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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 244.
Samstag, den 5. September.
1914.
Der Krieg.
Der Sieg des Kronprinzen. — Die Waffenerfolge der öſterreichiſch=ungariſchen Armee. — Der Kaiſer bei der Armee. —
Das deutſche Skutaridetachement in Wien. — Aus Paris. — Reims von den Deutſchen beſetzt. — Verluſtliſte Nr. 16.
Der Sieg des Kronprinzen.
* Die Bedeutung des neuen deutſchen Sieges im
Weſten wird von den Blättern eingehend unterſucht. Der
militäriſche Mitarbeiter der Voſſiſchen Zeitung
führt darüber aus: Die große Bedeutung des Sieges liegt
darin, daß damit anſcheinend die letzten Reſerven des
franzöſiſchen Oſtheeres geſchlagen ſind und der letzte
Ver=
ſuch, den deutſchen Vormarſch aufzuhalten, vollſtändig
ge=
ſcheitert iſt. In der langen Reihe von Siegen, die unſere
Weſtarmee bisher erfochten hat, iſt das der Schlußpunkt,
denn nun wird Frankreich über keine friſchen Truppen
mehr verfügen. Der Weg nach Paris iſt frei.
Zwar befindet ſich halbwegs dahin noch die ſogenannte
zweite Verteidigungslinie, die aus den Forts La Fere,
Laon und Reims beſteht, und die ſich dem
Frontalvor=
marſch der Armee entgegenſtellt. Aber die beiden rechten
Flügelarmeen v. Kluck und v. Bülow haben ſie bereits
nördlich umgangen und ſtehen teilweiſe ſchon in ihrem
Rücken. Im Süden dürfte die Armee des Kronprinzen
ebenfalls an ihr vorbeimarſchieren und ſie an ihrer Flanke
umfaſſen. Es iſt alſo kaum daran zu denken, daß die
ge=
ſchlagene franzöſiſche Armee ſich in ihr feſtſetzen und
er=
neut halten könnte. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß die
vorderen Truppen der Deutſchen ſchon in den nächſten
Tagen vor Paris erſcheinen
Der militäriſche Sachverſtändige des Berliner
Lokalanzeigers ſagt: Daß dieſe ernſte Niederlage
einen außerordentlich entmutigenden Einfluß auf die
Nach=
bargruppen des franzöſiſchen Heeres ausüben muß, liegt
auf der Hand, und ſo können wir hoffen, daß unſere ganze
Armee einen glatten Ruck vor Paris machen wird,
in dem von Norden und Weſten auf Paris ſich
unerbitt=
lich zuſammenſchließenden Halbkreis. — Im Berliner
Tageblatt äußert Major a. D. Morath: Die Armee des
deutſchen Kronprinzen hat nun die mittlere franzöſiſche
Gruppe zurückgeworfen und zwar hat dieſer Erfolg
des=
halb eine ganz beſondere Bedeutung, weil unſere Truppen
bereits von der erſten franzöſiſchen Befeſtigungslinie an
die zweite gelangten. Während Verdun den linken Flügel
der gegen Deutſchland gerichteten Befeſtigungen ſtützt, iſt
die Feſtung Reims der Stützpunkt des rechten Flügels
einer zweiten Befeſtigungslinie. Die ganze zweite Linie
ſtelt eine neue Schlachtfront dar, welche etwa 11 Meilen
lang iſt, und die nächſten Tage werden wahrſcheinlich den
Kampf gegen die zweite Verteidigungsſtellung der
Fran=
zoſen bringen. Hinter dieſer zweiten Verteidigungslinie
liegt dann als letztes Bollwerk die Feſtung Paris. — Die
Poſt ſchreibt: Zehn franzöſiſche Armekorps, alſo
an=
nähernd eine halbe Million Soldaten, ſind geſchlagen.
Von Gefangenen iſt nicht die Rede; alſo ſind Ströme von
Blut gefloſſen, alſo war es eine ungeheuere Feldſchlacht,
in der Mann gegen Mann ſtand, in der der Gegner
offen=
bar noch einmal ſeine ganze Kraft zuſammenraffte, um
der Lage Herr zu werden. Es war umſonſt. Das
Kriegs=
glück iſt nicht mit den Franzoſen. Sie ſind abermals
ge=
ſchlagen und ſie werden verfolgt. Dieſe Verfolgung hat
möglicherweiſe die Abdrängung von Paris zum
Ziele. Sie wird aus der Haute=Champagne in die Haute=
Marne, in die Gegend von Ehaumont und Langres
füh=
ren. Iſt dieſe Arbeit getan, dann bleibt dieſer
Heeres=
gruppe nur noch eine Arbeit übrig, die Vereinigung mit
der anderen, die jetzt ſicher über St. Quentin hinaus iſt
und gegen Compiegne vorrückt.
Der Berliner Lokalanzeiger ſchreibt weiter:
Mit der Nachricht von den neueſten Erfolgen der deutſchen
Waffen gegen die Franzoſen wurde uns zugleich die
Kunde, daß der Kaiſer während des Gefechtes ſich bei der
Armee des Kronprinzen befunden habe. Der oberſte
Kriegsherr der Deutſchen, der bis vor kurzem, wie
nachträglich gemeldet wird, ſein Hauptquartier in Koblenz
aufgeſchlagen hatte, iſt in Frankreich. Dieſe Tatſache
ſpricht eine deutliche Sprache. Sie lehrt uns, daß wir
ſicher ſein dürfen, daß wir das, was wir bisher errungen
haben, nicht wieder verlieren wollen. Mögen auch
Rück=
ſchläge kommen, die in einem ſolchen Kriege kaum
ver=
meidlich ſind, nie und nimmermehr hätte der Kaiſer ſich
nach Frankreich begeben, wenn an irgend einer der
ver=
antwortlichen Stellen noch mit der Möglichkeit gerechnet
worden wäre, daß wir über die Grenzen zurückgeworfen
werden könnten. Daß er zu ſeinem Heer in Feindesland
gegangen, wird ſeinen Eindruck im Auslande ſo wenig
verfehlen wie im Inlande ſelbſt. Unſere tapferen
Trup=
pen, die von Anfang an mit ſo ſiegreichen Waffen für das
Vaterland geſochten, miſſen einen weiteren Anſporn zur
Einſetzung aller Kräfte darin erblicken, daß der Kaiſer in
ihrer Mitte weilt. Ein neues Zeichen iſt aufgerichtet, daß
heute ein Band Kaiſer, Fürſten und Volk umſchlingt.
Und ſo wird es bleiben.
*i Wien, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Als geſtern
nacht die neuen Siege der Verbündeten
be=
kannt wurden, kam es vor dem Kriegsminiſterium auf dem
Ring und auf dem Graben vor dem deutſchen Konſulat
zu lebhaften Kundgebungen. Die „Wacht am Rhein” und
„Heil Dir im Siegerkranz” wurden geſungen und
Hoch=
rufe auf die Verbündeten und die beiden Monarchen
aus=
gebracht. Die Begeiſterung erreichte ihren Höhepunkt, als
ein Offizier des Stutaridetachements von Männern auf
die Schultern gehoben und durch die Menge getragen
wurde.
Die Waffenerfolge
der öitereichiteneungaricken
Armee.
* Wien, 4. Sept. Die Schlacht, die ſich auf dem
ruſſiſchen Kriegsſchauplatze aus unſerer
Offen=
ſive entwickelte, hat eine Entſcheidung des Feldzuges noch
nicht gebracht. Auf dem weſtlichen Flügel gegen den
Feind vordringend, in Oſtgalizien den vaterländiſchen
Boden gegen einen überlegenen Feind Schritt für Schritt
verteidigend, haben unſere Truppen allenthalben den alten
Ruhm ihrer Tapferkeit gerechtfertigt und ſehen den noch
bevorſtehenden ernſten Kämpfen mit Zuverſicht entgegen.
Eine Schilderung der mehrfachen Schlachten
der vergangenen Woche muß der Geſchichte vorbehalten
bleiben. Gegenwärtig läßt ſich der Verlauf der Ereigniſſe
nur in großen Zügen angeben.
Oeſtlich bei Krasnik nach der dreitägigen Schlacht der
ſiegreichen Armee des Generals Dankl, begann am
25. Auguſt die zwiſchen dem Huezwa und dem Wieprz
dirigterte Arme Auffenberg den Angriff auf die im
Raum von Cholm gegen Süden vorgerückten feindlichen
Kräfte. Hieraus entwickelte ſich die Schlacht von
Za=
mocz und Komarow. Am 28. Auguſt wurde das
Eingreifen der über Belz und Uhnow herangeführten
Truppen des Erzherzogs Joſeph Ferdinand
fühlbar. Da an der Chauſſee Zamocz-Kraznoſtaw
ver=
hältnismäßig ſchwache Kräfte nur gegenüberſtanden,
konn=
ten erhebliche Armeeteile am 29. Auguſt auf dem Raume
von Zamocz gegen Oſten einſchwenken und gegen Ezesniki
vordringen. Demgegenüber richtete der überall mit
größ=
ter Tapferkeit und Hartnäckigkeit kämpfende Feind ſeine
heftigſten Anſtrengungen gegen den Raum von Zamocz,
wohl in der Abſicht, hier durchzuſtoßen. Abends ſtand
unſere Armee in der Linie Przewodow, Grodeg, Ezesniki,
Wielacza, wobei Ezesniki ungefähr den Brennpunkt der
Front bildete. Auf ruſſiſcher Seite hatten neue, von
Kry=
low und Grubieszow herangeführte Kräfte eingegriffen.
Am folgenden Tage ſetzte die Armee Auffenberg
die angebahnte Umfaſſung, der Feind ſeine
Durchbrech=
ungsverſuche fort, die ſchließlich die eigene Front bis
La=
bunin und Tarnawatka zuſammenbogen. Indeſſen
ver=
mochten ſich die Truppen des Erzherzogs bis an den
Fahr=
weg Teletyn-Racfanie vorzuarbeiten. Am 31. Auguſt
ſchritt die Einkreiſung des Feindes unter heftigſten
Kämp=
fen fort, indem auch von Norden her gegen Komarow
ein=
geſchwenkt wurde. Bei Komarow bereits äußerſt
gefähr=
det, begannen die Ruſſen den Rückzug gegen Krylow und
Drubieszow, wehrten ſich jedoch durch Offenſivſtöße nach
allen Richtungen; namentlich gegen die Truppen des
Erz=
herzogs, gegen die drohende Umklammerung. Endlich in
den Nachmittagsſtunden des 1. September wurde ſicher,
daß die Armee Auffenberg, in welcher Wiener
Truppen mit außerordentlicher Zähigkeit und Bravour
gekämpft hatten, desgleichen eine vom General der
In=
fanterie Vorvevie geführte Truppe, endgültig
ge=
ſiegt hatte. Komarow und die Höhen ſüdlich von
Tys=
zowee wurden genommen. Der Erzherzog drang gegen
Sparoje=Siele vor. Scharen von Gefangenen und
zahl=
loſes Kriegsmaterial, darunter 200 Geſchütze, und viele
Maſchinengewehre, fielen in unſere Hände.
Während dieſer Kämpfe der Armee Auffenberg hatte
die Armee Dankl am 27. Auguſt eine zweite Schlacht
bei Niedrzwiea-Duza geſchlagen und weitere
Teile unſerer bisher über das weſtliche
Weichſel=
ufer vorgegangenen Kräfte über dieſen Fluß herangezogen.
Dieſe ganze Heresgruppe drang in den folgenden Tagen
bis nahe an Lublin heran. — Gleichzeitig mit dieſen
zitierten Ereigniſſen wurde auch in Oſtgalizien ſchwer
gekämpft. Am 27. Auguſt ſtießen die zur Abwehr der
dortigen weitaus überlegenen feindlichen Einbrüche
be=
ſtimmten Kräfte auf der Linie Dunajow-Busk auf den
Gegner. Trotz des Erfolges der von Dungjew her die
Höhen weſtlich von Pomorzany gewinnenden Kolonnen
konnten die beiderſeits der Zloczower Chauſſee
vorgehen=
den Armeeteile gegen den namentlich in Artillerie weit
überlegenen Feind nicht durchdringen. Am 28. Auguſt
ſetzten die Ruſſen den Angriff auf die öſtlich von
Lem=
berg kämpfenden Armeeteile fort und am Nachmittag
war ein Zurücknehmen hinter Guila und Lipa und den
engeren Raum öſtlich und nördlich von Lemberg nicht
zu umgehen, zumal auch unſere ſüdliche Flanke aus der
Richtung Brzezany bedroht wurde. Die rückgängite
Bewegung vollzog ſich in voller Ordnung, ohne daß
der offenbar gleichfals fehr mitgenommene Feind
weſent=
lich nachdrängte. Am 29. Auguſt griffen die Ruſſen auf
der ganzen Front aufs neue an und ſchoben ihre Kräfte
auf dem Naum nordöſtlich von Lemberg gegen Süben.
Tags darauf zeigten ſich auch dieſe Angriffe in größter
Heftigkeit. Insbeſondere von Przemyslany und
Firle=
jow her vermochte der Feind immer neue Kräfte einzuſetzen,
denen gegenüber unſere Truppe nach vergeblichen
Ver=
ſuchen, ſie durch die Offenſive neuer im Raume weſtlich
Rohatyn verſammelter Armeeteile zu entlaſten, gegen
Lemberg und Mikolajow weichen mußten. In allen
dieſen Kämpfen erlitten unſere braven Truppen,
haupt=
ſächlich durch die an Zahl weit überlegene und auch aus
modernen feindlichen Geſchützen feuernde feindliche
Artil=
lerie, große Verluſte. Indeſſen kann geſagt werden, daß
wir bis jetzt gegen etwa 40 ruſſiſche Infanterie= und elf
Kavallerie =Diviſionen kämpften und zum
minde=
ſten die Hälfte dieſer feindlichen Kräfte unter großen
Ver=
luſten zurückgeworfen haben.
Auf dem Balkan=Kriegsſchauplatz herrſcht
im allgemeinen Ruhe, und von den Höhen nordöſtlich
Bilek wurden die Montenegriner abermals geworfen. —
Am 1. September erſchien das Gros der franzöſiſchen
Mit=
telmeerflotte, beſtehend aus 16 großen Einheiten, vor der
Einfahrt des Bocche di Cattaro und beſchoß aus
ſchwer=
ſtem Kaliber Punto dOſtro. Die Wirkung war kläglich.
Drei Feſtungsartilleriſten wurden leicht verwundet. Ein
Haus in der Nähe des Forts wurde zerſtört. Nach der
Kanonade dampften die feindlichen Schiffe wieder ab.
Der Stellvertreter des Generalſtabschefs,
von Höfer, Generalmajor.
* Wien, 4. Sept. Aus dem Bereich der Armeen
Dankl und Auffenberg wurden bisher 11600
Kriegsgefangene abgeſchoben, etwa 7000 ſind vorerſt
noch angekündigt. In der Schlacht an der Huezwa
wurden, ſoweit bisher bekannt, 200 Geſchütze, ſehr viel
Kriegsmaterial, zahlreicher Train, vier Automobile und
die Feldkanzleien des 9. und 10. ruſſiſchen Armeekorps mit
wichtigen Geheimakten erbeutet. Der Feind iſt in vollem
Rückzuge. Unſere Arme verfolgt ihn mit ganzer Kraſt.
—. Auf dem Kriegsſchauplatze am Balkan drang
die von Generalmajor Pongracz befehligte dritte
Gebirgs=
brigade, die ſchon einmal einen kühnen Vorſtoß in das
rauhe, kriegeriſche Montenegro erfolgreich durchgeführt hat,
vor einigen Tagen von neuem gegen die auf den
Grenz=
höhen von Bilek ſtehenden Montenegriner vor und warf
die an Zahl überlegenen feindlichen Kräfte in
mehrtägi=
gem Angriffe zurück, nahm ihm dabei auch ſchwere
Ge=
ſchütze ab und degagierte durch die kühne Tat die von den
Montenegrinern bedrängte Grenzbefeſtigung.
Der Stellvertreter des Generalſtabschefs,
von Höfer, Generalmajor.
* Wien, 3. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die
Kriegskorreſpondenten der Blätter berichten
eingehend über die Leiſtungen jüngſt ausgezeichneter
Offi=
ziere und Mannſchaften und heben die heldenhaften
Leiſtungen hervor, welche nicht nur die Linien= und
Landwehrtruppen, ſondern auch die der
Land=
ſturmmänner vollbracht haben. Hervorragende
Er=
folge erzielten auf dem nördlichen Kriegsſchauplatze nicht
bloß die großen, ſtarken Kavalleriekörper, ſondern auch
kleine, ausgezeichnet geführte Patrouillen und Nachrichten=
Detachements, deren Führer für beſondere Tapferkeit
aus=
gezeichnet wurden. Endlich ſchildern die Berichterſtatter
eingehend die heldenmütigen, mit Tollühnheit und
Selbſt=
verleugnung ausgeführten
Rekognoszierungs=
flüge verſchiedener Feldpiloten über Feindesland,
wo=
bei die Flugzeuge nicht nur von Gewehrkugeln, ſondern
auch von Schrapnellſplittern getroffen wurden. Auf dem
Flugplatz Fiſchamend ſind zwei von den öſterreichiſchen
Truppen herabgeſchoſſene ruſſiſche Flugzeuge eingetroffen.
Gegenüber den noch=rtdauernden Verſuchen der
feind=
lichen Preſſe, die Verräßlichkeit ſlawiſcher Regimenter
ver=
leumderiſch in Zweifel zu ziehen, verweiſen die Blätter
auf die heldenmütige Haltung, insbeſondere der
kroati=
ſchen, böhmiſchen und ſüdflawiſchen
Regi=
menter in Serbien ſowie auch die von ſlawiſchen und
ſlowakiſchen Regimentern vollbrachten Leiſtungen; auf die
Heldentat des 72. Regiments, das in der Schlacht bei
Krasnik eine ruſſiſche durch Schanzendeckungen geſchützte
Front trotz Uebermacht nahm, wobei 2 ruſſiſche
General=
ſtabsoffiziere, ſechs Oberoffiziere und 470 Soldaten
ge=
fangen genommen wurden. Es vergeht kaum ein Tag,
der nicht neue Beweiſe für die tendenziöſe Lügenhaftigkeit
der Entente=Preſſe brächte, d
Die Nachricht von den glänzenden Siegen der
Armeen der Generäle Dankl und Auffenberg
in der Millionenſchlacht des nördlichen
Kriegsſchauplatzes wurde in den erſten
Abend=
ſtunden durch ſpätere Abendblätter und Extraausgaben der
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. September 1914.
Nummer 244.
anderen Blätter bekannt. Sie rief in allen Teilen der
Hauptſtadt freudige Genugtuung hervor. Die
Abendblät=
ter erklären: Nach den Tagen ungeheurer Spannung
wer=
den die Nachrichten von den glänzenden Siegen der
öſter=
reichiſch=ungariſchen Armeen alle Herzen vor Freude höher
ſchlagen machen und die Zuverſicht ſtärken, daß die noch
bleibende Aufgabe mit dem gleichen Erfolge gelöſt wird.
Der Kaiſer bei der Armee.
* Berlin, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) In der
Kreuzzeitung wird hervorgehoben, daß auch 1870/71 die
Verlegung der franzöſiſchen Regierung,
trotz Gambetta der Anfang vom Ende war, und wir haben
heute, ſo ſchreibt das Blatt, umſoweniger Veranlaſſung
anzunehmen, daß hinter dem Phraſenaufwand ein ſtarker
Wille zur Tat ſteckt, als der jetzige Präſident eben doch
kein Gambetta iſt. Als die große Schlacht gegen die
vor=
ſtoßenden zehn franzöſiſchen Armeekorps geſchlagen wurde
litt es den Kaiſer nicht mehr im Hauptquartier. Er
eilte an die Front und übernachtete inmitten ſeiner
Trup=
pen auf dem Schlachtfelde. Am Sedantage trafen
der Kaiſer und der Kronprinz, wie gemeldet, bei
Sor=
bey zuſammen. Unter ungeheuerem Jubel der Truppen,
an denen der Kaiſer vorüberfuhr, begab ſich der Kaiſer
zum . . . Regiment, deſſen Kommandeur Prinz Oskar iſt.
Es war ergreifend, als der Kaiſer, während die
unter=
gehende Sonne das Schlachtfeld beleuchtete und der
Ka=
nonendonner herüberdröhnte, an ſeine Grenadiere eine
Anſprache hielt, die mit einem brauſenden Hurra und
dem Abſingen der Volkshymne begeiſtert beantwortet
wurde.
Kein Mißerfolg bisher.
* Berlin, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die
Voſ=
ſiſche Zeitung erfährt aus dem Großen
Hauptquar=
tier: Die ununterbrochen einander folgenden
Sieges=
meldungen, ohne daß man von Mißerfolgen hört, können
beinahe ſtutzig machen und haben im Auslande ſchon
Miß=
trauen erweckt. Demgegenüber wird vom Generalſtab die
ausdrückliche Erklärung abgegeben, daß kein
Miß=
erfolg der Deutſchen an irgend einer Stelle
einge=
treten iſt, der etwa verſchwiegen worden wäre.
Dfe Pflichttreue der oſtpreußiſchen Beamten.
* Berlin, 4. Sept. (W. T. B.) Die Nordd. Allgem.
Ztg. ſchreibt: Einige Zeitungen haben die
Pflicht=
treue und das Ausharren einiger oſtpreußiſcher
Staatsbeamter beim Einfall der Ruſſen in Frage zu
ſtel=
len verſucht. Auf Grund amtlicher Mitteilungen wird
hiermit erklärt, daß alle derartigen Mitteilungen
un=
wahr ſind. Die Tatſache, daß mehrere
oſtpreu=
ßiſche Landräte in ruſſiſche
Gefangen=
ſchaft geraten ſind, ſpricht vielmehr von ſelbſt für die
treue Pflichterfüllung unſerer Beamten. Gegen die
Ver=
breiter der unwahren Meldungen wird wahrſcheinlich
vor=
gegangen werden.
Das deutſche Skutari=Detachement in Wien.
* Wien, 3. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Das
deutſche Skutari=Detachement iſt geſtern nacht
hier eingetroffen. Auf dem reichgeſchmückten
Süd=
bahnhof wurde es von Kriegsminiſter Krobatin,
Landes=
verteidigungsminiſter Georgi und anderen militäriſchen
Würdenträgern, ſowie vom Miniſter des Innern Heinold
dem Bürgermeiſter Weißkirchner und Vertretern der
deut=
ſchen Vereine erwartet. Auch der deutſche Botſchafter von
Tſchirſchky und Bögendorff mit ſeiner Tochter und
Bot=
ſchaftsrat Prinz Stolberg=Wernigerode waren anweſend.
Auf dem Bahnſteig war eine Kompagnie Infanterie mit
Regimentsmuſik aufgeſtellt, welche, als der Zug einfuhr,
„Heil Dir im Siegrkranz” anſtimmte. Bürgermeiſter
Weißkirchner begrüßte die Vertreter der verbündeten
Armee herzlichſt, worauf Major Schneider die
Offi=
ziere des Detachements vorſtellte. Der Kriegsminiſter
hielt darauf an die Truppe eine Anſprache, worin er
die Waffenbrüderſchaft der beiden Armeen betonte und
den deutſchen Soldaten für die heldenhafte Unterſtützung
der öſterreichiſch=ungariſchen Kämpfer im Süden dankte
Er überreichte dann den Offizieren die vom Kaiſer
ver=
liehenen Auszeichnungen und ſchloß mit einem Hoch auf
die beiden Kaiſer. Nach dem Abſingen der deutſchen und
der öſterreichiſchen Volkshymne gab Major Schneider
ſeinem Stolze Ausdruck, an der Seite der
öſterreichiſch=
ungariſchen Soldaten gekämpft zu haben, und ſprach den
Dank für die den Offizieren verliehenen Auszeichnungen
aus. Er ſchloß mit einem dreimaligen Hurra auf Kaiſer
Franz Joſef. Die Soldaten wurden hierauf bewirtet und
in die Quartiere geführt. Das zahlreiche Publikum
brachte ihnen ſtürmiſche Kundgebungen dar.
* Wien, 3. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die
Offi=
ziere des deutſchen Skutari=Detachements
mit Major Schneider an der Spitze wurden heute vom
Kaiſer in Privataudienz empfangen. Sie
folgten dann einer Einladung des deutſchen Botſchafters
zum Frühſtück und beſichtigten ſpäter unter Führung
öſter=
reichiſcher Kameraden die Stadt, überall von der
Bevöl=
kerung ſympathiſch begrüßt. Die ſtrammen deutſchen
Sol=
daten waren allenthalben Gegenſtand begeiſterter
Kund=
gebungen von ſeiten der Bevölkerung.
* Wien, 4. Sept. (W.T. B.) Der Kommandant des
Skutari=Detachements, Major Schneider, äußerte
einem Redakteur der Zeit gegenüber über die Audienz
der deutſchen Offiziere beim Kaiſer Franz
Joſef, die Offiziere ſeien von der Perſönlichkeit des Kai
ſers geradezu begeiſtert geweſen. Der Kaiſer habe ſich
beſonders für die Kämpfe gegen die Serben intereſſiert.
Die Offiziere hätten die außerordentliche körperliche und
geiſtige Friſche des Kaiſers nicht genug bewundern
kön=
nen. Er ſah aus wie ein Sechzigjähriger, ſeine Stimme
war klar und ſeine Augen hell und lebhaft. Der Kaiſer
habe den Offizieren Grüße an Kaiſer Wilhelm aufge
tragen.
Die deutſche Zivilverwaltung in Belgien.
* Folgende Abteilungen ſind gebildet: 1. Allgemeine
Verwaltung. 2. Abteilung für Finanzen. 3. Abteilung
für Kultus und Schulangelegenheiten. 4. Abteilung für
Handel und Gewerbe. 5. Abteilung für die innere
Ver=
waltung. 6. Abteilung für Juſtiz. 7. Abteilung für
Land=
wirtſchaft und Domänen. 8. Abteilung für öffentliche
Ar=
beiten.
Der Aufmarich der Deutſchen in engliſcher
Beurteilung.
* London, 3. Sept. Durch einen militäriſchen
Be=
richterſtatter in Frankreich meldet Daily Telegraph, der
Aufmarſch der Deutſchen über die Ardennen,
über die Maas und durch die freien Ebenen, bis ihr rechter
Flügel uns umfaßte, werde in der Geſchichte daſtehen als
eines der kühnſten und beſtausgeführten
Manöver ſeiner Art, das jemals in großem
Um=
fange verſucht worden ſei. Auf der anderen Seite ſei zu
befürchten, daß die franzöſiſche Heeresführung in ihrer
Sucht, den Ruſſen Zeit zu geben und in den Krieg ein
zugreifen, nicht nur verſäumt hat, dem belgiſchen Heere zu
Hilfe zu kommen, ehe es geſchlagen und unter ſchweren
Verluſten in Antwerpen hineingejagt war, ſondern, daß
ſie auch zuließ, daß die Deutſchen ihren ſchwierigen Marſch
ausführten und alle Vorbereitungen vollführten für den
Schlag, den ſie ſoeben ausgeführt haben.
Man beachte die Perfidie, mit der jetzt in England
die ganze Schuld dem verbündeten Frankreich in die
Schuhe geſchoben werden ſoll!
Die Verluſte des Feindes.
* Berlin, 4. Sept. (W. T. B.) Auf die täglich zu
Hunderten einlaufenden Anfragen gibt die
Heereslei=
tung folgendes bekannt: Es iſt unmöglich, die durch die
Schlag auf Schlag folgenden Kämpfe auf beiden Seiten
eintretenden Verluſte ſchon mit den Mitteilungen über
den Ausgang der Kämpfe einigermaßen zuverlaſſig
be=
kannt zu geben. Die Verluſte des Feindes an
Toten und Verwundeten überſteigen erheblich
die unſeren.
Aus Paris.
* Der Pariſer Berichterſtatter des Giornale d’Italia
ſchildert, wie wir dem B. T. entnehmen, die Lage in
Paris als geradezu verzweifelt. Der Schrecken
ſei allgemein. Die Bevölkerung wage ſich kaum mehr aus
den Häuſern hervor und ſehe überall Ulanen und
Zeppe=
line. Die Kunſtwerke des Louvre ſeien bereits Hals über
Kopf nach Bordeaux geſchafft, ebenſo wie der Goldſchatz
der Bank von Frankreich. Jedermann erkenne heute an,
daß Senator Humbert bitter recht hatte, als er jüngſt die
traurigen Zuſtände der Landesverteidigung geißelte. Die
Lage der in Paris zuſammenſtrömenden Reſerve= und
Territorialarmee ſei jammervoll. Die Leute ſeien
größ=
tenteils ohne Waffen und Uniformen. Auch der Mangel
an Kanonen mache ſich fühlbar, obſchon die Creuzotwerke
Tag und Nacht arbeiteten, um das Geſchützmaterial zu
ergänzen. Schon herrſche in Paris dumpfe, geradezu
revolutionäre Gärung, die alle Kreiſe erfülle.
All=
gemein ſei die Wut gegen die Deputierten, die die Zeit mit
Schwatzen vergeudeten, ſtatt an Rüſtungen zu denken.
Ge=
fährlich ſei es, daß ſogar die Polizei von dieſem böſen
Geiſt angeſteckt ſei. Die Panik wachſe nicht allein in
Paris, ſondern auch in ganz Frankreich. Ich habe,
ſagt der Korreſpondent, das Gefühl, im Dunkeln, in einer
nicht zu atmenden Atmoſphäre, ja eigentlich unter
Fein=
den und in Erwartung einer großen Kataſtrophe zu leben.
Die Ruſſen ſind ſo weit und die deutſchen ſo nahe. Bereits
beginnen viele Leute vom Frieden zu ſprechen, aber die
Patriotards malen den drohenden Verluſt von Marokko,
Tunis und Algier an die Wand und bezeichnen die
Frie=
densfreunde als deutſche Agenten, und ſo ſchreien alle, daß
ſie bis zum letzten Blutstropfen kämpfen werden.
* London, 4. Sept. (W. T. B.) Der Mancheſter
Guardian meldet aus Paris vom 30. Auguſt: Viele
Leute haben bereits Paris verlaſſen, und viele
reiſen jetzt ab. Ein großer Teil der Bevölkerung,
nament=
lich Frauen und Kinder, ſollen fortgeſchafft werden.
* Paris, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) (Agence
Havas.) Nach einer amtlichen Mitteilung richtete General
Gallieni folgenden Aufruf an das Heer und die
Be=
völkerung von Paris: Die Mitglieder der Regierung der
Republik haben Paris verlaſſen, um der nationalen
Ver=
teidigung einen neuen Antrieb zu geben. Ich habe den
Auftrag erhalten, Paris gegen den Eindringling zu
ver=
teidigen. Dieſen Auftrag werde ich bis zum Ende
er=
füllen.
* Dem Berl. Tagebl. wird noch aus Paris
berich=
tet: General Gallieni und Miniſter Briand bleiben,
wie aus Paris gemeldet wird, als Regierungsvertreter
in Paris zurück. Die fremden Geſandtſchaften
ziehen ebenfalls mit nach dem neu erwählten
Regierungs=
ſitz. Auch geſtern hat wieder eine ganze Völkerwanderung
von Paris nach dem Süden ſtattgefunden. Alle Bahnhöfe
ſind mit Paris verlaſſenden Familien angefüllt. Es
wer=
den große Reiſeerleichterungen gewährt. Jedermann darf
ſich bis dreißig Kilogramm Freigepäck mitnehmen. Die
Züge dürfen aber nicht raſcher als zwanzig Kilometer die
Stunde fahren. Nach Lyon dauert die Fahrt 21, nach
Marſeille 31 Stunden. Trotzdem die Familien, die mit
dem Abendzug nach Lyon fahren wollen, ſich bereits um
1 Uhr mittags am Bahnhofe einfinden müſſen, ſind ſie
angeblich alle lammsgeduldig und laſſen den Mut nicht
ſinken.
Die franzöſiſche Regierung in Bordeaux.
* Bordeaux, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Der
Extrazug mit Poincaré und den Miniſtern iſt geſtern
mittag hier eingetroffen. Die Menge ſchrie begeiſtert:
Vive Poincaré! Vive la France! Poincaré hat die
Feuilleton.
** Einen Aufruf an die deutſchen Schriftſteller erläßt
Dr. Karl Hans Strobl in Leipzig. Davon ausgehend,
daß ausländiſche Schriftſteller wie Maeterlinck, Prévoſt
und der Engländer Wels u. a. Deutſchland jetzt ſchmähen,
nachdem ſie bei uns jahrzehntelang Gaſtrecht genoſſen
und Deutſchland nicht zuletzt dazu beigetragen hat, ihrem
Ruf internationale Geltung zu verſchaffen und ihnen
er=
hebliche materielle Vorteile zuzuwenden, fordert er zur
Gründung eines „Nationalbundes deutſcher
Kritiker” auf, deren Mitglieder ſich ehrenwörtlich
ver=
pflichten ſollen, künftighin keine Ueberſetzung literariſcher
Erzeugniſſe der uns feindlichen Nationen, alſo der
Eng=
länder, Franzoſen und Ruſſen, keinen ihrer Romane, keines
ihrer Gedichtbücher, keines ihrer Theaterſtücke mehr kritiſch
zu beſprechen. Ausgenommen ſeien rein wiſſenſchaftliche
Werke, ſolche politiſchen, oder ſozialpolitiſchen Inhaltes,
denn es liege keineswegs in der Abſicht des zu gründenden
Bundes, die wiſſenſchaftlichen Leiſtungen der fremden
Nationen zu leugnen; man wolle nur künftigem Mißbrauch
unſerer Gutmütigkeit durch die Belletriſtik des feindlichen
Auslandes begegnen.
Ob dieſes Radikalmittel das richtige wäre, kann
be=
zweifelt werden. Denn nicht von den Kritikern allein
hängt der Erfolg ab. Sie ſind nicht allein ſchuld, daß das
widerwärtige Kokettieren mit perverſen Ausländern, wie
einem Maeterlinck, dem Zyniker Shaw und dem Päderaſten
Oskar Wilde bei uns ſo um ſich gegriffen hat. Ihre dem
deutſchen Weſen widerſprechenden Sinnlichkeiten,
Frivo=
litäten und Perverſitäten hat man anziehend gefunden,
und Theaterbeſucher haben ſich oft wundern müſſen, was
das Publikum alles „intereſſant” findet. Nicht die
Kri=
tiker allein können hier beſſern, ſondern es gilt, die
ganze perverſe Geſchmacksrichtung zu
be=
kämpfen, die ſich leider in den letzten Jahrzehnten unter
fremdländiſchem Einfluß und dem Kokettieren literariſcher
Dilettanten mit fremdländiſchem Weſen in weiteſten
Krei=
ſen unſeres gebildeten Publikums bemerkbar gemacht hat.
Gegen dieſe müſſen wir zu Felde ziehen, um unſerem
deutſchen Volk das geſunde Empfinden und die Freude
an geſunden Erzeugniſſen der Literatur zu erhalten.
Dar=
über würde ſich gelegentlich noch mehr ſagen laſſen.
* General Léman über unſere Soldaten. Wir leſen
in der Magdeburgiſchen Zeitung: Der Kommandant von
Lüttich, General Léman, unternahm von der Zitadelle aus
ſeinen erſten Gang durch Magdeburg. Ein hoher Offizier
in Zivil geleitete ihn und leiſtete ihm Führerdienſte. Man
durchſchreitet das hohe Sandſteintor der Befeſtigung und
tritt in das Sonnenlicht der Straße; der Raum weitet
ſich, ungehindert kann der ſoldatiſche Blick die Dinge
um=
faſſen und zu begreifen ſuchen. Welche Gefühle den
Ge=
fangenen bewegen, den man vor wenigen Tagen unter
den Trümmern eines Forts hervorzog — wer wüßte es!
Das Geſchoß eines 42=Zentimeter=Mörſers, dieſer „Dread=
noughts” deutſcher Artillerie, warf die Panzerungen gleich
einem Erdbeben durcheinander. Die ſeeliſche Wirkung
muß ebenſo ungeheuer geweſen ſein. Man ſchreitet auf
die Zollbrücke zu: Militär kommt herangezogen. Mit
feſtem Schritt von der Uebung heimwärts. Und ein Lied
in den Kehlen, als gäbe es keine Müdigkeit und kein
Nach=
laſſen ſelbſt nach anſtrengendſtem Dienſte; eine Kompagnie
kriegsfreiwilliger Infanterie. Die Frachtſchiffe der Elbe
liegen ſtill im Hafen — ein Bild vollkommener Ruhe und
des Friedens; nach rückwärts zu fängt die Stadt an ſich
zu zeigen mit ihren Häuſerfluchten, ihren Türmen.
Flu=
tender großſtädtiſcher Betrieb. Autos, Wagenlaſten, die
ſchwer auf die Räder drücken. Paſſanten, Raſſeln von
Droſchken. Klingeln von Elektriſchen . . . Lange Brücke.
Wieder gleicher Schritt und Tritt; ein kriegsſtarkes
Batail=
lon von Pionieren in vorzüglichſter Verfaſſung. Weiter:
Kaſernenhof der neuen Feldartillerie=Kaſerne.
Kriegeri=
ſches Leben. Dampfende Pferde werden ausgeſchirrt. Auf
den braunen Kanonenläufen liegt matt das Sonnenlicht.
In den Kaſernenſtuben Hin und Her von Drillichjacken
und manch fröhlicher Ruf. „Die Wacht am Rhein”, „Die
Vöglein im Walde‟ . .
Die Züge des gefangenen Fremden
wer=
den immer düſterer. Es geht auf den Anger zu. Hier
vollſtändig „Krieg im Frieden” Felddienſtübungen,
Schießen von den Militärſchießſtänden her. Alles in echt
preußiſcher Erfüllung der Soldatenpflicht. Gang über die
Königsbrücke: Was iſt das? Die Stadt, deren Silhouette
vom Dom an bis zur Jakobikirche ſo friedlich in den blauen
Himmel hineinſteht, ſpeit Soldaten aus. Das ſind Teile
von großen Heeren, deren Zahl ſich die Phantaſie gar nicht
vorſtellen kann. Das ſind Ausſtrahlungen von Kräften, die
nicht zu berechnen ſind, deren Wirkung nicht annähernd
geſchätzt werden kann. Das ſind Doch weiter geht es
über den Kaiſer=Wilhelm=Platz hinweg; den Breitenweg
entlang. Und Soldaten auf den Bürgerſteigen, Soldaten
vor den Haustüren. Soldaten in den Wagen der
Elektri=
ſchen, Soldaten auf den Straßen, über den Straßen,
wahr=
ſcheinlich auch . unter den Straßen, Soldaten jeden
Alters! Soldaten aller Waffengattungen! Und von der
Strombrücke her ein Einziehen von Soldaten, Soldaten. .
„Vieles Unwahrſcheinliche erlebte ich während der letzten
Tage”, ſagte der Gefangene, „nie für möglich Gehaltenes.
Aber dieſe Soldaten! — Deutſchland kämpft doch gegen
drei Fronten; ſeine Soldaten müſſen doch im Felde ſtehen;
hier Soldaten, nur Soldaten . . . Das iſt ganz
un=
denkbar, unfaßbar.
* Die „überraſchten Franzoſen”. In der Getreide=
und Futtermittel=Zeitung Nr. 18 vom 2. Mai findet ſich
folgende intereſſante Notiz: „Braila. Die Marſeiller
Getreideimporteure haben an die hieſige
Ver=
einigung der Getreidekaufleute die Mitteilung gelangen
laſſen, daß ſie von nun ab Dokumente über verladenes
Getreide nur dann aufnehmen werden, wenn dieſe auch
von der Kriegspolice begleitet ſind.”
* Wie ein engliſches Bataillon verhaftet wurde. In
dem vorletzten Bericht des Generalquartiermeiſters von
der franzöſiſchen Front iſt mitgeteilt, daß die Armee des
Generaloberſten v. Bülow eine überlegene franzöſiſche
Armee vollſtändig geſchlagen habe, nachdem im Vormarſch
bereits ein engliſches Bataillon gefangen
ge=
nommen ſei. Die Art, wie dieſe Gefangennahme vor ſich
ging, wird dem Wiesbadener Tagblatt aus guter Quelle
wie folgt geſchildert: Das betreffende engliſche Bataillon
wurde in einem Militärzug an die Front geſchafft. Als
es an der vorgeſehenen Ausladeſtelle ankam, war dieſe
ſchon von deutſchen Truppen, deren Vormarſch inzwiſchen
fortgeſchritten war, beſetzt. Der Zug wurde umſtellt. Mit
den Worten: „Bitte meine Herren, ſteigen Sie
aus” wurden die Engländer empfangen. Das ganze
Bataillon war alſo ſozuſagen „verhaftet”.
* „Die Hölle‟ Daily Telegraph hat einen der
Ver=
wundeten, welche aus der Schlacht zurückkehrten, ausfragen
laſſen. Dieſer ſagte: „Glauben Sie mir, es war
die Hölle! Ich habe den Boxerfeldzug und auch den
Burenfeldzug von Anfang bis zu Ende mitgemacht, aber
ich habe niemals etwas ſo Schreckliches geſehen wie das,
was dort paſſierte. Es geſchah alles ſo unerwartet. Wir
glaubten die Deutſchen einige fünfzehn Meilen entfernt,
und mit einem Male eröffneten ſie ein Feuer mit ihren
großen Geſchützen. Laſſen Sie mich ſagen, was dem
Regiment paſſierte: Als nach der Schlacht die Leute
auf=
gerufen wurden, antworteten von meiner Kompagnie nur
drei Mann, ich und zwei andere! Das Unerwartete und
ſo Schreckliche war die Attacke des Feindes, und ſo
über=
wältigend war ihre Zahl, daß es keinen Widerſtand gab.
Ehe das Feuer eröffnet wurde, flog ein deutſches
Flug=
zeug über die engliſchen Truppen, und die Verwundeten
zogen aus ſeinem Erſcheinen die Schlußfolgerung, daß es
als eine Art von Index für die genaue Feſtſtellung der
Stellung, die wir inne hatten, dienen ſollte, und ferner,
daß die Deutſchen — ſo genau war ihr Feuer — dieſes
Schlachtfeld vorher genau ſtudiert hatten und eine genaue
Kenntnis des Landes aufweiſen. Schützengräben, die
unſere Leute gegraben hatten, bildeten gar keinen Schutz.”
Derſelbe Verwundete ſagte dem Ausfrager: „Kein Menſch
hätte einer ſolchen mörderiſchen Attacke widerſtehen
kön=
nen. Es war ein Regen von Blei, eine Ueberſchwemmung
von Blei, und ich kann es immer noch nicht glauben, was
geſchehen iſt. Es waren geradezu Teufel.‟ — Den
Eng=
ländern wird es heilſam ſein, ſolche Schilderungen des
furor teutonicus zu leſen!
* Humor im Kriege. Ein Vizefeldwebel der
Land=
wehr, ein Berliner Kind, ſchreibt der Voſſ. Ztg. von der
Oſtgrenze: Einer, der mit mir im Stroh des Schulhauſes
im brennenden Dorfe lag, war durch Ohr und Naſe
ge=
ſchoſſen. Da rief er lallend mir zu: „Herr Feldwebel —
Herr Feldwebel — die Berliner Schnauze haben ſe mit
een' Schuß nich kaputt jekricht!“
Nummer 244.
Darmſtätder Tagblatt, Samstag, den 5. September 1914.
Seite 3.
Präfektur bezogen. Der Dienſt der Miniſterien des
Krie=
ges und des Innern iſt bereits eingerichtet.
* Bordeaux, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die
Miniſter ſind unter dem Vorſitz Vivianis im Rathauſe
zu einer Sitzung zuſammengetreten, in welcher der
Kriegs=
miniſter zunächſt über die militäriſche Lage berichtete.
Ver=
ſchiedene Fragen wurden beraten, beſonders die Frage
der Verproviantierung.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 5. September.
Ernennung. Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
herzogin haben den außeretatsmäßigen
außerordent=
lichen Profeſſor Dr.=Ing. Waldemar Peterſen zum
ordentlichen Honorarprofeſſor an der Techniſchen
Hoch=
ſchule in Darmſtadt ernannt.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem evangeliſchen Pfarrer
Kirchenrat Karl Strack zu Leihgeſtern anläßlich ſeiner
Verſetzung in den Ruheſtand die Krone zum Ritterkreuz
1. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen
verliehen. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder
frei=
williger Feuerwehren wurde verliehen durch Entſchließung
Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs an Wilhelm
Berg III. in Butzbach.
In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Kaſſenvorſteher in der
Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Chriſtian
Rapp zu Betzdorf auf ſein Nachſuchen vom 1. September
d. J. an und ihm das Ritterkreuz 2. Klaſſe des
Verdienſt=
ordens Philipps des Großmütigen verliehen.
Militärdienſtnachricht. Weber, Oberveterinär
beim Großh. Art.=Korps, 1. Großh. Heſſ. Feld=Art.=Regts.
Nr. 25, der Abſchied mit der geſetzl. Penſion bewilligt.
* Der Großherzog auf dem Kriegsſchauplatz. Wie der
Darmſt. Ztg. vom Kriegsſchauplatz berichtet wird.
haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog den
bisherigen Gefechten beim General=Kommando des
Armee=
korps beigewohnt. Wiederholt hatten die heſſiſchen
Trup=
pen die Freude, ihren Landesherrn zu ſehen, welcher
hier=
bei ſeiner Genugtuung über das gute Ausſehen, den
vor=
trefflichen Geiſt und die außerordentlichen Leiſtungen der
heſſiſchen Regimenter in Gefechten und Märſchen zu
er=
kennen gab. Beſonders befriedigt war unſer Großherzog
auch von der hohen Anerkennung, die unſeren heſſiſchen
Truppen von ihren Dienſtvorgeſetzten zuteil wurde.
Soweit es bei dem raſchen Fortſchreiten der militäriſchen
Operationen irgend möglich war, hat der Großherzog die
Verwundeten in den Feldlazaretten beſucht und ſich davon
überzeugt, daß ſie gut verſorgt werden.
Zu dem patriotiſchen Konzert im Hoftheater,
das nunmehr auf Allerhöchſten Befehl am Donnerstag,
den 10. September, abends 8 Uhr, ſtattfindet, beginnt
der Kartenverkauf am Montag, den 7. September. Am
Montag vormittag können die vorjährigen Abonnenten
ihre Karten in Empfang nehmen, der allgemeine
Karten=
verkauf beginnt Montag nachmittag und wird an den
folgenden Tagen zu den üblichen Kaſſenſtunden
fort=
geſetzt. Soliſtiſch wirken bei den Aufführungen die
Damen Feiſtle, Jacobs und Schreber, ſowie Herr
Schützendorf mit. Die Darmſtädter
Männergeſang=
vereine werden ſich in großer Zahl beteiligen, bis jetzt
liegen Zuſagen folgender Vereine vor: Germania,
Sängerchor des Lehrervereins, Liederkranz, Liedertafel,
Liederzweig, Darmſtädter Männergeſangverein,
Männer=
geſangverein Darmſtadt=Beſſungen, Männer=Quartett
Loreley, Melomanen, Mozartverein, Olympia, Doppel=
Quartett Rheingold, Singmannſchaft der Turngemeinde
Darmſtadt, Singmannſchaft der Turngemeinde Beſſungen.
Obwohl zahlreiche Mitglieder aller dieſer Vereine zu
den Fahnen geeilt ſind, wird der Maſſenchor zuſammen
mit unſerem Hoftheaterchor mehr als dreihundert Sänger
zählen, ſo daß ſowohl die mit Orcheſter begleiteten, als
auch die a capella=Chöre der eindringlichſten Wirkung
ſicher ſind. In dem Schlußgeſang des Kaiſermarſches
wird außerdem ein Knabenchor von etwa 50 Stimmen
mitwirken. Die Chorwerke dirigiert Hofchordirektor
Preuß. Die Proben für die geſamten Chöre ſind auf
Dienstag und Mittwoch abend 8½ Uhr auf
der Bühne des Großh. Hoftheaters (Bühneneingang)
angeſetzt.
* „Der deutſche Gruß” Man ſchreibt uns: Die
all=
gemeine Begeiſterung für deutſche Art und
Sitte gewinnt auch dem „Deutſchen Gruß” fortgeſetzt
neue Freunde. Herr Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing
hat mit der Zuſendung des Aufrufs zur Sammlung für
die Hinterbliebenen der Kriegsteilnehmer an den
Vor=
ſitzenden des „Vereins für deutſchen Gruß”, Herrn Major
v. Pfiſter=Schwaighuſen, folgende Kundgebung
verbunden: Sehr geehrter Herr Major! Den anliegenden
Aufruf an den Allgemeinen Verein für deutſchen Gruß
beehre ich mich hierdurch Ihrer freundlichen Beachtung zu
empfehlen. Ich möchte bei dieſer Gelegenheit zum
Aus=
druck bringen, daß ich den Beſtrebungen des Vereins
wohl=
wollend gegenüberſtehe und gerne von Ihren Mitgliedern,
auch wenn ſie Untergebene von mir ſind, den deutſchen
Gruß als vollgültig annehme. Hochachtungsvoll! Dr.
Gläſſing, Oberbürgermeiſter. — Die von dem Verein
dar=
auf alsbald eingeleitete Sammlung hat bereits ein
ſehr ſtattliches Ergebnis zu verzeichnen. So wurden
ge=
zeichnet von Herrn Major v. Pfiſter=Schwaighuſen 100
Mark, Dr. Sellentin 100 Mark, Forſtaſſeſſor Walter 100
Mark uſf.
* Dem heſſiſchen Lehrerturnverein ſind anfangs dieſes
Jahres aus dem Fonds für Jugendpflege 500 Mark
durch die heſſiſche Staatsregierung überwieſen worden
Dieſer Betrag ſollte dazu dienen, den Mitgliedern die
Auslagen zu vergüten, die ihnen durch den Beſuch der
Turn= und Spielübungen entſtehen. Auf Vorſchlag des
Vorſitzenden haben die Mitglieder auf jede Vergütung
verzichtet und den ganzen Betrag von 500 Mark dem Roten
Kreuz geſpendet. Den gleichen Betrag von 500 Mark hat
der 9. Kreis der Deutſchen Turnerſchaft dem
Roten Kreuz überwieſen.
* Kriegsfürſorge. Der Geſangverein
Lieder=
hort beſchloß in ſeiner außerordentlichen
Mitglieder=
verſammlung, denjenigen Sängern, die ins Feld gerückt
ſind und Familie zurückgelaſſen haben, vorerſt eine
ein=
malige Geldunterſtützuntz nach der Zahl der
Familien=
angehörigen zu gewähren. Weiter ſoll während der
Kriegszeit kein Mitgliederbeitrag erhoben werden.
* Silberhochzeit. Herr Kabinettskanzliſt Friedrich
Ziſſel und Frau Marie geb. Seim begehen am
7. September das Feſt der Silbernen Hochzeit.
* Gartenbauverein Darmſtadt. Nach einer
viertel=
jährigen Sommerpauſe hat der Verein ſeine regelmäßige
Tätigkeit wieder aufgenommen. An Stelle des zum
Kriegsdienſt einberufenen 1. Vorſitzenden eröffnet Herr Re=
gierungsrat Scharmann die Monatsverſammlung mit
einem Hinweis auf die Tatſache, daß gar manches
Mit=
glied, das früher gerne zum Spaten und Rechen griff,
jetzt mit den Waffen in der Fauſt die heimiſche Scholle
ver=
teidigt. Da erwächſt für die Zurückbleibenden die
Auf=
gabe, dazu beizutragen, daß die Volksernährung
ſicherge=
ſtellt wird und daß die zu erwartenden Ernteerträge
mög=
lichſt vorteilhaft und zum Nutzen aller verwertet werden,
Auf welche Art das am beſten geſchehen kann, wurde durch
verſchiedene Redner näher erläutert. Herr Oekonomierat
Haug gab zunächſt einen allgemeinen Ueberblick über
den Stand der Nahrungsmittelverſorgung in Deutſchland.
Durch unſere kriegeriſchen Verwicklungen iſt die Einfuhr
aus dem Auslande in empfindlicher Weiſe geſchädigt.
Was freilich die Brotverſorgung betrifft, ſo beweiſen
ſtatiſtiſche Zahlen, daß an Weizen für die Brotbereitung
nur 5 Prozent des Bedarfs, etwa für 400 Millionen Mark,
eingeführt wird. Dagegen iſt ein Ueberſchuß im Ertrag
des Roggens vorhanden. Wenn wir uns nun während
des Krieges vom Weißbrot abwenden und dafür das viel
geſündere Schwarzbrot (Roggenbrot) genießen, ſo haben
wir einen geſicherten Vorrat an Brotmehl für
20 Monate. Etwas ungünſtiger ſteht es mit der
Fleiſch=
verſorgung. Wir bezogen ſeither 50 Prozent unſerer
ſo=
genannten Kraftfuttermittel, Futtergerſte uſw., vom
Aus=
lande, vorwiegend aus Rußland. Da dieſe Zufuhr nun
wegfällt, ſo müſſen wir das Vieh auf andere Art mäſten,
jedenfalls mit Kartoffeln und Roggen, und zum
Aus=
gleich die Korn= und Kartoffelbranntweinproduktion
ein=
ſchränken. Hicrauf trat der Redner der Frage näher
welche Dünger anzuwenden ſeien, um jetzt noch ſichere
Er=
träge für die gegenwärtige Wachstumsperiode zu erzielen.
Natürliche Dünger ſind jetzt kaum zu beſchaffen, daher
muß man zu künſtlichen Düngern greifen, und zwar hat
die Düngung in verſtärktem Maße zu geſchehen. Stickſtoff
geben wir in Form von ſchwefelſaurem Ammoniak, und
zwar 40 Gramm pro Quadratmeter Bodenfläche (
Chili=
ſalpeter, der hierfür auch in Betracht kommen könnte,
wird wegen des Krieges ſchwer erhältlich ſein). Kali
führen wir dem Boden in Form von 40 prozentigem
Kali=
ſalz (Staßfurter Salz) zu, und zwar 80 Gramm pro
Qua=
dratmeter, und Phosphorſäure erhält das Land durch
Thomasmehl oder Snperphosphat, und zwar ebenfalls
80 Gramm pro Quadratmeter. Dieſe Dünger werden
aufgeſtreut und nur wenig tief in den Boden eingehackt.
Was nun noch an Gemüſe mit Erfolg angebaut werden
kann, darüber berichtete Herr Lehrer Preſſer. Für
den Anbau kommen in Betracht: Krauskohl, Herbſtrüben,
Spinat und Feldſalat. Für die beiden erſteren iſt es
zwar ſchon ſpät, aber nicht zu ſpät; für die letzteren aber
gerade die paſſendſte Zeit. Für die Art der Ausſaat wurde
die Reihenſaat empfohlen, damit der Boden durch
Be=
hacken rein und locker erhalten werden kann. Als Dünger
empfahl der Redner Hornmehl, welches 12 Prozent
Stick=
ſtoff und 2 Prozent Phosphorſäure enthält. In einem
dritten Bericht beleuchtete Herr Lehrer Grimm alle
Uebelſtände, welche geeignet ſind, die zu erwartende gute
Ernte zu verringern. Viele Bäume tragen dieſes Jahr
überreich, ſo daß die Aeſte bei dem zunehmenden
Ge=
wicht der Früchte leicht herunterbrechen. Hier muß die
Laſt durch Ausbrechen ſchadhafter, ſchlechtentwickelter oder
madiger Früchte erleichtert und die Aeſte durch Pfähle
geſtützt oder mittels Kokosfaſerſtricken aufgebunden
wer=
den. Ferner tritt oben vielfach eine ſtark um ſich
grei=
fende Fäulniskrankheit, die Monilia, auf. Sie iſt dadurch
zu bekämpfen, daß die befallenen Früchte geſammelt und
50 Zentimeter tief vergraben werden; auch ſind die
ſekun=
dären Urſachen der Krankheit, die Verletzung der Früchte
durch Weſpenſtiche oder Anpicken durch Vögel dadurch
ein=
zuſchränken, daß man Inſektenfanggläſer mit verdünntem
Gelee als Lockmittel aufhängt und die Vögel,
insbeſon=
dere die gefräßigen Gartenamſeln, abſchießt. Die
Gemüſe=
beſtände ſind eben von einer böſen Plage, den Raupen
des Kohlweißlings, befallen, welche die Kohlblätter bis
auf die Rippen benagen und damit die Ernte gefährden.
In dieſem Falle wäre die Kinderhilfe am Platze. Durch
Ableſen und Töten der Raupen könnte vieles wieder gut
gemacht werden. Herr Kreisobſtbautechniker Dorſch
beſprach eingehend die Herſtellung von Obſtmus und
Mar=
melade und empfahl gerade für die jetzige Kriegszeit das
etwas aus der Mode gekommene Dörren und Trocknen
von Zwetſchen, Birnen und Aepfeln, entweder im
klei=
nen in den Bratofen, oder im großen in eigens dazu
ge=
bauten Dörrapparaten. Ferner machte er auf das
außer=
ordentlich empfehlenswerte Dörren und Trocknen von
Gemüſe aller Art und Küchenkräutern aufmerkſam. Dieſe
Gewächſe werden, je nach ihrer Art vorbereitet (zerteilt
oder zerſchnitten), auf die Herdplatte bei ausgehendem
Feuer gebracht und unter öfterem Umwenden langſam
getrocknet. Das Dörrgemüſe wird in Leinenſäckchen in
einem froſtfreien, trockenen Raum aufbewahrt. — Zum
Schluß berichtete Herr Regierungsrat Scharmann über
günſtige Erfolge bei der Anzucht von Tomaten in Töpfen.
— In etwa 14 Tagen findet eine gemeinſame
Beſichti=
gung von hieſigen Obſtgärten ſtatt. Das Nähere wird
in den Tagesblättern veröffentlicht werden.
* Verwundete in den Mainzer Lazaretten. Die
fol=
genden Verwundeten ſind in den Mainzer Lazaretten
untergebracht. Reſ.=Inf.=Regt. 118: Musketier Gottfried
Müller III., 12. Komp. — Musketier Oskar Bach, 12.
Komp. — Inf.=Regt. 168: Musketier Franz Chriſt, 10.
Komp.
* Von der Wach= und Schließgeſellſchaft. Im Monat
Auguſt ergaben die fortlaufenden Reviſionen der
Nacht=
wachbeamten folgende Fälle: 323 offene Haustüren und
Tore vorgefunden, 75 mal brannte Licht in Geſchäfts= und
Bureaulokalitäten, Kellern und Bodenräumen, bezw.
wurde vergeſſen, dasſelbe zu löſchen, 17 defekte Schlöſſer
und Türen, ſowie ſteckengebliebene Schlüſſel vorgefunden,
5 offenſtehende Parterrefenſter ermittelt, 4
Hausbewoh=
nern, die ihre Schlüſſel vergeſſen hatten, wurde geöffnet,
1 Waſſerrohrbruch entdeckt.
Kunſtnotizen.
(eber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Crwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Reſidenztheater am Weſßen Turm.
„Das Geheimnis des ſchwarzen Schloſſes” nennt ſich der
ſpannende Detektivroman in 3 Akten, welcher ab heute
als Hauptſchlager zur Vorführung gelangt. Die
Entlarv=
ung eines indiſchen Verbrecherpaares durch den Detektiv
Tom Harriſon ſchildert der mit einer großen Raffinierie
ausgeſtattete Film. Reich und logiſch an Handlung,
ſtem=
peln ſeine meiſterhaften Szenerien und Naturaufnahmen
denſelben zu einem erſtklaſſigen. Julius Nauke und
Karl=
chen bringen die Lachmuskeln in 3 neuen Humoresken in
Bewegung. Zwei amerikaniſche Dramen machen das
Programm zu einem äußerſt abwechſelungsreichen. (Siehe
Anzeige.)
* Babenhauſen, 4. Sept. (Goldene Hochzeit.)
Die Eheleute Joh. Stahl I. in Babenhauſen begehen
heute, Samstag, 5. September, in voller Rüſtigkeit das Feſt
der Goldenen Hochzeit.
— Mainz, 4. Sept. (Die Metzger=Innung)
hat in ihrer Innungsverſammlung beſchloſſen, mit
ſämt=
lichen zur Fahne einberufenen Meiſtern und Geſellen, zu
denen die Meiſterſöhne zu rechnen ſind, der „Heſſiſchen
Kriegsverſicherung auf Gegenſeitigkeit” beizutreten und
dafür eine Summe von 1500 Mark auszuwerfen. Die
Innung nimmt für die ledigen Geſellen je einen, für die
verheirateten Geſellen je zwei und für die Meiſter je drei
Anteilſcheine à 10 Mark. Weiter wurde beſchloſſen, der
Sammlung für unſere ſchwer geprüften Landsleute in
Oſtpreußen durch eine Spende von 500 Mark beizutreten.
Worms, 4. Sept. (Im Intereſſe der
Volks=
ernährung) werden in den Landgemeinden des
Krei=
ſes Worms den Landwirten 25000 Krautkohlpflanzen,
dann je 25000 Wirſing=, Mangold= und
Oberkohlrabipflan=
zen und 50000 Erdkohlrabi unentgeltlich zur Verfügung
geſtellt. Die Empfänger haben ſich zu verpflichten, die
Pflanzen auf paſſendes Gelände richtig auszupflanzen und
zu behandeln. In etwa 14 Tagen kommen auch
Winter=
ſalat, Butterkopfpflanzen, Winterweißkraut und
Winterrot=
krautpflanzen zur Verteilung.
Die Papſtwahl.
* Rom, 3. Sept. (Ausführliche Meldung.) Sobald
die Abſtimmung des Konklaves beendet war,
durch welche der Kardinal della Chieſa zum Papſt
gewählt war, wurde Monſignore Boggini, der Sekretär
des Konklaves, mit dem Zeremonienmeiſter in die
Sixti=
niſche Kapelle geführt. Der Dekan des heiligen
Kolle=
giums, der Doyen, Kardinalprieſter und
Kardinaldia=
kone, verbeugten ſich vor dem Sitze des Kardinals della
Chieſa und fragten ihn nach den althergebrachten Formen,
ob er die Wahl zum Papſt annehme. Auf die bejahende
Antwort wurden alle Baldachine auf den Sitzen der
Kar=
dinäle herabgeſchlagen und nur derjenige Chieſas
belaſ=
ſen. Dieſer antwortete auf die Frage des Dekans des
heiligen Kollegiums, daß er den Namen Benedikt
XV. annehmen wolle. Boggiani nahm mit
Bei=
hilfe der Zeremonienmeiſter das offizielle Protokoll der
Wahl und der Annahme der Wahl auf. Darauf ging der
Papſt in die Einkleidungskammer, wo er die weißen
Strümpfe, rote Schuhe, das weiße Gewand und die rote
Roſette anlegte. Der Kardinal della Volpe, der Doyen
und die Diakone legten ihm die rote, goldgeſtickte Stola
an. Darauf kehrte der Papſt in die Sixtiniſche Kapelle
zurück und ſetzte ſich auf den Thron an der letzten Stufe
des Altars, um die Huldigung der Kardinäle
entgegen=
zunehmen, die ihm zuerſt den Fuß küßten und dann die
Hand. Schließlich umarmte der Papſt ſie und ſegnete ſie.
Der Kardinal della Volpe führte den Finger des Papſtes
in den Fiſcherring, den der Papſt dann Monſignore
De=
moiſo übergab, um ſeinen Namen eingravieren zu laſſen.
Darauf ſchritt der Papſt, gefolgt von den Kardinälen, bis
zur Sixtiniſchen Kapelle, begab ſich in ſeine Gemächer und
dann in das Innere der Peterskirche, um den Segen zu
erteilen. Danach kehrte der Papſt in die Sixtiniſche
Ka=
pelle zurück, wo die Kardinäle ihm zum zweiten Male
Gehorſam gelobten.
* Rom 4. Sept. Die öffentliche Meinung
beſchäf=
tigt ſich eingehend mit der vorausſichtlichen
Stel=
lungnahme des Papſtes Benedikt zu
inter=
nationalen Angelegenheiten. Die Anſicht, daß der Papſt,
der allerdings während ſeiner Laufbahn wiederholt
Kar=
dinal Rampolla naheſtand, einfach die Politik
Rampol=
las nachahmen und fortführen werde, wird gerade von
ſolchen Perſönlichkeiten, die mit dem Weſen und
Charak=
ter des neuen Papſtes genau bekannt ſind, unbedingt
zu=
rückgewieſen. Der Papſt wird von dieſer Seite als
un=
befangene, hochgebildete Perſönlichkeit geſchildert, die
ſicherlich den Aenderungen des Weltbildes jederzeit eine
unbefangene Auffaſſung entgegenbringen werde.
Aus Albanien.
* Valona, 4. Sept. Auf dem
Regierungs=
palaſt weht die rot=ſchwarze Fahne, während auf der
Kaſerne der Gendarmerie, in der ſich das Kommando der
Aufſtändiſchen befindet, die türkiſche Fahne weht. Der
Führer der Aufſtändiſchen hat den Konſulaten
Zuſicherun=
gen betreffend die öffentliche Ordnung gegeben. Die
euro=
päiſchen Kolonien verhalten ſich ruhig.
* Rom, 3. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die Agenzia
Stefani meldet aus Durazzo: Prinz Wilhelm zu
Wied iſt heute morgen 8 Uhr an Bord des italieniſchen
Kriegsſchiffes „Miſurata” nach Venedig abgereiſt.
* Durazzo, 4. Sept. Die
Kontrollkommiſ=
ſion begab ſich geſtern zu den Aufſtändiſchen und teilte
ihnen mit, daß der Fürſt abgereiſt ſei. Die Regierung
Albaniens wird in nächſter Zeit von der Kommiſſion
über=
nommen werden. Der Fürſt hat vor ſeiner Abreiſe eine
Amneſtie für alle Gefangenen angeordnet.
* Wien, 4. Sept. Die Politiſche Korreſpondenz
meldet: Wie von maßgebender Seite mitgeteilt wird,
er=
hält die Regierung unbeſchadet des gegenwärtigen
Krieges alle auf Albanien bezüglichen Beſtimmungen der
Londoner Botſchafterreunion aufrecht. Die Regierung iſt
insbeſondere geſonnen, an der Neutralität
Alba=
niens feſtzuhalten. Etwaige widerrechtliche Eingriffe
der benachbarten Balkanſtaaten in das durch die Beſchlüſſe
Europas Albanien zugewieſene Territorium könnten
da=
her unter keinen Umſtänden eine dauernde Beſitzergreifung
darſtellen. Die Regierung befindet ſich auch in dieſer
Be=
ziehung erfreulicherweiſe in vollſtändiger
Uebereinſtim=
mung mit den Abſichten der italieniſchen Regierung.
* Rom, 4. Sept. Ueber die Abreiſe des
Prin=
zen zu Wied meldet die Agenzia Stefani aus
Du=
razzo: Geſtern morgen bei Tagesanbruch war die Stadt
wegen der zahlreichen Abreiſenden ſehr belebt. Um 5 Uhr
landeten italieniſche Matroſen beim Königspalais. Um
6,50 Uhr verließ der Prinz, begleitet von Turkhan Paſcha
und Akhif Paſcha, dem diplomatiſchen Korps und anderen,
den Palaſt. Im Garten hatte ſich die Kontrollkommiſſion
verſammelt und begrüßte den Prinzen, der ſich einige Zeit
mit ihren Mitgliedern unterhielt und ſich dann zum Kai
begab. Eine Kompagnie Gendarmen erwies die
Ehren=
bezengungen. Der Garten des Palais war von den
ita=
lieniſchen Matroſen und den rumäniſchen Freiwilligen
vollkommen geräumt worden, die unverzüglich die Fahne
auf dem Königspalaſt niederholten. Um 7,50 Uhr hißte
das italieniſche Kriegsſchiff „Miſurata” die italieniſche
Flagge und am Fockmaſt die albaniſche Flagge. Darauf
ging es unter dem Salut der „Libia” in der Richtung
nach Venedig längs der italieniſchen Küſte in See Der
Prinz hat ſeine Machtbefugniſſe der Kontrollkommiſſion
übertragen, was dem Volke bekannt gegeben wurde.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. September 1914.
Nummer 244
Aus Neuche von
Kriegsſchauplatz.
* Großes Hauptquartier,
4. Sept. (W. T. B. Amtlich). Reims
iſt ohne Kampf beſetzt worden.
Die Siegesbeute der Armeen
wird nur langſam bekannt. Die Truppen
können ſich bei ihrem ſchnellen
Vor=
marſch nur wenig darum kümmern.
Nach den Gefechten ſtehen die Geſchütze
und Fahrzeuge im freien Feld verlaſſen
da, die die Etappentruppen nach und
nach ſammeln.
Bis jetzt hat nur die Armee des
Generaloberſten von Bülow genaue
Angaben gemeldet. Bis Ende Auguſt
waren 6 Fahnen, 233 ſchwere Geſchütze,
116 Feldgeſchütze, 79
Maſchinenge=
wehre, 166 Fahrzeuge erbeutet und
12934 Gefangene gemacht.
Im Oſten meldet Generaloberſt
von Hindenburg den Abtransport
von mehr als 90000 unverwundeten
Gefangenen. Das bedeutet die
Ver=
nichtung einer ganzen feindlichen Armee.
Der Generalquartiermeiſter
von Stein.
Deutſche Kanonen donnern vor Paris.
* London, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Der
Berichterſtatter der Times berichtet: Die Operationen im
Gebiet des Sommetales wurden aufgegeben. Amiens
iſt in deutſchen Händen. Nachdem, durch blutige Kämpfe
gezwungen, Franzoſen und Engländer aus Lafére
zurück=
gezogen waren, wurde dieſes Fort von den Deutſchen
genommen. Die dreitägigen Kämpfe bei
Amiens erreichten ihren Höhepunkt in dem blutigen
Treffen bei Moreuil. Verfolgt von den Deutſchen, gingen
die Truppen Zug für Zug dauernd zurück. Die
deut=
ſchen Truppen ſollen jetzt bereits Creil und ſogar
Senlis erreicht haben, ſo daß der
Kanonen=
donner bereits in Paris zu vernehmen ſein dürfte.
(Senlis liegt kaum 35 Kilometer von Paris entfernt,
hiernach könnte Paris heute von unſerer nördlichſten
Armee bereits erreicht ſein. D. Redl.)
Die Schlachten in Lothringen.
* Berlin, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Ueber
die Schlachten in Lothringen gibt der
Kriegs=
berichterſtatter der B. Z. a. M. unter dem 1. September
noch folgende Einzelheiten: Unſere Truppen mußten vor
dem vorrückenden Feinde, da er nicht unter dem Feuer
der ſchweren Geſchütze ſeiner Feſtungen geſchlagen werden
konnte, zuerſt vorübergehend zurückgehen. Die Soldaten
gingen mit dem größten Widerwillen vor den zwiſchen
Nancy und Belfort vorgehenden Franzoſen zurück, die ſich
ſchon damals in den Pariſer Blättern als die Herren
Loth=
ringens preiſen ließen. Am 19. Auguſt endete der
Rück=
marſch auf der Linie Morville-Mörchingen-Bensdorf-
Pfalzburg. Am 20. Auguſt gingen die Deutſchen plötzlich
zum Angriff über und warfen die Franzoſen vollſtändig
bis zu 15 Kilometer über die Linie Salins-Chateau-
Sa=
lins-Marſol-Bispinge zurück. An den Kämpfen
betei=
ligten ſich beſonders die Bayern. Sie mußten im
voll=
kommen offenen Gelände unter dem vernichtenden Feuer
der franzöſiſchen Geſchütze die ausgezeichneten franzöſiſchen
Stellungen nehmen. Am 21. Auguſt erneuten die
Trup=
pen des Kronprinzen von Bayern ihren Angriff, warfen
die Franzoſen zurück und nahmen Saarburg nach
unge=
heuer erbitterten Kämpfen wieder. Auch dort fanden
hef=
tige und ſiegreiche Gefechte ſtatt. Am 22. Auguſt ſetzten
die deutſchen Trupen die Verfolgung fort. Am 24. Auguſt
wurde der Donon im Sturm wieder erobert. Jetzt ſtehen
unſere Truppen bei Nancy und vorwärts Lunéville, den
geſchlagenen Feind immer noch verfolgend. Am 30. Auguſt
wurde ein franzöſiſcher Vorſtoß von Mayen abgewieſen.
Das am 28. Auguſt gefallene Manonviller iſt das ſtärkſte
Fort der Welt und konnte trotzdem unſerer ſchweren
Artillerie nicht ſtandhalten.
Eine amtliche Darſtellung über die Vorgänge
in Löwen.
* Berlin, 4. Sept. Das deutſche Konſulat
in Rotterdam hat dem Nieuwe Rotterdamſche
Cou=
rant folgendes Telegramm des Miriſteriums der
auswärtigen Angelegenheiten zu Berlin vom
30. Auguſt mitgeteilt.
Die Obrigkeit hatte die Stadt Löwen übergeben.
Montag, den 24. Auguſt, begann in Löwen das
Einquar=
tieren der Truppen, und der Verkehr mit den Einwohnern
wurde freundſchaftlich. Dienstag, den 25. Auguſt,
nach=
mittags, rückten auf den Bericht von einem zu
erwarten=
den Ausfall die Truppen gegen Antwerpen aus. Der
kommandierende General begab ſich in einem Auto nach
der Front. Bloß Abteilungen des Landwehrbataillons
Neuß für die Eiſenbahnbewachung blieben zurück. Als
der zweite Teil des Generalkommandos dem
kommandie=
renden General zu Pferde folgen wollte und auf dem
Markt antrat, wurde aus den rundum ſtehenden Häuſern
geſchoſſen. Alle Pferde wurden getötet und fünf
Offi=
ziere verwundet, einer davon ſchwer. Zu gleicher Zeit
wurde in ungefähr zehn anderen Stadtteilen geſchoſſen,
ebenſo auf Soldaten, die gerade am Bahnhof
angekom=
men waren, und auf einen ankommenden Militärzug.
An einem vorher verabredeten Zuſammengehen mit dem
Ausfall aus Antwerpen iſt nicht zu zweifeln. Zwei
Prieſter waren bei der Verteilung von Patronen
zuge=
gen. Der Straßenkampf dauerte bis Mittwoch, den 26.
Auguſt, nachmittags, wo es der inzwiſchen angekommenen
Verſtärkung gelang, Herr der Situation zu werden. Die
Stadt und die nördliche Vorſtadt ſtanden an verſchiedenen
Orten in Brand und ſind jetzt wahrſcheinlich abgebrannt.
Von der belgiſchen Regierung war dieſer allgemeine
Volksaufſtand gegen den anrückenden Feind ſchon lange
vorbereitet; Waffendepots waren
eingerich=
tet, in denen jedes Gewehr mit dem Namen des
Bür=
gers verſehen war, der damit bewaffnet werden ſollte.
Ein ſpontaner Volksaufſtand iſt auf das Verlangen
eini=
ger kleiner Staaten auf der Haager Konferenz als
völker=
rechtlich angenommen worden, wenn die Waffen ſichtbar
getragen und die Kriegsgeſetze befolgt werden, doch bloß,
wenn es gilt, einem heranziehenden Feend
entgegen=
zurücken. In dieſem Falle hatte die Stadt ſich aber
be=
reits übergeben und die Bevölkerung dadurch alſo von
weiterem Widerſtand abgeſehen; die Stadt war durch
unſere Trupepn bereits beſetzt. Trotzdem fiel die
Bevöl=
kerung die Beſatzung und die ankommenden Truppen,
welche, durch eine anſcheinend freundliche Haltung
irre=
geführt, in Zügen und Autos ankamen, von allen Seiten
an und es wurde ein mörderiſches Feuer auf ſie eröffnet.
Das war alſo keine erlaubte Kriegsliſt, ſondern eine
ver=
räteriſche Ueberrumpelung durch die bürgerliche
Bevölke=
rung, ein umſo verwerflicherer Ueberfall, als dieſer früher
ſchon vereinbart war und gleichzeitig mit dem Ausfall
aus Antwerpen ſtatthaben ſollte. Die Waffen wurden
nicht ſichtbar getragen, Frauen und junge Mädchen
nah=
men an dem Gefecht teil und ſtachen den
Verwun=
deten die Augen aus
Das barbariſche Auftreten der belgiſchen Bevölkerung
in faſt allen von uns beſetzten Teilen des Landes hat uns
nicht allein das Recht zu ſtrengen Maßregeln gegeben,
ſondern uns im Intereſſe der Selbſterhaltung dazu
ge=
zwungen. Der intenſive Widerſtand der Bevölkerung geht
auch daraus hervor, daß in Löwen mehr als 24 Stunden
zur Unterdrückung des Aufſtandes nötig waren. Daß
bei dieſen Gefechten ein großer Teil der Stadt zerſtört
worden iſt, tut uns ſelbſt leid ſolche Folgen lagen
ſelbſt=
redend nicht in unſerer Abſicht, können aber bei dem
ſchändlichen, gegen uns geführten Franktireurkrieg nicht
vermieden werden. Wer den gutmütigen Charakter
unſe=
rer Truppen kennt, wird nicht im Ernſt behaupten können,
daß ſie zu unnötiger oder ſogar mutwilliger Vernichtung
geneigt ſeien. Die ganze Verantwortung für das
Geſchehene trägt die belgiſche Bevölkerung,
die ſich ſelbſt außerhalb von Recht und Geſetz geſtellt, und
die belgiſche Regierung, die mit verbrecheriſcher
Leichtfer=
tigkeit die Bevölkerung mit Anweiſungen dem
Völker=
recht zum Trotz verſehen und zu Widerſtand angetrieben
hat und die auch nach unſeren erneuten Warnungen nach
dem Fall Lüttich nichts getan hat, um ſie zu einem
fried=
licheren Verhalten anzuſpornen.
* Berlin 4. Sept. (W. T. B. Amtlich.) Die Nordd.
Allg. Ztg. ſchreibt über die Vorgänge in Löwen:
Ge=
genüber den verleumderiſchen Nachrichten über die
Vor=
gänge in Löwen waren die diplomatiſchen Vertreter
Deutſchlands in den neutralen Staaten mit Material
über die belgiſche Kriegsführung verſehen worden. Der
kaiſerliche Geſandte im Haag wurde überdies beauftragt,
die niederländiſche Regierung zu bitten, ſie möge im
Inter=
eſſe der Menſchlichkeit der belgiſchen Regierung dringend
nahelegen, die Zivilbevölkerung von dem gänzlich
aus=
ſichtsloſen Widerſtand zurückzuhalten. Der
niederländi=
ſche Miniſter des Aeußern machte darauf dem belgiſchen
Geſandten im Haag entſprechende Mitteilung, die dieſer
ſeiner Regierung zu übermitteln verſprach.
Boulogne=ſur=Mer geräumt!
* Berlin, 4. Sept. Ein Londoner Blatt vom 28.
Auguſt bringt, der B. Z. am Mittag zufolge, eine
Cen=
tral News=Depeſche, die vom offiziellen Zenſurbureau
zugelaſſen wurde, des Inhalts, das Boulogne=ſur=
Mer von den verbündeten Truppen
ge=
räumt wurde.
Boulogne=ſur=Mer iſt einer der bedeutendſten
Hafen=
plätze Frankreichs und neben Calais der wichtigſte
Ueber=
fahrtsplatz nach England. Die Stadt iſt als Feſtung ſtark
ausgebaut.
Der Krieg zur See.
* Amſterdam, 3. Sept. Nach Ymuiden
zurückge=
kehrte, von Engländern gefangene holländiſche Fiſcher
bringen, wie die Frkf. Ztg. meldet, die Nachricht, daß
die deutſche Flottille in zwei Tagen, am 24. und
25. Auguſt, neun engliſche Dampfboote aus Grimsby und
ſechs aus Boſton in den Grund gebohrt habe.
Die Begründung der Flucht der franzöſiſchen
Regierung.
* London 4. Sept. (Reuter.) Nach Telegrammen
aus Paris gründet ſich der Beſchluß, die Regierung
nach Bordeaux zu verlegen, ausſchließlich auf
militäriſche Erwägungen, da Paris Mittelpunkt der
Ope=
rationen beider Armeen werden kann. Man glaubt, daß
Paris nicht notwendig das unmittelbare Angriffsziel ſein
wird. (?) Paris ſoll auf die Gefahr eines hartnäckigen
Angriffs vorbereitet ſein, der aber nach den letzten
Nach=
richten nicht ſehr wahrſcheinlich erſcheint. Die Verlegung
der Regierung nach Bordeaux ſoll den Zweck haben, die
Bewegungsfreiheit zu wahren.
Die Stimmung in Frankreich.
* Zürich, 4. Sept. (W T. B. Nichtamtlich.) Ein
Pa=
riſer Brief der Züricher Neuen Zeitung ſpricht von
zahl=
reichen Truppennachſchüben, und beſonders viel
Artillerie nach Norden. Die Bevölkerung aus der
Ge=
gend von Valenciennes und Maubeuge ſei
kopflos und habe ſelbſt ankommende Engländer für
Preu=
ßen gehalten. Auch die Zeitungsberichte vermochten ſie
nicht zu beruhigen. Die Marſchgeſchwindigkeit der
Deut=
ſchen jage Schrecken ein. Der Feldpoſtverkehr ſei ſäumig
und die Zenſur ſtreng. Soldaten erzählten, im Oberelſaß
ſeien Territorialtruppen zurückgelaſſen, welche Befehl
hät=
ten, beim Vorgehen der Deutſchen das Gebiet zu
räu=
men. Je weiter die Reiſenden ſich von Paris
entfern=
ten, um ſo fühlbarer werde die Entſpannung der
Ner=
ven, aber auch um ſo ohnmächtiger die Reſignation, mit
der ſie ihrem künftigen Geſchick entgegenſehen. Die ihnen
begegnenden Verwundeten ſtimmten ſie traurig. Die
Soldaten ſeien vor Uebermüdung ausgemergelt. Eine
heitere Rote fehle vollſtändig. Die Soldaten ſprechen
mit größtem Reſpekt von den Deutſchen, die ihren
Offi=
zieren bewunderungswürdig folgten. Die
Maſchinenge=
wehre der Deutſchen wirkten verheerend. Das Feldgrau
ſei vorzüglich. Der Gegner ſei, wie im Jahre 1870,
über=
legen. Die franzöſiſche Artillerie ſei erfolgreich. — Der
Erfinder der Melinitpatrone, Ingenieur Turpin, ſoll dem
Kriegsminiſter ein neues Exploſiv übergeben haben,
deſſen furchtbare Wirkung alles bisher Dageweſene
über=
treffe. Im Volksmunde ſpiele dieſe Bombe Turpins
eine große Rolle und werde als künftiger „deus ex
ma=
china” angeſehen. — Der deutſche Ausſtellungspavillon in
Lyon ſteht unberührt unter franzöſiſcher Flagge da.
Der franzöſiſche Rückzugsplan.
* Mailand, 4. Sept. (W. T. B.) Nach dem
Cor=
riere della Sera gaben die Franzoſen Paris
preis. Das Defenſivzentrum liege in dem Gebiet von
Mervant zwiſchen Dijon und Nevers. Das Oiſetal ſei
jetzt offen. Die Preſſe iſt einſtimmig der Anſicht, daß das
verſchanzte Lager von Paris lange widerſtehen wird.
Die Lage Kiautſchous. — Revolution in China?
* London, 4. Sept. (W. T. B.) Daily Telegraph
zufolge bereiten ſich die Japaner auf eine längere
Kriegsdauer in Kiautſchou vor. Sie wollen
langſam und methodiſch vorgehen und Menſchenmaterial
möglichſt ſparen. Das Parlament werde die Kredite
be=
willigen, um die Heere bis zum nächſten Jahre in
Schan=
tung zu halten.
Japaniſche Blätter bringen Alarmnachrichten
aus China. Im Jangtſetal ſtehe die Revolution
bevor, die mit den Beſtrebungen auf Wiedereinſetzung
der Mandſchu=Dynaſtie zuſammenhänge.
* Berlin, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Der
Berliner Lokalanzeiger ſchreibt: Die von unſeren Armeen
faſt ohne Schwertſtreich genommene zweite
Stel=
lung iſt diejenige, auf deren Halten die franzöſiſche
Re=
gierung das Volk zu ſeiner Beruhigung hingewieſen hat
und von der engliſche Blätter annahmen, daß ſie uns auf
lange Zeit feſthalten werde. Franzoſen und Engländer
werden in gleicher Weiſe enttäuſcht ſein. Die Voſſiſche
Zeitung bemerkt zu der Ueberſendung der
öſterreichi=
ſchen Motorbatterien: Daß die öſterreichiſche
Hee=
resleitung ſie den Deutſchen für den Kampf gegen die
franzöſiſchen Befeſtigungen zur Verfügung ſtellte, iſt ein
Beweis für die enge Waffenbrüderſchaft beider Armeen.
Die öſterreichiſchen Motorbatterien= die ſich ſo gut
be=
währt haben, ſind 30,5 Zentimeter=Batterien. Jede
Bat=
terie beſteht aus zwei Geſchützen und wird durch
Kraft=
wagen befördert.
* Straßburg, 4. Sept. (W. T. B.) Der
Kom=
mandierende General v. Deimling hat an
den Biſchof von Straßburg folgendes Schreiben gerichtet:
„Ew. Eminenz beehre ich mich auf das gefl. Schreiben
vom 17. Auguſt ergebenſt zu erwidern, daß Fälle, wonach
ſich Geiſtliche während der Kämpfe des 15.
Armee=
korps im Elſaß einer Unkorrektheit ſchuldig gemacht
hät=
ten, mir nicht bekannt geworden ſind.”
* Amſterdam, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.)
Nach vorliegenden Meldungen engliſcher Zeitungen ſind
verſchiedene Schiffe auf Minen geſtoßen und geſunken.
Ein ſchwediſcher und ein däniſcher Dampfer ſeien einige
Meilen vor der Tynemündung geſunken.
* Amſterdam, 4. Sept. Ein Reutertelegramm
aus London meldet aus Paris: Der amerikaniſche
Botſchafter bleibt in Paris, um für die Staatsangehörigen
der kriegführenden Parteien zu ſorgen.
* London., 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Aus
Northchields wird vom 2. September gemeldet: Heute
nacht wurden der Kapitän und 2 Mann der Beſatzung
von dem ſchwediſchen Dampfer „St. Paul” gelandet, der
auf eine Mine in der Nordſee aufgefahren
war und ſank. Der Kapitän und die Mannſchaft hatten
gerade noch Zeit, die Rettungsboote klar zu machen. Sie
wurden von einem vorbeikommenden Schiff
aufgenom=
men und nach dem Tyne gebracht. (Notiz des W. T. B.:
Wie ſchon öfters erwähnt, kann es ſich hierbei nicht um
deutſche, ſondern nur um engliſche Minen handeln.)
* London, 4. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Das
Preßbureau gibt eine weitere, vom britiſchen
Haupt=
quartier übermittelte Verluſtliſte bekannt, nach der
18 Offiziere und 62 Unteroffiziere und Mannſchaften
als tot, 78 Offiziere und 312 Unteroffiziere und
Mann=
ſchaften als verwundet und 86 Offiziere und 4672
Unter=
offiziere und Mannſchaften als vermißt aufgeführt
wer=
den. Die letzteren befinden ſich wahrſcheinlich in den
ver=
ſchiedenen Lazaretten.
Handel und Verkehr.
Poſtaliſches. Nachdem der Bundesrat durch
Bekanntmachung vom 29. Auguſt die Proteſtfriſt für
Wechſel, die in Elſaß=Lothringen, in der
Provinz Oſtpreußen oder in Weſtpreußen in
den Kreiſen Marienburg, Elbing Stadt und Land,
Stuhm, Marienwerder, Roſenberg, Graudenz Stadt
und Land, Löbau, Kulm, Brieſen, Strasburg, Thorn
Stadt und Land zahlbar ſind, im Anſchluß an die
in der Bekanntmachung vom 6. Auguſt vorgeſehene
Ver=
längerung um weitere 30 Tage verlängert hat, iſt die
Poſtordnung vom 20. März 1900 entſprechend geändert
worden. Poſtproteſtaufträge mit Wechſeln der
bezeichneten Art werden daher in Fällen, in denen bei der
erſten Vorzeigung die Zahlung nicht ausdrücklich
ver=
weigert wird und der Proteſt auch nicht aus anderen
Gründen nach der erſten Vorzeigung oder nach dem
erſten Verſuche der Vorzeigung zu erheben iſt, erſt am
zweiundſechzigſten Tage nach dem Zahlungstage des
Wechſels nochmals zur Zahlung vorgezeigt werden.
Wünſcht der Auftraggeber die ſofortige Proteſtierung,
ſo iſt der Vermerk „ohne Proteſtfriſt” auf die Rückſeite
des Poſtauftragsformulars niederzuſchreiben. Soll der
Proteſt nicht durch die Poſt erhoben werden, ſo iſt bei
Poſtaufträgen zur Geldeinziehung und
zur Akzepteinholung nach Elſaß=Lothringen,
Oſt=
preußen oder den genannten Kreiſen Weſtpreußens in
Fällen, in denen ohne Rückſicht auf die Verlängerungen
der Proteſtfriſt ſogleich proteſtiert werden ſoll, auf die
Rückſeite des Poſtauftragsformulars der Vermerk „
So=
fort zum Proteſt ohne Rückſicht auf die verlängerte
Proteſtfriſt” niederzuſchreiben.
— Poſtanweiſungen nach den deutſchen
Poſt=
anſtalten in der Türkei werden vorläufig nicht
mehr angenommen.
— Der Poſtanweiſungsverkehr mit Argentinien,
Braſilien und Peru iſt vorläufig eingeſtellt
worden.
Landwirtſchaftliches.
Frankfurt a. M., 3. Sept. (Viehhof=
Marktbericht.) Auftrieb: 634 Kälber, 62 Schafe, 689
Schweine. Geſchäft: Rege, wird geräumt. Kälber:
a) —.—; b) —; c) 52.56, 88,95; d) 45,50, 76,85; e) 40,44,
Schafe: a) 42,43, 92,94; b) 36,—, 86,
68,75; f) —,
Schweine: a) 48,51, 62,64; b) 47,48, 60,62; c) 48,51, 60,62;
d) 48,51, 60,62.
Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. September 1914.
Seite 5.
Briefkaſten.
E. G. Wir veröffentlichen ſämtliche vom
Reichsanzei=
ger herausgegebenen Verluſtliſten im Tagblatt, auch die
der ſächſiſchen Regimenter. Die 3. und 4. ſächſiſche
Verluſtliſte wird heute im Tagblatt veröffentlicht. Sie
haben alſo nicht nötig, den Reichsanzeiger zu abonnieren.
Für unſere Krieger!
Die in unſerer Freitag=Nummer angegebenen Maße
für Weißzeug zu Krankenhauszwecken haben vielen Beifall
gefunden. Wir laſſen deshalb hier Maße für Socken und
Leibbinden folgen, die für die Krieger im Felde beſtimmt
ſind. Auch dieſe Angaben werden unſeren Leſerinnen
will=
kommen ſein.
1. Soldatenſocken aus 5facher Wolle Nr. 16.
72 Maſchen aufſchlagen, 30 Zentimeter langes Bein,
2 rechts und 2 links geſtrickt, Fuß mit Ferſe 28—30
Zenti=
meter lang, einſchl. Abnehmen.
2. Leibbinde aus 5facher Wolle Nr. 18.
6 Maſchen aufſchlagen, rechts ſtricken und am Schluß
jeder Nadel eine Maſche aufnehmen bis zu 70 Maſchen;
130 bis 160 Nadeln rechts darüber ſtricken — 65—80
Ripp=
chen; dann wieder bis 6 Maſchen abnehmen. Die
Leib=
binde wird mit 4 Reihen feſten kleinen Maſchen umhäkelt.
An beiden Spitzen werden Bänder zum Binden angenäht.
3. Leibbinde aus 5facher Wolle Nr. 18.
20 Maſchen aufſchlagen und rechts 24 Nadeln
12 Rippchen darüber ſtricken, umdrehen: in die erſte Maſche
wird eine Maſche verdreht aufgenommen und noch
Maſchen dazu geſtrickt; zu den 5 Maſchen werden noch 3
hinzugeſtrickt; wieder umdrehen. Dasſelbe Aufnehmen
wird 6mal wiederholt, bis man 26 Maſchen auf der Nadel
hat. 12 Nadeln rechts und dann beginnt der zweite
Zwickel, bis 40 Maſchen auf der Nadel ſind. 10 Nadeln
rechts, dann an der breiten Seite am Schluß jeder Nadel
in die zweitletzte Maſche eine Maſche verdreht aufnehmen.
Mit 70 Maſchen auf der Nadel hat man 30 Rippchen; dann
ſtrickt man Netzpatent 40—50 Zentimeter lang, oder eine
linke und eine rechte Maſche, jede Nadel verſetzt (
Gerſten=
korn), dann kommt die zweite Spitze, bei der man die
Zwickel erhält, wenn man anſtatt auf=, abnimmt. Zum
Schluß häkelt man 4 Reihen feſte, kleine Maſchen, wobei
man doppelt einſticht und den Rand etwas dabei einhält.
An beiden Seiten werden Bänder angenäht.
Neunzehnte Liſte der Kriegsgaben.
(Wo kein Wohnort angegeben iſt, iſt Darmſtadt gemeint.)
Es gingen weiter ein:
Bei der Zentralabteilung des Roten Kreuzes:
Frau Roſcher 10 M., Ferdinand Knös 3 M., Fräulein
Mathilde Müller 15 M., Erlös für einen geſtickten
Tiſch=
läufer 6 M., G. B. 30 M., von Schulkindern in
Eſcholl=
brücken Verzicht auf die Sedanbretzeln 15 M., durch
Oberamtsrichter Zimmermann aus der Sammelſtelle
Laubach 200 M., Klaſſe Ib Stadtmädchenſchule III
15.50 M., Kätchen Berres 3 M., G. B. 3.50 M., Ph.
Hofmann 2 M., zuſammen 303 M.
Bei der Bank für Handel und Induſtrie und
deren Depoſitenkaſſe: Heinrich Funk 10 M., Franz
Schwab 20 M., Dr. Goldmann 500 M., Zweigverein des
Roten Kreuzes Butzbach 1200 M., Aufſichtsperſonal der
Großh. Zellenſtrafanſtalt Butzbach 40 M., Großh.
Kreis=
amt Schotten 2745.64 M., Ev. Pfarramt Arheilgen
128.24 M., 2. Rate des Kirchſpiels Friſchborn=Eiſenbach
100 M., Gemeinde Obererlenbach (Kreis Friedberg) 368.55
M., Großh. Bürgermeiſterei Ober=Abtſteinach 250 M.,
Sammlung (3. Rate) Erzhauſen 64 M., Geſangverein
„Sängerluſt” Erzhauſen 50 M., Turnverein Meſſel 50 M.,
Landesverband der Bürgermeiſter im Großherzogtum
Heſſen 300 M., Großh. Bürgermeiſterei Wendelsheim
29.50 M., Sammlung Kirch=Brombach 963.30 M.,
Kirchen=
kollekte der Kriegsbetſtunde Pfarramt Petterweil 18.54 M.,
Sammelſtellen Michelſtadt i. O. 106.50 M.,
Samm=
lung Groß=Felda 169.50 M., Ev. Kirche Mittel=
Seemen 25 M., Ev. Kirche Nieder=Seemen 25 M.,
Sammlung Kefenrod (Kreis Büdingen) 155.15 M., Pfarrer
Rheinfurth, Leidhecken (Wetterau), Erlös von verkauften
Momentaufnahmen (Poſtkarten) eingerückter Mannſchaften
3 M., Stiftung des iſrael. Wohltätigkeitsvereins
Wallert=
heim 20 M., Kreiskaſſe Erbach i. O. 1500 M., Hilfsſtelle
für das Rote Kreuz für Stadt und Kreis Alzey (2. Rate)
9000 M., Pfarrer Gürtler, Werſau, 40 M., Kirchenkollekte
Auerbach a. B. 131 M., Kirchenkollekte Breitenbrunn
11 M., Kirchenkollekte Seckmauern 67 M., nachträgl. Gaben
von Seckmauern 8.50 M., Großh. Kreisamt Alsfeld 3288.55
M., Ev. Pfarramt Walldorf 43 M., aus der Kaſſe des
Kriegervereins Leidhecken 50 M., Ortsſammlung durch
den Kriegerverein Leidhecken 96.65 M., Ludwig Waldt
5 M., Gemeinde Stein=Bockenheim 300 M., Gemeinde
Stein=Bockenheim 615 M., Ungenannt 5 M.,
Kirchen=
gemeinde Nieder=Beerbach (2. Rate) 137 M., von den
Schulkindern in Frankenhauſen 33 M., für die Innere
Miſſion im Krieg 5 M., Ertrag einer Sammlung bei
einem Vortrag zum Beſten des Roten Kreuzes
Bind=
ſachſen (Kreis Büdingen) 30 M., wiederholte Sammlung
in der Gemeinde Rendel 279.05 M., Großh.
Bürger=
meiſterei Münſter, Kreis Friedberg (1. Sammlung) 10.20 M.,
Großh. Bürgermeiſterei Münſter, Kr. Friedberg (2.
Samm=
lung), 169.20 M., Ev. Pfarramt Biſchofsheim bei Mainz
107 M., Turngeſellſchaft Gräfenhauſen 50 M.,
Samm=
lung (3. Rate) Ernſthofen i. O. 20 M., Frau Förſter,
Eberſtadt bei Darmſtadt, 10 M., Oberpoſtſekretär Frees,
Eberſtadt bei Darmſtadt, 5 M., Dr. Textor, Eberſtadt
bei Darmſtadt, 50 M., Abendgeſellſchaft Eberſtadt bei
Darmſtadt 30 M., Eiſenbahnverein Eberſtadt bei
Darm=
ſtadt 150 M., Sammlung des Bahnhofsperſonals
Eber=
ſtadt bei Darmſtadt 14.70 M., Wilh. Flick, Eberſtadt b. D.,
10 M., Kirchenkollekte Gemeinde Lengfeld i. O. 200 M.,
Spar= und Leihkaſſe Erzhauſen (4. Rate) 100 M.,
Ge=
meinde Pohl=Göns 135 M Gemeinde Ober=Hörgern
(1. Sammlung) 500 M., Wiederholte Gabe des
Krieger=
vereins Rendel 15 M., Wiederholte Gabe des Turnvereins
Rendel 25 M., Schützenverein Rendel 30 M., Conrad
Appel 100 M., Pfarramt Güttersbach 43.74 M. Zuſammen
24 301.51 M. Allen Gebern herzlichen Dank!
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter Tagblatts”
wurden zu Gunſten der Hinterbliebenen von
Kriegs=
teilnehmern und ſonſtigen Hilfsbedürftigen aus der
Stadt Darmſtadt folgende Beträge abgegeben:
Staatsrat Süffert 50 M., Fred 20 M.,
Miniſterial=
reviſor Wilhelm Herberg 10 M., Frau M. Schraub 20 M.,
Frau Cäcilie Stummer 10 M., Regierungsbaumeiſter
Fritz Nodnagel 10 M., Profeſſor Koch 500 M., Erlös
ihrer Haare A. Z. 5 M., Katharine Hannemann 5 M.,
Frau v. Zangen geb. Scholl 10 M., Ungenannt 30.85 M.,
Frau G. Wiemann 20 M., Von einem hochverehrten
Gaſte der Reſtauration Meyer, Beſſungerſtr. 6, 100 M.,
Hermann Lehmann, Waldſtr. 53, 30 M., Freifrau von
Schäffer=Bernſtein (1. und 2. Rate) 15 M., Lina und
Engelbert Lenz aus ihrer Sparkaſſe 2.28 M., Anton
Schwarz 5 M., Geſammelt von den Stammgäſten der
Reſtauration Ernſt Schott, Wendelſtadtſtr., 6 M.
Zuſammen 849.13 Mk.
Trauer= u. Uebergangshüte
in großer Auswahl.
Anna Weiner
Schulſtraße 10, 1. Stock.
(18260a
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige
Am 26. Auguſt erlitt den Heldentod fürs
Vaterland mein innigſtgeliebter, unvergeßlicher
(B18271
Mann
Rudolf Robe
Sergeant.
Die tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Vkäta Robe, geb. Maurer,
und Kind.
Darmſtadt, den 4. September 1914.
Am 22. Auguſt erlitt den
Helden=
tod mein geliebter älteſter Sohn
Hauptmann
Herrmann Stieler.
Frau verw. General Stieler
Darmſtadt, den 4. September 1914.
(B18279
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Am 28. Auguſt fiel fürs
Vater=
land mein innigſtgeliebter Mann
Alckis Frar. V. Daddchbreck-
Hauptmann und Kompagniechef.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Kornelie von Buddenbrock-
Hettersdorf,
geborene Leube.
*4393)
Danksagung.
Für die überaus zahlreichen
Be=
weiſe herzlicher Teilnahme an dem
uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte
ſagen wir Allen unſeren innigſten
Dank.
(*4286
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Familie v. den Brincken und
v. Hartmann.
Darmſtadt, im September 1914
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Am 23. Auguſt fand in ſiegreichem
Ge=
fecht mein inniggeliebter Mann
(18268
Hauptmann und Kompagniechef
den Heldentod.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Eva von Strzemieczny,
geb. Locher.
Darmſtadt, den 3. September 1914.
Am 24. Auguſt ſtarb an den
Folgen einer ſchweren Verwundung
mein geliebter Mann, unſer lieber
Vater, Sohn u. Schwiegerſohn,
Bru=
der u. Schwager
der Kriegsfreiwillige
Dr Otto Zentgraf
Direktor der Aktien=Geſellſchaft
J. Pohlig in Cöln
im 33. Lebensjahre.
Frau Lucy Zentgraf,
geb. Dornseiff, u. 2 Kinder,
Familie Zentgraf,
Familie Dornseiff.
(*4423
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Am 16. Auguſt iſt mein lieber,
unvergeß=
licher Gatte, unſer guter, treuer Sohn und
Bruder
(18266
Karl Niessner
k. u. k. Hauptmann
in Serbien auf dem Felde der Ehre für ſein
Vaterland gefallen.
Im Namen
der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Caroline Niessner,
geborene Schoedler.
Eger i. Böhmen, Auguſt 1914.
Dankſagung.
Für die herzliche Teilnahme und die zahlreichen
Blumenſpenden, die uns bei dem Hinſcheiden
meiner lieben Frau, unſerer unvergeßlichen,
treu=
beſorgten Mutter
Frau Susanne Schubkegel
geb. Zissel
erwieſen wurden, ſagen wir Allen, insbeſondere
Herrn Pfarrer Velte für ſeine troſtreiche
Grab=
rede und den Schweſtern der evangeliſchen
Stadt=
gemeinde für ihre liebevolle Pflege, herzlichſten
(*4430
Dank.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Peter Schubkegel u. Kinder.
Darmſtadt, den 4. Sept. 1914.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Ge=
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. September 1914.
Nummer 244.
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Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
Nr. 120.
Samstag, 5. Septenber.
1914.
Bekanntmachung
betreffend die Bekämpfung der Arbeitsloſigkeit während des Kriegs.
Ueber die Mittel und Möglichkeiten, die zur Einſchränkung der Arbeitsloſigkeit
und ihrer wirtſchaftlichen Folgen ergriffen werden können, hak im Reichsamt des
Innern eine Beſprechung ſtattgefunden. Wenn auch ſchon viele der nachſtehend
auf=
geführten Punkte bereits in Angriff genommen und behandelt ſind, wollen wir doch
der Vollſtändigkeit halber auf die nachſtehenden Geſichtspunkte nochmals hinweiſen
mit dem Bemerken, daß es unſeres Erachtens eine ernſte Pflicht jedes Einzelnen iſt,
nach ſeinen Kräften dazu beizutragen, daß der Arbeitsloſigkeit nach Möglichkeit
ge=
ſteuert wird.
I. Mittel zur zweckmäßigen Verteilung der vorhandenen Arbeitsmengen.
1. Arbeitsvermittelung.
Durch Zuſammenarbeiten aller örtlichen Arbeitsnachweiſe von Arbeitgebern,
Arbeitern, Korporationen uſw. mit dem öffentlichen Arbeitsnachweis ſoll dafür geſorgt
werden, daß der örtliche Arbeitsbedarf ſchnell gedeckt wird. Soweit dieſe Deckung
örtlich nicht möglich iſt, ſollen die Verbandsnachweiſe für ihren Bezirk möglichſt in
Fühlung mit den wirtſchaftlichen Vertretungen und Verbänden aller Richtungen die
Ausgleichung herſtellen. Soweit dann in einem Verband Arbeiternachfrage oder
Ueberſchuß auch nach Benehmen mit dem Nachbarverbande nicht auszugleichen iſt,
wird die Reichszentrale der Arbeitsnachweiſe für die Ausgleichung bemüht ſein.
Nachdem der Arbeiterbedarf für die Ernte gedeck iſt, kommt außer dem Bedarf für
die Hackfruchternte und die Neubeſtellung der Felder hauptſächlich die gewerbliche
Arbeitsvermittelung in Frage.
Für den Bedarf an techniſchen Kräften und Ingenieuren aller Art hat der
Verein deutſcher Ingenieure, Berlin NW., Sommerſtr. 4a, einen Technikernachweis im
Anſchluß an die Reichszentrale errichtet. Für den Bedarf an Bureauperſonal,
Schreib=
kräſten, Kaſſenbeamten und ähnlichem Perſonal kommen außer den öffentlichen
Arbeitsnachweiſen die Arbeitsnachweisverbände der Handlungsgehilfen in Frage.
2. Keine Einſtellung unentgeltlicher Kräfte.
Wo Behörden freiwillige Kräfte als Boten, Schreibperſonal uſw. eingeſtellt
haben, ſollen dieſe unverzüglich entlaſſen und durch bezahlte Kräfte erſetzt werden,
ſolange arbeitsfähige Arbeitsloſe vorhanden ſind. Die Unterrichtsverwaltungen ſollen
mit der Beurlaubung von Lehrkräften und Schülern zurückhaltend ſein und ſie nur
in wirklichen Notfällen geſtatten. Von landwirtſchaftlicher Seite wird geltend gemacht,
daß für das Kartoffelleſen die Schulkinder zur Verfügung geſtellt werden müßten
wie dies auch in Friedenszeiten geſchehe, weil ſonſt die Kartoffelernte nicht ſchnell
genug geborgen werden könne. Dagegen ſollen für Rübenernte und Feldbeſtellungen
ausſchließlich bezahlte Arbeitskräfte verwendet werden.
Im Schulunterricht, einſchließlich des Fach= und Fortbildungsunterrichts, ſollen
ebenfalls keine unentgeltlichen Kräfte beſchäftigt werden, ſolange Lehrkräfte
ſtellungs=
los ſind. Ebenſo ſollen für den Dienſt der Straßenbahnen, für die Straßenreinigung
uſw. möglichſt männliche Arbeitskräfte oder ſolche Arbeitskräfte eingeſtellt werden,
die ſonſt keinen Unterhalt oder Unterſtützung haben und für andere ſorgen müſſen.
Auch Privatunternehmer ſeien darauf hingewieſen, daß es gegenüber der
bevor=
ſtehenden großen Arbeitsloſigkeit patriotiſcher iſt, bezahlte Kräfte einzuſtellen, als ſich
freiwilliger Helfer zu bedienen, ganz abgeſehen davon, daß bei dem Unfall eines
ungeübten Helfers aus der Haftpflicht erhebliche Laſten erwachſen können.
So verſtändlich und anerkennenswert die Beweggründe ſind, aus welchen
namentlich Damen ſich zu unentgeitlicher Liebestätigkeit drängen ſo wird dabei doch
überſehen, daß die deutſche Volkswirtſchaft im Frieden zahlreiche weibliche
Arbeits=
kräfte, namentlich in Exportinduſtrien und im Bekleidungsgewerbe, beſchäftigt, die
durch den Krieg ihre Arbeit und damit die Grundlage ihrer Eriſtenz verloren haben.
Dieſe Perſonen durch Gewährung von Arbeit nach Möglichkeit vor dem Verſinken zu
bewahren, iſt größere Liebestätigkeit als eigene unentgeltliche Beſchäftigung in freien
Stunden. Solche Tätigkeit ſoll ebenſo wie die Beſchäftigung der Schülerinnen im
Handarbeitsunterricht ſich grundſätzlich nur auf ſolche Arbeiten erſtrecken, die nicht
von gewerblichen Lohnarbeiterinnen ausgeführt werden, z. B. auf Stricken von
Puls=
wärmern oder Strümpfen oder auf ähnliches.
Die Behörden haben nach Möglichkeit auf die freiwilligen Organiſationen der
Liebestätigkeit einzuwirken, daß ſie grundſätzlich ihre Arbeiten möglichſt durch bezahlte
Kräfte ausführen laſſen und ſich nur für die Leitung und die Organiſation
ehren=
amtlicher Kräfte bedienen. Ausnahmen von dieſem Grundſatz werden nicht zu
ver=
meiden ſein, z. B. Arbeiten, welche dieſe Organiſationen für die Ausrüſtung oder den
ſonſtigen Bedarf ihrer Mitglieder benötigen und für deren Bezahlung ſie keine
aus=
reichenden Mittel haben.
3. Beſchäftigung von Arbeitskräften mit anderem Einkommen.
Inſoweit bei den einzelnen Stellen im Privatdienſtverhältnis neue
Arbeits=
kräfte eingeſtellt werden, ſind möglichſt ſolche Perſonen zu berückſichtigen, die kein
anderes Einkommen haben. Derartige Perſonen verdienen den Vorzug, vor denjenigen,
für die durch den Bezug von Ruhegehalt, Witwen= und Waiſengeld oder Renten
bereits einigermaßen geſorgt iſt.
4. Keine Einſchränkung des perſönlichen Bedarfs.
So berechtigt die Zurückhaltung in Luxusausgaben und ſo verſtändlich die
Ein=
ſchränkung der Haushaltungen iſt, ſomuß doch immer wieder darauf hingewieſen werden,
daß zur Aufrechterhaltung des Wirtſchaftslebens jeder einzelne nach ſeiner Kraft zunächſt
ſeinen eigenen Haushalt in gewohnter Ausdehnung fortführen ſoll. Wer in der Lage iſt,
fremde bezahlte Hilfskräfte als Dienſtboten, Wäſcherinnen, Kinderfräulein uſw. in ſeinem
Hauſe zu beſchäftigen, ſoll dies daher nach wie vor tun. Wer Aufträge vergeben kann,
ſoll damit nicht zurückhalten und z. B. demnächſt die Winterſachen einkaufen.
Haus=
frauen ſollen den von ihnen beſchäftigten Schneiderinnen jetzt Ausbeſſerungsarbeiten
uſw. übertragen. Greift dieſe Auffaſſung in weiteren Kreiſen Platz, ſo leiſtet man
der Allgemeinheit größere Dienſte als durch weitere Einſchränkung des ohnehin ſchon
eingeengten Wirtſchaftslebens. Daß man jetzt pünktlich zahlen und Schulden
mög=
lichſt ſchnell bezahlen ſoll, iſt ſelbſtverſtändlich.
5. Keine Einſchränkung der Betriebe.
Die Vorausſetzungen, ob ein Betrieb die nötigen gelernten Arbeiter und die
er=
forderlichen Rohſtoffe zurzeit erhalten kann und ob er ſeine Waren auch abſetzen kann,
ſind in dieſem Zuſammenhange nicht zu prüfen. Für viele Betriebe treffen dieſe
Vor=
ausſetzungen zu. Die Handels= oder ſonſtigen Vertretungen ſollen die Unternebmer
darauf hinweiſen, ihre Betriebe möglichſt aufrecht zu erhalten und, wo angängig, auf
Lager oder mit verkürzter Arbeitszeit zu arbeiten. Ferner ſollen Unternehmer ihre
techniſchen und kaufmänniſchen Angeſtellten, wenn irgend möglich, nicht entlaſſen,
ſon=
dern ſich nötigenfalls mit ihnen über Gehaltskürzungen einigen. Namentlich ſoll auf
die Verkehrsanſtalten zur Aufrechterhaltung ihres vollen Betriebs eingewirkt werden.
Soweit Gewerbe darunter leiden, daß ihnen die Rohmaterialien jetzt nur zu erhöhten
Preiſen oder nur gegen Barzahlung geliefert werden, haben die Behörden auf die
ent=
ſprechenden Rohſtoffverbände, Kartelle, Handelskammern, Handwerkskammern uſw.
dagegen einzuwirken. Auch der Kriegsausſchuß der Induſtrie und die
Kartellorgani=
ſationen haben in dieſer Beziehung Aufgaben zu löſen und unangemeſſenen Beſtrebungen
von Einzelnen wie von Organiſationen im Allgemeinintereſſe nach Möglichkeit
ent=
gegenzutreten.
Die Zigarreninduſtrie hat ſich bereits bemüht, durch Gründung einer Zentrale
für die Lieferung von Kriegszigarren den Betrieben der fünf
Tabaksfabrikationsge=
biete Deutſchlands gleichmäßig Beſchäftigung zu verſchaffen. In ähnlicher Weiſe wird
mit Hilfe des Kriegsausſchuſſes der Induſtrie und mit Hilfe der Induſtrieverbände
auf die zweckmäßige Verteilung der behördlichen und der zu erwartenden privaten
Aufträge auch innerhalb anderer Gewerbe hingewirkt werden können. Das gleiche gilt
für die Vergebung örtlicher Aufträge an möglichſt viele Unternehmer.
7. Zeitliche Verteilung der Aufträge.
Die großen Auftraggeber wie Reichs= und Staatsverwaltungen, Kommunen,
Kreiſe uſw. ſollen ihren Bedarf gleichmäßig über längere Zeiten verteilen, um eine
längere Beſchäftigung der Betriebe an Stelle einer haſtigen Arbeit für kurze Zeit zu
erreichen. Selbſtverſtändlich haben bei Aufträgen für Heer und Marine die
militä=
riſchen Intereſſen den Vorrang.
8. Ueberarbeit und Nebenarbeit.
Damit möglichſt viele Perſonen Beſchäftigung erhalten können, ſoll gegenwärtig
grundſätzlich keine Ueberarbeit gemacht werden. Aus dem gleichen Geſichtspunkt
er=
ſcheint es geboten, daß Behörden, beſonders auch Kommunalverwaltungen, ferner
Körperſchaften und Private ihren Angeſtellten oder Beamten Nebenarbeit nicht mehr
nach Hauſe geben und dieſe Arbeit an Beſchäftigungsloſe übertragen, deren es unter
den Handlungsgehilfen ſehr viele gibt.
9. Verkürzung der Arbeitszeit.
Wie unter 5. berührt, ſoll darauf hingewirkt werden, daß Behörden und private
Betriebe bei Beſchäftigungsmangel möglichſt keine Arbeitskräfte entlaſſen, ſondern ſtatt
deſſen die vorhandene kürzere Zeit zu entſprechend verringerten Löhnen beſchäftigen
oder auch Feierſchichten einlegen. Soweit es möglich iſt, ſollen die Betriebe dazu
übergehen, fürzere Arbeitsſchichten einzuführen und dadurch mehr Arbeiter einzuſtellen.
Auch bei ſtädtiſchen Betrieben, wie Gasanſtalten, Waſſerwerken uſw. wird dies
in gewiſſem Umfang möglich ſein.
II. Mittel zur Beſchaffung vermehrter Arbeitsgelegenheit.
1. Betätkgung der öffentlichen Körverſchaften.
In der gegenwärtigen Lage wird die Schaffung neuer Arbeit durch größere
Aufträge in erſter Linie von öffentlichen Körperſchaften ausgehen müſſen. Die Heeres=
und Marineverwaltungen haben bereits große Aufträge in zweckmäßiger Verteilung
vergeben. In gleicher Weiſe ſollen auch die übrigen öffentlichen Körperſchaften prüfen,
was ſie zur Belebung des ſtockenden Wirtſchaftslebens, ſoweit es irgend möglich iſt,
hierin tun können. Auch wenn die öffentlichen Aufträge nur einen kleinen Bruchteil
der normalen Beſchäftigung der deutſchen Volkswirtſchaft ausmachen, ſo iſt ihre Wirkung
in dieſer Zeit der Stockung ſehr bedeutend. Durch ſolches gleichmäßiges Vorgehen aller
öffentlichen Behörden wird das allgemeine Vertrauen gekräftigt und damit erſte
Voraus=
ſetzung zu erweiterter Privatunternehmung geſchaffen. Auch kommen dieſe Aufträge
nicht blos den unmittelbar Beſchäftigten zu gute, ſondern ſetzen darüber hinaus, da dieſe
wieder andere Gewerbe beſchäftigen, in weiteren Kreiſen die wirtſchaftliche Maſchinerie
in Gang. Die öffentlichen Körperſchaften können ſich zurzeit am eheſten die erforderlichen
Mittel verſchaffen und auch Aufgaben zu Gunſten der Zukunft gegenwärtig in Angriff
nehmen. Endlich iſt zu berückſichtigen, daß die arbeitsloſe Bevölkerung auf jeden Fall,
letzten Endes durch Unterſtützung öffentlicher Verbände, wird ernährt werden müſſen.
Beſſer als Armenunterſtützung iſt aber in jeder Hinſicht die Gewährung von Arbeit.
2. Belebung der Induſtrie
Einzelne Teile der Induſtrie, die für den Heeresbedarf arbeiten, haben während
des Krieges ſtarke und dauernde Beſchäftigung. Auch die Nahrungsmittelgewerbe werden
ausreichend und teilweiſe ſogar übermäßig beſchäftigt ſein, Ebenſowird der Kohlenbergbau
und auch einige andere Teile des Bergbaues, ſobald die Transportmittel wieder mehr
verfügbar ſind, verhältnismäßig gute Beſchäftigung haben. Auch den übrigen
Ge=
werbszweigen werden die Aufträge der öffentlichen Körperſchaften unmittelbar einen
Anſtoß geben. Dieſen Anſtoß weiterzugeben und für eine Vermehrung der
gewerb=
lichen Tätigkeit im allgemeinen zu ſorgen, wird dann in erſter Linie Sache des
Kriegs=
ausſchuſſes der Induſtrie und der induſtriellen Verbände ſein. Für die
Bereit=
ſtellung der unentbehrlichen Rohſtoffe wird nach Möglichkeit geſorgt und der Ex
leichterung des Abſatzes ſtetige Aufmerkſamkeit zugewendet werden. Für die
Auf=
rechterhaltung und Beſchaffung des Kredits kann unter Mithilfe der Behörden durch
Zuſammenwirken der Intereſſenten nach dem Vorgang in einzelnen Orten und für
den kleingewerblichen Perſonalkredit durch Stadtverwaltungen und Sparkaſſen und
Genoſſenſchaften viel geſchehen.
Darmſtadt, den 28. Auguſt 1914.
Großherzogliches Miniſterium des Innern.
v. Hombergk.
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien der Landgemeinden.
Wir verweiſen auf die vorſtehende Bekanntmachung und empfehlen Ihnen, nach
Kräften zur Einſchränkung der Arbeitsloſigkeit mitzuwirken.
(18313sg
Fey.
Aufruf!
Die glänzende Entwicklung unſeres nationalen Flugweſens darf durch den
Krieg nicht zum Stillſtand kommen; ſie muß im Gegenteil mit allen Mitteln weiter
gefördert werden, damit die jüngſte daffe mit vollem Erfolg für die Verteidigung
des Vaterlandes miteingeſetzt werden kanni
Der Nachſchub von Flugzeugen an die Armee und die Marine iſt durch beſondere
Maßnahmen geſichert worden. Die Verwendung der Zivilpiloten im Heeres= und
Marinedienſt iſt eingeleitet. Die Fliegerſchulen ſetzen ihren Ausbildungsbetrieb fort.
Aber die Möglichkeit großer Abgänge, mit denen im Kriege naturgemäß noch mehr
als im Frieden zu rechnen iſt, zwingt zu rechtzeitiger Vorſorge für die Ausbildung
weiterer Flugzeug=Führer für den Krieg. Die Meldungen von Kriegsfreiwilligen
überſchreiten zwar —wie bei allen Waffen ſo auch bei der Fliegertruppe — den
augen=
blicklichen Bedarf weitaus. Indeſſen muß hier eine beſonders ſorgfältige Auswahl
getroffen werden, und auch von den Ausgewählten werden im Laufe der Ausbildung
noch viele zurücktreten müſſen.
Es kommt deshalb darauf an, von vornherein die Geeignetſten als
Kriegs=
freiwilige einzuſtellen, d. h. ſolche, die neben der erforderlichen Intelligenz und
tüchtigen Charaktereigenſchaften im beſonderen auch ſchon Porkenntniſſe in der
Be=
dienung und Pflege von Flugmotoren beſitzen. Solche Perſönlichkeiten werden ſich
namentlich unter denjenigen Studierenden der Techniſchen Hochſchulen und anderer
techniſcher Lehranſtalten finden, die ſich dieſem Sonderfach zugewendet haben.
Außerdem werden geübte Mechaniker und Monteure gebraucht. (17945ff
Kriegsfreiwillige
melden ſich zur Ausbildung als Flugzeugführer oder zur Einſtellung als
Hilfs=
monteure bei der Königlichen Inſpektion der Fliegertruppen in Berlin=Schöneberg,
Alte Kaſerne (Fiskaliſche Straße) — Auswärtige ſchriftlich
Berlin, den 13. Auguſt 1914.
Kriegsminiſterium.
Ueberſicht
der Durchſchnittspreiſe von
folgen=
den Früchten und
Verbrauchsgegen=
ſtänden in der Zeit
vom 16. bis 31. Auguſt 1914:
per Sack à 100 Kilo
Weizen von Mk. 25.— bis 30.−
Korn
25.−
n 21.—
Gerſte
24.−
21.—
21.—
„27.—
Hafer
Butter ½ Kilo Mk. 1.50
Butter in Partien Mk. 1.40
Eier per Stück 11 Pfg.
Eier in Partien per 25 Stück
Mk. 2.50
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 10.—
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 3.50
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 3.—
Heu per 50 Kilo Mk. 4.—
Darmſtadt, 4. September 1914.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
Amtlice Nachrichten des Großh. Polizeints Darnſedt.
Gefunden: Eine Anzahl Schülbücher mit Schiefertafel. 1 breiter
goldener Ring mit Granatrofete. 1 Zwicker ohne Faſſung. 1
Pfand=
ſchein über einen wertvolen Ring. 1 Münzenarmband. 1
Porte=
monnaie mit 1 Mk. Inhalt. 2 Meſſingwagendrücker (
zuſammen=
gebunden).
(18267
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
findet ſich: 1 Dobermann (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde Fndet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(18264
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 6. Sept.,
ſind nachmitags in der Zeit von 1 bis 8 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Hof=Apotheke, Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.
uf der Scheſtheimer Weſe iſt
ungefähr 3½ Morgen
Grummet abzugeben.
Näheres bei Ph. Möſer, Mag=
(*4439
dalenenſtraße 13, part.
Akkumulator
für Automobilbeleuchtung, 3 Zellen,
faſt neu, billig zu verkaufen. Näh.
(*4431
Wienersſtraße 83, I.
Mahnung der
Ge=
meindeſteuer.
Das Ende Juli ds. Js. fällig
geweſene 2. Ziel der
Gemeinde=
ſteuer für 1914 iſt bis zum 14. ds.
Mts. hierher zu bezahlen.
Ge=
ſchieht dies nicht, dann wird das
koſtenpflichtige
Zwangsvollſtrek=
kungsverfahren eingeleitet und es
werden vom 15. September ab
Pfandkoſten erhober.
Dieſe öffentliche Mahnung tritt
mit Genehmigung Großh.
Mini=
ſteriums des Innern für die Dauer
der Kriegszeit an Stelle der
ſeit=
herigen Zettelmahnung. (18295sis
Darmſtadt, 4. September 1914.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Zwei Einjährige=Infanterie=
) Uniformen (blau) zu
ver=
kaufen Bismarckſtr. 59. (*4391sg
Städtiſches
Hallenſchwimmbad.
Die Badezeit für die
Schwimm=
halle iſt wie folgt geändert:
Morgens von 7—9 Uhr für
Männer.
Morgens von 9—12 Uhr für
Frauen.
Mittags von 12—2 Uhr für
Männer.
Mittags von 2—5 Uhr für
Frauen.
Nachmittags von 5—8 Uhr
für Männer.
(18269ss
(Sonntags nur für Männer.)
Die Badeverwaltung.
Reitſtiefel
Größe 43—44, zu verk. (*4259dsg
Wendelſtadtſtr. 8, 1. St.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. September 1914.
Nummer 244.
Beſtellung der Felder.
Den nachſtehenden Abdruck bringe ich hiermit zur öffentlichen
Kenntnis, mit der dringenden Empfehlung an alle Landwirte, Garten=
und Grundſtücksbeſitzer, an ihrem Teile nichts zu. verſäumen.
(18286sif
Darmſtadt, den 3. September 1914.
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Landwirte, ſorgt für normale Winterbeſtellung!
Nachdem die Getreideernte faſt ganz geborgen iſt, wird es in
dieſer ernſten Zeit zu einem dringenden Gebot, mit allen Mitteln für
eine normale Winterbeſtellung zu ſorgen. Da von verſchiedenen
Seiten die Beſorgnis ausgeſprochen iſt, daß viele Landwirte wegen
der Kriegsgefahr die Winterbeſtellung entweder nicht oder nicht in
dem bisherigen Umfange vorzunehmen gedenken, beehren wir uns
die dringende Bitte auszuſprechen, mit allen Mitteln dahin wirken
zu wollen, daß die Winterbeſtellung, Bodenbearbeitung, Düngung
mit tieriſchem und künſtlichem Dünger, ſowie Ausſaat in demſelben
Umfange und mit derſelben Sorgfalt vorgenommen wird, wie in
Friedensjahren. Da das Wintergetreide in Deutſchland faſt 60%
der geſamten Getreidefläche beanſprucht, würde eine Vernachläſſigung
oder Einſchränkung unſerer Winterbeſtellung gegenüber ihrem
nor=
malen Friedensſtande geradezu eine Kataſtrophe nicht nur für die
Landwirtſchaft ſelbſt, ſondern für die geſamte Volksernährung
her=
beiführen können.
Dur Unterbringung von 10 00 Kriegsgefangenen auf dem Truppen=
Uebungsplatz bei Darmſiadt bedarf die Kommandantur baldigſt
großen Zeltmaterials, ſowie einer großen Anzahl von Tiſchen, Bänken,
verzinnten Waſchſchüſſeln und Eßnäpfen.
Sofortige Angebote, namentlich von ſchon gebrauchtem Material,
unter Preisangabe und Lieferungszeit an die Garniſon=Verwaltung
(18316sg
des Truppen=Uebungsplatzes erbeten.
Darmſtadt, den 4. September 1914.
Kommandantur des Truppen=Uebungsplatzes.
Vorübergehende Aufnahme von Schülerinnen und
Penſionärinnen während der Kriegszeit.
Töchterpenſionat und höhere Mädchenſchule
Telephon 1605 Darmſtadt Sandſtraße 12.
(18122ids
Während der Einberufung meines Mannes zum
Heere führe ich unsere Praxis allein weiter.
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meine Praxis in gewohnter Weiſe
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Württemberg. Verluſtliſten
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berg” liegen bei mir ſtets auf.
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lohnung abzugeben (*4458
Speſſartring 7, I.
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ſucht Stell. als Stütze bei älterer
Dame oder Ehepaar. Es wird mehr
auf gute Behandl. als Lohn geſeh.
Off. u. N 56 an die Exp. (*4180mds
Tücht. Verkäuferin der Schuhbr.,
durch den Krieg ſtellenlos, ſucht,
geſtützt auf gute Zeugniſſe,
bald=
möglichſt hier oder Umgegend
Stellung. Off. u. N 99 an die
Geſchäftsſtelle ds. Bl. (*4372
Perf. Schneiderin empfiehlt ſich
im Anfertigen eleganter, ſowie
ein=
facher Garderobe zu mäß. Preiſen.
Off. u. O. 9 a. d. Geſchäftsſtelle. (*
ſ. per ſof. Stelung
Beſſ. Damk z. Führ. d. Haush.
od. Empfangsdame u. dergl. Anfr.
unt. O. 12 a. d. Geſchäftsſtelle od. a.
Meyer, Heinrichwingertsweg 3 (18307
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Perfekte Büglerin ſich.
*4332sgi) Dieburgerſtr. 56, Laden.
Perfekte Weißzeugnäherin,
im Ausbeſſern u. Maſchinenſtopfen
geübt, nimmt Kunden an. Offert.
unt. N 53 an die Exp. (18146a
Erfah. Frau, die jahrelang in
beſſ. Haushalt tätig war, ſucht
tags=
über einige Stunden Beſchäftigung.
Näh. Lauteſchlägerſtr. 10. (*4160ms
Stellung als Haushälterin bei!
einzelnem Herrn oder Dame, auch
in kleinem Haushalt. Näheres
(*4410
Schulſtraße 15, I. Fräulein ſucht Stellung a. Still=
amme. Näheres Ober=Ramſtadt,
Entengaſſe 23.
(*4283dfs Beſ.Mädchen, in allen Zweig.
des Haush. erf., ſucht w. d. Kriegs=
zeit unentgeltliche Beſchäftig. Off.
u. O. 10 a. d. Geſchäftsſtelle. (*4418 Empfehle mich im Waſchen,
Fr. Schmidt, Darmſtr. 23, Stb. (*4377 Mädchen ſ. Beſchäftigung, auch
Laufdienſt Langgaſſe 41, Hb. (*4424 ſucht
Junges Mädchen Lauf=
dienſt Inſelſtr. 19, Hth., pt. (*4358 15jähr., kräftiges Mädchen ſucht
tagsüber Stelle in kleinerem Haus=
halt oder zu Kindern. Seibert,
Beſſungerſtraße 107.
(B18272 Jungfer ſucht Stelle bis 1. Ok=
tober in Herrſchaftshaus u. Haus=
mädchen, welches alle Hausarbeit.
gut verſteht, in Herrſchaftshaus bis
1. Oftober.
(*4348 Jg. Mädchen ſucht Stelle als
Stütze mit Familienanſchl. Vor=
ſtellung am liebſten Sonntag od. p
Donnerstag von 3—5 Uhk. Off. u.
N95 a. d. Geſchäftsſtelle. (*4365 Männlich
Kaufmann
militärfrei, ſucht ſofort Stellung
als Verkaufer der Lebensmittel=il
branche. Offert. u. O. 5 an die
Geſchäftsſtelle ds. Blattes. (*4422 Zum
n
bilanzſicheren Abſchluß
O
von Büchern, zur Buchführung,
Ausübung von garantiert ſicheren
Kontrollen, zum Briefwechſel, ſow.
allen anderen, mit dem kaufm.=techn.
Berufe zuſammenhängend. Arbeit.
f. hier u. auswärts empf. ſich, unt.
Zuſicherung unbedingt. Verſchwie=
genheit, Ernſt Scholtz, Darmſtadt,
Luiſenſtraße 36.
(*4438 Ofene Stellen Weiblich für dauernd geſucht.
Einlegerin Offert. m. Lohnang.
u. O. 8 a. d. Geſchäftsſtelle. (*4405so Geſucht
per ſofort ein Hansmädchen u.
ein Hausburſche. Weinrestaurant
„Zur Bockshaut‟, Kirchſtr. 7. (*4322fs Suche per 15. September oderft
1. Oktober ſolides, kräft. Allein=g
mädchen mit guten Zeugniſſen.
Kochen iſt nicht erforderlich. Auch
beſſeres Landmädchen kann ſich
melden. Zu erfragen in der
Expedition ds. Bl. (18244t Sauberes Mädchen für ſof. geſ.
Landwehrſtr. 1 (Metzgerladen). (*4 Ich ſuche z. 1. Okt. ein in allen
Haus= und Näharbeiten perfektes
Hausmädchen mit nur beſten
Empfehlungen. Frau Oberst
Eggerss, Martinſtr. 37. (*4276ds Besseres Alleinmädchen
zum 1. Okt. zu einz. Dame geſucht.
Vorſt. 9—11, 3—6 Uhr Heinrich=
ſtraße 40, 1. Stock. (*4214mds Geſucht ein ordentl. Mädchen, 3
(*4058ids
das gedient hat.
Stiftſtraße 9, 2. Stock. . Selbſtändige Köchin
die etwas Hausarbeit übernimmt, p
geſucht Herdweg 86. (*40871ds
g Gut empfohlene KöchinS
die etw. Hausarb. übern., z. alsb.
Eintritt, event. auch ſpäter, für
dauernd geſucht. Näh. Heinrich-
N straße 43, bis mitt. 5 Uhr. (18157ms 6 Geſucht für 15. Sept. oder
1. Okt. ein braves, in Küche und
Hausarbeit erfahrenes (B18132
O
Mädchen
mit guten Zeugniſſen. Vorzu=
ſtellen nachmittags von 5 Uhr ab.
Vermietfrau nicht ausgeſchloſſen.
Wittmannſtr. 40, part. Köchin
die ſelbſtändig bürg. kocht u. auch(3
Hausarbeit mit übern., ferner
Haus= und Kindermädchen
reinlich u. ſolide, das bei Pflege Schuljunge (*4433
eines kl. Kindes zu helfen verſteht, Kaffeegeſchäft, Eliſabethenſtr. 12.
in kl. Haush. für 1. Okt. geſucht
Ohlyſtraße 29, part. (B18044 Für ſof. ein Dienſtmädchen geſ.
Bedingung gute Zeugniſſe.
L
Teicher, Gr. Ochſengaſſe 12. (*4435 L
zum 1. Okt. oder früher
Geſucht zuverläſſig. Mädchen,
as etwas kochen kann. (18105is
Dr. Genner, Wilhelminenplatz 17.
euche Köchin., Hausmädch,
Allein=
mädch., w. kochen können. Aelt.
Dingeldein,
gewerbsmässige
lisabethenstr. 5.
(*4440
17½, II.
ſucht
(*4390
geſucht (*4407
Mauerſtr. 15.
Wegen Krankheit meiner Köchin
che ich für
ſofort — Mädchen,
elches kochen kann u. Hausarbeit
ernimmt. Vorzuſtellen zw. 2 u.
ent Dansuſdiget
Geſucht a. gut. Familie mit
ſſen ſofort (*4414sg
Heinrichſtraße 19.
Näheres
(B18234
Köchin
Roquetteweg 2. (*4373gs
Geſucht ein geſundes,
ſolides,
und im
Mädchen
it guten Zeugniſſen. Guter
hn. Moſerſtraße 2
Gut empfohlene
Köchin
die etw. Hausarb. übern., z.
alsb. Eintritt, event. auch
ſpäter, für dauernd geſucht.
Näh. Heinrichstrasse 43, bis
mittags 5 Uhr. (18157ms
Zuberlcſiges brabe
Dienſtmädchen
zum 1. Oktober braves
Uchl erfahrenes Mädchen zu
em Ehepaar.
(*4379sg
Nieder=Ramſtädterſtr. 87, p.
Me e te eie
t.
(*436s
Stiftſtraße 7, 2. Stock.
Männlich
Deutsche Hiebe
Zum ſpielend leichten Verkauf
ieſer originellen
(I,18274
Kriegs-Postkarten
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Herrſchaftsgartner
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an die
(*4163ms
geſucht
(18295
Metzgerei S. Mainzer
Kranichſteinerſtr. 35.
geſucht 2um
mit guter Schulbildung
findet in hieſigem größeren
Für den ſtändigen Fahrdienſt werden Schaffner und Wagen=
2 führer geſucht.
Geſuche ſind unter Vorlage von Zeugniſſen, polizeilichem
Leu=
mundsausweis zu richten an die unterzeichnete Stelle, Luiſenſtraße 22.
Darmſtadt, den 4. September 1914.
(18314
Die Direktion
der H eſſiſchen Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft.
Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. September 1914.
Seite 9.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt 1.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 29. Auguſt: dem Werkführer bei der
Staatsbahn Hermann Glunz, Stirnweg 20, ein S.
Wal=
ter Emil. Am 27.: dem Meßgehilfen Jakob
Baumgärt=
ner, Kirchſtraße 8, eine T. Barbara. Am 28.: dem
Metz=
ger Adam Trautmann, Saalbauſtraße 42, eine T. Anna
Katharine und eine T. Hildegard Margarete. Am 30.:
dem Zahntechniker Ludwig Wagner, Arheilger
Straße 80, ein S. Hans Ludwig Hermann. Am 28.: dem
Chemiker Dr. Erich Kuhtz, Frankfurter Straße 56, eine
T. Hildegard Eliſabeth Katharine Klementine. Am 30.:
dem Fuhrmann Wilhelm Hirz, Arheilger Straße 33,
ein S. Alfons Wilhelm. Am 2. Sept.: dem Schneider
Meier Karbowitz, Schützenſtraße 8, ein S. Werner. Am
31. Aug.: dem Kontoriſten Karl Herling,
Schulzen=
gaſſe 22, eine T. Martha Margarete Nelli. Dem
Rohr=
leger Adam Zimmer, Rhönring 113, eine T. Mathilde
Ilſe.
Geſtorbene. Am 30. Auguſt: Karl Johann
Haber=
ſtumpf, Schieferdecker, z. Zt. Soldat im erſten bayer. Reſ.=
Fußart.=Regt. 1, 25 J., kath., Steinſtraße 21. Am 31.:
Gabriel Jules Bidaut, Soldat im franzöſ. Inf.=
Regt. 129, Alexanderſtraße 27. Friedrich Jakob Funck,
Schloſſer, z. Zt. Reſerviſt im Feldart.=Regt. 25, 25 J., ev.,
aus Wixhauſen, hier Grafenſtraße 9. Am 1. Sept.:
Su=
ſanne Schubkegel, geb. Ziſſel, Ehefrau des
Oktroiauf=
ſehers i. P., 69 J., ev., Rheinſtraße 25. Am 2.: Barbara
Ahl, geb. Thorn, Ehefrau des Kutſchers, 32 J., ev.,
Pan=
kratiusſtraße 30½. Am 3.: Peter Kirrwald,
Fabrik=
arbeiter, z. Zt. Musketier im preuß. Inf.=Regt. Nr. 60,
23 J., kath., ledig, aus Werden a. d. Ruhr, hier Dieburger
Straße 21.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden
13. Sonntag nach Trinitatis, den 6. September 1914
Hofkirche: Wegen Renovierungsarbeiten iſt die
Hof=
kirche geſchloſſen.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte. —
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Zimmermann. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer
Kle=
berger. — Mittwoch, den 9. Sept., abends um 8½ Uhr:
Kriegsbetſtunde. Pfarrer Zimmermann.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Beringer.
— Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kleberger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
6. Sept., vorm. um 9 Uhr: Chriſtenlehre für die
Lukas=
gemeinde. Pfarrer Kleberger.
Feierabend (Stiftſtr. 51): Sonntag, den 6. Sept.,
vormittags um 9 Uhr: Chriſtenlehre für die
Markus=
gemeinde (Knaben und Mädchen). Pfarrer Vogel.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags um
8 Uhr: Garniſonspfarrer Günther. — Vormittags um
11½ Uhr: Kindergottesdienſt (Steinſtr. 24, Muſikſaal).
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx.
— Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Mitt=
woch, den 9. September, abends um 8 Uhr: Andacht.
Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmel=
dung von ½10 Uhr an in der Sakriſtei. — Vormittags
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den Oſt bezirk
Pfarrverwalter Storck. — Nachmittags um 4 Uhr:
„Betſtunde im Martinsſtift: Pfarrer Veller. —
Mitt=
woch, den 9. Sept., abends um 8 Uhr: Andacht. Pfarrer
D. Waitz.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lindenſtruth.
Herberge zur Heimat: Vormittags um 8 Uhr: Pfarrer
Memmert.
Eliſabethenſtiſt: Samstag, den 5. September, abends
um 8 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 6. Sept., vorm.
um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit heil. Abendmahl.
Pfarrer Hickel. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. — Freitag, den 11. Sept., abends um 8¾ Uhr:
Kriegsbetſtunde.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lic. Adolph. Feier des hl. Abendmahls
mit vorangehender Beichte. Anmeldungen werden von
½10 Uhr an in der Sakriſtei erbeten. — Mittwoch, den
9. September, abends 8 Uhr: Kriegsbetſtunde. Pfarrer
Wagner.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Rückert. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert. — Mittwoch, den
9. Sept., abends um 8 Uhr: Kriegsbetſtunde. Pfarrer
Rückert.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 13. Sonntag nach Trinitatis, den 6. Sept.,
vormittags um 9½ Uhr, im „Feierabend” Stiftſtr. 51:
Predigt und hl. Abendmahl (Beichte um 9½ Uhr). Pfarrer
Müller.
Evang. Hemeinde in Eberſtadt: Sonntag, den 6. Sept,
vormittags um ½10 Uhr und abends um 6 Uhr:
Gottes=
dienſt. Pfarrer Paul.
Evang. Gemeinde in Nieder=Ramſtadt: Sonntag, den
6. Sept., vorm. um ½ 10 Uhr: Gottesdienſt.
Pfarrver=
walter Weik.
Evang. Gottesdienſt in Fraiſa: Sonntag, den 6. Sept.,
nachmittags um 2 Uhr: Gottesdienſt im Rathausſaal.
Pfarrverwalter Weik.
Stadtmiſſton (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 6. Sept.,
vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachmittags
um 4 Uhr: Bibelſtunde. Herr Prediger O. Schmid=
Mannheim. — Abends um 8½ Uhr: Gebetsvereinigung.
Dienstag, den 8. Sept., abends um 8½ Uhr:
Blau=
kreuzbibelſtunde und Gebetsvereinigung. —
Donners=
tag, den 10. Sept., abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde und
Gebetsvereinigung. — Zweig der Stadtmiſſion
(Beſſungerſtr. 88, Hth.). Sonntag, den 6. Sept., vormittags
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachmittags um
3 Uhr: Jugendbund für Jünglinge. — Um 4½ Uhr:
Jugenöbund für Jungfrauen. — Freitag, den 11. Sept.,
abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde und Gebetsvereinigung.
Griesheim bei D.: Sonntag, den 6. Sept., abends
um 8½ Uhr: Religiöſer Vortrag im Kleinkinderſchulſaal.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Hemeinde gländig getanſter Chriſten (Waptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 6. Sept., vorm. um 9½ Uhr:
Predigt. Prediger Winhold. — Um ¾11 Uhr:
Sonn=
tagsſchule. — Nachm. um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Win=
hold. — Abends um 6 Uhr: Jugendverein. — Mittwoch,
den 9. Sept., abends um 8½ Uhr: Kriegsgebetſtunde.
Jedermann willkommen.
Methodiſtengemeinde (Taunnsſtraße 53): Sonntag,
den 6. Sept., nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule.
— Um 4 Uhr: Predigt. — Freitag, den 11. Sept., abends
um ½ 9 Uhr: Bibel= und Gebetſtunde.
Katholiſche Gemeinden
14. Sonntag nach Pfingſten, den 6. September 1914
St. Ludwigskirche: Samstag, den 5. September,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: Erſte heil. Meſſe. — Um
7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Hl. Meſſe. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. —
Um 11 Uhr: Letzte heil. Meſſe. — Nachmittags um 3 Uhr:
Roſenkranz=Bruderſchaftsandacht mit Predigt und
Pro=
zeſſion. — Montag, nachm. um 5 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Freitag, abends um 8 Uhr: Andacht
zur Erflehung der göttlichen Hilfe in der gegenwärtigen
Kriegszeit.
Militärgemeinde (Uebungsplatz bei Griesheim):
Sonntag, vorm. um ½10 Uhr: Singmeſſe mit Predigt.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Abends um 6 Uhr:
An=
dacht zu Ehren des Heil. Geiſtes.
Kapelle in der Waldſtraße: Sonntag, vormittags um
7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 4 Uhr:
Verſamm=
lung des kath. Dienſtmädchen=Vereins.
Kapelle zu Nieder=Ramſtadt: Sonntag, vorm. um
9 Uhr: Singmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 5. Sept.,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur beil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
heil. Meſſe mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt
und Predigt. — Nachm. um 2 Uhr: Kriegsandacht und
Segen.. — Während der Woche jeden Abend um 8 Uhr:
Kriegsandacht.
Kapelle zu Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10 Uhr:
Amt und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
5. Sept., nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur heil. Beichte.
Feſt der hl. Schutzengel
Kollekte für die Barmherzigen Schweſtern
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½9 Uhr:
Amt mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Herz=Jeſu=
Andacht. — Mittwoch, abends um 8 Uhr: Kriegsgebet.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 5. Sept., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Beichte. —
Um ½ 7 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt, Predigt und Gebet für unſere
Krie=
ger. — Nachmittags um ½2 Uhr: Chriſtenlehre. — Um
2 Uhr: Andacht. — Werktags um ¼7 Uhr: Singmeſſe
mit hl. Kommunion und Kriegsbetſtunde; vorher
Beicht=
gelegenheit. — Während der Kriegszeit an allen Donners=
tagen, nachmitags um 4 Uhr: Kriegsbeiſtunde und
Predigt.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vormittags um
7 Uhr: Beichte. — Um ½8 Uhr: Amt, Predigt und
Ge=
bet für unſere Krieger. — Nachmittags um ½2 Uhr:
An=
acht. — An allen Wochentagen, nachm. um 4 Uhr:
An=
dacht zur Erflehung der göttlichen Hilfe und Erbarmung
in der gegenwärtigen Kriegszeit.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 30. Aug.: Dem Kaufmann
Karl Auguſt Heinrich Rettberg T. Luiſe, geb. 25. Juli.
Dem Bankbeamten Jakob Flickinger S. Siegfried Jakob,
geb. 28. Aug.
Kaplaneigemeinde: 30. Aug.: Dem
Emaillier=
brenner Johannes Zulauf S. Jakob, geb. 12. Aug. 1. Sept.:
Dem Gärtner Oskar Robert Werling S. Emil Wilhelm,
geb. 19. Juli. Dem Taglöhner Johann Adam Berlieb
T. Katharine Marie, geb. 29. Juli. 3. Sept.: Ein unehel.
S. Georg, geb. 24. Juli.
Lukasgemeinde: 30. Aug.: Dem Chauffeur Otto
Heinrich Paul Bülow T. Meta Eliſabeth, geb. 7. Juni.
Dem Stadtamtmann Hugo Ludwig Auguſt Kröll S.
Hermann Ludwig Philipp Leonhard Wilhelm, geb. 30.
Auguſt.
Johannesgemeinde: 30. Aug.: Dem Hutmacher
Guſtav Wilhelm Birkholtz S. Gottfried Richard Jakob,
geb. 21. Aug. Dem Ofenſetzer Paul Dietze T. Meta Alice,
geb. 17. Aug. Dem Maſchinenſchloſſer Auguſt Sulzmann
T. Erna Anna Marie, geb. 11. Aug. 1. Sept.: Dem
Former Wilhelm Feldmann T. Frieda, geb. 19. Aug.
Martinsgemeinde: 27. Aug.: Dem
Fenſter=
reiniger Georg Hartmann T. Anna Marie, geb. 4. Juni.
31. Aug.: Dem Mechaniker Karl Philipp Müller S. Karl,
geb. 26. Jan. 1. Sept.: Steueraufſeher i. P. Johann
Joſt S. Johann, geb. 3. Juli. 27. Aug.: Dem Bierbrauer
Johann Zwicknagel T. Katharine Helene, geb. am 17. Aug.
30. Aug.: Dem Laternenanzünder Johann Hofmann T.
Eliſa5eth, geb. 14. Aug. 31. Aug.: Dem Holzarbeiter
Georg Schwandtner S. Heinrich, geb. 12. März. 2. Sept.:
Dem Schreibgehilfen Johann Konrad Rühl S. Hans,
geb. 31. Juli.
Petrusgemeinde: 30. Aug.: Dem
Maurer=
gehilfen Georg Eckel T. Chriſtine, geb. 27. Juli.
Paulusgemeinde: 23. Aug.: Dem Diplom=
Ingenieur Heinrich Haas in Kempten T. Margareta
Franziska, geb. 11. Aug.
Getrante bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 22. Aug.: Stadtſekretär Wilh.
Kochenburger und Adelheid Elſe Senſt.
Johannesgemeinde: 30. Aug.: Arzt Dr. Paul
Schlippe und Freiin Emma von Wedekind.
Paulusgemeinde: 22. Aug.: Schloſſer Heinr.
Karl Johs. Nelius zu Frankfurt und Katharine Müller.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 30. Aug.: Auguſte Steinmetz
geb. Leichtweiß, 62 J., ſtarb 28. Aug.
Kaplaneigemeinde: 25. Aug.: Otto Bechtel, S.
des Zementarbeiters Friedrich Bechtel, 9 M., ſtarb
23. Aug.
Johannesgemeinde: 29. Aug: Buchdrucker
Johannes Gärtner, 69 J., ſtarb 26. Aug.
Martinsgemeinde: 27. Aug.: Emil Großklaus
(ledig), 60 J., ſtarb 25. Aug. 30. Aug.: Sophie geb.
Haſenzahl, Ehefrau des Taglöhners Chriſtopb Huthmann,
36 J., ſtarb 27. Aug. 20. Aug.: Marie Eliſabeth Bollmann
geb. May, Witwe des Weichenwärters Friedrich Bollmann,
78 J., ſtarb 18. Aug. 21. Aug.: Marie Roth geb.
Waſen=
müller, Witwe des Taglöhners Chriſtian Roth, 80 J.,
ſtarb 18. Aug. 23. Aug.: Kellner Heinrich Dreſch, 28 J.,
ſtarb 21. Aug. 24. Aug.: Eliſe Koch geb. Möſer, Witwe
des Schloſſermeiſters Georg Ludwig Koch, 81 J., ſtarb
21. Aug. 25. Aug.: Wagenwärter i. P. Theodor Sproß,
62 J., ſtarb 23. Aug.
Petrusgemeinde: 29. Aug.: Margarete Rettig
geb. Steinbrecher, Witwe des Gaſtwirts Adam Rettig,
74 J., ſtarb 26. Aug.
Paulusgemeinde: 22. Aug.: Lehrer i. P. Johann
Heinrich=Eckel, 70 J., ſtarb 21. Aug. 27. Aug.: Luiſe
Zimmermann geb. Schlick, Witwe des prakt. Arztes Dr.
Wilhelm Zimmermann, 75 J., ſtarb 24. Aug. 28. Aug.:
Anna Schwab geb. Weber, Ehefrau des Rentners Wilh.
Schwab, 59 J., ſtarb 26. Aug. 31. Aug.: Privatin Emilie
Maceler aus Schönberg, 69 J. 2. Sept.: Geh. Oberforſtrat
i. P. Heinrich Krauß, 69 J., ſtarb 1. Sept.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. September 1914.
Nummer 244.
Tobias Wilders Weg zur Höhe.
Von Zdenko von Kraft.
(Nachdruck verboten.)
27)
Dem Neulerchner fuhr das Blut in den Kopf. Ich
hab nix g’ſagt! ſchrie er. Ihr könnt’s bezeugen, Leut, daß
ich nix g’ſagt hab, als was wahr is! Und daß der Herr
dem Winter ſelbigsmal an Haufen Geld ſchuldig war —
das weiß in der Prein a jedes Kind.
Die Bauern begannen den Schreier zu beruhigen.
Und erſt als die Ruhe wiederhergeſtellt war, merkten ſie,
daß der Fremde am andern Tiſch da drüben
verſchwun=
den war.
Mißtrauiſch ſchielten ſie zu dem leeren Platz hinüber.
Aber ſchon gab es ein neues Ereignis. Die Kathi kam
gelaufen, fuhr ſich mit der Schürze über das glühende
Ge=
ſicht und meldete:
Leut, Leut, jetzt kommt er mit’m Sommerbauer über
d’ Straß’ krauf, der Herr Karl! Ausſchaun tut er wie a
Zigeuner, der a Baron worden is!
Die Männer wollten lachen. Aber Karl von der
Tenne war mit ſeinem Begleiter ſchon ganz in der Nähe.
Da unterdrückten ſie ihre Heiterkeit und zogen reſpektvoll
die Hüte.
Der Spechterlenz, der ſich von einem zum Baron
avancierten Zigeuner etwas ſehr Wunderliches erwartet
hatte, war enttäuſcht. Er ſah einen noch jungen Mann,
ſchlank und elaſtiſch. Das ſonnenverbrannte, ſcharf
ge=
ſchnittene Geſicht war ernſt. Wie ſteinern ſah es aus.
Nur die hellen Augen verrieten den lebendigen Geiſt, der
dieſen Mann beherrſchte. Und das dichte dunkle Haar war
ſchon von grauen Fäden durchzogen.
Karl grüßte die Bauern freundlich und ging vorüber.
A recht a feiner höflicher Menſch! ſagte der
Neu=
lerchner.
Und Kathi ſchlug die Augen nieder:
Wie lieb er mich ang’ſchaut hat!
11.
Wortlos gingen die beiden nebeneinander her. Schon
eine Stunde waren ſie unterwegs; und Wälder und
Wie=
iſen waren zu beiden Seiten ihres Weges.
Plötzlich blieb Karl ſtehen.
Sommerbauer? Das alles gehört noch zu meinem
(Grund?
Wohl, Herr, wohl! — Alles Land rechts g’hört dazu
bis ’nauf an die Wänd Is das ſchönſte Stückl Land auf
der Rax. A Land wie Milch und Honig.
Karl lächelte ſtumm. Ein Land wie Milch und
Honig? Gab es ein ſolches Land auf der Welt?
Sommerbauer? Wenn meine Kühe auch viel Milch
geben und gute Milch — ſind nicht kranke darunter, die
die gute Milch der anderen verderben? Und gibt es nicht
Milchhändler, die Waſſer in die Milch gießen und ſie ſchal
und widerlich macht?
Sommerbauer war ſeit der Rückkehr ſeines Herrn
daran gewöhnt, mit Fragen bedacht zu werden, über die
er ratlos den Kopf ſchütteln mußte.
Herr, ſagte er, die Küh’, die ſchlechte Milch geben
die kenn’ ich ſchon. Die ſteh’n abſeits im Stall. Und was
die Milchverſchleißer mit ihrer Milch machen — da brauch
ich mich nöd z’ kümmern d’rum. Ich gib ihnen die Milch
rein und gut. Wenn ſie’s verpanſchen, kann ich nix dafür.
Ich ſelber, Herr, ich trink’s allweil klar und unverfälſcht,
wie’s die Kuh und der liebe Herrgott geben haben.
Karl ſah nachdenklich in dieſe ehrlichen Augen.
Du verſtehſt mich nicht. Gehen wir weiter,
Sommer=
bauer!
Die Straße teilte ſich in mehrere ſchmale Wege.
Som=
merbauer ſchlug einen ſteilen Fußpfad ein, der in kurzen
Windungen zur Höhe führte.
Draußen im Tal lag noch der letzte Glanz der Sonne,
doch unter den alten Fichten war ſchon die Dämmerung
eingezogen. Dennoch ſah man deutlich an den Stämmen
breite, ſchwarze Ringe, die in Manneshöhe die Bäume
umſpannten.
Sommerbauer!
Herr?
Was iſt das mit den ſchwarzen Ringen da?
Die hab’ ich machen müſſen, damit die Fichtengluck
nöd nauf kommt in die Aeſt. Is a g’fährlichs Luder.
Friſt ganze Wälder auf.
Karl von der Tenne prüfte ſchweigend ſolch einen
klebrigen Reif. Dann ſagte er: Wenn aber ſo eine Raupe
doch einmal hinüber kommt — durch eine Furche im
Stamm, oder über einen angeklebten Zweig? Was dann?
Nachher kommen die Schlupfweſpen und legen ihre
Eier in die Raupen, oder ſo a nutzbares Vögerl frißt’s
mit Haut und Haar. Mir is noch keine über den Ring
kommen, die ſich hätt’ ſattfreſſen können.
Die unruhigen Augen des anderen liefen von Baum
zu Baum.
Du meinſt, daß man nicht hinüber ſoll über die
Ringe, die man auf ſeinen Wegen findet?
Sommerbauer lachte breit: Die Raupen, Herr, die
bleiben picken. Und die Menſchen zerſchlagen ſich die
Köpf. Nüber kommen aber is noch keiner!
Langſam ſtiegen die beiden weiter bergan, bis
Som=
merbauer wieder ſtehenblieb und auf eine verwitterte
Bank deutete. Der Wald hatte zur Linken aufgehört, und
man ſah das Tal mit der Prein, mit den Häuschen und
Villen, wie ein zierliches Spielzeug.
Setzen S* Ihnen, Herr! Die Bank hat Ihr ſeliger
Herr Vater aufſtellen laſſen. ’s war allweil ſein
Lieblings=
platz. Is a gut’s Ausruh’n, da, nach einem langen Weg.
Die Sonne war drüben hinter den Kämmen der
Preinerwände verſchwunden. Nur um die höchſten Gipfel
ſchimmerte noch ein goldroter Glanz. Im Tal unten war
ſchon tiefe Dämmerung. Wie Glühwürmchen leuchteten
die wenigen Straßenlaternen zwiſchen den Bäumen. Und
wie bunte Falter wirbelten in einem Wirtsgarten die
Kopftücher der Mädchen beim Tanz. Man ſah, wie ſich
die Paare drehten, und hörte das Klimpern einer Zither.
Ganz leiſe.
Und fernerhin dehnten ſich die Aecker und Wieſen, die
welkenden Laubwälder und der Hochwald. Die Luft
dar=
über war wie Kriſtall, durchſichtig und leuchtend. Karl
ſah einen Hirten, der die Schafe heimtrieb von der Weide.
Wie winzige weiße Punkte bewegten ſich die Tiere über
das falbe Gras. Und nah’ bei der Herde gewahrte Karl
das Netz der Kieswege in einem weiten Park, der ſchwarz
und ſchweigend ruhte ſah einen Springbrunnen funkeln
in ſeinem ſteinernen Becken und ſah den roten Widerſchein
des Abendhimmels in den Fenſtern des Herrenhauſes.
Das alles war nun ſein. Aber in ſeinem Herzen war
keine Freude. Nur eine tiefe Trauer, daß er ſeines
Reich=
tums nicht genießen konnte, eine ungeſtillte Sehnſucht nach
einer Ruheſtatt für ſeine müden Gedanken, eine wehe
Bitterkeit gegen Welt müd’ gewordenen Gedanken, eine
wehe Bitterkeit gegen Welt und Menſchen
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[ ← ][ ][ → ]Nr. 244.
Samstag, den 5. September
1914.
Amtliche Verluſtliſte Nr. 16.
Königlich Preußiſche Armee.
68. Infankeriebrigade, Metz.
Hauptmann und Adjutant Albrecht Chariſius aus Mülheim,
Ruhr, leicht verwundet.
Lehrinfankerieregiment, Berlin.
6. Komp.: Gardefüſ. Ernſt Birnbaum, aus Zinten, Kr.
Heiligenbeil, l. verw. Gfr. Guſtav Manns aus Limburg, l. verw.
Bardefüſ. Julius Dickehage aus Werthofen, Kr. Arnsberg, I.
verw. Gardefüſ. Paul Schumacher aus Sophienhof, Kr.
Schles=
wig, ſchw. verw. Gfr. Ferdinand Teimann aus Meinigſen, Kr.
Koeſt, l. verw. Gardefüſ. Guſtav Pahlkoetter aus Bökel, Kr. Halle
z. Weſtf., I. verw.
7. Kvmp.: O.=Li. Erich Himſtedt aus Stöckheim. Kr. Wolfenb.,
I. verw. Gfr. Rud. Zakrzowski aus Binkenhain, Kr. Beuthen,
tot. Füſ. Joſef Schmitt aus Gr.=Redepchingen, Kr. Saargemünd,
tot. Fuſ. Hinrich Junge aus Oberndorf, Kr Neuhaus (Oſte),
ſchw. verw. Serg. Bruno Schimmel aus Fürſtenwalde, Kr.
Lebus, tot. Füſ. Alfred Flasdiek aus Schwelm, tot. Gfr. Fritz
Laug aus Hugsweier, Amt Lahr, l. verw. Gfr. Guſtav Boſſe
aus Wolffenbüttel, l. verw. U.=O. d. Reſ. Paul Grocholik aus
Ottsmitts, Kr. Groß=Strehlitz, I. verw. Gfr. Wilhelm Hüſing
aaus Hannover, l. verw. Füſ. Emil Fuchs I aus Brotherode, Kr.
Caſſel, I. verw. Gfr. Friedrich Kupſch aus Gosda, Kr.
Sprem=
berg, leicht verwundet.
8. Komp.: Gardefüſ. Max Hermann II aus Stolp, l. verw.
Gfr. Paul Albert Kalis aus Naſſadel, Kr. Namslau, ſchw. verw..
Reſ. Peter Vorberg aus Oberſiebenreul, Kr. Neviges, I. verw.
Reſ. Wilhelm Mack aus Leuſchutz, Kr. Coſel, ſchw. verw.
Garde=
füſ. Franz Sowick aus Lomberg, Kr. Beuthen, l. verw. Gardefüſ.
Heinrich Ptok aus Blascowitz, Kr. Coſel, I. verw.
Grenadierregiment Nr. 1, Königsberg.
1. Komp.: Reſ. Ottomar Hoppach, verw. Gren. Friedrich
Mettrich, verw. Gren. Wilhelm Preuſchat, verw. Gren. Richard
Schütz, verw. Reſ. Teobald Uſſat, verw.
3. Komp.: Reſ. Heinrich Fitſchen, verw. Reſ. Kemſeck, verw.
Reſ. Wilhelm Lehzen, verw. Reſ. Otto Karl Nottorf, verw. U.=O.
d. Reſ. Wilhelm Schween, verw.
4. Komp.: Gren. Franz Kahlberg, verw.
5. Komp.: Reſ. Peter Luhr, verw. Einj.=Freiw. Paul
Drabe, verw. Reſ. Hermann Meiſter, verw. Gren. Max Praetſch
verw. Gren. Otto Schlünzen, verw.
6. Komp.: Reſ. Johann Kraprikornski, verw. Gren. Heinrich
Prüſer, verwundet.
. 7. Komp.: Gren. Bruno Nitz, verw. Gfr. Artur Papke,
verw. Reſ. Michael Plewska, verw. Gren. Paul Weiß, verw.
— 8. Komp.: U.=O. d. Reſ. Willy Peters, verw. Reſ. Hermann
Peterſen, verw. Reſ. Heiprich Wickern, verw.
10. Komp.: Reſ. Wilhelm Degener, verwund,
12. Komp.: Gren. Deuberich, verwundet.
Ohne Kompagnieangabe: Musk. Joſeph Hefele, verw. Reſ.
Anton Heimbuchner, verw.
Grendierregiment Nr. 3, Königsberg i. Pr.
5. Komp.: Reſ. Adolf Eckermann, verw. Gren. Ewil Schlicht,
Ferwundet.
6. Komp.: Gren. Emil Schlupp, verwundet.
8. Komp.: Reſ. Wilhelm Dederichs, verw. Reſ. Joſef Rie=
diger, verw. Reſ. Otto Schulz, verw. Reſ. Reinhard Schulz
verwundet.
11. Komp.: Reſ. Franz Dehn, verw. Füſ. Karl Hermann
verw. Gfr. Hermann Lübke, verw. Gren. Friedrich Reißberg
verw. Füſ. Fritz Schoris, verw. Füſ. Erich Schwalbe, verw.
Ohne Angabe der Kompagnie: Gfr. Georg Asbek, verw
Tambour Georg Findler, verw. Einj.=Freiw. Gfr. Guſtav
Hinter=
burger, verw. Gren. Wolfang Kleſſinger, verw. Reſ. Johann
Krapp, verw. Reſ. Otto Mayer, verw. Eren. Joſef Rieger, verw
Gren. Kaver Schulz, verw. Gren. Franz Schelling, verw. Gren
Magnus Stücke, verwundet.
Grenadierregiment Nr. 4, Raſtenburg.
1. Komp.: Gfr. Fritz Wannovius, verw.
9. Komp.: Füſ. Wilhelm Schober, verw.
10. Komp.: Füſ. Auguſt Urban, verw.
Grenadierregimeni Nr. 7, Liegnit.
3. Komp.: Ernſt Cappe, verwundet.
Ohne Kompagnieangabe: Reſ. Auguſt Lex, verw. Gren
Heinrich Siepmann, verwundet.
Leibgrenadierregimenk Nr. 8, Frankfurk a. O.
8. Komp.: Vfw. Friedrich Lampe, verwundet.
9. Komp.: Füſ. Joſeph Sucker aus Zawory, Kr. Schrimm
leicht verwundet.
10. Komp.: Gfr. d. Reſ. Max Attula aus Zſchipkau, Kri
Kalau, tot. U.=O. Otto Arendt aus Britz, Kr. Angermünde, I.
verw. Gfr. d. Reſ. Otto Berger I aus Schenkendorf, Kr. Guben)
ſchw. verw. Reſ. Otto Zimmermann aus Weißenſee, Kr.
Nieder=
barnim, l. verw. Gfr. d. Reſ. Karl Kuhl aus Brandt, Kr. Friede:
berg, N.=M., I. verw. Tambour Hermann Buchholz II aus
Frankfurt a O., l. verw. Füſ. Wilhelm Jahof aus Gersdorf,
Kr. Kroſſen, ſchw. verw. Reſ. Walter Röſe aus Berlin, ſchw. verwi
11. Komp.: Serg. Albert Kampe aus Parchen, Kr. Jerit
chow II, I. verw.
12. Komp.: O.=Lt. d. Reſ. Kuck, ſchw. verw. Reſ. Alfred
Altmann aus Forſt, N.=L., l. verw. Füſ. Adolf Jung aus Wola,
Kr. Warſchau (Rußland), tot. Reſ. Otto Köller aus Förſtenauf
Kr. Schlochau, ſchw. verw. Füſ. Karl Noack aus Mohrin, Kri
Königsberg, N.=M., I. verw. Füſ. Paul Schimming I aus
Polenzig, Kr. Weſtſternberg, l. verw. Gfr. d. Reſ. Otto Stahr
aus Reppen, Kr. Weſtſternberg, tot.
Landwehrinfankerieregiment Nr. 25, Koblenz.
3. Komp.: Gfr. Otto Wippermann aus Klein=Faſtenrath)
Kr. Wipperfürth, l. verw. Wehrm. Heinrich Schmidt aus Meht
lem, Kr. Bonn, I. verw. Wehrm. Carl Zimmermann aus
Dornenſeßmar, Kr. Gummersbach, l. verw. Wehrm. Heinrich
Wunſch aus Koblenz, I. verw.
Infankerieregiment Nr. 28, Ehrenbreiſſtein und Koblenz.)
4. Komp.: Gfr. Wilhelm Schröter, verwundet.
5. Komp.: Reſ. Ang. Kamphaus, verw. Reſ. Joh, Weſtes
meyer, verwundet.
6. Komp.: Reſ. Ludwig Thome, verwundet.
9. Komp.: Musk. Bruno Gehrke, verwundet.
Infankerieregimeni Nr. 30, Saarlouis.
2. Komp.: Enders II, tot. Julius Lubricht, totz,
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, 5. September 1914.
Nr. 244
Berichkigung früherer Verluſtliſten.
Infankerieregiment Nr. 20, Wittenberg.
Ej.=Freiw Walter Chron aus Berlin, bisher verm., iſt verw.
Musk Joham Reißger aus Weſſelburen, bisher verm., iſt verw.
Reſ. Ludwig Sauerbrei aus Rietze, bisber verm., iſt verw. Musk.
Marian Tylewicz aus Krotoſchin, bisher verm., iſt verw. Reſ.
Otto Lehmayn aus Stülpe, bisher verm., iſt tot.
Jüſilierregiment Nr. 35, Brandenburg.
Füſilier Franz Daumanh aus Berlin, bisher verm., liegt im
Lazarekl. Reſ. Ernst Butz aus Loyden, Kreis Friedland bisher
verm., liegt im Lazareit. Reſ. Waldemar Handtke aus Spandau,
bisher verm., iſt verw. U.=O. d. Reſ. Rifred Leuſchme aus
Peis=
kersdorf. Kreis Reichenbach, bisher verm., iſt verw. Gfr. d. Reſ.
Ludwig Mecklenburg, bisher verm., iſt verw.
Königlich Sächſiſche Armee.
Verluſiliſte Nr. 3.
Gardereikerregiment.
2. Esk.: Gefr. Karl Poppe aus Tanneberg, Anttshauplmannſch:
Meißen, verm. Gardiſt Fritz F.enming aus Wurzen,
Amtshaupt=
mannſchaft Grimma, verm. Gardiſt Hübert kastner aus
Kunzen=
dorf, Kr. Neurode, Schleſ., verm. Gardiſt karl delz aus
Dühr=
ſöhrsdorf, Amthptm. Pirna, verm. Gardiſt Max Müller aus Zittau
verm. Gardiſt Max Härtmann aus Nauendorf, Amtshauptmannſch.
Baußen, verm. Gardiſt willy Gläßer aus Dresden=Löbtau, verm.
A. Esk.: Gardiſt Artur Richter aus Bieberach, Amtshauptm.
Großenhain, verm. Gardiſt Willibald Hennig aus Großröhrsdorf,
Amtshauptmannſchaft Kamenz, verm. Gardiſt Leopold Hawliczel
aus Ratibor, Kr. Ratibor, verm. Gardiſt Hermann lahn 2 aus
Mühlberg, Kr. Liebenwerda, verm. Gardiſt Reinhold König aus
Poſſendorf. Amtshauptmannſchaft Dippoldiswalde, verm. Gardiſt
Palter Löffler aus Waltersdorf, Kr. Neuſtadt (Pr.) verm. E,=F.
U=O. Burchardt von der decken aus Kammerdeich bei Hambura,
verm. Gardiſt Artur Wannschmidt, Reſ. aus Dresden verm. Gardiſt
Max Hauser, Reſ. aus Dresden, verm. Gardiſt Mäx Krügel aus
Bornitz, Amtshauptmannſchaft Oſchatz verm. Lt. der Reſ. Hermann
Krug von lidda aus Berlin verm.
Verluſiliſte Nr. 4.
1. Jägerbakaillon Nr. 12, Freiberg.
11. Komp.: Jäger Richard Schubert aus Jahnsbach,
Amts=
hauplmannſchaft Annaberg, gefall. Jäger karl Kräft aus
Weißen=
burg, Regierungsbez. Mittelfranken, gefall. Gefr. Galter Koch II
aus Niederlichtenau, Amtshauptmannſchaft Flöha, gefall. Jäger
Heino Eppers aus Beeſenlaublingen, Saalkreis, gefall. Jäger
Fritz Döcke aus Dresden, I. verw., r. Arm. Jäger Kurt Ludwig 11
aus Potſchappel, Amtshauptmannſchaft Dresden=A., ſchw. verw.,
Bauch. Jäger Fritz Hoffmann aus Großſchönau,
Amtshauptmann=
ſchaft Ziltau, ſchw. verw., I. Bein. Jäger Paul Herbeth aus
Weißbach, Amtshauptmannſchaft Flöha, ſchw. verw., I. Arm.
O.=Täger Adalbert v. Boetticher aus Dresden, I. verw., I. Arm.
O.=Jäger Paul Reuther aus Weißenborn, Amtshauptmannſchaft
Zwickau, l. verw., I. Arm. Gfr. Otto Clemens aus
Oberſeiffen=
bach. Amtshauptmannſchaft Freiberg, I. verw, Bein. Jäger
Aiwin Feodor lleitſch aus Altlöbau, Amtshauptmannſchaft Löbau,
l. verw., Rücken. Jäger Hermann Max kermes aus Dresden, I.
verw., I. Bein. Jäger Paul Zeibig aus Lockwiß,
Amtshaupl=
mannſchaft Dresden=A., I. verw., Rücken.
2. Konp.: Haupim. Werner v. Slchatt aus Dresden, ſchw.
verw. und verm. O.=Jäger darl Däbritz aus Mügeln,
Amts=
hauptmannſchaft Oſchatz, gefall. O.=Jäger Bruno Herrnsgoif aus
Oberſtößwitz, Amtshauptmannſchaft Meißen, gefall. Jäger Rudolf
Zöphel aus Oelsnitz i. Vogtl., gefall. Jäger d. Reſ. Oskar Kluge
aus Sörrichen, gefall. Jäger der Reſ. Fruno Lelpert aus Dresden,
gefall. Gefr. Ernſt Gerſtner aus Kauern, Kr. Ronneburg, gefall.
Fäger Fritz liesling aus Kleinheſſen, Amtshauptmannſchaft
Zwickau, gefall. Gefr. der Reſ. Guſtäv Rudker aus Nechen, Amtss
hauptmannſchaft Löbau, gefall. Jäger Martin Vogt 1 aus Gamig,
Amtshauptmannſchaft Pirna, gefall. Jäger der Reſ. Aifred Gläſer
aus Adorf, Amtshauptmannſchaft Oelsnitz i. V., ſgefall. Gefr.
der Reſ. Adolf Wünſche aus Schönbach. Amtshauptmannſchaft
Löbau, gefall. Jäger Bruno Steiger aus Tuttendorf, Amtshauptt
mannſchaft Freiberg. gefall. Jäger kurt Zeidler aus Dresden
gefall. Gefr. Waſter lohn aus Greiz, Reuß ä. L., gefalll
Jäger d. Reſ. Oito Teich aus Seeligſtadt, Amtshauptmannſchaft
Pirna, gefall. Lt. d. Reſ. Vikior häbler aus Altenburg (Sa.=A.)
. verw., r. Arm. Lt. d. Reſ. Hans=Jürgen v. Dechend aus
Schles=
wig, l. verw., I. Bein. Gfr. d. Reſ. Richard Martin aus
Groß=
welka, Amtshauptmannſchaft Bautzen, l. verw., Rücken. Gfr
Erich Oito aus Marknenkirchen, Amtshauptmannſchaft Oelsnitz i
V., I. verw., I. Arm. Jäger d. Reſ. Franz Barth aus
Neuhirſch=
ſtein, Amtshauptmannſchaft Meißen, l. verw., Kopf. Jäger d.
Reſ. Kurt Hofmann aus Oberingelsheim, Kreis Bingen, ſchw. verw.,
Kopf. Gfr. d. Reſ. Franz Lucas aus Meißen, l. verw., Rücken.
Käger Kurt Voigt aus Zwickau, l. verw., I. Bein. Jäger d. Reſ
willy Feldmann aus Halsbach, Amtshauptmannſchaft Freiberg, II
verw., Bruſt. Gfr. Albert Stieber aus Zſchepplitz,
Amts=
hauptmannſchaft Döbeln, ſchw. verw., Vruſt. Gfr. d. Reſ. Edwin=
Richter 1 aus Ebersbach, Amtshauptmannſchaft Löbau, l. verw.,
r. Bein. Jäg. d. Reſ. Paul Krnold aus Gebirge, Amtshauptmannſch.
Marienberg, l. verw., Bruſt. Jäger Alfred Linke aus Stelzendorf,
Amtshaupimannſchaft Chemnitz, I. verw., Rücken. Jäger Pauf
Geißler aus Schandau, Amtshauptmannſchaft Pirna, I. verw.,
Bruſt. Jäger Erich Nietzſche aus Bernbruch, Amtshauptmannſchaft
Kamenz, l. verw., r. Bein. Jäger Oskar Kretzſchmar aus Langen=.
heſſen, Amtshauptmannſchaft Zwickau, l. verw., Kopf. Oberjäger.
Emil Golle aus Werdau, Amtshauptmannſchaft Zwickau, l. verw.,
Bruſt. Gfr. d. Reſ. Rudkolf Merſiowsky aus Dresden, I. verw.,
Bauch. Oberjäger d. Reſ. Valter Hoppe aus Georgewitz,
Amtshauptmannſchaft Löbau, I. verw., I. Arm. Jäger Auguſt
ßerbſt aus Cannſtadt, Kreis Stuitgart, vermißt. Jäger
Artür Beyer aus Großenhain, I. verw., Bruſt, r. Bein.:
Jäger d. Reſ. Hugo Alemm aus Weigmannsdorf, Amtshaupt)
mannſchaft Freiberg, l. verw., recht. Arm. Hptm. Feter Rolſſeſter a,
Leipzig, gefall. Lt. d. Reſ. Alfred Merz aus Plauen i. V., gefall,
Oberj. Otio Oitſcher aus Brockau, Amtshauptmannſch. Plauen, gefall,
Jäger Ewald Rau aus Gablenz, Amtshauptmannſchaft Zwickau,
gef. Jäger Waiter Glauche=Hoyer aus Radeberg,
Amtshauptmann=
ſchaft Dresden=N, gef. Jäger d. Reſ. Joſef llicki aus
Hinter=
geiersberg, Kreis Biſchofsgrün (Oberfranken), gefallen. Gefreite.
der Reſerve klired ſtümmel aus Leckwitz,
Amtshauptmann=
ſchaft Oſchatz, gefallen. Fähnrich Friedkrich Robſien aus Borna
Amtshauptmannſchat Borna, ſchwer verwundet, Rücken.
O.=Jäger der Rſ. Fritz Stange aus Großenhain, l. verw., r. Bein
Jäger Ernt Volgimann aus Wittigsthal. Amtshauptmannſchaft
Schwarzenberg, ſchwer verw., Bauch. Jäger Flitz Kluge aus
Kaiſitz, Amtshauptmannſchaft Meißen, ſchw. verw., Bauch. Jäger.
Paul Gröger aus Zſchortau, Kr. Delitſch, l. verw., Rücken. Jäger
der Reſ. Richard dehner aus Großgraupa, Amtshauptmannſchaft
Pirna, ſchw. verw., Bauch. Gefr. der Reſ. Oskär Zenker aus
Dresden=A., l. verw., I. Arm. Jäger der Reſ. Willy Franke aus.
Hennersdorf, Amtshauptmannſchaft Dippoldiswald, l. verw., r. Bein.
Jäger der Reſ. Erwin Schülze aus Wehlen, Amtshauptmannſchaft;
Pirna, l. verw. I. Arm. Jäger der Reſ. Georg Fleiſcher aus;
Dresden, I. verw., r. Bein. Jäger der Reſ. Fritz Heinrich aus
Bunzlau in Schl., l. verw., l. Bein. Jäger der Reſ. Mäx Klotz
aus Sadisdorf, Amtshauptmannſchaft Dippoldiswalde. I. verw.,
Bruſt. Gefr. der Reſ. Iax Kluge aus Lotzdorf,
Amtshauptmann=
ſchaft Dreiden=N., I. verw., I. Bein.
1. Ulanenregiment Nr. 17.
2. Esk.: Gfr. Alfred Bugo Stel aus Crimmitſchau, Amise
hauptmannſchaft Zwickau, ſchw. verw., Bruſt.
Berichligungen zur Verluſiliſte Nr. 1.
Gardereiterregimeni.
4. Esk.: Die als vermißt gemeldeten Gefreiter Reſchel und
Gardiſt Schubert ſind zurückgekehrt.
Berichligungen zur Verluſiliſte Nr. 2.
6. Infankerieregiment Nr. 105.
10. Komp.: Statt „Silp‟. Soldat aus Falken. muß es „Tilß”
heißen.
Landwehrinfankerieregiment Nr. 133.
J. Komp.: Es tritt hinzu: Landwehrm, Max Dietrich verwundek)
inken Arm und rechten Oberſchenkel.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, 5. September 1914.
Nr. 244.
Infankerieregiment Nr. 31, Alkona
Stab: Major von Freyhold, verwundet.
5. Komp.: Gfr. Neumann, verw. Gefr. Willi Albert Brandt,
verw. Tambour Haage, verw. Musk. Großkurth, verw. Musk.
Brüllke, verw. Gefr. Hanſen= verm. Gfr. Dittmer, verm.
Gfr. Schöttler, verm. Musk. Wiſchmann, verm.
6. Komp.: Lt. Kurpiun, tot. O.=Lt. von Uſedom, verw.
Lt. d. Reſ. Studt, verw. Serg. Hamer, verw. U.=O. Kuhrts,
verw. Musk. Martens, verw. Musk. Twiſſelmann, verw. Musk.
Wiſchmann, verw. Musk. Wrage, verw. Musk. Weſtphal, verw.
Musk. Reichentropp, verw. Musk. Horn, verw. Musk. Zeug,
verw. Musk. Cierholtz, verw. Musk. Brutkewitz, verw. Musk=
Meier II, verw. Musk. Dammrau, verw. Musk. Madl, verw.
Musk. Feddern, verw. Musk. Gminski, verw. Musk. Luge, verw.
Musk. Webbe, verw. Musk. Jacobſen, verw. Musk. Planteer,
verw. Musk. Schlieter, verw. Musk. Prymorski, verw. Musk.
Dilfs, verw. Musk. Horſtmann, verw. Musk. Klaeſch, verw.
Musk. Eckhoff, verm. Musk. Fiſcher, verm. Musk. Krieger,
verm. Musk. Katels, verm. Musk. Klaſen, verm. Musk.
Sauer, verm. Musk. Winterſteiger, verm. Musk. Rauger, verm.
Musk. Zotka, verm. Musk. Weinert, verm. Musk. Engel, verm.
Musk. Holtz, verm. Musk. Grobelny, verm. Musk. Bergmann.
verm. Musk. Behrens, verm. Musk. Lnbeloch, verm. Musk.
Gros, verm. Musk. Kaelber, verm. Musk. Blinne, verm.
Musk. Kunz, verm. Musk. Hinze, verm. Musk. Allzeit, verm.
Musk. Meier I, verm. Musk. Fickenwirth, verm.
7. Komp.: Gfr. Wietfeld, tot. Musk. Sonntag, tot. U.=O.
d. Reſ. Todt, verw. Einj.=Freiw. U.=O. Geier, verw. Einj.=
Freiw. U.=O. Pier, verw. Musk. Alexander, verw. Reſ. Sinn,
verwundet.
8. Komp.: Reſ. Krüger, verw. Gfr. d. Reſ. Trede, verm.
Reſ. Kunkel, verm. Reſ. Plath, verm. Reſ. Chabowski, verm,
Musk. Springer, verm. Musk. Bruns, verm.
Reſerveinfankerieregimeni Nr. 32, Gera.
5. Komp.; Wehrm. Paul Eichhorn aus Magdeburg,
Brigadeerſaßbakaillon Nr. 34, Schwerin.
1. Komp.: Gren. Karl Kalatz aus Klemmin, Kr.
Ludwigs=
lluſt, tot.
4, Komp.: U.=O Adolf Koſcheda aus Otterndorf, Kr. Hadeln,
I, verw., bei der Truppe verblieben.
Füſilierregiment Nr. 35, Brandenburg a. H.
1. Komp.: Reſ. Otto Berger, verw. Füſ. Adolf Jottzmann,
berw. Reſ. Adolf Kurzmann, verw. Reſ. Joſef Mathes, verw.
Reſ. PeterſOtto, verw. Reſ. Otto Stahl, verw. Füſ. Bruno
Mizze, verwundet.
2. Kvmp.: Füſ. Carl Grandnick, verwundet.
7. Komp.: Gfr. Peter Laut, verwundet.
12. Komp.: Füſ. Otto Menſchke, verwundet.
Ohne Kompagnie: Reſ. Ludwig Kuhn, verw. Füſ. Balentin
Queler, verwundet.
Reſerveinfankerieregiment Nr. 35, Brandenburg a. H.
8. Komp.: Reſ. Joſef Mertinkat, verwundet.
Füſilierregiment Nr. 40, Raſtatt.
2. Komp.: Wehrm. Hugo Allgäuer, verw. Reſ. Friedrich
Metzker, verwundet.
3. Komp.: Reſ. Wilhelm Daub, verw. Füſ. Franz Liebich,
verw. Wehrm. Karl Leubert, verw. Wehrm. Albert Reichert,
verw. Wehrm. Karl Schmitt II, verw. U.=O. Adolf Schult,
verwundet.
4. Komp.: Füſ. Heinrich Albrutz, verw. Füſ. Georg Erhardt,
verw. Reſ. Anton Glamſa, verw. Gfr. Oswald Löffler, verw.
Füſ. Ferdinand Schweikart, verw. Wehrm. Alois Ueber, verw.
Reſ. Robert Zeiher, verwundet.
5. Komp.: Füſ. Emil Breyer, verw. Füſ. Helbing, verw.
Füſ. Hans Loy, verw. Gfr. Kaver Nadler, verw.
6. Komp.: Füſ. Andreas Doll, verw. Füſ. Anton Huber
L=
verw. Füſ. Johann Schatz, verw.
7. Komp.: Reſ. Lorenz Peter, verw. Reſ. Rieber, verw.
8. Komp.: Reſ. Martin Fianchi, verw. Reſ. Richard Schramm,
vermagdet.
9. Komp.: Vfw. d. Landw. Eugen Grimm, verw. Vfw.
Hoppe, tot. Füſ. Joſef Maier, verw. Wehrm, Karl Seifermann,
verw. Füſ. Hermann Steimle, verw.
10. Komp.: Reſ. Alfred Klingele, verw. Reſ. Paul
Woll=
winter, verwundet.
11. Komp.: Reſ. Ernſt Wilhelm Deuchler, verw. Reſ)
Heinrich Evers, verw. Füſ. Valentin Oed, verw.
12. Komp.: Füſ. Tambour Emil Czarnojahn, verwundet.
Ohne Kompagnie: Hauptmann Prisken, verw. Füſ. Maz
Schmitt II, verw. Füſ. Karl Misko, verw.
Infankerieregiment Nr. 41, Tilſit.
1. Komp.: Reſ. Paul Seder, verw. Vizefw. Oskar Koch aus
Halle a. S., tot. U.=O. Wilhelm Hammerſchmidt aus
Hohen=
ſelchow, Kr. Ranow, tot. Gfr. Paul Hanke aus Sebnitz, Kr!
Pirna, tot. Musk. Erich Filtz aus Alt=Suſemilken, Kr. Labiau,
tot. Musk. Paul Cantow aus Neukölln, tot. Musk. Emil Lutz
aus Streckentin, Kr. Greifenberg, tot. Musk. Hermann
Schwer=
brock aus Narendorf, Kr. Münſter i. W., tot. Musk. Georg
Schage=
mann aus Osnabrück, tot. Vizefw. Richard Schulz aus
Bons=
lack, Kr. Wehlau, l. verw. Vizefw. d. Reſ. Georg Peldszus aus
Eiſtrawiſchken, Kr. Tilſit, ſchw. verw. U.=O. d. Reſ. Albert Haag
aus Stuttgart, l. verw. U.=O. d. Reſ. Hermann Hampel aus
Boja=
nowo, Kr. Rawitſch, verw. U.=O. d. Reſ. Walter Hirt aus Berlin,
I. verw. Gfr. Ernſt Awiszus aus Schigenfeld, Kr. Königsberg,
I. verw. Gfr. Hermann Friedrich aus Birkholz, Kr. Züllichau=
Schwiebus, l. verw. Gfr. Leo Kirſchning aus Titſchken, Kr.
Rag=
nit, l. verw. Gfr. Auguſt Kretſchmann aus Nautzken, Kr. Labiauj
ſchw. verw. Gfr. Wilhelm Schyus aus Mörs, l. verw. Horniſt
Bernhard Augsmann aus Vorhelm, Kr. Bochum, l. verw. Musk
Hans Anders aus Berlin, l. verw. Musk. Albert Bibel aus Laut)
Kr. Königsberg, I. verw. Musk. Otto Deterling aus Deutſch=
Krone, l. verw. Reſ. Heinrich Epping aus Oelsdorf, Kr.
Berſch=
heim, l. verw. Reſ. Paul Feeder aus Greulich, Kr Bunzlau, ſchw.
verw. Reſ. Wilhelm Forbrich aus Itryzin, Kr. Birnbaum, verw.
Reſ. Hermann Freſia aus Neu=Mittelwalde, Kr. Gr.=Wartenberg,
verw. Reſ. Wilhelm Hampel aus Buſchen, Kr. Wohlau, I. verw.
Musk. Albert Hettwer aus Pliſchwitz, Kr. Falkenberg, I. verw.
Musk. Paul Horſt aus Crefeld, l. verw. Musk. Wilhelm
Katze=
mich aus Hallenlaudenbach, Kr. Wipperfürth, I. verw. Musk.
Gottfried Letzke aus Crefeld, l. verw. Reſ. Heinrich Naubur aus
Wersmeningken, Kr. Tilſit, I. verw. Musk. Wilhelm Semmler
aus Lichtenberg, Kr. Niederbarnim, I. verw. Musk. Georg Tens
nigkeit aus Cullmen=Kulken, Kr. Tilſit, l. verw. Musk. Paul
Tſchoppe aus Berlin, l. verw. Musk. Heinrich van Bebber aus
Calcar, Kr. Kleve, l. verw. Musk. Hans Krauſe aus Zohpen, Kri
Wehlau, l. verw. Reſ. Max Heeder aus Frankenau, Kr.
Neiden=
burg, l. verw. Gfr. d. Reſ. Willi Förſter aus Potsdam, ſchwi
verw. U.=O. d. R. Johannes Haß aus Hohenſalza, verm. Muskl
Franz Böhnke aus Pregelswalde, Kr. Wehlau, verm. Reſ. Arthur
Adler aus Siegendorf, Kr. Goldberg=Haynau, verm. Reſ. Paul
Diewitz aus Berlin, verm. Reſ. Mar Franz aus Fürſtenwalde;
Kr. Lebus, verm. Gfr. d. Reſ. Erich Müller aus Winkel, Krz
Liebenwerder, verm. Reſ. Adolf Grigat aus Alt=Seckenburg, Krs
Niederung, l. verw. Reſ. Franz Exner aus Hunzendorf, Kre
Habelſchwerdt, verm. Musk. Karl Müller II. aus Luben, Kr.
Thorn, l. verw. Reſ. Ernſt Heinrich aus Magdeburg, verm. Musk;
Karl Ting aus Eichen, Kr. Wehlau, verm. Musk. Karl Rüffer!
aus Berlin, verm. Musk. Martin Perkams aus Perkam=Görkey
Kr. Memel, verm. Reſ. Gnſtav Halberſtadt aus Hörde, vermz
U.=O. d. Reſ. Fritz Dibbelt aus Berlin=Steglitz, verm.
2. Komp.: Musk. Adams Zilmiszkis aus Ruſſ.=Crottingen)
Gouv. Kowno, I. verw. San.=Gfr. Friedrich Baumgarth aus
Schmelz, Kr. Memel, tot. Musk. Adolf Stauzik aus Lauterbachz
Kr. Heiligenbeil, I. verw. U.=O. d. Reſ. Guſtav Hermann aus
Nieder=Langenwaldau, Kr. Liegnitz, I. verw. Reſ. Alfred Heil
aus Berlin, l. verw. Musk. Willi Rusz aus Konitz, I. verw. Musk!
Friedrich Eichenkamp aus Neuhof, Kr. Wehlau, l. verw. U.=O
Karl Fiedler aus Schöneberg, Kr. Schöneberg, tot. U.=O. Erich
Holtz aus Storkow, Kr. Beeskow, verm. Musk. Wilhelm
Wei=
nowsky aus Wißbarren, Kr. Niederung, verm. Musk. Ernſt
Albrecht I. aus Naethen, Kr Stendal, verm. Musk. Theodor
Einſporn aus Witten, Kr. Züllichau, verm.
3. Komp.: Reſ. Max Sperwien aus Fiſchhauſen, Kr.
Fiſch=
hauſen, tot. Tambour Hermann Roß aus Groß=Scharlach, Kri
Labiau, tot. Musk. Otto Bieber aus Tilſit, tot. Musk. Hermann)
Rudorf aus Wilhelmsſorge, Kr. Gerdauen, tot. Musk. Otto
Saß=
nick aus Charlottenthal, Kr. Wehlau, tot. Musk. Martin Szeppatz
aus Augskieken, Kr. Tilſit, ſchw. verw. Reſ. Otto Tusnat aus
Tilſit, ſchw. verw. Reſ. Paul Heuſchke aus Saßleben, Kr. Keleuz
ſchw. verw. Reſ. Johann Auſt aus Schöneiche, Kr. Wehlauz
ſchw. verw. Reſ. Wilhelm Bruno Fiegert aus Nickolſtadt, Kr:
Liegnitz, ſchw. verw. U.=O. Wilhelm Philipp aus Grammen, Kr
Ortelsburg, ſchw. verw. San.=Gfr. Paul Lorch aus Robkojenz
Kr. Tilſit, l. verw. Tambour Hubert Peters aus Nütterden, Kr.
Nr. 244.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, 5. September 1914.
Seite 7.
aus Effelder, Sachſen=Meiningen, ſchw. verw. Drag. Heinrich
Walburg aus Niederzwehren, Kr. Caſſel, ſchw. verw. Drag.
David Feßling aus Hofgeismar, ſchw. verw. Drag. Wilhelm
Friſch aus Sielen, Kr. Hofgeismar, ſchw. verw. Drag. Karl
Matyſiak aus Staßfurt, Kr. Kalbe, verm. Drag. Karl Seng
aus Nüſt, Kr. Hünfeld, gef.
3. Esk.: Gefr. Karl Kreps aus Mainz, I. verw. Drag.
Paul Thelemann aus Udersleben, Kr. Frankenhauſen, I. verw.
4. Esk.: Lt. Friedrich Freiherr von Wangenheim aus
Leip=
zig, tot. Serg. Joſef Schaller aus Straßburg, tot. U.=O.
Wil=
helm Schier aus Allendorf,, Kr. Ziegenhain, tot. Drag.
Friedrich Deppe aus Höringhauſen, Kr. Frankenberg, tot.
Drag. Werner Siemon aus Gombeth, Kr. Hornberg, verw.
Reſ. Hermann Fiſcher aus Mersleben, Kr. Langenſalza, tot.
Drag. Arthur Eberitſch aus Rudolſtadt (Schwarzburg=
Rudol=
ſtadt), tot. Drag. Ferdinand Traut aus Fehrenbach, (Sachſen=
Meiningen), tot. Reſ. Hecht, ſchw. verw. Drag. Ernſt Prager
aus Oberböhmsdorf, Kr. Schleiz, ſchw. verw. Drag. Heinrich
Oehring aus Schmiedefeld, Kr. Saalfeld, verm.
Gardedragonerregiment Nr. 23, Darmſtadt.
A. Eskadron. Drag. Karl Wege aus Groß Gerau, vermißt.
Leibdragonerregiment Nr. 24, Darmſtadt.
Leibeskadron. Drag. Peter Ritter aus Unter Schön=Matten=
(wag, Kr. Heppenheim, vermißt. Drag. Johann Hauſt aus Mainz,
ſtot. Drag. Heinrich Wagner aus Wollſtein, Kr. Alzey, ſchw. verw.
Serg. Philipp Dienſt aus Guntersblum, Kr. Oppenheim, l. verw.
Drag. Hermann Kutzelmann aus Groß Steinheim, Kr. Offenbach,
ſchw. verw.
z. Eskadron. Drag. Heinrich lung aus=Holzheim, Kr. Gießen,
ſchw. verw.
k. Eskadron. Serg. Heinrlch Lotz aus Gießen, ſchw. verw.
S. Eskadron. Drag. Wilhelm Algeshelmer aus Gau Algesheim,
Kr. Bingen, l. verw.
Huſarenregiment Nr. 14, Caſſel.
1. Eskadrov. O.=Lt. Hellwig ſchwer verw. Huſar Karl
Schmitt II aus Feudenheim, Kr. Mannheim, l. verw. Huſar
Friedrich Bartmann aus Adorf, Kr. Eiſenberg, ſchw. verw.
Wacht=
meiſter Konrad Trömner aus Kleinenglis, Kr. Fritzlar, l. verw.,
bei der Truppe.
2. Eskadron. Lt. von Koſch ſchw. verw. U=Off. Hans
Trus=
heim aus Roda, Kr. Frankenberg, tot. Huſar lluhy tot. Huſar
Fries tot. Huſar körper aus Weiſenau, tot Reſ. Heinz tot.
Huſar Pflüger aus Burghaſungen, Kr. Zierenberg, ſchw. verw.
Huſar Wieſe aus Gotenſtedt, Kr. Peine, ſchw. verw. Huſar
Schlelcher I aus Eisleben, ſchw. verw. Reſ. Schmidt ſchw. verw.
Feldarfillerieregiment Nr. 11, Fritlar.
1. reitende Batt. Serg. Bernhard Breitung aus Hochheim,
Bez. Unterfranken, l. verw.
Erſatabkeilung Feldartillerieregiment Nr. 52.
Königsberg i. Pr.
Abtellungsſtab. Kan. Huge ſchw. verw.
1. Batterle. U.=Off. Vörnbrack tot. U.=Off. Rergzu ſchw. verw.
Gefr. Schulzki l. verw. Gefr. Anker ſchw. verw. Gefr. Domas
I. verw. Kan. Tulke I. verw. Kan, höft ſchw. verw. Kan.
Schulz ſchw. verw. U.=Off. Rorchardt ſchw. verw. Kan. Waldhauer
vermißt.
2. Batterie. Kan. Erich Dienſt tot. Vizewachtm. Koppeiſch
I. verw. U.=Off. Glaubitz l. verw. Kan. Kalbe I. verw. Kan.
Tanterat I. verw. Kan. Rroſchinski ſchw. verw. Kan. Bludken
vermißt. Kan. Franke vermißt.
Feldarfilleriereglment Nr. 76, Freiburg i. Baden.
3. Ratt.: Kan. Hermann Schneider II, verw.
Feldarkillerieregiment Nr. 80, Truppenübungsplatz
Oberhofen,
A. Batt.: Kan. Helprich Buth, verw.
2. Batt.: O.=Lt. Ernſt Bredemeler, verw.
3. Batt.: U.=O. Hndreas Reeba, verw.
5. Batt.: Kan. Karl Theodor Mayer, verw.
6. Ratt.: Reſ. Rdolf Klotz. verw.
2. Münitionskol.: Gefr. Joſ. Stockreißer, verw.
Ohne Angabe der Batt.: Reſ. Eugen Hartmann, verw. Kan
Guſtav Rieche, verw. Kan. Hlois Strick, verw.
3. Infankeriemunitionskolonne VII. Armeekorps, Weſel;
U.=O. u. Fahnenſchm. Heintlch Schult aus Hünſee, Kr.
Dins=
laken l. verw. Gefr. Johann Ettwig aus Dinslaken, Kr. Dinslaken.
verw.
Landwehrfußarkilleriebakaillon Nr. 6, Glogau.
2. Komp.: Wehrm. Hermann Wziontek, verw.
Badiſches Pionierbakaillon Nr. 14, Kehl.
5. Feldkomp.: U.=O. Stutz, l. verw. Train=U.=O. Ziegler, I
verw. Pionier Durban, l. verw. Pionier Schmittekert, l. verw.
Pionier Grünewald, l. verw. Pionier Maurer, l. verw. Pionier
Kirgis, I. verw. Pionier Schneider, I. verw. Pionier Weiſer, I
verw. Pionier Schreiber, tot. Gefr. Ernſt. tot. Pionier Spleler,
ſtot. Pionier Kaiſer 1, I. verw.
Feldfliegerabkeilung.
5. Komp.: Hptm. Werner Kerkſieg aus Pr. Oldendorf, Kreis
Minden, tot.
Sanitätskompagmen.
2. Sänifätskomp. III. Armeekorps: Wehrm. Wilhelm Reinhara,
verw.
3 Sanitätskomp.: Sanitätsſoldat Walter Hülſtrung, verw.
21. Relerveſanitktskomp. VIl. Armeek.: Reſ. Jgnatz Kaczmarek,
verw.
1. Sanitätskomp. XIV. Armeek.: Gefr. der Landwehr Gottlieb
Brüſtle, verw.
Feldlazarett Nr. 2. V. Armeek., Poſen: U.=A. Luckwig Jacobl aus
Reibnitz, Kr. Hirſchbera, ſchw. verw. U.=O. Emil Pilatowskl aus
Berlin, l. verw.
Verluſte durch Krankheiken.
Füſilierregimeni Nr. 35, Brandenburg a. H.
6. Kompagnie. Wehrmann Wilhelm Schlaack, tot.
Erſatzbakaillon Infankerieregimenks Nr. 64, Prenzlauz
U.=O. d. L. Paul Friedrich, tot.
Landwehrinfankerieregiment Nr. 71, Gera.,
6. Kompagnie. Wehrmann Rudolf Schlegelmilch, tot,
Infankerieregiment Nr. 117, Mainz.
Reſ. Seng, tot.
Infankerieregimeni Nr. 155, Oſtrowo und Pleſchen.
5. Kompagnie. Reſ. Hermann Dreſcher, tot.
Infanierleregiment Nr. 161, Düren. Eſchweiler u. Jülich.
Wehrmann Heinrich Pauly, tot.
Infanterieregiment Nr. 170, Offenburg.
z. Kompagnle. Musketier Friedrich Wilhelm Huſſer, tot.
Infankerieregiment Nr. 176, Culm.
Z. Kompagnie. Reſ. Johannes Ahrens, tot.
Feldarkillerieregiment Nr. 1, Gumbinnen.
Lt, Reßler, tot.
Feldartillerieregiment Nr. 4, Magdeburg.
5. Ratterie. Kan. Louis Hartmann, tot.
Artilleriemunitionskolonne Nr. B.
Wehrmann Wilhelm Hartmann, tot.
Pionierbataillon Nr. 20, Meß)
g Kompagnie. Pionier Johann Römer, tot.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, 5. September 1914.
Nr. 244.
5. Komp.: Musk. Bernhard Iglinski, ſchw. verw.
Kran=
genträg. Wutkowski, I. verw. Vizefeldw. Theodor Radatz aus
Drausnitz, Kr. Tuchel, tot. Gefr. Auguſt Lau aus
Behrens=
dorf, Kr. Plön, tot. Musk. Ewald Antelmann aus Liſchnitz,
Kr. Lauenburg, tot. Reſ. Auguſt Pollak aus Saviat, Kr. Stolp,
ſtot. Reſ. Auguſt Pigorſch aus Kirchenzin, Kr. Stolp, tot.
Reſ. Franz Grimmski aus Robatkowo, Kr. Culm, verw. Musk.
Emil Pingel aus Sölde, Kr. Hörde, verw. Musk. Auguſt
Blome aus Achim, verw. Gefr. Rimaldo Knoche aus
Gie=
bichenſtein, Kr. Saalkreis, verw. Gefr. Robert Gietz aus
Pollnow, Kr. Schlawe, verw. Musk. Stanislaus Wutkowski
aus Schrewin, Kr. Schwetz, verw. Reſ. Walter Pelz aus
Labejw, Kr. Lauenburg, verw. Musk. Willi Rohlf aus
Krögs=
berg, Kr. Segeberg, verw. Reſ. Karl Heidebreck aus
Pode=
willshauſen, Kr. Stolp, verw. Reſ. Heinrich Banſemer aus
Dorkſenwaldau, Kr. Taurien, verw. Musk. Artur Fiſcher I
aus Bublitz, Kr. Bublitz, verw. Reſ. Karl Lindſtädt aus
Zehlen, Kr. Stolp, verw. Reſ. Hermann Barnett aus
Gieſe=
bitz, Kr. Stolp, verw. Gefr. Auguſt Koslowski aus Allenſtein,
verw. Reſ. Heinrich Tauern aus Entrup, Kr. Höxter, verw.
Reſ. Hermann Maron aus Alt=Krakow, Kr. Schlawe, verw.
Reſ. Edmund Bielert aus Nikoberjewski, Kr. Volynien, verw.
Musk. Oskar Roetz aus Hannover, verw. Reſ. Alexander
Gierczewitz aus Suchow, Kr. Schwetz, verw. Musk. Auguſt
Wils aus Gotthun, Kr. Waren, verw. Gefr. d. Reſ. Wilhelm
Bernhardt aus Halle a. S., verw. Reſ. Johann Kerrſchik aus
Butzig, Kr. Schwetz, verw. Reſ. Franz Stoffa aus
Linden=
berg, Kr. Marienwerder, verw. Reſ. Joſeph Manikowski aus
Falkenhorſt, Kr. Schwetz, verw. Reſ. Kaver Leparowski aus
Liſſews, Kr. Culm, verw. Reſ. Auguſt Krutz aus Schönehr,
Kr. Lauenburg, verw. Reſ. Domaſius Domochowski aus Gatzki,
Kr. Schwetz, verm. Musk. Otto Gäbler aus Lütgendorf, Kr.
Marienwerder, verm. Musk. Bernhard Iglinski aus Broſſe,
Kr. Tuchel, verm. Gefr. d. Reſ. Bernhard Tuplanowski aus
Batſchniski aus Niederzehren, Kr. Marienwerder, verm.
Musk. Wilhelm Stein aus Hamburg, verm. Reſ. Rudolf
Mewe, Kr. Marienwerder, verm. Musk. Richard Kapphammel
aus Mögelin, Kr. Weſthavelland, verm. Musk. Emil
Kapp=
luſch aus Parzesnitza, Kr. Melno, verm. Musk. Hermann
Thirau aus Zigahmen, Kr. Marienwerder, verm. Gefr. d.
Reſ. Willi Gerth aus Preußiſch Friedland, Kr. Schlochau,
verm. Gefr. Horniſt Fritz Lange aus Hamburg, verm. Reſ.
ſLaurenzius Marſolleck aus Brinnitz, Kr. Oppeln, verm. Musk.
Franz Newrzella aus Köberwitz, Kr. Ratibor, verm. Musk.
Franz Kordus aus Caſtrop, Kr. Dortmund, verm. Musk.
Paul Hanſen II aus Hamburg, verm. Reſ. Stanislaus
Pru=
jeck aus Manskowo, Kr. Schroda, verm. Reſ. Paul Wolski
aus Guevia, Kr. Lauenburg, verm. Reſ. Anton Tomachewski
aus Marcinkowo, Kr. Mogilno. verm. Musk. Hugo Beyer
aus Steinbach, Kr. Kemnitz, verm. Musk. Franz Wroblewski
aus Rollbiek, Kr. Konitz, verm. Reſ. Leon Charbowski aus
Lonskipietz, Kr. Schwetz, verm. Reſ. Hermann Zeſſin aus
Saulinken, Kr. Lauenburg, verm. Reſ. Guſtav Schulze aus
Britz, Kr. Teltow, verm. Reſ. Franz Nadolny aus Buſchkowo,
Kr. Schwetz, verm. Reſ. Auguſt Landowski aus Karszin,
Kr. Konitz, verm. Reſ. Karl Lucka aus Marienau, Kr.
Marien=
werder, verm. Reſ. Franz Kormann aus Labehn, Kr.
Lauen=
burg, verm. Reſ. Johann Samurowski aus Wittſchiken, Kr.
Pr. Stargard, verm. Musk. Hermann Studinski aus Landeck,
Kr. Schlochau, verm. Reſ. Johann Muczinski aus Oſterwitt,
Kr. Marienwerder, verm. Reſ. Johann Luzmanski aus
Luchowo, Kr. Marienwerder, verm. Musk. Bruno Hellbart
aus Pretſchenwalde, Kr. Raſtenburg, verm. Musk. Albert
Remus aus Groß=Loßburg, Kr. Flatow, verm.
6. Komp.: Hptm. Fleck, verw. Vizefeldw. Krüger, tot.
U.=O. Klaus, tot. Gefr. Möws, tot. Musk. Frenſſen, tot.
Musk. Jeuken, tot. Musk. Steinberg, tot. Musk. Plasker,tot
Reſ. Becker II, verw. Reſ. Upskow, verw. Musk.
Water=
mann, verw. Reſ. Wawrſzinnck, verw. Reſ. Lewandowski II,
verw. Reſ. Piotraſchke, verw. Musk. Kramp, verw. Musk.
Panknin, verw. Musk. Radula, verw. Musk. Schmidt, verw.
Musk. Bawakling, verw. Musk. Riß, verw. Reſ. Hinz II,
verw. Reſ. Tomaczewski II, verw. Gefr. Muthke, verw.
Gefr. Meſter, verw. U.=O. Waldmann, verw. Serg. Zobel,
verw. Vizefeldw. Kolender, verw. Feldw. Müller, verw.
Musk. Lewandowski, verm. Musk. Borſtel, verm. Musk.
Grottaus, verm. Musk. Meier, verm. Musk, Wenſing, verm.
Musk. Dommack, verm. Musk. Schmiſer, verm. Musk.
Damerow, verm. Reſ. Papenfuß, verm. Reſ. Dehnel, verm.
Reſ. Pirch, verm. Reſ. Willei, verm. Reſ. Haſſe, verm.
Reſ. Jagorski, verm. Reſ. Jendrezewski, verm. Reſ.
Dem=
beck, verm. Reſ. Strüſel, verm. Reſ. Horn, verm. Reſ.
Klap=
der, verm. Reſ, Raſchke, verm. Reſ. Drespa, verm. Ref!
Schreiber I, verm. Reſ. Schreiber II, verm. Reſ. Bjick, verm)
Reſ. Schmidt III, verm. Musk. Suchinski, verm. Reſ.
Do=
narski, verm. Reſ. Stadetzni, verm. Reſ. Wietelmann, verm.
Gefr. d. Reſ. Wendt, verm. Musk. Pichowiak, verw.
7. Komp.: Musk. Paul Strey aus Stegers, Kr. Schlochau,
tot. Musk. Paul Weiß aus Adl. Rehwalde, Kr. Graudenz, tot:
Vizefeldw. Heinrich Plambeck aus Neumünſter, verw.
Tam=
bour Raimund Man aus Lübeck, verw. Musk. Alex Basmann
aus Donslug, Kr. Putzig, verw. Musk. Karl Dummer aus
Lichtenhagen, Kr. Schlochau, verw. Musk. Wilhelm Radke
aus Tuſch, Kr. Graudenz, verw. Musk. Franz Fregin aus
Weißhof, verw. Musk. Paul Gilge aus Flensburg, verw.
Musk. Otto Stiewe aus Struſſow, Kr. Bütow, verw. Musk:
Bruno Sendzikowski aus Liſſau, Kr. Brieſen, verm. Musk:
Rudolf Laubinger aus Tröbsdorf, Kr. Merſeburg, verm.
Musk. Julius Liſchitki aus Schloßleiſtenau, Kr. Graudenz,
verm. Musk. Theofil Miotke aus Mellwin, Kr. Neuſtadt, vermi
Musk. Richard Herzig aus Niederhartmannsdorf, Kr. Sagan,
verm. Musk. Johann Kaznowski aus Reggenhauſen, Kr,
Graudenz, verm. Musk. Ludwig Rumpf aus Alten, verm;
Gefr. Paul Rösler aus Liſſa, verm. Musk. Johann
Porta=
ſiack aus Gr. Wyſocke, Kr. Oſtrowo, verm. Musk. Karl Geffe
aus Weddin, Kr. Stolp, verm. Gefr. Pſambeck, verw.
8. Komp.: Lt. Rippel, tot. Musk. Wolf, ſchw. verw. Musk,
Kaak, ſchw. verw. Musk. Wendt, ſchw. verw. Musk.
Wart=
ſcheck, ſchw. verw. Musk. Balcke, ſchw. verw. Musk. Toppel,
ſchw. verw. Musk. Tapel, ſchw. verw. Musk. Kratke, ſchw.
verw. Musk. Poſtnosk, ſchw. verw. Musk. Gleidowski, ſchw.
verw. Gefr. Witt, ſchw. verw. Gefr. Flam, ſchw. verw
Musk. Heinrich Groſche aus Dresden, tot. Musk. Hermann
Litzau aus Labehn, Kr. Lauenburg, tot. Musk. Georg
Eich=
holz aus Mühlhauſen, Preußiſch Holland, tot. Musk. Eduard
Reich aus Scharberkermühle, Kr. Schwetz, tot. Musk. Franz
Isbauer aus Oſterwick, Kr. Konitz tot. Musk. Guſtav Thörner
aus Nickelswalde, Kr. Danziger Niederung, tot. Musk. Alfred
Naubert aus Hamburg, tot. Musk. Auguſt Bandau aus Aken,
Kr. Kalbe, tot. Gefr. d. Reſ. Emil Klatzinski aus Gr.
Kona=
jad, Kr. Straßburg, tot.
9. Komp.: Musk. Baumann, ſchw. verw.
Ohne Kompagnieangabe: Gefr. Batſinski, ſchw. verw.
Gefr. Schatt, ſchw. verw. Gefr. Basmann, ſchw. verw. Gefr
Betlampe, ſchw. verw. Gefr. Roſchinski, ſchw. verw. Gefr.
Baralt, ſchw. verw. Gefr. Fiedler, ſchw. verw.
Maſchinengewehrkompagnie: Hptm. Cickenrodt, ſchw. verw.
Musk. Bernhard Albers aus Eſchlohn, Kr. Ahaus, ſchw. verw.
Musk. Franz Lindner aus Hamburg, ſchw. verw.
Gardereſervejägerbakaillon, Poksdam.
2. Komp.: Sanitätsgefr. Karl Flohr aus Frankenſtein;
Kr. Frankenſtein, ſchw. verw.
3. Komp.: Oberjäger Hermann Wagenführ aus
Schande=
lah, Braunſchweig, I. verw., bei der Truppe.
4. Komp.: Oberjäger Ernſt Dommel aus Leippe, Kr.
Lieg=
nitz, ſchw. verw. Gefr. Winand Dahmen aus Windberg, Kr
M.=Gladbach, I. verw., bei der Truppe. Gefr. Harry Lorenz
aus Berlin, verm.
Feſtungsmaſchinengewehrableilung Nr. 15, Metz.
Serg. Vaul Löſchmann aus Frankfurt a. O., ſchw. verw)
Stab 3, Kavalleriediviſion, Caſſel.
Wehrmann Chauffeur Johann Leszinski, verw.
Dragonerregiment Nr. 5, Hofgeismar.
1. Esk.: Drag. Chriſtian Pitzer aus Bottenhorn, Kr.
Biedenkopf, verm. Drag. Albert Rimmel aus Paris,
Frank=
reich, verm. Drag. Karl Mohrung aus Kelbra, Kr.
Sanger=
hauſen, verm. Fahnenjunker U.=O. Günther von Collas aus
Caſſel, tot. Drag. Chriſtian Reinhardt aus Hofſtede, Kr.
Bochum tot. Vizewachtmſtr. d. Reſ. Traun, ſchw. verw. Gefr.
Edgar Reuchſel aus Unterkatz, Sachſen=Meiningen, ſchw. verw.
Drag. Fritz Michaelis aus Greußen, Schwarzburg=
Sonders=
hauſen, ſchw. verw. Reſ. Lindhorſt, I. verw. Drag. Heinrich
Hühne aus Oberliſtingen, Kr. Wolfhagen, verm.
2. Esk.: Drag. Wilhelm Gottmann aus Nieder=Waroldern,
Kr. Der Twiſte, tot. Drag. Karl Usbeck aus Steinbach=
Hallen=
berg, Kr. Schmalkalden, tot. Vizewachtmſtr. Heinrich Roth
Nr. 244.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, 5. September 1914.
Seite 3.
Kleve, ſchw. verw. Musk. Wilhelm Arnold Prang aus Dümplen,
Kr. Mülheim, ſchw. verw. Musk. Karl Höffgen aus Uderballen,
Kr. Inſterburg, ſchw. verw. Lt. Oskar Maſermann aus
Warten=
berg, Kr. Allenſtein, I. verw. Reſ. Michael Linkies aus
Kamps=
powilken, Kr. Tilſit, tot. Musk. Franz Skambracks aus
Breiten=
ſtein, Kr. Ragnit, tot. Einj.=Freiw. Gfr. Johannes Fiſcher aus
Tilſit, ſchw. verw. Musk. Richard Werner aus Lennep, I. verw.
4. Komp.: Vizefw. d. Reſ. Ernſt Leuchtmann aus
Branden=
burg, Kr. Brandenburg, tot. U.=O d. R. Guſtav Jenett aus
Inſterburg, Kr. Gumbinnen, tot. Musk. Erich Hampel aus
Ber=
llin, tot. Musk. Wilhelm Reidt aus M.=Gladbach, tot. U.=O.
Paul Leisner aus Barsdorf, Kr. Fürſtenberg, I. verw. Musk.
Heinrich Hake aus Gr.=Reken, Kr. Borken, ſchw. verw. Reſ.
Alb. Engler aus Bordzichiro, Kr. Pr.=Stargard, ſchw. verw. Musk.
Eugen Schöler aus Königsberg, Kr. Königsberg, verm. Musk.
Wilhelm Morsblech aus Remſcheid, verm. U.=O. d. Reſ. Johann
Fabian aus Marienburg, Kr. Danzig, verm. Musk. Reinhold
Schmerling aus Alt=Sellen, Kr. Niederung, tot. U.=O. d. R.
Franz Nee aus Tilſit, tot. Sergt. Andreas Pfrimmer aus
Ven=
denheim, Kr. Straßburg, ſchw. verw. Gfr. Erich Köhler aus
Ber=
lin, ſchw. verw. Gfr. Franz Woitſchekowsky aus Schäferei
Nauße=
den, Kr. Ragnit, l. verw. Musk. Fritz Romeikat aus
Quitſchlau=
ken, Kr. Pillkallen, I. verw. U.=O. Auguſt Lehmann aus
Nien=
burg, Kr. Bernburg, l. verw. U.=O. d. R. Hamelt, I. verw. Gfr.
Guſtav Grow aus Gurbſeiten, Kr. Fiſchhauſen, l. verw. Musk.
Johann Stachona aus Borchersdorf, Kr. Neidenburg, ſchw. verw.
Musk. Friedrich Balszukat aus Berlin, verm. Musk. Franz 9
aus Tannenbaum, Kr. Lennep, verm. Reſ. Daubitz, verm. U.=O.
Otto Kuppel aus Wiſchwill, Kr. Ragnit, verm. Reſ. Max Heine
aus Berlin, verm. Reſ. Paul Fubel aus Dorf Teurow, Kr.
Tel=
kow, verm, Reſ. Albert Kinpel aus Heinrichsfelde, Kr. Niederung,
verm. Reſ. Willy Fiſcher aus Eberswalde, Kr. Oberbarnim, verm.
Gfr. Auguſt Jänſch aus Jeßnitz, Kr. Deſſau, verm.
12. Komp.: U.=O. Otto Kroek, verw.
Ohne Kompagnieangabe: Musk. Grundmann, verw. Musk.
Camps, verw.
Infankerieregimenk Nr. 46, Poſen und Wreſchen.
8. Komp.: Wehrm. Leo Koska, tot.
Infankerieregiment Nr. 51, Breslau.
10. Komp.: Musk. Theodor Wenking, verw.
Infankerieregiment Nr. 52, Cottbus und Kroſſen.
2. Komp.: Musk. Hermann Czesla, verw.
Infanierieregimenk Nr. 53, Cöln.
I. Komp.: Musk. Joſef Mackel, verw.
3. Komp.: Einj.=Freiw. Anton Mertens, verw.
4. Komp.: Musk. Haus Ebertz, verw. Alf. Siſtig, verw.
Musk. Fritz Hoffmann, verw.
9. Komp.: Einj.=Freiw. Emil Kemper, verw.
Infanterieregimeni Nr. 54, Kolberg und Köslin.
Stab des 1. Batl.: Oblt. u. Adj. Werner Hanck, verw.
1, Komp.: Musk. Karl Franz Otto Ruhnke, verw. Musk.
Hugo Venske, verw.
4. Komp.: U.=O. Karl Wuſſow, verw.
5. Komp.: Musk. Karl Neitzke, verw. Musk. Wilhelm Radtke,
verw. Musk. Reinhard Weber, verw.
6. Komp.: Musk. Franz Jeske, verw
10. Komp.: Gfr. Franz Buſe, verw. Reſ. Arnold Laſch, verw.
11. Komp.: Feldw. Ewald Böttcher, verw. Reſ. Wilhelm
Gruhlich, verw.
Maſchinengewehrkomp.: Musk. Paul Hagemann, verw.
Erſaßbakaillon Infankerieregimenks Nr. 55, Detmold.
2. Komp.: U.=O. Paul Hügel, verw.
3. Komp.: Musk. d. Landw. Adolf Riſterer, verw.
Ohne Angabe der Komp.: Reſ. Karl Pfaff, verw. Gfr. d. Reſ.
Friedrich Schneider, verw. Gfr. Konrad Will, verw.
Landwehrinfanierieregiment Nr. 55, Weſel.
6. Komp.: Wehrm. Wilhelm Nöltker aus Steinheim, Kr.
Här=
ter, tot.
Infankecieregimenk Nr. 56, Weſel und Kleve.
1. Komp.: Reſ. Guſtav Ezerwinsky, verw. Musk. Karl Otto
verw. Reſ. Paul Volkmer, verw.
2. Komp.: Reſ. Heinrich Klink, verw. U.=O. Robert Lude.
menn, verw. Reſ. Theodor Strengmann, verw.
4. Komp.: Musk. Hermann Benninghoff, verw. Musk.
Franz Brandt, verw. Musk. Heinrich Elbers, verw. Reſ. Guſtav
Slawski, verw.
6. Komp.: Gfr. Auguſt Jaeg, verw. Reſ. Andreas Köpp, verw.
Reſ. Wilhelm Walbrodt, verw.
7. Komp.: Reſ. Leonhard Janſelewski, verw. Reſ. Alber!
Licsziewitz, verw. Musk. Guſtav Liebenau, verw. Musk. Karl
Northemann, verw. Musk. Heinrich Rademacher, verw.
8. Komp.: Sergt. Heinrich Jordan, verw.
12. Komp.: Musk. Auguſt Vrikowski, verw. Heinrich Goſſens;
tot. Musk. Auguſt Kuntze, verw. Gfr. Ludwig Koenen, verw
Horniſt Hermann Scheppke, verw.
Maſchinengewehrkomp.: Musk. Jacob Buſchmann, verw.
Ohne Kompagnieangabe: Lt. d. Reſ. Friedrich Kaspar, verwi
Gfr. Wilhelm Müller, verw. Tambour Hermann Strahs, verw
Joſef Buſchmann, verw.
Infankerieregiment Nr. 57, Weſel.
1. Komp.: Reſ. Karl Mich. Stoll, verw.
8. Komp.: Musk. Ludwig Meyer, verw.
Infankerieregiment Nr. 58, Glogau und Frauſſadt,
4. Komp.: Wehrm. Karl Burg, verw.
7. Komp.: Musk. Adolf Heiden, verw.
Ohne Angabe der Komp.: Reſ. Heinrich Straßmann, berwl
Musk. Friedrich Zimmermann, verw.
Erſatzbakaillon Infankerieregimenk Nr. 58, Glogau.
1. Komp: Musk. Karl Friedrich, verw. Musk. Albert Päß!
ler, verw. Wehrm. Joſef Stocker, verw.
2. Komp.: Wehrm. Kaver Hauſer, verw. Reſ. Barthol Lehen)
berw. Wehrm. Andreas Wild, verw.
3. Komp.: Reſ. Wilhelm Meier, verw. Wehrm. Karl Schleer!
verwundet.
4. Komp.: Hptm. d. Reſ. Hermann Strebe, verw.
6. Komp.: Reſ. Albert Geiges, verw.
Infankerieregiment Nr. 59, Dk.=Eplau und Soldau.
8. Komp.: Reſ. Franz Radke, verw.
9. Komp.: Wehrm. Bernh. Romanski, verw.
Infanterieregiment Nr. 60, Weißenburg.
Ohne Kompagnieangabe: Musk. Wilhelm Anthes, betn=
9. Komp.: Gfr. Max Weymer, verw.
Infankerieregiment Nr. 64, Prenzlau und Angermünde.
8. Komp.: Einj.=Freiw. Engbert Krauſe, verw.
Ohne Kompagnieangabe: Einj.=Freiw. Wolfram Tille, verw)
Infankerieregiment Nr. 65, Cöſn.
B. Komp.: Reſ. Rudolf Jäger, verw.
12. Komp.: Mar Tiburey, verw.
Landwehrinfankerieregiment Nr. 65, Koblenze.
3. Komp.: Wehrm. Mathias Iörig aus Mermuth, Kr. St)
Goar, I. verw. Wehrm. Wilhelm Tißen aus M.=Gladbach, l. verwz
Wehrm. Heinrich Nießen I. aus Gürzenich, Kr. Düren, verm,
9. Komp.: Gfr. Joſef Ommer aus Bensberg, Kr. Mülheim
a. R., tot. Wehrm. Peter Tromm aus Boppard, Kr. St. Goar)
vermißt.
10. Komp.: Wehrm. Theobor Tropf aus Hagenbeck, Kr. Gert
mersheim, tot. Wehrm. Karl Bermel aus Eich, Kr. Mahen, ſchw
verw. Wehrm. Joh. Servos aus Düren, I. verw.
11. Komp.: Wehrm. Therdor Saas aus Winningen, Kr. Kobl
lenz, tot. Wehrm. Peter Voſtell aus Enzen, Kr. Cöln, tot. Wehrm.
Paul Floßdorf aus Jüngersdorf. Kr. Düren. ſchw. verw.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, 5. September 1914.
Nr. 244.
Infanierieregiment Nr. 67, Meß.
2. Komp.: Joſef Gärtz, tot.
B. Komp.: Klupczynsky, tot.
K. Komp.: Reſ. Joſef Klein, verw.
Infankerieregiment Nr. 81, Frankfurt a. M.
5. Komp.: Einj.=Freiw. Auguſt Keiper, verw.
Infankerieregiment Nr. 83, Caſſel und Arolſen.
2. Komp.: Johann Gehrold, verw.
3. Komp.: Musk. Richard Wengemann, verw.
6. Komp.: Gfr. Johann Heinemann, verw. Reſ. Heinrie
8. Komp.: Musk. Albert Langlotz, verw. Musk. Otto
Raf=
feld, verw. Tambour Stefan Schmitt, verw.
9. Komp.: Musk. Heinrich Reeſe, verw.
Infankerieregiment Nr. 87, Mainz.
5. Komp.: Reſ. Friedrich Hillemann aus Kreuz=Krug, Kr
Detmold, tot. Musk. Wilhelm Mertens aus Kirſchweiſchede, Kr=
Olpe, I. verw. Reſ. Johann Licht aus Schönderling, Kr.
Brücke=
nau, verm.
6. Komp.: Fahnenjunker U.=O. Hans Poller aus Ludweiler,
Kr. Saarbrücken, tot. Gfr. d. Reſ. Bernhard Schmidt II. aus
Dornbach, Kr. Unterweſterwald, tot. Musk. Joſeph Schmoll aus
Balve, Kr. Arnsberg, tot. Reſ. Julius Biernath aus Paſſent
heim, Kr. Ortelsburg, l. verw. Gfr. Johann Schäfer aus Hocht
heim, Kr. Wiesbaden, I. verw. Musk. Andreas Geßner aus
Son=
derhofen, Kr. Unterfranken, I. verw. Musk. Anton Seitz aus
Eſchenbach, Kr. Mittelfranken, l. verw. Reſ. Anton Kleine aus
Nieheim, Kr. Höxter, I. verw.
7. Komp.: Reſ. Joſef Friedrich aus Moſchheim, Kr. Unter!
weſterwald, tot. Musk. Heinrich Meſſerſchmidt aus Heſſelbach, Kr.
Wittgenſtein, l. verw. Reſ. Heinrich Broſch aus Bochum, I. verwi
Reſ. Fritz Engemann aus Recklinghauſen, l. verw. Reſ. Heinrie)
Küher aus Weitmar, Kr. Bochum, l. verw. Reſ. Friedrich Menge
aus Langendreer, Kr. Bochum, l. verw. Reſ. Heinrich Vedder aus
Hönſtroh, Kr. Gelſenkirchen, I. verw. Reſ. Johann Röhmann
aus Gr.=Schöndamerau, Kr. Ortelsburg, I. verw. Gfr. d. Reſt
Karl Rang aus Beyersberg, Kr. Dinkelsbühl, l. verw.
8. Komp.: Lt. d. Reſ. Ludwig Kredel aus Kirchbrombach, Kr,
Erbach, l. verw. Reſ. Joſeph Roth II. aus Oberleinach, Kr. Würzt
burg, l. verw. Reſ. Adolf Gronenberg aus Wehlau, ſchw. verwi
Musk. Wilhelm Kreß aus Heddernheim, Kr. Frankfurt a. M., I.
verwundet.
Infankerieregiment Nr. 87, Mainz.
8. Komp.: Füſ. Willi Reichert, verw.
Ohne Angabe der Komp.: Reſ. Tambour Wilhelm Broſch,
berw. Reſ. Franz Wüllner, verw.
Infankerieregiment Nr. 96, Gera und Rudolſſadt.
6. Komp.: Lt. Hans Joachim von Holleben, verw. Musk.
Karl Schmidt, verw.
Infanterieregiment Nr. 113, Freiburg i. Baden.
1. Komp.: U.=O. Alois Boſchert, verw. Gfr. Leonhard Holl,
berw. Musk. Paul Steinecke, verw. Musk. Fr. Wulfhorſt, verw.
2. Komp.: Reſ. Fritz Forſtuber, verw. Reſ. Albert Lang,
verw. Gfr. Paul Oertel, verw.
4. Komp.: Musk. Maximil Kromer, verw. Musk. Robert
Munding, verw. Musk. Wendelin Reiſchmann, verw. Musk.
Karl Seger, verw.
6. Komp.: Musk. Wilhelm Bayer, verw.
9. Komp.: Tambour Heinrich Joh. Bleich, verw;
11. Komp.: Reſ. Emil Hütter, verw.
12. Komp.: Gfr. Walter Kaltenbach, verw.
Erſatzbakaillon Infankerieregimenis Nr. 113, Freiburg i. B.
Ohne Kompagnieangabe: Wehrm. Albert Fiſcher, verw.
Wehrm. Ernſt Schmidt, verw.
Infanterieregiment Nr. 115, Darmſtadt,
3. Komp.: Musk. Heinrich Germer, verw.
11. Komp.: Musk. Johann Rogalsky, verw.
Wagner II., verw.
Infanterieregiment Nr. 116, Gießen
9, Komp.: Reſ. Johann Philippi, verw.
Infankerieregiment Nr. 117, Mainz.
41. Komp.: Musk. Joſ. Bauer, verw.
Infanterieregiment Nr. 132, Straßburg i. Elf.
2. Komp.: Musk. Jakob Kohn, verw.
3. Komp.: Reſ. Jacob Ortlieb, verw.
4. Komp.: Musk. Johann Ackermann, verw. Reſ. Friedrich
Otterbach, verw.
5. Komp.: Musk. Stanisl. Andrejewski, verw. Gfr.
Stanis=
laus Jur, verw. Gfr. Hugo Sieberg, verw.
7. Komp.: Musk. Eduard Peter, verw.
9. Komp.: Reſ. Otto Lehnemann, verw. U.=O. Chriſtian
Niemeyer, verw. Musk. Joſef Stodolny, verw.
10. Komp.: Musk. Joſef Lichtenauer, verw. Einj. Gfr.
Rudolf Zeiſer, verw.
11. Komp.: Reſ. Walter Buſch, verw.
12. Komp.: Musk. Johann Brandt, verw. Musk. Joſef Roſel
verw. Musk. Jacob Stohl, verw.
Infankerieregiment Nr. 136, Straßburg i. Elſ.
2. Komp.: Musk. Anguſt Braſſel, verw. Wehrm. Ludwig
Charge, verw. Musk. Ludwig Gargé, verw.
3. Komp.; Lt. Karl Tuttmann, verw.
4. Komp.: Musk. Carl Küſters, verw. Gfr. Johann Pfirſchl
erwundet.
5. Komp.: Einj. U.=O. Ludwig Blittersdorf, verw. Gfr!
Franz Lenz, verw. Musk. Lorenz Peterſen, verw.
6. Komp.: Lt. Hans Steinert, verw. Feldw. Curt Borchert)
verw. U.=O. Handke, verw. Vizefw. Georg Huber, verw. Reſ,
Heinrich Sanders, verw.
7. Komp.: Musk. Emil Barthel, verw. Reſ. Wiemend
Dah=
men, verw. Gfr. Hermann Hopf, verw. Reſ. Alfons Kirſchner;
verw. Reſ. Alfons Konrad, verw. Reſ. Auguſt Schwartz, verw.
8. Komp.: Musk. Heinrich Hardacker, verw. Musk. Eduard
Riebel, verw. Musk. Wegers, verw.
9. Komp.: Lt. Hans Pasquay, verw. Musk. Johann Gigla,
verw. Musk. Ludwig Hecker, verw, Reſ. Julius Ledermann,
erw. Reſ. Friedr. Wundes, verw.
10. Komp.: Hptm. Max Conradi, verw. Reſ. Jakob Kuhn)
verwundet.
11. Komp.: Serg. Auguſt Hampel, verw. Musk. Friedrich
Hecker, verw. Musk. Peter Steins, verwundet.
Ohne Kompagnieangabe: Lt. III. Bataill. Paul
Greffenius=
verw. Musk. Alexander Konrad, verwundet.
Infanierieregiment Nr. 137, Hagenau.
7. Komp.: Musk. Heinrich Becker, verw. Musk. Peter
Schug, verw.
9. Komp.: Musk. Peter Caspar, verw. Reſ. Peter Schlupp)
verwundet.
10. Komp.: Musk. Heinrich Engelmann, verwundet.
12. Komp.: Reſ. Albis Hauswirth, verw. Reſ. Auguſt Meyer,)
verw. Musk. Nikolaus Schultheis, verwundet.
Ohne Kompagnieangabe: O.=Lt. Hans Broſch, verw. Muskl
Robert Hock, verw. Musk. Heinrich Schwindt verw.
Infankerieregiment Nr. 138, Dienze.
5. Komp: Musk. Lorenz Redel, verwundet.
Nr. 244.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, 5. September 1914.
Seite 5.
Infankerieregiment Nr. 144, Metz.
5. Komp.; Lt. d. Reſ. Wiener, verw. Reſ. Trull, kot. Eeſ.
Beaucourt, tot. Musk. Zudock, tot. Musk. Kindler, verw. Gfr.
d. Reſ. Pötz, verw. Gfr. d. Reſ. Doliſy, verw. Reſ. Knieriem,
verw. Reſ. Arweiler, verw. Reſ. Jacob, verw. Reſ. Kamp,
verw. Musk. Janſen, verw. Musk. Schloſſarek, verw. Musk.
Nieſtradt verwundet.
6. Komp.: Lt. d. Reſ. Vieth, verw. Musk. Bartuſchek, tot.
Reſ. Duda, tot. Gfr. Holdack, tot. Musk. Merten, tot. Vfw.
Behrens, verw. Vfw. Schüler, verw. Serg. Fiſcher, verw. U.=O)
d. Reſ. Sieger, verw. Vfw. d. Reſ. Keidtmann, verw. Musk.
Beyer, verw. Musk. Hofmann I, verw. Musk. Lang, verw.
Musk. Wojtowski, verw. Musk. Marhold, verw. Musk.
Düſter=
dick, verw. Reſ. Müller, verw. Reſ. Koch, verw. Reſ. Lombard,
verw. Reſ. Schröder, verw. Reſ. Stuhlſatz, verw. Reſ. Bolländer
verw. Gfr. d. Reſ. Schmitt, verw.
7. Komp.: Musk. Barth, tot. Gfr. Nippen, verw. Musk.
Wilhelms, verw. Reſ. Hanneſe, verw.
8. Komp.: Lt. d. Reſ. Müller, verw. Musk. Ahlert, tot,
Musk. Ehrenſchwender, tot. Musk. Tofahrn, tot. Reſ. Weyan,
tot. Gfr. d. Reſ. Stockkamp, tot. Reſ. Wilwert, tot. Reſ. Grün,
tot. Reſ. Deilen, tot. Musk. Albus, tot. Vfw. d. Reſ. Stock,
verw. U.=O. Zimmer, verw. U.=O. Wagener, verw. U.=O.
Haake, verw. Musk. Spitzer, verw. Musk. Focke, verw. Musk.
Hauſe, verw. Musk. Hochhaus, verw. Musk. Schwarz, verw.
Musk. Szaratta, verw. Horniſt Zicka, verw. Musk. Tilk, verw
Musk. Fragen, verw. Musk. Heinz, verw. Musk. Mund, verw.
Musk. Rettmann, verw. Musk. Lewalski, verw. Musk. Bertram
verw. Musk. Neff, verw. Musk. Kucz, verw. Musk. Soletzki,
verw. Musk. Töcks, verw. Musk. Wichmann, verw. Musk!
Gafga, verw. Musk. Perpet, verw. Reſ. Strümpfer, verw. Reſt
Schweitzer, verw. Reſ. Leinen, verw. Reſ. Elinski, verw. Reſ.
Blau, verw. Reſ. Elinger, verw. Reſ. Singer, verw. Reſ.
Petit, 1C). Reſ. Topp, verw. Reſ. Leyk, verw. Reſ. Biſchoff,
verw. Reſ. Grunwald, verw. Reſ. Brock, verw. Reſ. Bernert,
verw. Reſ. Korns, verw. Reſ. Gfr. Galla, verw. Reſ. Werſel,
ſerwundet,
Infankerieregiment Nr. 155, Oſtrowo und Pleſchen.
6. Komp.: Musk. Richard Berger I, verw. Reſ. Anton
Fechner, verw. Musk. Fritz Mattes, verw. Musk. Heinrich
Nerlich, verw. Reſ. Theodor Nowakowski, verw. Musk. Fritz
Penkert, verw. Musk. Ernſt Preuß, verw. Musk. Otto
Schlett=
ner, verw. Reſ. Stanislaus Wodnick, verwundet.
7. Komp.: Lt. Rudolf Schulz, verw. Musk. Joſef Bienek,
verw. Musk. Heinrich Dabringhaus, verw. Musk. Guſtav Droigk,
verw. Musk. Richard Fabian, verw. Musk. Oskar Grundmann,
verw. Musk. Alfred Hilger, verw. Musk. Heinrich Scharf, verw.
8. Komp.: O.=Lt. d. Reſ. Georg Kupke, verw. Musk. Paul
Glotz, verw. Reſ. Stanislaus Janitzki, verw. Musk. Wilhelm
Lindemann, verw. Serg. Heinrich Marx, verw. Musk. Paul
Infankerieregiment Nr. 170, Offenburg.
1. Komp.: Musk. Ernſt Landwerlin, verw. U.=O. Jakob
Mattle, verw. Musk. Max Ohlhauſen, verw. U.=O. d. Reſ.
Richard Weißwurm, verw.
2. Komp.: Musk. Johann Friedrich Ackermann, verw.
U.=O. Johann Brodmann, verw. Reſ. Hipolytus Emil Baer,
verw. U.=O. d. Reſ. Franz Anton Ehret, verw. Vizefeldw.
d. Reſ. Offiziersſtellvertr. Hermann Faißt verw. U.=O. d. Reſ.
Wilhelm Graevenbruck, verw. Musk. Wilhelm Huſſer, verw.
Reſ. Auguſt Jörgen, verw.: U.=O. d. Reſ. Adolf Kleis, verw.
Reſ. Franz Kiefer, verw. Musk. Franz Kiſtner, verw. Musk.
Ernſt Kauts, verw. Musk. Karl Lutz, verw. Lt. Hans Müller,
verw. Gefr. Wilhelm Pfläſterer, verw. Reſ. Franz Rößler,
verw. Gefr. Wilhelm Schäfer, verw. Reſ. Auguſt Schelcher,
verw. Musk. Johann Schmidt I, verw. Reſ. Friedrich Seſter,
verw. U.=O. Friedrich Urban, verw. Musk. Anton Villhauer,
verw. Reſ. Hermann Wecks, verw. Musk. Emil Walter,
verw. Musk. Heinrich Edelmut, verw.
4. Komp.: Reſ. Friedrich Herzog, verw. Musk. Friedrich
Heun, verw. Reſ. Georg Schweikert, verw. Gefr. d. Reſ.
Peter Vogler, verw.
5. Komp.: Reſ. Peter Bolleyer, verw. Einj.=Freiw. Hans
Ellenſohn, verw. Reſ. Joſef Geiger, verw. Gefr. d. Reſ.
Ludwig Hummel, verw. Reſ. Karl Hund verw. Gefr. d. Reſ.
Friedrich Hodapp, verw. Tambour Wendelin Hank, verw.
Reſ. Karl Mußmann, verw. Reſ. Rudolf Panter, verw.
7. Komp.: Musk. Georg Andreas, verw. Musk. Wilhelm
Gerber, verw. Gefr. d. Reſ. Philipp Hund verw. Musk!
Otto Kappenberger, verw. Musk. Lyriak Kaltenbronn, verw.
Horniſt Emil Moog, verw. Reſ. Valentin Michel, verw. Ref
Anton Panter, verw. Musk. Jakob Schmidt I, verw. U.=O.
Johann Schröder, verw. Reſ. Hermann Schirsmaier, verwi
Reſ. Georg Ulbrich, verw. Musk. Ferdinand Wetter, verw.
Musk. Wilhelm Windl, verw. U.=O. Walter Zapf, verw.
Reſ. Franz Seiler, verw.
8. Komp.: Reſ. Georg Schüßler, tot. Musk. Oskar Sturm,
verw. Reſ. Gottlieb Werner, verw.
Stab III. Bataillon: Maj. Guſtav von Struenſee, verw.
9. Komp.: Gefr. d. Reſ. Johann Bück, verw. Gefr. d. Reſ.
Friedrich Böhler, verw. Musk. Banknecht, tot. Musk.
Cke=
mens Baumann, verw. Musk. Martin Durm, verw. Ref,
Joſef Gauter, verw. Reſ. Edmund Jordan, verw. Musk.
Guſtav Pappert, tot. Gefr. Johann Rothweiler, verw. Musk.
Franz Schopp, verw. Reſ. Anton Widmann, verw. Ref.
Elias Wölfle, verw.
10. Komp.: Hptm. Wilhelm Siebigk, verw. Musk. Joſef
Fuchs, verw. Musk. Friedrich Heeger, verw. Einj.=Freiw=
U.=O. Hebeeiſen, tot. Reſ. Franz Häßler, verw. Musk. Adolf
Kautz, verw. U.=O. Hedwin Noſch, verw. Reſ. Otto Nenner,
verw. Gefr. Friedrich Karl Artur Raſp, verw. Reſ. Joſeſ
Schorzinger, verw. Reſ. Joſef Sailer, verw. Reſ. Johann
genannt Apoſtini Zölle, verw.
11. Komp.: Musk. Hermann Erndle, verw. Gefr. d. Ref.
Adolf Faller, verw. Horniſt Gefr.Joſef Gaiſer, verw. Musk=
Wilhelm Haas, verw. Musk. Wilhelm Kotz, verw. Reſ. Hans
Knörzer, verw. Musk. d. Reſ. Albert Martis, verw. Serg!
Reinhold Schmidt, verw. Reſ. Jakob Schälzle, verw. Musk=
Daniel Seitz, verw. U.=O. Hubert Spindeldreher, verw.
Musk. Andreas Weißhaar, verw.
12. Komp.: Musk. Stephan Geiſert, verw. Musk. Philipp.
Grimm, verw. Musk. Michael Gartner, verw. Musk. Anton
Metzger, verw. Reſ. Karl Schmidle, verw. Musk. Joſeſ
Strahn, verw. Musk. Julian Sartori, verw. Musk. Friedrich
Witeskewitz, verw.
Maſchinengewehrkomp.: Musk. Wilhelm Kiefer, verwa
Musk. Wilhelm Sander, verw.
Ohne Kompagnieangabe: Reſ. Anton Hall, verw.
Infanterieregimeni Nr. 175, Graudenz und Gruppe.
1. Komp.: Lt. von Koppelow, tot. Gefr. Kindermann,
I. verw. Gefr. Wachholz, I. verw. Musk. Bialk, I. verwi
Musk. Pohlmann, l. verw. Musk. Teſchke, I. verw. Musk
Hingſt, I. verw. Reſ. Kaminski, I. verw. Reſ. Hermann,
ſchw. verw. Musk. Noratzki, ſchw. verw. Gefr. Kolff, tot
Musk. Trembitzki, I. verw. Reſ. Bergand, I. verw. Reſ. Sat
lewsli, ſchw. verw. Reſ. Schafelke, ſchw. verw. Musk. Telgen
bücher, ſchw. verw. Musk. Ortmann, ſchw. verw. Musk
Schmidt, ſchw. verw. U.=O. d. Reſ. Manzke, ſchw. verwi
Musk. Trepczyk, I. verw. Musk. Dondelewski, ſchw. verw.
Musk. Redmann, ſchw. verw.
2. Komp.: Musk. Gier, l. verw. Reſ. Putinkowski, I. verw
Musk. Hüweler, I. verw. Musk. Kowalski, I. verw. Reſ
Fick, ſchw. verw.
3. Komp.: Lt. Helmut von Münchow aus Anklam, l. verw.
Reſ. Schulz, I. verw. Serg. Guſtav Marker aus Langenau
Kr. Leobſchütz, ſchw. verw. Musk. Johannes Buller aus
Thorn, l. verw. U.=O. Robert Haaſe aus Neumühlen=
Ditrichs=
dorf, Kr. Bordesholm, l. verw. Reſ. Mews, I. verw. Reſt
Schröder, I. verw. Reſ. Hermann, l. verw. Reſ. Bogatke,
verw. Tambour Wilhelm Hauſchulz aus Labuhn, Kr.
Lauen=
burg, l. verw. Serg. Paul Bien aus Sezgdnik, Kr. Gneſen,
ſchw. verw. Reſ. Schmdtke, l. verw. Reſ. Pſcholkowski, ſchwl
verw. Reſ. Pſchoche, l. verw. Reſ. Karſchke, I. verw. Musk!
Otto Schulz aus Graudenz, l. verw. Reſ. Stanislaus
Muſia=
lowski aus Ruska, Kr. Jarotſchin, I. verw. Reſ. Reinhold,
l. verw. U.=O. d. Reſ. Polzin, l. verw. Reſ. Ronke, I. verwi
Musk. Köſter, ſchw. verw. Musk. Reinholz, ſchw. verw. Musk
Auguſt Reckers aus Reine, Kr. Steinfurt, ſchw. verw. Musk
Otto Walter aus Sodingen, Kr. Dortmund, l. verw. U.=O.
Blankenburg, I. verw.
4. Komp.: Musk. Borkowski, ſchw. verw. U.=O. d. Reſ,
Dombrowski, ſchw. verw. Musk. Anders, I. verw. Musk.
Myslinski, ſchw. verw. Reſ. Stoloczy, l. verw. Gefr. Pigorſchz
I. verw. Musk. Hartmann, ſchw. verw. Reſ. Poller, I. verwi
U.=O. Zwembe, I, verw. Reſ. Bartz, I. verw. Reſ. Klemm.
I. verw. Reſ. Unrau, ſchw. verw.