Nr. 276.
Mittwoch, den 7. Oktober.
1914.
Der Krieg
Vom öſtlichen Kriegsſchauplatz. — England, Rußland und Afghaniſtan. — Die Belagerung Antwerpens. — Sperrung des
Hermelkanals. — Das verſchwundene Unterſeeboot. — Die Mär von den gelben Teufeln. — England und die
Muſel=
manen. — Der Angriff auf Tſingtau zurückgeſchlagen.
Vom öſtlichen Kriegsſchauplatz.
* Wien, 6. Okt. Amtlich wird verlautbart: 5. Okt.
Die Operationen in Ruſſiſch=Polen und
Ga=
lizien ſchreiten günſtig vorwärts. Schulter an
Schulter kämpfend, warfen deutſche und
öſterreichiſch=
ungariſche Truppen den Feind von Opatow und
Kliman=
tow gegen die Weichſel zurück. In den Karpathen
wurden die Ruſſen am Uszakerpaß vollſtändig geſchlagen.
Der ſtellvertretende Chef des Generalſtabs:
v. Höfer, Generalmajor.
An der Hand vorſtehender Karte können unſere Leſer
die weiteren Vorgänge auf dem Kriegsſchauplatze in
Ruſ=
ſiſch=Polen und Galizien verfolgen.
England, Rußland und
Afghanistan.
*⁎* Der Weltkrieg zieht immer weitere Kreiſe. Wie
unſere Feinde fremde Staaten gegen uns aufzuhetzen
ver=
ſuchen, ſo wollen hinwiederum einzelne Völker die
Ge=
legenheit wahrnehmen, um ſich vom langjährigen Drucke,
den England oder Rußland auf ſie ausgeübt haben, zu
befreien. Wir finden ſolche Beſtrebungen in Aegypten
und in Perſien, neuerdings kamen auch aus Afghaniſtan
Nachrichten, daß der Emir gegen England und Rußland
Rüſtungen betreibe. Ob. dieſe Meldungen richtig ſind,
läßt ſich im Augenblick ſchwer feſtſtellen, aber der kundige
Leſer konnte ſofort herausfinden daß ſie ſtark aufgebauſcht
waren. Es war von Hundertauſenden Kriegern die Rede,
die der Emir gegen die beiden Stagten ſchicken wollte,
jedoch verfügt er über eine ſolche kriegsfähige
Truppen=
macht gar nicht. Man tut deshalb von vornherein gut,
die Bedeutung eines etwaigen Vorgehens des Emirs nicht
zu überſchätzen, wenngleich es uns nur willkommen ſein
kann, wenn unſeren Feinden möglichſt viele
Verlegen=
heiten bereitet werden.
Von Afghaniſtan hatte man eine ganze Zeit
hin=
durch nichts gehört. Sonſt hat es in der engliſcherufiſchen
Politik als Pufferſtaat zwiſchen den Intereſſen dieſer
bei=
den Reiche in Südweſtaſien oft eine Rolle geſpielt.
So=
wohl Rußland wie England ſuchten, als ſie noch
Kon=
kurrenten waren, ihren Einfluß auf das Emirat
auszu=
üben. Es war ja ein offenes Geheimnis, daß Rußland
nach Indien ſtrebte, dem Afghaniſtan wie ein Schutzwall
vorgelagert iſt. Dieſen Schutzwall ihrer Botmäßigkeit zu
unterwerfen, machten beide Staaten große Anſtrengungen.
Die Aufgabe, ſein Land vor dem Liebeswerben der großen
Nachbarn unabhängig zu erhalten, war eine ſchwere
Auf=
gabe für den Emir, auf die der vorige Herrſcher,
Abdu=
rahmann viel Mühe und Geld verwendete, indem er die
Erenzpäſſe beſeſtigte und ein Heer unterhielt, für deſſen
Bewaffnung, Verpflegung und Pferdematerial er gut
ſorgte. Insbeſondere der Artillerie widmete er viel
Auf=
merkſamkeit. Sein Sohn und Nachfolger. Habibulah, der
jetzige Emir, iſt in dieſer Hinſicht in die Fußſtapfen ſeines
Vaters getreten. Wenngleich der Afghanenfürſt den
euro=
päiſchen Kulturverhältniſſen noch fern ſteht, ſo hat er doch
ſo viel Verſtändnis, daß ein ſtarkes gutgeſchultes Heer die
Stütze ſeines Thrones und Reiches bildet. Der Zahl nach
ann das Land wohl eine anſehnliche Armee aufbringen,
denn das ganze Volk iſt heerespflichtig, wenn der Emir
ruft, und nur Kinder, Krüppel und Greiſe ſcheiden aus.
Jedoch darf man nicht vergeſſen, daß Afghaniſtan
keines=
wegs ein von altersher einheitliches Land iſt, ſondern
von mehreren ſich wenig freundlich gegenüberſtehenden
Stämmen bewohnt wird. Durch die Unbotmäßigkeit der
letzteren, auf deren gemeinſames Kämpfen niemals mit
Sicherheit zu rechnen iſt, wird die Bedeutung der
Streit=
kräfte erheblich verringert.
Der verſtorbene Emir Abdurahman hatte als
Ergeb=
nis ſeiner Lebenserfahrungen den Sohn vor den
Ver=
ſprechungen Rußlands, die dieſes nicht halten werde, und
vor der Doppelzüngigkeit Englands gewarnt: letzteres
habe ihm ſtets verſichert, keines Fußes Breite afghaniſchen
Gebiets nehmen zu wollen, aber jede Gelegenheit
ergrif=
ſen, durch Verſprechungen und Drohungen ganze
Land=
ſtriche zu rauben. Habibullah weiß alſo, was er von
ſei=
nen beiden Nachbarn zu halten hat. Nach dem im
Som=
mer 1907 abgeſchloſſenen engliſcheruſiſchen Vertrage
er=
kannte Rußland Afghaniſtan als außerhalb ſeiner
Inter=
eſſenſphäre befindlich an, wogegen England erlärte, die
politiſchen Verhältniſſe des Staates nicht ändern zu
wol=
len. Daß der Emir von dieſer Verſicherung nicht viel
hal=
ten konnte, iſt ſelbſtverſtändlich, er hat aber bisher ſeine
Unabhängigkeit zu wahren gewußt, muß natürlich immer
auf der Hut ſein. Die an der indiſchen Grenze häufigen
Unruhen bilden bedrohliche Reibungspunkte zwiſchen ihm
und den Engländern. Daß er ganz gern eine paſſende
Gelegenheit ergreifen würde um ſich von dieſer ſteten
Ge=
fahr zu befreien und gewiſſe Wünſche erfüllt zu ſehen,
von denen die Erwerbung eines Hafens am Perſiſchen
Meerbuſen obenan ſteht, iſt begreiflich. Aber wie ſchon
geſagt, die vom Emir zu unternehmenden Schritte
er=
wecken wohl unſer Intereſſe, aber wir überſchätzen ſie
nicht. Wir verlaſſen uns allein auf uns und vertrauen
allein unſerer eigenen Kraft.
Liebesgaben für die Marine.
* Berlin, 5. Okt. Zur Entgegennahme und
Ver=
teilung von Liebesgaben für die Kaiſerliche
Marine iſt in Kiel, Wilhelmshaven und Kuxhaven je
eine Abnahmeſtelle für freiwillige Liebesgaben eingerichtet
Es wird gebeten, die der Kaiſerlichen Marine
zugedachten Liebesgaben an eine dieſer Abnahmeſtellen,
und zwar unmittelbar, zu ſenden. Mit der Bezeichnung
„Freiwillige Gaben” an die Abnahmeſtelle gerichtete
Frachtſtücke werden auf allen Bahnen frachtfrei befördert.
Auf den Frachtbriefen iſt der Inhalt, der Abſender und
die Empfangsſtelle genau anzugeben. Mit den gleichen
Angaben iſt jedes Frachtſtück auf mindeſtens zwei Seiten
zu verſehen.
Die Belagerung Antwerpens.
* London, 5. Okt. Der Korreſpondent der Times
in Antwerpen gibt folgendes Bild der belagerten
Feſtung: In der Stadt ſelbſt merkt man vorläufig nicht
direkt, daß der Feind nahe iſt. Das Bombardement iſt
noch ſo weit entfernt. daß der Geſchützdonner nicht in
Ant=
werpen hörbar iſt. Aber abgeſehen davon, ſpürt man die
Nähe des Feindes deutlich. Die Straßen ſind den ganzen
Tag gedrängt voll von ungeheuren Menſchenmaſſen, die
keine Ruhe finden, um ihre Berufsarbeit fortzuſetzen. In
den Hauptſtraßen ſind die Bürgerſteige aufgebrochen und
die Steine zu Barrikaden aufgebaut. Militärautos und
Wagen vom Roten Kreuz, letztere mit Verwundeten von
den Außenforts, fahren unaufhörlich von und nach der
Stadt. Sobald die Wagen kommen, ſtürzt das Volk vor,
um Neues von der Front zu hören. Scharen
verkomme=
ner Flüchtlinge von Lierre, Dueffel und anderen Städten
der Umgegend langen hier an und bieten ein Bild tiefſter
Verzweiflung und Not.
* Amſterdam, 6. Okt. Aus Antwerpen
be=
richtet das Handelsblad vom 4. Oktober: Unter dem
Schutze der Nacht rückten Soldaten mit großen
Schiffs=
kanonen durch die Stadt nach der Front. Vermutlich um
den Deutſchen keine Gelegenheit zur Orientierung zu
geben, werden die Gaslaternen ſchon um 7 Uhr
abends gelöſcht, die Läden und Kaffees auch um 7 Uhr
geſchloſſen. Die elektriſche Straßenbeleuchtung kommt
gänzlich in Wegfall.
* Berlin, 6. Okt. Der Siegeszug unſerer ſchweren
Geſchütze gegen Antwerpen geht im Sturmſchritt
vorwärts. Mit der Niederkämpfung des Forts Keſſel
be=
herrſchen wir neben dem Süden nunmehr auch den
Süd=
oſten der Linie der äußeren Forts von
Ant=
werpen. (Lokalanz.)
* Köln, 6. Okt. Die Köln. Ztg. gibt einen
Draht=
bericht von der holländiſchen Grenze wieder. Danach ſet
der König der Belgier bereits von Antwerpen
abgereiſt und habe ſich nach Oſtende begeben. um dort
auf einem Kreuzer nach England überzuſetzen,
angeb=
lich, um mit der engliſchen Regierung zu beraten.
Gleich=
zeitig wird aus dem Haag gemeldet, Churchill ſei
uner=
wartet aus dem Haag eingetroffen, um die Belgier zu
äußerſtem Widerſtand gegen die Deutſchen anzufeuern.
* Amſterdam, 6. Okt. Der Rotterdamſche
Cou=
rant meldet aus Terneuzen vom geſtrigen Tage: Ein
Schleppdampfer landete Flüchtlinge aus
Antwer=
pen. Die Regierung hat den Rat erteilt, Frauen und
Kinder aus Antwerpen fortzubringen.
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Oktober 1914.
Nummer 276.
Nochmals die Kunſtdenkmäler von Löwen.
* Berlin, 5. Okt. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Geh. Regierungsrat v. Falk beſichtigte
am 17. September die Kunſtdenkmäler von Löwen
mit dem derzeitigen Bürgermeiſter eingehend. Er hat
über deren Zuſtand amtlich berichtet und ſagt in dem
Bericht u. a.:
Die als Bibliothek der Univerſität dienende alte
Tuchhalle iſt bis auf die beiden ſtehen gebliebenen
Faſſaden, die Hauptfaſſade gotiſch mit Renaiſſancebau
und mit Renaiſſanceaufbau, die Rückfaſſade mit der einer
ſpäteren Renaiſſance, vollſtändig ausgebrannt. Damit iſt
die Bibliothek mit ihrem ſehr wertvollen Schatz an
Handſchriften leider verloren gegangen. Von dieſem
ſchwerſten Schaden abgeſehen, ſind in Löwen Verluſte an
Kunſtdenkmälern von hervorragender Bedeutung nicht zu
beklagen. Das ſpätgotiſche Rathaus iſt unverändert
erhalten dadurch, daß auf Anordnung des
Komman=
danten, Majors v. Manteuffel, der um möglichſte
Beſchränkung des Brandunglücks bemüht war, die
nächſt=
ſtehenden brennenden Häuſer an der gefährdeten rechten
Längsſeite niedergelegt wurden. Dagegen iſt die
Pe=
terskirche, deren Dach durch Flugfeuer in Brand
ge=
riet, erheblich beſchädigt worden, jedoch nur ſo,
daß der urſprüngliche Zuſtand wieder hergeſtellt werden
kann. Die Bilder in den Chorkapellen, zu denen als die
koſtbarſten unerſetzlichen Kunſtſchätze Löwens die Werke
von Dierik Bouts und des Meiſters von Flemalle
ge=
hören, ſind nebſt allen beweglichen Kunſtgegenſtänden der
Peterskirche durch den Oberleutnant der Reſerve
Thele=
mann, Regierungsrat im Eiſenbahnminiſterium,
ge=
rettet und in den Saal des Rathauſes übertragen worden,
wo ſie der Obhut des Bürgermeiſters unterſtehen. Von
den alten Kunſtwerken der Peterskirche iſt nur der
Windfang zerſtört worden; der eigentliche ſteinerne
Bau=
körper der Kirche ſelbſt iſt erhalten. Bis zu dem
Wieder=
aufbau des fehlenden Dachſtuhls ſoll ein Notdach aus
Teerpappe den Innenraum ſchützen. Das durch die
Re=
volte der Bevölkerung hervorgerufene und dann durch den
Sturmwind weitergetragene Brandunglück hat
vornehm=
lich die Häuſerreihen am Bahnhof betroffen, in der
Bahn=
hofſtraße und in der Mitte der Stadt. Die übrigen
Kir=
chen Löwens liegen außerhalb des etwa ein Sechſtel der
Stadt ausmachenden Brandbereiches und ſind vom Feuer
nicht berührt worden und daher ganz unbeſchädigt
geblie=
ben. Es ſind dies die Michaelskirche, die Jakobskirche, die
Gertrudenkirche mit allen zum Teil ſehr anſehnlichen
Kunſtwerken und ebenſo das College du Saint Eſprit mit
der Bibliothek.
Der Hermelkanal geſperrt.
* Berlin, 6. Okt. Nach der letzten von England
angekündigten Minenlegung muß, wie die
norwegi=
ſchen Reeder bekanntgeben, der Aermelkanal für die
internationale Schiffahrt als geſperrt angeſehen
wer=
den.
In der Deutſchen Tageszeitung wird dazu bemerkt:
Bewundernswert iſt, wie übrigens ſo oft, die naive
Un=
verſchämtheit der engliſchen Admiralität; weil es
Groß=
britannien ſo paßt, ſetzt es ſich über alle Regeln hinweg,
verſperrt eine internationale Fahrſtraße, erſtickt die
neu=
tralen Mächte und füllt ungefähr 5000 Quadratkilometer
der hohen Nordſee mit Minen an. Beiläufig bemerkt,
eröffnen ſich damit ganz erbauliche Ausſichten für den
Winter: die britiſche Admiralität wird ſelbſt nicht
glau=
ben, daß in den nun kommenden Monaten der ſchweren
Nordſeeſtürme und ſpäter des Eisganges, verbunden mit
den gerade in jenen Nordſeegegenden ſo heftigen
Gezeiten=
ſtrömungen, die Minen innerhalb des bezeichneten Feldes
artig und ſtill liegen bleiben werden. Im Gegenteil
dürf=
ten ſchon bald hunderte von engliſchen Minen in allen
Ge=
genden der Nordſee herumtreiben, beſonders auch vor und
in den Buchten und Flußmündungen der Niederlande uſw.
Wie unbegrenzt die Treibeſphäre ſolcher losgeriſſener, oft
auch mit Abſicht nicht verankerter Minen iſt, zeigte ſich vor
9 Jahren nach dem ruſſiſch=japaniſchen Kriege. Wir
ſe=
hen mit einiger Neugier den weiteren Ereigniſſen in der
ſüdlichen Nordſee entgegen und möchten zum Schluſſe nur
noch die Frage ſtellen, ob die engliſche Admiralität nicht
einen leitenden Hintergedanken verbirgt. Nach der Lage
jenes großen Minenrechteckes in der Nordſee, das noch
„in großem Maßſtabe entwickelt werden” ſoll, ſieht es
bei=
nahe ſo aus, als ob im Grunde die britiſche Admiralität
nicht die von ihr angegebenen Abſichten mit der
Minenver=
ſeuchung verfolgt, ſondern ſie dürfte tatſächlich vielmehr
einen von ihr befürchteten zukünftigen Zeitpunkt damit im
Auge haben und mit ihren Minen verhindern wollen, daß
deutſche Kriegsſchiffe ihre Aktionen nach dem Kanal und
über ihn hinaus nach Südoſten ausdehnen. Wir
wün=
ſchen der Admiralität beſten Erfolg für ihr
völkerrechts=
widriges und dabei recht ungeſchickt inſzeniertes
Vor=
gehen.
Das verſchwundene Unterſeeboot.
* Rom, 5. Okt. Die Agenzia Stefani veröffentlicht
folgendes: Das Haus Fiat Sangiorgio de Muggiano in
Spezia teilte geſtern abend 5 Uhr dem Chefkommandanten
von Spezia mit, daß ein Unterſeeboot, welches auf
der Werft dieſes Hauſes vollendet werden ſollte,
plötz=
lich mit unbekannter Beſtimmung
abgefah=
ren ſei, indem es die Ausfahrt aus der Werft, die zu
Verſuchen ſeiner funkentelegraphiſchen Anlage beſtimmt
war, dazu benutzte. Das in Betracht kommende
Unterſee=
boot ſoll nach Verſicherungen des Hauſes vollſtändig
un=
bewaffnet ſein und unter dem Kommando eines
Ange=
ſtellten des Hauſes mit einer aus 15 Perſönen,
Ingenieu=
ren und Arbeitern des Hauſes Fiat, beſtehenden Beſatzung
ſtehen. Das Unterſeeboot wurde für Rechnung einer
frem=
den Macht gebaut, die infolge des Ausbruchs des Krieges,
da ſie die von Italien erklärte Neutralität achtete, das
Unterſeeboot nicht abnehmen konnte. Die Direktoren, in
deren Händen der Bau des Bootes lag, gaben dem
Ma=
rineminiſter formelle Verſicherungen, daß ſie ohne
vor=
herige miniſterielle Erlaubnis der Abfahrt des
Unterſee=
bootes nicht ihre Zuſtimmung gegeben hätten. Der
Mini=
ſter gab, ſobald er benachrichtigt war, ſofort Anweiſungen,
nach dem Unterſeeboot zu ſuchen. Außerdem beauftragte
der Marineminiſter den Generalſekretär Vizeadmiral
Ni=
caſtro, ſich nach Spezia zu begeben, und eine ſtrenge
Unter=
ſuchung einzuleiten. Gegen die Schuldigen werden ſtrenge
Strafen verhängt werden, abgeſehen von den Strafen,
welche gemäß dem geltenden Strafgeſetz gegen ſie verhängt
werden können.
Ueber die Angelegenheit des verſchwundenen
Unterſeebootes werden noch folgende Einzelheiten
berichtet: Entführer iſt ein im Dienſte der Fiat=Werke
ſte=
hender italieniſcher Marineoffizier, der 15 andere
Ange=
ſtellte für ſeinen Plan gewonnen hatte. Er hatte ſeine
leidenſchaftliche Neigung für Rußland und Frankreich
ſowie ſeine Kriegsluſt nie verhehlt. In einem
hinterlaſ=
ſenen Schreiben an die Behörde verficht er die
Notwen=
digkeit der Kriegsbeteiligung Italiens, die er
beſchleuni=
gen will. Die Nachforſchungen ſind bisher ergebnislos
geblieben. Es iſt anzunehmen, daß das Fahrzeug Korſika
erreicht hat, wo die noch fehlende Armierung
vorgenom=
nen werden wird Die Regierung, die ſehr betroffen iſt,
beſchuldigt die Werft mangelhafter Ueberwachung. Das
dreibundfreundliche Blatt Popolo Romano macht den
Fiat=Werken ſchwere Vorwürfe wegen unerhörter
Nach=
läſſigkeit und verlangt dringend ein Vorgehen des
Ma=
rineminiſteriums. Ein Dreibunddiplomat außerte ſich:
„Angeſichts der bekannten ehrloſen Kampfmittel unſerer
Feinde iſt keine Verwunderung mehr am Platz.” Der
Ge=
neralſekretär des Marineminiſteriums, Admiral Nicaſtro
iſt zur Unterſuchung des Falles in Spezia eingetroffen.
Das Zurückweichen der Franzoſen im Weſten.
* Paris, 5. Okt. (Ctr. Frkft.) In einem heute
nachmittag 3 Uhr ausgegebenen Bulletin heißt es: Auf
unſerer Linken, nördlich der Oiſe, dauert die Schlacht
an. Das Ergebnis iſt unentſchieden, doch haben wir an
einigen Punkten zurückgehen müſſen. Die übrige
Front iſt unverändert.
Dies Bulletin iſt das erſte, welches das Zurückgehen offen
zugibt.
Vergeltung für ſerbiſche Schuld.
* (Ctr. Bln.) Aus Wien wird gemeldet: Im
Trgo=
venski Glosnik, der früher in Belgrad erſchien und jetzt
in Niſch herausgegeben wird, veröffentlicht der Belgrader
Univerſitätsprofeſſor Andrejenie einen Artikel, in dem es
u. a. heißt: Die Dä mmerung beginnt, die Stunde
der Ernüchterung naht. Die ruſſiſche Politik, welche
Serbien in dieſe verzweifelte Situation gehetzt und durch
ihre Zweideutigkeiten uns in unſeren unſinnigen
Aſpira=
tionen gegen die öſterreichiſch=ungariſche
Nachbarmon=
archie beſtärkte, iſt völlig bankerott geworden, Hand
aufs Herz! Konnte es jemand in unſerem Lande geben,
der wirklich daran glaubte, daß Rußland uns die Freiheit
bringen will, wenn im ruſſiſchen Reich ſelbſt die Völker
unter der Knute zuſammenbrechen, viele Tauſende in
Sibirien ſchuldlos verenden? Heute ſieht es wohl jeder
Serbe ein, daß wir eine wahnſinnige Tat begangen haben,
als wir uns dem alles unterjochenden Zarismus in die
Arme geworfen haben.”
Griechiſche Blätter melden, daß die bisherigen
Nieder=
lagen der Serben einen deprimierenden Eindruck
auf König Peter gemacht haben, der in ſteter Angſt
vor den kommenden Ereigniſſen lebe. Dieſe Angſt ſei um
ſo größer, als in der jüngſten Zeit angeblich ein Attentat
auf König Peter verübt wurde, das im letzten Moment
vereitelt werden konnte. Der König habe ſich am 25.
Sep=
tember nach Prizrend geflüchtet, und jetzt ſollen
angeblich zwiſchen dem ſerbiſchen Hof und Griechenland
Verhandlungen ſchweben, damit König Peter geſtattet
werde, wegen ſeines Leidens in einer Ortſchaft
Griechen=
lands oder auf einer griechiſchen Inſel Aufenthalt zu
neh=
men. — Die Geiſter Alexanders und der Draga Maſchin
werden ſich wohl bei Sr. Majeſtät dem König der Serben
melden! „Danach aber kommt das Gericht!”, ſagt die
Bibel.
Serbiſche Untaten.
* Wien, 6. Okt. Das Korr.=Bur. erfährt amtlich:
Als am 6. September ſtarke Kräfte der aus dem
Belgra=
der Kreis ſtammenden Donau=Diviſion bei Kupinovo
über die nur von ſchwachen Landſturmabteilungen
ge=
ſicherte Savegrenze einbrachen, gerieten zwei Züge
der Landſturm=Huſarendiviſion in ſtark bewaldeten,
ſump=
ſigem Terrain, als ſie im Feuergefecht zu Fuß der
feind=
lichen Umgehung entgegentreten wollten, in eine äußerſt
ſchwierige Lage. Der Kommandant der Halbeskadron
Leutnant Kis und viele Huſaren ſind gefallen, der
Reſt iſt von allen Seiten umzingelt, gefangen genommen,
entwaffnet und nach Kupinovo getrieben worden. Dort
verhörte ſie ein ſerbiſcher Major, notierte ihre
Namen und ließ dann je zwei zuſammenbinden
und vor den Ort führen, wo die eskortiernden
Infante=
riſten auf zehn Schritte zurücktraten und ſo lange auf ſie
ſchoſſen, als noch einer aufrecht ſtand. Der Erzähler dieſes
unglaublichen, unerhörten Verbrechens erhielt 2 Schüſſe,
ſtellte ſich tot und ſah nun, wie die ſerbiſchen Soldaten die
Leichen plünderten. Dieſer einzige überlebende Zeuge
des von ſerbiſchen Linientruppen verübten Verbrechens,
der Landſturmhuſar Meinhard Cſaſzar, flüchtete nach
Ein=
bruch der Dunkelheit in die Waldungen, wo er nach
Ver=
treibung der ſerbiſchen Truppen nach mehreren Tagen
er=
chöpft und hungrig, halbtot von öſterreichiſchen
Patrouil=
len aufgeleſen wurde.
Die Mär von den „gelben Teufeln‟.
* Berlin, 6. Okt. Die Meldung von der
angeb=
lichen Ankunft der gelben Teufel in
Düna=
burg (150000 Japaneſen) beſpricht die Germania
folgen=
dermaßen: In den maſuriſchen Seen iſt noch viel Platz. —
Die Deutſche Tageszeitung meint: Vom rein techniſchen
Standpunkt wäre eine ſolche japaniſche Truppenſendung
nicht unmöglich. Als ſehr unwahrſcheinlich muß ſie aber
vom politiſchen Standpunkte betrachtet werden. — Der
Berl. Lokalanz. ſagt: Vor einigen Wochen wurde die
er=
ſtaunliche Kunde verbreitet, daß ſich 200000 Ruſſen über
Archangelsk, Schottland, England und dem Aermelkanal
auf dem Wege nach Frankreich befänden. Dem gegenüber
iſt es faſt beſcheiden, daß jetzt die däniſchen Blätter nur
150000 neue Feinde für Deutſchland auf der Bildfläche
erſcheinen laſſen. Der Abwechſelung halber ſind es
dies=
mal Japaner. Eine oberflächliche Kenntnis des
japa=
niſchen Charakters und der japaniſchen Geſchichte reicht
wirklich ſchon aus, um die bare Unſinnigkeit
die=
ſer Mär zu erkennen. Japan hat nur den eigenen Vorteil
im Auge; wo der bei der opferfreudigen Hergabe von 150000
Mann unter ruſſiſcher Leitung ſtecken ſoll, iſt unerſichtlich.
— Leicht auffindbar iſt dagegen, wie das Märlein
entſtan=
den ſein mag. Unter den ruſſiſchen Reſerviſten, nicht nur
aus Sibirien, ſondern auch im heil gen Rußland ſelbſt,
iſt ſeit den Tagen der Goldenen Horde der reine Mongole
in Zehntauſenden von Exemplaren vertreten, wie ein Blick
n unſere Gefangenenlager zeigt. Was iſt ſchneller, als
aus einem ſolchen Schlitzauge einen Japaner heraus zu
erkennen! Und noch eine weitere Wurzel iſt denkbar, aus
der phantaſtiſch prangend das Märlein emporgeſchoſſen
ſein mag. Es mag immerhin ſein, daß die Japaner ein
Geſchäft mit Rußland in Geſchützen abgeſchloſſen haben.
Panik in Warſchau.
* Berlin. 5. Okt. Der Voſſiſchen Zeitung wird
aus Wien gemeldet: Der Krakauer Czas erfährt von einer
Deutſche Kriegsbriefe.
Von Paul Schweder.
Genehmigung zur Veröffentlichung erteilt. Großer
Generalſtab des Feldheeres.
(Nachdruck verboten.)
XV.
Die vom Flügelrad.
Amerikaniſche Milliardäre haben ſich vor einigen
Jahren das perverſe Vergnügen gemacht, zwei
Eiſenbahn=
züge in voller Fahrt aufeinander losgehen zu laſſen, um
ſich an dem dadurch verurſachten wüſten Durcheinander
zu ergötzen. Aber der gegenwärtige Krieg, der ſo vieles
Neue und Unerhörte ſchon im Gefolge hatte, hat auch
die=
ſes nervenerregende Schauſpiel durch eine Heroſtratentat
der belgiſchen Eiſenbahner weit überboten. In den erſten
Auguſttagen haben, wie ich ſchon in einem früheren
Be=
richt kurz andeuten konnte, unſere Gegner den Tunnel
zwiſchen den Stationen Francorchamps und Stavelot der
Ardennenbahn dadurch für uns unbenutzbar zu machen
verſucht, daß ſie auf der einen Seite drei, auf der anderen
ſogar vier ſchwere Schnellzugsmaſchinen
aneinanderkoppel=
ten, die Keſſel überheizten und dann im letzten
Augen=
blick, als ſchon der Manometer auf 99 ſtand, die Maſchinen
in den Tunnel hineinhetzten, in dem es alsbald eine
fürch=
terliche Kataſtrophe gab. Aber die Väter dieſer
neroani=
ſchen Idee hatten nicht mit der Tüchtigkeit unſerer
Pio=
niere gerechnet. Innerhalb einer Woche waren nicht nur
die traurigen Ueberreſte der Maſchinen aus dem ſtickigen
Höllenloch des Tunnels herausgeholt, nein, auch der
zwei=
gleiſige Betrieb funktioniert wieder, und ſo hat das
Atten=
tat der Belgier auf ihre eigene Eiſenbahnſtrecke nur den
Erfolg gezeitigt, daß der Ruhm unſerer Pionier= und
Eiſenbahntruppen um ſo heller ſtrahlt. Denn die
Eiſen=
bahner hatten auf dieſer Strecke ebenfalls Arbeit
bekom=
men, da neben dem Tunnel auch der Viadukt bei Trois=
Ponts in die Luft geſprengt worden war. Wer inzwiſchen
den neuen, aus ungeheuren Baumſtämmen und mächtigen
Balken gefügten Bahnübergang an dieſer Stelle geſehen
hat, weiß, daß wir es hier nicht mit einer gewöhnlichen
Ueberbrückung, ſondern mit einem kleinen techniſchen
Kunſt=
werk unſerer Eiſenbahner zu tun haben, deren Loblied
in dieſem Kriege nicht oft genug geſungen werden kann
Denn nicht im Zerſtören, ſondern vor allem im
Wiederauf=
au liegt ihre ungeheure ſtrategiſche Bedeutung. Wie
wäre es möglich, heute mit deutſchen D=Wagen im Weſten
ereits tief in das Herz Frankreichs hinein, nördlich bis
faſt nach Antwerpen und öſtlich ſchon bis nach Rußland
inein zu fahren, wenn wir nicht unſere Eiſenbahner, und
war die Eiſenbahner im aktiven Dienſt, wie die auf der
Maſchine, im Packwagen und auf den Stellwerken hätten?
Es kommt uns gar nicht in den Sinn, wie ſonderbar es
iſt, daß da plötzlich in einer weltverlaſſenen Station hoch
oben im Ardennenwald ein Mann mit der preußiſchen
Eiſenbahnerdienſtmütze am Stationstelegraphen ſitzt, daß
hinter der franzöſiſchen Grenze weſtlich Metz ein aus
deut=
ſchen Güterwagen zuſammengeſetzter Zug ruhig rangiert,
ind wir empfinden es ſozuſagen als ſelbſtverſtändlich,
daß die mit den Farben der franzöſiſchen Trikolore
be=
malte Wegſchranke am Bahnübergang eines Dorfes im
Heimatlande der Jeanne d’Arc von einem deutſchen
Eiſen=
bahner gezogen wird, als unſer Automobilzug über das
on deutſchen Lokomotiven gepflügte Bahngleis brauſt.
Ein anderes Tunnelerlebnis! Ich ſchrieb ſchon davon,
als wir uns eine zerſtörte franzöſiſche Feſtung anſahen.
Damals lag dort der Tunnel halb in Trümmern, weil die
Franzoſen auf beiden Seiten Sprengverſuche unternommen
hatten. Die braven Württemberger bauten, nicht faul,
ſofort eine ganz neue Umgehungsbahn und ſtellten an den
eiden Tunnelausgängen die Mannſchaften der gefangen
genommenen Beſatzung zum Anſchaufeln an. Und ſiehe
da! Als wir vor einigen Tagen neuerlich die Feſtung
paſ=
ſierten, war eine zweigleiſige Umgehungsbahn fertig und
geſtattet uns nun den Luxus einer Doppelſtrecke, die für
unſere rückwärtigen Verbindungen von höchſter
Wichtig=
keit iſt. Es ſei nur daran erinnert, daß der Tunnel auch
1870 ſofort von den Franzoſen geſprengt wurde, als ſie
zum Rückzuge gezwungen wurden, und daß wir auch
da=
mals aus ſtrategiſchen Gründen in allererſter Linie den
Bau einer Umgehungsbahn betrieben haben.
Das größte Tunnelwunder aber erlebte ich heute in
der Nähe einer größeren franzöſiſchen Stadt. Hier ſind
die franzöſiſchen Mineure mitten in den Tunnel
hinein=
gegangen und haben durch eine gewaltige Flattermine
den Zuſammenbruch des ganzen Tunnels herbeigeführt,
ſo daß unſere Eiſenbahner bei ihrer Ankunft nur einen in
ſich zuſammengeſunkenen Schutthaufen vorfanden. Aber
alshald wurde auch dieſe faſt ansſichtsloſe Sache in An=
griff genommen, und ſie wird in den nächſten Tagen bereits
von Erfolg gekrönt ſein. Wir ſahen das gewaltige
Wie=
derherſtellungswerk zur Nachtzeit und in der unſicheren
Umgebung einer feindlichen großen Stadt. Hoch oben auf
dem von der Tunnelröhre durchbohrten Berge hat man
einen wundervollen Blick auf ein weites, im Herbſtlaub
ſchimmerndes Flußtal und die ſchöne alte Stadt, um die
ſich ein Kranz prachtvoller Villen und Landhäuſer mit
wundervollen Parks zieht. Aber mitten in der herrlichen
Landſchaft liegen zwei gewaltige Verbindungsbrücken der
Stadt zerſtört, und auch das Trümmerfeld des
geſpreng=
ten Tunnels erinnert daran, daß Mars die Stunde regiert.
Sobald wir auf der Höhe angelangt ſind, öffnet ſich zu
unſeren Füßen ein jäher, an die 30 Meter tiefer,
unge=
heurer Abgrund, nicht unähnlich dem Krater des Veſuvs.
Und in ſeiner Tiefe arbeiten viele Hunderte Eiſenbahner
mit Pickel und Schaufel, um die beiden Eiſenbahngeleiſe
auf der Baſis des Tunnels frei zu bekommen. Schon iſt
uf der einen Seite die Wölbung des bei der Sprengung
intakt gebliebenen Tunnelteils freigelegt und alsbald hat
man eine zweigleiſige Feldbahnſtrecke in den Arbeitsraum
hineingeführt, um mit kleinen Lowrys den Bauſchutt und
die Erdmaſſen aus dem gewaltigen Trichter hinausſchaffen
zu können. Gleichzeitig aber ſtehen einige Hundert Mann
in neun Traverſen übereinander aufgebaut und ſchaufeln
die Erdmaſſen auch nach oben aus. So geht es Tag und
Nacht in achtſtündiger Arbeitsſchicht, und alle helfen mit,
vom gewöhnlichen Streckenarbeiter heraus bis zum
bebrill=
ten Landmeſſer. Das Elektrizitätswerk der Stadt muß
den für die Beleuchtung und Kraft notwendigen Strom
ſtellen und die Stadt ſelbſt die für die Lowrys
erforder=
lichen Pferde und Begleitmannſchaften. Dafür ſorgt unſere
Verwaltung auch, daß ein großes Waſſerleitungsrohr, das
durch die Sprengung geborſten war und ſeine Waſſermaſſen
in den Tunnel ergoß, wieder hergeſtellt und damit den
Einwohnern weiterhin Waſſer geliefert wird. Wenn aber
einer der Unſeren in dieſer tiefen Herbſtnacht von ſeiner
Arbeit einen Augenblick nach oben ſieht, hinaus aus der
Enge ſeines Arbeitsſtandes in die unendliche
Himmels=
welt da oben, dann ſieht er den freundlich leuchtenden
Mond, der auch über ſeinem Heimatsſtädtchen ſcheint und
ihm Grüße bringt und die Zuverſicht, daß auch er im
tie=
fen Erdkeſſel da drunten als ein Soldat gilt und als Held
im fernen Vaterland!
Nummer 276.
Darmſtätder Tagblatt, Mittwoch, den 7. Oktober 1914.
Seite 3.
aus Warſchau in Krakau eingetroffenen Perſönlichkeit,
daß das Vordringen der Armee des
Gene=
rals Hindenburg nach Suwalki und Lomſcha eine
Panik in Warſchau hervorgerufen habe. Die
dor=
tige Zweiganſtalt der ruſſiſchen Staatsbank flüchtete ſich
nach Moskau. Die Fabrikbetriebe in Warſchau und Lodz
wurden eingeſtellt.
Befeſtigung der Städte um Paris.
* Kopenhagen, 6. Okt. „Politiken” meldet aus
London: Der Gouverneur von Paris hat Joffre
vorgeſchlagen, alle Städte in der Umgebung
von Paris zu befeſtigen, die bei dem Vorrücken
der Deutſchen widerſtandslos in die Hände der Deutſchen
gefallen ſind. Die Befeſtigung ſoll ſo ſtark wie möglich
gemacht werden, ſo daß die deutſchen Truppen bei einem
neuerlichen Vorſtoß auf weit ſtärkere Hinderniſſe und
einen ſtärkeren Widerſtand ſtoßen, als bei dem Vorrücken
auf Paris im Auguſt und September. Mit Billigung
Joffres werden folgende Städte befeſtigt: Senlis, Giſore
Saint Marent, Montmorency, Peauvais, Chantilly,
Me=
lun, Mantos, Meaux. Die Garniſon dieſer Städte wird
aus den Rekruten des Jahrgangs 1914 ſowie aus
Divi=
ſionen einer Armee beſtehen, die unter Paus Leitung in
Südfrankreich geſammelt wird. In Creuſot wird Tag
und Nacht an der Herſtellung ſchwerer Artillerie
gearbei=
tet, die Mitte Oktober an die Front geführt werden ſoll.
(Notiz des Wolffbureaus: Aus dieſer Meldung geht
deut=
lich hervor, daß die Franzoſen mit einem erfolgreichen
Vorgehen der Deutſchen rechnen.)
Engliſche Zenſur.
* Berlin, 6. Okt. Der Norddeutſchen Allgemeinen
Zeitung wird über die Tätigkeit der engliſchen
Zenſoren von einem amerikaniſchen Preſſevertreter
ge=
ſchrieben: Ich will übrigens gern eingeſtehen, daß ſogar
die mexikaniſchen Zenſoren etwas mehr Ehrgefühl hatten
uls die Engländer. Ich habe beiſpielsweiſe eben erſt die
Erfahrung gemacht, daß eine meiner Depeſchen, welche
vielleicht acht oder neun Interviews mit Amerikanern
aus Deutſchland enthielt, faſt vollſtändig unterdrückt
wurde, trotzdem ſie kein Wort von militäriſcher
Wichtig=
keit enthielt. Ich ſagte darin einfach, daß es den
Ame=
rikanern ganz gut gegangen ſei, nachdem die erſten
Ein=
drücke der Mobilmachung vorüber waren. Ich entnehme
aus dem Unterdrücken der Depeſche, daß man in England
arg beſorgt iſt, das Publikum der United Staates nicht
wiſſen zu laſſen, daß man nicht alle Amerikaner in
Deutſch=
land eingeſperrt hatte. Ein amerikaniſcher Journaliſt in
London ſchreibt zum gleichen Thema an einen Berliner
Kollegen: Nach wie vor beſteht für uns das Problem,
wie wir Nachrichten von Berlin nach Neu=York bringen.
Die engliſchen Zenſoren beſchneiden die Telegramme
ſchrecklich. Was das Durchkommen Ihrer Telegramme
betrifft, ſo iſt ein Drittel bis die Hälfte von dem die
ein=
gehenden Telegramme behandelnden Zenſor geſtrichen, und
dann haut noch ein anderer Zenſor drauf, wenn ſie
hinaus=
gehen.
England und die Muſelmanen.
* Konſtantinopel, 5. Okt. Ikdam gibt einen
bedeutenden Artikel des ſeit 22 Jahren in Kalkutta
er=
ſcheinenden perſiſchen Blattes Hablulmatin wieder, in
welchem die durch die gegenwärtige Politik
Eng=
lands in der ganzen muſelmaniſchen Welt
hervorgerufene Unzufriedenheit hervorgehoben wird.
„Wenn wir” ſo ſagt das Blatt, „berückſichtigen, daß
Deutſchland in dieſer kritiſchen Zeit der Türkei zwei ſeiner
beſten Kriegsſchiffe verkauft, ſo werden wir erkennen, daß
Deutſchland während des Krieges nicht nur die
Ottoma=
nen an ſich ziehen wollte, ſondern alle Muſelmanen der
Welt. Ohne Zweifel wird die Türkei, die in der ganzen
islamitiſchen Welt unbegrenzten Einfluß beſitzt, das
Vor=
gehen der Deutſchen nicht vergeſſen und nicht zögern, ſie
zu unterſtützen, wenn nicht materiell, ſo doch wenigſtens
moraliſch.” Hablulmatin ſtellt feſt, daß die von Grey
geſpielte, ſcheußliche Intrige eine Abkühlung der
Ottomanen England gegenüber herbeigeführt
hat. Grey hat die traditionellen Beziehungen zwiſchen
England und der Türkei vernichtet. Er opfert die
wah=
ren Intereſſen Englands den Königreichen Griechenland
und Montenegro. Die falſchen Auffaſſungen Greys haben
alle Muſelmanen zur Verzweiflung gebracht; Inder,
Aegypter und Perſer betrachten die Engländer als
Feinde, Grey ſei es, der die Muſelmanen dazu getrieben
habe, ſich zuſammenzuſchließen. Die von der Politik
Greys gegen die islamitiſche Welt geführten Schläge
wer=
den dieſe „nolens volens” aus tiefem Schlafe erwecken.
Die beiden großen islamitiſchen Gruppen, die Schiiten
und Suniten, hätten die Nachteile der Schläge Englands
ſo ſehr empfunden, daß ſie unter Hintanſetzung ihrer
reli=
giöſen Sektenunterſchiede beſchloſſen hätten, Brüder zu
bleiben. Keine Macht der Welt könne die Türkei und
Perſien nunmehr voneinander trennen. Aegypter,
Inder, Chineſen und Afrikaner würden ſich in dieſer
hei=
ligen Liga vereinigen. Die in den engliſchen und
fran=
zöſiſchen Kolonien lebenden Muſelmanen könnten ihren
Regierungen nicht mehr treu bleiben; die Muſelmanen des
Kaukaſus, Turkeſtans und Transkaukaſiens könnten
Ruß=
land nie treu ſein. Perſien beſitze keine Armee, aber ſeine
Stämme, ſeine Bauern könnten zu einer großen
Kalami=
tät für Rußland werden. Wenn ſtufenweiſe Afghaniſtan,
Indien, Aegypten, Marokko, Tunis und Algerien ſich
empörten und ihre Bemühungen mit den islamitiſchen
Regierungen der Türkei und Perſiens vereinigten, könnte
dann die Triple=Entente, die mühſam gegen Oeſterreich
und Deutſchland Krieg führt, noch irgend eine Kraft
be=
ſitzen? Der Artikel ſchließt mit Ratſchlägen an England,
ſeine Politik zu ändern und Rußland preiszugeben, ſonſt
würde es viel verlieren.
Perſien und Rußlana.
* Konſtantinopel, 5. Okt. Wie Taswir=i=Efkiar
meldet, hatten die kaukaſiſchen Behörden gegen
die Muſelmanen in der Umgebung von Batum,
Ad=
jora und Tſchurukſu, die ſich, indem ſie ſich weigerten,
Militärdienſte zu tun, erhoben hatten, muſelmaniſche
Trup=
pen entſandt, die nun mit den Aufſtändiſchen
ge=
meinſame Sache machten. Die Behörden mußten Artillerie
gegen dieſe entſenden, und konnten ſo einigermaßen
ernſtere Zwiſchenfälle verhüten. — Taswir=i=Efkiar
er=
hält aus Wan ein Telegramm, daß die perſiſchen Stämme,
die zwiſchen der türkiſchen Grenze und dem Urmiaſee
woh=
nen, zu den Waffen greifen, um die dort befindlichen
ruſ=
ſiſchen Truppen zu verjagen. Die Perſer
grif=
fen die Ruſſen bei Nacht an, töteten mehrere und beſetzten
die bisher von den Ruſſen innegehaltenen Gebiete.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 7. Oktober.
* Charakterverleihung. Ihre Königl. Hoheit die
Großherzogin haben dem Kulturinſpektor Heinrich
Steinbach in Gießen den Charakter „Baurat”
ver=
liehen.
* Die Großh. Heſſiſche Tapferkeitsmedaille wurde
verliehen dem Regierungsaſſeſſor Karl Melior aus
Darmſtadt, Leutnant der Reſerve im Großh. Artillerie=
Korps.
Ritter des Eiſernen Kreuzes. Das Eiſerne Kreuz
erhielten: Hauptmann und Batteriechef im Bad. Feldart.=
Regt. Nr. 30 Max Emmerling; Oberleutnant und
Batterieführer Th. Goldmann, Rheiniſches Fußart.=
Regt. Nr. 8. Nachdem vor einigen Tagen der Leutnant
und Adjutant im Großh. Art.=Korps, Leutnant Baron
v. der Recke, mit dem Eiſernen Kreuz ausgezeichner
worden war, hat es nunmehr auch ſein Bruder, der
Leut=
nant und Adjutant im Leibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115,
er=
halten.
-g. Schwurgericht. Das Schwurgericht verurteilte
geſtern nach nichtöffentlicher Verhandlung den 25jährigen
Schloſſergeſellen Michael Joſeph Nippen aus
Ober=
kaſſel wegen eines am 13. September in Bensheim
ver=
übten Verbrechens nach § 176, 1 Str. G. B. zu 3 Jahren
Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverluſt.
g. Strafkammer. Wegen Verbrechens nach
Para=
graph 176,3 Strafgeſetzbuches wurde geſtern der 26jährige
Taglöhner Ernſt Schaub von Seligenſtadt zu zwei
Jahren Gefängnis verurteilt. Der Taglöhner
Pfeil von Offenbach wegen des gleichen Verbrechens
zu 2 Jahren 3 Monaten Zuchthaus und fünf
Jahren Ehrverluſt. — Ein 19jähriges Dienſtmädchen von
hier wurde wegen fahrläſſiger Tötung zu 3 Wochen
Ge=
fängnis verurteilt. Sie hatte ihr neugeborenes Kind
vernachläſſigt und dadurch den Tod desſelben verſchuldet.
— Von der Techniſchen Hochſchule Darmſtadt.
Obgleich von Angehörigen der hieſigen Techniſchen
Hochſchule bis jetzt 11 Profeſſoren und Dozenten, 21
Aſſiſtenten, 13 Beamte und Bedienſtete zu den Waffen
gerufen worden ſind und verſchiedene andere Profeſſoren
und Aſſiſtenten ſich dem Roten Kreuz, dem
Kreisver=
band freiwilliger Krankenpfleger im Kriege uſw. zur
Verfügung geſtellt haben, wird der Lehrbetrieb im
Winterſemeſter am 20. Oktober in vollem
Umfange aufgenommen werden. Ermöglicht
wird das durch die Bereitwilligkeit, mit der zahlreiche
Profeſſoren und Dozenten die Vertretung ihrer im
Felde ſtehenden Kollegen übernommen haben, ſo daß
nur ganz wenige von den im Programm angekündigten
Vorleſungen und Uebungen im Winterſemeſter
aus=
fallen werden, und zwar lediglich ſolche, die nicht zu den
eigentlichen Prüfungsfächern gehören. Von den zur
Fahne einberufenen Dozenten ſind zwei, der Privat=
dozent Dr.=Ing. Preuß und der DiplomIngenieur
Max Müller im Dienſte des Vaterlands gefallen.
Mit Genehmigung des Großherzoglichen Miniſteriums
des Innern ſind auch an der hieſigen Techniſchen
Hoch=
ſchule Notprüfungen eingerichtet worden, denen ſich
bis jetzt bei der Diplom=Vorprüfung 28, bei der Diplom=
Hauptprüfung 10 und bei der Pharmazeutiſchen
Staats=
prüfung 4 Kandidaten unterzogen haben. Die Diplom=
Vorprüfung, der ſich allerdings nur 25 Kandidaten
unterziehen können, beginnt regelrecht am 13. Oktober.
— Großh. Hoftheater. Heute Mittwoch und morgen
Donnerstag wird mit der Aufführung des zweiten Teils
der „Fauſt”=Tragödie an zwei Abenden der
Fauſt=
zyklus zu Ende geführt. Die heutige Vorſtellung beginnt
um halb 8 Uhr, die morgige ſchon um 7 Uhr. Freitag
bleibt das Hoftheater geſchloſſen. Als zweite
Volks=
vorſtellung zu ermäßigten Preiſen erſcheint am
Samstag nach längerer Pauſe wieder „Der
Trompe=
ter von Säkkingen” auf dem Spielplan. In den
Hauptpartien ſind beſchäftigt die Damen Beling=Schäfer
und Jacobs, ſowie die Herren Semper und Stephani.
Dirigent des Abends iſt Erich Kleiber, Spielleiter Otto
Nowack. Dieſe in ihrem Empfinden ſo echt deutſche Oper
iſt wohl die volkstümlichſte Viktor Ernſt Neßlers und
ge=
hört zu den muſikaliſchen Werken heimiſcher Komponiſten,
die in kurzer Zeit eine beſonders hohe Aufführungsziffer
erreichten. Für die Beliebtheit des „Trompeters” ſpricht
auch ein Wort Kaiſer Wilhelms II., mit dem er dem
Komponiſten ſeine Anerkennung ausſprach: „Schenken Sie
dem Repertoire noch mehr ſolche Opern wie der
Trom=
peter” ſagte der Kaiſer zu Neßler, als dieſer ihm im
Herbſt 1889 in Straßburg vorgeſtellt wurde. Als 16.
Abonnementsvorſtellung (C 5) zu gewöhnlichen Preiſen
werden am Sonntag, den 11. Oktober, „Die
Meiſter=
ſinger von Nürnberg” gegeben. Den Hans Sachs
ſingt Kammerſänger Georg Weber, der für dieſen Abend
von ſeinem Militärdienſte beurlaubt wurde.
— Aus der Kriegsliteratur der Gr. Hofbibliothek, hier,
Reſidenzſchloß: Haeckel, Ernſt: Englands Blutſchuld am
Weltkriege. Eiſenach 1914. Wundt, Wilhelm: Ueber den
wahrhaften Krieg. Leipzig 1914. Internationale
Mo=
natsſchrift für Wiſſenſchaft, Kunſt und Technik.
Kriegs=
heft 1. Darin: Adolph von Harnack und die Engländer.
Der Deutſche Krieg, politiſche Flugſchriften, hs. v. Ernſt
Jäckh. 1: Rohrbach, Paul: Warum es der Deutſche Krieg
iſt! 2. Naumann, Friedrich: Deutſchland und
Frank=
reich. Stuttgart und Berlin 1914. Why we are at War,
Great Britain’s Caſe by Members of the Oxford Faculty
of modern Hiſtory. Orford 1914. Sartorius, Carl:
Mo=
dernes Kriegsrecht, Sammlung von Staatsverträgen über
Land= und Seekriegsrecht. München 1914. Die Kriegs=
Notgeſetze vom 4. Auguſt 1914. Textausgabe München
1914. Außerdem können da die amtlichen deutſchen
Ver=
luſtliſten eingeſehen werden.
* Herr Ernſt Schmidt, der ſeitherige Konzertmeiſter
unſerer Hofkapelle, erhielt einen ehrenvollen Ruf als
ſtell=
vertretender Kapellmeiſter des Symphonie=Orcheſters in
Boſton (Amerika) neben Dr. Muck und hat dieſer unter
glänzenden Bedingungen erfolgten Berufung bereits
Folge geleiſtet. Wie wir erfahren, iſt Herr Schmidt, der
die Ueberfahrt auf einem holländiſchen Dampfer wagte,
am 2. Oktober glücklich auf amerikaniſchem Boden
ge=
landet.
— Einquartierung. Nach dem Kriegsleiſtungsgeſetz
haben die Gemeinden den mit Naturalleiſtungen oder
ſonſtigen Dienſten in Anſpruch Genommenen Vergütung
in dem Umfang zu leiſten, in welchem letztere vom Reich
gewährt wird. Die Vergütung iſt von den Gemeinden
nicht früher auszuzahlen, als ſie ihr vom Reich zur
Ver=
fügung geſtellt iſt. Die Quartierſcheine ſind deshalb,
nach=
dem ihre Richtigkeit durch das Einquartierungsbureau
(Stadthaus, Zimmer Nr. 23) feſtgeſtellt iſt, aufzuheben,
bis demnächſt Aufforderung zu ihrer Einlöſung bei der
Stadtkaſſe erfolgt. Eine vorzeitige Auszahlung der
Ein=
quartierungsvergütung kann ausnahmsweiſe nur
in beſonderen Bedürftigkeitsfällen von
Quartiergebern nach eingehender Prüfung ihrer
Verhält=
niſſe durch das Städtiſche Armen= und Fürſorgeamt
ſtatt=
finden. Eine ſehr große Anzahl von Quartierpflichtigen
hat in dankenswerter Weiſe die ihnen ſpäter zukommende
Einquartierungsvergütung der Stadtverwaltung für
Un=
terſtützungszwecke zur Verfügung geſtellt und zu dieſem
Zweck die in ihrem Beſitz befindlichen Quartierſcheine auf
dem Stadthaus abgegeben. Zur Nachahmung
emp=
fohlen.
* Zur Förderung des Theaterbeſuches. Der Ausſchuß,
der im Intereſſe der Aufrechterhaltung des Spielbetriebs
des Großh. Hoftheaters in dem gegenwärtigen Kriegsjahr
ſich gebildet hat, hat am Samstag, den 3. Oktober d. Js.,
auf Einladung des Oberbürgermeiſters ſich zu einer
Be=
ſprechung im Rathausſaale zuſammengefunden. Der
Aus=
ſchuß war ſich darin einig, daß die
Aufrechterhal=
tung des Theaterbetriebs nur dann möglich iſt,
Aus Feldpoſtbriefen.
* Von einem Erlanger Artillerieleutnant der Reſerve
wird ein Feldpoſtbrief zur Verfügung geſtellt, in dem u. a.
ein Nachtgefecht beſchrieben wird:
Unſer ſchöner friedlicher Aufenthalt in T. iſt jäh
unter=
brochen worden. Vorgeſtern nacht gegen 10 Uhr wurden
wir alarmiert, fuhren gleich in der Nacht 14 Kilometer
vor und waren dann bis geſtern nachts 10 Uhr — alſo
rund 22 Stunden — ununterbrochen im Gefecht. In der
Nacht hatte unſere Feldartillerie viermal Stellungswechſel
vorwärts gemacht und andauernd wie wütend geſchoſſen.
Stelle Dir vor, daß die Artillerie bei Nacht nichts ſieht
und nur immer auf Entfernungen ſchießt, die ihr das
Oberkommando angibt, je nachdem die eigene Infanterie
vorgeht: z. B.: Oberkommando hat angegeben: Artillerie
Entfernung 3200 bis 3400 Meter.
Die franzöſiſche Infanterie iſt um 900 Meter
zurück=
gegangen, unſere um 600 Meter vor. Nun gibt das
Ober=
kommando an: Artillerie ſchießt auf 4000 Meter, denn wir
können ja nichts ſehen. Wenn wir noch auf der früheren
Entfernung weiter ſchießen würden, würden wir ja jetzt
in unſere eigene Infanterie, hineinſchießen. Stelle Dir
vor, wie das alles klappen muß, 3—6 Stunden lang, bis
es hell iſt und man ſelbſt wieder etwas ſehen kann!
Alles geht durch Telephon, jeder Befehl. Und durchs
Tele=
phon werden 30000—40000 Menſchen geleitet. Du kannſt
Dir jetzt vielleicht vorſtellen, daß ſo ein Nachtgefecht
„etwas” aufregend iſt. Gegen halb 2 Uhr hatte ich mit
4 Munitionswagen vorzufahren in die Stellung. Es
wurde hereingeſchoſſen, aber 300—400 Meter zu kurz. Ein
wundervolles Bild, Du hörſt es pfeifen, hörſt es
herkom=
men, und dann plötzlich ein Krachen und 4
Feuererſchei=
nungen vor Dir in der Luft und am Boden. Die 6—13
Minuten, die man ſo mit ſeinen Wagen (jeder à 7 Mann,
6 Pferde) daſteht, bis die Munition ausgepackt iſt, ſind
recht peinlich. Die Batterie ſitzt in ſo einem Augenblic
wenigſtens hinter ihren Schutzſchilden. Aber unſere armen
Beſpannungen ſtehen offen da. Und man denkt ſich, wenn
die jetzt mal 300 Meter an Entfernung zugeben, hat man
die Ladung herein. Aber an dieſe Gefahr gewöhnt man
ſich und denkt bald nicht mehr dran. Aber etwas
ande=
res iſt immer wieder ſcheußlich: das Reiten und Fahren
bei Nacht auf einem Boden, der nicht nur mit
Geſchoß=
löchern (die bis zu 3—4 Meter breit und bis zu 1, ja 1½
Meter tief ſind) überſät, ſondern obendrein mit
Telephon=
drähten kreuz und quer, nach allen Richtungen, überzogen
iſt. Alle Augenblicke fällt man mit ſeinem Pferd in ſo
ein Loch, oder das Pferd bleibt mit den Beinen an einem
Draht hängen, regt ſich auf, möchte ſich befreien, ſchlägt um
ſich uſw. Bei den Beſpannungen iſt es noch übler, weil
da gleich 6 Pferde ſind, die außerdem mit Tauen
zuſam=
menhängen und ſo eine Unruhe ſich gleich auf die
ande=
ren fortpflanzt. Da müſſen natürlich die Kanoniere
ab=
geſeſſen bleiben, neben den Fahrern hergehen und ſofort
zugreifen, wenn irgend etwas los iſt. Du ſiehſt, daß das
Fahren bei Nacht auch ſo ſeine ziemlichen Schwierigkeiten
hat. Wie es nun eigentlich iſt, wenn außerdem noch
ge=
rade in die Beſpannung hineingeſchoſſen wird, ja darin
fehlt mir — Gott ſei Dank! — bis jetzt die Erfahrung.
Für heute grüße ich Dich herzlich. Jetzt lege ich mich
ein wenig „mang die Kartoffeln” (wir ſtehen in einem
Kartoffelacker) und ſchlafe. Es iſt immerhin zu bedenken,
daß wir vorgeſtern nacht überhaupt nicht zum Schlafen
und geſtern nacht nicht aus den Kleidern gekommen ſind.
In B., wenn ich einmal feſt ſchlafen wollte, habe ich immer
meinen Wecker abgeſtellt, weil der ein ſo lautes Ticktack
hat; da müßte ich eigentlich jetzt die Fußartillerie abſtellen,
vor allem die 21=Zentimeter=Mörſer, die 400 Meter hinter
uns ſtehen und einen ohrenbetäubenden Krach machen.
Aber das geht nicht und ich ſchlafe auch ſo.
Folgender rührende Brief eines braven
deutſchen Soldaten, der am 25. September in
Frankreich (der Ort iſt nicht zu entziffern) an ſeine Eltern
und Geſchwiſter hier geſchrieben iſt, möchten wir unſeren
Leſern nicht vorenthalten. Es heißt daran:
Gerne hätte ich Euch ſchon 10 Mark geſchickt, aber ich
weiß nicht, ob Ihr ſie bekommt, denn was nützt mich das
Geld, die Dörfer ſind meiſt abgebrannt oder von den
Leu=
ten verlaſſen, da kann man nichts zu kaufen bekommen.
Unſere Löhnung hat hier keinen Wert. Bei einem
Ge=
fecht bei Brandville habe am 29. 8. mein Portemonnaie
mit 13 Mark verloren, wahrſcheinlich bei dem Kriechen
auf der Erde iſt es herausgefallen. Jetzt habe ich noch
17 Mark, da könnte ich 10 Mark heimſchicken, 7 will ich
behalten; wir dürfen den Leuten nichts nehmen, wir
müſſen alles teuer bezahlen. Nun, ich will den armen
Leuten nichts nehmen, ich will es gerne bezahlen, denn
die armen Leute haben ſchwer zu leiden. Ihr habt gar
keine Ahnung, wie es hier zugeht, ſelbſt die Einwohner
haben hier mitunter nichts mehr zu eſſen. Liebe Eltern,
in B . . . . . kam ich in ein Haus und wollte mir ein Stück
Brot kaufen, aber ein Bild ſah ich hier: Der Mann iſt auch
im Krieg, der Frau ihr altes gebrechliches Mütterchen
ſitzt hinterm Ofen. Ein Mädchen von drei Jahren hält
ſich ängſtlich an ſeiner Mutter ſeſt, die Mutter ſelbſt hat ein
kleines Kind von 4 Monaten auf dem Arm, ſie iſt eine
ge=
borene Elſäſſerin. Da frug ich nach Brot, da klagte die
Frau ihr Elend, ſie hat ſchon drei Tage und auch die
Kin=
der nichts mehr zum Eſſen und Trinken. Ich ging fort
und fand einen Großbauernhof, dort kaufte ich zwei Brote
und 5 Schoppen Milch. Ein Brot und 4 Schoppen Milch
brachte ich den armen Leuten, aber wie das kleine
Mäd=
chen darüber herfiel! Ja, liebe Eltern und Geſchwiſter,
Hunger iſt etwas ſchreckliches. Die alte Frau wußte nicht,
was ſie machen ſollte, ihr kamen die Tränen in die Augen.
Ich aber ging fort, trank meine Milch und aß ein Stück
trockenes Brot. Am Abend, als die Sterne am Himmel
ſtanden, dachte ich darüber nach, was haben es meine
Ge=
ſchwiſter doch ſo ſchön. Ich aber will weiter kämpfen, wie
ich es als deutſcher Soldat gelernt habe, und mein
Vater=
land beſchützen, und Gott wird mit mir ſein.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Oktober 1914.
Nummer 276.
wenn die Bemühungen der Theaterleitung bei dem
Publi=
kum eine nachhaltige Unterſtützung finden.
Auf die Gewinnung und Erhaltung eines ausreichenden
Stammes von Abonnenten müſſe beſonderer Wert gelegt
werden, da die Höhe der eingehenden Abonnementsgelder
von weſentlichem Einfluß auf die Finanzierung des
Theaters iſt. In einer nachdrücklichen perſönlichen
Werbetätigkeit nach dieſer Seite erblickt der
Aus=
ſchuß ſeine Hauptaufgabe. Da eine große Zahl der
Abon=
nenten aus dem Vorjahre mit der Erneuerung des
Abon=
nements in dieſem Jahre zurückgehalten hat, wird der
Ausſchuß durch ſeine Mitglieder zunächſt in den Kreiſen
der früheren Abonnenten ſeine perſönliche Werbearbeit
beginnen.
§* Ein Samaritergang. Man ſchreibt uns: Eine
auswärtige Volksſchulklaſſe bewegte ſich vor einigen
Tagen durch die Rheinſtraße am Theater vorbei nach der
Techniſchen Hochſchule — die Knaben mit Ruckſäckchen
und die Mädchen mit Körbchen in den Armen. Die
Kleinen brachten unſeren verwundeten Kriegern
Liebes=
gaben mannigfacher Art: Aepfel, Birnen, Pfirſiche, Eier,
Zigarren, Trauben und Nüſſe, und jeder unſerer lieben
Soldaten konnte mit einem hübſchen Blumenſtrauß beehrt
werden. Die mitgebrachten Silber=, Nickel= und
Kupfer=
ſtücke hatte ſchon das „Tagblatt” für das Rote Kreuz und
Oſtpreußen entgegengenommen. Glückſtrahlend verließen
Knaben und Mädchen die dankbare Stätte ihres
Wohl=
tuns. Der Gang führte bei prächtiger Herbſtluft durch
den Herrngarten. Am Denkmal unſeres Prinzeßchens
macht die Klaſſe plötzlich Halt, der Lehrer ſcheint ihr
einige Erläuterungen zu geben. Da auf einmal hören
wir in mehrſtimmigem Satz gar lieblich das ſchön=
Gotteslied erklingen: „Herz, laß dein Sorgen ſein, Sorgen
ſchafft Angſt und Pein und frommt doch nicht. Vertrau
auf Gott, den Herrn, ſein Hilf iſt dir nicht fern, Gott
ſchlummert nicht, Gott ſchlummert nicht.‟ Die kleine
Feier an dieſem Ort wird den Kindern gewiß in lieber
Erinnerung bleiben.
— Ueber „Dreibund und Dreiverband” wird auf
Ein=
ladung des Hiſtoriſchen Vereins für das Großherzogtum
Heſſen und des Darmſtädter Vortragsverbandes Herr Dr.
Ludwig Bergſträßer, Privatdozent für moderne
Ge=
ſchichte an der Univerſität Greifswald, hier am 24. und
31. Oktober im „Kaiſerſaal” zwei Vorträge halten, deren
Reinertrag der Kriegsfürſorge der Stadt Darmſtadt und
den Notleidenden in Elſaß=Lothringen zugute kommen
ſoll. Den Vorverkauf der Eintrittskarten hat die
Hofmu=
ſikalienhandlung von Heinrich Arnold übernommen.
— Poſtaliſches. Das
Umrechnungsver=
hältnis für Poſtanweiſungen nach den
Niederlanden und den niederländiſchen Kolonien iſt
auf 100 Gulden — 184 M. neu feſtgeſetzt worden.
Das Automobilunglück bei Wallerſtädten.
Urteil des Reichsgerichts vom 5. Oktober 1914.
sk. Das Landgericht Darmſtadt hatte am
1. April 1914 wegen fahrläſſiger Tötung unter
Vernach=
läſſigung der Berufspflicht (§ 222 St. G. B.) den 21jährigen
Kraftwagenführer Karl Eidenmüller und den 18 Landwirtsſohn Auguſt Wilhelm zu
Gefäng=
nisſtrafen verurteilt. Es handelte ſich um einen nächtlichen
Zuſammenſtoß zwiſchen einem von Eidenmüller
geſteuer=
ten Automobil und einem von Wilhelm geführten
Fuhr=
werk, der ſich am 16. Oktober 1913 abends auf der
Land=
ſtraße von Wallerſtädten nach Griesheim ereignete und den
Tod des Eigentümers und Inſaſſen des Automobils, des
Ingenieurs Schlott, verurſacht hatte. Der Hergang war
folgender geweſen:
Der Kraftwagen, der nur mit Petroleumlaternen
er=
leuchtet war, da die Azetylenlampen nicht aufgetaut waren,
fuhr mit 30—35 Kilometer Geſchwindigkeit die dunkle
Straß entlang, als Eidenmüller plötzlich etwas über 50
Meter entfernt drei helle Radfahrerlaternen auftauchen
ſah. Er richtete ſich daher auf rechtzeitiges Ausweichen
ein, verminderte aber ſein Tempo nicht und konnte daher
nicht mehr ungefährdet auf die Seite kommen, als ganz
unerwartet noch vor den Radfahrern der unbeleuchtete
Wagen des Wilhelm in den kleinen Lichtkreis ſeiner
La=
ternen kam. Da auch Wilhelm nicht ausweichen konnte
und ſeine Pferde ſcheuten, gerieten die beiden Fahrzeuge
mit heftigem Anprall aneinander, wobei Schlott ſich nicht
mehr aus dem Kraftwagen zu retten vermochte und hilflos
umkam.
Die Strafkammer ſieht die Schuld Wilhelms darin,
daß er ſein Fuhrwerk nicht beleuchtet hatte. Bei
Eiden=
müller war maßgebend, daß er ſo ſchnell gefahren iſt, daß
er bei der unvermuteten Annäherung an den Bauernwagen
weder halten noch ausweichen konnte. Hätte er ſtatt der
Petroleum= die Azetylenlaternen benutzt, ſo würde der
durch ſie gegebene Lichtkreis von 50 Meter noch ein
recht=
zeitiges Ausweichen ermöglicht haben. Sein Verſchulden
beſteht alſo darin, daß er in der Dunkelheit bei ſchwacher
Beleuchtung des Kraftwagens nicht ſo langſam gefahren
iſt, daß er im Notfall das Fahrzeug ſofort zum Stehen
bringen konnte (§ 18 der Bundesratsverordnung über den
Kraftfahrverkehr). Als erfahrener Kraftwagenführer mußte
er immer auf die Begegnung unbeleuchteter Fuhrwerke
gefaßt ſein.
Eidenmüllers Reviſion, die behauptete, er habe wegen
eines Fehlers am Zylinder des Motors nicht langſamer
fahren können, hat das Reichsgericht auf Antrag des
Reichsanwalts als unbegründet verworfen:
die Fahrgeſchwindigkeit auf dunkler Straße muß der Be
leuchtungsſtärke immer inſofern entſprechen, als der
Bremsweg innerhalb des Lichtkreiſes der Laternen liegen
muß, da andernfalls Zuſammenſtöße mit unbeleuchteten
Hinderniſſen unvermeidbar ſind. Wenn alſo dem
Ange=
klagten eines Motordefektes wegen ein langſameres Tempo
unmöglich war, hätte er halten und warten müſſen, bis
die Azetylenlaternen wieder auftauten und anſtelle der
lichtſchwachen Petroleumlampen zu gebrauchen waren.
(Aktenzeichen 1 D. 541/14.)
-h- Von der Bergſtraße, 6. Okt. (Die allgemeine
Weinleſe) findet ſtatt: Donnerstag, den 8. Oktober, in
den Gemarkungen Bensheim und Heppenheim, und
Diens=
tag, den 13. Oktober, in den Gemarkungen Auerbach und
Zwingenberg. Da die Trauben bei der naſſen Witterung
in der erſten Hälfte des Monats September ſehr gelitten
haben und in Fäulnis übergingen, ſo iſt der Ertrag ſehr
gemindert worden. Es dürfte kaum ein halber Herbſt zu
erwarten ſein.
b. Groß=Gerau, 5. Okt. (Fürs Rote Kreuz.) Am
Sonntag veranſtalteten der hieſige
Kirchengeſang=
verein und „Liederkranz” unter Leitung ihres
ge=
meinſamen Dirigenten Herrn Lehrer Kröcker zum
Beſten des „Roten Kreuzes” ein Kirchenkonzert.
In Fräulein Thilde Walther (Geſang), Herrn Lehrer
Becker=Stockſtadt (Cello) und Herrn Hauptlehrer Oppel
(Orgel) waren tüchtige Soliſten gewonnen worden, die
ſich in uneigennützigſter Weiſe in den Dienſt der guten
Sache geſtellt hatten. Während Fräulein Walther mit
ihrer wohlgeſchulten ſympathiſchen Stimme Lieder von
Bach, Beethoven, A. Mendelsſohn uſw. in geradezu
muſterhafter Weiſe zum Vortrage brachte, entzückte Herr
Lehrer Becker durch ſein ſeelenvolles Celloſpiel, und zeigte
Herr Hauptlehrer Oppel in meiſterhafter Weiſe ſeine Kunſt
auf der Orgel. Aber auch die Chöre leiſteten trotz der
Einberufung vieler aktiver Mitglieder zu den Waffen
unter der zielbewußten, präziſen Leitung ihres Dirigenten
Vorzügliches. Der finanzielle Erfolg iſt auch ein recht
bedeutender zu nennen, denn annähernd 200 Mark
konn=
ten dem Roten Kreuz überwieſen werden.
Offenbach, 6. Okt. (Verzweiflungstat einer
Arbeitsloſen.) Geſtern mittag gegen 12 Uhr
be=
merkten zwei junge Leute, wie ſich, ein junges Mädchen
in der Nähe der öffentlichen Badeanſtalt in den Main
ſtürzte. Das etwa 20 Jahre alte Mädchen, das wegen
Arbeitsloſigkeit ihrem Leben ein Ende machen wollte,
wurde ſofort von der Strömung erfaßt und vielleicht 100
Meter weit abgetrieben. Dort gelang es den beiden
jun=
gen Leuten, die Lebensmüde im letzten Augenblick zu
retten und ans Land zu bringen. Die ſofort angeſtellten
Liederbelebungsverſuche waren von Erfolg gekrönt.
sd. Bürſtadt, 5. Okt. (Ausſchreitungen.)
Ver=
gangene Nacht brach in der Vockſchen Wirtſchaft unter den
anweſenden Gäſten einer unbedeutenden Urſache wegen
ein Streit aus, der zu einer blutigen Schlägerei
aus=
artete. Der Dragoner Johann Held von hier verletzte
mit ſeinem Säbel ein Ehepaar, das nach Lampertheim
wollte und hier auf ſeinen Anſchlußzug wartete. Die
Frau erhielt einen ſchweren Säbelhieb über den
Kopf und einen Stich durch die Hand, während ihr
Mann eine ſchwere Verletzung am Kopfe und einen
Stich in den Rücken erhielt. Bei dem nun beginnenden
Streit mit den anderen Gäſten kam dem Säbelhelden
ſein jüngerer Bruder zur Hilfe, doch wurden die beiden
Rohlinge durch die Gäſte derart zugerichtet, daß ſie vom
Arzt verbunden werden mußten. — (Großfeuer.)
Geſtern morgen entſtand in der neuerbauten Hofreite des
Landwirts Joh. Lingelbach II. hier ein Größfeuer,
as ſich ſo ſehr ausdehnte, daß die rechts und links davon
befindlichen Anweſen ebenfalls von dem Feuer ergriffen
wvurden und die Doppelſcheuer des Franz Bilſtein IV.
vollſtändig vernichtete, ſowie das Wohnhaus des Joh.
Haßlöcher ſtark beſchädigt wurde. Außerdem verbrannten
dem Heinr. Keilmann Dreſchmaſchine und Preſſe
voll=
ſtändig. Der Schaden iſt ſehr groß, die
Entſtehungs=
urſache unbekannt.
Oppenheim, 6. Okt. (Ein Hilfslazarett) wird
ſoeben im Kaſino eingerichtet. Vorgeſehen ſind 50 Betten.
Die erſten Verwundeten treffen dann in nächſter Zeit
ein. — Ueberaus praktiſche Liebesgabenpakete hat der
hie=
ſige Hilfsausſchuß verſchickt. Jeder im Felde ſtehende
Oppenheimer Krieger erhielt ein Paket, das Unterhoſen
Hemden, Strümpfe, Stauchen, Fußlappen, Schokolade,
Zigarren und Tabak enthielt. — (Die Spiritusnot)
ſcheint in unſerer Stadt kein Ende nehmen zu wollen.
Gleich zu Beginn des Krieges war von der in Betracht
kommenden Firma in Groß=Gerau, die den hieſigen
Be=
zirk mit Brennſpiritus zu verſorgen hat, die Lieferung
nur in ſehr mangelhafter Weiſe erfolgt. Auf eine Eingabe
der hieſigen Handelsvereinigung hat nun zur Behebung
des größten Notſtandes das Gouvernement geſtattet, daß
auch von Mainz aus Spiritus hierher geliefert werden
kann. In der letzten Zeit aber hat die Groß=Gerauer
Firma die Lieferung von Brennſpiritus nach hier ganz
eingeſtellt, ſo daß in unſerer Stadt ſich ein ganz
empfind=
licher Mangel an Brennſpiritus bemerkbar macht. — Von
den 600 Oppenheimern, die bei den Fahnen weilen, ſind
bis jetzt 9 den Heldentod fürs Vaterland geſtorben.
Reich und Ausland.
Berlin, 6. Okt. Geſtern abend verſuchte eine
Auto=
droſchke, in welcher ſich die Gattin des Kommandanten
Benerals Exz. v. Einem befand, einem Möbelwagen
auszuweichen. Dabei ſchleuderte das Automobil auf dem
ſchlüpfrigen Asphaltpflaſter und prallte mit ſolcher Gewalt
gegen einen Straßenbahnwagen, daß dieſer aus den
Schie=
nen gehoben und der vordere Teil der Kraftdroſchke
völ=
lig zertrümmert wurde. Sowohl der
Kraftwagen=
fahrer wie Frau Exz. v. Einem haben erhebliche
in=
nere Verletzungen erlitten.
Cronberg i. T., 6. Okt. Prinz Oskar von
Preu=
ßen war heute gegen mittag mit Gemahlin in Schloß
Friedrichshof eingetroffen. Nach der Tafel kehrte er
tach Homburg zurück. — Prinz Friedrich Wilhelm
von Heſſen, deſſen Geneſung von ſeiner Verwundung
erfreulicherweiſe fortſchreitet, wurde heute nach Frankfurt
in die Privatklinik des Sanitätsrats Dr. Lampé verbracht.
Es ſoll hier die Lage der Kugel, die noch in der Bruſt
ſteckt, mit Röntgenſtrahlen feſtgeſtellt werden.
München, 5. Okt. Die München=Augsburger
Abend=
zeitung meldet heute: Prinz Ferdinand Maria
von Bayern, Infant von Spanien, Sohn des Prinzen
ind der Prinzeſſin Ludwig Ferdinand, hat ſich am 1.
Ok=
tober in Madrid, im Beiſein des ſpaniſchen Königspaares,
mit Donna Luiſa Silva de Concha, der früheren Hofdame
der Königin=Mutter Iſabella, vermählt. Der König von
Spanien hat der Gemahlin des Prinzen den Titel einer
Herzogin verliehen. Prinz Ferdinand Maria hat auf
ſeine Stellung als Königlicher Prinz von Bayern
verzich=
tet und gehört nunmehr ausſchließlich dem ſpaniſchen
Königshauſe an. König Ludwig hat dem Prinzen für
ſeine Perſon den Titel als Prinz von Bayern und ſeine
Stellung à la suite des 2. ſchweren Reiterregiments
be=
laſſen.
Poſen, 5. Okt. Heute ſtürzten bei Janowitz der
kürzlich zum Leutnant beförderte Pilotenchef
Stiefva=
ter und ſein Begleitoffizier Pappe ab; beide
Flie=
ger waren ſofort tot.
Wien, 6. Okt. Das Neue Wiener Tagblatt meldet,
daß die Schlußverhandlungen gegen die Mörder des
Erzherzogs Franz Ferdinand und deſſen
Zemahlin am 12. Oktober beginnen werden. Außer
dem Mörder Princip, der die totbringenden Schüſſe
ab=
gab, ſind der Bombenwerfer Tſchabrinowitſch,
dann der Sohn des Popen Grabeſch, ein Mittelſchüler,
ſowie andere mehr oder minder an dem Attentat und den
Vorbereitungen dazu beteiligte Perſonen angeklagt. Nach
dem Abſchluß der urſprünglich für den November
anbe=
raumten Verhandlung erfolgt die Aburteilung einer
an=
deren Reihe von Verſchwörern, die der Mörderſchar
in=
direkt geholfen und die ſerbiſche Bevölkerung aufgereizt
haben.
Prag, 6. Okt. Der Rechtsgelehrte und Miniſter a. D.,
Herrenhausmitglied Ritter v. Rondo, Präſident der
böhmi=
ſchen Kaiſer Franz Joſef=Akademie der Wiſſenſchaften,
Literatur und Kunſt, iſt in Prag geſtorben.
Kopenhagen, 5. Okt. Die ordentliche
Reichs=
tagsſeſſion iſt heute eröffnet worden. Das
Präſi=
dium wurde wiedergewählt.
Kopenhagen, 6. Okt. In der heutigen Sitzung des
Folkething legte Finanzminiſter Brandes den
Budget=Voranſchlag für 1915/16 vor. In
dieſem werden die Geſamteinnahmen mit 125 Millionen
Kronen aufgeführt, die Geſamtausgaben mit 122
Millio=
nen Kronen, ſo daß ſich ein Ueberſchuß von etwa
3 Millionen ergibt. (Für das gegenwärtige
Finanz=
jahr beträgt der Ueberſchuß rund 2 Millionen.) Der bei
weitem überwiegende Teil der Einnahmen ſtammt aus
Steuern und Abgaben, die mit rund 106 Millionen
Kro=
nen aufgeführt ſind. Bei den Ausgaben ſind aufgeführt:
für die Budgets des Kriegs= und Marineminiſteriums
rund 33¾ Millionen, für das Unterrichtsminiſterium
rund 16½ Millionen, für das Miniſterium des Innern,
namentlich für die ſoziale Fürſorge, rund 19 Millionen,
und für die Verzinſung der Staatsſchuld rund 12½
Mil=
lionen Kronen.
Stockholm, 6. Okt. Bei den Wahlen zur
Zwei=
ten Kammer ſind, laut telegraphiſcher Berichtigung,
nicht 97 Sozialiſten gewählt worden, wie am 1. Oktober
gemeldet, ſondern nur 87.
Konſtantinopel, 6. Okt. Ergänzende amtliche
Mel=
dungen über das jüngſte Erdbeben beſagen, daß in
Sparta eine große Anzahl von Häuſern zerſtört worden
iſt. Die Amtsräume der Militärverwaltung, das
Tele=
graphenbureau und Wohltätigkeitsanſtalten ſind teilweiſe
eingeſtürzt. 248 Perſonen ſind getötet worden.
Vermutlich liegen die Leichen weiterer Verunglückter noch
unter den Trümmern. Nach dem Erdbeben hat eine
Feuersbrunſt 18 Häuſer und Läden eingeäſchert. Auch
in der Umgebung Spartas hat das Erdbeben großen
Schaden angerichtet und Menſchenopfer gefordert. In
Burdur ſind einige Stadtviertel vollſtändig zerſtört. Das
Regierungsgebäude und die Gefängniſſe ſind
unbeſchä=
digt. Die Zahl der Menſchenopfer in Burdur beziffert
ſich auf etwa 2000; viele Perſonen ſind verletzt worden.
In Egherdir iſt einiger Schaden angerichtet worden,
ohne daß dabei Menſchen verunglückten. In Uluburlu
wurden vier Perſonen getötet und fünf verletzt.
Stimmen aus dem Publikum.
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
einerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 def
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Nochmals die Kartoffelpreiſe!
Der Herr Oberbürgermeiſter von Gießen
hat durch Verordnung vom 1. Oktober 1914 den „
Höchſt=
preis für das Pfund beſter Speiſekartoffeln im
Klein=
verkauf” auf 3 Pfg. feſtgeſetzt. Er bemerkt dabei, daß
dieſer Höchſtpreis nur die äußerſte Grenze der
Preisſtellung ſei und weder gefordert, noch
be=
willigt zu werden braucht. In Darmſtadt aber koſtet
nach dem letzten Wochenmarktbericht das Pfund immer
noch 4 Pfg., und in einzelnen Geſchäften verlangt man
noch mehr. Man hat aber noch nicht gehört, daß die
Kartoffelernte in der Gießener Gegend beſſer ausgefallen
iſt als hier. Da auch die übrigen Verhältniſſe nicht
weſentlich verſchieden ſind, darf man wohl erwarten,
daß auch die Darmſtädter Stadtverwaltung
baldigſt Höchſtpreiſe feſtſetzt, um dieſer durch
nichts gerechtfertigten und in der gegenwärtigen Zeit ſehr
unangebrachten Preistreiberei endlich ein Ziel zu ſetzen.
— Als Antwort auf die Anregung in Nr. 275 des
Tagblattes, betr. eine Strickſtelle, können wir mitteilen,
daß Fräulein Fauſt, Inſelſtraße 43, bereits mehrfach
An=
leitung zur Herſtellung von Strickarbeiten für unſere
Krie=
ger gab und bereit iſt, dies auch weiter zu tun.
Diens=
tag, Donnerstag und Samstag, nachmittags von ½4 Uhr
ab, mögen ſich alle, die Anleitung ſuchen, bei der Dame
einfinden.
Vermiſchtes.
— Der Deutſche Kartoffelgroßhändler=
Verband (Sitz Düſſeldorf) ſchreibt uns: Die bei
Aus=
bruch des Krieges einſetzende Preisſteigerung von
Kar=
toffeln hat nach dem Eintreten der beſſeren
Beförderungs=
möglichkeiten, wie vorauszuſehen war, normalen
Verhält=
niſſen Platz gemacht. Leider ſcheint ſich aber das
Herbſt=
geſchäft wegen der augenblicklichen Preisverhältniſſe nicht
recht anlaſſen zu wollen. Wenn auch die Ernteergebniſſe
in Spätkartoffeln infolge der im Auguſt herrſchenden
trockenen Witterung nicht den gehegten Erwartungen
ent=
ſprechen, ſo muß doch die Hauptſchuld der jetzigen
Preis=
ſteigerung dem Umſtande zugeſchrieben werden, daß die
Landwirtſchaft vielfach mit Verkäufen zurückhält. Hierzu
kommt, daß in manchen Gebieten ſogar Vorſchriften an
die Landwirte ergangen ſind, einen gewiſſen Teil des
Er=
trages nicht zu verkaufen. Auch das Vorgehen einzelner
Städte, den Handel an ſich zu ziehen, hat preisſteigernd
gewirkt, da hierin allgemein eine Schwierigkeit der
Er=
langung von Ware erblickt wird. Um einer ungeſunden
Preisſteigerung vorzübeugen und preisausgleichend zu
wirken, hat der Deutſche Kartoffelgroßhändler=Verband
in Düſſeldorf eine zweckentſprechende Einrichtung
geſchaf=
fen. Er läßt an die in den verſchiedenen Teilen des
Rei=
ches wohnenden Verlader von Kartoffeln die Bitte
er=
gehen, anzugeben, in welchen Gegenden jeweils beſonders
preiswerte Ware zu haben iſt, damit dies den in Betracht
ommenden Abnehmern, vor allem im induſtriellen Weſten,
zur Kenntnis gebracht werden kann. Dieſe Maßnahme
iſt zweifellos geeignet, einer Verbilligung der
Speiſekar=
toffeln zu dienen.
Literariſches.
— Die englichen Neutralitätsbrüche, der japaniſche
Raubzug, die billigen Erfolge Englands im Kolonial=
und Priſenkrieg, die Lage Japans zu Rußland, Amerika
uſw. uſw. laſſen ſich nur mit Verſtändnis verfolgen unter
Zuhilfenahme einer Weltkarte. Eine ſolche iſt ſoeben im
Verlage von J. J. Arndt, Leipzig (herausgegeben von
Opitz), neu erſchienen. Sie iſt überaus klar in 8 Farben
gedruckt, verliert trotz der vielen Bezeichnungen nicht an
Deutlichkeit und gibt über die geographiſche Lage aller
Staaten und ihrer Kolonien klar Auskunft. Der Preis
beträgt 60 Pfg. Zu beziehen iſt dieſe Karte durch alle
hieſigen Buchhandlungen.
— Das ſoeben erſchienene neue Heft der „Wiener
Mode” ſteht ganz unter dem Zeichen des Krieges. Es
bringt eine Fülle von einfachen Wiener Modellen, die
mehr als alle Worte beweiſen, daß der Wiener Geſchmack
dem Pariſer in keiner Weiſe nachſteht. Wir alle werden
uns bei dem Wiener Schnitt wohler fühlen als bei den
einengenden Pariſer Modellen. Jeder, der bisher
fran=
zöſiſche Modenblätter gehalten hat, findet in der „Wiener
Mode” einen vollen Erſatz. Man abonniert die Zeitſchrift
zum Preiſe von 3.50 Kronen (3 Mark) für das Vierteljahr
bei jeder Buchhandlung oder direkt beim Verlage, Wien 6/
Gumpendorferſtraße 87.
Nummer 276.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Oktober 1914.
Seite 5.
Neue Erfolge im Oſten.
* Großes Hauptquartier, 6. Okt.,
abends. (W. T. B. Amtlich.) Die
fort=
geſetzten Umfaſſungsverſuche der
Franzoſen gegen unſeren rechten
Heeres=
flügel haben die Kampffront bis nördlich
von Arras ausgedehnt.
Auch weſtlich Lille und weſtlich
Lens trafen unſere Spitzen auf
feind=
liche Kavallerie.
In unſeren Gegenangriffen in
der Linie Arras-Albert-Roye iſt noch
keine Entſcheidung gefallen.
Auf der Schlachtfront zwiſchen Oiſe
und Maas, bei Verdun und in Elſaß=
Lothringen ſind die Verhältniſſe
un=
verändert.
Auch von Antwerpen iſt heute
nichts weſentliches zu melden.
Auf dem öſtlichen Kriegsſchauplatz
iſt der ruſſiſche Vormarſch gegen
Oſtpreußen und das Gouvernement
Suwalki zum Stehen gebracht.
Bei Suwalki wird der Feind ſeit
geſtern erfolgreich angegriffen.
In Ruſſiſch=Polen vertrieben die
deutſchen Truppen am 4. Oktober die
ruſſiſche Gardeſchützen=Brigade aus
einer befeſtigten Stellung zwiſchen
Opatow und Oſtrowiee und nahmen
dem Feind etwa 3000 Gefangene,
mehrere Geſchütze und
Maſchinen=
gewehre ab.
Am 5. Oktober wurden zweieinhalb
ruſſiſche Kavallerie=Diviſionen und
Teile der Hauptreſerve von
Iwan=
gerod bei Radom angegriffen und auf
Iwangerod zurückgeworfen.
Beſonders bemerkenswert und erfreulich an dieſer
Meldung iſt die Nachricht, daß die deutſche Offenſive
im Süden Ruſſiſch=Polens bereits bis an die Weichſel
vorgedrungen iſt und ſtarke Kräfte ſich im Anmarſche
gegen die Feſtung Iwangerod befinden. Dadurch wird
die Stellung der Ruſſen in Galizien immer haltloſer.
Angriff auf Tſingtau
zurückgeſchlagen!
* Berlin, 6. Okt. Die B. Z. a. M.
meldet: Von unſerem beſonderen
Be=
richterſtatter in Rotterdam wird uns
heute gemeldet: Beim erſten
Sturm=
angriff auf die Infanteriewerke von
Tſingtau wurden die vereinigten
Japaneſen und Engländer mit
einem Verluſt von 2500 Mann
zurück=
geſchlagen. Die Wirkung der
deut=
ſchen Minen, Geſchütze und
Maſchinen=
gewehre war vernichtend. Der rechte
Flügel der Verbündeten wurde von dem
öſterreich.=ungariſchen Kreuzer „Kaiſerin
Eliſabeth” und dem deutſchen
Kanonen=
boot „Jaquar” wirkſam beſchoſſen.
Die deutſchen Verluſte ſollen gering
ſein. Die Verbündeten warten
Ver=
ſtärkungen ab.
*. Die Meldung iſt anderweit zwar noch nicht
be=
ſtätigt, dürfte aber richtig ſein, da ſie durch das Wolffſche
Bureau verbreitet worden iſt. Der Heldenmut und die
Erfolge unſerer braven Truppen und ihrer
Bundesgenoſ=
ſen in Kiautſchou werden herzinnige Freude und
Bewun=
derung erregen und zum Ruhme des deutſchen Namens
beitragen. Die Engländer und ihre unſauberen
Bundes=
genoſſen, die ihre ſchmutzigen Finger nach unſeren
Ko=
lonien ausſtrecken und mit blutigen Köpfen zurückgeſchick
ſind, werden nun einſehen, daß es nicht ſo einfach iſt
Kiautſchou in die Taſche zu ſtecken. Man erfährt aus
die=
ſer Meldung auch, daß wir in Tſingtau über alle
Verteidi=
gungsmittel verfügen, ſogar über Aeroplane, wie aus
iner anderen Meldung zu erſehen iſt.
Ein dreifaches Heil den Tapferen in Tſingtau!
Die Frkft. Ztg. ſchreibt: Die Deutſchen haben ſich nicht
ſo leicht überraſchen laſſen. Sie ſind auf ihrer Hut
ge=
weſen und haben eine Verteidigung ins Werk geſetzt, die
an tapferer, todesmutiger Entſchloſſenheit und zäher
Ener=
gie ihresgleichen ſucht. Die von dem Gouverneur
des Schutzgebietes, Kapt. z. S. Meyer=Waldeck, der
deut=
ſchen Reichsleitung abgegebene Verſicherung, daß in
Ki=
autſchou alle bereit ſeien, bis zum letzten ihre volle
Schuldigkeit zu tun, war kein leeres, ruhmrediges Wort,
ſondern iſt ſchon hundertfach in die Tat umgeſetzt worden.
Den Beſatzungstruppen haben ſich alle
waffen=
fähigen Männer des Schutzgebietes angeſchloſſen, und
aus anderen Orten Chinas ſind noch viele hinzugeeilt,
die freiwillig die Gefahr teilen und den Feind
bekämp=
fen wollten. Das gleiche bewunderungswürdige
Bei=
ſpiel, das wir in Deutſchland vor uns geſehen haben und
noch täglich ſehen, hat ſich ſomit auch an unſeren
äußer=
ſten Grenzpoſten in Oſtaſien wiederholt. Es wird, wie
auch der Ausgang dieſes ungleichen Kampfes dort ſein
mag, dem deutſchen Namen erhöhte Achtung verſchaffen.
Dem Geiſt, der die deutſchen Kämpfer zu Waſſer wie
zu Lande beſeelt, iſt der prächtige Erfolg der
Tſing=
tauer Beſatzung gegen den erſten Sturmangriff der
ver=
einigten Japaner und Engländer zu danken. Wenn man
die im Verhältnis zu den Gegnern geringe Zahl der
deut=
ſchen Verteidiger in Betracht zieht, ſo iſt der
japaniſch=
engliſche Verluſt von 2500 Mann ein ganz gewaltiger. Er
beweiſt neben dem Mut der deutſchen Kämpfer die
vor=
zügliche Leitung der deutſchen Verteidigung. Obgleich
nur noch der öſterreichiſch=ungariſche Kreuzer „Kaiſerin
Eliſabeth” und das Kanonenboot „Jaguar” im Hafen
für die artilleriſtiſche Unterſtützung der Verteidigung
ver=
fügbar, und die Verteidigungswerke urſprünglich gewiß
nicht gegen einen ſolchen Angriff eingerichtet waren, iſt
die Abwehr doch ſo nachdrücklich geweſen, daß den
Japa=
ner anſcheinend für eine Weile die Luſt vergangen iſt und
ſie erſt weitere Verſtärkungen abwarten wollen. Mit dem
einfachen Ueberrennen iſt es alſo nichts geweſen. Die
Japaner haben erkennen müſſen, daß ſie an den Deutſchen
anders geartete Gegner haben als an den Ruſſen, und
daß ſie nicht ohne einen ſehr ſtarken Einſatz zu ihrem Ziel
gelangen können. Selbſtverſtändlich darf man dieſen
er=
ſten Erfolg nicht überſchätzen und nicht zu weitgehende
Hoffnungen daran knüpfen, die nach Lage der Dinge nicht
erfüllt werden können. Aber ſicherlich wird dieſer für
Deutſchland ſo ehrenvolle Kampf tiefen Eindruck in
Oſt=
aſien machen und alle mit hoher Achtung vor denen
er=
füllen, welche dort ſtill und entſchloſſen ihre Pflicht tun,
durchdrungen davon, daß ſie die Ehre und den Ruhm des
deutſchen Namens zu wahren und zu erhöhen haben
Ehre ihnen, daß ſie dieſe Aufgabe ſo tapfer erfüllen! Sie
werden allen Deutſchen ein Anſporn zu gleichem Tun ſein
Vom öſtlichen Kriegsſchauplatz.
* Berlin, 6. Okt. Die Voſſ. Ztg. meldet aus Wien:
Die galiziſchen Eiſenbahnbeamten von Tarnow, Rzezow
und Jaroslaw ſollen eine Aufforderung zu
ſofor=
tiger Aufnahme des Dienſtes erhalten
haben. Den Eiſenbahnbeamten wurde aus Lemberg
mit=
geteilt, ſich zur Wiederaufnahme des Dienſtes bereit zu
halten. Man bringt dieſes mit dem Rückzuge der
Ruſſen in Zuſammenhang.
Die Behandlung der Gefangenen in Deutſchlande
* Kopenhagen, 6. Okt. Der Direktor der
Lancaſhire und Yorkſhire Railway, John Aspinell, der
eine Zeitlang als Kriegsgefangener im
Mun=
ſterlager war, ſchildert in engliſchen Blättern das
Le=
ben in den deutſchen Gefangenenlagern, und erzählt: Die
Leitung des Lagers lag in den Händen von Sergeanten,
tüchtigen Leuten mit Organiſationsvermögen. Sie hielten
ſich zwar ſtreng an die Reglements, taten aber zweifellos
ihr Beſtes, damit die Gefangenen es möglichſt gut
hät=
ten. Die Klagen in engliſchen Blätern über harte Arbeit
der Gefangenen ſind unberechtigt. Die Gefangenen,
beſonders die Franzoſen, drängen ſich zur Arbeit, um
Abwechſelung in dem einförmigen Leben zu haben. Es
war deutlich zu merken, daß die Deutſchen wünſchten,
in England den Eindruck hervorzurufen, daß man in
Deutſchland die Gefangenen gut behandele
und in keiner Beziehung barbariſch ſei. Er könne auch
nicht über die Behandlung klagen. In Anbetracht der
großen Schwierigkeiten bei der Verwaltung eines ſolchen
Lagers ging alles vortrefflich. Der deutſche
Sol=
dat zeigte ſich hier von ſeiner beſten Seite. Es ſei
ſicher=
lich nicht beluſtigend, Waſchdienſt im Lager zu haben,
und doch ſah man nur fröhliche Geſichter.
Aus Belgien.
* Brüſſel, 6. Okt. Wie bereits gemeldet, beſtimmte
durch eine Verordnung der Generalgouverneur für die
beſetzten Gebiete Belgiens die Annahmepflicht
deutſchen Geldes in Belgien und ſetzte für die
Mark einen Mindeſtkurs von 1,25 Fres. feſt. Durch
die Einmarſchierung von Truppen iſt viel deutſches Geld
nach Belgien gekommen. Da man beſtrebt war, dieſes in
Francs umzutauſchen, entſtand hierdurch eine ſtarke
Nach=
frage nach belgiſchen Francs, die um ſo ſchwerer
befrie=
digt werden konnte, da die Nationalbank, die ihre
Noten=
preſſe nach Antwerpen hatte ſchaffen laſſen, erſt nach
län=
gerer Zeit mit der Notenausgabe beginnen konnte. Auch
in Deutſchland entſtand eine ſtarke Nachfrage nach
belgi=
ſchen Francs, vornehmlich infolge des Bedarfs der nach
Belgien gehenden Truppen; aber auch infolge der
indu=
ſtriellen Beziehungen mit Belgien. Das hatte das
eigen=
artige Reſultat, daß der belgiſche Francs der Marl
gegenüber einen vorher nie erreichten Hochkurs erhielt:
dies zu einer Zeit, als die Nationalbank ihren
Kredit=
verpflichtungen nicht gerecht werden konnte. Dieſen durch
vorübergehende Umſtände veranlaßten, den tatſächlichen
dauernden Verhältniſſen aber nicht entſprechenden Kurs
zu regulieren, erklärte der Generalgouverneur die
An=
nahmepflicht des deutſchen Geldes in Belgien und ſetzte
eine Mindeſtrelation zwiſchen Francs und Mark feſt. Dies
wird dem deutſchen Handel und der Induſtrie ermöglichen,
ihre Bezüge in Belgien in Mark zu bezahlen was vor
allem für Rheinland und Weſtfalen von großer
Bedeu=
tung iſt.
Die Kämpfe an den Karpathen.
* Peſt, 6. Okt. Der Sonderberichterſtatter des Az=
Eſt meldet: Der Kampf mit den eingedrungenen
Ruſ=
ſen iſt noch nicht vollſtändig beendet. Es iſt zurzeit noch
nicht möglich, eingehend zu berichten, indeſſen kann ſchon
geſagt werden, daß nordweſtlich bei Maramaros=
Sziget und Tarczkoez eine ruſſiſche Kolonne zurück
geſchlagen wurde. An den Gefechten haben auch
in=
zwiſchen eingetroffene deutſche Streitkräfte
teilgenom=
men. Zwiſchen Poleno und Aknos machten die Ruſſen
einen letzten Verſuch, unſere Reihen zu durchbrechen; ſie
wurden auch hier zurückgeſchlagen. Unſere Truppen
ver=
folgten die ſich zurückziehenden Ruſſen. Es wurden viele
Gefangene gemacht. Das Komitat Bereg iſt von dem
letzten Mann ruſſiſcher Invaſionstruppen befreit.
Beſchießung von Cattaro.
* (Ctr. Bln.) Aus Nordalbanien wird neuerlich die
Beſchießung von Cattaro durch drei große
fran=
zöſiſche Panzer und vier franzöſiſche Kreuzer gemeldet. Die
Oeſterreicher erwiderten das Feuer auf das energiſchſte.
Durch gut gezielte Schüſſe wurden zwei
Panzerkreu=
zer mehrmals getroffen und mußten den
Kampf=
platz verlaſſen. Dem größten der beiden Kreuzer wurden
die Schlote glatt weggeſchoſſen. Wegen ſchwerer
Maſchi=
nenhavarie wurde der kleinere Kreuzer von dem größeren
ins Schlepptau genommen und nach dem Kanal von Korfu
geleitet.
Lügen der Engländer und Franzoſen.
* Berlin 6. Okt. (W. T. B. Amtlich.) In der
engliſchen Preſſe iſt von einem Tagesbefehl
Kai=
ſer Wilhelms berichtet, in welchem unter Ausdrücken
der Verachtung gegen das engliſche Heer zu deſſen
Ver=
nichtung aufgefordert werde. Dieſer angebliche
Tagesbe=
fehl iſt erfunden. — Das Reuterſche Bureau
ſchickte an das Ritzau=Bureau in Kopenhagen ein
Tele=
gramm zur Verbreitung, in welchem eine Baronin de
Baye nach einer Meldung des Temps den deutſchen
Kronprinzen beſchuldigt, auf dem Schloſſe Baye bei
Champaubert Kunſtgegenſtände und Koſtbarkeiten geraubt
und beim Verlaſſen des Schloſſes die Bilder des Kaiſers
und der Kaiſerin von Rußland mit Füßen getreten zu
haben. Dieſe Meldung iſt eine ſchamloſe Lüge. Der
Kronprinz war nach amtlicher Feſtſtellung niemals in dem
Schloſſe Baye. Auch Truppen ſeines Heeres ſind dorthin
nicht gelangt. Auch die von franzöſiſchen Blättern
ge=
meldete Zerſtörung der Beſitzung des Präſidenten
Poin=
caré, Ribecourt in Lothringen, durch die Deutſchen iſt
eine Fabel. Ribecourt lag allerdings in den Tagen vom
6. bis zum 9. September im Brennpunkt von Kämpfen
und wurde in Brand geſchoſſen, aber durch
franzö=
ſiſche Artillerie.
Die Ausbildung der engliſchen Erſatztruppen.
* London 6. Okt. Daily Chronicle meldet, daß
in Alderſhot 136000 Mann aller Waffengattungen
ausgebildet würden, die, ſowie die Ausbildung fertig iſt,
nach der Front abgeſchickt werden ſollen. Die Ausbildung
mache, trotz glänzender Anſtrengungen, nicht die
gebüh=
renden Fortſchritte, da die Truppen ungenügend
ausgerüſtet ſind. Die Zeitung erbittet die
Un=
terſtützung des Publikums und bemerkt, es
habe kein einziger Kompagnie=Offizier der erſten Armee
Kitcheners einen Feldſtecher beſeſſen. Gebraucht
wür=
den Hemden, Strümpfe, Taſchentücher, Trommeln und
Pfeifen für die ſchottiſchen Regimenter.
Die ſerbiſchen Verluſte.
* Berlin, 6. Okt. Die B. Z. am Mittag meldet
aus Sofia: Bei den letzten Kämpfen öſtlich der Drina
ſind die ſerbiſchen Schumadja= und Morawa=
Di=
iſionen faſt vollſtändig aufgerieben worden.
In ganzen haben die Serben bisher 13000 Tote und
über 50000 Verwundete.
Bulgarien und Serbien.
* Sofia, 6. Okt. Das Blatt Dnewnik erfährt, daß
auch in Griechiſch=Mazedonien die
Aufſtands=
bewegung großen Umfang annehme. Es haben ſich
dort viele, hauptſächlich aus Muſelmanen beſtehende
Banden von je 200 Mann gebildet. Einige von dieſen
zerſtörten zwiſchen Oſtrowo und Wladowo bei Wodena
drei Bahnbrücken, deren eine mehrere hundert Meter lang
iſt. Eine aus der einheimiſchen bulgariſchen Bevölkerung
gebildete Bande beſtand am vorigen Donnerstag einen
achtſtündigen Kampf gegen ſerbiſche Kräfte und zog ſich
ſodann in das Gebirge bei Gewgheli zurück.
* Wien, 6. Okt. Die Reichspoſt meldet aus Sofia:
Die Narodna Prawa, das amtliche Organ der
bulgari=
ſchen Regierung, enthält eine Erklärung des
Mini=
ſterpräſidenten Radwslawow, welche lautet:
Hinter unſerem Rücken, weit von uns und gegen unſeren
Willen haben unſere Stammesbrüder, die nicht Bulgarien
zugehörig ſind, eine Aktion unternommen, die mit dem
Frieden des Landes nicht im Einklang ſteht. Die
bul=
gariſche Regierung muß jede Verantwortung für dieſe
Unternehmung abweiſen. In Bulgarien würde ich es
niemand erlauben, eine Politik gegen
meinen Willen zu treiben, die uns ſchädigen
könnte. Sollte es aber trotzdem jemand geben, der
ver=
ſuchen wollte, gegen mich zu arbeiten, ſo bin ich
ent=
ſchloſſen, derartige Verſuche mit ganzer Kraft zu
unter=
drücken. — Die Reichspoſt bemerkt hierzu: Die Erklärung
des Miniſterpräſidenten richtet ſich gegen die ſerbiſchen
Angriffe, durch die die bulgariſche Regierung verdächtigt
wird, die mazedoniſche Aufſtandsbewegung zu begünſtigen
und weiter gegen gewiſſe ruſſophile Kreiſe, die keine
Mit=
tel ſcheuen, um dem Kabinett Schwierigkeiten zu machen.
Der Zar an der Front.
* London, 6. Okt. Einer Petersburger Meldung
der Morning Poſt zufolge iſt die Abreiſe des Zaren
nach dem Kriegsſchauplatze in Galizien in
aller Stille erfolgt, nur mit kleinem Gefolge und ohne
Hofbeamte. Die Anweſenheit des Zaren auf dem
Kriegs=
ſchauplatze bedeute keine Einſchränkung der
Handlungs=
freiheit des Oberbefehlshabers, des Großfürſten Nikolai
Nikolajewitſch. Der Zar wolle nur die Truppen
ermun=
tern und anfeuern.
Das verſchwundene Unterſeebor.
* Rom 6. Okt. Der ruſſiſche Botſchafter
teilt mit, daß das verſchwundene Unterſeeboot tatſächlich
von Rußland bei der Werft Fiat=San Giorgio in
Spezia beſtellt worden ſei, infolge des
Kriegsaus=
bruches erſuchte jedoch Rußland die Werft, das Boot noch
zu behalten; und ſchließlich komme Rußland nicht in
Be=
tracht bei der von den Zeitungen berichteten Entführung
des Bootes.
* Rom, 6. Okt. Die Blätter melden, daß der
An=
geſtellte des Hauſes Fiat=San Giorgio, der
plötz=
lich mit dem Unterſeeboot abfuhr, Angelo
Bel=
loni heißt und Reſerveleutnant der Marine iſt. Wie
die Tribuna mitteilt, wird Belloni vor ein
Kriegs=
gericht geſtellt werden, unbeſchadet der ſtrengen
Be=
ſtimmungen des Strafgeſetzbuches über die
Neutralitätl=
pflichten, die eine Mindeſtſtrafe von 16 Jahren Gefängnis
und den Verluſt der Rechte eines italieniſchen Bürgers
vorſehen. Laurenzio, der techniſche Direktor der Werft
Fiat=San Giorgio, hat Preſſevertretern gegenüber erklärt,
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Oktober 1914.
Nummer 276.
daß ſeine Firma den Schritt Bellonis in keiner
Weiſe billige. Belloni hat in einem Briefe an die
Firma gebeten, jedes Urteil über ſeinen Schritt zu
ver=
tagen bis zur Ankunft des Briefes, den er im erſten
Hafen, den er berühren werde, aufgeben werde. Bis dahin
bitte er, ihn nicht etwa als verrückt anſehen und auch
nicht annehmen zu wollen, daß er im Einverſtändnis mit
der Beſatzung handle, die von nichts wiſſe, oder mit irgend
einer Privatperſon oder Behörde im In= oder Auslande.
Das Geſchwader von Spezia hat Befehl erhalten,
ſorg=
fältig nach dem Unterſeeboot zu ſuchen. Nach Gerüchten,
die Giornale d’Italia und Tribuna verzeichnen, ſoll das
Boot den Kurs auf Baſtia genommen haben, doch ſetzt die
Tribuna hinzu, man glaube, daß das Boot anderswohin
gehe.
* Berlin, 6. Okt. Der Berl. Lokalanz. meldet aus
Rom: Das aus Spezia entwichene
Unterſee=
boot iſt in Baſtia eingetroffen. Die
Verhand=
lungen wegen der Herausgabe des Bootes ſind bereits
dem Unterſeebootsbeamten der Werft, einem früheren
Kapitän der Marine, anvertraut, der kein Hehl daraus
gemacht hat, daß er ein Gegner der Neutralität iſt. In
einem Briefe an die Behörde legte er dar, daß er als
italieniſcher Bürger etwas unternehmen werde, um einen
Funken in das Pulverfaß zu werfen und
die Neutralität Italiens in die Luft zu
ſprengen.
Präſident Wilſons Vermittelungsabſichten.
* Neu=York, 6. Okt. Bryan hat geſtern in einer
Verſammlung zugunſten des Friedens geſagt: Präſident
Wilſon erwarte mit Ungeduld die Gelegenheit,
neue Schritte bei den Mächten zu tun, durch
welche die kriegführenden Nationen zum Frieden gebracht
werden könnten. Geſtern waren alle Kirchen und
Syna=
gogen dicht gefüllt, heute füllen die Morgenblätter
Spal=
ten mit Friedenspredigten des Erzbiſchofs von Neu=York,
Kardinals Farley, und der Paſtoren, Prieſter und
Rab=
biner. Zu gleichen Zwecken fanden auch in anderen
Tei=
len des Landes Verſammlungen ſtatt.
Die neutralen Staaten.
* Kriſtiania, 6. Okt. Die Pferdeausfuhr iſt
trotz Erreichung der Höchſtziffer mit Beſchränkung vom
Landwirtſchaftsminiſter vorläufig noch geſtattet
worden.
* Kopenhagen, 6. Okt. Politiken zufolge hat die
amerikaniſche Regierung der engliſchen
Regierung eine Klage über die Zenſurierung
von Telegrammen aus Amerika nach neutralen
Län=
dern wie Holland und Dänemark zugeſtellt. Ganz
harm=
loſe Telegramme ſeinn unterdrückt worden.
* Waſhington, 6. Okt. Nach einer Beſprechung
des engliſchen Botſchafters mit dem Staatsſekretär
Bryan wurde bekannt gegeben, daß die amerikaniſche
Kupferverſchiffung nach neutralen Ländern auf
britiſchen Schiffen nicht verhindert werde, wenn ein
Ueber=
einkommen zwiſchen dem Abſender und Empfänger
nach=
gewieſen wird, daß es nur für den Gebrauch in
neutra=
len Ländern beſtimmt ſei.
* Berlin, 6. Okt. (W. T. B. Amtlich.) Der
Stellver=
treter des Reichskanzlers und Vizepräſident des
Staats=
miniſteriums, Dr. Delbrück, hat ſich, begleitet von dem
Unterſtaatsſekretär der Reichskanzlei, Wahnſchaffe
heute für einige Tage nach dem Großen
Haupt=
quartier zu Beſprechungen mit dem Reichskanzler
begeben.
* Berlin, 6. Okt. Geſandter Freiherr von der
Lancken=Wakenitz, Rittmeiſter im Regiment
Garde=
dukorps, welcher der hieſigen Zivilverwaltung zugeteilt
wurde, hat das Eiſerne Kreuz erhalten.
* Berlin, 5. Okt. Im Hofmannshauſe zu Berlin
fand am 28. September die Begründung der
Kriegs=
chemikalien=Aktiengeſellſchaft ſtatt, deren
Aufgabe es iſt, die Wirtſchaft in Chemikalien, die für die
Landesverteidigung erfordert werden, zu regeln. Die
Ge=
ſellſchaft hat ein Aktienkapital von ſechs Millionen Mark,
das mit 25 Prozent eingezahlt iſt. Sie iſt eine
gemein=
nützige Geſellſchaft, die weder Dividenden noch
Liqui=
dationsgewinne verteilen darf. Dem Aufſichtsrat gehören
als Vorſitzender und Stellvertreter an: Generaldirektor
Dr. Aufſchlager=Hamburg und Dr. F. Oppenheim=
Ber=
lin, als Mitglieder u. a. Juſtizrat Dr. Häuſer=Höchſt
(Main), Geheimrat Dr. Hüttenmüller=Ludwigshafen
(Rhein), Geheimrat Dr. E. Ter Meer=Uerdingen (Rhein)
Generaldirektor Th. Plieninger=Frankfurt (Main) und
Generalkonſul Karl von Weinberg=Frankfurt (Main).
* Berlin, 5. Okt. Der von mehr als neunzig
her=
vorragenden Vertretern deutſcher Wiſſenſchaft und Kunſt
unterzeichnete Aufruf an die Kulturwelt, von dem
wir unſeren Leſern Kenntnis gegeben haben, iſt, wie wir
hören, in alle Kulturſprachen überſetzt und
in vielen tauſenden von Abdrücken in allen neutralen
Ländern verbreitet worden.
* Berlin, 6. Okt. Ueber das Schickſal von Dr.
Karl Peters herrſchte einige Zeit ernſte
Beunruhig=
ung. Er war mit ſeiner Gattin nach London gereiſt, um
dort ſeinen Hausſtand aufzulöſen und dann nach
Deutſch=
land überzuſiedeln, als der Krieg ausbrach. Längere Zeit
waren ſeine Angehörigen ohne Nachricht von ihm. Dann
kamen Briefe aus Holland hierher. Danach iſt ihm die
Heimreiſe geſtattet worden und er iſt bereits in Holland
eingetroffen. In den nächſten Tagen wird er in Berlin
erwartet.
* Berlin, 6. Okt. Die türkiſchen Blätter
veröf=
fentlichen eine halbamtliche Auslaſſung, in welcher die
Meldung des ägyptiſchen, in engliſchem Solde ſtehenden
Blattes Al Mokattam, daß der Khedive eine
Ver=
gnügungsreiſe unternehmen werde,
entſchie=
den dementiert wird. In der Auslaſſung heißt es
u. a.: Obwohl die hieſige engliſche Botſchaft dem
Khe=
diven erklärte, es wäre angezeigt, daß er Konſtantinopel
verließe und eine Vergnügungsreiſe im Mittelmeer
un=
ternehme, habe der Khedive dieſes mit dem Bemerken
ver=
weigert, daß er, ſo lange er nicht nach Aegypten abreiſe,
es vorziehe in Konſtantinopel dem Sitze
des Kalifats zu bleiben. Wie bekannt iſt,
wi=
derſetzt ſich England der Rückkehr des Khediven nach
Aegypten.
* Berlin, 6. Okt. Das Berl. Tageblatt meldet aus
München: Die Mitglieder des deutſchen Operettentheaters
Max Gabriel, die ſich auf einer Tournee durch Java
gerade in den indiſchen Gewäſſern aufhielten, ſind bei
Kalkutta von einem engliſchen Kriegsſchiff gefangen
genommen und nach Kalkutta gebracht worden.
Gabriel war früher Dirigent am Berliner
Metropol=
theater.
* Driesden, 6. Okt. Amtlich wird gemeldet, daß
Prinz Max von Sachſen, der zurzeit Feldgeiſtlicher
der 25. Infanteriediviſion iſt, vom Kaiſer das Eiſerne
Kreuz 2. Klaſſe erhielt. Der König hat ihm das
Rit=
terkreuz 1. Klaſſe des Albrechtsordens mit Schwertern
verliehen.
* Weimar, 6. Okt. Die Weimariſche Zeitung teilt
mit, daß nach einem Erlaß des Großherzogs von
Sach=
ſen=Weimar die Regierung des Großherzogtums bis auf
weiteres der Großherzogin übertragen wird.
* Wien, 6. Okt. (Südſl. Korr.) Bukareſter
Blät=
tern zufolge wird der Kriegsminiſter einen Teil der
einberufenen Soldaten demnächſt beurlauben.
Kriegschronik (Nr. 6).
28. September: Der ſerbiſche Einbruch in Slawonien
endet mit einer furchtbaren Niederlage.
Starke ruſſiſche Kavallerie bei Biecz von
29.
den Oeſterreichern geſchlagen.
Der Kreuzer „Emden” verſenkt abermals
30.
fünf engliſche Schiffe. Uebelegene
franzö=
ſiſche Kräfte nördlich und ſüdlich Albert
zurückgeſchlagen. Vor Antwerpen zwei
Forts zerſtört.
1. Oktober: Die Höhen von Roye und Fresnoy (
nord=
weſtlich Noyon) den Franzoſen entriſſen.
Vor Antwerpen werden das Fort
Wavre=St. Catherine und die Redoute
Dorpweldt erſtürmt; Termonde in
deut=
ſchem Beſitz.
Der deutſche Kreuzer „Karlsruhe”
ver=
ſenkt im Atlantiſchen Ozean ſieben
eng=
liſche Dampfer.
Vor Antwerpen die Forts Lierre,
Wael=
hem und Coninghoyk genommen. Das
3. ſibiriſche und Teile des 22. ruſſiſchen
Armeekorps bei Auguſtowo geſchlagen.
3000 Gefangene.
Schutzhaube in Schlauchform.
Erforderlich: Etwa 75 Gramm Wolle. Mit weicher,
vierdrähtiger Strickwolle und kräftigen Beinnadeln wird
die Schutzhaube ziemlich loſe geſtrickt, damit ſie ſich dem
Kopf gut anſchmiegt. Entweder arbeitet man den
ſchlauch=
artigen Teil in der Runde oder, was ſehr viel bequemer
iſt, hin= und hergehend und näht dann den Teil
zuſam=
mnen. In jedem Falle ſtrickt man zunächſt im
Rippen=
muſter (abw. 2 R., 2 L.), und zwar in der Runde auf
96 M.; hin= und hergehend muß noch je 1 Randm.
hinzu=
gerechnet werden. In ungefähr 20 Zent. Höhe ſetzt man
dann die Arbeit ganz rechts fort. Dabei ſind in der erſten
Tour in regelmäßigen Zwiſchenräumen ſoviel M.
zuzu=
nehmen, daß der Teil nun 120 M. zählt. In 50 Zent.
Länge (den Rand mitgerechnet) wird die Maſchenzahl
durch Abnehmen (2 M. zuſammengeſtrickt) wieder dem
Beginn entſprechend eingeſchränkt und auf dieſen M. noch
etwa 2 Zent. hoch im Rippenmuſter weiter geſtrickt; dann
ſind die M. (nicht loſe) abzuketten. Im Gebrauche wird
der Teil ſo über den Kopf gezogen, daß der ſchmale Rand
das Geſicht eng umſchließt, der breite Rand kragenartig
umzulegen oder nach Bedarf nochmals über das Kinn zu
ziehen iſt. Bismarckſtraße 53 I kann ein Muſter angeſehen
werden.
Erklärung der Abkürzungen.
M. Maſche, abw. — abwechſelnd, R. — Maſche
rechts, L. — Maſche links, abgeh. — abgehoben, Abn.
— Abnehmen, Mſtrſ. — Muſterſatz, zuſ. — zuſammen,
Arb. gew. — Arbeit gewendet.
Verluſtliſte (aus Nr. 40 41 und 42.)
Brigade=Erſatz=Bataillon Nr. 44, Meiningen.
Wald von Champenoux vom 9. bis 11. Sept.
4. Kompagnie: Oberlt. d. R. Jakob Poth, Kaſtel, lv.
Reſerve=Infanterie=Regt. Nr. 49, Bromberg.
Hohenſtein am 28. Aug., Bialla vom 7. bis 9. Sept.
und Thaluſſen am 9. Sept.
III. Bataillon.
11. Kompagnie: Gefr. Wilhelm Mäckle, Worms, t.
Füſilier=Regiment Nr. 73, Hannover.
Boncelles und Groudes am 5. und 6., Lüttich am 6.,
Langsprelle am 21., Namur am 23. und an der Oiſe vom
28. bis 30. Auguſt.
II. Bataillon.
6. Kompagnie: Hptm. Fedor v. Gynz=Rekowski,
Mainz, lv.
Landwehr=Infanterie=Regt. Nr. 81, Frankfurt a. M.
Gefechte im Weſten vom 2. bis 14. Sept. (Ban=de=Sapt.)
II. Bataillon.
7. Kompagnie: Oberlt. Eduard Dietrich Vogel,
Niederramſtadt, ſchv.; Wehrm. Karl Ermel, Hopfgarten,
Kr. Alsfeld, ſchv.; Wehrm. Jakob Holler, Friedberg, lv.;
Infanterie=Regiment Nr. 160, Bonn, Diez,
Truppenübungsplatz, Friedrichsfeld b. Weſel.
Bievre am 22. und 23., Montjoux am 31. Aug., Liſſe,
Marſon und Vitry=en=Pertois vom 2. bis 6.,
Luxemont am 6. und 7. Sept.
I. Bataillon.
3. Kompagnie: Reſ. Wilhelm Scheuermann,
Büttelborn. vm.
Dragoner=Regiment Nr. 9, Metz.
Revigny vom 8. bis 10. Sept.
4. Eskadron: Gefr. Wilhelm Feldhoff,
Götzen=
hain, t.
Dragoner=Regiment Nr. 13, Metz.
Patrouillengefechte im Weſten vom 20. Aug. bis 7. Sept.,
Revigny am 9. Sept.
3. Eskadron: Gefr. Wilhelm Meyer, Michelſtadt, t.
Huſaren=Regiment Nr. 13, Diedenhofen.
Gefechte im Weſten vom 4. Aug. bis 10. Sept. (Arrancy,
Domprix, Halles=Saulnoty, Filliéres, Pillon,
Nouille=
pont u. a.)
4. Eskadron: Huſar Karl Schmidt I.,
Gaubickel=
heim, vm.
5. Eskadron: Huſar Franz Hamann,
Hocken=
heim, lv.
Grenadier=Regiment Nr. 123, Ulm.
II. Bataillon.
7. Kompagnie: Reſ. Wilhelm Fritz, Darmſtadt, lv.
II. Werftdiviſion.
I. Abteilung.
Ingenieur=Oberapplikant Heinrich Wigand,
Muns=
heim, vm.
Pionier=Regiment Nr. 19, Straßburg i. E.
Deuxville am 4. und 5. Sept.
I. Bataillon.
1. Reſerve=Kompagnie: Pionier HermannBaaſer
Rüdesheim,
Reſerve=Infanterie=Regt. Nr. 99, Zabern.
St. Dié und Croix Idoux vom 28. Aug. bis 9. Sept.
III. Bataillon.
10. Kompagnie: Vizef. Auguſt Geiſt, Darmſtadt, lv.
IV. Bataillon.
15. Kompagnie: Reſ. Karl Döring, Stockhauſen, vm.
Infanterie=Regiment Nr. 116, Gießen.
(Gefechte im Weſten vom 10. bis 21., Anloy am 22. u. a.
am 27. und 28. 8. 14.)
III. Bataillon.
9. Kompagnie: Hptm. Robert Wolf, Stralſund,
ſchv.; Feldw. Ernſt Heller, Reutſchen, t.; Serg. Joh.
Werner Crainfeld, t.; Feldw. Wilhelm Bechtold,
Eſchenrod, lv.; U.=O. Adolf Fritſch, Ober=Seemen, ſchv.;
Gefr. Fritz Bauckloh, Wettinghoff, lv.; U.=O. Konrad
Schmidt, Angersbach, t.; Musk. Anton Bender,
Maxheim, t.; Tambour Wilhelm Brauer, Marburg,
lv.; Musk. Heinrich Fenſchel, Frankfurt a. M., lv.;
Musk. Johann Gorski, Zichen, t.; Musk. Adalbert
Kopiewicz, Blütenau, t.; Tambour Karl Krämer,
Mainzlar, ſchv.; Tambour Karl Mengel, Rouhauſen, t.;
Gefr. Ludwig Schmidt I., Gießen, lv.; Gefr. Kurt
Neumann, Gießen, lv.; Musk. Wilhelm Bohn,
Uſenborn, ſchv.; Musk. Joſef Deiß, Dietesheim, t.;
Musk. Johann Diel I., Guntersblum, ſchv.; Musk.
Paul Karl Heinrich Ehrhardt, Metz, lv.; Musk. Emil
Erb, Biſchweiler, t.; Musk. Johannes Frey, Klein=
Bockenheim, t.; Musk. Robert Hirſch, Wanzenau, ſchv.;
Musk. Emil Hoffmann, Rödgen, ſchv.; Musk. Emil
Katz, Steinberg, lv. Musk. Peter Kuſel, Klein=
Winternheim, ſchv.; Musk. Karl Knöſel, Straßburg
i. E., ſchv.; Musk. Georg Lob, Leiſelheim, ſchv.; Musk.
Joſef Medeſt, Fulda, ſchv.: Musk. Peter Petry,
Wixhauſen, ſchv., Musk. Theodor Riſſe,
Sind=
lingen, t.: Musk. Peter Rupp, Framersheim,
ſchv.; Musk. Joſt Schäfer, Lora, Kr. Marburg, ſchv.;
Musk. Jakob Schäfer I., Rinderbügen, lv.; Musk.
Philipp Schnecker, Allertshauſen, ſchv.; Musk. Ernſt
Schulz, Salzungen, lv.; Musk. Heinrich Schwarz,
Offenbach a. M., lv.; Musk. Emil Wiſſenbach,
Darm=
ſtadt, lv.: Musk. Ludwig Heck, Friedensdorf, lv.;
Musk Wilhelm Korneli. Konſtanz, lv.; Reſ. Wilhelm
Schmidt III., Altena, t.; Reſ. Friedrich Bredehorn,
Grünewieſe, t.; Rez. Wilhelm Denkhaus, Altena,
ſchv.; Reſ. Wilhelm Oplerbeck, Heidebicke, lv.; Reſ.
Friedrich Krallmann, Altena, ſchv.; Reſ. Julius Lok,
Pollnitz, lv.; Reſ. Karl Weiß, Ehringshauſen, lv.; Reſ.
Karl Limpert, Gedern, lv.; Reſ. Johannes Laukel,
Frohnhauſen, lv.; Reſ. Wilhelm Diehl IV., Gedern, lv.;
Reſ. Wilhelm Ackermann, Gedern, lv.; Reſ. Reinhardt
Diehl II., Gedern, ſchv.; Reſ. Heinrich Buchwald,
Großfelda, t.; Reſ. Ludwig Hock, Holzheim, lv.; Reſ.
Ludwig Lambmann, Gedern, lv.; Reſ. Ernſt Haniſch,
Baumgarten, t.; Reſ. Heinrich Fett, Watzenborn, t.;
Reſ. Heinrich Philippi I., Ruppertenrod, ſchv.; Reſ.
Karl Langohr, Wettſaaſen, t.; Reſ. Heinr. Wißner,
Londorf, lv.; Reſ. Chriſtian Schwindt, Grüningen,
t..: Reſ. Karl Marſchſtellen I., Grüningen,
lv.: Reſ. Otto Marſchſtellen II., Grüningen,
v.: Gefr. Karl Schneider, Bannerod, ſchv.;
Reſ. Johann Philippi II., Oberohmen, lv.; Reſ.
Jo=
hann Bruckner Speichersdorf, lv.; Reſ. Heinrich
Dietz II., Burgſolms, lv.; Reſ. Karl Mohr I.,
Nieder=
emp, lv.; Gefr. d. Reſ. Friedrich Becker III.,
Burg=
ſolms, ſchv.; Reſ. Karl Gath, Burgſolms, lv.; Reſ. Peter
Velden, Albshauſen, lv.; Reſ. Jakob Fries,
Kölſch=
hauſen, ſchv.; Reſ. Heinrich Schmidt VII., Burgſolms,
lv.; Gefr. d. Reſ. Andreas Poſt, Angersbach, t.; Reſ.
Julius Schäfer VI., Mandeln, t.; Gefr. d. Reſ. Stephan
Schlichting, Hirſchfelde, lv.; U.=O. d. Reſ. Oskar
Annacker, Markſuhl, t.; Musk. Karl Inderthal,
Oberweidbach, t.; Musk. Auguſt Ewald, Offſtein, ſchv.;
Reſ. Karl Kahn, Eichelhain, ſchv. und vm.; Reſ.
Hein=
rich Diehl III., Gedern, ſchv. und vm.; Reſ. Karl
Rupp, Lanzenheim, t.; Reſ. Heinrich Trank, Keſtrich,
t.; Musk. Albert Aufinger, Straßburg, vm.; Musk.
Wilhelm Fuhr, Holzhauſen, vm.; Musk. Alfred Michael
Jahn, Schillingheim, vm.; Musk. Peter Kullmann,
Biedenkopf, vm.; Reſ. Paul Scherfer Altena, vm.;
Reſ. Wilhelm Heiman, Altena, vm.; Reſ. Ernſt
Alte=
hof, Altena, vm.; Reſ. Wilhelm Neuhaus, Altena,
vm.; Reſ. Otto Schnelz, Weidmos, vm.; Reſ. Wilhelm
Schmidt IV., Steinberg, vm.; Reſ. Auguſt Diegel,
Ehringhauſen, vm.; Gefr. Karl Stock, Rödgen, vm.;
Reſ. Richard Schmidt V., Hungen, vm.; Reſ. Johannes
Grauel, Rinderbügen, vm.; Reſ. Fritz Schmidt VI.
Oberneundorf, vm.; Reſ. Karl Fink, Keſtrich, vm.
10. Kompagnie: Hptm. v. Weltzien, t.; Lt.
Dingeldein, vw.; Lt. Meyer, vw.; Lt. d. Reſ.
Schmidt, vw.; Lt. d. Reſ. Fiſcher, vw.; Vizef.
Her=
mann Pretſch, Michlitz, vm.; U.=O. Karl. Raue,
Mar=
burg, lv.; Einj.=Freiw. U.=O. Fritz Tietz, Berlin, vm.;
Gefr. d. Reſ. Ewald Machelett, Eggenſcheid, vm.;
Gefr. d. Reſ. Walter Mettberg, Neuenrahmede, vm.;
U.=O. d. Reſ. Karl Stumpf, Garbenteich, ſchv.; San.=
U.=O. Franz Wild, Hohenſülzen, vm.; Gefr. Wilhelm
Herzog. gen. Kranz, Hagen=Delſtern, ſchv.; U.=O.
Phi=
lipp Karl Preußer, Düdelsheim, lv.; Gefr. Paul Max
Schulte, Iſerlohn, ſchv.; Gefr. Mathias Döbert,
Obertshauſen, lv.; Einj.=Freiw. U.=O. Ernſt Strack,
Leihgeſtern, ſchv.; Einj.=Freiw. Gefr. Wilhelm Knipp,
Herchem, lv.; Gefr. d. Reſ. Johs. Weide, Werdol, lv.;
Gefr. d. Reſ. Ernſt Fleiſchhauer, Büßfeld, ſchv.; Gefr.
d. Reſ. Heinrich Haas, Gießen, lv. und vm.; Musk.
Wil=
helm Brill, Aulendiebach, lv.; Musk. Chriſtian Joh.
Gg. Bücher, Bärſtadt, lv.; Musk. Aug. Dewald,
Frankfurt a. M., ſchv.; Musk. Auguſt Gottſchalk,
Eb=
ſtein, t.; Musk. Johs Heim, Randel, lv.; Musk. Hugo
Klipper, Bergheim, lv.; Musk. Jakob Schiedhelm,
Bechtheim, ſchv.; Musk. Johann Baptiſt Schneider,
Dietersheim, t.; Musk. Auguſt Veith, Dodenau, lv.;
Musk. Johann Weis, Ans, lv.; Musk. Stanislaus
Woycciechowski, Swifrczyn, lv.; Musk. Karl
Phi=
lipp, Simsdorf, lv.; Musk. Lukas Georg Jung,
Nieder=
ſema, lv.; Musk. Hermann Kahle, Magdeburg, ſchv.;
Musk. Bernhard Amos, Kleinkatz, lv.; Musk. Chriſtian
Fiſcher, Lich, lv.; Musk. Lorenz Fuchs, Nackenheim,
lv.; Musk. Ludwig Gaubatz, Darmſtadt, ſchv.; Musk.
Joſeph Janz, Braubauerſchaft, ſchv.; Musk. Heinrich
Imhof, Münchhauſen, t.; Musk. Siegfried Katz,
Rauſch=
holzhauſen, t.; Musk. Wilhelm Knierim, Oſthofen, t.;
Musk. Franz Kuch, Sprendlingen, ſchv.; Musk. Kark
Momberger, Windhauſen, lv.; Musk. Leonhard
Müller II., Ober=Ramſtadt, lv.; Musk. Peter
Schä=
fer, Unter=Moſſau, ſchv.; Musk. Heinrich Schmidt,
Bayreuth, ſchv.; Musk. Georg Steiner, Eſſenheim, lv.;
Musk. Georg Stunpf, Garhenteich, lv.; Musk. Johann
Träger, Nieder=Roden, lv.; Musk. Karl Will,
Birlen=
bach, lv.; Einj.=Freiw. Felix Maruſchke, Bärdorf, lv.;
Musk. Konrad Niedermeyer, Fürth, ſchv.; Musk.
Friedrich Baltzki, Weinburg, ſchv.; Reſ. Friedrich
Schlick, Niederhenkelbach, ſchv.; Gefr. d. Reſ. Konrad
Rühl, Burggemünden, lv.; Reſ. Karl Fiedler, Benau,
lv.; Reſ. Otto Jobannes Bommersheim, Villingen,
Nummer 276.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Oktober 1914.
Seite 7.
ſſchv.; Reſ. Heinrich Beck, Allſtadt, ſchv.; Reſ. Karl Zahrt,
Deckenbach, ſchv.; Reſ. Johann Michael Huſſendörfer,
=Roth, t.; Reſ. Heinrich Heberling, Oberſorg, ſchv.;
Reſ. Georg Held II., Leihgeſtern, ſchv.; Reſ. Richard
Hofmann, Oberſchmitten, ſchv.; Reſ. Heinrich Kühn,
OOberbeſſingen, lv.; Reſ. Karl Leidner, Villingen, ſchv.;
Reſ. Friedrich Lind, Villingen, t.; Reſ. Hermann
Römer, Heuchelheim, lv.; Reſ. Friedrich Wilhelm
Schrö=
der, Raſtadt, lv.; Reſ. Rudolf, Sparenberg, Dalſen,
lv.; Reſ. Johannes Stock, Angersbach, t.; Reſ. Wilhelm
Vinſon, Utphe, lv.; Reſ. Otto Wilhelm Heinrich
Wel=
ler, Wieſeck, ſchv.; Gefr. d. Reſ. Adolf Becker III.,
Dier=
dörf, ſchv.; Reſ. Heinrich Döll I., Borsdorf, lv.; Reſ.
Georg Schmidt, Horrmannsdorf, lv.; Reſ. Ernſt
Hed=
rich, Odingen, lv.; Reſ. Ferdinand Schmidt,
Schwa=
benrod, lv.; Gefr. d. Reſ Heinrich Haas, Gießen, vm.;
Gefr. d. Reſ. Karl Heeger, Münſter, vm.; Musk. Emil
Fiſcher, Wanzenau, vm.; Tambour Adolf Schäfer,
Diez, vm.; Musk. Joſeph Boxheimer, Abenheim, vm.;
Musk. Auguſt Ebner, Würzburg, vm.; Musk. Auguſt
Flick, Siegen, vm.; Musk. Georg Joh. Kiel, Nieder=
Erlenbach, vm.; Musk. Wilhelm Konſtanz. Großen=
Buſeck, vm.; Musk. Franz Kopp, Klein=Krotzenburg,
vm.; Musk. Hugo Ockenfuß, Straßburg, vm.; Musk.
Heinrich Weigand, Heuchelheim, vm.; Musk. Georg
Zimmermann, Dietesheim. vm.; Musk. Alois
Zeil=
berger, Hundsdorf, vm.; Reſ. Wilhelm
Beckmer=
hagen, Dahle, vm.; Reſ. Hermann Becker, Stutthof,
vm.; Reſ. Heinrich Dippel, Eifa, vm.; Reſ. Heinrich
Greb, Leuſel, vm.; Reſ. Heinrich Huß, Altena, vm.;
Reſ. Karl Hofmann, Rödgen, vm.: Reſ. Wilhelm
Jung, Leihgeſtern, vm.; Reſ. Wilhelm Kormann,
Deckenbach, vm.; Reſ. Heinrich Lang, Nieder=Ofleiden,
vm.; Reſ. Heinrich Linker, Burgholz, vm.; Reſ.
Lud=
wig Rühl, Homberg, vm.; Reſ. Andreas Ruhl,
Angers=
bach, vm.; Reſ. Bernhard Stipp, Olpe, vm.; Reſ. Joſeph
Heinrich Schieferſtein, Beſſingen, vm.; Reſ. Wilhelm
Seipp, Leihgeſtern, vm.: Reſ. Heinrich Paulus,
Burgholz, vm.: Reſ. Wilhelm Waldminghaus,
Klein=Dretſcheid, vm.; Reſ. Karl Roos, Edingen, vm.;
U.=O. d. Reſ. Philipp Feiling, Niederweiſel, vm.;
Reſ. Oswald Eibach, Steinbach, vm.; Reſ. Otto
Gem=
mer, Schwabenrod, vm.
11. Kompagnie: U.=O. Karl Denecke,
Lamer=
den, lv.; U.=O. Walter Schaefer, Biebesheim, t.; Vizef.
d. Reſ. Georg Flott, Wembach, ſchv.; Vizef. d. Reſ. Adolf
Heineck, Alsfeld, t.; U.=O. d. Reſ. Friedrich Treſſen,
Schlitz, lv.; U.=O. d. Reſ. Karl Döring, Wallenrod, lv.;
U.=O. d. Reſ. Kurt Lettow, Flatow, ſchv.; U.=O. d. Reſ.
Wilhelm Rothmann, Gau=Köngernheim, ſchv.; Vizeſ.
d. Reſ. Georg Freitag, Butzbach, lv.; Reſ. Auguſt
Heßler, Appenrod, lv.; Gefr. Johannes Dietz,
Rüd=
dingshauſen, ſchv.; Gefr. Georg Körper, Alsheim, lv.;
Gefr. Friedrich Becker, Burckhardsfelden, lv.; Einj.=
Freiw. Gefr. Robert Leidolf, Aßlar, t.; Gefr. d. Reſ.
Hugo Born, Lüdenſcheid, lv.; Gefr. d. Reſ. Auguſt
Plate, Kierſpe, t.; Gefr. d. Reſ. Hugo Hoßfeld, Ober=
Bunſcheid, lv.; Gefr. d. Reſ. Fritz Cramer, Bollwerk,
lv.; Gefr. d. Reſ. Georg Dürkes, Bechtheim, lv.; Gefr.
d. Reſ. Heinrich Bangel, Wölfersheim, ſchv.; Tambour
Karl Heinrich Peter, Frohnhauſen, lv.; Musk. Peter
Diefenbach, Griesheim, lv.; Musk. Moritz Fiſſon,
Metairis, ſchv.; Musk. Heinrich Schmidt, Hofſtedt, lv.;
Musk. Joſef Truczinski, Hartowitz, lv.; Musk. Joh.
Vogel, Recklinghauſen, lv.; Musk. Auguſt Römer,
Huppert, lv.; Einj.=Freiw. Gefr. Hermann Möbus,
Gie=
ßen, t.; Musk. Johannes Becker, Kappel, t.; Musk. Erich
Behrens, Braunſchweig, lv.; Musk. Georg
Berg=
hofer, Geiſenhauſen, ſchv.; Musk. Karl Blöcher,
Wallau, lv.; Musk. Friedrich Boſch, Langenbrücken, lv.;
Musk. Hermann Breth, Alsheim, ſchv.; Musk. Aloyſius
Buchen, Kampreifen, lv.; Musk. Aloys Förſch,
Kars=
bach, lv.; Musk. Auguſt Fuß, Ober=Erlenbach, t.; Musk.
Wilhelm Graulich, Södel, ſchv.; Musk. Wilhelm Groß,
Tübingen, lv.; Musk. Ludwig Günkel, Frankfurt a. M.,
lv.; Musk. Franz Hochleitner, Paſſau, lv.; Musk.
Friedrich Hofmann, Grebenſtein, t.; Musk. Martin
Jakob Höhn, Abenheim, t.; Musk. Heinrich
Kronen=
berg, Londorf „t.; Musk. Ernſt Maurer, Darmſtadt, t.;
Musk. Jakob Menges, Bechtheim, lv.; Musk. Jakob
Michel, Mainz, t.; Musk. Theodor Möbus,
Burckardts=
felden, lv.; Musk. Gottfried Nothelfer, Wiblingen, t.;
Musk. Wilhelm Pfaff. Lollar, lv.; Musk. Emil Röckel,
Durlach, lv.; Musk. Heinrich Ruſch, Homberg=Hochheide,
t.; Musk. Karl Rüßler. Hamm, t.; Musk. Philipp
Laxer, Hochheim, t.; Musk. Georg Schwebel,
Wein=
bach, lv.; Musk. Friedrich Schweitzer, Weitengeſäß, lv.;
Musk. Oswald Stahlſchmidt, Freudenberg, ſchv.;
Musk. Sebaſtian Stemmler, Dieburg, lv.; Musk.
Pe=
ter Weyershäuſer, Allnar, lv.; Musk. Karl Wei
ner, Haiger, lv.; Musk. Lambert Habeth, Anzefahr, lv.;
Musk. Adolf Abraham, Ehringshauſen, lv.: Musk.
Otto Buß, Lardenbach, ſchv.; Musk. Friedrich Schäfer,
Lich, lv.; Musk. Heinrich Gregorius, Gießen, lv.;
Musk. Wilhelm Schmittberger, Ober=Lais, lv.; Reſ
Heinrich Timpe, Amenungsborn, lv.; Reſ. Karl
Fried=
rich, Stockhauſen, lv.; Reſ. Karl Körber, Alten=Buſeck,
lv.; Reſ. Karl Balzer, Denheim, ſchv.; Reſ. Albert
Schnautz, Frohnhauſen, lv.; Reſ. Oskar Kränzer,
Littfeldt, t.; Reſ. Sebaſtian Heimbach, Sambach, lv.;
Reſ. Karl Vichmann, Hochelheim, lv.: Reſ. Wilhelm
Schmid t, Klein=Rechtenbach, ſchv.; Reſ. Peter Grün,
Atzenhain, lv.; Vizef. Karl Ochſenhirt, Ranſtadt, vm.;
U.=O. d. Reſ. Wilhelm Stecker, Alten=Buſeck, vm.;
Reſ. Adolf Pfafſ, Donsbach, vm.; Gefr. d. Reſ. Heinrich
Bäucher, Lauterbach, vm.; Musk. Adam Arnold,
Tröſel, vm.; Musk. Ernſt Bender, Krofdorf, vm.;
Musk. Emil Faiſt, Steinbach, vm.; Musk. Georg Lotz,
Freiendiez, vm.; Musk. Franz Rogall, Offenbach, vm
Musk. Friedrich Streuber, Ortenberg, vm.; Musk.
Heinrich Walter, Seckmauern, vm.; Reſ. Wilh.
Nigge=
mann, Blombera, vm.; Reſ. Hermann Packeiſer,
Mehlſack, vm.; Reſ. Joſef Weller, Schwäb.=Gmünd,
vm.; Reſ. Georg Rück, Gunzenau, vm.: Reſ. Emil
Welſchholz, Wernecke, vm.; Reſ. Daniel Nebe,
Sterz=
hauſen, vm.; Reſ. Hugo Valbert, Herſcheid, vm.; Reſ.
Hch. Stracke, Freientrop, vm.; Reſ. Wilhelm
Deiten=
beck, Werdol, vm.; Reſ. Heinrich Schmitt, Crumbach,
vm.; Reſ. Heinrich Böcker, Großen=Linden, vm.; Reſ.
Karl Wehn. Darmſtadt. vm.: Gefr. d. Reſ. Richard
Böck, Ober=Lais, vm.; Reſ. Wilhelm Leun, Leihgeſtern,
vm.; Reſ. Heinrich Steuernagel. Groß=Eichen, vm.;
Reſ. Emil Wagner, Trohe, vm.; Reſ. Heinrich Rühl,
Ehringshauſen, vm.; Reſ. Bernhard Blos, Nürnberg,
vm.; Reſ. Karl Geiß, Möſcheldorf=Höckersdorf, vm.; Reſ.
Emil Harn, Frohnhauſen, vm.; Reſ. Johannes
Hin=
terthür, Kleinenberg, vm.; Reſ. Karl Schmidt,
Kö=
nigsberg, vm.; Reſ. Hch. Naumann, Muſchelheim, vm.
12. Kompagnie: Fahnenj. Gefr. Gg. Schulze,
Burg, vw.; Vizef. d. Reſ. Hermann Buß, Holzheim, t.;
Gefr. d. Reſ. Friedrich Wilhelm Mönnig, Ilbeshauſen,
t.; Gefr. Auguſt Becker, Aumenau, t.; Gefr. Andreas
Schäfer, Ilbenſtadt, t.; U.=O. d. Reſ. Ernſt Ludwig
Heldmann, Kirchbrombach, t.; Musk. E. Uhlmann,
Schiltigheim, t.: Einj.=Freiw. U.=O. Friedrich Konrad
Heiſter, Haingründau, t.; Reſ. Emil Keil, Briorei, t.;
Reſ. Friedrich Wilh. Hof I., Wanderbach, t.; Reſ. Wilh.
Heinrich Schmidt, Straßebersbach, t.; Reſ. Wilh.
Hof=
mann, Niederbich, t.; Reſ. Wilhelm Fink, Oppenrod
t.; U.=O. d. Reſ. Friedrich Konrad, Londorf, vw.; U.=O.
d. Reſ. Heinrich Lepper, Gießen, vw.; U.=O. d. R. Hch.
Braun, Stockhauſen, vw.; U.=O. d. Reſ. Herm. Weide,
Engelbach, vw.; Gefr. d. Reſ. Ludwig Bindeburg,
Annerod, vw.; Gefr. d. Reſ. Philipp Schäfer, Annerod,
vw.; Gefr. d. Reſ. Karl Schwandt, Watzenborn, vw.;
Gefr. d. Reſ. Karl Loß, Gießen, vw.; Gefr. Karl Julius
Eiſele, Straßburg i. E., vw.; Gefr. Ewald
Kamp=
mann, Hagen, vw.; Gefr. Heinrich Steyh, Weitershain,
vw.; Gefr. d. Reſ. Walter Lauenſtein, Weißenfels i. P.
vw.; Gefr. d. Reſ. Heinrich Graumann, Oberhamer,
vw.; U.=O. d. Reſ. David Katz, Mainzlar, vw.; Musk.
Heinrich Beck, Niederrosbach, vw.; Musk. Karl Georg
Bromm, Rauſchenberg, vw.; Tambour Karl
Herzber=
ger, Dauernheim, vw.; Musk. Guſt. Wilh. Keil, Beuern,
vw.; Musk. Johann Martin Kempf, Sulzern, vw.;
Musk. Eduard Sachs, Buchrain, vw.; Musk. Johannes
Schimpf, Hering, vw.; Horniſt Wilhelm Schneider,
Hatzfeld, vw.; Musk. Hans Johann Striffler, Aub,
vw.; Musk. Nikolaus Caspar, Lappſtein, vw.; Musk.
W. K. Friedr. Chriſten, Bochum, vw.; Musk. Joſeph
Effelberger, Nieder=Selters, vw.; Musk. Peter
Eller, Eimsheim, vw.; Musk. Georg Elſäſſer I.,
Hamm, vw.; Musk. Andreas Englert, Heinrichstal, vw.;
Musk. Jakob Göbel II., Laubach, vw.; Musk. Adam
Heil, Sellbach, vw.; Musk. Karl Friedrich Emil
Groß=
mann, Herborn, vw.; Musk. Jakob Heuß, Offſtein, vw.;
Musk. Wilhelm Klinger, Danzig, vw.; Musk. Ludwig
Joh. Friedrich Laufer, Offenbach, vw.; Musk. Edmund
Georg Meyer I., Straßburg, vw.; Musk. Jakob
Salo=
mon, Braunfels, vw;. Musk. Auguſt Sattler,
Beer=
felden, vw.; Musk. Hermann Georg Schiecker, Worms,
vw.: Musk. Wilhelm Schmidt, Biſchofsheim, vw.;
Musk. Adolf Schosnig, Trachenberg, vw.; Musk. Ernſt
Alfred Seider, Straßburg, vw.; Musk. Franz Anton
Sprenger, Bilſtein, vw.; Musk. Georg Stark,
Brei=
tenſtein, vw.; Musk. Georg Weiß, Dolgesheim, vw.;
Musk. Gottlob Wurſter, Agenbach, vw.; Reſ. Heinrich
Kaſemeikad, Klein=Danzusken, vw.: Reſ. Ernſt
Hohage, Haſten, vw.; Reſ. Johannes Hübner,
Stock=
hauſen, vw.; Reſ. Wilhelm Ehl, Leinsfeld, vw.; Reſ.
Joſeph Lüpke, Grüminghauſen, vw.; Reſ. Karl Johann
Hofheinz, Lüdenſcheid, vw.; Reſ. Ernſt Hermann
Herrmann, Wetzlar, vw.; Reſ. Ernſt Heuſer,
Watzen=
born, vw.; Reſ. Karl Eller, Muſchenheim, vw.; Reſ.
Otto Mettenheimer, Eichelſachſen, vw.; Reſ. Wilh.
Schröder, Eichelſachſen, vw.; Reſ. Otto Schuchard,
Eſcherod, vw.; Reſ. Karl Lampmann, Wingershauſen,
vw.; Reſ. Louis Würz, Eichelsdorf, vw.; Reſ. Heinrich
Heinbach, Ulfa, vw.; Reſ. Karl Burk, Watzenborn
vw.; Reſ. Heinrich Maurer, Oberohmen, vw.; Reſ.
Auguſt Seipp, Hainbach, vw.; Reſ. Peter Reitz,
Rü=
dingshauſen, vw.; Gefr. d. Reſ. Heinrich Wagner,
Lau=
ter, vw.; Reſ. Otto Dietz, Eichelsdorf, vw.; Reſ. Nikol.
Wilhelm Gutermuth, Dahlerda, vw.; Reſ. Theodor
Spieß, Friedberg, vw.; Einj.=Freiw. Heinrich Weller,
Sprendlingen, vw.; Einj.=Freiw. Robert Ludwig Kahn,
Selters, vw.; Reſ. Rudolf Allendörfer, Gießen, vw.:
Reſ. Guſtav Auguſt Herrmann, Nanzenbach, vw.;
Gefr. d. Reſ. Hugo Beckhoff, Dahlerbrück, vm.; Gefr.
d. Reſ. Heinigpeter Keller, Lumda, vm.; Musk. Adam
Hornung, Dieburg, vm.; Musk. Wladislaus
Nowa=
kowsky, Borken, vm.; Musk. Heinrich Rudolf,
Macht=
los, vm.; Musk. Johann Friedrich Schuhmann,
Neu=
hauſen, vm.; Musk. Georg Wiegand, Bürſtadt, vm.;
Reſ. Jakob Dittmann, Holzhauſen, vm.; Reſ. Nikol.
Dillges, Heide, vm.; Reſ. Karl Pampus, Hengſen,
vm.; Reſ. Wilh. Karl Robert Grotſtück, Sisniewo, vm.;
Reſ. Wilhelm Liehr, Oberohmen, vm.: Reſ. Kaſyar
Harniſchfeger, Oberſeemen, vm.; Reſ. Adolf Gaul
Wingershauſen, vm.; Reſ. Karl Weber, Bieber, vm.;
Reſ. Philipp Ransbach, Biebrich, vm.; Reſ. Heinrich
Baumann, Niederbüll, vm.; Reſ. Heinrich Lapp,
Niederbüll, vm.; Reſ. Wilhelm Demant, Wördorf, vm.:
Reſ. Friedrich Wilhelm Bieber, Hirzenhain, vm.
Maſchinengewehr=Kompagnie: Oberlt.
Curt Kienitz, Weilburg a. d. Lahn, ſchv.; Lt. Dietrich=
Eplert de Harde, Blankenburg, ſchv.; Einj.=Freiw. U.=O.
Karl Mörſchel, Büdesheim, t.; Musk. Heinrich Jung,
Klein=Linden, ſchv.; U.=O. Hermann Kerſting,
Dort=
mund, ſchv.; Musk. Anton Stapf, Groß=Heubach, ſchv.;
Vizef. Friedrich Bauer, Bellmuth, lv.; Gefr. Heinrich
Ohſendoht, Eppendorf, lv.; Musk. Johann Rutſch,
Selzen ,lv.; Reſ. Karl Erb, Bleidenrod, t.; Gefr. d. Reſ.
Ludwig Becker, Gießen, ſchv.; Reſ. Karl Krall,
Muſchenheim, ſchv.; Musk. Chriſtian Schäfer,
Grünin=
gen, ſchv.; Reſ. Chriſtoph Scheld, Großen=Buſeck, lv.;
Einj.=Frw. Gefr. Karl Scherz, Gießen, lv.; Feldw. Hch.
Voefs, Köln, ſchv.; Gefr. Heinrich Badonin,
Schwa=
bendorf, ſchv.; Musk. Heinrich Baumſcheidt, Köln,
ſchv.; Musk. Anton Hubertus, Weiſenau, ſchv.; Musk.
Peter Wolf, Rauſchheim, ſchv.; U.=O. Heinrich Sänger,
Garbenteich, lv.; U.=O. Wilh. Hankel, Großen=Linden,
lv.; U.=O. Guſtav Gensheimer, Darmſtadt, lv.; Einj.=
Freiw. Otto Kohl. Neuwied, lv.; Musk. Karl
Hohmeyer, Fort, ſchv.
Infanterie=Regiment Nr. 151.
1. Bataillon, Sensburg.
Lahna und Orlau am 23., Hohenſtein und Mühlen
am 29. Auguſt und Fürſtenau am 9. September.
1. Kompagnie: Musk. Wilhelm Kanloers,
Lauter=
bach, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 173.
Dannevoux am 1., Fleury am 6., Séraucourt und
Aublaincourt am 10.Sept.
I. Bataillon, St. Avold.
1. Kompagnie: Lt. Karl Tenner, t.;
4. Kompagnie: Musk. Karl Zoller, Fechenbach, vw.
III. Bataillon, Metz.
Dannevoux und Amplaincourt am 10. Sept.
10. Kompagnie: U.=O. Heinrich Senning, Mainz,
verwundet.
Feldflieger=Truppe.
Gefecht im Weſten am 15. Auguſt.
Leutnant und Beobachter v. Lyncker, in
Gefangen=
ſchaft geraten.
Brigade=Erſatz=Bataillon Nr. 42, Mainz.
Musk. G. Körner, bisher vermißt, iſt verwundet;
Musk. Kozlowsky, bish. vm., iſt vw.; Musk. Michael
Ruhland, bish. vm., iſt vw.; Musk. Spill, bish. vm.,
iſt im Lazarett; Musk. Herm. Stolz, bish. vm., iſt vw.
Infanterie=Regiment Nr. 87, Mainz.
Musk. Johannes Gaul, Wendelsheim, bisher
ver=
mißt, iſt verwundet.
Infanterie=Regiment Nr. 118, Worms.
Gefr. d. R. Auguſt Blaſius, Hohenfülzen, bisher
vermißt, iſt verwundet; Reſ. Rickelwart, bisher
ver=
wundet, iſt tot; Reſ. Johann Blank, Dieburg, bisher
verwundet, iſt tot.
Verwundete und kranke Soldaten
in Darmſtädter Lazaretten.
Mitgeteilt vom Heſſiſchen Landesverein vom Roten Kreuz.
Die Lazarette ſind durch die nachſtehenden Buchſtaben
bezeichnet.
A — Alicehoſpital, Dieburger Straße 21. Täglich 3—4 Uhr nachm. —
B — Diakoniſſenhaus Eliſabethenſtift, Erbacher Straße 25. Sonntag,
Diens=
tag, Freitag 3—4 Uhr nachm. — C — Eleonorenheim (Lazarett J. K. H. der
Großherzogin, Heinheimerſtraße 21) Sonntags morgens von ½11—½12 Uhr,
nachmittags von 4—6 Uhr, Dienstags. Mittwochs und Freitags von 4—½6
Uhr. — D — Ernſt=Ludwig=Heilanſtalt (Dr. Loſſen), Steinſtraße 21.
Täg=
lich 2—5 Uhr nachm. — E — Garniſonlazarett (Reſ.=Laz. I), Alexander
ſtraße 27. Mittwoch, Samstag und Sonntag 2—4 Uhr nachm.
F — Haus Hagenburg, Dieburger Straße 241 (Hirſchköpfe.) Täglich
4—5 Uhr nachm. — G — Dr. Machenhauerſche Klinik, Lagerhausſtraße 24.
Täglich 2—4 Uhr nachm. H — Marienhöhe (Geneſungsheim).
I — Schweſternhaus der Barmherzigen Schweſtern, Nieder=Ramſtädter
Straße 30. Nachmittags von 2—4 Uhr. — K — Städtiſches Krankenhaus,
Grafenſtraße 1. Werktäglich 2—3½ Uhr nachm Sonntags 11—12 Uhr
vorm. — L — Städt. Saalbau (Reſ.=Laz. III), Riedeſelſtraße 40. Täglich
2—5 Uhr nachm. — M — Techniſche Hochſchule (Reſ.=Laz. II), Hochſchulſtraße 1.
Sonntags, Mittwochs und Samstags von 2—4 Uhr nachm. — N — Dr.
Weberſche Augenklinik (Dr. Ollendorff), Frankfurter Straße 42. Täglich
10—12 Uhr vorm., 3—6 Uhr nachm.
Hinter jedem Lazarett ſind die Beſuchszeiten angegeben,
die nach Möglichkeit einzuhalten ſind. Ausnahmen werden
zugelaſſen.
Zugang vom 5. Oktober.
Arzt, A., Michelſtadt, Art. 25/2, K — Balomer, Ph.,
Lützel=Wiebelsbach, Reſ.=Inf. 118/6, M — Bauer, A.,
Grä=
fenhauſen, Inf. 115/8, K — Bitz, J., Erbach, Inf. 115/2,
K — Bohland, A., Valparaiſo, Reſ.=Art. 25/1, M.
Braun, Ph., Gronau, Inf. 115/7, K — Engert, L.,
Bob=
ſtadt, Drag. 24/3, Erſ., M — Ewald, H., Ober=Ramſtadt,
L. 118/1, K — Gahn, K., Nordheim, Inf. 115/6, K —
Grützbach, H., Oſten, Reſ.=Inf. 224/12, M — Habicht, V.,
Darmſtadt, Art. 25/3, A. — Haffer, A., Darmſtadt, Pion.
25/1, Reſ., M — Haſenzahl, A., Pfungſtadt, Inf. 116/12,
M — Heiſel, Ph., Ober=Ramſtadt, Landw.=Inf. 116/4, K
— Henkel, W., Lehrbach, Drag. 23/5, K — Hofmann, W.,
Werſau, Inf. 115/4, M — Jourdan, A., Walldorf, Inf.
118/1, M — Jung, P., Ettinghauſen, Inf. 115/11, K —
Keller, F., Aſtheim, Inf. 115/7, K — Kneib, G.,
Unden=
heim, Inf. 115/1, K — Kreim, A., Heubach, Inf. 81/5, M.
— Kroner, M., Weiſenau, Inf. 115/6, K — Lorenz, A.,
Egelsbach, Inf. 116/7, L. — Machenhauer,
Oberſtleut=
nant, Darmſtadt, Inf. 98, G. — Menz, J., Manchenheim,
Erſ.=Inf. 115/1, K — Metz, J., Hangenweisheim, Inf.
115/5, K — Probſt, G., Groß=Heere, Art. 84/2, K —
Ro=
ſenbaum, S., Fellingshauſen, Art. 25/2, Erſ.=Batt., L
Schad, H., Berlichingen, Flieg. 27, K — Schmidt, J.,
Egelsbach, 2. Bayer. Jäg., D — Schmidt, M., Nürnberg,
Landft.=Inf. 118/1, A. — Schwinn, P., Bellſtein, Reſ.=Inf.
118/6, M — Steiger, Ph., Arheilgen, Inf. 115/9, M —
Stroh, W., Sprendlingen, Reſ.=Inf. 115/2, A. — Thomas,
J., Wöllſtein, Reſ.=Inf. 115/8, K — Unrein, E., Radtilen,
Reſ.=Inf. 224, 1. Bat., E — Vetter, W., Darmſtadt, 6. Feld=
Flieger=Abt., K — Vogel, P., Ob.=Kainsbach, Inf. 117/11,
Weber, W., Groß=Umſtadt, Reſ.=Inf. 116/11, K—
Wendel, Ph., Stellbach, Art. 25, M.=K., K — Wolf, B.,
Höchſt i. O., Inf. 115, Erſ.=Bat., E — Zimmermann, F.,
Inf. 115/2, K — Zwick, E., Staubitz, Inf. 115/11, M.
Aus den Lazaretten entlaſſen.
Abgang vom 5. Oktober.
Anthes, W., Langen, Reſ.=Inf. 221/10, E — Arnold,
A., Fahrenbach i. H., Landw.=Inf. 118/1, G — Birkner,
A., Trögenau, Reſ.=Jäg. 20. M, nach Garn.=Laz. —
Bo=
demer, H., Köln, Landw.=Inf. 118, M — Bregenzer, P.,
Reſ.=Inf. 221/12, K — Dölger, J., Groß=Zimmern, Reſ.=
Inf. 115/1, A. — Frank, J., München, Landw.=Inf. 116/1,
G — Gerhardt, Th., Dreieichenhain, Inf. 115/6, A.
Greß, Bensheim, Reſ.=Inf. 221/7, M. — Hildebrandt, W.,
Lichtenau, Inf. 132/4, A. — Kolb, E Inf. 115/12, K —
Krauſe, H., Altfaltersleben. Jäg. 14/4, A. — Kuhlmann,
P., Nauheim, Landw.=Inf. 116/1, A. — Ludewig, K.,
Topfſeifersdorf, Reſ.=Art. 24/8, A. — von Lynker, A., Reſ.=
Inf. 116/4, K — Martin, P., Inf. 106/12, K, geſtorben
— Reuter, W., Wieſa, San.=Abt., 19. A.=K., A — Schrod,
Ad., Oberroden, Inf. 115/2, A. — Spilger, G.,
Bons=
weiher, Landw.=Inf. 118/1, G — Steinbach, J.,
Darm=
ſtadt, Inf. 115/4, A. — Weiland, N., Niederroden, Landw.=
Inf. 116/1, A.
Verwundete in Mainzer Lazaretten.
Inf.=Regt. 115: Musk. Johann Groß, Füſilier
Jo=
hann Lander. — Inf.=Regt. 116: Reſ. Karl Hoffmann II.
— Erſatz=Batl. Inf.=Regt. 116: Gefr. Euler — Inf.=Regt.
117: Landſturmmann Jul. Beer; Wehrm. Willi Bernhard;
Wehrm. Johann Beuler; Reſ. Heinrich Güth; Reſ.
Jo=
hann Kehl; Reſ. Heinrich Keil; U.=O. Arthur Levy; Reſ.
Jakob Ludwig; Musk. Jakob Mock; U.=O. Wilhelm
Ol=
zewsky; Musk. d. Reſ. Adam Pfeifer; Musk. Friedrich
Richter; Vizef. Karl Rohr; Reſ. Franz Sauer. — Inf.=
Regt. 117: Reſ. Friedrich Schittler; Reſ. Johann
Wei=
gand: Musk. Georg Wenzel. — Inf.=Regt. 118: Musk.
Stephan Bangert; Gefr. d. L. Flohn; Musk. Heinrich
Frenz; Landwehrm. Johann Haar: Wehrm. Heinrich
Handt; Musk. Karl Hofmann I.; Musk. Friedrich
Kiſſin=
ger; Landwehrm. Johann Lerch; Gefr. d. L Jakob
Open=
auer; Landwehrm. Wilhelm Papſt; Reſ. Johann Seiff;
Reſ. Georg Siegel; Reſ. Martin Stork; Wehrm. Tollmer;
Musk. Theodor Walter: Reſ. Friedrich Wenig; Musk.
Philipp Zahn. — Reſ.=Inf.=Regt 118: Wehrm. Lorenz
Hohl. — Inf.=Regt. 117: Reſ. Friedrich Viller; Reſ.
Jo=
hann Anton Born; Musk. Rudolf Ernſt; Musk. Karl
Ewald: Musk Friedrich Fort; Reſ. Peter Herle; Reſ.
Joſef Kolb; Einj.=Freiw. Wilhelm Mauermann; Reſ.
Ludw. Meyer: Musk. Emil Müller; Musk. Adam Petri;
U.=O. Willy Sauerwein; Einj.=Freiw. Willy Sellerbeck;
U.=O. Georg Sieben; Musk. Specht; Musk. Franz Villies;
Reſ. Theodor Werner; Musk. Jakob Weyrauch; Reſ. Ernſt
Winter; Reſ. Wilhelm Zeltwanger. — Inf.=Regt. 117,
Landſturm=Bataillon: Wehrm. Wilh. Klein; Wehrm.
Ja=
kob Semmler. — Inf.=Regt. 118: Reſ. Georg Freitag;
Landwehrm. Martin; Reſ. Martin Rutſch.
Viele Mütter ſind der Anſicht,
Zur Aufklärung. mit dem Neſtleiſchen
Kinder=
mehl ein ausländiſches Erzeugnis zu kaufen. Dem iſt
aber nicht ſo. Die Neſtle’ſche Kindermehl=Geſellſchaft in
Berlin und eine Fabrik gleichen Namens in Bayern
wurden mit Schweizer Kapital gegründet, und
werden bei der Herſtellung unſeres Kindermehles deutſche
erſtklaſſige Rohprodukte, beſonders die
voll=
rahmhaltige Allgäuer Alpenmilch, verarbeitet.
Um alle Mütter von der Güte dieſes ſeit einem halben
Jahrhundert beliebten Nährmittels zu überzeugen, werden
von der Neſtle=Geſellſchaft, Berlin W. 57, Gratisproben
(I,19584
franko verſandt.
(18213a
Trauer-Hüte
Trauer-Crêpe
u
arauer-Grenadine
Trauer-Schleier
empfiehlt in bekannt größter Auswahl
Adolf Geiger
Ecke Ludwigstraße und Ludwigsplatz.
Statt besonderer Anzeige.
Im Kampf fürs Vaterland fiel am 24.
Sep-
tember in Frankreich, ausgezeichnet mit dem
Eisernen Kreuz, mein lieber, guter Mann,
unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder
und Schwager
(19608
Leutnant der Reserve und Kompagnieführer im
Res.-Inf.-Regt. Nr. 118
Dr. Lothar Müller
Sekretär der Landwirtschaftskammer zu Darmstadt
im Alter von 31 Jahren.
In tiefer Trauer:
Maria Müller, geb. Vogel, z. Z. Overath,
Familie Rechnungsrat Müller, Offenbach
am Main,
Familie Apotheker Vogel, Overath.
Am 18. September 1914 erlitt den
Helden=
tod im Kampf für Kaiſer und Reich unſer
(19594
lieber Alter Herr
Regierungs-Bauführer
Wilhelm Henke
Unteroffizier der Reſerve im Reſerve=
Infanterie-Regiment Nr. 75.
Der Verein Deutſcher Studenten
an der Großherzoglichen Techniſchen
Hochſchule zu Darmſtadt.
J. A.:
Enno Heſſe.
Statt beſonderer Anzeige.
Den Heldentod fürs Vaterland erlitt am
5. Oktober unſer innigſtgeliebter und
herzens=
guter Sohn, Bruder und Schwager
Heinrich Schmidt
Reſerviſt des Jägerbataillons 8, Schlettſtadt,
im Alter von 23 Jahren.
(*6701
Er erlag im Reſerve=Lazarett I in Aachen
ſeiner auf dem Schlachtfeld erhaltenen ſchweren
Verwundung.
In tiefer Trauer:
Metzgermeiſter Jean Schmidt
nebſt Familie.
Darmſtadt, den 6. Oktober 1914.
Kranichſteinerſtraße 9.
Von Beileidsbeſuchen bittet man abſehen zu
wollen.
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die
ſchmerzliche Mitteilung, daß
Herr Franz Rüſter
heute früh nach längerem Leiden im
vollen=
deten 60. Lebensjahr verſchieden iſt. (19619
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 6. Oktober 1914.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den
8. Oktober, nachmittags 3½ Uhr, auf
dem Beſſunger Friedhof ſtatt.
Bücker-Innung Darmſtadt.
Todes=Anzeige.
Den werten Kollegen zur Kenntnis, daß
unſer langjähriges, treues Vorſtandsmitglied,
der Kollege
(19617
Heinrich Krauß
aus dieſem Leben abberufen wurde.
Die Beerdigung findet Mittwoch, 7. Okt.,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des
Fried=
hofes Nieder=Ramſtädterſtraße aus, ſtatt.
Wir bitten die Kollegen, dem
Dahin=
geſchiedenen die letzte Ehre zu erweiſen.
Der Vorſtand.
Darmſtadt, den 6. Oktober 1914.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Heute ſtarb nach langem, mit großer
Ge=
duld getragenem Leiden unſere liebe, gute
Tante und Freundin
(19612
Anguſte Pfeffinger.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 6. Oktober 1914.
Die Beerdigung findet am Donnerstag,
nach=
mittags 4 Uhr, auf dem Friedhof Nieder=
Ramſtädterſtraße ſtatt.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meine innigſtgeliebte Gattin, unſere treubeſorgte
Mutter, Großmutter und Schwiegermutter
Frau
Margarete Geißler
nach langem, ſchwerem Leiden im Alter von
71 Jahren zu ſich zu rufen.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen
J. d. N.:
Chriſt. Geißler, Lehrer i. P.
Darmſtadt Friedberg, N.=Iſenburg,
den 6. Oktober 1914.
(B19585
Die Beerdigung findet Donnerstag, 8. Okt.,
nachmittags 3 Uhr, auf dem Beſſunger
Fried=
hof ſtatt.
Nachruf.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſeren Prinzipal
(*6716
Herrn Jr. Rieger
plötzlich zu ſich abzurufen.
In dem ſo früh Verſchiedenen betrauern
wir einen wohlwollenden Chef.
Ehre ſeinem Andenken! Er ruhe in Frieden!
Darmſtadt, den 6. Oktober 1914.
Das Perſonal
der Brauerei „Zur Krone‟
Todes=Anzeige.
Heute nacht entſchlief nach langem, ſchwerem
Leiden unſere gute Mutter
(*6739
Frau Karoline Hoffmann
geb. Mahr.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Wienersſtraße 44, Cöln.
Die Beerdigung findet Donnerstag,
nachmit=
tags ½3 Uhr, vom Waldfriedhofe aus, ſtatt.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Mittwoch, den 7. Oktober 1914.
Hofkirche: Abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Abends um 8½ Uhr: Kriegsbetſtunde.
Pfarrer Beringer.
Johanneskirche: Abends um 8 Uhr: Andacht.
Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Abends um 8 Uhr: Andacht.
Pfarrverwalter Storck. Nach der Andacht Feier des hl.
Abendmahls mit Vorbereitung.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Abends um
8 Uhr: Kriegsbetſtunde. Pfarrer Wagner.
Pauluskirche: Abends um 8 Uhr: Kriegsbetſtunde.
Pfarraſſiſtent Sann.
Evang. Gemeinde Nieder=Ramſtadt: Abends um
8 Uhr: Kriegsbetſtunde. Pfarrverwalter Weik.
Wetterbericht.
Auf der Rückſeite der nach dem öſtlichen Europa
ge=
wanderten Depreſſion müſſen wir heute mit wechſelnder
Bevölkung und einzelnen Regenſchauern rechnen. Im
ganzen Weſten zeigt der Luftdruck die Neigung zum
Steigen, ſo daß ſich ein Gebiet hohen Luftdrucks von
Weſten her ausbreiten wird. Auf der Grenze zwiſchen
Hoch und Tief können wir dann Aufhören der
Nieder=
ſchläge und langſame Abnahme der Bewölkung bei
nord=
öſtlichen Winden erwarten. Die Temperatur dürfte im
allgemeinen ſich etwags erniedrigen.
Wetterausſichten für Mittwoch: Wolkig, meiſt
trocken, kühler, nordöſtliche Winde.
Tageskalender.
Mittwoch, 7. Oktober.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 10½ Uhr
(A. B): „Fauſt”.
Bilder vom Tage. (Bilderauslage unſerer
Geſchäfts=
ſtelle Rheinſtr. 23): Eine intereſſinte Zeichnung von
W. Malchin: das Unterſeeboot „U 9" im Kampf mit
den engliſchen Panzerkreuzern „Aboukir” „Hogue” und
„Creſſy‟. — Verwüſtungen und Zerſtörungen im
Dienſt=
gebäude der Reichsbankſtelle in Saarburg durch
fran=
zöſiſches Militär. — Vom öſtlichen Kriegsſchauplatz:
Nach der Schlacht. — Aus der franzöſiſchen Abteilung
eines Reſervelazaretts in Berlin.
Verſteigerungskalender.
zute Nahrungsmittel
Billige,
Donnerstag, 8. Oktober.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Ständige Rettungswache der Sanitätskolome,
Telephonruf Nr. 2425.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Ge=
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.
werden in jeder Familie gebraucht. Dazu gehören:
(II,18174
Oetker-Puddings aus Dr. Oetker’s Puddingpulvern .
zu 10 Pfg. (3 Stück 25 Pfg.)
Rote Grützs aus Dr. Oetker’s Rote Grützepulver
. zu 10 Pfg. (3 Stück 25 Pfg.)
Mehlspeisen und Suppen aus Dr. Oetker’s Gustin 1 in Paketen zu ½ ½ ¼ Pfund.
Preis 15, 30, 60 Pfg.
(Nie wieder das engliſche Mondamin! Beſſer iſt Dr. Oetker’s Gustin
Billig.
Ohne Preiserhöhung in allen Geſchäften zu haben.
Nahrhaft.
Wohlſchmeckend.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Oktober 1914.
Nummer 276,
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Tobias Wilders Weg zur Höhe.
Von Zdenko von Kraft.
(Nachdruck verboten.)
54).
Die Lampe drohte zu erlöſchen. Und grau hing ſchon
der Morgen um das Haus.
Tobias blies die zuckende Flamme aus und öffnete
ein Fenſter.
Es wehte kühl und friſch in die Stube herein.
Lange ſtand Tobias am Fenſter. Mit ſchleppendem
Fuße ging er zum Lehnſtuhl und ließ ſich niederfallen.
Immer ſtarrte er in das Grau des Morgens.
Und vor Erſchöpfung ſchlief er ein.
Als die Magd kam, um die Stube zu räumen, wurde
er wach. Er brauchte eine Weile, bis es ihm klar wurde,
daß er da im Lehnſtuhl geſchlafen hatte. Dann redete er
ruhig mit der Magd und ſagte ihr, daß er beſchloſſen
hätte, fortzureiſen — heute, am Abend — nein, morgen
früh — oder übermorgen. Weil . . . weil ich noch eine
Bergfahrt machen will — eine letzte. Es geht ſchon
wie=
der mit einem Fuß ganz gut. Und da droben iſt es noch
immer ſchön — auch jetzt noch! Da ſind überall Wege,
die zu freier Höhe führen.
Verwundert ſah die Magd ihm nach, als er die
Stube verließ.
Den ganzen Vormittag ging er von Zimmer zu
Zim=
mer kramte in den Schränken, verſperrte alles, band die
Schlüſſel zuſammen und legte ſie in der Wohnſtube auf
den Schreibtiſch.
Ein feſter Schritt im Hausgang.
Und Gottwalt Hellmer trat ein.
Tobby? — Ich bin auf dem beſten Wege, Dir böſe
zu werden! Was iſt denn nur mit Dir? Du biſt ja nicht
mehr zu erkennen. Was haſt Du, Tobby? Und warum
biſt Du geſtern nicht bei uns geweſen?
Ich habe . .. weißt Du, meinen Fuß hab’ ich bewegen
müſſen. Ich bin geſtern viel gegangen. Das hat mir gut
getan. Sieh nur — ich hinke nicht mehr. Es war in
dieſen Worten ein leiſer Klang von Spott.
Gottwalt ſah den Freund mit großen Augen an.
Tobby? Haſt Du etwas gegen mich?
Gegen Dich? Tobias lachte nervös=
Oder gegen meine Frau?
Tobias begann zu lächeln wie einer, dem das Weinen
näher iſt.
S ert Rerte ir ent
nur ſo was denten, Gottwalt
Du haſt Recht, Tobby — ſo was zu glauben, wäre
ſinnlos! Dann legte Gottwalt ſeinem Freund die Hand
auf die Schulter. Junge! Wir beide ſind doch da
mit=
einander allein. Jetzt nicht geſträubt und nicht
geflun=
kert! Dir fehlt etwas. Widerſprich mir nicht. Ich ſeh’s!
Du biſt verändert. Und gar nicht gut ſiehſt Du aus. Liegt
Dir noch etwas von dem kleinen Rutſch da droben in den
Gliedern? Oder . . . iſt es das andere? Du weißt ſchon,
was ich meine.
Tobias nickte und wußte doch nicht, warum. Und
plötzlich ſagte er rauh und ſtreng: Gottwalt — ich mut
Dir etwas bekennen. Etwas Bitteres, Gottwalt. Du
haſt recht: ſo geht es nicht weiter. Hör’ mich an, Gottwalt!
Hellmer wartete. Aber Tobias ſprach nicht weiter.
Er fuhr nur mit dem Finger hinter ſeinen Hemdkragen
— als wäre da eine würgende Schlinge um ſeinen Hals.
Und da begann auf der Straße ein fahrender Muſikant
an ſeinem Leierkaſten zu drehen. Tobias horchte auf.
Sein Geſicht wurde noch bläſſer. Doch er lächelte.
Hörſt Du das, Gottwalt?
Und leiſe ſtimmte er die Worte des alten Liedes:
„Wir ſchritten miteinander,
Horniſt und Musketier.
Vier Arme, wenn wir ſtritten,
Zwei Füße, wenn wir ſchritten,
Ein Herz, wenn im Quartier.
Hellmer nickte. Ja, Tobby! Wie wir beide!
Tobias, tief Atem ſchöpfend, ſummte weiter:
Wir hielten feſt zuſammen,
Was immer mochte ſein!
Sobald mein Horn ſich rührte,
Da ſchritt und da marſchierte
Der Brave hinterdrein.”
Hellmer empfand ein ſeltſames Unbehagen. Er war
an der ſonſt ſo helln und heiteren Art des Freundes
ſolch eine Schwermut und Niedergeſchlagenheit nicht
ge=
wöhnt. Sie begann ihm unheimlich zu werden. und
da wollte er den Freund aufrütteln.
Tobby! Du träumſt ja! Du Kind Du! Laß doch das
Werkel draußen leiern, was es will! Und ſag mir
lie=
ber, was Du mir ſagen wollteſt!
Tobias hatte ein ſtarres Lächeln um den Mund.
Warte nur. Gottwalt! Es kommt ſchon. Hörſt Du’s?
Und nun ſummte wieder;
„Bis auf das Feld von Lützen!
Da traf die Kugel recht;
Da lag in ſeinem Blute,
Der tapfre und der gute,
Der treue Landesknecht.
Und ſprach: Daß Gott genade!
Aun kommt die letzte Not.
Nun . . . . .
Er ſchwieg und trat ans Fenſter. Sein Körper bebte
wie im Fieber. Der Werkelmann draußen werkelte
un=
barmherzig weiter — bis ans Ende.
Gottwalt! ſagte Tobias in überſtrömendem Gefühl.
Warum warſt Du ſo gut zu mir?
Ich war nicht anders zu Dir als ich mußte. Weiß
Gott, ich habe Dich immer liebgehabt wie meinen Bruder.
Dafür iſt nichts zu danken. Und der gleiche warſt Du zu
mir. Wir ſind quitt. Und das da oben? Es iſt doch
Un=
ſinn, Tobby. davon zu reden — das war
ſelbſtverſtänd=
lich. Haſt Du nicht jetzt geſungen: Wir hielten treu
zu=
ſammen, was immer mochte ſein? — Pflicht iſt Pflicht.
Alſo kein Wort mehr davon. Aber — Gottwalts Stimme
wurde warm und ernſt, ich bin Dir zu Dank verpflichtet,
Tobby! Ja, jal Es iſt ſo. Sieh mich nicht ſo an! Wäre
das dort oben nicht geſchehen, es wäre manches anders
— und nicht ſo gut, wie ich es heut empfinde. Denn ich
glaubte bisher, ein leidlich vernünftiger Menſch zu ſein.
Und war doch nur ein Tor. Ich hätte vielleicht die Bahn
da droben ertrotzt. Wie ich ſie träumte. Aber ich hätte
den Weg in mein eigenes Haus und Leben nie mehr
ge=
funden. Die böſe Stunde dort oben hat zwar meine
Kraft und meinen Willen nicht gebrochen. Aber mein
Trotz iſt zerſchlagen und mein Hochmut. Jene Stunde
im Kampf und Handel mit der Natur hat mich
Beſonnen=
heit gelehrt — und hat mich hier unten das Glück meines
Herzens erkennen laſſen. Ein Stück Menſchenwahn
hab=
ich zwar verloren, aber eine Lebensfreude
wiedergefun=
den — die ſchon in Gefahr war, zu verkümmern. Ich
habe viel verſäumt. Gottlob, daß es noch Zeit iſt,
nach=
zuholen! Ich bin glücklich, Tobby — verſtehſt Du?
Glück=
licht und nicht ohne Deine Hilfe. Hand her!
Er ſtreckte dem Freunde die Hand entgegen. Der
aber ſah ſie wohl nicht — er ſchlug nicht ein.
Und jetzt vorwärts, Tobby! Was haſt Du mir zu
ſagen?
(Fortſetzung folgt.
Nr. 140.
Mitwoch, 7. Stiober.
1914.
Bekanntmachung
Am 8. und 9. d. Mts. wird von 12 bis 6 Uhr nachmittags Scharfſchießen mit
Infanterie=Munition auf dem Truppenübungsplatz ſtattfinden. Die Abſperrung eit
ſtreckt ſich bis zum Landgraben.
Darmſtadt, den 6. Oktober 1914.
(19618
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Wie uns Großh. Miniſterium des Innern mitteilt, hat das Auswärtige Amt
in Berlin ſich durch Vermittelung der neutralen Botſchaften in Berlin mit den
feind=
lichen Mächten zwecks Aufſtellung und Austauſch von genauen Liſten der in den
einzelnen Staaten zurückbehaltenen Gefangenen und Verwundeten nach dem
Prinzio der Gegenſeitigkeit in Verbindung geſetzt.
e
man annimmt, daß ſie in ſeindlichem Gewahrſam ſind, wolln von Angehörigen,
die im Kreiſe Darmſtadt wohnen, an uns ſchriftlich unter Angabe von Namen,
Geburtsort und=Tag, Militärverhältnis und Truppenteil, Ort der letzten Nachricht,
oder Angabe des Gefechts, in dem die Gefangennahme oder Verwundung ſtattfand,
gerichtet werden.
Wir bemerken noch, daß über Verwundete, deren Aufenthaltsort unbekannt
iſt, die ſich aber vorausſichtlich im Inlande befinden, das Zentralnachweiſebüro
des Kgl. Preuß. Kriegsminiſteriums in Berlin NW. 7, Dorotheenſtraße 58/59,
auf Anfrage Auskunft erteilt und daß Poſtkartenformulare mit Rückantwort für
ſolche Anfragen bei den Poſtämtern erhältlich ſind.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(19378sid
Antliche Rachrichten des Groſth. Poligkante Darnſtad=
Gefunden: Eine Anzahl verſchiedener Schlüſſel. 1 jraue
Knaben=
mütze. 1 weiber Damenhandſchuh. 1 Herrenregenſchim. 1
Korallen=
armband. 1 Automobillurbel. 1 Damenſchirm mit kleinem rundem
Horngriff. 1 Kinderſchirm. 1 ſchwarzſeidenes Tuch. 1 weißſeidener
Schlips. 2 Fünfmarkſcheine.
(19591
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofrrite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spitzhund. 1 Spitzhund, 1 Pinſcher (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt ieden Werktag vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(19545
Einquartierung.
Eine etwaige Vergütung für geleiſtete Quartiere, ſowie für
Verpflegung einquartierter Mannſchaften wird ſpäter nur dann
ge=
währt, wenn die Quartierſcheine innerhalb der nächſten 10 Tage
nach Abgang der Mannſchaften dem ſtädtiſchen Einquaetierungs=
Ausſchuß, Stadthaus, Zimmer Nr. 23, zur Anerkennung vorgelegt
werden. Es ſind von den Quartiergebern bis jetzt viele Scheine noch
nicht zur Vorlage gekommen, und bitte ich, dieſes alsbald nachholen
zu wollen.
Umquartierung von Mannſchaften, die länger als 8 bis 10 Tage
in einem und demſelben Quartier lagen, wird auf Nachſuchen und
Vorlage des Quartierſcheines durch den vorſtehend bezeichneten
Ausſchuß vorgenommen.
Darmſtadt, den 5, Oktober 1914.
(19585a
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Bekanntmachung.
(Stadtwald.)
Vom 7. Oktober d. J. an müſſen die im Stadtwald geleſenen
ausgereiften brqunen Saat=Eicheln bei den ſtädtiſchen Forſtwarten
Herrn Lehr (Klappacherſtraße 84) und Hofmann (Hirſchköpfe) gegen
Vergütung von 10 Pfg. pro Kilo abgeliefert werden. Die
Erlaub=
nisſcheine zum Leſen ſind bei den genannten Forſtwarten
unent=
geltlich zu haben.
(19338sm
Darmſtadt, den 1. Oktober 1914.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Lichten=Stangenholz.
(Stadtwald.)
In Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann), Abteilung 4,
Hinterhecke, kommen ca. 100 km Fichten=Derbſtangen I. Kl. zur
Fäl=
lung. Schriftliche Gebote nimmt bis zum 20. I. M. entgegen:
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
(19581mm
Darmſtadt, den 5. Oktober 1914.
Städtiſche Sparkaſſe Darmſtadt.
Kaſſenſtunden an allen Wochentagen vormittags von
8—12½ Uhr, nachmittags von 3—5 Uhr
(17152a
(Samstags nachmittags geſchloſſen.)
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 8. Oktober 1914, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale „Zur Ludwigshalle‟, Obergaſſe dahier,
öffentlich meiſtbietend folgende Pfänder:
1 Nähmaſchine, 1 Wäſchemangel, geeignet für größere
Wäſchereien, 1 Gasherd, 2 Kleiderpuppen, 1 Oelgemälde,
1 Regulator, Freiſchwinger, 2 große Bilder, 1 dreiflammigen
Meſſinglüſter u. a. m.
Die Verſteigerung findet beſtimmt ſtatt.
(19611
A. Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher
Darmſtadt, Bleichſtraße 28.
Nachhilfe=Schule, Hermannſtr. 6
Arbeitsſtunden Nachhilfe=Kurſe.
Für Sextaner — Oberſekundaner (einſchl.) aller hieſigen höheren Schulen.
Beſter Erſatzf. teuere Privatſtunden. Kein Schulwechſel mehr nötig.
Die Schüler werden nicht nur einfach überwacht. Nichtverſtandenes
durch Fachlehrer erklärt. Erziehung und Gewöhnung zu ſelbſtändigem
(B19306
Arbeiten (Arbeitsprinzip). Beginn 15. Oktober.
4 Auswärtige Schüler erhalten vorzügliche Vollpenſion.
Notiz: Solche aus der Umgebung Darmſtadts können als
Halb=
penſionäre (Mittageſſen — Besper — Arbeitsſtunde) aufgenommen
werden, um abends zu ihren Eltern zurückzukehren. Der Leiter.
Verein für Verbreitung von Volksbildung
in Darmſtadt.
Die Lehrkurſe in franzöſ. u. engliſcher Sprache
beginnen Mitte Oktober 1914 und ſchließen Ende März 1915.
Damen und Heren, die an den Unterichtskurſen noch teilzunehmen
gedenken, wollen ſich bald am Verkehrsbureau anmelden.
Er=
forderlichenfalls werden die Kurſe wie in den Vorjahren für Anfänger
und Vorgeſchrittene getrennt abgehalten. Das Lehrkursgeld beträgt
(19544
monatlich Mk. 5.—
Der Vorstand.
Mahnung
der Gemeindeſteuer.
Das Ende September ds. Js.
fällig geweſene 3. Ziel der
Ge=
meindeſteuer für 1914 iſt bis zum
10. ds. Mts. hierher zu bezahlen.
Geſchieht dies nicht, dann wird
das koſtenpflichtige
Zwangsvoll=
ſtreckungsverfahren eingeleitet und
es werden vom 12. Oktober ab
Pfandkoſten erhoben.
Dieſe öffentliche Mahnung tritt
mit Genehmigung Großh.
Mini=
ſteriums des Innern für die Dauer
der Kriegszeit an Stelle der
ſeit=
herigen Zettelmahnung.
Darmſtadt, 2 Oktober 1914.
Die Stadtkaſſe.
Koch. (19381a
Belalntnnchung.
Die Zahlung der rückſtändigen
Beträge für erſteigertes Heu= und
Futtergras von der ſtädtiſchen
Pallaswieſe, den früheren Beſſunger
Wieſen und verſchiedenen anderen
ſtädtiſchen Grundſtücken aus den
Verſteigerungen vom 4. Mai,
19. Mai, 4./5. Junk und 21.
Sep=
tember 1914 hat bei Vermeidung
des koſtenpflichtigen
Zwangsvoll=
ſtreckungsverfahrens bis längſtens
10. Oktober an den Werktagen
vor=
mittags von 8½ bis 12½ Uhr
hier=
her zu erfolgen.
(19086a
Darmſtadt, 25. Seplember 1914.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Städtiſches
Hallenſchwimmbad.
Darmstadt
Mühlſtraße Nr. 33.
Schwimmbäder, Wannenbäder,
Brauſebäder, Heißluft=, Dampf=,
Maſſage= und Duſchbäder
Elek=
triſchlicht=, Kohlenſäure=,
Sauer=
ſtoff=, Fichtennadel= u. Solbäder.
Die Anſtalt iſt zur Zeit
ge=
öffnet
I. an Werktagen:
von morgens 8 Uhr bis abends
8 Uhr ununterbrochen.
Samstags bis 8½ Uhr.
II. an Sonntagen:
von morgens 8 Uhr bis
12½, Uhr. (1398a
Kaſſenſchluß:
für die Schwimm=, Wannen= und
Brauſebäder ½ Stunde
für die Schwitzbäder 1½ Stunde
vor Ablauf der Badezeit.
Die Badeverwaltung.
Konkursverfahren.
Nachſtehender Gerichtsbeſchluß
wird hiermit zur öfentlichen
Kenntnis gebracht.
Ueber den Nachlaß des Agenten
Georg Nolde von Darmſtadt
wird heute, am 3. Oktober 1914,
vormittags 11 Uhr, das
Konkurs=
verfahren eröffnet, da der Nachlaß
überſchuldet iſt.
Der Amtsgerichtstaxator
Hein=
rich Hilsdorf in Darmſtadt wird
zum Konkursverwalter ernannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
17. Oktober 1914 bei dem
Ge=
richte anzumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung über
die Beibehaltung des ernannten
oder die Wahl eines anderen
Ver=
walters, über die Beſtellung eines
Gläubigerausſchuſſes und
eintre=
tenden Falls über die in § 132 der
Konkursordnung bezeichneten
Ge=
genſtände und zur Prüfung der
an=
gemeldeten Forderungen auf
Mittwoch, 28. Oktober 1914,
vormittags 11 Uhr,
vor dem unterzeichneten Gerichte,
Zimmer Nr. 222, Termin
anbe=
raumt.
Allen Perſonen welche eine zur
Konkursmaſſe gehörige Sache in
Beſitz haben oder zur
Konkurs=
maſſe etwas ſchuldig ſind, wird
aufgegeben, nichts an den
Gemein=
ſchuldner zu verabfolgen oder zu
leiſten, auch die Verpflichtung
auf=
erlegt, von dem Beſitze der Sache
und von den Forderungen, für
welche ſie aus der Sache
abgeſon=
derte Befriedigung in Anſpruch
nehmen, dem Konkursverwalter bis
zum 15. Oktober 1914 Anzeige
(19587
zu machen.
Darmſtadt, 3. Oktober 1914.
Großherzogliches Amtsgerichts I
Mlleeskschichtule.
Der Backkurſus beginnt am 1. Dezember
der Kochkurſus am 5. Januar.
Der Mittagstiſch für Damen und Herren
wird am 15. Oktober wieder ſeinen Anfang nehmen.
Preis für eine Portion 90 Pfg. ohne Nachtiſch.
Mündliche oder ſchriftliche Anmeldungen werden
von der Leiterin der Alice=Kochſchule entgegen=
(19572mo.
genommen.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Oktober 1914.
Nummer 276.
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Nummer 276.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Oktober 1914.
Seite 13.
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Nummer 276.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Oktober 1914.
Seite 15.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 29. September bis 5. Oktober.
Die Beratungen über die Frage der Einführung von
Höchſtpreiſen ſind noch nicht abgeſchloſſen, doch beſteht kein
Zweifel, daß die Regierung entſchloſſen iſt, Maßnahmen
zu treffen, um einer ungebührlichen Preisſteigerung
ent=
gegenzuwirken. Sollen dieſe Maßnahmen indeſſen ihren
Zweck erfüllen, ſo wird man ſich nicht auf Höchſtpreiſe für
Brotgetreide beſchränken dürfen, ſondern auch die obere
Preisgrenze für Mehl und Brot feſtlegen müſſen. Die
Höchſtpreiſe müſſen aber auch auf die übrigen
Getreide=
arten, wie Gerſte, Hafer und Mais, ſowie auf die
wich=
tigſten Futtermittel, wie Kleie, Oelkuchen uſw., ausgedehnt
werden. Geſchieht dies nicht, ſo ſchaden die Höchſtpreiſe
mehr, als ſie nützen. Da ſchon jetzt die= Preiſe für
Futter=
mittel, wie für Gerſte, viel höher ſind als für Roggen,
würde ein Höchſtpreis für Roggen unfehlbar dazu führen,
den Roggen noch mehr als bisher in die Viehſtälle zu
trei=
ben. Dagegen wird auch ein geſetzliches Verbot der
Ver=
fütterung von Brotgetreide nicht ſchützen. Für die
Land=
wirtſchaft bildet während des Krieges die Beſchaffung
von Kraftfuttermitteln den ſchwierigſten Punkt, zumal der
Futtermittelhandel ſich weigert, die vor dem Kriege
ab=
geſchloſſenen Mengen zu liefern, während er gleichzeitig
dieſelben Waren zu einem weſentlich höheren Preiſe
an=
bietet. Dieſe Verhältniſſe haben für die Landwirtſchaft
einen Notſtand herbeigeführt. „Es iſt deshalb die höchſte
Zeit, daß endlich von ſtaatlicher Seite energiſch eingegriffen
wird und die Vorräte von Kraftfuttermitteln, wie von
Gerſte, Mais, Oelkuchen uſw., vor allem in Hamburg und
Bremen ſofort mit Beſchlag belegt werden. — Im
Ge=
treidehandel beſtand angeſichts der Ungewißheit über die
zu erwartenden Maßnahmen der Regierung wenig
Unter=
nehmungsluſt, ſo daß ſich das Geſchäft in engen Grenzen
hielt. Eine Abſchwächung der Preiſe war indeſſen nur im
Oſten zu verzeichnen. In Berlin konnten ſich die Preiſe
im allgemeinen gut behaupten, und für Roggen konnten
ſogar wieder etwas höhere Preiſe erzielt werden, da
wegen der Feldbeſtellung nur ſchwaches Angebot vorlag,
während die Mühlen andauernd Bedarf haben. Die
Nach=
frage vom Weſten und Süden war wohl im allgemeinen
vorſichtiger, doch war die Stimmung auch dort als gut
behauptet zu bezeichnen. Bei Gerſte fiel der Umſtand ins
Gewicht, daß Hamburg Zurückhaltung bekundete und
niedrigere Preiſe bot, indeſſen befeſtigte ſich die Haltung
zuletzt wieder, da ſich anderweitig Verwendung für das
ſchwache Angebot zeigte. Hafer behielt ruhiges Geſchäft.
Bemerkenswert iſt, daß nunmehr auch in Oeſterreich der
Wunſch nach Einführung von Höchſtpreiſen laut wird.
Eine weitere Meldung beſagt, daß das öſterreichiſche
Aus=
fuhrverbot für Gerſte in nächſter Zeit wieder aufgehoben
werden dürfte. Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches
Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000
Kilo=
gramm wie folgt:
Weizen Roggen Gerſte Hafer
Berlin .
247
223
213-223
Königsberg 230-246 208-210
204
245
Danzig .
213 231-240
205
Stettin .
240-244 212-215 220-227 200-206
Poſen . . 238-240
213 205-225 190-200
Breslau
236-241 213-218 210-220 194-199
Roſtock . . 242-244 217-218
254-207
amburg . 245-255 230-232 243-245 220-222
Kiel
250
210
235
250
244-250 220-225 230-240 208-216
Leipzig .
Dresden . 244-248 221-225 230-240 206-212
Altenburg . 235-240 215-220
200-220
Cöln.
263-265 232-234
228-231
Duisburg . 276-279 248-251 246-249 241-244
Mannheim 270-275 230-240 225-235 220-230
München 274-278 233-241 223-228 226-233
— Frankfurt a. M., 5. Okt. (Viehhof=
Markt=
bericht.) Auftrieb: 2734 Schweine. Preis per Zentner
Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark: a) 52½—55
(67—69), b) 52—54 (66—68), c) 53—55 (68—69), d) 53—55
(68—69). Marktverlauf: rege, nahezu geräumt.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt k.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
6 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 1. Okt.: dem Ingenieur Friedrich
Croeßmann, Viktoriaſtr. 28, eine T. Anna Marie
Eliſa=
beth. Am 27. Sept.: dem Bürgermeiſterei=Regiſtraturaſſiſtent
Juſtus Röth, Neue Ireneſtr. 5, ein S. Juſtus Ernſt.
Am 28.: dem Unterzahlmeiſter Johannes Riedel,
Drei=
brunnenſtr. 10, ein S. Dem Glaſer Phil. Pfeiffer
Grafenſtr. 37, ein S. Georg. Am 29.: dem
Lokomotiv=
führer bei der Staatsbahn, Johann Jakob Weicker,
Blumenthalſtr. 52, ein S. Heinrich Wilhelm Jakob. Am
27.: dem Spengler Phil. Plößer, Ruthsſtr. 14, ein S.
Georg Wilhelm Paul. Dem Zuſchneider Adolf Teuner,
Eckhardtſtr. 5, eine T. Eliſabeth Elſe Hildegard. Am
3. Okt.: dem Dachdecker Adolf Aßmus, Kranichſteiner
Straße 51, ein S. Artur. Am 4.: dem Schneider Johs.
Berle, Soderſtr. 45, eine T. Paula Margarete
Philip=
pine. Am 29. Sept.: dem Schuhmacher Joſeph Fritz,
Soderſtr. 27, ein S. Hans Ludwig. Am 2: Okt.: dem
Straßenreiniger Karl Keßler, Holzſtr. 15, eine T.
Ka=
roline Margarete Anna. Am 30. Sept.: dem
Eiſenbahn=
arbeiter Friedrich Vogelmann, Hügelſtr. 87, eine T.
Marie Dina. Am 1. Okt.: dem Redakteur und
Schrift=
ſteller Karl Heinrich Bornmann, Eckhardtſtr. 5, eine T.
Roſe=Marie Helene Lilli. Am 29. Sept.: dem Bierbrauer
Joſeph Decker, Waldſtr. 24, ein S. Franz. Am 2. Okt.:
dem Reiſenden Hugo Alfons Piaſecki, Lichtenbergſtr. 72,
eine T. Eugenie. Dem Geſchäftsführer Alwin May,
Karlſtr. 36, ein S. Walter. Am 30. Sept.: dem Schloſſer
Friedrich Schanz, Pankratiusſtr. 50, ein S. Friedrich.
Am 2. Okt.: dem, Straßenreiniger Adam Schnauber,
Löffelgaſſe 24, ein S. Am 30. Sept.: dem Holzſchneider
Gottlieb Erb, Pallaswieſenſtr. 171, eine T. Margarete
Eliſabeth.
Aufgebotene. Am 2. Okt.: Taglöhner Johannes
Diehl mit Dienſtmagd Anna Maria Seubert, beide
Klein=Zimmern. Ingenieur Hermann Auguſt Heinrich
Weſſel, Mannheim, mit Katharina Maria Brunn,
Bingen. Am 5.: Eiſenbahnwärter Gottlieb Nagel,
Künzelsau, mit Margarethe Rohn, Adolzfurth.
Fuhr=
mann Joh. Heinrich Mahr, Erbacherſtraße 13, mit
Hand=
arbeiterin Maria =Rebekka Korwall, Erbacherſtraße 13.
Eheſchließungen. Am 29. Sept.: Spengler und
In=
ſtallateur, z. Zt. Erſatzreſerviſt, Georg Weidmann, hier,
mit Margarete Groß in Dreieichenhain. Am 1. Okt.:
Schreiner, z. Zt. Musketier Aloys Hock, auf dem
Trup=
penübungsplatz bei Griesheim, mit Paula Bindewald,
hier. Am 2.: Friſeur, z. Zt. Reſerviſt Wilhelm Schmitz.
mit Karoline Dörr, beide hier. Am 3.: Tiefbautechniker
Jakob Haas mit Anna Reinheimer, beide hier.
Apotheker Karl Fuchs mit Luiſe Lindt, beide hier.
Zeichner Georg Graf mit Margaretha Hoffmann,
beide hier. Mechaniker Adam Pfeifer in Rüſſelsheim
mit Maria Batz, hier. Kommiſſ. Eiſenbahngehilfe Franz
— Fillmann zu Erbach i. Rheing. mit Joſephine
Wil=
helm, hier. Feldwebel Johs. Schwinn mit Margareta
Holler, beide hier. Maurer, z. Zt. Musketier Jakob
Hög in Ober=Mörlen mit Philippine Sittig, hier.
Tapezierer, z. Zt. Erſatzreſerviſt Johann Weber mit
Thekla Nees, beide hier.
Geſtorbene. Am 1. Okt.: Friedrich Jäger, Großh.
Beigeordn., Baurat, 62 J., ev., Gervinusſtraße 46½.
Johann Philipp Hönig, Landwirt, 66 J., ev., aus
Hum=
metroth i. O., hier, Grafenſtraße 9. Am 2.: Adam
Kiſſeberth, Eiſenbahngehilfe, 40 J., ev., Parkusſtraße 10.
Ludwig Geyer, Kellermeiſter, 44 J., ev., Grafenſtraße 9.
Leonhard Ripper V., Landwirt, 55 J., ev., aus Pfaffen=
Beerfurth, hier, Grafenſtraße 9. Am 3.: Lina Arras,
geb. Sang, Ehefrau des Landwirts, 55 J., ev., aus
Michelbach, hier, Schloßgartenſtraße 5.
Maer
Weiblich
Perf. Seaneiderin nimmt noch e.
Kunden an in u. außer d. Hauſe.
Liebfrauenſtraße 63.
(*6555
Geb, j. Dame ſucht Beſchäft. im
Vorieſen o. Klavierſpielen. Ang.
u. U 94 an die Geſchäftsſt. (*6615im
Fräulein, geſetzten Alters, kath.,
Schleſierin, ſucht in vornehmem
Haushalt Stellung. Im Kochen
bewandert. Angebote unter U 98
an die Geſchäftsſtelle. (*6628im
Mädchen ſucht für nachmittags
von 2—4 Uhr Laufdienſt (Spülen),
geht auch abends Laden putzen. Zu
erfr. Lichtenbergſtr. 23, III. I. (*6738
Fleißige Frau ſucht Laufdienſt.
*6682) Hölgesſtraße 4, Hintb. I.
Mädchen, das nähen u. büigeln
kann und alle Hausarbeit verſteht,
ſucht Stelle, ſofort o. 1. Okt. Ang.
unt. V 3 a. d. Geſchäftsſt. (*6652
Jung. Frau ſucht Laufſtelle für
morgens. Gartenſtr. 17. (*6647
Alleinſt. Frau ſucht Beſchäftig.
für den Vormitt., evtl. bis nach d.
Spülen. Orangerie=Allee7, S. (*6642
Jg. Frau ſ. morg. 2 Std. Lauld.,
mitt, ſtdw. Magdalenenſtr. 6, I., S.(*
Reinl. Frau ſucht nur für
mit=
tags Putzen od. Laufdienſt.
Roß=
dörferſtr. 51, part.
(*6706
In der Korſettbrauche und
Reparatur erfahr. Mädchen ſucht
per ſofort Stelle. Bismarckſtr. 24,
2. Stock.
(*6704
Männlich
Kaufmann
(Reiſender) ſucht während d. Krieges
Beſchäftigung gleich welcher Art.
Angebote u. U 86 an die
Ge=
ſchäftsſtelle ds. Bl. erb. (*6571im
Jung. kräft. Mann ſ.
Beſchäfti=
gung, gleich welcher Art. (*6700
Näh. in der Geſchäftsſt.
Jg. Kaufmann, welcher in a.
Büroarbeiten, ſowie Stenographie
und Maſchinenſchreiben bewandert
iſt, ſucht per 1. Jan. 1915 Stellung
auf einem größeren Kontor.
Angebote unter V 10 an die
Geſchäftsſtelle.
(*6665
Kaufmann
(verheiratet) in allen kaufm. Arbeit.
reiche Erfahrung, z. Zt. auf
Reiſe=
poſten, infolge des Krieges
ſtellen=
los, ſucht per 1. November anderes
Engagement, event. auch zur Aus
hilfe während des Krieges.
Angebote unter V 27 an die
Geſchaftsſtelle ds. Bl. erb. (*6718ms
Lehrſtelle
oder Beſchäftigung in kaufmänn.
Geſchäft für kräftigen jungen
Mann, welcher Gymnaſium bis
Tertia beſuchte, ſofort geſucht.
Gefl. Anerbieten unter U 24
an die Geſchäftsſtelle. (19288t
Kaufmann
(Buchhalter) ſucht während des
Krieges Beſchäftigung gleich welcher
Art. Angeb. u. V 15 a. d. Geſchäftsſt.
Fhllaienter
tüchtiger Kaufmann der
Kolonial=
branche, ſucht ſofort anderweitige
Stellung. Kaution vorhanden.
Angebote unter V 36 an die
(*6734
Geſchäftsſtelle.
Flotter Zeichner (verheir.) mit
ſchöner Handſchrift, auch in
Büro=
arbeiten bew., ſucht ſofort Stell.
bei ſehr beſcheid. Anſprüchen. Ang.
unt. V 17 Geſchäftsſtelle. (*6675
Ofene Stellen
Weiblich
in) Tüchtige
Näherinnen
erhalten Heimarbeit
Oppenheimer & Co.
Stirnweg 25
am Hauptbahnhof.
für ein Ge=
Tüchtig. Mädchen ſchäftshaus
geſucht. Näh. i. d. Geſchäftsſt. (*6686
Ordentliches Mädchen oder
geſchäfts ſofort geſucht. Näheres
(*6735
Riedeſelſtraße 72, I.
Tagsüber Mädchen
geſucht, dasſelbe muß bürgerlich
kochen können. Näheres
Pan=
kratiusſtraße 2¼ (Laden). (19531im
Laufmädchen geſucht
*6694) Soderſtraße 67, part.
perſofort
1kräft. Laufmädchen geſucht.
Ernſt=Ludwigſtraße 6.
19605)
Für Johannisviertel zuverläſſ.
mögl. unabh. Monatsfrau geſ.
Näh. Steinſtraße 24, Manſ. (*6711
Geſucht nach Klein=Laufenburg
(Baden) in kleinen Haushalt beſſ.
Alleinmädchen
mit guten Zeugniſſen für Küche
und Hausarbeit. Zu melden
vor=
mittags Hohlerweg 42. (*6707
ordentl. Allein=
Sofort geſucht mädchen für
Offiziershaush. nach Metz. Anfr.
Eſchollbrückerſtraße 10, I. (*6679
Jung. ſaub. Mädchen ſof. geſ.
Näheres Geſchäftsſtelle. (*6678
Saub. ehrl. Mädchen tagsüber
geſucht. Hochſtraße 22. (*6646
Sauberes, williges Mädchen
(19549ms
für vormittags.
Näheres Speſſartring 5, III.
Geſucht für 1. November
fein bürgerliche
Cbil
die etwas Hausarbeit übernimmt
in kleinen Haushalt.
Zu erfragen in der
Geſchäfts=
ſtelle ds. Blattes. (19576msd
Weibliches Aktmodell
nur ſchlanke Figur, nicht über
30 Jahre, geſucht. Vorzuſtellen
Donnerstag zwiſchen 11 u. 1 Uhr
vorm. und 3—5 Uhr nachm. im
Ernst-Ludwigs-Haus, Künstlerkolonie,
Atelier H. Pellar.
(19593md
Männlich
Läistenz!
a. Vertr. reſp. Filialleiter e.
Ver=
ſandſt. m. hoh. Einkom, biete
leiſtungsf. Fabrik bewährt.
Ar=
tikel. F. Jedermann paſſ.
Branche=
kenntn. nicht erford. Anleit.
koſten=
los. Streng reelle Sache. Ausk.
1u. B. 3 Daube & Co., Dresden 1.
Strebſamer Mann
zur Uebernahme einer
Verſand=
ſtelle bei hohem Verdienſt geſucht.
Beſ. Kap. u. Laden nicht erforderlich
Anfragen unter K. J. 5820
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(*6720
bildung.
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Darmſtadt.
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auf Akkord=Arbeit ſofort geſucht.
Sattlermeiſter v. Lande können
(19548md
ſich auch melden.
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Louiſenſtraße 6.
Sunger, gewanderit ſiadtlundiger
Radfahrer
ſof. geſ. J. C. Herbert’ſche
Hof=
buchdruckerei, Nachf. Dr. Adolf
Kogb. Wendelſtadtſtr. 6. (19577
Korrespondent ests
flotter, ſelbſtändiger Arbeiter, Maſchinenſchreiber, der
auch im Mahn= und Klageweſen bewandert, für ſofort
oder ſpäter zu engagieren geſucht. Angebote mit
Ge=
haltsanſprüchen unter V 6 an die Geſchäftsſtelle.
Herdſchloſſer
tüchtige und gut eingearbeitete
von la ſüdd. Herdfabrik bei
gutem Verdienſt ſofort geſucht.
Angebote unter M. A. 3497
an Haasenstein & Vogler, A. G.
München.
(II,19264
Tüchtige Zementarbeiter
ſowie auch Terrazzoarbeiter
ſo=
fort geſucht. Zu melden nachm.
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Ein tüchtiger
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Erſte Heſſiſche Getreide=
Preßhefe=
fabrik und Dampfbrennerei.
Eberſtadt b. Darmſtadt.
Friſeurgehilfe ſof. geſ. Zu
er=
fragen in der Geſchäftsſt. (*6722
Junger Mann mit guten
Zeug=
niſſen für Botengänge und leicht.
Arbeiten geſucht.
(19547
Näh. Rheinſtraße 25, Büro.
Zuverläſſ. Fuhrmann
geſucht. (19596md
Paul Wolf & Co., Spediteure.
Verein ſucht
zum Einkaſſieren tagsüber freien
bekannten Mann, am liebſten
Penſionär. Angebote unter V 4
an die Geſchäftsſtelle. (*6635im
Kraftige Arbeiter
finden dauernde und lohnende
Beſchäftigung. Lippmann May,
Weiterſtädterſtraße 70. (19600md
Hausbursche
der Radfahren kann, geſucht. Wo?
ſagt die Geſchäftsſt. ds. Bl. (19610
Sauberer, ſtadtkundiger
Haus=
burſche (Radfahrer) ſofort geſucht.
Näh. Schuſtergaſſe 19. (*6713md
Ein ſolider jüngerer
Hausburſche
mit guten Zeugniſſen zu möglichſt
ſofortigem Eintritt geſucht (19575md
Friedrich Schaefer
Ludwigsplatz 7.
In einer hieſigen
Großhand=
lung iſt eine=
(19546
Lehrſtelle
für einen zum einjährigen
Militär=
ienſt berechtigten jungen Mann
mit guten Zeugniſſen zu beſetzen.
Selbſt geſchriebene Angebote unt.
V 12 an die Geſchäftsſt. erbeten.
geſ. ſ. Schloſſerei.
4 Lehrling Aug. Baßmann,
(*6539om
Grafenſtraße 31.
Mäe
8jahrige Kohlfuchsſtute
gut geritt., vorzügl. Beine,
ausge=
zeichneter Spring., f. ſchw. Gewicht
ſehr geeignet, truppen= u.
ſtraßen=
fromm, ſof. zu verk. (*6459som
Feldwebel=Leutnant Schmidt
Drag.=Regt. Nr. 24.
garantiert
ſerd
Ein leichtes
zugfeſt,
zu vk. Emilſtr. 4, part. (*6574imd
zur Zucht
Junger Ziegenbock zu verk.
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zu verkaufen. g
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Weiterſtädterſtr. 35. (19347sms
Deutſcher Boxer
außergew. ſchön. Tier, ſehr ſcharf,
dabei treu u. wachſam, beſter
Be=
gleit= u. Wachthund, preiswert zu
verk. Näh. in der Geſchäftsſt. (*6672
1jähriger
Dobermannumſtände=
halber billig zu verk. (*6692
Blumenthalſtraße 107, 3. St.
u ver=
19.
ſchö
Kätzchen ſchenken.
658) Eliſabethenſtr. 23,
Hths. II
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Oktober 1914.
Nummer 276.
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beſtätigt. Bei Fr. Schaefer, A. Logel,
Ch Schwinn, Drog., Georg Liehig
Nachf., Hoflieferanten, u. Gg. Frz.
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die neueſten Telegramme von den
Kriegsſchau=
plätzen, ausführliche Berichte der zu den Heeren
entſandten Mitarbeiter und zuverläſſige
Nach=
richten aus dem Ausland. Das Feuilleton der
Doſſiſchen Zeitung zeichnet ſich durch zeitgemäße
Beiträge der führenden Seiſter deutſcher Kunſt
und Wiſſenſchaft aus. Beſondere Oflege läßt
die Doſſiſche Zeitung den wirtſchaftlichen
Infor=
mationen angedeihen, ihr „Finanz=und
Handels=
blatt” ſteht an der Zpitze der großen deutſchen
Tageszeitungen. Die illuſtrierte Beilage „
Zeit=
bilder” bringt wöchentlich zweimal authentiſche
Aufnahmen von der Schlachtfront.
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Klappacherstraße 7. (1209a) Telephon 243.