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177. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 332.
Mittwoch, den 2. Dezember.
1914.
Derkrre
Von den Kriegsſchauplätzen. — Der türkiſche Krieg. — Die Wintertagung des Reichstags. — Kriegstagung des ungariſchen
Abgeordnetenhauſes. — Aus Irland. — Die Bemühungen des Dreiverbandes um die Balkanſtaaten. — Die Faltung Spanjens.
Von den Kriegsſchauplätzen.
* Großes Hauptquartier, 1. Dez. (W. T. B.
Amtlich.) Auf dem weſtlichen Kriegsſchauplatz
nichts Neues.
Auch in Oſtpreußen und Süd=Polen herrſcht
im allgemeinen Ruhe.
In Nordpolen, ſüdlich der Weichſel, ſteigerte ſich
die Kriegsbeute in Ausnutzung der geſtern gemeldeten
Erfolge. Die Zahl der Gefangenen vermehrte ſich um
etwa9500, die der genommenen Geſchütze um 18,
außer=
dem fielen 26 Maſchinengewehre und
zahl=
reiche Munitionswagen in unſere Hände.
Oberſte Heeresleitung.
* Paris, 30. Nov. Die engliſchen
Militär=
behörden, denen Armentiéres unterſtellt iſt, gaben
durch Maueranſchlag in Armentiéres und Hazebrouk
be=
kannt, daß ein jeder Einwohner von Armentieres, welcher
die Stadt verlaſſen hat, dieſe vom 27. November ab bis
auf Widerruf nicht mehr betreten könnte. Die Maßregel
iſt angeſichts des Mangels an Lebensmitteln getroffen
worden, welcher trotz des Abzuges von fünf Sechſteln der
Einwohnerſchaft bemerkbar zu werden beginnt.
* Zu der Kriegslage im Oſten bemerkt der
Berner Bund: Die Entſcheidung liegt noch immer bei dem
Offenſivflügel Hindenburgs, deſſen wuchtiger Stoß noch
viel weiter ſüdlich gedrungen iſt, als die deutſchen
Mel=
dungen erkennen ließen. Die Ruſſen erwähnen ſelbſt
Tuszyn, das 20 Kilometer ſüdöſtlich von Lodz liegt. Das
Zurücknehmen dieſer Vortruppen hatte anſcheinend die
Unterlagen zu den letzten ruſſiſchen Siegesmeldungen
ab=
gegeben. Doch ſind dieſes Teilerfolge, welche nur dann
von Bedeutung ſind, wenn den Ruſſen eine Umfaſſung
oder Eindrückung glückt. Die ruſſiſche Leitung ſcheint im
Vertrauen auf die Maſſe überall die Truppen
vorzutrei=
ben, nach altem ruſſiſchen Brauch keine Verluſte ſcheuend.
* Berlin, 30. Nov. Das Freiwillige
Motor=
bootkorps hat ſich, wie der Voſſiſchen Zeitung aus
dem Oſten gemeldet wird, auf den oſtpreußiſchen Flüſſen
lebhaft am Kampfe beteiligt. Auf der Memel, auf dem
Kuriſchen Haff und vor allem auf der Weichſel ſind
Motor=
bootflottillen unterwegs geweſen. Auf der Weichſel hatten
ſie regen Anteil an der großen Schlacht bei Wloclawek.
Sechs Boote waren hier auf vorgeſchobenen Poſten,
be=
ſtimmt, den linken deutſchen Flügel zu decken. Sie haben
mit Maſchinengewehren ſich tapfer am Kampfe beteiligt
und auch Landungskorps entſandt. Ein Boot erhielt
ein=
mal in kurzer Zeit 16 Treffer. Das ſchwierige Fahrwaſſer
der Weichſel mit ihren Sandbänken machte den Booten
beſonders zu ſchaffen. Obgleich die Boote auf der
Waſ=
ſerfläche dem Feinde immer ein gutes Ziel boten, iſt kein
Boot verloren gegangen. Leider iſt jetzt durch den Froſt
und die Eisverhältniſſe die Tätigkeit der Motorboote im
Oſten gehemmt.
* Budapeſt, 30. Nov. Nach Berichten, die hier an
amtlichen Stellen eingetroffen ſind, war die
Nieder=
lage der Ruſſen in dem Gefechtbei Homonna
noch viel größer, als anfänglich angenommen wurde.
Unſere Truppen hatten die ruſſiſche Stellung an beiden
Flügeln umfaßt und einen doppelten Flankenangriff
gegen ſie gerichtet. Das Feuer unſerer Artillerie brachte
den Ruſſen ſchreckliche Verluſte bei. Der bravouröſe
Sturmangriff der Fußtruppen war ſo unwiderſtehlich,
daß der Feind eiligſt den Rückzug antreten mußte.
Wäh=
rend des Rückzuges wurden die Ruſſen von unſeren
Ge=
ſchützen mit einem Hagel von Schrapnellſchüſſen verfolgt.
Neben 1500 Gefangenen verloren die Ruſſen in dieſem
Kampfe Tauſende Tote und Verwundete. In dem
Ko=
mitat Ung drangen die Ruſſen nur wenig über die Grenze,
da ſich ihnen ſofort eine überlegene Gruppe unſerer=
Kräfte entgegenſtellte, der es ſofort beim erſten
Zuſam=
menſtoß gelang, den Feind zurückzuwerfen. Die
Verfolg=
ung des Feindes jenſeits der Grenze iſt im Zuge. Von
der Front langen unausgeſetzt ruſſiſche
Gefangenentrans=
porte an.
Der türkiſche Krieg.
Englands Suezkanal=Sorge.
C Die Nachricht, daß 10 mit indiſchen Truppen
be=
ſetzte engliſche Transportſchiffe im Arabiſchen Meer den
Befehl zur Rückkehr nach Bombay erhielten, gibt einen
Vorgeſchmack von der Bedeutung, die der Uebergang
des Suezkanals in türkiſche Hände für
Groß=
britannien auf militäriſchem Gebiete haben würde.
Hierzu kommt, daß auch in umgekehrter Richtung
mili=
täriſche Transporte durch einen Aufruhr in Indien
einer=
ſeits notwendig werden, andererſeits durch eine Sperre
des Suezkanals hier unmöglich gemacht und deshalb bei
dem Umwege über das Kap der Guten Hoffnung
unge=
heuer verzögert würden. Was aber eine Sperre des
Suezkanals für Großbritannien wirtſchaftlich auf
ſich hat, veranſchaulicht die Deutſche Arbeitgeber=Ztg.
durch einige Zahlen der engliſchen Handelsſtatiſtik.
Da=
nach gehen nicht nur jährlich mehr als 1 Million Tonnen
engliſcher Kohle durch den Kanal nach dem Oſten, ſondern
England bezieht auch außer denjenigen Erzeugniſſen, für
die Indien der Hauptlieferant der ganzen Welt iſt (Jute
und Reis), einen ſehr großen Teil anderer
Roh=
ſtoffe über den Suezkanal. Und zwar erhält es in
Pro=
zenten ſeiner Geſamteinfuhr: Jute 99 Prozent, Tee
99 Prozent, Jutefabrikate 97 Prozent, Reis 75 Prozent,
Hanf 73 Prozent, Wolle 70 Prozent, Benzin 65 Prozent,
Manganerze 52 Prozent, Kautſchuk 51 Prozent, Häute
und Felle 49 Prozent, Oelſaaten 44—48 Prozent, Getreide
35—38 Prozent. Müſſen dieſe Erzeugniſſe den Weg ums
Kap der Guten Hoffnung nehmen, dann werden ſie
we=
ſentlich verteuert. Denn die längere Reiſe erheiſcht einen
größeren Kohlen= und Proviantverbrauch, ſteigert die
Verſicherungsprämien und führt zur Erhöhung des
Ver=
kaufspreiſes infolge der notwendig gewordenen
länge=
ren Verzinſung. Außerdem dürfte ſich die
Kriegsver=
ſicherungsprämie erhöhen, da die engliſchen Schiffe auf
dem langen Wege durch den Atlantiſchen Ozean der
Ka=
perung durch deutſche Kreuzer ausgeſetzt ſind. Endlich
bleibt abzuwarten, ob der Burenaufſtand das
An=
laufen der ſüdafrikaniſchen Häfen zur Einnahme von
Kohlen, Waſſer und Lebensmitteln nicht unmöglich
machen und dadurch den Verkehr von Aſien nach England
noch koſtſpieliger geſtalten wird. Jede Erhöhung der
Unkoſten aber erleichtert das Vordringen der
ameri=
kaniſchen Konkurrenz. Kurz, England würde
durch eine Sperre des Suezkanals wirtſchaftlich
über=
aus ſchwer getroffen.
Die heilige Fahne.
* Konſtantinopel, 30. Nov. Die Agence
Otto=
mane erfährt aus Medina, daß ſich 30000
Muſer=
manen, darunter Sajids, Ulemas, Scherifs und
Bedu=
inen, um die heilige Fahne, Sandſchak=i=
Scherif=
geſchart haben, die unter der Entfaltung großen
Pom=
pes von der heiligen Stätte her eingeholt wurde. Die
Begeiſterung der Bevölkerung iſt groß. Tauſend Mann,
darunter der 65 jährige Mufti der Schafiiten, ließen ſich
als Freiwillige einſchreiben und ſchworen am Grabe
Mo=
hammeds, die Waffen nicht früher niederzulegen, als bis
die Rechte des Vaterlandes und des Kalifats anerkannt
ſein würden.
Die Wintertagung des
Reichstags.
*⁎* Heute Mittwoch tritt der deutſche Reichstag wieder
zuſammen, um das Werk, welches er am 4. Auguſt
begon=
nen, fortzuſetzen und zu ergänzen. Wie das deutſche Volk
mit ſtolzer Genugtung auf das Ergebnis jener
Sommerta=
gung zurückblicken kann, welche in ihren einmütigen
Be=
ſchlüſſen die Gefühle unſerer Nation widerſpiegekte, ſo darf
man auch mit dem feſten Vertrauen der bevorſtehenden
Wintertagung entgegenſehen, daß die Vaterlandsliebe auch
weiter das Leitmotiv bei den Entſcheidungen des
Reichs=
tags ſein wird. Von allen Parteien iſt ja anerkannt
wor=
den, daß Kaiſer und Regierung bis zum alleräußerſten
Moment an ihrer Friedensliebe feſtgehalten und nur
wi=
derſtrebend, allein der zwingenden Notwendigkeit
ge=
horchend, zum Schwerte gegriffen haben. Und das
deut=
ſche Volk hat inzwiſchen die Erfahrung machen können,
daß das Vertrauen in unſere Wehrkraft zu Lande und
zu Waſſer vollberechtigt war und daß die materiellen
Opfer, die für die Erhaltung dieſer Wehrkraft gebracht
wurden, ſich gelohnt haben. Ohne dieſe Opfer ſtünde es
heute ſchlimm um uns, ohne ſie könnten wir nicht auf die
bedeutenden Erfolge verweiſen, die wir in Weſt und Oſt
gegen unſere Feinde erzielt haben.
Großes liegt zwiſchen jener Auguſttagung und heute:
Die Zahl unſerer Feinde hat ſich vermehrt, aber damit
iſt auch unſere Kraft gewachſen, und faſt die ganze Welk
bewundert unſere Leiſtungen auf militäriſchem und
wirt=
ſchaftlichem Gebiete. Schwer ſind zwar auch unſere
Ver=
luſte an Söhnen des deutſchen Volkes, und viele Tauſende
von Toten und Verwundeten haben wir zu beklagen;
je=
doch ſind wir noch in einer beſſeren Lage als unſere Feinde,
denn die Opfer auf unſerer Seite wurden nicht
ver=
geblich gebracht, ſie waren von Erfolgen begleitet, die zu
den ſchönſten Hoffnungen für den Ausgang des Krieges
berechtigen.
Was nun die Beratungsgegenſtände des Reichstags
betrifft, ſo beſchränken ſie ſich auf die verfaſſungsmäßige
Genehmigung der zur Fortſetzung des Krieges
erforder=
lichen Mittel. Die aus der Fünf=Milliarden=Anleihe
er=
zielte Summe iſt natürlich noch längſt nicht aufgebraucht,
aber es gilt, Vorſorge zu treffen, daß beim Eintreten
neuen Bedarfs die Mittel ſofort vorhanden ſind. Von
einer zweiten Kriegsanleihe ſoll abgeſehen, vielmehr ein
weiterer Betrag von 5 Milliarden Mark durch
kurzfri=
ſtige Schatzanweiſungen flüſſig gemacht werden. Die
Zu=
ſtimmung des Reichstags hierzu iſt zweifellos, ebenſo zu
etwaigen Vorſchlägen der Regierung betreffs einer
weite=
ren Fürſorge zur Linderung der Kriegsnöte. Die
Denk=
ſchrift, in welcher die Regierung über die auf Grund der
Geſetze vom 4. Auguſt erlaſſenen Voſchrift Bericht erſtattet,
dürfte der Reichstag einfach zur Kenntnis nehmen,
wäh=
rend ihm der Etat ſowie andere Vorlagen erſt im
Früh=
jahr zugehen werden.
Wie von uns ſchon gemeldet wurde, wird Herr v.
Bethmann Hollweg, der am Samstag früh aus dem
Großen Hauptquartier nach Berlin zurückgekehrt iſt, im
Reichstage das Wort ergreifen und Grüße des Kaiſers
überbringen, ſowie aller Wahrſcheinlichkeit nach über
un=
ſere Beziehungen zum neutralen Auslande berichten und
ſonſtige wichtige Aufſchlüſſe geben. Daß man dieſen
Er=
klärungen allgemein mit Spannung entgegenſieht, iſt
ſelbſt=
verſtändlich.
Ehrung Hindenburgs durch Kaiſer Franz Joſef.
* Poſen, 30. Nov. Kaiſer Franz Joſef hat
an Generalfeldmarſchall v. Hindenburg und deſſen
Generalſtabschef v. Ludendorff aus Anlaß ihrer
Beförde=
rung Glückwunſchtelegramme geſandt. Das
Tele=
gramm an v. Hindenburg lautet: Lieber
Gencralfeldmar=
ſchall v. Hindenburg! Innigſt erfreut, Sie zu Ihrer
Be=
förderung in die höchſte militäriſche Würde, die Sie der
huldvollen Anerkennung Ihrer ruhmvollen Führung des
unvergleichlich tapferen Oſtheeres ſeitens Seiner Majeſtät,
Ihres erhabenen Kriegsherrn, verdanken, wärmſtens
be=
glückwünſchen zu können, iſt es Mir Bedürfnis, Ihnen zu
bekunden, welche vielbegründete Hochſchätzung Ich und
Mein Heer Ihnen zollen. Klar, feſt und treu wirkten Sie
in ſchwerſten Kämpfen, in ſteter Uebereinſtimmung mit
Meinem Heere und dieſes wird ſtolz ſein, ſich je enger mit
der Fliegeroffizier Oberleutnant Crienitz (Infanterie=
Regiment Nr. 87) einige Lieder vor.
* Ordensverleihung. Ihre Königl. Hoheit die
Großherzogin haben dem Hofkutſcher Auguſt
Ermel das Dienſtehrenzeichen für 25 Hofdienſtjahre
zum 1. Dezember verliehen.
* Lehramtsperſonalien. Ihre Königl. Hoheit die
Großherzogin haben den Oberlehrern Franz
Como an der Oberrealſchule zu Heppenheim a. d. B.,
Auguſt Eckel an der Oberrealſchule am Friedrichsplatz
zu Offenbach und Kaſpar Schmitt an der
Oberreal=
ſchule zu Worms den Charakter als Profeſſor erteilt.
* Ernannt wurde der Schreibgehilfe Georg Krell
in Seligenſtadt zum Regiſtrator bei dem Amtsgericht
Seligenſtadt mit Wirkung vom 1. Dezember 1914.
* Staatsminiſter Dr. von Ewald hat ſich geſtern
in dienſtlichen Angelegenheiten nach Berlin begeben.
* Falſche Gerüchte. Gegenüber den immer
wieder=
kehrenden falſchen Gerüchten wird der Darmſt. Ztg. von
unterrichteter Seite mitgeteilt, daß Prinz Franz
Joſeph von Battenberg und Gemahlin ſich
ſeit Ende Juli d. Js. ununterbrochen in der Schweiz
aufhalten und nicht, wie behauptet wird, in Montenegro.
C Die heſſiſche Tapferkeitsmedaille erhielt für
Tapfer=
keit vor dem Feinde Leutnant und Adjutant Müller=
Hickler im Feldartillerie=Regiment Nr. 27 „Oranien”.
* Militärdienſtnachrichten. Befördert: zum
Haupt=
mann: v. Joeden, Oberlt. d. Reſ. des Feldart.=Regts.
Nr. 25 (Mainz), jetzt im Reſ.=Feldart.=Regt. Nr. 25; zu
Rittmeiſtern: die Oberleutnants der Landw.=Kav, 1.
Auf=
gebots: Loeſch (III Darmſtadt) beim Stabe der 25.
Re=
ſerve=Diviſion, Reinhart (Worms) im Reſ.=Drag=
Regt. Nr. 4; zum Leutnant der Reſ.: der Vizewachtmeifter
Schuldt (Friedberg) beim Reſ.=Inf.=Regt. Nr. 116; zu
Leutnants der Reſ.: die Vizefeldwebel Dietz, Möhn
(Mainz), Linker (Friedberg), Weidner (Offenbach)
zu Leutnants der Landw.=Feldart. 2. Aufgebots: Buſch
(II Hamburg), Lutz (Mainz), Vizewachtmeiſter bei der
Mun.=Kol. des 23. Armeekorps; zu Leutnants der Reſ.:
die Vizewachtmeiſter Fiſcher (I Darmſtadt), Groß
(Mainz), jetzt bei der Reſ.=Fuhrp.=Kol. 85, Tamm
(I Darmſtadt), jetzt bei der Reſ.=Bäckerei=Kol. 32, alle drei
der Train=Abt. Nr. 18; zu Leutnants der Reſerve: die
Vizefeldwebel: Hager (Darmſtadt), des Fußart.=Regts.
Nr. 3, Ohly, Knoellinger, Roth, Kneipp
Schmidt (Hans), Schäfer, Schmidt (Heinrich),
Röhr (Gießen), Bopp, Lerch (Erbach), Franthig
(Elberfeld), des Inf.=Regts. Nr. 116; zu Leutnants der
Landw.=Inf. 1. Aufgebots: die Vizefeldwebel
Acker=
mann (Wiesbaden), Kammer (Gießen) im Inf.=Regt.
Nr. 116. Paetow, Gen.=Maj. z. D., zuletzt Direktor der
Pulverfabrik bei Hanau, zum Vorſtand der
Inſtandſetz=
ungswerkſtatt des Art.=Depots in Darmſtadt ernannt.
Be=
fördert: zum Leutnant der Reſerve der Vizefeldwebel,
jetzt beim Landw.=Inf.=Regt. Nr. 2, Haſſelhof (
An=
klam), des Inf.=Regts. Nr. 116; zum Leutnant der
Re=
ſerve: der Vizewachtmeiſter Hillebrand (Mainz), jetzt
im Erſ.=Batl. des Fußart.=Regts. Nr. 3; zu Leutnants
der Landw.=Fußart. 1. Aufgebots: die Vizefeldwebel
Lindebner (Mainz), Friedrich (Mainz), Zang
(IIII Darmſtadt), jetzt im Landſt.=Fußart.=Batl. des 18
Armeekorps. Gieſe, Zeug=Oberlt. beim Art.=Depot in
Mainz, zum Zeug=Hauptmann befördert.
— Großh. Hoftheater. Heute A ittwoch wird das
reizende Luſtſpiel „Als ich noch im Flügelkleide” in der
Beſetzung der überaus erfolgreichen Erſtaufführung zum
erſtenmal wiederholt. Regie Bruno Harprecht. Donnerstag
geht Humperdincks Spieloper „Die Marketenderin” in
Szene. Das Werk hatte mit ſeinem Anklang an
an=
mutigen Operettenſtil bei ſeiner Erſtaufführung ſtärkſten
Erfolg. Dirigent Hofrat Ottenheimer Regie Otto
Nowack. Am Freitag abſolviert Robert Hutt auf D 13
ein abermaliges Gaſtſpiel, und zwar als Lyonel in
„Martha‟ Dieſer Abend wird nach dem
außerordent=
lichen Erfolg des berühmten Künſtlers als Manrico in
Troubadour wohl ganz beſonderes Intereſſe erregen.
Samstag nachmittag geht die „Anna=Liſe” als
Schüler=
vorſtellung, abends „Zigeunerbaron” als
Sondervor=
ſtellung in Szene. Für Sonntag, den 6. Dezember, iſt
Wagners „Walküre” angeſetzt. In dieſer Vorſtellung
ſingt Mizi Marx zum erſtenmal die Sieglinde, Robert
Perkins zum erſtenmal den Wotan.
— Das Eleonorenheim, das Säuglingsheim der
Gr. Zentrale für Mutter= und
Säuglings=
fürſorge war bald nach Ausbruch des Krieges auf
gelöſt worden. In ſeinen Räumen wurde das
Vereins=
lazarett Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin
ein=
gerichtet. Inzwiſchen hat ſich das Bedürfnis nach einem
Säuglingsheim ſo ſtark fühlbar gemacht, daß ſich die
Gr. Zentrale entſchloſſen hat, das Eleonorenheim in
be=
ſchränktem Umfang wieder zu eröffnen. Dies war
möglich, ohne daß die Zahl der Betten des
Vereins=
lazaretts vermind rt zu werden brauchte. Von heute ab
werden wieder Säuglinge im Eleonorenheim aufge
nommen. Die der Gr. Zentrale gehörige Kinderklinik in
Gießen wird ſeit Beginn des Krieges unverändert weiter
betrieben. Auch die offene Fürſorge in Darmſtadt
iſt durch den Krieg nicht unterbrochen worden. Die
Schweſtern und Helferinnen machen täglich zahlreiche
Beſuche bei Wöchnerinnen. Die Mutterberatungsſtellen
ſind dauernd gut beſucht. Die Beratungsſtunden finden
ſtatt: Montags, Mittwochs und Freitags von 4—6 Uhr
im neuen Hoftheater (Eingang vom Herrngarten)
Mittwochs von 5—6 Uhr Feldbergſtraße 69 und Dienstags
von 5—6 Uhr Ludwigshöhſtraße 4.
— Fürſorge für Kriegsinvaliden. Am 27. d. M. fand
auf Veranlaſſung des Schriftführers der Deutſchen
Ver=
einigung für Krüppelfürſorge, Herrn Prof. Bieſalski=
Ber=
lin, in den Räumen der
Landesverſicherungs=
anſtalt zu Darmſtadt eine Beſprechung ſtatt, wie
für die im Kriege Verſtümmelten, nur noch
teil=
weiſe Arbeitsfähigen, geſorgt werden könne. An dieſer
Beſprechung haben Vertreter des Großh. Miniſteriums,
des Landesvereins vom Roten Kreuz, der
Landesverſiche=
rungsanſtalt Großh. Heſſen, der Lazarett=Direktion
Darm=
ſtadt, des Städtiſchen Arbeitsamts, des Krüppelheims und
des Heſſiſchen Fürſorge=Vereins für Krüppel
teilgenom=
men. Als Ergebnis der Beſprechung wurde feſtgeſtellt:
Die Fürſorge für die Kriegsinvaliden muß möglichſt zeitig,
alſo ſchon während der Lazarettbehandlung, eintreten; es
iſt daher anzuſtreben, daß in den allgemeinen Reſerve=
und Vereinslazaretten den Verwundeten, die einer
ortho=
pädiſchen Behandlung oder Nachbehandlung bedürfen,
dieſe auch zuteil wird, und daß ſachverſtändige Aerzie
hierfür zugezogen werden. Nach Möglichkeit ſoll in Orten
mit größeren Lazarett=Einrichtungen eines der Lazarette
hierfür beſonders ausgeſtattet und dieſem die geeigneten
Verwundeten überwieſen werden. Da den Kriegern, die
als Folgen ihrer Verwundung am vollen Gebrauch ihrer
Gliedmaßen behindert ſind, möglichſt ihre volle
Arbeits=
fähigkeit wieder gegeben werden ſoll, iſt in ihrem
Inter=
eſſe eine vorzeitige Entlaſſung aus dem Lazarett= und
dem Militärdienſt zu vermeiden, und es iſt zweckmäßig,
den wiederhergeſtellten Mann unmittelbar in eine
Ar=
beitsſtelle zu entlaſſen. Da die Verwundeten zumeiſt nicht
in ihren Heimatslazaretten verpflegt werden, iſt
wenig=
ſtens die Nachbehandlung in der Heimat anzuſtreben,
um die Arbeitsſuche zu erleichtern. Die Verwundeten
ſind daher möglichſt vor Abſchluß der Behandlung einem
der Heimat nahegelegenen Lazarett zuzuführen. Zur
Ar=
beitsvermittelung ſind keine Neueinrichtungen nötig,
ſon=
dern es iſt engſter Anſchluß an die Arbeitsnachweiſe und
Arbeitsämter zu empfehlen. Die in Arbeitsſtellen
Unter=
gebrachten ſind — wenigſtens in der erſten Zeit — zu
über=
wachen und ſollten ſich in dieſer Zeit nicht ſelbſt überlaſſen
bleiben.
Poſtanweiſungsverkehr mit deutſchen Gefangenen
in Rußland. Die ruſſiſche Poſtverwaltung hat nunmehr
der Eröffnung des Poſtanweiſungsverkehrs
der Kriegsgefangenen zwiſchen Deutſchland und
Rußland zum 1. Dez. zugeſtimmt. Die Poſtanweiſungen
nach Rußland ſind in ſchwediſcher Währung (Kronen und
Oere, Meiſtbetrag 525 Kronen) auszuſtellen und werden
in Malmö nach dem Kurſe von 175 Kronen — 100 Rubel
umgerechnet. Ueber die ſonſtigen, bereits früher
mitge=
teilten Verſendungsbedingungen geben die Poſtanſtalten
Auskunft; im Schaltervorraum jeder Poſtanſtalt iſt auch
ein Aushang („Poſtverkehr mit den Kriegsgefangenen”)
angebracht, der die Verſendungsbedingungen enthält.
Poſtaliſches. Vom 1. Dezember ab gilt für
Poſtanweiſungen nach Oeſterreich=Ungarn mit
Bosnien=Herzegowina und Liechtenſtein der
Einzahlungs=
kurs 100 Kronen — 81 Mf.
E. Das Darmſtädter Streichquartett der Herren Fritz
Mehmel, Albert Diedrich, Fritz Brückmann und
Emil Andrä gehört zu den wenigen Darmſtädter
Kon=
zertvereinigungen, die ſich durch den Kriegszuſtand nicht
haben abſchrecken laſſen, ein vollſtändiges Winterprogramm
aufzuſtellen und zur Durchführung zu bringen. Und daß
das Glück immer dem Mutigen hilft, bewies der Beſuch
ihres erſten Kammermuſikabends, der am
Mon=
ag im dicht beſetzten Saale des Hotels „Zur Traube” von
ſtatten ging. Das iſt um ſo erfreulicher, als der Ertrag
des Konzertes der Kriegsfürſorge der Stadt Darmſtadt
und des Allgemeinen Deutſchen Muſiker=Verbandes zugute
kommen ſoll. Das Programm dieſes „Klaſſiker=Abends”
wies nur altbekannte, liebe Werke auf. Den Anfang
machte, wie heuer wohl überall, Haydns
Kaiſer=
quartett; es folgte Mozarts B-dur-Quartett (Köchel=
Verzeichnis Nr. 589), und den krönenden Abſchluß bildete
Beethovens unſterbliches Quartett op. 59, Nr. 1, in F-duk,
das auch in der Wiedergabe den Höhepunkt bedeutete. Wie
ſtets, erfreute man ſich an der ernſten und gediegenen
Kunſtausübung der vier Herren (das Quartett iſt nunmehr
in ſein 16. Vereinsjahr eingetreten), an der Klarheit der
thematiſchen Linienführung, an der edlen Phraſierung
und der rhythmiſchen Kunſt, die ihr Spiel auszeichnete,
während die ſinnliche Klangentfaltung und die muſikaliſche
Freiheit und Feinheit der Bewegung noch immer hin und
wieder einige Wünſche offen laſſen. Das Publikum ſpendete
den Künſtlern mit Recht ſehr lebhaften Beifall, ſollte aber
mit deſſen Bezeugung füglich bis zur Beendigung der
ein=
zelnen Quartettnummern Zurückhaltung üben.
C. Der Katholiſche Frauenbund veranſtaltete am
Montag im Konkordiaſaale einen patriotiſchen
Abend, deſſen Mittelpunkt ein Vortrag der
Vor=
ſitzenden des Deutſchen Katholiſchen Frauenbundes
Fräulein Hedwig Dransfeld aus Werl über „
Frauen=
pflichten in ſchwerer Zeit” bil ete. Die Rednerin, die
ſich auch als Jugendſchriftſtellerin einen Namen gemacht
hat, führte etwa Folgendes aus: Wenn auch das
Schick=
ſal Deutſchlands zunächſt den Männern anvertraut iſt,
ſo haben doch auch die Frauen eine verantwortungsvolle
Aufgabe und müſſen ihre Opfer bringen. Darum jetzt fort
mit aller Kleinlichkeit und Leichtfertigkeit! Ein alter
Philoſoph hat den Krieg als „Vater aller Dinge”
be=
zeichnet, was auf den erſten Blick widerſinnig erſcheint,
da er ſich zunächſt als Vater des Unheils darſtellt. Er
iſt aber auch der Vater großer erhebender Geſinnungen,
ein Faktor im Plane Gottes, der eine große religiöſe
Erneuerung gebracht hat. Aufgabe der Frauen iſt neben
dem Wacherhalten des Glaubenslebens, beſonders die
weitere Pflege der mächtig aufgeflammten
Vaterlands=
liebe, der Liebe zu dem Fürſten und nicht zuletzt die
Verbreitung der Kenntnis der Entwicklung des jetzigen
Weltkrieges beziehungsweiſe die Beſeitigung des Irrtums
von unſerer Kriegsluſtigkeit. Trotz des Krieges muß die
bisherige Aufgeſchloſſenheit des deutſchen Geiſtes für
fremde Literaturen erhalten bleiben, dagegen
Grenz=
ſperre herrſchen gegen alles Fäulnis Verbreitende,
be=
ſonders auf dem Gebiet des Theaters, der Mode und
der Kunſt. Der Krieg hat auch den Segen gebracht daß
Autorität, Gehorſam, Kameradſchaftlichkeit und
Opfer=
ſinn mächtig gewachſen ſind. Möge, ſo ſchloß die
Rednerin ihren formvollendeten Vortrag, nach dem
Friedensſchluß deutſche Art friſch erblühen zu unſerem
und aller Völker Nutzen und dazu wollen wir Frauen
in unſerer Weiſe beitragen. Die Dankesworte des
Fräulein v. Brentano, die außerdem einen Bericht über
die Tätigkeit der hieſigen Settion ſeit dem Krieg
er=
ſtattete, fanden freudigen Widerhall. Die Veranſtaltung
wurde durch treffliche geſangliche, inſtrumentate und
deklamatoriſche Darbietungen hieſiger Damen verſchönt.
* Der Verein „Zum Feierabend” (gegründet 1877)
hielt ſeine diesjährige Hauptverſammlung ab.
Der Vorſitzende, Stadtpfarrer Zimmermann,
be=
grüßte die Erſchienenen und erſtattete den
Rechenſchafts=
vericht. Beſonders hervorgehoben wird hierbei, daß die
Jugendvereinigung der Stadtgemeinde im Hauſe des
Ver=
eins (Stiftſtraße Nr. 41) eingezogen iſt und ſo das Haus
dem eigentlichen Zwecke des Vereins wieder nutzbar
ge=
macht wurde. Im Juli d. J. wurde der große Saal neu
hergerichtet. Leider verhinderte der Krieg die Benutzung
des Saales in der gewünſchten Weiſe. Statt deſſen wurde
r in ein Lazarett umgewandelt und mit 30 Betten
be=
ſtellt, die bisher ſtändig belegt waren. Die ebenfalls vom
Vorſitzenden vorgetragene Rechnung für 1913 wurde
geneh=
nigt. Sie ſchließt, mit veranlaßt durch die Einnahmen
aus Vermietung des großen Saales, günſtig ab. Zum
Schluſſe erklärte ſich die Verſammlung mit den
Ausführun=
gen des Vorſitzenden einverſtanden und ſprach ihm für
eine Tätigkeit ihre vollſte Anerkennung aus.
* Landwirtſchaftliche Genoſſenſchaftsbank. Die
Gläu=
bigergenoſſenſchaften werden zu einer
Gläubigerverſamm=
lung auf Samstag, den 5. Dezember, in den Kaiſerſaal,
Grafenſtraße 18, eingeladen. Auf der Tagesordnung
ſtehen folgende Punkte: 1. Bericht über die ſeitherige
Tätigkeit der Verwaltung und über die jetzige Lage der
Bank. 2. Verlängerung des Moratoriums bis 31.
De=
zember 1916 und Ausſchüttung von 15 Prozent auf die
Gläubigerforderungen.
— Gartenvauverein Darmſtadt. Selten iſt das
vaterländiſche Empfinden bei unſerem Volke ſtärker
ent=
wickelt geweſen, als in den ernſten Zeiten, in denen es
mit zähen Gegnern um ſeine Exiſtenz ringt. Solche
Gedanken ſollten auch auf dem Gebiete der Gartenkunſt
CK. Die Lage der Pariſer Theater. Wie unendlich
viel ſchwerer und drückender der Krieg auf allen
Verhält=
niſſen des franzöſiſchen Lebens laſtet, geht deutlich aus
der Lage der Pariſer Theater hervor. Während in
Deutſch=
land überall geſpielt wird, war bis vor kurzem ſelbſt in
der Hauptſtadt Frankreichs die Eröffnung der Theater
von der Regierung verboten. Nun iſt ihnen geſtattet
wor=
den, Matinees und Abendvorſtellungen bis 11 Uhr zu
geben, aber ſie kommen dieſer Erlaubnis gar nicht oder
nur in ſehr beſchränktem Umfange nach. Zunächſt hat noch
gar kein Theater ſich zum Spielen entſchloſſen. Für die
vom Staat ſubventionierten Théätre wird der endgültige
Entſcheid von der Rückkehr des Unterſtaatsſekretärs der
Schönen Künſte, Dalimier, erwartet, der zu einem kurzen
Beſuch nach Paris kommen wird. Man nimmt allgemein
an, daß die Große Oper, die Opéra Comique, und das
Odéon weiter geſchloſſen bleiben. Nur das Theater
Frangais wird wahrſcheinlich in abſehbarer Zeit ſeine
Pforten öffnen und Mittagsvorſtellungen ernſter klaſſiſcher
Stücke veranſtalten, deren Einnahmen zum Beſten der
Verwundeten verwendet werden ſollen. Die Privattheater
können an eine Wiedereröffnung nicht denken. Wie der
Direktor des Gymnaſe=Theaters, der zugleich Vorſitzender
der Geſellſchaft der Pariſer Theaterdirektoren iſt, im Petit
Pariſien ausführt, ſtehen dem zu große Hinderniſſe
ent=
gegen. Die Mieten ſind ſo hoch, daß man ſie nicht
heraus=
wirtſchaften könnte, und außerdem gilt es für ſaſt
unmög=
lich, gute Enſembles zuſammenzubringen, da faſt ſämtliche
zjugendliche Helden” in der Feuerlinie ſtehen. Wenn
des=
halb auch die einzelnen Direktoren nicht an eine
Wieder=
aufnahme ihres Geſchäfts denken können, ſo ſollte doch
nach der Anſicht Francks etwas geſchehen, und zwar will
der Direktor Mittagsvorſtellungen am Donnerstag und
Sonntag im Trocadero, im Chätelet und im Caité=
Theater veranſtalten, wobei die Stadt, die die Beſitzerin
dieſer Lokale iſt, die Räume unentgeltlich zur Verfügung
ſtellen ſoll. Franck hofft, eine Geſellſchaft von
Schauſpie=
lern zuſammenzubekommen, die umſonſt ſpielen, und der
Erlös der Vorſtellungen ſoll dann den notleidenden
Schau=
ſpielern zugute kommen, die ſich in einer geradezu
erbar=
menswerten Lage befinden und vielfach dem Verhungern
ausgeſetzt ſind. Den Kinos geht es etwas beſſer als den
Theatern; ſie haben zahlreicher aufgemacht, doch werden
auch ſie gehindert durch die ſtrenge Polizeizenſur ihres
Programms und die großen Prozentſätze der Einnahme,
die ſie für Wohltätigkeitszwecke abgeben müſſen.
* Glücklich entwiſcht. Ueber die glanzvolle Fahrt des
Hamburger Vollſchiffes „Indra” von der
Ree=
derei Wachsmuth u. Krogmann, das in einer
fünfmonati=
gen Reiſe trotz der feindlichen Kreuzer glücklich den Hafen
von Neu=York erreichte, berichtet der Kapitän des Schiffes,
Karſtädt, ſeiner Reederei:
Die „Indra” verließ am 10. Juni den Hafen von
Taltal (an der chileniſchen Küſte) mit einer Ladung
Sal=
peter im Wert von etwa 500000 Mark, nach Dünkirchen
beſtimmt. Das Kap Horn konnte wegen widriger Winde
erſt am 23. Juli geſegelt werden. Am 26. Auguſt erhielt
der Kapitän von einem ſchwediſchen Dampfer das Signal
„Krieg zwiſchen Deutſchland und allen Nationen”
Nach=
dem das Schiff drei Tage auf dem Ozean gekreuzt hatte,
ſetzte es ſeine Reiſe in der Richtung auf den Kanal fort.
Bis zum 3. Oktober verſuchte der Kapitän, weitere
Nachrichten über den Krieg zu erlangen, allein die
ihm begegnenden Schiffe antworteten meiſtens nicht. Aber
Ende September ſignaliſierte eine
franzöſi=
ſche Bark die Lüge, der Krieg ſei zu Ende, die
Ver=
bündeten ſeien in Berlin eingezogen, der
deutſche Kaiſer befände ſich auf dem Wege nach St. Helena.
Natürlich wurden dieſe fauſtdicken Lügen nicht geglaubt.
Bald darauf ſignaliſierte der amerikaniſche Dampfer
„Philadelphia”, daß der Krieg fortdauere. Dies beſtimmte
den Kapitän, Kurs auf Neu=York zu nehmen, da ihm
die=
ſer Weg am ſicherſten dünkte. Am 3. Oktober, abends,
ſah die „Indra” einen jedenfalls nach ihr ſuchenden
feind=
lichen Kreuzer auf ſüdlichem Kurſe, Die „Indra” ſteuerte
indes mit gelöſchten Lichtern nordwärts in den
Atlan=
tiſchen Ozean hinein. Die Fahrt ging gegen andauernd
weſtliche Winde. Endlich, in der Nacht vom 7. zum 8.
No=
vember, lief das Schiff dicht an der amerikaniſchen Küſte
nordwärts. Morgens wurde drei Seemeilen öſtlich ein
großer engliſcher Kreuzer geſichtet. Es gelang aber,
un=
bemerkt einen Schleppdampfer zu erreichen, der die
„Indra” für 200 Dollar in den Hafen von Neu=
York ſchleppte. Um 8 Uhr morgens wurde unter
deut=
ſcher Flagge das äußerſte Feuerſchiff paſſiert. Die „Indra”
war damit in Sicherheit. Um 12½ Uhr ankerte ſie in
Staten Island Bay.
Neu=York iſt nach dem Bericht des Kapitäns
vollſtän=
dig von drei engliſchen und zwei franzöſiſchen Kreuzern
blockiert, und die „Indra” iſt ſeit zwei Monaten das erſte
Schiff deutſcher Flagge, das den dortigen Hafen erreicht
hat. Die Ladung der „Indra” war für eine engliſche
Firma in Dünkirchen beſtimmt. Da es ſich aber um
Kon=
terbande handelt, verweigerte der Kapitän die
Ausliefe=
rung, bis die durch die Reiſe nach Neu=York erwachſenen
Koſten bezahlt ſind. Der Wert der Ladung iſt dadurch
auf rund zwei Millionen Mark geſtiegen.
* Das Rezept gegen Fliegerbomben. Der Leutnant
Kelbach, der mich begleitet, verfolgt ſeit einigen Minuten
mit dem Fernglas den Flug eines Aeroplans, der von
der Gegend von Toul her näher kommt. Schließlich iſt
er ſicher: es iſt ein Franzoſe. Er ſragt mich, ob ich wüßte,
wie man Fliegerbomben vermeiden könnte. Ich bekannte,
daß ich nur ein Mittel kenne: ſchön zu Hauſe bleiben in
einem unzweifelhaft neutralen Lande. Aber der Leutnant
erklärte mir mit der durch die Umſtände gebotenen Kürze:
„Sobald eine Bombe in der Nähe platzt, muß man zu
der Stelle laufen, an der ſie geplatzt iſt, um dort ſtehen
zu bleiben, und von dort muß man zu der Stelle laufen,
wo die zweite platzt; und ſo muß man fortfahren, bis das
Luftbombardement zu Ende iſt.” Zuerſt verſtand ich das
nicht, aber die Erklärung iſt ziemlich einfach: da der
Flie=
ger in der Luft nicht ſtillſtehen kann, ſo kann er nicht eine
Bombe nach der anderen auf denſelben Punkt werfen;
wie ſchnell er auch arbeiten mag, in der kurzen Friſt
zwi=
ſchen dem Werfen zweier Bomben legt das Flugzeug
min=
deſtens eine Strecke von 30 bis 40 Meter zurück
— Die Kuh der Bayern. Der Berichterſtatter des
Giornale d’Italia ſchreibt: Hinter dem „Bois du four”
gelangen wir in die Kampflinien. Eine Kolonne
Mu=
nitionswagen kommt von der Front zurück. Bayern.
Wenn es uns die Uniformen nicht ſagten, ſo würden dies
Platz greifen, die gerade lange genug dem „engliſchen”
oder „franzöſiſchen Stile” gefolgt iſt. Daher dürfte auch
der Vortrag des Gartenarchitekten Roſenbaum
„Auf dem Wege zum deutſchen Garten” von allgemeinem
Intereſſe ſein. Näheres enthält eine Anzeige in dieſer
Nummer.
Weihnachtsfeier im Orpheum. Die Geſangvereine
„Liederkranz” „Lyra” „Doppelquartett Rheingold” und
„Etzoldſches Männerquartett” beſchloſſen in einer am
vorigen Montag ſtattgehabten Zuſammenkunft, am 1.
Weihnachtsfeiertag im Orpheum eine
Weihnachts=
feier zu veranſtalten, deren Reingewinn zum Beſten
der Kriegsfürſorge der Stadt Darmſtadt
verwendet werden ſoll. Es wurde beſchloſſen, neben einer
Feſtrede, künſtleriſchen Darbietungen auch einige
Geſamt=
chöre zu Gehör zu bringen und zu dieſem Zweck eine
ge=
meinſame Singſtunde auf Freitag im Saale des Herrn
Hartung, Dieburger Straße, anberaumt. Sollte der eine
oder andere Geſangverein durch Verſehen nicht eingeladen
geweſen ſein oder war er durch Umſtände verhindert, an
der Sitzung teilzunehmen, ſo iſt demſelben noch
Gelegen=
heit geboten, ſich in dieſer erſten Singſtunde anzumelden.
* Liebesgabenſchwindler. Ein Unbekannter, der
in=
zwiſchen in der Perſon des Stukkateurs Jakob
Schult=
heis, geboren zu Schierſtein am 15. Januar 1879,
er=
mittelt wurde, hat in der erſten Hälfte des Monats
No=
vember d. J. in einer Reihe von Orten der Umgebung
Darmſtadts, nämlich Pfungſtadt, Jugenheim,
Weiter=
ſtadt, Eberſtadt, Nieder=Ramſtadt und Mörfelden, ſich der
Urkundenfälſchung und Betrugs ſchuldig
ge=
macht, indem er mit Hilfe eines Zettels, den er mit dem
Namen des Ortspfarrers unterſchrieben hatte, ſich
Hem=
den, Unterhoſen uſw. erſchwindelte bezw. zu erſchwindeln
verſuchte. In vielen Fällen gab er an, daß die von dem
Herrn Pfarrer erbetenen Gegenſtände, in deſſen Auftrag
er zu kommen vorgab, für die im Felde ſtehenden
Truppen als Liebesgaben beſtimmt ſeien. Es
beſteht der dringende Verdacht, daß Schultheis, ein
mehr=
fach erheblich vorbeſtrafter Menſch, noch anderwärts
ähn=
lich gelagerte Betrügereien verübt hat und auch noch mehr
Geſchäftsleute der angegebenen Orte auf die erwähnte
Weiſe erheblich geſchädigt hat. Es werden deshalb alle
Perſonen, welche über das Treiben des Schultheis
An=
gaben zu machen in der Lage ſind, bezw. von ihm
geſchä=
digt wurden, aufgefordert, entſprechende Nachricht dem
Großh. Unterſuchungsrichter II in Darmſtadt,
Rundeturm=
ſtraße 8, zugehen zu laſſen.
Zur Frage der Vermögensſteuererklärung.
* Man ſchreibt uns: In der geſtrigen Nummer
dieſes Blattes wird eine Auskunft mitgeteilt, die
Main=
zer Steuerpflichtigen von dem dortigen
Finanz=
amt auf ihre Anfrage, wie ſie ihre Wertpapiere zur
Steuer deklarieren ſollen, gegeben worden ſein ſoll. Iſt
dieſe Mitteilung richtig, dann iſt es vielleicht angebracht,
den beteiligten Steuerpflichtigen die poſitiven
Be=
ſtimmungen zugänglich zu machen, nach denen zu
verfahren iſt. Artikel 26 Abſatz 2 des
Vermögens=
ſteuergeſetzes vom 12. Auguſt 1899 beſtimmt:
Wert=
papiere, wenn ſie in Deutſchland einen Börſenkurs haben,
ſind nach dieſem, andernfalls nach dem
Ver=
kaufswert zu veranſchlagen. In der maßgebenden
Aus=
führungsvorſchrift hierzu, in der Ausführungs=
Anweiſung vom 5. Juni 1900, wird in § 41
Zif=
fer 2 folgendes beſtimmt:
„Wertpapiere ſind nach dem
Börſen=
kurs zu veranſchlagen, wenn ſie in Deutſchland
einen ſolchen haben, andernfalls nach dem
Ver=
kaufswert Bei Anwendung des Börſenkurſes
iſt das folgende zu beachten: a) Entſcheidend für die
Bewertung iſt der Börſenkurs, wie er zur Zeit
der Veranlagung der betreffenden
Pa=
piere an der Börſe notiert wird, die nach dem
Geſchäftsgebrauch des Veranlagungsortes maßgebend iſt.”
Die Beſtimmungen laſſen alſo keine andere Wahl:
1. Beſteht zur Zeit der Veranlagung ein
Börſenkurs, ſo muß dieſer den darin notierten
Effek=
ten zugrunde gelegt werden;
2., wenn nicht (das Geſetz ſagt: „andernfalls”)
ſo muß der Verkaufswert der Veranſchlagung
zu=
grunde gelegt werden.
Es ſcheint nun, als gehe die Abſicht der Finanzämter
dahin, der Veranſchlagung den letzten bekannten
Börſen=
kurs von Ende Juli dieſes Jahres zugrunde zu legen,
mit der Maßgabe, daß ſie das nur als ein Proviſorium
betrachten, deſſen Ergebnis nach Wiedereröffnung der
Börſe im Rechtsmittelverfahren richtiggeſtellt werden
könnte (vorausgeſetzt, daß der
Steuerpflich=
tige alsdann noch ein Rechtsmittel hat!)
oder aber, daß ſie ſchon jetzt an jenen Juli=Kurſen
ge=
wiſſe, im einzelnen näher zu begründende Abſtriche
zu=
laſſen wollen, um auf dieſem Weg den heutigen (aktioen)
Kurs zu ermitteln. Beides entſpricht nicht den klaren
Beſtimmungen des Geſetzes, die nach den Regeln der
Geſetzesauslegung im dermaligen Zeitpunkt den von der
Steuerverwaltung angeordneten allgemeinen
Steuerver=
anlagung als Maßſtab der Effekten=Bewertung voll nur
den „Verkaufswert” zulaſſen. Denn zu dem
nach § 41 Ziff. 2 der
Ausführungsanwei=
ſung allein maßgebenden Zeitpunkt
haben die betreffenden Effekten in
Deutſchland keinen Börſenkurs. Warum
ſie zur Zeit einen ſolchen nicht haben, muß für die
An=
wendung der klaren Geſetzesbeſtimmungen gleichgültig
ſein.
Ebenſo gleichgültig muß es ſein, daß die Ermittelung
des „Verkaufswertes” in den meiſten Fällen einer
brauchbaren Unterlage entbehren wird und von
Nicht=
fachleuten, alſo von mehr als 90 Prozent aller
Steuer=
pflichtigen, gar nicht ausgeführt werden kann.
Will man deshalb nach einem Ausweg aus dieſem
Widerſtreit zwiſchen dem Ausführbaren und den nun
ein=
mal ins Rollen gebrachten Geſetzesvorſchriften ſuchen, ſo
würde er zur Vorausſetzung haben:
1. Die alsbaldige allgemeine Erſtrek
kung der Friſt zur Abgabe der
Steuererklä=
rung bis wenigſtens zum 15. Januar 1915.
Es kann unter den dermaligen Verhältniſſen den
Steuer=
pflichtigen, die zum weitaus größten Teile noch heute in
Unkenntnis über die Stellungnahme der Finanzbehörde
zu den erörterten Fragen ſind, nicht zugemutet werden,
innerhalb einer Friſt von drei Wochen bindende
Steuer=
erklärungen abzugeben. Sollte eine allgemeine
Friſt=
erſtreckung nicht alsbald erfolgen, ſo muß jedem
beteilig=
ten Steuerpflichtigen hiermit der Rat erteilt werden, ein
perſönliches Friſterſtreckungsgeſuch an
das zuſtändige Finanzamt alsbald abzugeben, damit
er nicht am Ende ſeiner Rechtsmittel
gegenüber dem Steuerzettel verluſtig
geht.
2. Eine amtliche Erklärung der Finanzämter
dar=
über, welches Verf ahren zur Feſtſtellung des
maßgebenden „Verkaufswertes” ſie als das
ihrer Meinungnach richtigſte und einfachſte
anerkennen wollen. Hierbei darf ſchon jetzt darauf
hingewieſen werden, daß ein ſolcher Weg allerdings in
einer gleichmäßigen prozentualen Abſchreibung
auf den Wert der nicht notleidenden Effekten
gefunden werden könnte. Daß notleidende Effekten
(Ruſſen, Japaner, Chineſen, Mexikaner, Argentinier,
Franzoſen, Engländer, gewiſſe Induſtriepapiere) ſchon
jetzt zu einem von dem letzten Juli kurs ganz
unabhängigen Schätzungswert eingeſtellt
werden müſſen, verſteht ſich von ſelbſt.
— Roßdorf, 1. Dez. (Vortrag.) Herr
Realgym=
naſiallehrer Kahl aus Darmſtadt hat ſich bereit erklärt,
am kommenden Sonntag hier im Saale von Ludwig
Gün=
ther einen gewiß ſehr zeitgemäßen Vortrag zu halten
über: „Der große Weltkrieg und das deutſche
Volk‟ Der Vortrag beginnt nachmittags 4 Uhr und
iſt hierzu die geſamte hieſige Einwohnerſchaft freundlichſt
eingeladen.
Mainz, 1. Dez. (Das Einmiſchen in fremde
Angelegenheiten) iſt oft recht unangenehm. So
erging es auch einem Reſerviſten des Erſatz=Regts. 117.
Auf der Großen Bleiche fand zwiſchen zwei Ziviliſten
eine Auseinanderſetzung ſtatt, in die ſich der Soldat
ein=
miſchte. Ein Schutzmann war ſchon dabei, die Sache zu
ſchlichten, wies den Soldaten ab, der aber trotzdem keine
Ruhe gab und einen größeren Menſchenauflauf
verur=
ſachte. Als der Soldat ſeine Perſonalien verweigerte,
wurde er feſtgenommen und auf die Polizeiwache
ge=
bracht. — (Automobilunfall.) Ein aufregender
Autounfall fand geſtern nachmittag am Halteplatz
zwi=
ſchen einem Privatauto, in dem ſich ein Offizier befand,
und zwei ſtädtiſchen Straßenbahnwagen ſtatt. Ein
Wagen fuhr in der Richtung nach Kaſtel, während ein
Rundbahnwagen von der Brückenrampe herunterkam.
Das Auto wollte noch zwiſchen den beiden
Straßenbahn=
wagen durch, kam aber zwiſchen beide
Motor=
wagen. Der Offizier und der Chauffeur konnten in
dieſem Augenblick noch abſpringen, das Auto wurde
vollſtändig zertrümmert. Es ſteckte derart
zwiſchen den beiden Straßenbahnwagen, daß dieſe nicht
auseinanderzubringen waren. Der Offizier holte
Land=
ſturmleute herbei, mit deren Hilfe es gelang, den einen
Motorwagen aus dem Geleiſe zu heben, worauf das
zer=
trümmerte Auto auf die Seite geſchafft werden konnte.
Ein Soldat, der auf der Straßenbahn, die nach Kaſtel
fuhr, ſtand, wurde durch Glastrümmer des Autos
erhed=
lich im Geſicht verletzt. Die beiden Straßenbahnmagen
wurden erheblich beſchädigt.
Potsdam, 1. Dez. (Trauerfeier.) Heute mittag
fand in der Garniſonskirche eine Trauerfeier für den
ver=
ſtorbenen General v. Seebeck ſtatt. Um 12 Uhr
er=
ſchien die Kaiſerin, in deren Auftrag Kabinettsrat
v. Spitzemberg einen großen Kranz von weißen
Chryſan=
themen und Lorbeer am Sarge niederlegte. In
Vertre=
tung des Kaiſers erſchien General v. Loewenfeld.
An die Trauerfeier, bei der Pfarrer Krummacher die
Ge=
dächtnisrede hielt, ſchloß ſich die Beiſetzung auf dem alten
Friedhof in Potsdam.
Parlamentariſches.
Keine kampfloſen Landtagswahlen
in Heſſen. Die Verhandlungen zur Erzielung einer
Vereinbarung zwiſchen den einzelnen Parteien des
Land=
tages zur Veranſtaltung kampfloſer Wahlen ſind als
end=
gültig geſcheitert anzuſehen. In der letzten
Sitz=
ung der Vertreter aller Parteien konnte eine Einigung
deshalb nicht erzielt werden, weil in einem oberheſſiſchen
Wahlkreis (Nauheim=Butzbach) ein keiner Partei
ange=
hörender Abgeordneter ausſcheidet, deſſen Wiederwahl
nicht gewünſcht wurde und dies Mandat den Gegenſtand
der Streitigkeiten zwiſchen den bürgerlichen Parteien und
der Sozialdemokratie bildet.
In der letzten Sitzung nun beharrten die
Sozialdemo=
kraten auf ihrer Forderung, daß eines der drei
Main=
zer Mandate, die ſeither bürgerliche Abgeordnete inne
hatten, ihnen überlaſſen würde. Dadurch würde der
Beſitzſtand der Sozialdemokratie um einen Sitz vermehrt.
Alle Anhänger der bürgerlichen Parteien waren ſich darin
einig, daß eine Vereinbarung kampfloſer Wahlen nur
unter Wahrung des gegenwärtigen
Beſitz=
ſtandes zu treffen ſei, da eine Bereicherung der
Sozial=
demokratie unter keinen Umſtänden eintreten dürfe. Die
Verhandlungen ſind alſo als geſcheitert zu betrachten.
Die Regierung wird jedenfalls von dem ihr durch das
neue Wahlgeſetz zuſtehenden Recht Gebrauch machen und
die Erſatzwahlen zur Zweiten Kammer bis nach dem
Krieg verſchieben.
Zur zweiten Kriegsſitzung des Reichstags.
* Berlin, 1. Dez. Im Reichstag trat heute
vor=
mittag die ſogenannte freie Kommiſſion zur
Vor=
beratung der neu geforderten
Kriegs=
kredite zuſammen. Von der Regierung fanden ſich ein:
Reichskanzler v. Bethmann Hollweg in feldgrauer
Generalsuniform, faſt alle Staatsſekretäre der
Reichs=
ämter und mehrere preußiſche Miniſter. Auch Vertreter
der Bundesſtaaten erſchienen. Außer den 36 Mitgliedern
der Kommiſſion fanden ſich bei Beginn der auf 10 Uhr
vormittags anberaumten Sitzung ſo viele Abgeordnete als
Zuhörer ein, daß der Saal der Budgetkommiſſion die
Teilnehmer nicht zu faſſen vermochte. Deshalb wurden
die Verhandlungen alsbald nach Beginn in den
Plenar=
ſitzungsſaal verlegt. Ein großer Teil der Abgeordneten
war in feldgrauer Uniform erſchienen. Der Vorſitzende
der Budgetkommiſſion, Dr. Spahn, leitete die
Verhand=
lungen, deren ſtrenge Vertraulichkeit die Kommiſſion
beſchloß. Vor Beginn der Beratungen drückte der
Reichskanzler in einer kurzen Anſprache ſeine
Freude darüber aus, mit den Vertretern des Volkes
wie=
der in perſönliche Fühlung treten zu können. In
begei=
ſterten Worten pries er ſodann den guten Geiſt unſerer
Armee und Flotte und die Einigkeit des deutſchen Volkes.
Ausführungen über die politiſche Lage
be=
hielt ſich der Kanzler für die morgige Vollſitzung des
Reichstags vor. Reichstagspräſident Dr. Kaempf
dankte dem Kanzler und verſicherte ihn der unentwegten
Einmütigkeit des deutſchen Volkes.
* Berlin, 1. Dez. Die vertraulichen Beratungen
der freien Kommiſſion des Reichstages
wur=
den heute abend 10½ Uhr abgebrochen und ſollen
morgen vormittag 10 Uhr fortgeſetzt werden
Ungariſches Ageordnetenhaus.
* Peſt 1. Dez. Bei den Verhandlungen über eine
Sonderſteuer für Kriegshilfe führte der
Finanzminiſter in ſeiner Erwiderung auf eine
oppo=
ſitionelle Bemerkung aus, daß er ausländiſche
Aktien=
geſellſchaften auch nicht ausnahmsweiſe der
Sonderbeſteu=
erung unterziehen wolle. Es ſei rechtlich ſchwer zu
ent=
ſcheiden, welche Unternehmungen eigentlich als
ausländi=
ſche Aktiengeſellſchaften zu bezeichnen ſind. Wenn einzelne
Staaten gegen das Vermögen ungariſcher Staatsbürger
eine Verfügung treffen, ſo iſt dies bedauerlich, das wird
ſich aber an den Staaten ſelbſt rächen. Wir beſchränken
uns nur auf Vergeltungsmaßregeln im
en=
geren Sinne und können auch in Kriegszeiten den
Geſichtspunkt nicht ganz außer acht laſſen, daß in
Zu=
kunft uns ausländiſches Kapital aufſuchen wird. Wir
können daher gegen ausländiſches Kapital keine
Aus=
nahmeverfügung treffen, die es abſchrecken könnte.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetes in vollem Umfange der Einſender verantmartlich.
— Infolge des Krieges iſt nach verſchiedenen
Ge=
genden von Deutſchland ſowie ſpeziell nach dem
neutra=
len Auslande vorgeſchrieben daß die Briefe
ge=
öffnet zum Verſand gelangen. Da nun ein großer
Teil der Bevölkerung von dieſer Vorſchrift keine Kenn= hat und die deutſche Poſt alle Briefe, welche
ge=
ſchloſſen aufgegeben werden, an den Abſender zurückgehen
läßt, erleiden dieſe Briefe nicht nur eine Verzögerung,
ſondern die aufgeklebten Marken gehen durch dieſe
Maß=
nahme auch verloren. Der Einſender geſtattet ſich deshalb
die Anfrage, ob es nicht möglich iſt, in Deutſchland
der=
artige Briefe ebenſo zu behandeln, wie dies von
Oeſter=
reich=Ungarn geſchieht, indem die Poſt die Briefe
ein=
fach öffnet und weiterſendet, ſtatt dieſelben an
die Abſender zurückzugeben. Vielleicht genügen diefe
Zeilen, um an maßgebender Stelle das Erforderliche zu
anlaſſen.
uns ihr Gefang, ihre langen Pfeifen und ihre Kuh
zei=
gen. Denn die Bayern können nicht anders als ſingen
beim Marſchieren, und jede Abteilung führt wie einen
Hund an der Leine eine ſchöne Kuh mit ſich. Ich glaubte
zuerſt, daß es ſich um eine Kriegsbeute handelte. Indeſſen
waren die nützlichen Tiere zur Front gebracht worden,
von der ſie zurückkehrten. Die Bayern, die beſten
Sol=
daten, können alle Strapazen und alle Entbehrung, ſelbſt
den Mangel an (es klingt unglaublich) Bier ertragen;
aber zwei Dinge brauchen ſie unbedingt: die Pfeife und
friſche Butter. Und da auch in dem beſtverpflegten Heere,
wie es das deutſche iſt, natürlich nicht immer ein
Ueber=
fluß an Butter vorhanden iſt, ſo haben ſie ſich geholfen,
indem ſie die Kühe mitnahmen, und zwiſchen zwei
Schlach=
ten melken ſie ſie und bereiten ſich die ſchönſte Butter.
Dieſe Bayern ſind wirklich Krieger, die an die Antike
er=
innern. Die Stürmiſchſten in der Schlacht bis zum
Meſſer=
kampf Mann gegen Mann, in dem ihnen nur die
Eng=
länder nacheifern können, ſind ſie nachher im Lagerleben
das ſanfteſte und gutmütigſte Volk der Welt.
* Er weiß ſich zu helfen. Ein
Schornſteinfegerlehr=
ling hatte kürzlich im Auftrag ſeines Meiſters einen
Ka=
min zu fegen. Der Lehrling kam dem Meiſter zu früh
nach Hauſe und er frug ihn deshalb, wie er es
angefan=
gen habe, in ſo kurzer Zeit fertig zu werden, zu welcher
Arbeit er doch mindeſtens eine Stunde brauche. Ganz
ein=
fach, antwortete der Lehrling, ich rief unten zum
Kamin=
rohr Hindenburg hinein und da ging der Ruß oben von
ſelbſt hinaus.
Götz Riedeſel Freiherr zu Eiſenbach.
(Das erſte Opfer des Kampfes um Tſingtau.)
** Wie ſchon bekannt, hat der Legationsſekretär bei der
Pekinger Geſandtſchaft, Götz Riedeſel Frhr. zu Eiſenbach,
vor Tſingtau den Heldentod gefunden.
Nach=
richten, die jetzt aus China an uns gelangt ſind,
entneh=
men wir Näheres über ſein Ende.
Als der Krieg anbrach, erwirkte Freiherr von Riedeſel
ſofort Befreiung von ſeiner diplomatiſchen Tätigkeit, um
als Reſerve=Offizier nach dem bedrängten Flecken deutſcher
Erde in Oſtaſien, nach Tſingtau, zu eilen. Wie er in
Friedens=
zeiten durch hervorragende Pflichttreue und Arbeitsfreu=
digkeit allen Deutſchen ſtets ein Vorbild geweſen war, ſo
ſpornte, als es galt, Deutſchlands Ehre mit der Waffe in
der Hand zu verteidigen, ſein mutiger Entſchluß alle
deut=
ſchen Landsleute zu höchſter Begeiſterung und
Opfer=
freudigkeit an. Die Kunſt des Diplomaten konnte die
deutſche Kolonie nicht mehr retten. Drum zog er als
Erſter hinaus, ſie mit dem Schwerte zu verteidigen. Und
alle Deutſchen folgten ihm.
Und Freiherr von Riedeſel blieb der Erſte. Als Erſter
eilte er auf einem Patrouillenritt dem Feind ins offene
Feld entgegen, und als Erſter ſtarb er dort draußen auf
aſiati=
ſcher Erde den Heldentod fürs Vaterland. Führend ſteht
ſein Name auf der Liſte der 170 Helden, die Deutſchland
um Tſingtaus willen betrauert, und ſo iſt die Erinnerung
an dieſen echten deutſchen Mann für ewig an erſter Stelle
in die Ehrentafel eingemeiſelt, die ſich deutſche Treue im
Kampf auf einem verlorenen Poſten im fernen Oſten
ge=
ſetzt hat.
Wir geben untenſtehend den Nachruf, den dem
Ge=
fallenen ſein Freund und Vorgeſetzter, Freiherr von
Maltzan, der Geſchäftsträger der Pekinger Geſandtſchaft,
in dem Tageblatt für Nord=China gewidmet hat:
Nachruf.
Am 16. September fiel bei Liuting der erſte deutſche
Offizier im Kampfe gegen die verbündeten Japaner und
Engländer, der Oberleutnant der Reſerve im dritten
Garde=Ulanen=Regiment und Kaiſerliche Legations=
Sekre=
tär bei der Geſandtſchaft in Peking
Götz Riedeſel Freiherr zu Eiſenbach.
Im Frieden als unermüdlicher Vorkämpfer für
deutſche Intereſſen auf fernen Vorpoſten geſtellt, hat er
auch im Kriege den gefährlichſten Vorpoſten in Tſingtau
für ſich beanſprucht. Nach innen und außen das Vorbild
eines aufrechten deutſchen Mannes, ſo hat er im Kampfe
gegen Teutſchlands gemeinſame Feinde einen ſchönen und
leichten Reitertod gefunden. Die Geſandtſchaft verliert
ihre beſte Kraft, ich einen ſelbſtloſen treuen Freund. Wir
alle ſind ſtolz, daß er zu den Unſerigen gehörte und ſtets
unvergeſſen zu Uns gehören wird.
Im Namen der Beamten der Kaiſerlichen Geſandtſchaft
Freiherr von Maltzan,
Kaiſerlicher Geſchäftsträger.
Neue Dokumente über Belgiens
Neutralitätsbruch.
* Berlin, 1. Dez. (W. T. B. Amtlich.) Die Nordd.
Allgem. Ztg. bringt unter der Ueberſchrift „England
und Belgien” neue Dokumente über
Eng=
lands Neutralitätsbruch. Die Nordd. Allgem.
Ztg. ſchreibt:
Es mehren ſich die Belege dafür, daß England im
Verein mit Belgien den Krieg gegen Deutſchland nicht
nur diplomatiſch ſondern auch militäriſch
ſchon im Frieden aufs äußerſte
vorberei=
tet hat. Neuerdings erbeuteten unſere Truppen
ge=
heime militäriſche Handbücher über Belgiens Wege und
Flüſſe, die der engliſche Generalſtab herausgegeben hat.
Uns liegen vier Bände dieſes Handbuches vor, von denen
Band 1 1912, Band 2 1913, Band 3 in zwei Teilen und
Band 4 1914 gedruckt wurde. Dieſe Bände haben den
Aufdruck „Vertraulich‟. Dieſes Buch iſt Eigentum
der britiſchen Regierung, beſtimmt für per=
..., der für die ſichere
ſönliche Informationen von
Aufbewahrung des Buches ſelbſt verantwortlich iſt. Der
Inhalt iſt nur berechtigten Perſonen zu eröffnen.”
Die Handbücher enthalten aufgrund militäriſcher
Er=
kundigungen denkbar genaueſte
Gelände=
beſchreibungen. Der Eingangsvermerk lautet:
„Die Berichte können nur den Zuſtand der Wege zu der
Zeit wiedergeben, wo ſie erkundet wurden. Es wird
ſtets ratſam ſein, ſie vor der Benutzung abermals zu
er=
kunden, um ſich zu verſichern, daß ſie nicht durch
Repara=
turen, Rohrlegungen uſw. geſperrt ſind.” So wird zum
Beiſpiel in Band 1 Seite 130 die große Straße Nieuport=
Dixmuiden=Ypres=Menin=Tourcoing=Tournai nach der
Wegebeſchaffenheit und Gelände, taktiſchen Rückſichten
Beobachtungspunkten und Waſſerverhältniſſen an der
Hand beigefügter Karten beſprochen. In dieſer
Beſpre=
chung werden die längs der Straße gelegenen Ortſchaften
aufgezählt und beſchrieben. Wir finden ihre genaue
Entfernung voneinander, ſowie eingehende
Angaben über einſchlägige, auf das Wegenetz bezügliche
Steigungen und Brücken, Kreuzungen, Telephon= und
Telegraphen=Stellen, Eiſenbahn=Stationen, einſchließlich
der Länge der Plattformen und Rampen, Kleinbahnen,
Petroleumtankſtellen uſw. Stets wird
mitge=
teilt, ob die Bevölkerung ganz oder teilweiſe franzöſiſch
ſpricht. Als Beiſpiel werden taktiſche Bemerkungen über
Dixmuiden wörtlich mitgeteilt.
Dann ſagt die Nordd. Allgem. Ztg. weiter:
Neben=
bei bemerkt werden in der Regel die Kirchtürme als
gute Beobachtungspoſten angegeben. In gleich
eingehender Weiſe wird der ganze Scheldelauf mit allen
Nebenflüſſen, Ortſchaften, Landungs= und
Uebergangs=
gelegenheiten, Breiten und Tiefen, Brücken, Bootsvor:
räten uſw. weiter beſchrieben. So bilden die handlichen
Bände für den Führer, den Generalſtabsoffizier und den
Unterführer jeden Grades einen vortrefflichen
Wegwei=
ſer. Ihm beigegeben ſind: 1. eine nach Gemeinden und
Dörfern geordnete Einquartierungs=
Ueber=
ſicht mit Zahlen über Belegungsfähigkeit, die
vorhan=
denen Transportmittel und allen ſonſtigen Angaben,
deren der Oberkommandant bedarf; eine
Zuſammen=
ſtellung von wichtigen Fingerzeigen für Flugzeugführer
in dem Teile von Belgien, der ſüdlich der Linie
Char=
lerpi-Namur-Lüttich liegt, ſowie für die Umgegend
Brüſſels.
Dieſes außerordentlich ſorgſam und überſichtlich
ab=
gefaßte Merkbuch wird durch eine Karte der Landungs
plätze ergänzt und trägt die Aufſchrift Geheim‟. Es
ſtammt aus dem Juli 1914. — Dieſe
militärgeographi=
ſchen Handbücher ſind nun nicht etwa erſt kurz vor oder
während des Krieges hergeſtellt worden. Es wäre, von
der Drucklegung abgeſehen, auch nicht möglich geweſen.
Das Material dafür wurde vielmehr, wie die
Bemerkun=
gen über den einzelnen Abſchnitten beſagen, ſeit 1905
durch Einzelerkundungen geſammelt. Der
erſte Band wurde dann 1912 gedruckt.
Die Leitfäden beweiſen ſomit eine ſeit
fünf Jahren betriebene eingehende
Vor=
bereitung für einen Feldzug im
neutra=
len Belgien. Es ſind nichts anderes als geheime
Dienſtvorſchriften für ein dort kämpfendes engliſches
Heer. Der engliſche Generalſtab hat ſich mithin ſchon ſeit
geraumer Zeit auf dieſen Fall ſoweit eingerichtet und
ihn ſo ſicher vorausgeſehen, daß er die mühſelige Arbeit
der Zuſammenſtellung dieſer militäriſchen Handbücher
durchführte. Ohne eine bereitwillige und
wei=
teſtgehende Unter ſtützung der belgiſchen
Regierung und Militärbehörden war eine
ſolche Arbeit nicht zu leiſten. Derartig erſchöpfende, bis
ins Kleinſte gehende ſtrategiſche, taktiſche Angaben, wie
die oben mitgeteilten, oder ſo genaue Daten über das
rollende Material, über die Schleuſen und Brücken, kann
man. auf andere Weiſe ſich nicht beſchaffen. Die Liſten
über die Belegungsfähigkeit, die über Belgien
verfügen, als wäre es das eigene Land,
können nur von der belgiſchen Regierung
ſtammen. Hier iſt zweifellos amtliches
belgi=
ſches Material benutzt worden. Man hat es für
engliſche Zwecke zurecht gemacht oder viele Stellen
ein=
fach ins Engliſche überſetzt.
So eingehend hatten England und Belgien bereits
im Frieden ein militäriſches Zuſammenwirken
mitein=
ander verabredet. Belgien war eben politiſch und
mili=
täriſch nichts anderes, als ein Vaſall Englands.
Die Entrüſtung, die England heute wegen Deutſchlands
angeblichem Neutralitätsbruch vor aller Wekt zur Schau
trägt, iſt durch dieſe Dokumente als völlig haltlos
und ungerecht erwieſen. Wenn jemand den
An=
ſpruch auf Empörtſein hat, ſo ſind wir es. Als anläßli
unſerer Operationen an der Küſte die engliſche und die
franzöſiſche Preſſe höhniſch meinte, wir ſeien über die
Gefahren des Ueberſchwemmungsgebietes im
ſogenann=
ten Polderlande nicht unterrichtet, hatte ſie inſofern recht
als wir Belgiens Geländeverhältniſſe zu Beginn des
Krieges allerdings nur ſoweit kannten, wie ſie ſich aus
den im Buchhandel käuflichen Quellen ergaben. — Um
ſo wertvollere Beute ſtücke waren daher für
uns die engliſchen Erkundungsberichte und vorzüglichen
Karten. Wir konnten dieſes außerordentliche Material
ſofort den eigenen Zwecken dienſtbar machen und
Eng=
land mit den eigenen Waffen bekämpſen. Darin liegt für
die ſorgſame Arbeit unſerer Gegner wohl das beſte
Kennzeichen.
Der Krieg.
Vom Kriegsſchauplatz im Weſten.
* Rotterdam, 1. Dez. Geſtern in der Dämme
rung wurde die Bepölkerung von Zeeländiſch=Flandern
wieder durch ſtarken Kan onendonner aufge=
ſchreckt. Man glaubt, daß Zeebrügge von neuem durch
die engliſche Flotte beſchoſſen wird.
Der Kaiſer in Oſtpreußen.
* Großes Hauptquartier, 1. Dez. (W.T. B.
Amtlich.) Der Kaiſer beſuchte geſtern bei Gumbinnen
und Darkehmen unſere Truppen in Oſtpreußen
in ihren Stellungen. Oberſte Heeresleitung.
Eine kühne Waffentat.
* Großes Hauptquartier, 1. Dez. (W.T.B,
Amtlich.) Anknüpfend an den ruſſiſchen
Generalſtabs=
bericht vom 29. November wird über eine Epiſode aus den
für die deutſchen Waffen ſo erfolgreichen Kämpfen bei
Lodz feſtgeſtellt: Die Teile der deutſchen Kräfte, welche
in der Gegend öſtlich Lodz gegen rechte Flanke und Rücken
der Ruſſen im Kampfe waren, wurden ihrerſeits durch
ſtarke, von Oſten und Süden her vorgehende ruſſiſche
Kräfte im Rücken ernſtlich bedroht. Die deutſchen
Trup=
pen machten angeſichts des vor ihrer Front ſtehenden
Fein=
des kehrt und ſchlugen ſich in dreitägigem
er=
bitterten Kampfe durch den von den Ruſſen
bereits gebildeten Ring. Hierbei brachten ſie
noch 12000 gefangene Ruſſen und 25
er=
oberteGeſchütze mit, ohne ſelbſt auch nur ein Geſchütz
einzubüßen. Auch faſt alle eigenen Verwundeten wurden
mit zurückgeführt. Die Verluſte waren nach Lage der
Sache natürlich nicht leicht, aber durchaus keine
unge=
heuren. Gewiß eine der ſchönſten
Waffen=
taten des Feldzuges.
Oberſte Heeresleitung.
Vom öſtlichen Kriegsſchauplatz.
* Wien, 1. Dez. Amtlich wird verlautbart: 1.
De=
zember, mittags. An unſerer Front in Weſtgalizien
und in Ruſſiſch=Polen im allgemeinen auch geſtern
ruhiger. Vor Przemysl wurde der Feind bei
einem Verſuch, ſich der nördlichen Vorfeldſtellung der
Feſtung zu nähern, durch einen Gegenangriff der
Beſatzung zurückgeſchlagen. Die Kämpfe in den
Karpathen dauern fort.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalſtabs:
von Höfer, Generalmajor.
Vom ſüdlichen Kriegsſchauplatz.
Ein ſiegreicher Abſchnitt der Operationen.
* Wien, 1. Dez. Vom ſüdlichen
Kriegs=
ſchauplatz wird amtlich gemeldet: 1. Dezember. Au
dem ſüdlichen Kriegsſchauplatz hat ein weiterer
Ab=
ſchnitt in den Operationen ſeinen
ſiegrei=
chen Abſchluß gefunden. Der Gegner, welcher ſchließ
lich mit den geſamten Streitkräften öſtlich der Kolubara und
des Ljig durch mehrere Tage hartnäckigſten
Wider=
ſtand leiſtete und widerholt verſuchte, felbſt zur
Offenſive überzugehen, wurde auf der ganzen
Linie geworfen und zum Rückzuge
gezwun=
gen. Er erlitt neuerdings empfindliche
Ver=
luſte. Auf dem Gefechtsfelde von Konatice allein fanden
unſere Truppen zirka 800 unbeerdigte Leichen,
desgleichen bedeuten die zahlreichen Gefangenen und
materiellen Verluſte eine namhafte Schwächung, denn ſeit
Beginn der letzten Offenſive wurden über 19000
Ge=
fangene gemacht, 47 Maſchinengewehre, 46
Ge=
ſchütze und zahlreiches ſonſtiges Material erbeutet.
Die Vertreibung der Ruſſen aus Ungarn.
* Peſt, 1. Dez. Azt Eſt meldet: Aus dem Zempliner
Bericht geht hervor, daß die Ruſſen nach dreitägigen
Kämpfen ihre Artillerie fortgeſetzt
zurück=
ziehe. Unſere Truppen folgen ihnen auf dem
Fuße. Sie bringen in langen Reihen Kriegsgefangene
ein. Die meiſten verlangen ſofort zu eſſen. Geſtern
be=
gruben unſere Truppen im Komitat Ung eine große
An=
zahl von Ruſſen.
Die ruſſiſchen Offiziersverluſte.
* Berlin, 1. Dez. Die Kriegszeitung meldet aus
Zürich: Nach einer amtlichen Nachricht des Ruski
In=
palid betraggn die ruſſiſchen
Offiziersver=
luſte bis zum 20. Nopember 9702 Mann tot.
19 511 verwundet und 3679 vermißt.
Der türkiſche Krieg.
Der amtliche türkiſche Bericht.
* Konſtantinopel 1. Dez. Die geſtern
ver=
öffentlichte amtliche Mitteilung des Großen
Hauptquartiers beſagt: Am 29. November haben an der
perſiſchen Grenze unbedeutende
Zuſammen=
ſtöße mit den Ruſſen ſtattgefunden.
Ein aufgedeckter engliſcher Schwindel.
* Konſtantinopel 1. Dez. Die Agenze
Otto=
mane teilt mit: In dem jüngſt herausgegebenen
briti=
ſchen Weißbuch wird behauptet, daß der
Marine=
miniſter Dſchemal Paſcha am 7. Aug. 1914 ſich in
die engliſche Botſchaft begeben habe und als
Gegen=
leiſtung für die Neutralität der Türkei die Ueberlaſſung
Weſtthraziens verlangt habe. Dſchemal Paſcha hat
aber niemals ein derartiges Verlangen
geſtellt. Die Behauptung iſt in allem erfunden:
ſie iſt wie alles andere darauf berechnet, eine
unfreund=
liche Meinung der betreffenden Staaten gegen die Türkei
hervorzurufen. Die Agenze Ottomane dementiert
die Behauptung auf das entſchiedenſte.
Der verwundbarſte Punkt Rußlands.
* Konſtantinopel, 1. Dez. Jeune Ture hält
als den verwundbarſten Punkt Rußlands,
gegen den Oeſterreich=Ungarn, Deutſchland und die
Für=
kei ihre Operationen richten müßten, um Rußland zu
vernichten, die Ukraine deren Beſetzung die
Verpfle=
gung des ruſſiſchen Heeres unmöglich machen würde,
ebenſo die Aufrechterhaltung des Eiſenbahnbetriebes
denn von dort her käme nur Kohle für Rußland. Die
Beſetzung der Ukraine würde Rußland hindern, den
Krieg weiterzuführen.
Der engliſch=franzöſiſche Proteſt und die
Vereinigten Staaten.
* London, 1. Dez. Daily Telegraph meldet aus
Waſhington: Bryan gab zu verſtehen, daß er ſich
wegen der engliſch=franzöſiſchen Proteſte
betreffend eine Neutralitätsverletzung
durch Ecuador und Kolumbien nicht
wei=
ter bemühen werde. Gegenüber den engliſchen
Behauptungen, daß ſich eine deutſche Funkenſtation in
Columbien befände, begnügt ſich die amerikaniſche
Re=
gierung mit einer Erklärung der Regierung Columbiens,
daß dies nicht der Fall ſei. — Es läßt ſich nicht ſagen,
was die Vereinigten Staaten tun, wenn England und
Frankreich ſelbſtändig gegen Columbien vorgehen ſollten.
Der Korreſpondent des Daily Telegraph glaubt, die
Ver=
einigten Staaten würden ſich einem energiſchen Auftreten
Englands und Frankreichs nicht widerſetzen, man müſſe
abwarten, ob England und Frankreich dies wagen
wer=
den und ob nicht ſchlimmſten Falles die Vereinigten
Staaten ſich dennoch bemühen würden.
Die Minengefahr.
* London, 1. Dez. Der däniſche Dampfer
„Marie”, auf der Fahrt von Esbjery nach Grimsby
unterwegs, iſt in der Nordſee auf eine Mine
geraten und geſunken. Die 14 Mann ſtarke
Be=
ſatzung rettete ſich in zwei Booten. Ein Boot, in dem
ſich der Kapitän und ſieben Mann der Beſatzung
befan=
den, wurde von dem Dampfer „Juno” der Wilſonlinie
aufgenommen und nach Grimsby gebracht. Von dem
anderen Boot fehlt jede Spur.
König Georg an der Front.
* London, 1. Dez. Wie amtlich gemeldet wird, hat
ſich König Georg geſtern abend nach Frankreich
begeben, um das Hauptquartier des Expeditionskorps
zu beſuchen. Er machte Sonntag nacht die Ueberfahrt
nach dem Kontinent.
Der Aufſtand in Südafrika.
* London, 1. Dez. Die Blätter melden aus
Pretoria vom 28. Nov.: Hier wurde amtlich
bekannt=
gemacht, daß General Louis Botha am 26. Nop. bei
Keſtell die Buren unter Hendrik Brouwer angegriffen
und auf Nouwpoort zurückgetrieben habe. — Zur
Beurteilung der Bedeutung des Bürgerkrieges iſt
beach=
tenswert, daß die Frauen der Buren den Hof verwalten
oder die Arbeit durch Kaffern verrichten laſſen. Die
Männer ſind alle im Felde.
* Breslau, 1. Dez. Der Reichstagsabgeordnete
Juſtizrat Ablaß=Hirſchberg, der in Wologda in
Ruß=
land mit ſeiner Gattin zurückgehalten worden war, hat
aus Stockholm ſeiner Familie telegraphiert, daß er ſich
auf der Heimreiſe befinde.
* Wien, 1. Dez. Erzherzog Karl Franz=
Joſef iſt geſtern abend hier eingetroffen und wurde
heute vormittag vom Kaiſer in Audienz empfangen,
in der er über die Lage auf dem nördlichen
Kriegsſchau=
platz Bericht erſtattete. Heute nachmittag iſt der Erzherzog
wieder abgereiſt.
* London, 30. Nov. Evening Standard meldet:
Der hieſige japaniſche Botſchafter in London hat einem
unſerer Vertreter mitgeteilt, daß der Transport
japaniſcher Truppen nach Europa nur ein
Gerücht ſei.
Literariſches.
— Wir verweiſen auf eine vorzügliche
Ueberſichts=
karte, die gerade zur richtigen Zeit erſcheint, um die
Er=
eigniſſe auf den neuen Kriegsſchauplätzen verfolgen
zu können. Es iſt dies die im Verlag von J. F. Lehmann,
München erſchienene See= und Landkriegskarte (Blatt II
— Mittelmeer und angrenzende Gehiete —)
zuſammen=
geſtellt von Oberſtleutn. a. D. Rothamel (Preis M. 1.—)
Im gleichen Verlag iſt auch eine Karte des nördlichen
Kriegsſchauplatzes mit Nord= und Oſtſee erſchienen. Der
Verlag hat zudem noch eigene Aufſteckfähnchen mit den
Kriegsflaggen aller kriegführenden Länder herausgegeben.
Zum nördlichen wie zum mittelländiſchen Kriegsſchauplatz
iſt je ein Täſchchen herausgegeben worden, das die
Kriegs=
flaggen gemäß der Stärke der Heere und Flotten enthält;
der Preis beträgt je M. 1.
— Für unſere Jugend zwiſchen 9 und 14
Jah=
ren, auf der glücklicherweiſe noch nicht der volle Ernſt
des Krieges ſo allbeherrſchend laſtet wie auf uns
Erwach=
ſenen, tut eine geſunde geiſtige Koſt not — jetzt vielleicht
noch niehr wie in ruhigeren Zeiten. Da kommt das
ſchöne Heft gerade recht, mit welchem die altbewährten
„Jugendblätter ſoeben ihren 61. Jahrgang eröffnen.
Das uns porliegende Heft macht einen ſehr gediegenen
Eindruck und zeigt, daß die Jugendblätter getreu ihrer
Tradition auch weiterhin in Wort und Bild nur
wirk=
lich Gutes bringen wollen. Knaben wie Mädchen jeder
Altersſtufe werden etwas für ſie paſſendes in den
Ju=
gendblättern finden. Einſchließlich der regelmäßigen
Kriegsbeilage koſten die zwölfmal im Jahre erſcheinenden
Jugendblätter nur 35 Pfg. pro Heft (der ganze Jahrgang
1,20 M.); ſie ſind durch alle Buchhandlungen und
Poſt=
anſtalten oder auch direkt vom Verlag der Jugendblätter
(Carl Schnell), München 2, zu beziehen.
— Ludwig Richter=Hausbuch, herausgegeben
von F. A. Fahlen. Leipzig. Verlag von Georg Wigand.
Preis gebunden 7 M. Ludwig Richters köſtliche Kunſt
tritt uns hier in überreicher Fülle entgegen, und es war
ein glücklicher Gedanke des Herausgebers, ſie mit einer
Auswahl vortrefflicher Texte, Mären, Märchen, Sprüchen,
Geſchichten und Gedichten zu begleiten, die aus dem
aller=
beſten Beſtande des deutſchen Schrifttums ausgewählt
ſind. Der Herausgeber hat ſeine Aufgabe auf das
aller=
glücklichſte gelöſt, und der Verlag hat dem Werke eine
Aus=
ſtattung gegeben, wie ſie ſchöner nicht gedacht werden
kann. Das Richter=Hausbuch, das ein Hauch aus der
liebenswürdigen und guten, alten Großvaterzeit umweht,
wird ſich ſicher einen Platz im deutſchen Hauſe erobern
und wird ihm in ſeiner Weiſe werden, was für den
Hu=
mor ihm Wilhelm Buſchs Humoriſtiſcher Hausſchatz
wurde — ein reiner Quell deutſchen Gemütes und
deut=
ſcher Gemütlichkeit, aus dem der Durſtende ſtets einen
reinen, friſchen und erquickenden Trunk zu ſchöpfen
ver=
mag. Ein ſchöneres und erfreulicheres Weihnachtsgeſchenk
als das Richter=Hausbuch kann kaum gedacht werden; es
ſind edle Steine und Perlen in reines Geld gefaßt.
Erdbeben.
* Innsbruck, 1. Dez. Geſtern abend und heute früh
wurden hier Erdſtöße verſpürt, von denen der erſte
ſtark war. Schaden wurde nicht angerichtet.
Wetterbericht.
Eine Aenderung der Wetterlage über Mitteleuropa
iſt nicht eingetreten. Das Hochdruckgebiet im Südoſten
hat ſich allerdings weiter verſtärkt und verhindert eine
weitere Ausbreitung des nordweſtlichen Tiefs nach Oſten.
Wir bleiben daher im Bereich der flachen, auf der
Süd=
ſeite der Depreſſion nordoſtwärts wandernden
Rand=
wirbel und behalten unbeſtändiges Wetter.
Wetterausſichten für Mittwoch: Bedeckt, zeitweiſe
leichte Niederſchläge, keine Temperaturänderung,
ſüdweſt=
liche Winde.
Verluſtliſte (aus Nr. 88 und 89).
Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr. 115, Darmſtadt.
(Gemeldet vom Infanterie=Regiment Kaiſer Wilhelm
Nr. 116):
Lt. Hz. Brodrück, Berlin, ſchv., Gefecht im Weſten,
31. 10. 14, Ort nicht angegeben.
Berichtigung früherer Angaben:
Wehrm. Johann Adam Müller 3., Eppertshauſen,
bisher vm., † 29. 9.; Reſ. Philipp Wagner, Hochſtadt,
bisher vm., vw.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 221.
I. und II. Bataillon, Darmſtadt.
Fromelles am 5., 8., 11. und 12. und Aubers am 12. 11.
I. Bataillon.
1. Kompagnie: Kriegsfreiw. Ernſt Büchler,
Darmſtadt, ſchv.; Kriegsfreiw. Hermann Müller 3.,
Darmſtadt, lv.; Erſ.=Reſ. Joſeph Seul, M.=Gladbach, lv.;
Kriegsfreiw. Adam Dieter, Eberſtadt, lv.
2. Kompagnie: Gefr. d. Reſ. Johs. Röhrig,
Lampertheim, Bensheim, gefallen; Erſ.=Reſ. Wilh.
Hof=
mann, Ober=Ramſtadt, ſchv.: Kriegsfreiw. Wilhelm
Sulkowski, Frankfurt a. M., lv.; Kriegsfreiw. Th.
Reiß, Bürgel, ſchv.; Erſ.=Reſ. Georg Ackermann,
Ober=Ramſtadt, lv.
3. Kompagnie: Kriegsfreiw. Alfred Bärenz,
Langen, lv.
4. Kompagnie: Kriegsfreiw. Heinrich
Fied=
ler, Jugenheim, lv.
II. Bataillon.
6. Kompagnie: Erſ.=Reſ. Wilhelm Getzinger,
Frankfurt a. M., lv.; Erſ.=Reſ. Mathias Herdt,
Lörz=
weiler, gefallen; Erſ.=Reſ. Otto Schlegel Cröllwitz,
leicht verwundet.
Infanterie=Regiment Kaiſer Wilhelm Nr. 116, Gießen.
Le Quesnoy und Damery vom 31. 10. bis 2. 11. 14.
I. Bataillon.
Leib=Kompagnie: Oberlt. Bethge, vm.;
Kriegsfreiw. Karl Hill, Gelſenkirchen, vm.; Kriegsfrw.
Karl Riegelmann, Gießen, vm.; Kriegsfreiw. Paul
Weber 1., Braunfels, vm.; Krgsfrw. Ernſt Weber 2.,
Braunfels, vm.; Kriegsfreiw. Theodor Henn,
Braun=
fels, vm.; Kriegsfreiw. Albert Hellmuth. Meiningen,
vm.; Musk. Otto Bogend örfer, Zweibrücken, vm.;
Kriegsfreiw. Auguſt Klein 2., Wöllſtein, Alzey, vm.;
Kriegsfreiw. Werner Bichler, Wädenswil, vm.;
Kriegs=
freiwilliger Ferd. Keutzer, Ulrichſtein, vm.; Krgsfrw.
Hugo Lotz, Unterſchmitten, vm.; Kriegsfreiw. Albert
Henſel, Schwalheim, vm.; Kriegsfreiw. H. Schnell,
Allmenrod, vm.; Kriegsfreiw. Karl Kloos, Lenn, vm.;
Kriegsfreiw. Hans Hach 1., Gießen, vm.; Kriegsfreiw.
Karl Hach 2., Gießen, vm.; Musk. Wilhelm Nies,
Schotten, vm.; Musk. Karl Crede, Offenbach, vm.;
Musk. Heinrich Faber, Großen=Linden, vm.; Musk. P.
Lingenau, Bismarck=Gelſenkirchen, vm.; Musk. Willi
Lenz, Gießen, vm.; Musk. Wilhelm Langsdorc,
Pohlgöns vm.; Reſ. Heinrich Hedrich, Reuters, vm.;
Gefr. d. Reſ. Auguſt Vorm ſtein, Wiedeneſt,
Gummers=
bach, vm.; U.=O. Phil. Tron, Raunheim, Groß=Gerau,
gefallen; Kriegsfreiw. Ernſt Brinkmann, Halberſtadt,
gefallen; Kriegsfreiw. Wilhelm Klemmrath, Gießen,
gefallen; Musk. Karl Hantzel, Wirbelau, gefallen; Reſ.
Wilhelm Rühl, Grebenhain, gefallen; Musk. Heinrich
Rühl, Burkhardsfelden, gefallen; Musk. Ed. Wöll,
Brauerſchwend, gefallen; Reſ. Karl Biedenkopf,
Weickartshain, gefallen: Gefr. d. Reſ. Ludwig Glaum,
Hochelheim, gefallen; Musk. Karl Pelka, Gelſenkirchen,
vw. „Gefr. Otto Wallther, Erbenhauſen, vw.; Reſ. Chr.
Belle, Abſtadt, vw.; Reſ. Heinrich Schneider 4.,
Hochweiſel, vw.: Reſ. Theodor Möller,
Hartmanns=
hain, vw.; Musk. Max Unkel, Gelſenkirchen, vw.;
Kriegsfreiw. Ludwig Ulm, Allendorf, vw.; Kriegsfreiw.
Gefr. Herbert Jahn, Karf, vw.; Kriegsfreiw. Auguſt
Hell, Schierſtein, vw.; Kriegsfreiw. Auguſt Rau, Alten=
Buſeck, vw.; Musk. Julian Lallevee, Saales, vw.:
Feldw. Valentin Wenzel, Hainſtadt, Offenbach,
gefal=
len; Vizew. Oskar Falke, Fulda, vw.; Gefr. d. Reſ.
Hermann Eiſenach, Eifa, Alsfeld, vw: Musk. Karl
Knöß, Raunheim, Groß=Gerau, vw.; Musk. Johann
Schaden, Clotten, vw.
2. Kompagnie: Off.=Stellv. Adolf Kammer
Bellersheim, lv.; Vizef. Karl Pfeifer, Rodheim, lv.;
U.=O. d. Reſ. Friedrich Rodmer, Angersbach, lv.;
U.=O. d. Reſ. Karl Sames, Watzenborn, gefallen; U.=O.
d. Reſ. Friedrich Steffan, Truchtersheim, gefallen;
U.=O. d. Reſ. Guſtav Roſar, Höchſt i. Odw., gefallen:
Wehrm. Ludwig Klingelhöf er, Oppenrod, lv.; Reſ
Wilhelm Lingenberg, Wiblingwerde, lv.; Reſ.
Wil=
helm Brune, Altena, lv.; Gefr. Ernſt Bötticher,
Lauterblach, gefallen; Musk. Wilh. Friedrich Buſold
Witten, lv.; Wehrm. Friedrich Fuchs, Angersbach, lv.;
Reſ. Chriſtian Schreiner 2., Queckborn, lv.: Reſ. Wil=
Wilhelm Nenning, Iſchdaggen, lv.: Reſ. Wilhelm
v. d. Brake, Altena, lv: Musk. Karl Trapp,
Nonnen=
rod, lv.; Kriegsfreiw, Friedr. Lauer, Gießen, lv.;
Kriegsfreiw. Karl Schlapp, Mainzlar, gefallen; Krgs. Hermann Schauß 1., Linkenbach, lv.; Krgs. Friedrich Schauß 2., Linkenbach, lv.; Gefr.
d. Reſ. Wilhelm Köpke 1., Altenkirchen, lv.: Reſ. Aug.
Geiß, Rebgeshain, lv.: Musk. Philipp Willi
Hof=
mann, Heuchelheim, gefallen; Reſ. Heinrich Lind 2.
Bermutshain, lv.; Reſ. Wilhelm Kunz, Oberſcheld, lv.;
Gefr. d. Reſ. Heinrich Hofmann, Oberſchmitten, lv.;
Reſ. Karl Heinrich Görzel, Herborn=Seelbach, lv.; Reſ.
Theodor Weber, Niederſcheld, lv.; Gefr. d. Reſ. Auguſt
Sieg, Münſter, Gießen, lv.; Gefr. d. Reſ. F. Mitſchke,
Mayen, Dresden, lv.; Musk. Anton Endres,
Mühl=
bach, lv.; Musk. Heinrich Joſt 1., Wixhauſen, lv.; Musk.
Ludwig Becker 2., Traiſa a. d. L., lv.; Wehrm. Heinrich
Joh. Luft, Dirlammen, lv.; Musk. P. Hoppe, Lieme,
lv.; Kriegsfreiw. Wilhelm Müller, Grebenrod, lv.;
Reſ. Wilhelm Wagner, Wetzlar, lv.; Reſ. Oswald
Bender 1., Herborn, gefallen; Kriegsfreiw. Ludwig
Kröck 1., Gießen, lv.; Kriegsfreiw. Hellmuth Haupt,
Gießen, lv.; Kriegsfreiw. Hans Barnaß, Gießen, lv.;
Kriegsfreiw. Rudolf Bley, Niederbeſſingen, lv.; Musk.
Ludwig Eugen Maſſe, Graſſendorf i. E., in
Gefangen=
ſchaft; Musk. Guſtav Reetze, Hemeln, in Gefangenſchaft;
Wehrm. Adam Schwarz, Lauterbach, in Gefangenſch.;
Musk. Johs. Wolf 2., Lautenweſchnitz, in
Gefangen=
ſchaft.
3. Kompagnie: Vizef. Hch. Rumpf.
Broms=
kirchen, Biedenkopf, ſchv.; Vizef. Ernſt Göbel, Gießen,
ſchv.; Vizef. d. Reſ. Albrecht Bopp, Bellersheim, lo.;
U.=O. d., Reſ. Guſtav Otterbein, Ruppertenrod, lv.;
U.=O. d. Reſ. Wilhelm Stein, Stumpertenrod, gefallen:
Kriegsfreiw. Wilh. Hertheim, Günzenhauſen,
gefal=
len; Musk. Franz Lakomy, Blotnik, gefallen; Musk.
Moritz Bernhardt, Würges, Limburg, gefallen; Gefr.
Georg Kohlmann, Weingarts, lv.: Gefr. Auguſt=
Reuber, Zell, lv.; Reſ. Otto Bach, Ulfa, lv.; Musk.
Johannes Maier, Lauterburg, lv.: Reſ. Karl Ruhl,
Angersbach, lv.; Musk. Wilhelm Müller, Mörfelden,
Groß=Gerau, lv.; Musk. Adolf Derivaux,
Meiskatz=
hain, lv.: Erſ.=Reſ. Wilhelm Stein, Langwaſſer, lv.;
Reſ. Wilhelm Hannſtein, Altena, lv.; Musk. Philipp
Bär, Langen, abermals und zwar ſchv.; Erſ.=Reſ.
Wil=
helm Düringer, Ober=Hörgern, lv: Gefr. Kunz
Knothe, Weimar, lv.; Kriegsfreiw. Heinrich Keller,
Dillenburg, lv.; Kriegsfreiw. Wilhelm Hofmann
Grebenſtein, lv.; Kriegsfreiw. Guſtav Wenz el, Gießen,
lv.; Kriegsfreiw. Karl Gering, Gießen, lv.; Musk.
Otto Gutfreund, Darmſtadt, lv.; Kriegsfreiw. Karl
Spies, Gießen, ſchv.; Kriegsfreiw. Albert Iſenberg,
Fraihauſen, lv.; Kriegsfreiw. Karl Stolll, Sinn,
Wies=
baden, lv.; Kriegsfreiw. Ernſt Becker, Darmſtadt, lv.;
Kriegsfreiw. Friedrich Löll, Bieder, lv.; Musk. Ludw.
Linker, Breungeshain, lv.; Kriegsfreiw. Ludwig
Ruckelshauſen, Burg=Gemünden, vm.; Kriegsfreiw.
Walther Goldſchmidt, Elberfeld, vm.; Kriegsfreiw.
Otto Dambmann, Michelbach, vm.; Reſ. Konrad
Theis, Groß=Eichen, vm.; Kriegsfreiw. Heinr. Keller,
Zeilbach, vm.; Reſ. Johannes Strauch, Crainfeld, vm.;
Reſ. Johann Höveler, Wetzlar, vm.; Reſ. Karl
Loh=
mann, Bergebersbach, vm.; Reſ. Heinr. Steinacker,
Mainz, vm.; Reſ. Johann Tigges, Neuenrade, vm.;
Vizef. d. Reſ. Georg Schaefer, Seeſen, vm.
4. Kompagnie: Vizef. Kaſpar Heun, Fuſſingen,
gefallen; U.=O. d. Reſ. Waldemar Köhne, Sprockhövel,
gefallen; U.=O. Georg Albold, Gießen, lv.; Gefr. Joſ.
Müller, Winzenheim, gefallen; Reſ. Otto Kraus,
Ruhlkirchen, gefallen; Kriegsfreiw. Wilhelm Süß, Leun,
gefallen: Musk. Karl Trapp, Heddesheim, vm.; Musk.
Renatus Mathien Griesheim, Molsheim, vm.; Reſ.
Emil Veith, Handſtadt, Uſingen, vm.; Kriegsfreiw.
Kurt Spalke, Augsburg, lv.; Horniſt Karl Lenz,
Allendorf a. d. L., lv.; Reſ. Heinrich Hainz, Burkhardts,
lv.; Musk. Johannes Amend, Trais, Gießen, lo.; Erſ.=
Reſ. Albert Hofmann, Heuchelheim, lv: Reſ. Michael
Quehl, Offenbach, lv.; Reſ. Wilhelm Bender,
Hun=
gen, ſchv.; Musk. Albert Bärſch, Abenheim, lv.;
Krgs=
freiwilliger Paul Wertheim, Gelnhauſen, lv.; Reſ. L
Benner, Trais, Gießen, ſchv.; Musk. Auguſt Güth,
Ober=Kainsbach, lv.; U.=O. d. Reſ. Rudolf Hermann,
Hirzenhain, lv.; Reſ. Heinrich Weiß, Nieder=
Breiden=
bach, lv.; Kriegsfreiw. Bernhard Lücke, Brilon, lv.
II. Bataillon.
5. Kompagnie: U.=O. d. Reſ. Heinrich Konrad
Barthmann, Rauſchenberg, lv.; U.=O. d. Reſ. Wilh.
Philipp Scheld, Annerod, lv.; Musk. Georg Stiefel,
Offenbach, lv.; Wehrm. Johannes Dahmer, Nieder=
Moos gefallen; Musk. Otto Heinrich Ewald, Laubach
lv.; Reſ. Johannes Günther, Dirlammen, lv.; Gefr.
d. Reſ. Karl Volk, Leihgeſtern. lv.; Wehrm. Johannes
Hedrich, Dannerod, Alsfeld, lv.; Wehrm. Karl Zinn,
Maar, lv.; Reſ. Karl Dahmer, Reichlos, lv.;
Kriegs=
freiwilliger Karl Strack, Leihgeſtern, lo: Wehrm. A.
Hannes, Freienſteinau, lv.; Musk. Martin Medert,
Lampertheim, gefallen; Reſ. Hermann Richter, Gießen,
gefallen; Wehrm. Karl Seip, Oberbeſſingen, gefallen;
Kriegsfreiw. Otto Bopf, Schotten, lv.; Musk. Joſeph
Haas, Worms, leicht verletzt; Reſerviſt Karl
Becker, Atzenhain, lv.; Kriegsfreiw. Eberh. Courtin,
Mörs, lv.; Musk. Friedrich Ermel, Angenrod, lv.;
Wehrm. Ernſt Hartmann Groß=Eichen, lv.; Wehrm.
Konrad Grünewald, Schwarz, lv.; Reſ. Mathias
Schneider, Herbſtein, lv.; Wehrm. Emil Hohmann,
Sellnrod, lv.; Kriegsfreiw. Hans Becker, Bockenheim,
lv.; U.O. d. R. Heinrich Ruppel, Birklar, vm.; Gefr.
Arthur Leopold Fritz Waldhelm, Oderſchöneweide,
vm.: Einj.=Freiw. Gefr. Karl Bernhard Borſchel,
Kaſſel, vm.; Gefr. d. Reſ. Karl Heß, Münſter, Gießen,
vm.; Musk. Ferdinand Kappes, Höchſt i. Odw., vm.;
Reſ. Jakob Naſſauer, Herzhauſen, vm.; Wehrm. Val.
Maul, Unter=Schwarz, vm.; Wehrm. Heinrich Loth,
Nieder=Ohmen, vm.; Wehrm. Heinrich Heß, Maar, vm.;
Wehrm. Heinrich Stumpf, Maulbach, vm.; Reſ. Karl
Keßler, Garbenteich, vm.; Kriegsfreiw. Ernſt
Ben=
der, Hungen, vm.; Kriegsfreiw. Wilhelm Friedrich,
Alsheim, vm.; Reſ. Heinrich Hausmann, Reichlos,
vm.; Wehrm. Friedrich Lechens, Birklar, vm.
6. Kompagnie: Off.=Stellv. Heinrich Ohly,
Holzheim, gefallen; U.=O. d. Reſ. Herbert Stauge,
vm. Stange, Mulda, gefallen; U.=O. Peter Stempel,
Wonsheim, gefallen; U.=O. Wilhelm Hild, Butzbach, lv.;
U.=O. Heinrich Eigemann, Hainchen, ſchv.; U.=O. Fr.
Hagner, Oberbiel, lv.; Kriegsfreiw. Otto Mörſchel,
Büdesheim, gefallen; Gefr. Wilhelm Volkmann,
Heu=
chelheim, gefallen; Kriegsfreiw. Leopold Katz,
Watzen=
born, gefallen; Reſ. Karl Gaßmann, Gießen, gefallen;
Reſ. Heinrich Rinner, Schlitz, Lauterbach, gefallen;
Reſ. Karl Stein 2., Köddingen, gefallen; Reſ. Heinrich
Hofmann, Wieſeck, gefallen; Reſ. Wilhelm Hedrich,
Wettſaaſen, lv.; Reſ. Eugen Voßloh, Weſſelberg, ſchv.;
Gefr. Heinrich Launſpach, Beuren, ſchv.; Kriegsfrw.
Friedrich Olt 1., Homberg a. d. O., lv.; Kriegsfreiw.
Heinrich Heineck, Nidda, lv.; Kriegsfreiw. Eberhard
Höhmann, Wetzlar, lv: Kriegsfreiw. Otto
Hart=
mann, Oppenheim, lv.; Musk. Heinr. Fenn
Dietzen=
bach, lo.; Musk. Johann Gärtner, Arheilgen, lv.;
Musk. Julius Mälzer, Ginnheim, lv.; Reſ. Guſtav
Pfeiffer, Uebernthal, lv.; Reſ. Heinrich Reinhard,
Köddingen, lv.; Reſ. Ludwig Walter, Göbelnrod, lv.;
Wehrm. Friedrich Lather, Gießen, lv.; Wehrm. Ferd.
Steinmüller, Heuchelheim, lv.: Wehrm. Auguſt
Keller, Wieſeck, lv.; Gefr. d. Reſ. Ludw. Hirz,
Stein=
berg, lv.; U.=O. Theodor Bohnen, M.=Gladbach, vm.;
U.=O. d. Reſ. Heinrich Habermehl, Schwarz,
Als=
feld, vm.; Musk. Wilhelm Kückelhaus,
Hückinghau=
ſen, vm.: Gefr. d. Reſ. Hermann Holler, Eberſtadt,
Gießen, vm.; Gefr. Heinrich Holler, Eberſtadt, Gießen,
vm.; Kriegsfreiw. Gefr. Paul Kanold, Berlin, lv.;
Musk. Jakob Sattler, Weißkirchen, lv.; Kriegsfreiw.
Guſtav Schilling, Stettin, ſchv.; Reſ. Heinrich
Kräu=
ter, Blasbach, ſchv.
7. Kompagnie: U.=O. Hermann Achenbach
Hartenrod, gefallen; Wehrm. Rudolf Damm, Reiskir=
chen, gefallen; Reſ. Wilhelm Kemper, Berken, gefallen;
Vizef. d. Reſ. Hans Schmidt, Alsfeld, lv., Vizef. d. R.
Chriſtian Lerch, Meerholz, lv.; Vizef. d. L. Emil
Hauffe, Kreiſchau, lv.; U.=O. d. Reſ. Heinrich
Klee=
mann, Burg=Solms, ſchv.; U.=O. d. Reſ. Joſ. Schlag,
Elz, Limburg, vm., Gefr. Otto Staubach, Lauterbach,
lv.; Wehrm. Ludwig Stecker, Gießen, lo., Reſ. Heinr.
Genth, Rüddingshauſen, lv.; Kriegsfreiw. A. Mook,
Gießen, lv.; Musk. Martin Michalski, Lupitze, lv.;
Reſ. Heinrich Kehr, Allendorf, Gießen, lv.; Wehrm.
Adolf Schmidt, Inheiden, ſchv.; Musk. Eugen Knab,
Mutzenhauſen, ſcho.; Musk. Heinrich Schömbs,
Dex=
heim, lv.; Wehrm. Karl Klein, Wohnbach, lv.; Gefr.
d. Reſ. Albert Scharf, Valbert, lv.; Gefr. d. Reſ. Aug.
Alexander, Nieder=Ohmen, gefallen; Gefr. Philipp
Anton Braun, Nieder=Ingelheim, ſchv: Gefr. Jakob
Hohenſtein, Rüſſelsheim, vw.; Gefr. Alfred
Leuſch=
ner Schmorkau, vw.; Musk. Wilhelm Schmidt 4.,
Gießen, lv.; U.=O. d. Reſ. Heinrich Seuſter,
Bruchholt=
hauſen, vm.; Gefr. Alfred Hanf, Meineweh, ſchv.; Gefr.
Aloys Mierzwa, Ruda, vm.: Gefr. d. Reſ. Karl
Schnabel, Gießen, vm.; Reſ. Jakob Kammerer,
Machtolsheim, vm.; Musk. Philipp Wenzel, Seulberg,
vm.; Kriegsfreiw. Hans Sens felder, Gießen, vm.;
Kriegsfreiw. Robert Aff, Gießen, vm.; Reſ. Karl Hch.
Schmidt, Offdilln, vm.: Kriegsfreiw. Karl
Ente=
mann, Calw, vm.; Kriegsfreiw. Jakob Bretz,
Volx=
heim, vm.
8. Kompagnie: Lt. Madlung, lv.; U.=O. d. R.
Heinrich Wahn, Freienſteinau, ſchv.; U.=O. d. Reſ.
Wal=
ter König, Lüdenſcheid, ſchv.; U.=O. d. Reſ. Heinrich
Schwenz, Münzenberg, ſchv.; U.=O. d. Reſ. Ludwig
Klaas, Sinn, gefallen; U.=O. d. Reſ. Heinrich Luh,
Großen=Linden, lv.; Reſ. Chriſtian Ruhl, Salz, lv.;
Gefr. d. Reſ. Friedrich Jürgens, Altena, gefallen;
Reſ. Ludwig Bierau, Atzbach, lv.; Musk. Johann
Grzemski, Dobrzyca, ſchv.; Wehrm. Adam Nies,
Langsdorf, lv.: Gefr. Erwin Looſe, Berlin, ſchv.;
Kriegsfreiw. Heinrich Bellof, Gießen, gefallen; Musk.
Karl Siegfried, Merlau, ſchv.; Reſ. Wilh.
Schmitt=
berger, Eichelsdorf, lv.; Reſ. Edmund Sporkett,
Werl, ſchv.; Reſ. Hilmar Werner, Bockſtadt, gefallen;
Musk. Auguſt Schneller, Arzenheim, ſchv.;
Kriegs=
freiwilliger Karl Pfaff, Ehringshauſen, ſchv.;
Kriegs=
freiw. Ludw. Krenter, Ehringshauſen, ſchv.; Musk.
Max Boerner, Poekau, lv.; Kriegsfreiw. Th,
Reu=
ter, Bermbach, ſchv.; Kriegsfreiw. Heinrich Beppler,
Hörnsheim, lv.; Tamb. Phil. Meſſerer, Bruckenau,
ſchv.; Musk. Wilhelm Fettermann, Ober=Flörsheim,
ſchv.; Musk. Heinrich Lemp, Gießen, lv.; Musk.
Stanis=
laus Brzoska, Gut Rudki, Samter, lv.; Musk. Ldw.
Schmidt 3., Rödgen, lv.; Reſ. Karl Schupp,
Ehrings=
hauſen, lv.; Reſ. Heinrich Müller, Ehringshauſen, lv.;
Gefr. Karl Sames, Dorf Güll, ſchv.; Musk. Ant.
Met=
tenheimer, Worms, lv.; Gefr. Karl Ringel, Leuſel,
ſchv.; Tamb. Johann Morr, Eibingen, Rüdesheim,
ge=
fallen; Musk. Georg Mink, Laudenau, lv.; Reſ. Heinr.
Lorenz, Alsfeld, lv.; Kriegsfreiw. Otto Fey,
Frohn=
hauſen, lv.; Kriegsfreiw. Daniel Klos, Kaiſerslautern,
lv.; Reſ. Konrad Diehl, Hutzdorf, ſchv.: Gefr. Erich
Kobelt, Schwarzenwaldau, lv.; U.=O. Wilhelm Reeb,
Södel, ſchv.; Gefr. Friedrich Boch, Waſſelnheim, gefallen;
Gefr. Wilhelm Heppner, Nieder=Florſtadt, gefallen;
Ge=
freiter Guſtao Weicker, Leuſel, gefallen; Reſ. Heinrich
Konrad Baumann, Neukirchen, gefallen; Horn.
Kon=
rad Stadtm üller, Römbrishol, lv.; Reſ. Johannes
Roth, Friſchborn, vm.; Kriegsfreiw. Konrad Weber,
Moiſcht, Kaſſel, vm.; Wehrm. Ludwig Ungeheuer,
Ober=Reifenberg, vm.: Reſ. Richard Klingelhöfer,
Lüdenſcheid, vm.; Reſ. Ludwig Hen kel, Alsfeld, vm.;
Kriegsfreiw. Heinrich Becker, Rödgen, vm.;
Kriegs=
freiwilliger Joſeph Hüpper, Olpe, vm.
Füſilier=Regiment Nr. 40, Raſtatt.
1. Kompagnie: Füſ. Konrad Erk, Nidda, t.; Füſ.
Ludwig Koller, König, t.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 40, Mannheim.
11. Kompagnie: Wehrm. Philipp Berg,
Buden=
heim, t.
Infanterie=Regiment Nr. 66, Magdeburg.
10. Kompagnie: Erſ.=Reſ. Joh. Hornlehnert,
Oppenheim, ſchv.
Füſilier=Regiment Nr. 80.
I. und II. Bataillon, Wiesbaden.
2. Kompagnie: Füſ. Paul Schröder, Mainz, lv.
3. Kompagnie: Füſ. Georg Treffert,
Bens=
heim, t.; Füſ. Johann Schäfer I., Koſtheim, lv.
8. Kompagnie: U=O. Georg Hainbuch,
Fried=
berg, t.; Reſ. Johann Bibo II., Mainz, vw.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 80, Oberlahnſtein,
Wiesbaden, Höchſt.
4. Kompagnie: Sergt. Rob. Weber, Mombach, t.
Landwehr=Infanterie=Regt Nr. 81, Frankfurt a. M.
6. Kompagnie: Erſ.=Reſ. Karl Löchell, Alsfeld,
lv.; Erſ.=Reſ. Karl Jörg, Heuſenſtamm, lv.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 88.
Berichtigung früherer Angaben.
Wehrm. Gg. Kremer vom 2. Battl. in Worms,
Niederzell, bish. vermißt, † Laz. Marburg am 26. Okt.
Infanterie=Regiment Nr. 114, Konſtanz.
12. Kompagnie: Reſ. Simon Moritz,
Großen=
linden, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 158.
4. Kompagnie, Paderborn: Reſ. Wilhelm Bing,
Stockhauſen, vw.
Reſerpe=Infanterie=Regiment Nr. 223.
I. Bataillon, Frankfurt a. M.
1. Kompagnie: U.=O. Jakob Wild, Fürfeld, lv.;
Musk. Ludwig Fröhlich, Butzbach, lv.; Gefr. Fritz
Menke, Gießen, lv.; Musk. Philipp Huth,
Offenbach=
a. M., vm.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 236, Cöln.
1. Kompagnie: Musk. Wilhelm Ewig, Mainz, t.
3. Kompagnie: Kriegsfreiw. Wilhelm Ellert,
Gießen. lv.
7. Kompagnie: Oblt., vermutl. d. Landw, Carl
Curſchmann, Gießen, lv. „Kriegsfreiw. Lorenz Manz,
Mainz, vm.
9. Kompagnie: Musk. Robert Pauli, Birkenau,
vermißt.
Brigade=Erſatz=Bataillon Nr. 9, Cüſtrin.
2. Kompagnie: Off.=Stellv. Karl Stieber,
Gießen, ſchv.
Infanterie=Regiment Nr. 55.
II. Bataillon, Bielefeld.
8. Kompagnie: U.=O. Wilh. Engel, Darmſtadt, t.
Infanterie=Regiment Nr. 87, Mainz.
Berichtigung früherer Angaben.
Reſ. Heinrich Frieſinger, Bensheim, bisher vm.,
vw.; Gefr. d. Reſ. Heinrich Graf, Schönberg,
bisher=
vm., vw.: Reſ. Franz Klein, Alzey, bisher vm., vw.;
Reſ. Wilhelm Kemler, Eckenheim, bisher vm., vw.=
Iuſanterie=Regiment Nr. 88, Mainz, Danau.
9. Kompagnie: Kriegsſreiw. Emil Zahn, Mainz,
ſchv.; Off.=Stellv. Ernſt Walter, Darmſtadt, vm.
10. Kompagnie: Lt. d. Reſ. Fritz Niebergall,
Udenheim, lv.; Musk. Joſeph Honrath, Mainz, lv.;
Musk. Peter Braun, Erfelden, vm.
11. Kompagnie: Gefr. Fahnenj. Ludw. Schmidt,
Worms, t.; Gefr. Michael Stoiber, Weiſenau, vm.
12. Kompagnie: Musk. Georg Kreutzer, Schlitz,
chv.; Wehrm. Mathäus Schad, Kaſtel, lv.
Maſchinengewehr=Kompagnie: U.=O. Georg
Zahn, Gaubickelheim, vm.; Reſ. Mathäus Broſius,
Hechtsheim, vm.; Reſ. Ludwig Schlerf, Langen, vm.;
U.=O. d. Reſ. Joſef Gilbert, Kaſtel, ſchv.; Reſ. Jakob
Klehr, Darmſtadt, t.; Fahrer Ferdinand Pauly,
Feuerbach, t.
Infanterie=Regiment Nr. 138, Dienze.
6. Kompagnie: Musk. Johann Klein,
Bretzen=
heim, ſchv.
7. Kompagnie: Ltn. d. Reſ. Kurt Niezoldi,
Mainz, ſchv.
Berichtigung früherer Angaben.
Reſ. Anton Wecker, Klein=Linden, bisher vm., vw.
Infanterie=Regiment Nr. 142.
II. Bataillon Müllheim i. Baden.
6. Kompagnie: Reſ. Ferdinand Konrad, Mainz, lv.
8. Kompagnie: Reſ. Ferd. Meiſter, Gießen, ſchv.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 239.
II. Bataillon, Mannheim.
5. Kompagnie: Musk. Jakob Stark, Wald=
Uelversheim, vm.
11. Kompagnie: U.=O. Jak. Schwert, Worms, t.
Infanterie=Regiment Nr. 131, Mörchingen.
Lihons am 31. und Vermandovillers vom 26. 10, bis
4. 11. 14.
3. Kompagnie: Kriegsfreiw. Anton Schittler,
Walldorf, lv.; Kriegsfreiw. Karl Heftrich, Mainz, vw.
4. Kompagnie: Musk. Albrecht Boryogewski,
Bingen a. Rh., t.
Verwundete und kranke Soldaten
in Darmſtädter Lazaretten.
Mitgeteilt vom Heſſiſchen Landesverein vom Roten Kreuz.
Die Lazarette ſind ourch die nachſtehenden Buchſtaben
bezeichnet.
A — Alicehoſpital, Dieburger Straße 21. Täglich 3—4 Uhr nachm. —
B — Diakoniſſenhaus Eliſabethenſtift, Erbacher Straße 25. Täglich 2—4 Uhr
nachm. — C — Eleonorenheim (Lazarett J. K. H. der Großherzogin. Hein
hermerſtraße 21) Sonntags, Dienstags, Mittwochs und Freitags von
4—6 Uhr nachm. D — Ernſt=Ludwig=Heilanſtalt (Dr. Loſſen),
Stein=
ſtraße 21. Täglich 2—5 Uhr nachm. — E — Garniſonlazarett (Reſ.=Laz. I),
Alexanderſtraße 27. Mitt ochs und Sonntags von 2—4 Uhr nachm. —
F — Haus Hagenburg, Dieburger Straße 241 (Hir chköpfe.) Täglich
3—6 Uhr nachm. — G — Dr. Machenhauerſche Klinik, Lagerhausſtraße 24.
Täglich 2—4 Uhr nachm. — H — Marienhöhe (Geneſungsheim).
Täglich 10—12 Uhr vorm., 4½ 61 Uhr nachm. — I — Schweſternhaus der
Barmherzigen Schweſtern Nieder=Ramſtädter Straße 30. Nachn ittags von
2—4 Uhr. — K — Städtiſches Krankenhaus, Graſenſtraße 9 Werktäglich
2—3½ Uhr nachm., Sonntags 11—12 Uhr vorm. — L — Städt. Saalbau
(ebenfalls Reſ.=Laz. I), Riedeſelſtraße 40. Mittwochs, Samstags und
Sonn=
tags von 2—4 Uhr. — M — Techniſche Hochſchule (Reſ.=Laz. II), Hochſchulſtr. 1.
Sonntags. Mittwochs und Samstags von 2—4 Uhr nachm. — N — Klinik
Dr. Ollendorff (Weberſche Augenklinik), Frankfurter Straße 42. Tagl ch
10—12 Uhr orm., 2—4 Uhr nachm. — O — Vereinslazarett vom Roten
Kreuz, Olbrichweg 10, „Vereinslazarett Mathildenhöhe‟. Täglich 3—4 Uhr
nachm. — P — Ererzierplatz (Reſ.=Lazarett III), Mittwochs und Sonntags
von 2—4 Uhr nachm.
Hinter jedem Lazarett ſind die, Beſuchszeiten angegeben,
die nach Möglichkeit einzuhalten ſind. Ausnahmen werden
zugelaſſen.
Zugang vom 22. bis 28. November:
Anton, Julius, Darmſtadt, Reſ. 116/4, K —
Bach=
mann, Phil., Frankfurt a. M., Erſ.=Pferde=Dep.
Boſche, Jakob, Bieber, Ldſt.=Erſ.=Bat. I Dſt., P — Buch
hold, Karl Ludw., König i. O., Reſ.=Inf. 116/4
Duckel, Bruno, Darmſtadt, P — Dieter, Jakob,
Waſchen=
bach, Train=Bat. 18, P — Dörr, Aug., Zell (Kreis Alsfeld),
Erſ.=Pferde=Dep., P — Ebert, Joh., Oppenheim, Drag.
24/5, K — Eckle, Hrch., Darmſtadt, Inf. 143, L. — Emrich,
Konr., Darmſtadt, Reſ.=Inf. 116/4, P — Fein, Wilh.,
Königsſteele, Ldſt.=Erſ.=Bat. II Dſt., P — Fiſcher, Adam,
Fürth i. O., Ldſt.=Bat. Erbach, L. — Friedrich, Peter
Lo=
renz, Zellhauſen, Erſ.=Pferde=Dep. P — Froboſe, Adolf,
Berke, Reſ.=Inf. 83/7, P — Gerhardt, Hrch.,
Dreieichen=
hain, Inf. 143/5, A. — Glanzner, Wendel, Kleinhauſen, P
— Göriſch, Wilh., Pfungſtadt, Ldw. 118/4, H — Gruber,
Adolf, Konzenberg, Bayr. Inf. 22/6 P — Gulden, Joh.,
Heuſenſtamm, Reſ.=Drag. 4/1, P — Haller, Herm., Art.
25/2, C — Hanſel, Karl, Darmſtadt, Art. 61/4, Rekr.=Dep.,
P — Hartmann, Frdrch., Neu=Iſenburg, Inf. 115/2, Erſ.=
Maſch.=Gew., P — Hartmann, Karl, Holzminden, Ldw.=
Inf. 116, P — Heiſel, Hrch., Nieder=Modau, Inf. 143/3, K
— Hertel, Karl, Habitzheim, Reſ.=Inf. 116/4, C —
Hof=
acker, Konr., Ldſt.=Bat. Erbach 3, C — Hopfenblatt, Chriſt.,
Offenbach a. M., Inf. 115, Reſ.=Bat., P — Hörr, Hrch.,
Reichelsheim i. O., Ldſt.=Bat. Erbach 4, P — Jakob, Val.,
Birkenau, Ldſt.=Bat. Erbach 3, P — Keller, Hans,
Kon=
ſtanz, I — Kempf, Bonaventura, Rödelheim, Ldſt.=Erſ.=
Bat. II Dſt., P — Knapp, Joh., Kolmbach, Ldw.=Inf.
116/4, P — Knöß, Ludw., Gießen, Krankenwärter=Reſ.
III Dſt., P — Kolditz, Paul, Darmſtadt, Reſ.=Inf. 116/3,
L — Kühn, Willy, Chemnitz, Art. 61/2, K — Mathwig,
Guſtav, Grünfier, Inf. 53/9, P — Mink, Phil., Ober=
Ramſtadt, Reſ.=Inf. 116/4, I — Müller, Auguſt, Berſtadt,
Ldw. 116/4, K — Müller, Karl Phil., Feſt.=Verm.=Abt.
X Darmſtadt, L. — Nickel, Ludw., Friedrichsdorf, Art.
61/5, Erw.=Batt., P — Niederhofer, Konr., Hofheim, P —
Pohl, Emil, Groß=Wülkau, Zentr.=Pferde=Dep., P — Rabe,
Viktor, Berlin, H — Reeg, Gg., Reinheim, Train 18/1, K
— Reimund, Frdrch., Schönberg, Ldw.=Inf. 116/11, P
Reitz, Peter, Nieder=Ramſtadt, Inf. 143/3, P —
Rein=
hardt, Gg., Leeheim, Inf. 115/3, P — Renz, Michel,
Viernheim, Train 18, Et.=Hilfsbäcker. I I — Rohrbacher,
Frdrch., Zweibrücken, Inf. 115/8, F — Romig, Karl,
Gun=
dernhauſen, Reſ.=Inf. 118/2, P — Ruß, Karl, Altweilnau,
Drag. 24, Erſ.=Esk., P — Sehnert, Hrch., Krumſtadt, Inf.
115/1, P — Seib, Peter, Worms, Art. 25/2, P — Seiler,
Rudolf, Schlitz, Inf. 115/2, Erſ.=Maſch.=Gew., P —
Sutt=
ler, Konr., Mainz, Inf. 115/2, K — Schalk, Joh.,
Harten=
burg, Ldſt.=Bat. Erbach 2, P — Schäfer, Hrch., Melzbach,
Inf. 144/1, K — Schäfer, Wilh., Lützel=Wiebelsbach, P
Schmidt, Herm., Wennetsweiler, Inf. 85/11, A. —
Schnau=
ber, Otto, Höchſt i. O., Reſ.=Inf. 116/4, N — Schröbel,
Gg., Ober=Ramſtadt, Maſch.=Gew. 25, 1. Mun., P —
Stapp, Wilh., Ldſt.=Bat. Erbach 4, C — Stichel, Jul.
Chriſt., Mainz, Zentr.=Pferde=Dep., P — Stockum, Jakob,
Höchſt 6. O., Ldſt.=Bat. Erbach 1, P — Stekenſchmidt, Karl,
Frankfurt a. M., Inf. 115/1, Erſ.=Bat., P — Vogel,
Kaſpar, Biſchofsheim, Flieg.=Erſ.=Abt. 3, P — Wacker,
Martin, Helmhof, Ldſt.=Bat. Erbach 3, P — Weber, Adam,
Dieburg, K — Weber, Gg., Oberkainsbach, Ldſt.=Bat.
Er=
bach 4, P — Wegener, Guſt., Wedlitz, Reſ.=Inf. 87/7,
Wegerle, Adam, Lampertheim, Inf. 115/4, K — Wegt,
Hrch., Traiſa, Inf. 115/8, F — Werner, Gg.,
Reichels=
heim i. O., Ldſt.=Bat. Erbach 4, P — Windhaus, Wilh.,
Arheilgen, P — Wohlfahrt, Daniel, Reſ.=Inf. 116,4, C —
Wörner, Wilh., Laubach, Mil.=Bäck., Abt. Darmſt., P—
Wucherpfennig, Jak., Groß=Zimmern, Art. 25/4, P.
Aus den Lazaretten entlaſſen
vom 22.—28. November.
Ackermann, Franz, Hirſchhorn, Landſt.=Bat., 3. Komp.,
P — Appunn, Rudolf, Darmſtadt, P — Bauer, Adolf
Inf. 115, Erſ.=Bat., E — Becker, Peter, Inf. 118/7, K —
Bellinger, Wilhelm, Rekr.=Depot 61, E — Blunk, Hugo,
Kaiſerslautern, Bayer. Art. 5/4, A. — Borſch, Karl,
Auer=
bach a. d. B., Landſt.=Bat. 2 Darmſtadt, P. — Braun,
Georg, Inf. 118/5, L. — Breitwieſer, Joh., Nieder=
Beer=
bach, Feſt.=Komp. 102, A. — Claeſeens, Ferd., Wurſelen,
2. Pferde=Dep. 8. A.=K., P — Dworadgek, Roman,
Schwien=
tochlowitz (Oberſchleſien), Militärpfl. P — Eckert, Phil.,
Inf. 115, E — Ehrhard, Heinrich Adam, Pion.=Bat. 25/3,
E — Firſching, Adam, Opferbauren, P — Fluch, Joh.,
Mainz, Train 18/3, P — Forſter, Georg, Wimsbach, Erſ.=
Pferde=Dep. 18. A.=K., P — Freita, Paul, Mülſchen=St.
Nicklas, Reſ.=Inf. 106/10, B — Frohwein, Rud., Hanau
am Main, Train=Abt. 18/2, B — Funk, Auguſt, Langgöns,
Reſ.=Inf. 118/3, A. — Genwo, Auguſt, Groß=Roſſeln, Inf.
137/7, A. — Haumann, Friedrich, Bochum, Inf. 138/2, A.
— Heim, Wilhelm, Neu=Iſenburg, Erſ.=Pferde=Dep. 18.
A.=K., P — Herget, Franz, Wiesbaden, Reſ.=Inf. 116/1, A.
Hermann, Anton, Landſt.=Bat. Erbach, K — Hintzoeke,
Edgar, Leipzig=Reudnitz, Inf. 107/2, Erſ.=Bat., B
Hirſch, Peter, Inf. 115, E — Hoffmann, Hermann, K —
Hoffmann I., Johann, Koſtheim, Ldw.=San.=Komp. 24, P
Hewahrde, Phil., Darmſtadt, Reſ.=Inf. 116/2, A. — Hüwe,
Bernhard, Flamcheni (Weſtf.), Inf. 13, O — Ihrig,
Wil=
helm, Beerfelden, A. — Kabel, Konrad, Kordelshütte,
Landſt.=Bat. Erbach, 2. Komp., P — Kaiſer, Wilhelm,
Ober=Widdersheim, Ldw.=San.=Komp. 24, P — Keßler,
Emil, Inf. 115/12, L. — Knorren, Heinrich, Geilenkirchen,
Train=Bat. 8. A.=K., P — Kredel, Ludwig,
Kirchbrom=
bach, Inf. 87/8, nach San. Alsbach — Leutnant der Reſ.
Kullmann, Johann, Reſ.=Art. 25/6, K — Mahr,
Fried=
rich, Jäger=Bat. 2/6, K — Manke, Erich, Rettſchutz,
Inf. 144/4, P — May, Heinrich, Landſt.=Bat. Erbach, K
— Meyer, Joſeph, Bayer. Inf. 16, K — Maugemba,
Jo=
hann, Wirrſchy (Oberſchleſien), Militärpfl., P — Müller,
Heinrich, Reſ.=Erſ.=Eskadron 4, L. — Müller, Simon, Reſ.=
Inf. 118/5, K — Nowara, Roch., Nichowitz, Reſ.=Art. 25/2,
A — Otto, Hermann, Langen, Inf. 115/1, A. — Piſtor,
Ernſt, Bat.=Adjutant Landw.=Inf. 116/1, K — Pitralzik,
Joachim, Komorow, Inf. 174/12, A. — Renker, David,
Angerbach, Inf. 115/2, A. — Renz II., Michael,
Viern=
heim, Etapp.=Hilfsbäckerei=Kol. 18. A.=K., P — Reuter,
Auguſt, Darmſtadt, Inf. 115/3, A. — Sattler, Georg,
Brei=
tenbrunn, Reſ.=Inf. 118/6, A. — Siegele, Albert, Inf.
120/4, K — Simmrock, Hermann, Darmſtadt, Ldw.=Inf.
116/9, P — Sonntag, Otto, K — Sperbert, Mar, Pion.
15/2, K — Spieß, Georg, Train 18, L. — Schäfer,
Hein=
rich, Darmſtadt, Inf. 115/1, A. — Schäfer, Jodokus,
Hobbach, Ldſt.=Bat. Erbach, 2. Komp., P — Schäffer, Karl,
E — Scheit, Karl. Ldſt.=Erſ.=Bat. 1, E — Schmadel, Ant.,
Oelkhofen, Inf. 120/1, K — Schmaderer, Anton, Runding,
Ldſt.=Bat. Erbach, 2. Komp., P — Schmidt, Michael,
Nürnberg, Ldw.=Inf. 118/1, A. — Schmitz, Heinrich,
Schwerte i. Weſtf., Inf. 16, O — Schneider, Adam, Ober=
Nauſes, Inf. 115, Erſ.=Bat., 1. Komp., P — Schremſer,
Karl, Bürſtadt, Ldw.=Inf. 118/2, I — Schwab, Philipp,
Heppenheim, Ldſt.=Bat. Erbach, 2. Komp, P — Schwabe,
Willi, Schwarzenberg, Inf. 133/7, K — Schwinn, Johann,
Hainſtadt, Inf. 155/11, A. — Stemmer, Hermann,
Darm=
ſtadt, Art. 25/3, K — Tenne, Reſerviſt, Münſter i. Weſtf.,
Pion. 7, O — Thon, Max, Weißdorf, Inf. 63/3, Erſ.=Bat.,
B — Treblegar, Reinhard, Leipzig, Landw.=Inf. 106/4,
A — Voogel, Eduard, Landw.=Inf. 81, E — Voſen, Frz.,
Aachen, Reſ.=Inf. 29/1, P — Weher, Wilhelm, Art. 25/4,
L. — Weetz, Wilhelm, Dietzenbach, Reſ.=Inf. 116, Maſch.=
Gew., O — Wieſinger, Ludwig, Berolzheim, Art. 25/4,
Erſ.=Batt., B — Wilkens, Fritz, Inf. 115, Erſ.=Bat., E
— Wißmann, Joh., Inf. 174/2, L. — Wolf, Karl, Nieder=
Ofleiden, Drag 23, Erſ.=Esk., P — Wucherpfennig, Groß=
Zimmern, Art. 25/4, Erſ.=Batt., P — Zacowo, Karl,
Par=
chim, Drag. 18 Erſ.=Eskadron, P — v. Zangen, Wilhelm,
Wimpfen a. Neckar, in Privatpflege — Zehfuß, Georg,
Hähnlein, Ldw.=Inf. 116/1, P — Zimmer, Philipp,
Flon=
heim, Train.=Erſ.=Abt. 18, P — Zobel, Franz, Grünſtadt,
Ldſt.=Bat. Erbach, P.
Sie erweiſen unſeren tapferen
Soldaten im Felde
eine Wohltat,
wenn Sie bei Liebesgabenſendungen
1—2 Schachteln Fays ächte Sodener
Mineral=Paſtillen beifügen. Dadurch
beugen Sie mancher ſchweren
Er=
krankung der Luft= und Atemwege
vor und unterdrücken bereits
ent=
ſtandenen Huſten, Heiſerkeit und
Verſchleimung im Keime. (I,22076
Kriegskarten
von allen Kriegsschauplätzen
Soldaten-Sprachführer
Französisch, Englisch, Russisch
Kriegszeitungen
aller Art in grosser Auswahl.
Hof-
Müller & Rühle, Buchhandlung
5 Elisabethenstrasse 5.
Statt besonderer Anzeige.
Heute morgen verschied sanft nach schwerem Leiden meine liebe Frau,
unsere treube orgte Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Marie Ehrhardt, geb. Keller,
im vollendeten 62. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Georg Ehrhardt.
Darmstadt, den 1. Dezember 1914.
Die Beerdigung findet Donnerstag den 3. Dezember, nachmittags 2 Uhr, vom
Sterbehause, Friedrichstrasse 26, aus auf dem Friedhof an der Nieder-
Ramstädter-
strasse statt.
Bitte von Beileidsbesuchen abzusehen.
22112)
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Heute nacht verſchied nach längerem
Kranken=
lager mein lieber Mann, meines Kindes
treu=
ſorgender Vater, unſer lieber Sohn, Bruder,
Schwager und Schwiegerſohn, der
Kaufmann
Arnots Nobe
im 41. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Emma Rode, geb. Dietſch,
Anna Rode.
Darmſtadt, den 1. Dezember 1914. (22096
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
3. d. Mts., nachmittags 3½ Uhr, vom Portale
des Beſſunger Friedhofs aus ſtatt.
Von Beileidsbeſuchen bittet man abſehen zu wollen.
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Geſtern Abend 8¼ Uhr entſchlief ſanft nach
langem, ſchweren Leiden im 84, Lebensjahre
unſere liebe Mutter, Großmutter und
Urgroß=
mutter
(22079
Frau
Katharina Scheerer
geb. Hebermehl
Um ſtille Teilnahme bitten
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Petry, Geh. Rechnungsrat.
Sophie Petry, geb. Scheerer.
Darmſtadt, den 1. Dezember 1914.
Die Beerdigung findet ſtatt: Donnerstag, den
3. Dezember, mittaas 3 Uhr, auf dem
Fried=
hof an der Nieder=Ramſtädter Straße.
Ein=
ſegnung ¾ Stunde vorher in der Friedhofskapelle.
Von Beileidsbeſuchen bittet man abzuſehen.
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
hiermit die ſchmerzliche Mitteilung, daß mein
innigſtgeliebter Gatte, unſer lieber Vater,
Schwiegervater und Großvater
Herr Philipp Funk IV.
Rentner
heute Morgen 9 Uhr von langen, ſchweren,
mit großer Geduld ertragenen Leiden, durch
einen ſanften Tod erlöſt wurde.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Eliſabeth Funk, geb. Scheker.
Griesheim, Darmſtadt, Mannheim,
den 1. Dezember 1914.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
3. Dezbr., nachmit. 2½ Uhr, vom Sterbehauſe,
Darmſtädter Straße 38, auf dem Griesheimer
Friedhof ſtatt.
(*10544
Nachruf.
Den Heldentod fürs Vaterland erlitt am
25. Oktober in einem Gefecht in Frankreich unſer
langjähriges, treues Mitglied
(22061
Adam Stephan
Erſatz-Reſerviſt im Reſ.-Inf.=Regt. Nr. 116,
4. Komp.
Wir werden ihm ſtets ein ehrendes
Andenken bewahren.
Ber Vorſtand des Metzger-Geſellen-Vereins
Darmſtadt.
J. A.: Georg Seibel.
Darmſtadt, 1. Dezember 1914.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner lieben Frau, unſerer
treubeſorgten Mutter
Frau
Franziska Helfrich
geb. Petri
ſprechen wir hiermit unſern tiefgefühlteſten Dank
aus. Beſonders danken wir dem
Heimarbeite=
rinnen=Verband für ſeine ehrende Teilnahme, wie
auch für die zahlreichen Kranz= und Blumenſpenden.
IIm Namen der tieftrauernd Hinterbliebenen:
Valentin Helfrich und Kinder.
Darmſtadt, 30. November 1914. (22080
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Tode meines lieben Vaters, des (*10519
Herrn
Ludwig Sulzmann
ſagt innigen Dank im Namen der Hinterbliebenen
Marie Sulzmann.
Darmſtadt, den 1. Dezember 1914.
auf das
Darmſtädter Tagblatt
werden in unſerer Geſchäftsſtelle ſowie von
jeder Poſtanſtalt entgegengenommen.
Darmſtädter Tagblatt.
Gotiesdienſtliche Anzeigen.
Mittwoch, den 2. Dezember 1914.
Hofkirche: Abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Abends um 8½ Uhr: Kriegsbetſtunde.
Pfarrer Velte. Kollekte für die Bedürfniſſe der
Lazarett=
ſeelſorge.
Johanneskirche: Abends um 8 Uhr: Andacht.
Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Abends um 8 Uhr: Andacht.
Pfarrer D. Waitz.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Abends um
8 Uhr: Kriegsbetſtunde. Miſſionar Weismann.
Pauluskirche: Abends um 8 Uhr: Kriegsbetſtunde.
Profeſſor Pfannmüller.
Tageskalender.
Mittwoch, 2. Dezember.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende nach
10 Uhr (Ab. B): „Als ich noch im Flügelkleide‟.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 3. Dezember.
Fundſachen=Verſteigerung um 9 Uhr zu
Frankfurt a. M., Poſtſtraße 6.
Gewerbemuſeum Neckarſtraße 3. Geöffnet täglich
von 11—1 Uhr; bei Sonderausſtellungen auch
Werk=
tags nachmittags von 3—5 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Ge=
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.
Flieger=Weihnachten!
Aufruf zur Sammlung von Liebesgaben für die im Felde
ſtehenden Flieger.
Das Weihnachtsfeſt naht! Unſere tapferen Krieger werden
dieſes ſchönſte aller Feſte im Felde, fern von der Heimat feiern müſſen.
In ganz Deutſchland rüſtet man ſich daher, für unſere Soldaten
Liebesgaben zu ſammeln; insbeſondere die ehemaligen Angehörigen
der verſchiedenen Truppenteile entfalten in allen Provinzen des Reiches
rührige Tätigkeit, um für ihr altes geliebtes Regiment oder Bataillon
möglichſt viele Gaben zuſammen zu bringen.
Die ſo junge Fliegertruppe, die noch nicht über ehemalige
Kameraden verfügt, die ſich der Sammlung annehmen können, iſt
bisher ſehr ſtiefmütterlich bedacht worden. Dabei iſt der Dienſt der
Flieger gewiß nicht minder anſtrengend als derjenige anderer
Truppen=
teile, ja vielleicht noch anſtrengender. Tag und Nacht müſſen ſie
bereit ſein, die Flugzeuge, die von erfolgreichen Erkundungsflügen
zurückgebracht werden, wieder inſtand zu ſetzen, damit ſie bald wieder
zu neuen Flügen bereit ſtehen. Peinlichſt ſorgfältige Arbeit iſt
erforderlich, da auch der kleinſte Fehler einen verhängnisvollen Sturz
zur Folge haben kann. Verantwortungsreich iſt daher die A beit
eines jeden einzelnen, und mehr denn bei anderen Truppenteilen
hängt von dem Wohlbefinden auch des einzelnen ab. Es iſt daher
die Pflicht aller, die mit der Fliegerei zu tun haben, mangels alter
mit dieſer Truppe in Beziehung ſtehender Vereinigungen ſelbſt Gaben
herbeizuſchaffen, und, da dieſe bei der großen Zahl der im Felde
ſtehenden Fliegerſoldaten nicht genügen können, durch Aufrufe das
Herz weiterer Kreiſe für ſie einzunehmen.
Es ſei daher die herzliche Bitte an das deutſche Volk gerichtet,
unſere Flieger nicht zu vergeſſen, auch für ſie warme Sachen zu ſtiften,
ihnen Stärkungsmittel zukommen zu laſſen. Auch die kleinſte Gabe
iſt willkommen. Geldſpenden werden zum Ankauf ſolcher Sachen
verwendet, für die beſonders dringendes Bedürfnis vorhanden iſt.
Jeder, der ein Scherflein beitragen will, laſſe ſeine Liebesgabe
an Sachen oder Geld einer der Sammelſtellen bei den Flieger=
Erſatzabteilungen in Berlin=Adlershof, Döberitz, Hannover, Darmſtadt
oder Poſen zugehen. Von den Erſatzabteilungen werden die Spenden
nach einem durch die Inſpektion der Fliegertruppen aufzuſtellenden
Verteilungsplan an die einzelnen Fliegerabteilungen durch beſondere
Kommandos gelegentlich der Nachſendung von Flugzeug=Erſatzteilen
überbracht, ſo daß jeder Spender ſicher iſt, daß ſeine Gabe den
rechten Ort erreicht.
(22102m
Kieſel, Hauptmann u. Führer d. Flieger=Erſ.=Abt. 4.
Weihnachtsbitte.
Nur mit Zagen und Bangigkeit wagen wir es, auch in dieſem
Jahr wieder mt einer „Weihnachtsbitte” hervorzutreten. Es iſt gar
keine Frage und wir wiſſen es ſelbſt ſehr wohl, daß in dieſen ernſten
und ſchweren Zeiten unſere Brüder im Felde in ihrer überaus harten
Kampfesarbeit für den heimiſchen Herd und für des Vaterlandes
Beſtand und Ehre das erſte Recht an uns haben und daß der
Für=
ſorge für die Verwundeten und für die H nterbliebenen der Gefallenen
vor allen Dingen unſere Hilfsbereitſchaft gelten muß.
Außerordent=
lich viel iſt ſchon geopfert worden und noch grö ere Opfer werden
notwendig ſein. Aber wir dürfen vielleicht darauf hinweiſen, daß
über den Anforderungen des Krieges auch die Barmherzigkeitswerke
des Friedens nicht leiden dürfen. Wir wollen gewiß in dieſem Jahr
keine große Weihnachtsbeſcherung halten, und auch unſere Pfleglinge
haben ſo viel Vaterlandsliebe und ſo viel Opferſinn, daß ſie ſich
gerne beſcheiden, damit den Bedürftigeren geholfen werden kann. Aber
eine andere Bitte legt ſich uns ſehr nahe: die Anſtalt ſelber bedarf
dringend der Unterſtützung. Die Gaben und Kollekten ſind in den
letztvergangenen Monaten faſt ausgeblieben, die Koſten aber in allen
Zweigen größer geworden. Wir ſchränken uns ein und ſparen,
ſo viel wir können, aber doch erfüllt uns ernſte Sorge, wie es weiter
gehen wird, wenn wir durchkommen ſollen. So wagen wir es denn
in dankbarer Erinnerung an die uns ſchon ſo oft und reichlich zuteil
gewordene Unterſtützung und im Blick auf Weihnachten, das Feſt
der Liebe, um eine Gabe der Barmherzigkeit zu bitten für unſere
Anſtalt.
Laſſet uns Gutes tun und nicht müde werden!
Nieder=Ramſtadt, im Dezember 1914.
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Weimar, Pfr.
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Eeia Tuchtl., Gr. 19— 43, bl. ab.
zugeb. Anzuſ. v. 10—12u. 2—4 U.
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1914,
Bekanntmachung.
Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung unter der gleichen Rubrik vom
9. v. Mts. — Amtsverkündigungsblatt Nr. 149 — bringen wir die nachſtehenden
An=
ordnungen zur öffentlichen Kenntnis.
(22093
Darmſtadt, den 29. November 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
Berlin W. 66, den 18. 11. 1914.
Kriegsminiſterium.
Leipziger Str. 5.
Nr. 3714/11. 14. M A.
Nach einer Mitteilung des Generalquartiermeiſters Weſt wird immer wieder der
Verſuch gemacht, Liebesgaben aus dem Heimatgebiet durch Kraftwagen
vorzu=
ſchaffen und ſie womöglich beſtimmten Truppenteilen unmittelbar zuzuführen, ſei es
durch einzelne Privatperſonen, ſei es durch unter Aufſicht eines ſtellvertretenden
Generalkommandos zuſammengeſtellte Kraftfahrkolonnen.
Dieſes Verfahren iſt aus den ſchon mehrfach erwähnten Gründen in jeder
Hin=
ſicht unzweckmäßig und daher zu verhindern.
Ausweiſe für Privatperſonen zu Autofahrten zwecks Liebesgabenvorführung
in das Erappengebiet ſind nicht mehr auszuſtellen.
Ob in Gegenden, wo Heimats=, Etappen= oder Operationsgebiet ſich decken, z. B.
in Elſaß=Lothringen, eine unmittelbare Zufuhr von Liebesgaben mittelſt Kraftwagen
von den Abnahmeſtellen für freiwilige Gaben (Ziff. 102 D. fr. K.) zu den Truppen
zugelaſſen werden ſoll, bleibt der Vereinbarung der ſtellvertretenden Generalkommandos
mit der Etappen=Inſpektion überlaſſen.
In Vertretung
v. Wandel.
An
ſämtliche Königlichen ſtellv. Generalkommandos,
das Königliche Oberkommando in den Marken.
Frankfurt a. M., den 26. November 1914.
XVIII. Armeekorps
Stellvertretendes Generalkommando
Abt. VI J.=Nr. 44472.
Zuſätze des Generalkommandos.
1. Die Herren Territorialdelegierten, ſowie ſämtliche mit der Annahme von
Liebes=
gaben betrauten Stellen werden gebeten, ihren ganzen Einſlußz im Sinne obiger
Verfügung dahin geltend zu machen, daß jegliche Autofahrt behufs
Ueber=
bringens von Liebesgaben fortan unterbleibt, ganz einerlei, ob es ſich hierbei
um Einzelfahrten oder um Fahrten einer zu dieſem Zwecke zuſammengeſetzten
Kraftwagen=Kolonne handelt.
2. Für das Hinausbringen von Liebesgaben in das Operations= und
Etappen=
gebiet kommt fortan lediglich Eiſenbahn=Beförderung in Frage.
Der kommandierende General:
Freiherr von Gall, General der Infanterie.
(r. 4582)
Bekanntmachung über den Verkehr mit Brot.
Vom 28. Oktober 1914.
Der Bundesrat hat auf Grund des §3 des Geſetzes über die Ermächtigung des
Bundesrats zu wirtſchaftlichen Maßnahmen uſw. vom 4. Auguſt 1914 (Reichs=Geſetzbl.
S. 327) folgende Verordnung erlaſſen:
§ 1.
Weizenbrot darf in den Verkehr nur gebracht werden, wenn zur Bereitung auch
Roggenmehl verwendet iſt. Der Gehalt an Roggenmehl muß mindeſtens zehn
Ge=
wichtsteile auf neunzig Gewichtsteile Weizenmehl betragen.
§ 2.
Roggenbrot darf in den Verkehr nur gebracht werden, wenn zur Bereitung auch
Kartoffel verwendet iſt. Der Kartoffelgehalt muß bei Verwendung von
Kartoffel=
flocken, Kartoffelwalzmehl oder Kartoffelſtärkemehl mindeſtens fünf Gewichtsteile auf
fünfundneunzig Gewichtsteile Roggenmehl betragen.
Roggenbrot, zu deſſen Bereitung mehr Gewichtsteile Kartoffel verwendet ſind,
muß mit dem Buchſtaben K bezeichnet werden. Beträgt der Kartoffelgehalt mehr als
zwanzig Gewichtsteile, ſo muß dem Buchſtaben K die Zahl der Gewichtsteile in
arabiſchen Ziffern hinzugefügt werden.
Werden gequetſchte oder geriebene Kartoffeln verwendet, ſo entſprechen vier
Gewichtsteile einem Gewichtsteil Kartoffelflocken, Kartoffelwalzmehl oder
Kartoffel=
ſtärkemehl.
§ 3.
Dieſe Vorſchriften gelten für Konſumentenvereinigungen auch bei Abgabe an
ihre Mitglieder.
§ 4
Bäcker und Brotverkäufer haben einen Abdruck dieſer Verordnung in ihren
Ver=
kaufsräumen auszuhängen.
§ 5.
Wer den Vorſchriften dieſer Verordnung zuwiderhandelt, wird, ſofern nicht
andere Vorſchriften ſchwerere Strafen androhen, mit Geldſtrafe bis zu
eintauſendfünf=
hundert Mark beſtraft.
§ 6.
Dieſe Verordnung gilt nicht für Brot, das aus dem Ausland eingeführt wird.
Dieſe Verordnung tritt mit dem 4. November 1914, die Vorſchrift des §2 Abſ. 1
mit dem 1. Dezember 1914 in Kraft.
Der Reichskanzler beſtimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens.
Berlin, den 28. Oktober 1914.
Der Stellvertreter des Reichskanzlers:
Delbrück.
(Nr. 4505)
Belannmachung üher das Verfiülen von
Begeteht un lcht.
Vom 28. Oktober 1914.
Der Bundesrat hat auf Grund des § 3 des Geſetzes über die Ermächtigung des
Bundesrats zu wirtſchaftlichen Maßnahmen uſw. vom 4. Auguſt 1914 (Reichs=Geſetzbl.
S. 327) folgende Verordnung erlaſſen:
§ 1.
Das Verfüttern von mahlfähigem Roggen und Weizen, auch geſchrotet, ſowie
von Roggen= und Weizenmehl, das zur Brotbereitung geeignet iſt, iſt verboten.
§ 2.
Die Landeszentralbehörden können das Schroten von Roggen und Weizen
be=
ſchränken oder verbieten.
§ 3.
Soweit dringende wirtſchaftliche Bedürfniſſe vorliegen, können die
Landeszentral=
behörden oder die von ihnen beſtimmten Behörden das Verfüttern von Roggen, der
im landwirtſchaftlichen Betriebe des Viehhalters erzeugt iſt, für das in dieſem
Be=
triebe gehaltene Vieh allgemein für beſtimmte Gegenden= und beſtimmte Arten von
Wirtſchaften oder im Einzelfalle zulaſſen.
§ 4.
Die Landeszentralbehörden erlaſſen die Beſtimmungen zur Ausführung dieſer
Verordnung.
§ 5.
Zuwiderhandlungen gegen dieſe Verordnung oder gegen die gemäß §§ 2, 3 und 4
erlaſſenen Vorſchriſten werden mit Geldſtrafe bis zu eintauſendfunſhundert Mark beſtraft.
§ 6.
Dieſe Verordnung tritt mit dem 4. November 1914 in Kraft.
Der Reichskanzler beſtimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens.
Berlin, den 28. Oktober 1914.
Der Stellvertreter des Reichskanzlers:
Delbrück.
(Nr. 4534.) Bekanntmachung über das Ausmahlen von
Brotgetreide.
Vom 28. Oktober 1914.
Der Bundesrat hat auf Grund des §3 des Geſetzes über die Ermächtigung des
Bundesrats zu wirtſchaftlichen Maßnahmen uſw. vom 4. Auguſt 1914 (Reichs=Geſetzbl.
S. 327) folgende Verordnung erlaſſen:
Zur Herſtellung von Roggenmehl iſt der Roggen mindeſtens bis zu
zweiund=
ſiebzig vom Hundert durchzumahlen.
Zur Herſtellung von Weizenmehl iſt der Weizen mindeſtens bis zu
fünfund=
ſiebzig vom Hundert durchzumahlen.
Die Landeszentralbehörden oder die von ihnen beſtimmten Behörden können
dieſe Ausmahlung in der Weiſe zulaſſen, daß hierbei ein Auszugsmehl von beſtimmter
Höhe hergeſtelt wird.
§ 3.
Soweit ein Verkäufer von Roggenmehl infolge dieſer Verordnung nicht
vertrags=
mäßig liefern kann, iſt er verpflichtet, Mehl, das im Verhältnis von zweiundſiebzig
vom Hundert ausgemahlen iſt, zu liefern.
Soweit ein Verkäufer von Weizenmehl infolge dieſer Verordnung nicht
ver=
tragsmäßig liefern kann, iſt er verpflichtet, eine nach § 2 zugelaſſene Mehlſorte zu
liefern, die der verkauften im Ausmahlverhältnis am nächſten ſteht.
Der Kaufpreis iſt bei Lieferung eines geringerwertigen Mehls nach den §§ 472, 473
des Bürgerlichen Geſetzbuchs zu mindern, bei Lieferung eines höherwertigen
ent=
ſprechend zu erhöhen.
Der Käufer iſt berechtigt, von dem Vertrag zurückzutreten, ſoweit der Verkäufer
infolge dieſer Verordnung nicht vertragsmäßig liefern kann. Das Rücktrittsrecht
erliſcht, wenn der Käufer nicht unverzüglich davon Gebrauch macht, nachdem der
Ver=
käufer ihm angezeigt hat, daß er ganz oder teilweiſe nicht liefern kann.
§ 4.
Wer den Vorſchriften dieſer Verordnung zuwiderhandelt, wird mit Geldſtrafe
bis zu eintauſendfünfhundert Mark beſtraft.
§ 5
Dieſe Verordnung tritt mit dem 4. November 1914 in Kraft. Der Reichskanzler
beſtimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens.
Berlin, den 28. Oktober 1914.
Der Stellvertreter des Reichskanzlers:
Delbrück.
Zu Nr. M. d. J. III, 12344.
Bekanntmachung,
betreffend Ausführung der Verordnung des Bundesrats über das
Ausmahlen von Brotgetreide vom 28. Oktober 1914.
Vom 10. November 1914.
Auf Grund von § 2 Abſ. 2 der vorſtehenden Verordnung, betreffend das
Aus=
mahlen von Brotgetreide vom 28. Oktober 1914, laſſen wir die Ausmohlung von
Weizen in der Weiſe zu, daß hierbei ein Auszugsmehl von dreißig vom Hundert
hergeſtellt wird.
(22094
*Darmſtadt, den 10. November 1914.
Großherzogliches Miniſterium des Innern:
von Hombergk.
Krämer.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher. 1 Pinſcher, 1 Foxterrier (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(22060
Liebesgaben
für die Darmſtädter Truppenteile im Felde.
Die Stadt Darmſtadt will den hieſigen, jetzt im Felde
ſtehen=
den Truppenteilen in aller Kürze einen größeren
Liebesgabentrans=
port als Weihnachtsgabe überſenden. Dem Transporte können
perſönliche und unperſönliche Pakete beigegeben werden. Um eine
gerechte Verteilung herbeiführen und auch dieſenigen bedenken zu
können, an die perſönliche Gaben nicht gerichtet ſind, wäre es als
beſonders dankenswert zu begrüßen, wenn recht viele unperſönliche
Pakete der Sendung beigefügt werden könnten.
Wer eine Beiſteuer leiſten möchte, iſt herzlich gebeten, ſie im
Stadthaus, Zimmer Nr. 39, abzugeben. Gaben werden auf Wunſch
auch abgeholt. Beſondere Bekanntmachungen ergehen in dieſer
Be=
ziehung noch. Erwünſcht ſind Zigarren, Zigaretten, Tabak,
Trocken=
zünder, elektriſche Taſchenlampen, Briefpapier, Spielkarten, warme
Kleidungsſtücke (neue), vornehmlich wollene Unterſachen,
Lebens=
mittel für die Feldküche, z. B. Tee, Zucker, Gewürz, beſonders auch
hart getrocknete Fleiſch= und Wurſtdauerwaren und dergleichen,
Wer den Kriegern Liebesgaben ſpenden will gibt doppelt,
wenn er ſie bei den Heimarbeiterinnen anfertigen läßt.
Darmſtadt, den 13. November 1914.
(21421a
Der Oberbürgermeiſter:
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den.
(22067
Darmſtadt, 23. November 1914.
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ſind, erſt vom vierzehnten Tage an und für Mannſchaften ohne
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pflegung (nur mit erſtem Frühſtück) erſt nach Verlauf von vier
Wochen geſchehen kann.
Darmſtadt, den 14. November 1914.
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Eine Geſchichte aus vergangener Zeit.
Von Ernſt Zahn.
(Nachdruck verboten.)
2. Zu Hoſpental.
Dem Talvogt von Urſern leuchteten in ſeinem Hauſe
zu Hoſpental die letzten Kerzen. Der unruhige, qualmende
Flackerſchein tat dem gewaltigen Leib, der wie ein
ge=
fällter Block auf eine Art Staatsbett gebahrt lag, keinen
Dienſt. Er raubte dem Toten den letzten Ausdruck von
Frieden. Als wäre das von Furchen durchſchnittene
Ge=
ſicht mitten in grimmem Zürnen jäh erſtarrt, ſo ſchaute es
aus dem Linnenpfühl. Die acht Weiber, welche die
Toten=
wache hielten, vermieden, auf das fahle Antlitz zu ſchauen.
Und wenn ja ein Blick die gefürchteten Züge ſtreifte, lief
der Schauenden ein Gruſeln durch den alten Leib. Nur
die älteſte der acht betenden Greiſinnen, die hundertjährige
Furger=Vroni, ſtarrte aus glanzloſen, ſchier in den Höhlen
verſchwundenen Guckern auf den mächtigen Körper und
wunderte ſich. Seit manchem Jahr war der Vroni
Ge=
ſchäft das Totenwachen, und jedesmal, wenn ſie eine Leiche
ſah, kam es ihr vor, als müßte ſie dieſe um Verzeihung
bitten, daß ſie ſelber noch lebe, an der ſo lang die Reihe
des Sterbens geweſen. So betete ſie Jahr um Jahr viel
junges Blut, rüſtiges Volk und manchen morſch
gewor=
denen Alten ins Jenſeits, und von einem zum andern
wunderte ſie ſich mehr über ſich ſelber. Aber gram war ſie
dem Tode nicht, daß er ſie vergeſſen hatte.
Das Murmein der Weiber erfüle das niedere
Ge=
mach. Die Lichter flackerten, und durch das eine offene
Fenſter quoll kühle Nachtluft. An den runden, in Blei
gefügten Scheiben des andern ſummte ein Nachtfalter und
tobte im kleinen, daß er nicht hindurchkam, wie weiland
der Talvogt Renner im großen getobt hatte, wenn ihm
etwas wider die Stierſtirne geſtanden. Das Summen des
Falters und das Brummen der Weiber bildeten die
rich=
tige Totenmuſik. Daran wäre der Vogt wieder
entſchla=
fen, wenn ihm ja der Sinn noch einmal ans Wachen
ge=
kommen wäre.
Nun kreiſchte irgendwo im Hauſe ein Flurbrett.
Wohl=
tuend ſtörte das Geräuſch das Plappern im Sterbegemach.
Die Vroni raſtete einen Augenblick. Ihre Blicke
muſter=
ten neugierig ihre Umgebung.
Außer dem Lager des Toten in der Mitte der Stube
und den Stühlen der Weiber war jegliches Gerät aus
dem großen Raume entfernt worden. Ein paar an den
getäfelten Wänden hängende Stiche verrieten das
Wohn=
gemach des Vogts. Das alte Weib ſtaunte, daß in der
Stube des Reichen der Boden juſt nur mit weißem Sand
beſtreut war wie in ihrer eigenen Hütte. Ueber dem
Staunen und Vorſichhingrübeln wurde ſie ſchläfrig. Der
Kopf ſank ihr vornüber. Aber das Knarren der
Stuben=
tür ſchreckte ſie auf.
Die Vögtin war zu den Weibern getreten.
Ihr Haupt, deſſen graues, geknotetes Haar die Haube
hielt, ſtreifte beinahe die niedere Decke der Kammer; ſo
hoch trug ſe die träſtige Geſtalt. Zu dem weißen,
un=
bäuriſchen ſtolzen Geſicht ſtand in harten Strichen der
Charakter der Rennerin geſchrieben: Willenskraft,
Recht=
lichkeit und Treue. Die hohe, ſchimmernde Stirn kündete
durchdringenden Verſtand, die dunklen Augen forſchten
und brannten; aber die Lippen waren wie in Verbitter=.
ung zuſammengekniffen.
Beim Eintritt der Vögtin war in die läſſig
gewor=
denen Weiber ein Schrecken gefahren. Wie neu aufgezogene
Uhrwerke raſſelten ſie ihre Vaterunſer herunter und
neig=
ten ſich neben dem Toten. Die Rennerin tat laut und feſt
die paar Schritte zur Bahre. Ihre ſteinerne Miene
ver=
zog ſich nicht, während ſie einen Kranz aus Alpenroſen
auf die Leichendecke legte. Ohne ein Wort an die Weiber
wandte ſie ſich ab und zum Gehen. Da öffnete ſich die
Tür zum andern Mal, und der Mönch vom Gotthard
ſtand in ihrem Rahmen.
Ihr riefet mich, Mutter! Ich habe nicht gezögert! Hier
bin ich!
Gehet hinaus, Ihr! hieß das Weib die Beterinnen.
Ich will allein ſein mit dieſem!
Die Alten verſchlichen ſcheu und verwundert.
Der Mönch war näher getreten.
Er iſt tot, ſagte die Vögtin hart und wies auf den
Gebahrten. Ich kann nicht trauern, aber bete Du für ihn!
Der Pater ſchaute ihr tief in die Augen.
Wie ſie ſo nebeneinander ſtanden, konnten ſie nimmer
leugnen, daß ſie Mutter und Sohn waren. Jede Linie
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in den Geſichtern war gleich, nur daß auf des Prieſers
Antlitz der verbitterte Zug fehlte.
Es iſt ſchnell gekommen, ſagte er.
Ja! Mitten im vollen Leben! Er hatte ſich im Rauſch
erzürnt — über Deinen Bruder. Und der ließ nicht nach,
ihn zu reizen. Wie zwei wilde Tiere ſtanden ſie
gegen=
einander, und da — mitten im Wüten, während er die
Hand hob zum Schlage, da ſchoß ihm ein roter Strom
aus dem ſein eigen Blut verfluchenden Mund, und er
ſchlug jählings zu Boden!
Das Erzählen des Weibes ſcholl wie eine Anklage.
Die Kunde von einem Frevel, der nach Sühne ſchrie, lag
in ihrer Haltung.
Der Mönch ſprach leiſe und weich danach.
Habt Ihr ſo ſchwere Tage gelebt, Mutter?
Ich klage nicht!
Hat er Euch Schimpf und Unbill nicht erſpart?
Was fragſt Du? ſagte ſie bitter.
Er forſchte weiter, als ſchaue er in ihre Seele; ſeine
Geſtalt zitterte in Schauern.
Er hat ſich vergriffen an Euch?
Statt aller Antwort hob ſie die rechte Hand. Ueber
das arbeitsharte, aber dennoch weiße Glied lief eine
häß=
liche blaurote Schramme.
Pater Iſidor fuhr zurück.
Wann? ſtammelte er.
Er ſchlug nur einmal, ſagte ſie mit aufgeworfenem
Haupte, ohne ſeiner Fragen zu achten. Dann gebot ſie:
Jetzt bete für Deinen Vater!
Nein!
Es war ihr eigener, harter Ton, in dem er ſprach.
Aber die Vögtin zwang ihn.
Will der, von deſſen Barmherzigkeit das Urſener
Ge=
birg widerhallt, dem eigenen Vater die letzte Liebe
ver=
ſagen?
Da trat er an die Leiche und ſprach ein langes Gebet
inbrünſtig; denn er tat nichts halb.
Mit verſchränkten Armen harrte die Vögtin, bis er
zu Ende war.
Nach einer Weile wandte er ihr ſein Geſicht wieder zu.
Ich bedarf Deines Rats, ſagte ſie da.
Redet!
Wer ſoll Talvogt werden in Urſern?
Laſſet das Volk beſtimmen!
Das Volk braucht eine Vorſehung, ſagte ſie bedeutſam.
Zeno ſteht das Recht zu!
Er iſt ſeines Vaters Sohn, fuhr die Vögtin
leiden=
ſchaftlich auf. Sein Blut iſt wie die Waſſer des
Wild=
bachs. Fließt es träg und ſeicht zuzeiten, ſo iſt es zu
andern nimmer zu dämmen, und dann muß Unheil ſein,
eher wird nicht Ruhe!
Berauſcht er ſich? fragte der Pater.
Noch nicht! — Aber — wer weiß, wie lange er ſich hält!
Ihn verlangt nach der Vogtſchaft?
Er dürſtet danach und fürchtet den Entſcheid. Die
Hälfte des Volkes ſteht für ihn, die andere iſt lau. Das
weiß er und begehrt Deine Hilfe. Was wirſt Du tun?
Nichts!
Er iſt Dein Bruder. Und die Renner haben im Rat
geſeſſen, ſolang dieſes Tals Geſchichte weiß!
Der Mönch ſtand ſinnend. Die unruhigen Kerzen
warfen wechſelnde Schatten auf ſein geſenktes Geſicht.
Da begann das Weib aufs neue:
Entſcheide ſpäter und hör noch dieſes: Dein, Bruder
wirbt um das Kind! — Nicht geduldig und ſtill wirbt er
um ſie; ungeſtüm und wie der Herr die Knechtin begehrt
er ſie zum Weib!
Und ſie ſtößt ihn zurück?
Sie weicht ihm aus, und ihr bangt vor ihm.
Ich wußte est —. Gotharda und er —. Granitblock
und Genziane! Ein unleidlich Begehren!
Des Paters hohe Stirn hatte ſich umdüſtert. Die eine
Hand griff in die Falten der Kutte und knüllte das
Ge=
wand. Mit der Bewegung zwang der Mönch den
heim=
lich lodernden Zorn. Die Vögtin trat näher an ihn heran.
Mein Weiſer, ſagte ſie ſeltſam, haſt Du einen Blick in
Deines Bruders Natur getan?
Ich durchſchaue ihn!
So mußt Du wiſſen, welch unbändige Kraft in ihm
wohnt. Sie zum Guten zu dämmen, will ich, daß ſein
Ehrgeiz und ſein Liebesheiſchen befriedigt werde. Du
mußt mir helfen!
Nun hob er das Haupt; Mutter und Sohn maßen ſich:
Nun denn — zum erſten, ſo Ihr es verlangt: jal
Nein zum zweiten! ſagte der Pater.
Die Stimme der Rennerin ſchwoll.
Er iſt mein Letzter! ſprach ſie. Ich will ihn retten
vor ſich ſelbſt! — — Muß ich Dir erzählen, was ich beſaß
und was mir übrig blieb? Von fünf Söhnen — dieſer eine?
Und ich?
Dir muß Dein Gelübde über der Mutter ſtehen! Ich
habe kein Recht mehr an Dich! Aber eine Schuld haſt
Du noch: Du mußt mir helfen dieſes eine Mal!
Er legte ihr beide Hände auf die Achſeln und bohrte
ſeinen zwingenden Blick in den ihren.
Meine Mutter, das Urbild alles Rechts ſeid Ihr mir
geweſen von der Stunde an, da ich Recht und Unrecht
unterſchied! Diesmal — zum erſtenmal verſtehe ich Euch
nicht! — Aber ich will trachten, Euch zu verſtehen; ich will
Eure Pläne verfolgen und — wenn mein Gewiſſen es
nicht verbietet — will ich dann — dann vielleicht helfen!
Du wirſt, ſagte das Weib ungerührt, denn Du mußt!
Und ſie ſchritt ihm voraus nach der Türe, ohne einen
Blick auf den Geſtorbenen.
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Schweine 2311 Stück. Preiſe pro 50 Kilogramm
Lebend=
gewicht: Ochſen: vollfleiſchige, ausgemäſtete höchſten
Schlachtwertes im Alter von 4 bis 7 Jahren 53—57 Mark
(Schlachtgewicht 97—105 Mk.); junge. fleiſchige, nicht
aus=
gemäſtete und ältere ausgemäſtete 49—52 Mark (90—95);
mäßig genährte junge, gut genährte ältere 46—48 Mark
(85—90). Bullen; vollfleiſchige, ausgewachſene
höch=
ſten Schlachtwertes 47—50 Mark (80—83); vollfleiſchige,
jüngere 40—43 Mark (70—74). Färſen und Küher
vollfleiſchige, ausgemäſtete Färſen höchſten Schlachtwertes
48—53 Mark (86—95); vollfleiſchige. ausgemäſtete Kühe
höchſten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 44—47 Mark
(80—84); wenig gut entwickelte Färſen 40—46 Mark (rn
bis 88); ältere ausgemäſtete Kühe und wenig gut
ent=
wickelte jüngere Kühe 37—42 Mark (70—78); mäßig
ge=
nährte Kühe und Färſen 28—34 Mark (56—68); gering
genährte Kühe und Färſen 23—28 Mark (52—64). Kal
ber: mittlere Maſt= und beſte Saugkälber 47—50 Mark
(80—85); geringere Maſt= und gute Saugkälber 42—45
Mark (71—76). Schafe: Maſtlämmer und
Maſtham=
mel 40 Mark (86); geringere Maſthammel und Schafe 29
Mark (70). Schweine: vollfleiſchige Schweine von 80
bis 100 Kilogramm Lebendgewicht 54—57 Mk. (69—71);
vollfleiſchige Schweine unter 80 Kilogramm
Lebendge=
wicht 54—56 Mark (68—70); vollfleiſchige Schweine von
100 bis 120 Kilogramm Lebendgewicht 55—57 Mark (69
bis 71); ollfleiſchige Schweine von 120 bis 150
Kilo=
gramm Lebendgewicht 55—57 Mark (69—71). —
Markt=
verlauf: Am Rindermarkt in guter Ware lebhaftes, ſonſt
ruhiges Geſchäft; es wird nahezu geräumt. Bei Kälbern
und Schweinen gebrückter bei Schafen ruhiger
Geſchäfts=
gang. Bei Schweinen Ueberſtand.
Kartoffelmarkt. Kartoffeln im Waggon 7—8
Mark, im einzelnen 8—9 Mark.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 24. bis 30. November 1914.
Am 28. d. M. iſt eine Verordnung des Bundesrats in
Kraft getreten, nach der Höchſtpreiſe für Speiſekartoffeln
beim Prroduzenten eingeführt ſind. Die
Verord=
nung unterſcheidet vier Preiszonen, wobei für den Oſten,
einſchließlich der beiden Großherzogtümer Mecklenburg,
der Preis für den Zentner auf 2,75 Mk., für
Mittel=
deutſchland auf 2,85 Mk., für Nordweſt=Deutſchland auf
2,95 Mk. und für Weſt= und Süd=Deutſchland auf 3.05 Mk.
feſtgeſetzt iſt. Dieſe Preiſe gelten für die Sorten Daber,
Iuperator. Magnum vonum und Up 1o date. Für alle
anderen Speiſekartoffeln lauten die Preiſe um 25 Pfg. für
den Zeniner niebriger, alſo für die vier Preiszonen
2,50 Mk., 2,60 Mk., 2.70 Mk. und 2,80 Mk. Bemerkenswert
iſt, daß ſolche mit Konſumenten,
Konſumentenvereinigun=
gen oder Gemeinden abgeſchloſſenen Verkäufe, welche eine
Tonne nicht überſteigen, nicht an die Höchſtpreiſe gebunden
ſind. Auch gelten die Höchſtpreiſe nicht für Saatlartoffelu.
und nicht für Salatkartoffeln. — Am Getreidemarkt
haben ſich in der letzten Zeit Verhältniſſe herausgebildet,
die in den Kreiſen des Handels den Wunſch nach einer
Aenderung der Höchſtpreiſevorſchriften immer lauter wer=
den laſſer. Der Unſand, daß es erlandt iſ. ab icher
Sta=
tion zum Höchſtpreiſe zu kaufen, ohne Rückſicht darauf, ob
dabei die für den Verbrauchsort geltende Höchſtgrenze
überſchritten wird, hat dazu geführt, daß die weſtlichen
Mühlen durch eigene Einkäufer direkt im ganzen Lände
Erwerbungen vornehmen, und zwar zu Preiſen, die der
Handel nicht bewilligen kann. Tragen ſchon dieſe direkten
Käufe dazu bei, den Händlern das Geſchäft zu erſchweren,
ſo kommt noch hinzu, daß beim Verkauf von Getreide
viel=
fach die Lieferung von Kleie zur Bedingung gemacht wird.
Eine andere Art, die Verordnung zu umgehen, beſteht
da=
rin daß Händler zu Preiſen, die einen Weiterverkauf
aus=
ſchließen, Getreide erwerben und für eigene Rechnung
aus=
mahlen laſſen, da ſie beim Verkauf des Mehles und der
Kleie nicht an Höchſtpreiſe gebunden ſind. Alle derartigen
Manipulationen ſowie die Bewilligung hoher
Sackleih=
gebühren und Einkaufsproviſionen an den Verkäufer ſind
geignet, die getroffenen Maßnahmen illuſoriſch zu machen
und den reellen Handel zu ſchädigen. Der Vorſtand der
Berliner Börſe hat ſich denn auch mit einer Eingabe, die
von der Handelskammer befürwortet wird, an die
Regie=
rung um Abhilſe gewandt, und man erwartet, daß
zu=
nächſt eine Abänderung der Vorſchriften über den Verkehr
mit Hafer, Gerſte und Kleie erfolgen wird. Wie
notwen=
dig beſonders eine Abänderung in Bezug auf Gerſte iſt,
das haben die Verhältniſſe in der Berichtswoche von
neuem bewieſen. Es fehlte wieder jegliches Angebot in
Gerſte unter 68 Kilogramm, und für das ſpärliche Angebot
in ſchwerer Ware beſtand eine derart dringende Nachfrage,
daß die Preiſe in Berlin auf über 280 Mt., in Hamburg
auf über 290 Mk. anziehen konnten. Es iſt deshalb nicht
weiter verwunderlich, daß in weiten Kreiſen der
Land=
wirtſchaft, insbeſondere bei der bäuerlichen Bevölkerung,
eine ſtarke Erbitterung darüber beſteht, daß nur für die
Erzeugniſſe, die der Landwirt verkauft, Höchſtpreiſe
eingeführt ſind, während Futtermittel, die er für ſeinen
Betrieb kaufen muß, nach wie vor Wucherpreiſe haben
dürfen. — Es ſtellten ſich die Preiſe am letzten Markttage
in Mark für 1000 Kilogramm wie folgt (die in Klammern
beigefügten Preiſe ſind die geſetzlichen Höchſtpreiſe):
Weizen Roggen über 68 kg Hafer
(260)
(220)
Berlin . .
(212)
Königsberg 249 (248) 209 (209)
204 (204)
Danzig. . 250 (252) 210 (212)
205 (207)
Poſen.:
(250)
(216)
(205)
Breslau . 247-252 (252) 207-212 (212) 225-235 197-202 (204)
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Hamburg 268-272 (268) 227-230 (228) 274-295
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Süßſtedt! vereins Emil Kroczak
Erwin „Rhen=
Münſter) ania‟ Frz. Schneider
Nach dem 2. Aufzuge längere Pauſe.
Krank: Richard Jürgas.
Preiſe der Plätze (Kleine
Preiſe): Sperrſitz: 1.—12. Reihe
3.70 ℳ, 13.—19. Reihe 3.20 ℳ,
Par=
terre: 1.—5. Reihe 2.35 ℳ, 6.—8.
Reihe 1.95 ℳ Proſzeniumsloge
5.20 ℳ, Mittelloge 5.20 ℳ,
Bal=
konloge 4.70 ℳ, I. Rang 4.20 ℳ.
II. Rang: 1.—6. Reihe 2.15 ℳ,
7. u. 8. Reihe 1.75 ℳ, I. Galerie
1.15 ℳ, II. Galerie 65 ₰.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung.
Anfang 7½ Uhr. Ende nach 10 Uhr.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 3. Dez.: 48. Ab.=Vſt.
C13. Zum erſten Male
wieder=
holt. „Die Marketenderin”.
Kleine Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Freitag, 4. Dezbr.: 49. Ab.=Vſt.
D 13. Gaſtſpiel Robert Hutt,
„Martha”. Lyonel: Robert
Hutt. Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, 5. Dez., nachm. 3 Uhr:
Außer Abonn. Sondervorſtellung
für Schüler. „Die Anna=Liſe.”
Abends 8 Uhr: Außer Abonnement.
(Vierte Sondervorſtellung.) „Der
Zigeunerbaron.”
Zu dieſen Vorſtellungen findet
kein Kartenverkauf ſtatt.
Darmstadt, montag, den 7. Dezember 1914.
Diiiies Ronzert
im Grossherzoglichen Hoftheater
zum Beſten des Witwen= und Waiſenfonds der Großh.
Hofmuſik, der Kriegsfürſorge der Stadt Darmſtadt und
der des Allgemeinen Deutſchen Muſiker=Verbandes.
Unter Mitwirkung der Kammerſängerin Frau Anna
Kämpfert aus Frankfurt a. M.
Dirigent: Geh. Hofrat W. de Haan.
Programm
1. Tragiſche Ouvertüre für Orcheſter . . J. Brahms.
G. F. Händel.
2. Arie aus dem Oratorium „Eſther”
J. S. Bach.
3. Suite für Orcheſter (D-dur) .
F. Schubert.
4. a) Fragment a. d. Aeſchylus . . .
F. Schubert.
b) Die Poſt
R. Schumann.
c) Die Soldatenbraut . .
J. Brahms.
d) Der Schmied
R. Schumann.
5. Sinfonie, C=dur Nr. 2
Konzertflügel: Bechſtein aus dem Lager der Firma
A. W. Zimmermann.
Ende 9½ Uhr. Kaſſeöffnung 6½ Uhr.
Anfang 7½ Uhr.
Gewöhnliche Preiſe.
Der Verkauf der Karten findet täglich an der Hoftheater=
(22057mo
kaſſe ſtatt.
Hauptprobe zum dritten Konzert:
Montag, den 7. Dezember, vormittags 10½ Uhr.
Karten zur Hauptprobe à M. 1.65 (einſchließlich ſtädtiſche
Billett=
ſteuer) an der Hoftheatertageskaſſe und im Vorverkauf in der
Hof=
muſikalien= und Inſtrumentenhandlung von Gg. Thies Nachf.,
Eliſabethenſtraße 12.
NB. In dieſer Hauptprobe werden alle Nummern des
Pro=
gramms zu Gehör gebracht.
Evangelischer Bund,
Zweigverein Darmstadt.
Freitag, den 4. Dezember 1914, abends 8¼ Uhr,
im grossen Saale des Kaisersaals
Weltherrschaft und deutscher Glaube
Deutsche Rede von
Herrn Pfarrer Julius Werner
von der Paulskirche in Frankfurt a. M.
Eintritttskarten: Sperrsitz zu 1 M., Saal oder Galerie zu
20 Pfg. bei Heinrich Arnold (Wilhelminenstr. 9), Johannes Waitz
(Elisabethenstr. 16), im Verkehrsbüro und abends an der Kasso,
Der gesamte Ertrag des Abends wird kriegswohltätigen Zwecken
überwieson. — Jedermann ist herzlich eingeladen. (22088
Der Vorstand,
Militair.
Mäntel
nach Maß und Vorſchrift liefert,
wenn nötig innerhalb 12 Stunden.
Ohon
A. Lagrange, Theater
Ludwigſtraße 16. (*10446imd
M STIMME SEDET HERNN
Für Grammophonbesitzer!
Kriegs-
Aurhanmen
in Zonophonplatten
Mk. 2.20
V. Hindenburg-Marsch
(Orchester mit Gesang)
Feinde ringsum
Erstürmung von Lüttich
Kriegsraketen!
(Schlachtenpotpourrim. Gesang
Im Lager vor Paris
Feldgottesdienst vor Manbeuge
Unsre Landsturm-
Regiments-
kapelle
Von West nach Ost
Lustige Kameraden
Grosses Potpourri (Orchester
mit Gesang)
Bei Sedan auf den Höhen
Die Mobilmachung, 1. u. 2. Teil
Die Wacht am Rhein
Deutschland, Deutschland über
alles u. a. m.
(22092)
L. Jäger
Musikwerke, Hoflieferant
Telephon 2579
Georgenstr. 11, * Rheinstr. 33
Heute ein ganz ausgewähltes
Programm.
I. Abteilung.
Kriegsgetraut
Patriotisches Lebensbild aus
unserer Zeit in 2 Akten.
Der Mann mit dem
Mantel
(*10585
Hervorragender
Detektiv-
film in 3 Akten
in der Hauptrolle
Waldemar Psylander.
Das Bombardement
von Lille
Beschießung der Belgier durch
unsere Artillerie sowie
Be-
schießung eines feindlichen
Flugzeugs durch unsere
Sol-
daten vor Nieuport.
Der Schauplatz der letzten
Kämpfe bei Pillkalley.
Zerstörungen in Pillkallen.
Ansicht der Stadt
Schirwindt
Nicht ein einziges Haus
blieb unbeschädigt.
DDas belgische
Welt-
bad Ostende
im Zeichen des Krieges.
Artilleriekampf in den Dünen.
Englisches Schiff in Sicht.
Beobachtungsposten in den Dünen.
Deutsche Marine-Offiziere
halten Ausschau nach
eng-
lischen Schiffen
usw.
Herrliche Naturaufnahmen
und Humoresken
vervoll-
ständigen das Programm.