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1777. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 185.
Mittwoch, den 8. Juli.
1914.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der König der Belgier traf geſtern in Bern zu
einem offiziellen Beſuch des ſchweizeriſchen
Bundesrats ein.
Anläßlich der Bewilligung von 400000 Franken für die
Rußlandreiſe Poincarés äußerte ſich Viviani
über das franzöſiſch=ruſſiſche Bündnis.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Kaiſer Wilhelms
Nordland=
fahrten.
* Kiel, 7. Juli. Der Kaiſer hat heute
mor=
gen gleich nach 6 Uhr an Bord der „
Hohen=
zollern” die Nordlandreiſe angetreten. Der
Turbinenkreuzer „Roſtock” und das
Depeſchen=
boot „Sleipner” begleiteten die Kaiſerjacht.
*⁎* Noch unter dem friſchen Eindruck des ſchmerzlichen
Verluſtes ſtehend, den er mit dem Hinſcheiden des
fürſt=
lichen Freundes erlitten, hat der Kaiſer von Kiel aus die
gewohnte Nordlandfahrt angetreten, die er vom Beginn
ſeiner Regierung ab in das Programm ſeiner
Sommer=
reiſen einfügte und nur einmal darauf verzichtete, nämlich
im Sommer 1905, als Norwegen die Trennung von
Schweden vollzogen hatte. Damals beſchränkte ſich der
Kaiſer auf eine Kreuzfahrt in der Oſtſee und beſuchte dabei
die ſchwediſche Königsfamilie in Gefle, um kurze Zeit
daräuf vor Björkö mit dem Zaren zuſammenzutreffen.
Die erſte vom Kaiſer unternommene Nordlandfahrt
dauerte vom 30. Juni bis 27. Juli 1889 und war
ausſchließ=
lich der Erholung gewidmet. Seine zweite Reiſe im
Som=
mer 1890 führte ihn zunächſt an der Spitze des
Manöver=
geſchwaders zum offiziellen Beſuch nach Kopenhagen und
Chriſtiania, von wo aus er auf der „Hohenzollern”
weiter=
fuhr nach Norden. Dieſe Reiſen ſind dem Kaiſer ſo ſehr
zum Bedürfnis geworden, daß ihn nur politiſche
Rück=
ſichten, wie im Sommer 1905, bewegen können, davon
Ab=
ſtand zu nehmen. Was ihm dieſe Fahrten bedeuten, wie
er ſie dazu benutzt, um, entrückt dem Getriebe des Tages,
aus der Ferne die heimiſchen Verhältniſſe zu beobachten
und ſie in Ruhe einer Prüfung zu unterziehen, hat er
einmal bei einem feſtlichen Anlaſſe erklärt. Daß die
Ge=
wohnheit des Kaiſers, alljährlich dem Nordkap zuzufahren,
die Nordlandreiſen ſehr in Aufnahme gebracht hat, iſt
be=
kannt, und hoch oben im Norden hat der Kaiſer ſchon
manche intereſſante Begegnung gehabt.
Auf ſeinen Nordlandfahrten, zu welchen der Kaiſer
eine Anzahl von Perſönlichkeiten einzuladen pflegt, die ſich
ſeiner beſonderen Wertſchätzung erfreuen, iſt es das
Be=
ſtreben des Monarchen, von allen Eigentümlichkeiten der
norwegiſchen Landſchaft durch Einzelbilder Kenntnis zu
nehmen, zu welchem Zwecke häufige Landausflüge
unter=
nommen werden, die den Kaiſer mit dem norwegiſchen
Volke viel in direkte Berührung gebracht haben, was auch
diesmal geſchehen dürfte. Wenn aber auch dieſe Fahrten
der Erholung dienen ſollen, ſo erledigt der Kaiſer doch auf
ihnen die Regierungsgeſchäfte, und er ſteht mit Berlin in
ſteter Verbindung, die jetzt durch die drahtloſe Telegraphie
weſentlich erleichtert wird.
Die diesmalige Nordlandreiſe, für welche als
Begleit=
ſchiff der Kreuzer „Roſtock” beſtimmt iſt, ſoll in der erſten
Auguſtwoche beendet ſein, wo der Kaiſer in Swinemünde
eintreffen wird, um ſich alsdann nach der Vulkanwerft bei
Bredow zu begeben und dort am 8. Auguſt dem
Stapel=
lauf des Neubaues der „Hohenzollern” beizuwohnen. Die
Gedanken und guten Wünſche aller Patrioten begleiten den
Kaiſer auch jetzt wieder, wo er mehrere Wochen hindurch
der Heimat fern ſein wird.
Die Türkei und die Mächte.
C2) In der türkiſchen Kammer gab der Finanzminiſter
Dſchavid Bei in einem längeren Expoſé bemerkenswerte
Aufklärungen über die Eiſenbahnverhandlungen der Pforte
mit den Großmächten, Darlegungen, die nicht bloß in
wirt=
ſchaftlicher, ſondern auch in politiſcher Hinſicht von
Be=
deutung ſind. Namentlich fällt es auf, daß der Miniſter
überaus freundliche Worte für Frankreich findet,
aller=
dings nicht ohne Grund, ſeine Dankesbezeugungen haben
einen etwas metalliſchen Beiklang, denn Frankreich hat in
Gemäßheit des neuen Abkommens die Verpflichtung
über=
nommen, an der Pariſer Börſe künftig türkiſche Anleihen
zuzulaſſen, die für öffentliche Arbeiten oder für die
Ausge=
ſtaltung des Armee= und Marinematerials beſtimmt ſeien.
Damit iſt der Türkei bei ihren ſtändigen
Geldſchwierigkei=
ten ungemein geholfen, ſie iſt dadurch in die Lage verſetzt,
aus dem Gröbſten herauszukommen und gleichzeitig
Mit=
tel zu erhalten, die notwendige Reorganiſation und
Ver=
ſtärkung von Heer und Flotte vorzunehmen. Das iſt für
die Türkei von außerordentlichem Werte, und man begreift
daher, wenn Dſchavid Bei ein ungemein tiefes
Kompli=
ment nach der Seine hin macht. Zweifellos bedeutet das
Abkommen eine Annäherung an Frankreich, nachdem
wäh=
rend der Balkanwirren die Beziehungen zwiſchen
Konſtan=
tinopel und Paris nicht immer die beſten waren. Gewiß
iſt das Verhältnis der Türkei zu Deutſchland ein ganz
gutes, wie das auch gelegentlich der Kaiſermanöver zum
Ausdruck kommen ſoll durch die Teilnahme des hierzu
ein=
geladenen türkiſchen Thronfolgers, indeſſen läßt ſich nicht
leugnen, daß ſeit einer Reihe von Monaten der Kurs am
„Goldenen Horn” hin= und herpendelt und allmählich ſich
Zeichen bemerkbar machen, die darauf hindeuten, daß man
mit Frankreich in recht gutem Einvernehmen leben möchte,
aus dem einfachen Grunde, weil man von dort Geld
be=
kommt und dieſes nun einmal die Welt regiert. Das
ſchließt natürlich nicht aus, daß die Türkei auch zu anderen
Mächten gute Beziehungen zu unterhalten wünſcht, wie
das jetzt ſich bei den Verhandlungen mit England und
Deutſchland gezeigt hat. Auch über die Frage der
Petro=
leumfelder in Meſopotamien gab der Miniſter beruhigende
Erklärungen ab. Wer bei alledem das Fett abſchöpft, liegt
auf der Hand, es iſt Frankreich, das ſehr wertvolle
Konzeſ=
ſionen in Kleinaſien erhält, als Gegenleiſtung für die
Gewährung von Anleihen. Wie Deutſchland dabei
fah=
ren wird, läßt ſich heute noch nicht abſehen, da über einen
ſehr wichtigen Punkt der Miniſter keine Mitteilungen
ma=
chen konnte, nämlich über das beabſichtigte ruſſiſch=türkiſche
Abkommen, durch das Rußland zugunſten Frankreichs auf
ſeine Bahnbaukonzeſſionen am Schwarzen Meer
ver=
zichtet. In dieſer Hinſicht muß ſich die Türkei erſt noch
mit Deutſchland verſtändigen, und es wäre ſehr zu hoffen,
daß unſere maßgebenden Stellen ſich dabei nicht übers Ohr
hauen laſſen, zumal Frankreich in Frage kommt.
Löhne und Preiſe in
Deutſch=
land und im Auslande.
-s. Auf Grund ſeiner Unterſuchungen iſt der Statiſtiker
Dr. C. v. Tyszka zu dem Ergebnis gekommen, daß
gegen=
über Großbritannien, Frankreich, Spanien und Belgien die
Nominallöhne in Deutſchland am erheblichſten geſtiegen
ſeien, daß trotzdem aber bei einem Vergleich der Bewegung
der Reallöhne am ſchlechteſten der deutſche Arbeiter
ab=
ſchneide, da die Lohnaufbeſſerung die außerordentliche
Preisſteigerung der Lebensmittel nicht habe wettmachen
können Zu einem für Deutſchland weit
gün=
ſtigeren Ergebnis iſt auf Grund badiſcher
Unter=
ſuchungen, deren Art und Einzelheiten zu erörtern wir uns
vorbehalten müſſen, der bekannte Leiter des badiſchen
Ge=
werbeamtes Dr. Karl Bittmann in ſeinem ſoeben
er=
ſchienener Buche „Arbeiterhaushalt und
Teue=
rung” (Jena, Guſtav Fiſcher) gelangt. Bittmann weiſt
auf Irrtümer hin, denen Dr. von Tyszka betreffs der
Preisſteigerung unterlegen iſt, und entwirft von den
Ver=
änderunger, der Reallöhne in der badiſchen Induſtrie
fol=
gendes Bild: Seit 25 Jahren ſind die Nominallöhne
beinahe durchweg ziemlich regelmäßig, zum Teil
beträcht=
lich, geſtiegen und haben die ſteigende Richtung bis in die
neueſte Zeit beibehalten. Von 1888 bis um 1904 ſind, von
unbedeutenden Senkungen in den Jahren 1895 und 1896
und nicht beträchtlichen Hebungen, in den Jahren 1898 und
1899 abgeſehen, die Koſten der Ernährung
an=
nähernd gleich geblieben. Sie ſtiegen von 1905 an bis
zum Jahre 1912, wo die Preiſe ihren Höhepunkt
erreich=
ten. Von da ab gingen ſie zurück; ſie erreichten 1913 wieder
den Stand von 1911 und im erſten Vierteljahr 1914 den
Stand von 1910. Die Reallöhne, gemeſſen an den
Er=
nährungskoſten, ſtiegen während der ganzen Periode
all=
gemein, zum Teil recht erheblich. Um 1905 ſetzten
Schwan=
kungen ein, dadurch verurſacht, daß der Erhöhung der
Le=
bensmittelpreiſe nicht überall zugleich entſprechende
Lohn=
erhöhung folgte. Im Gipfeljahr 1912 war die Lage noch
unentſchieden. In vielen Fällen ſanken die Reallöhne noch
weiter unter das Niveau herab, das ſie 1907 eingenommen
hatten, in vielen anderen Fällen bewirkten
Lohnerhöhun=
gen ein Aufſteigen der Reallöhne über den bisherigen
Stand. 1913 ſetzte ſich die Aufwärtsbewegung fort, ebenſo
1914; hier wirkte die Verbilligung der Ernährungskoſten,
vielfach unterſtützt durch weitere Lohnerhöhungen. Im
großen und ganzen hat mit dem glänzenden Aufſchwung
der Induſtrie ein gewaltiger, durch die Teuerung nur
vor=
übergehend gehemmter, wirtſchaftlicher Aufſtieg
der Arbeiterſchaft ſtattgefunden, der, wenn man
nach dem heute in der Literatur vorliegenden ſtatiſtiſchen
Material aus anderen Ländern urteilen darf, den
Ver=
gleich mit der Erhöhung der Reallöhne
im Ausland durchaus nicht zu ſcheuen
braucht.
Ein neues Gebiet der offenen
Tür.
* Unter dieſer Ueberſchrift veröffentlicht die Zeitſchrift
Deutſche Arbeit in ihrer Nr. 6 folgendes:
Neuerdings iſt die Aufmerkſamkeit mehrfach auf das
polare Inſelgebiet Spitzbergen gerichtet worden. Dort
wird bereits regelmäßig Kohlenbergbau getrieben und
viele Fiſcher= und Touriſtendampfer laufen dort an.
Lei=
der brachte das Fehlen einer geordneten Staatsgewalt
große Rechtsunſicherheit mit ſich. Um dem abzuhelfen,
trafen die Regierungen Norwegens, Schwedens,
Ruß=
lands auf Grund zweier Konferenzen eine Vereinbarung,
deren Grundzüge vom norwegiſchen Miniſterium des
Aeußern veröffentlicht wurden. Demgegenüber iſt aber
dar=
auf hinzuweiſen, daß neben anderen Mächten insbeſondere
auch Deutſchland im hohen Maße an Spitzbergen
inter=
eſſiert iſt. Nach der Vereinbarung bleibt Spitzbergen ein
neutrales Gebiet, das den wirtſchaftlichen und
wiſſenſchaft=
lichen Beſtrebungen aller Völker offen ſtehen ſoll. Die
internationale Verwaltung ſoll von einer aus Vertretern
der drei nordiſchen Reiche gebildeten Kommiſſion ausgeübt
werden. In der Verwaltung und Rechtſprechung erſter
Inſtanz erhält Norwegen eine Vorzugsſtellung. Die
Steuern und Abgaben zur Deckung der Verwaltungskoſten
bleiben dem Einvernehmen der drei Vertragsmächte
vor=
behalten. Der Spitzbergen=Vertrag ſoll eine
Gültigkeits=
dauer von 18 Jahren auf Kündigung haben.
Rußland hat eine Zeitlang beabſichtigt, die an
Mine=
ralien ſehr reiche Inſelgruppe für ſich zu beſchlagnahmen.
Dieſer Plan ſcheint alſo mißlungen zu ſein. Andererſeits
wünſchten die engliſchen Beſitzer großer Kohlenbergwerke
die Beſitzergreifung durch Großbritannien. Die britiſche
Regierung lehnte das jedoch vorläufig ab, um nicht die
ſkandinaviſchen Staaten zu verſchnupfen und zum Anſchluß
an den Dreibund geneigt zu machen.
Die Gebiete der offenen Tür werden immer geringer
und ſo iſt es ein Recht und eine Pflicht Deutſchlands,
dar=
auf zu achten, daß dieſes wirtſchaftlich wertvolle Gebier
der offenen Tür erhalten bleibt.
Deutſches Reich.
— Neubewaffnung der deutſch=
oſtafri=
kaniſchen Schutztruppe. Die deutſch=oſtafrikaniſche
Schutztruppe, deren farbige Soldaten bis jetzt mit der
Mauſerbüchſe Mod. 84 ausgerüſtet waren, zu der das ganz
kurze Seitengewehr geführt wurde, iſt ſeit einiger Zeit in
der Umbewaffnung begriffen. Den Anfang mit der
Neu=
bewaffnung machte man ſchon vor einigen Jahren durch
Einführung eines Karabiners bei der — inzwiſchen
wie=
der aufgelöſten — Maſchinengewehrabteilung in
Dares=
ſalam; jetzt hat ſchon ein beträchtlicher Teil der
Schutz=
truppe die gleiche Waffe erhalten, und in allernächſter Zeit
ſollen weitere Kompagnien mit der Mehrladewaffe
aus=
gerüſtet werden.
— Die Erhöhung der
Rechtsanwalts=
gebühren und die Erhebungen des
An=
waltvereins. Die Statiſtik des Deutſchen
Anwalt=
vereins über die Einnahmen der deutſchen Rechtsanwälte
kann, wie man der Poſt mitteilt, als eine hinreichende
Unterlage für Beſchlüſſe der Reichsregierung hinſichtlich
einer Erhöhung der Gebühren der Rechtsanwälte kaum
angeſehen werden. Es iſt zu bedenken, daß es über 12000
Anwälte im Deutſchen Reiche gibt, daß die Fragebogen
des Deutſchen Anwaltvereins an ſämtliche Anwälte
ge=
ſchickt wurden und daß nur ein ganz geringer Prozentſatz,
nicht mehr als 709 Anwälte, überhaupt auf die ihnen
ge=
ſtellten Fragen brauchbare Antworten erteilt haben. Dieſe
Seite
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Inli 1914.
haben nur den Wert von Stichproben. Es iſt alſo
Tat=
ſache, daß zurzeit kein umfaſſendes Material vorliegt, das
genügen könnte, um auf Grund desſelben die
Gebühren=
ordnung zu erhöhen, und es iſt vor allem die Frage, ob
Vorſchläge auf Grund einer höchſt mangelhaften Statiſtil
den Beifall des Reichstages finden würden. Im übrigen
dürfte es darauf ankommen, wie die preußiſche Regierung
ſich zu der Frage ſtellt. Da ſie vor wenigen Jahren die
Notariatsgebühren erhöht hat, dürfte ſie es vielleicht für
angezeigt halten, nunmehr auch einer Erhöhung der
Rechtsanwaltsgebühren ihre Zuſtimmung zu geben. Die
Bundesſtaaten ſelbſt ſind ja an einer Erhöhung der
Ge=
bührenordnung finanziell nur ganz unweſentlich
inter=
eſſiert. Nur wenn der Staat ſelbſt Verteidiger ſtellt oder
Koſten nach Fällung des Urteils zu tragen hat, werden
ſeine Mittel in Anſpruch genommen. Sonſt wird nur das
Publikum belaſtet, das ſich dann mit der
Gebühren=
erhöhung abfinden müßte.
Ausland.
Frankreich.
Die zweijährige Dienſtzeit. Der radikale
Deputierte Armez, der für das Dreijahrgeſetz geſtimmt
hat, brachte einen Geſetzesantrag ein, durch den die
Rück=
kehr zur zweijährigen Dienſtzeit ermöglicht werden ſoll.
Armez ſchlägt vor, alljährlich 40000 Freiwillige
anzu=
werben, die ſich verpflichten ſollen, fünf Jahre zu dienen
und dafür einen erhöhten Sold und nach beendeter Mili
tärdienſtzeit eine Prämie von 2500 Francs erhalten
wür=
den. Hierdurch würde es dem Kriegsminiſter ermöglicht
werden, die übrigen Mannſchaften bereits nach 24mona
tiger Dienſtzeit zu entlaſſen.
Die Kriegführung in Marokko. In der
radikalen Preſſe werden immer lebhaftere Angriffe gegen
die Art der Kriegführung in Marokko erhoben. So ſchreibt
die Aurore: Dank der Geiſtesverfaſſung des Generalſtabes
und des Beſatzungskorps dehnen ſich die kriegeriſchen
Ope=
rationen immer mehr aus. General Liautey nennt dies,
einen Oelfleck ausbreiten; es iſt eher ein Blutfleck, der
immer größer wird. Die Gegner ſind Stämme, denen
man ihre Kasbahs zerſtört hat und die man durch ein
unbarmherziges Keſſeltreiben zur Verzweiflung bringt.
In einem Gefecht gegen 700 Marokkaner wurden auf
fran=
zöſiſcher Seite 1800 Granaten und 80000 Gewehrpatronen
verbraucht. So ſieht die Pazifizierung aus! — Der
Ex=
celſior ſchreibt: Die gegenwärtige europäiſche Lage ge
ſtattet es durchaus nicht, Verſtärkungen nach Marokko zu
entſenden. Aber ebenſo unmöglich ſei eine Verringerung
der dortigen Mannſchaftsbeſtände. Um die Eroberung
Marokkos durchzuführen, müſſe man baldigſt mehrere neue
Regimenter von Eingeborenen ſchaffen, ein Spahi=
Regi=
ment, die ſchwarzen Truppen beträchtlich vermehren und
das Beſatzungskorps mit einer ſtärkeren Artillerie
aus=
rüſten.
Spanien.
Der Senat hat das franzöſiſch=ſpaniſche
Ab=
kommen betr. die Eiſenbahn Tanger-Fez angenommen.
England.
Im Oberhaus lenkte Lord Lamington die
Auf=
merkſamkeit auf die in der letzten Woche von dem
Staats=
ſekretär Grey betreffs Albaniens abgegebene Erklärung
und fragte an, welche Schritte unternommen worden
wären, um die Unabhängigkeit Albaniens zu ſichern, und
welches die augenblickliche Stellung des Oberſten Philipps
wäre. Viscount Morley betonte in ſeiner Erwiderung,
daß der Gegenſtand, den Lord Lamington zur Sprache
ge=
bracht habe, eine ganze Reihe von internationalen Fragen
in ſich ſchließe. Oberſt Philipps habe das Kommando
über die internationalen Streitkräfte durch die Wahl der
Großmächte. Die Anregung, daß ſeine Befehlsgewalt
über ein weiteres Gebiet ausgedehnt würde, würde
natur=
gemäß eine große Anzahl von internationalen
Erwägun=
gen nötig machen und ein ſtarkes Anwachſen der Streit=
kräfte bedeuten. Grey habe betont, daß der Schritt, der
zu dem Zweck unternommen würde, ein größeres Gebiet
unter die Kontrolle des Oberſten Philipps zu ſtellen, eine
ſehr ernſte Bedeutung haben würde. Die britiſchen
Inter=
eſſen in Albanien hätten nichts derartiges nötig, wie eine
britiſche Sondermiſſion. Sie ſeien gegen jede Gefahr durch
die britiſchen Kriegsſchiffe geſchützt.
Das Oberhaus ſtimmte nach dreitägiger Beratung der
zweiten Leſung der Zuſatzvorlage zur
Home=
rulebill mit 273 gegen 10 Stimmen zu. Das Haus
will die Beratung über die einzelnen Punkte der Vorlage
am Mittwoch beginnen. Die Oppoſition bringt dann ihre
Anträge zur Aenderung bezw. Erweiterung der
Beſtim=
mungen der Vorlage vor.
Rußland.
Das Budget genehmigt. Der Kaiſer hat das
Budget für 1914 genehmigt. Der Reichsrat hat den
Er=
gänzungskrediten zum Amurbahnbau und den Krediten
für die Eiſenbahnlinie Griſchine-Rovno zugeſtimmt und
die Geſetzesvorlage, betreffend die Neuorganiſation im
Miniſterium des Aeußern, in der Dumafaſſung
ange=
nommen.
Die Spezialkommiſſion für die
Ange=
legenheiten Finnlands unter dem Vorſitz des
Miniſterpräſidenten Goremykin hat ſich dafür
ausgeſpro=
chen, dem gegenwärtigen finniſchen Landtage im Jahre
1915 eine Vorlage des Monarchen zu machen, durch welche
61000 Torpars (kleinen Landpächtern) das Eigentum an
ihrem Boden übertragen werden ſoll, aber nicht, wie der
finniſche Staat mit Zuſtimmung des Generalgouverneurs
vorgeſchlagen habe, den Landtag aufzulöſen und dieſe
Vorlage einem neuen Landtage zu unterbreiten. Ferner
wurde beſchloſſen, die Vorarbeiten für finniſche Geſetze
nicht mehr beim Juſtizdepartement, ſondern, dem
Vor=
ſchlage des Generalgouverneurs gemäß, beim
Oekonomie=
departement des finniſchen Senats vornehmen zu laſſen.
Die Beſchlüſſe werden dem Miniſterrat unterbreitet werden.
Türkei.
Die Kammer beſchäftigte ſich mit der von einigen
griechiſchen Deputierten unterbreiteten Anfrage, betr. die
Auswanderung der Griechen. Der Grieche Ammanuilidos
gab eine Schilderung der jüngſten Vorkommniſſe und kam
dabei auch auf den Boykott gegen die Griechen zu ſprechen.
Der Miniſter des Innern Talaat Bei erklärte in ſeiner
Erwiderung, daß nach den Balkankriegen
Gewalttätig=
keiten vorgekommen ſeien, die für die Geſchichte der
Menſchheit nicht ehrenvoll ſeien. Man habe ſich ſogar bis
zu Folterungen verſtiegen, wie durch unparteiiſche
Unter=
ſuchungen feſtgeſtellt worden iſt. Ein auswärtiger
Diplo=
mat, fuhr der Miniſter fort, hat mir jüngſt geſagt, daß der
Kriegszuſtand in Serbien, Griechenland und Bulgarien
fortdauere und nichts an der Lage geändert habe. In
der Türkei iſt während des ganzen Krieges kein einziger
Zwiſchenfall vorgekommen. Die Einzelheiten jener
Ge=
walttätigkeiten habe man nicht gekannt, bis Tauſende vor
muſelmaniſchen Auswanderern in der Türkei eingetroffen
ſeien, die jene Gewalttaten einem weiteren Kreiſe zur
Kenntnis brachten und dadurch die gehäſſige Stimmung
hervorriefen, welcher die Regierung wohl nicht vorbeugen
konnte. Immerhin habe ſie ſich bemüht, ihr Einhalt zu tun.
In den geſchilderten Umſtänden liegt die Haupturſache der
Auswanderung. Es iſt unwahr, daß die Regierung die
Auswanderer ausſchließlich in griechiſchen Dörfern
ange=
ſiedelt hat. Sie begann im Gegenteil mit der Anſiedelung
in muſelmaniſchen Orten. Aber die Auswanderer
erreich=
ten die Zahl von 270000, und ſo war man gezwungen, ſie
in griechiſche Dörfer zu ſchicken. Zur Anſiedelung auf den
herrenloſen Ländereien in Anatolien bedarf es, einer
Summe von 20 Millionen Pfund. Der Miniſter kam
hier=
bei auf ſeine Reiſe nach Adrianopel und Smyrna zu
ſpre=
chen und gab zu, daß einige Plünderungen und Mordtaten
in Phokea vorgekommen ſeien. Er verwies jedoch auf die
Maßnahmen, die getroffen ſeien, um der Bewegung Ein=
halt zu tun. Daß die ausgewanderten Griechen jetzt in
die von Muſelmanen beſetzten Dörfer wieder zurückkehrten,
ſei unmöglich. Die griechiſche und die türkiſche Regierung
ſeien daran, zu einem Einvernehmen zu gelangen und
an Ort und Stelle Delegierte zu entſenden, um die Frage,
insbeſondere die Bedingungen der Entſchädigung der
Be=
teiligten, zu regeln. Nach der Rede des Miniſters ſchritt
die Kammer unter großem Lärm zur Abſtimmung, wobei
die Umwandlung des Antrages der griechiſchen
Deputier=
ten abgelehnt und die Erklärungen des Miniſters als
ge=
nügend bezeichnet wurden.
Der Finanzminiſter ſetzte ſein Expoſé über das Budget
fort und führte bezüglich der Marine aus, daß noch
8900000 Pfund für den Dreadnought „Sultan Osman”
zu bezahlen ſeien. Die Türkei werde in den nächſten zehn
Jahren 80 Millionen Pfund für Eiſenbahnen, Häfen und
Bewäſſerungsarbeiten und 15 Millionen für das
außer=
ordentliche Kriegsbudget, ſowie 5 Millionen für
Muni=
tion, Befeſtigungen und Kriegsmaterial benötigen. Das
Budget werde in 10 Jahren 50 Millionen betragen.
Dieſe Ziffer flöße Beſorgnis ein. Man müſſe aber
be=
denken, daß die Schienenwege und die
Bewäſſerungsarbei=
ten in Aden und Meſopotamien eine gewaltige Erhöhung
der Einnahmen bewirken würden. Er ſei feſt überzeugt,
daß der Türkei eine glänzende Zukunft bevorſtehe, nur
müſſe man an ihrem Fortſchritt arbeiten. (Lang
anhalten=
der Beifall.)
Amerika.
Die Vereinigten Staaten und Mexiko.
Joſé Vasconcelles, Mitglied der konſtitutionaliſtiſchen
Junta, reiſte nach Saltilla, um Carranza über die Haltung
der Vereinigten Staaten gegenüber der Vermittlung und
den Plänen der Wiederaufnahme des Handelsverkehrs in
Nordmexiko Bericht zu erſtatten. Das Uebereinkommen
zwiſchen den Vereinigten Staaten und Großbritannien
über den Schutz des Bergwerkseigentums in Mexiko ſoll
auf ſpaniſches und ſchweizeriſches Eigentum ausgedehnt
werden. Der ſpaniſche Botſchafter hat Bryan gebeten,
ſein Land ebenſo wie die Schweiz in dieſe Abmachungen
aufzunehmen. Das bedeutet, daß dieſe beiden Länder
nicht ſelbſt Schritte tun wollen, um die Anſprüche ihrer
Staatsangehörigen zu unterſtützen, die ſich ſeit dem
Ja=
nuar 1913 daraus ergeben haben, daß die bona fde=
Eigentümer infolge der Kriegshandlungen nicht imſtande
geweſen ſind, ihren Verpflichtungen nachzukommen.
Auſtralien.
Erfahrungen mit dem Frauen=
Stimm=
recht. Während die Frauen in Auſtralien das Recht
ha=
ben, zu ſämtlichen Parlamenten zu wählen, können ſie nur
in vier Parlamente von den in Auſtralien vorhandenen
vierzehn ſelbſt gewählt werden. Infolgedeſſen macht ſich
von Zeit zu Zeit das Beſtreben bemerkbar, das paſſive
Wahlrecht weiter auszudehnen. Neuerdings iſt ein ſolcher
Vorſtoß von ſeiten des politiſchen Arbeiterbundes in
Staate Viktoria unternommen worden, an deſſen Spitze
der ebenfalls der Arbeiterpartei angehörende
Premier=
miniſter W. A. Holman, der übrigens deutſcher
Abſtam=
mung iſt, ſteht. Vorausſichtlich werden die Frauen auch
hier das Recht, gewählt zu werden, erhalten; aber bisher
iſt es auch in den anderen vier Parlamenten keiner Frau
gelungen, Mitglied zu werden. Es haben ſich übrigens
nur in ganz vereinzelten Fällen Frauen beworben, und ſie
ſind ſtets erheblich in der Minderheit geblieben, vor allem
auch die Führerin der in Auſtralien politiſch tätigen
Frauen, Vida Goldſtein. Sichere Ausſicht auf Erfüllung
hat das Beſtreben der auſtraliſchen Frauen, Sitz und
Stimme in den ſtädtiſchen Körperſchaften zu erhalten.
Hier=
gegen hat keine Partei etwas einzuwenden, und in der
Tat könnten hier, namentlich auf dem Gebiete des
Geſund=
heitsweſens, der Schulpflege, der Witwen= und
Waiſen=
ſorge, die Frauen viel leiſten. Die neu entfachte Bewegung
gibt aber Anlaß, die Wirkungen zu unterſuchen, die das
allenthalben in Auſtralien gewährte Frauenſtimmrecht auf=
Aus der Geſchichte der
Brennerſtraße.
Eine welthiſtoriſche Wanderung.
Von H. Singer.
Unter den Hunderttauſenden, die zur Reiſezeit Tirol
beſuchen, gibt es wohl nur wenige, die nicht größere oder
kleinere Teile der Brennerſtraße benutzen, die die
be=
quemſte Verbindung nicht nur zwiſchen dem Norden und
Süden des Landes, ſondern auch zwiſchen
Mitteldeutſch=
land und Italien darſtellt und zugleich eine Baſis für
viele Routen in den Oſtalpen bildet. Die Brennerſtraße
mit ihrer Paßhöhe von nur 1370 Metern iſt fahrbar und
überdies ſchon ſeit 1867 mit einer Eiſenbahn verſehen,
die ſeinerzeit eine der kühnſten war und auch noch heute
unſere Bewunderung erregt. Aber gerade dieſe Bahn iſt
es, die dem Brenner den eigentlichen Touriſtenverkehr
ent=
zogen hat. Die Reiſenden benutzen den Schienenweg, um
ſchnell in ihre Sommerfriſchen oder Wandergebiete zu
ge=
langen; der Fußwanderer iſt auf der Straße nur
verhält=
nismäßig felten zu ſehen. Lebhafter wird ſie nur
ſtrecken=
weiſe begangen, ſo zwiſchen Steinach und Sterzing. Im
Süden meidet man ſie ſchon der Hitze wegen. Es iſt klar,
daß ein ſo niedriger und verkehrsgeographiſch ſo günſtig
liegender Alpenpaß, zu dem die meiſt breiten Flußtäler
von Etſch=Eiſack und Sill von Süden und Norden leichte
Zugänge bieten, ſchon zu allen Zeiten eine wichtige Rolle
geſpielt hat, und daran mag hier der Touriſt ein wenig
erinnert werden. Denn an dem heutigen Straßenzuge
ſelbſt gemahnt ihn nicht viel daran; ans Altertum nur hin
und wieder ein römiſcher Meilenſtein, ſoweit dieſe
Weg=
zeichen nicht in die Muſeen gewandert ſind.
In vorrömiſcher Zeit hat der Handelsverkehr zwiſchen
Süd= und Nordeuropa die Alpen gemieden und
umgan=
gen. Aber ein vorgeſchichtlicher Lokalverkehr iſt
vorhan=
den geweſen, und der Brenner hat für den Vertrieb des
in Hall gewonnenen Salzes gen Süden gedient; ob auch
in etruskiſcher Zeit, iſt vielleicht nicht ſo ſicher. Indeſſen
verraten die etruskiſchen Funde von Matrei und Siſtrans
daß dieſes rätſelhafte Volk auch bis nördlich hin vom
Brennerpaß gekommen iſt. Ebenſo deuten
vorgeſchicht=
liche Befeſtigungen bei Meran auf einen Verkehr über den
Jaufenpaß, der eine Variante des Brennerweges darſtellt
und als ſolche noch im Mittelalter gelegentlich zur
Um=
gehung der ſchwierigen Eiſackenge nördlich von Bozen
be=
nutzt worden iſt Natürlich vollzog ſich dieſer
vorgeſchicht=
liche Verkehr nur auf Fußpfaden und Saumwegen. Den
Römern waren die Alpen mit ihrer Unwegſamkeit und
dem rauhen Winterklima lange Zeit unheimlich, und ſie
hatten zunächſt keine Neigung, dort auf Eroberungen
aus=
zugehen. Erſt als keltiſche und germaniſche Scharen bis
in die Poebene kamen, erſchienen ihnen Gegenſtöße ins
Gebirge und bis ins Gebirge vorgeſchobene
Verteidigungs=
ſtellen unvermeidlich. Aus der Schweiz drang ein Teil
der Zimbern über die Malſer Heide und das obere
Etſch=
tal abwärts bis in die Gegend von Trient vor, und hier
ſtellte ſich ihnen 102 vor Chriſtus der römiſche Konſul
Quintus Lutatius Catulus entgegen. Er mußte ſich aber
auf den Po zurückziehen, und die Zimbern folgten. Im
nächſten Jahre wurde dann durch Marius’ und Catulus
Sieg bei Vercellä der Zimbernſchrecken endgültig
beſei=
tigt, aber zu einer Eroberung der Alpenländer durch die
Römer kam es damals noch nicht.
Dieſe Eroberungen begannen erſt zur Zeit des
Augu=
ſtus, nachdem Gallien römiſche Provinz geworden war,
und als die römiſchen Feldzeichen über den Rhein nach
Germanien getragen wurden. Da galt es, die Alpenpäſſe
zu beherrſchen. Was die Oſtalpen angeht, ſo waren Trient
und Roveredo am Brennerwege bereits blühende römiſche
Niederlaſſungen. Druſus eroberte um 15 v. Chr. Rätien,
kämpfte an der Pons Druſi in der Gegend des ſpäteren
Bozen, und warf in ſchweren Gefechten den am
Brenner=
paß ſelbſt wohnenden Stamm der Breonen nieder, von
dem der Name des Paſſes herkommt. Auguſtus ließ
meh=
rere der weſtlichen Alpenpäſſe zu Militärſtraßen ausbauen,
aber der Brenner erſchien ihm doch nicht wichtig genug
dazu, und ſo blieb er noch zwei Jahrhunderte lang ein
einfacher Saumpfad, trotz des nicht unanſehnlichen
Han=
delsverkehrs, der ſich auf ihm entwickelte. Militäriſche
Be=
deutung gewann er erſt durch die Markomannenkriege des
2. nachchriſtlichen Jahrhunderts, und nun wurde auch er
in eine regelrechte, großenteils auch fahrbare Militärſtraße
verwandelt. Die Vollendung des Baues fällt in die Zeit
des Kaiſers Septimius Severus (193—211 n. Chr.); aus
ihr rühren die meiſten noch vorhandenen Reſte der
römi=
ſchen Brennerſtraße her. Der Verlauf dieſer Brennerſtraße
iſt von Verona, wo ſie beginnt, bis Bozen etwa der gleiche
geweſen, wie der der heutigen Straße. Nördlich von
Bozen dagegen finden ſich erhebliche Abweichungen. Für
den römiſchen Straßenbau im Gebirge galt der
Grund=
ſatz, in engen Tälern die Talſohle mit Rückſicht auf die
Gefährdung durch das Waſſer zu meiden und höhere
Lagen zu wählen. Nun ſchließen den Eiſack kurz
nörd=
lich von Bozen bis hinter Waidbruck aufwärts die
Ab=
hänge der Mittelgebirgsplateaus enge zwiſchen ſich ein,
und ſo gingen die Ingenieure hier mit der Straße auf den
Ritten, das bekannte Sommerfriſchengebiet der Bozener,
um erſt wieder bei Waidbruck zum breiter gewordenen
Tale herabzuſteigen. Auf dem Ritten, beſonders bei
Leng=
ſtein und Lengmoos, wo der Weg die Schlucht des
Fin=
terbachs mit ihren intereſſanten Erdpyramiden umgeht,
wandert man noch die alte Römerſtraße entlang, die an
ihrem 2½ Meter breiten, ſoliden und weithin erhaltenen
Steinplattenplaſter gut zu erkennen iſt. Sie dient heute
nur dem geringen örtlichen Verkehr; als aber die moderne
Kunſtſtraße unten im Eiſacktale 1891 infolge
Ueberſchwem=
mung ungangbar geworden war, da benutzte der
Groß=
erkehr ſofort wieder den alten Weg. Die römiſche
Bren=
nerſtraße hatte hier auch eine befeſtigte Station; ſie lag
ber auf dem anderen Eiſackufer auf dem höheren
Pla=
teau von Kaſtelruth, unter dem Schlern.
Bis Franzensfeſte an der Einmündung des
Puſter=
tales reicht ſüdliche Vegetation und Hausbau; bis hierher
reichen auch reichliche Reſte römiſcher Beſiedlung. Weiter
Nummer 185.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8
zuweiſen hat. Man hört hierüber auf Frauenkongreſſen
und bei anderen Gelegenheiten, die der Werbung für das
Frauenſtimmrecht dienen, durchaus unrichtige, weit
über=
trieben ſchön gefärbte Darſtellungen. Tatſächlich aber iſt
man in Auſtralien ziemlich enttäuſcht, weil faſt alle
erhoff=
ten Wirkungen eigentlich ausgeblieben ſind oder ſich
we=
nigſtens kaum nachweiſen laſſen. Die große Maſſe der
Frauen iſt nach wie vor in Auſtralien politiſch ganz
un=
tätig und auch politiſch ungeſchult. Im weſentlichen
be=
ſchränkt ſich die Tätigkeit der Frauen im politiſchen Leben
darauf, ſo abzuſtimmen, wie ihre Männer oder Brüder es
tun. Eine eigentliche Frauenpartei, die irgendwelche
Be=
deutung hätte, iſt nicht entſtanden. Von ganz wenigen
Ausnahmen abgeſehen, ſind die politiſchen Beſtrebungen
der Frauen, ſofern ſie überhaupt zutage treten, genau
die=
ſelben, wie die der Männer, und gerade dieſe Tatſache hat
ſehr ernüchternd gewirkt. (Köln. Ztg.)
China.
Die tibetaniſche Konferenz iſt geſchloſſen
worden. Sie hat ſich über verſchiedene Punkte nicht
eini=
gen können, darunter über den tibetaniſchen Anſpruch, daß
die Hälfte vom Kokonor, nämlich der ſüdlich vom
Kuer=
lun=Gebirge gelegene Teil, in das autonome äußere Tibet
einbegriffen würde. China hatte dagegen Einſpruch
er=
hoben mit der Begründung, daß Kokonor ſtets ein Teil
von Kanſu geweſen ſei. Die Zuſtändigkeit von Chiembo
bildete ebenfalls einen Anlaß zu
Meinungsverſchieden=
heiten. China wies darauf hin, daß es bei Beginn der
Konferenz Chiambo als an der tibetaniſchen Grenze
lie=
gend betrachtet hatte. Es habe ſechsmal nachgegeben,
in=
dem es 800 Meilen Gebietes aufgegeben habe, bis es jetzt
bereit ſei, den Salveenfluß als Grenze anzunehmen.
China iſt zwar bereit, die ganze Angelegenheit noch für
eine weitere freundſchaftliche Beratung und zu einer
end=
gültigen Regelung offen zu halten, befürchtet aber ein
be=
ſonderes indiſch=tibetaniſches Uebereinkommen, welches es
als einen unfreundlichen Akt betrachten würde.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 8. Juli.
* Vom Hofe. Der Großherzog empfing am
Montag vormittag 9½ Uhr in Jagdſchloß Wolfsgarten den
Pfarrer Hartmann aus Egelsbach. Prinz Georg von
Bayern traf geſtern 6 Uhr vormittag mit Gefolge zum
Beſuch in Jagdſchloß Wolfsgarten ein. (Darmſt. Ztg.)
Ordensverleihungen. Der Großherzog hat
den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr Vilbel Adam
Wilhelm Schmidt und Heinrich Schröder in Vilbel
das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für
treue Dienſte” verliehen. Das Ehrenzeichen für
Mit=
glieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen an
Heinrich Mohr III., Martin Mohr und Peter
Blümler III., ſämtlich zu Babenhauſen; ferner dem
Michael Haas in Hechtsheim.
Eiſenbahnperſonalien. Im Namen der Großh.
Regierung in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahngemein=
ſchaft vollzogene Ernennungen und Beförderungen
(vom 1. Juni bis 1. Juli 1914): Zum Bahnhofsvorſteher
der Oberbahnaſſiſtent Röſel zu Groß=Umſtadt; zu
Eiſen=
bahnaſſiſtenten die kommiſſariſchen Eiſenbahnaſſiſtenten
Lurg zu Langen und Holz zu Stockſtadt a. M.; zum
Lokomotivführer der Lokomotivheizer Rückert zu
Darm=
ſtadt; zu Lokomotivheizern die Hilfsheizer Lamely zu
Worms, Krummeck zu Mainz, Will zu Biſchofsheim,
Schuck zu Wiesbaden und Pfeiffelmann zu
Worms; zum Werkführer der Hilfswerkführer Voigt
zu Bingerbrück; zum Triebwagenführer der Schaffner
Schuſter zu Darmſtadt; zum Weichenſteller erſter Klaſſe
der Weichenſteller Weidmann zu Mainz; zu
Weichen=
ſtellern die Hilfsweichenſteller Berger zu Darmſtadt,
Reckert zu Nieder=Flörsheim, Maaß und Spindler
zu Biſchofsheim, Herzbach zu Gonſenheim und der
Bahnwärter Scheuermann zu Kailbach; zu
Stations=
ſchaffnern der Rottenführer Kraft zu Mainz=Kaſtel, die
Schaffner Bernd zu Bingen und Böhm zu Alzey, der
Weichenſteller erſter Klaſſe Schuſter zu Eberſtadt und
der Weichenſteller Trayſer zu Wiebelsbach; zu
Schaff=
nern die Hilfsſchaffner Baltz zu Mainz, Allebrand
zu Worms und Lulay zu Biſchofsheim; zum
Leitungs=
aufſeher der Hilfsleitungsaufſeher Weiler zu Bingen.
g. Strafkammer I. Der wegen Diebſtahls vorbeſtrafte
Schloſſergeſelle Jakob Sanderbeck von hier hat aus
dem ihm zur Aufbewahrung übergebenen Schließkorb eines
Dienſtmädchens eine Schürze ſich angeeignet. Das Schloß
hat er mit einer zurechtgebogenen Haarnadel geöffnet. Der
Diebſtahl weiterer Sachen konnte ihm nicht nachgewieſen
werden. Das Gericht nahm nur Unterſchlagung an und
verurteilte den Angeklagten zu 4 Monaten
Gefäng=
nis. — Der 25jährige Tapeziergehilfe Georg Gerhardt
der ſich ſchon mehrmals wegen ähnlicher Betrügereien zu
verantworten hatte, wurde geſtern abermals zu 4
Mona=
ten Gefängnis wegen Betrugs im Rückfall und
Ur=
kundenfälſchung verurteilt. Er hatte, wie ſchon öfter, ſich
die Kenntnis aus einem früheren Arbeitsverhältnis
zu=
nutze gemacht und mit einer gefälſchten Quittung ſich 5
Mark verſchafft. Der frühere Arbeitgeber wurde um dieſen
Betrag geſchädigt.
Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung zur Sitzung
des Provinzial=Ausſchuſſes der Provinz Starkenburg am
Mittwoch, den 15. Juli, vormittags 9½ Uhr, lautet: 1.
An=
trag des Großh. Kreisamts Darmſtadt auf Entziehung der
dem Karl Abt zu Darmſtadt erteilten Wirtſchaftskonzeſſion
für das Haus Holzſtraße 22. 2. Geſuch der H. Marx
Ehe=
frau zu Langen um Genehmigung zum Betriebe einer
Privatentbindungsanſtalt. 3. Klage des Walter
Schön=
felder zu Neu=Iſenburg gegen eine Verfügung des
Großh. Kreisamts Offenbach wegen Nichterteilung eines
Wandergewerbeſcheins.
Nachtrag zur Tagesordnung für die Sitzung
der Stadtverordneten=Verſammlung am 9. Juli. 12.
Zu=
ſatz zur Polizeiverordnung, betr. die Anlage von
Lumpenmagazinen uſw.
* Treuer Mieter. Herr M. Hauck wohnt ſeit
1. Juli 1889 im ſtädt. Hauſe, Kirchſtr. 9. Ein ſehr
ſchönes Zeichen des friedlichen Einvernehmens zwiſchen
dem ſtädtiſchen Vermieter und dem ſtädtiſchen
Vor=
arbeiter Hauck.
C. Türkenloſe. Eine beſonders in früheren Jahren
beliebte Kapitalanlage war die in verzinslichen oder
un=
verzinslichen Staatsloſen Unter dieſen erfreuten ſich
beſonders die ſogenannten Türkenloſe (Türkiſche 400
Fran=
kenloſe von 1870) wegen ihrer hohen Treffer bedeutender
Nachfrage. Man ſollte nun meinen, daß der Käufer eines
ſolchen Loſes auch aufmerkſam die jeweiligen Verloſungen
nachlieſt, um die Frucht ſeiner Spekulation rechtzeitig
ein=
zuernten. Wie wenig das aber geſchieht, davon gibt die
in einer der letzten Nummern des Neuen Finanz= und
Ver=
loſungsblattes veröffentlichte Reſtantenliſte der genannten
Türkenloſe Aufſchluß. Lieſt man doch hier von Treffern
von 1000 bis 10000, ja ſogar von 200000, 300000, 400000
und 600000 Franken, die immer noch ihrer Erhebung
har=
ren. Manche ſind übrigens bereits verjährt, welches
Er=
eignis 40 Jahre nach der Ausſpielung eintritt.
D Anmeldungen neuer Fernſprechanſchlüſſe. Im
Intereſſe möglichſt frühzeitiger Inangriffnahme der
Ar=
beiten zum weiteren Ausbau der Fernſprechanlagen iſt es
erforderlich, daß die Anmeldungen neuer
Fernſprechan=
ſchlüſſe ſpäteſtens bis zum 25. Juli den
Kaiſer=
lichen Telegraphenanſtalten vorliegen. Verſpätet
an=
gemeldete Anſchlüſſe, die infolgedeſſen außerhalb des
Bauplans nur mit Mehraufwendungen (zum Beiſpiel
durch beſondere Entſendung einer Baukolonne uſw.)
herzu=
ſtellen ſind, werden in dem laufenden Bauabſchnitt nur
dann ausgeführt, wenn die Antragſteller zu den
entſtehen=
den Mehrkoſten einen Zuſchuß von 15 Mark leiſten oder
wenn dieſe Mehrkoſten den Betrag von 30 Mark
über=
ſteigen, den wirklich aufgewendeten Koſtenbetrag erſtatten.
* Deutſcher Krankenkaſſentag und
Wohnungs=
not! Wie uns die Wohnungskommiſſion für den vom
nächſten Samstag bis Mittwoch ſtattfindenden Deutſchen
Krankenkaſſentag mitteilt, mangelt es immer noch an
möblierten Zimmern für die vielen Hunderte von
Delegierten, die aus allen Gauen Deutſchlands nach der
beſſiſchen Hauptſtadt kommen. Trotzdem ſchon alle
Hotels und Gaſthäuſer belegt ſind, fehlen immer noch
zirka 200 Zimmer. Die Wohnungskommiſſien richtet
deshalb an die Einwohnerſchaft die dringende Bitte, ihr
doch behilflich ſein zu wollen, die Delegierten
unterzu=
bringen. Wer irgend ein Zimmer mit Bett für dieſe
Tage frei hat, wird gebeten, ſeine Offerte mit der
An=
gabe des Preiſes an den Vorſitzenden der Kommiſſion,
Herrn Jakob Lumb, Bleichſtraße 25, oder Herrn Karl
Laufer, Stiftſtraße 51, einſenden zu wollen.
* 1. Ziel Gemeindeſteuer! Wir machen unſere
Leſer wiederholt darauf aufmerkſam, daß das 1. Ziel
der Gemeindeſteuer für 1914 bis 8. Juli an die
Stadt=
kaſſe ohne Koſten bezahlt werden kann.
* Das Doppelquartett Rheingold, Dirigent Herr Fr.
Damm, errang am 5. Juli auf dem Geſangswettſtreit in
Frankfurt=Eſchersheim in der dritten Stadtklaſſe den 1.
Preis, 200 Mark, und bei dem höchſten Ehrenſingen den von
Herrn Generalkonſul Karl von Weinberg=Frankfurt
geſtif=
teten höchſten Ehrenpreis.
* Der Odenwaldklub unternahm ſeine 4.
Wan=
derung am 5. Juli. Die Zahl der Teilnehmer betrug
100. Der Weg führte von Darmſtadt über Groß=
Bieberau-Brensbach-Böllſtein-Spreng nach Erbach.
Das Wetter war anfangs regneriſch, ſpäter ſchön. Das
Frühſtück wurde in Groß=Bieberau eingenommen.
Ge=
meinſchaftliches Eſſen fand ſpäter im „Schützenhof” in
Erbach ſtatt. Die Verpflegung war in beiden Fällen
gut. In Groß=Bieberau erſolgte die Begrüßung der
Darmſtädter Touriſten durch Lehrerin Fräulein Karch.
Herr Kreisrat Dr. Kranzbühler von Erbach kam,
trotz des ſchlechten Wetters, den Darmſtädtern bis zur
Spreng entgegen. Derſelbe begrüßte dieſelben in Erbach
beim Eſſen. Herr Bürgermeiſter Mueller dankte allen
Rednern und teilte Herrn Dr. Kranzbühler mit, daß die
Ortsgruppe Darmſtadt des Odenwaldklubs beſchloſſen habe,
den Waſſerbeſchädigten des Odenwaldes
300 Mk. zu überweiſen. Dieſer Betrag wurde
Herrn Dr. Kranzbühler durch den Rechner, Herrn Löwe,
ſofort ausbezahlt. Herr Dr. Kranzbühler dankte mit
herzlichen Worten für dieſe reiche Spende.
— Burgfeſt auf dem Frankenſtein. Wie aus der
Bekanntmachung in dem Anzeigenteil hervorgeht, findet
das Feſt, eine Veranſtaltung mehrerer Ortsgruppen des
Odenwaldklubs, am kommenden Sonntag, den 12. Juli,
ſtatt. Nach den Vorbereitungen, die getroffen worden
ind, dürfen die Teilnehmer mit ein paar frohen Stunden
ſicher rechnen. Der gemeinſame Abmarſch erfolgt von
der Reſtauration Dechert in Eberſtadt aus nachmittags
3 Uhr. Alle Freunde der Wanderſache und des Klubs
mit ihren Angehörigen ſind herzlich eingeladen. Wer
echt touriſtiſche Fröhlichkeit liebt, für den lautet die
Deviſe: Auf zum Frankenſtein am kommenden Sonntag!
* Konzerte uſw. Hotel Heß. Wie aus dem
Anzeigenteil erſichtlich iſt findet heute Mittwoch
abend in den Parterre=Reſtaurationslokalitäten ein
großer Operettten=Abend ſtatt. Der Violin=
Virtuoſe Aronadi hat zu dieſem Abend ein ganz
be=
onders gewähltes Programm zuſammengeſtellt. Der
Beſuch dieſes Konzertes, wobei, wie üblich, der Eintritt
frei, iſt empfehlenswert.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Union=Theater (Kunſtlichtſpiele, Rheinſtr. 6).
Auf dem großſtädtiſch zuſammengeſtellten Programm
be=
gegnen wir zunächſt einem der feſſelndſten Dramen, dem
dreiaktigen Werk „Der Galeerenkönig” das eine
überra=
ſchende Fülle der Szenen in ſich birgt und jedenfalls auch
den verwöhnteſten Geſchmack zu befriedigen in der Lage iſt.
Nic Winter und der Bandit” iſt einer jener bekannten
Detektivſchlager, die uns von einer Aufregung in die
an=
dere fallen laſſen. Der Hauptdarſteller iſt im U.=T. kein
Fremder mehr und hat ſein Name noch ſtets gezogen. Von
den Luſtſpielen ſei zunächſt als Schlager „Heinrich im
Harem” genannt, ein Werkchen, das die Lachmuskeln der
Zuſchauer in ſteter Aufregung erhalten wird. Eine ſeltene
Naturaufnahme wird uns in dem Film „In der Auvergne”
geboten und das Journal bringt wieder neue Bilder aus
aller Welt. Es wird noch darauf aufmerkſam gemacht, daß
wir als Einlage das bekannte Luſtſpiel in 4 Akten, betitelt
Engelein” bringen. In dieſem Luſtſpiel hat Aſta Nielſen,
die bekannte Kino=Königin, die Hauptrolle. Ein Beſuch iſt
zu empfehlen.
Roßdorf, 7. Juli. Einen ſchönen Erfolg hatte
am Sonntag der Geſangverein „Liederkranz”
der ſich am nationalen Geſangswettſtreit in Lengfeld
beteiligte. Der Verein errang unter ſtarker Konkurrenz
in der dritten Landklaſſe den 2. Preis und Ehrenpreis.
Beim höchſten Ehrenſingen unter 21 wettſtreitenden
Ver=
einen gelangte der Verein an die dritte Stelle mit 272½
Punkten und erhielt hierfür den 3. höchſten Ehrenpreis,
geſtiftet von Herrn Geh. Rat Dr. Wagner=Dieburg. Der
Verein beſitzt jetzt einen Fürſtenpreis, einen höchſten
Ehrenpreis, vier Ehrenpreiſe, drei 1., drei 2. und zwei
3. Preiſe. Gewiß ein gutes Zeichen, daß der Verein nur
Gutes unter Leitung ſeines tüchtigen Dirigenten, Herrn
Gg. Kreiſel=Roßdorf, leiſtet.
A Beerfelden, 6. Juli. (25jähriges
Dirigen=
ten=Jubiläum.) Der hieſige Kirchenchor brachte
geſtern abend Herrn Lehrer Göbel ein Ständchen zur Feier
von deſſen 25jähriger Dirigententätigkeit. Außer den zwei
von Herrn Pfarrer Deggau geleiteten gemiſchten Chören
ſpielte der Poſaunenchor zwei Stücke. Herr Oberpfarrer
Wahl dankte dem Gefeierten im Namen des Vereins,
nördlich ſind ſie nur ſpärlich. Bei Sterzing kommt die zu
allen Zeiten benutzte Variante der Brennerſtraße hinein,
der jetzt durchweg chauſſierte Weg aus dem Paſſeier Tal
über den Jaufenpaß. Sterzing und Mauls ſind römiſchen
Urſprungs. Daß auf dem Brennerpaſſe ſelbſt die neue
und die alte Straße einander decken, erſcheint ziemlich
ſicher, doch meint Scheffel in ſeiner „Verkehrsgeſchichte der
Alpen” daß von Pontigl oberhalb Goſſenſaß zeitweiſe
ein dem Brennerſattel ausweichender Uebergang über das
Satteljoch geführt haben mag, und zwar über Vinaders
im Obernbergtale und über Nößlach nach Steinach. Die
örtliche Ueberlieferung deutet darauf hin, auch wäre dieſe
Straßenführung erklärlich, weil dadurch die als von
Hoch=
waſſer bedroht erachtete Schlucht der Sill zwiſchen Gries
und Stafflach vermieden wird. Weiter nördlich führt die
alte Straße über die Höhe von Schönberg mit Ausblicken
ins Stubaital bis zur Stephansbrücke, wo die im Silltale
gebliebene neue Straße mit ihr wieder zuſammentrifft. In
Innsbruck endet dann die eigentliche Brennerſtraße, doch
führten römiſche Fortſetzungen über den jetzt von der
Bahn Partenkirchen=Innsbruck überſchrittenen
Scharnitz=
paß und über den maleriſchen Fernpaß nordwärts in der
Richtung auf Augsburg. Befeſtigte Stationen der
Bren=
nerſtraße waren Palazzo, Trient, Neumarkt, Klauſen=
Sä=
ben, Sterzing und das jetzt nach Innsbruck eingemeindete
Wilten, vielleicht auch die Virglwarte über Bozen und
Ma=
trei, nicht aber die Paßhöhe der Straße ſelbſt.
Ueber die Rolle des Brenner in den Jahrhunderten
des Anſtürmens der Germanen gegen Rom wiſſen wir
wenig, ſie ſcheint aber nicht groß geweſen zu ſein; die
Ger=
manen zogen weſtlichere und öſtlichere Wege vor. So blieb
bis zum Beginn des 5. Jahrhunderts das heutige Tirol
noch im Beſitz der Römer, und unter Kaiſer Julianus
Apoſtata (361—363) ſind an der Brennerſtraße
umfang=
reiche Verbeſſerungen ausgeführt worden. Im oſtgotiſchen
Rom dagegen gewann die Brennerſtraße als
Grenzvertei=
digungslinie und auch als Handelsweg wieder erhöhte
Bedeutung. Trient war wieder ein richtiger Waffenplatz.
Im Mittelalter, nachdem der Schwerpunkt des Deutſchen
Reiches mehr nach Oſten gerückt war, wurde der Brenner
zur Hauptverbindung zwiſchen dieſem und Italien, für
den Handelsverkehr nicht weniger, als für die Römerzüge
der deutſchen Kaiſer. Nach Oehlmann entfallen von deren
144 Alpenübergängen nach und von Italien allein 66 auf
den Brenner. Vielleicht hat ihn bereits Ludwig der
Fromme 793 benutzt, ſicherlich aber Ludwig der Deutſche
ſeit 838, und ſeit Otto dem Großen wurde dieſe Straße
faſt ausſchließlich gewählt. Zum letzten Male paſſierte den
Brenner 1401 und 1402 der Kaiſer Ruprecht. Der Zuſtand
dieſer Straße aber war während des Mittelalters recht
traurig, ſoweit nicht noch Reſte des alten Römerbaues
vorhanden waren; zwar waren die Anwohner zur
In=
ſtandhaltung verpflichtet, aber ſie nahmen es damit nicht
ſehr genau. Erſt gegen Ausgang des 15. Jahrhunderts,
als die Römerzüge der deutſchen Kaiſer über den Brenner
längſt aufgehört hatten, wurde für die Erhaltung der
Straße wieder etwas Durchgreifendes getan, nämlich durch
den Herzog Sigismund von Tirol, desſelben Fürſten, auf
den auch die bekannten Burgruinen Sigmundsburg am
Fernpaß und Sigmundskron bei Bozen zurückgehen. Er
war es auch bereits, der das Wegeſtück über den Ritten in
die Talſohle des Eiſack zu verlegen wagte und hier die
Straße 15 Kilometer weit durch den Fels ſprengte,
näm=
lich den nach einem Bozener Bürger benannten
Kunters=
weg herſtellte.
Die Römerzüge waren begreiflicherweiſe oft eine
ſchwere Laſt für die Anwohner der Straße; denn die
Sol=
daten bezahlten nicht immer, was ſie brauchten, und
Plün=
derungen und Gewalttätigkeiten kamen auch vor. So
hatte infolge böſer Erfahrungen Verona ſich das Privileg
zu verſchaffen gewußt, daß die deutſchen Heere die Stadt
nicht betreten durften, vielmehr die Etſch draußen auf einer
Schiffbrücke überſchreiten mußten. Im übrigen fanden die
Bewohner an den Biſchöfen von Brixen und Trient einen
Rückhalt, und auf ihre Veranlaſſung ſah ſich Friedrich
Barbaroſſa auf ſeinem Römerzuge von 1154 genötigt, im
Heere eine Sammlung für die Geſchädigten zu
veranſtal=
ten. Auf dem Rückwege, 1155, ſperrten dann dem Kaiſer
die Veroneſer die Straße an der Veroneſer Klauſe, und
er geriet in eine böſe Lage, bis ihn Otto von Wittelsbach
daraus befreite.
Den Beläſtigungen durch die Heere ſtanden aber bei
dem wachſenden Handelsverkehr auch manche Vorteile
ge=
genüber. Der Handel von Venedig nach Deutſchland ging
über den Brenner, und es kam viel Geld ins Land.
Gleich=
zeitig entwickelte ſich auch das Gaſthausweſen. Aus
Be=
richten des 13. Jahrhunderts erfahren wir, daß man
da=
mals in den Gaſthäuſern außer Verpflegung und
Nacht=
lager auch Arzeneien bekommen konnte. Ueber den
Zu=
ſtand um die Wende des Mittelalters und der Neuzeit
be=
richtet v. Rodlow in ſeinem Werk „Die Brennerſtraße‟:
„Die meiſten Gaſthäuſer ſcheinen ganz komfortabel
einge=
richtet geweſen zu ſein. Als beſonders geräumiges und
großes Gebäude wird der Gaſthof „Zur Krone” in
Ster=
zing gerühmt (noch heute vorhanden). Die Gaſtwirte der
größeren Gaſthäuſer an der Brennerſtraße waren faſt
durchweg wohlhabende Leute, die ein gewiſſes Savoirvivre
beſaßen und ſich im Verkehr mit den Fremden geſchmeidig
und gewandt zeigten. Sie ſprachen in der Regel geläufig
deutſch und italieniſch. Auch die Frauen verſtanden
Gaſt=
höfe gut zu dirigieren und zeigten ſich dabei den Männern
in jeder Hinſicht ebenbürtig. Neben den großen Gaſthöfen
gab es freilich in kleineren Orten auch elende Gaſthäuſer,
die Räuberhöhlen ähnelten.” Hierzu ſei bemerkt, daß noch
im Jahre 1825 Joſef Kyſelak, der auch Tirol
durchwan=
derte, die Mitführung eines Gewehres für erforderlich
hielt, und nicht ohne Grund.
Die Brennerſtraße iſt auch in der Neuzeit wichtig
ge=
blieben. Eine militäriſche Rolle hat ſie noch 1809 im
Ti=
roler Aufſtande, 1859 und 1866 geſpielt. Im Jahre 1772
iſt ſie in allen ihren Teilen gut fahrbar gemacht worden.
Bekannt iſt, daß ſie, wenn auch nicht in ihrer ganzen
Aus=
dehnung, 1786 Goethe auf ſeiner italieniſchen Reiſe benutzt
hat; daran erinnert u. a. eine Gedenktafel am Gaſthauſe
zur Poſt auf der Paßhöhe.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juli 1914.
Nummer 185.
worauf dieſer entſprechend erwiderte. — (
Unglücks=
fall.) Ein bedauerlicher Unglücksfall ſtieß letzte Woche
in dem Dampfſägewerk der Gebrüder Weber dem 17
jähri=
gen Sohn des einen Beſitzers dadurch zu, daß ihm an
einer Säge ein Stück Holz mit großer Wucht gegen den
Leib flog, wodurch innerliche Verletzungen hervorgerufen
wurden. Eine Operation in der Klinik in Heidelberg
er=
gab eine Durchlöcherung des Darmes.
Mainz, 7. Juli. (Verſuchter Verrat
mili=
täriſcher Geheimniſſe.) Die Unterſuchung gegen den
wegen Verdachtes der Spionage verhafteten
Kreisamts=
gehilfen Schäfer=Mainz ſoll ergeben haben, daß es ſich
nicht um ein vollendetes, ſondern um ein verſuchtes
Ver=
brechen handelt. Schäfer hatte in einer Stempelfabrik
an=
geblich im Auftrag des Gouvernements einen Stempel
der Fortifikation Mainz beſtellt, um damit die von ihm
anzufertigenden Kopien von geheimen Schriftſtücken
forti=
fikatoriſchen Inhaltes abzuſtempeln und der franzöſiſchen
Regierung als echt zum Verkauf anzubieten. Der
Stem=
pelfabrikant hatte das Gouvernement telephoniſch
benach=
richtigt, der beſtellte Stempel könne abgeholt werden. So
kam die Sache ans Tageslicht. — (Selbſtmord in
der Kaſerne.) Am Sonntag abend erſchoß ſich in der
Alicekaſerne in ſeiner Stube mit ſeinem Dienſtgewehr der
Rekrut Oskar Günther von der 7. Komp. des Inf.=
Regts. Nr. 117. Günther ſtammt aus Helbra bei
Eis=
leben. Er war einer der beſten Rekruten; die Urſache zum
Selbſtmord konnte nicht aufgeklärt werden. — (
Selbſt=
mordverſuch.) Der zugereiſte 24jährige Buchbinder
Brüning aus Hagen (Weſtfalen), brachte ſich geſtern
nach=
mittag auf einer Bank auf dem Kinderſpielplatz am
Ge=
ſchirrmarkt in ſelbſtmörderiſcher Abſicht einen
Revolver=
ſchuß in der Nähe des Herzens bei. Der Schwerverletzte
wurde durch die Sanitätswache ins Rochushoſpital gebracht.
Arbeitsloſigkeit iſt anſcheinend der Grund zum verſuchten
Selbſtmord.
Gonſenheim, 7. Juli. (Selbſtmordverſuch.) Der
in den letzten Tagen erſt aus dem Rochushoſpital
ent=
laſſene angebliche Schloſſergeſelle Walter Müller aus
Düſ=
ſeldorf verſuchte heute vormittag in dem Wald hinter den
Militärſchießſtänden Selbſtmord zu verüben, indem er ſich
eine Revolverkugel in die Stirn ſchoß, die eine
lebensge=
fährliche Verletzung zur Folge hatte. Ein Gonſenheimer
der den Selbſtmordverſuch mit zuſah, ihn aber nicht
ver=
hindern konnte, meldete den Vorfall der Polizei, worauf
der Lebensmüde durch die Sanitätskolonne in das
Ro=
chushoſpital verbracht wurde. Der Schwerverletzte
ver=
weigerte bis jetzt jede Auskunft über ſeine Perſonalien
und die Beweggründe zur Tat.
Worms, 7. Juli. (Eine 93 Jahre alte
Lebens=
retterin) iſt die Frau Wilhelm Gräf in Dittelsheim
bei Worms. Als ſie vom Felde kam, ſah ſie, daß ihr
Ur=
enkelchen in den Seebach gefallen war. Kurz entſchloſſen
ſprang ſie in das Waſſer und rettete dem Kind das Leben.
W. Bad=Nauheim, 6. Juli. (Die Feier des
Tages der Unabhängigkeitserklärung der
Vereinigten Staaten) wurde am 4. Juli feſtlich
begangen, eine Aufmerkſamkeit von ſeiten der
Kurver=
waltung, die von den anweſenden Amerikanern ſtets
mit Genugtuung aufgenommen wird. Nachmittags
fand im großen Konzertſaal ein Feſtakt ſtatt. Der große
mit Blumen und amerikaniſchen Farben geſchmückte
Saal, von den Amerikanern bis auf den letzten Platz
gefüllt, bot einen ſehr feſtlichen Anblick. Die
Be=
grüßungsrede in engliſcher Sprache hielt der
Kur=
direktor Oberſt von Frankenberg und Proſchlitz. Vom
Feſtkomitee hielten Anſprachen Judge Albert Dr. Boſſon=
Boſton, Mr. Joſeph C. Fraley=Philadelphia, Mr. Frank
H. Dodel=New=York. Die Feier leitete als Chairman
Dr. G. H. Honan=Bad=Nauheim. Die beliebte Sängerin
Madame Eliſabeth Rothwell=Wolff von St. Paul (Minn.)
hatte in glänzendſter Weiſe den geſanglichen Teil der
Feier übernommen. In allen Hotels fanden zur Feier
des Tages Feſteſſen und Extraveranſtaltungen ſtatt. Am
Abend war im großen Konzertſaal ein Feſtball mit
eingelegter Blumentour, der außerordentlich zahlreich
von den amerikaniſchen Kurgäſten beſucht war und bei
dem man glänzende Toiletten und Brillanten reichlich
zu bewundern Gelegenheit hatte. Sämtliche Hotels und
zahlreiche Häuſer hatten zur Feier des Tages in
ameri=
kaniſchen Farben geflaggt.
Verkehrs=Ausſchuß der Bergſtraße.
— Der Engere Ausſchuß des Verkehrsausſchuſſes der
Bergſtraße trat im Hotel Hufnagel in Seeheim zu
ſeiner dritten Sitzung im laufenden Geſchäftsjahr
zu=
ſammen, die von Vertretern der Orte der Bergſtraße gut
beſucht war. Der Vorſitzende, Herr Rentner
Sieben=
luerbach, eröffnete die Sitzung um 4¼ Uhr und ſtellte zu=
nächſt feſt, daß nunmehr alle Verſch.=Vereine der
Berg=
ſtraße den Verkauf der Eintritskarten zu den beiden
Darm=
ſtädter Ausſtellungen an ihre Mitglieder übernommen
hätten. Die Karten werden bekanntlich zum halben Preiſe
abgegeben. Von dieſer Vergünſtigung ſollten die
Mit=
glieder allgemein Gebrauch machen und dadurch zum guten
Gelingen der beiden überaus ſehenswerten und künſtleriſch
ſehr bedeutenden Darmſtädter Ausſtellungen beitragen.
Die im Jahre 1911 in einer Auflage von 20000 Stück
hergeſtellte allgemeine Propagandaſchrift „Die Bergſtraße‟
geht zur Neige. Es wurde eine Kommiſſion ernannt, die
als Erſatz dafür eine neue Broſchüre in Vorſchlag
brin=
gen ſoll. In dieſe Kommiſſion wurden außer dem
Vor=
ſitzenden die Herren Sanitätsrat Dr. Weißmann=
Linden=
fels als Obmann. Dr. Koppe=Seeheim, Lehrer Weidle=
Jugenheim und Geh. Schulrat Geiger=Bensheim gewählt.
Da der Bund deutſcher Verkehrsvereine mit finanzieller
Unterſtützung der deutſchen Eiſenbahnverwaltungen auch
im Auslande eine vorzüglich organiſierte Tätigkeit
ent=
faltet, um das Reiſen nach Deutſchland anzuregen, ſoll
bei dem Neudruck ein mehrſprachlicher Tert ernſtlich
er=
wogen werden, um ſo mehr, als er die Druckkoſten nur
ganz unweſentlich erhöht. Die noch im Beſitze der
Einzel=
rte befindlichen Reſtbeſtände des alten Panoramas „Die
Bergſtraße” können gegen eine Vergütung von 2 Pfg. pro
Stück an die Zentralſtelle zurückgegeben werden.
Bezüg=
lich der Beteiligung der Bergſtraße an der großen
Aus=
ſtellung Düſſeldorf 1915 „Aus 100 Jahren Kultur und
Kunſt” in der Sondergruppe „Deutſchland als Verkehrs=
und Reiſeland, ſeine Bäder und Kurorte” unter Anſchluß
an den Verband heſſiſcher Verkehrsvereine reſp. den
Rhei=
tiſchen Verkehrsverein, kam man nach längerer Diskuſſion
zu der Anſicht, daß trotz der wahrſcheinlich notwendig
wer=
denden Aufbringung erheblicher Mittel aus dem ganzen
Großherzogtum der auf die Bergſtraße entfallende Anteil
doch wohl geleiſtet werden dürfte und könnte. Der
Vor=
ſitzende wurde ermächtigt, einleitende Verhandlungen zu
führen.
Der Vorſitzende gab Kenntnis von verſchiedenen in
großen Zeitungen erſchienenen Feuilleton=
Frühlings=
artikeln über die Bergſtraße. Das Internationale
öffent=
liche Verkehrsbureau Berlin, Unter den Linden, in welchem
unſere Proſpekte ebenfalls aufliegen und in großer Zahl
abgegeben werden, veranlaßte kürzere Artikel in über 100
größeren und kleineren deutſchen Zeitungen. Die auf dem
Photographie=Wettbewerb des Bundes deutſcher
Verkehrs=
vereine in Leipzig prämiierte Kollektion von ca. 30
Bil=
dern der Bergſtraße wird jetzt auf Wanderausſtellungen in
deutſchen Städten gezeigt. Auf Anfrage wurde feſtgeſtellt,
daß der Verkehr an der Bergſtraße während des ganzen
Frühjahrs und noch bis vor wenigen Tagen ausgezeichnet
geweſen ſei; jetzt ſei es ſehr ruhig, doch lägen für die
Ferienzeit ausreichende Beſtellungen vor, ſo daß mit einem
flotten Sommerverkehr gerechnet werden könne.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 6. Juli. Recht wenig
junge Schwäne kann man in dieſem Sommer auf der
Spree und der Havel beobachten. Während in früheren
Jahren die königliche Schwanenmeiſterei ſtets auf einen
Zuwachs von jährlich 150—200 jungen Schwänen rechnen
konnte, dürften diesmal nach der Schätzung kaum 50 Junge
ausgekommen ſein. Die Urſachen dieſer Erſcheinung ſind
ſehr mannigfach. Einesteils werden die Schwanenneſter
trotz der großen Lebensgefahr, die durch die ihr Neſt
ver=
teidigenden Alten droht, durch Waſſerkräuterſammler,
Kal=
nuswurzelſtecher, Angler und Fiſcher, Schiffer, Ruderer,
Badende uſw. ausgenommen oder brutal vernichtet,
an=
dernteils geht auch die Zahl der Schwäne an und für ſich
ſtändig zurück und der Brutſtätten werden es deshalb
we=
tiger. Schuld hieran ſind die Belegung der Flußufer mit
Bollwerk, die umfangreiche Ausführung von
Strombau=
ten, die Errichtung induſtrieller Werke an den Flußufern
und die Verunreinigung des Waſſers durch die Abwäſſer.
Für den Schutz des Schwanes müßte noch manches getan
werden. — Im Einverſtändnis mit einander haben
ge=
ſtern der Kaufmann Allmers und ſeine Frau in ihrer
Wohnung in Charlottenburg ihrem Leben durch
Ver=
giftung mit Gas ein Ende gemacht. Finanzielle
Sorgen ſollen die Urſache zu der verzweifelten Tat ſein.
Am Abend wurden die Unglücklichen von ihren Kindern,
die ſie vorher fortgeſchickt hatten, aufgefunden. — Drei
Knaben im Alter von 9 bis 14 Jahren, die beiden
er=
ſteren Brüder, gerieten geſtern abend am Kaiſerdamm, als
ſie nach dem Luftſchiff „Hanſa” ausſchauten, unter einen
Straßenbahnwagen. Die Feuerwehr mußte zu Hilfe
ge=
rufen werden, um ſie aus ihrer gefährlichen Lage zu
be=
freien. Alle drei wurden bewußtlos unter dem Wagen
hervorgezogen. Sie wurden ins Krankenhaus übergeführt,
wo ſofort eine Operation vorgenommen wurde. An ihrem
Aufkommen wird gezweifelt.
7. Juli. Der Kriminalſchutzmann Waidt wurde
geſtern nacht von einem Manne namens Krohne, den er
verfolgte, in Steglitz durch drei Revolverſchüſſe ſchwer
verwundet und ſtarb bald darauf. Der Täter wurde
verhaftet.
Kronberg i. T., 7. Juli. (Prinz Friedrich Karl
von Heſſen) hat heute früh Schloß Friedrichshof
ver=
laſſen. Er begibt ſich zunächſt auf einige Tage nach
Stutt=
gart und von dort auf mehrere Wochen nach der Schweiz.
Straßburg, 7. Juli. (Ein
Grenzzwiſchen=
fall.) Die Straßburger Poſt berichtet heute über einen
vor einigen Tagen erfolgten Vorfall: Ein Leutnant des
franzöſiſchen 152. Infanterie=Regiments mit ungefähr 60
Mann in feldmarſchmäßiger Ausrüſtung überſchritt die
deutſche Grenze und ſei bis an die Frankenthaler Ab
gründe bei der Schlucht vorgerückt, von wo man faſt das
ganze Münſtertal und bei günſtiger Witterung das ganze
Gelände bis Neubreiſach überſehen kann. Dort habe der
Leutnant ſeinen Leuten einen längeren Vortrag gehalten
und ſei darauf unbehelligt nach Frankreich zurückgekehrt.
Mannheim, 7. Juli. (Im Streit erſchlagen.)
Geſtern nachmittag erſchlug der 30 Jahre alte Arbeiter
Georg Wolfſchmidt ſeinen Vorarbeiter, den 41 Jahre alten
Michael Pankratz, im Streit mit einer Schaufel. Beide
waren bei den Hafenerweiterungsarbeiten im
Ludwigs=
hafener Luitpoldhafen beſchäftigt. Sie ſtammen aus
Unterfranken und waren, wie die Neue Badiſche
Landes=
zeitung meldet, ſchon ſeit längerer Zeit feindlich
aufein=
ander geſinnt. Wolfſchmidt wurde verhaftet.
Freiburg i. Br., 7. Juli. (Von der
Univerſi=
tät.) Der Direktor der Univerſitätsbibliothek, Dr. Emil
Jacob, iſt vom Großherzog zum ordentlichen
Honorar=
profeſſor für philologiſche Hilfswiſſenſchaften in der
phi=
loſophiſchen Fakultät der hieſigen Univerſität ernannt
worden. — Die Einweihung des neuen Sporthauſes der
Univerſität findet am 18. Juli ſtatt. Mit derſelben iſt ein
Wettkampf zwiſchen den Univerſitäten Straßburg i. E.
und Freiburg i. Br. verbunden.
Eſſen, 7. Juli. (Entſprungen.) Von einem
Ge=
fangenentransport entſprangen heute nacht 3 zu längeren
Zuchthausſtrafen verurteilte Schwerverbrecher.
Halberſtadt, 7. Juli. (Saccharinſchmuggel.)
Die beiden Inhaber einer Spezialfirma für Brauereien,
Vollheim und Röſſing, wurden, laut Berl. Tageblatt,
we=
gen jahrelangen bedeutenden Saccharinſchmuggels
ver=
haftet. Dasſelbe geſchah mit zwei Brauereibeſitzern in
Schönebeck und Wehrſtedt, die als Abnehmer in Betracht
kommen. Auch ein Berliner Agent, der
Vermittlungs=
dienſte leiſtete, ſoll verhaftet worden ſein.
Magdeburg, 7. Juli. (Die eigene Mutter
er=
ſchoſſen.) Die Magdeburgiſche Zeitung meldet: Der=
Gärtnereibeſitzer Masphul im benachbarten Burg erſchoß
geſtern nach einem Streit ſeine Mutter und ſchoß ſich dann
mit einem Jagdgewehr in den Mund. Zwiſchen
Mas=
phul und ſeiner Mutter ſchwebten Prozeſſe wegen
Geld=
angelegenheiten.
Bitterfeld, 7. Juli. (Kupferdrahtdiebſtahl.)
Auf der Strecke Hohenthurm=Neußen ſind in der letzten
Nacht 6600 Meter Kupferdraht abgeſchnitten und geſtohlen
worden.
Stettin, 7. Juli. (Ertrunken.) Auf dem Dunzig=
Kanal kenterte bei einer ſchweren Bö ein mit fünf
Per=
ſonen beſetztes Segelboot. Die Inſaſſen ſtürztene ins
Waſſer. Es gelang drei Fiſchern, drei Perſonen zu retten.
Der Sohn des Aufſehers Wolf ertrank, während ſein
Vater gerettet wurde. Es ertrank noch eine zweite
Per=
ſon. Die Leichen konnten noch nicht geborgen werden.
Wien, 7. Juli. (Kaiſer Franz Joſef) iſt heute
früh nach Bad Iſchl abgereiſt.
Rom, 7. Juli. (Der Bürgermeiſter von
Rom.) Fürſt Proſpero Colonna iſt zum Bürgermeiſter
von Rom gewählt worden.
Mailand, 7. Juli. (Der Waſſereinbruch im
Simplontunnel) hat ſich heute in verſtärktem Maße
wviederholt. Der von Brig abgelaſſene Perſonenzug
wurde heute früh 6½ Uhr im Tunnel aufgehalten. Die
rieſige Waſſermaſſe hatte Schienen und Schwellen
aufge=
riſſen und die Tunnelſohlebis 40 Zentimeter
gehoben. Unter den Reiſenden entſtand eine große
Pa=
nik. Sie wurden von Arbeitern bis zum Südportal bei
Iſelle getragen. Der Verkehr wurde eingeſtellt und die
Züge über die Gotthardlinie geleitet.
Paris, 7. Juli. (Oberſtleutnant von
Winter=
feldt) hat vor ſeiner Abreiſe von Griſolles an den
Prä=
fekten des Tarn= et Garonne=Departements ein
Schrei=
ben gerichtet, in dem er für die ihm während ſeines faſt
Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Kunſtausſtellung in Friedberg. Es ſind
ausſchließlich Friedberger Künſtler, welche hier zum erſten
Male ihre Kunſt der Oeffentlichkeit vorſtellen. Was aber
geboten wird, gewinnt über den Rahmen des Lokalen
Be=
deutung. Wir finden da Porträts von Ludwig Roth
voll tiefer Charakteriſierung und feinſinniger Auffaſſung
in der Ausführung. Das wundervolle Frauenbildnis
offenbart einen Künſtler von tiefem Gemüt und inniger
Auffaſſung. Albert Windiſch, Lehrer an der
Kunſt=
ſchule zu Frankfurt, ein Sohn Friedbergs, bringt eine
An=
zahl prächtiger Stilleben und Landſchaftsſchilderungen von
entzückender Farbenkompoſition. Als Kabinettſtück iſt das
ſchon mehrfach von ihm im Kunſthandel erſchienene Bild
„Brücke im Schnee” anzuſprechen. Auch eine Anzahl
äußerſt ſauberer Federzeichnungen hat der Künſtler
aus=
geſtellt. Genial in Stil und Auffaſſung ſind die von
Re=
gierungsbaumeiſter Metzger ausgeſtellten Köpfe von
alten Leuten, . . Elſa Seidel ſtellt Blumen und
Baum=
ſtücke aus, welche mit großzügiger Technik ausgeführt ſind.
Duft und atmende Natur ſpricht aus ihrem prächtigen
„Frühnebel” . . . Als vielſeitiger Künſtler von hoher
Be=
gabung und tiefer Auffaſſung tritt Carl Barnas
her=
vor. Sein Hauptgebiet iſt die deutſche Landſchaft, die er
im heimiſchen Vogelsberg ſtudierte. Seine Motive ſtellen
ſich in der Innigkeit der Auffaſſung Profeſſor Hans von
Volkmanns Bildern aus der Eifel kongenial zur Seite.
Die ſonnig=ſtillen Täler des Vogelsberges, ſeine
ver=
träumten Dörfer und Hausgärten in ihren geſättigten
Farben, wie ſie nur die klare Luft vom Oberwald
er=
zeugt, hat ſein farbenfreudiger Pinſel in ſeeliſchem
Emp=
finden meiſterhaft erfaßt. Auch in der Kunſt der
Radie=
rung tritt Barnas als Künſtler von ernſtem Können in
zahlreichen Exlibris uns entgegen. Prächtig ſind ſeine
Illuſtrationen zu einem Märchenbuch. Als Porträtiſt zeigt
er ſich mit einem Damenporträt, deſſen geiſtvolle
Auf=
faſſung durch einen ſtimmungsvollen Farbenakkord noch
gehoben wird. Als Meiſter der Aquarelltechnik erſcheint
Freiherr von Grancy. Seine Aquarelle nach
Darmſtädter Motiven zeigen ein tiefes Stilgefühl für
Architektur und Perſpektive. Sie erinnern in ihren
zar=
ten fliegenden Farbentönen, die mit ſicherem friſchen
Pin=
ſel aufgelegt ſind, in Tonſchönheit an Whiſtlerſche „
Har=
monien” Als Meiſter der Formkunſt ſtellt Dipl.=
Ingenieur Schneidt eine Anzahl prächtiger Plaſtiken und
Plaketten aus. So einen vorzüglich erfaßten Kop
Großherzogs Ludwig IV Bronzeköpfe und die an
klaſſi=
ſche Reliefs erinnernde Plakette des Genekuls Franſecky
an dem Denkmal in Gedern. Hugo Siegler akad.
Bildhauer, ſtellt ſehr ſchöne Gips= und Holzplaſtiken aus,
unter den letzteren ein Kruzifix mit wundervoll
model=
liertem Heilandskopf... Von Treffſicherheit und
Stil=
gefühl zeugen auch die Kopien von Frau Schindler und
Heinrich Becker. Die Ausſtellung, welche der Initiative
des Medizinalrats Dr. Nebel entſprungen iſt, legt den
Wunſch nach Wiederholung nahe unter Beteiligung auch
des Kunſtgewerbes.
* Die muſikaliſchen Schotten. Dohnanyi, der berühmte
Pianiſt, erzählt gern eine Geſchichte von zwei
muſiklieben=
den Schotten, die in demſelben Hauſe Tür an Tür
wohn=
ten. Beide beſaßen ein Klavier, und ſie hatten lange jeder
für ſich darauf herumgehämmert, als eines Tages ihnen
ein Freund nahelegte, ſie ſollten die beiden Klaviere in
einem Zimmer aufſtellen, da ſie ſo Kompoſitionen für zwei
Inſtrumente ſpielen könnten. Die beiden Schotten
fan=
den die Idee herrlich, und demgemäß wurden die beiden
Klaviere in dasſelbe Zimmer gebracht. Nun übten ſie mit
Fleiß und Ausdauer eine Sonate für zwei Klaviere, aber
der Erfolg ließ ziemlich lange zu wünſchen übrig; die
Schwierigkeit war die, daß der eine in der Regel ſeinen
Part zwei oder drei Takte früher als der andere zu Ende
geſpielt hatte. Nach langem Mühen gelang es ihnen
ſchließlich doch, den Satz zu gleicher Zeit zu Ende zu
bringen. Das glückliche Ereignis mußte gebührend mit
etwas Whisky gefeiert werden, und als dies geſchehen,
ſagte der eine ſtrahlend: „Nun, Donald, nachdem wir alſo
den erſten Satz glücklich können, ſo machen wir uns jetzt
wohl an den zweiten?‟ Donald ſah ihn höchſt erſtaunt
an. „Ja, Angus,” rief er „aber das war doch der zweite
Satz, den ich immer geſpielt habe!”
* Der Nährwert der Singvögel. Angeſichts der
un=
verbeſſerlichen Vorliebe, mit der beſonders in Italien und
in Südfrankreich faſt alle Arten von Singvögeln gefangen
und gegeſſen werden, hat der franzöſiſche Naturforſcher
Lescuyer feſtgeſtellt, welchen Nährwert bezw. welches
Fleiſchgewicht die in Mitteleuropa am meiſten verbreiteten
gefiederten kleinen Sänger aufweiſen. Er hat 29
Sing=
vögel verſchiedener Gattungen getötet, gerupft,
ausgenom=
men und von ihren Knochen befreit und dann das
übrig=
bleibende Fleiſch, alſo die einzigen wirklich eßbaren Teile,
gewogen. Die 29 Singvögel ergaben zuſammen 193
Gramm eßbares Fleiſch, ſo daß auf jeden Vogel
durch=
ſchnittlich 6,5 Gramm entfallen. Die Einzelheiten der
Unterſuchung ſind der Erwähnung wert. Das Rotkehlchen
lieferte 6,25 Gramm Fleiſch, der Zaunkönig gar nur 2
ramm, die Grasmücke 7 Gramm, die Bachſtelze 10
Gramm und die Nachtigall 11,15 Gramm. Das Fangen
und Töten der Singvögel iſt alſo nicht nur vom
Stand=
punkt der Tierfreunde, ſondern auch von dem nüchternen
Standpunkt des Eſſers nicht zu rechtfertigen, es lohnt ſich
nicht, um eines ſo winzigen Fleiſchertrages willen das
Leben der kleinen Sänger zu zerſtören. Der einzige
Sing=
vogel, der verhältnismäßig viel Fleiſch liefert, iſt die
Lerche. Wenn ſie ſorglich gemäſtet iſt, kann ſie dem
Fein=
ſchmecker einen Braten von 36,9 Gramm Fleiſchgewicht
liefern.
B. Der überliſtete Prenk Bibdoda. Von dem
vielge=
nannten Albanerführer Prenk Bibdoda, der in den
gegen=
wärtigen Kämpfen in Albanien ſo oft erwähnt wird,
er=
zählt Mr. Woodville in einer engliſchen Wochenſchrift eine
charakteriſtiſche kleine Geſchichte. „Zu jener Zeit wurde
Bibdoda von der türkiſchen Regierung inbrünſtig „
ge=
ſucht” — wegen verſchiedener kleiner Streiche, er hatte
Transportzüge abgefangen und dergleichen. Mit einem
Gefolge von annähernd 4000 abenteuerlich zugeſtutzten
An=
hängern erſchien Bibdoda eines Tages in Skutari. Der
türkiſche Gouverneur Derwiſch Paſcha hätte ihn herzlich
gern feſtgenommen, aber die Anhänger Bibdodas waren
Nummer 185.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juli 1914.
Seite 5.
zehnmonatigen Krankenlagers von allen Seiten bewieſene
Sympathie ſeinen herzlichſten Dank ausſpricht.
Paris, 7. Juli. (Attentat auf den Zaren?)
In Beaumont (Oiſe=Departement) wurden zwei ruſſiſche
Landſtreicher namens Kiritſchek und Trojanowsky
ver=
haftet, bei denen zwei Bomben und ein Revolver gefunden
wurden. Die beiden ſollen einem Dolmetſcher erklärt
haben, daß ſie beauftragt ſeien, einen Anſchlag gegen den
Zaren auszuführen. Es heißt, daß Kiritſchek in Paris
als Monteur und Trojanowsky als Eiſenträger gearbeiter
haben.
Valladolid, 7. Juli. (Der Ausſtand in den
Gießereien) hat geſtern abend einen ernſteren
Cha=
rakter angenommen. Die Polizei und die Gendarmerie,
die von der Menge mit Steinen beworfen wurden, gingen
mit der blanken Waffe vor. Mehrere Polizeibeamte und
Gendarmen und mehrere Ausſtändige wurden leicht
ver=
letzt. Eine Reihe von Verhaftungen wurden
vorgenom=
men. Gendarmeriepatrouillen durchziehen das Innere der
Stadt.
London, 7. Juli. (Munition für die
Ulſter=
leute.) 200000 Patronen ſollen geſtern vormittag an
der Küſte der Grafſchaft Down für die Ulſterfreiwilligen
von einem kleinen Kohlendampfer gelandet worden ſein.
Edinburgh, 7. Juli. (Die Suffragetten.) Als
der König und die Königin in offener Equipage den
Bahnhof verließen, warf eine Stimmrechtlerin eine
An=
zahl Flugſchriften in den königlichen Wagen, ſowie einen
Papierballen, der die Inſchrift trug: „Dem König zur
Kenntnisnahme, daß Frauen gefoltert werden, weil ſie
die Freiheit verteidigen!“
Petersburg, 7. Juli. (Waldbrände) verwüſteten
weite Strecken im Nordoſten Rußlands. Bei Petersburg
und längs der Eiſenbahn nach Warſchau brennen große
Torfmoore. Bei Witebsk ſind die Wälder verbrannt; in
der Gegend von Dünaburg und Ljuzin nehmen die
Brände den Charkter einer öffentlichen Kalamität an. Der
Feuergürtel umgibt über 5000 Desjatinen und vernichtet
Getreide, Heu und Torfmoore. Der Gouverneur hat ſich
an die Brandſtelle begeben. — In Starajaruſſa ſetzte ein
Arbeiter durch eine fortgeworfene Zigarette einen Neubau
in Brand, der, durch den Wind und die Trockenheit
geför=
dert, 15 Häuſer binnen zwei Stunden zerſtörte. Bei
Opotſchka verurſachten mehrere Waldbrände infolge der
Trockenheit durch die Hitze und des Windes ſchweren
Schaden. Im Bezirk Tiſchwin herrſchen Waldbrände:
größere Vorräte zum Verkauf hergerichteten Holzes ſind
vernichtet worden. Die Stadt iſt in eine Rauchwolke
gehüllt.
Gerichtszeitung.
Gattenmordverſuch eines Sechzigjährigen.
— Düſſeldorf 6. Juli. Eine alte Liebe, die nicht
roſten wollte, hat den Steindrucker Joſef Piro aus
Düſſel=
dorf, der volle ſechzig Jahre auf dem Rücken hat, ins
Zuchthaus wegen eines Giftmordverſuchs an ſeiner
Ehe=
frau gebracht. Piro hatte ſchon vor ſeiner Soldatenzeit
ein Mädchen kennen gelernt, das aber ſchließlich einen
andern nahm. Auch Piro heiratete dann, und zwar ſeine
jetzige Ehefrau. Doch obſchon das Paar länger denn
dreißig Jahre zuſammenlebte, kam Piro immer wieder mit
ſeiner früheren Geliebten zuſammen. Beſonders, nachdem
der Ehemann ſeiner Geliebten vor etwa 12 Jahren
geſtor=
ben war, flammte die alte Leidenſchaft erneut empor. Piro
nahm eine Stelle in Köln an, kehrte jeden Samstag abend
nach Düſſeldorf zurück, blieb aber des Nachts bei ſeiner
Geliebten und fand ſich erſt am Sonntag morgen bei ſeiner
Ehefrau ein. Dieſe machte ihm allerlei Vorhaltungen, ohne
jedoch etwas auszurichten. Im Gegenteil, die Liebe des
Alten wurde immer heftiger und ſchließlich nach ſo vielen
Jahren kam er auf die Idee, ſeine alte Geliebte zu
hei=
raten und ſeine Ehefrau durch Gift aus dem Wege zu
räumen. Er wurde plötzlich ein zärtlicher Ehemann, kochte
ſeiner Frau den Morgenkaffee und ſchien beſorgt um ihren
Geſundheitszuſtand, der immer ſchlechter wurde. Endlich
wurde die Tochter des Ehepaares aus Hamburg zur
Krankenpflege herbeigerufen, und dieſe entdeckte eines
Morgens, als der zärtliche Gatte ſeiner Frau einen Tee
bereitet hatte, daß dieſer recht übel und verdächtig ſchmecke.
Auch weigerte ſich die Kranke, die ſtändig an Erbrechen
litt, ein Butterbrot zu eſſen, das ihr der Angeklagte
berei=
tet hatte. Die Schwiegertochter des Angeklagten wollte
darauf das Butterbrot ihrem Kinde geben, ſie kratzte
des=
halb die dicke Butter ab und da ſtellte ſich heraus, daß
unter der Butter eine dicke grünliche Schicht war, die das
Nahrungsmittelunterſuchungsamt als Grünſpan feſtſtellte.
Piro wurde noch am gleichen Tage wegen
Giftmordver=
zu zahlreich. So lud der Paſcha dann den Albanier zu
einem üppigen Bankett, und nach der Mahlzeit erklärte er
ihm: „Haben Sie meine neue Militärſtraße nach San
Gio=
vanni ſchon geſehen?” „Nein!” „Dann muß ich ſie Ihnen
gleich zeigen” Zu jener Zeit aber war Derwiſch Paſcha in
Skutari der einzige glückliche Beſitzer einer Kutſche. Man
ſtieg ein und die Fahrt begann. Bibdodas Leibwache
trabte eifrig neben dem Wagen her, aber auf die Dauer
konnten ſie mit den Pferden doch nicht Schritt halten. Sie
blieben zurück. Die Fahrt ging weiter, man kam zur
Küſte, wo ein Schiff bereits vor Anker lag. „Ich bin
un=
tröſtlich”, verſicherte der Paſcha, „aber ich muß Sie ein
wenig an Bord dieſes Schiffes bringen‟ Da Widerſtand
nutzlos war, fügte ſich Bibdoda, machte dem Paſcha ein
Kompliment über deſſen Schlauheit und ging an Bord, um
ſeine Strafe zu verbüßen. Sie fiel im übrigen recht gelind
aus: ein paar Monate und wieder war er in ſeinem
Heimatland..
O. Italieniſcher Humor. Der nachläſſige
Ehe=
mann. „Mein Mann iſt doch ſo ſchrecklich nachläſſig!
Immerfort verliert er die Knöpfe”. „Aber vielleicht ſind ſie
nicht gut angenäht?” „Das iſts ja gerade: er näht ſie
immer ſo nachläſſig an!“ — Schlimmes Zeichen
„Der Signor Sbafetti muß tot ſein. . . „Warum denn?"
„Ich hab ihn um 8 Uhr zum Abendeſſen eingeladen —
jetzt iſts ſchon 8 Uhr 5, und er iſt noch nicht da.” — Sein
Leid. Giovanni (zum Kaufmann): „Mir ſcheint, daß
Sie heut ſehr ſchlechter Laune ſind” Kaufmann: „Ich habe
auch Grund genug dazu. Eben iſt der Inſpektor
dage=
weſen und hat die Maße und Gewichte revidiert.‟
Gio=
vanni (lächelnd): „Und da hat er gefunden, daß Sie
immer 900 Gramm für ein Kilo geben?” Kaufmann:
„Viel ſchlimmer! Er hat gefunden, daß ich immer 1100
Gramm gewogen habe!‟ — Böſes Beiſpiel: „Höre,
Antonio,” ſagt Signora Dorotea zu ihrem Mann, „meinſt
Du nicht, daß es beſſer wäre, Du gingeſt wieder zum
Bar=
bier und ließeſt Dich raſieren?” „Nein, durchaus nicht, ich
werde mich weiter ſelbſt raſieren; ſo ſpare ich viel Zeit und
Geld.” „Das iſt ja ganz aut, aber ſieh, wenn Du anfängſt,
Dich zu raſieren, dann läuft unſer kleiner Gigi immer gleich
herbei und lauſcht begierig auf die ſchrecklichen Worte, die
Du dann ausſtößt. . .
ſuchs an ſeiner Gattin verhaftet. In der jetzigen
Schwur=
gerichtsverhandlung ſuchte er ſich durch allerlei Ausreden
hinauszuwinden. Er wollte glaubhaft machen, das
Grün=
ſpan ſei durch ein Verſehen an das Meſſer und ſo an das
Butterbrot gekommen, aber andere Zeugen bekundeten, daß
nach der Feſtnahme Piros das Erbrechen ſeiner Ehefrau
nachgelaſſen habe, auch die Gutachter ſagten aus, daß das
zum Erbrechen reizende Grünſpan geeignet geweſen ſei,
bei dem ſchwachen körperlichen Zuſtand der Frau den Tod
herbeizuführen. Die Geſchworenen ſprachen Piro
ſchul=
dig und das Gericht verurteilte ihn zu zwei Jahren
Zucht=
haus und fünf Jahren Ehrverluſt.
* Zabern, 7. Juli. In der
Schadenerſatz=
klage des Arbeiters Murer gegen den Leutnant
Frhrn. v. Forſtner wegen Verführung eines
unbeſchol=
tenen Mädchens iſt heute vormittag von der Zivilkammer
des hieſigen Landgerichts auf Beweisbeſchluß erkannt
worden. Die Sache wurde vertagt.
H. Mannheim 7. Juli. In Sachen der
Vor=
mundſchaft Frl. Ilſev. Harders hat das
Ober=
landesgericht Karlsruhe eine unanfechtbare Entſcheidung
gefällt. Das Oberlandesgericht hat nämlich die
Entſchei=
dung des Landgerichts Mannheim, durch welche die
vor=
läufige Vormundſchaft des Prof. Böthlingkh über Frl
Ilſe v. Harder aufgehoben wurde beſtätigt. Durch
das Karlsruher Urteil iſt die Vormundſchaft Böthlingkhs
endgültig erledigt.
* Elberfeld, 7. Juli. Heute mittag wurde gegen
Heck und Genoſſen die in der Barmer Wechſelſtube
des hieſigen Bankhauſes von der Heydt, Kerſten u. Söhne
1½ Millionen Mark unterſchlagen hatten,
das Urteil gefällt. Heck wurde zu 4 Jahren
Zucht=
haus, Straube zu 2½ Jahren, Deubel zu 3 Jahren und
Holderbach zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt. Trautmann
wurde freigeſprochen.
* Wien, 7. Juli. Der ehemalige Bezirksfeldwebel
Itzkuſch wurde wegen Verbrechens der vollbrachten
Ausſpähung zu vierjährigem ſchwerem
Kerker verurteilt.
— London, 7. Juli. Der Wilderer als
Mörder. Wie bereits gemeldet, wurde geſtern ein
Deutſcher namens Fahrennock von dem Gericht in London
einem Verhör unterzogen, nachdem die deutſche Regierung
ſeine Auslieferung verlangt hatte. Fahrennock iſt
ange=
klagt, im Walde von Kirchhellen in Heſſen einen Förſter
er=
ſchoſſen zu haben. Er erzählte den Richtern, daß nicht er,
ſondern ein gewiſſer Breggmann die Tat ausgeführt habe.
Da dieſer jedoch Frau und Kinder habe und er ſelbſt ledig
ſei, habe er auf Bitten Breggmanns eingewilligt, aus dem
Walde zu fliehen, um auf dieſe Weiſe jeden Verdacht von
dem wirklichen Täter abzulenken. Das Gericht vertagte ſich
nach dieſer Erklärung und wird in der nächſten Sitzung
ſeinen Beſchluß faſſen.
Jagdſportliches.
* Man ſchreibt uns: Baden, das ſich ſo gerne das
Muſterländle nennen hört, hatte in ſeinen Jagdgeſetzen
ſeither ſchon manche ſehr gute Beſtimmungen, aber bezügl.
Feſtſetzungen der Schonzeiten marſchierte es bis
dato ſo ziemlich an letzter Stelle von allen deutſchen
Bun=
desſtaaten. Der Rehbock wurde noch den Januar hindurch
und dann ſchon wieder am 1. April geſchoſſen, das
weib=
liche Rehwild hatte 4 Monate Schußzeit, vom 1. Oktober
bis 1. Februar, die Haſen vom 24. Auguſt ab bis 1.
Fe=
bruar.
Nun haben aber bei ihren jüngſten Verhandlungen die
badiſchen Kammern den Ruf des Muſterländle wieder
ein=
mal glänzend bewährt. Sie gingen bei ihren Beſchlüſſen
über Neuordnung der Schonzeiten in manchen Punkten
weit über die Vorſchläge der Regierung hinaus, ſetzten z.
B. für Rot=, Dam= und Rehwild längere Schonzeiten als
die Regierung vorgeſchlagen hatte, feſt, ebenſo für Auer=
und Birkhähne, die in Baden jetzt nur noch zur Balzzeit
erlegt werden dürfen und gaben auch der Schnepfe weit
mehr Ruhe als der Regierungsentwurf vorſah, indem ſie
dieſem dem deutſchen Jäger beſonders ans Herz
gewach=
ſenen edlen Vogel eine Schonzeit vom 1. April ab bis
24. Auguſt bewilligten.
Wenn ja auch jeder, dem die Ergebniſſe der neueren
Schnepfenforſchungen bekannt ſind, keinen Augenblick im
Zweifel ſein wird, daß der weiteren Abnahme dieſes
präch=
tigen und abſolut unſchädlichen Wildes in Deutſchland nur
durch einſchneidende Schonbeſtimmungen Einhalt geboten
werden kann, ſo verdient doch der Beſchluß der Zweiten
badiſchen Kammer rückhaltloſe Anerkennung, denn
ſo=
wohl die Regierungsvorlage, wie die Kommiſſion der
Zweiten Kammer wollten nicht ſo weit gehen, und der
Zweiten Kammer war wohl bekannt, daß ſie durch dieſe
Beſtimmung ſich alle diejenigen Jagdpächter zu Feinden
macht, die lieber ſchießen als hegen und die auf den
Vor=
halt: „Wenn in 50 Jahren überhaupt noch Schnepfen in
Deutſchland geſchoſſen werden ſollen, muß etwas
Ernſt=
liches geſchehen, bevor es zu ſpät wird” nur die
kurzſich=
tige Erwiderung haben: „Was hilfts, wenn wir ſchonen, in
anderen Staaten werden ſie ja doch geſchoſſen” und die
deshalb von einer Schonung der Schnepfen vom 1. April
ab nichts wiſſen wollen, obwohl einwandfrei feſtſteht, daß
die Schnepfen bei uns ſchon um Mitte März mit dem
Le=
gen beginnen und daß die am 1. April hier ſtreichenden
Schnepfen keine Zuaſchnepfen mehr ſind, ſondern
Schnep=
fen, die bei uns bleiben und bei uns brüten.
Im Hinblick hierauf hat die Staatsforſtverwaltung für
Elſaß=Lothringen ebenfalls eine Schonzeit der Schnepfe
vom 1. April ab eingeführt, ſo daß die gleiche Schonzeit
jetzt in einem großen Teil des ſüdweſtlichen Deutſchlands
eingeführt iſt. Andere Staaten werden ſicherlich noch
nach=
folgen. Der Haſe, der ſeither in Baden vom 24. Auguſt
ab geſchoſſen werden durfte, erhielt Schonzeit bis 1.
Okto=
ber, wie neuerdings auch in Heſſen. Ueberhaupt dürften
bei all dieſen guten Beſtimmungen die kürzlich in Heſſen
eingeführten neuen Schonzeiten nicht ohne Einfluß
ge=
blieben ſein. Gleichzeitig brachte die badiſche Regierung
eine für ganz Deutſchland neue Beſtimmung bezüglich des
Verſicherungszwangs der Jäger durch, die
hoffentlich auch in anderen deutſchen Staaten eingeführt
wird. In Baden erhält künftig niemand mehr einen
Jaadſchein, der nicht nachweiſt, daß er gegen
Haft=
pflicht für Jagdunfälle bis zum Betrag von
20000 Mark, reſp. 40000 Mark verſichert iſt.
Wenn ja auch die Jagdvereine immer wieder mit allem
Nachdruck darauf hinweiſen, daß jeder Jäger ſich verſichern
ſoll, ſo gibt es denn doch noch viele, die die
Verſicherungs=
prämien ſparen wollen und erklären: „Bei uns iſt noch nie
etwas paſſiert” Und gerade diejenigen, die mit
geſpann=
ter Flinte am leichtſinnigſten umgehen, ſind es gewöhnlich,
die ſo ſprechen. Iſt dann ein Unglück geſchehen — ſchoß
einer einen Menſchen zum Krüppel — dann heißt es gar
oft: Ja bezahlen kann der nichts, der’s angeſtellt hat, der
hat ſelbſt nichts”
Wie viel Unglück, welch großer Jammer wird
ver=
mieden werden durch das badiſche neue ausgezeichnete
Geſetz, das übrigens leichtſinnige Schützen nicht vor Strafe
ſchützt, aber auch noch dafür ſorgt, daß Jäger, die
wieder=
holt Menſchenleben gefährdeten, überhaupt keinen
Jagd=
paß mehr erhalten, denn die Verſicherungsgeſellſchaften
werden ſich hüten, dieſe weiterhin zu verſichern und dann
müſſen ſie das Jagen eben aufgeben!
Luftfahrt.
* Johannisthal, 7. Juli. Ein aufregender
Vol=
fall ſpielte ſich heute morgen auf dem Flugplatz
Johannis=
thal ab. Dort war gegen 7 Uhr der Leutnant zur See
Esler mit einem Doppeldecker zu einem Schulfluge
auf=
geſtiegen und befand ſich in etwa 600 Meter Höhe, als
plötz=
lich ein Zylinder des Motors abflog. Der Zylinder
durchſchlug den Benzinbehälter und das
aus=
fließende Benzin entzündete ſiich. Der
Flie=
ger gab ſofort Tiefſteuer und ging in ſteilem Gleitfluge zu
Boden, wo er die brennende Maſchine glatt aufſetzte.
Kaum hatte der Ofifzier das Flugzeug verlaſſen, als es
ganz in Flammen aufging und vollſtändig zerſtört
wurde. Der Flieger ſelbſt kam ohne Verletzungen
davon.
* Johannisthal, 7. Juli. Der Rumplerflieger
Linnekogel, deſſen Höhenflug von 6300 Meter am
31. März bekanntlich nicht anerkannt wurde, weil die
mitgeführten Barographen nicht richtig arbeiteten, ſtieg
Sonntag früh mit dem Rumpler=Eindecker 1914, in den
ein 100pferdiger Benzmotor eingebaut war, zu einem
neuen Höhenflug auf. Der Flieger ſtieg um
5 Uhr 8 Min. in Johannisthal auf. Es gelang ihm bei
ſtrömendem Regen laut Barograph ſich bis zu 5900 Meter
emporzuſchrauben, hier ließ der Motor nach. Der Abſtieg
vollzog ſich ebenfalls in dichtem Regen, und Linnekogel
konnte ſich erſt orientieren, als er unmittelbar über dem
Teltowkanal ſchwebte. Er landete in Groß=Lichterfelde
um 6½ Uhr, alſo nach einem Fluge von 1 Stunde 22 Min,
Bei der Landung brach eine Strebe des Fahrgeſtells. Der
Apparat wurde nach Johannisthal transportiert, wo er
bis zum Abend bereits wieder gebrauchsfertig gemacht
war. Der wiederum mißglückte Verſuch wird Linnekogel
nicht davon abſchrecken, den Höhenweltrekord im
Allein=
flug den Franzoſen doch noch endgültig zu entreißen und
den Preis von 10000 Mark der Nationalflugſpende an ſich
zu bringen.
Zum Fürſtenmord in Serajewo.
Serbiſche Vorſichtsmaßregeln.
* Paris, 7. Juli. Nach einer von den hieſigen
Blättern gebrachten Meldung aus Belgrad der „Agence
des Balcans” hätten zwei Armeekorps vorgeſtern
Abend den Befehl erhalten, ſich in Mitrowitza und den
benachbarten Dörfern zu verſammeln. Die
Truppen=
konzentrierungen ſeien lediglich als
Vorſichtsmaß=
nahmen gegen die Rückwirkung angeordnet worden,
welcher ein etwaiger Aufſtand, der durch die jüngſten
Ver=
folgungen und Gewalttätigkeiten aufgereizten ſerbo=
kroa=
tiſchen Bevölkerung Oeſterreich=Ungarns in Serbien zur
Folge haben könnten.
* Wien, 6. Juli. Die Wiener Zeitung
veröffent=
licht folgendes: Seine K. K. Apoſtoliſche Majeſtät haben
geruht, nachſtehendes Allerhöchſtes Handſchreiben
allergnädigſt zu erlaſſen: Lieber Fürſt von Montenuovo!
Im Vollbeſitze meines Vertrauens ſeit einer Reihe von
Jahren an der Spitze meines Hofſtaates ſtehend, haben
Sie ſtets in Uebereinſtimmung mit meinen Intentionen
un=
ermüdlich mit ganzem Erfolge Ihres verantwortungsvollen
Amtes gewartet. In den jüngſten Tagen hat das
Hin=
ſcheiden meines geliebten Neffen, des Erzherzogs Franz
Ferdinand, mit welchem Sie andauernd vertrauensvolle
Beziehungen verbanden, ganz außerordentliche
Anforde=
rungen an Sie, lieber Fürſt, herantreten laſſen und Ihnen
neuerlich Gelegenheit geboten, Ihre aufopfernde
Hin=
gebung an meine Perſon und an mein Haus in hohem
Maße zu bewähren. Ich ergreife gern dieſen Anlaß, Sie
meines wärmſten Dankes und meiner vollen
Erkenntlich=
keit für die ausgezeichneten treuen Dienſte zu verſichern.
Wien, 6. Juli. Franz Joſef. M. P.
* Wien 7. Juli. Wie das Wiener Korr.=Bureau aus
Belgrad meldet, haben dem Blatte Balkan zufolge ſerbiſche
Kaufleute und Reiſende wegen des gegen die Serben in
Bosnien und der Herzegowina verübten Progroms den
Boykott gegen die Donaudampfſchiffahrtsgeſellſchaft
er=
öffnet. Das Blatt fordert die Bevölkerung auf, die Aktion
auf allesauszudehnen was aus Oeſterreich=
Ungarn ſtammt. Die Zeitung Politika fordert das
ſer=
biſche Publikum auf, vom Beſuche öſterreichiſch=ungariſcher
Kurorte abzuſehen, da es dort Schikanen ausgeſetzt ſein
würde.
* Wien, 7. Juli. Die Neue Freie Preſſe meldet:
Erzherzog Friedrich wurde geſtern vom Kaiſer in
einſtündiger Audienz empfangen. Am 15. Juli erfolgt die
offizielle Verlautbarung der Ernennung des
Erz=
herzogs zum Generalinſpektor der Armee.
Das Generallinſpektorat der Marine übernimmt der
Ma=
rinekommandant Haus. Erzherzog Friedrich wird bereits
die Oberleitung über die diesjährigen großen Manöver
führen und ſich vermutlich noch vorher nach
Deutſch=
land begeben, um ſich Kaiſer Wilhelm in ſeiner neuen
Eigenſchaft vorzuſtellen.
* Bad Iſchl, 7. Juli. Kaiſer Franz Joſef
iſt heute mittag hier eingetroffen und von der Bevölkerung
ſtürmiſch begrüßt worden.
* Agram, 7. Juli. Nach dem heutigen Requiem
für den Erzherzog Franz Ferdinand und
Gemahlin demonſtrierte eine kleine Gruppe von
Anhängern Franks mit dem Parteiführer ſelbſt an der
Spitze. Die Demonſtration richtete ſich gegen die in den
Landtag ziehenden Abgeordneten der Majorität, denen
Schmährufe zugerufen wurden. Im Landtag, wo ſich die
Skandalſzenen erneuerten, wurde Frank heute für 90 und
ſechs andere Mitglieder bis zu 60 Sitzungen ausgeſchloſſen.
Die übrig gebliebenen vier Anhänger Franks verließen
demonſtrativ den Saal, wo nur die Starcsevicsparkei als
Oppoſition verbleibt.
Franzöſiſche Kammer.
* Paris, 7. Juli. Die Kammer nahm heute den
Kredit von 400000 Franken für die Reiſe Poincarés
nach Rußland, Schweden, Dänemark und Norwegen mit
428 gegen 106 Stimmen an. In der Debatte erklärte
Jau=
rés, daß die Sozialiſten gegen dieſen Kredit
ſtimmten, nicht als ob ſie nicht Demonſtrationen, welche
die Völker einander nähern und den Frieden noch mehr
ſichern könnten, mit der lebhafteſten Sympathie begleite=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juli 1914.
Nummer 185.
ten, nicht als ob ſie den hiſtoriſchen Charakter des
fran=
zöſiſch=ruſſiſchen Bündniſſes, welches Bebel als die Folge
der Annexion von Elſaß=Lothringen bezeichnet habe,
ver=
kennen würden, aber man mißbrauche ſeit einiger Zeit
ſolche Reiſen. Außerdem könnten die Sozialiſten nicht
zu=
laſſen, daß durch ſolche Reiſen Frankreich engagiert würde.
Jaurés durchging darauf die Geſchichte der
Geheim=
verträge, welche auf die äußere und innere Politik
Frankreichs laſteten. (Beifall auf der äußerſten Linken.)
Der Miniſterpräſident Viviani antwortete kurz, es
ſei ſelbſtverſtändlich, daß ein enges Bundesverhältnis, wie
es zwiſchen Rußland und Frankreich beſtehe, eine
beſtän=
dige Ausſprache über die auswärtige Politik zur Folge
habe. Jaurés iſt nicht gegen das Bündnis aufgetreten,
ſondern gegen den Gebrauch, den man davon machen
könnte. Er befürchtet, daß Verhandlungen begonnen und
Verpflichtungen übernommen ſeien, die zukünftig ſchwere
Folgen haben könnten. (Rufe auf der äußerſten Linken:
Stimmt doch auch! Vaillant ruft: Gerade wie beim
Drei=
jahrgeſetz! Lärm.) Es wäre recht ſchwierig, das
Bünd=
nis zwiſchen den beiden Ländern zu ſchließen, zu erhalten
und auszugeſtalten ohne Verhandlungen zwiſchen den für
die Regierung dieſer Länder verantwortlichen Perſonen,
welche die Beſtändigkeit der politiſchen Ziele ſichern. (
Bei=
fall auf zahlreichen Bänken.) Es handelt ſich nur darum,
ob während der notwendigen Verhandlungen
Verpflich=
tungen hinſichtlich unſerer inneren Politik übernommen
werden ſollen. Er erkläre klipp und klar, daß eine jede
derartige Verpflichtung die Entſchlußfreiheit der
Regie=
rung und die Freiheit unſerer Kammerbeſchlüſſe berühren
würde. (Lebhafter Beifall.)
Aber ich will Jaurés nicht in ſeinen
Betrachtun=
gen über die ruſſiſche Reichsduma folgen, um
nicht die Worte, die ich ſoeben ausgeſprochen habe, zu
de=
mentieren. Denn würde ich Jaurés auf dieſes Gebiet
fol=
gen, ſo würde das einen Eingriff in die innere
Politik Rußlands bedeuten. Ich habe nichts zu
rechtfertigen, ſondern will, wenn es nötig iſt, die Gründe,
die für die Annahme des Entwurfes ſprechen, anführen.
Die Geſchichte Europas hat gezeigt, daß das durch die
Entente cordiale mit England
vervollſtän=
digte Bündnis zugleich den Gefühlen und
den Intereſſen der beiden Länder entſpricht.
(Lebhafter Beifall.) Ich füge hinzu, daß niemals die
Wirkſamkeit unſeres Bündniſſes ſtärker in die Erſcheinung
getreten iſt als im Laufe der beiden letzten Jahre. (
Bei=
fall.) Dank des franzöſiſch=ruſſiſchen Bündniſſes, waren
wir in der Lage, Schwierigkeiten vorzubeugen, und wenn
ſie doch eingetreten ſind, einer weiteren Verſchärfung
der=
ſelben vorzubeugen. Ich kann ohne ein Dementi
heraus=
zufordern, die glücklichen Erfolge des Bündniſſes bezeugen.
(Lebhafter Beifall, außer auf der äußerſten Linken.) So
langewendet, entſpricht das Bündnis den Gefühlen und
den Intereſſen beider Länder, ſo entſpricht es auch dem
Bedürfnis nach der Aufrechterhaltung des Friedens, des
höchſten Gutes der Völker, vorausgeſetzt, daß ſie ihn in
Unabhängigkeit und Würde bewahren. (Beifall.) Denn,
dank ihm, können ſie für den ſozialen und wirtſchaftlichen
Fortſchritt arbeiten. (Beifall.) Ich habe genug geſagt, um
die ihnen unterbreitete Forderung zu erklären und ich
hoffe, daß Sie durch Einmütigkeit Ihre unerſchütterliche
Anhänglichkeit an das franzöſiſch=ruſſiſche Bündnis
be=
zeugen. (Lebhafter Beifall. Unruhe auf der äußerſten
Linken.)
Der Entwurf wurde darauf mit 428 gegen 106
Stim=
men angenommen.
* Paris, 7. Juli. Der Temps fordert die
Kam=
mer mit großem Nachdruck auf, in der morgigen Sitzung
der Kammer den für die Beteiligung Frankreichs an der
Weltausſtellung in St. Franzisko geforderten
Kredit zu bewilligen. Wenn auch die von der franzöſiſchen
Geſchäftswelt gegen das Vorgehen der amerikaniſchen
Zoll=
behörden erhobenen Beſchwerden ſehr begründet ſind, ſo
dürfe man doch nicht vergeſſen, welch große Bedeutung der
amerikaniſche Markt für Frankreich habe. Die Franzoſen
würden, wenn ſie der Ausſtellung fern blieben, nur ihren
Konkurrenten ein freies Feld überlaſſen. So
bereiten die Deutſchen eine gewaltige Beſchickung der
Aus=
ſtellung vor. Ihre Schifffahrtsgeſellſchaften haben ſich
er=
bötig gemacht, die Sendungen der deutſchen Ausſteller
un=
entgeltlich nach St. Franzisko und zurück zu befördern.
Es wäre demnach ein ſchwerer kaufmänniſcher Fehler,
wenn die Franzoſen dem an ſie gerichteten Aufruf der
Ver=
anſtalter der Ausſtellung in St. Franzisko kein Gehör
ſchenken würden.
Vom Balkan.
* Parts, 7. Juli. Hieſigen Blättern wird gemeldet,
daß die epirotiſche National=Verſammlung
geſtern in Delvino das Abkommen von Korfu unter
dem Vorbehalt genehmigt, daß die epirotiſche Regierung,
die in dieſem Abkommen genannten Gebiete bis zur
Be=
endigung der gegenwärtigen albaneſiſchen Kriſe
verwal=
tet. — Das Journal des Débats meldet aus Skutari,
daß die epirotiſchen Aufſtändiſchen den Albaneſen eine
An=
zahl von Führern zur Verfügung geſtellt haben.
* Sofia, 7. Juli. Um in Zukunft
Grenzzwi=
ſchenfälle zu vermeiden, hat die bulgariſche Regierung
den Regierungen Rumäniens, Serbiens und
Griechen=
lands vorgeſchlagen, Vereinbarungen abzuſchließen, durch
die allgemein beſtimmt wird, daß die Poſten 100 Meter
von der Grenze entfernt aufgeſtellt werden ſollen.
Die Lage in Albanien.
* Rom 7. Juli. Die Agenzia Stefani meldet aus
Durazzo vom 6. Juli, 10 Uhr abends: Abdi Bei hat
Kroja geräumt und ſich in das Gebiet von Mati
zurückgezogen. — Der Abordnung von Argyrokaſtro wurde
erklärt, daß man der Stadt nicht helfen könne. — Hier ſind
87 Freiwillige aus Skutari angekommen.
* Paris 7. Juli. Einer offiziöſen Mitteilung
zu=
folge hat das Miniſterium des Aeußern den Geſandten in
Durazzo de Fontenay beauftragt, alle erforderlichen
Maßnahmen zur Befreiung der von den Aufſtändiſchen
feſtgenommenen Franzoſen zu treffen. Die
Zahl der gefangenen Franzoſen, unter denen ſich eine Frau
und ein Kind befinden, beträgt nach einer geſtern
einge=
troffenen Meldung ſechs.
* Haag, 7. Juli. Der Kriegsminiſter erhielt von
Major Sluys aus Valona ein Telegramm, in dem
die Nachricht von der Gefangennahme der
Offi=
ziere Snollen und Malinckrodt als unbeſtätigt
und wahrſcheinlich bezeichnet wird.
* Belgrad, 7. Juli. Das ſerbiſche Preßbureau iſt
ermächtigt, wiederholt zu erklären, daß ſerbiſche
Offi=
ziere weder verkleidet noch unverkleidet,
die albaneſiſche Grenze überſchritten
hat=
ten. Dagegen ſei es richtig, daß im Kampfe verwundete
Albaner und ihre Familien, darunter kranke Frauen und
Kinder, auf ſerbiſcher Seite Hilfe ſuchten und verpflegt
ourden. Die Regerung ordnete dieſes ans humantären
Rückſichten an mit der ausdrücklichen Betonnung, daß nur
wirklich Kranke und Verwundete in Spitälern Aufnahme
finden dürfen.
Vermiſchtes.
— Flottenbund Deutſcher Frauen.
Zwi=
ſchen dem Flottenbund Deutſcher Frauen und dem
Flot=
tenverein wurde in dieſen Tagen eine
Intereſſengemein=
ſchaft geſchloſſen. Der Flottenbund, der ſich über ganz
Deutſchland erſtreckt, und der ſeine hohe Aufgabe darin
ſieht, die Vaterlandsliebe zu wecken und zu mehren, und
der die Frauen anſpornt, ihre Kinder zu deutſchen Frauen
und Männern zu erziehen, die deutſch fühlen, deutſch
den=
ken und handeln, ſorgt in ſeinen Wohlſahrtseinrichtungen
für die deutſche Marine. Er unterſtützt das
Seemanns=
erholungsheim Klein=Machnow, und trägt zur
Unterſtütz=
ung des Alters= und Invalidenheims des Flottenvereins
und des Flottenbundes jährlich eine größere Summe bei.
Sorgt ſo der Bund einerſeits für die Marine durch ſeine
Wohlfahrtseinrichtungen, ſo iſt er auf der anderen Seite
bemüht, ein Kapital anzuſammeln, das im Falle der Not
hinreichende Mittel bietet zur Errichtung von
Lazarett=
ſchiffen, und zur Vergrößerung und Vermehrung der
Pflegeſtationen für Kranke und Verwundete der Marine.
Die Verwaltungsſtelle befindet ſich in Leipzig,
Beethoven=
ſtraße 14, und dort wird gern jede gewünſchte Auskunft
erteilt.
* Wie groß iſt die Lebensdauer
verſchie=
dener Leuchtmittel? Die Lebensdauer eines
Leucht=
mittels iſt inſofern von großer Bedeutung, als die
Aus=
gaben für die Erneuerung, ſowie für die Bedienung etwa
im umgekehrten Verhältnis dazu ſtehen. Je größer die
Lebensdauer iſt, um ſo ſeltener hat man Erſatz
anzu=
ſchaffen, um ſo geringer iſt der Zeit= und Geldaufwand
für die Bedienung. Die gewöhnliche Stearinkerze, von
der ſechs Stück auf ein Pfund gehen, hat eine
Lebens=
dauer von nur etwa fünf bis ſechs Stunden; in dieſen
kurzen Intervallen muß alſo eine Auswechſelung
ſtattfin=
den. Mit der Petroleumlampe iſt es nicht beſſer geſtellt.
Da ein normaler Petroleumbehälter nur etwa einen
hal=
ben Liter Petroleum faßt, der für etwa fünf
Brennſtun=
den ausreicht, ſo erfordert die Petroleumlampe eine noch
häufigere Erneuerung des Brennſtoffes und entſprechend
häufige Bedienung, beſonders wenn man berückſichtigt,
daß auch der Docht ab und zu erſetzt werden muß, daß die
Zylinder häufig zerbrechen und die Lampe nach jeder
Füllung gereinigt werden muß. In dieſer Hinſicht ſtellt
berhaupt die Petroleumlampe einen Rückſchritt dar.
Einen Fortſchritt bringt erſt das Gasglühlicht, und man
kann unter Berückſichtigung der großen Zerbrechlichkeit der
Strümpfe immerhin mit einer Lebensdauer derſelben von
200 Stunden rechnen. Die längſte Lebensdauer zeigt
aber erſt das elektriſche Licht. Die Metalldrahtlampen
be=
ſitzen eine Lebensdauer von 1500—2000 Stunden; ja man
hat ſogar Lampen beobachtet, die 7—8000 Stunden ihren
Dienſt verſehen haben. Bei der elektriſchen Beleuchtung,
ie, nebenbei bemerkt, rund ſechs= bis ſiebenmal ſo billig
iſt wie die Kerzenbeleuchtung, nur halb ſo teuer als
Pe=
troleumlicht, und praktiſch auch nicht teuerer als Gaslicht,
tritt daher die Notwendigkeit der Erneuerung normaler
Weiſe erſt nach zwei bis drei Jahren ein. Die
Bequem=
lichkeit des elektriſchen Lichtes iſt alſo kaum noch zu
über=
bieten.
Literariſches.
Ueber die im Verlag von Adolf Bonz u. Comp. in
Stuttgart erſcheinende neue Jugendbücherei „Mein
Vaterland” die in kartonierten Bändchen zum Preiſe
von 60 Pfg. erſcheint, ſchreibt Dr. Rudolf Kapff im
Hohen=
ſtaufen: Es iſt dies Unternehmen im beſten Sinne modern,
inſofern es nicht nur von Krieg und Kriegsgeſchrei erzählt,
ſondern vor allem der Jugend einen gerechten Stolz auf
deutſche Arbeit, eine innere Freude an Deutſchlands Land
und Leuten beibringt. Eine ſolch ſachlich=richtige und
da=
bei doch idealſtolze Pflege der Vaterlandsliebe hat uns
lange gefehlt. — Soeben ſind 3 neue Bändchen erſchienen,
die geeignet erſcheinen, dem Unternehmen weitere
Verbrei=
tung zu ſichern. Wir wollen Freunde bleiben.
Eine wahre Begebenheit aus dem ſüdweſtafrikaniſchen
Kriege von Hans Fiſcher. Eine
Wandervogel=
fahrt durch Rügen von Hanns Mayer. Im
Gegen=
ſatz zum letzten Band ein Bild des Friedens, des heiteren
Naturgenuſſes in einer der ſchönſten Gegenden
Deutſch=
lands. Deutſcher Volksaberglaube.
Heraus=
gegeben von Karl Dunkmann. Die Fragen, die hier
be=
handelt werden, greifen ſo tief in jedes Menſchen Leben
ein, beſchäftigten Jeden ſo ernſthaft, daß die Lektüre
Ge=
winn bringen muß, und gerade für die Jugend in dem
Alter, in dem ſie beginnt, über Glauben und Religion ſich
eigene Gedanken zu machen.
— Jahresbericht für 1913/1914. (Schriften
des Schutzverbandes für Deutſchen Grundbeſitz, Heft 20,
Verlag: Berlin W. 8, Taubenſtraße 44/45.) Preis 2 Mark.
Der vom Verbandsdirektor, Kaiſerlichen Präſidenten
a. D. Dr. van der Borght in der Präſidialſitzung am 22.
Mai erſtattete Jahresbericht liegt nunmehr in einem
ſtatt=
lichen Heft von 321 Seiten vor. Die Organiſation des
Schutzverbandes, deſſen Vorſitzender Fürſt Otto zu Salm=
Horſtmar iſt, wurde in dem Berichtsjahr außerordentlich
vervollkommnet. Alles in allem legt der Jahresbericht
dafür Zeugnis ab, wie innerlich berechtigt die
Grün=
dung des Schutzverbandes war, und trefflich wird ſein
In=
halt gekennzeichnet durch die Geleitworte des Präſidenten
a. D. Dr. van der Borght: „Den Zweiflern zu Nutz, den
Feinden zum Trutz, dem Grundbeſitz zu Ehr’ und Schutz!”
„Hochland” Inhalt des Juliheftes: Der erſte
Fürſt von Albanien und ſeine Aufgabe. Von Dr. E. Schulz=
Hamburg. — La Pernizioſa. Roman aus der römiſchen
Campagna. Von P. Dörfler. — Literariſcher Satanismus.
Ein Beitrag zur Pſychologie der Moderne. Von Dr. M.
Mareſch=Jezewicz. — Kleine Blumenpredigten. Von
Von E. Haſſe. — Charles Stewart Parnell und die iriſche
Homerulebewegung. Von P. H. Küches. — Kleine
Bau=
ſteine: Friedr. Nietzſches Lehre von der ewigen
Wieder=
kunft. Von Dr. Walther Rauſchenberger. — Maeterlincks
Gedanken über den Tod. Von Franz Zimmer. — Zu Chr.
W. Glucks 200 Geburtstag. Von Privatdozent Dr.
E. Schmitz. — Kritik: Neue Romane. Von Frz. Herwig.
Neue engliſche Romane. Von B. Prilipp. — Hochland=Echo:
Sammlung und Scheidung der Geiſter. — Rundſchau:
Lehrertagungen. — Pater Bonaventura †. —
Hausfrauen=
organiſation. — Chriſtian Morgenſtern † — Eine
Go=
bineaubiographie. — Der Kampf um die Ingendſchrift. —
Das Mirakel in Berlin. — Richard Wagner und Gerhart
Hauptmann. — Unſere Kunſtbeilagen.
— Derfliegende Tod. Tagebuch eines deutſchen
Offiziers. Von Hans Schmidt=Keſtner. 124 Seiten 1,20
Mark, gebunden 1,80 Mark (Porto 20 Pfg.). Weſtdeutſche
Verlagsgeſellſchaft, Wiesbaden. In Form eines
Tage=
buches führt uns der Verfaſſer die furchtbaren Folgen der
Anwendung der modernſten Kriegswaffe in Verbindung
mit den neueſten Sprengſtoffen vor, die als Nebenwirkung
die giftigen Gaſe entwickeln und alles Lebende auf dem
Erdboden vernichten. Es iſt die „gelbe Raſſe‟, Japan-
China, die dieſe neue Waffe heimtückiſch, plötzlich gegen die
„Völker Europas” anwendet, einen fürchterlichen Terror
auf die Volksmaſſe ausübt, gegen den Militär und Marine
ſich machtlos erweiſen. Es iſt mehr wie einfache
Unter=
haltungslektüre.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 7. Juli. Der Reichsanzeiger veröffentlicht
eine Bekanntmachung, betreffend Aenderung der
Beſtim=
mungen zur Ausführung des Weingeſetzes vom
27. Juni 1914.
* Berlin, 7. Juli. Aus Deutſch=Südweſtafrika
meldet ein Telegramm des Gouverneurs, daß die Stadt
und der Hafen von Daresſalam für peſtfrei
er=
klärt worden ſind.
* Berlin, 7. Juli. Seit Mitternacht herrſchen den
ganzen Tag über faſt ununterbrochen
wolkenbruch=
artige Regengüſſe. Bereits ſind viele Keller unter
Waſſer geſetzt. Die unterirdiſchen Telephonleitungen ſind
vielfach durch den ungeheuren Andrang der Waſſermaſſen
beſchädigt worden.
* Hanau, 7. Juli. Das geſtrige
Automobilun=
glück auf der Straße Frankfurt-Hanau hat ein
Men=
ſchenleben gefordert. Der am ſchwerſten verletzte
Chauffeur Dunſch aus Frankfurt iſt heute nachmittag
ſei=
nen Verletzungen erlegen.
* Karlsruhe, 7. Juli. Der Staatsanzeiger
veröffent=
licht heute die Ernennung des bisherigen ordentlichen
Pro=
feſſors in Königsberg (Preußen) Dr. Otto Immiſch zum
ordentlichen Profeſſor für klaſſiſche Philologie an der
Uni=
verſität Freiburg im Breisgau und zum Mitdirektor des
dortigen klaſſiſchen philologiſchen Seminars, anſtelle des
aus dem ſtaatlichen Dienſt ausſcheidenden Geh. Hofrats
Prof. Dr. Richard Reitzenſtein.
* Karlsruhe, 7. Juli. Wie das Großh. Bezirksamt
mitteilt, war der bei dem kürzlichen Renkontre
zwi=
ſchen einem Schutzmann und Studenten
ge=
tötete Karl Burckbüchler bei der Techniſchen
Hoch=
ſchule hier im laufenden Semeſter nicht als Studierender
eingetragen, alſo derzeit nicht Student. Hinſichtlich
der übrigen Verhafteten, die jetzt wieder auf freien Fuß
geſetzt worden ſind, wird die gerichtliche Unterſuchung
er=
geben, ob und inwieweit ſie ſich an dem Vorgang beteiligt,
haben.
* Wien, 7. Juli. Kaiſer Franz Joſef empfing
vorgeſtern den neuernannten Botſchafter für Berlin, den
Prinzen Hohenlohe=Schillingsfürſt, in längerer
beſonderer Audienz.
* Paris, 7. Juli. Der Senat hat dem von dem Ge= von Marokko mit der Compagnie Generale
du Moroc und der Compagnie Generale Espagnole
d’Afrique abgeſchloſſenen Vertrag, betreffend die Konzeſſion
für die Eiſenbahn Tanger=Fez, zugeſtimmt.
* London, 7. Juli. Im Unterhaus teilte
Premier=
miniſter Asquith mit, daß die Regierung beſchloſſen
habe, in der Angelegenheit des Ausſtandes im Arſe= von Woolwich eine aus fünf Mitgliedern
be=
ſtehende Unterſuchungskommiſſion zu ernerchien.
Der Kommiſſion ſollen zwei Vertreter der Arbeitgebs,
zwei Vertreter der Trade=Unions und Sir GeorgeAs
quith vom Handelsamt angehören. Den Arbeitern ſtehe
es frei, während der Unterſuchung die Arbeit wieder
auf=
zunehmen.
* Veracruz, 7. Juli. Nach einer Meldung eines
Agen=
ten der Konſtitutionaliſten ſoll eine große Anzahl von
Bundestruppen, die der amerikaniſchen
Vorpoſten=
linie gegenüberſtehen, gemeutert haben.
Der König der Belgier in der Schweiz.
* Bern, 7. Juli. Der König der Belgier traf
heute vormittag, von Montreux kommend, wo er mit
ſei=
ner Gemahlin zum Kuraufenthalt weilt, in Bern zu
einem offiziellen Beſuch des ſchweizeriſchen
Bundesrats ein. Nach einem Empfang im
Bundes=
hauſe durch die geſamte Regierung und nach der
Beſich=
tigung des Parlamentsgebäudes folgte ein
Gegenbe=
ſuch des Bundespräſidenten Hoffmann in
der belgiſchen Geſandtſchaft. Mittags fand ein vom
Bun=
desrat veranſtaltetes Frühſtück zu 30 Gedecken ſtatt. Der
Bundespräſident dankte dem hohen Gaſt für den Beſuch,
betonte die gemeinſamen Intereſſen der neutralen
Staa=
ten und trank auf das Wohlergehen des Königs, ſeiner
Familie und des belgiſchen Volkes. Der König dankte in
herzlichen Worten für den liebenswürdigen Empfang und
erklärte, gern die Gelegenheit ergriffen zu haben, um der
Schweizer Regierung die Gefühle der Sympathie
auszu=
rücken, von denen das belgiſche Volk gegenüber der
Schweiz erfüllt ſei. Der König wies u. a. auf die
vor=
nehme Aufgabe beider Staaten hin, die Zentren
interna=
ionaler Inſtitutionen zu werden und ihre geiſtigen Kräfte
in den Dienſt von Werken der Solidarität der Intereſſen
der Völker zu ſtellen. Er trank auf das Wohlergehen der
Schweiz und des Bundesrats. Nachmittags ſtattete der
König in Begleitung des Präſidenten und des
Vizepräſi=
denten des Bundesrats und einiger offizieller
Perſönlich=
keiten der Schweizeriſchen Landesausſtellung
einen Beſuch ab.
Die Kämpfe in Marokko.
* Rabat, 7. Juli. Ein von einer Truppenabteilung
unter dem Befehl des Oberſten Audry begleiteter
Pro=
viantzug wurde am 4. Juli in Defile bei Fum
Sar=
quet von zahlreichen Feinden angegriffen.
Die Eskorte machte ſofort einen Gegenangriff, vertrieb mit
der Artillerie den Feind von den umliegenden Höhen und
jagte ihn mit den Bajonetten in die Flucht. Der Feind
erlitt ernſte Verluſte. Auf franzöſiſcher Seite fielen 11,
Mann, darunter ein Offizier; 30 Mann wurden verwundet.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Verbürgte Tatſache, kein Wahn.
Mein Bruder, der bei Rippenfellentzündung zu ſeiner
Kräftigung vom Arzt Bioſon verordnet bekam, gab mir
von ſeinem größeren Vorrat ab. Ich hatte nervöſe
Zu=
ſtände, Kopfweh und die damit zuſammenhängenden
Schwächeerſcheinungen. Jetzt nach längerer Verwendung
Ihres vorzüglich ſchmeckenden Bioſon fühle ich mich friſch,
zufrieden u. arbeitsluſtig, weshalb ich Bioſon zur
Kraft=
erneuerung mit Freuden weiterempfehle. Alex Smolinſki,
Breslau, Auguſtaſtr. 6. Unterſchr. begl. 13. 3. 14. Smolla,
Kgl. Notar. Bioſon. Paket 3 M., in Apoth., Drog. (III15749
Nummer 185.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juli 1914.
Seite 7.
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10 Minuten gut durchgekocht. Dies iſt der
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enthält das „B‟=Büchlein, welches jeder Hausfrau, die es
unverzüglich beſtellen ſollte gratis und franko zugeſtellt
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Den beſten Schutz der Kinder vor den gefährlichen
Erkrankungen der heißen Sommertage,
Brechdurch=
fall, Diarrhoe, Darmkatarrhuſw., die oft tödlich verlaufen,
bildet eine vorſorgende Ernährungsweiſe. „Kufekei wird
hierbei ſtets gute Dienſte leiſten, denn es iſt ein
wohl=
ſchmeckendes Nährmittel, das die Verdaulichkeit der
Kuh=
rnilch erhöht, vermöge ſeines Gehaltes an Eiweiß und
Mineralſtoffen, die Muskel= und Knochenbildung der
Säuglinge unterſtützt und äußerſt günſtig auf die
Magen= und Darmtätigkeit einwirkt.
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Familiennachrichten.
Die glückliche Geburt eines gesunden
Mädchens zeigen hocherfreut an
Dipl.-Ing. W. Schenderlein
u. Frau Maria, geb. Büchner.
Hamburg, 2. Juli 1914.
Saling 14.
(*560
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Nach langem, mit Geduld ertragenem
Lei=
den verſchied geſtern abend meine innigſt
ge=
liebte Gattin, unſere treubeſorgte Mutter,
Schwiegermutter und Großmutter (15818
Katharina Reich
geb. Dreißigacker.
Darmſtadt, den 7. Juli 1914.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Albert Reich, Schriftſetzer.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
9. Juli, nachmittags 5 Uhr, vom Portale des
Darmſtädter Friedhofes aus, ſtatt.
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe der Teilnahme bei
dem Ableben unſeres lieben Vaters, des
Herrn
Leutnant Gustav Müller
Gendarmerie=Oberwachtmeiſters i. P.
ſagen wir herzlichen Dank.
(B15819
Darmſtadt, den 7. Juli 1914.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Beſichtigung des Großh. Reſidenzſchloſſes
(Holbeinſche Madonna) an jedem Wochentag von 3—4
Uhr. Sonntags von 11—1 Uhr. (Eintritt 50 Pfg., drei
Perſonen 1 Mk.)
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und
Frei=
tags von 11—1 und 3—5 Uhr, bei freiem Eintritt. —
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 10—1
Uhr (Eintritt 30 Pfg.).
Dauſpfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Batavia” 5. Juli 10 Uhr 15 Min.
morgens in Neu=York. „Bermuda” 4. Juli 8 Uhr
morgens von Montreal. „Cleveland” nach Boſton,
6. Juli 6 Uhr 40 Min. morgens Lizard paſſiert. „
Im=
perator”, von Neu=York kommend, 4. Juli 7 Uhr abends
auf der Elbe. „Kronprinzeſin Ceeilie” nach Neu=Vork=
5. Juli 9 Uhr morgens Dover paſſiert. „Pennſylvania”,
von Neu=York kommend, 5. Juli 9 Uhr 25 Min. morgens
Prawie Point paſſert. Vaterland: 4. Juli 1 Uhr
nachm. in Neu=York. — Verſchiedene Fahrten: „Cheruskia‟,
von Perſien kommend, 5. Juli von Buſhire.
Ver=
gnügungsdampfer Meteor”, zweite Nordlandfahrt, 5. Juli
4 Uhr nachm. in Molde.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Hoher Druck hat ſich wieder über Europa ausgebreitet
und das mitteleuropäiſche Tiefdruckgebiet oſtwärts
zurück=
gedrängt. Ein Teiltief verurſachte geſtern in ganz
Mittel=
deutſchland Regenfälle und Abkühlung. Mit dem weiteren
Vordringen des hohen Druckes können wir allmählich
Beſſerung unſerer Witterung erwarten, doch haben wir
heute noch mit einzelnen Regenfällen und wechſelnder
Be=
wölkung zu rechnen.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, 8. Juli:
Wechſelnde Bewölkung, vereinzelt Regenfälle, Temperatur
wenig geändert, ſüdweſtliche Winde.
mwäinige Sms.
Mittwoch, 8. Juli.
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im
Reſtau=
rant „Kaiſerſaal”.
Konzerte: Platanenhain um 4½ und 8 Uhr. —
Lud=
wigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß um 4 und ½ 8 Uhr. —
Bürgerkeller um 8 Uhr. — Perkeo um 8 Uhr.
Ausſtellung der Freien Vereinigung Darmſtädter
Künſtler in der Kunſthalle (geöffnet von 9—6 Uhr).
Bilder vom Tage. Bilderauslage unſerer Expedition
(Rheinſtraße 23): Erzherzog Franz Ferdinand mit
Ge=
mahlin und ihren Kindern. — Der Schauplatz des
Revolverattentats in Serajewo. — Erzherzog Franz
Ferdinand und Gemahlin verlaſſen das Rathaus.
Der Mörder Princip wird ins Gefängnis gebracht.
— Der neue Thronfolger Erzherzog Karl Franz Joſef
und Erzherzogin Zita.
Verſteigerungskalender:
Donnerstag, 9. Juli.
Pferde=Verſteigerung um 10 Uhr im Großh,
Hofmarſtall.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Mar Streſez für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für den
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
„Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen, nachträglichewerden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Poſtanſtalten abonniert werden, bei letzteren unter der Bezeichnung
[ ← ][ ][ → ]Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juli 1914.
Nummer 185.
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Nummer 185.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juli 1914.
Seite 11,
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
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— Zugelaufen: 1 Rehpinſcher.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
findet ſich: 1 weißgelber Foxterrier (zugelaufen). Die Hunde können
rvon den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(15744
Betr.. Die Wahlen zum Landtag.
Im Hinblick auf die im Herbſt l. Js. ſtattfindenden
Landtags=
wahlen wird ſchon heute darauf hingewieſen, daß nach Art. 7, Ziffer 9
des Geſetzes, „die Landſtände” betr., vom 3. Juni 1911, bei den
Landtagswahlen vom Stimmrecht ausgeſchloſſen ſind Perſonen,
die zur Zeit der Wahl mit der Entrichtung der direkten
Staats=
oder Gemeindeſteuer länger als 2 Monate ſich im Rückſtande befinden.
Darmſtadt, den 3. Juli 1914.
(15722ms
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Futterverſteigerung.
Donnerstag, den 9. Ifd. Mts., nachmittags 4 Uhr,
wird das Gras von 30 Morgen der ſtädtiſchen Pallaswieſe zur
Grünfütterung in kleineren Loſen an Ort und Stelle öffentlich
meiſt=
bietend verſteigert.
Darmſtadt, den 7. Juli 1914.
(15723md
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Jaeger.
Wahl der Verſicherungsvertreter als Heiſitzer
des Verſicherungsamts der Stadt Darmſtadt.
Nach § 40 der Reichsverſicherungsordnung ſind als Beſitzer des
Verſicherungsamts Verſicherungsvertreter beizuziehen. Ihre Zahl
be=
trägt zuſammen mindeſtens 12. Sie werden je zur Hälfte aus
Arbeit=
gebern und Verſicherten entnommen. Die Wahl erfolgt ſchriftlich und
nach den Grundſätzen der Verhältniswahl.
Wahlberechtigt ſind die Vorſtandsmitglieder der Orts=, Betriebs=
und Innungskrankenkaſſen, die im Bezirk des Verſicherungsamts der
Stadt Darmſtadt mindeſtens 50 Mitglieder haben. An der Wahl nehmen
ferner teil die Vorſtandsmitglieder der knappſchaftlichen
Kranken=
kaſſen und der Erſatzkaſſen, ſoweit ſie im Bezirk des Verſicherungsamts
der Stadt Darmſtadt mindeſtens 50 Mitglieder haben; die Erſatzkaſſen
und die außerhalb des Bezirks des Verſicherungsamts ſeßhaften
Kaſſen außerdem nur, wenn ſie ihre Beteiligung an der Wahl dem
unterzeichneten Wahlleiter rechtzeitig anmelden und die Zahl ihrer
Mitglieder in dieſem Bezirk nachweiſen.
Maßgebend iſt die Zahl der Mitglieder, deren
Beſchäftigungs=
ort (§§ 153—156 R. V. O.) ſich zur Zeit des letzten Zahltags (§ 393 R. V. O.)
vor der Feſtſtellung im Bezirk des Verſicherungsamts befindet. Bei
Mitgliedern von Erſatzkaſſen, bei unſtändig beſchäftigten und ſolchen
Mitgliedern, die Kaſſen auf Grund der §§ 176 und 313 R. V. O.
an=
gehören und einen Beſchäftigungsort nicht haben, tritt an Stelle des
Beſchäftigungsorts der Wohnort. Bei Hausgewerbtreibenden iſt der
Ort ihrer eigenen Betriebsſtätte, bei den im Wandergewerbe
Be=
ſchäftigten der Ort maßgebend, bei deſſen Ortspolizeibehörde der
Wandergewerbeſchein beantragt worden iſt.
Die Erſatzkaſſen und Kaſſen, die außerhalb des Bezirks
des Verſicherungsamts der Stadt Darmſtadt ihren Sitz haben,
werden hiermit aufgefordert, längſtens bis zum 15. Juli 1914
ihre Beteiligung an der Wahl anzumelden und hierbei die Zahl
ihrer nach den vorſtehenden Ausführungen anrechnungsfähigen
Mitglieder nachzuweiſen.
Jede Kaſſe erhält für jedes anrechnungsfähige Mitglied eine
Stimme.
Auf die von Großh. Miniſterium des Innern erlaſſene
Wahl=
ordnung (Reg.=Blatt Nr. 17 vom 26. Juni 1913) wird verwieſen.
(15695ids
Darmſtadt, den 6. Juli 1914.
Der Wahlleiter
Kröll, Stadtamtmann.
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Der in der Stadt=Gemarkung hergeſtellte Wein und Obſtwein
(auch Johannisbeer= und Stachelbeerwein) unterliegt der
Oktroi=
abgabe.
Wer Wein oder Obſtwein herſtellt, hat dies vor Beginn der
Kelterung der Oktroiverwaltung ſchriftlich oder mündlich anzuzeigen
unter gleichzeitiger Angabe, an welchen Tagen die Kelterung begonnen
und beendet werden ſoll. Ueber die Anzeige wird eine Beſcheinigung
erteilt, die im Kelterhauſe aufzubewahren und dem mit der Aufſicht
beauftragten Oktroiperſonal auf Verlangen vorzuzeigen iſt.
Die Kelterung wird durch das Oktroiperſonal überwacht, dem
zu jeder Zeit bereitwilligſt zu geſtatten iſt, die Menge des bereiteten
Moſtes, ſowohl im Kelterhaus, als im Keller feſtzuſtellen. Vor dieſer
Feſtſtellung darf von dem gewonnenen Moſt nichts verbraucht oder
entfernt werden.
Nach beendeter Kelterung wird der Oktroi von dem hergeſtellten
Moſt nach den Sätzen des Oktroitarifs berechnet und erhoben.
Hier=
bei werden von der durch die Aufnahme ermittelten Geſamtmenge
Prozent für Hefe in Abzug gebracht.
Ausgenommen von den vorſtehenden Kontrollmaßregeln ſind
die Weingroßhändler, denen die im § 2 der Bekanntmachung vom
30. November 1903, betreffend den Oktroitarif, vorgeſehene
Erleichte=
rung für den Weinhandel zugeſtanden iſt. Sie haben nach Anleitung
der Verwaltung ein beſonderes Kelterregiſter zu führen, in das die
Menge des hergeſtellten Moſtes täglich gewiſſenhaft einzuſchreiben
iſt. Am Schluſſe der Kelterung haben ſie einen eigenhändig
unter=
ſchriebenen Auszug aus dieſem Regiſter der Verwaltung zuzuſtellen.
Er dient als Grundlage für die Berechnung und Erhebung des
Oktrois.
Der Oktroiverwaltung ſteht das Recht zu, von dem oben
vor=
geſchriebenen Kelterregiſter Einſicht zu nehmen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmungen werden
entweder nach § 15 des Oktroi=Reglements vom 24. Auguſt 1832 als
Hinterziehung beſtraft oder, falls der Betrag des hinterzogenen
Oktrois nicht feſtgeſtellt werden kann, mit Ordnungsſtrafen von
2 Mark bis 30 Mark geahndet.
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Darmſtadt, den 20. Juni 1914.
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Für das ſtädtiſche Hallenſchwimmbad ſind 300 Badetücher zu
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Nr. 39, zur Einſicht offen. Verſendung der Bedingungen nach
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juli 1914.
Nummer 185.
Samstag, den 11. Juli, abends 8 Uhr
im „Kaiser= und Fürstensaal=Gartene
Grafenſtraße 20
Sommernachf=reir
mit Tanz
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der Kapelle des Großh. Artillerie=Korps, unter perſönlicher
Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters Mickley.
Unſere Mitglieder, ſowie Freunde und Gönner laden
wir hierzu frdl. ein.
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Eintritt für Mitglieder frei, für Fremde 50 Pfg. Beſondere
Einladungen ergehen nicht. Bei ungünſtiger Witterung findet
die Veranſtaltung in den Sälen ſtatt.
Kaufmänn. Stenographen-Gesellschaft „Gabelsberger
Abteilung Geselligkeit.
Vereinigte Gesellschaft.
Freitag, den 10. Juli, abends 7½ Uhr:
Garrenkonzert
ansgeführt von der Kapelle des Artillerie=Regiments Nr. 25.
Bei ungünſtiger Witterung findet das Konzert in den oberen
Geſellſchaftsräumen ſtatt.
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Monat Juli täglich abends 8 Uhr (15279a
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ihn in Hamburg sein Schicksal. 22½ Minuten hat der Kampf
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kowska (Große Oper), Hr. Alexander (Comédie Francaise).
Nie Winter undder Bandit
Detektivdrama.
Moritz und ſein Onkel
Moritz Prince ſpielt in dieſem Luſtſpiel die Hauptrolle.
Ueberraſchungen des Karnevals.
Der Titel beſagt alles.
uſw. uſw.
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Asta Nielsen.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Jult 1914.
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Die höhere Pflicht.
Roman von Doris Freiin von Spättgen.
(Nachdruck verboten.)
17)
Halt, ich telephoniere gleich an Monſieur Tadjama
— er wollte längſt das ſchleſiſche Gebirge einmal kennen
ernen — der muß mit — und ſeinetwegen darf ich mich
illerdings nicht ausſchließen.
Herrlich! Das iſt eine famoſe Idee, Onkel Gerald!
Ihren Arm noch immer unter den des Verwandten
geſchoben, ſchritt Reinette leichtfüßig an ſeiner Seite hin.
Die Herbſtſonne war bereits am Untergehen, und durch
die hoch und ſchlank gewachſenen, alten Rüſtern, welche
ſeit=
wärts vom Barockſchloß bis zu den neueren, die Villa
um=
gebenden Parkanlagen eine prächtige Allee bildeten, blitzte
es wie lauteres Gold.
Der ganze weſtliche Himmel glich faſt einem
Flammen=
meer, das in langen, orangefarbenen Streifen und
Strah=
len bis zum Horizont hinab auslief und den von Feld
und Wieſen aufſteigenden, leichten Abendnebel mit
roſen=
rotem Schimmer übergoß. In Glanz und Glut getaucht,
erſchien plötzlich die Natur.
Kein Lufthauch regte ſich, kein ſtörendes Geräuſch, kein
Laut, keine Vogelſtimme, nur feierabendliche Stille
rings=
um — alles friedvoll — ſchönheitstrunken. —
Aber eine tiefe Wehmut lag dennoch über dieſem
Zauberbilde.
Hell aufleuchtend — wunderbar berauſchend und —
kurz — genau wie das Glück, welches Menſchenherzen
ein=
mal in Wonne jubeln läßt — dann Verblaſſen — Vergehen
— Schwinden! — — —
Onkel Gerald, um Gottes willen, was iſt Dir? Du
ſahſt eben ſo entſetzlich traurig, faſt verzweifelt aus!
Der reizende Mädchenkopf beugte ſich, voll Teilnahme
und Beſorgnis, nach dem Begleiter hin.
Nichts, Reinette! Es kommen einem nur zuweilen ſo
eigene Gedanken — über das ganze Leben, die
Vergangen=
heit — und Zukunft, und da iſt es ſchwer, ſich aus dem
Wuſt von Eindrücken und Erinnerungen als nüchterner
Menſch herauszufinden. Es gab einſt Momente, wo ich
den feſten Grund unter mir zu ſchwinden wähnte. Allein
durch den lähmenden Druck des Alltäglichen, durch die
ewige Tretmühle der ſogenannten Daſeinspflicht, Freuden
und Genüſſe, bin ich endlich wieder ein halbwegs
brauch=
bares Individuum geworden. Und — als ſchließlich Du,
Reinette, in unſer Haus kamſt — da ſagte ich mir oft:
Kopf oben, Gerald, Du lebſt ja nicht umſonſt!
Hand in Hand ſtanden beide noch eine Weile ſtumm
und ſtarrten in den nach und nach ſanft verglimmenden
Abendſchein.
Wortlos und haſtig eilten ſie darauf der Villa zu.
Unweit dieſes Platzes hatte ſich plötzlich eine
breit=
ſchulterige Geſtalt von einer halb im Gebüſch verborgenen
Bank erhoben.
Mit eigentümlich zyniſchen, eine ſelbſtzufriedene
Ueberlegenheit verratenden Blicken ſah Hofrat Rau dem
kaum dreißig Schritte an ihm vorüberwandelnden Paare
nach.
Eh! Nun iſt die Mett’n fertig! Es ſchwant mir ſchon
lang’, daß der Herr Baron, der ſich einbilden tut, wer was
zu repräſentieren im großen Weltall, ſo a biſſerl von
einem heimlichen Duckmäuſer zu ſein ſcheint — ſo einer,
der in ſeiner reſerviert eleganten Art ſtets über ander
Leuts Dummheiten die Achſeln zuckt und nix Böſes weiß
noch anſtellt — dem’s aber unter dem eig’nen Weſtl doch
gottsjämmerlich brennt und brodelt! Eh — Frau Ollerl
— red’n kannſt ganz klug, und ’s Aufputzen verſtehſt’ auch,
daß die Leut’ nur ſo neidiſch ſchau’n auf die Salondam',
die alle G’ſellſchaftsformen und Aeußerlichkeiten ſo gut
zu wahren weiß! Aber wennſt Dich net bald mehr um
dos Ziunte belnen aſt ſo fei der Kearen in dredkt
Solch ein ſakriſch’ſt Mädel — fangt’s anz’bandeln mit
ein’m, dem ſchon das Ehering’l am Finger ſteckt. Und mir
macht’s Augen — puh — ſo bitterbös! — Na, wart’ hübſch
ab — ’s gibt ja noch and’re, beſſ’re Tröſter für vereitelte
Hoffnungen in der Welt — Du blitzſaub’res, zärtlich
ver=
anlagt’s Kind’l!
Lächelnd und immer wieder vergnüglich lächend,
da=
bei fortwährend leiſe vor ſich hin redend, ſchritt auch der
Hofrat langſam zur Villa zurück.
Schade, daß Ihr ſpaßiger Vetter Scholl nicht mit auf
der Partie iſt! Er würde mich in ſeiner erheiternden
Manier ſicherlich heute wieder fragen: Nun, wie kommen
Sie ſich denn hier vor, mein Beſter? Genau, wie er es
damals getan hat, an Ihrem glänzenden Koſtümfeſt, Herr
Baron, wo ihn meine unverhohlene Freude angeſichts all
des Schönen zu amüſieren ſchien, ſagte der junge Japaner
mit einem ſeine ſtarkknochigen, dunklen Züge
verſchönen=
den, halb ſchwermütigen Lächeln.
Langſam und bedächtig folgte er an Geralds Seite der
übrigen Reiſegeſellſchaft.
Man hatte am frühen Morgen die Schneekoppe
ver=
laſſen, und nach zweiſtündiger Wanderung befand man ſich
nun auf dem nur von Knieholz bewachſenen Rücken des
„Rieſenkammes” deſſen nicht zu überſehende Breite und
völlig flache Beſchaffenheit dabei in einer Höhe von faſt
dreitauſend Fuß zweifellos überraſchend wirkt.
Jetzt ſpielte eine leichte, harz= und ozonreiche Briſe in
den federartig grauen Blütenbüſcheln des Teufelsbartes,
einer Art Berganemone, welcher rechts und links vom
Wege oft weite Strecken ſchleierartig überwuchert.
Eine an ſich gänzlich reizloſe Eintönigkeit bewies der
Charakter jenes Höhenzuges, deſſen ungeachtet lag etwas
wie unbeſchränkte, faſt kleinmütig machende Hoheit darüber
Seite 14
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juli 1914.
Nummer 185.
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ausgegoſſen, die überwältigend wirkte in ihrer erhabenen
Größe.
Baron Solten ſah ſeinen Begleiter fragend von der
Seite an und entgegnete ſchnell:
Guſti Scholl iſt ungeachtet ſeiner vielen guten
Eigen=
ſchaften ein berechnender Schlaukopf und plumper
Igno=
rant. Ich hoffe, er hat ſich nicht gar zu taktlos gegen Sie
benommen?
O, keineswegs. Seine Art iſt mehr beluſtigend. Man
kann ihn abſolut nicht ernſt nehmen, ſagte Monſieur
Tad=
jama höflich, wobei wieder das freundliche Lächeln um
ſeine Lippen zuckte.
Sie ſind der dankbarſte Geſellſchafter, der mir jemals
begegnet iſt. Uns Deutſchen mangelt es oft gar ſehr, ſich
fremdländiſcher Eigenart anzupaſſen; wir ſind zu
ſelbſt=
bewußt, ſpottluſtig, ja zuweilen engherzig und ſchroff.
Ich möchte Ihr ſchönes Vaterland wohl gern einmal
kennen lernen, Monſieur Tadjama.
So tun Sie das nur, Herr Baron! Wenn man
un=
abhängig iſt wie Sie!
Des Angeredeten Stirn bewölkte ſich.
Vielleicht ſpäter, wenn Sie Ihre Militärlaufbahn
quittieren und heimkehren werden. Gerade Sie müßten
dann unbedingt mein Führer ſein.
Der Japaner verbeugte ſich artig, und darauf erzählte
er freimütig von ſeiner Heimat, ſeinen Eltern und der
ein=
zigen kleinen Schweſter „Kohanna” der Blütenknoſpe,
des Hauſes Abgott. Sein Vater bekleide in Nagaſaki
eine angeſehene Stellung am Gouvernement und pflege
weitverzweigte, intereſſante Verbindungen und
Korre=
ſpondenzen mit dem Kontinent. Auch fände er, ungeachtet
ſeiner raſtloſen Schaffensfreudigkeit, noch Zeit, ſich lite
rariſch zu betätigen. Gerade die preußiſche Armee ſei
ein Gegenſtand der höchſten Würdigung für ihn, und aus
dieſem Grunde habe er ſehr gewünſcht, ſeinen einzigen
Sohn derſelben=für kürzere oder längere Friſt angehören
ansſehen.
So ſput’s Euch doch ein biſſerl mit dem Frühſtück.
Wir dürfen’s net ſo lang’ raſten, wann man noch um zwei
Uhr drunten ſein will.
Gerald, dem wohl dieſer Einwurf gelten mochte,
ver=
zehrte indes voll Gemütsruhe ſeine Schinkenſemmel, und
nicht eine Miene des ernſten Antlitzes verriet, daß das
unfreundliche Benehmen der Gattin ihn verletzt hatte.
Na, erlaube doch gütigſt, daß auch Tatjama und ich
uns etwas ſtärken, ſagte er nur halb ſarkaſtiſch und kurz.
Die junge Frau war aufgeſprungen und reckte ſich.
Das fußfreie, dunkelgrüne Bergkoſtüm mit dem kecken,
durch einen Spielhahn gezierten Tirolerhut ſtand ihr
vor=
trefflich.
Ihr goldblondes Haar kräuſelte ſich darunter in
an=
mutigen Wellen.
Allein die ganze Erſcheinung zeigte keine natürliche
Grazie; der anſprechende holde Charme des Weibes fehlte,
die Macht ihrer Schönheit wirkte zu kompakt.
So laß nur den Tyrannen ſitzen, Ollerl. Komm, wir
zwei gehen wieder voran. Ich bin doch noch ein forſcher
Kerl, net wahr?
Mit dieſen Worten wandte Hofrat Rau ſich an den
Japaner, dem Reinette in ihrer reizenden Art die
Hon=
neurs des Frühſtückskorbes machte, wobei jener kein Auge
von ihr zu wenden ſchien.
O, exzellent, Herr Hofrat! Kein Menſch würde Ihnen
mehr als ſechzig Jahre geben, klang Tadjamas Antwort
artig zurück.
Rhinozeros, dumm’s! Wer red’t denn gleich vom
Alter? Im Mai hab’ ich erſt mein neunundfünfzigſtes
Wiegenfeſt g’feiert. So a ausländiſcher Trodd’l macht’s
immer einen Fauxpas! ſchimpfte der Hofrat leiſe, gegen
ſeine Tochter gewandt, während beide, den übrigen den
Rücken kehrend, rüſtig ausſchritten.
(Fortſetzung folgt.)
Nach und nach waren die beiden Herren in ein
raſche=
es Tempo verfallen und gelangten bald zu einer originell
geformten Felſengruppe, im Volksmunde „Die
Mädel=
ſteine” genannt, wo der Reſt der Reiſegeſellſchaft bereits
im warmen Sonnenſchein lagerte und ſich an dem von der
Schneekoppe mitgebrachten reichen Mundvorrat gütlich tat
Kunze hatte eine weiße Serviette vor den Damen
auf die Erde ausgebreitet und die mitgeführten ſilbernen
Reiſebecher mit herbem Tokaier gefüllt.
Proſit, Onkelchen! Das iſt ein Tag, um den einen
die Götter beneiden können! Lex trank den ſich nun
Nahen=
den in ſeiner übermütigen Weiſe zu.
Hier — neben mir iſt’s noch ein Platzerl frei für
Dich, Gerald! So rück’s ein biſſerl z’ſammen! ſagte Frau
Olly, ebenfalls gut gelaunt, und ſchob die weiße, beringte
Hand, als der Gatte ſich niedergelaſſen hatte, in einer
zärtlichen Anwandlung durch ſeinen Arm. Es freut’s
mich doch zu ſehr, daß Du noch mit’kommen biſt!
Nur ein flüchtiger Blick des Einverſtändniſſes, mehr
ein kurzes Aufblitzen in zwei Augenpaaren war es, was
Frau Olly plötzlich, wie durch einen Weſpenſtich verletzt,
heftig zuſammenzucken ließ.
Eine dunkle Blutwelle ſtieg ihr dabei ins volle
An=
geſicht, und deutlich gewahrte man, daß Verdruß und
Aer=
ger ſie für Momente zu übermannen ſchienen.
Was veranlaßte nur Reinette, dieſes mit einem Male
ſo vergnügt und keck lächelnde Mädchen, ihren Mann in
ſolcher Weiſe anzuſchauen? Unerhört!
Reinette — ſo hol’s mir fix mal meinen
Sonnen=
ſchirm! Man wird’s ja hier in der Sonne das reine
Mus=
krapferl! Dort liegt er! — So ſei doch kein Trodd’l und
ſperr’ die Augen auf! rief Frau Olly merkwürdig heftig
und erregt, als das junge Mädchen mit des Japaners
Hilfe, der gleichfalls aufgeſprungen war, nach dem
ge=
wünſchten Schirm Umſchau hielt,
Noch ungeduldiger fügte darauf=Olly=hinzu:
Nummer 185.
Seite 15.
Mankturter Karsvericht vom z. Jun 1914.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
Staatspapiere.
100,30
Dt. Reichsschatzanw.
99,40
Dt. Reichsanlethe v. 1918-
99,30
do. . . . . p. 1925 . . .z1
86,20
do. .. ... . . . . . .
76,65
do. . .
100,30
Preußische Schatzanw.
491,20
Staffelanleihe. .
3½ 86,20
Coneols .
76,70
d0.
Badische Stasts-Anleihe: 4 97.50
½ 88.90
do, v. 92/94 . . . . .
3 84,30
do.-
„
97,90
Baverische Ablös.-Rente:
E.-B.-Anl. kdb. ab 1906 4 98.60
do. unkdb. p. 1918 . . .1 4 98,60
do. unkdb. p. 1920 . . . 4 98,60
E.-B.- u. Allgem. Anl.
98,75
unkdb. p. 1930 . . . .
do. Anleihe . . . . . . . 3½ 84,90
. . . . 3 76,20
do.
Hamburger Staats-Anl. . 4 98,00
do, v. 1887/94 . . . . . . 13½ —
do. . . . . . . . . . . . . . 3 80,20
Heseinche Staats-Anleihe 4 97.75
do. unkdb. p. 1921 . . . 4 97,80
. . . . . . 3½ 85,20
do. . .
do. . .
. . . . . 3 74,25
Hächsische Staats-Rente 3 77,10
Wärttembg. Staats-Anl.
(unkäb. p. 1921). . . . 4 98,80
do. V. 79/80 . . . . . . .3½ 88,50
do. . .
. . . 3 77,80
Bulgarische Gid.-Anl. . . 5 —
Griech. Anl. v. 1990 . . . . 1,6) —
do. v. 1887 Monopol 1¾ 51,60
Italienische Rente. .
Gaterr. Staats-R. v. 1913
90,00
do. Silber-Rente . . . . 4½ 83,75
do. Papier-Rente . . . 4½
do. Gold-Rente . . .
850
do, einheitl. Rente .
4 80,35
Fortug. Tab-Anl. 1891 . . 4½ 97.80
do, inn. amort. 1995 . . 14½ 75,30
do. uif. Serie I
3 63,50
do.
III. 15 66,10
do. Spezial Titel. .
9,50
Zumänen v. 1903 . .
5 99,90
do. Gold v. 1913.
4½ 90,80
do. Schatzsch. v. 1913 . 41
do, conv. .
4 85,20
do. v. 1890 „
495,20
do. v. 1991
4 89,00
do, v. 1905
4 84,80
do. V. 1908
4 85,00
do. v. 1910
4 85,00
Eussische St-An!
98,70
do. kons. v. 1880
4 87,00
„do. Gold v. 1890 .
4 —0
do. v. 1902
4 89,80
Schweden v. 1660. .
3½—
do. v. 1896
-
Schweden v. 1890. . . . . . 3½
Serben steuerfrei . . . . . 4½ 86,00
do, amort. v. 1895 . .
Türk. Egypt. Tribut
do, kons. steuerfreie .
do. Admin. v. 1903. .
75.50
do, unif. v. 1903. . . . .
do. v. 1905. . . . . . .
70,80
Ungarische Staats-Rente
1913 unkdb. bis 1923 . . 4½ 88,30
Ungar. Staatsk.-Scheine
v. 1913. . . . . . . . . . . .4½ 99,00
do. Gold-Rente. . . . . 4 81,85
do. Staats-Rente 1910. 4
do.
Kr. 4 79,50
Argent. innere Gold-Anl.
v. 1887 5
do. äußere v. 1890 . . . 5 1100,40
do. innére v. 1888 . . .4½—
do. äußere v. 1888 . . . 4½ —
do. v. 1897
4 78,50
Chile Gold-Ani. v. 1911.
5 1 94,90
do, v. 1889 „
*14½ —
do. v. 1906
.4½ 89,50
Chines. St.-Anl. v. 189
67 —
do. v. 1896 „
5 99,50
do. Reorg. Anl..
5 88,15
do. v. 1898
4½
Japaner . . .
4½ 92,70
Innere Mexikaner.
568,50
Außere do.
5 85,50
Mexikan. Gold v. 1904
4 69,00
do. cons. . .
Jr.—
3
do. Irrigat.-Anleihe .4½ 69,00
Buenos-Aires Prov. .
3½ 63,70
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*5 —
Sao Pauſo E.-B.
5 —
do. v. 1913 . .
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Südd. Eisenb.-Gesellsch.
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v. 1904 3½ 83,00
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
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Darmstadt . . .
4 94,00
Nordd. Lloyd-Obligat.
4½)—
Donau-Dampfschiff. v. 82 4‟ 91,00
Elisabethbahn . . . . . . . 4 —
Franz-Josef-Bahn . . . . .
-
Kaschau-Oderberger v. 80
Prag-Duxer . . . . . . . . . 3
Osterreich. Staatsbehn . 5 101,90
do. . . . .
. . 4 1 87,40
do. .
. . . 3 72,70
do. Südbahn (Lomb.) . 5. 97,80
do. do.
70,70
do. do.
20/10 50,00
Raab-Oedenburg
76,40
Kronprinz Rudolfbahn .
Russ. Südwest . .
. . „
85,00
Moskau-Kasan .
do. . . . . . . . . .
Wladikawkas. .
85,40
Rjäsan-Koslow.
Portugies. Eisenb. v. 1886
64,30
d0. . . . . . . .
4½/
82,50Livorneser . . . . .
69,20
Saloniaue Monastir.
61,10
Bagdadbahn .
77,25
Anatolische Eisenbahn .4½ 90,50
Missouri-Pacitio I. .
4 90,00
do. do. v. 1905 . . 4 53,00
Northern-Paciſic. . . . . . 4
Southern-Pacific . . . . . . 4 92,00
St. Louis & Son Francisco 5
Tehuantepec . . . . .
5 87,00
Ungar. Lokalbahn .
5 98,00
Provinz-Anleihen.
97,00
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
3½ 8700
do. Em. 10 . . . . . .
:. 3% 83,00
do. „ 9. . .
3½ 84,0
Posen Prov. . . .
4 96,20
Westfalen Prov. V.
Hess. Prov. Oberhessen . 4 95,40
3½l 86,00
do. Starkenburg. .
Städte-
Obligationen.
Darmstadt. . . . . . . . . . 4 95,00
do. . . . .
.. . . . . .3½ 88,70
Frankfurt .
.. . . . 4 2710
do.
...3½I 88,10
Gicßen .
.. . . 4 94,70
do. . .
..3½ 88,50
Heidelberg.
4‟ 95,00
do.
3½ 87,20
Karlsruhe .
4 95,00
do. .
3½ 86,50
Magdeburg
4 —
Mainz . .
4 94,70
do. . .
3½ 88,00
Mannheim .
4 95,00
do. . . .
3½I 86,25
München
4 96,80
Nauheim
3½
Nürnberg
4½ 96,70
do. .
3½ 87,50
Offenbach
4—
do. v. 1914 .
4 —
do.
3½ —
Wiesbaden.
4—
do.
3½ —
Worms .
494,50
do. .
oth.
Lissabon v. 1888
Moskau v. 1912 .
94,00
Stockholm v. 1880
2
Wien Komm. .
-
Wiener Kassenscheine .4½ 99,05
Zürich v. 1889 . .
Buenos Stadt v. 1892
1oze
Pfandbriefe.
Berliner Hyp.-Bk.-Pr. . . 4½1101,50
4 98.60
do. unkdb. 1918. . . .
86,75
do.
1919. . . . .
94,75
do.
1921 . . . .
360
do.
1922. . . .
83,50
do. .
.. . „
9500
do. Komm.-Obl. unk. 1918
95,00
Frankt. Hyp.-Bk. pr. 1910
9600
do.
1915 .. .
96,50
do.
1920 . . .
dc. Ser. 12—19. . . . . . 3½ 86,40
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
. . 3½ 86,50
unkdb. 1910
Frankt. Hyp.-Kred.-Ver.
94,10
Scr. 15—42
94,90
48—49
do. . .
96,00
do. unk. 1922 „ 52
88,60
do. „ 1913. . . . . . .
. 3½ 86,50
do. Ser. 45 . .
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
96,90
Scr. 12, 13, 16
96,90
14, 15, 17
do. . ..
97,40
do. unkdb. 1920 . . . .
97,50
do.
1923 . . ..
84,80
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . .
„84.70
do. „ 3—5 . . . . . . .
do. kündb. 1915 . . . . . 3½ 84,80
96,90
do. Komm, unk. 1913
496,90
do. „
„ 1914
„ 1910 4 1 97.70
do. „
„ 1920 4 97,40
do. ,
„ 1923) 4 97,50
do.
do. verlosb. u. kündb. . 3½ 84,70
do.
unkdb. 19151 3½ 84,75
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb. 4 94,70
do. unkdb. 1922. . . .
96,00
do.
3½ 86,00
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
unkdb. 1917
94,00
94,00
do. . . . . . „ 1919
do. . . ... „ 1921
94,00
5650
do, . . . .. „ 1924
do. . . . . . . . .
84,40
do, Komm. unk. 1923
95,20
do.
1924 .
96,40
Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr. .
97,00
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 89,10
Bank-Aktien.
Div.
Bank für elektr.
Unter-
nehmungen Zürich . . 10
Berg.-Märkische Bank.
Berliner Handelsges.. . . 8½1147.75
Darmstädter Bank . . . . 6½ 1114,60
Deutsche Bank. . . . . . .12½23380
Deutsche Vereinsbank. . 6 1118,75
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 112,00
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 1181,20
Dresdner Bank . . . . . . .8½ 146,40
Frankf. Hypothek.-Bank 10 214,20
½ 1156,00
do. do. Kred.-Ver
Mitteldeutsche Kred.-Bk.6½ 1115.45
Nation.-Bank f. Deutschl. 6 1108,00
7 1121,75
Pfälzische Bank . . . . .
845 13910
Reichsbank .
125,50
Rheinische Kredit-Bank.
1106,50
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver. .
Wiener Bank-Verein . . . 8 (127,75
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf.
126.70
110½
Norddeutscher Lloyd. .
Frankfurt. Schleppschiff. 4 116,00
Südd. Eisenb.-Gesellsch. .16½ 1129,00
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½
Baltimore .
.. . . . 691,15
Canada.
10. 19500
Schantung
7½ 1129,50
Prinz Henry.
Lombarden .
16½
Pennsylvania
6 (110,50
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik . 28 577,75
Chem. Fabrik Griesheim! 14
Farbwerke Höchst . . . . 30 460,00Augsburger
Ver. chem. Fabr. Mannh.. 20 298,00
Zement Heidolberg . . . . 10 144,00Mailänder
Chemische Werke Albert! 30 (398,00
Holzverkohl. Konstanz 15 285.00
Lahmeyer
.
122,60
Schuckert, Nürnberg . .
§ 1143,50
Siemens & Halske. .
12 (212½
Bergmann Elektr. .
5 1115,00
Küg. Elektr. -Gesellsch. . 14 (245,60
Hagen Akkum. . .
25 (288,50
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (164,40
Gummi Peter .
0
79,00
Adler-Fahrradwerke . . . 25 1293,25
Maschinenfabr. Badenia . 6 (123,00
Wittener Stahlröhren . . 0—
Motoren, Oberursel . . .8½ 1152,00
Gasmotoren, Deutz . . . .
120,50
Siemens Glas-Industrie . 15
Enzinger Filter . . . . . . 23 278,50
Steaus Romana . . . . . . 10 148,30
Zellstoff Waldhof . . . . . 12 1171,75
Bad. Zucker-Waghäusel. (12,831216,00
Neue Boden-Aktien-Ges. . (.
75,50
Süddeutsche Immobilien 0 54,50
Bergwerks-Aktien.
Aumetz-Friede .
(152,75
Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 221,50
Leonhard, Braunkohlen . 9 155.00
Konkordia Bergbau . . . 23 356,00
Deutsch-Luxemb. Bergb.! 10 11271,
Eschweiler . . . . . . . . . . 10 226,20
Gelsenkirchen Borgw. . . 11 182,50
Harpen Bergbau. . . . . . 11 1177,00
Kaliwerke Aschersleben - 10 —
Kaliwerke Westeregeln . 13 1190,00
Königin Marienhütte . . 5 81.00
Laurahütte . . . .
8
Oberschles. Eisenbed.
4 86,00
Oberschl. Eisen-Industrie O 83.00
Phönix Bergbau .
18 12355
Rheinische Braunkohlen 11 232.00
Riebeck Montan . .
11 180,50
South West.-Afr. Shares . 5
Verzinsliche
Anlehenslose. (Zf.
Badische
TIr. 1004 —
Cöln-Mindener . TIr. 100 3½138,60
Holländ. Komm. . f1. 100 3%
Madrider
Frs. 100 z —
Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 1142,50
Osterreicher 1860er Lose . 4 180,80
Oldenburger. . . . TIr. 40 3 128.00
Raab-Grazer . . . . H. 1502½109,25
Unverzinsliche
Mk.
Anlehenslose.
p. St.
. A. 7 34,50
Braunschweiger . . . TIr. 20 (206,80
Po. 45
do,
Fs. 10
Meininger . .
.. H. 7 38,50
Osterreicher v. 1864
4. 100 605,00
do. r. 185: A.100
A. 100
Ungar. Staats .
Venediger
Fs. 30 76,00
Türkische ... ..
Fs. 400 1161,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns.
. . . . 20,46
20-Franks-Stücke . . . . . . . 16,35
Amerikanische Noten . ..
14,18½
Englische Noten..
2052
Französische Noten.
81,50
Holländische Noten
169,40
Italienische Noten .
81,25
Osterr.-Ungsrische Noten. . 84,95
Russische Noten . . . . . . . .
Schweizer Noten. . . . . . . .
81,50
Reichsbank-Diskont . .
do. Lombard Zaf.. .
Tendens:
Widerstandsfühig.
Bandel und Verkeſtr.
— Frankfurt a. M., 7. Juli. (Börſe.) Die
Börſe zeigte heute das gleiche Bild wie das der letzten
Tage, nämlich abwartende Haltung bei ganz geringen
Um=
ſätzen. Die erſten Wiener Notierungen waren abgeſchwächt
und ſo konnte die an der geſtrigen Berliner Börſe
beobach=
tete feſte Haltung der Elektrizitätsaktien am hieſigen
Markte nicht zur Geltung kommen. Ebenſo war auch das
Intereſſe, welches ſich geſtern für vereinzelte Bankaktien
ge=
zeigt hatte, wieder verſchwunden. Der Geſamteindruck der
Börſe charakteriſiert ſich immerhin als recht
widerſtands=
fähig. Eine Anregung boten beſſere Londoner Kurſe. Auch
die aus Paris hierher gemeldete Nachricht von dem Erfolg
der Subſkription auf die neue franzöſiſche Anleihe wurde
mit Befriedigung aufgenommen und gilt als Beweis, daß
das Land die Folgen der verhängnisvollen Kriſis in
ab=
ſehbarer Zeit verwinden wird. Der Verlauf der Börſe
blieb ſtill, das Geſchäft auf vereinzelte Umſätze beſchränkt.
Auch der Kaſſamarkt lag ruhig. Höher ſtellten ſich u. a.
Höchſter 1½ Prozent, Scheideanſtalt 1¾ Prozent, Anilin
1 Prozent, Dürkopp 2 Prozent, niedriger Akkumulatoren
4 Prozent, Holzverkohlung 2 Prozent, Weſſels 1¼ Prozent.
* Dortmund, 6. Juli. Die
Stadtverordne=
ten genehmigten eine Anleihe von drei
Millio=
nen Mark zu vier Prozent, die mit ſechs Prozent
zuzüg=
lich der durch die Tilgung erſparten Zinſen amortiſierbar
iſt. Die Anleihe dient zur Deckung der infolge von
Einge=
meindungen aufzuwendenden außerordentlichen Ausgaben.
* Paris, 7. Juli. Dem „Matin” zufolge war die
heute zur Ausgabe gelangende franzöſiſche 805
Mil=
lionen=Anleihe geſtern abend bereits an 30 Mal
überzeichnet. Man dürfte eine 40fache Ueberzeichnung
er=
warten.
* Für die Verſendung telegraphiſcher
Poſt=
anweiſungen des inneren deutſchen Verkehrs tritt
vom 15. Juli ab inſofern eine Erleichterung ein, als bei
der Einzahlung von Beträgen bis zu 3000 Mark für
den=
ſelben Empfänger nur eine einzige
Poſtanwei=
ſung ausgefertigt zu werden braucht, während bisher
für jeden Betrag von 800 Mark eine beſondere
Poſtanwei=
ſung ausgeſchrieben werden mußte. Außerdem iſt mit der
Neuerung eine Erſparnis an Telegrammgebühren
verbun=
den, da in das von der Poſtanſtalt auszufertigende
Ueber=
weiſungstelegramm künftig nur eine
Poſtanweiſungs=
nummer und der zu überweiſende Geſamtbetrag
aufzu=
nehmen ſind, während bisher außer dem Geſamtbetrage
die Zahl der Einzelpoſtanweiſungen, ihre
Aufgabenum=
mern und ihre Einzelbeträge anzugeben waren. In der
Berechnung der Poſtanweiſungs= und der
Eilbeſtellgebüh=
ren tritt keine Aenderung ein.
* Dasdeutſche Bankweſen in den
Balkan=
ſtaaten. Die Monatsſchrift Deutſche Arbeit berichtet in
ihrer Nummer 6 folgendes: In Rumänien beſitzt die
deut=
ſche Bankwelt zwei Vertreter. Die Banca Generala
Ro=
mana, welche 1897 von der Diskontogeſellſchaft und dem
Hauſe Bleichröder gegründet worden iſt. Die
Gründungs=
ſumme beträgt zurzeit 15 Millionen Lei — zirka 12
Mil=
lionen Mark, die Dividende (1912) 12 Prozent. 1904
wurde ferner das Bankgeſchäft Marmoroſch, Blank u. Co.
gegründet, an der außer Frankreich und Ungarn deutſches
Kapital beteiligt iſt. Die Darmſtädter Bank und die
Ber=
liner Handelsgeſellſchaft ſtellen je zwei von den 16
Direkto=
rialmitgliedern. Das Kapital beträgt 20 Millionen Lei. Der
Gewinnertrag betrug (1912) 11 Prozent. In Bulgarien
beſteht nur die Kreditna Bank, welche 1905 durch die
Dis=
kontogeſellſchaft, Bleichröder und bulgariſches Kapital
gegründet worden iſt. Das Kapital beträgt 3 Millionen
Leona — zirka 2,4 Millionen Mark. Die Dividende betrug
5 Prozent. In Serbien war vor dem Balkankriege die
Berliner Handelsgeſellſchaft mit der Bankfirma
Andrée-
vitsch aſſoziiert. Dieſe wiederum war verbunden mit der
Peſter Ungariſchen Kommerzialbank. Der politiſche Zwiſt
zwiſchen Ungarn und Serbien löſte dieſe Verbindung, ſo
daß Deutſchland zurzeit kein unabhängiges
Bankunter=
nehmen in Serbien beſitzt. Das gleiche gilt von
Griechen=
land und Albanien. In der Türkei dagegen betätigt ſich
lebhaft die Deutſche Bank mit ihren Filialen in
Konſtan=
tinopel. Hier wirkt auch die Deutſche Orientbank, welche
durch die Dresdener Bank, den Schaaffhauſenſchen
Bank=
verein und die Nationalbank gegründet worden iſt. Ihr
Arbeitsfeld umſchließt außer der Türkei auch Aegypten
und Marokko.
Landwirtſchaftliches.
II. Frankfurt a. M., 7. Juli. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt waren die Abſchlüſſe ſehr
geringfügig, da jede Anregung fehlte. Landweizen wurde
kaum gehandelt und in Landroggen nur ganz geringe
Quantitäten. Die Mühlen kaufen vorerſt nur das
Not=
wendigſte und der ſonſtige Konſumbegehr iſt nicht
nennens=
wert. Nur Hafer war etwas gefragt, wobei beſſere Ware
bevorzugt wurde. Mais knapp, Gerſte faſt geſchäftslos.
Mehl und Futtermittel in Forderungen unverändert.
Der Mannheimer Getreidemarkt blieb ſtill.
An der Berliner Produktenbörſe war Getreide
feſt auf Deckungen für angeblich außerhalb verkaufte Ware.
Auslandsofferten waren knapper und zum Teil teuerer.
Nur Juliweizen gedrückt auf Realiſationen. Hafer blieb
behauptet, Lokoware aber wenig gefragt. Nach den letzten
Kabelnachrichten von den amerikaniſchen
Ge=
treidemärkten (Neu=York und Chikago) waren
Wei=
zen und Mais größeren Schwankungen unterworfen und
zeitweiſe matter, beſonders für Juliware auf das
bedeu=
tende Angebot der Farmer, dann aber wieder befeſtigt
auf Meldungen über das Auftreten von Roſt in
Süd=
amerika und die hauſſelautenden Viſible ſupply=Ziffern.
Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von
15,40 Mill. Buſh. auf 13,63 Mill. Buſh. und die
Maisvor=
räte von 7,59 Mill. Buſh. auf 6,91 Mill. Buſh.
zurück=
gegangen. Auch in Kanada reduzierten ſich die
Weizen=
vorräte in dieſer Woche von 10,51 Mill. Buſh. auf 9,16
Mill. Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer, unverändert, Nordd.
unverändert, Kurheſſiſcher unverändert, Rumäniſcher 22,50
bis 23, Redwinter 22—22,75, Ruſſiſcher 22,75— 23.50,
Kan=
ſas 22,50—23, Manitoba 22,25—22,50, Laplata 21,75—22,75,
Walla=Walla 22—22,50; Roggen, hieſiger, 17,25—17,50,
Bayeriſcher 17,50—17,75, Ruſſiſcher 18—18,25, Rumäniſcher
18—18,25; Gerſte, Pfälzer, 17,25—17,75, hieſige und
Wetterauer 17—17,50, Riedgerſte 16,75—17,25, Fränkiſche
16,50—17,50; Hafer, hieſiger, 18,50—19,50, Bayeriſcher
18,75—19,75, Ruſſiſcher 18,25—20, Amerikaniſcher 17,50 bis
18,25, Rumäniſcher 18,25—20. Mais mixed 15,25—15,50,
Ruſſiſcher 15,50—15,75, Donaumais 15,40—15,60,
Rumä=
niſcher 15,50—15.70, Laplata 15,50—15,75, Weißer Mais
15,40—15,60, Weizenſchalen 10,25—10,50, Weizenkleie
10,20—10,40, Roggenkleie 11,50—12, Futtermehl 12—14,
Biertreber, getrocknet, 11,75—12,75, Futtergerſte 14,50 bis
14,60. Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim): Nr. 0
30—30,25, feinere Marken 30,50—30,75, Nr. 1 28,50—28,75,
feinere Marken 29—29,25, Nr. 2 27—27,25, feinere Marken
27,50—27,75, Nr. 3 25,50—25,75, feinere Marken 26—26,25,
Nr. 4 21,50—22, feinere Marken 22,25—22,50.
Roggen=
mehl, hieſiges, Nr. 0 25,25—25,50, Nr. 1 22,75—23,50, Nr. 2
21,50—21,75.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 30. Juni bis 6. Juli.
Obwohl die Warenknappheit unvermindert fortbeſteht,
hat die Stimmung auf dem deutſchen Roggenmarkt in
der Berichtswoche eine empfindliche Abſchwächung
erfah=
ren. Das heiße und trockene Wetter, das die Reife des
Roggens beſchleunigt, erweckte die Hoffnung auf einen
frühzeitigen Beginn der Ernte, und das war der Grund,
daß in der Berichtswoche umfangreiche Begleichungen und
auch Abgaben vorgenommen wurden, die einen ſcharfen
Preisdruck herbeiführten. Die verflauende Wirkung der
Witterung machte ſich inſofern auch im Warengeſchäft
gel=
tend, als die Mühlen mit weiteren Anſchaffungen
zurück=
hielten und ihre Gebote ſtark herabſetzten. Dem Umſtand,
daß die Witterung gegen Schluß der Woche einen
unbe=
ſtändigen Charakter annahm war es zuzuſchreiben, daß die
Abgeber wieder vorſichtiger wurden und eine leichte Er=
holung Platz greifen konnte. Immerhin ſchließt Juli=
Lieferung noch 3,5 Mark niedriger als vor acht Tagen,
während September nur 1 Mark einbüßte. Im Gegenſatz
zu Roggen bekundete Weizen diesmal im allgemeinen
etwas feſtere Haltung. In Amerika war das Wetter für
das Einernten und Dreſchen zuletzt weniger vorteilhaft,
auch wurde in den Frühjahrs=Weizengebieten über Roſt
geklagt, und da die Farmer daraufhin mit dem Angebot
zurückhielten, ſo waren auch die Exporteure vorſichtiger
und erhöhten ihre Forderungen. Eine weitere Anregung
boten die wiederholten Klagen über den Saatenſtand in
Rußland, ſowie feſte Tendenzmeldungen aus Rumänien
und Ungarn. Außerdem machte ſich in Weſtdeutſchland
ſtärkere Nachfrage über ausländiſchen Weizen bemerkbar.
In Berlin lagerten am 1. Juli noch zirka 10000 Tonnen
Weizen, und es haben auch vereinzelt Andienungen
ſtatt=
gefunden; ein Teil wurde allerdings als unlieferbar
er=
klärt, auch wurde zuletzt manches vom Berliner Lager in
die Provinz geſandt. Der Reſt befindet ſich in feſten
Hän=
den, und es beſteht daher wenig Klarheit, wie ſich die
Abwickelung des Juli=Termins geſtalten dürfte. Während
der Preis für die laufende Sicht infolge von
Begleichun=
gen 1,75 Mark verlor, konnte September um 1 Mark
an=
ziehen. Hafer behielt bei knappem Angebot und wenig
veränderten Preiſen ruhiges Geſchäft. Lieferung wurde
durch Deckungen geſtützt. Für Futtergerſte waren die
ruſſiſchen Forderungen höher gehalten, auch Mais war auf
ungünſtige Wettermeldungen aus Argentinien leicht
be=
feſtigt. Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide
am letzten Markttage wie folgt:
Hafer
Roggen
Weizen
170
172 (*4
. 207
Danzig
169 (—
. 205 (—2 ) 175 (—
Stettin
167
209 (— ) 168
Poſen
162
)171
205
Breslau
188
. 206
Berlin
185
184
Magdeburg . 206
182
189
. 206
Halle .
182
203
191
Leipzig
178
184
Dresden.
210
169
178
Roſtock
182
183
. 207
Hamburg
188
185
Hannover
201
184
185
. 212
Düſſeldorf
170
208
177
Köln
195
182
Frankfurt a. M. 220
185
188 (46
München . . 218
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Juli 204,25 (— 1,75),
Sept. 195,25 (* 1), Peſt Okt. 216,50 (—0,85), Paris Juli
218,40 (—1,60), Liverpool Okt. 153 (—1,85), Chikago
Juli 122,30 (- 1,75), Roggen: Berlin Juli 173,50 (—3,50),
Sept. 164,75 (—1), Hafer: Berlin Juli 171,50 (—0,25),
Ruſſengerſte frei Hamburg unverzollt Juli 119 (*1),
Aug.Dez. 116,50 — 2), Mais: Argent. Juli(Aug. 106,50
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Literariſches.
A. Hartlebens Kleines Statiſtiſches
Taſchenbuch über alle Lände der Erde. 21. Jahrgang
1914. Nach den neueſten Angaben bearbeitet von Prof.
Dr. Friedrich Umlauft. 9 Bogen, Duodez. Gebunden
1,50 Mk. A. Hartlebens Kleines Statiſtiſches Taſchenbuch
hat in ſeinem eben erſchienenen 21. Jahrgang das
hand=
liche Format und die längſt bewährte, äußerſt praktiſche
Anordnung des Inhalts beibehalten. Eine Vermehrung
hat der Inhalt inſofern erfahren, als in der Rubrik
Tele=
phone” die Zahl der Geſpräche Aufnahme fand.
Beſon=
deres Intereſſe nehmen die im „Anhang” mitgeteilten
ver=
gleichenden Ueberſichten über die bedeutſamſten ſtatiſtiſchen
Verhältniſſe ſämtlicher europäiſcher Staaten in Anſpruch.
Wir finden da Zuſammenſtellungen der Eiſenbahnen, der
Telegraphen, Telephone, des Poſtweſens, des Handels,
der Handelsflotten, der Staatsſchulden, der Armeen und
Kriegsflotten von Europa. Auf die ganze Erde beziehen
ſich die Tabellen über Größe und Bevölkerung der
Erd=
teile, über die Eiſenbahnen, die unterſeeiſchen Kabel und
über die größten Städte der Erde mit mindeſtens 500000
Einwohnern. A. Hartlebens Verlag in Wien und Leipzig.
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juli 1914.
Nummer 185.
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[ ← ][ ][ → ]Nr. 183.
Mittwoch, 8. Juli.
1914.
Zweite Kammer der Stände.
125. Sitzung.
St. Darmſtadt, 7. Juli.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Dr. v. Ewald,
Finanzminiſter Dr. Braun, Miniſter des Innern
v. Hombergk zu Vach, Staatsräte Wilbrand, Dr.
Becker, Dr. Beſt, Lorbacher, Miniſterialräte
Höl=
zinger, Dr. Kratz, Geh. Oberfinanzrat Dr. Rohde,
Geh. Legationsrat Dr. Neidhart, Oberfinanzrat
Balſer.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 10½ Uhr.
Vor Eintritt in die Tagesordnung widmet er einen
warmherzigen
Nachruf
dem am 4. ds. Mts. verſtorbenen Abgeordneten
Friede=
rich (Bbd.), der ſeit 1911 dem Hauſe angehört und ſeit
dieſer Zeit zu den eifrigſten Mitgliedern der Kammer
ge=
hört habe bis ihn eine tückiſche Krankheit an der
weite=
ren Tätigkeit hinderte. Das große Leichenbegängnis, das
geſtern in Groß=Rohrheim ſtattgefunden, habe von der
großen Wertſchätzung des Verſtorbenen Zeugnis abgelegt.
Der Präſident habe am Grabe einen Kranz zum Zeichen
der Trauer und zum Beweiſe dafür niedergelegt, daß die
Kammer das Andenken des Verſtorbenen ſtets ehren
werde. Die Abgeordneten erheben ſich zum Zeichen des
Einverſtändniſſes von ihren Plätzen.
Landtagsſchluß.
Der Präſident verlieſt ſodann ein Schreiben des
Großherzoglichen Staatsminiſteriums, in dem mitgeteilt
wird, daß Se. Königl. Hoheit der Großherzog beſchloſſen
habe, am Donnerstag, den 9. ds. Mts., den 35.
Landtag um 12½ Uhr im Großherzoglichen Reſidenzſchloß
in Höchſteigener Perſon zu ſchließen. — Danach wird in
die Tagesordnung eingetreten.
Rückäußerungen Erſter Kammer.
Ueber die Rückäußerungen Erſter Kammer zum
Geſetz=
entwurf, betr. die Losgeſellſchaften, erſtattet Abg.
Raab Bericht. Er beantragt durchweg Zuſtimmung zu
den Beſchlüſſen der Erſten Kammer, die ohne Debatte
be=
ſchloſſen wird.
Ueber die Rückäußerungen zum Geſetzentwurf, betr.
die Kommunalforſtwarte, erſtattet in Vertretung
des durch Trauerfall verhinderten Abg. Dr. Oſann der
Abg. Molthan Bericht. Der Finanzausſchuß bedauert,
daß die Erſte Kammer den Beſchlüſſen der Zweiten
Kam=
mer nicht beigetreten iſt, namentlich bezüglich der
Gehalts=
feſtſetzung. Nur um die Vorlage nicht ganz zu Fall zu
bringen und den Forſtwarten wenigſtens etwas zu geben,
beantragt der Ausſchuß Zuſtimmung zu den
Be=
ſchlüſſen des anderen Hauſes. Die Abgg. Henrich und
Ulrich ſchließen ſich dem Bedauern an. Dem
Ausſchuß=
antrag wird dann zugeſtimmt.
Zum Geſetzentwurf, betr. die Kraftwagenlinien,
beantragt Abg. Brauer namens des Ausſchuſſes, von
dem Beſchluſſe der Erſten Kammer, die Vorlage nicht mehr
in Beratung zu nehmen, Kenntnis zu nehmen. Der
An=
trag wird nach längerer Debatte angenommen. — Damit
ſind die Rückäußerungen erledigt.
Es folgt Beratung der Regierungsvorlage. betr.
Staatsvertrag zwiſchen der Großh. Badiſchen und
der Großh. Heſſiſchen Regierung über den
Bau einer Eiſenbahn von Neckarſteinach
nach Schönau
im Odenwälder Steinachtal.
Zwiſchen den beiden Regierungen iſt ein
Staatsver=
trag über die Erbauung einer Eiſenbahn von
Neckar=
ſteinach nach Schönau zuſtande gekommen. Von
beſonde=
rer Bedeutung iſt in dieſem Vertrag der Artikel 7, welcher
beſtimmt, daß im Einklang mit dem am 19. Februar 1874
wegen der Strecke Neckargemünd-Eberbach zwiſchen
bei=
den Staaten abgeſchloſſenen Staatsvertrag der badiſchen
Eiſenbahnverwaltung Steuerfreiheit von
Gemeindeabga=
ben und Kreisumlagen eingeräumt iſt. Die übrigen
Ar=
tikel des Vertrages regeln die Art der Ausführung der
Bahn, beſtimmen den Termin, bis zu welchem der
Bahn=
bau vollendet ſein muß und nehmen die Möglichkeit der
Weiterführung bis Heiligkreuz=Steinach in Ausſicht. Nach
Artikel 4 wird ein Zuſchuß Heſſens nicht gewährt. Im
übrigen wird dem Intereſſe der Gemeinde Neckarſteinach
dadurch entgegengekommen, daß die badiſche
Eiſenbahn=
verwaltung am nordweſtlichen Ausgang in Neckarſteinach
auf ihre Koſten einen Perſonenhaltepunkt anlegt und
unterhält. Der Ausſchuß hat gegen den Staatsvertrag
und ſeine Beſtimmungen nichts zu erinnern und beantragt
Zuſtimmung. Das Haus ſchließt ſich dem an.
Ueber die Regierungsvorlage, betr.
die Ausführung des Beſoldungsgeſetzes
vom 21. März 1914,
erſtattet Abg. Henrich Bericht. Der Inhalt der
Vor=
lage iſt bekannt. Es liegt hierzu ein Antrag des Abg.
Dr. Weber vor: Die Kammer wolle bei Beratung der
Regierungsvorlage beſchließen: 1. Die Großherzogliche
Regierung zu erſuchen, die Wirkungen des Abſatzes 2 und
3 des Artikels 27 zu mildern und deshalb 2. die
Groß=
herzogliche Regierung zu ermächtigen, in Gemäßheit des
Abſatzes 4 dieſes Artikels nicht nur die erſte
Aufrückungs=
friſt, ſondern auch die weiteren Aufrückungsfriſten
der=
art feſtzuſetzen, daß die betroffenen Beamten bereits nach
jeweils einem Jahr in die nächſte Gehaltsklaſſe
auf=
rücken, bis ſie den nach Dienſtalter und Beſoldungstarif
ihnen zukommenden Gehalt, der ihnen ohne Anwendung
des Mitels 27 zuteil gewverdem
wäre erreicht haben.
Der Ausſchuß beantragt, dieſem Antrag
zuzu=
ſtimmen.
Weiter ſtellt Abg. Henrich einen Zuſatzantrag
zu dem Antrag Dr. Weber als Poſ. 3 bezw. zu dem
Eventualantrag: 3. Die Großh. Regierung zu erſuchen,
bei Anrechnung der in einem früheren Amte verbrachten
Zeit die nunmehr in einer Beſoldungsklaſſe vereinigten
Beamten gleichmäßig zu behandeln, und zwar in dem für
die Beamten günſtigeren Sinne.
Endlich beantragt Abg. Henrich zu Artikel 32:
Die Großh. Regierung zu erſuchen, diejenigen Beamten
von gleicher Vorbildung und gleicher Staatsprüfung, die
bisher in bezug auf ihre erſte Anſtellung in der Regel als
eine einheitliche Klaſſe behandelt worden ſind. insbeſondere
die Inhaber von Dienſtſtellen, für die das Finanzexamen
1. Kategorie vorgeſchrieben iſt, als zu einer gemeinſamen
Dienſtklaſſe im Sinne des Artikels 32 gehörig zu behandeln.
Dieſe Anträge beantragt der Ausſchuß
abzu=
lehnen.
Staatsrat Dr. Beſt: Die Regierung ſteht auf dem
Standpunkt, eine Geſetzesänderung unter allen Umſtänden
zu vermeiden. Auf dem gleichen Standpunkt haben auch
der Ausſchuß und der Abgeordnete Dr. Weber geſtanden.
Nun bedeutet aber der Antrag Weber zweifellos eine
Ge=
ſetzesänderung, denn er will die Ausführungsfriſten von
3 auf 1 Jahr herabſetzen. Die Regierung iſt nicht in der
Lage, dieſer Geſetzesänderung zuzuſtimmen, ganz abgeſehen
von den finanziellen Folgen des Antrages Weber, der die
Staatskaſſe mit weiteren 40 000 Mark belaſtet. Es iſt ein
Irrtum, wenn man ſagt, die Wirkung der Bremsvorſchrift
ſei nicht vorausgeahnt worden. Dieſe Wirkung war
viel=
mehr beabſichtigt. Ich beantrage alſo auch aus ſachlichen
Gründen Ablehnung des Antrags Weber.
Abg. Henrich: Das Beſoldungsgeſetz hat doch mehr
Enttäuſchungen gebracht, als man glaubte. Auch die
heu=
tige Vorlage enttäuſche diejenigen, die auf eine Aenderung
des Geſetzes gehofft hätten. Eine Aenderung des Geſetzes
käme nicht in Betracht, ſondern nur eine Auslegung für
zweifelhafte Fälle. Es ſei aber ein Irrtum, anzunehmen,
man käme in Zukunft um die unabweisbaren Erganzungen
und Verbeſſerungen herum. Er wolle darum heute nicht
von einzelnen Beſchwerden reden, auch nicht von den
For=
derungen der Staatsdienſtanwärter, der Penſionäre, der
Schreibgehilfen wegen ihrer Verſicherungspflicht und auch
nicht von ſeinem Antrag wegen der Lehrer an den
Vor=
ſeminarien, der nun auch unerledigt bleibe. Er wolle ſich
lediglich an die Vorlage halten, bei der die wohlwollende
Auslegung des Geſetzes dankend anzuerkennen ſei. Es
fehle aber manches darin. Namentlich gelte das für zwei
Punkte: Die Ausführung des Art. 27 (
Uebergangsbeſtim=
mungen) und des Art. 32 (Beſoldungsvordienſtzeit). Der
Antrag Weber ändere den Artikel 27 ſo gründlich ab, daß
man ihm grundſätzlich zuſtimmen könne, aber es ſei mit
Rückſicht auf die ganze Tendenz der Vorlage zum
minde=
ſten zweifelhaft, daß ein Antrag von allen Faktoren der
Geſetzgebung angenommen würde, der einen Teil des
Ar=
tikels 27 einfach aufhebt. Als vorſichtiger Mann hat
deshalb Redner, um wenigſtens unter allen Umſtänden
etwas zu erreichen, einen Eventualantrag eingebracht, der
ſich im Rahmen des Geſetzes hält. Danach ſoll die
Regie=
rung die Vollmacht die ihr das Geſetz bezüglich des
Auf=
rückungstermins gibt. zum Vorteil der Beamten ausnutzen.
die ihren Höchſtgehalt beſonders ſpät erreichen. Im
wei=
teren begründet Redner einen Antrag zu Artikel 32, in dem
er fordert, den Begriff „gleiche Dienſtklaſſe” derart
auszu=
legen, daß Beamte mit gleicher Staatsprüfung und
ein=
heitlichen Anſtellungsgrundſätzen, ſpeziell die mittleren
Finanzbeamten, als eine einheitliche Dienſtklaſſe betrachtet
werden. Er widerlegt zugleich den Einwand, daß nach
dieſem Grundſatze bei dem Artikel 7 für ſpätere
Schädi=
gungen dieſer Beamten zu befürchten ſeien. Dieſe ſeien
nur denkbar, wenn ein Beamter vor ſeiner Anſtellung viele
Jahre außerhalb des Staatsdienſtes geſtanden habe und
nun infolge der Bremsbeſtimmung beim Artikel 7 alle
jüngeren Beamten ſchädigen würde. Man müſſe aber
er=
warten, daß die Regierung ſolche Schädigungen zu
ver=
hüten wiſſe, ſonſt ſei die fragliche Beſtimmung ungerecht.
Zur Zufriedenſtellung der Beamten gehöre vor allem
möglichſt gleichmäßige Behandlung aller derer, die
be=
rechtigt ſind, ſich untereinander zu vergleichen. Das ſei
einer der Hauptgründe für ſeinen Antrag.
Abg. Dr. Weber: Durch die Sperrvorſchrift iſt die
ältere Hälfte der Forſtwarte von der Gehaltserhöhung
aus=
geſchloſſen. Das iſt eine Härte, die mein Antrag beſeitigen
wollte. Wenn die Regierung dieſe Härte gekannt hat, hat
ſie unterlaſſen, ſie dem Ausſchuß bekanntzugeben. Aus
Gründen der Gerechtigkeit ſollte man meinem Antrag
zu=
ſtimmen.
Staatsrat Dr. Beſt: Zu den Anträgen des
Abgeord=
neten Henrich iſt zu bemerken, daß Dienſtklaſſe nicht
identi=
fiziert werden kann mit Gehaltsklaſſe. Er erörtert dann
die grundlegende Auslegung des Begriffs Dienſtklaſſe und
Gehaltsklaſſe. Der Antrag Henrich wolle zugunſten einer
einzelnen Beamtenklaſſe eine abweichende Auslegung
ge=
ſetzlich feſtlegen. Dem könne die Regierung nicht
zuſtim=
men in Rückſicht auf die anderen Beamten, die natürlich die
Konſequenz aus dieſen Auslegungen ziehen würden.
Zwei=
fellos aber bedeute auch der Antrag Henrich eine
Geſetzes=
änderung, der die Regierung nicht zuſtimmen kann. Wir
bitten darum um Ablehnung des Antrags Henrich.
Abg. Beſt möchte dringend davor warnen, das unter
den größten Mühen zuſtandegekommene Geſetz ſchon
wie=
der zu ändern.
Abg Ulrich ſteht auf dem Standpunkt, daß es ſich
hier gar nicht um eine Geſetzesänderung handelt, ſondern
gung der betroffenen Beamten hat niemand vorausgeſehen
und niemand gewollt. Man ſollte alſo den Anträgen
zu=
ſtimmen.
Abg. Calman: Gefühlsmäßig ſtehen wir jedenfalls
alle auf dem Boden der Anträge. Juriſtiſch iſt es aber
nicht angängig, einen etwa im Geſetz enthaltenen Mangel
durch Feſtlegung einer Interpretation zu beſeitigen. Ich
bin der Meinung, daß wir eine andere Form finden
kön=
nen, die Mängel zu beſeitigen, und bitte, die Sache bis
morgen zu vertagen, damit wir uns über dieſe Form
einigen können.
Abg. Henrich widerſpricht der Anſicht, als ob ſein
Antrag Vorteile für eine beſtimmte Beamtengruppe
be=
deute. Wenn man wider Willen eine beſtimmte Klaſſe
geſchädigt hat, iſt es nur gerecht und billig, wenn man
den Fehler wieder gut macht.
Abg. Dr. Weber tritt nochmals für ſeinen Antrag
ein.
Staatsrat Dr. Becker: Es iſt ganz zweifellos, daß
die vorliegenden Anträge eine Geſetzesänderung bedeuten.
Herr Abg. Calman hat das ſchon juriſtiſch begründet;
aber auch der klare Menſchenverſtand muß davon
über=
zeugen, daß wenigſtens der Antrag Dr. Weber eine
Ge=
ſetzesänderung will. Ueber die Wirkungen der
Brems=
vorſchriſten konnte niemand im Zweifel ſein. In der
Begründung zur Regierungsvorlage iſt ganz ausdrücklich
darauf hingewieſen, daß Beamte, die durch Beſeitigung
der Härten und Ungleichheiten bedeutend gehoben werden,
nicht ſofort in den Vollgenuß der Gehaltserhöhung
ein=
treten können. Deutlicher kann man ſich doch gar nicht
ausſprechen. Ich muß es alſo beſtreiten, wenn behauptet
wird, kein Menſch konnte ſich darüber klar ſein, was das
Geſetz eigentlich wollte. Richtig hingegen kann ſein, daß
man in der ausgedehnten Debatte über alle möglichen
Dinge überſehen hat, auf das Zahlenmäßige in der
Wir=
kung der Vorlage zu achten. Es kommen übrigens nur
verhältnismäßig wenige Beamten in Betracht, die von der
Bremsvorſchrift betroffen werden. Von größerer Härte
kann nicht geredet werden. Jedenfalls muß ich namens
der Regierung entſchieden beſtreiten, daß ihr die Wirkung
der Bremsvorſchriften nicht bekannt war. Richtig iſt, daß
durch die Bremsvorſchrift viele Unterbeamte getroffen
werden. Das kommt einfach daher, weil gerade die
Unter=
beamten durch die Beſoldungsordnung ſehr gehoben
wor=
den ſind. Im übrigen wirken die Vorſchriſten aber auch
ſehr ſtark gegen die mittleren, und noch ſtärker gegen die
oberen Beamten. Im Intereſſe der Stabilität des
Ge=
ſetzes möchte ich dringend davor warnen, heute ſchon ſolche
Aenderungen zu treffen. Auch die Anträge Henrich ſind
zweifellos Aenderungen des Geſetzes, denen die Regierung
nicht zuſtimmen kann.
Nach weiteren Ausführungen der Abgeordneten Ulrich,
Molthan, Calman, Dr. Weber und des Staatsrats Dr.
Becker erfolgt Abſtimmung.
Der Ausſchußantrag, die
Regierungsvor=
lage anzunehmen, wird angenommen; ebenſo
die Anträge Dr. Weber und Henrich.
Zum Antrag des Abg. Singer, betreffend die
Bewilligung eines Staatszuſchuſſes
zur Renovation des in ſeinem Beſtande gefährdeten
bau=
geſchichtlich bedeutungsvollen Steinheimer Tor=
Turmes in Seligenſtadt beantragt der Ausſchuß,
den Betragvon5000 Mark zu bewilligen und
dieſen Betrag vorlagsweiſe auf Kap. 48, Tit. 2e für 1914
zu verrechnen. Der Antrag wird angenommen.
Zu den Vorſtellungen der Eiſenbahnoberſekretäre
Ewald, Eimer und Planz, betreffend:
Beſoldungsdienſtalter
beantragt der Ausſchuß, die Großh. Regierung zu
erſuchen, mit dem Königlich Preußiſchen Miniſter der
öffentlichen Arbeiten in Verhandlungen darüber
einzutre=
ten, daß den aufgrund des heſſiſchen Finanzexamens erſter
Kategorie als Eiſenbahnſekretäre angeſtellten
Gemein=
ſchaftsbeamten die nach beſtandener Prüfung im
Eiſen=
bahndienſt zugebrachte Dienſtzeit bei Berechnung der
Be=
ſoldungsvordienſtzeit ohne jeden Abzug voll in
Anſatz gebracht wird.
Nachdem die Abgeordneten Korell=Angenrod,
Wolf=Gonſenheim, Wiegand, Dr. Schmidt, Ulrich
und Henrich ſich für den Antrag ausgeſprochen, wird
dieſer einſtimmig angenommen.
Nächſte Sitzung Mittwoch 9½ Uhr.
Schluß gegen 1 Uhr.
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juli 1914.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juli 1914.
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Nummer 185,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 8. Juli 1914.
Seite 23.
Turnen, Spiele und Sport.
* Darmſtädter Schwimmklub Jungdeutſchland. Man
ſchreibt uns: Bei dem Schwimmfeſt des Mannheimer
Schwimmklubs „Salamander” am Sonntag
konnte in der Jugendlageſtafette Darmſtädter
Schwimmklub Jungdeutſchland (Selzam I, Greiner,
Frank, Wißner II) nur den vierten Platz belegen, während
im Junior=Bruſtſchwimmen Schmitz Dritter wurde. Das
Waſſerballſpiel gegen „Salamander”=Mannheim verloren
die Darmſtädter mit 233 (Halbzeit 211). Es ſei übrigens
hiermit richtig geſtellt, daß die Stafettenmannſchaft, die
beim Schwimmen im Woog am 28. Juni als Dritte endete,
diejenige des Neuen Gymnaſiums, nicht der Turngemeinde
war.
* Das Nationale Sportfeſt des Fußballklubs Olympia
Darmſtadt verſpricht eine erſtklaſſige ſportliche
Veranſtal=
tung zu werden. Die Meldungen zu den einzelnen
Wett=
kämpfen liegen ſchon jetzt äußerſt zahlreich vor und weiſen
in allen Konkurrenzen eine vorzügliche Beſetzung auf. Die
beſten deutſchen Leichtathleten werden antreten. So hat
der bekannte Turnverein München 1860 ſeine
deutſche Rekordmannſchaft im 400 Meter=Laufen mit Kern,
Leber, Vogt und Aicher gemeldet. Weiter ſtartet von dem
Turnverein 1860 noch Kruger im Diskus= und
Hammer=
werfen, ſowie Kugelſtoßen. Der Fußballverein
Straß=
burg wird ſich mit ſeiner Rekordſtafettenmannſchaft über
3000 Meter, ſowie 800 und 1500 Meter=Laufen beteiligen.
Die Duisburger „Preußen” gelten mit als Favorit
für die 400 Meter=Stafette, ſind doch in deren Mannſchaft
die beiden bekannten Rekordläufer Mertens und Brugmanns
von dem White=Star=Klub in Brüſſel vertreten. Auch von
Stuttgart, Konſtanz, Köln, Ludwigshafen, Frankfurt a.
M. uſw. werden die Beſten vertreten ſein. Mit dem
Char=
lottenburger Sportklub ſind zurzeit noch Verhandlungen
im Gange. Bei ſolch glänzender Beſetzung aller
Konkur=
renzen wird dem Darmſtädter Sport=Publikum
Gelegen=
heit gegeben, die beſten der Sportjugend, darunter auch
Deutſchlands Vertreter bei der VI. Olympiade in
Stock=
holm, auf der Kampfbahn zu ſehen.
er. Pferdeſport. Breslau. Das Kynaſt=
Jagd=
rennen gewann Avignon nach Gefallen gegen Block und
Mona Liſa. Die vierte Teilnehmerin Elf ſpielte nie eine
Rolle und paſſierte erſt nach einer Weile das Ziel. Der Reiter
der Stute, Leutnant Graf. Schweinitz, legte dann aber
gegen die drei Erſten Proteſt wegen Einſchlagens einer
falſchen Bahn ein, dem auch ſtattgegeben wurde, ſo daß
alle drei vor ihm eingekommenen Pferde der
Disqualifika=
tion verfielen. Auf den „Sieger” Elf gab es die
anſehn=
liche Quote von 140110 Sieg und 85.10 Platz. Schuckmann=
Rennen; 4000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Geſtüt
Naklos Amphora (Shurgold), 2. Gardenia, 3. Myrte.
Tot. 20:10; Pl. 12, 15:10. — Prinz Karl von Preußen=
Rennen; Ehrenpreis und 3200 Mark, Diſtanz 1800 Meter:
1.— Herrn W. Dodels Cullen Caſtle, 1.— Frhrn. von
Reiſchachs Rauchtopaz, 3. Edna, Dorſey. Tot. 12, 11. (Cullen
Caſtle), Tot. 8, 10 (Rauchtopaz) 110. — Pleß=Handikap;
8000 Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Herrn E. von
Bennig=
ſens Einwandfrei (Gordon), 2. L’Amour, 3. Malve. Tot.
41:10, Pl. 17, 14:10. — Willamowitz=Rennen; 4000 Mark,
Diſtanz 1600 Meter: 1.— Graf Frankenbergs Godulla
(Benſch), 1.— Geſtüt Naklos Sybilla (Shurgold). Tot.
15, 16 (Godulla), Tot. 23, 18 (Sybilla):10. — Juni=Rennen;
4000 Mark, Diſtanz 1800 Meter: 1. Herrn A. v. Kaullas
Ruffle (Shurgold), 2. Haarbuſch. Tot. 18:10. —
Bücke=
burger Jagdrennen; Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz
4500 Meter: 1. Graf Frankenbergs Vagabund (Leutn.
v. Herder) 2. Freude. Tot. 25:10.
sr. 1036 100 Francs konnten die Pferde des
Barons M. de Rothſchild in dieſer Saiſon bereits
für ihren Beſitzer zuſammengaloppieren, der mit dieſem
Betrage mit weitem Vorſprung an der Spitze der
gewinn=
reichſten franzöſiſchen Rennſtallbeſitzer ſteht. Nicht
weni=
ger als 880000 Francs hat zu dieſer Summe allein
Sar=
danapale zugetragen durch ſeine Erfolge in den drei
be=
deutendſten Rennen Frankreichs, dem Prix, du
Jockei=
klub, Grand Prix de Paris und Prix du Preſident de la
Republique, welches „Triple=Event” vorher nur Monſ.
M. Ephruſſis Finaſſeur im Jahre 1905 zu landen
ver=
mochte.
sr. Radſport. Saldow gewinnt den Preis
der Stadt Leipzig. Das wertvollſte deutſche
Dauer=
rennen hat am Montag abend mit dem Siege des
deut=
ſchen Meiſters Saldow den erwarteten Ausgang
genom=
men. Das 100=Kilometerrennen, für das der Rat der
Stadt Leipzig alljährlich einen erſten Preis von 3000 Mk.
zur Verfügung ſtellt, ſah Stellbrink, Saldow, Günther,
Linart und Miquel am Start. Saldow nahm die Spitze,
von der ihn Linart in der achten Runde verdrängte. Der
Belgier führte dann bis zur 50. Runde, wo er das Rad
wechſeln mußte. Saldow kam dadurch wieder in Front.
Gleich darauf verlor Günther die erſte Runde. Linart
wechſelte dann noch zweimal das Rad, holte aber immer
wieder Terrain auf. Nach 50 Kilometer war der Stand
folgender: Saldow Spitze, Miquel 2 Runden, Stellbrink
3 Runden, Linart 6 Runden, Günther 9 Runden zurück.
Dann verlief das Rennen etwas eintönig. In der 170.
Runde war Saldow ebenfalls gezwungen, ein neues Rad
zu beſteigen, erlangte jedoch gleich wieder Anſchluß an
ſeinen Motor, ſo daß der hinter ihm liegende Miquel
nicht weiter als auf anderthalb Runden herankam. Kurz
vor Schluß konnte Linart noch Stellbrink auf den vierten
Platz verdrängen. Das genaue Reſultat war: 1. Saldow=
Berlin 1 Stunde 12 Minuten 49,6 Sekunden; 2. Miquel
1114:1,6, 3. Linart 1114:20,8, 4. Stellbrink 1114:28,2,
5. Günther weit zurück.
* Automobilſport. Bei dem auf der 38 Kilometer
langen Rundſtrecke bei Lyon beendeten Grand Prix von
Frankreich hatte die deutſche Automobilinduſtrie einen
außerordentlichen Erfolg zu verzeichnen. Der Marke Opel
gelang es, wie bereits gemeldet, in dieſem heißen Ringen
der Beſten unter den Beſten, ſich unter die Sieger zu
plazieren und einen ehrenvollen Platz zu belegen. Die
kurvenreiche ſchwierige 750 Kilometer lange Rennſtrecke
wurde mit einer Durchſchnittsgeſchwindigkeit
von 100 K lm. in knapp acht Stunden durchfahren und
ſtellte die allergrößten Anforderungen an die Wagen.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
6—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 29. Juni: dem Schutzmann Leonhard
Krämer, Heinheimerſtraße 1, ein S. Karl Leonhard.
Am 2. Juli: dem Lokomotivheizer bei der Staatsbahn
Heinrich Dörr, Emilſtraße 28, ein S. Jakob Heinrich.
Am 3.: dem Former Hermann Kraft, Liebigſtraße 71,
in S. Adam Heinrich Alfred. Dem Maſchinenſchloſſer
Johannes Adam, Heinheimerſtraße 82, eine T. Eva
Suſanna. Dem Metzger Georg Mutz,
Pankratius=
ſtraße 26½, ein S. Georg Max Friedrich. Am 2.: dem
Schmied Johannes Bruſt, Wendelſtadtſtraße 24, ein S.
Ernſt Philipp.
Aufgebotene. Am 2. Juli: Bahnarbeiter Georg
Petri, Gutenbergſtraße 35, mit Schneiderin Eliſabetha
Dehof, Gutenbergſtraße 35. Am 3.: Portefeuiller Karl
Guſtav Phil. Sinſel, Frankfurt a. M., mit Thereſe
Bar=
bara Wilhelmine Linz, Frankfurt a. M. Kaufmann
Ludwig Fiſcher, Erbacher Straße 55, mit Frieda
Müller, Mannheim. Am 4.: Schloſſer Valentin
Spie=
gel mit Fabrikarbeiterin Anna Chriſtina Gaß, beide in
Kaiſerslautern. Steward Otto Julius Heinrich Schulz,
Hamburg, mit Elſa Eliſe Hella Schwartz, Roſtock. Heizer
Adam Oehlenſchläger IX. mit Eliſabetha Frei, beide
in Rimbach. Landbriefträger Johannes Franz Arnold
mit Dienſtmädchen Karoline Sophie Weyrich, beide in
Nieder=Ramſtadt. Agent Theodor Joſeph Wohlhage,
Geſche, mit Kaſſiererin Maria Hedwig Benda,
Frank=
furt a. M. Am 6.: Stadtrentmeiſter Jakob Joſeph
Hilt=
mann, Stromberg, mit Marie (gerufen Eliſabeth)
Tſchöpe, Kaſinoſtraße 21. ErnſtKarl Maximilian
Thylmann, hier, mit Johanna Gertrude Cornelia
Koops, Haarlem. Bureaudiätar Wendel Wilhelm
Germann, Landwehrſtraße 31, mit Karoline
Doro=
thea Keller, Blumenthalſtraße 39.
Eheſchließungen. Am 30. Juni: Kaufmann Karl
Muhle in Hamburg, mit Katharina Gutrune
Winter hier. Am 1. Juli: Schlachthofbedienſteter
Heinrich Lang, hier, mit Schneiderin Helena
Nehrpaß in Appenheim. Hausburſche Auguſt
Pull=
mann, mit Roſine Wolmetshäuſer, beide hier.
2.: Friſeur Otto Fiſchbach, mit Chriſtiana Röder,
beide hier. 3.: Gürtler Friedrich Starck, mit Emilie
Steinbrenner, beide hier. 4.: Augenarzt Dr. Philipp
Schmitt, mit Berta Linkenheld, beide hier.
Maſchinen=
arbeiter Georg Rau, hier, mit Eliſabetha König, in
Höchſt i. O. Architekt Adolf Schwindt, hier, mit Klara
Holzer, in Nieder=Ramſtadt.
Geſtorbene. Am 2. Juli: Wilhelm Georg
Wanne=
macher, Fabrikarbeiter, 26 J., ev., aus Arheilgen, hier,
Grafenſtraße 9. Henriette Noellner, geb. Schneider,
Witwe des Kaufmanns, 87 J., ev., Kaſinoſtraße 2. 3.:
Jo=
hannes Schwinn, Schuhmachermeiſter und
Gardeſerge=
ant, 64 J., ev., Liebigſtraße 63. Margarete Ruhl, geb.
Rechel, Ehefrau des Bürodieners, 57 J., ev., Grafenſtraße
37. Johann Amatus Waldemar Dogny, Ingenieur, 79
J., ev., Frankfurterſtraße 10. 5.: Wilhelmina Scheidler,
geb. Schäfer, Ehefrau des Ratsdieners, 59 J., ev.,
Diebur=
gerſtraße 17. Johannes Noll, Schuhmachermeiſter, 71
J., kath., Kaſinoſtraße 23. Anna Auguſta Helena Oſann,
geb. Backofen, Witwe des Geh. Juſtizrats, 78 J., ev.,
Steinſtraße 3. Karl Mäſer, Sohn des
Magazinarbei=
ters, 4 J., ev., Mauerſtraße 27. 3.: Georg Sproß,
Büro=
gehilfe, 64 J., ev., Roßdörferſtraße 11.
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