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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 321.
Samstag, den 21. November.
1914.
Der Krieg.
Von den Kriegsſchauplätzen. — Der türkiſche Krieg. — Deutſchland und Jrland. — Verdiente Abfuhr. — Die engliſche
Zenſur. — Die Verſorgung Belgiens mit Nahrungsmitteln. — Die öſterreichiſche Kriegsanleihe.
Von den Kriegsſchauplätzen.
* Großes Hauptquartier, 20. Nov. (W. T. B.
Amtlich.) In Weſtflandern und in Nord=
Frankreich keine weſentlichen Aenderungen. Der
aufgeweichte, halbgefrorene Boden und Schneeſturm
bereiteten unſeren Bewegungen Schwierigkeiten.
Ein franzöſiſcher Angriff bei Combres, ſüdöſtlich
Verdun, wurde abgewieſen.
An der Grenze Oſtpreußens iſt die Lage
unver=
ändert. Oeſtlich der Seen=Platte bemächtigten ſich die
Ruſſen eines unbeſetzten Feldwerkes und der
darinſtehen=
den alten, unbeweglichen Geſchütze. Die über Mlawa
und Lipno zurückgegangenen Teile des Feindes
ſetz=
ten ihren Rückzug fort. Südlich Plozk ſchreitet unſer
Angriff fort. In den Kämpfen um Lodz und öſtlich
Czenſtochau iſt noch keine Entſcheidung gefallen.
Oberſte Heeresleitung.
* Ueber die Lage im Weſten äußert ſich der
Sachver=
ſtändige des Berner Bund: „Iſt von den großen
Schlüſ=
ſelpunkten auch bis heute weder Ypern noch Béthune, noch
Arras auf dem Weſtflügel, weder Reims noch St.
Mene=
hould in den Argonnen gefallen, ſo verſchiebt ſich doch die
Front langſam in der Richtung auf die franzöſiſchen
Hauptſtellungen. Die franzöſiſche Heeresleitung hat die
ihr nachgeſagte große Gegenoffenſive immer noch nicht
angeſetzt. Je länger man damit zögert, deſto mehr
ge=
winnt es den Anſchein, als fehle dazu die Stoßkraft.
Je=
denfalls leiden die farbigen Hilfsvölker von Tag zu Tag
mehr unter der Witterung. In der Defenſive dagegen
halten die Verbündeten ausgezeichnet Stand und ein
Zu=
ſammenbruch läßt ſich noch nicht abſehen, und iſt mehr
von den inneren Verhältniſſen der verbündeten Heere als
mit dem Zirkel meßbaren Verſchiebungen auf der
Karte abhängig. Die ſtrategiſche Lage ſcheint uns daher
auch im Weſten zugunſten der Zentralmächte zu ſprechen.”
— Nach einer Kopenhagener Meldung des Berl. Lok.=Anz.
berichtet ein engliſcher Korreſpondent aus Flandern, daß
die Deutſchen ihre Offenſive mutig fortſetzen. Nieuport
iſt von dem Bombardement wieder ſchwer heimgeſucht
worden. Der Pariſer Korreſpondent des Mailänder
Se=
colo hebt nach einer Meldung des Berl. Lok.=Anz.
her=
vor, daß der geſtrige franzöſiſche Generalſtabsbericht zum
erſtenmal ein Eingeſtändnis der deutſchen Erfolge
ent=
halte, da er zugebe, daß die Bayern bei St. Mihiel die
Maas überſchritten haben und die ſtarken Stellungen von
Chauvoncourt, die von dem Fort Les Paroches beherrſcht
werden, beſetzt halten. Der Times wird aus
Weſt=
flandern vom 18. ds. telegraphiert: Zwiſchen den
Trup=
pen der Verbündeten und den Deutſchen fließt, die
Straße Nieuport-Dirmuiden entlang, wie ein ſchützender
Gürtel, das Waſſer. Die weitere Ueberſchwemmung wurde
geſtern beendigt. Dadurch iſt das ganze Dreieck
Dixmui=
den=Oſtkerke=Snoeskerke unter Waſſer geſetzt, und ein
Vor=
rücken der Deutſchen, mit Dixmuiden als Baſis, würde
jetzt ein gefährlicher Verſuch ſein. Die weitere
Ueber=
ſchwemmung iſt denn auch als Antwort auf die Beſetzung
Dixmuidens zu betrachten. Die Stellung der
beiderſei=
tigen Streitkräfte iſt wunderlich verwickelt und
zickzack=
artig gebildet. Die Deutſchen begannen geſtern das
Bom=
bardement von Oſt=Dünkirchen und Umgegend und
ſetz=
ten die Beſchießung über Nacht fort. Die Granaten
fie=
len, wenn auch nicht beſonders auf das Dorf gezielt zu
werden ſchien, in Fülle und verurſachten große
Verwir=
rung. Nieuport iſt ebenſo wie Dirmuiden ein
Trümmer=
haufen. Der Kampf in der Umgebung iſt noch immer
ſehr ernſt, aber die Front bleibt ungefähr auf der
glei=
chen Höhe.
* Der militäriſche Mitarbeiter der Voſſ. Ztg. ſagt
über die Kämpfe im Oſten: Wenn man die Lage
der Ruſſen betrachtet, ſo ergibt ſich für dieſe ein
außer=
ordentlich ungünſtiges Bild. Sie ſind auf einen
verhält=
nismäßig engen Raum zuſammengedrängt und werden
gleichzeitig von drei verſchiedenen Seiten konzentriſch
angegriffen. Im Norden und Süden ſtehen die
Verbün=
deten in ihren Flanken und bedrohen gleichzeitig die
rück=
wärtigen Verbindungen. Ueber die Bedeutung der
Hin=
denburgſchen Siege ſchreibt der militäriſche Mitarbeiter
des Berner Bund, daß der ſtrategiſche Rückzug der
Deut=
ſchen, der ſich ſtaffelförmig von dem linken deutſchen bis
zum rechten öſterreichiſchen Flügel fortpflanzte, die
Ver=
bündeten in geſchickter Weiſe dem zögernd und
ſchwerfäl=
lig folgenden Gegner entzog. Nun hat ihn der Stoß
Hindenburgs vermutlich in ſeiner rechten Flanke
getrof=
fen und der deutſche Stoß gelangte bis Kutno, bis in
die innere Flanke und ſchon bis dicht an die Rückzugslinie
Lodz=Warſchau. Es iſt die Frage, ob es den Ruſſen
ge=
lingt, mit verſammelten Kräften die Umfaſſung
aufzu=
halten.
* Ueber die Niederlage der Serben meldet
der Popolo Romano: Die ſerbiſche Armee zählt noch
100000 Mann, die ſich in ſchlimmem Zuſtande befinden,
und ſteht einer Armee von 300000 Oeſterreichern
gegen=
über, die in beſter Verfaſſung ſind. Daher iſt ein wei=
terer Widerſtand unmöglich. Perſeveranza meint,
Ser=
bien müſſe einen Sonderfrieden ſchließen, wenn ihm der
Dreiverband keine Hilfe bringe. Die Nordd. Allg. Ztg.
ſchreibt: Schlag auf Schlag führten die öſterreichiſch=
unga=
riſchen Trupen gegen die feindliche Streitmacht im
Sü=
den. Keine Schwierigkeiten des Geländes, die bei der
Kriegführung im dortigen Gebiete wahrlich auch ins
Ge=
wicht fallen, haben das vordringende Heer Oeſterreich=
Ungarns weſentlich aufzuhalten vermocht. Im ſiegreichen
Fortſchreiten wurde der Feind an der Drina geſchlagen
und der Krieg tief in das gegneriſche Land getragen.
Hier wie überall fochten die öſterreichiſch=ungariſchen
Truppen mit dem herrlichen Mute nicht wankender
Aus=
dauer, heldenhaft ſich in der Hand einer tüchtigen
Füh=
rung als vorzügliche Waffe bewährend. In
Deutſch=
land folgen weiteſte Kreiſe mit freudiger Anteilnahme
den Geſchehniſſen auch auf dem entfernten ſüdlichen
Kriegsſchauplatz und beglückwünſchen in treuer
Bundes=
genoſſenſchaft das mit Deutſchland Schulter an Schulter
kämpfende Oeſterreich=Ungarn zu den errungenen
Erfol=
gen nicht minder, wie zu dem Beſitz einer Wehrmacht von
ſo hohen kriegeriſchen Eigenſchaften.
Der türkiſche Krieg.
Mehechte ſenhene,
Am
5 0 20 30 10 30
Pelatteranten in vorgebet
enerntrerpet 1 er. ne nrniten
Quelle erfährt der Privatkorreſpondent des Wolfſſchen
Bureaus, daß infolge des Vordringens der
Be=
duinen in Aegypten die Zivilbehörden von Suez,
Port Said und Ismailieh eiligſt nach Zagazig verlegt
worden ſind. Die Verwaltung des Suez=Kanals hat das
Militär übernommen. Die Regierungsſchulen in
Zaga=
zig ſind geſchloſſen, die Schüler entlaſſen und die Gebäude
in Militärhoſpitäler umgewandelt worden. Ein
engli=
ſcher Verſuch, eine Spaltung unter den ägyptiſchen
No=
tabeln und der Familie des Vizekönigs herbeizuführen, iſt
mißlungen. Huſſein Kiamil iſt von dem
Polizeikomman=
danten Mamura nach Kairo gebeten worden, wo ihm der
Zivilgouverneur Cheetham den höchſten Poſten anbot.
Der Prinz lehnte entſchieden ab. Dieſe Ablehnung ruft
in ganz Aegypten große Genugtuung hervor. Es benä=
tigt ſch, daß die mähmlichen Mitglieder der deutſchen
und der öſterreichiſchen Botſchaft in der zweiten
Novem=
berwoche, rückſichtslos in Eiſenbahnwagen gepfercht, nach
Alexandrien geſchafft und dann nach Malta verſchifft
wurden.
* Sofia, 19. Nov. Meldung der Agence Bulgare:
Die Haltung der ſerbiſchen offiziöſen Preſſe
und insbeſondere des Regierungsorgans Samu Prawa
die in der letzten Zeit eine herausfordernde Sprache
ge=
genüber Bulgarien führt, erregt hier lebhaften
Unwil=
len. In politiſchen Kreiſen iſt man ſehr erregt über den
zyniſchen Ton der ſerbiſchen Blätter gerade in den Tagen,
wo die ſerbiſche Armee mehr und mehr auf dem
Schlacht=
felde unterliegt; die Blätter lieferten damit einen
hinrei=
chenden Beweis für die Unverbeſſerlichkeit Serbiens.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. November 1914.
Nummer 321.
In einem dem früheren Miniſter Genadiew
zuge=
ſchriebenen Artikel der offiziöſen Wolia heißt es: Der
Kanonendonner, der von Valjewo her vernehmbar iſt,
kündigt an, daß der Vertrag von Bukareſt
wir=
kungslos geblieben iſt. Andererſeits erkennt man jetzt in
der Preſſe der Länder, die am meiſten wetteifern,
Rumä=
nien, Serbien und Griechenland zu begünſtigen und
Bul=
garien zu berauben, die große Ungerechtigkeit und noch
viel größere Torheit an, die man dadurch beging, daß
man den Bukareſter Vertrag unterſchrieb. Was
Deutſchland und Oeſterreich anlangt, ſo liegen
dort die Sympathien der öffentlichen Meinung für
un=
ſere Sache offenſichtlich zutage und datieren
aus viel früheren Zeiten. Alles dies beweiſt, daß die
Zeit herangekommen iſt, wo die Frage einer Reviſion des
Bukareſter Vertrages aufgeworfen werden muß. Welche
Form hierfür gewählt wird, müſſen nicht Wiſſenſchaft
oder internationale Gebräuche, ſondern die
Erforder=
niſſe des Augenblicks entſcheiden.
Deutſchland und Irland.
* Berlin, 20. Nov. Die Nordd. Allg. Ztg. ſchreibt
unter der Ueberſchrift „Deutſchland und Irland‟:
Der bekannte iriſche Nationaliſt Sir Roger Caſemen,
der kürzlich aus den Vereinigten Staaten von Amerika
nach Berlin gekommen iſt, wurde im Auswärtigen Amt
empfangen. Sir Roger Caſemen wies darauf hin, daß in
Irland anſcheinend von der britiſchen Regierung
auto=
riſierte Darſtellungen des Inhalts veröffentlicht würden,
ein deutſcher Sieg würde dem iriſchen Volke
großen Schaden zufügen, da ſein Land, ſeine
Wohn=
ſtätten, ſeine Kirchen und ſeine Prieſter auf Gnade und
Ungnade dem Heere der Eindringlinge preisgegeben ſein
würden, die nur Raub und Eroberungsſucht leiteten.
Neue Aeußerungen des Miniſters Redmond gelegentlich
ſeiner Rekrutierungsreiſe durch Irland, ſowie namhafte
Auslaſſungen der britiſchen Preſſe über dieſen Gegenſtand
hätten, ſo betont Sir Roger Caſemen, eine weitere
Ver=
breitung gefunden und unter den Iren natürlich
Befürch=
tungen hervorgerufen, bezüglich der Haltung Deutſchlands
gegenüber Irland im Falle eines deutſchen Sieges. Sir
Roger Caſemen bat um die Abgabe einer überzeugenden
Erklärung über die Abſichten Deutſchlands Irland
ge=
genüber, die ſeine Landsleute in der ganzen Welt, und
beſonders in Irland und Amerika, angeſichts der
beunru=
higenden, von verantwortlicher britiſcher Seite
ſtammen=
den Darſtellungen zu beruhigen vermöchte. Der
Stellver=
treter des Staatsſekretärs des Auswärtigen hat darauf
im Auftrage des Reichskanzlers folgende
amtliche Erklärung abgegeben:
Die Kaiſerliche Regierung weiſt die böswilligen
Ab=
ſichten, die ihr in den von Sir Roger Caſemen
angeführ=
ten Darſtellungen unterſchoben werden, auf das
entſchie=
denſte zurück und benutzt dieſe Gelegenheit, um die
kate=
goriſche Verſicherung abzugeben, daß Deutſchland
nur Wünſche für die Wohlfahrt des iriſchen
Vol=
kes, ſein Land und ſeine Einrichtungen hege. Die
Kai=
ſerliche Regierung erklärt in aller Form, daß Deutſchland
niemals mit der Abſicht einer Eroberung und
Ver=
nichtung irgend welcher Einrichtungen in Irland
ein=
fallen würde. Sollte im Verlaufe dieſes Krieges, den
Deutſchland nicht geſucht hat, das Waffenglück jemals
deutſche Truppen an die Küſte Irlands führen, ſo würden
ſie dort landen nicht als eine Armee von Eindringlingen,
die kommen, um zu rauben und zu zerſtören, ſondern als
Streitkräfte einer Regierung, die von gutem Willen ge=
gen ein Land und ein Volk beſeelt iſt, dem Deutſchland
nur nationale Wohlfahrt und nationale Freiheit wünſcht.
Generalquartiermeiſter v. Voigts=Rhetz 7.
* Großes Hauptquartier, 19. Nov. (W. T. B.
Amtlich.) Generalquartiermeiſter Generalmajor v.
Voigts=Rhetz iſt in der Nacht vom 18. zum 19.
No=
vember unerwartet einem Herzſchlag erlegen. Sein
Nachfolger iſt noch nicht beſtimmt.
Generalmajor Werner v. Voigts=Rhetz war im Jahre
1863 als Sohn des ſpäteren Generalinſpekteurs der
Feld=
artillerie und General der Artillerie Julius v. Voigts=
Rhetz zu Jüterbog geboren. Anfang 1909 wurde er Chef
der 1. Armeeabteilung im Kriegsminiſterium, Ende 1911
Kommandeur des 5. Garde=Regiments zu Fuß. Im Laufe
des Jahres 1912 ging er von Spandau als Kommandeur
er 49. Infanterie=Brigade nach Darmſtadt, wo er
nur kurze Zeit blieb, denn ſchon 1913 wurde er zum
Ge=
neralſtabschef des Gardekorps ernannt. Beim Ausbruch
des Krieges wurde er Abteilungschef im Allgemeinen
Kriegsdepartement, und im September trat er an die
Stelle des erkrankten Generalquartiermeiſters von Stein.
Ein amerikaniſches Urteil über unſere
Kriegsberichte.
* Die Weſtliche Poſt in St. Louis ſchreibt unter der
Ueberſchrift „Ein Krieg der unbegrenzten
Su=
perlative” wie folgt:
Jedem aufmerkſamen Zeitungsleſer wird wohl ſchon
die Tatſache aufgefallen ſein, daß in den
Kriegsnachrich=
ten aus London, Petersburg und Paris die
„Superlative” vorwiegen, ſowohl in Zeit= wie in
Eigen=
ſchaftswörtern. Wir leſen auf der einen Seite von
Hel=
dentaten ſo gewaltiger Art, daß vor ihnen alles in der
Weltgeſchichte bisher je Dageweſene ins Schattenhafte
verblaßt, auf der anderen Seite von den unerhörteſten
Scheußlichkeiten, ſo raffiniert, wie wir ſie ſelbſt in den
bluttriefendſten Indianergeſchichten nicht zu finden
ver=
mögen. Wir hören von den größten Truppenmaſſen, die
je angeſammelt, von den ſchwerſten Verluſten, die je zu
verzeichnen waren — kurz, wir haben ſchon ſo viele
„Superlative” über uns ergehen laſſen müſſen, daß
wir ſchließlich ganz ſtumpf geworden ſind und
mit gewiſſer Gleichgültigkeit, gemiſcht mit einer guten
Portion Zweifel, auch die „allerentſcheidendſten Siege” als
etwas hinnehmen, das nun einmal zu den
Impondera=
bilien der engliſch=franzöſiſch=ruſſiſchen
Kriegsbericht=
erſtattung zu gehören ſcheint, im übrigen aber nicht ernſt
genommen zu werden braucht.
Wie oft iſt ſchon die preußiſche Garde „
vernich=
tet”, „zerſchmettert”, „ausgetilgt” worden!
Und die armen Oeſterreicher gar! Kein Mann könnte
mehr von ihnen übrig ſein, den Verluſten nach zu ſchließen,
die ihnen die ruſſiſche Armee beigebracht — haben ſoll.
Im Anfang des Krieges war es die Treffſicherheit der
franzöſiſchen und engliſchen Geſchütze und Gewehre, die
als die „allerunübertrefflichſte” geſchildert wurde, im
Ge=
genſatz zu der unbeſchreiblich elenden Schießerei der
Deutſchen. Damals war die Sache noch neu, man kannte
den Rummel noch nicht ſo genau wie heute; deshalb
glaubte man vielfach tatſächlich, daß die vielgerühmten
Kruppſchen Geſchütze ſich als kläglicher Fehlſchlag
erwie=
ſen hätten, bis dann die Einnahme von Lüttich und
Na=
mur der Welt die Augen öffnete. Seitdem haben auch die
Gegner ſich zu dem Zugeſtändnis herbeilaſſen müſſen,
daß die deutſche Artillerie allen andern überlegen iſt;
da=
für müſſen jetzt andere Sachen herhalten für die
uner=
ſchöpflichen Superlative in der Stimmungsmache gegen
Deutſchland. Denn nur gegen Deutſchland
arbeitet dieſe Superlative=Fabrik. Wenn
aber die Deutſchen einen Erfolg zu verzeichnen haben,
dann wird das entweder gar nicht gemeldet, oder das
Vergrößerungsglas wird in der umgekehrten Richtung
gehalten — ſo will es die Gerechtigkeit. Und
merkwür=
dig: je ſchlechter es um die Sache der Verbündeten ſteht,
um ſo mehr hören wir von dem „beiſpielloſen Mute”
ein=
zelner Offiziere und Soldaten oder ganzer Abteilungen.
Auch dabei ſchneiden die Deutſchen unabänderlich ſchlecht
ab. Sie leiſten das Unglaublichſte an Kleinmut und
Feig=
heit (darin wird ihnen nämlich ein Superlativ
zugeſtan=
den), während die Franzoſen und Engländer an
Toll=
kühnheit und Wagemut weit über das Heroenmaß
hinaus=
wachſen. 70 Zuaven zwingen ein ganzes deutſches
Regi=
ment, ſich zu ergeben; eine Patrouille von vier Mann
nimmt 30 Ulanen gefangen, und ſo geht es fort in
ermü=
dendem Einerlei, bis man ſchließlich nur noch die
Ueber=
ſchriften lieſt und den Reſt ſich dazu denkt.
In erfriſchendem Gegenſatz zu dieſer hyſteriſchen
Uebertreibungsſucht ſteht die deutſche
Kriegsbe=
richterſtattung, zumal die amtliche. Klipp und
klar werden die Ereigniſſe geſchildert — kein Work
zu viel. Dieſe Knappheit wird in der Preſſe
Deutſch=
lands zuweilen als ein Fehler gerügt; auf uns aber,
die wir angewidert ſind durch die ekelhaften
Phra=
ſendreſchereien aus London und Paris,
wirkt die ſchlichte Art und Weiſe, in der die deutſche
Heeresleitung ihre Nachrichten bekannt gibt, erfriſchend
und erhebend. In ihnen offenbahrt ſich wahre Größe,
jene Größe, die in der Erfüllung vaterländiſcher Pflicht
etwas Selbſtverſtändliches ſieht, mit dem man nicht
prahlt noch prunkt. Aber für dieſe Art Größe haben
weder der ſenſationshungrige Pariſer, noch der
habſüch=
tige Krämer an der Themſe irgendwelches Verſtändnis,
von dem überfirnißten Tatarentum an der Newa gar
nicht zu reden. Deshald ſind nach wie vor Superlative
Trumpf, bis endlich die letzte Karte ausgeſpielt iſt und
das verlorene Spiel aller Welt klar vor Augen liegt.
Die Sperrung des Hafens von Libau.
* Berlin, 19. Nov. (Ctr. Bln.) Die Sperrung des
ruſſiſchen Kriegshafens Libau wird in der Deutſchen
Ta=
geszeitung vom Grafen Reventlov wie folgt bewertet:
Das iſt von Wichtigkeit und Bedeutung, weil der Hafen
von Libau der einzige ruſſiſche Kriegshafen
der Oſtſee iſt, welcher im Winter eisfrei bleibt. Von
kleineren ruſſiſchen Häfen würde das nördlicher liegende
Windau in Betracht kommen. Der Libauer Hafen iſt
ein künſtlicher Hafen, durch umfangreiche Längs= und
Quermolen hergeſtellt. Innerhalb des ſogenannten
Kriegshafens liegt ein kleinerer Handelshafen
einge=
ſchloſſen. Die vier Molen, welche den Kriegshafen bilden.
enthalten drei Einfahrten bezw. Ausfahrten. Dieſe ſind
von unſeren Oſtſeeſtreitkräften durch verſenkte Schiffe
ge=
ſperrt worden: wohlverſtanden, nachdem deutſche
Tor=
pedoboote feſtgeſtellt hatten, daß ſich in dem Kriegshafen
kein feindliches Fahrzeug mehr befand. Der Hafen von
Libau iſt mithin für die ruſſiſchen Kriegsfahrzeuge von
jetzt an unzugänglich geworden, und die ruſſiſche
Flotte beſitzt keinen eisfreien Hafen und damit für den
Winter keine Operationsbaſis mehr, ſobald die
übrigen Häfen zugefroren ſind, was bald eintritt.
Ueber=
dies iſt die Sperrung von Libau von beſonderer
Bedeu=
tung im Hinblick auf die Möglichkeit, daß engliſche
Un=
terſeeboote aus der Nordſee durch den Sund in die
Oſt=
ſee kämen. Dieſe würden nun in Libau keinen Stützpunkt
mehr finden. Mit der Möglichkeit des Erſcheinens
eng=
liſcher Unterſeeboote in der Oſtſee muß aber natürlich
ach wie vor gerechnet werden.
Kriegsgefangene der „Emden‟.
* London, 19. Nov. In Singapore befinden ſich
150 Matroſen des Kreuzers „Emden” in
Kriegsge=
fangenſchaft.
Verdiente Abfuhr.
* Berlin, 19. Nov. Das Wolf=Bureau wird um die
Verbreitung folgender Erklärung erſucht:
„ Hamburg, 19. Nov. Die Times bringt in einem
Artikel ihres Korreſpondenten in Kopenhagen die
Nach=
richt, daß es hervorragenden Patrioten von Tag zu Tag
In engliſcher Gefangenſchaft.
Tagebuchaufzeichnungen von Dr. med. Kurt
Land=
mann in Offenbach.‟)
Der vorſtehend genannte Herr, der ſich eine Zeitlang
in engliſcher Gefangenſchaft befunden hat, ſtellt uns in
liebenswürdiger Weiſe ſeine Tagebuchaufzeichnungen zur
Verfügung, die wir hiermit veröffentlichen.
4. Auguſt. Wir ſind vom Regen in die Traufe
ge=
kommen. Um keinem der den Kanaleingang ſperrenden
franzöſiſchen Kreuzer in die Hände zu laufen, ſuchte der
„Prinz Adalbert” Schutz im neutralen Hafen Falmuth.
Das Schiff darf den Hafen nicht mehr verlaſſen. „Wenn
Sie verſuchen, zu fahren, werden Sie in Grund
ge=
ſchoſſen.‟ Noch beſteht kein Kriegszuſtand zwiſchen
Deutſchland und England, aber ich ahne, daß wir in eine
engliſche Falle geraten ſind, die dem Völkerrecht Hohn
ſpricht.
5. Auguſt. England hat Deutſchland den Krieg
er=
klärt. Unſer Dampfer, der 24 Stunden vor der
Kriegs=
erklärung in Falmuth vor Anker ging, iſt als Kriegsbeute
erklärt, ich ſelbſt und die ganze Beſatzung ſind engliſche
Kriegsgefangene. Das Schiff erhält militäriſche Beſatzung
und die deutſche Flagge wird geſtrichen.
9. Auguſt. Ich habe unterſchrieben und mein
Ehren=
wort gegeben, daß ich „während der Dauer des Krieges
keine gegen England gerichtete Handlung unternehmen
oder unterſtützen” will. Man hat mir geſagt, daß ich nach
Abgabe dieſes Ehrenwortes mich in England frei bewegen
dürfte und daß ich auf eine Feſtung käme, falls ich mich
weigere, mein Ehrenwort zu geben. Gleich mir hat die
ganze Beſatzung ebenfalls unterſchrieben.
10. Auguſt. Die letzten deutſchen Paſſagiere ſind von
Bord. Noch Minuten, dann gehen wir auch, wir müſſen
von Bord. Feſtung, Armenhaus oder hilflos und ohne
Geld in Feindesland; was wird werden?
14. Auguſt. Ich bin in London, trotz meines
Ehren=
wortes Kriegsgefangener in der Olympia! Man hat mir
auf der Polizei in Falmuth geſagt, daß ich, als Arzt,
Eng=
land verlaſſen dürfe und mich auf eine Polizeiſtation nach
London geſchickt, wo ich erfahren ſollte, mit welchem
Dampfer ich fahren könnte. Auf der Polizeiſtation in
London=Paddington hat man meinen Angaben keinen
Glauben geſchenkt, meine Schiffspapiere nicht
berückſich=
tigt und mir nach 8ſtündigem Warten erklärt, daß ich als
Kriegsgefangener nach der Olympia käme.
*) Dr. L. iſt ein Sohn des Amtsgerichtsdirektors
Geheimen Juſtizrats Landmann in Offenbach.
Nun ſitze ich hier, wo vor 14 Tagen Hagenbecks
Tier=
ausſtellung war, mit 300 anderen Deutſchen zuſammen
gefangen! Wenn ich einen der zu unſerer Abgrenzung
dienenden Stricke überſchreite, werde ich erſchoſſen. Auf
einem nur etwa 80 Quadratmeter großen Raume
darf ich mich mit 60 anderen Gefangenen frei bewegen.
Ueberall haben wir uns zu einzelnen kleinen Gruppen
zuſammengetan, hier Kaufleute, da Seeleute, dort
Bar=
biere oder Kellner. In unſerer Ecke hauſen außer mir
ein deutſcher Pfarrer, ein wegen eines Gehirnleidens
pen=
ſionierter deutſcher Hauptmann, zwei Berichterſtatter
deut=
ſcher Zeitungen und ein Offizier eines Hamburger
Schif=
fes. Die Times nennen unſere Ecke: Mapfair, aber
ſchmutzig, unraſiert und hoffnungslos ſind wir alle.
17. Auguſt. Mein ganzer Körper ſchmerzt mich. Seit
faſt einer Woche liege ich nun Nacht für Nacht in meinem
Anzug auf einer Holzpritſche und decke mich mit zwei
dünnen Gefängnisdecken voller Flöhe zu. Ich habe
Hun=
ger und immer Hunger. Morgens gegen 9 Uhr
bekom=
men wir Tee aus Eimern und Gießkannen und
halbge=
backenes Weißbrot mit ſchlechter Margarine. Mittags
gibt’s ein paar Kartoffeln und manchmal — aber dann
immer ſtinkendes — Fleiſch, und um 5 Uhr wieder Tee
und Brot. Sonſt nichts. Der Hunger hat es fertig
ge=
bracht, daß ich all den Ekel vor dem ſcheußlichen Eſſen
und dem ſchmierigen Tiſch mit den ungewaſchenen Tellern
überwunden habe. Schon lange vor der Zeit ſtehe ich
mit den anderen bereit, mich wie ein Tier auf das bißchen
Eſſen zu ſtürzen! Vielleicht hab’ ich ja einmal Glück und
erwiſche einen Teller mit einer halben Kartoffel mehr!
20. Auguſt. Wir haben uns bei dem Kommandanten
der Olympia wegen des Eſſens beſchwert. „Für Euch
deutſche Schweine iſt es noch viel zu gut”, war die
Ant=
wort.
Ich habe in meiner Not an den amerikaniſchen
Kon=
ſul geſchrieben. Er weiß nun, daß wir hier alle hungern,
daß wir jeden Tag nach der Reinigung der Halle
ſtunden=
lang im Staub ſitzen und alle huſten. Ich habe ihm auch
geſchrieben, wie es mir gegangen iſt. Wird er uns
helfen? *)
Das erzwungene Nichtstun wird zu einer
fürchter=
lichen Qual. Zum Leſen fehlt mir die Ruhe. Wir
mun=
tern uns gegenſeitig auf mit Hoffnungen, die wir ſelbſt
nicht mehr haben. Nur wenn der Zeitungsmann kommt,
hoffen wir einen Augenblick. Aber es iſt immer
ver=
gebens. Jedesmal leſen wir, daß die Deutſchen beſiegt
*) Der amerikaniſche Konſul hat geantwortet: „Mein
Herr, ich bin im Beſitze Ihres Briefes vom 21. I. M.
bezüglich Ihrer Zurückhaltung. Das iſt eine
Angelegen=
heit, die mich abezlut nichts angeht.”
und geſchlagen ſeien. Iſt denn Lüttich noch nicht gefallen?
Die Zeitungen gehören zum Betrübendſten in unſerer
Lage. Gern wollen wir die Gefangenſchaft, ſo
unmenſch=
lich ſie auch iſt, ertragen, wenn nur Deutſchland ſiegt.
Wohl weiß ich, daß die engliſchen Zeitungen lügen, aber
es bleibt doch etwas hängen, wenn ich täglich nur von
deutſchen Niederlagen leſe.
23. Auguſt. Das Eſſen iſt noch ſchlechter geworden.
Viele von uns ſind krank. Obgleich ein Hoſpital mit
einem Bett da iſt, darf doch kein Kranker da hineingelegt
werden. Sie liegen alle auf dem Boden. Die Medizin,
die ihnen der Arzt gibt, nehmen ſie nicht, und eine beſſere
müſſen ſie bezahlen. Aber wir brauchen alle unſer Geld,
um uns Eſſen zu kaufen, das uns mittags entzogen wird,
damit wir’s erſt am Abend wieder kaufen müſſen! Ich
glaube doch, daß die Engländer und Franzoſen
geſchla=
gen ſind, denn wir dürfen keine Zeitungen mehr leſen:
Auch ſind wir heute nicht in der leeren Halle ſpazieren
ge=
führt worden. Wir müſſen uns jetzt jeden Tag einmal
aufſtellen. Dann werden wir gezählt und nachgeſehen,
ob keiner entflohen iſt.
Es iſt unmöglich zu entkommen. Tagsüber ſtehen
vier Poſten allein in der Halle und nachts acht. Wo
ſollen wir auch in London hin?
24. Auguſt. Viele von uns ſind freigekommen,
nach=
dem ſie zwei engliſche Bürgen geſtellt hatten. Ihr Platz
wird aber immer gleich wieder von anderen
eingenom=
men, die friſch verhaftet ſind. Es iſt ein Glück, daß ich
wenigſtens meinen Koffer von einer Paſſagierin
unſe=
res Dampfers nachgeſchickt bekommen habe. So hab’ ich
wenigſtens noch ein bißchen ſaubere Wäſche. Sie wird
mich nicht viel nützen, denn das Ungeziefer bring ich hier
doch nicht von mir fort.
Neu angekommene Gefangene erzählten mir, daß in
engliſchen Zeitungen vorgeſchlagen wird, alle in England
lebenden Deutſchen zu erſchießen. Die Lage der noch nicht
feſtgeſetzten Deutſchen in London iſt von Tag zu Tag
ſchlechter geworden. Ueberall werden Deutſche aus ihrer
Stelle entlaſſen und die Banken zahlen den Deutſchen
kein Geld mehr aus. Wo Deutſche auf der Straße
er=
kannt werden, werden ſie vom Mob angeſpukt oder von
der Polizei verhaftet.
Weiß man in Deutſchland, wie es hier zugeht und
wird man uns helfen?
26. Auguſt. Ich habe gelernt, mich an Kleinigkeiten
zu freuen. Das Traurige, das um mich her vorgeht, macht
kaum noch einen Eindruck. Ich fühle nur, daß ich täglich
elender werde und daß ich immer hungriger bin.
Heute war wieder Fräulein S., die Paſſagierin
unſe=
res Dampfers, da. Sie iſt nicht gefangen, aber polizeilich
regiſtriert und darf ſich im Umkreis von 5 Meilen frei
Nummer 321.
Darmſtätder Tagblatt, Samstag, den 21. November 1914.
Seite 3.
Karer würde, daß wir England nicht beſiegen könnten.
Da=
zu den namentlich aufgeführten Männern auch ich gehöre,
lege ich Wert darauf, zu konſtatieren, daß meines
Erach=
tens England ſchon heute beſiegt iſt; denn ein
England, das in einem ſolchen Kriege ſeine Flotte
ver=
ſteckt und ſich nicht mehr aufs Meer hinaus traut, hat
aufgehört, das England zu ſein. Es hat vor
allen Dingen ſich damit ein für allemal der Rechte
bege=
ben, mitzuſprechen, wenn es ſich um die Frage des
euro=
päiſchen Gleichgewichts handelt. Ballin.”
Wie Rußland über ſeine Bundesgenoſſen denkt.
* Wie Rußland über ſeine Bundesgenoſſen denkt,
lehrt ein Artikel des engliſchen Schriftſtellers Hamilton
Fyfe aus Petersburg, der in der Daily Mail erſchienen
iſt. Daraus geht deutlich hervor, daß die Ruſſen alles
andere als zufrieden ſind mit ihren Bundesgenoſſen. So
ſchreibt er: Wir können nicht verſtehen, warum die
Fran=
zoſen nicht mehr Leute ſtellen, ſagte eine hochgeſtellte
Per=
ſönlichkeit. Sie haben doch vier Millionen Mann
ver=
ſprochen. Eine Million ſteht im Feld. Wo ſind die
an=
deren? Und wir können nicht verſtehen, daß England
nicht ſofort nach Ausbruch des Krieges die Wehrpflicht
eingeführt hat. Auch der ſchlechte Stoff der engliſchen
Uniformen wird kritiſiert, und ein General ſoll geſagt
haben: „Ich habe oft in den engliſchen Zeitungen
bei=
ßende Bemerkungen über ruſſiſche Korruption geleſen.
Wen hat man nun in dieſem Falle in England beſtochen?
Die engliſche Zeuſur.
* London, 19. Nov. Die Times berichtet aus Neu=
York: Die amerikaniſchen Blätter befaſſen ſich
mit der engliſchen Zenſur der
Kriegsnach=
richten, die weiter gehe, als durch die Umſtände
gerecht=
fertigt wäre. — Sun erklärt, daß alle unparteiiſchen
Be=
obachter der offiziellen Verſchwiegenheit den erſten Preis
den engliſchen Zenſoren zuerkennen müßten. Das Blatt
bezeichnet die Haltung der Zenſoren als einen ernſtlichen
Irrtum und die ſchlimmſte Schmähung, die
dem engliſchen Volke angetan, werden könne,
und ſchreibt, die Zenſurbeamten tun ihr Beſtes,
um ihr Land zu verwirren, entmutigen und zu verärgern
und, anſtelle von Vertrauen in die Führung der
öffent=
lichen Geſchäfte, Mißtrauen zu ſchaffen. John Bull in
einen Vogel Strauß verwandelt zu ſehen, iſt eine der
ſonderbarſten Schauſpiele der Geſchichte. — Der Neu=
York=Herald widmet dieſem Gegenſtand einen Leitartikel,
in dem es heißt: Niemand verſteht beſſer, als die
engliſch=
ſprechenden Völker, daß der Krieg ein Spiel iſt, das nicht
von einer Seite allein geſpielt werden kann,
Großbritan=
nien hat dieſen Kampf begonnen, indem es ſich als den
Verfechter ſehr hoher Ideale bekannte; es wird aber nicht
die Menſchen und das Geld auftreiben, die es braucht,
wenn es nicht mit dem eigenen Volke gerecht verfährt. Es
wird ſein Anſehen im Auslande nicht gewinnen und
er=
halten, wenn es nicht durch ein Wort der Tat beweiſt, daß
es nicht vor der Wahrheit zurückſchreckt, ſo
demü=
tigend dieſe auch mitunter ſein möge.
Die engliſchen Verluſte.
* London, 19. Nov. Asquith hat bekanntlich die
Zahl der engliſchen Verluſte bis zum 31. Oktober
auf 57000 angegeben. Auf einer Maſſenverſammlung in
Salford erklärte Lord Newton, daß die Verluſte bis zum
31. Oktober auf 80000 Mann anzugeben ſeien. Einige
Bataillone hätten ihre ſämtlichen Offiziere verloren. Zwei
Diviſionen, die zuſammen ungefähr 37000 Mann ſtark
ge=
weſen ſeien, ſeien jetzt auf 5300 Mann
zuſamengeſchmol=
zen. Lord Newton ſagte, es ſei unklug, dieſe Tatſachen
zu verheimlichen; viel verſtändiger wäre es, ſie der
Na=
tion mitzuteilen, damit die Nation wiſſe, wie dringend
nötig Verſtärkungen ſeien.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 21. November.
* Das Großh. Regierungsblatt Nr. 38 enthält:
1. Bekanntmachung, Organiſation der Oberförſtereien
betreffend. 2. Bekanntmachung des Textes der
Verord=
nung über die Jagdwaffenpäſſe vom 30. Juni 1894 in
der vom 16. Oktober 1914 an geltenden Faſſung.
C Ritter des Eiſernen Kreuzes. Das Eiſerne Kreuz
erhielten: Lt. der Reſ. Rudolf Wittich im 2. Großh.
Heſſ. Drag.=Regt. Nr. 24; Lt. Delp, Sohn des
Bauunter=
nehmers Friedrich Delp; Oberarzt im Großh. Heſſ. Inf.=
Regiment Nr. 115 Dr. Staudinger. Oberjäger Mahr
von Gundernhauſen im 2. Bayeriſchen Jäger=Bataillon
erhielt für beſondere Tapferkeit das Bayeriſche
Militär=
verdienſtkreuz mit Krone und Schwertern und das Eiſerne
Kreuz.
— Großh. Hoftheater. Heute findet als
Sonder=
vorſtellung eine Aufführung von Gogols „Reviſor” ſtatt.
Am Sonntag wird auf A 10 „Mignon” nach längerer
Pauſe wieder gegeben. Dienstag wird der zweite Teil
der „Fauſt”=Tragödie zum erſtenmal an einem Abend
aufgeführt. Die Erſtaufführung der außerordentlich
er=
folgreichen Spieloper Humperdincks „Die
Marke=
tenderin” iſt als Feſtvorſtellung für den Geburtstag
des Großherzogs am Mittwoch, den 25., angeſetzt. In
dieſem Werke, das auch mehrere große Sprechrollen
ent=
hält, ſind in den Hauptrollen beſchäftigt: Margarethe
Beling=Schäfer (Roſe), Auguſt Globerger (Johann), Leo
Schützendorf (Borſch), Hans Baumeiſter (Gneiſenau),
Johannes Heinz (Blücher). Den muſikaliſchen Teil des
Werkes leitet Hofrat Ottenheimer, die Regie führt Otto
Nowack. Am nächſten Tage, Donnerstag, den 26., iſt
Schauſpielpremiere: „Als ich noch im
Flügel=
kleide” ein fröhliches Spiel von Kehm und Frehſee,
das in faſt ganz Deutſchland einen ſenſationellen Erfolg
fand, einen Erfolg, wie er in den letzen Jahren kaum
einem anderen Werke beſchieden geweſen iſt.
In der nächſten und übernächſten Woche beginnt
für die einzelnen Serien das zweite Viertel. Es iſt allen
Theaterbeſuchern Gelegenheit gegeben, mit Beginn des
zweiten Viertels in das Abonnement einzutreten. Die
Hoftheater=Hauptkaſſe nimmt diesbezügliche Anmeldungen
täglich entgegen.
* Kriegsauskunftsſtelle für Arbeiter= und
Angeſtellten=
verſicherung bei der Landesverſicherungsanſtalt
Großher=
zogtum Heſſen. Die deutſche ſoziale
Verſicherungsgeſetz=
gebung hat in der gegenwärtigen Zeit für die
Kriegsteil=
nehmer, ihre Angehörigen und Hinterbliebenen eine
be=
ſondere Bedeutung gewonnen, und es liegt geradezu im
nationalen Intereſſe, dafür zu ſorgen, daß im einzelnen
Fall die Berechtigten möglichſt bald in den Genuß der
ihnen geſetzlich zuſtehenden Bezüge gelangen oder dieſe
ihnen doch ſichergeſtellt werden. Da aber in den einzelnen
Fällen nicht immer Klarheit über die Rechtslage beſteht,
da ſich zudem unter den in Betracht kommenden Perſonen
häufig Frauen befinden, die in Rechtsſachen und im
Ver=
kehr mit den Behörden unerfahren ſind, erſcheint es
zweck=
mäßig, auf dem Gebiete der Sozialverſicherung für die
Dauer des Krieges eine beſondere öffentliche
Rechtsberatung zu ſchaffen. Der Vorſtand der Lan=
desverſicherungsanſtalt Großherzogtum Heſſen hat
des=
halb in ſeinem Verwaltungsgebäude in Darmſtadt,
Wil=
helminenſtraße 34, eine Kriegsauskunftsſtelle
für Arbeiter= und
Angeſtelltenverſiche=
rung eingerichtet und iſt bereit, allen im Großherzogtum
Heſſen wohnenden Kriegsteilnehmern ſowie deren
Ange=
hörigen und Hinterbliebenen koſtenlos mündlich
und ſchriftlich Auskunft in Angelegenheiten der
Ar=
beiter= (Kranken=, Unfall=, Invaliden= und
Hinterbliebe=
nenverſicherung) und Angeſtelltenverſicherung zu erteilen. —
Wir geben hiermit der Oeffentlichkeit von dieſer
Einrich=
tung Kenntnis und empfehlen den Intereſſenten ihre
Be=
nutzung. Schriftliche Anfragen wolle man an den
Vor=
ſtand der Landesverſicherungsanſtalt Großherzogtum
Heſſen in Darmſtadt, Wilhelminenſtraße 34, richten.
* Die Verpackung der Feldpoſtbriefe. Die Verpackung
der aus ländlichen Bezirken herrührenden
Feldpoſt=
briefe mit Wareninhalt (Päckchen) iſt vielfach
beſon=
ders mangelhaft. Häufig wird nur Zeitungspapier
als Verpackungsſtoff verwandt, vermutlich deshalb, weil
in Dörfern und kleinen Städten Gelegenheit zum Einkauf
geeigneter Verpackungsmittel noch nicht hinreichend
vor=
handen iſt. Bei dem Intereſſe, das die Poſtverwaltung
an einer guten Verpackung der Sendungen hat, ſind die
Oberpoſtdirektionen vom Reichspoſtamt beauftragt
wor=
den, durch die Poſtanſtalten auf die Kirchen=, Schul= und
Gemeindebehörden oder in ſonſt geeigneter Weiſe dahin
zu wirken, das durchaus haltbare Verpackungsſtoffe für
ſtärkere Feldpoſtbriefe, gut gummierte Aufſchriftblätter,
Bindfaden uſw. auch in Dörfern und kleinen Städten
feilgehalten werden. Die Oberpoſtdirektionen ſollen ſich
zu dem Zwecke Muſter vorlegen laſſen und dabei
Unge=
eignetes ausſcheiden. Auch ſollen ſie die Schreibſtuben
auf den Gegenſtand aufmerkſam machen.
Poſtanweiſungen an Kriegsgefangene in Rußland.
Von jetzt ab ſind auch nach und aus Rußland
Poſt=
anweiſungen für Kriegsgefangene oder von
ſolchen zugelaſſen. Die Poſtanweiſungen nach Rußland
(Meiſtbetrag 900 Rubel) ſind auf der Vorderſeite des für
den Auslandsverkehr beſtimmten Vordrucks mit der Adreſſe
„Königlich Schwediſches Poſtamt Malmö 1 Upa.,
Schwe=
den” zu verſehen, während die Adreſſe des Empfängers
der Geldſendung auf der Rückſeite des Abſchnitts
genau anzugeben iſt. An der Stelle, die ſonſt für die
Freimarken zu dienen hat, iſt die Bemerkung „
Kriegs=
gefangeienſendung. Taxfrei” anzubringen. In Malmö
werden die deutſch=ſchwediſchen Anweiſungen in
ſchwe=
diſch=ruſſiſche und die ruſſiſch=ſchwediſchen Anweiſungen
in ſchwediſch=deutſche umgeſchrieben.
* Weihnachtsſpende für die Kaiſerliche Marine.
Der Gedanke, den Mannſchaften der Kaiſerlichen Marine
eine kleine Weihnachtsfreude zu bereiten und den
Gefühlen des Dankes für die beharrliche Arbeit unſerer
jungen Seemacht einen ſichtbaren Ausdruck zu verleihen,
iſt auch außerhalb des Mitgliederkreiſes des
Flotten=
vereins auf fruchtbaren Boden gefallen. Mit
Dankbar=
keit und Freude hat die Kreisgruppe Darmſtadt neben
den mit freudigem Herzen gezeichneten Geldbeiträgen
ihrer Mitglieder ſchon beträchtliche Zuwendungen an
Geld und nützlichen Gegenſtänden von Freunden der
Flotte jeden Geſchlechts und Alters entgegengenommen.
Wer noch nicht mittat, ſei höflich daran erinnert, daß
bereits am 25. November die Sammlung
als abgeſchloſſen angeſehen werden muß,
damit die Gaben rechtzeitig das Linienſchiff „Heſſen”
erreichen. Vielleicht öffnet doch noch mancher, trotz der
vielſeitigen Bittrufe nach Weihnachtsſpenden, die Hand
zu milder Gabe, wenn er im Sturmeswehen dieſer Tage
daran denkt, wie hart der Dienſt, wie herb das Harren,
wie hehr die Aufgabe iſt, die die Kaiſerliche Marine
gerade in dieſem Krieg zu erfüllen hat. Zuwendungen
an Geld nimmt der Schatzmeiſter der Kreisgruppe, Herr
Miniſterialreviſor Fink, Roßdörfer Straße 56, andere
Spenden der Vorſitzende des Landesverbandes, Herr
Dr. W. Merck, Annaſtraße 15, entgegen.
bewegen. Sie hat mir unbemerkt ein Stückchen
Schoko=
lade zugeſteckt. Das Obſt hat ſie wieder mitnehmen
müſſen. Nun freue ich mich, daß ich ein Stückchen
Scho=
kolade habe.
27. Auguſt. Wir ſollen fortgeſchafft werden. Dieſe
Nachricht hat mich wieder ein bißchen aufgerüttelt. Aber
nun iſt der ganze Ernſt und das Traurige meiner Lage
wieder über mich gekommen. Hier ſitz ich gefangen,
be=
handelt wie ein Stück Vieh, und drüben kämpfen meine
Brüder und alle deutſchen Männer für ihr Vaterland.
Was hat mich’s genutzt, daß ich einen Tag vor der
Kriegserklärung nach England gekommen bin, was nutzt
es mich, daß ich Arzt bin? Hier hat man das Völkerrecht,
alle internationalen Uebereinkommen mit Füßen
ge=
treten! Ich weiß, daß ich den Haß und die Verachtung,
die das gemeine und verlogene England in mir und allen
anderen großzieht, nicht mehr vergeſſen werde.
28. Auguſt. Ich bin ſeit geſtern abend in dem
Kon=
zentrationskamp Frith Hill=Alderſhot. Ich habe mich
geirrt, wenn ich gedacht habe, daß jede Veränderung eine
Beſſerung meiner Lage bedeutet! Ich bin abgeſpannt
und hungrig. Seit geſtern morgen habe ich nichts mehr
gegeſſen.
31. Auguſt. Ich habe mich auch an das Lagerleben
ſchon etwas gewöhnt. Zwei Dinge ſind beſſer, als in der
Olympia: Wir ſind in der freien Luft, und wir haben
beſſeres Eſſen!
Morgens werden Brot, Tee, Zucker, Salz, Kartoffeln
und Fleiſch für jedes Zelt ausgeteilt. Immer zwei von
jedem Zelt müſſen kochen. Ich beneide die armen Kerle
nicht. Sie ſtehen ſtundenlang im Rauch und mühen ſich
ab, das naſſe Holz zum Brennen zu bringen. Wir
wer=
den jetzt wenigſtens manchmal ſatt.
Aber alles andere iſt fürchterlich und wird von Tag
zu Tag fürchterlicher.
Immer 12 Mann ſind in je einem Zelt untergebracht.
Das, in dem ich bin, iſt das oberſte in der 3. Reihe,
Nr. 23. Wir kennen uns in dieſem Zelt alle aus der
Olympia. Jeder hat eine dünne Gefängnisdecke. Das
Zelt iſt ſo klein, daß wir in der Nacht aufeinander liegen.
Das iſt ein Glück im Unglück, ſonſt könnten wir es vor
Kälte nicht aushalten.
Ich habe jetzt ſeit drei Wochen meinen Anzug Tag
und Nacht auf dem Leib gehabt. Seit vorgeſtern habe ich
mich mit dem engliſchen Militärarzt in die Behandlung
der Kranken geteilt. Aber wir haben keine Medikamente
und faſt gar keinen Verbandſtoff.
5. September. Die Zahl der Kranken nimmt zu. Die
Ueberlebenden der „Mainz” und des Minenlegers „
Köni=
gin Luiſe” ſind in das Camp gebracht worden. Viele von
ihnen ſind ungeheilt aus engliſchen Hoſpitälern „entlaſſen”
worden und mußten trotz ihrer Wunden ſtundenlang
lau=
fen. Der Unteroffizier der „Luiſe” iſt ſeiner
Lungenent=
zündung erlegen und ohne jede militäriſche Ehre
begra=
ben worden. Ich bitte jeden Tag vergebens um
Feld=
betten und Decken für die Kranken. Sie liegen alle auf
dem Fußboden. Viele Zelte haben einen Holzfußboden
bekommen. Faſt in jedem Zelt ſind Kranke mit Brech=
durchfall und Rheumatismus. Manche werden nach dem
Lazarett getragen, weil ſie nicht gehen können.
10. September. Endlich ſind zwei Medizinfeldkiſten
gekommen. Für die Verwundeten kann ich ſo ſchon
aller=
lei tun, aber was nutzen den Kranken die Medikamente,
wenn ſie frierend auf dem Boden liegen müſſen? Ein
alter engliſcher Militärarzt hat mir verſprochen, daß ich
wie die engliſchen Offiziere behandelt werden würde,
wenn ich für die Kranken ſorge. Ich habe vorgeſtern den
Kommandanten des Lagers, Mayor Picot von den
Terri=
torials, an dieſes Verſprechen erinnert. Wie ſoll ich, ſelbſt
voller Läuſe und Flöhe, immer ſchmutzig, und nicht ſicher,
ob ich mich nicht bereits ſelbſt auf dem nie desinfizierten
Kloſett angeſteckt hatte, den Kranken helfen? Er hat mir
geſagt, daß er das Verſprechen nicht halten wolle. Ich
als Arzt hätte kein Recht, wie ein Offizier behandelt zu
werden, — dabei muſterte er meinen dreckigen Anzug von
oben bis unten — und falls ich mich weigere, die
Kran=
ken zu behandeln, würde er mich zwingen, morgens das
Kloſett zu reinigen. Er könne tun mit mir, was er wolle!
Ich nahm das ohne ein Wort zu ſagen hin: Geſtern
erzählte ich das dem engliſchen Arzt. Er hat mir heute
in einer Zeitung eingewickelt ein paar Aepfel mitgebracht.
Ich habe ſie verſchenkt. Die anderen wiſſen ja nicht,
wa=
rum ich ſie bekommen habe!
12. September. Wir müſſen uns täglich zweimal in
Reihen aufſtellen, werden gezählt und in der gemeinſten
Weiſe beſchimpft.
Die Zahl der Kranken nimmt immer weiter zu und
jetzt habe ich faſt jeden Tag etwa 40 Kranke mit
Brech=
durchfall. Bei zwei Kranken hat der engliſche Arzt
Ty=
hus diagnoſtiziert. Ich ſage nichts und denke nur an die
Konzentrationskamps im Burenkrieg. Wenn keine Hilfe
von Deutſchland kommt, ſterben hier Hunderte!
Die engliſche Regierung will das Leben ihrer
„Kriegsgefangenen” nicht retten. England läßt ſeine
Wut an den wehrloſen Opfern ſeiner Gemeinheit aus und
rächt ſich an widerrechtlich gefangen gehaltenen
Zivilper=
ſonen, die es ſtolz Prisoners of war nennt! Wie ſoll es
erſt werden, wenn es regnet und kalt wird? Die Zelte
laſſen den Regen durch. Endlich haben wir etwas
Eß=
geſchirr bekommen. Nun müſſen wir wenigſtens nicht
mehr aus der Hand — freſſen.
Nach und nach ſind immer mehr Gefangene
gekom=
men, auch deutſche Soldaten. Bei einem Transport
wa=
ren 60 Mann vom Roten Kreuz und ein Militärarzt. Sie
ſind von Franzoſen vor Paris beim Suchen nach
Ver=
wundeten gefangen genommen worden. Neben unſerem
Camp wird jetzt ein Militärcamp errichtet. Ebenſo wie
unſeres, mit dreifacher Umzäunung und einem breiten
Stacheldrahtverhau.
In unſerem Lager ſind jetzt 2500 Gefangene. Für
uns alle gibt es 16 Waſſerhähne! Die Waſchhallen ſind
offen und von früh bis ſpät belagert.
90 Kloſettſitze ſind in drei gedeckten Hallen: lange
Bretter, die über Eimer gelegt ſind. Ich nehme ſchon ſeit
Tagen Opium. Wer zum Kloſett will, muß jetzt durch
den Kot waten!
Für einen einzigen Schwerkranken habe ich jetzt
end=
lich ein Bett bekommen. Alle anderen liegen auf der
Erde, manche haben eine oder zwei Decken mehr
bekom=
men.
17. September. Seit geſtern bin ich wieder in
Lon=
don, zwar noch als Kriegsgefangener; aber ich übe an
Deutſchen meine ärztliche Tätigkeit aus und kann mich im
Umkreis von 5 Meilen „frei” bewegen. Meine
Entlaſ=
ſung aus dem Camp verdanke ich . . . . Von jetzt ab
muß ich manche Namen und Orte verſchweigen. Aber ich
habe während der fünf Wochen, die ich noch in London
war, manche Beobachtung und Erfahrung gemacht, die
von Intereſſe erſcheinen.
An einem Tage haben wir Decken, Wollſachen,
Strümpfe, Tabak und anderes nach dem Militärcamp in
Frith Hill geſchickt. Zwei Damen haben den Transport
in Automobilen begleitet, um ſicher zu ſein, daß die
Ge=
fangenen alles bekommen. Die beiden Damen haben ſelbſt
den Gefangenen die Sachen im Camp übergeben: Acht
Tage ſpäter, beim zweiten Transport von Wollſachen,
wurde den Damen von den Gefangenen mitgeteilt, daß
ihnen am nächſten Tage alles wieder abgenommen
wor=
den ſei! Die Gefangenen baten ſelbſt, nichts mehr zu
ſchicken, weil doch alles die engliſchen Soldaten bekämen.
Zu derſelben Zeit wurden durch alle engliſchen Zeitungen
Decken und Wollſachen für die engliſchen Soldaten in
Frankreich geſammelt!
Seit dieſen Tagen weiß ich auch, daß in dem Camps
die Leichenwagen aus= und einfahren und Typhus
herrſcht. Noch immer lagen die Kranken ohne Betten und
Decken auf der Erde, behandelt von ihrem eigenen
Mili=
tärarzt, dem faſt keine Medikamente zur Verfügung ſtehen.
Seine Bitten um Abhilfe blieben unbeantwortet. So hat
es die engliſche Regierung erreicht, daß die Deutſchen in
England „elend verrecken”. Seit dem 22. Oktober
wer=
den alle deutſchen und öſterreichiſchen Männer im Alter
von 17 bis 45 Jahren in die Camps und andere
Ge=
fangenenlager gebracht. Wie mag es jetzt dort ausſehen?
Wenn England ſelbſt ſagt, es ſei kein Platz, alle
Gefan=
genen unterzubringen, dann muß es fürchterlich ſein!
Doch nicht allein die Gefangenen in England ſind
ge=
fährdet, auch die, die noch auf freiem Fuß ſind. Ihre
Stellung und Arbeit haben die Deutſchen ſchon lange
verloren. Geld bekommen ſie nicht mehr.
Eine Freilaſſung der Gefangenen würde zwar das
Elend mildern, aber keineswegs beſeitigen. Wenn ſie
frei=
gelaſſen werden, dann werden die Gefangenen anſtatt im
Camp an einer Krankheit, in der „Freiheit” vor Hunger
ſterben.
Am 23. Oktober habe ich England durch die Hilfe des
engliſchen Seemannspaſtors Pater Hopkins verlaſſen.
Der Austauſch von Aerzten und Geiſtlichen wird in
Eng=
land nicht bekanntgegeben. Von zwei deutſchen Aerzten
weiß ich, daß ihnen die Erlaubnis, England zu verlaſſen,
verweigert wurde. In der Home=Office, wo ich die
Er=
laubnis zum Verlaſſen des Landes bekam, wurde mir
ge=
ſagt, daß 135 engliſche Aerzte aus Deutſchland
zurückge=
kommen ſeien.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. November 1914.
Nummer 321.
* „Kreuzpfennig=Sammlung‟. Die Kreuzpfennig=
Marken, die anſtelle der Sammlungen durch Büchſen
dazu beitragen ſollen, die Wunden der für uns im Felde
Kämpfenden zu heilen und die Not der Invaliden wie
der Hinterbliebenen der vor dem Feinde Gefallenen zu
lindern, ſind erſchienen und in Bogen zu 100 und in
Heft=
chen zu 20 Stück kommiſſionsweiſe zu beziehen durch die
Bank für Handel und Induſtrie, Landgraf=Philipp=
An=
lage 6 (vormittags von 9—12, nachmittags von 3—5 Uhr,
Samstag nur vormittags) und in kleineren Mengen gegen
Barzahlung auf dem Bureau der Kreuzpfennig=Sammlung,
Neckarſtraße 8I, vormittags von 10—12 Uhr und
nach=
mittags von 4—6 Uhr.
— Ueber die in der Darmſtädter Muſikerſchaft betä
tigte Fürſorge für die durch den Krieg in Not geratenen
Berufsgenoſſen enthält die letzte Nummer der Deutſchen
Muſiker=Zeitung folgende Mitteilung aus Darmſtadt:
Zugunſten der Kriegsfürſorge des „Allgem. Deutſchen
Muſiker=Verbandes” und der Stadt Darmſtadt
veranſtal=
tet das Darmſtädter Streichquartett der Herren
Meh=
mel, Diedrich, Brückmann und Andrä (
Verbandsmitglie=
der) im kommenden Winter ſeine üblichen drei
Kammer=
muſikabende. Die Tatſache, daß alſo die Darbietungen
ausſchließlich in den Dienſt der Wohltätigkeit geſtellt ſind,
und daß ein mit Rückſicht auf die ernſte Zeit gewähltes
volkstümliches Programm nur älterer deutſcher Meiſter
zur Wiedergabe gelangt, übt auf die Beteiligung am
Abonnement einen günſtigen Einfluß aus, ſo daß
voraus=
ſichtlich den hilfsbedürftigen Verbandsmitgliedern ein
nennenswerter Betrag überwieſen werden kann. Daß auch
die Verwaltung der Sinfoniekonzerte der Hofkapelle
be=
ſchloſſen hat, einen Teil des ſonſt lediglich dem Witwen=
und Waiſenfonds der Hofkapelle zufließenden Gewinnes
der Kriegsfürſorge des „A. D. M.=V.” zuzuführen, ſpricht
für die rege Teilnahme, die hier den durch die Kriegslage
in Not geratenen Berufsgenoſſen von allen Seiten
entgegengebracht wird.
* Der Verband mittlerer Reichs=Poſt= und
Telegra=
phen=Beamten hat aus einer unter ſeinen Mitgliedern für
Kriegswohlfahrtszwecke veranſtalteten
Geldſamm=
lung, die bisher 180000 Mark ergeben hat,
folgende Spenden überwieſen: 1. dem Zentralkomitee der
deutſchen Vereine vom Roten Kreuz 12000 Mark, 2. der
Oeſterreichiſchen Geſellſchaft vom Roten Kreuz in Wien
4000 Mark, 3. dem Kriegsausſchuß für warme
Unterklei=
dung 40000 Mark, 4. dem Königlichen Kriegsminiſterium
(Medizinalabteilung) zur beſſeren Verpflegung kranker
und verwundeter Krieger in den ſtaatlichen
Reſervelaza=
retten 10000 Mark, 5. dem Miniſter des Innern für
Kriegsnotleidende in Oſtpreußen 10000 Mark, 6. dem
Lan=
deskomitee für die Kriegsnotſpende für Elſaß=Lothringen
3000 Mark, 7. dem Deutſchen Verein für Sanitätshunde
in Oldenburg 1000 Mark, 8. der Nationalſtiftung für die
Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen 50000 Mark,
ins=
geſamt alſo 130000 Mark. Der Reſtbetrag von 50000
Mark ſoll der Verwendung für bedürftige Hinterbliebene
der im Kriege gefallenen Poſt= und Telegraphen=Beamten
vorbehalten bleiben. Eine große Reihe von
Zweigver=
einen des Verbandes veranſtaltet außerdem fortlaufende
Sammlungen, deren Erträgniſſe den Magiſtraten oder
örtlichen Sammelſtellen zugunſten der durch den Krieg
ar=
beitslos gewordenen oder in Not geratenen
Bevölkerungs=
ſchichten zugeführt werden. Seine regen Beziehungen zu
den ausländiſchen Poſt= und Telegraphenbeamten=Vereinen
hat der Verband benutzt, um durch regelmäßige
Liefe=
rung deutſcher Tageszeitungen und Wochenſchriften an
Poſt= und Telegraphen=Beamte in Dänemark, Schweden,
Norwegen, Holland, der Schweiz und Italien Aufklärung
über den Krieg im neutralen Ausland zu verbreiten.
* Ausſtellungs= und Verkaufstag der
Heim=
arbeiterinnen. Es ſei nochmals darauf hingewieſen,
daß die Veranſtaltung am 24. und 25. I. Mts. im
Muſikvereinsſaal, an beiden Tagen von 9—12 und
nach=
mittags von 3—7 Uhr, ſtattfindet; ihr Beſuch wird
wiederholt warm empfohlen. Die
Liebesgabentrans=
porte ins Feld und die bevorſtehende Weihnachtszeit
geben hoffentlich vielen Freunden der
Heimarbeiterinnen=
ſache Anlaß, durch Ankauf geeianeter
Gegen=
ſtände (Wäſche= und Bekleidungsſtücke, Handarbeiten
aller Art) zu bekunden, daß die Bemühungen
bedürf=
tiger Frauen und Mädchen, ſich möglichſt ſelbſt durch
die ernſte und ſchwere Zeit hindurchzubringen, volle
An=
erkennung und j de Förderung verdienen. Es wird
er=
mutigend auf die Heimarbeiterinnen wirken, wenn der
wohlverdiente Erfolg ihrer Mühe nicht ausbleibt.
Sämt=
iche Stoffe, die verarbeitet wurden, ſind bei hieſigen
Heſchäften gekauft.
* Auszeichnung. Der Hofbuch= und Steindruckerei H.
Hohmann, hier, wurde auf der Internationalen
Aus=
ſtellung für Buchgewerbe und Graphik, Leipzig 1914, für
hervorragende Leiſtung der „Goldene Preis”
zuer=
kannt.
* Zum Vaterländiſchen Feſtabend. Es ſei darauf
auf=
merkſam gemacht, daß, zahlreich geäußerten Wünſchen
ent=
ſprechend, für den Vaterländiſchen Feſtabend am nächſten
Dienstag noch eine Anzahl vorbehaltener, mit
Nummern verſehener Plätze eingerichtet worden iſt, die in
Arnold Bergſträßers Buchhandlung abgegeben werden,
jedoch nur unter gleichzeitiger Vorzeigung des (zu 50 Pfg.
äuflichen) Programms zum Eintritt berechtigen. Den
Inhabern aller vorbehaltenen Plätze wird anheimgeſtellt,
einen Beitrag zur Kriegsfürſorge an der Abendkaſſe zu
entrichten. Der geſamte Ertrag des Abends (
einſchließ=
lich des Erlöſes für verkaufte Programme) wird der
Kriegsfürſorge der Stadt Darmſtadt
über=
wieſen.
* Kammerſänger Hermann Gura. Es ſei
noch=
mals auf den heute in der „Traube” ſtattfindenden
Patriotiſchen Balladen= und Liederabend
des Künſtlers hingewieſen, deſſen Ertrag zum Beſten
er Hinterbliebenen unſerer im Felde gefallenen Krieger
eſtimmt iſt. Karten bei Georg Thies Nachf. Leopold
Schutter, Eliſabethenſtraße 12.
* Tuberkuloſe=Fürſorgeſtelle. Die Sprechſtunde der
Tuberkuloſe=Fürſorgeſtelle (Auskunfts= und
Beratungsſtelle), Wilhelminenſtraße 34, am Mittwoch,
den 25. November 1914, fällt aus.
* Frauenverein der Martinsgemeinde. Die
Mitglie=
der des Frauenvereins der Martinsgemeinde ſeien
hier=
nit nochmals darauf aufmerkſam gemacht, daß die
aupt= und Mitgliederverſammlung mit der
üblichen Tagesordnung: Jahresbericht des Vorſitzenden,
Rechnungsablage, Wahl des Vorſtandes und Anträge, em
nächſten Montag im Martinsſtift ſtattfindet und daß alle
Mitglieder hierzu freundlichſt eingeladen ſind.
S. Der Bezirksverein Mathildenhöhviertel hat 532
Mark, davon 156 Mark aus ſeiner durch die letzte
Stadt=
verordnetenwahl rieſig geſchwächten Vereinskaſſe, und der
Reſtbetrag in ſeinem Bezirk geſammelt, zugunſten der
Fa=
nilien bedürftiger und gefallener
Kriegs=
teilnehmer bei der Stadtkaſſe abgeliefert.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Reſidenztheater am Weißen Turm. „Der
Totgeglaubte” nennt ſich der Hauptſchlager in dem
heu=
igen Programm. Es iſt ein Kriminalroman in drei
Akten. Die Voſſ. Ztg. ſchreibt über die Uraufführung:
Die Hauptrolle der durchweg ſpannenden Handlung
ver=
körpert das anmutige Fräulein Regina Badet, eine
Künſtlerin mit ſtarkem mimiſchen Ausdrucksvermögen.
Wie die kleine Margot mit ihrem Freunde, einem
laſter=
haften Menſchen, das armſelige Dachſtübchen teilt, wie ſie
dem armſeligen Leben entflieht und ſpäter in die höchſten
Geſellſchaftskreiſe gelangt, um dann wieder in Kämpfe
verwickelt zu werden, die durch die Vergangenheit
herauf=
beſchworen werden, das alles zieht in effektvollen
Bil=
dern am Auge der Zuſchauer vorüber. Die
Erſtauffüh=
rung ging unter großem Beifall in Szene. Ein kleineres
Drama, „Die Stiefmutter”, mit Hanni Weiſe, der
belieb=
ten Schauſpielerin, einige Humoresken und die neueſte
lufnahme vom Kriegsſchauplatz machen den
intereſſan=
ten Spielplan zu einem erſtklaſſigen. Das heutige
Pro=
gramm wird nur bis einſchl. Montag vorgeführt, ab
Dienstag wird dann das gewaltige Filmwerk in 7 Akten
die „Filmbiographie von Richard Wagner” in den
Spiel=
plan aufgenommen. (S. Anz.)
Das Lichtſpielqaus „American Bio”
bringt vom Samstag ab einen der ſenſationellſten und
ſpannendſten Films, Die Millionen=Miene”, ein Meiſterwerk
der Lichtſpielkunſt, ein aufſehenerregendes und ſpannendes
Detektiv=Drama in 3 Akten. Die Ausführung ſteht auf
der Höhe der Filmkunſt und bietet noch nie Dageweſenes.
Die Spannung und Erregung erhöht ſich von Akt zu
Akt und bietet der Film ganz eigenartige Effekte. Ferner
der übrige hochintereſſante und abwechſelungsreiche
Spiel=
plan. (Siehe Anzeige.)
Gernsheim, 19. Nov. (Drei kriegsgefangene
Franzoſen) waren aus dem Gefangenenlager in
Darmſtadt ausgebrochen und bis hierher gewandert.
Als ſie hier die Rheinfähre paſſieren wollten, wurden die
Flüchtigen angehalten und feſtgenommen. Sie wurden
ſodann zurücktransportiert.
— Reinheim i. O., 20. Nov. (Das hieſige Vers
einslazarett vom Roten Kreuz) iſt vollendet.
Die Räume des Gewerbeſchulhauſes und der anſtoßende
obere Stock des Schützenhofes ſind, zu einem Ganzen
verbunden, den Zwecken des Lazaretts dienſtbar gemacht.
Wie ein Schmuckkäſtchen mutet uns der Krankenſaal an
mit dem anſtoßenden Arztzimmer und Baderaum. Nicht
minder ſchön iſt der große luftige Aufenthaltsſaal und
die reich ausgeſtattete Küche. Inniger und herzlicher
Dank all den fleißigen Händen, die das große Werk der
Liebe ſchaffen halfen, allen denen, die es durch
Geld=
ſpenden und Lebensmittelgaben ermöglichten. Der
nächſte Sonntag (22. November) iſt für die
Beſich=
tigung vorgeſehen, die vormittags von 10—12 und
nachmittags von 2—4 Uhr erfolgen kann, wozu jedermann
auf das herzlichſte eingeladen iſt.
Neuſtadt, 20. Nov. (Einbrecher.) In der Nacht
zum Montag wurde in das hieſige Bahnhofsgebäude ein
Einbruch verübt. Die Einbrecher verſchafften ſich mittelſt
Nachſchlüſſels Eingang in den Warteraum, von wo ſie
durch die Billetſchalteröffnung, an der ſie zuerſt den
eiſer=
nen Ladenverſchluß erbrechen mußten, in das Büro des
Vorſtehers gelangten. Geld fanden ſie nicht, da der
Vor=
ſteher das Bargeld mit in ſeine Privatwohnung
genom=
men hatte. Das gleiche Schickſal erfuhr das
Stations=
gebäude in Hainſtadt i. O. in derſelben Nacht. Dort
erbeuteten die Einbrecher 80 Mark in Bargeld. Von den
Tätern fehlt bis jetzt jede Spur.
A Beerfelden, 20. Nov. (Rotes Kreuz.) Seit
Ausbruch des Krieges finden hier monatliche
Sammlungen für das Rote Kreuz ſtatt von
ſeiten des hieſigen Zweigvereins. Daß die
Opferwillig=
keit der hieſigen Einwohnerſchaft nicht nachgelaſſen hat,
beweiſt das Ergebnis für den Monat Oktober: 373,60 Mk.,
das noch um ein Geringes beſſer iſt, als das im vorigen
Monat. — Dem Rechner des Zweigvereins übergab Herr
Lehrer Schwarz 50,60 Mark, die Hälfte der Einnahme
einer am letzten Sonntag ſtattgehabten Ausſtellung. —
(Die hieſige Jugendwehr) arbeitet wacker
wei=
ter. Die an den Wochenabenden ſtattfindenden
Uebungs=
abende in der Turnhalle wechſeln ab mit Nachtfelddienſt
und Gefechten am Sonntag. Neuerdings iſt ein Abend
der Woche ausſchließlich der Pflege vaterländiſcher
Ge=
fühle und dem Geſang gewidmet.
Gießen, 20. Nov. (Von den Schleſiern) ſind
geſtern ca. 30 Bergarbeiter für oberheſſiſche Gruben nach
außerhalb abgereiſt. 15 Metzgerburſchen haben die
Mei=
ſter unſerer Fleiſcherinnung in Arbeit genommen. Die
Leute traten heute vormittag auf Oswaldsgarten wieder
zuſammen, wo einem Teil von ihnen weitere offene
Ar=
beitsſtellen zugewieſen werden konnten.
Herchenhain, 19. Nov. (Opferfreudigkeit.)
Vorgeſtern abend hielt Pfarrer Lenz aus Darmſtadt
Gottesdienſt ab. Im Auftrage des Eliſabethſtiftes
ankte er vor allem der Kirchengemeinde Herchenhain,
Hartmannshain und Sichenhauſen für die Ende vorigen
Monats geſandte wertvolle Kartoffelſpende im
Ge=
ſamtgewicht von 117 Zentner 70 Pfund. Weiter ſprach
er von der großen Arbeit, die dem Eliſabethenſtift in
die=
ſem Kriege geworden iſt. Die beim Ausgange des
Got=
tesdienſtes erhobene Kollekte ergab den anſehnlichen
Be=
trag von 27 Mark.
* „Einige Fragen. Zu beantworten von den rechtlich
denkenden Amerikanern.” Unter dieſem Titel ſchreibt das
in Philadelphia erſcheinende Sonntagsblatt: „Dem
recht=
lich denkenden amerikaniſchen Bürger, der ſich nicht
fort=
während, auch nicht durch Zeitungsberichte, zum Narren
haben läßt, werden folgende Fragen zur Erwägung
vor=
gelegt:
1. Warum wird Zabern genannt, während Kiſchinew
vergeſſen iſt?
2. Warum iſt es für Deutſchland ein Verbrechen gegen
die Menſchheit, die größte Armee der Welt zu
unterhal=
ten, aber ein gerechtes, natürliches und geeignetes
Ver=
teidigungsmittel für Großbritannien, die größte Flotte der
Welt zu beſitzen?
3. Warum iſt es hyſteriſch oder heuchleriſch von
Deutſchland, von der „Slawiſchen Gefahr” zu ſprechen,
aber weiſe, vorſichtig und rechtſchaffen von England,
wäh=
rend der letzten zehn Jahre dem Volke den Gedanken an
die „Deutſche Gefahr” beſtändig in Erinnerung gebracht
zu haben?
4. Warum war es ſchmählich von Oeſterreich, die
Auf=
richtigkeit Serbiens bezüglich der Annahme der 7 oder 8
Bedingungen des Ultimatums in Frage zu ziehen, aber
bloß ſtaatsmänniſche Vorſicht von Sir E. Grey, die
Auf=
richtigkeit der Bemühungen Deutſchlands um die
Erhal=
tung des Friedens zu bezweifeln?
5. Warum war es entwürdigend für Deutſchland,
ſei=
nem Verbündeten Oeſterreich Treue zu halten, aber edel
und heroiſch von England, gegen ſeinen Verbündeten
Frankreich treu zu ſein?
6. Warum iſt Deutſchlands Einfall in dem neutralen
Belgien eine ſchändliche Tat, aber Japans Einfall in
China etwas Unbedeutendes?
7. Warum wird jeder belgiſche, franzöſiſche und
eng=
liſche Bericht über deutſche Ausſchreitungen verſchlungen
und geglaubt, während deutſche Berichte über belgiſche
und ruſſiſche Ausſchreitungen als reine Erfindung
hinge=
ſtellt werden?
8. Warum iſt es ungehörig und ein Neutralitätsbruch
für Amerikaner deutſcher Abkunft, ihre Sympathie für
Deutſchland zu bekunden, aber ſtatthaft und
empfehlens=
wert für Amerikaner engliſcher Abkunft, ihre Sympathie
für England und deſſen Verbündete auszudrücken?
9. Warum iſt es fanatiſch und barbariſch von den
Deutſchen, an Deutſchlands glückliche Zukunft zu glauben,
aber recht und natürlich von den Engländern, an ein ihnen
vom Himmel zugewieſenes Recht, die Erde zu beherrſchen,
zu glauben?
10. Warum iſt es lächerlich und gottesläſterlich von
den Deutſchen, Gott zu bitten, während es ſonſt als
Be=
weis für eine gerechte Sache und für die Reinheit des
Her=
zens gilt, Gott anzurufen?
*⁎* Wenn die Taube über Warſchau erſcheint. .
Warſchau hat in den letzten Wochen aufgeregte Tage
ge=
ſehen, und beſonders waren es die häufigen Beſuche
dent=
ſcher „Tauben” die die Bevölkerung in einen furchtbaren
Schrecken verſetzten. Das Bild einer ſolchen Panik in
Warſchau ſchildert der Berichterſtatter Stephen
Gra=
ham. Es iſt ein leuchtend klarer, warmer Herbſttag, und
die Menge drängt ſich aufgeregt in Warſchaus Straßen.
Die Nachrichten, daß die Deutſchen nahe ſind, ſchwirren
umher, und viele möchten fliehen. Aber dazu iſt eine
be=
ſondere Erlaubnis nötig, die man nur durch große
Geld=
aufwendungen erlangen kann, und außerdem ſind die
ab=
gehenden Züge alle überfüllt. Die meiſten müſſen alſo
noch warten, und ſie tun es, zitternd vor Angſt und
ner=
vös. Jeden Augenblick werden Spione feſtgenommen, und
es geht kein Tag vorüber, ohne daß ein paar erhängt oder
erſchoſſen werden. „Um 3 Uhr nachmittags dränge ich mich
mit den anderen durch die Hauptſtraße, und plötzlich
kommt in den Bienenſchwarm eine wilde Erregung. Die
Leute beſchatten die Augen mit den Händen und gucken
in den ſonnigen Himmel, und ich gucke mit ihnen. Ein
großer Vogel eilt vorwärts über die Stadt; er ſieht aus
wie ein deutſcher Adler, der ſich brüſtet in dem
Sonnen=
gold. Mit raſender Schnelligkeit nähert er ſich, und nun
iſt er über unſeren Köpfen. Das Volk verſucht zu fliehen,
jetzt nach dieſer Seite des Weges und dann nach der
an=
deren. Man ſtößt ſich und drängt ſich hin und her. Schreie
löſen ſich aus dem Menſchenknäuel, und man wird faſt
erdrückt. Zwei Augenblicke ſpäter zuckt ein Blitz aus
rau=
higem Feuer, und ein dumpfer Aufſchlag erfolgt. Stücke
eines Daches fliegen auf die Straße, drei Häuſer entfernt
von dem Ort, wo ich ſtehe; eine Bombe iſt auf die Spitze
meines Lieblings=Kaffees gefallen und hat den Platz
ver=
wüſtet, an dem ich zehn Tage meinen Kaffee ſchlürfte und
meine Artikel ſchrieb. Nachdem er die Bombe
abgewor=
fen, ſchießt das raſtloſe Flugzeug direkt empor in den
Him=
mel und verſchwindet. Eine ungeheure Menge hat ſich um
das Kaffee verſammelt und ſchreit und ſpricht in dumpfem
Schrecken. Aber ſogleich kommt der preußiſche Adler von
dem Horizont her, in dem er verſchwunden war, wieder
zurück und nähert ſich mit atemberaubender
Schnellig=
keit. Eine große Panik entſteht nun in den Straßen, ein
Augenblick des höchſten Schreckens, in dem jedem das Herz
ſtill zu ſtehen ſcheint. Alles flüchtet. Selbſt die Soldaten
ſtürzen fort. um irgend welche eingebildeten Schutzwinlel
aufzuſuchen. Die Straßenbahnwagen ſtehen wie
verſtet=
nert vor Grauen ſtill, die Droſchken fahren nicht mehr
wei=
ter und die Kutſcher ſpringen von ihren Sitzen. Jeder
hat das Gefühl, als wenn er im nächſten Augenblick in
kleine Stücke zerſchmettert werden ſollte. Die Verwirrung
iſt unbeſchreiblich. Keiner iſt ſicher, denn die Bomben
fallen auf Gerechte und Ungerechte mit großer
Unpartei=
lichkeit. Die, vor der wir uns fürchteten, fiel zwei
Stra=
ßen von uns entfernt herunter und tötete ſechs Menſchen,
die nicht einmal ahnten, daß ein Feind über ihren
Häup=
tern ſchwebte. So lauert die Gefahr beſtändig in den
Lüf=
ten über Warſchau. Die einen ſehen ſie, die anderen
wiſſen nichts von ihr. Die ruſſiſchen Behörden aber haben
einen ſchweren Stand, die nervöſe Bevölkerung in dieſen
Tagen der höchſten Aufregung zu beaufſichtigen, und wenn
die Deutſchen in die Stadt kämen, ließen ſich die
gefähr=
lichen Elemente in dieſem innerlich zerwühlten Warſchau
wohl kaum zurückhalten.”
* Abſchiedsgruß. Von einem aus Darmſtadt
Aus=
gewieſenen polniſch=ruſſiſcher Nationalität wird uns
folgender Abſchiedsgruß zugeſandt, den wir wörtlich
wieder=
geben: Leb wohl, du ſchönes, liebes Darmſtädtchen. Wohl
habe ich mich in deinen Mauern während meines 5
jähri=
gen Aufenthaltes gefühlt, da ich drin ſo viel Anregung
für das Schöne und Erhabene bekommen habe, da ich
aus dem reichen Born der hier vorhandenen Kunſt und
Wiſſenſchaft in Fülle geſchöpft habe. Vielen Dank meinen
zahlreichen Lehrern, die mich ſo gewiſſenhaft erzogen und
lehrten. Beſten Dank meiner treuen Wirtin, der ich beim
Ausbruch des Krieges manches Unangenehme ſeitens der
übertrieben patriotiſch geſinnten Nachbarſchaft verurſacht
habe. Obwohl ich aus den Mauern Darmſtadts
ausge=
wieſen bin, trotzdem, daß ich deutſchfreundlich geſinnt bin,
danke ich der Polizeibehörde für ihren Schutz, den ſie mir
gewährt hat und noch gewährt. Eben deshalb, da ich
deutſchfreundlich geſinnt bin, teile ich das Schickſal vieler
anderer mit dem Bewußtſein, daß dieſe auch für mich
ent=
ſtandenen Maßregeln als nutzbringende Notwendigkeit zu
betrachten ſind. Vielen, vielen Dank Euch lieben ſchönen
Mädchen, die mir den Abſchied gar zu ſchwer machen.
Innigſten Dank Euch für die frohen Stunden, die ich mit
Ihnen beim Spiel und Tanz verlebt habe. Dank Euch
allen meinen lieben Kollegen für die ſchönen Stunden
der Geſelligkeit und für die des Studiums, die wir
zu=
ſammen verbrachten. Gebe Gott, daß alle von Euch, die
ins Feld gezogen ſind, mit Sieg bekrönt nach Hauſe
zurück=
kehren, und die, welche noch zu Hauſe geblieben ſind, ihrem
vorgenommenen Ziele mit Ruhe entgegentreten können.
Lebt wohl!
Nummer 321.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. November 1914.
Seite 5.
Reich und Ausland.
München, 20. Nov. (Falſchmünzer.) Ein jetzt
verhafteter Kaufman und ehemaliger Chemigraph hat im
Laufe der letzten beiden Jahre 2000 deutſche Reichs=
Banknoten von je 100 M. angefertigt. Die Noten ſind
äußerſt geſchickt gefälſcht, ſelbſt Banken ſind gelegentlich
getäuſcht worden. Nach angeſtellten Ermittelungen
ſchei=
nen nicht mehr als 50 bis 60 der Scheine in den Verkehr
gelangt zu ſein. In der Wohnung des Täters wurden
für 197600 Mark gefälſchter Banknoten ſowie alle zur
Herſtellung benutzten Maſchinen gefunden. Der
Verhaf=
tete hat die Noten allein angefertigt und einen Teil in
den Verkehr gebracht. Er iſt in vollem Umfange
ge=
ſtändig.
Leipzig, 20. Nov. (Spionageprozeß.) Vor
dem 2. Strafſenat des Reichsgerichts ſtand heute der
Kaufmann Kurt Kaul aus Berlin=Schöneberg wegen
verſuchten und vollendeten Verrats militäriſcher
Geheim=
niſſe. Zur Verhandlung waren ſieben Zeugen erſchienen,
darunter der ehemalige Vizefeldwebel Pohl aus Thorn,
der vom Kriegsgericht wegen Spionage zugunſten
Ruß=
lands zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde.
Dem Angeklagten Kaul wurde zur Laſt gelegt, daß er
im Jahre 1914 den Verſuch gemacht habe, geheim zu
hal=
tende Gegenſtände an das ruſſiſche Nachrichtenbüro
aus=
zuliefern, ferner in Gemeinſchaft mit dem genannten
Pohl Zeichnungen, deren Geheimhaltung geboten war,
an das ruſſiſche Nachrichtenbüro ausgeliefert zu haben.
Der Angeklagte, der ein bewegtes Leben hinter ſich hat,
hielt ſich vor zwei Jahren in Serbien und Bulgarien auf
und knüpfte von dort aus Beziehungen zu Rußland an.
Die Oeffentlichkeit war während der Verhandlung
aus=
geſchloſſen. Kaul wurde zu 5 Jahren 6 Monaten
Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverluſt, ſowie zur
Stellung unter polizeiliche Aufſicht verurteilt.
Hannover, 20. Nov. (Todesfall.) Der frühere
nationalliberale Reichstagsabgeordnete Guſtav
Roth=
barth=Dagebrück iſt nach kurzer Krankheit im 73.
Le=
bensjahre heute geſtorben. Er vertrat von 1893 bis 1898
den Wahlkreis Celle im Reichstag.
Rom, 20. Nov. (Eine Ironie des Schickſals.)
Nachrichten aus Paris zufolge ſollen mit Bauarbeiten
bei Montforts beſchäftigte deutſche
Kriegsgefan=
gene durch Zufall einen reichen Goldfund aus der
Zeit Ludwig XIV. entdeckt haben.
Parlamentariſches.
Kampfloſe Landtagswahlen in
Heſ=
ſen. In einer gemeinſamen Beratung der
Kammervor=
ſtände und des Finanzausſchuſſes mit der Regierung hatte
der Abg. Ulrich den Vorſchlag gemacht, die
bevor=
ſtehenden Landtagswahlen durch eine
Verein=
barung der Parteien auf der Grundlage des
be=
ſtehenden Beſitzſtandes kampflos durchzuführen.
Dieſer Vorſchlag war von der Regierung und den
Ver=
tretern aller Parteien mehr oder minder warm begrüßt
worden. Die Nationalliberale Partei und auch
der Engere Landesausſchuß der Fortſchrittlichen
Volkspartei ſtimmten dem Vorſchlage unter
Zurück=
ſtellung aller Bedenken zu, da die Forderung der
Einig=
keit und Geſchloſſenheit des deutſchen Volkes in dieſer
ernſten und großen Zeit allen anderen Rückſichten
vor=
gehe. Eine neuerliche gemeinſame Beratung von
Ver=
tretern aller Parteien verlief leider ergebnislos.
Eine Verſtändigung konnte unter den Parteien noch nicht
erzielt werden. Doch ſoll in nächſter Zeit nochmals eine
gemeinſame Beratung ſtattfinden, um eine Verſtändigung
zu erzielen. Die heſſiſche Zentrumspartei hat nun
eben=
falls Stellung zu der Frage der kampfloſen Wahlen
ge=
nommen. Das am Donnerstag in Mainz verſammelte
Landeskomitee der Heſſiſchen Zentrumspartei ermächtigie
den Landtagsabgeordneten Molthan, in der
demnäch=
ſtigen Sitzung der Vertreter der fünf heſſiſchen Parteien
zu erklären, daß auch die Zentrumspartei mit der kampf=
loſen Landtagswahl unter der vollſtändigen
Wah=
rung des bisherigen Beſitzſtandes
einver=
ſtanden iſt. Ferner forderte das Komitee die Partei
auf, demnächſt einen Antrag im Landtag einzubringen,
der auf die Vergebung von Arbeiten der
Militärverwal=
tung auch an Innungen und
Kleingewerbe=
treibende hinausläuft.
Erdbeben.
* Hohenheim bei Stuttgart, 20. Nov. Heute nacht
1 Uhr 59 Min. 39 Sek. regiſtrierten die Inſtrumente der
Erdbebenwarte ein ſchwaches Nahbeben. Der Herd
liegt in einer Entfernung von etwa 50 Kilometern.
Landwirtſchaftliches.
— Frankfurt a. M., 19. Nov. (Viehhof=
Marktbericht.) Auftrieb: 96 Rinder (4 Ochſen, 6
Bul=
len, 86 Kühe), 460 Kälber, 480 Schafe, 1449 Schweine.
Preiſe (pro 50 Kilo Lebendgewicht): Kälber: a)
b) 52—56 (Schlachtgewicht 86—93), c) 52—56 (86—93)
d) 48—51 (81—86); Schafe: a) 36—37) 78—80, b) 29—32
(70—75), c) 28—29 (66—68); Schweine: a) 57—59
(72—74), b) 56—57,50 (70—72), c) 57—59 (72—74)
d) 57—59 (72—74). Marktverlauf: Kälber lebhaft, Schafe
und Schweine rege, alles ausverkauft.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebaktien
ſeinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.
— Wir alle haben ſchon die vielen jungen
Schle=
ſier, die bis auf weitere Verfügung unſere Gäſte ſind,
bedauernd angeſehen, wenn ſie frierend durch die Straßen
gehen. Die meiſten von ihnen mußten ſo ſchnell zur
Bahn, daß es ihnen in der Eile nicht möglich war,
irgend=
velche Kleidervorräte mitzunehmen. Nun finden ſich
ge=
wiß in manchem Haushalt ein abgelegter
Ueber=
zieher, Mantel oder Umhang, ſowie alte
Hand=
ſchuhe, die zur Linderung dieſer Not zur Verfügung
geſtellt werden können. Gütige Geber mögen ſolche Sachen
Grüner Weg 99 abgeben oder dorthin per Poſtkarte oder
telephoniſch (Nr. 1442) Mitteilung machen, wo die
Klei=
dungsſtücke abgeholt werden können. Doppelt gibt, wer
ſchnell gibt. Und Eile tut not!
Literariſches.
— Das ſoeben erſchienene Sonderheft „Salzburg”
der in weiten Kreiſen verbreiteten kirchenmuſikaliſchen
Zeitſchrift „Muſica Divina” erweckt durch die Fülle
wertvoller und höchſt intereſſanter Aufſätze, durch die
ſtattliche Anzahl von Illuſtrationen und Kunſtblättern,
ſowie durch ſeine ſonſtige vornehme Ausſtattung
allge=
meines Intereſſe und findet lebhafte Averkennung auch
bei den zahlreichen Verehrern und Beſuchern der
altbe=
rühmten Mozartſtadt. Die bemerkenswerten und
anzie=
henden Beiträge vieler unſerer anerkannteſten Gelehrten
und Schriftſteller ſichern dem Hefte eine weit über den
R hmen einer Feſtnummer gehende Bedeutung. Als
Beilage enthält die Feſtnummer auch noch die von den
Prof. Goller und Springer bearbeitete Liturgiſche Veſper.
Das mit einem mehrfarbigen Titelbild geſchmückte
Sonderheft „Salzburg” koſtet ebenſo wie die im Vorjahre
erſchienene Sondernummer „Kloſterneuburg” M. 1.25 (
Ver=
lag: Univerſal=Edition A. G. Wien 1. Karlsplatz 6.)
— Wiener Mode. Das ſoeben erſchienene Heft
unſeres großen Wiener Modeblattes bringt eine
Sonder=
beilage: „Was größere Mädchen für arme Kinder zu
Weihnachten arbeiten ſollten,” eine liebe Anregung, der
hoffentlich recht viel Folge gegeben wird, zumal alle die
ſchönen Sachen von vollen Anleitungen begleitet ſind. Man
kauft die Wiener Mode in jeder Buchhandlung zum Preiſe
von 60 Heller (50 Pfg.) pro Heft.
Der Krieg.
Vom weſtlichen Kriegsſchauplatz.
Ein Vorſtoß nach Calais?
* London, 19. Nov. Die Evening Poſt meldet aus
Rotterdam: Vom Dienstag bis Mittwoch war der
Eiſen=
bahnverkehr in Belgien eingeſtellt. Dies iſt ein Zeichen,
daß ein neuer Angriff in Flandern und ein Vorſtoß nach
Calais mit verdoppelter Kraft bevorſteht.
* Genf, 20. Nov. Zwiſchen Oiſe und Aisne für den
Erſatz entſandte algeriſche Abteilungen erlitten
geſtern bei Tracy le Val (10 Kilometer ſüdlich von Noyon)
ungewöhnlich ſtarke Verluſte
Vom öſtlichen Kriegsſchauplatz.
Ueberall Erfolge!
* Wien, 20. Nov. Amtlich wird verlautbart: 20.
November, mittags. Auch geſtern hatten die
Verbün=
deten in Ruſſiſch=Polen überall Erfolge.
Die Entſcheidung iſt noch nicht gefallen. Die
Zahl der gefangenen Ruſſen nimmt zu. Vor Przemysl
erlitten die Ruſſen durch einen ſofort abgeſchlagenen
Verſuch, ſtarke Sicherungstruppen näher an die
Süd=
front der Feſtung heranzubringen, ſchwere Verluſte.
v. Höfer, Generalmajor.
Ruſſiſche Räuberei in Galizien.
Wien, 20. Nov. Aus dem Kriegspreſſequartier
wird gemeldet: Zuverläſſige Berichte aus den von den
Ruſſen beſetzten Teilen Galiziens beſagen, daß die Ruſſen
ganze Eiſenbahnzüge voll
Wertgegenſtän=
den nach Rußland abſchieben.
Vom ſüdlichen Kriegsſchauplatz.
* Wien, 20. Nov. Vom ſüdlichen
Kriegs=
ſchauplatz wird amtlich gemeldet: 20. November. Die
partiellen Kämpfe an der ganzen Front
dauern fort. Der Angriff auf die befeſtigte Stellung
von Lazarevac macht günſtige Fortſchritte.
Geſtern wurden 7 Offiziere und 660 Mann
ge=
fangen genommen. Es herrſcht eine ungünſtige
Witterung, auf den Höhen liegt ein Meter Schnee. Die
Niederungen ſind überſchwemmt.
* Sofia, 20. Nov. (Agence Bulgare.) Das
Vor=
dringen der öſterreichiſch=ungariſchen
Armee in Serbien macht auf alle politiſchen und
parlamentariſchen Kreiſe einen nachhaltigen
Ein=
druck. Allgemein tritt die Ueberzeugung zutage, daß
der Zuſammenbruch Serbiens eine tiefgehende
Aenderung der Balkanlage mit ſich bringe und Ereigniſſe
von großer Tragweite herbeiführen könne. Dieſes iſt der
einzige Geſprächsſtoff in den Wandelgängen der Sobranje,
deren Sitzungen unter dem Eindruck der Niederlage von
Valjewo ſtehen.
Die wirtſchaftlichen Ausſichten Deutſchlands.
* Berlin, 20. Nov. Das Wolffbureau wird um
Verbreitung folgender Erklärung erſucht:
Die Times vom 14. November leiſten ſich einen
Leit=
artikel, in welchem die wirtſchaftlichen
Ausſich=
ten Deutſchlands in den düſterſten Farben
geſchil=
dert werden. Da auch ich unter den „
internationa=
len Figuren” genannt werde, welche die „Wahrheit
verſtehen” welche „intenſiv patriotiſch und ebenſo nach
dem deutſchen Siege dürſtend ſind, wie irgend ein Junker”
aber denen in zunehmendem Maße klar werde, daß ſie
„nicht ſiegen können”, ſo bin ich zu der Erklärung
veran=
laßt, daß „der diſtinguierte Bürger eines neutralen Lan=
Neues von Hindenburg.
* Der Berichterſtatter der Neuen Freien Preſſe im
Hauptquartier der Oſtarmee, der, wie gemeldet, vom
Generaloberſten v. Hindenburg empfangen wurde, teilt
weiter mit:
Generaloberſt v. Hindenburg iſt eine impoſante
Er=
ſcheinung, ganz ſo hochragend, ſo reckenhaft, wie man den
Sieger von Tannenberg ſich vorſtellt. Die Abbildungen
aber, die jetzt zu vielen Tauſenden in ganz Deutſchland
verbreitet ſind, ſind nicht ſehr ähnlich, weil der
General=
oberſt trotz ſeiner 67 Jahre in Wirklichkeit weit jünger
ausſieht als auf allen ſeinen Bildern. Die hohe Geſtalt
des berühmten Heerführers iſt von den Jahren auch noch
nicht um eine Linie gebeugt; ſelbſt zu jener rundlichen
Fülle, die mit dem Generalsrange nicht ſelten
verbun=
den iſt und die Feldherreneigenſchaften durchaus nicht
ausſchließt, iſt kaum ein Anſatz vorhanden. In ſeiner
aufrechten, echt militäriſchen Haltung gibt Herr v.
Hin=
denburg ein Bild von Kraft und Geſundheit.
Hinden=
burg trägt ſein graues Haar nach militäriſcher Sitte kurz
geſchnitten. Der Schnurrbart, mit Sorgfalt gekräuſelt
und gewunden, iſt zum Teil noch blond. Tief nnter der
ſchmalen Stirn liegen kleine blaue Augen, die im
Ge=
ſpräch ſich manchmal ſchließen. Der Kopf ſcheint klein im
Verhältnis zu der außergewöhnlich hohen Geſtalt. Für
ſich betrachtet, iſt er ein mächtiges Haupt — der echte Kopf
eines Tatmenſchen, eines Kriegsmannes, ſtark und feſt
zugleich ein echt deutſcher Charakterkopf mit den
marki=
gen Zügen der Bildniſſe von Holbein und Dürer. Das
Abendeſſen iſt einfach: Suppe und ein Gang. Was an
raffinierteren Genüſſen geſpendet wird, ſtammt aus
Lie=
besgaben, die in Menge aus ganz Deutſchland bei dem
Befreier von Oſtpreußen eintreffen. Daher der
Cham=
pagner und daher der alte Ungarwein.
Das Geſpräch berührte weiter den Vorſtoß gegen
Iwangorod und Warſchau, den die Oſtarmee eben
unternommen hat. „Der Hauptzweck dieſes Vorſtoßes
war,” erklärten die Offiziere, „die Eiſenbahn nach
War=
ſchau zu zerſtören. Das haben wir auch gehörig beſorgt.
Wenn uns bei dieſer Gelegenheit Warſchau und
Iwango=
rod in die Hände gefallen wären, hätten wir nicht Nein
geſagt. Aber darauf gerechnet haben wir nicht.
Hin=
gegen mit der Eiſenbahn haben wir erreicht, was wir
wollten. Die iſt gründlich kaput. Die Ruſſen verſtehen
ſich zwar vortrefflich darauf, eine zerſtörte Eiſenbahn
wieder herzuſtellen, allein es hat ſie doch wochenlang
auf=
gehalten, und das war unſer Plan.‟ Dann ging man
wieder ein Stück zurück — weit genug, damit den Ruſſen
das Fehlen der Eiſenbahn ſich fühlbar machen könne, aber
auch nicht weiter. Jetzt zeigte ſich erſt, wie unbegrenzt
das Vertrauen der Truppen zu ihrer Heeresleitung iſt.
Eine Rückzugsbewegung iſt eine ſtarke
Belaſtungs=
probe für dieſes Vertrauen; es hat ſie glänzend beſtanden.
Die Truppen ſagten ſich, daß ein ſtrategiſcher Plan
ver=
folgt werde, vollzogen den Rückmarſch in tadelloſer
Ord=
nung und blieben in zuverſichtlicher Stimmung. Sie
waren überzeugt, daß ſie bald wieder vorgehen würden,
und ſie haben ſich nicht getäuſcht. Eben iſt, wie erwähnt,
die neue Vorwärtsbewegung im Gange.
Ein Kapitel für ſich bilden die Landſtraßen in
ſtuſſiſch=Polen. Keine Phantaſie kann ſich dieſen
Schmutz vorſtellen. „Auf einer Landſtraße,” erzählt
Ex=
zellenz von Hindenburg, „gab es ein ganz im Kot
verbor=
genes Hindernis. Auf der Oberfläche ſah man nichts;
das Ding ſteckte tief drin. Es wurde nachgegraben, und
man fand einen — Pferdekadaver. Der Kot lag ſo hoch,
daß das ganze Pferd darin eingeſunken war.”
Das Syſtem des Grenzſchutzes, das der Generaloberſt
ſich gewählt hat, hat die Ruſſen in die maſuriſchen Seen
Seen geführt. Es iſt das „Syſtem Tannenberg”.
Hin=
enburg erzählte von dieſer gewaltigen Schlacht, die ſich
auf einem Terrain abgeſpielt hat, das dasjenige der
Schlacht bei Sedan an Ausdehnung um mehr als das
Vierfache übertraf. Auf dieſem Schlachtfelde wurden die
Ruſſen nach allen Regeln der Kunſt „eingekreiſt‟. Die
ſtrategiſche Einkreiſung als Antwort auf die politiſche.
In der Mitte hatten ſich die Ruſſen eine wunderſchöne
Stellung aufgebaut. Es half ihnen aber nichts.
Hinden=
burg hielt ſich mit ſeinem Stabe bei einer der Armeen auf,
welche die Ruſſen umzingelten. Dort wartete er auf
Nachricht. Gegen Miitag erſcheint plötzlich hoch in den
Wolken ein Flieger. Er kommt näher und näher, ſchwebr
über die ruſſiſchen Stellungen hinweg und geht beim
Hindenburgſchen Hauptquartier nieder. Der
Oberbefehls=
erhält auf dieſe Weiſe die Meldung, daß ſeine Oſtarmee
in den ihr zugewieſenen Raum eingerückt iſt, daß der
Kreis geſchloſſen iſt, und daß die Ruſſen in der Falle
ſitzen. Und Hindenburg befiehlt den Angriff.
Ein Haß gegen die Ruſſen beſteht im
Hinden=
burgſchen Hauptquartier nicht. Die Heereslritung
be=
trachtet es als ihre Aufgabe, die Ruſſen zu vernichten,
und unterzieht ſich dieſer Aufgabe ganz ſachlich, man
möchte beinahe ſagen: ohne Feindſeligkeit. Es wird
ſo=
gar anerkannt, daß die Ruſſen den Krieg jetzt im
weſent=
lichen „anſtändig” führen. Ueberhaupt werden die
Geg=
ner mit ruhiger Objektivität beurteilt, man iſt bemüht,
ihnen Gerechtigkeit widerfahren zu laſſen, und es wird
von ihnen in einem ritterlichen Tone geſprochen. Auch
die Leiſtungen der Franzoſen in der Verteidigung
ihres Landes werden gewürdigt, wenngleich natürlich
kein Zweifel daran beſteht, daß alle franzöſiſchen
An=
ſtrengungen vergeblich ſein werden, und daß auch im
Weſten der deutſche Sieg mit Sicherheit zu erwarten iſt.
Nur gegen die Engländer beſteht auch hier
derſelbe Haß wie in ganz Deutſchland. Herr von
Hindenburg ſagt, der Kronprinz von Bayern mit ſeinen
markigen Tagesbefehlen, welche die Engländer als den
verhaßteſten Feind bezeichnen, habe ihm ganz aus der
Seele geſprochen. Dabei unterſchätzt man aber durchaus
nicht die Kriegstüchtigkeit der engliſchen Soldaten.
Dieſe ſei keine Ueberraſchung für den deutſchen
General=
ſtab, verſichert General Ludendorff. Das deutſche
Publi=
kum habe die Engländer als eine Art Schützengilde
be=
trachtet, allein der Generalſtab ſei ſich auch vor dem Kriege
ſchon darüber klar geweſen, daß ſie auch zu Lande ernſt zu
nehmende Gegner ſeien. An Kitcheners Millionenheer
freilich glaubt man nicht. Wenn es ſelbſt gelingen würde,
die Millionenarmee zuſammenzubringen — wer ſoll ſie
ausbilden? Woher will England über Nacht die
Offi=
ziere und die Unteroffiziere nehmen, die ſich Deutſchland
durch die ununterbrochene militäriſche Arbeit von
Gene=
rationen geſchaffen hat? Und die Ausbildung iſt doch
das entſcheidende. Ein Haufen von Menſchen, die in
Uniformen geſteckt ſind, iſt noch lange keine Armee. Mit
Herzlichkeit wird der Türken gedacht. Man erwartet viel
von der tapferen türkiſchen Armee. Der Generaloberſt
v. Hindenburg iſt mit dem türkiſchen Botſchafter in
Ber=
lin, dem General Mahumed Mukhtar Paſcha, gut bekannt,
und General Ludendorff hat ſogar mit ihm zuſammen auf
der Kriegsakademie ſtudiert. „Er hat es weiter gebracht
als ich,” bemerkt der General mit der Beſcheidenheit, die
ihn charakteriſiert.
Ueber ſich ſelbſt ſagte Hindenburg: Ein kranker Mann
bin ich nicht, ich bin auch nicht vom Krankenbett geholt
worden, um den Oberbefehl zu übernehmen. Die
hiſto=
riſche Wahrheit iſt; Ich lag nicht im Bette, ſondern ich
ſaß am Kaffeetiſch, als die entſcheidende Depeſche eintraf.
Bald darauf kam mein Generalſtabschef mit einem
Extra=
zug aus Belgien, teilte mir Näheres mit und dann fuhren
wir zuſammen weiter nach Tannenberg. Von den
einge=
bildeten Krankheiten — von den Krankheiten, die man
mir einbildet — machen mir am meiſten die Gallenſteine
zu ſchaffen. Nie im Leben habe ich Gallenſteine gehabt.
Das hilft mir nicht. Andere Leute wiſſen es beſſer und
es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht Rezepte gegen
Gallenſteine erhalte. Manche ſchicken gleich das Pulver
mit, das mich heilen ſoll. Ich bin all den braven Menſchen
ſehr dankbar, daß ſie um meine Geſundheit ſo beſorgt
ſind. Aber es geht mir ausgezeichnet und ich kann doch all
das Zeug nicht ſchlucken, beim beſten Willen nicht.
Stra=
tegiſche Ratſchläge brauche ich nicht. Es kommen
unauf=
hörlich Briefe, die mir ſichere Mittel angeben, um den
Krieg zu gewinnen. Da ſchreibt mir neulich jemand, ich
ſolle immer nur am Ufer eines gewiſſen Fluſſes entlang
ziehen, immer geradeaus bis nach Petersburg. Die Idee
iſt nicht ſchlecht und wenn mir die Ruſſen vorher
ver=
ſprechen würden, immer am anderen Ufer zu bleiben, ſo
täte ich es vielleicht. Nein, nein, ich habe nun einmal
meine eigene Anſicht über die Strategie. Die guten
Rat=
ſchläge ſind nicht nötig. Meine Herren vom Generalſtab
und ich, wir helfen uns ſchon allein durch.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. November 1914.
Nummer 321.
des”, auf deſſen Mitteilung die Times ihre Auslaſſungen
ſtützen, mir unbekannt iſt, daß ich die mir
unterſcho=
benen Anſichten keineswegs hege und daß ich nichts
weni=
ger als überzeugt bin, daß wir nicht ſiegen können. Es
wäre müßig, mit der Times oder ihrem ungenannten
Ge=
währsmann zu polemiſieren, zumal es ſich ganz
offenſicht=
lich um Aeußerungen handelt, die für den Geſchmack der
Times=Leſer zurecht gemacht ſind. Wir können damit
zufrieden ſein, daß „der diſtinguierte Neutrale”, der in
jüngſter Zeit ſieben Wochen in Deutſchland geweilt hat,
nach ſeinen eigenen Worten noch keine Spur erblicken
konnte, daß Deutſchland die Kriegswirkungen fühlt.
Arthur v. Gwinner.
Die öſterreichiſche Kriegsanleihe.
* Wien, 20. Nov. Der Neuen Freien Preſſe
zu=
folge haben die Zeichnungen auf die öſterreichiſche
Kriegsanleihe nach den Schätzungen unterrichteter
Perſonen bereits eine Milliarde erreicht. Die
Hoffnung ſei berechtigt, daß noch ein gutes Stück Wegs
zur zweiten Milliarde zurückgelegt werden wird.
Da auch die ungariſche Kriegsanleihe jetzt ſchon
ein günſtiges Ergebnis aufweiſe, wird die Erwartung
ge=
rechtfertigt werden, daß die Leiſtungsfähigkeit beider Teile
der Monarchie überall einen guten Eindruck hervorrufen
wird.
Der türkiſche Krieg.
Die Behandlung feindlicher Staatsangehöriger in der
Türkei.
* London, 20. Nov. Die Times meldet aus
Kairo vom 17. November: Den britiſchen, franzöſiſchen
und ruſſiſchen Untertanen in Syrien iſt verboten
worden, das Land zu verlaſſen. Bisher ſind
nur wenige gefangen geſetzt worden.
* Konſtantinopel, 20. Nov. Der Tanin
be=
ſpricht die Debatte im engliſchen Unterhaus über die
Be=
handlung, die man gegen die in England wohnenden
Deutſchen anwenden wird und mit der ein neuerlicher
Be=
weis für die engliſche Moral geliefert ſei. Das
Blatt verweiſt auf das Vorgehen der engliſchen und
frau=
zöſiſchen Flotte, die in den ozeaniſchen Gewäſſern kreuzen
und auf neutralen Schiffen Osmanen zu ergreifen ſuchen, die
mit der Armee nichts zu tun hätten. Das Blatt ſpricht
ſeine Verwunderung über die Behandlung aus, die man
den in der Türkei ſich aufhaltenden
Eng=
ländern zuteil werden laſſe. Obwohl es offenkundig
ſei, daß ſie ſeit Jahren ein ganzes Spionagenetz
organi=
ſiert haben, laſſe die Regierung ſie ſich frei im türkiſchen
Lande bewegen und nach dem Auslande abreiſen, dami!
ſie Rußland, Frankreich und England Nachrichten bringen.
* Konſtantinopel, 20. Nov. Wie verlautet,
unterzeichnete der Sultan einen Erlaß, durch welchen
dem Infanterie=Regiment, welchem in den Kämpfen von
Köpriköi, nachdem es einen großen Teil ſeiner Offiziere
und Mannſchaften verloren hatte, gelang, die Anhöhe
1905 zu erobern, die Liskat=(Verdienſt) Medaille verliehen
wird. Ebenſo ſollen die überlebenden Offiziere und
Manſchaften des Regiments Auszeichnungen
er=
halten.
Die Verſorgung Belgiens mit Lebensmitteln.
* London, 20. Nov. In der Mittwochsſitzung des
Unterhauſes ſagte Unterſtaatsſekretär Acland auf eine
Anfrage des Lords Ronaldehay: Am 16. November gab
der Generalgouverneur Freiherr von der Goltz
den Geſandten der Vereinigten Staaten und
Spa=
niens in Brüſſel die ſchriftliche
Garan=
tie, daß die vom Hilfskomitee nach Belgien
ein=
geführten Nahrungsmittel nicht von der
Militär=
behörde requiriert, ſondern zur alleinigen
Ver=
fügung der Kommiſſion bleiben würden. Infolge dieſer
Garantie und auf Erſuchen der Vereinigten
Staaten und Spaniens hat die britiſche
Regie=
rung beſchloſſen, Schiffstransporte von
Nah=
rungsmitteln aus neutralen Ländern auf neutralen
Schiffen, die an den Geſandten der Vereinigten Staaten
oder Spaniens in Brüſſel oder den Vizekonſul in
Rotter=
dam konſigniert ſeien, nicht zu behindern.
Die Unterſtützung der Deutſchen in England.
* London, 20. Nov. Die britiſche Regierung
Le=
ſchloß, den in England geborenen Frauen und
Kindern deutſcher Internierter ein Pfund
Ster=
ling wöchentlich auszuzahlen, was den Zahlungen
entſpricht, die der amerikaniſche Konſul an in
Deutſchland geborenen Frauen und
Kin=
dern Internierter leiſtet.
Grauſame Kriegsführung.
* Köln, 20. Nov. Die Kölniſche Zeitung meldet:
Wir ſind im Beſitz von photographiſchen
Auf=
nahmen, die unſere Militärbehörde von
franzöſi=
ſchen Infanteriegeſchoſſen herſtellen ließ, die
einen unwiderleglichen Beweis für die Grauſamkeit der
franzöſiſchen Kriegführung bilden. Bei dieſen Geſchoſſen
ſind am Spitzende zwei Drähte angelötet, die
heruntergebogen ſind. Wenn nun das in den
Kör=
per eingedrungene Geſchoß aus der Wunde entfernt
wer=
den ſoll, zerren und reißen die Drähte und verurſachen
entſetzliche Schmerzen in der offenen Wunde.
Keine Unterſtützung des deutſchen Geſchwaders
durch Scuador.
* London, 20. Nov. Der Generalkonſul von
Ecuador in London teilt der Times mit, daß
Ecua=
dor in keiner Weiſe die Deutſchen
begün=
ſtigte, es geſtand ihnen keine unrechtmäßige Benutzung
der drahltoſen Stationen zu. Von den amerikaniſchen
Be=
richten, daß die Deutſchen auf den Galapagosinſeln einen
Flottenſtützpunkt errichteten, ſei kein Wort wahr. (Die
Engländer hatten bekanntlich auch dieſen Staat des
Neu=
tralitätsbruchs beſchuldigt.)
Die militäriſche Kraft Frankreichs und
Englands.
* Mailand, 20. Nov. Im Corriere della
Sera ſchreibt der Militärkritiker Angelo Gatti:
Frank=
reich beſitzt nur noch eine Defenſivkraft (forza di
resistenza). Hier eingetroffene vertrauenswürdige
Nach=
richten beſagen, daß das franzöſiſche Heer ſehr
erſchüttert iſt, wenn es ſich auch nicht in kritiſcher Lage
befindet. Die franzöſiſche Kampfesweiſe, aus taktiſchen
Gründen ausgeſprochen defenſiv hat den Vorteil,
daß die franzöſiſchen Offiziersverluſte nicht ſo groß ſind wie
die deutſchen, alſo die franzöſiſchen Truppen heute, was
die Führung anbetrifft, ſich in beſſerer Lage befinden. Die
Reihen der Franzoſen ſind nicht ſo ſehr durch Verluſte an
Toten und Verwundeten gelichtet als durch
Krankhei=
ten. Dieſe Verluſte ſind ſehr beträchtlich.
Von der Kavallerie ſcheint ſchon ein geder Teil infolge
ſtarker Sterblichkeit der Pferde zu Fuß zu kämpfen. In
ähnlicher Lage ſcheint ſich die Artillerie infolge der
Ver=
luſte an Beſpannung zu befinden, wenn auch bei ihr der
Mangel nicht in demſelben Maße zu Tage tritt wie bei
der Kavallerie. Um die Lücken bei den Truppen
auszu=
füllen, wurden die Männer über 47 Jahren zum
Eintritt aufgefordert, wobei ihnen die Erleichterung
ge=
währt wurde, daß ſie ſich den Dienſtort wählen dürfen.
Für diejenigen, die der Aufforderung nicht Folge leiſten,
iſt ein Maſſenaufgebot angekündigt, das keinerlei
Vergünſtigungen gewähren ſoll. — Auch England, ſo
ſchließt der Verfaſſer ſeine Ausführungen, beſitzt unter
dem heutigen Geſichtspunkt nur eine Defenſivkraft
gegenüber der lebendigen Kraft der
Deut=
ſchen. England wird ſeine Defenſivkraft nicht in
leben=
dige Kraft umwandeln können, wenigſtens nicht vor
Ab=
lauf einiger Monate.
Die engliſchen Verluſte.
* London, 20. Nov. Auf eine Anfrage Lord
Beres=
fords erwiderte Churchill im Unterhaus, die
Ge=
ſamtverluſte der Flotte ſeit Beginn des Krieges
betrugen 222 Offiziere tot, 37 verwundet, 5 vermißt, 3455
Mannſchaften tot, 428 verwundet, 1 vermißt. Dieſe
Zah=
len enthielten nicht die Vermißten von der Seebrigade,
noch die von der Beſatzung der „Good Hope”. In den
bei=
den letzteren Fällen ſeien die Zahlen noch unvollſtändig.
Schätzungsweiſe betrage die Zahl der Vermißten der
See=
brigade 1000 und der Vermißten der „Good Hope‟
875. Auch die in Holland internierten Offiziere und
Mannſchaften der Seebrigade ſeien in den Angaben nicht
enthalten. — Auf eine weitere Anfrage erklärte
im Namen der Regierung Tennant, daß keine ruſſiſchen
Truppen durch England auf den weſteuropäiſchen
Kriegs=
ſchauplatz befördert worden ſeien. (Heiterkeit.) Sir
William Bull (Unioniſt) fragte über die Zukunft der
Kanalinſel Herm an, die vor mehreren Jahren von einem
deutſchen Fürſten angekauft ſei, der allen britiſchen
Be=
ſuchern hartnäckig den Zutritt verweigerte. Mac Kenna
antwortete: Die Inſel war nicht verkauft, ſondern wurde
von der Krone 1898 an eine deutſche Geſellſchaft
verpach=
tet, die Haus und Ländereien an einen deutſchen Fürſten
weiter verpachtete. Der Zutritt zu der Inſel war unter
Beſchränkungen erlaubt. Die Inſel wurde von
Aus=
flüglern viel beſucht. Die Regierung forderte die
Verwal=
tung von Gurenſey auf, Schritte zu erwägen, um die
deutſche Pachtung zu beenden.
Präſident Wilſons Vermittelungsabſicht.
* London, 20 Nov. Die Times meldet aus
Waſhington vom 18. November: Die Aſſociated Preß
veröffentlicht einen inſpirierten Artikel über die
Auffaſ=
ſung des Präſidenten Wilſon von ſeiner eigenen Pflicht
als Friedensſtifter. Amerika werde ſeine
Vermitte=
lung nur anbieten, wenn ein oder mehrere der
kriegfüh=
renden Staaten ihre Bereitwilligkeit zugeſagt hätten, das
Anerbieten anzunehmen. Präſident Wilſon ſei der
An=
ſicht, die Vereinigten Staaten hätten bereits informell
und formell die Bereitwilligkeit, ihre guten Dienſte
anzu=
bieten, gezeigt. Wilſon deutete an, daß er gern mit
an=
eren neutralen Staaten zuſammenwirken würde.
* Berlin, 20. Nov. Der Kaiſer hat auf das
geſtrige Huldigungstelegramm der
Schiffsbautech=
niſchen Geſellſchaft, deren Protektor er iſt,
fol=
gende telegraphiſche Antwort geſandt: „Der diesjährigen
Hauptverſammlung der Schiffsbautechniſchen Geſellſchaft
für die freundliche Begrüßung meinen wärmſten Dänk!
Ihre treue Friedensarbeit hat mit zu den bisherigen
Kriegserfolgen beigetragen. Ich freue mich über die
Zu=
verſicht und das zielbewußte Schaffen der deutſchen
Indu=
ſtrie, die ſich auch in dieſer ernſten Zeit als eine kräftige
Stütze des Vaterlandes erweiſt. Gott der Herr gebe auch
ferner unſeren Waffen zu Waſſer und zu Lande den Sieg!
Wilhelm, I. R.”
* Hamburg, 19. Nov. Der ſtellvertretende
Kom=
mandant des 9. Armeekorps erläßt folgende
Bekannt=
machung: In Bezugnahme auf meinen wiederholten
Er=
laß, eine Beſprechung und Verbreitung unverbürgter
Gerüchte zu unterlaſſen, wird hierdurch mitgeteilt, daß
in Flensburg ein Musketier mit Arreſt beſtraft worden
iſt, weil er ein unverbürgtes Gerücht öffentlich verbreitet
hat. Das ſtellvertretende Generalkommando des 9.
Ar=
meekorps: v. Röhl, General der Infanterie.
* Berlin, 20. Nov. In einem Schreiben an die
Schriftleitung der B. Z. wird vorgeſchlagen, zum
Anden=
ken an den Kreuzer „Emden” ein Ehrenmal zu
ſchaffen, das auch den kommenden Geſchlechtern die
Sprache unſerer großen Zeit reden ſoll. Das Schiff ſoll
aus edlem Silber wieder erſtehen und auf einem Sockel,
der die Namen der ganzen Beſatzung tragen ſoll, in der
Ruhmeshalle aufgeſtellt werden. Der
Schreiber dieſer Anregung, ein Berliner Regierungsrat,
ſpendet als Erſtlingsgabe einhundert Mark.
* Berlin, 20. Nov. Dem Berl. Lok.=Anz. wird aus
Küſtrin gemeldet, daß der gefangene Gouverneur von
Warſchau, Baron Korff, dort eingetroffen und auf dem
Fort Zorndorf eingeliefert worden iſt.
* Wien, 20. Nov. Der in Trieſt lagernde, der
Re=
gierung des Staates Sao Paulo gehörige
Valoriſa=
tionskaffee, 50000 Sack, iſt von dem
Handelsmini=
ſterium zu einem Einheitspreis von 170 Kronen für 100
Kilogramm aufgekauft und den wichtigſten
Konſum=
plätzen Oeſterreichs zur Verfügung geſtellt worden.
* Wien, 20. Nov. Bei der Geographiſchen
Geſell=
ſchaft iſt die Mitteilung eingetroffen, daß der Wiener
Geograph, Profeſſor Machatſchek, der in ruſſiſche
Gefangenſchaft geraten und in Turkeſtan
inter=
niert worden war, auf Grund der Fürſprache des
ruſſi=
ſchen Gouverneurs von Turkeſtan von der Regierung
frei=
gelaſſen und bereits in Stockholm eingetroffen iſt, von
wo er ſich nach Wien begibt.
Letzte Nachrichten.
* Berlin, 20. Nov. Unter großer Teilnahme der
Mit=
glieder hielt heute der Deutſche Schulſchiff=
Ver=
ein im Hotel Adlon ſeine ordentliche
Mitglie=
derverſammlung ab, die anſtelle des Großherzogs
von Oldenburg, des Ehrenvorſitzenden und eifrigen
För=
derers des Deutſchen Schulſchiff=Vereins, von Landrat
v. Brüning mit einer Begrüßungsanſprache eröffnet
wurde. Der Wirkl. Geh. Oberregierungsrat Exzellenz
. Jonquiéres begrüßte den Verein im Namen der
Staatsbehörden und hob hervor, daß der Verein ſchon
mehr als zweitauſend Zöglinge der Handels= und
Kriegs=
marine zugeührt habe. Durch dieſe ſtark beſuchte
Ver=
ſammlung beweiſe er, daß er trotz des Krieges an dem
Ziele weiterarbeiten wolle, der deutſchen Marine eine
tüch=
ige Jungmannſchaft zuzuführen. Dieſes Streben finde
die volle Anerkennung und Förderung der
Reichsbehör=
den. Der zweite geſchäftsführende Vorſitzende, Profeſſor
Dr. Schilling=Bremen, erſtattete den Jahres= und
Geſchäftsbericht. Im Jahre 1914 iſt bereits das dritte
Schulſchiff „Großherzog Auguſt Friedrich” in den Dienſt
geſtellt worden. Es iſt im Deutſchen Schulſchiff=Verein
nun möglich, in drei Jahren 2000 Zöglinge auszubilden,
die als Offiziere und Deckmannſchaft in der
Handels=
marine ſehr begehrt ſind. — An den Großherzog von
Oldenburg wurde eine Begrüßungsdepeſche
geſandt, welche dieſer mit herzlichen Wünſchen für die
Zukunft des Deutſchen Schulſchiff=Vereins erwiderte.
Briefkaſten.
M., Nieder=Ramſtadt. Sie ſind ja nicht gezwungen,
dem Mann ein Extraprofitchen zu verſchaffen. Gehen Sie
einfach in ein anderes Geſchäft, wo man nicht aus dem
Krieg ein Geſchäft für ſich zu machen ſucht.
Weihnachtsliebesgaben für das Feld.
Den unter ſchwierigen Verhältniſſen in Weſt und
Oſt ſo heldenmütig kämpfenden Truppen, die im
Frie=
densbereich des 18. Armeekorps aufgeſtellt ſind, ſoll eine
Weihnachtsfreude bereitet werden. Es iſt geplant, das
18. Armeekorps, das 18. Reſerve=Armeekorps, die ſonſtigen
Reſerve=, Landwehr= und Landſturmformationen, die
Ko=
lonnen und Trains, die in den Lazaretten des
Kriegs=
ſchauplatzes untergebrachten Verwundeten und Kranken
und das darin tätige Pflegeperſonal gleichmäßig zu
be=
denken. In der Gewißheit, daß dieſer Plan in allen
Kreiſen Zuſtimmung findet, bitten wir um
Liebesgaben=
ſpenden in reichlichem Maße. Da ſehr umfangreiche
Ar=
beiten zu bewältigen ſind, wenn die Truppen ſicher zu
Weihnachten ihre Gaben erhalten ſollen, bitten wir
fer=
ner, ſie ſo bald wie möglich zu ſchicken und zwar
diejeni=
gen aus dem Bezirke der 21. Diviſion nach Frankfurt am
Main an die Zentrale für Kriegsfürſorge, Theaterplatz
14, oder an die Abnahmeſtelle I, Hotel Carlton, oder an
die Abnahmeſtelle II, Hedderichſtraße 59; die aus dem
Bezirke der 25. Diviſion nach Darmſtadt, Materialien=
Abteilung, Altes Palais.
Freiherr von Gall, General der Infanterie,
ſtellver=
tretender kommandierender General des 18. Armeckorps,
Hengſtenberg, Territorialdelegierter der freiwilligen
Kran=
kenpflege für die Provinz Heſſen=Naſſau, v. Hombergk zu
Vach, Territorialdelegierter der freiwilligen
Kranken=
pflege für das Großherzogtum Heſſen.
Zu vorſtehendem Aufruf bemerken wir:
Wir hatten die Abſicht, mit unſerer Weihnachts=
Liebes=
gaben=Sendung auch alle uns übergebenen, mit einer
per=
lichen Adreſſe verſehenen Pakete zu befördern. Neuere,
höhere Verfügungen ſchreiben aber eine andere Regelung
vor. Es findet nunmehr in der Zeit vom 23. bis zum
30. ds. Mts. eine Weihnachtspaketwoche ſtatt. In
die=
ſer Zeit können Liebesgaben für Einzelne,
gleichgültig, ob ſie bei einem heſſiſchen oder einem anderen
Truppenteil im Felde ſtehen, aufgegeben werden bei der
Poſt (25 Pfg. Porto), in der nämlichen Zeit auch beim
Paket=Depot in Darmſtadt (portofrei); hier
je=
doch nur für die im Friedensbereiche der 25. Diviſion
aufgeſtellten Truppenkörper. Bei beiden
Beförderungs=
arten geben über Inhalt, Verpackung und Adreſſierung
die Organiſationen des Roten Kreuzes und die
Poſt=
anſtalten Auskunft.
Es dürfen aber auch diejenigen Soldaten nicht leer
ausgehen, die aus irgend welchen Gründen von
Angehöri=
gen Weihnachtsgaben nicht erhalten können; ferner ſollen
bedacht werden die in den Lazaretten des
Kriegsſchau=
platzes untergebrachten Verwundeten und Kranken, ſowie
das tätige Pflegeperſonal. Für dieſe alle will
das Rote Keuz ſorgen. Es wird daher
drin=
gend gebeten, uns Liebesgaben zu
ſchen=
ken. Zu Liebesgaben eignen ſich beſonders: warmes
Unterzeug, Leibbinden, Kniewärmer, Stauchen und
Hand=
ſchuhe, Ohrenklappen und Taſchentücher; ferner Tabak,
Pfeifen, Zigarren, Feuerzeug (ohne Benzin), Honigkuchen,
Pfeifen, Zigarren, Feuerzeug (ohne Benzin),
Honig=
kuchen, Weihnachtskerzen, hart geräucherte Fleiſchwaren,
Schokolade, Kakao, Tee, Seife, Lichter uſw. Nicht
beför=
dert werden Fett, ungeräucherte Fleiſchwaren und
Streichhölzer. Wir erbitten dieſe Liebesgaben entweder
verpackt in Pakete ohne den Namen eines Empfängers
oder loſe verpackt in Kiſten oder Säcken, ſpäteſtens
bis zum 2. Dezember. Nur durch das Rote Kreuz
und die Militärbehörden iſt eine gleichmäßige Verteilung
der Liebesgaben an alle möglich; nur ſo kann verhindert
werden, daß einzelne Truppenteile Ueberfluß haben und
andere Mangel leiden. Bitte, helfen Sie uns!
Darmſtadt, den 19. November 1914, Altes Palais,
Fernſprecher Nr. 20.
Heſſiſcher Landesverein vom Roten Kreuz,
Materialien=Abteilung.
Verluſtliſte (aus Nr. 80).
Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr. 115, Darmſtadt.
Geſtorben infolge Krankheit:
U.=O. Bruno Baumgärtner, † Reſ.=Laz. Offenbach
a. M. 18 10. 14; U.=O. d. Reſ. Rich. Kaiſer, † Reſ.=
Laz. Aachen 20. 10. 14.
Berichtigung früherer Angaben:
Tamb. Chriſtian Adler, Viernheim, bisher vw
Reſ.=Laz. Eupen 30. 10. 14; Gard. Ludw. Boenapfel,
Plobsheim, bisher vw., † Vereinslaz. Gießen 9. 10. 14;
Reſ. Konſtantin Chudzinski, München, bisher vm.,
† Reſ.=Laz. Ahrweiler 14. 10. 14; Gardefüſ. Heinrich
Löchel, Nieder=Ofleiden, bisher vw., † Reſ.=Laz. Aurich
3. 11. 14; Reſ. Peter Meyer, Eberſtadt, bisher vw.,
Reſ.=Laz. Darmſtadt 22. 10. 14; U.=O. d. Reſ. Richard
Müller, Offenbach, bisher vw., † Kriegs=Laz. Nesle
12. 10. 14, beerdigt daſelbſt; Reſ. Wilh. Netz, Darmſtadt,
bisher vm., † Reſ.=Laz. Bonn 7. 10. 14; Gard. Felix
Schloczek Erle, bisher vw † 27. 9. 14; U.=O. Adam
Weimar, Reichelsheim, bisher vw., † Reſ.=Laz. Eupen
15. 10. 14.
Infanterie=Regiment Nr. 116. Gießen.
Berichtigung früherer Angaben:
Musk. Wilhelm Emil Fuhr, Holzhauſen, bish. vm.,
vw.; Gefr. d. Reſ. Johs. (Heinrich) Habicht, Engelrod,
bisher vm., zur Truppe zurück.
Infanterie=Regiment Nr. 117, Mainz.
Gemeldet vom Reſerve=Infanterie=
Regi=
ment Nr. 83:
Gefr. Bernhard Blumräder v. d. 8. Komp.,
Wir=
ges, Unterweſterwald, gefallen, Ennetiéres 20. 10. 14.
Berichtigung f rüherer Angaben:
Reſ. Heinrich Jungblut, Mainz, bisher ſchv., F
Feſtungs=Laz. Mainz 10. 10. 14.
Infanterie=Regiment Nr. 118, Worms.
Berichtigung früherer Angaben:
Reſ. Glock, Schwabsburg, bisher vw., † Garn.=
Laz. Worms 11. 10. 14.
Nummer 321.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. November 1914.
Seite 7.
Reſerve=Feldartillerie=Regiment Nr. 25, Darmſtadt
II. Abteilung.
Ennetiéres vom 20. bis 25. 10. 14.
Stab: Gefr. Jakob Engel, Ober=Gleen, gefallen;
Kan. Adolf Philippi, Uſingen, lv.;
5. Batterie: Wachtm. Heinrich Reuling,
Darm=
ſtadt, lv.; Kan. Rudolf Weißke, Punken, vm.; Kan.
Ruppert Fuhr Heldenbergen, ſchv.; Kan. Jakob Kloh,
Erbes=Büdesheim, gefallen.
6. Batterie: Kan. Johannes Kullmann,
Büttelborn, lv.; Kan. Joſeph Laumer, Weiſenregen,
ſchv.; Kan. Friedrich Karl Lorei, Frankfurt a. M.,
lv.; Kan. Gebhard Baur, Deggingen, ſchv.; Kan.
Georg Bicking, Bermersheim, gefallen; Gefr. Joſeph
Strack, Ramſen, gefallen; U.=O. d. L. Johann
Ap=
pel, Bermersheim, lv.
Brigade=Erſatz=Bataillon Nr. 41, Mainz.
1. Kompagnie: Ltn. d. L. Begiebing, t.; U.=O.
Jakob Imhof Mainz, t.; Freiw. Heinrich Bracht,
Hirſchhorn, t.; Wehrm. Karl Schmidt V
Dachſen=
hauſen, t.; Reſ. Joſef Specklin, Heimersdorf, t.; Wehrm.
Paul Mattmann, Finthen, ſchv.; Wehrm. Peter
Datz, Koſtheim, t.; Wehrm. Karl Baroli, Weiſenau,
ſchv.; Musk. Johann Luttenberger, Neu=Bamberg,
ſchv.; Erſ.=Reſ. Wilh. Kahl, Panroth, lv.; Freiw. Heinr.
Maria Glaremin, Oberhauſen, ſchv.; Reſ. Leopold
Hirſch, Gimbsheim, vm.; Reſ. Adam Kaltwaſſer,
Auerbach, vw.
2. Kompagnie: Wehrm. Jakob Alois
Brand=
müller, Gonſenheim, lv.; Wehrm. Hermann Joſeph
König, Oberlahnſtein, lv.; Kriegsfreiw. Phil. Schäfer,
Dorheim, lv.; Kriegsfreiw. Herm. Werner, Worms, lv.
3. Kompagnie: Reſ. Arthur Küſter, Mülhauſen
i. E., t.; Wehrm. Peter Corzilius, Oberrad, t.; U.=O.
Emil Macher, Niederhagental, t.; Wehrm. Mathias
Buchner, Mainz, t.
4. Kompagnie: Reſ. Cöleſtin Ditner,
Ammerz=
weiler, lv.; Musk. Heinrich Horſtmann, Weilers, t.;
Musk. Guſtav Brockmann, Hameln, t.; Gefr. Karl
Weidner, Goſſen, ſchv.; Gefr. Jakob Grüll,
Gerns=
heim, lv.; Kriegsfreiw. Georg Matthes, Monsheim
a. Rh., lv.; Musk. Leonhard Degenhard, Mainz, lv.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 70, Saargemünd.
6. Kompagnie: Gefr. d. L. Karl Rüb, Selters, t.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 80.
III. Bataillon, Höchſt.
10. Kompagnie: Reſ. Nikolaus Knapp,
Unter=
auerbach, t.
Infanterie=Regiment Nr. 81, Frankfurt a. M.
5. Kompagnie: Reſ. Auguſt Kreim, Heubach, vm.;
Reſ. Georg Bieſer, Partenheim, vm.; Einj.=Freiw. Gefr.
Heinrich Werle, Darmſtadt, ſchv.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 83.
III. Bataillon, Caſſel.
8. Kompagnie: Wehrmann Guſtav Thiomiſius
Simmersbach, Offenbach a. M., t.
Grenadier=Regiment Kaiſer Wilhelm I. Nr. 110,
Mannheim, Heidelberg.
2. Kompagnie: Gren. Chriſtian Thomann,
Worms, vw.
4. Kompagnie: Einj.=Freiw. Gefr. Otto
Dett=
weiler, Wintersheim, t.; Reſ. Heinrich Euler,
Dorf=
gill, vw.; Gefr. d. Reſ. Andreas Reibold,
Langen=
thal, vw.; Gefr. d. Reſ. Theodor Kleinſchmidt,
Pfeddersheim, vm.
5. Kompagnie: Einj.=Freiw. Otto Simon,
Bingen, t.; Reſ. Heinrich Hof, Gabsheim, t.
6. Kompagnie: Einj.=Freiw. Ernſt Bätz, Mainz, vw.
10. Kompagnie: Gren. Joſef Wolf,
Eſcholl=
brücken, vw.
12. Kompagnie: Gefr. d. Reſ. Peter Müller,
Darmſtadt, vm.
Infanterie=Regiment Nr. 112, Mülhauſen i. E.
10. Kompagnie: Musk. Karl Bormuth,
Lautern, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 136, Straßburg i. E.
9. Kompagnie: Serg. Auguſt Henkel, Ober=
Ramſtadt, vw.
6. Garde=Feldartillerie=Regiment, Jüterbog.
5. Batterie: Kan. Otto Grieb, Dorfgill, lv.
Reſerve=Sanitäts=Kompagnie Nr. 52
des IXVI. Armeekorps, Darmſtadt.
Krankentr. Karl Neuroth, Darmſtadt, t.
Verwundete und kranke Soldaten
in Darmſtädter Lazaretten.
Mitgeteilt vom Heſſiſchen Landesverein vom Roten Kreuz.
Die Lazarette ſind ourch die nachſtehenden Buchſtaben
bezeichnet.
A — Alicehoſpital, Dieburger Straße 21. Täglich 3—4 Uhr nachm.
B — Diakoniſſenbaus Eliſabethenſtift, Erbacher Straße 25. Täglich 2—4 Uhr
nachm. — C — Eleonorenheim (Lazarett J. K. H. der Großherzogin
Hein=
heimerſtraße 21) Sonntags. Dienstags, Mittwochs und Freitags von
4—6 Uhr nachm. D — Ernſt=Ludwig=Heilanſtalt (Dr. Loſſen).
Stein=
ſtraße 21. Täglich 2—5 Uhr nachm. — E — Garniſonlazarett (Reſ.=Laz. I),
Alexanderſtraße 27. Mitt ochs und Sonntags von 2—4 Uhr nachm. —
P Haus Hagenburg, Dieburger Straße 241 (Hirſchköpfe.) Täglich
3—6 Uhr nachm. — G — Dr. Machenhauerſche Klinik, Lagerhausſtraße 24.
Täglich 2—4 Uhr nachm. H — Marienhöhe (Geneſungsheim).
Täglich 10—12 Uhr vorm., 4½ 6½ Uhr nachm. — I — Schweſternhaus der
Barmherzigen Schweſtern Nieder=Ramſtädter Straße 30. Nachmittags von
2— 4 Uhr. — K — Städtiſches Krankenhaus, Grafenſtraße 9. Werktäglich
2—3½ Uhr nachm., Sonntags 11—12 Uhr vorm. — L. — Städt. Saalbau
(ebenfalls Reſ=Laz. I), Riedeſelſtraße 40. Mittwochs, Samstags und
Sonn=
tags von 2—4 Uhr. — M — Techniſche Hochſchule (Reſ.=Laz. II), Hochſchulſtr. 1.
Sönntags, Mittwochs und Samstags von 2—4 Uhr nachm. — N — Klinik
Dr. Ollendorff (Weberſche Augenklinik), Frankfurter Straße 42. Täglich
10—12 Uhr orm., 2—4 Uhr nachm. — O — Vereinslazarett vom Roten
Kreuz, Olbrichweg 10, „Vereinslazarett Mathildenhöhe‟. Täglich 3—4 Uhr
nachm. — P — Ererzierplatz (Reſ.=Lazarett III), Mittwochs und Sonntags
von 2— 4 Uhr nachm.
Hinter jedem Lazarett ſind die Beſuchszeiten angegeben
die nach Möglichkeit einzuhalten ſind. Ausnahmen werden
zugelaſſen.
Zugang vom 17. November:
Almanritter, Jakob Wilhelm, Drag. 24/5, C —
Aſt=
falk, Fr., Pfullingen, F — Bengen, Joh., Weſterhalt, Ldw.=
J.=R. 52/7, F — Crößmann, Joh., Pfungſtadt, Reſ.=Inf.
116, M — Dreher, And., Hauſen, A — Drygalsky, Theo=
dor, Berlin, A. — Föll, Friedrich, Landau, Reſ.=Inf. 116/1,
P — Günther, Otto, Klings, Inf. 115/6, P —
Hierony=
mus, Karl, Inf. 115/7, C — Hildenbrand, Karl, Köthen,
J.=R. 2/1, A. — Hof, Philipp, Reſ.=Inf. 118/3, C —
Hof=
acker, Wilhelm, Langenſelbold, Train=Batl., M — Kamp
Wilh., München=Gladbach, Feld=Laz. II, M
Kern,
Adam, Schlierbach, Train=Batl. 18, M — Kloos,
Wil=
helm, C — Looſe, Karl, Küſtrin, F — Mettke, Karl,
Ruß=
dorf, Reſ.=Inf. 52/7, F — Neufville, de, Herm., London,
Garde=Drag. 23, M — Pothaſt, Friedrich, Elbringen,
Ldſt.=Bat. 3, Darmſtadt, P — Ries, Joh. Joſ., Herſchbach,
2. Ldſt.=Erſ.=Bat., L. — Ruhland, Heinrich, Sandbach,
Inf. 115/2 Erſ.=Komp., P — Rückert, Hermann, Griedel
(Oberh.), M — Seibert, Albert, Seligenſtadt, Art 25/3,
Erſ., P — Simmrock, Hermann, Darmſtadt, Ldw.=Inf.
116/9, P — Schäfer, Adam, Königſtädten, Ldw.=Inf. 118,
M — Schäfer, Andreas, Reſ.=Art. 25/6, C — Schultheis,
Johannes, Schlierbach, Ldſt.=Bat. 3/4, P — Schulze, Karl,
Fiemſtadt, Reſ.=Inf. 118/6, P — Schwinn, Georg,
Offen=
bach, Inf. 115/4, P — Staier, Johannes, Reſ.=Inf. 118/8,
C — Vater, Wilhelm, Breslau, F — Vollmann, Richard,
Lichtenhain, Feld=Fl.=Abt. 34, 6. A.=K., P — Wächter,
Karl, Harburg, Ldw.=J.=R. 73/11, F
Wunderlich,
Adam, Urberach i. O., Ldſt.=Erſ.=Bat., M.
Aus den Lazaretten entlaſſen
vom 15. und 16. November:
Albert, Gundernhauſen, Inf. 115/3, F
Becker, Georg, Drag. 23, E — Braemer, Max, Inf.
106/3, E — Brückmann, Peter, Landft.=Erſ.=Batl., E
Bürgermeiſter, W., Land.=Inf. 124/1, L. — Dörr, Ph.,
Landſt.=Batl. I, E — Emden, Arth., Frankfurt a. M.,
Zentr.=Pferde=Depot, P — Fath, Guſtav, Offenbach a. M.,
Reſ.=Erſ.=Esk., 18. A.=K., P — Frieß, Wilh., Reſ.=Inf. 40/9,
L — Gärtner, Arnold, Inf. 115/2, Rekr.=Dep., E — Knieß,
Peter, Inf. 115/2, Rekr.=Dep., L. — Krampert, Willy,
Dres=
den, Erſ.=Flieg.=Abt. 3, P — Lorenz, Wilh., Darmſtadt,
Reſ.=Inf. 116/4, F — Metz, Ludw., Kriegsfreiw., F.=Art.=
Reg. 61/4, L. — Mohrenweiſer, Fr., Tangermünde, Erſ.=
Flieg.=Abt. 3, P — Montag, Joh., Reſ.=Inf. 118/1, E
— Neppach, Max, Inf. 115/3, Erf.=Batl., E — Otto,
An=
ton, Drag. 23, Erſ.=Esk., E — Rietſch, Walter, Inf. 115,
E — Ritzert, Wilh., Train 18, L. — Roß, Georg Albert,
Darmſtadt, Inf. 138/2, F — Rücker, Artillerie, E
Schäfer, Konrad, Reſ.=Art. 25/3, L. — Stock, Karl,
Mag=
deburg, Landſt.=Huſ.=Regt. 11/3, P — von Stülpnagel, N.,
Feld=Flieg.=Abt. 4, E — Urbach, Chr., Reſ.=Erſ.=Esk. 4, L.
— Vogd, Wilh., Train=Erſ.=Bat. 18/1, E. — Vogt, Joſ.,
Feldl. 26, E — Weimann, Landſt.=Batl. 50, Erſ., E —
Wie=
nold, Phil., Reſ.=Inf. 116/3, Erſ., L.
Am 17. November:
Becker, Adam, Inf. 115/2, F — Becker, Georg, Neu=
Iſenburg, Reſ.=Drag. 23, M — Böhn, Leonhard, Erſ=
Ldſt. 1, L. — Bonin, Georg, Alsbach, Ldw.=J.=R. 116/1, N
— v. Falkenhagen, Kuno, Köln, M, in Privatpflege
Feil, Meinrad, Salzſtetten, Reſ.=Inf. 119/8, P — Franz,
Otto, Flieger=Erſ.=Abt. 3, L. — Hamel, Heinrich, Rainrod,
P — Hock, Franz, Inf. 115, L. — Heilmann, Ernſt,
Lan=
genbielau, Reſ.=Inf. 11/7. O — Herth, Johannes,
Dacm=
ſtadt, Art. 61/4, Rekr.=Dep., P — Gelitto, Auguſt,
Bis=
kupitz, Ldw.=Inf. 22/7, O — Jonczyk, Theodor, Schodnia,
Reſ.=Inf. 11/8, O — Kruſe, Otto, Hamburg, Jäger=Bat.
12/2, K — Lautenſchläger, Ernſt, Darmſtadt, Ldw.=Inf.
8/7, O — Lotz, Karl, Reſ.=Inf. 115/1, C — Maier, Fritz,
Inf. 115/1, C — Möller, Konrad, Drag. 24, E — Müller,
Kurt, Solingen, Luftſchiffer=Bat. 4, M — Rechel, Daniel,
Hähnlein, Ldſt.=Bat. 2/3, P — Riefer, Joh., Neu=
Iſen=
burg, Inf. 115, M — Ries, Johann, Münſter, Inf. 118/7,
— Rühl, Ludwig, Ldw.=Inf. 118, E — Salzmann,
Walter, Apolda, K — Schutter, Leo, Train 18, L
Weſterhorſtmann, Anton, Delbrück, Fußart. 7/5, P.
Wei der Materialien=Abteilung und Magazin=
Ver=
waltung vom Roten Kreuz gingen zum Ankauf
von Liebesgaben weiter ein: Erlös für 1 ſilberne
Kordelbüchſe 10 M., durch den Täglichen Anzeiger
20 M von Staatsminiſter von Ewald Exz. (2. Gabe)
200 M., von Herrn Regierungsrat Gennes 100 M., von
Frau von Ricou 50 M., von General Deinhardt 10 M,
Erlös für 197 „Kriegsklänge‟ 39.40 M., von Frau
Kirchen=
rat Fiſcher in Groß=Bieberau 20 M., Erlös für ſilberne
Beſtecke ꝛc. 189.65 M., von Frau Kitzing 5 M.
Weitere Gaben werden herzlich erbeten!
deutsche Hausfrau verwende jetzt
an Stelle des englischen Mondamin
Dr. Oetker’s Gustin
da dies ein deutsches Fabrikat
Seue
und besser ist. (II,21533
Eichbergs Nachfolger
29 obere Wilhelminensträsse
H. Eck
Nur beste Qualitäten:
Fürs Feld:
Hemden aus Rohseide, Flanell, Wolle,
Halbwolle u. Baumwolle. — Feldgraue
Tücher Brustschützer, Kniewärmer,
Leibbinden, Wasserdichte Militärwesten
gefüttert, Kopfschützer, Halstücher.
(21585
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Heute verſchied nach langem, mit Geduld
ertragenem Leiden meine liebe Frau, unſere
liebe Mutter, Großmutter und Tante
Frau
Margarete Geyer
geb. Rühl
im vollendeten 56. Lebensjahre.
Um ſtille Teilnahme bittet
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Peter Geyer.
Darmſtadt, den 20. November 1914.
Die Beerdigung findet Sonntag, 22. November,
nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehaus
Weinberg=
ſtraße 36¾/ aus, ſtatt. (B21614
Beſangverein „Olympia‟=Darmſtadt.
Den Heldentod fürs Vaterland erlitt am
28. Auguſt unſer Sangesbruder
Heinrich Buß.
(
Wir werden ihm ſtets ein treues Andenken
bewahren.
Der Vorſtand.
(*9673)
Dankſagung.
Für die Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen
Ver=
luſte ſprechen wir hiermit unſern
tief=
gefühlten Dank aus.
21612)
Familie Bangert.
Familie Wundenberg.
Familie Wegfahrt.
Darmſtadt, den 20. Nov. 1914.
Dankſagung.
Für die wohltuende liebevolle
Teil=
nahme, die mir bei dem ſchmerzlichen
Verluſt meines lieben Mannes ſo
über=
reich erwieſen wurde ſage ich
tief=
gefühlten herzlichen Dank.
(21601
Darmſtadt, den 20. Nov. 1914.
Eliſabethe Stamm Wwe.
Wetterbericht.
Die vorgeſtern morgen über der Nordſee gelegene
Depreſſion iſt wider Erwarten raſch nordwärts abgezogen,
ſo daß über dem ſüdlichen Skandinavien und den
angren=
zenden Meeren das Hoch ſich ausbreitet. Wir bleiben an
der Südſeite des Hochdruckgebietes zunächſt im Bereiche
öſtlichen Luftſtrömungen, allerdings ziehen nördlich der
Alpen einzelne Tiefdruckwirbel weſtwärts, ſo daß
zeit=
weiſe Zunahme der Bewölkung eintritt. Eine
Aende=
rung des kalten, trockenen Wetters iſt zunächſt nicht zu
erwarten.
Wetterausſichten für Samstag: Wolkig, bis kauf
ganz leichte Schneefälle trocken, kalt, Nachtfroſt, öſtliche
Winde.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater. Anfang 8 Uhr, Ende gegen
10½ Uhr (Sondervorſtellung): „Der Reviſor”
Patriotiſcher Balladen= und Liederabend
von Kammerſänger Gura um 8 Uhr im Hotel „Zur
Traube‟
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Ge=
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. November 1914.
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solide Qualitäten . . . . .
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schwere Winter-Qualitäten . .
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.3.25
mit warmem Innenfutter . . .
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(Leib und Seel), solide Qualitäten .
3.25 2.50 1.60
3.10 2.25 1.00
2.40 1.75 1.25
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Wolle, schwarz
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50 ₰ 60 ₰ 70 ₰ 80 ₰ 90 ₰ 1.00 1.10 1.20 1.30 1.40
60 ₰ 75 ₰ 90 ₰ 1.05 1.20 1.35 1.50 1.65 1.60 1.95
75 ₰ 90 ₰ 1.05 1.20 1.35 1.50 1.65 1.60 1.95 2.10
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Wolle 2X2 gestrickt . Paar 95 ₰
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grau, kräftige Qualität
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Wolle, gewebt .
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Damen-Trikot-Handschuhe
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Damen-Handschuhe
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grau und braun . . . . . .
Herren-Handschuhe
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Paser 9
Pasr 1.,
Pasr 1.
Pasr 1.10
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Kinder-Handschuhe
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gestrickt, farbig . . . . . . . Paar
Kinder-Handschuhe
gestrickt, weiß . . . . . . . . Paar 4
Kinder-Trikot-Handschuhe
farbig . . . . . .
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. November 1914.
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E. V.
Um den 160 Kindern in unſerer Kleinkinderſchule Kiesſtr. 50
(zumeiſt Kindern von Kriegern) und den bedürftigen Gliedern der
Gemeinde auch in dieſem ernſten Jahre eine
Weihnachtsfreude
bereiten zu können, bitten wir diesmal ganz beſonders herzlich um
gütige Zuwendung von Gaben.
(21553
Frau Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing, Steinſtr. 28;
Fräulein G. Kayſer, Steinſtr. 36; Fräulein M. Kraus,
Hoffmannſtr. 18; Fräulein J. Marloff, Nd.=
Ramſtädter=
ſtraße 63; Frau K. Otto, Kiesſtr. 50; Frau Profeſſor Dr.
Schäffer, Hochſtr. 37; Frau Major Schaefer,
Heinrich=
ſtraße 146; Schweſter Anna, Kiesſtr. 50; Oberleutnant
Sturt, Grüner Weg 30; Pfarrer Kleberger, Kiesſtr. 60.
Garde=Dragoner=Regiment Ncr. 25.
Für die in ſo reichem Maße bis jetzt geſpendeten Liebesgaben
für das Regiment geſtattet ſich die Erſatz=Eskadron auch auf dieſem
Wege allen gütigen Gebern herzlichen Dank zu ſagen. Es iſt der
Erſatz=Eskadron gelungen, den größten Teil der Liebesgaben in der
2. Hälfte des Oktobers und anfangs November direkt dem
Regi=
ment zuzuführen. Die Freude war groß und wurden die Gaben
mit dankbarem Herzen angenommen.
Zu Weihnachten ſoll nun den Angehörigen des Regiments,
welche genau ſo wie die Infanterie ſeit den letzten Wochen in den
Schützengräben kämpfen, eine Weihnachtsfreude bereitet werden. Die
Erſatz=Eskadron bittet daher alle Freunde und Gönner des
Regi=
ments um Zuſendung von Weihnachtsgaben.
Erwünſcht ſind lange, breite, wollene Halstücher, Tabak,
Zigarettentabak, Zigarren, Zigaretten, Tabakspfeifen, Tabaksbeutel,
Trockenzunder, elektriſche Taſchenlampen mit Erſatzbatterien,
zuſam=
menlegbate Laternen, Kerzen, Lichthalter, Briefpapier, Tintenſtifte,
Spielkarten, kleine Geſellſchaftsſpiele Zeitſchriften, Taſchenmeſſer,
zu=
ſammenlegbare Eßbeſtecke, Rum, Arrak, Punſcheſſenzen, Lebkuchen,
Konfekt, Nüſſe, Zwieback, Kakes, Bouillon= und ſonſtige
Suppen=
würfel, kondenſierte Milch, Kakao, Tee, Zucker, Haferflocken,
hart=
getrocknete Fleiſch=und Wurſtwaren und Seife.
Kurzum, jede Gabe iſt willkommen und wird mit vielem Dank
angenommen. Auch für Geldſpenden, die zum Ankauf weiterer
Gaben verwandt werden ſollen, würde die Eskadron beſonders
dank=
bar ſein. Die Erſatz=Eskadron hat Vorkehrungen getroffen, daß die
Weihnachtsgeſchenke dem Regiment direkt zugehen und eine
recht=
zeitige und ſichere Ankunft gewährleiſtet iſt. Dieſer Sendung können
auch für Angehörige des Regiments beſtimmte perſönliche Pakete
ingeſchloſſen werden. Es wird gebeten, daß alle Sachen bis
ſpäte=
ſtens 4. Dezember in den Beſitz der Erſatz=Eskadron gelangen.
Geld=
ſpenden baldmöglichſt erbeten.
(21559ss
Aufnahme von Gaben: Kaſerne Marienplatz, Zimmer 69,
zwiſchen 10 und 12 Uhr vormittags.
Erſatz=Eskadron Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23.
Bitte um Liebesgaben!
Das Reſerve=Infanterie=Regiment, deſſen Mannſchaften zum
großen Teil aus Darmſtadt oder nächſter Umgebung ſtammen und
aus den Reſerve=Mannſchaften der Regimenter 115, 118 und 168
beſtehen, bittet um Liebesgaben für ſeine im Felde befindlichen in
ſchwerſtem Kampfe ſtehenden bedürftigen Angehörigen. Das Reſerve=
Regiment ſteht nicht bei den obengenannten heſſiſchen Regimentern
und iſt dadurch von Liebesgaben ſeither ausgeſchloſſen geweſen.
Erwünſcht ſind beſonders Tabak, Zigarren, Zigaretten,
hart=
geräuchertes Fleiſch und Wurſt uſw.
Sammelſtellen ſind bei Finanzrat Carl Kuhn, Ohlyſtraße 36,
Fräulein Davidſohn, Heidelbergerſtraße 24, Mühlſtraße 76, III.,
Caſinoſtraße 8, part., für Arheilgen bei Frau Pfarrer von der Au.
Auch das Erſatz=Bat. Infanterie=Regiment Nr. 81 wird die Gaben
an das Reſerve=Infanterie=Regiment gerne weiter befördern. (21524sg
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Schweiß-Socken
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35an
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Beſſungerſtr. 103, part. (*9828sg
Mluſen=Koſtüm, Mantel,
Plüſch=
jacke, Ueberzieher zu verkaufen.
Soderſtr. 561I.
(*1619sg
Neuer grau. handgeſtr. Sp.,
Swea=
terf. j. Herrn geg. Verg. d. Mat. f,
M. 7. 40 abzug. Waldſtr. 9II. (*9672
ähmaſchine billig abzugeben.
Näh. i. d. Geſchäftsſt. (*9764
2 ſehr gute Ulſter billig
abzu=
geben. Gutenbergſtr. 53 II. (*9751
Letr. Knaben- u. Jüngl.-Garderobe zu
0 perk Näh. Geſchäftsſt. (*9817
in diverſen Größen
3 Gasöſell billig abzugeb.
Näh. Hoffmannſtr. 20, I. (*9814
Guterhalt, weißes (*9809
Kinderbett
mit Matratze preiswert zu
verkauf. Dieburgerſtraße 11,
Hinterhaus, 3. St. rechts.
Soderſtr. 14, I. (Kapellplatz)
ſehr gut erhaltene
Interims= u. Waffenröcke
auch Dienſtröcke und Hoſen,
chwarze und graue Militärmäntel
und gut erhalt. Anzüge u.
Ueber=
zieher abzugeben.
(21593a
Zu verk.:
mitl.
J ſchöner Ueberzieher, Gr.,
9 Mk., ſchwarze Jacke, Gr. 48, 6 Mk.
Mühlſtr. 26, part.
(*9804
uterhalt. Sofa mit 3 gepolſt
Stühlen für 30 Mk. zu verk.
Zu erfr. Rhönring 117, III. (*9781
(Juchten), Größe 44, für 7 Mark,
ſowie 1 Paar desgl., Größe 46,
für 4 Mark zu verkaufen. Näheres
in der Geſchäftsſtelle. (2 599sgo
für Hühner ꝛc.
Kleieabfall v. Ztr. Mk. 5.50.
Wendelſtadtſtr. 40, Hinterb. (21575a
ſchwarzer Dobermann,
Marke 6010. Wiederbringer
Be=
lohnung Hermannſtr. 35. (*9744fs
De, der erterne. .
Ankauf wird gewarnt. Geg. Belohn.
abzugeb. Beſſungerſtr. 56. (*9765
Nr. 176.
Samstag, 21. November.
1914.
Bekanntmachungen.
Auf Grund des § 2 der Kaiſerlichen Verordnungen vom 31. Juli 1914, betreffend
das Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von Waffen uſw., bringe ich nachſtehendes
zur öffentlichen Kenntnis:
I. Verboten iſt die Ausfuhr und Durchfuhr von:
1. Rindleder jeder Gerbungsart, auch Spaltleder;
2. Roßleder jeder Gerbungsart, auch Spaltleder:
3. Kalbleder;
4. Kalbfellen;
5. Kunſtwolle;
6. Knochen, Knochenzapfen (Hornpeddig), Hufen, Klauen, roh, auch entfettet,
zu anderen als Schnitzwecken, der ſtatiſtiſchen Nr. 156k und von
Horn=
ſpänen (Abfallſpänen) und Hornmehl der ſtatiſtiſchen Nr. 156g;
7. Weißblechwaren jeder Art, ſoweit ſie nicht in Form von Doſen, Büchſen
uſw. als Verpackung anderer Waren mit ausgeführt werden:
8. Schmelztiegeln aus Graphit.
II. Aufgehoben iſt das Verbot der Aus= und Durchfuhr von Lamm=, Schaf=,
Zickel=, Ziegen=, Reh=, Hirſch=, Reuntier=, Hunde=, Schweins= uſw. Leder, bearbeiteten
Häuten von Fiſchen und Kriechtieren, künſtlichem Leder:
ferner iſt aufgehoben die Ziffer 2 der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom
3. September 1914 (Reichsanzeiger Nr. 207 vom 3. September 1914);
endlich iſt aufgehoben das Verbot der Aus= und Durchfuhr von Geigenharz
in geformten Stücken (Kolophonium für Geigen, Celli und Baßgeigen) und von
Sohlendurchnähmaſchinen mit Keitenſtich.
III. Das Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von Fellen zur Pelzbereitung
und Pelzwaren (Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 7. Auguſt 1914) erſtreckt
ſich nicht auf Breitſchwänze, Perſianer, Schiras, Moiré=Aſtrachan, roh und gefärbt,
gefärbte Ziegenfälle und Ziegendecken, rohe und gefärbte Krimmer, gefärbte Schmaſchen.
Berlin, den 10. November 1914.
Der Stellvertreter des Reichskanzlers.
Delbrück.
(21582
Frankfut g. M, den 15. 10 1914.
Tfill. Armeekorps
Stellvertretendes Generalkommando.
Abt.; III b J.=Nr. 40740/3229.
Es ſind Klagen darüber erhoben worden, daß die zu Lieferungen für die Heeres‟
verwaltung verpflichteten Fabrilanten von ihrer Plivatkundſchaft, ſogar unter
Klage=
androhung, zur Erfüllung der dieſer gegenüber übernommenen
Lieferungsverpflich=
tungen in einer Weiſe gedrängt werden, daß das Intereſſe der Heeresverwaltung
darunter leidet.
Die Privatkundſchaft der Heereslieferanten wird darauf hingewieſen, daß ein
ſolches Verhalten nicht nur in höchſtem Grade unpatriotiſch, ſondern auch unter
Um=
ſtänden nach den §§ 320, 45 R. St. G. B., welche die nicht rechtzeitige oder nicht
ord=
nungsgemäße Erfüllung von Lieferungsverträgen für Heeresbedürfniſſe im Kriege,
ſowie die Anſtiftung dazu mit Gefängnisſtrafe bedrohen, ſtrafbar iſt.
Zur Wahrung der Intereſſen der Landesverteidigung verordne ich gleichzeitig:
Die Befriedigung von Privatauftrigen unter Zurückſtellung von Auſträgen der
Heeresverwaltung iſt verboten.
Zuwiderhandlungen werden, wenn die beſtehenden Geſetze keine höhere Strafe
beſtimmen. auf Grund des § 9 des Geſetzes über den Belagerungszuſtand vom 4. Juni
1851 mit Gefängnis bis zu einem Jahre beſtraft.
(21583
Der kommandierende General
Freiherr von Gall, General der Infanterie.
Frankfurt a. M., den 14. 11. 1914.
XVIII. Armeekorps
Stellvertretendes Generalkommando
Abt.: IIe J.=Nr. 41995.
Alle Verſteigerungen von Häuten und Fellen ſind bis auf weiteres verboten.
Der kommandierende General
gez. Frhr. von Gall.
(21584
Antſche abrchten des Grofd. Polteiants Darnnd=
Gefunden; 1 kleines Portemonnaie mit 19 Pfennigen Inhalt.
1 Zwicker mit ſchwarzer Hornfaſſung. 1 Päckchen, enthaltend 1 Paar
ſchwarze Damenhandſchuhe und 1 Spitzentuch. 1 Knäuel Wolle mit
Beinſtricknadel. 2 Brilln. 1 großes Kofferſchloß. 1 weißwollener
Kinderhandſchuh. 1 Portemonnaie mit über 7 Mk. Inhalt. 1
läng=
liches ſchworzes Handtäſchchen mit über 30 Mk. Inhalt. —
Zuge=
laufen: 1 Dobermann. 1 Huhn.
(21545
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofr ite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
findet ſich: 1 deutſcher Schäferhund, 1 Dachshund, 1 Windhund.
1 Spitzhund, 1 Jagdhund (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(21556
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 22. Nov.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von
1 Uhr ab geſchloſſen.
Aufnahme der Viehbeſtände in Ausführung des
Reichsviehſeuchengeſetzes.
Die Liſte der hieſigen Beſitzer von Pferden und Rindvieh, die
nach den Beſtimmungen des Ausführungsgeſetzes zum
Reichsvieh=
ſeuchengeſetz und des Geſetzes über die Entſchädigung für an Maul=
und Klauenſeuche gefallenes Rindvieh beitragspflichtig ſind, liegt
vom 23. bis einſchließlich 28. ds. Mts., im Stadthaus, Zimmer
Nr. 50, offen. Einwendungen ſind ebendaſelbſt während der
Offen=
lage vorzubringen.
Darmſtadt, den 18. November 1914.
(21555sid
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Ekert.
Unterbringung und Beſchäftigung der hier
zugewieſenen Schleſier.
Der Stadt Darmſtadt ſind etwa 5000 junge Schleſier zum
vor=
übergehenden Aufenthalt zugewieſen worden.
Darunter befinden ſich Schüler höherer Lehranſtalten, die
wäh=
rend des Aufenthalts hieſige höhere Schulen beſuchen ſollen. Es wäre
erwünſcht, dieſe jungen Leute in Darmſtädter Bürgerquartieren,
mög=
lichſt unentgeltlich, unterzubringen. Ich bitte um gefällige Mitteilung,
wer von der hieſigen Einwohnerſchaft bereit iſt, ſolchen jungen Leuten
für die Zeit ihres Hierſeins unentgeltliche Aufnahme zu gewähren.
Der weitaus größere Teil dieſer Schleſier gehört dem
Arbeiter=
ſtand an und wäre deren Beſchäftigung ebenfalls dringend erwünſcht.
Ich fordere die hieſigen Gewerbetreibenden, insbeſondere die Innungen
auf, ſofern und ſoweit ſie ihren Arbeiterbedarf nicht mit hieſigen
Leuten decken konnten, den Bedarf von Arbeitskräften bei mir
an=
zumelden damit ihnen paſſende Arbeitskräfte aus den Reihen der
jungen Schleſier zugewieſen werden können.
Darmſtadt, den 19. November 1914.
(21521fs
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Deter
Wer für die bei uns untergebrachten
Schleſier
einen Mantel oder eine Decke übrig hat, wird herzlich gebeten, ſie
im Schulhauſe Müllerſtraße 11 abzugeben. Auch Handtücher,
Taſchentücher, Hemden, Strümpfe uſw. ſind willommen. (21557
Stadtknabenſchule II: Claß.
Verſteigerungs=Anzeige.
Montag, den 23. November 1914, nachm. 4 Uhr,
verſteigert der Unterzeichnete auf freiwilligen Antrag im Hofe
Hein=
heimerſtraße Nr. 11 dahier
1 braunes Pferd
unter geſetzlicher Währſchaft
öffentlich meiſtbietend gegen Barzahlung.
(21544
Weckel, Großh. Gerichtsvollzieher
in Darmſtadt, Bleichſtraße 28.
Kartoffel=Verſteigerung.
Auf der Bahnſtation Nieder=Kainsbach-Fränkiſch=Crumbach
wird am Samstag, den 21. November I. Js, 11‟ vorm., eine
Wagenladung Futterkartoffeln, 200 Zentner, aus einem
Eiſenbahn=
wagen, in loſer Schüttung, im ganzen oder in kleineren Mengen,
gegen ſofortige Barzahlung verſteigert.
(21554
Reichelsheim (Odenw.), den 19. November 1914.
Die Bahnverwaltung.
Schulgeld=Erhebung.
Das Schulgeld für das Großh.
Realgymnaſium und deſſen
Vor=
ſchule, die Großh. Liebigs= und
die Großh. Ludwigs=
Oberreal=
ſchule, die Vorſchule der Großh.
Gymnaſien, die Viktoriaſchule
und das Lehrerinnenfeminar, die
Eleonorenſchule und
Frauen=
ſchule, ſowie die Mittelſchulen für
das IV. Kalender=Vierteljahr
1914 iſt bis Ende lfd. Mts.
an den Werktagen, vormittags
von 8½ bis 12½ Uhr, hierher zu
entrichten.
Darmſtadt, 11. November 1914.
Die Stadtkaſſe.
Koch. (21231a
Steuer=Erhebung.
Das IV. Ziel der
Gemeinde=
ſtener für das Rechnungsjahr
1914 iſt bis Ende dieſes Monats
an den Werktagen, vormittags von
8½ bis 12½ Uhr, hierher zu
ent=
richten.
Darmſtadt, 10. November 1914.
Die Stadtkaſſe.
Koch. (21152a
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen des
Partiewaren=
händlers Tobias Neigaß in
Darm=
ſtadt iſt zur Prüſung der
nach=
träglich angemeldeten Forderungen
Vermin auf
(21578
Dienstag, 1. Dezember 1914,
vormittags 11 Uhr,
vor dem Großh. Amtsgericht I
Darmſtadt, Zimmer Nr. 219,
an=
beraumt.
Darmſtadt, 16. November 1914.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Mramtnhung.
(Stadtwald.)
Die Brennholz=Verſteigerung
Nr. I vom 16. November 1. Js.
iſt genehmigt. Ausgabe der
Ab=
fuhrſcheine am 23. ds. Mts., Tag
der Ueberweiſung und erſter
Ab=
fuhrtag am 24. November l. Js.
Darmſtadt, 19. November 1914.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann. (21550
Weihnachts-Zigarren
für unsere Truppen
zu Fabrikpreisen
per 100 Stück von Mk. 3.— an,
auch in kleineren Quantitäten. (*9777
J. M. Adam, Eliſabethenſtr. 56, II.
Wer liefert 10 Malter
Gu
. Kartoffeln
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Preisangabe Hotel Merz,
Darmſtadt.
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Dzu kauf. geſ. Ang. mit Preis an
Schröder, Karſtr. 27. (*9721fso
Wetterauer Gänse
trifft eine Sendung Donnerstag
den 26. Nov, Nachmit. 4 Uhr, im
Gaſthaus „zur go dnen Roſe‟
Schloßgaſſe 2, ein. Carl Bingel,
Oberhörgern.
(*9766so
la Hammetttoison:
empfiehlt billigſt
Hally Mainzer,
Rinds= u. Kalbsmetzgerei. (*9771
Kranichſteinerſtr. 35. Telefon 2265.
Großherzogliches Hoftheater.
Abonnement für 1914/15.
Die Erhebung der 2. Rate des Abonnementsgeldes für die
Spielzeit 1914/15 findet
Montag, den 23. und Dienstag, den 24.
Novem=
ber 1914, nachmittags von 3½ bis 5 Uhr,
ſtatt. Zahlſtelle: Veſtibüle im Hoftheater.
(21562
Die Abonnenten werden freundlichſt gebeten, die erhaltenen
Zahlzettel bei der Zahlung zur Quittierung vorlegen zu wollen.
Darmſtadt, den 21. November 1914.
Großherzogliche Hoftheater=Hauptkaſſe.
Verſauf von Vberbaumnaterkalien=
Die in unſerem Bezirk lagernden, für Eiſenbahnzwecke nicht
mehr verwendbaren Oberbaumaterialien, wie Eiſen=und Stahlſchienen.
eiſerne Schwellen, Weichenteile, Kleineiſenzeug, Brückenträger, Eiſen=,
Gur=, Stahl= und Blechſchrot, ſollen öffentlich meiſtbietend verkauft
werden.
Verkaufsbedingungen und Angebotbogen ſind gegen poſt= und
beſtellgeldfreie Einſendung von 1 Mark in bar — nicht in Briefmarken—
von unſerem Zentralbureau zu beziehen.
Die Angebote ſind bis Freitag, den 11. Dezember 1914,
vormittags 11 Uhr, poſtfrei an uns einzuſenden.
* Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beiſein etwa erſchienener
Bieter am gleichen Tage vormittags 11 Uhr im Saale 72 unſeres
Verwaltungsgebäudes.
Zuſchlagfriſt: 3 Wochen. — Abfuhrfriſt: 15. März 1915.
Mainz, den 11. November 1914.
(721577
Königlich Preußiſche und Großherzoglich
Heſſiſche Eiſenbahndirektion.
Gaſtwirtſchafts=Verſteigerung.
Das in Arheilgen bei Darmſtadt in der Darmſtädter Straße
am Endpunkte der Darmſtädter Straßenbahn belegene
Gaſtwirtſchafts=
anweſen „Zum Löwen” der Peter Groh Eheleute, beſtehend aus
Hofreite, großem Saalbau und Garten, 3805 qm, ortsgerichtlich zu
Mark 78 829.— geſchätzt, wird durch das unterzeichnete Gericht:
Dienstag, 8. Dezember 1914, vormittags 11½ Uhr
in deſſen Sitzungsſaal, Zimmer Nr. 118, im neuen Gerichtsgebäude,
Mathildenplatz zu Darmſtadt, zwangsweiſe verſteigert. (21563
Darmſtadt, den 6. Oktober 1914.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Breunholz=Verſteigerung.
(Harras.)
Freitag, den 27. November I. Js., vormittags 9 Uhr,
werden im Saale des „Neuen Schießhauſes” in der Harras (
Halte=
ſtelle der Griesheimer Straßenbahn) das Dürr= und Windfallholz
aus verſchiedenen Abteilungen des Forſtes Haras verſteigert:
Scheiter: 104 rm Eichen, 62 rm Kiefern;
Knüppel: 105 rm Buchen. 34 rm Eichen, 77 rm Kiefern, 40 rm Fichten;
Knüppelreiſig: 79 rm Buchen 27 rm Eichen, 8 rm Kiefern;
Stöcke (fein zerkleinert): 7rm Buchen, 5ö rm Eichen, 18 rm Fichten.
Das Holz trägt die laufenden Nummern 1—340. Unterſtrichene
Nummern kommen nicht zum Ausgebot. Um vorherige
Einſicht=
nahme des Holzes wird gebeten.
Darmſtadt, den 19. November 1914.
(21551
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Wir erhalten
Samstag abend
einen friſchen Transport von ca.
20belaiſchen Pferden
Gebr. Sommerfeid, parmstadt.
Telephon 383.
(21604) Pallaswieſenſtr. 25.
Bünger u. Pfuhl.
jedes Quantum, zu ermäßigten
Preiſen.
(18618a
Schlachthof.
Herir einteſaht
wird angekauft.
(20943a
Schlachthof.
am
weissen Turm.
Ab heute
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. November 1914.
Nummer 321.
Richard Jürgas
tſchinski 8 Adolf Jordan.
Großh. Hoftheater.
Samstag, den 21. November 1914.
Außer Abonnement.
III. Sonder-Vorstellung.
Der Reviſor
Komödie in 5 Aufzügen
von W. Lange.
Spielleiter: Bruno Harprecht.
Perſonen:
Anton
Antono=
witſch Skwosnik
Dmuchanowski,
Gouverneur einer
ruſſiſchen
Pro=
vinzialſtadt . . K. Weſtermann
Anna Andrejewna,
Minna
Müller=
ſeine Frau
Hanno
Maria Antonowna,
deren Tochter . Käthe Gothe
Luka Lukitſch
Chlopoff,
Schul=
rektor
. Frz. Schneider
Naſtenka, ſeine Frau Hertha Hinken
Ammos
Fedoro=
witſch Lapkin=
Tapkin,
Kreis=
richter
. Johann. Heinz
Artemi
Philippo=
witſch
Semlja=
nika,
Hoſpital=
verwalter
. Heinrich Hacker
Iwan Kusmitſch
Schpekin,
Poſt=
meiſter
Paul Peterſen
Peter
Iwano=
witſch
Dob=
tſchinski
Peter
Iwano=
witſch Bob=
Iwan
Alexandro=
witſchChleſtakoff,
Beamter aus
Petersburg . . Br. Harprecht
Oſſip, ſein
Be=
dienter
. H. Baumeiſter
Johann Chriſtian
Hübner, Kreisarzt Kurt Schüppel
Fedor Andre= 2—
jewitſch Lu=
30 Br. Waigandt
lukoff,
Iwan Laſare=87
witſch
Raſta=
kowski,
§ Fr. Jachtmann
Stepan
Iwa=
nowitſch Ko=x
3 Herm. Knispel
robkin,
Korobkins Frau Ag. Wisthaler
Stepan Jlitſch
Uchowertoff,
Polizei=
inſpektor
. Frz. Herrmann
Swiſtunoff, Poli=
. Hans Debus
zeidiener
Derſchimorda,
Po=
lizeidiener . . Adolf Klotz
Abdulin, Kauf=
.Emil Kroczak
mann
Erſter 1 Kauf= Ludwig Wenzel
Zweiter) mann Fritz Lang
Febronia
Petro=
wna Poſchlepin,
die Frau eines
Schloſſers . . . Fritzi Niedt
Die Witwe eines
Unteroffiziers . EllenWidmann
Miſchka, Bedienter
des Gouverneurs Harry Harris
Erſte
A. Fleiſchmann
Zweite 7 Dame:
Ottilie Forſt
Ein Kellner . . Otto Thomſen
Nach dem 2. Aufzuge längere Pauſe.
Krank: Franziska Callwey.
Adelheid Croneberg.
Zu dieſer Vorſtellung findet
kein Kartenverkauf ſtatt.
Anfang 8 Uhr. Ende geg. 10½ Uhr.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Sonntag, 22. Nov.: 41. Ab.=Vſt.
A 10. „Mignon”. Kleine Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Montag, 23. Nov.: (Keine
Vor=
ſtellung).
Dienstag, 24. Nov.: 42. Ab.=Vſt.
A 11. „Fauſt” II. Teil. (3. und
4. Abend.) Kleine Preiſe. Anfang
7 Uhr.
Mittwoch, 25. Nov.: Nachmittags
3 Uhr. Außer Abonnement.
Feſt=
vorſtellung für verwundete
Sol=
daten. „Minna von
Barn=
helm. (Zu dieſer Sonder=
Vor=
ſtellung findet kein Kartenverkauf
ſtatt.) Abends 7½ Uhr. 43. Ab.=
Vſt. B 10. Feſtvorſtellung zur
Feier des Allerhöchſten
Geburts=
feſtes Seiner Königlichen Hoheit
des Großherzogs. Zumerſten Male:
„Die Marketenderin‟ Eine
deutſche Spieloper von
Humper=
dinck. Gewöhnliche Preiſe.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 26. Nov. 44. Ab.=
Vſt. C 12. Zum erſten Male:
„Alsich noch im Flügelkleide‟.
(Ein fröhliches Spiel von Kehm
und Frehſee). Kleine Preiſe.
An=
fang 7½ Uhr.
Freitag, 27. Nov. 45. Ab.=Vſt.
D 12. „Hoffmanns
Erzähl=
ungen”. Kleine Preiſe. Anfang
7 Uhr.
Samstag, 28. Novbr. Außer
Abonnement. Zu
Volksvorſtel=
lungspreiſen. Volkstümliches
Konzert.
Sonntag, 29. Nov. 46. Ab.=Vſt.
B 11. „Die Fledermaus”
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
rein der Harmsgemelue.
Fraden
Einladung
zur Haupt= und Mitgliederverſammlung
am Montag, den 23. November 1914, abends
8 Uhr, im Martinsſtift.
Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorſitzenden, 2.
Rech=
nungsablage, 3. Wahl des Vorſtandes, 4. Anträge.
Alle Mitglieder werden hierzu freundlichſt eingeladen. (21611
Gewerkverein der Heimarbeiterinnen.
Ausſtellungs= und Verkaufstag
im Muſikvereinsſaal, Steinſtraße Nr. 24,
am Dienstag, den 24. November und von 9—1 und
am Mittwoch, den 25. November 1 von 3—7 Uhr.
(214 2dso
Um zahlreichen Beſuch wird herzlich gebeten.
Der Vorſtand.
Kaffee Fürst Bismarck
Rheinstrasse 35.
Telephon 2437 (21267a) Telephon 2437.
Zum Frühstück!
empfehle ich meine Neueinführungen:
Schildkrötensuppe . Tasse 50 ₰
Gefüllte Pastete, warm
40 ₰
Kraftbrühe mit Ei
40 ₰
Bismarckfrühstück . . . . . 100 ₰
bestehend aus: 1 Port. Kaffee, Tee od. Schokolade
2 Eier
1 belegtes Brot nach Wahl
Butterbrot mit westfälischem
Schinken und 1 Gläschen
alten Korn
.. 50 ₰
Ferner empfehle ich zum Frühstück auch
meine offenen Weine —
Südweine . . Glas 50 ₰
Rhein-, Haardt-, Mosel- und
Rotweine
¼ Liter 50 ₰.
Uin
Thedter
Tel
73
Nur 3 Tage
ein ganz hervorragendes
Programm:
Grosser Sensationsfilm
Drama in 3 Akten
1m
Zwange
der Not
Drama in 2 Akten
Gespielt von ersten
Künstlern
(*9788
Die neuesten
Dilder
Ges Rrless
Schädplatzes
ten
Zum hessischen Haus
Ecke Wald= und Grafenſtraße.
Samstag, 21. November:
Metzel-
Suppe
wozu freundlich einladet (*9792
Friedrich Rummel.
Reſtauration
(*9750
„Zum Taunusgold‟
Dornheimer Weg 33.
Samstag, 21. November:
Metzel=
ſuppe
Morgens Wellfleiſch mit Kraut,
wozu frdl. einladet J. Jäckle.
Lreine gelbe Orpington.
2 Mark an.
(*97
Schröder, Karlſtr.
olfshund, wachſ., 1½ J.
bei Truber, Ballonpl. 6. (*
Aufang Sonntag 3 Uh
Für arm. Landſturmmann, z. Z. im
& F., w. gutg. Taſchenuhr z. k. geſ.
Ang. m. Pr. u. 6. 64 a. Geſchäftsſt.(
Der Tolgegtäabte
Grosser Kriminal-Roman in 3 Akten mit Regina
Badet in der Hauptrolle.
Die Stermatter
Dramatisches Lebensbild in 2 Akten mit Hanni
Weise in der Hauptrolle.
Die neuesten Aufnahmen vom Kriegsschauplatz
(21600
Ab Dienstag, den 24. November:
Richard Wagner
Film-Biographie in 7 Akten.
Der Prachtſpielplan
von Samstag, 21. November, bis Montag, 23. November.
Ein Meiſterwerk der Lichtſpielkunſt!
Senſationeller und ſpannendſter Hauptſchlager:
Die Millionen-Mine
Ein aufſehenerregendes und ſpannendes Detektiv=Drama
in 3 Akten. — Dieſer Film zeichnet ſich ganz beſonders
durch ſeine packende und überwältigende Wirkung aus.
Die Ausführung ſteht auf der Höhe der Filmkunſt und
bietet noch nie Dageweſenes. Die Spannung und
Er=
regung erhöht ſich von Akt zu Akt, iſt voll von
nerven=
peitſchenden Situationen und bietet ganz eigenartige Effekte.
Ein weiteres Zugſtück: Die Waldroſe
Indianer=Drama in 2 Akten. Ein ſehr ſchönes Indianerbild.
Ein ſchmerzliches Abenteuer
Hochkomiſche Szenen. Zum Lachen! (*9770
Brillante Humoresken
Herrliche Naturaufnahmen
ergänzen den Elite=Spielplan.
Verſäumen Sie nicht, ſich dieſes Reſ. Pl. 50₰, 1. Pl.
wunderſchöne Programm anzuſehen 359, 2.u. 3. Pl. 19₰
Inhaber:
Georg Brand.
Theatet
Darmſtadt,
Rheinſtraße 2.
Nur 3 Tage. Samstag, Sonntag u. Montag. Nur 3 Tage.
3 grosse Schlager:
Ein äusserst aufregender, span-
I. UIndianerblut! nender Indianer-Schlager.
Ein sehenswürdiges
Ir. IMitten in Wildwest!
Wildwestbild,
das Aufregung und Spannung hervorruft.
IIk. 1Aus Preussens schwerer Zeit!
Dieses Schauspiel ruft ähnliche Bilder hervor, wie man
r heutigen 2
bt.
sie
Um deses Progrumm zu vervolständigen koumen die
heuesten Krieoshiider I S rimoresken zur vorfünrung
Als Einlage I. ein Sensations-Schlager in 2 Akten, del
„Kriegsbilder und Kämpfe in den Kolonien” zeigt.
II- Ein dramatisch und sensationelles Schauspiel
und mehrere andere Films.
— III. Platz 19
Achtung!
Zahle die höchſten Preiſe für
Schlachtpferde zu jederzeit.
Em=
pfehle prima Pferdefleiſch,
Hack=
fleiſch. Elektriſcher Betrieb
vor=
handen. Telefon 1997.
Peter Diehl,
Schloßgaſſe 3.
(*9790
Gemer
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Nummer 991.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 21. Novemper 1914.
Seite 13.
Der filberne Adoff.
Roman von Horſt Bodemer.
(Nachdruck verboten.)
30)
22. Kapitel.
Der luſtige Hans änderte ſeine Taktik. Er verſtand
ſich auf die langhaarigen Geſchöpfe. Das Witzereißen
durfte nicht ewig fortgeſetzt werden, ſonſt fiel er einer, wie
Ellen Wommen, auf die Nerven. Alſo gezeigt, daß man
auch ganz anders ſein konnte. Ein bißchen die gediegene
Seite aufgezogen, den ſilbernen Adolſ ſchlug er auf dieſe
Weiſe aus dem Felde. Das war doch kein Kunſtſtück. Der
war doch weiter nichts, wie ein harmloſer, lieber Junge,
den noch der Nimbus des erfolgreichen
Patrouillenfüh=
rers auf Kamelen umſtrahlte. Hübſch langſam mußte ihm
dieſer Nimbus genommen werden.
Bei dem Frühſtück wurde gar nicht viel gelacht. Man
unterhielt ſich über ernſte Dinge. Kam vom Hundertſten
ins Tauſendſte und ſetzte dieſe ernſten Geſpräche auf der
Bahnfahrt nach Marienburg fort.
Und als die rieſige, aus Ziegelſteinen erbaute Burg
vor ihnen lag, nahm der luſtige Hans das Geſpräch allein
in die Hand. Er bewies, daß er in der Geſchichte ſeines
Heimatlandes gut Beſcheid wußte. Geſchickt brachte er
ſeine Weisheit an. Sie mußten ſich einen Führer
neh=
men, aber der hatte nur ſelten Gelegenheit, einmal ein
Wort zu ſagen. Hans Grüningen führte, erklärte
groß=
zügig, Vom deutſchen Ritterorden, ſeiner Gründung,
feinen Zwecken ſprach er erſt im allgemeinen. Bewies,
was Konrad von Thierberg, der um 1274 den Bau be=
gonnen, für ein großer Stratege geweſen war. Wie ſich
gerade von hier die Fäden gut hatten ſpinnen laſſen in
die Lande, die erobert worden waren und erobert werden
ſollten, und wie hervorragend die Verbindung mit
dem alten Vaterlande geweſen ... Und während ſie durch
das Ordenshaupthaus, dem Sitz des Hochmeiſters,
ſchrit=
ten, nach dem Hochſchloß und der Kirche, mit der
herr=
lichen Mutter Gottes und dem Kinde in Hochrelief mit
Glasmoſaik auf Goldgrund farbig ausgeführt, ein
Mei=
ſterwerk muſiviſcher Auslegung plaſtiſcher Form aus dem
Jahre 1340, riß ſein Vortrag nicht ab. Die ganze
Ge=
ſchichte des Ritterordens rollte er auf. Bei den vier
Hochmeiſtern: Hermann von Salza, Siegfried von
Feucht=
wangen, Winrich von Kniprode und Albrecht von
Hohen=
zollern verweilte er länger, warf Schlaglichter auf
Ver=
gangenheit und Gegenwart ... Im Konventsraum riß er
ein Fenſter auf. Unter Sonnenglaſt lag die fruchtbare
Landſchaft, träge wälzte ſich dicht neben der Burg die
Nogat nach Norden.
Wenn Sie einen Blick den Strom hinunterwerfen,
gnädiges Fräulein, durch die Gitterbrücke mit dem
Türm=
chen darauf! Sehen Sie da das langgeſtreckte Herrenhaus
mit der Front nach dem Waſſer zu, umrahmt von alten
Linden?
Ja, Herr von Grüningen, ich ſehe es!
Meine Heimat! Grüningen! Mein älterer Bruder ſitzt
drauf. . . Ja, wenn man mich ſo anſieht, äußerlich, da
kommt keiner auf den Gedanken: der kleine Aff’ iſt ein
Nachkomme der Deutſch=Ordensritter. Als die weltlich
wurden, heirateten, iſt einer meiner Vorfahren mit dieſem
Außenwert der Bureg, einſt war es das, belehnt worden.
Als — Auszeichnung! . . . Weil unſer Geſchlecht, das heute
noch in Weſtfalen blüht, von dort ſtammen wir, ſeine
nach=
geborenen Söhne in Maſſe dem Orden zur Verfügung
geſtellt hat. Weil drei Grüningens in einer Schlacht, die
unglücklich gegen die Polen verlief, eine vom Papſt
ge=
weihte Monſtranz retteten, mitten durch die Feinde
bra=
chen ſie ſich Bahn. Zwei fielen, der dritte ſchleppte
todes=
wund das Heiligtum bis zur Zugbrücke der Marienburg,
feſtgeklemmt unter dem Arm, beſpritzt mit ſeinem Blut,
ſank er dort tot vom Pferde. Die Monſtranz war
ge=
rettet. Die Ritter nahmen’s als gutes Zeichen. Sie
feg=
ten von neuem gegen den Feind, ein anderer Grüningen
trug das mit dem Blute ſeines Geſchlechts beſprengte
Hei=
ligtum vor dem Heere her, und die Polen wurden
gründ=
lich aufs Haupt geſchlagen!
Wohl dem, der auf ſolche Tradition blicken kann, ſagte
Ellen Wommen mit leuchtenden Augen.
Da reckte ſich der kleine Kerl auf, ſeinen Panama
ſchwenkte er in der Hand hin und her.
Sie haben ganz recht: wohl dem! Aber wehe dem,
wenn er in einer faulen Zeit geboren iſt, wie die jetzige.
Das alte, kampfesfrohe Blut rebelliert! Verpufft! Schlägt
über die Stränge, oft auf recht unnütze Weiſe! Und die
Splitterrichter ſind gleich da! Wir leben nicht mehr im
Mittelalter! Kein Schwerterſchwingen mehr! Ein
biß=
chen auf dem Exerzierplatz rumgetobt, was das ſchon iſt!
Einmal ein Pferd gebändigt, das auch kampfesfreudiges
Blut in den Adern hat — oder was anderes gebändigt!
Manchmal ſich ſelbſt — und das iſt das Allerſchwerſte!
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Penſion, für jede Zeitdauer.
Auch ganze 1. Etage an Familie
abzugeben. (B20952
Frau Th. Holthusen Ww.
Ohrenschützer 50 und 95 Pf.,
do. mit Pelz gefüttert 2 Mk.,
Kopfschützer Mk. 1.50, 2.10,
3.20, 3.60,
Pelzstauchen Mk. 2.75, 3.50,
5.—, 8.
(20950a
in Feldpoſtbriefen fertig verpackt
Hübner’s
Jagd- u. Sportgeschäft
11 Ernſt=Ludwigſtraße 11.
önte