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177. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 184.
Dienstag, den 7. Juli.
1914.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Geſtern vormittag 9.15 Uhr fuhr der Kaiſer mittels
Hofſonderzuges von der Station Wildpark aus nach
Kiel, von wo er auf der „Hohenzollern” ſeine
Nord=
landreiſe antritt. — Um 10 Uhr iſt die
Kai=
ſerin ebenfalls von der Station Wildpark nach
Wil=
helmshöhe abgereiſt. In ihrer Begleitung befinden ſich
Prinz und Prinzeſſin Eitel Friedrich, die einige Tage
in Wilhelmshöhe Aufenthalt nehmen werden.
In Dresden wurde ein Sachſenweltbund
ge=
gründet.
Bei den Präſidentenwahlen in Mexiko erhielt
Huerta ein einſtimmiges
Vertrauens=
votum .
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 5 und 6.
Die Bedeutung Argentiniens für
die deutſche Auswanderung und
die deutſche Induſtrie.
.fverg=Feng.
* In ihrer Nr. 6 ſchreibt die Monatsſchrift Deutſche
Arbeit folgendes:
Alljährlich wandern Tauſende unſerer Volksgenoſſen
nach den Ländern des fernen Weſtens, beſonders aber
nach den engliſch ſprechenden Staaten Nordamerikas aus.
Sie hoffen, ſich dort mit Fleiß, Arbeitſamkeit und Energie
raſcher als in der alten Heimat in die Höhe bringen, eine
Exiſtenz und ein Vermögen erringen zu können, gehen
aber einem Leben voll unſäglicher Mühen und Leiden
entgegen; wenn es ihnen nichtsdeſtoweniger doch meiſt
glückt, ihr Ziel zu erreichen, ſo iſt das ein Beweis für
deutſche Tüchtigkeit und Zähigkeit und die Güte des
Men=
ſchenmaterials. Die in die Vereinigten Staaten und
Ka=
nada Eingewanderten geben, das iſt eine betrübende
Tat=
ſache, drüben ihr Volkstum raſch auf und paſſen ſich der
dortigen Bevölkerung in einem ſo hohen Grade an, daß
bereits in der dritten Generation nichts Deutſches mehr an
ihren. Nachkommen zu finden iſt. Wohlhabend geworden,
decken ſie ihren Bedarf an induſtriellen und gewerblichen
Erzeugniſſen im Lande ſelbſt und bedenken nicht, daß dies
alles einen nationalen, handels= und wirtſchaftspolitiſchen
Verluſt für ihr Volkstum und Stammland bedeutet.
Diez=
traurige, leider zu wenig beachtete und bedachte Tatſache
iſt aber für unſere Volkswirtſchaft, überſeeiſchen
Groß=
handel und für die Induſtrie, die in den letzten
Jahr=
zehnten rieſig gewachſen, nach neuen Abſatzgebieten
drin=
gend verlangt, von weittragendem Belang. Die heimiſche
Induſtrie hat im letzten Jahrzehnt zwar weitere
Abſatz=
gebiete unter großen Schwierigkeiten gewonnen, es ſtehr
aber dahin, ob ſie dieſelben noch nachhaltig wird
aus=
nützen können. Schon lange nämlich ſenden die Länder,
welche unſere Abnehmer ſind, Studienkommiſſionen zur
Erforſchung unſerer Herſtellungs=, Handels= und
Geſchäfts=
methoden zu uns, ſchicken junge befähigte Leute auf
Staatskoſten auf deutſche Hoch= und Handelshochſchulen
und bringen dieſelben dann in unſeren Großbetrieben
unter, damit ſie dort Erfahrungen ſammeln, ſich
einarbei=
ten und ausbilden können. Andererſeits aber unterſtützen
ſie die geringſten gewerblichen und induſtriellen Anfänge
im eigenen Lande zielbewußt und energiſch durch
Zuwei=
ſung hochbezahlter Staatsaufträge, die immer weniger
ins Ausland gehen, Errichtung ſtaatlicher oder ſtaatlich
unterſtützter Werkſtätten und öffentlicher Verſuchsanſtalten,
wobei ihnen die in Deutſchland Ausgebildeten, in leitende
Stellungen berufen, dienſtbar mit ihrem Wiſſen und
Kön=
nen an die Hand gehen müſſen. Alſo auch hier feiert
deut=
ſches Wiſſen und die deutſche Erziehung ihre Triumphe.
Der Erfolg dieſer wohlbedachten Maßregeln zeigt ſich
ſchon heute mehr und mehr, zumal dieſe Staaten infolge
reicher Rohſtofflager im eigenen Lande nicht genötigt ſind,
dieſe Rohſtoffe erſt wie wir unter bedeutenden Koſten
ein=
zuführen. Daher macht ſich ihre junge, immer
unabhängi=
ger werdende Induſtrie in ſteigendem Maße von der
un=
ſerigen los und vermag infolge des billigeren Rohſtoffes
in einen ausſichtsvollen Kampf mit ihr, die durch hohe
Einfuhrzölle belaſtet wird zu treten. Jedenfalls ſteht
unſere Induſtrie in dieſen Gebieten in einem Kampf unter
erſchwerten Umſtänden, es iſt ſehr die Frage, ob ſie dieſe
Abſatzgebiete unter derartigen Verhältniſſen wird
behaup=
ten können oder nicht, zumal, die immer wuchtiger
ein=
ſetzende ausländiſche Konkurrenz den Wettbewerb ſtetig
verſchärft. Jedenfalls muß ſie mit dem allmählichen
Aus=
fuhrrückgange und dem langſamen, aber unvermeidlichen
Verluſt dieſer Verkaufsgebiete rechnen. Daher iſt es ihre
vornehme Pflicht, nach neuen Abſatzgebieten Umſchau zu
halten und dem Erſatz des erwähnten unausbleiblichen
Ausfuhrrückganges und des damit verbundenen
wirtſchaft=
lichen Ausfalls, ſowie den der Volkswirtſchaft abträglichen
Folgen, ihre ernſte Sorge zuzuwenden. Für den Staat
bedeutet die Auswanderung im allgemeinen, beſonders
aber die nach den Gebieten engliſcher Zunge, einen großen
Ausfall völkiſcher Kraft, der ſtärker empfunden wird, wenn
die Ausgewanderten ſich raſch fremden Völkern angliedern,
weniger ſtark aber gefühlt wird, wenn ſie, in ſtändigem
Verkehr mit der Heimat, ſich ihres Volkstums bewußt
bleiben. Die Volkswirtſchaft fühlt die Auswanderung
als äußerſt wichtige Angelegenheit und als Verluſt an
arbeitsfähigen, oft unerſetzlichen Kräften.
Erfahrungsgemäß vermiſchen ſich die Germanen,
an=
geſichts der ehrfurchtgebietenden imperialiſtiſchen Größe
der angelſächſiſchen Länder und der Vorteile welche die
Zugehörigkeit zur angelſächſiſchen Raſſe und Kultur ihnen
überall auf dem Erdball verſchafft, raſch in Staaten
engli=
ſcher Zunge und werden zum Völkerdünger. In
roma=
niſchen Ländern hingegen wiſſen ſie ihre Raſſe und Kultur
viel bewußter zu wahren, weil ihnen die Ueberlegenheit
derſelben und ihrer Heimat der einheimiſchen Bevölkerung
gegenüber viel unmittelbarer und eindrucksvoller zum
Be=
wußkſein kommt. Infolgedeſſen behalten ſie ihr Volkstum
und ſind die weitaus beſten Pioniere deutſcher Art und
Sitte, ſomit auch die ausgeſprochenen Vorkämpfer alles
Deutſchen, die berufenen Vertreter deutſchen Handels, der
deutſchen Induſtrie. Deshalb müßte der Staat, wenn er
ſchon die Auswanderung nicht beſchränken will, doch
wenigſtens bemüht ſein, dieſelbe nach den wenig
er=
ſchloſſenen romaniſchen Ländern, die, wenig bevölkert, den
Auswanderern gute Ausſichten für ihr Fortkommen
bie=
ten, zu lenken. Ein ſolches Land iſt Argentinien, nach
deſſen Rieſengebieten die deutſche Auswanderung
ziel=
bewußt durch geeignete Maßregeln geleitet werden ſollte=
Die argentiniſche Regierung hat es durch einſichtsvolle,
ſtille, aber energiſch tätige Politik verſtanden, ihr Land
von den Folgen und Verheerungen, welche ihm die bis zu
den dger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit
kur=
zen Uinterbrechungen anhaltenden Müirgerkriege verurfacht
haben, in ganz kurzer Zeit zu befreien und zu einem
geordneten Staatsweſen umzugeſtalten, das heute in
ra=
ſchem Aufſchwunge begriffen, enorm aufblüht, geradezu
glänzende Finanzen hat und einer Zukunft mit faſt
un=
begrenzten Möglichkeiten entgegenſieht. Von den rieſigen
Strecken des Landes iſt nur der Norden bisher erſchloſſen,
mittelmäßig bevölkert, kulturell und wirtſchaftlich
vorge=
ſchritten. Da er ungemein fruchtbar, anbaufähig und
aus=
gedehnt iſt, ſo bietet er noch vielen Hunderttauſenden von
Einwanderern Raum und Entwicklungsmöglichkeiten in
jeder Art, ſichert ihnen bei Kleiß auch ein gutes
Forkom=
men. Heute ſchon ſteigt die Bevölkerung raſch und
infolge=
deſſen auch der Gebrauch an Arbeitswerkzeugen und
In=
duſtrieerzeugniſſen, beſonders an landwirtſchaftlichen
Ma=
ſchinen, fortwährend. Die weitere Entwicklung dieſer
Ge=
biete wird die argentiniſche Regierung bald veranlaſſen,
das Eiſenbahnnetz auszugeſtalten und dem Bau neuer
Bahnlinien näher zu treten, was ungebeure Lieſerungen
und Arbeiten an Schienen, Bahnmaterial und Werkzeugen
im Werte von ungezählten Millionen, erfordern dürfte,
wobei wir nicht außer acht laſſen dürfen, daß Tauſende
von geſchulten deutſchen Arbeitern bei dem Bahnbau ihren
guten auskömmlichen Verdienſt finden würden, da
ge=
ſchulte Arbeiter drüben fehlen. Da nun Argentinien bis
heute eine weſentliche Induſtrie nicht beſitzt und es noch
Jahrzehnte dauern dürfte, bis eine einigermaßen
leiſtungsfähige dort erſteht, ſo iſt der Staat bei Vergebung
der Lieferungs= und Bauaufträge auf ausländiſche Werke
angewieſen. Deshalb wird eine Induſtrie, die ſich die
Aufträge zu dieſen umfangreichen Bahnbauten und zu
den großen Materiallieferungen zeitig und unter kluger
Benutzung der Verhältniſſe und Wirtſchaftslage ſichert, auf
Jahre hinaus eine ertragsreiche Beſchäftigung gewinnen,
welche ſie vom heimiſchen Geſchäft vollſtändig unabhängig
macht. Ferner aber werden die induſtriellen Werke, denen
die Staatsaufträge zufallen, ſich im Lande weitere große
Abſatzmöglichleiten ſichern und erwerben können. Die
Gründe liegen ja wohl auf der Hand. Der noch
uner=
ſchloſſene Süden Argentiniens, Patagonien iſt nach dem
Urteil der beſten Landeskenner ungemein fruchtbar, reich
an Bodenſchätzen, die der Ausbeutung harren, und der
Erſchließung in höchſtem Maße wert. Argentinien und
Chile bemühen ſich eifrigſt, der Landwirtſchaft und
Vieh=
zucht gute Ausfuhrwege und =möglichkeiten durch den Bau
von Bahnen und Herſtellung guter Staatsſtraßen zu
er=
öfnen. Deshalb wird die Entwicklung dieſer Gebiete
ſehr raſch erfolgen und nicht mehr lange auf ſich warten
laſſen. Schon jetzt will man ein langſames, immer ſtärter
werdendes Anſchwellen der Koloniſtenzahlen und
Ein=
ſetzen von Kulturarbeit bemerkt haben. Es iſt alſo hohe
Zeit, daß unſer Volt ſich rührt und um die Werte und
Möglichkeiten, die dort ſchlummern, kümmert, um ſie zum
Heile unſeres Landes ins Leben zu ruſen. Dort können
ſich deutſche Auswanderer mit Strebſamkeit und Energie
in kurzer Zeit eine Exiſtenz und ein Vermögen ſchaffen
und in deutſchem Sinne wirken Damit werden ſie dem
Deutſchtum und unſerer Induſtrie, Handel und
Volkswirt=
ſchaft, ſowie der geſamten Politik, die nötigenfalls in den
erſten Zeiten den jungen Koloniſten unter die Arme
grei=
fen ſollten, große, nicht zu verachtende Werte erwerben.
So werden und können unſere in Argentinien
eingewan=
derten Volksgenoſſen als Käufer, Vorkämpfer und
Schritt=
macher unſerer Induſtrie derſelben ein zur Aufnahme
eines ſtets wachſenden Bedarfs an induſtriellen und
ge=
werblichen Erzeugniſſen vorbereitetes Rieſengebiet
er=
ſchließen und damit dem erſten Grundſtein, auf welchem
der ragende Bau unſerer ſtolz emporſtrebenden
Volswirt=
ſchaft ſich erhebt, einen wuchtigen und granitnen Echfeiler
zum Wohle und Weitergedeihen unſeres Vaterlandes
ein=
fügen.
Die deutſche Rheinmündung.
*⁎* Mit Intereſſe wird man in den weiteſten Kreiſen
vernommen haben, daß im preußiſchen Miniſterium
der öffentlichen Arbeiten eine Beſprechung zur
Vor=
bereitung der wirtſchaftlichen Unterſuchungen und
Projek=
tierungsarbeiten für eine Kanalverbindung vom
Rhein zur deutſchen Nordſee ſtattgefunden hat,
woran als Sachverſtändige Vertreter der großen
See=
reedereien, verſchiedener Handelskammern, Küſten= und
Binnenſtädte teilnahmen.
Bekanntlich hat ſich die Oeffentlichkeit ſchon ſeit
ge=
raumer Zeit ſehr lebhaft mit der Frage der Schaffung
einer deutſchen Rheinmündung beſchäftigt. Zur
Förde=
rung dieſes Zieles dient insbeſondere der Verein zur
Vor=
bereitung des Baues eines Großſchiffahrtsweges vom
Rhein zur deutſchen Nordſee, und er hat es ſich zur
Auf=
gabe gemacht, die zur Durchführung des Planes
ausgear=
beiteten Projekte eingehend zu prüfen. So lag ihm vor
einigen Jahren das Projekt eines Kölner Ingenieurs
vor, deſſen Koſten dieſer auf 200 Millionen Mark
veran=
ſchlagt hatte, welche Summe aber von anderer Seite als
viel zu niedrig gegriffen bezeichnet wurde. Dadurch würde
natürlich die Rentabilität der Waſſerſtraße ſehr in Frage
geſtellt werden, jedoch ſteht die Notwendigkeit des Baues
außer Zweifel, da bei dem fortgeſetzt enorm ſteigenden
Verkehr im rheiniſchen Induſtriegebiete die Eiſenbahnen
auf die Dauer den Verkehr nicht bewältigen können, dieſer
vielmehr zum Teil den Waſſerwegen zugeführt werden
muß. Die Regierung war übrigens damals der Meinung,
daß der Kanalbau nicht einer Erwerbsgeſellſchaft
über=
tragen werden könne.
Ein ſpäter ausgearbeitetes Projekt ſah für den Lauf
des Kanals eine etwa von Weſel aus nordnordöſtlich
gehende Linie vor, die ſich der holländiſchen Grenze bis auf
1 Kilometer nähern würde. Die Waſſertiefe des Kanals
ſollte 4,5 Meter betragen, damit Schiffe von 3 Meter
Tief=
gang ſelbſt bei den ungünſtigſten Waſſerverhältniſſen ihn
befahren könnten. Bei einer Sohlenbreite von 30 Metern
und einer Spiegelbreite von 50 Metern wurden die Koſten
bei rund 170 Kilometer Länge auf 235 Millionen Mark
be=
rechnet. Weitergehende Pläne, auf dem Kanal Seeſchiffen
von 6 bis 7 Meter Tiefgang einen Weg nach Köln zu
er=
ſchließen, würden ſelbſtverſtändlich erhebliche Mehrkoſten
erfordern.
Während bisher die Schaffung einer deutſchen
Rhein=
mündung in unabſehbare Ferne gerückt ſchien, darf man
jetzt hoffen, daß die preußiſche Regierung gewillt iſt, dem
Projekte ernſtlich näherzutreten und die Vorarbeiten für
den Bau zu beginnen, ſobald die Bedürfnis= und
Ren=
tabilitätsfrage entſchieden ſein wird. Daß die Schaffung
einer deutſchen Rheinmündung im ganzen Reiche freudig
begrüßt werden würde, brauchen wir nicht beſonders zu
betonen.
Deutſches Reich.
— Die Schweiz un d der deutſche
Wehr=
beitrag. Dem Vernehmen nach hat der ſchweizeriſche
Bundesrat von einer diplomatiſchen Aktion gegen die
Er=
hebung der deutſchen Wehrſteuer von ſchweizeriſchen
Staatsangehörigen Abſtand genommen. Der Bundesrat
wird ſich auf einen formalen Einſpruch beſchränken,
wei=
tere Schritte bei der erwarteten Ablehnung des Einſpruchs
aber nicht unternehmen.
— Das liberale Wahlabkommen in
Sachſen. Das liberale Wahlabkommen wurde von der
Vertreterverſammlung der Nationalliberalen Partei
Sach=
ſens faſt einſtimmig genehmigt. Der 6. ländliche
Wahl=
kreis fällt der Fortſchrittlichen Volkspartei zu. Damit iſt
das letzte Hindernis des gemeinſamen Vorgehens des
ſäch=
ſiſchen Geſamtliberalismus bei den nächſten
Landtags=
wahlen beſeitigt. Weiter wurde beſchloſſen, auf dem
Köl=
ner Parteitag die Auflöſung der Sonderorganiſationen
zu beantragen.
Ausland.
Italien.
Die Kammer hat ſich auf unbeſtimmte Zeit
ver=
tagt.
Frankreich.
Der neue Obmann des
Heeresausſchuſ=
ſes, General Pedoya, erklärte einem Mitarbeiter
der Lanterne, der dreijährige Militärdienſt überſteige weit
die Hilfsmittel und die Kräfte, über welche eine Nation
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. Juli 1914.
Nummer 184.
von kaum 40 Millionen Einwohnern verfüge. Italien,
das 82 Millionen Einwohner habe, beſitze eine Armee von
rund 450000 Mann, und Oeſterreich=Ungarn mit ſeinen
50 Millionen Einwohnern habe eine Armee von rund
550000 Mann. Die Kraftanſtrengung, die man dem
fran=
zöſiſchen Volke auferlegt habe, beraube die Landwirtſchaft
und die Induſtrie der notwendigen Arbeitskräfte. Man
müſſe die nationale Verteidigung auf ernſten Grundlagen
ausgeſtalten, aber ſich dabei von den hergebrachten und
ſchädlichen Methoden fernhalten.
Der Mangel an Offizieren. Dem Exeelſior
zufolge beſchäftigt ſich das Kriegsminiſterium mit der
Frage, auf welche Weiſe dem Mangel an Offizieren an
der Oſtgrenze ſowie unter den nordafrikaniſchen Truppen
abzuhelfen wäre. Ein Vorſchlag, der als beſonders
wirk=
ſam angeſehen wurde, geht dahin, daß nur jene Offiziere
den Grad eines Oberſten erhalten können, welche vier
Jahre bei den Deckungstruppen und vier Jahre in
Nord=
afrika oder in den Kolonien gedient haben.
Der Kongreß des ſozialiſtiſchen
Ver=
bandes des Seinedepartements hat mit 362 gegen 68
Stimmen beſchloſſen, daß im nächſten internationalen
ſozialiſtiſchen Kongreß ein Beſchlußantrag vorgelegt
werde, in dem der allgemeine Streik und namentlich der
Streik in den für die Armee tätigen Induſtrien als das
wirkſamſte Mittel gegen den Krieg empfohlen wird.
Balkanſtaaten.
Türkei und Griechenland. Die Türkei hat
den Vorſchlag Griechenlands angenommen, wonach die
beiden Länder einvernehmlich einem neutralen Staat die
Wahl eines Schiedsrichters übertragen, der ſich nach
Smyrna begeben wird, um über Streitfragen, welche ihm
von der türkiſch=helleniſchen Auswanderungskommiſſion
unterbreitet werden, zu entſcheiden.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 7. Juli.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen
Herr=
ſchaften folgten am Samstag nachmittag einer
Ein=
ladung des Prinzen Otto zu Schaumburg=Lippe und
der Gräfin von Hagenburg zum Tee. Staatsminiſter
Dr. v. Ewald Exzellenz traf am Samstag 6 Uhr
31 Min. nachmittags in Wolfsgarten ein, nahm daſelbſt
Wohnung und kehrte am Sonntag abend nach Darmſtadt
zurück. (Darmſt. Ztg.)
* Keine Audienzen. Der Großherzog wird
am Mittwoch, den 8. d. Mts., weder Audienzen erteilen,
noch Meldungen entgegennehmen. Die Vorträge der
Miniſter pp. finden von 10½ Uhr vormittags an im
Reſidenzſchloß ſtatt.
Ernennungen. Der Großherzog hat den
Oberrechnungsprobator Emil Zimmer zum
Ober=
rechnungsreviſor bei der zweiten Abteilung der Juſtifikatur
der Oberrechnungskammer und den
Hauptſtaatskaſſe=
buchhalter Rechnungsrat Reinhard Magel unter
Be=
laſſung des Charakters als Rechnungsrat zum Hilfskaſſier
bei der Hauptſtaatskaſſe ernannt.
Verſetzung in den Ruheſtand. Der
Groß=
herzog hat den Hauptſteueramtskontrolleur bei dem
Hauptſteueramt Offenbach Rechnungsrat Ludwig
Hau=
ſchild zu Offenbach auf ſein Nachſuchen, unter
Aner=
kennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte, vom 1.
Ok=
tober d. J. an in den Ruheſtand verſetzt und ihm aus
dieſem Anlaß das Ritterkreuz 2. Klaſſe des
Verdienſt=
ordens Philipps des Großmütigen verliehen.
Erledigt iſt: Die Stelle des
Hauptſteueramts=
kontrolleurs bei Großh. Hauptſteueramt Offenbach
zum 1. Oktober d. J., ferner die Stelle eines Buchhalters
bei Großh. Hauptſtaatskaſſe.
* Ernennung. Herr Verwaltungsgerichtsdirektor
Melior, ein geborener Darmſtädter, iſt zum
Ober=
verwaltungsgerichtsrat in Berlin ernannt
worden.
g. Strafkammer II. Wegen Vergehens gegen das
Per=
ſonenſtandsgeſetz verurteilte geſtern die Strafkammer den
Standesbeamten von Goddelau zu der Mindeſtſtrafe von
8 Mark Geldſtrafe. Er hatte das Aufgebot eines
auswärtigen Arbeiters nicht in deſſen letzten
Aufenthalts=
ort, ſondern im Geburtsort beſtellt. — Der Taglöhner
Peter Haſenſtab aus Froſchhauſen, der in einem der
Gemeinde gehörigen Hauſe wohnt, hatte mit dem im
glei=
chen Hauſe wohnenden Kämmerer Streit gehabt und
die=
ſen dabei mit dem Meſſer in der Hand bedroht. Das
Schöffengericht verurteilte den Angeklagten wegen
Be=
drohung zu 5 Wochen Gefängnis, die von ihm gegen
dieſes Urteil eingelegte Berufung wurde von der
Straf=
kammer verworfen. — Der ſtädtiſche Rangierer Georg
Reeg aus Offenbach hatte einem Schiffer geholfen,
an=
gebliche Ueberfracht an Kohlen auszuladen, auch hatte er
davon abgenommen. Der Schiffer iſt bereits rechtskräftig
wegen Diebſtahls verurteilt, Reeg erhielt vom
Schöffen=
gericht wegen Beihilfe 5 Tage Gefängnis. Auf ſeine
Berufung erkannte die Strafkammer auf
Freiſprech=
ung, da feſtgeſtellt wurde, daß er ſich nach dem Preis der
Kohlen erkundigt und auch einen Teil bezahlt hat. — Des
Betrugs und Vergehensgegen das
Lotterie=
geſetz waren der aus Nördlingen ſtammende 39jährige
Schneider Albert Bauer und ſeine Ehefrau angeklagt.
Sie haben in raffinierter Weiſe zwei Einwohner von
Sprendlingen um Beträge von 200 und 800 Mark
ge=
ſchädigt. Der ſchon wegen Betrugs vorbeſtrafte Angeklagte
kam im November 1912 nach Sprendlingen. Die Eheleute
verſtanden es, auszuſtreuen, daß ſie ſich in guten
Ver=
mögensverhältniſſen befänden und in kurzer Zeit
erheb=
liches Vermögen zu erwarten hätten. Durch ganz
be=
ſtimmte Angaben über die Summen, die ſie demnächſt zu
erhalten hätten, gaben die gutgläubigen Leute das Geld
her. Um die Abſicht des Betrugs in Abrede ſtellen zu
können, erfand der Angeklagte eine äußerſt phantaſtiſche
Geſchichte über das Spielen in einer Peſter Lotterie. Einem
Frankfurter Kollekteur, deſſen Adreſſe er nicht einmal
an=
geben kann, will er nach und nach 400 Mark gezahlt haben
Dieſer habe ihm beſtimmt einen „Vorſchuß” von 4000 Mark
auf zu erwartende Gewinne verſprochen. Um ſich dieſe zu
ſichern, mußte er 400 Mark einzahlen. Da er nur 200 Mark
beſaß, lieh er ſich von einer armen Frau 200 Mark. Dieſe
Angabe iſt aber ganz glatt erfunden, denn der Frau hat er
von der Lotterie nichts geſagt. Die Strafkammer
ver=
urteilte Bauer wegen Betrugs in zwei Fällen zu 2
Jah=
ren Gefängnis und 5 Jahren Ehrverluſt, wegen
Ver=
gehens gegen das Lotteriegeſetz zu 30 Mark Geldſtrafe oder
10 Tagen Haft. Die Ehefrau wurde freigeſprochen.
E Arbeitsamt Darmſtadt. Im Monat Juni waren
1108 offene Stellen vorgemerkt, davon wurden aus
dem Vormonat als unerledigt übertragen 163,
neuange=
meldet 945, darunter 520 für männliche und 425 für
weib=
liche Perſonen. Beſetzt konnten werden 531 Stellen,
dar=
unter 362 durch Zuweiſung männlicher und 169 durch
Zu=
weiſung weiblicher Arbeitskräfte. Durch Zurücknahme der
Meldung erledigten ſich 252, infolge Streichung wegen
Friſtablaufs 153 Geſuche. Es bleiben hiernach noch offen
und ſind in den laufenden Monat zu übernehmen 172
Ge=
ſuche. Die Zahl der Arbeit= und
Stellenſuchen=
den betrug 1534. Aus dem Vormonat waren 236 Geſuche
übernommen worden, im Berichtsmonat ſind 1298 Geſuche
neu vorgebracht worden, darunter 925 von männlichen und
873 von weiblichen Perſonen. Ihre Erledigung fanden
1313 Geſuche und zwar 531 durch Zuweiſung von
Beſchäf=
tigung, 686 durch Zurücknahme, (darunter 324 Geſuche von
Wanderern, die, wenn nicht alsbald Arbeit nachgewieſen
werden kann, erlöſchen) und 96 infolge Streichung wegen
Friſtablaufs. Als unerledigt werden in den laufenden
Monat 221 Geſuche (22 von männlichen und 199 von
weib=
lichen Perſonen) übertragen. Unter den im Berichtsmonat
neugemeldeten Stellen (945) befanden ſich 97 an
auswär=
tigen Plätzen, von den neu hinzugekommenen
Stellen=
ſuchenden (1298) waren 536 außerhalb Darmſtadts
wohn=
haft oder Wanderer. Die Geſchäftsräume des
Arbeits=
amtes befinden ſich im Städtiſchen Gebäude, Waldſtraße
19/21, Fernruf 371. Die Erledigung der Aufträge erfolgt
grundſätzlich koſtenlos.
* Beendigung eines Streiks. Zur Beilegung des
be=
reits mehrere Wochen andauernden Streiks im Betriebe
der Firma Arthur Rodberg war Herr Bürgermeiſter
Mueller um ſeine Vermittlung angegangen werden. Die
daraufhin eingeleiteten Verhandlungen führten Ende der
vorigen Woche zum Friedensſchluß. Die Arbeit iſt geſtern
Morgen wieder aufgenommen worden.
Die Viktoria Luiſe ſtattete gleichwie am Sonntag,
ſo auch geſtern gegen Abend Darmſtadt einen Beſuch ab.
Das Luftſchiff fuhr zu beiden Malen auffallend niedrig, ſo
daß man zunächſt an eine Landung glaubte.
* Das Orth’ſche Männerquartett errang am Sonntag
bei dem Geſangswettſtreit in Lengfeld i. O., unter Leitung
ſeines Dirigenten, Herrn K. Grim, in der 2. Stadtklaſſe
mit 279 Punkten den 1. Preis, ſowie den Klaſſenehrenpreis
und beim höchſten Ehrenſingen mit 279½ Punkten den
aller=
höchſten Ehrenpreis (geſtiftet von Sr. Durchlaucht, dem
Fürſten zu Erbach=Schönberg). Der Verein hatte im
Klaſſenſingen, ſowie im höchſten Ehrenſingen die höchſte
Punktzahl ſämtlicher Vereine erreicht.
* Preisgekrönte Sänger. Dem Geſangverein
„Teutonia‟Darmſtadt gelang es unter ſtarker
Kon=
kurrenz, am geſtrigen Sonntag auf dem nationalen
Geſangswettſtreit in Lenafeld i. O. in der 1. Stadtklaſſe
den 1. Preis mit 267½ Punkten und den Ehrenpreis
derſelben Klaſſe mit 130½ Punkten zu erringen. Gelang
es doch dem Verein, der unter der Leitung ſeines
tüch=
tigen Dirigenten Hermann Becker ſteht, in den letzten drei
Jahren auf drei Wettſtreiten drei erſte und drei
Ehrenpreiſe zu erwerben. Der Verein kann mit Stolz
auf den neuen Erfolg zurückblicken.
* Kriegerverein Darmſtadt. Daß ſich die
Uebungs=
ſchießen des Vereins einer beſonderen Beliebtheit von
ſeiten der Kameraden erfreuen, zeigte das geſtrige
Schießen, zu dem ſich trotz zweifelhaften Wetters wieder
eine ſtattliche Anzahl Kameraden eingefunden hatte und
zwar außer den ſeitherigen auch wieder neue Teilnehmer.
Geſchoſſen wurde auf Stand 6 der Militärſchießſtände,
Das Schießen begann um 2 Uhr. Geſchoſſen wurde
auf 12er Ringſcheibe aus einer Entfernung von 150 m.
Daß durch öftere Uebung im Schießen gute Reſultate
zu erreichen ſind, zeigte der vorgeſtrige Tag, indem
Spiegel=
ſchüſſe gar keine Seltenheit waren. Das Schießen war
um 5 Uhr beendet. Das nächſte Uebungsſchießen findet
vorausſichtlich am 26. Juli ſtatt.
* Die Ortsgruppe Darmſtadt des Verbandes der
unteren Poſt= und Telegraphenbeamten hielt im
Konkordia=
ſaal eine größere Verſammlung ab. Der Verbandsbeirat,
Kollege Blum von Mainz, war als Redner gewonnen,
Nachdem der Vorſitzende, Kollege Eigenbrodt, die
Anweſen=
den herzlich begrüßt hatte, übergab er dem Kollegen
Büttner das Wort. Dieſer erſtattete in kurzen Worten den
Bericht über den in Bingen abgehaltenen Bezirkstag,
er=
wähnte die Hinaufſetzung der Stadt Darmſtadt aus der
Wohnungstarifklaſſe C. in B., ſowie die Erhöhung der
Poſtbotentagegelder in Darmſtadt. Zu letzterer wurde
von der Verſammlung ganz beſonders das
Entgegenkom=
men des Herrn Ober=Poſtdirektors Milkau ſehr
aner=
kannt und beſchloß die Verſammlung einſtimmig,
demſel=
ben ein Telegramm mit folgenden Worten des Dankes
abzuſchicken: Die im Konkordiaſaal tagende Verſammlung
der unteren Poſt= und Telegraphen=Beamten erlaubt ſich,
ihrem hohen Chef für das entgegengebrachte
Wohl=
wollen anläßlich der Erhöhung der Tagegelder der
Poſt=
boten ihren herzlichen Dank auszuſprechen.‟ Der
Ver=
bandsbeirat, Kollege Blum dem hierauf das Wort
er=
teilt wurde, übermittelte die Grüße des Bezirksvorſtandes,
ſowie der Kollegen in Mainz und verſtand es, in
zwei=
ſtündiger Rede über Organiſation und Standes=Intereſſen
ſowie über die Zwecke und Ziele des Verbandes zu
ſprechen. Kollege Berndt erſtattete noch Bericht über den
jetzigen Stand der Poſtkrankenkaſſe. Nachdem der 1.
Vor=
ſitzende ſämtlichen Kollegen für ihre ſchönen und
ausführ=
ichen Vorträge gedankt hatte, brachte er ein dreifaches Hoch
aus auf den deutſchen gaiſesd Globhergeg Griſt
Ludwig und ſchloß um 8 Uhr die Verſammlung mit dem
Wunſche, feſt und treu zum Verbande zu halten.
* Der Allgemeine Studentenverband veranſtaltet
ſeinen zweiten Vortragsabend in dieſem Semeſter am
Freitag, den 10. Juli, abends 8½ Uhr, im
Kaiſer=
gal. Wie ſchon im Bericht über den 1. Vortrag
mit=
geteilt wurde, ſpricht Herr Pfarrer Weißgerber über
„Das Verhältnis des Einzelnen zum Staate
unter national=ethiſchem Geſichtspunkt”.
Redner verſteht es in hohem Maße, ſeine Zuhörer zu
feſſeln und ſeine glänzende Feſtrede gelegentlich der
letzten Kaiſergeburtstagsfeier der Studentenſchaft im
Saalbau dürfte wohl noch Vielen in Erinnerung ſein.
(Näheres ſiehe Anzeige.)
gs. Schwerer Unfall. In einer hieſigen Ziegelei kam
geſtern nachmittag gegen 5 Uhr ein Arbeiter mit dem
lin=
ken Bein zwiſchen zwei Walzen einer
Miſchma=
ſchine. Der Fuß wurde bis zum Knöchel zermalmt. Der
Verunglückte wurde von der Rettungswache mit dem
Krankenautomobil nach dem Städtiſchen Krankenhaus
ge=
bracht.
Der Frauenfuß in der Lyrik.
Von Hermann Kienzl, Berlin.
Für die göttliche Schönheit des blühenden
Frauen=
leibes, die das All durchdringt und im Teil ſich kündet,
ſei hier ein kleiner, zierlicher Zeuge gerufen: der Fuß. Er
iſt das dienende Glied, der Laſtenträger. Er muß,
wäh=
rend Haupt und Bruſt und, vom Feſſelband an, die
Kör=
perglieder alle, zur Luft der Höhe ſtreben, auf der rauhen
Erde ſchreiten. Doch fröhlich trägt er auf ſedernder Sohle
die ſchlanke, ſchöne Frau. Sein ſtolz gebogener Riſt weiß
nichts von Demut, ſein munter beweglicher
Elfenbeinknö=
chel, ſeine hüpfende Ferſe, ſeine biegſamen Zehen, ſeine
feingegliederte Form, ſeine ſtraffe ſeidene Haut, ſeine roſige
Farbe, wiſſen nichts von Trauer.
Nicht nur an der Bekleidung des Frauenfußes baſtelte
die veränderliche Mode, die einſt die luftige Sandale, dann
Stiefel oder Schnabelſchuhe, dann die klappenden
zier=
lichen Holzſtöckel des Rokoko ſchuf, dann, während des
Direktoriums und in der erſten napoleoniſchen Zeit, den
nackten, ringgeſchmückten Füßen der Récamier und der
Tallien huldigte, ſpäter den niedlichen Bundſchuh der
Bie=
dermeierin zugleich mit dem vom Kleid frei gegebenen
Anſatz ihrer Wade kokettieren ließ, und endlich heute mit
dem tief ausgeſchnittenen Schühlein und dem
durchbro=
chenen Seidenſtrumpf ſich wieder der Sandale nähert. Auch
das Schönheitsideal des unbekleideten weiblichen Fußes
war gewiſſen Wandlungen unterworfen. Während die
Franzöſin unſerer Tage genau ſo wie die Chineſin auf
ihre kleinen Füße ſtolz iſt, zeigt ſich der Fuß der klaſſiſchen
Griechenſchönheit durchaus nicht ſo winzig. Seine edle
Form war bedingt vom Ebenmaß, von dem hohen Riſt,
der feinen Ferſe, der etwas abſtehenden großen und der
längeren zweiten Zehe. In der Kultur der Füße kamen
nationale Unterſchiede zur Geltung.
In Goethes „Wahlverwandtſchaften” heißt es: „Der
Graf verlor ſich in frühere Zeiten, gedachte mit
Lebhaftig=
keit an die Schönheit Charlottens, die er als ein Kenner
mit vielem Feuer entwickelte. Ein ſchöner Fuß iſt eine
große Gabe der Natur. Dieſe Anmut iſt unverwüſtlich,
Ich habe ſie heute im Gehen beobachtet; noch immer möchte
man ihren Schuh küſſen und die zwar etwas barbariſche,
aber doch tiefgefühlte Ehrenbezeugung der Sarmaten
wie=
derholen, die nichts Beſſeres kennen, als aus dem Schuh
einer geliebten und verehrten Perſon ihre Geſundheit zu
trinken!‟ In demſelben (elften) Kapitel des Romans
nahen einander noch einmal Eduard und Charlotte, beide
mit einer fremden Liebe im Herzen. „Er warf ſich vor
ihr nieder und ſie konnte ſich nicht erwehren, daß er nicht
ihren Schuh küßte und daß, als dieſer ihm in der Hand
blieb, er den Fuß ergriff und ihn zärtlich an ſeine Bruſt
drückte.”
Schon Jahrtauſende vorher reizte der Frauenfuß den
Schönheitsſinn der Dichter. Gern freut ſich der alte Homer
an „glänzenden Füßen‟ Die Göttin Thetis, Achills
Mut=
ter, nennt er ſilberfüßig. Auch der Römer Lukian und
unſer deutſcher Wieland widmen den weißen und roſigen
Füßen der griechiſchen Göttinnen beſondere Liebe. Doch
vielleicht ſchon vor Homers Tagen erſann die Sage, daß
unter den weichen Tritten der Ceres und der Aphrodite
Blumen ſprießen.
Vielſarbig ſind die Blüten, mit denen die Lyrik den
Fuß des Weibes ſchmückt. Gleichſam in den Abtönungen
aller Temperamente wandeln, ſchreiten, ſchweben, hüpfen,
tanzen, ſpringen und wirbeln Frauenfüße durch die
Lie=
der. Goethes „Veilchen” wartet demütig, ob die Schäferin
es pflücken werde:
„Ach, aber ach! Das Mädchen kam
Und nicht in Acht das Veilchen nahm,
Zertrat das arme Veilchen.
Es ſank und ſtarb und freut ſich noch:
Und ſterb’ ich denn, ſo ſterb’ ichidoch
Durch ſie, durch ſie,
Zu ihren Füßen doch.”
Auch Herr Walther von der Vogelweide iſt nicht blind
für den Fuß der Geliebten. In ſeinem Lied „Si
wunder=
vol gemachet wip” analyſiert er die Reize der Herrin, und
er ſchwelgt:
„Ihr Hals, die Hände, jeder Fuß
Sind ſo vollkommen, ſind ſo ſchön!”
Der geliebte Fuß in Bewegung leiht ſeinen eignen
Rhythmus dem Gedicht. An ein hehres Schreiten denken
wir bei der Stelle in Shakeſpeares Sonett: „Ich ſah noch
niemals eine Göttin gehen; doch weiß ich, auf die Erde
tritt Dein Fuß”; und an ein Schweben bei dem Vers aus
Schulzes „Bezauberter Roſe”: „Scheint leicht ihr Fuß auf
Blumen ſich zu wiegen”. Bodenſtedts „Mirza Schaffy‟
ſingt:
„O wie mir ſchweren Dranges
Das Herz im Leibe bebt,
Wenn ſie ſo leichten Ganges
An mir vorüberſchwebt!“
Das tanzende Füßchen hat es ſehr vielen Lyrikern
angetan. Siehe das Gedicht „Auf dem Maskenball” von
Guſtav Falke:
Da dreht ſich auf zierlichen Hacken
Auf einmal das zierlichſte Bild.
Ein Seufzer der Klarinette,
Ein zierliches Ach der Obo;
Tanze mit mir, Pierette!
Kein Füßchen tanzte je ſo.”
Goethes „Goldſchmiedsgeſell” betrakhtet der
Nach=
barin Fuß beim Spinnen:
Das kleine Füßchen tritt und tritt;
Da denk’ ich mir das Wädchen,
Das Strumpfband denk’ ich auch wohl mit,
Ich ſchenkts dem lieben Mädchen.”
In „Galathea” klimpert neckiſch Frank Wedekind:
„Und was tät ich nicht, Du ſüße
Galathea, ſchönes Kind.
Dir zu küſſen Deine Füße,
Weil ſie ſo verlockend ſind.”
Goethe empfiehlt dem liebenden Jüngling „Wahren
Genuß” in der Beſcheidung:
Ich bin genügſam und genieße
Schon da, wenn ſie mir zärtlich lacht,
Wenn ſie bei Tiſch des Liebſten Füße
Zum Schemel ihrer Füße macht.”
Nummer 184.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. Juli 1941.
Seite 3.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Reſidenz=Theater am Weißen Turm. Eine
große Ueberraſchung für Darmſtadt hat das Reſidenz=
Theater in ſeinem neuen Programm ab heute. Herr
Becker, ein geborener Darmſtädter, als Schauſpieler ſehr
beliebt und hier wohl bekannt, ſpielt die Hauptrolle in
„Sein Lebenswerk” ein Drama aus dem Künſtlerleben in
zwei Akten. Es war der berühmte Henrik Ibſen, der das
Drama vom Bildhauer und ſeinem Modell in ſeinem
letz=
ten Werke „Wenn wir Toten erwachen” ſo tragiſch und
mit der Mahnung ausklingen ließ: Wehe denen, die das
warmblütige Leben in feuchten Ton kneten, ſtatt es
leiden=
ſchaftlich zu umfaſſen. Die Helden dieſes Filmdramas
be=
herzigen dieſe Mahnung. Es ſind Künſtlergeſtalten voll
Blut und Leben, die ſich mit grämlichen Philoſophien nicht
lange abplagen und den Regungen ihres Herzens ohne
Be=
denken folgen. Der Hauptelou im Programm iſt jedoch
un=
ſtreitig das große Senſationsdrama in vier Akten „Die
Löwenfolter,” in der der berühmte italieniſche Tragöde
A. A. Copozzi die Hauptrolle ſpielt. Das übliche
Neben=
programm vervollſtändigt den geſchickt
zuſammengeſtell=
ten Spielplan. (Siehe Anzeige.)
Pfungſtadt, 5. Juli. (
Bürgermeiſterjubi=
läum.) Geſtern wurde das 25jährige Dienſtjubiläum
des Herrn Bürgermeiſters Lang unter lebhaſter
Anteil=
nahme aller Kreiſe der hieſigen Bürgerſchaft würdig
be=
gangen. Die Häuſer hatten zum äußeren Zeichen der
Feier Flaggenſchmuck angelegt. Zahlreiche Deputationen
begaben ſich im Laufe des geſtrigen Tages in die
Woh=
nung des Jubilars, um ihm im Auftrag ihrer
Körper=
ſchaften Glückwünſche darzubringen. Von verſchiedenen
Vereinen wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Am
Abend gruppierten ſich die ſtädtiſchen Korporationen, die
Geſang=, Turn= und andere Vereine zu einem impoſanten
Fackelzug, der unter Vorantritt einer Muſikkapelle von der
„Neuen Schule” aus durch die Straßen der Stadt
mar=
ſchierte und vor der Wohnung des Herrn Bürgermeiſters
Halt machte. Nach dem Vortrag eines Muſikſtückes und des
von den vereinigten Geſangvereinen unter Leitung des
Herrn Vetter geſungenen Chores „Gott grüße dich”
er=
griff Herr Dr. Frank das Wort zu einer markigen
An=
ſprache an den Jubilar. Der Redner warf einen
Rück=
lick auf die Entwickelung, die unſere Stadt in den 25
JJahren der Amtstätigkeit des Herrn Bürgermeiſters Lang
rnach jeder Hinſicht zu verzeichnen hat, und brachte einen
Toaſt auf den geehrten Jubilar aus. Im Namen der
Ge=
fſangvereine beglückwünſchte darauf Herr Kaufmann
Zach=
rmann das ſtädtiſche Oberhaupt als Beſchützer und Förderer
ider Beſtrebungen der Geſangvereine und forderte zu einem
Hoch auf den Gefeierten und ſeine Familie auf. In
be=
rwegten Worten dankte Herr Bürgermeiſter Lang für die
ähm erwieſene Ehre, betonte, daß die Fortſchritte nur unter
Mitwirkung und mit Unterſtützung des Stadtkollegiums
erreicht werden konnten und brachte ein Hoch auf die Stadt
aus. Hierauf trug der Geſamtchor das Lied „Sonntag
äſt’s” vor, und die Muſikkapelle beendigte die eindrucksvoll
werlaufene Feier mit einem Muſikſtücke.
* Wixhauſen, 5. Juli. (Sanitätskolonne.)
Heute inſpizierte Herr Generalarzt Dr. Lindemann die
hieſige freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz.
Bei der Inſpektionsübung war eine Keſſelexploſion in der
Erziehungsanſtalt „Aumühle” angenommen. Die Aufgabe
der Kolonne beſtand darin, den durch dieſe Exploſion
ver=
lletzten Zöglingen die erſte Hilfe zu leiſten. Die Kolonne
fllöſte die ihr geſtellte Aufgabe ſehr gut. Der Generalarzt
zollte der Kolonne nach der Uebung, die zahlreiche
Zu=
ſchauer angelockt hatte, in einer Anſprache großes Lob für
ihre praktiſchen Leiſtungen im Verbinden und
Transpor=
tieren der Verletzten und für die theoretiſchen Kenntniſſe,
die die Kolonne bei einer mit der Uebung verbundenen
Beſprechung gezeigt hatte; er hob beſonders hervor, daß die
ganze Uebung mit großer Ruhe ausgeführt worden ſei,
und ſprach dem Kolonnenarzt, Herrn Dr. Voltz, und dem
Kolonnenführer, Herrn Becker, für die erfolgreiche
Vor=
bereitung der Inſpektionsübung den verdienten Dank aus.
Darauf fand unter Muſikbegleitung der Vorbeimarſch der
Kolonne Wixhauſen und der von auswärts gekommenen
Sanitätsmannſchaften ſtatt. Es folgte dann ein
kamerad=
ſchaftliches Zuſammenſein im Uebungslokal bei Gaſtwirt
Bitter. Hierbei brachte der Generalarzt ein Hoch auf
Ihre Majeſtäten den Kaiſer und die Kaiſerin, ſowie auf
Ihre Königliche Hoheiten den Großherzog und die
Groß=
herzogin, die hohen Beſchützer der vaterländiſchen Sache
des Roten Kreuzes, aus. Dem Herrn Generalarzt wurde
der ihm gebührende Dank durch ein Hoch der Sanitäts=
mannſchaften dargebracht, worauf er mit einem Hoch auf
die Sanitätskolonne Wixhauſen erwiderte. Der
Kolonnen=
führer Becker dankte für dieſe Ehrung und ſprach den
Wunſch aus, daß bald recht viele neue Mitglieder in die
Kolonne eintreten möchten.
— Crumſtadt, 6. Juli. (Der Geſangverein
Germania) kann auch in dieſem Jahr mit
Zufrieden=
heit auf ſeine errungenen Erfolge zurückblicken. Nachdem
der Verein bei dem Wertungs=Singen des Ried=
Sänger=
bundes zu Pfingſten mit der höchſten Punktzahl ſeiner
Klaſſe ausgezeichnet wurde, errang er bei dem am Sonntag
in Lengfeld veranſtalteten Wettgeſang außer dem erſten
Klaſſenpreis den erſten Ehrenpreis und den höchſten
Ehren=
preis ſeiner Klaſſe. Der Verein ſteht ſeit einem Jahr unter
der Leitung des Chormeiſters Herrn R. Grim=Darmſtadt.
Offenbach, 5. Juli. (Heſſiſcher Schloſſertag.)
Der dritte heſſiſche Schloſſermeiſter=
Ver=
bandstag fand geſtern und heute hier ſtatt. Samstag
nachmittag wurde die Tagung durch eine geſchloſſene
Dele=
giertenſitzung eingeleitet, an die ſich eine Begrüßungsfeier
ſchloß. Der heutige Vormittag war den
Verbandsver=
handlungen gewidmet. Der Vorſitzende des Verbandes,
Herr Schloſſermeiſter Geiſt=Darmſtadt, eröffnete die
Beratungen mit einer Begrüßungsanſprache. Herr
Bei=
geordneter Porth überbrachte der Verſammlung die
herzlichen Glückwünſche und Grüße der Stadt. Ferner
rich=
teten Begrüßungsworte an die Verſammlung Herr
Hand=
werkskammerſekretär Schüttler=Darmſtadt, Herr
Fa=
brikant Reutlinger im Namen des Ortsgewerbevereins,
Herr Stadtv. Franz Neſſel für das Handwerkskartell
Offenbach, Herr Schloſſermeiſter Schanz=Frankfurt für
die Frankfurter Schloſſermeiſter=Vereinigung, Herr Franz
Wieche im Auftrage des Süddeutſchen Schloſſermeiſter=
Verbandes. Herr Heinzerling erſtattete hierauf den
Jahresbericht. Der Stand der Mitglieder iſt in dieſem
Jahr 178 gegen 134 im Vorjahr. Der Berichterſtatter
be=
tonte zum Schluß, daß die gewünſchte Erhöhung der
Lehr=
zeit auf 3½ Jahre noch nicht durchgeführt werden konnte.
Nach Erſtattung des Rechenſchafts= und Kaſſenberichts
durch Roth=Worms, hielt Herr Schloſſermeiſter Brand=
Karlsruhe das erſte Referat über „Das Kalkulationsweſen
im Schloſſerhandwerk‟ Der Redner unterſchied drei Arten
der Kalkulation, und zwar die Waren=Kalkulation oder
kaufmänniſche, die die einfachſte ſei, die Herſtellungs=
Vor=
kalkulation, die infolge der erforderlichen
Branchekennt=
kenntniſſe die ſchwierigſte ſei, und die Nachkalkulation, die
erſt nach Fertigſtellung der betreffenden Arbeit in Betracht
komme. Der oberſte Grundſatz aber beſtehe darin, kein
An=
gebot unter dem Selbſtkoſtenpreis abzugeben. — Für die
Regelung des Kalkulationsweſens in handwerklichen
Schloſſerbetrieben hat der Referent im Auftrage des
ge=
ſchäftsführenden Vorſtandes ein ſehr überſichtliches
Merk=
blatt verfaßt, das in der Verſammlung verteilt wurde.
Herr Völker=Mainz ſtellt den Antrag, einen Ausſchuß aus
ſämtlichen Provinzen, Stadt und Land, zu wählen, der ſich
mit der Regierung wegen der Regelung des
Kalkulations=
weſens (Stundenlohn, Tarifzuſätze uſw.) in Verbindung
ſetzen ſoll. Der Antrag wird gutgeheißen. Das zweite
Re=
ferat erſtattete Herr Stadtv. Franz Neſſel=Offenbach
über das Thema: „Zwangsinnung oder Freie
Vereinig=
ung oder beides zugleich‟ Die weitere Frage, welche Art
der Organiſation für den Handwerker die zweckmäßigſte
ſei, beantwortete der Referent dahin, daß die Freie
Innung oder die Zwangsinnung die unbedingte
Grund=
lage des Handwerks ſein und werden müßte. Die Freie
Vereinigung ſei das Ideal des Handwerkers und ſie ſei dem
Handwerker auch ſympathiſcher, weil ihm die
Pflicht=
innung vielfach als eine Beſchränkung in der Entfaltung
ſeiner Tätigkeit erſcheine. Redner widerlegt dieſe
Vor=
eingenommenheit gegen die Pflichtinnung und betont, daß
es heute notwendig ſei, die Handwerker in der
Zwangs=
innung zu vereinigen, dann könnten ſie auch ihre ideellen
Ziele verfolgen. Nachdem der Rechner, Herr Roth den
Voranſchlag vorgetragen hatte, fanden die Vorſtands= und
Ausſchußwahlen ſtatt. Nach Genehmigung einiger
redak=
tioneller Aenderungen der Statuten wurden auf Vorſchlag
die bisherigen Mitglieder des Vorſtands (Geiſt,
Heinzer=
ling, Roth=Darmſtadt) und des Ausſchuſſes wieder= und
an Stelle des 2. Vorſitzenden Jakobi, Herr Möſer=
Darm=
ſtadt, neugewählt. Als Ort für den nächſten Verbandstag
wurde Darmſtadt gewählt. Mit dem Verbandstag war
eine Ausſtellung verbunden, die eine ſehr anſchauliche
und überſichtliche Zuſammenſtellung des
Schloſſerhand=
werkszeugs, kleiner Maſchinen, Materialien uſw., darbot.
Die Ausſtellung fand bei den Verbandsmitgliedern wie
auch zahlreichen anderen Beſuchern ein ſehr lebhaftes
Intereſſe.
Bürſtadt, 6. Juli. (Wegen Krankheit in den
Tod.) Wie jetzt mitgeteilt wird, hat der Fabrikarbeiter
Franz Ofenloch, der ſich vom Zuge überfahren ließ, die
Tat nicht wegen Zwiſtigkeiten mit ſeiner Frau begangen.
Er ſoll ſogar in ſehr glücklicher Ehe gelebt haben, litt
je=
doch ſeit langer Zeit an einer ſchweren Gehirn= und
Ner=
venkrankheit, und es hat wohl dieſes Leiden den
unglück=
lichen Mann in den Tod getrieben.
Mainz, 6. Juli. (Unfall mit Todesfolge.) In
der Gaſtellſchen Waggonfabrik in Mainz=Mombach platzte
am 1. Juli ein Keſſelrohr, wobei der verheiratete 64jährige
Taglöhner Peter Eſſer von dort ſchwer verletzt und
ver=
brüht wurde. Im Krankenhaus iſt er ſeinen
Verletzun=
gen erlegen. — (Aus dem Fenſter geſtürzt.)
In einem Hauſe des Kaiſer=Karl=Ring befand ſich geſtern
der Großvater der Schreinersfamilie Eiſenhauſer mit
ſei=
nem einjährigen Enkel am offenen Fenſter des zweiten
Stockes. Der Kleine wurde plötzlich außerordentlich
un=
ruhig, entwiſchte dem Großvater aus den Händen und
ſtürzte hinab auf die Straße. Das ſchwerverletzte Kind
wurde ins Krankenhaus gebracht.
Oppenheim, 6. Juli. (Ein geheimnisvolles
Automobil) durchraſte geſtern in ſpäter Nachtzeit
un=
ſere Stadt. Fortwährend ertönten aus demſelben laute
Wehrufe und rührten dieſe, wie man hören konnte, von
einer Frauensperſon her. Woher das Auto kam
und was die Urſache der ſeltſamen Erſcheinung, konnte
nicht in Erfahrung gebracht werden.
Alzey, 6. Juli. (Zuſammenſtoß.) Das
Laſt=
automobil der Brauerei Neidlinger ſtieß heute
vor=
mittag auf einem Bahnübergang bei Station Bornheim
mit einem Zuge zuſammen. Das Automobil iſt
nahezu völlig zertrümmert worden, der Fahrer kam mit
dem Schrecken davon, ſein Begleiter wurde leicht verletzt.
Bingen, 6. Juli. (Am Bau der neuen
Rhein=
brücke) vollzieht ſich jetzt eine intereſſante Arbeit. Der
für die breiteſte Stelle der rechtsrheiniſchen Stromſeite
be=
ſtimmte Brückenteil iſt auf ſeinen vorläufigen Unterlagen
fertig montiert worden und ſoll nunmehr an die richtige
Stelle eingefahren werden. Unter den fertigen Teil werden
vier mit Waſſer belaſtete Kähne gefahren, aus denen das
Waſſer dann herausgepumpt wird. Die Kähne heben ſich
infolgedeſſen und tragen dann den fertigen Spannungsteil.
Nunmehr wird der Brückenteil in die für ihn beſtimmte
Lage über die zwei Strompfeiler, auf denen er ruhen ſoll,
ebracht. Nach einer ſorgfältigen Feſtlegung der Richtung
werden die Kähne abermals mit Waſſer gefüllt. Der
Brückenteil ſenkt ſich dadurch und ruht zum Schluß auf den
Strompfeilern, auf denen er dann befeſtigt wird.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 5. Juli. Durch einen
ſchlich=
ten feierlichen Akt wurde geſtern das 25jährige
Jubi=
läum der Volksſpeiſehallen=Geſellſchaft
begangen. Die erſten Worte der Begrüßung ſprach der
Vorſitzende Exzellenz Graf Dönhoff=Friedrichſtein. Dann
wies Exzellenz v. Hentig auf die großzügige Organiſation
der Geſellſchaft hin. Im Vorjahr wurden in den
bisheri=
gen ſieben Hallen allein an warmem Eſſen über zwei
Millionen Portionen verabreicht. Trotz des Steigens der
Lebensmittelpreiſe ſind die Speiſen zu den alten niedrigen
Sätzen gegeben worden.—In der geſtern begonnenen 11.
Kon=
ferenz der Krankenkaſſen der Provinz Brandenburg wurde
u. a. ein ſcharfer Angriff gegen die Berliner
Allgemeine Ortskrankenkaſſe gerichtet. — In
der vergangenen Nacht wurde Profeſſor Streit aus Wien
in einem Hotel der Mittelſtraße von dem dort beſchäftigten
Hausdiener Sellitſch, einem geborenen Oeſterreicher, im
Schlafe überfallen und mit einem Gummiknüppel
ſo ſchwer verletzt, daß er ins Krankenhaus gebracht
werden mußte. Der Hausdiener, der im Alter von 17
Jahren ſteht, wurde feſtgenommen. Er hat die Tat
angeb=
lich aus Rache vollführt.
Spandau, 6. Juli. (Ueber das Unglück bei
Bornim), bei dem fünf Perſonen getötet wurden,
mel=
den die Blätter noch: Durch Zufall riß einer der Drähte
der Ueberlandzentrale Spandau und fiel zur Erde. Durch
den lauten Knall, der dabei hörbar wurde, wurden einige
Feldarbeiter, ſogenannte Sachſengänger, herbeigelockt,
velche glaubten, ſie könnten ſich elektriſieren laſſen und die
eine Kette von elf Mann bildeten, während der erſte das
herunterhängende Drahtende erfaßte. In dieſem
Augen=
blick kam der zerriſſene Draht mit einem der anderen Drähte
in Berührung. Der dadurch geſchloſſene Strom ging durch
die Körper der die Kette bildenden Leute. Sie ſtürzten
ſofort beſinnungslos zu Boden. Ein ſofort
herbeigerufe=
ner Arzt konnte bei fünf nur noch den Tod feſtſtellen,
wäh=
rend die ſechs anderen nach ſtundenlangen Bemühungen
des Arztes und der inzwiſchen herbeigeeilten
Sanitäts=
kolonne wieder ins Leben zurückgerufen werden konnten=
Zwei erlitten ſo ſchwere Verletzungen, daß ſie kaum mit
dem Leben davonkommen dürften. Die Toten haben an
Und hier derſelbe Vorgang mit ganz anderer
Wir=
kung, in anderer Stimmung:
„Still ruht Dein Fuß auf meinem und es blühn
In unſern Blicken thaubenetzte Roſen.”
Alfred de Muſſet will ſich nicht beſcheiden:
„Mein, mein ihr Hals, ſehn ſie die Wände
Des Schlafgemachs in üpp’ger Ruh;
Mein das Gewand um ihre Lende,
Mein ihre kleinen weißen Hände
Und mein ihr Fuß im ſchwarzen Schuh!”
In dieſen Liedern iſt meiſt ausdrücklich der Teil für das
Ganze genommen, der Geſamtreiz der Geliebten in ihrem
Fuß angeſprochen. Wohl ſchimmert die Freude um den
lieblichen Fuß der ſchönen Frau! Doch auf müden
Frauen=
füßen wankt das tiefſte Leid, auf blutigen Frauenſohlen
irrt die Verzweiflung. Auch in den Gedichten. Kennt Ihr
Heines Edith Schwanenhals, die barfuß durch Nacht und
Nebel wandert, barfuß das Blut des Schlachtfeldes
durch=
watet, den erſchlagenen Liebſten zu finden?
Ein wunderſam trauriges Lied von müden Füßen der
Liebe hat Maeterlinck geſchrieben:
„Schweſtern, ich ſuchte dreißig Jahr,
Wo mag er verborgen ſein?
Schweſtern, ich pilgerte dreißig Jahr
Und holte ihn doch nicht ein.
Schweſtern, ich pilgerte dreißig Jahr,
Nun ſind die Füße mir ſchwer.
Schweſtern, er war überall
Und iſt nirgends mehr.
Schweſtern, trübe die Stunde blinkt;
Zieht mir vom Fuße die Schuhl.
Schweſtern, auch der Abend ſinkt
Und meine Seele ſucht Ruh’.”
Der Fuß des Weibes ein Symbol: der leichte, ſeidige,
auf Blumenduft ſchwebende der Liebe, der in Schmerzen
mühſam hinkende des Alters und der Not. Auf dieſem
Gegenſatz „ſteht” die Welt. Ihn hat Richard Dehmel
aus=
geſprochen in einem überwältigenden Gedicht, das mehr
iſt als eine ſoziale Sentenz, das tief im Herzen ein Wiſſen
weckt von den blühenden Traumfüßen des Glücks und den
Elendsfüßen des Lebens, die einander begegnen:
„Und wir gingen ſtill im tiefen Schnee.
Still mit unſerm tiefen Glück,
Gingen wie auf Blüten,
Als die arme Alte
Uns anbettelte.
Und Du ſahſt wohl nicht,
Als Du ihr die Hände drückteſt
Und Dich liebreich zu ihr bückteſt,
Wie durch ihr zerriſſenes Schuhzeug
Ihre aufgeborſtnen
Blauen Füße glühten.
Ja, ein Menſch geht barfuß
Im eignen Blut durch Gottes Schnee.
4
Und wir geh’n auf Blüten
Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Die Mozart=Feſtſpiele, die heuer zur
Er=
öffnung des neuen Mozarteums Mitte Auguſt in Salzburg
ſtattfinden, erhalten ihr Gepräge durch die Mitwirkung
zweier hervorragender Theater, nämlich der Wiener
Hof=
oper und des Darmſtädter Hoftheaters und des
von Lili Lehmann für den „Don Juan”
zuſammengeſtell=
ten Enſembles. Letzterem Enſemble gehören außer Lili
Lehmann ſelbſt John Forſell, Segurola, Frau Gadsky=
Tauſcher ꝛc. an. Die Aufführungen der beiden Hoftheater
finden mit Allerhöchſter Genehmigung Seiner Majeſtät
des Kaiſers von Oeſterreich und Seiner Königlichen Hoheit
des Großherzogs von Heſſen ſtatt. Das Orcheſter ſtellen
bei allen Aufführungen die Wiener Philharmoniker (
Hof=
opernorcheſter). Dirigenten der Aufführungen ſind: Ar=
thur Nikiſch=Leipzig, Paul Ottenheimer=Darmſtadt, Felix
von Weingartner=Darmſtadt (für die „Don=Juan”=
Auffüh=
rungen), Franz Schalk=Wien (Hofoper). Für die
Auf=
führungen, die, ebenſo wie die Bayreuther Feſtſpiele, eine
außerordentlich große Anzahl von Ausländern, vor allem
Amerikaner und Engländer, anziehen, ſind trotz der hohen
Preiſe (40, 30, 20 Kronen) faſt alle Plätze bereits
ver=
griffen. Es iſt das erſte Mal, daß zu den Mozart=
Feſt=
ſpielen ein deutſches Theater zur Mitwirkung eingeladen
wurde.
P. Münchner Theater. Das Münchner
Schau=
ſpielhaus hatte nach langer Zeit wieder einmal einen
gro=
ßen Tag. Allerdings iſt dieſes Ereignis nicht dem
norma=
len Spielplan des Theaters zu danken, ſondern dem
Gaſt=
ſpiel von Friedrich Kayßler und Helene
Fehd=
mer. Dieſes ausgezeichnete Künſtlerpaar brachte am 4.
Juli das vieraktige Drama „Jekaterina
Iwanow=
na” von Leonid Andrejew zur Uraufführung.
Ge=
orgij Stibelew, ein überarbeitetes Mitglied der
Reichs=
duma, gibt auf ſeine Frau Jekaterina Iwanowna drei
Schüſſe ab, da er ſie im Verdacht hat, daß ſie ihn mit einem
tief unter ihr ſtehenden Menſchen betrogen hat. Aus
Ver=
zweiflung und Trotz gibt ſich die Unſchuldige nun erſt
dieſem bisher verachteten Menſchen hin. Georgij, der bald
ſeinen wahnwitzigen Irrtum erkennt, bittet Jekaterina
kniefällig um Verzeihung. Dieſe kehrt wieder zu ihrem
Gatten zurück, aber das frühere Verhältnis ſtellt ſich nicht
wieder her. Jekaterina irrt umher, als ob ſie etwas ſuchen
ginge, das ſie verloren hat. In einer tragiſchen
Entzwei=
ung mit ſich ſelbſt, beginnt ſie ſich zu haſſen, ſich
wegzu=
werfen an die Freunde ihres Gatten, die ſie doch nicht liebt.
Das Ideal der Menſchheit iſt in ihr vernichtet worden
durch ihres Gatten Argwohn und Mordverſuch. Der Gatte
ſieht alles, aber er vermag nichts gegen dieſe
Selbſtzer=
ſtörung einer Frauenſeele, die er einmal und für immer
an ſich ſelbſt irre gemacht hat. Als die Pein unerträglich
geworden, geht ſie in den Tod. Das Problem klingt in
etwas an das von Gyges und ſein Ring an. Der
Fran=
zoſe behandelt ähnliche Stoffe mit Dialektik und
Pikan=
terie, der Deutſche moraliſch, der Ruſſe religiös. Das grau=
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. Juli 1914.
Nummer 184.
den Händen und am ganzen Körper ſchreckliche
Brandver=
letzungen erlitten.
Frankfurt a. M., 6. Juli. (Auflöſung des
Im=
kerbundes.) In der Tagung der Vertreter der
deut=
ſchen Imkerverbände, die geſtern hier ſtattfand, wurde die
Auflöſung des ſeitherigen Deutſchen Imkerbundes
beſchloſ=
ſen, der nur einen Teil der Verbände umfaßte. An ſeiner
Stelle wurde die „Vereinigung Deutſcher Imkerverbände‟
gegründet, die ſämtliche Verbände Deutſchlands umfaßt
und rund 160000 Mitglieder zählt. Als erſter Präſident
wurde Profeſſor Frey=Poſen gewählt, als zweiter
Präſi=
dent Landesökonomierat Büttner=München, als
Geſchäfts=
führer Lehrer Küttner=Köslin (Pommern).
Kronberg i. T., 6. Juli. (Prinzeſſin
Fried=
rich Karl von Heſſen) iſt heute nachmittag um 3,12
Uhr von Frankfurt mit ihren Söhnen Wolfgang, Philipp
Richard und Chriſtoph nach England abgereiſt
und bleibt dort etwa 14 Tage. Sie trifft in dem Seebade
Eaſtburne mit ihrer Schweſter, der Königin von
Griechen=
land, zuſammen und reiſt Ende des Monats mit ihr
wie=
der nach Deutſchland zurück.
Biebrich, 6. Juli. (Unſinnige Wette.) Der
19 Jahre alte Weißbinder Koepple aus Wiesbaden ging
geſtern nachmittag in Biebrich die Wette ein, daß er den
Rhein durchſchwimmen würde. Trotz aller Warnungen
ſprang er in den Strom. Nachdem er einige Meter
ge=
ſchwommen war, verſchwand er in den Fluten. Die Leiche
konnte bis jetzt nicht geborgen werden.
Mannheim, 6. Juli. (Hofkapellmeiſter
Ar=
thur Bodanzky) vom Hoftheater hat einen Ruf an
die Oper in Chikago für die nächſten drei Jahre erhalten.
Vom Schwarzwald, 6. Juli. (
Hochſchulkonfe=
renz.) Vom 2. bis 5. Juli tagte auf dem Feldberghof im
Schwarzwalde die diesjährige deutſche Hochſchulkonferenz,
zu der ſich Teilnehmer aus den meiſten Bundesſtaaten
ein=
gefunden und auch Oeſterreich einen Vertreter entſandt
hatte. Der Schlußſitzung am Sonntag wohnte auch der
badiſche Kultus= und Unterrichtsminiſter, Exzellenz Dr.
Böhm, bei.
Freudenſtadt, 6. Juli. (Verſchüttet.) Beim
Bee=
renſammeln im Walde wurden geſtern nachmittag in dem
benachbarten Loßburg durch herabſtürzendes Geſtein zwei
13 Jahre alte von dort gebürtige Buben verſchüttet. Der
Sohn des Bahnwärters Schmid wurde tot geborgen,
wäh=
rend der andere namens Reich ſchwer verletzt wurde.
München, 6. Juli. (Ein glänzendes
Feſt=
bankett) vereinte anläßlich der Jahrhundertfeier des
Infanterie=Leibregiments deſſen Offizierkorps am Abend
im Hotel „Vier Jahreszeiten” Auch der König und die
Prinzen des Königlichen Hauſes nahmen daran teil, ferner
der preußiſche Geſandte von Treutler und Kardinal von
Bettinger. Im Laufe des Abends ſprach der
Regiments=
kommandeur, Oberſt Freiherr von Pechmann, dem König
ſeinen warmen ſoldatiſchen Dank aus für ſeine Beteiligung
an dem Jubeltage des Regiments und gab der
Verſicher=
ung Ausdruck, daß der König auch in den ſchwerſten
Ta=
gen auf die vorbildliche Treue und Hingebung des
Regi=
ments rechnen könne. Zur Erinnerung an den heutigen
Tag überreichte er als Feſtgabe des Regiments einen
hiſto=
riſchen, bisher im Beſitz des Regiments ſich befindlichen
Grenadierbecher und ſchloß ſeine Rede mit einem Hoch auf
Seine Majeſtät. Der König ſprach in ſeiner Antwort
ſei=
nen Dank aus für das Geſchenk und betonte, daß er
jeder=
zeit das Regiment hoch geachtet habe und ſeine Bedeutung
zu würdigen wußte. In den Jahren 1866 und 1870/71
habe es ſich mit Ruhm bedeckt. Der König erinnerte dann
an jene Zeiten, in denen bayeriſche Prinzen in dem
Regi=
ment gedient haben und lobte den guten Geiſt, der in dem
Regiment herrſche. Er ſprach den Wunſch aus, daß dieſer
gute Geiſt auch in ſpäteren Jahrhunderten weiter beſtehen
möge und trank aus dem ihm übergebenen Grenadierbecher
auf das Wohl des Regiments.
Rottenburg, 6. Juli. (Eine kaiſerliche
Stif=
tung.) Der Kaiſer hat mit Rückſicht auf Rottenburg, als
die einzige mehrhundertjährige Reſidenz der Hohenberger
und mit Rückſicht auf die Heimat von St.
Meinrad für den neuen Dom in Rottenburg das
Glocken=
metall zu einer großen Glocke, die St. Meinrad geweiht
werden ſoll, geſtiftet.
Driburg, 6. Juli. (Erſchoſſen.) Geſtern abend
erſchoß der 32 Jahre alte wandernde Schmiedegeſelle
Franke aus Vohwinkel ohne ſichtbare Veranlaſſung in der
Herberge zur Heimat mit einem Jagdgewehr den bei
ſeinem Bruder, dem Herbergswirt, zu Beſuch weilenden
Laienbruder der überſeeiſchen Miſſion, Joſef Weſtkamp,
einen gebürtigen Driburger. Der Täter wurde verhaftet.
Sandersleben, 6. Juli. (Ueberfahren und
ge=
tötet.) Als heute vormittag ein Perſonenzug aus
Hett=
ſtedt die Weichen am Bahnübergang paſſierte, öffnete der
Schrankenwärter vorzeitig die Schranken. Zwei Frauen
im Alter von 17 und 28 Jahren, die in dieſem Augenblick
den Bahnübergang benutzten, wurden von dem Zug
er=
faßt und bis zur Unkenntlichkeit zerſtückelt.
Dresden, 6. Juli. (Der Kornblumentag in
Sachſen) erbrachte nach Abrechnung aller Unkoſten
694000 Mark, von denen 691000 Mark an bedürftige
Ve=
teranen verteilt werden ſollen.
Dresden, 6. Juli. (Sachſentag.) Vom 4. bis 6.
Juli fand hier ein allgemeiner Sachſentag ſtatt,
der zu einem engeren Zuſammenſchluß der Sachſen aus
aller Welt führen ſollte. Den Höhepunkt des Sachſentages
bildete ein Feſtzug, der ſich geſtern mittag durch die
Straßen am Reſidenzſchloß vorüber nach der Vogelwieſe
bewegte, wo ein Volksfeſt veranſtaltet war. Es wurde
einſtimmig die Gründung eines
Sachſenweltbun=
des beſchloſſen. Dem König wurde in einem
Huldigungs=
telegramm die Gründung des Sachſenweltbundes
mitge=
teilt. Hierauf lief folgende Antwort ein: Die Mitteilung
von der Begründung des Sachſenweltbundes erfreute mich
aufrichtig. Ich wünſche ihm reiche Erfolge in den edlen
vaterländiſchen Beſtrebungen und danke herzlichſt für das
mir und meinem Hauſe dargebrachte Treugelöbnis.
Graz, 6. Juli. (Zuſammenſtoß.) Auf dem
Süd=
bahnhof ſtießen zwei Laſtzüge zuſammen. 18 Waggons
wurden zertrümmert; ein Bremſer wurde
ver=
letzt.
London, 6. Juli. (Der Sarg der Leiche Joſ ef
Chamberlains) wurde geſtern aus dem Londoner
Palais des Verſtorbenen nach Birmingham übergeführt.
In Birmingham bildeten viele Tauſende auf den Straßen
Spalier und bekundeten barhäuptig durch ehrfürchtiges
Schweigen ihre Trauer um ihren hervorragenden
Mit=
bürger.
Kopenhagen, 6. Juli. (Im Alkoholrauſch.) Der
Werkarbeiter Walbon durchſchnitt im Rauſch ſeiner Frau
und ſeiner 6jährigen Tochter mit einem Küchenmeſſer den
Hals und erhängte ſich dann.
Warſchau, 6. Juli. (Zugzuſammenſtoß.) Auf
der ſchmalſpurigen Wiljamowbahn ſind zwei
Perſonen=
züge zuſammengeſtoßen. 12 Perſonen wurden dabei
ver=
letzt.
Jekaterinoslaw, 6. Juli. (Wolkenbrüche.) In
der durch die Wolkenbrüche überſchwemmten
Charlovska=
grube in Yuzowka ertranken 16 Arbeiter.
Neu=York, 6. Juli. (Das unzulängliche
Mini=
ſtergehalt.) Staatsſekretär Bryan hat ſeine
Vorle=
ſungstournee zur Erhöhung ſeiner Einkünfte wieder
auf=
genommen. Er hielt geſtern in Nordkarolina vier
Konfe=
renzen ab und bekam für jede 1000 Mark. Dieſe neue Art
von Vorſtellungen hat in gewiſſen Kreiſen eine lebhafte
Erregung hervorgerufen. Bryan begründete, wie auch
ſchon früher, ſein Handeln damit, daß das Gehalt eines
Miniſters der Vereinigten Staaten durchaus ungenügend
ſei und daß er ſich auf andere Weiſe Geld verſchaffen
müſſe, um in ehrlicher Form den Repräſentationspflichten
nachkommen zu können.
New=York, 6. Juli. (Zu dem Bomben=
Un=
glück.) Das gemeldete Unglück in einer hieſigen
Miets=
kaſerne iſt nach Anſicht der Polizei durch die vorzeitige
Ex=
ploſion einer Bombe verurſacht worden. Die Bombe
wurde fabriziert in der Abſicht, ſie in Sarrytown, in der
Nähe des Rockefellerſchen Landſitzes, zur Exploſion zu
bringen, wo morgen die Verhandlung gegen Mitglieder der
Vereinigung der Induſtriearbeiter der Welt wegen
Betei=
ligung an der Demonſtration gegen Rockefeller beginnen
ſollte. Es liefen Gerüchte von Drohungen gegen den
Ge=
richtshof um, falls die Angeklagten, die ſich gegen
Bürg=
ſchaft auf freiem Fuß befinden, nicht freigeſprochen
wer=
den würden. Zwei Opfer der Exploſion waren
Ange=
klagte in dem Verfahren, das dritte Opfer war ein
anar=
chiſtiſcher Schriftſteller, und das vierte Opfer war ein
weibliches Mitglied der Vereinigung. Unter den
Trüm=
mern des Hauſes wurden Material für die
Bombenfabri=
kation, ein geladener Revolver und ein mit Leder
über=
zogener Knüppel gefunden.
Heer und Flotte.
Uniformfragen.
C) Der moderne Krieg, der mit ſo manchem
Altherge=
brachten aufgeräumt hat, hat die Notwendigkeit ergeben,
auch eine entſprechende Reform der Uniformierung
vorzu=
nehmen und zwar nicht nur bei uns, ſondern auch bei
an=
deren Nationen. Später wie wir ſind die Franzoſen daran
gegangen, obwohl die Uniform ihrer Armee die für den
Ernſtfall denkbar ungünſtigſte iſt. Ein langer
mantelarti=
ger ſchwerer Rock und dazu die weitleuchtende rote Hoſe,
dieſe Attribute beſtanden feit Jahrzehnten, ohne daß man
daran dachte, eine Aenderung herbeizuführen. Erſt vor
einem Jahre hat man ſich hierzu entſchloſſen, man hat ſich
auf eine blaugraue Farbe geeinigt, und Millionen ſind
für die Einführung bewilligt worden. Da iſt es nicht
un=
intereſſant, daß ſich ein ſo angeſehenes Blatt wie der
„Temps” jetzt gegen die Abſicht des Kriegsminiſters
Meſ=
ſimy wendet, von jetzt bis 1922 jährlich ungefähr 40 Millionen
für neue Uniformierungen der Armee auszugeben. In
dem Artikel heißt es: Man dürfe der Wahl der Uniform
nicht übermäßige Bedeutung beimeſſen, weit wichtiger
wäre, bei der Auswahl der Offiziere und Mannſchaften
vorſichtiger zu ſein und ſolche Umſicht walten zu laſſen,
damit das Blinken der Seitengewehre, Geſchirre uſw. im
Sonnenlicht nicht die Zielrichtung des Gegners begünſtige.
So unrecht hat der Artikelſchreiber damit nicht,
anderer=
ſeits aber unterſchätzt er doch wohl die Bedeutung der
Uni=
form im modernen Kriege. Auch bei uns in Deutſchland
ſieht man ſich vor die Frage geſtellt, die erſt vor wenigen
Jahren geſchaffene Felduniform einer Aenderung zu
unter=
ziehen. Der zu den Uniformen benutzte Stoff hat ſich nicht
bewährt, er iſt lange nicht ſo haltbar, wie der bisherige
blaue und weiſt auch ſonſt mancherlei Nachteile auf, die
zu beheben ſich als notwendig herausgeſtellt haben. Das
iſt ſehr bedauerlich, denn der Wert der beſchafften Vorräte
beziffert ſich auf viele Millionen, und wenn auch die
Uni=
formſtücke aufgetragen werden ſollen, ſo wird man das
etwas beſchleunigen, und neue erhebliche Unkoſten ſind
un=
ausbleiblich. Bei der geplanten Reform wird man auch
gut tun, einiges Unſchöne der Felduniform unbeſchadet
ihrer Kriegsbrauchbarkeit zu beſeitigen, ſo daß man
all=
mählich dazu übergehen kann, die blaue Uniform ganz
auf=
zuheben. Einen Anfang will man bereits machen mit der
Abſchaffung der ſchwarzen Hoſe, an deren Stelle eine
ein=
heitlich graue treten ſoll, die auch im Frieden zum dunklen
Waffenrock getragen werden ſoll. Man wird das nur loben
können, denn die ſchwarzen und noch mehr die hellblauen
bayriſchen Hoſen wieſen viele Unzulänglichkeiten auf, die
der grauen nicht anhaften. Auch das wird einige
Milliön=
chen koſten, indeſſen darf hierin mit Rückſicht auf die
Kriegsbereitſchaft der deutſchen Armee nicht geſpart
wer=
den.
Die afrikaniſchen Eiſenbahnen.
DKG. In der Geographie, der Monatsſchrift der
Franzöſiſchen Geſellſchaft für Erdkunde, behandelt ſeit
Anfang d. J. Herr Saleſſes die Frage der afrikaniſchen
Eiſenbahnen und ihren heutigen Stand. Es gibt nach
ihm heute mehr als 47000 Kilometer Schienenſtränge im
dunklen Erdteil, d. h. etwa ebenſo viel, wie in
Frank=
reich. Im Bau befinden ſich 2700 Kilometer, und 14000
Kilometer werden geplant. Hierbei ſind nur die von den
Volksvertretungen bewilligten oder gutgeheißenen
Pro=
jekte eingerechnet. Alle geplanten Eiſenbahnen, die
finan=
ziell noch nicht geſichert ſind, beiſpielsweiſe auch die
Mittelſtücke der Kap=Kairo=Bahn, ſind hier nicht
mit=
gezählt.
Vier Fünftel von den genannten 47000 Kilometern
entfallen auf Südafrika, den engliſchen Sudan, Nigerien
und die Goldküſte, alſo engliſche Tochterländer, und haben
deshalb die Kapſpur von 1,067 Metern. Die Meter=Spur
iſt angewendet in den deutſchen Schutzgebieten, in Uganda,
Abeſſinien, Madagaskar, ſowie in einigen portugieſiſchen
und belgiſchen Kolonien, während die italieniſchen Linien
durchweg 0,95 Meter breit ſind. Man ſieht, die
Unter=
ſchiede ſind nicht beträchtlich.
Die Koſten afrikaniſcher Eiſenbahnen ſind ſehr ver=. Die Strecke Oran-Colomb-Béchar kam auf
77500 Franken, während franzöſiſche Eiſenbahnen in
Weſtafrika 80000 bis 100000 Franken auf den Kilometer
erforderten. Die Ugandabahn koſtete durchſchnittlich
150000 Franken, die Linie Brickaville-Tananarivo
ſo=
gar 231000 Franken. Die Durchſchnittserforderniſſe auf
den Kilometer ſind etwa 100000 Franken.
Ueber unſere deutſch=afrikaniſche Eiſenbahnpolitik
ur=
teilt Herr Saleſſes teilweiſe etwas „franzöſiſch” d. h.
bei aller Anerkennung ſieht er hinter ihren Fortſchritten
allerlei Aſpirationen und Gelüſte: „Man hat geſehen,
daß Deutſchland, das zuerſt bis 1906 im Eiſenbahnbau
ſehr zurück war, Rieſenſchritte unternahm, das Verſäumte
nachzuholen. Mit Englands Zuſtimmung und durch
un=
ſere Schwäche hat es ein Auge auf den belgiſchen Kongo,
Angola und die ſpaniſchen Kolonien in Guinea
gewor=
fen; man ſagt ſogar, Deutſchland habe an Tripolis
ge=
dacht, um es mit ſeinem Kamerun zu verbinden. Sein
zukünftiges Eiſenbahnnetz hat zum Rückgrat eine große
afrikaniſche Querbahn von Daresſalam nach Lobito=Bucht
mit Abzweigungen von Waſſerſtraßen oder Schienenwegen
nach Duala. Eine italo=germaniſche Linie könnte mög=
ſame, unentwirrbare Ineinander von Schuld und Schickſal
wird nicht intellektuell zu erfaſſen und zu löſen verſucht,
ſondern man beugt ſich davor, wie vor etwas das
Ver=
ehrung fordert. Dieſe Menſchen erleiden ihr Schickſal und
ſind doch von einem ſo überirdiſchen Licht beſtrahlt, daß ſie
über ihrem eigenen Leid zu ſtehen ſcheinen. In ſolchen
ruſſiſchen Seelen=Gleichungen hebt und ſenkt ſich die
Wag=
ſchale nicht zu Gunſten oder Ungunſten eines von beiden,
es gibt keinen Richter und keinen Urteilsſpruch.
Grenzen=
loſes Mitleid mit der leidenden, irrenden Menſchenſeele
und tiefſtes Verſtehen aller irdiſchen Qual und Schuld
führt den Dichtern die Feder. In ſolchen Stücken muß
der Schauſpieler zum Prieſter und Seelendeuter werden.
Ganz ſo haben Friedrich Kayßler und Helene Fehdmer
ihre Aufgabe begriffen. Vor ſolchem Ernſt der
Kunſtauf=
faſſung beugten ſich ſelbſt diejenigen, denen der myſtiſche
Sinn ruſſiſchen Welterfaſſens verſchloſſen blieb.
Beſon=
ders Helene Fehdmer bot eine großartige Leiſtung. Sie
ſchuf nicht nur ein bis ins Einzelnſte echtes Bild
menſch=
licher Verzweiflung, ſie ließ auch hinter den ſchrillen
Diſſo=
nanzen eine Harmonie ahnen, die Gloriole über dem Haupt
der Märtyrerin. Der Beifall des Publikums kam oft in
elementarſter Weiſe zum Ausdruck.
Kb. Meiſterporträtausſtellung in
Hei=
delberg. Aus Heidelberg wird uns geſchrieben: Der
alte monumentale Barockbau der Städtiſchen Sammlungen
in Heidelberg beherbergt gegenwärtig eine intereſſante
Ausſtellung. Aus pfälziſchem (öffentlichem und privatem)
Beſitz hat man alle wertvollen Porträts geſammelt und zu
einer Schau vereinigt. Dieſe Ausſtellung ergänzt die
Darmſtädter Jahrhundertausſtellung aufs Beſte. Man
hat einige ſehr wertvolle Bilder entdeckt; über einzelne
wird die Kunſtgeſchichte noch zu ſprechen haben; ſo über
das kleine in der Charakteriſtik ſcharfe und im Ton
präch=
tige Bild eines jungen Engländers von Hans Holbein dem
Jüngeren. Auch das im Landſchaftlichen zarte, im
Figür=
lichen weniger gelungene Familienbild mit Heidelberger
Schloßmotiven von Kaſpar Netſcher erregr berechtigtes
Aufſehen. Ein bisher unbekanntes Bild Goethes,
vermut=
lich von der Hand Tiſchbeins (vielleicht auch aus deſſen
künſtleriſcher Umgebung), zeigt den alten Dichter in
würde=
voller ſteifer Haltung des weimariſchen Geheimrates. Das
Porträt, das durch die Brüder Boiſſerée in Heidelberger
Privatbeſitz kam, wird demnächſt in einer beſonderen
Mo=
nographie unterſucht und gewürdigt. Unbekannt war
bis=
her auch das Porträt Friedrichs des Großen von Zieſenis
des einzigen Malers, dem Friedrich perſönlich ſaß. Was
wir an Bildern ſonſt von anderen Malern haben, ſind
Kopien nach Zieſenisſchen Bildern. Aus dem Anfang
des 13. Jahrhunderts ſtammt ein anmutiges in Miene
und Haltung liebliches „Chokoladenmädchen” von
Oelen=
heinz. Das kleine Kabinettſtück einer vergangenen
Genre=
malerei gehört mit zu den Neuentdeckungen dieſer
Aus=
ſtellung. Wenig oder bisher ganz unbekannte Bilder von
Rahl, Feuerbach, Canon, Thoma und Trübner, ſowie von
Guido Schmitt ſchließen die Ausſtellung ab.
* Die Frauen und die Männer. In einer Londoner
Zeitſchrift veröffentlicht ein etwas ſkeptiſch und
philoſo=
phiſch angehauchter Mitarbeiter ein Bündel weiſer
Be=
trachtungen: Vieles ſpricht für die Witwen. Wer eine
Witwe heiratet, weiß vielleicht, was er bekommt. Wer ein
Mädchen heiratet, weiß mit Sicherheit nur, daß er das
nicht bekommt, was er zu bekommen glaubt. — Bald nach
der Heirat entdeckt der Mann, daß er in der
Verlobungs=
zeit zuviel geſchwatzt hat. Zwei Drittel aller
Männerſor=
gen tragen Unterröcke. — Der Mann, der vor ſeiner Frau
keine Geheimniſſe hat, hat entweder keine Geheimniſſe oder
keine Frau. — Eine Frau verbringt zwei Stunden am
Toilettetiſch, um den Liebhaber auf zwei Minuten zu
empfangen und ihm zu ſagen, daß ſie ihn nicht erwartet
habe. — Wenn ein Mann ſich für ein Genie hält, läßt er
ſich das Haar lang wachſen; wenn eine Frau glaubt, eine
Aufgabe zu haben, ſchneidet ſie es ſich kurz. — Wenn ein
Mann in der Untergrundbahn hübſche Mädchen nicht
an=
ſieht, iſt die Dame, die neben ihm ſitzt, die Frau
Ge=
mahlin. — Ein ungeheuerliches Maß von Klugheit und
Lebenskunſt gehört dazu, das Montagsfrühſtück zu einer
fröhlichen Mahlzeit zu machen. — Die Frau begehrt alles
was die Männer beſitzen, Schnurrbart und Glatze
ausge=
nommen. — Die Welt beurteilt einen Mann nicht nach
ſeiner Kleidung, ſondern nach den Kleidern ſeiner Frau.
— Die einzigen ſicheren Dinge in dieſem Leben ſind die,
die ſich bereits ereignet haben. — Die Frau, die um eines
Heimes willen heiratet, zahlt eine teure Miete.
* Das Baderöckchen des Amerikaners. Im „Lande
der Freiheit” ſind die Moralbegriffe bekanntlich vielfach
enger als ſonſt irgendwo, und in den eleganten
Modebä=
dern, in denen es jetzt wieder von Beſuchern wimmelt,
wird die ſtrengſte Aufſicht geführt, ob auch alles geſittet
zugeht. Beſondere Aufmerkſamkeit widmet man dabei
den Koſtümen, und in mehreren vornehmen Bädern, wie in
Newport und Atlantie City, halten weibliche
Strandpoli=
ziſten darauf, daß die badenden Schönen ihre „
Tango=
badekoſtüme” nicht zu eng und zu kurz tragen. Dem
Bade=
direktor von Dayton in Ohio aber war es vorbehalten,
dem männlichen Badekleid eine gründliche Reform
ange=
deihen zu laſſen. Dieſer ſtrenge Hüter der Sitten erklärte
die Toiletten, deren ſich das ſtärkere Geſchlecht bisher beim
Baden bediente, ſamt und ſonders für höchſt unmoraliſch
und hat befohlen, daß nur noch Herren zum Baden
zuge=
laſſen werden, die — Röckchen tragen. Dies Baderöckchen
der Daytoner Männerwelt hat Aehnlichkeit mit jenem
kurzen Schurz, den ſonſt das ſtarke Geſchlecht nur noch in
Montenegro oder in den ſchottiſchen Hochlanden trägt. Es
reicht nicht ganz bis zu den Knien und iſt hübſch gefältet.
Ein heftiger Kampf iſt für und wider dieſe Baderöckchen
entbrannt, die ihr Erfinder als „modern und ſauber”
rühmt. In Dayton aber ſind ſie bereits „große Mode‟
ck. Die „Etagenroſe‟ Mit einem merkwürdigen Fall
ungewöhnlicher Entwicklung einer Blüte macht der
franzö=
ſiſche Blumenzüchter Viktor Germain aus Mourillon die
Roſenfreunde bekannt. Es handelt ſich um eine Art
Eta=
genroſe. Auf dem Stengel bildete ſich eine anſcheinend
normale Blüte mit vollkommen entwickelten
Blütenblät=
tern. Dafür fehlten aber dieſer Blume in ihrer Mitte die
Stempel und Staubfäden völlig. An ihrer Stelle ſproßte
mitten aus der Blume ein neuer Stengel, der in eine
Knoſpe auslief. Die Knoſpe entfaltete ſich, entwickelte ſich
zu einer kleineren Roſe, die aber im Gegenſatz zu der
un=
teren größeren Blüte nur Staubgefäße und Stempel
auf=
wies. Die Beiſpiele derartiger ſeltſamer Bildungen der
Natur ſind bei den Roſen ziemlich ſelten, ſo daß die
Roſe=
von Mourillon erwähnt zu werden verdient.
Nummer 184.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. Juli 1914.
Seite 5.
lichenfalls Duala mit Tripolis über den Tſchadſee
ver=
einigen. Frankreich muß darüber wachen, daß ſich
Deutſchland nicht des portugieſiſchen Guineas, Liberias
und der Kabinda=Enklave bemächtigt, denn ſeine
An=
weſenheit an dieſen Punkten wäre unter dem
kommer=
ziellen und politiſchen Geſichtswinkel ſehr bedenklich.‟ Es
tut uns eigentlich leid, daß Herr Saleſſes nicht einen Blich
auf die Karte von Afrika geworfen hat, der ihm gezeigt
hätte, daß die unter dem vierten ſüdlichen Breitenkreis
den Tanganjika erreichende deutſch=oſtafrikaniſche
Mittel=
bahn mit der von Lobito=Bucht, gelegen unter dem
zwölſ=
ten Breitenkreiſe, ausgehenden Benquella=Bahn nicht zu
einem Ganzen verſchweißt werden kann; von
Abzwei=
gungen nach dem im fünften Breitengrade nördlich
gele=
genen Dualg kann natürlich gar keine Rede ſein.
Luftfahrt.
— Leipzig, 6. Juli. Der Proteſt gegen Max
Schüler Sieger des Dreieckflugs, wurde von der
Kom=
miſſion des Luftfahrerverbandes zurückgewieſen.
* Saumur 6. Juli. Als heute der Flieger
Le=
gägneur über der Stadt einen Schleifenflug machte,
ſtürzte er mit ſeinem Flugzeug in die Loire.
Herbei=
eilende Seeleute konnten ihn erſt nach 25 Minuten retten.
Legagneur war bewußtlos, beide Beine waren ihm
ge=
brochen, außerdem war ihm der Bruſtkaſten eingedrückt.
Er ſtarbbald nach ſeiner Einlieferung in das
Kranken=
haus.
* Kopenhagen, 6. Juli. Der Flieger
Chriſti=
änſen, der geſtern morgen 4 Uhr 14 Minuten in Kiel zu
einem Flug nach Kopenhagen aufgeſtiegen war, mußte
wegen Motordefektes bei Tureby landen. Bei den
Schau=
flügen am geſtrigen Nachmittag in Kopenhagen erlitt die
Maſchine des deutſchen Fliegers Kaſpar einen
Motorſcha=
den. Der Flieger mußte aus 50 Meter Höhe plötzlich
lan=
den und geriet in ein Moor. Der Motor und der Apparat
wurden ziemlich ſtark beſchädigt. Kaſpar blieb unverletzt.
Erdbeben.
* Hohenheim, 6. Juli. Seit letzten Samstag
wurden von den hieſigen Erdbebeninſtrumenten
meh=
rere Fernbeben aufgezeichnet; ein erſtes am
Sams=
tag abend um 7 Uhr 38 Minuten 6 Sekunden mit einer
Herdentfernung von etwa 10000 Kilometern, ein zweites
in der vergangenen Nacht 11 Uhr 5 Minuten 50 Sekunden,
deſſen Herd etwa 9600 Kilometer entfernt liegt. Heute
früh 7 Uhr 50 Minuten konnte man den Anfang eines
drit=
ten Bebens feſtſtellen. Die Wellenbewegung war beim
Ausſchlag des Seismographen noch nicht zu Ende.
Streikbewegungen.
* Köln, 6. Juli. Nachdem bereits am Samstag
morgen die Kraftwagenführer in den
Aus=
ſtand getreten waren, ſtreiken ſeit heute früh alle
Transportarbeiter. Sie verlangen beſſere Lohn= und
Ar=
beitsbedingungen.
* Paris 6. Juli. Im Kohlenbecken der Loire
ſtreiken 18000 Arbeiter. Sie fordern den
Acht=
ſtundentag. Die Ruhe wurde bisher nirgends geſtört.
* Paris, 6. Juli. In Denein fand ein
Kon=
greß des Bergarbeiterverbandes ſtatt, der
ſich insbeſondere mit dem Achtſtundentag beſchäftigte. Es
wurde beſchloſſen, alle parlamentariſchen Mittel
anzuwen=
den, um die ungeſchmälerte Durchführung des
Achtſtunden=
tages durchzuſetzen. Der Deputierte Basly teilte im
Auf=
trage des Kongreſſes dem Arbeitsminiſter telegraphiſch
mit, daß er in kurzem eine Interpellation über die
An=
wendung des Geſetzes über den Achtſtundentag
einbrin=
gen werde.
* London, 6. Juli. Alle Werkſtätten des Arſenals
in Woolwich ſind geſchloſſen, alle Zugänge ſind von
rieſigen Menſchenmaſſen belagert. Doch ereigneten ſich
keine Zwiſchenfälle.
Zum Fürſtenmord in Serajewo.
* Wien, 6. Juli. In allen evangeliſchen Kirchen
Wiens wurden geſtern Trauergottesdienſte
abge=
halten. Am Schluß der Gottesdienſte wurde ein Schreiben
der Kabinettskanzlei verleſen, in welchem dem
Oberkirchen=
rat der wärmſte Dank des Kaiſers für die
Beileidskund=
gebungen der evangeliſchen Glaubensgenoſſen Oeſterreichs
ausgeſprochen wird.
* Wien 6. Juli. Der Kaiſer empfing heute
vor=
mittag den Grafen Berchtold in 1½ſtündiger Audienz
und daran anſchließend den gemeinſamen Finanzminiſter
v. Bilinski. — Die Rückreiſe des Kaiſers nach Bad Iſchl
iſt auf morgen feſtgeſetzt worden.
* Peſt 6. Juli. Die Polizei von Zimony verhaftete
einen aus Serajewo zugereiſten Serben namens
Popo=
witſch dem die Mitſchuld an der Serajewoer
Blut=
tat zugeſchrieben wird.
* Bukareſt, 6. Juli. Das Amtsblatt veröffentlicht
folgende Mitteilung: Der König und die Königin
erhielten mit tiefſtem Schmerze die Nachricht von dem
ent=
ſetzlichen Unglück, das in ſo grauſamer Art die Kaiſerliche
und Königliche Familie durch den ſo unerwarteten Tod
des Erzherzogs Franz Ferdinand und
Höchſt=
deſſen Gemahlin getroffen hat. Dieſes traurige Ereignis hat
die Herzen des Königs und der Königin, die mit dem
illu=
ſtren Verſtorbenen nicht nur durch enge Familienbande,
ſon=
dern auch durch Bande aufrichtiger und erprobter
Freund=
ſchaft verbunden waren, mit tiefſtem Schmerze erfüllt.
Un=
mittelbar nach der Erhaltung dieſer ſchmerzlichen Nachricht
haben der König und die Königin Seiner Majeſtät Kaiſer
Franz Joſef telegraphiſch ihre lebhafte Teilnahme an der
ſchweren Heimſuchung ausgedrückt. Seine Majeſtät Kaiſer
Franz Joſef dankten den Souveränen in den wärmſten
Ausdrücken. — Dazu bemerkt Univerſul: Dieſer
Kund=
gebung des Hofes iſt ganz beſondere Bedeutung
beizu=
meſſen. Denn es iſt bekannt, daß bei ähnlichen Anläſſen
doch nur die Veröffentlichung der Hoftrauer erfolgte.
Die=
ſes Mal aber wollte der König ſeinem Schmerze, den ihm
der Tod des Erzherzogs Franz Ferdinand, des erprobten
Freundes der rumäniſchen Nation, verurſachte, beſonderen
Ausdruck verleihen.
Vom Balkan.
* Sofia, 6. Juli. Die rumäniſchen
Dele=
gierten treffen heute mit den bulgariſchen Delegierten
in Ruſtſchuk ein, von wo ſich die geſamte Kommiſſion
an die rumäniſch=bulgariſche Grenze begibt, um die
Un=
terſuchung des Grenzzwiſchenfalles
einzu=
leiten.
* Sofia, 6. Juli. Auf einen Muſelmanen, der
verſchiedene Verbrechen begangen hat, wurde, als er am
3. ds. Mts. im Bezirk Karna über die rumäniſche Grenze
flüchtete, von einem Soldaten des bulgariſchen
Poſtens Obriſchte geſchoſſen, nachdem der
Flüchtling vergebens aufgefordert worden war,
ſtillzu=
ſtehen. Der Flüchtling wurde verwundet, doch gelang es
ihm, die Grenze zu überſchreiten. Er ergab ſich ſodann
den Soldaten des rumäniſchen Poſtens, die ihn in das
Spital nach Dobritſch brachten.
* Bukareſt, 6. Juli. Die Agence Telegraphique
Roumaine meldet: Die Agence Telegraphique Bulgare
hat über den rumäniſch=bulgariſchen
Grenz=
zwiſchenfall unrichtige Meldungen
ver=
öffentlicht. Die angegriffenen rumäniſchen Soldaten,
von denen einer getötet und einer verwundet wurde, waren
nicht bewaffnet, da ſie zur Begleitung von Offizieren
ge=
hörten, die mit topographiſchen Arbeiten an der Grenze
betraut waren. Entſprechend dem zwiſchen der
bulgari=
ſchen und der rumäniſchen Regierung abgeſchloſſenen
Uebereinkommen hätten ſie unter dem Schutze des
Völker=
rechts ſtehen müſſen. iDe bulgariſche Regierung hat, dem
Ernſte des Vorfalles Rechnung tragend, ihr Bedauern
ausgeſprochen und die Ernennung einer gemiſchten
Kom=
miſſion vorgeſchlagen. Dieſe wird am Dienstag an Ort
und Stelle zuſammentreten und es iſt zu hoffen, daß es ihr
gelingen werde, den beklagenswerten Zwiſchenfall voll
auf=
zuklären. Die rumäniſchen Mitglieder der Kommiſſion ſind
General Rimmiceanu, General Caſtnis und Major Roſetti.
* Konſtantinopel, 6. Juli. Die Blätter melden
aus Smyrna: Das türkiſche Kanonenboot
„Iſſareis” verfolgte eine griechiſche Barke,
die von der Inſel Goni kam und an der Küſte
angeſam=
melte griechiſche Auswanderer befördern wollte. Das
Ka=
nonenboot zwang die Barke zur Flucht und entfernte
die auf der Inſel Toprakada gehißte griechiſche Flagge.
Bei einem Zuſammenſtoß zwiſchen einer
griechi=
ſchen Bande und türkiſchen Gendarmen bei
Ka=
rareis wurden drei Griechen getötet;die übrigen
flüchte=
ten. Ein anderer Zuſammenſtoß mit einer griechiſchen
Bande erfolgte bei Vurla. Die Bande verſuchte hier unter
dem Schutze des Feuers der Bemannung einer im
Schlepp=
au eines griechiſchen Torpedobootes befindlichen Barke
Waffen an Land zubringen. Die Bande wurde in die
Flucht gejagt. Eine amtliche Beſtätigung der
Nach=
richten ſteht noch aus.
Die Lage in Albanien.
Die Fremdenlegion.
* Berlin, 5. Juli. In Berlin hat ſich ein Komitee
gebildet, um ausländiſche ausgediente Soldaten aller
Waffengattungen als Freiwillige nach Durazzo
zu ſenden. Den Vorſtand des Komitees bilden Konſul
a. D. Richard Wackerow und Hauptmann a. D. Hans
Walter. Die Koſten für den Transport ſowie die
Ver=
pflegung der Freiwilligen bis Durazzo übernimmt das
Komitee, das auch für die Rückfahrkoſten aufkommen will.
Auf eine telegraphiſche Meldung nach Durazzo, daß die
Freiwilligen nach Ankunft die Weiterverpflegung von der
albaniſchen Regierung verbürgt erhalten müßten,
depe=
ſchierte der Flügeladjutant des Fürſten, daß alle weiteren
Verhandlungen mit dem albaniſchen Geſandten Sureya in
Wien gepflogen werden möchten. Auf eine dorthin
ge=
richtete Anfrage kam die drahtliche Nachricht, daß die
Frei=
willigen nach Ankunft in Durazzo die weitere Verpflegung
erhalten würden, daß aber Kochkeſſel, Menageſchalen und
womöglich auch Zelte erwünſcht ſeien. Dieſe Mitteilung
wird von den Berliner Blättern dahin ausgelegt, daß eine
Anwerbung ausländiſcher gedienter Soldaten rechtlich in
Deutſchland zuläſſig ſei; nur die Anwerbung von
Reichs=
deutſchen ſei unter Strafe geſtellt und werde vom Komitee
wohl auch ſtreng vermieden werden. Einer der Herren
des Werbebureaus hat übrigens den Zeitungen berichtet,
er habe im Auswärtigen Amt und im Polizeipräſidium
vorgeſprochen, und an beiden Stellen habe man ihm
er=
klärt, daß zwar die Anwerbung von Reichsdeutſchen
ver=
boten ſei, daß aber gegen die Anwerbung von Ausländern
in Deutſchland kein Widerſpruch erhoben werden könne.
Das Komitee iſt der Anſicht, daß in Deutſchland eine
ganze Reihe von Oeſterreichern, Norwegern, Schweden
und Schweizern lebt, die ſich als Freiwillige für Albanien
melden könnten.
Der eben erwähnte albaniſche Geſandte in Wien, der
zugleich auch in Rom beglaubigt iſt — übrigens der
ein=
zige Geſandte, den der junge Staat vorläufig hat —, iſt
hier eingetroffen und von verſchiedenen Zeitungen auch
ſchon interviewt worden. Irgendetwas von Bedeutung
hat er aber nicht geſagt. Zugleich mit ihm (wie er
an=
gibt, zufälligerweiſe) iſt auch der Wiener Bildhauer
Gurſchner in Berlin eingetroffen. Das iſt der Herr, der
zurzeit in Wien ein Werbebureau eröffnet hat. Er
be=
hauptet, er ſei aus Wien geflüchtet, um dem Anſturm von
Freiwilligen, die ſich nach Schluß des Bureaus bei ihm
perſönlich und brieflich noch meldeten, zu entgehen; 5000
Freiwillige hätten ſich bei ihm gemeldet, doch habe er nur
etwa 70 nach Durazzo ſenden können.
* Durazzo, 6. Juli. Die Meldung auswärtiger
Blätter, daß Iſſa Boletinatz getötet worden ſei, iſt
un=
richtig. Iſſa befindet ſich gegenwärtig in Durazzo.
Nach bisher unbeſtätigten Meldungen haben die Epiroten
Koritza angegriffen und eingenommen.
Nach heftiger Gegenwehr wurden Regierungstruppen,
die holländiſchen Offiziere Schneller und Matinkroth und
der in albaniſchen Dienſten ſtehende frühere
öſterreichiſch=
ungariſche Offizier Chillardi gefangen genommen.
* Durazzo, 6. Juli. Die Aufſtändiſchen haben
Stargia nach heftigem Kampfe mit den von Koritza
herbei=
geeilten Streitkräften der Regierung eingenommen.
* Wien 6. Juli. Turkhan Paſcha empfing im
Laufe des Samstag den Beſuch des italieniſchen
Botſchafters, mit dem er eine einſtündige
Be=
ſprechung hatte. Turkhan Paſcha beſuchte alsdann die
rumäniſche Geſandtſchaft und die türkiſche
Bot=
ſchaft und hatte je eine einſtündige Unterredung mit dem
öſterreichiſch=ungariſchen Miniſter des Aeußern, Grafen
Berchtold und dem Sektionschef Freiherr von
Macchio. Am Sonntag hatte Turkhan Paſcha
ſtunden=
lange Beſprechungen mit dem rumäniſchen Geſandten und
empfing den Beſuch des Generalkonſuls Rappaport,
der die Abteilung für Balkanangelegenheiten im
Aus=
wärtigen Amte leitet. Heute mittag war Turkhan Paſcha
zum Frühſtück beim Grafen Berchtold geladen.
* Rom, 6. Juli. Die Agenzia Stefani meldet aus
Durazzo: Am 5. Juli iſt eine Abordnung aus
Argyrokaſtro hier eingetroffen, um den Fürſten zu
erſuchen, Maßnahmen zum Schutze von Argyrokaſtro zu
ergreifen. Wenn der Fürſt dies ablehnt, will ſich die
Stadt mit den Epiroten verbinden. — Drei
Unterhändler ſind im Auftrage der franzöſiſchen
Geſandt=
ſchaft abgereiſt, um über den Ueberfall auf die Wohnung
eines franzöſiſchen Bürgers Erkundigungen einzuziehen.
hd Rom, 6. Juli. Im Gegenſatz zur
Perſe=
veranza, die einen baldigen Rücktritt des Fürſten
von Albanien ankündigt, rechnet die Stampa mit der
Möglichkeit, daß der jetzige Zuſtand des
Schwankens zwiſchen Hoffnungen und
Enttäuſchungen noch den ganzen Sommer
anhalten wird. Dies wird auch durch die Rückkehr
des internationalen Aufſichtsausſchuſſes nach Valona
be=
gründet.
* Paris, 6. Juli. Eſſad Paſcha iſt aus Rom
hier eingetroffen.
* Paris, 6. Juli. Nach einer Meldung des Matin
ſollen vier Franzoſen, welche bei einer franzöſiſchen
Holzgewinnungsgeſellſchaft in dem Eſſad Paſcha
gehöri=
gen Sukwalde beſchäftigt ſind, von aufſtändiſchen
Albaneſen, als dieſe die Mirditen verfolgten,
ge=
fangen genommen worden ſein. Der franzöſiſche
Geſandte Fontenay hat Nachforſchungen nach dem
Ver=
bleib der vermißten Franzoſen angeordnet.
Aus Mexiko.
* Veracruz, 6. Juli. Aus dem Landesinnern hier
eingetroffene Mexikaner ſehen die Wahlen für eine
bloße Farce an. Es ſei eine lächerliche Annahme, daß
Huerta dem Volke freie Wahlen gewährt habe.
* Mexiko City, 6. Juli. Bei den
Präſiden=
tenwahlen erhielt Huerta ein einſtimmiges
Vertrauensvotum. Die Wahlberichte laſſen die
Wiederwahl aller gegenwärtigen Deputierten und
Sena=
toren erwarten. Die Wahlbeteiligung iſt die niedrigſte
ſeit vielen Jahren, ſowohl in der Hauptſtadt wie in den
Nachbarſtädten.
* Saltillo, 6. Juli. Nach dem Ergebnis der
Konferenzen zwiſchen Villa und Carranza
anerkennt Villas Armee Carranza als den erſten Führer.
Villa bleibt der Führer der Armee des Nordens.
Vermiſchtes.
* Reſerviſten und kaufmänniſche
Stel=
lenvermittelung. Für die unter der Fahne
ſtehen=
den und im Herbſt zur Entlaſſung kommenden
kaufmänni=
ſchen Angeſtellten (Handlungsgehilfen) iſt es oft recht
ſchwer, ſofort wieder Stellung in ihrem Zivilberuf zu
fin=
den. Unter Berückſichtigung der beſonderen Verhältniſſe
dieſer im Militärdienſt ſtehenden Berufsangehörigen hat
in dankenswerter Weiſe der auf nationalem Boden ſtehende
Verband Deutſcher Handlungsgehilfen zu Leipzig ſich auch
jetzt wieder entſchloſſen, allen im Herbſt zur Entlaſſung
kommenden Handlungsgehilfen ſeine erſtklaſſige
Stellen=
vermittelung ſofort koſtenlos zur Verfügung zu ſtellen. Es
iſt alſo nicht notwendig, daß die Reſerviſten große
Auf=
wendungen an Beiträgen oder Einſchreibungsgebühren
machen. Die einzige ſelbſtverſtändliche Bedingung, die der
Leipziger Verband ſtellt, iſt die, daß die mit den größten
Vorteilen verbundene Mitgliedſchaft bei dem Rücktritt ins
kaufmänniſche Leben erworben wird. Der Leipziger
Ver=
band bietet ſeinen Mitgliedern neben der ſchon erwähnten
großzügigen Stellenvermittelung, für die er im Jahre
mehr als 160000 Mark aufwendet, eine unübertroffene
Krankenverſicherung mit mäßigen Beiträgen, eine hohe
Stellenloſen=Unterſtützung ohne beſondere Beiträge, ebenſo
ein Hinterbliebenengeld, eine jährliche koſtenfreie
Bücher=
lieferung, Rechtsſchutz und Rechtsrat uſw. Der Leipziger
Verband zählt mit mehr als 105000 Mitgliedern zu den
größten kaufmänniſchen Berufsorganiſationen.
Literariſches.
— Charlotte Nieſe, die Hexe von Mayen.
Roman. Geheftet 3 Mark, gebunden 4 Mark. Leipzig, Fr.
Wilh. Grunow. Charlotte Nieſe, die am 7. Juni ihren
60. Geburtstag feiert, hat ſich immermehr zu einer
wirk=
lichen Meiſterin der hiſtoriſchen Erzählung
herausgearbei=
tet. Mit einer faſt gemütlichen Souveränität ſchneidet ſie
ſich aus der Weltgeſchichte einen kleinen Abſatz heraus,
ſtreut eine Handvoll charakteriſtiſcher Menſchlein darauf und
läßt ſie innerhalb dieſes gegebenen Rahmens leben, leiden,
lieben und mehr oder minder gut davonkommen. So hat
ſie es mit ihrem Tagebuch der Ottony von Kelchberg
ge=
macht, das in die trüben Greuel der Revolutionszeit
ein=
taucht. So hat ſie es mit ihrer Minette von Söhlenthal
gemacht, deren Geſchichte mit dem Regierungsantritt der
lieblichen Karoline Mathilde von Großbritannien beginnt.
Und ſo macht ſie es mit ihrer Hexe von Mayen, die keine
Hexe iſt, ſondern eine Ketzerin (was grad ſo ſchlimm iſt),
im übrigen ein liebreizendes und friſch=frohes holſteiniſches
Mädel, Heilwig, die Tochter des königlich däniſchen
Staatsrats Cay von Seheſtadt. Dieſes Buch nimmt in
der immer aufſteigenden Linie der Nieſeſchen Schöpfungen
wohl einen bedeutſamen Platz ein. Es hat alle Vorzüge
der Dichterin, die uns nun ſchon gut bekannt ſind.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 6. Juli. Reichskanzler v. Bethmann
Hollweg empfing am Samstag nachmittag den
öſter=
reichiſch=ungariſchen und den ſpaniſchen Botſchafter.
* Berlin, 6. Juli. Die hieſige türkiſche
Bot=
ſchaft teilt mit: Die Meldung Athener Blätter, nach
de=
nen ein türkiſches Kanonenboot bei Chios einen
griechiſchen Segler mit Flüchtlingen beſchoſſen und
beſchlagnahmt habe, und das Kloſter auf der Inſel Goni
beſchoſſen und zerſtört haben ſoll, iſt, wie aus
Konſtanti=
nopel gemeldet wird, in allen Einzelheiten völlig aus der
Luft gegriffen.
* Potsdam, 6. Juli. Der Kaiſer iſt heute
vormit=
tag 9,15 Uhr nach Kiel abgefahren, von wo er die
Nord=
landreiſe antreten wird. — Die Kaiſerin iſt heute
vor=
mittag um 10 Uhr von Wildpark nach Wilhelmshöhe
abge=
fahren. In ihrer Begleitung befanden ſich Prinz und
Prinzeſſin Eitel Friedrich, die ſich einige Tage in
Wil=
helmshöhe aufhalten werden.
* München, 6. Juli. Die Bayeriſche Staatszeitung
be=
merkt in ihrem heute erſchienenen Rundblick: Der
Hir=
tenbrief des Biſchofs von Como zog
merk=
würdigerweiſe auch einige kirchenpolitiſche Fragen
Deutſch=
lands in den Kreis ſeiner Betrachtungen. Es iſt hier
nicht der Ort, zu dieſen Dingen Stellung zu nehmen. Zu
wünſchen iſt aber, daß die vom Biſchof von Como gewählte
Methode, ſich bei der Mitwelt in empſehlende Erinnerung
zu bringen, nicht Schule macht, denn es müßte zu
bedenk=
lichen Konſequenzen führen, wenn es Uebung würde, daß
Biſchöfe eines Landes ſich kritiſch über die
Verhältniſſe eines anderen Landes
ver=
breiten die ihren Amtskreis nicht berühren, und ſie
da=
her auch nichts angehen. Wenn der vom Biſchof von Como
bekundeten guten Abſicht einer angemeſſenen Belehrung
ſeiner Diözeſanen ſeitens des Heiligen Stuhls eine An=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. Juli 1914.
Nummer 184.
erkennung zu Teil geworden iſt, ſo dürfte es irrig ſein,
daraus Schlußfolgerungen für Deutſchland zu ziehen.
* Karlsruhe, 6. Juli. Das Großherzogspaar
von Baden hat ſich zu längerem Aufenthalt nach Schloß
Badenweiler begeben.
* Mannheim, 6. Juli. Bei der Jahresfeier der
Mann=
heimer Handelshochſchule teilte deren Rektor Glauſer mit,
daß der verſtorbene engliſche Konſul Dr. Paul Ladenburg
der Handelshochſchule 25000 Mark vermacht habe
zu einer Paul Ladenburg=Stiftung. Dieſe ſoll
ſich die Förderung des engliſchen Wirtſchaftslebens und
des engliſchen Rechtes angelegen ſein laſſen durch Beihilfen
zu Studienreiſen nach England und durch Ausſetzung von
Prämien für einſchlägige Arbeiten.
*Koblenz, 6. Juli. Heute vormittag fand im
Ober=
präſidium die erſte Sitzung des neugewählten
Waſſer=
ſtraßenbeirats für den Rhein und ſeine Nebenflüſſe
ſtatt. Der Vorſitzende, Oberpräſident v. Rheinbaben,
begrüßte die Mitglieder. Bei der Erledigung der
Tages=
ordnung war von beſonderer Bedeutung die Auskunft
über die Frage der Vertiefung des Rheins von
St. Goar bis Mannheim. Danach iſt die preußiſche
Regierung nach genauer Unterſuchung aller in Betracht
kommenden Verhältniſſe zu dem Ergebnis gekommen, daß
ein ſicherer und dauernder Erfolg nur durch den Bau
einer Schleuſe am linken Ufer zu erzielen
ſei. An die Sitzung ſchloß ſich am Nachmittag eine
Rhein=
fahrt bis zur holländiſchen Grenze, wobei mehrere in der
Ausführung begriffene Bauten beſichtigt wurden.
* Kaſſel, 6. Juli. Um 5.15 Uhr ſind die Kaiſerin
und Prinz und Prinzeſſin Eitel Friedrich auf dem
Bahn=
hof Wilhelmshöhe eingetroffen. Sie begaben ſich im
Auto nach Schloß Wilhelmshöhe, wo ſie Wohnung nahmen.
* Rom, 6. Juli. Ein Dekret der Konſiſtorial=
Kongre=
gation an die italieniſchen Biſchöfe unterſagt die
Teilnahme von Prieſtern an
ſyndikaliſti=
ſchen Vereinigungen. Es wird verſichert, daß die
rein katholiſchen Berufsvereinigungen von dem Dekret
nicht betroffen werden.
* Mähriſch=Sternberg, 6. Juli. Anläßlich der
Eröff=
nung des tſchechiſchen Vereinshauſes veranſtalteten die
Deutſchen eine Proteſtverſammlung, nach der
es zu Kundgebungen kam. Polizei und Gendarmerie
verhinderten größere Zuſammenſtöße. Drei Perſonen
wurden verhaftet.
* Paris, 6. Juli. Die Kammer wird übermorgen
eine außerordentliche Sitzung abhalten, um die
Kreditvor=
lage, betreffend die Beteiligung Frankreichs an der
Welt=
ausſtellung in St. Franzisko, zu erörtern.
* Paris, 6. Juli. Bei dem zu Ehren Dſchemal
Paſchas gegebenen Frühſtück brachte der
Marinemini=
ſter Gauthier einen ſehr herzlichen Trinkſpruch
auf den Sultan, Dſchemal Paſcha, die Türkei, die türkiſche
Marine und das türkiſche Volk aus. In ſeiner
Erwider=
ung gab Dſchemal Paſcha ſeinem Danke dafür Ausdruck,
daß die franzöſiſche Regierung ihn eingeladen habe, den
Flottenmanövern beizuwohnen und gleichzeitig die
Schiffs=
werften zu beſuchen. Zum Schluſſe ſprach Dſchemal
Pa=
ſcha die Hoffnung aus, daß die von ihm im Laufe ſeines
Beſuches geſammelten Erfahrungen einen erfreulichen
Ein=
fluß auf die Wiedergeburt der osmaniſchen Flotte ausüben
werde, welche ſtark ſein ſoll, um der Türkei entſprechend den
Bemühungen ihrer Regierung einen langen Frieden zu
ſichern.
* Paris, 6. Juli. Nach einer Blättermeldung aus
Sofia ſoll dafelbſt eine franzöſiſch=
bulgari=
ſche Hypothekenbank mit einem Kapital von 20
Millionen Franken gegründet werden.
* London, 6. Juli. Admiral Percy Aſhe
verun=
glückte geſtern auf einer Fahrt im Automobil nach
Wincheſter, indem ſein Automobil mit einem anderen
zu=
ſammen ſtieß. Der Admiral wurde aus dem Wagen
her=
ausgeſchleudert und erlitt einen Schädelbruch, an dem er
bald darauf ſtarb.
* London, 6. Juli. Die Beiſetzung Joſef
Chamberlains fand heute in Birmingham in aller
Einfachheit in Gegenwart ſeiner Gattin und der
Familien=
mitglieder ſtatt. Gleichzeitig wurde in der St.
Marga=
retenkirche in Weſtminſter ein Trauergottesdienſt
abgehalten. Das Königspaar und die übrigen Mitglieder
der königlichen Familie hatten Vertreter entſandt.
* London, 6. Juli. In der heutigen Sitzung des
Unterhauſes gedachten Asquith, Bonar Law und
Balfour der hervorragenden perſönlichen Eigenſchaften
Joſef Chamberlains. Darauf hob das Haus zum
Zeichen achtungsvoller Trauer die Sitzung auf.
* London, 6. Juli. Nach Meldungen aus Aden rückt
der Mullah gegen Burao in Britiſch=Somaliland vor.
Die Eingeborenentruppen ſind aus Aden dorthin gerufen
worden.
Die Nordlandreiſe des Kaiſers.
* Kiel, 6. Juli. Der Kaiſer iſt mit Gefolge heute
nachmittag hier eingetroffen. Zum Empfange auf dem
Bahnhof waren anweſend der Chef der Marineſtation der
Oſtſee, Admiral v. Coerper, der Chef der Hochſeeflotte,
Admiral v. Ingenohl, Polizeipräſident v. Schröter und
Stadtkommandant Generalmajor v. Wichmann. Der
Kaiſer begab ſich auf dem Waſſerwege an Bord der
„Hohenzollern” Als die Kaiſerſtandarte auf dem
Waſſer ſichtbar wurde, feuerte die Flotte einen Salut von
33 Schuß. Ein zahlreiches Publikum begrüßte den
Kaiſer am Bahnhof und auf dem Kai mit lebhaften
Hurrarufen.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das weſtliche Tiefdruckgebiet hat ſich weiter verſtärkt
und nach Oſten ausgedehnt, ſo daß über ganz Mitteleuropa
tiefer Druck lagert. Wir werden heute unter ſeinem
Ein=
fluß mit unbeſtändiger Witterung zu rechnen haben.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag 7. Juli:
Unbeſtändig, ſtellenweiſe Regenfälle, Winde aus weſtlichen
Richtungen.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
E
Ksulamander Srierer
Alleinverkauf:
Schuhhaus
Prriearich Soeder
12 Ludwigstr. 12.
(13382a
bad. Schw.
Vöhrenbach soo m ub. a. u. Höhenluftkurort
II,14591) Prospekt frei d. Verkehrsverein und Bürgermeisteramt.
Mein diesjährigér
(*483
Inventur-Ausverkauf
beginnt Dienstag, den 7. Juli.
Spezial-Geschäft für Leinen, Wäsche und
Braut-Ausstattungen
Waldstr. 1, nächst der Wilhelminenstr.
Geſchäftliches.
Einen für Damen wichtigen Vortrag laſſen die
hieſigen Firmen W. Caſtan, W. Kraetzinger und E. Olitzſch
am Freitag, 10. Juli, nachmittags 4 Uhr, im Kaiſerſaal,
Grafenſtraße 18, auf Veranlaſſung der Rex=Konſervenglas=
Geſellſchaft über Fruchtſaftgewinnung und Selbſtherſtellung
von Haushalt=Konſerven halten. Das Thema an und für
ſich wird bei jeder Hausfrau ſchon reges Intereſſe erwecken,
da es ſich hier um Einrichtungen handelt, die ſowohl von
geſundheitlicher wie von wirtſchaftlicher Seite aus
betrach=
tet, für die Küche von großem Werte ſind. Ganz beſonders
intereſſant wird der Vortrag noch dadurch, daß derſelbe
von praktiſchen Vorführungen begleitet iſt und dürfte
be=
ſonders der neue Dreyerſche Fruchtſaft=Apparat „Rex” der
eine vollſtändige Erfindung auf dem Gebiete der
Saft=
gewinnung darſtellt, unſere Damen feſſeln. Wir verweiſen
noch auf die heutige Anzeige.
Der heutigen Stadtauflage im Martins=
viertel liegt ein Flugblatt über den
Kon=
kurs=Ausverkauf der Firma Georg Sachs bei. Wir
machen unſere verehrl. Leſer auf das Flugblatt
be=
ſonders aufmerkſam.
(15669
Der Stadtauſtage unſerer heuigen Ausgabe
liegt ein Proſpekt über Brunnen=Trinkkur im
Hauſe mit dem altbekannten Lauchſtädter Brunnen bei.
Unſere geehrten Leſer machen wir auf dieſen Proſpekt
beſonders aufmerkſam.
(15707
Familiennachrichten.
lda Rosenberg
Moritz Dahlerbruch
— VERLOBTE
Darmstadt
Griesheim b. Darmstadt
Hahlgartenstrasse.
Holzstrasse 15
(Dornheim).
Die glückliche Geburt eines kräftigen
Jungen zeigen hocherfreut an
Dr. Ehrensberger
u. Frau Eva, geb. v. Wedekind.
Augsburg, den 2. Juli 1914.
Maxplatz A. 107.
(*544
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute Nacht entſchlief ſanft nach längerem
Leiden im 36. Lebensjahr mein lieber
treu=
beſorgter Mann, unſer guter Vater, Sohn,
Bruder, Schwager, Onkel und Neffe
Herr Karl Hegendörfer
Fuhrunternehmer
In tiefer Trauer:
Anna Hegendörfer, geb. Mitteldorf
und Familie.
(15711
Darmſtadt, den 6. Juli 1914.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 8. Juli,
nachmittags 3¼ Uhr, vom Eliſabethenſtift aus
auf dem Darmſtädter Friedhof ſtatt.
Ein=
ſegnung ½ Stunde vorher.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meine treubeſorgte Gattin, unſere
innigſt=
geliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter,
Schweſter, Schwägerin und Tante
Frau Wilhelmine Scheidler
geb. Schäfer
nach langem, ſchwerem Leiden infolge eines
Herzſchlages plötzlich und unerwartet im Alter
von 59 Jahren zu ſich in die Ewigkeit abzurufen.
Im Namen der tieftrauenden Hinterbliebenen:
Leonh. Scheidler, Ratsdiener, Dieburgerſtr. 17.
Willy Friederich und Frau, geb. Scheidler,
Dieburgerſtr. 17,
Leonh. Scheidler und Frau, Heinheimerſtr. 84,
Georg Scheidler und Frau, Frankfurt=
Sachſenhauſen.
Darmſtadt, den 6. Juli 1914.
Die Beerdigung findet Mittwoch, nachm.
5 Uhr, von der Leichenhalle des Beſſunger
Friedhofs aus ſtatt.
(15719
Todes=Anzeige.
Freunden und Bekannten machen
wir hierdurch die Mitteilung, daß
unſere liebe, gute Mutter
Frau
Aillia Joam
geb. Backofen
vergangene Nacht ſanft entſchlafen
iſt.
Darmſtadt, 6. Juli 1914.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Rechtsanwalt Justizrat Dr. Osann.
Die Beerdigung findet nach dem Wunſche der
Verſtorbenen in der Stille ſtatt.
Von Beileidsbeſuchen bittet man abſehen zu
wollen.
(15676
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
und die ſo überaus zahlreichen Blumenſpenden
bei dem uns betroffenen Verluſte meines lieben
Mannes, unſers guten Vaters, Schwiegervaters
und Großvaters
Herrn
Johannes Schwinn
ſprechen wir Allen herzlichen Dank aus.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Eliſabethe Schwinn, geb. Will, Darmſtadt.
Philipp Schwinn u. Familie, Darmſtadt.
Ludwig Schwinn u. Familie, Frankfurt a. M.
Heinrich Schwinn u. Frau, Darmſtadt.
Darmſtadt, den 6. Juli 1914.
(15718
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlichſter Teilnahme
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte unſerer
lieben, unvergeßlichen und treubeſorgten Mutter,
Schweſter, Schwägerin, Tante und Großmutter
Frau Marie Spamer
geb. Wolf
Witwe des Großh. Miniſter.=Kanzliſten
Ed. Spamer
ſprechen wir Allen, beſonders Herrn Pfarrer Waitz
für ſeine troſtreiche Grabrede, ſowie der Schweſter
Sophie der Martinsgemeinde unſeren
tiefgefühl=
teſten Dank aus.
(15690
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Groß=Umſtadt.
Tageskalender.
Dienstag, 7. Juli.
Militär=Maſſenkonzert um 8 Uhr im Saalbau.
Ausſtellung der Freien Vereinigung Darmſtädter
Künſtler in der Kunſthalle (geöffnet von 9—6 Uhr).
Bilder vom Tage. Bilderauslage unſerer Expedition
(Rheinſtraße 23): Erzherzog Franz Ferdinand mit
Ge=
mahlin und ihren Kindern. — Der Schauplatz des
Revolverattentats in Serajewo. — Erzherzog Franz
Ferdinand und Gemahlin verlaſſen das Rathaus. —
Der Mörder Princip wird ins Gefängnis gebracht.
— Der neue Thronfolger Erzherzog Karl Franz Joſef
und Erzherzogin Zita.
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 8. Juli.
Hofreite=Verſteigerungen: Emil Büttner (Neue
Ireneſtraße 61) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I, —
Julius Triebert (Viktoriaſtraße 63) um 10½ Uhr auf dem
Ortsgericht I, — Richard Buſch (Wienersſtraße 77) um
10½ Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
Runde=
turmſtraße 16.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für den
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
„Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Nummer 184.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. Juli 1914.
Seite 7.
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Seite 9
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do. . .. p. 1925 .
3½ 86,35
d6. . . . . . .
76,65
do.
Fraußische Schatzanw. 4 100,20
4 91,20
Stoffolnnleihe.
3½ 86,30
Consols . .
76,80
(o. . . . . . . .
Badische Staats-Anleihe: 4 97.55
3½l 89,00
dov. 92/94
3 84,10
dob.s . . . . . . . .
BayerischeAblös.-Rento. 4 97,90
E.-B.-Anl. kdb. ab 1906 4 98,95
4 98,60
do. unkdb. p. 1918 .
do. unkdb. p. 1920 . . . 4 98,60
E.-B.- u. Allgem. Anl.
4 99,00
unkdb. p. 1930
3½l 84,90
do. Anleihe . .
3 76,20
do.
. . .
Hamburger Staats-Anl. . 4 97,70
3½ —
do. v. 1887/94 . . . .
80,00
(0. . . . . . . . . . „
Hessische Staats-Anleihe 4 97,80
do. unkdb. p. 1921 . . . 4 97.80
do. . . . . . . . . . . . . . 13½ 85,00
do. . . . . . . . . . . . . . 3 74,10
Sächsische Staats-Rente 3 77,20
Württembg. Staats-Anl.
(unkab. p. 1921). .
4 99,00
do. v. 79/80 . . . . .
88,50
do. . . .
-.. .„
3 77,80
5—
Bulgarische Gid.-Anl. .
Griech. Anl. v. 1890 . .
1,6) —
do. v. 1887 Monopol
-
Italienische Ronte:
-
Osterr. Staats-R. v. 1913 . 4½ 90,10
do. Sülber-Rente . . . . 14½ 83,60
do. Papier-Rente . . . 14½ —
do. Gold-Rente . . . . . 4 85,15
do. einheiti. Rente . . 4 80,45
Portug. Tab-Anl. 1891 . . 4½
do, inn. amort. 1905 . .4½
do. umnif. Serie I
63,20
do.
III. 3 66,10
do. Spezial Titel. .
9,40
Rumänen v. 1903.
5 99,90
do. Gold v. 1913.
4½ 90,75
do. Schatzsch. v. 1.
14½ —
do. conv.
4 85,10
do. v. 1890
4 59,70
do. v. 1891
4 89,00
do. v. 1905
4
do. v. 1908%
4 1 84,70
do, v. 1910
4 85,20
Russische St--Anl. v. 19
4½ 98,35
do. kons. v. 1880 .
4 87,20
do. Gold v. 1890
do. v. 1902 .
89,70
Schweden v. 1880. . .
do. v. 1886 .
ſ
Schweden v. 1890
Serben steuerfrei . . . . . 4½l 86,20
do. amort. v. 1895 . . . 4 1 95.00
Türk. Egypt. Tribut . . .
do, kons. steuerfreie
do. Admin. v. 1903. . .
75.50
do. unif. v. 1903. . . . .
82,25
do. v. 1905. . . . . . . .
4 70,80
Ungarische Staats-Rente
1913 unkdb. bis 1923 . . 4½ 88,40
Ungar. Staatsk.-Scheine
v. 1913. . . . . . . . . . . . 4½ 98,95
do. Gold-Rente. . . . . 4 81,80
do. Staats-Rente 1910. 4
do.
Kr. 4 79,40
Argent. innere Gold-Anl.
. 1887 5
do. äußere v. 1890 . . . 5 100,40
do, innere v. 1888 . . .4½
do. äußere v. 1888 . .
4½
do. v. 1897
Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5 95,00
do. v. 1889 . .
4½ —
do. v. 1906 .
4½ 89,25
Chines. St.-Anl. v. 1895
67 —
do. v. 1836 .
5 99,50
do. Reorg. Anl.,
5 88,10
do. v. 1898 .
14½—
Japaner . . . . . .
4½ 92,50
Innere Mexikaner .
5 90,35
Außere do.
v. 1899 5 85,75
Mexikan. Gold v. 1904
4 69,00
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4 —
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.31 —
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1919. . . . .
94,75
do.
1921. . . .
96,00
do. „ 1922. . . .
83,50
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do. „ 1920 .. . . 4 96,50
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.. 3½ 86,50
unkdb. 1910 .
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Ser. 15—42 4 94,10
do. . . . . . . „ 48—49 4 94,.90
4 96,00
do. unk. 1922 „ 52
do. „ 1913. . . . . . . 3¾1 88,60
do. Scr.45 . . . . . . . . 3½ 86,50
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
Sor. 12, 13, 161 4 96,90
do. . . . . „ 14, 15, 17 4 96,90
do. unkdb. 1920 . . . . 4 97,40
4 1 97,50
do.
1923 . . ..
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½ 84,70
do. „ 3—5 . . . . . . . 3½ 84.50
do. kündb. 1915 . . . . . 3½ 84,60
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„ 19141 4 96,90
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„ 1916
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§ (110,25
Norddeutscher Lloyd.
Frankfurt. Schleppechiff. 4 1116,00
Südd. Eisenb.-Gegellsch. .6½ 129.00
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 14-
.. . . . . 6 90,50
Baltimore .
10 1195½
Canada . . . .
7½ 129,50
Schantung . .
9 145,70
Prinz Henry.
:::: 5 1650
Lombarden .
Pennsylvania.
6 1110,50
Industrie-Aktien.
adische Anilin-Fabrik . 28 1579,00
Chem. Fabrik Griesheim 14 243,00
Farbwerke Höchst . . . . 30 (458,50
Ver. chem. Fabr. Mannh..I 20 (295,25
Zement Heidelberg . . . . 10 144,50
Chemische Werke Albort! 30 1398,00
Holzverkohl. Konstanz 1 15 285,00
Lahmeyer . . . . . . .
7 (122,60
Schuckert, Nürnborg. .
8 1143,00
iemens & Halske. .
12 211,50
Bergmann Elcktr
5 (115,00
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 (242,00
Hagen Akkum.. .
25 1292,50
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (164,00
Zummi Peter . . . . .
0 80,00
Adler-Fahrradwerke . . . 25 (292,00
Maschinenfabr. Badenis . 6 1123,00
Wittener Stahlröhren . . 0 2
Motoren, Oberursel . . .8½ 152,00
Gasmoteren, Deutz . . . . 9 120,50
Ziemens GlasIndustrie . 15 —
Enzinger Filter .
23 1278,50
Stoaus Romana
10 1145,50
Zellstoff Waldhof:. . . . 12 1171,50
Bad. Zucker-Waghäusel .12,83/216,00
Neue Boden-Aktion-Ges.
75,50
süddeutsche Immobilion 0 54,50
Bergwerks-Aktion.
Aumetz-Friede . . . . . .
Bochum. Bergb. u. Gußst. 12 153,00
14 221,00
Leonhard, Braunkohlen: 9 1155,00
Konkordia Bergbau . . . 23 355,00
Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 127,25
Eschweiler . . . . . . . .
10 226,75
Gelsenkirchen Bergw. . . 11 (183½
Harpen Bergbau. . . . . . 11 (177,25
Kaliwerke Aschersleben .10
Kaliwerke Westeregeln . 13 189,60
Königin Marienhütte . . 5 81.00
Laurahütte . . . . . . . . . 8
4 86,00
Oberschles. Eisenbed. .
Oberschl. Eisen-Industrie 0 84,20
Phönix Bergbau . . . . . . 18 1235,00
Rheinische Braunkohlen 11 243,00
Riebeck Montan . . . . . . 11 1178.00
South West.-Afr. Shares . 5 106½
Verzinsliche
Anlehenslose. Zf.
Badische .
.TIr. 100 4 191,06
Cöln-Mindener . TIr. 1003½138,60
Holländ. Komm. . H. 100 3
Madrider . . . . . Frs. 100 3 —
Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 142,50
Osterreicher 1860er Lose . 4 180.80
Oldenburger . . . . TIr. 40 3 1128,00
Raab-Grazer . . . . H. 150/2½110,00
Mk.
Unverzinsliche
p. St.
Anlehenslose.
. A.7 —
Augsburger . . .
TIr. 20 205,50
Braunschweiger
Fs. 45
Mailänder
Fs. 10 —
do.
Meininger .
.. H. 7 38,00
Osterreicher v. 1864
4. 100 605,00
do. v. 1858
H. 100
f1. 100
Ungar. Staats .
Fs. 30
Venediger . . . .
Türkische . . . . . . Fs. 400 161,80
Gold, Hilber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns. . . . . . . . 20,46
20-Franka-Stücke . . . . . . . 16.35
Amerikanische Noton
1418,50
Englische Noten..
20,52
Französischo Noten.
81,50
Holländische Noton .
169,40
Ltalienische Noten
81,25
Osterr.-Ungarische Noten.
84,95
Russische Noten . . . . . . . .
-
Schweizer Noten. . . . . . . . 81,45
Reichsbank-Diskont . . .
do. Lombard Zat..
Tendenz:
Behauptet.
Handel und Verkehr.
Frankfurt a. M., 6. Juli. (Börſe.) Die
Börſe zeigte heute ein etwas feſteres Gepräge. Allerdings
bewegte ſich das Geſchäft noch in recht engen Grenzen,
aber offenbar hat die ängſtlich abwartende Haltung eines
großen Teiles der Börſenbeſucher einer zuverſichtlicheren
Stimmung Platz gemacht, die geneigt iſt, die eventuellen
Folgen des Ereigniſſes von Serajewo nicht mehr ſo
peſſi=
miſtiſch zu beurteilen, wie vor einigen Tagen. Im
Zu=
ſammenhang mit der Nachricht, daß der deutſche Kaiſer
in Kürze ſeine gewohnte Nordlandreiſe antreten und
der Kaiſer von Oeſterreich nach Iſchl zurückkehren wird,
konnte ſich daher eine beſſere Stimmung durchſetzen bei
leicht anziehenden Kurſen, und ſogar Montanwerte
ver=
mochten trotz der aus Belgien gemeldeten niedrigeren
Eiſenpreiſe um ca. ¼ Prozent anzuziehen. Auch
Bank=
aktien zeigten ſich heute widerſtandsfähiger. Gegen Schluß
des Verkehrs lagen Montanwerte unter Führung von
Caro=Hegenſcheid wieder etwas ſchwächer. Am
Kaſſaindu=
ſtriemarkt fanden Automobilaktien einige Beachtung,
wo=
von beſonders Daimler profitierten, die ihren Kursſtand
um ca. 13 Prozent beſſerten. Auch Kleyeraktien erholten
ſich nach den erheblichen Rückgängen um ca. 5 Prozent.
Von ſonſtigen Induſtriewerten waren höher Höchſter
Farbwerke 2½, Anilin 3¼, Scheideanſtalt 4,
Holzverkoh=
lung 1¾, Weſſels 3 Prozent.
* Köln, 6. Juli. Die Kölniſche Zeitung meldet aus
Sofia: In dem Anleihevertrag zwiſchen der
Diskonto=Geſellſchaft Berlin und der
bul=
gariſchen Regierung iſt der Betrag der Anleihe
auf 500 Millionen Francs vorgeſehen. Von dieſen
wer=
den ſofort 120 Millionen als Vorſchuß gegen Schatzſcheine,
die bis zum 1. Auguſt 1915 laufen, begeben werden. In
dem Anleihevertrag ſind zwei Optionen vorgeſehen; die
erſte über 250 Millionen Francs läuft bis zum 1. Auguſt
1915, die Option auf die zweite Hälfte iſt innerhalb zweier
Jahre nach der erſten Option auszuüben. Der Zinsfuß
der Anleihe beträgt 5 Prozent. Die Anleihe iſt in fünfzig
Jahren tilgbar. Als Emiſſionskurs ſind 84 Prozent
vor=
geſehen. Wenn der Emiſſionskurs 88 Prozent
überſchrei=
ten ſollte, ſo hat Bulgarien an der Hälfte des Mehrerlöſes
Anteil. (Wie das Wolffbureau hierzu von zuſtändiger
Seite erfährt, iſt der Vertrag noch nicht unterzeichnet
worden.)
* Berlin, 6. Juli. Der Aufſichtsrat der
Hed=
wigshütte, Anthrazit=, Kohlen= und
Koks=
werke A.=G., Stettin, James Stevenſon, beſchloß,
der am 10. Auguſt ſtattfindenden ordentlichen
Generalver=
ſammlung vorzuſchlagen, nach angemeſſenen
Abſchreibun=
gen eine Dividende von 5 Prozent (im Vorjahre 9
Pro=
zent) zu verteilen.
* Berlin, 6. Juli. Die Betriebseinnahmen der
Schantung=Eiſenbahn betrugen im Monat Juni
1914 292000 mexikaniſche Dollars gegen 248000
mexikani=
ſche Dollars im Vorjahre, und vom 1. Januar bis 30. Juni
laufenden Jahres 2190000 mexikaniſche Dollars gegen
2064000 mexikaniſche Dollars im gleichen Zeitraum des
Vorjahres. Die Mehreinnahme beträgt ſomit 126000
mexikaniſche Dollars.
* Wien, 6. Juli. Die Einnahmen der
Oeſterrei=
chiſchen Südbahn betrugen im Juni 1914 13 440 135
Kronen, das iſt gegen die definitiven Einnahmen des
Vor=
jahres ein Minus von 149635 Kronen und gegen die
proviſoriſchen Einnahmen ein Plus von 143 154 Kronen.
Richtigſtellung für Februar: 567631 Kronen.
Landwirtſchaftliches.
Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
markt am 6. Juli. Auftrieb: 239 Schweine. Preiſe für
50 Kg. Schlachtgewicht: 1. Qualität 62 Mark, 2. Qualität
61 Mark, 3. Qualität 60 Mark. Marktverlauf: Rege,
Ueberſtand.
Frankfurt a. M., 6. Juli.
Schlachtvieh=
markt. (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: 1109 Rinder,
darunter 423 Ochſen, 50 Bullen, 636 Färſen und Kühe,
ferner 362 Kälber, 91 Schafe, 2319 Schweine. Preiſe
für 1 Zentner Lebendgewicht (Schlachtgewicht): Ochſen:
vollfleiſchige, ausgemäſtete höchſten Schlachtwertes im
Alter von 4 bis 7 Jahren 48—53 (85—90), junge, fleiſchige,
nicht ausgemäſtete u. ältere ausgemäſtete 43—47 (78—85),
mäßig genährte junge und gute genährte ältere 38—43
(70—79); Bullen: vollfleiſchige, ausgewachſene höchſten
Schlachtwertes 46—49 (76—81), vollfleiſch. jüngere 41—45
(71—78); Färſen und Kühe: vollfleiſchige,
ausge=
mäſtete Färſen höchſten Schlachtwertes 44—49 (79—88),
vollfleiſchige, ausgemäſtete Kühe höchſten Schlachtwertes
bis zu 7 Jahren 41—46 (76—83), wenig gut entwickelte
Färſen 38—43 (73—83), ältere, ausgemäſtete Kühe und
wenig gut entwickelte jüngere Kühe 36—40 (67—74), mäßig
genährte Kühe und Färſen 29—34 (58—68), gering
ge=
nährte Kühe und Färſen 20—25 (46—57); Kälber:
feinſte Maſtkälber 54—56 (90—93), mittlere Maſt= und
beſte Saugkälber 50—54 (85—92), geringere Maſt= und
gute Saugkälber 44—48 (75—81); Schafe: Maſtlämmer
und Maſthammel 43 (92); Schweine: vollfleiſchige von
160 bis 200 Pfd. Lebendgewicht 46—48½ (60—62),
voll=
fleiſchige unter 160 Pfd. Lebendgewicht 45—47 (58—60),
vollfleiſchige von 200 bis 240 Pfd. Lebendgewicht 46—48½
(56—58), vollfleiſchige von 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht
46—48½ (56—58). Marktverlauf: Am Rindermarkt
ziemlich reger Handel, vorausſichtlich etwas Ueberſtand.
Kälber und Schafe werden bei ruhigem Geſchäftsgang
ausverkauft. Der Schweinemarkt verlief mäßig rege und
wird nahezu ausverkauft.
FC Frankfurt a. M., 6. Juli. (
Kartoffel=
markt.) Kartoffeln im Waggon 6,50 bis 7,50 Mark, im
Detail 7,50 bis 8,50 Mark; alles per 100 Kilo.
Stimmen aus dem Publikum.
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
leinerlei Verantworkung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Prehgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Die Orangerieallee iſt eine der ſchöneren Straßen
unſerer Stadt. Nun wurde vor einigen Wochen
ange=
fangen, einen unſchönen Winkel zwiſchen zwei Mauern
endlich zu beſeitigen. Zur Hälfte — vor einem Hauſe —
wurde der Abſchluß bald fertiggeſtellt; vor dem anderen
Hauſe liegen aber jetzt ſchon Wochen lang Speis, Sand,
Steine, Bretter, aber gearbeitet wird nichts daran. Könnte
hier nicht einmal die Baupolizei ein Machtwort ſprechen?
Oder ſoll zum Kriegerfeſt demnächſt der Haupteingang
zum Feſtplatz ſich ſo den Feſtgäſten zeigen?
Die Körver-Pflege der Sport-Dame
wie des Sportsman erfordert eine Seife, die den höchsten Anforderungen entspricht. Sie muss die
Haut vollkommen reinigen, darf sie jedoch nicht angreifen, da nach lebhafter sportlicher Tätigkeit die
Haut infolge des erhitzten Zustandes sehr empfindlich ist. Ausserdem müssen die Haut-Nerven
an-
geregt und zu lebhaſter Tätigkeit angespornt werden.
Lecina-Seiſe erfüllt all die Anforderungen, die man an eine solche Seife stellen muss. Sie besitzt eine hohé
Reinigungskraft, schont die Haut und steigert durch ihren Lecithin-Gehalt die Tätigkeit der Haut-Gefasse
und Haut-Nerven.
Da zahlreiche Nachahmungen und minderwertige Erzeugnisse auf dem Markt sich befinden, achte man beim
Kauf genau auf den ges. gesch. Namen Lecina‟. Lecina-Seife ist in allen einschlägigen Geschäften
er-
hältlich. Das Stück 50 Pfg.; 3 Stück M 1.40; Karton zu 1 Dtzd. M 5.50; Karton zu 3 Dtzd. M 16.20,
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 184.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. Juli 1914.
Seite 13.
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Die höhere Pflicht.
Roman von Doris Freiin von Spättgen.
(Nachdruck verboten.)
16)
Als Reinette am Nachmittage vor der Freitreppe des
Barockſchlößchens ſtand, kam ihr der alte Kaſtellan ſchon
mit wichtiger Miene von oben herab entgegen.
Der Herr Baron und der Baumeiſter ſind drin im
Tanzſaal. Ein wahres Glück, daß der ſachverſtändige Herr
aus Berlin ſchon heute gekommen iſt, bevor der Schaden
noch größer wird. Drin ſieht’s wüſt aus!! Der ſchöne
Stuck liegt, an vielen Stellen heruntergebrochen, auf dem
Parkett. Ich, in meinem dummen Kopfe, denke mir, daß
der vielleicht ſchon etwas morſche Bau die durch das
Tan=
zen und die Muſik verurſachte Erſchütterung doch nicht
mehr aushalten konnte. Auch der Temperaturwechſel, die
Hitze in den Räumen. Ja, gnädige Baroneſſe — das Alte
will halt ſeine Ruh’ haben!
Hoffentlicht läßt der Schaden ſich ſchnell reparieren —
vorausgeſetzt, daß die Deckenbalken noch intakt und
ſtand=
feſt ſind?
Wird ſich finden. Solch’ kluge Herren ſchnüffeln
im=
mer was kraus, um dann eine hohe Rechnung ſchreiben zu
können, verſetzte der alte Bolte mit der Geſte des
Geld=
zählens in ſeiner Hand. Wollen die Baroneſſe nicht auch
rein gehen?
O nein, nein! Ich werde das Ergebnis ja ſpäter
vom Onkel erfahren!
Nach dieſen Worten wandte ſie dem Kaſtellan den
Rücken und lief, ohne ſich mehr umzuſehen, wieder in den
Park hinein. —
Seiſenmn Morgen, an weichen Reinelte des ſür ihr
junges Daſein ſo ſchmerzlich bedeutungsvolle Geſpräch
mit Onkel Gerald gehabt hatte, ſchien eine Veränderung
an ihr vorgegangen zu ſein.
Im Gegenſatz zu der früher aus den kindlich reizenden
Zügen ſtrahlenden Heiterkeit prägte ſich jetzt eine herbe
Zurückhaltung und trotzige Abwehr aus.
Gut, ich füge mich der harten Notwendigkeit, aber
nie=
mand kann verlangen, daß ich je wieder ſo froh und
glück=
lich bin wie ehemals!
Das ſprachen nur zu deutlich die grauen Augen, das
verriet der nun oft ſchmerzlich=herb geſchloſſene Mund.
Und wie hatte Reinette nach den erſten Erfolgen von
einer ſeligen, unabhängigen Zukunft geträumt und
Luft=
ſchlöſſer gebaut!
Jetzt hatte das Daſein ſo ſchrecklich wenig Reiz mehr
für ſie.
Am liebſten verkröche ſie ſich in ein Mauſeloch, um
da=
mit allen neugierigen oder teilnehmenden Blicken zu
ent=
gehen.
Beſonders Lex mit ſeinen boshaften Anſpielungen
war gräßlich — und gar erſt der aufgewichſte, alte Wiener
Hofrat, der immer ſo ſonderbare Augen machte, dem ging
ſie, wo irgend möglich, aus dem Wege.
Mit wahrer Unluſt gedachte Reinette auch der
ge=
planten Gebirgstour.
Ja, wenn Onkel Gerald noch mitkäme. Sonderbar —
weshalb er ſo kurz und ſchroff abgelehnt hatte!
Der Baumeiſter war ja ſchon heute gekommen — und
wegen Herrn von Rodewalds Rebühner — pah! —
Ob man ihn vielleicht doch noch einmal darum bitten
könnte? —
neineitet Warumn liuſt Zu dem wie mit
Sichen=
meilenſtiefeln? Eine ganze Weile trabe ich ſchon hinter
Dir hier und bemühe mich, Dich einzuholen — umſonſt!
Reinette!
Die Gerufene ſtutzte erſchreckt, wobei der von einer
dunkelblauen Sportmütze bedeckte Kopf jählings
herum=
fuhr.
Du, — Onkel Gerald, ich habe Dich wirklich nicht
kom=
men hören — nur eben jetzt, als Du ſo laut meinen
Na=
men riefeſt — da . . . . Sie ſtockte atemſchöpfend.
Unter der prallſitzenden Jacke arbeitete die junge Bruſt
mächtig auf und nieder.
Er lachte.
Bereits vom Saalfenſter aus habe ich Dich geſehen,
Reinette, und da meine Verhandlungen mit dem
Architek=
ten beendet waren, ſo dachte ich mir, wir könnten
gemein=
ſam nach Hauſe gehen, entgegnete Baron Solten in
herz=
lichem Ton.
Forſchend und etwas durchdringend hingen ſeine
Blicke an dem vom raſchen Laufen noch immer heiß
ge=
röteten, hübſchen Mädchengeſicht.
Verſchüchtert, ängſtlich ſtand ſie vor ihm.
Ob er wohl wieder etwas Beſonderes mit ihr zu
be=
ſprechen hatte?
Nein, ſicher nicht. Heute ſah Onkel Gerald ſo heiter
und treuherzig aus, keine Spur mehr war vorhanden von
dem feierlichen Ernſt jener ſchrecklichen Stunde.
Es dürfte Dich vielleicht intereſſieren, zu hören, was
der Baumeiſter geſagt hat, Reinette, denke ich, ja?
O, natürlich, furchtbar intereſſiert es mich. Ich war
eigentlich dazu hierhergekommen, um mir mal den Defekt.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. Juli 1914.
Nummer 184.
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zu betrachten; doch als ich hörte, Du ſeieſt im Saal, da
wollte ich nicht ſtören. Iſt es ſchlimm, Onkel Gerald?
Hm — na, ja. So ein paar neue Balken müſſen
ge=
zogen, das nötige Gerüſt dazu gebaut werden.
Unbegreif=
licherweiſe ſoll der Schwamm in das Holz gekommen ſein.
Hunderte von Jahren hat das Haus dem Zahne der Zeir
getrotzt! Seltſam — nicht wahr? Uns Menſchen geht’s
ja auch oft ähnlich. Wetterfeſt, unverwundbar ſcheint man
zu ſein — und da kommt plötzlich ein verheerender
Krank=
heitskeim, niſtet ſich irgendwo ein und beginnt ſein
tücki=
ſches Zerſtörungswerk an Leib und Seele. In ſolchem
Falle hilft nur eine Radikalkur.
Gerald ſprach leiſe, doch mit ſchlecht unterdrückter
Schärfe, dann fügte er wieder unbefangener und ganz
ſach=
lich hinzu:
In zehn bis vierzehn Tagen ſoll mit der Arbeit
be=
gonnen werden; augenblicklich iſt der Baumeiſter
ander=
weitig engagiert. Für mich wird es dann ziemlich viel zu
tun geben, worauf ich mich freue.
Reinettes roſige Lippen zuckten, als ob ſie eine Frage
äußern wollten; allein des Begleiters eigentümlicher Blick
machte ſie verſtummen.
Schweigend ſchritten beide eine Weile nebeneinander
her, ſich gedankenvoll den eigenen Empfindungen
hin=
gebend.
Mir ſcheint, Du haſt immer genug zu tun, Onker
Gerald!
Mit dieſem Einwurf knüpfte das junge Mädchen
wie=
derzansdaseeben Geſagte an.
So — findeſt Du das? — Nun, es gibt aber Leute,
die mich, glaube ich, für einen argen Faulenzer halten —
die nicht begreifen, daß ein Menſch ſtillſchweigend, ohne
großes Aufſehen zu erregen, etwas leiſten, Menſchen, die
nicht einſehen wollen, daß geiſtige Arbeit auch Arbeit
heißt.
Ein helles Aufblitzen in Reinettes Augen bewies
deut=
lich, wie richtig ſie ſeinen Ideengang verſtand.
Solche Leute kennen Dich eben nicht. Ich weiß das
beſſer, Onkel Gerald.
Du? Beobachteſt Du mich denn ſo ſcharf, Kindchen?
Jetzt lag wieder der alte, weiche, helle Klang in
ſei=
nem Organ.
Sie nickte zutraulich. Ein bezauberndes Lächeln zuckte
dabei um den bisher meiſt ernſten Mädchenmund, und
wieder begegneten ſich beider Blicke voll und feſt.
Für dieſen Moment wenigſtens ſchien Reinettes
An=
ſicht, daß das Daſein keinen Reiz mehr für ſie beſäße,
wohl vergeſſen.
Endlich ſagte ſie halb ſchmeichelnd:
Weißt Du, Onkel Gerald, daß ich eine große Bitte an
Dich richten möchte?
Schon wieder einmal?
An die verhängnisvoll gewordene
Mondſcheinpolo=
näſe denkend, wurde ſie nun glühend rot.
Nein, nein, ſei ohne Sorge, was ich verſprochen habe,
das halte ich! Es betrifft ja auch gar nicht mich ſelbſt—
ſondern Dich!
Das iſt ja komiſch! Was denn?
Könnteſt Du uns morgen früh wirklich nicht begleiten?
Es wäre ſo viel, viel hübſcher, Onkel Gerald.
Aber, Kind, weshalb nur? Das muß Dir doch ganz
einerlei ſein. Du wirſt Dich trotzdem gut unterhalten und
eine wohltuende Zerſtreuung finden, auch ohne mich. Ich
bin kein ſonderlich aufheiternder Geſellſchafter, gab der
Freiherr beinahe abweiſend zurück.
Ach, gar nicht werde ich mich unterhalten. Den Hofrat
kann ich nun mal nicht ausſtehen, und — und . . . . Sie
zögerte.
Er war ſtehen geblieben und muſterte prüfend die
nun ebenfalls ihre Schritte hemmende, ſchlanke
Mädchen=
geſtalt.
Plötzlich ſagte er ein wenig gepreßt:
Gut, denn — ich werde mitkommen! So ein frohes,
ungebundenes Wandern in Gottes freier Natur iſt
viel=
leicht auch mir dienlich!
Beglückt und ſichtlich erregt umfaßte Reinette des
Onkels Arm.
Jetzt lächelte er wieder.
Wie Du die Menſchen doch gefügig zu machen und
herumzukriegen verſtehſt, Kind.
O, jetzt macht mir die Reiſe erſt Spaß!
Du biſt ein kleines Dummerchen, Reinette! Doch, wie
in aller Welt motivieren wir meine plötzliche
Sinnesände=
rung vor den anderen?
Mehrere Sekunden ſchaute Baron Solten überlegend
zu Boden.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 184
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. Jnli 1914.
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Jochen=
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monatlich 20 Pfennia
(einzelne Nummer 10 Pfg.) nehmen unſere Expedition, unſere Trägerinnen, ſowie unſere Agenturen
und ſämtliche Poſtanſtalten entgegen, die letzteren unter der Bezeichnung Darmſtädter Tagblatt
Ausgabe B. Die Chronik iſt 8ſeitig mit reichem Bilderſchmuck in Tiefdruck und in tadelloſer
Ausführung, ſo daß ſie fortlaufend eine Illuſtrierung der hervorragenden Ereigniſſe der letzten Woche
bietet und eine Ergänzung des mehr feuilletoniſtiſch gehaltenen Illuſtrierten Unterhaltungsblattes darſtellt
Seite 15.
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Dienstag, den 23. Juni, auf der
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Verloren
Sonntag von Saalbauſtr. durch
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Hoffmannſtr., Ohlyſtr.,
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weg, Böllenfalltor goldene Nadel
mit anhängender Perle. Gegen
Belohnung abzugeben (*458
Saalbauſtr. 76, part.
Vertioren
gold. Kollier, Sonntag auf dem
Wege Dieburgerſtr. z. „Goldenen
Anker‟ Herrngarten. Abzugeben
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Belohnung.
Verloren
von Moſerſtraße, Herdweg,
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mannſtraße nach und durch
Eber=
ſtadt bis Pflegeanſtalt, zurück
Beſungerſtraße, Orangeriegarten,
Wittmannſtraße, eine
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nadel mit blauen Steinen (
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denken). Gegen Belohnung abzug.
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(*516
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Entlaufen (Rehpinſcherarh
mit grauweißer Bruſt u. Pfoten.
Derſelbe hört auf den Namen
„Hans”. Vor Ankauf wird
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Jetzt im Sommer, wo viele in die Bäder reisen,
ſac jeder mit seiner Familie in seinem eigenen Hause auf eine denkbar einfache, billige und bequeme
Mund ohne Berufsstörung seine Gesundheit fördern, das Blut auffrischen und den Körper stählen durch
eine Brunnen-Trinkkur im Hause
mit dem altberühmten Lauchstädter Brunnen.
Mä benutze die kostbare Sommerszeit und trinke den Brunnen mit seiner Familie. Auch Kindern ist
WBrunnen sehr zu empfehlen. Vor allem sei jenen zahllosen halbkranken, abgearbeiteten und überanstrengten
Wischen, die das moderne Erwerbsleben hervorbringt, eine häusliche Trinkkur mit dem Brunnen empfohlen.
Der Brunnen ist wohlschmeckend und erfrischend.
Kranke, die an Rheumatismus, Gicht,
Mer nächsten Seiten und
achen Sie einen Versuch.
schlechter Blutbeschaffenheit,
Blutarmut, Schwäche, Hervosität
Reichten Sie die Heiberichte leiden, sollten sich in Anbetracht der seit 200 Jahren mit Lauchstädter Brunnen
von vielen Tausenden aller Stände und Berufe angewendeten überaus
glücklichen Kuren sofort entschließen,
einen Versuch zu machen.
ßei Zucker-, Hieren-und gewissen Frauenleiden
ist der Brunnen als Kurgetränk wegen der so überaus günstigen Erfolge
dringend zu empfehlen. Man frage den Hausarzt!
gespahhte sollten beizeiten daran denken, durch eine Trinkkur mit dem heilsamen
sowie
Brunnen das Blut aufzufrischen. Die lebenswichtigen Funktionen des Blutes
werden dadurch gefördert und der Organismus wird gestählt. Im Kampfe
Csufdeums Dasein leistet man seinem Körper damit die denkbar besten Dienste.
Mete Ztle eene Se Oen Sleäe
Zeenee
AEIENIATEEEIRNETETATA
Der Lauchstädter Brunnen enthält in natürlicher Zusammensetzung mineralische Bestandteile, welche zumAuf
bau eines gesunden Blut-, Knochen-, Muskel- und Nervensystems vorteilhaft sind. Durch die unnachahm
baren Bestandteile des Brunnens werden schlechte Stoffe und Abfallprodukte (Harnsäure) aus dem Körpen
ausgeschieden und durch den idealen Gehalt an natürlichen Eisen-Bicarbonatverbindungen in der leichtesten
verträglichen Form werden die roten Blutkörperchen — die wichtigsten Bestandteile des Blutes — vermehn
Es wird gesünderes, hämoglobinreicheres Blut geschaffen.
Gesundes Blut aber ist die Grundlage der Lebenskraft,
Schlechtes Blut der Träger von Krankheitsstoffen.
Eine Brunnenkur mit Lauchstädter Brunnen wirkt vorbeugend gegen mancherlei Krankheiten und gesund
heitfördernd auf den gesamten Organismus. Durch eine häusliche Trinkkur mit Lauchstädter Brunnen leise
man seinem Körper die denkbar besten Dienste. Man stählt gleichsam den Körper. Der altbewährte Brun
nen wird mit ganz hervorragenden Erfolgen bei Rheumatismus, Gicht, Zucker- und Nierenleiden, schlechfe
Blutbeschaffenheit, Blutarmut, Bleichsucht, Nervosität, gewissen Frauenleiden, Appetitlosigkeit und deren
Folgen, bei Blutverlusten nach schweren Operationen, zur Kräftigung bei allgemeiner Schwäche verordne
Vor allem sei jenen zahllosen halbkranken, abgearbeiteten und überanstrengten Menschen, die das moden
Erwerbsleben in immer größerem Maße hervorbringt, dringend eine häusliche Trinkkur mit dem Brunnen
empfohlen. So schreibt ein erfahrener Arzt über den Brunnen: „Das Gemeingefühl wird gehoben
Mensch fühlt sich erfrischt und gekräftigt, die Blutwärme ist erhöht, der Puls nach Zahl und Energie versta
die Wangen lebhafter gerötet, der Ausdruck des Gesichts lebendiger, der Appetit vermehrt und die Ausleern
durch die Nieren beschleunigt.‟
Shente eidrich ene
Wal. Konigl Holn und ehurfürit Sichſchen Derg.=Nalh. wieguch
, Land=Berg= und Stadt=Phyſieus zu Freyberg, u.
e Kön., Preuß. Sorielat der, Wiſſenſchaften.
Milgli
M
chltreriche Zale
3
Dokumente
aus alter Zeit
legen schon Zeugnis ab von den
hervor-
ragenden, gesundheitfördernden
Eigen-
schaften des Lauchstädter Brunnens.
See
Mt neuem Znderkungen
Z
Sendewtelen
Meerch
S Mteiner Wabſtrang, Zaſes viele ſonderdaere Suen
. , Anschängter bienlichen Nachricht für Bade=Gäſſe, uchſtr
Seg. Sharte. ven. Stiſt Malſchung. vennehees
e
Die altberühmte Heilquelle hat sich
an vielen tausend Männern u. Frauen
aller Stände und Berufe
vortrefflich-
bewährt, weshalb sie auch schon vor
200 Jahren von vielen Fürsten und
Fürstinnen, dem höchsten Adel,
Staatsmännern, Bürgern u. Bauern
getrunken wurde. Schon Goethe,
Schiller und andere Geistesheroen
tranken den Brunnen.
Sr. Kenigl. Maſeſtät in Preuſn Hochbetrauten Geheimen Natha und Leib =Aecſeil
er alhieſigen Hochlöblichen Friedrichs=Univerſitat Hochverdienten Sen
Scominreähnnicen=
Römiſchen Käyſerlichen Caroliaſchen, Kähſere
Een Peteten Mch
e Köngichen Peroſſchen Seietimn
Mtlchn. Brodlen des Senen
Scherſtrichtn. glante,
Zi
Se Berſch
Spox beicherrlichen. Sraftelnde dein glichent Gebralche
artialiſches
Sellne Btllme
nehſ. eine3
Z
e
S
S eigſte unt. Haſtes
. eherchen. erhlunt . .
Der Brunnen wird in Kliniken und
Kfanken-
häusern sowie von vielen Herren Aerzten
ständig getrunken.
Shalle ne Mageharalte
t
Ote TOente en een Teet
Herr Dr. med. H., prakt. Arzt in P. schreibt:
Ich möchte die Gelegenheit wahrnehmen, Ihnen meine Erfahrungen
mit dem Mineralwasser mitzuteilen, Ich muß gestehen, ich bin in
jeder Weise voll und ganz zufrieden gewesen. Das Wasserwurde
seines überaus angenehmen Geschmacks wegen stets gern
ge-
trunken und allen anderen Gichtwässern vorgezogen. Der
Erfolg ist nach meiner Ueberzeugung stets ein guter gewesen. Bei
Gichtkrankheit möchte ich das Wasser nicht mehr missen.
Bei strenger Diät ist in jedem Falle Besserung, vielmals Heilung
selbst bei starken Ablagerungen erfolgt, die ich nicht zum
geringsten der Lösung und Durchspülung infolge reichlichen Trinkens
des Lauchstädter Brunnens zuspreche, Ich freue mich, daß ich das
vortreffliche Wasser so oft anwenden konnte. Ich hoffe, daß
alle meine Patienten die für zuhause verordnete Kur mit Lauchstädter
Brunnen exakt durchführen und wiederholen werden, sicherlich zu
ihrem Nutzen. Im nächsten Jahre werde ich das Wasser in allen
geeigneten Fällen anwenden.
Herr Dr. med. G., prakt. Arzt in E. schreibt:
Ich habe den Lauchstädter Brunnen bei Blutarmut und
Bleich-
sucht, sowie bei Frauen während der Wechseljahre mit
sehr guten Erfolgen jahrelang verordnet. Der Brunnen wird von
den Patienten gern getrunken, da er angenehm und erfrischend
schmeckt und den Appetit anregt. Ueberhaupt konnte eine
Besse-
rung des Allgemeinbefindens regelmäßig konstatiert werden.
Herr Dr. med. U., prakt. Arzt in R. schreibt:
Was nun Ihr Wasser anbetrifft, so habe ich Ihnen bereits
reteilt, daß ich im vergangenen Frühjahr heftig unter rheumatische
Schmerzen, besonders im rechten Arm, litt. lch habe die
schiedensten Mittel ½ Jahr ohne jeglichen Erfolg benutzt.
Gebrauch Ihres Wassers hatte ich nach fast 14 Tagen keine
schwerden mehr, Ich denke auch, daß durch die Trinkkur indies
Frühjahr prophylaktisch den Beschwerden vorgebeugt ist.
her habe ich noch nichts wieder von Rheuma verspün
Meine Patienten haben sich ebenfalls sehr lobend über dasWass
ausgesprochen, vor allem auch über den wirklich
Geschmack.
Herr Dr. med. F., prakt. Arzt in B. schreibt:
Nach sorgfältiger Prüfung des übersandten Mineralwassen
meiner Frau, dieselbe leidet an chronisch starker Bleichsucht
Magenübersäuerung, erkläre ich folgendes: Die Aufmachung
ganzen Sendung war eine solche, wie sie in gleicher Güfe
mir als alterfahrenem Brunnenarzte noch nicht gesehenwil
lch glaube hierin das Bestmögliche zu sehen. Das Wassen
klar und blieb es, desgleichen erschien der Eisengehalt andauen
voll konserviert. Wir bemerkten sehr starken und gleichm
Kohlensäuregehalt, volle Bekömmlichkeit, Besserung
Hämoglobingehaltes und des Magenleidens.
Brunnenversand Lauchstädt in Thüringen.
[ ← ][ ][ → ] Gebrauchs-AFrühmorgens . . .
. 1—2 Trinkgläser
Eine Stunde vor dem Mittagbrot 1—2 Trinkgläser
Eine Stunde vor dem Abendessen 1—2 Trinkgläser
falls der Arzt in besonderen Fällen keine andere Anordnung trifft.
Man tut gut, gleich mehrere Flaschen zu kaufen, d Inweisung.
Ohne große Unkosten können Sie in Ihrem eigenen Hause ohne Berufsstörung eine
Brunnenkurgebrauchen. Der Brunnen ist wohlschmeckend.
a bei größeren Bezügen der Preis billiger ist. L
OT
lch habe Ihren Brunnen bei einem seit UEHTS-T
-
liegenden Manne angewendet. Der Brunnen erwies sich
aus=
gezeichnet und kann nur wärmstens empfohlen werden.
P..
Dr. med. A. . ., prakt. Arzt.
Rheumatismus.
um:
, 7 „
A
n
Sch., Polizeiwachtmeister.
Nervenleiden.
Aleen
G
Aae
E 5
4
I7-
Ge
H
u
U
Ou
Hu
7
ar
Nt..
3-
Bevor ich Ihren Brunnen getrunken habe, war ich so flau und hinfällig, daß ich mich kaum meinem Geschäft widmen konnte.
Ich bin jetzt ein ganz anderer Mensch geworden.
Ich bin den ganzen Tag mit Vergnügen im Geschäft und mir ist abends ganz wohl. Bitte um Zusendung einer weiteren
Original-
kiste, Ich werde die Lauchstädter Quelle als lägliches Getränk nie ausgehen lassen.
Altona.
Ih. D . . . . . Fleischermeister.
L
7
.
M
2 2,0
e Geee
Z
G
Oppeln.
Unliust zur Arbeit,
Appetitlosigkeit,
A. J., Königl. Eisenbahn-Assistent.
Ich war seit 5 Jahren krank,
konnte nicht schlafen, hatte
furchtbare Schmerzen und ma-
Allgemeine Schwäche. gerte sehr ab. Habe viel
ein-
genommen; alles war umsonst.
Doch Ihr Brunnen hat geholfen, Ich bin ganz glücklich.
Nach der 6. oder 8. Flasche spürte ich Besserung, bin
wieder voll im Gesicht, habe wieder eine gesunde
Farbe, kann essen und schlafen und arbeiten,
habe meine Kräfte wieder, kurz bin wieder
ein ganz normaler Mensch.
Neuenbürg. Christian K. . ., Bäckermeister.
Lucker.
Da der Arzt bei mir 3% Zucker und
Eiweißverlust festgestellt hatte, ließ ich
mir eine Kiste Ihres Lauchstädter Brunnens schicken. Als ich
dieselbe bei entsprechender Diät verbraucht hatte, war weder
Zucker noch Eiweiß bei mir mehr nachzuweisen. Nachdem ich
nun die zweite Kiste habe, lasse ich den Urin alle Woche einmal
untersuchen, aber es ist nichts mehr nachweisbar, es ist alles
verschwunden.
Weißensee.
F. U.. . . . Rentierz
Bleichsucht,
Nervosität,
Appetitlosigkeit.
Gicht,
Rheumatismus.
I3 Ae
34. 4-
F
7
,3
2c/4.r.5.
M
C
M.
Mölbis.
e
H. W. . ., Fleischermeister
und Gastwirt.
Ich kann Ihnen mitteilen, daße die
Wirkung des Wassers bei meiner
Frau eine geradezu wunderbare
ist; ihr Wohlbefinden ist direkt
von dem Wasser abhängig. Litt
ie früher viele Jahre lang, ohne daß ihr etwas helfen konnte,
an Bleichsucht, Nervosität, Verstopfung, Schlaf- und
Appetit-
osigkeit und deren üblen Folgen, die das Leben kaum noch
lebenswert erscheinen ließen, so hat sich das mit jeder Kiste
Wasser, die sie getrunken, gebessert und seit einem
halben Jahre ist meine Frau stark und gesund.
Bickenburg.
Z. R. . . . Fabrikant.
Blutarmut,
Nervenschwäche.
Ich teile Ihnen mit, daß mir Ihr Lauchstädter
Mineralbrunnen gegen meine Blutarmut
und allgemeine Nervenschwäche sehr
gut bekommen ist. Ich bin wieder kräftig
und kann auch arbeiten. Auch meine
Kinder haben denselben gern getrunken,
alle drei sehen jetzt gesund und frisch
aus und haben schöne rote Backen.
Neu-Brockwitz.
Frau R
ich fühle mich
wie neugeboren,
auch sind heine Gelenie eiel loser gevorden, die last volltähnäig steil waren.
Ihr Wasser hat mir bei meinem rheumatischen Leiden große Dienste geleistet.
Schönäu.
Fr. R . . .
Oenen leneufe eneeälten en
Gicht.
Ich kann
Ihnen über
mein
Be-
ſinden nach dem Gebrauche Ihres
Mineralbrunnens mitteilen, daß ich
das erreicht habe, was ich trotz
aller früheren Behandlung u.
kost-
spieligen Badekuren nicht erlangen
konnte, denn ich fühle mich wieder
frei von Schmerzen und
kannmei-
nem Geschäft wieder ganz
nach-
gehen, was ich jahrelang durch
die immer wiederkehrende Gicht
nicht konnte, Ich werde Ihren
Brunnen wieder weiter benutzen
und kann denselben jedem
Gicht-
leidenden bestens empfehlen.
Köln.
H. P .
Katarrh,
Appetitlosigkeit, 1 Zeit an
Nervosität.
Ich litt
lange
heſtigem
Katarrh
und Lungenverschleimung. Hier.
gegen hat mir dieser Brunnen
große Dienste geleistet, so daß
er mir sogar den Lebensgeist
auf angenehme Weise
aufge-
frischt hat. Meine Frau litt lange
Zeit an gänzlicher
Appetitlosig-
keit und Nervosität. Beides ist
durch den Genuß Ihres
Mineral-
brunnens wesentlich besser
ge-
worden auch deren
Kopf-
schmerzen sind dadurch sehr
vermindert worden. Uns beiden
hat also der gesandte Brunnen
große Dienste erwiesen.
Dresden. G. T . . .
Krieger-Verein
Bozatz-Ostreg- Plania.
2
.Juhue (82.
NuR
d Kuala
T
cap daſe d am
e
t ſ
a
d
a3
*
u Jeruhuca
Kdean dch u kauum
794
Mſ
R
Oe ck
A
M ae
„2
C-Hu
(Mit ausdrücklicher
äe
Genehmigung des
audu N
Herrn Vorsitzenden
7
veröffentlicht.)
Hosck-Oueg. R2auE
Rheumatismus, seit 12
Gicht,
Nerven.
Ich hatte
Jahren
Rheuma-
tismus u.
Gicht, auch meine Nervenwaren
sehr abgespannt. Ich ließ kein
Mittel unberührt und nichts hat mir
geholfen, bis ich auf den
Lauch-
städter Mineralbrunnen
aufmerk-
sam wurde. Bis jetzt habe ich
50 Flaschen getrunken und fühle
mich vollständig gesund.
Frankfurt.
E. K.
Ich fühle
Blutarmut,
michver
Appetitlosigkeit,1 anlaßt,
für die
Magenleiden.
Wirkung
des Brunnens bei meiner Frau,
die an Blutarmut,
Appetitlosig-
keit und an einem nervösen
Magenleiden litt und Erfolghatte,
meine vollste Anerkennung
aus-
zusprechen. Sie fühlt sich sehr
wohl und munter.
Sayda. O. K . . ., Könlgl. Landgendarm.
Ich teile
Frauenleiden.
Ihnen mit,
daßichvondiesem Mineralbrunnen
höchst befriedigt bin. Namentlich
bei Frauen in vorgerücktem
Alter zur Ueberwindung der
so-
genannten schweren Jahre und
bei heftiger Nervosität ist er ein
wahrer Lebenswecker und sollte
daher dieser köstliche Brunnen
in keinem Hause fehlen.
Meerane. O. 2 . . . .
Ihr Brunnen hat mir bei meinem
Glieder-
reißen, das ich schon seit November hatte, solch
großartigen Erfolg gebracht, daß ich gestern
vollständig gesund
mit meinen lieben Bekannten und
Alters-
genossen meinen 50. Geburtstag feiern konnte.
Ich kann und darf mit gutem Gewissen sagen,
daß mich Ihr Brunnen wieder gesund
ge-
macht hat.
Weinsberg. H. S., Innungs-Obermeister.
Solche Dankschreiben gehen uns täglich zu; wegen Platzmangels können nur die wenigen erwähnt werden.
Wo der Brunnen nicht erhältlich, wende man sich an den Brunnenversand zu Lauchstädt i. Thür.
Man tut gut, gleich mehrere Flaschen zu kaufen, da bei größeren Bezügen der Preis billiger ist.
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Ein alter Rheumatiker
schreibt:
Mir hat Ihr Brunnen ausgezeichnete Heilung
gebracht. Ich litt lange an Rheumatismus.
Wo ich sonst bei dieser Jahreszeit es
kaum aushalten konnte, laufe ich jetzt munter
wie ein junges Reh. Auch meiner Tochter
und Frau hat er gute Dienste getan.
Dresden. E. B . . . . . Werkmeister.
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19110, Pl. 16, 28:10. — Girſewald=Rennen; Ehrenpreis
und 4000 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Herrn. E. v.
Ar=
nims Triumvir (Newey), 2. Grung, 3. Ops. Tot. 108310,
Pl. 32, 22, 19110. — Preis von Bündheim; 2600 Mark,
Diſtanz 2500 Meter: 1. Lt. F. v. Zobeltitz’ Nuſcha (Beſ.),
2. Aca, 3. Aladin. Tot. 31:10, Pl. 16, 31:10.
sr. Bremen. Verdener Jagd=Rennen; Ehrenpreis
und 2300 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1.— Oberſt
Kron=
prinz Wilhelm von Preußens Kings Love, 1.1: Hern 6.
v. Lingens Withworth, 3. Salys Pearl. Tot.: Kings Love
10310, Pl. 10310, Withworth 10210, Pl. 1010. — Herren=
Flachrennen; Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz 1600
Meter: 1. Dr. Fr. Rieſes Knillhorn, 2. Poyſton, 3.
Diſſen=
ſion. Tot. 40:10, Pl. 16, 35. 21:10. — Sebaldsbrücker
Jagd=Rennen; 2600 Mark, Diſtanz 3600 Meter: 1. G. und
Cl. Weſtphalens Fife houneurs (W. Winkler), 2. Over the
Matter, 3. Vagabund. Tot. 24:10, Pl. 12, 13:10. —
Gro=
ßes Bremer Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 15000 Mark,
Diſtanz 4500 Meter: 1. Hauptmann Schönbergs Tory
Hill II (Lt. v. Herder), 2. Libel, 3. Adriatic. Tot. 28:10,
Pl. 13, 18, 29.10. — Bremer Hürden=Rennen; 10000
Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Herrn H. Neumanns Black
Swan (Torke), 2. Orlov 3. Sport III. Tot. 26:10, Pl.
13, 14:10. — Tory Hill=Jagd=Rennen; Ehrenpreis und
2800 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Oberſt Kronprinz Wil=
e ee ete aen
3. Snowdons Knight. Tot. 26:10.
sr. Maiſons Lafitte. Prix du Preſident de
la Republique; 100 000 Francs, Diſtanz 2500 Meter:
1. Monſ. M. de Rothſchilds Sardanapale (Mac Gee),
2. Djami (Roupnel), 3. Fauche la Vent (Jennings).
Tot. 42310, Pl. 22, 40, 143:10.
sr. Radſport. Frankfurt a. M. Das 40 und 60
Kilometer=Rennen hinter Motoren wurde jedesmal von
Jakob Eſſer=Köln gewonnen. Er ſiegte über 40
Kilo=
meter in 28:31 gegen Weiß=Frankfurt 2 Runden und G.
Kallen=Köln 4 Runden zurück und über 60 Kilometer in
43:10 gegen Kallen 3420 Mtr. und A. Schultze 8380 Mtr.
zu=
rück. Das Hauptfahren holte ſich Wirth=Mainz mit
Hand=
breite gegen Brückmann=Frankfurt a. M. Im Rennen
für Straßenmotoren über 20 Runden blieb Köppner=
Frankfurt a. M. und über 40 Runden Nachtigall=
Frank=
furt a. M. Sieger.
sr. Nürnber g. Großer Preis von Nürnberg; 40
Kilo=
meter=Dauerrennen: 1. Nettelbeck, 31:29,2, 2. Guignard
330 Meter, 3. Dickentman 3330 Meter, 4. Ryſer 11000
Me=
ter zurück. — 60 Kilometer: 1. Guignard 46:40,2, 2.
Dickent=
mant 620 Meter, 3. Nettelbeck 700 Meter, 4. Ryſer weit
zu=
rück. — Geſamtklaſſement: 1. Guignard, 99,670 Kilometer in
1 Stunde 18 Minuten, 17,3 Sekunden, 2. Nettelbeck 99,300
Kilometer, 3. Dickentman 96,080 Kilometer, 4. Ryſer 79,400
Kilometer. — Fliegerrennen; Noris=Preis: 1. Rode=
Ham=
burg, 2. Hiemer=Nürnberg.
sr. Straßburg. 20 Kilometer=Rennen: 1. Böſchlin
19152, 2. Shepherd 600 Meter, 3. Pongs 1600 Meter: 25
Kilometer=Lauf: 1. Böſchlin 22:39,1, 2. Shepherd 1000
Me=
ter, 3. Pongs 3200 Meter; 30 Kilometer=Lauf: 1. Böſchlin
28:04,3, 2. Shepherd 1100 Meter 3. Gruber 3900 Meter,
4 Pongs 4300 Meter; Hauptfahren: 1. Ritzenthaler, 2.
Pawke, 2 Längen, 3. Knappe, 4. Richter; Prämienfahren:
1. Pawke, 2. Ritzenthaler, 3. Richter.
sr. Eſſen. Dauerrennen; 20 Kilometer: 1. Janke 16:13,
2. Hall 2980 Meter, 3. Stucky 2990 Meter, 4. Köſterhern
3360 Meter, 5. Schnelling 3800 Meter; 30 Kilometer: 1.
Janke 24.37, 2. Schelling 2795 Meter, 3. Hall 2960 Meter,
4. Stucky 2700 Meter, 5. Köſterhern 4050 Meter; 50
Kilo=
meter: 1. Janke 40115,4, 2. Hall 850 Meter, 3. Schelling
7300 Meter, 4. Stucky 8100 Meter, 5. Köſterhern 9800
Me=
ter. Großer Rheiniſcher Flieger=Preis: 1. Lorenz, 2. Stabe
¼ Länge, 3. Schürmann 1 Länge 4. Arend. —
Eröff=
nungsfahren: 1. Lorenz, 2. Arend ¼ Länge, 3. Atabe,
Handbreite. — Tandemrennen: 1. Lorenz=Stabe, 2.
Schür=
mann=Mädler, 3. Gebr. Kneiſſel. — Ausſcheidungsfahren:
1. Mädler, 2. Kneiſſel, 3. Bahmen.
sr. Magdebur g. Die Radrennen zu Magdeburg waren
durch anhaltenden Regen geſtört und konnte deshalb nur
ein Teil des Programms erledigt werden. Der reſtliche
Teil des Programms ſoll am Montag abend zum
Aus=
trag gelangen. Die Reſultate waren: 20 Kilometer=
Dauerrennen: 1. Thomas=Breslau in 18:50,4, 2. Bruni
1440 Meter, 3. Huybrecht 1720 Meter, 4. Beck 3370 Meter
zurück. — Hauptfahren für Flieger: 1. Rudel vor Schrage
und Tadewald.
sr. Rütt ſchlägt Kramer. Bei prächtigem Wetter
fanden am Samstag auf dem Velodrom von Newark
wie=
der Rennen ſtatt, bei welchen Rütt wiederholt in Aktion
trat. Der deutſche Weltmeiſter ſchlug in einem
Mann=
ſchafts=Match mit dem Amerikaner Lawſon als Partner
in ſeinem Lauf den mit Cavanagh verbündeten Kramer
glatt. Eine zweite Niederlage mußten Kramer=Cavanagh
durch die Auſtralier Grenda=Goullet einſtecken, dafür
ge=
lang es ihnen in der dritten Begegnung Clark=Pye
nieder=
zuringen. Ein Malfahren gewann Goullet ſehr knapp vor
Rütt und dem ebenfalls dichtauf folgenden Spears. Das
Match Moretti=Fogler gewann der in Amerika
debütie=
rende Moretti in beiden Läufen glatt.
* Kiel, 6. Juli. Bei der Wettfahrt des
Nord=
deutſchen Regattavereins und des Lübecker
Jachtklubs auf der Lübecker Bucht am Sonntag erhielten
in der Al=Klaſſe den erſten Preis „Hamburg 2‟ den
zweiten Preis „Meteor”. In dem Handikap für alte
Jach=
ten von 150 Tonnen und darüber erhielt „Comet” den
erſten Preis; in der 19=Meter=Klaſſe „Elinori den erſten
Preis; in der 15=Meter=Klaſſe „Pamela” den erſten und
„Paula” den zweiten Preis; in der 12=Meter=Klaſſe „
Si=
byllan” den erſten Preis, „Skeaf” den zweiten Preis,
„Heti” war nicht geſtartet; in der 10=Meter=Klaſſe erhielt
„Irene” den erſten Preis; in der 8=Meter=Klaſſe „Unda”
den erſten Preis. In der nationalen 75=Quadratmeter=
Kreuzerklaſſe erhielt „Boreas 2‟ den erſten Preis; in der
nationalen 30=Quadratmeter=Klaſſe erhielt „Panther” den
erſten Preis und „Kitzt den zweiten Preis; in der
natio=
nalen Küſtenjollenklaſſe erhielt „Kleiner Bruder”, den
erſten und „Heautontimorumenos” den zweiten Preis.
* Malmö, 6. Juli. Bei dem geſtrigen Lawn=
Tennis=Kampf bei den baltiſchen Spielen ſiegte im
Einzelſpiel für Herren Bergmann=Deutſchland über
Fre=
derilſen=Dänemark mit 624, 627 im Doppelſpiel für
Her=
ren ſiegten Landmann=Gaſt=Deutſchland über Rovſing=
Richter=Dänemark mit 621, 9:10. Die Dänen gaben
darauf auf. — Im Duellſchießen auf eine Diſtanz von
30 Metern ſiegte beim Gruppenſchießen Schweden mit
1142 Points und 119 Treffern: Deutſchland wurde Zweiter
mit 102 Points und 114 Trefſern. — Im 100.=Meier=Lauf
wurde im Schlußkampf Erſter Lehmann=Deutſchland mit
10,8 Sekunden, Zweiter Kern=Deutſchland.
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