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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 206.
Mittwoch, den 29. Juli.
1914.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Die öſterreichiſch=ungariſche Regierung hat geſtern an
Serbien den Krieg erklärt.
Der 16. Deutſche Handwerks= und
Gewerbe=
kammertag trat in Mannheim zuſammen.
Auf der Zeche „Adolf von Hanſemann” in Mengede
geriet ein Flöz in Brand. Bisher wurden
ſie=
ben Tote geborgen.
Der Prozeß gegen Frau Caillaug endete mit einem
Freiſpruch der Angeklagten nachdem die
Ge=
ſchworenen die Schuldfrage verneint hatten.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Oeſterreich und Serbien.
Zur Lage.
*⁎* Nach der erſten ungeheuren Erregung, die ſich
ganz Europas bemächtigt und auch im deutſchen Volke
ihren Niederſchlag gefunden hatte, als der Konflikt
zwi=
ſchen Oeſterreich=Ungarn und Serbien akut geworden und
über die vorausſichtliche Stellungnahme Rußlands
bedroh=
liche Meldungen eingelaufen waren, ſcheint jetzt eine
be=
ruhigtere Stimmung Platz greifen zu wollen. Es
iſt bemerkenswert, daß dieſer Umſchwung mit der
Rück=
kehr des Kaiſers zeitlich zuſammenfällt. An und für ſich
müßte ja die plötzliche Unterbrechung der Nordlandsreiſe
als ein beunruhigendes Moment angeſehen werden, aber
das Vertrauen in die Friedensliebe des Kaiſers iſt ſo groß,
daß in weiteſten Kreiſen die Ueberzeugung herrſcht, er
werde alles aufbieten, um Europa die Schrecken des
Krie=
ges zu erſparen, und wenigſtens die
Lokali=
ſierung des öſterreichiſch=ſerbiſchen
Krieges zu ermöglichen. Auch britiſche
Blät=
ter ſehen in Kaiſer Wilhelm den geeigneten Mann,
in dieſen kritiſchen Augenblicken für den Frieden
einzutreten. Wenn auch vielleicht das Gerücht von einem
Schreiben des Kaiſers an den Zaren den Tatſachen nicht
entſpricht, ſo iſt es doch ein Beleg dafür, welche
Hoffnun=
gen man in den Kaiſer ſetzt.
Nach allem, was aus den europäiſchen Hauptſtädten
in dieſen Tagen berichtet wurde, war der Eindruck des
öſterreichiſchen Vorgehens, hauptſächlich der einer großen
Verwirrung, welcher denn auch die vielen abenteuerlichen
Meldungen zuzuſchreiben ſind, welche einander
überſtürz=
ten und die Beunruhigung bis aufs äußerſte ſteigerten.
Das war ganz natürlich, und wir wollen der öffentlichen
Meinung darüber keinen Vorwurf machen, weil ſehr viel
auf dem Spiele ſtand. Nach wie vor bleibt die Lage
über=
aus ernſt, und wir wollen nicht leugnen, daß ſie zur Kriſis
führen kann. Aber einige Lichtblicke ſind doch vorhanden,
wenn man die letzten Nachrichten überblickt. Weder in
Rußland noch in Frankreich iſt rechte Kriegsluſt zu
konſta=
tieren, vielmehr erhält man den Eindruck, daß man an
der Seine wie an der Newa durch die Ereigniſſe
unange=
nehm überraſcht worden iſt, und daß man ihnen am
lieb=
ſten aus dem Wege gegangen wäre. Wir haben natürlich
hierbei die verantwortlichen offiziellen Stellen im Auge
und nicht die chauviniſtiſchen, ſowie panſlawiſtiſchen
Kreiſe, deren lärmende Kundgebungen nicht überraſchen
und vielleicht ihren Regierungen Verlegenheiten bereiten.
Viel beachtet ſind ferner die Unterredungen, welche der
deutſche Botſchafter in Paris mit dem ſtellvertretenden
Mi=
niſter des Aeußern hatte und die der Lokaliſierung des
Streitfalls gegolten haben ſollen. Auch den letzten
Unter=
redungen Saſonows mit dem Petersburger öſterreichiſchen
Botſchafter legt man große Bedeutung bei; in der Tat
kann ſolche Ausſprache manches Gute bewirken, namentlich
wenn Rußland dadurch die Ueberzeugung erhält, daß es
Oeſterreich gar nicht auf die Zertrümmerung Serbiens
ab=
ge hen hat, ſondern nur ſeinen berechtigten Forderungen
Ceitung verſchaffen will. Erwähnen wollen wir noch, daß
ſelöſt einzelne Pariſer Organe Sympathien für Oeſterreich=
Ungarn zeigen.
Eine beſondere Rolle bei der Abwickelung der
öſter=
reichiſch=ſerbiſchen Frage dürfte England ſpielen. Schon
die Tatſache, daß England, ſoweit ſich aus den bisherigen
Meldungen erſehen läßt, nicht geneigt iſt, mit dem
Zwei=
bunde durch dick und dünn zu gehen, ſondern ſich auf eine
Vermittlerrolle beſchränken will, dürfte ernüchternd in
Petersburg wirken. Welchen Erfolg der engliſche
Ver=
mittelungsvorſchlag haben wird, ſteht noch dahin.
Ob die ruhigere Auffaſſung berechtigt iſt und anhält,
muß ſich erſt zeigen; es iſt erklärlich, daß die Bilder im
Kaleidoſkop des Welttheaters im gegenwärtigen
Augen=
blick beſonders ſchnell wechſeln und die Ereigniſſe ſich raſch
überholen. Nicht ernſthaft genug kann die Wahrung der
Ruhe empfohlen werden, und die Nervoſität des
Publi=
kums, wie ſie zum Beiſpiel bei dem völlig zweckloſen und
unnötigen Run auf die Sparkaſſen zum Ausdruck kommt,
iſt aufs Schärfſte zu tadeln.
Der Vermittelungsvorſchlag Greys.
* Im engliſchen Unterhauſe gab Sir Edward
Grey am Montag auf eine Anfrage Bonar Laws
fol=
gende Erklärung über die europäiſche Lage ab:
Ich glaube, dem Hauſe ausführlich die Stellung,
die die britiſche Regierung bis jetzt eingenommen
hat, darlegen zu müſſen. Am letzten Freitag morgen
er=
hielt ich vom öſterreichiſch=ungariſchen Botſchafter den Tert
der Mitteilungen der öſterreichiſch=ungariſchen Regierung
an die Mächte, die in der Preſſe auch erſchienen ſind, welche
die Forderungen Oeſterreich=Ungarns an Serbien
enthal=
ten. Am Nachmittag ſah ich die übrigen Botſchafter und
drückte ihnen gegenüber die Anſicht aus, daß wir, ſolange
der Streit auf Oeſterreich=Ungarn und Serbien beſchränkt
bleibe, kein Recht hätten, uns einzumiſchen, wenn aber die
Beziehungen zwiſchen Oeſterreich=Ungarn, Deutſchland und
Rußland bedrohlich würden, ſei es eine Sache des
euro=
päiſchen Friedens und gehe uns alle an. Ich wußte in
jenem Augenblick nicht, welchen Standpunkt die ruſſiſche
Regierung eingenommen hatte, und machte deswegen
kei=
nen unmittelbaren Vorſchlag, aber ich ſagte, wenn die
Be=
ziehungen zwiſchen Oeſterreich=Ungarn und Rußland einen
bedrohlichen Charakter annähmen, ſo ſcheine mir die
ein=
zige Chance für den Frieden darin zu beſtehen, daß die
vier an der ſerbiſchen Frage nicht unmittelbar
intereſſier=
ten Mächte, nämlich Deutſchland, Frankreich,
Italten und Großbritannien, in Petersburg und
Wien gleichzeitig und zuſammen dahin wirken ſollten, daß
Oeſterreich und Rußland die militäriſchen Operationen
einſtellen möchten, während ſich die vier Mächte bemühen,
die Beilegung des Konfliktes zu erzielen.
Nach=
dem ich gehört hatte, daß Deſterreich=Ungarn die
Be=
ziehungen zu Serbien abgebrochen habe, machte ich
folgen=
den Vorſchlag:
Ich wies geſtern nachmittag die britiſchen Botſchafter
in Paris, Verlin und Rom telegraphiſch an, bei den
Re=
gierungen, bei denen ſie beglaubigt ſind, anzufragen, ob
dieſe gewillt ſeien, ein Einvernehmen dahin zu treffen,
daß der franzöſiſche, deutſche und italieniſche Botſchafter
in London mit mir zu einer Konferenz in London
zuſammenzutreten, um ſich zu bemühen, ein Mittel zur
Beilegung der gegenwärtigen
Schwierig=
keiten zu finden. Gleichzeitig beauftragte ich unſere
Ver=
treter, jene Regierungen zu erſuchen, ihre Vertreter in
Wien, Petersburg und Belgrad zu ermächtigen, die
dor=
tigen Regierungen von der vorgeſchlagenen Konferenz zu
informieren und ſie zu erſuchen, alle aktiven militäriſchen
Operationen bis zur Beendigung der Konferenz
einzu=
ſtellen. Darauf habe ich noch nicht alle Antworten
er=
halten. Bei dieſem Vorſchlag iſt natürlich die
Zuſam=
menarbeit der vier Mächte eine weſentliche. In
einer ſo ſchweren Kriſis wie dieſe würden die
Bemühun=
gen einer einzelnen Macht, den Frieden zu erhalten,
un=
wirkſam ſein. Die in dieſer Angelegenheit verfügbare Zeit
war ſo kurz, daß ich die Gefahr auf mich nehmen mußte,
den Vorſchlag zu machen, ohne die üblichen vorbereitenden
Schritte zu unternehmen, um mich zu verſichern, ob er gut
aufgenommen werde. Aber wo die Dinge ſo ernſt, die
Zeit ſo kurz und die Gefahr, etwas Unwillkommenes
vor=
zuſchlagen, unvermeidlich iſt, bin ich trotzdem der Anſicht,
daß er angenommen wird.
Der in der Preſſe erſchienene Text der ſerbiſchen
Ant=
wort iſt richtig. Wie ich glaube, ſollte dieſer Vorſchlag
wenigſtens die Grundlage bieten, auf der eine
freund=
ſchaftliche und unparteiiſche Gruppe von Mächten, unter
denen ſich Mächte befinden, die bei Oeſterreich=Ungarn und
Rußland gleiches Vertrauen genießen, imſtande wäre, eine
Beilegung zu finden, die allgemein annehmbar wäre Es
müßte jedem, der nachdenkt, klar ſein, daß in dem
Augen=
blick, wo der Streit aufhört, ein ſolcher zwiſchen
Deſter=
reich=Ungarn und Serbien zu ſein, und wo er einer wird,
in welchen eine andere Großmacht verwickelt iſt, dies mit
einer der größten Kataſtrophen enden kann, die jemals den
Kontinent und Europa heimſuchten. Niemand kann ſagen,
was das Ende der ausgebrochenen Schwierigkeiten ſein
wird. Ihre direkten und indirekten Folgen würden
un=
berechenbar ſein.
Nach der Erklärung Greys fragte Harry Lawſon, ob
es wahr ſei, daß der deutſche Kaiſer das Prinzip
der Vermitelung das Grey vorgeſchlagen habe,
ange=
nommen habe. Grey erwiderte, er ſei überzeugt, daß die
deutſche Regierung der Vermittelungsidee im Prinzip
zwiſchen Oeſterreich=Ungarn und Rußland günſtig ſei, aber
über den ſpeziellen Vorſchlag, daß man zu dem Prinzip der
Vermittlung greife, habe er noch keine Antwort von der
deutſchen Regierung erhalten.
Frankreich hat der britiſchen Regierung ſein
vollſtän=
diges Einverſtändnis mit dem Vorſchlage Sir Edward
Greys mitgeteilt,
Der Köln. Ztg. wird hierzu aus Berlin geſchrieben:
Was die mutmaßliche Haltung Deutſchlands zu
dieſem vermittelnden Schritte betrifft, ſo
wird man im Auge zu behalten haben, daß die Erwartung,
die man an ſolche vermittelnden Schritte und an die Rolle
Deutſchlands dabei knüpfen darf, im weſentlichen von der
Aufnahme wird abhängen müſſen, die etwaigen, näher
be=
gründeten Vorſchlägen dieſer Art in Wien zuteil wird.
Aus der von Anfang an angenommenen Haltung
Deutſch=
lands ergibt ſich der zwingende Schluß, daß man ſich in
Berlin mit jeder Vermittelung befreunden
dürfte, die von Oeſterreich=Ungarn
ge=
wünſcht wird. Das iſt die Grundvorausſetzung, an
der Deutſchland ſeine Stellungnahme einer etwaigen
Ver=
mittelung gegenüber zu prüfen haben wird. Es
hieße aber die grundſätzliche Stellung dem
öſter=
reichiſch=ſerbiſchen Streit gegenüber verkennen, wollte
man annehmen, daß ſich die deutſche Regierung
etwa bereit finden laſſen könnte, dem Bundesgenoſſen eine
dieſem nicht genehme Vermittelung aufzudrängen oder
dazu mitzuwirken, daß ſie ihm von dritter Seite
aufge=
drängt wird.
Oeſterreichs Kriegsbereitſchaft und
Pa=
triotismus.
* Das Neue Wiener Abendblatt ſchreibt: Alle
maß=
gebenden Beurteiler ſtimmen darin überein, daß die
öſterreichiſch=ungariſche Armee heute jeder,
auch der größten Leiſtung gewachſen iſt. In dieſem
Bewußtſein können wir allen Eventualitäten mit
Zuver=
ſicht entgegenſehen. Wir haben nicht nur volles Vertrauen
in den deutſchen Bundesgenoſſen, deſſen treuen feſten
Händedruck wir mit männlichem Danke erwidern, wir
ha=
ben nicht nur volles Vertrauen in die Sympathie und die
Loyalität unſeres italieniſchen Alliierten, deren
ausdrück=
liche Bekundung durch den Botſchafter hier tiefen Eindruck
gemacht hat, wir haben vor allem volles Vertrauen in
un=
ſere eigene Fähigkeit, der Situation auch dann gewachſen
zu ſein, wenn ſie ſich komplizieren ſollte, wofür jedoch
ir=
gend ein ernſtes Anzeichen nicht vorliegt.
Der Patriotismus der Monarchie gibt ſich
in opferwilliger Bereitſchaft aller Bevölkerungsſchichten,
insbeſondere in zahlreichen Spenden und Sammlungen
für die im Felde ſtehenden Soldaten und die Familien
der eingerückten Reſerven kund. Für dieſe nimmt das
Kriegsminiſterium alle Gaben entgegen. Die
Reichsorga=
niſation der Hausfrauen Oeſterreichs erläßt einen Aufruf
zu einer großen Frauenhilfsaktion, welche unter anderem
bezweckt: Schaffung eines Hilfsfonds, ſowie
Verdienſtmög=
lichkeiten für die ſubſiſtenzlos gewordenen Frauen von
Re=
ſerviſten, Schaffung von Freitiſchen und Freimarken für
die wichtigen Lebensmittel. Die deutſchen Studenten in
Prag haben beſchloſſen, eine Sammelſtelle für das
öſter=
reichiſche Rote Kreuz zu errichten. Die böhmiſche
Aerzte=
ſchaft hat zur Organiſation einer ärztlichen Hilfsaktion
aufgefordert. Der 62 Jahre alte Präſident des
Herren=
hauſes, Fürſt zu Windiſchgrätz, der Major der Landwehr
iſt, meldete ſich, wie das Neue Wiener Tagblatt berichtet,
beim Landesverteidigungsminiſter zum freiwilligen
Trup=
pendienſt in der Front. Auch das 54jährige Mitglied des
Herrenhauſes, Fürſt Karl Auerſperg, hat ſich entſchloſſen,
gleichzeitig mit ſeinem zur Truppe einberufenen Sohne
freiwillig einzurücken.
Die Wiener Sonn= und Montagszeitung meldet: Dem
glänzenden Schauſpiele, welches die Manifeſtation der in
Treue verbündeten Staaten bietet, ſtellt ſich ein anderes
nicht minder glänzendes an die Seite: Die
Manifeſta=
tion der Treue aller Völker des Reiches
für das Herrſcherhaus und das
Vater=
land. Das Blatt hebt vor allem die Treue der
öſterrei=
chiſch=ungariſchen Serben und Kroaten hervor, welche
da=
durch Zeugnis dafür ablegten, daß es ſich bei der
Abrech=
nung mit Serbien weder um einen Krieg gegen das
Sla=
wentum noch um einen ſolchen gegen die Orthodoxie
han=
dele, ſondern um die Sicherung der Ehre und
Lebensinter=
eſſen der Monarchie, die auch in dieſem ihr von der Not
aufgedrängten Krieg, der kein Eroberungskrieg ſein werde,
der friedlichſte Staat Europas ſei.
Die Haltung Italiens.
* In einem anſcheinend inſpirierten „Deutſchland
und Italien im Dreibunde” überſchriebenen
Leitartikel erinnert die Tribuna das italieniſche Volk
da=
ran, daß es jetzt an der Zeit zu ſein ſcheine, von der
bis=
her in der Preſſe empfohlenen und bevorzugten Haltung
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juli 1914.
Nummer 206
Italiens als Zuſchauer abzuweichen und eine Politik
tä=
tiger Anteilnahme ſelbſt auf die Gefahr hin, Opfer bringen
zu müſſen, einzuſchlagen. Den gleichen Inhalt hat ein
Entrefilet des Giornale d’Italia, betitelt „Eine hiſtoriſche
Stunde‟.
Griechenlands Neutralität.
Aus Athen wird gemeldet: Das zwiſchen
Griechen=
land und Serbien beſtehende Bundesverhältnis legt jenem
in dem gegenwärtigen Konflikt nicht die Verpflichtung auf,
in den Konflikt zugunſten Serbiens einzugreifen. So groß
auch das Intereſſe Griechenlands ſei, ſo wird an
maß=
gebender Stelle erklärt, daß die Machtſtellung Serbiens
auf dem Balkan ungeſchmälert erhalten bleibe, ſo habe
Griechenland noch keine Veranlaſſung, ſich in den Streit
mit Oeſterreich einzumiſchen, um ſo weniger, als es auch
zur Beilegung des Konflikts nicht um ſeine Hilfe
ange=
rufen wurde.
Deutſches Reich.
— Ueber die Dispoſitionen des Kaiſers
verlautet, daß der Monarch ſich einige Tage im Neuen
Palais aufhalten und alsdann mit der Kaiſerin nach
Wil=
helmshöhe gehen wird.
— Manövergäſte des Kaiſers. Die dies
jährigen Kaiſermanöver in Heſſen=Naſſau werden ein
be=
ſonderes Intereſſe durch eine beiſpielloſe große Teilnahme
fremder Fürſtlichkeiten und Militärabordnungen erhalten.
Die Tägl. Rundſchau ſchreibt: Man iſt faſt verſucht
anzu=
nehmen, daß der Kaiſer einen ganz heſtimmten Zweck mit
den heuer erfolgten Einladungen auswärtiger Monarchen
und Thronanwärter verfolgt, die politiſch ſo
gegenſätz=
liche Perſönlichkeiten wie den König von Italien, den
Baſileus Konſtantin von Griechenland und den türkiſchen
Thronfolger Juſſuf Jzzedin umfaſſen. König Georg von
England wird ſich durch den Prinzen von Wales vertreten
laſſen, der anſchließend an die Manöver wieder wie vor
einem Jahr zu Studienzwecken einige Zeit in Deutſchland
zu weilen gedenkt. Auch mit der Anweſenheit des jungen
öſterreichiſchen Thronerben iſt ſicher zu rechnen, ebenſo wie
mit der Teilnahme eines oder des anderen der ruſſiſchen
Großfürſten, des Königs von Sachſen und des bayeriſchen
Thronfolgers und verſchiedener anderer deutſcher Prinzen.
Daneben wird eine ungewöhnlich große Zahl fremder
Militärmiſſionen auf dem Manöverfelde vertreten ſein,
nämlich ſolche der Schweiz, der Niederlande, Spaniens
Rumäniens, Schwedens, Argentiniens, der Türkei und
der Vereinigten Staaten. Die amerikaniſche aus nicht
weniger wie 24 Stabsoffizieren beſtehende Abordnung
wird, falls bis dahin, wie zu erwarten, die Mexikokriſe
ihre größte Schärfe eingebüßt hat, von dem
Höchſtkomman=
dierenden der Armee, General Leonard Wood, geführt
werden, die Schweiz entſendet Oberſt Müller, Spanien
den Diviſionsgeneral Miguel Primo de Revera, und
Ru=
mänien ſeinen Generalſtabschef, und die Türkei allein 40
Offiziere.
Die Einnahmen der Reichspoſt= und
der Reichseiſenbahnverwaltung. Im erſten
Viertel des laufenden Rechnungsjahres ſind die
Einnah=
men der Reichspoſt und der Reichseiſenbahnen hinter den
etatsmäßigen Erwartungen nicht unerheblich
zurückgeblie=
ben. Nach dem Etatsanſatz für das ganze Jahr entſpräche
ein Betrag von 220,3 Millionen Mark der auf drei Monate
fallenden Einnahme. Die Einnahme der Poſtverwaltung
hat aber nur rund 198 Millionen, alſo 22,3 Millionen
weniger betragen. Dabei iſt zu bemerken, daß die
April=
einnahme mit 79,1 Millionen um 5,7 Millionen höher war,
als der Monatsdurchſchnitt nach dem Etat, daß dagegen
die Maieinnahme um 13,6 Millionen und die
Juniein=
nahme um 14,4 Millionen hinter dem im Etat
vorge=
ſehenen Betrage zurückgeblieben iſt. Bei der
Eiſenbahn=
verwaltung iſt für die Monate April bis Inni bei einer
Einnahme von 38,7 Millionen ein Ausfall von 1,9
Mil=
lionen gegenüber dem anteiligen Etatsanſatz zu
verzeich=
nen, ſo daß die beiden Betriebsverwaltungen des Reichs
ihre Vereinnahmungen im erſten Quartal des
Rechnungs=
jahres mit einem Minderertrag von 24,2 Millionen
abge=
ſchloſſen haben. Falls dieſe Entwickelung in den nächſten
Monaten weiter fortſchreitet, dürfte, wenn auch die
Win=
termonate der Poſtverwaltung beſſere
Einnahmeverhält=
niſſe zu bringen pflegen, mit einem Fehlbetrage gegenüber
der auf 881,3 Millionen veranſchlagten Jahreseinnahme
der Reichspoſt zu rechnen ſein.
— Der Hanſa=Bund und die Lage. Der
Hanſa=Bund hat in einem Rundſchreiben ſeine
ſämt=
lichen Zweigorganiſationen und angeſchloſſenen Verbände
im Hinblick auf die internationale Lage erſucht, in den
Kreiſen von Gewerbe, Handel und Induſtrie darauf
hinzu=
wirken, daß die Sachlage mit derjenigen Ruhe und
Be=
onnenheit betrachtet werden möge, die mit Rückſicht auf
die wirtſchaftliche und militäriſche Bereitſchaft
Deutſch=
lands auch bei Eintreten ſchwererer Ereigniſſe am Platze
ſei. Die Leitung des Hanſa=Bundes macht insbeſondere
darauf aufmerkſam, daß die unnötige Abhebung von
De=
oſiten= und Sparkaſſengeldern die Lage nur verſchärfen
würde.
— Wo bleiben die deutſchen Goldſtücke?
Alljährlich werden für viele Millionen Mark neue Zehn=
und Zwanzigmarkſtücke in den Münzen geprägt. Die Zahl
der Goldſtücke, die wegen zu ſtarker Abnutzung oder auch
wegen Goldentziehung durch Falſchmünzer uſw. aus dem
Verkehr gezogen werden, iſt nicht allzu hoch. Die Frage,
wo die deutſchen Goldſtücke bleiben, iſt daher nur zu
be=
rechtigt und kann mit gutem Gewiſſen dahin beantwortet
werden: ſie wandern ins Ausland und werden dort in
ſtaatlichen und Privatbanken feſtgehalten! Das ergibt ſich
aufs neue aus einem Bericht der ſtaatlichen
Konvertions=
aſſe in Buenos=Aires, eines Inſtituts, das berufen iſt,
durch Umwechſelung in Gold den geſetzlichen Kurs des
hei=
miſchen Papiergeldes zu ſichern. Danach lagern in den
Depots der Kaſſe nicht weniger wie 7 Millionen Mark in
guten deutſchen Zwanzigmarkſtücken. Um nun noch mehr
deutſche Goldſtücke hereinzubekommen und ſie nicht wegen
Mindergewichts abweiſen zu müſſen, hat der argentiniſche
Finanzminiſter angeordnet, daß die deutſchen
Zwanzig=
markſtücke fortan mit 7,945 Gramm als vollwichtig
anzu=
ehen ſind. Ueber große Poſten deutſcher Goldſtücke
ver=
fügen u. a. auch die eiſernen Beſtände der Staatskaſſen
in Frankreich, Oeſterreich=Ungarn, Italien, Dänemark,
weniger in England und Rußland. Jedes vollwertige
deutſche Goldſtück, das ein ſtaatliches Bankinſtitut dort
paſſiert, wird feſtgehalten und aufgeſtapelt, um erſt dann
wieder in den Verkehr zu kommen, wenn der Stand der
Staatsfinanzen es notwendig macht.
Ausland.
England.
Die Ereigniſſe in Dublin. Das Unterhaus
trat am Montag nachmittag unter allen Anzeichen großer
Erregung zuſammen, da die europäiſche Kriſis und die
Ereigniſſe in Dublin die Mitglieder des Hauſes mit
höch=
ſter Beſorgnis erfüllten. Der Chefſekretär für Irland,
Birrel, antwortete auf eine Anfrage betr. die Ereigniſſe
in Dublin, die Truppen ſeien durch den Polizeikommiſſar
vom Dienſt auf deſſen eigene Verantwortung herangezogen
worden. Der Kommiſſar ſei ſogleich vom Dienſte
ſuspen=
diert worden, und Unterſuchung gegen ihn ſei eröffnet. Der
Antrag Redmonds auf Vertagung, um die Aufmerkſamkeit
des Hauſes auf die Vorfälle in Dublin zu lenken, führte
zu einer lebhaften Debatte.
Redmond tadelte, daß die Waffeneinfuhr in Irland
erſt verboten worden ſei, nachdem die Mehrzahl der
Ulſter=
freiwilligen mit Waffen verſehen geweſen, während man
in anderen Gegenden Irlands ſcharf eingeſchritten ſei, um
die Waffeinfuhr für die Nationaliſten zu verhindern.
Red=
mond verlangte die Aufhebung des Verbots der
Waffen=
einfuhr in Irland und die Entfernung der Beamten, die
für die Verwendung der Truppen verantwortlich waren,
ebenſo die Entfernung des beteiligten Regiments. Der
Sekretär für Irland, Birrell, ſagte eingehende
Unterſuch=
ung zu. Er wies darauf hin, daß die Truppen von der
Volksmenge angegriffen und viele Soldaten verletzt
wor=
den ſeien. Bonar Law übte an der Regierung ſcharfe
Kri=
tik und erklärte, daß ſie für die Vorfälle verantwortlich
ſei. Premierminiſter Asquith betonte, daß man das
Mi=
litär herausgefordert habe. Die Waffeneinfuhr ſei eine
verhältnismäßig nebenſächliche Angelegenheit. Weit
wich=
tiger ſei die Haltung, welche die Oppoſition gegen die
Autorität des Geſetzes einnehme. Dadurch werde die
Schwierigkeit, Irland unter den gegenwärtigen
Verhält=
niſſen zu regieren, vermehrt. Die Oppoſition habe die
Geſetzesverletzung als Kardinal der Tugend proklamiert.
Wenn ſie ſelbſt zur Regierung kommen ſollte, ſo würde ſie.
finden, daß die Regierung Irlands eine Aufgabe für ſie
ſei, die ſie nicht löſen könne.
Rußland.
Beendigung des Ausſtandes. Die
Peters=
burger Telegraphen=Agentur meldet: Sämtliche
Streiken=
den haben am Montag morgen die Arbeit wieder
auf=
genommen. Nur in den Fabriken wird noch nicht
ge=
rbeitet, die wegen der jüngſten Vorgänge von den
Ver=
valtungen auf unbeſtimmte Zeit geſchloſſen worden
waren, darunter die Putilowwerke. In der Stimmung
der Arbeitermaſſen iſt infolge der jüngſten Ereigniſſe ein
jäher Umſchwung eingetreten. Das beunruhigende
Mo=
ment, der patriotiſche Aufſchwung in der ruſſiſchen
Geſell=
ſchaft, haben lauten Widerhall gefunden. Aus der Mitte
der Arbeiter fanden in einigen Betrieben bei der
Wieder=
aufnahme der Arbeit patriotiſche Kundgebungen unter
bſingung der Volkshymne ſtatt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 29. Juli.
* Vom Hofe. Prinzeſſin Marie zu Solms=
Lich und Prinz Ludwig zu Solms=Lich ſind
Montag mittag 12½ Uhr zum Beſuch in Jagdſchloß
Wolfsgarten eingetroffen. (Darmſt. Ztg.)
g. Kriegsgericht. Der Trompeterunteroffizier Paul
Schwarz vom Dragoner=Regiment Nr. 23 hatte ſich
wegen unerlaubter Entfernung und unbefugten
Schießens geſtern vor dem Kriegsgericht der 25. Diviſion
zu verantworten. Er hatte gelegentlich eines Konzertes
ſeines Muſikkorps in Kronberg im Taunus ein Mädchen
kennen gelernt, mit dem er mehrere Tage in Frankfurt
umherzog. Als das Geld alle war, begab er ſich wieder
nach Darmſtadt. Hier kam er in der Nacht in
angetrun=
kenem Zuſtand mit Delegierten vom Krankenkaſſentage
in Streit, wobei er auch einen Revolverſchuß abgab, ohne
jedoch zu treffen. Jene veranlaßten dann ſeine
Feſt=
nahme. Er wird zu 4 Wochen Mittelarreſt und
3 Tagen Haft verurteilt. — Der Hilfshoboiſt Heinrich
Bredeck von der 1. Kompagnie des Infanterie=
Regi=
tents Nr. 118 hatte ſich anfangs vorigen Jahres durch
den Reiſenden einer Berliner Firma eine ſilberne Uhr
aufſchwatzen laſſen. Den Kaufpreis von 45 Mark ſollte
er in monatlichen Raten von 3,50 Mark abzahlen. Durch
Kompagniebefehl iſt der Mannſchaft derartiges
Schulden=
lachen verboten; trotzdem hat er in dem vorgeſchriebenen
Regiſter vierteljährlich beſcheinigt, daß er keinerlei
Ver=
pflichtungen habe. Er blieb mit den Zahlungen im Rück=
Ein Bismarck im Türkenkriege.
II. (Schluß.)
Am 20. Juli.
Heute bin ich in der Breſche abgelöſt; in der letztern
Zeit iſt’s ſcharf hergegangen, ſeit zwei Wochen ſpringen
Tag vor Tag Minen, um Breſche zu machen und auf den
15. Juli war ein Generalſturm beſtimmt, obwohl die
Breſche noch ziemlich unpracticable war. Eben waren
wir im Generalzelt mit den Anordnungen beſchäftigt, als
die Türken mit großer Stärke ausfielen. Der Türke ſchlägt
ſich gewaltig gut, und es gelang uns nur mit großem
Verluſte, ihn in die Feſtung zurückzuwerfen.
Churbran=
denburg hat ſich gut gehalten. Der Generaliſſimus,
Her=
zog von Lotharingen, belobte unſere Bravour am 16ten
vor der verſammelten Generalität. Ich machte das meinen
Compagnien bekannt, ſie fragten mich nachher, ob über
ihre gute Conduite vor dem Feind regulair an S. Ch. D.
berichtet würde. Das macht unſere Brandenburgiſche
Kriegsvölker ſo courageuſe, daß ſie ſtets an ihren
Kriegs=
herrn denken, weil ſie wiſſen, daß ihr Ruhm ſein Ruhm
iſt, wie ſeine Ehre ſie gleicher Weiſe umſtrahlet. Am 17
Juli fand dann unſer am 15ten verhinderter
General=
ſturm ſtatt. Abends um 5 Uhr rückten wir 1000 Mann
Brandenburger, darunter wieder Churprinz zu Fuß, und
in gleicher Höhe mit uns 2000 Mann Kaiſerliche gegen
die Breſche vor. Das Mal hatten wir Glück, die
Kaiſer=
lichen wurden durch auffliegende Minen zurückgewieſen
und aufgehalten, wir aber bemächtigten uns im erſten
An=
rennen der Breſche und behaupteten uns darin, trotz des
mörderiſchſten Feuers und des hartnäckigſten
Widerſtan=
des der Türken. Der Obriſt Prinz Alexander von
Cur=
land, der als ein tapfrer Held die Sturmcolonne geführt
hatte, war der Erſten Einer, die tödtlich getroffen nieder
ſanken. Die meiſten Officiers fielen todt oder verwundet.
Nach des Prinzen von Curland Fall zankten die beiden
nächſtälteſten Obriſts, unſer hitziger Belling und der auch
nicht gerade kalte Graf Dietrich Dohna um das erledigte
Commando, ſie zankten das Mal aber nicht ſo lange als
gewöhnlich, ſondern lagen alsbald friedlich neben
einan=
der, der von Belling durch den Arm, der Graf durch den
Kopf geſchoſſen. Von Churprinz zu Fuß waren im
Um=
ſehen 60 Mann hors de eombat. Im Ganzen war unſer
brandenburgiſcher Verluſt ungeheuer, denn die volle Hälfte
der Sturmeolonne, 40 Officiers und 446 Unteroffigiers
und Gemeine, war todt oder verwundet. Wir andern
aber hielten feſtiglich Stand und verbauten uns in der
Breſche und ſo hatten wir Ihro Kaiſerlicher Majeſtät die
rſte Mauer ſeiner Feſtung Ofen, oder wie’s die Türken
heißen Buda, wieder erobert durch Brandenburgiſche
Herzhaftigkeit und Blut.
Am 27. Juli (3. Auguſt).
Ehevorgeſtern haben wir abermals geſtürmt, aber die
Türken haben uns mit blutigen Köpfen heimgeſendet,
mich abſonderlich, denn eine Kugel ſtreifte mich hart an
der linken Schulter, fleiſchte etwas und warf mich nieder,
wird aber wohl wenig auf ſich haben, wenn der
Feld=
ſcheer auch wichtig genug thut, iſt ein Berliner der Kerl
und das will ſich immer ein apartes Anſehen geben. Iſt
übrigens der Sturm nicht wohlgerathen, ſo liegt’s ſicher
nicht an den 225 Brandenburgern, die ihn mitgemacht.
Mein Fähnrich, der von Bornſtädt, iſt auch bleſſirt.
Am 10. Auguſt.
Der Dienſt iſt ſehr anſtrengend, ein Paſcha mit
70,000 Mann ſteht an der Donau, um Ofen zu entſetzen:
täglich giebt’s Scharmützel, zu einem ernſten Rencontre
iſt’s aber nur am 4. Auguſti gekommen, wo wir einen
Anfall von 10,000 Mann türkiſcher Reiter auszuhalten
hatten. Sie riefen und ſchrie’n laut den Namen ihres
Götzen, welcher Allah heißt, und ſtäubten heran, alle
Pferde im Durchgehen und ihre flatternden Mäntel flogen
und die Roſſe ſchnoben und die prächtigen Waffen
funkel=
ten und blitzten — ſolche leichte Reiterei ſollte unſer
gnä=
digſter Churfürſt ein Paar Regimenter haben, dann
ſteckete er den ganzen niederſächſiſchen Kreis und noch ein
Stück dazu in die Taſche! Ich ſah mir unſere Leute an
als der furchtbare Stoß brauſend heranſchwirrte, ſie
ſtanden, die Pike feſt eingeſetzt, oder die Muskete
ſchuß=
fertig, ruhig und kühl, zähe, märkiſche Art! Und als der
flimmernde Angriff abgewieſen war und die Fluth der
Roſſe und Menſchen rückwärts wogte, da zogen die
Pikeniere ſo kaltblütig ihr Piſtol und ſchoſſen die Türken,
die mit ihren Pferden geſtürzt waren, zuſammen, als
hätten ſie ihr lebtag nichts anderes zu thun gehabt. Es
ſind hübſche Beuteſtücke gewonnen; goldbeblechte Säbel,
Reiherbüſche, koſtbar eingelegte und mit Edelgeſtein
be=
ſetzte Piſtolen ſind keine raren Stücke mehr bei S. Ch. D.
Pikenieren. Mein Jürgen bat zween herrliche Pferde
er=
beutet, der Generallieutenant von Schöning kaufte ihm
das eine ab, das andere hat er mir gegeben und ich habe
ihm dagegen für ſeinen Vater einen Acker in Uenglingen
verſprochen. Der Paſcha iſt übrigens vorſichtig geworden,
er ſcharmutzirt nur noch.
Am 4. September.
Victoria! Ofen iſt über! und wir Brandenburger
waren die Erſten beim Sturm, die Erſten in der
gewon=
nenen Stadt. Es iſt unter uns nicht ein Mann, von
Ge=
nerallieutnant von Schöning an bis zum letzten Pikenier,
er S. Ch. D. nicht Ehre gemacht hätte an dieſem zweiten
September, den wir wohl nie vergeſſen werden. Ich habe
manches in dieſen Kriegsläuften erlebt, ein ſolches aber
noch nie. Der Türke wehrte ſich furchtbar, aber auch
un=
ſere Truppen wurden immer erbitterter, und als ſie endlich
den Widerſtand gebrochen und als Sieger eindrangen, da
begann ein Gemetzel, ein Blutvergießen, dem wir
Offi=
iers vergeblich Einhalt zu thun verſuchten. Es wurde
Alles niedergehauen, geſtochen oder geſchoſſen. Es gab
Flecke, wo mir das Blut bis an die Knöchel ging und habe
ich mein Lebtag ſolche Haufen von Leichen nicht geſehen.
Alles mußte über die Klinge ſpringen, die ganze türkiſche
und jüdiſche Bevölkerung, nicht Weib und Kind wurde
geſchont, die ſchönſten Dirnen wurden unbarmherzig
nie=
dergeſäbelt und furchtbare Gräuel und Schandthaten ſind
verübt. Ich lobe unſere Brandenburger, ſie waren die
Einzigen, die noch auf ihre Officiers hörten, wir
hinder=
ten ſie nicht, die Beute zu machen, ſo ihnen rechtmäßig
zu=
kam, aber wir hinderten ſie, den alten Ruhm
churbran=
denburgiſcher Waffen durch Gräuel zu beflecken. Am
ſchlimmſten hauſten die Völker aus dem Reich, bei’m
Sturm waren ſie die Letzten geweſen, bei der
Nothzüch=
tigung und Ermordung der Weiber waren ſie die Erſten.
Wahrlich ſo ein brandenburgiſcher Musketier von
Chur=
prinz zu Fuß kam mir an jenem Tage viel vornehmer
und edler vor, wie mancher Lieutenant aus dem Reich.
Die geſpießten Weiber und Mädchen und Kinder,
chur=
bairiſches Volk hatte das gethan, ihr entſetzliches=
Ge=
ſchrei und der Anblick ihrer Marter, hätten mir faſt die
ganze Freude am Siege verdorben. Geſtern haben wir
im Lager ein feierliches Tedeum gehalten, alle Geſchütze
ſchoſſen Victoria! Wir haben einen Sieg erfochten zum
Heil der ganzen Chriſtenheit. Was mich noch ganz
beſon=
derts freut, iſt, daß das Regiment bei dem großen Sturm
tur zwei Tote hat.
Am 5. Oktober.
So ſind wir hier in Comorn und haben drei
Ruhe=
tage gehalten, morgen aber wird der Rückmarſch in die
Nummer 206.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juli 1914.
Seite 3.
ſtand und durch die Anzeige kam die Verfehlung des
An=
geklagten ans Tageslicht. Er wurde zu 10 Tagen
Mittelarreſt verurteilt. — Der ſeit Herbſt vorigen
Jahres beim Dragoner=Regiment Nr. 24 dienende
Dra=
goner Hermann Luchs hat ſich am 22. und 23. April in
der Kaſerne und auf dem Wege zum Arreſtlokal des
gro=
ben Ungehorſams ſchuldig gemacht. Es mußte auf
Frei=
ſprechung erkannt werden, da ſich die
Unzurechnungs=
fähigkeit des Angeklagten ergab. Er wurde deshalb auch
aus dem Heere entlaſſen.
Rh. Von der Techniſchen Hochſchule. Der
Aus=
ſchuß des Allgemeinen Studentenverbandes
für das Winterſemeſter 1914—15 ſetzt ſich aus folgenden
Studierenden zuſammen: 1. Vorſitzender Stud. Zeh
(Friſiae); 2. Vorſitzender Stud. v. Boltanſtern (
Aka=
demiſcher Verein): 1. Schriftführer Gaß (Merowingige)
2. Schriftführet Stud. Schierholz (Gothiae); Kaſſenwart
Stud. Huth (Ghibelliniae).
D Verbot. Amtlicherſeits wird darauf aufmerk
ſam gemacht, daß das Betreten des
Weiter=
ſtädter Exerzierplatzes, auf dem ſich die
Luft=
ſchiffhalle befindet, verboten iſt.
Zuwiderhand=
lungen werden nach § 12 des Reichsgeſetzes vom
1. Juni 1914 gegen den Verrat militäriſcher Geheimniſſe
mit Haft oder mit Geldſtrafe bis zu 150 Mk. beſtraft.
Außerdem ſetzen ſich Perſonen, die dem Verbote zuwider
den Platz betreten, der Feſtnahme behufs Feſtſtellung
ihrer Perſönlichkeit aus.
* Geſchäftsjubiläum. Am 1. Auguſt ſind 25 Jahre
verfloſſen, ſeit Frau Philipp Geil Wwe., die Gründung
ihres Geſchäftes, Holzſtraße 5 und 7, vornahm.
k. Unfall. Oberpoſtſchaffner Hch. Walter erlitt
geſtern gegen Abend auf dem Hauptbahnhof einen
ſchweren Unfall dadurch, daß eine offen gebliebene
Waggontür des Poſtwagens einen Poſtkarren umſtieß,
deſſen eine Ecke Herrn Walter ſehr unglücklich am
Unter=
leib traf. Der ſo ohne jede eigene Schuld verunglückte
pflichttreue Beamte iſt um ſo mehr zu bedauern, als er
im 39. Dienſtjahr, alſo kurz vor ſeinem Uebertritt in die
wohlverdiente Ruhe, ſtand.
Neues Verwaltungsgebäude der Firma E. Merck.
— Wer zurzeit einen Spaziergang nach Arheilgen
macht, wird auf dem ſüdlichen Teil des Fabrikgeländes
der Firma E. Merck, dicht an der Frankfurter Straße,
ein gewaltiges Gebäude im Bau begriffen ſehen. Es iſt
das neue Verwaltungsgebäude, das die Firma
errichtet, weil die vor 10 Jahren zuſammen mit der neuen
Fabrik erbauten Kontorräumlichkeiten bereits zu klein
geworden ſind. Es dürfte unſere Leſer vielleicht
intereſſie=
ren, etwas Näheres über den Neubau zu erfahren:
In dem neuen Verwaltungsgebäude wird Raum
für 500 kaufmänniſche Angeſtellte vorhanden
ſein, während in den jetzigen Kontorräumen nur 250
Beamte untergebracht werden konnten. Die bebaute Fläche
des Neubaues beträgt zirka 2500 Quadratmeter und
um=
ſchließt ein Quadrat von je 52 Metern Länge und Breite.
Unſere Leſer können ſich von dieſer Ausdehnung vielleicht
eher einen Begriff machen, wenn wir zum Vergleich
an=
führen, daß das Miniſterial=Kanzleigebäude am
Luiſen=
platz ebenfalls eine Front von 52 Metern hat.
Selbſtver=
ſtändlich wird der neue Verwaltungsbau mit allen
tech=
niſchen und hygieniſchen Errungenſchaften der Neuzeit
ausgeſtattet. Es werden helle, geräumige Arbeitsſäle
ge=
ſchaffen, denen durch eine beſondere Anlage ſtändig reine,
im Sommer angenehm abgekühlte Luft zugeführt wird.
Um den Verkehr der einzelnen Abteilungen
untereinan=
der und mit der Fabrik auf die ſchnellſte Weiſe zu
vermit=
teln, wird in das Gebäude eine Rohrpoſt eingebaut.
Eine unterirdiſche Drahtſeilbahn befördert Akten uſw. nach
den zirka 250 Meter entfernt liegenden Magazinen.
Fer=
ner wird hier zum erſten Male in Darmſtadt eine
auto=
matiſche Telephoneinrichtung angebracht werden, wodurch
ſich mittels einer ſinnreichen Konſtruktion jeder ſelbſt mit
der gewünſchten Anſchlußſtelle verbinden kann. Die
Tele=
phonanlage wird 10 Poſtſtellen bezw. 50 Nebenſtellen und
zirka 200 Sprechſtellen innerhalb des Fabrikgeländes
um=
faſſen.
Neben den praktiſchen Einrichtungen ſoll aber auch
dem Gebot der Schönheit durch maßvolle künſtleriſche
Ausſchmückung Rechnung getragen werden. Das
Haupt=
portal, das neben dem Eingang für die Beamten nach
Norden zu gelegen iſt, wird von Figurenfeldern flankiert,
die mit Ornamenten aus der Tier= und Pflanzenwelt
abwechſeln, und gekrönt von zwei plaſtiſchen Gruppen
nach Modellen von Bildhauer Karl Huber,
Offen=
bach a. M. — welche, ebenſo wie der übrige bildhaueriſche
Schmuck, die den ganzen Erdball umſpannenden Handels=
beziehungen der Firma E. Merck verſinnbildlichen. An
das Hauptportal ſchließt ſich eine mit dem vorderen
Trep=
penhaus verbundene Vorhalle an, die von Robert Cauer=
Darmſtadt mit einem Figurenfries verſehen wird. Auch
der große Sitzungsſaal im erſten Stock erhält künſtleriſche
Ausſchmückung von Robert Cauer, und eine große Halle
ueben dem Hauptportal, ähnlich den Hallen in den alten
Rathäuſern, wird von Friedrich Scheich=Darmſtadt mit
Bildhauerarbeiten ausgeſtattet.
Der Entwurf für das neue Verwaltungsgebäude iſt
von dem Profeſſor an der hieſigen Techniſchen Hochſchule
Geh. Baurat Walbe ausgearbeitet, dem auch die
Baulei=
tung unterſteht. Die Maurer= und Zimmerarbeiten ſind
Darmſtädter Firmen übertragen, nämlich Ludwig Ried
linger und Philipp Spieß, während die
Eiſenbetonarbei=
en von Dyckerhoff u. Widmann=Biebrich a. Rh.
ausge=
führt werden. Die Rohrpoſt baut die Firma Lamſon,
Mix u. Geneſt, G. m. b. H., Schöneberg=Berlin, die
Tele=
phonanlage wird von der Siemens u. Halske=A.=G.,
Frank=
furt a. M., errichtet. An dem Neubau wird zurzeit das
Dachgeſtühl aufgeſetzt. Bis zum Frühjahr nächſten
Jah=
res ſoll das Gebäude fertig daſtehen und in Benutzung
genommen werden. Damit werden dann der Firma E.
Merck, die bekanntlich die größte chemiſch=pharmazeutiſche
Fabrik der Welt iſt und zurzeit zirka 1700 Arbeiter und
zirka 500 kaufmänniſche und techniſche Beamte beſchäftigt
ohne die in ihren Niederlaſſungen in Paris (Montereau),
London, Moskau, Mailand und Neu=York angeſtellten
Perſonen, für eine Reihe von Jahren ausreichende,
vor=
bildliche Kontorräumlichkeiten erſtehen.
n. Griesheim, 28. Juli. (Ein Veteran
ge=
ſtorben). Im Alter von 67 Jahren ſtarb geſtern
unſer hieſiger früherer Polizeidiener Karl Schick I.
Ueber 24 Jahre verſah er in unſerer Gemeinde den
Dienſt als Polizeidiener, bis er am 1. Juli 1909 in den
wohlverdienten Ruheſtand trat. Mit ihm iſt wieder
ein Teilnehmer an dem Feldzug 1870/71 aus dem Leben
geſchieden. Als ſolcher hat er an den Schlachten von
Gravelotte, Noiſſeville u. a. und an der Belagerung von
Metz teilgenommen. Der Verſtorbene war Inhaber des
Eiſernen Kreuzes und der Kriegsdenkmünze 1870/71.
Offenbach, 28. Juli. (Ein Kind ſchwer
ver=
brannt.) Der 5 Jahre alte Emil Korb, der einzige
Sohn einer Witwe, zündete in Abweſenheit der Mutter
mit Petroleum Feuer an. Dabei gerieten die Kleider
des Kleinen in Brand. Auf ſein Hilfegeſchrei eilte der
im Hauſe wohnende Herr Krohne dem Kinde zur Hilfe
und erſtickte die Flammen. Die Rettungswache leiſtete
dem Kinde, das ſchwere Brandwunden am Unterkörper
erlitten hatte, die erſte Hilfe und brachte es in das
Kran=
kenhaus.
Lampertheim, 28. Juli. (Bubenſtreiche.) Die
Reiſenden des auf der Strecke Lampertheim=Weinheim
verkehrenden fahrplanmäßigen Triebwagens erlitten am
24. mittags kurz vor Lampertheim einen nicht gelinden
Schreck. Halbwüchſige Burſchen hatten ſich an dem
Bahn=
übergang aufgeſtellt und vergnügten ſich damit, bei der
Vorbeifahrt des Zuges mit Steinen zu werfen. Ein
Ge=
ſchoß traf denn auch mit großer Wucht eine Wagenſcheibe,
welche in Trümmer ging, ſo daß die Inſaſſen entſetzt
zu=
ſammenfuhren. Die ſofort aufgenommene Verfolgung des
Täters durch einen Bahnbeamten vermittelſt Rad hatte
den Erfolg, den Schuldigen ſogleich zu ermitteln.
Viernheim, 28. Juli. (Unglücksfall.) Bei der
Montage der elekriſchen Hochſpannleitung auf der
Neben=
bahnſtrecke Viernheim=Weinheim ſtürzte der 23 Jahre alte
Arbeiter Chriſtoph Faltermann aus einer Höhe von 8
Metern auf das Schienengeleiſe und zog ſich ſo ſchwere
Verletzungen zu, daß er alsbald im Krankenhauſe ſtarb.
Mainz, 28. Juli. (Der linke Arm amputiert.)
Der 40jährige Fuhrmann Nikolaus Wagenhäuſer
aus Weiſenau wurde vor einigen Tagen nachts auf der
Straße von Wiesbaden nach Kaſtel von Paſſanten in
ſchwerverletztem Zuſtande aufgefunden. Er war von
ſei=
nem Fuhrwerk geſtürzt und überfahren worden. Im
Rochushoſpital mußte ihm der linke Arm vollſtändig
amputiert werden.
Heidesheim, 28. Juli. (Hoffnungsvolles
Früchtchen.) Das Landgericht Mainz hat die von den
Eltern des wegen Verdachts der Anwerbung für die
fran=
zöſiſche Fremdenlegion verhafteten Taglöhners Karl Becker
eingelegte Beſchwerde gegen den Haftbefehl des
Amts=
gerichts Mainz als unbegründet zurückgewieſen. Becker
iſt auch angeklagt, mit anderen Kollegen gelegentlich der
Heidesheimer Kirchweihe in böswilliger Weiſe den an
der verkehrsreichen Bahnhofſtraße ſtehenden Kerwebaum
ſo durchſägt zu haben, daß der Baum umſtürzte und
Häu=
ſer und Menſchen gefährdete.
Nieder=Saulheim, 28. Juli. (Exploſion.) Geſtern
mittag entſtand in der Wohnung des Eiſenbahnbedienſteten
Konrad Weingärtner an einem Spirituskochapparat eine
Exploſion, wobei der 12jährigen Tochter des W. die
Klei=
der in Brand gerieten. Das Kind wurde am ganzen
Kör=
per verbrannt und von der Mainzer Sanitätswache ins
Rochushoſpital gebracht. Das Kind dürfte ſchwerlich mit
dem Leben davonkommen.
Bingen, 28. Juli. (Der Brückenbau Bingen=
Rüdesheim) fordert ſtändig Opfer an
Menſchen=
leben. Faſt täglich ſollen an der ſehr ausgedehnten
Ar=
beitsſtelle, die ſich von Sarmsheim bis nach Geiſenheim
zieht, kleinere und größere Unfälle vorkommen. So iſt
von einem Gerüſt an der Brücke der erſt 19 Jahre alte
Ar=
beiter Anders von Kempten bei Bingen abgeſtürzt. Er
erlitt einen Oberſchenkelbruch und verſchiedene leichtere
Hautabſchürfungen und Quetſchungen.
Gießen, 28. Juli. (Münzenfund.) Aus
Melſun=
gen wird dem Gieß. Anz. geſchrieben: Einen Schatz von
bedeutendem Werte hatte der Landwirt Enzeroth im
be=
nachbarten Spangenberg im Acker, ohne daß er bisher
etwas davon wußte. Als er dieſer Tage auf ſeinem
Grundſtück Ausſchachtungen zur Anlage eines Fiſchteichs
vornehmen ließ, ſtieß der Spaten in etwa anderthalb
Meter Tiefe auf eine große Anzahl gut erhaltener
Sil=
bermünzen verſchiedener Größe, die faſt dreihundert Jahre
in der Erde gelegen haben dürften. Insgeſamt konnten
über 130 Münzen geſammelt werden, die zum Teil feſt
aneinanderhingen, woraus man ſchließt, daß das Geld
einſt in Rollen verpackt der Erde übergeben worden iſt.
Die Stücke zeigen ſämtlich auf der einen Seite den
heſ=
ſiſchen Löwen, auf der anderen das Spangenberger
Schloß=
wappen. Auf den meiſten ſind ferner die Jahreszahlen
1622 und 1623 deutlich zu entziffern. Zu dieſer Zeit
regierte Landgraf Moritz der Gelehrte in Heſſen. Die
Wirren des dreißigjährigen Krieges, der bekanntlich das
Heſſenland beſonders ſchwer heimſuchte, ſind
augenſchein=
lich der Anlaß zur Vergrabung des Geldes geweſen. Einen
Teil der Münzen hat der glückliche Finder dem Kaſſeler
Muſeum zur Unterſuchung übergeben.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 27. Juli. Alle an die
Spa=
rer gerichteten Erklärungen und Ermahnungen ſcheinen
nichts gefruchtet zu haben. Im Gegenteil war das Bild,
das ſich heute vormittag an der Hauptſtelle der
Städti=
ſchen Sparkaſſe bot, noch ärger als an den
Vor=
tagen. Man muß nach dem heutigen Bilde mit einer
Vermehrung der Abhebungen rechnen. In langen Reihen
waren heute morgen die Sparer ſchon von 3 Uhr an in den
Eingängen zur Sparkaſſe aufgeſtellt, die erſt um 9 Uhr
ihre Geſchäftsräume öffnet. Trotz erneuter
Beſchwichti=
gungsverſuche hoben ſie die deponierten Gelder ab. —
Auf dem Wege nach Oeſterreich ſind geſtern
nach=
mittag zwei Berliner Jungens aufgegriffen worden. Der
fünfzehn Jahre alte, aus Oeſterreich gebürtige Bernhard
Wunder und der gleichalterige Hugo Rohm waren bei
einem hieſigen Bäckermeiſter in der Lehre. Als ſie am
Samstag vom Ausbruch des Krieges erfuhren, faßten ſie
den Plan, ſich ſofort auf die Strümpfe zu machen und nach
Oeſterreich zu pilgern, um ſich dort zur Verfügung zu
ſtellen und mit in den Krieg zu gehen. Sie ſtahlen ihrem
Meiſter eine Geldſumme und zogen los. In Fürſtenwalde
eigneten ſich die beiden, um ſchneller fortzukommen, ein
fremdes Zweirad an, doch in Müncheberg ſollte die
Kriegs=
fahrt der Ausreißer bereits ein Ende finden. Ein
Polizei=
beamter, dem die beiden verdächtig vorkamen, griff ſie auf
und brachte ſie in Haft. Sie geſtanden die Diebſtähle ein.
entſchuldigten ſich aber damit, daß ſie die Straftaten nur
zu dem Zweck verübt hätten, um möglichſt ſchnell nach
Oeſterreich zu kommen. Die beiden jugendlichen
Aben=
teurer wurden ins Unterſuchungsgefängnis eingeliefert.
28. Juli. Auch heute fanden ſehr erhebliche
Ab=
hebungen an den Berliner Sparkaſſen ſtatt.
Schon früh um 5 Uhr hatten die Sparer in langen Reihen
vor der Hauptſparkaſſe Aufſtellung genommen, obgleich die
Schalter erſt um 9 Uhr geöffnet wurden.
Kronberg, 28. Juli. (Königin Sophie von
Griechenland), die ſeit fünf Wochen in dem engliſchen
Seebade Eaſtbourne weilt und in den nächſten Tagen von
dort zum Beſuche des Kaiſerpaares nach Potsdam reiſen
wollte, hat den Beſuch aufgegeben und kehrt direkt nach
Griechenland zurück.
Eichenberg, 28. Juli. (Auf der Spur
Eben=
ders.) Die Nachricht, daß ſich der ſeit langem geſuchte
liebe brandenburgiſche Heimath angetreten. Von Ofen
ſind wir zur Verfolgung der Türken am 6. September
ab=
marſchirt. Erſt kamen wir nach Tolna und am 18.
Sep=
tember nach Baya, daſelbſt aber traf uns der Befehl zum
Rückmarſch ins Vaterland. Der Generallieutenant von
Schöning hat ein ſehr gnädiges Schreiben S. Ch. D.
com=
municiret, in welchem Sie Ihre große Zufriedenheit an
den Tag legen und Ihre Güte vor uns ausſprechen, auch
uns Belohnungen zuſagen. Der von Schöning hat auch
einen Brief von Ihro Kaiſerliche Majeſtät an S. Ch. D.,
der ſehr glorieuſe vor uns iſt. In ſolchem Briefe ſteht
wörtlich und ſchreibt der Kaiſer: Geſtatten des Herzogs
von Lotharingen Liebden Ew. Liebden Soldaten das
wohlverdiente Lob und Zeugniß zulegt, daß nicht allein
Dero Generallieutenant von Schöning, zeit während der
Belagerung ſeinen ſonderbaren Valor und tapfre
Con=
duite rühmlichſt erwieſen, ſondern auch die übrigen, ihm
untergebenen Oficiers und gemeine Soldaten das ihrige
alſo freudig und unerſchrocken präſtiret, daß Ew. Liebden
unſterblicher Nachruhm dadurch nicht wenig ausgebreitet
werde.”
Das iſt doch wohl ein ſchönes Kaiſerliches Zeugniß
vor uns Brandenburger!
Am 8. December.
Hier in Grüneberg haben wir Türkenfahrer den letzten
Ruhetag zuſammen gehabt, morgen trennt ſich das Corps
und ich führe das Bataillon in ſeine neue Garniſon nach
Trebbin, wo dann wieder das ganze Regiment Churprinz
vereinigt ſein wird. Unſer Marſch hierher war oft ſehr
ſchwierig. In Leopoldſtadt trennte ſich die Reiterei von
uns und zog wieder über den Jablunka=Paß, wir
mar=
ſchirten über Neuſtädtl und die mähriſchen Gebirge. In
Troppau geſchahe unſere Vereinigung. So ſind wir in’s
liebe Vaterland zurückgekehrt und hat das Corps, welches
bei ſeinem Ausmarſch 8000 Mann ſtark war, auch 3138
Mann in Ungarn verlaſſen müſſen, deren Gebeine nun in
fremder Erde ruhen, ſo bringt es doch das feſte
Bewußt=
ſein mit ſich heim, daß es gefochten hat zu ſeines
Vater=
landes Nutz und Frommen, zu geſammter Chriſtenheit
Heil und zur weitern Ehre Seiner Churfürſtlichen
Durch=
laucht, als welchen Gott ſegnen möge mit ſeinem reichſten
Segen.
Feuilleton.
SH Eine Neuerung für Bahnhöfe. Eine Einrichtung,
die gerade jetzt in der Reiſezeit dem Publikum ſehr
will=
kommen ſein wird, iſt auf Anregung der Kgl.
Eiſenbahn=
direktion Berlin ſoeben auf dem Stettiner Bahnhof in
Berlin aufgeſtellt worden. Schon wer zu Zeiten
gewöhn=
lichen Verkehrs jemanden von der Bahn abholen will, hat
es auf großen Bahnhöfen nicht immer leicht, den
Bahn=
ſteig zu finden, auf dem der Zug mit dem Erwarteten
ein=
laufen ſoll. Wenn nun gar bei geſteigertem Verkehr die
Züge aus derſelben Richtung nicht regelmäßig auf
be=
ſtimmten Gleiſen ankommen, ſondern bald auf dieſem oder
jenem, und wenn Zugteilung vorgenommen werden muß,
ſo daß außer dem Hauptzug noch ein Vorzug und ein
Nachzug vom Ausgangsbahnhof abgelaſſen werden, dann
ſind im Publikum Irrtümer über den richtigen Zug und
den richtigen Bahnſteig nicht zu vermeiden. Die Folge
da=
von iſt, daß die Wartenden und die Erwarteten einander
verfehlen, und das gibt Anlaß zu Aufregung, Verdruß und
Zeitverluſt. Auch die Beamten werden durch zu häufiges
Fragen von der Aufmerkſamkeit auf ihre dienſtlichen
Ob=
liegenheiten abgelenkt. Hier ſoll die neue, von der
Sie=
mens u. Halske A.=G. ausgeführte Einrichtung, der
Zug=
ankunftmelder, Wandel ſchaffen.
Etwa ſechshundert Meter vor einem größeren
Bahnhof befindet ſich die Dienſtſtelle, die Ein= und
Ausfahrt überwacht, der zuerſt das Herannahen
eines Zuges gemeldet wird und die dem
Bahnhofsperſo=
nal die nötigen Weiſungen gibt. Dieſe Stelle iſt das
Be=
fehlsſtellwerk. Von hier aus wird mit dem
Zugankunft=
melder auch das Publikum über Art und Gattung des
er=
warteten Zuges ſowie den Bahnſteig, wo er einläuft,
unterrichtet. Die Einrichtung beſteht aus zwei durch
elek=
triſche Leitungen verbundenen Apparaten. Der eine, im
Stellwerk untergebrachte, heißt Geber, der andere, im
Bahnhof befindliche, der Empfänger. Auf der Vorderſeite
des Geberapparates iſt eine Anzahl zifferblattartiger
Scheiben befeſtigt, und zwar eine größere und drei kleinere.
Auf der großen Scheibe ſtehen die Namen der Orte, aus
denen Züge ankommen, auf den kleinen ſtehen die
Num=
mern der Bahnhofsgleiſe, ferner die Gattung des Zuges:
Hauptzug, Vorzug, Nachzug, Sonderzug, und auf der
drit=
ten Scheibe ſind die Arten der Züge verzeichnet: D=Zug,
Schnellzug, Eilzug, Perſonenzug. Außerdem hat jede
Scheibe noch eine mit 0 bezeichnete Stelle für die Ruhelage,
und über einer jeden befindet ſich ein verſtellbarer Zeiger
mit Handgriff. Wenn ſich nun ein Zug dem Bahnhof
nähert, dann ſtellt ein Beamter im Befehlsſtellwerk die
ein=
zelnen Zeiger auf die entſprechenden Felder der Scheiben,
z. B.: Stettin, Gleis 2, Vorzug E. Dann drückt er auf
einen kleinen Hebel an der Seite des Apparates, wodurch
der elektriſche Strom eingeſchaltet wird. Im
Empfänger=
apparat befindet ſich eine Anzahl Tafeln mit Aufſchriften,
und je eine Tafel entſpricht einer Einſtellung auf den vier
Scheiben des Gebers. Der Empfänger hat in der dem
Eingang zugekehrten Seite eine Anzahl Fenſter und eine
ſeſtſtehende Aufſchrift: fährt ein am Bahnſteig . . .
aus der Richtung von .. Für gewöhnlich iſt hinter dem
zweiten Fenſter das Wort „Zug” zu leſen. Nachdem der
Strom eingeſchaltet iſt, würde nach dem vorhin erwähnten
Beiſpiel der Empfänger anzeigen: E=Vorzug fährt ein am
Bahnſteig P links aus der Richtung von Stettin.
Wie wird nun die Anzeigevorrichtung betätigt?
Durch die Einſtellungen am Geber ſind ganz
be=
ſtimmte Schaltverbindungen entſtanden. Schickt man
nun Strom durch die Leitungen, ſo wird ein
Rah=
men bewegt, an den ſich die durch Einſtellung
am Geber ausgewählten Tafeln ſelbſttätig
an=
hängen. Der Rahmen ſinkt ſoweit nach abwärts, bis die
Aufſchriften auf den Tafeln hinter den Fenſtern erſcheinen.
Dieſe Einrichtung erleichtert es nicht nur dem Publikum,
den richtigen Bahnſteig aufzufinden, ſie entlaſtet auch die
Beamten.
— Ein neuentdecktes ſeltſames Volk. Ueber die
Ent=
deckung eines bisher unbekannten eigenartigen
Volksſtam=
mes im Norden der Malaiſchen Halbinſel berichtet die
Rangoon Times. Dieſes in den unwegſamen Bergen
und Sümpfen zwiſchen Trengann und Kelantan hauſende
Volk zeigt negerartige Züge und führt im Urwald ein
Wanderleben. Der Stamm wird Panggang genannt; von
Natur ſind dieſe Bewohner der Wildnis friedfertig, und
Kämpfe oder Diebſtähle unter ihnen kommen nicht vor.
Vom Sultan des Staates haben ſie nur eine ſehr unbe=
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juli 1914.
Nummer 206.
Mörder des Förſters Romanos, der Zigemer Ebender,
in der hieſigen Gegend aufgehalten hat, beſtätigt ſich.
Durch einen vermutlich falſchen Arbeitsnachweis, der auf
den Namen Ebender lautete, war es ihm gelungen, unter
den beim Bahnbau bei Eichenberg beſchäftigten Arbeitern
unterzukommen. Zu ſpät wurde dies entdeckt, ſo daß es
ihm gelang, zu entwiſchen. In ſeiner Schlafſtelle in
Hebenshauſen wurde mehrere Schriftſtücke gefunden, die
unzweifelhaft ergeben, daß es ſich um den wirklichen
Eben=
der handelt. Die auf ſeine Ergreifung geſetzte
Beloh=
nung iſt auf 5000 Mark erhöht worden.
Münchberg (Fränkiſche Schweiz), 28. Juli. (Mord.)
Auf der Landſtraße wurde geſtern nacht der Oekonom
Hengel aus Kirchbirkig ermordet. Er trug 100 Mark
bei ſich, die er aus einem Gerſteverkauf erlöſt hatte. Da
man das Geld nicht mehr bei ihm fand, ſo liegt die
Ver=
mutung nahe, daß es ſich um einen Raubmord handelt.
Köln, 28. Juli. (Der Waſſerſtand auf der
ganzen Rheinſtrecke) iſt in den letzten Tagen
be=
deutend in die Höhe gegangen. In Bingen iſt die
Hochwaſſergrenze bereits überſchritten. Auch die Nahe
iſt ſtark geſtiegen.
Dresden, 28. Juli. (Verhafteter Mörder.)
Der Mörder der ſiebenjährigen Erna Landmann aus
Grabsdorf iſt verhaftet worden. Es iſt der 36 Jahre alte
Hermann Dietz aus Meuſelwitz, der die Tat bereits
ein=
geſtanden hat.
Breslau, 28. Juli. (Kampf mit Rowdies.) In
der„Roſeſtraße wurde ein Kriminalbeamter, der
einen Fürſorgezögling abführen wollte, von einigen
Rowdies tätlich angegriffen und gab zunächſt einen
blinden und dann drei ſcharfe Schüſſe ab. Zwei der
An=
greifer wurden tödlich getroffen, der dritte ſchwer verletzt.
Luxemburg, 28. Juli. (Eiſenbahnunfall.) Auf
der Strecke Luxemburg-Brüſſel ſtieß ein mit zwei
Lokomotiven beſpannter Güterzug zuſammen. Die am
Ende des Zuges Schiebedienſte leiſtende Lokomotive
drückte ihren Wagenpark ſo ſtark auf den anderen Teil des
Zuges, daß 40 Wagen aus den Gleiſen ſprangen. Ein
Haufen zertrümmerter Waggons liegt auf beiden Gleiſen.
Während des ganzen Tages mußten die Züge auf dieſer
Strecke umgeleitet werden. Bei dem Unfall wurden zwei
Perſonen getötet und mehrere andere ſchwer verletzt.
Warſchau, 28. Juli. (Exploſion einer
Höl=
lenmaſchine.) Auf dem Hauptpoſtamte
explo=
dierte geſtern eine Höllenmaſchine, die in einem
Poſtpaket verpackt war. Durch die Exploſion wurden
mehrere Perſonen verletzt. Der Abſender der
Höllen=
maſchine konnte noch nicht ermittelt werden.
Warſchau, 28. Juli. (Vom Blitz getötet.)
Wäh=
rend eines ſchweren Gewitters traf ein Blitzſtrahl das
Pulvermagazin der Alexanderzitadelle. Mehrere
Sol=
daten wurden getötet oder verletzt. Die
Eiſen=
bahnbrücke iſt erheblich beſchädigt worden.
Grubenunglück.
* Dortmund, 28. Juli: Auf der Zeche „Adolf
von Hanſemann” in Mengede geriet während der
Nachtſchicht das Flöz „Dicke Bank” auf Schacht II in
Brand. Bis ſechs Uhr morgens waren ſechs Tote
geborgen. Man ſchätzt die Zahl der Umgekommenen
ins=
geſamt auf fünfzehn.
* Dortmund, 28. Juli. Nach Auskunft bei dem
Oberbergamt beſtätigt ſich die Meldung von dem
Un=
glück auf Zeche „Adolf von Hanſemann”. Bisher ſind
7 Tote geborgen worden, ebenſoviele Bergleute
be=
finden ſich noch in der Grube. Ueber ihr Schickſal iſt
nichts bekannt. Das Unglück hat ſich dadurch ereignet,
daß ein Damm, der einen Flözbrand abdämmen ſollte,
durchbrach. Von der Zeche ſelbſt ſind beſtimmte
Einzel=
heiten nicht zu erlangen.
* Dortmund, 28. Juli. Nach endgültiger
Feſtſtellung ſind bei dem Unglück auf der Zeche
Hanſemann, das ſich bereits geſtern abend 10 Uhr
ereig=
nete, 13 Bergleute getötet und drei Bergleute
durch ausſtrömende Gaſe ſchwer vergiftet worden. Sie
wurden in bedenklichem Zuſtande in das Krankenhaus
gebracht. Von den Getöteten ſind ſieben bereits geborgen
worden, während ſich ſechs noch in der Grube befinden.
Man hofft, deren Leichen noch am Nachmittag zu bergen.
Von den ſieben Verunglückten waren zwei ledig, einer
verwitwet, die anderen verheiratet. Die Perletzungen der
Toten ſind verhältnismäßig leicht. Sie ſind durch
Ein=
atmen giftiger Gaſe ſchnell und wohl faſt ſchmerzlos
ge=
ſtorben.
ſtimmte Vorſtellung als von einer gottähnlichen Perſon,
die ihnen das Haupt abſchlagen laſſen kann. Als höchſte
Koſtbarkeit gilt den Panggang der Tabak; ſolange ſie
Ta=
bak und Salz haben, können ſie alle anderen
Nahrungs=
mittel lange entbehren. Geld iſt ihnen zwar bekannt, aber
Verwendung für Münzen haben ſie nicht, denn ſie treiben
auch keinen Handel. Kommt einem von ihnen durch
Zu=
fall Geld in die Hände, ſo wird es ſchleunigſt vergraben,
auf daß der Tote im anderen Leben mit den Münzen
Han=
del treiben könne. Die Wirtſchaft iſt noch im Urzuſtand:
hat der Panggang Hunger, ſo ſucht er Nahrung; hat er
einen Vorat, ſo wird er nichts tun, bis der Vorrat verzehrt
iſt und die Notwendigkeit ihn wieder auf die Jagd treibt.
Religiöſe Vorſtellungen ſcheinen ſo gut wie völlig zu
feh=
len, nur ein dumpfer Glaube an eine Art
Seelenwande=
rung hat bei den Panggangs Aufnahme gefunden. Sie
halten die Tiger, die in ihrer weltfernen Gegend häufig
ſind, für verzauberte Ahnen, und dieſer Glaube iſt ſo ſtark,
daß ſie den Tiger, wenn ſie ihm begegnen, beim Namen
eines verſtorbenen Ahnen oder Verwandten anrufen.
Da=
bei glauben ſie, daß der Tiger, wenn ſie den richtigen
Na=
men gerufen haben, ihnen nichts Böſes zufügt; iſt aber
die Vermutung falſch, hat der Tiger nicht die Seele jenes
Ahnen, deſſen Namen man rief, dann nimmt er Rache und
zerfleiſcht den Rufer.
* Don Quichote=Marken. Die ſpaniſche Poſt bereitet
für alle Briefmarkenſammler eine angenehme
Ueber=
raſchung vor: wenn im Jahre 1916 die ganze Kulturwelt
den 300. Todestag des Cervantes, des unſterblichen
Schöpfers des Don Quichote, feiert, will ſie nicht
zurück=
ſtehen, ſondern ſie gibt Cervantes=Briefmarken aus. Es
ſind Jubiläumsmarken eigener Art, denn in anderen
Län=
dern iſt es nur üblich, etwa Jubiläen des Herrſcherhauſes,
die Entdeckung von Ländern und dergleichen durch
Jubi=
läumsmarken zu feiern.
** Der Trieb der Selbſterhaltung. Vor Gericht ſtand
ein Mann, der Schweine geſtohlen hatte, und erwartete
ſeinen Urteilsſpruch. Der würdige Richter bemerkte, daß
ſeit einiger Zeit das Schweineſtehlen eine wahre Epidemie
geworden wäre und daß man ein Exempel ſtatuieren müſſe.
„Sonſt”, ſo ſchloß er, „kann keiner von uns mehr ſicher
ſein.”
Her Uherrelchichvierblichte
Krieg.
Keine Nachgabe Oeſterreichs.
* Wien, 28. Juli. Zur ſerbiſchen
Antwort=
note ſchreibt das Neue Wiener Tagblatt: Es zeigt ſich,
daß Serbien nur Ausflüchte ſuchen wollte. Angeſichts
dieſer Tatſachen kann die öſterreichiſch=
unga=
riſche Regierung unter keiner Bedingung
mehr zurücktreten. Es iſt alſo auch nicht mehr
möglich, daß die öſterreichiſch=ungariſche Regierung gegen
Zahlung der Mobiliſierungskoſten, ſelbſtverſtändlich gegen
die vorbehaltloſe Annahme ihrer Note, ihre Aktion
ein=
ſtellen ſoll. Die öſterreichiſch=ungariſche Regierung wird
nunmehr ganz andere Forderungen erheben müſſen. In
diplomatiſcher Beziehung iſt gar kein Schritt
unternom=
men worden. Alle Meldungen über eine
franzöſiſch=
ruſſiſche Demarche ſind vollſtändig aus der Luft gegriffen.
Außer dem Schritt des ruſſiſchen Geſchäftsträgers, der
das Verlangen ſtellte, die Antwortfriſt für Serbien zu
ver=
längern, iſt weiter nichts unternommen worden. — Die
Nachricht von der Mobiliſierung Montenegros hat ſich
bisher noch nicht beſtätigt. Hingegen wird aus
informier=
ter Quelle verſichert, daß Rumänien neutral bleibt.
Die Antwort der ſerbiſchen Regierung.
* Wien, 28. Juli. Die Antwort der
ſerbi=
ſchen Regierung vom 12./25. Juli wird nunmehr
mit den Anmerkungen der K. K. Regierung im
Wortlaut veröffentlicht. In dieſen Anmerkungen heißt
es u. a.: Die ſerbiſche Regierung beſchränkt ſich darauf,
feſtzuſtellen, daß ſeit Abgabe der Erklärung vom 18. März
1909 von ſeiten der ſerbiſchen Regierung und ihrer
Or=
gane kein Verſuch zur Aenderung der Stellung Bosniens
und der Herzegowina unternommen wurde. Damit
ver=
ſchiebt ſie in bewußt willkürlicher Weiſe die Grundlagen
unſerer Demarche, da wir nicht die Behauptung
aufge=
ſtellt haben, daß ſie und ihre Organe in dieſer Richtung
offiziell irgend etwas unternommen hätten. Unſer
Gra=
vamen geht vielmehr dahin, daß ſie es trotz der in der
zitierten Note übernommenen Verpflichtung unterlaſſen
hat, die gegen die territoriale Integrität der Monarchie
gerichtete Bewegung zu unterdrücken. Ihre Verpflichtung
beſtand alſo darin, die ganze Richtung ihrer Politik zu
ändern und die öſterreichiſch=ungariſche Monarchie offiziell
nicht anzutaſten. Die Behauptung der ſerbiſchen
Regie=
rung, daß die Aeußerungen der Preſſe und die Tätigkeit
von Vereinen privaten Charakter haben und ſich der
ſtaat=
lichen Kontrolle entziehen, ſteht in vollem Widerſpruche
zu den Einrichtungen moderner Staaten, ſelbſt der
frei=
heitlichen Richtung auf dem Gebiete des Preſſe= und
Ver=
einsrechts, das einen öffentlichen Charakter hat und wo
Preſſe, ſowie Vereine ſtaatlicher Aufſicht unterſtehen. Die
Bemerkung der ſerbiſchen Regierung, ſie ſei durch die
Be=
hauptungen, daß Angehörige Serbiens an der
Vorberei=
tung des in Serajewo verübten Attentats teilgenommen
hätten, ſchmerzlich überraſcht geweſen, ſie habe erwartet,
zur Mitwirkung bei den Nachforſchungen über dieſes
Verbrechen eingeladen zu werden und ſei bereit, um ihre
vollkommene Korrektheit durch die Tat zu beweiſen, gegen
alle Perſonen vorzugehen, hinſichtlich welcher ihr
Mit=
teilungen zukommen, wird als unrichtig bezeichnet. Die
ſerbiſche Regierung ſei über den gegen ganz beſtimmte
Perſonen beſtehenden Verdacht genau unterrichtet und
nicht nur in der Lage, ſondern auch nach ihren internen
Geſetzen verpflichtet geweſen, ganz ſpontan Erhebungen
einzuleiten. Sie habe in dieſer Richtung gar nichts
unter=
nommen. Die Forderung Oeſterreich=Ungarns, „die K.
ſerbiſche Regierung verurteilt die gegen Oeſterreich=
Un=
garn gerichtete Propaganda”, iſt dahin geändert worden,
daß die ſerbiſche Regierung jede Propaganda verurteilt,
die gegen Oeſterreich=Ungarn gerichtet ſein ſollte. Das
will beſagen, daß eine ſolche gegen Oeſterreich=Ungarn
ge=
richtete Propaganda nicht beſtehe oder daß der Regierung
eine ſolche nicht bekannt ſei. Die Formel iſt unaufrichtig
und hinterhältig, da ſich die ſerbiſche Regierung damit
für ſpäter die Ausflucht reſerviert, ſie hätte die derzeit
beſtehende Propaganda durch dieſe Erklärung nicht
des=
avouiert und nicht als monarchiefeindlich anerkannt,
woraus ſie weiter ableiten könnte, daß ſie zur
Unter=
drückung einer der jetzigen Propaganda gleichen nicht
verpflichtet ſei.
Dasſelbe gilt von der Aenderung der Worte „Die
Königliche Regierung bedauert, daß ſerbiſche Offiziere
und Funktionäre mitgewirkt haben” in die Worte: „Laut
Mitteilung der K. K. Regierung mitgewirkt hätten”.
Wei=
ter hatte die K. K. Regierung gefordert, daß die ſerbiſche
Regierung jede Publikation unterdrücke, die zum Haß
und zur Verachtung der Monarchie aufreize und deren
Tendenz gegen die territoriale Integrität der Monarchie
gerichtet iſt, wollte alſo die Verpflichtung Serbiens
her=
beiführen, dafür zu ſorgen, daß derartige Preſſeangriffe
in Zukunft unterbleiben. Statt deſſen bot uns Serbien
die Erlaſſung gewiſſer Geſetze an, welche als Mittel zu
dieſem Erfolg dienen ſollten, ohne die geringſten
Garan=
tien für den gewünſchten Erfolg zu bieten. Dieſe
Vor=
ſchläge ſind vollkommen unbefriedigend, um ſo mehr, als
nicht geſagt wird, innerhalb welcher Friſt dieſe Geſetze
erlaſſen würden, und daß im Falle der Ablehnung der
Geſetzesvorlage durch die Skupſchtina — von der eventl.
Demiſſion der Regierung abgeſehen — alles beim alten
bleibe. Zu der Erklärung der ſerbiſchen Note, die
Regie=
rung beſitze keinerlei Beweiſe dafür und auch die Note
der K. K. Regierung liefere ihr keine ſolche, daß der
Ver=
ein Narodna Obrana und alle ähnlichen Geſellſchaften bis
zum heutigen Tage durch ihre Mittel irgend welche
ver=
brecheriſchen Handlungen begangen hätten, daß aber die
Narodna Obrana, ſowie jede Geſellſchaft, die gegen
Oeſter=
reich=Ungarn wirken ſollte, aufgelöſt werden ſollten, wird
bemerkt: Die monarchiefeindliche Propaganda erfüllt in
Serbien das ganze öffentliche Leben. Es iſt daher eine
ganz unzuläſſige Reſerve, wenn die ſerbiſche Regierung
behauptet, daß ihr hierüber nichts bekannt iſt; ganz
ab=
geſehen davon, hat die öſterreichiſch=ungariſche Note
ver=
langt, die Propagandamittel dieſer Geſellſchaften zu
kon=
fiszieren und die Neubildung der aufgelöſten
Geſellſchaf=
ten unter anderem Namen und unter anderer Geſtalt zu
verhindern. In dieſen beiden Richtungen ſchweigt das
Belgrader Kabinett vollkommen.
Auch in Sachen des öffentlichen Unterrichts verlangt
die ſerbiſche Regierung erſt Beweiſe dafür, daß eine
monarchiefeindliche Propaganda getrieben wird, während
ſie doch wiſſen muß, daß die in ſerbiſchen Schulen
einge=
führten Lehrbücher in dieſer Richtung die beanſtandeten
Stoffe enthalten und daß ein großer Teil der ſerbiſchen
Lehrer im Lager der Narodna Obrana und der ihr
affi=
lierten Vereine ſtehen. Uebrigens hat die ſerbiſche
Re=
gierung auch hier einen Teil der Forderungen nicht
er=
füllt, wie es verlangt war, indem ſie ihrem Text den
Bei=
ſatz „ſowohl was den Lehrkörper als auch was die
Lehr=
mittel anbelangt” wegließ — ein Beiſatz, welcher ganz
klar zeigt, wo die monarchiefeindliche Propaganda in den
ſerbiſchen Schulen zu ſuchen iſt. Indem die ſerbiſche
Re=
gierung die Zuſage der Entlaſſung der fraglichen
Offi=
ziere und Beamten aus dem Militär= und Zivildienſt an
den Umſtand knüpft, daß dieſe Perſonen durch ein
gericht=
liches Verfahren ſchuldig befunden worden wären, ſchränkt
ſie ihre Zuſage auf jene Fälle ein, in denen dieſen
Per=
ſonen ein geſetzlich zu ahnendes Delikt zur Laſt liegt.
Da die Note aber die Entfernung jener Offiziere genau
verlangt, die eine monarchiefeindliche Propaganda
betrei=
ben, was ja im allgemeinen in Serbien kein gerichtlich
ſtrafbarer Tatbeſtand iſt, ſo erſcheint ihre Forderung auch
in dieſem Punkte nicht erfüllt. Wenn die ſerbiſche
Re=
gierung erklärt, daß ſie jede Mitwirkung von Organen
der K. K. Regierung anzunehmen bereit wäre, welche den
Grundſätzen des Völkerrechts und des Strafprozeſſes,
ſowie den freundnachbarlichen Beziehungen entſprechen
würde, wird dazu bemerkt: Mit dieſer Frage hat das
all=
gemeine Völkerrecht ebenſowenig etwas zu tun, wie mti
dem =Strafprozeßrecht. Es handelt ſich um eine
Ange=
legenheit rein ſtaatspolizeilicher Natur, die im Wege
be=
ſonderer Vereinbarung zu löſen iſt. Die Reſerve
Ser=
biens iſt daher unverſtändlich und würde, weil ihre vage
allgemeine Formel dazu geeignet iſt, zu
unüberbrück=
baren Schwierigkeiten bei Abſchluß des vertraglichen
Ab=
kommens führen.
Was die Mitwirkung delegierter Organe der K. K.
Regierung an der ſtrafrechtlichen Unterſuchung anbelangt,
die als Verletzung der Verfaſſung und der
Strafprozeß=
ordnung abgelehnt worden iſt, ſo bemerkt die K. K.
Re=
gierung: Unſer Verlangen war ganz klar und nicht zu
mißdeuten. Wir begehrten erſtens, Einleitung einer
ge=
richtlichen Unterſuchung gegen die Teilnehmer des
Kom=
plotts, zweitens, Teilnahme von K. K. Organen an den
darauf bezüglichen Erhebungen (Recherchen im Gegenſatz
zur Enquete judiciaire). Es iſt uns nicht eingefallen,
K. K. Organe an dem ſerbiſchen Gerichtsverfahren
teil=
nehmen zu laſſen, ſie ſollten nur bei den polizeilichen
Vor=
erhebungen mitwirken. Wenn die ſerbiſche Regierung
uns hier mißverſteht, ſo tut ſie dies bewußt, denn der
Unterſchied zwiſchen Enquete judiciaire und einfachen
Recherchen muß ihr geläufig ſein; da ſie ſich jeder
Kon=
trolle des einzuleitenden Verfahrens zu entziehen wünſcht,
das bei korrekter Durchführung höchſt unerwünſchte
Er=
gebniſſe für ſie liefern würde, und da ſie keine Handhabe
beſitzt, in plauſibler Weiſe die Mitwirkung unſerer
Or=
gane an den polizeilichen Verfahren abzulenken (
Analo=
gien für ſolche polizeilichen Interventionen beſtehen in
großer Menge), hat ſie ſich auf einen Standpunkt begeben,
der ihrer Ablehnung den Schein der Berechtigung geben
und unſerem Verlangen den Stempel der Unerfüllbarkeit
aufdrücken ſollte.
In Sachen des Milan Ciganovie wird konſtatiert, daß
die Behauptung, dieſer ſei ſchon am 15. reſpektive 28. Juni
aus dem ſerbiſchen Staatsdienſt geſchieden, unrichtig ſei.
Er habe noch drei Tage nach dem Attentat, als ſeine
Teil=
nahme an dem Komplott bekannt wurde, ſich im Auftrage
der Belgrader Polizeipräfektur nach Ribari begeben.
Hierzu kommt, daß der Polizeipräfekt von Belgrad die
Abreiſe des Ciganovie ſelbſt veranlaßt hatte und wußte,
wo dieſer ſich aufhält, und in einem Interview erklärt
habe, ein Mann dieſes Namens exiſtiere in Belgrad nicht.
Bezüglich der Aeußerungen ſerbiſcher Beamter nach dem
Attentat hatte die ſerbiſche Regierung in der Erklärung
zugeſagt, ſobald die Aeußerungen näher bezeichnet und
nachgewieſen ſei, daß dieſe tatſächlich gefallen ſeien, wird
bemerkt: Der ſerbiſchen Regierung würden die
diesbezüg=
lichen Interviews ganz genau bekannt ſein. Wenn ſie
von der K. K. Regierung verlangt, daß dieſe ihr alle
De=
tails über dieſe Interviews liefere und ſich eine formelle
Unterſuchung darüber vorbehält, ſo zeigt ſie, daß ſie auch
dieſe Forderung nicht ernſtlich erfüllen will.
Die Zirkularnote der öſterreichiſch=ungariſchen Regierung
an die Mächte.
* Wien, 28. Juli. Das in der
öſterreichiſch=
ungariſchen Zirkularnote an die
auswärti=
gen Botſchafter in der Angelegenheit des ſerbiſchen
Konflikts erwähnte Doſſier wird heute veröffentlicht. In
dieſem Memoire wird darauf hingewieſen, daß, aus einem
revolutionären Komitee hervorgegangen, ſich die vom
Bel=
grader Auswärtigen Amt völlig abhängige Narodna
Obrana unter der Leitung von Staatsmännern und
Offi=
zieren, darunter General Jankovie und der ehemalige Mis
niſter Iwanovic, konſtituierte. Auch Major Oja Tankovich
und Milan Pripicevie gehören zu dieſen Gründern. In
einer dem Memoire angefügten Anlage wird ein Auszug
aus dem vom Zentralausſchuß der Narodna Obrana
her=
ausgegebenen Vereinsorganen gleichen Namens
veröffent=
licht, worin Oeſterreich als erſter und größe
ter Feind bezeichnet und geſagt wird, wenn die
Narodna Obrana die Notwendigkeit des Kamps
fes mit Oeſterreichpredige, predige ſie einel
heilige Wahrheit. Das Schlußkapitel enthält einen
Appell an die Regierung und das Volk Serbiens, ſich mit
allen Mitteln für den Kampf vorzubereiten den die
Annek=
tion vorangezeigt hätte. Das Memoire ſchildert nach einer
Ausſage eines von der Narodna Obrana angeworbenen
Komitatſchis die damalige Tätigkeit der Narodna Obranag
die von Hauptleuten, darunter Tankovic geleitete Schulen
zur Ausbildung von Banden unterhielten, Schulen, welche
von General Jankovie und von Hauptmann Mila
Pri=
picevie inſpiziert wurden. Weiter wurden die
Komita=
tſchis im Schießen und Bombenwerfen, mit
Minenlegen, Sprengung von
Eiſenbahn=
brücken uſw. unterrichtet. Auch nach 1909 ſei die
Propaganda durch die ſerbiſche Preſſe fortgeſetzt worden.
Das Memoire führt als Beiſpiel die Art und Weiſe
an, wie das Attentat gegen den bosniſchen Landeschef
Vareſanin publiziſtiſch verwertet wurde, indem der Täter
als ſerbiſcher Nationalheld gefeiert und
ſeine Tat verherrlicht wurde. Dieſe Blätter wurden nicht
nicht nur in Serbien verbreitet, ſondern auch auf
wohl=
organiſierten Schleichwegen in die Monarchie
ein=
geſchmuggelt. Unter der aleichen Leitung, wie bei
Nummer 206.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juli 1914.
Seite 5.
ihrer Gründung, wurde die Narodna Obrana neuerlich der
Zentralpunkt einer Agitation, welcher der Schützenbund
mit 762 Vereinen, ein Sokolbund mit 3500 Mitgliedern
und verſchiedene andere Vereine angehörten. Das Memoire
ſchildert ferner den Zuſammenhang zwiſchen dieſer
Tätig=
keit der Narodna Obrana und den affilierten
Organiſa=
tionen mit den Attentaten gegen den königlichen Kommiſſär
in Agram Cuvaj im Juli 1912, dem Attentat von Dojevic
in Agram 1913 gegen Skerlecz, und dem mißglückten
At=
tentat Schäfer am 20. Mai im Agramer Theater.
Das Memoire verbreitet ſich hierauf über den
Zu=
ſammenhang des Attentats auf den
Thronfolger und deſſen Gemahlin, über die Art, wie
ſich die Jungen ſchon in der Schule an dem Gedanken der
Narodna Obrana vergiften und wie ſich die Attentäter
um Hilfe Pripicevies und Docies die Werkzeuge zu dem
Attentat verſchafften, wobei insbeſondere die Rolle des
Majors Tankovic dargelegt wird, der die Mordwaffen
lieferte, wie auch die Rolle eines gewiſſen Ciganovics,
eines geweſenen Komitatſchis und jetzigen Beamten der
ſerbiſchen Eiſenbahndirektion in Belgrad, der ſchon 1909
als Zögling der Bandenſchule der damaligen Narodna
Obrana auftauchte. Ferner wird die Art dargelegt, wie
Bomben und Waffen unbemerkt nach Bosnien
einge=
ſchmuggelt wurden, die keinen Zweifel darüber läßt, daß
dies ein wohl vorbereiteter und für die geheimnisvollen
Zwecke der Narodna Obrana oft begangener Schleichweg
war. Eine Beilage enthält einen Auszug aus den
Akten des Kriegsgerichts in Serajewo über die
Unterſuchung des Attentats gegen den
Erzherzog Franz Ferdinand und deſſen
Ge=
mahlin.
Danach ſind Princip, Cabrinovic, Grabez, Crupilovie
und Papovie geſtändig, in Gemeinſchaft mit dem flüchtigen
Mehmed Baſic ein Komplott zur Ermordung des
Erzher=
zogs geſchmiedet und ihm zu dieſem Zwecke aufgelauert zu
haben. Cabrinovic iſt geſtändig, die Bombe geworfen und
Gabrilo Princip das Attentat mit der Browningpiſtole
ausgeführt zu haben. Beide Täter gaben zu, bei der
Ver=
übung der Attentate die Abſicht des Mordes gehabt zu
haben. Aus dem weiteren Zeugenprotokoll ergibt ſich,
daß ein Angehöriger der Monarchie einige Tage vor dem
Attentat dem öſterreichiſch=ungariſchen Konſulat Meldung
von der Vermutung erſtatten wollte, daß ein Plan zur
Verübung des Attentats gegen den Erzherzog während
deſſen Anweſenheit in Bosnien beſteht. Dieſer Mann ſoll
nun durch Belgrader Polizeiorgane, welche ihn
unmittel=
bar vor Betreten des Konſulats aus nichtigen Gründen
verhafteten, verhindert worden ſein. Weiter geht aus dem
Zeugenprotokoll hervor, daß die betreffenden
Polizei=
organe von dem geplanten Attentat Kenntnis gehabt
hatten.
Da dieſe Angaben noch nicht nachgeprüft ſind, kann
über deren Stichhaltigkeit noch kein Urteil abgegeben
wer=
den. In der Beilage zum Memoire heißt es: Vor dem
Empfangsſaal des ſerbiſchen Kriegsminiſteriums
befin=
den ſich an der Wand vier allegoriſche Bilder, von denen
drei Darſtellungen ſerbiſcher Kriegserfolge ſind, während
das vierte die Verwirklichung der monarchiefeindlichen
Tendenz Serbiens verſinnbildlicht. Ueber einer
Land=
ſchaft, die teils Gebirge (Bosnien), teils Ebene (
Süd=
ungarn) darſtellt, geht Zora, die Morgenröte der ſerbiſchen
Hoffnung auf. Im Vordergrund ſteht eine bewaffnete
Frauengeſtalt, auf deren Schild die Namen der „noch zu
befreienden Provinzen”: Bosnien, Herzegowina,
Wojwo=
dina, Syrmien, Dalmatien uſw. ſtehen.
Einleitungen zum Kriege.
* Wien, 28. Juli. Wie verlautet, hat der
Erzher=
zog Friedrich, dem jüngſt der militäriſche Wirkungskreis
des ermordeten Thronfolgers Franz Ferdinand
übertra=
gen wurde, das Oberkommando der
öſterrei=
chiſchen Armee gegen die Serben im Auftrage
des Kaiſers übernommen.
* Prag, 27. Juli. Die Mobiliſierung des
Prager Korps das zum größten Teil aus Tſchechen
beſteht, geht glatt vor ſich. Die Offiziere heben hervor,
daß die einberufenen Reſerviſten, Landwehrmänner und
Landſturmpflichtigen der militäriſchen Beorderung im
gan=
zen Bereiche des Korps unverzüglich Folge geleiſtet haben
und daß jedermann zur Stelle war, nicht nur pünktlich,
ſondern auch meiſt noch einige Stunden vor der
vorgeſchrie=
benen Zeit. Es iſt nicht die geringſte Schwierigkeit bei
einem der tſchechiſchen Regimenter zu verzeichnen geweſen.
* Wien, 28. Juli. Folgende Korps ſind
mobili=
ſiert worden: Graz, Prag, Leitmeritz, Bosnien,
Herze=
gowina, Dalmatien, Temesvar, Budapeſt und Agram.
Während der Durchführung der Mobiliſierung wird auf
einzelnen Bahnſtrecken der Perſonen= und Frachtverkehr
am erſten Tage eingeſchränkt und vom dritten Tage ab
gänzlich eingeſtellt. Am erſten und zweiten
Mobiliſie=
rungstage werden Zivilreiſende mit Perſonenzügen der
Kriegsfahrordnung nur dann befördert, wenn die Reiſen
in militäriſchem oder öffentlichem Intereſſe unternommen
werden. Die Reiſenden müſſen in dieſem Falle einen
mi=
litäriſchen Paß beſitzen.
* Paris, 28. Juli. Die offizielle Agence Havas
hat zwiſchen 1 und 2 Uhr nachts folgende inhaltsſchwere
Depeſche aus Wien erhalten: Man vollendet in dieſem
Augenblicke bedeutende Vorbereitungen zu
einer militäriſchen Aktion gegen Serbien,
die heute früh begonnen werden wird. Infolge der
vor=
gerückten Nachtſtunde wird dieſes Telegramm nur von drei
großen Pariſer Blättern, dem Matin, dem Figaro und
Echo de Paris wiedergegeben, während die übrigen
Blät=
ter bereits vor Bekanntwerden dieſer Nachricht erſchienen
waren.
* Berlin, 28. Juli. Nach einer Meldung des
Lo=
kalanzeigers haben die öſterreichiſchen Truppen
die ungariſche Grenze überſchritten und
mit dem Vormarſch nach Mitrovitza den
programm=
mäßigen Punkt erreicht. Die Serben ſind überall
zurück=
geworfen worden. In Wien wurde die Nachricht von
dem Ausbruch der Feindſeligkeiten mit großem Jubel
auf=
genommen. Mitrovitza iſt ein ungariſcher Grenzort an
der Save und hat ungefähr 12000 Einwohner. Eine
wei=
tere Wiener Meldung des Lokalanzeigers beſagt, auf der
Donau bei Kozewo wurde ein ſerbiſcher Truppentransport
auf den Dampfern „Wardar” und „Zar Nikolaus” von der
öſterreichiſchen Bootsflottille aufgebracht. Hier wurden
die erſten ſerbiſchen Gefangenen gemacht.
* Belgrad 28. Juli. Nach einer ergänzenden
Mobiliſierungsorder ſind in Serbien alle
Wehr=
fähigen vom 18. bis zum 60. Lebensjahr einberufen
wor=
den. Das bedeutet alſo eine allgemeine
Mobili=
ſierung. Das Hauptquartier befindet ſich in Niſch, wo
heute die Skupſchtina zuſammentreten ſoll. König
Peter traf geſtern in Belgrad ein und begab ſich in den
Konak, wo die Königsſtandarte gehißt wurde, aber keine
Wache aufzog. Nach anderthalbſtündigem Aufenthal:
reiſte der König im Automobil nach dem Hauptquartier.
Die Mobiliſierung ſchreitet angeblich raſch vorwärts, doch
herrſcht bei den Bauern teilweiſe Unzufriedenheit, weil
ſie die Ernte im Stich laſſen müſſen. In Belgrad herrſcht
nach dem erſten Rauſch eine ernſte, nüchtere Stimmung.
Die Behörden zeigen ſich den öſterreichiſch=ungariſchen
Staatsangehörigen gegenüber ſehr höflich. Die Zeitungen
ſchreiben, der Friede ſei noch nicht endgültig verloren.
Heute wurde in Belgrad ein Moratorium für drei Monate
veröffentlicht.
Botſchafterkonferenz in Paris.
* Paris, 28. Juli. Der interimiſtiſche Miniſter des
Aeußern Bienvenu Martin empfing heute
nach=
mittag den öſterreichiſch=ungariſchen Botſchafter, mit
wel=
chem er eine längere Unterredung hatte. Außerdem hatte
der Miniſter eine neue Zuſammenkunft mit dem deutſchen
Botſchafter. Der ruſſiſche Botſchafter, der geſtern abend
von Petersburg zurückgekehrt iſt, erſchien nachmittags im
Miniſterium des Aeußern und konſerierte längere Zeit mit
dem Miniſter Bienvenn Martin. Schließlich hatte der
Mi=
niſter des Aeußern noch eine Beſprechung mit dem Miniſter
des Innern, den Miniſtern des Krieges, der Marine und
der Kolonien.
Die engliſche Flotte.
* London 28. Juli. Wie die Blätter melden, ſind
im Hafen von Portland zurzeit 29 Schlachtſchiffe, 4
Schlachtkreuzer und 9 andere Kreuzer der erſten Flotte.
Sie nahmen die Nacht über Kohlen ein.
Kriegsma=
terial und Proviant, das für mehrere Wochen
ausreicht, wird ebenfalls eingenommen werden. Bis die
internationale Lage ſich geklärt hat, wird auf den Schiffen
der erſten Flotte kein Urlaub erteilt werden. Wie es in
kritiſcher internationaler Situation üblich iſt, hat die
Ad=
miralität geſtern die übliche Liſte der Schiffsbewegungen
nicht ausgegeben.
Rückwirkungen.
* Vom Taunus, 27. Juli. In den Taunusbädern
ſind die letzten Ereigniſſe mit beſonderer Spannung
ver=
folgt worden, namentlich in Soden und Nauheim,
wo viele Hunderte von Ruſſen zur Kur weilen. Dieſe
Kurgäſte ſehen den Dingen mit großer Sorge entgegen.
Viele bereiten ihre Abreiſe vor. In Bad Homburg kam
es trotz des internationalen Publikums zu lebhaften
Kundgebungen. Die Kurkapelle mußte am Sonntag
dauernd patriotiſche Weiſen ſpielen, und die Stimmung
wuchs nach dem Eintreffen der Extrablätter mit den
letz=
ten Depeſchen.
* Kreuznach, 27. Juli. Seit Samstag ſind von
hier und Bad Münſter a. Stein Hunderte von
Kur=
gäſten aus Rußland und Oeſterreich abgereiſt.
Die Kriegserklärung
Oeſterreichs an Serbien.
* Die Entſcheidung iſt gefallen. Die offizielle
Kriegserklärung Oeſterreichs an Serbien
iſt geſtern erfolgt. Aus Wien, 28. Juli, 4 Uhr 30 Min.,
meldet der Telegraph: Auf Grund Allerhöchſter
Entſchlie=
ßung ſeiner k. und k. apoſtoliſchen Majeſtät vom 28. Juli
1914 wurde heute an die königl. ſerbiſche Regierung eine in
franzöſiſcher Sprache abgefaßte Kriegserklärung gerichtet,
welche in deutſcher Ueberſetzung folgendermaßen lautet:
Da die königlich ſerbiſche Regierung die Note, welche ihr
vom öſterreichiſch=ungariſchen Geſandten in Belgrad am
23. Juli 1914 übergeben worden war, nicht in
befriedigen=
der Weiſe beantwortet hat, ſo ſieht ſich die k. und k.
Regie=
rung in die Notwendigkeit verſetzt, ſelbſt für die Wahrung
ihrer Rechte und Intereſſen Sorge zu tragen und zu
die=
ſem Ende an die Gewalt der Waffen zu appellieren.
Oeſterreich=Ungarn betrachtet ſich daher von dieſem
Augen=
blicke an als im Kriegszuſtande mit Serbien befindlich.
Der öſterreichiſch=ungariſche Miniſter des Aeußern, Graf
Berchtold.
Eine öſterreichiſche Verbalnote an die diplomatiſchen
Vertretungen.
* Wien, 28. Juli. Das Miniſterium des
Auswär=
tigen richtet heute an die hieſigen fremden
diplomati=
ſchen Kommiſſionen eine Verbalnote, in der
die formelle Kriegserklärung an Serbien den
diplo=
matiſchen Miſſionen zur Kenntnis gebracht und erklärt
wird, daß ſich Oeſterreich=Ungarn während der
Feind=
ſeligkeiten unter der Vorausſetzung eines gleichartigen
Vorgehens ſeitens Serbiens an die Beſtimmungen der
Haager Konvention vom 18. Oktober 1907, ſowie
an die Beſtimmungen der Londoner Deklaration
vom 26. Februar 1909 halten wird. Die Miſſionen
wer=
den gebeten, dieſe Notifikation ſchleunigſt ihren
Regie=
rungen mitzuteilen.
Ein Aufruf der ungariſchen Regierung.
* Peſt, 28. Juli. Die Regierung hat einen
Aufruf an die Nation erlaſſen, in dem in
ſchwungvollen Worten jedermann aufgefordert wird, ſeine
Pflicht zu tun. Wir ſtehen an der Schwelle
kriege=
riſcher Entwickelungen, ſo lautet der Aufruf, und
wir werden zeigen, daß ſich jene getäuſcht haben, welche
glaubten, uns ungeſtraft beleidigen zu können. Wir ſind
in die Wagſchale der Geſchichte gelegt worden, und wir
müſſen beweiſen, daß unſere Vaterlandsliebe und
Tat=
kraft aus dieſer Feuerprobe ſiegreich hervorgehen wird.
Demonſtrationen in Petersburg und Paris.
* Petersburg, 28. Juli. Bei der geſtrigen
Ab=
reiſe ſerbiſcher Offiziere in ihre Heimat
ſam=
nelte ſich eine große Menſchenmenge auf dem Bahnhof
an, die den Offizieren begeiſterte Kundgebungen
dar=
brachte. Es erſchollen Rufe: Es lebe Serbien! Nieder
mit Oeſterreich! Ein ſerbiſcher Offizier hielt eine Anſprache
in der er ſagte, er ſei von dem freudigen Bewußtſein
er=
füllt, daß das erhabene Rußland ſeine jüngere Schweſter
in dieſer ſchweren Zeit nicht ihrem Schickſal preisgeben
werde. Unter den Klängen der Nationalhymne und
Ziviorufen verließ der Zug den Bahnhof.
* Moskau, 28. Juli. Geſtern abend um 11 Uhr
verſuchte eine Menge von etwa 500, zumeiſt den
gebil=
deten Ständen angehörender Perſonen, in das
öſter=
reichiſch=ungariſche Konſulat
einzudrin=
gen. Die Menge ſang die Nationalhymne und rief: Es
lebe Serbien! Durch das Einſchreiten der Polizei wurde
der Verſuch vereitelt.
* Paris, 28. Juli. Nachdem der Verband der
Arbeiterſyndikate ſeine Mitglieder für geſtern
abend zu einer Kundgebung für den Frieden
auf den Boulevards zuſammengerufen hatte, herrſchte
gegen 9 Uhr ein ſehr lebhaftes Treiben. Als in der Nähe
der Faubourg Poiſſoniere einige Rufe: Nieder mit dem
Kriege! laut wurden, erfolgten
Gegenkundgebun=
gen. Man rief: Es lebe die Armee! Die Polizei ſtellte
die Ruhe wieder her und nahm mehrere Verhaftungen
vor. Etwas ſpäter ſammelten ſich von neuem Leute in
der Nähe der Faubourg Poiſſoniere, welche Nieder mit dem
Krieg! riefen und die Internationale fangen. Die
Poli=
zei zerſtreute ſie ebenfalls.
* Paris, 28. Juli. Da geſtern abend die Zahl der
Leute, die auf den großen Boulevards
Kundgebun=
gen veranſtalteten, anwuchs, wurde die Polizei durch
die republikaniſche Garde verſtärkt. Gegen 11 Uhr waren
die Manifeſtanten ziemlich zahlreich. Sie ſangen die
Internationale und ſammelten ſich bei Porte Saint=Dénis.
Polizeibeamte drängten ſie nach der Place Republique
zurück und nahmen zahlreiche Verhaftungen vor.
Abſperrungen wurden vorgenommen und ſehr ſtrenge
Weiſungen zur Aufrechterhaltung der Ordnung erteilt.
Der Durchgangsverkehr auf den Boulewards iſt faſt zum
Stillſtand gekommen. Die Cafés haben ihre
draußen=
ſtehenden Tiſche in ihr Lokal zurückgenommen. Die
Licht=
ſpieltheater verſchloſſen ihre Türen. Auf der Straße kam
es zu Zuſammenſtößen zwiſchen Manifeſtanten, die
entgegengeſetzte Anſchauungen vertraten. Die Polizei
drängte die Manifeſtanten zurück. Die Kundgebungen
waren ziemlich ernſter Natur, doch wurde niemand ſchwer
verletzt. Einige Polizeibeamte wurden leicht verwundet.
Rußland wünſcht den Frieden.
* Petersburg, 28. Juli. Folgende amtliche
Mitteilung wird veröffentlicht: Zahlreiche
pa=
triotiſche Kundgebungen der letzten Tage in der
Reſidenz und in anderen Städten des Reiches beweiſen,
daß die feſte und ruhige Politik in den breiten Schichten
der Bevölkerung ſympathiſchen Widerhall gefunden haben.
Die Regierung hofft jedoch, daß der Ausdruck der
Volks=
gefühle durchaus nicht die Färbung von
Miß=
gunſt gegen Mächte einnehmen werde, mit
denen Rußland ſich im Frieden befindet und
unver=
änderlich ſich im Frieden zu befinden
wünſcht. Indem die Regierung aus dem Aufſchwung
des Volksgeiſtes Kraft ſchöpft und ihre Untertanen
auf=
fordert, Zurückhaltung und Ruhe zu bewahren, verharrt
ſie auf der Wacht für die Würde und die Intereſſen
Rußlands.
Keine Mobiliſierung Rußlands.
* Wien, 28. Juli. Nach den vorliegenden Nachrichten
erfolgt, wie dem Vertreter des W. T.=B. von
maßgeben=
der Stelle erklärt wird, noch keine Mobiliſierung
Rußlands. Ferner wird gegenüber verſchiedenen
Ge=
rüchten darauf hingewieſen, daß keine Anzeichen
vorhan=
den ſind, daß Serbien die öſterreichiſch=ungariſche Note
nunmehr bedingungslos annehmen wollte. Die
Ge=
rüchte von der Einſtellung der
Mobiliſie=
rung Serbiens ſind unbegründet, vielmehr
liegen zahlreiche gegenteilige Meldungen vor, u. a. aus
Saloniki über das Paſſieren ſerbiſcher Reſerviſten und
die Durchreiſe Freiwilliger nach Serbien.
* Petersburg, 28. Juli. Die Nowoje Wremja
erfährt aus den zuſtändigen Kreiſen, daß die
getrof=
fenen militäriſchen Maßnahmen bis zur
Beendigung der Kriſe beſtehen bleiben.
Die Stellung Deutſchlands zum engliſchen
Vermittelungs=
vorſchlag.
* Köln, 28. Juli. Die Kölniſche Zeitung meldet
aus Berlin: Man begrüßt die Initiative Greys, es
machen ſich aber Zweifel geltend, ob als Organ für
die Vermittelung eine Konferenz von vier
Groß=
mächten das geeignete Auskunftsmittel darſtellt. Es
ſcheint für das Gelingen zweckmäßiger, ſich in
unmittel=
barem Verkehr mit den Hauptſtädten der beteiligten Kreiſe
der fortlaufenden diplomatiſchen Erörterungen und
Ein=
wirkungen zu bedienen. Bei Benutzung dieſes Weges
würde Deutſchland es an Mitwirkung auch weiterhin nicht
fehlen laſſen.
Deutſchland lehnt den engliſchen Vorſchlag nicht ab.
* Berlin, 28. Juli. Das Hirſchbureau verbreitet
unter Berufung auf amtliche Ermächtigung eine
Erklä=
rung des Inhalts, die deutſche Regierung habe den
eng=
liſchen Vorſchlag abgelehnt. Das W. T.=B. ſtellt
dem=
gegenüber feſt, daß das Hirſchbureau zu einer derartigen
Erklärung keinerlei amtliche Ermächtigung
erhalten habe und verweiſt demgegenüber auf die
Aeußerung der Köln. Ztg. auf den
Konferenz=
vorſchlag Sir Edward Greys.
Die Vermittelung Englands. — Die Aufnahme in
Oeſterreich.
* Wien, 28. Juli. Die Erklä rung Sir
Ed=
ward Greys im Unterhauſe findet hier, wie in
unter=
richteten Kreiſen verlautet, eine günſtige Aufnahme,
wie alle bisherigen Aeußerungen dieſes Oeſterreich=Ungarn
ſehr günſtig geſinnten Staatsmannes. Es ſei logiſch, daß
in der Frage, welche Europa ſo ſtark bewege, alle
Mächte daran dächten, den Weltfrieden zu
erhalten. Dieſen Zweck verfolge die Rede Greys.
Da ſein Vorſchlag auch dahin aufzufaſſen ſei, daß eine
Lokaliſierung der Angelegenheit zwiſchen Oeſterreich=
Ungarn und Serbien erreicht werden ſolle, ſo könne man
dies hier nur mit Genugtuung begrüßen.
Hin=
ſichtlich des Paſſus in der Rede Sir Edward Greys,
be=
treffend die Einſtellung aller aktiven militäriſchen
Opera=
tionen bis zur Beendigung der vorgeſchlagenen Konferenz,
gilt als wahrſcheinlich, daß der engliſche Vertreter mit
dieſem Erſuchen an die öſterreichiſch=ungariſche Regierung
herantritt, doch fürchtet man, daß die Sache viel zu
weit vorgeſchritten iſt, als daß die Operationen
noch eingeſtellt werden könnten. Greys Ueberzeugung,
daß die deutſche Regierung der Idee einer Vermittelung
zwiſchen Oeſterreich=Ungarn und Rußland im Prinzip
günſtig ſei, bewegt ſich ganz auf der Linie, welche
Deutſch=
land verfolge, nämlich die Lokaliſierung des Streites
zwi=
ſchen Oeſterreich=Ungarn und Serbien zu erreichen. Es
ſei übrigens vorläufig kein Grund vorhanden,
anzuneh=
men, daß die Lokaliſierung nicht gelingen ſollte.
Die Aufnahme in Petersburg.
* Petersburg, 28. Juli. Der Petersburger Kurjer
erfährt aus dem Auswärtigen Amt, daß der Schritt
Englands deſſen eigener Initiative
ent=
ſpringt und durchaus nicht von der ruſſiſchen
Regie=
rung diktiert iſt, welche vorderhand ihre diplomatiſche
Miſſion gegenüber Oeſterreich=Ungarn als erfüllt anſieht.
* Petersburg, 28. Juli. Die Blätter halten
ein=
mütig die ſerbiſche Antwort für genügend.
Die Kundgebungen in Berlin.
* Berlin, 28. Juli. Mit Rückſicht auf die beſondere
Sachlage iſt gegen die patriotiſchen Umzüge Unter
den Linden, Wilhelmſtraße uſw. in den letzten drei
Tagen polizeilich nichts veranlaßt worden, obwohl
man=
cherlei Verkehrsſtörungen damit verbunden waren. Von
heute abend ab werden aber in Berückſichtigung der Be=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juli 1914.
Nummer 206.
dürfniſſe des Verkehrs Umzüge nicht mehr
zuge=
laſſen.
* Berlin, 28. Juli. Heute ſpät abends fanden
Unter den Linden große Demonſtrationen ſtatt, die
in förmliche Kämpfe zwiſchen den
Sozial=
demokraten und den Schutzleuten ausgingen.
Die Sozialdemokraten hatten für heute 27
Proteſtkund=
gebungen gegen den Krieg einberufen, die auch alle ruhig
verliefen, doch hatten ſich die Teilnehmer zu
Demonſtra=
tionen verabredet. Unauffällig begaben ſie ſich zu Fuß,
zu Wagen und mit Autoomnibuſſen nach den Linden, um
ſich ſpäter zu großen Kundgebungen zu vereinigen. Es
war ein ungewöhnlich ſtarkes Schutzmannsaufgebot
her=
beigezogen worden.
Frankreichs Haltung.
* Paris, 28. Juli. Die Miniſter hielten heute
eine Sitzung im Miniſterium des Aeußern ab, um die
Lage zu erörtern. Dem Temps zufolge kam auch der
De=
putierte und ehemalige Miniſter des Aeußern Delcaſſé
zu dieſer Sitzung und wurde von den Miniſtern mit
gro=
ßem Intereſſe angehört.
* Paris, 28. Juli. Der ſtellvertretende Miniſter
des Auswärtigen, Bienvenu=Martin, hatle heute morgen
im Quai d’Orſay eine neue Zuſammenkunft mit dem
deutſchen Botſchafter, ebenſo mit dem ruſſiſchen
Botſchaf=
ter Iswolski. Nachmittags um 4.30 Uhr wird im
Mini=
ſterium des Auswärtigen ein Kabinettsrat
zuſammen=
treten.
* Paris, 28. Juli. Eine Abordnung der
ſoziali=
ſtiſchen Gruppe, mit Jaurés an der Spitze,
welche der Regierung eine Erklärung zugunſten
des Friedensüberreichte, wurde heute nachmittag
von dem ſtellvertretenden Miniſter des Aeußern,
Bien=
venu Martin, empfangen, welcher u. a. ſagte, er habe
heute vormittag mit dem deutſchen Botſchafter Freiherrn
v. Schoen konferiert. Die überaus courtoiſievolle
Unter=
redung habe ſich auf den engliſchen
Vermitte=
lungsvorſchlag, ſowie auf die Prüfung der
geeig=
neten Mittel zur Verhinderung jeder Ausdehnung des
Konfliktes bezogen; angeſichts der zwiſchen den Mächten
bezüglich des engliſchen Vermittelungsvorſchlages
ange=
kündigten Beſprechungen wäre die Einberufung des
Parla=
ments ohne Nutzen, da die Regierung nicht in der Lage
wäre, ihm eine Mitteilung zu machen.
Die Rückkehr Poincarés.
* Paris, 28. Juli. Durch Funkſpruch wird von
Bord des Linienſchiffes „France” gemeldet: Wegen des
öſterreichiſch=ſerbiſchen Konfliktes und der von Oeſterreich
beſchloſſenen Mobiliſierung, die ihrerſeits die
Rückkehr des deutſchen Kaiſers und
eines großen Teiles des Oſtſeegeſchwaders nach Kiel
veranlaßte, glaubte der Präſident der Republik, ſeine
Ab=
weſenheit von Paris nicht verlängern zu können. Obwohl
der Miniſterpräſident in ſtändigem Kontakt mit dem Quai
d’Orſay und den Vertretern Frankreichs im Auslande
ge=
ſtanden hat, erſchien es nach dem kurzen Aufenthalt in
Stockholm, der ein ernſtes Intereſſe an der
auswärtigen Politik darſtellte, unumgänglich
daß das Staatsoberhaupt und der Miniſter des Aeußern
zurückkehrten, um unverzüglich ihren Platz inmitten der
öffentlichen Meinung Franzreichs einzunehmen und ſich auf
ſie zu ſtützen. Das ſchnellſte Mittel war die direkte Fahrt
nach Dünkirchen, wo der Präſident und der
Miniſterpräſi=
det am Mittwoch früh eintreffen. Präſident Poincaré
machte weder in Kopenhagen noch in Kriſtiania Aufenthalt
und ſprach den Souveränen der beiden Staaten ſein
Be=
dauern aus, durch Staatspflichten gezwungen zu ſein, den
Beſuch, den er ihnen zu machen beabſichtigte, auf ſpäter zu
verſchieben.
* Paris, 28. Juli. Es heißt, daß der
Unterſtaats=
ſekretär im Miniſterium des Aeußern, Abel Ferry,
heute abend nach Dünkirchen reiſen wird, um den
dortſelbſt morgen früh eintreffenden Präſidenten der
Re=
publik, ſowie den Miniſter des Aeußern, Viviani, zu
empfangen.
Rumänien und Griechenland.
* London, 28. Juli. Wie das Reuterſche Bureau
erfährt, haben Rumänien und Griechenland in
Sofia einen freundſchaftlichen Schritt
unternommen, der darauf hinzielte, Bulgarien wiſſen zu
laſſen, daß ſie keinen Verſtoß gegen die Abmachungen des
Bukareſter Vertrages zulaſſen.
Die Sympathien der Türkei bei Oeſterreich=Ungarn.
* Konſtantinopel, 28. Juli. Der Tanin ſchreibt,
die Möglichkeit eines Weltkrieges, den das
Blatt immer noch für ausgeſchloſſen hält,
beſpre=
chend: Auf dem Balkan und namentlich in der Türkei gibt
es keine Freunde von Abenteuern. Solange der Krieg
lokaliſiert bleibt, wird die Türkei nichts anderes
unter=
nehmen, als Neutralität beobachten, wenn aber der Krieg
auf Europa und die Balkanländer ſich ausbreiten ſollte,
wird auch die Türkei neue Richtlinien ſuchen, wir
wün=
ſchen aber, daß es nicht ſoweit kommt.
* Konſtantinopel, 28. Juli. In amtlichen
ottomaniſchen Kreiſen, ſowie in allen Klaſſen der
türkiſchen Geſellſchaft wird erklärt, daß die geſamte
öffent=
liche Meinung der Türkei dahin geht, daß ſich die
Sym=
pathien Oeſterreich=Ungarn zuwenden, über
deſſen gegenüber Serbien eingenommene Haltung
Be=
friedigung geäußert wird.
Die Börſen.
* Hamburg, 28. Juli. Die Abendbörſe iſt
infolge des Beſchluſſes des Börſenrats ausgefallen.
* Wien, 28. Juli. Der heutige Kaſſatagan
der Wiener Börſe verlief vollkommen glatt und
ohne jeden Zwiſchenfall und Inſolvenz. Bei dem
führen=
den Depoſiteneinlagen=Inſtitut der Monarchie, der Erſten
öſterreichiſchen Sparkaſſe, war der Andrang des Publikums
bei den Rückzahlungsſchaltern heute und geſtern ſehr
be=
deutend. An etwa 7000 Parteien wurden 6 Millionen
Kronen zurückgezahlt, aber auch von etwa 2000 Parteien
über 2 Millionen Kronen eingezahlt. Das Publikum zeigt
im Gegenſatz zu den Balkankriſen eine ſehr ruhige,
ge=
hobene Stimmung. Die Sparkaſſe iſt zur Rückzahlung
je=
den Betrages gerüſtet.
* Paris, 28. Juli. Die Pariſer Vörſe
ver=
zeichnete heute einen ungeheuren Kursſturz. Die
Bedeutung dieſes Ereigniſſes erhellt daraus, daß man
an der Berliner Börſe nicht nur nicht darauf vorbereitet
worden, ſondern geradezu beſtürzt iſt.
Letzte Nachrichten.
* Bad Iſchl, 28. Juli. Erzherzog Karl
Franz Joſef iſt heute morgen hier eingetroffen, von
dem Publikum ſtürmiſch begrüßt. Um 9 Uhr wurde der
Erzherzog von dem Kaiſer in Audienz empfangen.
* Bad Iſchl, 28. Juli. Erzherzog Karl
Franz Joſef begab ſich heute mittag zu Fuß zum
Be=
ſuche der bayeriſchen Hoheiten in die Kaiſervilla
am Gries. Das Publikum bereitete dem Thronfolger bes
geiſterte Kundgebungen. Später fand beim Kaiſer
Fa=
miliendiner ſtatt.
* Peſt, 28. Juli. Das Magnatenhaus hielt
heute eine Sitzung ab, um das Vertagungsreſkript
ent=
gegenzunehmen. Der Kardinal Fürſtprimas Eſernoch
und der Präſident Baron Joſika hielten begeiſtert
auf=
genommene patriotiſche Reden, worauf die Sitzung
unter ſtürmiſchen Rufen auf König, Vaterland und Armee
geſchloſſen wurde.
* Bodenbach, 28. Juli. Der ſerbiſche
Gene=
ral Marinowitſch, der, geſtern von Karlsbad
kom=
mend, auf dem Bahnhof Marienbad eintraf, wurde von
der Polizei verhaftet, auf Anordnung von Wien jedoch
wieder freigelaſſen.
* Berlin, 28. Juli. Der Kronprinz trifft am
Mittwoch in Potsdam ein und wird im Marmorpalais
Wohnung nehmen.
* Köln, 28. Juli. Die Kölniſche Zeitung meldet
aus Berlin: Der Pariſer Temps, der neuerdings in
allem, was Deutſchland betrifft, einen beſonderen
Erfin=
dungsreichtum verrät, meldet aus Petersburg: In
dortigen gut unterrichteten Kreiſen verbreitet ſich die
Nach=
richt, Kaiſer Wilhelm habe nach Petersburg
eine Depeſche geſchickt, die vor einer
Inter=
vention Rußlands in dem
öſterreichiſch=
ſerbiſchen Streit warne. Dieſer Schritt wird als
die tatſächliche Einmiſchung betrachtet, auf welche
Ruß=
land durch die Vorbereitungen zu dem etwa ſich
aus=
wachſenden Streite antworte. Lediglich, weil es ſich hier
um einen Verſuch handelt, in die Verhältniſſe
Deutſch=
lands und Rußlands zu hetzen, ſei feſtgeſtellt, daß
der=
artige Telegramme des Kaiſers nach
Peters=
burg nicht abgegangen ſind.
* London, 28. Juli. Im Unterhauſe fragte
Bonar Law an, ob Asquith irgendwelche
Informatio=
nen über die europäiſche Lage zu geben hätte.
Asquith erklärte, daß keine Entwickelungen eintraten,
die genügend beſtimmt ſeien, um irgend eine weitere
Er=
klärung zu ermöglichen. Die Regierung hoffe jedoch, daß
hieraus kein ungünſtiger Schluß gezogen
werde.
* Neu=York, 27. Juli. Nach Nachrichten aus
vie=
len amerikaniſchen Städten rüſten ſich Tauſende von
öſterreichiſchen und ungariſchen
Reſer=
viſten in Erwartung des unmittelbaren Ausbruchs der
Feindſeligkeiten für die Abreiſe.
Gerichtszeitung.
Frau Caillaux freigeſprochen.
* Parts 28. Juli. Die Geſchworenen
ver=
neinten im Prozeß gegen Frau Caillaux die
Schuldfragen, worauf die Angeklagte freigeſprochen
wurde. Bei der Verkündung des Urteils brach ein Teil
des Auditoriums in lauten Beifall aus, ein anderer erhob
ſtarke Proteſtrufe. Labori beendete ſein Plädoyer mit
folgenden Worten: Sprechen Sie die Angeklagte frei,
ſparen Sie den Zorn für unſere äußeren Feinde und
ver=
laſſen wir alle dieſen Saal mit der Ueberzeugung, nicht
mit der Gefahr zu ſpielen, welche uns bedroht.
* Brüſſel, 28. Juli. Das Gericht ſprach heute das
Urteil gegen den Defraudanten Wilmaert, der
falſche Obligationen der Eiſenbahngeſellſchaft Gent=
Ter=
nerzen, deren Direktor er war, ausgegeben hatte, und
dann flüchtete. Wilmaert, der für etwa 12 Millionen
Schaden angerichtet hat, wurde zu 10 Jahren
Ge=
fängnis verurteilt. Der mitangeklagte Buchhalter
erhielt 7 Jahre, alle übrigen Angeklagten je 3 Jahre
Ge=
fängnis. Unter den Angeklagten befanden ſich auch zwei
Aufſichtsratsmitglieder der Eiſenbahngeſellſchaft, welche
die falſchen Obligationen zeichneten.
Luftfahrt.
* Paris, 28. Juli. Einem Kabeltelegramm aus
Neu=York zufolge wurde das von Vurties erbaute
trans=
atlantiſche Flugzeug „Amerika” bei einem
Probeflug, den Leutnant Porte unternahm, vollſtändig
zerſtört.
* Novara, 28. Juli. Heute morgen ſtürzte der
Flieger Caviggia, der den argentiniſchen Flugſchüler
Camilletti als Paſſagier genommen hatte, über dem
Flugfelde von Cameri aus einer Höhe von 250 Metern ab.
Beide wurden getötet.
Vermiſchtes.
— Wieviel Nährwerteinheiten man für
1 Mark bekommt. (Dieſe intereſſanten Angaben
ent=
nehmen wir einem ſoeben erſchienenen Bändchen der
be=
kannten Sammlung Wiſſenſchaft und Bildung: „
Stoff=
wechſel und Diät von Geſunden und Kranken” von Geh.
Med.=Rat Dr. C. A. Ewald, 115 Seiten mit Abbildungen
und 1 Tafel. In Originallbd. 1,25 Mk. Verlag von
Quelle u. Meyer in Leipzig.) Für 1 Mark erhält man
ausnutzbare Nährwerteinheiten: Rindfleiſch (mittelfett)
595, Kalbfleiſch 616, Schweinefleiſch (fett) 983, Pferdefleiſch
1610, Reh 229, Huhn 508, Gans 798, Hering 2127
Schell=
fiſch 753, Karpfen 374, Kabliau 626, Bückling 838,
Bohnen=
ſuppe 1316, Griesſuppe 988, Hühnerei 599, Kuhmilch 1839,
Butter 1125, Margarine 1713, Rahmkäfe 697, Magerkäfe
1877, Roggenmehl 4077, Weizenbrot (fein) 2133, Kartoffeln
4666, Teltower Rüben 320, Blumenkohl 268.
Dieſe Zuſammenſtellung (nach König) zeigt, wievier
Nährwerteinheiten für 1 Mark zu erhalten ſind. Es
han=
delt ſich dabei nicht um feſte Werte, die ſelbſtverſtändlich
nach dem Marktpreis ſchwanken. Vielmehr ſind die
Nähr=
werteinheiten darauf gegründet, daß ſich der Geldwerr
von Fleiſch, Fett und Kohlehydraten wie 53311 ſtellt.
Mul=
tippliziert man den Gehalt eines Nahrungsmittels an
ge=
nannten Nährſtoffen mit dieſen Zahlen, ſo ergeben ſich
deſſen Nährwerteinheiten.
Die Lehren dieſer Aufſtellung und ihre Nutzanwendung
liegen auf der Hand. König hat dieſelben in folgende
Sätze zuſammengefaßt: 1. Die Nährſtoffe in den tieriſchen
Nahrungsmitteln werden durchweg drei= bis fünfmal ſo
teuer bezahlt als in den pflanzlichen. 2. Unter den
Fleiſch=
ſorten ſind die fetten Stücke preiswerter als die mageren
(weil ſie weniger Waſſer enthalten). 3. In den
gang=
baren Fiſchſorten (Schellfiſch, Hering) ſtellt ſich der Preis
der Nährſtoffe ſehr niedrig, in Wild und Geflügel ſehr
hoch. In verſchiedenen Fleiſchdauerwaren, Würſten uſw.
werden die Nährſtoffe vielfach teurer bezahlt als in dem
friſchen Fleiſch. 4. Unter den pflanzlichen Nahrungsmir=
teln ſtehen Hülſenfrüchte, Kartoffeln und Roggenmehl
be=
züglich der Preiswürdigkeit obenan. Im Brot werden
die Nährſtoffe doppelt ſo hoch bezahlt als in den
zugehöri=
gen Mehlen. 5. Milch und Milchprodukte ſind
verhältnis=
mäßig billig. 6. Gemüſe ſind durchweg ſehr teure
Nah=
ungsmittel. In manchen, z. B. Blumenkohl, Spargel,
Roſenkohl, Teltower Rüben u. a., ſtellen ſich die Nährſtoffe
höher wie im Fleiſch.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Straßburg i. E., 28. Juli. Der Kaiſerliche
Statt=
halter von Elſaß=Lothringen, Dr. v. Dallwitz, wird
unter Abkürzung ſeines Urlaubs heute abend 9.56 Uhr
aus Tarasp hier eintreffen.
* Paris, 28. Juli. Aus Rabat wird gemeldet, daß
am 25. Juli im Innauentale ein neuer Kampf
zwi=
ſchen franzöſiſchen Truppen und den Riataleuten ſtattfand.
Die letzteren ſeien mit großen Verluſten zurückgeſchlagen
worden. Die Franzoſen hatten ſechs Tote.
* Brüſſel, 28. Juli. Das für die Schlichtung des
Streites zwiſchen dem Herzog und der Herzogin von
Or=
leans gebildete Schiedsgericht entſchied dahin,
daß der Herzog der Herzogin eine jährliche Rente von
55000 Kronen zu zahlen habe und die von der Herzogin
eingebrachte Mitgift zurückzahlen müſſe.
* Durazzo, 28. Juli. (Agenzia Stefani.) Das
Für=
ſtenpaar von Albanien iſt heute morgen an Bord des
„Miſurata” von Valona zurückgekehrt. Der geſtrige Tag
verlief, abgeſehen von einem kurzen falſchen Alarm
wäh=
rend der Nacht, ruhig.
Der Zuſtand des franzöſiſchen Kriegsmaterials.
* Paris, 28. Juli. (Agence Havas.) Die vom
Se=
nat und der Kammer ernannte
Unterſuchungskom=
miſſion zur Einleitung einer Unterſuchung über den
Zuſtand des Kriegsmaterials hat ſich
ver=
tagt. Die Unterſuchung hat ergeben, daß die Verhältniſſe,
namentlich was die Artillerie, die Vorräte an
Lebensmit=
teln und die Schuhe anbelangt, die kürzlich geäußerten
Beſorgniſſe nichtrechtfertigt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Im Weſten und Süden der nördlichen Depreſſion
ſteigt der Druck, ſo daß wir heute am Rande des
nörd=
lichen Tiefs mit wechſelnder Bewölkung, aber Nachlaſſen
der Niederſchläge zu rechnen haben.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 29. Juli:
Wechſelnd bewölkt, Nachlaſſen der Niederſchläge,
Tem=
peratur wenig geändert, nordweſtliche Winde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Olchm
(16801a
(10725a
Auf
wunschgemässe Teilzahlung
gebe ich
ersttlassige FL.UGEL.
Besichtigung
PIAMOs
ohne Kaufzwang.
Mcke
KarlArmoid nur Lrbacherstrasse
Unerreichte Auswahl. n. d. Schwimmbad
Der heutigen Stadtauflage unſeres Blattes
liegt ein Gewinn=Plan der Geld=Lotterie
zum Beſten des Prinz Heinrich=Fluges 1914 bei.
Die Ziehung der Lotterie findet unwiderruflich am
. Auguſt ſtatt. Loſe ſind bei L. F. Ohnacker in
Darm=
ſtadt und in allen Loſe=Verkaufsſtellen zu haben. (16987
Für die uns bei dem Hinſcheiden unſeres
teuren Entſchlafenen, des
(16992
Finanzrats Karl Kraus
erwieſene Teilnahme ſagen herzlichen Dank
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 28. Juli 1914.
Sydenham=London, Dahme (Mark), Poſen.
Tageskalender.
Mittwoch, 29. Juli.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller
um 8 Uhr.
Bilder vom Tage. Bilderauslage unſerer
Expedi=
tion (Rheinſtraße 23): Zur Verlobung des Fürſten
Wil=
helm von Hohenzollern. — Das Ultimatum Oeſterreich=
Ungarns an Serbien. — Vom Prozeß gegen Frau
Caillaux. — Zum Attentat auf den ruſſiſchen
Wunder=
prieſter Rasputin.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: i. V. Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
eil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Ge=
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.
Nummer 206.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juli 1914.
Seite 7.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 braunes halbrundes Damenportemonnaie mit
48 Pfennigen. 1 dunkelgrünes Portemonnaie mit 6 Pfennigen
In=
halt. 1 Stück farbiges Wachstuch. 1 grauleinene Frauenrocktaſche.
1 altes leeres Portemonnaie. 1 gelber Damenglacéhandſchuh. 1 graues
Knabencapes. 1 Lorgnette. 1 etwas geſtreifter Damenſchirm. 1
Nickel=
zwicker mit braunem Futteral. — Beim Kriegerfeſt im
Orangerie=
garten gefunden: 1 Manſchette mit Knopf. 2 graue Herrencapes.
1 braunes Portemonnaie mit über 2 Mk. Inhalt. 1
Manſchetten=
knopf. 1 ſchwarzer Samtgürtel. 1 farbiger und 1 Silbergürtel.
1 Kinderlackgürtel. 1 weißer Halbhandſchuh. 1 weißer
Herrenglacé=
handſchuh. 2 Schlüſſel. 1 weißes Taſchentuch. 1 Taſchentuch mit
einigen Pfennigen eingebunden.
(16965
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 ſchwarz=brauner Pinſcher. 1 gelber Pinſcher, 1
ſchwarz=
brauner Dobermann (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vorm. 10 Uhr, ſtatt.
(16970
Wahl der Verſicherungsvertreter als Beiſitzer des
Verſicherungsamts der Stadt Darmſtadt.
Für die Wahl der Verſicherungsvertreter ſind von den
Ver=
ſicherten die folgenden gültigen Vorſchlagsliſten eingereicht worden
Vorſchlagsliſte A.
1. Wilhelm Leuſchner, Bildhauer, Darmſtadt, Arbeitgeber: L. Alter.
2. Philipp Hallſtein, Bureaubeamter, Darmſtadt, Arbeitgeber:
All=
gemeine Ortskrankenkaſſe Darmſtadt.
3. Wilhelm Drach, Weißbinder, Darmſtadt, Arbeitgeber: W. Klein.
4. Friedrich Stahl, Geſchäftsführer, Darmſtadt, Arbeitgeber:
Fabrik=
arbeiterverband.
5. Heinrich Tempel, Schreiner, Darmſtadt, Arbeitgeber: J. Trier.
6. Heinrich Preher, Gärtner, Darmſtadt, Arbeitgeber: Stadtgärtnerei.
7. Georg Wieſenecker, Spengler, Darmſtadt, Arbeitgeber: K. Tänzer.
8. Georg Schüler IV., Bureaubeamter, Griesheim, Arbeitbeitgeber:
Bauarbeiterverband.
9. Joſeph Fiſch, Brauer, Darmſtadt, Arbeitgeber: Fr. Schönberger.
10. Hermann Rupprecht, Akquiſiteur, Eberſtadt, Arbeitgeber:
Ge=
noſſenſchaftsdruckerei.
11. Konrad Böhm, Bäcker, Darmſtadt, Arbeitgeber: J. Vogt.
12. Hans Hoffmeiſter, Gärtner, Darmſtadt, Arbeitgeber:
Stadt=
gärtnerei.
13. Peter Arnold, Weißbinder, Darmſtadt, Arbeitgeber: Gg. Gerlach.
14. Philipp Krell, Kontrolleur, Darmſtadt, Arbeitgeber: Allg.
Orts=
krankenkaſſe Darmſtadt.
15. Georg Opalka, Rohrleger, Darmſtadt, Arbeitgeber: Städtiſches
Gaswerk.
16. Joſeph Börſig, Dreher, Darmſtadt, Arbeitgeber: J. Glückert.
17. Auguſt Stehle, Drahtflechter, Darmſtadt, Arbeitgeber: C. Brückner.
18. Oskar Wachs, Gärtner, Darmſtadt, Arbeitgeber: C. Flinſch Wwe.
Vorſchlagsliſte B.
1. Wilhelm Schnellbächer, Kaufmann, Darmſtadt, Arbeitgeber:
E. Merck.
2. Karl Laufer, Arbeiterſekretär, Darmſtadt, Arbeitgeber: Ev.
Ar=
beiterverein.
3. Franz Rodemich, Fabrikarbeiter, Darmſtadt, Arbeitgeber: E. Merck.
4. Konrad Hartmann, Schmied, Spachbrücken, Arbeitgeber:
Werk=
ſtättenamt II.
5. Tobias Mair, Kellner, Darmſtadt, Arbeitgeber: M. Dienſtbach.
6. Peter Hartmann, Metzger, Darmſtadt, Arbeitgeber: L. Kunz.
7. Georg Thomasberger, Bäcker, Darmſtadt, Arbeitgeber: P. Walter
8. Georg Stephan, Telegraphenarbeiter, Darmſtadt, Arbeitgeber:
Telegraphenamt.
9. Richard Böhme, Kaufmann, Darmſtadt, Arbeitgeber: M.
Schuch=
mann.
10. Karl Bell, Kaufmann, Darmſtadt, Arbeitgeber: Ph. Jungmann.
11. Georg Wittmann, Mechaniker, Darmſtadt, Arbeitgeber: C. Schenck.
12. Georg Seibel, Metzger, Darmſtadt, Arbeitgeber: Gg. Ramge.
13. Georg Eymann, Kaufmann, Darmſtadt, Arbeitgeber: E. Merck.
14. Jakob Koch, Küfer, Darmſtadt, Arbeitgeber: Schmidt & Wildhayn.
15. Berno Eiſenhauer, Schreibgehilfe, Darmſtadt, Arbeitgeber:
Amtsgericht I.
16. Leopold Schäfer, Telegraphenarbeiter, Darmſtadt, Arbeitgeber
Telegraphenamt.
17. Ralph Meiſel, Bureaubeamter, Darmſtadt, Arbeitgeber: Städt.
Arbeitsamt.
18. Ludwig Funk, Kellner, Darmſtadt, Arbeitgeber: J. Keller.
Darmſtadt den 28. Juli 1914.
Der Wahlleiter.
Kröll, Stadtamtmann.
(16950
Nächſter Zuchtviehmarkt in Darmſtadt
Dienstag, den 4. Anguſt 1914.
Darmſtadt, den 25. Juli 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Schmitt.
(16973ms
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 29. Juli 1914, nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokal „Zur Ludwigshalle‟ (Obergaſſe)
gegen bare Zahlung zwangsweiſe:
Hausmobilien durch alle Rubriken, Weiß= und
Schnitt=
waren, Bijouteriewaren;
ferner: Mittwoch, den 29. Juli 1914,
nach=
mittags 6 Uhr, in der Karlſtraße 23 gemäß § 647, 1232
u. f. B. G. B.:
einen Wagen ohne Achſen
(16990
meiſtbietend gegen Barzahlung.
Kapp, Gerichtsvollzieher,
Georgenſtr. 1, I.
Ernst-Ludwia-Heilanstalt
(Dr. Lossen’s Klinik)
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Darmstadt — Steinstrasse 21/23,
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Dr. Göring, Mühlſtr. 64,
Geh. Med.=Rat Dr. Happel,
Sandſtr. 18,
San.=Rat Dr. Gutenberg,
Wald=
ſtraße 1,
Dr. Kautzsch, Bismarckſtr. 62,
Dr. Kayser, Steinſtr. 32,
San.=Rat Dr. Machenhauer,
Frauenarzt, Riedeſelſtr. 52.
Während meiner Abweſenheit
werden die Herren:
Dr. Mof
San.-Rat Dr. Holländer
Dr. Kayser
San.-Rat Dr. Markel
Dr. Mayer
16755sm)
Dr. Schneider
die Güte haben, mich zu vertreten.
San.-Rat Dr. Ouetsch.
Von der Reiſe zurück
Zahnarzt
Werner
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juli 1914.
Nummer 206.
Manktarter Kursvericht vom 22. Uan 1e
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
124,
121
Gelsenkirchen Bergw. . . 11 166.00
Frankf. Hypothek.-Bank! 10
Moskau-Kasan . .
3½
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Schweden v. 1890.
do. do. Kred.-Ver 8½ 1151,80Harpen Bergbau. . . . . . 11 (159,20
Staatspapiere.
do. . . . . . . . . . .
100,10 1Serben steuerfrei
Berliner Hyp.-Bk.-Pf. . . 4½100,00Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 1112,75 Kaliwerke Aschersleben . 10
Wladikawkas. . . .
Dt. Reichsschatzanw.
do, amort. v. 1895 .
(Kaliwerke Westeregeln . 13 158,50
98,50
93,60 Nation.-Bank f. Deutschl.
do, unkdb. 1918. . . . .
Rjüsan-Koslow.
Dt. Reichsanleike p. 1918
Türk. Egypt. Tribut.
119,50 Königin Marienhütte .
93,75 Pfülzische Bank . . . .
do.
1919. . . .
Portugies. Eisenb. v. 1886
do. . . . . p. 1925
84,70) do. kons. steuerfreie .
8.43 134,50 Laurahütte . . . . . . . . . 8 1127,00
94.75 Reichsbank
.
do.
1921. . ..
7000 do. .. . . . .
do. . . .
do. Admin, v. 1903 . . .
122,00 Oberschles. Eisenbed. .
96,00 Rheinische Kredit-Bank.
72,80
do. „ 1922. . .
Livorneser . . . . . . . .
do.
do. unif. v. 1903. . . .
TOberschl. Eisen-Industrie O 66,50
83.50 1 A. Schaaffhaus. Bk.-Ver..
do. . . .
.. . ..
Proußische Schatzanw. 4 (100,00
1Saloniaue Monastir. . . .
66,00
do. v. 1905.
Phönin Bergbau ..
490,50
18 (213,70
95.00 Wiener Bank-Verein. .
. . . . . 4 75,70 do. Komm.-Obl. urk. 1918
Bagdadbahn .
Staffelanleihe.
84,70 Ungarische Staats-Rente
Rheinische Braunkohlen 11
94,50
Frankt. Hyp.-Bk. pr. 1910
80,00 1 Anatolische Eisenbahn
Consols .
73,701 1913 unkdb. bis 1923 .
Riebeck Montan .
..11
1915 .. ..
Missouri-Pacific I.
95,70) Aktien von Trans-
4‟ 68,00) do.
do. . .
Ungar. Staatsk.-Scheine
South West.-Afr. Shares . 5 91,00
96,50
1920 . . .
do.
Zadische Staats-Anleihe: 4 —
do. do. v. 1905
v. 1913 . . . . . . . . . . . .4½ 96,10
dc. Ser. 12—19. . . . . . 3½ 86,201 port-Anstalten.
3½
4 75.90Northern-Paciſc. . . . .
do,v. 92/94 . .
493,20
do. Gold-Rente.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 110,00
.. . . . . . .3 84,10
4 89.50 Kommunal-Oblig. Ser. 1,
73,00 Southern-Pacitic.
do. . ..
do. Staats-Rente 1910.
Verzinsliche
92,50
. 3½ 86,50 Norddeutscher Lloyd.
unkdb. 1910
Boyerische Ablös.-Rente. 4 96,50
Kr. 4 73,50 St. Louis & San Francisco
do.
Anlehenslose. Zt.
Frankfurt. Schleppschiff.
Frankf. Hyp.-Krod.-Ver.
Tehuantepec .
L.-B.-Anl. kdb. ab 1906! 4 98,40
do. unkdb. p. 1918 . . . 4 98,40Argent. innere Gold-Anl.
94,00Sücd. Lisenb.-Gesollsch.,
Ser. 15—42
„126,00Badische
Ungar. Lokalbahn
Tlr. 100 4
v. 1887 5
„ 48—49
4 98,40
94,90 Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 106,90 Cöln-Mindener . Tlr. 1003½133,00
do. . . .
do. unkdb. v. 1920
do. äußere v. 1890 . . . 5 I 99,00 Provinz-Anleihen.
96,00 Baltimore . .
do. unk. 1922 „ 52
E.-B.- u. Aligem. Anl.
76,00 Holländ. Komm. . f1. 100 37114,00
do, innere v. 1888
4½
88.60 Canada . . . .
do. „ 1913. . . .
10 (173,25Madrider
unkdb. p. 1930 . . . . 4 98,20
Frs. 100 3
do. äußere v. 1888 .
Rheinprov. Obl. Em. 20
4 96,80 do. Scr.45
86,50 1Schantung . .
do. Anleihe . . ... . .3½ 82.90
7½ 1112,10Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 (142,00
do. v. 1897 . . . . .
74,00) do. Em. 10
Prinz Henry.
3½ 87,75 Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
. . . . . . . 3 73,00
do.
Osterreicher 1860er Lose . 4 1179,00
do. , 9. „
3
Hamburger Staats-Anl. 4 — Chile Gold-Anl. v. 1911.
Scr. 12, 13, 16 4 96,90 Lombarden .
13,75 Toldenburger. .
. TIr. 40 3
do, v. 1889 . .
Posen Prov.
96,90 Pennsylvania. . . . . . .
. . . . .3½ 84,00 do. . . . .
3½ —
„ 14, 15, 17
do. v. 1887/94 . . . .
Raab-Grazer . . . . A. 150 2½
do. v. 1906 . .
4½ 98,00 Westfalen Prov. V..
. unkdb. 1920 . . . . 4 97,40
3
do.
. . .
Chines. St.-Anl. v. 16
Hess. Prov. Oberhessen
97,20
do.
1923 . . . .
Hosgischaßtaats-Anleihe
97,50 Industrie-Aktien.
do. v. 1896 . .
do. Starkenburg . . . .
3½ 84,20
4 97,80
do, Ser. 1, 2, 6—8 . . .
do. unkdb. p. 1921 . .
do. Reorg. Anl..
Unverzinsliche
5 7925
do. „ 3—5 . . . . . . . 3½ 84.00 Badische Anilin-Fabrik . 28 498,00
Mk.
3½ 83,50
. . . „
do.
Städte-
do. v. 1898
Anlehenslose.
4½ 87,75
.. 3½ 83,90 Chem. Fabrik Griesheim 14 229,00
ſp. St.
do. kündb. 1915
do.
70,00Japaner . . . . .
Obligationen.
4½ —
96,90 Farbwerke Höchst . . . . 30 418,75 1 Augsburger
Sächeische Staats-Rente
do. Komm. unk, 1913
. H. 7 35,30
75,00Innere Mexikener.
96,90 Ver. chem. Fabr. Mannh.. 20
5 62,00 Darmstadt. .
1914
do.
Württumbg. Staats-Anl.
Braunschweiger
4
TIr. 20
4 — Außere do.
5 —
97,10Zement Heidelberg . . . . 10 132,50 1 Mailänder
do.
„ 1916
(unkdb. p. 1921). .
do. . . . .
Fs. 45
3½
Mexikan. Gold v. 19
97,40 Chemische Werke Albert 30
4 68,70 Frankfurt .
4½ 97,30 do.
3½ 86,00
do. v. 79/80 . . .
do.
„ 1920
Fs. 10
do. cons. . .
3 46,50
97,50 Holzverkohl. Konstanz 1 15 250,00 Meininger
2
0. .. . . . .
3½ 88,001 do.
do. . .
„ 1923
. A. 7 36,00
do. Irrigat.-Anleihe
4½ 67,40 Gießen . .
do. verlosb. u. kündb. . 3½ 84,20 Lahmeyer . . . . . . . . .
Bulgarische Gld.-Anl.
Osterreicher v.
4
f. 100
5 93,50 Buenos-Aires Prov.
3½ 58,50
unkdb. 1915 3½ 84,15 1Schuckert, Nürnberg. .
Grioch. Anl. v. 1890 .
r. 185
do.
123,90
A. 100
do. . . ..
do.
1,6) — Tamaulipas
3½
5
4‟ 95,00 1Meininger Hyp.-Bk. Pfab. 4 94.60Siemens & Halske. . . .
do. v. 1887 Monopo
4. 100
12 1194.75 Ungar. Staats .
Heidelberg.
— 1Sao Pauſo E.-B.
5 —
4 96,00 Bergmann Elektr. .
Italienische Rente. .
Fs. 30
do. unkdb. 1922. . .
87,00 Venodiger
3½ —
do. . . . .
3½
do. v. 1913 „
5 98,00Karlsruhe .
3½ 85,80Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 1219,00 Türkische ..
do. . .
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.. Fs. 400 143,00
4
Hagen Akkum. .
do. Silber-Rente . . . . 4½ —
4½ 96,00) do. . . . . .
25
3½ 88,00Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
do. Papier-Rente . . . 4½
unkdb. 19171 4 94,00 1Deutsch. Übersee-Elektr. 11 151,00
Magdeburg
Prioritäts-
4
Gold, Silber und
do. Gold-Bente . . . . . 4 78.75
1919) 4 93,80Gummi Peter
.. . . . 0
Mainz . . . . .
Obligationen.
do. . . . ..
4
Banknoten.
1921 4 gs00 1Adler-Fahrradwerko . . . 25 253,00
(o. . . . . . „
d0. . . ...
do, einheitl. Rente . . 4 72,25 Südd. Eisenb.-Gesellsch.
3½ 83,00
Portug. Tob-Anl. 1891 . .4½
96,30 Maschinenfabr. Badenia . 6 120.00 Engl. Sovereigns.
4‟
Mannheim .
*
do. . . . .. „ 1924
7. 1895/973½
20,46
do. inn. amort. 1905 . .4½
2 84,001 Wittener Stahlröhren . . 0
do. . . . .
.. .3½ 89,801 do. . . . . . . . .
20-Franks-Stücke ..
„ V. 1904 3½
16,35
do. unif. Serie I,
95,20 Motoren, Oberursel . . .8½
4 96,40 do. Komm. unk. 1923
München . .
Amerikanische Noten . .
62,25 Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
do. „ . „ III.
96,50 1Gasmotoren, Deutz . . . .
Nauheim .
do.
1924 .
9 109,00 Englische Noten . . .
3½
65,50
Oblig., gar. v. d. Stadt
20,51
do. Spezial Titel. . . .
95,60 Siemens Glas-Industrie . 15
Südd. Bod.-Kred.-Pfäbr.
4 94,00Nürnberg
Französische Noten.
4
81,55
9,50 Darmstadt. . . . . . . . 4½
Bumänen v. 1903 . . .
3½l 87,80 Enzinger Filter .
do. . . . . . . . . . . . . .
do. . .
Holländische Noten .
23
96,20 Nordd. Lloyd-Obligat. .
do. Gold v. 1913.
Steaua Romana
Offenbach
10 135,00 Italienische Noten . . .
4½ 87,25 Donau-Dampfschiff. v. 82
do. Schatssch. v. 191
Zellstoff Waldhof .
do. v. 1914
12 155,50 Osterr.-Ungarische Noten. .
4½ — Elisabethbahn .
do. conv..
Bad. Zucker-Waghäusel.12,83
Russische Noten . . . . . . . .
do.
Bank-Aktien.
4 80,00 Franz-Josef-Bahn. . . .
do. v. 1890 ₰
Neue Boden-Aktien-Ges.
Wiesbaden.
Schweizer Noten. . . . . . . . 81,60
— Kaschau-Oderberger v. 89
do. v. 1891 .
Süddeutsche Immobilien 0
Bank für elektr. Unter-
71,00) do.
3t,
4 85,00 Prag-Duxer .
do. v. 1905
Worms
nehmungen Zürich . . 10
4 83,00 1 Osterreich. Staatsbahn
do. v. 1908
Berg.-Märkische Bank.
Reichsbank-Diskont
do. .
Bergwerks-Aktien.
3½
83.00
do. .
do, v. 1910
do. Lombard Zsf..
Berliner Handelsges.. . . 8
70,25 Lissabon v. 188
do.
82,50
Russische St.-Anl. v. 190
Aumetz-Friede .
Moskau v. 1912 .
½ 94,00 Darmstädter Bank . . . . 6½ 108,75
½ 96,00
12 123,00
do. Südbahn (Lomb.).
do. koms. v. 1880 .
Bochum. Bergb. u. Gußst.
Stockholm v. 1880 . .
*4—
Deutsche Bank . . . . . . .12½1224,75 Leonhard, Braunkohlen. 14 202,00
do. do.
Tendenz:
do. Gold v. 1890 .
Deutsche Vereinsbank.
45,60 Wien Komm. .
. . „
4
9 1153,00
do. do.
do, v. 1902
Schwankend.
115,60 Konkordie Bergbau . . . 23 330,50
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 110980
83,00 Raab-Oedenburg ..
Schueden v. 16
Wiener Kassenscheine .4½ 93,00 pisk.-Kommand.-Ant.. . 10 175,75 1Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 105.75
Zürich v. 1889 . .
.3½
Kronprinz Rudolfbahn
do. v. 1896
Eschweiler . .
Dresdner Bank . .
Buenos Stadt v. 1892 . . . 6
.. .8½ 1141,80
10 (212,50
Russ. Südwest . . .
Handel und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 28. Juli. (Börſe.)
Trotz=
dem man geſtern eher geneigt war, die politiſche Situation
weniger kritiſch aufzufaſſen und bei Beginn neue
Nach=
richten nicht vorlagen, eröffnete die heutige Börſe in
ſchwacher Tendenz etwa 1—1½ Prozent unter den
geſtri=
gen Schlußkurſen. Im Zuſammenhang mit hier
eintref=
fenden Depeſchen aus Berlin, wonach in einzelnen dort
gehandelten Werten plötzlich größeres Angebot hervortrat,
akzentuierte ſich die matte Haltung ſchärfer. Unvermittelt
trat dann ein Tendenzumſchwung ein, wobei eine Anzahl
Werte nicht nur ihre Rückgänge einholen, ſondern auch
ihren Kursſtand teilweiſe nennenswert darüber hinaus
verbeſſern konnten. Beſonderes Intereſſe beſtand für
Schiffahrtswerte, z. B. Lloydaktien, die à 93½ einſetzten,
ihren Kursſtand im Verlauf um 2 Prozent beſſerten und
ſchließlich die Börſe mit einer Avance von etwa 3½
Pro=
zent gegen geſtern verlaſſen. Der Fondsmarkt lag ſchwach.
Der Kaſſamarkt war nicht einheitlich. Höher notierten
u. a. Chemiſche Griesheim 2 Prozent, Badiſche Anilin
8½, Höchſter Farbwerke zirka 4 Prozent, Daimler 9,
Wald=
hof zirka 5. Dagegen waren niedriger Siemens u. Halske
zirka 3, Mannesmann 2, Zellſtoff Dresden 7.
— Die öſterreichiſche Poſtverwaltung hat
die Weiterbeförderung von Poſtſendungen nach
Serbien bis auf weiteres abgelehnt. Briefſendungen
für Serbien können nur auf Umwegen befördert werden.
wodurch Verzögerungen in der Ueberkunft der Sendungen
eintreten werden. Für Pakete für Serbien bietet ſich
vor=
läufig überhaupt keine Beförderungsmöglichkeit. Bereits
angenommene Pakete werden den Abſendern zurückgegeben
werden.
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 21. bis 27. Juli 1914.
Abgeſehen von den politiſchen Ereigniſſen fehlte es in
der Berichtswoche nicht an anderen wirkſamen
Hauſſefak=
toren. Von beſonderer Bedeutung für die Geſtaltung der
Marktlage waren auch diesmal die ungünſtigen Berichte
über die Ernteausſichten Rußlands. Nach einer amtlichen
Schätzung für das europäiſche Rußland rechnet man mit
einer um zirka 30 Prozent geringeren
Sommerweizen=
ernte als im Vorjahre, während der Minderertrag bei der
Gerſte auf zirka 15 Prozent, bei Hafer auf 23 Prozent
ver=
anſchlagt wird. Verhältnismäßig am beſten ſcheint noch
der Roggen mit einem Minus von 2,4 Prozent
abzuſchnei=
den, was aber inſofern wenig ins Gewicht fällt, als
Ruß=
land gerade von dieſem Artikel nur beſcheidene Mengen
abzugeben haben dürfte. Rumänien, deſſen Ernte
gleich=
falls ſehr unbefriedigend ausfällt, wird den größten Teil
ſeines Ueberſchuſſes aller Vorausſicht nach an Ungarn
ab=
geben, und in Bulgarien ſchätzt man das Ergebnis auf
zirka 70 Prozent einer Normalernte. Für Ungarn hat das
Ackerbauminiſterium ſeine Schätzung neuerdings ermäßigt,
und zwar für Weizen auf 34,1 Millionen Doppelzentner
gegen 41,2 Millionen Doppelzentner im Vorjahre, für
Roggen auf 12,1 gegen 13,3 und für Gerſte auf 14,6 gegen
17,4 Millionen Doppelzentner, nur bei Hafer, deſſen
Er=
trag auf 13,1 gegen 14,5 Millionen Doppelzentner geſchätzt
wird, iſt gegen den Stand von Anfang Juli eine kleine
Beſſerung zu verzeichnen. Infolge der ſchlechten
Ernte=
ausſichten und unter dem Einfluß der Politik ſind die
Preiſe in Budapeſt derart geſtiegen, daß bereits die
Be=
zugsparität für deutſches Getreide erreicht iſt. Weiteren
Anlaß zur Befeſtigung gaben Meldungen über eine
Ver=
ſchlechterung der Ernteausſichten im Nord=Weſten
Ameri=
kas, ſowie der Umſtand, daß Kanada eine kleinere Ernte
als im Vorjahre erwartet. Im Zuſammenhange damit
und mit den oben geſchilderten Verhältniſſen haben die
Forderungen für amerikaniſchen Weizen eine erhebliche
Steigerung erfahren. In Deutſchland blieb das Wetter bis
Mittwoch ſehr heiß und trocken, worunter namentlich der
Hafer und die Futterpflanzen zu leiden hatten. Die in
der zweiten Wochenhälfte mehrfach erfolgten Niederſchläge
waren daher, wenn ſie auch den Fortgang der Ernte
behin=
derten, von großem Nutzen für die Landwirtſchaft. Für
Roggen war der Witterungsumſchwung inſofern ein
wei=
terer Anlaß zur Feſtigkeit, als die Zufuhren dadurch eine
Verzögerung erfahren. Bemerkenswert iſt ferner, daß
allgemein über den Erdruſch des Roggens geklagt wird.
Sehr feſt war auch die Stimmung für Futtergerſte und
Mais; namentlich der letztere Artikel mußte weſentlich
höher bezahlt werden. Es ſtellten ſich die Preiſe für
in=
ländiſches Getreide am letzten Markttage wie folgt:
Roggen
Weizen
Hafer
168
8 ) 170
Königsberg
168
168
Danzig
. 207 (*1
167
166 (*3
Stettin .
161
203
162 (n-
Poſen
* 196
Breslau.
160 (*5 ) 160
Berlin
205
175 (*5 ) 188 (*3
171
Magdeburg . 199
183.
Halle .
. 201 (43 ) 177 (*1 ) 180
182 (45 ) 180 (*1
Leipzig
202 (*1
207 (4
Dresden .
176 (45 ) 180 (*
Hamburg
175
184
. 207 (4
5 ) 186
Hannover
. 197 (—1 ) 173
Köln
171
1) 180
Frankfurta. M. 225 (*10 ) 185
195
Straßburg . . 210 (*2½)
190
3 ) 186
. 217
München
180
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Juli 206 (*2),
Sept. 201,75 (*6), Liverpool Okt. 158,75 (F4,55),
Paris Juli 223,70 (*0,80), Peſt Okt. 229,80 (*8,10),
Chikago Juli 129,30 (4-7,50), Roggen: Berlin Juli 176
(*6,75), Sept. 172,75 (* 10,25), Hafer: Berlin Juli
171,75 (*3,25), Sept. 167,25 (*5), Ruſſengerſte frei
Hamburg unverzollt Juli 124 (-2,50), Mais: Argent.
Juli/ Aug. 112,50 (- 2,75), Donau ſchwimm. 118 (- 5,50) Mk.
H. Frankfurt a. M., 28. Juli. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Angeſichts der ungünſtigen politiſchen
Ent=
wickelung war der Wochenmarkt, der übrigens ſehr
zahl=
reich beſucht wurde, in nervöſer Stimmung und es
herrſchte eine faſt allgemeine Zurückhaltung der Verkäufer.
Die durch das ſchlechtere Wetter verzögerte Einbringung
der Ernte und die geringen Vorräte im Inland machen
daher die wenigen Beſitzer effektiver Ware nur ſchwer zu
Abgaben geneigt, wobei erhöhte Preiſe überwiegend ſind.
Die meiſten Mühlen waren mit Offerten nicht am Markte
und die ſüddeutſche Mühlenvereinigung hatte den zuletzt
veröffentlichten Preis von 30,50 Mark, Baſis 0,
zurück=
gezogen. Einzelne Mühlen offerierten zu 31,50 Mark.
Baſis 0 ab Mannheim. Alter Landweizen war noch
ver=
einzelt geboten, bei etwa 21½—22 Mark franko hier.
Landroggen neuer Ernte wurde zu 18 Mark umgeſetzt.
Mais ſowie Hafer und ausländiſcher Weizen höher
ge=
ſucht. Futtermittel ebenfalls in regerer Nachfrage, bei
jedoch ganz beſchränktem Geſchäft. Wir bringen heute
keine ausführlichen Notierungen, da dieſelben infolge der
fortwährend wechſelnden Forderungen, die genannt
wer=
den, doch keinen Anſpruch auf Richtigkeit machen würden.
Der Mannheimer Getreidemarkt war
auf=
geregt und in feſter Tendenz. An der Berliner
Pro=
duktenbörſe war Getreide bei Eröffnung recht feſt,
auf Kauforder für auswärtige Rechnung, auf die
Be=
ſtätigung der vielfach unbefriedigenden
Erntedruſchergeb=
niſſe von Roggen und die unbeſtimmte politiſche Lage.
Auf die beſſere Fondsbörſe hin trat jedoch ſpäter
Abſchwä=
chung ein, wodurch Roggen nur 1 Mark höher ſchließen
konnte, dagegen Weizen etwa ¾ Mark gegen Samstag
einbüßte. Hafer blieb gut behauptet auf knapperes
An=
gebot und ſchlechte Ernteberichte. Nach den letzten
Kabel=
nachrichten von den amerikaniſchen
Getreide=
märkten (Neu=York und Chikago) waren Weizen und
Mais auf die europäiſche Politik in feſter Haltung;
gleich=
zeitig auch im Zuſammenhange mit dem feſteren
Produk=
tenmarkt in Winnipeg und den umfangreicheren
Ver=
ſchiffungen von den Stapelplätzen. Später bewirkten die
Abgaben von Lokoware, baiſſelautende Kabel von Buenos
Aires und Verkäufe der Firma Armour ein leichtes
Nach=
geben der Preiſe. Auch beeinflußten die Realiſationen
ausländiſcher Häuſer, ſowie die à la Baiſſe lautenden
Viſible ſupply=Ziffern. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind
dort in dieſer Woche von 18,78 Mill. Buſh. auf 24,29 Mill.
Buſb. geſtiegen, hingegen die Maisvorräte von 4,40 Mill.
Buſh. auf 3,53 Mill. Buſh. und die Weizenvorräte in
Kanada von 8,06 Mill. Buſh. auf 7,98 Mill. Buſh.
zurück=
gegangen.
— Zuchtrindvieheinfuhr aus der Schweiz
betreffend. Bei genügender Beteiligung und unter
der Vorausſetzung, daß demnächſt die Schweiz für den
Zuchtviehexport geöffnet wird, beabſichtigt der
Landwirt=
ſchaftskammer=Ausſchuß für die Provinz Starkenburg, im
Auguſt l. Js. zirka 25—30 Stück Simmentaler
Zuchtrind=
vieh aus der Schweiz einzuführen. Für dieſen Import
ſind die Beſtimmungen des Grundplans über die
Ver=
wendung der Staatsmittel maßgebend. Die Tiere
wer=
den vorausſichtlich in Darmſtadt verſteigert bezw. die
beiden letzten verloſt. Jeder Beſteller iſt verpflichtet, ein
Tier zu erwerben. Beſondere Wünſche in betreff Alter,
Farbe, Preis uſw werden, ſoweit dies irgend möglich iſt,
beim Einkauf berückſichtigt, ohne daß eine Verpflichtung
zur Einhaltung übernommen wird. Die Garantie des
Landwirtſchaftskammer=Ausſchuſſes beſchränkt ſich
ledig=
lich auf die von den Verkäufern zu erlangenden und bei
der Verſteigerung bekannt gegebenen Sicherheiten. Die
Tiere gehen mit dem Zuſchlag in das Eigentum des
Be=
ſtellers über. Der Landwirtſchaftskammer=Ausſchuß
über=
nimmt die ſämtlichen Koſten des Ankaufs, Transportes
bis Darmſtadt und der Verſteigerung. Die Gewährung
von Zuſchüſſen an die Beſteller von weiblichem
Zucht=
material iſt ſehr fraglich, an die Beſteller von Bullen
ge=
mäß den hierfür verfügbaren Mitteln noch von einem
be=
ſonderen Beſchluß abhängig.
Beſtellungen ſind auf den vorgeſchriebenen
Beſtell=
ſcheinen, auf diesſeitigem Bureau erhältlich, bis längſtens
10. Auguſt l. Js. beim Landwirtſchaftskammer=Ausſchuß
für die Provinz Starkenburg, Bismarckſtraße 52, I, hier,
einzureichen.
Literariſches.
„Bayreuth. 1914‟. Das unter dieſem Titel
ſeit zwanzig Jahren bekannte und beliebte
Feſtſpielhand=
buch des Leipziger Geſangmeiſters Friedrich Wild iſt
erſchienen. Als beſondere Anziehungspunkte bringt es
diesmal einen Artikel von Profeſſor Artur Prüfer
Parſi=
fal daheim und draußen” und zwei Parſifal=Eſſays von
Moritz Wirth, „Dekoration und Technik im Ur=Parſifal”:
(I. Die Parſifal=Dekoration als Widerſchein der
Speer=
handlung. II. Technik der Gralswunder: Lichtſtrahl,
Wein, Brot.) und „Wagners Parſifal, ein Verſuch zur
Ver=
einigung der chriſtlichen Religionen”. Ferner enthält das
Buch zwei Abhandlungen über den „Ring”, die eine von
Friedrich Wild und die andere von Moritz Wirth, mit
zahlreichen Notenbeiſpielen und eine Erläuterung
Fried=
rich Wilds über den „Fliegenden Holländer” in der zum
erſten Male eine gerechte Beurteilung über das Verhalten
Meyerbeers zu R. Wagner während deſſen Pariſer Zeit
ausgeſprochen wird. Als Bildſchmuck ſind dem 29 Bogen
(464 Seiten) ſtarken Buche (Conſt. Wilds Verlag, Leipzig,
3 M., geb. 4 M.) 48 Künſtlerporträts mit Biographien
beigegeben.
* Heſſiſche Erfinder. (Mitgeteilt von Dipl.=Ing.
Kle=
mens Herszberg u. Co., Patent= und Ingenieur=Bureau,
Darmſtadt, Rheinſtraße 19. Telephon 1695 und 2424.)
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Eiſen=
bahnfahrkarten. Jean Goebel, Darmſtadt, Griesheimer
Weg 57. 28. 5. 13. 42f. Sch. 46 619. Vorrichtung zum
zwangläufigen Zählen der Wägungen an Wagen mit
Laufgewichtseinrichtungen. Karl Schenck, Eiſengießerei
und Maſchinenfabrik, Darmſtadt, G. m. b. H., Darmſtadt.
6. 3. 14. 64e. H. 62 907. Ausſchänkvorrichtung, um Bier
oder bierähnliche Getränke in zwei Stufen, und zwar
ein=
mal ſchaumlos und dann in Form von Schaum in das
Glas zu füllen. Louis Heß, Darmſtadt,
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13884a)
RudolfReimann.
Die höhere Pflicht.
Roman von Doris Freiin von Spättgen.
(Nachdruck verboten.)
38)
Ein greiſenhaft verfallener Zug, als ob der
dreiund=
zwanzigjährige Mann bereits von allen Genüſſen des
Lebens reichlich überſättigt ſei, markierte ſich jetzt nur zu
deutlich in ſeinem hageren Geſicht. Die Augen blickten
meiſt unſtet lauernd, zuweilen aber auch ſo müde, ſeine
breite, intelligente Stirn war von jeglichem Haar gelichtet,
zeigte Furchen und eine welke Haut. Aber Reinette äußerte
kein Worut darüber. In geſchwiſterlicher Herzlichkeit hatte
ſie den Bruder willkommen geheißen. Nur jetzt, als er ſich
ſo wenig zart und freundlich über Tante Charlotte
aus=
ſprach, erwiderte ſie vorwurfsvoll:
Ich habe in ihrer Geſellſchaft nie das Gefühl, daß ſie
mich ſtört.
Blitzartig zuckte es über des jungen Mannes Antlitz.
In der Schweſter grauen Augen lag entwas ſtreng
Ab=
weiſendes, Herbes, was ihn ſofort andere Saiten
auf=
ziehen ließ.
Närrchen! Mich ſtört jeder, wenn ich ungeniert mit
dir zuſammen zu ſein wünſche. Bedenke doch unſere lange
Trennung; da gibt’s ſo manches zu beſprechen. Verſtehſt
du das nicht?
Die Angeredete ſchwieg. Es dünkte ihr unmöglich,
etwas Freundliches zu entgegnen. Unbehagliche, wehe
Empfindungen wallten in ihrer Bruſt auf; wie war ihr
der Bruder doch ſo fremd geworden!
Währenddeſſen weideten ſich ſeine Blicke voll
Befrie=
digung an der noch ſchöner und ſchlanker gewordenen
Ge=
ſtalt. Das reizende Geſicht hatte zwar die kindliche
Run=
dung eingebüßt, aber um ſovorteilhafter trat dagegen der
edle Schnitt ihrer Züge hervor.
Auch die geſchmackvolle, vornehme Art ſich zu kleiden,
hatte Reinette, genau wie zu Tante Ollys Lebzeiten,
bei=
behalten.
Lex mit ſeinem raffinierten Wiener Schick, den er bei
jeder Gelegenheit anzubringen pflegte, verſtand ſich auf
Damentoilette. Gegen das tadellos gearbeitete, weiße
Lingerie=Koſtüm ſtach Reinettes roſige Haut und das
braunlockige Köpfchen reizvoll ab.
Und dieſes Prachtmädel vertrauerte hier, in einer
malefiz=ordinären Umgebung, bei einem keifigen
Haus=
drachen ſeine ſchönſten Jugendjahre! Das mußte anders
werden. Lex lächelte ſtillvergnügt und geheimnisvoll vor
ſich hin.
Er ärgerte ſich nur darüber, daß ſie bisher noch nicht
nach ſeinen ihm ſo wichtig dünkenden Angelegenheiten,
nach ſeiner Vertrauensſtellung beim Hofrat oder nach
Schönſtein gefragt hatte.
In wohlwollender Teilnahme ſah er ſich nun in dem
hübſchen Zimmer um und ſagte dann lächelnd:
Du biſt ja momentan recht gut untergebracht,
Rei=
nette; aber für die Ewigkeit wird’s Halt nix ſein, das liegt
linr auf der Had. Lante Ghnkeit ſt Zobestandhalte,
erben tuſt du auch nix — Roglan muß, ſo hat’s der
ver=
ſtorbene Mann beſtimmt, an die Familie Bärkeſſel
zurück=
fallen — alſo!
Wie kannſt du nur annehmen, daß ich jemals ſolch
häßliche, eigennützige Ideen gehabt hätte, Lex. Ich bin ja
auch nur auf Onkel Geralds Wunſch als Gaſt hier, gab
das junge Mädchen haſtig und errötend zurück.
Hm — ja, als Gaſt. Na, darüber reden wir ſpäter.
Aber was gedenkſt du denn anzufangen, wenn die Alte
ſtirbt? Freilich, mündig wirſt du bald, indes die Zinſen
deines lumpigen Kapitals ſind für die Katze.
Darüber habe ich wirklich noch nicht nachgedacht.
Onkel Gerald wird mir dann gewiß raten und beiſtehen.
Man muß nicht ſoweit vorausbeſtimmen, es kommt immer
anders, als man denkt.
Selbſtredend, doch oft kommt’s beſſer. Schau mich an,
Kleine. Wer hätte je vermutet, daß mir ſolche Poſition
im Leben blühen würde.
Bewirtſchafteſt du eigentlich Schönſtein? fragte ſie
zagend.
Nein, das Gut iſt verpachtet.
Was tuſt du denn nun dort?
Nun, ich — ich bin ſo eine Art Vertrauensperſon. Der
Fabrikdirektor ſteht unter mir, und ich ſehe allenthalben
tach dem Rechten, gab er in prahleriſchem Tone zur
Er=
widerung.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juli 1914.
Nummer 206.
Eine Ladung Zinkwaren
gelangt zu
16974
bekannt billigen Preisen zum Verkauf.
Schwerste Qualität!
Silberweisse
Hochglanz-Verzinkung!
Keine Ware,
die nur den Schein der
Billigkeit trägt!
Ia Qualität!
Otto Nietschmann Nachf. G. m. b. H.
aller Damen-
Frau B. Dletsch Hoch- und Flachplisse
und
Dekaticrcn Herren-Stoffen7t9a Schulstrasse 3 Gaufrieren, Auszacken Thssterel.
Grossh. Kabinettsgut
Kranichſtein (1156a
empfiehlt durch die eigenen
Milch=
wagen frei Haus
friſche beſte Voll= und
Kindermilch,
Schlagrahm,
ſüßen u. ſauren Rahm,
feinſte Tafelbutter,
friſche Eier eigen. Zucht.
Den weit. Verkauf meiner
Kinder=
milch habe Herrn
Wilhelm Reitinger,
Soderſtr. 2. Tel. 1834. übertragen.
Adolf Hagedorn.
Telephon 183.
Für Bäcker!
Sack=Staubmaſchine billig zu
verkaufen.
(2210im
Eberstadt, Schulſtraße 6.
Ein gebr. Sofa, 2 Galerie=
Cleiſten, zuſ., faſt neu, f. 16 Mk.
zu verk. Kahlertſtr. 45, Mſ. (*2263im
zu verkaufen:
1 Büfett poliert, nußbaum, für
Mk. 100.—, 1 Plüſch=Diwan für
Mk. 40.—. Jederzeit anzuſehen
Roß=
dörferſtraße 60, I.
(16536a
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Es iſ mir nder duchſchr leih aß n die muiſiſch=
Laufbahn aufgegeben haſt, Lex. Mit deinem Verſtande
und deinen Kenntniſſen würdeſt du doch eine
unab=
hängigere, freiere Lebensſtellung erzielt haben.
Was? Mich ſchinden und quälen um der paar
Krö=
ten willen? Nee, ſo dumm bin ich nicht. Bei uns drüben
ſpielt das Geld überhaupt keine Rolle, und ich genieße ein
Anſehen, insbeſondere in Wien, um das mich jeder
be=
neidet.
So?
Reinette betrachtete ſchmerzlich ſinnend des Bruders
verlebtes Geſicht. Ich freue mich, daß du befriedigt biſt,
fügte ſie leiſe hinzu.
Na, ob — vollſtändig. Meine einzige Sorge dreht
ſich momentan nur um dich, Schweſterlein. So hübſch, ſo
jung und hier vergraben in dieſem abgelegenen
Unken=
neſt. Brrrr!
Sie lächelte; faſt war es wieder in der alten,
ſon=
nigen, herzerquickenden Art.
Das abgelegene Unkenneſi behagt mir, Lex.
Unſinn! Solche naiven, ſentimentalen Anſchauungen
paſſen nicht mehr für unſere aufgeklärte, moderne Zeit.
Ich als dein Bruder habe die moraliſche Verpflichtung,
mich um deine Zukunft, dein Glück zu bekümmern. Wenn
ſich mal eine günſtige Gelegenheit, hier herauszukommen,
bietet, darfſt du ſie nicht von der Hand weiſen. Ich hoffe,
daß du, nun du älter, auch vernünftiger geworden biſt,
ſagte er in einem beinahe komiſch klingenden, väterlichen
Tonc.
Eine Blutwelle ſchoß Reinette ins Geſicht, und mit
innerer Bangigkeit ſah ſie nun dem entgegen, was
zweifel=
los kommen mußte.
ier der zun zberientet eis Braitioerder für den
Hofrat hier erſchienen!
Widerwillen und Empörung ſchnürten ihr die
Kehle zu.
Damals in ihrem noch ſo brennenden Schmerze über
Onkel Geralds Unglück, über die unvermutete, plötzliche
Trennung von ihm, hatte ſie des Bruders recht deutliche
Anſpielungen nicht nur gewandt abgeſchnitten, ſondern
ſich auch alle diesbezüglichen, weiteren Redereien ganz
energiſch verbeten. O, und heute war Lex in der Abſicht
hier, ſie noch einmal zu beſtürmen. Eigenlich ſchien die
ganze Sache ſo lächerlich und kaum wert, ſich darüber
auf=
zuregen; es kränkte ſie nur, wie wenig der eigene Bruder
ihre Anſichten und Sinnesart kannte und verſtand.
Reinette warf den Kopf trotzig zurück und entgegnete
mit einer Klangfarbe der Stimme, die Jronie und
Bitter=
keit verriet:
Wenn es ſich wieder um die alte, abgeſchmackte
Ge=
ſchichte von damals handelt, dann danke ich ergebenſt für
deine freundlichen Bemühungen. Endgültig erkläre ich
hiermit, daß dieſe wahnſinnige Zumutung mich direkt
verletzt.
In Alexanders Augen flackerte ein hämiſch
trium=
phierender Blick.
So, alſo noch immer den Kopf voll großer Roſinen!
Wenn ein blutarmes Mädel wie du, um das ſich nach
Tante Charlottes Tode kein Teufel mehr ſcheren wird,
ſolche Behauptungen aufſtellt, ſo iſt es rein abſurd, um
nicht zu ſagen überſpannt. Ja gewiß, der Herr Hofrat,
dieſer vortreffliche, ehrenwerte Mann, möchte dir alles,
Stellues, Namen, Reistum zu Lßen legen, wenn
dn ehntlicſt ſeite Fean zu welden. dr lick
bichwah=
haft und treu, das beweiſt ja hinlänglich der Umſtand,
wie unverzagt er immer wieder bei dir anzuklopfen wagt.
Und, daß er dich glücklich machen wird, darüber hege ich
nicht den mindeſten Zweifel, da der Aermſte, in dieſem
ſteten Hangen und Bangen über deine endliche
Entſchei=
dung, mir wirklich leid tut. Warum biſt du ſo eigenſinnig
und grauſam, Reinette?
Das junge Mädchen war in den Seſſel zurückgeſunken
und ſtierte finſter vor ſich hin.
Reinette — und wenn alle von Herzen kommenden,
vohlgemeinten Ratſchläge nichts fruchten ſollten, ſo denke
doch mal an mich, bedenke, daß, wenn ich des Herrn
Hof=
rats Schwager, ihm verwandtſchaftlich naheſtehen würde
— in welch glänzende Lage ich dann käme, was ich .
Schweig!!
Reinette war heftig vom Sitz geſprungen, die grauen
Augen ſprühten, und wie Verachtung zuckte es um den
krampfhaft zuſammengepreßten Mund.
Schweig’ und verſuche nie mehr, mich zu bewegen,
dieſen widerlichen, ſinnlich frivolen, alten Mann zu
hei=
raten. Ehe ich das täte, würde ich lieber die erſte beſte
Stellung annehmen und mir mein Brot zu verdienen
ſuchen. Onkel Gerald wird mir dabei immer beiſtehen
mit Rat und Tat. O nein, Lex, nur um dir eine angenehme
Lebensſtellung zu verſchaffen, dafür iſt mir der Preis zu
hoch. Jetzt kennſt du meine Anſicht ein für allemal, und
dieſe magſt du deinem angebeteten Herrn Hofrat von
mir aus ausrichten!
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 206.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juli 1914.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 14.
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Nummer 206.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juli 1914.
Seite 15.
Südweſtdeutſche Zuverläſſigkeitsfahrt
des Heſſiſchen Automobilklubs.
St. Als Schlußakt der Südweſtdeutſchen
Zuverläſſig=
keitsfahrt 1914 fand geſtern abend im Klubheim des
Heſ=
ſiſchen Automobil=Klubs ein Feſteſſen ſtatt, mit dem
der feſtliche Akt der Preisverteilung für die
ſieg=
reichen Fahrtteilnehmer verbunden war. Etwa 40 Herren
und auch mehrere Damen nahmen an dem Feſtmahl teil,
zu dem folgende originelle „Speiſenfolge” feſtgeſetzt
war: Kraftwagen=Suppe mit Strafpunktklößchen. —
Auto=
brillen=Futter=Aal, grün, Chauſſee=Tunke. — Geplatztes
Radreifen=Frikaſſee. — Ueberfahrene Gans mit Rekord=
Tunke und gebackene Auspuff=Röhrchen. — Pannen=
Kuchen mit Auspuff=Kompott. — Herrenfahrer=Grundeis
mit Benzinbeiguß. — Geb. Käſe=Lenk=Stangen, Zylinder=
Butter, Kühlwaſſer=Bowle, Zuverläſſigkeits=Schnaps.
Den erſten Trinkſpruch brachte der Vorſitzende des
Heſſiſchen Automobil=Klubs und der Oberleitung, Herr
Aſſeſſor Zimmer, aus. Er führte etwa aus: Die S.=W.
Z. 1914 gehört nunmehr der Klubgeſchichte an und wir
ſind eben im Begriff, mit der Preisverteilung an die
Sie=
ger den Schlußakt vorzunehmen. Wenn ich die diesjährige
mit der beiden vorangegangenen S.=W. Z.=Fahrten
ver=
gleiche, ſo dürfen wir wohl ohne Widerſpruch feſtſtellen,
daß dieſe Fahrt, was den Sport anbelangt, als die größte
und beſte zu bezeichnen iſt, ſowohl bezüglich der
Ausſchrei=
bung als der Leiſtungen der Fahrer. Die Anzahl der
Meldungen war zwar nicht allzu groß, das lag wohl
da=
ran, daß die Weſtdeutſche Fahrt erſt kurz vorausgegangen
war, dann aber auch daran, daß es ſich diesmal bei
unſe=
rer S.=W. 3. um keine Picknickfahrt handelte, ſondern
um eine Fahrt, die ernſte Anforderungen an die
Konkur=
renten ſtellte. Sie verlangte von den Fahrern ein großes
Maß von Sportſinn und Fahrtkenntniſſen. Auch in
die=
ſer Beziehung hat die letzte Fahrt ſich vor den vorigen
ausgezeichnet. Welch großes Intereſſe auch die Induſtrie
der S.=W. Z. 1914 entgegenbrachte, erhellt aus der
großen Anzahl der geſtifteten Preiſe. Es liegt mir
nun ob, allen, die ſo tatkräftig geholfen haben, die Fahrt
vorzubereiten und durchzuführen, zu danken. Ich danke
zuerſt der Induſtrie, die uns ſo reich mit Preiſen
be=
dacht hat. Die Fahrt hätte aber nicht durchgeführt
wer=
den können, wenn uns nicht in den Herren
Unpar=
teiiſchen eine ſo große Unterſtützung geworden wäre.
Ich danke in erſter Linie Herrn Leutnant Holtz, deſſen
Bemühungen es gelungen iſt, eine ſo große Zahl ſeiner
Kameraden zur Teilnahme zu gewinnen. Der gleiche
Dank gebührt den Herren Regimentskommandeuren, die
bereitwilligſt Urlaub gegeben haben. Weiter danke ich
herzlichſt Sr. Durchlaucht dem Prinzen zu
Schaum=
burg=Lippe, der beſonders ſeinen
Erholungsaufent=
halt unterbrochen, um in Darmſtadt anweſend ſein und
die heimkehrenden Fahrer begrüßen zu können. Weiter
danke ich herzlichſt den Herren Unparteiiſchen, dem
Heſſi=
ſchen Jagdklub, dem Berliner Tageblatt den Benzin=
Werken, den Klubmitgliedern Kaiſer, Reichenbach und
Beyer für Stiftung der Ehrenpreiſe, ferner dem
Verkehrs=
verein in Rothenburg und beſonders der Preſſe.
End=
lich aber den Herren, die mir perſönlich bei der
Durch=
führung der Fahrt zur Seite ſtanden, in erſter Linie
Herrn Matzelt. Und nun wollen wir derer nicht
ver=
geſſen, die in dieſer ernſten Stunde nicht ſo fröhlich ſein
können wie wir, Sr. Majeſtät des Kaiſers und unſeres
Landesherrn. Der Kaiſer und der Großherzog hoch, hoch
hochti!
Herr Leutnant von Michels ſprach namens ſeiner
Kameraden den herzlichſten Dank für die herzlichen Worte
der Anerkennung aus, die der verdienſtvolle Präſident
des H. A.=C. ſoeben ausgeſprochen. Herr Zimmer hat
zum Ausdruck gebracht, daß die Fahrtleitung den
Unpar=
teiiſchen zu Dank verpflichtet iſt. Dieſer Dank beruht doch,
glaube ich, auf Gegenſeitigkeit. Sie können ſich denken,
wie ſehr wir, die wir nicht ſo glücklich ſnd, Autobeſiter
zu ſein, erfreut waren, eine derartige Fahrt mitzumachen,
die uns durch die ſchönſten Gegenden des deutſchen
Vater=
landes führte. So danke ich denn auch im Namen meiner
Kameraden der Fahrtleitung und den Herren
Wagen=
beſitzern. Sie können verſichert ſein, daß wir die
S. W. Z. 1914 und die liebenswürdigen Mitglieder des
H. A.=C. in dankbarer Erinnerung behalten werden. In
dieſem Sinne bitte ich meine Kameraden, mit mir
einzu=
ſtimmen in den Ruf: der H. A.=C. hurra, hurra, hurra!
(Lebh. Bravo.)
Darauf wurde die Preisverteilung durch die
Oberleitung vorgenommen. Da zwei Fahrer in bezug
auf Punktzahl ganz gleich waren, wurde der erſte Preis
zweimal vergeben. Es erhielten:
1. Preis Göbel (Adler), Ehrenpreis des Prinzen
Schaumburg=Lippe und der Benzinwerke Rhenania,
Düſſeldorf.
1. Preis Kellner (Adler), 1. Klubpreis, Ehrenpreis
des Berliner Tageblatts.
2. Preis Ober (Adler), Ehrenpreis, Goldpokal, 2.
Klubpreis.
3. Preis Arnoldi (Adler), Marmortänzer, 3.
Klub=
preis.
4. Preis Bernhard (Opel), Ehrenpreis des
Heſſi=
ſchen Jagdklubs.
5. Preis Bauer (Adler), Preis der Unparteiiſchen.
6. Preis Dr. Stahlſchmidt (Benz), Ehrenpreis
der Firma Kaiſer, Offenbach.
Außerdem erhielten: Göbel den Ehrenpreis der
Continental=Gummifabrik, Boſch, Magnetfabrik. Deuta,
Tachometer, Kellner den Ehrenpreis der Eiſemann
Magnetfabrik, Preis eines Klubfreundes, Dr.
Stahl=
ſchmidt den Ehrenpreis der Dunlop=Gummifabrik,
Schleinitz den Ehrenpreis der Kronprinz=A.=G., Ober
den Ehrenpreis der Firmen Beyer und Reichenbach.
Herr Leutnant Holtz brachte den Damentoaſt aus.
Eine alte deutſche Sitte gibt dem jüngſten der anweſenden
Herren, alſo heute mir, das Recht, auf das Wohl der
Da=
men zu trinken, der Damen, die durch ihre Liebe zum
Sport und durch ihre Teilnahme an der Fahrt, uns dieſe
ſo angenehm verſchönt haben. Ich bitte Sie, Ihr Glas zu
erheben und mit mir einzuſtimmen in den Ruf, die Damen
des Heſſiſchen Automobilklubs und der Südweſtdeutſchen
Zuverläſſigkeitsfahrt 1914: hoch hoch, hoch! (Lebhaftes
Bravo.) Der Feſtabend verlief im übrigen ſehr animiert
und bildete einen ebenſo hübſchen wie ſtimmungsvollen
Abſchluß der Südweſtdeutſchen Zuverläſſigkeitsfahrt 1914.
Literariſches.
— Griebens Reiſeführer, Band 92: Bad
Nauheim. 3. Auflage. Mit 3 Karten. Preis 1 Mk.
Verlag von Albert Goldſchmidt, Berlin W. 35. Die
gänz=
lich umgearbeitete und erweiterte neue Auflage trägt mit
größter Genauigkeit allen Veränderungen Rechnung; alle
Angaben über Wohnungs=, Kur=, Bäder= und
Verkehrs=
verhältniſſe, über Vergnügungen und Ausflüge ſind
ge=
wiſſenhaft nachgeprüft und in erſchöpfender Weiſe
vervoll=
ſtändigt worden, ſo daß das Büchlein durchaus auf der
Höhe iſt. Zur leichteren Orientierung im Orte ſelbſt dient
der neue Plan des Bades, während bei Spaziergängen
in die nchere oder bei Ausflügen in die weitere
Um=
gebung die beiden hierfür beſtimmten Karten vorzügliche
Dienſte leiſten werden.
— Ueber Land und Meer (Deutſche Verlags=
Anſtalt, Stuttgart) ſegelt von neuem mit vier friſchen
Num=
mern, die reizvolle Titelbilder tragen, in die Welt
hin=
aus. Ludwig Ganghofer beendet in Nummer 35 ſeinen
Roman Ochſenkrieg, und Oskar Uſedom beginnt in der
folgenden Nummer ſeine Erzählung aus der Fliegerwelt:
Höhenrekord, deſſen Fortſetzungen die Leſer mit Spannung
erwarten. Mäten wir in den Heſten, ſo begegnen wir
vielen beachtenswerten Aufſätzen: S. Rath führt uns zu
den Trappiſten, damit wir erfahren, wie der
Eukalyptus=
likör bereitet wird; dann lernen wir den neuen
Nordſee=
hafen in Emden kennen, werden zum Lachen gezwungen
beim Betrachten der ſeltſamen Bilder von Louis Moe,
wandeln an der Hand von Hermann Kienzl durch Weimar
zu Goethes Zeit und können aus den Ausführungen Dr.
med. Spier=Irvings: Moderne Körperbildung, manches
lernen. Einige Artikel ſind der Reiſezeit gewidmet. Eduard
Engel plaudert in ſeiner bekannten anziehenden Art über
das Reiſen. Maud Wundt führt uns zu Klettertouren
in die Schweiz, wir werden zu den Seebädern der
deut=
ſchen Küſte geleitet, nach Spitzbergen, nach Tirol und bis
in die Sahara hinein. Walter Bloem iſt mit einem
Bei=
trag, Dichter als Juri, vertreten. Zu dieſen nur in der
Auswahl angeführten Beiſpielen aus der reichen Fülle
geſellt ſich noch mannigfacher unterhaltender Stoff, der
wieder durchſetzt iſt mit Kunſtblättern und anderen
treff=
lichen Illuſtrationen.
— Magda, Königin von Saba. Von
Ru=
dolf Schiff. Nach den im Beſitz der Könige von
Abeſſynien befindlichen authentiſchen, geheimen
Do=
kumenten, die als heilige Schriften des äthiopiſchen Volkes
verehrt werden. 120 Seiten, Preis: 3 Mk. — Verlag von
Oswald Mutze in Leipzig, 1914. Der Verfaſſer des in
zehn Geſänge eingeteilten Epos feſſelt den Leſer durch edle
Sprache, die ſich durch ſteten Wohlklang auszeichnet. Die
Verſe ſind aufs trefflichſte modelliert und prägen ſich durch
ihren wohlgeformten Rhythmus ein. Bei ihrer ſchönen
Klarheit ermüden ſie niemals und die maleriſche
Be=
ſchreibung erregt unaufhörliches Intereſſe, das ſich häufig
durch natürliche dramatiſche Wirkung zu lebhafteſten
Spannung ſteigert.
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prinzeſſin Cecilie” 25. Juli 2 Uhr nachm. von Neu=
York nach Hamburg. „Macedonia” 25. Juli 1 Uhr
nachm. in Baltimoré. „Moltke” von Neu=York nach
Neapel und Genua, 24. Juli 9 Uhr abends von Gibraltar=
Preſident Lincoln” nach Neu=York, 26. Juli 11 Uhr
30 Min. abends von Southampton. „Samland” 24. Juli
5 Uhr 30 Min. nachm. von Rotterdam nach Kanada. —
Weſtindien, Mexiko: „Antonina” 26.. Juli in Progreſo.
„Calabria” nach Weſtindien, 25. Juli 7 Uhr 30 Min.
abends von Hamburg. „Dania” von Mexiko und
Havanna kommend, 26. Juli 7 Uhr 45 Min. morgens
in Hamburg. „Grunewald” 24. Juli in St. Thomas.
„Niederwald” von Weſtindien kommend, 26. Juli 4 Uhr
30 Min. nachm. in Hamburg. „Steigerwald”, von
Mexiko und Havanna kommend, 27. Juli 3 Uhr morg.
in Hamburg. — Oſtaſien: „Belgravia” von Antwerpen.
27. Juli 6 Uhr morgens in Hamburg. „Brisgavia‟,
von Oſtaſien kommend, 26. Juli 3 Uhr 30 Min. nachm.
in Hamburg. — Verſchiedene Fahrten: „Liberia” von
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Wo ſitzt man des Abends nach der
Hitze des Tages ruhig und gemütlich?
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Programm
zu dem am Mittwoch, den
29. Juli, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Art.=Regts. Nr. 61.
1. „Oranien=Naſſau”,
Triumph=
marſch von Joſ. Keſſels. 2. „
Krie=
geriſche Luſtſpiel=Ouvertüre” von
Lindpaintner. 3. „Man lacht,
man liebt, man lebt”, Walzer aus
„Die Kinokönigin” von J. Gilbert.
4. „Die türkiſche Schaarwache” von
Michaelis. 5. a) Marſch über
„Prinz Eugen der edle Ritter”,
arrangiert von O. Engel; b) „
Ra=
detzky=Marſch” von Joh. Strauß.
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Nr. 206.
Mitwoch, 20. Zut.
1914.
Kongreile und verbandtage,
X. Deutſcher Stenographentag
Gabels=
berger.
— Düſſeldorf, 28. Juli. Aus allen Teilen
Deutſch=
lands und Oeſterreichs ſind über 5000 Jünger des Meiſters
Gabelsberger hier eingetroffen, um an der zehnten
Bun=
destagung teilzunehmen. Die Tagung wurde mit einem
Begrüßungsabend eingeleitet, der einen nach Tauſenden
zählenden Beſuch aufwies. Der Direktor des
Zentral=
gewerbevereins für Rheinland und Weſtfalen,
Frauber=
ger, hielt namens des Ortsausſchuſſes die
Begrüßungs=
anſprache, auf die der Bundesvorſitzende Prof. Pfaff
(Darmſtadt) erwiderte. Im Mittelpunkt der Tagung, die
heute ihr Ende erreicht, ſtand die öffentliche
Feſtver=
ſammlung. Prof. Pfaff begrüßte als Vertreter von
2200 ſtenographiſchen Körperſchaften die Verſammlung.
Beſondere Worte widmete er dem Vertreter des
Regie=
rungspräſidenten, dem Oberbürgermeiſter den Vertretern
der Regierungen von Sachſen, Bayern und Oeſterreich und
dem Vertreter des Oberlandesgerichtspräſidenten. Dank
ſtattete er dem Oberpräſidenten der Rheinprovinz, dem
Protektor der Tagung, ab. Oberbürgermeiſter Oehler
begrüßte die Tagung namens der Stadt und der
Bürger=
ſchaft. Oberregierungsrat Walter überbrachte die Grüße
des Regierungspräſidenten und aller Staatsbehörden des
Regierungsbezirks. Landesſchulinſpektor Pietſch (Wien)
übermittelte die beſten Wünſche ſeiner Regierung.
Mini=
ſterialrat Dr. Melber (München) ſprach im Auftrag des
bayriſchen Miniſteriums des Innern. Die ſächſiſche
Re=
gierung hatte Regierungsrat Profeſſor Fuchs (
Dres=
den) entſandt. Oberlandesgerichtsrat Dr. Johnen,
der Vertreter des Oberlandesgerichtspräſidenten, gab
dem Wunſche Ausdruck, daß im Jahre 1918, wenn
das hundertjährige Jubiläum der Gabelsbergerſchen
Schule gefeiert werde, es keine ſich ſeindlich geſinnten
Syſtemvertreter mehr gebe, ſondern daß dann alle auf
einer gemeinſamen Tagung dem Altmeiſter der deutſchen
Kurzſchrift, Gabelsberger, ihre Huldigungen darbrächten.
Den Jahresbericht erſtattete der
Bundesvor=
ſitzende. Seit dem Stuttgarter Stenographentag vor vier
Jahren iſt die Zahl der Bundesvereine um 661 geſtiegen.
Sie beträgt heute 2228 Vereine mit über 100000
Mitglie=
dern. Das Bundesvermögen iſt in dem gleichen Zeitraum
von 19 000 auf 41000 angewachſen. Ein Bild von der
umfangreichen Arbeitsleiſtung bietet die Zahl der
erledig=
ten Poſtſendungen. Dieſe ſtiegen innerhalb vier Jahren
von 32 000 auf 63 000 im Jahr. — Den Feſtvortrag
hielt Rechtsanwalt Bäcker (München) über „Die
Einheits=
ſtenographie‟ Mit warmen Worten trat er für die
Ver=
wirklichung dieſer großen Idee ein. Der ſchriftliche
Ver=
kehr verlange gebieteriſch das letzte Hilfsmittel, eine
Reichseinheitsſtenographie, welche auch die der Volksſchule
entwachſenen Kinder kennen können, welche die höheren
Schüler lernen müſſen, welche alle Beamten beherrſchen
müſſen, ohne deren Kenntnis ſie nicht angeſtellt werden,
und die derjenige lernen wird, der ſchon im Amt und
Würden, um nicht unterzugehen im Wettbewerb der
Kräfte. Es gelte einen ſchweren, aber ſchönen Kampf zu
kämpfen, es gelte eine nationale Großtat zu verrichten.
— Prof. Pfaff dankte allen Rednern und ſchlug die
Ab=
ſendung von Huldigungstelegrammen an den deutſchen
und öſterreichiſchen Kaiſer, an die Könige von Sachſen
und Bayern und an den Großherzog von Heſſen vor. Die
E t dem Vorſchlage einver=
von Gabelsberger erſtrebte Ziel einer einheitlichen
Schnell=
ſchrift für alle Länder deutſcher Zunge erreicht wird. Der
Stenographentag gibt zugleich der Erwartung Ausdruck,
daß die verbündeten deutſchen Regierungen in
Gemein=
ſchaft mit der öſterreichiſchen Staatsregierung nach
end=
gültiger Feſtlegung der Einheitsſtenographie für das
ge=
ſamte deutſche Sprachgebiet durch amtliche Einführung
des ſchnellſchriſtlichen Unterrichts in den Schulen zur
Tat=
ſache werden laſſen zum Segen für unſer deutſches Volk.
Gegen die Entſchließung trat eine heftige aber
unbedeu=
tende Oppoſition auf, die es lediglich erreichte, daß
die Verhandlungen ſich ſieben Stunden hinzogen. Die
Entſchließung wurde beinahe einſtimmig angenommen.
Unter lebhaftem Beifall brachte der Vorſitzende am Schluſſe
der Verhandlungen Danktelegramme des Deutſchen
Kai=
ſers, des Königs von Bayern und des Großherzogs von
Heſſen zur Kenntnis. Am Nachmittag fand eine Anzahl
Sonderſitzungen ſtatt.
12. Verbandstag der Rabattſparvereine
Deutſchlands.
* Straßburg i. E., 27. Juli. Nach einem
Be=
grüßungsabend im großen Feſtſaale des Sängerhauſes
begann heute hier unter dem Vorſitz von A. Nieolaus
(Bremen) der 12. Verbandstag der Rabattſparvereine
Deutſchlands zu welchem etwa 700 Teilnehmer erſchienen
ſind. Der Verbandstag wurde mit einer Anſprache des
Vorſitzenden Nicolaus (Bremen) eröffnet. Hierauf
er=
ſtattete Generalſekretär Beythien (Hannover) den
Jah=
resbericht. Bei der Erſtattung ſeines diesmaligen
Jahresberichtes müſſe er wieder darüber klagen, daß der
Handel im vergangenen Jahre unter der damaligen
Kriegsgefahr, deren Herd auch auf dem Balkan lag, ſchwere
Schädigungen erlitten habe. Das Detailgeſchäft habe ſich
von dieſen Schädigungen gerade erſt wieder erholt und
man habe gehofft, daß nunmehr die Zeiten ſich beſſern
würden, doch werde der neue Krieg wohl wieder alle
Hoff=
nungen zu Schanden machen. Dies trübe Bild wurde
durch einige Ausnahmen etwas erhellt. So iſt die
Hal=
tung des Bundes der Feſtbeſoldeten gegenüber dem
ſelb=
ſtändigen Detailhandel, die er in letzter Zeit öffentlich
bekundete, mit Anerkennung zu begrüßen. — Vielfach
wurde über zunehmende ſogenannte Stadtkonkurrenz
ge=
klagt. Zahlreiche Städte haben in Verkennung ihrer
Auf=
gaben und mit völligem Mangel kaufmänniſcher Einſicht
und Ueberſicht durch Maſſenbezüge von Lebensmitteln
die Lage der ſelbſtändigen Handel= und
Gewerbetreiben=
den ſchwer bedroht, ohne dem beabſichtigten Zweck wirklich
zu dienen. Die Städte bedenken dabei gar nicht, daß die
Kaufleute doch auch Steuerzahler ſind. Gegen alle dieſe
Auswüchſe, ſowie gegen das Ueberhandnehmen der
Kon=
ſumvereine und Warenhäuſer habe der Verband der
Ra=
battſparvereine Deutſchlands energiſch Front gemacht, ſo
daß der Verband die wahre Vertretung des Mittelſtandes
bedeutet. Schenk=Hagen i. W. referierte über die
Werk=
vereine. Sekretär Teichmüller=Elberfeld ſprach über die
Kartellierungen in der Margarineinduſtrie. Koch=Gotha
behandelte das Thema „Gegen den heimlichen
Waren=
handel‟. Generalſekretär Beythien=Hannover ſprach
ſo=
dann über die Bekämpfung des Zugabeunweſens und
be=
tonte, daß ohne geſetzliche Maßregeln auf dieſem Gebiete
nichts zu erreichen ſei. Es werde daher die Einbringung.
einer baldigen Vorlage, durch die das Zugabeunweſen
gänzlich verboten wird, von der Regierung erwartet. Die
Verſammlung beſchloß darauf verſchiedene
Satzungsände=
n— Der Name des Verbandes wird in „Verband
autſchlands
uh. Lindenſtaedts
Ra=
guſa (W. Plüſchke), 2. Inder, 3. Orakel. 101:10; 34, 34,
22:10. — Preis von Friedrichshagen; 5000 Mark, Diſtanz
1000 Meter: 1. Hrn. A. v. Schmieders Fortung II (Slade),
2. Herkules, 3. Swanhild. 31:10; 17, 14, 16110.
sr. Hamburg=Farmſen. Erſtes Rennen: 1.
Li=
miſa (Wiltſhire), 2. Expreß, 3. Elly. 30:10; 22, 20, 54310.−
Zweites Rennen: 1. Alix (Großmann), 2. Buchweizen,
3. Roſenſtock. 40110; 18, 23, 18.10. — Drittes Rennen:
1. Thekla IIIII (Fiſcher), 2. Morgana, 3. Penelope. 612110;
54, 24, 16:10. — Viertes Rennen: 1. Hauptkerl (Fiſcher),
2. Morenga, 3. Brennus. 95:10; 24, 44, 27110. —
Fünf=
tes Rennen: 1. Fauvette (Dieffenbacher), 2. Radau, 3.
Lanſon Girl. 42:10; 16, 15, 21:10. — Sechſtes Rennen:
1. Prinz=Regent, 2. Unverhofft, 3. Kreſſe. 19110; 11, 14,
17310.
sr. Dolomit außer Gefecht. Der
ausgezeich=
nete Hengſt des Freiherrn S. A. v. Oppenheim ſcheint
lei=
der ſeine Renn=Karriere beendet zu haben, ohne daß es
noch in Baden=Baden zu einer neuerlichen Legegnung mit
franzöſiſchen Gegnern kommt. Dolomit hat zwar nach
ſeiner ſenſationellen Niederlage im Großen Preis von
Berlin die Arbeit wieder aufnehmen können, gab aber
dann auf den Beinen nach, ſo daß er nunmehr vom
Schauplatz abtreten ſoll. Der jetzt fünfjährige Ard
Pa=
trick=Sohn vermochte im ganzen 423 420 Mark zu
ge=
winnen und hat damit das erfolgreichſte deutſche
Renn=
pferd Fervor bis auf 9000 Mark erreicht. Dolomit wird
nunmehr in Freiherrn S. A. v. Oppenheims Geſtüt
Schlenderhan als Nachfolger des alt gewordenen
Deck=
hengſtes Saphir aufgeſtellt werden.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 17. Juli: dem Brieftrger Adam
Bo=
länder, Eliſabethenſtr. 62, eine T. Eliſabeth. Am 22.:
dem Maurer Guſtav Vierheller, Wienerſtr. 69, ein S.
Guſtav. Am 17.: dem Schaffner und Wagenführer bei
der Straßenbahn Ludwig Netz, Lichtenbergſtr. 72, eine
T. Käta Emma. Am 21.: dem Taglöhner Andreas
Pinkocz, Kranichſteinerſtr. 72, ein S. Roman. Am 22.:
dem Schreiner Karl Adolf Wanner, Rhönring 91, eine
T. Anna Katharina. Am 20.: dem Fuhrmann Georg
Emig, Liebigſtr. 35, ein S. Georg Adam. Am 19.:
dem Kanalarbeiter Philipp Hill, Gr. Kaplaneigaſſe 13,
eine T. Auguſte. Am 24.: dem Maurer Alfred Franz
Johs. Burghardt, Nieder=Ramſtädterſtr. 3, eine T.
Maria. Am 18.: dem kommiſſariſchen Eiſenbahn=
Unter=
aſſiſtent Phil. Wedel, Lagerhausſtr. 24, ein S. Herbert.
Am 23.: dem Sanitätsvizefeldwebel Wilhelm Schmitt,
Neue Niederſtr. 19, ein S. Valentin Franz Erich. Am
24.: dem Laternenwärter Adam Brunner, Obergaſſe 30,
eine T. Dina. Dem Taglöhner Peter Gernand,
Lang=
gaſſe 27, ein S. Heinrich.
Aufgebotene. Am 24. Juli: Handlungsgehilfe Karl
Hahn zu Frankfurt a. M., mit Köchin Eliſabetha
Rup=
pert, hier. Buchbinder Adolf Paul Oppermann hier,
mit Dienſtmagd Katharina Eliſabeth Happel zu
Wahls=
haufen. Mechaniker=Vorarbeiter Franz Hermann. Zehl,
Liebfrauenſtr. 95, mit Chriſtine 8 Wolf, Feldbergſtr. 88.
Chemigraph Hermann Karl Otto Rettberg zu
Frank=
furt a. M., mit Emma Ottilie Weſtermayer zu
Mem=
mingen. Am 27.: Diener Paul Ferdinand Werner,
asmit Katharina Stork zu Gundernhauſen.
ſt Adolph Pullmann,
Wald=
ja Schönweis zu Kirchheim=
Entſchließung vor.
Nachdem es dem vom Reichsamte des Innern
veru=
fenen Sachverſtändigenausſchuſſe gelungen iſt, einen
ge=
meinſamen Entwurf für eine deutſche Schnellſchrift zu
ſchaffen, erklärt der 10. Deutſche Stenographentag
Gabels=
berger, durchdrungen von dem Gefühl, daß das
Vater=
land über der Partei ſteht, daß er bereit iſt, auch
ſeiner=
ſeits Opfer zu bringen, wenn damit das langerſehnte, ſchon
16110; 11, 13, 21:10. — Maioen=Rennen,
ſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. A. v. Schmieders Froſchkönig
(Slade) 2. Trompeter, 3. Seeadler. 58.10; 13, 12, 12:10.
Müggel=Rennen; 3800 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Graf
Seydlitz=Sandreczkis Narrenkappe (Kaſper), 2. Saturn,
3. Marotte. 44:10; 18, 58, 15:10. — Maria=Rennen; 10 000
n 25. Juli. Schreiner Leopold
Weß, beide hier. Bureaubiätar
it Karoline o Keller, beide hier.
Aneiſter Heinrich Lautenſchläger,
Beide hier. Lagerarbeiter Johann
Oterin Marie Lang, beide hier.
Mink, mit Köchin Minna Deiſen=
Aſtallations=Hilfsarbeiter Adam
er, beide hier.
Juli: Johannette Tranb, geb.
Aſers, 61 J., ev., Grafenſtr. 9. Niko=
Landwirt, aus Altheim, 47 J., ev.,
a Anna Agathe Metz, geb. Lücke,
Leiters, 29 J., ev., aus Bensheim,
Johanna Bruchfeld, geb. Scheuer,
½, 76 J., iſrael., Lauteſchlägerſtr. 5.
rat, 72 J. ev., Hoffmannſtr. 18.
Buchdruckerlehrling, 14 J., ev.,
Ludwig Förſter, Oktroiaufſeher
dalenenſtr. 21. Am 24.: Chriſtine
des Taglöhners, 1 J., ev., Pan=
Hartmann, Lehrer, ledig, 66 J.,
eorg Nungeßer, Privatier, 85 J.,
Marianne Hausmann, geb.
Oktroierhebers, 81 J., ev., Drei=
: Marie Böhm, geb. Knehr, Ehe=
B., ev., Heinrichſtr. 48. Am 27.: Pri=
Ps, 63 J., ev., Heinrichſtr. 76.
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Neuggſſe(1.
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juli 1914.
Nummer 206.
Ofe
O Zimereelee e
Das neue Henſations=Programm
bringt für kurze Zeit
4 erstklassige Dramen.
Als Premiere:
Verrand der Goldgeler
Abenteuerliches Schauſpiel aus Mexiko in 3 Akten.
Ein junger Graf geht unter die Goldgräber und ſammelt
dabei ein großes Vermögen, das ihm jedoch von
Gold=
gräbern geraubt wird. Durch die Hilfe eines treuen
In=
dianers glückte es ihm ſpäter zu entfliehen und den feigen
Räuber ſeines Glücks, der ihm inzwiſchen auch das Herz
ſeiner Braut geſtohlen hat, zur Rechenſchaft zu ziehen.
Ueberaus ſpannend!
2. Hauptſtück:
Die 31
Ide der Vergettung
Ein Lebensbild in 2 Tagen.
Ein ſpannendes und effektvolles ſenſationelles
dramatiſches Filmſchauſpiel.
3. Hauptſtück:
Nick Winter, die Diebin
und Hypnotiſeurin
Ein feinſinniger und geiſtvoller Film=Roman.
4. Hauptſtück:
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Der Schwur
Brillantes Drama aus dem Leben in höchſter Vollendung;
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Kongreſſe und Verbandstage.
X. Deutſcher Stenographentag
Gabels=
berger.
— Düſſeldorf, 28. Juli. Aus allen Teilen
Deutſch=
lands und Oeſterreichs ſind über 5000 Jünger des Meiſters
Gabelsberger hier eingetroffen, um an der zehnten
Bun=
destagung teilzunehmen. Die Tagung wurde mit einem
Begrüßungsabend eingeleitet, der einen nach Tauſenden
zählenden Beſuch aufwies. Der Direktor des
Zentral=
gewerbevereins für Rheinland und Weſtfalen,
Frauber=
ger, hielt namens des Ortsausſchuſſes die
Begrüßungs=
anſprache, auf die der Bundesvorſitzende Prof. Pfaff
(Darmſtadt) erwiderte. Im Mittelpunkt der Tagung, die
heute ihr Ende erreicht ſtand die öffentliche
Feſtver=
ſammlung. Prof. Pfaff begrüßte als Vertreter von
2200 ſtenographiſchen Körperſchaften die Verſammlung.
Beſondere Worte widmete er dem Vertreter des
Regie=
rungspräſidenten, dem Oberbürgermeiſter, den Vertretern
der Regierungen von Sachſen, Bayern und Oeſterreich und
dem Vertreter des Oberlandesgerichtspräſidenten. Dank
ſtattete er dem Oberpräſidenten der Rheinprovinz, dem
Protektor der Tagung, ab. Oberbürgermeiſter Oehler
begrüßte die Tagung namens der Stadt und der
Bürger=
ſchaft. Oberregierungsrat Walter überbrachte die Grüße
des Regierungspräſidenten und aller Staatsbehörden des
Regierungsbezirks. Landesſchulinſpektor Pietſch (Wien)
übermittelte die beſten Wünſche ſeiner Regierung.
Mini=
ſterialrat Dr. Melber (München) ſprach im Auftrag des
bayriſchen Miniſteriums des Innern. Die ſächſiſche
Re=
gierung hatte Regierungsrat Profeſſor Fuchs (
Dres=
den) entſandt. Oberlandesgerichtsrat Dr. Johnen,
der Vertreter des Oberlandesgerichtspräſidenten, gab
dem Wunſche Ausdruck, daß im Jahre 1918, wenn
das hundertjährige Jubiläum der Gabelsbergerſchen
Schule gefeiert werde, es keine ſich feindlich geſinnten
Syſtemvertreter mehr gebe, ſondern daß dann alle auf
einer gemeinſamen Tagung dem Altmeiſter der deutſchen
Kurzſchrift, Gabelsberger, ihre Huldigungen darbrächten.
Den Jahresbericht erſtattete der
Bundesvor=
ſitzende. Seit dem Stuttgarter Stenographentag vor vier
Jahren iſt die Zahl der Bundesvereine um 661 geſtiegen.
Sie beträgt heute 2228 Vereine mit über 100 000
Mitglie=
dern. Das Bundesvermögen iſt in dem gleichen Zeitraum
von 19 000 auf 41000 angewachſen. Ein Bild von der
umfangreichen Arbeitsleiſtung bietet die Zahl der
erledig=
ten Poſtſendungen. Dieſe ſtiegen innerhalb vier Jahren
von 32000 auf 63000 im Jahr. — Den Feſtvortrag
hielt Rechtsanwalt Bäcker (München) über „Die
Einheits=
ſtenographie” Mit warmen Worten trat er für die
Ver=
wirklichung dieſer großen Idee ein. Der ſchriftliche
Ver=
kehr verlange gebieteriſch das letzte Hilfsmittel, eine
Reichseinheitsſtenographie, welche auch die der Volksſchule
entwachſenen Kinder kennen können, welche die höheren
Schüler lernen müſſen, welche alle Beamten beherrſchen
müſſen, ohne deren Kenntnis ſie nicht angeſtellt werden,
und die derjenige lernen wird der ſchon im Amt und
Würden, um nicht unterzugehen im Wettbewerb der
Kräfte. Es gelte einen ſchweren, aber ſchönen Kampf zu
kämpfen, es gelte eine nationale Großtat zu verrichten.
— Prof. Pfaff dankte allen Rednern und ſchlug die
Ab=
ſendung von Huldigungstelegrammen an den deutſchen
und öſterreichiſchen Kaiſer an die Könige von Sachſen
und Bayern und an den Großherzog von Heſſen vor. Die
Verſammlung erklärte ſich mit dem Vorſchlage
einver=
ſtanden. — An dem Wettſchreiben am Vormittag
haben über 3000 Perſonen teilgenommen.
Die geſchäftlichen Verhandlungen nahmen
am Montag vormittag um 9 Uhr unter dem Vorſitz des
Bundesvorſitzenden Profeſſor Pfaff ihren Anfang. Die
Geſchäftsordnung wurde genehmigt. Der Bericht über die
Bundesrechnung weiſt ein Vermögen von 40937 Mk. nach.
Von der von der Bundesleiſtung geleiſteten Arbeit
be=
kommt man einen Begriff, wenn man berückſichtigt, daß
die Aufwendungen für Porto in den letzten vier Jahren
10069 Mark betragen haben. Im Vordergrund des
In=
tereſſes ſteht der Bericht über die Schaffung eines
deutſchen Einheitsſyſtems, den der
Bundes=
vorſitzende Profeſſor Pfaff erſtattete. Der Referent gab
einen Ueberblick über die geſchichtliche Entwicklung der
ganzen Einheitsbewegung. Die Gabelsbergerſche Schule
war es, die im Jahre 1906 den Anlaß zu der ganzen
Be=
wegung gab. Von vornherein war ins Auge gefaßt, daß
unter der Führung der Regierung die hauptſächlichen
Ste=
nographieſchulen an die Arbeit gehen ſollten. Die
deut=
ſche Regierung nahm die Sache energiſch in die Hand. Es
wurde ein 23köpfiger Ausſchuß aus Vertretern der großen
und mittleren Stenographieſchulen gebildet, der den Auftrag
bekam, einen Syſtementwurf auszuarbeiten. Der
Haupt=
ausſchuß wählte einen 9köpfigen Unterausſchuß, der nach
Verkauf einiger Monate, aus den von den Einzelſchulen
eingereichten Syſtementwürfen einen Entwurf
zuſammen=
ſtellte, der dem Hauptausſchuß unterbreitet wurde. Dieſer
hatte ſich in der Sitzung am 20. und 21. Juni dieſes Jahres
im Reichsamt des Innern mit der Vorlage zu beſchäftigen.
So bedrohlich die Situation auch am erſten Tage ausſah,
gelang es doch am zweiten Tage die Vorlage, an der im
Laufe der Beratungen noch erhebliche Aenderungen
vor=
genommen worden ſind, zur einſtimmigen Annahme zu
bringen. Allen Vertretern war es ſchließlich zum
Be=
wußtſein gekommen, daß das am 21. Juni geſchaffene
Werk eine nationale Tat war und deshalb waren
ſchließlich alle bereit, Opfer zu bringen. Das kommende
Einheitsſyſtem iſt das Werk eines Kompromiſſes und das
kann es nur ſein, nachdem die preußiſche Regierung es
ab=
gelehnt hatte, eines der beſtehenden Syſteme als
Grund=
lage zu betrachten. Heute handle es ſich darum, führte
Profeſſor Pfaff aus, nochmals zu erklären, daß wir die
Schaffung eines Einheitsſyſtems als erſtrebenswertes Ziel
betrachten und die Regierung zu bitten, daß das Ziel einer
deutſchen Einheitsſtenographie erreicht wird. Dr.
Gant=
ner (Frankfurt a. M.) ſchlug der Verſammlung folgende
Entſchließung vor:
Nachdem es dem vom Reichsamte des Innern
beru=
fenen Sachverſtändigenausſchuſſe gelungen iſt, einen
ge=
meinſamen Entwurf für eine deutſche Schnelſchriſt zu
ſchaffen, erklärt der 10. Deutſche Stenographentag
Gabels=
berger, durchdrungen von dem Gefühl, daß das
Vater=
land über der Partei ſteht, daß er bereit iſt, auch
ſeiner=
ſeits Opfer zu bringen, wenn damit das langerſehnte, ſchon
von Gabelsberger erſtrebte Ziel einer einheitlichen
Schnell=
ſchrift für alle Länder deutſcher Zunge erreicht wird. Der
Stenographentag gibt zugleich der Erwartung Ausdruck,
daß die verbündeten deutſchen Regierungen in
Gemein=
ſchaft mit der öſterreichiſchen Staatsregierung nach
end=
gültiger Feſtlegung der Einheitsſtenographie für das
ge=
ſamte deutſche Sprachgebiet durch amtliche Einführung
des ſchnellſchriftlichen Unterrichts in den Schulen zur
Tat=
ſache werden laſſen zum Segen für unſer deutſches Volk.
Gegen die Entſchließung trat eine heftige aber
unbedeu=
tende Oppoſition auf, die es lediglich erreichte, daß
die Verhandlungen ſich ſieben Stunden hinzogen. Die
Entſchließung wurde beinahe einſtimmig angenommen.
Unter lebhaftem Beifall brachte der Vorſitzende am Schluſſe
der Verhandlungen Danktelegramme des Deutſchen
Kai=
ſers, des Königs von Bayern und des Großherzogs von
Heſſen zur Kenntnis. Am Nachmittag fand eine Anzahl
Sonderſitzungen ſtatt.
12. Verbandstag der Rabattſparvereine
Deutſchlands.
* Straßburg i. E., 27. Juli. Nach einem
Be=
grüßungsabend im großen Feſtſaale des Sängerhauſes
begann heute hier unter dem Vorſitz von A. Nicolaus
(Bremen) der 12. Verbandstag der Rabattſparvereine
Deutſchlands, zu welchem etwa 700 Teilnehmer erſchienen
ſind. Der Verbandstag wurde mit einer Anſprache des
Vorſitzenden Nicolaus (Bremen) eröffnet. Hierauf
er=
ſtattete Generalſekretär Beythien (Hannover) den
Jah=
resbericht. Bei der Erſtattung ſeines diesmaligen
Jahresberichtes müſſe er wieder darüber klagen, daß der
Handel im vergangenen Jahre unter der damaligen
Kriegsgefahr, deren Herd auch auf dem Balkan lag, ſchwere
Schädigungen erlitten habe. Das Detailgeſchäft habe ſich
von dieſen Schädigungen gerade erſt wieder erholt und
man habe gehofft, daß nunmehr die Zeiten ſich beſſern
würden, doch werde der neue Krieg wohl wieder alle
Hoff=
nungen zu Schanden machen. Dies trübe Bild wurde
durch einige Ausnahmen etwas erhellt. So iſt die
Hal=
tung des Bundes der Feſtbeſoldeten gegenüber dem
ſelb=
ſtändigen Detailhandel, die er in letzter Zeit öffentlich
bekundete, mit Anerkennung zu begrüßen. — Vielfach
wurde über zunehmende ſogenannte Stadtkonkurrenz
ge=
klagt. Zahlreiche Städte haben in Verkennung ihrer
Auf=
gaben und mit völligem Mangel kaufmänniſcher Einſicht
und Ueberſicht durch Maſſenbezüge von Lebensmitteln
die Lage der ſelbſtändigen Handel= und
Gewerbetreiben=
den ſchwer bedroht, ohne dem beabſichtigten Zweck wirklich
zu dienen. Die Städte bedenken dabei gar nicht, daß die
Kaufleute doch auch Steuerzahler ſind. Gegen alle dieſe
Auswüchſe, ſowie gegen das Ueberhandnehmen der
Kon=
ſumvereine und Warenhäuſer habe der Verband der
Ra=
hattſparvereine Deutſchlands energiſch Front gemacht, ſo
daß der Verband die wahre Vertretung des Mittelſtandes
bedeutet. Schenk=Hagen i. W. referierte über die
Werk=
vereine. Sekretär Teichmüller=Elberfeld ſprach über die
Kartellierungen in der Margarineinduſtrie. Koch=Gotha
behandelte das Thema „Gegen den heimlichen
Waren=
handel‟ Generalſekretär Beythien=Hannover ſprach
ſo=
dann über die Bekämpfung des Zugabeunweſens und
be=
tonte, daß ohne geſetzliche Maßregeln auf dieſem Gebiete
nichts zu erreichen ſei. Es werde daher die
Einbringung=
einer baldigen Vorlage, durch die das Zugabeunweſen
gänzlich verboten wird, von der Regierung erwartet. Die
Verſammlung beſchloß darauf verſchiedene
Satzungsände=
rungen. Der Name des Verbandes wird in „Verband
der Handelsſchutz= und Rabattſparvereine Deutſchlands,
Vertretung von Handel und Gewerbe” geändert. Die
beſte Gewähr für eine erfolgreiche Zukunft ſei der
Zu=
ſammenſchluß mit Gleichſtrebenden. Dem Verband
ge=
hören 503 Vereine mit über 74000 Mitgliedern an. Seit
dem Vorjahre ſind neu eingetreten 41 Vereine mit 3095
Mit=
gliedern. Der Geldumſatz betrug 38 Millionen Mark. In
vermehrtem Maße trat das politiſche Moment in der
Kon=
ſumvereinsbewegung hervor. Großen Erfolg hatte das
Vorgehen des Verbandes gegen die Fabrikanten, die unter
dem Schein des Detailhandels direkt an Private
verkau=
fen. Bis jetzt haben ſich 52 Großfabrikanten verpflichtet,
einen derartigen Geſchäftsbetrieb zu unterlaſſen. Auch
das Beſtreben des Verbandes, die Großbetriebe zu
veran=
laſſen, in ihren Bureaus den Warenhandel zu verbieten,
ſcheint immer mehr und mehr von Erfolg begleitet zu ſein.
Der Verband habe ſich u. a. mit der geplanten Einſchränkung
der Sonntagsverkaufszeit, den ſchädlichen Wirkungen der
Wanderlager und des Hauſierhandels, ſowie dem
geſetz=
lichen Verbot der Zugaben beſchäftigt und nach Kräften
die Standesintereſſen gewahrt. Der Rabattverwilderung
wurden Schranken geſetzt und die geſamte Rabattunſitte
erfuhr eine erhebliche Einſchränkung.
Stadtverordneter Janſſen=Barmen behandelte zu
dem Thema „Die Konſumvereine als wirtſchaftliche und
nationale Gefahr” die Frage der Arbeiter= und
Beamten=
konſumvereine. Er hob hervor, daß auf dem
Verbands=
tag in Würzburg beſchloſſen wurde, ein Preisausſchreiben
für eine populäre Broſchüre über die Konſequenzen der
Konſumyereinsbewegung zu erlaſſen. Es ſind hierzu 17
Arbeiten eingegangen und der Verband wird eine
An=
zahl der prämiierten Arbeiten zum Abdruck bringen.
Turnen, Spiele und Sport.
* Sportfeſt in Dieburg. Am Sonntag veranſtaltet der
Sportklub „Haſſia‟=Dieburg Sechſerpokalſpiele und
Fußballweitſtoß. Nach Schluß der Spiele Preisverteilung
mit Tanz.
sr. Pferdeſport. Hoppegarten. Aſpirant=
Ren=
nen; 5000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Hrn. Erlers
Minne (Shaw), 2. Sella, 3. Bad Dürkheim. 13.10; 10,
10:10. — Zierow=Handikap: 5000 Mark, Diſtanz 2400
Meter: 1. Hrn. A. Opels Eidechſe (Oleinik), 2. Kreuzer,
3. Friſchgeſell. 92:10; 22, 23, 17110. — Sporn=Rennen;
16 000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Freihrn. S. A. von
Oppenheims Grandezza (Archibald), 2. Favilla, 3. Leda.
16310; 11 13. 21:10. — Maiden=Rennen; 5000 Mark,
Di=
ſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. A. v. Schmieders Froſchkönig
(Slade), 2. Trompeter, 3. Seeadler. 58:10; 13, 12, 12110.—
Müggel=Rennen; 3800 Mark, Diſtanz 1200 Meter 1 Graf
Seydlitz=Sandreczkis Narrenkappe (Kaſper), 2. Saturn,
3. Marotte. 44:10; 18, 58, 15110. — Maria=Rennen; 10 000
M
guſa (W. Plüſchke), 2. Inder, 3. Orakel. 101:10; 34, 34,
22:10. — Preis von Friedrichshagen; 5000 Mark, Diſtanz
1000 Meter: 1. Hrn. A. v. Schmieders Fortung II (Slade),
2. Herkules, 3. Swanhild. 31:10; 17, 14, 16:10.
sr. Hamburg=Farmſen. Erſtes Rennen: 1.
Li=
miſa (Wiltſhire), 2. Expreß, 3. Elly. 30110; 22, 20, 54.10.—
Zweites Rennen: 1. Alix (Großmann), 2. Buchweizen,
3. Roſenſtock. 40110; 18, 23, 18110. — Drittes Rennen:
1. Thekla IIIII (Fiſcher), 2. Morgana, 3. Penelope. 612:10;
54, 24, 16:10. — Viertes Rennen: 1. Hauptkerl (Fiſcher),
2. Morenga, 3. Brennus. 95:10; 24, 44, 27110. —
Fünf=
tes Rennen: 1. Fauvette (Dieffenbacher), 2. Radau, 3.
Lanſon Girl. 42110; 16, 15, 21:10. — Sechſtes Rennen:
1. Prinz=Regent, 2. Unverhofft, 3. Kreſſe. 19110; 11, 14,
17.10.
sr. Dolomit außer Gefecht. Der
ausgezeich=
nete Hengſt des Freiherrn S. A. v. Oppenheim ſcheint
lei=
der ſeine Renn=Karriere beendet zu haben, ohne daß es
noch in Baden=Baden zu einer neuerlichen Legegnung mit
franzöſiſchen Gegnern kommt. Dolomit hat zwar nach
ſeiner ſenſationellen Niederlage im Großen Preis von
Berlin die Arbeit wieder aufnehmen können, gab aber
dann auf den Beinen nach, ſo daß er nunmehr vom
Schauplatz abtreten ſoll. Der jetzt fünfjährige Ard
Pa=
trick=Sohn vermochte im ganzen 423 420 Mark zu
ge=
winnen und hat damit das erfolgreichſte deutſche
Renn=
pferd Fervor bis auf 9000 Mark erreicht. Dolomit wird
nunmehr in Freiherrn S. A. v. Oppenheims Geſtüt
Schlenderhan als Nachfolger des alt gewordenen
Deck=
hengſtes Saphir aufgeſtellt werden.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 17. Juli: dem Brieftrger Adam
Bo=
länder, Eliſabethenſtr. 62, eine T. Eliſabeth. Am 22.:
dem Maurer Guſtav Vierheller, Wienerſtr. 69, ein S.
Guſtav. Am 17.: dem Schaffner und Wagenführer bei
der Straßenbahn Ludwig Netz, Lichtenbergſtr. 72, eine
T. Käta Emma. Am 21.: dem Taglöhner Andreas
Pinkocz, Kranichſteinerſtr. 72, ein S. Roman. Am 22.:
dem Schreiner Karl Adolf Wanner, Rhönring 91. eine
T. Anna Katharina. Am 20.: dem Fuhrmann Georg
Emig, Liebigſtr. 35, ein S. Georg Adam. Am 19.;
dem Kanalarbeiter Philipp Hill, Gr. Kaplaneigaſſe 13,
eine T. Anguſte. Am 24.:; dem Maurer Alfred Franz
Johs. Burghardt, Nieder=Ramſtädterſtr. 3, eine T.
Maria. Am 18.: dem kommiſſariſchen Eiſenbahn=
Unter=
aſſiſtent Phil. Wedel, Lagerhausſtr. 24, ein S. Herbert.
Am 23.: dem Sanitätsvizefeldwebel Wilhelm Schmitt,
Neue Niederſtr. 19, ein S Valentin Franz Erich. Am
24.: dem Laternenwärter Adam Brunner, Obergaſſe 30,
eine T. Dina. Dem Taglöhner Peter Gernand,
Lang=
gaſſe 27 ein S. Heinrich.
Aufgebotene. Am 24. Juli: Handlungsgehilfe Karl
Hahn zu Frankfurt a. M., mit Köchin Eliſabetha
Rup=
pert, hier. Buchbinder Adolf Paul Oppermann, hier,
mit Dienſtmagd Katharina Eliſabeth Happel zu
Wahls=
haufen. Mechaniker=Vorarbeiter Franz Hermann Zehl,
Liebfrauenſtr. 95, mit Chriſtine 5 Wol, Feldbergſtr. 88.
Chemigraph Hermann Karl Otto Rettberg zu
Frank=
furt a. M. mit Emma Ottilie Weſtermayer zu
Mem=
mingen. Am 27.: Diener Paul Ferdinand Werner,
Wienerſtr. 38, mit Katharina Stork zu Gundernhauſen.
Kaufmann Heinrich Ernſt Adolph Pullmann,
Wald=
ſtraße 24, mit Eliſabetha Schönweis zu
Kirchheim=
bolanden.
Eheſchließungen. Am 25. Juli. Schreiner Leopold
Schlett, mit Helene Weß, beide hier. Bureaudiätar
Wilhelm Germann, mit Karoline Keller, beide hier.
Großh. Eiſenbahn=Werkmeiſter Heinrich Lautenſchläger,
mit Emilie Kötting, beide hier. Lagerarbeiter Johann
Hübner, mit Haushälterin Marie Lang, beide hier.
Schneider Wilhelm Mink, mit Köchin Minna
Deiſen=
roth, beide hier. Inſtallations=Hilfsarbeiter Adam
Eckle, mit Marie Ober, beide hier.
Geſtorbene. Am 23. Juli: Johannette Traub, geb.
Merz, Witwe des Schloſſers, 61 J., ev., Grafenſtr. 9.
Niko=
laus Johann Knöll, Landwirt aus Altheim, 47 J., ev.,
hier, Grafenſtr. 9. Paula Anna Agathe Metz, geb. Lücke,
Ehefrau des Fabrikarbeiters, 29 J., ev., aus Bensheim,
hier, Dieburgerſtr. 21. Johanna Bruchfeld, geb. Scheuer,
Witwe des Kaufmanns, 76 J., iſrael., Lauteſchlägerſtr. 5.
Karl Kraus, Finanzrat, 72 J., ev., Hoffmannſtr. 18.
Ludwig Ernſt Koch, Buchdruckerlehrling 14 J., ev.,
Langgaſſe 2. Johann Ludwig Förſter, Oktroiaufſeher
i. P., 64 J., ev., Magdalenenſtr. 21. Am 24.: Chriſtine
Charlotte Geier, T. des Taglöhners, 1 J., ev.,
Pan=
kratiusſtr. 61. Michael Hartmann, Lehrer, ledig, 66 J.,
ev., Riegerplatz 12. Georg Nungeßer, Privatier, 85 J.,
ev., Zeughausſtr. 7. Marianne Hausmann, geb.
Scheuer, Witwe des Oktroierhebers, 81 J., ev
Drei=
brunnenſtr. 5. Am 26.: Marie Böhm, geb. Knehr,
Ehe=
frau des Glaſers, 56 J., ev., Heinrichſtr. 48. Am 27.:
Pri=
vatier Jakob Anderes, 63 J., ev., Heinrichſtr. 76.
Efwas Besseres
für die Zahnpflege
giebf es nicht!
I,15747
1’ſchmiedeeiſ. Wendeltreype
mit Geländer, wenig gebraucht, bill.
(*2360mds
abzugeben.
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Kirchſtraße 9, II.
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Guterhalt. Photograph. Apparat
9X212, mit ſämtlichen Zübehör,
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L 20 an die Exped. (*2336md
Gut erhaltene
Zu verkaufen. feldgraue
Unteroffizier=Uniform u. 1
Fahr=
rad mit Freilauf billig abzug.
*2382)
Neugaſſe 1.
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 29. Juli 1914.
Nummer 206.
Stell
Welblich
Tücht. Schneiderin empf. ſich
in und außer dem Hauſe. (*2345
Eliſabethenſtr. 49, Hinterh., II.
Nehme in u. außer d. Hauſe ſof.
Bügeln u. Wasch. an. Frau Findeisen,
Heinheimerſtr. 22, Hth. I. St. (*2351
empfiehlt ſich im
Schneideril Anfertigen von
Kleidern und Bluſen. (B16976
Zu erfragen in der Exp.
Frau ſucht Beſchäftig., Kinder
auszufahr. od. and. Arbeit (*2224imd
Liebfrauenſtr. 102, 3. St. r.
Unabh. ält. Mädchen g. waſch.
und putzen. Poſtkarte genügt.
*2376mdf) Soderſtraße 29½ pt.
Jg. Frau ſucht Laufdienſt, gehr
auch ſtundenw. waſchen u. putzen.
Katzenberger, Ballonplatz 7, II. Vorderhb. (*
Mädchen m. gut. Empf. n.
Aus=
hilfe an. Eliſabethenſtr. 76, I. (*2365
Stundenfrau ſucht 2—3mal die
Woche Beſch. Auch nachm.
Land=
graf Georgſtr. 62, Stb., III. lks. (*2327
Aeltere Herrſchaftsköchin ſucht
Stelle od. Aushilfe. Kindermädch.,
nette Landmädch., welche gedient
haben, ſuchen Stellen in guten
Geſchäftshäuſern. Frau Berta
Neßling, gewerbsmäßige
Stellen=
vermittlerin, Ludwigſtr. 8. (*2346mdf
Beſſ. Fräul. ſucht Heimarbeit.
Ang. unt. L. 15 a. d. Exp. (*2312
Wirwe
38 Jahre, wünſcht die Führung
eines Haushalts zu übernehmen,
am liebſten bei alleinſteh. Dame
oder alleinſtehendem Herrn. Off.
u. L 24 an die Exp. erb. (*2361
Mämmlich
1. Papierfachmann, 24 J., einj.
ged., engl. u. franz.
Sprachkennt=
niſſe, fleißig u. ſtrebſam, firm in
Annahme v. Druckaufträgen und
Extra=Anfertigungen,reiſegewandt,
ſucht, geſt. auf la Zeugniſſe,
aus=
ſichtsreiche Lebensſtellung. Off. u.
H 26 an die Exped. (16248a
Kaufmann
18 Jahre alt, mit allen
vorkom=
menden Büroarbeiten vertraut,
ſucht baldigſt anderweitig Stellung.
Gefl. Anerb. u. L 21 a. d. Exp.
d. Bl. erbeten.
(*2348mf
Kräft. ehrl. Burſche v. Land,
19 Jahre alt, ſ. Stellung als
Haus=
burſche od. ähnl. Stellung. Off.
unt. L 29 an die Exped. (*2371
Zentralheizungen.
Oberheizer i. ſtaatl. Betrieb übern.
Reinigen, Inſtandſetzen u. Heizen
einiger Zentralheizungen. Offert.
unt. L. 30 an die Exp. (*2381md
U
Weiblich
Frauen u. Mädchen
finden dauernde und lohnende
(16535a
Beſchäftigung.
Wolf Strauss, G. m. b. H.
Hadern=u. Papier=Sortieranſtalt
Gräfenhäuſerweg 75.
Zeitungsträgerinnen
für Morgenblatt; nur tüchtige
Leute wollen ſich melden
Bleichſtraße 45.
*2340)
Einfaches,
junges Mädchen geſuch
Fuchsſtraße 21, I. (*2259im
Dienſtmädchen, welches auch
Milch austrägt, ſofort geſucht
Pfründnerhausſtr. 9, pt. (16781a
Tücht. Mädchen
das kochen kann geſ. (*2321mds
Frau A. Merkelbach
Darmſtadt, Sandſtraße 12.
für Organisation
Oberbeamier und Mkauisition
zur Unterſtützung des geſchäftsführenden
General=
agenten von einer, die Lebens=, Unfall= u. Haftpflicht=
Verſicherung betreibenden, erſten
Verſicherungsgeſell=
ſchaft geſucht. Herren, die ſich über erfolgreiche Tätig=
Jung. Mädchen für den
Haus=
halt vorm. bis nach dem Spülen
geſucht Schuchardſtr. 1, I. (*2320
Saubere Monatsfrauf. 1
Stun=
de vorm. geſucht, desgleichen tücht.
Waſchfrau. Vorzuſtell. nachmittags
Mollerſtraße 35, II. (*2372
Geſucht f. ſofort tücht.
Allein=
mädchen mit guten Zeugniſſen zu
2 erw. Perſ. Vorzuſt. 3—5 Uhr
Roßdörferſtr. 100, I. (*2364md
Jung. Mädchen für d. g. Tag
geſ. Schuchardſtr. 18, II. (*2362md
Für morgens ſaubere, ſleißige
Frau oder Mädchen ſof. geſucht
*2323md) Wendelſtadtſtr. 38, I.
Ordentl. Dienſtmädch. ſof. geſ
Kl. Ochſenzaſſe 4.
*2390)
keit im Fache ausweiſen können, bietet ſich hier
Gelegenheit zur Erlangung einer mit großer Selb=
die
ſtändigkeit ausgeſtatteten, dabei außerordentlich
ein=
träglichen und nicht die Möglichkeit zu Delkredere=
Verluſten in ſich ſchließenden Stellung. Gewährt
werden außer Reiſeſpeſen hohes feſtes Gehalt,
nam=
hafte Abſchlußproviſionen und Gratifikation.
Geeignete Bewerber, denen Verſchwiegenheit
zu=
geſichert wird, wollen ihre Meldungen unter S. 758
an Haasenstein & Vogler. A.-G., Mannheim,
(II,16869
gelangen laſſen.
Angenehme Poſition
mit vertraglich geſichertem guten Einkommen und Nebenbezügen
erhält qualifizierter tatkräftiger Herr, der einen Berufswechſel
vor=
nehmen möchte, als Reiſebeamter bei erſter Geſellſchaft.
Ein=
arbeitung erfolgt. Offerten unt. F 7641 an die Exped. (I,16964
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