Darmstädter Tagblatt 1914


Samstag, den 10. Oktober.

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177. Jahrgang
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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Ntr. 270.

Samstag, den 10. Oktober.

1914.

Der Krieg.
Portugal und der Krieg. Die Beſchießung von Antwerpen. Die Erfolge unſerer Verbündeten. Die Arbeitsloſigkeit
und Finanznot in Paris. Ernüchterung in England. Vernichtung deutſcher Handelsſchiffe im Hafen von Antwerpen.
Antwerpen in deutſchem Beſitz.

Karte vom öſtlichen Kriegsſchauplatz.

Das geſtrige Nachttelegramm vom großen Hauptquartier enthielt die kurze Meldung, daß im Oſten eine von Lomza
anrückende ruſſiſche Kolonne Lyck erreicht habe. Der Einmarſch erfolgte alſo von Süden her. Welche Bedeutung
dieſer Meldung beizulegen iſt, iſt noch nicht zu überſehen. Jedenfalls aber ſtehen für die nächſte Zeit wieder
Kämpfe an der Grenze bevor, für die die obenſtehende Karte unſeren Leſern zur Orientierung dienen möge.

Portugal und der Krieg.

* Aus Liſſabon wird gemeldet, daß der franzöſiſche
Panzerkreuzer Dupetit=Thouar, der an der Jahresfeier
der Proklamation der Republik teilnehmen ſoll, dort ein=
getroffen
ſei. Die Beſatzung ſei von der Bevölkerung be=
geiſtert
begrüßt worden. Der Miniſter des Aeußern habe
den franzöſiſchen Geſandten erſucht, ſeiner Regierung den
Dank für die Sympathiekundgebung zu übermitteln.
Zu der Nachricht, daß Portugals Regierung
auf Drängen Englands Deutſchland den Krieg er=
klären
werde, ſchreibt die Frkf. Ztg.: Das iſt mög=
lich
. Aehnliches hat ſchon vor Wochen verlautet, und wenn
die Republik Portugal ſich entſchließt, an die Seite Frank=
reichs
, Englands, Rußlands, Belgiens, Japans, Montene=
gros
und Serbiens zu treten das Fürſtentum Monaco
nicht zu vergeſſen , ſo wird man in Deutſchland nicht
überraſcht ſein, aber noch weniger erſchüttert. Portugal
iſt verbündet mit England, mehr als das: es iſt ſeit langer
Zeit von ihm abhängig, abhängig wie ein Vaſallen=
ſtaat
, und wenn es England wünſcht und beſiehlt, ſo
wird ſich die Republik der langen Reihe unſerer Feinde
zugeſellen. Das hat praktiſch für die Kriegsführung ſo
gut wie nichts zu bedeuten, ſelbſt dann nicht, wenn dieſe
ruhmreiche Republik es ſich etwa einfallen ließe, irgend eine
militäriſche Expedition nach Frankreich zu
ſchicken. Die würde dann das Schickſal der franzöſiſchen,
engliſchen und indiſchen Truppen teilen. Ein paar
deutſche Schiffe, die in portugieſiſchen Häfen liegen,
können allerdings verkoren gehen. Wie Portugal, wenn
es ſich zum Kriege gegen Deutſchland entſchließt, aus ihm
herauskommen wird, das wird vom Frieden abhängen,
der dann gemacht wird; und vielleicht wird dann Por=
tugal
dieſelbe Erfahrung machen, die die Belgier
mit blutigen Tränen jetzt ſchon machen, daß ihnen der

engliſche Schutz nichts nützt, nicht nur weil Eng=
land
zu ſchwach iſt, die von ihm abhängigen Staaten, die
es in den Krieg hineinhetzt, zu ſchützen, ſondern weil es
in ſeiner habſüchtigen, kaltherzigen Poli=
tik
auch gar nicht das Intereſſe hat, ſeine Bundesgenoſſen
ſich nicht verbluten zu laſſen. Die Staaten, die ſich auf
England verlaſſen haben, Frankreich eingeſchloſſen, werden
ihre Erfahrungen zuſammenfaſſen können, wenn die
Schlußrechnung gemacht wird, und dann wird man neben=
her
auch von Portugal und ſeinen Kolonien ſpre=
chen
. Man hört jetzt ſo viel Törichtes und Verwirrtes
aus den Lagern unſerer Gegner, daß man es für mög=
lich
holten kann, daß die geängſtigten Gemüter in Bor=
deaur
vielleicht wirklich glauben, das große England leiſte
etwas für die gemeinſame Sache, wenn es dieſes Por=
tugal
zu einer Kriegserklärung und irgend einer Art von
Teilnahme am Kriege veranlaßt. Eines würde jedenfalls
auch aus dieſer Tatſache hervorgehen: Der gehäſſigſte
und ſkrupelloſeſte Gegner iſt England, dieſes Eng=
land
, das immer noch zu behaupten wagt. nur die Ver=
letzung
der belgiſchen Neutralität habe es zum Kriege
veranlaßt. Dieſe Lüge iſt für alle Einſichtigen längſt zer=
ſtört
, ſie wird noch, ehe der Krieg zu Ende geht, durch
manchen bündigen Beweis weiter zerſtört werden. Das
Schickſal Belgiens, deſſen Regierung und König
jetzt aus dem nicht zu haltenden und vor der Eroberung
ſtehenden Antwerpen fliehen, iſt ein Beiſpiel für das,
was die von England verlockten Völker zu
erwarten haben. Und dieſes Schickſal Belgiens und
ſeiner größten Feſtung zeigt auch, wie viel von den tapfe=
ren
Redensarten eines Widerſtandes bis zum Aeußerſten
zu halten iſt.
Zu der Meldung der Daily Mail über Konferenzen
des portugieſiſchen Miniſterpräſidenten mit einem engli=
ſchen
Spezialkurier wird mitgeteilt, in der Umgebung des
Exkönigs Manuel herrſche fieberhafte Tätigkeit. Es

ſoll ſich darum handeln, in Portugal mit engliſchem Gelde
eine große Bewegung zugunſten eines Anſchluſſes an
Frankreich und England herbeizuführen. Für Portugals
Hilfe ſichere England das deutſche Ambo= und Damara=
land
und von Deutſch=Oſtafrika den Südteil als Beute
zu. (!) Im Kampf gegen die Barbaren ſoll dann plötz=
lich
Manuel als Führer der portugieſiſchen Truppen er=
ſcheinen
, um ſich ſpäter im Triumphzuge nach Portugal
zurückführen zu laſſen.
Ob dies alles auf das Lügenkonto der engliſchen
Schmutzblätter zu ſetzen iſt, weiß man nicht. Es würde
für die Lage übrigens bezeichnend ſein, wenn der Schwie=
gerſohn
des Fürſten von Hohenzollern perſönlich übri=
gens
ein Schwächling auf Seiten der Franzoſen
kämpfte. Wenn er aber auf dieſem Wege hoffen ſollte,
ſeinen Thron wieder zu erlangen, ſo würde er an poli=
tiſcher
Einſicht noch weit hinter dem König der Belgier
zurückſtehen, der von England ins Unglück geſtürzt iſt.

Die Beſchießung von Antwerpen.

* Mittwoch früh erſchien ein deutſcher Parla=
mentär
mit der weißen Flagge, um die Uebergabe
der Stadt zu fordern oder die Beſchießung der
Stadt anzukündigen, wenn dieſe nicht kapituliere. Weil
die Antwort ablehnend war, ließ der Befehlshaber Tau=
ſenden
von Einwohnern Zeit, die Stadt zu verlaſſen. In
ſpäter Nachtſtunde erfolgte die Eröffnung des Bom=
bardements
. Dann aber begann eine Schreckensnacht.
Unaufhörlich ſchlugen Granaten ein. Zeppeline erſchienen
und warfen Bomben auf die Petroleumtanks, die Feuer
fingen. Es war ein Bild ſämtlicher Schrecken des moder=
nen
Krieges.
* Amſterdam, 8. Okt. Der Telegraaf meldet aus
Roſendaal: Der Uebergang über die Nethe ge=
lang
am Dienstag, nachdem die Artillerie ein lang=
andauerndes
heftiges Gefecht gegen die Fortifikation Puers
geliefert hatte. Die Deutſchen operierten in dem Dreieck
Lier=Puers=Antwerpen und ließen Pionierabteilungen
ſchwimmend das andere Ufer erreichen. Es gelang nach
wiederholten Verſuchen unter großen Verluſten. Sobald
der Uebergang über die Nethe hergeſtellt war, wurde auf
dem anderen Ufer ſchwere Artillerie aufgeſtellt und in
Tätigkeit geſetzt. Wütende Infanterieangriffe folgten auf
die Kanonade, zugleich zum Flankenangriffe auf das Fort
Puers. Der Kampf wurde geſtern abend fortgeſetzt. Die
Belgier ſprengten mehrere Male die über die Nethe geleg=
ten
Brücken, aber mit Todesverachtung ſchlugen die Pio=
niere
neue ſtarke Uebergänge über den Fluß.
* Amſterdam. 8. Okt. Nieuwe van den Dag ver=
breitet
folgende Meldung aus Roſendaal durch Extra=
blatt
: Heute nacht eingetroffene Flüchtlinge teilen mit, daß
die Beſchießung der Stadt nachts 2 Uhr begonnen
habe. Die erſten Granaten fielen in den ſüdlichen Teil
der Stadt. Während der Beſchießung erſchien ein Zeppe=
lin
und warf Bomben auf die Oeltanks bei Hoboken, wo
Feuer ausbrach. Man ließ das Hel aus den Tanls aus=
laufen
. Die Deutſchen beſchoſſen darauf den nordöſtlichen
Stadtteil. Der Südbahnhof ſteht in Flammen. Der Vor=
ort
Berchem ſoll ſchwer gelitten haben. Ein Pulvermaga=
zin
ſoll in die Luft geſprengt ſein. Die Beſchießung dauerte
die ganze Nacht fort. Eine ſtarke britiſche Truppenmacht
hat mit ſchweren Schiffskanonen die innere Fortslinie be=
ſetzt
, die bis zum Aeußerſten verteidigt werden ſoll.
* Amſterdam, 8. Okt. Aus den Städten und
Orten an der belgiſchen Grenze kommen Nachrich=
ten
vom Eintreffen belgiſcher Flüchtlinge.
Ein Teil ging nach Vliſſingen, um weiter nach England
zu gehen. Viele ſind direkt von Antwerpen nach England
gereiſt. Die Ankömmlinge erzählten, der Kommandeur
der deutſchen Belagerungstruppen habe die Beſchießung
der Stadt bis heute früh 5 Uhr aufgeſchoben, um die Ein=
wohner
abziehen zu laſſen. Auch Rotterdam war geſtern
mit Flüchtlingen überſchwemmt.
Der Rotterdamſche Courant meldet aus Roſendaal:
Flüchtlinge ſagen aus: Der Militärgouverneur
von Antwerpen ſorderte heute früh die Bevölkerung
auf, die Stadt zu verlaſſen. Um 11.30 Uhr erſchien eine
Taube und warf eine Bombe auf den Bahnhof. Seitdem
hat der Auszug die Form einer paniſchen Auswan=
derung
angenommen. Die Wege nach der holländiſchen
Grenze ſeien ſchwarz von Menſchen. Endloſe Extrazüge
fahren nach Roſendaal. Die Flüchtlinge ſagen, der König
habe mit der Regierung Antwerpen verlaſſen.
* Amſterdam, 8. Okt. In der vergangenen Nacht
begann ein wütendes Artilleriefeuer. Die
Engländer haben ihre ſchweren Schiffskanonen hinter den
inneren Feſtungsgürtel aufgeſtellt. Vom Südbahnhof
konnten keine Züge mehr abfahren, ebenſo wenig von dem
Hauptbahnhof. wo irgend ein Unfall, angeblich durch das
Werfen von Bomben, eingetreten ſein muß. Die Scharen

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Oktober 1914.

Nummer 279.

der Flüchtenden zogen bis zur nächſten Station. Zu
Zehntauſenden kamen ſie heute in Holland an und die
Schätzungen laufen zwiſchen Hunderttauſend und Drei=
hunderttauſend
. Ein höherer belgiſcher Bahnbeamter ſagte
daß der ſtets im Hauptbahnhof bereitſtehende Hofzug durch
eine Bombe getroffen worden ſei. Die letzten Berichte
melden, daß Antwerpen im Stadtteil des Südbahnhofes
bei Borgerhout in Flammen ſtehe. Die Geſchoſſe der Deut=
ſchen
fliegen ſelbſt uber die Stadt hinweg, ſo daß der Zug
mit den Flüchtlingen ſtundenlang zauderte, nach Norden
abzufahren.
Der Korreſpondent des Handelsblad, der ebenfalls
in Roſendaal angekommen iſt, ſchildert die furchtbare Wirz
kung der in Antwerpen einſchlagenden Granaten, aber
auch das Vertuſchungsſyſtem in Antwerpen, wo
noch bis zum letzten Tage geheim gehalten wurde, daß die
Deutſchen über die Nethe gekommen ſind. Die ganze Art,
in der die Engländer vorgehen, zeigt ihren bruta=
len
Egoismus. Sie ließen zuerſt die Belgier ganz
allein die ſchwerſte Stellung bei Waelhem und St. Katha=
rine
verteidigen und kamen erſt an, nachdem dieſe
Forts gefallen ſind.
* Haag, 9. Okt. Die Bürgerſchaft von Ant=
werpen
wird in einem Aufruf aufgefordert, ſich an
einem eventuellen Straßenkampf nicht zu beteiligen, ſon=
dern
die größte Ruhe zu bewahren. Der Aufruf erinnerr
daran, daß die Bevölkerung dem Sieger Gehorſam ſchulde.
Zur Wahrung der Rechte der Einwohner bleibe der Ge=
meinderat
zurück. Der Aufruf ſchließt: Wenn die Beſin=
nung
verloren würde, ſei alles verloren.
Das Strafgericht von Löwen ſcheint alſo gewirkt zu
haben.
* Köln, 8. Okt. Die Kölniſche Zeitung meldet von
der holländiſchen Grenze: Aus Bergen=op=Zoom wird über
die Beſchießung Antwerpens gemeldet, daß die Stadt
an allen vier Ecken brenne. Die St. Georg=
Kaſerne ſtehe in Flamen, das große Lazarett ſei verbranne
und die Verwundeten flüchteten. Infolgedeſſen werden
viele von ihnen an der Grenze erwartet. Die Beſchießung
ſei noch immer heftig. Heute habe man bemerken können,
daß auf einem Fort eine Batterie außer Feuer geſtellt
wurde. Die Flut der Flüchtlinge dauere an. Die Lage
ſei unhaltbar.

Der Krieg und die deutſchen Miſſionen.

* Halle (Saale), 9. Okt. Anläßlich der durch den
Krieg für die Miſſion geſchaffenen Lage traten die 16 im
deutſchen Miſſionsausſchuß verbundenen Miſſions=
geſellſchaften
in Halle am 7. und 8. Oktober zu einer
vertraulichen Beratung zuſammen. Nach einem Vortrag
über das Thema: Der Krieg und die deutſchen
Miſſionen im Lichte der Ewigkeit wurde u. a.
geſprochen über die Beteiligung nichtchriſtlicher Völker am
Kriege, über die Finanzlage der deutſchen Miſſionen, über
den Verkehr mit den Miſſionsfeldern und über die noch
mögliche Fürſorge für die Miſſionare. Von beſonderer
Bedeutung war die Klarſtellung des Verhältniſſes der
deutſchen Miſſionen zu den engliſchen. Die Annahme eng=
liſcher
Sammlungen für bedrängte kontinentale Miſſionen
wurde unter voller Würdigung der lauteren Beweggründe
des Angebots einmütig abgelehnt und dem Vorſchlag zu=
geſtimmt
, die für Deutſchland zugedachte Hilfe der Pariſer
Miſſion zuzuwenden, die im proteſtantiſchen Deutſchland
große Achtung genieße und unter dem Kriege ſchwer lei=
det
. Dagegen wurde es als ſelbſtverſtändlich angeſehen,
daß die auf einem Miſſionsfelde nebeneinander arbeiten=
den
Miſſionare verſchiedener Nationalitäten ſich in be=
drängter
Lage gegenſeitig helfen.

Wo ſind die deutſchen Goldſtücke geblieben!

B.B. Seit Wochengerſchallt der Kriegsruf Goldſtücke
heraus! Wechſelt die Goldſtücke ein! Wer die Gold=
ſtücke
einbehält, verſündigt ſich am Vaterlande! Wohl
iſt die Bevölkerung dieſem Kriegs=Mahnruf bereitwilligſt
gefolgt, aber noch immer fehlen gewaltige Mengen dieſer
koſtbaren Münzen. Wo ſind ſie geblieben? Alljährlich
werden in den Münzen für viele Millionen Mark neue
Zehn= und Zwanzigmarkſtücke geprägt. Die Zahl der
Goldſtücke, die wegen zu ſtarker Abnutzung oder auch
wegen Goldentziehung durch Falſchmünzer uſw. aus dem
Verkehr gezogen werden, iſt nicht allzu hoch. Die Frage,
wo die deutſchen Goldſtücke bleiben, iſt daher nur allzu

berechtigt und kann mit gutem Gewiſſen dahin beantwor=
tet
werden: ſie wandern ins Ausland und werden dort in
ſtaatlichen und Privatbanken feſtgehalten! Das ergibt ſich
aufs neue aus dem Bericht der ſtaatlichen Konvertions=
kaſſe
in Buenos=Aires, eines Inſtitutes, das berufen iſt,
durch Umwechſelung in Gold den geſetzlichen Kurs des hei=
miſchen
Papiergeldes zu ſichern. Danach lagern in den
Depots der Kaſſe nicht weniger wie 70 Millionen Marr
in guten deutſchen Zwanzigmarkſtücken. Um nun noch
mehr deutſche Goldſtücke herbeizubekommen und ſie nicht
wegen Mindergewicht abweiſen zu müſſen, hat der argen=
tiniſche
Finanzminiſter angeordnet, daß die deutſchen
Zwanzigmarkſtücke fortan mit 7.940 Gramm Schwere, ſtart
wie bisher mit 7.945 Gramm, als vollwichtig anzuſehen
ſind. Ueber große Poſten deutſcher Goldſtücke verfügen
u. a. auch die eiſernen Beſtände der Staatskaſſen in
Frankreich, Oeſterreich=Ungarn, Italien, Dänemark, weni=
ger
in England und Rußland, im Geſamtbetrage von
rund 500 Millionen Mark. Jedes vollwertige deutſche
Goldſtück, das ein ſtaatliches Bankinſtitut hier paſſiert, wird
feſtgehalten und aufgeſtapelt, um erſt dann wieder in den
Verkehr zu kommen, wenn der Stand der Finanzen es
notwendig macht. Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung
teilte kürzlich mit, daß ſich rund 1500 Millionen Mark in
Privathänden befinden müßten. Die obigen 570 Millionen
ſind auf dieſes Konto zu ſetzen, wobei man berückſichtigen
mag, daß die Höhe der im Auslande feſtgehaltenen und
wohlaufgeſtapelten Goldſumme bedeutend zu niedrig ge=
griffen
ſein wird. Die deutſche Reichsregierung wird
ſicher Mittel und Wege finden, die eine ſolche Abwan=
derung
der guten deutſchen Goldſtücke in Zukunft ver=
hindern
.

Vom weſtlichen Kriegsſchauplatz.

* Mailand, 8. Okt. (Ctr. Bln.) Nach den letzten
Berichten der Korreſpondenten der Mailänder Zeitungen
aus dem franzöſiſchen Hauptquartier erfolge der Rück=
ug
der franzöſiſchen Truppen aus ſtrategi=
ſchen
Gründen. Die Heeresleitung bezeichnet ihn nur als
interimiſtiſch. Der Korreſpondent des Corriere della Sera
gibt zu, daß ſich unter den von den Franzoſen aufgegebenen
Stellungen mehrere ſtrategiſch nicht ungünſtige Punkte
befunden haben.
* Kriſtiania, 8. Okt. In einer Betrachtung der
Lage auf dem weſtlichen Kriegsſchauplatze
führt der militäriſche Mitarbeiter des Blattes Aftenpoſten,
ein Generalſtabsoffizier, aus: Wenn Antwerpen fällt, wer=
den
nicht allein 200000 Deutſche für Nordfrankreich frei,
ſondern auch bedeutende Maſſen ſchwerſter Artillerie; was
alles zuſammen die Entſcheidung bringen muß. Der Um=
ſtand
, daß die Verbündeten auch Verſtärkungen von In=
dien
erhalten haben, iſt nicht beſonders ſchwerwiegend,
veil ihre Zahl noch nicht groß ſein kann. Falls es rich=
tig
iſt, daß dieſe Hindus ſind, iſt es zweifelhaft, ob ſie
gleichwertig mit den deutſchen Soldaten ſind. Daß Jof=
fres
Armee aus Franzoſen, Engländern, Negern und Hin=
dus
zuſammengeſetzt iſt, iſt ein Schwächemoment gegen=
über
der deutſchen, auf gleichartiger Kraft aufgebauten
Armee. Falls man ſagen darf, daß die Wagſchale des
Sieges ſich nach einer Seite neige, ſo iſt es die deutſche
Seite.
* London, 8. Okt. Der Kriegskorreſpondent der
Times ſchreibt: Die Art des Kampfesin Nordfrank=
reich
wird beſonders ſtark von den afrikaniſchen
Truppen der Franzoſen empfunden, die wie alle
Eingeborenen ſehr ſchwer die Furchtbarkeit des europäi=
ſchen
Krieges begreifen lernen. Die Verluſte dieſer Trup=
pen
waren zu Anfang des Krieges ſehr groß. Ein Offi=
zier
des marokkaniſchen Tirailleur=Regiments ſagte, daß
in dem erſten Gefecht die Hälfte der Leute fielen. Der
Offizier drückte ſeine größte Bewunderung für die mili=
täriſchen
Eigenſchaften der Deutſchen aus. Der Durch=
ſchnitt
des deutſchen Gewehrfeuers ſtehe in gleicher Höhe
wie bei den Verbündeten. Es ſeien im Verhältnis ver=
mutlich
mehr franzöſiſche Offiziere gefallen als deutſche
und es ſei allgemeines Geſpräch, daß die Verluſte der
franzöſiſchen Offiziere in den letzten zwei Monaten zehn=
mal
größer ſeien, als vorher bei den Kämpfen in Ma=
rokko
.
Alle Meldungen des engliſchen Lügenblattes, die für
Deutſchland günſtig lauten, muß man mit größter Vorſicht
aufnehmen, es ſei denn, daß England die Hauptſchuld für

eine zu erwartende Riederlage Frankreich zuſchieben
wolle.

Die Erfolge unſerer Verbündeten.

* Wien, 9. Okt. Amtlich wird verlautbart, 8. Okto=
ber
, mittags: Beim weiteren Vordringen unſerer Truppen
wurde geſtern der Feind an der Chauſſee nach Przemysl
bei Barycz weſtlich von Dynow geworfen. Auch
Rzeszow wurde wieder genommen, wo viele Geſchütze er=
beutet
wurden. In dem Winkel zwiſchen Weichſel und
San nahmen wir den flüchtenden Ruſſen viele Gefan=
gene
und Fuhrwerke ab. Erneute heftige Angriffe auf
Przemysl wurden glänzend abgeſchlagen. Der Feind hatte
viele Tauſend Tote und Verwundete. In den ſiegreichen
Kämpfen bei Marmaros=Sziget wetteiferten ungariſcher
und oſtgaliziſcher Landſturm mit den polniſchen Legio=
nären
an Tapferkeit.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalſtabs:
von Höfer, Generalmajor.
* Wien, 9. Okt. Amtlich wird verlautbart, 8. Oktos
ber: Die Säuberungsaktion in Bosnien ſchrei=
tet
weiter fort. Zu den bereits gemeldeten, gegen die
Montenegriner erzielten Erfolgen geſellt ſich nun ein ent=
ſcheidender
Schlaggegenüber den in Viſegrad kampf=
los
eingezogenen ſerbiſchen Kräften. Ihre nörd=
liche
Kolonne wurde von Srebrenica gegen Bajna Baſta
bereits über die Drina zurückgeworfen, wobei ihr Train
und Munitionskolonne abgenommen wurden. Die auf Ro=
mania
Plamina vorgegangene Hauptkraft unter dem
Kommando des Exkriegsminiſters Mylos Bojanavic, von
unſeren Kräften in zweitägigem Kampfe vollſtändig
geſchlagen, entging nur durch eilige Flucht der von
uns geplanten Gefangennahme. Ein Bataillon des 11.
Regiments, zweiten Aufgebots, iſt gefangen genommen
und mehrere Schnellfeuergeſchütze ſind erobert worden.
Potiorek, Feldzeugmeiſter.
* Peſt 8. Okt. Nach Meldungen aus Klauſen=
burg
wurden die in Beſztercze eingedrungenen ruſſi=
ſchen
Soldaten in der Nähe der Ortſchaft Telcs in
vernichtender Weile geſchlagen. Mehrere hundert Ruſ=
ſen
wurden gefangen, die übrigen flüchteten unter Zurück=
laſſung
von Geſchützen gegen Magylapos. Der Regie=
rungskommiſſär
Graf Edmund Bethlen verſtändigte die
Bevölkerung in einer Kundmachung von dem errungenen
Sieg.
* Berlin, 8. Okt. Die Nordd. Allgem. Zeitung
ſchreibt zu dem amtlichen öſterreichiſchen Bericht über das
Zuſammenbrechen des ruſſiſchen Angriffs
auf Przemysk und dem Erfolge in den Kar=
pathen
: Die heutigen Meldungen beſtätigen, daß in
Galizien und in den Karpathen die öſterreichiſch= ungari=
ſchen
Truppen ſich in ſtetem Fortſchreiten befinden.
Auf ungariſches Gebiet vorgedrungene Ruſſen wurden unter
großen Verluſten zurückgewieſen. Auch die Angriffe auf
die Feſtung Przemysl ſind an der tapferen Verteidigung
geſcheitert. Die Feſtungsbeſatzung konnte ihrerſeits Aus=
fälle
unternehmen, die feindlichen Linien zurückdrängen
und zahlreiche Gefangene machen. Allenthalben zeigen
die öſterreichiſch=ungariſchen Truppen die gleiche Opfer=
bereitſchaft
und einen Geiſt entſchloſſener Kampfluſt, dem
der endgültige Erfolg nicht fehlen wird.

Die wirtſchaftliche Lage in Oeſterreich=Ungarn.

* Peſt, 8. Okt. Das Ungariſche Korreſpondenzbureau
berichtet: Das ſtändige und ſchnelle Steigen der Ge=
treidep
reiſe, das trotz des geſteigerten Bedarfes in
ſolchem Maße nicht begründet erſchien, hat die Regierung
veranlaßt, die Getreidezölle aufzuheben, wo=
durch
ſich den immer vermehrenden auf zeitweilige Auf=
hebung
der Getreidezölle gerichteten Wünſchen und den
gerechten Anforderungen der Konſumenten Rechnung ge=
tragen
wird. Die Verordnung über die Aufhebung der
Getreidezölle wird im morgigen Amtsblatt veröffentlicht.
Die Aufhebung der Getreidezölle erſtreckt ſich auf folgende
Getreideſorten: Weizen, Roggen, Berſte, Hafer, Mais;
uf Hülſenfrüchte, wie Fiſolen, Linſen, Erbſen, ſowie auf
Mehl und Mehlprodukte. Dieſe im Intereſſe des konſu=
mierenden
Publikums veranlaßte Verfügung der Regie=
rung
ſchädigt unter den heutigen wirtſchaftlichen Verhält=
niſſen
nicht die gerechten Intereſſen der Produzenten und
wvird gewiß mit ungeteilter Befriedigung aufgenommen
werden.

Darmſtadts Lazarette
im Jahre 1870.
Von Dr. Max Koppe=Seeheim a. d. B.

Dr. Albert Lücke geboren 1829 in Magdeburg,
Schüler Langenbecks in Berlin, ſeit 1865 Profeſſor der
Chirurgie in Bern, ſeit 1872 an der neubegründeten Kai=
ſer
Wilhelms=Univerſität in Straßburg, wo er 1894 ſtarb,
hat über ſeine Beobachtungen in den Darmſtädter Laza=
retten
i. J. 1870, deren chirurgiſche Leitung er übernom=
men
hatte, i. J. 1871 eine Schrift erſcheinen laſſen:
Kriegschirurgiſche Fragen und Bemer=
kungen
. Nach Erfahrungen aus den Reſervelazarethen
in Darmſtadt während der Monate Auguſt, September
und Oktober 1870 Dieſe Schrift enthält abgeſehen von
chirurgiſch Intereſſantem manches, das auch heute, wo wir
wiederum gegen unſern Erbfeind in Waffen ſtehen, der
Mitteilung wert erſcheint.
Bei Ausbruch des Krieges heißt es in der Einlei=
tung
, wurde ich vom Darmſtädter Hilfsverein aufgefor=
dert
, die chirurgiſche Leitung der Lazarethe in Darmſtadt
und Umgegend zu übernehmen, und kam dieſer Aufforde=
rung
nach, indem ich mich, begleitet von einigen Schülern,
im Anfang Auguſt nach Darmſtadt begab. Man hatte hier
die Lazarethe etablirt theilweis in bereits längere Zeit zu
Spitalzwecken dienenden Gebäuden, theilweis aber in zu
dieſem Zweck beſonders eingerichteten oder neuerbauten
Localitäten, deren anfänglich im Ganzen elf beſtanden,
in denen für mehr als 600 Betten Raum war.
Das Hauptlazareth befand ſich im Großherzoglichen
Orangeriegarten in Beſſungen, einer Art Vorſtadt von
Darmſtadt, wo außer den großen Orangeriehäuſern zuvör=
derſt
auch 6 Baracken errichtet waren, welche Räume nur
zur Aufnahme von Verwundeten dienten, deren etwa 230
hier untergebracht werden konnten. Eine dem Lückeſchen
Buch beigegebene Skizze zeigt uns Lage und Belegung der
einzelnen Räume und Baracken dort. Die 3 Orangerie=
häuſer
enthielten 75 bezw. zweimal 30 Betten, 9 Baracken
hatten je 16 und 2 je 24 Betten. Die Baracken lagen in
der Mitte des Gartens vor und an der erſten Terraſſe; das
Operationshaus befand ſich hinter dem mittleren, das
Sektionshaus am rechten Orangeriehaus beim Klappacher
Weg. Außer den Beſſunger Baracken gab es noch ſolche
beim Eliſabethenkrankenhaus, beim Spital der Barmher=
zigen
Schweſtern, bei dem Militärlazareth in der Riedeſel=
ſtraße
und ſpäter noch große vom enaliſchen Hilfsverein

erbaute auf dem Exerzierplatz. Auch die Turnhalle war
für Lazarettzwecke hergerichtet worden. In letzterer war
Dr. Büchner tätig; in der Riedeſelſtraße Stabsarzt Dr.
Buxmann; bei den Barmherzigen Schweſtern und im
Eliſabethenſtift Geh.=Rat. Dr. Weber. Im Beſſunger
Garten wirkten neben Profeſſor Lücke die Aerzte Dr.
Lonrad, Eigenbrodt, Keller, Geh.=Rat. Küch=
er
, Niehaus, Pfeiffer, Schenker, Vouga.
Die Stellung eines nur conſultirenden und operi=
renden
Chirurgen fährt Lücke fort, iſt unzweifelhaft
bis zu einem gewiſſen Punkt eine recht angenehme; man
läuft aber dabei Gefahr, von eigener Beobachtung und
eigener Behandlung völlig losgelöſt zu werden, ſieht
eigentlich nur die exquiſiten Fälle und behält leicht nur
allgemeine Eindrücke, ein Zuſtand, der, wie ich glaube,
leicht zu erheblichen Selbſttäuſchungen führt. Ich hatte
mir deshalb im Orangeriehauſe eine Abtheilung von eg.
100 Betten zu eigener Behandlung mit 3 Aſſiſtenten vor=
behalten
, ſo, daß mir doch auch zur conſultirenden Thä=
tigkeit
noch hinreichende Zeit zur Verfügung blieb. Ich
bin mit dieſer Einrichtung ſehr zufrieden geweſen, da ich
ſo eine große Anzahl von Verwundeten ſelbſt behandeln,
und doch auch das, was unter der Behandlung der andern
Collegen geſchah, beobachten und beurtheilen konnte. In
der Zeit von Mitte Auguſt bis Ende Oktober wurden in
Darmſtadt etwa 1000 Verwundete aufgenommen und be=
handelt
, eine Zahl, immer groß genug, um darunter alle
möglichen Arten von Verwundungen anzutreffen, ſo wie
dieß in Reſervelazarethen, von den Schlachtfeldern weit
abgelegen, möglich iſt. Kopfverletzte, Lungenverletzte,
Unterleibsverletzte hatte wir im Verhältniß wenige und
ganz ſelbſtverſtändlich niemals friſche Verletzungen, ſon=
dern
nur ſolche, welche ſchon anderswo behandelt waren
oder doch einen weiten Transport hatten durchmachen
müſſen. Dieſer Punkt iſt für die Beurtheilung der Re=
ſultate
von unzweifelhafter Wichtigkeit. Wir hatten vor=
übergehend
eine Reihe von leicht Verwundeten; da dieſe
jedoch möglichſt bald in die ihrer Heimath oder Garniſon
nächſtgelegenen Lazarethe dirigirt, oder auf dem Lande
verpflegt wurden, ſo waren ſpäter die Darmſtädter Laza=
rethe
, ſoweit ſie dann noch für Verwundete dienten, faſt
nur mit Schwerverwundeten belegt. Ein Theil der Mili=
tärlazarethe
mußte wegen der vor Metz herrſchenden Ruhr=
und Typhusepidemie für dieſe Kranken reſervirt werden.
Die Ruhr in milderer und in ſchwerer Form trat
leider auch oft bei unſeren Verwundeten auf, und ruhr=
artige
Durchfälle waren ſehr häufig, ſo daß ein ungün=
ſtiger
Einfluß dieſer ſchwächenden Krankheiten auf den
Wundverlauf leider nicht ſelten ſich zeigte. In außer=

ordentlich vielen Fällen waren die Folgen der Strapazen
und mangelhaften Ernährungen nicht zu verkennen .
Ich muß hier anerkennen, daß die Verpflegung in
allen Vereins=Reſerve=Lazarethen eine ſehr reichliche und
zweckmäßige war, ſowie überhaupt alles Material in
Ueberfülle vorhanden war; ebenſowenig mangelte es bei
der großen, anerkennenswerthen Opferwilligkeit der Darm=
ſtädter
Kollegen an ärztlichem Pflegeperſonal, zumal eine
größere Anzahl meiner Schweizerſchüler auch hilfreiche
Hand boten. Aber auch die übrige männliche und weib=
liche
Bewohnerſchaft Darmſtadts wetteiferte, innerhalb
und ſelbſt außerhalb des Hülfsvereins, thätigſte Hülfe zu
bringen. Die Krankenpflege wurde von Barmherzigen
Schweſtern (von Niederbronn und Münſter) und von Dia=
koniſſinnen
. und freiwilligen Pflegerinnen unter Protec=
tion
des Alicenvereins in vorzüglicher Weiſe geübt, und
auch dem männlichen freiwilligen Wärterperſonal kann ich
nur Gutes nachſagen. Wenn alſo einerſeits das Mög=
lichſte
geleiſtet wurde durch ausreichende ärztliche Hülfe
und Pflege, durch Fülle jeden Materials, durch Baracken=
behandlung
und Desinfection, ſo waren doch die Refultate
der Behandlung meiſt unter unſerer Erwartung, und die
obengenannten Urſachen haben ihre vernichtende Wirkung
leider zu oft fühlen laſſen, Strapazen und Hunger, mühe=
ſamer
weiter Transport, Magen= und Darmkatarrh und
Ruhr zeigten ſich als unbezwingbare Feinde.
Vom Beſſunger Orangeriegarten ſagt Lücke: Ge=
eigneter
wie dieſer Garten konnte kaum ein Ort zur Be=
handlung
der Verwundeten ſein; hohe Baumgruppen und
Gebüſche, Raſenplätze und Blumengruppen, ſchattige
Alleen und plätſchernde Springbrunnen boten nicht nur für
Auge und Ohr die angenehmſte Ergnickung; ſie dienten
auch zur Reinigung der Luft und boten den Geneſenden
Gelegenheit, Körper und Geiſt zu erfriſchen, ein Geſichts=
punkt
, den Lücke in ſeinen, dem Feldzuge von 1864 ihre
Entſtehung verdankenden Kriegschirurgiſche Aphorismen
bereits beſonders betont hat Die Baracken waren ohne
gläſerne Fenſter gebaut, an der Seite durch leinene Vor=
hänge
verſchloſſen und für die obere Lüftung mit offenen
Dachreitern verſehen. Der Fußboden war ungedielt und
mit trockenem Kies beſtreut. Die Monate Auguſt, Sep=
tember
und Oktober 1870 waren recht kalt, regneriſch und
windig, und gegen den Winter hin wurden die Baracken
daher durch Einſetzen von Fenſtern, Klappenverſchluß der
Dachreiteröffnungen, innere Ausmauerung der Bretter=
wände
mit hohlen Backſteinen und Aufſtellung von Oefen
der Jahreszeit entſprechend hergerichtet.
Auch in den Darmſtädter Lazaretten traten damals
anſteckende Krankheiten aufdie Wundroſe, der Hoſpitalbrand

[ ][  ][ ]

Nummer 279.

Darmſtätder Tagblatt, Samstag, den 10. Oktober 1914.

Seite 3.

* Wien 8. Okt. Um den von der Preſſe des Drei=
verbandes
verbreiteten unerhörten törichten Lügen über
die wirtſchaftliche Lage Wiens wirkſam ent=
gegenzutreten
, hat der Wiener Stadtrat beſchloſſen, all=
wöchentlich
Mitteilungen über die wahre wirtſchaftliche
Lage Wiens, über die Verſorgung der Stadt mit Lebens=
mitteln
, über die Statiſtik der Lebensmittelpreiſe und über
den Stand der Arbeitsloſen uſw. an alle Hauptſtädte der
neutralen Staaten zu ſchicken. Der Wiener Stadtrat hofft,
daß die Gemeindeverwaltungen der Hauptſtädte in loyaler
Betätigung ſtädtiſchen Gemeinſinns dieſen Mitteilungen
die breiteſte Oeffentlichkeit verleihen werden.

Feindliche Flieger über Düſſeldorf.

* Die Luftſchiffhalle in Düſſeldorf wurde
von einer von einem feindlichen Flieger geworfenen
Bombe getroffen. Das Dach der Halle wurde durch=
ſchlagen
und die Hülle eines in der Halle liegenden Luft=
ſchiffes
zerſtört. (Wiederholt.)

Gegen die belgiſche Einberufung.

* In drei Sprachen, Deutſch, Franzöſiſch und Flä=
miſch
, wurde in ganz Belgien von Lüttich aus folgende
Proklamation verbreitet: Proklamation: Eingegan=
genen
Nachrichten zufolge beabſichtigt die belgiſche Regie=
rung
, drei weitere Jahrgänge zur Armee einzu=
ziehen
. Dieſe Einziehung iſt auf Befehl des deutſchen
Generalgouverneurs zu verhindern. Ich beſtimme daher,
daß die belgiſchen Behörden ſich jeder Mitwirkung bei
dieſer Einziehung enthalten und daß ſie die Liſten der
Wehrpflichtigen ſofort an das Gouvernement Lüttich ein=
ſenden
. Widrigenfalls erfolgt Beſchlagnahme und, wenn
die erwähnten Liſten nicht bis zum 5. Oktober hier ein=
gehen
, Beſtrafung der verantwortlichen belgiſchen Beamten.
Den belgiſchen Wehrpflichtigen wird es verboten, den an
ſie etwa ergangenen oder noch ergehenden Einberufungen
Folge zu leiſten. Sie dürfen ihre Heimatorte zu dieſem
Zwecke nicht verlaſſen. Zuwiderhandlungen gegen dieſen
Befehl haben ſtrenge Beſtrafungen zur Folge, und auch
die Angehörigen der Wehrpflichtigen werden zur Ver=
antwortung
gezogen werden, ſobald ſie die Geſtellung nicht
verhindern. Der Gouverneur: Kolewe, Generalleutnant.
Lüttich, 30. September 1914.

Serbiens Strafe.

* Wien, 8. Okt. (Nichtamtlich.) Die Reichspoſt
meldet: Auf dem Wege über Bulgarien aus Neuſerbien
eingetroffene Reiſende beſtätigen, daß in Serbien ſchreck=
liche
Zu ſtände herrſchen. Die bisherigen Kriegs=
verluſte
der Serben betrügen 75000 Tote und Ver=
wundete
. Für letztere ſei die ärztliche Hilfe durchaus
unzureichend. Das Publikum, welches durch die offiziellen
ſerbiſchen Siegesmeldungen eine Zeitlang getäuſcht wor=
den
iſt, habe jetzt erfahren, daß alle dieſe ſerbiſchen Siege
tatſächlich nie exiſtierten, wodurch eine verzweifelte
Stimmung hervorgerufen worden iſi. Vom König,
der ſchwer krank ſei, höre man wenig. Die Prinzen
Alexander und Georg hätten eine viel zu geringe Autori=
tät
, um das über ihrem Lande und Haus ſchwebende Un=
heil
durch entſprechenden Einfluß auf die Bevölkerung ab=
zuwehren
. In Sofia eingelaufene Meldungen berichten
fortgeſetzt über heftige Kämpfe in Serbiſch=Mazedonien
und Griechiſch=Mazedonien.

Die Arbeitsloſigkeit und die Finanznot
in Paris.

* Paris, 8. Okt. Dem Temps zufolge ſind drei
Pariſer Stadträte in Bordeaux eingetroffen zwecks
einer Beratung mit den Miniſtern wegen des rieſigen
Ausfalles in den Pariſer Finanzen. Die Arbeits=
loſigkeit
habe Ausgaben in Höhe von 9 Millionen
Francs monatlich verurſacht; überdies ſeien drei Millionen
verausgabt für Frauen und Kinder der Eingezogenen, be=
vor
der Staat eingriff. Seit Auguſt ſeien zum Beiſpiel die
Erträgniſſe aus den Verbrauchsſteuern und dem Oktroi
um faſt 60 Prozent zurückgegangen, daher droht ein rieſi=
ges
Defizit.
* Paris, 8. Okt. In einer Sitzung der Pariſer
Handelskammer, die mit Vertretern von ſechs großen
Syndikaten ſtattfand, wurden die Transport= und Ver=
kehrsſchwierigkeiten
beſprochen, beſonders im Poſtdienſt,
und einmütig ſcharf kritiſiert. Man habe ſich dahin aus=
geſprochen
, daß die Arbeitsmöglichkeiten ver=
mehrt
werden müßten, beſonders für Gebrauchsgegen=

ſtände, wie Schuhwerk, Winterkleidung, Hemden, Strumpf=
waren
uſw. Hinſichtlich der bisher größtenteils aus
Deutſchland kommenden pharmazeutiſchen Präparate iſt
empfohlen worden, das Publikum auf die gleichen franzö=
ſiſchen
und belgiſchen Artikel hinzuweiſen, jedoch nicht zu
Mitteln zu greifen, wie England bei den deutſchen Pa=
tenten
.

Ernüchterung in England.

* London, 9. Okt. Die Morningpoſt ſchreibt: Die
durch den Krieg offenbar gewordene Hauptſache iſt die
ungeheure St ärke Deutſchlands, die es er=
möglichte
, die Ruſſen aus Oſtpreußen zu vertreiben und
ihnen von der Oſtſee bis zu den Karpathen entgegenzu=
treten
. Zugleich Belgien zu überrennen, die verbündeten
Armeen von der Sambre bis zur Marne zu treiben, nach
dem Rückzuge an die Aisne dieſe Linie zu halten und ſelbſt
die rechte Flanke auszudehnen, dabei die Belagerung Ant=
werpens
vorzubereiten und die Angriffe gegen dieſe Stadt
vorwärts zu führen. In einem zweiten Leitartikel ſchreibt
die Morningpoſt: Das Ende iſt noch nicht da. Wer auf
einen frühzeitigen Zuſammenbruch der deutſchen Macht
rechnet, verkennt die Lage gründlich. Deutſchland beſitzt
noch ſehr große Kräfte und verfügt über außerordentliche
Hilfsquellen; es beſitzt ferner eine ſehr ſtarke Stellung im
Innern. Es beſteht kein Anzeichen und keine Wahrſchein=
lichkeit
für die innere politiſche Zerſetzung, die manche
Leute gern prophezeien. Der Kampf hat ſein erſtes Sta=
dium
erreicht, das unmittelbare Ergebnis auf dem weſt=
lichen
Kriegsſchauplatze iſt noch zweifelhaft.
* London, 9. Okt. E. Aſhmead Bartlett ſchreibt im
Daily Telegraph: Deutſchland hat einen großen Vor=
teil
vor den anderen Nationen, da die Geſamtheit des
Volkes militäriſche Ausbildung erhält und jeder verfüg=
bare
Mann unter den Waffen ſteht. Deutſchland hat nicht
weniger als 54 Armeekorps. Dieſe Menſchenmaſſe, die ſich
in der Defenſive hält, durch die ſtärkſten Reihen von
Feſtungen unterſtützt, bedeutet eine ſo furchtbare Macht,
daß es große neue Opfer ſeitens des engliſchen Vol=
kes
erfordern wird, um ſie zur Unterwerfung zu zwin=
gen
. Die Franzoſen kämpfen tapfer in der Vertei=
digung
ihres Bodens; aber die Kraft ihrer Armeen, eine
ernſte Angriffsbewegung auszuführen, vermindert ſich
täglich.

Die engliſchen Schiffsverluſte.

* Die engliſche Admiralität hat nach der
Täglichen Rundſchau am 28. September eine offizielle
Liſte herausgegeben, aus der die Kaperung und Zer=
ſtörung
von engliſchen und anderen Schiffen bis zum 23.
September erſichtlich ſind. Die folgenden zwölf engliſchen
Schiffe ſind demnach zum Sinken gebracht worden:
Dampfer City of Wincheſter am 6. Auguſt vor Socotra
durch den Kreuzer Königsberg‟; D. Hyades 180 Meilen
öſtlich von Pernambuco am 16. Auguſt durch den Kreu=
zer
Dresden‟; D. Kaipara bei den Kanariſchen Inſeln
durch den Hilfskreuzer Kaiſer Wilhelm der Große‟.
D. Nyanga am 16. Auguſt 260 Meilen S. von Las Pal=
mas
durch den Hilfskreuzer Kaiſer Wilhelm der Große;
D. Bowes Caſtle am 18. Auguſt 180 Meilen O. von
Barbados durch den Kreuzer Karlsruhe‟. D. Holm=
wood
am 26. Auguſt 160 Meilen, vor Santa Maria
Grande durch den Kreuzer Dresden
Die folgenden ſechs Dampfer ſind in der Bai von
Bengalen durch den Kreuzer Emden zum Sinken ge=
bracht
: D. Clan Matheſon am 14. September, D.
Diplomat am 13. September, D. Indus am 10. Sept.,
D. Killin am 13. Sept., D. Lovar am 10. Sept., D.
Trabboch am 14. Sept.
Fiſcherfahrzeuge, von den Deutſchen gekapert oder zum
Sinken gebracht: Tubal Cain am 7. Auguſt durch den
Hilfskreuzer Kaiſer Wilhelm der Große; Capricornus
am 22. Auguſt durch ein Torpedoboot.
Durch eine deutſche Torpedobootsflottille zum Sinken
gebracht: Argonaut, Lobelia, Harrier, Pollux, Shirbeck,
Wigtoft, Walrus, Flavian, Julian, Indian, Porpoiſe,
Lindſey, Keſteven, Marnnay, Valiant, Merſey, Seti, Cha=
neleon
, Rideo, Rhine, Zenobia, Pegaſus. Inzwiſchen
hat ſich die Liſte der in den Grund gebohrten Schiffe noch
weſentlich verlängert.
In der Nordſee durch Minen geſunken ſind 15 Schiffe,
darunter acht britiſche, fünf däniſche, ein norwegiſches und
ein ſchwediſches: D. Maryland am 21. Auguſt vor der
Themſe, D. Chr. Boberg am 22. Auguſt vor der Themſe,
F.=D. Skuli=Fogeti am 26. Auguſt bei Flamborough

Head, D. Gottfried am 27. Auguſt vor der Tyne, D.
Gea am 27. Auguſt vor der Tyne, D.=L. Barley Rig
am 27. Auguſt vor Blyth, D. Kamma am 2. September
vor Hartlepool, D. St. Paul am 2. September vor der
Tyne, F.=D. Ajax am 2. September vor Spurn Head,
F.=D. Fortuna am 2. September vor dem Humber, F.=D.
Fittonia am 2. September vor Spurn Head, D. Runo
am 5. September vor der Tyne, F.=D. Imperialiſt am
6. September vor der Tyne, F.=D. Revigo am 8. Sept.
vor Spurn Head, F.=D. Kilmarnock am 22. September
vor Spurn Head.

Rumänien.

* Wien, 8. Okt. Die Mittagszeitung meldet aus
Bukareſt: Die demokratiſche Parteileitung hat einen
Aufruf veröffentlicht, in dem es heißt: Wir ſind ver=
pflichtet
, die Aufmerkſamkeit auf die Gefahr zu lenken,
welche für unſer ganzes Land in der ruſſiſchen Propa=
ganda
liegt. Die ſogenannten unabhängigen Organi=
ſationen
treiben eine ſchamloſe Propaganda, um neben
den Spionen des Zarismus eine ruſſophile Stimmung
zu erzeugen und unter dem Vorwand, daß ſie für Frank=
reich
und für die franzöſiſche Demokratie und Ziviliſation
ſeien. Wir haben Grund, zu behaupten, daß dieſe Propa=
ganda
nur unſer Verhängnis ſein kann. Sie führt uns
direkt zum Kriege. Wir lenken die Aufmerkſamkeit der
arbeitenden Klaſſen des ganzen Volkes auf dieſe unglaub=
liche
ſyſtematiſche Kampagne. Ein Zuſammengehen mit
dem Zaren bedeutet die Abſetzung der Demokratie, Unter=
drückung
der Volksfreiheit und die Reaktion. Wir müſſen
uns gegen dieſe Strömungen, gegen den Rubel, der rollt,
wenden. Das rumäniſche Volk muß wiſſen, daß die ruſ=
ſiſche
Gefahr immer die größte war und iſt.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 10. Oktober.
Ritter des Eiſernen Kreuzes. Das Eiſerne
Kreuz 1. Klaſſe erhielten: General v. Ilſemann,
Kommandeur der 5. Kavallerie=Diviſion; Oberſt und Re=
gimentskommandeur
Wittich (Paderborn) ;das Eiſerne
Kreuz 2. Klaſſe: Oberleutnant Iwan v. Ilſemann
im Feldart.=Regt. Nr. 25; Oberleutnant Sigurd v. Ilſe=
mann
im Leibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115; Leutnant Erwin
v. Ilſemann im Feldart.=Regt. Nr. 61; Leutnant
Helmuth v. Ilſemann im Feldart.=Regt. Nr. 25, letzterer
erhielt auch die heſſiſche Tapferkeitsmedaille; Karl
Scheuermann, Leutnant in der Leibkompagnie Inf.=
Regts. Nr. 118; Keim, Hauptmann im Leibgarde=Inf.=
Regt. Nr. 115; v. Lyncker, Oberleutnant im Leibgarde=
Inf.=Regt. Nr. 115; Fey, Leutnant im Telegraphen= Ba=
taillon
III in Koblenz; General v. Hartmann erhielt
das Eiſerne Kreuz 2. und 1. Klaſſe.
Großh. Hoftheater. Heute geht als Volksvorſtel=
lung
zu ermäßigten Preiſen Der Trompeter von
Säkkingen in Szene. Die noch vorhandenen Karten
ſind zu den gewöhnlichen Kaſſenſtunden und eine Stunde
vor Beginn der Vorſtellung an der Kaſſe des Hoftheaters
zu haben. Bei der morgigen Aufführung von Die
Meiſterſinger von Nürnberg in der bekannt=
lich
Kammerſänger Georg Weber als Hans Sachs zum
erſten Male in dieſer Spielzeit vor das Publikum tritt,
ſind außerdem in den Hauptrollen beſchäftigt die Damen
Anna Jacobs (Magdalene), Mizi Marx (Eva), ſowie die
Herren Auguſt Globerger (Walter von Stolzing), Otto
Semper (Kothner), Leo Schützendorf (Beckmeſſer), Kam=
merſänger
Alfred Stephani (Pogner) und Otto Thomſen
(David). Montag bleibt das Hoftheater geſchloſſen. Am
Dienstag geht als 17. Abonnementsvorſtellung (A 5)
Der Zigeunerbaron in Szene. Die Hauptpartien
dieſer ſtimmungsvollen und beliebten Operette von Joh.
Strauß werden von Frau Joſephine Becker=Gerder
(Saffi), Margarete Beling=Schäfer (Arſena), Anna Ja=
cobs
(Czipra), Minna Müller (Mirabella), Auguſt Glo=
berger
(Barinkay), Adolf Jordan (Carnero), Leo Schützen=
dorf
(Zſupan) und Otto Thomſen (Ottokar) geſungen.
Dirigent des Abends iſt Erich Kleiber. Am Mittwoch, den
4. Oktober, veranſtaltet das Hoftheater als 18. Abonne=
mentsvorſtellung
(B 4) bei kleinen Preiſen ein Oeſter=
reichiſch
=patriotiſches Konzert, deſſen muſika=
liſcher
Leiter Erich Kleiber iſt. Das reichhaltige und ge=
wählte
Programm wird dieſem Abend das beſondere
Intereſſe des Publikums ſichern. Die Großh. Hofkapelle

letzterer namentlich in der Turnhalle, die ſich ſchlecht
lüften ließ, und deren Bodenbelag aus Lohe beſtand, die
wohl mit verſchüttetem Wundwaſſer, Eiter uſw. durch=
tränkt
war und ganz vereinzelt der Wundſtarrkrampf.
Die Verwundeten, unter denen wir Heſſen, Bayern,
Preußen, Franzoſen, Turkos finden, konnten ſich gewiß
keiner beſſeren Hilfe erfreuen, als der Lückes, welcher als
Schüler des berühmten Chirurgen Langenbeck und reich
an eigene, auf dem Schlachtfelde geſammelten Erfahrungen
der rechte Mann am rechten Platze war, und dem die rech=
ten
Männer zur Seite ſtanden. Und wenn man bei dem
einen Verwundeten lieſt: Verwundet bei Wörth, den 6.
Aug., kam am 14. Aug. nach Beſſungen. Er kam ohne
feſten Verband nach Darmſtadt; bei einem zweiten: Ver=
wundet
bei Mars=la=Tour den 17. Aug., kam mit mangel=
haftem
Gypsverband etwa am 28. Aug. nach Darmſtadt,
oder Verwundet bei Gravelotte am 18. Aug. Patient lag
4 Stunden auf dem Schlachtfeld mit ſtark blutender
Wunde und kam am 26. Aug. ohne beſonderen Verband
nach Darmſtadt oder: ward bei Saarbrücken ver=
wundet
(Schuß ins Hüftgelenk) und kam ohne Verband
zu Fuß vom Bahnhof nach Beſſungen u. a. m., dann
darf man, wie ſchon oben Lücke bemerkt, ſich nicht wun=
dern
, wenn eine größere Zahl der Darmſtädter Fälle töd=
lich
verlief, und muß andererſeits den Aerzten alle An=
erkennung
zollen, wenn es ihrer Kunſt gelang, trotz ſol=
cher
Vernachläſſigungen doch noch ſo viele zu erhalten und
wiederherzuſtellen, zumal, wenn man bedenkt, wie we=
nig
man damals vom Weſen der Wundinfektion wußte,
und welche bewunderungswürdigen Fortſchritte die
Kriegschirurgie in den letzten vier Jahrzehnten auf dem
Gebiete des Verwundetentransports, der Wundbehand=
lung
, der Blutſtilltechnik, der ſchmerzloſen Operation u. a.
m. gemacht hat. Freuen wir uns, daß unſeren heutigen
Verwundeten in Darmſtadt die Segnungen ſolcher Errun=
genſchaften
zuteil werden!

Brief eines Marineoffiziers. Folgender, an eine
Darmſtädter Dame gerichteter Brief vom 27. September
wird uns zi Verfügung geſtellt: Seit dem 27. Juli bin
ich ſchon von Hauſe fort. Seit dieſer Zeit bin ich mit der
.. . .ſtets auf Vorpoſten geweſen, faſt immer draußen in
der Nordſee, nur zum Kohleneinnehmen laufen wir alle
8 bis 10 Tage Wilhelmshaven an. Leicht iſt der Dienſt
nicht, doch allmählich gewöhnt man ſich daran. Stets, Tag
und Nacht auf den Beinen, zu jeder Minute auf alles ge=
faßt
ſein, beſonders nachts, ſei es ein Torpedoboots=

angriff, ſei es ein Unterſeebootsangriffe oder gar eine Mine,
von allen Seiten droht ja der Feind und man weiß nie,
was die nächſte Minute bringen wird. Die Hälfte der Be=
ſatzung
ſteht daher ſtets klar auf den Gefechtsſtationen,
klar an den geladenen Kanonen, die andere Hälfte der Be=
ſatzung
ſchläft angezogen auf den Hängematten, ſofort be=
reit
, miteinzugreifen. So ſind wir nun ſchon in der 8.
Woche, ohne eigentlich etwas geſehen zu haben und doch
auf alles gefaßt. Der 28. Auguſt war für uns auch ein
ſchwerer, ſchwerer Tag. Morgens um 10 Uhr bekamen
wir auf der Elbe, wir ſollten eigentlich durch den Kanal
in die Oſtſee, den Befehl, gegen feindliche Kreuzer und
Torpedoboote weſtlich Helgolands vorzuſtoßen. Wir fuh=
ren
mit äußerſter Kraft klar zum Gefecht los. Das Wetter
war unſichtig. Kurz nach 2 Uhr ſehen wir eine Salve
dicht bei uns einſchlagen, dann taucht plötzlich ein brennen=
des
Schiff auf, es war unſer kleiner Kreuzer Ariadne‟
Die Mannſchaft ſtand dicht aneinander vorn auf dem Back
und ſprang dann, als wir dicht daran waren, ins Waſſer,
die andern, und beſonders ungefähr 60 Verwundete,
wurden durch unſere Boote gerettet. Es waren böſe Mi=
nuten
für uns, konnte doch zu jeder Minute der Feind auf=
tauchen
, beſonders die U=Boote, die in der Nähe waren.
Dazu flog die explodierende Munition der Ariadne bün=
delweiſe
über unſer Schiff fort. Endlich, nach bangen 20
Minuten, erſchien ein anderer Kreuzer, den wir durch
Funkentelegraphie herbeigerufen hatten. Für die
Ariadne hätten wir nicht eine Minute ſpäter kommen
dürfen, irgend welche Signalmittel hatte ſie nicht mehr,
um Hilfe herbeizuholen. Kaum hatten wir alle an Bord,
da legte ſich das Schiff zur Seite und kenterte. Unſere
Hauptſorge galt den Verwundeten, viele waren ſchwer
verletzt, ein Ingenieur ſtarb mir unter den Händen, auch
zwei Leute ſtarben noch. Um 10 Uhr landeten wir die
Verwundeten in Wilhelmshaven, den meiſten geht es ſchon
ſehr gut. Außer Ariadne gingen ja auch noch Köln
und Mainz unter, von Köln iſt niemand gerettet, von
Mainz haben die Engländer die meiſten gerettet. Es
war ein ſchwerer Tag für uns. Die Engländer waren
in drückender Uebermacht plötzlich erſchienen. Nun U 90
hat ja alles wieder gut gemacht. Ein blendender Erfolg!
Die Friedenspfeife in Kriegszeiten. Einen
Muſterbrief auch für ſolche, die nicht im Feld ſtehen
weil er zeigt, wie Kleinlichkeiten in großer Zeit behandelt
werden ſollen, brachte dieſer Tage die Feldpoſt aus St.
Quentin. Der Kaufmann Walter Sch., der ihn ſchrieb,
atte vor Kriegsausbruch die Beleidigungsklage gegen
einen Direktor angeſtrengt; die Sache ſollte eben ſchöffen=

gerichtlich verhandelt werden; da lief kurz vor dem Termin
in der Gerichtsſchreiberei der Feldbrief ein, der folgender=
maßen
lautete: In der Privatklageſache Sch. wider W.
ziehe ich hiermit die Klage zurück. Ich tue dies nicht etwa,
weil ich die Verhandlung zu ſcheuen hätte, ſondern weil
ich der Anſicht bin, daß in der gegenwärtigen ſchweren
Zeit aller Hader und Mißgunſt beigelegt ſein muß. Wenn
ich hier im Felde täglich und ſtündlich dem Tod ins Auge
ſehen muß, ſo iſt es geradezu lächerlich, wenn ich wegen
eines Geſchwätzes, welches man alten Weibern in Waſch=
küchen
und Gemüſeläden überlaſſen ſoll, noch meine Ehre
verteidigen ſollte. Augenblicklich habe ich andere, hökkre
Dinge zu verteidigen. Ich verzeihe meinem ehemaligen
Freunde, daß er mich durch jene Worte gekränkt hat, und
hoffe, daß ſie ihm inzwiſchen ſelbſt leid geworden ſind.
Ich bitte aber, dieſen Brief in der Verhandlung zu verle=
ſen
, da ich hoffe, daß W. ſein Unrecht einſieht und ſich
entſchuldigen wird. Hochachtungsvoll Walter Sch.
Auf dieſen Brief hin wurde die Verhandlung ange=
ſetzt
, um dem Antrage des Klägers gerecht zu werden.
Als der Beklagte von dem Inhalt Kenntnis erhielt, er=
klärte
er ſich freiwillig zur Uebernahme ſämtlicher bisher
entſtandenen Koſten bereit und bat, zu Protokoll zu neh=
men
, daß er ſich von der Unrichtigkeit ſeiner Behauptun=
gen
überzeugt habe und den Kläger um Entſchuldigung
bitte. Beim Verlaſſen des Saales erklärte W. noch:
Jetzt ſchicke ich ihm aber ſofort eine Kiſte Zigarren ins
Feld, damit er, vorläufig ohne mich, eine Friedenspfeife‟
rauchen kann!
* Gegen die Ulkkarten. Gegen die geſchmackloſen
Kriegspoſtkarten hat das Herzogliche Staatsminiſterium
in Koburg folgenden Erlaß an die Bezirksverwaltungsbe=
hörden
des Herzogtums ergehen laſſen: In den Auslagen
verſchiedener Buchhändlerläden befinden ſich vielfach, na=
mentlich
in Poſtkartenform, rohe und geſchmackloſe Kriegs=
darſtellungen
. Insbeſondere werden auf dem Gebiet der
ausgeſtellten Scherzkarten die Grenzen des Geſchmacks
vielfach überſchritten. Da ſolche Darſtellungen weder der
Würde des um ſeine Exiſtenz kämpfenden deutſchen Vol=
kes
noch dem Ernſt der Lage entſprechen, überdies bei un=
ſeren
kämpfenden Landsleuten draußen im Felde keines=
falls
Beifall finden, bedarf es wohl ſtatt der Ergreifung
weitere: Schritte nur dieſes Hinweiſes, damit die Laden=
inhaber
Maßnahmen treffen, um die fraglichen Darſtellun=
gen
aus der Auslage zu entfernen und aus dem Verkauf
zurückzuziehen. Die Bezirksverwaltungsbehörden wollen
zunächſt in Güte auf obige Maßnahmen hinwirken.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Oktober 1914.

Nummer 279.

wird einige der beliebteſten und ſchönſten öſterreichiſchen
Märſche, wie den Radetzkymarſch und den Militärmarſch
von Schubert, ſowie Haydns Variationen über Gott er=
halte
Franz den Kaiſer zum Vortrag bringen. Kurt
Ehrle wird ein Gedicht Grillparzers, Feldmarſchall Ra=
detzky
ſprechen; Auguſt Globerger Volkslieder, Bruno
Harprecht öſterreichiſche Soldatenlieder ſingen. Ferner
gelangt Die Werbung von Lenau als Melodram zum
Vortrag (geſprochen von Kurt Weſtermann, Violine: Adolf
Schiering, Klavier: Franz Sautier), Als Abſchluß des
Abends findet eine Aufführung von Wallen ſteins
Lager ſtatt. Beginn des Kartenverkaufes zu dieſem
Abend Sonntag, den 11. Oktober.
Der weitere Wochenſpielplan iſt: Freitag, den 16. Okt.,
19. Abonnementsvorſtellung (D 5): Kolberg; hierauf:
1. Klaſſe zur Grenze. Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, den 17. Okt., 2. Sondervorſtellung: Vaterländi=
ſches
Konzert; hierauf: 1. Klaſſe zur Grenze‟. Anfang
8¼ Uhr. Sonntag, 18. Okt., 20. Abonnementsvorſtellung
(D 6): Carmen. Gewöhnliche Preiſe. Anfang 7 Uhr.
* Der ungediente Landſturm.
wird demnächſt die Muſterung und Aus=
hebung
eines Teiles des ungedienten Landſturmes, der
mit der Waffe ausgebildet werden ſoll, erfolgen. Dem
Vernehmen nach ſollen zehn Klaſſen des ungedien=
ten
Landſturms, Leute bis zum 30. Lebensjahr einſchließ=
lich
, gemuſtert und ausgehoben werden. Bisher hatte ſich
der ungediente Landſturm bis zum 39. Lebensjahr vor
einigen Wochen lediglich zur Landſturmrolle angemeldet.
Poſtaliſches. Von jetzt ab können Privat=
pakete
nach den in der bei den Poſtanſtalten aushän=
genden
Bekanntmachung Nr. 1 bezeichneten weſtlichen
Grenzgebieten mit Ausnahme der im Elſaß ge=
legenen
Kreiſe Alkirch, Mülhauſen, Thann, Gebweiler
und Colmar bei den deutſchen Poſtanſtalten wieder ange=
nommen
werden. Die Pakete dürfen außer offenen Rech=
nungen
und offenen auf den Paketinhalt ſich beziehenden
Schriftſtücken briefliche Mitteilungen nicht enthalten.
Erſatz=Bataillon Infanterie=Regiments Nr. 115.
Tüchtige Unteroffiziere der jüngeren Jahres=
klaſſen
, die den Anſtrengungen beim Ausbilden des
Nacherſatzes vollkommen gewachſen ſind, ſowie Kriegs=
freiwilige
, die über 20 Jahre alt ſind und bisher
beim Muſterungsgeſchäft nicht zur Aushebung kamen,
können ſich Dienstag, den 13. Oktober, auf dem Ge=
ſchäftszimmer
des Erſatz=Bataillons Leibgarde=Infanterie=
Regiments Nr. 115, Darmſtadt, Alexanderſtraße, Kaſerne,
zum Eintritt melden. Etwaige Militärpapiere oder ein
vom Kreisamt ausgeſtellter Meldeſchein ſind hierbei
vorzulegen.
* Tabak und Zigarren für unſere Truppen im
Felde. Das gänzliche Fehlen von Tabak und Zigarren
wird ſeitens unſerer Truppen täglich mehr und mehr
empfunden. Da alle Verkaufsſtellen von franzöſiſchen
Soldaten ausgeplündert ſind, iſt auch für Geld nichts
zu haben. Rauchutenſilien werden in Form von Liebes=
gaben
die in den vorderſten Reihen ſtehenden Truppen
vorläufig ſchwer erreichen. Die Feldpoſt dagegen iſt in
der Lage, Sendungen (mit feſter Packung bis 250
Gramm ½ Pfund ſchwer) an jede Truppe heranzu=
bringen
. Dieſe Form der Zuführung eignet ſich daher
beſonders für die Ueberſendung von Tabak, Zigarren,
Kerzen uſw. Ortsvorſtände, Krieger= und Turnvereine,
Wohltätigkeitsvereine u. a. werden gebeten, ihre im
Felde ſtehenden unbemittelten Mitbürger und Mit=
glieder
, deren Angehörige nicht in der Lage ſind, ſie
mit Rauchutenſilien ſelbſt zu verſorgen, unſere Kameraden
des öfteren mit Tabak und Zigarren zu erfreuen.
C. Kriegsliteratur. Zur Ergänzung der Natiz
über die in Großh. Hofbibliothek befindlichen militär=
wiſſenſchaftlichen
Werke ſei erwähnt, daß über den öſt=
lichen
Kriegsſchauplatz im Jahr 1886 aus der
Feder des jetzigen Generals von Liebert unter dem
Pſeudonym Sarmaticus ein Werk mit dem Titel Von
der Weichſel zum Dnjepr erſchienen iſt. Dieſe Arbeit iſt
heute noch für den öſtlichen Kriegsſchauplatz grundlegend.
Auf ihr beruht großenteils die im Jahr 1912 erſchienene
Schrift des Hauptmanns L. Schmidt: Kurze militär=
geographiſche
Beſchreibung Rußlands. Beide Werke
befinden ſich ebenfalls in der Hofbibliothek und werden
auch von der Städtiſchen Bücherhalle angeſchafft.
* Krieg und Kunſt. Zu dem Vortrag des Herrn
Intendanten Dr. Eger am Montag, den 12. d. M., im
Kaiſerſaal über Krieg und Kunſt ſind noch einige
Sperrſitzkarten zu 3 Mark und Saalkarten zu 1 Mark in
der Bergſträßerſchen Hofbuchhandlung zu haben. Es
dürfte ſich empfehlen, ſich bei Zeiten noch Karten zu ſichern.
* Der Heſſiſche Goethebund will mit Rückſicht
auf die Kriegslage von der Erhebung eines Vereins=
beitrags
für das nächſte Vereinsjahr abſehen. Zum
Vortrag des Herrn Dr. Eger über: Krieg und Kunſt
können die Mitglieder Karten zu ermäßigtem Preiſe
erhalten. (Siehe Anzeige.)
* Vortrag im Naturheilverein. Man ſchreibt uns:
Wie in den meiſten Kriegen, iſt auch diesmal das Auf=
treten
verheerender Krankheiten zu befürchten. Der
Verein will deshalb weitere Kreiſe durch Vorträge über
die naturgemäße Behandlung ſolcher Krankheiten unter=
richten
. Zu dieſem Zwecke wird Mittwoch, den 14. Ok=
tober
, Herr Direktor Rudolf Diekmann aus Berlin=
Wilmersdorf im Kaiſerſaal einen öffentlichen
Vortrag für Männer und Frauen halten über das
Thema: Der Krieg, eine ernſte Mahnung zur natur=
gemäßen
Lebens= und Heilweiſe‟ (Die Anforderung
des Krieges an die Kämpfer und an die Nichtkämpfer
Kriegskrankheiten und Kriegshygiene Samariterdienſt
draußen und daheim.) Zu dem Vortrag iſt jedermann
eingeladen. (Siehe Anzeige.)
Der Verein für Verbreitung von Volksbildung
beabſichtigt, am 29. Oktober d. J. im Feſtſaal der Turn=
gemeinde
und gemeinſam mit dieſer einen vater=
ländiſchen
Abend zu veranſtalten, für den Herr
Pfarrer Vogel von hier in liebenswürdigſter Weiſe einen
Vortrag übernommen hat, der die große Zeit, in der
wir leben, behandeln wird. Ferner wird Herr Pro=
feſſor
Berghoff=Iſing, Profeſſor an der Tech=
niſchen
Hochſchule, in der zweiten Hälfte des Monats
November über die wirtſchaftlichen Urſachen und
Wirkungen des gegenwärtigen Krieges an drei Abenden
ſprechen. Näheres hierüber, ſowie über etwa noch folgende
die Allgemeinheit intereſſierende Vorträge wird zur
gegebenen Zeit in den Tagesblättern bekannt gegeben.
* Großh. Realgymnaſium zu Darmſtadt. Für die
Schüler, die dem Knabenchor und dem Orcheſter
angehören, findet Samstag morgen 9 Uhr im Real=
gymnaſium
eine Probe ſtatt, zu der ſie vollzählig er=
ſcheinen
ſollen.
* Im Silberkranz. Herr Heinrich Klier, Diener der
Techniſchen Hochſchule, und Frau Sophie geb. Schuch=
mann
, feiern am Dienstag, den 13. Oktober, das Feſt der
Silbernen Hochzeit.
* Stenographie. Der Gabelsberger Stenographen=
verein
(gegründet 1861) eröffnet am Donnerstag, den 15.

Oktober, einen Anfängerkurſus für Damen und
Herren. Da der Verein über gute Lehrkräfte verfügt, iſt
jedem Teilnehmer eine vorzügliche Ausbildung garantiert.
Der Unterricht findet im Hauptübungslokal (Schulhaus
am Ballonplatz) wöchentlich an zwei Abenden ſtatt. An=
meldungen
werden daſelbſt am Donnerstag abend ent=
gegengenommen
. (Siehe Anzeige.)
* Die Tapferen von U 9. In der Auslage unſerer
Geſchäftsſtelle (Rheinſtraße 23) iſt eine photographiſche
Aufnahme der geſamten mit dem Eiſernen Kreuz geſchmück=
ten
Beſatzung von U 9" ausgeſtellt.
* Preisauſſchlag für Fleiſch= und Wurſtwaren.
Die Metzgerinnung macht bekannt, daß infolge der ſtark
geſtiegenen und noch dauernd weiter ſteigenden Preiſe
für Fettſchweine ſich die Schweinemetzger Darmſtadts
genötigt ſehen von Sonntag, den 11. Oktober 1914, ab
einen Preisaufſchlag auf Fleiſch= und Wurſtwaren ein=
treten
zu laſſen.

Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.

Reſidenztheater am Weißen Turm. Ein
neuer Kriegsfilm, dieſesmal Battice und Lüttich, kommt
ab heute zur Vorführung. Von den zwei großen Dramen
ſei an erſter Stelle der Dreiakter Der Fluch des Toten
genannt. Der Film iſt nordiſchen Urſprungs und bürgt
aus dieſem Grunde ſchon für die Güte der Photographie,
Ausſtattung und Handlung. Als zweiter Schlager ſteht
der Zweiakter Der weiße Clown auf dem Programm,
es iſt eine Zirkusgeſchichte, äußerſt ſpannend und eigen=
artig
durch ſeine gelungene Handlung und Aufnahme
Die üblichen kleineren Films, zwei Humoresken, ein ame=
rikaniſches
Drama und eine intereſſante Naturaufnahme,
ſorgen für eine angenehme Abwechſelung im Programm.
(S. Anz.)
Offenbach, 9. Okt. ( Stadtverordneten=
ſitzung
.) In der fünften Kriegsſitzung der Stadtver=
ordneten
bildete die Frage der Gewährung von Miet=
zuſchüſſen
an die Angehörigen der Kriegsteilnehmer
und die Arbeitsloſen den Hauptgegenſtand der Beratun=
gen
. Der Offenbacher Haus= und Grundbeſitzerverein hat
ein Geſuch eingereicht, nach dem die Stadt 50 Prozent der
von den Kriegsteilnehmern oder Arbeitsloſen nicht bezahl=
ten
Mieten übernehmen ſoll. Dadurch würde der Stadt
eine monatliche Belaſtung von 150000 Mark entſtehen.
Das Geſuch wurde abgelehnt; dagegen wurde beſchloſſen,
in nachgewieſenen Fällen dringender Not und Bedürftig=
keit
den bedrängten Mietern einen Zuſchuß
aus den für die Kriegsfürſorge zur Verfügung geſtellten
Mitteln zu gewähren und die Prüfung und Entſcheidung
darüber den Organen der ſtädtiſchen Kriegsfürſorge zu
überlaſſen.
Worms, 9. Okt. (Mit 66 Jahren Gefreiter.)
Der Kriegsveteran von 187071 Georg Bayer aus Leiſel=
heim
, in Pfiffligheim wohnhaft, 66 Jahre alt, rüſtig wie
ein Junger, will nochmals mit ſeinen zwei Söhnen Georg
und Leonhard und ſeinem Tochtermann Johann Ehret
aus Oggersheim den Franzoſen und deren Verbündeten
entgegentreten. Er trat bei der Mobilmachung als Kriegs=
freiwilliger
in die 6. Landſturm=Kompagnie ein und war
Nebenmann ſeines Sohnes Georg. Unſer Veteran wurde
bei der Beſichtigung des Landſturm=Bataillons durch den
kommandierenden General Exz. Frhrn. v. Gall beſonders
begrüßt und beglückwünſcht. Jedenfalls auf Veranlaſ=
ſung
des Generals wurde Veteran Bayer zum Gefreiten
befördert.
Guntersblum, 9. Okt. (Ein ſchwerer Automo=
bilunfall
) ereignete ſich auf der nach Worms führen=
den
Chauſſee in der Nähe der Bahnkreuzung. Ein Main=
zer
Geſchäftsautomobil mit zwei Inſaſſen fuhr mit vol=
ler
Wucht gegen eine Telegraphenſtange, ſo daß das Auto=
mobil
die Böſchung hinabflog und ſchwer beſchädigt
wurde. Die Inſaſſen wurden bei dem Anprall hinaus=
geſchleudert
, wobei der Chauffeur einen Armbruch und
leichtere Verletzungen, der andere Inſaſſe ſchwere Ge=
ſichtsverletzungen
erlitt.
Gießen, 9. Okt. (Die Stadt Königsberg an
die Stadt Gießen.) Der Oberbürgermeiſter der Kgl.
Haupt= und Reſidenzſtadt Königsberg i. Pr. hat an
den Oberbürgermeiſter der Stadt Gießen unterm 5. Okto=
ber
1914 folgendes Schreiben gerichtet: Hochverehrter Herr
Kollege! Für die mit Ihrem gefälligen Schreiben vom
30. v Mts. angekündigte ſchöne Spende von 3000 Mark
für die notleidenden Oſtpreußen geſtatte ich mir, Ihnen
und den Herren Stadtverordneten aufrichtigen und herz=
lichen
Dank auszuſprechen. Indem ich hoffe, daß Ihrem
freundlichen Intereſſe für die Sammlung in der Bürger=
ſchaft
ebenfalls ein ſchöner Erfolg beſchieden ſein möge,
bin ich mit kollegialem Gruß Ihr ergebener Dr. Körte,
Oberbürgermeiſter.
Bad=Nauheim, 9. Okt. (Die Lazarette.) In den
neun hieſigen Militärlazaretten ſind 700800 verwundete
Soldaten untergebracht. Die bedeutendſten Lazarette ſind
im Konitzkyſtift und im Kettelerheim. Die Oberleitung
über die ſämtlichen Lazarette führt ein Oberſtabsarzt a.
D., während die Behandlung der Verwundeten unter die
hieſigen Aerzte verteilt iſt. Die Soldaten ſind mit der
Verpflegung und Behandlung, die ihnen hier zuteil wird,
ſehr zufrieden.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 8, Okt. Im Schoße der
Staatsregierung wurde erwogen, ob es mit Rückſicht auf
den Kriegszuſtand geboten erſcheint, durch Geſetz die für
November bevorſtehenden Ergänzungswahlen zu
den Stadtverordnetenverſammlungen um
ein Jahr zu verſchieben. Das könnte in Frage kommen,
um den Intereſſen der vielen Wähler zu entſprechen, die
wegen der Einberufung zum Heere tatſächlich außerſtande
ſind, ihr Wahlrecht auszuüben, noch mehr aber, um zu
vermeiden, daß die Gemeindewahlen Anlaß zu Partei=
kämpfen
geben, die in dieſer Zeit einmütiger Erhebung
für des Vaterlandes Macht und Beſtehen hinter dem, was
allen Deutſchen gemeinſam iſt, zurücktreten follten. Die
Staatsregierung hat jedoch, wie man weiter erfährt, nach
Prüfung der Verhältniſſe in den einzelnen Landesteilen
von einem auf Verſchiebung der Gemeindewahlen gerich=
teten
Schritt Abſtand genommen und wird den bevor=
ſtehenden
Wahlen freien Lauf laſſen. Sie konnte ſich nicht
davon überzeugen, daß der Wunſch nach einer Verſchie=
bung
der Wahlen bei den beteiligten Städten etwa ein
allgemeiner oder auch nur ein verbreiteter iſt. Sie ha=
das
feſte Vertrauen zu dem in großer ernſter Zeit gefeſtig=
ten
Sinn der Wähler, daß durch ſtädtiſche Wahlen die
Einigkeit der Bürger auch nicht einmal vorübergehend
geſtört wird. Vielmehr dürfte dieſer Sinn, wie das Bei=
ſpiel
einiger Städte erwarten läßt, gerade zur Verhütung
von Wahlagitationen und zur Herbeiführung von Kompro=

miſſen führen. Der Börſenkurier meldet, daß nach
einer Reutermeldung der belgiſche Dam pfer
Luxemburg an den Sandbänken von Maſſen, in
der Nähe der Küſte von Weſtkapelle auf Seeland, Schiff=
bruch
erlitten hat. Die Mannſchaft wurde gerettet,
doch ſei das Schiff verloren. Die Luxemburg war am
16. Juli von Buenos Aires abgefahren.
Frankfurt, 9. Okt. Mit Rückſicht auf die gegenwärtige
Zeitlage wird von der für den 18. Oktober vorgeſehenen=
Eröffnungsfeier der Univerſ it ät Abſtand
genommen werden.
Karlsruhe, 9. Okt. Für die morgen ſtattfindende Land=
tagserſatzwahl
in Karlsruhe=Ort für den verſtorbenen
Abgeordneten Dr. Frank haben die Zentrumspartei, die
Nationalliberalen und die Volkspartei von der Aufſtel= eigener Kandidaten abgeſehen, ſo daß
die Wahl des ſozialdemokratiſchen Kandidaten Dr. Ma=
rum
als geſichert erſcheint.
Leipzig, 8. Okt. Als Anfangs Auguſt der Krieg mit
Rußland ausbrach, hatte der Kaiſerlich ruſſiſche General=
konſul
in Leipzig, Graf Muſſin=Puſchkin, Kam=
merherr
des Kaiſers von Rußland, nichts Eiligeres zu
tun, als heimlich aus Leipzig zu verſchwinden. Was er
jedoch hinterließ, waren zahlreiche Schulden, ob=
wohl
es dem Grafen, aus alten reichen ruſſiſchem Adels=
geſchlecht
, ſicherlich nicht ſchwer gefallen wäre, ſeine Gläu=
biger
zu befriedigen. Da dieſe zu ihrem Gelde kommen
wollten, erwirkten ſie gegen ihren flüchtigen Schuldner
vollſtreckbare Titel und ließen am Montag und Dienstag
in der glänzend eingerichteten Wohnung des Generalkon=
ſuls
in der Leſſingſtraße einen großen Teil der wertvollen
Sachen durch den Gerichtsvollzieher zwangsweiſe
verſt eigern, nachdem der ſpaniſche Konſul vergeblich
Einſpruch gegen das gerichtliche Verfahren erhoben hatte.
Der Zudrang der Kaufluſtigen, unter denen ſich natürlich
auch viele Neugierige befanden, ging in die Hunderte. Für
die koſtbaren Einrichtungsgegenſtände, darunter den Sil=
berſchatz
des alten Adelsgeſchlechts, wurden durchweg hohe
Preiſe erzielt. Nach den zahlreichen zur Verſteigerung ge=
langenden
Gegenſtänden zu urteilen, müſſen die hinter=
laſſenen
Schulden ſehr beträchtlich ſein.

Parlamentariſches.

* Die unterzeichneten Mitglieder der II. Kam=
mer
des 35. Landtags haben folgenden Antrag
geſtellt:
Wenn auch die Arbeitsloſigkeit in Heſſen
den Umfang, den man kurz nach dem Ausbruch des
Krieges befurchtete, noch nicht angenommen hat, da viel
Arbeitskräfte in der Landwirtſchaft Arbeit gefunden haben
und auch die Induſtrie und das Handwerk teilweiſe die
Betriebe wieder eröffnet und ſomit Arbeitsgelegenheit ge=
geben
haben, iſt doch in einzelnen Betrieben und Hand=
werkszweigen
die Arbeitsloſigkeit ſchon deutlich hervor=
getreten
. Sie wird ſich ohne Zweifel mit dem Eintritt des
Winters erheblich ſteigern. Die auf dem Lande vorhan=
denen
Arbeitsloſen werden, da an eine Beſchäftigung in
Induſtrie und Handwerk in dem Umfang, wie in Frie=
denszeiten
, nicht zu denken iſt, ſich erheblich vermehren und
die Gemeindekaſſen bedeutend belaſten. Die Städte und
Landgemeinden werden zwar nach ihren Mitteln beſtrebt
ſein müſſen, der Arbeitsloſigkeit zu ſteuern, aber dies wird
in dem Umſtand ſeine Grenze finden, daß die Kaſſen der
Städte und Gemeinden durch die ihnen obliegenden, durch
den Krieg beſonders geſteigerten Verpflichtungen ſtark in
Anſpruch genommen ſind und peinlich haushalten müſſen,
wenn ſie ohne finanzielle Erſchütterung durchkommen
ſollen.
Es wird deshalb die drohende Arbeitsloſigkeit auch
ein Eingreifen des Staates notwendig machen.
Wir erſuchen deshalb Großherzogliche
Regierung:
1. alle im Hauptvoranſchlag 1914 vorgeſehenen Un=
terhaltungsarbeiten
, wozu auch die im Betriebsvoranſchlag
vorgeſehenen Neubauten und größere Unterhaltungen ge=
hören
, ſoweit ſie noch nicht ausgeführt ſind, tunlichſt in
den Wintermonaten zur Ausführung zu bringen und die
einleitenden Schritte baldigſt zu veranlaſſen; 2. zu veran=
laſſen
, daß die Herſtellungen in der Vermögensrechnung,
ſoweit die Regierung darauf eine Einwirkung hat, jeden=
falls
baldigſt und tunlichſt im Winter erfolgen, insbeſon=
dere
gilt dies von den Ausgaben unter Kapitel 124
Staatseiſenbahnen
Aber auch darüber hinaus müßte Arbeitsgelegenheit
beſchafft werden. Dabei müßte die Großh. Regierung
dahin wirken, daß bei allen von ihr auszuführenden Ar=
beiten
nur in Heſſen wohnende Arbeitsloſe herangezogen
werden, und es dürfte ſich empfehlen, daß die Großher=
zogliche
Regierung ſich mit dem Mitteldeutſchen Arbeits=
nachweis
=Verband mit dem Sitz in Frankfurt zwecks Zu=
weiſung
Arbeitsloſer aus dem Großherzogtum in Verbin=
dung
ſetze.
Sogenannte Notſtandsarbeiten werden in den einzel=
nen
Landesteilen nicht zu umgehen ſein. Dem Staat ſteht
zurzeit in den Reſte=Fonds I und II der Betrag von über
12 Millionen zur Verfügung, der in Zeiten der Not, wie
der jetzigen, nicht weiter aufgeſammelt, ſondern zum
Wohl der Geſamtheit zum Teil herangezogen werden
könnte und müßte.
Außerordentliche Zeiten und Verhältniſſe machen
außerordentliche Maßnahmen notwendig. Die Vorberei=
tungen
hierzu müßten alsbald erfolgen, damit die Aus=
führung
der Arbeiten in den nächſten Wochen nicht auf=
gehalten
würde.
Wir bitten daher: 3. für weitere Notſtands=
arbeiten
in den einzelnen Landesteilen Vorſorge zu tref=
fen
und die hierfür erforderlichen Kredite bereitzuſtellen.
Darmſtadt, 9. Okt. 1914.
Köhler. Korell=Angenrod. Dr. Schmitt. Brauer. von
Brentano. Dr. Oſann. Reh. Ulrich.

Die Klagen über die Feldpoſt.
(Fortſetzung ſtatt Schluß.)

Von nicht geringerer Bedeutung ſind die zahlreichen
Verzögerungen von Feldpoſtſendungen, die Truppenver=
bände
verpaſſen und deshalb nach längerer Zeit erſt wie=
der
erreichen, weil, ohne daß die Poſtoerwaltung darum
wußte, plötzliche Truppenverſchiebungen eingetreten ſind.
So werden vielfach Pionier= oder Fußartillerietruppen
vorübergehend anderen Diviſionen zugeteilt, oder es wech=
ſeln
Reſerve= und Erſatztruppenteile ihr Armeekorps. In
anderen Fällen, wo der Poſtbehörde von der Verlegung
von Truppenteilen rechtzeitig Mitteilung gemacht und
demzufolge poſtſeitig die anderweitige Leitung der Feld=
poſt
für dieſe Truppenteile alsbald verfügt war, ſtellt ſich
nachträglich, d. h. vielleicht erſt nach einer Reihe von Ta=
gen
, heraus, daß militäriſcherſeits im letzten Augenblick
noch Ausnahmen angeordnet werden mußten, und daß
ſomit die Poſt für die davon betroffenen Truppenkörper
einen ganz anderen Wea genommen hat und nun wieder

[ ][  ][ ]

ſimmmer 279.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Oktober 1914.

Seite 5.

Elgeleitet werden unß. Handelt es ſch in dieſen
lun auch nur um kleinere Truppenteile, ſo haben deren
Eſchiebungen, da ſie ſehr oft eintreten, doch in ihrer Ge=
ſiheit
zur Folge, daß viele Feldpoſtſendungen unver=
Eiismäßig lange unterwegs ſein müſſen, weil ſie den
üpenteil, für den ſie beſtimmt ſind, in ſeiner urſprüng=
Alen Gliederung nicht mehr antreffen und dann auf zeit=
ſbenden
Umwegen ihm nachgeſandt werden müſſen.
ii jede Armee hat ihre eigenen Etappenſtraßen, die die
rwoſten dann hintereinander in der Regel ganz durch=
rn
müſſen, weil Verbindungen zwiſchen dieſen Etap=
ſſſtraßen
, die den Gang der Poſten abkürzen könnten,
Leginn des Krieges meiſt aus Sicherheitsgründen ſich
h nicht herſtellen laſſen.
Um wieviel mehr müſſen größere Truppenverſchie=
ſuden
die Leitung der Feldpoſtſendungen nachträglich
ſſtlirsfluſſen, wenn ſie, wie es hier die Regel bildet, ſich
im geheimen vollziehen. Für die Poſtverwaltung
ſſppldie Truppen dann zunächſt völlig verſchwunden. Er=
ſſit
die Poſtbehörde nachher von der Aenderung Nach=
ſſtit
ſo ſind inzwiſchen Hunderttauſende von Feldpoſtſen=
Aſſiezen noch den alten Weg gegangen, nämlich einmal auf
ſtchem Boden von der Aufgabepoſtanſtalt bis zur
ſſteizze und dann auf der Etappenſtraße in Feindesland.
t beginnt zwar nun vom Reichs=Poſtamt aus der
llggraph nach allen Seiten hin zu ſpielen. Aber der
ſſinderte von Kilometern lange tote Weg, den dieſe Sen=
ſſnngen
genommen haben, die nunmehr wieder zurück=
ſſtettet
und auf einen anderen Zielweg gebracht werden
lntigen, kann dadurch nicht mehr wett gemacht werden.
Id: größere Truppenverſchiebung hat unweigerlich für
ddavon betroffenen Feldpoſtſendungen zumal die
lſſenbahnlinien dann unter Umſtänden mehrere Tage für
lſemicht militäriſchen Transporte, alſo auch für die Feld=
lſſt
geſperrt ſind eine Verzögerung von 8 bis 10 Tagen
Folge, die ſich bis auf 2 Wochen ausdehnen kann, wenn
wie Truppenverſchiebung über weite Entfernungen er=
lſckte
. Das iſt ein Faktor, den das Publikum durchweg
ſeinen vielen Klagen über verſpätete Feldpoſtſendun=
naaußer
Betracht läßt, obwohl doch weiten Kreiſen nicht
ibekannt ſein dürfte, wie oft und in welchem Umfange
ſräde in dem jetzigen Kriege Truppenverſchiebungen be=
itt
: vorgekommen ſind. Die Poſtverwaltung iſt ihrer=
llt
: nicht dazu berufen, das Publikum über ſolche Vor=
linge
, die vitalen militäriſchen Intereſſen entſpringen,
Antlich näher zu unterrichten, wie das im Frieden jeders
itf ſofort von ihr geſchieht, wenn irgend welche auch nur
innenswerte Stockungen im Briefverkehr durch außer=
Amnööhnliche Vorkommniſſe, wie Eiſenbahn= Anſchlußver=
ſhlungen
und dergleichen, aufgetreten ſind.
Die freie Hand, die die Poſtverwaltung zu Friedens=
liten
hat und die es ihr geſtattet, ihren Betrieb plan=
llſif
ig zu regeln und durchzuführen, iſt ihr im Kriege
ſanner nur bedingt gegeben. Auch vor 44 Jahren hat die
Alufeſche Feldpoſt in den erſten Monaten nach Ausbruch
s Krieges gegen Frankreich beſonders ſchwer mit den
ſinderniſſen zu kämpfen gehabt, die die Kriegslage für
dchuf und die ſich nach außen hin in zahlreichen Klagen
Beſchwerden des Publikums und der Truppen Luft
ſachhten. Der jetzt ſo beliebte Hinweis, daß die Feldpoſt
I von vornherein vortrefflich gearbeitet habe, iſt durch=
nicht
begründet. Wenn es der Feldpoſt von 1870 nach
Ungger Zeit gelungen iſt, der Schwierigkeiten nach Mög=
h
eit Herr zu werden, ſo darf das Publikum überzeugt
r, daß auch unſere jetzige Reichspoſt die Hände nicht in
Iin Schoß legt, ſondern mit allen Mitteln bemüht iſt und
ſſſe äußerſten Anſtrengungen anwendet, um dem brief=
hen
Verkehr zwiſchen Heimat und Armee möglichſt ſichere
ſalenen zu ſchaffen und dadurch dem berechtigten Bedürf=
s
unſeres Volkes nach einem dauernd engen geiſtigen
ſuhammenhange von Heer und Heimat Genüge zu tun.
ſſlieſſes Ziel kann die deutſche Feldpoſt aber nur dann
ire ichen, wenn das Publikum ſelbſt nachhaltig bemüht
der Feldpoſt ihre ſchwere Arbeit nicht noch ſchwerer
(Schluß folgt.)
tr rmachen.

Stimmen aus dem Publikum.
En: die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
fur rlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Ein deutſcher Wunſch.
Auch an uns Deutſche in der Heimat ergeht laut der
uff: Seid Tag und Nacht mobil denkt an unſere Hel=
len
draußen im Kampfgewühl und überwindet tapferen
befſtes die verderblichen Feinde des deutſchen Weſens.
ch=lag an deine deutſche Bruſt, ſie nennt ſie dir! Deutſches
eriken und deutſches Handeln erfaſſe jeden deutſchen Kopf
ino umfaſſe jedes deutſche Herz miteinander und für=
Imander mit deutſchem Fleiß und deutſcher Treue fürs
beuttſche Reich, fürs deutſche Volk. Dieſes echt=deutſche
ſibilſein laß inſonderheit in den Stunden vor dem kom=
Aheinden Winter erwecken und wirken zu lebendiger deut=
Uher Tat mit deutſchem Vorbild und deutſchem Rat.
Pleibe keiner zurück und werdet deutſch mobil, und für
ſier te auch ihr, ihr deutſchen Denk= und Schreibſtuben aller
lertſchen Beörden und aller deutſchen Regierungen. Viel
no Großes habt ihr geleiſtet, aber viel bleibt noch zu tun.
Für alle Deutſchen nützt noch die wenigen Tage und Stun=
len
eines nahenden wenn der Gott der Deutſchen
ſſpill , eines leichten Winters. Berget für die Nah=
ng
unſeres deutſchen Volkes jedes
üchtlein, das auf deutſchen Bäumen gewachſen iſt,
t t ſie nicht auf den Bäumen verfaulen; bergt für eine
a rme Stube der deutſchen Kinder jedes Reißlein, das in
ſnſeren deutſchen Wäldern noch verborgen iſt; ſorgt für
llege deutſche Familie für Mehl, Brot, Kartoffeln und
Miehlen zu deutſchem Preis. Laßt alle nützlichen
regungen zur raſchen Tat reifen und vergeſſet keine
Pagend und keine Gemeinde. Kummer und Not treten
Panin nicht über die deutſche Schwelle. Neu belebt ſich
Mann das deutſche Vertrauen zwiſchen allen Deutſchen,
boch und Niedrig, Arm und Reich. Neu lebt dann die
Derttſche Liebe und der deutſche Mut im deutſchen Haus.
o helfet ihr mit krönen, ihr Männer auf deutſchem Boden,
Aufſer herrliches Werk zu großem Siege für unſeren deut=
Ucheen Heldenkaiſer, für unſere deutſchen Fürſten und für
riſer liebes, einiges deutſches Vaterland. Und die deut=
dgen
Mütter, die deutſchen Frauen, werden es euch gleich=
uri
in einem deutſchen Haushalt und bei einer deutſchen
ziehung unſerer Jugend, die deutſch bis auf die Knochen
verden muß. So ſind wir deutſch mobil ſo halten wir
urch unter unſerem bluterſtrittenen Einheitsbanner:
Schwarz=Weiß=Rot!

Literariſches.

Frankfurt a. M., 8. Okt. (Viehhof= Markt=
dericht
.) Auftrieb: 80 Rinder (23 Ochſen, 7 Bullen, 50
ühe), 340 Kälber, 262 Schafe, 1079 Schweine. Preis per
Zemtner Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark: Käl=
er
: a) 6870 (113117), b) 6870 (113117); Schafe:
4142 (9092), b) 3435 (8082). Marktverlauf:
Bei lebhaftem Handel raſch ausverkauft.

Antwerpen in deutſchem Beſitz.

* Großes Hauptquartier, 9. Okt., abends. (W. T. B. Amtlich.) Heute
vormittag ſind mehrere Forts der inneren Befeſtigungslinie von Antwerpen gefallen.
Die Stadt befindet ſich ſeit heute nachmittag in deutſchem
Beſitz.
Der Kommandant und die Beſatzung haben den Feſtungsbereich verlaſſen.
Einige Forts ſind noch vom Feinde beſetzt. Der Beſitz von Antwerpen iſt
hierdurch nicht beeinträchtigt.

Die Beſchießung von Antwerpen.

* Amſterdam, 9. Okt. (Ctr. Frkft.) Es wird be=
ſtätigt
, daß die belgiſchen Truppen, die weſtlich
der Schelde geſtanden haben, vor der nördlich Ter=
monde
vorrückenden deutſchen Truppenmacht über die
Schelde innerhalb des äußeren Fortsgürtels zurück=
weichen
. Das Amſterdamer Handelsblad bemerkt hier=
zu
: Nun rücken auch die Deutſchen von Südweſten her ge=
gen
die Stadt vor, ſodaß die Ausſicht für die Garniſon
und das vereinigte belgiſch=engliſche Heer, die Stadt noch
verlaſſen zu können, ſehr gering wird. Das Nieuwe van
den Dag meldet aus Roſendaal, daß ein aus Antwerpen
angekommenes Mitglied des belgiſchen Roten Kreuzes be=
richtet
habe, daß die Deutſchen heftige Angriffe auf den
inneren Fortsgürtel richten, und daß die davor lie=
genden
Verſchanzungen bereits erſtürmt ſind. Bei
Lier und Piers im äußeren Feſtungsgürtel werde noch
heftig gekämpft. Die Beſchießung der Stadt ſcheint eine
furchtbare Wirkung zu haben, wenn auch der
Reuter=Bericht aus Oſtende via London, daß das ganze
Viertel zwiſchen Juſtizpalaſt und Südbahnhof in Flam=
men
ſtehe, übertrieben iſt. In dieſem Viertel ſteht das
Muſeum, deſſen Schätze ſicher bereits in den Kellern ge=
borgen
ſind, ſo daß die gemeldeten Beſchädigungen nur
das Gebäude betreffen. Das Zentrum der Stadt mit dem
Rathaus und der Kathedrale ſind etwa zwanzig Minuten
von dem Südviertel entfernt. Aus dem Zentrum der
Stadt werden noch keine Beſchädigungen gemeldet. Die
Times berichtet, daß im Tiergarten alle wilden Tiere
erſchoſſen wurden. Poſt= und Telegraphenämter ſind
geſchloſſen. Das Nieuwe van den Dag berichtet, daß
Granaten auf das Gefängnis gefallen ſind, und
daß die Wärter, bevor ſie die Flucht ergriffen haben, die
Gefangenen befreit hätten. Die nach Hunderttau=
ſenden
zählenden Flüchtlinge aus Antwerpen und
ſeinem Umkreis werden nun auf die einzelnen Städte ver=
teilt
und die Holländer haben ein geradezu aufopferungs=
williges
Werk der Hilfstätigkeit begonnen. Auch in Am=
ſterdem
ſind zahlreiche Flüchtlinge in den Gebäuden des
Eisklubs untergebracht worden, wo ſie nun eifrig die
Zeitungen ſtudieren. Bemerkenswert iſt, daß fortdauernd
auch belgiſche Soldaten über die Grenze nach Holland
kommen.
* London, 9. Okt. Der Koreſpondent des Daily
Expreß telegraphiert aus Oſtende: Die Belgier leiſten
in Antwerpen heftigen Widerſtand, doch ſind die Deut=
ſchen
ein gutes Stück vorwärts gekommen.
Das Feuer der ſchweren Geſchütze aus Antwerpen hat auf
den anrückenden Feind einige Wirkung ausgeübt.
Das Daily Chroniele erfährt aus Antwerpen:
Es ſind die ſchweren Geſchütze, die hier den entſchei=
denden
Einfluß haben. Es iſt ein Kampf zwiſchen
Krupp und dem lebenden Menſchenmate=
rial
. Bei Tage, meiſt auch in den Nächten, wird die
todbringende Beſchießung fortgeſetzt. Wenn ihre Grana=
ten
eine Stellung unhaltbar gemacht haben, rücken die
Deutſchen vor, ſtoßen ſie auf Widerſtand feindlicher In=
fanterie
und müſſen zurückgehen, dann wird das Gra=
natfeuer
verdoppelt, bis ſich die Belgier zurück=
ziehen
müſſen. Die Behörden ſehen der weiteren Entwick=
lung
der Dinge mit tiefem Ernſte entgegen. Die
Deutſchen können jetzt ſchon die Stadt mit den
Geſchützen des zweitgrößten Kalibers er=
reichen
. Trotz der Abreiſe des Miniſteriums bewahren
die Einwohner die Ruhe und verſichern, daß die Stadt
niemals erobert werden ſoll. (2)
* London, 9. Okt. Berichte Londoner Blätter aus
Antwerpen geben eine Schilderung der wiederholten
deutſchen Stürme auf die Außenforts im
Süden und im Südoſten und dem dreiſtündigen
Artilleriekampf an der Schelde. Der Kampf an der Schelde
konzentrierte ſich um die Brücke bei Schonaerds.
Eine deutſche Infanteriekolonne drang am Montag um
Mitternacht in dieſen Ort ein und verſchanzte ſich dort.
Morgens um ſechs Uhr begann die Beſchießung von Ber=
laer
=léz=Termonde. Deutſche Infanterie verſuchte
unter Deckung von Maſchinengewehren verſchiedenemale
über die Brücke zu ſtürmen. Gleichzeitig verſuchten die
Deutſchen, auf einer Pontonbrücke den Uebergang über
die Ruppel in der Nähe von Waelhem zu erzwingen. Trotz
großer Verluſte glückte es den Deutſchen, Geſchütze weit
genug vorzuſchieben, um Contich und die nach Antwerpen
führenden Wege zu beſchießen. Viele Bewohner Con=
tichs
und der anderen Dörfer kamen auf der Flucht um.
Nun griffen die Deutſchen an der Nethe zwiſchen Lier und
Duffel an. Hier wurden die Belgier, die dem feind=
lichen
Feuer in niedrigen Schützengräben ausgeſetzt waren,
gezwungen, ſich zurückzuziehen. Am Dienstag mor=
gen
um vier Uhr glückte es den Deutſchen, nördlich der
Nethe Fuß zu faſſen. Am Abend ſieht man von Antwer=
pen
aus den Widerſchein der brennenden Dörfer zwiſchen
Nethe und Schelde, die von den Belgiern in Brand ge=
ſteckt
ſind, um für die Hauptforts freies Schußfeld zu
ſchaffen.
* London, 9. Okt. Daily Chronicle meldet
aus Antwerpen: Die Stadt iſt noch immer voller
Menſchen, da eine Menge Flüchtlinge aus den anderen
gefährdeten Städten in Antwerpen eintrifft. Es werden
die äußerſten Anſtrengungen gemacht, das Heer zu ver=
ſtärken
. Der Militärkommandant fordert in einem Er=
laß
alle jungen Männer auf, an der Verteidigung der
Stadt teilzunehmen. In dem Aufruf heißt es: Es iſt
durchaus notwendig, das Heer zu verſtärken. Ich wende
mich im Namen des Vaterlandes an alle jungen Männer
zwiſchen 18 und 30 Jahren. Euer Land braucht
Eure Hilfe. Folgt der Aufforderung und laßt das Land
nicht der Gnade des Eroberers ausgeliefert ſein!
* London, 9. Okt. Hier kommen ſtändig belgi=
ſche
Flüchtl inge zu Tauſenden, meiſtens vollſtändig
mittellos und in trau rig ſter Verfaſſung, an.
* Kopenhagen, 8. Okt. Berlingske Tidende mel=
det
aus Hansweert: Die ganze Nacht ging ein Strom
Paſſagierdampfer, Motorboote und Luſtjachten in der
Richtung auf Antwerpen ab, um Flüchtlinge abzu=
holen
, die in großen Scharen die Stadt verlaſſen
und bereits die holländiſchen Grenzſtädte überfüllen.

Vernichtung deutſcher Handelsſchiffe im Hafen
von Antwerpen.

* Eſſen, 9. Okt. Die Rheiniſch=Weſtfäliſche Zeitung
verbreitet durch Extrablatt folgende Meldung:
Rotterdam, 9. Okt. 32 deutſche Handels=
dampfer
, darunter der Lloyddampfer Gneiſenau und
viele andere große Seedampfer, ſowie über 20 Rhein=
ſchiffe
ſind heute im Hafen von Antwerpen auf Be=
treiben
der Engländer in die Luft ge=
ſprengt
worden, da die Niederländer dem Verlangen,
die Dampfer zum Abtransport von Flüchtlingen (der Gar=
niſon
?) nach England durchzulaſſen, nicht ſtattgaben.
König Albert wollte geſtern vor der Beſchießung
der Stadt dieſe übergeben, wurde aber von engliſcher
Seite daran gehindert.
Es handelt ſich um deutſche Schiffe, die vor
Beginn des Krieges im Hafen von Antwerpen feſtlagen
und ſpäter nicht herauskommen konnten. Die Engländer
wollten dieſe Schiffe offenbar zum Transport von Trup=
pen
benutzen und ſie dann für ihre Zwecke gebrauchen.
Dies hat Holland durch ſeine energiſche Wahrung der
Neutralität verhindert. Aus Wut darüber haben die Eng=
länder
die Schiffe vernichtet. Verantwortlich dafür bleibt
Belgien; denn die Schiffe ſind auf belgiſchem Grund und
Boden vernichtet worden. Deutſchland wird ſich dafür
vorerſt an Belgien ſchadlos halten, das für ſeine falſchen
Freunde büßen muß. Denn England hat gar kein Inter=
eſſe
an der Erhaltung der Stadt Antwerpen; es fürchtet
nur die Beſitzergreifung der Küſte durch Deutſchland. Nach
dieſer neueſten Heldentat Englands, das dabei nichts zu
riskieren hatte, wenn es wehrloſe Schiffe feige in die Luft
ſprengte und Belgien noch tiefer ins Elend ſtürzte, muß
man ausrufen: Wehe dir, Belgien!

Aus Oſtpreußen.

* Berlin, 9. Okt. Die Nordd. Allgem. Ztg. gibt
den von dem Korreſpondenten des Nieuwe Rotterdamſche
Courant, der auf Einladung des Großen Generalſtabs an
einer Beſichtigung der oſtpreußiſchen Schlacht=
felder
teilnahm, ſeinem Blatte erſtatteten Bericht wie=
der
: Nach fünftägiger Autofahrt durch das von den ruſſi=
ſchen
Truppen oft zwecklos geſchädigte Oſtpreußen ſind
wir in Königsberg angekommen. In dieſem Teil Oſt=
preußens
hat ſich die Bevölkerung wieder beruhigt. Sie
kehrt in ihre Wohnungen heim, ſoweit ſie nicht zerſtört
ſind. Städte von Bedeutung, wie Ortelsburg, ſind zu 70
Prozent niedergebrannt, die, abgeſehen von anderen
Schandtaten, von den Ruſſen ohne Grund niedergebrannt
wurden. Faſt überall zeigen ſich Verheerungen der Ko=
ſaken
und nicht ſie allein waren die Geißel dieſer Länder.
Neue ruſſiſche Streitkräfte werden in der Nähe von deut=
ſchen
Truppen gehalten. Soweit wie möglich wird der
Kampf auf ruſſiſchem Boden geführt. Südöſtlich von
Wirballen findet ein ſchweres Artillerie=
duell
ſtatt. Die Ruſſen hatten ſchwere Geſchütze aus
Kowno herbeigeführt, konnten aber die glänzend verſteckten
deutſchen Stellungen nicht auffinden. Ruſſiſche Sturm=
angriffe
wurden mit ungeheuren Verluſten zurückgewieſen.
Leichen junger ruſſiſcher Soldaten liegen haufenweiſe auf
den Schlachtfeldern in der Feuerlinie und können nicht
weggeholt werden. Auf 200 Meter Entfernung nur wur=
den
ſie von den Maſchinengewehren niedergemäht. Auf
dem Schlachtfeld war nichts von den Truppen zu ſehen,
nur Granathagel und Pulverdampf, Rauchwölkchen und
auflodernde Heuſchober und daneben eine ſonnenbeſchie=
nene
Landſchaft. Nur einige deutſche Soldaten ſind
ſichtbar, die ganz ruhig in der Niederung Trinkwaſſer
holen. Nur unſere Gruppe iſt dem Feinde ſichtbar, der
uns dann auch bald mit Granaten bedrohte, die gerade
nahe genug fielen, um uns ſpäter friedlich im Hotel die
Feuertaufe begießen zu laſſen.

Die Erfolge im Oſten und Süden.

* Wien, 9. Okt. Ein militäriſcher Mitarbeiter des
Neuen Wiener Tagblatts ſchreibt über die jüngſten
Ereigniſſe: Außer neuen Teilerfolgen zeigte das ge=
ſchloſſene
Vorgehen der verbündeten deutſchen und öſter=
reichiſch
=ungariſchen Armeen an beiden Ufern der Weichſel
und im Raum von Iwangerod, das kaum 100 Kilometer
ſüdöſtlich von Warſchau liegt, bis nach Dzmnow, ſowie am
Sanfluß, 40 Kilometer weſtlich von Przemysl, Sieg
auf Sieg mit heftigem Nachrücken. An und für ſich
ſind das zwar örtlich begrenzte einzelne Ereigniſſe an der
250 Kilometer breiten, nordſüdlichen Operationslinie, im
Hinblick auf das ungeheuere gemeinſchaftliche Endziel
aber doch ſchon die ineinandergreifenden Glieder einer
unzerreißbaren Kette, die mit ehernem Druck langſam
aber ſicher immer wirkſamer der ruſſiſchen Uebermacht
Hals und Bruſt zu würgen beginnt.
Es zeigt ſich nunmehr zur Evidenz, daß die Kon=
zentrierung
unſerer Armee nach Weſten keine tatſächliche
Niederlage, ſondern vielmehr eine gute ſtrategiſche Maß=
nahme
bildete, diktiert von dem höheren Zweck, einen
lückenloſen Anſchluß an die deutſchen Armeen nördlich
Krakau zu ſichern. Das wurde mit ſolcher Promptheit er=
reicht
, daß nunmehr mit vereinten Kräften den vollen geg=
neriſchen
Kräften eine Schlappe nach der anderen beige=
bracht
wird. Die Erſtürmung des ruſſiſchen Brücken=
kopfes
Sandomir und die Zurückwerfung einer feind=
lichen
Infanterie=Diviſion bei Tarnobrzeg im Weichſel=
und San=Winkel trägt bereits die erwarteten Früchte.
Die geſchlagenen Gegner konnten ſich infolge unſerer ener=
giſchen
Verfolgung über das Hindernis der beiden tiefen
und breiten Flüſſe nicht raſch genug zurückziehen und fie=
len
, ihre Munitions= und Trainabteilung liegen laſſend,
als Kriegsgefangene unſeren auf dem rechten Weichſelufer
vordringenden Truppen in die Hände.
Unſere beiden im ſüdlichen Raum zwiſchen Sondecz
und längs der Eiſenbahn und der Chauſſee nach Rzeszow
vorgegangenen Armeen warfen am 7. Oktober jene Heeres=
teile
des Gegners, die verſuchten, die Feſtung Przemysl
von Weſten einzuſchließen. Mit dem Dorf Barycz, 15

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Oktober 1914.

Nummer 279,

Klometer füdlich von Rgeszow wurde bieſer ſo wichtige
Bahnknotenpunkt wieder endgültig in unſeren Beſitz ge=
nommen
.
Trotz des wiederholten vergeblichen, mit furchtbaren
Verluſten bezahlten Unternehmens gegen die Forts von
Przemysl in den erſten Tagen des Oktober, rannten ſich
die Ruſſen am 6. und 7. Oktober an dieſem Bollwerk er=
neut
die Köpfe ein. Nicht ſo ſehr die Tauſende von
Toten und Verwundeten, die der Gegner dort liegen ließ,
die ihn von einer Wiederholung dieſes vergeblichen Be=
ginnens
abhalten dürften, ſondern vielmehr vürfte das
bedenkliche Nahen unſerer ſiegreichen Trupfeen von Weſten
die Feſtung ſchon in den nächſten Tagen jedem weiteren
Belagerungsverſuch ein baldiges Ende bereiten.
Während ſich auf dem polniſchen und galiziſchen
Kriegsſchauplatz durch die deutſchen und öſterreichiſch= un=
gariſchen
Truppen errungenen Erfolge die Geſamtlage
in der Weiſe zu unſeren Gunſten verändert hat, daß es
ſelbſt für die Berichterſtattung des Dreiverbandes immer
ſchwieriger wird, dieſe Tatſachen umzulügen, ſind es auch
im Süden unſere Truppen, die dort auf allen Linien
das Geſetz des Handelns ſuchten und im einmütigen Vor=
wärtsſchreiten
begriffen ſind. Mit der Niederlage
von 4 ſerbiſchen und montenegriniſchen Brigaden zwiſchen
dem 3. und 7. Oktober dürfte der Hauptſache nach für
unſere Reichslande des Guerillekrieges Glück und Ende ver=
zeichnet
ſein.

Der Rückzug der Ruſſen.

* Wien, 9. Okt. Amtlich wird vom 9. Oktober ge=
meldet
: Unſer Vorrücken zwang die Ruſſen in ihren ver
geblichen Anſtrengungen gegen Przemysl, welche
in der Nacht vom 8. zum 9. Oktober ihren Höhepunkt er=
reichten
und dem Feind ungeheuere Opfer koſteten, nach=
zulaſſen
. Heute vormittag wurde das Artilleriefeuer
gegen die Feſtung ſchwächer. Der Angreifer begann,
Teile ſeiner Truppen zurückzuziehen. Bei Lancnt
ſtellten ſich unſeren vordringenden Truppen ſtärkere feind=
liche
Kräfte zum Kampf. Bei Rozewodow ſind die Ruſſen
bereits vertrieben. Der Rückzug aus dem Marma=
roſer
Komitat artet in Flucht aus.

Die Kämpfe in Frankreich.

* Paris, 9. Okt. Der amtliche Bericht von geſtern
abend 11 Uhr beſagt: Die Lage iſt im ganzen un
verändert. Ungeachtet einiger heftiger Kämpfe, be=
ſonders
in der Gegend von Roye, ſind die Stellungen die
nämlichen wie vorher.
* Bordeaux, 9. Okt. Nach hier eingetroffenen Mel=
dungen
hat ſich der große Kampf zwiſchen den Verbün=
deten
und den Deutſchen im Nordweſten noch au s=
gedehnt
. Das Vorrücken der Verbündeten über Arras
war der Gegenzug gegen das Vorrücken der Deutſchen auf
der Linie Armentiéres-Tourcoing. Geſtern haben hef=
tige
Kleinkämpfe zwiſchen den deutſchen und den
franzöſiſchen Vorpoſten ſtattgefunden. Neue deut=
ſche
Truppenabteilungen ſind herangerückt; das
läßt darauf ſchließen, daß die Deutſchen ihre Heere in
Nordfrankreich in möglichſt großem Umfange
verſtärken.
* Rom 9. Okt. Die Tribuna gibt den Bericht
eines kürzlich aus Bordeaux zurückgekehrten italieniſchen
Abgeordneten wieder, der der äußerſten Linken angehört
Nachdem er zuerſt den franzöſiſchen und indiſcher
Truppen großes Lob geſpendet hat, erklärt er: Nicht
weniger bewundernswert ſind die ſchwarzen Soldaten
vom Senegal. Sie ſtellen den Terror (!) dar. Schon
ſahen ſich die Befehlshaber der engliſchen und franzöſiſchen
Truppen gezwungen, von ihnen diskreten Gebrauch zu
machen, denn dieſe Neger vom Senegal ſind wild und
ſchonen den Feind um keinen Preis.

Aus Bordeaux.

* Bordeaux, 9. Okt. Präſident Poincaré be=
richtete
im Miniſterrat über ſeine Reiſe nach den
Hauptquartieren der franzöſiſchen und engliſchen
Truppen. Er erklärte, der Mut, die Ausdauer und die
Stimmung der Truppen erfüllten ihn mit höchſter Be=
friedigung
.

Ein Uebereinkommen zwiſchen England
und Oeſterreich über die Heimkehr der Zivil=
gefangenen
.

* London, 9. Okt. Oeſterreich=Ungarn und England
ſind übereingekommen, folgenden Zivilgefangenen
die Heimkehr zu geſtatten: Frauen und Kindern
ſowie Männern, die nicht in militärpflichtigem Alter ſte=
hen
oder dienſtuntauglich ſind, ferner den Aerzten und
Geiſtlichen.

Der Kolonialkrieg.

* London, 9. Okt. Das Reuterſche Bureau meldet
aus Peking: Die Japaner haben die Inſel Jap=
beſetzt
.
* London, 9. Okt. Dem deutſchen Stand=
punkt
daß das Schickſal der deutſchen Kolonien auf
Europas Schlach tfeldern ſich entſcheide, ſchließt
ſich auch die Morningpoſt an, indem ſie ſchreibt: Alle
Veränderungen in den Kolonien hängen von dem Kriege
in Europa zu Lande und zur See ab. Die Verbündeten
beherrſchen das Meer und können alle deutſchen Kolonien
beſetzen; aber der dauernde Beſitz dieſer Kolonien hängt
von dem Sieg der Verbündeten zu Lande in Europa ab
denn ohne einen ſolchen kann Deutſchland nicht gezwun=
gen
werden, die Friedensbedingungen der Verbündeten
anzunehmen. Das Schickſal der Kolonien kann nicht als
entſchieden angeſehen werden, bevor die engliſche
Flotte die deutſche Schlacht flotte beſiegt
hat.

Die Verluſte der Ruſſen.

* Wien, 9. Okt. In der amtlichen= Ausgabe der
Petersburger Telegraphen=Agentur werden die großen
Verluſte der Ruſſen in der Lemberger
Schlacht zugegeben. Es gab dabei ſo große Maſſen von
ruſſiſchen Verwundeten, daß alle öffentlichen Gebäude zu
ihrer Aufnahme nicht genügten. Sehr viele Kanonen blie
ben, wie es weiter in dem Bericht heißt, in den Sümpfen
ſtecken und fielen ſo in öſterreichiſche Hände.

Judenprogrom.

* Berlin, 9. Okt. Die B. Z. am Mittag melde=
aus
Kopenhagen: Nach zuverläſſigen perſönlichen
Mitteilungen ſind in Beſſarabien und Ruſſiſch=
Polen blutige Pogrome gegen die Juden ausge=
brochen
.

Die Minengefahr in der Adria.

* Rom, 9. Okt. Das Giornale d’Italia meldet aus
Venedig: Die Dampfer Pelor und Milano ſahen
im Adriatiſchen Meere Minen, und zwar der

erſtere drei, der letztere eine Mine. Sie haben darüber
dem Hafenkapitän Bericht erſtattet.
* Rom 9. Okt. Das Marineminiſterium
hat infolge der Auffindung einiger weiterer Minen
im offenen Adriatiſchn Meere Anweiſungen für die zeit=
weilige
Einſtellung einiger von der Regierung ſubven=
tionierten
Linien im Adriatiſchen Meere gegeben. Gleich=
zeitig
iſt der Ueberwachungsdienſt in den Gewäſ=
ſern
des Adriatiſchen Meeres verſchärft worden, um in
den möglichen Grenzen die freie Schiffahrt zu erleichtern.
* Rom 8. Okt. Agenzia Stefani meldet: Infolge
der von der italieniſchen Regierung bei dem öſterreichiſch=
ungariſchen
Miniſter des Aeußern, Berchtold, unternom=
menen
Schritte ermächtigte die öſterreichiſch=ungariſche Re=
gierung
ihren Marineattaché in Rom, ſich in Begleitung
öſterreichiſch=ungariſcher Seeoffiziere, die Sachverſtän=
dige
für Minen ſind, nach Venedig zu begeben, um
die durch die italieniſchen Marinebehörden hinſichtlich der
im Adriatiſchen Meer gefundenen Minen feſtgeſtellten Um=
ſtände
zu prüfen. Der öſterreichiſch=ungariſche Botſchaf=
ter
, Freiherr v. Macchio, wurde vormittags vom Mi=
niſterpräſidenten
empfangen und ſprach dieſem das Be=
dauern
des Kaiſers über die durch die Minen in der
Adria veranlaßten Unfälle, ſowie das Beileid
des Kaiſers für die Familien der Opfer aus.

* Berlin, 9. Okt. Die Preſſeabteilung des Gene=
ralſtabs
ſpricht für die Einſendung ausländi=
ſcher
Zeitungen ihren verbindlichſten Dank aus,
bittet aber, nur ſolche Zeitungen einſenden zu wollen, die
bei ihrem Eintreffen in Berlin nicht älter als höchſtens
4 bis 6 Tage ſind.
* Wiesbaden, 9. Okt. (Nichtamtlich.) Die Stadt
Wiesbaden hat 10000 Mark für die Beſchaffung von
Leibwäſche, Unterkleidern, ſowie Liebesgaben für die im
Felde ſtehenden Regimenter der Garniſon
Wiesbaden ſowie 5000 Mark für die unter der
Kriegsnot leidenden Elſaß=Lothringer bewilligt.
* Stuttgart, 9. Okt. Auf der Fahrt des Königs
tach dem Kriegsſchauplatz erſchien in Karlsruhe
zur Begrüßung der Großherzog mit Gefolge. Der
Beſuch des Königs, in deſſen Begleitung ſich der General=
adjutant
und Flügeladjutant vom Dienſt, Kriegsminiſter
. Marchtaler, ſowie der Hof= und Leibarzt Obermedizinal=
rat
Dr. v. Gußmann befanden, galt, wie der Staatsanzei=
ger
meldet, der 51. Landwehr=Brigade und dem Land=
wehr
=Regiment Nr. 124. In Breiſach beſuchte der König
die im dortigen Lazarett liegenden verwundeten Württem=
berger
, worauf er nach Mülhauſen zurückkehrte, wo großer
Empfang durch die Spitzen der Militär= und Zivilbehör=
den
und Vertreter der Bürgerſchaft ſtattfand. Geſtern
abend iſt der König wieder hier eingetroffen.
* Karlsruhe, 9. Okt. Der Stadtrat beſchloß in
ſeiner geſtrigen Sitzung, bei dem Bürgerausſchuß die Be=
willigung
von 10 000 Mark für die Hilfsbedürf=
tigen
in Elſaß=Lothringen zu beantragen.
* Rom, 8. Okt. Seit einigen Tagen haben ſich ir
den Zeitungen Polemiken entſponnen über Verwal=
tungsfragen
des Kriegsminiſteriums. Abends
überreichte, laut der Agenzia Stefani, der Kriegsminiſter
Grandi dem Miniſterpräſidenten ſein Entlaſſungsgeſuch.
Die demokratiſch=liberale Linke nahm eine
Tagesordnung an, in welcher unter der Anerkennung, daß
die wachſame bewaffnete Neutralität den politiſchen For=
derungen
des Augenblicks entſpreche, der Regierung, welche
mit ſicherem Blick für die Bedürfniſſe des Landes mit
allen Miteln die höchſten nationalen Intereſſen zu wahren
wiſſe, das Vertrauen ausgedrückt wird.
* Kopenhagen, 9. Okt. Das Internationale Tele=
grambureau
in Kopenhagen hat die Erlaubnis der Behör=
den
erhalten, neutrale Telegramme zwiſchen Län=
dern
, deren direkte Telegraphenverbindung geſtört iſt, zu
empfangen. Es hat ſich hinſichtlich dieſer Tätigkeit der
Kontrolle der Däniſchen Bank unterſtellt. Nur Privat=
und Geſchäftsdepeſchen werden zum Weitergeben entgegen=
genommen
, dagegen keine Preſſe=, Militär=, und Chiffre=
depeſchen
.
* Kopenhagen, 9. Okt. Der Eiſenbahn=
verkehr
zwiſchen Paris und London iſt ge=
ſtern
wieder aufgenommen worden. Der erſte Zug Ca=
lais
- Paris brauchte 6 Stunden.
* Kriſtiania, 9 Okt. Der militäriſche Mitarbeiter
des Dagblad ſchreibt über die Lage im Oſten: Der Um=
ſtand
, daß die Deutſchen und Oeſterreicher be=
deutend
mehr Bahnen als die Ruſſen im Rücken
zur Verfügung haben, um die Truppen von einem Ort
zum anderen zu bringen, trägt den Keim der Niederlage
für die Ruſſen in ſich.
* Konſtantinopel, 8. Okt. Das Amtsblatt ver=
öffentlicht
ein Dekret, das unter Vorbehalt parlamentari=
ſcher
Genehmigung den am 31. Juli unterzeichneten pro=
viſoriſchen
türkiſch=bulgariſchen Handelsver=
trag
vom 30. September in Wirkſamkeit ſetzt. In der
Einleitung heißt es: Da die Regierungen der Türkei und
Bulgariens noch Verhandlungen über den Abſchluß eines
Handels= und Schiffahrtsvertrages pflegen, ſind folgende
Beſtimmungen für die Handels= und Schiffahrtsangelegen=
heiten
zwiſchen den beiden Ländern feſtgeſetzt: Artikel 1
ſichert die Freiheit des Handels und der Schiffahrt zwi=
ſchen
der Türkei und Bulgarien. Die Staatsangehörigen
der beiden Staaten werden ungehindert in beiden Län=
dern
reiſen und ſich aufhalten können. Wenn ſie ſich den
örtlichen Geſetzen unterwerfen, werden ſie zur Ausübung
von Handel, Gewerbe und Handwerk die geſetzlichen Rechte
genießen. Wie die Staatsangehörigen des anderen
Teiles werden ſie auch keine andere Steuer zu leiſten
haben, als die Staatsangehörigen eines anderen Landes.
* Neu=York, 9. Okt. Die Neu=York Times teilt
mit: Velez, der kubaniſche Geſandte in Lon=
don
, iſt auf dem Wege nach Eukopa in Neu=York einge=
troffen
. Er bringt Geld für den kubaniſchen Geſandten
in Berlin, Queſada, mit.

Verluſtliſte (aus Nr. 44).

Königin Eliſabeth Garde=Grenadier=Regiment Nr. 3,
Charlottenburg.
Normée am 6. September.
II. Bataillon.
7. Kompagnie: Gren. Willy Schmidt III., Darm=
ſtadt
, vm.
Füſilier=Bataillon.
9. Kompagnie: Füſ. Aug. Kraus, Ruhlkirchen, vm.
Infanterie=Regiment Nr. 30, Saarlouis.
Nubécourt am 6. und 10., Séraincourt am 10.
und Fayl=Ferme am 16. Sept.
II. Bataillon.
8. Kompagnie: Gefr. Albert Goebel, Darm=
ſtadt
, vm.

Maſchinengewehr=Kompagnie: Musk. Johamm
Scherffins, Welgesheim, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 74, Hannover.
Lüttich und Boncelles am 6., Chätelet am 22. und Namm
am 22., 23., 27., 28., 29. und 30. Aug.
III. Bataillon.
9. Kompagnie: Reſ. Ludwig Schwarz, Dams
ſtadt, lv.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 81,
Siegen, Meſchede und Wetzlar.
Petit=Noar am 22. und Tremblois am 24. Aug.
I. Bataillon.
2. Kompagnie: Hauptm. Heiſer, Mainz, t.
3. Kompagnie: Feldw. Joſef Schmiſt, Maint
Füſ.=Regt. Nr. 86, Flensburg und Sonderburg,
Mons und Bavay am 23. und 24. Aug.
I. Bataillon.
2. Kompagnie: Füſ. Friedrich Bickelhauph
Auerbach, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 98, Metz.
Gefechte im Weſten vom 6. bis 16. Sept. (Orte nichte
kannt gegeben.)
I. Bataillon.
4. Kompagnie: Musk. Walter Wüneman
Bingen, ſchv.
Infanterie=Regiment Nr. 116, Gießen.
II. Bataillon.
Sermaize, Pargny vom 7. bis 10. 9. 14.
5. Kompagnie: Serg. Karl Schmidt, Hörgena
vw.; Gefr. d. Reſ. Auguſt Rochlitz, Jühnde, vw.;
Wilhelm Seip, Oberbeſſingen, vw.; Musk. Ludm
Weiß, Biebrich, vw.; Wehrm. Auguſt Flach, Nied
Moos, vw.; Reſ. Karl Martini, Leihgeſtern, vw.;
Philipp Vollmann, Windecken, vw.; Reſ. Joham
Greel, Gunzenau, vw.; Reſ. Friedrich Kübel, Heill
ſtein, vw.; Reſ. Heinrich Wallenfels, Odenhauſen
vw.; Musk. Heinrich Wetz, Holzheim, vw.; Musk. Augl
Gutermuth, Oberehnheim, vw.; Musk. Johann Won
niak, Strzelze, vw.; Musk. Heinrich Viehmall
Großenlinden, vw.; Reſ. Juſtus Decker, Angenrod, h
Musk. Zenon Girard, Urbeis, t.; U.=O. d. Reſ.Ke
vw.; U.=O. d. Reſ. Bernhard Pfann, Nürnberg,
Vizef. d. Reſ. Helfrich, Mensfelden, vw.; Gefr. Adan
Baum, Heuſenſtamm, vw.; Reſ. Heinrich Schall
Kirchgöns, vw.; Musk. Heinrich Dorndorf, Ohe
hörlen, vw.; Reſ. Georg Weißgerber, Heblos, bi
Gefr. d. Reſ. Ludwig Schäfer, Wieſeck, vw.; Mill
Joſeph Boulanger, Beurg=Brucke, vw.; Gefr. d.
Peter Kaiſer, Dirlammen, vw.; Musk. Hein
Schaub, Worms, vm.; Musk. Heinrich Weide, Stelll
hauſen, vm.; Musk. Johannes Buchhaupt, Lauterbag
vm.; Gefr. Richard Hedrich, Eibelshauſen, vm.;
Wilhelm Port, Ruppertsburg, vm.; Gefr. Franz Höfl
terheide, Buer=Bülſe, vm.; Musk. Georg Stengen
Seligenſtadt, vm.; Musk. Wilhelm Kraft, Gießen, vm
Musk. Hermann Schleer, Hennibach, vm.; Reſ. Phill
Wallhauſen, Boſenheim, vm.; Reſ. Robert Klei
Plettenberg, vm.
7. Kompagnie: Oberlt. Emil Firmenichgbm
Lt. d. Reſ. Ludwig Nicolaus, Gießen, t.; Gefr. d
Lorenz Hoppen, Breitenſcheidt, lv.; Gefr. d. Reſ.Otn
May, Bremerhaven, lv.; Musk. Karl Stötzel, Weidena
t.; Musk. Gotthardt Dietz, Wermertshauſen, t.; Müh
Fritz Buſch, Katzenfurt, t.; Vizef. d. Reſ. Hans Schmidh
Darmſtadt, lv.; Reſ. Heinrich Loth, Kirchgarten, lv.; Reſl
Karl Chriſt, Heinbach, t.; Reſ. Volbrecht Hederic
Lauterbach, lv.; U.=O. d. Reſ. Karl Steinmüllen
Lang=Göns, t.; Musk. Georg Joh. Frank, Billing
bach, lv.; Reſ. Heinrich Gutermuth, Ilbeshauſel
lv.; Musk. Damaſius Guzinski, Nelberg, lv.;Ge
d. Reſ. Heinrich Reul, Hopfgarten, lv.; Musk.al
Röhrig, Laupertheim, lv.; Musk. Georg Heidentha
Bingen, t.; U.=O. d. Reſ. Paul Frank, Stadtoldendolſ
ſchv.; U.=O. Franz Gleitze, Seeburg, t.; Gefr. d.Reſ
Heinrich Bork, Lützellinden, lv.; Musk. Karl Süh
Höchſt a. M., lv.; U.=O. Karl Haas, Gießen, lv.; Musk
Philipp Gernert, Worms, lv.; Musk. Eduard Die
rich, Bühr, ſchv.; Musk. Karl Kilian I., Wörsdorf,
Musk. Friedrich Kleiner, Weinsberg, vm.; Musk.l
helm Freund, Niederlemp, vm.; Reſ. Karl Satori
Merlau, vm.; U.=O. Heinrich Ludwig. Nidda, vm.;
Magnus Emmert, Fulda, vm.; Reſ. Robert Krafh
Rüppertshauſen, vm.; Gefr. d. Reſ. Guſtav Groten
ſohn, Altena, vm.; Reſ. Karl Bruder, Rodheim
vm.; Reſ. Friedrich Dörner, Becke, vm.; Musk.Kall
Schmidt I., Hahnſtellen, vm.: Musk. Joſeph Em
Stroh, Bürgel. vm.; Musk. Wilhelm Schmidt
Hetzbach, vm.; Musk. Karl Hartung, Geringswalde
vm.; Musk. Peter Barth, Oſthofen, vm.: Reſ.Kall
Theiß, Naubron, vm.; Reſ. Adolf Pohl, Naubron
vm.; Reſ. Heinrich Stahl, Beilſtein, vm.; Reſ. Heinrich
Pitzer, Boddenhom, vm.; Reſ. Ernſt Reitz, Niede
Ohmen, vm.
8. Kompagnie: Reſ. Ludw. Joſ. Bierau,Aln
bach, lv.; Reſ. Herm. Louis Kretzer, Allendorf,
Musk. And. Alfred Müller II., Wilershauſen, lv.; Geſ
Heinrich Karl Sames, Dorf=Gill, lv.; Vizef. Pei
Dutuié, Heinſtadt, lv.; Reſ. Hermann Heuſel, Obbor
hofen, lv.; Reſ. Johannes Berting, Salz, lv.:Reſ
Heinrich Müller II., Oberdieten, lv.; Reſ. Wilhelm
Schmidt, Griedelbeck, lv.; Reſ. Jakob Pitz, Langen
dorf, lv.; Vizef. Ernſt Mengel, Marburg, lv.; Musk
Auguſt Jung. Weierſtein, lv.; Reſ. Wilhelm Ditzeh
Lock, lv.; Reſ. Wilhelm Eugen Peiſeler, Nieder= Ebers=
bach
, lv.; Reſ. Karl Heinrich Müller II., Herbſtein, Iv
Reſ. Albert Leib. Gleiberg, lv.: Musk. Wilhelm Dorth
Weilburg, lv.; Reſ. Heinrich Uhl, Unterſchmitten,
Reſ. Johannes Berting, Salz, lv.; Musk. Karl Wil=
helm
Gorr. Worms, lv.; Reſ. Heinrich Frech. Orten
burg, lv.; Reſ. Hermann Rammer, Obernhofen. Iv.
Musk. Jakob Lutz, Leimen, t.; Musk. Bartholm. Rögs
ler, Bodenheim, lv.; Musk. Karl Barbelin, Azudan=
gen
, lv.; U.=O. Karl Lang, Niederweidbach, lv.; Musk
Johann May, Bodenheim, lv.; Musk. Wilhelm Fink
Bürſtadt, lv.; U.=O. Adolf Stern, Romrod. lv.; Geft
Hermann Schneider, Zellersheim, ſchv.; Musk. Karl
Becher, Sulgendorf, lv.; Reſ. Karl Heinrich Borſt
Lindheim, lv.; U.=O. Johannes Günther, Cölbe, Iv
Reſ. Theodor Scheld, Gladenbach, lv.; Musk. Johannes
Bott. Elberfeld, lv.; Reſ. Konrad Schaaf, Hörgenau
lv.; Musk. Joſeph Dlübeck, Grabow, vm.
Infanterie=Regiment Nr. 128.
Poſſeſſern am 9., Klein=Szabienen am 11.,
Angerap am 11. und 14. Sept.
1. Bataillon, Danzia.
3. Kompagnie: Reſ. Friedrich Redlink, Darm=
ſtadt
, vw.

[ ][  ][ ]

Nummer 279.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Oktober 1914.

Seite 7.

Infanterie=Regiment Nr. 167.
Proßbajohren am 10., Adamsheide und Tarputſchen am
11. und Leukimmen und Kuttkuhnen am 12. Sept.
II. Bataillon, Caſſel.
5. Kompagnie: Reſ. Heinrich Kern, Gonders=
ha
. uſen, lv.
Grenadier=Regt. zu Pferde Nr. 3, Bromberg.
Patrouillengefechte vom 26. Aug. bis 13. Sept.
(Orte nicht angegeben.)
2. Eskadron: Lt. Frhr. Schenck zu Schweins=
Aberg, vm.
ſteldartillerie=Regiment Nr. 82, Raſtenburg u. Lötzen.
Sauden, Hohenſtein, Schwönau=Heinrichsdorf und
Kowarren vom 28. Aug. bis 13. Sept.
I. Abteilung.
1. Batterie: Oberlt. d. Reſ. Hermann Friedrich,
Fingen, lv.
Pionier=Bataillon Nr. 11, Hannöverſch=Münden.
Servon. (Tag nicht angegeben.)
1. Reſerve=Kompagnie: U.=O. d. Reſ. Nikolaus
Weſtenberger, Koſtheim, t.
2. Bayeriſches Ulanen=Regiment, Ansbach.
1. Eskadron: U.=O. Karl Gernhart, Höchſt, lv.
2. Bayeriſches Feldartillerie=Regiment, Würzburg.
5. Batterie: Kanonier Wilhelm Schwärzel, Alt=
heim
, ſchv.
7. Infanterie=Regiment Nr. 106, Leipzig.
Chäteau Hordenne 22., Oeuvy 23., Tourteron 25.,
Matagne la Petite 28., Suſanne 31. Auguſt, Ferme la
Perthe 7. bis 9. September.
12. Kompagnie: U.=O. d. Reſ. Ludwig Heinrich
Deeſor, Darmſtadt, lv.

Verwundete und kranke Soldaten
in Darmſtädter Lazaretten.
Mitgeteilt vom Heſſiſchen Landesverein vom Roten Kreuz.
Die Lazarette ſind durch die nachſtehenden Buchſtaben
bezeichnet:

Alicehoſpital, Dieburger Straße 21. Täglich 34 Uhr nachm.
k— Diakoniſſenhaus Eliſabethenſtift, Erbacher Straße 25. Sonntag, Diens=
tag
, Freitag 34 Uhr nachm. C Eleonorenheim (Lazarett J. K. H. der
Erroßherzogin, Heinheimerſtraße 21) Sonntags morgens von ½11—½12 Uhr,
nuchmittags von 46 Uhr, Dienstags, Mittwochs und Freitags von 4—½6
Uhr. D Ernſt=Ludwig=Heilanſtalt (Dr. Loſſen), Steinſtraße 21. Täg=
lch
25 Uhr nachm. E Garniſonlazarett (Reſ.=Laz. I), Alexander=
ſtraße
27. Mittwoch Samstag und Sonntag 24 Uhr nachm.
Haus Hagenburg, Dieburger Straße 241 (Hirſchköpfe.) Täglich
45 Uhr nachm. E Dr. Machenhauerſche Klinik, Lagerhausſtraße 24.
Zeiglich 24 Uhr nachm. H Marienhöhe (Geneſungsheim).
I Schweſternhaus der Barmherzigen Schweſtern, Nieder=Ramſtädter
Ettraße 30. Nachmittags von 24 Uhr. K Städtiſches Krankenhaus
Errafenſtraße 1. Werktäglich 23½ Uhr nachm., Sonntags 1112 Mi.
rorm. L Städt. Saalbau (Reſ.=Laz. III), Riedeſelſtraße 40. Täglidh
25 Uhr nachm. M Techniſche Hochſchule (Reſ.=Laz. II), Hochſchulſtraße 1.
kronntags, Mittwochs und Samstags von 24 Uhr nachm. N —D
Weberſche Augenklinik DDr. Ollendorff), Frankfurter Straße 42. Täglich
1012 Uhr vorm., 36 Uhr nachm.
Hinter jedem Lazarett ſind die Beſuchszeiten angegeben,
tiie nach Möglichkeit einzuhalten ſind. Ausnahmen werden
zugelaſſen.
Zugang am 8. Oktober:
Bärenfänger, W., Elſa, Reſ.=Jäg. 20/3, L. Bott, W.,
Frankfurt a. M., Reſ.=Art. 25, L. Diehl, L., Groß=Gerau,
Inf. 115/1, Erſ., L Fiedler, G., Heubach, Inf. 116/11,
Friedrich, A., Brensbach, Inf. 115, M Gohnſtädt,
M., Kiel, Landw.=Inf. 80/12, K Göttmann, W., Brens=
tach
, Inf. 115/11, K Götz, J., Mühlheim, Inf. 115/4, D
Graff, H., Saargemünd, Reſ.=Inf. 221/1, K Grimm,
F., Dieburg, Reſ.=Inf. 221/10, K Heilmann, L., Worms,
Reſ.=Inf. 221/11, L. Hild, G., Ober=Ramſtadt, Landft.=
Bat., Inf. 115, B Hock, F., Dieburg, Inf. 115/1, Erſ., L.
Kehres, L., Erzhauſen, Reſ.=Inf. 116/4, E Kilian,
K., Heuſenſtamm, Inf. 115, Erſ.=Bat., L. Kirchenſteiner,
K., Roßdorf, Landw.=Inf. 116/2, M. Köcher, L., Bruch=
ſeof
, Inf. 118/5, L. Koch, J., Fürſtengrund, Inf. 118/6,
K Krollmann, J., Mainz, Inf. 115/12, C Macht,
S., Blangenberg, Reſ.=Inf. 224/5, L. Neumann, G.,
Flörsheim, Inf. 115/12, L. Prophet, B., Nordhauſen,
Inf. 115/2, B Ros, M., Ummerſtadt, Reſ.=Inf. 224/3,
Supper, H., Flexburg, Inf. 115/2, C Thomas,
H., Wixhauſen, Art. 25/5, L. Weickert, A., Mosbach,
Reſ.=Inf. 221/11, L. Weis, F., Ober=Widdersheim, Art.
61, Stab, K.

Aus den Lazaretten entlaſſen
am 8. Oktober:

Beckenbach, W., Framersheim, 2. Erſ.=M.=G.=K., 18.
A.=K., E Behr, J., Inf. 115/5, L. Boller, F., Inf.
15/8, L. Büſchel, K., Hainichen, Reſ.=Inf. 103/6, G
Daum, H., Trebur, Landſt.=Bat.2 Darmſtadt, L Dönch,
K., Landw.=Inf. 83/1, L. Fiſcher, F., Frankfurt a. M.,
Inf. 115, Erſ.=Bat., E Göckel, J., Gammertingen, Gren.
119/6, M Gröblinghof, H., Siehdichfür, Landw.=Inf.
80/11, G Haffar, J., Inf. 115/1, L. Hardt, H., Kel=
ſterbach
, Inf. 118/3, M Heilemann, E., Arb.=Komp. 1,
Darmſtadt, K Hohlmann, G., Nieder=Ramſtadt, Inf.
116/1, M Jung, Chriſt, Inf. 115/3, L. Linke, M.,
Magdeburg, Drag. 24/1, M Michel, H., Kreuznach, Reſ.=
Inf. 221/4, E Mohr, H., Friedenwald, Inf. 138/9, M.
Müller, H., Nauheim, Inf. 133, M.=G.=K., G Neubert,
W Nordhauſen, Reſ.=Inf. 224/1, E Neumann, G.,
Reſ.=Inf. 116/1, M. Reuß, G., Moslos, Art. 61/1, A.,
mach Heldenbergen Sammel, A., Neunkirchen, Inf. 97/3,
IM Schenk, M., Gerlachsheim, Art. 84/4, E Scherer,
E., Beerfelden, Art. 61/4, M Schmidt, E., Sprendlingen,
Inf. 115, Landſt.=Bat., E Schuſter, K., Mackweiler, Reſ.=
Inf. 60/10, G Sueskow, G., Train 16, Erſ., L Thos,
W., Ellefeld, Inf. 133/1, B, nach Plauen Weſſel, F.,
Bellmerich, Inf. 138/2, A. Zingel, H., Frankfurt a. M.,
Train 18, Erſ., E.

Verwundete in Mainzer Lazaretten.

Inf.=Regt. 115: Reſ. Otto Henſel. Inf.=Regt. 117:
Musk. Karl, Bernhard. Gefr. d. Reſ. Guſt. Wilhelm Haſt.
Reſ. Wilhelm Heitz. Musk. Johann Franz Lenges. Reſ.
Andreas Meffert. Inf.=Regt. 118: Musk. Auguſt Eber=
hardt
. Musk. Jakob Eichelsbach. Reſ. Karl Franziski.
Gefr. d. Landw. Joſef Otto Helbig. Musk. Karl Klein=
haus
. Reſ. Wilhelm Schäfer. Gefr. Jakob Schmidt.

20. Luittung.

In der Sammelſtelle des Darmſtädter Tag=
blatts
wurden für Kriegsnotleidende in Oſtpreußen
weiter folgende Beträge abgegeben:
Frau E. Sutter 10 M., Frau Kriegsgerichtsſekretär
Ruppel 10 M., Frl. E. Höfer 5 M., Sanitätsrat Dr. Karl
Orth 25 M., Frl. Weber 5 M., Carl Lehmann 20 M.,
Fr. Gl. 5 M., C. B. 5 M., Prof. Dr. Schenck 20 M.,
M. L. 20 M., Lehrerin i. P. Marie Stein (2. Gabe) 5 M.,
Marg. R. 3 M., von Bültzingslöwen 10 M., L. Schmitt
5 M., zuſammen 148 M. Hierzu die bereits veröffent=
lichten
8249.57 M., insgeſamt
8397.57 Mark.

2)
o. Buittung.

In der Sammelſtelle des Darmſtädter Tagblatts
wurden für den Heſſiſchen Landesverein vom Roten
Kreuz weiter folgende Beträge abgegeben:
W. Conzen 100 M., Frau Gl. 5 M., Frau M. W.
20 M., Frau Hauptmann Dreſcher 20 M., Reallehrer H.
Müller (2. Gabe) 10 M., Finanzrat Dr. Becker, Roquette=
weg
31, 100 M. Zuſammen 255 M., hierzu die bereits
veröffentlichten 44063.42 M., insgeſamt
44318.42 Mark.

Me
3. Buittung.

In der Sammelſtelle des Darmſtädter Tag=
blatts
wurden für die Kriegsnotleidenden in Elſaß=
Lothringen folgende Beträge abgegeben:
Frl. Dach 10 M., Frau E. Sutter 10 M., Dr. H.
Finger 15 M., Dr. W. Fabricius u. Frl. Fabricius 20 M.,
Frl. E. Höfer 5 M., Sanitätsrat Dr. Karl Orth 25 M.,
Frau Gl. 5 M., C. B. 5 M., Frl. Margot Frank 10 M.,
Frl. Maurer 25 M., Geh. Juſtizrat Dr. E. E. Hoffmann,
Hügelſtraße 45, 50 M., Prof. Dr. Schenck 20 M., Gott=
wald
50 M., Lehrerin i. P. Marie Stein (1. Gabe) 5 M.,
Ludwig Flath 5 M., Geh. Schulrat Dr. Dorfeld 10 M.,
Ungenannt 5 M., Frau Dr. Rapp Wwe. 20 M., Forſt=
meiſter
Dr. Urſtadt 10 M., L. Schmitt 5 M., zuſammen
310 M. Hierzu die bereits veröffentlichten 675 M., ins=
geſamt

985 Mark.

Groher Saal der Türngemeinde, Moogspiatt.
sonntag, den 11. ds. Mts., abends 8 Uhr:
Berichte mit Lichtbildern
der Herren Kommerzienrat G. Hickler und Prof.
K. Zimmer über ihre Fahrten mit Liebesgaben zu
unseren Truppen.
Liedervorträge
des Schülerchors des Realgymnasiums.
Der Ertrag der Veranstaltung wird zum Besten
einer weiteren Liebesgabensendung verwandt.
Numerierter Platz Mk. 3., erster Platz Mk. 1.50,
zweiter Platz Mk. 0.50, abends an der Kasse. Ausser-
dem
Karten zu Mk. 3. und Mk. 1.50 von Samstag
(19795
nachmittag ab im Verkehrsbüro.

Großh. Realgymngſium zu Darmſtadt.
Für die Schüler, die dem Knabenchor an=
gehören
, findet heute, Samstag, vorm.
9 Uhr, im Realgymnaſium eine Probe ſtatt,
zu der ſie vollzählig erſcheinen ſollen.
Großh. Direktion.
19796)

Familiennachrichten.

Am 8. I. Mts. ſtarb unſer lieber Amts=
(19767
genoſſe
Herr

Profeſor Karl Wißner

der ſiebzehn Jahre lang an unſerer Anſtalt
tätig war.
Wir betrauern in dem Heimgegangenen
ein liebes Mitglied des Lehrkörpers, einen treuen
Freund und einen gewiſſenhaften Lehrer, der
mit ungewöhnlichem Erfolge ſeine Schüler zu
fördern wußte und ſeine ganze Kraft trotz ſchwe=
ren
Leidens mit großer Freude und hingebender
Aufopferung der Anſtalt widmete.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.
Direktor und Lehrer
des Großh. Realgymnaſiums.

Am 22. Auguſt erlitt bei Neufchäteau den
Heldentod fürs Vaterland unſer innigſtgeliebter,
herzensguter, einziger Sohn, Neffe und Vetter
Lehramtsreferendar
Dr. Wilhelm Lauterbach
Reſerviſt im Infanterie-Regiment 115

im Alter von 27 Jahren.

(*6959

In tiefſtem Schmerz:
Hauptlehrer Rarl Lauterbach
und Frau.
Sprendlingen (Kreis Ofſenbach),
9. Oktober 1914.

Statt beſonderer Anzeige.
Den Heldentod für das Vaterland erlitt
am 26. September mein innigſtgeliebter Sohn,
unſer guter Bruder und Schwager (19768
Dr. ung. Wilhelm Beh
Offizierſtellvertreter im 5. Rhein. Inf.-
Regt. Nr. 65.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Auguſte Zeh Witwe.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.
Roßdörferſtraße 42.
Von Beileidsbeſuchen bittet man abſehen zu
wollen.

Am 27. Auguſt erlitt den Heldentod für
unſer teures Vaterland mein lieber unvergeß=
licher
Mann, der treue Vater unſeres Kindes,
unſer lieber Sohn, Schwiegerſohn und Bruder
Fritz Oeſer
Ingenieur
Unteroffizier der Landwehr im 9. Bayr.
Infanterie-Regiment.
Helene Heſer, geb. Zürtz.
Johanna Heſer Witwe, geb. Bogt.
Hans Heſer, zur Zeit Unteroffizier der
Reſerve im Infanterie=Regiment Nr. 115.
Familie Anguſt BBürtz.
Darmſtadt, 10. Oktober 1914. (*7008
Von Beileidsbeſuchen bittet man abzuſehen.

Statt beſonderer Anzeige.
Am 25. September erlitt den Heldentod
fürs Vaterland unſer lieber, guter Sohn, mein
innigſtgeliebter Bräutigam, unſer lieber Bruder,
Schwiegerſohn, Schwager und Enkel
Oberlehrer
Hermann Handwerk
Offiz.-Stellvertreter im Reſ.-=Inf.-Regt. 116.
Familie Aug. Handwerk,
Lisbeth Heil, als Braut,
Familie Jak. Heil.
Groß=Umſtadt, Darmſtadt.
Von Kondolenzbeſuchen bittet man abſehen
zu wollen.
(19791

Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die
ſchmerzliche Mitteilung, daß mein lieber Mann,
unſer guter Onkel
Chriſtian Schmidt
heute nach langem Leiden ſanft verſchieden iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1914. (19790
Die Beerdigung findet Sonntag, 11. Oktober,
nachm. 2 Uhr, vom Sterbehaus, Soderſtr. 10,
auf dem Friedhof Nieder=Ramſtädterſtraße ſtatt.
Die Einſegnung ¼ Stunde vorher.

Für die unzähligen Beweiſe inniger Teilnahme
bei dem Heimgang unſeres im Kampfe fürs Vater=
land
gefallenen, geliebten Sohnes und Bruders
Albert Keller

ſagen wir herzlichen Dank.

(19770

Poſtſekretär Heinrich Keller
und Familie.

Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Oktober 1914.

Nummer 279.

Den Heldentod für das Vaterland erlitt
infolge einer ſchweren Verwundung geſtern
abend 5 ¼ Uhr unſer innigſtgeliebter,
einziger Sohn, Bruder, Enkel und Neffe, der
Jahnenjunker
Otto Fiſcher
Unteroffizier im Inf.-Regt. Kaiſer Wilhelm
Nr. 116.
Lorſch, den 7. Oktober 1914.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Geheimer Juſtizrat Dr. Fiſcher,
Emma Fiſcher, geb. Wallenfels,
Elſe Fiſcher,
Anni Fiſcher,
Gertrud Fiſcher.
(19789
Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. Okt.,
nachmittags 2½ Uhr, in Lorſch ſtatt.

Unterzeichneter erfüllt hiermit die traurige.
Pflicht, seine E.M. E.M., A. H. A. H., A.M. A. M.,
sowie Freunde und Bekannte von dem Ableben
seines lieben i. a. B.
Paul Müller
cand. arch.
geziemend in Kenntnis zu setzen.
(19787
Darmstadt, den 9. Oktober 1914.
Akademischer Verein.
I. A.: v. Boltenstern. XX
Die Einsegnung und Einäscherung findet Montag.
den 12. Oktober, morgens 10 Uhr, im hiesigen
Krematorium statt.

Am 8. Oktober entſchlief in Darmſtadt
ſanft nach langem Leiden unſer geliebter Sohn
und Bruder
Paul Müller
cand. arch.
im Alter von 26 Jahren.
Dies zeigen tiefbetrübt an:
F. O. Müller u. Frau
geb. Schimbke,
Kurt Müller,
Waldemar Müller,
Werner Müller,
Margarete Müller,
Erika Müller,
Erna Müller.
(*7021
Eſſen=Bredeney, den 10. Oktober 1914.
Die Einſegnung und Einäſcherung findet im
Krematorium zu Darmſtadt, Montag, den
12. Oktober, morgens 10 Uhr, ſtatt. Etwaige
Kranzſpenden dorthin gütigſt erbeten.

Dankſagung.
Für die unzähligen Beweiſe aufrichtiger Teil=
nahme
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte
meines unvergeßlichen Gatten, unſeres innigſtge=
liebten
Vaters, Schwiegervaters, Bruders, Schwa=
gers
und Onkels, des
Herrn Bäckermeiſters
Heinrich Krauß
ſagen wir, beſonders dem Herrn Pfarrer Vogel
für die troſtreichen Worte am Grabe, dem Geſangs=
klub
Kornblume der Bäcker=Innung für den er=
hebenden
Grabgeſang, ſeinen Herren Kollegen, ſo=
wie
allen denen, die dem teuren Entſchlafenen die
letzte Ehre erwieſen, herzlichen Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Eliſabeth Krauß, geb. Hartmann
und Kinder.

Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.

(19783

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme bei
dem Heimgange meiner teuren Gattin, unſerer
lieben Mutter, Großmutter und Schwiegermutter
Frau Alargarete Geißler
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
Rückert für die troſtreichen Worte am Grabe, un=
ſeren
innigſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Chr. Geißler, Lehrer i. P.

Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.

(B19759

der ganzen deutſchen Armee liegen
Die Verlustlistenl ſämtlich von der erſten erſchienenen
Liſte bis zu den neueſten Liſten in unſerer Geſchäftsſtelle
zur Einſichtnahme auf.

Wetterbericht.

Ueber Mitteleuropa iſt der Luftdruck im Fallen be=
griffen
, das weſtliche Hoch hat ſich ſüdweſtlich zurückge=
zogen
, während ein Rücken hohen Drucks über der Nord=
ſee
und Skandinavien liegt. Im Bereiche nordweſtlicher
Luftſtrömung haben wir auf der Grenze zwiſchen Hoch im
Südweſten und Tief im Oſten mit wolkigem Wetter und
geringen Niederſchlägen zu rechnen. Die Temperatur, die
heute höher liegt, dürfte ſich dabei nicht weſentlich ändern.
Wetterausſichten für Samstag: Wolkig, vereinzelte
geringe Niederſchläge, Temperatur unverändert, nordweſt=
liche
Winde.

Tageskalender.

Samstag, 10. Oktober.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 10½ Uhr
(Volksvorſtellung): Der Trompeter von Säkkingen
Obſt=und Gemüſe=Ausſtellung im Schützen=
hof
.
Bilder vom Tage. (Bilderauslage unſerer Geſchäfts=
ſtelle
Rheinſtr. 23): Eine intereſſante Zeichnung von
W. Malchin: das Unterſeeboot U 9 im Kampf mit
den engliſchen Panzerkreuzern Aboukir, Hogue und
Creſſy‟. Verwüſtungen und Zerſtörungen im Dienſt=
gebäude
der Reichsbankſtelle in Saarburg durch fran=
zöſiſches
Militär. Vom öſtlichen Kriegsſchauplatz:
Nach der Schlacht. Aus der franzöſiſchen Abteilung
eines Reſervelazaretts in Berlin.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den Anzeigen=
teil
, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem Ge=
ſchäftsleben
: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche wer=
den
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.

Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule.
Das Winterhalbjahr beginnt Donnerstag, 15. Oktober d. J.
Unterrichtsgegenſtände: Hand= und Maſchinennähen, Flicken,
Stopfen und Sticken, Bügeln und Kochen, hauswirtſchaftliches Rechnen
und Deutſch.
Außerdem findet für vorgeſchrittenere Schülerinnen ein Kurſus
im Anfertigen von einfachen Kleidern ſtatt.
Das Schulgeld beträgt:
a) für hieſige Schülerinnen vierteljährlich 3 Mark,
b) für auswärtige Schülerinnen vierteljährlich 9 Mark.
In beſonderen Fällen kann es hieſigen Schülerinnen erlaſſen
werden.
Anmeldungen werden Donnerstag, den 15. d. Mts., nach=
mittags
von 34 Uhr, im Schulhauſe in der Rundeturmſtraße
von dem Leiter der Schule entgegengenommen.
Darmſtadt, den 8. Oktober 1914.
Der Vorſtand.
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
19754som)

Gabelsberger
GAßEl. S.
BERGER
Stenographenverein
(gegründet 1861)
Schirmherr Se. Kgl. Hoheit der Großherzog.
Stenographie
Anfängerkurſe für Damen und Herren beginnen am Donnerstag,
den 15. Oktober 1914, abends 8½ Uhr, im Schulhaus
am Ballonplatz‟
Honorar 6 Mark wöchentlich 2 Stunden.
Anmeldungen werden noch in der Eröffnungsſtunde von 8½ Uhr ab
entgegengenommen.
(19774a

Reuischule Mntenberg u. 1.
(Schülerheim) mit Handelsabteilung.
Erteilt: Einjährigenzeugnis. (III, 16966
Uebergangsklassen für Gymn. Schularzt.

Mathematik d. akad. gebild. Lehrer
Sorgfält. ſchnelle Förderung. Mäß.
Honor. Wittmannſtr. 30, I. (B17608

tründl. Unterricht i. Weißzeug=
nähen
u. Sticken ert. (*6747ds
Frau I. Lauck, Viktoriaſtr. 24, II.

te Stimmen zu einem Opern=
Solo=Enſemble geſucht. Adr. u.
V 91 an die Geſchäftsſt. (*6964sgo

in neueren Sprachen,
Nachhilfe auch Latein, wird von
jungem Lehrer erteilt. Ang. unter
V 87 an die Geſchäftsſtelle. (*6935

ſer erteilt Obertertianer gründl.
Nachhilfe in Mathem., Franz.
u. Engl. Gefl. Ang. m. Preisang. u.
V 99 an die Geſchäftsſt. (*7005

im Zahlen=
Klavierunterricht ſoſtem wäh=
rend
des Krieges unentgeltlich.
*6743dsi) Frankfurterſtr. 14, II.

A5
Aerzte
bezeichnen als vortreffliches
Hiſtenmitte

gebrauchen
Millionen ſie gegen

Heiſerkeit, Verſchleinung,
Katarrh, ſchmerzendenHals,
Keuchhuſten, ſowie als Vor=
beugung
gegen Erkältungen,
daher hochwillkommen
jedem Krieger!
not. begl. Zeugniſſevon
6100 Aerzten und Privaten
verbürgen den ſicheren Erfolg.
Appetit anregende, fein=
ſchmeckende
Bonbons.
Paket 25 Pfg., Doſe 50 Pfg.
Kriegspackung15 Pf., kein Porto.
ZuhabeninApotheken ſowie bei:
Chr. Schwinn, Drog., Emanuel
Fuld, Fr. Beckenhaub, Med.=Drog.
Ecke Schul= u. Kirchſtr., Drog.
C. Watzinger, Großh. Hoflief.
Wilhelmſtr. 11, Peter Keil, Inh.
Friedr. Klockow, Ludwig Zink,
Inh. Wilh. Zink, Drog. Wein=
bergſtr
. 2, Gg. Petry, Roßdörfer=
ſtraße
52, Fr. Seibert, Drog.;
Pallaswieſenſtr. 44, Ph. Huwert,
Ecke Wieners= u. Roßdörfer=
ſtraße
21, Gg. Held, Roßdörfer=
ſtraße
35, Karl Steinhäuser,
Niederramſtädterſtr., H. Wagen-
brenner
, Bavaria=Drog., Hei=
delbergerſtr
. 17, Ad. Zachmann,
Bleichſtr. 46, Willi Ritsert jr.,
Grüner Weg 30, Ant. Fischer,
Adler=Drog., Frankfurterſtr.
12/14, Fr. Schäfer. Drogerie,
Otto Erb, Ph. Streb, Bismarck=
Drogerie, Carl Block. Nieder=
Ramſtadt, Adam Hartmann, Fr.=
Crumbach, G. Friedrich IV,
Brensbach, Friedrich Becker II.,
Reinheim. I. H. Stühlinger, Rein=
heim
, Ph. Aug. Ewald II., Roß=
dorf
, Marie Brücher Nfl., Groß=
Zimmern, Hirsch-Apotheke,
Ober=Ramſtadt. (IX19751

Friſch
eintreffend!

Friſch
eintreffend!

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Mittel=Kablian . Pfund 36 Pfg.

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nur aus Schweinefleiſch hergeſtellt
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Pfund 70 Pfg.
Mageres Dörrfleiſch.
Pfund 120 Pfg.
Feinſter Spick=Speck
Pfund 110 Pfg.
Braunſchweiger Leberwurſt Pfund 130 Pfg.
Braunſchweiger Mettwurſt Pfund 140 Pfg.

Bismarck=Heringe .
Stück
fg.
Rollmops.
Bratheringe
. Stück 12 Pfg.
Sardinen
. Pfund 40 Pfg.
Kondenſierte Milch, vorzügliches
deutſches Erzeugnis.
Doſe 32 Pfg.
Griesnudeln f. Suppe u. Gemüſe, Pfund 36 Pfg.
Bruchreis.
. Pfund 17 Pfg.
Suppenreis .
.. Pfund 23 Pfg.
Pfund 26, 32 und 40 Pfg.
Tafelreis .

[ ][  ][ ]

Nummer 279.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Oktober 1914.

Weiblich

eb. j. Dame ſucht geg. Verg. Be=
ſchäftig
. i. Vorleſ. o. Klavierſpiel.
Ang. u. V86 a. d. Geſchſt. (*6934sg

Ferkäuferin der Schuhbranche
ſucht anderw. Stellung. Ang.
u. V 93 an die Geſchäftsſt. (*6975

Geb. Frl. ſucht Stelle in frauenl.
Haush. od. zu einz. Dame. Ang.
u. V 83 a. d. Geſchäftsſt. (*6917

Jung. beſſeres Mädchen ſucht
tagsüb. St., am liebſt. b. Kindern,
hilft auch im Haushalt mit. Ang.
u. V 94 a. d. Geſchäftsſt. (*6972

Erf. Haushalterin mit prima
Zeugn., ſucht Stelle b. ält. geb.
Herrn. Anerbieten a. d. Verein f.
Hausbeamtinnen, Darmſtadt, Hoff=
(19782
mannſtraße 4, part.
Haushälterinnen, Stützen,
Allein=, Haus= u. Kindermädchen
ſuchen Stellen für tagsüber oder
ſtundenweiſe, auch zur Aushilfe.
Katharina Jäger
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
(*6999
Luiſenſtaße 34.

Jſr. Frl., in Pflege u. Haushal
gut erf., ſucht geeignete Stelle
evtl. zu einz. Dame oder Herrn.
Angeb. u. V 84 a. d. Geſchäftsſt. (*

Kräſt. Mädch, 16 J., ſ. Stellg, nur
in beſſ. Hauſe. Näh. Geſchäftsſt.(

Saubere Frau Lauf=
dienſt
Frankfurterſtr. 57 Mſ. (*6930

Mädchen ſucht Lauft. ſtundenw.
Magdalenenſtr. 6, Seitenb. (*6929

Stellen ſuchen: Reſt.=Köchmn,
Büffetfrl. u. Servierfrl. m. guten
Zeugn. Frau Minna Dingeldein, ge=
werbsmäßige
Stellenvermittlerin,
Eliſabethenſtr. 5, Tel. 531. (*6982

Büſettfraulein
Wirtstochter, ſ. Stellung. Ang. u.
V 78 an die Geſchäftsſt. (*6893fs

Mädchen
welche kochen könn., Hausmädch.,
Kindermädchen, Landmädchen,
ſchon gedient, ſuchen Stellen. Frau
Berta Neßling, Ludwigſtr. 8, ge=
werbsmäßige
Stellenvermittlerin.

Mädchen ſucht halbe oder ganze
Tage Laufſtelle. Näheres in der
Geſchäftsſtelle.
(*6943
Junge Frau, deren Mann im
Feide ſteht, ſucht Laufdienſt. Land=
graf
=Georgſtr. 64, Stb. r. pt. (*6970

Schneiderin empf. ſich per Tag
2.50 M. Liebfrauenſtr. 89, pt. (*679

Periekte Weißzeugnäherin,
im Ausbeſſern u. Maſchinenſtopfen
geübt, nimmt Kunden an. Angeb.
Wendelſtadtſtr. 10 (Laden). (19650a

Geſchickte junge Schneiderin
nimmt noch Kunden an. (*6986so
Schuchardſtraße 15, III.

empfiehlt ſich im
rau Kochen.
Näh. Lichtenbergſtr. 25, III. (*6907

Männlich
Kaufmann

7ms

(Buchhalter) ſucht während des
Krieges Beſchäftigung gleich welcher
Art. Angeb. u. V 15 a. d. Geſchäftsſt.
Kaufmann
(verheiratet) in allen kaufm. Arbeit.
reiche Erfahrung, z. Zt. auf Reiſe=
poſten
, infolge des Krieges ſtellen=
los
, ſucht per 1. November anderes
Engagement, event. auch zur Aus=
hilfe
während des Krieges.
Angebote unter V 27 an die
Geſchäftsſtelle ds. Bl. erb. (*6718ms

Anwaltsgehllfe, 25 Jh. alt,
mit guten Zeugn., ſucht per ſofor
Stellung. Angebote unter V 89
an die Geſchäftsſtelle.
(*6947

Beſſerer Geſchäftsmann, der
durch den Krieg ſein Geſchäft
ſchließen mußte, ſucht Vertrauens=
poſten
auf dem Büro einer Be=
hörde
, als Kaſſierer, Verwalter oder
dergl. gegen kl. mon atl. Vergütung.
Kaution kann geſt. werden. Angeb.
u. V 81 a. d. Geſchäftsſt. (*6908

Weiblich

per 1. Nov. auf
Stenotypiſtill hiefiges An=
waltsbüro
geſucht. Angebote u.
V56 an die Geſchäftsſt. (*6823dfs

in Stenographie, Ma=
Fräulein, ſchinenſchreiben ſowie
Kontorarbeiten bewandert, für hie=
ſiges
Engrosgeſchäft per ſofort ge=
ſucht
. Reflektantinnen belieben ihre
Angebote u. Zeugnisabſchr. unt. W3
a. d. Geſchäftsſtelle z. richt. (*7020sg

Verlangt ein Mädchen für all=
gemeine
Hausarbeit und Allein=
kochen
. Nachzufrag. von 47 Uhr
Samstag und Sonntag nachm.
*6875fs) Heinrichſtr. 143, part.

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geſucht. Angebote unter V 85
an die Geſchäftsſtelle d. Bl. (*6928

In eine Beamtenfamilie wird
ein geſetztes, ſauberes Mädchen
geſucht für Küche und Hausarbeit
Landgraf Philipp=Anl. 5, I. (*6916

Geſucht für 1. November
fein bürgerliche
2

die etwas Hausarbeit übernimmt,
in kleinen Haushalt.
Zu erfragen in der Geſchäfts=
ſtelle
ds. Blattes.
(B19576

Jüngeres Dienſtmädchen geſ.
Näh. in der Geſchäftsſt. (*6843fs

Wir ſtellen ein Lehrmädchen u.
einen Lehrling aus guten
Familien gegen ſofortige Vergüt=
ung
ein. Perſönliche Vorſtellung
erwünſcht. Gebr. Höslein, Hofl.,
Ludwigsplatz.
(19766sg

Süchligs, unabhängige Laufrau
für 2 Stunden mittags geſucht.
B19776) Klappacherſtraße 1, part

Tüchtiges, fleißiges, ſolides
Mädchen (19792
für Küche u. Haushalt ſofort ge=
ſucht
. Zu erfr. Grafenſtr. 18.

Geübte Papierarbeiterin
ſucht C. W. Leske. (*6966so

geſucht, für vormittags
auffrau 2, nachmittags 1 Std.
Wendelſtadtſtraße 36, pt. (*6983

Geſucht

jg. Mädchen m. guten Zeugn., für
ſofort. Kochen nicht erforderlich.
Frau W. Sundheimer=Nagel,
Ernſt=Ludwigſtr. 16, II. (*6988

Lehrmädchen
aus achtbarer Familie gegen ſo
fortige Vergütung geſucht, ferner
Laufjunge
im Alter von 1416 Jahren. (19788
J. Rehfeld, Ludwigſtr. 15.

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ſchreibgewandten
Gehilfen
der auch flott Schreibmaſchine
ſchreibt und mit Regiſtratur ver=
traut
iſt. Angebote mit Zeugnis=
abſchriften
und Gehaltsanſprüchen
ſind zu richten an
Heſſen=Naſſauiſche Baugewerks=
Berufsgenoſſenſchaft
Sektion II Darmſtadt
Rheinſtraße 47. (19502ids

Hieſiges Fabrikgeſchäft=
ſucht
zum ſofortigen Eintritt
tüchtigen, erfahrenen
Bachhaiter
dem nebenbeigauch noch die
Erledigung der Korreſpondenz
obliegt. Gewiſſenhaftes, flot=
tes
und exaktes Arbeiten Be=
dingung
. Ausführliche Ange=
bote
mit Zeugnisabſchriften,
Photographie, ſowie Angabe
der Gehaltsanſprüche und
Militärverhältniſſe erb. unter
V44 a. d. Geſchäftsſt. (19642ds

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Kirchſtraße 17. (*7014

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Lohnender Verdienſt
durch Straßenverkauf eines neuen
illustrierten Kriegsblattes
zum 5 Pfg.=Verkauf. Bewerber
(*6939
melden ſich
Ludwigſtraße 7, Hof.

Geprüfter 2. Heizer
nit guten Zeugniſſen zur Unter=
ſtützung
des Maſchiniſten zum ſo=
fortigen
Antritt geſucht. (19693fs
Wehner & Fahr
Kakao= und Schokoladenfabrik.

Ein kräftiger Fahrburſche geſ.
Franz Thüsing, Kahlertſtr. 36. (*7006

Tüchtige
Aapezierer
ſtellt noch ein (19712fs
J. Glückert
Hof=Möbelfabrik
Darmſtadt.
Tücht. Tapezierer=
gute
Polſterer, per ſofort
für dauernd geſucht.
Joseph Trier
Hofmöbelfabrik. (*9623ms

Jüng. Möbelſchreiner od. Lehr=
junge
, deſſen Meiſter im Felde iſt,
kann eintreten. Angebote unter
V 98 an die Geſchäftsſtelle. (*7002

Fleißiger Fahrburſche, ſowie
tüchtiger Bäckergehilfe per ſofort
geſucht. Näheres Bäckerei und
Konditorei Joh. Jöst, Beſſunger=
(B19747
ſtraße 19.

Einige tüchtige Arbeiter
für dauernd geſucht. P. Baumann,
Kohlenhdl. Landwehrſt. 33. (*6887fg

Lehrling
und jüngerer Hausburſche geſ.
S. Kahn Söhne Nachfolger,
Lederhandlung, (*6931
Darmſtadt, Karlſtraße 3.

für Anwalts
Lehrling büro geſucht
und 5 Uh
Meldung zwiſchen
nachmittags, Hügelſtr. 43. (*6941

werden von 5 M. an
Umzüge übernommen.
L. Hausner’s Möbeltransport=
eſchäft
, Rundeturmſtr. 1. (*6870fs

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1. Angeb. m. Preisangabe unter
V88 a. d. Geſchäftsſt. d. Bl. erb. (*6952

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bei Schwerkranken, ſowie Aus=
fahren
von Kranken und Aus= und
Ankleiden von Toten wird billigſt
übernommen.
(*6924
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kadem. geb. perf. Schneiderin
empf. ſich im Anfertigen eleg.
Jacken=u. Straßenkleider u. ſucht beſſ.
Kunden in u. außer d. Hauſe. An=
geb
. u. U 92 a. d. Geſchäftsſt. (*6914

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werden moderniſiert u. aufgefriſcht
von 50 Pfg. an
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füle u. Zutaten am Lager. Altes
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hüte
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12 Uhr in der Kranichſteinerſtr.,
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markſchein
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teinerſtr
. 41, Hth. I., abzug, da er
erk. iſt, andernf. Anz. erf. (*6980

werden zu aller=
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[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Oktober 1914.

Nummer 279.

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Frettchen Näheres 1. Dillmann,
Weiterſtädterſtr. 35. (19347sms

Tobias Wilders Weg zur Höhe.
Von Zdenko von Kraft.
(Nachdruck verboten.)
57)

Herr Lerch! Ich komme nur, um mich zu verabſchie=
den
. Morgen früh reiſe ich.
Ein leichtes Aufflackern in Daniels Augen. Dann er=
zwang
er ein Lächeln.
Das tut mir leid, Herr Lüdborg.
Dieſe Worte hielten ſich geſchickt auf der Kante zwi=
ſchen
Höflichkeit und Ironie. Doch Daniels Miene, die
ſich bei der Mitteilung von Lüdborgs Abreiſe etwas auf=
gehellt
hatte, verfinſterte ſich wieder, als er in Elſes Augen
eine tiefe Beſtürzung ſah. Er warf ihr einen drohenden
Blick zu, drehte Heinrich den Rücken und trat in die Fen=
ſterniſche
.
Ein bedrückendes Schweigen. Man hörte das leiſe
Ticken der Uhr auf dem Kamin.
Elſe raffte ſich gewaltſam auf.
Kommen Sie, Herr Lüdborg! Wir wollen zum Ab=
ſchied
noch eine von unſeren Sonaten ſpielen. Ihre Stimme
zitterte. Wer weiß, wann das wieder kommen wird?
Sie wollte den Flügel öffnen. Aber Daniel hatte ſich
umgedreht und maß ſie mit kaltem Blick.
Elſe! Ich bin heute nicht aufgelegt, Muſik zu hören.
Und wünſche, daß Du nicht mehr ſpielſt. Ich habe genug
davon!
Das klang wie ein ſchwirrender Pfeil. Und wieder
trafen ſich die Blicke der beiden Männer.
Draußen begannen feuchte, graue Flocken zu fallen.
Es wurde dunkler in der Stube, und Elſe wollte die
Lampe anzünden.
Nicht! Ich bitte! ſagte Heinrich. In der Dämmerung
plaudert man leichter. Und wenn es Herrn Lerch nicht
ſtört, ſo möchte ich . Er zögerte. Die Dämmerung hat
ſo ihre alten Gewohnheiten. Man ſagt doch: die Märchen=
ſtunde
. Wenn Sie hören wollen, Fräulein, Elſe, dann

ja, dann möchte ich ein Märchen erzählen. Das mir ein=
gefallen
iſt. Heute. Auf dem Herweg. Ich beſorge nur,
Herr Lerch könnte vermuten, daß auch in einem Märchen
Muſik iſt gute und böſe.
Lerch blieb in der Fenſterniſche ſtehen. Doch er ſtreckte
ſich langſam. Wie Elſe, diegſich wortlos auf den Klavier=
ſeſſel
niedergelaſſen hatte, ſo hörte auch er aus Heinrichs
ruhig ſcheinenden Worten ein verſchloſſenes Vibrieren der
Stimme heraus. Seine Antwort war ein kurzes, hartes
Lachen. Und dann begann er in nervöſem Unbehagen mit
einem alten koſtbaren Falzbein aus Silber und Eberzahn
zu ſpielen.
Heinrich ſah ihm ins Geſicht.
Wenn Sie alſo erlauben, Herr Lerch, ſo möchte ich
Fräulein Elſe das Märchen von Chriſtian Eigner und
ſeiner Krone erzählen. Und ich glaube faſt, daß dieſes
Märchen auch Sie intereſſieren dürfte jedenfalls mehr
als eine von unſeren Sonaten. Es ſteckt zuweilen viel
Sinn in ſolch einer alten Geſchichte.
Daniel Lerch ſchien ungeduldig zu werden. Er lachte
wieder und ſagte: Na alſo los! Es war einmal
ſo fangen die Märchen doch an?
Nicht alle. Was ein rechtes und richtiges Märchen des
Lebens heißt, kann auch mit den Worten beginnen: Es
iſt noch immer
Der andere in der Fenſterniſche blieb ſtumm. Nur
ſein Mund verzog ſich zu einem Lächeln. Und ſeine Augen
ſchoſſen einen Zornblick zu Lüdborg hinüber.
Aber wenn Sie wünſchen, Herr Lerch, ſo kann ich
mein Märchen auch ganz nach Ihrer Vorſchrift beginnen.
Heinrich lehnte ſich gegen den Tiſch. Da hatte er Daniel
Lerch und auch Elſe vor ſich, aus deren weit geöffneten
Augen eine bange, wachſende Erregung ſprach. Alſo
es war einmal ein Bäckermeiſter. Franz Eigner hieß er.
Der hatte einen Sohn mit Namen Chriſtian. Der Bäcker
var als Vater nicht glücklich. Sein Chriſtian war ein
ungeratener Junge. Der Vater verſuchte es mit Strenge

und Milde. Nichts wollte nützen. Da ſchnürte er für
den Jungen ein Bündel, gab einen Taler dazu und ſchickte
den Chriſtian in die Welt. Chriſtian wanderte nicht gern.
Bald fingen ihm die wehleidigen Füße zu ſchmerzen an.
Und weil der Taler ſchon gleich am erſten Tage verbraucht
war, mußte Chriſtian arbeiten, wenn er leben wollte. Aber
das Arbeiten behagte ihm nicht. Er dachte: Wenn ich doch
nur ein Königsſohn wäre; da hätt’ ich ſchöne Kleider und
eine goldene Krone; und hätte zu eſſen und zu trinken,
was ich immer nur wollte; und eine ſchöne Prinzeſſin
müßte meine Braut werden; und meine Braut dürfte
immer nur tun, was mir gefällt. Und kaum hatte er das
geſagt, als ſich der Wald, in dem er ſich befand, verfinſterte.
Und ein kleines Männlein mit langem, weißem Barte
ſtand vor ihm. Eine goldene Krone glänzte auf ſeinem
Haupt.
Daniel Lerch wurde heiter. Natürlich! Der Zwerg!
Der unvermeidliche! Sie haben wohl Sympathie für
Zwerge? Nun, jeder nach ſeiner Art! Mir wäre ein
Märchen von einem Rieſen lieber.
Elſe ſchien in Zorn erwidern zu wollen. Doch Hein=
rich
ſagte raſch und ruhig: Ihren Wunſch kann ich leider
nicht erfüllen, Herr Daniel Lerch! Denn dieſer Chriſtian
Eigner, von dem ich da erzählen muß, iſt kein Rieſe. Und
war auch niemals einer obwohl er zuweilen eine be=
ſondere
Art von Kraft in ſich vermutete. Bei Ihrer Fülle
von Menſchenkenntnis wiſſen Sie wohl, Herr Lerch, daß
ſolch ein Kleiner ſich gerne für ein Kraftgenie oder einen
Rieſen hält, wenn er nur ein Verbrecher iſt.
Heinrich ſtand unbeweglich und blickte zum Fenſter
hinüber. Und Daniel Lerch, deſſen Hände nervös mit dem
Falzbein ſpielten, zog langſam die Augenbrauen in die
Höhe. Während dieſes kurzen Schweigens glitten Elſes
verängſtigte Augen zwiſchen den beiden hin und her, als
wollten ſie ungeſprochene Worte erlauſchen.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Nr. 149.

Samstag, 10. Oktober.

1914.

Bekanntmachung,

Betreffend: Die Muſterung und Aushebung der unausgebildeten Landſturmpflich=
tigen
.
Es wird hierdurch zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß die Muſterung und
Aushebung der militäriſch nicht ausgebildeten Landſturmpflichtigen in der Zeit
vom 15. bis 19. Oktober 1914 im Hauſe der Turngemeinde, Woogsplatz 5, ſtattfindet.
Es haben zu erſcheinen:
Donnerstag, den 15. Oktober 1914
Vormittags ½8 Uhr: Die im Jahre 1890 geborenen Leute aus der Stadt Darm=
ſtadt
und ſämtlichen Landgemeinden des Kreiſes.
Nachmittags ½2 Uhr: Die im Jahre 1888 geborenen Leute aus der Stadt Darm=
ſtadt
und ſämtlichen Landgemeinden des Kreiſes.
Freitag, den 16. Oktober 1914
Vormittags ½8 Uhr: Die im Jahre 1894 und 1891 geborenen Leute aus der
Stadt Darmſtadt und ſämtlichen Landgemeinden des Kreiſes.
Nachmittags ½2 Uhr: Die im Jahre 1889 geborenen Leute aus der Stadt Darm=
ſtadt
und ſämtlichen Landgemeinden des Kreiſes.
Samstag, den 17. Oktober 1914.
Vormittags ½8 Uhr: Die im Jahre 1893 und 1892 geborenen Leute aus der
Stadt Darmſtadt und ſämtlichen Landgemeinden des Kreiſes,
ſowie die im. Jahre 1887, geborenen Leute aus den Ge=
meinden
Arheilgen, Braunshardt, Eberſtadt, Eich, Erzhauſen,
Eſchollbrücken, Gräfenhauſen, Griesheim, Hahn, Malchen,
Meſſel, Nieder=Beerbach, Nieder=Ramſtadt und Waſchenbach.
Nachmittags ½2 Uhr: Die im Jahre 1887 geborenen Leute aus der Stadt Darm=
ſtadt
und den Gemeinden Ober=Ramſtadt, Pfungſtadt, Roß=
dorf
, Schneppenhauſen, Traiſa, Weiterſtadt und Wixhauſen.
Montag, den 19. Oktober 1914
Vormittags ½8 Uhr: Die im Jahre 1886 geborenen Leute aus der Stadt Darm=
ſtadt
und ſämtlichen Landgemeinden des Kreiſes.
Nachmittags ½2 Uhr: Die im Jahre 1885 geborenen Leute aus der Stadt Darm=
ſtadt
und ſämtlichen Landgemeinden des Kreiſes.
Sämtliche vom Aufruf betroffenen Landſturmpflichtigen ſind zur Teilnahme an
er Muſterung verpflichtet und haben ſich an den vorbezeichneten Tagen und Zeiten
fünktlich im Muſterungslokal einzufinden mit Ausnahme:
1. derjenigen, welche von der Geſtellung ausdrücklich befreit worden ſind;
2. der vom Dienſt im Heere und in der Marine Ausgemuſterten:
3. ber Gemütskranken, Blödſinnigen und Krüppel uſw.
Die im Dienſte der Eiſenbahnen, der Poſt, der Telegraphie und der mili=
täriſchen
Fabriken feſt angeſtellten Beamten und ſtändigen Arbeiter, die von ihren
Behörden als unabkömmlich anerkannt und für die Unabkömmlichkeitsbeſcheinigungen
eingereicht werden, ſind von der perſönlichen Geſtellung gleichfalls befreit.
Wer der Geſtellung keine Folge leiſtet, hat die im Militärſtrafgeſetz und der
Disziplinarſtrafordnung vorgeſehenen Strafen zu gewärtigen.
Geſuche um Entbindung von der Geſtellung ſind unzuläſſig.
Zugleich werden diejenigen, welche der Aufforderung, ſich zur Stammrolle zu
melden, bis ietzt nicht nachgekommen ſind, nochmals aufgefordert, dies unverzüglich zu tun
und ſich zur Muſterung einzufinden, ſoweit ſie den vorerwähnten Jahrgängen angehören.
Gleichzeitig werden die Landſturmpflichtigen aufgefordert, ſich während der
Muſterung im und vor dem Muſterungslokal, ſowie auch in den Straßen der Stadt
ruhig zu verhalten, andernfalls Zuwiderhandelnde in Polizeigewahrſam genommen
würden und nach Maßgabe der einſchlägigen geſetzlichen Beſtimmungen Strafe zu
gewärtigen hätten.
Wegen dringender häuslicher und gewerblicher Verhältniſſe können Landſturm=
pflichtige
hinter die letzte Jahresklaſſe ihres Aufgebots, in beſonders dringenden Fällen
auch hinter die letzte Jahresklaſſe des zweiten Aufgebots zurückgeſtelt werden.
Derartige Geſuche ſind bei den=Großh: Bürgerweiſtereien unverzüglich anzu=
bringen
und aufs eingehendſte zu begründen, wenn ſie Berückſichtigung erfahren ſollen.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Kreiſes Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Betreffend: Die Muſterung und Aushebung der unausgebildeten Landſturmpflich=
pflichtigen
.
An die
Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes Darmſtadt.
Unter Bezugnahme auf die vorſtehende Bekanntmachung lade ich Sie ein, ſich
mit den Landſturmpflichtigen Ihrer Gemeinde an den betreffenden Tagen bei der
Muſterung einzufinden, oder ſich im Falle der Verhinderung durch jemand vertreten
zu laſſen, welchem die Verhältniſſe der Landſturmpflichtigen genau bekannt ſind.
Ich empfehle Ihnen, die Landſturmpflichtigen noch ausdrücklich auf meine vor=
ſtehende
Bekanntmachung hinzuweiſen, bezw. dieſelbe in ortsüblicher Weiſe zu ver=
öffentlichen
.
Sollten ſich inzwiſchen noch Leute bei Ihnen angemeldet haben, bezw. bis zum
Termin noch anmelden, ſo wollen Sie dieſelben alsbald und ſpäteſtens im Muſte=
rungstermin
namhaft machen.
(19752
Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Kreiſes Darmſtadt.
Dr. Reinhart.

Betr.: Das Landſturmgeſchäft im Kreiſe Darmſtadt.
An die Großh. Bürzermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.

Sofern inzwiſchen in Ihren Gemeinden noch Perſonen zugezogen ſein ſollten,
die in den Jahren 1876 bis 1894 geboren ſind und dem unausgebildeten Land=
ſturm
angehören, wollen Sie mir dieſelben unter Benutzung von Formular für Land=
ſturm
=Stammrollen umgehend hierher namhaft machen.
Darmſtadt, den 7. Oktober 1914.
(19721
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks
Darmſtadt.
Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Die wegen Ausbruchs der Maul= und Klauenſeuche in Meſſel mit Bekannt=
machung
vom 2. September d. J., (Amtsverkündigungsblatt Nr. 118 vom 3. September
d. Js.) angeordneten Maßnahmen werden, wie folgt, abgeändert und ergänzt:
I. Die über die geſamte Gemarkung Meſſel verhängte Sperre wird aufgehoben.
Zum Sperrbezirk wird nur erklärt die Bruchſtraße in Meſſel und ſämtliche an
ihr gelegenen Hofreiten.
II. Für dieſen Sperrbezirk bleiben die unter II der Bekanntmachung vom 2. Sep=
tember
d. Js. getroffenen Anordnungen beſtehen.
IIII. Ferner bleiben für dieſen Sperrbezirk beſtehen die Anordnungen der Bekannt=
machung
vom 2. September d. Js. über
a) die verſeuchten Gehöfte,
b) die nicht verſeuchten Gehöfte.
IV. Der nicht zum Sperrgebiet erklärte Teil der Gemeinde und Gemarkung Meſſel
bildet ein Beobachtungsgebiet.
Für das Beobachtungsgehiet gelten folgende Anordnungen:
1. Aus dem Beobachtungsgebiet darf Klauenvieh ohne ortspolizeiliche Geneh=
migung
nicht entfernt werden. Auch iſt das Durchtreiben von Klauenvieh und
das Durchfahren mit fremden Wiederkäuergeſpannen durch das Beobachtungs=
gebiet
verboten.
Das Verbot des Durchtreibens einſchließlich Durchführens und des Durch=
fahrens
mit Wiederkäuergeſpann erſtreckt ſich nicht auf Klauenvieh das im
Beobachtungsgebiet bleibt.
9. Die Ausfuhr von Klauenvieh, zum Zwecke der Schlachtung iſt, wenn die
früheſtens 48 Stunden vor dem Abgang der Tiere vorzunehmende tierärztliche
Unterſuchung ergibt, daß der geſamte Viehbeſtand des Gehöfts noch ſeuchenfrei
iſt, von der Ortspolizeibehörde zu geſtatten, und zwar:
a) nach Schlachtſtätten in der Nähe liegender Orte:
b) nach in der Nähe liegenden Eiſenbahnſtationen oder Häfen ( Schiffsanlege=
ſtellen
) zur Weiterbeförderung nach Schlachtviehhöfen und öffentlichen Schlacht=

M e
dem Schiffe unmittelbar oder von der Entladeſtation aus zu Wagen zugeführt
werden.
Für den Transport nach in der Nähe liegenden Orten, Eiſenbahnſtationen
oder Häfen (Schiffsanlegeſtellen) iſt von der Ortspolizeibehörde anzuordnen, daß
er zu Wagen oder auf ſolchen Wegen erfolgt, die von anderem Klauenvieh nicht
betreten werden. Durch Vereinbarung mit der Eiſenbahn= oder ſonſtigen Betriebs=
verwaltung
und, ſoweit nötig, durch polizeiliche Begleitung iſt dafür Sorge zu
tragen, daß eine Berührung mit anderem Klauenvieh, ſofern dies gleichfalls aus
einem Beobachtungsgebiete ſtammt, auf dem Transporte nicht ſtattfinden kann.
Die Polizibehörde des Schlachtoris iſt von dem bevorſtehenden Eintreiſfen der
Tiere rechtzeitig zu benachrichtigen.
Bei Klauenvieh, das im Beobachtungsgebiet abgeſchlachtet wird oder das zür
Abſchlachtung in einen benachbarten Sperrbezirk gelangt, kann die Unterſuchung
des Beſtandes auch durch den zuſtändigen Fleiſchbeſchauer vorgenommen werden.
Beim Transport der Schlachttiere nach Orten des Beobachtungsgebietes oder in
einen an dieſes angrenzenden Sperrbezirk wird von der Beſörderung zu Wagen
Abſtand genommen.
3. Die Ausfuhr von Klauenvieh zu Nutz= oder Zuchtzwecken darf nur mit
unſerer Genehmigung erfolgen. Dieſe Genehmigung wird nur unter der Be=
dingung
erteilt, daß eine früheſtens 24 Stunden vor dem Abgang der Tiere vor=
zunehmende
amtstierärztliche Unterſuchung die Seuchenfreiheit des geſamten Vieh=
beſtandes
des Gehöfts ergibt, und daß ſich die Polizeibehörde des Beſtimmungs=
orts
mit der Einfuhr einverſtanden erklärt hat. Am Beſtimmungsorte ſind die
Tiere auf die Dauer von mindeſtens neun vollen Tagen der polizeilichen Beob=
achtung
(Quarantäne) zu unterſtellen. Auf den Transport und die Anmeldung
der Tiere finden die Beſtimmungen der Ziffer 2 ſinngemäß Anwendung=
Hinſichtlich der polizeilichen Beobachtung gelten die Beſtimmungen über
Qugrantäne.
4. Die Einfuhr von Klauenvieh in das Beobachtungsgebiet zur Schlachtung
und zu Nutz= und Zuchtzwecken iſt geſtattet, nicht aber zu Handelszwecken.
5. Im ganzen Bereiche des Beobachtungsgebietes iſt der gemeinſchaftliche Weide=
gang
von Klauenvieh aus den Beſtänden verſchiedener Beſitzer und die gemein=
ſchaftliche
Benutzung von Brunnen, Tränken und Schwemmen für Klauenvieh
verboten.
6. Der Weidegang für Schweine iſt verboten. Schafherden iſt von der Großh.
Bürgermeiſterei ein beſonderer Weidediſtrikt anzuweiſen. Werden ſie außerhalbe
dieſes Diſtrikts angetroffen, ſo wird ihre Aufſtallung oder Einpferchung angeord=
net
werden.
V. Die Anordnung unter V. der Bekanntmachung vom 2. September d. Js. bleibt
beſtehen.
VI. Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen werden nach §§ 74 kl. des
Reichsviehſeuchengeſetzes vom 26. Juni 1909 beſtraft.
Darmſtadt, den 8. Oktober 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
An die Großhherzoglichen Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir weiſen Sie auf obige Bekanntmachung hin. Sie iſt ſofort ortsüblich bekannt
zu geben. Der Befolg der Anordnungen iſt ſtreng zu überwachen.
Etwa in Ihren Gemeinden wohnende Viehhändler ſind von den Anordnungen
ſogleich beſonders in Kenntnis zu ſetzen.
Darmſtadt, den 8. Oktober 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.

J. V.: Dr. Reinhart.

(19761

Bekanntmachung.

Die wegen Ausbruchs der Maul= und Klauenſeuche in Nieder=Beerbach mir Be=
kanntmachung
vom 20. September d. Js. (Amtverkündigungsblatt Nr. 135 vom 22. Sep=
tember
d. Js.) angeordneten Maßnahmen werden, wie folgt, abgeändert und ergänzt:
I. Die über die geſamte Gemarkung Nieder=Beerbach verhängte Sperre wird auf=
gehoben
.
Zum Sperrbezirk wird nur erklärt der obere Teil der Untergaſſe in Nieder=
Beerbach bis zum Brunnengäß ſchen und ſämtliche dort gelegenen Hofreiten.
III. Für dieſen Sperrbezirk bleiben die unter II der Bekanntmachung vom 20. Sep=
tember
d. Js. getroffenen Anordnungen beſtehen.
III. Ferner bleiben für dieſen Sperrbezirk beſtehen die Anordnungen der Bekannt=
machung
vom 20. September d. Js. über:
a) die verſeuchten Gehöfte.
b) die nicht verſeuchten Gehöfte.
IV. Der nicht zum Sperrbezirk erklärte Teil der Gemeinde und Gemarkung Nieder=
Beerbach bildet ein Beobachtungsgebiet.
Für das Bcobachtungsgebiet gelten folgende Anordnungen:
1. Aus dem Beobachtungsgebiet darf Klauenvieh ohne ortspolizeiliche Geneh=
migung
nicht entfernt werden. Auch iſt das Durchtreiben von Klauenvieh und=
das
Durchfahren mit fremden Wiederkäuergeſpannen durch das Beobachtungs=
gebiet
verboten.
Das Verbot des Durchtreibens einſchließlich Durchführens und des Durch=
fahrens
mit Wiederkäuergeſpann erſtreckt ſich nicht auf Klauenvieh das im
Beobachtungsgebiet bleibt.
2. Die Ausfuhr von Klauenvieh, zum Zwecke der Schlachtung iſt, wenn die
früheſtens 48 Stunden vor dem Abgang der Tiere vorzunehmende, tierärztliche
Unterſuchung ergibt, daß der geſamte Viehbeſtand des Gehöfts noch ſeuchenfrei
iſt, von der Ortspolizeibehörde zu geſtatten, und zwar:
a) nach Schlachtſtätten in der Nähe liegender Orte;
b) nach in der Nähe liegenden Eiſenbahnſtationen oder Häfen ( Schiffsanlege=
ſtellen
) zur Weiterbeförderung nach Schlachtviehhöfen und öffentlichen Schlacht=
häuſern
, vorausgeſetzt, daß dieſen die Tiere auf der Eiſenbahnſtation oder mit
dem Schiffe unmittelbar oder von der Entladeſtation aus zu Wagen zugeführt
werden.
Für den Transport nach in der Nähe liegenden Orten, Eiſenbahnſtationen
oder Häfen (Schiffsanlegeſtellen) iſt von der Ortspolizeibehörde anzuordnen, daß
er zu Wagen oder auf ſolchen Wegen erfolgt, die von anderem Klauenvieh nicht
betreten werden. Durch Vereinbarung mit der Eiſenbahn= oder ſonſtigen Betriebs=
verwaltung
und, ſoweit nötig, durch polizeiliche Begleitung iſt dafür Sorge zu
tragen, daß eine Berührung mit anderem Klauenvieh, ſofern dies gleichfalls aus
einem Beobachtungsgebiete ſtammt, auf dem Transporte nicht ſtattfinden kann.
Die Polizeibehörde des Schlachtorts iſt von dem bevorſtehenden Eintreffen der
Tiere rechtzeitig zu benachrichtigen.
Bei Klauenvieh, das im Beobachtungsgebiet abgeſchlachtet wird oder das zur
Abſchlachtung in einen benachbarten Sperrbezirk gelangt, kann die Unterſuchung
des Beſtandes auch durch den zuſtändigen Fleiſchbeſchauer vorgenommen werden.
Beim Transport der Schlachttiere nach Orten des Beobachtungsgebietes oder in
einen an dieſes angrenzenden Sperrbezirk wird von der Beförderung zu Wagen
Abſtand genommen.
3. Die Ausfuhr von Klauenvieh zu Nutz= oder Zuchtzwecken darf nur mit
unſerer Genehmigung erfolgen. Dieſe Genehmigung wird nur unter der Be=
dingung
erteilt, daß eine früheſtens 24 Stunden vor dem Abgang der Tiere vor=
zunehmende
amtstierärztliche Unterſuchung die Seuchenfreiheit des geſamten Vieh=
beſtandes
des Gehöfts ergibt, und daß ſich die Polizeibehörde des Beſtimmungs=
orts
mit der Einfuhr einverſtanden erklärt hat. Am Beſtimmungsorte ſind die
Tiere auf die Dauer von mindeſtens neun vollen Tagen der polizeilichen Beob=
achtung
(Quarantäne) zu unterſtellen. Auf den Transport und die Anmeldung
der Tiere finden die Beſtimmungen der Ziffer 2 ſinngemäß Anwendung.
Hinſichtlich der polzeilichen Beobachtung gelten die Beſtimmungen über
Quarantäne.
1 Die Einfuhr von Klauenvieh in das Beobachtungsgebiet zur Schlachtung
und zu Nutz= und Zuchtzwecken iſt geſtattet, nicht aber zu Handelszwecken.
5. Im ganzen Bereiche des Beobachtungsgebietes iſt der gemeinſchaftliche Weide=
gang
von Klauenvieh aus den Beſtänden verſchiedener Beſitzer und die gemein=
ſchaftliche
Benutzung von Brunnen, Tränken und Schwemmen für Klauenvieb
verboten.

[ ][  ][ ]

Nummer 149.

Amtsverkundigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.

Samstag, den 10. Oktober 1914.

6. Der Weidegang für Schweine iſt verboten. Schafherden iſt von der Großh.
Bürgermeiſterei ein beſonderer Weidediſtrikt anzuweiſen. Werden ſie außerhalb
dieſes Diſtrikts angetroffen, ſo wird ihre Aufſtallung oder Einpferchung angeord=
net
werden.
V. Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen werden nach §§ 74 kf. des
Reichsviehſeuchengeſetzes vom 26. Juni 1909 beſtraft.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir weiſen Sie auf obige Bekanntmachung hin. Sie iſt ſofort ortsüblich bekannt
zu geben. Der Befolg der Anordnungen iſt ſtreng zu überwachen.
Etwa in Ihren Gemeinden wohnende Viehhändler ſind von den Anordnungen
ſogleich beſonders in Kenntnis zu ſetzen.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(19762
I. V.: Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Am 12. und 13. ds. Mts. wird, jedesmal von 12 bis 6 Uhr nachmittags, Scharf=
ſchießen
der Feldartillerie auf dem Truppenübungsplatz ſtattfinden. Die Abſperrung
erſtreckt ſich über das Abſperrgelände.
(19794
Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.

Bekanntmachung.

Am Sonntag, den 11. d. Mts. wird von 12 bis 4 Uhr nachmittags Scharf=
ſchießen
mit Infanterie=Munition auf dem Truppenübungsplatz ſtattfinden. Die
Abſperrung erſtreckt ſich bis zum Landgraben.
Darmſtadt, den 6. Oktober 1914.
(19618ds
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I V.: Dr. Reinhart.

Die bei Berechnung der Lieferungen für die Armee zugrunde zu legenden Durch=
ſchnittsmarktpreiſe
im Kreiſe Darmſtadt haben im Monat September 1914 für Hafer
26 Mk., für Heu 8 Mk., für Stroh 6 Mk. pro 100 Kilo betragen.
(19720

In Mörfelden (Kreis Groß=Gerau) iſt die Maul= und Klauenſeuche feſtgeſtellt
worden.
Die geſamte Gemarkung Mörfelden iſt Sperrbezirk.
(19765
Ein Beobachtungsgebiet wurde vorerſt nicht gebildet.

Bekanntmachung,
die Ueberwachung der verwundeten und erkrankten Militärperſonen betreffend.

Jeder in eine Privatpflegeſtätte, ſei ſie groß oder klein, überwieſene verwundete
oder kranke Angehörige des Heeres oder der Marine iſt von dem Inhaber der Privat=
pflegeſtätte
(Leiter oder Haushaltungsvorſtand) innerhalb 24 Stunden bei der Orts=
polizeibehörde
unter Angabe des Namens der Militärperſonen, des Truppenteiles
und des Lazarettes, aus dem die Militärperſon überwieſen iſt, anzumelden. Eine

Abſchrift dieſer Meldung iſt von der Ortspolizeibehörde umgehend dem zu=
ſtändigen
Bezirkskommando zuzuſtellen.
Die auf Antrag von Angehörigen erbetene Ueberführung Verwundeter oder
Kranker in die Heimat iſt als Ueberführung in eine Privatpflegeſtätte zu betrachten
und nach den vorſtehenden Grundſätzen zu behandeln. Derartige etwa in der eigenen
Familie untergebrachte Militärperſonen ſind nach den vorſtehenden Grundſätzen eben=
falls
bei der Ortspolizeibehörde anzumelden, die in der vorbezeichneten Weiſe zu
verfahren hat.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.
(19763
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: von Starck.

Frankfurt a. M., den 6. Oktober 1914.
XVIII. Armeekorps.
Stellvertretendes Generalkommando.
Abtlg. VI J.=No. 31836.
Abſendung von Liebesgaben.
Im Etappengebiet wird ſowohl von Seiten der Etappen=Inſpektion wie auch
von Seiten des Militär=Inſpekteurs der freiwilligen Krankenpflege auf das Ein=
dringlichſte
über einen uferloſen Autoverkehr mit Liebesgaben geklagt. Es iſt daher
ſeitens der Etappen=Inſpektionen angeordnet, daß derartige Transporte, deren Be=
gleiter
ſich nicht einwandfrei als Delegierte der freiwilligen Krankenpflege aus=
weiſen
, ſofort anzuhalten und nach dem Etappen=Hauptort zu leiten ſind, woſelbſt
über die Liebesgaben ſelbſt im Sinne der Dienſtvorſchrift für die freiwillige Kranken=
pflege
(D. fr. K.) Ziff. 102 Abſ. 5 verfügt werden wird.
Die Autofahrer und ihre Begleiter, die ſich nicht ganz einwandfrei ausweiſen
können, werden ſofort in Haft genommen.
Ob und wie weit die einwandfreien Autos in das Operationsgebiet fahren
dürfen und welchen Truppen die Liebesgaben zugeführt werden ſollen, beſtimmt die
Etappen=Inſpektion.
Letztere teilt ferner mit, daß als Liebesgaben z. Zt. beſonders erwünſcht ſind:
Warmes Unterzeug, guter Wein, Rum, Zigarren, Tabak, Dauerwurſt,
Speck, Kakao, Schokolade.
Im Anſchluß an vorſtehende Mitteilungen der Etappen=Inſpektion beſtimmt
das ſtellv. Generalkommando unter Aufhebung aller früheren Beſtimmungen:
Liebesgaben für Angehörige des Feldheeres gelangen zur Abſendung an
die Truppe:
1. durch ſämtliche Erſatztruppenteile des Korpsbezirks,
2. durch die immobile Etappen=Kommandantur Nr. II Frankfurt=Süd (Bureau:
Sachſenhauſen, Mittlerer Haſenpfad 5), durch die immobile Etappen= Kom=
mandantur
Nr. III Darmſtadt (Bureau: Poſtamt II),
3. durch die Abnahmeſtellen in Frankfurt a. M.
a) Abnahmeſtelle freiwilliger Gaben Nr. I (Hotel, Bahnhofsplatz 18) für
Lazarett=Bedarfsartikel,
b) Abnahmeſtelle freiwilliger Gaben Nr. II (Hedderichſtraße 59) für ſämt=
liche
übrige Liebesgaben.
Sämtliche ſonſtige Sammelſtellen des Korpsbezirks haben die bei ihnen zuſam=
menſtrömenden
Liebesgaben an vorgenannte Stellen abzuführen.
Etwaige vereinzelte Ausnahmen von vorſtehenden Beſtimmungen bedürfen der
usdrücklichen Genehmigung der zuſtändigen Herren Territorialdelegierten. (19764
Der ſtellv. kommandierende General
Freiherr von Gall, General der Infanterie.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 Portemonnaie mit über 4 Mk. Inhalt. 1 dunkel=
grüner
Damenſchirm. 1 weiße Metallbroſche (ein M darſtellend).
1 ſchwarzer Handſchuh. 1 Paar neue Hoſenträger. 1 Paar ſchwarz=
lederne
Kinderſchuhe, 1 weißes Taſchentuch, gez. Käthe. 1 weißes
Taſchentuch, gez. P. S. 3 kleine neue braune Riemen (in einer Auto=
droſchke
liegen geblieben). 1 weiße Zierſchürze. Eine Anzahl Schlüſſel.
(19723
Zugeflogen: 1 weiße Lockentaube mit Klubring.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Spitzhund, 2 Pinſcher, 1 Boxer. 1 Dogge, 1 Pinſcher,
1 Kriegshund (zugelaufen). Die Hunde können von den Eigen=
tümern
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteige=
rung
der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,
(19739
vormittags 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 11. Okt.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße, und Beſſunger
Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr
ab geſchloſſen.

Impftermin.

In dem Mädchenſchulhauſe Beſſunger Straße 67 findet Mitt=
woch
, den 14. Oktober, nachmittags von 24 Uhr, ein öffent=
licher
unentgeltlicher Impftermin und Mittwoch, den 21. Oktober
I. Js., nachmittags von 24 Uhr der Nachſchautermin für die
Kinder des Beſſunger Stadtbezirks ſtatt.
Impfpflichtig ſind alle im vorigen Jahre geborenen, ſowie die
aus früheren Jahrgängen mit der Impfung im Rückſtande verbliebenen
Kinder.
Ich mache noch beſonders darauf aufmerkſam, daß aus einem
Hauſe, in dem anſteckende Krankheiten wie Scharlach, Maſern,
Diphtherie, Krupp, Keuchhuſten, Flecktyphus, roſenartige Entzündungen
oder die natürlichen Pocken herrſchen, die Impflinge zum allgemeinen
Termin nicht gebracht werden dürfen, und daß die Kinder zum
Impftermin mit reingewaſchenem Körper und mit reinen Kleidern
gebracht werden müſſen.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
(19753si

Bekanntmachung.
(Stadtwald.)

Bei der überaus reichen Zubringung von guten Saat=Eicheln
iſt unſer Bedarf bereits gedeckt. Wir empfehlen deshalb den Samm=
lern
, die Eicheln anderen Abnehmern (Samenhandlungen, Landwirten,
Wildparks) anzubieten. Erlaubnisſcheine zum Leſen ſind für den
Stadtwald nicht mehr erforderlich. Das Sammeln wird hier frei=
gegeben
und gewünſcht, daß die reiche Eichelernte möglichſt aus
genützt und die Sqnmler ſich um Abnehmer ſelbſt bemühen möchten.
(19718
Darmſtadt, den 8. Oktober 1914.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.

Bekanntmachung.
(Stadtwald.)

Die Stadtallee iſt vom Groß=Gerauer Weg bis zur neuen
Bahnbrücke vom Dienstag den 6. Oktober an bis gegen den
20. Oktober I. J. wegen Ausführung von Kanalarbeiten für
Fuhrwerks= und Radfahrerverkehr geſperrt.
(19472os
Darmſtadt, den 3. Oktober 1914.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.

An die Einwohnerſchaft Darmſtadts!
Infolge der ſtark geſtiegenen und noch dauernd
weiter ſteigenden Preiſe für Fettſchweine ſehen ſich
ie Schweinemetzger Darmſtadts genötigt, von Sonn=
ag
, den 11. Oktober 1914 ab, einen Preisaufſchlag
auf Fleiſch= und Wurſtwaren eintreten zu laſſen.
Die Schweinemetzger Darmſtadts.

19781)

Mahnung
der Gemeindeſteuer.

Das Ende September ds. Js.
fällig geweſene 3. Ziel der Ge=
meindeſteuer
für 1914 iſt bis zum
10. ds. Mts. hierher zu bezahlen.
Geſchieht dies nicht, dann wird
das koſtenpflichtige Zwangsvoll=
ſtreckungsverfahren
eingeleitet und
es werden vom 12. Oktober ab
Pfandkoſten erhoben.
Dieſe öffentliche Mahnung trit
mit Genehmigung Großh. Mini=
ſteriums
des Innern für die Dauer
der Kriegszeit an Stelle der ſeit=
herigen
Zettelmahnung.
Darmſtadt, 2. Oktober 1914.
Die Stadtkaſſe.
Koch. (19381a

Bekanntmachung.

Laut Beſchluß der Geſellſchafter=
Verſammlung vom 31. Auguſt d.
J. iſt die Wartburg=Buchhandlung
G. m. b. H. in Darmſtadt aufge=
löſt
. Die Gläubiger der Geſell=
ſchaft
werden hiermit aufgefordert,
ſich innerhalb 6 Wochen bei der
Geſellſchaft zu melden. (19682fsg
Darmſtadt, 7. Oktober 1914.
Wartburg=Buchhandlung
i. Liqu.

Von heute ab
dauernd friſches Blut
zu haben aus der Armee= Kon=
erven
=Fabrik in Mainz (19631ds
per Liter 24 Pfg.
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Auskunft über Beſtand=
teile
und Wirkungsweiſe ärztlich
verordneter Rezepte; (wichtig für
diejenigen, die auch unbewußt keine
Gifte einnehmen wollen, da einem
Apotheker die Auskunft geſetzlich
verboten iſt).
H. Metzler,
Darmſtadt, Schützenſtr. 7. Tel. 1130.

Die Arbeiten und Lieferungen für die Erbauung eines Dienſt=
wohngebäudes
für vier mittlere Beamte auf Bahnhof
Kranichſtein ſollen nach Loſen getrennt vergeben werden.
Los b umfaßt die Erd= und Maurerarbeiten,
Los II die Zimmerarbeiten.
Verdingungsanſchläge ſind bei dem unterzeichneten Amte wähe
rend der Dienſtſtunden Werktags von 812 und von 2½ 6 Uhr
einzuſehen, und können für Los I zum Preiſe von 0,90 Mk., für
Los II zum Preiſe von 0,70 Mk. bei porto= und beſtellgeldfreier Ein=
ſendung
des Betrages in bar, bezogen werden.
Angebote mit entſprechender Aufſchrift ſind bis Dienstag, den
20. Oktober 1914, vormittags 100 Uhr, bei dem unterzeichneten
Amte einzureichen.
Zuſchlagsfriſt: 4 Wochen.
Darmſtadt, den 7. Oktober 1914.
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Meiner werten Kundſchaft zur Kenntnis, daß ich
dieſes Jahr wieder mit
prima Tafel= und Wirtſchaftsobſt
auf dem Obſtmarkte Darmſtadt, Schützenhof,
ſein werde, und bitte um geneigten Zuſpruch. (19624dfs
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Peter Breitwieser, Eberstadt b. D.

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[ ][  ][ ]

Nummer 279.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Oktober 1914.

Seite 13.

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Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Oktober 1914.

Nummer 279.

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Nummer 279.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Oktober 1914,

Seite 15.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
B 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur fur
pringende Falle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 6. Okt.; dem Bierbrauer Lorenz
Egelſeer, Rhönring 121, ein S. Johann Wilhelm. Am
28. Sept.; dem Kunſthändler Hermann Sonnthal, Wen=
delſtadtſtr
. 8, eine T. Marianne Lotte Helene. Am 7. Okt.:
dem Schloſſer Heinrich Keutzer, Liebfrauenſtr .38, eine
T. Marie Katharina Marggrete Eliſabeth. Am 2. Okt.:
dem Waffenmeiſter Auguſt Robert Hübner, Ludwig=
ſtraße
11, eine T. Katharine Wilhelmine.
Geſtorbene. Am 4. Okt.: Barbara Flach, geb. Roß,
Witwe des Taglöhners, 81 J., ev., Ruthsſtr. 15. Am 3.:
Katharing Köhler, geb. Appfel, Witwe des Metzger=
meiſters
, 67 J., ev., Hölgesſtr. 4. Leonhard Seeger,
Zuſchneider, 65 J., ev., Heinheimerſtr. 4. Am 4.: Kärl
Friedrich Zimmer, S. des Reſ.=Lokomotivführers, 4 J.,
ev., Gräfenhäuſer Weg 37. Georg Wilhelm Bauer, S.
des Großh. Bürgermeiſters, 10 Tage, ev., aus Hammel=
bach
i. O., hier, Lagerhausſtr. 24. Am 3.: Johann Georg
Traſer Minerglwaſſerhändler, 78 J. ev., Rundeturm=
ſtraße
5. Wilh. Adolf Stahl, S. des Kellners, 11 Mte., ev.,
Karlſtr. 27. Am 4.: Charlotte Margarete Regalin, geb.
Krug, Witwe des Steinbruchbeſitzers, 69 J., ev., aus Nie=
der
=Ramſtadt, hier, Grafenſtr. 9. Franz Rieger, Gaſt=
wirt
, 44 J., kath., Schuſtergaſſe 18. Am 5.: Philippine
Bernhard, Hofopernſängerin i. P., 67 J., ev., led., Ar=
heilger
Straße 75. Ludwig Diehl, Metzger, 58 J., ev.,
aus Goddelau, hier, Erbacher Straße 25. Am 4.: Jula
Joſeph, T. des Forſtmeiſters, ohne Beruf, 26 J., ev.,
led., aus Eberſtadt, hier, Erbacher Straße 25. Georg
Mahr, Landwirt, 59 J., ev., led., aus Traiſa, hier, Er=
hacher
Straße 25. Am 5.: Heinrich Krauſe, Bäckermſtr.,
52 J., ev., Soderſtr. 52. Am 6.: Johann Wilhelm Egel=
ſeer
, S. des Bierbrauers, ½ Std., ev., Rhönring 121.
Wilhelmine Groß, T. des verſt. Schneidermſtrs., 14 J.
ep., Kranichſteiner Straße 6. Am 5.: Karoline Hoff=
mann
, geb. Mahr, Witwe des Schloſſers, 74 J., ev., Wie=
nersſtr
. 44. Am 6.: Auguſte Pfeffinger, Privatin, 78 J.,
ey., led., Mathildenplatz 6. Heinrich Grünewald, Forſt=
wart
i. P., 66 J., ev., Wenckſtr. 16. Suſanne Friedrich,
Privatin, 67 J., ev., led., Wenckſtr. 22. Marie Dorothee Lo=
renz
, Privatin, 78 J., ev., led., Herdweg 94, hier, Grafenſtr. 9.
Am 7.: Heinrich * Creter, Sohn des Taglöhners, 2 M.,
ey., Große Ochſengaſſe 10. Am 8.: Paul Otto Müller,
Student, 26 J., ev., led., Wienersſtraße 46.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.

Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
65 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 21. Sept.: dem Hilfsarbeiter Karl
Auguſt Preiß, Beſſungerſtraße 88, eine T. Freia Auguſte.
Am 27.: dem Tapezierer Heinrich Adam Zeiß, Sandberg=
ſtraße
16, eine T. Erna Eliſabeth. Am 23.: dem Kauf=
mann
Heinrich Louis Carl, Forſtmeiſterplatz 4, ein S.
Heinrich Georg Philipp. Am 22.: dem Hauptmann im
Straßburger Fußartillerie=Regiment Nr. 84 Karl Friedrich
v. Baſſewitz, Landskronſtraße 89, eine T. . Am 23.:
dem Unteroffizier im Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23
Johann Friedrich Niſchwitz, Karlſtraße 65, eine T. Eva
Eliſabeth Aung. Am 25.: dem Straßenkehrer Hermann
Akexander Reinmuth, Sandbergſtraße 43, ein S.
Am 30.: dem Lageriſt Adam Keil, Clemensſtraße 8, ein
S. Karl Friedrich. Am 25.: dem Taglöhner Tinus
Buſch, Niederſtraße 15, eine T. Minna. Am 29.: dem
Kellner Valentin Kartſcher, Ludwigshöhſtraße 54, ein
S. Johannes Valentin. Am 2. Okt.: dem Lehrer Peter
Becker zu Eberſtadt, ein S. Otto Ludwig, Moosbergſtr. 54.
Am 30. Sept.: dem Kaufmann Karl Ludwig Lothar
Beuer, Heidelbergerſtraße 9½, eine T. Alix Vitg Franziska
Maria, Moosbergſtraße 54. Am 2. Okt.: dem Kaufmann
Guſtav Deſiré Vroome zu Crel a. d. Oiſe, ein S. Guſtav,
Ludwig Jakob, Moosbergſtraße 54. Am 3.: ein unehel.
S. Johann. Am 3.: ein unehel. Sohn Franz Ludwig.
Aufgebotene. Am 28. Sept.: Gärtner Auguſt Ben=
der
, Forſtmeiſterplatz 5, und Ida Bormuth, Eliſabethen=
ſtraße
37. Am 2. Okt.: Miniſterialkanzliſt Johann Adam
Fritz, Elemensſtraße 6, und Katharina Maria Char=
lotte
Spaar, Kiesſtraße 68.
Eheſchließungen. Am 6. Okt.: Kraftwagenführer bei
der Feldpoſtexpedition des Oberkommandos der Armee=
Abteilung von Falkenhauſen Johann Buſch zu Offen=
bach
a. M. mit Marie Eliſabeth Dieter, Ludwigshöh=
ſtraße
9. Am 7.: Inſtallateur Georg Wagner, Donners=
bergring
30 mit Kkara Fellmann zu Obertshauſen.
Geſtorbene. Am 24. Sept.: Johann Juſtus Schaff=
ner
, Landgeſtütsdiener i. P., 81 J., ev., Niederſtraße 9.
Am 1. Okt.; Gertraude Becker, geb. Reinig, Witwe des
Ständehausverwalters, 89 J., ev., Wittmannſtraße 41.
Am 6. Okt.: Anna Margarethe . Geißler, geb. Winter,
Ehefrau des Lehrers i. P., 71 J., ev., Clemensſtraße 13

Gottesdienſtliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden
18. Sonntag nach Trinitatis, den 11. Oktober 1914
Hofkirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Mittwoch, den 14. Okt., abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Kollekte für die evang. Gemeinden in Oeſterreich. Vor=
mittags
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Zimmermann. Abends um 6 Uhr: Prof. Kunkel.
Kollekte für die evangeliſchen Gemeinden in Oeſterreich.
Mittwoch, den 14. Oktober, abends um 8½ Uhr:
Kriegsbetſtunde. Pfarrer Zimmermann.
Stadtſapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Zimmer=
mann
. Kollekte für die evangeliſchen Gemeinden in
Oeſterreich.
Gemeindehaus, Kiesſtr. 17: Sonntag, den
11. Oktober, vormittags um 9 Uhr: Schluß der Chriſten=
lehre
für die Schloßgemeinde. Pfarrer Zimmer=
mann
. Montag, den 12. Oktober, abends um 8 Uhr
Vereinigung konfirmierter Mädchen der Schloßgemeinde.
Freitag, den 16. Oktober: Konfirmanden=
aufnahme
. Die Kinder der Reformationsge=
meinde
(Pfarrer Velte), der Lukasgemeinde (Pfarrer
Kleberger), der Markusgemeinde (Pfarrer Vogel)
und der Kaplaneigemeinde (Pfarrer Beringer) wer=

den im Gemeindehaus, Kiesſtr. 17, angemelbet,
die Mädchen um 3 Uhr, die Knaben um 4 Uhr. Die
Kinder der Schloßgemeinde (Pfarrer Zimmermann)
werden im Feierabend Stiftſtr. 51, angemeldet,
die Mädchen um 3 Uhr, die Knaben um 4 Uhr.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr:
Garniſonspfarrer Schäfer. Vorm. um 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt (Steinſtraße 24, Muſikſaal).
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey. Vormittags um 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Mittwoch, den 14. Oktober, abends um
8 Uhr: Andacht. Pfarrer Marx.
Anmeldung der Konfirmanden (in Be=
gleitung
von Vater oder Mutter) findet ſtatt: für die
Knaben: Donnerstag, den 15. Oktober, für die Mädchen:
Freitag, den 16. Oktoher, jedesmal abends von 57 Uhr
im Gemeindehaus.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarraſſi=
ſtent
Lindenſtruth. Jahresfeſt der Jugendvereinigung,
Feier des heil. Abendmahls mit Vorbereitung. Anmel=
dung
von ½10 Uhr an in der Sakriſtei. Kollekte für
die Jugendvereinigung. Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt für den Weſtbezirk. Pfarrer D. Waitz.
Nachm. um 4 Uhr: Betſtunde im Martinsſtift. Pfarrer
Veller. Abends um 6 Uhr: Pfarrverwalter Storck.
Mittwoch, den 14. Oktober, abends um 8 Uhr: An=
dacht
. Pfarraſſiſtent Lindenſtruth.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Lenz. Vorm. um 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Freitag, den 16. Oktober, abends um
8¾ Uhr: Kriegsbetſtunde.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags um
10 Uhr: Pfarrer Wagner. Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Wagner. Mittwoch, den
14. Oktober, abends 8 Uhr: Kriegsbetſtunde. Pfarrer
Wagner.
Pauluskirche: Kollekte für die Evangeliſchen in Oeſter=
reich
. Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer
Rückert. Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Rückert. Mittwoch, den 14. Okt., abends um
8 Uhr: Kriegsbetſtunde. Pfarrer Schneider.
Evang. Gemeinde in Eberſtadt: Sonntag, den 11. Okt.,
vorm. um ½10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Paul.
Abends um 6 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrverwalter
Stumpf.
Evang. Gemeinde in Nieder=Ramſtadt: Sonntag, den
11. Okt., vorm. um ½ 10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrver=
walter
Weik.
Evang. Gottesdienſt in Fraiſa: Sonntag, den 11. Okt.
nachmittags um 2 Uhr: Gottesdienſt im Rathausſaal.
Pfarrverwalter Weik.

Stadtmiſten (Mählſtraße ain Sonntag, den 1. Pfiober,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nach=
mittags
um 4 Uhr: Bibelſtunde. Herr Stadtmiſſionar
Meiſter. Abends um 8½ Uhr: Gebetsvereinigung.
Dienstag, den 13. Okt., abends um 8½ Uhr: Blau=
kreuzbibelſtunde
und Gebetsvereinigung. Donners=
tag
, den 15. Oktober, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde
und Gebetsvereinigung. Zweig der Stadtmiſſion
(Beſſungerſtraße 88, Hth.). Sonntag, den 11. Okt., vor=
mittags
um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmit=
tags
um 3 Uhr: Jugendbund für Jünglinge. Um
4½ Uhr: Jugendbund für Jungfrauen. Freitag, den
16. Oktober, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde und Ge=
betsvereinigung
.

Erangeliſche Gemeinſchaſt (Kiesſtr. 54): Dienstag,
den 13. Oktober, abends 8½ Uhr: Gottesdienſt. Prediger
Berner=Frankfurt a. M.

Gattedienſt der Rengpoſoliſchen Geneinde ( Lagerhaus=
ſtraße
4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. Mitt=
woch
, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläuſtig getaufter Ehriſten (Waptiſten), Mauer=
ſtraße
17: Sonntag, den 11. Oktober, vormittags um
9½ Uhr: Predigt. Prediger Winhold. Um ¾11 Uhr:
Sonntagsſchule. Nachmittags um 4 Uhr: Predigt und
Abendmahl. Prediger Winhold. Abends um 6 Uhr:
Jugendverein. Mittwoch, den 7. Oktober, abends um
8½ Uhr: Kriegsgebetſtunde.

Metſodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 11. Okt., nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule.
Um 4 Uhr: Predigt. Freitag, den 16. Oktober, abends
um ½9 Uhr: Bibel= und Gebetſtunde.

Katholiſche Gemeinden
19. Sonntag nach Pfingſten, den 11. Oktober 1914
Kollekte für verwundete Krieger
St. Ludwigskirche: Samstag, den 10. Oktober, nach=
mittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte. Um 8 Uhr: Roſenkranzandacht.
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um 6 Uhr: Erſte heil. Meſſe und Roſen=
kranzandacht
. Um 7 Uhr: Austeilung der heil. Kom=
munion
. Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt mit Predigt.
Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Um 11 Uhr:
Letzte heil. Meſſe. Nachmittags um 3 Uhr: Andacht zu
Ehren der hochheil. Dreifaltigkeit. Von Montag an
beginnt die werktägige Spätmeſſe um 9 Uhr. An allen
Werktagen, abends um 8 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, varm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. Nachm. um 5 Uhr: Vex=
ſammlung
des Vereins chriſtlicher Mütter. Um 6 Uhr:
Roſenkranzandacht.
Kapelle in der Waldſtraße: Sonntag, vormittaas um
7 Uhr: heil. Meſſe. Nachm. um 4 Uhr: Verſamm=
lung
der kath. Dienſtmädchen.
Kapelle zu Griesheim: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
Singmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 10. Oktober, nach=
mittags
um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
eil Beichte. Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt. Um ½ 10 Uhr: Hochamt und
Predigt. Nachm. um 2 Uhr: Andacht und Segen.
Montag, Mittwoch und Freitag, abends um 8 Uhr:
Kriegsandacht. Dienstag und Donnerstag, um ½ 6 Uhr
koſenkranzandacht.
Kapelle zu Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10 Uhr:
Amt und Predigt.

St. Ratimsäapelle zu Beſungen: Samstag, den
10. Okt., nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte,
Diözeſankollekte für verwundete Krieger
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. Um ½9 Uhr:
Amt mit Predigt. Nachm. um ½3 Uhr: Kriegsgebet.
Mittwoch, abends um 8 Uhr: Kriegsgebet. An
allen Werktagen Roſenkranzmeſſe.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 10. Okt., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Beichte.
Um ½ 7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion, Um
¼10 Uhr: Hochamt, Predigt und Gebet für unſere Krieger.
Nachm. um ½2 Uhr: Chriſtenlehre. Um 2 Uhr:
Andacht. Werktags um ¼8 Uhr: Singmeſſe mit heil.
Kommunion und Kriegsbetſtunde; vorher Beichtge=
legenheit
.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt bei
Eberſtadt: Während der Kriegszeit an allen Donners=
tagen
, nachmittags um 4 Uhr: Kriegsbetſtunde und
Predigt.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichte. Um ½8 Uhr: Amt, Predigt und Gebet für
unſere Krieger. Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht.
An allen Wochentagen, nachm. um 4 Uhr: Andacht zur
Erflebung der göttlichen Hilfe und Erbarmung in der
gegenwärtigen Kriegszeit.
Trauungen auswärtiger Paare: Pfarrer Vogel.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
Kleberger,

Cetaufte, Getraute und Beerdigte,

Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 20. Sept.: Dem Taglöhner
Philipp Schreiner e. T. Sofie, geb. 6. Febr. 20. Sept.:
Dem Lageriſt Hermann Dietrich e. Sohn Auguſt, geb.
2. Juli.
Lukasgemeinde: 2. Okt.: Dem Straßenreiniger
Auguſt Müller e. T. Maria Margareta, geb. 15. Sept.
4. Okt.: Dem Fabrikarbeiter Philipp Korb e. S. Willi,
geb. 30. Aug.
Reſormationsgemeinde: 19. Septbr.: Dem
Schreinermeiſter Auguſt Vey e. T. Anna Margarete,
geb. am 21. Juli. 20. Sept.: Dem Kaufmann Emil= Oskar
Hauptmann e. T. Charlotte, geb. 16. Juli. 27. Sept.:
Dem Mechaniker Franz Wilhelm Robert Hedtler, e. S.
Georg Karl Franz, geb. am 9. Sept.
Martinsgemeinde: 19. Sept.: Dem Kellner Ernſt
Blanz e. S. Rudolf Hermann, geb. 25. Februar. 17. Sept.:
Der Eliſabeth Henriette Stößel e. S. Ernſt Ludwig,
geb. 23. Juni. Dem Büfettier Albert Rouſſel e. T. Irm=
gard
, geb. 6. Aug. Der Anna Emich e. T. Anna, geb. 12. Sept.
27. Sept.: Dem Maſchinenſchloſſer Peter Bernhardt e. S.
Adam Jakob Peter, geb. 17. Sept. 1. Okt.: Der Frieda
Lochhaas e. S. Ludwig Franz Emil, geb. 12. Aug. Dem
Schioſſer Anton Martin Weitzel, e. S. Ludwig, geb. 5. Aug.
4. Okt.! Dem Rangierer Karl Lorenz e. S. Karl, geb.
23. Sept. Dem Taglöhner Karl Friedrich Wilhelm
Wacker e. T. Katharina, geb. 9. Sept. Dem Handlungs=
gehilfen
Georg Becker e. S. Georg Andreas, geb. 16. Sept.
Petrusgemeinde: 4. Okt.: Dem Oberlehrer
Profeſſor Heinrich Ludwig Ploch e. S. Walter Helmut
Heinz, geb. 18, Aug. 4. Okt.: Dem Maſchinenſchloſſer
Karl Ludwig Riehl e. S. Leonhard Peter Ludwig, geb.
8. Sept.
Johannesgemeinde: 4. Okt.: Dem Schreiner
Adam Knapp, S. Ernſt Heinrich, geb. 17. Juni. 8. Okt.:
Dem Reſerve=Lokomotivführer Jacob Weicker, S. Heinrich
Wilhelm Jakob, geb. 29. Sept.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 8. Okt.: Der Lehrer Friedrich
Adolf Pätz aus Rodheim bei Friedberg und Eliſabetha
Kredel.
Johannesgemeinde: 3. Okt.: Apotheker Karl
Fuchs und Luiſe Lindt von hier.
Petrusgemeinde: 6. Okt.: Kraftwagenführer
Johann Buſch zu Offenbach und Maria Eliſabeth Dieter
dahier.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 19. Sept.: Der Reſerviſt im
Inf.=Regt. Nr. 116 Jakob Abel, alt 25 J. 8 M., ſtarb
16. Sept. 3. Okt.; Friedrich Jäger, Baurat, Beigeordneter,
alt 62 J. 6 M., ſtarb 1. Okt. 4. Okt.: Taglöhner
Georg Judith, alt 44 J. 8 M., ſtarb 2. Okt. 7. Okt.:
Bäckermeiſter Heinrich Krauß, alt 52 J. 3 M., ſtarb 5. Okt.
8. Okt: Karoline Hoffmann, geb. Mahr, Witwe, alt 74 J.
7 M., ſtarb 5. Okt.
Lukasgemeinde: 6. Okt.: Privatin Emilie Raupp,
alt 72 J., ſtarb 3. Okt. in Eberſtadt. Katharine Köhler,
Köhler, geb. Appfel, Witwe des Metzgermeiſters Philipp
alt 67 J.
Reformationsgemeinde: 23. Sept.: Dr. med.
Hermann Friedrich Philipp Julius Adolf Heyer, prakt.
Arzt, Stabsarzt d. L., ſtarb am 14. Sept.
Martinsgemeinde: 23. Sept.: Konſtanze Rettig,
geb. Mohr, Ehefrau des Verſicherungsagenten Adam
Rettig, 54 J. alt, ſtarb am 21. Sept. 24. Sept.: Kathä=
rine
Auguſte Müller, Tochter des Aushilfswärters im
Miniſterium Ludwig Müller, 11 Monate alt, ſtarb am
22. Sept. 29. Sept.: Eliſe Bauer, geb. Merz, Ww. des
Mechanikers Georg Bauer, 59 J. alt, ſtarb 27. Sept.
30. Sept.: Marie Buchinger, Tochter des Bierbrauers Karl
Buchinger, 9 Monate alt, ſtarb am 29. Sept. 2. Okt.: Anna
Sophie Reubold, 71 J. alt, ſtarb 30. Sept. 6. Okt.: Leon=
hard
Seeger, Zuſchneider, 65 J. alt, ſtarb 3. Okt. 8. Okt.
Wilhelmine Groß, Tochter des Schneidermeiſters Wil=
helm
Heinrich Groß, 14 J. alt, ſtarb 6. Okt.
Petrusgemeinde: 4. Okt.: Kellermeiſter Lud=
wig
Geyer VIII., alt 44 J., ſtarb 2. Okt.
Paulusgemeinde: 3. Okt.: Gertraud Becker,
geb. Reinig, Witwe des Ständehausverwalters Heinrich
Becker, alt 89 J., ſtarb 1. Okt. 7. Okt.: Der Regierungs=
baumeiſter
und Kgl. Pr. Oberlehrer zu Neukölln, Leutn.
d. R. im Inf.=Regt. Nr. 88 Albert Keller, alt 34 J., ſtarb
4. Okt. zu Frankfurt. 8. Okt.: Anna Margarete Geißler,
Ehefrau des Lehrers i. P. Chriſtoph Geißler, alt 71 J.
ſtarb 6. Okt.

Fabrikant
Gutenperg’sSalmiak-Terpentin-Gallselfe, w. antenbarg.
Darmstadt, ist besser u. billiger wie Seifenpulver u. alle sonstigen
Waschmittel, da reine Seife ohne jeglichen Sodazusatz. Kein Auf-
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der Hände. Blendend weisse Wäsche ohne Bleiche, vor-
züglich
für wollene u. bunte Stoffe. Kinder- u. Krankenwäsche
sollte nur mit dieser außerordentlich desinfizierenden Seife behandelt
werden. Man verlange ausdrückl. Pakete mit Schutzmarke Guten-
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Röcke, Hoſen, Mützen ꝛe
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wohne.
Mech. Strickerei An Pfirsch.

[ ][  ]

Verem für naturgemäße Lebens= u. Heilweiſe
(Naturheilberein) e. V., Darmſtadt.
Mittwoch, den 14. Oktober 1914, abends 8¼ Uhr,
wird Herr Direktor Rudolf Diekmann aus Berlin=
Wilmersdorf, der durch ſeine in den Vorjahren ge=
haltenen
Vorträge vorteilhaft bekannt iſt, im Kaiſer=
ſaal
(Grafenſtraße) einen
öffentlichen Vortrag für Männee und Frauen
3
halten über das Thema:
Der Krieg, eine ernſte Mahnung zur naturgemäßen
Lebens= und Heilweiſe‟
(Die Anforderung des Krieges an die Kämpfer und an die
Nichtkämpfer Kriegskrankheiten und Kriegshygiene
Samariterdienſt draußen und daheim.)
Zur teilweiſen Deckung der Unkoſten wird ein Eintrittsgeld von
20 Pfg. erhoben. Unſere Mitglieder mit Frauen, ſowie neubeitretende
Mitglieder haben freien Eintritt.
(19725sm
Unſer Luftbad bleibt noch bis Sonntag, den
18. Oktober, geöffnet.
Der Vorſtand

L. Saeng, Vorſitzender.

Hessischer Geeteband.
Zu dem am 12. Oktober im Kaiſerſaal ſtattfindenden
Vortrag des Herrn Intendanten Dr. Paul Eger
über: Krieg und Kunſt‟
deſſen Reinertrag dem Roten Kreuz und der Kriegsfürſorge zufließen
ſoll, ſind unſerem Verein Saalkarten zum ermäßigten Preiſe von
50 Pfg. (ſtatt Mk. 1.) zur Verfügung geſtellt worden.
Die Karten ſind gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte bis
Samstag, 10. Oktober, in A. Bergstraeßers Hofbuchhandlung
(19724
zu haben.
Mit Rückſicht auf die Kriegslage werden wir voraus=
ſichtlich
von der Veranſtaltung beſonderer Vorträge abſehen
und für das nächſte Vereinsjahr keine Mitgliederbeiträge er
Der Vorstand.
heben laſſen.

Karhaus Mncheistäutl 3.
für Nervöse und Erholungsbedürftige
bleibt geöffnet.

Prospekt verlangen.

(18819a

Teile den werten Gäſten, ſowie Nachbarſchaft und Bekannten
mit, daß ich die Wirtſchaft
Zur Johannisglocke,
Wendelſtadtſtraße 30,
übernommen habe. Führe anerkannt gute Küche, ſowie gute
Getränke und fk. Bier aus der Brauerei Hanauer Hof. (*6949
N. Weinberg. J. V.

Loſe für den Obſt= und Kartoffelmark
ſind à 30 Pfg. in den bekannten Verkaufsſtellen
zu haben.
Die Verloſungskommiſſion.
19680fs)

Obſtmarkt.
C. F. Hirsch, Alsheim (Rheinh
empfiehlt ſein
(*6998
Tafel- und
Wirtschaftsobst.

Chaiselongue, Diwan.
Trumeaux, Tiſche, kompl. Schlaf=
zimmer
, gr. gebr. Küchenſchrank,
Bettſtellen mit Patentmatratzen
ſehr bill. abzug. Uhlands Möbel=
werkſtätte
, Hüaelſtr. 29 (*7001

Große ſpeckige
Bauernhandkäſe
mite Kümmel per Stück 12 Pf
3 Stück 35 Pf.,
gr. Mainzer Sellerie 1830 Pf
Täglich friſches Kommisbrot,
ſow. Winterkartoffeln (Induſtrie),
handverleſen, per Zentner 4 Mk.
ſehr zu empfehlen, bei
L. Stilling Witwe
Hochſtraße 4. (*6987

Täglich
friſche Landbutter
Pfd. 1,20 Mk. (*7004
Döll. Heinheimerſtr. 22, 2. St.

ut erh., ſehr warmer Mantel,
für Kutſcher od. Fuhrmann ge=
eignet
, bill. zu verk. Desgl. feiner
Mantel, wie neu, f. Kind. v. 45
Jahr., ſow. 1 Kinderbadewanne.
Zu erfr. in der Geſchäftsſt. (*6997

Großherz. Hoftheater.
Samstag, den 10. Oktober 1914.
Außer Abonnement.
Zweite Volksvorſtellung
zu ermäßigten Preiſen.
Der
Trompeter von Säkkingen.
Oper in 3 Akten nebſt einem Vor=
ſpiel
von Victor Ernſt Neßler.
Muſikaliſcher Leiter: Erich Kleiber.
Spielleiter: O. Nowack.
Perſonen im Vorſpiel:
Wern. Kirchhofer,
stud. jur. . . . Otto Semper
Conradin, Lands=
knechttrompeter
. L. Schützendorf
Der Haushof=
meiſter
der Kuts
fürſtin von der
Pfalz
Fritz Lang
Der Rektor mag-
nikicus
d. Heidel=
berger
Univerſit. Adolf Klotz
Perſonen der Oper:
Der Freiherr von
Schönau
Alfred Stephani
Marie, d. Tochter Margar. Beling=
Schäfer
Der Graf v. Wil=
denſtein
.
. Adolf Klotz
Deſſen geſchiedene
Gemahlin, des
Frhrn. Schwäger. Anna Jacobs
Damian, d. Grafen
Sohnaus zweiter
Ehe
Otto Thomſen
Werner Kirchhofer Otto Semper
Conradin
. L. Schützendorf
Herold
Emil Kroczak
Chöre: Robert Preuß.
Vorkommendes Ballet, einſtudiert
von Hedwig Ehrle.
Akt 1: Bauerntanz, ausgeführt
vom Corps de Ballet.
Akt 2: Mai=Idylle. P antomime
mit Tanz.
Der König Mai Luiſe Müller
Prinzeſſin Mai=
blümchen

Adh. Croneberg
PrinzWaldmeiſter Luiſe Rehr
Perſonen des Zuges
beim Maifeſt:
Pagen. Der Schalksnarr. Der
Vater Rhein. Moſel und Nahe.
Hirten, Jäger u. Fiſcher. Winzer
und Winzerinnen. Die Ritter von
Scharlachberg, Johannisberg, Nier=
ſtein
, Aßmannshauſen u. Rüdes=
heim
. Die Edeldamen Liebfrauen=
milch
u. Moſelblümchen. Marco=
brunner
. Forſter Traminer. Stein=
berger
Kabinett.
Nach dem 1. Akte längere Pauſe.
Preiſe der Plätze: Sperrſitz:
1.12. Reihe 1.65 , 13.19.
Reihe 1.15 , Parterre 1.15 ,
Proſzeniumsloge 2.15 , Mittel=
loge
2.15 , Balkonloge 2.15 ,
I. Rang 2.15 , II. Rang 1.15 ,
I. Galerie 55 , II. Galerie 45 .
Kartenverkauf: an der Tages=
kaſſe
im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung.
Anfang 7½ Uhr. Ende 10½ Uhr.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Sonntag, 11. Okt. 16. Ab.=Vſt.
C 5. Die Meiſterſinger
von Nürnberg‟ Gewöhnl.
Preiſe. Anfang 6 Uhr.
Montag, 12. Okt. (Keine Vorſt.)
Dienstag, 13. Okt. 17. Ab.=Vſt.
A5. Der Zigeunerbaron.
Gew. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 14. Okt. 18. Ab.=Vſt.
B 4. Oeſterreichiſch= patrio=
tiſches
Konzert. Hierauf:
Wallenſteins Lager. Kl.
Preiſe. Anfang 7½ Uhr. (Vergl.
beſondere Anzeige.)
Donnerstag, 15. Okt. (Keine
Vorſtellung.)
Anmeldungen auf Abonnements
werden noch fortwährend von der
Hoftheater=Hauptkaſſe in den Kaſſe=
ſtunden
vormittags von 1012½
Uhr entgegengenommen.

Heute zwei Nordiſche Kunſtfilms:
Herpluchdeseeren
Dramatiſches Lebensbild in 3 Akten.
Der weiße Clown
Zirkusdrama in 2 Akten
(19784
und die neueſten Aufnahmen
vom Kriegsſchauplatz.

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