Darmstädter Tagblatt 1914


Sonntag, den 6. September.

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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Nr. 245.

Sonntag, den 6. September.

1914.

Der Krieg.

Von der Armee des deutſchen Kronprinzen. Der Vormarſch auf Paris. Der Nachrichtendienſt im Kriege. Aufruf
für Oſtpreußen. Die Erfolge der Oeſterreicher auf dem nördlichen Kriegsſchauplatz. Zur Vorgeſchichte der engliſchen
Kriegserklärung. Verluſtliſte Nr. 17.

Die Flucht nach Bordeaux.

Die Flucht der franzöſiſchen Regierung und des
franzöſiſchen Parlaments nach Bordeaux bedeutet, daß die
leitenden Männer Frankreichs Paris verloren
geben. Mutloſer als ihre Vorgänger von 1870, machen ſie
nicht erſt in Tours Station, ſondern eilen ſogleich nach
dem äußerſten Südweſten des Landes, bis in die Nähe
der ſpaniſchen Grenze! Die Tragweite dieſes Schrittes
kann durch die Redensarten des Aufrufes, der dem franzö=
ſiſchen
Volke die Flucht ſeiner Regierung kund tut, nicht
verringert werden. Denn jede Zeile des amtlichen Auf=
rufes
verrät, wie wenig die Parole der Regierung:
Widerſtand und Kampf von dem Vertrauen auf die
eigene Kraſt eingegeben iſt. Wohl klingt der Aufruf in
Worte aus, die noch eine Spur ſolchen Vertrauens an ſich
tragen, aber ſie müſſen nach den vorangegangenen Haupt=
ſtellen
als leere Phraſen erſcheinen. Zeigt es ſich doch in
jenen Hauptſtellen auf das klarſte, daß die franzöſiſche Re=
gierung
der deutſchen Kriegsmacht gegenüber ſich gar nicht
mehr als das Haupt eines gleichwertigen Volkes fühlt,
ſondern alles von der Hilfe der Bundesgenoſſen
erwartet. Noch nicht zufrieden mit dieſem kläglichen Bauen
auf Engländer und Ruſſen, klammern ſich Poincars und
ſeine Leute an die phantaſtiſche Vorſtellung, daß überall
die Länder zum Schutze der Unabhängigkeit Frankreichs
ſich erheben werden, um dieſem furchtbaren Kampfe ſeine
ganze Kraft und Wirkſamkeit zu verleihen. Wer ſo das
eigene Volk vom Selbſtvertrauen ablenkt und das Heil
von ausländiſcher Hilfe erwartet, der ſchwächt die eigene
Widerſtandskraft und bereitet den vollſtändigen 2 uſam=
menbruch
der ſittlichen Fähigkeit zum Widerſtand für den
Augenblick vor, in dem es feſtſteht, daß die Hoffnung auf
ausländiſche Hilfe getrogen hat. Wiſſen erſt die Franzo=
ſen
, daß der ruſſiſche Stoß in das Herz Deutſchlands
ebenſo zu den Seifenblaſen gehört, wie alle übrigen er=
ſchwindelten
Siegesnachrichten, dann muß ihre Mutloſig=
keit
beſiegelt ſein. Daß die Führer der heutigen Republik,
unähnlich den Republikanern von 1870/71, dieſe Gefahr
ihrer Taktik nicht erkennen iſt ein neues Zeichen der poli=
tiſchen
Kurzſichtigkeit, die ſie kennzeichnet.
Freilich kann ſolche Verblendung nicht bei einer Staats=
leitung
auffallen, die durch ihre vollſtändige Entfernung
aus Paris der Revolution die Wege geebnet hat. Bisher
von den mutloſen Machthabern um die Wahrheit betrogen,
ſteht die Pariſer Bevölkerung nach italieniſchen Schilde=
rungen
ſchon heute im Zeichen der Panik und einer
dumpfen Gärung. Iſt es wohl glaubhaft, daß dieſe
Gemütsverfaſſung der ganz Frankreich repräſentierenden
Landeshauptſtadt ohne politiſche Folgen bleiben wird?
Bei dem Charakter der Franzoſen und ſeiner geſchichtlichen
Betätigung ganz gewiß nicht! Nachdem die verantwort=
liche
Regierung und die geſetzmäßige Volksvertretung
Paris verlaſſen haben, iſt vielmehr mit Sicherheit anzu=
nehmen
, daß ſich in der Rieſenſtadt neue politiſche Kräfte
emporringen werden, um dem bürgerlichen Element neben
dem militäriſchen Geltung zu verſchaffen. Welche Entwick=
lung
derartige Beſtrebungen annehmen, ſobald neue mil=
täriſche
Niederlagen die Enttäuſchung und den Zorn der
bürgerlichen Elemente entfachen, kann niemand voraus=
ſehen
. Sicher aber iſt, daß die ſchmeichelhaften Redens=
arten
, mit denen die flüchtende Regierung das mißleitete
Volk von Paris abſpeiſt, für letzteres ſehr bald Schall und
Rauch ſein werden. Tritt dann die innere Kriſis ein, ſo
bürſte die Haltloſigkeit der Phraſe des Aufrufs, daß die
Regierung von Bordeaur aus in ununterbrochener Ver=
bindung
mit der Geſamtheit des Landes bleiben könne,
grell genug hervortreten.
Inzwiſchen werden die deutſchen Waffen weiter dafür
ſorgen, daß die Parole Widerſtand und Kampf auf allen
Kriegsſchauplätzen ſo jämmerlich Fiasko macht, wie bis=
her
.

Von der Armee des deutſchen Kronprinzen.

* Berlin, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Der Be=
richterſtatter
des Berliner Lokalanzeigers gibt über die
erſte Phaſe des Krieges, ſoweit die Armee des deut=
ſchen
Kronprinzen beteiligt war, eine zuſam=
menhängende
Darſtellung, in der es heißt: Es
war ſchon immer geſagt, daß der deutſche Kronprinz bei=
derſeits
Longwy vorgedrungen ſei. Das Gebiet der
Kämpfe ſeiner Armee mit dem Gegner wird etwa durch
die vier Punkte Montmedy-Longwy-Verdun- Dieden=
hofen
bezeichnet. Die Franzoſen ſtanden etwa in einer
Linie, als deren Baſis Verdun-Montmedy bezeichnet
werden könnte. Von dorther vordringend, kam es zu dem
erſten Zuſammenſtoß am 22. Auguſt auf der Linie Vir=
ton
-Audun=le=Roman. Er endete mit dem Siege der
Unſerigen. Am 23. Auguſt wurden die Franzoſen aus der
Linie Virton-Tellancourt-Beuvillers-Merei=le=bas= Lan=
öres
erneut angegriffen und unter ſchweren Verluſten auf
der ganzen Linie geſchlagen und zurückgeworfen. Siegen,

und zwar raſch ſiegen, unausgeſetzt verfolgen und bei dem
geſchlagenen Feind durch tägliche Niederlagen eine Demo=
raliſation
hervorrufen: das iſt die Abſicht unſerer Heer=
führer!‟
Dieſe Abſicht iſt in der ganzen Zeit auf der 300
Kilometer breiten Front zu verfolgen. Es iſt die mar=
ſchierende
Schlacht, der dauernd vordringende Sieg‟. Am
24. Auguſt zog die feindliche Armeeleitung Verſtärkungen
aus Verdun heran und konnte ſomit auf dem linken
Flügel hinter dem Abſchnitt Longuyon-Montmedy Wider=
ſtand
leiſten und mit anderen Kräften einen energiſchen
Vorſtoß gegen den linken Flügel des Kronprinzen unter=
nehmen
. Dieſen Maßnahmen zu begegnen, ſetzte der
Kronprinz friſche Reſerven ein; auch aus Metz herbei=
eilende
Verſtärkungen gingen gegen die Franzoſen vor.
Der Vorſtoß wurde abgefangen und zum Stillſtand ge=
bracht
. Dann ging der deutſche Angriff in gewohnter
Weiſe auf der ganzen Linie vorwärts und die ganze
Armee des Gegners wurde hinter den Othain=Abſchnitt
zurückgeworfen. Ohne den Feind in Ruhe kommen zu
laſſen, wurden die Franzoſen am 25. Auguſt gezwungen,
ſich hinter die Maas zurückzuziehen. Die diesſeits Ver=
duns
im Anſchluß an die Feſtungen vorbereiteten Stel=
lungen
waren ſie bei dem eiligen Rückzuge und der un=
abläſſigen
Verfolgung nicht imſtande, zu beſetzen.

Der Vormarſch auf Paris.

* Zu der Beſetzung von Reims ſchreibt die
Voſſiſche Zeitung: Reims bildete mit La Fére und
Laon zuſammen die ſogen. zweite Verteidigungslinie, die
ſich dem Vormarſch des Feindes auf Paris vorlegen
frllte. Dieſe Befeſtigungslinie hat eine Frontausdehnung
von 90 Kilometern. Reims lag auf dem rechten Flügel
und war von 6 Forts umgeben, in denen mehrere verma=
nent
gebaute Batterien lagen. Die Befeſtigungen von La
Fére und Laon waren ſchon tags vorher als gefallen ge=
meldet
. Mit der Beſetzung von Reims hat dieſe ganze
Verteidigungsſtellung aufgehört. Die Franzoſen haben ſie
wahrſcheinlich aufgegeben, weil ſie bei den wirkungsvollen
Artillerieangrifsmitteln der Deutſchen kein Vertrauen
mehr auf die Widerſtandskraft ihrer Befeſtigungsanlagen
hatten. Sie zogen es vor, die Beſatzung zur Feldarmee
hinzuziehen, um dieſe ſo zu verſtärken, ſtatt ſie einer nutz=
loſen
Belagerung auszuſetzen, die nach wenigen Tagen
doch ihre Gefangennahme zur Folge gehabt hätte. Wenn
dieſer Geſichtspunkt auch richtig ſein mag, ſo beweiſt er
doch, wie ſehr die franzöſiſche Armee zerrüttet ſein muß,
daß ſie ihre im Frieden mit ſo vielen Koſten erbauten
Feſtungen bei der erſten Annäherung des Gegners ſofort
kampflos räumt. Der Rückzug der Franzoſen ſcheint nach
allen bisherigen Nachrichten ſüdlich zu erfolgen. In
der Deutſchen Tageszeitung heißt es: Nun liegt
bis Paris hin unſerem rechten Flügelheere keine Befe=
ſtigung
mehr im Wege Das bei dem linken Flügel der
Armee unſeres Kronprinzen allein liegen gebliebene Ver=
dun
vermag keine Verzögerung mehr hervorzubringen. Es
wird ſich, wenn es nicht ſelbſt vorzieht, ſich zu ergeben,
nicht davor ſchützen können, daß unſere 42 Zentimeter
auch dort ihr Machtwort ſprechen. Wenn wir jetzt mit
eiſernem Schritt über die Linie Reims-La Fére-Laon
hinwegſchreiten, dann wollen wir uns auch erinnern, daß
ihre Namen mit den Kämpfen unſerer Braven vor hun=
dert
Jahren aufs ruhmvollſte verknüpft ſind. In den
Neueſten Nachrichten lieſt man: Wenn die Feſtung
ſich ganz oder beinahe kampflos ergeben hat, was werden
die bis jetzt geſchlagenen franzöſiſchen Heere tun? Die
Kreuzzeitung ſchreibt: Die bedingungs= und kampf=
loſe
Freigabe einer ſtarken Beſeſtigung, die. wenn ſie auch
den deutſchen Mörſern und Haubitzen gewißlich nicht ſtand=
gehalten
haben würde, ſich doch wohl eine geraume Zeit
hindurch hätte verteidigen laſſen, kennzeichnet den tiefen
Niedergang des franzöſiſchen Waffenruhms.

Der Nachrichtendlenſt im Kriege.

* Der Köln. Ztg. wird von ihrem Berichterſtatter aus
dem Großen Hauptquartier geſchrieben: Die hier ver=
ſammelten
Berichterſtatter der deutſchen Zeitungen haben
wiederholt dem Großen Generalſtab die Vitte vorgelegt,
ob es nicht möglich wäre, uns etwas eingehendere
tägliche Berichte über die Vorgänge auf
dem Geſamtkriegsſchauplatze zu geben, als ſie
die Wolſſchen Telegramme bringen. Der mit unſerer
Führung beauftragte Generalſtabsoffizier kam generell auf
dieſes Anliegen zu ſprechen und würdigte es vollkommen.
Auch die Wünſche der oberſten Heeresleitung ſelbſt gingen
durchaus dahin, die Leiſtungen unſerer Truppen mög=
lichſt
raſch und in möglichſter Ausführlichkeit der Oeffent=
lichkeit
und den Angehörigen daheim vorzulegen, ſoweit
nicht die erforderliche Geheinhaltung der ſtrategiſchen
Maßnahmen, die unter allen Umſtänden gewahrt werden
muß, dem entgegenſteht, und der Generalſtab wird es 1.
angelegen ſein laſſen, ſolche eingehenderen Berichte über

Einzelheiten auch in möglichſt großem Umfange zu geben.
Allein man wird vorkäufig noch Geduld haben müſſen;
die Umſtände ſelbſt machen eine Berichterſtattung weſent=
lich
anderer Art, als die bisherige, unmöglich. Man ver=
gegenwärtige
ſich, wie ja die Ereigniſſe auf der ungeheuren,
mehr als 400 Kilometer langen und entſprechend tiefen
Kampfzone ſich derart drängen, daß Schlag auf Schlag
faſt überall die gewaltigſten Vorgänge ſich abſpielen. Die
Folge davon iſt, daß auch bei der oberſten Heeresleitung
ſelbſt die Nachrichten über die Geſchehniſſe nur in den
größten Zügen eingehen. Der Vertreter des Generalſtabs
wies am Schluſſe ſeiner Ausführungen darauf hin, daß
in dieſer Rieſenarbeit der Durchführung der militäriſchen
Operationen und der Ausnutzung der errungenen Erfolge,
die der oberſten Heeresleitung obliegt, das erſte und zu=
nächſt
einzige Intereſſe ſein muß, alle vorhandene Kraft
auf den Sieg zu richten. In dieſer aufs höchſte angeſpann=
ten
Lage hat niemand hier draußen Zeit, nach
rückwärts zu denken. Das gilt nicht nur für die
oberſte Heeresleitung, das gilt auch in entſprechender
Weiſe für die kleineren Truppenverbände. Auch ſie haben
die ganze Kraft für die Erledigung der ihnen unmittelbar
obliegenden Aufgaben anzuſpannen: Marſch ſchließt ſich
für ſie an Marſch, Kampf. Sieg und Verfolgung bringen
unſere Truppen unaufhaltſam vorwärts. So haben auch
ſie keine Muße dazu, die Einzelheiten, mit denen ſie dieſe
Aufgaben vollbringen, zu berichten.

Fürforgemaßnahmen.

* Dresden, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Das
Dresdener Journal ſchreibt: Am heutigen Tage fand unter
dem Vorſitze des Königs eine Sitzung des Geſamt=
miniſteriums
ſtatt. Gegenſtand der Beratung waren
ausſchließlich Maßnahmen der königlichen Regierung zur
tunlichſten Förderung der anläßlich des Krieges eingelei=
teten
oder noch in Ausſicht genommenen Fürſorge=
beſtrebungen
, ſowie der am 31. Auguſt an die Re=
gierung
gelangten Geſuche um Einberufung eines außer=
ordentlichen
Landtages zu dieſem Zwecke. In
erſterer Beziehung gelangten die ſchon am 29. Juli im
Schoße der Staatsregierung eingehend erwogenen Vor=
ſchläge
zum Vortrage und wurden zum Beſchluſſe erhoben.
Sie gipfom in folgendem: Zur Bekämpfung der Arbeits=
loſigkeit
und Gewährung von Zuſchüſſen an die Familien=
angehörigen
der im Felde ſtehenden Krieger follen lei=
ſtungsſchwachen
Gemeinden freie Darlehen aus der Staats=
kaſſe
gewährt werden. Hierfür ſollen vom Staatsmini=
ſterium
Mittel bis zur Höhe von 30 Millionen zur Ver=
fügung
geſtellt werden. Hierdurch werden die Geſuche um
die Einberufung eines außerordentlichen Landtages für
erledigt erachtet.

Die Kruppſchen Geſchütze.

* Aus Eſſen wird der Köln. Volksztg. geſchrieben:
In einer großen Sitzung des Werkausſchuſſes für den
Kriegsliebesdienſt auf der Kruppſchen Gußſtahl=
fabrik
, die von Direktoren, der Beamtenſchaft und den
Vertretern der Arbeiterſchaft beſucht war, hielt der Vor=
ſitzende
Geh. Finanzrat Hugenberg, vom Kruppſchen
Direktorium, eine Rede, in der er ſich folgendermaßen über
die Kruppſchen Geſchütze äußerte:
In dem gegenwärtigen gewaltigen Kriege, an dem die
Firma Krupp als ein wichtiger Beſtandteil unſerer Rüſt=
ung
beteiligt iſt, wird das, was in langen Friedensjahren
hier geſchaffen und aufgebaut iſt, der allerſchärfſten Prü=
fung
unterzogen, und wir dürfen es heute ſchon mit gro=
ßem
Stolz bekennen, daß die Firma Krupp für unſe=
ren
Heeresbedarf ſich in einer Weiſe leiſtungsfähig
zeigt, wie wir ſelbſt es früher vielleicht gar nicht geglaubt
haben. Die Anforderungen gehen weit über das früher
geplante Maß hinaus, aber alles und noch mehr wird in
kürzeſter Zeit geleiſtet. Das iſt möglich, weil alles in emſi=
ger
Friedensarbeit auf den höchſten Bedarf vorbereitet iſt,
oder doch wenigſtens bei unſeren Einrichtungen und Ver=
bindungen
in kürzeſter Zeit darauf eingerichtet werden
kann. Schon heute haben wir von berufenen Stellen Beweiſe
hoher Anerkennung, und wenn einmal die Geſchichte des
Krieges geſchrieben wird, ſo ſoll das deutſche Volk erken=
nen
, welchen Anteil die Kruppſchen Erzeugniſſe
an unſeren Erfolgen gehabt haben, aber auch, wieviel
Ströme deutſchen Blutes, wieviel blühendes
deutſches Leben dem Vaterlande durch unſere Arbeit
hier erſpart worden iſt.

Die öſterreichiſchen Metorbatterien.

* Wien, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die von
dem deutſchen Generalſtab veröffentlichte Nach=
richt
über die ausgezeichnete Wirkung der von Oeſterreich=
Ungarn geſandten ſchweren Motorbatterien gegen
belgiſche und franzöſiſche Feſtungen hat hier lebhafte Ge=

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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 6. September 1914.

Nummer 245.

nugtuung hervorgerufen. Die Reichspoſt ſchreibt: Dieſe
Feſtſtellung gereicht uns zur Ehre und erfüllt uns mit
Stolz. Sie iſt aber auch deswegen hocherfreulich, weil ſie
bezeugt, daß das Zuſammenwirken der Wehrkraft der bei=
den
verbündeten Kaiſerſtaaten nicht nur im Oſten und im
Süden, ſondern auch im Weſten eine eherne Tatſache iſt.
Die Neue Freie Preſſe ſagt: Die geſamte Bevölkerung
wird ſich freuen, daß unſere Armee, die in Galizien alle
ſoldatiſchen Tugenden in einer zum Herzen ſprechenden
Weiſe bewährt hat, auch der verbündeten Armee nützlich
werden konnte.

Zur Vorgeſchichte der eng=
liſchen
Kriegserklärung.

* Berlin, 5. Sept. (W. T. B.) Die Norddeutſche All=
gemeine
Zeitung ſchreibt: Nach hier vorliegenden Nach=
richten
hat Sir Edward Grey im Unterhauſe er=
klärt
, die von der deutſchen Regierung veranlaßte Ver=
öffentlichung
des deutſch=engliſchen Telegramm=
wechſels
vor dem Kriege ſei unvollſtändig. Fürſt
Lichnowsky habe ſeine Meldung über das bekannte
Telephongeſpräch gleich darauf telegraphiſch zurückgezogen,
nachdem er darüber aufgeklärt worden war, daß ein Miß=
verſtändnis
vorliege. Das Telegramm ſei nicht veröffent=
licht
worden. Die Times hat, anſcheinend auf Grund von
Informationen von amtlicher Seite, dieſelbe Behauptung
aufgeſtellt, und daran die Bemerkung geknüpft, das Tele=
gramm
ſei von der deutſchen Regierung unterdrückt wor=
den
, um England der Perfidie zu beſchuldigen und
Deutſchlands Friedensliebe beweiſen zu können.
Wir ſtellen demgegenüber feſt, daß ein ſolches
Telegramm nicht exiſtiert. Fürſt Lichnowsky
hat außer dem bereits veröffentlichten Telegramm, das
um 11 Uhr vormittags aus London abgegangen war, am
1. Auguſt noch folgende Telegramme abgeſandt: 1. Um
1.15 Uhr nachmittags: Der Privatſekretär Sir Edward
Greys war ſoeben bei mir, um mir zu ſagen, der Miniſter
wolle mir Vorſchläge für die Neutralität Großbritanniens
machen, ſelbſt für den Fall, daß wir wie mit Rußland
auch mit Frankreich Krieg hätten. Ich ſehe Sir Edward
Grey heute nachmittag und werde ſofort berichten.
2. Um ½6 Uhr abends: Sir Edward Grey las mir
ſoeben die nachſtehende Erklärung vor, die vom Kabinett
einſtimmig gefaßt worden wäre: Die Antwort der deut=
ſchen
Regierung bezüglich der Neutralität Belgiens iſt un=
gemein
bedauerlich, weil die Neutralität Belgiens die Ge=
fühle
dieſes Landes angeht. Wenn Deutſchland einen
Weg ſehen könnte, die gleiche poſitive Erklärung zu geben
wie die, die von Frankreich gegeben worden iſt, ſo würde
dies weſentlich dazu beitragen, die Beſorgnis und Span=
nung
hier zu beheben, während es auf der anderen Seite
äußerſt ſchwierig ſein würde, die öffentliche Stimmung in
dieſem Lande zurückzudämmen, wenn eine Verletzung der
Neutralität Belgiens durch einen der Kämpfenden ſtatt=
finden
würde, während der andere ſie reſpektiere. Auf
meine Frage, ob er unter der Bedingung, daß wir die
Neutralität Belgiens wahrten, mir eine beſtimmte Er=
klärung
über die Neutralität Englands geben könnte, er=
widerte
der Miniſter, das ſei ihm nicht möglich, doch
würde dieſe Frage eine große Rolle bei der hieſigen öffent=
lichen
Meinung ſpielen. Verletzten wir die Neutralität
Belgiens in einem Kriege mit Frankreich, ſo würde ſicher=
lich
ein Umſchwung in der Stimmung eintreten, der es
der hieſigen Regierung erſchweren würde, ein freundliche
Neutralität einzunehmen. Vorläufig beſtände nicht die
geringſte Abſicht, gegen uns feindlich vorzugehen. Man
würde dies, wenn möglich, zu vermeiden wünſchen. Es
ließe ſich aber ſchwerlich eine Linie ziehen, bis zu welcher
wir gehen dürften, ohne daß man diesſeits einſchreite.
Er kam immer auf die belgiſche Neutralität zurück und
meinte, dieſe Frage würde jedenfalls eine große Rolle
ſpielen. Er hätte ſich auch ſchon gefragt, ob es nicht mög=
lich
wäre, daß wir und Frankreich uns im Falle eines
ruſſiſchen Krieges bewaffnet gegenüberſtehen würden, ohne
uns anzugreifen. Ich fragte ihn, ob er in der Lage ſei zu
erklären, daß Frankreich auf einen derartigen Pakt ein=
gehen
würde. Da wir weder Frankreich zerſtören, noch
Gebietsteile erobern wollten, könnte ich mir denken, daß
wir uns auf ein derartiges Abkommen einlaſſen würden,
das uns die Neutralität Großbritanniens ſichere. Der
Miniſter ſagte, er wolle ſich erkundigen und verkannte auch
nicht die Schwierigkeiten, beiderſeits das Militär in Un=
tätigkeit
zurückzuhalten.
3. Um ½9 Uhr abends: Meine Meldung von heute
früh iſt durch meine Meldung von heute abend aufge=
hoben
. Da poſitive engliſche Vorſchläge überhaupt nicht
vorliegen, erübrigen ſich weitere Schritte im Sinne der
mir erteilten Weiſungen.
Wie erſichtlich, enthalten dieſe Telegramme keine
Andeutung darüber, daß ein Mißverſtändnis
vorgelegen habe und nichts über die von engliſcher
Seite behauptete Aufklärung des Mißverſtändniſſes.

Aufruf für Oſtpreußen.

* Berlin, 5. Sept. (Amtlich.) Für Oſtpreußen
wird ein vom Reichskanzler, dem Stellvertreter des
Reichskanzlers Dr. Delbrück, dem Miniſter des Innern,
dem Oberpräſidenten der Provinz Oſtpreußen, v. Wind=
heim
, dem Landeshauptmann der Provinz Oſtpreußen
v. Berg, und dem Oberbürgermeiſter von Königsberg
unterzeichneter Aufruf veröffentlicht, in dem es heißt:
Herrlich hat ſich in dieſer großen Zeit die Opferfreu=
digkeit
des deutſchen Volkes bewährt. Wo immer der
Krieg Not ſchuf, taten ſich alle Hände auf, ſie zu lindern.
Nun hat die barbariſche Kriegführung unſe=
rer
Feinde im Oſten neue ſchwere Not über unſer
Vaterland gebracht. Weite Strecken unſerer geſegneten
oſtpreußiſchen Fluren waren vorübergehend vom Feinde
beſetzt und ſind faſt überall barbariſch verwüſtet
worden. Viele unſerer Landsleute ſind grauſam hinge=
mordet
worden. Wer das nackte Leben gerettet hat, iſt
zumeiſt an den Bettelſtab gebracht worden. Namenloſes
Leid iſt ſo über tauſend Familien gebracht worden! Wohlan
denn, liebe Mitbürger! Laßt uns ihr Leid als eigenes mit=
empfinden
. Helft unſeren armen, von Haus und Hof ver=
triebenen
Landsleuten! Spende ein jeder freudig nach ſei=
nen
Kräften, jede, auch die kleinſte Gabe iſt willkommen.
Ganz Deutſchland wird ſicherlich freudig an unſerem
Werke mithelfen, geht doch durch dieſe für unſer teures
Vaterland ſo ſchwere, aber auch ſo große und gewaltige
Zeit nur der eine Gedanke: Einer für Alle, Alle
für Einen!‟ Dieſen Aufruf des Oberbürgermeiſters der
alten oſtpreußiſchen Krönungsſtadt, der ſich an die Königs=
berger
und die preußiſchen Städte wendet, nehmen wir
für das ganze deutſche Vaterland und für jeden einzelnen
Deutſchen auf. Es gilt, den Dank des Vaterlandes abzu=
ſtatten
an die, die auf der Wacht im Oſten ſtanden.
Beiträge werden von der Reichsbank und ſämtlichen
Nebenſtellen entgegengenommen. Zahlungen ſind zu rich=
ten
: für das Konto für Kriegsnotleidende in Oſtpreußen.
(Auch die Geſchäftsſtelle des Darmſtädter Tagblatts
nimmt Beiträge entgegen.)

Der Kampf zur See.

* Aus Rotterdam wird gemeldet: Nach engliſchen
Blättermeldungen lief der deutſche Kreuzer Karls=
ruhe
nach einem Kampfe mit den engliſchen Kreu=
zern
Berwick und Suffolk in den Hafen Willemſtad
(Curacao) ein. Aus London wird ferner gemeldet, daß
der engliſche Dampfer Holmwood in der
Nähe der braſilianiſchen Küſte von dem deutſchen Kreuzer
Dresden verſenkt worden iſt. Das engliſche Schiff
hatte 7000 Tonnen Kohlen geladen im Werte vgn 42000
Pfund Sterling. Die 30 Mann ſtarke Beſatzung befindet
ſich in Sicherheit. Der Corriere della Sera bringt in ſei=
ner
Ausgabe vom 1. September einen Bericht ſeines Lon=
doner
Mitarbeiters vom 29. Auguſt, in dem unter an=
derem
folgendes mitgeteilt wird: 200 deutſche Matroſen,
Ueberlebende von dem durch die engliſche Flotte zer=
ſtörten
Kreuzer Mainz ſind in Sheerneß an Land
gebracht, 80 andere wurden an einer anderen Stelle ge=
landet
und weitergeführt. Die Gefangenen wurden gut
behandelt und freundlich aufgenommen.

Sechshundert Japaneſen abgefangen!

* Die an der holländiſchen Grenze abge=
fangenen
Japaneſen, welche ſich kurz vor dem japaniſchen
Ultimatum an Deutſchland in aller Stille aus dem
Staube gemacht hatten, werden in den deutſchen
Truppenlagerplätzen als Kriegsgefangene bis zum
Ende des Krieges mit Japan interniert. Es iſt gelungen,
an 600 Japaneſen feſtzunehmen; das ſind faſt alles an
norddeutſchen Hochſchulen immatrikulierte japaneſiſche
Studenten, und die übrigen bei Kriegsausbruch in den
norddeutſchen Großſtädten wohnenden Japaneſen. Als
die deutſchen Grenzbehörden zur Feſtnahme der Japaneſen
ſchritten, waren dieſe völlig überraſcht, da ſie glaubten,
mit ihren vorſorglich verbreiteten Angaben über das Reiſe=
ziel
, die deutſchen Behörden irregeleitet zu haben und dieſe
auf der Lauer an der ſchweizeriſchen Grenze glaubten.
Ein Teil der Japaneſen, welche kurz vor dem Verſchwinden
aus ihren Quartieren noch größere Schulden bei
ihren Lieferanten gemacht hatten, wurden wegen Verdachts
des beabſichtigten Betruges der Staat sanwalt=
ſchaft
übergeben. Sämtliche im Beſitz der Feſtgenom=
menen
vorgefundenen Gelder wurden ausnahmslos be=
ſchlagnahmt
, da die Japaneſen ohne Einhaltung einer
Kündigungsfriſt ihre Logisgeber verlaſſen hatten und jetzt
die vollen Mietbeträge nachzahlen müſſen.

Die Erfolge der Oeſterreicher auf dem
nördlichen Kriegsſchauplatze.

* Wien, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die Tele=
gramme
der Kriegsberichterſtatter der Wiener Abend=
blätter
ſtellen feſt, daß die Lage auf dem nördlichen

Kriegsſchauplatze durch das ſiegreiche Vorgehen der
Armeen Auffenberg und Dankl ſich weit günſtiger ge=
ſtaltet
habe. Wahre Heldentaten vollführten die Korps
Puhallo (Preßburg) und Böerovic (Kaſchau). Die bisher
gewonnene Kriegsbeute iſt viel größer, als zuerſt bekannt
wurde.

Die Neutralität Schwedens.

* Stockholm, 5. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Der
Wahlkampf wird augenblicklich mit großem Eifer be=
trieben
, da die Zweite Kammer binnen kurzem neu ge=
wählt
wird. In den Verſammlungen wird die auswär=
tige
Politik berührt. Sämtliche Parteiführer haben ihre
Genugtuung über die Politik der vollſtändigen
Neutralität ausgeſprochen, die die Regierung bei Be=
ginn
des Krieges zu wahren beſchloß und deren ſtrenge
Beachtung die Regierung nochmals verſichert.

Das erkannte England.

* Mailand, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Perſe=
veranza
bemerkt: Der Artikel der Times, der die Fran=
zoſen
zum Widerſtand bis zum Aeußerſten in Ausſicht auf
ruſſiſche Hilfe auffordert, enthält mehr das Intereſſe
Englands an der Verlängerung des Krie=
ges
, als Eifer für Frankreich. Das Ziel Englands iſt
tatſächlich die Zerſtörung des Seehandels Deutſchlands
ind die Eroberung ſeiner beſten Kolonien. Es iſt daher
tatürlich, daß, ſo lange dieſes Ziel nicht erreicht iſt, Eng=
land
nicht wünſcht, daß Frankreich zum Frieden neige,
elbſt wenn es erſchöpft iſt. Die Franzoſen jedoch ſollten
fragen, ob es für ſie nützlich iſt, unbegrenzte enorme Opfer
an Blut zu übernehmen und die Friedensbedingungen zu
erſchweren, damit Großbritannien ſchließlich
ſeinen Vorteil finde. Frankreich würde dann für
ſeine Verbündeten bezahlen müſſen.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 6. September.
* Uebertragen wurde dem Lehrer Friedrich Eberle
zu Michelnau, Kreis Büdingen, eine Lehrerſtelle an der
Volksſchule zu Langen, Kreis Offenbach.
* Das Großh. Regierungsblatt Nr. 32 enthält:
1. Bekanntmachung, den Bau einer Eiſenbahn von Neckar=
ſteinach
nach Schönau im Odenwälder Steinachtal be=
treffend
. 2. Bekanntmachung, Aenderung der Poſtordnung
vom 20. März 1900 betreffend. 3. und 4. Bekannt=
machungen
, Vorratserhebungen betreffend. 5. Bekannt=
machung
, die Hauptmarktorte für den Handel von
Roggen, Weizen, Hafer und Gerſte im Großherzogtum
Heſſen betreffend.
Darlehenskaſſe Darmſtadt. Die vom Reich
errichteten und von den Reichsbankſtellen verwalteten
Darlehenskaſſen ſollen der Befriedigung der in
Kriegszeiten hervortretenden Kreditbedürfniſſe dienen,
namentlich den Stockungen in Handels= und Gewerbe=
betrieben
begegnen. Das geſchieht durch Beleihung von
marktgängigen Waren, wobei natürlich Sicherheitsvor=
kehrungen
nicht zu entbehren ſind. Die Warenpfänder
können aber in den Geſchäftsräumen der Verpfänder
bleiben. Der Beleihung hat die Abſchätzung durch Sach=
verſtändige
vorauszugehen, zu deren Auswahl die Kredit=
ſucher
Vorſchläge machen können. Es empfiehlt ſich der
Regel nach, nur denjenigen Teil des Warenlagers zu
verpfänden, der vorausſichtlich für einige Zeit im laufen=
den
Betrieb entbehrlich iſt, damit nicht allzu häufig ein
Austauſch von einzelnen Beſtandteilen des Warenunter=
pfandes
vorgenommen werden muß. Für den Bereich der=
Provinz Starkenburg, mit Ausnahme weniger Orte,
iſt die Darlehenskaſſe Darmſtadt beſtimmt. Die
Darlehensgewährung iſt alſo nicht etwa auf Darmſtadt be=
ſchränkt
. Auszahlungen ſind jederzeit ohne weiteres
möglich, wie andererſeits bis zur Erreichung der Kredit=
grenze
Zuſatzdarlehen ſtatthaft ſind, ähnlich wie das bei
einem Konto=Korrent=Verhältnis zu geſchehen pflegt.
Die Darlehenskaſſe iſt weiter befugt, Vorſchüſſe gegen
Verpfändung von marktgängigen Wertpapieren ( Obli=
gationen
und Aktien) und Staatsſchuldbuchforderungen
zu geben. Schriftliche und mündliche Auskunft iſt von
der Darlehenskaſſe Darmſtadt (im Geſchäftsraum der
Reichsbank untergebracht) zu erhalten.
O Zuſchriften und Geſuche an das General=
kommando
. Dem ſtellvertretenden General=
kommando
des XVIII. Armeekorps in Frank=
furt
gehen in letzter Zeit derartig viele perſönliche Ge=
ſuche
, Briefe in dienſtlichen und privaten Angelegenheiten,
ſowie Zuſchriften aller Art über patriotiſche Wünſche
und Erfindungen unter Uebergehung der vorgeſchriebenen
und üblichen Zwiſchenbehörden zu, daß es trotz erheb=
licher
Vermehrung des bis zum äußerſten angeſpannten
Perſonals nicht mehr imſtande iſt, dieſe Eingaben ſelbſt zu
beantworten. Derartige an das Generalkommando ge=
langenden
Zuſchriften werden daher fortan ausnahms=

Der Flug der Mörſergeſchoſſe.

* Wenn ein Kampfmittel des deutſchen Heeres ein
ganz beſonderes Recht auf Volkstümlichkeit geltend machen
kann, ſo ſind es, wie der Norddeutſchen Allgemeinen Zei=
tung
geſchrieben wird, die trotz ihrer gewaltigen Größe
verſteckt gebliebenen 42 Zentimeter=Mörſer.
Schon der ihnen beigelegte Ehrenname Brummer be=
weiſt
, wie ſehr dieſe Volkstümlichkeit bereits erreicht iſt.
Man kann ſich nicht wundern, daß ein Schuß, der ein Ge=
wicht
von 8 Zentnern weit über eine deutſche Meile ſicher
zum Ziel ſchleudert, einen Luftdruck verurſacht, der in
weitem Umkreis alles in die Luft bläſt. Auch haben die
Berichte gelehrt, daß das Geſchoß, wenn es den Mörſer
verlaſſen hat, nur durch das Durchſchneiden der Luft ein
ſtarkes Geräuſch verurſacht. Von der Bahn und dem Ver=
halten
eines Mörſergeſchoſſes geben photographiſche Auf=
nahmen
Auskunft, die freilich für unſere großen Mörſer
ſelbſtverſtändlich noch nicht veröffentlicht worden ſind. Die
Photographien zeigen zunächſt das Geſchoß, wie es die
Mündung noch nicht ganz verlaſſen hat. Eine zweite Auf=
nahme
, die einen Augenblick ſpäter erfolgt iſt,ſtellt es von
einem Hof leuchtender Gaſe umgeben dar. Auf den näch=
ſten
Bildern vergrößert ſich dieſer Hof zu einer leuchten=
den
, kugelförmigen Wolke mit einer dunkeln Grundfläche,
die das Geſchütz wie ein Ring umgibt. Auf den weiteren
Photographien wird die Wolke noch größer und verliert
an Regelmäßigkeit, ſo daß ſie mehr einer gewöhnlichen
Dampfwolke gleicht; auch iſt die dunkle Grundfläche nicht
mehr ſichtbar. Auf der folgenden Photographie endlich iſt
die Wolke noch größer, und das Geſchoß, das auf dem
vorigen Bild eben erſt aus der Wolke zum Vorſchein kam,
befindet ſich jetzt ganz genau von dieſer getrennt vor ibr.
Es iſt alſo zu erkennen, wie die Gaſe dem Geſchoß zunächſt
vorauseilen und dann von ihm überholt werden. Die
Aufnahme ſolcher Photographien iſt eine Aufgabe, die

beſondere Sorgfalt erfordert. Es gehört dazu eine elek=
triſche
Vorrichtung, durch die infolge des Rückſtoßes, den
das Geſchütz erhält, die Blende der photographiſchen Kam=
mer
geſchloſſen wird. Die Blende muß auch eine eigen=
artige
Betätigung erhalten und iſt auf die winzige Zeit
von einer fünftauſendſtel Sekunde berechnet. Der elektriſche
Strom wird in den gewünſchten Abſtänden unterbrochen,
um die Aufnahme der Bilder nacheinander zu bewirken.
Die Benutzung eines Kinematographen zu dieſem Zweck
hat bisher verſagt, weil er der ſchnellen Abwickelung des
Vorgangs nicht zu folgen vermag.
Die Münchener Neueſten Nachrichten erzählen über
die Beſchießung von Manonviller mit zwei
42 Zentimeter=Geſchützen, die von Deutſch=
Avricourt aus erfolgte. Eingeſchanzt wurden die zwei in
Deutſch=Avricourt, als unſere Truppen den Krieg end=
gültig
in Feindesland geworfen hatten. Nicht weit von
dem Bahnhof begannen ſie ihr ſchreckliches Feuer, mit
dem ſie das mächtigſte der franzöſiſchen Sperrforts nie=
derringen
wollten und niedergerungen haben, notabene
in einer Entfernung von ein paar deutſchen Meilen haben
ſie geſchoſſen, ſahen alſoihr Zielnicht. Berge lie=
gen
dazwiſchen, aber was man nicht ſieht, kann man be=
rechnen
. Da ſind genaue Karten, aber nicht auf ſie allein
verläßt man ſich. Auch ein Feſſelballon ſteigt in ihrer
Flanke in die Höhe. Die darin ſind, ſehen die Wirkung
drüben, und dann dauert es gar nicht lange, bis der
Treffer haarſcharf ſitzt. Alle zehn Minuten folgen bei
einem Geſchütz die Schüſſe und als die beiden Brüder
nach kurzer Zeit zuſammen zielten, alle fünf Minuten.
Das war ein Konzert. Die in der Nähe waren, hatten
vom Klang allein das Gefühl, als würden ſie umgewor=
fen
. Anderthalben Tag dauerte das Eiſenlied. Im gan=
zen
wurden 120 Schüſſe abgegeben, dann ſchwiegen die
Koloſſe, denn Manonviller war deutſch geworden. Merk=
würdig
war die Richtung dieſer Rohre anzuſchauen, faſt
ſenkrecht. Es ſah aus, als ſchöſſen ſie geradezu in den Him=

mel. An die 20 Sekunden lang war das Pfeifen der ab=
geſchoſſenen
Ladung hörbar, deren höchſte Flugbahn, wenn
die Geſchütze am Fuß des Montblanc aufgeſtellt würden,
bequem über den höchſten Berg Europas reichen würde.
Die Neue Züricher Zeitung bringt aus der Feder eines
Reichstagsabgeordneten, der ſeit nahezu zehn Jahren
einer der Berichterſtatter der Budgetkommiſſion des Reichs=
tages
über den Heeresetat iſt und Generalberichterſtatter
für das geſamte Waffenweſen der Armee war, folgende
Mitteilungen über unſere 42 Zentimeter=Mörſer: Die
Ueberraſchung, daß das deutſche Heer ſolche Mörſer
beſitzt, iſt im Ausland wie im Inland gleich groß, denn
ihre Herſtellung und Beſchaffung geſchah mit der durch die
Sachlage gebotenen abſoluten Geheimhaltung, ſo daß ſelbſt
im Reiche nur wenige Kreiſe darüber unterrichtet waren.
Als die Verſuche abgeſchloſſen waren und die Beſtellung
beginnen konnte, galt es, dies Wunderwerk deutſcher
Kriegstechnik ohne Aufſehen zu beſchaffen. Der General=
ſtab
hatte die dringende Bitte, daß über die ganze An=
gelegenheit
kein Wort in der Kommiſſion berichtet werde;
nicht einmal die anweſenden Offiziere hatten Kenntnis
von dieſem Fortſchritt. Der Wunſch des Generalſtabes
fand glatte Erfüllung. Nun ging es an die Arbeit, eine
große Anzahl von Geſchützen iſt bereits in der Front,
andere in den Arſenalen. Vor ſechs Wochen weilte ich
als Mitglied der Rüſtungskommiſſion in einer Muni=
tionsfabrik
und konnte feſtſtellen, daß jede beliebige An=
zahl
von Geſchoſſen und Hülſen für dieſe Mörſer in kür=
zeſter
Zeit hergeſtellt werden kann, ganz abgeſehen von
den zahlreichen Beſtänden. Auf die Frage, ob dieſe Mör=
ſer
ſich nicht ſchnell abnützen, gab ein ſachkundiges Direk=
tionsmitglied
die beſtimmte Antwort, daß es ſo viel
Feſtungen auf der ganzen Welt nicht gebe, um nur einen
einzigen Mörſer verwendungsunfähig zu machen. Tat=
ſächlich
hat unſere Armee auch zahlreiche Mörſer älteren
Datums, die noch voll gebrauchsfähig ſind.

[ ][  ][ ]

Nummer 245.

Darmſtätder Tagblatt, Sonntag, den 6. September 1914.

Seite 3.

los zunächſt der betreffenden Zwiſchenbehörde erſter
Inſtanz zur Prüfung, und, falls angängig, zur Ent=
ſcheidung
, andernfalls zum Bericht überſandt werden.
Hierdurch entſteht für die betreffenden Briefſchreiber
zweifellos ein erheblicher Zeitverluſt, bevor ſie einen Be=
ſcheid
erhalten können. Da es ſich aber in der über=
wiegenden
Mehrzahl der Fälle um ſolche Angelegen=
heiten
handelt, welche im Wirkungskreis der Zwiſchen=
behörden
liegen und von dieſen vollgültig entſchieden
werden können, ſo liegt es im eigenen Intereſſe der be=
betreffenden
Briefſteller, daß ſie ihre Eingaben an dieſe
Behörden und nicht an das Generalkommando
richten. Ein Gleiches gilt für das perſönliche Anbringen
von Geſuchen. Bezüglich der zahlreichen ohne Namens=
unterſchrift
hier eingehenden Briefe, wird bemerkt, daß
ſie ausnahmslos in den Papierkorb wandern.
Patriotiſches Konzert im Hoftheater. Morgen
Montag beginnt ohne Erhebung einer Vorverkaufsgebühr
die Abgabe der Eintrittskarten zum patriotiſchen Konzert
am Donnerstag, den 10. September. Dabei iſt den An=
gehörigen
der mitwirkenden Vereine, deren Zahl ſich durch
weitere Anmeldung des Frohſinn und der Harmonie‟
auf ſechzehn erhöht hat, gleich den Abonnenten das Vor=
recht
eingeräumt, die von ihnen gewünſchten Eintritts=
karten
bereits am Vormittag bei der Hoftheaterkaſſe ab=
holen
zu können. Der allgemeine Kartenverkauf beginnt
am Nachmittag. Die Vortragsfolge des Konzerts, deſſen
Orcheſternummern Hofrat Ottenheimer dirigiert, während
Hofchordirektor Preuß die Chöre leitet, iſt um eine wei=
tere
Orcheſternummer, den ungariſchen Rakoczy=Marſch,
erweitert worden.
* Kriegsfürſorge. Herr Kaufmann Ad. Karn
hier hat der ſtädtiſchen Verwaltung 1000 Zentner
Kartoffeln für Fürſorgezwecke zur Verfügung ge=
ſtellt
. Für dieſe hochherzige Schenkung hat ihm der
Herr Oberbürgermeiſter den Dank der Stadt aus=
geſprochen
.
Die Verwaltung der Darmſtäder Konſum=
Spar= und Produktions=Genoſſenſchaft,
e. G. m. b. H., hielt es für ſelbſtverſtändliche ſoziale
Pflicht, die Angehörigen ihrer ins Feld gezogenen An=
geſtellten
wirtſchaftlich ſicherzuſtellen und bewilligt dieſen
Familien eine angemeſſene Kriegsunterſtützung,
und zwar für die volle Dauer des Krieges. Auch ſollen
alle Angeſtellten weiter beſchäftigt werden. Wo jedoch
Tauſende Genoſſenſchaftsmitglieder daheim oder im
Felde in der jetzigen ſchweren Zeit große Opfer zu
bringen genötigt ſind, da wollten auch die noch be=
ſchäftigten
Angeſtellten des Konſum=Vereins nicht zurück=
ſtehen
. Alle noch Beſchäftigten leiſteten opferwillig und
freudig Verzicht auf 10% bis 20% ihres Lohnes, um
die Genoſſenſchaft nicht allein mit der Kriegsunter=
ſtützung
zu belaſten.
Von Mitgliedern des Naturheilvereins wurden
zugunſten von Bedürftigen der Stadt Darmſtadt 105 Mk.
geſammelt.
* Herzliche Bitte für das Städtiſche Muſeum. Das
große Bilderbuch zur Geſchichte Darmſtadt, das die ſtädti=
ſchen
Sammlungen (Schloßgraben 9) darſtellen, wird auch
in den jetzigen großen Zeiten an Sonntagen eifrig durch=
geſehen
. In dem zweiten Stock ſind an zwei Wänden
Erinnerungen an das Jahr 1870/71 aufgehängt. Von dem
Bild aus einer Zeitſchrift: Bewirtung durchfahrender
Truppen auf dem Darmſtädter Bahnhof bis zu den präch=
tigen
Volksballaden von dem damals unbekannten Dichter
Wilhelm von Ploennies , an deſſen Schluß,
ganz wie im echten, alten Volksliede, es heißt: Und der
dies Lied geſungen frei, ½ Liegt auf dem Siechen=
bette
: / Viel lieber wär’ er auch dabei, ½ Wo man geſtrit=
ten
hätte, / Und läg im Blut auf kühlem Grund, ½ Ganz
ohne Schmerz mit bleichem Mund. / Es kann doch nie
kein Leiden, ½ Sein Herz von Deutſchland ſcheiden. In
einem anderen Raume werden in der nächſten Zeit nach=
einander
ſämtliche Zündnadeln und andere zeitgemäße
witzige Bilderbogen aufgelegt werden. Alſo auch für
unſere jetzige Zeitlage kann das Muſeum vielfache An=
regungen
geben. Und nun die Bitte! Das Städtiſche
Muſeum hat die Aufgabe, ähnlich wie das Jahr 1870, nur
in noch viel umfaſſenderer Weiſe, auch die hohen Zeiten
1914 in Darmſtadt ſeinen Beſuchern dereinſt vor Augen
zu führen. Dazu muß und hat es aber ſchon jetzt anzu
fangen zu ſammeln. Wir ſind gegenüber von 1870 in
einer weit günſtigeren Lage mit Hilfe der Augenblicks=
photographie
, die erſt gegen Ende der 70er Jahre ſich zu
entwickeln begann. Sicher haben viele Liebhaber Auf=
nahmen
gemacht von Ereigniſſen der letzten Wochen bei
der Mobilmachung, von Truppenüberführungen, von mit
Bildern und Verſen geſchmückten Eiſenbahnwagen, der Be=
wirtung
durchfahrender Truppen, der Abreiſe des Groß=
herzogs
und der hieſigen Regimenter, Kundgebungen auf
den Straßen, Einbringung von Gefangenen u. a. m. Eine
ſolche wichtige Sammlung zuſammen zu bringen, iſt nicht
leicht. Es ergeht deshalb an alle Jünger der ſchwarzen,
jetzt auch ſchon farbigen Kunſt, ſowohl Liebhaber als

auch Berufsphotographen, die herzliche Bitte, dem Städti=
ſchen
Muſeum je einen Abzug ſolcher Bilder gütigſt über=
laſſen
zu wollen. Aber nicht bloß bildliche Darſtellungen,
ſondern auch Druckſachen, Sonderblätter, Gedichte, Rund=
ſchreiben
uſw., die ſich auf den Krieg und Darmſtadt be=
ziehen
, ſind für eine ſolche Sammlung wichtig und uns
willkommen. Sendungen und Anfragen werden an die
Verwaltung (Stadtbibliothekar Noack), Grafenſtraße 30,
1. Stock, erbeten.
* Silberhochzeit. Am Montag, den 7. September
feiern Herr Gießermeiſter Schmidt und Ehefrau das
Feſt der Silbernen Hochzeit.
* Kaufmänuſcher Uuterricht. Man ſchreibt uns
Infolge des Krieges ſind wohl vorübergehend Störungen
im Unterricht verſchiedener Schulen vorgekommen; doch
ſind allmählich regelmäßige Verhältniſſe zurückgekehrt.
Diejenigen Damen und Herren, welche ſich dem kauf=
männiſchen
Beruf zu widmen gedenken, ſeien darauf auf=
merkſam
gemacht, daß ſich erfahrungsgemäß nach einem
Kriege lebhaftere Nachfrage nach gut ausgebildeten kauf=
männiſchen
Kräften einſtellen wird und daß es daher jetzt
an der Zeit iſt, ſich durch Teilnahme an einem kauf=
männiſchen
Kurſus die Befähigung zur Uebernahme einer
kaufmänniſchen Stelle zu erwerben. Die Darmſtädter
Sprach= und Handelsſchule, welche ſeit Jahren
eine große Anzahl Schüler und Schülerinnen mit beſtem
Erfolg ausbildete, eröffnet laut Anzeige in heutiger
Nummer ds. Bl. zu Anfang Oktober neue Kurſe, auf
welche hiermit hingewieſen werden ſoll.
* Eroberte Geſchütze. Als zweite Folge zu den
von der Hofbuchdruckerei Hohmann herausgegebenen
Poſtkarten mit Anſichten der eroberten
Geſchütze unſerer 115er ſind weitere erſchienen: eine
neue Aufnahme vor dem Ludwigsdenkmal und eine ſolche
vom Hof des Artillerie=Depots, auf welcher die
große Anzahl der eroberten Geſchütze und Munitions=
wagen
gut zum Ausdruck kommt. Beide Karten ſeien
zur Anſchaffung beſtens empfohlen.
* Anſichtskarten=Ausſtellung. Die Hofkunſthand=
ung
von H. Sonnthal, Eliſabethenſtraße 28, bringt
zurzeit eine Serie von etwa 150 Anſichtskarten
vom Kriegsſchauplatz zur Ausſtellung. In über=
ſichtlicher
Weiſe ſind die Karten der von unſeren Truppen
bereits ſchon genommenen oder noch belagerten Städte
und Gebiete angeordnet und werden die Karten je nach
den weiteren Erfolgen auf dem Kriegsſchauplatz ergänzt
werden.
* Verwundete in Mainzer Lazaretten. Die folgenden
Verwundeten ſind in den Mainzer Lazaretten unterge=
bracht
. Auskunft über dieſelben wird ausſchließlich er=
teilt
: Im Roten Kreuz Mitternacht Nr. 4 ( Auskunfts=
ſtelle
für Verwundete), vormittags 912 Uhr und nach
nittags 36 Uhr. Die Beſuchszeit in den Lazaretten iſt
nur Mittwochs und Sonntags von 2 bis 5 Uhr. Inf.=Regt
Nr. 117: Musk. d. R. Philipp Müller, 4. Komp. Inf.=Regt.
Nr. 118: Landwehrmann Heinrich Blos, 10. Komp.
Musk. d. L. Albert Hambach, 12. Komp. Musk. d. L.
Adam Meyer, 12. Komp. Sergt. Karl Neff, 12. Komp.
Inf.=Regt. Nr. 116: Reſ. Friedr. Thaler, 9. Komp.

Rotes Kreuz.

(Bureau: Rheinſtraße 36, Fernruf 25. Geöffnet ununter
brochen von 7 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends. Bureau
der Materialien=Abteilung: Altes Palais, Fernruf 20.)
Bei der Krankenbeförderungsabteilung, Rheinſtraße 36,
wird eine Liſte derjenigen Verwundeten geführt, die in
den Darmſtädter Lazaretten untergebracht ſind.
Auskunft wird bei der genannten Stelle in den Stunden
von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends gerne erteilt. Ueber
die in Mainzer Lazaretten untergebrachten Ver=
wundeten
erteilt, nach Zeitungsnachrichten, die dortige
Auskunftsſtelle für Verwundete im Roten Kreuz, Mitter=
nacht
Nr. 4, vormittags von 912 und nachmittags von
36 Uhr bereitwilligſt Auskunft. Im übrigen werden
die Angehörigen und Freunde von Verwundeten darauf
aufmerkſam gemacht, daß über den Verbleib und Aufent=
haltsort
von Kriegsteilnehmern bei dem Zentral=
Nachweisbureau des Kgl. Preuß. Kriegs=
miniſteriums
in Berlin NW 7. Dorotheen=
ſtraße
58/59, angefragt werden kann. Dies hat unter Be=
nutzung
von beſonders vorgedruckten Poſtkarten zu geſche=
hen
, die bei jeder Poſtanſtalt zu haben ſind.
Aus der Reihe weiter eingegangener Gaben erwähnen
wir: Frau M. Heß, Vorſteherin der Garderobe des Großh.
Hoftheaters, hat uns gemeinſam mit ihren Gehilfinnen,
Frl. Arheilger, Frau Heyl, Frau Weſp und Frau Mai,
den Betrag von 30 Mark freundlichſt überwieſen und die
gleiche Summe bis auf weiteres jeden Monat dem Roten
Kreuz in Ausſicht geſtellt. Frau Rudolf Wittich ſen. hat
200 Paar Socken geſammelt und an uns abgeliefert. Die
Herren Profeſſoren Walbe, Wickop und Meißner haben
auf ihr Gehalt als Denkmalpfleger für den Monat Auguſt
zugunſten des Roten Kreuzes freundlichſt verzichtet.

Da wir ſehr viele Bücher und Zeitſchriften als Leſe=
ſtoff
für unſere Kranken und Verwundeten bekommen
haben, bitten wir, bis auf weiteres nichts mehr derglei=
chen
im Alten Palais oder in den Lazaretten abliefern zu
wollen.
In der Nacht vom 3. auf den 4. September, 4 Uhr 55,
kamen auf dem hieſigen Güterbahnhof 108 verwundete
Franzoſen an. Davon wurden nach der üblichen Ver=
pflegung
durch die Empfangsſtelle 23 dem Reſervelaza=
rett
2, 48 dem Reſervelazarett 3 zugeführt, 37 fanden auf
dem Truppenübungsplatz Aufnahme. Da auch dieſer
Transport erſt kurz vor Ankunft des Zuges zur Kenntnis
der Empfangsſtelle kam, ſtand dieſer zur Alarmierung des
Perſonals nur ſehr wenig Zeit zur Verfügung. Es mußte
daher die Notgruppe einberufen werden.

Darmſtädter Wochenmarkt.
Marktpreiſe am 5. September 1914

Butter, ½ kg 1,401,50 M.
in Part. ½ kg 1,30-1,35 M.
Eier, Stück . . 1012 Pf.
Schmierkäſe, ½ Lit. 20 Pf.
Handkäſe, Stück 412 Pf
Kartoffeln, Ztr. bis 4 M.
Kumpf
(10 Liter) 6065 Pf.
kg bis 5 Pf.
Mäuschen,
10 Pf.
½ kg
Obſt u. dergl.:
Birnen, ½ kg . 815 Pf
Aepfel, ½ kg . 412 Pf.
Schwämme, ½ kg 18-20 Pf
Zitronen, Stück . . 5 Pf.
Reineclauden, ½ kg 10 Pf
Brombeeren, Schoppen
10 Pf.
Pflaumen, ½ kg 45 Pf
Zwetſchen, ½ kg 47 Pf.
Mirabellen, ½ kg . 10 Pf
Salat, Gemüſe uſw.:
Kopfſalat, Stück 36 Pf
Endivien, Stück . 56 Pf
Bohnen, ½ kg 615 P
Gelbe Bohnen, ½ kg10-12 Pf
Radieschen, Bündel 23 Pf.
Rettiche, Stück . 35 Pf.
Meerrettich, Stück 2025 Pf.
Roterüben, Bündel 56 Pf.
Zwiebeln, ½ kg 810 Pf.
Tomaten ½ kg . . 10 Pf.
Spinat, ½ kg 1015 Pf.
Weißkraut, Stück 1012 Pf
Rotkraut, Stück 1220 Pf.

Blumenkohl
540 Pf.
Wirſing, Stück . 48 Pf.
Römiſch=Kohl, Bünd. 2-3 Pf.
Erbſen, ½ kg . 2025 Pf.
Kohlrabi, Stück 34 Pf.
Gelberüben, ½ kg 45 Pf.
Bündel 3 Pf.
Sellerie, ½ kg 510 Pf.
Gurken, Stück . 320 Pf.
das Hundert
0,801,20 Mk.
Senfgurken, Stück 810 Pf.
Geflügel, Wildbret:
Gänſe, ½ kg . . 1,00 M.
Enten, Stück 3,004,00 M.
Hahnen, Stück 1,002,50 M.
Hühner, 1,502,50 M.
Tauben, Stück
0,60 M.
Fiſche:
Aal, ½ kg
1 M.
Andere Rheinfiſche,
½ kg
.. 4060 Pf:
In den Fleiſchſtänden.
Kalbfleiſch ½ kg . 86 Pf.
Rindfleiſch, ½ kg . 70 Pf.
Hackfleiſch, ½ kg . 80 Pf.
Rindsfett ½ kg
60 Pf.
Rindswürſtchen, Stück 15 Pf.
Schweinefleiſch mit
Beilage, ½ kg 86 Pf.
ohne Beilage 96 Pf.
Geſalzenes und Koteletts,
. 86 Pf.
½ kg .
Schwartemagen und
Fleiſchwurſt, ½ kg 80 Pf.
Leber= und Blutwurſt,
½ kg .
. 70 Pf.

Pfungſtadt, 5. Sept. (Kriegsfürſorge.) Dem
von der hieſigen Hilfsaktion zur Linderung der Kriegs=
not
ergangenen Aufruf wurde willig entſprochen. In
erſter Linie werden die bedürftigen Familien von Kriegs=
teilnehmern
unterſtützt. Um die durch die Arbeitsloſigkeit
verurſachte Not zu ſteuern, wird eine Volksküche errichtet,
die vorerſt mit der Wanderhaushaltungsſchule verbunden
wird. Der Opferſinn der Bürgerſchaft hat ſich auch da=
durch
betätigt, daß man eine größere Menge Obſt, Eier
uſw. für die in den Darmſtädter Lazaretten liegenden Ver=
wundeten
ſpendete. Dieſer Tage hat der Chefarzt des
Reſervelazaretts 1 in einem Schreiben an die hieſige Bür=
germeiſterei
der Bürgerſchaft von Pfungſtadt verbindlich=
ſten
Dank für die überlieferten Liebesgaben ausgeſprochen.
-h- Von der Bergſtraße, 4. Sept. ( Weinbergs=
ſchluß
.) Von nächſten Mittwoch, den 9. ds. Mts. ab,
werden die Weinberge von Bensheim, Auerbach und
Zwingenberg, den drei Hauptweinbauplätzen der unteren
Bergſtraße, geſchloſſen. Nur Dienstags und Frei=
tags
iſt der Zutritt geſtattet, auch für die Beſitzer. Die
Trauben ſind ganz vorzüglich ausgereift und der Behang
der Reben iſt im allgemeinen ein recht befriedigender.
Die Winzer befürchten aber, daß der Moſt infolge des
Krieges nicht an den Preis gelange. Hoffentlich be=
ſtätigt
ſich dies nicht. (Die Grummeternte) iſt
im Gange und fällt ganz vorzüglich aus. Die Land=
wirte
fahren faſt alle mit Rindvieh, da die Pferde zum
Teil von der Militärbehörde aufgekauft werden.
Worms, 5. Sept. (Einen kühnen Streich) hat
ein Musketier der 118er verübt, der von ſeinem Stabs=
rzt
einige Ruhetage verordnet bekommen hatte. Dieſe
Ruhezeit benutzte er dazu, um in einem verlaſſenen
Schloſſe, das zur Einquartierung diente, ein dort von der
geflohenen Herrſchaft zurückgelaſſenes Auto zu nehmen
und damit eine Erholungsreiſe nach Worms anzutreten.

Feuilleton.

* Die Kriegsbaracke des Kaiſers. Die Prunkzelte der
Feldherren von ehedem würden den heutigen Anforderun=
gen
an raſche Ortsveränderung nicht mehr genügen. Man
baut jetzt für die oberſten Befehlsſtellen feſte hölzerne Ba=
racken
. So hat auch unſer Kaiſer einige Holzhäuschen für
Manöver und Krieg. Es ſind Bauten von 60 Geviertmeter
Grundfläche, die Wände luftdicht aneinanderſchließend:
der Fußboden aus Eichenholz. Jedes Haus beſteht, der
Holzwelt zufolge, aus zwei Zimmern, und iſt mit Korb=
möbeln
ausgeſtattet. Die Häuſer können in ſehr kurzer
Zeit auf= und abgebaut werden, und ſie werden auf einigen
Wagen nachgeführt. Eine Küche iſt in dieſen Häuſern nicht
untergebracht; es folgt mit dem Gepäck ein Küchenauto=
mobil
des Kaiſers, das mit allen Vorrichtungen zur Her=
ſtellung
einfacher Speiſen verſehen iſt. Mit dem Küchen=
auto
werden auch die Beſtandteile eines Zeltes, in dem
für 12 Perſonen gedeckt werden kann, mitgeführt. Das
Zelt iſt 6 Meter lang und 4 Meter breit. Da auch Vor=
räte
und Geräte mitgeführt werden müſſen, ſo iſt die
Raum= und Gewichtsausnützung in dieſen transportablen
Bauten ganz außerordentlich geſchickt bewerkſtelligt.
* Deutſche Films. In einer im Kaiſerkeller in Berlin
tattgehabten Verſammlung der geſamten deutſchen Film=
branche
, in der die Mehrzahl der Berliner Kinotheater,
ſowie faſt alle Filmverleiher und zahlreiche Fabrikanten
vertreten waren, wurde einſtimmig folgende Entſchlie=
ßung
gefaßt: Der deutſche Filmbund fordert die deut=
ſchen
Theaterbeſitzer auf, in Zukunft keine Films franzöſi
ſchen, engliſchen und japaneſiſchen Urſprungs mehr zu
ſpielen. Das deutſche Publikum will keine derartigen
ausländiſchen Films mehr ſehen und meidet alle Theater
die unſeren gerechten nationalen Forderungen entgegen=
ſtehen
. Wir fordern die deutſchen Fabrikanten auf, für
kleine deutſche Films für das Beiprogramm zu ſorgen, da=
mit
die genannten ausländiſchen Fabrikate gänzlich aus

geſchaltet werden. Wir erſuchen die deutſchen Theater=
beſitzer
, uns alle Theater namhaft zu machen, die trotz
unſeres Aufrufes weiter Films unſerer Feinde ſpielen
damit wir die Oeffentlichkeit in der Tagespreſſe darau
aufmerkſam machen können. Wir ſchützen die Theater=
beſitzer
, die rein deutſche oder neutrale Programme ſpielen,
durch ein vom deutſchen Filmbund herausgegebenes natio=
nales
Bundesplakat zum Aushang vor dem Theater. Nur
wenn alle deutſchen Theaterbeſitzer ihre Theater reinhalten
von derartigen ausländiſchen Filmfabrikaten, und wenn
die geſamte Branche zuſammenhält, wird es möglich ſein,
alle Fremdkörper am geſunden deutſchen Stamm auszu=
ſchalten
.
* Ein Reiterſtücklein des Prinzen Friedrich Karl von
Preußen. Ein verwegenes Reiterſtücklein hat, wie erſt
jetzt bekannt wird, Prinz Friedrich Karl von
Preußen, ein Sohn des Prinzen Friedrich Leopold
und Enkel des deutſchen Heerführers von 1870/71, voll=
bracht
. Er iſt es nämlich geweſen, der als erſter deutſcher
Offizier mit einer Patrouille von drei Mann in das noch
nicht eroberte Lüttich hineinſprengte. In der Linken
die Piſtole, in der Rechten den Säbel, ſo ritt die kleine
Schar in die Feſtung, und es gelang ihr auch, in geſtrecktem
Galopp eine franzöſiſche Offizierspatrouille von zwanzig
Mann gefangen zu nehmen und in das deutſche Lager als
erſte Siegesbeute heimzubringen. In einem Brief an ſeine
Mutter hat der Prinz dieſe erſte Schlachten=Epiſode, die
gleichzeitig ſeine Feuertaufe war, geſchildert.
* Eine Gipfelleiſtung unſerer Eiſenbahn. Bei der
Beförderung unſerer Truppen an den Kriegsſchauplatz
durchliefen in einer Nacht im Zeitraum von acht Stunden
64 Militärzüge nach derſelben Richtung hin die Eiſen=
bahnſtation
einer mittelgroßen Stadt, alſo alle ſiebenein=
halb
Minuten ein Zug, ohne daß auch nur die geringſte
Stockung eingetreten wäre. Das iſt eine Leiſtung, die
uns nach fachmänniſchem Urteil kein Land der Erde nach=
macht
.

* Die längſten Beine. Man ſchreibt der Tägl. Rund=
ſchau
: Die Schlacht bei Saint Quentin, in der die Eng=
länder
auf den erſten Anhieb vollſtändig geſchlagen wur=
den
, verlief nicht ganz ſo, wie ſie von unſerer Seite geplant
war. Unſere Heeresleitung ſtand nämlich ganz auf dem
Bismarckſchen Standpunkt, daß wir Deutſchen ein eng=
liſches
Söldnerheer, wenn es die Dreiſtigkeit hat, auf dem
Feſtlande gegen uns aufzutreten, unter allen Umſtänden
arretieren ſollten. Um ſie prompt einzufangen, hatte
der General v. Kluck, einer der fähigſten Heerführer unſerer
Zeit, auch alles trefflich vorbereitet. Er hielt auf ſeinem
rechten Flügel einen ſtarken Truppenverband geſtaffelt in
Reſerve, der die Engländer, ſobald ſie im Feuer waren, in
der Flanke umfaſſen und einkreiſen ſollte; außerdem hatte
er noch auf dem äußerſten rechten Flügel ſtarke Kavallerie=
maſſen
bereit, die die Umarmung vollenden, die lieben
Vettern von hinten faſſen und ganz an unſere Bruſt drük=
ken
ſollten. Der ausgezeichnete Plan wäre auch unter allen
Umſtänden geglückt, wenn die Engländer nur ein Weil=
chen
ſtandgehalten hätten. Aber wider alle menſchliche
Berechnung nahmen ſie ſchon nach dem erſten Anprall mit
einer Heftigkeit Reißaus, die als Sportleiſtung
höchſte Bewunderung verdient. Als Maſſenrekord im
Schnellauf ſteht die engliſche Flucht bei Saint Quentin
einzig da. Niemals hat man ein Heer mit ſo verblüffender
Geſchwindigkeit ſich entfernen ſehen. Die Engländer
hatten die weitaus längeren Beine, und die
Energie, mit der ſie von dieſem Vorzug Gebrauch machten,
ſpottet jeder Beſchreibung. Selbſt unſere Kavallerie auf
der rechten Flanke hatte Mühe, in ſchärfſter Gangart den
davon wirbelnden Langbeinen wenigſtens ſo weit an die
Hacken zu kommen, daß ſie ſie von ihrer Rückzugslinie
nach dem Meer abdrängten. Nur ſo verſteht man die
Bedeutung des Asquithſchen Wortes ganz, das er mit
ſtolzer Freude vor dem Parlament ſprach: Es gelang
unſerem Heer, ſich vom Feinde zu löſen

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 6. September 1914.

Nummer 245.

Der Wackere iſt geſtern hier eingetroffen, hat an Familien=
angehörige
mehrerer im Felde ſtehender Wormſer Grüße
beſtellt und das von ihm eroberte Auto mit Zigarren,
Tabak, Schokolade und anderen Liebesgaben ſchwer be=
packt
, um die Abreiſe über Aachen wieder anzutreten.

Stimmen aus dem Publikum.

Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
ſeinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Die Schulordnung für die höheren
Lehranſtalten im Großherzogtum Heſſen, heraus=
gegeben
vom Großherzoglichen Miniſterium des Innern
(Abteilung für Schulangelegenheiten) in Darmſtadt vom
12. September 1899, beſagt im § 3 Abſ. 5 wörtlich: Wo
Juliferien ſtattfinden, ſind diejenigen Schüler, welche zu
Beginn oder im Laufe dieſer Ferien austreten, nur
bis zum 30. Juni ſchulgeldpflichtig. Demzufolge
haben diejenigen Schüler, die aus Anlaß des Krie=
ges
während der Sommerferien die Schule verlaſſen ha=
ben
, das Schulgeld für das 3. Kalender=Vierteljahr
1914 (fällig im Auguſt) nicht mehr zu entrichten, oder das
für dieſes Kalendervierteljahr bereits gezahlte Schulgeld
wäre zurückzuzahlen. Die dahin abzielenden Geſuche
ſind wider Erwarten wie folgt beantwortet wor=
den
und mußten die Eltern auch noch der Poſt 5 Pfg. für
die Beförderung der Umdruckſchreiben bezahlen, weil
dieſelben als portopflichtige Dienſtſache abgeſandt wur=
den
: Wir teilen Ihnen ergebenſt mit, daß nach Verf.
Gr. Min. d. J. I z. Nr. 10 958 v. 28. 8. 14 für die Schüler,
die in den Sommerferien nach beſtandener Notprüfung
oder mit dem Zeugnis für Primareife oder für Reife
f. d. einj. Militärdienſt ausgetreten ſind, ſowie für die
beurlaubten Schüler das Schulgeld für Juli, Auguſt und
September I. J. zu zahlen iſt.
Es will uns dieſe miniſterielle Entſcheidung als eine
beſondere Härte erſcheinen, zumal die Eltern dieſer aus=
getretenen
Schüler doch weſentliche Ausgaben für notwen=
dige
Beſchaffungen für den Dienſt im Felde gehabt haben
und noch weiterhin haben, und die jungen Leute ledig=
lich
deshalb nur, um dem Vaterlande zu dienen, die
Schule verlaſſen mußten. Warum ſollen dieſe Schüler, die
doch das Zeugnis nur deshalb erhalten haben, weil ſie
beim Militär eintreten, ſchlechter behandelt werden, als
diejenigen Schüler, die in Friedenszeiten freiwillig die
Schule verlaſſen?
H. u. K.

Uneinigkeit im engliſchen Unterhaufe.

* London, 5. Sept. Im Unterhauſe entſtand
eine heftige Szene wegen der Homerule=Frage.
Asquith ſprach in verſöhnlichem Sinne und beantragte
die Vertagung des Hauſes bis zum 9. September.
Er erneuerte die Verſicherung, daß keine Partei aus der
Vertagung des innerpolitiſchen Streites Vorteil ziehen
oder dadurch einen Nachteil erleiden ſolle. Der Entſchluß
der Regierung, die Homerule=Bill und die Waliſiſche Kir=
chenbill
rechtskräftig zu machen, ſei unverändert. Da aber
eine iriſche Zuſatzbill eingebracht ſei, wäre es unbillig,
das Parlament zu vertagen, gleich als ob die Zuſatzbill
nicht vorgelegt wäre. Die Regierung hoffe, in der näch=
ſten
Sitzung Vorſchläge machen zu können, welche allge=
meine
, wenn nicht vollſtändige Billigung fänden. Bo=
nar
Law unterſtützte den Antrag und ſprach die Hoff=
nung
aus, daß ein Streit vermieden würde. Die Nation
würde denen, die den Waffenſtillſtand brächen, nicht leicht
pergeben. Redmond forderte energiſch, daß die Ho=
merule
=Bill Geſetz würde, was auch immer aus der Zuſatz=
bill
würde. Balfour erwiderte heftig, es ſei unmög=
lich
, die iriſche Frage ohne tiefe Bitterkeit zu erörtern;
es folle daher nicht verſucht werden. Dieſe Rede erweckte
große Erbitterung bei den Iren und Radikalen,
deren zornige Zwiſchenrufe das Echo bei den Unioniſten
hervorriefen. Dies war eine äußerſt peinliche
Szene. Seit langem hatte keine Rede Balfours einen
ſolchen Ausbruch von Feindſeligkeit erregt. Als Balfour
das Haus verließ, während Sir Joſeph Walton ſprach,
brachen die Radikalen in lauten Beifall aus, als ob ſie
ſich freuten, von ſeiner Gegenwart befreit zu ſein. Bal=
four
war ſichtlich von dem Sturm der Leidenſchaft über=
raſcht
, den ſeine Rede entfacht hatte Premierminiſter
Asquith legte ſich ins Mittel und beruhigte das Haus
durch die feierliche perſönliche Bitte, dieſe ſo gefährliche
Erörterung fallen zu laſſen. Er ſchloß mit den Worten:
Laßt uns einig bleiben, ſolange wir können!
Daily Telegraph ſchreibt hierzu: Asquith rettete die
Situgtion. Aber es war ein beklagenswerter Rück=
fall
in die Parteiſucht und mußte ſo manchen
Augenzeugen zittern machen. Eine zweite ſolche Epiſode
wäre ebenſo beklagenswert wie eine verlorene
Schlacht. Die Nation ſolle darauf beſtehen, daß vor
dem Zuſammentritt des Hauſes am 9. September der iri=
ſche
Ausgleich Tatſache wäre.

Aus Albanien.

Eine Proklamation des Fürſten.
* Rom, 5. Sept. Samy Bey Vrioni, der Hofmar=
ſchall
des Prinzen zu Wied, telegraphierte an die
Agenzia Stefani folgende Proklamation des Prin=
zen
an das albaniſche Volk: Albaneſen! Als
Euere Abgeſandten kamen, um mir die Krone Albaniens
anzubieten, folgte ich mit Vertrauen dem Appell eines
edlen, ritterlichen Volkes, das mich bat, ihm bei dem
Werke ſeiner Wiedergeburt behilflich zu ſein. Ich bin zu
Euch gekommen mit dem brennenden Wunſch, Euch bei
dieſer patriotiſchen Aufgabe behilflich zu ſein. Ihr habt
geſehen, daß ich mich von Anfang an mit all meiner Kraft
der Reorganiſation des Landes gewidmet habe mit dem
Wunſche, Euch eine gute Verwaltung und Recht für alle
zu geben. Nun haben unglückliche Ereigniſſe unſer ge=
meinſames
Werk verhindert. Einige von der Leidenſchaft
verblendete Geiſter haben den Wert der Reformen nicht
begreifen und der ſich entwickelnden Regierung kein Ver=
trauen
ſchenken wollen, und der Krieg, der in Europa aus=
gebrochen
iſt, geſtaltete unſere Lage noch komplizierter.
Ich dachte alſo, um das Werk nicht unvollendet zu laſſen,
dem ich meine Kräfte und mein Leben gewidmet habe,
werde es nützlich ſein, daß ich mich einige Zeit nach dem
Weſten begebe. Aber wiſſet, daß ich fern wie nah nur
den einen Gedanken haben werde, zu arbeiten für die
Wohlfahrt unſeres edlen und ritterlichen albaneſiſchen
Vaterlandes. Während meiner Abweſenheit wird die
von Europa, das unſer Vaterland geſchaffen, eingeſetzte
internationale Kontrollkommiſſion die Regierung über=
nehmen
.
* Durazzo, 4. Sept. Die Agenzia Stefani meldet:
Die Aufſtändiſchen ſandten an die Kontrollkommiſ=
ſion
und die Stadtbehörden eine Proklamation, in
der ſie erklären, daß nach der Abreiſe des Fürſten ein
Grund für das Beſtehen der Kontrollkommiſſion fehle,
und ferner einen proviſoriſchen Gouverneur in der Perſon

Sueinanagas bezeichnen bis zum Eintreffen Muſtaphas,
der jetzt in Valona ſei. Die Aufſtändiſchen erklären, gegen
die Geſandten und fremden Staatsangehörigen gebüh=
rende
Rückſicht üben zu wollen und die Sicherheit der
Bürger und des Eigentums zu gewährleiſten. Sie for=
dern
, daß 200 Einwohner von Durazzo am Samstag
ihnen entgegengehen ſollen, wenn ſie in die Stadt ein=
ziehen
werden. Die Einwohner ſollen ſich bis zur
Brücke über die Lagune begeben, dort die Waffen= und
Munitionsvorräte niederlegen und ſich unterwerfen. Einige
Aufſtändiſche kamen bis zur Brücke herab, wo ſie im Laufe
des Tages mit einigen Einwohnern der Stadt, die ſich
dorthin begaben, eine Unterredung hatten. Die Stadt iſt
ruhig, die Kontrollkommiſſion verſieht den Polizeidienſt.
* Ancona, 4. Sept. Der Prinz zu Wied iſt
an Bord der Miſurata hier eingetroffen und nach Vene=
dig
weitergreiſt.
* Venedig, 5. Sept. Der Fürſt=u Wied iſt
an Bord des italieniſchen Schlachtſchiffes Miſurata hier
eingetroffen.

Vermiſchtes.

Zeitungen her für unſere Verwunde=
ten!
Die erſten deutſchen Verwundeten ſind in den ver=
ſchiedenen
Städten unſeres Vaterlandes eingetroffen und
den öffentlichen und privaten Lazaretten zugeführt.
Treueſte ärztliche Hilfe, liebevollſte Pflege umgibt ſie. Aber
unſere wackeren Krieger haben über alle leibliche Fürſorge
hinaus noch einen anderen heißen Wunſch: ſie wollen ſo
ſchnell und ausführlich wie möglich wiſſen, wie es weiter
um die großen Dinge auf dem Kriegsſchauplatz und um
die Kameraden draußen ſteht. Das iſt wie ein innerer,
brennender Durſt. Den gilt’s zu ſtillen! Darum her mit
den Zeitungen aus den Häuſern, ſobald ſie dort geleſen,
und in die Lazarette geſchickt. Noch beſſer: einige Zei=
tungsabonnements
für jedes Lazarett geſtiftet! Dann flie=
gen
die neueſten Nachrichten ungeſäumt in die ſtillen
Krankenſtuben zu den erwartungsvollen Leidenden. Und,
im Vertrauen geſagt: auch jedes Zeitungsunternehmen iſt
dankbar für jeden Abonnenten mehr in dieſer ernſten Zeit.
Denn wer da meinen ſollte, daß für ſie jetzt goldene Tage‟
angebrochen ſeien, der ſcheint ganz zu vergeſſen, welch
außerordentliche Einbuße ſie andauernd durch den Wegfall
der meiſten Inſerate erleiden. Darum: Ihr gebt doppelt,
wenn ihr unſeren Ratſchlag befolgt!
Eine deutſche Kriegsmarke. Der Ver=
ein
für das Deutſchtum im Ausland gibt
bekannt: Ein glücklicher Gedanke von ſeltener Volkstüm=
lichkeit
iſt es, daß der Verein für das Deutſchtum im Aus=
lande
eine deutſche Kriegsmarke herſtellen läßt,
die ſchon in allernächſter Zeit in Millionen von Stücken
verbreitet werden ſoll. Es handelt ſich um eine künſtle=
riſche
Marke nach Art der Wohlfahrtszeichen und der von
den nationalen Schutzvereinen, insbeſondere dem genann=
ten
Vereine ſelbſt, herausgegebenen Wehrſchatzmarken, die
eine Selbſtbeſteuerung für vaterländiſche Zwecke darſtel=
len
. Franz Staſſen hat dem Verein für dieſe Kriegsmarke
bereits einen prächtigen Entwurf von packender Kraft
gewidmet. Der Erlös der Marke iſt für die Hinterblie=
benen
unſerer Krieger beſtimmt. Bei der Geringfügigkeit
der Herſtellungskoſten wird der Verkaufspreis von 5 Pfg.
für das Stück erhebliche Summen für dieſen edlen vater=
ländiſchen
Zweck ergeben, wenn der ſchöne Gedanke mit
derſelben Begeiſterung und Opferfreudigkeit vom deut=
ſchen
Volk aufgenommen wird, aus der er geboren ward.
Der Verkauf wird über das ganze Reich hin in umfaſſend=
ſter
Weiſe organiſiert werden. Schon jetzt werden alle
deutſchen Vereine, ſowie die Geſchäftsinhaber, zumal Buch=
und Papierhändler, Zigarrenhändler, Apotheker und Dro=
genhändler
, die den Vertrieb der Markenbogen im Dienſte
des Vaterlandes übernehmen wollen, gebeten, ſich bei der
Vertriebsabteilung des Vereins für das Deutſchtum im
Ausland, Berlin W 62, Kurfürſtenſtraße 105, vormerken
zu laſſen. Kein Feldpoſtbrief, keine Soldatenkarte ſollte
ohne die Kriegsmarke des deutſchen Volkes zu unſeren
tapferen Heeren hinausgehen.

Literariſches.

Wie erfährt der Feldſoldat Kriegs=
nachrichten
? Wer vor 44 Jahren im Felde geſtanden
hat, weiß, wie bitter ſchmerzlich im deutſchen Heere der
Mangel an fortlaufenden, zuſammenfaſſenden und ſiche=
ren
Nachrichten über die Vorgänge und den Stand der
Dinge auf den verſchiedenen Kriegsſchauplätzen und da=
heim
empfunden wurde. Die Erinnerung an dieſe Ver=
hältniſſe
hat beim Ausbruch des gegenwärtigen Krieges
den Gedanken zur Herausgabe einer neuen Zeitſchrift,
der Feldpoſt, Wöchentliches Nachrichtenblatt für die
Feldtruppe, gegeben, deren erſte Nummer uns vorliegt
(Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. Gr.). Dieſe
Zeitſchrift kommt den Bedürfniſſen der Feldtruppe tat=
ſächlich
recht geſchickt entgegen. Der Soldat hat keine
Zeit, um täglich lange Berichte zu leſen, und es kam des=
halb
darauf an, ihm eine Wochenſichtung des wirklich
Wichtigen zu bieten; das tut die Feldpoſt, indem ſie all=
wöchentlich
eine nach den verſchiedenen Kriegsſchauplätzen
geordnete Sammlung aller amtlichen Nachrichten bringt,
den Leſer alſo mit einem Schlage aufs Laufende bringt.
Jede Poſtanſtalt nimmt Beſtellungen entgegen. Der Ver=
lag
Gerhard Stalling in Oldenburg i. Gr. übernimmt
auch den wöchentlichen Verſand ins Feld (für Aug.=Sept.
inkl. Abonnement 80 Pf., für Oktober=Dezember inkl.
Abonnement 1,25 Mark).

Letzte Nachrichten.

Die Kriegsunterſtützungen.
* Berlin 5. Sept. (W. T. B. Amtlich.) Die auf
Grund des Reichsgeſetzes vom 28. Februar 1888 und 14.
Auguſt 1914 zuſtehenden Unterſtützungen für die
Familien der in den Kriegsdienſt eingetretenen Mann=
ſchaften
, haben nicht wie vielfach angenommen wird,
den Charakter von Armenunterſtützungen,
ſondern ſind Zahlungen, die Unbemittelten geſetzlich
zu gewähren ſind. Die gewährte Unterſtützung be=
trägt
für die Ehefrau für jeden Sommermonat bis ein=
ſchließlich
Oktober mindeſtens 9 Mark, in den Monaten
Noveiber bis April 12 Mark, für jede übrige Perſon
Kinder uſw. mindeſtens 6 Mark. Die Unterſtützungen
werden halbmonatlich im voraus gezahlt. Der Unter=
ſtützungsantrag
iſt von den Empfangsberechtigten bei den
Gemeindebehörden, in den Städten bei den Bürgermei=
ſtereien
zu ſtellen, wo ihnen auch jede weitere Auskunft
erteilt wird. Dem Antrag iſt der Ausweis über frag=
liche
Unterſtützungsangelegenheiten, welcher ſich in den
Kriegsbeorderungen befindet und nach Abſtempelung
durch den Truppenteil uſw. dem Empfangsberechtigten
durch den Einberufenen zugeht., beizufügen. Die Ange=
hörigen
können ſich auch an das zuſtändige Bezirkskom=

mando um Ausſtellung von Beſcheinigungen über den er=
folgten
Dienſteintritt wenden.

Die deutſche Poſtverwaltung in Belglen.

* Berlin, 5. Sept. (W. T. B. Amtlich.) Beim Kai=
ſerlich
deutſchen Generalgouvernement in Belgien wird
in den nächſten Tagen eine der deutſchen Reichspoſtver=
waltung
unterſtellte Poſt= und Telegraphenver=
waltung
eingerichtet werden. Mit der Leitung der
Verwaltung wurde der Poſtdirektor Geh. Oberpoſtrat
Ronge in Erfurt beauftragt, dem die Poſträte Fleiſcher
und Schüller ſowie das erforderliche Bureauperſonal zu=
gewieſen
ſind. Die bayeriſche und württembergiſche Poſt=
verwaltungen
ſind erſucht worden, auch ihrerſeits Be=
amte
für die Poſtverwaltung in Belgien zu entſenden.

Verbrannte Feldpoſtiendungen.

* Berlin, 5. Sept. (W. T. B. Amtlich.) Am 1. Sep=
tember
iſt in Frankreich ein Laſtautomobil mit zahlreichen
Poſtſäcken der Feldpoſt für die erſte und zweite Garde=
Infanterie=Diviſion und die 19. und 20. Infanterie= Di=
viſion
aus bisher nicht aufgeklärter Urſache in Brand
geraten und mit der ganzen Poſt vollſtändig ver=
brannt
. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß das Feuer
durch Selbſtentzündung von Zündhölzchen entſtanden iſt,
deren Verpacken in Feldpoſtſendungen verboten iſt. An=
läßlich
dieſes Vorkommniſſes wird darauf aufmerkſam
gemacht, daß Zündhölzer, ſowie überhaupt alles, was ir=
gendwie
ſich durch Reibung oder Druck ſelbſtentzünden
kann, nicht verſandt werden darf.

Schandtaten der Ruſſen in Oſtpreußen.

* Berlin, 5. Sept. (W. T. B. Amtlich.) Bei
ihrem Eindringen in einen Teil von Oſtpreußen haben die
Ruſſen zahlloſe Schandtaten und Grauſamkei=
ten
begangen. Von der überaus großen Menge der
darüber vorliegenden Nachrichten teilen wir jetzt einige
Fälle mit, die durch amtliche Ermittelungen bereits zu=
verläſſig
feſtgeſtellt ſind. Eine Anzahl Landräte ſind feſt=
genommen
und nach Rußland geführt worden. Der
Landrat von Goldap ſei gezwungen worden, Vieh, das
die Ruſſen aus ſeinem Kreiſe zuſammengeholt hatten,
nach Rußland zu treiben. Von vielen Gendarmen der
Grenzgebiete fehlt jede Spur. Feſt ſteht, daß der Gen=
darm
von Pillkallen erſtochen worden iſt, der Gen=
darm
von Bilderweitſchen wurde gefangen genommen.
Man hat geſehen, wie er, auf eine Protze gefeſſelt, durch
Eydtkuhnen gefahren wurde. Dann iſt er erſtochen wor=
den
. Die Leiche fand man auf dem Marktplatz von Kir=
baty
. Die Ruſſen haben die Pfarrer von Kukowen (Kreis
Marggrabowa) und von Szittkehmen (Kreis Goldap)
zwingen wollen, die Stellung unſerer Truppen zu ver=
raten
. Als ſie ſich weigerten, erhielten ſie einen Schuß in
den Mund. Einer iſt tot, der andere wurde ſchwer ver=
wundet
, ohne Hoffnung auf Geneſung, in das Hoſpital
nach Goldap gebracht. In einem Dorfe des Kreiſes
Pillkallen wurden Frauen und Kinder zuſammen in ein
Gehöft getrieben, das Hoftor geſchloſſen und das Gehöft
in Brand geſetzt. Erſt als die Eingeſchloſſenen in höch=
ſter
Not und dem Verbrennen nahe waren, wurde das
Tor geöffnet und die geängſtigten Leute herausgelaſſen.
Auf dem Gutshof von Szittkehmen wurde der Gutsbe=
ſitzer
erſchlagen und die Witwe genötigt, den Ruſſen
Speiſe und Getränke zu bringen. Als alles aufgezehrt,
zündeten die Ruſſen das Gehöft an.
Unter der unwahren Behauptung, daß aus den Häu=
ſern
geſchoſſen wurde, wurden die Dörfer niedergemacht.
Im Kreis Pillkallen wurden unter der gleichen falſchen
Behauptung 10 Perſonen niedergemacht. In dem Dorf
Radzen haben die ruſſiſchen Soldaten ein Haus angezün=
det
, wodurch das ganze Dorf in Flammen aufging. In
einem Kreiſe wurde feſtgeſtellt, daß zwei Männer und
acht Frauen getötet und drei Männer verwundet wurden.
Aehnliche Vorfälle ereigneten ſich in zahlreichen Grenz=
orten
. Zuerſt nahmen ſich die Ruſſen, anſcheinend auf
beſondere Weiſung, die Domänen vor, als königliches
Eigentum, die mit allen Vorräten niedergebrannt wur=
den
. Bis zum 15. Auguſt waren im Gumbinner Bezirk
ſechs Domänen, im Pillkallener Kreiſe allein 15 Dörfer
und Güter niedergebrannt.
Nach den vorliegenden Schilderungen gingen die
ruſſiſchen Mordbrenner ganz ſyſtematiſch vor. Mit
Zündmaterial ausgerüſtete Brandkommandos brachten
mit Petroleum getränkte Schwämme in den Häuſern
an und forderten die Bewohner auf, die Dörfer zu ver=
laſſen
. Manche Kommandos ließen die Gebäude und
Wohnhäuſer ſtehen und beſchränkten ſich in vielen Fällen
auf die Scheunen. Einzelne Trupps Gardetruppen haben
im großen und ganzen die Grundſätze des Völkerrechts
beobachtet. Teilweiſe haben die Führer Pfarrer und
Gutsbeſitzer vor ihren eigenen, ſpäter eintreffenden Kame=
raden
gewarnt.

Wie die Franzoſen im Elſaß hauſten.

* Straßburg, 5. Sept. (W.T. B. Nichtamtlich.)
In einem Bericht des Elſäſſer aus dem vorderen Weiler=
tal
heißt es u. a.: Wie die meiſten Vogeſentäler, ſo hat
auch das vordere Weilertal unter der, wenn auch nur kur=
en
, Fremdherrſchaft der Franzoſen zu leiden
gehabt. Sie beſuchten bei ihrem Einzug in Weiler beſon=
ders
die öffentlichen Gebäude, wo ſie alles zerſtörten. Aus
der Bürgermeiſterei holten die Franzoſen die Kaiſer=
üſte
, die ſie in Stücke ſchlugen. Dann gingen ſie zum
Poſtamt, zertrümmerten die Dienſträume und die anderen
Poſtzimmer gewaltſam. Die Möbel wurden ebenfalls
zertrümmert und beſchmutzt. Von hier zogen die Fran=
zoſen
zum Bahnhof, die Weichen wurden entfernt, die
Dienſträume geplündert, die Fenſterſcheiben eingeſchlagen.
Auch in Privatbetrieben richtete man Verwüſtungen an.
In Tiebach wurde der Gaſtwirt gefangen genommen; man
drückte ihm ein Gewehr in die Hand mit der Aufforderung,
auf die Deutſchen zu ſchießen. Es gelang Paulus,
zu flüchten und wieder zu den Seinigen zu gelangen. Zwei
Lehrer in Breitenau und Urbeis wurden ebenfalls gefan=
en
genommen und ſind bis heute nicht zurückgekehrt.

Die Erfolge der Oeſterreicher.

* Berlin, 5. Sept. Die B. Z. a. M. meldet aus dem
öſterreichiſchen Kriegspreſſequartier vom
4. September: Auf dem oſtgaliziſchen Abſchnitt
des Schlachtfeldes wurde heute nicht gefochten, da=
gegen
dauerte der Angriff auf Lublin fort.
Die Armee des Generals Auffenberg verfolgt die geſchla=
gene
ruſſiſche Armee. Die ſiegreiche Schlacht bei Samoſc
wurde erſt nach heißem Ringen entſchieden. Der Höhe=
punkt
der Kämpfe war jedoch das Ringen um Komarow,
wo die Ruſſen unter General Plehwe gewaltige Anſtren=
gungen
machten, die Stellung der Oeſterreicher zu durch=
brechen
. Die Entſcheidung fiel aber erſt durch das auf
beiden Seiten des Huſzwa=Fluſſes vordringende Korps
Boroewitſch und durch das Korps des Erzherzogs Franz
Ferdinand, die den Feind im Rücken bedrohten. Durch
die Erſtürmung des in ſtärkſtverſchanzter Stellung befind=
lichen
Tyſchowce wurde der Gegner zu einem ſchwierigen

[ ][  ][ ]

Nummer 245.

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 6. September 1914.

Seite 5.

Rückzug nach Norden und Nordoſten gezwungen, der ſich
in eine regellloſe Flucht verwandelte. Es
wurden 19000 Gefangene gemacht und 200 Ge=
ſchütze
mit viel Kriegsmaterial erbeutet.
* Lemberg, 5. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Im
Beſitz vieler gefangener ruſſiſcher Soldaten
wurde eine Proklamation des ruſſiſchen Gene=
raliſſimus
Großfürſt Nikolaj Nikolajewitſch gefun=
den
, die ſich an die ruſſiſchen Brüder in Galizien
wendet und ihnen die Befreiung vom fremden Joch und
die Vereinigung unter dem Banner des einigen, unteil=
baren
Rußlands verkündet. Es möge keine unterjochten
Ruſſen mehr geben. Die Proklamation, in der die Oeſter=
reicher
als Schwaben bezeichnet werden, ſchließt mit der
Aufforderung, für Rußland und den Zaren zu beten.

Dankbare Engländer.

* Wien, 5. Sept. Die Neue Freie Preſſe meldet:
Vorgeſtern hat der größte Teil der in Karlsbad lebenden
Engländer die Stadt verlaſſen. Vorher hatte im Auf=
trage
der Engländer Fürſt Umike=Geaton, ein angeſehenes
Mitglied der konſervativen Partei des Unterhauſes, beim
Bürgermeiſter den Dank der engliſchen Kurgäſte ausgeſpro=
chen
. Er dankte für die außerordentliche Freundlichkeit
und Aufmerkſamkeit, die ihnen in den ernſten Tagen in
Karlsbad von der Bevölkerung bewieſen worden ſei. Er
verſicherte, daß das freundliche Verhalten der Bevölke=
rung
das Gefühl der größten Dankbarkeit in ihnen allen
ausgelöſt habe. Die Kriegserklärung Englands an Oeſter=
reich
=Ungarn habe ſie ſelbſt aufs ſchmerzlichſte berührt.
Wie die Geſinnung der Kurgäſte trotz des Krieges für
Oeſterreich freundlich ſei, gehe daraus hervor, daß anläß=
lich
des Geburtstages des von ihnen allen ſo hochver=
ehrten
Kaiſers Franz Joſef am 18. Auguſt ein Glück=
wunſchtelegramm
abgeſandt worden iſt.

Erbauliches aus Frankreich.

* Baſel, 5. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Hier
liegen folgende Zeitungsmeldungen vor: Dem
Pariſer Temps zufolge befinden ſich in Paris 600000
Arbeitsloſe. Ein an die italieniſche Zeitung Stampa
von dem italieniſchen Hauptmann der Reſerve Arnoldo
Cipolla aus Paris gerichteter Brief beſagt, die Engländer
hätten ſich offen über das völlige Unvorbereitet=
ſein
der Franzoſen ausgeſprochen. Cipolla ſei in Lille
auf franzöſiſche Territorialtruppen geſtoßen, die mit ganz
alten Gewehren bewaffnet waren. Die engliſchen Offi=
ziere
hätten beſonders beklagt, daß die Franzoſen ſich in
allen Waffengattungen, die ſie ſelbſt erfunden hätten, von
den Deutſchen haben überflügeln laſſen. So hätten zum
Beiſpiel die Deutſchen viel mehr Aeroplane, die mit viel
größerer Geſchicklichkeit zu Erkundungsflügen verwendet
würden, als von den Franzoſen. Der Rückzug aus Lille
wurde in der größten Unordnung vollzogen. Kein Menſch
hätte gewußt, wohin es gehen ſolle. Cipolla verſichert,
daß er nirgends etwas von der Grauſamkeit der deutſchen
Truppen gehört habe. Den Engländern war befohlen
worden, morgens Lille zu verlaſſen und abends wieder
nach der Küſte in der Gegend von Hazebruk zurückzugehen.
Da der Zug nicht gefahren wurde, ſollte der Abmarſch zu
Fuß erfolgen. Schließlich wurde dann ein leerer Zug ge=
ſandt
, worin die Engländer nach Etaples gefahren ſind.
Der Durchmarſch der fliehenden Truppen durch Paris am
2. September habe zwei Stunden gedauert. Paris ſei
voll engliſcher und belgiſcher Verwundeter.

Die Stimmung in England.

* Malmö, 5. Sept. (W.T. B. Nichtamtlich.) Syds=
venska
Dagbladet meldet aus Yſtadt, in den engliſchen
Häfen herrſche große Furcht vor der deutſchen
Flotte. In Hartlepool wurden an jedem Abend vor
den Außendocks Torpedonetze ausgeſpannt. Die Nervoſi=
tät
wegen der deutſchen Minen an der britiſchen Küſte ſei
unbeſchreiblich. Außerhalb des Tyne ſeien an einem
Tage fünf Fah’rzleuge in die Luft geflogen
drei engliſche und zwei fremde. Die Rekrutenanwerbung
für die britiſche Armee gehe langſam vor ſich; in einer
Stadt von 70000 Einwohnern hätten ſich nur 100 Mann
gemeldet, größtenteils Strolche und andere herunterge=
kommene
Menſchen. In England herrſche ſtrenge Zenſur.
Das Volk erfahre den wirklichen Zuſtand auf dem
Kriegsſchauplatz nicht; die Niederlagen der Englände
würden von den Zeitungen als Bagatellen hingeſtellt.
Im großen und ganzen herrſche wenig Begeiſterung für
den Krieg. In mehreren großen Induſtriebezirken liege
die Arbeit darnieder.
* London, 5. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Der
Zeitungen zufolge ſind Schritte getan worden, um eine
parlamentariſche Rekrutierungskommiſ=
ſion
zu bilden, an der alle Parteien teilnehmen ſollen
Präſidenten ſind Asquith, Bonar Law und als Vertreter
der Arbeiterpartei Arthur Henderſon.

Die engliſchen Verluſte.

* Amſterdam, 5. Sept. Die Engländer, die
bisher offiziell behauptet hatten, ihre Verluſte betrügen
nur 4000 Mann, geben jetzt offiziell zehntauſend zu

Eine Stimme der Hoffnungsloſigkeit.

* London, 5. Sept. Morning Poſt erklärt, Eng=
land
müſſe günſtig oder ungünſtig das Schick=
ſal
der franzöſiſchen Armeen teilen. Irgend=
welche
Trennung beider Truppen würde den Anfang der
Niederlage bedeuten.

Die engliſchen Arbeiter billigen den Krieg.

* Kopenhagen 5. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.)
Berlinske Tidende meldet aus London: Das parla=
mentariſche
Komitee der Trade Unions billigt in
einem Manifeſt die Teilnahme der Arbeiter an
dem Kriege. Wenn die Freiwilligen nicht den Auf=
rufen
zum Eintritt in die Armee folgen ſollten, ſo müſſe
die Einführung der allgemeinen Dienſtpflicht in Erwä=
gung
gezogen werden. Es haben ſich in der letzten Zeit
26000 Mann zu den Fahnen gemeldet. (Die Trade
Unions iſt die Vereinigung der engliſchen Gewerkſchaften.
Die Meldung iſt mit Vorſicht aufzunehmen, da ſich noch
kürzlich die parlamentariſchen Führer der Arbeiter ſehr
ſcharf gegen den Krieg ausgeſprochen haben. D. Red.)
Wie die Zeitungen melden, haben die Franzoſen
Rouen geräumt.

Ein deutſch=ruſſiſches Abkommen über den
Austauſch von Staatsangehörigen.

* Petersburg, 5. Sept. (W. T. B.) Zwiſchen der
ruſſiſchen und der deutſchen Regierung iſt ein Abkom=
men
getroffen worden, durch das den beiderſeitigen
Untertanen geſtattet wird, das feindliche Land zu
verlaſſen, ausgeſchloſſen hiervon ſind Offiziere und
Perſonen zwiſchen 17 und 45 Jahren, ſowie verdächtige
Perſonen.

Ruſſiſcher Proteſt in Sofia.

* Sofia, 5. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Zu dem
ruſſiſchen Proteſt wegen der Durchreiſe des

deutſchen Skutari=Detachements bemerkt die
Cambrana, es ſei ungehörig, daß der Geſandte Sſa=
vinski
den Text der Note vorhek den ruſſophilen Zei=
tungen
zur Veröffentlichung übergab und ſie damit zu
ſeinen Organen gemacht habe. Sollte Sſavinski ſo fort=
fahren
, würde die bulgariſche Preſſe auch dieſem gegen=
über
die Rückſicht fallen laſſen und erzählen, in welchen
Beziehungen zu den unterminierenden Faktoren Sſavinski
und ſelbſt zu den Revolutionären ſtehe.

* Berlin, 4. Sept. Die B. Z. meldet aus Kopen=
hagen
: Nach einer Privatmeldung der Politiken aus
Petrograd wurde auf Veranlaſſung des Zaren dort ein
nationaler Flaggentag veranſtaltet mit Ver=
kauf
ruſſiſcher Flaggen. Es kamen 50000 Rubel zu=
ſammen
, und der Zar beſtimmte, daß die Summe dem
ruſſiſchen Soldaten zu überreichen ſei, der zuerſt Ber=
lin
erreiche. (Jedenfalls kommt dieſer Betrag dem er=
ſten
Gefangenen zu.)
* Cronberg, 5. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.)
Prinz Friedrich von Heſſen, der älteſte Sohn
des Prinzen Friedrich Karl von Heſſen, der mit den Ha=
nauer
Ulanen als Leutnant in den Krieg zog, iſt in Frank=
reich
durch einen Bruſtſchuß verwundet worden. Sein
Befinden iſt den Umſtänden nach gut.
* London, 5. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Das
Reuterſche Bureau meldet aus Kapſtadt: Etwa 80
deutſche und öſterreichiſche Reſerviſten
werden in einem beſonderen Lager bei Johannnisburg
als Kriegsgefangene zurückgehalten. Der Prinz von Salm=
Salm und andere Offiziere erhielten beſondere Quar=
tiere
in Bloemfontein.

Wetterbericht.

Die Wetterlage hat eine ſehr raſche Aenderung er=
fahren
; die nordöſtliche Depreſſion wurde ſchon im Laufe
des geſtrigen Tages und der vergangenen Nacht raſch
ſüdwärts verdrängt, ſo daß Mitteleuropa aus ihrem Ein=
fluß
heraus in den Bereich hohen Luftdruckes kam, der
von Nordweſten her ſich ausbreitet. Eine Aenderung des
Wetters iſt nun nicht mehr zu erwarten.
Wetterausſichten für Sonntag: Ziemlich
heiter, trocken, tags warm, nachts kühl, nordöſtliche Winde.

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Eröffnung von laufenden Rechnungen
und provisionsfreien Scheck-Konten.
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Feldpoſt=Beſtellungen
auf das
Darmſtädter Tagblatt
werden in unſerer Geſchäftsſtelle ſowie von
jeder Poſtanſtalt entgegengenommen.
Darmſtädter Tagblatt.
Die bis jetzt erſchienenen
Verluſtliſten
liegen in unſerer Geſchäftsſtelle zur Einſicht=
nahme
auf.
Darmſtädter Tagblatt.

Mitteilung aus dem Geſchäftsleben.

Zum Beſten der Angehörigen deutſcher
Krieger. Die Deutſche Grammophon=Aktiengeſellſchaft
veröffentlicht ſoeben eine beſondere Liſte über vaterländiſche
Aufnahmen. Jede Platte enthält ein beſonderes Etikett
mit dem Bildnis Seiner Majeſtät und dem Reichsadler.
Der Verkauf erfolgt zum Beſten der Angehörigen deut=
ſcher
Krieger. Die Liſte enthält auch die neuen Kriegs=
lieder
von Leo Blech Gott, Kaiſer, Vaterland und
Gardemarſch von Viktor Holländer.

Statt Karten!

Meine VERL.OBUNG mit Fräulein
ELSE DILLEMUTH
beehre ieh mich anzuzeigen.
ERNST BURK
Forstreferendar, z. Zt. Kriegs-
freiwilliger
im Gardedragoner-
Regt. (I. Großh. Hess.) Nr. 23.
DARMSTADT, den 6. September 1914.

Die glückliche Geburt eines SOHINEs
zeigt hierdurch an
Lilli Morell, geb. Koelsch
zugleich im Namen ihres im Felde stehen-
den
Mannes
Dipl.-Ing. Fritz Morell
Leutnant der Reserve
im Reserve-Infanterie-Regiment 118.
DARMSTADT,
5. September 1914.

(18330

Statt beſonderer Anzeige.
Am 26. Auguſt erlitt mein ge=
liebter
Sohn
Leutnant
Carl von Grolman
Inf.=Regt. Kaiſer Wilhelm 116
den Heldentod im Kampfe für das
Vaterland.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Helene von Grolman,
geb. Tuchen,
Berlin W. 15.
(18319

Am 22. Auguſt ſtarb den Heldentod unſer
geliebter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und
Neffe
Gefreiter
Ernst Reinhardt
Bürgermeisterei-Sekretär.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Georg Reinhardt IV. u. Frau
Marie geb. Schönig
und acht Geſchwiſter, wovon drei
Brüder im Felde ſtehen.
18344)
Groß=Zimmern, den 5. September 1914.

Dankſagung.
Da es mir nicht möglich iſt, für alle
Beweiſe herzlicher Teilnahme, die mir
anläßlich des Todes meines geliebten
Gatten zugegangen ſind, einzeln zu danken,
bitte ich auf dieſem Weg meinen tief
empfundenen Dank entgegennehmen zu
wollen.
(18343
Darmſtadt, 5. September 1914.
Benigna von Hombergk zu Vach
geb. von Hartmann-Knoch.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den Anzeigen=
teil
, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem Ge=
ſchäftsleben
: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche wer=
den
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 6. September 1914.

Nummer 245.

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Pfandbriefe und Kommunalobligationen werden vom 15. Sep=
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[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, 6. September 1914.

Nr. 245

aus Bietigheim, verm. Landwehrm. Karl Schleicher aus
Göppingen, verm. Landwehrm. Friedrich Pfleiderer aus
Bönnigheim, O.=A. Beſigheim, verm. Landwehrm. Friedrich
Heiß aus Oehringen, verm. Landwehrm. Friedrich Brotbeck
aus Backnang, verm. Landwehrm. Karl Scheible aus Schorn=
dorf
, verm. Landwehrm. Gottlob Bauer aus Maibach, O.=A.
Hall, verm. Landwehrm. Wilhelm Götz aus Flein, O.=A. Heil=
bronn
, verm. Landwehrm. Albert Müller aus Beſigheim,
verm. Landwehrm. Friedrich Koppenhöfer aus Heuberg,
O.=A. Oehringen, verm. Landwehrm. Wilhelm Höpfer aus
Verenberg, O.=A. Oehringen, verm. Landwehrm. Georg Bölz
aus Lindachshof, O.=A. Hall, verm. Landwehrm. Johann Roll
aus Erlin, O.=A. Hall, verm. Landwehrm. Joſef Bauer II
aus Zaiſenhauſen, O.=A. Künzelsau, verm. Landwehrm.
Johann Gauger aus Gnadental, O.=A. Oehringen, verm.
Landwehrm. Ludwig Karle aus Morsbach, O.=A. Künzelsau,
verm. Landwehrm. Benno Müller aus Roffenſtetten, B.=A.
Pfaffenhofen (Bayern), verm.
12. Komp.: Landwehrm. Chr. Herm. Oßwald aus Tübin=
gen
, tot. Landwehrm. Ernſt Wiedemann aus Unterdeufſtetten,
O.=A. Crailsheim, tot. Landwehrm. Auguſt Luſtig aus Jagſt=
feld
, O.=A. Neckarſulm, tot. Landwehrm. Chriſtian König aus
Schafhauſen, O.=A. Böblingen, tot. Tambour Johann Trifts=
häuſer
aus Schrozberg, O.=A. Gerabronn, tot. Landwehrm.
Gotthilf Wagner aus Aidlingen, O.=A. Böblingen, verw.
Landwehrm. Albert Manaſſe aus Thalheim, O.=A. Heilbronn,
verw. Landwehrm. Gottlieb Schuhkraft aus Obergruppen=
bach
, O.=A. Heilbronn, verw. Landwehrm. Chriſtian Föll aus
Kleinhöchberg, O.=A. Backnano, verw. Landwehrm. Hermäke
Scheufler aus Gochſen, O.=A. Neckarſulm, verw. Landwehrm.
Georg Henßler aus Altenſtaig, O.=A. Nagold, verw. Land=
wehrm
. Chriſtian Mezger aus Criſpenhofen, O.=A. Künzelsau,
verw. Gefr. Friedrich Läpple aus Lampoldshauſen, O.=A.
Neckarſulm, verw. Landwehrm. Heinrich Kiel aus Heilbronn,
verw. Landwehrm. Max Urban aus Radelſteiten, O.=A. Blau=
beuren
, verw. Landwehrm. Friedrich Müller aus Geddels=
bach
, O.=A. Weinsberg, verw. Landwehrm. Joſef Feierabend
aus Thalheim, O.=A. Heilbronn, verw. Gefr. Friedrich Doll=
mayer
aus Leukershauſen, O.=A. Crailsheim, verw. Gefr.
Jakob Kirchert aus Hauſen, O.=A. Brackenheim, verw. Land=
wehrm
. Johann Knieſel aus Affaltrach, O.=A. Weinsberg,
verm. Landwehrm. Johannes Trüdinzer aus Goldburg=
hauſen
, O.=A. Veresheim, verm. Landwehrm. Chiſtian Zelt=
wanger
aus Pfitzhof, O.=A. Neckarſulm, verm. Landwehrm.
Chriſtian Duckeck aus Treffensbuch, O.=A. Blaubeuren, verm.
Landwehrm. Johann Bauer aus München, verm.
Landwehrinfanferieregiment Nr. 123.
5. Komp.: Vizefeldw. Offizierſtellvertr. Ludwig Fink aus
Tübingen, tot. Landwehrm. Cornelius Kneer aus Untereſſen=
dorf
, O.=A. Waldſee, tot. Gefr. Paul Reiſchmann aus Grub,
Gemeinde Deuchelried, O.=A. Wangen, ſſchw. verw. Gefr.
Julius Möſſner aus Ulm, l. verw. Gefr. Robert Roth aus
Staig, O.=A. Ravensburg, verw. Gefr. Urban Sempfle aus
Kißlegg, O.=A. Wangen, ſchw. verw. Landwehrm. Sebaſtian
Jerg aus Oberſulmetingen, O.=A. Biberach, verw. Land=
wehrm
. Carl Kaufmann aus Meinerzhagen, Kr. Altena, I.
verw. Landwehrm. Leonhard König aus Bergerhauſen, O.=A.
Biberach, verw. Landwehrm. Joſef Lämmle aus Mettenberg,
Gemeinde Rot, O.=A. Leutkirch, ſchw. verw. Landwehrm.
Jacob Monz, l. verw. Landwehrm. Chriſtian Reißer aus
Ulm, ſchw. verw. Landwehrm. Anton Schmid II, verw.
Landwehrm. Anton Schneider, verw. Landwehrm. Andreas
Wallner aus Mamming, B.=A. Dingolfing, Bayern, I. verw.
Landwehrm. Johann Brugger aus Oberailingen, O.=A. Tett=
nang
, verw. Landwehrm. Carl Eppler, verm. Landwehrm.
Georg Gretzinger aus Oberſulmetingen, O.=A. Biberach, verm.
Landwehrm. Johannes Häußler aus Orſenhauſen,, O.=A.
Laupheim, verm. Landwehrm. Anton Heim aus Rickenbach,
B.=A. Lindau, Bayern, verm. Landwehrm. Joſef Hober aus
Fiſchbach, O.=A. Tettnang, verm. Landwehrm. Math. Koch
aus Erbſtetten, O.=A. Münſingen, verw. Landwehrm. Ignaz
Krippmann, verm. Landwehrm. Joſef Kübler aus Burgberg,
O.=A. Heidenheim, verm. Landwehrm. Alois Pfau aus Ober=
ried
, O.=A. Leutkirch, verm. Landwehrm. Friedrich Brechtel
aus Leutkirch, verm. Landwehrm. Georg Schneider auf Alle=
wind
, O.=A. Blaubeuren, verm.
6. Komp.: Landwehrm. Joh. Bapt. Fitz aus Gornhofen,
Gem. Eſchach, O.=A. Ravensburg, verm. Landwehrm. Richard
Weber aus Wilsdruff. Kr. Meißen, Sachſen, I. verw.

7. Komp.: Hptm. Adolf Köſtlin aus Blaubeuren, I. verw.
Vizefeldw. Adolf Zwißler aus Tübingen, I. verw. Land=
wehrm
. Max Rauch aus Unterzollhaus, B.=A. Kempten,
Bayern, ſchw. verw. Landwehrm. Joſeph Strobel aus Bibe=
rach
, O.=A. Stadt, verw. Tambour Franz Brehm aus Ober=
ſulmetingen
, O.=A. Biberach, I. verw. Landwehrm. Franz
Schmid aus Mieterkingen, O.=A. Saulgau, I. verw. Land=
wehrm
. Georg Goller zaus Pflummern, O.=A. Riedlingen,
verw. Landwehrm. Johann Bloching aus Ebingen a. D.,
verw. Landwehrm. Franz Schöllhorn aus Schreinermann,
O.=A. Waldſee, verw. Landwehrm. Mathias Braun aus
Neufra, O.=A. Riedlingen, verm. Landwehrm. Otto Lenz aus
Schnaith, O.=A. Schorndorf, verm. Landwehrm. Johann
Botzenhart aus Reute, O.=A. Biberach, verm. Landwehrm.
Joſef Schattmaier aus Rothaidle, O.=A. Ravensburg, l. verw.
Landwehrm. Joſef Schnurr, verm. Landwehrm. Franz
Wäckerle aus Unterzell, Gemeinde Rot, O.=A. Leutkirch, verm.
Landwehrm. Janaz Huber aus Krummen, Gemclnde Eber=
hardzell
, O.=A. Waldſee, verm. Landwehrm. Alois Gaul aus
Beizkofen, O.=A. Saulgau, verm. Landwehrm. Georg Ach=
ziger
aus Markertsgrün, B.=A. Haßfurt, Bayern, verw.
8. Komp.: Gefr. Konrad Rieger aus Kuchalb, Gemeinde
Donzdorf, O.=A. Geislingen, ſchw. verw. Landwehrm. Anguſt
Locher aus Mittelbiberach, O.=A. Biberach, tot.

Verluſtliſte Nr. 6.
Landwehrinfankerieregimenk Nr. 123.
5. Komp.: U=O. Christian Unselt aus Altheim, O.=A. Ulm=
ſ
. verw., Bein. Landwehrm. Kari Maucher aus Allgaierhof, Gem.
Tannhauſen, O.=A. Waldſee, verw. Landwehrm. Anton Zey aus
Unterwachingen. O=A. Riedlingen, verw. Gfr. Gotthärd Bepp aus
Saulgau, verw. Landwehrm. Lakod Schneider verw. Landwehrm.
Karl Eisele aus Biberach, vermißt. Landwehrm losef Kübler aus
Burgberg. O=A. Heidenheim, vermißt. Landwehrm. Albert Moser
aus Mochenwangen, O=A. Ravensburg, vermißt. Landwehrm.
Leonhard Hitzler aus Heidenheim, verm. Landwehrm. Andreas
Bösch aus Wettenberg, Gem. Schweinhauſen, O.=A. Waldſee, verm.
Landwehrm. Filtz Meckle aus Saulgau, verm. Gfr. Adolf Brißner
aus Zepfenhan, O.=A. Rottweil, vermißt. Landwehrm. Friedrich
Brechtel aus Leutkirch, vermißt.
6. Komp.: Oblt. u. Kompagnieführ. Ernst Stadelbauer aus
Stuttgart. ſchw. verw., Bauchſchuß. U.=O. Andreas Rothenhäusler
aus Menzenhäusle, Gemeinde Bein, O.=A. Ravenburg, gefallen.
Geſr. Johann Schiller aus Bierſtetten, O.=A. Saulgau, gefallen.
Landwehrm. Georg kappler aus Baienfurt, O=A Ravensburg.
gefall. Landwehrm. leſef lladig aus Ritteln, Gemeinde Grün=
kraut
. O.=A. Ravensburg, gefall. Landwehrm. Matthäus Kleinſer
aus Mittelhuch, O.=A. Biberach, gefall. V.=Feldw., Offizierſtell=
vertreter
Kufk Marcus aus Hamburg, ſchw. verw, r. Arm. U.=O.
Karl Günthör aus Unterwolfertsweiler, Gemeinde Laimnau, O.=A.
Tettnang, l. verw., r. Arm. U.=O. Wilhelm Binger aus Friedingen,
O.=A. Riedlingen, verw. U.=O. karl Gerſter aus Biberach, verw.
Landwehrm. Anton Funk aus Maſelheim, O.=A. Biberach, verw.
Landwehrm. Franz Roth aus Ringſchnait, O.=A. Biberach, ſchw.
verw., Kopfſchuß. Landwehrm. Franz loſef Kolb aus Obereiberg,
B.=A. Kempten (Bayern), verw. Landwehrm. (Horn.) loſef Zeh=
aus
Aichſtettea, O.=A. Leutkirch, verw. Landwehrm. loſef Hummei
aus Gaishaus, Gemeinde Wolfegg, O.=A. Waldſee, verw. Land=
wehrmann
Gottlieb Renz aus Steinenbronn, O.=A. Stuitgart,
verw. Landwehrm. loſef llopper aus Ried, Gemeinde Tannau,
O.=A. Tettnang, verw. Landwehrm. Stäudle, verw. Landwehrm=
Anton Eiſele aus Atzenberg, O.=A. Saulgau, verw. Landwehrm:
loſef Widkemann, ſchw. verwundet, Kopfſchuß. Landwehrmann
(iberius Locher aus Sauggart, O.=A. Riedlingen, verwundet.
Landwehrm. Hagaus Glatthar aus Wieſertsweiler, Gemeinde Tannau,
O.=A. Tettnang, verm. Landwehrm. Carl Moosmann ans Wenne=
dach
, Gemeinde Reinſtedten, verm. Landwehrm. Uincenz Reiſch
aus Oberopfingen, O.=A. Leutkirch, verm. Landwehrm. ſoſef Dolpp
aus Ringſchnaidt, O.=A. Biberach, verm, Landwehrm. lofef Wetzel
aus Moosheim, O.=A. Saulgau, verm. Landwehrm. Kamm, verm.
7. Komp.: Gefr. Johann Frank aus Bettenweiler, Gemeinde
Zogenweiler, O.=A. Ravensburg, verm. Gefr. Paul Traub aus
Herrlishöfen, Gemeinde Höfen, O.=A. Biberach, verm:
11. Komp.: Landwehrm. Morltz Zeh aus Michlebaindt, Gemeindt
Beuren O=A. Wangen, gef. (als Begleiter eines Verwundeten ir
Feindeshände geraten). Landwehrm. Motitz Eßlinger aus Gen
(Schweiz) verm.

Darmſädter Tagblatt
Ne. 245.
Sonntag, den 6. September
1914.

Amtliche Verluſtliſte Nr. 17.

Königlich Preußiſche Armee.
Gardefüſilierregiment, Berlin.
9. Komp.: Füſ. Wilhelm Zanettel aus Wimmelburg, Kr.
Mansfelder Seekreis, tot. Füſ. Jean Diekmann aus Lütelsburg,
Kr. Norden, ſchw. verw. Füſ. Otto Gerlach aus Groß= Kalwiſch=
ken
, Kr. Darkehmen, ſchw. verw. Gfr. Ernſt Konarski aus Berlin,
ſchw, verw. Füſ. Heinrich Scheidſteger aus Eſſen, Kr. Düſſeldorf,
ſchw. verw. Füſ. Heinrich Müller IV aus Bochum, ſchw. verw.
Füſ. Heinrich Röſſer aus Berlin, ſchw. verw. Füſ. Bruno Wink=
ler
I aus Berlin, ſchw. verw. Reſ. Friedrich Hucke aus Tamrode,
Kr. Weimar, ſchw. verw. Reſ. Wilhelm Hollweg aus Obernhagen,
Kr. Gummersbach, ſchw. verw. Reſ. Heinrich Schäfer III aus
Nenkirchen, Kr. Eiſenberg, ſchw. verw. Füſ. Fritz König II
aus Lochtum, Kr. Goslar, tot. Reſ. Karl Geſſer aus Oberſchön=
brunn
, Kr. Lauban, ſchw. verw. Füſ. Friedrich Fingerling aus
Berlin, ſchw. verw.
10. Komp.: Füſ. Mathias Koys aus Bruchhöh, Kr. Schmiegel,
tot. Füſ. Engels, ſchw. verw. Reſ. Lammers, l. verw.
12. Komp.: Lt. Friedrich Wilhelm Graf von der Goltz, ſchw.
verw. Reſ. Wilhelm Bohm, tot. Reſ. Ernſt Isken, tot. Reſ.=
Otto Lüdemann, tot. Füſ. Franz Feller, tot. Füſ. Fritz Preuß,
ſtot. Füſ. Joſef Binias, ſchw. verw. Füſ. Paul Meier II, I.
verw. Füſ. Walter Schmitz, ſchw. verw. Gfr. d. Reſ. Johann
Fund, l. verw. Gfr. d. Reſ. Paul Nawrocki, l. verw. Füſ. Erich
Emmerich, l. verw. Füſ. Joſef Spieß, l. verw. Reſ. Albert
Kühle, l. verw. Reſ. Max Steckel, ſchw. verw. Füſ. Karl Klein,
ſchw. verw.
5. Garderegiment zu Juß, Spandau.
5. Komp.: Lt. Kuno von Kunowski aus Hirſchberg, l. verw.
Lt. Hellmuth von Lutz aus Trier, I. verw. U.=O. Wilhelm Henkel
kaus Berlin, ſchw. verl. Gfr. d. Reſ. Walter Ränicke aus Weißen=
ſſee
, Bez. Potsdam, tot. Einj.=Freiw. Erwin Bloch aus Berlin,
verm. Reſ. Karl Rohrlorn aus Jetſtädt, Kr. Schwarzburg= Rudol=
ſſtadt
, l. verw. Reſ. Joſef Stey aus Ginſeldorf, Kr. Caſſel, ſchw.
verl. Reſ. Arnold Rohe aus Scherberg, Kr. Aachen, ſchw. verletzt.
Reſ. Wilhelm Dahling aus Billwärder, Kr. Hamburg, ſchw. verl.
Reſ. Guſtav Böſebeck auf dem Schnee, Kr. Dortmund, l. verletzt.
Gren. Hermann Leiendecker aus Witten, Kr. Bochum, ſchw. verl.
Gren. Ernſt Papenfrock aus Havelberg, Kr. Weſtprignitz, ſchw.
verletzt. Gren. Guſtav Klötgen aus Werden, Kr. Eſſen, ſchw. verl.
Gren. Peter Richartz aus Cöln, ſchw. verletzt. Gren. Leo Baptiſte
aus Weiher, Kr. Saarburg, ſchw. verletzt.
6. Komp.: Reſ. Peter Heinr. Lenzen aus Süchteln, Kr.
Kempen, l. verletzt. Reſ. Johannes Röllecke aus Eſſenther, Kr.
Büren, l. verletzt. Reſ. Oskar Adolf Käſe aus Fellermann, Kr.
Waldenburg, l. verletzt. Gfr. Hubert Jonas aus Oberdrees, Kr.
Rheinbach, ſchw. verletzt.
7. Komp.: U.=O. Paul Wilhelm aus Sternalitz, Kr. Roſen=
berg
, tot. Gren. Georg Alexander Willy Geſch aus Berlin, tot.
Gren. Gerd=Friedrichs Dirks aus Engerhafe, Kr. Aurich, l. verw.
Gren. Friedrich Wilhelm Dorn aus Heidersdorf, Kr. Nimptſch,
I. verw. Gren. Paul Friedrich Karl Sydow aus Fürſtenwalde a
Spree, l. verw. Gren. Stanislaus Wachowiak aus Buſchewo, Kr
Samter, I. verw. Gren. Franz Peter Qnadflie aus Ritzerfeld
Kr. Aachen, I. verw.
8. Komp.: Gfr. Adolf Teſch aus Spandau, l. verw. Reſ.
Robert Schönfelder aus Priſſelwitz, Kr. Breslau, vermißt.
9. Komp.: Lt. von Wietersheim, ſchw. verw. Lt. d. Reſ.
Hoſemann, tot. Füſ. Michalski, tot. Füſ. Erdmann, tot. U.=O.
Brechtgen, verw. U.=O. Wirth, verw. Füſ. Frentjen, verw. Füſ.
Horſtmann, verw. Füſ. Kraft, verw. Füſ. Weber I, verw. Füſ.

Greiner, verw. Füſ. Grunowski, verw. Füſ. Schrader, verw.
Füſ. Heckt, verw. Füſ. Drebenſtedt, verw. Füſ. Kaule, verw.
Füſ. Sackwitz, verw.
10. Komp.: Gfr. Rothenſpieler, tot. Füſ. Meine, tot. Füſ.
Burdſek, tot. Füſ. Schultz, tot. Füſ. Dieckmann, tot. Füſ. Wiſe=
mann
, tot. Füſ. Stroh, tot. Füſ. Kröger, tot. Füſ. Ruemeli
tot. U.=O. Schultz, tot. U.=O. Seehaus, verw. Füſ. Lutze, verwi
Füſ. Wüſtefeld, verw. Einj.=Freiw. Beitz, verw. Füſ* Jung,
verw. Füſ. Dabbelſtein, verw. U.=O. Stöckmann, verw. U.=O)
Böhm, verw. Füſ. Heldt, verw. Füſ. Hummer, verw. Füſ
Gerlach, verw. Füſ. Oberbachs, verw. Füſ. Wisceczynski, verw!
verw. Füſ. Kuhn, verw. Füſ. Gamlin, verw. Füſ. Zajonz, verwl
Füſ. Kraski, verw. Füſ. Thomas, verw. Füſ. Babilon, verw
U.=O. Clanſing, verw. Füſ. Homeyer, verw. Füſ. Hanf, verw;
Füſ. Giesholf, verw. Füſ. Varlemann, verw. Fuſ. Schaak, verwi
Füſ. Schuhmann, verw. Füſ. Jakol, verw. Gfr. Knippſchildt,
verw. Füſ. Pieſha, verw. Füſ. Gronen, verw. Füſ. Cordalla,
verw. Füſ Rammler, verw. Füſ. Münten, verw. Füſ. Maxeiner,
verw. Füſ. Kappes, verm. Füſ. Dumſchewski, verm. Füſt
Pargdowski, verm. Füſ. Adams, verm. Füſ. Molitor, verm.
Füſ. Mann, verm. Füſ. Bald, verm.
11. Komp.: Hptm. Herwarth von Bittenfeldt, I. verw. Lt.
von Katzler, verw. Gfr. Dauch, tot. U.=O. Schultze, tot. Füſ
Kaduk, tot. Füſ. Brill, töt. Gfr. Quitſchkee, verw. Füſ. Gerard,
verw. Füſ. Kohlmann, verw. Füſ. Köhler II, verw. Füſ. Meiß)
verw. Füſ. Nottelmann, verw. Füſ. Rohmann, verw. Füj=
Guade, verw. Einj.=Freiw. Nüruberg, verw. Füſ. Hattung, verw.
Füſl. Kliem, verw. Füſ. Klapp, verw. Füſ. Mazur, verw. Füſt
Obſt, verw. Füſ. Päpplän, verw. Füſ. Schröder, verw. Füſ.
Walsdorf, verw. Füſ. Wilken, verw. Füſ. Wulf, verw. Füſ=
Müller II, verw. Füſ. Seigacz, verw. Gfr. Nagel, verw. Füſi
Lenpold, verw. Füſ. Tſchorn, verm. Füſ. Eziok, verm.
12. Komp.: Hplm. von Reibnitz, verw. Lt. von Körber verw)
U.=O. Roſenhoff, tot. Vizefw. d Reſ. Kurt, tot. Füſ. Pagel II.
tot. Füſ. Knabenhans, tot. Füſ. Ehlert, tot. Füſ. Hucht, tot.
Füſ. Imm, tot. Füſ. Munſch, tot. Füſ. Baltzinger, tot. Füſſ
Reichert, tot. Füſ. Cyba, tot. Füſ. Heidemann, tot. Gfr. Jſaack,
tot. Einj.=Freiw. Daudt, tot. Füſ. Barkmann, verw. Füſ.
Schmidtko, verw. Füſ. Höfferlin, verw. Füſ. Müller IV., verw.
Füſ. Kübler, verw. U.=O. Keil, verw. Füſ. Rösler II., verw.
Füſ. Imöhl, verw. Füſ. Bormann, verw. Füſ. Euſcher, verw.
Füſ. Abel, verw. Füſ. Wittek, verw. Füſ. Fiege, verw. Füſ.
Peitſch, verw. Füſ. Blochwitz, verw. Füſ. Berke, verw. Füſſ
Wintz, verw. Füſ. Rösler I., verw. Füſ. Kulmey, verw. Füſ.
Timke, verw. Füſ.Neue, verw. Füſ. Zeller, verw. Füſ. Ziegler,
verw. Füſ. Bee, verw. Füſ. Bunge, verw. Füſ. Gottſchalk, verw.
Füſ. Lehmann, verw. Füſ. Kuſch, verw. Füſ. Bankloh, verw.
Füſ. Mark, verw. Füſ. Manke, verw. Füſ. Böhme, verw. Füſ
Schwardt, verw. Füſ. Göbel, verw. Füſ. Bierſchenk, verw. Füſſ
Hattenbach, verw. Füſ. Grünberg, verw. Füſ. Meiwes, verw.
Füſ. Bartz, verw. Füſ. Schultz I., verw. Füſ. Weidhaas, verw.
Frj. Schwirtz, verw. Füſ. Kopp, verw. Füſ. Orlik, verw. Füſ.
Kwapiſchewski, verw. Füſ. Schnermann, verw. U.=O. Spenle,
verw. Füſ. Schleh, verm. Füſ. Fetz, verm.
Gardegrenadierregiment Nr. 5, Spandau.
1. Komp.: Vizefw. Erich Jaenecke aus Freren, Kr. Osna=
brück
, tot. Gren. Thomas Romanowski aus Zielonka, Kr. Schwetz)
tot. Gren. Heinrich Wagenhaus aus Pfiffelbach, Kr. Apolda, tot=
Gren. Friedrich Straach aus Thießen, Kr. Wittenberg, I. verw!
Gfr. Wilhelm Otto aus Duisburg, ſchw. verw. Gfr. Hans Roſſe
aus Annfer, Kr. Steinberg, I. verw.
2. Komp.: Gren. Peter Haubrich aus Andernach, Kr. Mayen,
tot.
3. Komp.: Gren. Franz Krowicki aus Mikorzyn, Kr. Kempen
(Poſen), I. verw.
4. Komp.: Hptm. Karl von Kietzell, ſchw. verw. Gren. Rich.

[ ][  ][ ]

Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, 6. September 1914.
Nr. 245

Häusler aus Spandau, l. verw. Gren. Lorenz Edel aus Sulz=
bad
, Kr. Unterelſaß, l. verw. Gren. Anton Stapelmann aus Eſſen,
ſtot. Gren. Willy Prinz aus Wedel, Kr. Königsberg, ſchw. verw.
Gren. Richard Pohle aus Berlin, ſchw. verw. Gren. Joſef Len=
ſnartz
aus Gierath, Kr. Düſſeldorf, tot. Gren. Adam Hickmann
aus Buback, Kr. Koblenz, ſchw. verw. Gren. Hermann Cramm
aus Münſtedt, Kr. Hildesheim, ſchw. verw. Gren. Reinhold
Tharan aus Klein=Loitz, Kr. Frankfurt a. O., ſchw. verw. Gren.
Hermann Herke aus Kloppitz, Kr. Frankfurt a. O., ſchw. verw.
Gren. Jakob Sieger aus Grefrath, Kr. Cöln, l. verw. Gren.
Heinrich Faupel aus Mülhauſen, I. verw. Gren Martin Kohl=
mann
aus Weyerdeelen, Kr. Oſterholz, l. verw. Gren. Bernhard
Dalhaus aus Rhede, Kr. Münſter, I. verw. Gren. Alois Lühe aus
Gr.=Reken, Kr. Münſter, I. verw. Gren. Nyamnk Scheffold aus
Bingen, Kr. Sigmaringen, tot. U.=O. Andreas Grundhöfer aus
Oberkirch, Kr. Trier, tot. U.=O. Otto Schinkel aus Barbis, Kr.
Oſterode I. verw. U.=O. Edmund Müller aus Gramſchütz, Kr.
Glogau, l. verw. Gfr. Friedrich Sonnabend aus Zuiten, l. verw.
Gfr. Auguſt Drawe aus Frankfurt a. M., I. verw. Gfr. Mathias
Bornes aus Ozorkow, Kr. Groß=Kaliſch, l. verw. Gren. Wilhelm
Fuchs aus Biebrich, Kr. Wiesbaden, I. verw. Gren. Eduard
Schätzlein aus Uettingen, Kr. Unterfranken, I. verw. Gren. Augu?
Bußmann aus Oſtlünen, Kr. Hamm, I. verw.
5. Komp.: Hptm. Wilhelm von Schickfus, ſchw. verw. Lt. d.
Reſ. Rothe, l. verw. Gren. Heinrich Tütgen aus Etzel, Kr. Witt=
mund
, ſchw. verw. Gren. Hans Bartelſen aus Flensburg, ſchw.
verw. Tambour Franz Papenheim aus Oſtrich, Kr. Iſerlohn,
ſſchw. verw. Gren. Richard Schulz aus Jeßnitz, Kr. Guben, I.
verw. Gren. Johann Kordes aus Langelohe, Kr. Pinneberg, I.
verw. Gren. Karl Keller aus Langenſtein, Kr. Konſtanz, ſchw.
verw. Gren. Wilhelm Rehmann aus Rahden, Kr. Lübbecke, ſchw.
verw. Gren, Wilhelm Studenski aus Groß=Nappern, Kr. Oſte=
rode
, ſchw. verw. Gren. Friedrich Hille aus Brudihauſen, Kr.
Arnsberg, l. verw. Gren. Sagebiel aus Bemerode, Kp. Hannover,
I. verw. Gren. Otto Haſſinger aus Eppingen, I. verw. Gren.
Johannes Völker aus Hachborn, Kr. Marburg, ſchw. verw. U.=O.
Euſtav Fuhrmann aus Eſſen, I. verw. U.=O. Wilhelm Kowalke
aus Tangen, Kr. Bütow, I. verw. U.=O. Heinrich Hülsmann aus
Neutrop, Kr. Hamm, I. verw. Gren. Friedrich Pietzner aus
Roſenthal, Kr. Jüterbog, l. verw. Gren. Paul Malze aus Son=
nenburg
, Kr. Oſt=Sternberg, ſchw. verw. Gren. Ferdinand Thie=
nel
aus Riegersdorf, Kr. Neuſtadt O.=S., I. verw. Gren. Walter
Döring aus Berlin, l. verw. Gren. Auguſt Heyer aus Holzen,
Kr. Holzminden, I. verw. Gren. Hermann Vocke aus Dieskau,
Saalkreis, ſchw. verw. Gren. Walter Riens aus Roſtock, ſchw.
verw. Gren. Wilhelm Paproiny aus Zabrze, I. verw. Gren.
Heinrich Lichterfeld aus Unna, Kr. Hamm, ſchw. verw. Gfr.
Heinrich Müller aus Lorchthauſen, Rheingau=Kreis, tot. Gfr.
Erich Haberland aus Elſter, Kr. Wittenberg, tot. Gren. Wilhelm
Freytag aus Behningen, Kr. Holtau, tot. Gren. Franz Artmann
aus Abricourt, Kr. Saarburg, tot. Gren. Wilhelm Oſtermann
aus Cond, Kr. Cochem, tot. Gren. Hermann Engler aus Sted=
ten
, Mansfelder Seekreis, tot. U.=O. Hellmut Kampe aus Berlin,
ſtot. Gfr. Joſef Breidenbach aus Müllerſommer, Kr. Wipper=
ffürth
, tot. Gren. Heinrich Buck aus Obergrenzebach, Kr. Ziegen=
hain
, tot. Gren. Max Pilgermann aus Charlottenburg, tot.
Gren. Friedrich Hoffmann aus Alteneſſen, Kr. Eſſen, tot. Gfr.
Otto Othlinghaus aus Felde, Kr. Altena, tot. Horniſt Ewald
Othlinghaus aus Winkhauſen, Kr. Altena, tot. Gren. Auguſt
Stegelmann aus Elmenhorſt, Kr. Stormarn, tot. Gren. Joſef
Hunold aus Menden, Kr. Iſerlohn, tot. Gren. Franz Mors=
nowski
aus Schrombehnen, Kr. PreußiſchEylau, tot.
6. Komp.: Gren. Johann Boelingen aus Niederberg, Kr.
Koblenz, tot. Gren. Karl Lohr aus Königshütte, tot. Gren,
Heinrich Lausberg aus Würſchen, Kr. Aachen, ſchw. verw.
7. Komp.: Hptm. Graf von Klinckowſtroem, I. verw. Gfr.
Max Meyer III. aus Itzehoe, Kr. Steinburg, tot. Rekrut Eduard
Gärke aus Döthen, Kr. Berſenbrück, tot. Sergt. Fritz Frank alls
Gotha, l. verw. Gfr. Karl Lange I. aus Louiſenfelde, Kr. Hohen=
ſalza
, l. verw. Gfr Otto Hoffmann aus Elberfeld, l. verw. Gfr.
Otto Dumke aus Soldin, ſchw. verw. Gren. Fritz Ammon aus
Gumbinnen, l. verw. Gren. Chriſtoph Kleinſchmidt aus Greben=
ſtein
, Kr. Hofgaismar, ſchw. verw. Gren. Karl Kuhn II. aus
Laurahütte, Kr. Kattowitz, I. verw. Gren. Joſeph Kentgens aus
Tüddern, Kr. Heimsberg, l. verw. Gren. Hermann Trube aus
Meisdorf, Kr. Mansfelder Gebirgskreis I. verw. Gren. Willy
Bräutigam aus Zſcherwitzſch, Sachſen=Altenburg, I. verw. Gren.
Wilhelm Hillers aus Gieſenkirchen, Kr. München=Gladbach, I.
verw. Gren. Wilhelm Jochem aus Caſtrop, Kr. Dortmund, l. verw.
Gren. Max Lümer aus Nakel, Kr. Wirſitz, I. verw. Gren. Richard
Schmidt IV. aus Dorheim, Kr. Friedberg, I. verw. Gren. Johann
Przibilla aus Rudeiswald, Kr. Ratibor, I. verw. Gren. Joſef Höf=
kes
aus Neuß, I. verw.

8. Komp.: Hptm. Walter von Keiſer, I. verw. Oblt. von
Katzler, I. verw. Oblt. Jacobi, ſchw. verw. Lt. Werner Herwarth
von Bittenfeld, tot. Gfr. Koppers, tot. Gfr. Albert Kokemüller;
tot. Reſ. Reinke, tot. Reſ. Nowak, tot. Gren. Heinrich Bothe,
tot. Gren. Joſeph Hiegel, tot. Gren. Heinrich Willecke I., ſchwi
verw. Gren. Wolf, l. verw. Gren. Wilms, l. verw. Gren. An=
dreas
, Ptot. Gfr. Dördelmann, I. verw. Gren. Sypniewski, I.
verw. Gren. Emil Mark, l. verw. Reſ. Kosielniaczyk, I. verw.
U.=O. Kämpf, l. verw. Gren. Witkiewicz, l. verw. Gren. Johann
Selka, I. verw. Gren. Schröder, I. verw. Reſ. Plank, I. verw.
Gfr. Siegfried Zimmermann, l. verw. Gren. Wollgaſt, I. verw;
Gren. Viktor Wittek, I. verw. Gren. Wilh. Mühlhauſen, I. verw.
9. Komp.: Major u. Batl.=Kommand. Hartmann, tot. Hptm.
Jvachim von König, tot. Oblt. d. Reſ. Henkel, ſchw. verw. Lt. d
Reſ. Göldner, ſchw. verw. Vizefw. d. Reſ. Carl Wilhelm Halten,
hoff aus Lauterberg, Kr Oſterode a. H., ſchw. verw. U.=O. d. Reſ.
Franz Hartwig aus Möllentin, Kr. Deutſch=Krone, tot. Reſ
Carl Herm. Beck aus Kochſtedt, Kr. Quedlinburg, tot. Reſ. Hein=
rich
Schierholz aus Hude, Kr. Huſum, tot. Reſ. Johann Schmit
aus Grevenbroich, tot. Reſ. Hugo Heinrich Becker aus Hellern,
Kr. Osnabrück, tot. Füſ. Heinrich Theodor Meinecke aus Weſtert
beck, Kr. Gifhorn, tot. Reſ. Karl Blaſius Helmrich aus Zabrze
Kr. Oppeln, tot. Sergt. Emil Julius Sonntag aus Eickendorf)
Kr. Kalbe, I. verw. Réſ. Teofil Czogolla aus Brzesnitz, Kr. Rati=
bor
, I. verw. Füſ. Matthias Fiſchbach aus Erdorf, Kr. Bitburg
I. verw. Gfr. Bernhard Treudler aus Petersheide, Kr. Grottkau;
I. verw. Gfr. Bernhard Stanke aus Summin, Kr. Bütow, I. verwi
Reſ. Gerhard Peter Tangelder aus Rees a. Rh., Kr. Düſſeldorf
I. verw. Reſ. Joſef Wächter aus Otteln, Kr. Büren, I. verw.
Reſ. Julius Zeyer aus Volkenberg, Kr. Mülhauſen, I. verw. Reſ.
Herm. Kurt Lange aus Halle a. S., l. verw. Reſ. Heinrich Bauer
aus Recklinghauſen, l. verw. Reſ. Carl Wilhelm Nikiſch aus Cöln=
Klettenberg, l. verw. Reſ. Johann Schäfer aus Rheus=Koblenz,
I. verw. Reſ. Johannes Wittorff aus Weſſelburen, Kr. Norder=
dithmarſchen
, I. verw. Reſ. Karl Franz Schuchardt aus Pader=
born
, I. verw.
10. Komp.: Lt. Fritz Koch, tot. Füſ. Albert Apel aus Schip=
zig
, Saalkreis, I. verw. Fül. Albert Berkow aus Liebenwalde,
ſchw. verw. Gfr. Eugen Edel aus Burbau, Kreis Magdeburg,
l. verw. Füſ. Joſeph Dlnzoſch aus Kadlup, Kr. Groß=Strelitz,
ſchw. verw. Füſ. Ernſt Heidbreck aus Freyenſtein, Kr. Oſtprignitz,
I. verw. Gfr. Arthur Noch aus Elbing, ſchw. verw. Füſ. Vinzenz
Spychala II. aus Oſeick, Kr. Poſen, ſchw. verw. Füſ. Edmund
Weinberg aus Pillgramm, Kr. Lebus, ſchw. verw. Füſ. Erdmann
Weiſe aus Halle a. S., ſchw. verw. Füſ. Wilhelm Weisheit aus
Krumbach, Kr. Schmalkalden, ſchw. berw. U=O. Fritz Holtfeuer
aus Rathenow, ſchw. verw. U.=O. Wilhelm Meyer II. aus Burg,
Kr. Magdeburg, l. verw. Füſ. Gerhard Fritze aus Gröpelingen,
Kr. Bremen, l. verw. Füſ. Johann Göbel aus Horſtermark, Kr.
Recklinghauſen, l. verw. Füſ. Heinrich Heine aus Bunsdorf, Kr=
Celle, ſchw. verw. Füſ. Otto Keil aus Cöthen, I. verw. Füſ. Paul
Leier aus Schönheide, Kr. Breslau, ſchw. verw. Füſ. Otto Tripp
aus Lethmate, Kr. Iſerlohn, ſchw. verw.
11. Komp.: Lt. Selig, tot. Füſ. Benedict von Rißwick aus
Haſſum, Kr. Kleve, I. verw. Füſ. Ernſt Beuthe aus Strehla, Kr.
Oſchatz, I. verw. Füſ. Bruno Schmidt aus Eilenburg, Kr. Delitzſch,
I. verw. Füſ. Gnſtav Majewsky aus Fürſtenwalde, Kr. Ortels=
burg
, l. verw. Füſ. Friedrich Bernshauſen aus Freudingen, Kr.
Wittgenſtein, l. verw. Füſ. Hermann Mendritzky aus Rotthauſen,
Kr. Eſſen, I. verw.
12. Komp.: U.=O. d. Reſ. Max Weber aus Magdeburg, ſchw.
verw. Füſ. Otto Fründ aus Elberfeld, ſchw. verw.

Gardereſerveſchütenbakaillon (Berlin=Gr.=Lichterfelde).
1. Komp.: Schütze Hermann Stüve aus Frankfurt a. M.,
tot. Oberj. Arnold Haßel aus Schiffbeck, Kr. Stormarn, l. verw.
Schütze Ferdinand Riecken aus Wandsbek, Kr. Altona, I. verw.
Schütze Hermann Bohn aus Berkau, Kreis Stendal, I. verw.
Schütze Otto Hahnefeld aus Marten, Kr. Dortmund, I. verw.
Gfr. Hermann Tietgen aus Wankendorf, Kr. Plön, I. verw.
2. Komp.: Schütze Hermann Martens aus Luhdorf, Kr. Win=
ſen
a. L., I. verw.
4. Komp.: Vizefw. Karl Nernſt aus Göttingen, tot.

Reſerveinfankericregiment Nr. 3, Königsberg 1. Pr.
1. Komp.: Reſ. Hans Eckelt, verw. Reſ. Ernſt Ewald, verw.
Wehrm. Emil Hermann Lopp, verw. U.=O. d. Landw. Fritz Was=
gien
, verw.
3. Komp.: Gfr. Paul Kluwe, verw.
7. Komp.: Musk. Guſtav Neumann, verw.

Nr. 245

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, 6. September 1914.

Seite 11.

Landwehrm. Paul Eipperle aus Stuttgart=Heslach, l. verw. Land=
wehrm
. G. Grimm aus Cannſtatt, verw., Geſäßſchuß. Landwehrm.
David Siegle aus Untertürkheim, verw., Armſtreifſchuß. Land=
wehrm
. Anton Lanz aus Cannſtatt, verw., Armſchuß. Landwehrm.
Julius Ulmer aus Stuttgart, verw., Fußſchuß. Landwehrm. Mich.
Stein aus Stuttgart, verw., Armſchuß. Landwehrm. Phil. Zim=
mermann
aus Stuttgart=Heslach, verw., Fußſchuß. Landwehrm.
Chriſtian Mundle aus Stuttgart, verw Fußſohlenſchuß. Land=
wehrm
. Georg Schmid aus Pfahlbronn, O.=A. Welzheim, verw.,
Fußſchuß. Landwehrm. Ludwig Liebler aus Stuttgart, verw.,
Handſchuß. Landwehrm. Richard Marquard aus Stuttgart, verw.,
Schenkelſchuß. Landwehrm. Eugen Dritag aus Stuttgart, verw.,
Armſchuß. Landwehrm. Albert Löw aus Stuttgart, verw., Mittel=
fingerſchuß
. Landwehrm, Ubald Kleiſer aus Stuttgart, verw.,
Bauchſchuß. Landwehrm. Anton Stöhr aus Stuttgart, verw.,
Bauchſchuß. Landwehrm. Chriſtian Rupp aus Stuttgart, verm.
Landwehrm. Karl Maier aus Stuttgart=Degerloch, verm. Land=
vehrm
. Alfred Gotthardt aus Cannſtatt, verm. Landwehrm. Wilh.
Maurer aus Cannſtatt, verm. Landwehrm. Johannes Heinz aus
Stuttgart, verm. Landwehrmann Martin Reiber aus Untertürk=
heim
, verm. Landwehrmann Emil Bechtle aus Stuttgart, verm,
Landw. Johannes Schwab aus Stuttgart, verm. Landw. Jo=
hannes
Vetter aus Stuttgart=Berg, verm.
8. Komp.: Hptm. Hermann Schickhardt aus Ebingen, O.=A.
Balingen, ſchw. verw., Bruſtſchuß. Lt. Carl Pfleiderer aus
Balingen, gefallen, Bruſtſchuß. Lt. Cato Piſtorius aus Herren=
berg
, verw., I. Handgelenk, Weichteilſchuß. U.=O. Albert Hirth
aus Stuttgart, verw., Schulterſtreifſchuß. Gfr. Heinrich Reb=
horn
aus Untertürkheim, verw., Knöchelſchuß. Gfr. Hermann
Renkenberger aus Stuttgart, ſchw. verw., I. Hand. Gefr.
Julius Hehr aus Gablenberg=Stuttgart, verw., Schuß durch
Schenkel. Landw. Georg Baumann aus Stuttgart, verw.,
Kopfſchuß. Landw. Julius Baumann aus Stuttgart, verw.
Landw. Wilhelm Brändle aus Cannſtatt, verw. Landw. Jo=
hannes
Carl aus Stutgart, verw. Landw. Karl Gaſſert aus
Stuttgart=Heslach, verw., Prellſchuß am Unterarm. Landw.
Karl Härer aus Unterurbach, O.=A. Schorndorf, verw. Landw.
Paul Härer aus Stuttgart, verw. Landw. Otto Koſtenbader
aus Stuttgart, verw., Kopfſchuß. Landw. Gottfried Lebherz
aus Stuttgart, verw., Handſchuß links. Landw. Chriſtian
Maulbetſch aus Cannſtatt, verw., Fußſchuß. Landw. Johannes
Mühlbauer aus Stuttgart, verw., Armſchuß. Landw. Albert
Noller aus Stuttgart, verw. Landw. Friedrich Rößle aus
Stuttgart=Berg, verw.. Landw. Stefan Sommer aus Stuttgart
Heslach, verwundet. Landw. Hermann Schaad aus Stuttgart,
verw. Landw. Wilhelm Scheitterlein aus Cannſtatt, verwun=
det
, Fußſchuß. Landw. Wilhelm Schweizer aus Stuttgart=
Berg, verwundet, Bruſtſchuß. Landw. Georg Utz aus Stutt=
gart
, verw. Landw. Jakob Waibel aus Stuttgart, verw.
Landw. Wilhelm Dennochweiler aus Unterböbingen, O.=A.
Gmünd, verw. Landw. Fridolin Haas aus Cannſtatt, verw.,
Meichteilſchuß rechter Zeigefinger. Nieefeldwebel Joſef Ratt
aus Stuttgart=Gatsvurg, verm. Landw. Antoß Bauer aus
Stuttgart, verm. Landw. Kaver Bradl aus Cannſtati, verm.
Landw. Balth. Keßler aus Stuttgart, verm. Landw. Wilhelm
Wild aus Stuttgart, verm.
10. Komp.: Vfw. Eugen Bopp aus Altshauſen, O.=A. Saul=
gau
, l. verw., rechtes Bein. Landw. Joſef Sohmer aus Maria=
zell
, O.=A. Oberndorf, ſchw. verw., Kopf. U.=O. Auguſt Fuchs=
locher
aus Eßlingen, ſchw. verw., Bauch. Landw. Franz
Leipold aus Hauſen, O.=A. Rottweil, I. verw., r. Bein. Landw.
Fritz Baldenhofer aus Freudenſtadt, l. verw., r. Arm. Landw.
Eugen Haas, I. verw. I. Bein.
14. Komp.: Gfr. Karl Schmid aus Troſſingen, O.=A.
Schwenningen, gefallen. Gfr. Wilhelm Schmauder aus Betzin=
gen
, O.=A. Reutlingen, gefallen. Gfr. Gottlob Neher aus
Dürrwangen, O.=A. Balingen, verw., Ferſe am rechten Fuß
abgeſchoſſen. Landw. Karl Bodmer aus Hechingen (?), verw.,
3 Streiſſchüſſe. Landw. Friedrich Hefel aus Ebingen, O.=A.
Balingen, verw., Beinſchuß. Landw. Chriſtian Weißer aus
Streichen, O.=A. Balingen, verw., Schuß im Ellbogen. Landw.
Chriſtian Hirning aus Ohmenhauſen, O.=A. Reutlingen, verw.,
Schuß durch beide Backen. Landw. Gottfried Hipp aus Un=
dingen
, O.=A. Reutlingen, verw Kiefer durchſchoſſen. U.=O.
Otto Benz aus Stuttgart, vermißt. Landw. Heinrich Keller
aus Tübingen, verm. Landw. Chriſtian Weiß aus Tübingen,
verm. Landw. Jakob Glöckler I. aus Troſſingen, O.=A.
Schwenningen, verm.
15. Komp.: Gfr. Johannes Bäßler aus Obernvorf, verw.,
Fußſchuß. Landw. Friedrich Breitling aus Hauſen, verw.,
Arm= und Bruſtſchuß. Landw. Georg Dieterle aus Reutlingen,
verw., Oberſchenkelſchuß. Landw. Auauſt Kanavvel aus Klein=

villars, O.=A. Maulbronn, verw., Fußſchuß. Landw. Richard
Kramer aus Wellendingen, O.=A. Rottweil, verw., Bauchſchuß=
Landw. Friedrich Schick aus Bitz, O.=A. Balingen, verw.
Landw. Hermann Abel aus Hechingen, verm. Landw. Emil
Haller aus Altingen, verm. Landw. Kaver Angſt aus Schör=
zingen
, verm. Landw. Wilhelm Bucher aus Wellendingen,
O.=A. Rottweil, verm. Landw. Gottl. Weiß aus Reutlingen,
verm. Landw. Adolf Wenger aus Gölsdorf, verm.
Der Verbleib der nachſtehenden als vermißt Bezeichneten
hat ſich wie folgt aufgeklärt:
3. Komp.: Musk. Jakob Siegel aus Bickelsberg, O.=A
Sulz, erkrankt, Wundlaufen.
4. Komp.: Musk Johann Wößner aus Dornhan, O.=A.
Sulz, verw., Stich in den rechten Fuß.
5. Komp.: Reſ. Hermann Wild aus Lützenhardt, O.=A.
Horb, erkrankt, Wundlaufen. Reſ. Faver Witzelmaier aus
Lützenhardt, O=A. Horb, Verſtauchung des linken Fußgelenkes.
Gfr. d. Reſ. Karl Böſinger aus Sulz a. N., verw., Schuß in
den linken Fuß.
7. Komp.: Reſ. Martin Rauter (nicht Rauſer) aus Dieters
weiler, O.=A. Freudenſtadt, verw., Armſchuß rechts.
10. Komp.: Musketier Fritz Greiner aus Karlsruhe in
Baden, erkrankt, Herzerweiterung. Gfr. Karl Pfeffer aus Bi=
berach
O.=A. Stadt, Quetſchung des rechten Fußes.

Verluſtliſte Nr. 5.
Landwehrinfankerieregiment Nr. 121.
9. Komp.: Landwehrm. Wilhelm Bay aus Kleiningers=
heim
, O.=A. Beſigheim, verw. Landwehrm. Wilhelm Eber=
hard
aus Lauffen, O.=A. Beſigheim, verw. Landwehrm.
Chriſt. Schultz II aus Weinsbach, O.=A. Oehringen, verw.
Landwehrm. Wilhelm Keicher aus Erlenbach, O.=A. Neckar=
ſulm
, verw. Landwehrm. Auguſt Friedrich aus Eberſtadt,
O.=A. Weinsberg, verw. Landwehrm. Gottlieb Braun aus
Lauffen, O.=A. Beſigheim, verw. Landwehrm. Alber: Fein
auer aus Kleinaſpach, O.=A. Marba, verw. Landwehrm
Georg Keller aus Erdbach, O.=A. Mergentheim, verm. Land=
wehrm
. Joſef Kohler aus Hinterbüchelberg, O.=A. Aalen, verm.
Landwehrm. Guſtav Alber aus Gemmrigheim, O.=A. Beſig=
heim
, tot.
10. Komp.: U.=O. Karl Jentſch aus Ludwigsburg, verw.
U.=O. Hugo Eiſenmann aus Stuttgart, verw. Landwehrm.
Karl Gmehlich aus Neckarweſtheim, O.=A. Beſigheim, verw.
Landwehrm. Georg Heller aus Elpersheim, O.=A. Mergeni=
heim
, verw. Landwehrm. Hermann Kurzhals aus Köſen, Kr.
Naumburg (Preußen), verw. Landwehrm. Rudolf Pfeiffer
aus Herrenalb, O.=A. Neuenbürg, verw. Landwehrm. Adolf
Zehnle aus Reichenbach, B.=A. Lahr, verw. Landwehrm.
Friedrich Buſch aus Herrenzimmern, O.=A. Mergentheim=
verm
. Landwehrm. Karl Schneider aus Kleingartach, O.=Y
Brackenheim, verm. Landwehrm. Heinrich Schick, verw.
11. Komp.: Landwehrm. Joſef Schleiblinger aus Ulm, tot.
Landwehrm. Georg Jung aus Niederſtetten, O.=A. Gerabronn,
tot. Landwehrm. Wilhelm Steiger aus Bönnigheim, O.=A.
Beſigheim, tot. Landwehrm. Karl Friedrich Vogelmann aus
Heilbronn, tot. Landwehrm. Johann Ehnes aus Sigisweiler.
O.=A. Gerabronn, tot. Landwehrm. Friedrich Lober aus
Dünsbach, O.=A. Gerabronn, tot. U.=O. Wilhelm Brenner,
verw. Landwehrm. Friedrich Feucht aus Rutzenweiler, O.=A.
Weinsberg, verw. Landwehrm. Wilhelm Leiſer aus Ens=
lingen
, O.=A. Hall, verw. Landwehrm. Eugen Eberhardt aus
Stuttgart, verw. Landwehrm. Karl Schmoll aus Neckar=
gartach
, O.=A. Heilbronn, verw. Landwehrm. Karl Feinane.
aus Kleinaſpach, O.=A. Marbach, verw. Landwehrm. Guſtar
Simon aus Aalen, verw. Landwehrm. Friedrich Schiefer aus
Lauffen, O.=A. Beſigheim, verw. Landwehrm. Karl Waſſer=
mann
aus Großaſpach, O.=A. Backnang, verw. Landwehrm.
Aloys Bayer aus Talheim, O.=A. Heilbronn, verw. Tambour
Friedrich Sauſele aus Beſigheim, verw. Landwehrm. Wil=
helm
Schuſt aus Helmshofen, O.=A. Crailsheim, verw. Land=
wehrm
. Karl Späth aus Bönnigheim, O.=A. Beſigheim, verm.
Landwehrm. Gottlieb Fuchs aus Obereiſesheim, O.=A. Heil=
bronn
, verm. Landwehrm. Gottlob Betz aus Weinsberg,
verm. Landwehrm. Chriſtian Tiefenbach aus Gaisburg= Stutt=
gart
, verm. Landwehrm. Chriſtian Fellger aus Beſigheim,
verm. Landwehrm. Joſef Holder aus Bachenau, O.=A. Neckar=
ſulm
, verm. Landwehrm. Gottfried Binder aus Bönnigheim,
O.=A. Beſigheim, verm. Landwehrm. Johann Frank I aus
Bieringen. O.=A. Künzelsau, verm. Landwehrm. Albert Volk

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, 6. September 1914.

Nr. 245.

Gerh. Salomon aus Stuttgart, verw., Kopfſchuß. Vfw. Otto
Wirrlinger aus Rottweil, verw., Oberſchenkelſchuß. U.=O.
Hermann Stoll aus Rommelshauſen, O.=A. Cannſtatt, verw.,
Bruſtſchuß. Gfr. Heinrich Schulz aus Stuttgart, verw., Hüft=
ſchuß
. Gfr. Wilhelm Fr. Stückel aus Ditzingen, O.=A. Leon=
berg
, verw., Bauchſchuß. Gfr. Wilhelm Rieth aus Stuttgart,
verw., Bauchſchuß. Gfr. Friedrich Käfer aus Stuttgart, verw.
Gfr. Gottl. Etzel aus Nußdorf, O.=A. Vaihingen, verw., Arm=
ſchuß
. Gfr. Gottl. Bamer aus Gündelbach, O.=A. Maulbronn,
verw., Kieferſchuß. Landwehrm. Wilhelm Krauß aus Cann=
ſtatt
=Stuttgart, verwundet. Bruſtſchuß. Landwehrmann Wilhelm=
Schneider aus Leonberg, verw., Kopfſchuß. Landwehrm. Robert
Binder aus Darmsheim, O.=A. Böblingen, verw. Kopfſchuß.
Landwehrm. Adolf Bergetz aus Feuerbach, A.=O.=A. Stuttgart,
verw., Beinſchuß. Landwehrm. Robert Barall aus Wiernsheim,
O.=A. Maulbronn, verw., Rippenbruch. Landwehrm. Karl
Bauer aus Stuttgart, verw., Streifſchuß, Geſicht. Landwehrm.
Wilhelm Beſt aus Cannſtatt, verw., Rückenſchuß. Landwehrm.
Karl Eßlinger aus Heslach=Stuttgart, verw., Beinſchuß. Land=
wehrm
. Friedrich Glemſer aus Ludwigsburg, verw., Arm= und
Beinſchuß. Landwehrm. Math. Haller aus Feuerbach, A.=O.=A.
Stuttgart, verw., Hüft= und Wadenſchuß. Landwehrm. Karl
Hemminger aus Höfen, verw. Landwehrm. Chriſtian Maier
aus Stuttgart, verw., Beinſchuß. Landwehrm. Paul Möfner
aus Neckargröningen, O.=A. Ludwigsburg, verw., Backenſchuß.
Landwehrm. Julius Seeger aus Stuttgart, verw. Landwehrm.
Albert Retter aus Dürrmenz, O.=A. Maulbronn, verw. Land=
wehrm
. Karl Unrath aus Stuttgart, verw., Fußſchuß. Land=
wehrm
. Guſtav Zeller aus Stuttgart, verw., Schenkelſchuß.
Landwehrm. Friedrich Renz aus Derdingen, O.=A. Maulbronn,
verw., Schenkelſchuß. Gfr. Jakob Heß aus Dohracker, O.=A.
Cannſtatt, verm. Landwehrm. Karl Böhringer aus Nußdorf,
O.=A. Vaihingen, verm. Landwehrm. Gottl. Epple aus Rom=
melshauſen
, O.=A. Cannſtatt, verm. Landwehrm. Karl Frank
aus Nußdorf, O.=A. Vaihingen, verm. Landwehrm. Gottl!
Schieler aus Münſter, verm. Landwehrm. Gottl. Schneider
aus Schwieberdingen, O.=A. Ludwigsburg, verm. Landwehrm.
Friedrich Stoll aus Feuerbach, A.=O.=A. Stuttgart, verm. Land=
wehrm
. Karl Talmon aus Wiernsheim, O.=A. Maulbronn,
verm. Landwehrm. Ernſt Zimmermann aus Großſachſenheim,
O.=A. Vaihingen, verm.
2. Komp.: Landwehrm. Paul Traber aus Fellbach, O.=A.
Cannſtatt, gefallen. Vfw. Karl Auguſt Schmidt aus Magſtadt,
O.=A. Böblingen, verw., Schulter und Hüfte. Gfr. David
Krämer aus Uhlbach, O.=A. Cannſtatt, verw., Armſchuß. Gfr.
Robert Manz aus Stuttgart, verw., Armſchuß. Gfr. Johannes
Kuppinger aus Schönaich, O.=A. Böblingen, verw., Schuß im
Backen. Landwehrm. Friedrich Heinzelmann aus Feuerbach,
A.=O.=A. Stuttgart, verw., Schuß in der Seite. Landwehrm.
Johannes Reutter aus Ludwigsburg, verw. Landwehrm. Karl
Spohn aus Stuttgart, verw. Landwehrm. Karl Bubeck aus
Stuttgart Heslach, verw. Landwehrm. Hermann Pöſſel aus
Stuttgart, verw., Armſchuß. Landwehrm. Karl Joſef Amann
aus Weil im Dorf, O.=A. Leonberg, verw, Schulterſchuß. Land=
wehrm
. Gottl, Rebmann aus Schönaich, O.=A. Böblingen, verw.,
Schulterſchuß. Landwehrm. Heinrich Gottl. Schnitzler aus Lud=
wigsburg
, verw., Armſchuß. Landwehrm. Karl Wilhelm Schnabel
aus Cannſtatt=Stuttgart, verw., Handſchuß. Landwehrm. Jo=
hann
Jakob Wemmer aus Münchingen, O.=A. Leonberg, verw.,
Fußſchuß. Landwehrm. Johannes Ehnis aus Vaihingen, A.=O.=
A. Stuttgart, verw., Fingerſchuß. Landwehrm. Guſtav Kohler
aus Vaihingen, A.=O.=A. Stuttgark, vern ., Streifſchuß. Land=
wehrm
. Karl Bruno Engler aus Stuttgart, verw., Streifſchuß
Hüfte und Arm.
3. Komp.: Vfw. Emanuel Roth II aus Stuttgart, berw.,
Geſäßſchuß. Vfw. Friedrich Fiſcher aus Stuttgart, verw., Streif=,
ſchuß am Oberſchenkel. Vfw. Otto Zehender aus Stuttgart,
verw., Knieſchuß. U.=O. Karl Kaupp aus Stuttgart, verw.,
Rückenmarkſchuß. U.=O. Guſtav Huppenbauer aus Untertürk=
heim
=Stuttgart, verw., Wadenſchuß. U.=O. Karl Ernſt aus
Oeffingen, O.=A. Cannſtatt, verw., Schuß in Unterfuß. Gfr.
Richard Barth aus Degerloch=Stuttgart, verw. Gfr. Wilhelm
Sauer aus Markgröningen, O.=A. Ludwigsburg, verw., Knochen=
ſchuß
. Gfr. Karl Kälble aus Feuerbach, A.=O.=A. Stuttgart,
verw., Schrappnellſchuß am Kopf. Gfr. Leonhard Schempp aus
Stuttgart, verw., Schuß im Fuß. Landwehrm. Karl Löffler aus
Sillenbuch, O.=A. Cannſtatt, verw., Schrappnellſchuß Fuß und
Hand. Landwehrm. Ernſt Seitz aus Stuttgart, verw. Land=
wehrm
. Ernſt Kieß aus Ludwigsburg, verw., Schüſſe in beide
Oberſchenkel. Landwehrm. Karl Kübler aus Merklingen, O.=A.
Leonberg, verw., Schuß in Oberſchenkel. Landwehrm. Chriſtian
Bantleon aus Unterturkheim=Stuttgart, verw., Schuß im Fuß.

Landwehrm. Emil Gerhardt aus Asperg, verw., Armſchuß. Land=
wehrm
. Gottl. Stieß aus Enzberg, verw., Armſchuß. Landwehrm.)
Leonhard Truckſeß aus Hochdorf, O.=A. Vaihingen, verw., Streif=
ſchuß
Hüfte. Landwehrm. Eugen Hofmeiſter aus Stuttgart,
verw., Schuß in Unterfuß. Landwehrm. Heinrich Berje aus
Stuttgart, verw., Schuß in Fuß. Gfr. Wilhelm Pfäffle aus
Zuffenhauſen, verm. Landwehrm. Karl Metzger aus Plieningen,
verm. Landwehrm. Paul Kurz aus Asperg, verm. Landwehrm.
Paul Fröſchle aus Riedenberg, Gemeinde Birkach, verm. Land=
wehrm
. Chriſtian Hörz aus Bernhauſen, O.=A. Stuttgart, verm.
4. Komp.: U.=O. Eugen Maier aus Wangen=Stuttgart,
gefallen. O.=Lt. Julius Lemppenan aus Stuttgart, verw., zwei
Streifſchüſſe. Vfw. Karl Barchert aus Stuttgart, verw., Bruſt=
ſchuß
. U.=O. Max Bunz aus Stuttgart, verw. Seitenſchuß, Ge=
icht
und Schulter. Gfr. Sebaſtian Bitterwolf aus Stuttgart,
verw. Landwehrm. Ernſt Schmauz aus Asperg, verw. Land=
wehrm
. Joſef Munding aus Zuffenhauſen, verw. Landwehrm.
Gotthard Schnauffer aus Heimsheim, O.=A. Leonberg, verw.
Landwehrm. Joſef Krattenmacher aus Möhringen, A.=O.=A.
Stuttgart, verw. Landwehrm. Johann Vohl aus Bernhauſen,
A.=O.=A. Stuttgart, verw. Landwehrm. Johannes Schraitle aus
Bernhauſen, A.=O.=A. Stuttgart, verw. Landwehrm. Anguſt
Binder aus Stuttgart, verw. Landwehrm. Gotth. Neuffer aus
Holzgerlingen, O.=A. Böblingen, verw. Landwehrm. Paul
Ebinger aus Münſter, O.=A. Cannſtatt, verw. Landwehrm.
Wilhelm Laich aus Vaihingen a. F., verw. Landwehrm. Paul
Heinle aus Vaihingen a. F., verw. Landwehrin. Jakod Fuchs
aus Stammheim, O.=A. Ludwigsburg, verw. Landwehrm. Gottl.
Konrad aus Schützingen, O.=A. Maulbronn, verw. Landwehrm.
Ernſt Ruoff aus Leonberg, verw. Landwehrm. Friedrich Endriß
aus Schmiden, O.=A. Cannſtart, verw. Landwehrm. Gottfried
Roth aus Stuttgart, verwundet. Landwehrm. Georg Mühlberger
aus Böblingen verwundet. Landwehrmann Franz Ziſchkau
aus Botnang, A.=O.=A. Stuttgart verwundet.
Landwehrm. Wilhelm Widmann aus Ludwigsburg, verw. U.=O
Julius Streeb aus Illingen, O.=A. Maulbronn, verm. Gfr. Chr.
Gipſer aus Ludwigsburg, verm. Gfr. Eugen Maile aus Stutt=
gart
, verm. Gfr. Ernſt Arnold aus Oelbronn, O.=A. Maulbronn,
verm. Landwehrm. Alfred Illmann aus Stuttgart, verm. Land=
wehrm
. Emil Scherig aus Botnang, A.=O.=A. Stuttgart, verm.
Landwehrm. Guſtav Schaber aus Uhlbach, O.=A. Cannſtatt, verm.
Landwehrm. Johannes Bär aus Sindelfingen, O.=A. Vöblingen,
verm. Landwehrm. Joſeph Dietelmaier aus Stuttgart, verm.
5. Komp.: Landwehrm. Martin Längerer aus Stuttgart, gef.
Landwehrm. Auguſt Lipps aus Stuttgart, gefallen. Vfw. Richard
Beuter aus Stuttgart=Berg, verw. U.=O. Jakob Kurz aus Schorn=
bach
, O.=A. Schorndorf, verw. Gfr. Fritz Baumgärtner aus Stutt=
gart
=Degerloch, verw., Schuß in Schulter und Fuß. Landwehrm,
Heinrich Biſchof aus Stuttgart, verw., Bauchſchuß. Landwehrm.
Richard Beck aus Cannſtatt=Stuttgart, verw., leichte Kopfwunde.
Landwehrm. Wilhelm Bürk aus Untertürkheim, verw., Schuß in di
rechten Oberſchenkel. Landwehrm. Karl Bohm aus Untertürkheim,
verw., Beinſchuß. Landwehrm. Paul Fitzek aus Stuttgart, verw.
Handſchuß. Landwehrm. Wilhelm Stolte aus Stuttgart, verw.,
Beinſchuß. Landwehrm. Heinrich Junker aus Stuktgart, verw.,
Schuß rechter Oberſchenkel. Landwehrm. Hermann Claß aus
Cannſtatt, verm. Landwehrm. Paul Engelhardt aus Untertürk=
heim
, verm. Gfr. Hermann Gaßmann aus Wangen=Stuttgart,
verm. Gfr. Karl Mühlbayer aus Stuttgart, verm. Landwehrm
Wilhelm Zaiß aus Untertürkheim, verm.
6. Komp.: Vfw. Fritz Arndts aus Cöln, verw., Kehlſchuß,
Vfw. Johannes Götz aus Cannſtatt, verw., Bajonettſtich am Fuß.
U.=O. Karl Sauer aus Stuttgart, verw., Oberarmſchuß. Gfr
Wilhelm Decker aus Stuttgart, verw., Achſelſchuß. Gfr. Georg
Kozel aus Stuttgart, verw., Bauchſchuß. Landwehrm. Wilhelm
Böhmler aus Stuttgart, verw., Bruſtſchuß. Landwehrm. Jakob
Somik aus Stuttgart, verw., Bauchſchuß. Landwehrm. Ernſt Wät
gerle aus Stuttgark, verw., Kopfſchuß. Landwehrm. Louis Eiſent
mann aus Stuttgart, verw., Unterſchenkelſchuß. Landwehrm. Joſe
Geiger aus Gmünd, verw., Streifſchuß am Hals. Landwehrm
Wilhelm Heſſel aus Schnait, O.=A. Schorndorf, verw., Schuß anz
Arm. Landwehrm. Georg Maier aus Lorch, O.=A. Welzheim,
verw., Fußſchuß. Landwehrm. Georg Meiſer aus Stuttgart= Hes=
lach
, verw. Vfw. Konrad Menzel aus Liegnitz, verm. Landwehrl
mann Wilhelm Gölz aus Stuttgart, verm. Landwehrm. Georg
Hammer aus Stuttgart, verm. Landwehrm, Friedrich Hornickef
aus Stuttgart, verm.
7. Komp.: Landwehrm. Jakob Schöttl aus Cannſtatt, gefallen,
Kopfſchuß. Vfw Walter Kurz aus Stuttgart, verw., Kopfſchußf
U.=O. Wilhelm Holzwarth aus Stuttgart, verw., Armſchuß. U.=O)
Ernſt Beiher aus Stuttgart, verw., Fußſtreifſchuß. Gfr. Ri
Schrempf aus Stuttgart, verw., Bauch=. Gefäß= und Armſchuß

Nr. 245.

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, 6. September 1914.

Seite 3.

Grenadierregimeni Nr. 9, Stargard i. P.
I. Komp.: Lt. d. Reſ. Wilhelm Klenichenz, verw,
4. Komp.: Musk. Franz Rupp, verw.
Grenadieregimenk Nr. 10, Schweidnitz.
1. Komp.: Reſ. Guſtav Brauſe, verw. Reſ. Paul Müller,
berw. Gfr. d. Reſ. Adolf Rauer, verw.
3. Komp.: Gfr. d. Reſ. Walter Donat, verw. Reſ. Oswald
Prauſe, verw. Wehrm. Karl Riediger, verw. Reſ. Hermann
Scholz, verw.
4. Komp.: Gren. Johann Müller, verw.
5. Komp.: Gfr. d. Reſ. Otto Gabriel, verw. Reſ. Alfred
Kleiner, verw. Gren. Joſeph Kowol, verw.
6. Komp.: Gfr. Heinrich Röcker, verw. Gfr. Martin Tſchorn,
verwundet.
7. Komp.: Gren. Johann Lauer, verw. Reſ. Joſef Reska,
verw. Gren, Heinrich Sigmunt, verw. Vizefw. Paul Weirauch,
verw. Gren. Nikolaus Wochnick, verw. Gren. Alfred Wengel,
verwundet.
8. Komp.: Reſ. Paul Richter, verw. U.=O. Erwin Titze,
verwundet.
9. Komp.: Füſ. Franz Marczok, verw. Füſ. Joſef Swienty,
berw. Füſ. Paul Scholz II., verw. Gren. Paul Wyſtrach, verw.
10. Komp.: Reſ. Bruno Bote, verw. Reſ. Erich Koſch, verw.
U.=O Friedrich Normaſt, verw. Gren. Viktor Ziol, verw.
11. Komp.: Reſ. Bruno Welzel, verw.
12. Komp.: Reſ. Paul Bernte, verw. Reſ. Wilhelm Meja,
verw. Füſ. Auguſt Paul, verw.
Maſchinengewehrkomp.: Gren. Johann Piolſeck, verw,
Reſerveinfankerieregiment Nr. 24, Prenzlau.
10. Komp.: Reſ. Emil Spillner aus Berlin, tot.
Infankerieregiment Nr. 30, Saarlouis.
9. Komp.: Musk. Auguſt André aus Binſcheid, Kr. Prüm,
ſtot. Musk. Paul Stehlow aus Kolberg, tot. Reſ. Fritz Ambroſius
aus Heilden, Kr. Düſſeldorf, tot. Musk. Georg Albert Huy aus
Allendorf, Kr. Witzenhauſen, l. verw. Musk. Jakob Theiſen aus
Platten, Kr. Wittlich, l. verw. Reſ. Wilhelm Holzberg aus
Werſten, Kr. Düſſeldorf, l. verw. Reſ. Heinrich Mengwaſſer
aus Düſſeldorf=Eller, I. verw. Reſ. Auguſt Loer aus Hagen, Kr.
Arnsberg, l. verw. Reſ. Karl Friedrichs aus Düſſeldorf, verm.
10. Komp.: Lt. Kurt Schmidt, l. verw. Reſ. Hermann Vahl=
ſſing
, tot. Reſ. Franz Schuhmacher aus Düſſeldorf=Oberbilk, tot.
Reſ. Heinrich Triſchmann aus Würzburg i. Bay., ſchw. verw. Reſ.
Karl Grote aus Düſſeldorf, ſchw. verw. Horniſt Mathias Weiß
aus Leiwen, Kr. Trier=Land, ſchw. verw. Reſ. Peſch, ſchw. verw.
Musk. Nikolaus Reinwald aus Außen, Kr. Saarlouis, I. verw.
11. Komp.: Lt. d. Reſ. Walter Gräbner aus Sangerhauſen,
l. verw. Lt. d. Reſ. Willy Hoffmeiſter aus Volpe, Kr. Neuhaldens=
leben
, l. verw. U.=O. Philipp Berg aus Gillenfeld, Kr. Daun, tot.
U.=O. Matthias Müller aus Niederleuken, Kr. Saarburg, ſchw.
verw. Gfr. Franziskus Sänger aus Buweiler, Kr. Trier, I. verw.
Gfr. Nikolaus Stock I aus Lückenburg, Kr. Berncaſtel, I. verw.
Musk. Joſef Amann aus Lisdorf, Kr. Saarlouis, ſchw. verw.
Musk. Bruno Berend aus Danzig, ſchw. verw. Musk. Johann
Gerhard aus Hüttersdorf, Kr. Saarlouis, l. verw. Musk. Paul
Kahl aus Bergem, Kr. Weimar, ſchw. verw. Musk. Georg Kiefer
ſaus Landsweiler, Kr. Trier, ſchw. verw. Musk. Pietzko aus
Kattowitz, ſchw. verw. Musk. Hermann Hähncken aus Wanne,
Kr. Gelſenkirchen, verm. Reſ. Wilhelm Hein aus Betſchina,
Kr. Militſch, verm. Reſ.Knipp aus Düſſeldorf, verm. Gfr. d.
Reſ. Heinrich Kurz aus Düſſeldorf, verm. Gfr. d. Reſ. Hermann
Schwartz aus Petersdorf, Kr. Wehlau, verm. Gfr. d. Reſ. Peter
Welters aus Amem, Kr. Kempen, verm. Gfr. d. Reſ. Tollik
ſaus Reikau, verm. Musk. Kreuſch, verm. Musk. Johann Röhn
aus Saarlouis, ſchw. verw. Einj.=Freiw. Alfred Müller aus
Buſendorf, Kr. Bolche, ſchw. verw. Reſ. Johann Boms aus
Düſſeldorf, ſchw. verw. Reſ. Johann Döll aus Atzenhain, Kr.
Alsfeld, verm. Reſ. Emil Jacobs aus Südernzig, Kr. Reckling=
hauſen
, ſchw. verw. Reſ. Albert Rothländer aus Düſſeldorf, I.
verw. Reſ. Hubert Simons aus Aachen, I. verw. Reſ. Guſtav
Sittmann aus Erkrath, Kr. Düſſeldorf, ſchw. verw. Musk. Johann
Hein aus Waſſerlieſch, Kr. Trier, verm. Musk. Moritz Mayer
aus Könen, Kr. Trier, vermißt.
12. Komp.: Musk. Mathias Hein aus Reinſport, Kr. Fern=
kaſtel
, tot. Musk. d. Reſ. Paul Sterzing aus Düſſeldorf, tot.
Reſ. Jakob Sobzack aus Neinau, Kr. Hohenſalza, tot. Musk.
Fohann Schröder aus Eickel, Kr. Gelſenkirchen, l. verw. Gfr.
Nikolaus Zerth aus Mühlfeld, Kr. Trier, verm. Musk. Friedrich
Schabio aus Föhren, Kr. Trier, verm. Musk. Wilhelm Kuſſen

aus Berdenberg, Kr. Aachen, verm. Reſ. Heinrich Siebler aus
Karlsruhe, verm. Reſ. Wilhelm Rehfeldt aus Düſſeldorf, verm.
Reſ. Heinrich Ende aus Mettmann, Kr. Düſſeldorf, verm. Musk.
Mathias Reitz aus Malborn, Kr. Berncaſtel, tot. Musk. Juſtus
Auguſt Anton Hanfland aus Caſſel, ſchw. verw. Musk. Johann
Konrad Hähner aus Caſſel, ſchw. verw. Horniſt Jakob Kleuſch
aus Nieder=Prüm, ſchw. verw. Musk. Theodor Michels I aus
Niederehe, Kr. Daun, l. verw. Tombour Ernſt Thomas Stieren
aus Fließem, Kr. Bitburg, ſchw. verw. Musk. Georg Neuner
aus Viereth, Kr. Oberfranken, ſchw. verw. Musk. d. Reſ. Adam
Ketzer aus Kieſelbach, Kr. Simmern, ſchw. verw. Musk. d. Reſ=
Hermann Oerding aus Düſſeldorf, ſchw. verw. Mbsk. d. Reſ!
Karl Keßler aus Ornütz, Kr. Koblenz=Land, ſchw. verw. Muskl
d. Reſ. Otto Maus aus Düſſeldorf, l. verw.
Infankerieregimenk Nr. 31, Alkona.
5. Komp.: Reſ. Ernſt Gaſtmeier, verwundet,
Landwehrinfankerieregiment Nr. 40, Mannheim und
Karlsruhe.
Ohne Angabe der Kompagnie: Lt. Eckerleben, verw. u. berm
Reſerveinfankerieregiment Nr. 48, Angermünde.
12. Komp.: Wehrm. Paul Conrad, verw.
Ohne Angabe der Kompagnie: Reſ. Franz Brockmeyer, berw)
Infankerieregiment Nr. 55, Bielefeld.
5. Komp.: Vfw. Althoff, tot. Wusk. Lange I, tok. Musk,
Brewe, tot. Musk. Sunderkötter, tot. Musk. Scholten, tot=
Musk. Wehmhöner, tot. Gfr. Biskamp, tot, Musk. Schlüter, tot=
7. Komp.: Musk. Martens, tot.
Reſerveinfankerieregiment Nr. 56, Truppenübungsplaß
Friedrichsfeld..
7. Komp.: Reſ. Albert Liesziewitz, verw.
Infankerieregiment Nr. 61, Thora.
1. Komp.: Musk. Leo Gromonski, verw. U.=O. d. Reſ.
Friedrich Emil Hinkelmann, verw. Musk. Wilhelm Kahl, verw.
Gfr. Otto Kloth, verw. Musk. Guſtav Neumann, verw. Musk!
Walter Wittenburg, verw. Reſ. Johann Wittkowski, verwundet,
2. Komp.: Musk. Willi Ditzell, verw. Musk. Ernſt Dunſe,
verw. Musk. Wolf Gutreel, verw. Musk. Peter Limberg, verwi
U.=O. d. Reſ. Max Loga, verw. Musk. Johann Nagorski, verw.
Musk. Friedrich Nordſiek, verw. Musk. Otto Patzke, verw. Musk!
Hugo Prill, verw. Reſ. Otto Sadowski, verw.
3. Komp.: Musk. Auguſt Altepoſt, verw. Musk. Friedrich
Bäcker, verw. Musk. Johann Blank, verw. Reſ. Anton Schamocki=
verw
. Reſ. Theophil Winkus, verw.
4. Komp.: Musk. Bernhard Albrecht, verw. Reſ. Auguſt
Brüß, verw. Musk. Leo Klamann, verw. Musk. Helmuth Fer=
dinand
Krauſe, verwundet.
5. Komp.: Reſ. Albert Kanthak, verw. Reſ. Bernhard
Kreuz, verw. Reſ. Franz Loubowski, verw. Reeſ. Johann Meyer,
verw. Reſ. Emil Otto Reinhold Pridöhl, verw. Musk. Otto
Wolter, verw.
6. Komp.: Musk. Ernſt Diercks, verw. Musk. Ludwig Emil
Feddern, verw. Musk. Friedrich Rogahn, verwundet.
7. Komp.: Reſ. Franz Black, verw. Musk. Wilhelm Villex=
verwundet
.
8. Komp.: Musk. Heinrich Beuße, verw. Musk. Johann
Klümper, verw. Vfw. Offizier=Stellvertr. Reinhard Lottich, verw.
Musk. Hans Marquardt, verw. Musk. Karl Noffke, verw. Musk!
Max Papenfuß, verw. Musk. Karl Siemers, verw. Musk. Franz
Strehlow, verw. Musk. Otto Wunder, verw.
9. Komp.: Musk. Martin Orbach, verwundek.
10. Komp.: Musk. Karl Braun, verw. Reſ. Anton Jablowski,
verwundet.
12. Komp.: Musk. Franz Kabbe, verw. Reſ.Franz Koenig,
vberw. Musk. Max Krien, verw. Reſ. Auguſt Lukaszewicz, verwi
Musk. Max Melchert, verw. Reſ. Clemens von Oſtrowsky, verwi
Musk. Rudolf Thoranſch, verw. Wehrm. Joſef Wanſel, verwl
Maſchinengewrhekompagnie: U.=O. Richard Hagen, verw.
Ohne Kompagnieangabe: Musk. Theodor Klovp III, verw.
Karl Lindſtedt, verwundet,
Landwehrinfankerieregimenk Nr. 65, Koblenz.
10. Komp.: Wehrm. Johann Peter Hilgenbach, verw.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, 6. September 1914.

Nr. 245.

mann verw. Gren. Joſef Krein, verw. Gren. Karl Friedrich
Kroner, verw. Gren. Adolf Müller, verw.
9. Komp.: Joſef Hoffmann, verw. Gefr. Hugo Köhrer,
verw. Gren. Robert Maier VI, verw. Gren. Joſef Neff,
verw. Gren. Adam Reinhardt, verw. Vizefeldw. Ludwig
Solz, verw.
10. Komp.: Karl Huber, verw. Gren. Richard Schwarz,
verw.
Maſchinengewehrkomp.: Gefr. Karl Köndgen, verw. Gren.
Auguſt Moos, verw.
Ohne Kompagnieangabe: Gren. Heinrich Achſtetter, verw.
Gren. Peter Deufel, verw. Gren. Franz Dewald, verw.
Gren. Paum Greintzer, verw. Gren. Franz Haaf, verw.
Gren. Joſef Knapp, verw. Musk. Karl Mehrer, verw. Gren.
Adam Müller III, verw. Gren. Andreas Pflüger, verw. Gren.
Albert Weigand, verw. Gren. Leopold Zähringer, verw.
Gren. Emil Supper, verw.
Infanterieregiment Nr. 129, Graudenz.
1. Komp.: Musk. Otto Anders, verw. Musk. Guſtav Bark=
mann
, verw. Musk. Hieronymus Linnemann, verw. Musk!
Alexander Nemeth, verw. Horniſt Franz Portee, verw.
Reſ. Bernhard Schmidtke, verw. Reſ. Guſtav Ziebarth, verw.
2. Komp.: Musk. Erich Dannenberg, verw. Reſ. Erich
Dettbarn, verw. Musk. Walter Freytag, verw. Musk. Albert
Glienke, verw. Reſ. Wladislaus Kordalski, verw. Reſ. Emil
Kurth, verw. Gefr. d. Reſ. Johann Kaſanetzki, verw. Musk.
Andreas Lüth, verw. Reſ. Guſtav Laſt, verw. Reſ. Joſef
Lipski, verw. Reſ. Emil Plath, verw. U.=O. Joſef Potulski,
verw. Musk. Paul Pukropp, verw. Musk. Friedrich Remzi=
kowski
II, verw. Musk. Otto Romſchikowski, verw. Reſ.
Karl Silke, verw. Reſ. Paul Stach, verw. Reſ. Paul Schulz,
verw. Reſ. Emil Weierke, verw. Vizefeldw. Otto Wagner,
verw.
3. Komp.: Reſ. Karl Arhnt, verw. Musk. Bruno Bareut,
verw. Musk. Ernſt Budwig, verw. Musk. Wilhelm Flanz,
verw. Reſ.Wilhelm Fernow, verw. Musk. Wilhelm Gorzelic,
verw. Musk. Martin Klein, verw. Reſ. Franz Röſchke, verw.
Muskl. Martin Strauß, verw. Reſ. Franz Wolff, verw.
Reſ. Hermann Zablonski, verw.
4. Komp.: Reſ. Otto Dombrowe, verw. Musk. Wilhelm
Hoffmann, verw. Reſ. Anton Kirchhoff, verw. Gefr. Max
Pommering, verw. Reſ. Reinhold Senger, verw. Musk.
Auguſt Stöber, verw.
5. Komp.: Reſ. Adolf Boeſe, verw. Musk. Hermann
Madeia, verw. Reſ. Ludwig Röder, verw. Reſ. Carl Uehrle,
verw. Musk. Anaſtaſius Zientarski, verw.
6. Komp.: Musk. Max Dambrowski, verw. Musk. Fried=
rich
Groth, verw. U.=O. Herbert Kaldowski, verw. Gefr.
Emil Kayſer, verw. Gefr. Friedrich Stüwe, verw. Musk.
Walter Schüler, verw. U.=O. d. Reſ. Herm. Windelband,
verw.
7. Komp.: Musk. Leo Auguſt Grzegowsky, verw. Musk.,
Carl Schlüter, verw. Musk. Bruno Scholz, verw. Musk.
Robert Wagner, verw. Musk. Walter Wilms, verw.
8. Komp.: Musk. Heinrich, Adler, verw. Reſ. Hermann
Pollack, verw. Reſ. Otto Zaganowski, verw.
9. Komp.: Gefr. Avalbert Kuharczyk, verw. Reſ. Franz.
Mahron, verw. Musk. Guſtav Matthieſen, verw. Reſ. Franz
Schmökel, verw. Musk. Rudolf Tuchel, verw. Musk. Guſtav
Wraske, verw.
10. Komp.: Reſ. Otto Elſäßer, verw. Musk. Valentin
Pishardt, verw.
11. Komp.: Reſ. Willy Boje, verw. Musk. Heinrich
Friſchmuth, verw. Reſ. Franz Funk, verw. Gefr. d. Ref.
Hermann Ksſanke, verw. Reſ. Emil Krauſe II, verw. Musk.
Arthur Nietz, verw. Musk. Alwin Pagel, verw. Gefr. d. Ref.
Johann Rahn, verw. Reſ. Paul Stricker, verw. Reſ. Guſtau
Schwarz, verw. Reſ. Max Wogatzle, verw. Musk. Emil
Zinnall, verw.
12. Komp.: U.=O. d. Reſ. Theodor Fritz, verw. Musk.
Wilhelm Metzer, verw. Reſ. Hermann Neubauer, verw.
Musk. Friedrich Schmitz, verw.
Ohne Kampagnieangabe: Musk. Heinrich Braaſch, verw.
Vizeſeidw. d. Reſ. Emil Bender, verw. Musk. Joſef Mas
jewski, verw. Musk. Emanuel Rudolf Neumeyer, verw.
Infanierieregiment Nr. 149, Schneidemähl.
5. Komp.: Vizefeldw. Otto Bahr, verw. Reſ. Peter
Dolny, verw. Musk. Wilhelm Nikolay, verw. Einj.=Freiw,
Gefr. Paul Tonn, verw. Gefr. Wilhelm Witzke, verw.

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, 6. September 1914.
Nr. 245.

Grenadierregiment Nr. 89, Schwerin,
Leibkomp.: Hptm. Paul Friedr. von Kühlewein aus
SSchwerin tot. Lt. Graf Chriſtian von Bernſtorff aus Schwe=
rin
, tot. U.=O. Fritz Böckmann aus Gnemern, tot. U.=O.
Karl Schliemann aus Roſtock, tot. Einj. U.=O. Georg Goerß
aus Parum, Kr. Wittenberg, tot. U.=O. Paul Boy aus Levin,
Kr. Malchin, ſchw. verw. Gefr. Fritz Gottſchalk aus Koſſebade,
Kr. Parchim, ſchw. verw. Gren. Otto Aſter aus Neukalm,
Kr. Malchin, verm. Tambour Helmuth Buſchmann aus Neu=
ſtadt
, Kr. Ludwigsluſt, I. verw. Gren. Friedrich Kammin
aus Roſtock, tot. Gren. Paul Behring aus Consrade, Kr.
Schwerin, verm. Gren. Hermann Braß aus Malchin, verm
Gren. Karl Dahnke aus Damerow, Kr. Waren, I. verw.
Gren. Wilhelm Godenrath aus Garlitz, Kr. Hagenow, tot.
Gren. Rudolf Ihde I aus Dönitz, Kr. Ludwigsluſt, tot. Gren.
Ernſt Litzendorf aus Daſſow, Kr. Grevesmühlen, verm. Gren.
Otto Lohauſen aus Alsleben, Kr. Halle a. S., verm. Gren,
Wilhelm Nevermann aus Reppentin, Kr. Parchim, verm
Gren. Hermann Daſſow aus Doberan, tot. Reſ. Walter
Dreyer aus Schwerin, tot. Reſ. Hans Waßmann aus Zepe=
lin
, Kr. Doberan, tot. Serg. u. Regimentstambour Wilhelm
Kempke aus Schwerin, I. verw. Gren. Friedrich Caspar aus
Berlin, verm. Gren. Hermann Bez aus Hamburg, verm
Gren. Paul Auſt aus Wismar, verw. Gren. Otto Bade aus
Hamburg, verm. Gren. Johann Prybylski aus Crapewo
Kr. Neutomiſchel, verm.
2. Komp.: Gefr. Fritz Garrelmann aus Schwerin, I. verw.
Gefr. Otto Hubert aus Goldberg, Kr. Parchim, tot. Einj.=
Freiw. Gefr. Fritz Lindner aus Hamburg, tot. Einj.=Freiw.
Theodor Schwarz aus Hamburg, tot. Gren. Wilhelm Meyer
aus Ottersberg, Kr. Achim, tot. Gren. Wilhelm Bartels aus
Grabow, Kr. Ludwigsluſt, I. verw. Gren. Karl Evert aus
Herzfeldt, Kr. Ludwigsluſt, I. verw. Gren. Guſtav Möſer
aus Teterow Kr. Malchin, I. verw. Einj.=Freiw. Franz
Meendſen=Bohlken aus Brake, I. verw. Vizefeldw. Paul
Guſtavus aus Sonnenburg, Kr. Oſt=Sternberg, I. verw. Gefr.
Johannes Renter aus Schwerin, l. verw. Einj.=Freiw. Gefr.
Bernhard Romberg aus Dömitz, Kr. Ludwigsluſt, l. verw.
Gren. Hermann Lübke aus Barnim, Kr. Schwerin, verm.
3. Komp.: U.=O. Karl Kaaſe aus Ludwigsluſt, verm.
Einj.=Freiw. U.=O. Rolf Abel aus Roſtock, I. verw. Fahnen=
junker
Gerd Freiherr Quad aus Stettin, ſchw. verw. Gefr.
Fritz Klinkmann aus Schwaan, Kr. Roſtock, verm. Gefr!
Paul Timmermann aus Giſchow, Kr. Parchim, I. verw. Gten
Wilhelm Weſſel aus Gottin, Kr. Güſtrow, verm. Gren,
Albert Brinkmann aus Balow. Kr. Ludwigsluſt, I. verw.
Gren. Ernſt Stieger aus Kuhlenfeld, Kr. Hagenow, verw.
Gren. Johann Odenburg aus Jamel, Kr. Grevesmühlen,
verw. Gren. Otto Rädke aus Ludwigsluſt, verw. Einj.=
Freiw. Bernhold Reinecke aus Groß=Salze, Kr. Kalbe, verw.
Einj.=Freiw. Bernhard Feilcke aus Neuſtadt, Kr. Ludwigs=
luſt
, verw. Gren. Willi Wendt aus Schwerin, tot. Gren.
Paul Kruſe aus Hof=Meteln, verm. Gren. Joachim Stensloff
aus Zahrensdorf, Kr. Wismar, verm.
4. Komp.: Serg. Rudolf Jenßen aus Kröpelin, Kr. Dobe=
ran
, verm. U.=O. d. Reſ. Friedrich Reinwein aus Schwerin,
verm. Einj.=Freiw. Gefr. Werner Seyderhelm aus Wands=
bek
, Kr. Hamburg, verw. Einj.=Freiw. Karl Voß aus Stick=
hauſen
, Kr. Leer, verw. Gren. Wilhelm Grevesmühl aus
Wickendorf, Kr. Schwerin, verw.
Grenadierregiment Nr. 109, Karlsruhe.
1. Komp.: Gren. Otto Moſchel, verw.
2. Komp.: Gren. Arnold Ebner, verw.
3. Komp.: Gren. Joſef Waßmer, verw. Gefr. Wilhelm.
Amann, verw. Leonhardt Gärtner, verw. Gren. Franz Hau,
verw. Horniſt Wilhelm Herbold, verw. Gefr. Wilhelm Hut=
macher
, verw. Einj.=Freiw. Hugo Leubert, verw. Gren.
Ernſt Ludin, verw. Gren. Stefan Meder, verw. Gren.
Müler II, verw. Gren. Leo Pflieger verw. U.=O. Rudolf
Seifried, verw. Gren. Friedrich Ullrich, verw.
4. Komp.: Gren. Franz Abele, verw. Vizefeldw. Heinrich
Beck, verw. Gren. Karl Bernhardt, verw. Gefr. Auguſt Grau.
verw. Gren. Otto Hornung, verw. Gren. Wilhelm Hötzel,
verw. Gren. Paul Regenſcheit, verw. Gren. Adolf Riel,
verw.
5. Komp.: Reſ. Emil Böhmer, verw. Wilhelm Englert,
verw. Gren. Hermann Maier I, verw.
6. Komp.: Gren. Friedrich Breitenbücher, verw. Reſ.
Ernſt Eiche, verw. Kurt König, verw.
7. Komp.: Gren. Emil Berfet, verw. Gren. Bernhard
Kopp, verw. Gren. Emil Augenſtein, verw.
8. Komp.; Gren. Karl Geng, verw. Gren. Konrad Groß=

Gfr. Karl Stolz aus Künzelsau, Württemberg, verwundet.
Ulan Ludwig Karl aus Retzbach, B.=A. Karlſtadt, verwundet.
Ulan Anton Thein aus Iphofen, B.=A. Scheinfeld, verw. Ulan
Ludwig Benz aus Zeiskam, B.=A. Germersheim, verw. Ulan
Georg habig aus Seebach, B.=A. Neuſtadt a. H., verw. Ulan Joſeph
Eimdacher aus Großenried, B.=A. Feuchtwangen, verw. Ulan
Wilhelm Buſch aus Kaiſerslautern verw. Ulan loſeph Hirmer aus
Tiefenbach, B.=A. Waldmünchen, verw. Ulan Konrad Lechner aus
Betenfeld, B.=A. Rothenburg, verw. Ulan Märtin Reger aus
Trutzweiler, B.=A. Kuſel, verw. Ulan Georg Ruffing aus Mittel=
bexbach
, B.=A. Homburg, verw. Ulan Anton Straubmeier aus
Heng, B.=A. Neumarkt, verw. Ulan Karl Weygand aus Kinden=
heim
, B.=A. Frankenthal, verw. Ulan der Reſ. Friedrich körbes
aus Buch, B.=A. Fürth, verw. Ulan Leenhard Bickert aus Sachſen,
B.=A. Ansbach, verw. Gefr. Geerg hofmann aus Atzendorf. B.=A.
Kulmbach, verm. Ulan Anton Lutz aus Eremitenhof, B.=A Bay=
reuth
, verm. Ulan Georg vüttner aus Röthenbach, B.=A. Wun=
ſiedel
, verm. Ulan Uikelaus Göller aus Speppach, B.=A. Höch=
ſtadt
a. Aiſch, verm. Ulan Konrad Rummel aus Lohof, B.=A.
Schwabach, verm. Ulan Wilhelm eiteljörge aus Benneckenſtein,
Preußen. verm. Ulan Philipp Fleiſchmann aus Mainſondheim,
B.=A. Kitzingen, verm. Ulan Johann Gehlert aus Miedernberg,
B.=A. Obernburg, verm. Ulan Jakob Riede aus Edigheim, B.=A.
Frankenthal, verm. Ulan Otto Große aus Coswig, Anhalt, verm.
Ulan michael Dietrich aus Neudort, B.=A. Tirſchenreuth, verm.
Ulan loſeph Gleizner aus Neubäu, B.=A. Roding, verm. Ulan
Ndam Gruber aus Nürnberg verm. Ulan Kaver Heiſelbetz aus
Gredin: B.=A. Hilpoltſtein, verm. Ulan Rlois Hermann aus
Stuppach, Württemberg, verm. Ulan Rlols lleft aus Bruck, B.=A.
Roding, verm. Ulau Emil Vogel aus Hadermannsgrün, B.=A.
Hof, verm. Ulan Georg Wiegans aus Haſelbach, Meiningen,
verm. Ulan Richael Zembſch aus Neuſorg, B.=A. Kemnath, verm.
Ulan der Reſ. loſeph Schmict aus Wallmersbach, B.=A. Uffenheim,
verm. Ulau der Reſ. Georg Enzelhardt aus Ungetsheim, B.=A.
Feuchtwangen, verm. Ulan der Reſ. Georg Uerner aus Ansbach
verm.: Ulan der Reſ. Georg Stich aus Dautenwinden, B.=A. Ans=
bach
, verm. Ulan der Reſ. Georg Röſendörker aus Wndsbach,
B.=A. Ansbach, verm. Ulan der Reſ. Joſeph Plößl aus Schwan=
dorf
, B.=A. Burglengenfeld, verm. Ulan der Reſ. Ruton Plöß! aus
Amberg verm. Ulan d. Reſ. Anäreas Stark aus Hochſtahl, B.=A. Eber=
mannſtadt
, verm. Ulan flichsel Kllmeier aus Thaldorf, B.=A. Regens=
burg
, verm. Ulanjohann Kantel aus Oberſchleibach, B.=A. Haßfurt,
verm. Ulan Georg Kemnitzer aus Weißenſtadt B.=A. Wunſiedel, verm.
I. Esk.: Rittm. Eduard von Kiliani aus Augsburg, tot. Lt. d. Reſ.
Bans Eitter und Edler von Ditterich von und zu Erbmannszähl aus
Ausbach, tot. U.=O. Kälentin Koller aus Vohenſtrauß, tot. Ulan
Benjemin Herz aus Berolzheim, B.=A. Gunſenhauſen, tot. Trom=
peterſerg
. Frieärich Glück aus Hornberg, B.=A. Triberg, verw.
Trompeter=U.=O. Heinrich Roth aus Wanfried, Eſchwege, verw.
Gfr. ädam Kreutzer aus Blumenau, B.=A. Berneck, verw. Gfr.
hnten Fiſcher aus Bernlohe, B.=A. Kemnath, verw. Gfr. Richgel
Dierl aus Hagenhill, B.=A. Beilngries, verw. Ulan Rlois Ott aus
Mähring, B.=A. Tirſchenreuth, verw. Ulan Heinrich Uiliebergall
aus Hornburg. B.=A. Tirſchenreut. verw. Ulan Johann Schäfer
aus Kulmbach, verw. Ulan Georg Roſenzweig aus Kaiſerslautern,
verw. Ulan Georg Läumel aus Bad Dürkheim, verw. Gfr. Adam
Uhl aus Meibach, B.=A. Höchſtadt a. Aiſch, verm. Gfr. Martin
Schlegelmilch aus Leutenbach, B.=A. Neumarkt, verm. Ulan Leopeld
Beppich aus Baldersheim, B.=A. Ochſenfurt, verm. Ulan Georg
Schwarz aus Würzburg, verm. Ulan Andreas Müiler aus Bay=
reuth
, verm. Ulan Georg Biſcher aus Ermreus, B.=A. Forchheim,
verm. Ulan Heinrich Mirih aus Unterweiſenbach, B.=A. Münch=
berg
, verm. Ulan Johann Nuruhammer aus Töging, B.=A. Beiln=
gries
, verm. Ulan Georg Steinhäuſer aus Kirchgattendorf, B.=A.
Hof. verm. Ulan Hax Hoika aus Kulmbach, verm. Ulan Geerg
Greifinger aus Kirchreinbach, B.=A. Sulzbach, verm.
6. Cheraulegersregimeni.
2. Esk.: Lt. ORheim Schmidt aus Landau, Pfalz, verm.
Chevaul. Jehann Friedrich Grill aus Augsburg. Schwaben, verm.
Chesaul. jehann Abrecht aus Külsheim, Mittelfranken, verm.
Chevaul. Andreas Jehany May aus Erlangen, Mittelfr., verm.
Chevaul. Jehann Geikel aus Wohnsgehaig, Oberfr., verm. Chevaul.
foſef Breil aus München, verm. Chevaul. Ernſt llötzel aus Anna=
berg
, Sachſen, verm. Chevaul. Richzel Rott aus Mooburg, Ober=
franken
, verm.
. Esk.: Chevaul. Man Eichbammer aus Achtal, Oberbayern,
I. verw., Geſäß. Chevaul. d. Reſ. Georg Schricker aus Hof, Ober=
franken
, ſchw. verw., I. Schulter, r. Bein.
5. Esk.: Chevaul. Gottlieb Ritiweg aus Schwarzenſtein, Ober=
franken
, I. verw., Hand. Chevaul. Johany Haas aus Arzberg

Seiite 9.

Oberfr., ſchw. verw., Hand. Chevaul. d. Reſ. Albin Käſiner aus
Kronach, Oberfranken, verm.
6. Feldartillerieregiment.
1. Batt.: Kan. Johann Michael Wedel aus Fürth, Mittelfrg
l. verw., I. Bein.
2. Batt.: Gfr. Leonhard Graßmann aus Nürnberg, l. verw
Fahrer Georg Preiß aus Frauenthal, Württemberg, ſchw. verw.,
Bruſt. Fahrer d. Reſ. Wolfgang Aumeier aus Teublitz, Oberpfalzi
ſchw. verw., Bauch. Fahrer d. Reſ. Joſeph Bauer aus Mamns=
bauern
, Oberpfalz, ſchw. verw., r. Bein. Kan. d. Reſ. Sebaſtian
Stadler aus Haag, Oberpfalz, ſchw. verw., l. Bein. Fahrer d. Ref
Johann Schönberger aus Wolfsbach, Oberpfalz, tot.
3. Batt.: U.=O. d. Reſ. Max Welgler aus Nürnberg, I. verw.,
l. Bein. U.=O. d. Reſ. Georg Reger aus Tirſchenreuth, Ober=
pfalz
, tot.
8. Feldortillerieregimenk.
11. Abteilung. Stab. Sergeant Georg Nigal aus Pürgen, Ober=
bayern
, l. verw., r. Bein. Gfr. Iakob Blermann aus Heßdorf,
Oberpfalz. I. verw., Bruſt.
5. Batterie. Hpt. Wilhelm Fuchs aus München, ſchw. verw.,
linker Arm, linkes Bein. Serg. Johann Brendl aus Großengſee,
Oberfranken, I. verw., Rücken. U.=O. Johann Konrad Ffleghard
aus Unterbibert, Mittelfranken, l. verw., linkes Bein. Gfr. Le=
onhard
Göller aus Kaubenheim, Mittelfranken, I. verw linker
Arm. Gfr. Georg Ernſt Meyer aus Schwarzenloch, Württemberg,
I. verw., rechtes Bein. Gfr. Johann Kaufmann aus Amberg, Ober=
pfalz
, ſchw. verw., rechter Arm. Gfr. Georg Adam Brunner aus
Fürth, Mittelfranken, ſchw. verw., Bauch.
6. Batterie. Hpt. Karl Theyſohn aus Zweibrücken, Pfalz, ſchw.
verw., linker Arm u. linkes Bein. U.=O. Franz Fürſich aus Laib=
ſtadt
, Mittelfranken, ſchw. verw., Kopf. Gfr. Fritz Rüthrof aus
Nürnberg, ſchw. verw., rechter Arm. Gfr. Karl Vogtmann aus
Brand, Oberfranken, ſchw. verw., Geſäß. Kan. loſek Schachtner
aus Altötting, Oberbayern, ſchw. verw., rechter Arm. Kan. Kart
Mühlrauer aus Mamming, Niederbayern, ſchw. vezw., linkes und
rechtes Bein. Kan. loſef Schiele aus Nürnberg, ſchwer verw.;
rechtes Bein. Kan. Grorg Hertel aus Himmelkron, Oberfranken,
ſchw. verw., Kopf. Kan Wilhelm Mülſer aus Hellmitzheim, Mittel=
franken
, ſchw. verw., Geſäß. Kan. Wildelm Homburg aus Nürns
berg, ſchw. verw., rechtes Bein. Kan. Rlaſlus Görner aus Mörs=
dorf
, Mittelfranken, ſchw. rerw., Rücken. Ej.=Fr. hans Theo Lang
aus Nürnberg, ſchw. verw., linkes Bein u. rechter Arm. U.=O
Georg Haas aus Nürnberg, l. verw., linker Arm. Kan. Georg
Bauereiß aus Trudringen, Oberbayern, l. verw., linke Hand. Ge=
heilt
. Kan. Karl Konrad Gſänger aus Schwabach, Mittelfranken,
l. verw., rechter Arm. Gfr, Kari körner aus Burghaslach, Mittel=
franken
, tot. Gfr. Joſeph Paulus aus Kröb itz, Oberpfalz, totz
Gfr. Heinrich Krauß aus Nürnberg, tot. Ei=Fr. Werner kloſſe aus
Berlin, tot. Kan. willi Lakob aus Pappenheim, Mittelfrankeng
lot. Kan. Ulrich Staällinger aus Nürnberg, tot.
Berichtigungen zu Verluſiliſie Nr. 2.
Reſerveinfankerieregimeni Nr. 15.
9. Komp. Inf. Theobald Kohmann, bisher verm., im Reſerves
lazarett Fürſtenſeldbruck. Inf. Franz Hackl, bisher verm, im
Lazarett Maria Stern, Augsburg.
11. Aewp. Statt Leutnant d. Reſ. Franz Böhm, lies Leut=
nant
1. Infanterieregiments‟
12. Komp. Inf. Leonhard Dietrich. bisber verm., im Re=
ſervelazarett
Fürſtenfeldbruck

Verluſtüſte Nr. 4.

Rittmeiſter Otto Götz Freiyerr von Berlichingen=Jagſthauſen
aus Stuttgart, ſchw. verw., Bruſt und Bauch
Landwehrinfankerieregimeni Nr. 119.
1. Komp.: Hptm, Haller aus Nagold, gefallen. U.=O. Karl
Weiß aus Enzberg, O.=A. Maulbronn, gefallen. Landwehrm:
ſichard Näher aus Cannſtatt, gefallen. Landwehrm. Jakob
Rometſch aus Maichingen, O.=A. Böblingen, gefallen. Land.
wehrm. Friedrich Ziegler aus Ludwigsburg, geſallen. Vfwi
Theodor Hoffmann aus Stuttgart, verw., Hüftſchuß. Vfw:

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, 6. September 1914.

Nr. 245.

verw. Reſ. Karl Mühlſtraßer aus Kitzling, Niederbayern, l. verw.
I. Bein.
4. Kavalleriebrigade, Stab.
Generalmajor Otto Freiherr von Redwitz, Schloß Schmolz, B.=A.
Kronach, l. verw., Bruſt. Rittmeiſter Joſeph Schäyinger aus
München, tot.
1. Ulanenregiment.
1. Esk.: Rittm. Alfred Freiherr von Feury auf Hilling aus
Bayreu, tot. Lt. Konſtantin Freiherr von lloſtitz aus Schön=
bühl
, B.=A. Lindau, tot. V.=Wachtm. Eduard Büchs aus Wülfers=
hauſen
, B.=A. Neuſtadt a. S., I. verw., I. Arm Serg Chemas
Badum aus Bamberg, l. verw., Bein. Ulan Johann Hofmann aus
Hirſchaig, B.=A: Bamberg, l. verw., I. Hand. Ulan Johannes
Grupp aus Burgberg, B.=A. Heidenheim, l. verw., rechte Seite.
Ulan ilikolaus Ebert aus Braach, Preußen, l. verw. U an Michael
Stoll aus Stein, B=A. Nürnberg, I. verw., r. Unterſchenkel. Ulan
Johann Sti rhof aus Dornheim, B=A. Scheinfeld, ſchw. verw.,
Bruſt. Ulan Georg Schrüfer aus Waiſchenfeld, B.=A. Eber=
mennſtadt
, ſchw. verw., Bauch. Ulan lehann Schebler aus
Birkenfeld, B.=A. Marktheidenfeld, ſchwer verwundet, Bauch.
Ulan lean Friedrich aus Wilmersdorf, ſchwer verwundet, Bruſt.
Ulan Kifeed Hart aus Garſtadt, B.=A. Schweinfurt, verw. Ulan
loſef Braup aus Straßbeſſenbach, B.=A. Aſchaffenburg, tot. Gfr.
johann Schmitt aus Waismain, B.=A. Lichtenfels, vermißt. Ulan
ſohann Forſng aus Wülfingen, B.=A. Haßfurt, vermißt. Ulan
kilian Räth aus Ottenhauſen, B.=A. Schweinfurt, vermißt. Ulan
Johann Knetzger aus Langenſelbach, B.=A. Forchheim, vermißt.
Ulan Friedrich keixner aus Frankenberg, B.=A. Uffenheim, ver=
mißt
. Ulan Baptiſt Rothlauf aus Rattelsdorf, B.=A. Staffelſtein,
vermißt.
3. Eskadron. Lt. Paul Freiherr von Syberg zu Sümmern aus
Lenggries, B.=A. Tölz, tot. U.=Off. Karl Güthlein aus Bamberg,
ſchw. verw., Bein. Gfr. Heinrich Kraus aus Nordheim, B.=A.
Gerolzhofen, ſchw. verw., Bein. Gfr. Karl Rsab aus Obbach,
B.=A. Schweinfurt, ſchwer verw., Bein. Gfr. läkob Jacoyb aus
Pirmaſens, verw. Ulan Ludwig Emmert aus Karlsbach, B.=A.
Gemünden, verw= Ulan Theodor lacob aus Geldersheim, B.=A.
Schweinfurt, verw. Ulan joſef queis aus Guichenbach, Saar=
brücken
, verw. Ulan Adam Endreß aus Nedersdorf, B.=A. Staffel=
ſtein
, ſchw. verw., Bauch. Ulan Ernſt Halboth aus Unterlauter,
Sachſen=Coburg, verw. Ulan wilhelm lunghans aus Königſee,
Schwarzburg=Rudolſtadt, verw. Ulan Peter Thomann aus Kreuz=
ſchuh
, B=A. Bamberg, verw. Ulan Johann Wirth aus Eltmann,
B.=A. Haßfurt, verw. Ulan loſef Landvogt aus Oberküps, B.=A.
Staffelſtein, verw. Ulan Cernellus Heppt aus Jeſſerndorf, B=A.
Ebern, I. verw. Ulan Franz Horrlein aus Mömlingen, B.=A.
Obernburg, ſchw. verw. Ulan Karl knye aus Lauſcha, Sachſen=
Meiningen, ſchw. verw. Ulan Nuguſt Schwarzkopf aus Rothen=
grund
, B.=A. Alzenau, ſchw. verw., Bauch. Ulan Rdolf Rär aus
Windsbach, B.=A. Ansbach, ſchw. verw., rechter Arm. Ulan
Ludwig Memwel aus Nüdlingen, B=A. Kiſſingen, ſchw. verw,
Bein. Ulan kart llleß aus Obererthal, B.=A. Hammelburg, ſchw.
verw., Bein. Ulan Michzel Müller aus Obertaſchendorf, B.=A.
Scheinfeld, tot. Ulan Geerg Kain aus Rotenkirchen, B.=A. Teuſch=
mnitz
, tot. Ulan lehann Ueder aus Oberſinn, B.=A. Gemünden,
vermißt. Ulaa lohann Gels aus Kleinſeebach, B.=A. Erlangen,
vermißt. Ulan Gettfried Entreß aus Aub, B.=A. Königshofen,
vermißt. Ulan Wühelm Freyenserg aus Broitzen, Braunſchweig,
vermißt. Ulan Jehann Glegerig aus Mömlingen, B.=A. Obern=
burg
, vermißt. Ulan Egidius Kalser aus Soffelſterz. B.=A.
Schweinfurt, vermißt.
L. Eskadron. Rittm. Oskar Wieſer aus Saargemünd, ſchw.
verw., Kopf. Lt. Gemens Schenk Graf von Stauffenberg aus
(Würzburg, ſchw. verw., Lunge. Lt. Heſmut Prieger aus Koburg,
tot. Wachtm. Thomas Diem aus Donnersdorf, V.=A. Gerolzhofen,
ſchw. verw., Bauch. Fähnrich Tuttich Freiherr von Seefried auf
Bultenhelm aus München, verw. Serg. lehann Schmelz aus
Waldbrunn, B.=A. Würzburg, tot. Tromp. Serg. Adolf Dieterich
aus Kleinhamsdorf, B.=A. Münchberg, verw. U.=Off. Vinzenz
(Bohley aus Großmannsdorf, B.=A. Königshofen, verw. U.=Off.
Sebaſtian Oppel aus Bernreuth, B.=A. Lichtenfels, verw. U=Off.
Johann Kreuzer aus Ganſtadt, B.=A. Bamberg, verw. U.=Off.
Ludwig Neubauer aus Altershauſen, Koburg, verw. Gfr. Friesrich
Dengler aus Marburg, verw. Gfr. Calpar Schmidt aus Sandberg,
B.=A. Neuſtadt a. S., verw. Ulan Wilhelm Suhr aus Dortmund,
verw. Ulan Penkraz Gunzeiwann aus Wattendorf, B.=A. Bam=
berg
, verw. Ulan Walter Paul Kröſſel aus Berlin, verwundet.
Ulan Johann Breitenberger aus Neuſchleichach, B.=A. Haßfurt,
verw. Ulan Erhard Hofimann aus Saalfeld, verw. Ulan Andreas
Räuerlein aus Staffelbach, B.=A. Bamberg, verw. Gfr. Hermann

och aus Rugheim, B.=A. Königshofen, tok. Ulan loſef Kirchgeßhet
aus Großheubach, B.=A. Miltenberg, tot. Ulan Kilian Zwierlein
aus Hollſtadt, B.=A. Neuſtadt a. S., tot. Ulan Leopold Vobiß aus
Würzburg, tot U.=O. Man Schmidt aus Fürth a. Berg, Coburg,
verm. Gfr. Rudolf Braun aus Nordheim, B.=A. Gerolzhofen, verm.
Ge reiter Rnäreas Fehrer aus Gerbrunn, B.=A. Würzburg)
vermißt. Gefreiter 0.to Müller aus Vogelsdorf, Maadeburg,
verm. Gefreiter Wihelm Reinhardt aus Limburg a. L., ver=
mißt
. Gfr. Andreas kichner aus Fiſchbach, B.=A. Ebern, verm.
Gfr. Guſtav Spath aus Schonungen, B.=A. Schweinfurt, verm.
Gfr. Auguſt Schüll aus Gernach, B.=A. Gerolzhofen, verm. Gfr.
Georg Feder aus Bamberg, verm. Gfr. Karl Müller aus Klein=
langheim
, B.=A. Kitzingen, verm. Ulan Georg Schlang aus
Minendorf, B.=A. Vamberg, verm. Ulan lofeph Mölber aus
Hallſtadt, B.=A. Bamberg, verm. Ulan Wilhelm Bernhardt aus
Bamberg, verm. Ulan Relnhold Haftendorn aus Halle a. S., verm.
Ulan Rdam Horzung aus Weißenbrunn, B.=A. Haßfurt, verm.
Ulan Wilhelm Baykoysky aus Groß=Schöndammerau, Allenſtein,
verm. Ulan Ruguſt Roſenbuſch aus Steinfeld, S.=M., verm.
Ulan Georg Saffra aus Forchheim, verm. Ulan Emil Sauer aus
Goldbach, B.=A. Aſchaffenburg, verm. Ulan Georg Simmerlein
aus Gunzendorf, B.=A. Bamberg, verm. Ulan Johann Spitzer
aus Stublang, B.=A. Staffelſtein, verm. Ulan Guſtav Stapf aus
Kleineibſtadt, B=A. Königshofen, verm. Ulan Slaismund Schmidt
aus Munzenheim, Colmar, verm. Ulan loſeph Bayer aus Walters=
berg
, B.=A. Ingolſtadt, verm. Ulan Otto Eywänn aus Wäſch=
bacherhof
, B.=A. Kaiſerslautern, verm. Ulan ſohann Teih aus
Unterſambach, B.=A. Gerolzhofen, verm. Ulan Otto Feſenmeyer
aus Hausham, B.=A. Miesbach, verm. Ulan Otto Greyer aus
Aſchaffenburg, verm. Ulan Heinrich Hartmann aus Michelbach;
B.=A. Alzenau, verm. Rlan Sebaſtian Hehl aus Aſchaffenburg!
verm. Ulan Rlchard Beiden aus Cöln, verm. Ulan Otto Karl ans
Gera, verm. Ulan Paul konrad aus Bamberg, verm. U an
Peter Lamb aus Maxdorf, B.=A. Frankenthal, verm. Ulan Andreäs
Meinhärd aus Exelheim, B.=A. Scheinfeld, verm. Ulan Hermanh
Spengler aus Echzell, Oberheſſen, verm. Ulan Sebaſtian Schlagen-
haft
aus Obergereuth, B.=A. Bamberg, verm. Ulan Anton Schmelz
aus Wenigumſtadt, B=A. Obernburg a. M., verm. Ulan Franz
Thurn aus Volkach, B.=A. Gerolzhofen, verm. Ulan Lorenz Waaner
aus Röbersdorf, B.=A. Bamberg, verm. Ulan Otto Dippols aus
Stockheim, B.=A. Kronach, verm. Ulan ſoſeph Pötzl aus Wald=
ſaſſen
, B.=A. Tirſchenreuth. verm. Ulan Fritz kipper aus Frankfurt
a. O., verm. Ulan karl Beiſel aus Mannheim, verm. Ulan Leo
Dreſcher aus Sulzfeld, B.=A. Königshofen, verm. Ulan Johann
Craf aus Würzburg, verm. Ulan Franz Lohr aus Haslern, B.=A.
Erding, verm. Ulan Ludwig Roßhirt aus Hohenreuth, B.=A!
Neuſtadt a. S., verm. Ulan Heinrich kraus aus Oberwallenſtadt,
B.=A. Lichtenfels, verm. Ulan Eduard Rölling aus Oelaberg,
B.=A. Kiſſingen, verm. Ulan Albin Pieroth aus Rück, B.=A4
Obernburg, verm. Ulan Theodor Anab aus Reckershauſen, B.=A.
Königshofen, verm. Ulan Georg Müller aus Gaibach, B.=A!
Gerolzhofen, verm. Ulan Ceorg Reller aus Röthlein, B.=A.
Schweinfurt, verm.
s. Esk.: Gfr. loſeph Gerber aus Steiger, B.=A. Aſchaffenburg,
l. verw. Oberſchenkel. Gfr. Wilhelm häfner aus Viernau, Re=
gierungsbezirk
Erfurt. l. verw., Arm. Ulan Georg Söhnlein aus
Pünzendorf, B.=A. Bamberg, ſchw. verw., Bein. Ulan Georg
Heilmannaus Dampfach, B.=A. Haßfurt, l. verw., Wade.

2. Ulanenregiment.
2. Esk.: Tromp. Serg. Friedrich Franke aus Bornſtedt, verw.
Gfr. Robert Vurſch aus Mögelsdorf, B.=A. Nürnberg, verw. Ulan
d. Reſ. Michael Hofmann aus Wiedersbach, B.=A. Ansbach, verwi
Ulan Matthias Bauer aus Eitensheim, B=O. Ingolſtadt, verw.
llan loſeph Kauer aus Kötzting, verw. Ulan Hans Wunderlich
aus Schönwald. B.=A. Rehau, verw. Ulan Hans Mund aus Fürth,
verw. Ulan Friedrich könig aus Ludwigshafen, tot. Ulan Anton
Röhrig aus Ludwigshafen, verm.
3. Esk.: Lt. Gottfried Fauner aus Regensburg, tot. Lt. Oskar
Löll aus München, verw. U.=O. klols Rchatz aus Auerbach, B.=
A. Viechtach, tot. Gfr. Jakob Marx aus Stieringen=Wendel,
Lothringen, tot. Ulan Otto Huber aus Brücken, B.=A. Homburg,
tot. Ulan lohänn Riener aus Holmbrunn, B.=A. Neunburg v. W.,
tot. Ulan Paulus Ulherr aus Förrenbach, B.=A. Hersbruck, tot!
Ulan Friedrich Winter aus Fürth, tot. Ulan d. Reſ. Hans Meiſel
aus Kulmbach, tot. Vizewachtm. d. Reſ. Hermann Wolgeck aus
Frankfurt a. M., verm. U.=O. d. Reſ. Oswald Franz aus Seiten=
dorf
, verm. Vizewachtm. Georg Uengler aus Kirchenlamitz, B.=A.
Wunſiedel, verw. U.=O. Karl Strobel aus Zweibrücken, verw.
U.=O. d. Reſ. Leonhard Meyer aus Ansbach, verw. Gfr. Michael
Oberſt aus Elſendorf, B=A. Höchſtadt a. Aiſch, verw. Gfr.
Johann Schmidt aus Irrebach, B.=A. Feuchtwangen, verw=

Nr. 245.

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, 6. September 1914.

Seite 5.

8. Komp.: Musk. Emil Braun, verw. Musk. Hermann
Glaws, verw. U.=O. Karl Kraus, verw. Musk. Ernſt Quolke,
verw. Musk, Heinrich Rudolph, verw. Musk. Willi Sagert
verw.
9. Komp.: Reſ. Albert Litfin, verw.
10. Komp.: U.=O. Guſtav Block, verw. Reſ. Leo Heymann,
verw. U.=O. Guſtav Heinrichs, verw. Musk. Paul Kulka,
verw. Musk. Auguſt Lüdtke, verw. Musk. Paul Polley
verw. Musk. Reinhold Schmidt IV, verw. U.=O. Franz
Wittelsbach, verw.
12. Komp.: U.=O. Hermann Lenz, verw. Gefr. d. Reſ.
Paul Lübke, verw. Reſ. Otto Nöske, verw.

Infankerieregimenk Nr. 150, Allenſtein.
Ohne Kompagnieangabe: Hptm. Schmidt, tot. Oberlt.
d. Reſ. Poll, tot. Oberlt. d. Reſ. Schäfer, verw. Oberlt. d.
Reſ. Seele, verw. Lt. Maguhn, ſchw. verw. Lt. d. Reſ.
Haagen, ſchw. verw. u. verm. Lt. d. Reſ. Ebrecht, verm. Lt.
d. Reſ. Leskien, verm. Oberlt. d. Reſ. Petz, verm. Lt. d. Reſ.
Bühl, verm. Lt. Cogho, tot. Lt. d. Reſ. Rogalla, tot.
1. Komp.: Musk. Meyer II, verw. Musk. Siebert, verw.
Reſ. Wulff, verw. Reſ. Schlüter, verw. Gefr. d. Beſ. Meinke,
verw.
3. Komp.: Musk. Alexander, verw.
4. Komp.: Musk. Ronneberger, verw. Serg. Schimänski,
verm. Musk. Matzkus, verm. Musk. Giehler, verm.
10. Komp.: Musk. Gelling, tot. Musk. Radzyck, tot. Reſ.
Spieck, tot. Vizefeldw. d. Reſ. Rudorff, verw. U.=O. Bähr,
verm. U.=O. Neumann, verm. U.=O. Natkowski, verm. U.=O.
Eichmann, verw. U.=O. Vonfarra, verm. Gefr. d. Reſ.
Krinke, verm. Reſ. Wolff, verw. Musk. Teichert, verm.
Musk. Niedereichholz, verm. Musk. Garmatter, verm. Musk.
Bielski, verw. Gefr. d. Reſ. Schmal, verm. Reſ. Merg=
wiebert
, verm. Reſ. Stiena, verm. Reſ. May, verm. Musk.
Porthey, verm. Musk. Bardorrep, verm. Musk. Sotteck,
verm. Musk. Rudnick, verw. Reſ. Lemke I, verm. Musk!
Kruppa, verm. Musk. Baranowsky, verm. Musk. Scher=
ſching
, verm. Musk. Lemke II, verm. Musk. Garnetzki, verm.
Musk. Poppeck, verm. Tambour Hunald, verw. Musk. Kall=
en
, verw. Musk. Kremski, verw. Musk. Völker, verm. Reſ.
Lüdtke II, verw. Musk. Lewandowski, verw. Reſ. Szeybo=
rowski
, verm.
Maſchinengewehrkomp.: Gefr. Wendt, tot. Musk. Galz,
tot. Musk. Koriath II, verm. Musk. Nielſen, verm. Musk.
Anſt, verm. Musk. Buttler, verm. Musk. Meier, verm.
Reſ. Rentel, verm. Reſ. Bundt, verm.

Infankerieregiment Nr. 185, Quedlinburg und Blankenburg.
6. Komp.: Musk. Franz Prinkewitz, verw.
7. Komp.: Musk. Alois Zuber, verw.
8. Komp.: Reſ. Wilhelm Gojdka, verw. Musk. Stanislaus
Narewka, verw.
11. Komp.: Serg. Emil Haubert, verw.
Ohne Kompagnieangabe: Hptm. d. Reſ. Graepel, verw.
Infankerieregimenk Nr. 169, Lahr.
1. Komp.: Musk. Friedrich Kilian Bauer, verw. Reſ.
Karl Bötſch, verw. Reſ. Auguſt Flüh, verw. Musk. Leo
Eugen Fröly, verw. Vizefeldw. Wilhelm Grottker, verw. Reſ.
Karl Gutſcher, verw. Musk. Friedrich Kraut, verw. Musk.
Eugen Linke, verw. Musk. Anton Müller, verw. Musk.
Anton Müller II, verw. Reſ. Johann Martin, verw. Musk.
Karl Niebel, verw. Reſ. Rudolf Pöffert, verw. Musk. Jacob
Rühle, verw. Reſ. Ludwig Spreng, verw. Horniſt Wilhelm
Schandin, verw. Gefr. Otto Bernhard Schmitz, verw. Musk.
Ludwig Schrempp, verw. Musk. Guſtav Toudle, verw. Einj.=
Freiw. Gefr. Hockenberger, verw. Reſ. Otto Schlittenhardt,
verw.
2. Komp.: Oberlt. Paul Wetzke, verw. Musk. Jakob Becker,
verw. Musk. Friedrich Bub, verw. Reſ. Eduard Egler, verw.
Musk. Heinrich Kahl, verw. U.=O. d. Reſ. Auguſt Keeſe, verw.
Musk. Rudolf Maier I, verw. Vizefeldw. Karl Meinel, verw.
Reſ. Hermann Ries, verw. Musk. Karl Philipp Schlitter,
verw. Reſ. Karl Stirner, verw. Reſ. Ernſt Uecker, verw.
Gefr. Florian Weckenmann, verw. Gefr. Eugen Wehr, verw.
Reſ. Emil Wetzel, verw. Reſ. Friedrich Schmid, verw. Serg.
Schmidt, tot.
3. Komp.: Lt. Emil von Zelewski, verw. Musk. Guſtav.
Feld, verw. Reſ. Karl Göhring, verw. Musk. Guſtav Ger=
hard
, verw. =Reſ. Georg Jackob, verw. Reſ. Georg Kohl.

verw. Musk. Thomas Krempel, verw. Reſ. Friedrich Mang=
ler
, verw. Musk. Heinrich Placke, verw. Musk. Alfred Wei=
dauer
, verw. Musk. Albert Zoll, verw. U.=O. Ludwig Blumen=
auer
, verw.
4. Komp.: Hptm. Freiherr von Beuſt, tot. Lt. Wilhelm
Becker, verw. Reſ. Hermann Bär, verw. Musk. Johann
Droſte, verw. Reſ. Friedrich Ebner, verw. Musk. Chriſtian
Gropp, verw. Musk. Heinrich Klußmayer, tot. U.=O. Kark
Schumacher, verw. Reſ. Friedrich Schatz, verw. Vizefeldw.
Willmeff, tot. Unteroffizieraſpirant Otto Winkelmann, verw.
5. Komp.: Musk. Amend, verw. Reſ. Ludwig Auweiler,
verw. Reſ. Auguſt Albiez, verw. Reſ. Hermann Bernſtein,
verw. Musk. Emil Bittmann, verw. U.=O. Heinrich Brixner,
verw. Reſ. Ludwig Denziger, verw. Musk. Adolf Hack,
verw. Reſ. Iſidor Hierholzer, verw. Musk. Karl Heim, verw.
Vizefeldw. d. Reſ. Karl Kern, verw. Gefr. Ludwig Kunz=
weiler
, verw. Reſ. Georg Friedrich Kreß, verw. U.=O. Franz
Metzger, verw. Reſ. Karl Pfefferle, verw. Reſ. Julius
Riether, verw. Musk. Emil Schlachter, verw. Musk. Johann
Stephan II, verw. Reſ. Chriſtian Vogel, verw. Reſ. Georg
Wetzel, verw. Reſ. Ernſt Kiefer I, verw. Gefr. Hermann
Baßler, verw.
6. Komp.: U.=O. d. Reſ. Hermann Biſſinger, verw. Gefr.
d. Reſ. Georg Böhler, verw. Reſ. Albert Becker, verw. Reſ.
Markus Diffort, verw. Musk. Hermann Ganter, verw. Gefr.
Heinrich Herb, verw. Musk. Otto Heckel, verw. Gefr. Kapi=
tulant
Erich Hedt, verw. Musk. Joſef Ihle, verw. Musk.
Wilhelm Kiſt, verw. Musk. Eberhard Kohler, verw. Vize=
feldw
. Joſef Laible, verw. Musk. Ernſt Matterer, verw. Reſ.
Alexander Alfred Moſer, verw. Reſ. Karl Meyberger, verw.
Reſ. Alfred Moſer, verw. Gefr. d. Reſ. Guſtav Mundwill,
verw. Reſ. Nikolaus Neuert, verw. Musk. Karl Popp I,
verw. Musk. Rudolf Pflüger, verw. Feldw. Heinrich Rode,
verw. Reſ. Ernſt Rößler, verw. Musk. Joſef Sauer, verw.
Reſ. Karl Seiler, verw. U.=O. d. Reſ. Paul Schmidt, verw.
Reſ. Franz Joſef Zimmermann, verw. Reſ. Valentin Klohr,
verw. Musk. Kurt König, verw. Musk. Valentin Henn.
verw.
7. Komp.: Reſ. Auguſt Groß, verw. Reſ. Julius Gaſſer,
verw. Musk. Joſef Groſchowiak, verw. Reſ. Johann Hilſen=
degen
, verw. Musk. Emil Hettinger, verw. Musk. Camillo
Krill, verw. Reſ. Georg Klingler, verw. Musk. Auguſt Kautz=
mann
, verw. Reſ. Alfred Krüger II, verw. Reſ. Anton Matt,
verw. Feldw. Karl Meid, verw. Reſ. Chriſtian Moſer, verw.
Reſ. Faver Müller, verw. Reſ. Joſef Onemus, verw. Reſ.
Leonhard Reinhard, verw. Musk. Ignaz Switar, verw.
Reſ. Karl Schäfer, verw. Musk. Otto Schwamberger, verw.
U.=O. d. Reſ. Wilhelm Schär, verw. Reſ. Hermann Steichele,
verw. Musk. Friedrich Walz, verw. Reſ. Karl Wechlin,
verw.
8. Komp.: Gefr. Ludwig Acker, verw. Musk. Leo Adamski,
verw. Musk. Kaſpar Bölle, verw. Reſ. Wilhelm Brucker,
verw. Reſ. Albert Baumert, verw. Reſ. Ernſt Claus, verw.
Musk. Ferdinand Diederichs, verw. Musk. Johann Eſſer,
verw. Reſ. Friedrich Fein, verw. Reſ. Auguſt Fleig, verw.
Gefr. d. Reſ. Auguſt Hornung, verw. Musk. Karl Heiland,
verw. Musk. Hermann Hof, verw. Musk. Franz Max Höp=
ner
, verw. Reſ. Ernſt Jaeko, verw. Musk. Friedrich Iſele,
verw. Sanitätsſoldat Georg Klumpp, verw. Reſ. Reinhold
Kriſchka, verw. Reſ. Hermann Konautz, verw. Reſ. Karl=
Kocher, verw. Musk. Friedrich Leonhardt, verw. Reſ. Joſeph
Lais, verw. Reſ. Adam Metz, verw. Musk. Paul Niſi, verw.
Gefr. Albert Oswald, verw. Musk. Max Reis, verw. Musk.
Emil Sabbarth, verw. Musk. Joſef Schneider, verw. Reſ=
Karl Schug, verw. Reſ. Georg Schulz, verw. Gefr. d. Reſ.
Karl Weyl, verw. Musk. Joſef Wenzki, verw. Reſ. Jakob
Walter, verw. Musk. Peter Wechauf, verw. Vizefeldw. Karl
Wetzel, verw. Reſ. Jakob Heimſtein, verw. Musk. Karl Bie=
bel
, verw. Reſ. Johann Friedrich Bühler, verw.
Stab des III. Bataillons.
Major Faver von Lilienhof=Zwozwitzki, verwundek.
9. Komp.: Bernhard Arke, verw. Reſ. Konrad Blepp II)
verw. Musk. Joſef Buchmann, verw. Reſ. Theophil Heilig,
verw. Reſ. Joſef Jelſch, verw. Musk. Anton Imhof, verw.
Reſ. Paul Kientz, verw. Reſ. Konrad Plepp, verw. U.=O. d. Reſ!
Albert Scherer, verw. Musk. Richard Schütz, verw. Reſ. Karl
Strobel, verw. Gfr. Emil Robert Weber, tot. U.=O. Julius
Andreas Herbach, verw.
10. Komp.: Gfr. Emil Glatz, verw. Musk. Albert Ludwig,
verw. Musk. Albin Auguſt Konrad, verw.
11. Komp.: Musk. Arnold Boeglin, verw. Musk. Guſtav
Dunke, verw. Gfr. Auguſt Feuerhahn, verw. Vfw. Joſef Fell=

[ ][  ][ ]

Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, 6. September 1914.

Nr. 245.

verw. Musk. Viktor Hang, verw. Musk. Stanislaus Kasprzak,
verw. U.=O. d. Reſ. Faver Link, verw. Musk. Karl Müller III,
berw. Musk. Anton Schmid II, verw. Musk. Peter Schelkowski,
berw. Musk. David Schwarzwälder, verw. Musk. Karl Schmied,
verw. Musk. Mathias Stollbert, verw. Musk. Alfons Wolfers=
perger
, verw. Musk. Karl Schmid, verwundet.
12. Komp.: Reſ. Peter Böhler, verw. Reſ. Joſeph Dold, verwi
Maſchinengewehrkompagnie: Musk. Heinrich Linkart, verw.
Ohne Komgagnieangabe: Musk. Tröndel, verw.

Infankerieregimenk Nr. 175, Graudenz und Schweß.
1. Komp.: Musk. Karl Schmidt, verw.
2. Komp.: Musk. Hugo Hier, verw. Musk. Bonislaus Mater=
nicki
, verw.
3. Komp.: Musk. Telesphon Depka, verw. Reſ. Paul Her=
mann
, verw. Reſ. Bernhard Mews, verw. Reſ. Ernſt Reinholz,
verwundet.
4. Komp.: Musk. Paul Anders, verw. Reſ. Richard Gürgel,
verwundet.
5. Komp.: Reſ. Guſtav Schulze, verw. Reſ. Franz Staffer,
verwundet.
6. Komp.: Musk. Heinrich Grothaus, verw.
8. Komp.: Horniſt Karl Bogda, verw. Reſ. Joſef Berlinski,
verw. Reſ. Willi Bruſt, verw. Musk. Joſef Kaak, verw. Musk.
Hans Mathäus Glaſer, verw.
9. Komp.: Musk. Karl Johann Becker, verw. Musk. Hermann
Weſtphal I., verw. Musk. Otto Zielke, verw.
11. Komp.: Reſ. Bernhard Chmurzinski, verw. Vizefw. Gün=
ther
Eger, verw.
12. Komp.: Musk. Klemens Lewinski, verw.
Maſchinengewehrkomp.: Musk. Bernhard Albers, verw.
Jägerbafaillon Nr. 6, Oel
1. Komp.: Faver Beer, verw.
2. Landfturminfankeriebataillon I, Trier.
3. Komp.: Landſturmm. Matthies Dier aus Trier, tok.
3. Kavalleriediviſion, Diviſionsſtab, Caſſel.
San.=Vizefw. Auguſt Möller aus Eſchwege, ſchw. verw. Gfr.
d. Reſ. Johann Leszinsky aus Domäne Rheden, Kr. Graudenz, I.
verwundet.
Ulanenregiment Nr. 6, Hanau.
3. Esk.: Ulan Peter Krauſe aus Hersfeld, tot. Ulan Eugen
Fiſcher aus Oberginsburg, Amt Oberdorf, verm.
4. Esk.: Gfr. Gerhard Buiskens aus Heiligenhaus, Kreis
Mettmann, I. verw.
Feldarkillerieregiment Nr. 4, Magdeburg.
1. Batt.: Fahrer Karl Lüdicke, verw. Kanonier Paul Pätzold,
verw. Kan. Guſtav Schöniau, verw.
5. Batt.: Kan. Wilhelm Gebhardt, verw. Kan. Wilh. Jerche,
verwundet.
6. Batt.: Kan. Fritz Kortz, verw. Auguſt Wolff, verw.
7. Batt.: Reſ. Hermann Klein, verw.
Ohne Angabe der Batterie: Wilh. Hempel, verw.
Leichte Munitionskolonne: Kan. Hermann Breſſel, verw.
Gfr. Heinrich Klaus, verw. Kan. Otto Hermann Friedr. Menge=
bier
, verw.
Erſaßabkeilung Feldarkillerieregiments Nr. 15, Hagenau.
2. Batt.: Kan. Seiter, verm.
Landwehrbatterie 15. Armeekorps, Neubreiſach.
Hptm. d. Reſ. (Feldartillerie=Regt. 66) Loeffen aus Oden=
heim
, Amt Bruchſal, ſchw. verw. Lt. d. Reſ. (Feldartillerie=Regt.
Nr. 66) Gaiſer aus Pforzheim, ſchw. verw. Lt. d. Reſ. ( Feld=
artillerie
=Regt. 66) Krieger aus Karlsruhe, tot. U.=O. Georg Heim
aus Waſſelnheim, Kr. Molsheim, tot.. U.=O. Frz. Joſ. Schwarz
aus Götzingen, Amt Buchen, tot. Gfr. Jacob Fels aus Alten=
heim
, Amt Offenburg, tot. Frz. Anton Hausz aus Boſſendorf,
Kr. Straßburg, tot. U.=O. Eugen Karl Ferd. Merie aus Straß=
burg
, ſchw. verw. U.=O. Karl Hahn aus Ruprechtsau, Kr. Straß=
burg
, ſchw. verw. Gfr. Michael Hückel aus Eckwersheim, Kri
Straßburg, ſchw. verw. Gfr. Karl Theophil Guſt, Obert aus
Lahr, ſchw. verw. Gfr. Michgel Pfriemmer aus Benrath. Kr

Straßburg, ſchw. verw. Gfr. Franz Sandlöbes aus Straßburg)
ſchw. verw. Karl Edmund Braunhart aus Bersfeld, Kr. Erſtein)
ſchw. verw. Franz Diſchler aus Ottersweier, Amt Bühl, ſchwi
verw. Aug, Ernſt aus Hugsweier, Amt Lahr, ſchw. verw. Chriſtt
Karl Fey aus Straßburg, ſchw. verw. Hyronimus Fournaiſe
aus Ettersdorf, Kr. Straßburg, ſchw. verw. Wilh. Fäßler aus
Ichenheim, Amt Lahr, ſchw. verw. Bernh. Glotz aus Seelbach)
Amt Lahr, ſchw. verw. Karl Gocker aus Burgheim, Amt Lahr;
ſchw. verw. Mich. Huß aus Weyersheim, Kreis Straßburg, ſchw.
verw. Philipp Hamm aus Gendertheim, Kr. Straßburg, ſchw.
verw. Wilh. Himmelsbuch aus Schönberg, Amt Lahr, ſchw. verw.
Georg Jung aus Mittelhausbergen, Kr. Straßburg, ſchw. verw!
Joſ. Junker aus Schutterwald, Amt Offenburg, ſchw. verw. Eugen
Keith aus Mommenheim, Kr. Straßburg, ſchw. verw. Alfons
Kimtz aus Achenheim, Kr. Straßburg, ſchw. verw. Otto Heinrich
Kochele aus Lahr, ſchw. verw. Clemens Kopf aus Gohlſcheuer,
Amt Offenburg, ſchw. verw. Georg Zurk aus Windſchläg, Amt
Offenburg, ſchw. verw. Wilh. Friedr. Müller aus Burgheim, Amt
Lahr, ſchw. verw. Joh. Bapt. Meßmer aus Ubsheim, Amt Spai=
chingen
, ſchw. verw. Georg Reber aus Schwindratsheim, Kr!
Straßburg, ſchw. verw. Friedr. Schleicher aus Querbach, Amt
Kehl, ſchw. verw. Karl Alfons Torterntob aus Straßburg, ſchwi
verw. Karl Joſ. Thirian aus Schlettſtadt, ſchw. verw. Faver
Willig aus Deſſenheim, Kreis Colmar, ſchw. verw. Gfr. Karl
Albert Fiſcher aus Lahr, l. verw. Adolf Schropp aus Lahr,
l. verw. Franz Gießler aus Windſchläg, Amt Offenburg, verm.
1. Gardereſervefußarkillerieregiment, Spandau.
5. Batt.: Vizefw. d. Reſ., Offiz.=Stellv. Willi Rehfeldt aus
Landsberg a. W., Kr. Landsberg, tot. U.=O. d. Reſ. Ernſt Krauſe
aus Heydekrug, Kr. Gumbinnen, tot.
Eiſenbahnbaukompagnie Nr. 5, Berlin.
Einj.=Freiw. Gfr. Theodor Siebold aus Gütersloh, l. verw.
Reſ. Heinrich Bronner aus Hunaweier, Kr. Rappoltsweiler, I.
verw. Reſ. Joſef Bininda aus Paulſchütz, l. verw. Gfr. d. Reſ!
Jacob Peters aus Seeth, Kr. Schleswig, l. verw.

Verluſt durch Krankheiten.
Reſerveinfankerieregimeni Nr. 35, Brandenburg a. H. und
Jüterbog.
Reſ. Albert Erpach, tot.
Erſatzabteilung 1. Gardefeldartillerieregimenks, Berlin,
(Wehrm. Alfred Bertheim, tot.
Berichtigung früherer Verluſtliſten.
Landwehrinfankerieregiment Nr. 30, Meß=Saarlouis.
Wehrm. Wilhelm Brännlich, bisher verwundet, iſt tot.
Infankerieregimeni Nr. 76, Hamburg.
Erſatzreſ. Musk. Albertus Simon aus St. Petersburg, bisher
vermißt, iſt im Lazarett.

Grendierregimeni Nr. 109, Karlsruhe.
Gfr. d. Reſ. Becker, nicht tot, ſondern im Lazarett. Reſ!
Batz, bisher vermißt, iſt im Lazarett. U.=O. d. Reſ. Bühler, bis=
er
vermißt, iſt im Lazarett. Reſ. Dober, bisher vermißt, iſt im
Lazarett. Einj. U.=O. Engel, bisher vermißt, iſt im Lazarett.
Gren. Ebert, bisher vermißt, iſt im Lazarett. Reſ. Fath, bisher
vermißt, iſt im Lazarett. Reſ. Groß, bisher vermißt, iſt im
Lazarett. Reſ. Ganzhorn, bisher vermißt, iſt im Lazarett. U.=O.
d. Reſ. Hauſer, bisher vermißt, iſt im Lazarett. Gren. Hoferer,
oisher vermißt, iſt verwundet. Gren. Höcherl, bisher verwundet,
iſt tot. Gren. Kaſtner, bisher vermißt, iſt im Lazarett. Reſ.
Kühner, bisher vermißt, iſt im Lazarett. Gren. Kühnlg, bisher
vermigt, iſt im Lazarett. U.=O. Kehret, nicht tot, ſondern ver=
wundet
. Gren. Klein, bisher vermißt, iſt im Lazarett. Reſ.
Karcher, bisher vermißt, iſt im Lazarett. Reſ. Leiſer, bisher
veermißt, iſt im Lazarett. Gfr. d. Reſ. Mühltaler, bisher ver=
mißt
, iſt verwundet. Gfr. Metz, bisher vermißt, iſt verwundet.
Gfr. d. Reſ. Rothmann, bisher vermißt, iſt verwundet. Gren.
Rohr, bisher vermißt, iſt vesvundet. Reſ. Schwab, bisher ver=
mißt
, iſt verwundet. Einj.=Freiw. Wagner, bisher vermißt, iſt
im Lazarett. Reſ. Lechner, bisher vermißt, iſt im Lazarett.

Nr. 245.

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, 6. September 1914.

Seite 7.

Infankerieregiment Nr. 165, Quedlinburg u. Blankenburg.
Gfr. d. Reſ. Oswald Zipfel aus Neugalennenla, nicht ver=
mißt
, ſondern verwundet.
Reſervehuſarenregiment Nr. 2, Torgau.
1. Esk.: O.=Lt. Karl von Protzen aus Metz, ſchw. verw.
Gfr. d. Reſ. Ewald Hering aus Zeitz, tot. U.=O. d. Reſ. Karl
Kathe aus Bad Köſen, Kr. Naumburg a. S., I. verw. Gfr. d.
Reſ. Wilhelm Homeyer aus Varel, I. vexw. Vfw. d. Reſ. Offiz.=
Stellvertr. Richard Reckleben aus Langenweddingen, Kr. Wanz=
leben
, ſchw. verw.
3. Esk.: Gfr. d. Reſ. Rudolf Michaels aus Setzin, Kr.
Hagenow, vermißt. Huſar d. Reſ. Otto Heilmann aus Pätow,
Kr. Hagenow, vermißt. Gfr. d. Reſ. Albert Hahn aus Hamburg,
vermißt. Huſar d. Reſ. Wilhelm Oldenburg aus Lübeck, I. verw.
Erſaßabkeilung Feldartillerieregimenks Nr. 15, Hagenau.
Kan. Muhr, bisher als ſchwer verwundet gemeldet, befindet
ſich wieder bei der Truppe. Lt. Klemm iſt nicht tot, ſondern
verwundet.
Füſilierregiment Nr. 40, Raſtatt.
Füſ. Guſtav Bährens aus Lenglern, bisher verm., iſt verw.
Füſ. Otto Dreſel aus Raſtatt, bisher verm., iſt im Lazarett. Füſ.
Stephau Weiler aus Reichental, Bezirksamt Raſtatt, bisher verm.,
iſt verw. Füſ. Hermann Witte aus Etingen, Kreis Gardelegen,
bish. verm., iſt verw.
Infanterieregimeni Nr. 55, Deimold, Höxter, Bielefeld.
Reſ. Alfred Ueber aus Alt=Leiſing, Kreis Döbel, bish. verw.
iſt tot.
Injamerieregiment Nr. 82, Göttingen.
Wehrmann hugo Möller, tot (war bisher unter den Verluſten
des Inf.=Reg. Nr. 87, 7. Komp., geführt.)
Infankerieregiment Nr. 112, Mülhauſen i. Elſ.
Reſ. Rlois lanzer aus Karlsruhe, bisher vermißt, iſt ver=
wundet
. Reſ Leo Lüdtin aus Brennet, bisher vermißt, iſt ver=
wundet
. Gfr. d. Reſ. Robert Lenz aus Feldberg, Kreis Freiburg,
bisher vermißt, iſt verwundet. Reſ. Wilhelm Lehr aus Heckbolz=
hauſen
, bisher vermißt, iſt verwundet. Musketier Wilhelm Zittel
aus Muagenſturm, Kreis Raſtalt, bisher vermißt, iſt verwundet.
Infanterieregiment Nr. 118, Worms.
10. Kompagnie. Reſ. Auguſt Staufk aus Oberflörsheim, Kreis
Worms, bisher vermißt, iſt im Lazarett.

Königlich Bayeriſche Armee.
Verluſtliſte Nr. 4.

15. Infanterieregiment.

II. Bat. Stab.: Hptm. und Bataillonsf. Martin Racknund
aus Neuburg a. D., Schwaben, l. verw, I. Oberarm.
5. Komp.: Sanitäts=U.=O. Aupuſt Schwarzbeck aus Augsburg,
I. verw., I. Schulter. Inf. Max Riermeier aus Karlshuld, Schwa=
ben
, I. verw., r. Wange. Inf. Johann Walter aus Breitenthal,
Schwaben, tot. Gefr. loſeph Arzberger aus Ebershauſen, Ober=
bayern
, verm.
6. Kowp.: U.=O. Klemens Wilhelm aus Oberhauſen, Schwaben,
1. verw., Unterſchenkel. Gefr. Rdam Haaf aus Linden, Schwaben,
l. verw., Wade. Gefr. Joſeph dlener aus Buch, Unterfranken, I.
verw., Hand. Inf. Glemens Wegner aus Röthlein, l. verw., Ober=
ſſchenkel
. Inf. loſeph Ertl aus Holzhäusl. Niederbayern, l. verw.,
Oberſchenkel. Inf. lakob Uelzwüller aus Iſſing, Oberbayern, I.
verw., I. Unterſchenkel. Inf. Loſeph Guſtav Hoffmann aus Gelten=
dorf
, Obeebayern, I. verw., Hand. Inf. Peter Rappelweier aus
Triefing, Oberbayern, I. verw., Hüſte. Inf. Ludwig Hagenbucher
aus Großweingarten, Mittelfranken, tot.
7. Komp.: Lt. d. Reſ. Johann Schweinſteiger aus Loppenhauſen,
Schwaben, ſchw. verw., I. Arm. Inf. loſeph Dinkel aus Sulze=
moos
, Oberbayern, ſchw. verw., r. Geſäß und Arm. Inf. Franz
WWiesmülter aus Kleſſſng, Oberbayern, tot. Inf. johann Haft aus
Zürndorf, Mittelfranken, I verw. Arm. Inſ. Laürestias Seiferi
aus Hirſchfeld, Unterfranken, l. verw., Kopfſchuß. Inf. Schulter
aus München, l. verw., l. Arm. Inf. Matthias Fallenmeier aus

Vorderſarlina, Niederbayern, l. verw., Bauch. Inf. Amon Kaſtell
aus Ramsach, Schwaben, I. verw., I. Oberſchenkel. Inf. Johann
Rempinger aus Oberzeismering, Oberbayern, I. verw.
8. Komp.: Gefr. Harl Hebling aus Eiſingen, Unterfranken, I
verw., r. Hand. Inf. Luswig Müiler aus Aisliugen, Schwaben
I. verw., I. Hand. Inf. Eduard Brunner aus München, I. verw.
r. Oberarm. Inf. leleph Sturalner aus Warnbach, Oberbayern,
I. verw., Kopfſchuß. Inf. Karl Relnhardt aus Stadlhofen, Ober=
bayern
, verm.
16. Infanterieregiment.
* III. Bat. Stab: Lt. u. Adjut. Karl Freiherr v. Andrian= Wer=
burg
aus Rietſchen, Schleſien, ſchw. verw., I. u. r. Bein. O.=A
der Reſ. Dr. Kajetan Schrödl aus München, I. verw., Hand.
9. Komp.: Vizefelw. Kaver Vellerb uer aus Pleiting, Nieder=
bayern
, I. verw., I. Arm. U.=O. Rudolf Dachtler aus Schechat;
Oeſterreich l. verw., I. Arm. U.=O. Jeſeph Roſenecker aus München,
l. verw., I. Bein. Gef ſoſeph Preiſinger aus Schmidham, Nieder=
bayern
, I. verw., Rücken. Inf. Karl lrg aus Roſenheim, Ober=
bayern
, l. verw., r. Arm. Reſ. Ludwig Hellauer aus Braneran,
Oeſterreich, l. verw., Rücken. Inf. Richael Saller aus Eichhorneck;
Niederbayern, l. verw., I. Bein. Gefr. Ioleph Graßl aus Berch=
ſtesgaden
, Oberbayern, I. verw., I. Bein. Gefr. Kaver Wöifl aus
Grub, Niederbayern, l. verw., I. Bein. Inf. loſeph Behringer aus
Ahornberg, Oberpfalz, I. verw., r. u. l. Bein. Inf. Kaſpar
Ratzesberger aus Martinſtödling, Niederbayern, l. verw., r. Bein,
Inf. Joleph Kagerer aus Lengsham, Niederbayern, I. verw., I.
Bein. Inf. Franz Haargallner aus Wörth, Niederbayern, l. verw.)
I. Bein. Reſ. Ludweg Stegner aus Kräfft Niederb., I. v., r. Arm
Reſ. Ludig Brunner aus Schachteln, Niederbayern, I. verw., rechtes
jund linkes Bein. Reſ. Paul ämmerl aus Eumannsreuth, Ober=
bayern
, I. verw., rechtes Bein. Inf. Sebaſtian Lazarus aus Mais,
Oberbayern, l. verw., Bauch und Arm. Gefr. Franz Baumeiſtel
aus Neuſtadt, Oeſterreich, l. verw., rechtes Bein. Gefr. der Reſ
Johann lloder aus Waſſerburg, Olerbayern, ſchw. verw.
10. Kemp.: U.=O., Joſeph Brandt aus Weißleiten, Nieder=
bayern
, ſchw. verw, Kopf. Inf. leſeph Müller aus Auerbach
Niederbayern, ſchw. verw., r. Bein. Ref. Franz Mitterwüller aus
Attenhauſen, Niederbayern, ſchw. verw., Bruſt. Reſ. Johann
Reltmeler aus Wimpaſſing, Niederbayern, ſchw. verw., Bruſt.
Inf. Marzellus Seelinger aus Kaiſerslautern, Pfalz, ſchw. verw.,
II. Arm. Inf. Georg, Siebenhärl aus Oberwalding, Niederbayern,
ſchw. verw., r. Bein. Efr. der Reſ. Johann Schacherbauer aus
Welln, Niederbayern, I. verw. (von einem Kameraden beim Ent=
laden
verletzt). Gfr. Johann Holzhauſer aus Dingolfing, Ober=
bayern
, l. verw., r. Arm. Gefr. Matthias Weißhäupt! aus Koppen=
reuth
, Niederbayern, I. verw., r. Bein. Reſ. Max Süß aus Wald!
kirchen, Niederbayern, l. verw., I. Bein. Reſ. Otio Stadler aus
Karlsbach, Niederbayern, l. verw., r. Bein. Inf. Anten Winkler
aus Praßreuth, Niederbayern, l. verw., r. Arm. Einj. Gefr.
Otto Wagner aus Hettſtadt, Unterfranken, l. verw., r. Arm. Inf
Geo g Maier aus Burghauſen, Oberbayern, tot.
11. Komp.: U.=O. der Reſ. Georg Berger aus Windſchnur
Niederbayern, I. verw. Inf. Johann Wagner aus Spitzendorf,
Niederbayern, I. verw., I. Bein. Reſ. Johann Mayerhofer aus
Hardt, Niederbayern, I. verw., r. Schulter. Reſ. Otto Seidl aus
Waldkirchen, Niederbayern, verm.
12. Komp.: U.=O. Karl Deglmann aus Karberg, Niederbayern)
I. verw., I. Bein. U.=O. Johann Schnellinger aus Reichenberg,
Niederbayern, l. verw., I. Bein. U.=O. der Reſ. Johann Repomuk
Breiberr aus Pfarrkirchen, Niederbayern, I. verw., I. Arm. U.=O.
der Reſ. Paul Ronge aus Pfaffenreuth, Oberbayern, l. verw., r=
Arm, verm. Reſ. Jakob Hol meier aus Altdorf, Niederbay rn
I. verw., r. Bein Reſ. Jehann Raptilt Koppelitelter aus Ober=
ſchwarzlhof
Oberpfal:, l. verw., r. Bein. Reſ. Rlois Knall aus
Jetzenau, Oberbayern, I. Arm. Inf. Johann Tiefenthater aus
Parsdorf, Oberbayern, l. verw., r. Arm. Inf. Johann Schmalzl
aus Laberweintling, Niederbayern, I. verw., Hals. Inf. icha.l
Henghuber aus Hehen. Oberbayern, I. verw., I. Arm. Gfr. Franz
Roider aus Saldorf, O erkayern, I. verw., I. Bein. Inf. Heinrich
fltmannsbeſper aus Maſſing, Niederbayern, I. verw., r. Arm.
Reſ. Joſeph Rauſcher au: Hohhauſen, Niederbayern, I. verr., ra
Bein. Gfr. lehann Buchfellser aus Traunſtein. Oberbayern, I.
verw., Kopf. Gfr. Johann lleumayer aus Ober=Bierbach, Ober=
bayern
, l. verw., r. Bein Gfr. der Reſ. Ferdinand Rlegeisberges
aus Engleiten, Niederbayein, I. verw., r. Arm. Inf. Joſeph
Breuninger aus Schwindkirchen, Oberbayern, verm. Inf. Franz
Freiberger aus Narnheim, Oberbayern, verm. U.=O. lichge
Krompaß aus St. Salvator, Nied rbayern, I. verw r. Bein
Reſ. Lucwig Hofbauer aus Loh, Niederbayern, I. verw. Kopf
verm. Inf ſoſeph Heringer aus Vorbuſch, Oberbayern, I. verw.. Arm. Inf. Rleis hufnagl aus Heinie Niederbayern, I. verw.,
Rücken. Inf. Leſeph eiſenrelter aus Krohed, Niederbayern, L.

[ ][  ][ ]

Nr. 121.

Sonntag, 6. September.

1914.

Stellvertr. Generalkommando
Frankfurt a. M., den 30. Auguſt 1914.
XVIII. Armeekorps.
Sekt. I., J.=Nr. 3 j.

Bekanntmachung.

1. Junge Leute, die mindeſtens das 16. Lebensjahr vollendet haben und von
denen mit Sicherheit zu erwarten iſt, daß ſie mit vollendetem 17. Lebensjahre feld=
dienſtfähig
ſind, können ſich bis zum 13. September d. Js. bei einem Bezirkskom=
mando
des Korpsbereichs zur Aufnahme in eine im Korpsbezirk zu errichtende Mi=
litärporbildungsanſtalt
anmelden.
Sie erhalten in dieſer Anſtalt bis zum Uebertritt zur Truppe eine vorwiegend
militäriſche Ausbildung.
2. Ueber Zeit und Ort der Geſtellung in der Anſtalt ergeht ſpätere Mitteilung.
Die Aufnahme erfolgt nach ärztlicher Unterſuchung. Die Bewerber müſſen vollkommen
geſund und frei von körperlichen Gebrechen und wahrnehmbaren Anlagen zu chroni=
ſchen
Krankheiten ſein. Eine Prüfung auf Schulbildung findet bei der Aufnahme
nicht ſtatt.
Erlittene leichte Strafen ſchließen die Annahme nicht aus.
3. Eine Verpflichtung, über die geſetzliche Dienſtpflicht hinaus zu dienen, er=
wächſt
den Aufgenommenen nicht.
4. Bei der Demobilmachung können die Aufgenommenen auf ihren Wunſch,
ſoweit ſie noch nicht ausgebildet ſind, in eine Unteroffiziervorſchule, ſoweit ſie ſich
bereits bei einem Truppenteil befinden, in eine Unteroffizierſchule unter den für dieſe
Schulen vorgeſchriebenen Bedingungen, die auf den Bezirkskommandos einzuſehen
ſind, aufgenommen werden.
5. Inaktive, nur garniſondienſtfähige Unteroffiziere jeden Dienſtgrades, welche
ſich zur Ausbildung dieſer jungen Leute geeignet erachten, wollen ſich ebenſo bis zum

S
der ſie geſtanden, Dienſtgrad, militäriſche Vorbildung, bei einem Bezirkskommando
des Korpsbereiches melden. Solche, welche bereits auf einer Unteroffizierſchule bezw.
Vorſchule tätig waren, werden bevorzugt.
(18123ids
Der kommandierende General
Frhr. v. Gall, General der Infanterie.
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1914.
Im Anſchluß an die vorſtehende Bekanntmachung werden auch ſolche inaktiven
Offiziere, die als Ausbildungsperſonal für die Militärvorbereitungsanſtalten geeignet
und bereit ſind (in erſter Linie ſolche, die bereits bei einer Unteroffizierſchule oder
Unteroffiziervorſchule Dienſte geleiſtet haben), ſowie Lehrer, die freiwillig zur Erteilung
des Schulunterrichts bereit ſind, erſucht, ſich beim Bezirkskommando I, Neue Nieder=
ſtraße
18, zu melden.

Bezirkskommando I.

Die bei Berechnung der Lieferungen für die Armee zu Grunde zu legenden
Durchſchnittsmarktpreiſe im Kreiſe Darmſtadt haben im Monat Auguſt 1914 für Hafer
27,75 Mk., für Heu 8 Mk., für Stroh 6 Mk. pro 100 Kilo betragen.
(18336
Auguſt Eis, Peter Müller VII., Karl Hofmann I., Adam Ackermann VII.,
Gemeinderatsmitglieder ſowie Wilhelm Lautz und Georg Jacobi, ſämtlich zu Ober=
Ramſtadt, wurden als Ehrenfeldſchützen für die Gemarkung Ober=Ramſtadt verpflichtet.
Georg Dächert VII., Peter Gerhardt II. und Ludwig Meidinger II., ſämtlich
zu Eberſtadt, wurden als Hilfsfeldſchützen für die Gemarkung Eberſtadt verpflichtet.
Georg Philipp Kirſchner II. zu Roßdorf wurde als Hilfsfeldſchütze für die Ge=
markung
Roßdorf verpflichtet.
(18335

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
findet
ſich: 1 Dobermann (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Ver=
ſteigerung
der nicht ausgelbſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werl=
tag
, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(18326

Bekanntmachung.

Das auffällige Auftreten von Bartflechten unter den kriegs=
beorderten
Mannſchaften und Kriegsfreiwilligen läßt die Vermutung
aufkommen, daß die Beſtimmungen der Polizeiverordnung vom
2. Dezember 1909 betreffend den Schutz gegen Uebertragung von
Krankheiten durch die gewerbsmäßige Haar= und Bartpflege, nicht
allgemein beachtet werden. Wir veröffentlichen deshalb die genannte
Polizei=Verordnung nochmals. Geſchäftsinhaber, in deren Betrieb
Verfehlungen feſtgeſtellt werden, werden wir ſofort zur Anzeige bringen.
Darmſtadt, den 5. September 1914
(18327
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Polizei=Verordnung
für den Kreis Darmſtadt betreffend den Schutz gegen Ueber=
tragung
von Krankheiten durch die gewerbsmäßige Haar= und
Bartpflege.
Auf Grund des Art. 78 des Geſetzes, betreffend die innere
Verwaltung und die Vertretung der Kreiſe und der Provinzen, vom
12. Juni 1874 werden für den Kreis Darmſtadt unter Zuſtimmung
des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung Großherzoglichen
Miniſteriums des Innern vom 30. November 1909 zu Nr. M. d. J. II
5938 die nachſtehenden Vorſchriften erlaſſen.
§ 1. Wer die Haar= oder Bartpflege gewerbsmäßig ausübt,
hat alle zur Verhütung der U bertragung von Krankheiten geeigneten
Vorkehrungen zu treffen und insbeſondere die nachſtehenden Schutz=
vorrichtungen
zu beachten.
§ 2. Von der Ausübung des genannten Gewerbes iſt aus=
geſchloſſen
, wer an einer anſteckenden Krankheit leidet oder an ſeinen
Händen mit Ausſchlag oder eiternden Wunden behaftet iſt.
§ 3. Perſonen, die mit einer übertragbaren Haut= oder Haar=
krankheit
oder mit Ungeziefer behaftet ſind, dürfen in den allgemeinen
Geſchäftsräumen nicht bedient werden.
Gegenſtände, die etwa bei der Bedienung ſolcher Perſonen ver=
wendet
worden ſind müſſen ſofort durch ein viertelſtündiges Aus=
kochen
in Seifenwaſſer desinfiziert werden.
§ 4. Wer die Haar= oder Bartpflege ausübt, hat auf größte
Reinlichkeit ſeines Körpers und ſeiner Kleidung Bedacht zu nehmen,
insbeſondere bei Ausübung ſeines Berufs im Geſchäftsraume einen
leicht waſchbaren hellen Rock zu tragen.
Jedesmal vor Bedienung eines Kunden hat er ſich die
Hände in reinem Waſſer mit Seife gründlich zu reinigen und
mit einem reinen Tuche abzutrocknen. Es muß daher in oder
unmittelbar neben jedem Geſchäftsraum, in dem die Haar= oder
Bartpflege gewerbsmäßig betrieben wird, ausreichende und leicht zu=
gängliche
Waſchgelegenheit vorhanden ſein.
§ 5. Gegenſtände, insbeſondere Gerätſchaften und Wäſcheſtücke,
die mit dem Körper des zu bedienenden Kunden in Berührung
kommen, müſſen auf das ſorgfältigſte rein gehalten und vor jeder
Verwendung bei einem anderen Kunden gründlich gereinigt werden.
Insbeſondere müſſen:
1. Raſiermeſſer, Scheren und Haarſchneidemaſchinen unmittelbar
vor der Verwendung durch Abreiben mit reiner, in reinem
Spiiritus getränkter Watte desinfiziert,
2. Bürſten und Kämme, abgeſehen von der jedesmaligen
* Reinigung, täglich mindeſtens einmal in warmer fünf=
prozentiger
Soda= oder fünfprozentiger Salmiakgeiſt=Löſung
ausgewaſchen,
3. Raſierpinſel nach jedesmaligem Gebrauch in Seifen=
ſpiritus
und darauf in reinem Waſſer ausgewaſchen
werden, und
4. Vorſtecktücher (Servietten) ſtets friſch gewaſchen ſein.
§ 6. Die Benutzung von Schwämmen, Puderquaſten, Schnurr=
hartbinden
, Schnurrbartbürſten zum Auftragen öliger Stoffe
(z. B. Brillantinebürſten) und Haarwalzbürſten zum allgemeinen
Gebrauch iſt verboten.
§ 7. Gegenſtände, welche zum ausſchließlichen Gebrauch bei
ein und derſelben Perſon beſtimmt ſind, dürfen bei anderen Perſonen
nicht verwendet werden.
§ 8. An der Stelle, wo der Friſiermantel am Halſe anliegt,
iſt als Schutzſtoff ein friſcher Papier= oder Watteſtreifen einzuſchieben.
§ 9. Die Kopflehnen an Raſier= und Friſierſtühlen ſind vor
jedesmaligem Gebrauch mit einem reinen Tuche oder einem friſchen
Fapierſtreifen als Schutſtoff zu bedecken.
§ 10. Wunden dürfen nicht mit den Fingern berührt werden.
Zum Blutſtillen iſt nur reine, ſteriliſierte Watte zu verwenden. Die
Benutzung von Alaunſteinen, Salizylſteinen oder Salizylſtiften und
dergleichen zum Blutſtillen iſt unterſagt.
§ 11. Papierſtücke und Wattebäuſche müſſen ſofort nach der
Verwendung beſeitigt werden.
§ 12. Es iſt den Friſeuren verboten, bei der Bedienung der
Kunden den Kamm in das eigene Haar zu ſtecken und Haare oder
dergleichen durch Blaſen mit dem Munde von den Kunden zu
entfernen.
§ 13. Die Verwendung von Petroläther, Benzin, Naphtha
oder ähnlichen leicht entzündlichen Stoffen zum Kopfwaſchen iſt
verboten.
§ 14. Die Geſchäftsräume müſſen ſtets auf das ſorgfältigſte
rein gehalten werden,
Abgeſchnittene Haare ſind alsbald zu beſeitigen.

e e e nae une Joßhort verpilichtet. 1 ee
offener Spucknapf an ſichtbarer, leicht zugänglicher Stelle aufzuſtellen.
§ 16. In jedem Geſchäftsraum muß ein deutlich lesbarer
Abdruck dieſer Verordnung an ſichtbarer Stelle ausgehängt ſein.
§ 17. Zuwiderhandlungen gegen die vorſtehenden Vorſchriften,
für deren Befolgung in gleicher Weiſe die Geſchäftsinhaber wie deren
Gehilfen und Lehrlinge verantwortlich ſind, werden, ſoweit nicht
ſchwerere Strafe verwirkt iſt, mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
§ 18. Vorſtehende Polizei=Verordnung tritt am 1. Januar 1910
in Kraft. Mit dem gleichen Tage iſt die Polizei=Verordnung zum
Schutze gegen Uebertragung von Krankheiten durch die gewerbs=
mäßige
Haar= und Bartpflege vom 4. September 1905 aufgehoben.

Darmſtadt, den 2. Dezember 1909.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.

Bekanntmachung.

Nachſtehende Beſtimmungen werden wiederholt zur allgemeinen
Kenntnis gebracht; Zuwiderhandlungen werden ſtreng beſtraft.
Darmſtadt, den 2. September 1914.
(18325sg
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Polizeiverordnung
den Anſchlag der Brot=Preiſe und =Gewichte betreffend.
Auf Grund der §§ 73 und 74 der Gewerbe=Ordnung, des Ar=
tikels
184 des Polizeiſtrafgeſetzes, ſowie des Artikeis 56 der Städte=
ordnung
wird hiermit nach Anhörung der Stadtverordneten= Verſamm=
lung
mit Genehmigung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern
vom 15. Dezember 1902 zu Nr. M. d. J. III 8222 unter Aufhebung
des Lokal=Reglements, den Verkauf der Backwaren und deren Gewicht
betreffend, vom 15. Januar 1875 für die Haupt= und Reſidenzſtadt
Darmſtadt verordnet:
§ 1. In jeder offenen Verkaufsſtelle, in welcher Brot feil=
geboten
wird ſind die Preiſe und das Gewicht des zum Verkaufe
kommenden Brotes durch einen mit dem polizeilichen Stempel ver=
ſehenen
, von außen ſichtbaren Anſchlag täglich während der Verkaufs=
zeit
zur Kenntnis des Publikums zu bringen.
Der Anſchlag iſt in gut lesbarem Zuſtande zu erhalten und bei
gänzlich oder teilweiſer Abänderung der Preiſe oder Gewichte durch
einen mit dem polizeilichen Stempel zu verſehenden neuen Anſchlag
zu erſetzen.
Das Feilhalten von Brot zu höheren als den angeſchlagenen
Preiſen ſowie der Verkauf von Brot mit geringerem als dem an=
geſchlagenen
Gewicht iſt verboten.
§ 2. In jeder derartigen offenen Verkaufsſtelle muß eine
Wage mit den erforderlichen geaichten Gewichten aufgeſtellt ſein und
die Benutzung derſelben zum Nachwiegen des verkauften Brotes dem
Publikum geſtattet werden. Für etwaiges Mindergewicht hat der
Verkäufer aufzukommen.
§ 3. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften der §§1 und 2
werden ſofern ſie nicht den Strafbeſtimmungen des Artikels 184
Polizeiſtrafgeſetzes unterliegen, mit Geldſtrafe bis zu 10 Mk. beſtraft.
§ 4. Dieſe Polizeiverordnung tritt am 1. Januar 1903 in Kraft.
Darmſtadt, den 22. Dezember 1902.
Großherzogliches Polizeiamt.
Artikel 188 des Polizeiſtrafgeſetzbuchs.
Metzger und Bäcker, welche ohne zureichenden Grund, nament=
lich
unter dem Vorwande, daß die Käufer nicht ihre Kunden ſeien,
Fleiſch und Brot zu verabfolgen ſich weigern oder welche ſonſtigen
in Lokalreglements über ihre Verbindlichkeit zum Schlachten und
Backen enthaltenen Vorſchriſten zuwiderhandeln, verfallen in eine
Strafe von 1 bis 15 fl.

Bekanntmachung,

Im Einvernehmen mit dem Herrn Oberbürgermeiſter wird die
Anordnung vom 18. Auguſt 1914 über die Marktzeit für die allge=
meinen
Wochenmarkttage, die ein Aufkaufverbot für Wiederverkäufer
bis 9 Uhr vormittags bezweckte, wieder aufgehoben. Es treten ſomit
die früheren Beſtimmungen über die Marktzeit wieder in Kraft.
Sollte wider Erwarten eine ungerechtfertigte Preiserhöhung
erneut einſetzen, ſo wird die Anordnung ſofort erneuert und ver=
ſchärft
werden.
Wir machen wiederholt darauf aufmerkſam, daß nach § 14 der
Wochenmarktordnung die zum Markt gebrachten Gegenſtände nicht
blos zum Schein ausgeſtellt werden dürfen. Die Verkäufer müſſen
jedem Käufer auf Verlangen die Preiſe angeben und ihm die Ware
gegen Zahlung des vereinbarten Preiſes käuflich überlaſſen.
Darmſtadt, den 5. September 1914.
(18346
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.

Tierärztlicher Dienſt.

Mit Rückſicht auf den augenblicklichen Mangel an Tierärzten
ſind die Herren Schlachthoftierärzte (Fernruf Nr. 149 und 571) b. a. w.
bereit, die Behandlung kranker Tiere zu übernehmen, und zwar:
1. in der dienſtfreien Zeit nach 6 Uhr abends,
2. während der Dienſtzeit, wenn die Patienten in den Schlacht=
hof
(Frankfurter Straße Nr. 69) verbracht werden. Aus=
nahmen
für beſonders dringliche Fälle bleiben vorbehalten.
Es ſteht noch weiter zur Verfügung Her Veterinär Dr. Schrauth,
Hilfsarbeiter im Großh. Miniſterium des Innern, Teichhausſtraße 34.
Darmſtadt, den 24. Auguſt 1914.
(17882a
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.

Bekanntmachung.

Mittwoch, 14. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Kaufmann Georg
Braun Eheleuten dahier zugeſchrie=
bene
Liegenſchaft.
Flur Nr. am
III 581 344 Hofreite Moller=
ſtraße
Nr. 36,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II., zwangsweiſe verſteigert.
werden.
(K52/14
Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, wird Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
.
Darmſtadt, 1. September 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII, 18320

Bekanntmachung.

Mittwoch, 9. September 1914,
vormittags 11 Uhr=
ſoll
das dem Gaſtwirt Ludwig
Wolff dahier zugeſchriebene An=
weſen
:
Flur Nr. qm
XVIII 139 292 Grabgarten Beſ=
ſunger
Straße,
XVIII 140 301 Wohnhaus mit
Hofraum Nr. 107
daſelbſt,
XVIII 142 46 Grasgarten daſ.
XVIII 143 341 Hofreite Nr. 107
daſelbſt,
XVIII 144 61 Grasgarten daſ.,
in unſerem Geſchäftszimmer, Witt=
mannſtraße
1, zwangsweiſe ver=
ſteigert
werden.
Die Genehmigung der Verſteige=
rung
wird auch dann erfolgen,
falls kein der Schätzung entſprechen=
des
Gebot eingelegt wird und
andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen.
(K91/13
Darmſtadt, 28. Juli 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
Frantz. (IX,17400

Bekauntmachung.

Mittwoch, 9. September 1. Js.,
vormittags 10½ Uhr,
ſoll die den Georg Braun Ehe=
leuten
dahier zugeſchriebene Lie=
genſchaft
:
Flur Nr. qm
III 581 344 Hofreite Moller=
ſtraße
Nr. 36,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II., zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K69/14
Darmſtadt, 25. Juli 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Ganß, (VII, 17398
älteſter Gerichtsmam.

En unſer Handels=Regiſter, Ab=
teilung
A, wurden folgende
Einträge vollzogen:
Am 22. Auguſt 1914.
Hinſichtlich der Firma:
Eichberg’s Nachfolger,
Darmſtadt.
Kaufmann Heinrich Eck Ehefrau,
Pauline, geb. Barth in Darmſtadt,
iſt zur Prokuriſtin beſtellt.
Am 25. Auguſt 1914.
Neu eingetragen de Firma:
Carl Stadtmüller, Wein=
vertrieb
, Darmſtadt.
Inhaber: Carl Stadtmüller,
Kaufmann in Darmſtadt.
Am 28. Auguſt 1914.
Hinſichtlich der Firma:
Philipp Jungmann, Darm=
ſtadt
.
Georg Jungmann, Kaufmann
in Darmſtadt, iſt zum Prokuriſten
beſtelt.
(18318
Darmſtadt, 2. September 1914.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt

eirſtefel
Größe 4344, zu verk. (*4259dsg
Wendelſtadtſtr. 8, 1. St.

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 6. September 1914.

Nummer 245

Fuhrleiſtungen.

Auf meine öffentliche Anfrage hin haben ſich bereit erklärt,
Fuhrleiſtungen zu übernehmen, nachſtehende Firmen und Perſonen:
Achtelſtädter, Chr. & Co., Heidelbergerſtr. 103, Fernruf 895: 2 Pferde,
Preis der Fuhren nach Vereinbarung.
Großh, Guſtav Nachf., Bismarckſtr. 17, Fernruf 234: 2 Pferde, Preis
einſchl. Lenker für den Tag 25 Mk., für den halben Tag 15 Mk.
Monnard, A & J., Großh. Heſſ. Hofſpediteur, Feldbergſtraße 38,
Fernruf 345, 556: mehrere Fuhrwerke, Fuhren aller Art, Preis
nach Vereinbarung.
Müller, Carl Phil., Oſtbahnhof, Fernruf 1063: leichte Rolle, 1 Pferd,
vormittags.
Müller, Georg, Schloßgartenplatz 5, Möbeltransport und Spe=
dition
: 2 ſtarke Pferde, 3 geſchl. Möbelwagen, 2 Zweiſpänner=
Kaſtenwagen, 3 kleine Einſpänner=Rollen, Transporte und Fuhren
hier und auswärts, Preis nach jeweiliger Vereinbarung.
Schmank, Willi, Schützenſtr. 16, Fernruf 965: Einſpännerrolle von
20 Ztr. Tragkraft, Preis einſchl. Lenker 1.20 Mk. die Stunde.
Sparr, Ferd. W., Fuhrmannſtr. 9: 1 Rolle, Tragkraft 3540 Ztr.,
1 vierräd. Handwagen, Tragkraft 4050 Ztr., 1zweiräd. Hand=
wagen
, Tragkraft 810 Ztr., Preis nach Vereinbarung,
Stier, M. Frau, Moosbergſtr. 70: Zweiſpännerrolle mit Lenker,
Preis für die Stunde 1 Mk.
Strauß, Wolf, G. m. b. H.: 1 Pferd, Leihgebühr für den Tag
15 Mk.
Walther, Adolf, Hof=Lohnkutſcherei, Grafenſtraße 6, Fernruf 1022:
Fuhrleiſtungen leichter und ſchwerer Art, größerer Pferdebeſtand,
Preis nach Vereinbarung.
Weber, Jakob, Neue Niederſtr. 11, Fernruf 837: Einſpänner=Feder
rollen, Tragkraft 2025 Ztr. und 3035 Ztr., ſowie Kraft=
wagen
, Preis nach Vereinbarung.
Wolf, Paul & Co., Rheinſtr. 51, Fernruf 480: Schwerfuhrwerk,
2 ſtarke Pferde, Preis einſchl. Lenker für den Tag 35 M., Ein=
ſpänner
Preis einſchl. Fuhrmann für den Tag 20 M., ſofern
es ſich um Fuhren in der Stadt handelt. Für Fuhren nach
(17870a
auswärts Preis nach Vereinbarung.
Darmſtadt, den 24. Auguſt 1914.
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.

Oktrot fur Wein.

Der in der Stadt=Gemarkung hergeſtellte Wein und Obſtwein
unterliegt der Oktroiabgabe.
Wer Wein oder Obſtwein herſtellt, hat dies vor Beginn der
Kelterung der Oktroiverwaltung ſchriftlich oder mündlich anzuzeigen
unter gleichzeitiger Angabe, an welchen Tagen die Kelterung begonnen
und beendet werden ſoll. Ueber die Anzeige wird eine Beſcheinigung
erteilt, die im Kelterhauſe aufzubewahren und dem mit der Aufſicht
beauftragten Oktroiperſonal auf Verlangen vorzuzeigen iſt.
Die Kelterung wird durch das Oktroiperſonal überwacht, dem
zu jeder Zeit zu geſtatten iſt, die Menge des bereiteten Moſtes, ſo=
wohl
im Kelterhaus, als im Keller feſtzuſtellen. Vor dieſer Feſt=
ſtellung
darf von dem gewonnenen Moſt nichts verbraucht oder ent=
fernt
werden.
Nach beendigter Kelterung wird der Oktroi von dem herge=
ſtellten
Moſt nach den Sätzen des Oktroitarifs berechnet und erhoben.
Hierbei werden von der durch die Aufnahme ermittelten Geſamt=
menge
5% für Hefe in Abzug gebracht.
Ausgenommen von den vorſtehenden Kontrollmaßregeln ſind
die Weingroßhändler, denen die in § 2 der Bekanntmachung vom
30. November 1903, betreffend den Oktroitarif, vorgeſehene Erleichte=
rung
für den Weinhandel zugeſtanden iſt. Sie haben nach Anleitung
der Verwaltung ein beſonderes Kelterregiſter zu führen, in das die
Menge des hergeſtellten Moſtes täglich gewiſſenhaft einzuſchreiben iſt.
Am Schluſſe der Kelterung haben ſie einen eigenhändig unterſchrie=
benen
Auszug aus dieſem Regiſter der Verwaltung zuzuſtellen. Er
dient als Grundlage für die Berechnung und Erhebung des Oktrois.
Der Oktroiverwaltung ſteht das Recht zu, von dem oben vor=
geſchriebenen
Kelterregiſter Einſicht zu nehmen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmungen werden
entweder nach § 15 des Oktroi=Reglements vom 24. Auguſt 1832 als
Hinterziehung beſtraft oder, falls der Betrag des hinterzogenen
Oktrois nicht feſtgeſtellt werden kann, mit Ordnungsſtrafen von
2 Mk. bis 30 Mk. geahndet.
Darmſtadt, den 22. Auguſt 1914.
(17912a
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Schmitt.

Volksküche, Waldſtraße 18.

Mit Rückſicht auf die jetzige Ungunſt der Verhältniſſe weiſe ich
bedürftige Perſonen auf die Volksküche hin. Dieſe Anſtalt gewährt
gegen eine verhältnismäßig ſehr geringe Vergütung in uneigennütziger
Weiſe gute Koſt. Das Eſſen kann auch abgeholt werden.
Darmſtadt, den 25. Auguſt 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
(17916a
Dr. Glaſſing.

Feldſchutz.

Auf Grund des Art. 129b, II, 2 der Städteordnung vom
8. Juli 1911 wird hiermit allen Perſonen, auch den Eigentümern, das
Betreten der offenen und eingefriedigten Grundſtücke in der Feld=
gemarkung
Darmſtadt mit einbrechender Dunkelheit unterſagt.
Zuwiderhandlungen werden mit Polizeiſtrafe bis zu 90 Mark ge=
ahndet
; im gegebenen Falle kann nach den geſetzlichen Beſtimmungen
auch auf eine höhere Strafe erkannt werden.
Darmſtadt, den 1. September 1914.
(18181a
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.

Beim 1. Bakaillon Reſerve=Infanterie=Regiment 221.
Darmſtadt, Infanterie=Kaſerne, Alexanderſtraße 22
(Geſchäftszimmer 28 im Wirtſchaftsbau), können ſich
ſofort ausgebildete, felddienſtfähige Spielleute ( Hor=
niſten
und Tamboure), ferner 1 felddienſtfähiger
Bataillons=Tambour als Kriegsfreiwillige melden.
Darmſtadt, den 5. September 1914. A. B.
Müller,
gez.: Freiherr v. Gall,
Feldwebel.
Lt. u. Adjutant. (18329

Hur Unterbringung von 10000 Kriegsgefangenen auf dem Truppen=
Uebungsplatz bei Darmſiadt bedarf die Kommandantur baldigſt
großen Zeltmaterials, ſowie einer großen Anzahl von Tiſchen, Bänken,
verzinnten Waſchſchüſſeln und Eßnäpfen.
Sofortige Angebote, namentlich von ſchon gebrauchtem Material,
unter Preisangabe und Lieferungszeit an die Garniſon=Verwaltung
des Truppen=Uebungsplatzes erbeten.
(18316sg
Darmſtadt, den 4. September 1914.
Kommandantur des Truppen=Aebungsplatzes.

Düngerverſteigerung.

In der Artillerie=Kaſerne Beſ=
ſungerſtraße
125 wird jeden Mitt=
woch
um 11 Uhr 30 Min. vor=
mittags
der Inhalt von 3 Batterie=
dunggruben
öffentlich und meiſt=
bietend
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Darmſtadt, 5. September 1914.
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Der ſo unerwartet eingetretene Krieg hat unſer Wirtſchaftsleben
ins Stocken gebracht. Zahlreiche Betriebe und Unternehmungen haben
ihre Tätigkeit mehr oder weniger eingeſchränkt oder ganz eingeſtellt
und Angeſtellte und Arbeiter entlaſſen. Die Arbeitsloſigkeit iſt von
Tag zu Tag gewachſen und viele hundert Hände ſind, auch bei uns
in Darmſtadt, zum Feiern gezwungen. Es liegt im dringendſten
Intereſſe der Allgemeinheit und jedes Einzelnen, daß dieſer Zuſtand
bald überwunden werde. Schon ſind ja wieder Anſätze zur Beſſerung
vorhanden. Die Erfolge unſerer braven Truppen haben die Be=
völkerung
in der feſten Zuverſicht beſtärkt, daß ſich das Vaterland
gegenüber allen ſeinen Feinden behaupten wird. Möge dieſe Zu=
verſicht
ihren Ausdruck finden durch Wiederbelebung des Arbeits=
marktes
. Soweit der Staat, der Kreis und die Stadt in Betracht
kommen, werden ſie bemüht ſein, Arbeitsgelegenheiten bereit zu ſtellen.
Damit kann aber die Arbeitsloſigkeit nur in beſchränktem Umfang
gemildert werden. Handel, Gewerbe und Induſtrie, die Landwirtſchaft
und auch Private müſſen kräftig einſetzen, wenn es wirklich beſſer
werden ſoll. Die Opferwilligkeit der Bevölkerung, die ſich in den
Gaben für das Rote Kreuz und für Wohlfahrtseinrichtungen aller
Art äußert, iſt hoch anzuerkennen. Nicht minder wichtig und ſehr
d inglich iſt aber die Beſchaffung von Arbeitsgelegenheit. Einige
Firmen haben ihren Geſchäftsbetrieb wieder aufgenommen. Folge
jeder, der es irgendwie vermag, dieſem Beiſpiel. Die Transport=
ſchwierigkeiten
ſind zum großen Teil behoben. Durch einen regel=
mäßigeren
Güterverkehr können wieder Materialien hereingebracht
werden. Begonnene Arbeiten ſetze man unverzüglich fort.
Arbeiten, die für eine ſpätere Zeit in Ausſicht genommen waren,
nehme man jetzt ſchon vor. Wer größere Aufträge zu vergeben
hat, verteile ſie möglichſt auf mehrere Geſchäfte und Handwerker.
Die kleinſte Arbeit ſchafft Verdienſt. Auch der Private kann
für Beſchäftigung ſorgen.
Aengſtliches Zurückhalten von Barmitteln iſt durch nichts gerecht=
fertigt
. Man wirtſchafte ſo, wie man das immer getan, denn gegen
unverhältnismäßige Verteuerung der Preiſe hat die Verwaltung wirk=
ſame
Gegenmaßnahmen zur Hand. Die Ernte des Jahres iſt eine
reiche und alle Lebensmittel ſind zu angemeſſenen Preiſen erhältlich.
Als wirkſames Mittel zur Verlängerung der Arbeits=
gelegenheit
empfehlen wir die Einführung von Doppelſchichten
oder wo dies, mit Rückſicht auf die Art der Beſchäftigung, un=
tunlich
iſt, eine erhebliche Verkürzung der Arbeitszeiten. Es
werden ſo mehr Arbeitskräfte beſchäftigt, ohne daß die Arbeit ſelbſt
verteuert wird. Gerade in ernſter Zeit iſt es nicht zu rechtfertigen,
daß die Einen alles, oder, wie uns von einzelnen Fällen bekannt iſt,
in angeſtrengteſter Tätigkeit und in Ueberſtunden, mehr als ſonſt
verdienen und die Anderen nichts. Man ſetze möglichſt Viele in
den Genuß vorhandener Erwerbsgelegenheiten. Der Eine fühle
ſich ſolidariſch mit dem Anderen. Arbeitskräfte bitten wir auf
dem öſſentlichen Nachweisbüro, Waldſtr. 19, Fernruf 371, abzurufen.
Wir wiſſen, daß viel zur Linderung der augenblicklichen Notlage
getan werden kann, wenn vorſtehenden Anregungen in weiteſtem
Umfang entſprochen wird bei der Opferwilligkeit und dem ſozialen
Pflichtbewußtſein der hieſigen Bevölkerung, die ſich ſchon ſo oft in
ganz hervorragendem Maße gerade in den letzten Wochen bewährt
haben, zweifeln wir nicht, daß ſie auf fruchtbaren Boden fallen und
Gutes wirken.
Arbeitgeben geht vor Almoſengeben.
Darmſtadt, den 27. Auguſt 1914.
(18030a
Der Oberbürgermeiſter:
Das Arbeitsamt:
Dr. Gläſſing.
Mueller, Bürgermeiſter.

Großh. Handelskammer Darmſtadt.

Gemäß Artikel 23 bezw. 11 des Geſetzes, die Handelskammern
betreffend, vom 6. Auguſt 1902, werden die Hebregiſter zur Erhebung
der Beiträge zu den Ausgaben der Großh. Handelskammer Darm=
ſtadt
für das Jahr 1913 in der Zeit von Montag, den 7. Septem=
ber
bis inkl. Donnerstag, den 17. September, zur Einſicht der
Wahlberechtigten zur Handelskammer des Kreiſes Darmſtadt auf
dem Bureau der Großh. Handelskammer, Rheinſtraße 9, währer
der Geſchäftsſtunden offen gelegt. Einwendungen gegen den Inhalt
der Hebregiſter ſind innerhalb der erwähnten zehntägigen Friſt bei
der Handelskammer ſchriftlich vorzubringen.
(18328
Der Syndikus:
Der Vorſitzende:
C. Pareus.
Dr. Human.

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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 6. September 1914.

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Tobias Wilders Weg zur Höhe.
Von Zdenko von Kraft.
(Nachdruck verboten.)

28)
Zwölf Jahre waren vergangen, ſeit er das letztemal
an dieſer Stelle geſtanden; zwölf Jahre in Trotz und Auf=
ruhr
, Zorn und Wehe, Sehnſucht und Selbſtanklage. Und
nun ſtand er wieder da, älter um zwölf Jahre und klüger
um dreißig, aber dennoch ſo ruhelos und töricht wie da=
mals
, als er Vater und Mutter verlaſſen hatte, um ein
ungekanntes Glück zu ſuchen.
Er war einer von den Ueberſchäumenden, einer von
jenen, welche kämpfen müſſen gegen Feinde, die nicht an=
greifen
, rütteln müſſen an Ketten, die nicht binden, ſuchen
müſſen nach Zielen, die ſie nie erreichen können.
Sein irrender, dürſtender Geiſt wollte ſich nicht be=
ſänftigen
laſſen. Aus tauſend Büchern hatte er geſchöpft,
aus hundert Quellen getrunken. Immer wieder hatte er
den Ring, der um die letzten Fragen liegt, zu überſchreiten
verſucht umſonſt. Bei wilder Jagd durch die Steppen
von Paraguay, in ſtummer Zwieſprache mit der Sphinx
unter den Palmen Aegyptens, in den Silberbergwerken
der ſibiriſchen Verbannten, im Straßendonner der Städte,
im Schweigen der Heide, in Luſt und Freude, in Leid und
Weh überall, überall hatte er geſucht und nirgends
gefunden!
Und da klangen nun die letzten Worte Sommerbauers
in ſeiner Seele: Es iſt ein gutes Ausruhen hier, nach
einem langen Weg.
Er ließ ſich auf die Bank fallen und ſtarrte in den
ſinkenden Abend. Wahrlich hier wohnte der Friede.
Wie wohlig hier zu ruhen war! Wie gut! Oder war
auch das eine Täuſchung? Eine neue Lüge? Ein Mär=
chen
, das der müde Augenblick erſinnen wollte hier auf

dieſer Bank! Die ſein Vater hatte aufſtellen laſſen vor
vielen, vielen Jahren.
Sommerbauer, ſagte er plötzlich mit rauher Stimme
und richtete ſich auf, zeig’ mir noch mal die Grenze des
Gutes, das mein iſt.
Der Alte zog langſam mit dem Stock einen Bogen
durch die Luft.
Da droben, Herr, da führt von der Sonnleiten a Weg
runter. Der macht die Grenz’. Und da gehts nachher all=
weil
der Straß’ nach, bis zum einzäunten Acker. Von da..
Karl von der Tenne winkte ungeduldig. Laß das,
Sommerbauer! Und ſage mir mit einem kurzen Wort:
was kann man billigerweiſe für den ganzen Grund ver=
langen
?
Verſtändnislos ſtarrte Sommerbauer ſeinen Herrn
an. Plötzlich begann er zu begreifen. Er zitterte, und
ſeine Augen gingen über.
Herr, ſtammelte er wie ein verſchüchtertes Kind, um’s
lieben Heilands willen, Sie werden doch den Ten=
nenhof
nöd verkaufen wollen?
Karl nickte.
Herr? Den Tennenhof? Mit Almen und Aeckern?
Und mit dem ſchönſten Wald? Verkaufen? Herr?
Fiſch ſind in die Bäch und Wild is im Wald! Korn auf
die Aecker und Gras auf die Wieſen, wie’s weit und breit
keins gibt. Und dös liebe Haus da drunt’? Herr?
Da ſollen fremde Leut’ eini!
Der Atem ging ihm aus, erſchöpft ließ er ſich nieder.
Hör’ mich an, Alter! ſagte Karl nach einer ſtummen
Weile, und ſeine Stimme klang nicht mehr ſo rauh wie
vorhin. Du haſt immer zu mir geſtanden damals, Du
weißt als wir noch jünger waren, wir beide. Und
darum will ich es Dir ſagen, weil Du faſt wie ein Stück
biſt von mir und von meinem Vater. Ich bin nie ein
ſchlechtes Kind geweſen. Nie, Sommerbauer! Nur ruhe=
los
war ich. Warum ich das war? Das würdeſt Du

M e e ee
eng, zu klein, zu beſchränkt. Und das hat mein Vater nie
verſtehen können. Er, der die Ruhe und der Frieden war.
Alles, was ſo wild in mir tobte, wollte er erſticken; ich
ſollte werden wie er. Und ſiehſt Du, Sommerbauer das
konnte ich nicht. Wenn ich fragen gekommen bin wer die
Sterne am Himmel lenkt, hat er mich an den Pflug ge=
ſchickt
. Und ſagte: Die Sterne ſind für die Toten, das
Brot iſt für die Lebendigen. Aber das verſtand ich nicht.
Ich wollte wiſſen wollte ſuchen. Es zog mich mit aller
Gewalt ins Weite bis ich eines Tages verſchwunden
war. Sommerbauer ich bin kein ſchlechtes Kind ge=
weſen
. Aber etwas war in mir, das mich jagte und
jagte immer weiter und weiter. Und je mehr ich ſuchte,
je mehr ich wanderte und umhergetrieben wurde, deſto
mehr bin ich ein Irrender geworden, deſto ferner ſah ich
mein Ziel. Und heute iſt das wieder ſo, wie es damals
war. Ich bin nicht anders geworden in dieſen zwölf Jah=
ren
. Nur älter. Und müde bin ich von dem vielen Wan=
dern
. Aber klüger, Sommerbauer klüger bin ich nicht
geworden. Und jetzt ſiehſt Du jetzt treibt es mich
wieder und ich weiß nicht, wohin! Ich kann nicht blei=
ben
. Ich würde erſticken in meinem eigenen Haus, in
der Enge meiner Umgebung. Wie groß dieſes Gut auch
iſt. auf dem ich ſitzen ſoll als Herr ich fühle doch, daß
es eng und klein für mich würde ſo klein und eng wie
ein Grab. Aber ich möchte leben leben
Er ſchwieg. Und auch der Alte fand kein Wort. Mit
ſeinem ſchlichten Verſtande konnte er das Irren und
Drängen nicht begreifen, das den anderen ſo ruhelos
machte. Nur dieſes eine konnte ſein altes Herz verſtehen:
daß ſein Herr ein Unglücklicher war und daß er war
wie ein rennender Bach, den keiner halten konnte, und den
es hinunterriß in die Tiefe.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ]

Nummer 245.

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 6. September 1914.
ite 10.
Eorkrleastdef
hat in den bisherigen Bezugs- und Zahlungsverhältnissen der Industrie und des Grosshandels mit dem Detail-
handel
grosse Veränderungen hervorgerufen. Die Zahlungsbedingungen sind ungemein verschärft worden, ja
meist wird dem Detaillisten Ware nur gegen Nachnahme oder sofortige Kasse abgegeben. Die Detaillisten

sind daher ihrerseits ebenfalls auf

Barzahlung und Eingang der ausstehenden Rechnungen
angewiesen. Es ist ferner nur möglich, die Geschäftsbetriebe im seitherigen Umfang aufrechtzuerhalten und
von Personalentlassungen abzusehen, wenn mit der hier leider sehr verbreiteten Gepflogenheit:
Auswärts zu kaufen und zu bestellen
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gebrochen wird und die Bevölkerung
ihren Bedarf am Platze kauft.
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