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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 240.
Dienstag, den 1. September.
1914.
Der Krieg.
Ueber die Lage in Frankreich. — Engliſcher Völkerrechtsbruch. — Deutſcher Einmarſch in Belgiſch=Kongo. — Der Krieg
zur See. — Der Austauſch von Angehörigen feindlicher Staaten. — Dum=Dum=Geſchoſſe bei den Feinden. — Italiens
Haltung. — Ein neuer Siegesbericht. — 60000 Ruſſen gefangen genommen. — Die ruſſiſche Nord=Armee in Oſtpreußen
im Rückzug. — Große Erfolge unſerer weſtlichen Armeen. — Verluſtliſte Nr. 13.
Ueber die Lage in Frankreich
wird uns von ſehr gut unterrichteter Seite geſchrieben:
Man ſollte eigentlich meinen, daß die Franzoſen einiges
aus dem für ſie ſo unglücklichen Kriege von 1870 gelernt
hätten, aber es ergeht ihnen wie ihrem früheren
Königs=
hauſe, den Bourbonen, die nichts gelernt und nichts
ver=
geſſen haben. Die Leiter der Republik wiederholen das,
was Napoleon III. getan, mit einer beinahe unheimlichen
Pünktlichkeit und werden alſo auch wahrſcheinlich
dieſel=
ben Reſultate erzielen. Als es ſo ziemlich feſtſtand, daß
Frankreich in den Krieg gehen würde, da war die
Begeiſte=
rung dafür keineswegs eine ungeteilte, und man bemühte
ſich daher, nicht nur an die patriotiſche und chauviniſtiſche
Stimmung der Bevölkerung zu appellieren, ſondern teilte
ihnen auch, gerade wie 1979, mit, daß die franzöſiſche
Armee vollſtändig kriegsbereit ſei; außerdem hätte
Frank=
reich auf Englands und Rußlands Hilfe zu zählen. Die
britiſche Regierung unterſtützte dieſe Stimmungsmacherei
dadurch, daß ſie von dem Parlamente die Bewilligung zur
Einſtellung von 500000 Mann verlangte, obgleich ſie von
der Unmöglichkeit, das zu erreichen, überzeugt ſein mußte.
Die Londoner Times gingen ſogar noch weiter und
ver=
kündeten, England würde, wenn es nötig ſei, eine Million
Mann ins Feld ſtellen.
Die Franzoſen, die in bezug auf die auswärtige
Po=
litik nicht ſehr bewandert ſind, glaubten alles das und ſo
wurde eine Art Hurraſtimmung erzielt, gegen die
beſon=
neneren Elemente nicht aufkommen konnten. Es hieß nun
aber, die erzeugte Begeiſterung nicht erkalten zu laſſen,
und deshalb war es nötig, ſofort Erfolge in Feindesland
zu erzielen. Deshalb erhielt der Oberbefehlshaber,
Ge=
neral Joffre, die Anweiſung, ſogleich im Oberelſaß
vor=
zugehen. und er gehorchte auch, trotzdem die Ausrüſtung
ſeiner Truppen ſehr viel zu wünſchen übrig ließ, und
unter ſolchen Umſtänden, ohne daß der Aufmarſch
plan=
mäßig vollendet war, im Elſaß einzurücken, ein großer
Feh=
ler ſein mußte. Es war natürlich keine Heldentat, offene
Plätze zu beſetzen, doch dieſes wurde als Mittel zum Zweck
gebraucht, um daheim zu verkünden, Frankreich hätte den
Krieg in Feindesland getragen. Dabei wurde auch ſo weit
gegangen, daß ſogar die Einſetzung einer franzöſiſchen
Verwaltung mit Oberpräfekten, Unterpräfekten und allen
ſonſtigen Beamten immer ſofort ſtattfand. Das wurde in
gebührender Weiſe aufgebauſcht und in Paris mit Jubel
begrüßt. Darauf gründen ſich die franzöſiſchen Berichte,
die, einerſeits übertrieben, den wahren Sachverhalt
ver=
heimlichten und ſo eigentlich als Lügenmeldungen zu
be=
zeichnen waren. Das war wiederum genau ſo wie in 1870.
Daß es unter dieſen Umſtänden innerpolitiſche Bedenken
haben mußte, einzugeſtehen, wie die Dinge wirklich lagen
und daß die franzöſiſchen Truppen mit großen Verluſten
geſchlagen und herausgetrieben waren, wird man
ver=
ſtehen. Als ſich jedoch die Niederlagen nicht mehr
ver=
heimlichen ließen, veröffentlichte die Pariſer Regierung die
bekannte Erklärung, wonach ihre Arme ſich rückwärts
konzentriere und vorläufig in der Defenſive bleiben
würde. Alles ganz genau dasſelbe, wie es 1870
Napo=
leon III. getan. Nun muß man ſich erinnern, daß,
ſobald es in Frankreich bekannt wurde, daß durch die
un=
wahren Meldungen das Volk irregeführt worden ſei,
die=
ſes die damaligen Machthaber, den Kaiſer an der Spitze,
einfach hinwegfegte. Dieſes Vorkommnis iſt aber dem
Kabinett Viviani und vor allen Dingen dem Präſidenten
Poincaré, der ja die eigentliche Seele der ganzen
Kriegs=
bewegung iſt. im Gedächtnis geblieben, und ſie ſuchen die
wahrſcheinlich ſich daraus ergebenden Schwierigkeiten
da=
durch abzuſchwächen, daß ſie erſtens einen Sündenbock
fin=
den, den man auch wohl, genau wie vor 44 Jahren, als
Verräter bezeichnen wird. Das iſt nun General Joffre.
Ihm wirft der Kriegsminiſter vor, daß er durch
Entſen=
dung von Truppen nach Belgien die Stoßkraft der
Fran=
zoſen im Oſten Frankreichs geſchwächt habe. Wie weit
das wahr iſt, mag dahingeſtellt ſein. Jedenfalls erhellt
daraus die intereſſante Tatſache, daß die franzöſiſche
Re=
gierung entgegen ihren ſeierlichen Verſprechungen
vor=
läufig gar nichts zur Verteidigung Belgiens zu tun
ge=
dachte. Ob nun General Joffre auf dieſe Vorwürfe
ant=
worten oder in einer patriotiſchen Regung ſich vorläufig
in Stillſchweigen hüllen wird, weiß man nicht.
Der zweite, viel wichtigere Schachzug, um einer
dro=
henden Volkswut ein Paroli zu bieten, iſt die Neubildung
des Miniſteriums, in das Mitglieder der verſchiedenſten
Parteien aufgenommen ſind, damit dieſe auf ihre
Gefolg=
ſchaft im Sinne der Beruhigung wirken. Beſonders
inter=
eſſant iſt dabei, daß der linksſtehendſte Sozialiſtenführer,
Jules Guesde, in das Kabinett ohne Portefeuille
einge=
treten iſt. Er würde einen beſtimmten Miniſterpoſten ja
auch gar nicht haben ausfüllen können, ohne mit ſeinen
Anhängern in Konflikt zu kommen, und ſo tritt er als
eine Art Schutzengel auf. Ob nun dieſe Vorſichtsmaß=
regeln genügen werden, um die Volkswut im Zaume zu
halten, iſt immerhin zweifelhaft. Jedenfalls kann aber
von einer einheitlichen Stimmung der Bevölkerung für
den Krieg nicht geſprochen werden.
Engliſcher Völkerrechtsbruch.
* Berlin, 31. Aug. (W.T. B.) Nach einer
Mel=
dung aus Las Palmas iſt der als Hilfskreuzer
ausge=
rüſtete Schnelldampfer des Norddeutſchen Lloyd „Kaiſer
Wilhelm der Große” von dem engliſchen
Kreuzer „Highflyer” zum Sinken gebracht
wor=
den, als er in den neutralen Gewäſſern der ſpaniſchen
Kolonie Rio del Oro vor Anker lag.
Gegen dieſe gegen das Völkerrecht verſtoßende
Ver=
letzung der Neutralitäts=Geſetze muß
energiſch Proteſt erhoben werden.
Großbritan=
nien hat durch die Nichtachtung der ſtets von allen
Natio=
nen theoretiſch und praktiſch anerkannten Unverletzlichkeit
neutraler Hoheitsgewäſſer gezeigt, daß es ſich nicht
ſcheut, über die Hoheitsrechte neutraler
Staaten hinwegzugehen.
Der Dampfer iſt berloren. Aber Schiffe laſſen ſich
wieder bauen. Das Unglück iſt alſo nicht ſo groß, falls
nicht Menſchen ums Leben gekommen ſind. Die moraliſche,
Niederlage iſt auf ſeiten Englands. Für dieſe feige und
niederträchtige Handlungsweiſe der Engländer bildet
fol=
gender Bericht des Daily Telegraph eine treffliche
Illu=
ſtration. Das Blatt ſchreibt, daß der große
Paſſagier=
dampfer „Galieian” der ſüdafrikaniſchen Union Gaſtle
Line auf ſeiner Fahrt von Kapſtadt nach England am
15. Auguſt in der Nähe der Kanareninſel Ferro von dem
deutſchen Hilfskreuzer „Kaiſer Wilhelm der
Große” angehalten und unterſucht worden ſein ſoll. „
Ga=
lician” ſei dann beſchlagnahmt und gezwungen worden,
dem Hilfskreuzer an die afrikaniſche Küſte zu folgen, wo
die Paſſagiere am anderen Morgen die Boote beſteigen
und an der afrikaniſchen Küſte ausgeſetzt werden ſollten,
weil das beſchlagnahmte Schiff verſenkt werden ſollte.
Im letzten Augenblick, als die Angſt und Verwirrung
der Paſſagiere aufs höchſte geſtiegen waren, habe der
Hilfs=
kreuzer erklärt, er wolle mit Rückſicht auf die zahlreichen
Frauen und Kinder von der Verfenkung Abſtand
nehmen und ſich darauf beſchränkt, die Anlage für die
drahtloſe Telegraphie unbrauchbar zu machen und zwei
an Bord befindliche engliſche Soldaten zu verhaften. Der
Dampfer „Galieian” ſei dann mit dem Signal „Glückliche
Reiſe entlaſſen worden und, wie das Blat hinzufügt,
glücklich in Gravesend angekommen. Die Paſſagiere haben
dafür ihre Dankbarkeit bekundet.
Man ſieht hieraus wieder, wie uns unſere anſtändige
Geſinnung und unſer Edelmut vergolten werden. Darum
keine falſchen Rückſichten mehr und gleiches mit gleichem
vergolten! Man ſieht jetzt, wie das räuberiſche
Krämer=
volk Krieg führt. Der Proteſt wird uns nichts nützen.
Darum: Hinein mit der eiſernen Fauſt!
Deutſcher Einmarſch in Belgiſch=Kongo.
* Eine Depeſche aus Libreville, der Hauptſtadt von
Kranzöſiſch=Kongo. meldet den Einmarſch deutſcher
Truppen in Belgiſch=Kongo. Die Truppen
können, wie der Berf. Lok.=Anz. hinzufügt, entweder
unmittelbar aus Deutſch=Oſtafrika eingerückt ſein, das an
Belgiſch=Kongo angrenzt, oder aber aus dem deutſchen
Kamerun, wobei ſie aber den franzöſiſchen Kongo paſſieren
mußten. Letzteres iſt wahrſcheinlicher weil ſonſt die
Meldung nicht aus der Hauptſtadt von Franzöſiſch=Kongo
gekommen wäre.
Togos heldenhafte Verteidigung.
* Von der holländiſchen Grenze, 29. Aug., wird der
Köln. Ztg. gemeldet: Unfähig, in Europa ihren
be=
trogenen belgiſchen Verbündeten beizuſtehen, haben die
Franzoſen und Engländer an der Spitze von ſchwarzen
Soldaten ihren Mut durch die Ueberwältigung der
kleinſten deutſchen Kolonie, des zwiſchen dem
fran=
zöſiſchen Dahome und der britiſchen Goldküſte
eingeklemm=
ten Togo, zu beweiſen Gelegenheit gehabt. Wie an dieſer
Stelle gemeldet wurde, hatten die Briten die deutſchen
Behörden zur unbedingten Uebergabe aufgefordert,
worauf dieſe Behörden um Kriegsehren beim Abzug und
Erfüllung gewiſſer Bedingungen erſuchten. Das wurde
ihnen verweigert, ſie ſollten ſich bedingungslos übergeben.
(Pfui) Nach amtlicher britiſcher Mitteilung ſind nun am
26, die verbündeten Streitkräfte in die Kolonie eingezogen.
Die Deutſchen haben ſich zweifellos bis zur letzten
Mög=
lichkeit tapfer gehalten, edenn die Gegner haben verhält=
nismäßig viel Verluſte: 2 franzöſiſche und 1 engliſche
Offizier gefallen, 1 engliſcher Leutnant, 2 franzöſiſch
Unteroffiziere lebensgefährlich, 1engliſcher Leutnant ſchwer
1 engliſcher Feldwebel leicht verwundet, dazu kommen
an eingeborenen Soldaten 14 Tote auf franzöſiſcher und
12 auf engliſcher Seite bzw. 15 Schwerverwundete uſw.
Zwei der franzöſiſchen ſind inzwiſchen ihren Wunden
er=
legen. Ein Franzoſe wird vermißt. Von britiſcher Seite
allein wurde für dieſe Heldentat ein ganzes
Regi=
ment der Weſt=African=Frontier=Fore aufgeboten, alſo
eine richtige Kriegstruppe, keine Polizeitruppe, wie ſie
Togo in der Stärke von einigen hundert Mann beſitzt.
Es iſt allerdings ſicher, daß neben der Polizeitruppe alle
wehrpflichtigen Deutſchen für die Ehre ihres Vaterlandes
mittämpften. Die „Sieger” werden ſich hoffentlich für
dieſes wahnſinnige Verbrechen an der Kulturförderung
Afrikas ſchwer zu verantworten haben.
Der Krieg zur See.
* Berlin, 31. Aug. In verſchiedenen Morgenblättern
wird über die Tätigkeit unſerer Auslandskreuz er
manches Intereſſante berichtet, und zwar aufgrund von
indirekten Nachrichten, die hier eingelaufen ſind. In
amerikaniſchen Zeitungen wird gemeldet, daß in der Nähe
von San Franzisko Kämpfe zwiſchen einem deutſchen
Kreuzer und einem engliſchen Kriegsſchiffe
ſtattgefunden haben, wobei der Engländer vernichtet
worden iſt. Jedenfalls ſind zahlreiche Wrackſtücke, die
un=
zweifelhaft von einem engliſchen Kriegsſchiff herrühren,
und Spuren von Granatfeuer aufweiſen, treibend
gefun=
den worden. Es wird angenommen, daß ſie von dem
engliſchen Kanonenboot „Shearwater” oder
auch von der „Algerine”, einem Kanonenboot von 1000
Tonnen Deplazement und einer Beſtückung von mehreren
10,2 Zentimeter=Geſchützen, herrührten. Aus engliſchen
Preſſenachrichten geht hervor, daß auch eine Anzahl von
engliſchen Handelsſchiffen unſeren Kreuzern
zum Opfer gefallen ſind. Unter anderem wurde
berichtet, daß die Dampfer „Hyades” (3350 Regiſter=To.)
und „City of Wincheſter” von einem deutſchen Kreuzer
genommen wurden. Inzwiſchen wird aus engliſcher
Quelle weiter bekannt, daß der deutſche Dampfer „
Aru=
eas” in Las Palmas eingetroffen ſei und dort die
Be=
ſatzung der engliſchen Dampfer Kuipara” (7400 Reg.=
To.) und „Nyanza” (6700 Reg.=To.) gelandet hat.
Dieſe beiden Schiffe ſind vom „Kaiſer Wilhelm
der Große” verſenkt worden. Wie ſehr trotz aller
gegenteiligen Beteuerungen der Engländer, die engliſche
Handelsſchiffahrt unter dieſer energiſchen Tätigkeit der
deutſchen Kreuzer leidet, geht daraus hervor, daß —
wie=
der nach engliſchen Preſſemeldungen — die
Kriegsverſiche=
rung für engliſche Handelsſchiffe den ungeheueren Satz
von 30 bis 40 Prozent erreicht hat. (Frkf. Ztg.)
Die ruſſiſche Niederlage.
* Ueber die ruſſiſche Niederlage ſchreibt der Berliner
Lokalanzeiger u. a.: Ueber die ruſſiſchen Eindringlinge iſt
alſo ein furchtbares Strafgericht hereingebrochen. Das
war vorauszuſehen. Die Seen und Sümpfe im
maſu=
riſchen Diſtrikt laſſen nur ſchmale Wege offen, auf denen
das Militär ſich durch dichten Wald oft nur reihenweiſe
fortbewegen kann. Der Feldherr, der in dieſes Gelände
einzubrechen wagte, mußte mit Weg und Steg vertraut
ſein oder gute Führer beſitzen. Als die Schlacht ausbrach,
haben die Ruſſen ſicherlich mit dem Mute der
Verzweif=
lung ſich geſchlagen. Man kann es wohl begreifen, daß
ein verzweifeltes Heer, den Tod der Kameraden in
Sümp=
ſen und Seen vor ſich und die Lanzen der Verfolger hinter
ſich ſehend, zu Tauſenden die Wafſen ſtreckt, ſo daß die
Zahl der Gefangenen 30 000 überſtieg. — Im Berliner
Tageblatt berichtet Paul Lindenberg von einer Fahrt über
das Schlachtfeld: Ueberall haben die Ruſſen furchtbar
ge=
hauſt. Alles liegt zertrümmert, aber unſere ſchwere
Ar=
tillerie heizt ihnen den Abzug gehörig ein. — Die Deutſche
Tageszeitung ſchreibt u. a.: Nun hat unſer Generaloberſt
v. Hindenburg ſeinen Namen für alle Zeiten in die
Denk=
tafeln der Deutſchen Geſchichte und vor allem unſerer
alten Kron= und Königslande Oſtpreußen mit
unvergäng=
lichen Lettern eingeſchrieben. Tauſende und Abertauſende
von Deutſchen werden ſeinen Namen fortan mit Stolz
und Dankbarkeit nennen. — In der Poſt heißt es:
Un=
ſeren Strategen ſtellt die Maſſengefangennahme ein
glän=
zendes Zeugnis aus. Man fragt ſich, warum die Ruſſen
das maſuriſche Gebiet nicht gemieden haben deſſen
Ge=
fährlichkeit ſie doch berechnen konnten. — Die Tägliche
Rundſchau ſagt: Mit dieſem gläinzenden Sieg iſt die
ruſſi=
ſche Offenſive gebrochen und der ruſſiſche Zuſammenbruch
ebenſo beſiegelt, wie der franzöſiſche ſeit einigen Tagen.
Von dieſem Schlage wird ſich die ruſſiſche Heeresmacht
nicht mehr erholen.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. September 1914.
Nummer 240.
Deutſche und franzöſiſche Berichterſtattung.
* Amſterdam, 30. Aug. Das Handelsblad fällt
zur Vergleichung des Werts der deutſchen und der
fran=
zöſiſchen Kriegsberichterſtattung folgendes bezeichnende
Urteil: Während der langen Reihe der Operationen hat
es ſich gezeigt, daß die Berichte des deutſchen
Gene=
ralsſtabs keine Schönfärberei, daß ſie ohne Umwege die
nackte Wahrheit ſagen. Daßdie franzöſiſchen Berichte
an Uebertreibung leiden, haben nicht nur wir bemerkt,
ſondern hat auch in England und Frankreich verſtimmt.
Der Mancheſter Guardian hat über die Unterdrückung
der Wahrheit in franzöſiſch=offiziellen Berichten geklagt.
Temps und Humanité ſind ungehalten, weil die
Re=
gierung das franzöſiſche Volk wie Kinder behandelt.
Das=
ſelbe gilt von der Veröffentlichung der Verluſtliſten. Der
deutſche Generalſtab veröffentlicht jeden Tag offizielle
Liſten von Toten und Verwundeten. Der franzöſiſche
Stab hat dies bis jetzt nicht getan, wodurch in
Frank=
reich falſche Gerüchte verbreitet wurden. Dagegen wiſſen
franzöſiſche Blätter ganz genau, wieviel gefallene Deutſche
per Kilometer gezählt ſind.
Der Austauſch von Angehörigen feindlicher
Staaten.
* Berlin, 31. Aug. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die
Nordd. Allgemeine Ztg. ſchreibt: Nachdem die Eiſenbahnen
in weiterem Umfange für den allgemeinen Verkehr
wie=
der frei geworden ſind, wird den in Deutſchland ſich
auf=
haltenden Angehörigen der feindlichen Staaten das
Ver=
laſſen des Reichsgebietes geſtattet, ſoweit in ihrem
Hei=
matlande den Deutſchen gleichfalls die Erlaubnis zur
Abreiſe erteilt wird. Dieſe Verfügung tritt teilweiſe für
die Deutſchen in Rußland in Kraft, da nach einer
Erklä=
rung des hieſigen ſpaniſchen Botſchafters die nicht im
wehrpflichtigen Alter ſtehenden Deutſchen Rußland
ver=
laſſen dürfen. Mit der gleichen Einſchränkung dürfen
daher die in Deutſchland lebenden Ruſſen abreiſen. Die
Reiſe erfolgt wahrſcheinlich über Schweden und wird
von der ſchwediſchen Regierung tunlichſt erleichtert werden.
Die Milderung der Klaſſengegenſätze.
* Stuttgart, 28. Aug. (W. T. B.) Der Vorſitzende
des Württembergiſchen Goethe=Bundes, Baron zu Putlitz,
gibt bekannt: „Preisausſchreiben, betreffend
Milderung der Klaſſengegenſätze‟. In bezug
auf das Preisausſchreiben: „Was hat zur Milderung der
Klaſſengegenſätze zu geſchehen, welche heute die
aufeinan=
der angewieſenen Kreiſe unſeres Volkes weit mehr
tren=
nen, als in den natürlichen Verhältniſſen zu begründen
iſt”, ſind uns ſeit Ausbruch des Krieges eine größere
An=
zahl von Briefen zugegangen, in denen Verſchiebung des
Zeitpunktes der Einlieferung der Arbeiten, zum Teil
Fallenlaſſen der Preisausſchreibung angeregt wird. Wir
anerkennen mit großer Freude, daß dank dem geſunden
Sinne unſeres Volkes der ihm aufgedrungene Krieg alle
Gegenſätze hat zurücktreten laſſen gegenüber der großen
Aufgabe, die dieſer jedem Deutſchen ſtellt. Einmütig ziehen
alle Volksgenoſſen ins Feld zur Sicherung und Ehre des
geliebten Vaterlandes. Wir müſſen aber darauf
hinwei=
ſen, daß ſchon aus rechtlichen Gründen die
Preisausſchrei=
bung aufrechtzuerhalten iſt; ganz abgeſehen davon, daß
wir darauf Bedacht zu nehmen haben, nach
Friedens=
ſchluß die Gegenſätze nicht mehr in der alten Schärfe
wie=
der aufleben zu laſſen. Da mancher, der an der Löſung
der Preisausſchreibung gearbeitet hat, zu den Fahnen
ein=
berufen iſt, und überdies die Löſung an den Wirkungen
nicht vorüber gehen kann, die der gewaltige Kampf
gezei=
tigt hat, und noch weiter im Gefolge haben dürfte, ſo wird
der Zeitpunkt der Einlieferung der Arbeiten hiermit vom
31. Dezember 1914 hinausgeſchoben und ſeine Feſtſetzung
einer ſpäteren Bekanntmachung vorbehalten.
Ein Brief des Prinzen Friedrich von Sachſen=
Meiningen.
Der Magdeb. Ztg. wird von einem Leſer geſchrieben:
Der Heldentod des Prinzen Friedrich von Sachſen=
Meiningen vor Namur hat alle, die ihn kannten, in
tiefe Trauer verſetzt. Denn ein prächtiger Mann iſt mit
ihm dahingegangen. Hochgebildet, mit dem
Schönheits=
ſinn ſeines Vaters begabt, von makelloſer Reinheit der
Seele und höchſtem Adel der Geſinnung nahm er es mit
allen Aufgaben, die das Leben ihm entgegenbrachte,
überaus ernſt und gewiſſenhaft. Dabei liebenswürdig
und von zarter Rückſicht gegen jeden, der ihm nahetrat,
ließ er die eigene Perſon ſtets zurücktreten. Er dachte
beſcheiden von ſich und ſtellte doch an ſich ſelbſt die
höchſten Anforderungen. Mit Leib und Seele war er
Soldat; ſein deutſches Vaterland liebte er über alles.
Noch kurz vor ſeinem Auszug ins Feld ſchrieb er
folgen=
den Brief, der davon beredte Kunde ablegt:
Hannover, 5. Auguſt 1914.
Lieber Freund!
Hab tauſend Dank für Deinen Brief in dieſer bitter
ernſten Zeit. Da kommt zuerſt die Frage nach dem
geliebten Vaterland und dann erſt die um das Leid von
uns allen, jedem an ſeinem Teil. Nur wenig Worte
kann ich ſchreiben. .. Unſere Söhne ſind beim Dragoner=
Regiment Nr. 16 in Lüneburg eingetreten, ſie ſind ſchon
fort, frohgemut, aber ernſt. Ich gehe in wenig Tagen
ins Feld. Gott gebe uns Sieg! Es muß und wird
gekämpft werden bis aufs äußerſte. Wir erleben eine
große Zeit; wie heute ein Geiſtlicher hier ſagte, aus dem
fließenden Blut entſprießt neue Kraft. Darauf muß
unſer Sinn gerichtet ſein, wie auch die Zukunft und die
Verluſte ſich geſtalten. Wir ſind ja da fürs Vaterland.
Leb wohl! Tauſend Grüße von Haus zu Haus! Gott
helfe uns allen, eine ſchwere Zeit für die Mütter und
Frauen! Ihr erlebt das und auch wir und viele
Tau=
ſende. Gott helfe auch, daß wir im Felde das Richtige
treffen bei dieſer Verantwortung! Die iſt aber
mannes=
würdig, und darum iſt der Krieg trotz allem Furchtbaren
Treu Dein Fritz!
ſo ſchön.
Die belgiſche Neutralität.
Peſt, 29. Aug. (W. T. B.) Gegenüber der Anklage
Asquiths wegen des deutſchen Einfalls in Belgien wird
in hieſigen Blättern von unterrichteter Seite feſtgeſtellt,
man habe Kenntnis von einer geheimen Abmachung
Belgiens mit den Weſtmächten, die dieſen
geſtattete, die belgiſche Grenze zum Zwecke von
Kriegs=
operationen zu überſchreiten.
Dum=Dum=Geſchonle.
*Berlin, 30. Aug. (W. T. B., Amtlich.) In Longwy
iſt eine maſchinelle Vorrichtung vorgefunden
worden, welche dazu diente, Gewehr= und
Karabiner=
geſchoſſe abzuplatten und mit einer von der Spitze
aus=
gehenden trichterförmigen Ausbohrung zu verſehen. In
den Taſchen franzöſiſcher und engliſcher Soldaten fand
man zahlreiche Dum=Dum=Geſchoſſe, d. h.
Hohl=
oder Bleiſpitzengeſchoſſe. Durch die Entfernung eines
Teiles der aus Hartmetall beſtehenden
Geſchoßmantel=
ſpitze tritt bei dem Aufſchlagen der weichere Geſchoßkern
nach vorne heraus, ſchlägt ſich breit und verurſacht
be=
ſonders grauſame, mit unnötigen Leiden verbundene
Verwundungen. Deutſchland ſieht ſich genötigt, mit
den allerſchärfſten Maßregelnvorzugehen,
wenn dieſe durch Völkerrecht (vergl. insb. Art. 23 Abſ. 1e
der Haager Landkriegsordnung) verbotenen Geſchoſſe
von unſeren Feinden noch weiter verwendet werden ſollten.
Italiens Haltung.
* Die Voſſ. Zeitung bringt bemerkenswerte
Mit=
teilungen über das Reiſeergebnis des italieniſchen
Bot=
ſchafters Bollati nach Rom und über die weitere
Ent=
wickelung des Verhältniſſes zwiſchen Italien und den
beiden anderen Dreibundmächten. Das Blatt erklärt,
daß die Reiſe Bollatis ihren Zweck völlig
erfüllt hat. Es iſt dem Botſchafter gelungen, ſeine
in dreibundfreundlichem Sinne unternommene Aufgabe
befriedigend durchzuführen. Es gab, wie wir richtig
ver=
muteten, für Italien eine kritiſche Zeit, ehe Bollati
ab=
reiſte. Frankreich und England verſuchten Italien zuerſt
durch Verſprechungen zu gewinnen und bedrohten es
dann. Man forderte kategoriſch entweder volle
Los=
reißung vom Dreibund oder zum mindeſten eine
Neu=
tralität mit feindlichem Unterton. Das Blatt ſagt nun:
Unſere Freunde waren in der glücklichen Lage, Italien
Gegenvorſchläge zu machen, die nicht das Blaue vom
Himmel enthielten, die aber auf dem Boden erreichbarer
Wirklichkeit ſtanden, ohne die leiſeſte Bewegung der
Drohung auch nur anzudeuten. Während des
Aufent=
haltes des Botſchafters ſchlug die durch die franzöſiſchen
und engliſchen Lügenmeldungen aufgeregte
Volksſtim=
mung merklich um. Die amtlichen Veröffentlichungen
wurden von Tag zu Tag wärmer und betonten die
Freundſchaft zu Oeſterreich und
Deutſch=
land. Die Verhandlungen der letzten Tage haben dazu
geführt, daß eine endgültige Feſtlegung des bekannten
Neutralitätsſtandpunktes erfolgt iſt, ſodaß die Reiſe des
Botſchafters von einem vollen Erfolg gekrönt erſcheint.
Auch die Haltung der Preſſe hat ſich geandert, und man
glaubt heute den deutſchen Siegen und nicht den
fran=
zöſiſchen Lügennachrichten. Seine Rückfahrt konnte
Bollati bereits in einer fahrplanmäßigen Zeit, nämlich
in 25 Stunden, zurücklegen. Die deutſche Regierung hatte
ihm einen Sonderzug mit Salonwagen bis an die
Schweizer Grenze zur Verfügung geſtellt. Das Blatt
ſchließt mit der Verſicherung, die Reiſe ſei von
entſchei=
dender Wichtigkeit für die gute Sache, zumal da in den
Augen Italiens das Feſthalten an der ſtrengen
Neu=
tralität gleichzeitig eine ehrliche Aufrechterhaltung der
Bündnistreue in ſich ſchließt.
Die Räumung von Lille.
Aus Antwerpen, 28. Aug., wird der Köln. Ztg.
gemeldet: Die franzöſiſche Beſatzung von Lille,
ungefähr 50000 Mann ſtark, hat die Stadt verlaſſen,
um ſich weiter ſüdlich nach der Oſtfront zu wenden. Sie
nimmt dabei den Weg, daß ſie unter den Geſchützen von
Maubeuge vorbeizieht. Die Folge davon iſt, daß Lille
eine offene Stadt geworden iſt. Von großer ſtrategiſcher
Bedeutung, fügt man von franzöſiſcher Seite hinzu, iſt
das nicht, da die Feſtung Lille ſehr veraltet und zum
Teil abgebrochen iſt. Die Behörden von Lille haben
dieſelben Maßregeln getroffen wie vorige Woche die
Brüſſeler Stadtverwaltung, nachdem die eigenen Truppen
die Hauptſtadt verlaſſen hatten. Der Präfekt des
Nord=
departements hat ſich nach Dünkirchen zurückgezogen.
Auf Befehl des Bürgermeiſters von Lille iſt die Polizei
entwaffnet worden; die Bevölkerung wird durch einen
Aufruf zur Ruhe ermahnt und vorbereitet auf das
mög=
liche Herannahen der Deutſchen. Ein in Lille bisher
erſchienenes Blatt hat ſein Erſcheinen eingeſtellt, um nicht
unter die Zenſur der Deutſchen zu geraten.
Südafrika hilft nicht Ueberſee.
*Amſterdam, 30. Aug. Den in Johannesburg
gemachten Vorſchlag, aus der ſüdafrikaniſchen Union
30000 Mann für eine etwaige Verteidigung Aegyptens
zur Verfügung zu ſtellen, beantwortet die Volksſtem in
Pretoria dahin, daß die Militärmacht der Union
aus=
ſchließlich der Verteidigung Südafrikas gegen innere
und äußere Feinde dient. In der imperialiſtiſchen Strategie
Englands ſpielt das ſüdafrikaniſche Heer nur eine örtliche
Rolle. „Wenn ein ſüdafrikaniſches Blatt die Ausſendung
unſerer Kriegsmacht über See verlangt, ſo iſt dies nur eine
Aeußerung der Angſt. Die Regierung darf das Heer nur
zur Verteidigung der Union gebrauchen.”
Deutſche Flieger über Paris.
* Kriſtiania, 31. Aug. Aus London wird
offi=
ziell gemeldet: Am Sonntag nachmittag erſchienen
deutſche Flieger über Paris und warfen
Bom=
ben.
Feuilleton.
— Was ein Italiener vom Kaiſer im
Haupt=
quartier erzählt. Das Giornale d’Italia veröffentlicht
einige Telegramme, die Giorgio Guglielmi von einem
Deutſchen aus der Umgebung des Kaiſers, den der
italieniſche Abgeordnete an Bord der Yacht „
Hohen=
zollern kennen gelernt hat, geſandt worden ſind. In
dieſen Telegrammen lieſt man: „Wer in dieſen Tagen
einen Blick in das Hauptquartier des Kaiſers werfen
könnte, der würde überraſcht ſein von der Ausdauer, von
der Selbſtverleugnung, von der ruhigen Sicherheit, mit
der die Militärs, Politiker, Diplomaten und Beamten
arbeiten. Der Kaiſer, der in die einfache Felduniſorm
gekleidet iſt, iſt faſt Tag und Nacht tätig. Seine Pflichten
waren ſchon in Friedenszeiten ſehr zahlreich, und ſie
haben ſich jetzt mehr als man ahnen konnte vermehrt.
Der Kanzler, der Staatsſekretär für die Auswärtigen
Angelegenheiten, einige Diplomaten, der Kriegsminiſter
und der Chef des Marinekabinetts ſind bei ihm. Der
Charakter des Deutſchen Reichs als Bundesſtaat wird
zum erſten Mal in einem Feldzug durch die Anweſenheit
der Bevollmächtigten Bayerns, Sachſens und
Württem=
bergs im Hauptquartier betont. Die Zahl der Herrſcher
der Bundesſtaaten, die im Hauptquartier anweſend ſind,
iſt beſchränkt, da die Mehrzahl von ihnen ins Feld an
die Spitzen ihrer Truppen gezogen iſt, und die älteſten
ſind in ihren Hauptſtädten geblieben. Man kann in
dieſem Augenblick das deutſche Große Hauptquartier das
Herz Europas nennen.”
* Die deutſche Einigkeit. Unter den vielen
treffen=
den Worten Bismarcks, an die jetzt wieder ſo gern erinnert
wird, verdient eins beſonders hervorgehoben zu werden,
das er 1893 in einer Rede ſprach. „Wir Deutſchen ſind
wie ein Ehepaar,” ſagte der Kanzler. „Wenn alles ruhig
und ſtill iſt, zankt man ſich wohl ein wenig; wenn aber
ein Nachbar ſich einmiſcht, fällt Mann und Frau=vereint
über ihn her.”
* Selbſtlos. Wie in ernſter, ſchwerer, großer Zeit
Entſagung und Selbſtloſigkeit in jedem Menſchen mächtig
ind, bewies ein Landwehrdragoner in Darmſtadt. Nach
dem Appell brachte er von ſeiner Löhnung 3 Mark für
das Rote Kreuz. Als man ihn zum Gefreiten machen
wollte, bat er, lieber einen Verheirateten zu wählen,
da=
mit dieſem eine höhere Löhnung zukomme. Um ihn zu
ehren, wurde beides angenommen.
** Jungdeutſchlands Kriegslied. In der letzten Zeit
kann man täglich in den Straßen das jüngſte
Deutſch=
land mit Fahnen, Helmen und improviſierten
Seiten=
gewehren marſchieren ſehen und dabei folgendes Lied
ſingen hören:
Heimat, o Heimat, ich muß dich verlaſſen,
Frankreich, Frankreich läßt mir keine Ruh‟,
Morgen marſchieren wir nach Frankreich zu.
Frankreich, o Frankreich, wie wird es dir ergeh’n,
Wenn du die deutſchen Soldaten wirſt ſeh’n,
Deutſche Infanteriſten ſchießen gut,
Weh’ dir, o weh’ dir, Franzoſenblut.
Bruder, ach Bruder, ich bin ſchon geſchoſſen,
Geht und holet mir den Feldarzt herbei,
Ob mir vielleicht noch zu helfen ſei.
Bruder, ach Bruder, ich kann dir nicht helfen,
Helfe dir denn der liebe, liebe Gott,
Morgen marſchieren wir weiter fort.
Heut’ oder morgen marſchieren wir weiter,
Weiter über Berge, weiter über Tal,
Schatz, lebe wohl auf ein anderes Mal.
Ob dieſer Text authentiſch iſt, können wir nicht ſagen,
er iſt aus dem Gedächtnis niedergeſchrieben. Auch die
Soldaten hat man beim Ausziehen dieſes Lied ſingen
hören, das jetzt in aller Munde iſt. Kann vielleicht jemand
über die Herkunft des Liedes Genaueres mitteilen?
Stadt und Land.
Darmſtadt, 1. September.
— Ein Brief unſeres Großherzogs vom
Kriegs=
ſchauplatz. Ihre Königliche Hoheit die
Groß=
herzogin hat einen vom Kriegsſchauplatz geſchriebenen
Brief Seiner Königlichen Hoheit des
Groß=
herzogs erhalten, aus dem wir in der Lage ſind,
einiges mitzuteilen. Um die Wirkung nicht abzuſchwächen,
bringen wir im Auszug das Wichtigſte möglichſt
wort=
getreu.
Mit dem 22. Auguſt beginnend, berichtet der
Groß=
herzog:
„Die Hauptſache iſt, daß wir den Sieg haben. Bei
uns fing die Schlacht in dichtem Waldgeſtrüpp an. Es
war ein furchtbarer Kampf. Ich erinnere mich, daß
mein Vater ſagte, das Schlimmſte ſei ein Waldgefecht,
wobei keiner den andern ſieht.
Die folgende Nacht ſchliefen wir alle in einem
Haus auf Stroh, hoffend auf den nächſten Tag. Dieſer
brachte uns eine ſiegreiche Verfolgung.
Geſtern ſtand der Feind uns mit neuen Kräften
gegenüber. Unſere Leute mußten nach der am
vor=
herigen Tag geſchlagenen Schlacht Tag und Nacht
laufen, um zur Stelle zu kommen. Unſere Regimenter
haben ſich ſo großartig geſchlagen, daß alles davon ſprach.
Friedrich (Prinz Friedrich Karl von Heſſen) iſt ein
Held, ſeine Leute begeiſternd, immer voran.
Man erlebt zuviel. Der Tod wird Nebenſache.
Man ſitzt zwiſchen Toten, Verwundeten, Pferden uſw.
Es iſt, als ob es ſo ſein müßte. Aber dann
über=
kommt einem doch das Gefühl, wie das alles ſo
un=
natürlich iſt.”
Wir ſehen aus dem Obigen, wie unſer Großherzog
das Los ſeiner Truppen im Feld teilt, wie warmherzig
er den Geſchehniſſen folgt und mit wie innigem Stolz er
die Ruhmestaten unſerer tapferen Heſſen empfindet.
* Das Großh. Regierungsblatt Nr. 30 enthält:
1. Bekanntmachung, Abänderung der
Ausführungs=
beſtimmungen A, C, D nebſt Anlage b und E zum
Schlachtvieh= und Fleiſchbeſchaugeſetz betreffend. 2.
Be=
kanntmachung, Grundſätze für das Verfahren bei
Wettbewerben in Werken der Bildhauerkunſt betreffend.
3. Bekanntmachung, die Abfertigungsbefugniſſe des
Hauptſteueramts Worms betreffend.
* Wiedereröffnung der Jahrhundert=Ausſtellung
deutſcher Kunſt 1650—1800 im Reſidenzſchloß.
Von Dienstag, den 1. September ab, iſt die
Jahr=
hundert=Ausſtellung im hieſigen Reſidenzſchloß
wiederum für das Publikum täglich von 10—6 Uhr
geöffnet. Der Haupteingang beſindet ſich am Markt.
Der Eintrittspreis beträgt 50 Pfg. pro Perſon (nicht
wie früher 1 Mk.). Die Ausſtellungsleitung weiſt darauf
hin, daß die Jahrhundertſchau gerade in den
gegen=
wärtigen Wochen, wo unſer Vaterland die Prüfungen
eines Weltkrieges an ſich erfährt, doppelt zu den Herzen
der Beſucher ſprechen wird, da ſie ein Stück nationaler
künſtleriſcher Vergangenheit in einem Zeitalter
veran=
ſchaulicht, das trotz der ſchweren äußeren und inneren
Kriſen unſerem Volke die Grundlagen der modernen
Kultur gegeben hat.
* Darmſtadt im Fahnenſchmuck. In erfreulicher Weiſe
hat die Bevölkerung Darmſtadts ihrer Begeiſterung über
die großen Siege im Weſten und Oſten durch das
Beflag=
gen der Häuſer Ausdruck gegeben. Beſonders nach dem
vernichtenden Schlage gegen die engliſche Armee und dem
Bekanntwerden des langerſehnten Sieges in Oſtpreußen
über die Ruſſen verwandelten ſich Darmſtadts ſchmucke
Straßen in ein wogendes Fahnenmeer. So berechtigt
und erwünſcht dieſe Freudenkundgebungen ſind, ſo wenig
ſcheint es andererſeits am Platze zu ſein, wenn dieſer
Fahnenſchmuck zu einer ſtehenden Einrichtung wird.
Hoffentlich haben wir in der nächſten Zeit noch recht oft
Gelegenheit, die Aufforderung ergehen zu laſſen: „Fahnen
heraus!‟ Die Allgemeinheit hat auch die Pflicht, dem
Schmerz der Einzelnen Achtung zu zollen, denen der
un=
erbittliche Krieg einen lieben Angehörigen geraubt.
Schmerzliche Trauer iſt in viele Darmſtädter Familien
eingezogen, wollen wir deshalb den gefallenen Kriegern
auch im Siegesjubel einige Stunden ſtiller Dankbarkeit
weihen. Es dürfte ſich empfehlen, die Fahnen nurr
für den Tag eines Sieges zu hiſſen.
* Von der Heag wird uns geſchrieben: „Geſtern
er=
folgte die Verladung von zwei Lokomotiven im Auftrage
der Heeresleitung. Der Betrieb der Dampfbahn nach
Griesheim und Arheilgen erfolgt daher künftig unter
erſchwerten Verhältniſſen, und iſt daher vorausſichtlich in
nächſter Zeit mit der Einſchränkung des Betriebes zu
rech=
nen.” — Hoffentlich findet die Hegg Mittel, umsden ſe
Nummer 240.
Darmſtätder Tagblatt, Dienstag, den 1. September 1914.
Seite 3.
dringend verbeſſerungsbedürftigen Vorortverkehr
nach Griesheim und Arheilgen nicht einzuſchränken.
* Kriegsfürſorge. Der Unterſtützungs=
Ver=
ein beſchloß in ſeiner letzten=Verſammlung, ſeinen zum
Kriegeeinberufenen Mitgliedern den=Betragevon je 10 Mk.
zu ſpenden.
Der Ortsgewerbeverein hat für die von der
Stadt veranlaßte Sammlung zugunſten der
Hinterbliebe=
nen Darmſtädter Kriegsteilnehmer einen Betrag von
500 Mark bewilligt. Auch aus den Reihen der
Vor=
ſtandsmitglieder, die hierzu einmütig ihre Zuſtimmung
gaben, wurden noch weitere namhafte Beträge gezeichnet,
ſo u. a. von dem Vorſitzenden des Gewerbevereins,
Stadt=
verordneten Sames, ebenfalls 500 Mark.
Von einem Gaſte der Reſtauration Meyer,
Beſſun=
gerſtraße 6, iſt eine Stiftung von 100 Mark zum Beſten
der Fürſorgekaſſe für Hinterbliebene gemacht worden.
— Eltern, Vormünder und Erzieher beaufſichtigt
Euere Jugend! Der Herr Oberbürgermeiſter erläßt
folgende beachtenswerte Bekanntmachung im Anzeigeteil.
In letzter Zeit treiben ſich allabendlich bis in die ſpäten
Abendſtunden jugendliche Perſonen beiderlei Geſchlechts
in der Stadt, insbeſondere in der Rheinſtraße, ihren
an=
grenzenden Straßen und am Hauptbahnhof umher, die
durch ihr Benehmen auffallen und ſittlichen Gefahren
ausgeſetzt=ſind. Ich ſehe mich daher veranlaßt, an die
Eltern, Vormünder und Erzieher das dringende Erſuchen
zu richten, dieſen Jugendlichen eine beſſere Aufſicht
an=
gedeihen zu laſſen und darauf zu ſehen, daßſie ſich nach
9 Uhr abends nicht mehr ohne zuverläſſige Begleitung
von=Erwachſenen auf der Straße zeigen. Zur
Ver=
meidung drohender Verwahrloſung iſt Anordnung
ge=
troffen, verdächtige Jugendliche anzuhalten und die zur
Abwendung der Gefahren notwendigen
Fürſorgemaß=
nahmen auf Grund der beſtehenden Geſetzgebung
zu treffen.
* Familienzahlungen. Die Intereſſenten werden
hierdurch aufmerkſam gemacht, daß die
Familien=
zahlungen der Offtziere ꝛc. und Mannſchaften des
deutſchen Heeres (nicht zu verwechſeln mit
Familien=
unterſtützungen) von der Großh.
Hauptſtaats=
kaſſe, Neckarſtraße 13, ausgezahlt werde, und
zwar=
kommen nur die in Darmſtadt wohnenden
Empfangs=
berechtigten in Betracht. Es empfiehlt ſich, alsbald bei
der genannten Kaſſe vorzuſprechen.
* Zuwendungen für das Rote Kreuz können von
unsenicht im lokalen Teil erwähnt werden, da darüber
vom Roten Kreuz ſelbft quittiert wird.
— Dienſtjubiläum. Die Kammermuſiker Heinrich
Eymann und L. Gothe blicken heute auf eine
25jährige=Tätigkeitsals Mitglieder der Großh. Hofkapelle
zurück. Zu den bekannten trefflichen künſtleriſchen
Eigenſchaften geſellt ſich bei beiden Herren eine
Pflicht=
treue, die in ihrer geradezu vorbildlichen Art ſeitens der
vorgeſetzten Behörde und der Berufsgenoſſen die vollſte
Würdigung findet. Mögen ſie noch lange Jahre ſo wie
jetzt, im Vollbefitze ihrer Leiſtungsfähigkeit, in der Lage
ſein, ihre Kraft den hehren Aufgaben der edlen”Tonkunſt
widmen zu können.
* Die Freie Literariſch=Künſtleriſche Geſellſchaft gibt
im heutigen Anzeigeteil unſeres Blattes bekannt, daß der
Krieg es ihr unmöglich macht, die programmäßigen zehn
Veranſtaltungen im kommenden Winter zur Ausführung
zu bringen. Sie mußten ſämtlich rückgängig gemacht
werden. Die Vereinstätigkeit der Geſellſchaft ſetzt daher
bis auf weiteres aus, der Jahresbeitrag für das neue
Vereinsjahr wird von den Mitgliedern vorerſt nicht
erhoben werden. Doch bleibt die Geſellſchaft als ſolche
beſtehen, um in glücklicherer Zeit zu neuem Leben zu
er=
wachen.
Rotes=Kreuz.
(Bureau: Rheinſtraße=36, Fernruf=25. Geöffnet
ununter=
brochen von 7 Uhr vormittags bis 7=Uhr abends. Bureau
der Materialien=Abteilung:=Altes=Palais, Fernſprecher 20.)
Verſchiedene Vorkommniſſe nötigen uns zur
Erklä=
rung, daß alle Unternehmungen unter dem Zeichen des
Roten Kreuzes und zu ſeinem Beſten, beſonders auch
jeg=
liche Sammlung, Vertrieb von Waren, Poſtkarten und
dergleichen ohne Ausnahme der Oberaufſicht
und Genehmigung des Landesvereins
unterliegen. Daraus ergibt ſich für das
Großher=
zogtum Heſſen, daß alle derartigen Veranſtaltungen dem
Vorſtand des Landesvereins in Darmſtadt zur
Genehmi=
gung zu melden ſind. Es empfiehlt ſich das ſchon aus
dem Grunde, weil die Führung des Roten Kreuzes als
Zeichen geſetzlichen Beſtimmungen unterliegt, deren
Ueber=
treter unangenehme Folgen zu gewärtigen haben, zumal
gerade in den letzten Tagen der Kaiſerliche Kommiſſar
verſchärfte Beſtimmungen über das Genfer
Neutralitäts=
zeichen zur Kenntnis gebracht hat.
Anläßlich des Sieges über die Engländer ſtiftete Herr
Profeſſor Dr. Finger das Geld zur Beſchaffung eines
neuen Bettes für unſere Verwundeten. Die Abteilung
Darmſtadt des Frauenvereins vom Roten Kreuz
für die Kolonien hat uns ihren Kaſſenbeſtand von 180
Mark zum Ankauf von Wäſche für die Verwundeten zur
Verfügung geſtellt. Der Geſchäftsführer des
Verkehrs=
bureaus, Herr Fromann, hat uns von ſeinen Einnahmen
aus dem ſtarken Zeitungsverkauf 50 Mark zur Anſchaffung
von Strumpfwolle geſtiftet. Alle Spender dürfen des
herzlichſten Dankes verſichert ſein. Weitere Gaben an
Geld können in dem Geſchäftszimmer der Zentral=
Abtei=
lung, Rheinſtraße 36, abgegeben werden. Ebenda können
Einquartierungsſcheine abgeliefert werden, wenn ihre
In=
haber zugunſten des Roten Kreuzes auf den Erſatz für
Verpflegung und Quartier verzichten wollen.
Die Erfriſchungsſtelle auf dem Hauptbahnhof (
Für=
ſtenſteig) bittet die hieſigen Druckereien, ihr eine größere
Anzahl gewöhnlicher Poſtkarten ohne Bilder mit dem
Aufdruck „Feldpoſtkarte” zur Verfügung zu ſtellen. Es
werden oft an einem Zuge viele Hunderte verlangt und
verbraucht. Man bittet, die Karten bei der
Geſchäfts=
ſtelle der Verband= und Erfriſchungsſtelle auf dem
Haupt=
bahnhof (Fürſtenſteig) abgeben zu wollen.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler undskünſtleriſche= Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urkeil vor.
* Reſidenztheater am Weißen Turm. Auch in
dieſer kritiſchen Zeit iſt das R.=T. bemüht, nur die beſten
und für Darmſtadt neueſten Films vorzuführen. Ein
wahres Kunſtwerk von einem unſerer bekannteſten
deut=
ſchen Schriftſteller, Hugo von Hoffmannsthal: „Das
fremde Mädchen” ein mimiſches Drama in vier Akten,
nit der in Darmſtadt ſo gut bekannten Tänzerin Grete
Wieſenthal in der Hauptrolle, ſteht an erſter Stelle ab
heute auf dem Programm. Ein anderes Drama, der
Liebesroman eines Fürſten, kommt als weiterer Schlager
zur Vorführung. Einige gute Humoresken und zwei
wirklich gelungene Tieraufnahmen beſchließen den
inter=
eſſanten Spielplan. Die geſamte Einnahme am
Freitag, den 4. September, wird zum Beſten der
Kriegsfürſorge abgeführt und empfehlen wir den
Beſuch am genannten Tage aufs beſte, da das Programm
unſtreitig als erſtklaſſig zu bezeichnen iſt. (S. Anz.)
Pfungſtadt, 30. Aug. (Wanderkochſchule). Am
Samstag fand hier wieder der Abſchluß eines
Koch=
kurſes der Wanderkochſchule ſtatt. Der ernſten Zeit
wegen war eine größere Feier, wie es ſonſt Brauch war,
nicht in Ausſicht genommen. Es waren nur= Herr
Kreis=
ſchulinſpektor Prof. Luley, Herr Bürgermeiſter Lang
und wenige andere Herren erſchienen, um zu bekunden,
daß das Intereſſe für die Schule auch während des
Krieges vorhanden iſt und wach gehalten werden muß.
Eine kurze Prüfung bot ein erfreuliches Reſultat und
zeigte, daß ſowohl die Lehrerin, Fräulein Meyer, als die
Schülerinnen mit großem Fleiß und treuer Hingebung
ſich ihren Aufgaben gewidmet hatten. Herr Profeſſor
Luley dankte in ſeiner Anſprache der Lehrerin und den
Schülerinnen für die fleißige Arbeit und die ſchönen
Leiſtungen. Redner erinnert an die Eröffnung des
Kur=
ſes vor 6 Wochen und an alles, was wir in dieſer
kurzen aber großen Zeit erlebt haben. Mit dieſen
Rück=
blicken verband er Ausblicke und erwähnte die Aufgaben,
die unſeren Frauen in der ſchweren Kriegszeit=auferlegt
ſeien, und daß ſie nicht bloß Wunden zu heilen, ſondern
alle Kriegsnöte zu lindern berufen ſeien. Daß die
Koch=
ſchule auch in dieſer Hinſicht tätig geweſen ſei, indem ſie
Obſt und andere Früchte in großen Mengen eingekocht
habe, wodurch ihre Betätigung nicht nur den geplanten
praktiſchen, ſondern auch den erſtrebenswerten ſittlichen
Wert erhalte, fand lobende=Erwähnung. Mit einer
ein=
dringlichen Ermahnung an die Kurſusteilnehmerinnen,
die Tugend der edlen Menſchen= und Nächſtenliebe fleißig
weiter zu üben, wobei auch oft das in der Kochſchule
Gelernte verwertet werden könne, ſchloß die
eindrucks=
volle Anſprache. Eine Bewirtung, mit feinem,
wohl=
geratenem, in der Kochſchule hergeſtelltem Gebäck und
Kaffee fand hierauf ſtatt. — Ein weiterer Kochkurſus
ſchließt ſich bald an.
Mainz, 31. Aug. (Als würdiger Sohn
ſei=
nes feigen Vaters) entpuppte ſich ein geſtern hier
durchgekommener gefangener Franzole. Er erzählte
ungeniert, daß er ſich gern habe gefangen nehmen laſſen,
da es ihm ſein Vater, der Anno 70 die gleiche „
vorſich=
tige Tapferkeit” an den Tag gelegt, ernſtlich
ange=
raten hatte. Der Vater ſei ſeinerzeit in der Schlacht
rechtzeitig ausgeſchlitzt und gefangen worden. Auf der
Feſtung Koblenz ſei er ſehr gut als Kriegsgefangener
be=
handelt und „gefüttert” worden. — (Gefangene und
Verwundete in Mainz.) Am Sonntag
nachmit=
tag 3 Uhr kamen wieder zwei Lazarettſchiffe, von
einem Dampfer gezogen, vom Oberrhein hier an. Auf
den Schiffen befanden ſich 101 deutſche Soldaten und 28
franzöſiſche Kriegsgefangene, darunter zwei Offiziere.
Sämtliche Inſaſſen waren leicht verwundet. Die
Fran=
zoſen, die ſchon aus weiter Entfernung auf den Schiffen
an ihren roten Uniformhoſen erkennbar waren, wurden
hier wieder ausgeſchifft und nach dem Bahnhof verbracht.
Die deutſchen Mannſchaften fuhren nach kurzem
Aufent=
halt, währenddeſſen ſie gleich den Franzoſen erquickt
wurden, rheinabwärts weiter und waren teils für
Elt=
ville, teils für Boppard beſtimmt.
Oppenheim, 31. Aug. (Eine Million und
710000 Mark) kommen in den nächſten Tagen für die
zu Militärzwecken angekauften Pferde und Wagen in den
Bezirken Oppenheim und Wörrſtadt zur Auszahlung, und
zwar im Bezirke Oppenheim etwa 890000 Mark, im
Be=
zirk Wörrſtadt 820000 Mark. Hoffentlich werden von
die=
ſem Gelde recht bedeutende Beträge in den Sparkaſſen
an=
gelegt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 30. Aug. Ein ſchweres
Automobilunglück ereignete ſich geſtern nachmittag
kurz nach 3 Uhr auf dem Kurfürſtendamm. Als dort ein
Automobil des Reichsmarineamts, in dem Vizeadmiral
Dähnhardt aus Halenſee ſaß, in der Bleibtreuſtraße
in den Kurfürſtendamm einbog, verſuchte eine Radfahrerin,
kurz vor dem Auto vorbeizufahren. Der Chauffeur mußte
das Steuer zur Seite reißen, um das Mädchen nicht zu
überfahren. Infolgedeſſen rannte das Auto gegen einen
Baum, erfaßte aber trotzdem noch die Radfahrerin, die
unter die Räder geriet. Bei dem Anprall gegen einen
Baum ſchlug der Vizeadmiral Dähnhardt mit dem Kopf
gegen eine Wagenwand und erlitt ſtarke
Geſichtsverletz=
ungen. Er wurde ebenſo wie die verunglückte
Radfahre=
rin Eliſe Hellwig nach der Unfallſtation gebracht. Die
genaue Unterſuchung ergab, daß der Vizeadmiral, deſſen
Befinden ſehr ernſt iſt, einen Schädelbauch erlitten
hat. Das Mädchen hat einen komplizierten=
Unterſchenkel=
bruch davongetragen.
München, 30. Aug. (Die Aufbahrung des
Prinzen Luitpold.) Geſtern abend erfolgte die
Ueberführung der Leiche des verſtorbenen Erbprinzen
Luitpold von Berchtesgaden nach München. Von
dem Hauptbahnhof bewegte ſich der Leichenzug, welchem
die nächſten beteiligten Leidtragenden in geſchloſſenen
Wagen vorausfuhren, nach der Cajetan=Hofkirche bei der
Reſidenz, wo die Aufbahrung erfolgte. Dieſer wohnten
der König und die Königin, ſowie die nicht im Felde
ſtehenden Prinzen und die Prinzeſſinnen des Königlichen
Hauſes bei. Die Straßen, welche der Trauerzug paſſierte,
umſäumte eine zahlreiche Menſchenmenge. Der in
Feindes=
land ſtehende Kronprinz Rupprecht hatte am Sarge ſeines
Sohnes einen prächtigen Kranz mit Widmung niederlegen
laſſen.
Straßburg, 31. Aug. (Verurteilung einees
Spions.) Wie die Straßburger Poſt aus Baſel
berich=
tet, hat das Baſeler Strafgericht am 26. Auguſt
den Agenten Adolf Reißer aus Sennheim im
Ober=
elſaß, der als Mitglied eines franzöſiſchen
Späo=
nagebureaus feſtgeſtellt wurde und einräumte, daß
er ſeit Jahren zugunſten Frankreichs Spionage betrieben
und dafür reichliche Geldunterſtützungen aus Belfort
er=
halten habe, auf Grund des ſchweizeriſchen
Sprengſtoff=
geſetzes zu drei Jahren Zuchthaus und
lebensläng=
licher Ausweiſung aus der Schweiz verurteilt. Reißer
bewahrte in ſeinem Keller ſeit vier Jahren eine mit
Ben=
zinſäure gefüllte Bombe, welche zur Sprengung der
Eiſen=
bahnbrücke bei Waldshut während derFahrt eines
deut=
ſchen Militärzuges beſtimmt war.
Battenberg, 30. Aug. (Verwahrung.)
Zuſchrif=
ten von Bewohnern unſeres Städtchens verwahren ſich
dagegen, daß der Name der Stadt durch den auf
Sei=
ten der Engländer gegen ſein deutſches Vaterland
kämp=
fenden Prinzen Battenberg vor der Welt Einbuße
er=
leide. Die Bewohner von Battenberg wünſchen zum
Ausdruck gebracht zu haben, daß das Geſchlecht der=
Bat=
tenberger nicht der gleichnamigen Stadt entſtammt,
’ſon=
dern daß der Titel Prinz von Battenberg erſt vor etwa
60 Jahren den Nachkommen’desPrinzen Alexander von
Heſſen beigelegt wurde.
Rom, 30. Aug. („Eine angenehme
Erinnne=
rung.‟) Die Tribuna meldet aus Valona vom 27. Auguſt,
daß dort das Gerücht verbreitet iſt, der Fürſt von
Al=
banien ſtehe im Begriff, Durazzo zu verlaſſen,
da zu den militäriſchen Schwierigkeiten ſich ſolche
wirt=
ſchaftlicher Art geſellt hätten, Oeſterreich=Ungarn ſich
weigere, weitere Vorſchüſſe auf eine Anleihe zu machen
und die Regierung niemanden mehr bezahlen könne. Nach
einer anderen Meldung beabſichtige der Fürſt, wieder
in ſein früheres Regiment einzutreten.
Die=Duncanſchule.
Am Weſtabhange der Marienhöhe, Darmſtadts
ſchön=
ſtem Schmuckplätzchen, liegt, eingebettet in hochragenden
Buchenwald, gegen rauhe Oſt= und Nordwinde geſchützt,
die „Duncan=Schule” ein Idyll im wahrſten Sinne des
Wortes. Dieſe Schule, die den Darmſtädtern im
allge=
meinen bisher ein Weſenfremdes in der ſchönen
Land=
ſchaft ſchien, iſt nun durch den allumwälzenden Krieg auch
einer anderen Beſtimmung zugewieſen worden, einer
Be=
ſtimmung, für die die ganze Anlage wie geſchaffen
er=
ſcheint. Durch die Freigebigkeit der Landesmutter, der
Broßherzogin, wurde ſie in ein Erholungsheim für
geneſende Verwundete umgewandelt.
Zu Beginn des Krieges wurden die Schülerinnen, die
in der Schule ein zweites Elternhaus gefunden hatten,
antlaſſen, die Gründerin und Leiterin der Schule,
Eliſa=
beth Duncan, begab ſich mit zehn ihrer begabteſten
Schü=
lerinnen nach ihrer Heimat, nach England. Die
Ver=
einigung zur Förderung der Duncan=Schule ſtellt das
Ge=
bäude dem Großherzog zur Verfügung zur beliebigen
Ver=
wendung. Nun iſt durch fleißige Arbeit in
verhältnis=
mäßig kurzer Zeit ein Geneſungsheim erſtanden, wie man
es unſeren Vaterlandsverteidigern nicht beſſer wünſchen
kann. Alles iſt auf Ruhe, gute Pflege und Wohlbefinden
eingeſtellt. Wo man vordem jungen heranwachſenden
Menſchenkindern ſorgfältige Erziehung angedeihen ließ
und eine hochentwickelte Körperkultur pflegte, um das
er=
ſehnte Ideal der klaſſiſchen Antike zu verwirklichen und
damit eine Wiedergeburt des ganzen Volkes vorzubereiten,
dort wird man jetzt eine Dankesſchuld abtragen an den
Männern, die ihr Alles einſetzten für des Vaterlandes
Größe und Beſtehen. Der Zweck iſt ein anderer, er wird
jedoch nicht minder hoch bewertet werden.
Das geräumige Haus mit ſeinen hohen luftigen
Zim=
mern, die nur Freude und Wohlbefinden auszuatmen
ſcheinen, iſt praktiſch ſeinem neuen wohltätigen Zweck
an=
gepaßt worden. Vorläufig iſt=Unterkunft für 10= Soldaten
und 32 Offiziere vorgeſehen, die Zahl kann aber nach
Be=
darf verändert und auch erhöht werden. Den Soldaten
iſt der vordere Teil des Erdgeſchoſſes vorbehalten. Zwei
Zimmer enthalten je vier Betten, auch können ſie nach
Bedarf Einzelzimmer erhalten. Ein großes freundliches
Zimmer iſt als Speiſeraum eingerichtet. Die übrigen
Räume ſind für die Offiziere gedacht. Zwei größere
Räume enthalten je 6 Betten, die anderen Zimmer
ent=
halten 2 Betten oder nur eins. Der ſtimmungsvolle
Tanz=
ſaal des Gebäudes mit ſeinem roſagetönten Oberlicht dient
als Speiſeraum für die Offiziere. Im Ober= und
Unter=
geſchoß ſind äußerſt praktiſch eingerichtete Badeanlagen
mit Duſchen zum ſtändigen Gebrauch. Ferner iſt ein
Zimmer für den Arzt und ein Zimmer für die ſtändig
anweſende Pflegerin, Schweſter v. Bielo=w, eingerichtet.
Die Räumlichkeiten ſind ſämtlich einfach, aber äußerſt
praktiſch und geſchmackvoll ausgeſtattet. Ueberall war
man mit Erfolg bemüht, alles freundlich zu geſtalten, man
hat ſogar die Bibliothek nicht vergeſſen. Beſonders
ange=
nehm für die Geneſenden werden die wundervollen
Bal=
kons und Terraſſen ſein, von wo aus ſich entzückende
Aus=
ſichten auf die Bergſtraße und das weite flache Rheintal
bis zur Hardt hinüber auftun. Nicht zu vergeſſen iſt
der prachtvolle Garten, der jetzt im ſchönſten Blütenflor
ſteht. Zwei geſchloſſene Veranden bieten angenehmen
Aufenthalt auch bei weniger günſtigem Wetter.
Mit Liegeſtühlen und Wäſche hat der Verein für
Walderholungsſtätten in dankenswerter Weiſe, ſoweitses
nötig war, ausgeholfen. Im Keller des Hauſes liegt die
geräumige Vorratskammer, die der Füllung harrt.
Da=
neben iſt die blitzſaubere, mit allen Errungenſchaften der
Neuzeit ausgeſtattete Küche und weitere Vorratsräume.
Alles, die ganze Ausſtattung des Geneſungsheims, ſowie
der Betrieb desſelben, die Unterhaltung der Geneſenden
uſw. wird von Ihrer Königlichen Hoheit der
Geroß=
herzogin beſtritten, ein ſchöner Beweil tätiger, edler
Menſchenliebe, die im=Herzen des Volkes unvergeſſen ſein
KIM.
wird.
Einigungsamt.
Mit dem 1. September d. J. wird ein=
Einigungs=
amt der Großherzoglichen Handelskammer und
Hand=
werkskammer in Darmſtadt errichtet.
Seine Aufgabe iſt der Ausgleich der Intereſſen der
Gläubiger und Schuldner, ſofern einer derſelben ſeinen
Wohnſitz im Bezirk der Handelskammer Darmſtadt hat,?)
in der durch den Krieg hervorgerufenen Kriſe.
a) Zu dieſem Zweck wird das
Einigungsamtseiner=
ſeits auf Antrag des Gläubigers die zahlungsfähigen
Schuldner nach Kräften zur Erfüllung ihrer
Verbindlich=
keiten anhalten. Es wird andererſeits für den Schuldner,
deſſen Lage Nachſicht erfordert, mit den Gläubigern wegen
freiwilliger Gewährung der erforderlichen Friſt
verhan=
deln. Es wird eine Verſtändigung beider Teile hierbei
erſtreben. b) Das Einigungsamt wird auf Antrag beider
Parteien dieſen aus ſeiner Mitte zur Entſcheidung, ob
ein Anſpruch auf Ausſtand beſteht, ein Schiedsgericht zur
Verfügung ſtellen. Das Schiedsgericht ſoll aus drei
Mit=
gliedern beſtehen. Zwei derſelben müſſen Kaufleute oder
Gewerbetreibende ſein. Sie ſollen den verſchiedenen
In=
tereſſenkreiſen entnommen ſein. Die Beſtellung des
Schiedsgerichts erfolgt durch den Vorſtand aus den
Mit=
gliedern des Einigungsamtes. e) Mitglieder des
Eini=
gungsamtes werden den Gerichten bei der Frage, ob dem
Schuldner eine Zahlungsfriſt zu gewähren iſt, auf Wunſch
ſachverſtändige Gutachten erſtatten. Es wird insbeſondere
den Parteien, die ſich vor Anrufung des Gerichts an das
Einigungsamt gewandt hatten, auf Verlangen eine
Er=
klärung über ſeine Tätigkeit und ſeine Auffaſſung zum
Gebrauche vor dem Gericht zur Verfügung ſtellen.=d)=Das
*) Kreiſe Bensheim, Darmſtadt, Erbach, Groß=Gerau,
Heppenheim, mit Ausnahme der Bezirke der Gemeinden
Lampertheim, Viernheim, Lorſch, Biblis, Bürſtadt,
Bob=
ſtadt, Hofheim, Wattenheim und Nordheim.
Seita 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. September 1914.
Nummer 240.
Einigungsamt kann auf Wunſch der Beteiligen auch in
anderen Fällen als der Friſtgewährung vermitteln oder
als Schiedsrichter tätig ſein.
II.
Die Handels= und Handwerkskammer ernennen ſieben
Perſonen, die den Vorſtand bilden, ſowie einen
Geſchäfts=
führer. Die Tätigkeit des Einigungsamtes iſt
unent=
geltlich.
III.
Das Einigungsamt gibt ſich ſelbſt ſeine
Arbeitsord=
nung. Es ſteht ihm frei, ob es ſchriftlich oder perſönlich
verhandeln will. Ebenſo, ob die Verhandlungen durch ein
beauftragtes Mitglied oder eine Mehrheit geführt
wer=
den. Das Einigungsamt ſoll ſo organiſiert ſein, daß es
tunlichſt jederzeit den Interſſenten zur Verfügung ſein
kann. Die Handelskammer und Handwerkskammer
wer=
den von der Errichtung des Einigungsamtes dem
Deut=
ſchen Handelstag in Berlin, dem Handels= und
Gewerbe=
kammertag in Hannover, ſowie den deutſchen Handels=
und Handwerkskammern und den zuſtändigen Behörden
Nachricht geben. Sie werden das Entſtehen ſolcher
An=
ſtalten an den geeigneten Plätzen anregen. Die
Einigungs=
ämter ſollen ſich in der Erfüllung ihrer Aufgaben
ein=
ander unterſtützen.
IV.
Den Vorſtand des Einigungsamtes Darmſtadt bilden
die Herren: Bankdirektor a. D. C. Parcus, Vorſitzender
der Großh. Handelskammer Darmſtadt, Maurermeiſter
und Stadtverordneter Heinrich Sames, Vertreter der
Handwerkskammer Darmſtadt, Volksbankdirektor Ph.
Stein, Kaufmann und Stadtverordneter Wilhelm
Kalb=
fuß, Fabrikant Emil Schenck, Kaufmann Ludwig Joſeph
und Juſtizrat und Stadtverordneter Dr. Bender. Als
Mitglieder des Einigungsamtes kann der Vorſtand
Ver=
treter der verſchiedenſten Geſchäfts= und Berufszweige
heranziehen. Die Mitglieder können als Sachverſtändige
gehört werden und, ſoweit nötig, im
Schiedsgerichtsver=
fahren mitwirken. Die Zuſammenſetzung des
Schiedsge=
nichts beſtimmt der Vorſtand.
Die Geſchäftsführung befindet ſich in der
Handels=
kammer. Intereſſenten werden gebeten, ſich an das
Eini=
gungsamt der Handelskammer und der
Handwerks=
kammer, Adreſſe: Handelskammer, zu wenden.
VI.
Das Einigungsamt iſt verpflichtet, ſeine Aufgaben
unter Wahrung vollkommener Verſchwiegenheit zu
er=
füllen. Das Einigungsamt tritt mit dem 1. September 1914
in Kraft.
Stimmen aus dem Publikum.
(ür dis Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebaktion
ſeinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des 5.21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Nach übereinſtimmenden Mitteilungen hieſiger
Blätter hat der Herr Oberbürgermeiſter am Freitag
vor=
mittag in der Verſammlung der Einzelvereine für die
Kriegsfürſorge in Darmſtadt erklärt, „daß die Heag ſich
nicht geweigert habe, die Verwundeten umſonſt zu
transportieren, es ſei ſogar die Anordnung getroffen
worden, daß beim Eintreffen der Verwundetentransporte
Sonderwagen geſtellt werden”. Der Herr
Oberbürger=
meiſter ſcheint über die diesbezüglichen Verhandlungen
überhaupt nicht unterrichtet zu ſein. Tatſächlich hat der
Herr Direktor der Heag die unentgeltliche Beförderung
Verwundeter den Beauftragten des Roten Kreuzes
gegen=
über abgelehnt und für die Stellung von Sonderwagen
den Erſatz der Selbſtkoſten verlangt.
Weiter verdient auch folgender Vorfall in der
Oeffent=
lichkeit bekannt zu werden: In vergangener Woche wollte
ein Offizier mit verbundenem Arm die Elektriſche am
Bahnhof beſteigen, um gegen Entrichten des
Fahr=
geldes das Lazarett zu erreichen. Der Schaffner
ver=
wies ihm die Mitfahrt unter Berufung auf ſeine
In=
ſtruktion; als der Offizier trotzdem den Wagen nicht
ver=
ließ, wiederholte der Schaffner ſeine Aufforderung
noch=
mals. Das Publikum ergriff nun ſehr energiſch Partei
für den Offizier und es hätte nicht viel gefehlt, ſo wäre
es noch zu Tätlichkeiten gekommen.
Wenn übrigens der Herr Oberbürgermeiſter weiter
behauptet, die Beförderung Verwundeter in anderen
Straßenbahnwagen verbiete die Reichsverkehrs=Ordnung,
ſo hätte er doch beſſer die betreffende Beſtimmung gleich
bekannt gegeben. Auf den Staatsbahnen werden doch
trotz der Reichsverkehrs=Ordnung Leichtverwundete in
denſelben Wagen mit den anderen Fahrgäſten
be=
fördert.
Die Empörung über das „Entgegenkommen” der
Heag iſt in hieſiger Stadt eine allgemeine.
— Eine vornehme Dame (der Name kann bekannt
ge=
geben werden) verlangte vorgeſtern in einem hieſigen
Militärlazarett Einlaß zu den verwundeten Franzoſen.
Als der militäriſche Wachtpoſten auf ſeine Inſtruktion
hinwies, wonach dies unbedingt unterſagt ſei, drohte ſie
dem Soldaten mit Anzeige bei ſeinem Vorgeſetzten. Der
wackere Soldat ließ ſich aber nicht irre machen, ſondern
verweigerte den Zutritt. Dies hinderte aber die Dame
nicht, einige hinzugekommene Franzoſen mit den
mitge=
brachten Blumen zu beſchenken und ſie zu fragen, wie ſie
zufrieden ſeien, ob ſie es wirklich gut hätten und
derglei=
chen. Glücklicherweiſe iſt das wohl nach den erſten
be=
dauerlichen Vorkommniſſen beim Einbringen der
Gefan=
genen jetzt nur ein Einzelfall, dennoch aber muß er zur
Warnung dienen. Demnächſt kommen wohl auch
Eng=
länder hierher. Es ſcheint uns Pflicht der Preſſe, im
Wiederholungsfalle die Namen ſolcher Leute
öffentlich bekannt zu geben, die unter dem
Schein der Menſchlichkeit in Wahrheit nur ihren
ſentimen=
talen Einfällen folgen, den deutſchen Namen aber
ver=
ächtlich machen. (Anm. d. Red.: Sollte uns ein ähnlicher
empörender Vorfall zum zweiten Male mitgeteilt werden,
ſind wir im Allgemeinintereſſe gezwungen, die Namen
dieſer „Damen” zu nennen.)
Literariſches.
— Im neueſten, 27. Heft der illuſtrierten Zeitſchrift
Burguten Stunde (Deutſches Verlagshaus Bong u.
u. Co., Berlin W 57, Preis des Vierzehntagheftes 40 Pf.)
werden, wohl zum erſten Male, die Blutkriſtall=
Unterſu=
chungen in Wort und Bild veröffentlicht. — Auch ſonſt
enthält das neue Heft viel Intereſſantes und
Unterhalten=
des. Vor allem die Fortſetzung zweier großer Romane,
ferner Novellen und Gedichte ſowie zahlreiche illuſtrierte
Artikel. Die reichilluſtrierten Sonderrubriken „
Erfindun=
gen und Entdeckungen” und „Für unſere Frauen” geben
Aufſchluß über neue Errungenſchaften der Forſchung und
über Fragen der Mode, der Frauen bewegung und des
Haushaltes. Die nächſten Hefte von Zur Guten Stunde
werden vor allem der illuſtrierten Kriegsberichterſtattung
gewidmet ſein.
Ein Siegesbericht.
Vom Weſten.
Großes Hauptquartier, 31. Aug. (W.T. B. amtlich.) Die Armee
des Generaloberſten von Kluck hat einen von franzöſiſchen Kräften
unternommenen Verſuch eines franzöſiſchen Flankenangriffs gegen Combles
durch ein Armeekorps zurückgeſchlagen.
Die Armee des Generaloberſten von Bülow hat eine überlegene
franzöſiſche Armee bei St. Quentin vollſtändig geſchlagen,
nach=
dem ſie im Vorgehen bereits ein engliſches Infanterie=Bataillon
gefangen genommen hatte.
Die Armee des Generaloberſten von Hauſen hat den Gegner
auf Aisne=Rethel zurückgedrängt.
Die Armee des Herzogs von Württemberg hat bei der
Fortſetz=
ung des Uebergangs über die Maas den Feind zunächſt mit Vortruppen
überraſcht, mußte aber beim Vorrücken ſtärkerer Kräfte teilweiſe wieder
über die Maas zurückgehen. Die Armee hat dann wieder die
Ueber=
gänge über die Maas genommen und ſetzt deu Vormarſch auf Aisne
fort. Das Fort Leſeylles hinter dieſer Armee iſt gefallen.
Die Armee des deutſchen Kronprinzen ſetzt den Vormarſch gegen
und über die Maas noch fort. Nachdem der Kommandant von Montmedy
mit der ganzen Beſatzung der Feſtung bei einem Ausfall gefangen
genommen war, iſt die Feſtung gefallen.
Die Armeen des Kronprinzen von Bayern und des
General=
oberſten von Heeringen ſtehen noch in fortgeſetzten Kämpfen in
Franzöſiſch=Lothringen.
Vom Oſten.
Der gemeldete Sieg der Armee des Generaloberſten v. Hindenburg
hat eine weitaus größere Bedeutung, als bis jetzt überſehen werden konnte.
Trotzdem neue feindliche Kräfte in Neidenburg eingriffen, iſt die
Nieder=
lage eine vollſtändige geworden. 3 Armeekorps ſind vernichtet.
60000 Gefangene ſind gemacht worden, viele Geſchütze und
Feld=
zeichen ſind in unſere Hände gefallen.
Die noch im Norden Oſtpreußens ſtehenden ruſſiſchen Truppen haben
den Rückzug angetreten.
Der Generalquartiermeiſter von Stein.
Ein Siegesbericht!
So lautete die Ueberſchrift des Extrablattes, mit dem
wir geſtern abend ½11 Uhr den inhaltsvollen Bericht des
Generalquartiermeiſters von Stein bekannt geben
konnten. Jeder dieſer ſo kurz und nüchtern gehaltenen
Sätze des Berichts meldet einen Sieg, einen großen,
glän=
zenden Sieg unſerer unaufhaltſam vorwärts drängenden
Truppen über einen zum Teil überlegenen Feind. Ein
franzöſiſcher Flankenangriff zurückgeſchlagen, die
franzö=
ſiſche Armee bei St. Quentin vollſtändig geſchlagen,
nach=
dem unſere Truppen im Vorbeigehen ein engliſches
In=
fanterie=Bataillon „verhaftet” mitgenommen haben, die
ganze Beſatzung der ſtarken Feſtung Montmedy mitſamt
dem Kommandanten gefangen genommen, die Feſtung
ſelbſt gefallen, das Fort Leſeylles gefallen — das alles
ſind Siegesnachrichten, ſo inhaltsſchwer, wie man ſie ſo
bald noch nicht erwartet hätte. Und nun die Meldungen
aus dem Oſten. Unſere Heeresleitung hat noch niemals
etwas zurücknehmen müſſen. Wie hat ſich dieſer ſo ſtolze
Satz ſo glänzend bewahrheitet mit dem vernichtenden
Schlage gegen die ruſſiſche Armee, die in einer ungeheuren
Uebermacht vom Narew her in unſer Oſtpreußen
einzufak=
len im Begriff war. Drei Armeekorps
vernich=
tet — 60000 Gefangene. Das ſind Zahlen, die
faſt unglaublich klingen. Die Wirkung dieſer einzig
daſte=
henden ruſſiſchen Niederlage iſt denn auch bereits in einer
für uns überaus erfreulichen Weiſe eingetreten. Die
bis Inſterburg mordend, ſengend und plündernd
einge=
fallene ruſſiſche Nordarmee hat ihren Rückzug angetreten,
weil ihre Stellung unhaltbar geworden iſt. Sie dürfte
ihren Rückzug wohl ſchwerlich unbehelligt vollenden
kön=
nen. Die Einwirkung der ruſſiſchen Niederlage auf die
innerpolitiſchen Verhältniſſe und auf die
Bundesgenoſ=
ſen dürfte auch hoch anzuſchlagen ſein. So können wir
denn in Würdigung dieſes Siegesberichts die
Ein=
wohner Darmſtadts mit vollem Recht auffordern: Laßt
die Glocken läuten und
„die Fahnen heraus!“
* Wien, 31. Aug. (W. T. B.) Der entſcheidende
Sieg des Generals v. Hindenburg wird als eine
günſtige Vorbedeutung für den endgültigen
Ausgang des großen Ringens zwiſchen den Völkern
Oeſterreich=Ungarns und den Ruſſen von der Weichſel bis
zum Dnjeſtr angeſehen. Die Blätter weiſen darauf hin,
daß der deutſche Sieg bei Ortelsburg eben zur rechten
Zeit kam, um die Wahrhaftigkeit des Herrn Poincaré ins
richtige Licht zu rücken. Man wird in Paris bald von
ganz anderen Siegen hören müſſen als von dem
er=
ſchwindelten Vormarſch der Ruſſen nach Berlin.
Der Dank an den Sieger in Oſtpreußen.
* Berlin, 31. Aug. (W. T. B. Amtlich.) Der
Kar=
ſer hat den ſiegreichen Heerführer in Oſtpreußen,
Gene=
ral von Hindenburg, zum Generaloberſten ernannt
und ihm das Eiſerne Kreuz 1. Klaſſe verliehen.
Ferner hat der Kaiſer an den Generaloberſten von Hin=
denburg folgendes Telegramm geſandt: Großes
Haupk=
quartier, 29. Aug. Durch den in 3 Tagen errungenen
vollen Sieg über die ruſſiſche Uebermacht haben Sie ſich
meinen und den Dank des Vaterlandes erworben.
Uebermitteln Sie den tapferen Truppen, die unter Ihrer
Führung dieſen Sieg errungen, meine wärmſte kaiſerliche
Anerkennung. Wilhelm, I. R.
Für die Oſtpreußen.
* Eſſen a. d. R., 31. Aug. Der
Zechenver=
band, in dem alle Zechen des Ruhrbezirks vereinigt
ſind, hat in ſeiner geſtrigen Vorſtandsſitzung beſchloſſen,
zur Hilfeleiſtung für die Oſtpreußen 100000
Mark zur Verfügung zu ſtellen.
Die Rieſenſchlacht in Galizien.
* Wien, 31. Aug. (Nichtamtlich.) Die Schlachten
bei Lemberg dauern noch weiter an. Das Eingreifen
einer neuen öſterreichiſch=ungariſchen Gruppe gegen
To=
maſzow ſchließt die ungeheure Schlachtenfront. Alle
ver=
fügbaren Kräfte ſind auf beiden Seiten konzentriert. Die
öſterreichiſche Situation iſt weiter günſtig.
* Frankfurt a. M., 31. Aug. Das hieſige
öſter=
reichiſch=ungariſche Generalkonſulat ſtellt uns folgende
Zirkulardepeſche des Grafen Berchtold zur
Ver=
fügung: „Laut Armeebefehl; General Dankl, 26. Aug. In
der erſten Schlacht bei Krasnik am 23. und 24. Auguſt
wurden 6000 Gefangene gemacht, drei Fahnen. 28
Ge=
ſchütze und viele Maſchinengewehre erbeutet.”
Franzöſiſche Andenken in Mülhaufen.
* Mülhauſen, 31. Aug. (W. T. B. Nichtamtlich.)
Nach der Räumung Mülhauſens durch die
Fran=
zoſen fand ſich an den üblichen Anſchlagſäulen folgende
Bekanntmachung: Hiermit wird bekannt gegeben, daß
Pa=
trouillen alle Keller und Häuſer der Ortſchaft durchſuchen
werden. Im Falle, daß deutſche Verwundete oder
ir=
gendwelche deutſche Soldaten darin verſteckt aufgefunden
werden, werden die Hausbeſitzer, die es den
Militärbe=
hörden nicht ſogleich gemeldet haben, erſchoſſen werden.
Niedermorſchweiler, den 20. Auauſt 1914. Der
kommandie=
rende General Vautier.
Ein verurteilter Spion.
* Straßburg, 31. Aug. (W. T. B.) Wie die
Straß=
burger Poſt aus Baſel berichtet, hat das Baſeler
Straf=
gericht am 26. Auguſt den Agenten Adolf Reißer aus
Sennheim im Oberelſaß, der als Mitglied eines
franzöſiſchen Spionagebureaus feſtgeſtellt
wurde und einräumte, daß er ſeit Jahren zugunſten
Frankreichs Spionagegeſchäfte betrieben und dafür
reich=
liche Geldunterſtützungen aus Belfort erhalten habe, auf
Grund des ſchweizeriſchen Sprengſtoffgeſetzes zu drei
Jahren Zuchthaus und lebenslänglicher
Auswei=
ſung aus der Schweiz verurteilt. Reißer bewahrte in
ſeinem Keller ſeit vier Jahren eine mit Sprengſtoff
ge=
füllte Bombe, welche zur Sprengung der Eiſenbahnbrücke
bei Waldshut während der Fahrt eines deutſchen
Mili=
tärzuges beſtimmt war.
Zum Untergang des Hilfskreuzers „Kaiſer
Wilhelm der Große‟.
* Berlin, 31. Aug. (W. T. B. Nichtamtlich.) Wie
die B. 3. am Mittag erfährt, wurde der Hilfskreuzer
Kaiſer Wilhelm der Große” an der neutralen Küſte von
Nummer 240.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. September 1914.
Seite 5.
Rio del Oro von dem engliſchen Kreuzer
überraſcht, während er Kohlen einnahm. Nach
vor=
liegenden Depeſchen iſt der größte Teil der Beſatzung
ge=
rettet worden. Die „Highflyer” hatte 1 Toten und 8
Ver=
wundete.
Der Bedarf an Kriegsfreiwilligen gedeckt.
* Berlin, 31. Aug. (W. T. B. Amtlich.) Der
Be=
darf an Kriegsfreiwilligen iſt zurzeit
ge=
deckt. Das Kriegsminiſterium kann daher bis auf
wei=
teres Kriegsfreiwillige nicht an die Erſatztruppen
verwei=
ſen. Meldungen, die ſchriftlich an das Kriegsminiſterium
oder mündlich an das Sekretariat gerichtet werden, haben
daher keine Ausſicht auf Berückſichtigung. Sowie die
Ein=
ſtellung von Kriegsfreiwiligen wieder möglich iſt, wird
dies bekannt gegeben werden.
Eine Spende Kaiſer Franz Joſefs.
* Wien 31. Aug. (W.T. B.) Der Kaiſer hat dem
hieſigen Hilfskomitee für die in Not geratenen
Zurückge=
bliebenen der Reichsdeutſchen 15000 Kronen
über=
wieſen, die gleiche Summe dem in Peſt gegründeten
Ko=
mitee für den gleichen Zweck.
Der Kampf gegen den Zarismus.
* Peſt 31. Aug. (W. T. B. Nichtamtlich.) Das
ſozia=
liſtiſche Blatte Népſzawa ſchreibt: Der Krieg,
wel=
cher jetzt gegen den ruſſiſchen Zarismus und
ſeine Vaſallen geführt wird, wird von einer großen
ge=
ſchichtlichen Idee beherrſcht. Das Dröhnen der Kanonen,
das Knattern der Maſchinengewehre und die
Reiteran=
griffe bedeuten die Vollſtreckung des demokratiſchen
Pro=
gramms der Völkerbefreiung. Jedes Herz, das fähig
eines Gefühls für Gerechtigkeit und Menſchlichkeit iſt,
muß wünſchen, daß die zariſche Macht vernichtet wird.
Eine Sturmwelle, der nichts ſtandhält.
* London, 30. Aug. (Indirekt.) Die Times ſchiebt
die Schuld an der engliſchen Niederlage bei Tournai dem
Ausbleiben der verſprochenen
franzöſi=
ſchen Hilfe zu. Sie zitiert den Ausſpruch eines
eng=
liſchen Mitkämpfers, die Deutſchen kommen über uns wie
eine Sturmwelle, der nichts ſtandhält.
* Großes Hauptquartier, 31. Aug. (W. T. B.)
(Amtlich.) Seine Majeſtät der Kaiſer hat unter dem
28. Auguſt folgendes Telegramm an den König
von Württemberg gerichtet: Es iſt mir ein
Bedürf=
nis, Dir mitzuteilen, daß ich nachmittags in Ems eine
große Anzahl von württembergiſchen Soldaten begrüßen
konnte, welche ihre Wunden mit bewundernswerter
Hin=
gabe ertrugen. Ich habe ihnen einen Gruß von Dir
gebracht. Du kannſt ſtolz ſein auf Deine Landeskinder.
Herzlichen Gruß. Wilhelm. — Darauf iſt folgende
Ant=
wort eingetroffen: Tief gerührt durch Dein Telegramm,
danke ich herzlich für die Nachricht von meinen
Landes=
kindern. Ich weiß, daß Du auf ſie bauen kannſt. Jeder
wird bis zu ſeinem letzten Atemzuge ſeine Pflicht tun für
unſere große, gerechte Sache in Hingebung für den
ober=
ſten Kriegsherrn. Wilhelm.
Die Papſtwahl.
* Rom, 30. Aug. Nach der „Tribuna” ſind von
65 Kardinälen 58 zum Konklave verſammelt.
Die beiden nordamerikaniſchen Kardinäle Gibbons und
O'Donnel werden am 2. oder 3. September erwartet.
Von den 60 vorausſichtlich teilnehmenden Kardinälen
ſind 32 Italiener und 28 Fremde, darunter zwei Deutſche,
drei Oeſterreicher, zwei Ungarn, ſechs Franzoſen und zwei
Engländer. Das Konklave wird morgen nachmittag um
5 Uhr eröffnet. Nach dem „Giornale d’Italia” wurden
heute vormittag in einer kurzen Zuſammenkunft der
Kardinäle die letzten Vereinbarungen über das Konklave
getroffen. Heute nachmittag leiſteten die anweſenden
Mitglieder des Konklaves und das Perſonal, das mit
eingeſchloſſen wird, über 200, den Eid. Nach demſelben
Blatte finden jeden Vormittag und jeden Abend zwei
Abſtimmungen ſtatt, ſo daß die Dauer des Konklaves
verkürzt wird. Für nicht unwahrſcheinlich gilt es, daß
am Mittwoch der neue Papſt gewählt iſt.
Landwirtſchaftliches.
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
markt am 31. Auguſt. Auftrieb 320 Schweine. Preiſe pro
50 Kilogramm Schlachtgewicht: 1. Qualität 63 Mark,
2. Qualität 62 Mark, 3. Qualität 61 Mark. Marktverlauf:
ebhaft, wenig Ueberſtand.
Deutſchlands wirtſchaftliche
Kriegs=
rüſtung
wird in der Sozialen Praxis von Prof. Dr. E. Francke
in Ausführungen erörtert, die die weiteſten Kreiſe
unſe=
res Volkes beherzigen ſollten, da ſie wertvolle Fingerzeige
für die Sicherung der wirtſchaftlichen, unſer Schickſal
mit=
beſtimmenden Kriegsbereitſchaft enthalten. Francke
ver=
folgt im weſentlichen den nachſtehenden Gedankengang:
Eine Aushungerung durch den Krieg brauchen
wir ſelbſt bei längerer Kriegsdauer nicht zu befürchten,
denn unſere leiſtungsfähige Landwirtſchaft erzeugt
genü=
gend Brot, Fleiſch, Milch, Futterſtoffe, Zufuhrwege von
außen ſtehen uns auch noch offen, eine im ganzen gute
Ernte iſt bereits unter Dach oder wird noch geborgen, und
die nächſte Feldbeſtellung erſcheint gleichfalls geſichert.
Einer allgemeinen Teuerung wirken
Einfuhrerleichterun=
gen, Höchſtpreisfeſtſetzungen und die Errichtung zahlreicher
Volksküchen mit billigen Preiſen entgegen. Wird den
An=
gehörigen unſerer Krieger durch Reich, Gemeinde,
Unter=
nehmer und Fürſorgevereine über die ſchwere Zeit
hin=
weggeholfen, ſo bleibt daneben als Hauptaufgabe die
Notwendigkeit beſtehen, der für ganze Gewerbe äh
herein=
gebrochenen Arbeitsloſigkeit durch das allein
wirk=
ſame Heilmittel der Arbeitsbeſchaffung zu ſteuern.
Reich, Staat, Kreis und Gemeinde müſſen hier
voran=
gehen, indem ſie alle von ihnen begonnenen Arbeiten mit
verdoppelter Kraft ausführen laſſen, prompt bezahlen und
neue Arbeitsgelegenheit ſchaffen. Nach dem Beiſpiel der
öffentlichen Körperſchaften muß jeder private
Unter=
nehmer an ſeinem Teile die Arbeitsloſigkeit bekämpfen
helfen. Die Geſchäftswelt in Induſtrie und Handel kann
dies tun, indem ſie ihre Tätigkeit nicht mehr einſchränkt,
als unbedingt notwendig iſt, und ſich beſtrebt zeigt,
mög=
lichſt viele Perſonen, wenn auch bei verminderter
Arbeits=
zeit und verkürztem Lohn, etwas verdienen zu laſſen. Die
Erſetzung erwachſener Männer durch Frauen und Kinder
wird vom Reichskanzler mit Recht beanſtandet, da vor
allem ſtellenloſe Arbeiter heranzuziehen ſind. Auch
Ein=
ſchränkungen im Verkehrsweſen ſind falſch, weil anſtelle
der militäriſch Einberufenen leicht anlernbare Erſatzleute
beſchäftigt werden können. Die Schließung der Theater,
Konzertſäle, Wirtſchaften uſw. iſt ebenfalls bedenklich,
denn ſie bedeutet für eine große Anzahl Menſchen
Arbeits=
loſigkeit. Auch der freiwilligen, unbezahlten Hilfsarbeit
ſind die Grenzen zu ziehen, die mit der Rückſicht auf den
Notſtand von Tauſenden, auf Verdienſt angewieſenen
Per=
ſonen gegeben ſind. In dieſem Zuſammenhange werden
Verleger und Redaktionen an die Pflichten erinnert, die
ihnen gegenüber den Geiſtesarbeitern obliegen.
Arbeits=
gelegenheiten können aber nicht nur die Geſchäftswelt, die
Gemeinden und der Staat ſchaffen, ſondern auch jeder
Privatmann, indem er ſeinen Gebrauch nicht über
Gebühr einſchränkt. Jede Verſchwendung iſt jetzt ein
Ver=
brechen gegen den Ernſt der Zeit, aber auch Knauſerei und
Zeiz ſind Verbrechen wider die Geſamtheit=
Vermiſchtes.
— Neue Kriegs=Poſtkarten ſind von der
Kunſtdruck= und Verlagsanſtalt Wezel u. Naumann,
Aktiengeſellſchaft, Leipzig, in Verkehr gebracht worden.
Die als „Feldſkizzen” bezeichneten Poſtkarten zeigen eine
neue Drucktechnik, die den Charakter einer Originalſkizze
at und echte künſtleriſche Arbeit darſtellt. Die Poſtkarten
werden auch als Feldpoſtkarte unſeren im Felde ſtehenden
mutigen Söhnen und Brüdern eine willkommene Freude
bereiten.
Verluſtliſte des 18. Armeekorps.
* In der 14. amtlichen Verluſtliſte iſt von
Heſſen nur 1 Mann vom Dragoner=Regiment Nr. 23 als
verwundet angegeben.
Verwundete in Mainzer Lazaretten.
(Nichtamtlich.) Die folgenden Verwundeten ſind in den
Mainzer Lazaretten untergebracht. Auskunft über
die=
ſelben wird ausſchließlich erteilt: Im Roten Kreuz,
Mit=
ternacht Nr. 4 (Auskunftſtelle für Verwundete),
vormit=
tags 9—12 Uhr und nachmittags 3—6 Uhr.
Infanterie=Regiment Nr. 115. Joſeph Fellner, Gefr.
— Eugen Heitz — Georg Leimberger — Friedrich Lenz —
Bernh. Pfeiffer — Heinrich Preß — Georg Stürz —
Heinrich Weber.
Infanterie=Regiment Nr. 118. Heinrich Baltzer —
Heinrich Bender — Konrad Eckert — Franz Deichmann
Fritz Hartmann — Friedrich Henn — Heinrich Hofmann
— Heinrich Keller — Karl Oswald — Ludwig Schwahn
— Wilhelm Weinmann.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 118. May,
Land=
wehrmann.
Landwehr=Regiment Nr 118. Max Volke, Gefr. d. L.
Infanterie=Regiment Nr. 116. Heinrich Appel
Julius Bürkel — Otto Ewald — Konrad Fink. Sergt.
— Johannes Heim — Karl Hoffheinz — Louis Jung —
Karl Knöſel — Kurt Lettow, Unteroff. — Otto
Mahler=
wein, Einj. — Ernſt Bernh. Müller, Gefr. d. R. —
Wil=
helm Pirſch, Einj. — Johann Ritter — Edmund Sperket
— Karl Welter — Karl Zabert — Georg Zimmermann.
Feldartillerie=Regiment Nr. 61. Phil. Balzhäuſer—
Georg Breitwieſer, 4. Batt.
Reſerve=Feldartillerie=Regiment Nr. 25. Karl Stein,
1. Batt.
Train=Bataillon Nr. 18. Heinrich Ehrhardt.
Beerdigungsgeschäft
Gg. Best
Darmstadt, Bismarckstrasse 21.
Beerdigungen Aufbahrungen Dekorationen
und Ueberführungen.
(8617a
Reichhaltiges Sarglager. — Mässige Preise.
Geſchäftliches.
Das Kartell der Auskunfteien Bürgel ſchreibt uns:
In den Kreiſen der Handelswelt beſteht vielfach die
Mei=
nung, daß, ähnlich wie in anderen Branchen, auch die
Geſchäftsbetriebe der Auskunfteien völlig ruhen. Viele
Abonnenten pflegen durch Anfragen feſtzuſtellen, wie weit
ihre Außenſtände gefährdet erſcheinen, indem ſie die
Aus=
kunftſtellen des Kartells der Auskunfteien Bürgel mit
Erkundigungen dahingehend betrauen, ob der Schuldner
zum Kriege eingezogen und ob das Geſchäft ſeinen
Fort=
gang nimmt; ferner ob ausreichende Gründe für die
Tat=
ſache vorhanden ſind, daß der betreffende Schuldner
fälli=
gen Zahlungen nicht nachkommt, weil vielfach Perſonen
Zahlungen verweigern, die bezahlen können. Aus
die=
ſen Geſichtspunkten heraus erſcheint die Einziehung von
Auskünften gerade im Kriegsfalle zweckmäßig.
25. Quittung.
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter Tagblatts”
wurden für den Heſſiſchen Landesverein vom Roten
Kreuz weiter folgende Beträge abgegeben:
Frau Geh. Juſtizrat Dr. Weber 40 M., Max Obſtfeld
5 M., Klaſſe Ia der Knaben=Mittelſchule I 5 M., von
den Arbeiterinnen auf dem Proviantamt 18 M.,
Unter=
ſtützungsverein Darmſtadt 10 M., Luiſe von Bintwitz
4 M E. K. (2. Rate) 10 M., Hans Töppel 0.60 M.,
Ph. Ullrich G. m. b. H. (Strafgelder) 63.50 M., 1 Paar
Ohrringe zum Einſchmelzen, Rechnungsrat Schenck
2 Gabe)10 M., von einem Kränzchen 2.60 M. Zuſammen
168.70 M., hierzu die bereits veröffentlichten 41 274.03 M.,
insgeſamt
41442.73 Mk.
Wetterbericht.
Das weſtliche Hoch, daß ſich mit ſeinem Maximum
nordwärts verlagert hat, erſtreckt einen Ausläufer weit
nach Südoſten, während das nordäſtliche Tief ſich ſüd=
wärts ausgedehnt hat. Im Bereich des Hochs behalten
wir jedoch auch morgen heiteres, warmes Wetter.
Wetterausſichten für Dienstag: Ziemlich
heiter, trocken, warm. nordöſtliche Winde.
Meine lieben Kameraden!
Zu meinem 70. Geburtstag ſind mir
aus den Vereinen unſerer Haſſia ſo
zahl=
reiche Glückwünſche geſandt worden, daß
ich mir verſagen muß, ſie einzeln zu
be=
antworten.
In Allen erklingt das Gelöbnis, dieſe
ſchweren Stunden unſeres lieben
Vater=
landes freudigen Herzens opferwillig zu
teilen. Das iſt der Geiſt, den Ihr in
langen Friedensjahren treu gehütet habt
und der unſeren tapferen Heeren die
ge=
waltigen Siege erringt.
Ich aber danke Euch für die vielen
Beweiſe treuer Kameradſchaft und rufe
mit Euch:
„Alles für das Vaterland!”
Frhr. v. Heyl,
1. Präſident der Kriegerkameradſchaft
Haſſia.
(18095
Ihre VERL.OBUNG beehren sich
anzuzeigen
IRMA WERTE
KARL. LEISSLER
Regierungsbauführer
Schwerin (Meckl.)
Darmstadt
(*4061
Die glückliche Geburt eines gesunden
JUNGEN zeigt hierdurch an
Ellinor Geppert
geb. Freiin Treusch v. Buttlar- Brandenfels,
zugleich im Namen ihres im Felde
stehenden Mannes
Carl Geppert
Hauptmann im Feld-Art.-Regiment 61.
Darmstadt, den 30. August 1914.
(*4053
Am 29. Auguſt ſtarb unſer lieber
Sohn, Bruder und Schwager
Frich Vhhward
den Heldentod fürs Vaterland.
Staatsminiſter Dr. von Ewald,
Maria von Ewald,
geb. Valckenberg,
Eliſabeth von Guſtedt,
geb. von Ewald,
Gerhard von Guſtedt,
Leutnant im Großh. Heſſiſchen
Garde=Dragoner=Regiment.
Darmſtadt den 31. Auguſt 1914.
(18116
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. September 1914.
Nummer 240.
Den Heldentod fürs Vaterland
ſtarb am 22. Auguſt unſer
heißgelieb=
ter Sohn, mein über alles geliebter
Bräutigam, unſer guter treuer Schwie=
(18110
gerſohn
Leutnant.
Dies zeigen tieferſchüttert=an:
Ludwig Freiherr von Berchem,
Anna Freifrau von Berchem,
geb. Scanzoni von Lichtenfels,
Eliſabeth Freiin von Starck,
Adalbert Freiherr von Starck,
Lilly Freifrau von Starck,
geb. Buderus.
Darmſtadt, München, im Aug. 1914.
Unterfertigter C. C. ſetzt ſ. I. All. AHI. und
ja. CB. geziemend davon in Kenntnis, daß
ſein lieber AII.
(18094
Berthold Anton
Regierungsbaumeister u. Leutnant d. R.
am 22. ds. Mts. für das Vaterland gefallen iſt.
Der C. C. der „CHATTIA‟
J. A.:
Aug. Schäfer
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1914.
Städtiſches Hallenſchwimmbad,
Mühl=
ſtraße 33 (geöffnet an Werktagen von 7 Uhr morgens
bis 8½ Uhr abends, Sonntags von 7—12½ Uhr
morgens).
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Heimgang unſerer unvergeßlichen Tante,
(*4132
Schweſter und Schwägerin
Frau Margarete Keller
geb. Schäfer
ſowie allen denjenigen, die der Verſtorbenen die
letzte Ehre erwieſen, ganz beſonders Herrn Pfarrer
Gerhardt für ſeine troſtreiche Grabrede, ſagen
herz=
lichſten Dank
die trauernd Hinterbliebenen.
Griesheim, Wolfskehlen, Darmſtadt,
den 31. Auguſt 1914.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
6—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Aufgebotene. Am 25. Auguſt: Seifenfabrikant
Otto=
mar Friedrich Konrad Fuchs, Offenbach a. M., mit
Anna Margarethe Eliſabethe Becker Büdingen.
Schrift=
ſetzer Karl Fritz Otto Kolbe, mit Ida Auguſte Alwine
Behrens, beide in Braunſchweig. Schuhmacher
Chri=
ſtian Johannes Guſtav Heſſelbach, Eliſabethenſtraße 29,
mit Dienſtbote Anna Klara Ganß, Zwingenberg a. d. B.
Schriftſetzer Georg Philipp Wilhelm Ruths,
Kranich=
ſteinerſtraße 58, mit Poſamentierarbeiterin Karoline Louiſe
Vertha Alberth, Große Bachgaſſe 14. Am 26.: Dentiſt
Joh. Alb. Ferd. Faber, Hügelſtraße 32I, mit Emma
Derenburg, Marburg. Krankenpfleger Heinrich
Hüb=
ner, Hoddelau, mit Krankenpflegerin Dina Blitz,
Sand=
ſtraße 40. Kaufmann Karl Bopp, Heinheimerſtraße 74,
mit Friederike Regina Menton, Mannheim. Profeſſor
Dr.=Ing. Privatdozent Adolf Aug. Keller,
Charlotten=
burg, mit Ilſe Wilhelmine Roſalie Juliane Emilie
Ger=
trnd Weigelt, Darmſtadt.
Geſtorbene. Am 22. Aug.: Anton Theodor Sproß,
Wagenwärter i. P. 62 J., ev., Riegerplatz 5. Am 24.;
Marie Margareta Eliſabetha Mann, Tochter des
Eiſen=
bahn=Magazin=Verwalters, 1 J., kath.,
Wendelſtadt=
ſtraße 30. Anna Eliſabethe Henninger, geb. Haas,
Ehe=
frau des Monteurs, 44 J., ev., Blumenthalſtraße 95. Am
25.: Emile o Rigny, Soldat im franzbſ. Inf.=Regt. Nr. 160,
22 J., ev., ledig, Erbacherſtraße 25. Am 23.: Jean
Gri=
vel, franzöſ. Kriegsgefangener, 24 J., kath.,
Alexander=
ſtraße 27. Am 24.: Luiſe Großklaus, Strickerin, 60 J.,
ev., ledig, Arheilgerſtraße 25. Am 26.: Johannes
Gärt=
ner, Buchdrucker, 69 J., ev., ledig, Gräfenhäuſer Weg 21.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
6 —5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
bringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 11. Auguſt: dem
Regierungsbau=
meiſter a. D. Diplom=Ingenieur Heinrich Karl Friedrich
Haas zu Kempten eine Tochter Margarete Franziska.
Am 15.: dem Dreher Friedrich Wilhelm Karl Röhrig,
Beſſunger Straße 68, eine T. Amalie Wilhelmine
Karo=
line. Am 17.: dem Rechtsanwalt Dr. Joſeph Strauß,
Martinſtraße 53, ein S. Viktor Ferdinand. Am 18.: dem
Großh. Oberlehrer Proſeſor Heinrich Ludwig e Ploch,
Landskronſtraße 61, ein S. Walter Helmut Heinz. Am
95.: dem Fabrikarbeiter Philipp Weicker, Beſſunger
Straße 30, ein S. Ludwig. Am 24.: dem Schreiner
Ro=
bert Ott, Weinbergſtraße 14, ein S. Robert. Dem
Fahrburſchen Adam Numrich, Weinbergſtraße 28, eine
T. Johanna. Dem Stukkateur Karl Guk,
Orangerie=
ſtraße 34, ein S. Ernſt.
Eheſchließungen. Am 15. Auguſt: Lackierer Gottfried
Ferdinand Friedrich Gerich, Beſſungerſtraße 6, und
Emma Eliſabetha Margaretha Friedrich,
Tannen=
ſtraße 31. Am 22.: Schloſſer Heinrich Karl Johannes
Nelius zu Frankfurt a. M. und Wilhelmine Katharine
Henriette Margarethe Juliane Eliſabethe o Müller,
Hein=
richſtraße 109. Taglöhner Tinus Buſch, Niederſtraße 15,
und Mina 5 Noth, ebenda. Am 24.: Fahrer in der Train=
Abteilung Nr. 18 Leonhard Hartmann,
Eſchollbrücker=
ſtraße 24, und Eliſabeth Margaretha Otter zu Semd.
Am 27.: Schloſſer, derzeit Wehrmann der 2. Erſatz=
Kom=
pagnie des Erſatz=Bataillons Inf.=Regts. Nr. 115
Wil=
helm Döll, Alexanderſtraße 22, und Meta Fromm,
Weinbergſtraße 42.
Geſtorbene. Am 13. Auguſt: Redakteur Wilhelm
Emanuel Windecker, 63 J., kath., Sandbergſtraße 52.
Am 13.: Juli: Hermann Hanſt, Sohn des Schutzmanns.
3 J., ev., Karlſtraße 107. Am 26.: Privatier Johannes
Vetter, 74 J., ev., Heinheimerſtraße 22. Am 13. Aug.:
Schriftſetzer Andreas Adolf Lang, 19 J., ev
Schieß=
hausſtraße 56. Am 14.: Friedrich Weber, Sohn des
Bürſtenmachers, 4 Mte., ev., Ludwigshöhſtraße 9. Am
16.: Chriſtine Walther, geb. Uhrig, Witwe des
Land=
wirts, 83 J., ev., Tannenſtraße 24. Am 16.: Duiſe Dick,
Tochter des Weißbinders, 3 Mte., ev.,
Ludwigshöh=
ſtraße 78. Am 21.: Lehrer i. P. Johann Heinrich Eckel,
70 Jahre, ev. Ohlyſtraße 77. Am 24.: Luiſe
Zimmer=
mann, geb. Schlick, Witwe des prakt. Arztes, 75 J., ev.,
Heinrichſtraße 152. Am 26.: Margarete Rettig, geb.
Steinbacher, Witwe des Wirts, 74 J., ev.,
Frankenſtein=
ſtraße 61. Am 18./19.: Privatin Magdaleng Wenck,
53 J., ev., ledig, Wittmannſtraße 45. Am 26.: Anna
Mar=
garete Schwab, geb. Weber, Ehefrau des Rentners,
59 J., ev Heinrichwingertsweg 2. Martha Urnſtein,
18 J., ledig, iſr., Nieder=Ramſtädter Straße 177.
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 2. September.
Hofreite=Verſteigerungen: Peter Arnold (
Par=
eusſtraße 12) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht I, —
Ludwig Buß (Tannenſtraße 44) um 10 Uhr auf dem
Ortsgericht II, — Heinrich Fiſcher (Heidelberger Straße
42) um 10½ Uhr auf dem Ortsgericht II, — Wilhelm
Menges (Martinſtraße 39) um 11 Uhr auf dem
Orts=
gericht II.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
Run=
deturmſtraße 16.
Dünger=Verſteigerung um 11 Uhr in der
Train=
taſerne (Eſcholbrücker Straße).
Obſternte=Verſteigerung um 8 uhr in
Gemar=
kung Eberſtadt (Zuſammenkunft auf dem
Hirtenbach=
weg vor dem Lärchenwäldchen).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Oto Waldaeſtelz für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil. Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Ge=
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen: nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.
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erhält, wer über das abhand. gek.
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, 1. September 1914.
Nr. 240
KKopfſch. Reſ. Feledrich Dienner aus Meßkirch, gef. Lt. der Reſ.
Friedrich Eichelmann aus Nixheim, Kr. Saarburg, ſchw. verw. am
I. Fuß. Eer. d. Reſ. Wilhelm Hoch aus Vergfelden, O.=A. Sulz,
ſchw. verw. Reſ. Gottileb Vaiz aus Hochdorf, ſchw. verw. Musk.
Ludwig Feil aus Ebnat. O.=A. Neresheim, ſchw. verw. Musk.
Auguſt Rühle aus Schwalbach=Offenburg, ſchw. verw, I. Arm.
Musk. Erhardt Kräutie aus Anhauſen, O.=A. Münſingen, ſchw.
verw. Musk. Michael Kölle aus Aufhauſen, O.=A. Geislingen,
ſſchw. verw., Bauchſchuß. Reſ. Gerhärat Döbeling aus Einbeck,
HHannover, I. verw. Reſ. Ernſt Lehrer aus Aiſtaig, O.=A. Sulz.
ſſchw. verw, Kopſſchuß. Musk. Guſtav Hahn aus Weiſſach, O.=A.
Vaihingen, I. verw., Kopfſchuß. Musk. Hermann Marquardt aus
Dagersheim, O.=A. Böblingen, ſchw. verw. Gefr. der Reſ. Otto
Dämbach us Lauffen, O.=A. Beſigheim, ſchw. verw., Kopfſchuß.
Horn. loſef Reutter aus Sulgau, O=A. Oberndorf, I. verw., I.
Arm. Musk. Johann henzler aus Mülheim, O.=A. Tuttlingen,
ſſchw. verw., Kopf und r. Arm. Reſ. Friedrich Züfle aus
Baiers=
bronn, O=A. Freudenſtadt, ſchw. verw., r. Bein. Musk. Ernſt
Burkhardt aus Obertal, O.=A. Freudenſtadt, ſchw. verw., r. Bein.
Musk. loſef Weiß aus Treherz, O.=A. Leutkirch, ſchw. verw., am
Kopf. Musk. Heinrich Stengel aus Loffenau, O.=A. Neuenbürg,
ſchw. verw., am Kopf. Reſ. Friedrich Maſt aus Wittendorf, O=A.
Freudenſtadt, ſchw. verw., I. Bein. Musk. Karl Machold aus
Künzelsau, verw. Reſ. Ernſt Schittenhähn aus Aiſtaig, O.=A.
Sulz, verm. Reſ. Guſtav Scheuber aus Hamburg, verm. Reſ.
Franz Kaver Artmann aus Meukofen. B.=A. Dingelfing, verm.
Gefr. d. Reſ. Heinrich Gottiob Pfanuenſchwarz aus Waldenbuch,
verm. Musk. Joſef Zeller aus Katzenſtein, O.=A. Neresheim,
verm. Gefr. der Reſ. Eugen Richt aus Zuffenhauſen, O=A.
Lud=
wigsburg, verm. Reſ. Wilhelm klaler aus Horb, verm. Reſ.
Nuguſt Ruhr aus Straßburg, verm. Reſ. Frledrich Walz (oder
Walter) aus Hall, Weichteitſchuß am r. Arm, Reſervelaz. 11
Lud=
wigsburg. Musk. Jakeb Schmid aus Guſſenſtadt, O.=A.
Heiden=
heim, verm. Musk. Adam Schmid aus Laichingen, O.=A. Mün=
ſingen verm. Gefr. Helnrich Kley aus Eheſtetten, O.=A.
Mün=
ſingen, erkr. V.=Feldw. der Reſ. Friedelch Hahn aus Dottingen.
O.=A. Münſingen, erkr.
12. Komp.: V=Feldw. der Reſ. Ewald Dietz aus Diedenhofen,
Kr. Diedenhofen, ſchw. verw, Kopfſchuß. U.=O. Karl Guſtav
Galle aus Straßburg i. Elſ., ſchw. verw., r. Arm. Musk. Johann
Gauß 1 aus Felldorf. O.=A. Horb, ſchw. verw., r. Bein. Musk.
Friedrich Guggenbühler a. Freiburg i. B, ſchw. verw., I. Bein. Musk.
Ruguſt Hertkorn aus Ahldorf. O.=A. Horb, ſchw. verw., Kopfſch:
Tamb. Albert Kreidler aus Altheim, O=A. Horb, ſchw. verw., r.
Bein. Musk. losef Anton Moſer iI aus Obernheim. O.=A.
Spai=
chingen, ſchw. verw., Bruſtſchuß. Musk. Johann Wüst aus Jux,
O.-A. Backnang — ſchwer verwundet, linker Arm,
Reſerve=
lazarett 2 Ludwigsburg. Musk. Erwin August Abel aus
Gerns=
bach, B.=A. Raſtatt, ſchwer verwundet, r. Bein. Musk. Alfred
Moser 1 aus Baiersbronn, O.=A. Freudenſtadt, ſchw. verw.,
Bauch=
ſchuß. Musk. Friedrich Schmelzle aus Tumlingen, O.=A.
Freuden=
ſtadt, ſchw. verw. Kopffchuß. Musk. Karl Weiß II aus Eßlingen,
ſchw. verw., r. Ellenbogen, Reſervelazarett 2 Ludwigsburg. Reſ.
Karl Friedrich Rinck aus Alpirsbach, O.=A. Oberndorf, ſchw. verw.,
Bauchſchuß. Reſ. Eugen Renz aus Degerloch=Stuttgart, ſchw.
verw., Bruſtſchuß. Reſ. Kart Friedrich Würth aus Allmand, Gde.
Baiersbrunn, O.=A. Freudenſtadt, ſchw. verw., r. Bein,
Reſerve=
lazarett 2 Ludwigsburg.
Berichtung der Verluſiliſie Nr. 1,
Ulanenregiment Nr. 20.
1. Esk.: Der vermißt gemeldete Einj.=Freiw. U.=O. Oskar.
sitzenmayer aus Winterlingen, O.=A. Balingen, iſt b. Regiment
wieder eingelroffen.
Eiſenbahnfahrpläne vom 28. Auguſt 1914 an bis auf weiteres.
Frankfurt H.—Darmſtadt-Heidelberg und zurück.
ſo ugſ Petenen,
Perſonenzüge 2.—4. Klaſſe
ſ63ugf Ferſonentige
Stationen
Perſonenzüge 2.—4. Kl.
2.—4.K
2.—4. Kl.
1.-3. K.
824
8/101 Zötſhöt(644) Sadf 82aſ
Zü 54
B Frantfurt H.
Kauſhästcsuſganſchöuf1 250 35af Z
(7229as1 22a
11t7Zur51r627
315) 55I1 717 837
827
Frankfurt=Louiſa
15411641721/8411221 241) 341
741941/1221
324) 604 724) 844/11241124/32415241724
8441
15241634714j93411214l 224) 384
Neu=Iſenburg M. N. B.
53417241934/121s
322) 610l 7sol Z5o11sol1s9 Zsol5e9l719
852)
524/6247o4192411204 224) 324
Spendlingen=Buchſchlag
5247241924/122a
352) 630l 750 91o1150/15035ol55o730
910
52216o0/649goe1149) 309) 309
Langen (Heſſen)
500722/922/1149
3581 686 7581 91s1115s/1583581558738
918
Egelsbach
52260064olgoo1140) 200! Zoo
5oo7221902/1149
422) 642! 8o2l H2212o2ſ2o24026221742
922
4aal55al6sel8bel1 1sel 156 256
Erzhauſen
456654/8581138
498 646l Zoel 92el12oe2oe 4oel 60674a
9231
14525526321852111s2 152) 252
Wixhauſen . .
452(6528521132
Ausl 656l 81el gseſ121eſZie 41el616756
932112
144a 54a(626184e1126l 146 24e
Arheilgen . . . .
446648(84sſ1126
420) 7ool 829) H4o1229/2204296221892) 827) 9421222
Jab428528Gosl8281108 128) 22811235/4281628/828/1128
440) 720l 840/10o0j54oſ240/44o164a
8221109a124olab) Darmſtadt H. .
1411151z — 1817/1037 117 Z1I1229/417612812/1082
445) 725) 845110o5l12451o454451645
1025/1245
abl413512 — (813/10ssl 11sl 21s
harmſtadt=Süd
413613(812/1083
590) 740l gool1020 1o0 Zool5oo790
1022
1401/521 — (8o11021 jo1 20
Eberſtadt (Kr. Darmſt.)
4or691/8211021
522) 8ool 9201104o) 120/320520/720
1040
3411441 — (74110or1241f 141
Bickenbach (Heſſen)
341541741152n
521) Sor) 927/1047) 1271327527727
104a
731 g511131 131
321451
Hähnlein .
331531721) 951
530 810) 930/1050 1303zol5zo730
1050
728! 94811228) 128
328428
32815281728) 948
Zwingenberg (
5851 815 9851105s 135355 585l725
723) 9431223l 123
1055
1322423
323523/723) 943
Auerbach (Heſſen
542) 84e 94e11 joel 14e/346546l74a
196
716) 936/121e) 116/1210lZ16lß16/714) 936
Bensheim . ..
312419
6o8! Hos/10os 1128! 2os 4os1628/828
128
52/352) — 1659) 9181139/1259
2594591659 912
Heppenheim (B
740/104o/11401255 Ztol5257421925
9441255 349an Heidelberg
M abl11e 225 — 1512) 740/10ro1 Tro/1124/11o/325/5to) 725
Aſchaffenburg-Darmſtadt-Mainz Hbf. und zurück.
auen
a t ion en
Merienente
84
V Aſchaffenburg
414
1 624 101a
214
611 825
Stockſtadt (Main)
4al 1601
641 1091 129a
321 641 921
Babenhauſen (Heſſen).
342 948
325 62a 942 1142
380
980
Hergershauſen
3o
328 928
608
923 1128
Zer
335 8
985
923
Altheim (Heſſen)
329
923 1128
308
948
948
Dieburg
5es 3es 5o=
912
312
12 1 1112.
10
D?
1092
850.
Meſſel .
15so 280 I 585
1059
01
10m and
837
1217
ab
523
1022
766
016
Kranichſtein
(18
1018 ab)
831
1211
Can
521
831 1021
743 1 1023
425
1023
1505 205 514
825
ab
Darmſtadt Nord
825 1025
750 10s0
450
1032 1 an
815
155 50
155
Jab
815 1015
422 6e7 75r 1067
§5 102a ab Darmſtadt Hbf.
750
150
150 1 458
Tan
2 1012.
450
0 810 1050
812 1050
ss 1 his
4te
135
41s
Weiterſtadt
ab
*54a
818 1058
458
458 818 1 1058
723 Hos 11os
Klein=Gerau
4as
708 828 1108 228 5os 823 1125
7I7 867 1057
Groß=Gerau
482
1I
116
716 1 886
516 832 111
704 1 844 1044
423
Nauheim b. Groß=Gekau
555 7a5 855
135
595 1 854 118
44
644 824 i 1024
Jab
540 1 740 Hoo
140
540 922 1146
Biſchofsheim (Heſſen) i an
639 Z1o 1019
48
748 1 ge
548
548 I 99a
14
682 81a 1012
Guſtavsburg=Koſtheim
52 352 6
156
Hre
550 914
644
804 1 1004
Mainz Süd
608 808 92a
2os 325 622 922
129
Mainz Hbf..
ab 11275 6u 7er Hör 12ur 3en 61 821
Königlich Preußiſche Armee.
Stab der 60. Infankeriebrigade, Straßburge
Hptm. Petri, ſchw. verw.
Slab der 60. Reſerve=Infankeriebrigade, Straßburg i. E.
Generalleutnant von Hopffgarten gen. Heidler, I. verw.
Rittmſtr. d. Reſ. Ruthemeyer, I. verw.
Landwehrinfankerieregimenk Nr. 4, Königsbergs.
13. Komp.: Wehrm. Georg Zimmermann, verm. Wehrm.
Albert Wollitz, ſchw. verw. Wehrm. Richard Tiedge, I. verw.
Wehrm. Georg Zichert, verm. Wehrm. Wilhelm Tegemeyer,
verm. Wehrm. Ernſt Teſchy, verm. Wehrm. Julius Wiemann,
I. verw. Wehrm. Stanislaus Woitkowiak, verm. Wehrm.
Her=
mann Zaſtrow, verm. Wehrm. Otto Weiſe, tot. Wehrm. Hermann
Bug, tot. Wehrm. Guſtav Ziezold, l. verw. Wehrm. Hermann
Wolf, verm. Wehrm. Max Wegner, verm. Wehrm. Bernhard
Winter, verm.*Wehrm. Franz Zimmermann, l. verw. Wehrm.
Max Winkler, verm. Wehrm. Guſtav Schaak, I. verw. Wehrm.
Hugo Wendt, verm. Wehrm. Johann Schulz, l. verw. Wehrm.
Hermann Weſthäusler, l. verw. Wehrm. Max Wandtke, I. verw.
Wehrm. Paul Weinholz, verm. Wehrm. Otto Zeiſe, I. verw.
Fw. Otto Sambale, I. verw. Fähnr. d. Landw. Hilſcher, ſchw.
verw. Wehrm. Max Zieſe, verm. Wehrm. Hermann Veit, I.
verw. Gfr. Karl Wadepuhl, l. verw. Wehrm. Hermann Zahn,
verm. Wehrm. Max Winkler, verm. Wehrm. Paul Wulke, verm.
Wehrm. Friedrich Nagel, gef. Wehrm. Richard Matthes, verm.
14. Komp.: Wehrm. Edmund Päsler, ſchw. verw. Wehrm.
Waldemar Buchart, verm. Wehrm. Richard Paul, verm. Wehrm.
Paul Wirſing, verm. Wehrm. Bruno Baß, verm. Wehrm.
Rebert, verm. Wehrm. Plinzuer, l. verw. Wehrm. Riegmand,
vermißt.
15. Komp.: Offizier=Stellvertr. Jahnel, ſchw. verw. U.=O.
Halko, I. verw. U.=O. Hildebrand, verw. U.=O. Peter, verm.
Gfr. Albert Langhans, ſchw. verw. Gfr. Bennack, l. verw. Gfr.
Johannes Niethardt, I. verw. Gfr. Adolf Wolter, ſchw. verw.
Gfr. Fünfhauſen, l. verw. Wehrm. Putzeck, verm. Wehrm
Pfiſter, ſchw. verw. Wehrm. Lengning, ſchw. verw. Wehrm. Aug.
Müller, l. verw. Wehrm. Paetz, l. verw. Wehrm. Bietrzryck,
ſchw. verw. Wehrm. Pyrezenski,verm. Wehrm. Boll, verm.
Wehrm. Georg Hohn, ſchw. verw. Wehrm. Kuball, verm. Wehrm.
Wilhelm Löffs, ſchw. verw. Wehrm. Otto Lüthen, verm. Wehrm.
Auguſt Nöske, tot. Wehrm. Huck, verm. Wehrm. Andreas
Leh=
mann, tot. Wehrm. Franz Neumann, l. verw. Wehrm. Scholz,
verm. Wehrm. Schwarz, verm. Wehrm. Friedrich Wölk, verm.
Wehrm. Adomeit, tot. Wehrm. Friedrich, ſchw. verw. Wehrm.
Dönerer, verm. Wehrm. Kamenski, verm. Wehrm. Krauſe,
berm. Wehrm. Noack, verm.: Wehrm. Adolf Schultz, ſchw. verw.
Wehrm. Karl. Schultz, ſchw. verw. Wehrm. Wetſcheleck, verm.
Wehrm. Nitz, verm. Wehrm. Nuſche, verm. * Wehrm. Poſſelt,
verm. Wehrm. Buſchner, verm.‟ Wehrm. Kern, verm.
16. Komp.: Lt. d. Reſ. von Kropff, ſchw. verw. Wehrm.
Hermann Bohm, verm. Wehrm. Robert Basner, verm. Wehrm.
Viktor Baldauf, verm. Wehrmm. Arthur Becker, verm. Wehrm.
Paul Becker, verm. 4 Wehrm. Paul Berger, verm. Wehrm.
Robert Berthold, verm. Wehrm. Robert Bialecki, verm. Wehrm.
Paul Pinkebank, verm. Wehrm. Friedrich Blum, verm. Wehrm.
Auguſt Vorbe, verm. Wehrm. Joſef Brücker, verm. Wehrm.
Franz Buchholz, vermißt. Wehrmann Karl Bingel, vermißt!
Wehrm. Alfred Fenske, verm. Wehrm. Otto Freund, verm.
Amtliche Verluſtliſte Nr. 13.
Wehrm. Auguſt Schmolly, verm. U.=O. Eckert, verm. Gfr.
Benz, verm. Wehrm. Otto Fröber, ſchw. verw.)
Grenadierregimeni Nr. 5, Danzig.
5. Komp.: Gfr. Walter Retzlaff aus Zoppot, Kr. Neuſtadk
tot. Gren. Alfred Homuth aus Pruſt, Kr. Schwetz, ſchw. verw.
Einj.=Freiw. Ernſt Pietzke, aus Stettin, verm. Gren. Theophil
Sikorski aus Stuhm, Kr, Stuhm, l. verw. Gren. Otto Matz aus
Graudenz, Kr. Graudenz, l. verw. Gren. Felix Walter aus
Danzig, verw. Gren. Bruno Sonnabend aus Danzig, ſchw. verw.
Gren. Leo Kulling aus Starſin, Kreis Putzig, ſchw. verw. Gren.
JuliusReimers aus Helſerdeich, Pr. Süder=Dithmarſchen, ſchw.
verw. Gren. Felix Kliewer aus Danzig, verw. Gren. Michael
Sagert aus Gemlitz, Kr. Danziger Niederung, ſchw. verw. Gren=
Bruno Weckeck aus Danzig, ſchw. verw.
6. Komp.: Einj.=Freiw. Auguſt Grablowski aus Adlershorſt)
Kr. Neuſtadt, tot. Gren. Auguſt Glizinski aus Sichts, Kr=
Schlochau, tot. GrenzLeo Lewandowski aus Groß==Kleſchkau;
Kr. Danziger Höhe, ſchw. verw. Gren. Erich Schurak aus Reppen,
Kr. Weſtſternberg, ſchw. verw. Einj.=Freiw. Louis Henkenhof
aus Friedenau bei Berlin, Kr. Teltow, ſchw. verw. Gren. Mat
Joachimski aus Ohra, Kr. Danziger Höhe, ſchw. verw. Gren!
Auguſt Leſchitzki aus Stuhmsdorf, Kr. Stuhm, l. verw., bei der
Truppe befindlich. Gren. Vernhard Bulzak aus Schwetzin, Kr,
Putzig, vermißt.
7. Komp.: Gren. Jakob Bialk aus Darslub, Kr. Putzig, tok!
Gren, Ferd. Malzahn aus Eſchenhorſt, Kr. Marienburg, ſchwi
verw. Gren. Bernhard Paſche aus Zgl. Babenthal, Kr. Karthaus)
ſchw. verw. Gren. Karl Wiſchnewski aus Käſemark, Kr. Danziger
Niederung, ſchw. verw. Gren. Heinrich Teyfel aus Kl.=
Schen=
kendorf, Krs Stormarn, ſchw. verw.
8. Komp.: Lt. Ernſt Schultz=Fademrecht aus Altona, ſchw!
verw. Gren. Hermann Müller aus Buckling, Kr. Segeberg, tok!
U.=O. Karl Jäke aus Zicker, Kr. Königsberg (Neum.), ſchw. verw.
Gren. Heury Kaſtens aus Vorbruch, Kr. Blumenthal, ſchw. berw.
Gren. Wladislaus Murawski aus Rehwalde, Kr. Schwetz, ſchw.
verw. Gren. Otto Schmadtke aus Kemitten, Kr. Raſtenburg,
ſchw. verw. Gren. Georg Alker aus Ratibor, ſchw.verw. Gren.
Hermann Schulz aus Junkertroyl, Kr. Danziger Höhe ſchw. verwi
Infankerieregiment Nr. 20, Wikkenberg.
9. Komp.: Reſ. Ferdinand Kornemann aus Beelitz, Kr!
Zauch=Belzig, ſchw. verw. Reſ. Wilhelm Rügen I aus
Michels=
dorf, Kreis Zauch=Belzig, ſchw. verw. Reſ. Wilhelm Woldt aus
Neu=Glienicke, Kr. Teltow, ſchw. verw. Reſ. Friedr. Schulze VI
aus Groß=Beeren, Kr. Teltow, vermißt.
10. Komp.: Offiz.=Stellbertr. Kurt Bünger aus Berlinz
Schöneberg, I. verw.
11. Komp.: Reſ. Paul Höhne aus Kersdorf, Kreis Lebus, tot=
Reſ. Albert Paul Franz Suhr aus Stralſund, tot. Lt. Karl von
Gülich, ſchw. verw. Gfr. d. Reſ. Richard Süßmilch aus Berlin)
I. verw. Musk. Reinhold Richter aus Greppin, Kreis Bitterfeldt
I. verw. Musk. Otto Große aus Michelsdorf, Kreis Zauch=Belzigl
ſchw. verw.
Infankerieregiment Nr. 27, Halberſtadt.
2. Komp.: Musk. Hugo Dietrich, verw. U.=O. d. R. Peker
Kuhnſen, verw.
3. Komp.: Gefr. d. Reſ. Albert Egeling, verw. Reſ. Heinrich
Fahltick, verw.
4. Komp.: Reſ. Hermann Gothe, verw. O.=Lt. Max von Leſſel,
verwundet.
5. Komp.: Musk. Auguſt Glaſe, verw. Musk. Hermann
Henze, verw. Gfr. Franz Looſe, verw. Musk. Alois Saujel,
verwundet.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, 1. September 1914.
Nr. 240.
6. Komp.: Musk. Paul Bebek, verw. Musk. Franz Kolzda,
(verwundet.
7. Komp.: Gfr. Otto Albrecht, verw. Musk. Olto Grune,
verw. Musk. Max Schmidt, verw.
10. Komp.: Lt. Auffarth, verw. Musk. Johann Berger, verw.
Reſ. Adolf Ernſt, verw. Vfw. Fritz Günther, verw. Musk. Paul
Klebe, verw. Musk. Willi Köckeritz, verw. Horniſt Fritz Lehmann,
verw. Ref. Friedrich Nickel, verw. Reſ. Willi Schenkeuberger,
verw. Musk. Felix Stephanick, verw. Musk. Otto Zimmermann,
verwundet.
12. Komp.: Musk. Martin Ciemienga, verw. Hptm. Richard
Gneinzius, verw. Musk. Paul Kaſchenda, verw.
Maſchinengewehrkompagnie: Reſ. Hermann Zabel, verw.
II. Bataillion (Stab): Lt. u. Adj. Eduard Ansfeld, verw.
Ohne Angabe einer Kompagnie: Major Eugen Duer, verw.
Musk. Richard Frunke, verw. Reſ. Ernſt Glauſe, verw. Reſ.
Otto Nagel, verw. Reſ. Walter Napp, verw.
Landwehrinfankerieregimenk Nr. 30, Metz.
4. Komp.: Wehrm. Emil Schmidt aus Bergfeld, tot. Wehrm.
Wilhelm Wenke aus Vorder=Verſede, tot.
11. Komp., Saarlouis: Landwehrm. Mathias Koch aus
Eſch=
weiler, Kreis Aachen, tot. Landwehrm. Hermann Heermann aus
Rothenhagen, Kreis Halle, tot. Landwehrm. Wilhelm Bräunlich
aus Düſſeldorf, verw. Landwehrm. Joſef Bock aus Düſſeldorf,
verw. Landwehrm. Peter Herſchbach aus Remagen, Kreis
Ahr=
weiler, verw.
Füſilierregiment Nr. 33, Gumbinnen.
2. Komp.: Füſ. Hans Königs, verw.
3. Komp.: Gfr. Benno v. Saborowski, verw.
6. Komp.: Füſ. Friedrich Hubert, verw. Füſ. Wilhelm Zoſelcke.
verwundet.
11. Komp.: Serg. Ernſt Naujokat, verw.
12. Komp.: Füſ. Heinrich Kieskehr, verw. Füſ. Willy
Rib=
bert, verwundet.
Maſchinengewehrkompagnie: Schütze Alb. Fuhrmeiſter, verw.
Kompagnie nicht bekannt: Lt. Szibulinski, verw.
Infankerieregiment Nr. 43, Königsberg i. Pr.
9. Komp.: Reſ. Heinrich Thien aus Gnölbzig, Mansfelder
Seekreis, I. verw.
12. Komp.: Lt. d. Reſ. Janzarick, ſchw. verw. Serg. Otto
Schulz aus Nipperwieſe, Kreis Greifenhagen, ſchw. verwundet.
U.=O. Kurt Appelius aus Neuſtettin, ſchw. verw. Musk. Viktor
Barbenheim aus Eſſen, ſchw. verw. Musk. Ernſt Götz aus
Königs=
berg=Ponarth, I. verw. Gfr. Eduard Hill aus Kiauten, Kreis
Goldap, I. verw. Gfr. Auguſt Oetermann aus Löpten, Kreis
Tel=
tow, l. verw. Musk. Guſtav Turowski aus Kalinowen, Kreis
Lyck, ſchw. verw. Musk. Oskar Gerhardt aus Ohligs, Kreis
Solingen, ſchw. verw. Musk. Karl Heuſeleit aus Groß=Kummel,
Kreis Ragnit, ſchw. verw. Musk. Hermann Herring aus Berlin,
ſchw. verw. Musk. Alfred Kromer aus Senftenberg, ſchw. verw.
Musk. Franz Kunert aus Darmitzel, Kreis Königsberg N.=M.,
ſchw. verw. Musk. Paul Knuth aus Gibichenſtein, Stadtkreis
Halle a. S., ſchw. verw. Musk. Adam Ringes aus Karſt, Kreis
Neuß, l. verw. Musk. Willi Stolle aus Lichtenberg, ſchw. verw.
Musk. Richard Walz aus Luckenwalde, Kreis Jüterbog, I. verw.
Reſ. Max Baſenan aus Pillkallen, ſchw. verw. Musk. Karl
Klein=
ſchmidt aus Potſchkehmen, Kreis Gumbinnen, ſchw. verw. Musk.
Friedrich Wilhelm Belaſus aus Reißdorf, Kreis Labiau, l. verw.
Gfr. d. Reſ. Johann Milewski aus Panzerlanken, Kreis Labiau,
ſchw. verw. Gfr. d. Reſ. Otto Jorns aus Braunſchweig, I. verw.
Gfr. d. Reſ. Willy Jürgens aus Braunſchweig, I. verw. Gefr. d.
Reſ. Albert Timpe aus Blockenſtedt, Kreis Wolfenbüttel, ſchw.
verw. Reſ. Wilhelm Ohlendorf aus Blockenſtedt, Kreis
Wolfen=
büttel, I. verw. Reſ. Heinrich Wilhelm Reinicke aus Jerze, Kreis
Gauderkeim, I. verw. Reſ. Wilhelm Kümmecke aus Luther, leicht
verw. Reſ. Ludwig Unverzagt aus Braunſchweig, verm. Reſ.
Hermann Kamrad aus Jeſeritz, Kreis Helmſtedt, I. verw. Reſ.
Wilhelm Ehlers aus Northenhof, Kreis Wolfenbüttel, ſchw. verw.
Reſ. Wilhelm Due aus Jugleben, Kreis Helmſtedt, ſchw. verw.
Reſ. Bruno Kupath aus Konitz, verw. Reſ. Hermann Florian
aus Erubiſchken, Kreis Pillkallen, verw. Hptm. Reich, tot. Lt.
Eichenberg, ſchw. verw. U.=O. d. Reſ. Paul Wendehake aus
Schöppenſtedt, ſchw. verw. U.=O. Kurt Britt aus Starnhelken,
Kreis Wehlau, ſchw. verw. U.=O. Maximilian Karrer aus
Weißen=
born, Sachſen=Weimar, verm. Musk. Heinrich Aſchumtat aus
Klopohnen, Kreis Heydekrug, tot. Musk. Wilhelm Burdinski aus
Neidenburg, I. verw. Musk. Heinrich Jeſſeit aus Barſchdunen,
Kreis Heidekrug, I. verw. Gfr. Hermann John aus Chemnitz, I.
verw. Musk. Guſtav Nichau aus Friedrichsruh, Kreis Heiligens
beil, I. verw. Musk. Franz Rimkus aus Friedrichsruh, Kaiſerauz
Kreis Ragnit, tot. Musk. Paul Brosda I aus Senſupen, Kreis
Oſterode, I verw. Musk. Guſtav Kannitzki aus Niebudzen, Kreis
Gumbinnen, ſchw. verw. Musk. Martin Kante aus Buckau, Kreis
Schweidnitz, ſchw. verw. Musk. Paul Kriewald aus Schönwalde
Kreis Niederbarnim, verw. Musk. Paul Kummermehl aus
Rathſtock, Kreis Lebus, ſchw. verw. Musk. Guſtav Muerbach aus
Rathenow, ſchw. verw. Musk. Paul Pawlik aus Lichtenberg)
I. verw. Einjährig=Freiw. Max Rachhals aus Elbing, ſchw. verw
Reſ. Wilhelm Friedrich Guſſenat aus Lindieken, Kreis
Inſter=
burg, ſchw. verw. Reſ. Friedrich Steinke aus Ludwigswalde)
Kreis Königsberg, ſchw verw. Gfr. d. Reſ. Werner Grafe aus
Biſchofswerder, Kreis Bautzen, ſchw. verw. Reſ. Wilhelm
Dott=
bohm aus Bunckhauſen, Kreis Holzminden, I. verw. Reſ. Karl
Peters aus Braunſchweig, tot. Reſ. Hermann Böde I. aus Gans
dersheim, ſchw. verw. Reſ. Friedrich Steinhoff aus
Wreſche=
rode, Kreis Gandersheim, verw. Reſ. Theodor Strohbach aus
Caſſel, I. verw. Reſ. Emil Salinger aus Fallersleben, Kreis
Giſhorn, I. verw. Musk. Willi Werner aus Schönefeld, Kreis
Teltow, verm. Musk. Karl Oltersdorf aus Ubehnen, Kreis Königss
berg, verm. Musk. Otto Ehrenpford aus Timmelſe, Kreis
Wol=
fenbüttel, verm. Musk. Wilhelm Wittſchiebe aus Bräckeln, Kreis
Holzminden, verm. Musk. Hermann Sammann aus Bewenrode,
Braunſchweig, verm. Musk. Karl Jänicke aus Braunſchweig,
ver=
mißt. Musk. Karl Bickener aus Lichtenberg, Kreis Wolfenbüttel,
verm. Musk. Wilhelm Meier II. aus Gifelde, Kreis
Ganders=
heim, verm. Musk. Karl Ebeling aus Alvershof, Kreis Helmſtedt)
verm Musk. Walter Knoch aus Egeln, Kreis Wanzleben, verm!
Musk. Friedrich Kühne I. aus Kallwerde (Calvörde), Kreis Helms
ſtedt, verm. Musk. Otto Fritſch aus Züllichau, Kreis Schwiebus)
verm. Musk. Franz Klingbeil aus Fuchsberg, Kreis Königsberg;
verm. Musk. Otto Hein aus Kammerau, Kreis Schwetz, verm:
Musk. Emil Euskat aus Bittkallen, Kreis Labiau, verm. Musk!
Friedrich Dapp aus Vertheswalde, Kreis Königsberg, verm. Musk!
Friedrich Zapka aus Monbwitz, Kreis Ortelsburg, verm. Musk!
Wilhelm Subke aus Berlin, verm. Musk. Auguſt Schulz III. aus
Groß=Klitten, Kreis Friedland, verm. Musk. Arnhold Schröder
aus Wutzetz, Kreis Ruppin, verm. Musk. KurtKlietſch aus
Stolberg, Amtshauptmannſchaft Stolberg, verm, Musk. Ernſt
Graboſch aus Gneſen, verm. Musk. Fritz Gottſchalk aus Berlin
verm. Musk. Wilhelm Doerr aus Lyck, verm. Musk. Robert
Brüggemann aus Hildesheim, verm. Gfr. Auguſt Schalwat aus
Alt=Budopönen, Kreis Stallupönen, verm. Tambour Wilhelm
Heinrich Prepler aus Neuengeſeka, Kreis Soeſt, verm. Musk;
Wilhelm Perteck aus Sabiellen, Kreis Ortelsburg, verm. Musk,
Friedrich Wilhelm Krems aus Konradswaldau, Kreis
Schweid=
nitz, verm. Musk. Adolf Dembeck aus Lichtenberg, Kreis
Nieder=
barmin, verm.
Maſchinengewehrkompagnie: Musk. Auguſt Bluhm aus
Labiau, Kreis Labiau, ſchw. verw. Musk. Max Minuth aus
Miche=
lau, Kreis Fiſchhauſen, ſchw. verw. Musk. Richard Unger aus
Luckenwalde, Kreis Jüterbog, ſchw. verw. Hptm. Boehm, ſchwi
verw. Lt. von Stein, ſchw. verw. Einj.=Freiw. U.=O. Erich
Unter=
berger aus Buddern, Kreis Angerburg, ſchw. verw. Musk. Paul
Nowack aus Jena, Sachſen=Weimar, ſchw. verw. Musk. Jakob.
v. d. Berg aus Walbeck, Kreis Geldern, ſchw. verw. Musk. Richard
Hanſotto aus Berlin, ſchw. verw. Musk. Fritz Schimmack aus
Frankfurt a. O., ſchw. verw. Musk. Richard Mahlow aus Groß=
Lichterfelde, Kreis Niederbarnim, I. verw. Musk. Karl Lampel
aus Sachſendorf, Kreis Lebus, l. verw. Musk. Eduard Szeupel
aus Manenfelde, Kreis Gerdauen, l. verw. Musk. Walter Struwel
aus Königsberg, l. verw. Einj.=Freiw. U.=O. Friedrich Scheer
aus Memel, l. verw. Musk. Karl Gerlach aus Steglitz, Kreis Tels
tow, verm. Musk. Karl Tillack aus Charlottenburg, tot.
Erſatzbakaillon Nr. 49, Gneſen.
Lt. von Kracht, ſchw. verw.
Füſilierregiment Nr. 86, Flensburg.
I. Komp.: Füſ. Chriſtian Jürgen Witthinrich aus
Boſſuk=
ſchoor, Kreis Rendsburg, I. verw. Füſ. Heinrich Nöhren aus Dreil
Kronen, Kreis Bordesholm, l. verw. Einj.=Freiw. Wilhelm Pfitz=
ner aus Flensburg, I. verw.
3. Komp.: Füſ. Eduard Andreſen aus Holning, Kreis
Schles=
wig, I. verw.
4. Komp.: Lt. Reißmann aus Altenburg, tot. U.=O. Hermann
Friedrich Lorenzen II. aus Waſſerloos, Kreis Flensburg, ſchw.
verw. Füſ. Martin Oechsle aus Lütjenhornfeld, Kreis Tondern;
tot. Füſ. Hinrich Lentföhr aus Wittdorf, Kreis Bordesholm, tot.
Reſ. Gerhard Muns aus Hamburg, tot. Reſ. Wilhelm Lorenzen
aus Gintoftholm, Kreis Flensburg, tot. Reſ. Mathias Friedrich
Rieber aus Geiſing, Kreis Tondern, ſchw. verw. Reſ. Leo
Nr. 240.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, 1. September 1914.
Seite 7.
Franz Schneider I aus Rheinau, Kreis Erſtein, verm. Musk
Ruguſt Cröner II aus Bernbach, O.=A. Neuenbürg, verw. Musk
Ludwia Heinz aus Teitau, Bez.=A. Kronach in Bayern, erkrankt
Reſ. Friecrich Weitbrecht aus Emmingen i. B., erkrankt. Reſ.
Wilhelm Weller aus Lindach, verm. Reſ. Michael Fleger aus Rain=
Donauwörth, verm. Musk. Martin Frommer aus Irslingen,
O.=A. Rottweil, verm. Musk. Emil hölzer aus St. Quirin, Kr.
Saarburg, erkrankt. Musk. Johann Baptiſt Herrmann aus
Goſſets=
weiler, O.=A. Ravenburg, erkrankt. Musk. Bruno Weiſſenhorn
aus Goldberg, Kr. Haynau i. Schl., erkrankt. Reſ. Gottfried
Fauth aus Oberndarſ a. N., erkrankt. U.=O. der Reſ. Franz
Ochs aus Gaildorf, erkrankt. Reſ. Eugen Stern aus Schramberg
O.=A. Oberndorf verw.
6. Komp.: Vfw. Gottlieb Seeger aus Rieden, O.=A. Hall verw.
Achſel= und Bruſtſchuß. U=O. Max Siebert aus Lyk, Kr. Lyk.
verm. Musk. Friedrich Braun 1 aus Gültingen, O.=A. Nagold,
verm. Gefr. der Reſ. Viktor lleſter aus Freudenſtadt, verm.
Musk. Eugen Lotterer aus Hall, verm. Reſ. Johannes Plocher
aus Vöhringen, O.=A. Sulz, verm. Reſ. Franz Zachmann aus
Lechhauſen, Kr. Ausburg, verm.
7. Komp.: Hptm. Erich Moſchner aus Striegau, nach ſchwerer
Verw., Bruſtſchuß, geſtorben. Gfr. d. Reſ. Asolf Runath aus
Oberjeſingen, O.=A. Herrenberg, gefall. Musk. Johannes Saibel
aus Bildechingen, O.=A. Horb, gefall., Kopfſchuß. U.=O. Hermann
Ohrdorf aus Belsdorf, Kreis Gardelegen, I. verw., Armſchuß.
U.=O. d. Reſ. Johann Flalg aus Hornberg, Bez.=A. Triberg, ſchw.
verw., Bruſtſchuß. Gfr. Leonhard Pröllochs I. verw., rechte Hand
Musk. Albert Finkbeiner aus Baiersbronn, O.=A. Freudenſtadt,
ſchw. verw., Bruſtſchuß, Musk. Georg Butz aus Gmünd, ſchw.
verw., Bauchſchuß. Musk. lakob Bruckner aus Bondorf, O.=A.
Herrenberg, ſchw. verw., Schuß in die Hüfte. Reſervelazarett 1,
Ludwigsburg. Musk. Alfred Feigenbrügel aus Straßburg, I.
verw., r. Hand. Musk. Wilhelm Fährner III. aus Oedenhof, O.=A.
Freudenſtadt, ſchw. verw. durch Artilleriegeſchoß. Musk. Losei
Boſch aus Epfingen, O.=A. Ebingen, verm. Musk. Ludwig
Hofk=
mann aus Walsheim. Bez.=A. Landau, verm. Musk. Leonhard
Prinz aus Viehweidler, Gde. Herlazhofen, O-iA. Leutkirch, verm.
Musk. Karl Klumpp l aus Rebmühle, Ede. Bergorte, O.=A. Calw.
verm. Gfr. d. Reſ. Wilhelm Ohnleiter aus Schramberg, O.=A.
Oberndorf, l. verw., Halsſchuß. Vfw. losef nund aus
Oberber=
bach, Bez.=A. Homburg i. d. Pfalz, I. verw., I. Bein. U.=O. d.
Reſ. Johann Meigner aus Schönfeld, Bez,=A. Eichſtätt, verm.
Gfr. d. Reſ. Karl Maier aus Vollmaringen. O.=A. Horb, verm.
Reſ. Martin Rauser aus Dietersweiler, O=A. Freudenſtadt, verm.
Reſ. Rnton Pfeifer aus Nordſtetten, O.=A. Horb, verm.
8. Komp.: Lt. Hermann Wiedenhöfer aus Heubach, O.=A.
Gmünd, ſchw. verw., Bruſt und linker Arm, verm. U.=O.
Gott=
lieb ehm aus Gutenberg, O.=A. Kirchheim, verm. Ej. U.=O.
Georg Rekle aus Eutingen, Bez.=A. Pforzheim, erkrankt. Horniſt
Gfr. Rudolf Rauſcher aus Reutlingen, gefall. Kopfſchuß. Gfr.
lulius Sattler aus Barr, Kr. Schleitſtadt, n. ſchw. Verw., r. Bein
und Bauch, geſtorben. Musk. Oilhelm kirchner aus Sindringen,
O.=A. Oehringen, gefall., Bauchſchuß. Musk.; Karl Schoger
aus Marktluſtnau, O.=A. Crailsheim, gefall., Bruſtſchuß.
Musk. Kari Reiner aus Widdern, O.=A. Neckarſulm, gefall.,
Bruſt-
ſchuß. Musl. lakob Rentſchler aus Ueberberg, O.=A.
Nagold=
gefall., Kopfſchuß und rechter Arm. Gef, karl Teufel aus
Spiel=
berg, O=A. Nagold gefall Bruſtſchuß. Musk. Johann Eſſer aus
Altenhofen, Kreis Grevenbroich, ſchw. verw., Bruſtſchuß, verm
Musk. Herbert Volf 1 aus Oelbronn, O.=A. Maulbronn, ſchw.
verw., r. u. l. Bein. Musk. lJoſeph Becherer aus Waldſee, ſchw.
verw., r. Arm. Musk. Ernſt deſchle aus Münſingen. ſchw. verw.,
Schuß l. Hand, Reſ.=Laz. 1, Ludkwigsburg. Musk. Patritz eher
aus Sandhof, O.=A: Heilbronn, ſchw. verw Bruſiſchuß. Musk=
Frleärich Havermaler aus Böckingen, O.=A. Heilbronn, ſchw. verw.,
Brnſtſchuß. Musk. Johannes Linger aus Friölsheim. O.=A.
Leon=
berg, ſchw. verw., I. Bein. Musk. Johann Luley aus Langen, Kr.
Offenbach, ſchw. verw., Kopf. Musk. Heinrich Müller II aus
Nord=
beim, O.=A. Brackenheim, leicht verw., r. Bein. Musk. Erhſt
Schribbe aus Bottmersdorf, Kr. Wanzleben, I. verw., Bauch.
Musk. Karl Wex aus Oberndorf ſchw. verw., Bauchſchuß. Ej.=Fr.
Gefr. Paul Rmann aus Straßburg i. E., erkrankt. Gefr. Wilhelm
Maurer aus Oberndorf,ſchw. verw., Bauchſchuß. Gefreiler
Hugo Steger aus Schramberg, O,=A. Oberndorf, ſchw. verw.,
Brußſchuß. Tambour loſeph Denner aus Lützenhardt, O.=A.
Horb, ſchwer verwundet, rechter Arm. Musk. Albert Reiler
aus Ebingen, O.=A, Balingen, ſchw. verw. Bauchſchuß. Musk. Albert
Riekert aus Pfrondorf, O.=A. Tübingen, I. verw., l.
Ellen=
bogen, Reſervelaz. 1, Ludwigsburg. Musk. Friedrich Kraus
aus Stultgart, I. verw., I. Bein. Musk. Karl Seeger 1, aus
Oetisheim, O.=A.— Maulbronn, ſchw. verw., Bauchſchuß.
Musk.; Hermann Trommer aus Backnang, I. verw. I. Arm.
MMusk. Ernſt Zeeb aus Freudenſtadt, ſchw. verw., Bauchſchuß=
Musk. Johannes Leyner aus Lützenhardt, O.=A. Horb, ſchw. verw.,
r. Arm. Musk. Frledrich Doberer aus Backnang, I. verw., I. Beinz
Musk. Theoder Emanucl aus Gemunden, Kreis Simmern, verm!
Musk. Aibert Hartmann aus Nagold, verm. Musk. Adelf
Nayer aus Leonberg, verm. Musk. Otto Kari Hermann
Leibbrandt aus Stuttgart, verm. Musk. Gottlieb Kirſchemann
aus Pfalzgrafenweiler, O.=A. Freudenſtadt, verm. Musk. Karl
Jülly aus Heßheim, B.=A. Frankenthal. verm. Muskl
Elemens Pekari aus Weitingen, O.=A. Horb, vermi
Musk. Cottlieb Peter aus Fautsbach, O.=A. Backnang, verm. Musk!
Frledrich Weidelich aus Simmersfeld, O.=A. Nagold, verm. Musk)
Chriſtian Heinzelmann aus Oberndorf, erkrankt.
9. Komp.: U.=O. Johannn Georg Hageloch aus Pfullingen, O.=A)
Reutlingen, gefall., Bauchſchuß. Reſ. Evangeliſt Johann Neckeiſen
aus Blumegg, O.=A. Tetlnang, gefall., Kopfſchuß. Meſ. Karl
Lohrer aus Immendingen, B.=A. Engen, gefall., Bruſtſchuß.
Musk. Karl Genkinger aus Pfalzgrafenweiler, O.=A. Freudenſtadt,
gefall., Kopfſchuß Lt. Hans Gfrörer aus Stuttgart, ſchw. verw.,
Hals und Rücken. Offizierſtellvertr. Hörmann aus Straßburg i.
F., ſchw. verw., Schuß rechter Arm. Vfw. Chriſtian Andreas
hartmaler aus Tübingen, l. verw., rechtes Bein. Ej. U.=O. Otto
Karl Gaus aus Baden=Baden, I. verw., r. Bein. Ej. U.=O.
Willhelm Karl Müller aus Biebrich, Wiesbaden, l. verw., r.
Bein. Gfr. Ernſt Wilhelm hagmaler aus Freudenſtein, O.-A:
Maulbronn, l. verw., r. Bein. Gfr. d. Reſ. Ferdinand
Frledrich Strehle aus Cannſtatt=Stuttgart, l. verw., r. Arm.
Gfr. d. Reſ. Hiex. Gotthold Wurſter aus Stuttgart, l. verw., linkes
Bein. Gfr. d. Reſ. Karl Guſtav Trick (oder Frick) aus
Schram=
berg, O=A. Oberndorf, I. verw., rechtes Bein. Musk. Karl
Friedrich Wilhelm Baro aus Lübbecke, I. verw., rechter Arm, Reſ.;
Laz. 1, Ludwigsburg. Musk. Friedrich Wilhelm Rautz aus
Nuß=
dorf, O.=A. Vaihingen, l. verw., I. Bein. Musk, loſef Rux aus
Gmünd, l. verw., r. Bein. Reſ. Karl Rernhardt aus Weitingen,
O.=A. Horb, I. verw., I. Bein. Musk. Friedrich Deeg aus Groß=
Altdorf, O.=A. Hall, Granatſplitter I. Hand, Reſ.=Laz. I,
Lud=
wigsburg. Musk. lskob Dirlewanger aus Krummensbach, O=A.
Ravensburg, l. verw., I. Arm, Reſ.=Laz. II, Ludwigsburg. Musk.
Stefan Fricker aus Oberlangnau, O.=A. Tettnang, I. verw., r.
Bein. Musk. Emil Eugen Müller 1 aus Unterbothingen, O.=A.
Nürtingen, I. verw., I. Arm. Reſ. Jakob Meosmann aus
Lauter=
bach, O.=A. Oberndorf, l. verlv., r. Bein. Musk. Emil Renz III
aus Haslach, O.=A. Herrenberg, I. verw., r. Bein. Musk.
Wühelm Johann Georg Schnelder II aus Creglingen, O.=A.
Mergentheim, I. verw., r. Bein, Reſ.=Laz. II, Ludwigsburg:
Musk. Wilhelm Gottlieb Steck aus Weidach, A.=O.=A. Stuttgart;
l. verw., r. Bein. Musk. Gottlob Stoll II. aus Leinfelden, A.=O.=
A. Stuttgart, I. verw., I. Arm. Musk. lakob betzel aus Salem
im Staate Ohio, Ver. Staaten Amerika, l. verw., I. Arm, Reſ.=
Laz. I, Ludwigsburg. Musk. Albert Wößner aus Tuttlingen, I.
verw., I. B. U.=O. der Reſ. Friedrich Wilhelm Krelmeler aus
Langendreer, verm. U.=O. der Reſ. Carl Rudolf Reichmann aus
Cannſtadt=Stultgart, verm. Gefr. der Reſ., Udo Chriſtian Heed
aus Stuttgärt, verm. Gefr. der Reſ. Hermann König aus
Saul=
nau, verm. Gfr. der Reſ. karl Läng aus Weinsberg, verm. Musk.
Wilhelm Adolf-Bauer aus Reutlingen, verm. Gfr. der Reſ. Johannes
Fuchs aus Rötenberg, O.=A. Oberndorf, verm. Reſ. Artur Otto
Heliſtern aus Mühlhauſen, Kr. Mühlhauſen, verm. Reſ. Eugen
Rllgaier aus Waldſee, verm. Gfr. der Reſ. Johann Georg
Eber=
hardt aus Rodt, O.=A. Freudenſtadt, verm. Reſ. Chriſtlan eßlinger
aus Reutin, O.=A. Oberndorf, verm. Reſ. Heinrlch Frey aus Hall,
verm. Reſ. loſef Leins aus Vollmaringen, O.=A. Horb, verm.
Musk. Chriſtian Karl Hermänn Jolf aus Straßburg i. E., Schuß
in die röHand, Reſ.=Laz. I, Ludwigsburg. Reſ. Gotlob Friedrich
Rauſcher aus Boll, O.=A5 Sulz, verm. Musk. Wilhelm Heinrich
Staib aus Stuttgart, verm. S=Musk. Albert Haas aus Sulgen, O.=A.
Oberndorf, Gelenkrheumatismue. Gfr. Franz Josef Zimmermann
aus Horb, Muskelrheumatismus, Reſ.=Laz. I. Ludwigsburg.
10. Komp.: Vfw. der Reſ. Friedrich Schwapp aus Straßburg
i. Elſ., I. verw.,' Schuß durch die Bruſt. Musk. Richard Götz
aus Oberſontheim, O.=A. Gaildorf, I. verw., Kopfſchuß. Musk.
Karl Seyfried aus Calmbach, O.=A. Neuenbürg, I. verw., Schuß
ins Bein. Gfr. Auguſt Zimmermann aus Bernbach, O.=A.
Neuen=
bürg, l. verw. Musk. Eugen Schmidkt aus Ahldorf, O=A. Horb,
verm. Musk. Fritz Greiner aus Karlsruhe in Baden, verm. Gfr.
Kari Bäudiſtel aus Stuttgart, verm. Musk. Hermann
Bieder=
nann aus Weiden, O.=A. Sulz, verm. Musk. Ernſt Biſchoff aus
Baiersbrönn, O.=A. Freudenſtadt, verm. Gfr. Karl Pfelfer aus
Biberach, O.=A.=Stadt, verm. Gfr. Ludwig Weiß aus Enzkofen,
O.=A. Saulgau, verm. Musk. Eugen Fritz aus Stuttgart, verm.
Musk. Mathias Bühler aus Reichenbächle, O.=A. Oberndorf, verm.
11. Komp.: Reſ. Joh. Teugel aus Vöhringen, A. Sulz, tot, verungl.
Musk. wilzeln Schiecht aus Bernbach, O.=A. Neuenbürg, gef.
Gefr. d. Reſ. Wilhelm Link aus Hopfau, O.=A. Sulz, gef., Kopfich:
Musk. Aidert Rueft aus Sindelfingen, O.=A. Böblingen, gef.,
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, 1. September 1914.
Nr. 240.
Jägerbakaillon Nr. 7.
Auguſt Lubking, Dankerſen bei Minden.
1. Brandenburgiſches Dragonerregimenk Nr. 2.
Einjähriger Graf von Arnim, verſtorben 6. Auguſt.
Dragonerregimenk Nr. 17.
Unteroffizier der Leibeskadron Emil Viererbe.
Huſarenregiment König Wilhelm I. Nr. 7, Bonn.
2. Esk.: Vizewachtmeiſter Rudolf Kendler.
5. Brandenburgiſches Feldarkillerleregimenk Nr. 3.
Trompeter Otto Fährmann aus Frieſack, Stab, a. r. Art.
Kgl. Württembergiſche Armee.
Verluſtliſte Nr. 2.
Infankerieregiment Nr. 126.
1. Komp.: Musk. loh. ſicher aus Weſternheim, O.=A. Geislingen,
ſchw. verw., I. Arm. U.=O. d. Reſ. Eugen Ruthenrieth aus
Cann=
ſtatt=Stuttgart, I. verw., r. Arm. Musk. Guſtav Paui Beutlnger
aus Heilbronn, l. verw., I. Bein. Musk. Ceorg bangel aus
Blau=
beuren, I. verw., I. Bein. Vfw. d. Reſ. Wolfgang Hoffmann aus
Straßburg i. Elſ., ſchw. verw. Musk. Ernst Regelmann aus
Birken=
feld, O.=A. Neuenbürg, gefall., Bruſtſchuß. Musk. Karl Schaal
aus Belſen, O.=A. Rottenburg, I. verw., r. Bein. Musk. Anion
Schiebel aus Baifingen, O.=A. Horb, verm. Musk. Gerhardl
Stiefelmeyer aus Stuttgart, verm. Musk. Friedrich Schmiät II. aus
Stuttgart, verm. Musk. Christiän Walz aus Langenwald, O.=A.
Freudenſtadt, verm.=s Musk. Otto Dendel aus Stuttgart, verm.
U.=O. d. Reſ. Karl Franck aus Stultgart, verm. Vfw. Beinrich
Heiderich aus Enzweiler, Großherzogtum Oldenburg, erkr, Hitzſchlag.
Mr 2. Komp.: Opt. Christef Karl Naumann aus Wulfen, Kr. Cöthen
I. verw., r. Arm. U.=O. Georg Beeger aus Baiertal, B.=A.
Wies=
loch, l. verw., Kopf. Serg. Rugust Breitel aus Orſchweiler, Kreis
Schlettſtadt, ſchw. verw., Bein. Vfw. der Reſ. Theodor Emil
Breuning aus Stuttgart, gefang. Vfw. losef Eggermann aus Erſtein
Kreis Erſtein, l. vetw., I. Arm. Vfw. Kari Faulhaher aus
Fritt=
lingen, O.=A. Spaichingen, ſchw. verw., r. Bein. Gf. Oskar Haag
aus Pfauhauſen, O.=A. Eßlingen, l. verw.; r. Arm.: Musk. Gaß
aus Troſſingen, O.=A. Tutilingen, l. verw., Hals. Gf. Josef Haaga
aus Aktoberndorf, O.=A. Oberndorf, verm.=U.=Off. lal Lemmert
aus Metz, ſchw. verw., Kopf u. Bruſt. Musk. Luswig Mäller aus
Mörſch, B.=A. Ettlingen, gefall. Musk. kgrl Pfau aus Reinerzau,
O.=A. Frendenſtadt. gefall.
3. komp.: Hrt. Otto Schmidt aus Wismar, ſchw. verw., Bruſt.
Musk. (ſthelm Friedrich Rayer II aus Sulz, verm. Tamb. Karl
Bierle aus Freudenſtadt, verm. Lt. d. Reſ. Friedrich Eberhardt aus
Goſtyn, Kreis Poſen, l. verw., Bruſt. Gf. Julius Frühelz aus
Bonfeld, O.=A. Heilbronn, verm. U.=O. Karl Gabſer aus
Klein=
ſachſenheim, O.=A. Vathingen, ſchw. verw., Rücken u.r. Bein.
Musk. losef Grießer aus Wellendingen, O.=A. Rottweil, erkrankt,
Quelſchung d. I. Hand, Reſervelazarett I, Ludwigsburg, Musk.
losef Häsler aus Böhringen, O.=A. Rottweil, verm. Musk. Friedrich
Gottlieb Heubach aus Beutelshach, O.=A. Schorndorf, ſchw. verw., I. B.
Tamb. Anton Beinzelmann aus Ehingen,sſchw. verw., r. Bein!
Musk. Ceorp Reppler aus Emberg, O.=A. Calw., verm. Gfr.
Eugen krötz aus Haslach, B.=A. Wolfach, verm.‟ Musk. Jakob
Ruhn aus=Münchingen, O.=A. Leonberg, verm. Musk. Rärian
Lohmüller aus Bierlingen, O.=A. Horb, verm. Musk. Rodert
Maler le aus Deufringen, O.=A. Böblingen, verm. Gfr. Johannes
Usttenſchlager aus Burgberg, O.=A. Heidenheim, verm. Musk.
Franz loſef Müller IV aus Blönried, O.=A. Saulgau, verm.
Musk. Eugen Rlexlager aus Neuenbürg, verm, Musk. Karl Roth II
aus Zuffenhauſen, O.=A. Ludwigsburg, verw.; Musk. Karl Schieh!
aus Kaferne Gemeinde Baiersbronn? O.=A. Freudenſtadt, verm.
Musk. Max Scholze aus Göppingen, ſchw. verw., r. Bein. U.=O.
Harl Schuler aus Stuttgart, l. verw., r. Arm. = Musk. Jalob Slegel
aus Bickelsburg, O.=A. Sulz, verm. Musk Johann Jakeb Cheuren
aus Edelweiler, O.=A. Freudenſtadt, verm, Lt. Karl Tuttmann
aus Straßdurg i. Elſ., I. verw., r. Bein. Musk. Georg
Unger II aus Aukendorf, O.=A. Waldſee, I. verw., r. Arm.
Gfr. Hürt Geerg Konrad Vanino aus Greiz, verm. Musk
MMax Weigel aus — Stuttaart,=ſchw. verw., Bauchſchuß.
Gefr. Georg dirtd aus Fürtß, Bayern, erkr. Musk. Richge
Zeller 11 aus Eberbach, Baden, verm. Musk, Alfons Zepk aus
Dürbheim, O.=A. Spaichingenz=Streiſſchuß, Relervelaz.1, Lud=
wigsburg. Musk. Georg Johann Renſchler aus Tonbach, O.=A.
Freudenſtadt, verm..
4. Nomp.: Musk. Wilhelm Albert Arnold aus
Alpirs=
bach, O.=A. Oberndorf, verm. Musk Max Dreyer aus
Gera, verm. Musk. Karl Gottlob Dettinger aus Stuſtgart,
verm. Musk. Guſtav Dietrich aus Straßburg i. E., verm
Musk. Max Dörring aus Dresden, verm. Musk. Rsolf Durner aus
Bargen, B.=A. Engen, verm. Musk. Georg Eiſele aus Nattheim,
O.=A. Heidenheim, verm. Musk. Otto Enderie aus Stuttgart, verm
Musk. Ernſt Erwerle aus Klein. Sachſenheim, O.=A. Vaihingen,
verm. U.=O. der Reſ. Tebias Fichter aus Schramberg, O.=Al
Oberndorf, verm. U.=O. der Reſ. Johann Gauß aus Oberndorf,
verm. Musk. Wilhelm Geckle aus Geislingen, verm. Musk. Luckwig
Haas aus Zwiefalten, O.=A. Münſingen. verm. Musk. Huge
Heilemann aus Birkenfeld, O.=A. Neuenbürg, verm. Musk. Hans
Hirſchwann aus Ansbach, erkrankt, Reſ.=Lazarett II, Ludwigsburg=
Musk. Karl kaut aus Dußlingen, O.=A. Tübingen, Streifſchuß an
der I. Hand, Reſ.=Lazareit II, Ludwigsburg. Musk. Eugen Knecht
aus Reutlingen, Quetſch. am r. Knöchel, im Reſ.=Lazarett I,
Cann=
ſtadt. Musk. Bernhard Lohrer aus Gündringen, O.=A. Horb, verm.
Sanitätsgefr. Ferdlnand Loſlnger aus Reutlingen, verm. Musk
Karl Maulbetſch aus Huzenbach, O.=A. Freudenſtadt, verm. Musk
Eugen Roming aus Sulgau, O.=A. Oberndorf, verm. Gefr. Friedrich
Andreas Schnitzer aus Reutlingen, verm. Musk. Alols Schmieg
aus Ailringen, O.=A. Künzelsau, verm. U.=O. Karl Ströhlin aus
Meßſtetten, O.=A. Balingen, ſchw. verw., r. Bein. Musk. Markut
Striegel aus Hecklingen, B.=A. Emmendingen, verm. Musk.
Her=
mann Wolfram aus Göppingen, verm. Musk. Friedrich Gotilie!
Zaiſer aus Zuffenhauſen, O.=A. Ludwigsburg, I. verw., r. Arm.
Musk. lohannes Wößner aus Dornhan, O.=A. Sulz, verm. U.=O
der Reſ. Jakob Hermann Welier aus Heilbronn, verm. Gefr.
Karl Räpp aus Heſelbach, O.=A. Freudenſtadt, verm. Hptm. Erwin
Tritſchler aus Stuttgart=Cannſtadt, verw. U.=O. Hiexander Fiſcher
aus Hauſen, Kr. Frankfurt a. M., gefall. Musk. Karl Brenner
aus Tailfingen. O.=A. Balingen, gefall. Musk. Ernſt Rieſingel
auh Ebingen, O.=A. Balingen, gef. Musk. Guſtav Freſcher aus
Onſtmettingen, O.=A. Balingen, gef. Musk. Georg Vohl aus Hof
A.=O.=A. Stuttgart, gefall. Tamb. ſidam Giegandk aus Niederradt
Kr. Frankfurt a. M., gef. Musk. Wilhelm Konrad I. aus
Wolf=
ratshauſen, Oberbayern, gef. Musk. Oskar Müller II. aus Freiburg i.
Br., gef. U.=O. Peter Diehm aus Lindelbach, B.=A. Wertheim i. B., verw.
U.=O. Johannes Scheufier aus Hochdorf, O.=A. Kirchheim, Schuß
in die linke Hand. Reſ.=Laz. 1 Ludwigsburg. U=O Egon
Goud=
cheaux aus Vievers, Kreis Metz, verw. Ei. U.=O. Karl Zawadski
aus Weißenburg, verw. U.=O. karl Dietrich aus Mannheim verw.
U.=O. d. Reſ. Rudolf Weilſert aus Kleingartach, O.=A.
Bracken=
heim, verw. U.=O. d. Reſ. Paul Keller aus Seedorf, O.=A.
Obern=
dorf, erkrankt. U.=O. d. Reſ. Uilhelm Feiſſer aus Steitin, O.=A.
Rottweil, verw. U.=O. d. Reſ. Siegkried Hirſchkeld aus
Neuen=
burg, Kr. Schwetz i. Pr., verw. U.=O. der Reſ. Wilhelm Strauß
aus Gablenberg=Stuttgart, verw. Gfr. d. Reſ. Gottfried Kübler
aus Böffingen, O.=A. Freudenſtadt, erkrankt. Gfr. d. Reſ. Maz
Liebſcher aus Olbernhau, A.=Hauptmannſchaft Marienberg, verw.
Musk. Bernhard Konrad II aus Neuenſtein, O.=A. Oehringen, verw.
Musk. Adelf Waiz aus Mühlen, O.=A. Horb, erkrankt. Musk.
Adolf Wolkarth aus Weikersheim, O.=A. Mergentheim, Schuß an
d. rechten Hand. Reſervelazarett II, Ludwigsburg. Musk. Anton
Elbefner aus Schweinhauſen, O.=A. Waldſee, verw. Musk. Oskal
Günther aus Zürich (Schweiz), verw. Musk. Alfred Kopp aus
Schramberg, O.=A. Oberndorf, verw. lehannes Waibel aus
Aus=
nang, O.=A. Leutkirch, verw. Musk. Wilhelm Roſch aus
Maul=
bronn, Verſtauchung des linken Fußes, Reſervelazarett II, Lud:
wigsburg. Musk. Frledrich Eisele aus Heidenheim, verm. Reſ
Wilhelm Windmüller aus Münſter, O. A. Gaildorf, verw. Musk
Leo Spitz aus Ebersheim, Kreis Schlettſtadt. verw. Musk. Wil:
heim Michaei Fiſchbach aus Hohfrankenheim, Kreis Straßburg
verw. Musk. Wühelm Heineld aus Neidenfels, O.=A. Crailsheim;
verw. Musk. Philipp Luck aus Oberehnheim, Kreis Erſtein
verw. Musk. Friedrich Bäuerle a. Weilimdorf. O.=A. Leonberg, verwi
Musk. Eilhelm Sauer 1 aus Fellbach O.=A. Cannſtatt., verw
Reſ. ikolaus Eberft” aus Haigerloch in Hohenzollern, verwi
Musk. Chriſtizy Oesterle aus Glatten, O.=A. Freudenſtadt, verwi
Reſ. Feüz Krmbruſter aus Schramberg, O.=A. Oberndorf, verw!
Gfr. der Reſ. Georg Sturm aus Brachfeld, O.=A. Sulz, verw
Gefr. der Reſ. karl Rölinger aus Sulz a. N. verm. . Gefr. der
Reſ. Gugen Riple aus Epfendorf, O.=A. Oberndorf, verw. Reſt
lanob Rauch aus Vöhringen, O.=A. Sulz, verw.* Gefr. der Reſ
Euſtav Rayer aus Plüderhauſen, O.=A. Welzheim, verw.: Gef. der
Reſ. Autsv Federle aus Ebingen, O.=A.: Balingen, verm.
Reſ. Karl Danne aus Stuttgart, verm. =Reſ. Karl Rudolf Günthel
aus Rotmurg, O.=A. Freudenſtadt, verm. s Musk. Ernſt
Ram=
bacher aus Schwaigern, O.=A. Brackenheim, erkrankt. Reſt
Kaver Yitzelmaler aus Lützenhardt, O.=A. Horb, verm. =Reſ
Hermanh bild aus Lützenbardt. O.=A. Horb. verm. Musk
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, 1. September 1914.
Nr. 240.
Seite 3.
Stromski aus Griebnau, Kreis Karthaus, ſchw. verw. Reſ. Jürgen
Bartelſen aus Haudewitt, Kreis Flensburg, ſchw. verw. Füſ.
Franz Hallmann aus Jägersburg, Kreis Karthaus, I. verw. Füſ
Emil Kraack aus Frankfurt a. M., I. verw. Einj.=Freiw. Walter
Mügge aus Hollerdeich, Kreis Kehdingen, I. verw. Reſ. Gfr.
Peter Henningſen aus Rohrkarr, Kreis Tondern, I. verw. Füſ.
Karl Marzallek aus Graudorf, Kreis Adelnau, l. verw. Reſ.
An=
dreas Sibbertſen aus Beckfeld, Kreis Schleswig, I. verw. Reſ.
Willi Guſtav Schildmann aus Senne II, Kreis Bielefeld, l. verw.
Reſ. Peter Ohlſen aus Omars, Kreis Apenrade, I. verw. Füſ.
Gerhard Bernhard Eilert Junshöfe aus Bremerhaven, l. verw.
Beſ. Gfr. Claus Chriſtenſen Weber aus Norburg, Kreis
Sonder=
burg, l. verw. Reſ. Willi Herſcher aus Hamburg, verm. Reſ.
Anton Joſef Blaſchke aus Lügum=Kloſter, Kreis Tondern, verm.
Reſ. Karl Andreas Peterſen I. aus Großewiehl, Kreis
Schleswig=
verm. Reſ. Hans Hanſen III. aus Gaaskjer, Kreis Schleswig,
verm. Reſ. Markus Gubi aus Gaßkjer, Kreis Apenrade, verm.
Reſ. Andreas Hanſen Schwarz aus Schottsbüll, Kreis
Sonder=
ßurg, verm. Reſ. Karl Hy=Möller aus Ulderupfeld, Kreis
Sonder=
burg, verm. Reſ. Chriſten Wrang aus Stolbro, Kreis Sonderburg,
verm. Reſ. Gfr. Chriſtian Nielſen Söögard aus Tondern, verm.
* 5. Komp.: U.=O. d. Reſ. Wilhelm Paul Friedrich Hoppe aus
Oſterwik, Kreis Halberſtadt, verm.
§ 6. Komp.: Gfr. d. Reſ. Peter Jörgenſen aus Süder=Wollum,
Kreis Tondern, verm. Füſ. Georg Kußberger aus
Vogtsreichen=
bach (Mittelfranken), verm.
7. Komp.: Reſ. Georg Johannſen aus Nordballig, Kreis
Flensburg, verm. Gfr. d. Reſ. Friedrich Niſſen aus
Sunds=
mark, Kreis Sonderburg, verm.
8. Komp.: Einj.=Freiw. Füſ. Werner Götz aus Hamburg,
ver=
mmißt. Reſ. Karl Chriſtianſen aus Süderlügum, Kreis Tondern,
verm. Reſ. Karl Dethlefs aus St. Michaelisdonn, Süder=
Dith=
fmarſchen, verm.
Reſerveinfankerieregimen? Nr. 99, Straßburg i. E. u. Zabern.
1. Komp.: Hptm. Koch, tot. O.=L. Steffens, ſchw. verw.
Lt. d. Reſ. Sensfelder, ſchw. verw. Fähnrich Gaſe, tot. U.=O.
Afons Schotter, tot. U.=O. Daniel Willm, tot. U.=O. Karl
Abraham, tot. Gem. Alfons Abbt, tot. Gem. Michael Wendling,
tot. Gem. Georg Groß, tot. Gem. Michael Thal, tot. Gemeiner
Proſper Wolffer, tot. Gem. Wilhelm Lohmann, tot. Gem.
Lud=
wig North, tot. Vfw. Reichmann, ſchw. verw. U.=O. Hermann
Kahn, ſchw. verw.: U.=O. Joſef Mühlheim, ſchw. verw. U.=O.
Hans Reinhardt, ſchw. verw. Gfr. Karl Treiber, ſchw. verw. Gfr.
Mathias Boos, ſchw. verw.* Gem. Georg Lieb und guth, ſchw.
verw. Gem. Emil Voos, ſchw. verp. Gem. Ludwig Seiler, ſchw.
verw. Gem. Jakob Kirſch, ſchw. verw.* Gem. Georg Zimmer,
ſchw. verw. Gem. Joſef Senger, ſchw. verw.: Gem. Richard
Haus=
mann, ſchw. verw.: Gem. Gerſon, Weißner, ſchw. verw.s. Gem.
Alois Hoff, ſchw. verw. Gem. Friedr. Nichards, ſchw. verw. Gem.
Gerhard Heiliger, l. verw. Gem. Wilhelin Hüdges, I. verw. Gem.
Wilhelm Gehlen, l. verw. Gem. Joſef Weyers, I. verw. Gem.
Wilhelm Gauls, l. verw.‟ Gem. Heinrich Beeſer, I. verw. Gem.
Alois Pfleger, l. verw. Gem. Stöckel, I. verw. O.=Lt. Leiling,
berwundet. Gem. Brnhard Weiß, I. verwundet.
ſſ 2. Komp.: Vfw. Küſter, verw.: Vfw. Goebe, verw. Reſ.
Stark, tot.
3. Komp.: Reſ. Willy Prader, verw. Reſ. Theodor Weißen,
verw. Hptm. Coupette, tot. Lt. Mittermaier, tot. U.=O. Daugs,
berw. U.=O. Wolf, verw.=U.=O. Biegert, verw. Reſ. Karl Frank,
berw.— Reſ. Ferdinand Pengevt, verw.= Reſ. Georg Gar, verw.
Reſ. Michgel Giers, verw.‟ Reſ. Georg Bleß, verw. Reſ. Heinrich
Hecker, verw.‟ Reſ. Oskar Frank, verw. Reſ. Wilhelm Bongen,
derw. Reſ. Gerhard Laermann, verw. Reſ. Alois Diebald, verw.
Reſ. Karl Helle, verw. Reſ. Johann Baſtian, tot.”=
4. Komp.: U.=O. Richard Meyer, tot. Reſ. Köller, tot.
* 6. Komp.: U.=O. Freyß, l. berw. 2 Gfr. Geſter, I. verw. Reſ.
Keſter, I. verw. Landwehrm. Dek,’I. verw. Landwehrm. Hein,
I. verw. Landwehrm. Bränne, I. verw. * Landwehrm. Reyde, I.
berw. Landwehrm. Janzi, l. verw. Landwehrm. Hamann, I.
Verwundet. Landwehrmann Schrob, leicht verwundt.
Land=
wehrmann Hallemer, leicht verwundet. Landwehrm. Schlomme,
l. verw. Landwehrm. Weibel, I. verw. * Landwehrm Sebold, I.
kerw. Landwehrm. Graf. l. verw.* Lt. d. Reſ. Keßler I.’verw.
Hptm. Wefg, tot.* Landwehrm. Mathias, I, verw. Landwehrm.
Haslacher, I. verw.
8. Komp.: Landwehrm. Bollender, tot. Landwehrm.
Mucken=
ſturm, tot,* Lt. d. Reſ. Heine, l. verw.
Zn=
ch
Maſchinengewehrabteilung: Musk. Schöneborn aus
Hom=
bruch, Kr. Hörde, tot. Musk. Stöxen aus Stadtrebura, ſchw. ver.w
AI. Bataillon:
Major Laue, leicht verwundet.
13. Komp.: Musk. Wilh. Heinr. Brenſcheidt, aus Haspe, Kr.
Hagen, tot. Musk. Otto Cramer aus Oege, Kr. Iſerlohn, l. verw.
Musk. Werner Kaul aus Saarlouis l. verw. Tambour Anton
Kayſer, aus Lupſtein, Kr. Zabern, I. verw. Musk. Adolf,
Lambert aus Neuweiler, Kr. Zabern, I. verw. Musk. Eugen
Maurer aus St. Johann, Kr. Zabern, tot. Musk. Eugen
Senſen=
hrenner aus Börſch, Kr. Molsheim, l. verw. Musk. Eugen
ulmer aus Paris, Frankreich, l. verw. Vfw. Nikolaus
Kind=
häuſer, tot.
14. Komp.: Musk. Richard Büttner aus Dombrowa, Rußland,
tot Musk, Joſef Buchmann aus Roſenweiler, Kr. Molsheim, I.
verw. Musk. Guſtav Aufermann aus Volmarſtein, Kr. Hagen,
l. verw. O.=Lt. Mutz, I. verw. Fw. Gippolit Wittmann aus
Pfalzburg, Kr. Saarburg, l. verw. U.=O. Johann Simon aus
Ober=Röndinghauſen, Kr. Iſerlohn, l. verw. Musk. Ewald Adey,
l. verw. Musk. Wilhelm Bergermann, I. verw. Musk. Franz
Fittkau, l. verw. Musk. Joſef Heſſe, I. verw. Musk. Johann
Kwasnicewsky, l. verw. Musk. Johann Kleitz, I. verw. Musk.
Friedr. Huckendubler, tot. Musk. Anton Hendryſiack, lot. Musk.
Jakob Reichert, tot. Gfr. Friedrich Schöller, tot.
15. Komp.: Wehrm. Heinrich Brucker aus Petersbach, Kr.
Zabern, l. verw. Wehrm. Joſef Adlof aus Schweinsheim, Kr.
Zubern, tot. Vfw. Guſtav Eſchenbrenner aus Bliesgersweiler, Kr.
Saargemünd, l. verw. U.=O. Joſef Köſter aus Grafſchaft, Kr.
Meſchede, I. verw. U.=O. Friedrich Hoderlein aus Seidenroda,
I. verw. U.=O. Wilhelm Großmann aus Hockhauſen, Kr. Mosbach
I. verw. Wehrm. Karl Nonnemacher aus Ettendorf, Kr. Straßz
burg, l. verw. Wehrm. Peter Brion aus Diedndorf, Kr. Zabern,
I. verw. Wehrm. Emil Cron aus Petersbach, Kr. Zabern, I. verw.
Wehrm. Emil Lux aus Oſthofen, Kr. Straßburg, l. verw. Wehrm.
Friedrich Bandermänn aus Halle, I. verw. Wehrm. Friedrich
Hellmann aus Iſerlohn, l. verw. Wehrm. Karl Albrecht aus
Koßweiler, Kr. Molsheim, I. verw. Wehrm. Jakob Klein aus
Imsheim, Kr. Zabern, I. verw. Wehrm. Phil. Haas aus
Merz=
weiler, Kr. Hagenau, l. verw.—
16. Komp.: Lt. Hans Himburg, tot. Reſ. Ernſt Michel aus
Schwelm, tot. Lt. Andres l. verw. U.=O. Hugo Reins aus
Sprockhövel, Kr. Schwelm, l. verw. Vfw. d. Reſ. Heinrich Harze,
aus Schwerte, Kr. Hörde, l. verw. Gfr. Adolf Schulte aus Iſerg
lohn, l. verw. Ref. Wilhelm Heller aus Schwelm, I. verw.
Wehrm. Karl Erdmann aus Monsweiler, Kr. Zabern, I. verw.
Wehrm. Eugen Pfeiffer aus St. Johann, Kr. Zabern, I. verw.
Wehrm. Georg Wittmann aus Scharrachbergheim, Kr. Molsheim,
I. verw. Wehrm. Reile, l. verw. Wehrm. Eduard Horny aus
Waſſelnheim, Kr. Molsheim, I. verw. Reſ. Guſtav Schmidt aus
Vorde, Kr. Schwelm, I. verw. Whrm. Johann Seiler aus
Wangen, Kr. Molsheim, I. verw. Wehrm. Emil Chriſtoph aus
St. Johann, Kr. Zabern, l. verw. Reſ. Paul Niederheider aus
Wiemelhauſen, Kr. Bochum, I. verw. Wehrm. Alfons Kreder aus
Ebersmünſter, Kr. „Schlettſtadt, I. verw.— Reſ. Theodor Dierks
aus Soeſt, l. verw. Reſ. Wilhelm Eggers aus Heiddorf, Kr.
Ludwigsluſt, l. verw. Wehrm. Michgel Schmitt aus Mülhauſen,
Kr. Zabern, l. verw.‟ Reſ. Ernſt Vollmer aus Schwelm, I. verw.
Wehrm. Prosper Burger aus Schneeberg, Kr. Molsheim, I. verw.
Wehrm. Emil Oswald aus Lohr, Kr. Zabern, l. verw. * Reſ.
Anton Bierka aus Megnuszewize, Kr. Jarotſchin, l. verw. Reſ=
Wilhelm Saalberg aus Langerfeld, Kr. Schwelm, l. verw. Wehrm.
Jakob Siefert aus Boſſelshauſen, Kr. Zabern, tot.* Wehrm.
Ritſchler aus . ... l. verw. Gfr. Michel Krieger aus Griesbach,
Kr. Zabern, tot.Wehrm. Kurt Stenzel aus Waſſelnheim, tot.
U.=O. Friedrich Voß aus F. .., I: verw. U.=O. Georg Köhler aus
Eckardsweiler, Kreis, Zabern, I. verw. Gfr. Wilhelm
Birken=
buſch aus Batteßberg, Kreis Biedenkopf, I. verw.; Gfr. Otto
Heckmann aus Haslinghauſen, Kreis Schwelm, I. verw.’= Reſ.
Paul Böker aus Iſerlohn, l. verw. Reſ. Guſtav Bruckerſeifer
aus Wiſſen, Kreis Altenkirch, l. verw.: Reſ. Hugo Hornberg aus
Dahlhauſen, Kreis Hattingen, l. verw. Reſ. Ernſt Keime aus
Dalinghofen, Kreis Iſerlohn, l. verw.; Reſ. Otto Külpmann aus
Weſterbaue=Haſpe, Kreis Hagen, I., verw.s Reſ.; Auguſt Weuſter
aus Vörde, Kreis Schwelm, I. verw. Gfr. Ludwig Karcher aus
Ergersheim, Kreis Molsheim, I. verw. Tombour Emil Steib aus
St. Johann, Kreis Zabern, E verw.: Wehrm. Joſef Bernert aus
St. Johang, Kreis Zabern, I. verw. Wehrm. Emil Hauſer aus
Pfalzweiler, Kreis=Babern, I, verw. Wehrm. Friedrich Jackel
aus Niedermondern, Kreis Zabern, I. verw. Wehrm. Ludwig
Schweighoffer aus Zabern, I. verw.; Wehrm. Anton Wörth aus
Waſſelheim, Kreis Molsheim, ſchwä verw. Wehrm. Joſef Wage
ner aus Achenheim, Kreis Straßbürg, I. verw. Wehrm. Jangt
Fink aus Dahlenhein, Kreis Molsheim, tot. Wehrm. Georg
Müller I. aus Buchsweiler, Kreis Zabern, l. verw.
Infanterieregiment Nr. 111, Raſtalt.
4. Komp.: Musk. May, verw.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, 1. September 1914
Nr. 240.
8. Komp.: Musk. Dallgauer, verw.
9. Komp.: Reſ. Gaßner, verw.
Infankerieregimeni Nr. 112, Mülhauſen.
2. Komp.: Musk. Joſef Weingartner, verw.
B. Komp.: Reſ. Karl Oswald, tot.
4. Komp.: U.O. d. Reſ. Joſef Mukenhirn verw.
5. Komp.: Reſ. Adolf Böhl, verw. Musk. Bruno Glock,
verw. Reſ. Adam Kraft, verw. Reſ. Wilhelm Maier, verw.
Reſ. Jacob Mayer, verw. Musk. Karl Schäfer, verw. Reſ.
Eugen Sütterlin, verw. Gfr. d. Reſ. Guſtav Weber, verw.
Reſ. Heinrich Wetzel, verw.
6. Komp.: Reſ. Albert Anders verw. Reſ. Ernſt Lenz,
verwundet.
7. Komp.: Musk. Karl Engelke, verw.
8. Komp.: Reſ. Philipp Frommler verw. Musk.
Ferdi=
nand Schmitt, verw. Reſ. Wilh. Schmitt II, verw. Hptm.
Guſtav Steltzer verw. Reſ. Georg Zöllin, verw.
9. Komp.: Musk. Guſtav Bruder, verw. O.=Lt. Friedr.
Mecklenburg verw. Musk. Auguſt Noe, verw.
10. Komp.: Reſ. Wilh. Haßler, verw. Musk. Joſef
Rothenauer, verw. Musk. Adam Streib, verw.
11. Komp.: Reſ. Heinr. Gaber, verw. Musk. Anguſt
Kauzmann, verw. U.=O. Peter Moll, verw.
12. Komp.: Gfr. Johann Streib, verw.
Ohne Komp.: O.=Lt. d. Reſ. Willi Schmidt, verw.
Infankerieregiment Nr. 142, Mülhauſen i. Elſ.
1. Komp.: U.=O. d. Reſ. Jakob Greiner aus Mülhauſen,
Kr. Mülhauſen i. Elſ. verm. Gfr. d. Reſ. Friedrich
Ullmann=
aus Eppingen, Kr. Eppingen, verm.
2. Komp.: Reſ. Gottfried Kraus aus Ruit, Kr. Bretten,
tot. Reſ. Joſef Luginsland aus Mannheim, verm. Reſ.
Jo=
hann Ruß aus Gingen, Kr. Gaßlingen, verm. Reſ.
Her=
mann Thürer aus Ruit, Kr. Bretten, verm. Musk. Joſef
Bloeſch aus Rixheim, Kr. Mülhauſen, verm.
3. Komp.: U.=O. Ernſt Leuſche aus Emmersleben, Kr.
Halberſtadt, tot. Gfr. Georg Scherer aus Colmann, Kr.
Wald=
kirch, tot. Musk. Leo Diedemann aus Gewenheim, Kr. Thann,
tot. Musk. Ludwig Hauſer aus Freiburg, Kr. Freiburg, tot.
Reſ. Ludwig Dirzhacher aus Schillingſtadt, Kr. Boxberg, tot.
Reſ. Gottlob Niffer aus Dertingen, Kr. Maulbronn, tot. Reſ.
Heinrich Troll aus Steinbach, Kr. Bühl, ſchw.= verw. Reſ.
Johann Siefert aus Oetigheim, Kr. Raſtatt, verm. Gfr. d.
Reſ. Johann Lauterbacher aus Neumühle, Kr. Staffelſtein,
verm. Musk. Paul Strubel aus Rufach, Kr. Gebweiler, verm.
Gfr. d. Reſ. Philipp Ludwig aus Neckerau, Kr. Mannheim,
verm. Gfr. d. Reſ. Georg Müller aus Waldangelloch, Kr.
Sinsheim, verm. Reſ. Wendelin Schleif aus Kartung, Kr.
Baden=Baden, verm. Reſ. Ernſt Schluh aus Großweier, Kr.
Achern, verm.
4. Komp.: Gfr. d. Reſ. Franz Schneider aus Iffezheim,
Kr. Raſtatt, verm. Reſ. Inlius Voigt aus Friolsheim, Kr.
Leonberg, verm. Reſ. Valentin Ziegler aus Bühlertal, Kr.
Bühl, verm. Musk. Heinrich Rappe aus Göttingen, verm.
Infankerieregimeni Nr. 173, Erſatzbakaillon, St. Avold.
Musk. Heiſe, tot.
Infankerieregiment Nr. 175, Schweßz.
9. Komp.: Reſ. Lütich, l. verw. Reſ. Rohwetter I. verw.
Musk. Franz Baumann aus Jatztthum, Kr. Bublitz, I. verw.
Landwehrm. Wilhelm Wormuth I aus Katernberg, Kr. Eſſen,
I. verw. Reſ. Goike, tot. Musk. Alfred Klatt II, I. verw. Musk.
Wilhelm Stahl, l. verw. Musk. Paul Kowalewski, ſchw.
verw. Gfr. Ferdinand Jacobſen aus Glücksburg, Kr.
Flens=
burg. ſchw. verw. Gfr. Fritz Naujoks, ſchw. verw.
10. Komp.: Reſ. Johann Kowalkowski aus Laſchewo,
Kr. Schwetz, I. verw. Reſ. Jalob Maſchotta aus Linde, Kr.
Neuſtadt, I. verw. Musk. Albert Raczak, ſchw. verw. Reſ.
Max Staubach, I. verw. U.=O. d. Reſ. Max Laskowski, ſchw.
verw. Reſ. Auguſt Polaſchke, l. verw. Reſ. Johannes Lemke,
I verw. Musk. Wiſchnewski, ſchw. verw. Reſ. Max Lück,
I. verw. Musk. Karl Neumann, ſchw. verw. Reſ. Hermann
Schmieglewski, ſchw. verw. Reſ. Johann Jabſonski I. verw.
Reſ. Theodor Klopp, I. verw. Musk. Schröder, ſchw. verw.
Reſ. Raubach, I. verw. Reſ. Held I, I. verw. Gfr. Schriwoz,
I. verw. Reſ. Linke, ſchw. verw. Fw. Graf, ſchw. verw.
Fähnr. Deutſch, ſchw. verw. Musk. Wopperer ſchw. verw.
Reſ. Jablonz, I. verw. Vfw. Paul Seeger, ſchw. verw. Musk.
Buſtav Dörſing, ſchw. verw. Gfr. Max Sielaff, ſchw. verw.
Musk. Wladislaus Freiter, ſchw. verw. Musk. Franz Pawes
letzki, ſchw. verw. Musk. Otto Weſtphal, ſchw. verw.
11. Komp.: Musk. Kohls I. verw. Hptm. Otto Kiesler,
tot. Vfw. Chop, ſchw. verw.
12. Komp.: Reſ. Paul Berndt, ſchw. verw. Reſ. Emill
Riedel, ſchw. verw. Reſ. Ziehlke, verw. Musk. Thom, ſchw.
verw. Musk Otto Koſchinski, ſchw. verw. Musk. Karl Küng
necke, ſchw. verw. Reſ. Heinrich Schwichtenberg, ſchw. verwd
Reſ. Heinrich Wieſener, I. verw.
Küraſſierregiment Nr. 4, Münſter i. W.
Kür. Gielen, tot.
1. Esk.: Gfr. d. Reſ. Mariniak, verw. Gfr. Sauer,
verw. Gfr. d. Reſ. Reichſtein, verw. Gfr. Rüſing kot. Gfr.
Fiſcher verw. Kür. Schultz, verw. Kür. Hülſebuſch, verw.
Kür. Burge verm. Kür. Kuhlmann, verm. Kür. Stellpflug,
verwundet.
Dragonerregiment 18 (Parchim).
4. Esk.: Vizewachtmeiſter d. Reſ. Berd von Viebahn, verw.
Dragonerregimenk Nr. 19 (Oldenburg).
Ohne Esk.: Rg. Georg Bargmann, verw. Rittmſtra
Karl von Eſchwege, verw. Drag. Auguſt Timpe, verw.
Dragonerregimeni Nr. 22, Mülhauſen i. E.
1. Esk.: Drag. Georg Keßler, verw.
3. Esk.: Gfr. Albert Göhringer, verw. Drag. Kark
Menſch, verw.
Feldartillerieregiment Nr. 52, Königsberg i. Pr.
1. Batt.: U.=O. Hermann Riemann aus Löwenbergen, Kr.
Königsberg, l. verw. Gfr. Albert Lange aus Schettnieren, Kre
Heiligenbeil, l. verw. Kan. Konrad Schwarzel aus
Neukuß=
ren, Kr. Fiſchhauſen, l. verw.
4. Batt.: Kan. Friedrich Pichotka aus Bottowen, Kr.
Ortelsburg, tot. Kan. Johann Schiwy aus Karpa, Kr.
Jo=
hannisburg, ſchw. verw. Kan. Hermann Bignka aus
Sim=
merau, Kr. Kreuzburg, I. verw. Kan. Otto Wolk aus Wehlauz
ſchw. verw.” U.=O. d. Reſ. Kurt Heumann aus Königsbers;
tot. Kan. Johannes Reimann aus Königsberg, tot. Kan=
Paul Paulat aus Königsberg, l. verw. Gfr. Heinrich Blonske
aus Krengfurt, Kr. Raſtenburg, ſchw. verw.‟ U.=O. Otto Wenk
aus Ottilienhof, Kr. Königsberg, ſchw. verw. Kan. Otta
Minuth aus Königlich Neuendorf, Kr. Königsberg, ſchw.
verw. Kan. Karl Randzio aus Divorätzken, Kr. Oletzka, ſchw.
verw. Hpim. Otto von Hartwig aus Loburg, Kr. Jerichsw.
I. verw. Gfr. Richard Trump aus Garbeninen, Kr. Wehlau,
ſchwer verwundet.
2a
5. Batt.: U.=O. Hans Kranſe aus Barnikow, Kr.
Königs=
berg, tot. Kan. Max Ellermann aus Gr. Hauland, Kr.
Obor=
nik, tot. U.=O. Paul Obereigner aus Laukupönen, Kr.
Sal=
lupönen, I. verw. Kan. Joſef Schwenzfeier aus Groß
Klau=
ſitten, Kr. Heilsberg, l.verw. Kan. Ernſt Mertſch aus Groß
Engelau, Kr. Wehlau, verm. Serg. und Tromp. Auguſt Fleege
aus Zerpenſchleuſe, Kr. Niederbarnim, verm. Lt. d. Ref:
Walter Fröhlich aus Berlin, tot. U.=O. Viktor Piatkowskil
aus Neuhauſen, Kr. Wongrowitz, tot. U.=O. Max Kraſchewskil
aus Lyck, ſchw. verw. U.=O. Max Ziemann aus Gr. Semlin,
Kr. Pr. Stargard, l. verw. Kan. Wilhelm Tietzmann aus
Lübeck, ſchw. verw. Kan. Georg Krauſe aus Neuendorf, Kr.
Königsberg, tot. Kan. Heinrich Schirmacher aus Podlechen,
Kr. Raſtenburg, ſchw. verw. Kan. Friedrich Forderung aus
Roſehnen, Kr. Fiſchhauſen, ſchw. verw. Kan. Otto Schleif
aus Lichtenberg bei Berlin, ſchw. verw. Kan. Franz Streiber
aus Bandels Kr. Pr. Eylau, ſchw. verw. Lt. Walter Conrad
aus Görken, Kr. Königsberg, ſchw. verw. Gfr. Guſtav Hein
aus Mäckelnick, Kr. Raſtenburg, ſchw. verw. Kan. Bernhard
Jeuting aus Eſſen, ſchw. verw. Kan. Otto Hetz aus
Sand=
lacken, Kr. Niederung, ſchw. verw. U.=O. Henry Propp aus
Königsberg, ſchw. verw. Me
6. Batt. Kan. Franz Hofer aus Blindepöne, Kr. Ragnitg
I. verw. Kan. Friedrich Kuhnke aus Gr. Engelau, Kr.
Weh=
lau, I. verw. Kan. Hermann Klötzing aus Gerdauen, I. verwi
Kan. Julius Lau aus Wuduhnkeim, Kr. Friedland, l. verwi
Kan. Friedr. Schleth aus Rendsburg, I. verw. Kan. Arthur
Süß aus Wangritten, Kr. Friedland, I. verw. Kan. Otto
Armborſt aus Klingerswalde, Kr. Heilsberg, I. verw. Kanz
Guſtav Rautenberg aus Schippenbeil, Kr. Friedland, I. verwa
Kan. Guſtav Sakautzki aus Baltniſcheiten, Kr. Tilſit, I. verwi
Lt. d. Reſ. Fritz Roſenow aus Salsbach, Kr. Raſtenburg, ſchwi
Nr. 240.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, 1. September 1914.
Seite 5.
verw. U.=O. Auguſt Prang aus Grünwalde, Kr. Heiligenbeil,
ſchw. verw. Kan. Franz Schablonski aus Kellerruſchken, Kr.
Tilfit, ſchw. verw. Kan. Fritz Koyka aus Duneiken, Kr.
Oletzko, tot. Kan. Karl Reeſe aus Eichen Kr. Pr. Eylau,tot.
Kan. Andreas Bartſch aus Siegfriedswalde, Kr. Heilsberg,
ſtot. Kan. Hermann Knöpke aus Glanislack, Kr. Pr. Eylau,
tot. Kan. Mag. Volkmann aus Gr. Bartenheim, Kr.
Königs=
berg, ſchw. verw. Kan. Fritz Grinda aus Schilasken, Kr.
Goldap, l. verw. Kan. Guſtav Sabielny aus Mittel Pogobien,
Kr. Johannisburg, I. verw. Kan. Heinrich Luft aus
Ster=
krade, Kr. Duisburg, lverw. Kan. Friedrich Rattey aus
Kruppinnen, Kr. Oletzko, ſchw. verw.
Munitionskol. I.: Kan. Auguſt Latza aus Kallenzin, Kr.
Ortelsburg, l. verw.; Kan. Georg Schneidereit aus Schrengen,
Kr. Raſtenburg, I. verw.
Munitionskol, II.: Kan. Guſtav Steinwallner aus
Inſter=
burg, l. verw.‟ Kan. Bruno Kuhn aus Millenberg, Kr.
Braunsberg, I. verw. Kan. Guſtav Philipp aus
Schippen=
beil, Kr. Friedland, l. verw. Kan. Otto Pahl aus Hermsdorf,
Kr. Heiligenbeil, tot. Kan. Hugo Boeſader aus Wernegitten,
Kr. Heilsberg, I. verw.: O.=Lt. Bruno Ehlert aus Neuhöfen,
Kr. Marienwerder, ſchw. verw. Lt. d. Reſ. Rudolf Ruffmann
aus Goldap, I. verw.
Feldarkillerieregiment Nr. 31, Hagenau.
4. Batt.: Kan. Schmellekemp, verw. Kan. Heidt, verw.
Gfr. Bertrand, verw. U.=O. Schulz, verw. U.=O. Ebert, verw.
Kan. Hüsgen, verw. Gfr. Kallen, verw. Reſ. Geißkopf, verw.
Kan. Müller II, verw. Kan. Sicking, verw.
5. Batt.: Wachtmſtr. Struß verwundet.
6. Batt.: Kan. Baumbach, verw. Reſ. Bentz verw. U.=
O. Otto, verw. Gfr. d. Reſ. Kalter, verw. Kan. d. Reſ.
Hor=
ner, verw. Kan. d. Reſ. König, verw. U.=O. Lehne, verw.
Lt. Köhne, verw. Kan. Feld II, tot.
Jußariillerieregimenk Nr. 1, Königsberg i. Pr.
Hptm. Inſtrow, ſchw. verw. Lt. d. Reſ. Henrich, I. verw. Kan.
Prengel, l. verw. Kan. Hollack, ſchw. verw. Kan. Dörfer,
I. verw. Kan. Paſſenge, I. verw.
Fußarkillerieregiment Nr. 13, Ulm und Breiſach.
6. Batt.: Lt. d. Reſ. Wilhelm Holzhäuer, verw.
Feldflieger.
Lt. Johannes Bone aus Schmellenwalde, Kr. Neuadt O. S.,
leicht verwundet.
Im neukralen Holland werden zurückbehalten:
Leibkomp.: Gren. Friedrich Görs aus Mush bei
Schwe=
rin, Mecklenburg. Gren. Auguſt Oppermann aus Moiſall bei
Bernitt, Mecklenburg. Gren. Reſ. Walter Dreijer aus
Schwe=
rin, Obotritnring 7, Mecklenburg. Grn. Albrt Krieman aus
Kl. Rehberg bei Vollrathsruhe, Mecklenburg. Gren. Hermann
Mundt aus Timpkenberge bei Boizenburg, Mecklenburg.
2. Komp.: Gren. Augnſt Geil aus Neu Schloen bei
Waren, Mecklenburg.
3, Komp.: U.=O. Erneſt Jacobs aus Parchim in
Mecklen=
burg. Reſ. Ludwig Soltow aus Schwerin, Werderſtr.,
Meck=
lenburg. Gren. Bernhard Hagen, Bandekow bei Lübthen.
Gren. Paul Ruſt, Kirgdorf, Inſel Pöl, Mecklenburg.
4. Komp.: U.=O. Hannemann, Neu Baſedow bei Malchin
in Mecklenburg. Paul Reinhe, Lanken bei Parchim,
Mecklen=
burg. Gren. Friedrich Caspar, Berlin, Dresdenerſtr. 44.
10. Komp.: Reſ. Hannermann, Schwerin, Oſtorferufer 1,
Mecklenburg. Gren. Franz Schekatz, Brumhaupten bei
Do=
beran, Mecklenburg.
11. Komp.: Sanitätsgfr. Hermann Baeth, Schwerin,
Vohsſtr. 14, Mecklenburg.
12. Komp.: Gren. Bernhard Lübbert, Alt Kalich bei
Dö=
mitz, Mecklenburg.
Füſilierregiment Nr. 90.
*1. Komp.: Füſ. Stanislaus Wrzescz, Krone bei
Brom=
berg, Poſen. Fuſ. Schünemann, Bandelsdorf bei
Broders=
dorf, Mecklenburg. Füſ. Hermann Haaſe, Varkentin,
Mecklen=
burg. Füſ. Hermann Fell, Bockup bei Dömitz, Mecklenburg.
Füſ. Albert Waach, Klochenhagen, Ribnitz, Mecklenburg.
4. Komp.: Paul Seemann, Teterow in Mecklenburg.
9. Komp.: Füſ. Peter Balzerech aus Orbanono bei
Treß=
felde, Poſen. Füſ. Paul Becherot aus Wredenhagen bei
Rö=
bel, Mecklenburg. Füſ. Max Düwel aus Ribnitz, Gr. Kloſter=
ſtraße 57, Mecklenburg, Füſ. Friedrich Pagels aus Wendorf
bei Möllenhagen, Mecklenburg.
10. Komp.: Füſ. Hans Quandt aus Warnow,
Mecklen=
burg. Füſ. Adolf Eſch aus Satow bei Roſtock, Mecklenburg.
Jägerbakaillon Nr. 7.
2. Komp.: Reſ. Jäg. Guſtav Oberſchalldſick aus
Elferdiſ=
ſen, Kr. Herford Weſtfalen.
4. Komp.: Jäg. Wilhelm Feuerviegel, Lehrte bei
Han=
nvver Benningſenſtr. 86. Reſ. Jäg. Mattias Wamhoff,
Borg=
loh, Kr. Iburg bei Osnabrück.
6. Komp.: Autofahrer Reſ. Wilhelm Möhlmann, Solkau,
Hannover, Hagenſtr. 2. Jäg. Richard Hochwald, Hausberge
bei Minden, Weſtfalen.
Jägerbataillon Nr. 9.
3. Komp.: Jäg. Friedrich Hauſen, Schleswig,
Fiſchbrück=
ſtraße 3.
Verwundet befinden ſich in holländiſchen Lazareiten:
a. im Lazarett „Roode Kruis (Rotes Kreuz) Urſuline‟, Eisden.
Infanterieregiment Nr. 25.
1. Komp.: Adam Hupperttz aus Aachen. Fritz Jierkens
aus Aachen. Peter Funke aus Höngen.
4. Komp.: Franz Fahnenfeldt aus Aachen.
5. Komp.: Fritz Lahme aus Bielefeld.
6. Komp.: Joſef Geller aus Elſen, Kr. Grevenbroich.
7. Komp.: Joſef Beißel aus Aachen. Wilhelm Schmitz
aus Würſelen bei Aachen. Peter Görgen aus Saarwellingen,
Kr. Saarlouis. Hubert Thelen aus Achen. Peter Mehlkopf
aus Aachen. Reſ. Joſef Emonds aus Breinig.
8. Komp.: Johan Etſchenberg aus Aachen. Vitus Ennen
aus Stolberg (Rheinland).
Jägerbataillon Nr. 7.
3. Komp.: Hermann Böhne aus Bad Ems=
Küraſſierregiment Nr. 2.
4. Esk.: Walter Harder aus Stettin. Mäx Stade aus
Paſewalk.
2. Großherzogliches Mecklenburgiſches Dragonerregiment
Nr. 18.
Lt. Gisbert Gans Edler Herr zu Putlitz aus Potsdam.
Feld=
proviantmſtr d. Kav. 2. Div. Heinrich Werner aus Neuhaus,
Weſtfalen.
Artillerieregiment Nr. 5, Abteilung Nr. 3.
Wilhelm Kiele aus Berlin=Lichterfelde.
b. Im Lazarett zu Maaſtricht:
Infankerieregimenk Nr. 25.
1. Komp.: Johann Setzen aus Würſeln bei Aachen.
3. Komp.: Anguſt Kreitz aus Alsdorf.
5. Komp.: Joſef Cloot aus Vaals bei Aachen, verſtorben
7. Auguſt, 3 Uhr vormittags.
6. Komp.: Johann Brandt, Eſchweiler bei Aachen, Rhein,
verſtorben 6. Auguſt um 5 Uhr.
8. Komp.: Mathias Reis, Eſchweiler bei Aachen,
verſtor=
ben 6. Auguſt 8 Uhr.
9. Komp.: Lt. Auguſt Muhling, Aachen, durchgeführt zum
Lazarett.
5. Weſtfäliſches Infankerieregimeni Nr. 53.
4. Komp.: Franz Sparvel, Ramsdorf.
Infankerieregiment Nr. 56.
7. Komp.: Wilhelm Falther, Cöln.
Grenadierregiment Nr. 89.
9. Komp.: Bruno Mathies Roſtock, Mecklenburg.
12. Komp.; Rudolf Meißner, Soldinen, geſtorben 5. Augußt
um 4 Uhr.
Füſilierregiment Nr. 90.
2. Komp.: Walter Heinrich Ahrendt II, Mecklenburg
(Malchin) geſtorben 5. Auguſt 7 Uhr. Wilhelm Marckwardt,
Mecklenburg. Auguſt Schreuder, Jennersdorf, Mecklenburg.
Hugo Schmidt aus Mecklenburg.
Nr. 16.
(Nr. 4478.)
von Pferden, Fahrzeugen und Geſchirren an die Militärbehörde. Vom
24. Auguſt 1914.
Der Bundesrat hat auf Grund des §3 des Geſetzes über die Ermächtigung des
Bundesrats zu wirtſchaftlichen Maßnahmen uſw. vom 4. Auguſt 1914 (Reichs=Geſetzbl.
S. 327) folgende Verordnung erlaſſen:
§ 1.
Iſt über eine Forderung, die einem Pferdebeſitzer für die Ueberlaſſung eines
Pferdes an die Militärbehörde gegen die Kriegskaſſe zuſteht (§§ 25, 26 des Geſetzes
über die Kriegsleiſtungen vom 13. Juni 1873 — Reichs=Geſetzbl. S. 129 —) eine Urkunde
(ſogenanntes Anerkenntnis) ausgeſtellt, ſo wird vermutet, daß der Inhaber der Urkunde
bevollmächtigt iſt, die Zahlung für den in der Urkunde genannten Berechtigten in
Empfang zu nehmen.
Das Gleiche gilt für Forderungen, die für die Ueberlaſſung von Fahrzeugen
(auch Kraftfahrzeugen) und Geſchirren an die Militärbehörde entſtanden ſind und über
die eine Urkunde ausgeſtellt iſt.
§ 2.
Die Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft.
Berlin, den 24. Auguſt 1914.
Der Stellvertreter des Reichskanzlers.
Delbrück.
(18073gi
Bekanntmachung.
Den nachſtehenden Auszug aus dem Reichs=Geſetze, betreffend den Schutz
des Genfer Neutralitätszeichens (Rotes Kreuz), vom 22. März 1902 und aus der
dazu erlaſſenen Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 8. Mai 1903 bringen wir
zur allgemeinen Kenntnis.
(17961fsg
Darmſtadt, den 26. Auguſt 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Feh.
Auszug aus dem Geſetz, betreffend den Schutz des Genfer
Neutralitäts=
zeichens (Rotes Kreuz), vom 22. März 1902.
§ 1. Das in der Genfer Konvention zum Neutralitätszeichen erklärte Rote
Kreuz auf weißem Grunde, ſowie die Worte „Rotes Kreuz” dürfen, unbeſchadet der
Verwendung für Zwecke des militäriſchen Sanitätsdienſtes, zu geſchäftlichen Zwecken,
ſowie zur Bezeichnung von Vereinen oder Geſellſchaften oder zur Kennzeichnung ihrer
Tätigkeit nur auf Grund einer Erlaubnis gebraucht werden.
Die Erlaubnis wird von den Landes=Zentralbehörden nach den vom
Bundes=
rate feſtzuſtellenden Grundſätzen für das Gebiet des Reichs erteilt. Die Erkaubnis
darf Vereinen oder Geſelſchaften, welche ſich im Deutſchen Reiche der Krankenpflege
widmen und für den Kriegsfall zur Unterſtützung des militäriſchen Sanitätsdienſtes
zugelaſſen ſind, nicht verſagt werden.
Die von dem Bundesrate feſtgeſtellten Grundſätze ſind dem Reichstag alsbald
zur Kenntnisnahme mitzuteilen.
§ 2. Wer den Vorſchriften dieſes Geſetzes zuwider das Rote Kreuz gebraucht,
wird mit Geldſtrafe bis zu einhundertfünfzig Mark oder mit Haft beſtraft.
§ 3. Die Anwendung der Vorſchriften dieſes Geſetzes wird durch Abweichungen
nicht ausgeſchloſſen, mit denen das im § 1 erwähnte Zeichen wiedergegeben wird,
ſo=
fern ungeachtet dieſer Abweichungen die Gefahr einer Verwechſelung vorliegt.
§ 4. Dieſes Geſetz tritt am 1. Juli 1903 in Kraft.
§ 5. Die Vorſchriften dieſes Geſetzes finden keine Anwendung auf den Vertrieb
der bei der Verkündigung des Geſetzes mit dem Roten Kreuze bezeichneten Waren,
ſofern die Waren oder deren Verpackung oder Umhüllung nach näherer Beſtimmung
des Reichskanzlers mit einem amtlichen Stempelabdrucke verſehzen werden.
§ 6.
§ 7. Warenzeichen, welche das Rote Kreuz enthalten, ſind von der
Verkündi=
gung des Geſetzes ab von der Eintragung in die Zeichenrolle ausgeſchloſſen, ſofern
nicht die Anmeldung vor dem 1. Jult 1901 erfolgt iſt.
Auszug aus der Bekanntmachung, betreffend die Stempelung der bei der
Ver=
kündigung des Geſetzes zum Schutze des Genfer Neutralitätszeichens vom 22. März
1902 (Reichsgeſetzbl. S. 125) mit dem Roten Kreuze gezeichneten Waren, vom 8. Mai 1903.
Auf Grund des § 5 des Geſetzes zum Schutze des Genfer Neutralitätszeichens
vom 22. März 1902 (Reichsgeſetzblatt S. 125) wird über die Stempelung der bei der
Verkündigung des Geſetzes mit dem Roten Kreuze bezeichneten Waren folgendes
beſtimmt:
1. Wer auf Grund des § 5 des Geſetzes nach deſſen Inkrafttreten (1. Juli 1903)
mit dem Roten Kreuze bezeichnete Waren vertreiben will, hat die Stempelung
der Waren bei der Polizeibehörde des Orts, in welchem ſich die Waren
be=
finden, zu beantragen.
3. Der Stempelabdruck wird auf den Waren, deren Verpackung oder Umhüllung
oder auf einem Papierſtück angebracht, welches mit den Waren, deren
Ver=
packung oder Umhüllung durch einen Klebeſtoff zu verbinden iſt.
4. Der Stempelabdruck iſt durch einen Beamten der Polizeibehörde oder unter
der Aufſicht eines ſolchen Beamten anzubringen.
5. Für das Verfahren werden Koſten und Stempel nicht erhoben.
Berlin, den 8. Mai 1902.
Der Stellvertreter des Reichskanzlers:
Graf von Poſadowsky.
A hi euit. urtemchnen in anhenenie is Peiſt,
Durch die Pferdeaushebung iſt, wie bekannt, der Landwirtſchaft ein großer
Teil der Arbeitspferde entzogen worden.
Sowohl für die Ernte, als namentlich auch für die Neubearbeitung und
Neubeſtellung der Felder iſt daher die Verwendung von Rindviehgeſpannen in
ausgedehntem Maße erforderlich. Wir empfehlen Ihnen deshalb, die Landwirte
allgemein alsbald darauf aufmerkſam zu machen, daß die Veräußerung von
Rind=
vieh, das zum Zug verwendet wird, unbedingt vermieden werden muß.
Auch wollen Sie die Landwirte darauf hinweiſen, daß die Gewöhnung von
Jungvieh in erforderlicher Zahl an den Zug alsbald begonnen werden müſſe.
Ferner richten wir Ihre Aufmerkſamkeit darauf, zu überwachen, daß nicht
Vieh=
veräußerungen, trotzdem jetzt Futter in Menge vorhanden iſt, lediglich aus
Kriegs=
furcht ohne dringenden finanziellen Grund, vorgenommen werden. Dem wäre
mög=
lichſt entgegen zu wirken. In unſerem Kreiſe werden ſehr viele Ziegen, namentlich
auch von Arbeiterfamilien, gehalten. Es iſt ebenmäßig zu verhüten, daß durch
Ver=
kauf der Ziegen die Familien ſich einer wichtigen Ernährungsquelle berauben.
Sollten Fälle dieſer Art vorkommen, ſo wollen Sie uns berichten.
Darmſtadt, den 27. Auguſt 1914.
(17960fsg
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Die in Ausſicht ſtehenden reichen Erträge dieſes Jahres an Obſt veranlaſſen
uns, auf eine ſachliche Verwertung der Obſtftrüchte hinzuweiſen und zu ermahnen,
ſich für den Winter mit einem ausreichenden Vorrat vorzuſehen.
Das friſche Kernobſt iſt, ſoweit als möglich ohne Beſchädigung, zu ernten
und nach dem Obſtſchwitzen in gut gereinigten Kellern einzulagern. Der
Aufbe=
wahrung des Obſtes muß gerade in dieſem Jahre beſondere Sorgfalt zugewendet
werden.
Das Dörren des Obſtes iſt in den letzten Jahren, in denen viel gedörrtes
und getrocknetes Obſt aus dem Auslande eingeführt wurde, vielfach außer Betrieb
Meier ernter e ete e eter
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Bernhardiner, 1 Spitzhund, 1 Pinſcher (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt. (18075
C*4047) Geppert, Karlſtr. 112.
Phaiſelongue für 8 Mk. zu verk. ,Ginderwagen, gut erh., zu M. 8 zu
A verk. Frankenſteinſtr. 56. (B18104
M
in unſerer Gegend beſonders reichlich vorhanden ſind, leicht durch Dörren in
Dauer=
produkte umgewandelt werden. Die im Beſitz des Kreisobſtbautechnikers befindlichen
Dörrapparate können leihweiſe hierzu überlaſſen werden. Ferner verweiſen wir auf
die Benutzung ſonſt, vorhandener Dörreinrichtungen, wie Backöfen, Bratöfen, Dörren
in gewerblichen Anlagen, die vielleicht für dieſen Zweck hergerichtet oder benutzt werden
können. Aeltere, ſeither nicht benutzte Dörren können wieder hergeſtellt werden.
Eine weitere einfache Verwertungsart iſt die Herſtellung von Mus,
Obſt=
kraut und Latwerge. Gefallene und notreife Früchte laſſen ſich hierzu benutzen.
Der Kreisobſtbautechniker, deſſen Frau, ſowie die Kreishaushaltungslehrerin
Fräulein Mayer ſind gerne bereit, den Intereſſenten mit Rat und Tat zur Seite zu
ſtehen. Auch darf erwartet werden, daß die Schülerinnen der Kreishaushaltungsſchule
die in dieſer Schule erworbenen Kenntniſſe und Fertigkeiten nunmehr in den
Ge=
meinden beſtens verwerten.
Es erſcheint empfehlenswert, daß die Gemeinden, wo es irgend möglich
ge=
macht werden kann, einen größeren Vorrat an gedörrtem Obſt zur Verwendung in
der Winterzeit für die ärmere Bevölkerung ſich beſchaffen.
Die Herren Bürgermeiſter, ſowie die Herren Vorſitzenden der Obſt= und
Gartenbauvereine werden erſucht, im Sinne der vorſtehenden Anregungen in den
Gemeinden zu wirken.
(18018sgi
Darmſtadt, den 28. Auguſt 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß an Stelle ſolcher Perſonen,
die zum Empfange des Betrags für ihnen gehörige, ausgehobene Pferde uſw.
berechtigt ſind und im Felde ſtehen, die Zahlung an legitimierte Anverwandte nach
Prüfung des einzelnen Falles auf eigene Verantwortung der betreffenden Kaſſe
ge=
ſchehen kann. In allen Fällen iſt die Luittung oder eine Vollmacht der Berechtigten
oder ihrer geſetzlichen Erben nachzubringen.
Darmſtadt, den 25. Auguſt 1914.
(17921ds
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.; von Starck.
Belenenchung.
Nachdem die Getreideernte faſt ganz geborgen iſt, wird es in dieſer ernſten
Zeit zu einem dringenden Gebot, mit allen Mitteln für eine normale
Winter=
beſtellung zu ſorgen. Es iſt eine nationale Pflicht, dafür zu ſorgen, daß die
Winter=
beſtellung, Bodenbearbeitung, Düngung mit tieriſchem und künſtlichem Dünger, ſowie
Ausſaat in demſelben Umfange und mit derſelben Sorgfalt vorgenommen wird,
wie in Friedensjahren. Da das Wintergetreide in Deutſchland faſt 60 Prozent der
geſamten Getreidefläche beanſprucht, würde eine Vernachläſſigung oder Einſchränkung
unſerer Winterbeſtellung gegenüber ihrem normalen Friedensſtande das größte
Ver=
derben nicht nur für die Landwirtſchaft ſelbſt, ſondern für die geſamte Volksernährung
herbeiführen können.
(18111
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Unſere Bekanntmachung vom 10. d. Mts., wonach Benzin und Benzol von den
Verkaufsſtellen nur gegen unſere ſchriftliche Genehmigung abgegeben werden darf,
hat durch nachſtehende Beſtimmung ihre Erledigung gefunden.
Auf Grund der vom Königlichen Kriegsminiſterium unterm 21 Auguſt 1914
aufgeſtellten Grundſätze über Abgabe von Betriebsſtoffen hat das ſtellvertretende
Generalkommando für den Bezirk des TVIII. Armeekorps — mit Ausnahme des
Feſtungsbereiches der Feſtungen Mainz und Coblenz — Nachfolgendes beſtimmt:
1. Die große Bedeutung, die der Verſorgung des Heeres mit Betriebsſtoffen für
Exploſionsmotoren beizumeſſen iſt, macht es notwendig, daß die Freigabe von
Benzin uſw. aufs äußerſte eingeſchränkt wird.
2. Die Freigabe von Benzin, Benzol und ſonſtigen leichtſiedenden Petroleum=
und Teeröl=Deſtillaten, die für den Betrieb von Exploſionsmotoren geeienet
ſind, darf nur in beſchränktem Umfange an die nachſtehend bezeichneten
Ver=
braucher ſtatfinden:
a) Feuerwehren,
b) Krankenhäuſer und Aerzte,
c) Fabriken und ſonſtige Betriebe, die Heereslieferungen auszuführen haben,
ſoweit ſie hierfür Benzin oder Benzol nicht entbehren können, und
d) Bergwerke zur Speiſung der Wetter=Sicherheitslampen.
3. Den Geſuchen um Freigabe muß eine Beſcheinigung des Kreisamts über die
Richtigkeit der gemachten Angaben beigefügt ſein. Die Beurteilung der
Not=
wendigkeit der Freigabe bleibt jedoch ausſchließlich dem ſtellvertretenden
General=
kommando überlaſſen.
4. Der nur einmal gültige Freigabeſchein wird auf eine beſtimmte Menge lauten.
5. Freigabe von Betriebsſtoffen für landwirtſchaftliche Motore wird beſonders
geregelt, Beſcheinigung uſw. wie zu Z. 3.
6. Die Verkaufsſtellen haben am Sonnabend jeder Woche die Freigabeſcheine,
die vom Verkäufer des Benzins pp. einzubehalten ſind, an die Inſpektion des
Militär=Luft= und Kraftfahrweſens in Berlin=Schöneberg einzuſenden.
Hiernach ſind alle Geſuche um Freigabe der genannten Betriebsſtoffe zur
Be=
ſcheinigung der Richtigkeit der darin gemachten Angaben uns vorzulegen. Die
Ge=
ſuche werden wir dann dem ſtellvertretenden Generalkommando weitergeben.
Eine Anleitung für Vergaſereinſtellung für Spiritus=Brennſtoff iſt nachſtehend
abgedruckt und machen wir hiermit nochmals beſonders darauf aufmerkſam.
Darmſtadt, den 29. Auguſt 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
Anleitung für Vergaſereinſtellungen für Spiritus=Brennſtoff.”)
Zunächſt muß für eine gute Anwärmung des Vergaſers geſorgt werden.
Um nur reinen Spiritus verwenden zu können, bedarf es der Anbringung eines
Benzin=Zwiſchenbehälters, welcher zum Anlaſſen oder Ankurbeln und zum
Warm=
werden des Motors dient. Iſt dieſes erfüllt, ſo wird durch einen Zwiſchenhahn vom
Benzol auf Spiritus umgeſtellt.
Da der Brennſtoffverbrauch bei Spiritus in der Menge höher iſt, als bei Benzol,
iſt es zu empfehlen, eine Miſchung mit Benzol und Spiritus vorzunehmen; und
zwar haben Verſuche ergeben, daß man mit 70% Spiritus und 30% Benzol=
Zuſatz die beſten Ergebniſſe erzielt.
Bei vorgeſagter Miſchung kann auch der obengenannte Zwiſchenbehälter für
Benzin in Wegfall kommen. Auch wenn der Motor ſich im kalten Zuſtand befindet,
genügt eine einmalige Einſpritzung in die Kompreſionsräume, um den Motor in
Gang zu bringen. Man läßt hiernach den Motor ſolange auf der Stelle laufen, bis
erſich genügend erwärmt hat, wonach das Ankurbein ohne Einſpritzung von ſtatten geht.
Vergaſer=Einſtellung.
Je nach der Größe von Motor und Vergaſer iſt bei allen Konſtruktionen der
Brennſtoffdüſen=Austritt nach Bedarf zu vergrößern, an Vergaſerkonſtruktionen, die
Zuſatzluft= Zuführung aufweiſen, iſt ſelbige nach Bedarf zu vermindern, bis der Motor
zum einwandfreien Lauf kommt.
Schwimmer ſind nach Bedarf zu beſchweren, aber unbedingt nötig iſt es nicht.
Bei Spiritus ohne Benzolmiſchung muß der Brennſtoffdüſen=Austritt größer
(18075id
ſein, als bei Benzolzuſatz=Miſchung.
*) Vorſtehende Anleitung kann von Kraftwagenbeſitzern beim Generalkommando
empfangen werden.
Ge
Darmstädter Sprach- u. Handelsschule
10 Luisenstrasse 10.
Anfang September beginnen für seitherige und neu eintretende Fortbildungs-
(1795a
schüler die Winterkurse, deren Besuch von der Pflichtschule befreit.
Besprechung wegen zweckmässiger Einteilung Samstag, 5. September, zwisch. 12— 129 Uhr.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. September 1914
Nummer 240.
Einer tarAnle und rille tar Eilen!
Der ſo unerwartet eingetretene Krieg hat unſer Wirtſchaftsleben
ins Stocken gebracht. Zahlreiche Betriebe und Unternehmungen haben
ihre Tätigkeit mehr oder weniger eingeſchränkt oder ganz eingeſtellt
und Angeſtellte und Arbeiter entlaſſen. Die Arbeitsloſigkeit iſt von
Tag zu Tag gewachſen und viele hundert Hände ſind, auch bei uns
in Darmſtadt, zum Feiern gezwungen. Es liegt im dringendſten
Intereſſe der Allgemeinheit und jedes Einzelnen, daß dieſer Zuſtand
bald überwunden werde. Schon ſind ja wieder Anſätze zur Beſſerung
vorhanden. Die Erfolge unſerer braven Truppen haben die
Be=
völkerung in der feſten Zuverſicht beſtärkt, daß ſich das Vaterland
gegenüber allen ſeinen Feinden behaupten wird. Möge dieſe
Zu=
verſicht ihren Ausdruck finden durch Wiederbelebung des
Arbeits=
marktes. Soweit der Staat, der Kreis und die Stadt in Betracht
kommen, werden ſie bemüht ſein, Arbeitsgelegenheiten bereit zu ſtellen.
Damit kann aber die Arbeitsloſigkeit nur in beſchränktem Umfang
gemildert werden. Handel, Gewerbe und Induſtrie, die Landwirtſchaft
und auch Private müſſen kräftig einſetzen, wenn es wirklich beſſer
werden ſoll. Die Opferwilligkeit der Bevölkerung, die ſich in den
Gaben für das Rote Kreuz und für Wohlfahrtseinrichtungen aller
Art äußert, iſt hoch anzuerkennen. Nicht minder wichtig und ſehr
dringlich iſt aber die Beſchaffung von Arbeitsgelegenheit. Einige
Firmen haben ihren Geſchäftsbetrieb wieder aufgenommen. Folge
jeder, der es irgendwie vermag, dieſem Beiſpiel. Die
Transport=
ſchwierigkeiten ſind zum großen Teil behoben. Durch einen
regel=
mäßigeren Güterverkehr können wieder Materialien hereingebrach
werden. Begonnene Arbeiten ſetze man unverzüglich fort.
Arbeiten, die für eine ſpätere Zeit in Ausſicht genommen waren,
nehme man jetzt ſchon vor. Wer größere Aufträge zu vergeben
hat, verteile ſie möglichſt auf mehrere Geſchäfte und Handwerker.
Die kleinſte Arbeit ſchafft Verdienſt. Auch der Private kann
für Beſchäftigung ſorgen.
Aengſtliches Zurückhalten von Barmitteln iſt durch nichts
gerecht=
fertigt. Man wirtſchafte ſo, wie man das immer getan, denn gegen
unverhältnismäßige Verteuerung der Preiſe hat die Verwaltung
wirk=
ſame Gegenmaßnahmen zur Hand. Die Ernte des Jahres iſt eine
reiche und alle Lebensmittel ſind zu angemeſſenen Preiſen erhältlich.
Als wirkſames Mittel zur Verlängerung der
Arbeits=
gelegenheit empfehlen wir die Einführung von Doppelſchichten
oder wo dies, mit Rückſicht auf die Art der Beſchäftigung,
un=
tunlich iſt, eine erhebliche Verkürzung der Arbeitszeiten. Es
werden ſo mehr Arbeitskräfte beſchäftigt, ohne daß die Arbeit ſelbſt
verteuert wird. Gerade in ernſter Zeit iſt es nicht zu rechtfertigen,
daß die Einen alles, oder, wie uns von einzelnen Fällen bekannt iſt,
in angeſtrengteſter Tätigkeit und in Ueberſtunden, mehr als ſonſt
verdienen und die Anderen nichts. Man ſetze möglichſt Viele in
den Genuß vorhandener Erwerbsgelegenheiten. Der Eine fühle
ſich ſolidariſch mit dem Anderen. Arbeitskräfte bitten wir auf
dem öffentlichen Nachweisbüro, Waldſtr. 19, Fernruf 371, abzurufen.
Wir wiſſen, daß viel zur Linderung der augenblicklichen Notlage
getan werden kann, wenn vorſtehenden Anregungen in weiteſten
Umfang entſprochen wird bei der Opferwilligkeit und dem ſozialen
Pflichtbewußtſein der hieſigen Bevölkerung, die ſich ſchon ſo oft in
ganz hervorragendem Maße gerade in den letzten Wochen bewährt
haben, zweifeln wir nicht, daß ſie auf fruchtbaren Boden fallen und
Gutes wirken.
Arbeitgeben geht vor Almoſengeben.
Darmſtadt, den 27. Auguſt 1914.
(18030a
Der Oberbürgermeiſter:
Das Arbeitsamt:
Dr. Gläſſing.
Mueller, Bürgermeiſter.
Verbot der Ausfuhr von Naturalien, Getreide
und Vieh für den Kreis Darmſtadt.
Nachſtehende Verfügung Großh. Kreisamts Darmſtadt bringe
ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Ich füge an, daß ſich das
Verbot der Ausfuhr von Naturalien nicht auf Obſt, Salat, Gemüſe,
gelbe Rüben, grüne Bohnen, grüne Erbſen, Gurken und dergleichen
bezieht. Der zuſtändige Feldmagazinbeamte, Herr Intendantur
inſpektor Lebrecht, wohnt in Alsbach (Bergſtraße).
(18063a
Darmſtadt, am 26. Auguſt 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
Darmſtadt, den 24. Auguſt 1914.
An Herrn Oberbürgermeiſter zu Darmſtadt
und die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden
des Kreiſes.
Auf Erſuchen des Vertreters der Etappen=Intendantur wird
die Ausfuhr von Naturalien, Getreide und Vieh aus dem Kreiſe
Darmſtadt bis auf weiteres unterſagt. Die Ausfuhr iſt nur gegen
eine Beſcheinigung des zuſtändigen Feldmagazinbeamten zuläſſig.
Zuwiderhandelnde ſind anzuhalten und es iſt uns hiervon ſofort
telegraphiſch oder telephoniſch Nachricht zu geben.
Fey.
Bekanntmachung.
In letzter Zeit treiben ſich allabendlich bis in die ſpäten
Abend=
ſtunden jugendliche Perſonen beiderlei Geſchlechts in der Stadt,
insbeſondere in der Rheinſtraße, ihren angrenzenden Straßen und
am Hauptbahnhof umher, die durch ihr Benehmen auffallen und
ſittlichen Gefahren ausgeſetzt ſind. Ich ſehe mich daher veranlaßt,
an die Eltern, Vormünder und Erzieher das dringende Erſuchen
zu richten, dieſen Jugendlichen eine beſſere Aufſicht angedeihen
zu laſſen und darauf zu ſehen, daß ſie ſich nach 9 Uhr abends
nicht mehr ohne zuverläſſige Begleitung von Erwachſenen auf
der Straße zeigen. Zur Vermeidung drohender Verwahrloſung iſt
Anordnung getroffen, verdächtige Jugendliche anzuhalten und
die zur Abwendung der Gefahren notwendigen
Fürſorgemaß=
nahmen auf Grund der beſtehenden Geſetzgebung zu treffen.
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1914.
(18099imd
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Obſt= und Grummeigras=Verſteigerung.
Die am 27. und 28. ds. Mts. ſtattgehabte Verſteigerung
der Obſternte von den Bäumen an verſchiedenen Straßen und der
Grummetnutzung von den ſtädtiſchen Wieſen öſtlich des Darmſtädter
Friedhofs iſt genehmigt. Die Abfuhrſcheine ſind bei der Stadtkaſſe
erhältlich und müſſen bis 10. September abgeholt ſein.
Zur Verſteigerung des Grummetgraſes von den ſtädtiſchen
Stockerts= und Schulwieſen öſtlich des Odenwaldbahndammes wirk
hiermit Termin auf Donnerstag, den 3. September I. Js.,
vor=
mittags 9 Uhr, anberaumt.
(18097im
Zuſammenkunft auf dem Böllenfalltorweg am Bahndamm.
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1914.
Der Oberbürgermeiſter:
V.: Jaeger.
Volksküche, Waldſtraße 18.
Mit Rückſicht auf die jetzige Ungunſt der Verhältniſſe weiſe ich
bedürftige Perſonen auf die Volksküche hin. Dieſe Anſtalt gewährt
gegen eine verhältnismäßia ſehr geringe Vergütung in uneigennütziger
Weiſe gute Koſt. Das Eſſen kann auch abgeholt werden.
Darmſtadt, den 25. Auguſt 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
(17916a
Dr. Gläſſing.
Kartoffeln
werden wieder in die Wohnung
(17963a
geliefert.
Schwarz, Hofmeierei,
Telephon 184.
Sehr schöne Zwetschen
10 Pfund 70 Pfennig,
sehr schöne Kochäpfel
10 Pfund 90 Pfennig,
Gelbe Mäuschen, Salatkartoffel
per Pfund 10 Pfennig, 10 Pfund
90 Pfennig bei (*4029go
L. Stilling Ww., Hochſtr. 4.
ebrochene Geiee, Koch= u.
Eß=
äpfel , 5, 6 u. 10 Pf. per Pfd
Eckhardſtraße 1. (*3934sgi
Billiges Obſt
Zwetſchen, Falläpfel und Birnen
20 Pfund 1 Mk. (*4059
Wieners Obſtanlage,
Sensfelder=
weg, nächſt Nordbahnhof.
Nachmittags 4—6 Uhr.
Worzügl. Eß= u. Einmachbirnen,
ſow. Mirabellen z. vk. (*4042imd
Frau Menger, Kranichſteinerſtr. 60.
ute Eßbirnen, Pfund 8 und
10 Pfg., gebr. Aepfel 10 Pfg.,
Geleeäpfel 6 Pfg., Falläpfel 3
und 5 Pfg. abzugeben (*4092if
Pitthan, Karlshof.
Weſte=Birnen zum Eſſen und
Einmachen zu verkaufen
*4100)
Wenckſtr. 8, part.
Zinmachbirnen, gute Luſſe,
Pfund 9 Pfg.
(*4074
Hummel, Wenckſtr. 29.
einſte Taſelbirnen direkt vom
Baume, Pfd. 12 Pfg. (*3953sid
Mollerſtraße 8.
Ausverkauf
wegen vollſt. Geſchäftsaufgabe.
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Darmstadt. (15832af
Telephon-Nr. 200.
Kufenf an die Hunsfranen Darimſtadts!
Arbeit, insbeſondere auch
Waſchen für hieſige Frauen.
Die Arbeitsloſigkeit der Frauen iſt groß. Jeder,
der dazu imſtande iſt, ſollte zur Linderung der Notlage
durch Gewährung von geeigneter Beſchäftigung beitragen.
Biele Hausfrauen geben ihre Wäſche nach auswärts.
Sie würden ſich ein Verdienſt erwerben, wenn ſie in der
ernſten Zeit dieſe Gepflogenheit aufgeben und hieſige
Waſchfrauen einſtellen oder hieſige Wäſchereien, die dann
nehr Perſonal brauchten, bedenken wollten. Die
Frauen=
abteilung des Arbeitsamts (Waldſtr. 19, I., Fernruf371)
weiſt Arbeitskräfte jederzeit unentgeltlich nach.
Ich zweifle nicht, daß es nur dieſes Hinweiſes bedarf,
um der Unterſtützung der Hausfrauen gewiß zu ſein.
Arbeitgeben iſt die beſte
Form des Wohltuns!
Darmſtadt, den 22. Auguſt 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
(17827a
Bekanntmachung.
Wir machen hiermit bekannt, daß am 1. September ds. Js. ein
Einigungsamt zwecks Ausgleich der Intereſſen
der Gläubiger und Schulduer
ſofern einer derſelben ſeinen Wohnſitz im Bezirke der Handelskammer
Darmſtadt hat, ſeine Tätigkeit aufnimmt.
Das Einigungsamt wird weiter auf Antrag beider Parteien
dieſen aus ſeiner Mitte zur Entſcheidung, ob ein Anſpruch auf
Aus=
ſtand beſteht, ein Schiedsgericht zur Verfügung ſtellen. Weiter
werden Mitglieder des Einigungsamtes den Gerichten bei der Frage,
b dem Schuldner eine Zahlungsfriſt zu gewähren iſt, auf Wunſch
ſachverſtändige Gutachten erſtatten. Es wird insbeſondere den
Par=
teien, die ſich vor Anrufung des Gerichts an das Einigungsamt
gewendet hatten, auf Verlangen eine Erklärung über ſeine
Tätig=
keit und ſeine Auffaſſung zum Gebrauch vor dem Gericht zur
Ver=
fügung ſtehen.
Auf Wunſch der Beteiligten kann das Einigungsamt auch in
anderen Fällen als den vorgenannten vermitteln oder als
Schieds=
richter tätig ſein.
Alles nähere über Zuſammenſetzung und Tätigkeit des
Einig=
ungsamtes kann Intereſſenten ſeitens der Geſchäftsführung, welche
ſich im Bureau der Großh. Handelskammer Darmſtadt, Rheinſtraße 9,
befindet, mitgeteilt werden.
(18107
Die Großh. Handelskammer Die Handwerkskammer
Darmſtadt.
Darmſtadt.
Pareus.
Falk.
Pferde-Verkauf.
Sonnabend, den 5. September, vormittags 10 Uhr,
werden in der Kaſerne des Erſatz=Pferdedepots (neue Train=Kaſerne)
in Darmſtadt ungefähr 25 ausgehobene, zum Militärdienſt nicht
ge=
eignete Zugpferde meiſtbietend gegen ſofortige Barzahlung
ver=
ſteigert.
(18091
Erſatz=Pferde=Depot XVIII. A.=K. Darmſtadt.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 2. September 1914, vorm. 11 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtr. 16 (Reſt. zur Roſenhöhe) dahier
Möbel aller Art, darunter Ausziehtiſche, Spiegelſchränke,
Trumeauxſpiegel, 1 Plüſchgarnitur, antike Kommode, 1
Pia=
nino, 1 Kaſſenſchrank, Seidenband und Spitzen
durch den Unterzeichneten zwangsweiſe verſteigert.
(18118
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher
Georgenſtraße 11, I.
Die Küchenlieferungen für 30— 40 Perſonen
ſollen vergeben werden. Anerbieten mit genaueſter
Preisangabe ſind zu richten an
(18096
Frau Geheimerat Dr. Happel
Sandſtraße 18.
Nauheim, Kreis Groß=Gerau.
Von Montag, den 31. Auguſt l. J., nachm. 2¾ Uhr, tä
ſt dem Bahnhof
(1803
Obſt= und Gemüſemarkt.
Während der Einberufung meines Mannes zum
Heere führe ich unsere Praxis allein weiter.
Frau A. Heuss-Bannicke
prakt. Zahnärztin
Hügelstrasse 6, part.
Fernruf 2432.
Sprechstunden an Werktagen von 10—12
und von 3—5 Uhr.
(18053a
Nummer 240.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. September 1914.
Seite 13.
Wertelausfauenbarmstautef
Anschließend an den Aufruf unseres Oberbürgermeisters Herrn Dr. Glässing geben die Unterzeichneten hiermit bekannt, daß die
Reinigung von
Damen-, Bett-, Tisch-ueKüchenwäsche
von heute ab übernommen wird.
B17884.
Grosse Stücke 12 Pfg.
Kleine Stücke 5 Pfg.
Wir machen besonders darauf aufmerksam, daß die Stücke gewaschen und gemangelt sind. Der Arbeitslohn
kommt den Frauen zugut, die bei uns beschäftigt werden, deren Männer im Felde stehen, deshalb nochmals „„Reinigung
der Wäsche am Platze‟.
Um geneigten Zuspruch bitten
Hochachtungsvoll
Darmstädter Dampfwäscherei Dampfwäscherei u. Bügelanstalt
„Edeſwoißt
t.udhwig iorting, koſielerant
Telephon 309. Inh.: Fritz Crößmann. Telephon 309.
Schießhausstraße 4.
Telephon 249,
Kriegsversicherung.
CONCORDlA, Cölnische Lebens-
Versicherungs-Gesellschaft
in Cöln.
ir gewähren bis auf Weiteres Angehörigen des
W Landsturmes, Militär- u. Feldpostbeamten,
so-
wie dem Sanitätspersonal gegen mäßige Zusatzprämie
Kriegsversicherung
mit garantierter Zahlung der vollen
ver-
sicherten Summe sofort nach dem Tode,
nicht erst nach Friedensschluß.
Späterer Nachschuß oder Umlage, sowie
Kürzung der Versicherungssumme
vertrag-
lich ausgeschlossen. (III,17832
Wirksamstes u. unschädlichstes
Wasch-
pulver der Welt. Einfachste
An-
wendung. Bleicht u. reinigt
Keine
ohne
jede
schäd-
lichen Bestandteile.
Schont daher Wäsche u. —
Hände. Uberall erhältl. Süddeutsche T.
Waschmittel-Industrie, G. m. b. H., Darmstadt.
selbsttätig
Garantie
unter
Auch wahrend
des Krieges
bleibt unſere Abteilung
Auskunftei
in Tätigkeit unter Zuſicherung
prompter und zuverläſſiger
Be=
richte.
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in ſeitheriger Weiſe weitergeführt,
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23)
Es war dunkel. Drum konnte Winter das Geſicht des
Erasmus nicht ſehen. Er merkte nur, daß die Geſtalt
ne=
ben ihm in die Höhe fuhr, und fühlte einen heißen,
keu=
chenden Atem.
Aber Erasmus bezwang ſich. Und nun ſaß er
wie=
der in ſeinem Winkel und überlegte die Antwort. Seine
Hände zitterten.
Ja, Herr! Roth ſchreibt er ſich .. derſelbige „Kerl”.
Aber es kunt doch ſein, daß derſelbige „Kerl” net gar ſo
ſchlecht war, und das alles a weng anders gweſen is,
als wie’s für die Herrn Gendarm ausg’ſchaut hat.
Anders geweſen? Aber, wie ſoll es denn geweſen
ſein? Hätte der Führer die beiden am Seil gehabt, ſo
hätte das Unglück nicht geſchehen können.
So? — Aber der andere, der Lerch war doch auch
nöd am Seil! Und hat ſich nöd derfallen. Und war
auch kein beſſerer Steiger als der Winter. A Leichtſinn
war’s vom Führer. Das muß ich ſelber ſagen. Aber a
„Kerl” is er deswegen doch nöd gweſen!
Winter merkte die Erregung, die den Führer ergriffen
hatte. Vielleicht hab ich dem Mann Unrecht getan. Ich
weiß es nicht. Aber ſagen Sie: warum ſind Sie ſo außer
ſich darüber?
Erasmus würgte eine Weile, bis er mit zerdrückter
Stimme die Worte fand:
Weil der Roth mein Vater is, Herr!
Eine raſche Antwort:
Und mein Vater war der Abgeſtürzte. Ich bin ſein
Sohn.
Nun war es vor der Hütte ſo ſtill, daß man deutlich
die Stimmen der beiden Freunde drinnen hören konnte.
Aber weder Erasmus noch Winter hörten ſie.
Hellmer hatte gerade die Schale hingeſtellt und wollte
die Tür öffnen, um nach Winter zu ſehen. Aber Heinrich
rief ihn zurück.
Eh Du das tuſt, Gottwalt, möchte ich Dir noch einiges
von ihm ſagen, was Du wiſſen mußt. Wir beide ſind
er=
ledigt. Ich weiß, was ich wiſſen wollte, weiß, daß Du
glücklich biſt und daß es Dir gut geht — Du weißt,
was ich die Zeit ſeit unſerem letzten Wiederſehen
getrie=
ben habe, und daß ich über Deine Einladung glücklich war.
Laß uns noch ein Weilchen von dem armen Burſchen da
draußen plaudern.
Er zog Hellmer neben ſich auf die Bank und bot ihm
eine Zigarre.
Wo ich ihn kennen lernte? Und wie wir
Freund=
ſchaft miteinander ſchloſſen? Er iſt zu mir gekommen,
um ärztliche Hilfe zu ſuchen. Du weißt, daß ich in Wien
einen guten Namen habe. Und als Winter zu mir kam,
war ſeine Seele zerfetzt wie eine Fahne, die durch
hun=
dert Schlachten gegangen iſt. Ich begann die Riſſe zu
ſtopfen und zu flicken und gewann meinen Patienten lieb
dabei. Jetzt iſt er ſo weit, daß das meiſte genäht iſt —
manches ſogar recht kunſtgerecht und dauernd. Eine ganze
Fahne wird es freilich niemals wieder. Der tiefſte Riß
war wohl der, den der Tod ſeines Vaters verurſachte.
Fritz hing mit abgöttiſcher Liebe an dieſem Vater. Ein
Grund mehr, der mich für ihn einnahm. Kurz, wir ſind
gute Freunde geworden, und ich habe bemerkt, daß ihn
dieſe Freundſchaft aufzurichten beginnt. Hätteſt Du ihn
noch vor einem Jahre geſehen — Du würdeſt ihn heute
nicht wiedererkannt haben.
Hellmer ſchlug Heinz gutmütig auf den Rücken.
Du biſt ein guter Arzt, Heinz! Wer ein
Freundes=
herz an Stelle der Arzneien bietet, wird viele Erfolge
auf=
zuweiſen haben. — Nur eins, Heinz. Warum in aller
Welt bringſt Du ihn gerade da her, wo er doch ſtündlich
Spießruten laufen muß durch neu erregte Erinnerungen?
Heinrich lächelte.
Gegengift. Gottwalt! Ein Jahr vernünftigen
Zu=
redens hat nichts gefruchtet — laß ſehen, ob die Erfüllung
ſeines Wunſches hilft. Die Erinnerung und die
Sehn=
ſucht — ſie ſind beide am mächtigſten, wenn ſie am
wenig=
ſten zu zehren haben. Das ſind zwei Feinde, die man
nicht aushungern kann. Je weniger Nahrung ſie
be=
kommen, um ſo wilder wühlen ſie. Aber ſie ſterben
lang=
ſam an der Erfüllung.
. . . Sterben? An der Erfüllung? Gottwalt
wieder=
holte es für ſich. Iſt es nicht traurig, Heinz, wenn das
wahr iſt?
Nein, Gottwalt, es iſt gut ſo. Wenn das Ende die
Erfüllung iſt, und alle Sehnſucht nach der Erfüllung geht:
iſt es dann nicht etwas Weiſes um das Sterben?
Hellmer ſchwieg. Und auch der andere ſprach nicht
mehr. Nur der Rauch der Zigarren trieb feine, blaue
Geiſter durch die Kammer. Und die Glut verglomm im
Herd. — Da tat ſich die Tür auf und Erasmus lugte
herein.
Wann St heut’ noch heim wollen, Herr, wär’s an
der Zeit!
Schön. Alſo vorwärts! Röschen wird ſich freuen,
uns heute noch zu ſehen.
Sie packten zuſammen und machten ſich auf den Weg.
Keiner ſprach. Nur der nächtliche Hochwald redete.
Der hatte viel zu ſagen. Dem Sohn des Abgeſtürzten
erzählte er von ſeines Vaters Wegen, von den Tagen, da
der Vater noch kraftvoll zwiſchen den Stämmen wanderte
und ſeines Sohnes dachte, der weit fort war, irgendwo
in China. — Zu Gottwalt ſprach er von eiſernen
Traver=
ſen, aufſtrebenden Stahlſchienen — und von der
Sehn=
ſucht, die an der Erfüllung ſtirbt. — Und zärtlich ſprach
der Hochwald zu Heinrich. Für ihn, den traumfrohen
Großſtädter, war der Hochwald der Herr der Berglehnen,
der klingende deutſche Wald, drin lockende Quellen
ſpran=
gen und das Märchen ſaß und wartete —
Nur für Erasmus war der Hochwald ſtumm.
Eras=
mus hatte keine Zeit, auf den Wald zu lauſchen. Der
mußte ſcharf in die ſchwarzen Schatten ſpähen, um den
Weg nicht zu verlieren.
(Fortſetzung folgt.)
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. September 1914.
Nummer 240.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 240.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. September 1914.
Seite 15.
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(74614ai
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 1. September 1914.
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(18112
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Freiwillige Sauitätskolonne vom Roten Krenz.
Alle unſere Mitglieder haben abends 8 Uhr im „Kaiſerſaal”
anzutreten, um auf dem Laufenden und bei der Unterweiſung der
neuen Kameraden behilflich zu ſein.
(18092
Darmſtadt, den 31. Auguſt 1914.
Der Kolonnenführer.
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wechſelvollſten Zeitabſchnitte unſerer nationalen Dergangenheit
und dürſte gerade in dieſen Wochen doppelt zu den Herzen
der Beſucher ſprechen.
18101a
H
Freie literariſch=künſtleriſche
Geſellſchaft.
Der Krieg macht es unmöglich, daß wir die für den
Winter 1914/15 vorgeſehenen zehn Veranſtaltungen zur
Aus=
führung bringen. Die Vereinstätigkeit ſetzt daher bis auf
wei=
teres aus. Der Jahresbeitrag wird für das mit dem 1. Oktober
1914 beginnende neue Vereinsjahr von den Mitgliedern
vor=
erſt nicht erhoben werden.
(18093
Darmſtadt, im September 1914.
Der Vorſtand.
RESIDENZTHEAIER
am weißen Turm.
Ab heute Dienstag:
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Mimisches Drama in 4 Akten von Hugo von Hofmannsthal
m. d. bek. Tänzerin Grete Wiesenthal i. d. Hauptrolle.
Die Liebe eines Fürsten
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Die gesamte Einnahme am Freitag, den 4. September
wird zum Besten der Kriegsfürsorge abgeführt.
(18098
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