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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 295.
Montag, den 26. Oktober.
1914.
Der Krieg.
Der Dreibund. — Intereſſante Geheimberichte. — Die Kämpfe im Weſten und Oſten. — Kriegsgefangene in Deutſchland.
Portugal. — Von den Kriegsſchauplätzen.
Der Dreibund.2
Da gerade in letzter Zeit über den Dreibund, beſonders
über die Stellung Italiens in dieſem Bunde, viel
irrtüm=
liche Anſichten verbreitet ſind, mag es nützlich ſein, an die
Entſtehungsgeſchichte und Beſtimmungen dieſes Vertrages
etwas zu erinnern, ſoweit dieſe bis jetzt bekannt geworden
ſind.
Der Dreibund iſt ein Verteidigungsbündnis,
hervor=
gegangen aus dem Zweibund zwiſchen Deutſchland und
Oeſterreich=Ungarn. Infolge des Verliner Kongreſſes trat
in dem Verhältnis Rußlands, Deutſchland und Oeſterreich=
Ungarn gegenüber, eine gefährliche Spannung ein. Dies
führte zunächſt zu Beſprechungen zwiſchen Bismarck und
Graf Andraſſh in Gaſtein, dann zu Verhandlungen in
Wien. Am 24. September 1879 waren dieſe ſoweit, daß
der Vertrag im Entwurf fertig war, am 7. Oktober 1879
wurde der Vertrag endlich vom deutſchen Botſchafter in
Wien, Prinz Reuß, und Graf Andraſſy unterzeichnet. Der
Zweibund war zunächſt zur Verteidigung gegen einen
ruſſiſchen Angriff auf Deutſchland oder Oeſterreich=Ungarn
geſchloſſen worden. Die beiden Mächte ſollten ſich bei
einem ruſſiſchen Angriff gegenſeitig mit voller Macht
unter=
ſtützen, auch wenn dieſer Angriff zur Unterſtützung des
Angriffs einer anderen Macht auf die Zweibundmächte
er=
folgte. In jedem anderen Kriege ſicherten ſich Deutſchland
und Oeſterreich=Ungarn wohlwollende Neutralität zu.
Schon im Auguſt 1879 nun hatten gelegentlich des
Aufenthalts Bismarcks in Gaſtein auch Beſprechungen
mit=
dem italieniſchen Miniſter Cuiroli ſtattgefunden, in denen
eine etwaige Aufnahme Italiens in das
Verteidigungs=
bündnis erwogen wurde. Dieſe Aufnahme in das
Bünd=
nis wurde für Italien infolge der Schädigungen der
italie=
niſchen Mittelmeerintereſſen durch England und Frankreich
notwendig. England beſetzte nämlich Cypern, angeblich
zum Schutze der Türkei, und Frankreich das für Italien
wichtige und zu 95 Prozent der europäiſchen Bevölkerung
von Italienern bewohnte Tunis, Sizilien gerade gegenüber
liegend. Der endgültige Anſchluß Italiens völlzog ſich
aber erſt am 2. Januar 1883, anläßlich einer Erneuerung
des alten Zweibundes. Dieſer wurde alſo nun zum
Drei=
bund mit dem Charakter eines Verteidigungs= und
Garantievertrages erweitert. Verteidigungsvertrag
inſofern, als ſich Deutſchland und Oeſterreich=Ungarn
ge=
genüber einem ruſſiſchen Angriff zur gegenſeitigen
Hilfe=
leiſtung mit voller Streitmacht, Deutſchland. Oeſterreich=
Ungarn und Italien bei jedem anderen Angriff zu
wohl=
wollender Neutralität verpflichteten, Garantievertrag in
ſofern, als alle drei vertragſchließenden Mächte ſich ihren
gegenwärtigen Beſitzſtand garantierten, und zwar ſollte
Deutſchland zurzeit des Vertragsſchluſſes der Beſitz Elſaß=
Lothringens, Oeſterreich=Ungarn derjenige von Bosnien=
Herzegowina und Italien der Beſitz von Rom geſichert
werden. Die drei Mächte ſind verpflichtet, ſoweit das
be=
kannt iſt, dann für einander einzutreten, wenn der
Beſitz=
ſtand der Mächte oder einer der Mächte in dem
angegebe=
nen Umfang gefährdet wird. Danach alſo wäre Italien zum
Eingreifen erſt dann verpflichtet, wenn Deutſchland im
Beſitz Elſaß=Lothringens gefährdet wäre. Ob Stalien
auch bei einer Gefährdung Bosniens und der Herzogewing
zum Eingreiſen und nicht nur zur Neutralitäk verpflichtet
iſt, iſt fraglich. Damit Ftalien aber in einem dieſer Fälle
ſofort eingreifen kann, iſt es zu einer bewaffneten
Neutra=
lität verpflichtet, hat alſo ſeine ganze Streitmacht mobil zu
machen.
Betrachten wir nun den Vertrag unter dem
Geſichts=
winkel der heutigen Ereigniſſe, ſo iſt dabei immer wieder
zu beachten, daß der Vertrag, was die Beteiligung
Ila=
liens angeht, nicht in allen Einzelheiten bekannt iſt.
De=
zu tragen auch die in neueſter Zeit erfolgten Erneuerungen
des Dreibundes die uns noch unbekannte Aenderungen
ſicher gebracht haben dürſten, bei. So viel aber iſt
ſicher: Durch den drohenden Angriff Rußlands
auf Oeſterreich=Ungarn ſowie durch den erfolgten
Einbruch in deutſches Gebiet am 1. Auguſt war
Deutſch=
land zur Kriegserklärung an Rußland gendtigt. Kraſt des
Dreibundvertrages war Oeſterreich=Ungarn zur
Unter=
ſtützung Deutſchlands verpflichtet, die dann auch durch die
Kriegserklärung Oeſterreich=Ungarns an Rußland erfolgte.
Der franzöſiſche und engliſche Angriff auf Deutſchland
verpflichtete Oeſterreich=Ungarn und Italien zu
wohlwol=
lender Neutralität, ebenſo der ſerbiſch=montenegriniſche
Angriff Deutſchland und Italien zur Neutralitäit
Oeſter=
reich=Ungarn gegenüber. Dieſe Neutralität iſt von allen
Seiten ſtreng beobachtet worden. Hier iſt gerade der
Cha=
rakter des Dreibundes als Verteidigungsbündnis
glän=
zend durch die Ereigniſſe gerechtfertigt worden. Denn die
deutſche Neutralität wurde erſt durch den Angriff
Ruß=
lands und die ſerbiſch=montenegriniſche Kriegserklärung,
*) Aus dem Vortrag des Herrn Dr. Bergſträßer
über „Dreibund und Dreiverband”, gehalten am
Samstag im Kaiſerſaal.
die öſterreichiſch=ungariſche Neutralität durch die
Kriegs=
erklärungen Frankreichs und Englands gebrochen. Die
bewaffnete Neutralität, zu der Italien durch den
Drei=
bundvertrag verpflichtet iſt, würde erſt durch eine
Erobe=
rung Elſaß=Lothringens durch die Franzoſen gebrochen.
Ob auch eine Eroberung Bosniens und der Herzegowing
Italien zum Eingreifen verpflichtet, iſt nicht bekannt.
Demnach haben alle drei Bundesmächte dem Vertrag
ge=
mäß gehandelt. Von einem Treubruch Italiens zu
ſpre=
chen, iſt deshalb nicht gerechtfertigt. Die beſondere
Stel=
lung Italiens innerhalb des Dreibundes iſt durch ſeine
Stellung im Mittelmeer begründet. Italien wäre
näm=
lich vermutlich nicht imſtande, ſeine langgeſtreckten Küſten
gegen eine an Seeſtreitkräften weit überlegene gemeinſame
franzöſiſch=engliſche Blockade zu ſchützen. Eine
empfind=
lich Schwächung unſeres Bundesgenoſſen und damit
unſerer ſelbſt wäre die Folge. Italiens bewaffnete
Neu=
tralität aber ſichert uns trotzdem im Notfalle die
Unterſtützung. Daß dieſe im gegenwärtigen Kriege nicht
notwendig wurde, verdanken wir unſeren tapferen Heeren
im Weſten unter dem Oberbeſehl des Kronprinzen von
Bayern und des Generaloberſten v. Heeringen.
Intereſſant iſt es, dazu zu vergleichen,
was der Gründer des Dreibunds, Bismarck, in ſeinen
„Gedanken und Erinnerungen” im 29. Kapitel über den
Dreibund ſagt: „Die internationale Politik iſt ein
flüſſi=
ges Element, das unter Umſtänden zeitweilig feſt wird,
aber bei Veränderungen der Atmoſphäré in ſeinen
ur=
ſprünglichen Aggregatzuſtand zurückfällt. Die clausula
rebus sie stantibus wird bei Staatsverträgen, die
Leiſtun=
gen bedingen, ſtillſchweigend angenommen. Der
Drei=
bund iſt eine ſtrategiſche Stellung, welche
an=
geſichts der zur Zeit ſeines Abſchluſſes drohenden
Gefah=
ren ratſam und unter den obwaltenden Verhältniſſen zu
erreichen war. Er iſt von Zeit zu Zeit verlängert worden,
und es mag gelingen, ihn weiter zu verlängern; aber
ewige Dauer iſt keinem Vertrage zwiſchen
Großmächten geſichert, und es wäre
un=
weiſe, ihn als ſichere Grundlage für alle
Möglichkeiten betrachten zu wollen, durch
die in Zukunft die Verhältniſſe Bedürfniſſe und
Stim=
mungen verändert werden können, unter denen er zuſtande
gebracht wurde. Er hat die Bedeutung einer ſtrategiſchen
Stellungnahme in der europäiſchen Politik nach Maßgabe
ihrer Lage zur Zeit des Abſchluſſes; aber ein für jeden
Wechſel haltbares, ewiges Fundament bildet er für alle
Zukunft ebenſowenig, wie viele frühere Tripel= und
Quadruvel=Allianzen der letzten Jahrhunderte und
insbe=
ſondere die heilige Allianz und der Deutſche Bund. Er
diſpenſiert nicht von dem toujours en vedette! W. W.
Intereſſante Geheimberichte.
* Unter dem Titel „Ein franzöſiſcher Prophet” ſchreibt
die Nordd. Allg. Ztg.: Der franzöſiſche Prätendent
Phi=
lipp von Orleans befand ſich zur Zeit des
Kriegs=
beginnes in Frankfurt a. M. Er reiſte kurz vor der
Mobilmachung in ſolcher Eile ab, daß er eine ganze
An=
zahl von Koffern zurückließ. Dieſe wurden in Beſchlag
genommen. Bei ihrer Durchſuchung wurden auch Papiere
vorgefunden,, u. u. eine Anzahl von
Geheimberich=
ten, die ein Major Dublaix in ſeiner Eigenſchaft als
militäriſcher Vertrauensmann des Herzogs von Orleans
dieſem erſtattet hat. Dieſe Berichte ſind überwiegend
militärtechniſchen Inhalts, ſcheuen aber auch gelegentlich
nicht einen Ausſlug in das Gebiet der höheren Politik.
Wir geben folgenden Bericht wieder:
„. . . 29. Januar 1914. Gnädigſter Herr! Ich habe
geſtern ziemlich lange einen Seeoffizier ſprechen können,
der perſönliche Beziehungen zum Hauptmann Peret, dem
Adjutanten des Marineminiſters, und zum Hauptmann
Dimitriew, dem ruſſiſchen. Marineattachs, beſitzt. Wir
haben von dem kürzlichen Beſuche des ruſſiſchen
Admiral=
ſtabschefs, Admiral Ruſſin, in Paris, geſprochen. Es
ſcheint, daß in zwei geheimen
Zuſammenkünf=
ten die franzöſiſchen und ruſſiſchen Admiralſtäbler
ge=
prüſt haben, welche Rolle die ruſſiſchen
Geſchwa=
der für den Fall eines europäiſchen Krieges
ſpielen könnten. Natürlich iſt es nicht möglich, zu
erfah=
ren, was in dieſen Zuſammenkünften beſchloſſen worden
iſt. Die Beſprechungen ſollen ſich aber vornehmlich auf
das künftige Eingreifen der ruſſiſchen
Schwar=
zen Meer=Flotteim Mittelmeerbezogen haben
Die vorausſichtliche Rolle der ruſſiſchen Oſtſee=Flotte ſei
nur nebenher in Betracht gezogen worden.
Wenn dieſe Auskunft zutreffend iſt — und ich habe
Grund es zu glauben — ſo muß man daraus ohne
Zwei=
fel den Schluß ziehen, daß das etwaige
Zuſammen=
wirken der ruſſiſchen Oſtſeeflotte mit den
engliſchen Nordſeegeſchwadern für den Fall
eines europäiſchen Krieges von dem ruſſiſchen
Marine=
miniſter, Admiral Gregorowitſch, mit der britiſchen
Ad=
miralität geprüft worden iſt und geprüft werden wird.
Allerdings hat erſt kürzlich im Unterhauſe auf eine
Frage des radikalen Abgeordneten King über die
Vor=
bereitung oder den Abſchluß einer engliſch=ruſſiſchen
Marinekonvention Sir Edward Grey geantwortet:
Wenn zwiſchen den europäiſchen Mächten ein Krieg
aus=
breche, ſo beſtehe kein geheimes Einvernehmen, das die
Freiheit der Regierung oder des Parlaments beſchränken
oder einengen könnte, wenn es ſich darum handeln würde,
über die Teilnahme Englands an den Feindſeligkeiten
zu entſcheiden. Vor einem Jahre hat Sir Asquith mit
Beziehung auf das franzöſiſch=engliſche Bündnis die gleiche
Sprache geführt. Es iſt aber notoriſch, daß die amtlichen
Erklärungen der engliſchen Miniſter immer buchſtäblich
genommen und im engſten Sinne ausgelegt werden
müſſen. Man muß alſo einräumen, daß kein
diplomati=
ſches Schriftſtück vorhanden iſt, das England
for=
mell verpflichtet, für dieſen oder jenen beſtimmten
Fall ſeine Heere und ſeine Flotte mit denen Frankreichs
und Rußlands zu verbinden, aber es iſt darum
nicht weniger gewiß, daß militäriſche
Abmachun=
gen, die zwiſchen den Armee= und Marineſtäben dieſer
drei Mächte zuſtande gelommen ſind, nit Genauigkeit die
Beteiligung’ der britiſchen Streitkräfte in dem Kampfe
zu Land und zur See für den Fall regeln, daß Regierung
und Parlament in England die Teilnahme an den
Feind=
ſeligkeiten beſchließen ſollten. Und ferner wie groß die
Zuneigung der engliſchen Radikalen für Deutſchland und
ihre Abneigung gegen Rußland ſein mag, ſicherlich
würde England ſich die Gelegenheit nicht
entgehen laſſen, die ihm ein europäiſcher Krieg für
die Vernichtung oder Schwächung des einzigen ernſtlichen
Nebenbuhlers um die Seeherrſchaft bieten würde.”
Mit dieſem geheimen Berichte von 29. Januar 1914
hat Major Dublaix ſich als guter Prophet für das
rwie=
ſen, was anfangs Auguſt in England tatſächlich
ge=
ſchehen iſt.
Die Kämpfe im Weſten.
* Genf 24. Okt. (Ctr. Bln.) Trotz der
beſchwich=
tigenden Verſicherung des franzöſiſchen Generalſtabs, daß
den Geländeverluſten der im Südoſten von Lille
operieren=
den franzöſiſchen Truppen nicht allzu große Bedeutung
beizumeſſen ſei, geht aus der geſamten Darſtellung der
ge=
ſtrigen und heutigen Depeſchen hervor, daß auf der Linie
Dixmuden-Roulers-Ypern-Lille-La Baſſé bis gegen
Arras der Widerſtand der Verbündeten infolge
Ermüdung der ſeit Sonntag nicht zum Atem gekommenen
Truppen erheblich abgenommen hat. Jedenfalls
geben franzöſiſche Privattelegramme zu, daß man dem
deutſchen Angriffe ſowohl in Frankreich wie in Belgien
die numeriſche Ueberlegenheit, geſteigerte Zuverſicht und
er=
höhten Elan anmerkt. Tatſächlich haben die neuen vor die
Front gerückten deutſchen Abteilungen ſich den
Stamm=
truppen mühelos angegliedert. Ihre Feuertaufe war
durch beträchtlichen Gebietsgewinn gekennzeichnet.
Pari=
ſer Militärkritiker, wie der Oberſt Rouſſet, die deutſche
Schlappen vorausſetzten, äußerten heute, der deutſche
Eigenſinn ſei ein unberechenbarer Faktor.
Vom öſtlichen Kriegsſchauplatz.
* Wien, 25. Okt. Amtlich wird verlautbart vom 25.
Okt., mittags: Auf dem nordöſtlichen
Kriegs=
ſchauplatz ſtehen nunmehr unſere Armeen und ſtarke
deutſche Kräfte in einer faſt ununterbrochenen
Front, die ſich von den Nordabfällen der öſtlichen
Karpa=
then über Stary=Sambor, das öſtliche Vorgelände der
Fe=
ſtung Przemysl, vom unteren San und das polniſche
Weichſelland bis in die Gegend von Plozk erſtreckt. Im
Kampfe gegen die Hauptmacht haben die Ruſſen auch ihre
kaukaſiſchen, ſibiriſchen und turkeſtaniſchen Truppen
her=
angeführt.
Unſere Offenſive über die Karpathen hat
ſtarke feindliche Kräfte auf ſich gezogen. In
Mittel=
galizien, wo beide Gegner befeſtigte Stellungen
inne=
haben, ſteht die Schlacht im allgemeinen. Südöſtlich
Przemysl und dem unteren San errangen unſere
Trup=
pen auch in den letzten Tagen mehrfach Erfolge.
In Ruſſiſch=Polen wurden beiderſeits ſtarke
Kräfte eingeſetzt, die ſeit geſtern ſüdweſtlich der
Weich=
ſelſtrecke Iwangorod-Warſchau kämpfen.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalſtabs:
von Höfer, Generalmajor.
* (Ctr. Bln.) Aus Genf wird dem Berl. Tagebl.
ge=
meldet: In Petersburg nimmt man an, daß bei den
Deut=
ſchen der Plan beſtehe, eine entſcheidende Schlacht auf dem
recht en Flügel der Ruſſen auszuführen und in
den Rücken der ruſſiſchen Armee zu fallen, die man in den
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Oktober 1914.
Nummer 295.
Karpathen zurückgehalten vermutet. Nach dieſem
unglück=
lichen Ergebnis der feindlichen Bewegung in der von
Hin=
denburg gewählten Richtung ſei die Hauptmacht der
deut=
ſchen Truppen gegen Warſchau dirigiert worden. Es war
feſtgeſtellt, daß ein Teil der deutſchen Heeresmaſſen ſich
von Süden her, nämlich von den Radomhöhen, gegen
Warſchau bewegte. Die deutſche Generalität habe die
beſten öſterreichiſchen Kavallerieregimenter zur Teilnahme
an der Offenſive ausgewählt. Nach einer weiteren
Mel=
ung entwickelt ſich eine große Schlacht ſüdlich
von Przemysl unter Führung des Generals
Bruſſi=
low. Ueber den öſterreichiſchen Vorſtoß bei Iwangorod
chreibt der militäriſche Mitarbeiter der Voſſ. Zeitung:
Dieſer erfolgt gegen den linken ruſſiſchen Flügel und muß
auch auf unſere Kämpfe zwiſchen Iwangorod und
War=
ſchau, die nach den letzten deutſchen Meldungen noch
un=
entſchieden ſind, von bedeutendem Einfluſſe ſein. Gelingt
es den Oeſterreichern, am Unterlaufe des San, alſo
zwi=
ſchen ſeiner Einmündung in die Weichſel und Jaroslau,
weiterhin Erfolge zu erzielen, und bei der Verfolgung des
geſchlagenen Gegners mit ſtarken Kräften den San zu
überſchreiten, ſo iſt damit die ganze ruſſiſche Front
durch=
brochen, was von entſcheidendem Einfluß auf die
geſam=
ten Operationen, namentlich auf die Verteidigung der
Weichſellinie ſelbſt ſein muß.
Der militäriſche Mitarbeiter des Berl. Tagebl. hebt
beſonders die großen Verluſte an
Feuerwaf=
fen hervor, die die Ruſſen bisher erlitten haben. Nach
überſchläglicher Rechnung müſſen unſere Verbündeten und
wir den Ruſſen ſchon über 1500 Geſchütze und
Maſchinen=
gewehre und Hunterttauſende von Gewehren
abgenom=
men haben. Der Erſatz wird großen Schwierigkeiten
be=
gegnen, da die Putilow=Werke nicht ſchnell genug arbeiten
und franzöſiſche Lieferungen jetzt ausgeſchloſſen ſind. Aus
England Geſchütze zu liefern, wird demnächſt unmöglich
werden wegen der Vereiſung des Weißen Meeres.
* Mailand, 24. Okt. (Ctr. Frkft.) Corriere della
Sera meldet aus Petersburg, daß die Deutſchen bis
12 Kilometer vor Warſchau vorgedrungen waren. Von
der Stadt aus hörte man ganz deutlich Kanonendonner
und ſah deutſche Luftſchiffe und Flugzeuge in der Luft
Die Militärbehörden ſtellten Geſchütze und
Maſchinenge=
wehre auf den höchſten Bauten der Stadt auf. Die
Be=
völkerung verhielt ſich ruhig. Eines Morgens erſchien ein
Zeppelin über der Stadt und warf mehrere Bomben,
ohne Schaden anzurichten. Polen iſt zum größten Teil
völlig verwüſtet. (Frkf. Ztg.)
Kriegsgefangene in Deutſchland.
* Berlin, 25. Okt. Bis zum 21. Oktober waren
in deutſchen Kriegsgefangenenlagern untergebrächt:
Fran=
zoſen 2472 Offiziere, 146897 Mann; Ruſſen: 2164
Offiziere, 104524 Mann; Belgier: 547 Offiziere,
31378 Mann; Engländer: 218 Offiziere, 8669 Mann.
Darunter ſind 6 franzöſiſche und 18 ruſſiſche Generale
(einſchließlich 2 kommandierenden Generalen) u. 3 belgiſche
Generale. Alles in allem alſo bis zum 21. Oktober
296869 Gefangene.
(Hierzu iſt zu bemerken, daß am 21. Oktober noch
2000 und am 24. noch 500 Engländer gefangen
ge=
nommen wurden und daß die in Oeſterreich=Ungarn
unter=
gebrachten Ruſſen in dieſe Zahl nicht eingerechnet ſind).
Erkrankung des Generals von Moltke.
* Berlin, 25. Okt. (W. T. B. Nichtamtlich.) Wie aus
dem Großen Hauptquartier gemeldet wird, iſt General von
Moltke an einem Leber=und Gallenleiden ſchwer
er=
krankt. Es liegt kein Anlaß zu Beſorgniſſen vor. Er
beſindet ſich in guter ärztlicher Pflege im Großen
Haupt=
quartier. In ſeinem Zuſtand iſt bereits eine weſentliche
Beſſerung eingetreten. Die Vertretung iſt dem
Kriegs=
miniſter General von Falckenhayn übertragen worden.
Deutſche Flieger und Luftſchiffe über Warſchau.
Berlin, 25. Okt. Aus Warſchau wird über
Mailand berichtet: In der Stadt höre man dauernd
Kanonendonner. Täglich ſeien deutſche Luftſchiffe
und Flugzeuge über der Stadt. Aus den
Luft=
ſchiffen und Flugzeugen auf die Stadt geworfene Bomben
ſollen an einem Tage 44, an einem andern Tage 62
Menſchen getötet haben.
Portugal.
* (Ctr. Bln.) Aus Wien wird der Voſſ. Ztg.
gemel=
det: Portugals Entſchluß, ſeine Neutralität zu
be=
wahren, wird von diplomatiſcher Seite in der Wiener
Allgem. Ztg. beſtätigt. Entſcheidend für Portugals
Hal=
tung ſeien die Unmoglichkeit einer Mobiliſierung vor dem
Jahrsende, die Abneigung der öffentlichen Meinung gegen
den Krieg und das Unbehagen über die royaliſtiſchen
Auſ=
ſtände; ſchließlich auch der Mangel jedes realen
Konflikts=
grundes.
* Amſterdam, 24. Okt. Das Handelsblad bemerkt
zu dem Wolffſchen Telegramm, daß in Portugal
meh=
rere Fälle von Lungenpeſt vorgekommen ſind,
folgen=
des: Aus inzwiſchen erhaltenen ſpaniſchen Zeitungen geht
hervor, daß ſchon am 11. Oktober durch den Inſpektor des
Geſundheitsdienſtes der ſpaniſchen Grenzprovinz Badajoz
der Regierung in Madrid berichtet wurde, daß die in
Liſ=
ſabon herrſchende Epidemie Lungenpeſt ſei und daß
ſie einen ſehr ernſten Charakter trage.
* Liſſabon, 25. Okt. (Ctr. Bln.) Die Erhebung
der Royaliſten, die nach amtlichen Meldungen
nieder=
geſchlagen ſein ſollte, nimmt immer weiter an
Um=
fang an. Es iſt zu neuen Zuſammenſtößen gekommen
und umfangreiche Bewegungen gut bewaffneter
Inſurgen=
ten werden von den verſchiedenſten Seiten gemeldet. In
der Liſſaboner Bevölkerung herrſcht große Erregung. Die
Redaktionsräume der monarchiſtiſchen Blätter wurden vom
Pöbel zertrümmert.
Italieniſche Sympathie.
* Berlin, 24. Okt. Die Nordd. Allgem. Ztg.
ver=
öffentlicht einen Brief des Profeſſors der Laryngologie
an der Univerſität Rom Cherardo Ferreri an die
Ber=
liner Laryngologiſche Geſellſchaft zu Händen des
Geheim=
rats Profeſſor Dr. Killian. Das Schreiben lautet in
deut=
ſcher Ueberſetzung: Kaum je treten ſo wie in dieſem
Augen=
blick in meine Erinnerung die Kollegen jenſeits der Alpen,
mit denen wir uns bei internationalen Kongreſſen
ver=
brüdert haben im Namen der Wiſſenſchaft, die keine
Gren=
zen kennt, und im Namen der Menſchheit, jener Frucht der
allgemeinen Kultur. An dem Zauber jener Erinnerung
zerſchellt die Verleumdung der Barbarei,
die man als ſchlechte Kriegswaffe gegen
Deutſchland gebraucht, gegen jene Nation, hei
wel=
cher während des ganzen 19. Jahrhunderts die
Wiſſen=
ſchaft und Ziviliſation ihren vollendetſten Ausdruck
ge=
funden haben und von der das Beſte und Meiſte, was wir
wiſſen, auch jene gelernt haben, die ſie jetzt mit ihrer
Ver=
leumdung angreifen. An Sie, ſehr verehrter Herr
Prä=
ſident der Berliner Laryngologiſchen Geſellſchaft, der
anzugehören ich die Ehre habe, richte ich dieſe freimütige
und lebhafte Verwahrung. Bitte, nehmen Sie ſie in
Emp=
fang, zugleich mit dem heißen Wunſche, daß bald der
Friede wiederkehren und die große deutſche Völkerfamilie
beglücken möge. Teilen Sie bitte meine Verwahrung und
meinen Wunſch den Kollegen der Geſellſchaft mit, denen
ich wie Ihnen ſelbſt ergebenſte Grüße ſende.
Vonden Kriegsſchaus
plätzen.
* Großes Haupt,quartier, 25. Okt. (W. T. B.
Amtlich. Mitteilung der oberſten Heeresleitung.) Der
Yſer=Ypreskanal iſt zwiſchen Nieuport und Dix
muiden nach heftigen Kämpfen am 24. Oktober von uns
mit weiteren ſtarken Kräften überſchritten worden.
Oeſtlich und nordöſtlich von Ypres hat ſich
der Feind verſtärkt: Trotzdem gelang es unſeren
Trup=
pen, an mehreren Stellen vorzudringen. Etwa 500
Engländer, darunter 1 Oberſt und 28 Offiziere, wurden
gefangen genommen.
Im Oſten haben unſere Truppen die Offenſive gegen
Auguſtow ergriffen.
In der Gegend von Jwangorod kämpfen unſere
Truppen Schulter an Schulter mit den öſterreichiſch=
unga=
riſchen Truppen. Sie machten 1800 Gefangene.
— Großh. Hoftheater. Dienstag wird auf A 7
Kaiſers Freiheitsoper „Theodor Körner” in der Beſetzung
der ſo erfolgreichen Erſtaufführung wiederholt. Die
Vor=
ſtellung beginnt um 7 Uhr. Mittwoch bleibt das
Hof=
theater geſchloſſen. Donnerstag geht um 7 Uhr auf C7
unter muſikaliſcher Leitung von Richard Lert nach längerer
Pauſe „Hoffmanns Erzählungen” von Offenbach in Szene.
Olga Kallenſee ſingt außer der Olympia an dieſem Abend
zum erſtenmal die Giuletta und die Antonia, Leo
Schützen=
dorf zum erſtenmal den Coppelius, Dapertutto und den
Doktor Mirakel. Das Schauſpiel bringt in dieſer Woche
einen Abend, ’der ganz beſonderes Intereſſe erwecken wird:
Die Erſtaufführung von Nikolaus Gogols Komödie „Der
Reviſor” am Freitag, den 30. Oktober.
* Der Veloeiped=Club Darmſtadt veranſtaltete am
Samstag im Hotel Heß im engſten Mitgliederkreiſe eine
patriotiſche Feier. Die hier in Darmſtadt
zurück=
gebliebenen Mitglieder des Klubs mit ihren Damen
kamen zuſammen, um ihrer Kameraden im Felde
nicht weniger wie 70 Mitglieder ſtehen unter den Fahnen
— zu gedenken und ihrem Patriotismus Ausdruck zu
geben. Herr Rechtsanwalt Kern hielt eine
patriotiſch=
politiſche Anſprache, die mit Begeiſterung aufgenommen
wurde und die Künſtler=Mitglieder ließen es ſich nicht
nehmen, durch patriotiſche Vorträge zu dem Gelingen
des intereſſanten Abends beizutragen. Der Erfolg war
ein ſehr guter.
* London, 25. Okt. Daily Telegraph meldet aus
Kalkutta: Infolge der letzten Leiſtungen des deutſchen
Kreuzers „Emden” ſind die amerikaniſchen Aufträge für
den Jutemarkt am 21. Oktober zurückgezogen
wor=
den. Man fürchtet, daß mit dem argentiniſchen Auftrage
dasſelbe geſchehen wird.
* London, 25. Okt. Wie das Reuterſche Bureau
aus Waſhington meldet, haben die Vereinigten Staaten
beſchloſſen, gegen die Beſchlagname des
Oeltank=
dampfers „Platurie” formell zu proteſtieren
und ſeine Freilaſſung zu fordern.
* Rom, 25. Okt. Das Unterſeeboot, das von
Spezia nach Ajazzio entflohen war, iſt geſtern in
Ajazzio im Schlepptau eines italieniſchen Dampfers, an
eſſen Bord ſich der Vizedirektor der Fiat=Werke in St.
Giorgio befand, wieder abgefahren. Es iſt heute in
Spezia eingetroffen. Die Mannſchaft des
Unter=
ſeebootes iſt von dem Unterſuchungsrichter vernommen
worden. Ingenieur Belloni iſt in Ajazzio verblieben.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 26. Oktober.
Darmſtädter Wochenmarkt.
Marktpreiſe am 24. Oktober 1914
. 1,30 M.
Butter, ½ kg
in Part. ½kg . 1,20 M
Eier Stück . . 11—12 P
Schmierkäſe, ½ Lit. 20 Pf
Handkäſe, Stück 5—10 Pf.
Kartoffeln, Zentner
3,00—3,50 M.
Kumpf
(10 Liter) 60 Pf
½ kg 3—4 Pf
Mäuschen,
½ kg 9—10 Pf
Obſt u. dergl.:
Aepfel, ½ kg. . 10— 15P
Birnen, ½ kg . 10—15 Pf.
Zitronen, Stück 6—8 Pf.
Apfelſinen, Stück 6—8 P
Quitten, ½ kg 16—18 Pf
Zwetſchen, ½ kg . 10 Pf.
Schwämme, ½ kg 25—40 Pf.
Nüſſe, 100 Stück 40—45 Pf.
Salat, Gemüſe uſw.:
Kopfſalat, Stück 5—6 P
Endivien, Stück 4—7 P
Feldſalat, Körbchen 10 Pf
Radieschen, Bündel 2—3 Pf.
Rettiche . Stück 4—5 Pf
Meerrettich, Stück 10—20 Pf.
Roterüben, ½ kg 8—10 Pf.
Zwiebeln, ½ kg 10—12 P
Tomaten,, ½ kg 18—20 Pf.
Spinat, ½ kg . 18—20 Pf.
Weißkraut, Stück 10—15 Pf.
Rotkraut, Stück 10—30 Pf
Blumenkohl, Stück 20—50 Pf
Wirſing, Stück . 5—10 Pf.
Grünkohl, Stück . . 5 Pf.
Roſenkohl, ½ kg 20—25 Pf.
Gelberüben, ½ kg 4—5 Pf.
Bündel 3 Pf.
Sellerie, Stück . 5—10 Pf.
Geflügel, Wildbret:
Gänſe, ½ kg . 85—90 Pf.
Enten, Stück 3,00—3,50 M.
Hahnen, Stück 1,50—2,00 M.
Hühner, „ 2,00—2,50 M.
Tauben, Stück 50—60 Pf.
Haſen, Stück . 3,80—4 M.
Lapins, Stück 0,90—1 M.
Fiſche:
Hecht, ½ kg . . . . 1 M.
Aal, ½ kg.
1 M.
Andere Rheinfiſche,
½ kg 40—60 Pf.
In den Fleiſchſtänden.
Rindfleiſch, ½ kg 70—76 Pf.
Kalbfleiſch, ½ kg . 90 Pf.
Hackfleiſch, ½ kg . 80 Pf.
Rindsfett, ½ kg . 60 Pf.
Rindswürſtchen, Stück
15—20 Pf.
Schweinefleiſch mit
Beilage, ½ kg 90 Pf.
, ohne Beilage 1 M.
Geſalzenes und Koteletts,
½ kg 90 Pf.
Schwartemagen und
Fleiſchwurſt, ½ kg 80 Pf.
Leber= und Blutwurſt,
½ kg 70 Pf.
Großherzogliches Hoftheater.
Sonntag, 25. Oktober.
Patriotiſches Konzert. — Wörth.
W-l. Das patriotiſche Konzert des heutign Abnds
war vorwiegend auf den volkstümlichen Ton geſtimmt
Eine effektvolle Ouvertüre von Karl Bleyle zur Jahr=
hundertfeier der Schlacht bei Leipzig, die mit vielem
Schwung geſpielt wurde, eröffnete den Abend, worauf
Herr Schneider mit Begeiſterung und zündendem
Pa=
thos das eindrucksvolle Gedicht Vae vietis von Anton
Wildgans vortrug. Frau Jacobs ſang drei Lieder, von
denen das Gebet von Hugo Brückler, bei deſſen Vortrag
ſie ſtimmliche Schönheit mit warmem Empfinden
ver=
einigte, am meiſten gefiel. Ein aus dem Hoftheaterchor
und Darmſtädter Männergeſangvereinen gebildeter
Män=
nerchor von 400 Sängern ſang drei Lieder: „Das deutſche
Lied” von J. W. Kalliwoda, „An das Vaterland” von
Conradin Kreutzer und „Kaiſerlied” (mit Orcheſter) von
Herm. Sonnet, die, wie immer, ganz beſonders beifällig
aufgenommen wurden. Einen ſtarken Erfolg erzielte das
letztgenannte, das mit der Nationalhymne ſchließt, die das
Publikum ſtehend anhörte. Herr Schützendorf trug
mit markigem Organ und Wucht drei Lieder vor, deren
letztes „Nach Paris” von Edmund Kühn beſonders
durch=
ſchlug. Eine Ouvertüre von Joachim Raff über den
Choral „Eine feſte Burg iſt unſer Gott” die wenig
Inter=
eſſe mehr erwecken kann, beſchloß den erſten Teil. Der
muſikaliſche Leiter des Konzertes, Herr Chordirektor
Preuß, bewährte ſich auch heute wieder als ſchneidiger
Dirigent.
Nach einer übermäßig langen Pauſe begann unter
all=
gemeiner Störung, da das Glockenzeichen für den Beginn
zu geben vergeſſen worden war, die Aufführung des
zwei=
aktigen Stückchens „Wörth” von G. v. Ompteda, kleiner,
teils komiſch=heiterer, teils traurig=ernſter
Stimmungs=
ilder vor und nach der Schlacht bei Wörth, die den
Dar=
ſtellern größere Aufgaben nicht ſtellen. Die Hauptrollen
waren vertreten durch die Herren Jürgas, Harprecht,
Ehrle, Hacker und Baumeiſter.
Der Eindruck, den das Kriegſpielen auf der Bühne
im allgemeinen und das Stück mit der Darſtellung
Ver=
wundeter und Toten im beſonderen auf das Publikum und
das anweſende Militär in der gegenwärtigen Zeit macht,
dürfte ſehr verſchiedener Art ſein.
Letzte Nachrichten.,
* Serajewo, 25. Okt. Im Hochverratsprozeß.
gegen Prinzip und Genoſſen beendeten die Verteidiger
ihre Plädoyers. Die Verhandlung wurde darauf
ge=
ſchloſſen. Die Verkündigung des Urteils erfolgt
am 28. Oktober, vormittags.
London, 24. Okt. Nach einer Lloydmeldung iſt
der franzöſiſche Dampfer „Marie Henriette” mit
franzöſiſchen Verwundeten an Bord bei Kap
Bar=
fleur gekentert. Ein anderer Dampfer leiſtete ihm
Beiſtand. Die Stationen der Inſel Wight haben
drin=
gende Notſignale erhalten.
London, 25. Okt. Aus Mexiko wird unterm 23.
Oktober berichtet, der frühere Präſident Porfiro Diaz
ſeſ in Spanien geſtorben.
färbt unzertrennt in unübertroffener
und schneller Ausführung schwarz
Fabrik
Hof-Färberel Relch (Darmstadt)
Todes=Anzeige.
Den Heldentod fürs Vaterland infolge
einer am 26. September in Frankreich erhaltenen
Verwundung erlitt mein herzensguter,
innig=
geliebter Mann, der gute Vater ſeines Kindes,
unſer lieber, unvergeßlicher Sohn, Bruder,
Schwiegerſohn, Schwager, Onkel und Neffe
Philipp Schmidt
Wehrmann der Feld-Reſerve-Bäckerei Kol. 15.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Frau Eliſabethe Schmidt, geb. Nickel,
und Kind
Philipp Schmidt I. und Frau,
Marg. Schmidt,
Georg Schmidt, zur Zeit im Felde,
Familie Friedrich Nickel.
Braunshardt, den 25. Oktober 1914.
Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag
3 Uhr in Braunshardt ſtatt. (20449
Tageskalender.
Deutſcher Abend von Lonny Epſtein und Walter
Janſſen um 8 Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz
(Richard Wagner=Verein).
Verſteigerungskalender.
Dienstag, 27. Oktober.
Streulaub=Verſteigerung um 10 Uhr bei
Gaſt=
wirt Heberer zu Meſſel.
Jagdverpachtung um 10 Uhr im Rathaus zu
Wein=
heim.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Ge=
chäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.
Nummer 295.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 26. Oktober 1914.
Seite 3.
Verluſtliſte (aus Nr. 58).
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 116, Darmſtadt, Gießen,
Friedberg.
Servon vom 22. bis 26. September.
I. Bataillon.
1. Kompagnie: U.=O. Karl Moſer, Offenbach,
vw.; U.=O. Alfred Mayerfeld, Biebesheim, vw.; U.=
O. Karl Philipp Becht, Jugenheim, vw.; Wehrm. Hugo
Levi, Offenbach, t.; Gefr. d. Reſ. Heini Leſchier,
Offenbach a. M., vw.; Reſ. Johann Prantz, Erlenbach,
vw.; Gefr. Hermann Friedrich Foell, Landau, vw.;
Wehrm. Ludwig Schleſinger, Neu=Iſenburg, vw.;
Wehrm. Daniel Wagner, Rülzheim,, vw.; Wehrm.
Philipp Mink II., Ober=Ramſtadt, vw.; Wehrm.
Kos=
mos Kunz, Lämmerſpiel, vw.; Wehrmann Jakob gen.
Chriſtian Maus, Offenbach, t.; Gefr. Friedrich Chriſtian
Rebmann, Groß=Lieppach, vw.; Reſ. Friedrich Adolf
Siller, Vorderbüchelberg, vw.; Wehrm. Auguſt
Hun=
kel, Neu=Iſenburg, vw.; Wehrm. Daniel Guſtav
Neu=
mann, Neu=Iſenburg, vw.; Gefr. Adolf Mangold,
Groß=Umſtadt, vw.: Reſ. Otto Johannes Friedrich Ohm,
Kriechhagen, vw.; Wehrmann Georg Brechenmacher,
Kleinlangheim vw.; Reſ. Johann Sauer, Würzburg,
vw.; Reſ. Heinrich Diſſer, Zellhauſen, vw.; Gefr.
Hein=
rich Fiſcher II., Hildesheim i. Pr., vw.; Wehrm.
Her=
mann Julius Hartwig, Offenbach a. M., vw.; Gefr.
Friedrich Walter, Traiſa, vw.; Reſ. Georg Kern,
Eber=
ſtadt, vw.; Reſ. Georg Zehe, Premich, vw: Gefr. Adolf
Ruckelshauſen, Pfungſtadt, vm.; Wehrmann
Wil=
helm Winther, genannt Stengel, Offenbach, vm.:
Wehrm. Wilhelm Ernſt Hartung I., Arnſtadt, vm.;
Wehrm. Gg. Schnauber, Höchſt i. O., vm.; Reſ. Georg
Steckenreuter, Arheilgen, vm.: Reſ. Wilhelm
Scheid, Marburg i. Pr., vm.; Wehrm. Paul Hermann
Fritz Benkowitz Görzke i. Pr., vm.; Reſ. Georg
Jo=
hann Rau, Darmſtadt, vm.; Rusk. Roth vom
Infan=
terie=Regiment Nr. 117, vm.
2. Kompagnie: Oberlt., vermutlich d. Reſ., Willy
Ockel, Wiesloch, lv.; Reſ. Heinrich Greifenſtein,
Weiter=
ſtadt, lv.; Reſ. Georg Jäger, Pfungſtadt, lv.; Reſ.
Hein=
rich Knapp, Wixhauſen, lv.; Reſ. Konrad Schmidt,
Unter=Oſtern, t..
3. Kompagnie: Lt. Hans André, Offenbach, lv.;
Offizierdienſttuer Willi Schürmann, Duisburg, ſchv.,
Offizierdienſttuer Hermann Handwerk, Groß=Umſtadt,
t.; U.=O. d. Reſ. Georg Köth Griesheim, lv.; Reſ. Georg
Leonhard, Sprendlingen, lv.; Reſ. Georg Haller,
Eberſtadt, lv.; U.=O. Hermann Klee Rödgen, ſchv.; U.=
O. Wilhelm Schreiber, Darmſtadt, t.; U.=O. Wilhelm
Schönhals, Linheim, ſchv.; U.=O. Spitzfaden, t.;
Wehrm. Friedrich Preuſch, Ranſtadt, lv.; Wehrm.
Lud=
wig Heß, Vonhauſen, lv.; Gefr Georg Wolf, Rödgen,
lv.; Reſ. Friedrich Kappauf, Treyſa, t.; Gefr. d.
Land=
wehr Georg Kempf, Ober=Erlenbach, lv.; Gefr. Julius
Löbrich, Oſtheim, ſchv.; Reſ. Friedrich Schmidt,
Hain=Gründau, lv.; Wehrm. Johann Hein, Unterweſtern,
vw.: Reſ. Otto Döll Borsdorf, ſchv.: Wehrm. Adam
Ochs, Vilbel, t.; Wehrm. Konrad Klöß, Vülbel, t.:
Wehrm. Wilhelm Füller, Vilbel, ſchv.; Reſ. Friedrich
Rauſch, Höchſt, lv.; Wehrm. Jakob Aeker, Ortenberg,
lv.; Gefr. Erwin Walter, Ober=Wöllſtadt, lv.; Wehrm.
Georg Hunkel, Sprendlingen, lv.: Wehrm. Heinrich
Gaußmann, Egelsbach, t.; Wehrm. Rudolf
Metten=
heimer, Eichelſachſen, ſchv.; Wehrm. Jak. Girnhardt,
Darmſtadt, ſchv.; Reſ. Wilh. Buch, Butzbach, lv.; Gefr.
Julius Hartig, lv.; Wehrm. Georg Kopp, Bürgel, lv.;
Wehrm. Georg Beck Sprendlingen, lv.; Gefr. Ernſt
Schlapp, Sprendlingen, lv: Wehrm. Heinrich
Schüß=
ler, Ueberau, lv.; Wehrm. Peter Lotz, Urberach, lv.;
Wehrm. Philipp Schneider, t.; Wehrm. Gottlob
Hof=
mann Verrenberg, t.; Wehrm. Georg Gerhardt,
Sprendlingen, ſchv.; Kriegsfreiwilliger. Hans Reuter,
Frieſenheim: ſchv.; Wehrm. Nikolaus Kollmer
Ham=
melbach, lv.: Wehrm. Tobias Gaßmann,
Lampert=
heim, ſchv.; U.=O. Georg Schäfer, Rodheim, vm.
4. Kompagnie: Vizef. Fritz Ringler, t.; Vizef.
Julius Anton vw: Wehrm. Philipp Feldmann,
Griesheim, t.; Reſ. Adolf Mader, Rechtbergreuten, t.;
Wehrm. Hermann Richter, Alt=Haldensleben, Pr., t.;
Wehrm. Beni Rohrheimer Biblis, t.; Kriegsfreiw.
Karl Anton, Darmſtadt, vw: Wehrm. Abraham
Bä=
renfänger, Walldorf, vw.; Wehrm. Peter Barthel,
Weinheim, vw.; U.=O. Philipp Laufersweiler,
Els=
heim, vw.; U.=O. Caſpar Keck Zellhauſen, vw.; U.=O.
Karl Seibel, Darmſtadt, vw.; Wehrm. Johannes
Braun, Klein=Steinheim, vw.; Wehrm. Joſeph
Bren=
ner Bürſtadt, vw: Wehrm. Friedrich Buß, Arheilgen,
vw.; Kriegsfreiw. Wilhelm Dörner Eberſtadt, vw.;
Wehrm. Friedrich Doll Birkweiler, vw.; Musk. Otto
Dotter, Freiburg i. B., verw.; Wehrm. Wendelin
Eppel Allfeld i. B., vw.; Gefr. Hermann Ganz, Jena
i. Sachſ.=Weim., vw.; Wehrm. Georg Geyer, Beſſungen,
vw.; Wehrm. Karl Hamann, Darmſtadt, vw.;
Kriegs=
freiwilliger Willy Horn, Köln. a. Rh., vw.; Wehrm.
Lorenz Jacob, Viernheim, vw.; Wehrm. Adam Jäger,
Bieber, vw.; Gefr. Heinrich Ihrig, Eberſtadt, vw.;
Wehrm. Johannes Kehr, Hofheim, vw.; Wehrm. Anton
Klein, Kl.=Auheim, vw: Wehrm. Adam Knell,
Eber=
ſtadt. vw.; Wehrm. Joſeph Kretzler, Waldhof, vw.
Ge=
freiter Peter Kretſchmann Arheilgen, vw.; Gefr.
Adam Nunvich, Eſchollbrücken, vw.; Wehrm.
Hein=
rich Raab Hahn, vw.; Wehrm. Guſtav Nebel, vw.;
Wehrm. Valentin Reiß, Wattenheim, vw.; Wehrm. Karl
Reiſing, Kl.=Auheim, vw.; Wehrm. Engelbert Röder,
Mühlheim. vw.; Wehrm. Valentin Rühl, Pfungſtadt,
vw.; Wehrm. Joſeph Salg, Froſchhauſen, vw.;
Wehr=
mann Peter Sattler, Bensheim, vw.; Wehrm. Karl
Schüttler, Offenbach, vw.; Wehrm. Adam Schuſter,
Umter=Hambach, vw.; Wehrm. Karl Seeber,
Cleverſulz=
bach, vw.; Wehrm. Johannes Seid, Hainſtadt, vw.;
Ge=
freiter Wilhelm Spaar Reiskirchen, vw: Wehrm.
Lud=
wig Steckenreuter, Darmſtadt, vw: Wehrm.
Frido=
lin Traub Offenbach, vw.; Musk. Adam
Uebel=
mann. Frankfurt a. M., vw.; Kriegsfreiwilliger Georg
v. d. Au, Darmſtadt, vw: Wehrm. Jakob Wagner,
Offenbach, vw: Wehrm. Albert Waldſchmidt,
Darm=
ſtadt. vw.; Wehrm. Adam Wendel, Winterkaſten, vw.
U.=O. Heinrich Brändle Backnang, vm.; U.=O. Auguſt
Herterich, Würzburg, vm.; U.=O. Heinrich Schmitt,
Darmſtadt, vm.; Wehrm. Jakob Becker, Erzhauſen, vm.;
Wehrm. Adolf Becker, Haufen, vm.; Wehrm. Friedrich
Becker Griesheim, vm.; Wehrm. Friedrich Benda,
Berlin, t.; Wehrm Heinrich Bickelhaupt, Gadernheim,
vm.; Wehrm. Karl Bock, Darmſtadt, vm.; Wehrm. Adam
Bohland Pfungſtadt, vm.; Wehrm. Konrad Chriſt,
Langen, vm.; Gefr. Johannes Dauß, Froſchhauſen,
vm.; Wehrm. Auguſt Emich, Ober=Ramſtadt, vm.;
Wehr=
mann Johann Friederich, Gellnhauſen i. Pr., vm.;
Wehrm. Franz Frieß, Darmſtadt, vm.; Gefr. Wilhelm
Fuchs, Beerfelden, vm.; Gefr. Philipp Funk
Gries=
heim, vm.; Kriegsfreiw. Karl Gerlach, Offenbach, vm.;
Wehrm. Julius Göhring, Offenbach, vm.; Wehrm.
Wilhelm Haag, Ruthenburg, T., vm.: Wehrm. Otto
Hack, Paſſendorf, vm.; Kriegsfreiwilliger Friedrich
Hack, Hergershauſen, vm.; Wehrm. Philipp Heiſel,
Ober=Ramſtadt, vm.; Wehrm. Heinrich Helfmann,
Groß=Gerau, vm.; Wehrm. Heinrich Herbold, Groß=
Rohrheim, vm.; Gefr. Heinrich Koch, Frieſenheim, vm.;
Wehrm. Philipp Joſt, Elmshauſen, vm.; Wehrm. Franz
Irle, Darmſtadt, vm.; Wehrm. Alois Kämmerer, Kahl,
vm.; Wehrm. Ludwig Kehres, Erzhauſen, vm.; Wehrm.
Georg Keil, Brandau, vm.; Wehrm. Konrad
Linden=
meyer, Giengen, vm.; Reſ. Friedrich Kirchner,
Von=
hauſen, vm.; Gefr. Friedrich Kirchſtein, Dieburg, vm.;
Wehrm. Ludwig Kloß, Roßdorf, vm.; Kriegsfreiw.
Bal=
thaſar Kolbeck, Hohen=Linden, vm.; Wehrm. Wilhelm
Kopp, Golshauſen, vm.; Gefr. Heinrich Kraft, Hahn,
vm.: Gefr. Georg Lehr, Bieber, vm.; Wehrm. Karl
Lenz, Worms, vm.; Wehrm. Friedrich Lippert,
Huk=
kelheim, vm.; Reſ. Guſtav Kaufmann, Helfersdorf,
vm.; Wehrm. Jakob Kruſchenski, Offenbach, vm.;
Wehrm. Philipp Mieth, Urberach, vm.; Wehrm. Karl
Müller Neu=Iſenburg, vm.; Wehrm. Adam
Mur=
mann, Eppertshauſen, vm.; Wehrm. Johann NNickel,
Steinfurt, vm.; Wehrm. Johann Nicolay, Roßdorf, vm.;
Wehrm. Karl Oechler, Ilbeshauſen, vm.; Wehrm.
Mar=
tin Oerter, Groß=Steinheim, vm.; Wehrm. Jakob
Pfeiffer, Eberſtadt, vm.; Wehrm. Martin Raab
Dietzenbach, vm.; Wehrm. Heinrich Schäfer, Gernsheim,
vm.; Wehrm. Adam Schmitt, Gr.=Steinheim, vm.;
Wehrm. Adam Joſeph Schmitt, Froſchhauſen, vm.;
Wehrm. Wilhelm Schmidt, Hanau, vm.; Wehrm.
Jo=
hann Schmitt, Saargemünd, vm.; Wehrm. Adam
Schmidt, Sprendlingen, vm.; Gefr. Georg
Schnei=
der, Arheilgen, vm.; Kriegsfreiwiliger Adolf
Schnei=
der, Reiſenbach, vm.; Wehrm. Leonhard Schröbel,
Ober=Ramſtadt, vm.; Gefr. Auguſt Schulz, Ober=
Ram=
ſtadt, vm.; Reſ. Rudolf Schwab, Geiß=Nidda, vm.;
Wehrm. Heinrich Seibert, Pfungſtadt, vm.:
Wehr=
mann Ludwig Simmermacher, Griesheim, vm.;
Wehrm. Philipp Spalt, Seeheim, vm.; Gefr. Friedrich
Steinmann, Elmshauſen, vm.; Reſ. Heinrich Theis,
Bergheim, vm.; Wehrm. Wilhelm Trömmer, Fahr,
vm.; Wehrm. Jean Völker, Eſchau, vm.; Reſ. Karl
Vo=
gel, Hirzenhain, vm.; Wehrm Andreas
Weſtenber=
ger, Gernsheim, vm.; Wehrm. Michael Wicklaus,
Gerns=
heim, vm.; Wehrmann Leonhard Winter, Kl.=Auheim,
vm.; Wehrm. Joſeph Winter, Jügesheim, vm.;
Kriegs=
reiwilliger Wilhelm Witzel, Münſter, vm.; Gefr.
Da=
niel Wohlfahrt, Walldorf, vm.; Wehrm. Anton
Wurm, Ellenfeld, vm: Wehrm. Philipp Zeh
Wolfs=
kehlen, vm.: Wehrm. Wilhelm Zorn, Wiesbaden, vm.;
Wehrm. Michael Ries, Huckelheim, vm.: Wehrmann
Adam Ruhmann, Mosbach, vm.; Wehrm. Jak.
Wan=
nemacher, Erzhauſen, vm.; Gefr. Heinrich Weber
Ober=Ramſtadt, vm.; Wehrm. Heinrich Wettmünſter,
Dietzenbach, vm.; Wehrm. Johannes Sachs, Wembach,
vm.
Reſerve=Maſchinengewehr=Kompagnie:
Reſ. Erwin Auguſt Wilhelm Thiele Linden, lv.;
Reſ. Otto Franz Weiland, Grillenberg, lv.; Reſ.
Ri=
chard Friedrich Opitz, Gladitz, lv.; Reſ. Andreas
Bör=
ner, Kelſterbach, t.; Musk. Adam Joſeph Reichert,
Finthen, t.; Reſ. Philipp Stockmann Bürſtadt, t.;
Gefr. Richard Auguſt Süßmannn, Weigelsdorf, ſchv.;
U.=O. Wilhelm Knebes Eiſenbach, t.; Reſ. Oskar
Schmitt, Frickenhauſen, t.; Reſ. Auguſt Menges,
Har=
heim, vm.; Musk. Karl Joſef Rohrbach,
Niederſchu=
heim, vm.
II. Bataillon.
5. Kompagnie: Lt. d. Reſ. Hans Schemensky,
lv.; Gardiſt Friedrich Krämer, Rüttershauſen, t.;
Mus=
ketier Philipp Euler, Albach, t.; Gardiſt Jakob
Bam=
bel, Ober=Gleen, t.; Gardefüſ. Karl Kirchner, Ober=
Gleen, t.: Musk. Karl Hammel, Bersrod, t.; Gardiſt
Wilhelm Grau, Trais a. d. Lda., t.; Gefr. Heinrich
Schä=
del, Rademühl, lv.; Musk. Karl Heerd, Ober=Gleen,
ſchv.; Gardiſt Friedrich Herber, Angersbach, ſchv.; U.=O.
Ludwig Kaltenhäuſer, Schotten, lv: Gardiſt
Pe=
ter Preis, Trais a. d. Lda., ſchv.; Gefr. Heinrich Poſt
Angersbach, ſchv.; Musk. Wilhelm Lemp Trais a. d.
Lda., lv.; Gardiſt Wilhelm Stumpf, Ober=Gleen, t.;
Musk. Karl Zoll, Rodheim, lv.; Musk. Konrad Wei=, Lauterbach, ſchv.; Gefr. Georg Harniſch,
Watzen=
born, vw.; Musk. Heinrich Braun, Daubringen, lv.;
U.=O. Auguſt Fiſcher, Ober=Gleen, t.; Gardiſt Friedrich
Eſter, Villingen, t.: Musk. Johannes Keller,
Angers=
bach, t.; U.=O. Johann Balſer, Albach, ſchv.; U.=O.
Ludwig Hofmann, Bersrod, ſchv.; U.=O. Herm.
Mei=
ſinger., Schotten, lv.; Musk. Ludwig Bernhard,
Rixfeld, lv.; Gardiſt Chriſtian Buchhaupt, Dirlammen,
lv.; Musk. Jakob Burk, Steinbach, ſchv.; Musk. Georg
Eifert, Friſchhorn, lv.; Musk. Konrad Eckſtein,
Arns=
heim, lv.; Musk. Konrad Faitz, Holzheim, lv.; Gardiſt
Karl Goppel, Niederſtoll, lv.; Musk. Auguſt Hahn,
Ober=Gleen, vw.; Gefr. Heinrich Hofmann, Lollar,
ſchv.; Musk. Heinrich Jäger, Holzheim, lv.; Füſ. Karl
Klöß, Flenſungen, lv.; Musk. Karl Krug,
Schwaben=
rod, lv.; Musk. Joſeph Langner, Raduchow, lv.;
Mus=
ketier Wilhelm Müller, Ober=Gleen, lv.; Gardiſt
Hein=
rich Sippel, Hutzdorf, lv.; Musk. Karl Weiß,
Lieder=
bach, lv.; Gefr. Heinrich Will, Odenhauſen, lv.; Musk.
Heinrich Winter Birklar, lv: Gefr. Peter Brucker,
früher bei der 9. Kompagnie, Ilbenſtadt, vw.; Musk.
Da=
vid Löſcher früher bei der 9. Kompagnie
Kaiſerslau=
tern, lv.; Musk. Peter Nebel früher bei der 9.
Kom=
pagnie, Ilbenſtadt, lv.; Musk. Ludwig Balſer,
Stein=
bach, lv.; Musk. Chriſtian Nos, früher bei der 9.
Kom=
pagnie, Wolf, lv.; Gardiſt Wilhelm Hinkel, früher bei
der 9. Kompagnie, Södel, vm.; Musk. Heinrich
Rup=
pert, Ober=Gleen, vm.; Musk. Stanislaus Wrzyſzez,
früher bei der 9. Kompagnie, Niewiz, vm.
6. Kompagnie: Wehrm. Johannes Alp
Lauter=
bach, lv.; U.=O. Chriſtian Breidecker, Wolfsheim, lv
Reſ. Ludwig Kinkel, Lollar, lv.; Reſ. Wilhelm Münch,
Lollar, lv.; Wehrm. Hermann Spaarwald, Ober=
Schmitten, lv.; Wehrm. Ferdinand Schmidt, Lauter,
lv.; Vizef. Otto Julius Andreas Philipp Zipp
Sulz=
bach, lv.; Wehrm. Karl Wilhelm Weinbrenner,
Aid=
lingen, lv.; Reſ. Heinrich Hack, Stockheim, lv.; Reſ.
Pe=
ter Michel, Büdingen, lv.: Reſ. Karl Haas,
Herchen=
hain, lv.; Wehrm. Wilhelm Scheid, Büdingen, lv.; Reſ.
Louis Luther, Stockheim, lv: Reſ. Karl Funk,
An=
gersbach, lv.; Gefr. Heinrich Römer, Lollar, t.; Wehrm.
Friedrich Beetz, Langenhain, t.; Wehrm. Prüll,
Him=
bach, t.; Gefr. Ludwig Kreiling, Mainzlar, lv.;
Wehr=
mann Otto Uſinger, Kaulſtoß, lv.; Reſ. Aug
Schnei=
der Herchenhain, lv.; Reſ. Louis Geißler,
Staufen=
berg, lv.; Wehrm. Heinrich Seitz Langenhain, lv.;
Wehrm. Karl Philipp Maul, Bindſachſen, lv.; Reſ.
Heinrich Borſt, Düdelsheim, lv.
7. Kompagnie: Gefr. Karl Stein, Gießen, t.;
Wehrm. Heinrich Hoffmann, Wohnfeld, t.; Reſ. Karl
Schulz, Bernsfeld, vw.; Wehrm. Heinrich Stark,
Har=
bach, vw.; Reſ. Friedrich Ludwig Sack, Henchelheim, vw.;
Reſ. Heinrich Schuchhardt, Eſchenrod, vw.: Wehrm.
Heinrich Weber II., Eſchenrod, vw.; Offizier=Stellvertre=
ter Paul Adam Matthias Gräber, Bockenheim, vw.;
Reſ. Karl Momberger, Unterſeibertenrod, vw.; Reſ.
Heinrich Jung, Großen=Linden, t.; Reſ. Georg Repp,
Nieder=Ohmen, t.; Wehrm. Reinhard Schmitt,
Stein=
berg, t.; Wehrm. Friedrich Wilhelm Schmidt,
Kilian=
ſtädten, t.; Reſ. Heinrich Ernſt Arch, Holzheim, t.; Reſ.
Friedrich Wilhelm Spitznagel, Rodenbach, vw.;
Wehrm. Jakob Buhl, Hershauſen, vw.; Reſ. Adam
Geißler, Friedberg, vw.; Reſ. Martin Kollmann,
Rockenſüß, vw.; Reſ. Johannes Valentin Rohrbach,
Aſſenheim, vw.; Reſ. Heinrich Hartmann, Bad=
Nau=
heim, vw.; Reſ. Wilhelm Horn, Bad=Nauheim, vw.
8. Kompagnie: Wehrm. Karl Hahn, Gießen,
lv.: U.=O. Heinrich Gans, Großen=Buſeck, lv.; U.=O.
Heinrich Wend, Münzenberg, ſchv.; Gefr. Karl Ploch,
Leuſel, ſchv.; Musk. Fritz Werner, Dauernheim, t.;
Musk. Karl Schmelz, Steinfurt, lv.; Musk. Heinrich
Dahmer, Stockhauſen, ſchv.; Gefr. Semmy
Rothen=
berger, Gießen, ſchv.; Musk. Willy Heck Gießen,
ſchv.; Musk. Heinrich Rühl Gießen, ſchv.; Musk.
Hein=
rich Hamel, Gießen, lv.; Musk. Ludwig Kußpert,
Gie=
ßen, lv.; Musk. Heinrich Jughardt, Gießen, lv.; Musk.
Theodor Erb Gießen, t.; Musk. Otto Hergert,
Eichel=
ſachſen, lv.; Musk. Peter Broſt, Ober=Ohmen, lv.;
Musk. Heinrich Appel, Ober=Ohmen, lv.; Musk. Georg
Grein, Romrod, ſchv.; Musk. Karl Röder,
Streben=
dorf, ſchv.; Musk. Adam Freienfeuer Wohnfeld,
lv.; Musk. Adolf Martin Altenhain, lv.; Musk.
Jo=
hannes Steuernagel, Winhauſen, lv.; Musk.
Hein=
rich Köhler Eichenrod, ſchv.; Musk. Heinrich
Geiß=
ler, Staufenberg, ſchv.; Musk. Heinrich Stein, Beuern,
lv.; Musketier Auguſt Heß, Münſter, ſchv.; Musk. Heinr.
Neidlinger, Nierſtein lv.; Musk. Peter
Schö=
neweiß Keſſelbach, lv.; Musk. Georg Karpf,
Einarts=
hauſen, ſchv.; Musk. Otto Müller, IV., Neumühle, ſchv.;
Musk. Heinrich Gebauer, Neumühle, lv.; Musk.
Hein=
rich Belloff II., Rödgen, lv.; Musk. Karl Eichler,
Wölfersheim, ſchv.; Vizef. Fritz Bernhardt,
Tiefen=
bach, lv: Musk. Friedrich Weppler Grebenau, lv.;
Musk. Wilhelm Opper Alten=Buſeck, lv.; Gefr. Karl
Frank Ruppertenrod, lv.; Musk. Wilhelm
Schiefer=
ſtein, Gießen, lv.; Musk. Heinrich Beck, Ruppertenrod,
vm.; Musk. Walther Zahn, Leipzig, vm.; Musk.
Hein=
rich Schmidt, Alsfeld, vm.; Musk. Heinrich
Berg=
mann, Scheumgen, vm.; Musk. Heinrich Hachenbach,
Dielheim, vm.
IIIII. Bataillon.
11. Kompagnie: Wehrm. Georg Grießmer,
Sprendlingen, ſchv.; Wehrm. Georg Hofmann, Neu=
Iſenburg, ſchv.; Wehrm. Ludwig Chantre Neu=
Iſen=
burg, lv.; Gefr. Willy Hempe Bernſee, lv.; Wehrm.
Paul Bambey, Darmſtadt, lv.; Wehrm. Leo Stopf,
Kupprichshauſen, lv.; Wehrm. Philipp Wenz, Alsbach,
ſchv.; Wehrm. Wilhelm Steinmark Büdingen, lv.;
Wehrm. Nikolaus Rüffer Kloſterhöſe, lv.; Wehrm.
Otto Klös, Kohden, lv.; Gefr. Gottfried Schweizer,
Nieder=Mörlen, ſchv am 26. 9. auf dem Verbandsplatz
geſtorben; Wehrm. Friedrich Schwab Bingenheim, lv.;
Reſ. Karl Baumgratz, Höchſt, lv.; Wehrm. Friedrich
Beek, Sprendlingen, vm.
Infanterie=Regiment Nr. 116, Gießen.
Gefechte im Weſten vom 5. bis 10 und 17. bis 20. Sept.,
Orte nicht angegeben.
5. Kompagnie: Musk. Joſeph Peter Hof,
Kauen=
burg, vw.; U.=O. d. Reſ. Friedrich Ludwig Levi, Alsfeld,
t.; Musk. Joſt Meyer, Meſchede, vw.; Reſ. Karl
Ort=
ſtadt Bermutshain, vw.; Reſ. Friedr. Wilhelm Koob,
Ober=Mörlen, vw.; Reſ. Otto Geiß, Rupperlen, vm.;
Musk. Theodor Sengel Molsheim, vw.
6. Kompagnie: Fahnenjunker U.=O. Otto
Fi=
ſcher Lorſch, vw.; U.=O. Valentin Beck, Langen, t.;
Musk. Johann Uhrig, Lützel=Wiebelsbach, t.; Reſ. Karl
Goßmann Erda, t.; Reſ. Adam Grein, Kirtorf, t.;
Musk. Heinrich Pfeifer, II., Aulhauſen, vw.; Reſ.
Hein=
rich Späth Guntersdorf, vw.; Musk. Loos, vw.;
Musk. Karl Philipp Watzenborn, vw.; Musk.
Wil=
helm Luh I., Großen=Linden, vm.; Musk. Friedrich
Hagner, Oberbiel, t.; Vizef. Heinrich Gemmer,
Lehn=
heim, vw.; U.=O. Hermann Dörr, Erde, t.; Musk. Joh.
Domprobſt, Kaiſerslautern, t.; Musk. Heinrich
Oſt=
holt, Höfen bei Ergſte, vw.; U.=O. Georg Trummert,
Rückersdorf, vw.; Reſ. Heinrich Falk, Großfelde, vm.;
Musk. Ludwig Auguſt Wilhelm Johann Knell,
Aben=
heim, vw.; Musk. Michael Kratz Lörzweiler, vw.;
Musk. Heinrich Bender II., Guntersblum, vw.; Musk.
Peter Müller Lauten=Weſchnitz, vw.; Musk. Philipp
Bichelhaupt, Lützelbach, vw.; Musk. Euchar
Zieg=
ler, Gauheim, vw: Musk. Kehl, vw.; Musk. Karl
Wilhelmi Hainchen, vw.; Musk. Zimmermann,
vw.; Musk. Schäfer, vw.; Musk. Andreas Becker II.,
Laudenhauſen, vw.; Musk. Döll, vw.; Musk. Heinrich
Menz, Reißkirchen, vw.; Musk. Georg Schneider II.,
Oberbiel, vw.; Musk. Auguſt Weiß, I., Lindenſtruth,
vw.; Musk. Karl Heine, Einbeck, vw: Musk. Georg
Wilhelm Dietz I., Oberbiel, vw.; Musk. Philipp Muhl,
Treis an der Lunda, vw.; Musk. Schnuermund, vw.;
Musk. Chriſtoph Gunkel, Pfungſtadt, vw.; Musk.
Jo=
hannes Pfeiffer I., Unter=Oſtern, vw: Musk. Ludwig
Weiß II., Watzenborn, vm.; Reſ. Karl Schmidt, V.,
Leihgeſtern, vm.; Musk. Roth, vm.: Gefr. d. Reſ. Otto
Feuerbach, Utphe, vm.; Reſ. Wilhelm Herzog,
Ge=
velndorf. vm.; Reſ. Karl Scholl, Mainz, vm.; Reſ.
An=
ton Graml, Amberg, vm.; Reſ. Rudolf Immel,
Uebernthal, vm.; Einj.=Freiw. Hans v. d. Au, Eberſtadt,
vw.; Einj.=Freiw. Bernhard Rover, Seligenſtadt, vw.;
Musk. Franz Makowski, Kamionken, vw.; Reſ. Klemens
Reith, Großenlüder, vw.; Reſ. Karl Enders,
Ober=
gleen, vw.
8. Kompagnie: Reſ. Adolf Will, Krofdorf, lv.;
Musk. Paul Hill Mülheim a. d. Ruhr, lv.; Musk.
Phi=
lipp Nothnagel Griesheim, t.; Gefr. Heinrich Ulm,
Allendorf, ſchv.; Musk. Johannes Bohland, Groß=
Zimmern, ſchv.; Reſ. Otto Grewe Kloſterhagen, ſchv.;
Reſ. Paul Hofheinz II., Lüdenſcheid, ſchv.; Reſ. Adolf
Baumbach Trais=Horloff, vm.; Musk. Hermann
Leſchhorn, I., Obbornhofen, vm.; Musk. Otto Dotter,
Freiburg, vm.; Musk. Karl Groh Nieder=Roden, vm.;
Musk. Konrad Hamel, Brauerſchwend, t.; Musk.
Jo=
hannes Hahn, Bauſchheim, t.; Reſ. Heinrich Fehling,
Weidenhauſen, t.; Reſ. Fritz Rentrop, Korſtadt, t.
Servon am 22. September.
Ohne Kompagnie=Angabe: Musk. Glas,
vw., beim Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 116.
Landwehr=Infanterie=Regiment Nr. 80, Wiesbaden und
Mainz.
Laigoutte am 5. Oktober.
12. Kompagnie: Wehrm. Jakob Lammes,
Nek=
karſteinach, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 87, Mainz.
Vaudesincourt am 18. September.
4. Kompagnie: Musk. Seel, zugeteilt der 10.
Kompagnie des Reſerve=Infanterie=Regiments Nr. 106.
lv.
Seite 4.
Darmſtadter Tagblatt, Montag, den 26. Oktober 1914.
Nummer 29f.
Damen-Turnverein.
Beginn des Winterhalbjahres:
Dieustag, 27. Oktober, im Turnſaal der Eleonorenſchule,
Eingang Wendelſtadtſtraße.
I. Abteilung für Erwachſene:
Dienstag und Freitag von 6—½8 Uhr.
II. Jugend=Abteilung:
Mittwoch und Samstag von 3—4 Uhr.
Anmeldungen werden perſönlich während der
Turn=
ſtunden und ſchriftlich bei Fräulein Planz,
Schloßgarten=
ſtraße 69, entgegengenommen. Satzungen mit
Beitragsbe=
dingungen ſind in den Turnſtunden erhältlich.
Der Vorſtand.
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Für Sextaner - Oberſekundaner (einſchl.) aller hieſigen höheren Schulen.
Beſter Erſatz f. teuere Privatſtunden. Kein Schulwechſel mehr nötig.
Die Schüler werden nicht nur einfach überwacht. Nichtverſtandenes
durch Fachlehrer erklärt. Erziehung und Gewöhnung zu ſelbſtändigem
Arbeiten (Arbeitsprinzip). Beginn 15. Oktober.
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Auswärtige Schüler erhalten vorzügliche Vollpenſion.
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penſionäre (Mittageſſen — Vesper — Arbeitsſtunde) aufgenommen
werden, um abends zu ihren Eltern zurückzukehren. Der Leiter.
Bekanntmachung.
Der Voranſchlag der Gemeinde Eich für 1915 liegt von
Dienstag, den 27. Oktober 1914 ab, eine Woche lang auf der
Amtsſtube der hieſigen Bürgermeiſterei zur Einſicht offen.
Innerhalb dieſer Offenlegungsfriſt können von den Beteiligten
gegen den Inhalt des Voranſchlags ſchriftlich oder zu Protokoll
bei dem Bürgermeiſter Einwendungen erhoben werden.
Eine Umlage, zu der die Ausmärker herangezogen werden,
wurde beſchloſſen.
(20444
Eich, den 24. Oktober 1914.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Eich.
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