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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 242,
Donnerstag, den 3. September.
Ver krrettt
1914.
Die franzöſiſche Feſte Givet gefallen. — Ehrung Kaiſer Wilhelms. — Die Wiederherſtellung der belgiſchen Eiſenbahnen.
— Eine Kundgebung von Holländern in Deutſchland. — Aus dem Elſaß. — 10 franzöſiſche Armeekorps zurückgedrängt.
— Der Mittelpunkt der franzöſiſchen Stellung durchbrochen. — Große Erfolge der Oeſterreicher gegen die Ruſſen. —
Verluſtliſte Nr. 14.
Die Feſte Givet gefallen.
* Großes Hauptquartier, 2. Sept. (W. T. B.
Amtlich.) Die Feſte Givet iſt am 31. Auguſt gefallen.
Die Feſtung Givet liegt unmittelbar an der belgiſchen
Grenze, im franzöſiſchen Departement Ardennen,
Arron=
diſſement Rocroi an der Maas und iſt durch Eiſenbahnen
mit Reims. Namur und Charleroi verbunden. Givet zählt
ungefähr 8000 Einwohner. Die Feſtung ſperrt das
Maas=
tal gegen Belgien und iſt durch äußerſt ſtarke Forts
ge=
ſchützt. Nun iſt das ganze untere Maastal, ſoweit es für
den Nachſchub und die Verſorgung unſerer Truppen in
Betracht kommt, in deutſchen Händen.
Die Vernichtung der ruſſiſchen 2. Armee.
* Das Gouvernement von Thorn teilt zu den
bis=
herigen offiziellen Berichten noch folgendes Nähere mit:
Die ruſſiſche zweite Armee (Narew=Armee) hat
aufgehört, zu beſtehen. Es ſind mehr als 60000
Gefangene gemacht. Vernichtet ſind das 8., 15., 23. und
die Hälfte des 6. ruſſiſchen Armeekorps. Von dieſen
Korps ſind ſämtliche Geſchütze und Fahrzeuge in unſere
Hände gefallen. Durch die Flucht konnten ſich
unter=
ſchweren Verluſten das 1. und die Hälſte des 6. ruſſiſchen
Armeekorps über die Grenze retten. Unterzeichnet:
Armee=Oberkommando.
Das Gefecht ineder Nordſee.
* London, 1. Sept. Daily Graphie berichtet:
Die engliſche Flotte iſt vom Helgoländer
Ge=
fecht zurückgekehrt. Ein Schiff, deſſen Name ungenannt
bleibt, trug ſchwere Spuren des Kampfes. Es
hatte 14 mit Holzſtücken geſtopfte Löcher, auch die Brücken
waren verbogen. Das Schiff hatte Tote und
Ver=
wundete an Bord. Der erſte deutſche Schuß hatte die
Dynamomaſchine getroffen. und das Schiff war in
Dun=
kel gehüllt. Spätere Schüſſe fegten die Schornſteine weg,
zerſtörten Geſchütze und drangen in die Offiziersmeſſe ein.
Ehrung Kaiſer Wilhelms.
* Peſt, 2. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) In der
geſtrigen Sitzung des Magiſtrats der Hauptſtadt
ſtellte der Bürgermeiſter Dr. Stefan Barczy folgenden
Antrag: Ich ſtelle dem löblichen Magiſtrat den Antrag,
den Vaczi=Boulevard nach dem Namen
Wil=
helm II. in „Kaiſer Wilhelmſtraße” umzutaufen.
Es hat eine ſymboliſche Bedeutung, daß ich gerade an
dieſen Boulevard denke. Er iſt die Hauptader, durch die
der Blutkreislauf unſerer Nation als durch das Herz des
Landes dringt. Es iſt der Weg, der uns von Norden nach
Weſten führt zu der an Kraft und Bildung mächtigen
Nation, mit der gemeinſam wir jetzt den Kampf der
menſchlichen Geſittung gegen tieriſche Wildheit und
hoch=
ſtehende Verderbtheit führen. Der Königliche Mann, mit
deſſen Namen wir dieſe unſere Hauptſtraße ſchmücken,
verkörpert all das, was unſere Seelen jetzt bewegt, wovon
die Luſt glüht: die Kraft, die Bildung, die Macht,
demütige Entſchloſſenheit, Güte und Rechtſchaffenheit.
Dieſer mächtige Herrſcher war es, der mit Genialität und
kluger Rechtſchaffenheit die Bedeutung unſerer Nation
neiblos anerkannte und ſie mit der dichteriſchen
Inſpi=
ration ſeiner Raſſe nachpries, der jetzt für ſeine
Erkennt=
nis auch eintritt, während er mit unſerem greiſen, edlen
Herrſcher im Bunde, mit unſeren glorreichen Armsen die
Erde erzitern macht, der ſeine Laufbahn den Geſtirnen
zugeführt und nicht nur mit uns, ſondern auch für uns
kämpft. Wir ſtatten der eine welthiſtoriſche Miſſion
er=
füllenden Nation und dem an ihrer Spitze leuchtenden
Heldenmut und Mannstum unſeren Dank ab, wenn wir
unſeren Boulevard nach dem Namen des Verkörperers
deutſcher Kraft und deutſchen Wiſſens nennen. Ich bitte
um die Annahme des Antrages und Unterbreitung an
den hauptſtädtiſchen Baurat, damit er das Rötige in der
Sache veranlaſſen möge.
Die Wiederherſtellung der belgiſchen
Eiſenbahnen.
* Magdeburg, 2. Sept. (W. T. B. Amtlich.) Am
Dienstag nachmittag reiſte eine von der
Eiſenbahndirer=
tion Magdeburg zuſammengeſtellte, aus Eiſenbahnbeamten
und Arbeitern beſtehende Eiſenbahnbau= und=
Betriebs=
kolonne nach Brüſſel ab. Die Kolonne iſt 420 Mann
ſtark und ſteht unter der Leitung des
Regierungsbau=
meiſters Goldſchmidt=Magdeburg. Sie begibt ſich in
be=
ſchleunigter Fahrt auf Anordnung des Chefs des
Feld=
eiſenbahnweſens nach dem belgiſchen Kriegs=
Schauplatz, um die, zerſtörten Eiſenbahnlinien im
Rücken unſeres Heeres wieder herzuſtellen und in Betrieb
zu nehmen.
Eine Kundgebung von Holländern
in Deutſchland.
* Düſſeldorf, 2. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.)
Anläßlich des Geburt stages der Königin
Wilhel=
mina von Holland ſandte eine Anzahl in Rheinland
und Weſtfalen anſäſſiger Holländer das nachſtehende
Hul=
digungstelegramm an die Königin nach dem Haag.
An die Königin Wilhelmina von Holland! Zum
heutigen Geburtstage geſtatten ſich zahlreiche in Rheinland
und Weſtfalen anläſſige Holländer die ehrerbietigſten
Glückwünſche darzubringen. In dieſer ernſten Stunde,
die ganz Europa in blutigem Kriege ſieht, ſind alle
Hollän=
der in ganz beſonderem Maße von den innigſten Wünſchen
für =das Wohlergehen Ew. Majeſtät erfüllt. Gleichzeitig
drängt es uns, unſeren tiefgefühlteſten Dank
auszuſpre=
chen für die energiſche Initiative, mit der Ew. Majeſtät
Regierung in dieſer ſchweren Zeit über die ſtrengſte
Neutralität der Niederlande wacht. Dankbar
und von Stolz erfüllt auf unſer altes Vaterland begrüßen
wir die Vorkehrungen, die Ew. Majeſtät Regierung zum
Schutze der Landesgrenzen Hollands getroffen hat. Die
von Holland proklamierte ſtrikte neutrale Haltung
gegen=
über allen Staaten und die gleichzeitige kraftvolle
militä=
riſche Beſetzung der holländiſchen Landesgrenzen laſſen alle
Holländer, wo ſie auch weilen, zuverſichtlich hoffen, daß
es von keiner Seite gewagt wird, das neutrale Gebiet des
friedſamen holländiſchen Volkes zu überſchreiten oder
deſſen Territorialität anzutaſten. Wir Holländer in
Rhein=
land und Weſtfalen, deren neues Vaterland an der
Weſt=
grenze des in den Kampf verwickelten Deutſchen Reiches
liegt, die wir ſeit langem den rechtlichen, ſtets aufrichtigen
Charakter und die grundehrliche Geſinnung der Deutſchen
kennen und ſchätzen gelernt haben, ſind feſt überzeugt,
daß der deutſche Kaiſer und ſeine Regierung den
Krieg nicht gewollt haben. Wenn trotz der
Frie=
densliebe Wilhelms II. Deutſchland in den Kampf zu
ziehen gezwungen war wiſſen wir, daß eine Verletzung
der Neutralität Hollands von dieſem Lande nicht zu
be=
fürchten iſt. Einen Beweis hierfür lieferte uns kürzlich
noch die taktvole, äußerſt peinlich durchgeführte Umgehung
Maſtrichts beim Aufmarſch der dgutſchen Truppen an der
belgiſchen Grenze. Wir bedauern deshalb, daß manche
falſche oder verſtellte Nachricht in die Welt
hinausgegan=
gen iſt, die Deutſchland niedere Motive zuſchreibt,
wo=
durch auch in den neutralen Ländern große Beunruhigung
hervorgerufen und die an ſich ſchon ſchweren
wirtſchaft=
lichen Schädigungen, die jeder Krieg in den
Nachbarlän=
dern hervorrufen muß, noch geſteigert werden. Im
In=
tereſſe der Aufrechterhaltung von Handel und Verkehr in
den benachbarten Ländern in deren engen wirtſchaftlichen
Beziehungen begrüßten wir es deshalb ſehr, daß unwahre,
tendenziöſe Nachrichten, gleichviel von welcher Seite ſie
auch kamen, von Holland mehr und mehr die verdiente
Zu=
rückweiſung erfahren haben. Gott ſchütze Holland und das
Königliche Haus! Im Auftrage gezeichnet: Fritz
Hooſe=
manns=Düſſeldorf.
Deutſche Zucht.
* Kopenhagen, 1. Sept. Wie aus Antwerpen
gemeldet wird, berichten dort eingetroffene Flüchtlinge,
daß in Brüſſel ein deutſch=belgiſches
Finanzminiſterium gebildet worden iſt, das die
Kriegsſteuern einzieht. Dann wurden alle Uhren
Bel=
giens zirka eine Stunde vorgeſtellt, ſo daß ſie jetzt
deutſche Zeit haben. Als die Bürger proteſtierten,
er=
widerte Generalgouverneur von der Goltz, daß
Deutſch=
land einheitliche Zeit haben müſſe. Die Bürger Brüſſels
geben zu, daß im deutſchen Heere glänzende Manneszucht
herrſcht. Alle Zahlungen erfolgen in Gold oder
Anwei=
ſungen auf die deutſche Reichsbank.
Aus dem Elſaß.
* Berlin, 2. Sept. Der Reichstagsabgeordnete
für Mülhauſen, Emmel, beſtreitet im Vorwärts die in
Deutſchland allgemein verbreitete Behauptung, daß
Ein=
wohner von Mükhauſen auf deutſche Truppen
geſchoffen hätten. Vielmehr ſei man den deutſchen
Soldaten ſehr freundlich entgegengekommen, abgeſehen
von einer kleinen Anzahl von Schreiern, die für die
allge=
meine Volksſtimmung nicht in Betracht kommen. Auch ein
Mitglied der Mülhauſener Gemeindeverwaltung berichtet
im Vorwärts ausführlich über die Kämpfe in und um
Mülhauſen und erklärt unter anderem, die deutſchen
Trup=
den, die in Mülhauſen einen franzöſiſchen Flieger
ve=
ſchoſſen, hätten ihre eigenen am Fenſterpfeiler
aufſchlagen=
den Geſchoſſe für aus den Fenſtern abgegebene Schüſſe
gehalten.
Gleichberechtigung der ſozialdemokratiſchen
Preſſe.
* Der Vorwärts veröffentlicht folgende Zuſchrift des
preußiſchen Kriegsminiſters von Falkenhayn:
Unter Bezugnahme auf das Schreiben vom 17. dieſes
Monats teilt Ihnen das Kriegsminiſterium mit, daß die
Ziffer 3 des kriegsminiſteriellen Erlaſſes vom 24. Januar
1894, welche „das Halten und die Verbreitung
revolutio=
närer oder ſozialdemokratiſcher Schriften, ſowie jede
Ein=
führung ſolcher Schriſten in Kaſernen oder ſonſtigen
Dienſtlokalen” verbietet, ſoweit derſelbe ſich auf
ſozial=
demokratiſche Schriften bezieht, welche nach dem
31. Auguſt 1914 erſcheinen, aufgehoben wird. Das
Kriegsminiſterium bemerkt hierbei, daß die Aufhebung
in der Erwartung geſchieht, daß die Veröffentlichung von
Artikeln unterbleibt, welche geeignet ſind, den einheitlichen
Geiſt des Heeres zu beinträchtigen. Sollte dies nicht
zutreffen, ſo iſt jedes Generalkommando befugt, das
Ver=
bot wieder in Kraſt zu ſetzen. Der Kriegsminiſter kann
nur einer wörtlichen Bekanntgabe des Vorſtehenden in
der Preſſe ohne jede weitere Erläuterung zuſtimmen.
Die Schlacht der Oeſterreicher gegen
die Ruſſen.
* Krakau, 2. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die
hieſigen Blätter enthalten Berichte über Teilerfolge
der öſterreichiſch=ungariſchen Truppen in
den Kämpfen an der öſterreichiſch=galiziſchen Grenze, und
ſtellen feſt, daß die Haltung der Truppen eine
außer=
ordentliche iſt. Der Feind werde überall
zurückge=
ſchlagen und mit unbeſchreiblicher Tapferkeit
ange=
triffen. Eine große Zahl Gefangener ſei bereits
einge=
bracht worden. — Nowa Reforma bringt nachträgliche
Berichte über die Schlacht bei Krasnik in denen neuerlich
die Bravour der öſterreichiſch=ungariſchen Truppen die
im Sturm unter dichteſſem Kugelregen die feindlichen
Stellungen nahmen, hervorgehoben wird. Insbeſondere
wird die Tapferkeit der Ofiziere beiont.
Franzöſiſche Rechtfertigung des Durchmarſches
durch Belgien.
* Von befreundeter Seite wird dem Berl.
Lokal=
anzeiger geſchrieben: „Vor mir liegt ein Exemplar der
„Carte ſpéciale des Forts et camps retranchés du Nord=
Eſt, par Ch. Laſſailly”, die in ſehr klarer Ueberſicht die
franzöſiſchen Verteidigungskinien gegen Deutſchland
dar=
ſtellt. Das intereſſanteſte iſt aber der beigefügte kurze
Text, in dem der Verfaſſer mehrere Hypotheſen erörtert.
Nach der erſten geht Deutſchland offenſiv vor, unter
Achtung der Neutralität von Belgien, Luremburg und der
Schweiz. Er betont hier die günſtige Lage Frankreichs
und beſchreibt die beiden Feſtungsketten. Die zweite
Hypotheſe ſetzt die Mißachtung der Neutralität Belgiens
voraus. Hier ſagt der Verfaſſer in wörtlicher
Ueber=
ſetzung:
„Die Verletzung der Neutralität von Belgien und
Luxemburg iſt für die Deutſchen das einzige
Mittel, um den Wallvon Eiſen zu umgehen,
den wir oben beſchrieben haben. Man kann annehmen,
daß ſie der Verſuchung nicht widerſtehen werden, in
Frank=
reich zwiſchen Mézieres und Dünkirchen einzudringen,
d. h. auf einem Gebiet mit verhältnismäßig leichtem
Zu=
gang; denn es iſt nur durch zwei verſchanzte Lager, Lille
und Maubeuge und einige Sperrforts verteidigt. Der
Feind wird ſich alſo in Belgien auf beiden Seiten der
Maas entfalten; denn die Feſtungen Lüttich und
Namur in ihrem jetzigen Verteidigungszuſtande
wür=
den ihn nicht aufhalten können Es iſt unnütz, zu ſagen,
daß wir im Falle der Verletzung des belgiſchen Gebietes
durch die Deutſchen nicht warten würden, bis dieſe vor
unſeren Forts ſtänden. Wir würden vorrücken
und eine große, vorbereitende Schlacht
lie=
fern, deren Folgen für die Deutſchen ſchrecklich wären,
wenn wir, was zu hoffen ſteht, Sieger wären; denn wir
würden ſo im erſten Anlauf am Rhein ankommen.”
So weit der Verfaſſer! Das Geſtändnis des
Fran=
zoſen, der übrigens Repetitor an der Kaiſerlichen
polytech=
niſchen Schule in Petersburg war, daß unſer
Durch=
marſch durch Belgien unſer einziges Mittel
ſei, iſt recht wertvoll. Dieſer Durchmarſch war aber
ſchwieriger für uns, als der Verfaſſer annehmen konnte,
da Lüttich und Namur ſeit der Herausgabe des Buches
zu ſtarken Feſtungen ausgebaut worden ſind. Trotz des
badurch bebingten Zeitverluſtes iſt es den Franzoſen aber
nicht mehr gelungen, ſich zu der großen Schlacht vor ihren
Nordforts zu ſammeln, und der Durchbruch iſt ohne dieſe
Schlacht an der richtig prophezeiten Stelle erfolgt. Der
Verfaſſer ſetzte ſeine Hoffnung beſonders auf Manbeuge
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 3. September 1914.
Nummer 242.
und Lille; daß die Deutſchen die Unverſchämtheit haben
könnten, Maubeuge zunächſt im wahren Sinne des Wortes
links liegen zu laſſen, das kam ihm gar nicht in den Sinn.
Merkwürdig und recht bezeichnend iſt es übrigens, daß
Frankreich die Verteidigung der ſo richtig erkannten
ſchwachen Stelle gerade ſeinen Bundesgenoſſen, den
Eng=
ländern, überließ.
Verletzung des Völkerrechts.
* Der Berliner Lokalanzeiger berichtet: Der
Handels=
ſachverſtändige bei den deutſchen Geſandtſchaften in
Zentralamerika, Dr. Wilhelm Gerlach, iſt am 25. Auguſt
in engliſche Kriegsgefangenſchaft geraten.
Er befand ſich auf der Rückreiſe nach Deutſchland an Bord
eines holländiſchen Schiffes und wurde kurz vor
Rotter=
dam von Engländern, die das Schiff anhielten,
ver=
haftet. — Ebenſo wenig wie Frankreich kümmert ſich
England um die völkerrechtlich gewährleiſtete
Unverletz=
lichkeit unſerer diplomatiſchen Vertreter. Fürwahr,
dieſe Bundesgenoſſen ſind einander wert und würdig.
Die Stimmung in Paris.
* Zürich, 2. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die Neue
Züricher Zeitung meldet: Seit dem Eintreffen der
Nach=
richt von Charl eroi herrſcht in Paris
unverkenn=
bar eine Entmutigung. Man ſah nur noch
maſſen=
haft mit den Zügen ankommende Flüchtlinge aus Belgien
und Nordfrankreich, die ſich in einem elenden Zuſtande
befanden, in langen traurigen Zügen die Boulevards
be=
lebten und Hilfe und Aufnahme begehrten. Die Preſſe
ſieht ein, daß größere Zurückhaltung nötig iſt. Der Bericht
des Senators Gervais im Matin über eine Meuterei des
15. Armeekorps bei Luneville hat einen Entrüſtungsſturm
hervorgerufen. Die armen Teufel mußten als erſte ins
Feuer und wurden furchtbar dezimiert. Den franzöſiſchen
Berichterſtattern verbot die Armeeleitung, den Operationen
zu folgen. Zugunſten der Engländer wurde eine
Aus=
nahme gemacht, was das zeitweilige Verbot der Times
für Frankreich zur Folge hatte. — Die engliſche
Geſandt=
ſchaft in Bern gibt in ihren Berichten über die
deutſch=
engliſchen Kämpfe zu, daß die Engländer zurückwichen
und 6000 Mann verloren.
Die Preisgabe von Lille.
* Aus Lille geflüchtete Franzoſen berichten, daß
nach einer zwiſchen der Pariſer und der belgiſchen,
Regie=
rung getroffenen Abmachung ein Teil der Flüchtlinge
über franzöſiſches Gebiet abgeſchoben wurde, um Paris,
wohin ſich in den letzten Tagen etwa 60000 Bewohner
Nordfrankreichs begeben haben, zu entlaſten.
Ueber=
einſtimmend erklären die Franzoſen, daß in den durch den
deutſchen Einmarſch bedrohten Städten und Ortſchaften
eine fürchterliche Angſt herrſcht. Durch die
ſkanda=
löſen Berichte der belgiſchen Preſſe über die „deutſche
Grau=
ſamkeit” wurde in der Bevölkerung die Furcht dermaßen
geſteigert, daß alle Beruhigungsmittel der Bürgermeiſter
und Präfekten fruchtlos blieben. Am ſchlimmſten ſteht es
in Lille. Abordnungen der Bürgerſchaft begaben ſich auf
die Präfektur, um flehentlich zu bitten, daß man die
Stadt vor einem Bombardement bewahren
möge. Die Deputierten von Lille unterſtützten dieſes
An=
ſuchen durch Vorſtellungen bei der Regierung, die ſich
ſchließlich dem dringlichen Wunſche der Volksvertreter
unterwerfen mußte. Die prächtige Stadt, wo noch vor
wenigen Tagen den durchreiſenden engliſchen Soldaten
ein begeiſterter Empfang bereitet worden war, liegt heute
gänzlich vereinſamt. Bloß die armſeligen, durch
ihre kläglichen Zuſtände berüchtigten Arbeiterviertel ſind
ſo dicht bewohnt wie in Friedenszeiten. Es herrſcht in
dieſen Maſſenquartieren ein unbeſchreibliches
Elend; man verflucht den ſozialiſtiſchen Deputierten
Ragheboom, der für den Krieg ſtimmte. Zudem befinden
ſich in Lille auch Tauſende von franzöſiſchen, belgiſchen und
engliſchen Verwundeten. Schon deshalb ſah man von
einer Verteidigung der Stadt ab. Die Raſierung der
Befeſtigungswerke wurde von der Bevölkerung
mit unverhohlener Freude begrüßt. Und als der
Kommandant mitteilte, daß die Beſatzung von 50000
Mann zur Unterſtützung der franzöſiſchen Nordarmee
her=
angezogen werden ſollte, fühlten ſich die Leute völlig
ge=
borgen. Vom Bürgermeiſter erhielt die Bevölkerung die
Mahnung, einem etwaigen Einmarſch feindlicher deutſcher
Truppen nicht den geringſten tätlichen Widerſtand
ent=
gegenzuſetzen und mit Würde die „hoffentlich nicht lange‟
Beſetzung der Stadt zu ertragen. Der Präfekt reiſte in der
Nacht vom Donnerstag zum Freitag nach Dünkirchen ab,
nachdem er die Archive der Stadt nach Paris hatte
ſchaf=
ſen laſſen.
Bewegung in Perſien.
* Den Blättern wird aus Konſtantinopel gemeldet:
In ganz Perſien iſt eine ſtarke Bewegunggegen
Rußland und England im Gange, die immer mehr
an Ausbreitung gewinnt und auf eine Erhebung gegen
die Protektoratsmächte abzielt. In allen Ortſchaften,
ins=
beſondere Nordperſiens, bilden ſich Freiwilligenkorps. Es
wird auch bereits von der bevorſtehenden Proklamation
des heiligen Krieges geſprochen, der durch die Entrollung
der grünen Fahne des Propheten kundgegeben wurde. Die
Stimmung in der perſiſchen Bevölkerung iſt für ein
un=
bedingtes engeres Bündnis mit der Türkei. In Anbetracht
der bisherigen unüberbrückbaren religiöſen Gegenſätze
zwiſchen Türken und Perſern iſt dieſe Stimmung ein
be=
ſonders bemerkenswertes Zeichen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 3. September.
* Ordensverleihungen. Ihre Königl. Hoheit die
Großherzogin haben den Kammermuſikern Ludwig
Eymann und Louis Gothe das Silberne Ehrenkreuz
für 25 Jahre Hofdienſt, ſowie dem Hoftheaterdiener
Wilhelm Eiſenhauer das Silberne Kreuz des
Philipps=Ordens verliehen. — Das Ehrenzeichen für
Mit=
glieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch
Entſchließung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs
dem Friedrich Griesbach in Heuſenſtamm.
* Gnadenerlaß in Heſſen. Im Anſchluß an den
Gnadenerlaß Sr. Maj. des Kaiſers und Königs von
Preußen vom 29. Auguſt 1914 für Wehrpflichtverfehlungen
macht das Großh. Miniſterium der Juſtiz bekannt, daß,
ſoweit das Begnadigungsrecht Sr. Königl. Hoheit dem
Großherzog zuſteht, ein gleicher Gnadenerlaß in Ausſicht
geſtellt wird.
— Feldpoſtſendungen. Nach den neueſten
Be=
ſtimmungen bleiben Bekleidungs= und
Ausrüſtungsgegen=
ſtände für Truppenteile und deren Angehörige von der
Verſendung durch die Feldpoſt unbedingt
ausge=
ſchloſſen, da grundſätzlich dieſe Sendungen von den
Erſatztruppenteilen durch Vermittelung der
Etappenbehörden nach dem Kriegsſchauplatze zu
befördern ſind. Als Erſatztruppenteile der mobilen
Landſturmbataillone ſind die zuſtändigen
Be=
zirkskommandos anzuſehen. Privatperſonen haben
bisher die Abſendung derartiger Pakete dadurch erreicht,
daß ſie die Sendung von einer Militärbehörde mit dem
Dienſtſtempel bedrucken und mit einer Beſcheinigung, daß
das Paket dienſtlich ſei, verſehen ließen. Derartige
Be=
ſcheinigungen dürfen für die Folge nicht mehr ausgeſtellt
werden.
* Kriegsfürſorge der Darmſtädter Lehrerſchaft. Schon
bald nach Beginn des Krieges wurden dem Roten Kreuz
vom Darmſtädter Lehrerverein 300 Mark, vom Lehrer=
Sängerchor 100 Mark, vom Lehrerinnenverein 50 Mk., vom
Katholiſchen Lehrerinnenverein 50 Mk. und vom Verein
techn. Lehrerinnen 100 Mk. überwieſen. Neben dieſen
Vereinsbeiträgen und den Zeichnungen Einzelner wurde
nun in den letzten Tagen von den Lehrern und
Leh=
rerinnen an den ſtädtiſchen Volksſchulen
eine Organiſation gebildet, die in muſtergültiger Weiſe an
der Beſchaffung von Mitteln zur Heilung der Kriegsnöte
mitwirken will. Unter Leitung der verſchiedenen Vereine
wurde bei den Volksſchullehrern und=Lehrerinnen eine
Liſte zur Zeichnung monatlicher Beitr äge in
Um=
lauf geſetzt. Als Ergebnis kann feſtgeſtellt werden, daß
die hieſigen Volksſchullehrer und=Lehrerinnen das rechte
Verſtändnis für die Zeitbedürfniſſe gezeigt haben, denn
die Summe der Zeichnungen lediglich aus den Reihen der
Volksſchullehrer und=Lehrerinnen ergibt einen
regel=
mäßigen Monatsbeitrag von über 2000
Mark wovon vorerſt dem Roten Kreuz monatlich rund
500 Mark und der ſtädtiſchen ſozialen Fürſorge monatlich
rund 1500 Mark überwieſen werden ſollen. Die
Darm=
ſtädter Volksſchullehrer und=Lehrerinnen haben damit
eine freiwillige Beſteuerung auf ſich genommen,
die bei vielen die Höhe der Staatsſteuer, bei nicht wenigen
ſogar die der Staats= und Gemeindeſteuer erreicht, ja bei
manchen das 2—2½fache ihrer geſamten Steuern beträgt.
Es iſt wahrſcheinlich, daß von einem Teil der Geber dieſe
Beiträge vom Monatsgehalt nur unter Heranziehung
ihrer Sparpfennige geleiſtet werden können; für ſie
han=
delt es ſich alſo nicht bloß um eine beträchtliche
Einkom=
mens=, ſondern zugleich auch um eine Vermögensſteuer. Aber
als das Erfreulichſte kann feſtgeſtellt werden, daß dieſe
Opfer als etwas Selbſtverſtändliches hingenommen
wur=
den, die neben den Blutopfern unſerer im Felde
ſtehen=
den Volksgenoſſen nicht ernſtlich in Betracht kommen
könn=
ten. Die Volksſchullehrer und=Lehrerinnen wollen ſich
an Opferfreudigkeit von niemand übertreffen laſſen. Wer
folgt ihrem Beiſpiel? Denn beizeiten müſſen die
Mittel angeſammelt werden für die ſozialen Nöte, die mit
der Fortdauer des Krieges ſich unausbleiblich einſtellen
werden.
* Kriegsfürſorge. Der Heſſiſche Polizei=
und Schutzhundverein, Sitz Darmſtadt, hat dem
Oberbürgermeiſter den Betrag von 100 Mk. für
Kriegs=
fürſorge zugunſten hilfsbedürftiger Familien von im
Felde ſtehenden Männern der Stadt überwieſen. Aus
den Kreiſen ſeiner Mitglieder ſind der Heeresverwaltung
fünf Hunde unentgeltlich zur Verfügung geſtellt worden,
die bereits im Kriege als Poſtenhunde Verwendung
finden.
Die Motorenfabrik Darmſtadt
Aktien=
geſellſchaft hat ebenfalls ihre ſämtlichen Arbeiter,
welche zum Heere einberufen ſind, in der Heſſiſchen
Kriegsverſicherung auf Gegenſeitigkeit verſichert.
Außer=
dem erhalten die Familien der eingezogenen Arbeiter je
nach ihrer Bedürftigkeit monatlich 20 bis 35 Mk.
Unter=
ſtützung. Der Betrieb wird weiter aufrecht erhalten, um
die dagebliebenen Arbeiter weiter beſchäftigen zu können.
Auch iſt für die Beamten den Verhältniſſen entſprechend
geſorgt worden.
Der Geſangverein „Sängerluſt” hat ſchon
am 1. Auguſt, dem Mobilmachungstage, beim
Abſchied=
nehmen ſeiner ins Feld rückenden treuen Sänger
be=
ſchloſſen, den Chorkaſſenbeſtand von 200 Mk. an ihre
Hinterbliebenen zu verteilen. Weitere
Unter=
ſtützungen für die ſämtlichen im Felde ſtehenden
be=
dürftigen Vereinsmitglieder, aktiv wie inaktiv, ſind vom
Vereinsvermögen vorgeſehen. Selbſt der
Vereinsbei=
trag, den unſere nicht im Felde ſtehenden Mitglieder
entrichten, ſoll zu dauernder Unterſtützung verwendet
werden.
* Sammlung zugunſten der Bedürftigen und
Hinter=
bliebenen von Kriegsteilnehmern aus der Stadt
Darm=
ſtadt. Nach der erſten Quittungsliſte ſind bis
jetzt 16 319.35 Mark eingegangen.
— Arbeitsloſenfürſorge durch Verkürzung der
Ar=
beitszeiten. Auf Veranlaſſung der ſtädtiſchen Verwaltung
hat ſich das hieſige Ortstarifamt für das Maler= und
Weißbindergewerbe mit der Frage der Verkürzung der
Arbeitszeit zum Zwecke einer größeren Beteiligung
Ar=
beitsloſer an den vorhandenen Erwerbsmöglichkeiten
be=
faßt. Das Ortstarifamt kam in zwei Sitzungen zu dem
Entſchluß, die Verkürzung der Arbeitszeit als geeignetes
Mittel zur Linderung der Arbeitsloſigkeit zu empfehlen.
Man war der Anſicht, daß die Maßnahme, von
begrün=
deten Ausnahmefällen abgeſehen, alsbald allgemeine
Geltung erlangen müſſe. Von der Arbeitgeberſeite wurde
die Verſicherung abgegeben, in dieſem Sinne zu wirken.
Es iſt bemerkenswert, daß alle Arbeitgeber= und
Arbeit=
nehmer=Vertreter für die Verkürzung der Arbeitszeit
ſtimmten. Was hier für das Maler= und
Weißbinder=
gewerbe erreicht worden iſt, ſollte ſobald als möglich für
alle übrigen Gewerbe zur Einführung gelangen. Unter
Bezugnahme auf den gemeinſchaftlichen Aufruf des Herrn
Oberbürgermeiſters und des Arbeitsamts „Einer für Alle
und Alle für Einen” wird erſucht, entſprechend zu
ver=
fahren. Die Arbeitgeberſchaft erleidet durch das
Ent=
gegenkommen keinerlei Nachteil, denn die Arbeit wird
nicht teuerer, und die Arbeitnehmerſchaft wünſcht die
Maß=
nahme aus Gründen der Solidarität. Nun brauchts nur
noch den Willen zur raſchen Tat.
* Verwundete in Mainzer Lazaretten. Die
folgen=
den Verwundeten ſind in den Mainzer Lazaretten
unter=
gebracht. Auskunft über dieſelben wird ausſchließlich
erteilt: Im Roten Kreuz, Mitternacht Nr. 4 (
Auskunfts=
ſtelle für Verwundete), vormittags 9—12 Uhr und
nach=
mittags 3—6 Uhr. Feldartillerieregiment Nr. 25:
Ma=
thias Friedrich, 6. Batt. — Franz Horn, 6. Batt. —
Auguſt Jung, 5. Batt. — Infanterie=Regiment Nr. 117:
Johann Kirchenturm, 3. Komp. — Otto Küber, 12. Komp.
— Johann Schubert, 3. Komp. — Theodor Worf, 10.
Komp. — Musk. Wilhelm Dörrhöfer, 8. Komp. — Musk.
Paul Lütge, 5. Komp. — Musk. d. R. Auguſt Windiſch,
8. Komp. — Gefr. d R. Jakob Zöller, 8. Komp. —
In=
fanterie=Regiment Nr. 118: Otto Fleig, 3. Komp. —
Musk. Heinrich Hock, 12. Komp. — Reſ. Paul König, 12.
Komp. — Reſ. Karl Mann, 10. Komp.
Städtiſche Schulzahnklinik. (Sprechſtunden von 9
bis 12 Uhr und von 2 bis 5 Uhr; Samstags von 2 bis 4
Uhr.) Noch nicht ſchulpflichtige Kinder werden nur
mor=
gens von 9 Uhr ab behandelt. Im Monat Auguſt 1914
wurden behandelt: 159 Kinder (91 Mädchen, 68 Knaben)
mit 232 Konſultationen. Gefüllt wurden 137 Zähne,
aus=
gezogen wurden 167 Zähne (109 Milchzähne, 58 bleibende
Zähne). Zahl der Tage, an denen Sprechſtunden
abge=
halten wurden: 25.
* Illuſtrierte Wochen=Chronik. Intereſſante Bilder
von unſerer tapfern Marine bringt die heute beiliegende
Illuſtrierte Wochen=Chronik. Ein Bild zeigt den
Tur=
binenkreuzer „Augsburg”, der den ruſſiſchen Kriegshafen
Libau in Brand ſchoß, ein anderes Bild zeigt ein deutſches
Torpedoboot in voller Fahrt. Hoffnungen ſtolzeſter Art
erweckt ein Bild aus friedlicher Vergangenheit, das bald
zur kriegeriſchen Gegenwart wird: Ein deutſcher
Marine=
luftkreuzer überfliegt ein engliſches Geſchwader, nämlich
das Geſchwader, das in unſerem Kieler Hafen vor wenigen
Wochen Gaſtfreundſchaft genoß. Den Sieger von
Lüttich in intereſſanter Begleitung ſtellt die Aufnahme
dar, als General v. Emmich den König der Belgier bei
ſeinem Beſuch in Lüneburg empfing. Das Titelbild führt
uns den 78jährigen Generalfeldmarſchall von Haeſeler
vor Augen. Die ewig denkwürdige Reichstagsſitzung vom
4. Auguſt iſt in einem erhebenden Bilde verewigt. Eine
Aufnahme aus Lome, der Hauptſtadt Togos, erinnert an
den feigen Einfall der Engländer in unſere Muſterkolonie.
Die übrigen Bilder der intereſſanten Kriegsnummer ſind
unſerem Bundesgenoſſen und ſeiner militäriſchen
Bereit=
ſchaft, ſowie unſeren Feinden Frankreich, England und
Serbien gewidmet.
Die Munition und ihr Erſatz
im Felde.
** Eine Truppe, deren Schießbedarf im Gefecht ſich
erſchöpft, iſt nicht nur nicht mehr zum Angriff und
dem=
nach zum Erfolge fähig, ſie wird wehrlos und iſt dem
Verderben, der Vernichtung durch den Feind
preisgege=
ben. Die Infanterie und die Kavallerie befördern den
Schießbedarf teils am Körper, teils wird er ihnen in
be=
ſonderen Wagen, auch in Kolonnen zuſammengefügt,
nach=
geführt. Die Artillerie befördert einen Teil des
Schieß=
dedarfes mit ihrer Waffe zugleich, aber auch für ſie
be=
ſtehen beſondere Formationen, die die Munition
enthal=
ten und ſie für die Truppe bereit ſtellen ſollen.
Der Munitionserſatz für die kämpfende
Truppe iſt eine der wichtigſten und ſchwierigſten
Auf=
gaben der Kriegführung. Es hat ſich dieſe Schwierigkeit
mit der Einführung der ſchnellſchießenden Waffen ſehr
geſteigert, und es gehört zu den niemals ſchwindenden
Sorgen der Führer aller Grade, mit der vorhandenen
und im Gefechte erreichbaren Munition ſo hauszuhalten
daß ein „Verſchießen” der kämpfenden Truppen nicht
ein=
trete. Ueber den Munitionserſatz bei der Infanterie ſind
die Zahlen der vorhandenen Patronen in keiner Armee
bekannt. Man weiß nur, daß der Mann teils in den
Pa=
tronentaſchen, teils in eigenen kleinen Behältniſſen, im
Torniſter und in den Taſchen der Bekleidungsſtücke ſo viel
Patronen bei ſich hat, als nur möglich iſt, ohne ihn
über=
mäßig zu belaſten. Die Hauptmunition führen die
Pa=
tronenwagen, die zum Gefechtstrain der Truppe gehören
und ihr unmittelbar bis zur Entwickelung in die
Feuer=
linie durch iedes Terrain zu folgen vermögen. Vor dem
Gefechte werden gewöhnlich die Patronenwagen entleert
und deren Inhalt an die Mannſchaften verteilt. Dieſe
ſollen ſie dann in Brotbeuteln, Rock= und Hoſentaſchen
unterbringen und ebenſo die im Torniſter mitgeführte
Munition aus dieſem herausnehmen. In der
Verteidi=
gung legt man die Patronen in die Schützengräben bereit
und macht für ſie durch kurze Erdarbeiten in einzelnen
Abſchnitten kleine Erdniſchen zurecht. Jede Abteilung, die
nach vorwärts in die Feuerlinie einrückt, bringt friſche
Patronen mit. Die einzelnen Abteilungen verſtändigen
ſich in der Feuerlinie darüber, ob etwa bei einer Mangel
an Munition eingetreten iſt. In ſolchen Fällen findet ein
Ausgleich der Munitionsvorräte innerhalb der Feuerlinie
ſtatt. Die gefüllten Patronenwagen einer jeden
Kom=
pagnie ſollen möglichſt nahe hinter die fechtende Truppe
zu gelangen trachten; ſie nehmen dort gedeckte Aufſtel
lung. Wenn aber eine Deckung nicht zu erzielen iſt, ſo
müſſen die Patronenwagen ohne jede Rückſicht auf etwaige
Verluſte an die Truppe herangehen. Denn die Hauptſache
iſt, daß die Feuerlinie ihre dringend erforderliche
Nah=
rung finde und jederzeit mit Patronen in ausreichendem
Maße verſorgt ſei. Jeder Kompagnie=Patronenwagen
muß auch auf Verlangen anderen als der eigenen
Abtei=
lung Patronen verabfolgen; ihm folgen in angemeſſenen
Entfernungen Infanterie=Munitionskolonnen, die durch
die höhere Führung dirigiert und in Marſch geſetzt werden.
Ein großer Verbraucher an Munition im modernen
Kriege ſind die Maſchinen=Gewehre geworden. Ihre
Auf=
gabe iſt die unmittelbare Unterſtützung des Feuerkampfes
der Infanterie. Sie werden daher beim Gefecht zunächſt
nur zum Kampf bereitgeſtellt und ihr Einſatz erfolgt erſt
auf Befehl des Truppenführers, dem ſie, wie die ganze
zum Gefecht vorhandene Summe der Streitkräfte,
unter=
ſtellt ſind. Wohl führen die Maſchinen=Gewehre keine
lange dauernden Feuerkämpfe, denn ſie ſollen nur
entſchei=
dende Momente ausnutzen, aber eben in dieſen
Zeit=
abſchnitten verſchießen ſie ſehr viel Munition. So muß
denn die Truppenführung im heutigen Kriege auch für
das Vorhandenſein und rechtzeitige Heranführen dieſes
Schießbedarfes ausreichende Sorge tragen. Jeder
Ar=
tillerieführer iſt dazu verpflichtet, dauernd für die
Rege=
lung des Munitionserſatzes zu ſorgen. Der Bedarf an
Munition wird in erſter Linie aus den ſogen. „Staffeln”
zunächſt aus den leichten Munitionskolonnen entnommen.
Da die Protzen der Geſchütze und die mitgeführten
Mu=
nitionswagen der Staffel gewöhnlich in Deckung nach
rückwärts gebracht werden, ſo muß bei der Einnahme
einer Feuerſtellung vorher die Munition aus den
Geſchütz=
protzen teilweiſe oder ganz entleert, aus den
Munitions=
wagenprotzen aber immer herausgenommen werden. Für
die Kavallerie kommt Munition nur im Gefecht zu Fuß
in Betracht. Auch ſie führt Munition bei ſich. Bei allen
Waffen aber zeigt ſich nach den Erfahrungen der letzten
Kriege trotz aller ſorgſamer Aufmerkſamkeit immer
wie=
der die Notwendigkeit, daß die Truppen im Beſitze
reich=
haltig bemeſſener und vorhandener Munition davor
be=
wahrt werden müſſen, mit dieſem koſtbaren Gute etwa
Verſchwendung zu treiben. Es iſt Sache der Führer, auf
Grund der ſchon im Frieden eingeübten Feuerdiſziplin
die Truppe vor der Kataſtrophe des Verſchießens zu
be=
wahren. Freilich muß dabei der Gemütszuſtand der
ſchießenden Truppe in Betracht gezogen werden, weil ja
die Nervoſität in der Feuerlinie manchen Schützen dazu
verleiten könnte, zwecklos und zu viel zu ſchießen.
Die=
ſen Uebelſtänden zu begegnen, iſt Pflicht der Unterführer,
die ihre Leute gerade in ſolchen entſcheidenden Mamenten
feſt in der Hand haben müſſen.
Nummer 242.
Darmſtätder Tagblatt, Donnerstag, den 3. September 1914.
Seite 3.
* Ausſtellung von Anſichtskarten. Im Schaufenſter
der Kunſthandlung von Sonnthal in der Eliſabethenſtraße
iſt eine größere Anzahl von Anſichtskarten aus Belgien
und Frankreich ausgeſtellt.
* Neue Poſtkarten. Die Firma H. Hohmann bringt
vier Poſtkarten heraus, die eine ſchöne Erinnerung an die
herrlichen Siege unſerer tapferen 115er bilden werden.
Es ſind dies Abbildungen der von unſeren 115ern
erbeute=
ten franzöſiſchen Geſchütze, Aufnahmen auf dem
Bahn=
transport nach Darmſtadt und vor dem Denkmal
Lud=
wigs IV., wo ſie Aufſtellung gefunden haben. Unſeren
Soldaten im Felde werden dieſe Karte beſondere Freude
machen,
Rotes Kreuz.
(Bureau: Rheinſtraße 36, Fernruf 25; geöffnet
ununter=
brochen von 7 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends. Bureau
der Materialien=Abteilung: Altes Palais, Fernruf 20.)
Bei der Zentral= und Lazarett=Abteilung gehen
täg=
lich Meldungen und Anfragen von Frauen und
Mäd=
chen ein, die bereit wären, an einem weiteren
Ausbil=
dungslehrgang für Helferinnen teilzunehmen. Zu
un=
ſerem lebhaften Bedauern ſind wir zurzeit nicht in der
Lage, einen weiteren Kurſus für Helferin=Schülerinnen
einzurichten, da wir über genügende Pflegekräfte
verfü=
gen. — Von Zuwendungen können wir dankbar
erwäh=
nen: Frau Anna Weiner, hier, Schulſtraße 10, hat
zu=
gunſten des Roten Kreuzes einen Verkauf von
Damenhü=
ten veranſtaltet. Den Erlös im Betrage von 92 Mark
hat ſie aus eigener Taſche auf 100 Mark abgerundet.
Die Schulkinder von Eſchollbrücken haben ihre
Opferwil=
ligleit für das Rote Kreuz durch Verzicht auf die
Sedan=
brezeln in ſchöner Weiſe zum Ausdruck gebracht. Die
Alte Herren=Vereinigung des Korps Haſſia hat das
Korpshaus hier, Sandſtraße 30, mit acht zum Teil neu
beſchafften Betten uns freundlichſt zur Verfügung geſtellt.
— Da uns Liebesgaben nicht ſelten mit einer
Einſchrän=
kung ihre: Verwendung zugehen, ſo möchten wir darauf
hinweiſen, daß ſich dies nicht empfiehlt. Derartigen
Wünſchen, daß die Gaben nur Angehörigen einer
Pro=
vinz, einer Stadt, einer Truppengattung oder eines
Re=
giments zugeführt werden möchten, kann nicht entſprochen
werden. Der Militärverwaltung und dem Kaiſerlichen
Kommiſſar muß es vorbehalten ſein, die einzelnen
Ga=
ben an die Stellen des größten Bedarfs zu leiten. Wir
ſind überzeugt, daß ſich alle Spender der Billigkeit und
Zweckmäßigkeit dieſes Verfahrens nicht verſchließen und
gerne unterordnen werden.
-h- Zwingenberg, 1. Sept. (Der hieſige
Obſt=
markt), deſſen Abhaltung in den Tagen der
Haupt=
mobilmachung eingeſtellt war, wird täglich mit großen
Obſtmaſſen befahren. Schon oftmals war es den
Wagmeiſter kaum möglich, den Andrana zum Wiegen
zu bewältigen. Viele Hunderte von Obſtkörben müſſen
täglich gewogen werden und der Verkauf geht ſtets ohne
Störung flott vonſtatten. Die Orte der ganzen mittleren
Bergſtraße, des nahen Odenwalds und des Rieds
bringen ihr Obſt auf den hieſigen Markt. Die Preiſe
ſind in der Regel befriedigend.
-h- Auerbach, 1. Sept. (Für die
Verwun=
deten.) Unſer neues Schulhaus wurde geräumt, um
zu einem Lazarett für verwundete Krieger eingerichtei
zu werden. Die Schulen wurden an verſchiedenen
Stellen des Orts untergebracht. Das Schulhaus
ent=
hält 9 Säle, Zentralheizung. Küche, Bäder, große
Turn=
halle uſw. Es iſt für ein Krankenhaus wie geſchaffen.
Herr Generalarzt Dr. Frenzel aus Darmſtadt iſt der
Leiter des militäriſchen Krankenweſens unſeres Ortes.
sd. Bürſtadt, 1. Sept. (Ein Rohling.) Der
Taglöhner Peter Kratz von hier geriet in ſeiner
elter=
lichen Wohnung mit ſeinem Bruder Michael Kratz in
einen ſolch heftigen Wortwechſel, daß ihm derſelbe eine
Anzahl Stiche in Hals und Rücken mit ſeinem
Taſchenmeſſer beibrachte. Er wurde durch die
Gen=
darmerie feſtgenommen. — Der 21jährige Fabrikarbeiter
Jakob Kainz von hier, der erſt vor kurzem von ſeiner
Gefängnisſtrafe begnadigt wurde, ſchoß geſtern
nach=
mittag dem 7jährigen Hartmann Kilian mit einer
Stockflinte in beide Beine. Kainz gibt an, er habe mit
der Schußwaffe Vögel ſchießen wollen.
r. Gambach bei Butzbach, 1. Sept. (Diamantene
Hochzeit.) Herr Gilbert Kkretzmüller und ſeine
Ehe=
frau Eliſe geb. Mohr feierten heute in aller Stille im
engſten Familienkreiſe bei voller Rüſtigkeit das Feſt ihrer
diamantenen Hochzeit. Beide Eheleute ſtehen im 83
Lebensjahre.
Der Jungdeutſchlandbund.
Ein Rückblick
vom
Generalfeldmarſchall Frhrn. v. d. Goltz
Heute, da der Jungdeutſchlandbund für die Dauer
des Krieges ſich mit der übrigen deutſchen Jugend
ver=
eint, iſt ein Rückblick auf das Endergebnis ſeiner
Er=
ziehung und ſeiner Tätigkeit wohl am Platze. Es ſoll
keine Lobeshymne ſein, aber eine ernſte und ruhige
Prü=
fung deſſen, was er geleiſtet hat.
Da haben wir bei aller Zurückhaltung das Recht,
un=
ſere große Freude auszuſprechen über die Anerkennung,
die unſeren Jungmannen in den ſchweren Tagen zuteil
geworden iſt, die wir gegenwärtig durchleben. Kaum
war das Wort „Mobilmachung” ins Land
hinausgeflo=
gen, da ſtanden ſie an allen Orten zur Hilfeleiſtung ſchon
bereit. Sie hatten nicht gewartet, bis von oben her ein
Wink oder eine Anordnung kam, ſondern jeder, bis zu
den unterſten Führern hinab, handelte ſelbſtändig, nach
eigener Einſicht und auf eigene Verantwortung. So ſollte
es ſein; ſo war es allen Angehörigen des Bundes
ge=
lehrt worden. Friſch, froh, ruhig und umſichtig ſtellte ſich
die jugendliche Mannſchaft vor allen Dingen den
Militär=
behörden zur Verfügung. Nie iſt ſie verdroſſen geweſen
nie müde oder gar unwillig. Still, geſchäftig, eifrig und
folgſam hat ſie getan, was ihr aufgetragen wurde. In
den Lazaretten übernahm ſie das Packen der
Sanitäts=
ſachen, das Abzählen der Verbandpäckchen, das
Zurecht=
legen, Ordnen und Fortſchaffen zu den Truppenteilen. Als
Boten eilten ſie hin und her. Auf den Bahnhöfen konnte
ſie jeder Ankommende ſehen, bereit zum Zurechtweiſen,
zum Helfen und Führen.
Auf den Sammelplätzen der Reſerviſten und der
Land=
wehrleute bei den Bezirkskommandos wirkte ſie in
glei=
cher Art. Unermüdlich iſt ſie bereit geweſen, die
Warten=
den zu verſorgen, das Eſſen für dieſe heranzutragen, ihnen
die Feldflaſchen zu füllen, Briefe zu befördern und Dienſte
aller Art zu erweiſen. Nie iſt ihr der gute Humor dabei
ausgegangen. Ein deutſcher Jungmann iſt immer
fröh=
lich. Manch hübſche Anekdote erzählt man. So wurde
ein kleiner, kaum 1,20 Meter hoher Knirps von einem
Ge=
neral gefragt, was er denn ſchon alles am Tage getan
habe, und er zählte die eben erwähnten Hilfsleiſtungen
auf. „Und heute nachmittag kleide ich die Reſerviſten mit
ein,” ſo ſchloß er ſtolz. Ein großes Feld der Tätigkeit
hat unſerer Jugend die Durchfahrt der Truppenzüge
ge=
währt, wo ſie eifrig im Herantragen von Erfriſchungen
und Waſſer, im Erfüllen von allerlei Aufträgen der
Durch=
fahrenden geweſen iſt. Gewiß iſt das etwas für jeden
tüchtigen Jungen, deſſen Bruſt ſich gehoben fühlt, wenn er
mittun kann beim Auszug des Heeres ins Feld. Sein
friſcher, kühner Sinn träumt dabei im voraus von
eige=
nem Anteil, vom Mitgehen zu großen Erlebniſſen, von
der Teilnahme an Heldentaten.
Auch das Mühevollere und weniger Romantiſche hat
die Jungmannſchaft nicht geſcheut. Bei
Verkehrseinrich=
tungen aller Art, Betriebſtellen im ſtaatlichen und
priva=
ten Dienſt ſieht man ſie hin und her eilen. Gleich als der
Kaiſer das verhängnisvolle Wort von der Kriegsgefahr
ſprach, war ſie ferner dabei, beim Einbringen der Ernte
in allen Teilen des Reiches zu helfen. Die vorher
befürch=
tete Not an Arbeitskräften ſchwand unter dieſer
Hilfsbereit=
ſchaft bald. Die frohe Kunde durfte ſchon nach wenig
Ta=
gen verbreitet werden, daß die Ernte geborgen ſei. Das
war eine wichtige Bedingung für die Dauer unſeres
Wi=
derſtandes gegen den an Zahl ſo übermächtigen Feind.
Es wird um ſo bedeutungsvoller werden, als Deutſchland
wie in einem Feldlager faſt auf allen Seiten vom Feinde
umſchloſſen iſt. Jungdeutſchland hat ſich damit ein
ernſt=
haftes Verdienſt erworben. Ueberall, wo es etwas zu
tun gab, hat es nicht gefragt nach dem „Wie” und „
War=
um”, hat keine Bedingungen geſtellt, ſondern zugegriffen.
Es rührte ſeine Arme, wo und wie ſie gebraucht wurden.
Den Lehren des Jungdeutſchlandgeſetzes folgend, hat
es auch Furchtloſigkeit bewieſen und ſich nicht geſcheut,
die eigene Perſon rückſichtslos einzuſetzen, ohne vor der
Gefahr zu bangen, die ihr drohte. Das war brav und
tüchtig; ſolcher Geiſt ſoll im ganzen Jungdeutſchland
herrſchen.
Wertvolle Dienſte haben unſere Jungmannen nach
dem Kampfe um Lüttich als Schützer der Verwundeten, als
Begleiter von Transporten geleiſtet, ſelbſt auf dem
Schlachtfelde beim Aufſuchen und Bergen der
Verwunde=
ten. Des feindlichen Feuers nicht achtend, ſind ſie bis
in die vorderſten Schützenlinien vorgegangen. Mit dem
auf dem Kampfplatz erbeuteten Karabiner in der Hand
hielten ſie auf dem Verdeck der Automobile Wache, um
die Verwundeten zu ſchützen, die dieſe zurückſchafften und
die mehrfach überfallen worden waren. Das war für die
jungen Streiter kein leichter Entſchluß; denn ſie waren
noch keine durch das Völkerrecht geſchützten Mitkämpfer,
und der tückiſche Feind hätte ſie nicht geſchont, wenn ſie
in ſeine Hand gefallen wäre. Sicherer Tod wäre ihr
Los geweſen. „Jungdeutſchland hat ſeine Feuerprobe
glänzend beſtanden” wie Alfred Roth, einer unſerer
her=
vorragendſten Jugendführer, in dieſen Tagen auf der
Fahrt nach dem Kriegsſchauplatze meldete.
So war es gemeint, ſolchen Geiſtes ſollte
Jung=
deutſchland ſein, ſo hatte ich gehofft, daß es dereinſt ſich
zeigen würde, aber ich wagte nicht, daran zu denken, daß
unſere Lehren ſchon nach ſo kurzer Zeit ſolche Erfolge
zei=
tigen würden. Ein Heil unſerer Jugend! Es ſteckt in
ihr ein beſſerer Kern, als viele es zuvor gedacht haben,
die von ihrer Entartung ſprachen, und ich freue mich,
überall, wo ich vor dem Kriege öffentlich ſprach, vor der
Schwarzſeherei in bezug auf unſeren Nachwuchs gewarnt
zu haben. Man hat unſere Jugend vielfach ungerecht
be=
urteilt; heute ſteht ſie durch ſich ſelbſt gerechtfertigt vor
dem Vaterlande da. Und ſie wird fortfahren auf der
be=
tretenen Bahn, tapfer, unerſchrocken, ausdauernd und
hingebend, ohne Lohn zu heiſchen. Sie tut das Gute um
des Guten willen.
Eines jeden Volkes Zukunft liegt in ſeiner Jugend.
Deutſchland wird nicht zugrunde gehen, ſo lange die ſeine
ſo tüchtig bleibt. Wo ſolche Zweige an den alten
Stäm=
men ſproſſen, da wuchert neues, kraftvolles Leben.
Schon die Kämpfe in Südweſtafrika haben gelehrt,
daß die Söhne von heute der Väter von 1870/71 würdig
ſind. Alle Offiziere, die von dort heimkehrten, waren des
Lobes unſerer Mannſchaft voll. Wie hat General v.
Deim=
ling ſie anerkannt, der ſtrenge, ungeſtüme Soldat, der
nie=
mals geringe Anforderungen an die Seinen geſtellt hat.
Die blutige Saat, die heute geſtreut wird, wird
herr=
lich aufgehen. Nach dem Kriege wird es keine Parteien,
keine Spaltungen und Abſonderungen in der
heranwach=
ſenden Generation mehr geben, die ſich zum Dienſte des
Vaterlandes vorbereitet. Jungdeutſchland wird wirklich
die geſamte deutſche Jugend umfaſſen, wie es zu=Anfang
gedacht war. Es verbürgt unſerer Eigenart die Dauer
acht zum Licht. Mag auch kommen, was da: wolle:
immer wird ſich im Herzen Europas ein ſtarkes, großes
deutſches Volk behaupten.
Die Papſtwahl.
* Rom, 2. Sept. Die Kardinäle ſind geſtern
nach=
mittag 5 Uhr zu einer neuen Abſtimmung
zuſammen=
getreten, um 6.35. Uhr ſtieg neuer Rauch aus dem
Schorn=
ſtein der Sixtiniſchen Kapelle. Mehrere tauſend Perſonen
ſtanden auf dem Sankt Petersplatz. Da die Menge
in=
folge eines Mißverſtändniſſes glaubte, daß der Papſt
ge=
wählt worden ſei, ſo näherte ſie ſich der Baſilika, um die
Proklamation zu hören. Sie wartete aber vergeblich. Am
Morgen bemerkte man, daß der Rauch ſchwer zu ſehen
war. Darum wurde das mit den Stimmzetteln zu
ver=
brennende Stroh am Abend vermehrt. — Der Hüter des
Konklaves, Fürſt Chigi, hat Erinnerungsmünzen in Gold,
Silber und Bronze ſchlagen laſſen, die an die Kardinäle,
das diplomatiſche Korps und die Würdenträger des
Vati=
kans verteilt werden ſollen.
* Rom 2. Sept. Nach der Tribuna vereinigte bei
der erſten Abſtimmung des Konklaves Kardinal Pietro
Maffi ungefähr 30 Stimmen auf ſich, die anderen ſollen
zwiſchen den Kardinälen Pietro Gaſparri und Baſil
Pompilj geteilt geweſen ſein, doch hatte erſterer mehr
Stimmen. Die zweite Abſtimmung ergab ungefähr
das=
ſelbe Bild.
Vermiſchtes.
* Das Ende der franzöſiſchen Mode in
Deutſchland. Der Manufacturiſt ſchreibt über die
vorausſichtlichen Folgen des deutſch=franzöſiſchen Krieges
auf die „deutſche Mode” in ſeiner dieswöchigen Ausgabe:
Die deutſchen Fabrikanten, Groß= und Kleinhändler, und
das deutſche Publikum haben ſchon wiederholt den Ruf
erſchallen laſſen, daß die franzöſiſche Mode aus
Deutſchlands Grenzen verbannt wierden
möge, daß unſere Induſtrie nicht in Abhängigkeit vom
launiſchen Modewechſel franzöſiſcher Koketterie und
Ex=
zentrizität ſein ſoll. Jetzt iſt der Zeitpunkt gekommen.
Die Anregungen, die ſonſt im Auguſt von Paris aus den
deutſchen Modemarkt belebten, befruchteten und
enttäuſch=
ten, bleiben diesmal aus. Und während ſonſt deutſche
Konfektions= Hut= und Beſatzfirmen ihre Vertreter nach
Paris ſandten,. um die modiſchen Aeußerlichkeiten der
weiblichen Welt in Paris zu ſtudieren, ziehen heute
Deutſchlands Söhne gegen Frankreichs Bürger. In
die=
ſem Auguſt kommen keine franzöſiſchen
Mo=
delle über die Vogeſen. Aber unſere
Textilindu=
ſtrie möge ſich überhaupt dazu aufraffen, nicht mehr den
Einflüſſen der franzöſiſchen Mode zu folgen, ſie ſoll neue
deutſche modiſche Werte ſchaffen. Die deutſchen
Modellfirmen mögen ſich in dieſen Tagen zum Vorſatz
nehmen, daß wir die franzöſiſche Mode nicht brauchen,
ſon=
dern ſelbſt Erfindungsgeiſt genug haben, eine eigene Mode
zu ſchaffen. Heute wollen wir mit der Jahrhunderte alten
Modetradition brechen und die Tatſache, daß bisher Paris
den Ton in der Mode angegeben hat, in die
Rumpel=
kammer der Vergangenheit werfen.
Literariſches.
— G. Freytags Kriegskarte von Mittel=
Europa. 1:5 Mill., 55 :80 Zentimeter groß, Preis
1 Mark, iſt bei der Kartogr. Anſtalt G. Freytag u. Berndt,
Geſ. m. b. H., Wien VII, Schottenfeldgaſſe 62,
erſchie=
nen und verdient ihrer praktiſchen Anlage wie ihrer
hüb=
ſchen Ausführung in vielfachem Farbendruck wegen volle
Beachtung. Das Blatt gibt eine gute Geſamtüberſicht
der ſämtlichen Kriegsſchauplätze und iſt durch Beigabe
ſtatiſtiſcher Darſtellungen in diagrammatiſcher Form über
die Stärke der Heere und Kriegsflotten, ſowie der Größe
nach Flächeninhalt und Bevölkerungszahl der
kriegführen=
den und neutralen Staaten im jetzigen Weltkriege ein
ganz vorzüglicher Behelf für die Verfolgung desſelben.
— Eine neue Detailkarte des ſerbiſchen
Kriegsſchauplatzes in großem Maßſtabe iſt
ſo=
eben bei G. Freytag u. Berndt, Geſ. m. b. H., Wien VII,
Schottenfeldgaſſe 62, unter dem Titel: G. Freytags Karte
des nördlichen Serbien, 1:600000, zirka 55 :80 cm
groß, Preis 1 Mark, erſchienen. In Farbendruck gut
ausgeführt, umfaßt ſie das Gebiet zwiſchen Eſſegg-
Serajewo — Novibazar — Niſch — Leskovac — Turn=
Severin — Temesvar und enthält ſehr zahlreiche
Orts=
namen.
Feuilleton.
* Engliſche Gefangene in Magdeburg. Nachts gegen
32½ Uhr traf in Magdeburg ein Transport gefangener
belgiſcher Offiziere ein, denen einige Engländer zugeſellt
worden waren. Trotz der ſpäten Stunde hielt, angelockt
durch die umfaſſenden Vorbereitungen der Polizei, eine
große Menſchenmenge die Wilhelmſtraße unter der
Eiſen=
bahnüberführung dicht beſetzt. Schutzleute zu Fuß und
zu Pferde hielten eine ſchmale Gaſſe frei, an deren einem
Ende ein hell erleuchteter Wagen der Elektriſchen ſtand.
Da donnerte der Zug in die Halle, und ein paar Minuten
ſpäter blitzten auch ſchon, ſo berichtet die Magdeb. Ztg.,
die Bajonette unſerer braven Soldaten auf, die den
Transport begleiteten. Und dann die Herren Gefangenen
Die goldbetreßten Käppis der Belgier — die kannte man
ſchon. Eiſiges Schweigen empfing ſie. Da plötzlich einige
fremdartige Pickelhauben: Engländer! Ein Murmeln
ging durch die Menge. Das ſind ſie alſo — das ſind ſie,
die wir verprügelt! Für einen Augenblick hatte man das
Gefühl: jetzt wird etwas geſchehen. Etwas vielleicht, was
unſer nicht recht würdig geweſen wäre, oder irgend etwas
Großes, Befreiendes, etwas jedenfalls, was die
Span=
nung löſt. Sekunden vergehen: da, wie ein Falke, der
ſich blitzſchnell in die Luft wirft, erhebt ſich über dem
Mur=
meln der Menge eine jubelnde Männerſtimme: „
Deutſch=
land, Deutſchland über alles” ſchmertterte ſie in die Nacht
hinaus. Das waren erlöſende Worte! Und nun brauſt
das Lied der Deutſchen wie ein Triumphgeſang über den
Platz. Es erklingt oben auf den Bahnſteigen und bricht
ſich an den Wänden der gewaltigen Hallen und den
Stein=
mauern der Ueberführungen. Alles ſingt. Die
Schutz=
leute zu Fuß und zu Pferde. Die Soldaten mit den
blitzenden Bajonetten und der Führer des Motorwagens.
Immer jubelnder wird der Geſang. Da ſetzt ſich der
Wagen in Bewegung, und wie aus Fanfaren ſchmettert
es ihm nach: „Von der Maas bis an die Memel, von
der Etſch bis an den Belt.
* „Les Anglais sont des misérables‟. . Die
Engländer ſind elende Schurken” ſagte Friedrich der
Große im Frühjahr 1764 zu dem holſteiniſchen
Konfe=
renzrat v. Saldern, der als ruſſiſcher Geſandter nach
Kopenhagen ging und bei der Durchreiſe Berlin berührte.
Wie iſt der Preußenkönig zu der Anſchauung gekommen?
Durch die bitteren Erfahrungen des Siebenjährigen Krie=
ges! Er, der gegen eine Welt von Feinden kämpfte, wurde
1761 von ſeinem einzigen Bundesgenoſſen deshalb
ſchmäh=
lich im Stich gelaſſen, weil die Engländer ihr Schäfchen,
nämlich Kanada und Oſtindien, ins Trockene gebracht
hatten, und nun von Preußen harmlos verlangten, der
König ſolle den Frieden durch eine kleine Gebietsabtretung
erkaufen. Seitdem hatte ſich der König den Grundſatz
eingeprägt, man könne wohl mit einem engliſchen
Mini=
ſterium ein Bündnis ſchließen, aber nicht mit der Nation,
denn bei jeder Aenderung des Miniſteriums würden die
neuen Miniſter die von ihren Vorgängern eingegangenen
Verpflichtungen als nichtig und ungeſchehen betrachten,
ſobald ſie ihnen unbequem würden. Wie bat doch
Bis=
marck im April 1856 ſich ausgedrückt? „Die inſulariſche
Sicherheit macht es England leicht, einen kontinentalen
Bundesgenoſſen je nach dem Bedürfnis der britiſchen
Po=
litik zu halten oder ſitzen zu laſſen, und ein
Miniſter=
wechſel reicht zur Bewirkung und Rechtfertigung des
Revirement hin, wie Preußen das im Siebenjährigen
Krieg erlebt hat.”
* Faror tentoniens. Charakteriſtiſch für den
furor teutonieus iſt die Darſtellung eines verwundeten
Franzoſen in Köln über die deutſche Kampfesweiſe, die
er der Stationsſchweſter gab. Wenn die Deutſchen auf 50
Meter an die Franzoſen herangekommen ſeien, dann
fin=
gen ſie auf einmal an, loszuſtürmen und derart Hurra
zu rufen, daß die Franzoſen es mit der Angſt bekämen,
alle Waffen uſw. wegwürfen und was das Zeug halten
wollte, wegliefen.
* So viele Zeppeline! Daß man in Amerika den Wert
der engliſch=franzöſiſchen Siegesberichte ſchon zu würdigen
verſteht, beweiſt folgende Notiz in einem amerikaniſchen
Blatte: „So viele „Zeppeline” wie die
Fran=
zoſen und Belgier ſchon heruntergeſchoſſen
haben wollen, gibts gar nicht, oder ſie müſſen über
Nacht „geheckt” haben.”
* Das dichtende Deutſchland. Die Redaktion der
Münchener N. Nachrichten gibt bekannt, daß ihr auch
wäh=
rend der letzten Zeit täglich bis zu hundert
Kriegs=
lieder und andere vaterländiſche Gedichte zugeleitet
worden ſind. Sie dankt den Einſendern dieſer Beiträge
verbindlichſt für ihre Teilnahme und rege Mitarbeit, bittet
aber, mit Rückſicht auf die ohnehin ſtark beanſpruchte
Ar=
beitskraft der Redaktion, ihr keine Gedichte mehr
einſenden zu wollen.
Die Tranzeliche Einie I der Mite
durchbrochen.
* Großes Hauptquartier, 2. Sept. (W. T. B. Amtlich.) Die mittlere
Heeresgruppe der Franzoſen, etwa 10 Armeekorps, wurde geſtern zwiſchen Reims
und Verdun von unſeren Truppen zurückgedrängt. Die Verfolgung wird
heute fortgeſetzt. Ein feindlicher Vorſtoß von Verdun wurde abgewieſen. Der
Kaiſer befand ſich während der Kämpfe bei der Armee des Kronprinzen und
verbleibt noch bei den Truppen.
Der Generalquartiermeiſter v. Stein.
Die Rieſenſchlacht in Galizien.
* Wien, 2. Sept., 9 Uhr vorm. (W. T. B.) Die einwöchige erbitterte Schlacht
im Raum zwiſchen Zammose-Tyszowska führte geſtern zum vollſtändigen Siege
der Armee Auffenberg. Scharen von Gefangenen und bisher 460 Geſchütze
wurden erbeutet. Die Ruſſen befinden ſich im Rückzug über den Bug.
Anch bei der Armee Dankl bei Lublin ſind ununterbrochen Erfolge zu
ver=
zeichnen.
In Oſtgalizien iſt Lemberg noch in unſerem Beſitz, gleichwohl iſt dort die
Lage gegenüber dem ſtarken und überlegenen ruſſiſchen Vorſtoß ſehr ſchwierig.
Der Stellvertreter des Chefs des Preſſequartiers:
Hülſen, General.
Wieder zwei bedeutungsvolle
Sieges=
meldungen, am Sedantage, die erſte aus dem Weſten
und die zweite aus dem Gebiet der Schlachten in Galizien
und Ruſſiſch=Polen, woſelbſt ſeit ſieben Tagen zwiſchen
Oeſterreichern und Ruſſen ein erbitterter Kampf geführt
wird. In Frankreich reiht ſich Sieg an Sieg. Die
Deut=
ſchen ſind jetzt ſchon über Verdun vorgerückt; denn die
ſiegreiche Schlacht über 10 franzöſiſche Armeekorps fand
zwiſchen Verdun und Reims ſtatt. Wie mitgeteilt, wurde
der Feind weiter verfolgt und man wird wohl in kurzem
weiteres von dieſem neuen glänzenden Waffenerfolg der
deutſchen Truppen hören. Zum erſten Male erfährt man
auch, daß der Kaiſer ſich bei der Armee befindet. Es
geht alſo raſch vorwärts auf dem Wege nach Paris!
In Ruſſiſch=Polen ſind die Ruſſen nach obiger
Mel=
dung nördlich der Grenze Galiziens von der Armee
Auf=
fenberg vollſtändig geſchlagen worden und ziehen ſich
zu=
rück, ebenſo iſt die öſterreichiſche Armee auf dem
weſt=
lichen Teile des Kriegsſchauplatzes erfolgreich geweſen.
Kritiſcher ſcheint die Lage auf dem öſtlichen
Kriegsſchau=
platze in Galizien zu ſein. Hoffen wir, daß es unſeren
tapferen Verbündeten gelingt, auch dort die Ruſſen über
die Grenze zurückzujagen. Wir dürfen das Vertrauen zu
der öſterreichiſchen Armee haben, daß ſie der ſchwierigen
Situation Herr wird.
Die Verkündigung der neuen Siege durch
unſer Extrablatt am geſtrigen Abend erregte großen
Jubel. Zu Hunderten hatten die Menſchen vor dem
Tagblatt ſich zuſammengeſchart und warteten auf die
Ausgabe der Extrablätter. Der Andrang war zeitweiſe
ſo ſtark, daß zur Aufrechterhaltung der Ordnung
Schutz=
leute in Anſpruch genommen werden mußten, denn die
Menge ließ ſich vor Begeiſterung nicht halten. Nach dem
Bekanntwerden der Extrablätter wurden auf der Straße
Hochrufe ausgebracht. — Möchte uns noch recht oft
Gele=
genheit geboten werden, ſolche Siegesmeldungen zu
ver=
künden!
Freiwilliges Marine=Flieger=Korps.
* Berlin, 2. Sept. (W. T. B. Amtlich.) Auf den
Aufruf des Reichsmarineamts, die Gründung eines
Frei=
willigen Marine=Flieger=Korps betreffend,
haben ſich in wenigen Tagen über 3000 Kriegsfreiwillige
gemeldet. Von dieſen konnte zunächſt nur eine beſchränkte
Zahl eingeſtellt werden. Die Geſuche, die ein ſehr
be=
redtes Zeugnis von dem Intereſſe und dem Drang nach
Betätigung im Dienſte des Vaterlandes ablegen, alle
ein=
zeln zu beantworten, iſt dem Kommando des Marine=
Flieger=Korps nicht möglich geweſen. Bei weiterem
Be=
darf wird auf die vorliegenden Anmeldungen
zurückge=
griffen werden.
Für die Oſtpreußen.
* Breslau, 2. Sept. Das Schleſ. Morgenbl.
meldet: Als Beitrag zu dem Hilfswerk für Oſtpreußen
hat der Magiſtrat 50000 Mark bewilligt.
* Berlin, 2. Sept. Die Kaiſerin hat der
Pro=
vinz Oſtpreußen zur Linderung der Not unter der
durch den Einfall der Ruſſen leidenden Bevölkerung
10000 Mark überwieſen.
Die Mannſchaft des Hilfskreuzers „Kaiſer
Wilhelm der Große” gerettet.
* Berlin, 2. Sept. (W. T. B. Amtlich.) Nach einer
telegraphiſchen Meldung des Kommandanten des in der
Nähe des Hafens von Rio del Oro von den Engländern
zum Sinken gebrachten Hilfskreuzers „Kaiſer Wilhelm
der Große” iſt wahrſcheinlich die geſamte
Be=
ſatzung gerettet.
Die Deutſchen in Brüſſel.
* Berlin, 2. Sept. Die deutſchfeindliche Daily Mail
bringt in einer ihrer letzten Nummern ein
Stim=
mungsbild aus Brüſſel, das den Deutſchen volle
Gerechtigkeit widerfahren läßt. „Die 3000 deutſchen
Sol=
daten,” ſo ſchreibt der Berichterſtatter, „die die Hauptſtadt
beſetzen, behandeln die Bevölkerung mit aller
Menſchlich=
keit und enthalten ſich jeden herausfordernden Benehmens.
Die Offiziere logieren in den großen Hotels, die Soldaten
ſind in Kaſernen, auf Bahnhöfen und in
Eiſenbahnſchup=
pen einquartiert. Die Offiziere laſſen große Vorräte von
Konſerven ankaufen. Auf Befehl des deutſchen
General=
kommandos wird alles bar bezahlt, während die großen
Ankäufe mit Requiſitionsſcheinen bezahlt werden. Die
unentbehrlichen Lebensmittel haben keine bemerkenswerte
Steigerung erfahren. Die Zeitungen haben ihr
Erſchei=
nen eingeſtellt, und der Polizeidienſt wird von belgiſchen
Zivilgardiſten beſorgt. Die Stadt hat ihr gewöhnliches
Ausſehen wiedergewonnen. Die Caféhäuſer ſind wie in
früherer Zeit bis auf den letzten Platz gefüllt. Von den
200 Millionen Francs, die die Deutſchen als Kriegsſteuer
fordern, iſt bereits eine Abſchlagszahlung von 20
Millio=
nen erlegt=worden. Die Deutſchen laſſen es ſich mit Fleiß
angelegen ſein, die belgiſche Bevölkerung davon zu
über=
zeugen, daß ſie von der Okkupation nichts zu beſorgen
habe. Ein einziger Akt von Widerſpenſtigkeit iſt bisher
vorgekommen, und zwar hat ſich der Stationsvorſteher von
Grundenberg geweigert, die Bahnhofsräume als
Sol=
datenquartier zu überlaſſen. Die Lebensmittelzufuhr
nimmt wieder ihren geregelten Gang. Händler mit Obſt,
Gemüſe und Getreide haben Erlaubnis, in der Stadt
überall frei zu verkehren. Ueber der Stadt ſchweben
be=
ſtändig deutſche Flugzeuge, die das Terrain aufklären.”
Am Schluſſe ſeiner Ausführungen nimmt der
Bericht=
erſtatter noch einmal Gelegenheit, die gute und freundliche
Haltung der Deutſchen in Brüſſel hervorzuheben, eine
An=
erkennung, die im Munde des Engländers beſonderes
Ge=
wicht erhält.
Dum=Dum=Geſchoſſe
* Berlin, 2. Sept. (W. T. B.) Unſere
Armeeverwal=
tung hat, wie ſchon gemeldet, den gefangenen Franzoſen
und Engländern tauſende von Patronen mit tief
ausge=
höhlten Geſchoßſpitzen abgenommen. Die Patronen
befin=
den ſich zum Teil noch in der mit dem Fabrikſtempel
ver=
ſehenen Packung. Die maſchinelle Anfertigung der
Ge=
ſchoſſe ſteht nach der Art und Zahl unzweifelhaft feſt.
In der Feſtung Longwy ſind derartige Maſchinen
vorge=
funden worden. Die Patronen wurden alſo von der
Hee=
resleitung den Truppen in dieſer Form geliefert. Ein
gefangener engliſcher Offizier verſicherte auf Ehrenwort,
daß ihm Munition für die Piſtolen mit derartigen
Ge=
ſchoſſen geliefert worden ſei. Die Verwundungen unſerer
Krieger zeigen die Wirkungen von Dum=Dum=Geſchoſſen.
Während Frankreich und England den auf der Genfer
Konvention gefaßten Beſchlüſſen zuwider dieſe Geſchoſſe
verwenden, wodurch auch von den kriegführenden
Mäch=
ten anerkannte Völkerrechtsbeſtimmungen verletzt werden,
hält ſich Deutſchland genau an dieſe Beſtimmungen.
Deutſche Flieger über Paris.
* London, 2. Sept. (Reuter.) Ueber Paris
er=
ſchien geſtern abend 7 Uhr 30 Min. wiederum ein
deut=
ſches Flugzeug. Es warf zwei Bomben. Das
Flug=
zeug wurde beſchöſſen, entkam aber unbeſchädigt.
Ein Engländer über die Ueberlegenheit
unſerer Truppen.
* London, 2. Sept. Der Korreſpondent der
Times gibt aus Amiens einen ausführlichen Bericht über
die Kämpfe der letzten Woche, in dem es heißt: Das
Vor=
rücken der Deutſchen vollzieht ſich mit einer unglaublichen
Schnelligkeit. Nachdem General Joffre das
Zurückge=
hen auf der ganzen Linie anbefohlen hatte, ließen die
Deutſchen ihre beſte Taktik fühlen, dem zurückgehenden
Feind keinen Augenblick Ruhe zu laſſen und ſetzten die
Verfolgung unausgeſetzt fort. Flugzeuge,
Zeppelinluft=
ſchiffe und Maſchinengewehre auf Automobilen wurden
gegen den Feind abgeſandt. Ueber die Täpferkeit der
Deutſchen zu ſprechen, erübrigt ſich. Sie marſchieren faſt
geſchloſſen vor, fallen ganze Reihen unter dem
Artillerie=
feuer, ſo ſtürzen neue Gegner vor. Die Uebermacht
der Deutſchen iſt ſo groß, und man kann
ihnen ſo wenig widerſtehen, wie man die
Wogen des Meeres aufhalten kann. Die
Ueberlegenheit der Deutſchen in der Zahl der Geſchütze
und der Maſchinengewehre, die ſie mit großer
Geſchick=
lichkeit verwerten, die Ueberlegenheit der Erkundigung
durch Flugzeuge und Zeppelinluftſchiffe geben ihnen eine
außerordentliche Beweglichkeit und ſind der Grund für
das Glück der Deutſchen.
Sedanfeier in Prag.
* Prag, 2. Sept. Im Garten des Deutſchen Hauſes
fand geſtern eine Sedanfeier ſtatt, deren Erträgnis
für die Familien von Wehrmännern beſtimmt iſt, die aus
Prag nach Deutſchland eingerückt ſind. Der
Feſtred=
ner feierte die bisherigen Siege der deutſchen Truppen
und drückte die Hoffnung aus, daß es auch den
öſterrei=
chiſchen Truppen vergönnt ſein möge, mit den deutſchen
weitere Siege zu erringen. Sodann wurden die
Volks=
hymne und „Heil Dir im Siegerkranz” geſungen. Hieran
reihten ſich patriotiſche Vorträge. Abg. Schreiner
hielt eine mit großem Beifall aufgenommene Rede, in
der er das Bündnis zwiſchen Oeſterreich=Ungarn und
Deutſchland feierte, das durch den gegenwärtigen Krieg
feſt gekittet werde; der Redner ſchloß mit einem Hoch auf
die verbündete Armee. Die Anweſenden zogen ſchließlich
zum deutſchen Konſulat. An die Kabinettskanzlei des
Kaiſers Franz Joſef und an Kaiſer Wilhelm
wur=
den Huldigungstelegramme geſandt.
Ein trübes Stimmungsbild.
* Paris, 2. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Der
Matin veröffentlicht den Brief eines franzöſiſchen
Solda=
ten, der ſich wahrſcheinlich im Lager vor Paris befindet.
Der Drief wirſt intereſante Schlaglichter auf die
Geiſtes=
verfaſſung der Bevölkerung. Es heißt darin: Den
Solda=
ten wurde Zuverſicht für die Zukunft eingeflößt, aber es
gibt zwei Umſtände, welche uns umgeſtimmt haben. Als
unſer Bataillon auf dem Rückmarſch durch die Ortſchaften
kam, ſahen wir lauter ernſte und traurige Blicke und
fin=
ſtere Stirnen. Wir denken, es geht doch keine Beiſetzung
vorbei. Die Soldaten hätten mit Stolz und Freude
be=
grüßt werden müſſen. Ein weiterer Anblick hätte den
Truppen erſpart bleiben müſſen, nämlich die Frauen und
Kinder, welche um uns wie Hunde kreiſten. Auf den
La=
gerplätzen tauchen unglückliche Frauen auf, welche die
Ueberreſte der Suppe und weggeworfenen Brotreſte
zu=
ſammenſuchten. Gibt es denn keine öffentliche
Armen=
pflege, keinen Liebesdienſt mehr, gibt es niemand, der
ſich um diejenigen kümmert, welche hungern?
Ein ruſſiſcher Militärzug in die Weichſel
geſtürzt.
* Wien, 2. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Nach einer
Meldung aus Kielce iſt ein vollbeſetzter
ruſſi=
ſcher Militärzug beim Paſſieren der letzten vor der
Feſtung Iwangorod über die Weichſel führenden Brücke
infolge Einſturzes der Brücke in die Weichſel
ge=
ſtürzt. Tauſend Mann und mehrere
Offi=
ziere ſind ertrunken, mehrere Maſchinengewehre
ſind verloren gegangen. Der die Brücke bewachende
Sol=
dat wurde verhaftet, da man an eine böswillige
Beſchädi=
gung der Brücke glaubt.
Die amtliche ruſſiſche Meldung über die
Niederlage in Oſtpreußen.
* Petersburg, 2. Sept. (Petersburger
Tele=
graphen=Agentur.) Ein Communigué vom Stab des
Generaliſſimus beſagt: Im ſüdlichen Oſtpreußen führten
die Deutſchen erhebliche Verſtärkungen auf der ganzen
Front heran und griffen mit erheblich überlegenen
Trup=
pen unſer Armeekorps an. Unſere Truppen erlitten
ſchwere Verluſte durch die ſchwere Artillerie, die von den
benachbarten, an der Weichſel gelegenen Feſtungen
hinge=
bracht worden war. In dieſem Kampf fiel der General
Samſonow. Die weitere Fühlung mit dem Feinde
iſt durch neue Verſtärkungen hergeſtellt.
Die Revolution in dem neuſerbiſchen Geblef.
* Sofia 2. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.)
Blätter=
meldungen zufolge iſt die Wardabrücke bei
Gue=
mendſche von mazedoniſchen Revolutionären
vollſtän=
dig zerſtört. Infolge der unaufhörlichen
Verfolgun=
gen der Mazedonier durch die ſerbiſchen Behörden hat
die allgemeine Gärung unter der Bevölkerung
gefähr=
liche Formen angenommen.
* Berlin 2. Sept. (W.T. B.) Schon ſeit den,
Morgenſtunden ſtehen auf der via triumphalis, die ſich
von der Gardeartilleriekaſerne bis zum Königlichen
Schloß erſtreckt, Kopf an Kopf die Einwohner Berlins,
um das Einbringen der erbeuteten Geſchütze
zu ſchauen. Oeffentliche und private Gebäude ſind
be=
flaggt. Die Stadt bietet einen feſtlichen Anblick. Um
11 Uhr ſetzte ſich der Zug bei der Gardeartilleriekaſerne
in Bewegung. Die erbeuteten ruſſiſchen, franzöſiſchen und
belgiſchen Geſchütze werden von erbeuteten
Koſakenpfer=
den gezogen.
Rundſchreiben der heſſiſchen
Handwerks=
kammer.
— Die Heſſiſche Handwerkskammer hat
an ſämliche Reichs=, Staats=, Militär=, Eiſenbahn=, Poſt=,
Kirchen= und Kommunalbehörden das folgende
Rund=
ſchreiben gerichtet:
Durch die in den Tagen vor der Mobilmachung und
den Tagen der kriegeriſchen Ereigniſſe eingetretene
Stock=
ung im Handel und Verkehr ſind beſonders dem
Hand=
werker= und Gewerbeſtande ſchwere, kaum wieder
einzu=
holende Verluſte entſtanden. Allmählich tritt aber die ſo
notwendige Beruhigung im Erwerbsleben wieder ein.
Unter dem Eindruck der Ereigniſſe der letzten Tage, der
großartigen Erfolge unſerer tapferen Truppen tritt eine
Entſpannung ein und man bemüht ſich in allen Schichten
des erwerbstätigen Volkes mit aller Kraft, die in der
Heimat ſo zahlreich fehlenden Hilfskräfte durch
unermüd=
liche Tätigkeit zu erſetzen. Der Handwerkerſtand, dem man
gerade in den letzten Monaten mehr denn je Vertrauen
entgegen gebracht hat, war wohl teilweiſe durch den
plötz=
lich auftretenden Bedarf an Ausrüſtungsgegenſtänden für
das Heer beſchäftigt. Weite Schichten dieſes Standes
ſahen ſich aber gezwungen, ihren Betrieb weſentlich
ein=
zuſchränken, in zahlreichen Fällen ſogar faſt vollkommen
ſtillzulegen.
Mit den fortgeſetzt gemeldeten glänzenden Erfolgen
der deutſchen Waffen kehrt Ruhe und Vertrauen zurück,
auch der Handwerker will ſich ſeiner Berufsarbeit wieder
eifrig widmen und damit in der Heimat zur Erhaltung
des nationalen Gutes ſein Möglichſtes beitragen. Er will
und muß dafür ſorgen, daß die Familienangehörigen
da=
heim ihr Auskommen finden, daß aber auch den ſiegreich
Zurückkehrenden der Boden zur auskömmlichen,
wirt=
ſchaftlichen Tätigkeit erhalten bleibt.
Man hat in dieſen ſchweren Tagen in allen
Berufs=
kreiſen mit den verſchiedenſten Mitteln verſucht, die Lage
der Zurückbleibenden und Wiederkehrenden zu ordnen.
Manch gute Einrichtung wurde getroffen, es darf aber
gerade bei unſerer Intereſſenvertretung nicht vergeſſen
werden, daß es ſich um tauſende von kleineren Betrieben
handelt. So ſegensreich z. B. die Beſtrebungen auf
För=
derung des Kredits ſind, ſo ſtoßen dieſe doch bei der
prak=
tiſchen Durchführung im Handwerk auf recht empfindliche
Schwierigkeiten.
Demgegenüber ſind wir der Anſicht, daß dem
Hand=
werk wirkſam nur oder doch in erſter Linie durch
Zu=
weiſung von Arbeit gedient werden kann. Die
Arbeits=
zuweiſung bringt Beſchäftigung in weite Kreiſe, ſie
ver=
mittelt in dieſer ſchweren Zeit für Meiſter und Geſellen
und viele andere Perſonen Verdienſt und ſichert die
Er=
haltung ſelbſtändiger Betriebe. Bekanntlich wurden unter
dem Druck der Kriegserklärungen auf faſt aallen Gebieten
die weniger eiligen Arbeiten ganz eingeſtellt, viele bereits
geplante größere Arbeiten, insbeſondere im
Bauhand=
werk, wurden zurückgeſtellt, auch die Arbeiten für Private
hörten mit einem Schlage auf. Erfreulicherweiſe iſt nun
anſtelle des großen Peſſimismus wieder Vertrauen und
Zuverſicht eingekehrt und wenden wir uns deshalb im
Intereſſe des Handwerks an alle Behörden ohne
Aus=
nahme mit der dringenden Bitte, wieder ausgiebige
Ar=
beitsgelegenheit zu ſchaffen, damit auch dem
Handwerks=
meiſter die ſchwerſten Sorgen abgenommen werden. Das
Vorgehen der Behörden wird zweifellos auch bei Privaten
günſtige Wirkung hervorrufen, wofür das Handwerk
dop=
velt dankbar ſein wird.
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 3. September
1914.
Seite 5.
In anerkennenswerter Weiſe haben die Behörden
die Beſtrebungen der Intereſſenvertretungen des
Hand=
werks in der letzten Zeit weſentlich unterſtützt und hierbei
zweifellos gute Erfahrungen gemacht. Der Kriegszuſtand
ſtellt auf allen Gebieten unſeres handwerklichen Lebens
die höchſten Anforderungen; rieſige Lieferungen ſind
ins=
beſondere erforderlich, um die notwendigſten
Ausſtat=
tungsgegenſtände zu beſchaffen. Da bieten die
Hand=
werkskorporationen, die Innungen und Vereinigungen die
beſte Gewähr für richtige Lieferung. Die Berückſichtigung
dieſer Korporationen bürgt aber auch dafür, daß die in
ſchwerer Zeit ſo notwendige Erhaltung ſelbſtändiger
Be=
triebe unterſtützt und die Verteilung des wirtſchaftlichen
Gewinns für eine große Zahl der verſchiedenen
Berufs=
angehörigen geſichert iſt.
Kürzlich hat ſich ein „Kriegsausſchuß für die deutſche
Induſtrie” gebildet, der ſich u. a. auch die Vermittelung
von Arbeiten und Lieferungen an die Induſtrie zur
Auf=
gabe geſtellt hat. Der preußiſche Miniſter für Handel
und Gewerbe wies die amtlichen Handelsvertretungen auf
die wohlwollende Berückſichtigung dieſer Einrichtung hin.
Auch die Generalvertretung des deutſchen Handwerks
wandte ſich in gleichem Sinne an die gleiche Stelle, um
für ſeine Berufsangehörigen tatkräftig einzutreten.
Wir richten das ergebenſte Erſuchen an Sie, die in
Betracht kommenden Stellen anweiſen zu wollen, daß
unter Berückſichtigung vorſtehender Ausführungen bei den
in Betracht kommenden Arbeiten und Lieferungen in erſter
Linie die Innungen und Vereinigungen berückſichtigt
wer=
den. Ein ſolches Entgegenkommen würde als nationale
Tat von dem geſamten Handwerkerſtand freudig und
dank=
bar anerkannt werden.
Wetter.
Witterungsausſichten für Donnerstag:
Heiter, trocken, warm, nachts Abkühlung, nordöſtliche
Winde.
27. Quittung.
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter Tagblatts”
wurden für den Heſſiſchen Landesverein vom Roten
Kreuz weiter folgende Beträge abgegeben:
Regierungsrat Scharmann 20 M., C. M. P. (1. Gabe)
5 M., Freifrau L. von Ricou 30 M., Frau Gertrud Höhn
Wwe. 20 M., Familie Horſtmann 30 M., von 8 Meſſeler
Heulieferanten für Großh. Hofmarſtall in Reſtauration
W. Nagel 8 M., G. R. 10. M., Fr. L. 5 M., E. B. 2 M.,
Frau Ella Köhler 20 M., Ungenannt 1 M., 1 ſilb. Teeſieb,
1 gold. Ring, 1 Hannoverſche Münze zum Einſchmelzen,
Margarete Keller, Hoffmannſtr. 44, 2 M., Aus Lorchens
Elſas u. Hannas Sparbüchſe 3.05 M., zuſammen 156.05 M.,
hierzu die bereits veröffentlichten 41710.73 M., insgeſamt
41866.78 Mk.
Achtzehnte Liſte der Kriegsgaben.
(Wo kein Wohnort angegeben iſt, iſt Darmſtadt gemeint.)
Es gingen weiter ein:
Bei Hauptſtaatskaſſedirektor Dexheimer: Profeſſor
Dr. Zimmermann, Laubach, 30 M., Profeſſor Buxmann,
Laubach, 20 M., Oberlehrer Waſſem, Laubach, 20 M.,
Oberlehrer Schonebohm, Laubach, 15 M., Rechnungsrat
Dörr 15 M., Miniſterialreviſor Wamſer 5 M.,
Miniſterial=
reviſor Krug 4 M., Miniſterialreviſor Himmler 5 M.,
Miniſterialreviſor Krauß 4 M., Miniſterialreviſor Bach
3 M., Miniſterialreviſor Freymann 5 M.,
Miniſterial=
reviſor Krieb 5 M., Miniſterialreviſor Frank 5 M.,
Miniſterialreviſor Ackermann 3 M., Miniſterialreviſor
Keller 5 M., Miniſterialregiſtrator Schmitz 25 M.,
Miniſterialreviſor Grob 4 M., Miniſterialreviſor Schmidt
5 M., Rechnungsrat Lohrum 5 M., Rechnungsrat Baſt
10 M., Rechnungsrat Schemehl 20 M., Miniſterialreviſor
Nohaſcheck 10 M., Miniſterialreviſor Schneider 3 M.,
Miniſterialreviſor Hertel5 M., Techn. Reviſor Grünig 10 M.,
Geheimer Oberſchulrat Nodnagel 10 M., Verſ.=Sekretär
Raimund 10 M., Veterinärrat Dr. Weinsheimer 25 M.,
Profeſſor Dr. Berger 10 M., Profeſſor Dr. Berghoff=
Iſing, Buchſchlag, 10 M., Geh. Baurat Profeſſor Berndt
10 M., Geh. Hofrat Profeſſor Dr. Dieffenbach 10 M.,
Geh. Hofrat Profeſſor Dr. Dingeldey 10 M., Profeſſor
Dr. Finger 10 M., Profeſſor Dr. Graefe 10 M., Geh.
Baurat Profeſſor Gutermuth 10 M., Profeſſor Hartmann
10 M., Prof. Dr. Dr.=Ing. Heidebroek 10 M., Geh. Hofrat
Dr.=Ing. Henneberg 10 M., Geh. Oberbaurat Profeſſor
Hofmann 10 M., Profeſſor Dr.=Ing. Hohenner 4 M.,
Profeſſor Dr. Horn 10 M., Geheimerat Prof. Dr. Kittler
10 M., Geh. Baurat Profeſſor Koch 10 M., Profeſſor
Dr.=Ing. Koehler 10 M., Geh. Oberbergrat Profeſſor Dr.
Lepſius 10 M., Aſſiſtent Löffler 2 M., Geh. Hofrat Prof.
Dr. R. Müller 10 M., Prof. Fr. Müller 10 M.,
Privat=
dozent Dr.=Ing. Preuß 5 M., Geh. Baurat Profeſſor
Pützer 10 M., Profeſſor v. Roeßler 10 M., Geh. Hofrat
Profeſſor Dr. Schenck 10 M., Profeſſor Sengel 10 M.,
Profeſſor Varneſi 10 M., Geh. Baurat Profeſſor Walbe
10 M., Geh. Baurat Profeſſor Wegele 10 M., Geh. Baurat
Profeſſor Wickop 10 M., Geh. Hofrat Prof. Dr. Wiener
6 M., Geh. Baurat Profeſſor v. Willmann 10 M., Geh.
Hofrat Profeſſor Dr. Wirtz 10 M., Profeſſor Dr. Wöhler
10 M., Mechaniker Cardung 1 M., Diener Darmſtädter
2 M., Heizer Draſer 1.50 M., Diener Fiſcher 1.50 M.,
Schreibgehilfe Fiſcher 1 M., Diener Fuchs 1.50 M., Wärter
Ganßmann 20 M., Ungenannt 1.50 M., Inſpektor
Gudernatſch 10 M., Ungenannt 3 M., Hilfsdiener Heiſt
50 Pf., Diener Hoffmann 2 M., Werkmeiſter Hübner
2.50 M., Ungenannt 3 M., Mechaniker Kaltwaſſer 1 M.,
Diener Klier 2 M., Diener Laub 3 M., Mechaniker Lindner
2 M., Diener Lohnes 1 M., Diener Lommel 1.50 M.,
Mechaniker Lotz 50 Pf., Schreibgehilfin Mager 1.50 M.,
Wärter Mahr 2 M., Diener Mangold 2 M., Mechaniker
Müller 1 M., Hilfswärter Müller 2 M., Ungenannt 5 M.,
Ungenannt 2 M., Ungenannt 3 M., Diener Siebert 1.50 M.,
Werkmeiſter Sting 5 M., Hausverwalter Storck 2 M.,
Ungenannt 10 M., Werkmeiſter Wagner 2 M., Diener
Wohlfahrt 1.50 M., Profeſſor Mathes 5 M., Oberlehrer
Welſch 5 M., Seminarlehrer Pickert 5 M., Seminarlehrer
Maurer 4 M., Oberlehrer Ploch 5 M.,
Landgerichts=
direktor Dornſeiff 40 M., Landgerichtsrat Schmidt 25 M.,
Landgerichtsrat Lebrecht 30 M., Landgerichtsrat v. Pfiſter
10 M., Amtsgerichtsrat Dr. Hof 10 M., Aktuar Kaiſer
5 M., Landgerichtsrat Dr. Lehr 5 M., Rechnungsrat
Dahmer 12 M., Reviſor Jung 5 M., Staatsanwalt Gauf
10 M., Oberamtsrichter Wünzer 5 M., Amtsgerichtsrat
Hanſtein 5 M., Gewerberat i. P. Wagner 10 M.,
Forſt=
meiſter i. P. Hallwachs 10 M., Rechnungsrat i. P.
Werner 4 M., Oberlandesgerichtsrat i. P. Forch 10 M.,
Profeſſor i. P. Heim. 10 M., Profeſſor i. P. Dr. Kunz
20 M., Kulturtechniker Ohl 5 M., Zweigverein vom Roten
Kreuz Friedberg 6000 M., die Kanzlei=Inſpektoren und
Kanzliſten der 4 Miniſterien 95 M., Profeſſor Jobſt
333 M., Plakatinſtitut Ibel & Lotz G. m. b. H. 10 M.,
Georg Chr. Weicker, Locarno, 80.97 M., Baurat Dofflein
10 M., Ingenieur Sandoz 10 M., Regierungsrat a. D.
v. Bülow 200 M., Staatsrat Dr. Becker 50 M.,
Ritt=
meiſter Wilfried Freiherr Schenck zu Schweinsberg=
Wäldershauſen 250 M., zuſammen 7979.47 M.
Allen Gebern herzlichen Dank!
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Gi. m.
D. Renteld & Co., b. M. Speziainaus
Ludwigstr. 5. (18169a)
Telephon 2539.
Am 22. Auguſt fiel fürs Vaterland unſer
lieber Sohn, Bruder und Neffe
(18187
Otto Heckler
Kgl. Regierungsbaumeiſter a. D.,
Direktor der Julius Berger Tiefbau=Aktien=
Geſellſchaft,
Oberleutnant der Reſerve.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Mathilde Heckler,
Karl Heckler,
Walter Heckler,
Emma Reiß.
Darmſtadt, den 1. September 1914.
Liebigſtraße 31.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Am 28. Auguſt fand in ſiegreichem Gefecht
mein innigſtgeliebter Mann
(B18197
Otto von Consbruch
Hauptmann und Batterie=Chef
den Heldentod.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Frau Erica von Consbruch
geb. Freiin von Seckendorff-Verna.
Darmſtadt, den 2. September 1914.
Mein innigſtgeliebter Sohn
Gerhard
erlitt den Heldentod fürs Vater=
(B18208
land.
Darmſtadt, im Auguſt 1914.
Chales de Beanlien
Generalleutnant z. D.
m 28. Auguſt erlitt den Heldentod fürs
Vaterland mein über alles geliebter,
herzensguter Mann, mein einziger,
ge=
liebter Sohn, unſer lieber Schwiegerſohn und
Schwager
(B18196
Werner von Frantzius
Oberleutnant
im 30. Lebensjahre.
Dies zeigen tieferſchüttert, in großem
Schmerz an:
Marga von Frantzius, geb. von
Ecken=
brecher,
Hertha von Frantzius, geb. von
Teich=
man und Logiſchen,
Generalmajor von Eckenbrecher,
Alice von Eckenbrecher, geb. Meuſel,
Carl von Eckenbrecher, Leutnant a. D.
Darmſtadt, Caſſel, Berlin, 2. September 1914.
Am 27. Auguſt ſtarb fürs Vaterland unſer
lieber Sohn, Bräutigam, Bruder, Schwager
(18210
und Onkel
Gefreiter
Fritz Portune.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Henri Portune u. Familie
Darmſtadt, Bleichſtraße.
Ulm a. D., Darmſtadt, Mainz,
den 2. September 1914.
Nachruf
Am 22. Auguſt erlitt den Heldentod fürs
Vaterland unſer liebes Mitglied
(18209
Sergeant
Karl Miche
Wir verlieren in ihm einen treuen Anhänger
unſeres Vereins.
Ehre ſeinem Andenken!
Der Vorſtand
des Athleten=Vereins Darmſtadt.
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben Vaters und
Großvaters
(*4261
Georg Heinrich Heim
für die liebevolle, aufopfernde Pflege im
Eliſa=
bethenſtift (Darmſtadt), ſowie allen Anweſenden
bei der würdevollen Einſegnung daſelbſt, dem
Herrn Seelſorger Pfarrer Heinemann (Roßdorf)
für ſeine innigſten Worte, und beſonders dem
Kriegerverein Roßdorf, deſſen
Kameradſchaftlich=
keit ſich durch Teilnahme aller ſeiner treuen
Mit=
glieder nebſt Fahne als letzter Gruß am Grabe
bewies, ſagen wir auf dieſem Wege unſeren
auf=
richtigſten Dank.
Roßdorf, Darmſtadt, Eberſtadt,
den 2. September 1914.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Ge=
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſteren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 3. September 1914.
Nummer 242.
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[ ← ][ ][ → ]Darmſtädter Tagbratt
Nr. 242.
Donnerstag, den 3. September
Amtliche Verluſtliſte Nr. 14.
Königlich Preußiſche Armee.
8. Infankeriebrigade.
Oberſt und Kommandant Stenger, tot.
Grenadierregiment Nr. 1, Königsberg i. Pr.
1. Komp.: Reſ. Fritz Rieß, verwundet.
8. Komp.: Reſ. Guſtav Brill, verwundet
Grenadierregiment Nr. 2, Steitin.
11. Komp.: Reſ. GeorgTodfeiler, verwundet.
Landwehrinfanterieregiment Nr. 4, Tilſit.
1. Komp.: Wehrm. Georg Turſas aus Gaidellen, Kr.
Heyde=
krug, ſchw. verw. Wehrm. Johann Bennath aus Meſchken, Kr.
Ragnit, ſchw. verw. Wehrm. Wilhelm Weſch aus Meſchken, Kr.
Ragnit, verm. Wehrm. William Steinberger aus Memel, verm.
Wehrm. Emil Jurkuhn aus Sodehnen, Kr. Tilſit, verm. Wehrm.
Auguſt Michalauski aus Kgl. Schmelz, Kr. Memel, verm.
2. Komp.: Wehrm. Stefan Deutſch aus Jezory, Kr. Schroda,
tot. Wehrm. Martin Makuszies aus Matzken, Kr. Heydekrug,
tot. U.=O. Eugen Seiffert aus Paußen, Kr. Gumbinnen, l. verw.
Wehrm. Johann Gelzat aus Asgen, Kreis Ragnit, verwundet.
Wehrm. Karl Hildebrandt aus Lehertshof, verw. Wehrm. Albert
Haaſe aus Kgl. Schmelz, Kr. Memel, verw. Wehrm. Karl
Kauſch aus Coadjuthen, Kr. Tilſit, verw. Wehrm. Robert
Lauszus aus Medszockel Moor, Kr. Hehdekrug, verw. Wehrm.
George Urbat aus Krobſchen, Kr. Tilſit ,verw. Wehrm. Valerins
Ptach aus Ramkau, l. verw. Wehrm. Alberr Böttcher aus
Aglonen, Kr. Memel, verm. Wehrm. Hugo Feſt aus
Johannis=
burg, Kr. Niederung, verm. Wehrm. Gottfried Girgsdies aus
Groß=Kartzewiſchken, Kr. Niederung, verm. Wehrm. Heinrich
Kubuteit aus Wieszen, Kr. Heydekrug, verm. Gfr. d. Landwehr
Goſchel Schmolinski aus Klugonen, Kr. Heydekrug, verm. Gfr.
d. Landwehr Heinrich Schulz aus Memel, verm.
4. Komp.: Wehrm. Martin Peedderils aus Kaitelkeln, Kr.
Memel, l. verw. Wehrm. Jonis Junga aus Jagutten, Kr. Memel
I. verw. Wehrm. David Gaudras aus Muſſaken, K. Heydekrug,
verm. Wehrm. Heinrich Gerullis aus Girreningken, Kr. Heydekrug,
verm. Wehrm. Friedrich Groeger aus Szieszkrandt, Kr.
Heyde=
krug, verm. Wehrm. Emil Herrmann aus Lenken, Kr.
Heyde=
krug, verm. Wehrm. Jurgis Kawohl aus Baiten, Kr. Memel,
verm. Wehrm. Michel Kaufmann aus Ablenken, Kr. Tilſit,
verm. Wehrl. Ludwig Klinger aus Lappemiſchken, Kr. Memel,
verm. Gfr. d. Landwehr Friedrich Kailuweit aus Schenkendorf,
Kr. Labiau, verm. Wehrm. Friedrich Braun aus Schreitlangken,
Kr. Tilſit, verm. Wehrm. Adolf Begenat aus Groß=Perbaugen,
Kr. Ragnit, verm. Wehrm. Michel Schameitzeuties aus
Din=
wethen, Kr. Memel, verm. Wehrm. Max Weſtphal aus
Tumiſch=
ken, Kr. Niederung, verm. Wehrm. Hermann Awiszus aus
Korehlen, Kr. Labiau, verm. Wehrm. Franz Albrecht aus
Baſch=
ken, Kr. Tilſit, verm.
Grenadierregiment Nr. 5, Danzig.
10. Komp.: Füſ. Oskar Goerke aus Schöneich, Kr.
Mohrun=
gen, tot. Gfr. d. Reſ. Ernſt Graf aus Rinsdorf, Kr. Siegen, tot.
Füſ. d. Reſ. Auguſtinus Lemandowski aus Thorn, tot. Gfr. d.
Reſ. Hubert Jankowski aus Wonneberg, Kr. Danziger Höhe, I.
verw. Füſ. Otto Leinhos aus Ingersleben, Kr. Gotha, I. verw.
1914.
Füſ. d. Reſ. Reinhard Matzke aus Ludwigsthal, Kr. Deutſch=
Krone, l. verw. Horniſt Füſ. Joſef Kalitta aus Kzapiewitz, Kr.
Konitz, l. verw. Füſ. Wilhelm Meyer aus Dörrieloh, Kr.
Sulin=
gen, ſchw. verw. U.=O. Wilhelm Bandemer aus Fuchsberg, Kr.
Stolp, l. verw. Gfr. d. Reſ. Richard Frank aus Ludwigsluſt,
Mecklenburg=Schwerin, ſchw. verw. Füſ. Dietrich Storck aus
Delmenhorſt, Großherzogtum Oldenburg, l. verw. Füſ. Johann
Leppak aus Wentſin, Kr. Schwetz, I. verw. Gfr. d. Reſ. Leo
Granditzki aus Max, Kr. Danzig, l. verw. Füſ. d. Reſ. Guſtav
Schröder aus Oſtroſchken, Kr. Karthaus, ſchw. verw.
11. Komp.: Füſ. Leo Roſenbaum aus Danzig, l. verw. Füſ.
Hermann Lauszat aus Schenkendorf, Kr. Labiau, l. verw. Füſ.
Johann Andres aus Steegen, Kr. Danziger=Niederung, I. verw.
12. Komp.: Füſ. d. Reſ. Guſtav Volckert aus Stutthof, Kr.
Dirſchau, tot. Füſ. Max Varken aus Friedland, Kr.
Neubranden=
burg, l. verw.
Grenadierregimenk Nr. 6, Poſen.
4. Komp.: Reſ. Friedrich Mahlfeld, verw.
Grenadierregimenk Nr. 7, Liegnitz.
1. Komp.: 2 Hermann Holloveth, verw. Reſ. Hubert Sauke,
verwundet.
3. Komp.: 2 Ernſt Sappe, verwundet.
12. Komp.: ? Hermann Theilmann, verwundet.
Grenadierregimeni Nr. 8, Frankfurt a. O.
5. Komp.: Reſ. Franz Eberle, verwundet.
10. Komp.: Füſ. Max Krauſe, tot.
12. Komp.: Reſ. Guſtav Mörcke, verwundet.
Kompagnie nicht erſichtlich: Lt. d. Reſ. Otto Werner, berw.
Reſerveinfankerieregiment Nr. 8.
Ohne Angabe der Kompagnie: Gfr. d. Reſ. Max Eckert, verw.
Infankerieregiment Nr. 21, Thornz
5. Komp.:ſ Reſ. Johann Kaſtner, verwundet.
6. Komp.: Reſ. Karl Kluge, verwundet.
11. Komp.: Musk. Albert Krauſe, verwundet.
Infankerieregiment Nr. 22, Gleiwiß und Beuthen O.-Schl.l
2. Komp.: Lt. Heinrich Maechtersheimer, verwundet.
4. Komp.: Gfr. Rudolf Becke, verwundet.
Kompagnie nicht bekannt: Lt. Georg Gawantka, verwundet.
Infankerieregimeni Nr. 23, Neiſſe.
11. Komp.: Inf. Friedrich Berg, verwundet.
Infankerieregiment Nr. 25, Aachen.
1. Komp.: Reſ. Walter Boyen, verw. Reſ. Mathias
Grüm=
mer, verw. Musk. Gerling, verw. Musk. Hubert Giefer, verw.
Gfr. Peter Grzeda, verw. Gfr. Wilhelm Haas, verw. 2 Jakob
Henſcher, verw. Reſ. Karl Hoffmann, verw. Reſ. Joſef v. d. Hoff.
verw. Gfr. d. Reſ. Theodor Jungblut, verw. Reſ. Gerhard
Meurer, verw. Musk. Anton Müller, verw. Serg. Friedrich
Niemann, verw. ? Johann Setzen, verw. Gfr. d. Reſ. Joſef
Vondenhoff, verwundet.
2. Komp.: U.=O. Wilhelm Goertz, verw. Musk. Paul Held,
verw. Gfr. d. Reſ. Franz Hardy, verw. Reſ. Konrad Hermanns,
verwundet. Reſerviſt Karl Janſen, verwundet. Reſerviſt
Heinrich Jakob verwundet. ? Franz Konrad, verwundet. Musk!
Kaſpar Klermont, verw. Musk. Auguſt Kellner, verw. Musk.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 3. September 1914.
Nr. 242.
Karl Koll, verw. Reſ. Thomas Meurer, verw. Lt. Heinxich)
Werner=Ehrenfeucht, verw. Musk. Paul Wagner, verw.
5. Komp.: ? Auguſt Kreitz, verw.
4. Komp.: Musk. Heinrich Frey, verw. Reſ. Reiner Gilſon,
verw. Offiz. Peter Goerz, verw. Musk. Hermann Heiſter, verw.
Gfr. Franz Mommertz, verw. U.=O. Joſef Thönneßen, verw.
5. Komp.: 7 Joſef Cloot, tot. Musk. Karl Heyer, verw.
Musk. Fritz Horn, verw. Reſ. Moritz Imdorf, verw. U.=O. d.
Reſ. Walter Kochs, verw. Musk. Peter Lenz, verw. Musk.
Julius Reudenbach, verw. U.=O. d. Reſ. Joſef Salm, verw.
6. Komp.: Reſ. Johann Ackens, verw. 2 Johann Brandt,
ſtot. Reſ. Joſef Forſchbach, verw. U.=O. d. Reſ. Bernhard Joerres,
verw. Einj.=Freiw. U.=O. Herbert Klauſener, verw. U.=O. d. Reſ.
Bernhard Knops, verw. Reſ. Urban Meurer, verw. Musk. Auguſt
Noe, verw. Musk. Anton Riefer, verw. Musk. Balthaſar
Rode=
rigo, verw. Musk. Johann Siegers, verw. U.=O. d. Reſ.
Vern=
hard Goerres, verw.
7. Komp.: Musk. Joſef Keller, verw. Reſ. Jakob
Klein=
gans, verw. Musk. Gerh. Schumacher, verw. 8. Komp.: Tamb. Gfr.
Theodor Backes, verw. Musk. Paul Braun, verw. Musk.
Wil=
helm Coenen, verw. Musk. Peter Hamm, verw. Reſ. Max
Krapp, verw. Gfr. d. Reſ. Hermann Lenden, verw. Reſ.
Wil=
helm Lingendong, verw. U.=O. Leonhard Meiſen, verw. Musk.,
Adam Nußbaum, verw. Reſ. Martin Neumann, verw. 2 Mathias
Reiß, tot. Füſ. Walter Roth, verw. Musk. Heinrich Sauer,
verw. Reſ. Peter Schüller, verw. Reſ. Karl Schümmer, verw.,
Reſ. Joſpeh Stevens, verw. Reſ. Arnhold Strick, verw.
9. Komp.: Gfr. d. Reſ. Arnold Ahm, verw. Musk. Walter
Bohnen, verw. Reſ. Joſef Ertz, verw. Reſ. Johann Franzen,
verw. Reſ. Ludwig Groß, verw. Gfr. d. Reſ. Auguſt Gahn, verw.
Einj.=Freiw. Gfr. Gotfried Jakobs, verw. ? Joh. Krämer, verw.
Reſ. Mathias Krautkrämer, verw. Reſ. Balthaſar Münſtermann,
verw. ? Otto Peters, verw. Reſ. Joſef Raun, verw. ? Heinrich
Riſe, verw. Reſ. Arnolf Schaaf, verw. Musk. Anton Schwoll,
verw. Musk. Jacob Schwedt, verw.
10. Komp.: Musk. Theodor Hirſchberg, verw. Reſ. Rudf.,
Kuckartz, verw.
11. Komp.: Gfr. d. Reſ. Joſef Aretz, verw. Musk. Johann
Burtſcheid, verw. Musk. Mathias Bähren, verw. U.=O. d. Reſ.,
Martin Bock, verw. Reſ. Heinrich Eſſer, verw. Musk. Engelbert
Freidel, verw. Reſ. Johann Frauenkron, verw. U.=O.
Garrelmann, verw. Reſ. Bernhard Kleffmann, verw. Reſ. Eugen
Meyer, verw. Reſ. Aloys Pfeiffer, verw. Musk. Heinrich Wirtz,
verw. Musk. Stephan Weber, verw.
12. Komp.: Vfw. Jakob Correus, verw. Reſ. Franz
Con=
rad, verw. Reſ. Heinrich Dortn, verw. Reſ. Joſeph Güsgen,
verw. ? Georg Kreuſe, verw. Reſ. Franz Koſten, verw. 2 Jac
Lenneck, verw. Musk. Chriſtian Moll, verw. Musk. Hermann
Senden, verw. Feldw. Karl Völkſen, verw. Einj.=Freiw. Frit
Wolff, verw.
Maſchinengewehrkompagnie: Reſ. Friedrich Hügel, verw.
Musk. Franz Prinz, verw. ? Wilhelm Vößel, verw. Gfr. Karl
Wilhelms, verw
Ohne Angabe der Komp.: 2 Arn. Jungbluth, verw.
Landwehrinfankerieregimenk Nr. 30, Saarlouis.
7. Komp.: Wehrm. Hugo Brömmer aus Vieſelbach, Kreis
Weimar, tot. Wehrm. Paul Wolfertz aus Haan, Kreis
Mett=
mann, verw. Wehrm. Franz Jungbluth aus Cröv, Kreis
Witt=
lich, verm.
8. Komp.: Gfr. Wehrm. Theodor Voſſen aus Annern, St.
Anton, Kreis Kempen, tot. U.=O. Jacob Henrick aus Kiſſelbach,
Kreis Simmern, tot. Gfr. Otto Fritz aus Oberhauſen, Kreis
Mülheim=Ruhr, tot. Wehrm. Adolf Riepe aus Grafenberg, Kreis
Düſſeldorf, verm. Wehrm. Franz Böhm aus Schneidemühl, Kreis.
Kolmar, verm. Musk. Heinrich Schlamann aus Fürchtdorf, Kreis
Warendorf, tot.
Infanterieregiment Nr. 31, Alkona.
I. Komp.: Reſ. Schnepel, tot. Reſ. Hans Möller, verw. Reſ.
Friedrich Willer, verw. Reſ. Neuſtadt, verw. Reſ. Rzepka, verw.,
U.=O. Tammen, ſchw. verw. Gfr. Krauspe, I. verw. Musk.
Schnrpel, ſchw. verw. Musk. Jenſen, I. verw. Musk. Sobierski,
ſchw. verw. Musk. von Truscynski, I. verw. Musk. Leifert, leicht
verw. Musk. Manſelmann, I. verw.
3. Komp.: Gfr. Tillning, tot. U.=O. Säuberlich, I. verw.
Reſ. Winkelmann, verw. Reſ. Ehlers, verw. Musk. Sierts,
I. veiw.
4. Komp.: Reſ. Paasburg, tot. U.=O. Winterberg, tot. U.=O.
Tomrzak, I. verw. Musk. Meritz, ſchw. verw. Reſ. Sievers, leicht
verw. Reſ. Hauns, verw. Reſ. Eggers, I. verw. Musk. Adamski,
ſchw. verw.
9. Komp.: Gfr. Wilhelm Hartz aus Schierenſee, Kreis Rends4
burg, tot. Musk. Hermann Peterſen I. aus Gammelberg, Kreis
Flensburg, ſchw. verw.
10. Komp.: Musk. Heinrich Dooſe aus Schnellmark, Kreis
Eckernförde, tot. Gfr. Eduard Gaſt aus Medellin, Kreis
Colum=
ia, Südamerika, ſchw. verw. Musk. Alfred Tietſch aus Wöckernj
Kreis Leipzig, l. verw. Musk. Alwin Renner aus Hamburg, leicht
verw. Gfr. Wilhelm Dreyer aus Lüneburg, I. verw. Musk)
Adolf Peek aus Bevenſen, Kreis Uelzen, l. verw. Musk. Hermann
Sitte aus Bramfeld, Kreis Stormarn, I. verw.
11. Komp.: Musk. Eduard Hinz aus Ritzebüttel, Kreis Cuxz
haven, tot. Gfr. Franz Glowacki aus Roſtock, tot. Hptm. Wile
elm von Rönne, I. verw. U.=O. Heinrich Gößler aus Altond
Stadt, I. verw. U.=O. Hermann Groß aus Körſchen, Kreis
Raſten=
burg, l. verw. U.=O. Heinrich Schurig aus Freiburg, Kreis Kehl
ingen, l. verw. Gfr. Albert Kahle aus Marienthal, Kreis Tempte
lin, l. verw. Gfr. Karl Göttmann aus Altona Stadt, I. verwi
Gfr. Kurt Liebelt aus Frauſtadt, Kreis Poſen, I. verw. Gfr4
Otto Röhl aus Coswig, Kreis Zerbſt, I. verw. Musk. Heinrich
Schwarz aus Badendorf, Kreis Stormarn, I. verw. Musk. Heins
rich Rieck aus Dahmsdorf, Kreis Segeberg, l. verw. Musk
Albert Grube aus Bromberg, I verw. Musk. Bernhard Buskd
aus Harmelsdorf, Kreis Deutſch=Krone, I. verw. Musk. Ewalſt
Chriſtenſen aus Ottenſen, Kreis Pinneberg, I. verw. Musk
Jörgen Jörgenſen aus Molltrop, Kreis Hadersleben, ſchw. verw.
Musk. Chriſtoph Grimm aus Kreuz, Kreis Flensburg, I. verw.
Musk. Friedrich Fedder aus Rellingen, Kreis Pinneberg, I. verw.
Musk. Auguſt Weſſel aus Bredenbeckshorſt, Kreis Segeberg, I
verw. Musk. Guſtav Heiſe aus Staßfurt, Kreis Kalbe, I. verwa
Musk. Friedrich Kramer aus Altona=Stadt, I. verw. Musk
Ferdinand Thumann aus Hamburg, ſchw. verw. Musk. Johann
von Rekowski aus Woysk, Kreis Schlochau, l. verw. Musk. Diedrich
Kück aus Dahldorf, Kreis Bremervörde, vermißt. Musk. Ernſt
Bingel aus Altona=Stadt, verm. Musk. Wilhelm Grewe aus
Marſchallshagen, Kreis Büren, verm. U.=O. Willy Kolb aus
Königsberg, tot.
Füſilierregiment Nr. 38, Glaß.
2. Komp.: Gfr. d. Reſ. Emil Scheidhauer, verw.)
4. Komp.: Musk. Jakob Förſter, verw.
5. Komp.: Hptm. Helmut von Winning, verw.
6. Komp.: Wehrm. Viktor Dedenco, verw.
8. Komp.: Reſſ. Nikolaus Schmitt, verw.
11. Komp.: Wehrm. Johann Heidinger, verw.
Ohne Kompagnieangabe: U.=O. d. Reſ. Otto Beſer, verwl
Vizefw. d. Reſ. Georg Gachot, verw. Vizefw. d. Reſ. Emil Letz)
verwundet.
Infankterieregimenk Nr. 42, Stralſund.
1. Komp.: Muſikmeiſter Heinrich Quarder aus Gr. Tſchanſch
kreis Breslau, l. verw. Reſ. Ernſt Meinke aus Rolofshagen)
Kreis Grimmen, verm.
2. Komp.: Musk. Wilhelm Grawe aus Brewiſch, Kreis Grim=
Grimmen, tot.
4. Komp.: Reſ. Max Ohlert aus Segelbadenhau, Kreis
Grimen, tot.
6. Komp.: Reſ. Franz Höhne aus Treesdorf, Kreis Luckau,
ſchw. verw. Fahrer Auguſt Dickmann aus Stretzin, Kreis
Schlochau, I. verw.
7. Komp.: Gfr. d. Reſ. Georg Voß aus Loitz, Kreis
Grimmen=
ſchw. verw. Gfr. d. Reſ. Hermann Reemer aus Sanzkow, Kreis
Demmin, I. verw. Musk. Mar Fiſcher II. aus Stettin, I. verki
Reſ. Friedrich Glaſow aus Lüſſow, Kreis Stralſund, I. verwi
Reſ. Bernhard Leibnitz aus Leipzig, l. verw. Reſ. Karl Röhring
aus Seedorf, Kreis Demmin, I. verw.
8. Komp.: U.=O. Guſtav Schwanke aus Neukirchen, Kreis
Schubin, ſchw. verw. Reſ. Johann Anton aus Munſe, Kreis
Franzburg, l. verw. Reſ. Johannes Müller aus Leipzig=Cohlis,
Kreis Leipzig, l. verw. Reſ. Hermann Falk aus Velgaſt, Kreis
Franzburg, l. verw. Musk. Wilhelm Becker aus Roſengarten)
Kreis Randow, tot.
Maſchinengewehrkompagnie: Musk. Friedrich Altmann aus
Grünhorſt, Kreis Naugard, l. verw.
Infankerieregimenk Nr. 43, Pillau.
5. Komp.: Musk. Hans Kowalsky aus Kupſten, Kreis
Stallu=
pönen, tot. Vizefw. d. Reſ. Kurt Engel aus Ortelsburg, ſchwer
verw. Reſ. Franz Rauſchning aus Legitten, Kreis Königsberg;
ſchw. verw. Reſ. Fritz Rietzke aus Raſtenburg, ſchw. verw. Musk!
Auguſt Berghahn aus Brullen, Kreis Springe, verm. Gfr. Otto
Beig aus Virchow, Kreis Dramburg, I. verw.
6. Komp.: U.=O. Fritz Kamp aus Poſtnicken, Kreis
Königs=
berg, tot. Gfr. Paul Marks aus Neu=Stahigothen, tot. Musk.
Nr. 242.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 3. September 1914.
Seite 3.
Julius Rogowski aus Klein=Schwalde, Kreis Oſterode, tot. Musk.
Buſtav Franke II. aus Oſterne, Kreis Templin, tot. Gfr.
Frie=
drich Banke aus Erlau, Kreis Preußiſch=Holland, tot. U.=O.
Buſtav Seeligmann aus Kerſchken, Kreis Angerburg, ſchw. verw.
Rusk. Andreas Demling aus Charlottenburg, Kreis Kammin,
ſchw. verw. Musk. Auguſt Kampfhenkel aus Berlin, ſchw. verw.
Musk. Julius Böhnke aus Charlottenburg bei Berlin, ſchw. verw.
Musk. Karl Joſef Appelt aus Berlin, l. verw. Musk. Edmund
Art aus Küſtrin, l. verw. Musk. Richard Sankowski aus Breſow,
Kreis Kammin, I. verw. Musk. Guſtav Lange I. aus Eickenheim,
Kreis Schubin, I. verw. Musk. Guſtav Jeſchkowski aus
See=
frappen, Kreis Fiſchhauſen, I. verw.
7. Komp.: Musk. George Uigſchis aus Alloſen, Kreis Tilſit,
tot. Musk. Guſtav Frank aus Schwenfließ, Kreis Königsberg,
ſtot. Feldw. Andreas Lange aus Pettelkau, Kreis Braunsberg,
I. verw. Musk. Karl Jablowski aus Bergenau, Kr. Düſſeldorf,
Il. verw. Musk. Franz Hilke aus Berlin, I. verw. Musk. Joh.
Wrimm aus Berlin, l. verw. Gfr. Auguſt Wielk aus Bauſchken,
Kreis Ortelsburg, I. verw. Musk. Franz Hartwig aus Kalkhof,
Kreis Fiſchhauſen, I. verw. Musk. Bernhard Kieſelbach aus
Tilſit, ſchw. verw. Musk. Guſtav Steuer aus Philippthal, Kreis
Gerdauen, ſchw. verw.
8. Komp.: Musk Herbert Guſtmann aus Guſen, Kreis
Oletzko, tot. Musk. Leopold Kropp aus Guskow Kreis
Friede=
berg, tot. Musk. Guſtav Preuß I. aus Hilf, Kreis Friedland,
ſtot. Musk. Guſtav Wilk aus Jeromien, Kreis Ortelsburg, tot.
Musk. Otto Skalliſchuß aus Jodgallen, Kreis Inſterburg, ſchw.
verw. Gfr. Richard Ebert aus Guben, Kreis Himfeld, ſchw. verw.
Efr. Hermann Jablinski aus Prothainen, Kreis Mohrungen,
ſchw. verw. Musk. Willi Otto aus Rummelsburg, Kreis
Nieder=
barnim, ſchw. verw. Musk. Bruno Schlecht aus Lobendau, Kreis
Goldberg, ſchw. verw. Reſ. Karl Eggert aus Borsnicken, Kreis
Fiſchhauſen, ſchw. verw. Musk. Max Fechner aus Berlin, l. verw.
Musk. Wilhelm Luſe aus Suttrop, I. verw. Reſ. Guſtav
Buch=
holz aus Haſſeldamm, Kreis Preußiſch=Ehlau, l. verw.
Ohne Kompagnieangabe: Lt. d. Reſ. O. Kondritz, I. verw.
Infankerieregiment Nr. 49, Gneſen.
11. Komp.: Musk. Reitz aus Stettin, tot.
Infankerieregiment Nr. 53, Cöln.
1. Komp.: Musk. Heinrich Bleckmann, verw. Musk. Wilhelm
Deuter, verw. Einj.=Freiw. U.=O. Johann Errenſt, verw. Reſ.
Peter Even, verw. Musk. Johann Habe, verw. Musk. Johann
Kerkhoff, verw. Musk. Hermann Köſter, verw. Musk. Friek=
Heinrich Knoop, verw. Musk. Joſeph Lakemeyer, verw. ?
Hein=
rich Leiwes, verw. Musk. Robert Reinarzt, verw. Einj.=Freiw.
Gerhard Weiland, verw. Musk. Heinrich Hüsmann, verw.
2. Komp.: Musk. Stanislaus Apolinarski, verw. Musk.
Heinrich Boſcheimer, verw. Reſ. Robert Hermes, verw. Reſ.
Emil Klophans, verw. Musk. Gerhard Levers, verw. ? Alez
Mechalſchat, verw. Musk. Karl Spieker, verw. Musk. Heinrich
Schlatmann, verw. Reſ. Otto Thieſen, verw. Musk. Johann
Vorneweg, verw. Musk. Ludgar Wolter, verw.
3. Komp.: Musk. Wilhelm Bröckerhoff, verw. Gfr. Heinrich
Eblen, verw. Musk. Friedrich Gremm, verw. Lt. d. Reſ. Guſtav
Hammel, verw. Reſ. Hubert Heinzen I., verw. Musk. Kaspar
Horſthämper, verw. Musk. Johann Lenz, verw. Musk. Heinrich
beſar, verw. Musk. Bernhard Peſchke, verw. Musk. Max
Rich=
ter, verw. Musk. Emil Schehl, verw. Musk. Auguſt
Schirr=
ſacher, verw. U.=O. d. Reſ. Walter Schmitz, verw. Musk.
Her=
mann Terſchüren, verw. Musk. Adolf Vohwinkel, verw. Muss,
Paul Wloka, verw. Musk. Heinrich Huewe, verw.
4. Kompagnie: Musk. Johann Beckmann I., verw. Musk.
Fritz Beckmann, verw. Musk. Joſef Bitter, verw. Musk. Max
Cawicki, verw. Musk. Theodor Dahm, verw. Musk. Max Lawicki,
herw. Musk. Robert vom Lierop, vern. ? Alfred Liſtig, verw.
Musk. Wilhelm Müller, verw. Einj.=Freiw. Gfr. Fritz Olbertz,
verw. Reſ. Fr. Rößler, verw. ? Franz Sparoel aus
Rams=
dorf, verw. Einj.=Freiw. Otto Somberg, verw. 2 Joſef Waſiak,
berwundet.
5. Komp.: Reſ. Wilhelm Auler, verw. Musk. Heinrich
Alt=
ſoff, verw. Musk. Wilhelm Elz, verw. Einj.=Freiw. Ernſt
Matthey, verw. Musk. Paul Peter, verw. Vizefw. Throdor
Quacken verw. Einj.=Freiw. U.=O. Erwin Sieper, verw. Sergt.
Karl Straek, verw. Musk. Ernſt Streck, verw. Musk. Adolf Voß,
berwundet.
7. Komp.: Gfr. Eduard Brüggemann, verw. Musk. Karl
Ballmann, verw. Musk. Adam Ciſielski, verw. Musk. Johann
Gering, verw. Musk. Wilh. Heidemann, verw. Musk. Abolf
Heiden, verw. Musk. Richard Korn, verw. Gfr. d. Reſ. Friedrich
Findenberg, verw. Musk. Fritz Mäcklenbräucker, verw. Reſ. Karl
Wilhelm Melcher, verw. Musk. Theodor Nexin, verw. Musk.
Wilhelm Spilker, verw. Musk. Theodor Sch’pper, verw. Musk!
Friedrich Straatmann, verw. Musk. Wilhelm Wegmann, verw.
Musk. Fritz Will verw.
8. Komp.: Musk. Parl Adolphi, verw. Musk. Andreaß
Becker, verw. Musk. Karl Balz, verw. Reſ. Joſef Hauſer, verwa
Musk. Heinrich Hippmann, verw. Musk. Paul Hohmann, verw.
Gfr. d. Reſ. Joſef Kloß, verw. Reſ. Theodor Lehnen, verw. 2
Hermann Leicke, verw. Musk. Heinrich Niemüller, verw. Musk.
Emil Opfer, verw. Musk. Karl Pauls, verw. Reſ. Heinrich
Pötter, verw. Musk. Richard Rakete, verw. Reſ. Joſ. Stevens,
verw. Musk. Friedrich Zimmermann, verw.
9. Komp.: Reſ. Karl Breibach, verw. Musk. Heinrich
Woſcheinen, verw. Musk. Friedrich Beier I, verw. Reſ. Wilhelm
Dauvermann, verw. Einj.=Freiw. Alfons Havides, verw. Musk.
Rarl Hochthal, verw. ? Heinrich Janſen, verw. Reſ. Otto
Jüng=
ling, verw. Musk. Joſef Lange, verw. Reſ. Fritz Lehrmann,
berw. U.=O. Eberhard Leiwen, verwundet. Gfr. d. Reſ. Nikol
Middendorf, verw. Musk. Anton Reſing, verw. Musk. Wilhelm
Rüſch, verw. U.=O. Ernſt Schmidt, verw. Musk. Joſef
Schwidersky, verw. Einj.=Freiw. Karl Winterfeld, verw. Tamb.
Heinrich Hußmann, verwundet.
10. Komp.: Einj.=Freiw. Theodor Becker, verw. Musk.
Ernſt aus dem Bruch, verwundet. Musketier Johann Bruns,
verwundet. Musketier Karl Bruns, verwundet. Musketier
Joſef Bonn, verw. Musk. Alois Hilgenberg, verw. Einj.=Freiw!
Anton Kemp, verw. Musk. Jakob Kürten, verw. Musk. Joſ.
Lohmann, verw. 2 Friedrich Wilhelm Nagel, verw. Musk.
Bern=
hard Siegelkamp, verw. Gfr. Wilhelm uferkamp, verw. Ej.=Frw.
Rud. Wilde, verw. Einj.=Freiw. Rudolf Wihle, verw.
11. Komp.: Musk. Wilhelm Fink, verw. Einj.=Freiw. U.=O.
Fritz Halbe, verw. Gfr. d. Reſ. Karl Heyer, verw. Musk. Paul
Homburg, verw. Gefr. Otto Hottgenroth, verkö. Musk. Heinrich
Klever, verw. Musk. Karl Kemper, verw. Gfr. Auguſt Krämer,
verw. Reſ. Felix Kutznek, verw. Musk. Nikolaus Müller, verw;
Einj.=Freiw. Johann Baptiſt Pip, verw. Reſ. Heinrich Wasnig,
verw. Musk. Hermann Weik, verw. Einj.=Freiw. Heinrich Horſte
kötter verw. Reſ. Peter Hartig, verw.
12. Komp.: Gfr. Karl Berghaus, verw. Musk. Joh. Bernhl
Becker, verw. Musk. Emil Eichenauer, verw. Einj.=Freiw. Julius
Genski verw. Gfr. d. Reſ. Ernſt Käſeberg, verw. Einj.=Freiw;
Franz Joſef Nabholz, verw. Einj=Freiw. Max Rondholz, verw
Horniſt Friedrich Schwiermann, verw. Musk. Wilhelm Wintgens;
verwundet.
Maſchinengewehrkompagnie: U.=O. Heinrich Elbracht, verw.
Wehrm. Wilhelm Möller, verw. Musk. Hermann Rehmann,
verw. Wehrm. Heinrich Lauterbach, verw. Musk. Walten
Trommelſchlager, verw.
Ohne Kompagnie: Gfr. Joſef Dembeck, verw. Reſ. Otto
Emmerich, verw. Musk. Hermann Kramer, verw. Lt. Maillard,
verw. Vfw. Pitſch, verw. Musk. Paul Vogel, verw.
Infankerieregimenk Nr. 55, Detmold.
9. Komp.: Lt. d. Reſ. König, ſchw. verw. Gfr. d. Reſ.
Koch, leicht verwundet.
10. Komp.: Gfr. Brand, I. verw.
11. Komp.: Gfr. d. Reſ. Korf, I. verw.
12. Komp.: Musk. Kuhlmann, l. verw. Musk. Fricke, verw.
Maſchinengewehrkompagnie: Musk. Giebel, verw.
Brigadeerſaßbataillon Nr. 56, Raſtatt.
1. Komp.: Hptm. Wettſtein, verw. Offizier=Stellverkr. Otto
Jeyer aus Karlsruhe, verm. U.=O. Albert Euteneuer aus
Neun=
kirchen, Kr. Siegen, verm. U.=O. Rudolf Neußer aus Siegen,
verw. U.=O. Ernſt Schupp aus Dermbach, Kr. Altenkirchen, verwi
U.=O. Auguſt Mathes aus Allfeld, Kr. Mosbach, verm. Erſatzm
Lgnatz Spraul, aus Renchen, Kr. Achern, verw. Gfr. Richard
Uebach aus Niederndorf, Kr. Siegen, verm. Gfr. Eduard
Wirths aus Siegen, verw. Gfr. Karl Schmitt aus
Dillweißen=
ſtein, Kr. Pforzheim, verw. Gfr. Auguſt Trog aus Wiesbaden,
verw. Gfr. Friedrich Maurer aus Mülkauſen, Kr. Pforzheim,
verw. Gfr. Guſtav Hanſen aus Saßbach=Walden, Kr. Achern
verw. Erſatzm. Friebrich Tünnemann aus Herringen, Kr.
Hamm=Land, verw. Gfr. Rudolf Hornberger aus Eutingen, Kri
Pforzheim verm. Erfatzm. Rudolf Armbruſter I aus Saßbach=
Walden, Kr. Achern, verw. Erſatzm. Heinrich Göckeler aus
Mürdinghauſen, Kr. Olpe, verm. Erſatzm. Wilhelm Arens aus
Schönau, Kr. Olpe, verm. Erſatzm. Peter Kreuer aus Düren,
verw. Erſatzm. Gottlob Conzelmann aus Schönmünzach, Kr.
Freudenſtadt, verw. Erſatzm. Conrad Nachtigall aus Elberfeld,
verm. Erſatzm. Heinr. Kern aus Ittersbach, Kr. Pforzheim,
verw. Erfatzm. Guſtay Kixmöller aus Pfahldorf, Kr. Herfordl
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 3. September 1914.
Nr. 242.
verw. Erſatzm. Guſtav Maier aus Baden=Baden, verm. Erſatzm.
Friedrich Henke aus Nieder=Salwey, Kr. Meſchede, tot. Erſatzm.
Heinrich Scheiderer aus Gunzenhauſen, verw. Erſatzm. Gottlieb
Reff aus Tübingen, verm. Erſatzm. Robert Müller I aus
Pforz=
heim, verm. Erſatzm. Guſtav Müller II aus Dillweißenſtein, Kr.
Pforzheim, verm. Erſatzl. Karl Schweiker aus Gmünd, verm.
Erſatzm. Albert Morlock aus Pforzheim, verw. Erſatzm. Silveſter
Wunſch aus Kirſchbaumwaſen, Kr. Raſtatt, verm. Erſatzmann,
Hermann Schwenk aus Mösbach, Kr. Achern, verm. Erſatzm.
Hermann Bluſt aus Mösbach, Kr. Achern, verw. Erſatzm. Friedr.
Reul aus Steinbach, Kr. Offenbach, verm. Erſatzm. Anton Zilk
aus Breitenwied, Kr. Waldmünchen, verm. Erſatzm. Johann
Huber I aus Sinzing, Kr. Regensburg, verm. Erſatzm. Clemens
Roth aus Wiesthal, Kr. Loh, verm. Erſatzm. Bernhard Knapp
aus Kappel=Rodeck, Kr. Achern, verw. Erſatzm. Ewald Hinkel II
aus Krombach Kr. Siegen, verm. Erſatzm. Karl Wolzenburg aus
Rückershauſen, Kr. Arnsberg, verm. Erſatzm. Franz Benz aus
Kappel=Rodeck, Kr. Achern, verm. Erſatzm. Adolf Schickle aus
Eiſingen, Kr. Karlsruhe, verm. Erſatzm. Ernſt Reichle aus
Immendingen, Kr. Konſtanz, verm. Erſatzm. Heinrich
Mers=
mann aus Altena, Kr. Arnsberg, verw. Erſatzm. Ernſt Schmidt IV
aus Oberhölen, Kr. Biedenkopf, verm. Erſatzm. Johann Daun
aus Vallmer, Kr. Meſchede, verm. Erſatzm. Nikolaus Droller
aus Gebweiler, Elſ.=Lothr., verw. Erſatzm. Andreas Rauh aus
Weiler, Kr. Pforzheim, verm. Erſatzm. Friedrich Schleifenbaum
aus Sulzefld, Kr. Eppingen, verm. Erſatzm. Heinrich Jung I
aus Weidenau, Kr. Siegen, verm. Erſatzm. Johann Meergraf
aus Bürbach, Kr. Siegen, verm. Erſatzm. Albert Groß II aus
Neunkaufen, Kr. Ober=Weſterwald, verm. Erſatzm. Friedrich
Nies aus Rohrbach, Kr. Olpe, verm. Erſatzm. Karl Burkart
aus Vimbuch, Kr. Bühl, verm. Erſatzm. Roman Madlinger aus
Saßbach, Kr. Achern, verm. Erſatzm. Müllmaier aus Mühlbach,
Kr. Kr. Eppingen, verm. Erſatzm. Gottfried Müller VI aus
Achenbach, Kr. Siegen, verm. Erſatzm. Wilhelm Witt I aus
Hallerbach, Kr. Neuwied, verm. Erſatzm. Richard Betz aus,
Niedgsſchelderhütte, Kr. Altenkirchen, verw. Erſatzm. Walter Fey
aus Holzhauſen, Kr. Siegen, verm. Erſatzm. Peter Dörner aus
Wildenburg, Kr. Altenkirchen, verm.
2. Komp. Gfr Friedrich Falk aus Freudenberg, Kr. Siegen, I.
verw. Gfr. Karl Bechtold aus Brötzingen, Kr. Pforzheim, I. verw.
Wehrm. Gottfried Geiſer aus Bermersbach, Kr. Raſtatt, I. verw.
Wehrm. Theodor Kerner aus Rheinhauſen, Kr. Bruchſal, I. verw.
Wehrm. Emil Ungerer aus Pforzheim, l. verw. Wehrm. Rudolf
Schenzel aus Wieſenbach, Kr. Heidleberg, I. verw. Wehrm.
Wilhelm Koblenzer aus Göbrichen, Kr. Pforzheim, ſchw. verw.
Wehrm., Chriſtoph Mößner aus Brötzingen, Kr. Pforzheim, ſchw.
verw. Reſ. Friedrich Theis aus Siegen, ſchw. verw. Reſ. Wilhelm
Daub aus Buſchhütten, Kr. Siegen, I. verw. Reſ. Fridolin
Gehrer aus Friedewald, Kr. Altenkirchen, verm. Wehrm. Georg
Stein aus Eberbach, verwundet.
3. Komp.: U.=O. Karl Patt aus Weidenau, tot. U.=D.
Albert Stephan aus Torgau, tot. Gfr. Otto Strombach aus
Königſcheide, tot. Erſatzm. Joſeph Bauer aus Michelbach bei
Raſtatt, tot. Erſatzm. Ernſt Jung aus Dirlenbach, tot. Erſatzm.
Auguſt Mötſch aus Elberfeld, tot. Erſatzm. Martin Lampert aus
Hernsheim, tot. Offizier=Stellvertr. Bausback aus Karlsruhe,
verw. U.=O. Karl Johannes Chriſtian Peterſen aus Schleswig,
verw. Gfr. Karl Kurfiß aus Huchenfeld, verw. Erſatzm.
Engel=
bert Vatzler aus Oeſtringen, verw. Erſatzm. Walter Daub aus
Eiſerfeld, verw. Erſatzm. Wilhelm Eberle aus Dietlingen, verw.
Erſatzm. Karl Freivogel aus Dietlingen, verw. Erſatzm. Eduard
Irle aus Oberholzklau, verw. Erſatzm. Robert Jud I aus
Ober=
ſeelbachverw. Erſatzm. Otto Belikau aus Zell=Baden, verw.
Erſatzm. Johann Albert Maiwurm aus Weikenohl, verw.
Er=
ſatzm. Auguſt Meyer aus Altenheim, verw. Erſatzm. Wendelin
Schneider aus Iffexheim, verw. Erſatzm. Karl Weißenburger
aus Au am Rhein, verw. Erſatzm. Emil Wieber aus
Ding=
lingen, verw. Offizier==Stellvertr. Huckele aus Karlsruhe, verm.
Serg. Robert Sternitzke aus Strausberg, verm. U.=O. Franz.
Nölle aus Brüningen, verm. U.=O. Philipp Reinhard ans
Mannheim, verm. Gfr. Ferdinand Eickhoff aus Veiſcheide, verm.
Gfr. Emil Schwartz aus Ober=Dreßendorf, verm. Sanitätsgefr.
Sally Strauß aus Bruchſal, verm. Gfr. Arnold Zimmermann
aus Tichenbach verm. Erſatzm. Wilhelm Epke aus Siegen, verm.
Erſatzm. Karl Finkbeiner aus Pforzheim, verm. Erſatzm.
Her=
mann Frietſch aus Unzhorſt, verm. Erſatzm. Lorenz Hokterhoff
aus Wenden, verm. Erſatzm. Reinhard Merkel aus Forbach
bei Raſtatt, verm. Erſatzm. Friedrich Meiswinkel aus Hainchen,
verm. Erſatzm. Karl Morlock I aus Hohenwarth, verm. Erſatzm.
Julius Marlock II aus Hohenwerth, verm. Erſatzm. Friedrich
Oelze aus Braunſchweig, verm. Erſatzm. Friedrich Reiß aus
Philippsburg, verm. Erſatzm. Bernhard Schauerte aus Rinſecke,
erm. Erſatzm. Johann Schneider aus Drolshagen, verm. Era
ſatzm. Karl Schnuer aus Laut, verm. Erſatzm. Ewald Scholl
aus Eiſerfeld, verm. Erſatzm. Joſeph Seiler aus Unzhursk
verm. Erſatzm. Johannes Wagner aus Mühlhauſen, verm. Ere
ſatzm. Alfred Wunſch aus Forbach bei Raſtatt, verm. Erſahzm,
Wilhelm Schlüters aus Mannheim=Neckarau, verm
4. Komp.: U.=O. Wilhelm Epe aus Kirchveiſchede, Kreis Olpe
i. W., tot. Erſatzm. Joh. Ed. Reuter I. aus Hebberg. Kreis Olpe
i. W., tot. Erſatzm. Karl Klein aus Plittershagen, Kreis Siegen;
tot. Erſatzm. Jakob Wahl aus Lindach, Kr. Gmünd, tot. Gfr.
Auguſt Berghoff aus Elſpe, Kreis Olpe i. W., verw. Erſatzmann
Math. Th. Hofſäß aus Iſpringen, Kreis Pforzheim. verw. Gfri
Fr. W. Schneider aus Geisweid, Kreis Siegen, verw. Erſatzmann
Bernhard Ullrich aus Sandweier, Kreis Baden, verw. Erſatzm)
Joſef Wagener aus Niederilfen, Kreis Siegen, verw. U.=O
Joh. Ed. Seeger aus Langenbrand, Kreis Neuenburg, vermi
Gfr. Joſef Piſchner aus Heleſchwitz, Kreis Breslau, verm.
Erſatz=
mann Auguſt Bettinger aus Konſtanz, verm. Erſatzmann Julius
Krieg aus Au, Kreis Raſtatt, verm. Erſatzm. Joh. Franz König
aus Hüllſchetten, Kreis Olpe i. W., verm. Erſatzm. Albert
Gum=
binger aus Dillweißenſtein, Kreis Pforzheim, verm. Erſatzm.
Aug. Friedr. Kreutel aus Büchenbronn, Kreis Pforzheim, verm!
Erſatzm. Anton Reiß. Fritſch aus Haueneberſtein, Baden, verm.
Erſatzm. Anton Burkard I. aus Koppelwindeck, Kreis Bühl, verr
Infanterieregiment Nr. 58, Glogau und Frauſtadt.
8. Komp.: Musk. Guſtav Säuberlich, verw.
Erſaßbataillon Infanterieregiment Nr. 58.
1. Komp.: Musk. Auguſt Dold, verw. U.=O. d. Landw. Rudl
Greiner, verw.
2. Komp.: Landſturmmann Fritz Sur, verw.
3. Komp.: U.=O. d. Landw. Friedrich Matheis, verw.
Infanterieregiment Nr. 59, Deutſch=Eylau und Soldau.
8. Komp.: Musk. Albert Preuß, verw.
9. Komp.: Musk. Karl Linn, verw.
Reſerveinfanterieregiment Nr. 60, Hagenau.
9. Komp.: Wehrm. Ludwig Zuckmeyer aus Gundershofen,
Kr. Hagenau, l. verw.
10. Komp.: Wehm. Georg Becher aus Ingolsheim, Kr.
Weißenburg, I. verw.
12. Komp.: Wehrm. Ludwig Huſer aus Dagsburg, Kr.
Saarburg, ſchw. verw. Musk. Wilhelm Trenz, verw.
Landwehrinfanierieregiment Nr. 66, Deſſau.
10. Komp.: Serg. Carl Heinrich aus Pouch, Kr. Bitterfeld,
tot.
11. Komp.: Hauptm. Max Emil Conrad aus Hoym, Kr.
Ballenſtedt, ſchw. verw. Wehm. Paul Ilgenſtein aus
Bern=
burg, ſchw. verw.
Infanterieregiment Nr. 72, Torgau.
3. Komp.: Musk. Friedrich Genſigk aus Annaburg, Kr.
Torgau, l. verw. Musk. Willy Schlegel aus Mertendorf, Kr.
Naumburg, I. verw.
4. Komp.: Gefr. d. Reſ. Willy Hauptvogel aus Kahla,
Kr. Liebenwerda, l. verw. Reſ. Hermann Fuchs aus
Werch=
lugau, Kr. Schweinitz, I. verw. Horniſt Johann Dyllus aus
Petersdorf, Kr. Gleiwitz, I. verw.
Reſerveinfanterieregiment — Torgau.
5. Komp.: Musk. Maz Rothe aus Schweinitz, ſchw. verw.
Musk. Otto Schneider aus Frauenhorſt, Kr. Schweinitz, I7
verw.
7. Komp.: Lt. Theod. Frey aus Wiesbaden, I. verw.
8. Komp.: Oberlt. d. Reſ. Vogt, I. verw.
Füſilierregiment Nr. 73, Hannover.
1. Komp.: Reſ. Otto Baum, verw. Füſ. Heinrich Denlerg
verw. Füſ. Nikolaus Dollis, verw. Füſ. Wilhelm Fieſſe,
verw. Reſ. Karl Hartmann, verw. Reſ. Johannes
Zimmer=
mann, verw.
2. Komp.: Reſ. Otto Seebach, verw. Füſ. Auguſt
Straf=
mann II, verw.
3. Komp.: Lt. von Himburg, verw.
5. Komp.: Füſ. Dietrich Klusmeier, verw. Gefr. Auguſt
Meſch, verw. Reſ. Wilhlem Prell, verw. Reſ. Friedrich
Wilke, verw. Füſ. Anton Wloka, verw.
6. Komp.: Hptm. von Geynz=Rekowski (Fedor), verw
Seite 4.
[ ← ][ ][ → ]Nr. 242.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 3. September 1914.
Seite 5.
Füſ. Johann Schlüſſelburg, verw. Füſ. Alfred Waeſchen,
verw. Füſ. Friedrich Welfers, verw. Serg. Reinhard Zemin,
verw.
7. Komp.: Füſ. Willy Gaudig, verw. Füſ. Wilhelm
Ketſch=
hacke, verw. Füſ. Heinrich Poggenſee, verw. Füſ. Wilhelm
Rättelsbasker, verw. Füſ. Heinrich Schröder, verw.
9. Komp.: Lt. d. Reſ. Johann Brahms, verw. Füſ. Adolf.
Heitmann, verw. Gefr. d. Reſ. Wilhelm Krumfuß, verw. Füſ.
Franz Meyer, verw. Einj.=Freiw. Ludw. Rexhauſen, verw.
Einj.=Freiw. Heinrich Speckmann, verw.
11. Komp.: Füſ. Fritz Buſſe, verw. Füſ. Joſef
Knapp=
heide, verw. Gefr. Bernhard Salzmann, verw. Füſ. Karl
Schlüter, verw.
12. Komp.: Reſ. Wilhelm Hoppe, verw.
Ohne Angabe einer Kompagnie: Oberlt. Martin Rocholl,
verw.
Infankerieregiment Nr. 84, Schleswig.
Maſchinengewehrkomp.: Musk. d. Reſ. Chriſtian Detleffen
aus Buſchau, Kr. Schleswig, tot.
Erſaßbataillon Infanterieregimenks Nr. 84.
2. Komp.: Gefr. Ernſt Ding, verw. Reſ. Heinrich Haas,
verw. U.=O. d. Landw. Guſtav Hölzer, verw. Reſ. Leonhard
Jacob, verw.
3. Komp.: Reſ. Jacob Lehmann, verw.
4. Komp.: Wehrm. Eugen Späth, verw.
Infanterieregiment Nr. 85, Rendsburg.
5. Komp.: Lt. d. Reſ. Klaus Eckmann aus: konnte nicht
feſtgeſtellt werden, I. verw. Lt. Rüdiger von Heyking aus
Raſtenburg, I. verw. Horn. d. Reſ. Hermann Röbcke aus
Horſtheide, Kr. Sternburg. tot. Reſ. Matthäus Dotterweich
aus Wuſtenbach, Bayern, l. verw. Gefr. Heinrich Steffens
aus Minſtedt, Kr. Bremervörde, l. verw. Musk. Hermann
Voß aus Störkathen, Kr. Steinburg, I. verw. Musk. Paul
Rebenſtorb aus Billwärder, Kr. Hamburg, I. verw. Reſ.
Jo=
hannes Rehder aus Bußdorf, Kr. Schleswig, I. verw. Reſ.
Johannes Bahlmann aus Neuendorf, Kr. Steinburg, I. verw.
Reſ. Hermann Ohm aus Hennſtedt, Kr. Norderdithmarſchen,
I. verw. Reſ. Walter Köſter aus Dingen, Kr.
Süderdith=
marſchen, I. verw. Reſ. Max Dibbern aus Stuttgart Berg,
I. verw. Reſ. Heinrich Reimers aus Merzen, Kr. Rendsburg,
verw. Reſ. Johannes Kuhrt aus Brockdorf, Kr. Steinburg,
verw. Ref. Albert Leibert aus Kitſch, Kr. Schwetzingen, verm.
U.=O. d. Reſ. Peter Schröder aus Bargenſtedt, Kr.
Süderdith=
marſchen, verw. Reſ. Emil Caſper aus Schuby, Kr.
Eckern=
förde, verw. Musk. Emil Wegner aus Gr. Barnitz, Kr.
Stor=
marn, verw. Musk. Johann Zlobinski aus Pirtrowka, Kr.
Kempen, verw. Reſ. Haus Lohſe aus Meezen, Kr.
Rends=
burg, verw.
7. Komp.: Vizefeldw. Wilhelm Buſch aus Hvidding, Kr.
Hadersleben, I. verw. Musk. Johann Grzegorowsti aus
Raſchko, Kr. Adelnau, l. verw. Reſ. Karl Fiſcher aus
Känigs=
bach, Kr. Rendsburg, ſchw. verl. Gefr. Johann Peterſen
aus Möllerup, Kr. Tondern, ſchw. verw. Musk. Wilhelm
Nickel aus Berlin, I. verw. Musk. Johann Schmitt aus
Würzburg, I. verw. Reſ. Auguſt Büttner aus Elpersbüttl,
Kr. Süderdithmarſchen, ſchw. verl. Reſ. Auguſt Wolff aus
Beidenfleth, Kr. Steinburg, ſchw. verw. Reſ. Guſtav
Mag=
nuſſen aus Eckſtedt, Kr. Süderdithmarſchen, I. verw. Musk.
Nikolaus Gordzilik aus Kroſchnitz, Kr. Gr. Strehlitz, ſchw.
verw. Musk. Hermann Ebeling aus Bremen, ſchw. verw.
Musk. Guſtav Napierski aus Brieſen verm. Musk. Friedrich
Wommelsdorf aus Nortorf, Kr. Rendsburg, verm. Musk.
Bernhard Hohmann aus Vierzighuben, Kr. Braunsberg, verm.
Musk. Wilhelm Drygalla aus Schwarzwald, Kr. Adelnau,
verm. Musk. Alexander Kopietz aus Neſſelwitz, Kr. Koſel,
verm.
8. Komp.: Lt. Wolf Doſe aus Kiel, l. verw. Lt. d. Reſ.
Peter Hanſen aus Kiel, verw. Bizefeldw. d. Reſ. Alwin
Kniep, aus Weſterhauſen, Kr. Quedlinburg, verw. U.=O.
Otto Lüer aus Planken, Kr. Neuhaldensleben, verw. U.=O.
Johann Dankowski aus Zielonka, Kr. Schwetz, verw. U.=O.
d. Reſ. Hermann Thomſen aus Heide, Kr. Norderdithmarſchen,
verw. Gefr. d. Reſ. Max Schmidt I aus Kiel, verw. Gefr.
Karl Söhner aus Weißenfels, verw. Gefr. Heinrich Lübbert
aus Glaiſin, Kr. Ludwigsluſt, verw. Reſ. Hermann
Band=
holz aus Hohenaſpe, Kr. Steinburg, verw. Reſ. Detlef
Kling=
forth aus Ackerboe, Kr. Steinburg, verw. Reſ. Heinrich Dühr
aus Glüſing, Kr. Norderdithmarſchen, verw. Reſ. Johann
Rohde aus Ganshorn, Kr. Norderdithmarſchen, verw. Ref.
Theodor Reimers aus Elversbüttel, Kr. Süderdithmarſchen,
verw. Reſ. Hans Dunklau aus Brickeln, Kr. Süderdikhs
marſchen, verw. Musk. Heinrich Alpers aus Kl. Fredenbeck,
Kr. Stade, verw. Musk. Franz Hoinsli aus Raduchow, Kr.
Oſtrowo, verw. Musk. Viktor Norek aus Hamborn, verw.
Musk. Franz Orlikowski aus Klanin, Kr. Pr. Stargard, verwe
Musk. Heinrich Pries aus Nienbüttel, Kr. Rendsburg, verw.
Musk. Ludwig Namyslo aus Broſchütz, Kr. Neuſtadt verw.
Musk. Hermann Tokarski aus Oliva, Danziger Höhe, Danzu
verw. Musk. Eduard Zümendorf aus Hamburg, verw. Musk.
Jürgen Sievers aus Umleitungsdeich, Schleswig, verw.
Musk. Friedrich Sobian aus Lubow, Kr. Samter, verw.
Tambour Gottlieb Ruſchkowski aus Gingen, Kr. Lyck, verw.
Musk. Johann Groß aus Adelig Iwanken, Kr. Löbau, verw.
Musk. Wilhelm Müller aus Bremen, verw. Musk. Bernhard
Joa aus Hamburg, verw.
4. Badiſches Infankerieregiment Nr. 112, Mälhauſen i. Elſ.
Stab III. Bat.: Major Schaake, tot.
10. Komp.: Musk. Hermann Gottlieb Zoll aus
Engels=
brand, Kr. Neuenburg, tot.
11. Komp.: Musk. Franz Stroh aus Handſchusheim, Kr.
Heidelberg, ſchw. verw. Musk. Hans Rück aus Mannheim,
ſchw. verw.
12. Komp.: Reſ. Ernſt Baumert aus Niederbühl, Kr.
Ra=
ſtatt, verm. Reſ. Emil Aſal aus Schlächterhaus, Kr.
Schopf=
heim verm. Musk. Theophil Walter aus Schweighauſen,
Kr. Gebweiler, verm. U.=O. d. Reſ. Emil Keller aus St.
Ge=
orgen, Kr. Freiburg, verm. Gefr. d. Reſ. Karl Kemnitz aus
Magdeburg, verm Gefr. d. Reſ. Stefan Ball aus Mörſch, Kr.
Ettlingen, I. verw.
Erſaßbakaillon . Infanterieregimenis Nr. 112, Müllheim.
2. Komp.: Wehrm. Emil Kaiſer aus Hochſal, Kr. Walds=.
hut, tot. Reſ. Georg Klink aus Wilhelmsfeld, Kr. Heidelberg,
ſchw. verw. Reſ. Karl Herbſtritt aus Freiburg, verm. Ret=
Karl Zobeley aus Eppelheim, Kr. Heidelberg, verm.
Infankerieregimenk Nr. 140, Hohenſalza.
5. Komp.: Musk. Fanter, tot.
12. Komp.: Musk. Max Kuchnowski aus Stettin, tot.
Infankerieregiment Nr. 147, Lyck und Lößen.
1. Komp.: Musk. Joſef Otte, tot.
2. Komp.: Einj. Guſtav Aßmann, verw. Gefr. Heinrich
Glaſer, verw. Musk. Hans Harm, tot. Musk. Joſef Hölſcher,
verw. Musk. Auguſt Holzlehner, tot. Musk. Anton Lalka
verw. Reſ. Andreas Wiater, verw.
3. Komp.: Fähnrich Alfred Hoppe, verw.
7. Komp.: Musk. Gottlieb Jeroſchewski, verw. Musk.
Karl Scheida, verw. Musk. Ignatz Kulkowski, verw.
Infanterieregiment Nr. 149, Schneidemühl.
9. Komp.: U.=O. d. Reſ. Schneekuth, tot.
Reſerveinfankerieregiment Nr. 169.
8. Komp.: Peter Weckauf, verw.
11. Komp.: David Schwarzwälder, verw.
Infankerieregiment Nr. 172, Neubreiſach.
1. Komp.: Musk. Emil Winkler, verw. Musk. Friedrich!
Werner, verw.
2. Komp.: Gefr. Jean Graßmann, verw.
3. Komp.: Musk. Heinrich Draſen, verw.
4. Komp.: Musk. Fr. Wilh. Bott II, verw.
5. Komp.: Reſ. Hottlapp, verw.
12. Komp.: Einj.:Freiw. Heſſe, verw.
Maſchinengewehrkomp.: Reſ. Gottfried Matter, verw
Gardejägerbataillon, Potsdam.
Reſervekomp.: Jäger Joſef Michalak aus Poſen, ſchw. verw.
Jägerbataillon Nr. 2, Neuſteitin.
Radfahrer: Oberjäg. Wilhelm Müller aus
Konitz, tot. Jäger Knels, tot.
Riſtel, (Kr.
[ ← ][ ][ → ]Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 3. September 1914.
Nr. 242.
Jägerbakaillon Nr. 6, Oels.
Dragonerregiment Nr. 10, Allenſtein.
H. Eskadron: Gſr. Albert Kolakowskl aus Narczym, Kreis
Neidenburg, tot. Drag. Friedrlch Albrecht aus Weſſolowen, Kreis
Gerdauen, tot. Drag. Wilhelm Sadlewskl aus Kelbaßen, Kreis
Ortelsburg, verm.
5. Eskndron: Drag. Hans Fiſcher aus Groß Gaudiſchkehmen,
Kreis Gumbinnen, tot. Drag. Guſiav Braun aus Grunhagen,
Kreis Preußiſch Holland, tot. Drag. Auguſt Krauſe aus
Schor=
ſchienen, Kreis Fiſchhauſen, tot. Drag. Ruguſt Moſer aus
Göttken=
horf, Kreis Allenſtein, tot. O=Lt. Otto von Mühlenfels aus
Praunſchweig, l. verw. Drag. Erich Dzlomba aus Rauden, Kreis
Oſterode, ſchw. verw. Drag. loſef krauſe aus Groß Kleeberg,
Kreis Allenſtein, ſchw. verw. Gfr. Fritz Schattkowskl aus
Gron=
den, Kreis Angerburg, verm. Drag. Karl Uegner aus Hirſchfeld,
Kreis Preußiſch Holland, verm. Reſ. Rudolf Kondritz aus Arnau,
Kreis Oſterode, verm. Reſ. Adolf lwahn aus Groß Sittkeim,
Kreis Laubiau, verm. Reſ. Anton Zerta aus Nispelſee, Kreis
Oſterode, verm.
Dragonerregiment Nr. 13, Metz.
1. Eskadren: Drag. Friedrich Müller, verw.
3. Eskadron: Carl Niemeyer, verw.
Dragonerregiment Nr. 14, Colmar i. Elſ.
Erſatzeskadren: Gfr. Sizriſt aus Rappoltsweiler, tot.
Dragonerregimenk Nr. 23, Darmſtadt.
5. Eskadron; Dragoner August Ofenloch, verw.
Reſervehuſarenregimenk Nr. 2, Torgau.
1. Eskadron: U.=O. Fritz Grelck aus Barmſtedt, Kreis
Pinne=
berg, tot. Gfr. Oswald Georgi aus Zeuchfeld= Kreis Querfurt, I
verw. Gfr. ewald hering aus Zeitz, Kreis Zeitz, ſchw. verw.
Gfr. Erich Schüler aus Königswalde, Kreis Frankfurt a. O. I.
verw. Huſar Hermann Nock aus Stellingen, Kreis Pinneberg,
I. verw.
2. Eskadron: U.=O. Krampe, I. verw.
Ulanenregiment Nr. 1, Militſch und Oſtrowo.
5. Eskadron: Ulan Geerg Heilmann, verw.
Ulanenregiment Nr. 6, Hanau.
3. Eskadron: Gfr. Karl Höhn aus Hauſen, Kr. Unterranus, tot
Ulan Monrad Georges aus Gelnhauſen, Kreis Gelnhauſen, tot,
Ulan Otto Streicher aus Lüderode. Kreis Worbis, l. verw.,
Bein=
lchuß. Ulan Paul Vogt aus Erfurt, I. verw., Beinſchuü. Ulan
Helmich Pries aus Plan, Kreis Parchim, l. verw., Rücken.
L. Gskndron: Gfr. d. Reſ. Georg Schrimpf aus Debersdorf
Kreis Höchſtadt=Aiſch, verm. Ulan losef Sienziger aus Würz
burg, verm.
Ulanenregimenk Nr. 7, Saarbrücken.
3. Eskadron. Vzw. Nugust Eilach aus Mingſtimmen, Kreis
Gumbinnen, tot. Vzw. Fritz Codemann aus Berlin, ſchw. verw.
A. Eskadren: Gtr. d. Reſ. Rohr, gef.
Alanenregiment Nr. 8, Gumbinnen und Stallupönen.
1. Gssadron: Ulan loseph Klempert aus Behrenbruch, Kreis
Lllenſtein, l. verw. Ulan Adolf Galbins, verw.
3. Csb.: U.=O. d. Reſ. Guſtav Stelnbacher aus Trakehnen, Kr,
Stallupönen, verw. Gfr. Franz Kleinfeld aus Schmena, Kr.
Fried=
land, verw. Lt. d. Reſ. Walter Löber aus Dörben, Kr. Jerichow III
vermißt.
k. Esk.: Ulan Friedrich Ueſſel aus Silginnen, Gr. Gerdauen,
I. verw. Ulan Friedrich Schokolowskl aus Loyden, Kr. Pr. Eylau,
verm! Ulan kguſt Lieck, verw.
S. Esk.: Ulan Otto Wallbruſch, verw.
Ulanenregiment Nr. 11, Saarburg.
5. Esk.: Ulan Huge Kalske aus Pohlo, Kr. Guben, ſchw. verw;
Ulanenregimenk Nr. 14, Mörchingen.
3. Gk.: Lt. Kurt Czeſar aus Poſen, ſchw. verw. U.=O. Wil4
helm Paſchen aus Groß Pankow, Kr. Oſtprignitz, tot. U.=O,
vannn Staub aus Holwingen, Kr. Forbach, ſchw. verw. Gfr.
Seandk köppe aus Rümmelſe, Kr. Wolfenbüttel, ſchw. verw. Gfri
ſohann Ohmen aus Duisburg, Kr. Oberhauſen, ſchw. verw. Gfr!
ßudert Bächer ansVillau, Kr. Grevenbroich, ſchw. verw. Ulanl
Mildelm Conlvendeg aus Villingen, Kr. Rees, ſchw. verw. Ulan
Betorich Schneicker aus Simmerthal, Kr. Ottweiler, verm. Ulan,
Frieckrich Rönchen aus Evingen, Kr. Iſerlohn, ſchw. verw.
Regiment Jäger zu Pferdg Nr. 7, Triexa
2. Esk.: Jäger Peter Lewen verw.
1. Komp.: Jäger Joſef Hojka aus Gosliwagora, Kr.
Tarnowitz, tot. Gefr. Paul Kuſche aus Breslau, I. verw.
Reſ. Johannes Blaſig aus Breslau, l. verw. Reſ. Adolf
Koſch=
mieder aus Lindenerfähre, Kr. Brieg, I. verw. Reſ. Joſef
Steuer aus Schwientochlowitz, ſchw. verw. Gefr. Hubertus
Kramanz aus Arnoldsdorf, Kr. Neiße, tot. Reſ. Wilhelm
Tzapla aus Trebitſchin, Kr. Roſenberg, tot. Jäger Walter
Hoffmeiſter aus Ober=Langenbielau, Kr. Reichenbach, tot. Reſ.
Franz Malejka aus Piſchwitz, Kr. Koſel, verm. Jäger Paul
Krzon aus Moſchenitz, Kr. Rybnik, I. verw. Jäger Paul
Baunert aus Katſcher, Kr. Leobſchütz, verw. Gefr. Georg
Dallibor aus Garben, Kr. Wohlau, l. verw. Oberjäger. d. Reſ.
Heinrich Friedrich aus Breslau, l. verw. Reſ. Hermann
Gerber aus Breslau, l. verw. Reſ. Ernſt Schüter aus Rankan,
Kr. Nimptſch, l. verw. Reſ. Oskar Laube aus Suhlau, Kr.
Militſch, ſchw. verw. Reſ. Otto Kuren aus Breslau, I. verw.
Oberjäger d. Reſ. Oskar Burgelt aus Zobten, tok. Gefr.
Kurt Franzki aus Schönau, Kr. Leobſchütz, I. verw. Jäger
Richard Atzler aus Lauterbach, Kr. Reichenbach, I. verw. Reſ.
Alfred Neugebauer aus Altwaſſer, Kr. Waldenburg, I. verw.
Jäger Alfred Wabner aus Auras, Kr. Wohlau, l. verw. Reſ.
Artur Ernſt aus Breslau, I. verw.
2. Komp.: Oberjäger d. Reſ. Anguſt Höft aus Liepgarten,
Kr. ückermünde, ſchw. verw. Jäger Bruno Stauſch aus
Seif=
rodau, Kr. Wohlau, tot. Jäger Georg Iwan aus Blottnitz,
Kr. Groß=Strehlitz, I. verw. Jäger Johann Barowsky aus
Albrechtsdorf, Kr. Roſenberg O.=S., I. verw. Reſ. Franz
Macha aus Hochkretſcham, Kr. Leobſchütz, ſchw. verw. Reſ.
Bruno Bauch aus Klein=Gllguth, Kr. Oels, Schleſ., I. verw.
Reſ. Auguſt Skade aus Wiſchke, Kr. Neiße, ſchw. verw.
3. Komp.: Oberjäger Friedrich Gruſa aus Lankau, Kr.
Namlau, ſchw. verw. Jäger Karl Stock aus Michalkowitz,
Kr. Kattowitz, ſchw. verw. Lt. Ernſt von Stegmann, tot.
Pizefeldw. von Stünzner, tot. Oberjäger Max Skoludek aus
Paulsdorf, Kr. Zabrze, O.=S., tot. Oberjäger Friedrich
Göh=
uing aus Schöneiche, Kr. Wohlau, tot. Oberjäger Heinrich
Langner aus Breslau, tot. Oberjäger Friedrich Heidrich aus
Stüſſelsdorf, Kr. Kolmar, ſchw. verw. Gefr. Adolf Tomm
aus Krummknie, Kr. Strelno tot. Jäger Paul Schneider aus
Leutmannsdorf, Kr. Schweidnitz, tot. Jäger Hermann Kruſche
aus Grünigen, Kr. Brieg, tot. Jüger Erich Viola aus
Friede=
rickenhof, Kr. Goſtyn, tot. Jäger Oskar Täuber aus
Metſch=
kau, Kr. Striegau, ſchw. verw. Jüger Hubertus Gohl aus
Wroß=Kotukin, Kr. Gleiwitz, k. verw. Getr. Hans Mailänder
aus Niles Centre Cook, County Illinois Nordamerika, l. verw.
Fäger Fritz Völkek aus Pöpelwitz, Kr. Breslau, l. verw. Jäger
Richard Klatte aus Breslau, verm. Jäger Ernſt Anders aus
an= und Marienhütte. Kr. Striegqu, verm. Jäger Emil
Bogatz aus Kleintrinkaus Kr. Allenſtein, verm. Jäger
Hein=
rich Hentſchel aus Alt=Röhrsdorf, Kr. Bolkenhayn, verm. Jäger
Ludwig Sobotta III aus Gr.=Strehlitz, verm. Gefr. Drechsler
aus Wüſte=Giersdorf, Kr. Waldenburg, l. verw.‟ Jäger Emil
Bugla aus Goglowitz, Kr. Rybnik, ſchw. verw.‟ Jüger Artur
Schicht aus Ober=Peilau, Kr. Reichenbach, I.; verw. Jäger
Paul Melsner aus Weißſtein, Kr. Waldenburg, verm.
4. Komp.: Jäger Paul Wolff III aus Graben, Kr.
Strie=
gau, tot. Jäger Hermann Sauer aus Altwaſſer Kr.
Walden=
burg, I. verw. Jäger Wilhelm Schirbel aus Schwoitſch, Kr.
Breslau, I. verw. Jäger Otto Franz aus Friedland, Kr.
Waldenburg, I. verw. Jäger Julius Zur aus Belſchowitz,
Kr. Zabrze, O.=S., I. verw. Jäger Wilhelm Seifert aus
Tſchechen, Kr. Schweidnitz, tot. Jäger Paul Wolff I aus
Floriansdorf, Kr. Schweidnitz, I. verw. Gefr. Georg Steffens
aus Breslau, l. verw. Oberjäger Joſef Günther aus Koſten,
Kr. Koſten, I. verw.
5. Komp.: Jäger Alois Jendrock aus Zielonka, Kr.
Schwetz, ſchw. verw. Jäger Alfous Meude aus Königsdorf,
Kr. Guhrau, I. verw. Feldw. Ernſt Ryborz aus Budzen,
Kr. Ratibor, ſchw. verw. Jäger Willy Sydow aus
Zollern=
dorf, Kr. Birnbaum, ſchw. verw. Reſ. Willy Heuſing aus
Wallendorf, Kr. Schönau, l. verw.
Küraſſierregiment Nr. 1, Breslau.
z. Eskadren: Gfr. Johann Gruber, verw.
Küraſſierregimenk Ne. 4, Münſter.
I. Eskradron: Gſr. d. Reſ. Franz Maryniak, verw.
&. Eskradron: U.=O. Hifred Brand. verw.
Nr. 242.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 3. September
3. Esk.: Serg. Max Gläser verw.
k. Esk.: Jäg. Wilhelm Häler verw. Jäg. Helhrich Wilkens verw.
Schweres Reſervereiterregiment Nr. 3, Rieſenburg.
3. Esk.: U.=O. d. Reſ. Albert Ohle aus Hamburg tot. Gfr.
Friedrich Röhrkasten aus Klein Heidorn, Bez. Neuſtadt, tot. Gefr.
Eustav jedamskl aus Jablanken, Kr. Ortelsburg, tot. Gem. Jul.
Kanapin aus Wanniglanken, Kr. Gumbinnen, tot. Gem. Rbert
ßernch aus Stargard, tot. Gem. Robert Miller aus Fockenhagen,
Kr. Greiſenberg, tot. U.=Off. der Reſ. Ludwig Plett aus Hamburg,
ſchw. verw. Gfr. Valentin Szynalskl aus Lonkozinn, Kr.
Hohen=
ſalza, I. verw. Gſr. Withelm Schwalowski aus Hamburg, ſchw.
verw. Gem. Viktor Certa aus Stubigotten, Kr. Allenſtein, leicht
verw. Gem. Arthur hamann aus Hamburg, I. verw. Gem. Ferd,
Prünner aus Hamburg, ſchw. verw.
Kavallerieerſaßabteilung, Karlsruhe.
Drag. der Reſ. Chriſtoph Münz aus Mannheim, tot. Gefr.
der Reſ. Emil Pfettcher aus Büchig, Kr. Karlsruhe, l. verw. U.=O,
der Reſ. Alfred Gundershelmer aus Mannheim, verm. Gefr. der
Reſ. Wendelin Walter aus Waldmühlbach, Kr. Mosbach, verm.
Gefr. der Reſ. Paul Beckert aus Güglingen, Kr. Backenheim, verm.
Gefr. der Reſ. Hugo Rlöchinger aus Miltenberg, Kr. Unterfranken,
verm. Drag, der Reſ. Rochus Großmann aus Au, Kr. Raſtatt,
verm. Drag, der Reſ. Fritz Fleckſtein aus (Mörchingen, Kr.
Saarburg, verm.
2. Landwehreskadron, Offenburg.
U.=O. Johann Meier gen. Boos aus Meinningen, Amt MMeßlirch
(Baden) tot.
Feldarkillerieregiment Nr. 5, Sprotkau,
1. reit. Ratt.: Reſ. Auguſt Graf, verw.
2. reit. Batt.: Kan. Luitpold Diehl. verw.
4. reit. Batt.: Gefr. Hermann Müller, verw.
Feldarkillerieregimenk Nr. 8, Saarbrücken.
Reit. Rbt. Kan. Theophil Debras verw. Kan. Faul Edmund
Jochum verw. Kan. Paul Kroll verw.
3. Batt. Gefr. Willi Meißner verw. Kan. Wilhelm Sydekum
verw. Kan. Johann Schäfer verw.
6. Batt. Gemeiner Heinrich Geret verw=
Muniflonskolonne. Reſ. Joſef Baxaſino verw. Wehrm. Adam
Hüller verw. Landſturm=U.O. Michel Schommer verw.
Feldarkillerieregimenk Nr. 11, Fritzlar.
Stab der reit. Abt. Lt. Slegfried henricl aus Soeſt, ſchw. verw.
Kan. hugo Greif aus Mönchpfiffel, Verw.=Bez. Apolda, l. verw.
1. reit. Rätt.: Kan. Karl Roch aus Caſſel, verm. Kan. Oskal
Daniel aus Mühlhauſen i. Th., I. verw. Kan. Willy Kirchmann
aus Halle=Trotha, Saalkreis, ſchw. verw. Kan. Johann Gutheil
aus Dahtherda, Kr. Gersfeld, l. verw. Kan. Oskar Weichold aus
Achelſtädt, Kr. Saalfeld, I. verw.
2. reit. Ratt.: Ej.=Freiw. U.=O. Otto Rudlolf aus Raguhn,
Anhalt, I. vezw.
3. reit. Batt.: Kan. Franz Friedrich aus Nauendorf,
Saal=
kreis, I. verw.
Feldarkillerieregiment Nr. 15, Saarburg und Mörchingen.
1. Batt.: Wehrm. Karl Gocker, verw.
2. Ratt.: Kan. Auguſt labs, verw.
3. Batt.: Kan. Perläk, verw.
Feldarfillerieregiment Nr. 16, Königsberg i. Pr.
1. Rait.: Kan. Walter Hoffmann, verw.
3. Ratt.: Kan. Karl Bennewitz, verw. Fahr. Karl Frent, verw.
Kan. Karl Fend, verw. Kan. Otto Jonath, verw. Kan. Ernst Maas
verw. Kan. Gustav Reimann verw.
4. Battr.: Kan. Emil Faak verw. Kan. Karl harder verw.
Kan. Fritz kleumann verw.
6. Battr.: Kan. Robert Schmidtke verw.
Jeldartillerieregiment Nr. 24, Güſtrow und Neu=Streliß.
Gfr. d. Reſ. Adolf larmuth verw.
Feldarkillerieregiment Nr. 35, Deukſch=Eylau.
3. Battr.: Kan. Karl Engſing I verw. Lt. Paul Körnbach verw.
Feldarkillerieregiment Nr. 36, Danzig.
Reſ. Franz Lankowski tot.
Feldarkillerieregiment Nr. 37, Inſterburg.
U.=O. Aibert Dowidat verw. Kan, Portner l. verw.
Feldarkillerieregiment Nr. 51, Straßburg i. Elſ.
6. Batt.: Kan. Albert Zigau verw.
Feldarkillerieregiment Nr. 71, Graudenz.
3. Rattr.: Kan. Adolf Makowskl tot.
Jeldartillerieregiment Nr. 72, Preuß.=Stargard.
1. Ratt.: Kan. Temp, tot.
2. Fatt.: Kan. Rödiger, tot. Kan. Koslewski, verw. Geßt
Snaſe, verw.
3. Batt.: Kan. Urbanneck, verw. V.=Wachtm. Hildebrandt
I. verw.
L. Munitionskol.; U.=O. Zink. verw. Kan. hänicke, verw.
Landwehrfeldartilleriegbieilung, Königsberg i. Pr.
1. Batt.: Hptm. Rückenberger aus Braunsberg, ſchw. verwi
U.=O. Karl Schmidt aus Rogainen, Kr Labiau, ſchw. verw. U.=O!
Walter Krüger aus Königsberg, ſchw. verw. U.=O. Gutzeit, ſchwi
verw. U.=O. Walter Ewert aus Pobethen, Kr. Fiſchhauſen, I
verw. U.=O. Albert Eraewenhagen aus Malchowen, I. verwi
U.=O. Eugen Kamninskl aus Gellobien, Kreis Goldap, I. verw.
U.=O. Auguſt Heydecker aus Friedken, Kr. Inſterburg, ſchw. verwi
Kan. Gottfried Lockau aus Ihnsdorf, Kr. Gerdauen, ſchw. verwi
Kan. Hermann Klein aus Friedland, Kr. Gerdauen l. verw. Kan
Guſtav hoffwann aus Eliſenhof, Kr. Heiligenbeil, ſchw. verwi
Kan. Otto Stöpke aus Luiſehof, Kr. Heiligenbeil, ſchw. verw. Kan
Franz Lipeckl aus Dobrizyn, Kr. Angermünde, ſchw. verw. Kan=
Guſtav Rieß aus Wetzkellen, Kr. Königsberg, ſchw. verw. Kan
Max Schwarz aus Inſterburg, ſchw. verw. Kan. Friedrich Gluch
aus Lubken, Kr. Johannisburg, ſchw. verw. Kan. Julius
Weißen=
berg aus Popehnen, Kr. Wehlau, ſchw. verw. Kan. Fritz Beſſel
aus Schugſten, Kreis Fiſchhauſen, ſchwer verw. Kan. Karl
Schirmacher aus Huſchnen, Kr. Preußiſch Eylau, ſchw. verw. Kanz
Anton Neumann aus Gr. Dirſchkeim, Kr. Fiſchhauſen, ſchw. verw.
Kan. Richard Nikolaus aus Königsberg, verm. Kan. Rudolf
Na-
delni aus Aweiden, Kreis Sensburg, tot. Kan. Adolf Schröcken
aus Neuſaß=Scheer, Kreis Heydekrug, tot. Kan. Karl Schlobinski
aus Pogayen, Kreis Fiſchhauſen, tot. Kan. Johann Wichert aus
Mizehnen, Kreis Bromberg, tot. Kan. Albert Woelk aus
Königs=
berg, tot. Kan. Ernſt Witt aus Rachſitten, Kreis Königsberg, tot.
Kan. Auguſt Hackelberg aus Stallupönen, tot. Kan. Rudolf
Stadt=
haus aus Lekowgen, Kreis Luben, tot. Kan. Franz Chiergart aus
Königsberg, ſchw. verw. Kan. Franz Paſſarge aus Klein Saalen,
Kreis Friedland, l. verw. Kan. Heinrich Klingenberg aus Linginen,
Kreis Labiau, ſchw. verw. Kan. hans Stelsbacher aus Auxkellen,
Kreis Inſterburg, I. verw. Gfr. Eugen Nikolaus aus
Biſchofs=
burg, l. verw. Gfr. Hermann Raumgart aus Sporwitten, Kreis
Fiſchhauſen, ſchw. verw. Kan. Franz Thatmeyer aus Mollwichken,
Kreis Pillkallen, ſchw. verw. Kan. Adolf Saager aus Perkwilten,
Kreis Heiligenbeil, ſchw. verw. Kan. Auguſt Krüger aus
Clan=
garten, Kreis Inſterburg, l. verw. Kan. Friedrich Schipper aus
Ludwigswalde, Kreis Königsberg, l. verw. Gfr. Guſtav Grätſch
aus Bommelswitte, Kreis Memel, l. verw. Kan. Ludkwig Jordz
em=
barkt aus Sellmauen, Kreis Lyck, l. verw. Kan. Wilhelm Fauſt
3 Szillenberg, Kreis Wehlau, verm. Kan. Otto kohn aus
Kreuzburg, verm. Kan. Auguſt Hoffmann aus Norgehnen. Kreis
Fiſchhauſen, l. verw. Kan. Franz Käht aus Wilkuhnen, Kreis
Königsberg, I. verw. Kan. Friecrich Fuchs aus Groß Peiſten,
Kreis Preußiſch Eylau, l. verw. Kan. Ernst Clemarz aus
Königs=
berg, ſchw. verw. Kan. Paul Rautenherz aus Erdmanshof, Kreis
Friedland, ſchw. verw. Kan. Otto Freuß aus Gieſen, Kreis
Bletzko, ſchw. verw. Kan. Gustar Holz aus Klingenberg, Kreis
Friedland, l. verw.
2. Batterie: O.=Lt. Paul Möller aus Adl. Ramter, I. verw.
Lt. Kurt Kreyher aus Minden i. W., ſchw. verw. U. O. Feledrich
Saalau aus Köuigsberg, ſchw. verw. U.=O. Albert Gehlhaar aus
Gallgarben, Kreis Königsberg, ſchw. verw. Gfr. Ernst Radtke
aus Wickbold, tot. Kan. Gustav Rudknick aus Dublienen, Kreis
Raſtenburg, tot. Kan. Alsert Volkmann, aus Klingenberg, Kreis
Friedland tot. Kan. Guskav Pfeifer 1 aus Königsberg, tot. Kan.
August Kreutzberger aus Orſchen, Kreis Preußiſch Eylau, tot.
Gfr. Franz Bogdahn aus Ludwigswalde, Kr. Königsberg, ſchw. verw.
Gfr. llathan Lembinsky aus Jurgatſchen, Kr. Ragnit, ſchw. verw.
Geſr. Frayz Rooſch aus Königsberg, ſchw. verw. Gefr. Franz
haaske (aus Marienhagen, Kr. Königsberg, l. verw. Kan.
Hermann Hertwig aus Schmiedeherg, Kr. Hirſchberg (
Rieſen=
gebirge) ſchw. verw. Kan. Ewald Sachsze aus Köngsberg, I.
verw. Kan. Georg Rohle aus Königsberg, ſchw. verw. Kan.
Albert Kanältt aus Sandhof, Kr. Fiſchhauſen, ſchw. verw.
Kan. Ernſt Arndt aus Sellen, Kreis Heiligenbeil, leicht verwe
Kan. Otto Ruguſtin aus Alt Juch, Kr. Lyck, l. verw. Kan. Lullus
Hinz aus Konigsberg, ſchw. verw. Kan. Robert Schwenz aus
Königsberg, vermißt. Kan. Guſtav Sommer aus Königsberg,
l=
verw. Kan. Auguſt Stolzenberg aus Abbau Klein Heide, Kr=
Königsberg, l. verw. Kan. Karl Baſenau aus Rogalwalde, Kr.
Darkehmen, I. verw.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, 3. September 1914.
Nr. 242.
Reſervefußarkillerieregiment Nr. 3.
3. Komp.: Ob.=Gfr. Oswald Bupser, verw.
Fußartillerieregiment Nr. 4, Magdeburg.
7. Ratt.: Reſ. Hermann Klein, verw.
Fußarkillerieregiment Nr. 11, Thorn.
L. Munitionskol.: Reſ. Karl Breithaupt, verw.
Pionierbakaillon Nr. 11, Hannoverſch=Münden.
2. Feldpionlerkomp.: Pion. d. Reſ. Kruz aus Reichenſachſen,
Kr. Eſchwege, tot.
Pionierbakaillon Nr. 15, Straßburg i. Elſ.
2. Feldkomp.: Pion. Albert Grund aus Zehdenick, Kr. Templin,
ſchw. verw. U.=O. Wilhelm kühnen aus Helmſtedt, Kr. Helmſtedt,
I. verw. Pion. loſeph Frantz aus Maiſengott, Kr. Schlettſtadt,
verm. Gfr. Auguſt Schoener aus Oberhofen, Kr. Hagenau, verm.
Pion. Karl Loſſe aus Giebichenheim, Saalkreis, verm Lt. Martin
Graßhoff, ſchw. verw. Vzfw. Harry Modler aus Leobſchütz, Kr.
Oppeln, I. verw.
Feldgendarmerie.
Gend.=Oberwachtmeiſter Heinrich Robrade aus Gröningen,
Kreis Oſchersleben, I. verw.
I. Armeekorps, Feldlazarett 10, Königsberg.
Trainſerg. Leo Kluck aus Heinrichswalde, Kreis
Marien=
werder, ſchw verw.
Bezirkskommando Allenſtein.
Erſatzreſ. Ludwig Omilian, verw.
Landſfurmbakaillon, Hirſchberg.
z. Komp.: Gfr. Karl Glatz, verw.
Landſturmbataillon, Memel.
1. Komp.: Gfr. Michael Verszils, tot.
Landſturmbataillon III, Tilſit.
3. Komp.: Landſturmmann Jürgis Bublis aus Kamſchen, Kreis
Ragnit, tot. Landſturmmann Martin Augat aus Pageldienen,
Kreis Tilſit, l. verw.
Verluſte durch Krankheiten.
Füſilierregiment Nr. 39, Düſſeldorf.
A. Komp.: U=O. d. Reſ. Tillmann Röttges, tot.
Infankerieregiment Nr. 175, Graudenz und Schwet.
9. Komp.: Gfr. lörgen lörgenſen, tot.
Jägerbakaillon Nr. 1, Orkelsburg.
1. Komp.: Reſ. Auguſt Zielins”, tot.
2. Landſturminfankeriebataillon, Mosbach.
Landwehrmann öllzelm üllmer aus Adelsfeld, Kreis
Mos=
bach, tot.
Berichtigung zu früheren Verluſtliſten.
Infankerieregiment Nr. 27, Halberſtadt.
5. Komp.: Lt. d. Reſ. Rauſchenbach nicht tot, ſondern ſchw.
verwundet.
Grenadierregiment Nr. 5, Danzig.
Reſ. Guſtav Ludjel aus Danzig, bisher verm., iſt verw.
Infankerieregiment Nr. 27, Halberſtadt.
1. Komp.: Musk. Karl Martens aus Magdeburg, bish. verm.,
ſiſt verw. Musk. Karl Schwaneberg aus Magdeburg, bish. verm.,
iſt verw. Gfr. Friedrich Thlele aus Gr. Germersleben, bish. verm.,
iſt verw.
2. Komp.: Gefr. d. Reſ. Willi Biedermann aus Allmenhauſen,
Kreis Ebeleben, bish. verm., iſt verw. Reſ. Walter Hecht aus
Magdeburg, bish. verm., iſt verw. Musk. Karl Mainda aus
Ober=
heiduk, Kreis Beuthen, bish. verm., iſt verw.
3. Komp.: Reſ. Wilhelm Braune, bish. verm., iſt verw. Musk.
Theophilius hadas aus Halle a. S., bish. verm., iſt verw. Reſ.
Uilly Berb aus Eisleben, bish. verm., iſt verw. Musk. Louls
Straßburg aus Halle a. S., nicht tot, ſond. verw.
4. Komp.: Reſ. Karl Ebeet, bish. verm., iſt verw. Reſ. Rlchard
Specht aus Labetz, Kreis Wittenberg. bish. verm., iſt verw.
5. Komp.: Gfr. d. Reſ. Richard Lutz aus Eichhof, bish. verm.,
iſt verw. Musk. Johann Mrowitz aus Rechold, Schleſien, bish.
verm., iſt verw. Vfw. d. Reſ. Friedrich Relchelt aus Müncheberg,
Kreis Lebus, bish. verm., iſt verw. Reſ. Hermann Röbert aus
Magdeburg, bish. verm., iſt verw. Gfr. d. Reſ. Otto Schütze aus
Kühwerden, bish. verm, iſt verw.
6. Komp.: U.=O. der Reſ. Paul Flott, bisher verm,, iſt verw.
Reſ. Herm. Meyer, bisher verm. iſt verw.
7. Komp: Musk. Herm. Poſtel aus Wittenberg, bisher verm.,
iſt verw. Musk. Karl Schulze 11 aus Peritzſch, bisher verm.,
ſt verw.
8. Komp. 2 Karl Fruth, bisher verm., iſt verw. Reſ. Michael
Malezki aus Großörner, Kr. Merſeburg, bisher verm., iſt verw.
Reſ. Ernſt Volgt aus Magdeburg, bisher verm., iſt verw.
9. Komp. Musk. Hermann Eichler aus Moskau, Rußland,
bisher verm iſt verw. Reſ. Ernſt Lehmann aus Klein Gaſteroch,
Kr. Guben, bish. verm., iſt verw. Musk. Alfred Liſſo aus Berlin,
bish. verw., iſt tot. Musk. Ruguſt Mika aus Mietzna, Kr. Pleß,
nicht tot, ſondern verw. Reſ. Friedrich Schulze aus Quedlinburg,
bisher verm., iſt verw. Musk. Albert Steinberg aus Eisleben,
bish. verm., iſt verw. Musk. Paul Thlelecke bisher. verm., iſt
verw. Reſ. Karl Tyormann aus Ströbeck, Kr. Halberſtadt, bisher
verm., iſt verw.
11. Komp. Musl. Otto Möller aus Queiß, Kr. Delitzſch, bish;
verm., iſt verw. Musk. Wilhelm Zehnpfund aus Magdeburg,
sher verm., iſt verw.
Füſilierregiment Nr. 33, Gumbinnen.
3. Komp.: Reſ. Friedrich Brenneiſen aus Bartzkehmen, Kreis
Stallupönen, nicht tot, ſondern verwundet.
7. Komp.: Reſ. Guſtav Hufenbach aus Schakuhnen, Kreis
Stallupönen, bisher vermißt, iſt verwundet. Gfr. der Reſ. Franz
Herbſt aus Pasniszen, Kreis Pillkallen, nicht tot, ſondern
ver=
wundet. Reſ. Franz Kropſtat aus Ernleiſchen, Kreis Pillkallen,
bisher vermißt, iſt verwundet. Füſ. Wilhelm Lenkheit aus
Königs=
berg, bisher vermißt, iſt verwundet. Reſ. Franz Loyal aus
Kat=
tenau, Kreis Stallupönerz bisher vermißt, iſt verwundet. Füſ.
Adolf Neumann aus Ruſſiſch Grotingen, bisher vermißt, iſt
ver=
wundet. Füſ. Hermann Pohland aus Daneck, Kreis Kroſſen,
bis=
her vermißt, iſt verwundet. Füſ. Hugo Schmidt aus Allſtedt i.
Th., bisher vermißt, iſt verwundet. Füſ. Auguſt Weſtphal aus
Judtſchen, Kreis Gumbinnen, bisher vermißt, iſt verwundet. Füſ.
Johann Walter aus Halbdorf, Kr. Marienwerder, bisher
ver=
mißt, iſt verwundet. Füſ. Guſtav Zimmermann aus Parneckel,
Kr. Königsberg, bisher vermißt, iſt verwundet.
11. Komp.: Füſ. Fritz Radtke aus Pillupönen, Kr.
Stallu=
pönen, bisher ſchwer verwundet, iſt tot.
12. Komp.: Reſ. Stanislaus Kaczmarek aus Bolowitz, Kr.
Neutomiſchel, bisher ſchwer verwundet, iſt tot.
Infanterieregiment Nr. 112, Mülhauſen i. E.
Musk. Severin Armbruſter aus Schapbach, Kr. Offenburg,
bisher vermißt, iſt verwundet. Gfr. d. Reſ. Joſ. Baier aus
Imig=
holz, bisher vermißt, iſt verwundet. Musk. Otto Biedermann
aus Dorntal, Kr. Freiberg, bisher vermißt, iſt verwundet. Musk.
Diſſinger aus Luxemburg, bisher vermißt, iſt verwundet. Reſ.
Johann Fünfgeld aus Buggingen in Baden, bisher vermißt, iſt
verwundet. Musk. d. Reſ. Ludwig Falkenſtein aus Mauchen, Kr.
Lörrach, bisher vermißt, iſt verwundet. Reſ. Gorenflo, bisher
vermißt, iſt verwundet. Reſ. Friedrich Helmbold aus Kreuzburg,
Kr. Eiſenach, bisher vermißt, iſt verwund. Reſ. Kurz, bisher
ver=
mißt; iſt verwundet. Musk. Wilhelm Georg Kopp aus
Gmünd, nicht tot, ſondern verwundet. Rerſerviſt
Fried=
rich Meier aus Bachenweiler, bisher vermißt, iſt verwundet.
verwundet. Musk. d. Reſ. Albert Pfiſter aus Erſtein, Elſaß,
bisher vermißt, iſt verwundet. Musk. Valentin Roggenhofer aus
Mülhauſen i. Elſ., bisher vermißt, iſt verwundet. Musk. d. Reſ.
Friedrich Ros aus Karlsruhe i. B., bisher vermißt, iſt verwundet:
Reſ. Franz Sauer aus Eppelheim, Kr. Heidelberg, bisher
ver=
mißt, iſt verwundet. Musk. Karl Schmidt aus Bühlertal, bisher
vermißt, iſt verwundet. U.=O. Hermann Schmidt aus Durlach, Kr.
Karlsruhe, bisher vermißt, liegt im Lazarett. Reſ. Rudolf
Schuler aus Ettlingen, bisher vermißt, iſt verwundet. Reſ.
Franz Schneider aus München, bisher vermißt, iſt verwundet.
Musk. Friedrich Uhrig aus Ofterheim, Kr. Mannheim, nicht kot,
ſondern verwundet. Reſ. Anton Beſer aus Rheinfelden, bisher
vermißt, kiegt im Lazarett. U.=O. der Reſ. Robert Wüſt aus
Durlach, Kr. Karlsruhe, bisher vermißt, iſt verwundek. Reſ.
Friedrich Wieland aus Larzenbach, Kreis Hall, bisher vermißt,
iſt verwundet. Reſ. Robert Wohlſchlegel aus Schutter=Zell, Baden,
bisher vermißt, iſt verwundet. Gfr. d. Reſ. Albert Zanger aus
Doſenbach, bisher vermißt, iſt verwundet.
Stelbertr. Generalommando
XVIII. Armeekorps.
Sekt. I., J.=Nr. 31.
Frankfurt a. M., den 30. Auguſt 1914.
Bekanntmachung.
1. Junge Leute, die mindeſtens das 16. Lebensjahr vollendet haben und von
denen mit Sicherheit zu erwarten iſt, daß ſie mit vollendetem 17. Lebensjahre
feld=
dienſtfäbig ſind, können ſich bis zum 13. September d. Js. bei einem
Bezirkskom=
mando des Korpsbereichs zur Aufnahme in eine im Korpsbezirk zu errichtende
Mi=
ltärvorbildungsanſtalt anmelden.
Sie erhalten in dieſer Anſtalt bis zum Uebertritt zur Truppe eine vorwiegend
militäriſche Ausbildung.
2. Ueber Zeit und Ort der Geſtellung in der Anſtalt ergeht ſpätere Mitteilung.
Die Aufnahme erfolgt nach ärztlicher Unterſuchung. Die Bewerber müſſen vollkommen
geſund und frei von körperlichen Gebrechen und wahrnehmbaren Anlagen zu
chroni=
ſchen Krankheiten ſein. Eine Prüfung auf Schulbildung findet bei der Aufnahme
nicht ſtatt.
Erlittene leichte Strafen ſchließen die Annahme nicht aus.
3. Eine Verpflichtung, über die geſetzliche Dienſtpflicht hinaus zu dienen,
er=
wächſt den Aufgenommenen nicht.
4 Bei der Demobilmachung können die Aufgenommenen auf ihren Wunſch,
ſoweit ſit noch nicht ausgebildet ſind, in eine Unteroffiziervorſchule, ſoweit ſie ſich
bereits bei einem Truppenteil befinden, in eine Unteroffizierſchule unter den für dieſe
Schulen vorgeſchriebenen Bedingungen, die auf den Bezirkskommandos einzuſehen
ſind, aufgenommen werden.
5. Inaktive, nur garniſondienſtfähige Unteroffiziere jeden Dienſtgrades, welche
ſich zur Ausbildung dieſer jungen Leute geeignet erachten, wollen ſich ebenſo bis zum
13. September d. Js. unter Vorlage der nötigen Angaben über Alter, Waffe, bei
der ſie geſtanden, Dienſtgrad, militäriſche Vorbildung, bei einem Bezirkskommando
des Korpsbereiches melden. Solche, welche bereits auf einer Unteroffizierſchule bezw.
Vorſchule tätig waren, werden bevorzugt.
(18123ids
Der kommandierende General
Frhr. v. Gall, General der Infanterie.
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1914.
Im Anſchluß an die vorſtehende Bekanntmachung werden auch ſolche inaktiven
Offiziere, die als Ausbildungsperſonal für die Militärvorbereitungsanſtalten geeignet
und bereit ſind (in erſter Linie ſolche, die bereits bei einer Unteroffizierſchule oder
Unteroffiziervorſchule Dienſte geleiſtet haben), ſowie Lehrer, die freiwillig zur Erteilung
des Schulunterrichts bereit ſind, erſucht, ſich beim Bezirkskommando I, Neue
Nieder=
ſtraße 18, zu melden.
Bezirkskommando I.
Bekanntmachung.
Für die Aufſtellung von Neuformationen werden noch eine große Anzahl von
ehemaligen aktiven Offizieren und ſolchen des Beurlaubtenſtandes, ferner von
ehe=
maligen nicht mehr dienſtpflichtigen Unteroffizieren benötigt. Bei dem großen Bedarf
an Ausbildungsperſonal iſt ihre Inanſpruchnahme ſelbſt dann unbedingt nötig, wenn
ſie nur noch beſchrankt dienſtfähig ſind. Wünſchen betreffs Verwendungsart und
=Ort wird, wenn irgend tunlich, entſprochen werden.
Alle diejenigen ehemaligen Offiziere und Unteroffiziere, die ſich bis jetzt noch
nicht gemeldet haben, ihre Dienſte dem Heere aber zur Verfügung ſtellen wollen,
werden gebeten, ſich nunmehr unverzüglich ſchriftlich oder perſönlich bei dem
Bezirks=
kommando zu melden. Im Falle ſchriftlicher Meldung ſind die früheren
Militär=
verhältniſſe und etwaige Wünſche anzugeben.
Diejenigen ehemaligen Offiziere und Unteroffiziere, die ſich bereits in die hier
geführte Liſte der ſich freiwillig Meldenden unter Angabe beſtimmter Wünſche haben
eintragen laſſen, jetzt aber auch zu anderen als den bei der Meldung bezeichneten
Verwendungsarten bereit ſind, werden um Mitteilung erſucht.
Offiziere und Unteroffiziere, die ſich in Beamtenſtellungen befinden und die
bis jetzt für unabkömmlich erklärt wurden aber jetzt die Ueberzeugung gewinnen, daß
die Gründe für ihre Unabkömmlichkeit nicht mehr ſo zwingender Natur ſind, werden
aufgefordert, ſich von ſelbſt hier zur Verwendung beim Heere zu melden.
(18177
Bezirkskommando I Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Von vielen Seiten wurde bei Eintritt der Mobilmachung angeregt, den ins
Feld ziehenden Soldaten zu empfehlen, die Mitgliedſchaft bei ihrer ſeitherigen
Kranken=
kaſſe zu erhalten, und gleichzeitig wurden die Arbeitgeber aufgefordert, die Beiträge
für die Erhaltung der Mitgliedſchaft bei den Krankenkaſſen für die Dauer des Kriegs
für ihre Kriegsdienſt leiſtenden Arbeiter zu zahlen. Eine ſolche Maßnahme hat jedoch
nur Wert bei den verſchwindend wenigen Kaſſen, die ſeither Familienunterſtützung
gewährten und dieſe auch während des Kriegs beibehalten.
Aus dieſer Erwägung heraus haben die beiden Krankenkaſſenverbände im
Groß=
herzogtum Heſſen im Einvernehmen mit dem Direktor des Großherzoglichen
Ober=
verſicherungsamts beſchloſſen, eine Heſſiſche Kriegsverſicherung auf
Gegenſeitig=
keit für den Krieg 1914 ins Leben treten zu laſſen.
Dieſe Kriegsverſicherung wird den Hinterbliebenen gefallener oder verſtorbener
Soldaten (§ 1 des Geſetzes vom 28. Februar 1889) für die gelöſten Anteilſcheine eine
größere Fürſorge bieten.
Das Weſen und die Ziele dieſer Verſicherung, die aus ihr entſpringenden
Vor=
teile und Rechte ſind in einem Plakat zuſammengeſtellt, das wir hierunter zur
öffent=
lichen Kenntnis bringen.
Wir werden dieſem überaus wohltätigen und gemeinnützigen Unternehmen
unſere ganze Unterſtützung gewähren und können Jedem, der ein Intereſſe an der
Kriegsverſicherung hat, insbeſondere den Angehörigen und Arbeitgebern von
ein=
berufenen Mannſchaften den Beitritt nur auf das wärmſte empfehlen.
Die Einzahlung der Anteilſcheine erfolgt bei den örtlichen Verwaltungsſtellen
der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe für die Landgemeinden des Kreiſes oder bei den
Krankenkaſſen ſelbſt.
(17926dd
Darmſtadt, den 25. Auguſt 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: gez. Dr. Michel.
Einigkeit macht ſtark!
Auch die Krankenkaſſen wollen in dieſer großen Zeit mithelfen. Die auf
Friedens=
zeiten berechneten Vorſchriſten der Reichsverſicherung bilden aber keine geignete
Grund=
lage, um den zum Dienſt einberufenen Mitgliedern und ihren Angehörigen entſprechende
Fürſorge zu verbürgen.
Außerordentliche Zeiten verlangen außerordentliche Maßnahmen. Es
haben daher die beiden Krankenkaſſenverbände unter dem Vorſitz des Direktors des
Großh. Oberverſicherungsamts nach dem Vorbild der für den Regierungsbezirk Wiesbaden
bereits im Kriege 1870/71 mit größtem Erfolg tätig geweſenen und daher auch jetzt
wieder ins Leben getretenen Naſſauiſchen Kriegsverſicherung zur Unterſtützung der
Hinterbliebenen heſſiſcher Soldaten eine Unterſtützungskaſſe auf Gegenſeitigkeit
errichtet unter der Bezeichnung:
Heſſiſche Kriegsverſicherung
auf Gegenſeitigkeit für den Krieg 1914.
Wir hoffen hierbei auch auf die Opferwilligkeit der Arbeitgeber. Um jedoch
den Angehörigen einer möglichſt großen Anzahl der zu den Fahnen Einberufenen die
Möglichkeit der Verſicherung zu bieten, ſoll die Verſicherung auf die Mitglieder
der Krankenkaſſen nicht beſchränkt, ſondern auf alle anläßlich der diesmaligen
Mobilmachung zum Dienſt Eingetretenen ausgedehnt werden. (§1 des Geſetzes,
betreffend die Unterſtützung von Familien in den Dienſt eingetretener Mannſchaften
vom 28. II. 1888.) Der Anteilſchein koſtet 10 Mk. Es können jedoch für jeden
Einberufenen bis zu 20 Anteilſcheine gelöſt werden. Jede Krankenkaſſe und jede
örtliche Verwaltungsſtelle einer ſolchen nimmt Anmeldungen entgegen.
Falls die Verluſte nicht größer ſein werden wie im Kriege 1870/71
werden auf jeden Anteilſchein mindeſtens 250 Mark verteilt werden. Sind die
Verluſte geringer, dann erhöht ſich dieſer Betrag, ſind ſie größer, dann erniedrigt ſich
der Betrag.
Arbeitgeber, verſichert Enre Angeſtellten und Arbeiter!
Eltern, verſichert Eure Söhne!
Frauen, verſichert Eure Männer!
Die hierfür — abgeſehen
von den geringfügigen baren Auslagen — Koſten nicht eutſtehen.
Jeden Tag können unſere braven Krieger in die Schlacht kommen.
Eile tut not!
Bedingungen:
§ 1. Die Teilnahme ſteht allen im Großherzogtum Heſſen wohnhaften oder
vor ihrer Einberufung zuletzt wohnhaft geweſenen Perſonen, die zur
Kriegsdienſt=
leiſtung beim Heere eingetreten ſind (§ 1 des Geſetzes, betreffend die Unterſtützung
von Familien in den Dienſt getretener Mannſchaften vom 28. Februar 1936) offen
und erfolgt durch Löſung von mindeſtens 1 Anteilſchein über 10 Mark. Die
Löſung der Anteilſcheine, deren Ausgabe überall durch die Krankenkaſſen und deren
örtliche Verwaltungsſtellen oder durch ſonſt kenntlich gemachte Annahmeſtellen erfolgt,
kann für die bereits in den Heeresdienſt Eingetretenen auch durch deren Arbeitgeber,
Angehörige uſw. bewirkt werden und hat in bar zu geſchehen.
§ 2. Für jeden in den Heeresdienſt Eingetretenen können mehrere, höchſtens
jedoch 20 Anteilſcheine gelöſt werden.
§ 3. Für bereits Gefallene oder Verwundete können Anteilſcheine nicht mehr
gelöſt werden, falls dieſe Tatſache den Anmeldenden bekannt war. Dieſe Beſtimmung
trifft nicht zu, wenn eine Geſamtheit von Perſonen, z. B. die ſämtlichen Angeſtellten
und Arbeiter einer Fabrik verſichert werden.
§ 4. Die Leiſtungen der Kaſſe beſtehen darin, daß die angeſammelten Gelder
auf die eingetretenen Kriegsſterbefälle an die Hinterbliebenen verteilt werden. Als
Kriegsſterbefälle gelten alle Todesfälle, die Verſicherte während des Kriegs oder
infolge einer im Kriege erlittenen Verletzung oder erworbenen Krankheit bis ſpäteſtens
2 Monate nach Beendigung des Krieges erleiden. Die Angehörigen habe eiwalge
Sterbefälle der Verſicherten alsbald der Geſchäftsſtelle Oberverſicherungsamt,
Kriegs=
verſicherung, Darmſtadt, Neckarſtraße 1, mitzuteilen. Die Abrechnung erfolgt drei
Monate nach Beendigung des Krieges und wird auszugsweiſe öffentlich bekannt
gegeben. Abſchlagszahlungen dürfen auf Wunſch ſchon früher geleiſtet werden. Die
Auszahlung erfolgt gegen Rückgabe der Anteilſcheine und darf an den Inhaber der
Anteilſcheine erfolgen.
§ 5. Die Geſchäfte werden unter dem Vorſitz des Großherzoglichen
Oberver=
ſicherungsamts durch die beiden heſſiſchen Krankenkaſſenverbände geführt.
§ 6. Alle etwaigen Streitfälle werden endgültig unter Ausſchluß des Rechtswegs
durch die Beſchlußkammer des Oberverſicherungsamts entſchieden.
§ 7. Werden in anderen Bundesſtaaten ähnliche Einrichtungen getroffen, ſo
iſt die Verwaltung berechtigt, ſich mit dieſen zu einer Kriegsverſicherung auf derſelben
Grundlage im Intereſſe einer Ausgleichung des Riſikos zuſammenzuſchließen.
Darmſtadt, den 20. Auguſt 1914.
Verband der Krankenkaſſen und
Großherzogliches Krankenkaſſen=
Ober=
Gemeinden als Träger der
Krankenver=
verband für das
ſicherung im Großherzogtum Heſſen. verſicherungsamt.
Großherzog=
tum Heſſen.
Bekanntmachung.
Unſere Bekanntmachung vom 10. d. Mts., wonach Benzin und Benzol von den
Verkaufsſtellen nur gegen unſere ſchriftliche Genehmigung abgegeben werden darf.
hat durch nachſtehende Beſtimmung ihre Erledigung gefunden.
Auf Grund der vom Königlichen Kriegsminiſterium unterm 21. Auguſt 1914
aufgeſtellten Grundſätze über Abgabe von Betriebsſtoffen hat das ſtellvertretende
Generalkommando für den Bezirk des XVIII. Armeekorps — mit Ausnahme des
Feſtungsbereiches der Feſtungen Mainz und Coblenz — Nachfolgendes beſtimmt:
1. Die große Bedeutung, die der Verſorgung des Heeres mit Betriebsſtoffen für
Exploſionsmotoren beizumeſſen iſt, macht es notwendig, daß die Freigabe von
Benzin uſw. aufs äußerſte eingeſchränkt wird.
2. Die Freigabe von Benzin, Benzol und ſonſtigen leichtſiedenden Petroleum=
und Teeröl=Deſtillaten, die für den Betrieb von Exploſionsmotoren geeienet
ſind, darf nur in beſchränktem Umfange an die nachſtehend bezeichneten
Ver=
braucher ſtatfſinden:
a) Feuerwehren,
b) Krankenhäuſer und Aerzte,
c) Fabriken und ſonſtige Betriebe, die Heereslieferungen auszuführen haben,
ſoweit ſie hierfür Benzin oder Benzol nicht entbehren können, und
c) Bergwerke zur Speiſung der Wetter=Sicherheitslampen.
3. Den Geſuchen um Freigabe muß eine Beſcheinigung des Kreisamts über die
Richtigkeit der gemachten Angaben beigefügt ſein. Die Veurteilung der
Not=
wendigkeit der Freigabe bleibt jedoch ausſchließlich dem ſtellvertretenden
General=
kommando überlaſſen.
4. Der nur einmal gültige Freigabeſchein wird auf eine beſtimmte Menge lauten.
5. Freigabe von Betriebsſtoffen für landwirtſchaftliche Motore wird beſonders
geregelt, Beſcheinigung uſw. wie zu Z. 3.
6. Die Verkaufsſtellen haben am Sonnabend jeder Woche die Freigabeſcheine,
die vom Verkäufer des Benzins pp. einzubehalten, ſind, an die Inſpektion des
Militär=Luft= und Kraftfahrweſens in Berlin=Schöneberg einzuſenden.
Hiernach ſind alle Geſuche um Freigabe der genannten Betriebsſtoffe zur
Be=
ſcheinigung der Richtigkeit der darin gemachten Angaben uns vorzulegen. Die
Ge=
ſuche werden wir dann dem ſtellvertretenden Generalkommando weitergeben.
Eine Anleitung für Vergaſereinſtellung für Spiritus=Brennſtoff iſt nachſtehend
abgedruckt und machen wir hiermit nochmals beſonders darauf aufmerkſam.
Darmſtadt, den 29. Auguſt 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: von Starck.
Anleitung für Vergaſereinſtellungen für Spiritus=Brennſtoff.?)
Zunächſt muß für eine gute Anwärmung des Vergaſers geſorat werden.
Um nur reinen Spiritus verwenden zu können, bedarf es der Anbringung eines
Benzin= Zwiſchenbehälters, welcher zum Anlaſſen oder Ankurbein und zum
Warm=
werden des Motors dient. Iſt dieſes erfüllt, ſo wird durch einen Zwiſchenhahn vom
Benzol auf Spiritus umgeſtellt.
Da der Brennſtoffverbrauch bei Spiritus in der Menge höher iſt, als bei Benzol,
iſt es zu empfehlen, eine Miſchung mit Benzol und Spiritus vorzunehmen: und
zwar haben Verſuche ergeben, daß man mit 70% Spiritus und 30% Benzol=
Zuſatz die beſten Ergebniſſe erzielt.
Bei vorgeſagter Miſchung kann auch der obengenannte Zwiſchenbehälter für
Benzin in Wegfall kommen. Auch wenn der Motor ſich im kalten Zuſtand befindet,
genügt eine einmalige Einſpritzung in die Kompreiſonsräume, um den Motor in
Gang zu bringen. Man läßt hiernach den Motor ſolange auf der Stelle laufen, bis
er ſich genügend erwärmt hat, wonach das Ankurbeln ohne Einſpritzung von ſtatten geht.
Vergaſer=Einſtellung.
Je nach der Größe von Motor und Vergaſer iſt bei allen Konſtruktionen der
Brennſtoffdüſen=Austritt nach Bedarf zu vergrößern, an Vergaſerkonſtruktionen die
Zuſatzluſt=Zuführung aufweiſen, iſt ſelbige nach Bedarf zu vermindern, bis der Motor
zum einwandfreien Lauf kommt.
Schwimmer ſind nach Bedarf zu beſchweren, aber unbedingt nötig iſt es nicht.
Bei Spiritus ohne Benzolmiſchung muß der Brennſtoffdüſen=Austritt größer
ſein, als bei Benzolzuſatz=Miſchung.
(18076id
) Vorſtehende Anleitung kann von Kraftwagenbeſitzern beim Generalkommando
empfangen werden.
Bekanntmachung.
Nachdem die Getreideernte faſt ganz geborgen iſt, wird es in dieſer ernſten
Zeit zu einem dringenden Gebot, mit allen Mittein für eine normale
Winter=
beſtellung zu ſorgen. Es iſt eine nationale Pflicht, dafür zu ſorgen, daß die
Winter=
beſtellung, Bodenbearbeitung, Düngung mit tieriſchem und künſtlichem Dünger, ſowie
Ausſat in demſelben Umfange und mit derſelben Sorgfalt vorgenommen wird,
wie in Friedensjahren. Da das Wintergetreide in Deutſchland faſt 60 Prozent der
geſamten Getreidefläche beanſprucht, würde eine Vernachläſſigung oder Einſchränkung
unſerer Winterbeſtellung gegenüber ihrem normalen Friedensſtande das größte
Ver=
derben nicht nur für die Landwirtſchaft ſelbſt, ſondern für die geſamte Volksernährung
herbeiführen können.
(18111imd
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Nummer 118.
Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt. Donnerstag, den 3. September 1914.
Von der Deutſchen Landwietſchafts=Geſelſchaſt in Verlin iſt folgendes
Merkblatt herausgegeben worden:
Verſtärkung der Futtervorräte.
Die Zeit für die Ausſaat ſelbſt der ſchnell wachſenden Stoppelſaaten, wie Senf,
Buchweizen und Spörgel, dürfte für den größten Teil unſeres Vaterlandes vorüber
ſein, wohl aber kommen folgende Maßnahmen in Betracht:
1. Haushälteriſches Wirtſchaften mit allen zu Futterzwecken verwendbaren Stoffen.
Kein voreiliges Verkaufen von Futter= und Streumitteln.
2. Schleunigſte Ausſaat frühzeitig verwendbaren Frühjahrsgrünfutters:
a) Johannisroggen oder gewöhnlicher Roggen mit Zottelwicke;
b) Raps mit Futterroggen;
c) Inkarnatklee oder Schwedenklee.
3. Stehenlaſſen des alten Klees und Kräftigen desſelben mittels angemeſſener,
leicht löslicher Kunſtdünger (nötigenfalls mit etwas Stickſtoffdünger nachhelfen!).
Eine ſchwache Stallmiſtdecke beſchleunigt das Wachstum.
4. Einſäuern oder gegebenenfalls Trocknen bezw. Heuen von
Gründüngungs=
pflanzen, wie Klee, Serradella, Lupinen (lediglich Einſäuerung), auch
Rüben=
biatt oder Kartoffelkraut.
5. Beweiden der Stoppeln, Wieſen und Weiden ſo lange, wie nur irgend möglich,
auch mit Schweinen. Düngung der Weiden und Futterſchläge.
6. Das zur menſchlichen Ernährung brauchbare Getreide darf nicht verfüttert werden.
7. Verwendung des geſunden Strohes zu Futterzwecken. Als Erſatz der Einſtreu
kommen in Frage vornehmlich Torfſtreu, ferner Waldſtreu, Heidekraut,
Säge=
ſpäne, zum Füttern ungeeignetes Kartoffelkraut, Schilf, Binſen und Erde.
8. Im gegebenen Falle Verfüttern von entſchälten und geröſteten Roßkaſtanien,
Eicheln, Bucheckern, ſowie Eintreiben von Schweinen in die Forſt.
9. Es iſt darauf hinzuwirken, daß alle vorhandenen Trocknereien, deren Zahl nach
Möglichkeit noch zu vermehren iſt, bis zur höchſten Leiſtungsfähigkeit ausgenutzt
werden (Lohntrocknung). Das Trockenfutter iſt aufzubewahren, bis alle
waſſer=
reichen Futtermittel verbraucht ſind. — Es iſt ernſtlich zu erwägen, einen Teil
der Zuckerrübenernte — friſch oder getrocknet — zu verfüttern.
10. Füttere nach Leiſtung, d. h. bevorzuge bei der Futterzuteilung die
leiſtungs=
fähigeren Tiere.
Den Landwirten des Bezirks empfehlen wir dasſelbe, ſoweit es für die hieſigen
Verhältniſſe zutrifft, zur gefl. Beachtung.
(18124ids
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Nachdem in einem Gehöft in Meſſel, in welches ein Stück Vieh von dem
Vieh=
markt in Frankfurt a. M. eingeführt wurde, die Maul= und Klauenſeuche
aus=
gebrochen iſt, ordnen wir hiermit auf Grund der §§ 161 der Ausführungsvorſchriften
des Bundesrats zum Reichsviehſeuchengeſetz die folgenden Maßnahmen an.
I. Die geſamte Gemarkung Meſſel wird zum Sperrbezirk erklärt.
II. Für den ganzen Bereich des Sperrbezirks werden folgende Maßnahmen
angeordnet:
1. An den Haupteingängen des Sperrbezirks ſind Tafeln mit der deutlichen
und haltbaren Aufſchrift „Maul= und Klauenſeuche=Sperrbezirk. Einfuhr und
Durch=
treiben von Klauenvieh, ſowie Durchfahren mit Wiederkäuergeſpannen verboten” leicht
ſichtbar anzubringen.
2. Sämtliche Hunde ſind feſtzulegen. Der Feſtlegung iſt das Führen an der
Leine und bei Ziehhunden die feſte Anſchirrung gleich zu achten. Die Verwendung
von Hirtenhunden zur Begleitung von Herden und von Jagdhunden bei der Jagd
ohne Leine kann geſtattet werden.
3. Schlächtern, Viehkaſtrierern, ſowie Händlern und anderen Perſonen, die
gewerbs=
mäßig in Ställen verkehren, ferner Perſonen, die ein Gewerbe im Umherziehen
aus=
üben, iſt das Betreten aller Ställe und ſonſtiger Standorte von Klauenvieh im
Sperr=
bezirke, desgleichen der Eintritt in die Seuchengehöfte verboten. In beſonders
dring=
lichen Fällen kann die Ortspolizeibehörde Ausnahmen zulaſſen.
4. Dünger und Jauche von Klauenvieh, ferner Gerätſchaften und Gegenſtände
aller Art, die mit ſolchem Vieh in Berührung gekommen ſind, dürfen aus dem
Sperr=
bezirk nur mit unſerer Erlaubnis unter den von uns anzuordnenden Vorſichtsmaßregeln
ausgeführt werden.
5. Die Einfuhr von Klauenvieh in den Sperrbezirk, ſowie das Durchtreiben von
ſolchem Vieh durch den Bezirk iſt verboten. Dem Durchtreiben von Klauenvieh ſteht
das Durchfahren mit Wiederkäuergeſpannen gleich. Die Einfuhr von Klauenvieh zur
ſofortigen Schlachtung, im Falle eines beſonderen wirtſchaftlichen Bedürfniſſes auch
zu Nutz= und Zuchtzwecken, kann von uns geſtattet werden.
6. Die Ver= und Entladung von Klauenvieh auf der Eiſenbahn im Sperrbezirk
iſt verboten. Ausnahmen hiervon können von uns zugelaſſen werden. Die Vorſtände
der betr. Stationen ſind zu benachrichtigen.
II. Für alle verſeuchten Gehöfte werden folgende Maßnahmen angeordnet:
1. Ueber alle verſeuchten Ställe wird die Sperre verhängt. Die abgeſperrten
Tiere dürfen aus dem Stalle nur mit polizeilicher Erlaubnis zur ſofortigen
Schlach=
tung entfernt werden unter Beobachtung der von dem Großh. Kreisveterinärarzt
über den Transport und den Ort der Schlachtung angeordneten Maßregeln.
2. Die auf dem Gehöft befindlichen Pferde dürfen außerhalb des geſperrten
Gehöftes verwendet werden, jedoch nur unter der ausdrücklichen Bedingung, daß ihre
Hufe vor dem Verlaſſen des Gehöftes desinfiziert werden.
3. Das Geflügel iſt ſo zu verwahren, daß es das Gehöft nicht verlaſſen kann.
4. Fremdes Klauenvieh muß von dem Gehöft ferngehalten werden.
5. Milch darf aus dem Gehöft nur weggegeben werden, nachdem ſie vorher
abgekocht worden iſt.
6. Dünger und Jauche dürfen aus den verſeuchten Gehöften und Ställen nur
abgefahren werden, nachdem ſie vorher gehörig mit Kalk desinfiziert worden ſind.
7 Futer und Spreuvoräte bürſen aus dem Schöſte nur mit polzelſcher
Er=
laubnis und nur im Einverſtändnis mit dem Großh. Kreisveterinärarzt entfernt werden.
8. Wagen und ſonſtige Fahrzeuge dürfen aus dem Gehöft nur entfernt werden,
nachdem ſie durch Fahren über eine entſprechend,lange Kalkſchicht des infiziert worden ſind.
9. Die Stallgänge der verſeuchten Ställe, die Plätze vor den Türen dieſer
Ställe und vor den Eingängen des Gehöfts, ſowie die etwaigen Abläufe aus der
Dungſtätte oder dem Jauchenbehälter ſind täglich mit einer entſprechendrn breiten und
etwa 1 cm hohen Kalkſchicht zu verſehen.
10. Die geſperrten Ställe dürfen, abgeſehen von Notfällen, ohne polizeiliche
Genehmigung nur von dem Beſitzer oder ſeinem Vertreter oder den mit
Beaufſich=
tigung und Wartung der Tiere betrauten Perſonen betreten werden. Perſonen, die
in abgeſperrten Ställen verkehrt haben, dürfen erſt nach erfolgter Desinfektion das
Seuchengehöft verlaſſen; insbeſondere haben ſie ihre Schuhe in dem ausgeſtreuten
Kalk zu desinfizieren.
11. Zur Wartung des Klauenviehs im Seuchengehöfte dürfen Perſonen nicht
verwendet werden, die mit fremdem Klauenvieh in Berührung kommen.
III. Für die nicht verſeuchten Gehöfte werden folgende Anordnungen getroffen:
1. Sämtliches Klauenvieh der nicht verſeuchten Gehöfte iſt in den Ställen
ab=
zuſondern und darf aus den Gehöften in der Regel nicht herausgebracht werden.
2. Zum Schlachten darf Klauenvieh nicht außerhalb des Sperrbezirks verbracht
werden.
3. Für landwirtſchaftliche Zwecke darf Klauenvieh aus nicht verſeuchten Gehöften
mit beſonderer Erlaubnis der Ortspolizeibehörde benutzt werden.
4. Die Abſonderung der Tiere in nicht verſeuchten Ställen wird ſolange aufrecht
erhalten, bis aus allen Seuchengehöften entweder ſämtliches Klauenvieh beſeitigt oder
die Seuche abgeheilt und in allen Fällen die vorſchriftsmäßige Desinfektion erwirkt
worden iſt.
IV. Von der Bildung eines Beobachtungsgebietes wird vorerſt abgeſehen.
V. Für den ganzen Kreis Darmſtadt wird bis auf weiteres die Abhaltung von
Klauenviehmärkten (insbeſondere Ferkelmärkte) unterſagt.
VI. Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen werden mit
Gefäng=
nis bis zu 2 Jahren oder mit Geldſtrafe bis zu 3000 Mk. beſtraft.
Darmſtadt, den 2. September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: von Starck.
Au die Großh. Lürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir weiſen Sie auf obige Bekanntmachung hin. Sie iſt ſofort ortsüblich
bekannt zu geben. Der Befolg der angeordneten Maßnahmen iſt durch das
Polizeiperſonal ſtreng zu überwachen.
Etwa in Ihren Gemeinden wohnende Viehhändler ſind von den
Vor=
ſchriften ſogleich beſonders in Kenntnis zu ſetzen.
(18207
Darmſtadt, den 2. September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
Bekanntmachung.
48 Pferde der auf dem Truppenübungsplatz untergebrachten Train=Erſatz=
Abtei=
lung 16 ſind unter katarrhaliſchen Erſcheinungen erkrankt. Die Seuchenkommiſſion hat
Verdacht auf Bruſtſeuche feſtgeſtellt.
Das Betreten des Barackenlagers mit Pferden der Truppen des Standortes
Darmſtadt iſt bis auf Weiteres auf das Strengſte verboten.
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1914.
(18178
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
Bekanntmachung.
Im Einvernehmen mit Großh. Miniſterium der Finanzen, Abteilung für Forſt=
und Kameralverwaltung, hat das Großh. Miniſterium des Innern beſtimmt:
In den Provinzen Starkenburg und Oberheſſen erfolgt die Ausübung der Jagd
durch Reichsdeutſche oder Angehörige der Oeſterr.=Ungar. Monarchie wie ſeither nach
Maßgabe der beſtehenden Geſetze und Verordnungen, insbeſondere in Gemäßheit der
Verordnung vom 29. April ds. Js. (Reg. Bl. 218/219).
In der Provinz Rheinheſſen iſt die Ausübung der Jagd bis auf weiteres
gänzlich unterſagt.
Eine Ausübung der Jagd durch Angehörige neutraler Staaten kann in den
Kreiſen der Provinzen Starkenburg und Oberheſſen mit Genehmigung der örtlich
zuſtändigen Kreisämter von Fall zu Fall geſtattet werden. Angehörige ſolcher Staaten,
die ſich mit Deutſchland im Kriegszuſtand befinden, dürfen die Jagd im ganzen
Groß=
herzogtum bis auf weiteres nicht ausüben — auch dann, wenn ſie Pächter oder
Eigentümer heſſiſcher Jagden ſein ſollten.
(18199
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
Bekanntmachung.
Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis: Durch Verfügung Großh. Miniſteriums
des Innern wurde mit dem Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs genehmigt, daß die
Gemeindeapotheke in Eberſtadt an Werktagen abends 8 Uhr und an Sonn= und
Feiertagen mittags von 12 bis 1½ Uhr und nachmittags von 6 bis 9 Uhr ſchließt.
Darmſtadt, den 1. September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
(18200
Feldſchutz.
Auf Grund des Art. 129b, II, 2 der Städteordnung vom
8. Juli 1911 wird hiermit allen Perſonen, auch den Eigentümern, das
Betreten der offenen und eingefriedigten Grundſtücke in der
Feld=
gemarkung Darmſtadt mit einbrechender Dunkelheit unterſagt.
Zuwiderhandlungen werden mit Polizeiſtrafe bis zu 90 Mark
ge=
ahndet; im gegebenen Falle kann nach den geſetzlichen Beſtimmungen
auch auf eine höhere Strafe erkannt werden.
Darmſtadt, den 1. September 1914.
(18181a
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Kartoffelpreis.
Die Kartoffeln ſind billiger geworden. Als angemeſſen kann
ſetzt höchſtens nur noch der Preis von 4 Mk. für den Zentner und
60 bis 65 Pfg. für den Kumpf bezeichnet werden (Pfundpreis 5 Pfg.).
Ueberforderungen werden ſtreng geahndet.
Darmſtadt, den 2. September 1914.
(18190
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Tierärztlicher Dienſt.
Mit Rückſicht auf den augenblicklichen Mangel an Tierärzten
ſind die Herren Schlachthoftierärzte (Fernruf Nr. 149 und 571) b. a. w.
bereit, die Behandlung kranker Tiere zu übernehmen, und zwar:
1. in der dienſtfreien Zeit nach 6 Uhr abends,
2. während der Dienſtzeit, wenn die Patienten in den
Schlacht=
hof (Frankfurter Straße Nr. 69) verbracht werden.
Aus=
nahmen für beſonders dringliche Fälle bleiben vorbehalten.
Es ſteht noch weiter zur Verfügung Herr Veterinär Dr. Schrauth,
Hilfsarbeiter im Großh. Miniſterium des Innern, Teichhausſtraße 34.
Darmſtadt, den 24. Auguſt 1914.
(17882a
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
8 ſchwere u. Mittiere
Arbeits=Pferde,
E
welche zugfeſt in hartem
zu verkaufen.
weichem Boden
d,
L. Landau, Liebfrauenstrasse 49.
Die Anfuhr von Kehricht
und Schutt
nach der Kehrichtabladeſtelle am
Glasberg kann von unterzeichnetem
Amte bis auf weiteres geſtattet
werden und ſind Erlaubnisſcheine
bei dieſem einzuholen. (18164md
Städtiſches Tiefbauamt.
Grammerernte
von dem Golfplatz am Böllenfalltor
zu vergeben. Näh. von Freitag
vormittag an durch Aufſeher
E. Schiedel in dem Klubhaus am
Böllenfalltor zu erfahren. (18211df
Kupferne Keſſel
billigſt bei Mayer & Sender,
Waldſtr. 35, Tel. 670. (18138a
Paar wenig getragene Militär=
1 Schaftenſtiefel, Größe 42, für
3 Mk zu verf Kiesſtr. 88. (*4148ms
Schöne Beſte=Birnen zum
Ein=
machen zu verkauf. (*4188mfo
Ireneſtr. 65 im Laden.
Bekanntmachung.
In letzter Zeit treiben ſich allabendlich bis in die ſpäten
Abend=
ſtunden jugendliche Perſonen beiderlei Geſchlechts in der Stadt,
insbeſondere in der Rheinſtraße, ihren angrenzenden Straßen und
am Hauptbahnhof umher, die durch ihr Benehmen auffallen und
ſittlichen Gefahren ausgeſetzt ſind. Ich ſehe mich daher veranlaßt,
an die Eltern, Vormünder und Erzieher das dringende Erſuchen
zu richten, dieſen Jugendlichen eine beſſere Aufſicht angedeihen
zu laſſen und darauf zu ſehen, daß ſie ſich nach 9 Uhr abends
nicht mehr ohne zuverläſſige Begleitung von Erwachſenen auf
der Straße zeigen. Zur Vermeidung drohender Verwahrloſung iſt
Anordnung getroffen, verdächtige Jugendliche anzuhalten und
die zur Abwendung der Gefahren notwendigen
Fürſorgemaß=
nahmen auf Grund der beſtehenden Geſetzgebung zu treffen.
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1914.
(18099imd
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
ei der unterzeichneten Abteilung können noch
D Freiwillige eingeſtellt werden. Bedingung:
ge=
ſund, groß und kräftig.
(18176
Train=Erſatz=Abteilung 16
Darmſtadt, Uebungsplatz.
Aufforderung.
(Stadtwald.)
Darmſtädter Arbeitsloſe, welche mit dem Holzfällen umgehen
können, mögen ſich melden:
1. Für den Beſſunger Laubwald bei Herrn Förſter Lehr,
Klappacherſtraße Nr. 84.
2. Für den Oberwald bei Herrn Forſtwart Hofmann,
Hirſch=
köpfe.
3. Für die Darmſtädter Tanne bei Herrn Forſtwart Geriſch,
Frankenſteinſtraße Nr. 84.
(18179a
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1914.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 3. September 1914.
Seite 13.
Einer tarAnte und Anle Far Einen!
Der ſo unerwartet eingetretene Krieg hat unſer Wirtſchaftsleben
ins Stocken gebracht. Zahlreiche Betriebe und Unternehmungen haben
ihre Tätigkeit mehr oder weniger eingeſchränkt oder ganz eingeſtellt
und Angeſtellte und Arbeiter entlaſſen. Die Arbeitsloſigkeit iſt von
Tag zu Tag gewachſen und viele hundert Hände ſind, auch bei uns
in Darmſtadt, zum Feiern gezwungen. Es liegt im dringendſten
Intereſſe der Allgemeinheit und jedes Einzelnen, daß dieſer Zuſtand
bald überwunden werde. Schon ſind ja wieder Anſätze zur Beſſerung
vorhanden. Die Erfolge unſerer braven Truppen haben die
Be=
völkerung in der feſten Zuverſicht beſtärkt, daß ſich das Vaterland
gegenüber allen ſeinen Feinden behaupten wird. Möge dieſe
Zu=
verſicht ihren Ausdruck finden durch Wiederbelebung des
Arbeits=
marktes. Soweit der Staat, der Kreis und die Stadt in Betracht
kommen, werden ſie bemüht ſein, Arbeitsgelegenheiten bereit zu ſtellen.
Damit kann aber die Arbeitsloſigkeit nur in beſchränktem Umfang
gemildert werden. Handel, Gewerbe und Induſtrie, die Landwirtſchaft
und auch Private müſſen kräftig einſetzen, wenn es wirklich beſſer
werden ſoll. Die Opferwilligkeit der Bevölkerung, die ſich in den
Gaben für das Rote Kreuz und für Wohlfahrtseinrichtungen aller
Art äußert, iſt hoch anzuerkennen. Nicht minder wichtig und ſehr
dringlich iſt aber die Beſchaffung von Arbeitsgelegenheit. Einige=
Firmen haben ihren Geſchäftsbetrieb wieder aufgenommen. Folge
jeder, der es irgendwie vermag, dieſem Beiſpiel. Die
Transport=
ſchwierigkeiten ſind zum großen Teil behoben. Durch einen
regel=
mäßigeren Güterverkehr können wieder Materialien hereingebracht
werden. Begonnene Arbeiten ſetze man unverzüglich fort.
Arbeiten, die für eine ſpätere Zeit in Ausſicht genommen waren,
nehme man jetzt ſchon vor. Wer größere Aufträge zu vergeben
hat, verteile ſie möglichſt auf mehrere Geſchäfte und Handwerker.
Die kleinſte Arbeit ſchafft Verdienſt. Auch der Private kann
für Beſchäftigung ſorgen.
Aengſtliches Zurückhalten von Barmitteln iſt durch nichts
gerecht=
fertigt. Man wirtſchafte ſo, wie man das immer getan, denn gegen
unverhältnismäßige Verteuerung der Preiſe hat die Verwaltung
wirk=
ſame Gegenmaßnahmen zur Hand. Die Ernte des Jahres iſt eine
reiche und alle Lebensmittel ſind zu angemeſſenen Preiſen erhältlich.
Als wirkſames Mittel zur Verlängerung der
Arbeits=
gelegenheit empfehlen wir die Einführung von Doppelſchichten
oder wo dies, mit Rückſicht auf die Art der Beſchäftigung,
un=
tunlich iſt, eine erhebliche Verkürzung der Arbeitszeiten. Es
werden ſo mehr Arbeitskräfte beſchäftigt, ohne daß die Arbeit ſelbſt
verteuert wird. Gerade in ernſter Zeit iſt es nicht zu rechtfertigen,
daß die Einen alles, oder, wie uns von einzelnen Fällen bekannt iſt,
in angeſtrengteſter Tätigkeit und in Ueberſtunden, mehr als ſonſt
verdienen und die Anderen nichts. Man ſetze möglichſt Viele in
den Genuß vorhandener Erwerbsgelegenheiten. Der Eine fühle
ſich ſolidariſch mit dem Anderen. Arbeitskräfte bitten wir auf
dem öffentlichen Nachweisbüro, Waldſtr. 19, Fernruf 371, abzurufen.
Wir wiſſen, daß viel zur Linderung der augenblicklichen Notlage
getan werden kann, wenn vorſtehenden Anregungen in weiteſtem
Umfang entſprochen wird; bei der Opferwilligkeit und dem ſozialen
Pflichtbewußtſein der hieſigen Bevölkerung, die ſich ſchon ſo oft in
ganz hervorragendem Maße gerade in den letzten Wochen bewährt
haben, zweifeln wir nicht, daß ſie auf fruchtbaren Boden fallen und
Gutes wirken.
Arbeitgeben geht vor Almoſengeben.
Darmſtadt, den 27. Auguſt 1914.
(18030a
Der Oberbürgermeiſter:
Das Arbeitsamt:
Dr. Gläſſing.
Mueller, Bürgermeiſter.
Obligatoriſche Fortbildungsſchule
Für die kaufmänniſchen Klaſſen (Kaufleute und Schreiber)
der obligatoriſchen Fortbildungsſchule beginnt der Unterricht in
dieſem Jahre Montag, den 7. September, nachmittags 2 Uhr.
Der Unterricht findet ſtatt an zwei Nachmittagen in der Woche
von 1½— 4½ Uhr. Er dauert vom 7. September 1914 bis 18. März
1915, mit Unterbrechung vom 1. bis 17. Oktober (Herbſtferien) und
vom 12. Dezember bis 4. Januar (Weihnachtsferien). Die am
fran=
zöſiſchen Unterricht teilnehmenden Schüler haben an drei
Nachmit=
tagen Schule. Es iſt wünſchenswert, daß die Schüler, die den
fran=
zöſiſchen Unterricht beſuchen wollen, ſich hierfür ſchon am 7.
Septem=
ber anmelden.
Der Unterricht iſt für alle Schüler unentgeltlich.
Die Fortbildungsſchulpflichtigen aus den Jahrgängen 1912
und 1913, die im vorigen Winter die kaufmänniſchen Klaſſen in
dem Schulhauſe am Ballonplatz (Lehrer Kayſer, Eckſtein und Helfert)
beſucht haben, haben ſich Montag, den 7. September, 2 Uhr
nach=
mittags, in der Turnhalle der Ballonſchule einzufinden.
Zur gleichen Zeit haben ſich daſelbſt alle diejenigen zuſtellen,
1. die Oſtern 1914 aus den Stadtknabenſchulen I und II,
aus der Bezirksſchule in der Lagerhausſtraße und aus
den Knabenmittelſchulen I und II entlaſſen worden ſind
und ſich dem kaufmänniſchen oder Schreiberberuf
ge=
widmet haben,
2. die von auswärts zugezogenen ſchulpflichtigen Lehrlinge
dieſer Berufsgruppen.
Die im Bezirk der ehemaligen Gemeinde Beſſungen
woh=
nenden Kaufmanns= und Schreiberlehrlinge aus den Jahrgängen
1912, 1913 und 1914 können auf Wunſch ebenfalls dieſen Klaſſen
deren Unterricht im Schulhaus am Ballonplatz ſtattfindet, zugeteilt
werden, wenn ſie ſich Montag, den 7. September, um 2 Uhr daſelbſt
einfinden.
Vom Beſuche der obligatoriſchen Fortbildungsſchule befreit ſind
die Schüler der kaufmänniſchen Schule (Schulſtraße) und diejenigen
jungen Leute, die anderen genügenden Schulunterricht genießen und
nachweiſen. Ferner ſind befreit die ehemaligen Schüler höherer
Lehr=
anſtalten, die ein Jahr lang die Obertertia beſucht und in den
we=
ſentlichen Lehrfächern das Klaſſenziel erreicht haben.
Geſuche um gänzliche oder teilweiſe Befreiung vom Beſuche
der Fortbildungsſchule ſind bei Meidung der Nichtberückſichtigung
alsbald ſchriftlich an Großh. Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt
(Neckarſtraße 3) zu richten. Die Geſuche müſſen von den Schülern
ſelbſt verfaßt, geſchrieben und unterſchrieben ſein und Angaben
ent=
halten über Alter, Heimatort, Name und Geſchäft der Eltern,
ſeit=
herigen Schulbeſuch und dermaligen Arbeitsherrn des Schülers. In
den Eingaben ſind die Gründe anzuführen, aus welchen Befreiung
erbeten wird. Außerdem ſind Art ſowie wöchentliche Stundenzahl
etwaigen anderen Unterrichts und die dieſen Unterricht erteilenden
Lehrer zu bezeichnen.
Fortbildungsſchulpflichtige, die im vorigen Winter vom Beſuche
der obligatoriſchen Fortbildungsſchule befreit waren, haben ihr
Ge=
ſuch um Befreiung zu erneuern oder Beſcheinigung über den Beſuch
anderweitigen Unterrichts vorzulegen.
Für die übrigen Berufsgruppen beginnt der Unterricht
Mon=
tag, den 19. Oktober. Beſondere Bekanntmachung hierüber erfolgt
(18062gmf
anfangs Oktober.
Darmſtadt, den 28.‟ Auguſt 1914.
Der Vorſitzende des Schulvorſtandes.
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
Volkskuche, Waldſtraße 18.
Mit Rückſicht auf die jetzige Ungunſt der Verhältniſſe weiſe ich
bedürftige Perſonen auf die Volksküche hin. Dieſe Anſtalt gewährt
gegen eine verhältnismäßig ſehr geringe Vergütung in uneigennütziger
Weiſe gute Koſt. Das Eſſen kann auch abgeholt werden.
Darmſtadt, den 25. Auguſt 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
(17916a
Dr. Gläſſing.
Bananen=
Kaſſee
Vorzüglicher, äußerſt
wirtſchaftlicher, nährſalz=
& reichſter Kaffee=Erſatz.
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T
Einzelne Nummern inkl. Verluſtliſte
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Straßen=
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Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 3. September 1914.
Nummer 242.
Darmſtadt
Arbeitsamt
Fernſprecher 371
Waldſtraße 19/21
Stellen=Nachweis
verbunden mit Lehrſtellenvermittlung und Berufsberatung
unter ſtädtiſcher Führung.
Hauptausgleichſtelle in der Provinz Starkenburg.
A. Männliche (gewerbl. und landwirtſchaftl.) Abteilung.
I. Hauptſtelle: Waldſtraße 19/21, parterre, Fernſprecher 371,
Ge=
ſchäftszeit im allgemeinen von 8—½1 und von ½3—7 Uhr (für
das Transportgewerbe von 9—10 Uhr vormittags).
Unentgeltlicher Nachweis offener Stellen und gelernter
ſowie ungelernter Kräfte für Landwirtſchaft, Handel und
Gewerbe, mit Ausnahme der folgenden Berufszweige, für die
die betreffenden Nebenſtellen unter a bis k und die
Fachabtei=
lungen zuſtändig ſind. Im Holzgewerbe findet auch
Vermitt=
lung im Hauſe Bismarckſtraße 19 ſtatt.
a) Nebenſtelle für das Bäckergewerbe (Abteilung der
Bäcker=
innung): Landgraf Georgſtraße 36, Fernſprecher 2510,
Ge=
ſchäftszeit von ½11—12 Uhr vormittags.
b) Nebenſtelle für das Metzgergewerbe (Abteilung der
Metzgerinnung): Frankfurterſtraße 69 (Schlachthof),
Fern=
ſprecher 542, Geſchäftszeit von 8½ Uhr vorm. bis 6 Uhr
nachmittags.
c) Nebenſtelle für das Wirtsgewerbe (Abteilung des
deut=
ſchen Kellnerbundes, Zweigverein Darmſtadt):
Pankratius=
ſtraße 5, Fernſprecher 1745, Geſchäftszeit von 8 Uhr vorm.
bis 12 Uhr mittags und von 2—7 Uhr nachmittags, auck
Sonntags von 8—12 Uhr. Ungelerntes männliches Perſonal
wird in der Hauptſache von der Hauptſtelle vermittelt (ſ. oben
unter I), weibliches Perſonal von der Dienſtbot enabteilung
(ſ. B II).
d) Nebenſtelle für das Friſeurgewerbe: Große Ochſengaſſe 28,
(Einsfeld), Geſchäftszeit von 8 Uhr vorm. bis 9 Uhr abends.
e) Wanderernachweis: in der Hauptſtelle Waldſtraße 19,
Fern=
ſprecher 371, von 5—7 Uhr nachmittags und in der
Neben=
ſtelle: Herberge zur Heimat, Große Ochſengaſſe 8,
Fern=
ſprecher 2583, von 8 Uhr vorm. bis 9 Uhr abends.
k) Lehrſtellenvermittlung, verbunden mit Berufsberatung
(auch für kaufmänniſche Berufe) in der Hauptſtelle:
Wald=
ſtraße 19, Fernſprecher 371, von 8 Uhr vorm. bis ½1 und
von ½3—6 Uhr nachmittags.
II. Fachabteilung für das Weißbinder=, Maler= und
Lackierer=
gewerbe: Waldſtraße 19, parterre, Fernſprecher 371,
Geſchäfts=
zeit von 10—11 Uhr vormittags.
III. Fachabteilung für das Gewerbe der Polſterer, Tapezierer
und Dekorateure: Waldſtraße 19, parterre, Fernſprecher 371,
Geſchäftszeit von 8—9 Uhr vormittags.
B. Weibliche Abteilung.
I. Nachweis für gewerbliche und landwirtſchaftliche Berufe
für gelernte und ungelernte Kräfte: Waldſtraße 19, 1. Stock,
Fernſprecher 371, Geſchäftszeit von 9 Uhr vorm. bis 12 und
von 3—6 Uhr nachmittags.
II. Dienſtboten=Nachweis. a) Hauptſtelle: Waldſtraße 19, 1. Stock,
Fernſprecher 371, Geſchäftszeit von 9 Uhr vorm. bis 12 und
von 3—6 Uhr nachmittags. b) Stellenvermittlung mit billiger
Herbergsgelegenheit für ſtellenloſe Mädchen: 1. im evang.
Marthahaus (Eliſabethenſtift), Stiftſtr. 14, Geſchäftszeit von
8 Uhr vorm. bis 8 Uhr abends; 2. im kathol. Marienheim
(Barmh. Schweſternhaus), Nieder=Ramſtädterſtr. 30 — Abt. des
kathol. Mädchenſchutzvereins — Geſchäftszeit von 3—5 Uhr
nachmittags.
III. Hausbeamtinnen=Nachweis — auch Auslandsvermittlung —
(Abteilung des Internationalen Vereins der Freundinnen
junger Mädchen, Gruppe Darmſtadt): Waldſtraße 19, 1. Stock,
Fernſprecher 371, Geſchäftszeit: Montags von 10—11 Uhr,
Mittwochs und Freitags von 11—12 Uhr.
IV. Nachweis und Sprechſtunde für kaufmänniſche weibliche
Berufe und weibl. Büroperſonal (Abteilung der Ortsgruppe
Darmſtadt des Allgemeinen Deutſchen Frauenvereins):
Wald=
ſtraße 19, 1. Stock, Fernſprecher 371, Geſchäftszeit: Montags
Donnerstags und Samstags von 11—½1 Uhr und Dienstags,
Mittwochs und Freitags von 4—½6 Uhr.
V. Frauenberufsberatung (für alle Stände) und
Lehrſtellen=
vermittlung (Abteilung der Ortsgruppe Darmſtadt des
All=
gemeinen Deutſchen Frauenvereins): Waldſtraße 19, 1. Stock,
Fernſprecher 371, Geſchäftszeit: wie bei IV. Sprechſtunden für
muſikſtudierende Frauen mit Stundenvermittlung für Geſang,
Klavier und Violine: Mittwochs von 3—4 Uhr nachm.
Die Dienſtſtellen des Arbeitsamts können von jedermann,
ohne Rückſicht auf religiöſe, politiſche oder organiſatoriſche
Zu=
gehörigkeit, in Anſpruch genommen werden. Die
Inanſpruch=
nahme iſt grundſätzlich koſtenlos.
Nur in der weiblichen Abteilung (Dienſtboten= und
Haus=
beamtinnenabteilung) müſſen zur teilweiſen Deckung der mit der
Vermittlungstätigkeit verbundenen beſonderen Koſten, aber nur von
den Dienſtherrſchaften, geringe Gebühren erhoben werden (für das
Einſchreiben 20 Pfg., für die Vermittlung 1 Mk.) Dienſtnehmer
zahlen auch bei der weiblichen Abteilung nichts. (10126a
Die Friſeurabteilung hebt von Arbeitgebern, die nicht
Mit=
glieder der Friſeurinnung ſind, für die Vermittlung eine Gebühr von
2 Mk. Innungsmitglieder und Arbeitnehmer haben die Benutzung frei
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Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 3. September 1914.
Seite 15.
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Tobias Wilders Weg zur Höhe.
Von Zdenko von Kraft.
(Nachdruck verboten.)
25)
Liſel ſah nach ihm, ob er wieder betrunken wäre.
Aber der Alte ſetzte ſich hinter ſein Tiſchchen und ſtützte
den Kopf in die Hände. Sein Geſicht war bleich. Liſel
ſtand auf und trat zu ihm hin. Er merkte es nicht. Sie
fühlte die friſche Kälte auf ſeinen Kleidern. Er war alſo
nicht im Wirtshaus geweſen. Sie legte die Hand auf
ſeine Schulter.
Da ſprang er auf, verſtört, und ſtarrte ſie an.
Um’s Heilands willen — was haſt denn, Vater?
Nix hab ich, knurrte er, aber g’ſehen hab ich ein', der
ſchon lang begraben is!
Liſel ſeußzte.
Biſt doch im Wirtshaus gweſen?
Ich war nöd im Wirtshaus, ſagte der Alte zornig,
ich war in die Wänd’ droben! — Bub? Was meinſt, das
ſo was bedeuten ſoll: wenn die Toten wiederkommen?
Soll’s heißen: daß ’s nimmer weit is bis zur Gruben? —
Oder ſoll’s was anders heißen? — Soll’s heißen, daß
man reden muß?
Erasmus begriff langſam, wer der „Tote” geweſen
zein mochte.
Warſt leicht droben am Gamseck, Vater?
War ich, ja!
Und da biſt ihm wohl begegnet, dem Winter? Gelt?
Der Alte ſah ihn groß an.
Haſt ihn auch gſehen?
Ja, Vater. Und g’redt hab ich auch mit ihm. Aber
's war kein Toter net. ’s war a Lebendiger. Der, den
Du meinſt, der kommt nöd wieder. Und der, den heut'
gſehen haſt, das is der Sohn von ihm.
Der Alte war plötzlich ruhig geworden, faſt
teil=
nahmslos.
So? Der Sohn? — Ja. — Der Sohn vom Winter!
— Schön! Is recht! — Der Sohn!
G
begann wieder zu baſtein. Von der Wand nahm er ein
Häuschen herunter, das halb fertig war. Geduldig fügte
er Span an Span, kittete und leimte, bis das Ding ſich
ſehen laſſen konnte. Dann ſuchte er kleine Steine
zu=
ſammen, die er auf das Dach zu kleben begann.
Aber war’s, weil der Leim noch nicht trocken
gewor=
den oder weil ein Stein zu ſchwer war — plötzlich neigten
ſich die Wände, und das Häuschen fiel auseinander.
Hilflos wie ein Kind ſah der Alte ſein Kunſtwerk
zu=
ſammenbrechen, und ſeine Augen wurden ſchwimmend.
Schau, Liſel — ſo geht’s! Vierzig Jahr” lang hab
ich baut. Und in einer Stund’ is alles hin gweſen!
Aber Vater . . .
Laß nur, laß! Is ja recht ſo!
Er zog den Docht der Lampe hinunter und blieb
reg=
ungslos hinter dem Tiſchchen ſitzen. Die Flamme flackte,
wurde kleiner und kleiner, endlich ging ſie ſchwelend aus.
Es war ſtockdunkel in der Stube. Nur die Glut im Herd
erleuchtete ein wenig die nächſte Umgebung.
In der Fenſterniſche, wo der Alte ſaß, kracht es
plötz=
lich wie von zerborſtenem Holz und zerdrückten Spähnen.
Dann ſlog etwas polternd auf den Boden.
Liſel ſchrat auf: Was tuſt denn, Bater?
Aus dem Winkell klang es traurig und doch
ent=
ſchloſſen:
Nix tu ich. Aber’s Häuſerbauen hab ich aufgeben!
10.
Das war ein Herbſtatem, wie ein Atemzug Gottes,
ſo ſtill, ſo friedlich, ſo ſchön an Sonnengold. Ein Läuten
war in der Luft wie von hundert leiſen Glocken, ein
Klingen auf der ſonnigen Straße wie von tauſend heim=.
lichen Geigen. Gleich einer heiteren Melodie lief der
abendliche Hauch über Buſch und Bäume, die Blätter
be=
gannen noch im Fallen ein gaukelndes Menuett zu tanzen
und dennoch war es ſo ſtill ringsum, als wäre die
Natur im eigenen Frieden eingeſchlafen.
Es war Samstag. Samstag zwiſchen den niedrigen
Häuschen in der Prein, Samstag im weiten Hauſe Gottes.
Alles war wie eine feierliche Vorbereitung auf den Tag
des Herrn, wie ein ſtiller Abſchied von der Sonne vor
den erſten Wintertagen. Alles wie ein frommes Gebet der
Ergebung, wie ein geduldiges Erwarten des weißen
Gaſtes, der von den Höhen langfam herunterſchritt.
An dieſem Abend ging ein ſchneller Wanderer die
Straße von Reichenau nach der Prein — Tobias Wilder.
Wie bald war aus dieſem Sieger ein Beſiegter geworden!
Tobias Wilder, der Verlangende, war ſtärker geweſen als
Tobias Wilder, der Verzichtende. Die par Tage ſeiner
freiwilligen Verbannung hatten für Tobias die ernſte
Mahnung der Mutter in eine allzu ängſtliche, ganz
unbe=
gründete Sorge verwandelt. Seine Sehnſucht rach
Rös=
chen war doch nichts anderes als ein begreifliches
Heim=
weh nach ſeiner Bergheimat. Und hatte ihm die Mutter
nicht ſelbſt geraten, in die Berge zu gehen? Und immer
einen Weg zu ſuchen, der z.— Höhe führt? Hätte er dieſen
lugen, herzlichen Rat der Mutter mißachten ſollen? und
warum? Um eine Pflicht nicht zu verletzen? — Hatte er
ſie denn verletzt? Und wollte er ſie in Zukunft verletzen?
— Gewiß nicht. Er war doch ſicher ein treuer, verläß=.
licher Freund — er: Tobias Wilder!
Nur jung war er. Und das war ſeine ganze, einzige
Sünde.
Und nun empfand er eine wohlige Zufriedenheit mit
ſich felbſt. Er war ſo ohne jeden böſen Gedanken, daß
er mit verdoppelter Eile weiterging und es nicht merkte,
wie raſch ſeine Höhenſehnſucht von den Gipfeln der Rax
herunterlletterte ins Tal und ſich in ein von
rotgewor=
denen Reben umſponnenes Haus verbarg, das hart an
der Straße nach Kapellen lag. Er merkte nicht, daß ſein
Herz ſchon in dieſem Hauſe, ſchon bei Röschen war,
ob=
wohl ſein haſtender Schritt noch kaum die Prein erreicht
hatte. An einem Wirtsgarten der neben der Straße lag,
rannte er mit glühendem Geſicht vorüber, ohne zu ſehen,
daß ihn die Leute höflich grüßten. — —
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 242.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 3. September 1914.
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Besprechung wegen zweckmässiger Einteilung Samstag, 5. September, zwisch. 12— 12¾ Uhr.
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Beginn des Winterſemeſters am 22. Oktober.
Schluß desſelben Mitte März.
Die Schule umfaßt 5 Klaſſen für Hochbau und 2 Klaſſen für
Tiefbau. (Im Winter Tiefbau Klaſſe II, im Sommer Tiefbau
Slaſſe I.)
Die Abgangszeugniſſe der Großh. Landes=Baugewerkſchule ſind
denjenigen der Königlich Preußiſchen Baugewerkſchulen gleichgeſtellt.
Programme und Anmeldeformulare ſind durch die Direktion
der Landes=Baugewerkſchule, Darmſtadt, Neckarſtr. 3, zu erhalten.
Das Schulgeld beträgt 100 Mark für das Halbjahr.
Schluß der Anmeldefriſt am 10. Oktober d. Js.
Die Direktion.
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Das Wintersemester beginnt Dienstag, 6. Oktober.
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