger Abſicht getan, um die korrekte freundliche Haltung
Norwegens gegen Deutſchland zu verdächtigen. Hieſige
Blätter ſprechen ſich in dieſem Sinne aus.
* Mainz, 9. Sept. (W. T. B.) Der Gouverneur der
Feſtung Mainz, General der Infanterie von Kathen
der zum Kommandeur einer Diviſion ernannt wurde, hat
an die Bürgermeiſterei Mainz ein
Abſchiedsſchrei=
ben gerichtet, in dem er den Behörden und der
Einwoh=
nerſchaft für ihr verſtändnisvolles Zuſammenwirken mit
dem Gouvernement ſeinen wärmſten Dank ausſpricht.
* Berlin, 8. Sept. Der Heldentod des
ſozialdemo=
kratiſchen Abgeordneten Dr. Frank wird von den
Blät=
tern aller politiſchen Richtungen mit tief empfundenen
Worten gewürdigt. Die Mitteilung, Dr. Frank habe nicht
gedient, trifft nicht zu. Er hat als Einjähriger 1894/95
beim Infanterie=Regiment Nr. 110 gedient und wurde
dann zum Infanterie=Regiment Nr. 113 überwieſen.
* Trier, 9. Sept. Im Diedenhofener Lazarett liegt
als Verwundeter der Sohn des franzöſiſchen Miniſters
Delcaſſé.
* Karlsruhe, 9. Sept. Der Kaiſer hat heute
der Großherzogin Luiſe von Baden aus dem
Hauptquartier folgendes Telegramm geſandt: Ich gedenke
am heutigen Tage ganz beſonders herzlich deſſen, in deſſen
Erinnerung wir die vergangene Zeit erlebten und der die
große Zeit vor 44 Jahren erleben durfte. Er wird wohl
ſegnend aus iner anderen Welt die geheiligten Taten des
deutſchen Heeres betrachten und im Geiſte um uns ſein.
Wie wird ihn die einmütige Erhebung des deutſchen
Vol=
kes gefreut haben. Wilhelm.
* Peſt, 9. Sept. Eine aus etwa 1500 Mann
be=
ſtehende Abttilung der bei dem Kampfe um Mitrowitza
verſprengten Serben wurde bei India nach kurzem
Gefecht teils getötet, teils gefangen
ge=
nommen.
* Peſt, 9. Sept. Zur Unterſtützung der Angehörigen
zurückgebliebcher Familien reichsdeutſcher
Krieger hat die Allgemeine Kreditbank 2000 Kronen
geſtiftet. Zu demſelben Zweck waren bei der Bank 15000
Kronen eingegangen.
* Lonſon, 9. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Wie
die Times ſhreibt, beginnt das fortdauernde Ankommen
von franzöſiſchen und belgiſchen
Flüchtlin=
gen, von denen viele völlig arm ſeien, an der engliſchen
Küſte ein emſtes Problem zu werden.
* Tokſo, 9. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.)
Japa=
neſiſche Flieger haben Bomben auf Tſingtau
geworfen.
Deutſche Hausfrauen verbraucht deutſches
Obſt und deutſches Gemüſe.
Sammelt genügende Vorräte für den Winter.
Kriegszeiten ſind ſchwere Zeiten. Alle möglichen und
notwendigen Beſtrebungen zur Linderung der Not im
deutſchen Vaterlande ſtellen erhöhte Anforderungen an
unſere Hausfrauen, Körperſchaften, Verwaltungen uſw.
Eine der allerwichtigſten Fragen in Kriegszeiten iſt
die Ernährungsfrage des Volkes. Wenn wir auch in
Deutſchland, ſoweit ſich bis jetzt die Lage überſehen läßt,
trotz verminderter Einfuhr verſchiedener Nährprodukte aus
dem Auslande vorläufig mit den wichtigſten
Nährproduk=
ten noch gut verſorgt ſind, ſo dürfen wir es keinesfalls
unterlaſſen, hiermit ſparſam Haus zu halten. Vor allen
Dingen müſſen wir aber darauf ſehen, die jetzige obſt=
und gemüſereiche Zeit richtig auszunützen, haben wir doch
im Obſt und Gemüſe auch ſehr wichtige Nährprodukte
vor uns.
Alle Hausfrauen, einſchlägige Vereine, ſtädtiſche
Ver=
waltungen uſw. ſollten bemüht ſein, alles Obſt und
Ge=
müſe welches zu entſprechenden Preiſen erhältlich iſt, auf
irgend eine Art durch Konſervierung in Dauerprodukte
umzuwandeln, um auf dieſe Weiſe Vorräte anzuſammeln,
welche nicht nur den verwundeten, aus dem Felde
heim=
kehrenden Kriegern von großem Nutzen ſein können,
ſon=
dern in vielen Städten und Gemeinden wird es im
kom=
menden Winter manche bedürftige Haushaltung geben,
welche mit den Dauerprodukten unterſtützt werden kann.
In recht vielen Gemeinden wird ſich eine Vereinigung
bilden laſſen, wo gemeinſchaftlich, ſei es fürs Rote Kreuz,
ſei es zur Unterſtützung hilfsbedürftiger Familien in der
betreffenden Gemeinde ſelbſt, Obſt und Gemüſe in
grö=
ßeren Mengen durch die Hausfrauen eingekocht werden
kann. In größeren Städten befinden ſich Koch= oder
Fort=
bildungsſchulen als geeignete Räume, im Notfalle iſt eine
größere Küche oder auch ein Saal erhältlich, in welchem
man vorübergehend einige gebrauchte Herde aufſtellt. Das
Heizmaterial kann und wird in den allermeiſten Fällen die
betreffende Gemeinde gratis ſtellen. Wo keine geſchulte
Kraft vorhanden, werden ſich gewiß einige Hausfrauen
bewegen laſſen, die Leitung bei dem Einkochen zu
über=
nehmen, denn es wird wohl heutigen Tages kaum noch
viele Gemeinden geben, wo nicht einzelne Hausfrauen mit
dem Einkochen nach dem Weckſchen Verfahren vertraut
ſind. Die Hilfskräfte zum Herrichten des Obſtes und der
Gemüſe werden ſich gewiß allerorts bereitwillig finden.
Im Notfalle können die älteſten Schulmädchen mit
heran=
gezogen werden.
In Gemeinden, wo Obſt und Gemüſe ſelbſt reichlich
gebaut wird, werden ſich immer gütige Spender finden,
welche dies und jenes für den guten Zweck gratis ſtiften.
Wo Mangel an Obſt und Gemüſe vorherrſcht, muß man
ſich nach den geeigneten Produkten umſehn. Intereſſenten
iſt hierin die unterzeichnete Anſtalt gern behilflich. Wenn
die erforderlichen Zutaten an Salz, Eſſig, Zucker uſw.
nicht durch Spenden aufgebracht werden können, dann
muß ſeitens der Gemeindebehörde oder der gemeinnützigen
Vereinigung für Beſchaffung dieſer Materialien geſorgt
werden. Dieſe Zutaten werden um ſo geringer ſein,
mehr man Gefäße verwendet, welche luftdicht geſchloſſen
werden können, wie z. B. die Weckgläſer. Die Frage der
Gefäße=Beſchaffung iſt natürlich ſehr wichtig. Viele
Haus=
haltungen können einzelne Gefäße leihweiſe oder auch
gratis zur Verfügung ſtellen. Auch muß bei der Wahl
der Gefäße darauf geſehen werden, was hinein ſoll. Viele
Gemüſe wie Bohnen, Weißkraut, Rotkraut, Gurken uſw.
laſſen ſich in Steinguttöpfe, Holzſtanden uſw.
unterbrin=
gen. Desgleichen Mus oder Latwerge, Obſtkraut,
Eſſig=
früchte uſw. in ebenſolche Gefäße. Wo Weckſche
Verſchluß=
gefäße beſchafft werden ſollen, wird man nach Beendigung
des Krieges immer wieder Gelegenheit haben, wenn auch
mit einem kleinen Verluſt, die Gefäße abzuſetzen.
Wichtig iſt für einzelne Gemeinden die
Herbei=
ſchaffung der erforderlichen Obſt= und Gemüſeprodukte,
ſowie ſchließlich auch etwaiger Gefäße. Wo ſich
gemein=
nützige Vereinigungen bilden, oder wo ſtädtiſche
Verwal=
tungen die Sache in die Hand nehmen, laſſen ſich
wahr=
ſcheinlich die erforderlichen Produkte wie auch Gefäße als
Kriegsgut möglichſt raſch und entweder ganz
unent=
geltlich, oder doch zum billigſten Frachttarif befördern.
Die unterzeichnete Anſtalt iſt in dieſer Hinſicht bei den
Bahnverwaltungen vorſtellig geworden, damit die
erfor=
derlichen Artikel möglichſt koſtenfrei an den
Verbrauchs=
platz kommen. Notwendig für einen etwaigen
einzulei=
tenden Verſand in vorſtehend gedachter Weiſe iſt die
Ein=
ſendung eines ſeitens der Gemeindebehörde beglaubigten
Schreibens, daß die Obſt= und Gemüſeprodukte oder
Ge=
fäße zum Zwecke der Kriegsfürſorge benötigt und
ver=
arbeitet werden.
Wenigſtens kann und muß man erwarten, daß unſere
Hausfrauen jetzt deutſches Obſt und deutſch’es
Gemüſe verbrauchen und auf dieſe Weiſe den deutſchen
Obſt= und Gemüſebau mit fördern helfen. Mit kurzen
Gebrauchsanweiſungen für die Haltbarmachung der
ver=
ſchiedenen jetzt reifenden Obſt= und Gemüſearten ſteht die
unterzeichnete Anſtalt zu Dienſten.
Alle Gartenbeſitzer ſeien bei dieſer Gelegenheit
eben=
falls auf die Ausnützung aller jetzt frei werdenden
Län=
dereien im Garten und auf dem Felde aufmerkſam gemacht.
An Ausſaaten können noch erfolgen: Spinat, Weiße
Rüben, Feldſalat, Schnittſalat, Kreſſe, Radieschen und
frühe Rettiche, Teltauer Rübchen, nur auf Sandboden. In
warmen Lagen frühreiſende Bohnen, beſte Sorte: Neger,
desgleichen frühreifende Karotten wie Duwiker
Marktpreis. Wo Setzlinge an Endivien, Kopfſalat
(frühe Sorte), Roſenkohl, Krauskohl und Kohlrabi
vor=
handen oder erhältlich ſind, können dieſe noch auf frei
ge=
wordene Ländereien geſetzt werden. Es ſchadet nicht,
wenn auch die Pflanzen ſchon etwas recht groß geworden
ſind, bei richtiger Pflege werden dieſelben noch ganz gute
Ernten bringen. Wichtig iſt, daß noch recht viel Gemüſe
vor Winterseintritt herangezogen wird, damit dieſes
un=
ſerem deutſchen Volke mit zur Ernährung dienen kann.
Jedes freie Plätzchen muß jetzt ausgenutzt werden.
Wo Obſt und beſonders Gemüſevorräte im Ueberfluß
vorhanden ſind, bilde man vorübergehende Vereinigungen,
ſtelle die abgebbaren Quantitäten nach Arten zuſammen
und melde ſolche bei der zuſtändigen
Landwirtſchafts=
kammer oder Vermittelungsſtelle zum Verkauf an. Kann
der äußerſte Verkaufspreis gleich mit angegeben werden,
iſt dies ſehr erwünſcht. Auch die unterzeichnete Anſtalt
nimmt Anmeldungen entgegen und gibt ſolche an
Ver=
brauchsplätze weiter.
Helfe jeder mit ſo gut es geht, die heimiſche Ernte an
Obſt und Gemüſe zu ſichern und noch zu vermehren, es iſt
zum Wohle unſeres deutſchen Vaterlandes. Jede
Aus=
kunft erteilt bereitwilligſt die unterzeichnete Anſtalt.
Verſuchsanſtalt für häusliche Obſt= und Gemüſeverwertung.
Zwingenberg (Heſſen). H. Grote.
3. Quittung.
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter
Tag=
blatts” wurden für Kriegsnotleidende in Oſtpreußen
folgende Beträge abgegeben:
E. Friedrich 10 M., A. v. S. 10 M., Frau Fabrikant
Anton 10 M., Regierungsrat Dr. Michel 20 M.,
Alex=
ander Sander 15 M., Familie Blöcher 10 M.,
Regie=
rungsrat Knöpfel 10 M., J. Sch. 2 M., Geheimerat Heß
10 M., M. Nöſinger 10 M., Oberlandesgerichtsrat
Sand=
mann 10 M., Frau Marie Ulrich 100 M., Fräul. Kätie
Ulrich 5 M., Fräul. Marie Ulrich 5 M., A. u. B.
Kum=
bruch 20 M., Fräul. Dach 10 M., Dr. Brückner 20 M.,
M. Br. 5 M., Oberlandesgerichtsrat Fabricius 20 M.,
Frau Geheimerat v. Heſſe 10 M., Fräul. H. v. Loßberg
5 M., Oberſekretär Mahlerwein 5 M., Oberlehrer Böning
5 M., M. B. 20 M., Frau Roſa Muth 5 M.,
Amts=
gerichtsrat Hörle 5 M., O. T. 2 M., N. N. 20 M.,
Ge=
heimerat Biedert 50 M., Ungenannt 5 M., Frau
Regie=
rungsrat Frölich (Annaſtr.) 100 M., Frau Hauptmann
Schuenemann 80 M., Fräul. Keller 3 M. Zuſammen
617 M. Hierzu die bereits veröffentlichten 675 M.,
ins=
geſamt
1292 Mark.
Einundzwanzigſte Liſte der Kriegsgaben.
(Wo kein Wohnort angegeben iſt, iſt Darmſtadt gemeint.)
Es gingen weiter ein:
Bei der Zentral=Abteilung des Roten Kreuzes:
Von L. W. Aßmuth aus einer
Zwangsvollſtreckungs=
ſache 6 M., aus den Sparkaſſen der Kinder Ernſt
Friedrich und Platina Wöhler 20 M., von den Schülern
der Oberklaſſe Ernſthofen, Inhalt der Schulkaſſe, der
zur Beſchaffung künſtleriſchen Wandſchmucks beſtimmt
war, 43.45 M., Frau W. Mülberger Witwe 20 M., vom
Süddeutſchen Fußballverband durch Amtsgerichtsrat Dr.
Popper in Hanau als Anteil einer Stiftung des
Ver=
bandes von 5000 M. für die bei ihm beteiligten Staaten,
bezw. Provinzen 500 M., Oberbibliothekar Dr. Voltz
30 M., Frau Förter 2 M., zuſammen 621.45 M.
Bei der Bank für Handel und Induſtrie und
deren Depoſitenkaſſe: Gemeinde Hitzkirchen (Hauskoll.)
175 M., Kriegerverein Hitzkirchen 50 M., Ev. Pfarramt
Mörlenbach 7.43 M., Ev. Pfarramt Bonsweiher 6.50 M.,
Ev. Pfarramt Groß=Rohrheim 100 M., Ev. Gemeinde
Holzhauſen 13.65, Ev. Gemeinde Wackernheim=
Heides=
heim 50 M., Gemeinde Oppershofen 163 M., Theres
Beſſunger 25 M., Frau Dr. Kautter 10 M., Frl. E. W.
5 M., Großb. Bürgermeiſterei Nieder=Eſchbach 610 M.,
Kollekte vom Buß= und Bettag Buchſchlag 8.70 M.,
Krieger= und Militärverein Dreieichenhain 25 M.,
Samm=
lung Schwalheim 86 M., Hilfsſtelle für das Rote Kreuz
für Stadt und Kreis Alzey (3. Rate) 2500 M., von den
Schulen zu Keſtrich und Windhauſen 30 M.,
Hausſamm=
lung in der Gemeinde Jugenheim i. Rheinh. 631.25 M.,
2. Hausſammlung in der Gemeinde Berſtadt i. Oberh.
345 M., von der Schule zu Groß=Felda 20 M., 2.
Kirchen=
kollekte Rohrbach (Kreis Büdingen) 35.86 M., Sammlung
der Gemeinde Ueberau (Kreis Dieburg) 1. Rate 500 M.,
zuſammen 5397.49 M.
Bei der Darmſtädter Volksbank: H. Harniſch
10 M., Frl. Eliſe Maurer 5 M., Schulrat Backes für den Kreis
Groß=Gerau 6000 M., Gemeinde Selzen (Kreis
Oppen=
heim) 732 M., E. S. 2 M., E. Kalkhof 5 M., Pfarrer
Lic. Linck, Partenheim, durch Offiziers=Stellvertreter
Mann, Erſatz=Bataillon des Regiments 118 4. Kompagnie
in Partenheim, 20 M., E. Keller 3 M., N. Alefeld 40 M.,
Ungenannt 5 M., Ortsausſchluß Ruppertsburg 150 M.,
des chriſtl. Diak.=Vereins, 30 M. Männergeſangverein
Ruppertsburg, 324.05 M. Einzelgabe, zuſammen 504.05 M.,
von den Erben der Frau Kullmann 10 M., Bezirksverein
Südoſt 50 M., Ev. Pfarramt (2. Rate) Stadecken durch
Herrn Pfarrer Hamann 357.25 M., zuſammen 7743.30 M.
Bei der Städtiſchen Sparkaſſe: Ungenannt 12 M.,
Stadtpfarrer Velte 20 M., Peter Vogel 3 M., Ungenannt
10 M., J. N. 1.50 M., Sexta II des Realgymnaſiums
14 M., Geſangverein „Liederzweig” 30 M.,
Sparkaſſen=
rechner Weber Witwe 20 M., Generalleutnant Korwan
Exz. 1000 M., Tierſchutzverein für das Großherzogtum
Heſſen in Darmſtadt 500 Mark, Heſſiſcher Lehrer=
Turnverein 509.38 M., Lehrer und Lehrerinnen an den
ſtädt. Mittel= und Volksſchulen 500 M., Lehrer Link
20 M., Verein Deutſcher Chemiker, Fachgruppe für Mediz.,
Pharmaz., Chemie, 250 M., Karl Wehrum 10 M., Lehrer
Weinmann 3 M., Frl. Tilde Jung 10 M. Zuſammen
2912.88 M.
Bei Hauptſtaatskaſſedirektor Dexheimer: Kanzliſt
Lohnes 5 M., Dr. Knauf, Neu=Iſenburg, 127.50 M. Von
der Stadtkaſſe Darmſtadt erhob. Kriegsbeiträge 463.50 M.,
C. W. Leske 20.50 M., Starkenburger Bienenzüchterverein
eingezahlt durch deren Rechner F. Dickel, Darmſtadt)
100 M., Darmſtädter Damenkränzchen der Gießener
Landsmannſchaft Chattia 31 M., Bürgermeiſter Krug,
Elsheim, 471.10 M., Bürgermeiſter Singer, Seligenſtadt,
(1. Rate) 300 M., Stadt Alsſeld 2000 M. Zuſammen
3518.60 M. Allen Gebern herzlichen Dank!
Familiennachrichten.
Am 28. Auguſt iſt mein lieber Mann, der
Forſtmeiſter
Barl Nieger
Rittmeiſter d. R. im 1. Großh. Heſſiſchen
Garde-Bragoner-Regiment Nr. 23
im Kampf fürs Vaterland gefallen. (18457
Im Namen der Hinterbliebenen:
Panla Rieger, geb. Bonſieb.
Schlitz, den 8. September 1914.
[ ← ][ ][ → ]Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 10. September 1914.
Nummer 249.
Statt beſonderer Anzeige.
Am 28. Auguſt erlitt den Heldentod fürs
Vaterland unſer innigſtgeliebter Sohn, Bruder
und Bräutigam
der Einjährig=Freiwillige, Gefreiter
Otto Mollega.
In tiefer Trauer:
Lamilie Dollega,
Emmi Ackermann, als Braut,
Familie Ackermann.
Darmſtadt, den 9. September 1914. (*4730
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Den Heldentod fürs Vaterland erlitt mein
lieber, guter Sohn
Georg Nover
Unteroffizier der Reſerve.
Die trauernd Hinterbliebene:
Frau Julie Nover Ww.
18474
Städtiſche Leſe= und Bücherhalle,
Louiſen=
ſtraße 20. Die Leſehalle iſt geöffnet an
Wochen=
tagen von 10—2 und von 6—9 Uhr, Sonntags von
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Am 8. September wurde unſere liebe
Schweſter, Schwägerin und Tante (*4705
Anna Geißner
Lehrerin i. P.
nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden,
mehrmals geſtärkt durch die Tröſtungen unſerer
hl. Religion, in ein beſſeres Jenſeits abgerufen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 9. September 1914.
Die Beerdigung findet am Donnerstag,
nach=
mittags 4 Uhr, auf dem Darmſtädter
Fried=
hof ſtatt.
Blumenſpenden dankend abgelehnt.
Statt beſonderer Anzeige.
Freunden und Bekannten die traurige
Mit=
teilung, daß unſere liebe, gute, treubeſorgte
Schweſter, Schwägerin und Tante
Fräul. Loniſe Steingrübner
geſtern abend 7 Uhr nach 14tägigem Kranken=
(18458
lager ſanft entſchlafen iſt.
Die tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Familie Lakowsky=Rubli,
„ Weygandt.
Darmſtadt, Brüſſel, 9. September 1914.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 10.
Sep=
tember, nachmittags 4½ Uhr, auf dem ſtädtiſchen
Friedhofe von der Friedhofskapelle aus ſtatt.
11—1 und von 6—9 Uhr. Bücherausgabe findet
ſtatt an jedem Wochentage von ½11 bis ½1 Uhr und
abends von 6 bis 9½ Uhr.
Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige
Pflicht, ihre A. H. A. H., jaB. jaB. und aB. aB.
vom Ableben ihres lieben A. H., des
Herrn Architekten
Willy Andreß
Leutnant d. Reſ. im Leibg.-Inf.-Regt. 115
geziemend in Kenntnis zu ſetzen.
(*4731
Er ſtarb den Heldentod fürs Vaterland am
23./24. Auguſt.
Ehre ſeinem Andenken!
Darmſtadt, am 8. September 1914.
Die Landsmannſchaft „Haſſo=Boruſſiat
J. A.: Dipl.=Ing. Heymann.
Wetterbericht.
Das weſtliche Tiefdruckgebiet iſt weiter öſtlich
vor=
gedrungen und hat ganz Mitteleuropa in ſeinen Bereich
gezogen; es ſcheint ſich in nordöſtlicher Richtung über den
Kontinent hinweg zu bewegen. Wir haben alſo in der
nächſten Zeit wolkiges Wetter und zeitweiſe Niederſchläge
zu erwarten.
Wetterausſichten für Donnerstag: Wolkig,
zeit=
weiſe Niederſchläge, mäßig warm, ſüdweſtliche Winde.
Tageskalender.
Donnerstag, 10. September.
Großh. Hoftheater, Anfang 8 Uhr: Patriotiſches
Konzert.
Verſteigerungskalender.
Freitag, 11. September.
Pferde=Verſteigerung um 10 Uhr auf dem
Pferde=
marktplatz.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Ge=
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
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den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
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Nr. 125.
Donnerstag, 10. September.
1914.
Aufruf.=
Unſere Jugend vom 16. Lebensjahre an ſoll auf den ſpäteren
Militärdienſt jetzt ſchon vorbereitet werden. Die Ausbildung ſoll alsbald
beginnen. Die Erfüllung dieſer wichtigen Aufgabe iſt eine vaterländiſche
Pflicht zum Wohle des Ganzen, wie des Einzelnen. Wir verweiſen auf
die nachſtehend abgedruckten Erlaſſe.
Es ergeht deshalb Aufforderung:
1. An alle, die hierbei als Leiter mitwirken wollen, ſich
in Darmſtadt bei dem Herrn Oberbürgermeiſter,
in den Landgemeinden bei den Herren Bürgermeiſtern
alsbald ſchriftlich anzumelden und hierbei anzugeben: Namen, Alter, Beruf,
Wohnung, militäriſche oder ſonſtige zur Tätigkeit befähigende Ausbildung.
2. An die männliche Jugend vom 16. Lebensjahre an, ſich wie folgt
anzumelden:
Diejenigen, die Mitglieder von Vereinen ſind, welche Leibesübungen
betreiben, bei ihren Vereinsvorſtänden,
die Schüler der höheren Lehranſtalten bei den Direktoren der Anſtalten,
die Fortbildungsſchüler bei den Hauptlehrern, wo keine Hauptlehrer
tätig ſind, bei den Klaſſenlehrern,
die übrigen in Darmſtadt bei dem Herrn Oberbürgermeiſter, in den
Landgemeinden bei den Herren Bürgermeiſtern.
Der Herr Oberbürgermeiſter in Darmſtadt und die Herren Bürgermeiſter
der Landgemeinden werden erſucht, die Liſten der ſich Meldenden zu ſammeln
und bis zum 17. I. Mts. an uns einzuſenden. Die Liſten ſollen enthalten:
Namen, Geburtsdatum, Wohnung, berufliche Tätigkeit (falls nicht Schüler) des
ſich Meldenden.
Die Einteilung und die Heranziehung zu den Uebungen bleibt dem Vorſtande
des Jungdeutſchlandbundes vorbehalten.
(18469
Darmſtadt, den 9. September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Erlaß
betreffend die militäriſche Vorbereitung der Jugend während
des mobilen Zuſtandes.
Eine eiſerne Zeit iſt angebrochen, welche die höchſten Anforderungen an die
Leiſtungsfähigkeit und Opferwilligkeit jedes einzelnen ſtellt. Auch die heranwachſende
Jugend vom 16. Lebensjahre ab ſoll nötigenfalls zu militäriſchem Hilfs= und
Arbeits=
dienſt nach Maßgabe ihrer körperlichen Kräfte herangezogen werden.
Hierzu und für ihren ſpäteren Dienſt im Heere und der Marine
bedarf ſie einer beſonderen militäriſchen Vorbereitung.
Zu dieſem Zwecke werden am beſten in den größeren Orten oder für mehrere
kleine gemeinſam die jungen Leute aller Jugendpflegevereine vom 16. Lebensjahre
ab geſammelt um nach den anliegenden, vom Kriegsminiſterium gegebenen
Richt=
linien unverzüglich herangebildet zu werden.
Es darf erwartet werden, daß auch diejenigen jungen Männer, die
bis jetzt den Veranſtaltungen für die ſittliche und körperliche
Kräftigung ferngeblieben ſind, es nunmehr als eine Ehrenpflicht
gegenüber dem Vaterlande anſehen, ſich freiwillig zu den angeſetzten Uebungen
uſw. einzufinden.
In den Provinzen veranlaſſen das Weitere bezüglich der militäriſchen
Vorbereitungen die ſtellvertretenden Generalkommandos, denen
empfohlen wird, ſich dabei in Preußen der ſtaatlichen Bezirks=, Kreis= und
Ortsaus=
ſchüſſe für Jugendpflege zu bedienen.
Alle Behörden werden aufgefordert, die militäriſche Vorbereitung der
heran=
wachſenden Jugend nach Kräften zu fördern und zu unterſtützen. An dieienigen
aber, welche ſchon bisher im Dienſte der Sache geſtanden haben, ergeht die Bitte,
nicht bloß ſelbſt in der bisherigen treuen Weiſe weiter zu heifen, ſondern auch neue
Mitarbeiter zu gewinnen.
Der Miniſter der geiſtlichen und Unterrichts=Angelegenheiten
v. Trott zu Solz.
Der Kriegsminiſter
Der Miniſter des Inneru
v. Falkenhayn.
v. Loebell.
Zu dieſem Erlaß hat das Königl. Preuß. Kriegsminiſterium u. a. noch
das Folgende bemerkt:
1. Bei der unvermeidlichen vielſeitigen Inanſpruchnahme des ſtellvertretenden
Köriglichen Generalkommandos wird es zweckmähig ſein, die
Regierungs=
präſidenten mit der Durchführung der Maßnahmen zu beauſtragen.
2. Die Teilnahme der Jugendlichen an den Veranſtaltungen und Uebungen gemäß
den anliegenden „Richtlinien” ſoll nach wie vor eine freiwillige ſein.
3. Je ſchneller und ſachgemäßer die in den „Richtlinien” angegebenen Uebungen
aufgenommen werden, deſto nutzbringender wird die darin empfohlene
Vor=
bereitung der Jugendlichen für ihre demnächſtige militäriſche Ausbildung ſein.
Keinesfalls aber ſind die ſchon in die Erſcheinung getretenen wilden
Organiſationen jugendlicher Kriegsfreiwilliger, die eine rein militäriſche
Aus=
bildung (Exerzieren) der Jugendlichen betreiben, zu unterſtützen.
Dagegen wird der Jungdeutſchlandbund (Pfadfinder, Jugendwehren,
Turn= und Sportvereine uſw.), deſſen Jugendliche ſchon Beweiſe ihrer
Ver=
wendbarkeit gegeben haben, der berufene Helfer ſein. Kriegervereine und
Bürgerwehren werden ebenfalls wertvolle Hilfe zu leiſten imſtande ſein
4. Beſonderer Wert iſt auf die Teilnahme der in vorſtehender Ziffer 3 2 Abſ.
be=
zeichneten Jugendlichen an den Uebungen uſw. zu legen. Die im Verlauf des
jetzigen Aushebungsgeſchäfts Zurückgeſtellten ſind auf die militäriſche
Organi=
ſation für die Vorbereitung der Jugend hinzuweiſen; um entſprechende
An=
weiſung der Erſatzkommiſſionen wird ergebenſt erſucht.
5. Die örtlichen Leiter der militäriſchen Vorbereitung der Jugend uſw. werden
zu erſuchen ſein, über die Beteiligung der Jugendlichen an den Veranſtaltungen
für die militäriſche Vorbereitung Beſcheinigungen auszuſtellen, die den
Jugend=
lichen beim ſpäteren Eintritt in das Heer oder die Marine als Empfehlung dienen.
6. Zur Abhaltung der in den „Richtlinien” vorgeſehenen bebungen uſw. ſind aus
den den Vereinen uſw. angehörigen und den ſich ſonſt freiwillig meldenden
Jugend=
lichen vom 16. Jahre ab am zweckmäßigſten Züge und Kompagnien zu bilden. Die
Zuſammenſtellung von Jugendlichen mit älteren Kriegsfreiwilligen iſt
nicht erwünſcht und daher nach Möglichkeit zu vermeiden.
7. Als einheitliches Abzeichen wird für ſämtliche Jugendlichen die an den
Veran=
ſtaltungen teilnehmen, eine mit dem Stempel des Jugendpflegeausſchuſſes oder
der Ortspolizeibehörde verſehene Armbinde in den Landesfarben, für die Leiter
und Führer dagegen, ſoweit dieſe nicht uniformiert ſind, eine ſolche in den
Reichs=
farben empfoblen.
8. Bei der Zeitbeſtimmung für die Uebungen uſw. iſt auf den örtlichen Gottesdienſt
Rückſicht zu nehmen.
9. Bei der Gewinnung von Jugendlichen für die Teilnahme an den Veranſtaltungen
auf Grund des anliegenden Erlaſſes iſt die Zugehörigkeit der Jugendlichen oder
deren Eltern, Erzieher uſw. zu einer politiſchen Partei ohne Einfluß.
Richtlinien
für die militäriſche Vorbildung der älteren Jahrgänge der Jugend=Abteilungen
während des Kriegszuſtandes.
Bei den Altersklaſſen vom 16. Lebensjahre aufwärts, denen ſich die vielen
Kauſende von jungen Männern anſchließen werden, die ſich ſchon freiwillig zum
Friegsdienſt gemeldet haben, aber zurückgewieſen werden mußten, tritt die Vorbereitung
für den Kriesdienſt in den Vordergrund, ſoweit es ohne Ausbildung mit der
Waffe möglich iſt.
Entſchloſſenheit
anzufeuern; ihre Hingabe für das Vaterland, für Kaiſer und Reich zu entflammen
durch den Gedanken an die ungeheure Gefahr, in der dieſe ſich befinden.
Es iſt ihnen klar zu machen, daß Deutſchland untergehen würde, wenn wir nicht
ſiegen, ſo daß wir ſiegen müſſen und jeder einzelne Vaterlandsverteidiger bis zum
jüngſten hinab den feſten Willen dazu im Herzen trägt.
Die mit ihnen vorzunehmenden Uebungen werden folgende ſein:
1. Schnelles lautloſes Antreten in den einfachſten Aufſtellungsformen: der
Linie, der Gruppenkolonne. Sammeln in denſelben Formen im Stehen und in der
Bewegung nach beſtimmten durch den Führer angegebenen Richtungen.
Die Einteilung der Abteilungen in Züge und Gruppen iſt dabei wie bei einer
Infanterie=Kompagnie.
2. Das Zerſtreuen aus dieſen Formen und das ſchnelle lautloſe
Wieder=
zuſammenſchließen.
Die Jungmannſchaft iſt dabei anzuhalten, Richtung und Fühlung ſelbſttätig
einzunehmen.
3. Einige einfache Bewegungen in der Gruppenkolonne ohne Tritt mit
Rich=
tungsveränderungen auf Zuruf und Wink.
4. Marſchübungen mit Unterweiſung in den Marſchregeln namentlich hygieniſcher
Natur. Regelung des Schrittmaßes und der Geſchwindigkeit. Ein langer freier
Schritt iſt zu erzielen. Der Anmarſch und Rückmarſch zum Uebungsplatz kann hierzu
ausgenützt werden, die allmähliche Verlängerung, die Marſchfähigkeit ſteigern.
5. Lehre vom Gelände iſt damit zu verbinden.
6. Bildung einer Schützenlinie, Bewegung von Gruppen, Zügen im Gelände,
ſtets mit überraſchenden Uebungen im Sammeln verbunden, um die
Aufmerkſam=
keit zu wecken.
7. Jede Bewegung der Jugendabteilungen ſoll den Eindruck von Friſche und
Munterkeit machen, ohne daß auf exerziermäßige Genauigkeit gehalten wird.
Un=
bedingt iſt aber auf pünktlichſte Folgſamkeit gegenüber Zurufen und Befehlen
der Führer zu halten. Schnelles Antworten und Vortreten Angerufener iſt
zu erziehen.
8. Einfache Lehre vom Gelände, ſeine Bedeutung und ſeine Benutzung für
den Kampf, mit kurzer Angabe über die heutige Waffenwirkung verbunden.
9. Geländebeſchreibungen mit Angabe auch der kleinſten Gegenſtände
als Vorbereitung zum Zielerkennen.
10. Augenübungen aller Art.
11. Entfernungsſchätzen.
12. Schnelles Schätzen und Abzählen gleichartiger Gegenſtände.
13. Gedächtnisübungen als Vorübung für Meldungen über angeſtellte
Beobachtungen.
14. Horchübungen.
15. Spurenleſen, d. h. Ziehen richtiger Schlüſſe aus den im Gelände gemachten
Beobachtungen.
16. Genaues und unbedingt zuverläſſiges Wiedergeben von angeſtellten
Beobachtungen.
17. Richtiges Weitergeben von kurzen Anordnungen.
18. Genaues Zurechtweiſen anderer im Gelände.
19. Gebrauch von Uhr, Kompaß, Fernſprecher, Kenntnis der Morſeſchrift.
20. Benutzung der Karte.
21. Winkerdienſt.
22. Mauer= und Baumerſteigen.
23. Kleine Behelfsarbeiten: Knotenbinden, Herſtellen von Schwimmkörpern,
Flößen Behelfsbooten, Brückenſtegen, Beobachtungswarten, Uebergängen aller Art.
Ferner: Zeltebau, Hüttenbau, Kochlöchergraben, Feueranmachen und Abkochen,
Lager=Einrichtungen aller Art,
24. Tragbahrenbau. Eiſte Hilfeleiſtung bei Verwundeten.
25. Benutzungedes Geländes als Deckung und zur Annäherung an den
Feind.
26. Einniſten von Schützenlinien, Anlage von Schützengräben.
27. Vorgehen aus einer Deckung: Zurückgehen in eine ſolche.
28. Löſung ganz einf acher kleiner Aufgaben zweier Abteilungen
gegen=
einander.
29. Erklärung des Vorpoſtendienſtes; Aufſtellung von Vorpoſten uſw.
30. Bei allen dieſen Uebungen iſt jede Gelegenheit zu benützen, um die
Jung=
mannſchaft mit ſelbſtändigen Aufträgen in Ordonnanz., Verbindungs=, Relais=,
Erkundungsdienſt zu verſehen, damit ſie ſich an Selbſtändigkeit,
Verantwort=
lichkeit, Zuverläſſigkeit gewöhnt.
31. Alle Mittel ſind zu benützen, um Ausdauer und Willen der
Jungmann=
ſchaft zu ſtählen. Kein Auftrag, den ſie einmal übernommen hat, darf von
ihr im Stiche gelaſſen werden. Jedermann hat ſeine Pflicht bis zum
Aeußer=
ſten zu erfüln.
32. Die rein körperliche Ausbildung durch Freiübungen Gymnaſtik, Laufübungen,
einfache Sportſpiele uſw. iſt in die bisher abgehandelten Jungdeutſchland=Uebungen
hineinzulegen und beſſer öfter, als jedesmal lang andauernd zu betreiben.
33. In den Abendſtunden hat einfacher theoretiſcher Unterricht über
Feld= Wach= und Lagerdienſt ſtattzufinden. Vor allen Dingen aber iſt auf die Herzen
der Jugend durch Erzählungen von den Großtaten der Väter einzuwirken,
durch Mittelung von Kriegsnachrichten der Zorn gegen den Feind zu entfachen, der,
zumal im Oſten, wo er deutſchen Boden betritt, alle Dörfer in Flammen aufgeher:
läßt und die Einwohner vertreibt oder tötet.
Darmſtadt, den 7. September 1914.
Das Großherzogliche Miniſterium des Innern
an die Großherzoglichen Kreisämter.
Mit der Durchführung der Maßnahmen, zu denen vorſtehender Erlaß der
Preußiſchen Herren Miniſter der geiſtlichen und Unterrichtsangelegenheiten, des Krieges
und des Innern aufruſt, haben wir für das Großherzogtum den Heſiſchen
Landes=
verband Jungdeutſchland” (Erſter Vorſitzender Herr Generalmajor Freiherr von
Heyl, Stellvertreter Seine Exzellenz Herr Generalleutnant Bernhardt) betraut. Wir
empfehlen Ihnen, dem Verband in jeder Hinſicht behilflich zu ſein. Insbeſondere
beauftragen wir Sie, dem Verband alsbald diejenigen Perſonen namhaft zu machen,
die ſich als Leiter der vorgeſehenen Veranſtaltungen und Uebungen eignen. Es
wer=
den hierbei ſowohl Perſonen in Betracht kommen, die bereits im Dienſt der
Jung=
deutſchlandſache ſtehen, wie auch ſolche, die ſich ihr erſt jetzt widmen wollen, insbeſondere
gediente Soldaten, die das wehrpflichtige Alter überſchritten haben oder aus anderen
Gründen nicht unter die Fahne getreten ſind, Militärperſonen im Ruheſtand, ſodann
vor allem auch Lehrer, vornehmlich diejenigen an den Fortbildungsſchulen. Die
Perſonen, weiche ſich auf Ihre Aufforderung als Helſer melden, ſind in Verzeichniſſe
aufzunehmen und dieſe ſind unmittelbar an den Verbandsvorſitzenden zu überſenden.
Weiter wollen Sie durch Vermittlung der Ortsbehörden feſtſtellen und dem
Verbands=
vorſitzenden mitteilen, wieviel junge Leute über 16 Jahre ungefähr aus den einzelnen
Gemeinden an den Veranſtaltungen und Uebungen teilnehmen wollen. Die
beſtehen=
den Organiſationen und Vereine werden oft in der Lage ſein, den Ortsbehörden über
die Zahl der Teilnehmer die Angaben zu liefern.
Dieſes Ausſchreiben, ſowie der ihm vorangehende Erlaß ſamt deſſen Anlagen
und Erläuterungen iſt alsbald in den Kreisblätern bekannt zu geben.
v. Hombergk.
Bekanntmachung.
Gemäß Artikel 15 IV der Landgemeindeordnung vom 8. Juli 1911 bringen wir
nachſtehend die Friedhofsordnung und die Polizeiverordnung für den Friedhof
der Gemeinde Weiterſtadt zur öffentlichen Kenninis.
Darmſtadt, den 5. September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Friedhofsordnung für die Gemeinde Weiterstadt.
Gemäß Artikel 15 des Geſetzes, die Landgemeindeordnung betr., vom 8. Juli 1911
ſowie Artikel 5 des Geſetzes, das Beerdigungsweſen betr., vom 22. Juli 1905 und §§ 23
und 24 der Bekanntmachung zur Ausführung dieſes Geſetzes vom 1. März 1906 wird
auf Beſchluß des Gemeinderats nach Anhörung des Kreis=Ausſchuſſes mit Genehmigung
Großherzoglichen Miniſteriums des Innern zu Nr. M. d. J. II. 5098 vom 17. Auguſt
1914 für die Gemeinde Weiterſtadt nachſtehende Friedhofsordnung erlaſſen.
§ 1. Für den Friedhof iſt ein Lageplan im Maßſtabe von 1: 100 anzulegen, auf
welchem außer den Haupt= und Nebenwegen die einzelnen Begräbnisſtellen durch in
den Abteilungen fortlaufende Nummern kenntlich gemacht ſind.
Nummer 125.
Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.
Donnerstag, den 10. September 1914.
§ 2. Auf dem Gelände des Friedhofs ſind beſtimmte Abteilungen, einerſeits für
Einzelgräber (Reihengräber), und zwar getrennt für Erwachſene und für Kinder unter
10 Jahren, andererſeits für Erb=(Familien=) Begräbniſſe vorzuſehen. Für die letzteren
bleibt der in dem Lageplan näher angegebene Teil des Friedhofs beſtimmt. Für die
Anlegung der Einzel=(Reihen=) Gräber iſt der gleichfalls im Lageplan angegebene übrige
Teil des Friedhofs beſtimmt. Der Gemeinderat beſchließt, welcher Teil zur Beerdigung
Erwachſener und welcher zur Beerdigung von Kindern unter 10 Jahren benutzt werden ſoll.
§ 3. Menſchliche Früchte, die nach dem Urteil eines Arztes oder einer Hebamme
den 6. Fruchtmonat noch nicht überſchritten haben, ſind auf den Friedhof zu verbringen
und auf einer beſonderen dafür beſtimmten Stelle in einer 0,80 m tiefen Grube alsbald
ſorgfältig zu begraben.
§ 4. Kein Grab darf mehr als eine Leiche aufnehmen. Von dieſer Beſtimmung
kann mit Genehmigung der Bürgermeiſterei nur abgeſehen werden: bei Beerdigung
perſtorbener Mütter mit ihren neugeborenen oder nicht 1 Jahr alten gleichzeitig
ver=
ſtorbenen Kindern, oder bei Beerdigung nicht über 5 Jahre alter, gleichzeitig verſtorbener
Geſchwiſter, wenn die Beerdigung in einem gemeinſchaftlichen Sarge erfolgt.
§ 5. Die Gräber für Erwachſene ſollen in einer Länge von 2,00 m, einer Breite
von 0,80 m und einer Tiefe von 1,80 m, die Gräber für Kinder unter 10 Jahren in
einer Länge von 1,50 m, einer Breite von 0,50m und einer Tiefe von 1,50 m angelegt
werden. Die Entfernung der Gräber voneinander ſoll an der Längsſeite 0,30 m, bei
Kindergräbern 0,25 m betragen, während zwiſchen Kopf= und Fußende der einzelnen
Gräber möglichſt ein Abſtand von 0,50 m vorzuſehen iſt.
Sämtliche Gräber ſind unter ſorgfältigſter Schonung der Nachbargräber,
An=
pflanzungen uſw. herzuſtellen.
§ 6. Hauptverbindungswege ſind in einer Breite von 3m anzulegen und
ſollen ſich im rechten Winkel kreuzen.
§ 7. Zur Beſtattung eines jeden in der Gemarkung Verſtorbenen muß auf
Verlangen ein Reihenbegräbnisplatz von der Gemeinde unentgeltlich überlaſſen werden.
§ 8. Die ordnungsmäßige Herſtellung und Unterhaltung der Grabſtätte liegt
denjenigen ob, die auf Grund Geſetzes oder durch Verfügung von Todeswegen Erben
des in dem Reihengrab Beerdigten ſind. Sie können hiermit Dritte, auch ſolche Perſonen,
welche ein Gewerbe daraus machen, beauftragen. Wer mit der Unterhaltung einer
Grabſtätte beauftragt iſt, hat dies dem Friedhofsaufſeher anzuzeigen.
Kommen die Erben ihrer Herſtellungs= und Unterhaltungspflicht nicht nach, ſo
kann die Bürgermeiſterei nach vorausgegangener fruchtloſer Aufforderung zur Erfüllung
ihrer Verbindlichkeiten binnen einer von ihr beſtimmten Friſt die Ausführung der
erforder=
lichen Maßnahmen auf Koſten der Säumigen veranlaſſen.
§ 9. Die Gräber dürfen von den Erben mit Denkmälern (Grabſteinen), Blumen
und niedrigen Gegenſtänden geziert werden, vorausgeſetzt, daß ſie nicht über den
Grabes=
rand hinausragen.
Die Grabeinfaſſungen der Reihengräber müſſen nach Schnur und Winkel geſetzt
werden und dürfen nicht über den Grabesrand hinausgehen. Hochſtämmige
Zier=
pflanzen und Bäume dürfen auf den Reihengräbern nur in Ausnahmefällen gepflanzt
werden. Die Erlaubnis dazu erteilt der Gemeinderat. Machen die Erben von der ihnen
im vorſtehenden eingeräumten Befugnis Gebrauch, ſo ſind ſie zur Unterhaltung der
Anlagen verpflichtet. Die Beſtimmungen des § 8 finden entſprechende Anwendung.
§ 10. Wenn durch überragende Baumäſte oder Geſträucher oder in anderer
Weiſe die Denkmäler oder Anlagen einer Nachbargrabſtätte beeinträchtigt werden, ſo
kann auf erhobene Beſchwerde derjenige, der die ſchädigende Anlage veranlaßt hat,
oder derjenige, der ſie unterhält, von der Bürgermeiſterei zur Beſeitigung binnen
be=
ſtimmter Friſt angehalten werden. Nach fruchtloſem Ablauf der Friſt veranlaßt die
Bürgermeiſterei die Beſeitigung des Mißſtandes auf Koſten des Säumigen.
§ 11. Das Ausmauern und Ueberwölben von Einzelgräbern iſt verboten.
§ 12. Für Reihenbegräbniſſe dürfen nur Särge aus weichem Holz verwendet
werden. Die Benutzung von Metallſärgen, vergipſten Särgen und Zementſärgen iſt
verboten. Die Vorſchriften des § 11 der Bekanntmachung vom 1. März 1906, die
Aus=
führung des Geſetzes über das Beerdigungsweſen vom 22. Juli 1905 betr., bleiben
unberührt.
§ 13. Die Grabſtätten können in der Regel erſt nach Ablauf von 30 Jahren
aufs neue zur Beerdigung benutzt werden. In Ausnahmefällen iſt die Genehmigung
des Großherzoglichen Kreisamtes einzuholen.
Die bei der Aushebung neuer Gräber bei der Wiederbenutzung eines
Friedhof=
teils gefundenen Knochen, Sargteile, Kleiderreſte und dergleichen ſind ſofort unter der
Sohle des Grabes zu vergraben. Werden außerdem hierbei nicht völlig verweſte
Leichenreſte gefunden, ſo iſt das Grab ſofort wieder zuzuwerfen.
§ 14. Ueber alle Beerdigungen iſt von der Bürgermeiſterei eingenaues Begräbnis
regiſter zu führen. Es hat zu enthalten:
1. die mit dem Lageplan übereinſtimmende Nummer des Grabes,
2. Vor= und Zuname, ſowie Alter des Beerdigten,
3. die Stunde und den Tag der Beerdigung.
§ 15. In der Leichenhalle können nach Maßgabe des vorhandenen Raumes
die auf dem Friedhof zur Beiſetzung gelangenden Leichen unentgeltlich Aufnahme finden.
Zur Aufnahme bedarf es der Anmeldung bei der Bürgermeiſterei. Auch kann ſeitens
der Bürgermeiſterei die Verbringung einer Leiche in die Leichenhalle angeordnet werden,
wenn auf Grund eines ärztlichen Gutachtens die ſofortige Entfernung der Leiche aus
dem Sterbehauſe aus geſundheitlichen Rückſichten geboten iſt, oder aus ſonſtigen
Gründen erforderlich erſcheint.
Die Aufnahme einer Leiche in die Leichenhalle darf nur dann erfolgen, wenn
durch einen approbierten Arzt der Eintritt des Todes beſcheinigt iſt.
Das Betreten der Leichenhalle iſt nur mit beſonderer Erlaubnis des
Friedhof=
aufſehers geſtattet.
§ 16. Die Verwaltung der Friedhofsangelegenheiten liegt dem Gemeinderat ob.
Er kann ſie einer beſonderen nach Artikel 133 der Landgemeindeordnung gebildeten
Kom=
miſſion übertragen.
Die Handhabung der Polizei auf dem Friedhof liegt der Bürgermeiſterei und
unter deren Aufſicht dem Friedhofsaufſeher ob.
§ 17. Der Friedhofsaufſeher, dem zugleich das Amt eines Totengräbers
über=
tragen werden kann, wird vom Gemeinderat ernannt und auf den Polizeiſchutz
verpflichtet. Er iſt für die vorſchriftsmäßige Anfertigung der Gräber verantwortlich.
Er hat bei Unterbringung einer Leiche in dem Leichenhauſe (§ 20) mehrmals täglich
nach dieſer zu ſehen und für Ordnung, Reinlichkeit, Lüftung und regelmäßigen Verſchluß
des Leichenhauſes zu ſorgen, außerdem hat er die ſämtlichen Wege des Friedhofs
regel=
recht in Ordnung zu halten und den Schlüſſel des Friedhofs in Verwahr zu nehmen.
§ 18. Außer dem Friedhofsaufſeher können von dem Gemeinderat noch ein oder
mehrere Totengräber angeſtellt werden. Dieſe haben bei der Anlage der Gräber ſtreng
darauf zu ſehen, daß Beſchädigungen der Nachbargräber vermieden werden.
§ 19. Der Friedhof wird in der Regel geſchloſſen gehalten, jedoch eine Stunde
vor jeder Beerdigung und in der außerdem von dem Gemeinderat beſtimmten Zeit
geöffnet.
Wünſcht jemand den Friedhof außer dieſer Zeit zu beſuchen, ſo hat er ſich den
Schlüſſel bei dem Friedhofsaufſeher zu holen und bleibt für ſeine Rückgabe, ſowie für
allen Schaden, den er innerhalb des Friedhofes verurſacht, oder der durch ſein Verſchulden
herbeigeführt wird, haftbar.
§ 20. Jeder Beſucher des Friedhofs iſt verpflichtet, den dienſtlichen
Aufforde=
rungen und Anweiſungen des Friedhofsaufſehers Folge zu leiſten.
§,21. Kinder unter 12 Jahren dürfen nur unter Aufſicht Erwachſener den Fried= betreten.
§ 22. Das Mitbringen von Hunden und das Rauchen in dem Friedhof iſt
ver=
boten. Mit Zugtieren beſpannte Fuhrwerke werden nur mit Erlaubnis der
Bürger=
meiſterei in den Friedhof eingelaſſen. Handkarren und Handwagen dürfen nür dann
auf den Friedhof verbracht werden, wenn dies für zuläſſige Arbeiten, die ſofort
vor=
genommen werden müſſen, erforderlich iſt.
§ 23. Die auf den Begräbnisplätzen ſich ergebenden Abfälle, alte Kreuze und
dergleichen ſind unmittelbar in die dafür beſtimmte Grube zu verbringen.
§ 24. Die Pfade und Wege dürfen durch keinerlei Gegenſtände verſperrt werden.
§ 25. Verfehlungen gegen die Vorſchriften dieſer Friedhofsordnung werden,
ſoweit nicht nach Geſetzen höhere Strafen einzutreten haben, nach Maßgabe der im
Anſchluß an dieſe Ortsſatzung erlaſſene Polizeiverordnung beſtraft.
§ 26. Alle Beſchwerden hinſichtlich der Friedhofsordnung entſcheidet unter
Aus=
ſchluß des Rechtswegs der Gemeinderat.
Bei Beſchwerden gegen Beſchlüſſe des Gemeinderats behält es bei den dieſerhalb
beſtehenden Beſtimmungen ſein Bewenden.
§ 27. Dieſe Beſtimmungen treten am 15. September 1914 in Kraft.
Weiterſtadt, den 25. Auguſt 1914.
Großherzogliche Bürgermeiſterei daſelbſt.
Becker.
Polizeiverordnung
für den Friedhof der Gemeinde Weiterſtadt.
Auf Grund des Artikel 64 des Geſetzes, betr. die innere Verwaltung und die
Ver=
trelung der Kreiſe und Provinzen, vom 8. Juli 1911 wird nach Anhörung der
Lokal=
polizeibehörde und Gemeindevertretung mit Genehmigung Großherzoglichen Miniſteriums
des Innern vom 17. Auguſt 1914 zu Nr. M. d. J. II. 5098 für den Friedhof der Gemeinde
Weiterſtadt verordnet:
§ 1. Verfehlungen gegen die Vorſchriften der Friedhofsordnung der Gemeinde
Weiterſtadt werden, ſoweit nicht nach Geſetzen höhere Strafen in Anwendung kommen,
mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
§ 2. Dieſe Beſtimmung tritt am 15. September 1914 in Kraft.
Darmſtadt, 5. September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(18479
Grundbedingungen für die Aufbewahrung
von Obſt= und Gemüſeprodukten.
Den verſchiedenen Ausführungen zur Verwertung des Obſtes und der Gemüſe
folgen einige Winke für eine gute Aufbewahrung der hergeſtellten Obſt= und
Gemüſe=
erzeugniſſe.
Gläſer mit patentierten Verſchlüſſen — Füllung ganze oder geteilte Früchte
und Gemüſe — werden in einem kühlen, möglichſt dunklen Raume aufgeſtellt.
Trockene, gut durchlüftete Keller, die ſauber gereinigt und ausgekalkt ſind, gelten als
ſolche, beſonders wenn die Wände und der Boden mit einer Betonſchicht ausgelegt
ſind. Zum Aufſtellen verſchaffe man ſich ein feſtes Holzgeſtell, da auf dem Boden
ſtehende Konſerven leiden und die Gummiringe ſchlecht werden. Dieſer Fall tritt
beſonders in Kellern hervor, die mit Platten oder Backſteinen belegt ſind, infolge der
Ausdünſtung des Bodens: z. B. Spargeln oder Birnen werden grau und unanſehnlich.
Sind für das Einmachen gewöhnliche Gläſer oder Steinguttöpfe verwendet worden,
bei welchen der Luftabſchluß der Früchte mit einer Watte= und Pergamentpapierdecke
erfolgte oder auch mit flüſſig gemachtem Fruchtlack, Pech oder Rindstalg ꝛc. (½—1
cm=
ſtark) bewirkt wurde, iſt der beſte Aufbewahrungsort eine nach Norden gelegene
Stube=
oder Kammer (Geſtell mit Vorhang); denn der Raum hierfür muß unbedingt kühl
und luftig ſein. Das Zuſammenſtellen mit gefüllten Sauerkraut=, Salzgurken= ꝛc.
Stüchten iſt unbedingt zu vermeiden. Friſches Obſt darf in den Räumen ſein.
Gelee und Marmeladen werden heiß in einfache, gut vorgewärmte
Gläſer=
gefüllt, nach dem Abkühlen auf dem warmen Kochherd einige Stunden aufgeſtellt,
bis die obere Schichte abgetrocknet iſt, dann mit einem paſſend zugeſchnittenen in Rum,
Arrac ꝛc. getauchten, dünnen Pergamentpapier belegt, und über den Rand mit in
Waſſer angefeuchtetem und wieder abgetrocknetem Pergamentpapier überzogen
und=
verbunden. Nur luftige, trockene Räume, z. B. in Zimmern auf Schränken oder
Wandbrettern, Speiſekammern eignen ſich zur Aufſtellung bis zum Gebrauch. In
hellen Zimmern iſt ein Abdecken mit Zeitungspapier, verwaſchenen Schürzen und
Bettüberzügen zu empfehlen.
Für Obſtkraut, Latwerge und Mus ſind Steinguttöpfe am geeignetſten zum
Einfüllen. Dieſe werden gründlich in Sodawaſſer gereinigt, nötigenfalls ausgekocht
und auf dem heißen Herde gut getrocknet. Kurz vor dem Einfüllen werden etwa
anhaftende pilzliche Schmarotzer durch Schwefeln getötet. (Auf einem Blechſtück oder
einem im Haushalte nicht mehr gebrauchten Blech= oder Porzellangefäße wird ein
Stück angebrannter Schwefel gelegt und die warmen Töpfe darüber geſtülpt.) Das
Einfüllen obiger Produkte geſchieht heiß aus dem Kochtopfe oder=Keſſel bis ein
Finger breit über den Rand des Gefäßes. Das Obſtmark muß ſo ſtark eingedickt
ſein, daß es in Klumpen vom Löffel fällt, der Saft ſyrupartig ſein. Nach dem
Ein=
füllen läßt man auf dem heißen Herde oder in einem Backofen die oberſte Füllung
bis zu einer dichten Kruſte verdichten, da dies die Haltbarkeit ſichert. Hierauf bringt
man ebenfalls ein paſſendes in Rum, Kornbranntwein ꝛc. getauchtes Pergamentpapier,
wird letzteres ohne Alkohol aufgelegt empfiehlt ſich ein Uebergießen mit einer Schicht
Rindstalg, Fruchtlack oder Pech ꝛc., welche ebenfalls den Luftzutritt verhindern. Zeigt
ſich trotz aller Vorſicht Schimmel auf dem eingedickten Produkt oder tritt gar Gärung
ein, wodurch bekanntlich ſauer= und bitterwerden erfolgt, muß nach Wegbringen des
Schimmels nochmals aufgekocht werden. Selbſtverſtändlich müſſen die Töpfe vor dem
Einfüllen in der vorherangegebenen Weiſe gereinigt und behandelt werden. Die
Auf=
bewahrungsräume hierfür müſſen unbedingt trocken und luftig ſein. Keller ſind
un=
geeignet. Auch iſt vom Aufſtellen in der Küche abzuraten, da hier infolge des durch
das Kochen entſtehenden Dampfes und den darauffolgenden Niederſchlägen das
Ver=
derben gefördert wird.
Etwa hergeſtellte Dörrprodukte müſſen gut fertig ſein, d. h. die gedörrten
Früchte dürfen ſich zwiſchen zwei Fingern nicht mehr ſchwammartig bewegen laſſen.
Das Gemüſe und die Küchenkräuter müſſen gut getrocknet (brüchig) ſein. Zur
Auf=
bewahrung verwendet man am vorteilhafteſten Stoffſäckchen, die man gefüllt in lüftigen
Räumen aufhängt. Wegen eventl. ſich zeigender Mäuſe iſt Obacht zu geben. Paſten,
alſo getrocknetes Obſtmark, ſchichtet man in kleine Pappkartons ein (
Pergamentpapier=
zwiſchenlagen) und hebt ſie im Büffet oder einem trocken ſtehenden Schrank auf.
Darmſtadt, den 5. September 1914.
(18423mds
Dorſch, Kreisobſtbautechniker.
Polizei=Verordnung.
Nachtrag
zur Polizeiverordnung vom 16. Juni 1882, betreffend die Anlage
von Lumpenmagazinen und Anſtalten zur Lumpenzerkleinerung.
Auf Grund des Artikels 129b der Städteordnung und nach
Anhörung der Stadtverordneten=Verſammlung wird mit
Genehmig=
ung Großh. Miniſteriums des Innern vom 28. Auguſt 1914 zu
Nr. M. d. J. 16718 für den Bezirk der Stadt Darmſtadt verordnet:
Einziger Paragraph.
Die Polizeiverordnung vom 16. Juni 1882 über die Anlage
von Lumpenmagazinen und Anſtalten für Lumpenzerkleinerung
er=
hält nach § 2 folgenden Zuſatz § 2a:
„Ausnahmen von den Beſtimmungen in vorſtehenden beiden
Paragraphen kann das Großh. Polizeiamt in beſonderen Fällen
geſtatten.”
Darmſtadt, den 8. September 1914.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Im Anſchluß hieran veröffentlichen wir den Wortlaut der
Polizeiverordnung vom 16. Juni 1882.
(18455
Darmſtadt, den 8. September 1914.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Betr.: Die Anlage von Lumpenmagazinen und Anſtalten für
Lumpenzerkleinerungen in der Stadt Darmſtadt.
Auf Grund des Artikels 56 der Städteordnung und nach
An=
hörung der Stadtverordneten=Verſammlung wird mit Genehmigung
Großh. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz vom 14. Juni 1882
zu Nr. M. d. J. 13029 für den Bezirk der Stadt Darmſtadt
verord=
net was folgt:
§ 1.
Lumpenmagazine und Anſtalten zur Lumpenzerkleinerung
dürfen künftig nur in einer Entfernung von mindeſtens 300 m von
bewohnten Teilen der Stadt angelegt werden.
§ 2
Bereits beſtehende Magazine und Anſtalten der fraglichen Art
dürfen nicht erweitert werden.
§ 2a.
Ausnahmen von den Beſtimmungen in vorſtehenden beiden
Paragraphen kann das Großh. Polizeiamt in beſonderen Fällen
geſtatten.
Uebertretungen werden mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark, welche
m Unvermögensfalle mit Haft zu verbüßen iſt, neben Entfernung
der Anlagen durch polizeiliche Zwangsmaßregeln geahndet.
Darmſtadt, den 16. Juni 1882.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Matratzenſtreu=Verkauf.
Samstag, den 12. ds. Mts.,
750 Uhr vormittags,
wird auf der offenen Reitbahn de
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die Matratzenſtreu aus einem Bat
terieſtall öffentlich und meiſtbieten
verſteigert.
(18471df
Darmſtadt, im September 1914.
Erſatz=Abteilung
Feld=Artillerie=Regts. Nr. 61
Die Erſatz=Abteilung des
Feld=Art.=Regts. Nr. 61
nimmt Liebesgaben für die im
Felde ſtehenden Angehörigen zur
Weiterbeförderung an. (18470df
Artillerie=Kaſerne Darmſtadt
Beſſungerſtraße 125.
erſchiedene blaue Offiziers=
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Nummer 249.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 10. September 1914.
Seite 9.
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18452
Anfruf!
An Seine Magnifizenz den Rektor unſerer Landesuniverſität
Gießen, Herrn Profeſſor Dr. Eck, wurde die Bitte gerichtet, in unſerer
Stadt zu ſprechen aus Anlaß des Kampfes, der unſerem Volke
auf=
gezwungen iſt und ausgetragen wird in heldenhafter Begeiſterung
für des Vaterlandes Größe, des Volkes Freiheit und ſeine Kultur.
Herrn Profeſſor Dr. Eck, der uns aus ſeiner Darmſtädter Zeit
mit der ihm eignen erhebenden Beredſamkeit wohl vertraut iſt, gebührt
herzlicher Dank dafür, daß er ſich bereit erklärt hat, der Bitte zu
entſprechen.
Wir wollen uns zur ernſten Feierſtunde zuſammenfinden am
Dienstag, den 15. September lfd. Js., abends 6 Uhr,
im Freien auf dem Platzgelände des Golfklubs am
Heinrich=
wingertsweg in der Nähe des Böllenfalltors.
Der Golfklub hat ſein Beſitztum in dankenswerter Weiſe zu
Ver=
fügung geſtellt. Die Eingänge zu dem Platz befinden ſich am
Heinrich=
wingertswege. Es wird gebeten, vor 6 Uhr ſich auf dem Platz
ein=
zufinden; die Verſammlung ſoll pünklich beginnen. Auf dem
Platz=
gelände können Stühle leider nicht zur Verfügung geſtellt werden, es
wird daher das Mitbringen von Klappſtühlen anheimgeſtellt.
Die Straßenbahn wird, ſoweit möglich, einen verſtärkten
Wagen=
verkehr einrichten.
Mit Rückſicht auf den Beſuch und den zu erwartenden Verkehr
bitte ich dringend, die von Großh. Polizeiamt zu treffenden Maßnahmen
für die Aufrechterhaltung der Ordnung, der Sicherheit und des
Wagen=
verkehrs zu befolgen.
Bei ungünſtiger Witterung findet die Verſammlung am
gleichen Tage, abends 8 Uhr, in der Turnhalle am Woogsplatz
ſtatt. Ich lade Darmſtadts Einwohner zu dieſer Feier herzlichſt ein
und hoffe, daß es unſeren Kriegern, insbeſondere auch den
hinaus=
ziehenden jugendlichen Freiwilligen möglich iſt, vertreten zu ſein.
Darmſtadt, den 9. September 1914.
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
(18460dgo
Beflaggung der Stadt.
In der Berliner Preſſe wird mit Recht darauf hingewieſen,
daß viele unſerer Landsleute mit dem Flaggengebrauch noch nicht
ganz vertraut ſind. Eine Siegeskunde ſoll in der Regel auch nur
einen Tag lang durch Beflaggung gefeiert, und dann die Flagge
wieder eingezogen werden, um hoffentlich recht bald bei neuen
glück=
lichen Nachrichten wieder zu erſcheinen. Eine Beflaggung, die ſich
längere Zeit hindurch fortſetzt, verliert ihren Wert und ihre
Bedeutung. Ich richte daher an die Bewohner der Stadt die Bitte,
die Beflaggung der Häuſer nach den amtlichen Gebäuden zu richten.
Es wird dann möglich gemacht, daß ein neuer Sieg auch äußerlich
als Feſttag wirkt.
Darmſtadt, den 9. September 1914.
(18456
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Glaſſing.
Einquartierung.
Eine etwaige Vergütung für geleiſtete Quartiere ſowie für
Verpflegung einquartierter Mannſchaften (Offiziere verpflegen ſich
auf eigene Koſten) wird ſpäter nur dann gewährt, wenn die
Quartier=
ſcheine innerhalb der nächſten 10 Tage nach Abgang der
Mann=
ſchaften dem ſtädtiſchen Einquartierungs=Ausſchuß, Stadthaus,
Zim=
mer Nr. 23, zur Anerkennung vorgelegt werden.
Umquartierung von Mannſchaften, die länger als 8 bis
10 Tage in einem und demſelben Quartier lagen, wird auf
Nach=
ſuchen und Borlage des Quartierſcheines durch den vorſtehend
bezeichneten Ausſchuß vorgenommen.
Darmſtadt, den 7. September 1914.
(18431a
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
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Donnerstag, den 10. Septbr. 1914, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtraße 16
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Darmſtadt, den 9. September 1914.
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Das Wintersemester beginnt Dienstag, 6. Oktober.
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Großh. Landes=Bangewerkſchule Darmſtadt.
Beginn des Winterſemeſters am 22. Oktober.
Schluß desſelben Mitte März.
Die Schule umfaßt 5 Klaſſen für Hochbau und 2 Klaſſen für
Tiefbau. (Im Winter Tiefbau Klaſſe II, im Sommer Tiefbau
wlaſſe I.)
Die Abgangszeugniſſe der Großh. Landes=Baugewerkſchule ſind
denjenigen der Königlich Preußiſchen Baugewerkſchulen gleichgeſtellt.
Programme und Anmeldeformulare ſind durch die Direktion
der Landes=Baugewerkſchule, Darmſtadt, Neckarſtr. 3 zu erhalten.
Das Schulgeld beträgt 100 Mark für das Halbjahr.
Schluß der Anmeldefriſt am 10. Oktober d. Js.
Die Direktion.
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(Schülerheim) mit Handelsabteilung.
Erteilt: Einjährigenzeugnis. (III,16966
Uebergangsklassen für Gymn. — Schularzt.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 10. September 1914.
Nummer 249.
Verwundete und kranke Soldaten
in Darmſtädter Lezaretten.
Die Lazarette ſind durch die nachſtehenden Buchſtaben
bezeichnet:
A — Alicehoſpital, Dieburger Straße 21.
B — Diakoniſſenhaus Eliſabethenſtift, Erbacher Straße 25.
C— Eleonorenheim — Lazarett J. K. H. der
Groß=
herzogin, Heinheimerſtraße 21.
D — Ernſt=Ludwig=Heilanſtalt (Dr. Loſſen), Steinſtraße 21.
E — Garniſonlazarett (Reſ.=Laz. I), Alexanderſtraße 27.
F — Haus Hagenburg, Dieburger Straße 241 —
Hirſch=
köpfe.
G — Dr. Machenhauerſche Klinik, Lagerhausſtraße 24.
H — Marienhöhe — Geneſungsheim.
I — Schweſternhaus der Barmherzigen Schweſtern,
Nie=
der=Ramſtädter Straße 30.
K — Städtiſches Krankenhaus, Grafenſtraße 1.
L. — Städt. Saalbau (Reſ.=Laz. III), Riedeſelſtraße 40.
M — Techniſche Hochſchule (Reſ.=Laz. II), Hochſchulſtr. 1.
N — Dr. Weberſche Augenklinik (Dr. Ollendorf),
Frank=
furter Straße 42
Albert, F., Omſtmettingen, Inf. 127/8, K — Allendorf,
M., Lörzweiler, Inf. 115/3, C — Andres, G.,
Watten=
ſcheid, Inf. 39, D — Anton, E., Diemeringen, Inf. 138/6,
M — Antoni, E., Blobsheim, Inf. 115/6, B — Aſchatz,
J., Wallersdorf, Erſ.=Bat. 115, L. — Aſchenbrenner, St.,
Lohr, Inf. 138, K — Aßfalg, N., Bieberach, Inf. Kaiſ.
Wilh., 6. Komp., K.
Baaſen, P., Düſſeldorf, Inf. 166, D — Baſel, G.,
Gernsheim, Inf. 115/1, B — Bachmeyer, W.,
Nieder=
ackes, P.,
Raunau, Bayer. Lw.=Reſ. 4. Komp., B
Merchweiler, Inf. 131/7, K. — Banque, A., Trogny,
Art. 33, K — Bartels, P., Appenrode, Inf. 46/11, K
Baus, J., Schiffweiler, Inf. 17, D — Bauſch, H.,
Worfel=
den, R.=Inf. 116, F — Bäcker, W., Greven, Inf. 137/1,
A — Bärenfänger, W., Sprendlingen, Inf. 115, D
Becker, A., Griesheim, Inf. 115, D — Becker, G. H.,
Darm=
ſtadt, Art. 61, N — Bendheim, B., Frankfurt, Inf. 116/4,
B — Berg, P., Bürſtadt, Inf. 118/1, K — Beumer, E.,
Borbeck, Inf. 174/5, K — Binzel, A., Friedberg, 11
Reſ.=Feld=Art., M — Birkhofen, J., Leutnant, Monheim,
Feld=Art. 67, G — Blank, A., Frankfurt a. M., Inf. 97/9,
K — Blenk, H., Kaiſerslautern, R.=Art. 5/4, A. — Bleſing,
A., Seidenbuch=Bensheim, Mun.=Kol. 18/2, B —
Bole=
ſand,, H., Niedeck, Inf. 17/11, B — Bopp, J., Bayreuth,
Bayer. Inf., B — Boßler, R., Rotenzimmern, Inf. 125/4,
A — Böchner, K., Eberſtadt, Inf. 115/2, A. — Brandſtätter,
V., Wattenheim, Inf., 115/3, C — Braun, A., Steinberg,
13. Train=Bat., K — Bredthauer, A., Elbingerode, R.=J.
116/3, B — Breiter, P., Thaley, Inf. 97/7, A — Breitung,
B. Hochheim, Art 11, reit. Abtlg., K — Breuer, F.,
Er=
bach, Inf. 118/7, K — Broſch, H., Gunhoven, Inf. 174, D —
Brunn, A., Darmſtadt, Inf. 115/12, A. — Brunn, L.,
Brechacht, Kreis Homburg, Inf. 115, A. — Brutſcher, J.,
Pfungſtadt, Inf. 116/4 B — Buchner, L., Ober=Ramſtadt,
Inf. 168/4, K — Buſch, R., Borbeck, Inf. 174/1, K
Butterfuß, G., Stuttgart, Inf. 124, K — Büren, K.,
Meng=
linghauſen, Inf. 137/7, K — Baum, J., Groß=Gerau, Inf.
115/10, D — Blumenthal, Erſ.=Inf. 115, E — Boßler,
W., Georgenhauſen, Inf. 115/12, K — Bitter, W.,
Darm=
ſtadt, Inf. 116/1, I.
Coranſtädter, V., Wattenheim, Inf. 115/3, K.
Decker, G., Darmſtadt, Inf. 115/6, K — Deforth, A.,
Dittelsheim, Reſ.=Art. 25, B — Dickels. F., Krefeld,
Train 16/3, B — Dickerla, W., Groß=Schlieritz, Inf. 174/8,
M — Diehl, K., Rüſſelsheim, Inf. 115/11, A. —
Dieter=
mann, K., Straßebersbach, Art. 61, L. — Dort, L.,
Liede=
ſingen, Inf. 97/9, A. — Döhler, J., Groß=Zimmern, Reſ.=
Inf. 115/1, A — Dörr, N. Chr., Wemmetsweiler, Inf. 138
D — Dörr, W., Klein=Steinheim, Inf. 115/3, C — Düll,
L., Rothenburg, Etappen=Hilfsbäckerei, B — Diefenbach,
Ph., Griesheim, Inf. 115/10, D — Dolter, H., Ruberg=
Zabern, Inf. 221/3, L. — Dörr, P., Biebrich, Inf. 143/11,
H — Dangmann, H., Gau=Odernheim. Inf. 116/1, H—
Dingeldein, P., Reichelsheim, Reſ.=Inf. 118/5, N.
Eckard, Ph., Darmſtadt, Reſ.=Inf. 116/3, B — Egly,
Chr., Darmſtadt, Reſ.=Inf. 116/3, B — Egnes, K., Buer,
Inf. 115/2, K — Erich, E. W., Elbing, Feld=Art. 56, L.
— Elsner, E., Roſenau, Jäger z. Pf. 3, B — Emanuel, P.,
Volklingen, Inf. 97/12, K — Emboch, Chr Wattenheim,
Inf. 115/2, A. — Emich, K., Birkenau. R. 25/6, C
Engelhard, J. M., Retnitzhembach, 10. Bayer. Reſ.=Inf.=
Regt., D — Ernſt, E. W., Elbing, Feld.=Art. 56, L —
Ewald, J., Dornberg, Art. 61/9, Kol., B — Ewertowsky,
F., Czkanowko (Straßb.), Fuß=Art. 16/2, M — Emich,
L., Roßdorf, R. 116/3, I.
Faſouramontt, A., Moiſchingen, Inf. 131, K —
Fauſt=
mann, A., Soellingen, Inf. 116/3. B — Fey, L.,
Pfung=
ſtadt, Inf. 116/1. B — Finke, F., St. Avold, 4. Inf. 136/7,
Finkenauer, W., Biebelnheim, Inf. 115/2, K —
Fiſcher, G., Groß=Umſtadt, Inf. 115/2, K — Fiſcher, G.,
St. Louis, Inf. 97/6. K — Fiſcher, J., Aichdan, Gren. 23,
K — Flott, G., Feldwebel, Wembach, Inf. 116/11, C
Fornoff, L., Pfirſchbach, Drag. 23/5, K — Forrett, P.
Püttlingen, Inf. 135/4, M — Frankenberger, J.,
Pfung=
ſtadt. Inf. 115/3, C — Franzmann, E., Tiefenſtein, Inf.
138/1, K — Froitzheim, J., Köln. Inf. 97, D — Fuchs,
H., Langenberg. Train 16, B — Fuller, J.. Eſſen, Inf.
17/5 M — Funk. J. Ph., Dudenhofen. Ldw.=Inf. 81, B —
Funke, E., Breslau, Inf. 47, K — Füller. J.. Elberfeld,
Inf. 17, K — Fengel. L. Dudenhofen. Train=Bat 18/1. L.
Ganßmann, H., Erzhauſen, Inf. 115/9, D — Gärtchen,
J.. Dorf Roſe Kreis Neutomiſchel. Jäg.=Bat. 5, K
Geiger, L., Rheindürkheim, Inf. 115/1, B — Geiß. S.
Wenig=Umſtadt, Inf. 115/3, D — Genro, O., Groß=Roſel,
Inf. 137/7, A. — Gerber, R., Ulm. Kanonier. Batt. 13,
Ulm, K — Gerhardt, Th., Dreieichenhain, Inf. 115/6. A.
Gerling. H., Hüſchun. Feld=Art. 8, K — Glüer, W,
Sagan, 2. Art. 9, D — Gorny, V. Hochfeld, Inf. 97/6, P
— Gotthard, J., Hofheim, Inf. 97/7. M — Gotſche, A.,
Brieſen, Art.=Regt. V. K — Göckel. J., Sergeant,
Spach=
brücken. Art. 61/2. C — Göckel. J.. Gammerdingen, Gren.
Olga 119. M — Gölz, J.. Wattenheim, Train=Bat. 18, D=
— Götz, J., Mühlheim (Offenb.), Inf. 115/4, C — Grättern,
H., München=Gladbach, Inf. 173/3, M — Grätz, J.,
Hähn=
lein, Inf. 118/2, K — Groh, K., Urberach, Inf. 115/2, B
— Groß, K., Duisburg, Inf. 174/3, A. — Groß, Ph.,
Balk=
hauſen, Art. 61, B — Großmann, W., Nieder=Liedersbach,
Art. 25/1, K — Gründling, J., Lorſch, Inf. 116/2, K
Grünig, G., Pfungſtadt, Inf. 115/3, B — Grunloh, B.,
Rehſke (Oldenb.), Inf. 174/7, G — Gugel, G., Grafenberg,
Pionier=Bat. 13/2, M — Gutekunſt, Chr., Ebershardt,
Drag. 23, B — Guzinsky, Fr., Rakowsk, Inf. 137/6, B
Gibfried, E., Worms, Inf. 115/1, C — Grimm, B.,
Darm=
ſtadt, Reſ.=Inf. 116/1 I.
Haas, F. J., Gernsheim, Reſ.=Art. 25, B — Haas, P.,
Darmſtadt, Inf. 115/2, K — Haas, P., Vielbrunn, Inf.
115/2, K — Haberſtein, F., Borte, Inf. 115/2, K
— Hahn, H., Offenbach a. M., Inf. 115/3, L — Hahn, Ph.,
Bauſchheim, Art. 25/4 F — Haier, K. Chr., Pluderhauſen
Inf. 125, D — Hallwachs, A., Darmſtadt, Inf. 115/6, K
Handſtein, H., Gundernhauſen, Inf. 115/5, I — Harth,
K., Vosbach i. B., Drag. 24/4, B — Hartleib, O., Egeln,
Kreis Wanzleben, Huſ. 13, K — Hartmann, O.,
Münzen=
berg, Art, 25/2, G — Hartwig, G., Eſſen, Königs=Inf. 145,
K -Haumann. F., Bochum, Inf. 138/2, A. — Hausherr,
A., Egisheim, Inf. 115/2, C — Händler, H., Rüſſelsheim.
Inf. 118/4, K — Häuſer, K., Steinberg, Drag. 23/4, K
— Heck, A., Ober=Roden, Inf. 118/8, A. — Heinrich, J.,
Kelſterbach, Reſ.=Inf. 118/4, B — Held, J., Ober=
Balz=
heim, Ulanen 20. K — Henkel, L., Sulzbach, Inf. 111, B
Herrmann, A., Treuſchendorf, Feld=Art. 56, M
Hertrich, Theoph., Nordhauſen, Erſtein, Elſaß, Inf. 115/10,
I — Hethey, H. P., Gelſenkirchen, Jäger zu Pferde, D—
Hegdt, F., Königsberg, Inf. 137/9, K — Hiemens, P.,
Dieburg, Inf. 117/1, C — Hillgers, J., Groß=Langenfeld,
Jäger zu Pferde, K — Hippe, H. F. A., Espenfeld, Inf.
131, D — Hirte, G., Witzendorf, Jäg.=Bat. 5, K —
Hof=
mann, G. P., Lützelbach, Art. 25/4, B — Hofmann, Th.,
Nürnberg, Reſ.=Inf. 10/3, B — Hofmann. M. J.,
Dietes=
heim, Train 18/3, F — Hoffmann, J., Waldmichelbach,
Inf. 117/11, C — Hoffmann, W., Heiſters=Lauterbach,
Inf. 115/5, I — Horn, K., Bauſcha, Jäger=Bat. 5, K —
Hotz, J., Dieburg, Inf. 115/11, A. — Hörr, F., Bauſchheim,
Inf. 115/1, C — Huber, K., Straßburg, 4. Lothr. Inf.,
7. Komp., K — Horſt, A. Biſchoffsheim, Reſ.=Inf. 115/7,
— Heß, G., Seckmauern, II. Reſ.=Inf. 118/6, D
Heß, Ph., Weiterſtadt, Reſ.=Inf. 116/11, L.
Jakob, K., Oberlenxweiler, Inf. 17/11, A. — Jaki,
S., Grätz, Gren. 6, 2. Bat. 8. Komp., M — Jakob,
F., Lengfeld i. O., Inf. 115/1, K — Jauch, M.,
Schwen=
ningen, Inf. 127/2, L.—— Jänkel, O., Troſin, Inf. 30/2, M.
— Jockel, H., Nauheim, Inf. 115/6, K — Joris, M.,
Bir=
kersdorf. Reſ.=Inf. 98, L. — Joſt, H., Reichelsheim, Inf.
115/12, B — Jöckel, H., Nauheim, Inf. 115/12, K —
Ju=
liot, P., Albersweiler, Kreis Saarburg, Fuß=Art. 16/4,
K — Junger, N., Ober=Parth, Inf. 98/6, M — Immer,
F., Landsweiler, Inf. 166/1, A. — Jäger, Ph., Pfungſtadt,
Reſ.=Inf. 116/3, B.
Kadiſch, J. J., Norheim, Inf. 137, D — Kahl, A.,
Leipzig, Reſ.=Drag, 23, B — Kamm, A., Ronsdorf, Inf.
137/1, K — Karenhof, J., Bonn, Inf. 60, D — Katz,
E., Kochdorf, Inf. 125/7, F — Kemmert, F., Wiesbaden,
Inf. 80/10, K — Kern, M., Bonnath, Reſ.=Inf. 27/2, B—
Keßler, W., Darmſtadt, Drag. 24/1, M — Kilian, A.
Mühlheim, Inf. 115, M — Kilian, J., Fehlheim, Inf
115/4, K — Kimme, M. K., Poſtdorf, Inf. 97, D —
Kin=
dinger, P., Wilmshauſen, Art. 25 Erſ., F — Kitz, F.,
Nie=
der=Roßbach, Inf. 115/10, M — Klamt, B.,
Herzogs=
valden, Jäger=Bat. 5/3, K — Klappich, G.,
Schneppen=
hauſen, R. 116/2, I — Kleinen, E., Darmſtadt, Inf.
125/4, K — Klerings, J., Gelſenkirchen II, Feldart. 8, L.
Klotzbücher, P., Hauſen a. R., Inf. 121/2, L. — Klöß,
J., Saarbrücken, Inf. 138/12, B — Koch, G. Reinheim,
Inf. 115/2, K — Koch, J., Bürſtadt, Inf. 118/1, K
Koch, O., Kirberg, Maſchinen=Gewehrk. R. 197, M — Koch,
Ph., Dornheim, Inf. 118/3, K — Koch, R., Seehauſen,
Inf. 173, L. — Koch, W., Wixhauſen, Inf. 115/5, A.
Koch. H., Wixhauſen, Reſ.=Art. 25, L. M. 1, F — Kohnle,
J., Tannhauſen, Feldart. 13. D — Kohott, J., Beuthen,
Jäger=Bat. 6/3, L. — Koiniezeck, L., Zakrzenko (Poſen),
Inf. 17/11, B — Kolb, A., Langen, Inf. 115/9, B — Kolb,
W., Haſpenheim, Inf. 115, B — Krachhammer, J.,
Imſchenhofen, Inf. 10/6, M — Krahſin, R., Friedingen,
Inf. 98. D — Kraft, A., Reinheim, Art. 63/7, B — Kram,
J., Naſen=Erfurt, Inf. 138/9, M — Krauß, F.,
Gelſen=
kirchen, Inf. 115/10, A. — Krämer, W., Bullau, Kreis
Erbach, Inf. 77/2, B — Krichbaum, H., Landenau, Inf.
116/4, B — Krummacher, N., Gunsweiler, Inf. 97/5, M
Krüger, W., Gut Deesberg, Inf. 138/9, K — Kuhn,
Ph., Kelſterbach, Inf. 118/4, K — Kurz, A.,
Reichen=
bach i. O., Inf. 115/3, I — Kahn, F., Wimpfen, Reſ.=Inf.
221/3, M — Külp, F., Hauptmann, Darmſtadt, Inf.
118/6 D — Kraft, F., Groß=Rohrheim, Inf. 115/8, L —
Keim, G., Sprendlingen, Inf. 115/2, L. — Kalbfleiſch, J.,
Elbenrod, Inf. 116/2, L — Kadel, A., Lörzenbach,
Pio=
nier 25/2, C.
Lambert, J. A., Conthil, Inf. 131, D — Lauderer, F.,
Ueberlingen, Inf. 115/2, A. — Laufer, H., Rheydt, Jäger
zu Pferd, D — Lehr, H., Brensbach i. Odw., Inf.
118/3, M — Lenhart, A., Derbach, 1. Landſt.=Bat., K
eſinski, Th., Dreſtfeld, Inf. 137/7, K — Lettermann, O.,
Heidelberg, Train 18, B — Liebich, J., Schaafheim,
Feldart. 25, I — Lindemann, K., Großenbaum, Kreis
Düſſeldorf, Inf. 174/7, B — Link, A.. Amorbach, Inf.
221/3, K — Linke, M., Magdeburg. Drag. 24/1, M—
Linke, R., Obergritſchen. Bayer. Jäger=Bat. 5/3, M
Lippert, A., Darmſtadt. Inf. 115/2, K — Loch, J.,
Scho=
deig, Fußart. 5, L. — Lotz, H.. Darmſtadt, Drag. 24/4, K
Löhr, P. Oberlahnſtein, Feldart. 8. K — Löſch, H.,
Weinholdheim, Drag. 24, B — Löwel, W., Hetzbach i. O.,
Art. 25/2. M — Ludwig, H. J., Langenſelbold, Art. 61, L
Lus, J., Prag, Jäger 13. K — Lücher, H., Darmſtadt,
Inf. 116/2. K — Lynker, A., Worms, Inf. 118/4, K
Ludwig. A., Schwinn (Poſen), Train 18, B — Lahr, J.,
Erbes=Büdesheim. Inf. 116/2, L. — Lender, F., Heidel=
25/1, R
berg
Maier, M., Schwenningen, Ulanen 19, K — Mallig,
A., Bürſtadt, Inf. 118/1, K — Mansfeld, E., Darmſtadt,
Maſch=Gew. 115, K — Marder. Ph., Ober=Roden, Train
18/4 Kol., L. — Matuszenski, J., Witoniſchel, Kreis Po=
ſen, Jäger 5/5, F — Maywald, W., Breslau, Gren. 5,K
— Märkert, O., Düſſeldorf, Art. VIII, K — Meineke, E.,
Darmſtadt, Inf. 116/2, B — Meiſter, P., Merchweiler, Inf,
138/4. A. — Merkel, J., Rockenhauſen, III. Bayer. Feld=
Pionier, K — Merſchrot, J., Eſchollbrücken, Inf. 115/8,
C — Metternich, L., Offenbach, Reſ. 116/4, L. —Metzger,
Ph., Gronau, Inf. 115/6, A. — Michel, K., Gütingen, Inf.
70/7, A. — Micklai, W., Rüttingshauſen, Drag. 23, B —
Mirke, P., Werbi, Leib=Feld=Art. 8, K — Miſera, J.,
Wal=
lersdorf. Inf. 97/7, A. — Mohr, H., Friedenwald, Inf=
138/9, M — Morgenſtern, R., Neuſalz, Reſ.=Inf. VII, K
— Moſer, S., Leeheim, Inf. 115/4, K — Morten, O.,
Kon=
radſtein, Jäger=Bat. 5, K — Morzigemba, F., Namslau,
Inf. 138/8, K — Mönch, J., Griesheim, Inf. 115/2, D
Mörling, A., Kappel, Inf. 60/10, M — Mumm. J.,
Mombach, Inf. 115/11, C — Munkel, J., Frankfurt, Inf.
115/1 Rekruten=Depot, B — Müllender, H., Eupen, Art.=K.
8. III. Batt., F — Müller, A., Schwalbach, Train=Erſ.
16/1, F — Müller, A., Kammer, Inf. 137/7, A. — Müller,
G, Lamſcheid, Inf. 145/5, M — Müller, H., Semd, Art. 16,
D — Müller, J., Lampertheim, Inf. 118/1, K — Müller,
J., Abenweiler, Inf. 97/3, B — Müller, K., Bullay, Feld=
Art. 8, L. — Müller, L., Ober=Beerbach, Inf. 115/4, A.
Müller, L., Ueberlingen, Inf. 115/4, A. — Münkler, G. F.,
Roßdorf, Train 18, B — Müßigmann, L., Vollmoiningen,
Etappen=Fußpack=Kolonne 1, K — Michel, L., Darmſtadt,
Inf. 115/1. C — Michel, Unteroffizier, Inf. 118, E
Meyer, Chr., Sorg, Inf.=Landw. 15, H — Müller, W.,
Worfelden, Reſ.=Inf. 116/3, L. — Möhßlein, H.,
Franken=
wienheim, Inf. 9/12, M — Morneweg, B., Leutnant,
Darmſtadt, Art. 25/1, N.
Nicklas, A., Erbach i. O., Inf. 116/1, C — Nos, H.,
Wolf, Inf. 115, B — Nothelfer, Ph., Weingarten, Inf,
124/3, K.
Obitz, M., Bergen, Inf. 10/5, A. — Oeſtreich, H.,
Elſendorf, Art. 15, K — Ohneſorg, A., Mindelheim, Inf.
115/3, C — Oſenburg, M., Hagen, J. K. 67/10, F — Oswald,
Ph., Gimbsheim, Drag. 24/2, B — Otto, F., Elberfeld,
Jäger 13/1, M.
Pains. N., Steinbach, Inf. 97, D — Pätzold, E.,
Neu=
hammer, Jäg.=Bat. 5, K — Peetz, W., Bernburg, Inf.
116/4. I — Peuth, N., Habech=Ottweiler, Inf. 174/2, B —
Pfeiffer, Chr., Arheilgen, Reſ.=Inf. 116/4, F — Pfeiffer,
J. Diſchheim, Inf. 174/3, A. — Pfeiffer, W., Vilbel, Erſ.=
Art 61/1. L. — Pfeilſtücher, F., Sulzbach, Inf. 138/1, B
Pieroth, A., Diedesheim, Erſ.=Inf. 115/3, B — Pitralzik,
J., Kamero, Inf. 174/12, A. — Pollerhoff, J., Grube
Niko=
laus, Inf. 70/6, M — Poſt, A., Angersbach, Inf. 116/9,
K — Priſter, J., Worms, Reſ.=Art. 25, B — Proß, K.,
Sulz, Reſ.=Art. 25, D — Przylowoky, O., Heinrichsdorf,
Inf. 97/3, A. — Putziga, A., Grünewalde, Bayer. Jäger
5/4, M — Page, F., Leutnant, Alzey, Inf. 67/5, A.
Raab, H., Hahn, Inf. 116/4, B — Raith, A.,
Enzwei=
lingen, Drag. 21, K — Rebel, Ph., Ober=Roden, Inf.
115/2. A. — von Rekonski, Neuguth, Feld=Art. VIII, K —
Rettig. N., Offenbach, Art.=Depot, B — Reuter, A.,
Darm=
ſtadt, Reſ.=Inf. 115/3, A. — Rieger, L., Gunzenhauſen,
Inf. 97, D — Riemenſchmitter, A., Andernach, 4. Rhein.
Inf.=Regt. 30, K — Ritſentaler, G., Münſter, Kreis
Kol=
mar, Inf. 115/2. C — Riſe, W., Loone, Inf. 97, D
Rogbzinski, F., Fiones, Kreis Poſen, Inf. 47/3, F —
Roß=
ler, F., Dreieichenhain, 11. Garde=Füſilier=Regt., A. —
Ro=
tenberger, P., Worfelden, Drag. 23/3, A. — Röder, A.,
Mühlheim, Inf. 115/4, M — Röder, J., Hirſchberg, Jäger=
Bat. 5, K — Rößler, A., Dorn=Dürkheim, Erſ.=Art. 61/2,
B — Ruß, K., Alt=Weilnau, Kreis Uſingen, Reſ.=Drag,
24/3, B — Ruſſel, F., Gräfenhauſen, Inf. 116/11. B
Rückert, L., Roſtock, Inf. 118/3, K — Ritzert, L., Nieder=
Ramſtadt, Landw. 118/8, B — Reukauf, J., Darmſtadt,
Fuß.=Art. 70/5, Art.=M.=K., L. — Ruths, Ph., Asbach,
Inf. 115/12, L.
Sadteleben, H., Oelinghauſen, Inf. 17, D — Sammel,
A., Neunkirchen, Inf. 97/3, M — Sattler, A., Jügesheim,
Inf. 115/12, K — Sauerbier, H., Großenpag, Kreis
Sen=
feld, Art. 61, B — Sauter, G., Zimmerberg, Inf. 124/3,
K — Sauter, J.. Waſſeralfingen, Art. 13/3, B — Seib.
Seinsroth, P., Saar=
Hainſtadt. Erſ.=Inf. 49/3, K
brücken, Inf. 97/6, K — Severing. A., Saarlouis, Train=
Abt. 16/2, B — Seypreski. W. F., Witzleben, Inf. 97, D —
Siegring, G., Offering, Nieder=Bayern, 2. Bayer. Inf.=
Regt., 5. Komp., B — Simon, A., Differdingen, Huſaren
13, K — Späth, 2, Darmſtadt, Inf. 115/7, E — Spilger,
J.. Bonsweiher, Train=Abt. 18, K — Spengler, A.,
Rein=
heim, Reſ.=Art. 25, B — Sprengard, O., Kaiſerslautern,
Inf. 115, B — Spingler, J., Neuweiler, Inf. 123/10, I.
Taſchenberg, W., Wengern, Inf. 60/5, B — Thiel, J.,
Gernsheim, Erſ.=Art. 25, B — Thieſen. J., Bunsnis,
Drag. 13, K — Thobes, J., Gernsheim, Inf. 115/7, K
Thomas, G., Dreieichenhain, Inf. 115/6, A. — Thomas,
J., Saarbücken, Inf. 60/1, K — Traub, E., Neu=Lautern,
Train=Abt. 13, M.
Vogtmann, R., Dortmund, Inf. 166/3, A. — Volk. A.,
Zell, Inf 118/2. K — Voßkühler, H., Leutnant d. R.,
Trin=
top, Feld=Art. 25, M.
von Wachter, K., Leutnant, Darmſtadt, Inf. 115/4, K
Wagner, Darmſtadt, Inf. 115/11, E — Wagner, H.,
Wöllſtein, Drag. 24, B — Walcker, K., Immenhaußen, Feld=
Art.=Kol. 29/5, F — Walentin, J., Bourg=Brock, Unter=
Elſaß, Train. 1. Esk., B — Walter, Ph., Darmſtadt, Art.
25/1, K — Waltermann, B., Frühlingshauſen, Art. 63. B
Wallygora, St., Poſen, Inf, 46/12, M — Wächter, Ph.,
Holzheim, Art. 84, D — Weber, Erſ.=Batt. 25, E — Weber,
F.. Hirſchberg, 1. Schleſ. Jäg.=Bat., Kl — Weber, Ph.,
Griesheim, Inf. 118/4, K — Wecheſſer, G., Bobſtadt, Reſ.=
Feld=Art. 84/5. L. — Wecker, K., Leutnant, Offenbach. Reg.=
Adjutant. Inf. 168, K — Weichſelbanner. J., München,
Bayer. Reſ.=Art.=Regt. 1, D — Weller, Chr., Saarbrücken,
Inf. 166/3, A. — Wenzel. K., Pommern, Inf. 98/3 Bat., F
— Weſſel, F., Billmerich, Inf. 138/2. A. — Wiemer, H.,
Hochſtätten, Auerb., Inf. 116, Rekr.=Depot, B —
Willen=
bücher, H., Beerfelden, Inf. 115/5. C — Willwohl, F.,
Fehlheim, Inf. 115, K — Winkel, A., Offenbach, Art. 25,
L. — Wirriger, H. W.. Dortmund, Inf. 30/3, F —
Wiſſen=
bach, L., Grünberg, Drag. 23/1, A. — Wrikeſſer, G.,
Bob=
ſtadt, Art. 84, L. — Wolfenrietz, F., Reading, Nord=
Ame=
rika, Inf. 97/3, M — Wollry, F., Kettwig, Huſar. 13. K —
Walter, G., Reinheim i. O., Inf. 118/3, I — Wagner, H.,
Darmſtadt, Inf. 115/12, A.
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(*4739
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Nummer 249.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 10. September 1914.
Seite 11.
Sl
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von Weber).
2. „Hurra Germania” (Ferdinand
Freiligrath), geſpr. von Georg
Heinrich Hacker.
3. Zwei Geſänge für drei
Frauen=
ſtimmen: a) „Ein feſte Burg
iſt unſer Gott” (Bearbeitung
von Mathäus Lemaiſtre, 1577),
b) „Hebe deine Augen auf” aus
„Elias” (F. Mendelsſohn=
Bar=
tholdy). Margarethe Schreber,
Clementine Feiſtle, Anna
Bau=
meiſter=Jacobs.
4. Drei Männerchöre a capella:
a) Lützows wilde Jagd (Carl
Maria von Weber), b)
Schwert=
lied (Carl Maria von Weber),
c) Die Ehre Gottes in der
Na=
tur (Ludwig van Beethoven).
5. Vorſpiel zur Oper „Die
Meiſter=
ſinger von Nürnberg” (Richard
Wagner.)
Pauſe.
federn, altes Gold, Zahngebiſſe6. Ungariſcher Marſch (
Rakoczy=
marſch) für große Orcheſter
(Franz Liszt).
7. Drei Balladen für Baß (
Fer=
dinand Loewe): a) Heinrich
der Vogler, b) Friedericus rex,
c) Prinz Eugen. (Leo
Schützen=
dorf.)
8. Zwei Männerchöre mit
Or=
cheſter: a) Flottenlied (Arnold
Mendelsſohn), b) Niederländ.
Dankgebet (Eduard Kremſer).
9. Kaiſermarſch lmit Schlußchor)
(Richard Wagner).
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 10. September 1914.
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Tobias Wilders Weg zur Höhe.
Von Zdenko von Kraft.
(Nachdruck verboten.)
31)
Ach, Röschen! ſtammelte Tobias wie ein Trunkener.
Warum ſind wir beide nicht allein auf der Welt? Weiß:
Du — ich habe ſo ſüß geträumt in dieſer letzten Nacht.
Es waren keine Menſchen mehr — als nur wir beide.
Allein, Röschen, ganz allein — Du und ich! Und immer
war das ſo! Und wenn wir des Abends beieinander
ſaßen, ſo wie jetzt — dann konnte keiner kommen, uns zu
ſtören. Keiner! — Röschen, Röschen! — Ich habe
ge=
träumt, daß eine funkelnde Sommernacht war. Und Du
trateſt zu mir . . . ſo, Röschen . ſo . . ." Ein
dürſten=
der, halb erloſchener Koſelaut. Du trugſt nicht dieſes
ſtrenge blaue Kleid wie jetzt nein! Deine Haare
floſſen aufgelöſt herab über Deine weißen
Schul=
tern . .. über Deine Bruſt! Ich, Röschen, wie ſüß, hab’
ich das geträumt!
Röschen ſprang auf. Ihre Augen waren voll eines
jähen Schreckens. Sie ſah Tobias an, dieſen grauen
Menſchen im Dunkel da, und Tränen traten in ihren
Blick.
Tobby! Um Gottes willen, Tobby!
Mit taumelnden Schritten irrte ſie durch die finſtere
Stube, riß an der Kommode eine Lade auf und wühlte
ſinnlos in dieſer ſchwarzen Höhle. Sie ſuchte — und
wußte nicht was — ſuchte irgend etwas, um ſich zu
ver=
hüllen. Inmitten ihrer klingenden, unbeſonnenen
Kin=
derſeligkeit hatte ſie einen hellſehenden Blick in den
feuer=
dunklen Abgrund ihrer Frauenſeele getan.
Mit zuckenden Fingern raffte ſie ein dünnes, weißes
Schleiertuch aus dem Schrein und warf es um die Schul=
tern. Dann lief ſie aus der Stube. Und von zielloſer
Angſt gejagt, flatterte ſie in die Nacht des Gartens
hinaus.
Und Tobias Wilder lief ihr nach, erſchrocken, verſtört
mit halben Worten, in jeder Silbe ein lallendes Betteln.
Auf der Straße blieb Röschen ſtehen. Mit
erloſche=
nen Lauten ſagte ſie: Onkel Berkens erwartet mich. Herr
Lüdborg ſpielt mit Elſe eine Sonate. Faſt hätt’ ich mich
— verſpätet. Komm, Tobby, komm!
Dann haſtete ſie ſchweigend neben ihm her — und
vermied es, in ſeine flehenden Augen zu ſehen; ſie
fürch=
tete dieſen heißen Blick nicht minder, als ſie ihn liebte.
Ein Wunſch war in ihr, und dennoch eine beklemmende
Angſt — ein Verlangen, und doch ein Widerſtreben. Sie
war auf ratloſer Flucht vor einem verlockenden
Gedan=
ken, den ſie doch kaum gedacht hatte.
Schnell, Tobby, ſchnell!
Erſt dicht vor Berkens Landhaus blieb ſie aufatmend
ſtehen. Sie fühlte ſich befreit und verarmt zugleich
nicht anders, als wäre eine koſtbare goldene Laſt von
ihrer Seele genommen worden. Zitternd öffnete ſie das
Gartentor.
Röschen! Tobias wühlte mit der Hand in ſeinem
Haar. Da geh’ ich nicht mit hinein! Jetzt kann ich keinen
Menſchen ſehen. Ich — ich muß in die Nacht hinaus
auf die Berge hinauf — muß einen Weg zu freier Höhe
finden — oder das erwürgt mich.
Sein verzerrtes Geſicht war in halber Helle. Und
als Röschen dieſe verzweifelten Augen ſah, war wieder
die alte, törichte, barmherzige Zärtlichkeit in ihr. Und
alles andere — Schreck und Angſt und Grauen — alles
war erloſchen.
Sie umklammerte ſeine Hand,
Komm, Tobby!
Nein!
Tu es mir zuliebe!
Wie ihre Stimme flehen konnte in der Sorge um
ihn, im irren Gedanken an eine Gefahr für ſein Leben!
Er ſuchte verſtört nach einer Antwort.
Da klangen die Schritte und Worte zweier Männer,
die durch den Wald herunterkamen — Karl und Berkens.
Erſchrocken klammerte Tobby den Arm um die junge
Frau, und wie ſcheue Flüchtlinge jagten die beiden aus
der halben Finſternis hinein in die klare Helle, die dieſes
klingende Haus umgab.
Heinrich Lüdborg ſpielte mit Elſe eine Sonate von
Beethoven.
Die zwei Männer auf der Straße blieben ſtehen,
ſchweigend, und lauſchten eine Weile, bevor ſie den
Gar=
ten betraten.
In dem Lichtſchein, der aus den Fenſtern fiel, ging=
Karl an den Roſenbäumchen entlang. Seine ausgeſtreckte
Hand ſtreichelte die welkenden Blätter und die letzten,
duftenden Blüten. Nun ſah er ſeinem Begleiter in die
Augen.
Noch immer Roſen?
Berkens antwortete mit einer ſtummen Gebärde, die
ſagen ſollte: Gibt es Schöneres auf der Welt?
Karl verſtand. Und die Dornen? fragte er.
Die liebt man mit! — Weil es doch nichts hilft, wenn
man ſie haßt oder fürchtet. Dann plötzlich fragte Berkens:
Und wie iſt es Ihnen gegangen in der langen Zeit?
Jedes Jahr bin ich um zwölf Monate älter geworden.
Und genau ſo wird es mir gehen, wenn ich wieder
drau=
ßen bin in der Welt.
(Fortſetzung folgt.)
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 10. September 1914.
Nr. 249.
verm. Musk. Anton Georg Rerisch aus Mergentheim, verm.
Vizefw. d. Reſ. Beinrich Karl Feldweg aus Fürnſal, O.=A. Sulz,
gefall. U.O. Wilhelm Rdolf Seckel aus Kochendorf, O.=A
Neckar=
ſulm, gefall. U.=O. Richard Paul Walter aus Obergruppenbach,
O.=A. Heilbronn, gefall. U=O. d. Reſ. Karl Wilhelm Friedrich
Lutz aus Reichenbach, O.=A. Göppingen, gef. Musk. Johann
Nonrad Ueber aus Oberſtetten, O.=A. Gerabronn, gefall. Musk.
Christian Gdtthilf Ralser aus Auenſtein, O.=A. Marbach, gefall.
Musk. Wilhelm Gotflob Greiner aus Stuttgart, gefall. Reſ Harl
Joseph Reiermeister a. Gmünd, gefall. Reſ. Gugen Reinhold Roß a.
Unterweiſſach, O.=A. Backnang, gefall. Musk. Engelbert Scheel aus
Gmünd, gef. Reſ. Johann Georg Frey a. Pfahlhronn, O.=A. Welzheim,
gefall. Musk. Karl Egner aus Schwabach, O.=A. Weinsberg, gefallen.
Musk. Wilhelm hämmerle aus Holzgerlingen, O.=A. Böblingen,
gefall. Gfr. Ernſt Rrotz aus Hengſtfeld, O.=A. Gerabronn, ge all.
Horniſt lohann Ernſt Städtſer aus Michelbach a. d. Lücke, gefall
Musk. Johannes Schwenkglenks aus Laichingen, O.=A. Münſingen,
gefall. Musk. Gottiob Fritz aus Neuhauſen, O.=A. Urach, ſchw.
verw. Serg. Emil Schmitt aus Kirchardt, B.=A. Sinsheim
(Baden), ſchw. verw. Musk. Johann Niklas aus Oberregenbach,
O=A. Gerabronn, ſchw. verw. Reſ. Karl izier aus Pfahlbronn,
O.=A. Welzheim, ſchw. verw. Reſ. Friedrich Karl Hegelmzier aus
Brech, O.=A. Göppingen, ſchw. verw. Musk. Friedrich Karl Rlichie
aus Meßſteiten, O.=A. Balingen, ſchw. verw. Musk. Rdolf Imanuei
Gerit aus Freudenſtein, O.=A. Maulbronn, ſchw. verw. Musk.
Karl Scheerer aus Atzenrod, O.=A. Gerabronn, gefall. Ej.=Fr.
Karl Lanz aus Bieringen, O.=A. Horb, ſchw. verw. Musk. Leo
Frauz Kaver Waibel aus Waldſtetten. O.=A. Gmünd, ſchw. verw.
Reſ. Gottiob kibert Schnabel aus Schorndorf, ſchw. verw. Reſ.
Aulius Chriſtian Möſſinger aus Beutelsbach, O.=A. Schorndorf,
ſchw. verw. Reſ. Aiſons Bernyard Arnold aus Weiler, O.=A.
Gmünd ſchw. verw. Reſ. Johann Georg Siegie aus Ebersbach,
O=A. Göppingen, ſchw. verw. U.=O. d. Reſ. Ghriſtian Heinrich
Eckſtein aus Uhingen, O.=A. Göppingen, ſchw. verw. Musk Julius
Eugen Reiner aus Untergruppenbach, O=A. Heilbronn, ſchw. verw
Reſ. Adolf Gold aus Kitzinghof, O.=A. Gmünd, verm. Musk.
Kuſiav Adoff Gulden aus Ulm, gefall. Reſ. Joſep) hägele aus
Mutlangen, O.=A. Gmünd, verm. Reſ. Wilhelm Römer aus
Ohnhülben, O.=A. Riedlingen, verm. Musk. Chriſtian Georg
Götz aus Reudern, O.=A. Nürtingen, verm. Reſ. Chriſtian
Frledrich Schuſter aus Winterbach, O.=A. Schorndorf, vermißt.
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Musk. Güihelm Gläser aus Schüßingen, O.=A. Maulbronn, verm.
Musk. Cottiob Wilheli Falter aus Neckarhauſen, O.=A. Nürtingen
verm. Musk. Hermann Reichenecker aus Neuhauſen, O.=A. Urach
verm. U=O. d. Reſ. Heinrich Spießhofer aus Bartholomä, O.=A.
Gmünd, verm. U.=O. Eryſt Jakob Schmidgall aus Enzweihingen
O.=A. Vaihingen, l. verw. Reſ. Uilhelm Stecher aus Gſchwend,
O.=A. Gaildorf, verm. Musk. Wilhelm Schwarz aus Enzberg, O.=A.
Maulbronn, ſchw. verw. Reſ. Rifons Ueker aus Salach, O=A.
Göppingen, verm. Reſ. Paul Guſiav Hörer aus Schorndorf, verm.
Musk. Andreas Biberger aus Rohr, Bezirksamt Kehlbeim (Bayern)
l. verw. Musk. Fräßz Lancwehr aus Stuppach, O.=A.
Mergent=
heim, l. verw. Musk. Scheiderer aus Michelbach a d. Lücke, I. verw
Musk. Lucwig Ernſt Reos aus ?, O.=A. Eßlingen, l. verw. Reſ.
Johaun Georg Schloz aus Hegenlohe, O.=A. Schorndorf, verm. Reſ.
Christian Stoß aus Kohlſtetten, O.=A. Münſingen, verm.
11. Komp.: U.=O. Scbzstian Leins aus Hirrlingen, O.=A.
Rotten=
burg, ſchw. verw. U.=O. Otto Müller aus Heidelberg, ſchw. verw.
U.=O. Georg kauer aus Noßwälden, O=A. Kirchheim, l. verw.
Musk. Ernſt Strauß aus Untertürkheim=Stultgart, gefall. Musk.
Heinrich Haller aus Unterurbach, O.=A. Schorndorf, gefall. Musk.
Chriſtian Ehert aus Korb, O.=A. Waiblingen, ſchw. verw. Reſ.
Friedrich Schoch aus Althütte, O.=A. Backnang, ſchw verw. Reſ.
Radoil Drautz aus Pforzheim, ſchw. verw. Reſ. Johann Volimer
aus Schnait, O.=A. Schorndorf, ſchw. verw. Musk. Karl Knödier
aus Ebersberg, O.=A. Welzheim, l. verw. Musk. Friedrich Simmei
aus Göppingen. I. verw. Reſ. Gebard Herkommer aus Waldſtetten
O.=N. Gmund, I. verw. Reſ. Wilhelm Mayer aus Buch, Gem.
Heubach. O.=A. Gmünd, I. verw. Reſ. Gotihilf Schönleber aus
Aichſtrut, Gem. Welzheim. l. verw. Reſ. Geerg Ruoff aus
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fürſt, Gem. Welzheim, i. verw. U.=Off. Robert Ling aus
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ſingen, I. verw. Gefr. d. Reſ. Friedeich Kuhnle aus
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bach, O.=A. Schorndorf, l. verw. Reſ. Guſtav Hund aus Schnait,
O.=A. Schorndorf, I. verw.
12. Komp. O.=Lt. Guſtav horn aus München, gefall. Reſ.
Bernhard Koib aus Rechberg, O.=A. Gmünd, verm. Musk. Ribert
Mayer aus Bruch, O.=A. Backnang, gefall. Musk. Gilhelm Troſt
aus Dettingen, O.=A. Urach, gefall. Musk. lohännes Maler aus
Oberbettringen, O.=A. Gmünd, ſchw. verw. Tamb. Wilhelm Karl
Gohl aus Degerloch=Stuttgart, gefall. Reſ. Johannes Schick aus
Oberurbach, O.=A. Schotndorf, gefall. Gefr. d. Reſ. Rdelf Math.
Hoſer aus Mutlangen, O.=A. Gmünd. gefall. Musk. Käuer Hille=
brand aus Blankenburg a. H, ſchw. verw. Musk. Chriſtlät)
Reutſchier aus Wart, O.=A. Nagold, ſchw. verw. Musk. Friedrich
Hermann Hampp aus Steinreinach, O.=A. Waiblingen, ſchw. verw.
Musk. Auguſt Steohmaier aus Grasgehren, O.=A. Welzheim, I.
verw. Musk. loſef Bernhard Rauer aus Bartholomä, . O.=A!
Gmünd, ſchw. verw. Reſ. Guſtav Friedrich Brzun aus
Höslins=
warth. O.=A. Schorndorf, l. verw. Musk. Gottlob Wilheim Rutz
aus Oberwälden, O.=A. Göppingen, I. verw. Musk. Lulius Kurt
Such aus Frankfurt a. M., I. verw. Musk. Karl Ruoff aus
Det=
tingen, O=A. Urach, l. verw. U.=Off. Chriſt. Müller aus
Unter=
musbach, O.=A. Freudenſtadt, l. verw. Gefr. Artur Knton Schlichter
aus Zeutern, B.=A. Bruchſal, I. verw. Reſ. Pzul Giſhelm
Her=
kommer aus Gmünd, l. verw. Reſ. Kuguſt Deininger aus Lautern,
O.=A. Gmünd, l. verw. Gefr. d. Reſ. Karl Cotti. Seyboid aus
Hebſack, O.=A. Schorndorf, l. verw. Musk. Augaſt Friede. Metzger.
aus Degerloch=Stultgart, verm. Reſ. Rhäreas Waſter aus
Dorn=
han, O.=A. Sulz, verm. Musk. Martin Stimmlr aus Aldorf,
O.=A. Horb, verm. Reſ. Wilhelm Erhard aus Bitzfeld, O.=A.
Weinsberg, ſchw. verw. Reſ. Auguſt Vozt aus Mögglingen, O.=A.
Gmünd, l. verw. Musk. Karl Friedr. Mütler aus Bünzwangen,
O.=A. Göppingen, verm. Reſ. Gottkriea Molt aus Lorch, O.=A.
Welzheim, geſt. an Hitzſchlag.
Dragonerregiment Nr. 25, Ludwigsburg.
Stab. Gefr. Ollhelm Nocher II aus Dußlingen, O.=A. Tübingen,
ſchw. verw., Bauch.
k. Esk.: Gfr. d. Reſ. Uarl Rachmayer aus Weinsbach, O.=A.
Oehringen, gefall. Drag. Hermänn Nühie aus Murr, O.=A.
Mar=
bach, ſchw. verw., I. Arm und Rücken. Drag. Wilhelm Pfell aus
Groß=Villars, O.=A. Maulbronn, I. verw., Kopf.
Dragonerregimeni Nr. 26, Stukkgart.
z. Csk.: Lt. d. Reſ. Rudkolf Albrecht aus Riga, verm. Drag.
Auareas Häußier aus Ehrenſtein, O.=A. Ulm, l. verw., I. Bein.
Drag. Har! Beck II aus Stuttgart, verm.
5. Esk.: Drag. ermann Umgelten aus Botnang, A.=O.=A.
Stuttgart, ſchw. verw, Hüſte. Drag. Roberi häußermann aus
Fellbach, O.=A. Waiblingen, ſchw. verw, r. Schulier. Drag.
Kornelius Schenk aus Hirlbach, O.=A. Ellwangen, ſchw. verw., r.
Schulter. Serg. Erich Wolsdorkf aus Brüſewiß, Kr. Saatzig
(Mecklenburg=Schwerin), verm. Drag. Hibert Braun aus Höfen,
O.=A. Neuenbürg, verm.
Ulanenregiment Nr. 20, Ludwigsburg.
1. Csk.: Ulan Johannes Held, verw., I. Bein.
1. Landwehreskadron.
1. Landwehresk.: Gfr. Friedrich Lalble aus Jebenhauſen, O.=A.
Göppingen, verm., angeblich geſtürzt. Drag. Eraſt Matt aus
Säckingen, Baden, verm. Drag. Emil Forny aus Winzenheim,
Bez. Colmar, verm.
2. Landwehreskadron.
z. Lasdwehresk: U=O. Ernſt Diehi aus Krummacker, O.=A.
Eßlingen, verm. Gfr. Karl Hirſchie aus Niederhofen, O.=A. Ehingen,
verm. Gfr. Salomon Hlang aus Satzenhauſen, O.=A. Blaubeuren,
vermißt.
Berichtigungen:
Zu Verluſiliſte Nr. 2.
Landwehrinfanterieregiment Nr. 121.
2. Komp.: Landwehrmann Chriſtian kllinger aus Lauffen,
O.=A. Beſigheim, nicht verm=, ſondern verw., Geſäß.
Ju Verluſtliſte 3.
Landwehrinfankerieregiment Nr. 121.
1. Komp.: Gfr. Friedrich Kuhn aus Sontheim, O.=A. Heilbrorn,
nicht verm., ſondern verw., r. Arm. Landwehrmann Gettl. Schich
aus Vorderbüchelberg, Gemeinde Spielberg, O.=A Backnang, nicht
verm, ſondern erkrankt. Landwehrmann Adelk bauſch aus
Gab=
lenberg=Stuttgart, nicht verm., ſondern verw, I. Bein.
Land=
wehrmann Helbrich Ribrecht aus Stutigart, nicht verm., ſondern
verw., I. Bein.
4. Koms.: Landwehrm. hermann Eberie aus Flein, O.=A.
Heil=
bronn, nicht verm., ſondern verw., I. Arm.
Infanierieregiment Nr. 126, Straßburg.
12. Komp.: Reſ. Jakeb Lägeler, nicht verm., ſondern verwizell
Unterarm.
Ne. 249.
Donnerstag, den 10. September
1914.
Amtliche Verluſtliſte Nr. 20.
Königlich Preußiſche Armee.
Generalkommando 11. Armeekorps, Caſſel.
Gfr. Schneider, verw. Trainfahrer Gfr. Dittmar aus
Mel=
ſungen, verw.
6. Gardeinfankeriebrigade, Berlin.
Stab: Oberlt. Hans von Cochenhauſen vom Kaiſer=Franz=
Garde=Grenadierregiment Nr. 2 aus Frankfurt a. M., tot.
Gardefüſilierregiment, Berlin.
6. Komp.: Reſ. Kurt Schulze aus Erfurt, l. verw.
7. Komp.: Gardefüſ. Johannes Vogt aus Güsken, Anhalt,
verwundet.
Grenadierregimeni Nr. 3, Königsberg i. Pr.
1. Komp.: Gfr. Ferdinand Achtsnick, verw. Grend. Friedrich
Böhnke, verw. Reſ. Karl Gehle, verw. Grenad. Karl Seitz,
ver=
wundet. Grenad. Otto Wieſenthal, verw.
2. Komp.: Reſ. Franz Steinke, verw.
3. Komp.: Grenad. Alfred Bowitz, verw. Grenad. Willy
Gru=
now, verw. Grenad. Otto Ludzeit, verw. Reſ. Willi Stecklein,
verwundet.
4. Komp.: Grenad. Franz Daege, verw. Reſ. Heinrich Eiſen=
Llätter, verw. Vfw. Siegfried Schülke, verw. Grenad. Jacol
Strebel, verw. Grenad. Joſef Woywod, verw.
5. Komp.: Musk. Adam Finkheimer, verw. Grenad. Franz
Goldau, verw. Grenad. Ernſt Heiſel, verw. Reſ. Hermann
Sted=
ler, verwundet.
6. Komp.: Grenad. Karl Vorchert, verw. Grenad, Wilhelm
Held verwundet.
7. Komp.: Grenad. Richard Adel, verw.
8. Komp.: Reſ. Auguſt Heinke, verw. Gfr. Auguſt Löwitſch
verw. Reſ. Franz Oſchen, verw. Grenad. Franz Ruhnke, verw.
9. Komp.: Füſ. Karl Albat, verw. Grenad. Anguſt Pohl
verwundet.
10. Komp.: Grenad. Hugo Wiſchnewski, verw.
11. Komp.: Füſ. Hermann Czarnowsky, verw. Gfr. Wilh
Lützemeyer, verw. Gfr. Auguſt Schimanski, verw. Füſ. Albert
Wackernagel, verwundet.
12. Komp.: Gfr. Georg Frohnmieſer, verw. Grenad. Paul
Ginz, verw. Musk. Otto Knoll, verw.
Ohne Angabe der Komp.: Gſr. Karl Klingkuſch, tot.
Maſchinengewehrkomp.: Gren. Friedrich Koſchky, verw. Gren.
Otto Rautenburg, verw.
Grenadierregiment Nr. 4, Raſtenburg.
2. Komp.: Reſ. Michael Ruhland, verw. Reſ. Paul Treder.
verwundet.
4. Komp.: Gren. Karl Lenz, verw. Reſ. Fritz Unnach,
verwundet.
5. Komp.: Reſ. Erich Pradelt, verw.
9. Komp.: U.=O. Andreas Miobach, verw.
12. Komp.: Reſ. Otto Zota, verw.
Grenadierregiment Nr. 9, Stargard i. Domm.
2. Komp.: Reſ. Jürgen Küſter, verw
Reſerveinfankerieregiment Nr. 11, Glaß und Münſierberg.
2. Komp.: Reſ. Johan: Kaiſer, verw.
5. Komp.: Reſ. Michael Inhofer, verw.
11. Komp.: Reſ. Alois Grünbeck, verw.
14. Komp.: Reſ. Andr. Dierſchel, verw.
Infankerieregiment Nr. 16, Cöln.
1. Komp.: Feldwebel Joſef Wittek, verw.
4. Komp.: Musk. Ferdinand Erdmann, verw. Reſ. Karl
Paß, verw. Musk. Artur Schwan, verw.
5. Komp.: Reſ. Oskar Hauk, verw. Reſ. Auguſt Peters
berw. Musk. Ewald Stahlſchmidt, verw.
7. Komp.: Reſ. Joſep) Dingler, verw. Musk. Albert
Friedhoff, verw. Musk. Albert Hochgreve, verw. Reſ. Kark
Immelt, verw. Reſ. Paul Immelt, verw.
8. Komp.: Musk. Franz Berenbrock, verw. Musk. Ludwig
Henghuber, verw. Musk. Karl Mosmüller, verw.
9. Komp.: Musk. Karl Vurg, verw. Musk. Wilhelm
Buſchhauſen, verw. Musk. Karl Berg, verw. U.=O. d. Reſ.
Oswald Hammesfahr, verw. Gfr. d. Reſ. Paul Növermann,
verw. Reſ. Artur Waßmuth, verw.
11. Komp.: Musk. Hermann Meiſters, verw. Reſ. Paul
Rother, verwundet.
12. Komp.: Ej. Gfr. Adolf Schneemehler, verw.
Oine Kompagnieangabe: Hptm. Wenborne, verw. U.=O.
Johann Breiherr, verw. Vſw. d. Reſ. Joſef Fell, verw. Reſt
Georg Huber, verw. Reſ. Alois Knabe, verw. Musk. Joſef
Mühlbauer, verw. Gfr. Martin Rauchenſteiner, ver: Reſ,
Georg Retzer, verw. Reſ. Jakob Rundbuchner, verw. Reſ.
Joſef Sieburg, verw. Gfr. Ludwig Thaler, verw. Musk.
Joſef Tiefenthaler, verw. Reſ. Fritz Weingarten, verw.
Reſerveinfanterieregimeni Nr. 18, Deuiſch Eylau und
Braunsberg.
1. Komp.: U.=O. Erich Geſchke, verw.
3. Komp.: Wehrmann Krienrich Müller, verw.
5. Komp.: Musketier Karl Rehbehn, verw.
Reſerveinfankerieregimenk Nr. 19, Sproktau, Hirſchberg,
Lauban.
1. Komp.: Reſ. Guido Graichen, verw. Reſ. Wilhelm
Kos=
lowski, verw.
2. Komp.: Hermann Rindfleiſch, tot. Gren. Gottlieb
Rößle, verw.
3. Komp.: Reſ. Guſtav Schwan, verw.
5. Komp.: Reſ. Richard Blonski, verw. Reſ. Friedrich
Kipry, verw. Reſ. Artur Lehmann, verw.
7. Komp.: Wehrm. Paul Baumert, verw. Wehrm. Karl
Gondek, verw. Wehrm. Fritz Geiſe, verw. Reſ. Hermann
Krebs, verw. Reſ. Heinrich Nixdorf, verw. Hermann Porput,
verw. Reſ. Hugo Troſt, verw.
8. Komp.: Wehrm. Alfred Schiller, verw.
9. Komp.: Wehrm. Robert Hirt, verw. Reſ. Johann
Ja=
fiak, verw. Reſ. Arthur König, verw. Reſ. Martin Sapawa,
verw. Reſ. Fritz Sander, verw.
10. Komp.: Reſ. Heinrich Hubertz, verw.
11. Komp.: Reſ. Emil Ewald, verw. Guſtav Schnabel,
Ohne Angabe der Kompagnie: Wehrm. Joſef Napp, verw.
Reſerveinfankerieregiment Nr. 21, Graudenz, Thorn. Koniß,
1. Komp.: Musk. Albert Vonhoff, verw.
7. Komp.: Reſ. Albert Goerke, verw.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 10. September 1914.
Nr. 249.
9. Komp.: Reſ. Leo Rekowski, verw. Reſ. Wilhelm
Weg=
ner, verw.
12. Komp.: Wehrm. Friedrich Wenzlaff, verw.
Reſerveinfankerieregiment Nr. 22, Rybnik.
1. Komp.: Musk. Paul Pätzold, verw.
Reſerveinfankerieregiment Nr. 24, Neuruppin,
4. Komp.: Reſ. Otto Frielitz, verw.
Infankerieregiment Nr. 25, Aachen.
1. Komp.: Musk. Friedrich Bücker, verw. Musk. Robert
Laubiſch, verw. Musk. Karl Morn, verw. Otto Oepfelbach,
verw. Reſ. Hermann Schmitz, verw. Reſ. Franz Götting,
verw. Musk. Jakob Gillen, verw. Musk. Wilhelm Jacobs,
verw.
2. Komp.: Musk. Johann Bonn, verw. Musk. Paul
Berky, verw. Musk. Johann Stein, verw.
4. Komp.: Musk. Joſef Aedenau, verw. Musk. Karl Kuck,
verw. Musk. Heinrich Neuhaus, verw. Musk. Joſef Hahn,
verw. Reſ. Franz Henniken, verw.
5. Komp.: Musk. Romanus Schenkel, verw.
6. Komp.: Reſ. Hermann Bremſtrup, verw. Musk.
Jo=
hann Krapforch, verw. Musk. Joſef Paſcheid, verw. U.=O.
Joſeph Thempel, verw. Tambour Gfr. Karl Wego, verw.
7. Komp.: Musk. Bernhard Mölis, verw. Reſ. Guſtan
Müller, verw.
8. Komp.: Reſ. Hans Ehe, verw. Musk. Paul Simonis,
verw. Reſ. Peter Zimmermann, verw. Joſef Goebbels, verw.
9. Komp.: Musk. Johann Breuer, verw. Musk. Franz
Boſen, verw.
11. Komp.: Felix Fiedler, verw. Reſ. Joſef Roſeda, verw.
Musk. Renatus Ziegler, verw.
12. Komp.: Sergeant Wilhelm Schirmer, verw. Musk.
Emil Wadewitz, verw. Musk. Wilhelm Janſen, verw. Musk.
Heinrich Kubach, verw. Tambour Chriſt. Koll, verw.
Ohne Kompagnieangabe: Reſ. Karl Lenz, verw. Ref.
Wilhelm Meys, tot.
Infanterieregiment Nr. 26, Magdeburg.
Reſ. Wilhelm Münzenmaier, verw.
Infanterieregiment Nr. 30, Saarlouis.
1., Komp.: Reſ. Heinrich Hecker, verw. Reſ. Hugo
Stammen, verw.
2. Komp.: U.=O. Fritz Vetter, verw. Musk. Otto Münch,
verw.
3. Komp.: Musk. Lorenz Rok, verw. Reſ. Wilhelm
Kupper, verw.
4. Komp.: Reſ. Peter Gölden, verw. Reſ. Joſef Schaaf,
verw. Reſ. Peter Schopp, verw. Musk. Heinrich Strothotte,
verw.
11. Komp.: Reſ. Albert Rothländer, verw. Reſ. Peter
Welters, verw.
12. Komp.: Reſ.. Adam Ketzer, verw.
Infankerieregiment Nr. 41, Tilſit und Memel.
3. Komp.: Reſ. Wilhelm Salowski, verw.
5. Komp.: Musk. Wilhelm Bülow, verw. Musk. Karl
Dahlick, verw. Musk. Franz Kubbat, verw. Musk. Eduard
Tumuſat, tot. Reſ. Peter Wileikis, verw.
6. Komp.: Reſ. Fritz Arendt, verw. Musk. Walter Geſchke,
verw. Reſ. Richard Heeſe, verw. Reſ. Artur Hein, verw.
U.=O. d. Reſ. Guſtav Heimann, verw. Musk. Bernhard
Lebing, verw. Reſ. Heinrich Uredat, verw. Reſ. Maz Vogt,
verw. Ej.=Freiw. Wilhelm Wolff, verw. Musk. Albert
Per=
gande, verw.
7. Komp.: U.=O. d. Reſ. Hans Fermor, verw. Reſ. Georg
Gerullis, verw. Reſ. Georg Heinle, verw.
8. Komp.: Reſ. Richard Arndt II, verw.
9. Komp.: Musk. Reinhold Hübner, verw. Ej.=Frw. Gſr.
Reinhard Kerken, verw. Reſ. Samuel Pöſchke, verw. Musk.
Willy Puchert, verw. Musk. Guſtav Schwerke, verw. Reſ.
Heinrich Zibidier, verw.
10. Komp.; Musk. Hermann Maslowski, verw. Reſ. Johann
Pawils, verw. Gfr. Kurt Paſcherat, verw. Reſ. Auguſt Zangel,
verwundet.
11. Komp.: Gfr. Michael Anſchra verw. Musk. Luis
Buskies, verw. Reſ. Heinrich Genuttis, verw. Musk. Joſeph
Brimm, verw. Musk. Wilhelm Werner Grießdorf, verw. Musk.
Wilhelm Henze, verw. Musk. Ernſt Hilſcher, verw. Gfr.
Her=
mann Konrad, verw. Reſ. Georg Laurat, verw. Musk. Auguſt
Posdziech, verw. Musk. Michel Wyſullis, verw.
12. Komp.: Musk. Jacob Bender, verw. Reſ. Johann
Bendrichs, verw. U.=O. d. Reſ. Ernſt Beckmann, verw. U.=O
Ludwig Corte, verw. Reſ. Michael Jakuszeit, verw. Gfr. d. Reſt
Michael Kawohl, verw. U.=O. d. Reſ. Otto Aug. Kerſten, verwi
Musk. Johann Lohmann, verw. Gfr. Ernſt Lohrenz, verw. Reſ
Anguſt Neumann, verw. Reſ. Emil Noß, verw. Musk. Guſtav
Petzel, verw. Musk. Walter Wirths, verw. Musk. Ernſt
Weich=
ler, verwundet.
Ohne Angabe der Komp.: Reſ. Emil Stepponat, verw.
Infankerieregiment Nr. 63, Oppeln.
Oberſt Zollern, tot.
4. Komp.: Hauptmann Beſig, tot.
6. Komp.: U.=O. d. Reſ. Hugo Viktor Stoſick, tot:
7, Komp.: Feldwebel Auguſt Giller, verw.
Reſerveinfankerieregimenk Nr. 64, Berlin.
1. Komp.: Gren. Stephan Jyskawa aus Sparboszewa, Kr!
Werſchen, l. verw. Gren. Robert Löffler aus Staßfurt, Kr. Kalbe
l. verw. Gren. Rudolf Elge I aus Reinickendorf bei Berlin, I
verw. Gren. Karl Stammen aus Süchteln, Kr. Kempten, I. verw.
Gren. Johann Eſchbach aus Weis, Kr. Neuwied, l. verw.
2. Komp.: Gren. Max Schmiedel aus Chemnitz=Cappel, Kr)
Chemnitz, tot. Gren. Johannes Riemann aus Hörde, Kr.
Hör=
de, ſchw. verw. Gren. Wilh. Henke aus Grohude, Kr. Ha=
Neuburg in Bayern, l. verw.
3. Komp.: Lt. Karl Göhring aus Perleberg, Kr. Weſtprignitz)
l. verw. Lt. Bernhard Vogt aus Grüme, Kr. Soeſt, l. verw. Gren
Franz Andreas aus Alt=Tucheland, Kr. Lebus, I. verw. Gren
Alwin Dörre aus Bebra, Kr. Sondershauſen, l. verw.
5. Komp.: Gren. Georg Beck aus Burtenbach, Kr. Schwaben=
Neuburg in Biyern, I. verw.
6. Komp.: U.=O. Kaſimir Przewozny aus Palnoslaco, Kri
Neutomiſchel, I. verw. Gren. Hugo Krauſe aus Wolfen, Kri
Bitterfeld, l. verw. Gren. Auguſt Nowaczyk aus Kirchlinde, Kri
Dortmund=Land, l. verw. Gren, Karl Teſche aus Hülsberg, Kr
Mettmann, l. verw.
7. Komp.: Gren. Max Ruhnke aus Gr. Satspe, Kr. Bublitz)
ſchw. verw. Gren. Hermann Reinert aus Unruhſtadk, Kr.
Bomſt, tot.
8. Komp.: U.=O. Hermann Schubarth aus Schlapow, Kreis
Prenzlau, l. verw. U.=O. Walter Weber aus Barmen, I. verw.
Grenad. Otto Peters aus Linde, Kreis Solingen, l. verw. Grenad.
Paul Richter aus Comreſerau, Kreis Bautzen, I. verw. Grenad.
Paul Rau aus Züllichau, Kreis Schwiebus, I. verw. Grenad.
Karl Staabs aus Schönbrunn, Kreis Friedland, l. verw. Grenad
Albert Röſemann aus Lengefeld, Kr. Sangershauſen, I. verw
Grenad. Hermann Teusler aus Lattnitz, Kreis Grüßberg, I. vw
Grenad. Emil Laſſig aus Sensburg, l. verw. Grenad. Franz
Horn II aus Kl.=Knie, Kreis Gerdauen, l. verw.
9. Komp.: Oberlt. Lothar Kremnitz aus Danzig, ſchw. verw.
U.=O. Wilhelm von Rohr aus Berlin, l. verw. Grenad. Heinrick
Schraeder aus St.=Mauritz, Kreis Münſter, I. verw.
10. Komp.: Serg. Emil Witkoſchirky aus Berlin, I. verw.
Grenad. Paul Rudolf Kobitz aus Villiſaß, Kreis Culm, ſchw. vw.
Grenad. Bernhard Johann Fleſe aus Bochum, l. verw.‟ Grenad
Wilhelm Liermann aus Paſewalk, Kreis Uckermünde, I. verw
11. Komp.: Lt. d. Reſ. Werner Brunke aus Neidenburg, Kreis
Allenſtein, I. verw. Gfr. Friedrich Schneider aus Iſerlohn, Ia
verw. Grenad. Otto Hamme aus Cöpenick, Kreis Teltow, verm.
Grenad. Guſtav Henkel aus Kaldanen, Kreis Sieg, verw.
12. Komp.: Grenad. Otto Jacknow aus Münſterberg, Kreis
Lebus, l. verw. Grenad Paul Brimmer aus Neudorf, Kreis
Liegnitz, I. verw. Grenad. Paul Schleinitz aus Weinböhla, Kr
Dresden, l. verw. Grenad. Albert Bierwagen aus Liebenau, Kr.
Züllichau, l. verw. Grenad. Hermann Starlewart aus Jufings
dorf, Kreis Melle i Han., l. verw. Gfr. Fritz Engel aus Aldanan
i. Pomm., I. verw.
Infankerieregimeni Nr. 70, Saarbrücken.
1. Komp.: Musk. Robert Killing aus Werne, Kreis Bochum
ſchw. verw. Musk. Jakob Körner aus Griesheim, Kries
Wies=
baden, ſchw. verw. Musk. Hugo Müller aus Brebach, Kreis
Saarbrücken, I. verw. Musk. Franz Rateiczok I aus Smolitz,
Kreis Goſtyn, ſchw. verw. Gfr. d. Reſ. Michel Schöntgen aus
Schillingen, Kreis Trier, ſchw. verw. Reſ. Joſef Frank aus
Oberwallaf, Kreis Wiesbaden, ſchw. verw. Reſ. Jakob Conraß
Nr. 249.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 10. September 1914.
Seite 7.
1. Feldartillerieregiment Nr. 12, Reitende Abteilung,
Königsbrück.
1. reitende Batterie: Fahnenjunker U.=O. Hans Dürbig
aus Leipzig, gef. Ej.=Freiw. U.=O. Ernſt Alfred Jäckel aus
Niederreifendorf, Kr. Rothenburg, gef. Kanonier d. Reſ. Paul
Mehnert aus Wünſchendorf, A.=H. Pirna, gef. Wachtm. Fritz
Käubler aus Dresden, ſchw. verw., Bruſt, verl. Sgt. Walter
Hornoff aus Dohna, A.=H. Pirna, ſchw. verw., Kopf, verm.
U.=O. Richard Bielka aus Lugk, Kr. Kalau, verm. Trompeter=
U.=O. Otto Paul Siebke aus Breskow, Kr. Lebus, verm.
Ka=
nonier Ernſt Paul Müller II aus Weixdorf, A.=H. Dresden=N.,
verm. Kanonier Paul Emil Grießbach aus Rothenbach, A.=H.
Dippoldiswalde, verm. Fahrer Franz Paul Heinrich Grun
aus Naumburg, Kreis Liegnitz, verm. Kanoxier Ludwig
Her=
bert Fleiſcher aus Crimmitſchau, A.=H. Zwickau, verm.
Ka=
nonier Paul Gerhard Fiſcher I aus Berthelsdorf, A.=H.
Frei=
berg, verm. Kanonier d. Reſ. Friedrich Otto Bähr aus
Ber=
bigsdorf, verm. Kanonier d. Reſ. Max Paul Schneider aus
Langenbach, A.=H. Plauen, verm. Gfr. d. Reſ. Karl Alfred
Max Hoffmann aus Böhlen, A.=H. Leipzig, ſchw. verw., rechter
Fuß. Kanonier Arno Herbſt aus Golk, A.=H. Meißen, verm.
Kanonier d. Reſ. Otto Paul Häslich aus Frauenhain, A.=H.
Großenhain, verm. Kanonier d. Reſ. Ernſt Hermann Paul
aus Semmichau, A.=H. Bautzen, verm.
2. reitende Batterie: Kanonier Paul Hugo Röthig aus
Leuben, A.=H. Meißen, gef. Gfr. d. Reſ. Max Walter Kühn
aus Schöna, A.=H. Pirna, ſchw. verw., rechter Unterſchenkel.
3. eitende Batt.: Kan. Wilhelm Rößler aus Königſtein,
Amtshauptmannſchaft Pirna, ſchw. verw., rechter Oberſchenkel.
U.=O. d. Reſ. Paul Richard Dittrich aus Oberoderwitz,
Amts=
hauptmannſchaft Löbau, gef. Fahrer Friedrich Max Voigt aus
Sageritz, Amtshauptmannſchaft Großenhain, gef. Fahrer Franz
Georg Kaiſer aus Oberlichtenau, Amtshauptmannſchaft Kamenz,
Il. verw., rechter Unterarm.
Leichte Funkerſtalion Nr. 20.
Von der 3. (Funker=) Kompagnie des Telegraphenbataillons
Nr. 7, Truppenübungsplatz Zeithain: Fahrer Erich Scholte aus
DDresden, l. verw., rechter Arm.
Verluſie durch Krankheiken.
2. Jägerbakaillon Nr. 13 (Dresden).
Lt. d. Reſ. Richard Oskar Stürmer, tot.
Berichtigung früherer Verluſiliſien.
Landwehrinfankerieregiment Nr. 133.
Landwehrmann der 12. Komp. Hermann Waldemar Süß aus
Rittersgrün, Amtshauptmannſchaft Schwarzenberg, bisher ſchwer
verwundet, iſt tot.
Kgl. Württembergiſche Armee.
Verluſiliſte Nr. 9.
Infankerieregiment Nr. 126, Straßburg.
2. Komp: Reſ. Friedrich Dürrschnabel, verw, r. Hand. Reſ.
ſohann Stefan Ströbel, verw., I. Hand.
—3. Komp.: Musketier Wilhelm Rötiger, verw., r. Bein.
5. Kowp.: Musk. Friekrich Müller I, verw., r. Arm.
8. Komp.: Reſ. Karl Stegmülier, verw., Kopf. Reſ. Oskar
Wetzel II, verw., I. Bein.
11. Komp.: Musk. Ribert Schmid, verw., Rücken.
Infankerieregimenk Nr. 180, Tübingen-Gmünd.
III. Batt. — Slab. Majur hans Zoeppritz aus Ganterhof=
O.=A. Ravensburg, gefall.
9. Komp.: O.=Lt. der Reſ. Lorey, gefall. Lt. Rudolf Stapf aus
Truchtelfingen, O.=A. Balingen, l. verw. O.=Lt. Schaal aus Stuti=
*gart, ſchw. verw. Lt. Walter Schmilgall aus Sturtgart, geſall.
Gefr. Gottiod Reich aus Heimsheim, O.=A. Leonberg, gefall.
Horniſt Otto kitſcheie aus Malmsheim, O.=A. Leonberg. gefall.
Musk. Friedrich Vetter aus Cannſtadt=Stuttgart, gefall. Reſ.
Karl Reefer aus Beutelsbach, O.=A. Schorndorf, gefall. Reſ.
Robert Riethmaier aus Backnang, gefall. Reſ. Karl Rapp aus
Holzheim, O.=A. Göppingen, gef. Reſ. Karl Fritz aus Steinberg,
Gem. Murrhardt, O.=A. Backnang, gefall. Reſ. Johannes Seitzer
aus Gmünd, gefall. Sergeant Georg Stächelin aus Stoßweier,
Kreis Colmar i. Elſ., ſchw. verw. U.=O. Albert Bothner aus
Gemmrigheim, O.=A. Beſigheim, ſchw. verw. U.=O. Friedrich
Schötile aus Untersmusbach, O.=A. Freudenſtadt, ſchw. verw.
Musk. Guſtzv Schröter aus Friolzheim, O.=A. Leonberg, ſchw. verw.
Gfr. d. Reſ. Chriſtian haſert aus Grunbach, O.=A. Schorndorf,
ſchw. verw. Reſ. Kaver Gaab aus Buch, Gemeinde Schwabsberg,
O.=A. Ellwangen, ſchw. verw. Reſ. Rdolf Röhrle aus Zimmern,
O.=A. Gmünd ſchw. verw. Musk. karl eſſig aus Stuttgart, ſchw.
verw. Reſ. Guſtav Nayer aus Schorndorf, ſchw. verw. Reſ=
Bernhard Ocker aus Unterböbingen, O.=A. Gmünd, ſchw. verw.
Musk. loſeph Dangelmaſer aus Straßdorf, O.=A. Gmünd, ſchw!
verw. Reſ. Gottlob Klöpfer aus Beutelsbach, O.=A. Schorndorf,
ſchw. verw. Reſ. Anton Leiger aus Stuttgart, ſchw. verw. Musk.
Karl hirth aus Böckingen, O.=A. Gaildorf ſchw. verw. Reſ.
Her=
mann Schwickt aus Aalen, ſchw. verw. Musk. Adolf Rröſamle aus
Aſperg, O.=A. Ludwigsburg, ſchw. verw. Reſ. Joſeph Eiberger
aus Gmünd, ſchw. verw. Reſ. Ruguſt Hokmann aus Göppingen,
ſchw. verw. Musk. Guſtav Schnelder aus Walheim, O.=A.
Beſig=
heim, ſchw. verw. Reſ. Ernſt Scheer aus Kleineislingen, O.=A.
Göppingen, ſchw. verw. Reſ. Robert Rübe aus Oberurbach, O.=A.
Schorndorf, ſchw. verw. Vzfdw. d. Reſ. Streltberger aus
Nieder=
ſtetten, O.=A. Gerabronn, ſchw. verw. Musk. Cotth. Pfitzenmaier
aus Großaſpach, O.=A. Backnang, gefall. Musk. Hndreas
Hart=
mann aus Mönsheim, O.=A. Leonberg, gefall. Muks. Gotleb
Wie=
land aus Bartenbach, O.=A. Backnang, gefall. Reſ. Max Gerſten
aus Gmünd gefall. Musk. Chriſtoph dangel aus Oberlenningen,
O.=A. Kirchheim, ſchw. verw. Gfr. Wilhelm Blum aus
Heimer=
dingen, O.=A. Leonberg, ſchw. verw. Gfr. Rdolf Malter aus
Leon=
bronn, O.=A. Brackenheim, ſchw. verw. Musk. loſef Ruhn aus
Muthlangen, O.=A. Gmünd, ſchw. verw. Musk. Wilheim Pfleideren
aus Hertmannsweiler, O.=A. Waiblingen, ſchw. verw. Reſ=
Ehriſtoph Dohl aus Hochberg, O.=A. Waiblingen, ſchw. verw. Reſ;
Päul Paimer aus Geradſtetten, O.=A. Schorndorf, ſchw. verw.
Reſ. Hibert Rapp aus Mittelſchlechtbach, O.=A. Welzheim, ſchw. verw.
Musk. Anton Mayer aus Ebersberg, O.=A. Backnang. ſchw. verw.
Reſ. Johannes Dölker aus Oberurbach, O.=A. Schorndorf, ſchw. verw=
Off.=Stellv. Schnarrenberger gefall. Vſw. Reinhold Kolb aus
Hohenhaslach, O.=A. Vaihingen, gefall. U.=O. d. Reſ. Ernſt Knauß
aus Haubersbronn, O=A. Schorndorf, ſchw. verw. U=O karl
Uhl aus Oberkochen, O.=A. Aalen, ſchw. verw. Gfr. Bermann
Löf ler aus Mönsheim, O.=A. Leonberg, gefall. Musk. Friedrich
Richle aus Ochſenwang, O.=A. Kirchheim, gefallen. Musk.
Johannes Ruß aus Stultgart gefall. Reſ. Wilhelm Held aus Baiereck,
O.=A. Schorndorf, gefall. Reſ. Johännes Walter aus Oberurbach,
O.=A. Schorndorf, gefall. Musk. Karl Hailler aus Jeſingen, O.=A,
Kirchheim, ſchw. verw. Musk. Traugott Maier aus Winterlingen,
O.=A. Balingen, ſchw. verw. Musk. Wilhelm Scheck aus Faurndau,
O.=A. Göppingen, ſchw. verw. Reſ. Frieprich Rieker aus
Gommels=
hauſen, O.=A. Göppingen, ſchw. verw. Reſ. Franz Wiedmanh aus
Tanau, Gemeinde Durlangen, O.=A. Gmünd, ſchw. verw. Reſ.
Wilhelm Fetzer aus Haubersbronn, O.=A. Schorndorf, ſchw. verw.
Reſ. Karl Schaaf aus Kaiſersbach, O.=A. Welzheim, ſchw. verw=
Reſ. Ludwig Schmidt aus Oberndorſ., Gemeinde Rudersberg, O.=
A, Welzheim, ſchw. verw. Reſ. Friedrich Schiedinger aus
Lud=
wigsburg ſchw. verw. U.=O. d. Reſ. Moritz Raith aus Gmünd
I. verw. Musk. Felin Kugler aus Winnenden, O.=A. Waiblingen,
nefall. Gfr. d. Reſ. Friedkrich Ulmer aus Freiburg ſchw. verw.
Reſ. Ludwig Rau aus Grunbach. O=A. Schorndorf, ſchw. verw.
Reſ. Wilheim Lodkerer aus Mannenberg, O=A. Welzberg, ſchw.
verw. Musk. kart Singer aus Weil. O.=A. Böblingen, ſchw. verw.
10. Kompagnie. O.=L. Martin Gottſchich aus Gießen, Heſſen,
gefall. Lt. Eugen Calwer aus Notzingen, O.=A. Kirchheim, gefall.
Lt. d. Reſ. Herman Gölz aus Tübingen, gefall. Tizefw. d. Reſ.
Otto licheren aus Heidenheim, l. verw. Musk. Faul Fried ich
Läuterwasser aus Kirchheim und Teck, l. verw. Musk. Wilhelm
Gotiſieb Kühſuß aus Frickeuhauſen, O.=A. Nürtingen, I. verw.
Meſ. Cari Christian Weiler aus Walkersbach, O.=A. Welzheim, I.
verw. Musk. Christian Müller aus Altfürſtenhütle, Gemeinde
Wüſtenrot, O=A. Weinsberg, l. verw. Musk. Karl Eugen Brucker
aus Eßlingen, ſchw. verw. Reſ. iart Nagast Frey aus
Schauten=
hof, O.=A. Welzheim, ſchw. verw. Musk. loseph Auton Berger.
aus Berlichingen, O.=A. Künzelsau, verm. U.=O. d. Reſ. Johänn
Hibert simon aus Mannenberg, Eemeinde Rudersberg, O.=A.
Velzheim, gefall. Reſ. Cmil Heinrich Räußler aus Rietigheim,
O.=A. Urach, gefall. Musk. heinrich Klumpp aus Stuttgart, gefall.
Reſ. Wilhelm Rühner aus Lindach, O.=A. Gmünd, ſchw. verw.
Musk. Johannes Uendel aus Unterdeufſtetten, O.=A. Crailsheim,
ſchw. verw. Musk. Kaoif Koßmann aus Tuttlingen, ſchw. verw.
Musk. Franz Anton haubr aus Aalen, ſchw. verw. Musk:
Friedrſch Christian MKüller aus Plattenhardt, A.=O.=A. Stutigart,
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 10. September 1914.
Nr. 249.
Emil Uhlig aus Meinersdorf, A.=H. Chemnitz, verw. Soldat
Paul Rahmig aus Neukirchen, A.=H. Zwickau, verw.
10. Komp.: Lt. Ernſt Martin Hans Pietſch aus Dresden,
gef. U.=O. Felix Cwienk aus Dresden, gef. Tambourgfr.
Alfred Wenzel aus Bautzen, gef. Soldat Otto Prietzke aus
Braunsdorf, A.=H. Dresden, gef. Soldat Albin Reinicke aus
Kamenz, Sa., gef. Soldat Willy Müller IV. aus Hermsgrün,
A.=H. Oelsnitz, gef. Soldat Ernſt Erth aus Adorf, A.=H.
Chemnitz, gef. Soldat Hugo Schmidt aus Frankenberg, A.=H.
Flöha, gef. Soldat Max Scholz I aus Sorgau, Kr. Breslau,
gef. Soldat Karl Göhler aus Brand, Kr. ZZwickau, gef.
Sol=
dat Ernſt Colditz aus Zſchocken, Kr. Zwickau, gef. Gfr. Paul
Gebhardt aus Reinsdorf, Kr. Zwickau, verw. Gfr. Richard
Otto aus Möckelthal, A.=H. Pirna, gef. Soldat Richard Nokte
aus Freibergshof, A.=H. Freiberg, gef. Soldat Albert
Spranger aus Gautzſch, A.=H. Leipzig, gef. Soldat Ernſt
Meier aus Vielau, Kr. Zwickau, verw. Gfr. William
Jung=
hauß aus Chemnitz, verw.
Soldat Paul Voigt aus Crimmitſchau, Amtshauptmannſchaft,
Zwickau, verw. U.=O. Louis Rittrich aus Lichtentanne,
Amts=
hauptmannſch. Zwickau, verw. Soldat Otto Paul Möckel aus
Katzendorf, Kreis Weimar, verw. Soldat Kurt Renz aus Adorf
Amtshpimſch. Oelsnitz i. V., verw. Soldat Johann Ihle aus
Bayreuth, Kreis Oberfranken, verw. U.=O. Karl Schmidt aus
Cainsdorf, Amtshptmſch. Zwickau, verw. Tamb. Otto Pohlemann
aus Gerbſtedt, Mansfelder Seekreis, verw. Soldat Paul
Neid=
hardt aus Chemnitz, ſchw. verw., Kopf. Ej. Johann Pfletſchinger
ausThann, Kreis Thann, l. verw. Bruſt. Gfr. Bruno Trepte aus
Großdittmannsdorf, Amtshptmſch. Großenhain, verw. Soldat
Erich Bauer I aus Chemnitz, verw. Soldat Richard Gampe aus
Seifhennersdorf, Amtshptmſch. Zitkau, ſchw. verw., Bauch. Sold.
Paul Hentſchel aus Niederneukirch, Amtshptmſch. Bautzen, verw.
Soldat Paul Wunderlich aus Unterweiſchlitz, Amtshptmſch.
Plauen, verw. Vfw. d. Reſ. Ludwig Dehio aus Königsberg, vw.
Gfr. Emil Grett aus Dresden, ſchw. verw., Rücken. Soldat Franz
Mucke aus Elſtra, Amtshpimſch. Bautzen, ſchw. verw., Bruſt u.
Bauch. Soldat Alfred Brandt aus Großrückerswalde, A.=H.
Ma=
eienberg, verw. Soldat Kurt Brückner aus Oberhaßlau, A.=H.
Zwickau, verw. Soldat Hermann Grabow aus Reißlingen, Kreis
Braunſchweig, verw. Soldat Johannes Müller III aus Freiberg
j. S., ſchw. verw., Bruſt. Soldat Erwin Schäfer aus Moosdorf,
A.=H. Kamenz, verw. Soldat Karl Woreſchke aus Zwickau i. S.,
verw. U.=O. Max Käſtner aus Kirchberg, A.=H. Zwickau, verw.
Gfr. Walter Mann aus Zwickau i. Sachſen, verwundet. Soldat
Alfred Herfurth aus Dohna, Amtsptmſch. Pirna, verw. Soldat
Hans Heydel aus Niederſchlema, A.=H. Schwarzenberg, verw.
Soldat Willy Howitz aus Wilkau, A.=H. Zwickau, verw. Soldat
Max Langer aus Gitterſee, A.=H. Dresden=A., verw. U.=O. Kurt
Winkler aus Dresden, verw. Soldat Bernhard Porankiewiecz
aus Dresden=Strieſen, verw. Soldat Bruno Sandig aus
Schweinsberg, A.=H. Zwickau, ſchw. verw., Rücken. Gfr. Franz
Arno Möckel aus Lauterbach, A.=H. Zwickau, verw. Ej. Gfr.
Leo Hirſch aus Straßburg i. Elſ., verw.
11. Komp.: Ge. Franz Scherzer aus Chemnitz, gef. Gfr.
Hermann Weller, aus Kirchberg, A.=H. Zwickau, gef. Horniſ
Lonis Ritter aus Celle, A.=H. Schwarzenberg, gef. Soldat Karl
Hiller aus Neuſtadt, Kreis Neuſtadt O=Schl., gef. Soldat Werner
Lindner aus Gera=R. j. L., gef. Soldät Kurt Kunz aüs
Saupers=
dorf, A.=H. Zwickau, gef. Soldat Paul Tunze aus Schmiergu,
Kreis Neuſtadt, gef. Hptm. Johannes v: Remer aus Wchlhaufen
z. S., ſchw. verw. Lt. d. Reſ. Eckard Meiſter aus Leipzig, ſchw.
verw. U.=O. Alfred Friedel aus Georgenthal,; A.=H. Freiberg,
ſchw. verw. U.=O. Bernhard Frenzel aus Sdrau; Kreis
Frank=
fürt a. O., ſchw. verw. U.=O. Oskar Häßner aus Dresden, ſchw.
verw. Fahnenj. U.=O. Kourad Berneil aus Dresden, ſchw. verw.
Pfw. Alfred Müller aus Niederoderwitz, A.=H. Zitkau,’ verw.
Gfr. Paul Ludwig aus Moſel, A.=H. Zwiekau, verw.: Soldat Aug.
Ludwig III aus Brumath bei Straßburg, verw. Soldat Ernſt
Meinhold I aus Oberplanitz, A.=H.=Zwickau, verw. Soldak Rich.
Richter I aus Heinrichsort, A.=H. Glauchau, verw. Soldat Herm.
Wolfgang aus Zwickau i. S., verw. * Soldat Maz Börner; aus
Göhrsdorf, A.=H. Marienberg, verw. Soldat Paul Büttner aus
Rempesgrün, A.=H. Auerbach, verw. Soldgt Albert Scholz I aus
Mannsdorf, Kreis Neiſſe, verw, Soldat Fritz Rieger a. Raguhn,
Kreis Deſſau, verw. Soldat Max Hempel aus Ebersbrunn, A.=H.
Zwickau, verw. Oskar Zimmermann II aus Langenrinne, A.=H.
Freiberg, verw. Soldat Kurt Trommler aus Wilkau, verwundet.
Soldat Albert Hertzſchuch aus Dresden, verw. Soldat Bruno
Söhurl aus Seifhennersdorf, Amtshauptmannſchaft Zittau, verw.
Soldat Georg Raithel aus Meuſchlitz, O.=A. Ebermannſtadt, I.
berw. Soldar Auguſt Schneider I aus Mülſen St. Jacob,
Amts=
hauptmannſchaft Glauchau, verw. Soldat Arthur Neumärker aus
Gablenz, Amtshauptmannſchaft Zwickauz verw. Soldak Paul
Wappler aus Fraureuth? R. ä. L. Soldat Otto Sauer aus
Röhrsdorf, Amtshauptmannſchaft Chemnitz, verw. Soldat
Burk=
hardt I aus Stenn, Amtshauptmannſchaft Zwickau, verw. Soldat
Oswald Keßler aus Meerane, Amtshauptmannſchaft Glauchau,
verw. Soldat Ernſt Wolf II aus Steinigtwolmsdorf,
Amts=
hauptmannſchaft Bautzen, verw.
12. Komp.: Lt. d. Reſ. Peter Brehm aus Ildesheim in
Bayern, gef. Lt. d. Reſ. Ernſt Peter aus Leipzig, gef. Gfr.
Alfred Langer aus Niederoderwitz, Amtshauptmannſchaft Zittau,
gef. Soldat Walter Hahn aus Oberrabenſtein,
Amtshauptmann=
ſchaft Chemnitz, gef. Soldat Oskar Höber aus Thierbach,
Amts=
hiuptmannſchaft Borna, gef. Soldat Willy Seidel aus Glauchau
i. S., gef. Soldat Otto Siedersberger aus Haslöd bei
Deggen=
dorf in Bayern, gef. Soldat Paul Vogel II aus Leipzig=
Con=
newitz, gef. Gfr. Arthur Günther aus Stenn,
Amtshauptmann=
ſchaft Zwickau, gef. Vfw. Hugo Hähnel aus Dresden, I. verw.
U.=O. Theodor Merkel aus Rübenau, Amtshauptmannſchaft
Ma=
rienberg, l. verw. Gfr. Ernſt Arnold aus Zöblitz,
Amtshaupt=
mannſchaft Marienberg, ſchw. verw., Rücken. Gfr. Georg
Wein=
garten aus Niederehnheim, Kr. Erſtein, I. verw. Gfr. Matthes
Schergung aus Drachhauſen, Kr. Frankfurt a. O., verw. Soldat
Franz Gawlick aus Großſchönwald, Kr. Großwartenberg, I. verw.
Soldat Kurt Hering I aus Kleinhennersdorf,
Amtshauptmain=
ſchaft Pirna, verw. Soldat Walter Illgen aus Zwickau i. S.,
ſchw. verw., Rücken und Bruſt. Soldat Emil Kaiſer aus
Ober=
lichtenau, Amtshauptmannſchaft Kamenz, ſchw. verw. Bauch;
Soldat Max Müller II aus Chemnitz, ſchw. verw., Hals und
Schulter. Soldat Albert Rölicke aus Schmölln, Kr. Ronneburg,
I. verw., rechte Hand. Soldat Peter Stübinger aus Kulmbach,
Kr. Oberfranken, verw. Soldat Alfred Wecker aus Greiz, R. ä.
L., ſchw. verw., Bauch. Soldat Kurt Bechmann aus Eibenſtock,
Amtshauptmannſchaft Schwarzenberg, verw. Soldat Johannes
Fiſcher II aus Chemnitz, l. verw., Hüfte. Soldat Albin
Groh=
mann I aus Fiſchbach, Amtshauptmannſchaft Pirna, verw.
Sol=
dat Albert Häreth aus Schneeberg, Amtslauptmannſchaft,
Schwar=
zenberg, verwundet. Soldat Paul Jakob aus
Frie=
dersdorf. Amtshauptmannſchaft Pirna, vewundet,
Soldat Martin Korb aus Cainsdorf, A.=H. Zwickau, l. verw., Arm,
Soldat Willi Mende aus Meerane i. S., verw. Soldat Otto
Müller II aus Dorfſchemnitz, A.=H. Freiberg, verw. Soldat Karl
Raſchke aus Guben, verw. Soldat Otto Reichenbach aus
Naum=
burg, Kreis Merſeburg, l. verw., Schulter. Soldat Max Rudolph
aus Buchholz, A.=H. Anngherg, I. verw.Soldat Kurt Schettler
aus Wildbach, A.=H. Zwickau, verw. ½ Soldat Ernſt Schurig aus
Binnewitz, A.=H. Oſchatz, verw. Soldat Alfred Walter aus
Brs=
lau, verw. Soldat Ernſt=Arnold aus Hertendorf, A.=H. Zwickau,
rerw. Soldat Martin Ebert äus Zwickau j. S., verw.‟ Soldat
Paul Gerber I aus Werdau, A.=H. Zwickau, verw. Soldat Alkreh
Lluge aus Crimmitſchau, A.=H.; Zwickau,s verw. Soldat Paul
Riedel I aus Niederpriegnitz, A.=H. Zwickau, I. verw., Fuß. Hptm.
Germann von Bar aus Gravenhorſt, Kreis Münſter, ſchw. verw.,
Olerſchenhel, rechte HHand, Fuß.” Vfw.” Arthur Berger aus
Großenhain, gefallen. Sdldat Max Großmann aus Kamenz i. S.,
ſchw. verw., Oberſchenkel. Soldat Paul Stöye aus Merzien, Kr.
Cöthen, verw. Soldgt Theodor? Wieczorsk aus Elggut, Kreis
Breslau, I. verw., Fuß. Soldat Paul Stumpf aus Zeitz, verw.
Soldat Richard Förſter aus Zſchocken, A.=H.‟ Zwickau, verw.
Soldgt Hans Greh aus Langenbach, A.=H. Zwickau, verw. Soldatz
Auguſt: Janneck,gus Groß=Weitzdorf, Kreis Wartenberg, verw.
Soldat Franz Junghänel aus Reinsdorf, A.=H. Zwickau, verw!
10. Infankerieregimenk Nr. 134, Plauen i. V.
9. Komp.: Soldat Paul Mar Polſter aus Niederplanitz, Amtss
hauptmannſchaft Zwickau, ſchw. z verw., linker Unterſchenkel
Soldat Artßur Emil Scherle aus Leivzia=Stötteritz, I. verw.a
rechter Oberarm.
10. Komp.: Lt. d. Reſ. Karl Guſtav Richard Mengel aus
Gera, Reuß j. L., gef.
11. Komp.: Soldat Otto Rudolf Beuchhold aus Crieſche
witz, A.=H. Plauen, l. verw. Gefr. Julius Geuß aus Coburg,
Sachſen=Coburg, ſchw.; verw., I. Hüſte, I. Arm. Gefr. Emik
Alsert Jacob aus Grünbach, A.=H. Auerbach i. V., I. verw.,
linke Hand.
12. Komp.: Lt. Friedrich Auguſt Robert Ludwig aus
Ber=
lin, gef. Soldat Hermann Paul Röder I aus Dresden, ſchw.
verw., Oberſchenkel. Soldat Friedrich Georg Troſe aus
Burg=
ſtädt, Amtshauptmannſchaft Rochlitz, I. verw., rechtes
Fuß=
gelenk.
Gardereiterregiment, Dresden.
2. Eskadron: Gardiſt Wilhelm Prume aus Nächſtebreck,)
Kr. Barmen, verm.
Nr. 249.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 10. September 1914.
Seite 3.
aus Langweiler, Kreis Bernkaſtel, I. verw. Reſ. Johann Görgen
aus Engelfangen, Kreis Saarbrücken, I. verw. Ej. U.=O. Ernſt
Weigel aus Münſter, tot. U.=O. Andreas Freiſe aus Bülſtringen
Kreis Neuhaldensleben, I. verw. U.=O. Wilhelm Alberti aus
Kettenbach, Kreis Untertaunus, l. verw. Gfr. Georg Faes aus
Saarunion, Kreis Zabern, l. verw. Gfr. Johann Nimsgern aus
Lauterbach, Kreis Saarbrücken, ſchw. verw. Musk. Lorenz Fuchs
aus Niederpleis, Kreis Sieg, ſchw. verw. Musk. Joſeph Koep
aus Bonn, ſchw. verw. Musk. Johann Pauels aus Hamburg,
verw. Musk. Jakob Joß aus Malſtatt, Kreis Saarbrücken, ſchw.
verw. Reſ. Ludwig Kappler aus Neunkirchen, Kreis Ottweiler,
ſchw. verw. Reſ. Nikolaus Müller aus Bliesbrücken, Kreis
Saar=
gemünd, ſchw. verw. Reſ. Otto Schumacher aus Schalke, Kreis
Gelſenkirchen, l. verw. Gfr. d. Reſ. Joſeph Hermann aus
Hex=
heimweyer, Kreis Landau, l. verw. Musk. Wilhelm Junker aus
Uhler, Kreis Simmer, tot. Tamb. Guſtav Kindler aus Wanne,
Kreis Gelſenkirchen, ſchw. verw. U.=O. Emil Unger aus
Braun=
ſchweig, l. verw. Reſ. Johann Rimark aus Geislautern, Kreis
Saarbrücken, ſchw. verw.
2. Komp.: Lt. d. Reſ. Eſcher, ſchw. verw. Musk. Heinrich
Küper aus Gelſenkirchen, tot. Reſ. Jakob Müller I aus
Saar=
brücken, tot. Fw. Auguſt Adolf Melzer aus Sauran=Marienhof,
ſchw. verw. Vfw. Hilger aus Cöln, ſchw. verw. Reſ. Kärl
Schmitt IV aus Hottenbach, ſchw. verw. Musk. Franz
Dom=
ſchalski aus Adlingdrink, Kreis Gelſenkirchen, ſchw. verw. Reſ.
Theodor Müller aus Erzenhauſen, Bahern, ſchw. verw. Reſ.
Jakob Georg aus Buſchweiler, Elſaß=Lothringen, ſchw. verw.
3. Komp.: Gfr. Nikolaus Hohn aus Eupen, I. verw. Musk.
Wilhelm Müller aus Solingen, I. verw.
4. Komp.: Gfr. d. Reſ. Oskar Guthoerl aus Wuſtweilerdorf,
Kreis Ottweiler, I. verw. Musk. Guſtav Auler aus Aachen, I. cw.
Musk. Nikolaus Brann aus Hüllſcheidt, Kr. Malmedy, I. verw.
Musk. Leonhard Hamſen III aus Born, Kr. Malmedy, tot. Musk.
Johann Baptiſt Möres aus Schöneſeiffen, Kr. Schleiden, ſchw.
verw. Jul. Piette a. Schampagne, Kr. Malmedy, I. verw. Musk.
Hubert Stoff aus Dreiborn, Kr. Schleiden, ſchw. verw. Musk.
Foſef Weißenfeld aus Bonn I. verw. U.=O. Heinrich Ortmann
aus Berkenmoor, Kr. Eckernförde, tot. Reſ. Jakob Altmeyer aus
Sellerbach, Kr. Saarbrücken, ſchw. verw. Musk. Heinrich Dillerop
aus Beckum, ſchw. verw. Reſ. Ludwig Schirra aus Hirſchberg,
Kr. Saarbrücken, I. verw. Musk. Karl Müller I aus Elberfeld,
ſchw. verw. U.=O. d. Reſ. Albert Prinz aus Landsweiler, Kr.
Ottweiler, ſchw. verw. Horniſt Gerhard Neu II aus Lückerat,
Kr. Mülheim a. Rh., ſchw. verw. Tambour Arneld Klever aus
Neuhaus, Kr. Aachen I. verw. Musk. Karl Gottlieb Monſchke
aus Schalke, Kr. Gelſenkirchen, ſchw. verw. Musk. Peter
Weidenhaupt aus Alsdorf, Kr. Aachen, ſchw. verw. Musk. Guſtav
Lippeck aus Schalke, Kr. Gelſenkirchen, ſchw. verw. Reſ. Paul
Kiefel aus Heinſendorf, Kr. Wohlau, ſchw. verw. Musk. Aloyſius
Sander aus Niederſalbach, Kr. Saarbrücken, ſchw. verw. Musk!
Lubwig Möller II aus Witten, l. verw.
Infankerieregimenk Nr. 79, Hildesheim,
4. Komp.: Gfr. Georg Sott, tot.
3. Batt.: Lt. Ernſt Knuſt, tot.
9. Komp.: Musk. Müller I, tot. Musk. Probſt, lot,
10. Komp.: Musk. Auguſt Pfahlert, tot.
11. Komp.: Musk. Lutze, tot.
Infanferierezimeni Nr. 83, Caſſel und Arolſen.
1. Komp.: U.=O. Kurt Vetter aus Sondershauſen, tok.
7. Komp.: Musk. Juſtin Clement aus Montigny bei Metz,
bermißt.
8. Komp.: Serg. Guſtav Wimſel aus Oels, Kr. Breslau,
leicht verwundet.
10. Komp.: Musk. Daniel Naumann aus Geismar, Kr.
Laſſel, tot. Musk. Chriſtian Oberlies aus Sachſenhauſen, tot.
Musk. Heinrich Franke aus Binghauſen, ſchw. verw. Musk.
Chriſtian Kuebel aus Gemleck, ſchw. verw. Musk. Friedrich
Groll aus Ellershauſen, ſchw. verw. Musk. Heinrich Hafer aus
Ellershauſen, ſchw. verw. Musk. Wilhelm Müllot aus Buhlhorn,
Kr.=Wdlſhain, ſchw. verw. Musk. Auguſt Spohr aus Löwenſen,
Kr. Phrmont, ſchw. verw. U.=O. Fritz Köchling aus Twiſte,
ſchwer verwundet.
Maſchinengewehrkomp.: Gfr. Walper, tot.‟ Musk. Höſe,
leicht verwundet.
Ohne Angabe der Komp.: Musk. Wilhelm Eſtenberger, derw.
Reſ. Jacob Gießler, verw.
Füſilierregiment Nr. 86, Flensburg und Sonderbura.
3. Komp.: Füſ. Friedrich Aßmann, verw.
5. Komp.: —U.=O. Heinrich Fabian aus Flensburg, ſchw.
verw. Füſ. Heinrich Mathias Nikolaus Andreas Jacobſen aus
Flensburg, l. verw. Füſ. Johann Spreckels aus Hagenach, Kr.
Stade, l. verw. Füſ. Peter Hörlyk Roſſen aus Jeiſing, Kr.
Ton=
dern, ſchw. verw. Ref, Chriſtenſen Jeus Peter Sey aus
Hirſch=
holm, Kr. Sonderburg, I. verw.
6. Komp.: Reſ. Fritz Hülsmann aus Süderwig, Kr.
Reckling=
hauſen, l. verw. Gfr. d. Reſ. Wilhelm Chriſtenſen aus
Sörup=
kolz, Kr. Flensburg, verm. Reſ. Friedrich Heinrich Chriſtiat
Matzen aus Rundhof, Kr. Flensburg, I. verw. Füſ. Jürge:
Boyſen aus Becken, Kr. Apenrade, ſchw. verw. U.=O. d. Reſ
Hans Markus Degn aus Loitkirkeby, Kr. Apenrade, I. verw
Vfw. d. Reſ. Georg Karl Chriſtian Iwerſen aus Leck. Kr. Ton
dern leicht verwundet.
7. Komp.: Feldwebel Otto Kaufhold aus Groß Mühlingen
Herzogtum Anhalt, ſchw. verw. U.=O. d. Reſ. Jürgens Henrikſen
aus Ellundfeld, Kr. Flensburg, ſchw. verw. Füſ. Alfred Hanſen 1
aus Norgaardholz,K r. Flensburg l. verw. Füſ. Sönk Sönnickſen
aus Bramſtedtfeld, Kr. Tondern, I. verw. Füſ. Hans Lauer
aus Flensburg, leicht verwundet. Füſilier Valentin Derz aus
Selliſtran, Kreis Putzig, leicht verwundet. Füſilier Alexandet
Topolinski aus Bukowitz, Kreis Schwetz, vermißt
Reſ. Niels Rudolf aus Stevning, Kr. Sonderburg, I. verw;
Füſ. Hans Peterſen aus Stenderupbau, Kr. Flensburg, verm:
Reſ. Criſten Nielſen aus Hörup, Kr. Sonderburg, verm. Füſt
Nikolaus Wiek aus Flensburg, I. verw. Reſ. Karl Eggers
aus Muſtin, Kr. Lauenburg, verm. Füſ. Konrad Svenſon aus
Neumühlen=Dietrichsdorf, Kr. Kiel, I. verw. Reſ. Friedrich
Roſenberg aus Apenrade, verm. Reſ. Chriſtian Jörgenſen
aus Klixbüll, Kr. Tondern, I. verw. Ej.=Freiw. Gfr. Tomſen
Oeſtergaard aus Selurrebuk, Kr. Hadersleben, tot. Gfr.
Ni=
kolai Peterſen Xl. aus Lügumkloſter, Kr. Tondern, verm:
Horniſt Willy Sierk aus Süderhaſtedt, Kr. Süderdithmarſchen;
I. verw. Reſ. Hermann Steinbrink aus Gr.=Berkel, Kr.
Hameln, I. verw. Gfr. d. Reſ. Heinrich Marenſen aus
Nord=
ſtrand, Kr. Huſum, I. verw. Reſ. Heinrich Fiſcher aus
Dorb=
nicken, Kr. Fiſchhauſen, I. verw. Füſ. Otto Schiller aus Jas
cobidräder, Kr. Diepholz, I. verw. Füſ. Hermann Siemering
aus Bremen, I. verw. Reſ. Franz Zermieden aus Menden;
verm. Tambour Rasmus Chriſtenſen aus Arnitlund, Kr:
Hadersleben, I. verw. Füſ. Walter Koberg aus Flensburg,
ſchw. verw. Reſ. Walter Hnkannoniez aus Lüblitz, Kr. Köslin,
l. verw. Reſ. Johannes Fedderſen aus Oeverſee, Kr. Flunse
burg, I. verw. Gfr. Nikolai Holdt aus Schafflind, Kr.
Flens=
burg, I. verw. Füſ. Friedrich Böhmer aus Twielenfleth, Kreis
Jork, l. verw. Reſ. Peter Peterſen aus Jardehundfeld, Kreis
Flensburg, I. verw. Füſilier Heinrich Stüchler aus Husbyfeld,
ſtr. Flensburg, I. verw. Tambaur Jens Peierſen K. aus
Fleusburg, I. verw.
8. Komp.: Sgt. Eduard Scharberth aus Apenrade, tot;
Reſ. Hermann Zwiebelmann aus Altona, verw. Füſ. Augußt
Ludwig aus Hamburg, verw. Reſ. Peter Thomſen aus Apenz
rade, verm. Reſ. Wilhelm Clauſen aus Hoyer, Kr. Tondern
verw. Füſ. Wilhelm Osbahr aus Krummbech, Kr. Plön, verw.
Fsſ. Karl Ruſt aus Bremen, verw. Füſ. Robert Köſter aus
Aktona, verw. Reſ. Jürgen Heinrich Sell aus Rieſum, Kr.
Tondern, verw. Füſ. Emil Röſch aus Flensburg, verw. Fülſ.
Hugo Menſing aus Tating, Kr. Eiderſtedt, verw.
11. Komp.: Reſ. Auguſt Möſler, verw.
Reſerveinfankerieregiment Nr. 93, Berlin.
1. Komp.: U.=O. Paſche, l. verw. Gren. Neſſow, L. verw.
Gren. Kortendiell, I. verw. Gren. Dietrich, verm.:
2. Komp.; Gren: Schäffer II, I. verw.
4. Komp.: Horniſt Naumann, tot. U.=O. Schleuder, verm,
5. Komp.: Reſ. Karl Noack aus Gr.=Ziethen, Kr. Teltow.
verm.
Stab des II. Bataillons: Major Sander, tot.
8. Komp.: Gren. Viktor Noga aus Oſtrog, Kr. Ratibor,
verm. Gren. Auguſt Wagener, aus Düſſeldorf, verm.;
Ohne Angahe der Kompaattie: Lt. Han. Jürg. vott Arnim,
I. verw.
Inſankerierealment Nr. 96, Gera.
2. Komp.: Musk. Johann Eichkorn aus Kaſendork, Krz
Kulmbach, toi.
5. Komp.: Reſ. Ernſt Türpitſch aus Neuſtadt, Kr.
Neu=
ſtadt, tot. Musk. Fritz Petermann aus Untermhaus, Kr. Gerch,
l. verw. Hoboift Sgt. Dietzel, verw. Musk. Richard Wühle
horn aus Pohlitz, Kr. Greiz, verm.
7. Komp.: Musk. Oskar Schulze aus Reinoldshain, Reg
Bez. Glauchau, I. verw. Musk. Johann Hehl. gen.=Oſel. aus
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 10. September 1914.
Nr. 249.
Fena, Kr. Apolda, verm. Musk. Oskar Glauflügel aus Apolda,
verm. Reſ. Otto Lorenz aus Greiz, Reuß ä. L., verm. Reſ.
Abin Reinhold aus Wittchendork. Kr. Neuſtadt, verm.
Infanterieregiment Nr. 111, Raſſatt.
1. Komp.: Reſ. Karl Fuchs, verw. Reſ. Ph. Hänſel, verw.
Reſ. Friedrich Kiderle, verw. Musk. Joſef Kimmig, verw.
Reſ. Auguſt Ringwald, verw. Musk. Horſt Wulfhorſt, verw.
2. Komp.: Gfr. Emil Beihofer, verw. Reſ. Wilhelm Fiſcher,
berw. Musk. Franz Krebs, verw. Musk. Richard Mannherz,
verw. Wehrm. Karl Stierlen, verw.
3. Komp.: Musk. Wilhelm Bauer, verw. Wehrm. Joſef
Gerteis, verw. Musk. Ernſt Juhſt, verw. Musk. Jakob
Lehn=
hardt, verw. Reſ. Heirich Schmidt, verw. Gfr. Franz Emil
Bſchemiſch, verw.
4. Komp.: Musk. Richard Auder, verw. Musk. Otto
Grauen=
bühler, verw. Gfr. Erich Schulze, verw. Musk. Alfons Schuwer,
verw. Gfr. Ludwig Zimmermann, verw.
5. Komp.: Reſ. Georg Stier, verw. 3.
6. Komp.: Reſ. Friedrich Albrecht, verw. Musk. Hermann
Burkart, verw. Gfr. d. Landw. Therdor Kanz, verw. Wehrm.
Eugen Kölblen verw. Musk. Alfred Schmidt, verw.
7. Komp. Wehrm. Franz Daiber, verw. Reſ. Franz Kälble,
verw. Musk. Anton Karcher, verw. Reſ. Otto Kohlbrenner,
verw. Musk. Joſef Sigl, verw. Wehrm. Raimund Volk, verw.
Gfr. d. Landw. Karl Winter verw. Musk. Martin Hoffmann,
verw. Gfr. d. Landw. Joſef Heinzelmann, verw.
8. Komp.: Serg. Otto Ahlfeld, verw. U.=O. Friedrich Leiſer,
verw. Wehrm. Johann Speidel, verw. Wehrm. Georg Wachter,
verwundet.
9. Komp.: Reſ. Georg Engler, verw. Reſ. Meinrad Fechter,
berw. Reſ. Rudolf Filſinger, verw. Reſ. Franz Gaiſer, verw.
10. Komp.: Musk. Anton Nies, verwundet.
11. Komp.: Wehrm. Leo Bürcklin, verw. Musk. Karl Küibel,
verw. Wehrm. Joſef Meyer, verw. Musk. Julius Rathe, verw.
Reſ. Joſef Karch, verwundet.
12. Komp.: Musk.=Oscar Angelmann, verw. Horniſt Jakob
Bauer, verw.: Reſ. Julius Doſſinger, verw. Vfw. d. Reſ. Dünkel,
verw. Musk. Ludwig Emig, verw. Musk. Oscar Habmann,
berw. Reſ. Adolf Häfele, verw. Wehrm. Joſef Logel, verw.
Musk. Stefan Monarzick, verw. Musk. Georg Moos, verw. Vfw.
Valentin Speyer, verwundet.
Maſchinengewehrkomp.: Musk. Oskar Friedrich, verwundet.
Infankerieregiment Nr. 114, Konſkanz.
Oohne Aangebe der Komp.: Lt. d. Reſ. Otto Amende, derw.
1. Komp.: Musk. Emil Böhler, verw. Gfr. Philipp Ernſt,
berw. Vfw. Ernſt Hagenlocher, verw. Musk. Gottfried Harder,
berw. Musk. Friedrich Kauth, verw. Gfr. d. Reſ. Heinrich
Mar=
tin, verw. Musk. Alfons Maurer, verw. Musk. Otto Schmidt,
verw. Reſ. Otto Wagner, verwundet.
2. Komp.: Reſ. Deſiderius Bolitt, verw. Reſ. Paul Ehret,
berw. Musk. Heinrich Fellmann, verw. Reſ. Karl Keller, verw.
3. Komp.: Sanitätsſerg. Willi Hertzſch, verw. Musk. Theod,
Litterſt, verw. Musk. Johann Peter Schnatz, verw. Reſ. Karl
Schwarz, verw. Musk. Joſef Wiehl, verw. Reſ. Joſef Wipf,
2
verwundet.
4. Komp.: Musk. Heinr, Harzheim, verwundet.
5. Komp.: Musk. Joſ. Baumwarth, verw. Musk. Bernhard
Boll, verw. Reſ. Albert Gmeiner, verw. Reſ. Friedrich Haiſt,
verw. Reſ. Wilhelm Kimmich, verw. Musk. Karl Maier, verw.
Musk. Joſef Muffler, verw. Musk. Viktor Neininger, verw.
Musk. Ernſt Schmidtlen, verwundet.
7. Komp.: Musk. Theophil Hämmerle, verw. Musk. Ferdin,
Hermann, verw. Musk. Wilhelm Humme, verw. U.=O. Robert
Kinzel, verw. Reſ. Leo Kaiſer, verw. Musk. Auguſt Philipp,
verw. Vfw. d. Reſ. Hermann Reinhardt, verw. Reſ. Jakol
Roth, verw. Musk. Wilhelm Schlager, verw. Gfr. Fritz Schnitzer
herw. Gfr. Eugen Weiß, verwundet.
9. Komp.: Musk. Ad. Künſtle, tot.
10. Komp.: Reſ. Peter Beiſel, verw. Gfr. d. Reſ. Joſef Kauf=
(1
nann, verwundet.
11. Komp.: Musk. Karl Danner, verw. Serg. Johann
Naw=
kath, verwundet.
12. Komp.: Musk. Emil Stark verwundet.
13. Komp.: Musk. Friedrich Eiſele, verw. Musk. Albert Pi!
Ansky, verwundet.
Maſchinengewehrkomp.: Musk. Alfred Armbruſter, verwk.
Oohne Angabe der Komp.: Reſ. Sterhan Rombach, verw.
Infankerieregimeni Ne, 137, Hagenau.
K. Komp.; Musk.: Ftiedrich. Driſchel, verw. UO.Julius
Handtke, verw. Musk. Julius Krämer, verw. Musk. Daviß
Petereit, verw. Musk. Philipp Reichert, verw. Musk. Ernſt
Seckelmann, verwundet.
2. Komp.: Reſ. Nikolaus Stehly, verwundet.
3. Komp.: Musk. Karl Bollenbacher, verw. Musk. Johann
Diel, verw. Musk. Walter Evelsberg, verw. U.=O. Otto Grimnz
verw. Musk. Joſef Heitz, verw. Musk. Klobetanz, verw.
5. Komp.: Musk. Fritz Bertelt, verw. Musk. Paul
Dahl=
haus, verw. Gfr. Wilhelm Motte, verw. Musk. Wilhlem Emil
Wallmayer, verwundet.
7. Komp.: Reſ. Auguſt Beſchem, verw. Vfw. d. Reſ. Oskar
Burlage, verw.
9. Komp.: Musk. Franz Wolnick, verwundet.
10. Komp.: Musk. Vaptiſt Dohr, verw. Musk. Otto Rabe)
verw. Reſ. Harry Waltzenlogel, verw.
11. Komp.: Gfr. Jakob Schnetzler, verwundet.
Erſatzbataillon Infankerieregiments Nr. 141, Graudenz.
8. Komp.: Musk. Mar Weber, verwundet,
Infanierieregiment Nr. 144, Metz.
9. Komp.: Vfw. Ernſt Steffen aus Lenſahn, Kreis Oldenz
burg, ſchw. verw. Fähnrich Reitz, l. verw. Musk. Dettmer, leicht
verwundet.
10. Komp.: Fähnrich Burkas, l. verw. Musk. Robert Werner)
aus Denbach, Kreis Neuwied, tot. Reſ. Nikolaus Hammer aus
Saarburg, ſchw. verw. Musk. Metz aus Völklingen, Kreis
Saar=
brücken, leicht verwundet. Musk. Luziwitz aus Roskow, Kreis
Filehne, verw. Reſ. Friedrich Rehlinghaus verm.
11. Komp.: Musk. Peter Georg Watermann aus Heppens)
Kreis Aurich, l. verw. Musk. Heinrich Möller II aus Alſtaden)
Kreis Oberhauſen, I. verw.
12. Komp.: Musk. Slotta, ſchw. verw. Musk. Peter Meyer,
ſchw. verw. Reſ. Peter Kosmar, I. verw.
Erſatzbakaillon Infankerieregiments Nr. 145, Paderborn.
5. Komp.: U.=O. Paul Wilke, verw
Infankerieregimeni Nr. 151, Sensburg und Biſchofsburge
1. Komp.: Musk. Johann Lieſenfeld, verw.
3. Komp.: U.=O. Otto Skowronek, verwundet.
4. Komp.: Musk. Auguſt Mix, verwundet.
5. Komp.: Musk. Andreas Täpper, verwundek.
10. Komp.: Reſ. Johann Simon, verw.
Infamerieregiment Nr. 152, Marienburg.
6. Komp.: Reſ. Friedrich Witteborg, verw.
Ohne Angabe der Kompagnie: Johann Potrylus, verk)
Infanterieregiment Nr. 153, Alkenburg.
1. Komp.: U.=O. Karl Schrade, verw.
8. Komp.: Vfw. Ernſt Koch, verw.
Infanterieregimeni Nr. 155, Oſtrowo und Pleſchen,
8. Komp.: Musk. Stanislaus Ganitzki, verw.
Infanierieregiment Nr. 156, Brieg.
4. Komp.: Gfr. Alfred Kuniſch, verw.
Infanierieregiment Nr. 159, Geldern.
11. Komp.: Vfw. Adolf Horump, verw.
Infanierieregimeni Nr. 160, Bonn.
6. Komp.: Musk. Rudolf Knips, verw.
Infanierieregimeni Nr. 171, Colmar i. E..
10. Komp.: Musk. Heinrich Johann Brueggemänſt aus
Oberhauſen, verm.
Infanterieregiment Nr. 173, St. Avolds
Rekrutendepot: Musk. Guſtav Heiſe, tot.
Infanferieregimeni Nr. 174, Forbach).
I. Bataillon: Major und Bataillonskommandeut Blldd
Bquernſtein, verw.
1. Komp.: Hptm. Friedrich Schneider, verwi
Nr. 249.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 10. September 1914.
Seite 5.
4. Komp.: U.=O. Karl Brill, verw. Musk. Julius Cerier,
verw. Gf. d. Reſ. Heinrich Deſch, verw. U.=O. d. Reſ.
Friedrich Oskar Kleyenſtüber, verw. Musk. Mathias
Schnei=
der, verw.
5. Komp.: Musk. Johann Brings, verw. Musk. Karl
Dohrmeyer, verw. Musk. Wendel Haßdenteufel, verw. Musk.
Wübbo Heibült, verw. Musk. Stanislaus Sawasky, verw.
Musk. Joſef Schneider, verw. Musk. Auguſt Theu, verw.
Musk. Karl Utermark, verw.
Ohne Kompagnieangabe: Lt. Konrad Rohs, verw. Musk.
Joſef Warmbier, verw.
Maſchinengewehrkompagnie: Hptm. Maxmilian Dallmer,
verw. Lt. Hermann Walter, verw.
Jägerbakaillon Nr. 2, Culm.
1. Komp.: Jäger Heinrich Kirn, verw. Jäger Ludwig
Schneider, verw.
2. Komp:: Oberjäger Hans Lanninger, verw.
4. Komp.: Oberjäger Oswald Düll, verw. San.=U.=O.
Valentin Fruncheller, verw. Jäger Otto Leibrock, verw.
Jägerbataillon Nr. 8, Schleitſtadt.
4. Komp.: Olt. d. Reſ. Spatz, ſchw. verw. Reſ. Peter
Schmitz aus Opladen, ſchw. verw. Vfw. Wilhelm Schüler
aus Seelsbach, Kr. Kreuznach, tot. Oberjäger d. Reſ. Mathias
Göhringer aus Straßburg, l. verw. Jäger Hugo Kölſchbach
aus Solingen, l. verw. Jäger Karl van de Loo aus Duisburg,
l. verw. Reſ. Johann Reichert aus Trier, I. verſ, Jäger
Robert Keller aus Remſcheid, Kr. Gummersbach, tot. Reſ.
Peter Claren aus Cöln, l. verw. Jäger Camill Girard aus
Oberhasbach, Kr. Molsheim, l. verw. Gfr. Heinrich Paulußen
aus Mülfort, Kr. M.=Gladbach, tot. Jäger Paul Kirrkamm
aus Remſcheid, Kr. Lennep, tot. Jäger Fränz Bolten aus
Süchteln, Kr. Kempen, ſchw. verw. Oberjäger Ludwig
Raud=
hahn aus Ehringhauſen, Kr. Wetzlar, ſchw. verw. Oberjäger
der Reſ. Albert Dietrich aus F.=H. Kirchſpiel, Unterelſaß, tot.
Reſ. Schönauer, ſchw. verw. Reſ. Georg Hoffmann aus
Rohr=
bach, Kr. Heidelberg, ſchw. verw. Gfr. Fritz Knauth aus
Spandau, ſchw. verw. Reſ. Metzger, tot.
2. Komp.: Fahnenjunker Richard Ritjen aus Schlettſtadt,
I. verw. Oberjäger Heinrich Schlöſſer aus Duisburg=M.,
leicht verwundet. Jäger Oskar Duisberg aus Barmen, tot.
Jäger Johann Hermanns aus Crefeld, tot. Jäger Joſef
Philip=
pen aus Pongkepſie, Amerika, tot. Reſ. Heinrich Aßmann aus
Daubach, Kr. Kreuznach, tot. Reſ. Heinrich Freiburg aus Oelde,
Kr. Beckum, tot. Reſ. Edmund Henning aus Quedlinburg, Kr.
Magdeburg, tot. Reſ. Johannes Rauch aus Wolkendorf, Kr.
Balberg, tot. Reſ. Peter Käufer aus Cöln, tot. Fw. Emil
Hem=
merling aus Hückeswagen, Kr. Berncaſtel, I. verw. Vfw. Emil
Erdmenger aus Bildſtock, Kr. Saarbrücken, l. verw. Oberjäger
Karl Winkelmann aus Reinhardtsmünſter, Kr. Witzenhauſen, I.
verw. Oberjäger d. Reſ. Peter Muſchhard aus Cöln, ſchw.
verw. Jäger Heinrich Schürrhoff aus Hüls, Kr. Crefeld, l. verw.
Jäger Johann Uhlenbrock aus Duisburg, ſchw. verw. Jäger
Franz Zander aus Kurzweiler, Kr. Aachen, ſchw. verw. Jäger
Achilles Franz aus Dieboldsheim, Kr. Schlettſtadt, ſchw. verw.
Jäger Heinrich Mays aus Würmberg, Kr. M.=Gladbach, I. verw.
Jäger Karl Thomas aus Crefeld, l. verw. Jäger Wilhelm
Wil=
bert aus Crefeld, l. verw. Jäger Jacob Heinrichs aus St.
Tömsberg Schaephauſen, Kr. Mörs, I. verw. Gfr. Jacob Baltes
aus Oberkirchen, Kr. St. Wendel, ſchw. verw. Gfr. Walter
Blümer aus Elberfeld, ſchw. verw. Gfr. Luzien Girard aus
Merzweiler, Kr. Hagenau, l. verw.: Gfr. d. Reſ. Werner
Hün=
nermann aus Layen, Kr. Koblenz, l. verw. Reſ. Wilhelm
Giers=
berg aus Hoppendorf, Kr. Bergheim, I. verw. Reſ. Peter
Weber III aus Ronsdorf, Kr. Cöln, l. verw. Reſ. Joſef Peter
aus Altkirch, l. verw. Reſ. Peter Kolbert aus Mettendorf, Kr.
Bitburg, l. verw. Reſ. Erhard Stenger aus Streßbeſſenbach, Kr.
Unterfranken, I. verw.
4, Kömp.: Vfw. Johann Linden aus Bittingen, Kr.
Bol=
ſchen, tot. Reſ. Hermann Decker aus Morbach, Kr. Berncaſtel,
ſtot. Reſ. Johann Stülb aus Rachtig, Kr. Trier, tot. Reſ.
Jo=
hann Küpper aus Krinket, Kr. Malmedy, tot. Reſ. Karl Schuſter
aus Waldbröhlheim, Kr. Bad Kreuznach, tot. Reſ. Peter
Hup=
pertz aus Hüſtera, Kr. Düren, tot. Reſ. Johann Brons aus
Oberhauſen, Kr. desgl., I. verw. Reſ. Karl Kleininghaus aus
Heidhauſen, Kr. Werden, Ruhr, l. verw. Reſ. Joſef Rech aus
Arzheim, Kr. Koblenz, I. verw. Reſ. Lambert Kiek, verw.
Gardemaſchinengewehrabkeilung 2, Berlin=Lichterfelde.
Gfr. Hermann Kaſper, verw. Sergegnt Franz Neuling, verw.
Fw. Otto Schaumburg, verw.
Jägerregimenk zu Pferde Nr. 2, Langenſalza.
2. Esk.: Jäger Peter Thiele, verw.
4, Esk.: Jäger Sebaſtian Hepp, verw.
Jägerregiment zu Pferde Nr. 5, Mülhauſen i. Elf.
3. Esk.: Jäger Karl Granſer, verw.
4. Esk.: Jäger Hermann Diembeck, verw.
Jagerregimenk zu Pferde Nr. 6, Erfurk.
1. Esk.: Vizewachtmſtr. Arthur Klein aus Schmiegel, Kr.
Schmiegel, ſchw. verw. Jäger zu Pferde Ernſt Heilmann aus
Kleinaga, Gera=Reuß, ſchw. verw.
2. Esk.: Jäger zu Pferde Georg Bering, I. verw.
4. Esk.: Reſ. Erich Förſter aus Klein Dembach, tot.
5. Esk.: Jäger zu Pferde Max Schlegel aus Jena, Kr. Jench,
chwer verwundet.
1. mobile Landwehreskadron 5. Armeekorps, Züllichau,
Leutnant der Reſerve Hans Reimer, verwundet.
5. Gardefeldarlillerieregiment, Jüte-”g.
1. Abteilung. — Leichte Munitionskolonne:
. Waſchke,
berwundet.
6. Gardefeldartillerieregiment, Jüterkog.
2. Batt.; Kan. Habermann, verw. Kan. Kraft, verw.
1. Infankeriemunitionskolonne des Bordekorps, Peekow.
Kanonier Steinmann, verwundet.
3. Gardereſervefeldarkillerieregiment, Jülerkog.
1. Vatt.: Kan. Hoffmann aus Milkau, Kr. Sprottau,
leicht verwundet.
Leichte Munitionskolonne 2. Kan. Friedrich Voß aus
Güſtrow in Mecklenburg, tot. Kan. Johannes Rajahl aus
Dage=
ling, verm.
Königlich Sächſiſche Armee.
Verluſtliſte Nr. 6.
6. Infankerieregiment Nr. 105, Straßburg.
9. Komp.: Soldat Georg Kretzſchmar II aus Nauberg,
A.=H. Döbeln, verw. Soldat Max Oeſer I aus Oberplanitz,
A.=H. Zwickau, verw. Vfw. d. Reſ. Kurt Ottomar Wrobel aus
Sagargemünd, gefallen. Sgt. Guſtav Medel aus Omſewitzz
A.=H. Leipzig, gefallen. U.=O. Kurt Süß aus Schlettau, A.=H,
Annaberg, gefallen. Soldat Max Roſenkranz aus Wachau,
A.=H. Dresden=N., gef. Gfr. Ernſt Rockſtroh aus Carlsfeld,
A.=H. Schwarzenberg, gef. Soldat Paul Flechſig aus
Stein=
pleis, A.=H. Zwickau, gef. Gfr. Friedrich Schneider aus
Crimmitſchau, A.=H. Zwickau, gef. Fw. Paul Franke aus
Oberhohndorf, A.=H. Zwickau, verw. Sgt. Bataillonstambolr
Otto Schäfer aus Kirchengel, Kr. Sondershauſen, verw.
Sol=
dat Eugen Baz aus Roigheim, Kr. Neckarſulm, verw. Soldat
Walter Hausmann I aus Ammern, Kr. Mühlhauſen, verw.
Tambour Ernſt Richter als Waldenburg, A.=H. Glauchau, verw.
Soldat Arthur Schaarſchmidt aus Zwickau, verw. Soldat
Alfred Kaden aus Oberwieſenthal, A.=H. Annaberg, verw.
Soldat Willy Däumler aus Halle a. S., gef. Gfr. Max Koch
aus Reinsdorf, A.=H. Zwickan, verw. U.=O. Ernſt Windiſch
aus Niederhaßlau, A.=H. Zwickau, verw. U.=O. Hermann
Kühne aus Kleinberndten, ? A.=H. Glauchau, verw. Soldat
Kurt Weigandt aus Gorbersdorf, A.=H. Flüha, verw. Gfr.
Max Neſtmann aus Saalburg, Kr. Schleiz, verw. Gfr. Michael
Zobler aus Thannſitz, A.=H. Annaberg, verw. Soldat Max
Döhler aus Stangengrün, A.=H. Zwickau, verw. U.=O. Ernſt
Bolzinger aus Hayingen, Kr. Diedenhofen, gef. Soldat Ernſtz
Jeremies aus Schönberg, A.=H. Löbau, gefallen. Soldat Otto
Oethel aus Potſchappel, A.=H. Dresden=A., gef. Soldat Paul
Rehfeld aus Dresden, gef. Soldat Karl Reinhardt aus
Por=
ſten, Kr. Weißenfels, gef. Vfw. Fritz Häßler aus Hohenſtein=
Ernſtthal, verw. U.=O. Maz Schulze aus Annaberg i. Erzg.,
verwundet. Soldat Emil Legler aus Gera, Reuß j. L., verw
Soldat Arthur Kolb aus Calbitz, A.=H. Grimma, verw. Solg
dat Max Spantig aus Seitendorf, A.=O. Zittau, verw. Soldat