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177. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 33₰.
Samstag, den 5. Dezember.
1914.
Der Krieg.
Von den Kriegsſchauplätzen. — Der Kaiſer in Berlin. — Fürſt Bülow Botſchafter in Rom. — Das Programm des
Kabinetts Salandra. — Das franzöſiſche Gelbbuch. — Die Verbreitung der deutſchen Sprache in der Türkei.
Von den Kriegsſchauplätzen.
* Großes Hauptquartier, 4. Dez. (W. T. B.
Amtlich.) Auf dem weſtlichen Kriegsſchauplatz
wurden franzöſiſche Angriffe gegen unſere Truppen in
Flandern wiederholt abgewieſen, ebenſo in der
Ge=
gend nordweſtlich Altkirch, wo die Franzoſen
bedeu=
tende Verluſte ha ten.
Auf dem öſtlichen Kriegsſchauplatz ſind
feindliche Angriffe öſtlich der maſuriſchen Seen=Platte
unter großen Verluſten für die Ruſſen abgeſchlagen
worden. Unſere Offenſive in Polen nimmt einen
nor=
malen Verlauf.
Oberſte Heeresleitung.
* Nach einer Kopenhagener Depeſche der Kölniſchen
Zeitung meldet Daily Chronicle aus Amſterdam: Die
Deutſchen haben einen erneuten Hauptangriff auf die
Stellungen der Verbündeten an der Yſer
hegonnen. Wahrſcheinlich wird der Angriff von größeren
Truppenkräften mit ſchwereren Geſchützen ausgeführt
wer=
den als jemals zuvor.
* Peſt, 4. Dez. Der Rückzug der Ruſſen aus
dem Zempliner Komitat iſt durch kaltes Wetter
und hohen Schnee ſehr erſchwert. Die Ruſſen wurden bis
hart an die Grenze zurückgedrängt. Bei Takſony erlitten
ſie eine neue Niederlage. Im Udvatal wurde viel
ruſſi=
ſcher Train erbeutet, auch bei Sztropko wurden die Ruſſen
geſchlagen. Im Saroſer Komitat fanden bisher nur
kleinere Geplänkel ſtatt. Alle Anzeichen deuten darauf hin,
daß auch der diesmalige Einbruch in die
Kar=
pathen für die Ruſſen überaus verluſtreich abſchließen
wird.
* Konſtantinopel, 4. Dez. Unter Bezugnahme
auf die letzte Niederlage der Serben ſtellt der
Tasvir=i=Efkiar feſt: „Das iſt das Ende der
verbreche=
riſchen Erpreſſer”, und gibt ſeinem Erſtaunen darüber
Ausdruck, daß der Dreiverband noch Anſtrengungen macht,
ein ſerbiſch=bulgariſches Einvernehmen hinſichtlich
Maze=
doniens herbeizuführen. Das Blatt ſagt: Der Augenblick
iſt gekommen, ſich zu fragen, mit welchem Serbien man
ſich einvernehmen will.
Der Kaiſer in Berlin.
* Großes Hauptquartier, 4. Dez. (W. T. B.
Amtlich.) Seine Majeſtät der Kaiſer iſt geſtern abend
zu kurzem Aufenthalt in Berlin eingetroffen.
Oberſte Heeresleitung.
Fürſt Bülow Botſchafter in Rom.
* Berlin, 4. Dez. (W. T. B. Amtlich.) Die Nordd.
Allg. Zeitung meldet: Da der Kaiſerliche Botſchafter in
Rom, von Flotow, aus Geſundheitsrückſichten einen
längeren Urlaub antreten muß, hat Seine Majeſtät der
Kaiſer den Fürſten von Bülow mit der
Füh=
rung der Geſchäfte der Kaiſerlichen
Bot=
ſchaft in Rom beauftragt.
Das Programm des Kabinetts
Salandra.
* Rom, 3. Dez. Die Kammer nahm heute
ihre Arbeiten wieder auf. Miniſterpräſident
Sa=
landra erklärte unter geſpannter Aufmerkſamkeit des
Hauſes:
Dem Miniſterium, das ſich heute Ihnen vorſtellt, iſt
ſein Arbeitsprogramm unmittelbar durch die
Not=
wendigkeit auferlegt, weil es in dieſem kritiſchen
Augen=
blick der Geſchichte die Geſchicke des Ganzen zu lenken
hat. Während die durch wiederholte Beweiſe Ihres
Ver=
trauens geſtärkte Regierung daran ging, nützliche
Ver=
waltungs=, Steuer= und Sozialreformen vorzubereiten.
brach ohne irgend eine Teilnahme oder ein
Einverſtänd=
nis von unſerer Seite plötzlich und ſehr ſchnell der
Kon=
flikt aus, den wir zum Schutze des Friedens und der
Ziviliſation vergeblich zu beſchwören trachteten. Die
Regierung muß e erwägen, ob die
Vertragsbe=
ſimmungen uns zur Teilnahme zwangen.
Aber die gewiſſenhafte Prüfung des Buchſtabens und
Gei=
ſtes der beſtehenden Vereinbarungen und die Kenntnis
des Urſprunges und des augenhlicklichen Hauptzwecks des
Konfliktes brachten uns zu der loyalen und ſicheren
Ueberzeugung, daß wir nicht verpflichtet
wa=
ren, an ihr teilzunehmen. Da wir dergeſtalt
jeder anderen Erwägung enthoben waren, ſo empfahl
uns eine unbefangene und freie Beurteilung deſſen, was
die Wahrung der italieniſchen Intereſſen erforderte,
un=
verzüglich unſere Neutralität zu erklären.
Miniſter=
prändent Salandra ſagte ferner: Dieſer Entſchluß war ein
ſolcher, daß man ſich auf leidenſchaftliche Erörterungen
und verſchiedenartige Beurteilung gefaßt machen mußte,
aber ſpäter begann allmählich in Italien und außerhalb
die feſte und allgemeine Ueberzeugung vorzuherrſchen,
daß wir unſer Recht ausübten und in richtiger Weiſe
be=
urteilten, was am beſten den Intereſſen der Nation
ent=
ſprach. Indeſſen genügte die frei propagierte und loyal
beobachtete Neutralität nicht, uns gegen die Folgen der
ungeheuren Umwälzung zu ſchützen, die jeden Tag
grö=
ßer wird und deren Ende von niemandem abgeſehen
wer=
den kann. In den Ländern und Mzeren des alten
Erd=
teiles, deſſen politiſche Geſtaltung vielleicht im Begriffe
iſt, ſich zu ändern, beſitzt Italien vitale Intereſſen, die
es beſchützen und gerechte Anſprüche, die es zu
bekräfti=
gen hat. Es muß ſeine Stellung als Großmacht
bewah=
ren und ſie nicht nur unverändert erhalten, ſondern auch
ſo, daß ſie nicht durch die möglichen Vergrößerungen
an=
derer Staaten relativ geändert werden. Daher mußte
und wird notwendigerweiſe unſere Neutralität
keine untätige und läſſige, ſondern eine tätige
und wachſame ſein, nicht eine ohnmächtige, ſondern eine
ſtark gewaffnete, die jeder Möglichkeit gewachſen
iſt. (Andauernder, lebhafter Beifall. Die Kammer erhebt
ſich und bringt dem Miniſterpräſidenten eine lebhafte
Huldigung dar.)
Der Miniſterpräſident fährt fort: Demgemäß war
und iſt die höchſte Sorge der Regierung vollſtändige
Vorbereitung von Armee und Marine (
Bei=
fall), um ſie durchzuführen, iſt ſie nicht davor
zurückge=
ſcheut, die ſchwere Verantwortlichkeit für weitere
Ausga=
ben und für eine gewiſſe Abänderung der militäriſchen
Organiſation zu übernehmen. Die Erfahrung aus der
Ge=
ſchichte und aus den gegenwärtigen Ereigniſſen muß uns
überzeugen, daß, wenn die Herrſchaft des Rechtes
auf=
hört, die Kraft allein die Bürgſchaft für das Wohlergehen
eines Volkes bleibt, die organiſierte und mit allen
koſt=
ſpieligen und vollendeten techniſchen
Verteidigungsmit=
teln ausgerüſtete menſchliche Kraft. (Beifall und
Bravo=
rufe.) Wenn auch Italien nicht das Ziel hat, irgend
je=
manden mit Gewalt zu unterdrücken, muß es ſich doch ſo
gut wie möglich und mit der größten Stärke
organiſie=
ren und rüſten, damit es nicht früher oder ſpäter ſelbſt
unterdrückt werde. (Beifall.) Zu dieſer unſerer erſten
Pflicht geſellt ſich die weitere nicht unwichtige, die
Wir=
kungen der Kriſis zu mildern, welche ganze Induſtrien
gelähmt. Handelsunternehmungen geſtürzt und Tauſende
von Arbeitern früher als in anderen Jahren in das
Va=
terland zurückkehren ließ. Auch zu dieſem Zwecke waren
außergewöhnliche Maßregeln notwendig, zeitweilige
Ab=
weichungen von dem gemeinen Recht, Beſchleunigung
öffentlicher Arbeiten und weitgehende Verfügung über
Geldmittel. Die Regierung beantragt die alsbaldige
Genehmigung aller dieſer Maßregeln.
Inzwiſchen können wir mit Genugtuung feſtſtellen,
daß der allgemeine wirtſchaftliche Zuſtand unſeres
Lan=
des ſich ſchrittweiſe gebeſſert hat, daß Arbeit und Kredit
auf dem Wege ſind, zu normaler Funktion
zurückzukeh=
ren und daß das Vertrauen des Publikums ſich wieder
einſtellt. Aber man würde ſich gefährlich täuſchen, wenn
man glaubte, daß weitere außerordentliche Maßregelu
unnötig ſeien Die Regierung weiß wohl, daß alles
an=
gewandt werden muß, um dem Lande genügende Vorräte
der wichtigſten Stoffe zu ſichern. Ihr Eingreifen wird
nicht auf ſich warten laſſen, wo und wann die private
Tätigkeit zu dieſem Zwecke nicht ausreicht. Auch der
in=
nere Friede muß um jeden Preis geſichert werden. Die
Regierung iſt aber weit entfernt, zu glauben, daß unſer
Volk ihn ſtören könnte. Es begreift, daß das Vaterland
jetzt die Eintracht aller, die zu dieſem Opfer bereit ſind,
für ſein Wohlergehen und ſeine Größe braucht. Vertagen
wir den politiſchen und den wirtſchaftlichen Streit, den
Streit zwiſchen Parteien, Ständen und
Bevölkerungs=
klaſſen auf ſpäter. Heute muß ſich in Wort und Tat das
Gemeingefühl aller Italiener feierlich bekunden. (
Bravo=
rufe, langanhaltender Beifall.) Das erſte und erhabenſte
Beiſpiel dieſes nationalen Gemeingefühls werden ſicher
die bevorſtehenden Beratungen der oberſten repräſentati=
ven Körperſchaften geben. Die Reeierung, welche heute
ein Urteil oder Beſtrebungen vom Parteiſtandpunkte aus
für eine Verletzung ihrer heiligſten Pflichten halten
würde, ruſt die ganze Volksvertretung zu patriotiſcher
Mitarbeit auf. (Beifall.) Nur vom Parlament
emp=
fängt ſie die Kraft, die ſie braucht, um ihre ſchwierige
Aufgabe zu erfüllen. Die Stunde verlangt eine ſtarke
und ſichere Regierung. Wenn Ihre Stimme uns Stärke
und Sicherheit gibt, können wir die ſchwere Laſt unſerer
Verantwortlichkeit tragen und unſere geſunde und
unauf=
hörliche Arbeit fortſetzen, welcher wir die ganze Kraft
unſeres Geiſtes widmen, um die augenblicklichen
Inter=
eſſen unſeres Vaterlandes wirkſam zu verteidigen und
ſorg em über der künftigen Beſtimmung Italiens in der
Welt zu wachen. Lebhafter, lang andauernder Beifall
Die ganze Kammer erhebt ſich zu einer ſtürmiſchen
Kundgebung und ruft immer von neuem: „Es lebe
Italien!” Hierauf begab ſich das Miniſterium in den
Senat, um dort dieſelben Erklärungen abzugeben, wie in
der Kammer.
Die Agenzia Stefani meldet: In Kammer und Senat
haben die Erklärungen des
Miniſterpräſi=
denten Salandra einen vorzüglichen Eindruck
ge=
macht. Die Radikale Gruppe der Kammer trat am
Nach=
mittag zuſammen und beſchloß einſtimmig, die
Regie=
rungserklärungen zu billigen. Sacchi wurde zum
Par=
teiredner beſtellt. Alle anderen Redner verzichteten
darauf, hierzu in der Kammer zu ſprechen. Die Gruppe
der Demokratiſchen Linken trat ebenfalls am Nachmittag
zuſammen und nahm eine Tagesordnung an, worin ſie
die patriotiſchen Erklärungen der Regierung zuſtimmend
zur Kenntnis nimmt.
Die Zeitungen beſprechen die Erklärungen Salandras
und heben einſtimmig hervor, daß der Präſident des
Mi=
niſterrates in der Kammer und im Senat einen großen
Erfolg hatte. Sie unterſtreichen, daß, da ſeine klare, ſehr
erhabene patriotiſche Rede einen ſehr warmen Empfang
fand, die Tagung des Parlaments einen ſehr günſtigen
Eindruck im Lande hervorrufen wird. Der Appell
Sa=
landras zur Eintracht, welcher die Kammer und den
Senat einig antraf, wird die gleiche Einmütigkeit im
Lande finden. Das Kabinett habe gezeigt, daß es in
einer hiſtoriſchen Stunde ſich tief ſeiner Verantwortlichkeit
bewußt iſt, und daß es dieſe in männlich würdiger Form
zum Ausdruck bringen wird.
Das franzöſiſche Gelbbuch.
C Ein ſpaltenlanger Auszug der Agence Havas
aus dem ſoeben veröffentlichten franzöſiſchen Gelbbuch
geſtattet ein zuverläſſiges Urteil über den Inhalt dieſer
Veröffentlichung. Sie iſt erklärtermaßen zu dem Zwecke
erfolgt, das engliſche Blaubuch, das ruſſiſche Orangebuch
und das belgiſche Graubuch zu „ergänzen”. Mit
ande=
ren Worten: das Werk des Herrn Delcaſſés ſoll den
diplo=
matiſchen Entſtellungsfeldzug der gegen uns
verbünde=
ten Mächte vervollſtändigen. Demgemäß will das
fran=
zöſiſche Gelbbuch „zu Laſten Deutſchlands feſtſtellen”, daß
die Verletzung der belgiſchen Neutralität mit Vorbedacht
ausgeführt ſei, und daß Deutſchland ſchon lange die
Ab=
ſicht hegte, den Krieg „trotz der friedlichen Bemühungen
des Dreiverbandes” zu beginnen.
Man kennt aus den diplomatiſchen
Ver=
öffentlichungen der übrigen
Dreiverbands=
mächte und aus ihrer Preſſe längſt eine derartige
Dar=
ſtellung und weiß aus dem deutſchen Weißbuch, den die
plomatiſchen Enthüllungen der Nordd. Allg. Ztg., ſowie
aus der Kanzlerrede vom 2. d. M., was davon zu halten
iſt. Das neue Fabeln von einer deutſchen Militärpartei
ändert nichts an der Tatſache, daß die deutſchfeindliche
Angriffspolitik der Verbündeten in urkundlich
nach=
weisbarer Form bis ins Jahr 1906 zurückgeht. Die
mili=
täriſchen Abmachungen zwiſchen Großbritannien und
Bek=
gien, die die Teilnahme Frankreichs vorausſetzten, ſowie
die Abmachungen zwiſchen Frankreich und
Großbritan=
nien von 1912, deren Ergänzung durch ein die ruſſiſche
Landung in Pommern vorſehendes engliſch=ruſſiſches
Marine=Abkommen Frankreich anregte, beweiſen die
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Dezember 1914.
Nummer 335.
Vierbundes ebenſo unwiderlegbar, wie
Kriegspo
die vorzeitige Mobilmachung Rußlands und Frankreichs,
die dem jetzigen Kriege — unter ehrenwörtlicher
Abſtrei=
tung der maßgebendſten ruſſiſchen Perſönlichkeiten! —
vorausging. Dieſe Tatſachen laſſen ſich weder durch
Krokodilstränen über die „vorbedachte” Verletzung der
Neutralität Belgiens, noch durch Redensarten über die
„friedlichen” Bemühungen des Dreiverbandes aus der
Welt ſchaffen. Der Phraſen=Charakter des Machwerkes,
dem die Finten=Diplomatie Delcaſſés ihren Stempel
auf=
drückte, verrät ſich auf das deutlichſte in der Art, wie die
Agence Havas den vom Gelbbuch hervorgerufenen „
Ein=
druck” umſchreibt; ſie führt in dieſer Beziehung wörtlich
aus:
„Der allgemeine Eindruck, den das Gelbbuch erweckt,
iſt der, daß die gegenwärtige Kriſe eine Folge der
ſchroffen Politik Deutſchlands iſt, das ſeit 10 Jahren
ſeine Vorherrſchaft zu ſichern, Rußland zu erniedrigen,
der Triple=Entente entgegenzuwirken und, falls dieſe Ziele
nicht erreicht werden ſollten, den Krieg herbeizuführen
beſtrebt geweſen iſt.”
Zur Kennzeichnung der hier erhobenen Vorwürfe, die
alte Bekannte aus den Artikeln des Herrn Tardieu ſind,
ſei aus dem Dezemberheft der Deutſchen Rundſchau (
Ber=
lin, Gebr. Paetel) eine Auslaſſung des Hiſtorikers
Fried=
rich Lenz wiedergegeben. Lenz erinnert in einer
Unter=
ſuchung über die wirtſchaftlichen Vorausſetzungen des
modernen Krieges einerſeits an die Einſchnürung
Deutſch=
lands durch Großbritannien, andererſeits an den
gewalti=
gen Gebietszuwachs der Mächte des Dreiverbandes und
Japans; er ſchreibt u. a.:
„Während Deutſchlands Wirtſchaftskraft über die
Kriſen von 1890 und 1900hinaus ſich immer reicher entfaltete,
verſperrte England uns alle Pfade der hohen Politik.
Außer zwei kleinen Inſeln in der Südſee und jenem
Entenſchnabel in Neu=Kamerun ward uns durch volle 15
Jahre nichts zuteil; und welcher Kämpfe bedurfte es nicht
nach der „Samoaſchmach” und nach dem „Pantherſprung”
von Agadir, um hart am Kriege vorbei nur dieſe
Abfin=
dungen uns zu ſichern! Indeſſen wuchs das Kolonialreich
Großbritanniens unaufhaltſam in Hinterindien,
Perſien, am Schat=el=Arab, am Roten Meer und der
Le=
vante, in Süd= und Zentralafrika. Frankreich teilte
mit Spanien und Italien ganz Nordweſtafrika und griff
in Siam um ſich. Rußland nahm ſich die halbe
Man=
dſchurei wie halbwegs auch die Mongolei und
Nordweſt=
perſien. Japan erwarb Korea und die Mandſchurei
von Dairen bis ſüdlich Kirin Der europäiſche Krieg
von 1914 vollends hat bei unſeren Gegnern ... die
An=
nexionsluſt neu geſtärkt; kein Kolonialgebiet der Karte
dem nicht in naher oder ferner Zukunſt eine Uebermalung
mit neuen Hoheitsfarben drohte. Während ſo die beiden
europäiſchen Zentralmächte bei jeder Neuteilung der Erde
ſyſtematiſch übergangen wurden und nicht
ein=
mal in ihrem eigenſten Beſitzſtand ſich politiſch ſicher
füh=
len durften, vollzog ſich ihre wirtſchaftliche Expanſion
in ſtetig weiterem Ausmaß.”
Wo alſo die Vorherrſchaft in Wirklichkeit zu ſuchen
iſt, darüber kann angeſichts der tatſächlichen
Feſtſtellun=
gen nicht der geringſte Zweifel obwalten. Dem
Ent=
ſtellungsſyſtem unſerer Feinde wird es auf die Dauer
nicht gelingen, die Welt über die wahre Natur der Dinge
zu täuſchen.
Urteile über die Rede des Reichskanzlers.
* Berlin, 4. Dez. Der zurzeit noch in Berlin
weilende bayeriſche Miniſterpräſident Graf
Hertt=
ling äußerte ſich zu einem Mitarbeiter der Kreuzzeitung
über die Rede des Reichskanzlers:
Ich habe nahezu 4Jahrzehnte dem Reichstag angehört. Ich
weiß von Augenzeugen, welchen Eindruck die hellodernde
Begeiſterung gemacht hat, von der der Reichstag am 4.
Auguſt beſeelt war. Aber ſo wuchtig, ſo zäh entſchloſſen
und unbeugſam wie vorgeſtern, iſt der Reichstag noch nie
geweſen. Der in ſeinem Ernſt und ſeiner Stärke
ergrei=
fende Beifall, der den markigen Worten des
Reichskanz=
lers geworden iſt, ließ erkennen, daß das deutſche Volk
wie ein Mann entſchloſſen iſt, durchzuhalten und daß jeder
ſich verrechnet, der glaubt, Deutſchland werde ſich zu
einem Frieden verſtehen, der nicht der blutigen Opfer
wert iſt, die wir gebracht haben. Für Flaumacher und
Schwächlinge iſt jetzt in Deutſchland kein Platz. Der
Reichskanzler hat vorgeſtern nochmals an Hand des
Ma=
terials, das für unſere Gegner vernichtend iſt, den
Be=
weis erbracht, daß wir den Krieg nicht gewollt haben.
Nun er uns aufgezwungen iſt, werden wir ihn
durchkämp=
fen bis zum Einſetzen der alleräußerſten Kräfte. Wir
können der Zukunft mit ruhiger
Zuver=
ſicht entgegenſehen. Unſere Feinde haben den
Opferſinn, die Entſchloſſenheit und die Stoßkraft des
deutſchen Volkes unterſchätzt.
* Wien, 3. Dez. Die Neue Freie Preſſe ſchreibt:
Was der Reichskanzler v. Bethmann Hollweg geſtern im
Reichstag geſagt hat, iſt ſchon als Rede eine der
größ=
ten Leiſtungen, die nach dem Fürſten Bismarck auf dem
Platze des leitenden Miniſters vollbracht worden ſind,
aber ſie hatte ein größeres Verdienſt. Sie war männlich
und zugleich ernſt mit einem Grundton, der die noch zu
überwindenden Schwierigkeiten deutlich erkennen läßt.
Die Sitzung des Reichstages entſprach der Würde eines
großen Volkes, das den Gegner nicht unterſchätzt, aber
auch die eigene Willensfähigkeit und Kraft richtig ſchätzt.
Es war ein großer Zug in den Reden des Präſidenten, des
Reichskanzlers und den Kundgebungen der Parteien. Der
Eindruck iſt der: Die Deutſchen ſind ein großes, mutiges
Volk. Nichtswürdig ſind die Feinde, die es fortwährend
zwingen, um ſeinen Beſtand, ſeine Einheit und
Entwick=
lungsfreiheit zu kämpfen. — Die Reichspoſt ſchreibt: Das
Ereignis der Sitzung war neben der einhelligen
Bewilli=
gung des neuerlichen 5 Milliardenkredits die Rede des
Reichskanzlers, ein oratoriſches Meiſterwerk voll
über=
zeugender Kraft und hinreißendem Schwung. Der
wuch=
tige Ausdruck der großen Zeit, war der treue Spiegel der
monumentalen Größe, die das deutſche Volk in dieſen
weltgeſchichtlichen Tagen offenbart, und eine würdige
Fortſetzung der Kanzlerrede vom 4. Auguſt. — Das Neue
Wiener Abendbl. ſagt: Die Sachlichkeit der Ausführungen
ſelbſt in ſo aufregenden Momenten erhöht ihr Gewicht,
ihre Beweiskraft und Fähigkeit, alle Anzweiflungen zu
entwaffnen, bis zur Unabweisbarkeit. Es war nicht die
Schuld des Deutſchen Reichskanzlers, wenn ein Teir
ſeiner Rede einer Anklageſchrift gegen England und
Rußland ähnlich werden mußte. Mit überzeugender
Kraft enthüllte er Englands Spiel mit der belgiſchen
Neutralität. Wenn der Reichskanzler an die
Anſtrengun=
gen erinnerte, welche die deutſche Politik gemacht hat, um
Rußland und England zur Verſtändigung mit
Deutſch=
land zu bewegen, ſo weiß man, daß dies ſchon darum
keine leichte Aufgabe ſein konnte, weil jedes dahin
zie=
lende deutſche Bemühen nur zu häufig von den Vertretern
der internationalen Stimmungen als zu große
Nachgie=
bigkeit bekämpft wurde. Einen umſo größeren
Beweis=
wert haben dieſe Bemühungen aber heute. Das Wort
des deutſchen Kaiſers: „Ich kenne keine Parteien mehr,
ich kenne nur Deutſche” iſt auf den Schlachtfeldern, wie
überall im Reiche, zu einer alles beherrſchenden, wahrhaft
ergreifenden Deviſe geworden. Wenn Militarismus,
Hunnentum und Barbarei ſo ausſehen, wie dieſe Hebung
aller ſittlichen, wahrhaften und intellektuellen Kräfte in
Deutſchland, können ſich die Staaten des Dreiverbandes
und ihre Satelliten auch nur ein ſolches Hunnentum
wünſchen. In dieſem Gefühle kann Deutſchland wirklich
durchhalten, bis es die Sicherung haben wird, daß es
keiner mehr wagen wird, ſeinen Frieden zu ſtören, zumal
es an Oeſterreich=Ungarn und der Türkei feſte
Bundes=
genoſſen hat.
* Rom, 4. Dez. In einem Kommentar der
römi=
ſchen Zeitung Popolo Romano zu der Rede des
deut=
ſchen Reichskanzlers heißt es, es könne
durch=
aus kein Zweifel darüber beſtehen, daß Belgien
tatſäch=
ſächlich an dem vorbereiteten Komplott gegen
Deutſch=
land beteiligt war.
* Baſel, 3, Dez. Die hieſige Nationalzeitung
bemerkt zu der Reichstagsſitzung u. a.: Mit
kraftvoller Entſchloſſenheit hat das Deutſche Reich ſich zum
Exiſtenzkampf gegen drei Fronten geſtellt und der Welt
bewieſen, daß es für die Aufrechterhaltung deſſen, was es
in Tagen heißer Schlachten, in Jahrzehnten einträglicher
Friedensarbeit erworben hat, alles einzuſetzen gewillt
iſt. Nochmals iſt dieſer eine feſte Wille in einer
Reichs=
tagsſitzung zum Ausdruck gelangt. Dem hiſtoriſchen
4. Auguſt ſchließt ſich der 2. Dezember würdig an. Nach
Beſprechung der Rede des Reichskanzlers ſchließt das
Blatt: Die Anerkennung wird ihm nicht vorenthalten
werden, daß es ſein Verdienſt iſt, wenn auch die zweite
Sitzung des Deutſchen Reichstages ſeit Ausbruch des
Krieges zu einer eindrucksvollen Kundgebung des
ge=
ſamten Volkswillens für das unerſchütterliche Aus=
harren im Kampfe geworden iſt. — Aus der
Kanzlex=
rede heben die Baſeler Nachrichten u. a folgende
Stelle hervor: „Wenn der Krieg beendet iſt, werden
Parteien wiederkehren uſw.; aber ich für meinen
Teil verſpreche, dafür zu kämpfen, daß es in dieſem
Kampf nur noch Deutſche geben darf.‟ Das heißt,
ge=
gen die Sozialdemokratie wird weiter gekämpft; aber ihre
Anhänger werden nicht mehr als vaterlandsloſe Rotte,
ſondern als gleichberechtigte politiſche Gegner behandelt
werden. Das iſt ein bedentſamer Schritt; aber er iſt
durchaus verſtändlich angeſichts der imponierenden
Ent=
ſchloſſenheit des deutſchen Volkes, welche ſich bei dem
neuen Kriegsopfer von 5 Milliarden auch in dieſer
Reichstagsſitzung wieder ſo glänzend bewährt hat.
Dank des Kaiſers an die Schleſier.
* Breslau, 3. Dez. Die Schleſiſche
Volkszei=
tung veröffentlicht folgende Bekanntmachung des
Oberpräſidenten von Günther: Der
Kai=
ſer hat mich mündlich allergnädigſt beauftragt, ſeine
Schleſier zu grüßen. Sein Beſuch in Schleſien gelte der
Provinz und ihren tapferen Söhnen. Seine Majeſtät
be=
glückwünſche die Provinz zu ihrer mannhaften Haltung
in ſchwerer Zeit und zu den glänzenden Taten der
Schle=
ſier, insbeſondere auch der ſchleſiſchen Landwehrmänner
im Felde, und habe das feſteſte Vertrauen, daß ſie weiter
alle ihre Aufgaben erfüllen werden.
Die Stadt „Hindenburg‟.
* Die Gemeindeverwaltung von Zabrze (
Ober=
ſchleſien) hat geſtern einſtimmig beſchloſſen, die
Umwand=
lung des Namen Zabrze in Hindenburg zu
bean=
tragen und den Generalfeldmarſchall von Hindenburg um
Zuſtimmung gebeten.
Verbreitung der deutſchen Sprache
in der Türkei.
* Konſtantinopel, 4. Dez. Die Zeitungen
zei=
gen ihre lebhafte Genugtuung über die Ausbreitung des:
Heiligen Krieges in Marokko, das ſo von der franzöſiſchen
Tyrannei befreit werden würde. Die Zeitung Sabah
ſtellt feſt, daß die türkiſche Sprache den Einfluß der
fran=
zöſiſchen Sprache erfahren habe, von der zahlreiche
Worte im Türkiſchen gebraucht würden, und teilt mit, daß
man entſchloſſen ſei, in Zukunft dafür deutſche zu
gebrau=
chen, ſo an Stelle der franzöſiſchen Worte „Herr, Frau,
Fräulein, Freiherr, Graf, Ritter, Fürſt, Großfürſt,
Erz=
herzog” und andere, für die ſich im allgemeinen ein
Be=
dürfnis fühlbar machen werde. Man empfindet es hier
als nötig, die deutſche Sprache zu verbreiten.
Ihr Unterricht, der ſchon obligatoriſch in den türkiſchen
Lyzeen eingeführt und die als Lehrfach ſchon in der
fran=
zöſiſchen Schule in Stambul von Sajet=Beneit eingerichtet
iſt, wird auch in anderen türkiſchen Schulen eingeführt
verden, wo bisher nur das Franzöſiſche gelehrt wurde.
Zur Abſetzung des Generals Rennenkampf,
die angeblich erfolgte, weil er bei der Zuſammenziehung
ſeiner Truppen zur Einſchließung der Deutſchen ſeine
Stellung zwei Tage zu ſpät einnahm, ſchreibt der
militä=
riſche Sachverſtändige des Berliner Tageblatts: Auf
General Rennenkampf ſetzte Rußland große Hoffnungen.
Im Kriege gegen Japan wurde ſein Name bekannt. Vor
dem Ausbruch des jetzigen Krieges trat er an die Spitze
des Militärbezirks Wilna, und auf ſeine beſondere
Kenntnis der deutſchen Grenze vertraute man, als man
ihm das Oberkommando der Niemen=Armee übertrug.
Aber ihn ereilte das gleiche Geſchick wie General
Sam=
ſonow. Letzterer wurde von Hindenburg bei
Tannen=
berg, Rennenkampf ſüdlich von Inſterburg völlig
ge=
ſchlagen. Nur mit knapper Not entging Rennenkampf.
der Gefangenſchaft. Nun iſt er offenbar Hindenburg
noch einmal in die Arme gelaufen. Dem verſpäteten
Ein=
treffen des ruſſiſchen Generals ſchreibt man die Schuld
an dem verunglückten ruſſiſchen Angriff zu. Ob das zu=
Unſere Verluſtliſten.
* Unter dieſer Ueberſchrift ſchreibt die Kyffhäuſer=
Korreſpondenz: Je länger der Krieg dauert, um ſo tiefer
prägt ſein blutiger Ernſt ſich dem geſamten Leben auf.
Die Reihe der Verluſtliſten wächſt und mit ihr das Weh
und Leid um die geliebten Gefallenen. Endlos weiter
geht des Todes Zug. Das kurze Wort tot, das ſo viele
tauſendmal in den Liſten wiederkehrt, wie viel Schmerz
und Trauer löſt es aus, wie viel Tränen und Jammer
der im Leben Zurückgebliebenen folgen ihm, der
Gattin=
nen und Bräute, der Eltern und Geſchwiſter! Wie
ein=
ſilbig, wie gleichförmig klingt das Wort tot, und wie
tau=
ſendfältig verſchieden verlief das Daſein der Kämpfer,
deren Ende es beſiegelt! Welch eine Welt von
Menſchen=
ſchickſalen beſchließt es! Und wie viel Begeiſterung und
Heldenſinn ſinkt mit den Toten zu Grabe!
Aber der Tod unſerer Krieger darf nicht allein vom
Standpunkte der klagenden Liebe angeſehen werden. Er
ſoll auch vom Schlachtfelde aus gewürdigt werden, das
doch das Feld des Sieges und der höchſten Ehre bleibt.
Und da behält, ſo lange noch der heldenhafte Todesmut
für das bedrohte Vaterland und der heilige Zorn über
frevelhafte Feinde die Adern tapferer Krieger
durch=
glühen, das Wort Geltung: Für das Vaterland zu
ſter=
ben, iſt ehrenvoll und ſüß. Oder wie einſt unſere deutſchen
Väter ſangen: „Kein ſchönrer Tod iſt auf der Welt, als wer
vorm Feind erſchlagen auf grüner Heid” in freiem Feld.
Da ſoll nit ſein groß‟ Weheklagen.” Der Tod auf dem
Felde der Ehre hat dem Leben, das er endet, den höchſten
Sinn gegeben: die ihn erleiden, ſterben nicht für ſich, nicht
auch bloß für ihren Herd, für Weib und Kind, ſondern
in der treuen ſeligen Pflichterfüllung für die große
Ge=
meinſchaft ihres Staates und Volkes, für die Zukunft
ihres Volkstums. Daß das Vaterland lebt, ſiegreich und
in Ehren, friſch, verjüngt, das bezahlen mit ihrem Leben
die Gefallenen. Für das höhere und erhöhte Leben des
Vaterlandes iſt das Leben keines einzelnen Menſchen zu
teuer.
Die Verluſtliſten künden nicht allein den Tod. Sie
melden auch von Vermißten, von Verwundeten und er=
innern an deren Leiden. Wie viel ſtilles Heldentum lebt
in den Verwundeten! Wie viel ergreifende Züge der
Ka=
meradſchaft werden unter ihnen beobachtet! Einen
ſol=
chen Zug erzählt ein Berichterſtatter aus dem Weſten alſo:
„Da wird eden einer herausgetragen, in einem der
letz=
ten Wagen. Faſt alles iſt ſchon beſetzt, aber er erhebt
Ein=
ſprüche. Nein — der Kamerad ſoll gleichfalls noch mit,
der neben ihm im Schützengraben und nun auch neben
ihm auf dem Stroh gelegen hat. Sie haben es ſich
gegen=
ſeitig verſprochen, nicht von einander zu laſſen, in Not und
Gefahr, da will er nun auch nicht allein in das rettende
Lazarett kommen. Auch jener ſoll mit. Und als der Arzt
erklärt: „Mein lieber Mann, das geht nicht. Entweder Sie
fahren mit, oder Sie bleiben hier” da erklärt er
ent=
ſchloſſen: „Gut, ſo bleibe ich lieber hier. Meinen
Kame=
raden laſſe ich nicht im Stich!” Und ſo liegt er denn auch
dieſe Nacht noch ohne Decke und Mantel im Stroh der
offenen Scheuer.”
Aber die Verluſtliſten ſollen auch nicht vergeſſen laſſen,
was die, deren Namen ſie nicht nennen, die die
Kriegs=
arbeit fortführen, unter Entbehrung und Entſagung, unter
Drangſal und Not leiſten. Ein Berichterſtatter aus dem
Oſten ſchreibt: „Die Leute, die den Krieg und ſeine
Ver=
heerungen nur aus den Zeitungen kennen lernen oder
vielmehr nur eine ſchwache Vorſtellung davon gewinnen,
mögen zu der Einſicht kommen, daß ihre Behaglichkeit
durch viel Blut, Leiden, Schmerzen und Qualen
ande=
rer erkauft wird. Die Truppen leiſten ſchier
Unmenſch=
liches; Mannſchaften und Offiziere. Viele von ihnen
lie=
gen wochenlang in Schützengräben, kommen wochenlang
nicht aus den Kleidern heraus, haben achtzehn bis
zwan=
zig Gefechte mitgemacht.” Ein anderer Berichterſtatter
er=
zählt, „daß ein 65jähriger General drei Wochen
hinter=
einander in Erdhöhlen wohnt, ohne einmal aus den
Klei=
dern zu kommen. Ja, auch das lieſt man. Aber man lieſt
es eben bloß. Die jahrelange Gewohnheit, täglich viel zu
leſen und zu — vergeſſen, ſteht da im Wege.”
Vergeſſen wir über den Toten, die unvergeſſen
weiter=
leben, nicht die lebenden Krieger, denen gleich jenen
unver=
geßlicher Dank und Ehre gebührt!
Die Leiden der Belgier.
* Ein beurlaubter belgiſcher Offizier, der in den
Kämpfen um den Schienenweg Nieuport-Dixmuiden
ver=
wundet und nach mehreren Leidensſtationen im Hoſpital
von Eu untergebracht wurde, machte dem Mitarbeiter des
Tag in Roſendaal einige intereſſante Mitteilungen über
die Lage in Nordfrankreich:
„Mit 54 Offizieren, worunter ſich zwei
Generalleut=
nants befanden, wurde ich hinter die Gefechtslinie
ge=
bracht. Wir erlitten ſtarken Blutverluſt und mußten acht
Stunden warten, da wir verlangten, man möge zuerſt den
Schwerverwundeten helfen. Die Kämpfe, an denen
ſämt=
liche belgiſche Streitkräfte teilgenommen hatten,
über=
trafen an Wildheit und Erbitterung alle früheren
Ge=
fechte, ſelbſt die furchtbaren Schlachten bei Tongeren und
Mecheln. Wir warfen die Kappen fort und führten
un=
ſere Truppen mit gezücktem Säbel in den Kampf. Beim
Aufeinanderprallen der Streiter griffen wir ſelbſt zum
Bajonett eines Verwundeten und hieben mit den
Mann=
ſchaften darauf los. Unſere Reihen waren nach dieſem
Treffen ſtark gelichtet, aber die Anerkennung Joffres, der
damals im Hauptquartier war, beglückte uns. Wir
wur=
den als Helden gefeiert — leider als beſiegte Helden.
Die Hauptſchuld an unſerer Niederlage trug die
ſchlechte Verſtändigung mit den Soldaten. Wir ſprachen
nur Franzöſiſch, die Mannſchaften nur Flämiſch. Das
gab oft ein gräßliches Durcheinander. Vor unſerem
Ab=
transport nach Saint=Omer beſuchte uns König Albert.
Er ſah ſehr ermüdet und totenblaß aus. In ſeinen
Wor=
ten lag wenig Zuverſicht, doch er ſprach die Hoffnung aus,
daß die Verbündeten den Sieg erringen werden: „Kommt
bald wieder, liebe Kameraden, wir warten mit
Unge=
duld auf Eure Wiederherſtellung” war ſein
Abſchieds=
gruß. Auf der Fahrt nach Saint=Omer erkannten wir,
wie nötig Belgien ſeine Verteidiger braucht. Alle
Laza=
rette waren überfüllt mit belgiſchen Mannſchaften. Es
ging den Armen ſehr ſchlecht. Die Nahrungsmittel ließen
auf ſich warten „Alles an die Front!” lautete der
Be=
fehl. Zufuhrkolonnen kamen vorüber, aber den Belgiern
brachten ſie nichts. Hunderte gingen zugrunde und wur=
Nummer 335.
trifft, kann erſt eine ſpätere Zeit lehren. — Im Berliner
Lokalanzeiger heißt es: Man hat Rennenkampf zum
Sün=
denbock für die verunglückte Umzingelung in Polen
ge=
macht, ob mit Recht, das zu beurteilen kann nicht unſere
Sache ſein. Rennenkampf habe kein Glück gehabt und
unglückliche Generäle würden „gegangen”.
Eine Kammerſitzung in Paris.
* Bordeaux, 3. Dez. Der Miniſterrat unter dem
Vorſitz des Präſidenten Poincaré beſchloß, die
Kam=
mer zu einer außerordentlichen Seſſion auf den 22.
De=
zember in Paris einzuberufen. Die Miniſter reiſen
Ende nächſter Woche nach Paris, um dem Finanzausſchuß
des Senats und dem Budgetausſchuß der Kammer zur
Verfügung zu ſtehen. Präſident Poincaré wird
eben=
falls dann in Paris ſein.
Revoltierende Belgier in Holland.
* Amſterdam, 3. Dez. Handelsblad meldet aus
Zeiſt: In dem hieſigen Internierungslager wurde
heute von Belgiern Widerſtand geleiſtet, worauf die
nie=
derländiſchen Bewachungstruppen Feuer gaben. 5
Bel=
gier wurden getötet und 6 verwundet. Bereits
geſtern abend war ein gewiſſer Widerſtand unter den
Internierten bemerkbar geworden. Die elektriſche
Lei=
tung hatte man durchgeſchnitten. Es wurde ſofort
Po=
lizei aus Zeiſt requiriert, und heute früh wurden
Trup=
pen zur Verſtärkung aus Utrecht herangeholt. Es iſt
noch nicht vollſtändig gelungen, den Widerſtand der
Bel=
gier zu brechen. Nach einer anderen Meldung aus dem
Haag ſind bei dem Vorfall 6 belgiſche Soldaten getötet
und 9 verwundet worden.
Das Rote Kreuz in Rußland.
* Mailand, 3. Dez. Der Corriere della Sera
meldet aus Petersburg, daß für die im Kaukaſus
kämpfenden Truppen die Einrichtungen des
„Roten Kreuzes erſt geſchaffen werden müſſen. Auch
für das Rote Kreuz auf den übrigen Kriegsſchauplätzen
ſeien keine Mittel mehr vorhanden, ſo daß der Staat
ſolche zur Verfügung ſtellen müſſe.
Engliſche Maßnahmen in Irland.
* Amſterdam, 4. Dez. Der Telegraaf berichtet
aus London: In Dublin hat die Polizei geſtern nacht
Hausſuchungen bei allen Zeitungsverkäufern und
in allen Läden abgehalten. Eine Anzahl Exemplare des
Blattes Iriſh Freedow wurde beſchlagnahmt; in den
Räumlichkeiten dieſes Blattes wurde ebenfalls
Hausſuch=
ung abgehalten.
Eine Proklamation des Generals Maxwell.
** Das Journal de Caire veröffentlichte, wie uns
von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, folgende Pro=
Wlamation: Vom General=Kommandanten der
Trup=
den S. M. des Königs von England in Aegypten: „Der
Unterzeichnete, Holm Maxwell, General=Kommandant der
ruppen S. M. des Königs von England, beſchließt in
Ausübung ſeiner Pflichten folgendes: Die Verbreiter
von Dokumenten, Schriften oder Druckſachen, welche den
Zweck haben, die Bevölkerung zur Verachtung oder zum
Haſſe gegen die Regierung aufzureizen oder mit den
Fein=
den der Regierung gemeinſame Sache zu machen, dem
Kriegsgericht zu überweiſen, ebenſo diejenigen, welche
ſolche Dokumente erwidern oder verſuchen, dieſe ins
Land einzuführen. Alle Perſonen, welche ſolche Schriften
erhalten, ſind gehalten, dieſe ohne Verzug den nächſten
Zivil= oder Militärbehörden zu übermitteln. Le Caire,
11. Nov. 14. S. G. Maxwell, General=Commandant les
Forces de la Majeſté Britannique en Egypte. God ſav.
the King.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 5. Dezember.
* Von der Erſten Kammer. Se. Königl. Hoheit
der Großherzog haben Se. Durchl. den Fürſten Karl
zu Solms=Hohenſolms=Lich für die Dauer des
XXXVI. Landtags zum Erſten Präſidenten der Erſten
Kammer der Stände ernannt.
D Provinzialausſchuß. Die Tages=Ordnung zur
Sitz=
ung des Provinzialausſchuſſes der Provinz Starkenburg
am Samstag, den 12. Dezember, vormittags 9½ Uhr,
lau=
tet: 1. Klage des Ortsarmenverbandes Goddelau gegen
den Ortsarmenverband Darmſtadt wegen Erſatz von
Pflegekoſten für den geiſteskranken Karl Helm aus
Darm=
ſtadt. 2. Geſuch des Mathias Menzer zu Breitenbrunn
um Erteilung der Erlaubnis zum Betriebe einer
Schank=
wirtſchaft. 3. Klage des Ortsarmenverbandes
Frank=
furt a. M. gegen den Ortsarmenverband Offenbach a. M.
wegen Erſatz von Unterſtützungskoſten für die Witwe Eva
Walther.
Großh. Hoftheater. Heute nachmittag geht „Anna=
Liſe” als Schülervorſtellung in Szene. Abends 8 Uhr
wird der „Zigennerbaron” als Sondervorſtellung gegeben.
Sonntag iſt zum erſtenmal in dieſer Spielzeit Wagners
„Walküre” mit den Damen Callwey, Jacobs und Marx
und den Herren Becker, Perkins und Stephani in den
Hauptpartien angeſetzt. Dirigent Paul Ottenheimer,
Regie Otto Nowack. Die Vorſtellung, zu der die kleinen
Preiſe gelten, beginnt um 6½ Uhr. Montag findet das
dritte Hofmuſikkonzert unter der Leitung Willem
de Haans ſtatt. Dienstag wird auf A 12 „Als ich noch
im Flügelkleide” wiederholt. Dieſes entzückende Luſtſpiel
erweckte auch bei ſeiner zweiten Aufführung ſtürmiſche
Heiterkeit.
* Kriegsfreiwillige Skiläufer geſucht. Die
Deutſchen Kriegsminiſterien haben den Vorſtand des
Deutſchen Ski=Verbandes in München mit der Bildung
eines „Deutſchen freiwilligen Skikorps”
be=
auftragt. Sichere, leiſtungsfähige Skiläufer,
die gewillt ſind, ſich zu melden, werden gebeten, ſich
un=
verzüglich die nötigen Anmeldebogen zu beſorgen. Die
Vorſtände der einzelnen Ski=Vereine ſtellen ſolche zur
Verfügung. Außerdem ſind dieſe Bogen erhältlich beim
Vorſitzenden des Verbandes Mitteldeutſcher Ski=Vereine:
Herrn Profeſſor Dr. Fr. Wünnenberg, Frankfurt a. M.,
Feyerleinſtraße 9, der auf Wunſch jede Auskunft erteilt.
Gleichzeitig werden alle Skiläufer des hieſigen
Ver=
bandsbezirks, die ſich in München melden, gebeten, von
ihrer Meldung dem obenerwähnten Vorſitzenden
Mit=
teilung zu machen.
* Der Vaterländiſche Feſtabend, der am 24. November
zur Feier von Großherzogs Geburtstag von der
Stadt=
verwaltung, dem Darmſtädter Vortragsverband und dem
Hiſtoriſchen Verein für das Großherzogtum Heſſen
veran=
ſtaltet wurde, hat einen Ertrag von 511,55 Mark
ergeben, die der Kriegsfürſorge der Stadt Darmſtadt
überwieſen worden ſind.
* Vaterländiſcher Abend. Am Dienstag findet
im Konkordiaſaale, Waldſtraße Nr. 33, auf vielſeitige
Wünſche eine Wiederholung des am 26. November
d. Js. veranſtalteten Vaterländiſchen Abends
ſtatt. Das Programm bleibt unverändert mit derſelben
gütigen Unterſtützung der Großh. Hofopernſängerin
Frau Baumeiſter=Jacobs, Herrn Großh. Muſikdirektor
M. Klaſſert, Herrn Großh. Hoftheaterregiſſeur H. Hacker
und Herrn Opernſänger Gruber aus Frankfurt a. M.
Der Ertrag wird ausſchließlich zur Beſchaffung von
Weihnachtsgaben für die im Felde ſtehenden Angehörigen
des Reſerve=Dragoner=Regiments Nr. 4,
welches ſich größtenteils aus heſſiſchen Staatsangehörigen
zuſammenſetzt, verwandt.
* Darmſtädter Weihnachtskatalog, Kriegsjahr 1914.
Unter dieſem Titel erſcheint auch in dieſem Jahre der
alt=
bewährte Katalog der Darmſtädter
Buchhänd=
ler in einem der Zeit entſprechenden ernſten Gewande.
Es iſt erfreulich, aus dieſem Katalog zu erſehen,
daß neben dem Schwert auch der deutſche Geiſt nicht ruht
im Kampfe für deutſche Kultur. So wird derſelbe allen
Bücherfreunden ein hochwillkommener Führer ſein, und
wir möchten mit Heinrich Lhotzky rufen: Sparet nicht an
Büchern!
Großherzogs Geburtstag im Felde
* Von der Etappen=Munitionskolonne 38, die vom
Feldartillerie=Regiment Nr. 61 zuſammengeſtellt iſt, ging
uns folgender Bericht zu:
Obwohl wir mit unſerer Kolonne den einzigen
heſ=
ſchen Stamm, ein winziges Häuflein einer ganzen Armee
bildeten, die in Belgiens Gauen treue Wache hält, ließen
wir es uns doch nicht nehmen, den 25. November, den
Geburtstag Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs,
würdig zu begehen. Der Tag hatte ſich dienſtfrei
geſtal=
ten laſſen und wurde durch einen Feldgottesdienſt
eingeleitet. Aus 140 Kehlen drang es trutzig und
gott=
ergeben über die ſchneebedeckte Flur: „Lobe den Herrn”.
Der Predigt lag das Wort des Pſalmiſten zugrunde:
„Jene bauen auf Wagen und Roſſe, wir aber ſtehen feſt
im Herrn” Am Nachmittag folgte eine Anſprache des
Kolonnenführers, Herrn Oberleutnants Kipke. Eine
ernſte Zeit ſei es, in der wir leben, zu ernſt, um rauſchende
Feſte zu feiern. Doch unſere Gedanken mögen heute bei
unſerem verehrten Landesherrn ſein, und wenn es uns
auch nicht vergönnt iſt, in ſeiner Nähe weilen zu
kön=
nen, ſo ſollen unſere Wünſche doch nicht weniger
herz=
lich und aufrichtig ſein. Ihr alle kennt ihn ja von
An=
geſicht, kennt ſeine Leutſeligkeit im Verkehr mit ſeinen
Untergebenen, und wißt, wie er volkstümlichem Sport
in=
mitten ſeines Volkes huldigt. Ein begeiſterter Förderer
von Kunſt und Wiſſenſchaft, hat er ſich durch die Schöpfung
der Darmſtädter Künſtlerkolonie das große Verdienſt
er=
worben, den Sinn für Kunſt und Kunſtwerte in neue
Bah=
nen gelenkt zu haben. Der erſte Geburtstag iſt es, den
Seine Königliche Hoheit im Felde verbringt, inmitten
ſeiner Truppen, die ſchon mehrfach Gelegenheit gehabt
haben, ſich vor dem Feinde auszuzeichnen und neue
Lor=
beeren denen von 1870/71 hinzuzufügen. Durch Blut und
Eiſen wurde damals die deutſche Kaiſerkrone geſchmiedet,
und alle deutſchen Stämme reichten ſich die Hand zum
ewi=
gen Bunde.
Die dann folgende lange Friedenszeit ließ das alte
Erbübel der Germanen von neuem aufwuchern: den
Par=
teigeiſt und Parteihaß. Auf ihn bauten unſere Feinde, in
ihm ſahen ſie einen geheimen Bundesgenoſſen und von
ihm erwarteten ſie eine Schwächung des Heeres. Doch
wie ſollten ſie ſich getäuſcht haben: Gleich wie ein Mann
erhob ſich das ganze Volk und Hunderttauſende von
Kriegsfreiwilligen drängten ſich zu den Fahnen, in Treue
feſt zu Kaiſer und Reich. Seine Majeſtät der Kaiſer konnte
in jenen denkwürdigen Tagen das herrliche Wort prägen:
„Ich kenne keine Parteien, ich kenne nur noch Deutſche‟
Auch wir wollen den Schwur der Treue aufs neue leiſten,
der Treue bis in den Tod, und geloben wollen wir, ein
Volk von Brüdern zu bleiben, wie wir es heute ſind. Nichts
darf wiederkehren von jenem kleinlichen Geiſte, der unſer
Volk ſchon ſo oft in politiſche, religiöſe und ſoziale
Kämpfe geſtürzt hat. Nichts ſchwäche mehr den ſtarken
deutſchen Arm, den all unſere Feinde von neuem kennen
und fürchten gelernt haben. Und dieſes Gelöbnis ſei
un=
ſere Gabe am heutigen Tage. Stolz wehe Heſſens Panier
dem Feinde entgegen, und mit Lorbeeren geſchmückt kehre
es heim ins heilige Vaterland. Alle unſere Wünſche aber
für den geliebten Landesherrn faſſen wir zuſammen in
den Ruf: Seine Königliche Hoheit der Großherzog Ernſt
Ludwig von Heſſen und bei Rhein, hurra, hurra, hurra!
den auf franzöſiſchem Boden begraben. Man pferchte
un=
ſere Mannſchaften mit den unziviliſierten
Kolonialſolda=
ten zuſammen. Es war ein ekelerregender Anblick. Die
Schwarzen verſtopften ſich ihre Wunden mit Sand, ſogen
ſich gegenſeitig das Blut aus dem zerriſſenen Fleiſch
Piele von ihnen waren irrſinnig und ſprangen aus den
Wagenfenſtern, was man ruhig geſchehen ließ.
In Saint=Omer ging alles drunter und drüber. Die
Bevorzügung der „Verbündeten” empörte uns dermaßen
daß wir uns weigerten, die für uns beſtimmten, nebenbei
bemerkt, vor Schmutz ſtarrenden Räumlichkeiten zu
be=
ziehen, ehe nicht den belgiſchen Mannſchaften ein
men=
ſchenwürdiges Obdach gewährt wurde. Es kam zu
Strei=
tigkeiten, die ein bedenkliches Licht auf das brüderliche
Einvernehmen unter den Verbündeten warfen. Saint=
Omer iſt ein ſtarker Waffenplatz, in dem es mehr
ver=
wundete als kampffähige Soldaten gibt. Die Stimmung
iſt ſehr gedrückt. Schon längſt haben die Einwohner von
dieſer Stadt Abſchied genommen. Alle Häuſer ſind von
der Heeresleitung in Beſchlag genommen. Die
Ueber=
wachung iſt ſtreng. Als wir ankamen, erzählte man uns,
daß eben drei deutſche Spione füſiliert worden wären. Zur
Abwehr von Luftangriffen, die hier furchtbares Unheil
an=
richten könnten, ſind ganz neuartige Vorkehrungen
getrof=
fen worden. Védrines und Paulhan halten hier die
Wacht. Paulhan, der bei einem Erkundungsfluge von
einer feindlichen Kugel leicht verwundet wurde, iſt wieder
hergeſtellt. Je weiter wir uns von dem Kampfplatz entfernten,
deſto trauriger ſah es aus. Die franzöſiſchen Verluſte
müſſen unheimlich groß ſein. Es gibt kein Dorf, wo nicht
Notlazarette errichtet ſind. In Abbéville und Umgebung
liegen 35000 Verwundete. Die Picardie heißt im
Volks=
munde: „Frankreichs Hoſpital”
Ich glaube nicht, daß man in Paris, Bordeaux, Lyon,
Marſeille eine Ahnung von der wahren Lage hat, ſonſt
wäre die Siegeshoffnung ernſtlich erſchüttert. Alle
fran=
zöſiſchen Offiziere, die ich ſprach, legten mir mit
tränen=
erſtickter Stimme das Geſtändnis ab: „Unſere brave
Armee wird langſam, aber ſicher ermordet. Wir werden
uns nicht ergeben, bis zum letzten Mann ausharren. An
einen Sieg zu glauben, iſt Torheit. Frankreich ſtirbt an
dieſem Verzweiflungskampf.” In Eu ſprach ich mit einem
franzöſiſchen Oberſten, der die Kämpfe bei Quesnoy
mit=
gemacht hatte. Was er über Joffre ſagte, kann ich Ihnen
nicht wiederholen, aber aus ſeinen Bemerkungen ging
her=
vor, daß die franzöſiſchen Heerführer Caſtelnau und
Ser=
rail dem Generaliſſimus den Platz ſtreitig machen. Noch
ein ernſter Echec und Joffre tritt zurück. Daß es um die
ſanitären Einrichtungen ſehr ſchlecht ſteht, iſt ein offenes
Geheimnis. Die Aerzte fügen ſich in ihr Schickſal und
hul=
digen der Theſe, Schwerverwundeten durch narkotiſche
Mittel den Todeskampf ſchmerzlos zu geſtalten.
Auf meiner Fahrt nach Holland konſtatierte ich, daß
Handel und Verkehr in Pas de Calais ganz
danieder=
liegen. Es fehlt an Dienſtperſonal. Eiſenbahnunfälle ge
hören zu den alltäglichen Erſcheinungen. Kein Menſch
regt ſich mehr darüber auſ. Auffallend groß iſt der
An=
drang in den Kirchen. Die Bretagne liegt auf den Knien
und betet zum Erlöſer, daß er dem ſchrecklichen Krieg, der
Strafe für Frankreichs Gottloſigkeit, recht bald ein Ende
machen möge.”
Der belgiſche Offizier begibt ſich nach ſeiner völligen
Wiederherſtellung nach Fécamp, wo drei
Freiwilligenregi=
menter ihre Ausbildung erhalten.
C.K. Schlachtbericht. An jedem Abend bringen uns
die Zeitungen den täglichen Schlachtbericht der oberſten
Heeresleitung. Wir ſind immer ſicher, daß das, was uns
da mitgeteilt wird, genau den Tatſachen entſpricht, und ſo
geben wir ihm mit Recht — ganz abgeſehen von dem
be=
rechtigten Kampf gegen die Ausländerei in der Sprache —
nicht den Namen eines „Bulletins‟ Denn dieſes vom
lateiniſchen „bulla” abgeleitete Wort, das urſprünglich
einfach Tagesbericht bedeutete, wurde, wie Ladendorf in
ſeinem „Schlagwörterbuch” bemerkt, ſeit Anfang des
vori=
gen Jahrhunderts ein Schlagwort für einen künſtlich
auf=
gebauſchten oder verlogenen Heeres=, beſonders
Schlacht=
bericht. Zu dieſer zweifelhaften Ehre hatten dem harm
loſen Worte die Heeresberichte Napoleon I. verholfen.
Friedrich Ludwig Jahn hat im „deutſchen Volkstum” für
das franzöſiſche Wort die Verdeutſchung „Heerzettel”
ge=
geben, und er weiſt darauf hin, daß Napoleon mit dieſem
die Kunſt verband, ſich und die Seinen zu vergrößern und
die Feinde zu verkleinern. In Deutſchland hat es ein
Sprichwort gegeben: „Er lügt und ſchneidet auf wie ein
franzöſiſcher Heerzettel.” Und die Macht der Lüge
kenn=
zeichnet ſein Wort: „Die Heerzettel haben uns viel Scha
den getan.” In ſeiner Lebensbeſchreibung von Napoleons
gefährlichſtem und volkstümlichſtem Gegner, Blücher
bietet Johannes Scherr die folgende eigenartige
Entwick=
lungsſkizze des Bulletins, als deſſen Tauftag er den 29.
Mai 1800 und als deſſen Geburtsort er Gorea nennt:
„In der unſcheinbaren Geſtalt eines ſimplen Tagesbefehls
an die Reſerve=Armee zur Welt gekommen, wuchs das
Kleine, mit Glorie aufgepäppelt, binnen kurzem zu einem
ungeheuerlichen Ding heran, zu einem Rieſenſchlauch
ſo=
zuſagen, außen gleißend von den blendendſten Phraſen
farben, aber innen voll Lüge, Hochmut und Falſchheit.
** Die Riviera in Kriegszeiten. Die tiefe Stille und
friedvolle Ruhe, die jetzt an der Riviera herrſcht, bereitet
ihren Bewohnern durchaus nicht die ungeteilte Freude,
die man eigentlich in dieſen ſonſt ſo aufgeregten und un=
ruhigen Zeiten erwarten ſollte. Vielmehr macht die ganze
Gegend von Cannes bis zur italieniſchen Grenze nach den
Schilderungen eines Berichterſtatters der Times den
Ein=
druck einer prächtigen Szenerie, die ungeduldig und
ſchmerzlich der Schauſpieler harrt, um das Stück zu
be=
ginnen. Ueberall ſchwüle Spannung und dumpfe
Erwar=
tung. Die kleinen lebloſen Häfen ſcheinen auf die
Luxus=
jachten zu warten, die ſonſt hier ankern; die lieblichen
Villen ſchauen hinter ihren dichtgeſchloſſenen Fenſterläden
begierig nach Gäſten aus, die in ihnen wohnen wollen.
Die goldenen Früchte und die purpurne Klematis
ver=
leihen der Landſchaft einen Schimmer von Licht und
Farbe, der ſeltſam abſticht von dem Schweigen der
ver=
laſſenen Terraſſen und Gärten. Iſt denn die ganze Welt
in den Krieg gegangen, will niemand mehr etwas wiſſen
von dieſem „Paradies Europas” zu dem ſonſt alle
Er=
holungs= und Ruhebedürftigen ſtrömten? Das iſt die
eine große Frage, die die Riviera an den einſamen
Wan=
derer richtet von den düſter=müden Blumenfeldern von
Graſſe bis zur Bai von Garavan. Was dieſe Frage für
den Süden Frankreichs bedeutet, das läßt ſich aus der
einfachen Tatſache ermeſſen, daß die Zahl der Fremden,
die ſich im vergangenen Jahre als durchreiſende Gäſte im
Fürſtentum von Monaco eintrugen, faſt 1800000 betrug.
Die Städte an der Riviera warten jetzt ſo ängſtlich, weil
ein völliger Ausfall der Fremdenſaiſon ihren Ruin
be=
deutet; darum ſehen alle mit ſolcher Spannung nach
Fremden aus, die Friſeure und Luxushändler in ihren
Läden, die Kellner in den Hotels und den Cafés. Auf
das Drängen der Bewohner haben ſich die Deputierten
der betreffenden Departements an die Regierung in
Bor=
deaux gewendet und bei den Miniſterien des Innern und
der Finanzen eine Petition eingereicht, die eine
Erleich=
terung für den Reiſeverkehr nach der Riviera erbittet und
Maßnahmen fordert, durch die der Ruin der ganzen
In=
duſtrie aufgehalten wird.
Ueber das gegenwärtige Ausſehen der Riviera kann
man ſich eine Vorſtellung machen, wenn man hört, daß
der Berichterſtater auf einer zweitägigen Autotour auf der
großen Autoſtraße von Mentone nach Nizza und auf der
Fahrt von Mentone nach dem berühmten Golfplatz von
Sospel nur einem einzigen Auto begegnete, und das war
ein Militärauto. In Nizza ſind alle großen Hotels, mit
Einſchluß der Winter= und Riviera=Paläſte von Cimiez,
von der Militärbehörde für die Zwecke des Roten Kreuzes
bei Beginn des Krieges belegt worden, und die ganze
Stadt rüſtete ſich, ein Lazarettmittelpunkt zu werden.
Die Zahl der zuerſt geforderten Betten betrug 10000, und
ſo mußten die Hotelbeſitzer annehmen, daß es mit ihrem
gewöhnlichen Geſchäft völlig aus ſei. Außer den von
der Militärbehörde mit Beſchlag belegten Hotels wurden
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Dezember 1914.
Nummer 335.
An dieſe Anſprache ſchloſſen ſich Wettſpiele aller Art.
Da gab es ein Ringelſtechen für Unteroffiziere zu Pferde,
alsdann eine Fuchsjagd zu Fuß unter den erſchwerenden
Umſtänden, daß Fuchs und Jäger nicht laufen durften
ſondern das bekannte Sackhüpfen ausführen mußten. Den
Fuchsſchwanz bildete eine prächtige Zervelatwurſt. Hieran
ſchloß ſich ein Eierlaufen und ein Klettern auf einer von
Schnee und Regen gut geglätteten Stange, an deren Spitze
gar begehrenswerte Sachen als Preiſe befeſtigt waren
Mit mancherlei Beluſtigungen, wovon noch Topfſchlagen
und ein Fahnenwettlauf erwähnt ſeien, verging der
Nach=
mittag, und damit keiner zu kurz käme, hatte der Fleiſcher
der Kolonne für jeden eine leckere Bratwurſt vorgeſehen.
Inzwiſchen war es Abend geworden. Ein geeigneter
Raum zur Aufnahme aller war leider in dem armſeligen
Dorfe nicht aufzutreiben. Offiziere und Unteroffiziere
fanden ſich daher zu einem Feſtmahl in dem Quartier
des Kolonnenführers zuſammen, bei welcher Gelegenheit
letzterer den Text eines Glückwunſchtelegramms verlas
das die Kolonne am Morgen an Seine Königliche Hoheit
übermittelt hatte. In Trinkſprüchen wurde des geliebten
Landesherrn gedacht; die Tafelmuſik ſtellte der Trompeter
auf einem franzöſiſchen Piſton mit Geſchick und Eifer dar.
Zur allgemeinen Unterhaltung trügen Talente bei, die in
ungeahnter Fülle in der Kolonne geſchlummert hatten.
Spät in der Nacht erſt trennte man ſich, während von
drüben her der Donner der Kanonen grollte und jeden
wieder an den Ernſt der Zeit gemahnte.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— III. Sinfonie= Konzert der Hofkapelle.
Die Vortragsfolge des am nächſten Montag, abends 7½
Uhr, im Hoftheater ſtattfindenden Konzerts verzeichnet
nur Namen deutſcher Komponiſten: Händel, Bach,
Schu=
bert, Schumann und Brahms. Es iſt ein Programm
das in der großen Zeit des Sichſelbſtbeſinnens der
deut=
ſchen Nation auf den eigenen Wert ein kleines Bild gibt
von dem unendlichen Reichtum deutſcher Schöpferkraft auf
tonkünſtleriſchem Gebiete. Die zur Wiedergabe
gelangen=
den Inſtrumentalwerke nehmen jedes als Vertreter einer
beſonderen Kunſtform einen hervorragenden Rang ein.
Brahms’ ſeit einer Reihe von Jahren nicht gehörte
Tra=
giſche Ouvertüre iſt ein formvollendetes Tongemälde von
ernſt=feierlichem Stimmungsgehalt. Die Suite von J. S.
Bach mit der berühmten „Air” gehört einer zu des
Mei=
ſters Zeit viel gepflegten Kunſtgattung an, in der er ſich
von der liebenswürdigſten Seite zeigt. Die das Konzert
beſchließende C=dur=Sinfonie von Schumann, deren letzte
hieſige Aufführung ebenfalls weit zurückliegt, zählt zum
Beſten, was der große Romantiker in ſeiner oft tief
er=
greifenden Tonſprache der Welt gegeben hat. Da auch
Frau Kammerſängerin Anna Kämpfert eine von
vorneh=
mem Geſchmack zeugende Wahl getroffen hat, ſo kann der
Beſuch des unter Herrn Geh. Hofrat de Haans Leitung
ſtehenden Konzerts allen wahren Muſikfreunden auf das
angelegentlichſte empfohlen werden. — Die öffentliche
Hauptprobe findet vormittags ½11 Uhr ſtatt
— Reſidenz=Theater am Weißen Turm. Was
ſind Sherlock Holmes’ Erlebniſſe gegen die Taten eines
Webbs! Grandioſer Spürſinn, verſchwiſtert mit
impo=
nierender Schneidigkeit, läßt Webbs die verwickelten
Probleme von der richtigen Seite anfaſſen und mit ſicher
zupackender Fauſt wie ſpielend löſen. In dieſem ab
heute zur Vorführung gelangenden dritten Webbsfilm
gilt es, den Spuk im Hauſe des Profeſſors aufzuklären.
Kein eingebildeter Geiſterſpuk, offenkundia liegt ein
Ver=
brechen vor; aber man weiß nicht, welches Verbrechen
und man hat gleichfalls keine Ahnung, wer als Täter in
Betracht kommen könnte. Somit das ſchwierigſte Rätſel,
vor das ein Detektiv geſtellt iſt: Verbrechen und
Ver=
brecher ſind unbekannt. Dieſer Film hat, wie auch die
vorhergegangenen, „Die geheimnisvolle Villa” und „Der
Mann im Keller”, eine intereſſante, mit kräftiger Senſation
ausgeſtattete Handlung, die bis zuletzt die Spannung
wach hält. Der andere Schlager, dieſes Mal eine große
Komödie in 2 Akten, „Die Firma enttweit ſich” iſt ein
mit wirklich gutem Humor gewürzter Film, welcher die
unglückliche Liebe zweier Kompagnons in ihr
Schreib=
maſchinenfräulein ſchildert. Die neueſten Dokumente vom
weſtlichen Kriegsſchauplatz, neben einigen kleineren Films,
fehlen auch dieſes Mal nicht auf dem Spielplan. (Siehe
Anzeige.)
Nieder=Ramſtadt, 4. Dez. (Auszeichnung.)
Offi=
zier=Stellvertreter Eduard Vogel von hier wurde für
hervorragende Tapferkeit vor dem Feinde mit dem
Eiſer=
nen Kreuz ausgezeichnet und zum Leutnant
be=
fördert.
Mainz, 4. Dez. (Eiſenbahner in
Feindes=
land.) Die Eiſenbahndirektion Mainz hat eine weitere
Kolonne von Eiſenbahnbau= und Betriebshandwerkern
und=Arbeitern ausgerüſtet, die gleich den bisherigen zur
Wiederherſtellung und Aufrechterhaltung des
Eiſenbahn=
betriebes im Feindesland dienen ſoll. Der Kolonne iſt
eine Anzab) Fahr=, Zug= und Stationsperſonal aus dem
Direktionsbezirk Frankfurt a. M. zugeteilt worden. Die
Stärke der Kolonne einſchließlich Beamten beträgt 540
Mann. Unter der Führung des Regierungsbaumeiſters
Liefer vom Betriebsamt Fulda trat die Kolonne geſtern
nachmittag die Ausreiſe an. Nach vorheriger
Empfang=
nahme von Werkzeugen und ſonſtigen
Ausrüſtungsgegen=
ſtänden, auch Karabinern, erfolgte unter lebbaftem Hurra
und Geſang der Scheidenden vom Güterbahnhofe Ma
aus die Abfahrt in einem von der Eiſenbahndirektion
Mainz geſtellten Extrazuge. — (Der „hohe
Militär=
grad”.) Weinend kam kürzlich ein altes Mütterlein zu
einem rheinheſſiſchen Bürgermeiſter und klagte, daß ihr
im Felde befindlicher Sohn geſchrieben hätte, er ſei zum
Gefreiten befördert worden. Sie konnte dabei über dieſes
große „Unglück” nicht aufhören zu jammern. Als der
Bürgermeiſter endlich zu Worte kam und eine Erklärung
über das große Unglück verlangte, erklärte die Frau, es
ſei doch bekannt, daß die Feinde gerade auf die
„hohe” Militärs ſchöſſen, deshalb ihr Sohn
bald fallen werde. Der Bürgermeiſter beruhigte die
Wei=
nende, indem er ſie über den hohen Grad ihres zum
Ge=
freiten beförderten Sohnes aufklärte.
Oppenheim, 4. Dez. (Flaſchenweinſpende.)
Wie die Geſchäftsſtelle des Weinbau=Vereins der Provinz
Rheinheſſen und der Bergſtraße bekannt gibt, hat der von
genanntem Verein erlaſſene Aufruf an die Mitglieder
und Freunde des Vereins zu einer großen
Flaſchen=
weinſpende für unſere Truppen bis heute
be=
reits einen ausgezeichneten Erfolg zu verzeichnen. Die
Beteiligung unter den heſſiſchen Weinbergsbeſitzern iſt
eine allgemeine und laufen Spenden in allen Größen,
von 25 Flaſchen anfangend bis 1000 Flaſchen beſter Rot=
und Weißweine, die dem angedeuteten Zweck ſicher dienen
werden, ein. Unter anderem ſtiftete ein Weingutsbeſitzer
aus Oppenheim 1000 Flaſchen; auch die Beteiligung von
anderen heſſiſchen Weinorten iſt bedeutend. So hat die
allein von Bingen aus zuſammenkommende
Flaſchenwein=
ſpende, geſammelt durch die Vereinigung Binger
Wein=
gutsbeſitzer, die Zahl 1000 beſter Flaſchenweine bereits
weit überſchritten. Die Sammlung ſoll am 12. Dezember
abgeſchloſſen werden.
Reich und Ausland.
Charlottenburg, 4. Dez. (Reiches Vermächtnis.)
Die Frau verwitwete Geh. Juſtizrat v. Cuny vermachte
der hieſigen Stadtgemeinde teſtamentariſch 1750000 Mk.,
deren Zinſen zur Unterſtützung hilfsbedürftiger
allein=
ſtehender über 60jähriger Perſonen verwendet werden
ſollen.
Leipzig, 4. Dez. (Spionageprozeß.) Vor dem
zweiten Strafſenat des Reichsgerichts fand heute
der Spionageprozeß gegen den Handlungsgehilfen
Liſchke, den Handlungsgehilfen Kreidel, den
Haus=
burſchen Otto Kahle und den Kaufmann Fr. Fiſcher
ſämtlich aus Berlin, ſtatt. Kahle ſtahl bei der Firma
Mittler u. Sohn in Berlin, wo er in Stellung war, drei
Pläne der Schiffe Großer Kurfürſt” und „Magdeburg”.
Der Angeklagte Fiſcher verſuchte, dieſe Zeichnungen der
franzöſiſchen Regierung zur Kenntnis zu bringen. Die
beiden anderen Angeklagten waren beſchuldigt, verſucht
zu haben, ſich im November 1913 geheim zu haltende
Zeichnungen zu verſchaffen. Liſchke wurde wegen
ver=
ſuchten Verrats militäriſcher Geheimniſſe zu 2. Jahren
Gefängnis, Kahle wegen Diebſtahls zu 1 Monat
Gefängnis verurteilt: Kreidel wegen Unterlaſſung
der Anzeige des ihm von Fiſcher bekanntgegebenen Plans
zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt und Fiſcher
wurde freigeſprochen. Das Gericht nahm an, daß es ſich
nicht um geheim zu haltende Gegenſtände handelte. Liſchke
wurde beſtraft, weil er glaubte, daß es ſich um geheim zu
haltende Gegenſtände handelte.
Rom, 4. Dez. Der deutſche Botſchafter wurde
geſtern vom König empfangen. Es handelt ſich
um die für den akkreditierten Botſchafter jedes Jahr im
Herbſt nach Rückkehr des Königs in die Hauptſtadt übliche
Audienz.
Dover, 4. Dez. (Schiffbruch.) Infolge eines
ſchweren Unwetters ſcheiterte auf der Höhe von Dover
ein großer unbekannter Dampfer. Hilfe
wurde ſofort ausgeſundt.
Die Beratungen der Freien Kommiſſien
des Reichstags.
* Berlin, 4. Dez. (W. T. B. Amtlich.) Die Freie
Kommiſſion des Reichstages, die am 1. Dez.
von 10 Uhr vormittags bis 10.15 Uhr abends, am 2. Dez.
von 10 Uhr vormittags bis halb 3 Uhr nachmittags und
am 3. Dezember von 10 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends
getagt hat, hat nahezu alle durch den Krieg
an=
geregten Fragen ſozialer, wirtſchaftlicher
und innerpolitiſcher Art in den Kreis ihrer
Erörterungen gezogen. An der Hand der dem
Reichstage vorgelegten Denkſchrift über wirtſchaftliche
Maßnahmen aus Anlaß des Krieges ſind zunächſt dieſe,
ſodann aber auch allgemeine Fragen der inneren
Po=
litik eingehend erörtert worden. Die
Kommiſ=
ſion hat im Einvernehmen mit der Reichsleitung beſchloſe
ſen, den geſamten Inhalt der Beratungen durchaus
ver=
traulich zu behandeln, indeſſen die Gebiete, die
be=
handelt wurden, bekannt zu geben. Demgemäß kann
nach=
ſtehendes über die Kommiſſionsverhandlungen mitgeteilt
werden:
Von Fragen wirtſchaftlicher Art ſind die
folgenden erörtert worden: Der Erlaß der
Ausfuhrver=
bote und die Handhabung der Ausnahmebewilligung von
ihnen, die Beſchaffung von Futtermitteln, Ankäufe im
all=
gemeinen, Beſchlagnahme von Rohſtoffen und Fabrikaten,
in den beſetzten Gebieten, Verhinderung von
Preistreibe=
reien und Regelung des Zwiſchenhandels, die Einkäufe
der Heeresverwaltung, Maßnahmen gegen ausländiſche
Unternehmungen im Inlande, Feſtſetzung von
Höchſtprei=
ſen für Nahrungsmittel und für Rohſtoffe, die für
mili=
täriſche Zwecke von Bedeutung ſind, wie zum Beiſpiel
Wolle und Metalle; Vergeltungsmaßregeln
wirtſchaft=
licher Art gegenüber dem Auslande, die Lage der
Haus=
beſitzer und Maßnahmen zu ihrem Schutz, insbeſondere
die Errichtung von Einigungsämtern für die Beziehungen
zwiſchen Mietern und Vermietern, Hypothekengläubigern
und Hypothekenſchuldnern, ſowie die Lage der
Zucker=
induſtrie.
Auf ſozialem Gebieten wurden behandelt: die
Unterſtützung der Familien der Krieger, ſowie der
Fami=
lien der im Auslande zurückgehaltenen Zivilgefangenen,
die Kultivierung der Moore und Oedländereien, die
Ar=
beitsverhältniſſe der Schanz= und Feſtungsarbeiter. Im
Anſchluß an die Erläuterungen zu dem im Etat
vorge=
ſehenen Fonds von 200 Millionen Mark wurde die Frage
der Erwerbsloſen=Fürſorge und der Wochenhilfe während
des Krieges eingehend erörtert.
Endlich nahmen einen breiten Raum die
Erörterun=
gen über die Verpflegung und Behandlungeder
Kriegs= und Zivilgefangenen, die
Vergel=
tungsmaßregeln gegenüber der Behandlung der
Deutſchen im Auslande, die Fürſorge für die Flüchtlinge
aus Oſtpreußen und Elſaß=Lothringen, die
Militärſeel=
ſorge, die Verpflegung der Truppen auf den
Eiſenbahn=
transporten, die Einſetzung einer Kommiſſion von
Ver=
tretern neutraler Staaten zur Unterſuchung der
Verhält=
niſſe in den Gefangenenlagern, die Fürſorge für die
Ver=
wundeten, Vermehrung der Lazarettzüge, die Behandlung
der Nordſchleswiger, Polen und Elſaß=Lothringer, die
Beförderung von Einjährig=Freiwilligen jüdiſchen
Glau=
bens zu Reſerveoffizieren, die Handhabung der
Preßzen=
ſur und die Aufrechterhaltung des Kriegszuſtandes
wäh=
rend der Dauer des Krieges, insbeſondere die Frage der
rechtlichen Grundlagen hierfür. Endlich wurde die Frage
angeregt, ob das Mandat Wetterlés durch ſeine
Er=
klärungen in der feindlichen Preſſe als erledigt
an=
zuſehen ſei. Im Anſchluß an die Rede des
Reichs=
kanzlers vom 2. Dezember wurden die Folgen, die das
einmütige Zuſammenſtehen des ganzen Volkes auf
inner=
politiſchem Gebiete zeitigen würden, von einer Reihe von
Rednern und dem Stellvertreter des Reichskanzlers
er=
örtert.
noch drei andere von den Stadtbehörden dazu verwendet,
um die mittelloſen Flüchtlinge von Verdun und anderen
von den Deutſchen beſetzten Gegenden aufzunehmen. Nun
aber ſtehen die meiſten der von der Regierung belegten
Betten frei; nur 4000 ſind bisher benutzt worden, und
die Zahl verringert ſich ſtändig, da viel mehr Soldaten
die Lazarette verlaſſen, als Verwundete hergebracht
wer=
den. Den Neid der Bewohner der franzöſiſchen Riviera
erregt die italieniſche Riviera, wo viel mehr Tätigkeit und
Verkehr herrſcht. So iſt z. B. bei Rouchers Rouges, kaum
100 Meter von der Grenze, ein neues Kaſino eröffnet
worden, das eine ſchwere Konkurrenz für Monte Carlo
bedeutet, und in San Remo und Bordighera ſind viele
Fremde, hauptſächlich aus Frankreich geflüchtete Deutſche
und Oeſterreicher. Die Deutſchen, die bisher einen ſo
wichtigen Beſtandteil der Fremdenſaiſon bildeten,
blei=
ben in dieſem Jahre natürlich in Italien, und deshalb
möchte man an der franzöſiſchen Riviera mit aller
Ge=
walt eine engliſch=amerikaniſche Saiſon großziehen.
Da=
her der dringliche Wunſch an die Regierung, ſie möchte
engliſchen und amerikaniſchen Villenbeſitzern und
ſtän=
digen Beſuchern die Reiſe auf jede Weiſe erleichtern und
ſelbſt die Reklame für die Riviera übernehmen. Wie
wäh=
rend des Burenkrieges ſollen Erholungsheime für
ver=
wundete engliſche Offiziere errichtet werden, und man will
aus der Entente Cordiale den größtmöglichſten Vorteil
ziehen.
— Wie Winſton Churchill nach Antwerpen kam. Der
Sonderberichterſtatter der New=York World, E.
Aleran=
der Powell, der auf belgiſcher Seite den Krieg von
An=
fang an beobachtete und deſſen Schilderungen ſogleich
viel beachtet wurden, hat ſeine bisherigen Aufſätzg zu
einem ſoeben erſchienenen Buche zuſammengefaßtg=das
den Titel „Fechtend in Flandern” führt und eine ſehr
anſchauliche lebendige Darſtellung des belgiſchen
Feld=
zuges liefert. Als Angehörigen einer neutralen Macht
boten ſich Powell zur Beobachtung ſehr günſtige
Gelegen=
heiten, die Deutſchen kamen ihm freundlich entgegen, und
hervorragende Heerführer gewährten ihm Unterredungen
Trotzdem darf man bei der Lektüre des Buches nicht
vergeſſen, daß Powell auf Seiten der Belgier war und
daher an alle Ereigniſſe mit einem einſeitigen
Geſichts=
punkt herantritt. Gern tritt er für die Feinde Deutſch
lands ein und es iſt eine ungewollte Komik, die ſich in
manche ſeiner Berichte ſchleicht, wenn er die großartigen
Anſtrengungen und die geringen Erfolge der
Verbünde=
ten erzählt. Das Glanzſtück dieſer Art iſt der „Einzug”
Winſton Churchills in das belagerte Antwerpen; er kam
im Triumph als Retter der Stadt und mußte nach kurzer
Zeit als Geſchlagener flüchten. Betrachtet man das klägliche
Scheitern ſeines Unternehmens, ſo wird man die
Schilde=
rung ſeiner Ankunft am Nachmittag des 3. Oktober erſt
recht würdigen können: „Um 1 Uhr brauſte ein großer
graufarbener Tourenwagen, mit britiſchen
Marineoffi=
zieren gefüllt, auf die Place de Meir. Das Hornſignal
der Hupe ertönte wie ein Triumphzeichen, und raſch ſchoß
das Auto auf das Stadthaus zu. Bevor der Wagen
noch richtig gehalten hatte, wurde die Tür mit haſtiger
Heftigkeit aufgeriſſen, und heraus hüpfte ein
glattraſier=
ter, jungausſehender Mann mit rötlichem Haar und
hän=
genden Schultern, nicht gerade in Galauniform.
Nie=
mand konnte im Zweifel ſein, wer das war. Es war der
Right Hon. Winſton Churchill. Wie er ſich ſo in die
dichte Menge ſtürzte, die wie gewöhnlich um die
Mittags=
zeit die Vorhalle des Rathauſes erfüllte, warf er ſeine
Arme mit einer nervöſen charakteriſtiſchen Gebärde in die
Luft und drängte ſich ungeſtüm durch das Gewirr von
Offizieren, Diplomaten, Miniſtern und Journaliſten, die
hier zuſammenſtanden. Es war ein höchſt dramatiſches
Auftreten und erinnerte mich lebhaft an die große Szene
in den Melodramen, wo der Held plötzlich heranſauſt,
barhäuptig, auf einem ſchäumenden Renner, und die
Hel=
din aus den Händen des Uebeltäters befreit oder die
Fa=
milienkleinodien aus dem brennenden Elternhauſe
ret=
tet oder was er ſonſt gerade für Aufgaben hat .. . Ich
ſtand in der Vorhalle zuſammen mit dem Bürgermeiſter
von Antwerpen, Herrn de Vos, im Geſpräch, als Mr.
Churchill ſo an uns vorbeiſauſte, in einer erſchrecklichen
Eile, nicht rechts, nicht links blickend, ſondern immer
geradeaus ſtürzend. Der Bürgermeiſter hielt ihn an,
ſtellte ſich ihm vor und ſprach ihm dann ſeine große Angſt
über das Schickſal der Stadt aus. Bevor er noch geendet
hatte, war Churchill bereits die Stufen zu den
Amtszim=
mern emporgeſprungen. „Ich denke, jetzt wird alles
all right ſein, Herr Bürgermeiſter,” rief er herunter mit
einer Stimme, die deutlich durch die ganze Halle gehört
werden mußte. „Sie brauchen ſich nicht zu beunruhigen.
Wir ſind gerade dabei, die Stadt zu retten.‟ Daraufhin
ging ein allgemeiner Seufzer der Erleichterung= durch
die Verſammelten. Sie fühlten, daß ein wirklich
See=
mann das Steuer ergriffen hatte. Diejenigen von uns,
die mit der Lage beſſer vertraut waren, wurden auch
et=
was ruhiger, denn wir nahmen es als ſelbſtverſtändlich
an, daß Churchill nicht eine ſo zuverſichtliche Verſicherung
in aller Oeffentlichkeit gegeben haben würde, wenn nicht
ſehr bedeutende Verſtärkungen an Mannſchaften und
Ka=
nonen unterwegs waren. Aber ſelbſt bei dieſer Annahme
konnter mich die Worte dieſes energiſchen und ungeſtümen
jungen Mannes nicht ganz überzeugen, denn von den
Fenſtern meines Zimmers konnte ich auf das deutlichſte
die deutſchen Kanonen hören, und der Schätzung nach
klangen ſie bedrohlich nahe und kamen immer näher.
Welch freventliche Unbekümmertheit in dieſem
Auf=
treten Churchills lag und welches Unheil dadurch auf
Antwerpen herabbeſchworen wurde, geht aus der ein
fachen Feſtſtellung Powells hervor: „Wären nicht die
Ver=
ſprechungen großer Verſtärkungen dem König und dem
Kabinett von Churchill gegeben worden, dann wäre die
belgiſche Regierung erveifellos nach Oſtende
überge=
ſiedelt, wie es urſprünglich geplant war, und die
Einwoh=
ner von Antwerpen die dadurch auf die
außerordent=
liche Schwere der Lage aufmerkſam geworden wären,
würden reichlich Zeit gefunden haben, die Stadt in Ruhe
und Ordnung und ohne große Gefahr zu verlaſſen.” Und
wie ſah es mit den engliſchen Verſtärkungen aus, die der
Marineminiſter in ſo dramatiſcher Weiſe angekündigt?
Powell, der gewiß von den Engländern alles Gute ſagen
will, ſchildert dieſe Truppen, eine Brigade Seeſoldaten
und 5000 bis 6000 Mann Marinereſerven,
folgenderma=
ßen: „Das waren alles freundlich blickende, geſund
aus=
ſehende, nette, junge Engländer, ſo wie man ſie überall
findet, aber für jeden, der einige militäriſche Erfahrung
hatte, war es völlig klar, daß dieſe Truppen, trotz der
Tatſache, daß ſie tapfer und mutig und vom beſten Willen
beſeelt waren, kein „erſtklaſſiges Material” darſtellten.
Um im Kriege zu gewinnen, geradeſo wie beim
Preis=
ringen, gehört noch etwas mehr als Kraft und Mut; da
muß auch noch Erfahrung und Uebung dabei ſein, und
gerade Uebung und Erfahrung waren die Dinge, die
dieſen Matroſen gänzlich fehlten.”
Nummer 335.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Dezember 1914.
Seite 5.
Die Politik Italiens.
* Berlin, 4. Dez. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Die Erklärungen des
italieni=
ſchen Miniſterpräſidenten Salandra werden
als eine bedeutende, für die Politik Italiens die
Richtung gebende Verlautbarung wie in Italien ſelbſt
ſo auch in Europa großen Eindruck machen. Salandra
hat großen Wert darauf gelegt, feſtzuſtellen, daß Italien
ſeine bisher beobachtete Neutralität aus eigenem freien
Entſchluß eingeleitet und durchgeführt habe. Die gleiche
Freiheit des Entſchluſſes will der italieniſche Staatsmann
ſeinem Lande für den Fall gewahrt wiſſen, daß die
wei=
tere Fortdauer der Neutralität etwa mit den
Lebensinter=
eſſen des Königreichs nicht mehr vereinbar erſcheinen
ſollte. Würden infolge der großen europäiſchen
Ver=
wickelungen ſchwerwiegende Aenderungen im
Beſitzſtande der Großmächte
wahrſchein=
lich werden, ſo würde Italien ſich zu einer Politik der
Enthaltſamkeit nicht für gebunden erachten. Für die
Freunde und Verbündeten Italiens hat dieſe
entſchloſſene Wahrung ſeiner Großmachtſtellung nichts
Ueberraſchendes. Wir hatten ſolche feſten und
ſtarken Töne ſchon von dem Marquis di San Giuliano
öfters vernommen und erwarteten von vornherein, daß
auch nach ſeinem Heimgang ſich für die von ihm
begon=
nene Politik ein kräftiger Fortſetzer finden werde. Einer
Mehrheit für dieſe nationale patriotiſche Politik wird das
Kabinett Salandra in der italieniſchen Kammer ſicher
ſein. Bei den Verbündeten Italiens beſteht volles
Ein=
verſtändnis dafür, daß ſich das apenniniſche Königreich
bei den europäiſchen Entſcheidungen nicht
ausſchalten laſſen kann.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.
— Auf dem Oſtbahnhof in Darmſtadt macht
ſich an der Fahrkartenausgabe das Fehlen der
Schilder „Eingang” und „Ausgang” ſowie eines Tiſches
ſehr unangenehm bemerkbar. Die von rechts
herantreten=
den Perſonen behaupten, der Zugang erfolge von rechts,
während die Linksſtehenden dieſe Seite als Zugang
be=
zeichnen. Da einzelne Züge nach dem Odenwald und
nach Groß=Zimmern faſt gleichzeitig abgehen, ſo iſt ſehr
häufig ein ſtarkes Gedränge. Für die Bahnverwaltung
wäre die Anbringung der entſprechenden Schilder und
eines Tiſches vor der Kaſſe keine ſtarke Belaſtung, für das
Publikum aber eine Abhilfe, auf die es Anſpruch haben
kann.
Landwirtſchaftliches.
— Frankfurt a. M., 3. Dez. (Viehhof=
Markt=
bericht.) Auftrieb: Rinder: 96 (19 Ochſen und 77 Kühe),
Kälber: 547, Schafe: 463, Schweine: 917. Preiſe pro 50
Kilogramm Lebendgewicht. Kälber: a) — b) 54—58
Mark (Schlachtgewicht 90—96 Mk.), e) 50—54 Mk. (85
bis 92), d) 45—48 Mk. (76—81). Schafe: a) 35—37 Mk.
(76—80), b) 29 Mk. (68—70). Schweine: a) 54—57 M.
(69—71), b) 54—56 Mk. (68—70), c) und d) 55—57 Mark
(69—71). Marktverlauf: Kälber langſam, Schafe rege,
geräumt; Schweine gedrückt, Ueberſtand.
Literariſches.
— Feldpoſtbriefe 1914. Berichte und
Stim=
mungsbilder von Mitkämpfern und Miterlebern.
Geſam=
melt und herausgegeben von Hermann Sparr.
Leip=
zig 1914, Otto Spamer. Gebunden 2,50 Mk. Das Buch
wird auf weiteſte Verbreitung rechnen dürfen. In einem
ſchmucken, ſtattlichen Bande iſt aus der unerſchöpflichen
Fülle von „Feldpoſtbriefen” uſw. das Wertvollſte und
Charakteriſtiſchſte in anſchaulicher, wechſelvoller
Gruppie=
rung zuſammengefaßt. Mitfühlen laſſen, wie der Einzelne
den weltbewegenden Ereigniſſen gegenüberſteht, wie er die
gewaltigſten aller Eindrücke in ſich aufnimmt und
ver=
arbeitet, iſt eine Aufgabe von beſonderem Reiz — in den
„Feldpoſtbriefen 1914” iſt ſie in glücklichſter Weiſe gelöſt.
Durch die zwangloſe Zuſammenfaſſung zu einer Reihe von
Einzelgruppen wie durch die ſorgfältige Auswahl iſt jede
Eintönigkeit vermieden. Es liegt Stimmung in dem
Gan=
zen, ſo daß das Buch, zumal bei der vornehmen
Ausſtat=
tung und dem billigen Preiſe, eine prächtige Feſtgabe für
jung und alt darſtellt.
Der Krieg.
Vom Kriegsſchauplatz im Weſten.
* Berlin 4. Dez. Der Berliner Lokalanzeiger
mel=
det aus Genf: Eine empfindliche Störung
er=
fuhren durch die deutſchen ſchweren Geſchütze die bei
Nieu=
port und ſüdlich Ypern fortgeſetzten
Befeſtigungs=
arbeiten der Verbündeten, deren Stellungen in
dem überſchwemmten Gelände ſüdlich Dixmuiden
un=
möglich wurden. Sehr günſtige Stützpunkte hat,
wie aus dem Joffreſchen Bericht hervorgeht, unſere
Ar=
tillerie weſtlich Lens, namentlich bei Aix=Noulette, ſowie
im Woevre=Gebiet errungen.
* Berlin, 4. Dez. Zu der amtlichen Pariſer
Mel=
dung vom 2. Dezember, daß franzöſiſche Truppen
im Elſaß Oberaſpach und Niederaſpach er
obert hätten, erfahren wir von maßgebender Seite,
daß es ſich bei Oberaſpach lediglich um eine Poſtierung
handelte, die von unſeren Truppen freiwillig
ge=
räumt wurde. Das Ereignis iſt ohne jeden Belang.
Niederaſpach iſt nach wie vor in deutſchen Händen.
Aufruf des Landſturms 2. Aufgebots.
* Berlin, 4. Dez. (W. T. B. Amtlich.) Der
Reichsanzeiger veröffentlicht eine Kaiſerliche
Ver=
ordnung, wodurch der aus dem Landſturm 1
Aufgebots übergetretene Lan dſt ur m 2. A u
f=
gebots zur Anmeldung zur Landſturmrolle aufgerufen
wird. Gleichzeitig wird eine Bekanntmachung des
Reichs=
kanzlers bekannt gegeben, wonach der Aufruf des
Land=
ſturms zunächſt lediglich die Herbeiführung der
Eintragung in die Liſten bezweckt. Die
Anmel=
dung hat in der Zeit vom 16. bis einſchließlich 20.
Dezem=
ber 1914 zu erfolgen.
Die Schiffahrt auf der Maas.
* Berlin, 4. Dez. (W. T. B. Amtlich.) Zu der Notiz
vom 13. November, nach der die Maas vom Rhein
ab bis zum 22. November bis Namur ſchiffbar ſein
werde, wird folgendes mitgeteilt: Die Wiederherſtel=
lungs= und Aufräumungsarbeiten auf der Maas haben
zwar einen guten Fortgang genommen, ſo daß
die Maas wieder als ſchiffbar angeſehen werden kann.
Mit Rückſicht auf die völlige Erledigung der
Aufräum=
ungsarbeiten, welche ein dauerndes Stauen des Waſſers
ohne Störung der Arbeiten nicht zulaſſen, muß aber bis
auf weiteres von der Aufnahme der allgemeinen
Schiffahrt Abſtand genommen werden.
Zur Verurteilung der Deutſchen in Caſablanca.
* Bremen, 4. Dez. Zu der Verurteilung
deut=
ſcher Staatsangehöxiger in Caſablanca
erfährt die Weſerzeitung, daß der zum Tode verurteilte
„Zell” identiſch iſt mit einem hier weilenden Herrn Tell.
Tell befindet ſich glücklicherweiſe nicht in der Gewalt der
Franzoſen. Er wurde in contumaciam verurteilt. Sein
Sozius Brandt der ebenfalls zum Tode verurteilt
wurde, iſt ein durchaus ruhiger, von allen politiſchen
Treibereien ſich fernhaltender Mann, der bei Arabern
Engländern und ſelbſt bei Franzoſen wohl gelitten war.
Er iſt nicht deutſcher Konſularagent, ſondern
öſterreichiſch=
ungariſcher Konſul, aber deutſcher Staatsangehöriger.
Seine Gattin iſt nach dem Eintreffen der Nachricht von
ſeiner Verurteilung ſofort nach Berlin gereiſt, um dort
ein Einwirken der amtlichen Kreiſe durch eine neutrale
Vertretung zu veranlaſſen.
Spaniſche Sympathien für Deutſchland.
* Berlin, 4. Dez. Einem Berliner
Univerſi=
tätsprofeſſor iſt ein Schreiben zugegangen, dem
folgendes entnommen ſei: Barcelona, 21. November. Da
ich vor mehr als einem Jahr das Vergnügen hatte, der
Vertreter Spaniens auf dem Berliner Kongreß für
Aeſthetik zu ſein, wende ich mich an Sie als dem
Präſidenten des ſtändigen Ausſchuſſes für äſthetiſche
Kon=
greſſe, dem ich gleichfalls anzugehören die Ehre habe, um
im Verein mit den Gelehrten, deren Unterſchriften ſich
an die meinige anſchließen und die alle Profeſſoren der
Univerſität in Barcelona ſind, anläßlich der Lage, in der
ſich das große deutſche Volk befindet, die Bewun
der=
ung zu bezeugen, die wir für die Wiſſenſchaft und
Kultur Ihres Landes empfinden, eine Bewunderung, die
gewiß alle gebildeten, von Vorurteilen
freien Spanier mit uns teilen. Die
Veran=
laſſung zu einer Kundgebung in den gegenwärtigen
Ver=
hältniſſen gibt meinen Kollegen und mir der Wunſch, daß
ſie als Proteſt gegen die ungerechten
Anſchul=
digungen dienen möge, die eine parteiiſche und von
der Leidenſchaft verblendete Preſſe anläßlich dieſes
gewal=
tigen Krieges gegen das deutſche Volk erhebt, und gegen
die Bezeichnung „Barbaren” mit der die gebildetſten
Männer der Erde belegt werden. Wer die Liebe zu
Kunſtdenkmälern kennt, in der jeder Deutſche erzogen
wird, wer die unvergleichlichen Muſeen Deutſchlands
be=
ſuchte, wer da weiß, daß es in Deutſchland keine
Analphabeten gibt, daß Männer und Frauen, ſelbſt
beſcheideneren Standes, die Verſe ihrer hervorragendſten
Dichter und die Werke ihrer unvergleichlichen Tonkünſtler
auswendig kennen, und wer nun jetzt ſieht, wie dies ganze
deutſche Kulturvolk ſich erhebt, um das Vaterland mit
ſeinem Blute zu verteidigen, ohne daß das Heer aus
Söldnern oder Kolonialtruppen beſteht, der iſt deſſen ganz
ſicher, daß, wenn die deutſchen Truppen ſich gezwungen
ſahen, irgendein Kunſtdenkmal zu zerſtören, ſie es
jeden=
falls nur taten, um das eigene Leben zu
verteidigen. Ich zeichne, Herr Profeſſor,
hoch=
achtungsvoll ergebenſt Prof. Dr. Joſé Jordan de Urries
y Azara. Angeſchloſſen ſind die Unterſchriften der auch
in Deutſchland bekannten Profeſſoren: Eduardo Perez
Agudo, Martiniano Martinez, Cosme Parpal, Joſé
Amoros, Claudio Miralles des Imperial, J. J. Baro y
Comas, Pedro Font y Puia.
Vom öſtlichen Kriegsſchauplatz.
* Wien, 4. Dez. Amtlich wird verlautbart: 4.
De=
zember, mittags: In den Karpathen, in
Weſtgali=
zien und in Südpolen verlief der geſtrige Tag im
allgemeinen ruhig. Die Kämpfe in Nordpolen
dauern fort.
Vom ſüdlichen Kriegsſchauplatz.
* Wien, 4. Nov. Vom ſüdlichen
Kriegs=
ſchauplatz wird amtlich gemeldet: Die
Beſitzer=
greifung von Belgrad erfolgte geſtern in feierlicher
Weiſe. Der Vormarſch unſerer Truppen geht am
nörd=
lichen Teil unſerer Front kampflos vorwärts,
wo=
bei geſtern 300 Mann zu Gefangenen gemacht
wurden. Weſtlich und nördlich Arandjelowatz ſtellten ſich
dem Vordringen unſerer Truppen ſtarke feindliche Kräfte
entgegen, welche durch heftige Angriffe, die
ſämt=
lich abgewieſen wurden, verſuchten, den Rückzug
der ſerbiſchen Armee zu decken.=
* Graz, 4. Dez. Die Univerſität Graz hat dem.
Feldzeugmeiſter Potiorek das Ehrendoktorat
verliehen.
Zur Beſetzung Belgrads.
* Wien, 4. Dez. Amtlich wird gemeldet: Der
Kom=
mandant der 5. Armee, General der Infanterie v. Frank,
richtete geſtern nachſtehendes Telegramm an
Kai=
ſer Franz Joſef: In dem feierlichen Augenblick, in
welchem es uns vergönnt iſt, auf der Belgrader Feſtung
Ew. Majeſtät glorreiche Standarte zu hiſſen, bitte ich
namens der um dieſes Panier verſammelten
Abordnun=
gen aller Teile der geſamten bewaffneten Wehrmacht Ew.
Majeſtät unſere begeiſterte Huldigung
allerunter=
tänigſt darbringen zu dürfen. — Hierauf geruhte
Kai=
ſer Franz Joſef heute an General v. Frank
fol=
gendes Telegramm abzuſenden: Die Huldigung der zu
unſerer auf der Belgrader Feſtung gehißten Standarte
emporblickenden treuen Krieger freudig entgegenehmend,
denke ich bewegten Herzens meiner braven, trefflich
ge=
führten Balkanſtreitkräfte, deren heldenmütigen Kämpfen
auch die Beſitznahme Belgrads zu danken iſt.
* Konſtantinopel, 4. Dez. Der Sultan
rich=
tete an Kaiſer Franz Joſef ein überaus herzliches
Glückwunſchtelegramm anläßlich der Beſetzung
Belgrads. Die Nachricht von der Beſetzung durch die
öſterreichiſch=ungariſchen Truppen wurde von den
Mit=
gliedern der öſterreichiſch=ungariſchen und der deutſchen
Kolonie, ſowie von dem türkiſchen Publikum mit überaus
großer Freude aufgenommen. In türkiſchen Kreiſen wird
der Tapferkeit und dem Heldenmute des öſterreichiſch=
un=
gariſchen Heeres uneingeſchränktes Lob gezollt.
Kein Sonderfrieden mit Serbien.
* Wien, 4. Dez. Die Reichspoſt erfährt von
diplo=
matiſcher Seite: Die verſchiedentlichen Meldungen über
angebliche Abſichten maßgebender Kreiſe Serbiens,
an=
geſichts der großen Fortſchritte der kaiſerlichen Truppen
auf ſerbiſchem Boden einen Sonderfrieden mit
Oeſterreich=Ungarn anzubahnen, um den
vollſtändigen Zuſammenbruch des
König=
reichs zu vermeiden, entbehren jeder
Grundlage. Die ſerbiſche Regierung iſt abhängig
von Petersburg, und es geſchieht in Serbien heute nur
das, was Rußland will. Das Zarenreich wird aber nie
zugeben, daß ſein Vaſallenſtaat ſich mit der Donau=
Mo=
narchie ausſöhnt. Auch von der angeblichen, ſchon
mehr=
mals gemeldeten Kabinettskriſe in Niſch iſt an hieſiger
maßgebender Stelle nichts Authentiſches bekannt.
Serbien von Rumänien abgeſchnitten.
* Sofia, 4. Dez. Nach Meldungen aus Niſch iſt
auf den großen Tunnel bei Zajetſchar ein
Dynamitattentat verübt worden, ſo daß Serbien
nun auch von Rumänien abgeſchnitten iſt. Die
Zufuhr der ruſſiſchen Transporte auf der Donau iſt
da=
durch unmöglich geworden.
Ein Erfolg der türkiſchen
Truppen.
* Konſt antinopel, 4. Dez. (W. T. B.
Nichtamt=
lich.) Der amtliche Bericht des Generalſtabs teilt mit,
daß die türkiſchen Truppen einen großen Erfolg in
der Zone des Fluſſes Tſchorokh davongetragen haben.
Einzelheiten folgen.
Ein türkiſches amtliches Dementi.
* Konſtantinopel, 4. Dez. Das
Hauptquar=
tier veröffentlichte geſtern folgendes Communiqué:
Nach ruſſiſchen amtlichen Mitteilungen vom 29. November
wäre die Sinai=Halbinſel von unſeren Truppen
vollſtändig geräumt worden. Ferner ſollen zwei unſerer
an der kaukaſiſchen Grenze operierenden Diviſionen in
ihrem Beſtande auf die Hälfte geſunken und einige unſerer
Bataillone vollſtändig vernichtet ſein. Es wird behauptet,
der Diviſionskommandeur ſei getötet und ein zweiter
deſertiert. Der für uns ſiegreich verlaufene
Kampf in allernächſte Nähe des Suezkanals
zwiſchen unſeren Truppen und den Engländern, der
da=
mit endete, daß auf der Seite der Engländer zwei
Offi=
ziere und zahlreiche Soldaten getötet und eine große Zahl
von Gefangenen in unſere Hände fiel, genügt, um zu
be=
weiſen, daß ſich die Sinai=Halbinſel in
un=
ſerem Beſitz befindet. Was die Meldungen von
ungeheuren Verluſten unſerer an der kaukaſiſchen Grenze
kämpfenden Einheiten und den Tod eines
Diviſionskom=
mandeurs betrifft, ſo ſind dieſe vollſtändig falſch.
Die Meldung von einer Deſertion eines
Diviſionskom=
mandanten verdient nicht einmal dementiert zu werden.
Die in Tiflis aus ruſſiſcher Quelle verkündete Nachricht,
daß ein deutſcher General, 14 andere deutſche Offiziere
und drei öſterreichiſch=ungariſche Offiziere, die ſich unter
den am 24. November in den Kämpfen an der kaukaſiſchen
Grenze gemachten Gefangenen befinden ſollen, in Tiflis
eingetroffen ſeien, iſt gleichfalls reine
Erfin=
dung.
Eine widerlegte engliſche Lüge.
* Berlin, 4. Dez. (Amtlich.) Nach einer Meldung
des Reuterſchen Bureaus ſoll die deutſche Regierung
wegen eines Einfalls in Angola der portugieſiſchen
Regierung eine Entſchuldigung angeboten
haben. Die Meldung iſt erfunden. Von einem
deutſchen Einfall in Angola iſt hier überhaupt nichts
bekannt. Danach kann alſo auch von dem Angebot
einer Entſchuldigung keine Rede ſein.
Die Verluſte der engliſchen Marine.
* London, 4. Dez. Die Admiralität hat eine
neue Verluſtliſte veröffentlicht. Danach hat die
Marine ſeit Beginn des Krieges 308 Offiziere und 7035
Mann verloren, davon 220 Offiziere und 4107 Mann tot.
Kitchener, der Wortheld.
* London, 4. Dez. Daily Mail meldet aus Neu=
York: Die Saturday Evening Poſt veröffentlicht einen
Bericht über ein Interview, das der amerikaniſche
Schrift=
ſteller Irvingh Cobb nach ſeiner Rückkehr aus
Deutſchland mit Lord Kitchener hatte. Er gibt an,
Kitchener habe emphatiſch erklärt, der Krieg werde
nicht weniger als drei Jahr e dauern; er werde
nur enden, wenn Deutſchland zu Lande und zu
Waſſer wirklich beſiegt ſei.
Das Preſtige Englands.
* London, 4. Dez. Der Korreſpondent der Times
meldet aus Waſhington: Das britiſche Preſtige
leidet hier durch die britiſche Fahrläſſigkeit. Beſonders
die Berichte über die Schwierigkeiten bei der Rekrutierung
erregen Mißſtimmung. Man beginnt zu fürchten, daß
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Dezember 1914.
Nummer 335.
England, von dem man ſoviel erwartete, dem Beiſpiel an
vatriotiſcher Selbſtaufopferung, das ihm durch ſeine
Ver=
bündeten und deren Feinde gegeben worden iſt, nachſteht.
Im gegenwärtigen Augenblick, ſchreibt der Korreſpondent,
könnte uns nichts beſſer dienen, als die Nachricht, daß die
Fußballvereine ihre Wettſpiele eingeſtellt hätten.
Ein engliſcher Rückzug gegenüber Amerika.
* Waſhington, 4. Dez. (Reuter=Bureau.) Der
britiſche Botſchafter überreichte dem Staatsdepartemenr
eine Note, in welcher erklärt wird, daß England
nicht beabſichtige, die amerikaniſche
Schiff=
fahrt durch das Durchſuchen nach Konterbande
aufzu=
halten. Ein freundſchaftlicher Vergleich ſei
wahrſcheinlich, wenn die amerikaniſchen Reeder auf
den Frachtbriefen deutlich angäben, daß, wenn Kupfererz
zugleich mit einer leichten Ladung, z. B. Fleiſch, zugelaſſen
würde, um als Ballaſt zu dienen, dieſes nicht zur
Durch=
fuhr durch neutrale Länder nach Deutſchland und
Oeſter=
reich=Ungarn beſtimmt ſei.
Die japaniſche Beute in Tſingtau.
* Tokio, 3. Dez. (Reuter=Bureau.) Das
Haupt=
quartier meldet, daß bei der Einnahme von
Tſing=
tau 2500 Gewehre, 100 Maſchinengewehre, 1200 Pfund
Sterling, 15000 Tonnen Steinkohlen und 40 Automobile
erbeutet wurden. Alle Schiffe ſeien vernichtet. Die
Vor=
räte hätten ausgereicht, um 5000 Mann drei Monate lang
zu ernähren.
Der Aufſtand in Südafrika.
* Pretoria, 4. Dez. (Reuter=Bureau.) Amtlich
wird gemeldet: Kommandant Dupreez vom Kommando
Vrede hat einen Bericht geſandt, nach welchem der
Kom=
mandant Emmett vom Kommando Vryheid am 29. Nov. eine
Stellung eingenommen hat, die die Brücke über den Wilgefluß
bei Styldrift, 35 Meilen ſüdweſtlich Vrede, beherrſcht.
Das Gefecht dauerte bis 3 Uhr früh. Die Buren
wur=
den zurückgeſchlagen. Sie verloren dabei drei
Tote, darunter den Major Ooſthuizen, und 18
Verwun=
dete, darunter den Feldkornet Botha. Emmett hatte
einen Schwerverwundeten und vier Leichtverwundete.
Dem Burengeneral Weſſels wurde das Pferd unterm
Leibe weggeſchoſſen. Weſſels entkam unverwundet.
Oberſt Dirk van Deventer berichtet, daß der Kommandant
Trichardt weitere 14 Gefangene machte.
* Pretoria, 4. Dez. Durch das Reuterſche Bureau
wird amtlich gemeldet: Ein Burenkommando unter
Rautenbach, das ſüdlich von Bethlehem operierte,
wurde geſchlagen. Oberſtleutnant Dawſon, der einen Teil
der Streitkräfte des Generals Lukin befehligt, fand die
Buren in ihrer Stellung am Loskop, fünf Meilen
weſt=
von Windhuk. Er vertrieb ſie aus der Stellung. Die
Buren hatten ſieben Tote; Rautenbach und 30 andere
Buren wurden gefangen, der Reſt nach Witkrantz verfolgt.
* Pretoria, 4. Dez. Das Reuterſche Bureau
mel=
det: Kommandant Crewther meldet, daß eine
Pa=
trouille am Samstag an der Grenze des Diſtriktes
Ledy=
brend die Kommandanten Kryneus und Weſſels,
ſowie 14 andere Buren gefangen genommen und
Waffen, Munition, Fourage und Pferde erbeutet habe.
Berlin, 4. Dez. Prinz Joachim von
Preußen wurde wegen Tapferkeit im Gefecht bei
Kutno von Kaiſer Franz Joſef das öſterreichiſch=
unga=
riſche Verdienſtkreuz mit der Kriegsdekoration verliehen.
Prinz Joachim beſitzt bereits das Eiſerne Kreuz 1. Klaſſe.
* Erfurt, 4. Dez. Das hieſige Kriegsgericht
verurteilte zwei kriegsgefangene Turkos, welche in dem
Gefangenenlager einem dritten Turko den Geldbeutel
ent=
riſſen hatten, zu je neun Monaten Gefängnis.
* Breslau, 4. Dez. Wie die Schleſiſche Zeitung
berichtet, hat der General der Infanterie von Woyrach,
welcher vom Kaiſer anläßlich ſeiner Anweſenheit bei der
Oſtarmee zum Generaloberſten ernannt worden iſt,
dies dem Oberpräſidenten der Provinz Schleſien in einem
Brief mitgeteilt, in dem es heißt: Ich weiß und bin ſtolz
darauf, daß ich dieſe erneute Auszeichnung lediglich den
allgemein anerkannten guten Leiſtungen meines braven
Landwehrkorps zu verdanken habe, das treue Wacht
hält an der Grenze unſerer lieben Heimatprovinz Schleſien.
* Wien, 4. Dez. Das Neue Wiener Tagblatt ſchreik:
bei der Beſprechung des Beſuches des deutchen
Kaiſers bei ſeinen eigenen Truppen und denen
Kai=
ſer Franz Joſefs: Dieſer Beſuch iſt das Symbol der
vol=
len Einigkeit beider Verbündeten. Ein Bund, wie er
zwi=
ſchen der hohenzollernſchen und der habsburgiſchen
Mon=
ärchie in dieſem Kriege gekittet wird, iſt unlöslich. Er
wird von Tag zu Tag, mit jedem vergoſſenen Blutstroy
ſen, feſter, härter, edler und impoſanter.
* Brüfſel, 4. Dez. Der zum Generalgouverneur in
Belgien ernannte General der Kavallerie Freiherr von
Biſſing hat die Geſchäfte übernommen.
* London, 4. Dez. Die Times melden aus Paris:
An einer Stelle der Front, wo ein beſonders reger
Wech=
ſelverkehr zwiſchen den feindlichen
Par=
teien ſtattfand, diente längere Zeit hindurch ein
klei=
ner Hund, der mit Zeitungen und Nachrichten hin
und her geſandt wurde, als Bote.
* Petersburg, 4. Dez. Der Kaiſer hat die
aktive Armee verlaſſen. Er begibt ſich in
ver=
ſchiedene Städte Mittel= und Südrußlands, um die
Ver=
wundeten zu beſuchen.
Konſtantinopel, 4. Dez. Der Sultan begab
ſich geſtern nachmittag in den alten Serailpalaſt, um den
Mantel des Propheten zu verehren und den vom Scheich
ül Iſlam für den Sieg der osmaniſchen Waffen
verrich=
teten Gebeten beizuwohnen.
Konſtantinopel, 4. Dez. Der
Militärkom=
mandant Hedſchas meldet, daß in den Konſulaten
der Mächte des Dreiverbandes in Dſcheddah
Waffen und Patronen beſchlagnahmt
wor=
den ſind.
Darmſtadt, 5. Dezember.
W Großh. Hoftheater. Als Lyonel in Flotows Oper
„Martha” gaſtierte geſtern abend Herr Robert Hutt vom
Opernhauſe in Frankfurt. Der Sänger war gut
dispo=
niert und fand in dieſer dankbaren Partie beſonders
Gelegenheit zu voller Entfaltung ſeiner ſchönen
ſtimm=
lichen Mittel und ſang ſo herrlich, daß man den oft
ge=
hörten, ſchon abgedroſchenen Melodien neues Gefallen
abgewinnen konnte. Man hörte eben manches ganz anders.
Nach der mit beſtrickender Tonſchönheit geſungenen Arie
„Ach, ſo fromm” wurde er dreimal hervorgerufen, leiſtete
aber dem Begehren des Publikums nach Wiederholung
nicht Folge. Durch temperamentvolles Spiel erhöhte er
die Wirkung ſeiner Geſangskunſt. Die übrigen
Haupt=
partien waren durch die Damen Kallenſee (Martha)
und Jacobs (Nancy) und Herrn Stephani (
Plum=
kett) in bekannter trefflicher Weiſe beſetzt.
gr. Gartenbauverein Darmſtadt. „Auf dem Wege
zum deutſchen Garten” So lautete das Thema,
über welches Herr Gartenbaumeiſter Roſenbaum in
der letzten Monatsverſammlung vor einer größeren
Zu=
hörerſchaft einen hochintereſſanten Vortrag hielt. Die
Hauptgedanken ſeien im folgenden kurz zuſammengefaßt:
Die Kataſtrophe des Weltkrieges hat auf dem Gebiete des
Geſchmacks, der Kultur und der Kunſt einen Umſchwung
herbeigeführt, der uns auf Eigenes ſich beſinnen ließ und
der die Nachahmungen und das Vergöttern des Fremden
mit einem Schlage hinauswarf. Die Gartenkunſt hat in
ihrer geſchichtlichen Entwicklung ſtets ihre Ideen vom
Auslande empfangen, wie viele Beiſpiele von
ſymmetri=
ſchen Gärten der italieniſchen Renaiſſance, der ſteifen
Re=
präſentationsgärten der Franzoſen oder die
Landſchafts=
gärten der Engländer beweiſen. Der geſunde Sinn unſers
Volkes ſuchte aber nach etwas anderem. Bahnbrechend in
dieſer Hinſicht war Meiſter Olbrich, der mit ſeinen
Farbengärten auf der Gartenausſtellung im Jahre 1905
großes Aufſehen erregte, wenn er auch Form und Farbe
zu einſeitig betonte und das lebende Materiat, die
Pflanze, zu wenig zu ihrem Recht kommen ließ. Auch
andere berufene Baukünſtler haben Neues in der
Garten=
kunſt geboten. Leider fehlte ihnen die Kenntnis und die
Beherrſchung des Pflanzenmaterials; aber ihre
Anregun=
gen und Ideen, insbeſondere die Ausſchmückung der
Gär=
ten mit plaſtiſchen Kunſtwerken, mit Ruhebänken, Lauben
und dergleichen haben den Grund gelegt, auf dem die
Gartenarchitekten weiterbauen konnten. Der moderne
Garten zeigt eine nach Gründen der Zweckmäßigkeit
ge=
ſtaltete, wohldurchdachte architektoniſche Grundform. Es
iſt dies aber nur das rohe Skelett des Gartens; die
wir=
kungsvolle vegetative Ausgeſtaltung aber erfordert einen
tüchtigen Kenner der Pflanzen; er wird die letzteren nicht
nach der Art der Teppichbeete in gekünſtelte Formen
zwängen, ſondern natürliche, einheitliche und raumlich
abgeſchloſſene Gebilde bevorzugen. — Wie nun die
Gär=
ten nach den beſprochenen Richtlinien, vom kleinſten
„Schrebergarten” bis zum feinſten herrſchaftlichen Park
auszugeſtalten ſind, das zeigte der Vortragende an
zahl=
reichen guten Lichtbildern, denen photographiſche
Aufnah=
men, meiſt zwei Jahre nach der Anlage des betreffenden
Gartens aufgenommen, zugrunde lagen. Sie boten eine
Fülle von neuen Anregungen und bezogen ſich auch auf
Gartenanlagen, die ganz beſonderen Zwecken dienen, wie
Schulgärten, Spielwieſen und Lazarettgärten. — An den
Vortrag, der mit vielem Beifall aufgenommen wurde,
ſchloß ſich eine Blumenverloſung an, die ſo
reich=
haltig war, daß ein Ueberſchuß von Gewinnen
zugun=
ſten des Roten Kreuzes verſteigert werden konnte.
Letzte Nachrichten.
* Berlin, 4. Dez. Der Reichsanzeiger veröffentlicht
eine Bekanntmachung des Stellvertreters des
Reichskanz=
lers, betreffend die Wochenhilfe während des
Krieges.
* Turin, 4. Dez. Exminiſter Maggiorino Ferraris
ſchätzt in einem in der Stampa veröffentlichten Artikel das
vorausſichtliche Defizit infolge der
Verminde=
rung der Einnahmen auf 200 Millionen Lire.
Unter Hinzufügung von rund 1000 Millionen teils
bewil=
ligter, teils noch zu bewilligender außerordentlicher
Aus=
gaben für Heer und Marine und von 835 Millionen nicht
endgültig feſtgeſtellter Ausgaben für Libyen berechnet
Ferraris das geſamte Defizit auf zwei Milliarden.
Bei Beſprechung der Mittel zur Tilgung verwirft er eine
Hinausſchiebung, ſpricht ſich gegen eine Erhöhung des
Notenumlaufs aus und empfiehlt dagegen ſchleunige
Deckung durch Anleihen und neue Steuern.
* Stockholm, 4. Dez. Das ſchwediſche
Finanzmini=
ſterium hat durch die Vermittelung der Stockholm
Han=
delsbank und Stockholm Enskilda Bank eine Anleihe
in der Höhe von 5 Millionen Dollar, und zwar
n Form von Schatzkammerwechſeln mit zweijähriger
Laufzeit mit der Bankfirma Kuhn, Loeb u. Co. und der
National City Bank of Neu=York abgeſchloſſen. Die
An=
leihe wird bereits heute in Neu=York zur
Zeich=
nungaufgelegt werden. Der Erlös iſt in der
Haupt=
ſache zum Ankauf von Lebensmitteln und amerikaniſchen
Rohprodukten beſtimmt, welche für die ſchwediſche
Indu=
ſtrie notwendig ſind.
Verluſtliſte (aus Nr. 90).
Infanterie=Regiment Nr. 168,
Offenbach, Butzbach, Friedberg in Heſſen.
Yongc am 28. 8., Servon vom 25. bis 30. 9. und am
2. 10., Valenciennes am 11., Wervieg am 17. und 18.,
Ennetiéres am 20. und 21., Englos vom 20. bis 23. und
26., Radinghem vom 21. bis 24. und 28. und Bois Blanc
vom 22. bis 30. 10. 14.
I. Bataillon.
Leib=Kompagnie (Siehe auch Nachtrag.): Lt.
Schultze, gefallen; Lt. Dupuis, vw.; Reſ. Halte,
gefallen; Musk. Becker, vw.; Tamb. Rathgeber, vw.;
Gefr. Heuk, vw.
2. Kompagnie: Musk. Hedderich, gefallen:
U.=O. Tytko, gefallen; Musk. Göbel, gefallen; Gefr.
Kutſcha, vw.; Gefr. Schmitt, vw.; Musk. Anton
vw.; Musk. Quaſt, vw.; Musk. Latz, vw.; Musk
St ützel, vw.; Musk. Schneider, vw.; Musk.
Bertzel, vm.
3. Kompagnie: Musk. Fiſcher, gefallen; Gefr.
Weitz, gefallen; Musk. Müller 3., vw.; Musk.
Wei=
ſing, vw.; Gefr. d. Reſ. Epe, vw.; Musk. Banſch, vw.;
Musk. Reudte, vw.; Reſ. Führ, vw.; Gefr. d. Reſ.
Schulte, vw.; Musk. Meyer, vw.; Gefr. Müller,
verwundet.
4. Kompagnie: U.=O. d. L. Vaupel, gefallen;
U.=O. d. Reſ. Schwerter, vw.; Musk. Griegel, vw.;
Musk. Mitſch, vw.; Reſ. Scheidl, vw.
II. Bataillon.
5. Kompagnie (Siehe auch Nachtr.): Lt. Runge,
Göttingen, ſchv.; Vizef. Wilhelm Sauer, Pfeeffe, lv.;
U.=O. d. Reſ. Peter Vollrath, Reichelsheim i. Odw.,
gefallen; Gefr. d. Reſ. Johs. Sattler, Heuſenſtamm,
Offenbach, gefallen; Gefr. d. Reſ. Wilhelm Scheuren,
Offenbach a. M., gefallen; Reſ. Gottfr. Joh.
Mayen=
ſchein, Frankfurt a. M., gefallen: U.=O. Fritz Dörſam,
Offenbach a. M., lv.; U.=O. d. Reſ. Gottfr. Brenner
Wintersbach, lv.; Reſ. Chriſt. Hohmann, Hanau, lv.
Musk. Otto Bonarius, Münzenberg, ſchv.; Musk. G.
Jochim, Stockhauſen, lv.; Gefr. d. Reſ. Heinr. Vogel,
Offenbach a. M., ſchv.; Musk. Wilhelm Perron, Vilbel
bei Frankfurt, lv.; Musk. Karl Pöllmann,
Röhren=
dorf, lv.; Musk. Willi Blaſius Schmidt 5., Dornau, lv.;
Musk. Franz Eichelbaum, Berlin, lv.; Musk. Wilh.
Glaſer, Bad Dürkheim, lv.: Musk. Georg
Dielen=
ſeger, Eßfig, lv.; Worm. Joh. Adam Löhr,
Heuſen=
ſtamm, Offenbach a. M., lv.; Reſ. Friedrich Roll, Neu=
Iſenburg, lv.; Reſ. Jakob Siegler, Nieder=Roden, lv.,
Wehrm. Andr. Schneider, Treunfeld, lv.; Gefr. d. R.
Phil. Buſch, Groß=Karben, lv.; Musk. Anton
Weiß=
becher, Frankfurt a. M., lv.; Reſ. Rudolf Schindler.
Frankfurt a. M., lv.; Reſ. Adam Maier, Seligenſtadt,
lv.; Reſ. Auguſt Schwind, Hardheim, lv.; Musk. Chr.
Knipp, Offenbach, lv.; Gefr. Heinrich Lechens,
Birk=
lar, ſchv.: Gefr. Hermann Schrader, Göttingen, lv.;
Reſ. Georg Stroh, Sprendlingen, Offenbach, lv.; Reſ.
Wilhelm Reuß, Dorheim, gefallen; Musk. Aug.
Nau=
mann, Wetzlar, gefallen; Musk. Jakob Klinger,
Ba=
benhauſen, vm.; Musk. Heinrich Bogner, Weiden, vm.;
Musk. Ernſt Haerp fer, Croſſen a. d. Oder, vm.: Msk.
Walter Reichenbach, Berlin, vm.; Musk. Walter
Born, Biſchleben, vm.; Musk. Willy Raetz, Berlin,
vm.; Musk. Werner Rohde, Berlin, ſchv.; Musk. Ldw.
Otto, Neu=Iſenburg, vm.‟ Musk. Ludwig
Grund=
ſtein, Göppingen, vm.; Musk. Nikolaus Kohl,
Hain=
ſtadt bei Offenbach, vm.; Musk. Peter Schüler,
Heuſedl=
ſtamm, Offenbach, vm.; Wehrm. Wendelin Kern,
Jü=
gesheim, lv.; Musk. Heinrich Schlingmeier, Kamen,
vm.; Gefr. Karl Uhrig, Bürgel, lv.; Musk. Jakob
Münch, Reibach, Dieburg, gefallen; Reſ. Karl Baum,
Wies=Oppenheim, gefallen; Reſ. Dan. Kiſtner,
Offen=
bach a. M., lv.; Reſ. Karl Hacker, Oberrad, lv.; Musk.
Karl Zahn, Mühlheim a. M., lv.; Musk. Karl
Heim=
bächer, Offenbach a. M., lv.; Reſ. Jakob Daubert,
Egelsbach, lv.; Gefr. Emil Sommer, O.=Bürgel, W.;
Gefr. Wilhelm Frank 2., Titſchendorf, lv.; Gefr. Guſtav
Stohrer, Hohenslaufen, lv.; Gefr. Horn. Heinrich
Grimm, Jügesheim, lv.; Gefr. Wern. Weber,
Braun=
ſchweig, lv.; Reſ. Vincenz Haas, Neu=Iſenburg,
gefal=
len; Reſ. Wilhelm Gieſel, Mittelbuchen, lv.; Musk.
Aug. Knickmeier, Querheim, lv.; Reſ. Ferd.
Mül=
ler, Willenroth, lv.; Musk. Ad. Dahlheimer,
Mühl=
heim, lv.; Reſ. Auguſt Mühlen, Neu=Iſenburg, lv.;
Reſ. Herm. Mederake, Gohlis, lv.; Reſ. Ernſt Fink,
Gießen, lv.; Reſ. Heinrich Klippel, Schwabenheim. lv.;
Reſ. Heinrich Späth, Röllbach, gefallen; Tamb. Gefr.
Ludwig Fiſchler, Weiſenau, gefallen; Musk. Joſeph
Frey 1., Heidesheim, gefallen; Reſ. Karl Braun,
Ober=
ohrm, gefallen; Musk. Otto Riehm, Wieſeck, lv.; Musk.
Friedrich Spatz, Offenbach a. M., lv.; Musk. Eugen
Mürer, Bergheim, lv.; Musk. Anton Breunig,
Heß=
loch, lv.; Reſ. Heinrich Steinbrech, Enkheim, lv.; Reſ.
Peter Schüler, Heuſenſtamm, lv.; Reſ. Joſ. Scheich.
Frankfurt a. M., lv.; U.=O. Wilhelm Robert, Neu=
Iſenburg, lv.; Musk. Peter Henel, Kickenbach, lv.; Msk.
Albrecht Will, Niederrad, lv.; Reſ. Spira, vw.
6. Kompagnie: Vizef. Hans Schmidt, Bialla,
lv.; U.=O. Johannes Ludwig, Frankfurt a. M., ſchv.;
Reſ. Chriſt. Reutzel, Wenings, Büdingen, vm.; Reſ.
Jakob Schäfer, Obertroth, gefallen; Musk. Beyer,
Kniesfeld, lv.; Musk. Hermann Krämer,
Schwenning=
dorf, lv.; Reſ. Magnus Schultheiß, Pilgexzell, lv.;
Gefr. d. Reſ. Johann Köbler, Klein=Krotzensurg, lv.;
U.=O. Wilhelm Waldmann, Offenbach a. M., gefallen;
U.=O. Heinrich Körber, Alten=Buſeck, gefallen; Reſ.
Friedrich Gans, Selters, gefallen; Reſ. Jakob
Wen=
zel, Hainſtadt, Offenbach, gefallen; Musk. Jakob Münch,
Lampertheim, Bensheim gefallen; Musk. Valent.
Sei=
bert, Seligenſtadt, gefallen; Fahnenj. Herm. Roth,
Butzbach, ſchv.; Reſ. Willy Röhm, Gießen, lv.; Reſ. Aug.
Weber, Baden, lv.; Musk. Heinrich Koch, Berſtadt,
ſchv.; Wehrm. Adolf Wendel, Langenaubach, lv.; Reſ.
Phil. Sauer, Petersberg, lv: Wehrm. Ew. Kämpfer,
Nieder=Roßbach, lv.; Reſ. Valentin Ulmicher, Fulda,
lv.; Gefr. d. Reſ. Adam Eiring, Jündersbach, lv.; Reſ.
Georg Becker, Seligenſtadt, lv.; Reſ. Nikolaus Dorn,
Oberzell, lv.; Reſ. Theodor Grob, Roßbach, lv.; Reſ. Anz
Schaub, Seligenſtadt, lv.; Sanitäts=U.=O. Heinrich
Eb=
brecht, Frankfurt a. M., gefallen; Musk. Jakob
Bohm=
rich, Kreuznach, lv.; U.=O. d. Reſ. Pet. Müller, Pfortz,
gefallen; Musk. Adam Schwarz, Ueberau, gefallen;
Musk. Heinrich Uhl, Wald=Uelversheim, gefallen; Fhnj.
Fritz Kammler oder Klimmler, Berlin, gefallen; Reſ.
Eugen Sieber, Weingarten, gefallen: Reſ. Muthias
Stecher, Konſtanz, gefallen; Reſ. Robert Jakob,
Heu=
ſenſtamm, gefallen; Musk. Friedrich Bungart,
Herrat=
heim, gefallen; Reſ. Sievert, gefallen; Reſ. Klein,
vw.; Gefr. d. Reſ. Giring, vw.; San.=Soldat Beye k,
vw.; Gefr. d. Reſ. Kleeſ pieß, vm.; Reſ. Schöppz
ner, vm.; U.=O. d. Reſ. Joſeph Roſenbach, Aizbach,
lv.; Reſ. Guſtav Witzleben, Stuttgart, ſchv.; Reſ. Ph.
Kappel, Sprendlingen, Offenbach, lv.; Reſ. Ernſt
Kel=
ler, Dreieichenhain, lv.; Reſ. Vitus Jung, Metz, ſchv.;
Reſ. Georg Keim, Dietzenbach, lv.; Reſ. Leo Muller,
Rothemann, ſchv.; Musk. Theodor Guckelsberger,
Bürgel, lv.; Musk. Adam Janſon, Nack, ſchv.; Musk.
Johannes Jörg, Klein=Karben, lv.; Musk. Wilh. Volz,
Lich, lv.; Reſ. Franz Baumann, Pielfeingen, lv.; Msk.
Johannes Heller, Gimbsheim, ſchv.; Reſ. Andr. Diez,
Mellrichſtadt, Bad Kiſſingen, vm.; Reſ. Joſeph
Krem=
melb ein, Wald=Michelbach, vm.; Musk. Franz
Hek=
ker, Gelſenkirchen, gefallen;Musk. Valentin Rindfrey,
Traiſa, vm.
7. Kompagnie: Musk. Müller 2., gefallen;
Wehrm. Kipfel, gefallen; Gefr. d. Reſ. Wiegand,
gefallen; Musk. Klein, gefallen; Kriegsfreiw. Grieb,
gefallen; Reſ. Schärtel, gefallen; Reſ. Dannewitz,
vw.; Reſ. Schlau der, vw.; Musk. Klein, vw.; Reſ.
Scheuer, vw.; Musk. Gölz, vw.; Reſ. Allinger,
vw.; Wehrm. Gruber, vw.; Musk. Stenger, vw.;
Musk. Preis, vw.; U.=O. d. L. Lang, vw.; U.=O.
Ludwig 2., vw.; Reſ. Lenz, vw.; Musk. Faber, vw.;
Musk. Speth, vw.; Musk. Schlapp, vw.; Musk.
Pol=
lack, vw.; Reſ. Appel 2., vw.; Reſ. Leier, vw.; Reſ.
Zerbſt, vw.; U.=O. Keſtruh, gefallen; U.=O.
Wag=
ner, gefallen; U.=O. Dreifuß, gefallen; Gefr. d. Reſ.
Dietz, gefallen; Reſ. Kaiſer, gefallen; Reſ. Petry,
gefallen: Reſ. Häusler, gefallen; Reſ. Herold,
gefal=
len; Reſ. Knauf, gefallen; Reſ. Felbinger, gefallen;
Reſ. Schroth, gefallen; Kriegsfreiw. Kleim, gefallen;
Kriegsfreiw. Steinhäuſer, gefallen: Reſ. Herdel,
gefallen; U.=O. Bollow, vw.; U.=O. Reichertz, vw.;
U.=O. Leuthold, vw.; U.=O. Kaiſer, vw.: U.=O.
Liebmann, vw.; U.=O. Dauler, vw.; U.=O. Jacobi,
vw.; U.=O. Ludwig, vw.; Gefr. d. Reſ. Sigmund,
vw.; Gefr. d. Reſ. Guth, vw.; Gefr. d. Reſ.
Schnet=
der, vw: Gefr. d. Reſ. Kimpel, vw.; Gefr. d. Reſ.
Ettlmy, vw.; Gefr. Matthäus, vw: Reſ. Weß,
vw.; Reſ. Wimheim, vw.; Reſ. Schales, vw.; Reſ.
Boehmer, vw.: Reſ. Seibel, vw.; Reſ.
Pfann=
müller, vw.; Reſ. Seelmann, vw.; Reſ. Leopold.
Schmidt, vw.; Reſ. Diſtel, vw.; Reſ. Burckhardt,
vw.; Reſ. Jung, vw.; Reſ. Gordan, vw.; Reſ.
Stel=
ler, vw.; Reſ. Schwartz, vw.; Musk. Hamkel, vw.;
Musk. Klemenz, vw.; Musk. Jakobi, vw.; Musk.
Wieſenbach, vw.; Tamb. Amann, vw.; Kriegsfrw.
Fiſcher, vw.; Kriegsfreiw. Gaß, vw.; Kriegsfreiw.
Wunſch, vw.; Kriegsfreiw. Kegel, vw.; Kriegsfreiw.
Hoffmann, vw.; Kriegsfreiw. Kiliansky, vw.;
Kriegsfreiw. Aumann, vw.; Reſ. Lotter, vm.; Reſ.
Aßwe, vm.; Kriegsfreiw. Leip old, vm.; Kriegsfreiw.
Nummer 335.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Dezeinber 1914.
Seite 7.
Bayer, vm.; Kriegsfreiw. Schmidt, vm.; Musk.
Stock, vw.
8. Kompagnie: Off.=Stellv. Franz Anton
Plett=
ner, Karlsſtadt a. M., vw.; Reſ. Friedr. Unkelbach,
Gießen, vw.; Reſ. Theodor Hillenbrand, Waldberg,
vw.: Reſ. Erich Mahler, Bromberg, vw.; Reſ. Joſeph
Stiegler, Darshofen, vw.; Musk. Otto Weiſel,
Mu=
ſchenheim, vw.; Musk. Wilhelm Wagner, Eppelsheim
vw.; U.=O. Adam Hieronymus, Erbach i. Odw., vw.;
U.=O. Ernſt Adolf Liebmann, Offenbach a. M., vw.;
Einj.=Freiw. Gefr. Hugo Eugen Benke 1., Oberrad, vw.;
Reſ. Willi Adolf Gatzke, Schönlanke, ſchv.; Musk. Aug
Kleinſchmidt, Langula, vw.; Musk. Johannes
Scherpf, Udenheim, ſchv.; Musk. Wilhelm Körner,
Würzburg, lv.; Einj.=Freiw. Gefr. Johannes Hainer,
Offenbach a. M., lv.; Reſ. Franz Joſeph Kümmel,
Wüſtenſachſen, ſchv.; Reſ. Karl Joſeph Brand,
Auer=
bach, Paſſau, vw.; Musk. Georg Stenner, Drais vw.;
Musk. Robert Wilhelm Fiſcher, Biskirchen, gefallen;
Gefr. Nikolaus Kaufmann, Walbroth, gefallen; Reſ.
Franz Boback, Beuthen in Oberſchleſ., gefallen; Musk.
Heinrich Reinhardt 2., Alt=Neudorf, gefallen; Musk.
Theodor Hoffäller, Dorn=Dürkheim, gefallen; Musk.
Karl Treſcher, Bisheim, lv.; Musk. Joh. Jak. Keil,
Bürſtadt, Bensheim, lv.; Reſ. Siegfried Neuhaus,
Altona, lv.; Reſ. Willi Coloſeus, Offenbach, lv.; Reſ.
Heinrich Schneider 3., Offenbach, lv.; Gefr. d. Reſ.
Karl Wilhelm Mehmel, Offenbach, ſchv.; Gefr. d. Reſ.
Hugo Rohkrämer, Kammburg, ſcho.; Reſ. Oswald
Naumann, Dresden, lv.; Gefr. d. Reſ. Franz Jl.
Wenzel, Hainſtadt, Offenbach, ſchv.; Gefr. d. Reſ. Karl
Remer, Frankfurt a. M., ſchv.; Reſ. Max Hofmann,
Wilsdorf, lv.; Reſ. Georg Karl Neugebauer, Ratibor,
ſchv.; Reſ. Heinrich Kroneberger, Wölfersheim, ſchv.;
Reſ. Mathäus Schwab, Klein=Krotzenburg, ſchv.; Reſ.
Heinrich Hof, Hanau, gefallen; Reſ. Julius Frieſe,
Wormditt, gefallen; Reſ. Karl Simon, Frankfurt a. M.,
lv.; Musk. Aug. Paulus, Wibolsheim, lv.; Gefr. d. R.
Jakob Rieth, Bieber, gefallen: Gefr. d. Reſ. Anton
Morſch, Hilders, gefallen; U.=O. d. Reſ. Karl Ludwig
Schaun, Bodenheim, gefallen; U.=O. Wilhelm F. Will,
Biſchöfsheim, Hanau, gefallen; Gefr. d. Reſ. Valentin
Hofmann, Bieber, ſcho.; Gefr. Emil J. Beckmann,
Frankfurt a. M., ſchv.; Musk. Johann Speth,
Wackern=
heim, lv.; Reſ. Phil. Konr. Walther, Windecken, ſchv.,
Reſ. Heinrich Mai ſch, Groß=Auheim, ſchv.; Musk. Hch.
Oſterritter, Mainz, ſchv.; U.=O. d. Reſ. Wilh.
Zim=
mermann, Karlsruhe, ſchv.; Musk. Joh. Jak.
Stef=
fan, Lampertheim, Bensheim, ſchv.; Musk. Johannes
Martin Schwab, Kützbrunn, gefallen; Gefr. Stanislaus
Janas zak, Kokozyen, lv.; Gefr. d. L. Peter
Schlei=
cher, Gersfeld, lv.; Freiw. Emil Pfendt, Kahl a. M.,
lv.; Freiw. Georg Eugen Alix, Offenbach a. M., gefallen;
Freiw. Auguſt Braumart, Frankfurt a. M., gefallen;
Reſ. Adam Rau, Mühlheim, Offenbach, ſcho.; U.=O. d. R.
Karl Martin Wirth, Hornberg, ſcho.; Musk. Adam
Peter, Bickenbach, lv.; Musk. Hermann Chr.
Klär=
ner, Wiesbaden, gefallen; Reſ. Glaab, vw.; Vizef.
d. Reſ. Krolikofsky, vw.; Kriegsfreiw. Mayer,
verwundet.
III. Bataillon.
9. Kompagnie (Siehe auch Nachtrag): Lt. d. R.
und Kompagnieführer Hartmann, lv.; Lt. und Komp.=
Führer Schmitt (ſiehe 12. Komp.), gefallen; Off.=Stellv.
Peter Kriegbaum Winterkaſten, ſchv.; Off.=Stellv.
Friedr. Lautenſchläger, Unter=Moſſau, lo.; Feldw.
Lulius Schell, Budenheim, ſchv.; San.=Gefr. Anton
Jung, Nackenheim, lv.; U.=O. d. Reſ. Wilh. Stahl=,
Gelnhaar, lv: Gefr. d. Reſ. Wilh. Schäfer, Büdingen,
lv.; Musk. Wilhelm Hecklau, Mainz, lv.; Musk. Georg
Gaſſer oder Caſſer, Mackenheim, gefallen; Musk. Willi
Köppnik oder Köpping, Altenburg, lv.: Reſ. Johann
Muth oder Mutt, Friedberg, ſchv. Reſ. Peter
Schnei=
der, Friedberg, lv.; Gefr. Horn. Mathäus Kopp, Kl.=
Krotzenburg, lv.; Musk. Hermann Kunze, Neudorf, lv.;
Musk. Phil. Eichinger, Worms, lv.; Musk. Eugen
Fahrner oder Farner, Saſſenheim, ſchv.; Reſ. Heinrich
Bund, Delkenheim, lv.; Wehrm. Phil. Knöll
Zun=
dersbach, lv.; Musk. Georg Gödde, Fechenheim, lv.;
Kriegsfreiw. Fridolin Patſchke, Kevsli, England, ln.;
Reſ. Heinrich Scheurich, Petterweil, lv.; Reſ. Otto
Schäfer, Münzenberg, lv.; Reſ. Johann Knüttel
oder Knittel, Kohlgraben, lv.; U.=O. d. Reſ. Fritz Fett,
Kirn, lv.; U.=O. d. Reſ. Phil. Beilſtein,
Niedernhau=
ſen, lv.; U.=O. Alexander Weinert, Sobernheim, ſcho.;
U.=O. Wilhelm Ullrich, Rainrod, gefallen; Einj.=Freiw.
Gefr. Karl Wenzel, Nieder=Florſtadt, gefallen; Gefr.
d. Reſ. Wilhelm Ackermann, Nieder=Modau, gefallen;
Gefr. d. Reſ. Friedrich Reuter, Römshauſen, lo.; Msk.
Sigismund Heß, Frankfurt a. M., gefallen; Musk. Alb.
Denni, Altdorf, ſcho.; Musk. Valentin Appelhans
Arzheim, lv.; Musk. Franz Heeg, Sponsheim, lv.: Msk.
Ernſt Baumgärtner, Frankenthal, lv.; Erſ.=Reſ.
Wil=
helm Sommerlad, Wetzlar, lv.: Reſ. Bernh.
Oeſt=
reich oder Oeſtereich, Bachrain, lv.; Musk. Friedrich
Vorwerk, Pforzheim, lv.; Reſ. Aug. Baier,
Gacken=
hof, lv.; Musk. Adam Petri, Bieber, lv.; Musk. Max
Mohnſahm oder Monſam, Eiſenach, lv.; Wehrm. E.
Kaiſer, Offenbach, lo.; Reſ. Wilh. Blum, Eſchenrod,
lv.; Reſ. Peter Sommer, Breitenborn, lv.; Musk. Otto
Erxleben, Silſtedt, lv.; Reſ. Adolf Fich, Nieder=
Mock=
ſtadt, lv.; Musk. Alb. Kniß, Friedberg, lv.; Reſ. Aug.
Höck, Ober=Eſchbach, lv.; Reſ. Wilhelm Wehling, Gr.=
Mühlingen, lo.; Musk. Heinrich Schäfer, Friedberg, lv.;
Musk. Hans Bienert, Erfurt, lv.; Wehrm. Mathias
Schneider 3., Ehranz, lv.; Musk. Georg
Nieder=
höfer=Friedberg, gefallen; Erſ.=Reſ. Heinrich Bloß
Kirchbrätht, lv.; Reſ. Richard Zawic ja, Berlin,
gefal=
len; Reſ. Rudolf Köhler, Gettenau, lv.; Musk. Georg
Gröſchel, Wörth, lv.; Musk. Hyroniemus Drott,
Simmeshauſen, lv.: Erſ.=Reſ. Codde, vw.; Reſ.
Bau=
mann, vw.; Musk. Sommerlade, vw.; Erſ.=Reſ.
Drott, ow.
10. Kompagnie: Ofſ.=Stellv. Georg Karn,
Hering, lv.; Off.=Stellv. Michael Maringer, Merzig
ſchv.; Off.=Stellv. Friedrich Jäger, Mainzlar, gefallen;
Feldw. Karl Schaefer, Rodheim, lv.; Reſ. Friedrich
Lips, Altenſtadt, gefallen; Wehrm. Friedrich Georg,
Herborn, ſchv.; Gefr. d. Reſ. Karl Fiedler, Homberg
a. O., ſchv.; Gefr. Heinrich Hartmann, Gießen, ſchv.;
Musk. Heinrich Keul, Aßlar, ſchv.; Musk. Karl
Keil=
holz, Sellnrod, ſchv.; Reſ. Georg v. Steht, Weinheim,
ſchv.; Musk. Leo Joſt, Biſchöfsheim, Molsheim, lv.:
Wehrm. Auguſt Jung, Oberſcheld, ſchv.; Gefr. Joſeph
Boſcheinen, Mülheim=Broich, ſchv.; Musk. F.
Scham=
berger, Cham, ſchv.; Musk. Aug. Kunz oder Kunz 2.,
Colmar i. E., lv.; Reſ. Martin Winkler, Belgern, lv.;
Musk. Johannes Babel, Biebelnheim, lv.; Reſ. Karl
Jung, Groß=Gerau, ſchv.; Reſ. Wilhelm Mehrmann,
Hauſtenbeck, lv.; Wehrm. Herm. Heinr. Brauer, Dtſch.=
Böhmiſch=Meſeritz, lv.; Reſ. Philipp Zimmer, Nieder=
Mörlen, lv.; Musk. Joſeph Greyenbühl, Straßburg
i. Elſ., ſchv.; Wehrm. Friedrich Hofmann, Leun, lv.;
Kriegsfreiw. Karl Götter, Heilbronn, gefallen: Musk.
Georg Peter Dingeldein, Reinheim, lv.; Reſ. Phil.
Will, Rombach, lv.; Reſ. Georg Beſenreuther, oder
Roſenreuther, Weilburg, lv.; U.=O. Emmel, Wohnbach
ſchv.; U.=O. d. Reſ. Wilh. Seela Bishauſen, lv.; U.=O.
d. Reſ. Karl Schaum, Hochweiſel, lv.; Reſ. Wilhelm
Löſchhorn, Münzenberg, gefallen; Reſ. Georg Andr.
Feucht, Ober=Erlenbach, lv.; U.=O. d. Reſ. Karl Eiſer,
Borsdorf, lv.; Gefr. d. Reſ. Karl Bechtold, Nidda,
gefallen; Reſ. Karl Greb, Billertshauſen, lv.; Wehrm,
Karl Heinrich Köhlinger, Herborn=Seelbach, gefallen;
Musk. Heinrich Klöß, Vilbel, Friedberg, gefallen; Msk.
Albert Vincent, Diedolshauſen, gefallen; Wehrm. Fd.
Schmidt, Nürnberg, lv.; Reſ. Otto Mann, Lißberg,
gefallen; Musk. Karl Keller, Wintersheim, ſchv.; Einj.=
Freiw. U.=O. Friedrich Benner, Fleisbach, gefallen;
U.=O. d. Reſ. Karl Ullrich, Holzhauſen, ſchv.; Reſ. Ld.
Höcher, Unter=Widdersheim, lv.; Vizef. Schäfer, lv.;
Kriegsfreiw. Müller, lo.; Kriegsfreiw. Reidel, lv.;
Reſ. Grels, lv.; Reſ. Weidmann, vm.
Schutz bei Erkältungen
sowie gegen die meisten ansteckenden
Krankheiten bietet
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weil es die Ansteckungskeime (Bakterien) in
Mund und Rachen vernichtet, so daß sie nicht
ins Körperinnere gelangen können. — Mehr als
10000 Herzte haben seine vorbeugende Wirkung
bestätigt. — Näheres über Wesen und Wirkung
des Formamints enthält die für die
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pflege überaus wichtige Broschüre „Unsichtbare
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Gerade noch zur rechten Zeit, um die
Weihnachts=
ſendungen für unſere Truppen zu vervollſtändigen, hat
die Firma G. Hauptmann, Rheinſtraße 19, einen
neuen Kniewärmer und =Schützer herausgebracht, welcher
ſicherlich großen Anklang finden wird. Der Knieſchützer
iſt aus beſtem Chromleder, daher vollſtändig waſſerdicht
und äußerſt dauerhaft, er bietet auch gleichzeitig Schutz
bei hartem Aufſchlagen des Knies. Um die
Bewegungs=
freiheit nicht zu behindern, iſt zu dem die Kniekehle
um=
faſſenden Teil des Knieſchützers nur beſter imprägnierter
Stoff verwendet. Der ganze Knieſchutz iſt gefüttert und
bietet einen angenehmen Schutz gegen die Kälte. Um den
Knieſchützer wirklich zweckentſprechend zu geſtalten, wurde
er verſchiedentlich bei Felddienſtübungen ausprobiert.
27. Quittung.
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter
Tag=
blatts” wurden für die Kriegsnotleidenden in
Oſt=
preußen weiter folgende Beträge abgegeben:
Frau M. aus Arheilgen 5 M., Klingelbeutel Arheilgen
1 M., Frl. Gottwald, Roquetteweg, 3 M., Frau Julia
Merck, Jugenheim, 300 M., Lehrerin i. P. Marie Stein
(3. Gabe) 5 M., Frl. G. K. 8 M., durch Pfarrer v. d. Au
aus Arheilgen 20 M., durch Pfarrer v. d. Au aus Arheilgen
(Klingelbeutel) 2 M., aus der Gemeinde Gräfenhauſen
50 M., zuſammen 394 M., hierzu die bereits
veröffent=
lichten 9986.82 M., insgeſamt
10 380.82 Mark.
Geschenk-Literatur
in reichster Auswahl
Kriegs-Literatur
besonders reichhaltig.
Hof-
Müller & Rühle buchhandlung
Elisabethenstrasse 5.
(P292
Todes=Anzeige.
Hierdurch die ſchmerzliche Mitteilung, daß
meine liebe, treue Frau, unſere Schweſter,
Schwägerin und Tante
(*10819
Fran Anna Veith
geb. Georg
am 3. ds. Mts. ſanft verſchieden iſt.
In tiefer Trauer:
Konrad Veith, Kupferſchmied.
Darmſtadt, den 4. Dezember 1914.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. ds. Mts.
3 Uhr nachm., auf dem Beſſunger Friedhof ſtatt.
Blumenſpenden und Beileidsbeſuche im voraus
dankend abgelehnt.
Todes=Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden und
Be=
kannten die ſchmerzliche Mitteilung, daß unſere
liebe, gute Mutter, Schwägerin und Tante,
Frau
Sath. Gollmann Wwe.
geb. Enders
geſtern abend nach längerem Krankenlager
ver=
ſchieden iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen.
In deren Namen:
Friedrich Göttmann.
Darmſtadt, den 4. Dezember 1914.
Die Beerdig ung findet Sonntag, den 6. d. M.,
nachmittags um 3¼ Uhr, vom Beſſunger
Fried=
hof aus ſtatt.
(22292
Todes=Anzeige.
Geſtern entſchlief nach langem Leiden unſere
liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter,
Schweſter, Schwägerin und Tante
Drau Cva Mengeb
Hauptſteueramtsdieners=Witwe.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Becker.
Darmſtadt (Kirchſtr. 22), Pfeddersheim, Lübeck,
Frankfurt=Eſchersheim, 4. Dezember 1914.
Die Beerdigung findet Sonntag, 6. Dezember,
nachmittags 3 Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Den Heldentod für das Vaterland erlitt
am 23. Oktober in Frankreich unſer lieber
Sohn, Bruder und Schwager
Karl Wolf
Sparkaſſe=Beamter
in ſeinem 26. Lebensjahre.
In tiefſter Trauer:
Frau Magdalene Wolf Wwe.
Familie H. Wolf.
Familie Otto Kronauer.
Darmſtadt, 4. Dezember 1914.
(B22248
[ ← ][ ][ → ]Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Dezember 1914.
Nachruf.
Den Heldentod fürs Vaterland
erlitt am 23. Oktober l. Js. im Gefecht
bei Le Quesne (Frankreich) im Alter
von 26 Jahren unſer
Bureauaſſiſtent
Karl Wolf
Erſatz-Reſerviſt im Reſ.=Inf.-Reg. Nr. 116.
Wir betrauern in dem Dahingeſchiedenen
einen fleißigen, ſtrebſamen Mitarbeiter und
Kollegen, dem wir für alle Zeit ein ehrendes
Andenken bewahren werden.
Darmſtadt, 4. Dezember 1914.
Städtiſche Sparkaſſe Darmſtadt.
29294)
Todes=Anzeige.
Hierdurch die traurige Mitteilung, daß unſer
lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel
am 22. November infolge Unglücksfalls uns
(*10745
entriſſen wurde.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Hermann Engemann.
Familie Edwin u. Johann Fuchs.
Familie Joh. Schnauber.
Darmſtadt, Cuxhaven, 3. Dezember 1914.
Kriegerverein
Darmſtadt.
Die Beerdigung unſeres
Mit=
glieds
zerrn Leonhard Flath
Wagner bei der Staatsbahn
findet am Sonntag, den 6. Dezember,
nach=
mittags 3 Uhr, vom Sterbehauſe, Kaupſtraße 28,
aus ſtatt.
Wir erſuchen alle Kameraden ſich dort zu
verſammeln.
Der Vorſtand.
228 )
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Ableben meines Mannes, des
Herrn Heinrich Müller
Dachdeckermeiſter
ſprechen wir unſeren tiefgefühlten Dank aus.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Auguſte Müller, geb. Dornſeiff.
Darmſtadt, 4. Dezember 1914. (*10858
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme bei dem uns betroffenen,
unerſetzlichen Verluſte ſagt innigſten Dank
Im Namen der trauernd Hinterbliebenen:
Frau Anna Mayer, geb. Seibel.
Darmſtadt, den 4. Dezember 1914.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe inniger
Teil=
nahme bei dem Hinſcheiden unſerer
lieben Mutter, Großmutter und
Urgroß=
mutter
Frau Katharina Scheerer
geb. Hebermehl
ſagen hiermit innigſten Dank
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Geh. Rechnungsrat Ludwig Petry u. Frau
Sophie, geb. Scheerer.
Darmſtadt, den 4. Dezember 1914. (22270
Veſerbericht.
Nach der heute ſehr ſpärlich eingegangenen Meldung
läßt ſich über die Aenderung der Wetterlage über
Mittel=
europa kaum Beſtimmtes ſagen. Ueber Mitteleuropa liegt
zwar noch ein Gebiet hohen Luftdruckes, doch zeigt ſich im
Weſten ein Vordringen tiefen Druckes auf Mitteleuropa
zu. Zwiſchen Hoch und Tief behalten wir wohl wolkiges
und meiſt trockenes Wetter, ohne weitere
Temperaturab=
nahme.
Wetterausſichten für Samstag: Wolkig, meiſt
trocken, keine größere Temperaturänderung; ſüdweſtliche
Winde.
Togestender
Samstag, 5. Dezember.
Großh. Hoftheater, Anfang 3 Uhr, Ende 5 Uhr
(Sondervorſtellung für Schüler): „Die Anna=Liſe‟ —
Abends: Anfang 8 Uhr, Ende nach 11 Uhr (
Sondervor=
ſtellung): „Der Zigeunerbaron”.
Handelskammerwahl für die Erwerbsgruppe
Induſtrie von 10—12 Uhr, Rheinſtraße 9.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Ge=
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.
Grosser Weimuchts Verkauf.
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Farbige Taschentücher
gestreift B’wollzeug
Farbige Reformschürzen
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mit ½ Aermel
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für Blusen:
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2½ m Sportflanell 98₰ 1 1 20 23
85 995 5,40 m
920 995
5,40 m Kattun 1 2
Bettzeug &
945 295 7,20 m
200 95
7,20 m Kattun 2 5 Bettzeug 5 3
fürBettbezüge:
5 480 3.30 m
130 180
3,30 m Kattun T P Bettzeug 1
m Schürzenzeng 65₰ 80 ₰ 85₰ 90 ₰ 95 ₰
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4
10 120
25
150
1½ m do.
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Socken, landwollgarn Paar von
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1.25 an
1.70 an
35 ₰ an
48 ₰an
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Pulswärmer .
. . Paar von
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Handschuhe, Krimmer mit
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Krimmer mit Leder Paar von
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Unterröcke aus solidem Halbtuch mit
. 350, 2.25
Tressenbesatz .
Unterröcke aus Trikot mit Moiré-
Volant . . . . . . . . 5.25, 3.25
Unterröcke aus schwerem Halbtuch
mit hoher Falten-Volant . . 6.25, 4.50
Unterröcke aus gutem Moiré, in allen
modernen Farben . . . . 4.75, 3.60
Unterröcke, reine Seide, so lange
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Kinderkleider in mod. Stoff. u. reiz.
Machart., in Größe 45—60, 5.90, 3.75, 2.95
Mädchenkleider in einfarbig und
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1914.
An de Oriepolhelbeſärden des Kreiſt.
Da nach § 60 der Gewerbe=Ordnung der Wander=Gewerbeſchein nur für die
Dauer des Kalenderjahres gültig iſt, wollen Sie alle diejenigen Perſonen, welche
den Gewerbebetrieb im Umherziehen im Jahre 1915 fortzuſetzen oder zu beginnen
be=
abſichtigen, durch wiederholte ortsübliche Bekanntmachung auffordern, ihre Anträge
auf Erteilung des Wander=Gewerbeſcheins bei der Großh. Bürgermeiſterei ihres
Wohnorts in Darmſtadt bei dem Großh. Polizeiam jetzt ſchon und ſo
zeitig zu ſtellen, daß ſie zu Anfang des nächſten Jahres im Beſitz des erforderlichen
Gewerbeſcheins ſein können.
Zu der nach der Bekanntmachung des Reichskanzlers betreffend
Ausfüh=
rungsbeſtimmungen zur Gewerbeordnung, vom 4. März 1912 (Reichsgeſetzblatt S. 189)
vorgeſchriebenen und in die Wandergewerbeſcheine einzuklebenden Photographie
be=
merken wir=
Die Photographie muß von Viſitenkartenformat, unaufgerogen, ähnlich, gut
erkennbar ſein, eine Kopfgröße von mndeſtens 1.5 om haben und darf nicht älter als
5 Jahre ſein: ſie iſt zu erneuern, wenn in dem Ausſehen des Gewerbetreibenden eine
weſentliche Veränderung eingetreten iſt.
Bei gemeinſamen Wandergewerbeſcheinen genügt die Photographie des
Unter=
nehmers, wenn ein Unternehmer nicht vorhanden iſt, die eines Mitgliedes.
Auf den bei der Stellung der Anträge auf Erteilung von
Wandergewerbe=
ſcheinen vorzulegenden Photographien wollen Sie ſofort auf der Rückſeite die
Per=
fönlichkeit vermerken, damit Verwechſelungen vermieden werden.
Photographien, die von uns bereits in Wundergewerbeſcheine eingeklebt und
abgeſtempelt waren und die von den Wandergew rbetreibenden wieder abge öſt und
zur Wiederverwendung in neue Wandergewerbeſcheine Ihnen vorgelegt werden, ſind
unzuläſſig und daher von Ihnen zurückzugeben.
Weiter machen wir darauf aufmerkſam, daß die ausgefertigten
Wandergewerbe=
ſcheine von uns unmittelbar an die zuſtändigen Großh. Finanzämter abgegeben
und von dieſen, nach Verwendung des geſetzl chen Urkundenſtempels und nach
Rege=
lung der Wandergewerbeſteuerfrage, an die Wandergewerbetreibenden ausgehändigt
werden. Den Wandergewerbetreibenden wird von dem Eingang der
Wandergewerbe=
ſcheine bei den Finanzämtern von dieſen Nachricht gegeben unter der Aufforderung,
den Urkundenſtempel und die Wandergewerbeſteuer zu entrichten.
Sie wollen die Wandergewerbetreibenden bei Stellung der Anträge
hier=
auf beſonders hinweiſen. Die Wandergewerbeſcheine werden demnach nicht
mehr am Kreisamt mitgenommen, ſondern müſſen bei dem Finanzamt abgeholt
werden.
Die Anträge wollen Sie uns unter Benutzung des vorgeſchriebenen Formulars
haldigſt vorlegen und die Photographie des Wandergewerbeſchein Nat,ſuchenden und,
wenn derſe be im Umherziehen Druckſchriſten oder Bildwerke ſeilbieten will, ein
Ver=
zeichnis derſelben mit eigenhändiger Namensunterſchrift in zwei Ausfertigungen dem
Berichte beiſchließen.
Nach den nachſtehend abgedruckten Paragraphen der Reichsverſicherungsordnung
muß der Arbeitgeber, der eines Wandergewerbeſcheines bedarf, die in ſeinem
Wander=
gewerbe Beſchäftigten, ſoweit er ſie von Ort zu Ort mit ſich führen will, ihrer Zahl
nach bei der Landkrankenkaſſe des Ortes als Mitglieder anmelden, bei deren
Polizei=
behörde er den Schein beantragt. Der § 16 der Bekanntmachung vom 22. September
1913 — Regierungsblatt Nr. 22 —, betreffend die Ausführung der
Reichsverſicherungs=
ordnung, beſtimmt, daß, wenn eine Landkrankenkaſſe nicht errichtet iſt, die Anmeldung
bei der zuſtändigen allgemeinen Ortskrankenkaſſe zu erfolgen hat. Bei der
Anmel=
dung hat der Arbeitgeber die Beiträge für die Zeit bis zum Ablaufe des
Wander=
gewerbeſcheins, oder mit Erlaubnis des Kaſſenvorſtandes für kürzere Zeit im voraus
zu entrichten. Die Krankenkaſſe beſcheinigt die empfangenen oder geſtundeten Beiträge
unter Angabe des Grundlohns und des Wochenbeitrags. Dieſe Beſcheinigung iſt mit
dem Antrage auf Erteilung des Wandergewerbeſcheins uns vorzulegen.
Die in Betracht kommenden Wandergewerbetreibenden wollen Sie auf dieſe
Beſtimmungen aufmerkſam machen und zur Anmeldung der in ihrem Wandergewerbe
Beſchäftigten, die von Ort zu Ort mitgeführt werden ſollen, bei der allgemeinen
Ortskrankenkaſſe für den Kreis Darmſtadt veranlaſſen.
Darmſtadt, den 2. Dezember 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
§ 459. Der Arbeitgeber, der eines Wandergewerbſcheins bedarf, hat die in
ſeinem Wandergewerbbetriebe Beſchäftigten ſoweit er ſie von Ort zu Ort mit ſich
führen will, ihrer Zahl nach bei der Landkrankenkaſſe des Ortes als Mitglieder
an=
zumelden, bei deſſen Polizeibehörde er den Schein beantragt.
Beſchäftigte, für die er über die angemeldete Zahl hinaus die Erlaubnis nach
§ 62 der Gewerbeordnunz erſt nach Empfang des Scheines nachſucht, hat er durch
Vermittlung der für dieſe Erlaubnis zuſtändigen Behörde anzumelden.
Die hier angezogene Stelle der Gewerbeordnung lautet:
§ 62. I. Wer beim Gewerbebetriebe im Umherziehen andere Perſonen von Ort zu
Ort mit ſich führen will, bedarf der Erlaubnis derienigen Behörde welche den
Wandergewerbeſchein erteilt hat, oder in deren Bezirk ſich der Nachſuchende
befindet. Die Erlaubnis wird in dem Wandergewerbeſchein unter näherer
Be=
zeichnung dieſer Verſonen vermerkt.
II. Die Erlaubnis iſt zu verſagen, inſoweit bei ihnen eine der im § 57
be=
zeichneten Vorausſetzungen zutrifft; außerdem darf dieſelbe nur dann verſagt
werden, inſoweit eine der in § 57a und § 57b bezeichneten Vorausſetzungen
vor=
liegt. Die Zurücknahme der Erlaubnis erfolgt nach Maßgabe des § 58 durch
eine für deren Erteilung zuſtändine Behörde.
III. Die Mitführung von Kindern unter 14 Jahren zu gewerblichen Zwecken
iſt verboten.
IV. Die Erlaubnis zur Mitführung von Kindern, welche ſchulpflichtig ſind,
iſt zu verſagen und die bereits erteilte Erlaubnis zurückzunehmen, wenn nicht
für einen ausreichenden Unterricht der Kinder geſorgt iſt.
V. Die Erlaubnis zur Mitführung von Kindern unter 14 Jahren kann
ver=
ſagt und von der für die Erteilung derſelben zuſtändigen Behörde
zurück=
genommen werden. Dasſelbe gilt von der Erlaubnis zur Mitführung von
Per=
ſonen anderen Geſchlechts mit Ausnahme der Ehegatten und der über 14 Jahre
alten eige en Kinder und Enkel.
§ 460. Bei der Anmeldung hat der Arbeitgeber die Beiträge für die Zeit bis
zum Ablauf des Wandergewerbſcheins oder mit Erlaubnis des Kaſſenvorſtandes für
kürzere Zeit im voraus zu entrichten.
Wird der Schein oder die Erlaubnis (§ 459 Abſ. 2) zurückgenommen oder der
Betrieb ſonſt eingeſtellt, ſo erſtattet der Vorſtand auf Antrag die zuviel gezahlten
Beiträge zurück, ebenſo für volle Kalenderwochen, in denen nachweislich der
Arbeit=
geber die Verſonen nicht mit ſich geführt hat.
§ 461. Im Falle des § 459 Abſ. 1 beſcheinigt die Krankenkaſſe nach einem
vom Bundesrate beſtimmten Muſter die empfangenen oder geſtundeten Beiträge unter
Angabe des Grundlohns und des Wochenbeitrags. Dieſe Beſcheinigung iſt der
Polizei=
behörde vorzulegen, ſobald der Wandergewerbeſchein beantragt wird.
Im Falle des § 459 Abſ. 2 werden die Beiträge an die dort bezeichnete Behörde
gezahlt und von ihr der zuſtändigen Landkrankenkaſſe übermitteſt.
Der Wandergewerbeſchein darf nur erteilt werden, wenn die Beſcheinigung
vor=
gelegt iſt, die Erlaubnis nur, wenn die Beiträge entrichtet ſind.
Auf dem Wandergewerbeſchein iſt der Grundlohn und der Wochenbeitrag
an=
zugeben.
§ 462. Die Verſicherten erhalten die Regelleiſtungen der Krankenkaſſen. § 382
gilt für ſie nicht. Die Satzung kann beſtimmen daß der Verſicherte auf ſeinen Antra;
auch Anſpruch auf die Mehrleiſtungen der Kaſſe hat, ſolange die Perſonen, denen ſie
zu gewähren ſind, ſich im Bezirke der Kaſſe aufhalten.
Gewährt die Kaſſe ihren anderen Mitgliedern mehr, ſo kann ſie die Veiträge
für die im Wandergewerbe Beſchäftigten entſprechend kürzen.
§ 463. Der Arbeitgeber kann den Verſicherten für Zeiten die längſtens einen
Monat zurückliegen, zwei Drittel der von ihm dafür gezahlten Beiträge vom Lohne
abziehen.
Bei Streit über Abzüge entſcheidet das Verſicherungsamt des Aufenthaltsorts.
§ 461 Wer für einen anderen ein Wandergewerbe betreibt (§ 60d Abſ. 2 der
Gewerbeordnung), hat die Re te und Pflichten des Arbeitgebers nach den §§ 459 bis 463.
Die hier angezogene Stelle der Gewerbeordnung lautet:
§ 60d. Wer für einen anderen ein Gewerbe im Umherziehen zu betreiben be=
Abſ. 2. abſichtigt, unterliegt für ſeine Perſo, den Beſtimmungen dieſes Geſetzes.
§ 465. Der Bundesrat kann zur Durchführung der §§ 439—461 näheres
beſtimmen.
Hezemie191
geber ohne Wandergewerbeſchein in ſeinem Wanderaewerbebetriebe beſchäftigr (§ 50
der Cewerbeordnung) und von Ort zu Ort mit ſich führt, und ihre Verſicherung auch
abwechend von den §§ 459—464 regeln.
Die hier angezogene Stelle der Gewerbeordnung lautet:
§ 59. I. Eines Wandergewerbeſcheins bedarf nicht:
1. wer ſelbſt ewonnene oder rohe Erzeugniſſe der=Land= und Forſtwirtſchaft,
des Garten= und Obſtbaues, der Geflügel= und Bienenzucht, ſowie
ſelbſt=
gewonnene Erzeugniſſe der Jagd und Fiſcherei feilbietet;
2. wer in der Umgegend ſeines Wohnortes bis zu 15 Kilometer Entfernung
von demſelben ſelbſtverfertigte Waren, welche zu den Gegenſtänden des
Wochenma ktverkehrs gehören, feilbietet oder gewerbliche Leiſtungen,
hin=
ſichtlich deren dies Landesgebrauch iſt, anbietet;
3. wer ſelbſtgewonnene Erzeugniſſe oder ſelbſtverfertigte Waren, hinſichtlich
deren dies Laudesgebrauch iſt, zu Waſſer anfährt und von dem
Fahr=
zeuge aus feilbietet;
4. wer bei öffentlichen Feſten, Truppenzuſammenziehungen oder anderen
außergewöhnlichen Gelegenheiten mit Erlaubnis der Ortspolizeibehörde
die von derſelben zu beſtimmenden Waren ſeilbietet.
II. Die Landesregierungen können in weiterem Umfange den Gewerbebetrieb
im Umherziehen mit Gegenſtänden des gemeinen Verbrauchs ohne
Wander=
gewerbeſchein innerhalb ihres Gebietes ge atten.
(22235si
Darmſtadt, den 25. November 1914.
Der Zivil=Vorſitzende der Großh. Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Ich empfehle Ihnen, die Aufſtellung der Rekrutierungsſtammrollen für 1915
umgehend vorzunehmen, ſodaß dieſelbe bis 1. Dezember ifd. Is, erfolgt iſt und die
Einſendung unfehlbar bis zum 10. Dezember lfd. Is ſtattfinden kann. Dabei verweiſe
ich Sie auf die genaueſte Beachtung der ergangenen Beſtimmungen, namentlich des § 46
der Wehrordnung vom 22. November 1888 (Reg.=Blatt Nr. 68 von 1901), umſomehr.
als alle nicht vorſchriftsmäßig aufgeſtellten Stammrollen zur Berichtigung und event.
vollſtändigen Umarbeitung, bzw. Neuaufſtellung zurückgegeben werden müßten.,
Im weiteren wollen Sie für ſofortige ortsübliche Bekanntmachung der
Auf=
forderung Sorge tragen, daß in der Zeit vom 1. bis 8. Dezember lfd. Js. nicht
allein die Militärpflichtigen des Jahrgangs 1915 (die im Jahre 1895
Ge=
borenen), ſondern auch diejenigen der Jahrgänge 1914, und 1913 (die im Jahre
1894 und 1893 Geborenen), ſowie ü erhaupt alle Mili ärpflichtigen, welche eine
endgültige Entſcheidung über ihre Dienſtpflicht durch die Erſatzbehörden noch nicht
erhalten haben, ſich bei der Bürgermeiſterei desſenigen Orts zur Stammrolle anmelden
müſſen, an welchem ſie ihren dauernden Aufenthalt haben. Auf dieſe letztere
Beſtimmung des §.25, 2 der W.=O. wird um ſo nachdrückl cher hingewieſen, als es
ſchon häufig vorgekommen iſt, daß Militärpflichtige aus anderen Kreiſen des
Groß=
herzogtums, obgleich ſie im diesſeitigen Bezirk ihren dauernden Aufenthaſt nicht hatten,
nur aus dem Grunde in die Stammrolien des Kreites eingetragen worden waren,
weil ſie ſich hier zu ſtellen wünſchten. Dies iſt nicht ſtatthaft. Sie wollen daher
An=
trägen, welche in dieſer Beziehung an Sie geſtellt werden ſollten, unter teiner Bedingung
ſtattgeben, die betreffenden Militärpflichtigen, bzw. deren Angehörige, vielmehr auf
die beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen verweiſen, ſowe darauf aufmerkſam machen,
daß Leute, welche im diesſeitigen Kreiſe nach den geltenden Beſtimmungen nicht
geſtellungspflichtig ſind und ſich dennoch hier zur Muſterung ſtellen wollen, zu
der=
ſelben nicht zugelaſſen werden würden und ſich die daraus dann entſtehenden Nachteile
ſelbſt zuzuſchreiben hätten.
Ebenſo iſt es unter keinen Umſtänden angängig, daß umgekehrt Militärpflichtige,
welche in Gemeinden des diesſeitigen Kreiſes dauernden Aufenthalt haben, die
An=
meldungen deshalb unterlaſſen, weil ſie ſich in ihren reſp. Heimatsgemeinden melden
wollen oder gemeldet haben, um ſich demnächſt in ihrem Heimatsbezirk zur Muſterung
ſtellen zu können. In Fällen dieſer Art, welhe Ihnen bekannt werden, ſind die
Betreffenden von Ihnen zur Meldung anzuhalten. Außerdem iſt eine von ſolchen
Militärrflichtigen ſräterhin, vor Beginn der Muſterung, beabſichtigte Abmeldung nur
dann entgegenzunehmen, wenn Sie ſich die Ueberzeugung verſchafft haben, daß
die=
ſelben tatſächlich außer Arbeit getreten ſind und den Ort verlaſſen werden.
Insbeſondere aber wäre darauf zu achten, daß
I. die Entgegennahme der Anmeldung zur Stammrolle ſeitens der nicht am Orte
* der Anmeldung geborenen Militärpflichtigen ſtets abhängig zu machen iſt:
a) bei den Militärpflichtigen des jüngſten Jahrgangs (hier 1914) von Vorlage
eines Geburtsſcheins (Auszug aus dem Zivilſtandregiſter), Taufſcheine,
Heimatſcheine, Abmeldebeſcheinigungen, Arbeitsbücher, ſowie anderwelte,
wenn auch von Amtsſtellen ausgefertigte Beſcheinigungen oder Mitteilungen
genügen nicht:
b) bei den militärpflichtigen der älteren Jahrgänge (hier 1913, 1912 und event
früher von Vorlage des Loſungsſcheines:
II. genaues Augenmerk auf die Rechtſchreibung der Namen der Militärpflichtigen
zu richten iſt, ſowie auch darauf, daß der Geburtsort richtig bezeichnet, und
der in Betracht kommende Verwaltungsbezirk (Kreis, Amtshauptmannſchaft,
Oberamt Bezirksamt uſw.) zutreffend angegeben wird; bei mehreren Bornamen
iſt der Rufname zu unterſtreichen;
III. a) der hauptſächliche oder alleinige Beruf ſoweit angängig, genau zu
be=
zeichnen iſt, z. B. Bäckeraeſelle, Zigarrenarbeiter, Handlungsreiſender uſw.;
b) bei Arbeitern und Taglöhnern derjenige Arbeits= oder Geſchäftszweig
anzugeben iſt, in welchem dieſelben nändig oder meiſtens arbeiten ob in
Landwirtſchaft, bei Forſt=, Garten=, Bau=, Eiſenbahn=, Chauſſee=, Hafen=,
Kanalarbeiten uſw.);
c) derjenige Beruf einzutragen iſt, welcher ſeit Verlaſſen der Schule die
längſte Zeit hindurch ausgeübt wurde:
d) ſpeziell in Hinſicht der Sattler, Schloſſer, Schmiede, Schneider, Schuhmacher,
Wagner und Zimmerleute feſtzuſtellen wäre ob dieſelben dieſes Gewerbe
ordnungsmäßig gelernt haben, ſowe jetzt noch betreiben:
e) bei allen denjenigen, deren Beruf dies annehmen läßt, insbeſodere aber den
in der Landwirtſchaft tätigen Militärpflichtigen durch Eintragung des
Vermerks „m. Pf.” (mit Pferden) oder „o. Pf” (ohne Pferde) in Spalte 8
erſichtlich zu machen iſt, ob dieſelben mit Pferden umzugehen verſtehen
oder nicht:
IV. bei den Namen derjenigen Militärpflichtigen, von welchen ſich ein Bruder im
akriven Dienſt befindet oder ein ſolcher ſich gleichfalls bei der Muſterung
hier oder auswärts zu geſtellen hat, ein entſprechender Vermerk zu machen
iſt. Die Militärpflichtigen würden daher bei Anmeldung zu der Stammrolle
in dieſer Hinſicht zu befragen ſein;
V. bei den Namen derienigen Militärpflichtigen, welche ſchon gerichtliche Strafen
erhalten haben, dieſe unter Angabe des betreffenden Gerichts und Datum des
Urteils einzutragen ſind, auch anzugeben iſt, ob die Strafe verbüßt iſt.
Indem ich Ihnen ſchließlich noch empfehle, bei der von Ihnen zu erlaſſenden
Aufforderung wegen Anmeldung zur Stammrolle zugleich auf die Strafen aufmerkſam
zu machen, welche nach § 25, 11 d. W.=O. denjenigen treffen, welcher die vorgeſchriebene
Meldung zur Stammrolle oder zur Berichtigung derſelben unterlätt, beauftrage ich
Sie, am Schluſſe der Stammrolle noch ausdrücklich zu beſcheinigen:
1. daß, bezw. wenn die Aufforderung, ſich zur Stammrolle anzumelden, erfolgt iſt,
2. daß die in derſelben eingetragenen, nicht im Orte geborenen Militärpflichtigen
dort ihren dauernden Aufenthalt haben, bezw. in Arbeit ſtehen,
3. daß die in Ihren Gemeinden zuſtändigen, ſich iedoch daſelbſt nicht aufhaltenden
Miltärpflichtigen angewieſen worden ſind, ſich bei der Bürgermeiſteret ihres
Aufenthaltsortes zur Stammrolle anzumelden.
Da das Muſterungsgeſchäft bereits am 2. Januar k. Js. beginnt, ſehe
ich der Vorlage der Stammrolle bis ſpäteſtens 15. k. Mts. unfehlbar entgegen.
Der Zivil=Vorſizende der Erſatz=Kommifſion des Aushebungsbezirks Darnſtadt.
Dr. Reinhart.
21830ids)
Bekanntmachung.
Am 7. d. Mts., von 2 bis 5 Uhr nachmittags, wird mit Infanterie=
Munition auf dem Truppenübungsplatz ſcharf geſchoſſen werden. Die Abſperrung
erſtreckt ſich bis zum Landgraben.
(22258
Darmſtadt, den 4. Dezember 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck,
Bekanntmachung.
Verbot des Agiohandels mit Reichsgoldmünzen betreffend.
Vom 23. November 1914.
Der Bundesrat hat auf Grund des § 3 des Geſetzes über die Ermächtigung des
Bundesrates zu wirtſchaftlichen Maßnahmen uſw. vom 4. Auguſt 1914 (Reichsgeſetzbl.
S. 327) folgende Verordnung erlaſſen:
Wer ohne Genehmigung des Reichskanzlers es unternimmt, Reichsgoldmünzen
zu einem ihren Nennwert überſteigenden Preiſe zu erwerben, zu veräußern oder ſolche
Geſchäfte über ſie zu vermitteln oder dazu auffordert oder ſich erbietet, wird, ſofern
nicht andere Vorſchriften ſchwerere Strafen androhen, mit Gefängnis bis zu einem
Jahre und zugleich mit Geldſtrafe bis zu 5000 Mark beſtraft. Sind mildernde
Um=
ſtände vorhanden, ſo kann ausſchließlich auf Geldſtrafe erkannt werden.
§ 2.
In dem Urteil ſind die Reichsgoldmünzen, die zu einer nach § 1 ſtrafbaren
Handlung gebraucht oder beſtimmt ſind, einzuziehen, ſofern ſie dem Täter oder einem
Teilnehmer gehören.
§ 42 des Strafgeſetzbuches findet Anwendung.
§ 3.
Dieſe Verordnung tritt mit dem 26. November 1914 in Kraft. Den Zeitpunkt
des Außerkrafttretens beſtimmt der Reichskanzler.
Berlin, den 23. November 1914.
Der Stellvertreter des Reichskanzlers
Delbrück.
Vorſtehende Bekanntmachung wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, Die
Ortspolizeibehörden werden angewieſen, Verfehlungen nach § 1 der Bekanntmachung
unnachſichtlich zur Anzeige zu bringen.
(22234
Darmſtadt, den 30. November 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
Bekanntmachung über die Höchſtpreiſe für Speiſekartoffeln.
Vom 23. November 1914.
Auf Grund des § 3 des Geſetzes, betreffend Höchſtpreiſe, vom 4. Auguſt 1914
(Reichs=Geſetzblatt S. 339) in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. Oktober 1914
(Reichs=Geſetzblatt S. 458) hat der Bundesrat folgende Verordnung erlaſſen:
§ 1.,
Der Preis für die Tonne inländiſcher Speiſekartoffetn darf beim Verkaufe durch
den Produzenten nicht überſteigen:
bei den Sorten
Daber, Imperator, bei allen
anderen
Magnum bonum,
Sorten
Up to date
ℳ
ℳ
in den preußiſchen Provinzen Oſtpreußen, Weſtpreußen, Poſen,
Schleſien, Pommern, Brandenburg, in den
Großherzog=
tümern Mecklenburg=Schwerin, Mecklenburg=Strelitz
55
50
in der preußiſchen Provinz Sachſen, im Kreiſe Herrſchaft
Schmalkalden, im Königreich Sachſen, im Großherzogtum
Sachſen ohne die Enklave Oſtheim a. Rhön, im Kreiſe
Blankenburg, im Amte Calvörde, in den Herzogtümern
Sachſen=Meiningen, Sachſen=Altenburg, Sachſen=Koburg=
Gotha ohne die Enklave Amt Königsberg i. Fr., Anhalt,
in den Fürſtentümern Schwarzburg=Sondershauſen,
Schwarzburg=Rudolſtadt, Reuß älterer Linie, Reuß jüngerer
52
Linie .
57
in den preußiſchen Provinzen Schleswig=Holſtein, Hannover,
Weſtfalen ohne den Regierungsbezirk Arnsberg und den
Kreis Recklinghauſen, im Kreiſe Grafſchaft Schaumburg,
im Großherzogtum Oldenburg ohne das Fürſtentum
Bir=
kenfeld, im Herzogtum Braunſchweig ohne den Kreis
Blankenburg und das Amt Calvörde, in den Fürſtentümern
Schaumburg=Lippe, Lippe, in Lübeck, Bremen, Hamburg.
59
55
in den übrigen Teilen des Deutſchen Reichs.
61
Die Landeszentralbehörden können den Sorten Daber, Imperator, Magnum
bonum, Up to date andere Sorten beſter Speiſekartoffeln gleichſtellen.
Die Höchſtpreiſe gelten nicht für ſolche mit Konſumenten, Konſumentenver=
einigungen oder Gemeinden abgeſchloſſenen Verkäufe, welche eine Tonne nicht
über=
ſteigen. Sie gelten ferner nicht für Saatkartoffeln oder für Salatkartoffeln.
Dem Produzenten gleich ſteht jeder, der Speiſekartoffeln verkauft, ohne ſich vor
dem 1. Auguſt 1914 gewerbsmäßig mit dem An= oder Verkauf von Kartoffeln befaßt
zu haben.
§ 2.
Die Höchſtpreiſe (§ 1) gelten für gute, geſunde Speiſekartoffeln von 3,4
Zenti=
meter Mindeſtgröße bei ſortenreiner Lieferung.
§ 3.
Die Höchſtpreiſe eines Bezirks (§ 1) gelten für die in dieſem Bezirke
produ=
zierten Kartoffeln.
§ 4.
Die Höchſtpreiſe gelten für Lieferung ohne Sack und für Barzahlung bei
Em=
pfang; wird der Kauſpreis geſtundet, ſo dürfen bis zu zwei Prozent Jahreszinſen
über Reichsbankdiskont hinzugeſchlagen werden. Die Höchſtpreiſe ſchließen die Koſten
des Transports bis zum nächſten Güterbahnhofe, bei Waſſertransport bis zur nächſten
Anlegeſtelle des Schiffes oder Kahnes und die Koſten der Verladung ein.
§ 5.
Die Höchſtpreiſe dieſer Verordnung ſind Höchſtpreiſe im Sinne von § 2 Abſ. 1
des Geſetzes, betreffend Höchſtpreiſe, vom 4. Auguſt 1914 (Reiche=Geſetzblatt S. 339)
in der Faſſung der Bekanntmachung über Höchſtpreiſe vom 28. Oktober 1914 (Reichs=
Geſetzblatt S. 458).
§ 6.
Dieſe Verordnung tritt am 28. November 1914 in Kraft. Der Bundesrat
be=
ſtimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens.
(22264
Berlin, den 23. November 1914.
Der Stellvertreter des Reichskanzlers.
Delbrück.
Bekanntmachung, betreffend Aenderung der Poſtordnung
vom 20. März 1900.
Vom 27. November 1914.
Auf Grund des § 50 des Geſetzes über das Poſtweſen vom 28. Oktober 1871
(Reichs=Geſetzblatt S. 347) und des § 3 Abſatz 2 des Geſetzes, betreffend die
Erleichte=
rung des Wechſelproteſtes, vom 30. Mai 1908 (Reichs=Geſetzblatt S. 321) wird der § 18a
„Poſtproteſt” der Poſtordnung vom 20. März 1900 wie folgt geändert:
1. Für die Dauer der Geltung des § 1 der Bekanntmachung des Bundesrates
vom 23. November 1914 (Reichs=Geſetzblatt S. 482), betreffend weitere Verlängerung
der Friſten des Wechſel= und Scheckrechts für Elſaß=Lothringen, Oſtpreußen uſw iſt
unter V ſtatt des mit den Worten „Poſtproteſtaufträge mit Wechſeln, die in Elſaß=
Lothringen, in der Provinz Oſtpreußen uſw.” beginnenden Abſatzes — Bekanntmachung
vom 26. Oktober 1914 (Reichs=Geſetzblatt S. 457) — zu ſetzen:
Poſtproteſtaufträge mit Wechſeln, die in Elſaß=Lothringen, in der
Pro=
vinz Oſtpreußen oder in Weſtpreußen in den Kreiſen Marienburg, Elbing
Stadt und Land, Stuhm, Marienwerder, Roſenberg, Graudenz Stadt und
Land, Löbau, Culm, Brieſen, Strasburg, Thorn Stadt und Land zahlbar
ſind, werden erſt am einhundertundfünfzigſten Tage nach Ablauf der
Proteſt=
friſt des Art. 41 Abſ. 2 der Wechſelordnung, wenn dieſer Tag auf einen
Sonn= oder Feiertag fällt, am nächſten Werktage nochmals zur Zahlung
vorgezeigt. Dasſelbe gilt für die nochmalige Vorzeigung von
Poſtproteſt=
aufträgen mit ſolchen im Stadtkreiſe Danzig zahlbaren gezogenen Wechſeln,
die als Wohnort des Bezogenen einen Ort angeben, der in Oſtpreußen oder
in einem der bezeichneten weſtpreußiſchen Kreiſe liegt.
2. Hinter dem mit den Worten „Solange die Verlängerung der Friſten des
Wechſel= und Scheckrechts beſteht, uſw.” beginnenden Abſatz — Bekanntmachung vom
26. Oktober 1914 (Reichs=Geſetzblatt S. 457) — iſt als neuer Abſatz einzurücken:
Während der Geltung der Beſtimmungen über die Verlängerung der
Friſten des Wechſel= und Scheckrechts kann der Auftraggeber verlangen, daß
der Wechſel mit dem Poſtproteſtauftrage ſchon am zweiten Werktage nach
dem Zahlungstage des Wechſels nochmals zur Zahlung vorgezeigt und,
wenn auch dieſe Vorzeigung oder der Verſuch dazu erfolglos bleibt,
pro=
teſtiert werde. Dieſes Verlangen iſt durch den Vermerk „Ohne die verlängerte
Proteſtfriſt” auf der Rückſeite des Poſtproteſtauftrags auszudrücken.
3. Vorſtehende Aenderungen treten ſofort in Kraft.
Berlin, den 27. November 1914.
Der Reichskanzler.
In Vertretung: Kraetke.
(22263
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
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mit einigen Pfennigen, 1 Taſchentuch ꝛc. 1 graue geſtickte
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mütze. 1 Paar braune Damenhandſchuhe. 1 großer Schlüſſel. 1 Brille
in altem Futteral. 1 grauer geknüpfter Beutel mit Portemonnaie
u. 1 Paar braunen Handſchuhen. — Zugelaufen: 1 deutſcher
Schäfer=
hund (im Hundeaſyl). — Zugeflogen: 1 Hahn.
(22241
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofr ite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 3 deutſche Schäferhunde, 2 Jagdhunde (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(22261
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 6. Dez.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße, und Beſſunger
Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr
ab geſchloſſen.
Standesamt I.
Der Sekretariatsvorſtand Oberſtadtſekretär Hahn iſt mit der
Wahrnehmung der Dienſtgeſchäfte des zum Heeresdienſt einberufenen
ſtellvertretenden Standesbeamten Grodhaus beauftragt und von
Großh. Amtsgericht I dahier als ſtellvertretender Standesbeamter
des Standesamtsbezirks Darmſtadt I eidlich verpflichtet worden.
Darmſtadt, den 1. Dezember 1914.
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Die ſeitherige Umquartierung nach 10 Tagen iſt nicht weiter
durchführbar. Ich beſtimme deshalb, daß ein Antrag auf
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tierung für ſolche Mannſchaften, die mit Verpflegung einquartiert
ſind, erſt vom vierzehnten Tage an und für Mannſchaften ohne=
Ver=
pflegung (nur mit erſtem Frühſtück) erſt nach Verlauf von vier
Wochen geſchehen kann.
Darmſtadt, den 14. November 1914.
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Die Rechnung der iſraelitiſchen Religionsgemeinde
Darm=
ſtadt für 1913 Rj. ſowie der Voranſchlag für 1915 Rj. liegen vom
6. d. Mts. ab acht Tage lang auf unſerem Gemeindebüro, Friedrich
ſtraße 2, während der Amtsſtunden, vormittags von 9—12 Uhr, zur
Einſicht für die Gemeindemitglieder offen.
Etwaige Einwendungen ſind innerhalb der Offenlegungsfriſt
ſchriftlich bei dem Vorſtande einzureichen.
(22274
Darmſtadt, den 3. Dezember 1914.
Der Vorſtand
der iſraelitiſchen Religiensgemeinde.
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Stäramsrsshärd.
Nummer 33.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Dezember 1914.
Seite 19.
Jt. Gotthard.
Eine eſchichte aus vergangener Zeit.
Von Ernſt Zahn.
6)
(Nachdruck verboten.)
Da ſah diDirne, was ſie getan hatte, und lachte
be=
dauernd.
Habe ich uch geſtört?
Was wil Du denn, fragte die Alte unwirſch.
Erzählemabe ich Euch wollen! — Ich war im
Vogt=
haus heute orgen.
Die Nezier der Greiſin ſchien geweckt. Sie rückte
ein wenig ef ihrem Sitz, und die Junge ließ ſich neben
ihr nieder.
Die Vitin hat Euch nachgefragt, Aehne, begann ſie
ihren Beric. Ihr ſeiet ein Wunder, hat ſie geſagt! Und
Ihr würde ſicher ſie ſelber überdauern und viele andere
im Tal.
Wer rdet vom Leben und denkt ans Sterben, wenn
es Sommr iſt!
Das frach die Vroni in ſcheltendem Ton. Sie wollte
es nicht hren, daß ihr Alter unnatürlich ſei.
Aberdie Helmine fuhr weiter:
Sie ſat mir auch ein Stück Schaflende mitgegeben
für Euchund Eier, einen Korb voll! — Sie iſt gut und
ſpendet dllen Armen. Aber ſtolz iſt ſie! Faſt hätte ich das
Danken vergeſſen. So ſcheu bin ich jedesmal, wann ſie
vor mir ſteht!
Die Alte murmelte etwas Unverſtändliches und ließ
die Dirne weiterreden.
Auch den neuen Vogt habe ich geſehen, erzählte dieſe.
Wer iſt das?
Der Sohn der Vögtin, der Zeno! — Er begegnete
mir allein im Flur und fragte nach meinem Begehr. Dann
faßte er meinen Arm und wollte mich küſſen. Doch als
ich mich wehrte, ſtieß er mich wider die Wand und fuhr
mich rauh an, ſo daß ich ſchleunig die Küche zu gewinnen
trachtete. Der wird ein Geſtrenger!
In den Furchenzügen der Greiſin ging ein
ſonder=
bares Mienenſpiel an. Sie kicherte und ſprach in ſich
hinein.
So haben ſie den zum Vogt gewählt! — Ich dachte
es. Seine Handlinie deutet auf Macht. Aber — das
andere — hm — hm — das andere!
Was habt Ihr, Aehne? Habt Ihr dem Vogt
wahr=
ſagen müſſen?
Eine Flut von Gedanken ſchien auf die Alte
einzu=
dringen. Sie vergaß der Dirne an ihrer Seite und
plap=
perte, mit den fleiſchloſen Fingern im Schoß tändelnd, vor
ſich hin.
Er iſt ein Neugieriger, der Zeno, hihi! So hungert er
nach der Herrſchaft im Tal, daß er ſelbſt nicht verſchmähte,
ein altes Weib um ihre Meinung zu fragen! — — — Er
hat eine große Hand!. Wie Striche anf Vergament lieſt
ſich die Schrift darinnen! — Geſchwungen, ſcharf die
Daumenlinie und hoch hinauf! — Hoch hinauf will er —
und er kommt hoch hinauf! Hihi, er war zufrieden,
als er das hörte. Einen Gulden griff er aus dem Wams.
— Hätte ich ihm da die Freude verderben ſollen? — —
Aber ich weiß mehr! — Das Kreuz in der Hand! —
Tal=
vogt, wahre dich! Viele Alte überdauern dich, den
baum=
ſtarken Zeno! Hihi!
Die Augen des greiſen Weibes öffneten ſich weit, als
ſchauten ſie in die Zukunft. Adlerartig ſpitzten ſich ihre
Züge zu. Sie hatte in dieſem Augenblick ein ſchreckhaftes
Ausſehen.
Ihr macht mich fürchten, Aehne, raunte ihr die
Dirne zu.
Da zitterte die andere.
Biſt Du da? fragte ſie, als erwache ſie juſt.
Die Junge erhob ſich und ſcharrte mit dem Holzſchuh
im Wegſand.
Ich ſitze ja ſchon lange neben Euch, ſagte ſie. Und ich
habe Euch auch etwas beichten wollen.
Beichte, ſagte die Alte zänkiſch. Haſt Du die Milch
verſchüttet? Alltäglich Geſchäft für Dich! Oder hat das
Stallvieh hungern müſſen, weil Du keine Zeit zum
Füt=
tern haſt?
Ihr ſeid böſer Laune, Aehne! — Nicht um Milch noch
um Vieh geht’s. Den Vogtsknecht Felix geht es an!
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Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Dezember 1914.
ummer 335.
Was wil der von undd
Mich will er!
Narrheit! Du biſt ein Kind!
Neunzehn Sommer, Aehne, mit Verlaub!
Die Alte ſaß, als ob ſie rechnete; aber ihre Laune
wurde nicht beſſer dabei.
Nun willſt Du mir davonlaufen, da Du flügge
gewor=
den biſt! Nichts da! Zu dem Unſinn iſt Zeit genug, wann
— ich geſtorben bin!
Aber ich gehe nicht von Euch, beharrte die Dirne.
Ihr bleibet bei uns!
Darauf die Greiſin:
Ich gebe es nicht zu, laſſe Dir’s geſagt ſein!
Schmollend wandte ſich die Junge zur Hütte, und die
Vroni kauerte zuſammen und redete nach Altweiberart
laut ihre Gedanken aus.
Wann ich geſtorben bin! Wer redet vom Sterben!
Lange kannſt Du warten, Knecht, die Furger=Vroni ſtirbt
noch nicht!
Das dürre Weib genoß die Sommerwärme, und es
war, als göſſe die Flut neues Leben in ihre Adern.
Sie richtete ſich auf.
Da trat ein Schatten zwiſchen ſie und das Licht. Sie
hob den Kopf und erkannte den Schmied.
Iſt doch nicht Zinstag heute, murmelte ſie.
Nein, aber Kündtag, höhnte der Narbige.
Da fing die Vroni an zu zittern und rief nach der
Dirne. Als die Helmine neben die Alte trat, verzog der
Schmied den Mund zu einem Grinſen.
Biſt Du auch da? Recht! Kannſt meine Botſchaft mit
anhören.
Er fuhr in geſchäftsmäßigem Tone weiter:
Furger=Vroni, ich künde Dir meine Gült auf Dein
Haus von heut an auf Martinitag! Iſt ſie bis dahin
nicht abbezahlt, lege ich Hand auf Dein Gut!
Ihr ſeid von Sinnen, fuhr es der Dirne aus bebenden
Lippen.
Aber die Alte war ſonderbar gefaßt.
Wer hat Euch etwas zuleid getan, Schmied? fragte
ſie, und ihre Augen ſpähten wie Geierlichter.
Fraget die da!
Der Peter wies auf die Dirne.
Unacht ſeiner Handbewegung fuhr die Alte fort:
Ich habe den Zinstag pünktlich gehalten!
Ich ſage nicht nein, erwiderte der Einäugige.
Ablöſen kann ich die Gült nicht. Wollet Ihr mich
aus der Hütte treiben, wo ich tags meines Lebens gewohnt
habe?
Nimm Deine Geldſäcke aus dem Stroh, Vroni, und
zahle, foppte er weiter.
Suchet ſie! — Ich hätte Euch nicht zum Schuldgeber,
wenn ich Geld hätte, Euch nicht! — Aber — Ihr ſtellt ein
armes, altes Weib in die Gaſſe!
Was ſchert mich Euer Alter! Mein Geld will ich!
Der Alten wurde weh. Die Knie bebten ihr. Sie
mußte ſich auf dem Baumſtumpf niederlaſſen.
Schmied, begann ſe zu beiteln.
Aber die Junge unterbrach ſie.
Laſſet gut ſein, Aehne! Bittet den 1 nicht! Es muß
ein Ausweg ſein!
Hoho Du! Meinſt, daß das Geld Dizufliegt? Willſt
darum betteln gehen im Tal oder zahlt estwa der
Vogts=
knecht für Dich?
Schweig! herrſchte die Dirne mit weem Geſicht.
Der Talvogt muß Recht ſprechen, wahte ſie ſich an
die Alte. Seid ohne Sorge, Aehne, der alvogt ſpricht
uns günſtig!
Immer zu, Weiber, lachte der Scheele, Klaget, Ihr
Eulen, bis Euch der Vogt verjagt!
Die Helmine trat an ihn mit geballtenFäuſten.
Geh, ſagte ſie in verbiſſener Wallung, uß ich Dich
nicht anſpeie, Schleicher!
Und der Schmied lachte lauter ob dei Groll der
Dirne und dem trüben Vorſichhinſtarren derGreiſin.
Auf Wiederſehen beim Talvogt!
Dann ſtieg er ins Dorf.
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Nummer 335.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Dezember 1914.
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Nummer 555.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Dezember 1914.
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Der Vorstand.
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Vaterländiſcher Abend
am 8. dieſes Monats, abends 830 Uhr,
im Konkordiaſaale, Waldſtraße 33
unter gütiger Mitwirkung
der Großh. Hofopernſängerin Frau Baumeiſter=Jakobs, des
Großh. Muſikdirektors Herrn M. Klaſſert, Großh. Hoftheater=
Regiſſeurs Herrn H. Hacker und Opernſängers Herrn
A. F. Gruber aus Frankfurt a. M. (22237
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Der Kartenverkauf findet bei L. Schutter,
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handlung, Eliſabethenſtr. 12, hier, und an der Abendkaſſe ſtatt.
Der Ertrag wird ausſchließlich zur Beſchaffung von
Weihnachtsgaben für die im Felde befindlichen Angehörigen
des Reſerve=Dragoner=Regiments Nr. 4, welches ſich
größten=
teils aus heſſiſchen Staatsangehörigen zuſammenſetzt, verwandt.
EnsnsparagahahspughgeuhhapsoppuhsnE
Frauenverein der evang. Lukasgemeinde
Darmſtadt, E. V.
Für unſere Weihnachts=Beſcherungen ſandten freundliche
Gaben: Frau Eliſabeth Berbenich, Fa. Heyl & John, Frau J. Fay,
Gebr. Neu Frau Oberſt Caſpary, Fa. Siegmund Rothſchild, Frau
Profeſſor Friedrich, Frl. Friedrich, Frau Generalleutnant Exzellenz
von Hahn, Frau Regierungsrat Dr. Metzler, Frau Profeſſor Dr. Gaul,
Frau Oberbürgermeiſter Dr Gläſſing, Frau Kaufmann J.
Halber=
ſtadt, Frau Metzgermeiſter Schumann, Frl. Lilly Schumann,
Drogen=
handlung C. Steinhäuſer, Frl. Julie und Anna Decker, Geh. Rat.
Prof. Dr. Wagner, Frau Pfarrer Daudt, Frau Rat Dr. Eiſe, Frl.
Alwine Bauer, Frau Kunſt= und Handelsgärtner Kuhn, Frau
In=
genieur N. N, Frau Rentner G. Linck, Frau Architekt Andreß, Frau
Notar N. N., Frl. Schreiber, Frau Oberpoſtaſſiſtent Lein, Kaufmann
Adolf Dillmann, Apotheker Fr. Michelſtädter und 26 Beamte der
Merck’ſchen Fabrik, Frau Oekonom erat Heil (Hab tzzeim), Frau Dr.
Sachs, Frl. Forbach, Frau Kanzleirat Wahl, Frau Profeſſor A. Lenhardt.
Allen Gebern herzlichen Dank. Um gütige weitere Gaben,
namentlich auch für unſere Kriegsküche, die täglich 40 Kinder von
Kriegsteilnehmern ſpeiſt, bittet namens des Vorſtandes (22194
Pfarrer Kleberger.
Tür die Chriſtbeſcherungen der Frauenbereine der Petrus= und
gingen Gaben ein von: Fr. Dr. Tenner, Frl. B. u. A. Wieſehahn,
7) Paulusgemeinden, beſonders der Beſſunger Kleinkinderſchule
Frl. Eppeneter, Fr. Pfr. Keller, Firma Heyl & John, Fr. Daum,
Frl. Butz, Frl. S. u. L. Pfaff, Fr. Apotheker Schmitt, Fr. Nöll, Frl.
Pfeil, Fr. Geh. Rat Noack Frl. Selzer, Frl. Schweisgut, Fr. Schneider,
Fr. Geh. Rat Back, Fr. Präſ. Herzberger, Fr. Habicht, Fr. B. Noack,
Frl. Köſter, Fr. Strauß, Fr. Schulrat Müller, Fr. Sack, Hr. Dr. Strein,
Fr. Pfeil, Frl. Riedel, Fr. Prof. Heidenbroeck, Fr. John, Fr. Geh. Rat
Krauß, Fr. v. Heſſert, Fr. Stier, Fr. Kolb, Fr. Dr. Bender, Frl. Mootz,
Fr, Schenk Fr. Pfr. Rückert, Fr. Winter, Fr. Illert, Fr. Fitting,
Fr. Dir. Wulkow, Fr. Heller, Fr. Pizzala, Fr. Landmeſſer, Fr. Geh.
Rat Müller, Fr. Geh. Rat Teklenburg, Frl. Schaubach, Fr. Stephan,
Fr. Prof. Müller, Fr. Stoll, Fr. Pfr. Bauer, Frl. Colin, Fr. Becker,
Fr. Lerch, Frl. Davidſohn, Fr. v Bellersheim, Fr. Landgerichts=Dik.
Kolb, Fr. Lautenſchläger, Fr. Prof. Trümpert, Fr. Wittich, Fr. Geh.
Rat Preetorius, Fr. v. Stein Fr. Dr. Fiſcher, Fr. v. Riedeſel, Fr.
General Deinhardt, Fr. Dr. Vix, Fr. Lettermann, Fr. Prof. Völſing,
Fr. Prof. Pfaff, Fr. v. Köppen, Jugendbund d. Paulusgem., Frl.
A. Stoltz, Fr. Pfr. Walz, Frl. Landmann, Fr. Jöſt Fr. Prof. Lepſius,
Fr. v. Gebhardt, Fr. Geh. Rat Seip, Fr. Darmſtädter, Fr. Wittmer,
Fr. Rodrian, Fr. Hering, Fr. Lang I, Fr. Lang II, Fr. Darmſtädter
Fr. Sieben, Fr. Frees, Fr. Nold, Fr. Osburg, Fr. Matthes, Fr. Adolf
Geiger Fr. Oberlandesger.=Rat Berchelmann, Frl. Stier, Fr. Leicht=
weiß, Frl. Schloſſer, Fr. Pfr. Sehrt, Fr. Beermann, Kommerzienrat
Hickler, Fr. Meiſenzahl. Herzlichen Dank allen Gebern! Wir bitten,
herzlichſt um wertere Gaben.
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Seite 24,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Dezember 1914.
Nummer 335.
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zu Mk. 7.50, 9.—, 11.—,
6,75, 8.—, 10.−
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Schals Skunks-Opossum-Muffe Posten Fehrücken-Cravatten scht Maulwurf-Cravatten
Mk. 10.-, 12.—, 14.—, 17.50 Mk. 13.—, 14.—, 19.
Kinder=Garnituren
Mein Geschäft ist Sonntag, den 6. Dezember, von 3—8 Uhr geöffnet.
W. Fanrlander Hachf.
(X22257
Zeil 72—74—76—78
Grösstes Geschäft für Damen- und Kinder-Bekleidung.
am
weissen Turm.
Nr. 335.
Samstag, 5. Dezember.
Peuicher und Geſericſchr Ahpengerinl. Samstag
Sektion Darmſtadt (E. V. Gegründet 1870).
Freitag, den 11. Dezember 1914, abends
8½ Uhr pünktlich im Reſtaurant Sitte,
Karlſtraße 15:
Haupf=Verlammlung. wozu freundlichst einladet
1. Jahresbericht des Schriftführers. 2. Kaſſenbericht des
Rech=
ners. 3. Wahl des Vorſtandes. 4. Ausloſung von Hütten=
Anteil=
ſcheinen. 5. Verleihung der Ehrenzeichen für 25jährige Mitgliedſchaft.
Sonntag, den 13. Dezember 1914:
Ausflug in die Bergſtraße
Auerbach — Knoden — Heppenheim.
Abfahrt vom Hauptbahnhof um 8 Uhr 58 Min.
22210)
Der Vorſtand.
Heute Samstag, den 5. Dezember:
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Der neue Großstadt-Spielplan
vom 5. bis 7. Dezember
Hochsensationell!
Hochsensationell!
Als Hauptschlager
Um Mitternacht!
Hochinteressantes Detektiv-Drama in 3 Akten.
Glänz. Regie. Hochkünstlerische Darstellung.
Spannende Handlung. Prachtv. Photographie.
Drams Narrenliebe! Drama
Ein äusserst spannendes Drama in 2 Akten.
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Humoresken und Natur-Aufnahmen
vervollständigen den abwechslungsreichen Spielplan.
Resexv. Platz 50 ₰, I. Platz 35 ₰, II. u. III. Platz 19 ₰.
Inhaber:
Georg Brand.
Theater
Darmſtadt,
Rheinſtraße 2.
Samstag, Sonntag und Montag
Nur 3 Tage! Großes Schlager=Programm. Nur 3 Tage!
1. Schlager! Spielſchulden I. Schlager!
Großer Detektiv=Schlager in 3 Akten.
2 erſtklaſſige Indianer=Schlager
I. Der Indianer=Häuptling.
II. Die Indianerin von Arizona.
Um dieſes Programn zu vervolſtändigen, kommen noch
2 Senſationsſchlager in 2 Akt. und 1 Akt, 3 Humoresken
und 1 Wildweſtſchlager zur Vorführung.
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mit
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Großh. Hoftheater.
Samstag, den 5. Dezember:
Außer Abonnement.
Sonder=Vorſtellung für Schüler.
Die Auna=Liſe.
Schauſpiel in 5 Akten
von Hermann Herſch.
Spielleiter: Heinrich Hacker.
Perſonen:
Leopold, Fürſt zu
Anhalt=Deſſau, FranzSchneider
Die Fürſtin
Hen=
riette
. Fritzi Niedt
Gottl. Föhſe,
Apo=
theker zu Deſſau Johannes Heinz
Anna=Liſe,ſ=Tocht. Käthe Gothe
Marguis de
Cha=
liſac, Gouvern. Herm. Knispel
v. Salberg,
Hof=
marſchall . . . Heinrich Hacker
Georg,
Apotheker=
gehilfe .
Emil Kroczak
Ein Kammerdien. Willy Weide
Nach dem 2. Akte längere Pauſe.
Zu dieſer Vorſtellung findet
kein Kartenverkauf ſtatt.
Anfang 3 Uhr. Ende 5 Uhr.
Samstag, den 5. Dezember:
Außer Abonnement,
IV. Sonder-Vorstellung.
Der Zigennerbaron.
Operette in 3 Akten v. Joh. Strauß.
Muſikal. Leiter: Erich Kleiber.
Spielleiter: Otto Nowack.
Perſonen:
Graf Peter
Ho=
monay. . . . Paul Peterſen
Conte Carnero, Adolf Jordan
Sändor Bärinkay, Aug. Globerger
Kälman Zſupän, L. Schützendorf
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Schäfer
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Hanno.
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Ezipra, Zigeuner. Anna Jacobs
Saffi, Zigeuner=Joſeph. Becker=
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Vor dem 3. Akt: Rakoczymarſch
von Franz Liszt.
Zu dieſer Vorſtellung findet
kein Kartenverkauf ſtatt.
Anfang 8 Uhr. Ende nach 11 Uhr.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Sonntag, 6. Dez.: 50. Ab.=Vſt.
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Preiſe. Anfang 6½ Uhr.
Montag, 7. Dezbr.: Drittes
Konzert der Hofmuſik. Anfang
7½ Uhr. Dirigent: Geheime
Hof=
rat Willem de Haan.
Dienstag, 8. Dezbr.: 51. Ab.=Vſt.
A 12. „Als ich noch im
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7½ Uhr.
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Jagd- u. Sportgeschäft
11 Ernſt=Ludwigſtraße 11.
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 5. Dezember 1914.
Nummer 335.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 15. Nov.: dem Schriftſteller Johann
Adam Franz Färber zu München eine T. Elsbeth
Jo=
hanna, Moosbergſtraße 54. Am 16.: dem Trompeter=
Sergeanten Guſtav Roßmann, Wenckſtraße 67, ein S.
Hans Guſtav, Moosbergſtraße 54. Am 23.: dem
Schrei=
ner Heinrich Hornung, Beſſunger Straße 104, ein S.
Heinrich Georg. Am 21.: dem Chemiker Dr. phil. Adolf
Piſtor, Hochſtraße 58, eine T. Am 28.: dem Kutſcher
Karl Gſchwind, Weinbergſtraße 14, eine T. Martha
Eliſe. Am 27.: dem Taglöhner Jakob Gerhardt,
Beſſun=
ger Straße 34, ein S. Friedrich. Am 1. Dez.: dem
Ma=
ſchinenſchloſſer Wilhelm Schuchmann, Beſſunger
Straße 66, eine T. Margarete Eliſabeth Johanna. Am
2.: dem Fabrikarbeiter Karl Ludwig Kunkel,
Heidelber=
ger Straße 87, eine T. „Anna Katharina. Am 29. Nov.:
dem Landwirtſchaftslehrer Dr. phil. Oberleutnant im Füſ.=
Regt Nr. 36 Karl Michael Vogeley in Worms eine T.
Eliſabeth Kona, Moosbergſtraße 54.
Aufgebotene. Am 20. Nov.: Schuldiener Joſeph
Blech, Witwer, Ludwigshöhſtraße 2, und Juſtine
Gör=
nert zu Ettingshauſen. Am 3. Dez.: Ingenieur Karl
Hartmann, Schießhausſtraße 45, und Luiſe Gertrud
Fiſcher, Heidelbergerſtraße 85.
Eheſchließungen. Am 24. Nov.: Steueraufſeher Adam
Kattenbeller zu Heppenheim und Gertrude Schmitt zu
Lindenfels i. Odw.
Geſtorbene. Am 20. Nov.: Margarete Geyer, geb.
Rühl, Ehefrau des Schloſſermeiſters, 55 J., ev.,
Weinberg=
ſtraße 36¾. Am 21.: Geheime Baurat, Profeſſor an der
Techniſchen Hochſchule, Georg Wickop, 53 J., ev.,
Ro=
quetteweg 45. Am 22.: Privatin Amalie Geiger, ledig,
62 J., ev., Heerdweg 92. Am 23.: Privatier Johann Peter
Reinhardt, 67 J., ev., Rückertſtraße 7. Am 8.: Großh.
Geometer 2. Klaſſe, Unteroffizier der Landwehr, Adam
Kappes, 36 J., ev., Grüner Weg 23, gefallen bei Ypern
(Belgien). Am 1. Dez.: Dachdeckermeiſter Heinrich
Mül=
ler IIII., 78 J., ev., Klappacher Straße 86. Am 13. Sept.:
Major und Bataillonskommandeur im Leibgarde=Inf.=
Regt. Nr. 115 Albert Marimilian Fritz Büsgen, 50 J.,
ev., Ohlyſtraße 70, geſtorben im Reſerve=Lazarett 1 in
Trier. Am 1. Dez.: Privatier Martin Delp, 45 J.., ev.,
Beſſunger Straße 6. Am 28. Aug.: Oberleutnant im
Leib=
garde=Inf.=Regt. Nr. 115 Werner Moritz Albert Kurt von
Frantzius, 30 J., ev., gefallen bei Roycourt in Frankreich.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden
2. Advent=Sonntag, den 6. Dezember 1914
Hofkirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Mittwoch, den 9. Dez., abends um 6 Uhr: Adventsandacht.
Stadtkirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Kle=
berger Kollekte für Oſtpreußen und Elſaß=Lothringen.
— Vormittags um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Velte. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer Vogel. Predigt
und Abendmahlsfeier. Kollekte für Oſtpreußen und Elſaß=
Lothringen. — Mittwoch, den 9. Dezember, abends um
8½ Uhr: Kriegebetſtunde. Pfarrer Vogel. Kollekte für
die Bedürfniſſe der Lazarettſeelſorge.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Zimmer=
mann. Kollekte für Oſtpreußen und Elſaß=Lothringen.
— Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kleberger.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr:
Garniſonpfarrer Schäfer. — Vorm. um 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt (Steinſtraße 24, Muſikſaal).
Johanneskirche: Kollekte für den Samariterverein. —
Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx. — Vormittags um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Abends um 5 Uhr:
Miſſionar Weismann. Feier des hl. Abendmahls mit
Vorbereitung. Kollekte für die Heidenmiſſion. —
Mitt=
woch, den 9. Dezember, abends um 8 Uhr: Andacht.
Pfarrer Marx.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz. — Vormittags um 11 Uhr:
Kindergottes=
dienſt für den Weſt bezirk. Pfarrer D. Waitz.
Nachmittags um 4 Uhr: Betſtunde im Martinsſtift.
Pfarrer Veller. — Abends um 6 Uhr: Pfarrverwalter
Storck. Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmeldung von ½6 Uhr an in der Sakriſtei. —
Mitt=
woch, den 9. Dezember, abends um 8 Uhr: Andacht.
Pfarrverwalter Storck.
Herberge zur Heimat: Vormittags um 9 Uhr: Pfarrer
Memmert.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Lenz.— Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. — Freitag, den 11. Dez., abends um 8¾ Uhr:
Kriegsbetſtunde.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags um
10 Uhr: Pfarrer Wagner. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Wagner. — Abends um
6 Uhr: Pfarraſſiſtent Sann. — Mittwoch, den 9.
De=
zember, abends um 8 Uhr: Kriegsbetſtunde. Pfarrer
Wagner.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Sann. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Sann. — Mittwoch, den
6. Dezember, abends um 8 Uhr: Kriegsbetſtunde.
Pfarr=
aſſiſtent Sann.
Evang. Gemeinde in Eberſtadt: Sonntag, den 6. Dez.,
vormittags um 10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Paul.—
Abends um 6 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Paul.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am Advent=Sonntag, den 6. Dez.,
vormit=
tags um 10 Uhr, im „Feierabend”, Stiftſtr. 51:
Pre=
digt und hl. Abendmahl (Beichte um 9½ Uhr). Pfarrer
Müller.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 6. Dez.,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. Kirchenrat Weicker. —
Abends um 8½ Uhr: Gebetsvereinigung. — Dienstag,
den 8. Dez., abends um 8½ Uhr: Blaukreuzbibelſtunde
und Gebetsvereinigung. — Mittwoch, den 9. Dez., abends
um 7½ Uhr: Kriegsbibelſtunde für Soldaten.
Garniſon=
pfarrer Schäfer. — Donnerstag, den 10. Dez., abends
um 8½ Uhr: Bibelſtunde und Gebetsvereinigung.
Zweig der Stadtmiſſion (Beſſungerſtr. 88, Hth.).
Sonntag, den 6. Dez., vormittags um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Nachmittags um 3 Uhr: Jugendbund für
Jünglinge. — Um 4½ Uhr: Jugendbund für
Jung=
frauen. — Freitag, den 11. Dez., abends um 8½ Uhr:
Bibelſtunde und Gebetsvereinigung.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Teichhausſtr. 34):
Sonn=
tag, den 6. Dez., nachm. um 2½ Uhr: Sonntagsſch ule.
— Abends um 8½ Uhr: Predigt. Prediger Berner=
Frankfurt a. M. — Dienstag, den 8. Dezember, abends
8½ Uhr: Bibelſtunde. Prediger Berner=Frankfurt a. M.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Hemeinde gläubig getauſter Chriſten (Baptiſten).
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 6. Dezember, vormittags um
9½ Uhr: Predigt. Prediger Winhold. — Um ¾11 Uhr:
Sonntagsſchule. — Nachm. um 4 Uhr: Predigt. Pred.
Winhold. — Mittwoch, den 9. Dez., abends um 8½ Uhr:
Kriegsgebetſtunde.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 6. Dez., nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule.
— Um 4 Uhr: Predigt. — Freitag, den 11. Dez., abends
um ½9 Uhr: Bibel= und Gebetſtunde.
Katholiſche Gemeinden
2. Advent=Sonntag, den 6. Dezember 1914
St. Ludwigskirche: Samstag, den 5. Dezember,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: Rorate=Amt. — Um 7 Uhr:
Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militär=
gottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt.
— Nachmittags um 3 Uhr: Roſenkranz=
Bruderſchafts=
andacht mit Predigt und Prozeſſion. — An allen
Werk=
tagen, vorm. um ½ 7 Uhr: Rorate=Amt. — Montag,
nachmittags um 5 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. —
Dienstag, vorm. um ½7 Uhr: Generalkommunion des
Vereins chriſtlicher Mütter. — Freitag, abends um 8 Uhr:
Bittandacht zur Erflehung der göttlichen Hilfe in der
gegenwärtigen Kriegszeit.
Kapelle der Barmherzigen Schwellern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 6 Uhr:
Advent=
andacht.
Kapelle in der Waldſtraße: Sonntag, vormittags um
7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 4 Uhr: Verſammlung
des kath. Dienſtmädchen=Vereins.
Kapelle zu Nieder=Ramſtadt: Sonntag, vormittags
um 9 Uhr: Singmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 5. Dezember,
nachmittags uum ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6½ Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
hl. Rorate=Amt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und
Pre=
digt. — Nachm. um 2 Uhr: Adventandacht. —
Diens=
tag und Freitag, abends um 8 Uhr: Kriegsandacht
und Segen. — Mittwoch, abends um 8 Uhr: Predigt
von Profeſſor Mußler über „Der heilige Krieg”; darauf
Andacht.
Kapelle zu Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10 Uhr:
Amt und Predigt.
St. Aartinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
5. Dez., nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 7 Uhr: Hl. Meſſe. — Um 9 Uhr:
Amt mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Herz=Jeſu=
Andacht. — Mittwoch, abends um 6 Uhr: Kriegsgebet.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 5. Dez., nachm.
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Beichte. —
Um ½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt, Predigt und Kriegsgebet. —
Nach=
mittags um ½2 Uhr: Chriſtenlehre. — (Um 2 Uhr:
Andacht. — Werktags um ¾8 Uhr: Singmeſſe mit
Kriegsgebet.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt bei
Eberſtadt: Jeden Donnerstag Predigt und
Kriegs=
andacht.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichte. — Um ½8 Uhr: Amt und Predigt. — Nachm.
um ½2 Uhr: Andacht. — Jeden Montag und Freitag,
nachmittags um ½5 Uhr: Kriegsbetſtunde.
Trauungen auswärt. Paare: Pfarrer Beringer.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
Vogel.
Celaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 18. Nov.: Dem Maler und
Lackierer Karl Beſt e. T. Herta, geb. 3. Sept. 29. Nov.:
Dem Kutſcher Gg. Peter Stromberger e. S. Georg Willi,
geb. 11. Nov. 2. Dez.: Dem Taglöhner Fr. K. Wilhelm
Wollmert e. T. Karoline, geb. 23. Sept.
Lukasgemeinde: 29. Nov.: Dem Wagenführer Joh.
Dörr e. S. Joh., geb. 20. Okt. 3. Dez.: Dem Schreiner
Georg Walter e. T. Margarete Marie, geb. 21. Dezemb.
4. Dez.: Dem Architekten Karl Ludwig Schwarz aus
Berlin=Wilmersdorf e. S. Karl Heinz, geb. 20. Nov.
Kaplaneigemeinde: 29. Nov.: Dem Dachdecker
Philipp Schuchmann e. S. Friedrich, geb. 26. Okt.
Martinsgemeinde: 22. Nov.: Dem Kellner
Jakon Egly e. T. Eliſabeth, geb. 17. Sept. Dem
Haus=
burſchen Ignaz Jäger e. S. Walter, geb. 13. Sept.
25. Nov.: Dem Oberbahnſekretär Wilhelm Simon e. S.
Heinrich Rudolf Wilhelm, geb. 25. Sept. 26. Nov.: Dem
Möbelſchr. Joh. Schäfer e. T. Magdalene, geb. 5. April 1913.
29. Nov.: Dem Buchdrucker H. Anton Gallert e. S.
Her=
mann Elimar, geb. 19. Juni. Dem Metzger David
Kaffen=
berger e. S. Auguſt, geb. 18. Okt. Dem Buchbinder A.
Leikheim e. S. Friedrich Adam, geb. 26. Okt. Dem am
10. Sept. 1914 verſtorbenen Metzger Ludwig Banyei e.
S. Richard, geb. 3. Nov. Dem Mechaniker Georg Schwarz
e. S. Karl, geb. 6. Nov.
Paulusgemeinde: 18. Nov.: Dem Schloſſer K.
Joſeph Linſemann e. T. Erna Katharina, geb. 15. Okt.
1. Dezember: Dem Taglöhner Karl Waffenſchmied e. S.
Heinrich Willi, geb. 15. Nov.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Martinsgemeinde: 16. Nov.: Otto Page, Pfarrer
in Undenheim und Pauline Ella Nater. 26. Nov.:
Geflügel=
händler Adam Appel und Katharina Werle.
Möbel=
ſchreiner Johann Schäfer und Marie Schütza. 21. Nov.:
Mechaniker Wilhelm Kaiſer und Katharina Steingaß.
Feerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 1. Dez.: Kaufmann Johann
Peter Schwerer, alt 74 J. 5 Mon., ſtarb 28. Nov.
Martinsgemeinde: 21. Nov.: Rentner Andreas
Sior, alt 76 Jahre, ſtarb 18. Nov. 25. Nov.: Marie Wenz,
geb. Hahn, Ehefrau des Schloſſers Jakob Wenz, alt 64
Jahre, ſtarb 22. Nov. 27. Nov.: Anna Friedrich, alt 52
Jahre, ſtarb 25. Nov. 29. Nov.: Städt. Vorarbeiter A.
Haag, alt 52 Jahre, ſtarb 27. Nov. 1. Dez.: Fuhrmann
Jakob Hofmann, alt 36 Jahre, ſtarb 28. Nov.
Paulusgemeinde: 17. Nov.: Willi Hennemann,
Sohn des Kaufmanns, alt 7 J., ſtarb 15. Nov. 23. Nov.:
Profeſſor an der Techn. Hochſchule Geh. Baurat Georg
Wickop, alt 53 Jahre, ſtarb 21. Nov. 25. Nov.: Privatin
Geiger, alt 64 Jahre, ſtarb 22. Nov.
Johannesgemeinde: 28. Nov.: Franziska
Helf=
rich, geb. Petri, Ehefrau des Fuhrmanns Valentin
Helf=
rich, alt 46 Jahre, ſtarb 26. Nov. 2. Dez.:
Hofgartenar=
beiter Karl Wilhelm Scholderer, alt 68 J., ſtarb 30. Nov.
3. Dez.: Marie Ehrhardt, geb. Keller, Ehefrau des
Möbel=
fabrikanten Georg Ehrhardt, alt 62 Jahre, ſtarb 1. Dez.
Katharina Scherer, geb. Hebermehl, Ww. des Hofwagners
Heinrich Scherer, alt 83 Jahre, ſtarb 30. Nov.,
Eine besondere
SvennidentsFreuus
kann man unseren tapferen Kämpfern machen mit dem glänzend bewährten
Celdbu Kaffeer
Nur die verwendbaren Stoffe der Kaffeebohne in Pulverform, Tabletten u. Würfel m. Zucker. In kaltem
Sofort trinkfertig — Kein Mahlen — Kein Filtrieren — Garantiert reiner
Nicht zu verwechseln mit
Kaffee-
tabletten, die einfach ausgemahlenem
Bohnenkaffee gepreßt sind und sich
nur in heissem Wasser auflösen
mit Satz.
In Pulverform: Originaldosen Nr. 1 (30—40 Tassen)
In Pulverform: Originaldosen Nr. 2 (20—25 Tassen) .
In Tabletten: Dosen à 12 Stück (Wandererpackung)
In Würfel mit Zucker: Dosen à 5 Stück (Wandererpackung)
In Würfel mit Zucker: Dosen à 100 Stück .
In Würfel mit Zucker: lose zum Nachfüllen der
Wanderer-
packung, pro Stück . . . . . . . . . . . .
u. heißem Wasser sofort löslich —ohne Satz.
Bohnenkaffee — Kein Surrogat.
Nicht zu verwechseln mit
Kaffee-
tabletten, die einfach aus gemahlenem
Bohnenkaffee gepreßt sind und sich
nur in heissem Wasser auflösen —
mit Satz.
In allen besseren einschlägigen Geschäften erhältlich.
(I,22259
Cefabu-Werk, Mainz.