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1777. Jahrgang
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lügen an beſtimmten Tagen wird nicht übernom.
ſigan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
täe heutige Nummer hat 32 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
ſr Kaiſer hat ſich geſtern von Karlsruhe nach
Türk=
ſtäm begeben, um einer Gebirgsübung bei Kolmar bei=
Aſuwohnen. — Das Kaiſerpaar reiſte abends wieder
ern Karlsruhe ab.
inz Heinrich von Preußen iſt am
Donners=
ſan abend in London eingetroffen.
ſr Reichstag erledigte geſtern zunächſt Anfragen,
epann wurde das
Aufwandsentſchädigungs=
ſetz in dritter Leſung angenommen und ſchließlich
Uhſe zweite Leſung des Militäretats ſortgeſetzt,
pobei das Preſſereferat des Kriegsminiſteriums
ſand die Auskunftsſtelle für die Ziwilverſorgung
lherr Offiziere abgelehnt wurden.
ſter dem Verdacht, die Beſudelung des Kaiſer=
Friedrich=Denkmals in Charlottenburg mit
ro=
e Anilinfarbe begangen zu haben, wurden 5
Per=
t nen verhaftet.
dder ſpaniſchen Kammer brachte der
Marine=
m niſter einen Geſetzentwurf ein, der für
Marine=
binuten einen jährlichen Kredit von 36 Millionen
Alpeſetas auf 9 Jahre vorſieht.
Siehe auch Letzte Nachrichten.
ſu m Beſuche des Kaiſerpaares
in Braunſchweig.
*⁎* Anläßlich der Taufe des Erbprinzen von
Braun=
ſſweig wird am heutigen Samstag außer zahlreichen
hdaren Fürſtlichkeiten und Vertretern fremder Höfe das
ſtttiche Kaiſerpaar in der alten Welfenſtadt weilen, um
llufnahme ſeines jüngſten Enkels in die chriſtliche
Ge=
ſtifſchaft beizuwohnen. Große Vorbereitungen ſind für
ſi FFeier getroffen worden, denn ſchon ſeit vielen
Jahr=
ſintten hat Braunſchweig kein ſo freudiges Feſt ſeines
ſürfſtammten Fürſtenhauſes in ſeinen Mauern begehen
ſſtein. Der alte Herzog Wilhelm, der über 50 Jahre
ſiarte, hatte keine Familie, er war überhaupt allen
um=
ſtgreichen offiziellen Veranſtaltungen abgeneigt, ſah auch
ſuſſelten Gäſte bei ſich, jedenfalls nicht in größerer Zahl,
Id unter den beiden ihm folgenden Regenten bot nur
Wermählung des Herzogs Johann Albrecht zu
Meck=
brtrg mit der Prinzeſſin Eliſabeth zu Stolberg=Roßla
ſlegenheit zur Anweſenheit fürſtlicher Gäſte im
Braun=
reiger Schloſſe. Daß das ganze Herzogtum, insbeſon=
Ferauch die Bevölkerung der Reſidenz, an der Feier
teil=
hinnt, braucht nicht ausdrücklich betont zu werden, hat
doch das junge fürſtliche Paar ſeit ſeinem Einzuge in
welfiſchen Lande verſtanden, ſich in hohem Maße Liebe
d Wertſchätzung zu erwerben.
Mit herzlicher Freude wird namentlich das
Kaiſer=
ſinr begrüßt werden. Kaiſer Wilhelm weilte nach ſeiner
lfronbeſteigung im Juni 1889 in Braunſchweig. Es war
Aimals das erſte Mal, daß ein deutſcher Kaiſer die Stad:
Alluchte, denn weder der Begründer des Reiches noch
Alliſer Friedrich waren während ihrer Regierung dort
ge=
liſem, trotz der engen und nahen geſchichtlichen Beziehun=
Aln, die zwiſchen den beiden Herrſcherhäuſern ſeit Jahr=
Untoerten beſtanden hatten und auf welche unſer jetziger
Miſeer bei ſeiner erſten Anweſenheit hinwies. Er konnte
Aaals konſtatieren, daß das braunſchweigiſche Volk an
fer Tradition feſtgehalten und die treue Geſinnung ſich
Araahrt hatte. Abgeſehen von mehreren Jagdbeſuchen
Alankenburg, hielt der Kaiſer wieder im Dezember 1905
Viraunſchweig Einkehr, wo er auch die
Sehenswürdig=
ſten der Stadt in Augenſchein nahm. Mit der Kaiſerin
ammen war er dort zum erſten Male am 15. Dezember
zur Hochzeit des Prinz=Regenten Johann Albrecht.
Pitdem hat er die Stadt nicht wieder beſucht, dagegen
bekanntlich die Kaiſerin nach der Vermählung ihrer
chtter mehrere Male, zuletzt vor und nach der Geburt
OErbprinzen, Gaſt des Herzogspaares geweſen.
Wie bei der Verlobung und Vermählung des jungen
ritenpaares weit über die preußiſchen und
braunſchwei=
ſicheen Grenzen hinaus ſich lebhaftes Intereſſe und freu=
Teilnahme kundgab, die nicht allein dem Glücke der
den fürſtlichen Perſonen, ſondern auch der Befriedigung
ſer die Löſung der braunſchweigiſchen Frage galt, die
Wierteljahrhundert lang die Gemüter bewegt und
Pieſpalt aller Art verurſacht hatte, ſo machte ſich die
gleiche außerordentliche Anteilnahme bei der Geburt des
Erbprinzen geltend, und ſie erſtreckt ſich auch auf den
ſeier=
lichen Akt, der heute im Braunſchweiger Dome unter den
Augen des Kaiſerpaares ſich vollzieht. Daß der Erbprinz
in echt nationalem Sinne, in Treue zu Kaiſer und Reich,
erzogen werden wird, des ſind wir gewiß.
Eine ſozialpolitiſche
Kund=
gebung.
St. Am Samstag und Sonntag tagt in der
Reichs=
hauptſtadt die Geſellſchaft für ſoziale Reform, um zunächſt
über Angeſtelltenfragen, beſonders über Erfinderſchutz
und Koalitionsfreiheit der Privatangeſtellten, zu
verhan=
deln, dann aber auch zur Veranſtaltung einer großen
öffentlichen Kundgebung zugunſten der Fortſetzung unſerer
ſozialen Geſetzgebung. In einer Maſſenverſammlung
werden die beiden Vorſitzenden der Geſellſchaft,
Staats=
miniſter a. D. Freiherr v. Berlepſch und Profeſſor Dr.
Francke, zu dem in letzter Zeit geäußerten Verlangen nach
einer ſozialpolitiſchen Ruhepauſe Stellung nehmen.
Beide Redner geben die Gewähr dafür, daß ſie das
ſchwierige Thema durchaus objektiv behandeln und den
verſchiedenen Standpunkten Rechnung tragen werden, die
ſich hinſichtlich der Weiterführung der Sozialpolitik
Gel=
tung zu verſchaffen ſuchen. Auf der einen Seite ſpricht
man von einer ſozialpolitiſchen Ueberſpannung, die ſich
namentlich auf Koſten des gewerblichen Mittelſtandes
ent=
wickelt habe und zu deſſen Ruin führe, wenn nicht eine
Pauſe einträte. Man weiſt darauf hin, daß die allzu
weite Ausdehnung der Fürſorge unſerem Volke zum
Scha=
den gereiche, es läſſig und träge mache, aus eigener Kraft
den Wechſelfällen des Lebens zu begegnen und für dieſe
vorzuſorgen. Verlangt wird vor allen Dingen bei der
Fortführung der Sozialpolitik eine größere Rückſichtnahme
auf die Wirtſchaftspolitik. Unſere Produktion müſſe, ſo
argumentiert man, im Wettkampfe mit anderen Staaten
leiſtungsfähig bleiben, was aber unmöglich ſei, wenn die
Opfer der Unternehmer für die Sozialpolitik immer
grö=
ßer und wenn die Arbeiter an den Erfolgen unſerer
In=
duſtrie, an deren Proſperieren immer intereſſeloſer
wür=
den, wie es der Fall wäre, ſobald auch noch die
Arbeits=
loſenverſicherung zur Einführung käme. Aehnlichen
An=
ſchauungen hat vor einiger Zeit Staatsſekretär Dr.
Del=
brück im Reichstage Ausdruck gegeben, wobei er, wie das
nicht anders zu erwarten war, Zuſtimmung und
Wider=
ſpruch fand. Er redete nicht etwa einem Abbau unſerer
Sozialpolitik das Wort, ſondern betonte, daß eine
gebil=
dete, geſellſchaftlich und wirtſchaftlich gut geſtellte
Ar=
beiterſchaft eine der Säulen ſei, auf der unſere Induſtrie
und unſer nationaler Wohlſtand beruhe. Nur auf dieſer
Grundlage könne die Pflege der ſittlichen und
vaterländi=
ſchen Ideale betätigt werden. Eine verſtändige
Sozial=
politik ſei auch eine der Kraftquellen für das Deutſche
Reich, aber ſie müſſe nicht nur den Arbeitern, ſondern
auch den Arbeitgebern das nötige Maß wirtſchaftlicher
und moraliſcher Ellbogenfreiheit gewähren und in den
Grenzen des wirtſchaftlich Möglichen bleiben. Der
Um=
fang der Betätigung auf ſozialpolitiſchem Gebiete müſſe
ſtets im Einklang ſtehen mit der allgemeinen
Wirtſchafts=
politik.
Dieſe Erklärung des Staatsſekretärs wird im
Mittel=
punkte der Verhandlungen in Berlin ſtehen, wo auch
die=
jenigen zu Worte kommen werden, welche den Segen der
Sozialpolitik ohne jene Einſchränkungen wirken laſſen
und von der Notwendigkeit einer Ruhepauſe nichts wiſſen
wollen, weil ſie die Rückwirkung einer ſolchen in ſozialer,
wirtſchaftlicher und politiſcher Hinſicht befürchten.
Zwi=
ſchen beiden Strömungen einen Ausgleich zu finden, der
den Geſamtintereſſen unſeres Volkes entſpricht und den
berechtigten Forderungen beider Teile Rechnung trägt, iſt
ein ebenſo bedeutſames wie ſchwieriges Problem. Man
darf geſpannt ſein, ob zur Löſung desſelben die
bevor=
ſtehenden Verhandlungen der Geſellſchaft für ſoziale
Re=
form geeignete Richtlinien geben werden.
Deutſches Reich
Zur zweiten Beratung des
Militär=
etats beantragten die Reichstagsabgeordneten
Erz=
berger, Gothein, Lieſching, Liſt=Eßlingen, Müller=
Meinin=
gen und Schiffer=Magdeburg, die Anſätze für die
Kom=
mandanten von Karlsruhe, Darmſtadt und Königſtein zu
ſtreichen und für Stuttgart als Kommandanten nur einen
penſionierten Offizier mit 3852 Mark Stellenzulage an
Stelle eines aktiven Offiziers mit Gehalt, Dienſtzulage
und Wohnungsgeldzuſchuß anzuſetzen.
— Das Sonntagsruhegeſetz. Die
Kommiſ=
ſion des Reichstags zur Vorberatung der Sonntagsruhe
ſetzte die Beratung über die Beſchäftigung der
Angeſtell=
ten in den Kontoren fort. Ein Zentrumsmitglied
bean=
tragte, für die Geſchäftsreiſenden eine
Sonntagsbeſchäfti=
gung bis zu einer Stunde zuzulaſſen. Ein
Ausgleichsan=
trag der bürgerlichen Parteien will den höheren
Verwal=
tungsbehörden die Möglichkeit geben, in Gewerbebetrieben
eine Beſchäftigung bis zu zwei Stunden zuzulaſſen,
ſo=
weit es ſich um die Abfertigung und Beförderung von
Gütern handelt. Der Antrag wurde angenommen. Ein
anderer Antrag der Ausgleichsparteien, der die Arbeit in
den Kontoren unterſagt, wurde ebenfalls angenommen,
die Zulaſſung einer Arbeitszeit für Geſchäftsreiſende
ab=
gelehnt. Im Speditions= und Schiffsmaklergewerbe ſoll
eine Beſchäftigung bis zu fünf Stunden erlaubt ſein.
Eine längere Erörterung knüpfte ſich an den § 3,
betref=
fend die Ausnahmebeſtimmungen für geſetzestreue Juden.
Die einſchlägigen Beſtimmungen wurden ſchließlich mit
17 gegen 4 Stimmen abgelehnt, einige Mitglieder
enthiel=
ten ſich der Abſtimmung. Ein Nationalliberaler bat die
Regierungen, für den Fall der Schließung des Reichstags,
den Entwurf im Herbſt ſofort wieder einzubringen.
— Die Beihilfe für die
Altpenſio=
näre. Da vorerſt damit gerechnet werden muß, daß die
Beſoldungsnovelle geſcheitert iſt, ſo iſt auch die Vorlage
über Reichsbeihilfe für die Altpenſionäre aufs äußerſte
gefährdet, da die Reichsregierung auf die Erledigung des
Geſetzentwurfes, der ſich zurzeit im Bundesrat befindet,
verzichten dürfte. Unter dieſen Umſtänden dürfte ſich der
Bundesrat im Plenum mit dem Entwurf gar nicht erſt
befaſſen.
— Der badiſche Großblock. Die ſechstägigen
Verhandlungen in der Zweiten badiſchen Kammer über
Volksſchulfragen gelangten am Donnerstag zum
Ab=
ſchluß. Ein ſozialdemokratiſcher Antrag auf Aufhebung
des Schulgeldes wurde mit allen Stimmen gegen die der
Fortſchrittler und Sozialdemokraten abgelehnt, ebenſo der
konſervative Antrag auf Uebernahme der Lehrergehälter
auf die Staatskaſſe. Für den fortſchrittlichen Antrag,
wonach den Volksſchullehrern das Recht auf Ablehnung
der Erteilung des Religionsunterrichts zugeſtanden
wer=
den ſolle, ſtimmten nur die Fortſchrittler und die
Sozial=
demokraten. Der Antrag der Nationalliberalen, weitere
Geldmittel für die Jugendpflege in das Nachtragsbudget
einzuſtellen, wurde mit allen gegen die Stimmen der
So=
zialdemokraten angenommen. Bemerkenswert war noch
in der Sitzung die Erwiderung des nationalliberalen
Parteiführers auf die von Kolb angedrohte Kündigung
des Großblocks wegen der angeblich lauen Haltung der
Nationalliberalen in den Volksſchulfragen. Unter
Zu=
ſtimmung ſeiner Fraktion erklärte Geheimrat Rebmann,
daß das Großblockabkommen rein wahltaktiſchen
Charak=
ter trage und jede Großblockpartei in politiſchen Fragen
frei und ſelbſtändig handeln könne. Die kirchenpolitiſche
Haltung der Nationalliberalen war den Sozialdemokraten
ſchon bekannt, ehe ſie dem Großblock zugeſtimmt haben.
Einen Ausfall des Fortſchrittlers Venedey, der die
Na=
tionalliberalen für unſichere Bundesgenoſſen wegen ihrer
Haltung in Schul= und Kirchenfragen erklärte, wies der
jungliberale Abgeordnete Koch mit bemerkenswerter
Schärfe zurück.
Ausland:
England.
Die Homerulefrage. In Parlamentskreiſen
wird erklärt, die Regierung ſei entſchloſſen, die iriſche
Homerulebill in der nächſten Woche nach der Annahme im
Unterhauſe an das Oberhaus gelangen zu laſſen und
dann, wenn die Oppoſition entgegenkommend ſei, eine
Nachtragsbill einzubringen. Eine Herbſtſeſſion wird
nicht ſtattfinden.
Spanien.
Neue Marinebauten. In der Kammer brachte
der Marineminiſter einen Geſetzentwurf ein, der einen
jährlichen Kredit von 36 Millionen Peſetas (— 28,8
Mil=
lionen Mark) neun Jahre hindurch vorſieht. Dieſe
Summe ſoll ausſchließlich für Marinebauten verwandt
werden, um den ſpaniſchen Arſenalen dauernd Arbeit zu
geben und die Entwickelung der Marineinduſtrie zu
ge=
währleiſten, ſo daß ein Schlachtſchiff, deſſen Bau im Jahre
1917 begonnen werden ſoll, vollſtändig von der heimiſchen
Induſtrie gebaut werden wird. Die Regierung wird zu
gelegener Zeit die notwendigen Geſetzentwürfe zur un=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Nummer 127.
unterbrochenen Entwickelung der Seeausrüſtung
ein=
bringen.
In dem Geſetzentwurf wird angekündigt, daß in den
Jahren 1915, 1916 und 1917 folgende Arbeiten in den
ein=
heimiſchen Arſenalen ausgeführt werden ſollen: 1. Ein
Schlachtſchiff, mit allen Kampfmitteln ausgeſtattet, zum
Preiſe von 70 Millionen, wird auf Stapel gelegt ſobald
das Schlachtſchiff „Jaime I.” vom Stapel gelaufen ſein
wird, und wird im Jahre 1917 vom Stapel laufen.
2. Im Jahre 1917 wird ein Schlachtſchiff auf Stapel
ge=
legt werden. 3. Ein Schnellkreuzer von 1000 Tonnen zum
Preiſe von 4½ Millionen wird im Jahre 1917 in Dienſt
geſtellt werden müſſen 4. Ein ähnlicher Kreuzer zum
Preiſe von 2½ Millionen iſt bis 1917 vorgeſehen. 5. Drer
Unterſeeboote zum Preiſe von je drei Millionen werden
1918 in Dienſt geſtellt werden müſſen. Ein Kredit von
einer Million wird offen gelaſſen, um den Bau von drei
weiteren Unterſeebooten zu beginnen. Ein Kredit von 14
Millionen wird dazu benutzt werden, die Arbeiten des
Flottengeſetzes von 1908 zu beenden. Verſchiedene andere
Kredite werden zu Anſchaffungen von
Ausrüſtungsgegen=
ſtänden benutzt werden, hauptſächlich zum Bau von zwei
Docks für das Arſenal in Ferrol, von denen eins 230
Me=
ter lang ſein wird, und das eine 1 Millionen und das
andere 14 Millionen koſten wird. Ein Kredit von 9½
Mik=
lionen wird zur Ausbaggerung des Hafens und zu
ande=
ren Arbeiten im Arſenal von Cadiz benutzt werden. Der
Arbeitsminiſter wird mit Beſchleunigung an die
Verlän=
gerung des Schienennetzes von drei Häfen, die als
Stütz=
punkte der Flotte dienen, herangehen.
Die ſpaniſch=italieniſchen
Beziehun=
gen. Auf eine Anfrage erklärte der Miniſter des
Aus=
wärtigen: Der Beſuch, den neulich italieniſche Induſtrielle
und Kaufleute in Madrid machten, hatte den Zweck, die
auf dem Gebiete des Handels und des Geiſtes ſchon ſehr
herzlichen ſpaniſch=italieniſchen Beziehungen zu entwickeln
und noch intimer zu geſtalten, Beziehungen, die der
Ab=
ſchluß eines Handelsvertrags krönen wird.
Rußland.
Rüſtungsausgaben. Der Reichsrat hat
be=
ſchloſſen, von den 68 Millionen Rubeln, die 1912 zur
Or=
ganiſation und Einrichtung von Kriegshäfen und See=
Funkenſtationen ausgeworfen wurden, für das laufende
Jahr 10 Millionen auszugeben, von denen 7 Millionen
für Bauarbeiten, 310000 Rubel für die Einrichtung und
2700000 Rubel für den Bau von Trockendocks in
Kron=
ſtadt und Sewaſtopol verwendet werden ſollen. Ferner
wurde ein Geſetzentwurf betr die Auswerfung von
Er=
gänzungskrediten angenommen für den Zweck,
Stabsoffi=
ziere in das Ausland zu ſchicken, damit ſie ſich in den
fremden Sprachen vervollkommnen. Weiter wurde
an=
genommen ein Geſetzentwurf, durch den von den 481
Mil=
lionen Rubel, die 1912 für die Wiederherſtellung der
Flotte ausgeworfen waren, 77752000 Rubel genehmigt
werden, von denen 63800000 Rubel zum Ausbau der
Kriegsflotte, 6 Millionen zum Bau von Hilfsſchiffen und
Schwimmdocks, 6 Millionen für Minen und Artillerie
und 1500000 Rubel zur Errichtung von Fabriken für das
Marinereſſort dienen ſollen.
Balkanſtaaten.
Die Epirusfrage. Am Mittwoch abend iſt die
internationale Kontrollkommiſſion von Durazzo nach
Santi Quaranta abgereiſt, um dort mit Zographos über
die Löſung der Epirusfrage zu verhandeln. Nach einer
anſcheinend offiziellen Meldung wird die internationale
Kontrollkommiſſion in Albanien folgende Vorſchläge zur
Löſung der Epirusfrage machen: Epirus ſoll in zwei
Be=
zirke, Koritza und Argyrokaſtro, eingeteilt werden. Jeder
Bezirk werde einen von der Bevölkerung gewählten Rat
und einen von dem Fürſten ernannnten Gouverneur
er=
halten. Der Gebrauch der griechiſchen Sprache im
Ver=
kehr zwiſchen dem Gouverneur und den Bewohnern würde
geſtattet ſein. Ferner werde jede Gemeinde das Recht
haben, den Unterricht in griechiſcher Sprache erteilen zu
laſſen unter der Bedingung, daß die Kinder in den
Volksſchulen auch die albaniſche Sprache lernen. Der
Sicherheitsdienſt ſoll durch eine aus Epirus rekrutierte
und von holländiſchen Inſtrukteuren ausgebildete
Gen=
darmerie verſehen werden.
Das Konkordat zwiſchen Serbien und
dem Vatikan. Das Echo de Paris meldet aus Rom:
Der Erfolg der Verhandlungen zwiſchen der Belgrader
Regierung und dem Vatikan über den Abſchluß eines)
Konkordats ſind hauptſächlich dem Eingreifen des
ruſſi=
ſchen Geſandten Nelidoff zu danken. Rußland habe
er=
kannt, daß es in ſeinem und im Intereſſe der Tripel=
Entente überhaupt liege, Serbien dem katholiſchen
Pro=
tektorat Oeſterreich=Ungarns zu entziehen.
Die Orientbahn=Frage. Die ſerbiſche
offiziöſe Samouprava ſchreibt in ihrem Leitartikel über
die Orientbahn:
Serbien verzichtet auf den franzöſiſchen Vorſchlag,
be=
treffend Internationaliſierung der Orientbahn. Es kann
aber die nachträglichen öſterreichiſch=ungariſchen
Vor=
ſchläge, die den franzöſiſchen Vorſchlag weſentlich zu
ver=
ändern geeignet ſind, nicht annehmen. Als Eigentümer
glaubt es in ſeinem Rechte zu ſein; wenn die neuen der
Geſellſchaft gemachten Vorſchläge angenommen würden,
ſo würden damit alle internationalen Verhandlungen
ausgeſchloſſen ſein; werden ſie nicht angenommen, ſo
müſ=
ſſen ſie vor die Finanzkommiſſion in Paris gebracht
wer=
den, und wenn dieſe Frage dort nicht einſtimmig gelöſt
wird, ſo hat Serbien das Recht, die Frage des Ankaufs
der Eiſenbahn vor das Haager Schiedsgericht zu bringen
oder ſelbſt eine neue Eiſenbahn zu bauen und den Betrieb
der alten Linie der Orientbahn=Geſellſchaft zu denſelben
alten Bedingungen zu überlaſſen, wie ſie durch den
Ver=
trag mit der Türkei begründet waren. Aus den
Pachtzin=
ſen wird Serbien die Mittel gewinnen können, um eine
neue Linie als Konkurrenz gegen die alte Linie zu bauen,
denn man kann ſich darauf gefaßt machen, daß binnen 10
Jahren die Linie, welche die kürzeſte und ſchnellſte von
Europa nach Saloniki und Aſien iſt, zweigleiſig
ausge=
baut ſein wird, und daß über dieſe Etappe hinaus die
alte Linie in die Hände Serbiens zurückgelangen wird.
B.B. Beſuch ſchwediſcher Schulkinder in
Deutſchland. Eine Maſſenfahrt ſchwediſcher
Schul=
kinder nach Deutſchland ſteht für den Anfang November
d. J. bevor. Etwa 600 Schulkinder, davon allein 300 aus
Stockholm, treffen dann in Deutſchland ein und begeben
ſich zunächſt nach Lützen, um an dem Feſtzuge nach dem
„Schwedenſtein” und ſpäter an der Feier in der dortigen
Guſtav Adolf=Kapelle teilzunehmen. Hieran ſchließt ſich
eine Beſichtigung der Hauptſehenswürdigkeiten von
Leip=
zig, Dresden und Berlin. Der König von Sachſen und
der Kaiſer wollen ſich die ſchwediſchen Schulkinder
vor=
ſtellen laſſen.
* Die Affäre des ruſſiſchen
Marine=
kapitäns PPoljakow, die noch in aller Gedächtnis
iſt, erlebt jetzt ein Nachſpiel. Der Tatbeſtand braucht nicht
wiederholt zu werden. Es ſei nur noch einmal erwähnt,
daß Poljakow am 23. Februar in Köln feſtgenommen und
bei gleichzeitiger Einſtellung des gegen ihn eingeleiteten
Strafverfahrens am 2. März aus der Unterſuchungshaft
entlaſſen wurde. Die deutſche Preſſe, welche ſich in der
Berichterſtattung große Zurückhaltung auferlegt hatte,
mel=
dete das Vorkommnis und die Freilaſſung am 17. März
und hob hervor, daß Poljakow offenbar das Opfer einer
Myſtifikation geworden ſei. In der Abendausgabe vom
19. März beſchäftigte ſich die Berliner Poſt mit der
An=
gelegenheit, wobei ſie die Wendung gebrauchte, es ſei ſo
gut wie erwieſen, daß Poljakow während des
Roſen=
montags in Köln ſeine Hände für einen Augenblick in
einer Taſche gehabt, die ihm nicht gehörte. Am Schluß
des auch ſonſt mit unfreundlichen Bemerkungen gegen die
Perſon des Kapitäns erfüllten Artikels heißt es dann,
Petersburger Blätter drohten in überreizter Stimmung
mit dem Boykott gegen Deutſchland, wenn ein diebiſcher
Kapitän in flagranti ertappt und ordnungsgemäß
behan=
delt werde. Wegen dieſer, ſiebzehn Tage nach der
Ein=
ſtellung des Verfahrens, gemachten Aeußerungen hat
Ka=
pitän Poljakow den Hauptſchriftleiter und den
verant=
wortlichen Redakteur der Poſt im Wege der Privatklage
wegen Beleidigung belangt. Er hat damit
gewar=
tet, bis durch die Erklärung des Staatsſekretärs v. Jagow
in der Budgetkommiſſion am 23. April feſtgeſtellt war,
daß die betreffenden Beamten in Köln nicht korrekt
ver=
fahren wären und deshalb eine Zurechtweiſung erhalten
hatten. Der Ausgang dieſes Prozeſſes wird nicht nur
vom deutſchen Journalismus ſondern auch im großen
Publikum mit einer gewiſſen Spannung erwartet werden.
Es wird nicht oft vorgekommen ſein, daß ein höherer
aus=
ländiſcher Offizier mit Billigung ſeiner Vorgeſetzten eine
Klage gegen eine deutſche politiſche Zeitung einleitet.
* Steinamanger, 8. Mai. Der König von
Bayern iſt mit Familie geſtern abend in Sarvar
ein=
getroffen, nachdem er an der Grenze des Komitats von
dem Obergeſpan Bekoſſy willkommen geheißen war. Vor
dem Schloß in Sarvar begrüßte an der Spitze einer
Depu=
tation des Komitats der Vizegeſpan Herbſt die königliche
Familie. Den Damen wurden ſchöne Blumenſträuße
überreicht. Der König empfing auf dem Schloſſe eine
Reihe von Abordnungen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 9. Maſ
Frühobſt= und Gemüſe=Ansſtellung
in Darmſtadt.
* Eine für Obſt= und Gemüſezüchter, Gartenbeſtte
Induſtrielle und für Konſumenten gleich wichtige und
deutſame Veranſtaltung plant für die zweite Hälften
Monats Juni der Obſt= und
Gartenbau=
band für den Kreis Darmſtadt. Es iſt eine
Fachmann natürlich längſt bekannte, von dem Laien
lange nicht genügend berückſichtigte Tatſache, daß
Boden ſeine beſonderen Eigenſchaften hat, wie jede
gend; daß das gleiche aber auch mit den Früchten des
des und des Gartens der Fall iſt. Und daß die
Erträgniſſe nur da zu verzeichnen ſind, wo die Eigenhe
des Bodens und der Frucht, der dieſer Lebensbedinglt
gibt, zuſammen harmonieren. Mancher Feld= und
tenbeſitzer, der ſich darüber beklagt, daß die Erträgſ
ſeines Grundbeſitzes trotz allen Fleißes und aller
falt, die er der Bebauung ſeines Beſitzes zuteil wer
läßt, ungenügend ſind, wird zu beſſeren Reſultaten
men, wenn er die richtigen, für ſeinen Boden ge
neten Arten anpflanzt. Die Unkenntnishi
über iſt noch ſehr groß. Beſonders in bezug
Kern= und Beerenobſt. Hier abzuhelfen, ſoll die für un
Gegend völlig neuartige Ausſtellung dienen.
Der Zweck dieſer Frühobſt= und Gemüſe=Ausſtell
ſoll ſein:
1. einen Einblick in den Stand des Frühobſt= und
müſebaues zu gewinnen;
2, die vorhandenen, in dieſer Jahreszeit reifen
Sorten, in welchen beſonders hinſichtlich der Kirſch
ſorten ein großer Wirrwarr herrſcht, zu beſtimmen
3. die angebauten Sorten auf ihre Geeignethl
für die verſchiedenen Kulturverhältniſſe zu prüfen, um
Verbreitung der geeignetſten Sorten Sorge tragen
können;
4. die Frage der zweckmäßigen Verwertung der
ſchiedenen Sorten zu klären.
Zur Ausſtellung ſollen gelangen in erſter Linie
ſchen, Erdbeeren, Johannis= und Stachelbeeren,
beeren uſw. Weiter ſoll die Ausſtellung das Obſt
Gemüſe aus Treibereien (Pfirſiche, Gurken, Toll
ten uſw.) umfaſſen, womit eine Ausſtellung von Frü
müſe aus dem freien Lande (Salat, Frühwir
Kohlrabi) verbunden ſein ſoll. Im Anſchluß daran iſte
abſichtigt, Obſt= und Gemüſekonſerven, Präſerven,
Bienenhonig zuzulaſſen und eine Ausſtellung vonohl
ſervengeräten Schädlingsbekämpfun
und Düngemittel und der hierzu verwendeten
arbeitungsgeräte anzugliedern. Es beſteht ferner die
ſicht, einen Vogelſchutzverein zu intereſſieren, damit
die zum Vogelſchutz geeigneten Einrichtungen vorgefühn
werden, wodurch auch in dieſer Hinſicht Belehrunge
gen kann.
Die Staats= Kreis= und landwirtſchaftlichen Behön
ſowie Private haben ihre Unterſtützung zugeſagt undes
den auch Mittel zur Prämiierung der ausgeſteln
Prodükte zur Verfügung ſtellen.
Ordensverleihung. Der Großherzoßhau
dem Bürgermeiſter, Ortsgerichtsvorſteher und Standess
beamten Wilhelm Alles zu Nieder=Florſtadtdas=Rikten
kreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Gry
mütigen verliehen.
* Ernannt wurde zum Forſtaſſeſſor derg
referendar Heinrich Zimmer in Lich.
g. Strafkammer II. Der trotz ſeiner Jugend ſch
vorbeſtrafte 19jährige Taglöhner Johann Peter Pfral
von Offenbach unternahm in der Nacht zum 28. Märzl
dem noch unbeſtraften 19jährigen Schloſſer Karl Edu
Fritzinger und dem Arbeiter Töpfer beide ebenf
von Offenbach, einen äußerſt frechen Einbruch. Nach
der Plan in einer Wirtſchaft gründlich durchgeſpro
worden war, ſtiegen die drei Angeklagten in der
furter Straße durch das Baugerüſt eines Neubaues auf
Dach des Nebenhauſes. Durch Eindrücken eines
fenſters gelangten Fritzinger und Pfrang in dasH
während Töpfer draußen Schmiere ſtand. Ausei
Herrenartikelgeſchäft erbeuteten die beiden Einbreche
Mark bares Geld, außerdem Krawatten, Strümpfe
Pfrang behielt das Geld als Unternehmer für ſich und
ſeinen Komplizen nur je 3,30 Mark. Wie ſich in der n
ſuchung herausſtellte, iſt Töpfer geiſteskrank und
deshalb nicht zur Verantwortung gezogen werden.
beiden übrigen Angeklagten ſind geſtändig und wü
von der Strafkammer Pfrang zu 2 Jahren Zü
haus und 5 Jahren Ehrverluſt, Fritzingen
4 Monaten Gefängnis verurteilt. Beiden
1 Monat der Unterſuchungshaft angerechnet. — Der
Alexander Stiefvater von Offenbach hatte ein Klaſ
für 550 Mark auf Abzahlung gekauft, das er unberech
Weiſe weiter verkaufte. Er wurde vom Schöffengel
Ein Tag im Leben Kaiſer Franz
Joſefs.
** Die Erkrankung des greiſen Kaiſers Franz
Jo=
ſef hat die Blicke der Welt nach dem Schloſſe Schönbrunn
gelenkt, das in den letzten Jahren immer mehr der
Haupt=
wohnſitz des Monarchen geworden iſt, und wo ihn auch
jetzt das Unwohlſein nicht hindert, ſeine ſtrengen
Lebensge=
wohnheiten innezuhalten. Es gibt wohl kaum einen
Mon=
archen, deſſen Tageseinteilung ſo ſorgſam feſtgelegt und
ſo gewifſenhaft eingehalten wird, als die des greiſen
Ober=
hauptes des Hauſes Habsburg. In allen Berichten von
Perſönlichkeiten, die das Leben des Kaiſers aus der Nähe
beobachten konnten, klingt die Verwunderung über die faſt
ſpartaniſche Lebensweiſe ein, die Franz Joſef ſich als
ſeinem Weſen gemäß auferlegte und an der ſelbſt das Alter
wenig oder nichts ändern konnte, trotz aller Vorſtellungen
des heilkundigen getreuen Ekkehard des Monarchen, des
Hofrates Kerzl, der mit ſeinem kaiſerlichen Patienten
ſchon manchen bitteren Strauß durchgekämpft hat und es
nur mit Mühe vor einiger Zeit durchſetzte, daß Franz
Jofef ſeine ſchweren und ſchwarzen Virginias aufgab und
ſich mit einer leichteren und milderen Zigarre befreundete.
Sonſt aber iſt der Kaiſer allen jenen Gewohnheiten treu
geblieben, die er von ſeiner Mutter übernahm und deren
Grundzug immer in dem Glauben gipfelte: Wer viel
ar=
beiten will, muß früh anfangen.
Im Auguſt wird Franz Joſef ſeinen 84. Geburtstag
erleben; aber trotz dieſes patriarchaliſchen Reichtums an
Jahren erlebt die Wiener Stadt wenig Sonnenaufgänge,
denen der Monarch nicht zuvorkäme. Unerſchütterlich gilt
das Geſetz: im Sommer um 4 Uhr morgens im Winter
um 5 heißt es aufſtehen. Der Kammerdiener, der um dieſe
Zeit an das ſchmale Feldbett tritt, in dem der Kaiſer ruht
raucht ſeinen Herrn nicht erſt zu wecken. Der Monarch
erwacht von ſelbſt unweigerlich zur beſtimmten Stunde.
Er ſteht dann ſofort auf, eine kalte Abwaſchung erfolgt,
und dann beginnt die Toilette, bei der auf die aktive Hilfe
des Kammerdieners verzichtet wird: nur die
Kleidungs=
ſtücke darf der Diener ſeinem kaiſerlichen Herrn reichen.
Auch der Friſeur iſt überzählig, Franz Joſef raſiert ſich
ſelbſt. Mehr als einmal baten ihn Töchter und
Enkelkin=
der, das dem Friſeur zu überlaſſen, ſie mochten fürchten
daß die Zeit nahen könne, da des Kaiſers Hand unſicher
werde und er ſich ſchneiden könne. Aber der Monarch
lächelte nur und ſchüttelte den Kopf: er hat ſich immer
ſelbſt raſiert und ſo ſoll es auch bleiben. Selbſt die Bitte,
ſtatt des gewöhnlichen Raſiermeſſers einen Raſierapparat
zu benutzen, blieb fruchtlos. Nach der Toilette, bei der der
Kaiſer ſofort ſeine Uniform anlegt, wird das Frühſtück
ſerviert. Hier hat der Hofrat Kerzl nach langen Mühen
ſeinen Willen durchgeſetzt: der Monarch erhält nicht mehr
regelmäßig ſein Lieblingsfrühſtück, Kaffee und Wiener
Gebäck — Kipferln — ſondern mit einem leiſen Seufzer
fügte er ſich in das leichte engliſche Frühſtück, das ſein
Leibarzt ihm aufdrängt: Tee, ein weiches Ei, ein wenig
Schinken. Hin und wieder bringt ein kleiner Teller friſcher
Erdbeeren eine willkommene Abwechſlung in dieſes Menu.
Dann folgt faſt immer ein kleiner Spaziergang, der erſt
ſeit wenigen Jahren von dee Witterung abhängig
gewor=
den iſt. Und nun beginnt die Arbeit, das Aktenſtudium,
bei dem der Kaiſer ſich einer Brille bedient. Wenn es
8 Uhr ſchlägt, ſetzen bereits die Audienzen ein, jeden
Mittwoch erſcheinen der Chef des Generalſtabes, Miniſter,
Räte und Sekretäre. Den ganzen Morgen und den ganzen
Vormittag bleibt nun der Kaiſer am Schreibtiſch; die
Ein=
geweihten müſſen ſich dabei immer wieder von neuem
wun=
dern, wie gründlich der Kaiſer das zu bearbeitende Ma=
terial bis in die geringfügigſten Einzelheiten beher
ein erſtaunliches Gedächtnis unterſtützt dabei den
archen. Um 12 Uhr wird im Arbeitszimmer aufe
kleinen Tablett das zweite Frühſtück ſerviert: einel
Suppe, Fleiſch, etwas Gemüſe und dazu ein kleiner
Bier, aus dem jedoch der Kaiſer nur einen Zug nim
Acht, zehn, im beſten Falle zwölf Minuten opfert der
ſcher dieſer zweiten Mahlzeit: und er wird faſt ungeduldl
wenn das Tablett dann nicht ſchleunigſt verſchwindet
mit er weiter arbeiten kann. Denn nur, wenn beſon
Anläſſe vorliegen, verläßt der Kaiſer ſeinen Arbeitsl
vor nachmittags ½5 Uhr; es iſt die Regel, daß er vol
Uhr früh bis um dieſe Nachmittagsſtunde in ſeinem
beitszimmer weilt. Erſt dann gönnt er ſich die Erholll
einer kleinen Ausfahrt oder eines einſamen Spaziergaſ
im Schloßgarten. Um 7 Uhr erfolgt das Diner.
gangenen Zeiten wurden dazu bisweilen Angehörige
Hofgeſellſchaft geladen; in den letzten Jahren erſcheil
faſt nur noch die zufällig anweſenden Familienmitglie
zur Tafel, ja oft ißt der Kaiſer allein. Das Menu iſt
bei durchaus bürgerlich: Suppe, eine, höchſtens
Fleiſchſpeiſen, eine Mehlſpeiſe — und dazu entweder
Glas öſterreichiſchen Landweines oder ein Schluck
Nur in Iſchl verändert ſich die Speiſenfolge der Aben
mahlzeit: das Iſchler Souper beſteht aus einem größ
Glaſe ſaurer Milch und einem Butterbrot. Nach
Abendeſſen lieſt der Kaiſer ſeine Zeitung, lieſt ſierſe
gründlich; dann noch einen Blick in Akten oder eine Vill
telſtunde am Arbeitstiſche. Punkt 8 Uhr abends begibtt
der Kaiſer zur Ruhe. Das iſt der Tageslauf des Trägel
der öſterreichiſchen und ungariſchen Krone, das iſt Fld
Joſefs Leben. Denn in den letzten Jahren ſind die Füll
in denen Repräſentationspflichten dieſe Tagesordnſ
veränderten, ſo ſelten geworden, daß ſie kaum zählen
Mhmer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Seite 3.
egemlnterſchlagung zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt.
ufliße Berufung hin ermäßigte die Strafkammer dieſe
traſſſtraf 1 Woche Gefängnis. — Im Juni 1912
n 19jährige Eisverkäufer Auguſt Serafini aus
illalſiemale (Südtirol) nach einem Sittlichkeitsattentat
nWenbach flüchtig. Nachdem nun ziemlich zwei Jahre
raſſſen waren, ſchrieb er an das Polizeiamt Offenbach,
etdder zurückkehren dürfe, was ihm ſelbſtverſtändlich
achtäewehrt wurde. Bei ſeiner Ankunft in Offenbach
urke ſofort in Haft genommen. Geſtern wurde er von
er ſurſkkammer wegen Vergehens nach Paragraph 176,3
g Mi naten Gefängnis abzüglich 1 Monat der
dartelthrtngshaft verurteilt. — Am Totenſonntag hatte
ſtr ſtt Johann Jakob Melk von Babenhauſen dem
jähiſten Friſeur Adam Delp aus Pfungſtadt
Feier=
nenſesoten und als dieſer ihn beſchimpfte und
anzu=
eifhien, ihm mit einem Maßkrug einen Schlag auf
bendzichf verſetzt und hinausgeworfen, wobei Delp gegen
eſtoßen wurde. Das Schöffengericht Seligenſtadt
ittele k zu 40 Mark Geldſtrafe wegen Körperverletzung
rümt und Delp wegen Hausfriedensbruch zu 10 Mk.
dif Die Strafkammer verwarf geſtern die vom
ia Miigelegte Berufung.
IIn der nichtöffentlichen Sitzung der
Stadtverord=
aerſammlung wurde eine Neuordnung der
heagt ungsweiſe der kleinen
Unterhal=
ſorbeiten gutgeheißen, die eine gleichmäßige
henrgung der Arbeiten an alle in Betracht
kommen=
imätverber der Reihe und dem Alphabet nach vorſieht.
ſeitherigen Verfahren der Ausloſung unter den
rhiſſer hatten ſich Unſtimmigkeiten inſofern ergeben,
uſichen Meiſtern die Arbeiten wiederholt in kurzen
ifnräumen übertragen wurden, während andere
e ſrur ſelten berückſichtigt werden konnten. Dem
der Revierpolizeikommiſſäre Bär und
Berg=
am um Verſetzung in den Ruheſtand wurde
ſtattge=
bilind die von dem Polizeiamt beantragte
Beförde=
r Polizeiwachtmeiſter Schilling und Schäfer
Mierpolizeikommiſſären und der Schutzleute Leh=
und Weber zu Polizeiwachtmeiſtern genehmigt
uctzleute wurden definitiv angeſtellt die ſeitherigen
Ahitzleute Wilhelm Feix. Johannes Leppla
khannes Dittmann. Ein Geſuch des
Darmſtäd=
igxvereins der deutſchen freien Architektenſchaft um
Ajung der ortsanſäſſſigen Privat=
Meckten zum Wettbewerb zur Erlangung
iltwürfen für ſtädtiſche Neubauten, wurde dahin
be=
daß zu einem Wettbewerb für ſtädtiſche Bauten
Mmeinen kein Anlaß vorliegt, daß aber bei
größe=
nuebeſonders gearteten Bauwerken von Fall zu Fall
plilf wwerden wird, ob ein beſchränkter Wettbewerb
ſſen ſoll. Neue Erhebſtellen der
Pfen=
aſarrkaſſe wurden übertragen an Kaufmann Beck,
chußelbaue und Eliſabethenſtraße, Kaufmann Stumpf,
ckuſigel= und Neckarſtraße, und Frau Hebermehl,
Eli=
beihrſrraße 56.
Alon den Frühlings=Feſtſpielen.
Generalmuſik=
rliſt Maxvon Schillings, der Leiter der Stutt=
Ur foper, iſt in Darmſtadt eingetroffen, um die
letz=
inAlhiſſterproben zur dritten Feſtſpiel=Vorſtellung,
Mo=
artlEmtführung”, ſelbſt zu leiten. Mit Schillings
imdie Reihe der Meiſter=Dirigenten, die durch die
Früh=
na=lleſeſpiele nach Darmſtadt geführt worden ſind, um
nanllanzenden Namen vermehrt. Schillings iſt im
zahr1868 geboren und ſteht im 47. Lebensjahre. Seine
inſtliſche Ausbildung genoß er in Bonn und München,
o Airch bis zu ſeiner Berufung nach Stuttgart im
ahr908 lebte. In ſeinem verantwortungsvollen
Wir=
ngſiſie, in dem ihm die Leitung der Opern und
Kon=
täffführungen obliegt, hat ſich Schillings als ein
Mei=
rillter Kunſt bewährt und die hohen Erwartungen,
eaauf ihn ſetzte, vollauf erfüllt. Auch als Komponiſt
MRtgeprägter Eigenart hat der Künſtler die
Aufmerk=
ſämitäter muſikaliſchen Welt, die ihm die Opern „
Ing=
der „Pfeifertag” und „Moloch” verdankt, auf ſich
Ein beſonders enges Verhältnis verbindet ihn
ſätzübzarts Kunſt, die er in Stuttgart unter
Mitwir=
nhreorragender Meiſter der Szene, wie Pankok und
eihllſer, zu hoher Blüte gebracht hat, und unter
Mo=
arksAlbarken wieder vorzugsweiſe mit der „Entführung
Serail” die er nicht etwa lediglich um dem
mo=
rüWWeeſchmack eine Konzeſſion zu machen, ſondern aus
liſtiſſen Gründen und gewiß nicht zum Schaden des
geMMdurch Einfügung in echt mozartiſchem Geiſte
ge=
le Rezitative aus dem Singſpiel in die
geſchloſſe=
rlſran der durchkomponierten Oper umgegoſſen hat.
ehelEcchillings probt auch Hofrat Gerhäuſer bereits
mit dem vom Darmſtädter Hofthegter geſtellten Chor.
Be=
denkt man, daß außerdem Felix von Weingartner ſeit
Wo=
chen die Vorbereitungen zur Uraufführung ſeiner neuen
Oper „Kain und Abel” leitet, und daß die
Dekora=
tions= und Koſtümproben zu „Alda” bereits in vollem
Gange ſind, ſo wird man ſich von dem Umfang und der
Vielgeſtaltigkeit der Feſtſpiel=Vorarbeiten einen
ungefäh=
ren Begriff machen können.
* Profeſſor Dr. Max von Schillings, ſowie Hofrat
Emil Gerhäuſer ſind zu den Frühlingsfeſtſpielen
in Darmſtadt angekommen und haben im Britannia=Hotel
Wohnung genommen.
* Felix von Weingartner und Gemahlin, die
vorma=
lige Wiener Hofopernſängerin Lucille Marcel, ſind,
an=
läßlich ihrer Mitwirkung bei den diesjährigen
Frühlings=
feſtſpielen im Hoftheater, jetzt zu längerem Aufenthalt
hier eingetroffen und als Gäſte des Herrn Dr. v.
Oſter=
mann in deſſen Villa auf der Mathildenhöhe abgeſtiegen.
— Am 17. ds. Mts findet bekanntlich die Uraufführung
von Weingartners neueſtem Opernwerk „Kain und Abel”
hier ſtatt, in welchem Frau von Weingartner die Rolle
der Ada ſingen wird.
* Von der Techniſchen Hochſchule. Der Diplom=
Inge=
nieur Anton Cherbuliez aus Mülhauſen i. E. hat ſich
am 7. ds. Mts. an der hieſigen Techniſchen Hochſchule der
mündlichen Doktor=Ingenieur=Prüfung im
Bauingenieur=
fach unterzogen und dieſelbe „gut” beſtanden.
Die Großh. Hofbibliothek iſt wegen Herſtellung des
Treppenhauſes Montag, den 11. Mai, bis einſchließlich
Mittwoch, den 13. Mai, geſchloſſen.
— Eine neue Sicherheitskuppelung für
Eiſenbahn=
wagen hat, ſo ſchreibt man uns, der Lehrer i. P.
Gunſch=
mann in Darmſtadt, der ſich ſchon lange mit dieſem
Problem beſchäftigt, konſtruiert und ſich zunächſt als
Gebrauchsmuſterſchutz eintragen laſſen. Dieſe
Sicher=
heitskupvelung arbeitet ſelbſttätig und macht bei dem
Rangieren und Abhängen von Eiſenbahnwagen die
bisher nicht ungefährliche Arbeit des Rangierperſonals,
die manches Opfer koſtete, überflüſſig. Durch die
Eiſen=
bahnbehörden werden Verſuche mit der neuen Erfindung
gemacht, deren Reſultate man abwarten muß.
Polizei und Tierſchutz. Das Großh. Polizeiamt
Darmſtadt hat unter Mitwirkung des verſtorbenen Herrn
Rittmeiſters Fenner und des Herrn
Oberlandſtall=
meiſters v. Willich aus Mitteln des Tierſchutzvereins für
das Großherzogtum Heſſen im Intereſſe der Tierſchutzes,
ſowie aus verkehrs= und ſicherheitspolizeilichen Gründen
Merkblätter über Pferdepflege, Anſchirren und Fahren
anfertigen laſſen, die zurzeit von den Sektionsſchutzleuten
an die Pferdebeſitzer verteilt werden. Sie ſollen in den
Pferdeſtällen aufgehangen werden und auf die Kutſcher
und Fahrburſchen belehrend wirken. Von dieſer
Einrich=
tung darf man ſich eine gute erzieheriſche Einwirkung
ver=
ſprechen auf die Pferdepfleger in der Richtung eines
zu=
nehmenden Verſtändniſſes für eine ſachgemäße
Behand=
lung und Führung der Pferde. Alle Pferdebeſitzer, die bis
zum 1. Juni noch nicht im Beſitze dieſer Merkblätter ſind,
werden gebeten, ſich telephoniſch, mündlich oder ſchriftlich
an Großh. Polizeiamt, Hügelſtr. 31—33, Telephon Nr. 8,
zu wenden.
* Dem Heſſiſchen Jagdklub iſt vom Großh.
Miniſte=
rium des Innern die große bronzene
Staats=
medaille für hervorragende Verdienſte in der
Jagd=
hundezucht verliehen worden. Seit über zehn Jahren
hält der genannte Verein, der dem Verband der Deutſchen
Gebrauchshundevereine angehört, alljährlich zwei große,
hochdotierte Prüfungen für Jagdhunde ab, die, was Zahl
der Nennungen, Schönheit und Güte des Materials
an=
langen, zu den erſten derartigen Veranſtaltungen
Deutſch=
lands gehören. Ferner ſind an heſſiſche Förſter in dieſer
Zeit mehr als 50 Jagdhunde edelſter Abſtammung
um=
ſonſt vergeben worden, nur mit der Verpflichtung, mit
denſelben zu züchten, wozu wiederum die Vaterhunde
gra=
tis geſtellt werden, zwei Welpen abzugeben und die Tiere
jagdlich zu führen. Durch dieſe Einführung hat die Zucht
und Führung des Gebrauchshundes in Heſſen einen
be=
deutenden Aufſchwung genommen, viel Geld bleibt im
Lande, die heſſiſchen Förſter haben wieder gute Hunde
und die heſſiſchen Jagden und Jäger haben ebenfalls=
Vorteile davon Bei der diesjährigen
Verbandsjugend=
ſuche am 17. April in Gernsheim erhielt ein Zuchtprodukt
des Heſſiſchen Jaadklubs den erſten Preis und wurde durch
einſtimmigen Beſchluß der Preisrichter dem Großh.
Mini=
ſterium für die obengenannte hohe Auszeichnung
emp=
fohlen.
* Die Orrsgruppe Darmſtadt des Reichsverbands
rei=
ſender Gewerbetreibender Deutſchlands hielt gelegentlich
der Frühjahrsmeſſe eine öffentliche
Intereſſenten=
verſammlung ab in ihrem Vereinslokal „
Schiller=
eck”, Marktplatz, die gut beſucht war. Von geladenen
Gäſten waren u. a. mehrere Stadtverordnete erſchienen.
Zur Verhandlung ſtand die Darmſtädter Meſſe und ihre
Begleiterſcheinungen. Vorſitzender Levi hatte hierzu das
Referat und betonte die Mißſtände, die gelegentlich der
Meßplätzevergebung obwalten, und fand in ſeinen
Aus=
führungen Beifall. Kollege Hoffmann, Schriftführer,
be=
ſprach im allgemeinen die Mißſtände bei der Verſteigerung
und kam auch auf das ſchöne Ausſehen der Darmſtädter
Spätjahrsmeſſe 1913 zu ſprechen, und fand mit ſeinen
Ausführungen lebhaften Beifall. Kollege Kappes führte
aus, daß die Meßplätzeverſteigerung nicht vorgenommen
würde, indem die Stadt Plätze aus der Hand
ver=
gibt, und fordert in ſeinen Ausführungen, die
Stadtver=
waltung möge mehr Meßſtandplätze verſteigern. Kollege
Schäfer betont, daß die Reſolution vom Jahre 1913 für
ihn eine derartige Wirkung gehabt habe, daß er für ſeinen
Standplatz, für den er früher 5 Mark zahlte, heute 56 M.
bezahlen muß. Kollege Levi kommt nochmals auf die
Platzvergebung zu ſprechen, rügt das einſeitige Vorgehen
der Stadtverwaltung und berechnet den Ausfall von zwer
Plätzen, die aus der Hand vergeben wurden, auf
je=
weils 1000 Mark pro Jahr. Kollege Levi betont noch
die Platzvergebung des Obſt= und Gemüſemarktes, wie
die Handhabung der Vergebung zu Gehäſſigkeiten
unter den Steigerern führte; der eine hat den Platz
aus der Hand, der andere mußte ihn ſteigern. Wegen
die=
ſer Frage wird ebenfalls ein Geſuch eingereicht werden.
Es meldeten ſich noch zum Wort: Calley, Böhme, Kappes,
Grünebaum, Stier, Poth. Rück, Kegel und Jung. Es
wurde hierauf eine Reſolution angenommen, die
Stadt=
verwaltung möge in Zukunſt ſämtliche Plätze für
Luſt=
barkeitsgeſchäfte, Schau= und Verkaufsbuden verſteigern,
ohne Ausnahme, wie in früheren Jahren. Nach dieſen
Ausführungen ergriff Herr Stadtverordneter Saeng
das Wort und führte aus, daß die geäußerten
Anregun=
gen unterſtützt würden. Nach Erledigung interner
Ange=
legenheiten wurde die Verſammlung mit einem Dank an
die erſchienenen Stadtverordneten geſchloſſen.
* Hiſtoriſcher Verein. Der für Samstag, den 9. Mai,
angeſetzte Ausflug nach Mönchbruch und Haßloch muß
wegen des ſchlechten Wetters bis auf weiteres verſchoben
werden.
* Der Kirchengeſangverein der evangeliſchen
Paulus=
gemeinde hält am 19. Mai ſeine Hauptverſammlung ab.
(Näheres ſiehe Anzeige in dem heutigen Blatte.)
* Der Frauenverein der Guſtav Adolf=Stiftung
wird demnächſt, wie alljährlich, eine Verloſung
veran=
ſtalten. Der Verkauf der Loſe, à 20 Pfg., hat bereits
be=
gonnen und es iſt zu wünſchen, daß dieſelben im
In=
tereſſe der guten Sache raſchen Abgang finden. Die
Ausſtellung der Gewinne iſt, wie ſeither, im Alten Palais
am Luiſenplatz, Eingang im Hof ebner Erde im
Haupt=
bau, am Sonntag, den 17. Mai, nachmittags von
3—6 Uhr, und Montag, den 18. Mai, vormittags von
10—12½ Uhr und nachm. von 3—6 Uhr. Zu dieſen Stunden
werden dort auch Gewinne dankend entgegengenommen
und Loſe verkauft. Die Gewinnummern werden am
Samstag, den 23. Mai, im Darmſtädter Tagblatt
be=
kannt gemacht; die Gewinne nur am Montag, den 25.,
und Dienstag, den 26. Mai, von 10— 12½ Uhr und
nachmittags von 3—6 Uhr im Ausſtellungsraum
verab=
reicht. Gewinne, welche an dieſen beiden Tagen, zur
beſtimmten Zeit nicht abgeholt werden, verfallen dem
Verein.
* Von der Meſſe Man ſchreibt uns: Der „lange
Jo=
ſeph” bildet nach wie vor einen Hauptanziehungspunkt
der Meßbeſucher. Man muß ihn geſehen haben, den
frü=
heren Reiſebegleiter des Kaiſers, den „langen Joſeph”.
Intereſſant iſt es, zu hören, wenn er von den Reiſen
er=
zählt, die er im Gefolge des Kaiſers gemacht hat, und auf
denen er überall den auswärtigen Herrſchern vorgeſtellt
wurde. Der „lange Joſeph” iſt ein ſſchmucker Burſche,
ſeine Wiege ſtand in M=Gladbach. Niemand ſollte
ver=
ſäumen, dieſen Rieſengardiſt ſich einmal anzuſehen, der
die größten normalen Menſchen unter ſeinen Armen
hin=
wegſpazieren läßt, als ſeien ſie Kinder.
§ Milchreviſionen. Während des Monats März
ſind durch die hieſige Polizei 2820 Milchreviſionen
vor=
genommen worden. Hierbei wurden ſechs Proben teils
wegen Waſſerzuſatz und teils wegen zu geringem
Fett=
gehalt beanſtandet und dem chemiſchen
Unterſuchungs=
amt zur Unterſuchung übergeben. Infolge dieſer Bean=
Feuilleton.
Perlenkriſe. Es iſt kein Zweifel mehr: die
Allſtämdler, die in den letzten Jahren infolge der
eillſteide und der damit verbundenen gewaltigen
Preis=
igtlng der Perlen Millionen und Abermillionen
ver=
zengonnten, gehen ſchweren Zeiten entgegen. Die
Per=
nhälſteerung iſt im Abflauen, die ſchönen Käuferinnen,
ein Halsband oder eine beſonders ſchöne Perle
illmßt antaſiepreiſe bezahlten, ſind ſeltener und zurück=
Illel geworden, kurz, die Mode ſteht an einem
Wende=
unDie erſte Wirkung dieſer Wandlung hat ſich
be=
itsAſliend gemacht: die Perlenpreiſe ſinken mit einer
erafſt beängſtigenden Schnelligkeit, und wer ſich noch
orage Jahren einen koſtbaren Perlenſchmuck kaufte.
irdlihy rmit dem Gedanken vertraut machen müſſen, daß
ineßats heute bereits um ein Drittel weniger wert iſt
salt twei Jahren und vermutlich noch weitere
Wert=
nbuß errleiden wird. Auf dem Pariſer Perlenmarkt, der
n ferdes letzten Jahrzehntes neben London eine
maß=
ebei Stellung eroberte, herrſcht tiefe
Niedergeſchlagen=
eitp”zu kommt, daß eine Reihe führender engliſcher
ankluſer beſchloſſen hat, die von ihnen beliehenen Perlen
Midieeren, ſo daß in der nächſten Zeit das
Ueberan=
ebolſſoch ſteigen wird, vielleicht zum Entzücken der
ra eeinſtweilen aber zum Entſetzen der Händler.
ineler maßgebnden, großen Pariſer Perlenhändler
ver=
fenüht im Journal einen recht trüben Zukunftsausblick.
eſi man wird die Perlen immer lieben; und ihr Wert
arſs Schwankungen unterworfen, Schwankungen, die
egelaßig wiederkehren. Aber man muß eingeſtehen, daß
eiälige Baiſſe wirklich beunruhigenden Charakter
an=
enolten hat. Die Urſachen dieſes heftigen
Preisrück=
anſind mannigfacher Art. Perlen ſind ein
Lurus=
gelſind, Perlen werden nur mit überſchüſſigem Geld
kauf Im September 1912, unmittelbar vor Beginn des
alklſtrieges, erreichten die Perlen ihren höchſten
Preis=
indlie wurden nahezu doppelt ſo hoch bezahlt wie im
ahmgo8. Und beſonders die größeren Perlen, die
erlſporn mehr als vier Karat, erzielten ſtattliche Preiſe.
asehrt e dazu, daß die Händler zu ſpekulieren begannen
ndlſiße Einkäufe machten, ſo daß die Lager jetzt
über=
illitd. Dazu traten die Folgewirkungen des Krieges,
eAltellärte politiſche Lage, die Depreſſion des
Geld=
a Die Folgen treten jetzt zutage: im Verlaufe eines
einzigen Jahres iſt der Wert der ſchönen Perlen um 20
bis 25 Prozent geſunken. Der Jahreszufluß von Perlen,
die in den Handel kommen, erreicht zurzeit nahezu 80
Mil=
lionen Mark. Als 1908 eine Perlenkriſe drohte, konnte das
Verhängnis durch große Ankäufe abgewendet werden: aber
damals betrug der Wert der Jahresernte halb ſoviel wie
heute. Dazu kommt, daß nur allzuviel Privatleute, die
vor 8 Jahren zu billigen Preiſen Perlen erwarben, ihre
Schätze verkaufen, weil ſie noch immer dabei große
Ver=
dienſte verzeichnen können. Damit wächſt die Summe der
angebotenen Perlen immer mehr.‟ Das Ergebnis iſt, daß
wir in den nächſten Monaten, zur Freude der Damenwelt,
eine wahre Perlenüberſchwemmung auf dem
Juwelier=
markt erleben werden und daß man dann Gelegenheit
haben wird, Perlen zu Preiſen zu kaufen, die
vorausſicht=
lich tief unter dem Normalwert ſtehen werden.
C Die Zeit des Fliegenkrieges. Mit dem
Heran=
nahen der warmen Sommermonate wird die ſeufzende
Menſchheit wieder Opfer einer Plage, die Jahr um Jahr
unausrottbar wiederzukehren ſcheint und unter Umſtänden
ſelbſt das langmütigſte Temperament an die Grenzen der
Geduld treiben kann; die Fliegen kehren wieder, laden ſich
zum Mittagstiſch auf der Veranda taktlos zu Gaſte und
vergeſſen auch nicht, den Mittagsſchlaf bedächtiger Bürger
mit ſurrendem Summen und Landungen an Ohr und Naſe
ihrer Opfer zu würzen. Allein wie heiter der ſelige
Wil=
helm Buſch auch die kleinen Tücken der Fliege beſungen
hat, dieAngelegenheit hat auch ihre ernſteSeite, und immer
wieder nimmt die Wiſſenſchaft die undankbare Pflicht auf
ſich, die Allgemeinheit zu warnen und zum Kampfe gegen
das ſcheinbar ſo harmloſe kleine Inſekt aufzurufen. In
einer intereſſanten neuen Veröffentlichung der Cambridge
Univerſity Preß beſchäftigt ſich der engliſche Hygieniker
Graham=Smith mit der Stubenfliege und den
geſundheit=
lichen Gefahren, die ſie auf Schritt und Tritt gegen ihre
geduldigen Gaſtgeber, die Menſchen, ausſät. Man weiß,
daß es die Fliege mit der Reinlichkeit nicht allzu genau
nimmt und mit Behagen auf den widerlichſten Stoffen
und Abfällen einherſtolziert, um ſich dann wieder, mit den
mannigfachſten Krankheitsſtoffen bedeckt. auf den Speiſen
niederzulaſſen, die auf der Tafel des Menſchen erſcheinen.
Dabei ſondern ſie auch Säfte aus ihren
Verdauungs=
organen ab die für den Menſchen nicht zu unterſchätzende
geſundheitliche Gefahren mit ſich bringen. Die Fliegen
verfügen über eine Art Verdauungsſack, den alle flüſſigen
Nährſtoffe durchlaufen, ere ſie ihren Kreislauf durch den
geſamten Verdauungsorganismus der Fliege antreten.
Wenn die Fliege nun härtere Nahrungspartikel zu ſich
nehmen will, pflegt ſie dieſe zäheren Leckerbiſſen vorher zu
erweichen. Das geſchieht in der Weiſe, daß die Fliege aus
ihremVerdauungsſack einenTropfen der dort
angeſammel=
ten flüſſigen Nahrung ausſondert, gleichſam „erbricht”. Die
mikroſkopiſche Forſchung hat nun erwieſen, daß dieſe
Aus=
ſonderungen faſt immer, oder jedenfalls ſehr häufig,
anſtek=
kungsfähige Bazillen und Krankheitskeime enthalten.
Wei=
tere Bazillen ſät die Fliege mit ihren Beinen und ihren
Exkrementen aus und wiſſenſchaftliche Verſuche haben
ge=
zeigt, daß die auf dieſe Weiſe in die menſchlichen
Wohnun=
gen und auf die menſchlichen Nahrungsmittel verpflanzten
Krankheitsſtoffe wochenlang fortleben und ihre
Anſtek=
kungskraft bewahren. Und zwar hat ſich gezeigt, daß auf
dieſe Weiſe ſowohl Typhus wie Cholora, chroniſche
Diarr=
höe, ägyptiſche Augenkrankheit, Furunkuloſe,
Schwind=
ſucht, Diphtherie und Pocken auf den Menſchen
über=
tragen werden könen. Außerdem hat man in derartigen
Ausſonderungen der Fliegen auch die Eier von Paraſiten
feſtgeſtellt, die bei gewiſſen Darmkrankheiten als Urſache
auftreten.
Die Schwierigkeiten, die ſich einer durchgreifenden
Aus=
rottung der Eindämmung der Fliegenplage
entgegen=
ſtellen, ſind größer, als der Laie das gewöhnlich annimmt.
In Amerika und in England hat man Verſuche mit einem
fliegentötenden Pilz, der Empuſa muscge, angeſtellt, aber
die dabei erzielten Reſultate haben ſich als nicht
zufrieden=
ſtellend erwieſen. Das beſte und wirkſamſte Mittel gegen
die Fliegen und deren Fortpflanzung bleibt einſtweilen
die peinlichſte Reinlichkeit. An dem Tage, da die Fliegen
keine in Fäulnis übergegangenen organiſchen Stoffe mehr
vorfinden, in denen ſie ihre Eier niederlegen können, an
jenem Tage wird das Geſchlecht der Hausfliegen
ausge=
rottet und die Menſchheit um einen läſtigen Störenfried
und einen tückiſchen Feind ärmer ſein.
* Der Schatz im Sofa. Eine überraſchende
Entdeck=
ung machte der Wäſchereibeſitzer V. in Köpenick. Vor etwa
20 Jahren hatte V. aus dem Nachlaß eines alten Geizhalſes
für wenige Mark ein altes Sopha erſtanden. Als dies
nun einer gründlichen Renovierung unterzogen wurde,
entdeckte man, im Innern verborgen, eine Ledertaſche, die
n Pergamentpapier eingehüllt war. Die Taſche enthielt
eine Anzahl von Tauſendmarkſcheinen, die ſämtlich gut
er=
halten ſind. Jedenfalls hatte der frühere Beſitzer aus
Furcht vor Dieben den Schatz im Sofa verſteckt.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Nummer
ſtandungen und zwecks Aufklärung des Sachverhalts
war die Erhebung von drei Lieferproben und einer
Stallprobe erforderlich. Zehn Liter gewäſſerte Milch
wurden dem Verkehr entzogen.
* Konzerte. Ludwigshöhe. Mit Rückſicht auf
die Rote Kreuz=Feierlichkeiten beginnt das morgige
Kon=
zert der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 um
4½ Uhr. Bei ungünſtiger Witterung findet Streichmuſik
in den Sälen ſtatt. Das Programm iſt dem Geſchmacke
des Publikums angepaßt. (Siehe Anzeige.)
Die Veranſtaltungen des Roten Kreuzes.
* Es ſei hier auch nochmals ausdrücklich auf die
Ver=
anſtaltungen im 4. Bezirk hingewieſen. Das Programm
für den Feſtabend in der Turnhalle am
Woogs=
platz, der unter der Leitung des Herrn Kapellmeiſters
Richard Lert ſteht, iſt erſtklaſſig. Wer wollte es ſich
entge=
hen laſſen, Freiherrn von Wolzogen zu hören, der den von
ihm verfaßten Prolog ſelbſt ſpricht. Die meiſterhaften
Leiſtungen der Gattin des Dichters, Elſa Laura Freifrau
von Wolzogen, die Deutſche Volkslieder zur Laute
vor=
trägt, ſind bekannt. Auserleſene Perlen der Geſangs=
und Vortragskunſt bieten auch unſere trefflichen
Künſtle=
rinnen und Künſtler vom Hoftheater, Hofopernſängerin
Hede Schaub, Hofſchauſpielerin Käthe Schneider=Gothe,
Kammerſänger Alfred Stephani, Hofopernſänger Georg
Becker, Hofopernſänger Otto Semper und Hofſchauſpieler
Bruno Harprecht. Daß der Mozart=Verein, unter
Leitung ſeines trefflichen Dirigenten, Kapellmeiſter
Reh=
bock, erſtklaſſiges leiſtet, iſt weit über Darmſtadts
Gren=
zen hinaus bekannt. Auch ſind Vorführungen der
Turn=
gemeinde Darmſtadt, die ſtets zu den beſten zählen,
eingeflochten. Die Feſtrede wird in bekannter Meiſterſchaft
Profeſſor Kißner halten. Die Kapellen der beiden
Dra=
gonerregimenter werden das Programm mit ihren
Darbie=
tungen würdig umrahmen. Nach Schluß desſelben iſt
Tanz. Der Konzertflügel iſt von der Firma A. W.
Zim=
mermann, hier, unentgeltlich zur Verfügung geſtellt. Auch
ſei hier nochmals auf die Promenadekonzerte im 4.
Be=
zirk hingewieſen, die, wie folgt, ſtattfinden: Sonntag, den
10. Mai: Auf dem Marktplatz von 11½ bis 1 Uhr
vormit=
tags; auf dem Kapellplatz von 3½ bis 4½ Uhr, und auf
dem Platz an der Inſel (Altſtadt) von 4½ bis 5 Uhr
nach=
mittags.
Das Martinsviertel iſt unſtreitig in Bezug auf
die Veranſtaltungen am Samstag beſonders gut bedacht
worden. Die Feier im Mathildenhöhſaal bringt, wie bekannt,
ein glänzendes Programm, auch in der nahe gelegenen
Turnhalle am Woogsplatz wird nur vorzügliches geboten.
So ſteht denn auch der Verkauf der Karten für dieſe Säle
nicht zurück gegenüber denjenigen für die anderen Lokale.
Die Plätze ſind faſt ausverkauft. Wer noch nicht mit
Kar=
ten verſehen iſt, möge ſich deshalb umgehend ſolche
be=
ſorgen. Sie ſind zu 3, 2 und 1 Mark. ſowie zu 30 Pf. im
Verkehrsbureau erhältlich. — Bezüglich der
Promena=
dekonzerte am Sonntag dürfte intereſſieren, daß
auch hier bei der Ausloſung der Kapellen dem nördlichen
Stadtbezirk das Glück beſonders hold war. So wird
denn von ½12 bis 1 Uhr auf dem Schloßgartenplatz unter
Leitung von Obermuſikmeiſter Hauske die Kapelle des
Leibgarde=Infanterie=Regiments Nr. 115 konzertieren.
Zugleich iſt Gelegenheit gegeben, ſich die im Prinz
Georgs=Palais gegenüber der neuen kath. Kirche
befind=
liche Großh. Porzellan=Sammlung anzuſehen. Die
Be=
ſichtigung kann gegen den üblichen Eintrittspreis von 10
Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags ſtattſinden. Der
Erlös wird der Sammlung überwieſen. Nachmittags läßt
von ½3 bis 4 Uhr die Kapelle Weber (61er Artillerie)
auf dem Riegerplatz ihre Weiſen hören. Sicherlich kann
von einer ſtiefmütterlichen Behandlung des
Martinsvier=
tels bei dieſer Gelegenheit nicht geſprochen werden und iſt
wohl auf eine rührige Beteiligung der Bevölkerung zu
hoffen.
Ein Kaffeekonzert auf deem Heiligen
Kreuz veranſtaltet aus Anlaß der Sammlungen zum
Beſten des Roten Kreuzes der 5. Bezirk (
Mathilden=
höhe) am Sonntag nachmittag. Das Konzert findet, dies mag
beſonders betont werden, bei freiem Eintritt ſtatt, doch
werden, wie auch bei den übrigen Veranſtaltungen, junge
Damen Poſtkarten, Fähnchen uſw. verkaufen. Hoffentlich
hat das Wetter bis zum Sonntag ein Einſehen, damit der
mit dem Konzert verbundene wohltätige Zweck in
ausgie=
bigſtem Maße erreicht wird. Im übrigen ſei auch noch
auf die Veranſtaltung im Mathildenhöhſaal am heutigen
Samstag abend 8½ Uhr hingewieſen, das einen
auserle=
ſenen Kunſtgenuß verſpricht. Die beliebteſten Kräfte
un=
ſeres Hoftheaters, die Liedertafel und die Turngeſellſchaft
haben ſich für die gute Sache zur Verfügung geſtellt und
werden mit ganz beſonderen künſtleriſchen Gaben
auf=
warten.
Mme. Nofru=Ré iſt durch die Rekonſtruktion
an=
tikker Tänze, ſpeztell altägypliſcher, berühmt geworden.
Durch ein intenſives Studium am Kgl. Aegyptiſchen
Mu=
ſeum zu Berlin, der Sammlungen des Sonore und der
wiſſenſchaftlichen Publikationen wurde ſie die
Wiederbele=
berin altägyptiſcher Kultur. Als ſie nach jahtelangen
Vorbereitungen vor den Aegyptologen und
Wiſſenſchaft=
lern Berlins debütierte, errang ſie nicht nur die vollſte
An=
erkennung, ſondern wirkte in mancher Hinſicht
bahnbre=
chend in der ägyptologiſchen Wiſſenſchaft. Sie iſt
Verfaſſe=
rin verſchiedener antiker Dramen und wird auch an
die=
ſem Abend eine Szene aus dem altägytiſchen Drama
Echnaton” aufführen; voraufgehen werden ein griechiſcher
Mänadentanz und ein Mantelſpiel in antiker Faſſung. Als
Vorbild für das letztere dienten die bekannten Tanagra=
Terrakotten und Vaſenbilder. Die in ihren
farbenpräch=
tigen Bühnenbildern vorkommenden Dekorationen,
Ko=
ſtüme uſw. ſind getreue Nachbildungen von Originalen,
der in den Muſeen Europas befindlichen Sammelſtücke.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Reſidenztheater am weißen Turm. Die Di.
rektion hat ſich bereit erklärt, einen Teil der
Geſamteinnah=
men von heute und morgen zum Beſten des Vereins
vom Roten Kreuz zu ſtiften. Auf vielſeitigen Wunſch
wird der durch ſeine großartige Aufnahme bekannte Film
„Das Märchenfeſt beim kleinen König” vom Juni 1913
als Einlage vorgeführt. Die Vorführungszeit iſt auf 5,
7 und 9 Uhr feſtgeſetzt. Es muß doch für jeden Beteiligten
hochintereſſant ſein, wenn er ſich nach Jahresfriſt im Bilde
wiederſieht, und empfehlen wir den Beſuch des Theaters
ſchon der guten Sache willen auf das beſte. Das übrige
Programm iſt ſo geſchickt gewählt, daß auch der
verwöhn=
teſte Beſucher auf ſeine Koſten kommt. Ingomar III., der
Hauptſchlager, iſt ein äußerſt ſpannender Derektivroman
ſin drei Alten, dem ſich die Geſchichte einer Ehe „Neues
Glück”, auch ein Dreigkter, anſchliest. Die herrliche Na=
turaufnahme auf der Elbe bei Dresden, die intereſſante
Wochenchronik müſſen genannt werden. Einige
Hu=
moresken und Komödien vervollſtändigen den Spielplan.
Offenbach, 8. Mai. (Schrecklich verbrannt.)
Von einem ſchweren Brandunglück wurden die
Taglöh=
ners=Eheleute Martin Schätzlein aus der Domſtraße 6
be=
troffen. Als deren 12jährige Tochter Margarete geſtern
mittag auf einem Spirituskocher das Mittageſſen in
Ab=
weſenheit der auf Arbeit befindlichen Eltern wärmen
wollte, fiel dieſer um. Die Kleider des Kindes fingen
als=
bald Feuer, ſo daß es einer Feuerſäule glich. Auf die
Hilfe=
rufe des Kindes eilte der Stadtkaſſebote Theodor
Schrau=
der herbei, der auch die Flammen erſticken konnte. Dabet
zog er ſich einige Brandwunden zu. Das Kind wurde am
ganzen Körpor ſchrecklich verbrannt und in
ſchwerverletz=
tem Zuſtand im Krankenautomobil ins Städtiſche
Kran=
kenhaus gebracht. Der Zuſtand des Kindes iſt ſehr
be=
denklich.
Neu=Iſenburg, 8. Mai. (Seltſamer Tod.) Ein
15jähriges Mädchen wurde unter beſonderen Umſtänden
ins Krankenhaus eingeliefert, wo es bald ſtarb. Da man
im Körper der Toten Gift vorfand, ſo rechnet man
da=
mit, daß an dem Mädchen möglicherweiſe ein Verbrechen
begangen worden iſt.
Mainz, 8. Mai. (Die
Stadtverordneten=
wahlen.) Bei lebhafter Beteiligung der Bürger ging
geſtern die zweite Wahl der Stadtverordneten vor ſich.
Gegen die am 4. Dezember 1913 ſtattgefundene Wahl war
bekanntlich Einſpruch erhoben worden, der zu einem neuen
Wahlgange führte. Während am 4. Dezember 10973
Wähler ihr Wahlrecht ausübten, waren es geſtern 12386
Wähler. Von dieſen gaben für die vereinigten
bürger=
lichen Parteien 4137 ungeſtrichene und 1523 geſtrichene
Wahlzettel und für die ſozialdemokratiſchen und
fort=
ſchrittlichen Kandidaten 6376 Wähler ungeſtrichene und
340 geſtrichene Wahlzettel ab. Die Kandidaten der
letz=
teren ſind alſo mit einer Mehrheit von rund 1000
Stim=
men gewählt. Bei der am 4. Dezember 1913 abgehaltenen
Wahl wurden für die Kandidaten der vereinigten
bürger=
lichen Parteien 4421 ungeſtrichene und 333 geſtrichene
Wahlzettel und für die der Sozialdemokraten 5709
unge=
ſtrichene und 333 geſtrichene Wahlzettel abgegeben.
Ge=
wählt wurden geſtern 16 Stadtverordnete. Als gewählt
ſind 6 volksparteiliche und 3 nalionalliberale Kandidaten
zu betrachten; ferner 7 Sozialdemokraten. Unter den
Nichtgewählten, die gleichzeitig aus dem
Stadtverord=
netenkollegium ausſcheiden, befinden ſich zwei Mitglieder
der neuen Fortſchrittlichen Volkspartei,
Landtagsabgeord=
neter Heerdt und Geheimer Juſtizrat Wolf, ferner dec
nationalliberale Hotelbeſitzer Weißmüller. Die Wahl hat
inſofern prinzipielle Bedeutung, als nunmehr im
Stadt=
haus der Linksliberalismus mit den Sozialdemokraten die
gleiche Stimmenzahl (25) hat wie die rechtsſtehenden
Par=
teien. Das Stadtverordnetenkollegium ſetzt ſich nunmehr
zuſammen aus 10 Nationalliberalen, 14 Fortſchrittlern,
9 Zentrum, 2 Parteiloſe und 16 Sozialdemokraten.
Mainz, 8. Mai. (Vermißt.) Ein unbekannter
Schüler hat ſich hier am 6. ds. Mts. bei einem
Bootsver=
mieter im alten Winterhafen auf zwei Stunden einen
Rudernachen gemietet und iſt kurz vor Ablauf der zwei
Stunden mit dem Nachen aus dem Hafen verſchwunden,
vermutlich iſt er rheinabwärts gerudert. Der Schüler ſtellte
vorher bei dem Bootsverleiher ein Fahrrad nieder, das
hier im neuen Gymnaſium einem Schüler am 5. ds. Mts.,
vormittags, geſtohlen wurde. — (Die
Umbauar=
beiten am Hauptbahnhof) bei der Münſterbrücke
nehmen jetzt rüſtig Fortgang. Bereits ſind mehrere
Haupt=
bogen der Bahnſteighalle aufgeſtellt. Die Konſtruktion
iſt etwas ſtärker als die alte gehalten und der obere
Auf=
bau mit den ſeitlichen Oeffnungen zum Abzug für Rauch
und Waſſerdampf wird gegen den früheren um 1,50 Meter
erhöht. Zu den Arbeiten iſt ein mächtiges, auf Schienen
fahrbares Gerüſt erbaut, welches zum Schutze der unten
verkehrenden Züge mit ſtarken Bohlen abgedeckt iſt. Die
Arbeiten zur Verlängerung der Münſterbrücke um etwa
20 Meter nach der Weſtſeite ſind jetzt auch begonnen
wor=
den, wobei mehrere tauſend Kubikmeter Erdmaſſen zum
Transport kommen. Die Münſterbrücke iſt an der
Ar=
beitsſtelle bis auf einen ſchmalen Weg mit den Gleiſen
der Dampfbahn eingezäunt und für den Verkehr mit
ſchwe=
ren Laſtfuhrwerken und Kraftwagen geſperrt.
Worms, 8. Mai. (Wieder geneſen.) Die Frau
des Möbelſabrikanten Meffert, die bei dem
Automobil=
unglück bei Rheindürkheim am 1. März I. J. ſo ſchwere
Verletzungen erlitten hat, daß man das Schlimmſte
be=
fürchten mußte, iſt erfreulicherweiſe wieder ſoweit
herge=
ſtellt, daß ſie am verfloſſenen Montag aus dem hieſigen
Städtiſchen Krankenhauſe, wo ſie ſich ſeit dem Unfall
be=
findet, entlaſſen werden konnte. — (Tod auf
den Schienen.) Heute nacht zwiſchen 12 und 1 Uhr
wurde ein hier in der Eisbachſtraße wohnhafter Wirt
und Fabrikarbeiter auf dem Gleiſe der Staatsbahn
Worms-Ludwigshafen tot aufgefunden. Die Leiche
zeigte erhebliche Verletzungen am Kopf und den SSchultern,
das linke Bein war vollſtändig abgequetſcht. Zweifellos
hat ſich der Verlebte in ſelbſtmörderiſcher Abſicht vom
Zuge überfahren laſſen.
* Gießen, 7. Mai. (Die feierliche
Beerdig=
ung Dr. Egid Gutfleiſchs) erfolgte auf dem neuen
Friedhof. Der Sarg war von koſtbaren Kränzen verdeckt,
die von Stadt, Kreis und Provinz geſtiftet worden waren.
Nachrufe widmeten Juſtizrat Cauſé=Mainz, der
Vor=
ſitzende der Heſſiſchen Anwaltskammer, für die Gießener
Kollegen Geh. Juſtizrat Metz=Gießen. Oberbürgermeiſter
Keller=Gießen für die Stadt Gießen.
Provinzial=
direktor Geheimerat Dr Uſinger hob die Tätigkeit des
Ge=
ſchiedenen im Provinzialausſchuß Oberheſſens und
im Kreistage des Kreiſes Gießen hervor. Für
die Landesuniverſität überbrachte der Rektor,
Pro=
feſſor Dr. Eck, für die philoſophiſche Fakultät,
deren Ehrendoktor Gutfleiſch war, Prof. Dr. Horn die
letz=
ten Grüße. Landtagsabg. Henrich=Darmſtadt ſchilderte
die Verdienſte des Verſtorbenen im Landtage. Stadtv.
Petri=Gießen ſprach für die Gewerbebank Gießen, deren
Aufſichtsratsmitglied Gutfleiſch geweſen iſt. Im Auftrag
der Fraktion der Fortſchrittlichen Volkspartei im heſſiſchen
Landtage ſprach Juſtizrat Grünewald=Gießen warme
Worte. Stadtv. Eichenauer=Gießen ſprach für den Verein
der Fortſchrittlichen Volkspartei des erſten heſſiſchen
Reichstagswahlkreiſes. Oberlehrer Michel für den
Fort=
ſchrittlichen Volksverein Worms. Direktor Baſtian für die
Heſſiſche Landeshypothekenbank.
* Bad=Nauheim, 8. Mai. (Die Großh.
Kur=
kapelle) unter Prof. Winderſteins Leitung (Leipziger
Philharmoniſches Orcheſter) hat für die kommende Saiſon
ein ſehr ausgewähltes, reichhaltiges Programm
vorge=
ſehen. Es werden außer dem laufenden Tagesprogramm
12 Sinfonie= und 8 Künſtlerkonzerte (Soliſten=Abende)
ſtattfinden. Für die letzteren ſind gewonnen Mme.
Char=
les Cahier aus München, Dr. Ludwig Wüllner (
Rezita=
tor), Frl. Magdalena Heebe von der Dresdener Hojoper,
Joſeph Szigeti (Violine), Frau Elly Hogſtraaten (81
vier), Frl. May Peterſon von der Opéra comiqus
Paris. Dienstag, den 12. Mai, findet ein von Felix
Weingartner geleitetes großes Feſtkonzert ſtatt. Als So
wurde der Großh. Heſſ. Hofkonzertmeiſter Prof. Gu
Havemann gewonnen. Das Orcheſter beſteht aus
Künſtlern von der Großh. Hofkapelle Darmſtadt und
Großh. Kurkapelle Bad=Nauheim. Es kommen die „
ſchütz=Ouvertüre” von C M. v. Weber, das Violinkon
in G=dur von F. v. Weingartner, und die Sinfonie
(Eroika) von L. v. Beethoven zu Gehör. Während=
Bad=Nauheimer Woche (1. bis 7. Juni) werden die
Sinfonie von Beethoven mit Chor unter Leitung
Königl. Profeſſors Hans Winderſtein, ſowie „Paria”
der 137. Pſalm von Prof. A. Mendelſohn unter Leitm
des Komponiſten aufgeführt werden.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 7. Mai. Der Streik
der Handelshochſchule dauert fort. Das Dozen
kollegium hat geſtern wieder ſtundenlang über die Sehl
lage beraten. Die Beſchlüſſe werden vorläufig gehe
gehalten. Der Voſſiſchen Zeitung zufolge wird vorg
ſichtlich die Aufſichtsbehörde in den nächſten Tagen ver
chen, den leidigen Zuſtand aus der Welt zu ſchaffen
Die Weinſtuben von Rudolf Dreſſel, Unter
Linden, ſind einſtweilen geſchloſſen. Den Anlaß
hat=
ſeit Wochen beobachteter übler Geruch gegeben, der
in einem Teil der Gaſträume dauernd bemerkbar macht
Wie die Bauwelt berichtet, iſt man bisher vergeblich
müht geweſen, die Urſache dieſes Geruchs, der an Jo
form oder Chloroform erinnert, feſtzuſtellen. Man
durch Lüftung und Heizung aller Räume den Geruch
beſeitigen geſucht, aber ohne Erfolg. Der Inhaber=
Firma, Ronacher, hat im vorigen Jahre einen Mietr
trag auf 10 Jahre abgeſchloſſen, zu einem Mietpreis v
100000 Mark jährlich. Im Vertrage iſt u. a. beſtimt
daß bei vorzeitiger Aufhebung des Vertrages 50000 M
bei der Kündigung und weitere 50000 Mark bei der Re
mung des Lokals zu zahlen ſind. Die Miete iſt bis
1. Juli bezahlt, ebenſo die erſten 50000 Mark als
ſtandsſumme. Nunmehr werden dieſe 50000 Mark
rückgefordert; ferner wird ein Schadenerſatz für entgan
nen Gewinn verlangt. — Ein falſcher Krimina
beamter ſpielte einem durchreiſenden Galizier einen
gewöhnlichen Streich. An einen Arbeiter, der auf
Schleſiſchen Bahnhof in Berlin angekommen war, trat
Mann heran, gab ſich für einen Kriminalbeamten
und erklärte ihn für verhaftet. Der Galizier war ſich zu
keines Verbrechens bewußt, fügte ſich aber der Feſtnahe
und fand auch nichts dabei, daß ihn der vermeintliche
minalbeamte ſofort auf offener Straße viſitierte. Obl
Widerſtand ließ er ſich das Portemonnaie mit geringd
Inhalt, Uhr und Kette und die Ausweispapiere abn
men. Der Aufforderung, nach der Wache mitzukommc
folgte er um ſo lieber, als er hoffte, daß ſich dort baſ
alles auſklären werde. Als jedoch plötzlich der Beam
verſchwunden war, dämmerte es dem Reiſenden. Er ſellſt
ſuchte nun nach der Wache, fand ſie aber nicht, und land
ſchließlich in einem Lokal in der Nähe des Bahnhofs. Duſ
ſah er zu ſeiner freudigen Ueberraſchung den „
Krimin=
beamten” wieder. Bevor ihn dieſer noch erblickt hatte, em
fernte er ſich wieder, holte einen Schutzmann, und nm
mußte der „Beamte” nach der Wache. Dort entpuppte
ſich als der Arbeiter Franz Katſuba, der ſchon ſehr viel a
dem Kerbholz hat und deshalb auch aus Berlin ause
wieſen war.
Brandenburg, 7. Mai. (Unfall bei einer
ſchützübung.) Bei einer Uebung des
Feldartillerie=
giments Nr. 3 überſchlug ſich die Lafettee
Geſchützes und begrub einen Soldaten unter ſich. Der
dem Geſchütz ſitzende Kanonier Hennig wurde ſo ſch
verletzt, daß er auf der Stelle tot war. Der Kanont
Pede wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins
niſonlazarett gebracht. An ſeinem Aufkommen wied
zweifelt.
Dresden, 8. Mai. (Mord und Selbſtmolk
In der geſtrigen Nacht durchſchnitt der 29 Jahre alte
geriſt Max Schenk ſeiner drei Jahre jüngeren Frau
Kehle und tötete ſich dann ſelbſt. Offenbar iſt die Tat
beiderſeitigem Einverſtändnis geſchehen.
Köslin, 7. Mai. (Die Angelegenheit des
ſchen Bürgermeiſters Thormann=,
Alexander”) wird ſich vermutlich noch längere Zeith
ziehen, ehe es zur Verhandlung kommt. Infolge dern
in der Schwebe befindlichen Ablehnung ſämtlicher
ner Richter kann die Vorunterſuchung materiell nicht
führt werden. Der Magiſtrat zu Köslin hat
gegen ſeinen ehemaligen zweiten Bürgermeiſter einen
Za=
lungsbeſehl in Höhe von 800 Mark beantragt, mit der
hauptung, Thormann habe dieſen Betrag in amtlich
Eigenſchaft einem Architekten Johannſen behufs Zahlm
bei der Stadtkaſſe angewieſen, aber ſelbſt behalten, inde
er fälſchlich eine Quittung anfertigte. Das Amtsgerle
Köslin hat den Zahlungsbefehl erlaſſen. Thormannhe
durch Rechtsanwalt Wahn, der mit Rechtsanwalt Ben
min die Verteidigung führt, Widerſpruch erheben laſſe
und beſtreitet entſchieden, den Betrag erhalten zu habe
Es ſoll ſich um die Bezahlung eines Projektes fürd
Kösliner Jugendheim handeln, welches im
Jubiläum=
jahr 1916 fertiggeſtellt werden ſollte. Inzwiſchen hat
Ehefrau Thormann die Anſechtungsklage gegenübers
Eheſchließung angeſtrengt und die Zivilkammer
Landgerichts Köslin hat jetzt einen Beſchluß erlaſſen,d
dem Thormann die Verfügung über das Vermögen
Ehefrau unterſagt und ihm die Nutznießung entzieht.
Schwerin, 8. Mai. (Für den Bau des neue
Reſidenzſchloſſes,) das bekanntlich vor einige=
Monaten durch eine Feuersbrunſt eingeäſchert wur
ſind die Vorbereitungen in vollem Gange. DieVon
Großherzog ernannte Schloßbaukommiſſion hat
berei=
zur Gewinnung von Motiven eine Anzahl hervorragende
Schloßbauten beſichtigt. Jetzt hat ſie eine Reiſe naes
Dänemark angetreten, um an den dortigen Königsſchlö
ſern ebenfalls Studien zu machen. Nach alledem zu
teilen, wird das neue Reſidenzſchloß ein impoſanter
werden.
Prag, 7. Mai. (Die Demonſtrationende
tſchechiſchen Handelsakademiker,) welc
durch den Selbſtmord des Handelsſchülers Hajek
veru=
ſacht wurden, haben ſich heute in verſtärktem Maße
wie=
derholt. An dem Demonſtrationszuge beteiligtenie
über 800 Schüler und Schülerinnen. Tauſende von Men
ſchen bildeten in den Straßen Spalier. Die Polizei has
umfaſſende Sicherheitsmaßregeln getroffen. — Profeſſo
Liebeſchein, dem die Schuld an dem Vorkommnis zugeſch
ben wird, hat ſeine Lehrtätigkeit eingeſtellt.
Peſt, 7. Mai. (Ein Kilogramm Zyankalige
ſtohlen.) Heute wurde in einem Bureau der Cunan
Line ein Paket mit einem Kilogramm Zyankall
geſtohlen, das ein Beamter des Geographiſchen Inſtils
für dieſes Inſtitut beſorgt und nur einen Moment in
Nkummer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Seite 5.
Mmannten Bureau auf das Fenſterbrett gelegt hatte. Die
Alzzei forſcht eifrig nach dem verſchwundenen Paket, deſ=
IInhalt zur Tötung von 1000 Menſchen
aus=
ct.
Ferrara, 7. Mai. (Unfall.) Als die Brüder
Meſ=
mü auf einem Motorrad vom Flugplatz, wo ſie den
Flü=
ſtneines italieniſchen Fliegers beigewohnt hatten, nach
aara zurückkehren wollten, ſtürzten ſie mit dem Rade
ein Brückengeländer und ertranken.
Paris 8. Mai. (Das Odeon=Theater) wird am
lrten Montag wieder eröffnet werden. Es heißt,
ldie dieſem Theater gewährte Jahresunterſtützung von
000 auf 300000 Franken erhöht werden wird.
Wondon, 7. Mai. (200000 Ulſtergewehre
ge=
len.) In dem iriſchen Städtchen Moville in der
llaſsſchaft Donegal wurde geſtern nacht die Exerzierhalle
lUlſter=Freiwilligen von iriſchen Nationaliſten
erbro=
ln Den Ulſterleuten wurden 200000 der unter ſo ro=
Unttiſchen Umſtänden eingeſchmuggelten Gewehre
ge=
r bt. Als die Mannſchaften heute früh zum
Morgen=
ſil antreten wollten, fanden ſie die Gewehrläufe auf der
ſſhoſtraße liegen. Die Nationaliſten hatten die Schäfte
pftſchlagen und verbrannt.
Mondon, 7. Mai. (Bei der Verſteigerung der
ſrnmlung von Dresdener Porzellan) in
frfſties Auktionslokal erzielte ein Tafelaufſatz, der eine
ſige Schale mit chineſiſchen Figuren darſtellt, den
höch=
ſſſt bisher gebotenen Preis von 25740 Mark.
Petersburg, 8. Mai. (Der frühere ruſſiſche
ſpriſul in Frankfurt a. M., Baumgarten,) der
eeinem Jahr wegen Unterſchlagung von Mündelgeldern
ſeäner Gefängnisſtrafe verurteilt worden war, iſt geſtern
ſend im Gefängnis geſtorben.
Parlamentariſches.
St. Der geſtrigen Sitzung des
Finanzaus=
huſſes der Zweiten Kammer wohnten die Vertreter
P Finanzminiſteriums bei. Der Ausſchuß beſchäftigte
Zunächſt mit der Vorlage, betr. die Dienſtbezüge der
ſinimunalforſtwarte. Durch das Geſetz vom 17. Januar
) wurde das Gehalt der Kommunalforſtwarte dahin
ſpergelt, daß ſie im allgemeinen 70 Prozent der Gehalte
efſtaatlichen Forſtwarte erhalten ſollen. Die Vorlage
ſflangt dieſen Prozentſatz berechnet nach der neuen
Be=
ſſdtngsordnung. In dem Finanzausſchuß wurde
dar=
ſiet verhandelt, ob nicht eine vollſtändige Gleichſtellung zu
ſtenchen angebracht ſei. Die Regierung machte
demgegen=
ſiet geltend, daß die damalige Feſtſetzung auf 70 Prozent
uf Grund langer Kompromißverhandlungen erfolgt ſei.
ſſan habe ſich damals entſchloſſen, an den 70 Prozent
feſt=
ſhürlten, wenn auch die dienſtliche Tätigkeit und die
Vor=
ſſſelldung der Kommunalforſtwarte, ſoweit ſie voll
be=
lättigt ſind, die gleiche iſt, wie bei den
Domanialforſt=
ſurten. Der Finanzausſchuß rechnet zunächſt die in der
ſtoldungsvorlage feſtgeſetzte Alterszulage von 200 Mark
lie ſſtaatliche Forſtwarte den Dienſtbezügen der
Kommu=
ſiltorſtwarte hinzu, ſo daß auch dieſe nach 21 Dienſtjahren
200 Mark erhalten. Weiter hält es der Ausſchuß für
ſtrichtfertigt, die Bekleidungszulage den
Kommunalforſt=
ürrten ebenfalls zukommen zu laſſen. Die Abſtimmung
ſtrüber, ob die 70 Prozent beizubehalten ſeien, wurde
zu=
ſtchſſt ausgeſetzt, um Gelegenheit zu geben, in den
Frak=
hren dazu Stellung zu nehmen.
Dann behandelte der Ausſchuß die Regierungsvorlage,
r den Verkauf des Senßfelder Hofgutes. Die
Regie=
uia erklärte, daß ſie weder einen Verkauf an die
Ge=
ſtinde, noch an ein privates Konſortium beabſichtige,
ſon=
ſirns eine öffentliche Verſteigerung in Ausſicht
genom=
ſin habe. Dieſer Stellungnahme der Regierung wurde
ſſſähitig zugeſtimmt, und dieſe Art der Verwertung vom
luſſchuß als die richtige bezeichnet. Allerdings wurden
ſia gegen die Verwendung des Erlöſes Bedenken
er=
bien, weil der Verſteigerungserlös zum Ankauf von
Ge=
nie für das Großherzogliche Familieneigentum
ver=
erdet werden, alſo dem Domänenakquiſitionsfonds
zu=
jeizen, und damit der Einwirkung der Stände,
wenig=
lins hinſichtlich der Subſtanz des Vermögens, entzogen
Es ſollen noch von der Regierung Erkundigungen
ſtrüber eingezogen werden, wie hoch ſich der
Verſteige=
ſſingserlös etwa berechnen könne.
Der Antrag des Abg. Dr. Boxheimer betr. die
ranziehung des Fiskus zu den Koſten der
Waſſergenoſ=
ſikhaft Lampertheim und Bürſtadt, für das Waldgelände
ſiotſcher und Bürſtädter Wald), wurde abgelehnt, nach=
Im die Regierung durch ihre forſtwirtſchaftlichen Räte
rgelegt hatte, daß die Entwäſſerung des Lorſcher Waldes
ſſuem Vorteil nicht bringe.
Die Regierungsvorlage, betr. die
Anſtellungsverhält=
ſſſi= der heſſiſchen mittleren Eiſenbahnbeamten, wurde als
nwankenswertes Entgegenkommen der preußiſchen
Eiſen=
hrtverwaltung gegenüber den heſſiſchen Beamten
be=
lüßt. Nach der Vorlage ſoll nicht, wie ſeither, eine
be=
immte Anzahl von Stellen für heſſiſche Beamten
vorbe=
ſilien ſein, denn dieſes hatte, beſonders in der letzten Zeit,
rFolge, daß die heſſiſchen Beamten weit länger als die
ſterßiſchen auf Anſtellung warten mußten. Der
preu=
ſſſchge Eiſenbahnminiſter macht Heſſen vielmehr das
An=
kieten, daß die Anwärter heſſiſcher und preußiſcher
ſusgorien gleich behandelt und ihrem
An=
änterdienſtalter entſprechend, in einer gemeinſamen
An=
ſſtäntterliſte vereinigt werden ſollen. Der Finanzausſchuß
ignüßt dieſes Entgegenkommen als für die heſſiſchen
An=
ſänter außerordentlich vorteilhaft und genehmigte es
ein=
immmig. Es ſoll aber noch der Wunſch angefügt werden,
ß den Beamten, die früher der Penſionskaſſe der
heſ=
ſſchen Ludwigsbahn angehört haben, aber nachher
aus=
ſchieden ſind. die Zeit der Angehörigkeit zur Penſions=
:als penſionsfähige Dienſtzeit angerechnet werden
ſöchte.
Ein Antrag des Abg. Grünewald hatte zum
ſegenſtand, Material über die Belaſtung des
Immobilar=
riehrs durch Stempelkoſten vorzulegen. Nachdem die
ſegtierung dieſes Material vorgelegt hat, wird der Antrag
r erledigt erklärt.
Die nächſte Sitzung findet erſt übernächſte Woche ſtatt.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 8. Mai. Präſident Dr. Kaempf
köfffnet die Sitzung um 10 Uhr 20 Minuten. —
Eingegan=
iſt die Vorlage eines Geſetzentwurfes auf
ufbeſſerung der Bezüge der
Altpenſio=
llämre und Althinterbliebenen.
Auf der
agzesordnung ſtehen zunächſt
Anfragen.
Abg. Dr. Müller=Meiningen (Fortſchr. Volkspt.)
agt: Iſt es richtig, daß zur Verhütung von Ehen von
friſtlichen Negermädchen mit nichtchriſtlichen Männern in
iner Miſſionsſtation in Deutſch=
Oſt=
frrika die Verhängung der Prügelſtrafe gegen größere,
das heißt, heiratsfähige Mädchen angewendet wird, und
was gedenkt der Herr Reichskanzler zu tun, um dieſen
Mißſtänden ein Ende zu machen? — Direktor im
Reichs=
kolonialamt Dr. Gleim: Ueber die in der Anfrage
er=
wähnten Vorgänge iſt bisher amtlich hier nichts bekannt
geworden. Nach deutſch=oſtafrikaniſchen
Zeitungsnach=
richten ſoll auf einer Miſſionsſtation allerdings eine
der=
artige Prügelſtrafe an größeren heiratsfähigen Mädchen
vollzogen worden ſein. Nach derſelben Quelle ſoll aber
auch die zuſtändige Rechtsſtelle dagegen eingeſchritten ſein.
Ueber dieſe Angelegenheit iſt vom Gouverneur in
Dares=
ſalam ein Bericht eingefordert worden. Sollte ſich die
Tatſache bewahrheiten, ſo wird Vorſorge getroffen
wer=
den, daß Wiederholungen ſolcher Verſtöße gegen geſetzliche
Beſtimmungen vorgebeugt wird. (Beifall.)
Abg. Wendel (Soz.) fragt: Iſt dem Herrn
Reichs=
kanzler bekannt, daß bei einer im Eispalaſt veranſtalteten
theatraliſchen Aufführung des Hilfsbundes gegen
die Fremdenlegion, die in Frankreich große
Miß=
ſtimmung erregt hat, aktive Angehörige des deutſchen
Hee=
res in Uniform mitgewirkt haben, und was denkt er zu
tun, um ſolchen Vorkommniſſen in Zukunft vorzubeugen?
— Direktor im Reichsamt des Innern Dr. Lewald:
Nach den vorläufigen amtlichen Erkundigungen hat der
Hilfsbund gegen die Fremdenlegion am 30. April 1914
im Eispalaſt in der Lutherſtraße ein Wohltätigkeitsfeſt
veranſtaltet, bei dem unter Nr. 5 des Programms ein
vaterländiſches Ausſtattungsſtück „Die Wacht am Rhein”
in der Form lebender Bilder dargeſtellt wurde.
Ent=
ſprechend den beſtehenden militäriſchen Grundſätzen
ha=
ben die zuſtändigen miltäriſchen Stellen auf ein Geſuch des
Hilfsbundes den ſich dazu freiwillig meldenden
Mann=
ſchaften geſtattet, in den Bildern, deren näherer Inhalt
nicht bekannt war, mitzuwirken. Bei dieſen Bildern, von
denen zwei mit der Fremdenlegion in Zuſammenhang
ſtehen, ſind Angeſtellte des Eispalaſtes in einer der
Uni=
form der Fremdenlegion ähnlichen Uniform aufgetreten.
Die Reichsleitung hat bereits in der Vergangenheit darauf
hingewirkt, daß bei öffentlichen Aufführungen die (
Ver=
wendung derartiger, zu bedauerlichen Mißverſtändniſſen
Anlaß gebenden Uniformen unterbleibt. Sie wird aus
Anlaß des vorliegenden Falles erneut und allgemein ſich
angelegen ſein laſſen, ſoweit die geſetzlichen
Beſtimmun=
gen eine Handhabe dazu bieten, entſprechend zu
verfah=
ren. Die franzöſiſche Regierung hat analoge Maßnahmen
hinſichtlich der Verwendung von deutſchen Uniformen bei
Aufführungen in Frankreich getroffen. (Beifall.)
Hierauf wird das
Aufwandsentſchädigungs=
geſetz (Unpfändbarkeit der Familienentſchädigung) ohne
Debatte in dritter Leſung angenommen. — Die
zweite Leſung des Militäretats
wird fortgeſetzt. — Abg. Gothein (Fortſchr. Volkspt.):
Dem Sanitätsoffiziermangel kann man nur dadurch
bei=
kommen, daß man den Aerzten die Studienzeit oder einen
Teil derſelben auf die Penſionsfähigkeit anrechnet. Das
Preſſe=Referat müſſen wir bewilligen, wenn auch einmal
Mißbräuche vorkommen mögen, das kann uns von der
Zu=
ſtimmung nicht abhalten. Auch uns liegt das Schickſal der
verabſchiedeten Offiziere ſehr am Herzen. Sache des
Reiches iſt es aber nicht, eine Stelle im Kriegsminiſterium
zu ſchaffen, durch die den Kaufleuten eine Konkurrenz
ſeitens der verabſchiedeten Offiziere entſteht. Der
Bun=
desrat ſollte nicht den Mut beſitzen, hier zu behaupten,
daß religiöſe Rückſichten bei Offiziers= und
Reſerveoffi=
ziersernennungen nicht ausſchlaggebend geweſen ſeien.
Warum gibt man keine Statiſtik über jüdiſche
Reſerve=
offiziere? Die Verfaſſung wird ſeit 1885 ſyſtematiſch
ver=
letzt. Wo iſt in einem Reichsamt noch ein Herr, der
ſei=
nem Bekenntnis nach Jude iſt. Ich erhebe die Anklage,
daß dieſe Stellen die Verfaſſung dauernd verletzen.
(Glocke. Vizepräſident Dove: Ich bitte Sie, ſich zu
mäßigen. Heiterkeit.) Jüdiſche Offiziere haben ſich in
den früheren Kriegen ſehr wohl bewährt. Die
Militär=
verwaltung dürfte nicht die Hand dazu bieten, auf die
Ju=
den einen Makel zu werfen und ſie von dem
verfaſſungs=
mäßigen Recht auszuſchließen. Wir verlangen, daß
Ge=
rechtigkeit beſtehen bleibt und die Verfaſſung reſpektiert
wird. (Beifall.)
Abg. Graf v. Weſtarp (Konſ.): Der Abgeordnete
Dr. Liebknecht will in ſeiner antimilitariſtiſchen
Propa=
ganda nicht gegen das Militär, ſondern gegen den
militari=
ſtiſchen Geiſt vorgehen. Dieſe Unterſcheidung erfordert
Verſtändnis für die Rabuliſtik einer Talmudlogik. Die
Sozialdemokratie will das ſtehende Heer beſeitigen und es
durch eine Miliz erſetzen. Damit will ſie auch die
mon=
archiſche Grundlage unſeres Heeres beſeitigen. Es iſt
lediglich ein Spiel mit Worten, wenn man ſagt, wir
be=
kämpfen nicht das Heer, ſondern den Militarismus. An
dem Recht des Königs auf Ernennungen und Entlaſſung
von Offizieren müſſen wir unbedingt feſthalten. (Sehr
richtig!) Wir wollen die alte und perſönliche Treue zum
König erhalten. Wird die Mitwirkung des Parlaments
und die Verantwortung der Miniſter eingeführt, ſo wäre
das eine ſchwere Erſchütterung einer unſerer wichtigſten
Grundlagen des Staatsweſens. (Lebhaftes Bravo.) Die
Kaſernenpropaganda wird von der offiziellen
ſozialdemo=
kratiſchen Parteileitung abgelehnt, weil ſie ſich dadurch
ſchwer ſtrafbar machen würde und auch unſere milde und
manchmal ſchwächliche Handhabung der Strafgeſetze würde
ein ſolches Vorgehen doch ſchwer fühnen. (Lebh. Hört,
Hört bei den Soz.) Sie wollen dem Rekruten bei ſeinem
Eintritt das ganze Militär verekeln und damit den
mili=
täriſchen Geiſt zerſetzen und zermürben. Unſere Wünſche
gehen dahin, daß nicht nur für die Mannſchaften, ſondern
auch für die Offiziere geſorgt wird. In der Fürſorge für
die Angehörigen des Heeres laſſen wir uns von niemand
ibertreffen. Ernſte Aufgabe für die Militärverwaltung iſt
s, neben dieſer poſitiven Fürſorge alles zu tun, um die
antimiltariſtiſche Propaganda von der Armee fernzuhalten.
Das Heer muß frei bleiben von der Sozialdemokratie, da
muß mit Stärke und Entſchiedenheit vorgegangen
wer=
en. Im Falle Stöcker iſt durchaus das Richtige
getrof=
fen worden; denn die moraliſche Vorbedingung für treue
Dienſtleiſtung muß unter allen Umſtänden aufrechterhalten
bleiben. Wir begrüßen die nationale Jugendbewegung
ind haben die Hoffnung, daß der Kriegsminiſter ſie ſtets
fördern wird. Ebenſo ſehen wir die Kriegervereine als
Stätten an, in denen männlicher Geiſt, Gehorſam und
Diſ=
ziplin aufrechterhalten wird und dieſe wollen wir fördern.
(Lebhafter Beifall.)
Abg. Rupp=Marburg (Wirtſch. Vereinig.): Schon
wiederholt iſt hier darauf hingewieſen worden, daß die
Entſchädigungen für Manöverſchäden und Vorſpanndienſte
gleichmäßig behandelt werden müſſen. Nach dem jetzigen
Modus ſind die Landwirte benachteiligt. Bei der
Beur=
aubung der Soldaten müſſen Ungerechtigkeiten und Härten
vermieden werden. Wünſchenswert iſt auch, daß die
Kon=
trollverſammlungen nur einmal jährlich ſtattfinden. Bei
der Vergebung von Arbeiten ſollte die Militärverwaltung
den berechtigten Wünſchen der Handwerker
entgegenkom=
men. Was die jüdiſchen Offiziere betrifft, ſo erkennen
ſelbſt die Juden an, daß die Fähigkeiten der jüdiſchen
Mit=
bürger auf anderem Gebiete liegen.
Abg. Frhr. v. Scheele (Welfe): Die Altpenſionäre
müßten mehr berückſichtigt werden als bisher. Um den
Mißhandlungen vorzubeugen, ſollte man Offiziere und
Mannſchaften aus dem gleichen Landesteil wählen. Der
Wehrverein ſtellt eine falſche Rechnung auf, wenn er auch
die franzöſiſche Kolonialarmee oder die aſiatiſch=ruſſiſchen
Truppen in Vergleich ſtellt zu unſerer Kriegstruppe. Dieſe
Nachbarländer können ihre entfernt liegenden Gegenden
nicht von Truppen entblößen.
Kriegsminiſter v. Falkenhayn: Ich habe den
Wehrverein nicht verteidigt. Ich habe nur die
Heeresver=
waltung gegen Verſuche verteidigt, ſie zur Einwirkung auf
den Wehrverein zu gebrauchen. Von den
Sozialdemo=
kraten wird empfohlen, unſer Heer zu einem Milizſyſtem
auszubauen. Unſer Heer beruht im weſentlichen auf der
Grundlage des Milizſyſtems, darauf, daß jeder
waffen=
fähige Mann auch waffenpflichtig iſt. Wenn dieſes Ideal
nicht erreicht wird, ſo liegt das an den uns auferlegten
Beſchränkungen. Der Uebergang aus dem Friedens= in
den Kriegszuſtand, die Mobiliſierung erfolgt beim
Miliz=
ſyſtem langſamer, als bei unſerem Syſtem und dem Syſtem
unſerer Nachbarn, mit denen wir hoffentlich noch lange
nicht mit einem Konflikt zu rechnen haben werden.
Deutſch=
land iſt infolge ſeiner militäriſchen, geographiſchen,
poli=
tiſchen und auch wirtſchaftlichen Lage unbedingt
gezwun=
gen, mit Blitzesſchnelle die Offenſive zu ergreifen und
demnach Truppen haben muß, die Rückſchläge vertragen
können. Irgend welche finanzielle Erleichterungen durch
das Milizſyſtem ſind für uns in Deutſchland nicht zu
er=
hoffen, im Gegenteil, es ſind Erſchwerungen zu erwarten.
Ein ſolches Experiment würde für Deutſchland unheilvoll
ſein. (Sehr richtig.) Aus militäriſchen Gründen kann
dies nicht empfohlen werden, auch nicht aus politiſchen,
denn dieſe haben das Ganze des Vaterlandes im Auge.
Es geſchieht lediglich aus Parteirückſichten, um den
Ein=
fluß der Parteien zu heben, verſucht man, die Stütze des
Staates zu erſchüttern. Deshalb legt man die Axt an die
Wurzel der Macht des Reiches. (Sehr wahr rechts,
Un=
ruhe bei den Soz.) Ein ſolches Beginnen iſt verwerflich.
Unſere Nachbarn verlingern die Dienſtzeit; ihre Cadres
der erſten Linie ſind bei ihnen weit mehr verſtärkt als bei
uns. Da muß ich ein ſolches Anſinnen geradezu
unbe=
greiflich nennen. (Zurufe.) Theoretiker und Fanatiker
vertreten ja manchmal unbegreifliche Dinge. (Sehr
richtig rechts. Ironiſche Rufe bei den Soz.) Unſer
geſun=
des Volk wird ſich auf die Dauer nicht in den Bann dieſer
Anſchauungen ſpannen laſſen. Der Tag wird ſchon
an=
brechen, wo es ſich keine Phantaſtereien und Hirngeſpinſte
mehr vormachen laſſen wird. Was die Nichtbeförderung
von Iſcaeliten anlangt, ſo hätte der Abg. Gothein auch
die Aeußerung des Herrn v Einem zitieren ſollen, daß
der Zuſtand, daß ſchon ſeit langen Jahren kein
iſraeliti=
ſcher Soldat, auch wenn er ſonſt tüchtig iſt, zum
Unteroffi=
zier befördert wurde, gegen die allerhöchſte Beſtimmung
verſtößt. Daß der gegenwärtige Zuſtand im Reiche von
den Iſraeliten bellagt wird, wird jeder begreifen. Auch
ich beklage ihn. (Hört, hört!) Indeſſen handelt es ſich um
einen tatſächlichen Zuſtand. Daß er verfaſſungswidrig iſt,
muß ich zugeben, nicht aber, daß er durch irgend welche
verfaſſungswidrige Maßnahmen veranlaßt und aufrecht
erhalten wird, das beſtreite ich. Es kann kein Zweifel
beſtehen, daß ein Iſraelit, ſobald er die für alle
Reſerve=
offizieraſpiranten ganz gleichmäßig vorgeſchriebenen
Be=
dingungen erfüllt, anſtandslos zum Offizier befördert
werden würde. (Lachen bei den Soz.) Was die
Jugend=
bewegung anlangt, ſo hat von ſozialdemokratiſcher Seite
ein Abgeordneter darüber geſprochen, der im vorigen
Jahre ſagte: „Es wäre beſſer geweſen, ich wäre 100 Jahre
früher geboren worden.” Ich verſtehe den Wunſch. (
Hei=
terkeit.) Auch ich wünſchte es. Ich hätte heute lieber zu
Füßen Fichtes geſeſſen und deſſen von glühender
Vater=
landsliehe getragenen Reden hören mögen, als jetzt Reden
anhören zu müſſen, denen dieſe Eigenſchaft fehlt, um ſie
ſchmackhaft zu machen. Ich wäre lieber mit Frieſen und
Körner hinausgezogen zum offenen Kampf gegen den
Dämon, der damals das Vaterland erdroſſeln wollte, als
heute Redeübungen halten zu müſſen. Das kann keinem
unangenehmer ſein als mir ſelbſt. (Große allgemeine
beiterkeit.) Wenn mich etwas tröſten kann, ſo iſt es der
Blick auf die Jugendbewegung. Sie hat das Gefühl, daß
wieder ein Dämon an der Arbeit iſt, das Vaterland zu
unterwühlen; ſie iſt nicht gewillt, die Ideale, die ſeit
Jahr=
hunderten die deutſchen Herzen erfüllten, von Hämiſchen
in den Staub ziehen zu laſſen. Es iſt das der Dämon
des verſchwommenen Weltbürgertums, des unklaren
In=
ternationalismus und Materialismus. Die Jugend
be=
ginnt ſich dagegen zu wehren und macht ihr Naturrecht
geltend an der Freude für das herrliche Land das ihr
durch Verunglimpfung verekelt werden ſoll. Sie ſtärkt
durch Wanderungen, Sport und Spiel Körper und Seele,
ſie verlacht die falſchen Propheten der internationalen
Ver=
brüderung. Sie befindet ſich auf dem Weg zum alten
deutſchen Ideal: zur Armee. Hätten wir dieſe
Jugend=
bewegung nicht, ſo müßten wir ſie ſchaffen, ſie gehört zur
Armee und die Armes zu ihr.
Generalmajor Wild v. Hohenborn: Der
Krieger=
verein mit der Artilleriemuſik nahm an der
Veteranen=
beerdigung nicht teil, weil ein Kranz, der von der
wel=
fiſchen Partei ſtammen ſollte, der Muſik vorangetragen
werden ſollte. Dieſe vermeintliche Demonſtration wollte
der Vorſitzende nicht dulden; da der Sohn des
Verſtor=
benen nicht damit einverſtanden war, den Kranz hinterher
tragen zu laſſen, kam es leider dazu, daß der
Kriegerver=
ein abrückte. — Generalmajor Freiherr v. Langermann
und Erlenkamp: Die Veteranenfürſorge iſt Sache
der Landesbehörde, alſo des Miniſteriums des Innern.
Sie dem Kriegsminiſterium zu übertragen, ſcheint nicht
zweckmäßig zu ſein. Damit muß ſich Freihere * Scheele
an eine andere Adreſſe wenden.
Abg. Schöpflin (Soz.): Das ſchweizeriſche
Miliz=
ſyſtem iſt nicht ganz das Ideal, das wir uns von einem
Milizheer machen. Mit unſerem Streben, das Heerweſen
zu ändern, wollen wir nicht, wie der Kriegsminiſter meinte,
die Art an die Wurzel der Macht des Reiches legen. Die
Konſervativen ollten doch nicht ſo ſchroff gegen die Juden
vorgehen. Wollen ſie denn behaupten, daß in alten
ade=
ligen Familien rein ariſches Blut fließt?
Abg. Dr. Müller=Meiningen (Fortſchr. Vpt.):
Den Gegenſatz, jüdiſches und deutſches Volk, der erſt von
Kollegen Rupp hier konſtruiert worden iſt, muß ich
zurück=
weiſen. Darauf, was getan wird, um den
verfafſungs=
widrigen Zuſtand gegen die Juden zu beſeitigen, hat der
Kriegsminiſter keine Antwort gegeben. Für den Krieg
gibt es jüdiſche Offiziersaſpiranten, aber nicht für den
Frieden, in dem eine geſellſchaftliche Gleichſtellung erfolgen
könnte. Das Kriegsminiſterium lehnte eine Einmiſchung
in die Agitation des Wehrvereins ab. Das iſt eine
Sym=
pathieerklärung für dieſen Verein. Es muß eine
parla=
mentariſche Kommiſſion eingeſetzt werden, um dem
unhalt=
baren Zuſtand entgegenzutreten, der bezüglich der
Zuſtän=
digkeit des Kriegsminiſteriums und des Militärkabinetts
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Nummer 127.
beſteht. Das läßt ſich aber nicht durch ſchöne Worte
aus=
drücken, ſondern einzig und allein durch Taten.
Abg. Gröber (Ztr.): Der Reichstag hat wiederholt
Reſolutionen angenommen in der Richtung, daß irgend
eine Zurückſetzung beim Militär aus politiſchen oder
reli=
giöſen Gründen nicht ſtattfinden ſoll. Der Bundesrat
antwortete darauf, daß aus religiöſen Rückſichten keine
Zurückſetzung ſtattfindet. Ja, weny es nur das wäre, dann
konnten wir durchaus zufrieden ſein. Daß überhaupt keine
Juden fähig wären, eine Reſerveoffiziersſtelle
einzuneh=
men, kann doch kein Menſch mit Ernſt behaupten. Wir
müſſen verlangen, daß das Duellgeſetz noch vor Schluß
der Seſſion erledigt wird.
Kriegsminiſter v. Falkenhayn: Wenn auch nicht
ausführlich, ſo habe ich doch in meinen Ausführungen
über die Befugniſſe des Militärkabinetts und des
Kriegs=
miniſteriums rechtliche Geſichtspunkte dargelegt. In
Preußen muß der Zuſtand maßgebend ſein, wie er bei
Ein=
führung der Reichsverfaſſung beſtanden hat. Damals
be=
ſtand keine Gegenzeichnung des Kriegsminiſters und ſo
wird es auch jetzt gehandhabt. Es handelt ſich bei der
Abgrenzung der Befugniſſe zwiſchen Militärkabinett und
Kriegsminiſterium nicht um Organiſationsfragen, ſondern
um den inneren Dienſt. Als Säulen und Grundlagen der
preußiſchen Armee habe ich die Verfaſſungsbeſtimmungen
bezeichnet, die dem König freie Verfügung über das Heer
innerhalb der Geſetze gibt und auf dieſem Standpunkt
werde ich ſtehen bleiben. Davon werde ich nicht
zurückge=
hen. (Bravo! rechts.)
Abg. Frhr. v. Scheele (Welfe): Ich möchte feſtſtellen,
daß der Kriegsminiſter bei der Verweigerung der
militä=
riſchen Ehren bei einem verſtorbenen Kriegskameraden
wiſ=
ſentlich falſch berichtet worden iſt. Der Herzog von
Cum=
berland hat den Kranz einem ehemaligen
Regimentskame=
raden geſtiftet. Von einem politiſchen Akt konnte keine
Rede ſein.
Die Generaldebatte iſt damit
geſchloſ=
ſſen. Titel 1 der Ausgaben (Gehalt des Kriegsminiſters)
wird angenommen, ebenſo eine Reſolution der
Wirtſchaft=
lichen Vereinigung auf Nachprüfung und Erhöhung der
Vergütungsſätze für Vorſpannleiſtungen für die
bewaff=
nete Macht, ferner eine Reſolution der beiden
konſervati=
ven Parteien, die neue Verhandlungen mit den
verbünde=
ten Regierungen über die gleichmäßige Ausdehnung der
Heer= und Marinedienſtzeit der Militäranwärter auf das
Beſoldungsdienſtalter in allen Bundesſtaaten wünſcht.
Ferner erſucht die Reſolution, dahin zu wirken, daß die
Vorſchriften hierüber bei den Kommunal= und ſonſtigen
Verwaltungen recht bald geſetzlich eingeführt werden.
Beim Titel „Offiziere des Kriegsminiſterium” hat die
Kommiſſion mehrere Offiziere geſtrichen, darunter die für
das Preßreferat in Ausſicht genommenen
Perſonen.
Abg. Dr. Oertel (konſ.) begründet einen Antrag
ſeiner Partei, der die Regierungsvorlage wieder
her=
ſtellen will, und führt aus: In der Forderung der
Wiederherſtellung des Preſſereferats werden wir von der
geſamten Preſſe unterſtützt. Es iſt nötig, daß auf die
Be=
dürfniſſe der Preſſe im Reichstag Rückſicht genommen wird
und die Preſſe hat bis jetzt auch ſtets bei dem Reichstag
Verſtändnis gefunden. Hoffentlich findet die Preſſe auch
bei dieſem Wunſche Gehör im Reichstag. — Abg.
Schif=
fer (natl.): Auch wir wollen, daß die Preſſe gut und
ſchnell informiert wird und zu dieſem Zweck iſt eine enge
Verbindung zwiſchen Preſſe und Verwaltung notwendig.
Im Intereſſe der Preſſe iſt die Annahme der
Regierungs=
vorlage wünſchenswert. — Abg. Stücklen (Soz.): Wir
haben uns gegen die Auskunftsſtelle als ſolche nicht
ge=
wandt, ſondern nur gegen die vom Kriegsminiſter
gefor=
derte Vermehrung, zumal eine Beeinfluſſung der Preſſe
durch dieſe Stelle zu befürchten iſt. — Abg. Lieſching
(Fortſchr. Volkspt.): Wenn wir auch gegen das
Preſſe=
referat als ſolches nichts einzuwenden haben, ſo wünſchen
wir doch, daß es nicht zu politiſchen Zwecken gemißbraucht
wird.
Kriegsminiſter v. Falkenhayn: Ich werde dafür
ſorgen, daß die Auskunftſtelle nicht zu Parteizwecken
aus=
genützt wird. — Die Debatte ſchließt. Die Abſtimmung
wird einſtweilen ausgeſetzt.
Beim Titel „penſionierte Offiziere uſw.” hat die
Kom=
miſſion Abſtriche vorgenommen. Ein Antrag Baſſermann
(nat.) will die Regierungsvorlage wiederherſtellen. Der
Antrag wird abgelehnt und der Titel in der
Kommiſſions=
faſſung angenommen. Damit iſt die im Intereſſe der
Zi=
vilverſorgung der Offiziere zu
errich=
tende Auskunftsſtelle abgelehnt. Bei der
hierauf folgenden Abſtimmung über den Titel Offiziere
des Kriegsminiſteriums” wurden ſämtliche Anträge abge
lehnt und der Titel in der Kommiſſionsfaſſung
angenom=
men. Das vom Kriegsminiſterium beantragte
Preſſe=
referat iſt ſomit abgelehnt. Dafür ſtimmen
die Konſervativen, die Freiſinnigen, ein Teil der
Natio=
nalliberalen und einige Mitglieder des Zentrums. Eine
Reihe weiterer Titel wird entſprechend den
Kommiſſions=
beſchlüſſen erledigt. Beim Titel „Militärintendanturen”
fragt Abg. Kunert (Soz.), wo die längſt verſprochene
Denkſchrift über die Reorganiſation der
Militärintendan=
turen bleibt und erklärt, daß ſeine Partei dieſe Poſition
ablehnen werde. — Abg. Häusler (Zentr.): Auch ich
warte ſchon ſeit Jahren auf die Reform des
Intendantur=
weſens. Es iſt geradezu erſtaunlich, mit welcher
Fixig=
keit man bei uns mit großen Heeresvorlagen bei der Hand
iſt und wie langſam arbeitet die Heeresverwaltung, wenn
es ſich um die Reorganiſation eines ſo wichtigen Teiles
der Armee= wie es das Intendanturweſen iſt, handelt.
Wenn bei den vermehrten Heeresmaſſen in der
Verpro=
viantierung eine Stockung eintritt, dann iſt das ein großes
Unheil für die Armee. — Abg. Werner=Hersfeld
(Wirtſch. Vgg): Auch ich bitte den Kriegsminiſter, recht
bald an die Reform des Intendanturweſens zu gehen.
Kriegsminiſter v. Falkenhayn: Daß ſich die
In=
tendanturbeamten eine höhere Bildung aneignen, iſt nur
wünſchenswert und die Ausbildung wird noch intenſiver
werden, wenn die Mittel, die in den Etat eingeſtellt
ſind, bewilligt werden. Daß der kommandierende
Gene=
ral Vorgeſetzter des Intendanten des Armeekorps in
be=
zug auf Kontrolle und Rechnungsführung ſei trifft nicht
zu. Der Intendant hat ſeinen beſtimmten Arbeitskreis.
Einer muß natürlich die oberſte Entſcheidung zu treffen
haben, und da ziehe ich es vor, daß dies der
kommandie=
rende General tut, der über die Bedürfniſſe der ihm
un=
terſtellten Truppenteile das klarſte Urteil fällen wird.
Die Ausführungen des Abg. Häusler über die
Organi=
ſation der Intendanturen hätte wohl gedrängter ſein
können. (Großer Lärm bei den Sozialdemokraten.) Das
ſollte kein Vorwurf ſein, ich ſagte es nur in bezug auf
ſeine früheren Ausführungen. In den Intendanturen
haben wir Männer, die die Verpflegung der Armee im
Kriege ſichern. (Lebhaſtes Bravo rechts.) Daß wir
re=
formieren können, wird nicht beſtritten, das beweiſt auch
die Denkſchrift, die in Vorbereitung iſt. Die Verpflegung
in Zukunft iſt eine ernſte und ſchwierige Aufgabe. Aber
ebenſo wenig iſt daran zu zweiſeln, daß wir, was in
Menſchenkräften ſteht, dafür geſorgt haben, daß unſere
Truppen in dieſer Beziehung keinen Mangel leiden
wer=
den. (Beifall.)
Abg. Häusler (Ztr.): Der Kriegsminiſter hat es
für gut befunden, mir Vorhaltungen zu machen über die
Länge meiner Ausführungen. Ich hätte gewünſcht, daß
auch er ausführlicher geweſen wäre. (Sehr gut!) Er hat
ſich, ohne auf meine Bemängelungen einzugehen, an
Kleinigkeiten gehalten, über die kein Wort nötig geweſen
wäre. Die Intendanturoffiziere ſind viel zu wenig als
Dolmetſcher ausgebildet. Gewiß haben wir in
Deutſch=
land genügend tüchtige Männer, die die Intendantur gut
beſorgen können, nur die Heeresverwaltung kennt ſie nicht.
Damit ſchließt die Debatte. Der Titel wird
be=
willigt. Es folgt das Kapitel „Militärſeelſorge” Abg.
Schultz=Erfurt (Soz.): Alle Konfeſſionen müſſen dienen,
auch Diſſidenten und Atheiſten. Da muß auch auf dieſe
Rückſicht genommen werden. Ein Zwang ſollte nicht
aus=
geübt werden und anſtelle der Vereidigung die
Verpflich=
tung treten, wie auch der Kaiſer einen derartigen Rekruten
durch Handſchlag verpflichtete. — Generalmajor Frhr.
v. Langermann und Erlenkamp: Die Geiſtlichen
treten den Soldaten auch außerkirchlich nahe und ſind in
Freud und Leid ihr guter Freund und Kamerad. Ein
Zwang darf nicht eintreten, ebenſo wenig eine
Proſeliten=
macherei. Das Kapitel wird bewilligt. Es folgt Kapitel
„Militärjuſtizverwaltung” Abg. Hofrichter (Soz.)
Die Beſtrafung wegen Fahnenflucht nimmt immer mehr
zu. — Sie iſt meiſt die Folge von Mißhandlungen, das
beweiſt wieder, daß den Soldaten das Recht der Notwehr
gegeben werden muß. — Generalmajor Freiherr von
Langermann und Erlen k am p: Die
Fälle von Fahnenflucht ſind nicht ſo erheblich,
wie der Vorredner angab. Bei den
vorgekom=
menen Fällen ſind aber nicht nur aktive Soldaten beſtraft
worden, ſondern auch Mannſchaften des
Beurlaubten=
ſtandes. Daß die Urſachen der Fahnenfluchtsfälle auf
Miß=
handlungen zurückzuführen ſeien, dafür iſt uns der
Red=
ner den Beweis ſchuldig geblieben. Die Zahl der
Miß=
handlungen iſt tatſächlich zurückgegangen.
Darauf wird vertagt. Nächſte Sitzung
Sams=
tag 12 Uhr. — Schluß ¼8 Uhr.
Von der Haſſia.
* Die Kriegerkameradſchaft „Haſſſia” verſendet
ſo=
eben ihren Jahresbericht über das 39, und 40.
Verbands=
jahn, der zugleich Feſtſchrift und Chronik zur Feier des
40jährigen Beſtehens der Haſſia bildet. Der Bericht
ent=
hält u. a. folgende bemerkenswerte Kundgebung des
1. Schriftführers Dr. Vogt:
Ein ernſtes Mahnwort ſoll es heute ſein, aus einer
Beobachtung heraus, die mich mit tiefer Trauer und
ernſter Beſorgnis zugleich für die Zukunft unſerer idealen
Beſtrebungen und Ziele erfüllt Wir in den
Kriegerver=
einen leben in der Zeit und müſſen mit ihr leben. Unſere
Daſeinsberechtigung hat ſich im Laufe der letzten
Jahr=
zehnte immer mehr daraufhin entwickelt, daß wir uns
be=
trachten als die hervorragendſte ſtaats= und
monarchie=
erhaltende Vereinsorganiſation im Reiche, d. h ein
Ver=
einsweſen, das mit dem gegenwärtigen Reichsgedanken
und =beſtand ſteht und fällt. Alle deutſchen
Kriegerver=
bände und mit ihnen ſämtliche bürgerlichen politiſchen
Parteien ſtehen auf einem gemeinſamen Boden, dem
Boden des Gottesglaubens, der Vaterlandsliebe und der
Fürſtentreue. Von dieſer Grundlage aus haben wir
unſere ſtaatsbürgerlichen Pflichten zu erfüllen, haben wir
uns ſelbſtverſtändlich auch politiſch zu betätigen.
Nun hat ſich in den letzten Jahren im parteipolitiſchen
Kampfe eine Gepflogenheit — ich will den ſchlimmeren
Namen, den dieſe Handlungsweiſe eigentlich verdient, nicht
gebrauchen — herausgebildet, die geeignet iſt, Verwirrung
und Zweifel in die Seelen unſerer Kameraden zu bragen,
und ſie ſchließlich irre zu machen an der ſoldatiſchen
Ehr=
lichkeit und Aufrichtigkeit unſerer Vereinsleitungen, aber
auch an dem Glauben an die jeweiligen Programme und
Grundſätze ihrer Parteien — ich meine das unglückſelige
Paktieren mit der Sozialdemokratie. Wenn
ich oben das gemeinſame Fundament aller bürgerlichen
politiſchen Parteien kennzeichnete, ſo ſollte man doch
mei=
nen, daß alle dieſe Parteien für die Wahrung dieſes
Fun=
damentes, das der jetzigen bürgerlichen Geſellſchaft, dem
jetzigen Reichsbeſtand und ſeiner Verfaſſung die Exiſtenz
ſichert, ſolidariſch und ohne jegliches Wanken eintreten
müßten, gegenüber der Partei, die der Religion, dem
Vaterland und dem Thron als unverſöhnlicher Feind
gegenüberſteht, d. h. der Sozialdemokratie. Leider, leider
iſt dem nicht immer ſo, und ſtatt die feſtgefügte Front
gegen den gemeinſamen Gegner unter allen Umſtänden
einzuhalten, da wird im Kampfe der politiſchen Parteien
des Bürgertums untereinander in den letzten Jahren
wie=
derholt, ſei es direkt, ſei es indirekt, mit der
Sozialdemo=
kratie paktiert — d. h. Vereinbarungen mit ihr getroffen,
im Intereſſe eines augenblicklichen Erfolges bei den
Wah=
len gegenüber Parteien des eigenen großbürgerlichen
Lagers. Mich däucht, daß dieſe Gepflogenheit einmal ſehr
kurzſichtig, zum anderen geradezu verwerflich genannt
wer=
den ſollte. Ich habe da keine bürgerliche Partei beſonders
im Auge, aber ich nehme auch keine aus, von der äußerſten
Rechten bis zur extremen Linken. Daß es den
bürger=
lichen Parteien bei dieſem Paktieren ſelbſt nicht wohl zu
Mute iſt, das beweiſen die Vorwürfe die eine der anderen
im gegebenen Falle nicht erſpart. Wohl mögen auch nicht
bei allen Pakten die leitenden Parteiführer im Spiele ſein,
oft ſind es lokale Frage oder perſönlicher Ehrgeiz,
perſön=
liche und lokale Streitfragen, Mandatshunger,
Verärge=
rungen uſw die zu der unnatürlichen Verbrüderung
An=
laß geben. Auch iſt ſie nicht immer offen und ehrlich
zu=
geſtanden, gar mancher falſche Händedruck findet im
Ge=
heimen ſtatt.
Ich kann keinen dieſer Beweggründe gelten laſſen.
Wer ſo kurzſichtig iſt, daß er glaubt, die Sozialdemokratie
würde für jede geleiſtete Wahlhilfe nicht ihre Rechnung
präſentieren, und zwar mit Zins und Zinſeszinſen, dem
iſt nicht zu helfen, der kennt dieſe Partei nicht. Wie oft
aber wird ſpäter die Zahlung der ſozialdemokratiſchen
Hilfe=Rechnung auf Koſten der eigenen Partei ecfolgen.
Iſt es menſchlich dann nicht begreiflich, wenn die im
Ver=
ein mit der roten Partei vordem bekämpfte bürgerliche
Partei dann nicht ſo eifrig in der Hilfeleiſtung iſt, wenn
es wieder gilt, das gemeinſame großbürgerliche Banner
zu verteidigen? Daß dieſer letztere Kampf aber kommt,
und kommen muß, daran kann doch ernſtlich niemand
zweifeln. „Das Vaterland über der Partei” zu dieſem
Grundſatze bekennen ſich alle bürgerlichen Parteien. Iſt
es dann aber nicht verwerflich, ja faſt ein Verrat am
Vater=
land, wenn ſich eine Partei mit einer Genoſſenſchaft auch
nur in loſer Form verbindet, die nachgewieſenermaßen für
das Vaterland nichts übrig hat, die alles, was uns lieb
und wert, heilig und teuer iſt, mit Füßen tritt? Wio leben
in und mit der Zeit, ſo ſagte ich. Wohl die meiſten
Krie=
gervereinskameraden ſind Angehörige einer bürgerlichen
Partei und wir hoffen, wünſchen und empfeglen es ibnen
jederzeit, ihre ſtaatsbürgerlichen Pflichten zu erfüllen=
Wir in der Haſſia, und mit uns alle deutſchen Bruderver= erheben aber bei jeder Wahl unſere warnende
Stimme gegen die Sozialdemokratie, und ich kann heuts
nur die dringende Bitte an Euch, meine lieben heſſiſchen
Kameraden, richten, wenn irgend eine Partei, der Ihr ans
gehört, Euch auffordert, mit der Sozialdemokratie
gemein=
ſam in den Wahlkampf oder gar für ſie einzutreten, daß
Ihr dann dieſen Euren „Freunden” die Heeresfolge vem
weigert. Dann handelt Ihr im Sinne Eucer Satzungg
der Ihr Euch freiwillig aus innerſter Ueberzeugung unters
geordnet habt, und getreu Enrem Fahneneide, dann
han=
delt Ihr rechtſchaffen.
Wohl liegt in dem Satze: „Die Politik verdiebt dem
Charakter” etwas wahres, indeſſen mögen ſich die mit den
ſozialdemokratiſchen Verbrüderung abfinden, die ihr
Ge=
wiſſen dadurch nicht beſchwert fühlen. In der Seeledes
ehrlich denkenden gemeinen Mannes muß es Verwierung
und berechtigte Zweifel erregen, wenn ihm heute auf dis
Sozialdemokratie hingewieſen wird als der ſchärfſten
Geg=
nerin unſerer religiöſen, vaterländiſchen und monarchiſchen
Ideale, die zu bekämpfen heilige Pflicht iſt — und morgen
ihm empfohlen wird, ihr Hilfe und Heeresfolge als
Bun=
desbruder zu leiſten gegen eine andere Partei auf den
gleichen allgemeinen bürgerlichen Standpunkt wie ſeins
Partei. Glauben denn die Führer unſerer bürgerlichen
Parteien, daß ſie ihre eigenen Parteiangehörigen inde
Hand behalten, von ihrem Vertrauen getragen bleiben
wenn ſie ihnen zumuten, ſo leichthin von den Geundſätzen
abzuweichen, die in allen ihren Programmen an die Spitze
geſtellt ſind? Wird der ſchlichte Mann des Volkes nich
ſchließlich fragen: wo iſt die „Wahrheit” — worin beſtehlt
denn jetzt die Gefahr, in der das teure Vaterland ſich dur
die Betätigung der Sozialdemokratie befinden ſoll?
dieſer einfache gerade Mann nicht denken, wenn uns unſen
Führer das „Paktieren” empfehlen, kann es doch nich
Schlimmes ſein. Nein, ich ſage, hüten wir uns vor dieſe
erſten Schritt auf dieſer ſchiefen Ebene. Iſt ſie betreie
iſt das Gewiſſen eingeſchläfert, dann wird es ſpäter ſchm
halten, vielleicht unmöglich ſein, die Parteidiſziplin
vaterländiſchem Sinne aufrecht zu erhalten. Solchen
teimachenſchaften ſollen unſere Kameraden ihren feſte
Willen mit einem unentwegten „Nein” entgegenſetzell
ſelbſt Manns genug zu ſein, um ſich darüber klar zu wel
den, daß es ſich mit unſerem Kriegervereinsgewiſſen nich
verträat, auch nur den Schein auf ſich zu nehmen, daß will
einer Partei dienen, die Unglauben, Vaterlandsverachtung
und Fürſtenhaß auf ihre Fahne geſchrieben hat.
Die Darmſtädter große Flugwoche,
Prinz=Heinrich=Flug 1914.
* Der Sieger im Sternfluge nach Monaco, der
fran=
zöſiſche Flieger Roland Garros, ſprach ſich, wohll
angeſichts der großartigen Flugleiſtung Helam
Hirths auf dieſem Fluge, über das deutſche Flugweſen
wie folgt aus: „Ich bin überzeugt, daß die Deutſchen in
nächſten Jahre außerdem eine leichte Aviatik
be=
ſitzen werden, die im Gegenſatz zu der anderen die unſerigs
(franzöſiſche) zum Vorbild haben muß, die ihr aben
überlegen ſein wird, weil ſie methodiſcher,
ſorg=
fältiger und durch den Geſamtwillen des Landes
unterſtützt ſein wird.”
Wer verkennt die Notwendigkeit, aus dem Urteil des
Gegners zu lernen? Um ſo mehr zu lernen, wenn es ſich
um das Urteil eines auch ſachlich maßgebenden Gegner
handelt, aus deſſen Ausſpruch die ſchlecht unterdrüc
Angſt klingt, die auch zum Warnruf für die franzöſ
Nation wird: Das deutſche Flugweſen ſetzt ſeinen Sieg
zug fort, es nimmt auch für ſich jetzt den Wahr= und Walll
ſpruch: „Deutſchland in der Welt voran” in
ſpruch. Noch aber iſt der Sieg nicht errungen, noch hei
es weiter arbeiten, weiter ſtreben mit der ganzen,
deutſchen Grundcharakterzug treffend verkörpernd
Zähigleit, Gründlichkeit und Ausdauer, ungeachtet
ſchweren Opfer an Leben und Gut, bis die deutſche Flie
kunſt ſieghaft iſt, keinen Gegner mehr zu fürchten h
Noch eins aber hat der Franzoſe mit Recht als die
gende Kraft unſeres Erfolges erkannt und es ſeiner
tion mahnend zugerufen: Unſere Flieger werden du
den Geſamtwillen des Landes unterſtühl
Das iſt eine unerläßliche Notwendigkeit. Wie der
ſamtwille der Nation, die allgemeine Opferfreudigkeit
ſere Lenkluftſchiffe nach Graf Zeppelins genialem Könn
und Wollen zum Siege getragen hat, ſo muß er auchd
deutſche Fliegkunſt zur Vollendung, zur Weltherrſch
tragen helfen. Und wie dort, ſo hier kann die Nation
nur und in erſter Linie durch Opferfreudigkei
Tagtäglich geben unſere Flieger reſtlos ihr alles,
Leben hin. Ohne Zaudern, nur beſeelt von dem feſte
ſtolzen Willen: „Sieg dem deutſchen Gedankel
in der Welt” ſetzen ſie ihr Leben ein. Niemand v
denen, die, in der Blüte ihrer Jahre ſtehend, zu kühneſ
Fluge ſieghaft zu den Wolken emporſteigen, kann wiſſeſ
ob er die Erde lebend wieder erreicht. Niemand abel
fragt darnach. Es gilt dem Vaterland, dem ſein Lebeſt
zu weihen des Soldaten freudiger Stolz iſt.
Wie klein iſt dagegen, was an Opfern ſonſt dem deil
ſchen Volke, der Allgemeinheit zugemutet wird.i
kleines Opfer an Geld nur, an Materiellem, das u
einmal — leider — nicht zu entbehren iſt im Kampfe
um die idealen Güter der Nation.
Unſerer ſchönen Heſſen=Reſidenz fällt die ſtoll
aber ſchwere Aufgabe zu, die größte deutſche Flugprüfun
den Prinz=Heinrich=Flug 1914, zu arrangieren
der hier ſeinen Anfang nehmen ſoll. Der Verein fül
Luftfahrt, der die Rieſenaufgabe übernommen, kann
unmöglich aus eigener Kraft. Er bedarf dringend derta
kräftigen und opferfreudigen Unterſtützung der i
wohner, an die er ſich jetzt mit einem Rundſchreihe
wendet, in dem es u. a. heißt:
„Die Luftfahrt hat in den letzten Jahren in Deutſch
land einen ungeahnten Aufſchwung genommen. Wenn
uns früher Frankreich und England in bezug auf
Flug=
zeuge entſchieden überlegen waren, ſo haben deutſchel
Fleiß und deutſche Ausdauer, verbunden mit der
Opfel=
willigkeit des deutſchen Volkes, es fertig gebracht, daß wil
nunmehr auch mit unſeren Flugzeugen an erſter Stelle
ſtehen. Um die Leiſtungsfähigkeit der deutſchen Fluce
zeuge wieder zu erproben, findet der Prinz Heinrich=Fluc
als größte ſportliche Veranſtaltung auf dem Gebieteder
Luftfahrt im Mai ds. Js. ſtatt.
Es iſt unſerem Verein nach vielen Bemühungen und
unter großem Koſtenaufwand gelungen, den Beginndes
Prinz Heinrich=Fluges für Darmſtadt zu erreichen,
werden über 40 Flieger mit über 150 Bedienungsmann
ſchaften Anfang dieſes Monats hier in Darmſtadtein
treffen; die Veranſtaltungen ſelbſt finden am 15., 16. und
17. Mai ds. Js., alſo während dreier Tage, ſtatt.
Hier=
ei iſt reichlich Gelegenheit geboten, die Fortſchritte und
den heutigen Stand unſeres Flugweſens kennen zu lei
nen. Tauſende von Fremden werden an dieſen Taget
ſtmmmer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Seite 7.
Darmſtadt kommen und es wird dadurch auch den
Atääiften Darmſtadts ein wirtſchaftlicher Vorteil erwach=
Wenn wir dieſe Veranſtaltung dem Anſehen der
Ed: Darmſtadt entſprechend würdig durchführen wollen,
ſſif fen wir aber bedeutender Mittel. Wir haben allein
ilie Oberleitung des Prinz Heinrich=Fluges 17500
abzuführen, ohne die enormen Koſten, die uns ſonſt
Et die Veranſtaltung entſtehen. Wir möchten daher
e die Bitte an Sie richten, unſere Beſtrebungen durch
A Beitrag zu unterſtützen und dadurch mit dazu beizu=
Aheri, daß Deutſchlands Flugweſen den errungenen guten
bbehält. Bei der Bank für Handel und Induſtrie,
Alrſt= und Depoſitenkaſſe, ebenſo bei ſämtlichen! Zei=
Aaredaktionen ſind Sammelſtellen errichtet. Wir ſind
gern bereit, jeden Betrag bei Ihnen abholen zu
r., wenn Sie uns dazu kurz auffordern.”
Wir wünſchen der dringenden und berechtigten Bitte
lemr Erfolg. Die materielle Stärkung kann dem Verein
idurch Maſſenbeitritte zuteil werden. Durch
ein iſt Gelegenheit geboten, mit geringen Opfern die
Eh= der deutſchen Fliegkunſt zu fördern und jedes
Mit=
ſd erwirbt ſich gleichzeitig die Gelegenheit, allen
Ver=
hartungen unter weitgehenden Vorzugsbedingungen
bei=
ſtehhnen.
Luftfahrt.
Aus ruſſiſcher Gefangenſchaft zurück.
Berlin, 8. Mai. Geſtern abend um 7,25 Uhr ſind
in Rußland längere Zeit gefangen gehaltenen
ltiehen Luftſchiffer, der Ingenieur Hans Berliner und
ſſte Leidensgenoſſen Haſe und Nikolai, über Eydtkuhnen
nder in Berlin eingetroffen. Auf dem Schleſiſchen Bahn=
R, wo ſich einige Freunde der Luftſchiffer
eingefun=
lhatten, wurde während des Zugaufenthaltes eine
tzllichtaufnahme gemacht. Dann ging die Reiſe bis
Bahnhof Friedrichſtraße, wo die Herren von den
Ueliedern des Berliner Vereins für Luftſchiffahrt emp=
Arn wurden. Auch zahlreiche Freunde, Bekannte und
ſtwandte der Luftſchiffer hatten ſich eingeſtellt, und be=
Alleten den Ankommenden einen herzlichen Empfang.
Anln dreien ſieht man die überſtandenen Strapazen nur
lrig an. Berliner erklärte, daß das Kartenmate=
Ii! das er auf der Fahrt mit ſich führte, und auf das
ſ weſentlich die ruſſiſchen Behörden als Beweismittel
Aſlten, in jeder Buchhandlung käuflich ſei.
Aßen photographiſchen Apparat, der im Urteil erwähnt
Allden ſei, hätten ſie überhaupt nicht an Bord gehabr.
lrner erklärte, daß das Urteil der Sachverſtändigen,
oas hin ihre Verurteilung im weſentlichen erfolgte,
gänzlich falſchen Vorausſetzungen baſiere. Die
Bal=
lfahhrt wurde in der Nacht zurückgelegt. Eine
Beobach=
lig aus der Luft ſei alſo nahezu unmöglich geweſen.
rächtig ſei es den ruſſiſchen Behörden vorgekommen,
ſſie aus Unachtſamkeit über Straßen und Bahnver=
Altriiſſe einige Fragen geſtellt hätten. Der Ballon, der
Anr Werliner Verein für Luftſchiffahrt gehört, befindet ſich
üh in den Händen der ruſſiſchen Behörden.
Berlin, 8. Mai. Heute mittag ſchlug der Blitz
Alemen unbemannten Feſſelballon, mit dem
Telgraphenbataillon Nr. 5 bei Zoſſen eine
Funker=
ſſirg machte. Der Feſſelballon wurde zerſtört, Menſchen
eden nicht verletzt.
Turnen, Spiele und Sport.
Die Taunus=Höhenfahrt.
* Wiesbaden, 8. Mai. Heute morgen gegen 6 Uhr
rn hier der Start zu der Taunus=Höhenfahrt, deren
ſtangement der Wiesbadener Automobilklub aus Anlaß
Aſteis 10jährigen Stiftungsfeſtes übernommen hat. Die
Aſrs, welche als Zuverläſſigkeitsfahrt gedacht iſt, führt
Ahr die Strecke von Wiesbaden über Langen=
Aſpllbach. Naſſau. Montabaur. Diez, Niedern=
Aßſim, Königſtein, Bad=Homburg, Weilburg,
Weilmün=
ſt ieen Großen Feldberg nach der Platte bei Wieshaden.
ſder Fahrt nahmen 16 Fahrzeuge teil.
Der Preſſewagen verunglückt.
Wiesbaden, 8. Mai. Bei der Taunus=
Höhen=
ſtt kam ein mit Vertretern der Preſſe beſetztes
Auto=
ppil: in der Nähe von Langenſchwalbach infolge des
ſtüf frigen Weges ins Rutſchen und ſchlug um.
Sämt=
n Inſaſſen wurden herausgeſchleudert. Dabei kam der
Pfoedakteur der Rheiniſchen Volkszeitung Wiesbaden,
Geuleke, unter den Wagen zu liegen und wurde ſchwer=
Ableist in das Wiesbadener Krankenhaus gebracht. Wie
I ffeſtgeſtellt wurde, hatte Dr. Geuleke ſich ſchwere Rip=
Abrüche zugezogen. Das Automobil wurde total
zer=
knmert.
Gerichtszeitung
Leipzig, 8. Mai. In dem Spionageprozeß
en den früheren Volksſchullehrer Stroh wurde heute
mittag das Urteil gefällt. Der Angeklagte wird
Ihen Verbrechens gegen Paragraph 3 des Spionage=
Abtzes zu fünf Jahren Zuchthaus, fünf Jahren
ſverluſt und Stellung unter Polizeiaufſicht verurteilt.
der Beweiserhebung ging hervor, daß der Angeklagte
Agenten eines fremden Spionagebureaus in Genf in
Abrndung geſtanden hat und von dieſen Geldbeträge
fungen hat. Zwei 15= bzw. 17jährige Burſchen, welche
Angeklagte zu verleiten verſuchte, ihm
geheimzuhal=
be Nachrichten zu übermitteln, veranlaßten ſeine Ver=
Aung. Bei der Hausſuchung in der Wohnung des
An=
argten wurde eine Karte von Straßburg beſchlagnahmt,
Awelche einige neue, geheimzuhaltende Feſtungswerke
Wezeichnet waren. Wie ſich herausſtellte, wollte Stroh
ſearte fremden Nachrichtenbureaus übermitteln.
Die Reiſe des Kaiſerpaares.
Karlsruhe 8. Mai. Der Kaiſer hat ſich
te morgen mit Gefolge im Sonderzuge nach Türk=
Eim begeben, während die Kaiſerin in Karlsruhe
bbleibt. Der Großherzog geleitete den Kaiſer zur Bahn.
Türlheim wird der Kaiſer nach einer Meldung des
Urmandierenden Generals des 15. Armeekorps den
Aitwagen beſteigen und über die Dreiähren nach Evaux
rem, um einer Gebirgsübung bei Kolmar beizuwohnen.
handelt ſich dabei um einen Angriff einer verſtärkten
Manterie=Brigade auf der Linie Unterzell=Evaux gegen
höhen ſüdlich von Henfeld. Beteiligt ſind die
Trup=
deer Standorte Kolmar, Neubreiſach und Schlettſtadt.
Frühſtück wird auf der Hohkönigsburg genommen
den. Der Kaiſer hat geſtern auf der Fahrt hierher
Vorträge des Chefs des Militärkabinetts und des Ge=
Adteen von Treutler gehört.
* Kolmar i. E., 8. Mai. Der kaiſerliche
Hoz=
traf um 9 Uhr 20 Minuten in Kolmar ein und fuhr,
ndeem die Maſchine gewachſelt worden war. um 9,30 Uhr
nach Türkheim weiter. In Türkheim fuhr der Zug
pünktlich um 9,40 Uhr ein. Zur Begrüßung hatten ſich
eingefunden General von Deimling mit dem militäriſchen
Gefolge, Bezirkspräſident von Puttkamer, die
Kreisdirek=
toren von Kolmar und Rappoltsweiler, ſowie der
Ge=
meinderat von Türkheim. Nach der Begrüßung fuhren die
Herren in Automobilen über Dreiähren nach Evaux, wo
die Gebirgsübungen beginnen.
* (Dreiähren 8. Mai. In Anweſenheit des
kaiſers fand heute in den Vogeſen zwiſchen Urbeis
und dem Höhenkurort Dreiähren eine Gebirgsübung
ſtatt, welche der kommandierende General v. Deimling
leitete. Sie endete nach einem anſtrengenden
mehrſtün=
digen Gefecht in teilweiſe glacisartigem Gebirgsgelände
mit einem Sturm auf das mächtige Vogeſenmaſſiv la
Ro=
hette. Große Bewunderung erregte ein Flieger der
Straßburger Fliegerſtation, welcher von Kolmar aus trotz
der Regenböen die feindliche Stellung in kriegsmäßiger
Höhe erkundete.
* Schlettſtadt 8. Mai. Um 2½ Uhr traf der
Kaiſer mit Gefolge im Kraftwagen aus dem
Ge=
fechtsfelde bei Evaux kommend, über Rappoltsweiler und
Thannenkirch auf der Hohkönigsburg ein. Auf der großen
Freiung vor dem Burgportal meldete ſich der kaiſerliche
Statthalter von Elſaß=Lothringen, Dr. v. Dallwitz.
Eben=
ſo begrüßten hier den Kaiſer u. a. Staatsſekretär Grai
. Rödern, ſowie der Schloßhauptmann der
Hohkönigs=
burg Staatsſekretär a. D. Freiherr Zorn v. Bulach. Ber
dem Rundgang durch die Räume der Burg unter Führung
Bodo Ebhards wurden beſonders die neuen
Wandmale=
reien des Malers Leo Schnug beſichtigt. Kurz vor 4½ Uhr
erfolgte die Abfahrt nach Schlettſtadt, von wo
die Fahrt nach Braunſchweig über Karlsruhe mittels
Son=
derzuges gegen 5 Uhr angetreten wurde. Vor der
Hoh=
königsburg, über der während der Anweſenheit des
Kai=
ſers ein Geſchwader aus ſechs Straßburger Flugzeugen
kreuzte, hatte der Kaiſer eine Parade über die elſaß=
loth=
ringiſchen Pfadfinder in Stärke von 700 Mann
abge=
halten.
* Karlsruhe 8. Mai. Heute mittag 1 Uhr fand
im Großherzoglichen Palais Frühſtückstafel ſtatt
an der außer dem Großherzogspaar von Baden nur die
deutſche Kaiſerin und Großherzogin Luiſe von Baden
teilnahmen. Für das Gefolge fand ebendaſelbſt
Marſchall=
tafel zu 32 Gedecken ſtatt.
* Karlsruhe 8. Mai. Der Kaiſer kehrte heute
abend 7 Uhr 27 Minuten von der militäriſchen Uebung
aus dem Elſaß hierher zurück. Der Großherzog erwartete
ſeinen hohen Gaſt am Bahnhofe und geleitete ihn nach
dem Reſidenzſchloß, woſelbſt um 8 Uhr Fürſtentafel
und um ½9 Uhr Marſchalltafel ſtattfand.
* Karlsruhe 8. Mai. Das Kaiſerpaar iſt
heute abend 10 Uhr 50 Minuten wieder abgereiſt. Der
Großherzog von Baden und ſeine Mutter, die
Großher=
zogin Luiſe von Baden, gaben den Majeſtäten das Geleite
bis zum Salonwagen.
Die Tauffeierlichkeiten in Braunſchweig.
* Braunſchweig, 8. Mai. Zur Teilnahme an
der morgigen Tauffeſtlichkeit ſind hier Prinz und
Prinzeſſin Max von Baden eingetroffen. Der
Herzog war zum Empfang auf dem Bahnhof erſchienen.
Kurz vorher war Prinz Adalbert von Preußen
eingetrof=
fen. Um 10½ Uhr trafen der Großherzog und die
Großherzogin von Mecklenburg=Schwerin
ein. Zu ihrem Empfange hatte ſich das Herzogspaar vor
Braunſchweig auf dem Bahnhofe eingefunden. Auf dem
Bahnhofsvorplatze war eine Ehrenkompagnie des 92. Inf.=
Regts. aufgeſtellt. Der Großherzog und der Herzog
ſchrit=
ten die Front der Ehrenkompagnie ab, worauf der
Vor=
beimarſch der Truppen erfolgte. Hierauf beſtiegen der
Großherzog und der Herzog einen offenen, ſechsſpännigen
à la Daumont beſpannten Wogen. In einem zweiten
Wagen folgten die Großherzogin und die Herzogin,
eskor=
tiert von je einer halben Schwadron des 17. Huſaren=
Regiments. Die Fürſtlichkeiten wurden von dem
zahl=
reichen Publikum lebhaft begrüßt.
Mexiko und die Vereinigten Staaten.
Vermittelungsverſuche.
* Rom, 7. Mai. Der chileniſche Geſandte beim
päpſtlichen Stuhl hatte mit Merry del Val eine
Un=
terredung über die Lage in Mexiko und die
Ver=
mittelung zugunſten des Friedens. Der Kardinal=
Staatsſekretär ſandte an den Erzbiſchofvon Mexiko
ein Telegramm folgenden Inhalts: „Der Papſt gibt
ſei=
nen lebhaften Wünſchen für das hochherzige Eintreten der
drei ſüdamerikaniſchen Republiken zugunſten des Friedens
Ausdruck, das eine wirkſame Förderung für die
Bemühun=
gen zur Wiederherſtellung der Ruhe und des Wohlſtandes
Mexikos darſtellt. Der Papſt würde ſich ſehr freuen,
wenn dieſe Wünſche und Gefühle dem Präſidenten und
den anderen einflußreichen Perſönlichkeiten in Mexiko
mitgeteilt würden.”
* Paris 8. Mai. In dem Telegramm, das der
Kardinalſtaatsſekretär Merry del Val an den
Erz=
biſchof von Mexiko richtete, wird ferner erklärt,
Mexiko habe jederzeit ſeine unabänderliche Achtung vor
dem Oberhaupte der katholiſchen Welt bewieſen. Der
Papſt bitte den Erzbiſchof, ſeinen Wunſch mit allem
Nach=
druck bei General Huerta und allen einflußreichen
Per=
ſönlichkeiten Mexikos zu unterſtützen.
Die Lage in Veracruz.
* Waſhington, 7. Mai, Auf Erſuchen des
Kon=
teradmirals Badger hat ſich der Vertreter des Roten
Kreuzes, Charles Kenkons, in Veracruz eingeſchifft,
um in den verſchiedenen kleinen Häfen längs des Golfes
von Mexiko für die Abreiſe der Nordamerikaner nach den
Vereinigten Staaten zu ſorgen, da die amerikaniſchen
Autoritäten der Meinung ſind, daß die Rückſichten auf
den Geſundheitszuſtand während des Sommers dieſe
Maßnahme angebracht erſcheinen laſſen. Vorher
tele=
graphierte Jenkinſon, daß in Veracruz einige Pockenfälle
vorgekommen, aber ſonſt die Vorausſetzungen für die
Ge=
ſundheitspflege gut ſeien. Der allgemeine
Geſundheits=
zuſtand der Stadt ſei befriedigend.
Erfolge der Rebellen.
* Los Angelrs, 7. Mai. Der hieſige Vertreter
Carranzas hat eine Depeſche erhalten, daß die
Rebel=
len Mazatlan eingenommen haben.
* Waſhington, 7. Mai. Das Staatsdepartement
hat eine Meldung von dem braſilianiſchen Geſandten in
Mexiko erhalten, daß drei Züge mit 500 bis 600
Flücht=
lingen unter der braſilianiſchen Flagge nach Veracruz
ab=
gegangen ſind. Unter denFlüchtlingen befindet ſich auch der
Amerikaner Dr. Ryan. Der braſilianiſche
Ge=
ſandte meldet ferner, daß die Wahrſcheinlichkeit eines
Angriffes der Konſtitutionaliſten auf
Sal=
tillo es unmöglich mache, die Anordnungen der
mexikani=
ſchen Regierung zur Befreiung der dortigen Amerikaner
auszuführen. Dieſe Meldung ſtimmt mit einem Bericht aus
Durango überein, wonach ſich die Vorhut der
Konſtitutio=
naliſten auf dem Marſche zur Einnahme von Saltillo und
Zacatecos befindet.
Vernichtende Niederlage der Bundestruppen.
* Neu=York 8. Mai. Ein hier eingelaufenes
Telegramm vom amerikaniſchen Kreuzer „Californien”
be=
ſagt, daß die geſamte Garniſon der Bundestruppen von
Acapoceta im Staate Tepio vernichtet oder gefangen
genommen worden ſei Die Rebellen marſchieren
unauf=
haltſam vorwärts und ihre Vorpoſten ſind bereits bis
Durango bei Saltillo vorgedrungen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telege. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 8. Mai. Die Nordd. Allg. Ztg. ſchreibt: Der
Entwurf eines Geſetzes zur Einſchränkung der
Verfügungen über Miet= und
Pachtzins=
forderungen, dem der Bundesrat vor einiger Zeit
zugeſtimmt hat, will einige Mängel beſeitigen, die ſich
als Folge der beſtehenden Rechtsordnung auf dem
Ge=
biete des Realkredites herausgeſtellt haben, worüber von
den Beteiligten lebhaft Klage geführt wurde. Die
Durch=
führung der Vorſchriften erfordert die Aenderung einer
Reihe von Paragraphen des Bürgerlichen Geſetzbuches
des Zwangsverſteigerungsgeſetzes der Konkursordnung.
Uebergangsvorſchriften vervollſtändigen den Entwurf
Da bei der Geſchäftslage des Reichstages die
Vearbſchie=
dung des Entwurfes in dieſem Frühjahr unmöglich iſt,
ſoll der Entwurf dem Reichstage im Herbſt vorgelegt
werden.
* Karlsruhe, 8. Mai. Die Zweite Kammer des
Landtages hat in ihrer heutigen Vormittagsſitzung den
Antrag des Zentrums auf Aufhebung der
Forſt=
abteilung an der Techniſchen Hochſchule mit 37 gegen
25 Stimmen abgelehnt.
* Köln, 8. Mai. Nach der
Rheinſtrombefah=
rung, die vor einigen Tagen ſtattgefunden hat, iſt jetzt
das Projekt, das eine Vertiefung der Fahrrinne
von St. Goar bis Mannheim auf die gleiche Tiefe wie
zwiſchen St. Goar und Koblenz nebſt dem Einbau einer
Schleuſe im Binger Loch (linksrheiniſch) vorſieht, mit den
Vertretern der Rheinſtaaten und den
Schiffahrtsintereſſen=
ten eingehend beraten worden. Die Ausführung, deren
Koſten auf 30 Millionen Mark veranſchlagt wird, ſoll erſt
erfolgen, wenn die Schiffahrtsabgaben eingeführt
wor=
den ſind. Die nächſte Rheinſtrombefahrung iſt nach
Zu=
ſammenſetzung des neuen Waſſerſtraßenbeirates vom
Ober=
präſidenten etwa für Juli in Ausſicht genommen.
* Neuſtrelitz, 8. Mai. Die Landeszeitung für beide
Mecklenburg meldet: Der Großherzog von
Meck=
lenburg=Strelitz fühlte ſich in den letzten Tagen
der vorigen Woche nicht ſo wohl wie vordem. In den
letzten Tagen iſt der Fortſchritt in der Erholung und der
Kräftigung ſo erfreulich, daß der Großherzog geſtern im
Schloſſe etwas auf und ab gehen konnte. Bei gutem
Wetter wird der Patient ſich wieder im Schloßgarten
be=
wegen können.
* Brüſſel, 8. Mai. Die Kammer hat das
Invali=
dengeſetz und das Alterspenſionsgeſetz mit 83 Stimmen
bei 57 Stimmenthaltungen angenommen.
Verſicherungs=
pflichtig ſind Arbeiter und Angeſtellte bis zu einem
Ein=
kommen von 2400 Mark. Die Kammer wurde geſchloſſen,
da am 24. Mai die Neuwahlen ſtattfinden, bei denen die
Hälfte der Kammer ſicher neu beſetzt wird.
Die Denkmalſchänder ermittelt.
* Berlin, 8. Mai. Den Bemühungen der
Charlotten=
burger Kriminalpolizei, der Täter habhaft zu werden, die
in der Nacht vom 10. auf 11. März das Kaiſer
Frie=
drich=Denkmal mit Anilinfarbe beſudelten und
mit der Aufſchrift „Rote Woche” verſahen, waren
erfolg=
reich. Als der Tat dringend verdächtig ſind 5 Perſonen
verhaftet worden, darunter ein Schankwirt, in deſſen Lokal
der Plan ausgeklügelt worden war. Die Beſudelung hat
angeblich ein Schloſſer Line begangen. Die drei anderen
Verhafteten ſtanden Poſten. Die Verhafteten ſind
ge=
ſtändig. Auf die Ergreifung der Täter waren damals
1000 Mark ausgeſetzt worden.
Die Dualafrage.
* Berlin, 8. Mai. Die Norddeutſche Allgemeine
Zei=
tung ſchreibt: Zur Dualafrage hat der Rechtsanwalt
Helvert der Preſſe eine Erwiderung auf die Denkſchrift
der Regierung zugehen laſſen. Auch dieſe „Erwiderung
enthält Unrichtigkeiten, die nur dadurch erklärlich ſind, daß
Rechtsanwalt Helpert die Denkſchrift nicht geleſen hat. Die
Norddeutſche Allgemeine Zeitung widerlegt im einzelnen
in einer Erwiderung die aufgeſtellten Behauptungen und
ſtellt ſchließlich den Bemängelungen der Denkſchrift die
Tatſache gegenüber, daß Helpert ſich nicht geſcheut habe, in
einer Petition an den Reichstag den ihm zugegangenen
amtlichen Beſcheid des Reichskolonialamtes, wie er in der
Denkſchrift dargelegt war, in ſinnentſtellender Weiſe zu
verſtümmeln.
Prinz Heinrich in London.
* London, 8. Mai. Prinz Heinrich von
Preu=
ßen wohnte heute in Vertretung des Kaiſers Wilhelm
einem Trauergottesdienſt in der
Weſtminſter=
abtei für den Herzog von Argyll bei Unter den
Anweſen=
den befanden ſich das Königspaar, der Prinz von Wales,
Prinzeſſin Mary, die Königin=Mutter Alexandra, die
Witwe des verſtorbenen Herzogs, Prinzeſſin Luiſe, und
andere Mitglieder der königlichen Familie.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Dringende Mitteilung an Alle!
Ihr vortreffliches Bioſon kann ich nicht dringend
ge=
nug empfehlen, ſo aute Dienſte hat es mir und meinen
Kindern geleiſtet. Ich trank es zur Stärkung meiner
in=
folge ſchlechter Verdauung ſtark derangierten Nerven und
hatte damit vollen Erfolg. Auch meinen drei etwas
ſchwäch=
lichen Jungens gebe ich Bioſon, bei denen ich die ſichtbare
gute Wirkung ebenfalls wahrnehme, ſo daß es ſtändia im
Haushalt verwendet wird. Clara Siering, Stettin,
Berg=
ſtraße 15. Unterſchrift beglaubigt: 28. 1. 14. Leiſtner, Kgl.
Notar. Bioſon, das Paket, mehrere Wochen ausreichend,
3 Mk., in Apotheken, Drogerien.
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Bei Appetitlosigkeit
Dr. Hommel’s Haematogen
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Warnung! Man verlange ausdrücklich den
Namen Dr. Hommel.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Nummer 127.
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Das Bankhaus Hermann Wertheim, Filiale
Darmſtadt, gibt im Inſeratenteil bekannt, daß es
beauf=
tragt iſt, Anmeldungen auf die am Dienstag, den 12. ds.
Mts. ſtattfindende Zeichnung von 12000000 Mark 4proz.
Frankfurter Stadt=Anleihe à 96,80 ſpeſenfrei
entgegen=
zunehmen. Angeſichts der günſtigen Finanzen und
Entwick=
lung der Stadt Frankfurt dürfte mit einem großen Erfolg
zu rechnen ſein.
So manchen Uebels iſt man Herr geworden, nur
einem ſcheint man nicht richtig beizukommen, vielleicht
weil man ſeine Verderblichkeit zu gering einſchätzt, und
das iſt das Aufbewahren und Lagern von Altmaterialien,
insbeſondere von Abfallpapier. Immer wieder leſen
wir von Kellerbränden, Bränden in Erdgeſchoſſen,
Magazinen uſw., die alle durch aufgeſammelte und loſe
aufbewahrte Abfallpapiere entſtehen. Erſt in den letzten
Tagen ging die Schreckensnachricht durch alle Zeitungen,
daß in New=York 14 Perſonen in einem Hauſe
ver=
brannt ſind, in welchem das Feuer im Erdgeſchoß
aus=
gebrochen war. Entſtehung und Urſachen dieſes
furcht=
baren Brandes beweiſen, daß das Obengeſagte
zu=
treffend iſt. Längſt ſchon ſollte das Anſammeln von
Abfallpapieren in loſen Haufen verboten, und dafür die
Aufbewahrung in feſt gepackten Ballen vorgeſchrieben
ſein, weil ſo die Feuergefährlichkeit beſchränkt, ja nahezu
ganz beſeitigt iſt. Preſſen, mit denen man Abfallpapiere
izu feſten Ballen zuſammenpreſſen kann, liefert die Firma
Ph. Mayfarth & Co., Frankfurt a. M.
Danksagung.
Für die liebevolle Teilnahme an
unſerem ſchweren Verluſte ſagen wir
Allen, insbeſondere dem Kriegerverein
unſeren innigſten Dank. (11694
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Christine Coy, geb. Lutzl.
Darmſtadt, den 8. Mai 1914.
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Geſtern entſchlief nach langem, ſchwerem
Leiden meine liebe Frau, unſere gute Mutter,
Schwiegermutter und Großmutter (11704
Frau Karoline Nagel
geb. Rühl
im 84. Lebensjahre.
Darmſtadt, Eßlingen, Hetzbach i. O.,
den 8. Mai 1914.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Samstag, den 9. d. M.,
nachmittags 4 Uhr, vom Portale des Beſſunger
Friedhofes aus ſtatt.
Todes=Anzeige.
Heute Nacht ¾1 Uhr entſchlief ſanft unſere
liebe Mutter
Frau Marie Mergott
geb. Heckwolf
nach langem, ſchwerem Leiden.
Darmſtadt, 8. Mai 1914.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Sonntag, 10. Mai,
nach=
mittags 5 Uhr, vom Sterbehaus,
Schwanen=
ſtraße 4, aus ſtatt.
(*12361
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Nachricht, daß es Gott dem
All=
mächtigen gefallen hat, meinen treubeſorgten
Mann, unſeren lieben Bruder
Herrn Philipp Kredel
im Alter von 27 Jahren zu ſich zu rufen.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt (Darmſtr. 39), 8. Mai 1914.
Die Beerdigung findet Sonntag, 10. Mai,
vormittags 11¾ Uhr, vom Portale des
Darm=
ſtädter Friedhofs aus ſtatt.
(11709
Todes=Anzeige.
Hiermit die traurige Nachricht, daß unſer
lieber Sohn und Bruder
(11685
Julius Marx
im 26. Lebensjahre nach längerem Leiden
ver=
ſchieden iſt.
Namens der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Marx.
Darmſtadt, den 8. Mai 1914.
Karlſtr. 36.
Die Beerdigung findet Sonntag, 10. Mai,
vor=
mittags 11 Uhr, vom Portal des iſraelitiſchen
Friedhofs aus ſtatt.
Dankſagung
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
und zahlreichen Blumen= und Kranzſpenden bei
dem Verluſte unſeres lieben, unvergeßlichen Kindes,
ſagen wir Allen, beſonders Herrn Pfarrer Dr.
Waitz für die troſtvollen Worte der Einſegnung,
ſowie meinen werten Kollegen vom
Milchhändler=
verein Darmſtadt unſeren innigſtgefühlten Dank.
In tiefer Trauer:
Familie Konrad Weſp.
Darmſtadt, den 2. Mai 1914. (11675
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und
Frei=
tags von 11—1 und 3—5 Uhr, bei freiem Eintritt.
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 10—1
Uhr (Eintritt 30 Pfg.),
Danksagung.
(Nur auf dieſem Wege.)
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer lieben, guten,
unver=
geßlichen Mutter, Schwiegermutter und Großmutter
Margarete Haun
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
Wagner für die herzlichen Tröſtungen am Grabe,
ſowie allen denen, die ſich ihr während ihrem
Leiden angenommen und ihr die letzte Ehre
er=
wieſen haben, unſeren herzlichſten Dank. (*13412
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Hamburg, München, 8. Mai 1914
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Teilnahme
an unſerem ſchweren, unerſetzlichen Verluſt ſagen
wir herzlichen Dank.
(*12343
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Margarete Bernhard Wwe.
Darmſtadt, den 8. Mai 1914.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer unvergeßlichen Mutter
Wilhelmine Schönemann
Dankſagung.
ſagen wir allen, beſonders Herrn Pfarrer Rückert
für die troſtreiche Grabrede unſeren innigſten Dank.
In tiefer Trauer:
die Kinder.
Darmſtadt, den 8. Mai 1914.
(B11708
ür den Prinz=Heinrich=Flug 1914 ſind weiter
7 gegangen: Ferdinand Jordis 10 ℳ. Ph. Heß 10
Finanzminiſter Braun 10 ℳ. Geh. Juſtizrat Hohenſtehl
6 ℳ. Kommerzienrat Louis Trier 50 ℳ. Kommerzi
rat Eugen Trier 50 ℳ. Bank für Handel und Induſtſ
Darmſtadt 100 ℳ. Bankdirektor Hugo Brink 20
Rittmeiſter von Harnier 5 ℳ. Bankbeamter AuguſtBll
1.50 ℳ. Zuſammen 262.50 ℳ, mit den bereits veröffelſt
lichten 510 ℳ insgeſamt 772.50 ℳ. Weitere Spend
nehmen wir gerne entgegen.
„Darmſtädter Tagblatt‟
Die Geſchäftsſtelle.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
treter: Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße
Nordamerika: „Armenia” über Halifax nach Baltimon
5. Mai 10 Uhr 45 Min. morgens Lizard paſſiert.
covado” von Neu=York nach der Levante, 5. Mai vo
Smyrna, „Pallanza” nach Kanada, 5. Mai 12
20 Min. mittags Eaſtbourne paſſiert. Prinz Adalbel
von Philadelphia kommend, 5. Mai 8 Uhr abends
Hamburg. — Weſtindien, Mexiko: „Schwarzwald” vol
Weſtindien kommend, 5. Mai 9 Uhr morg. in Havren
Südamerika, Weſtküſte Amerikas: „Artemiſia” 4.M
in Guayaquil, ausgehend. „Dacia” von dem La Platl
kommend, 5. Mai 6 Uhr morgens Dungeneß paſſien
„Habsburg” von Mittelbraſilien kommend, 5. Mo
11 Uhr morgens von Oporto. „König Wilhelm
nach dem La Plata, 6. Mai 2 Uhr 55 Min. morgeſ
Cuxhaven paſſiert. „Palatia” von Braſilien kommen
5. Mai nachm. in Antwerpen. „Pontos” von der Weſt
üſte Amerikas kommend, 5. Mai 4 Uhr nachm. Dungeneß
paſſiert. „Pruſſia” 5. Mai 12 Uhr mittags in Santos=
„Salamanca” 5. Mai morgens von Pernambuco,a
gehend. — Verſchiedene Fahrten: Vergnügungsdampfel
„Meteor”, fünfte Mittelmeerfahrt, 5. Mai 3 Uhr nachh.
in Monaco. „Rhenania” von Afrika kommend, 5. Mal
7 Uhr 40 Min. abends von Vliſſingen. „Windhuk”nach
Afrika, 5. Mai von Suez.
Tageskalender.
Samstag. 9. Mai.
Sitzung des Provinzialtages der Provi
Starkenburg um 10¼ Uhr im Rathausſaal.
Religiöſer Vortrag von Karl Richter um 8½ Uh
im „Kaiſerſaal”
Generalverſammlung des Kaufmänniſchen
Ver=
eins um 9 Uhr im Vereinslokal.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckereig
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren,
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträge
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripten
werden nicht zurückgeſandt.
Mummer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Seite 9.
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Seite 19.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Nummer 127.
Futterverſteigerung.
Die am 4. lfd. Mts. ſtattgehabte Verſteigerung der
Futter=
nutzung von einem Teil der ſtädtiſchen Pallaswieſe iſt genehmigt=
Die Mähſcheine können bei der Stadtkaſſe in Empfang genommen
werden.
Darmſtadt, den 5. Mai 1914.
Der Oberbürgermeiſter!
J. V.: Jaeger.
(11542fs
Bauplan=Offenlage.
Der von der Stadtverordneten=Verſammlung gutgeheißene=
Bebauungsplan über die Baublöcke nördlich und ſüdlich der=
Landgraf=Georgs=Straße am Oſtbahnhof liegt in der Zeit vom=
4. bis einſchl. 19. Mai ds. Js. auf dem Stadtbauamt, Grafenſtr. 30,
zur Einſicht der Beteiligten offen.
Einwendungen gegen den Plan ſind bei Meidung des Auss
ſchluſſes während dieſer Friſt dort vorzubringen.
Darmſtadt, den 29. April 1914.
(11176ss
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Jaeger.
Oktroi für Brennholz.
Die Schießhausſtraße, der Heinrichswingertsweg, die Lands
kron=, Moosberg= und Ludwigshöhſtraße ſind für oktroipflichtige
Gegenſtände geſperrt.
Zur Erleichterung der Holzabfuhr wird hiermit den Bewohnern
des ſüdlichen Stadtteils geſtattet, dieſe Straßen zu benutzen, wenn
ſie den Oktroi beim Hinausfahren in den Wald an der Erhebſtelle
in der Klappacher Straße auf Grund des Abfuhrſcheins entrichten
ſo daß beim Einfahren in die Stadt die Fuhrleute im Beſitz der
Quittung ſind, die den ſtädtiſchen Aufſichtsbeamten auf Verlangen
vorzuzeigen iſt.
Der Oktroi für das durch die Eſchollbrücker und Beſſungel
Straße in die Stadt einzuführende Holz iſt vorher an die Oktro
erhebſtelle Heidelberger Straße 17 bezw. 112 zu entrichten.
Für das Holz, das nicht in die Stadt eingebracht, ſondern au
die in der Gemarkung Darmſtadt liegenden Grundſtücke geſetzt wird
iſt ebenfalls der Oktroi beim Hinausfahren in den Wald zu entrichten
Gegen Zuwiderhandelnde wird auf Grund des Oktroi=Regle
ments Anzeige erhoben.
Darmſtadt, den 2. Mai 1914.
(11589sss.
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Schmitt.
Anlieferung von Maſterſteinen.
Mittwoch, den 13. Mai d. Js., nachmittags 5 Uhr, ſoll
im Büro der unterzeichneten Stelle die Anlieferung von zirka 410 chm
Pflaſterſteinen für die Gemeinde Eberſtadt in öffentlicher Submiſſion
vergeben werden, und zwar in zwei Loſen:
Los 1 Seeheimerſtraße zirka 250 cbm
Los 2 Schwanenſtraße „ 160 „
Voranſchlag und Bedingungen ſind auf der Großh.
Bürger=
meiſterei Eberſtadt einzuſehen, woſelbſt auch die Offerten, mit
ent=
ſprechender Aufſchrift verſehen, bis zu vorgenanntem Termin
einzu=
reichen und die Angebotsformulare gegen Vergütung der
Kopial=
gebühr erhältlich ſind.
Eberſtadt, den 6. Mai 1914.
(11581
Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.
Nächſter Zuchtviehmarkt in Darmſtadt
Dienstag, den 12. Mai 1914.
Darmſtadt, den 4. Mai 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Schmitt.
Großer Abbruch
Großer=
der früheren Güterabfertigung mit Güterſchuppen und
Eilgüterſchuppen
zu Darmſtadt.
Es wird von heute ab, um ſchnell zu räumen, ſämtl. ergeb.
Material zu den billigſten Preiſen abgegeben, und zwar:
2000 cbm Bruchſteine, 1400 qm Schichtſteine (Flonheimer),
50000 Stück dicke Backſteine, 30000 Stück Holzmänner
Blend=
ſteine, 60 cbm Hauſteine, als Treppentritte, Abdeckplatten,
Fenſter= und Türumrahmungen, 125 cbm Bauholz in allen
Dimenſionen, 3000 qm Bord, 1000 qm 4—5 cm ſtarke
Holz=
diele, Dachſchiefer, Zimmertüren, hölzerne und eiſerne Fenſter,
25 Stück Wellblech= und Holzrolltüren. (11083sms
Preiſe für Fleiſch
in der Stadt Darmſtadt
am 5. Mai 1914.
(Mitgeteilt von der Großh.
Zentral=
ſtelle für die Landesſtatiſtik.)
Häufigſter Preis in 3 pro Pfund
Ochſenfleiſch mit Beilage . . 96
Rindfleiſch „ „ 80 u. 90
Kuhfleiſch „ „ . . . 76‟)
Kalbfleiſch „ „ . . . 100
Hammelfleiſch „ . . . . 100
Schweinefleiſch,
, . . 70—90
Leberwurſt gewöhnliche . . 66
Blutwurſt,
. 66
Geräucherter Speck
. . . 100
Schweineſchmalz, inländiſches 80
*) Durchſchnittspreis.
Die Erhebung erſtreckte ſich auf
45 Metzgereien, und zwar auf 25,
in denen Ochſen=, Rind= od.
Kuh=
fleiſch, auf 16, in denen Kalbfleiſch,
auf 7, in denen Hammelfleiſch und
17, in denen Schweinefleiſch
ver=
kauft wurde.
Bekanntmachung.
In unſerem Handelsregiſter
wurde heute die Firma Johann
Dintelmann in Pfungſtadt ge=
(11706)
löſcht.
Darmſtadt, 29. April 1914.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Bekanntmachung.
In unſerem Handelsregiſter B
wurde heute bei der Firma Appel
& Preß in Pfungſtadt folgendes
eingetragen:
Der Geſellſchaftsvertrag iſt durch
Beſchluß der
Geſellſchaftsverſamm=
lung vom 24. März 1914
ge=
ändert:
Das Stamm=Kapital iſt auf
100000 Mk. erhöht. (11705
Darmſtadt, 29. April 1914.
Großherzogliches Amtsgericht II.
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Samstag, 9. Mai.
1914.
Bekanntmachung.
Dem Reichs=(Militär=)Fiskus, vertreten durch die Intendantur des XVIII.
Armee=
ſtres in Frankfurt a. M., iſt durch landesherrliche Verordnung vom 14. März 1914,
lazerungsblatt Nr. 11, das Recht erteilt worden, das zur Anlage eines
Militärluft=
ſihafens in der Gemarkung Weiterſtadt erforderliche Gelände, ſoweit nötig, im
Ege der Enteignung zu erwerben.
Die Königl. Intendantur des XVIII. Armeekorps in Frankfurt a. M. hat
rauf für den Reichs=(Militär=)Fiskus Antrag auf Enteignung der unten näher
Re chneten, in der Gemarkung Weiterſtadt gelegenen Grundſtücke geſtellt.
Flur
VIII
Nr.
49
52
53
58
60
61
96
Eigentümer
Egner, Guſtav Eheleute
Dieſelben
Dieſelben
Dieſelben
Weimer, Karl, Kutſcher
Wittmer, Wilhelm
Derſelbe
Adam Hamm IV. Eheleute
Wohnort
Darmſtadt
Weiterſtadt
Inhalt
der Ge= der zu
ſamt:
enteig=
nenden
fläche
Fläche
am
qm
3413 1 3413
1700
1700
1700
1700
2400 2400
2400 2400
3006 3006
1619 1619
1613
1613
1613 1613
2425 2425
2006
2006
Der Antrag nebſt Plan liegt vom 12. bis 25. Mai einſchließlich auf der
ßiesſtube der Großh. Bürgermeiſterei Weiterſtadt während der üblichen Dienſtunden
iedermanns Einſicht offen.
Zur Verhandlung über den Plan und die zu leiſtende Entſchädigung, ſowie zur
ltzegennahme etwaiger Einwendungen und Anträge wird Tagfahrt vor der
Lokal=
knrniſſion anberaumt auf
Donnerstag, den 28. Mai 1914, nachmittags 3 Uhr,
(Sitzungsſaal des Kreisausſchuſſes, Darmſtadt, Neckarſtraße 3).
Die Eigentümer, Pächter, Mieter und ſonſtige an den abzutretendem
Grund=
lie perſönlich Verechtigten, ſowie alle übrigen bei der Enkeignung Beteiligten wer=
Uhr aaufgefordert:
Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des Ausſchluſſes und Annahme
der Einwilligung in die beanſpruchte Abtretung oder Beſchränkung,
2. Erklärung auf die angebotene Entſchädigungsſumme bei Meidung der
Unter=
ſtellung der Annahme des Angebots,
3. Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Meidung des Ausſchluſſes mit
folchen,
4. Anträge auf Aufrechterhaltung beſtehender Laſten (Art. 19 des Geſ.) bei
Meidung des Ausſchluſſes mit ſolchen,
5. Anträge auf Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen, die für die
benachbarten Grundſtücke oder im öffentlichen Intereſſe zur Sicherung gegen
Gefahren und Nachteile notwendig ſind oder notwendig werden bei Meidung
des Ausſchluſſes mit ſolchen,
6. etwaige noch unbekannte Anſprüche und Rechte an die zu enteignenden
Grundſtücke bei Meidung des Ausſchluſſes mit ſolchen
dem oben erwähnten Termin münblich vorzubringen. Wer am perſönlichen
ßſtheinen verhindert iſt, hat ſich zur Vermeidung der vorgenannten
Rechts=
lchteile durch einen mit ſchriftlicher Vollmacht verſehenen Bevollmächtigten
ireten zu laſſen.
Zugleich werden die Eigentümer auf folgende Beſtimmungen der Art. 27 u. 9
Enteignungsgeſetzes beſonders verwieſen:
1a Artikel 27: Wenn dritte Perſonen als dinglich Berechtigte oder wegen ſonſtiger
Rechtsverhältniſſe bei der Enteignung beteiligt ſind, ſo muß ſie der Eigentümer
ſofort nach Zuſtellung der Bekanntmachung der unterzeichneten Behörde bezeichnen,
welche ſie ſodann unter Androhung des geeigneten Rechtsnachteils zu der
Tag=
fahrt vorzuladen hat.
Unterläßt der Eigentümer dieſe Bezeichnung, ſo bleibt er für dieſe
An=
ſprüche verantwortlich.
4. Artikel 9: Der Eigentümer des abzutretenden Grundſtücks muß von Zuſtellung
der Bekanntmachung an zu neuen Anlagen oder zu einer von der bisherigen,
beziehungsweiſe der gewöhnlichen abweichenden Art der Bewirtſchaftung die
Genehmigung der Königl. Intendantur des XVIII. Armeekorps in
Frank=
furt a. M. einholen, widrigenfalls dafür eine Entſchädigung demnächſt nur
inſoweit verlangt werden kann, als durch die Veränderung auch für den
öffent=
lichen Zweck, für den die Enteignung geſchieht, der Wert des Geländes erhöht
worden iſt.
Räumt der Eigentümer von dem obigen Zeitpunkt an einem anderen
ein dingliches Recht an dem zu enteignenden Grundſtück oder ein perſönliches
Recht auf deſſen Benutzung ohne Genehmigung des Unternehmers ein, ſo
ſteht jenem anderen an den Reichs=(Militär=)Fiskus ein Anſpruch auf eine
beſondere Entſchädigung nicht zu.
Der Unternehmer wird zu dem Termin unter dem Rechtsnachteile geladen,
im Falle ſeines Ausbleibens Verzichtleiſtung auf Fortſetzung des
Enteignungs=
pfüehrens unterſtellt und er mit den bis dahin entſtandenen Koſten belaſtet
wer=
wird .
Darmſtadt, den 8. Mai 1914.
Der Vorſitzende der Lokalkommiſſion:
Piſtor, Großh. Regierungsrat.
(11619
Vieferung von Hafer, Heu und Stroh.
Die für die Pferde der Kreis=Abdeckerei im Rechnungsjahr 1914 erforderlichen
tzer= und Streumittel ſollen öffentlich vergeben werden.
Angebote und mit Kennzeichen verſehene Haferproben ſind bis zum 12. d. Mts.,
tiangs 12 Uhr, bei uns einzureichen.
Die Bedingungen werden in dem Amtsgebäude, Neckarſtraße 3, Zimmer 11
igeſchoß abgegeben.
Darmſtadt, am 5. Mai 1914.
(11691
Der Kreis=Ausſchuß des Kreiſes Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Am 1., 4., 5., 7., 8., 11., 12., 14., 15. 18. und 19. Mai 1914, von 7 Uhr
vormit=
tags bis zum Einbruch der Dunkelheit, wird Schießen mit ſcharfer Munition von
Truppenteilen des XVIII. Armeekorvs auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten werden.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (Polizei=
Verordnung Kreisamt Darmſtadt, 25. September 1909.)
Darmſtadt, den 23. April 1914.
(10940a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Z. V.: von. Starck.
Bekanntmachung.
Die Kreisſtraße von Eberſtadt nach Bickenbach, und zwar vom Ende des
Ortspflaſters in Eberſtadt bis zur Kreisarenze Bensheim (km 7,00—11,2) iſt wegen
Ausführung von Kleinpflatter von Donnerstag, den 30. d. Mts. ab auf ca.
8 Wochen für ſämtliches Fuhrwerk (Geſpanne, Kraftfahrzeuge uſw.) geſperrt.
Der Durchgangsverkehr hat während der Dauer der Kleinpflaſterherſtellung
den aufgeſtellten Tafeln entſprechend zu erfolgen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen ſind nach § 2 der
Polizei=
verordnung vom 12. Februar 1308 ſtrafbar.
Darmſtadt, den 20. April 1914.
(10523a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
An die Schulvorſtänd: der Landgemeinden des Kreiſes.
Trotz mehrfacher Warnnagen durch die Behörden iſt der grobe und gefährliche
Unfug, nach vorüberfahrenden Fuhrwerken und Fahrzeugen, insbeſondere
Auto=
mobilen, mit Steinen zu werten, noch nicht ganz beſeitigt. Beſonders ſind die
ge=
ſchloſſenen Automobile dieſe: Beläſtigung ausgeſetzt.
Ebenſo ſind ſonſtige Beläſtigungen des Fuhrverkehrs, insbeſondere das
abſichtliche Stehenbleiben auf der Fahrbahn bei herannahenden Fahrzeugen,
das Anſchreien vorüberfaßzender Fuhrwerke und Fahrzeuge, das Nachlaufen
und Anhängen an die Fuhrwerke ungehörig und oft ſehr gefährlich.
Dieſem Unweſen kann nur dann wirkſam geſteuert werden, wenn ihm neben
den polizeilichen Behörden auch die Schulverwaltungsſtellen mit allem Nachdruck
ſent=
gegentreten.
Wenn Schulkindern die Obhut kleiner Kinder anvertraut iſt, wie dies auf dem
Lande häufig vorkommt, ſo haben dieſelben ihr beſonderes Augenmerk darauf zu
richten, daß die Kinder von der Fahrbahn wegbleiben und daß ſie die Fahrbahn nur
dann überſchreiten, wenn keine Fuhrwerke, insbeſondere keine Kraftfahrzeuge, in der
Nähe ſind.
Wir empfehlen Ihnen daher wiederholt, mit allen Mitteln der Belehrung, der
Verwarnung und, ſofern erforderlich, der Beſtrafung auf die Schuljugend entſprechend
einzuwirken und dabei namentlich auch daran zu erinnern daß für etwa angerichteten
Schaden die Eltern im vollen Umfange aufzukommen haben würden, ebenſo wie die
Eltern auch, wie aus der nachſtehend abgedruckten Vorſchrift des Heſſiſchen
Polizei=
ſtrafgeſetzes hervorgeht, in Strafe genommen werden können.
Darmſtadt, den 6. Mai 1914.
Großherzogliche Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt.
Fey.
Auszug aus Artikel 44 des Heſſiſchen Polizeiſtrafgeſetzes.
Wenn Eltern, Vormünder oder andere Perſonen, deren Obhut Kinder unter
12 Jahren oder ſonſtige unzurechnungsfähige Perſonen (§§ 51 und 55 des Deutſchen
Strafgeſetzbuchs) anvertraut ſind, es an der erforderlichen Aufſicht über dieſelben haben
ſehlen laſſen und dieſe während der Zeit, wo ſie ohne ſolche Aufſicht waren eine mit
Polizeiſtrafe bedrohte Handlung begangen haben, ſo werden die zur Beaufſichtigung
verpflichteten Perſonen beim erſten Fall polizeilich verwarnt, im Wiederholungsfalle
aber bis zu einem Dritteile der auf die Uebertretung ſelbſt geſetzten Strafe belegt.
An die Ortspolizeibehörden der Landgemeinden und die Gendarmerie
des Kreiſes.
Sie wollen nachdrücklich darauf achten, daß von den, durch die Ortſchaften
fahrenden Kraftfahrzeugen die vorgeſchriebene Fahrgeſchwindigkeit (15 Kilometer
in der Stunde) nicht überſchritten wird. Bei Zuwiderhandlungen iſt das Kennzeichen
zu notieren und Anzeige zu erheben. Auch Pferdefuhrwerke dürfen durch die
Ort=
ſchaften nicht übermäßig ſchnell fahren.
In engen Ortsſtraßen, desgleichen beim Bergabfahren auf ſteilen Ortsſtraßen
ſowie beim Ein= und Ausfahren in oder aus Höfen oder Häuſern und an Orten,
wo die Paſſage durch den Zuſammenfluß von Menſchen verengt wird, darf niemand
(11591si
anders als im Schritt fahren oder reiten.
Darmſtadt, den 6. Mai 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Gemäß § 2 Abſatz 4 der Polizeiverordnung über das Fahren mit Hunden
vom 29. November 1911 werden die Beſitzer von Zughunden hiermit aufgefordert,
bis ſpäteſtens 15. Juni 1914 die Erlaubnisſcheine zu erneuern.
Die Erlaubnisſcheine werden in der Stadt Darmſtadt von dem Großh.
Polizei=
amt, in den Landgemeinden von der Bürgermeiſterei des Wohnſitzes des
Hunde=
beſitzers erteilt, nachdem das Großh. Kreisveterinäramt bezw. ein praktiſcher Tierarzt
amtlich beſcheinigt haben, daß das ihnen vorgeführte Hundefuhrwerk den
Erforder=
niſſen der genannten Verordnung genügt. Hat der betreffende Hundebeſitzer im Kreis
(11590
keinen Wohnſitz, ſo iſt die Erlaubnis bei uns zu erwirken.
Darmſtadt, den 2. Mai 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Katiche Rachrichen des Greßb. Politiants Darnſadt
Gefunden: 1 gold. Damenring mit 2 roten Steinchen. 1 Kot=
Mall von einem Auto. 1 Weſtengürtel mit Uhr und Geldbetrag.
Mötille. 1 altes braunes Portemonnaie mit über 2 Mark Inhalt.
Mmittelgroßer Schlüſſel. 1 Brille mit Futteral. 1 Kinderſchirm.
Aſetchseckiges goldenes Medaillon. 1 Portemonnaie mit kleinem
Mtäſchchen und Geldbetrag. — Zugelaufen: 1 gelber Dackel.
raune Dogge.
(11594
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
er= Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
Widann ſich: 1 Dobermann. 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde
Unen von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
rdzen. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dort=
(11597
ſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 10. Mai,
nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Molheken geöffnet: Merckſche Engel=Apotheke. Rheinſtraße, und
unger Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von
ühr ab geſchloſſen.
Mitbaum=Bettſtelle (
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ruhmen) ſehr gut erhalten, bill
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Avterkaufen.
Müiller, Liebfrauenſtraße 27, I.
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H. Kaus, Grüner Weg 93,
Telephon 1591. (B9660
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 13. Mai 1914,
vormittags 9 Uhr,
ſollen die zum Nachlaß der
Katha=
rina Fiſcher von Ober=Ramſtadt
gehörigen Immobilien, Gemarkung
Darmſtadt:
Flur I Nr. 201 — 88 am
Hof=
reite Geiſtberg Nr. 2,
von Flur I Nr. 202 = 1170 qm
Hofreitegrund daſelbſt, die
Hälfte,
auf Antrag des Nachlaßpflegers
öffentlich meiſtbietend verſteigert
(VIII, 11096
werden.
Darmſtadt, 29. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
zebr. Kinderwagen bill. zu verkf.
G*12279) Blumenthalſtr. 54, III.
Kleiderſchr. (antik, eich.) zu verk.
S *12055mds) Taunusſtr. 47.
Bekanntmachung
betr. Ratſchläge für Kutſcher und Fuhrleute.
Im Intereſſe des Tierſchutzes ſowie aus verkehrs= und
ſicher=
heitspolizeilichen Gründen haben wir unter Mitwirkung des
ver=
ſtorbenen Hern Rittmeiſter Fenner und des Herrn
Oberlandesſtall=
meiſter von Wilich aus Mittein des Tierſchutzvereins für das
Groß=
herzogtum Heſſen Merkblätter herſtellen laſſen, die, in Stichworten
überſichtlich zuſammengeſtellt, Ratſchläge für Kutſcher und Fuhrleute
enthalten.
Es ſind darin behandelt die Kapitel Stalleinrichtung,
Stall=
pflege, Futtern, Hufbeſchlag, Geſchirre, Anſpannung, Peitſche,
Wagen=
behandlung, Hemmvorrichtung, Fahrregel und Beleuchtung.
Die Merkblätter werden in den nächſten Tagen durch die
Re=
viere an die Stallbeſitzer verteilt werden. Sie ſollen in den
Pferde=
ſtällen aufgehängt werden und auf die Kutſcher und Fahrburſchen
belehrend wirken in der Richtung eines zunehmenden Verſtändniſſes
für eine ſachgemäße Behandlung und Führung der Pferde.
Darmſtadt, den 5. Mai 1914.
(11598
Großherzogliches Polizeiamt.
J. V.: Stumpf.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Nummer 127,
Sonntag, den 10. Mai, ist unser Geschäft bis abends 7 Uhr geöffnet!
L
Lle
SSorer
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Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Nummer 127,
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Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
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do. unkdb. p. 1920 .
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do, unkdb. p. 1921 . .
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 85,00
1575
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(unkdb. p. 1921). .
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do. unif. Serie I
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do. „
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Rumänen v. 1903.
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do. Goldk v. 1913.
4½ 91,40
do. Schatzsch. v.
*4/10000
do. conv..
85,00
do. v. 1890
93,60
do, v. 1891
87,00
do, v. 1905
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do. v. 1908 .
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do. v. 1902 . .
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do. v. 1886
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Schweden v. 1890. .
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do. amort. v. 1895 . .
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do. v. 1896
99,60
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do. v. 1905
89,10
Japaner . .
63,85
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84.00
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68,80
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3½
do. . . . . .
Lissabon v. 1888
4‟
Moskau v. 1912
4½ 94,00
Stockholm v. 1880 .
Wien Komm..
Wiener Kassenscheine .4½ 98,80
Zürich v. 1889 .
Buenos Stadt v. 1892 . . . 6
Pfandbriefe.
1100,00
Berliner Hyp.-Bk-Pf.
do. unkäb. 1918. .
9360
9575
1919.
do.
do.
1921
94,75
1922.
95.75
do.
84,30
do. . . . . . . . . .
do. Komm.-Obl. unk. 1918
95,00
Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910
95,00
1915
5800
do.
1920 .
96,50
do.
dc. Ser. 12—19. . . . . . 3½ 86,40
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
unkdb. 1910,
. . . . 3½ 86,50
Frankf. Hyp.-Krod.-Ver.
94,00
Ser. 15—42
94,90
48—49
do. . . . . .
do. unk. 1922 „ 52
96,00
88,60
do. „ 1913..
do. Ser. 45 .
. 3½ 86,50
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
Ser. 12, 13, 16
96,90
96,90
do. . . . . „ 14, 15, 17
97,40
do. unkdb. 1920%
1925 .
4 9750
do.
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½ 84.90
do. „ 3—5 . . . . . . . 3½ 84.90
do. kündb. 1915 .
.3½
do. Komm. unk. 1913 4 96,.90
19141 4 96,90
do.
1916) 4 97,10
1920) 4 97,40
1925) 4 1 9750
do.
do. verlosb. u. kündb.- 3½ I 84.90
unkdb. 1915 3½ 84,90
do.
Meininger Hyp.-Bk. Pfab. 4% 94.60
4 95,80
do. nnkdb. 1922.
.. . 3½ 86,00
do. . . . .
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
unkdb. 1917)
94,00
1919
4 93,75
do. . . . ..
1921 4 94,00
do. . . ..
do. . . . . . „ 1924) 4 96,20
3½ 84,60
do. . . . . . . .
do. Komm. unk. 1923
4 95,20
1924
4 96,00
do.
9680
Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr.
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 88,20
Bank-Aktien.
Bank für elektr.
Unter-
nehmungen Zürich . . 10
Berg.-Märkische Bank.
Berliner Handelsges. . . . 8½ 152,10
Darmstädter Bank . . . . 6½ 116,80
4 92.50 Deutsche Bank. . . . . . .12½240,70
Deutsche Vereinsbank. . 6 118,10
1Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 1112,00
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 (187.75
Dresdner Bank . . . . . . . 8½ 1149,75
Dir.
Frankf. Hypothek.-Bank 10 213,00
do. do. Kred.-Ver.8½ (155,80
Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 1116,50
Nation.-Bank f. Deutschl. 6 112.30
Pfälzische Bank . . . . . . 7 123,05
Reichsbank . . . . . . . . .8.43 1135,60
Rheinische Kredit-Bank. 7 1127.00
149,00
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver.:
Wiener Bank-Verein . . . 8 1130,25
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 (127,50
Norddeutscher Lloyd. . . 8 1111.25
Frankfurt. Schleppschiff. 4 1116,00
Südd. Eisenb.-Gesellsch. .6½ 132.00
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 1115.00
6 91½
Baltimore
10 1191,00
Canada
7½ 1138,10
Schantung.
§ (155,00
Prinz Henry.
20,75
Lombarden .
6 111,00
Pennsylvania.
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik 28 1657,90
Chem. Fabrik Griesheim 14 1264,50
Farbwerke Höchst . . . . 30 631,00
Ver. chem. Fabr. Mannh.: 20
Zement Heidelberg . . . . 10 148,75
Chemische Werke Albertl 30 1453,00
Holzverkohl. Konstanz 15 1305,25
20
Lahmeyer . . . . . . . . . 6
Schuckert, Nürnberg. . . 8 1145,20
Siemens & Halske. . . . . 12 (210,00
5 122,00
Bergmann Elektr. . . . .
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 240,50
. . 25 333,00
Hagen Akkum. . . ..
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (174,50
Gummi Peter . . . . . . . . 0. 8000
Adler-Fahrradwerke . . . 25 332,50
Maschinenfabr. Badenia. 6 130,00
Wittener Stahlröhren . . 0 —
8½ 155,00
Motoren, Oberursel .
Gasmotoren, Deutz . . . . 9 1119,50
Siemens Glas-Industrie . 15 1236,50
23 288,00
Enzinger Filter .
10 141,75
Steaus Romana
Zellstoff Waldhof: . . . . 15 179,00
Bad. Zucker-Waghäusel .12,83/221,50
Neue Boden-Aktien-Ges. . C
Süddeutsche Immobilien 0 1 61,40
Bergwerks-Aktien.
Aumetz-Friede .
12 1535)
Bochum. Bergb. u. Gußst.) 14 1218,75
Leonhard, Braunkohlen . 9 1159,00
Konkordia Bergbau . . . 23 360,80
Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 (122.40
LEschweiler . . . .
. 10 228,75
pr.
Gelsenkirchen Bergw. . .11
Harpen Bersbau.
11
Kaliwerke Aschersleben - 10
Kaliwerke Westeregeln .
Königin Marienhütte .
Laurahütte . . . . .
Oberschles. Eisenbed.
Oberschl. Eisen-Industrie
Phönix Bergbau . .
Rheinische Braunkohlen
Riebeck Montan . . . . . .
South West.-Afr. Shares
Verzinsliche
Anlehenslose. (2f
Badische
. . TIr. 100 4
Cöin-Mindener . TIr. 1003½
Holländ. Komm. . A. 100 4
Madrider . . . . . Frs. 100 3
Meininger Präm.-Pfdbr. .
Osterreicher 1860er Lose . 4
Oldenburger . . . . TIr. 40) 3
Raab-Grazer . . . . H. 1502
Unverzinsliche
Anlehenslose.
Augsburger
.A.7
Braunschweig
TIr. 20
Mailänder
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do.
Fs. 10
Meininger . .
. A.7
Osterreicher v. 1864 . A. 100
do. v. 1858 . A. 100
A. 1004
Ungar. Staats
Venediger
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Türkische . . . . .. Fs. 400
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns. . . . .
20-Franks-Stücke . . . . . .
Amerikanische Noten . .
Englische Noten . . . . . . .
Französische Noten. . . . .
Holländische Noten . . . .
Italienische Noten . . . . .
Osterr.-Ungarische Noten.
Russische Noten . . . . . . .
Schweizer Noten. . . . . .
Reichsbank-Diskont .
do. Lombard Zsf. . .
Tendenz:
Behauptet.
Handel und verkehr.
— Frankfurt a. M., 8. Mai. (Börſe.) Die
An=
fangskurſe der heutigen Börſe waren etwas niedriger,
an=
ſcheinend im Zuſammenhange mit der immer noch
unge=
klärten Lage in Epirus und der unentſchiedenen Haltung
der geſtrigen Neu=Yorker Börſe, wo der erneute Rückgang
der Canada Shares verſtimmte. Im Verlauf befeſtigte
ſich der Montanmarkt und von dort ausgehend kam auch
auf den übrigen Gebieten eine etwas günſtigere Stimmung
zum Durchbruch, wozu wohl auch vereinzelte Deckungen
mit beitrugen. Beſonders konnten Schleſiſche Werte, u. a.
Caro Hegenſcheid, ſich befeſtigen. Ferner wurde für
Gel=
ſenkirchen im Zuſammenhange mit dem
Millionenauf=
trag für ſüdamerikaniſche Rechnung Stimmung gemacht.
Ein lebhafterer Verkehr konnte ſich auch heute nicht
ent=
wickeln. Das Geſchäft hält ſich andauernd in den
eng=
ſten Grenzen. Der Kaſſamarkt lag teilweiſe ſchwächer,
be=
ſonders Chemiſche Werte. Niedriger notierten u. a.
Scheideanſtalt 6½, Anilin ca. 4 Prozent, Goldenberg 2¼,
Weiler ter=Mer 2½ Prozent. Von ſonſtigen Werten
Mo=
toren Oberurſel 2, Gritzner Maſchinen ca. 3, Siemens
u. Halske ca. 2, Faber Bleiſtift 3 Prozent. Fonds waren
nicht weſentlich verändert bis auf Mexikaner, von denen
die innere Anleihe ½ Prozent, die 5 prozentige äußere
An=
leihe 0,80 Prozent anziehen konnten. Geſamt=Tendenz
behauptet.
H. Frankfurt a. M., 8. Mai. (
Börſenwochen=
bericht.) Die Börſe wurde dieſe Woche von den
ver=
ſchiedenſten Strömungen hin= und hergeworfen und die
Tendenz wechſelte unvermittelt, je nach dem Eintreffen
von Nachrichten, die dann faſt überwiegend wieder
demen=
tiert wurden. Nur eine Tatſache ließ ſich nicht abſprechen,
nämlich die Aeußerungen des Generaldirektocs vom „
Phö=
nix” Beukenberg, beim Feſtmahl des Vereins deutſcher
Eiſenhüttenleute. Er konſtatierte zunächſt, daß die
Markt=
lage im Eiſengewerbe zurzeit ſehr ungünſtig ſei, aber es
ſehe faſt ſo aus, als wenn die Induſtrie das Schlimmſte
noch vor ſich habe. Daß es in der Eiſeninduſtrie ſchlecht
geht, weiß man längſt, aber wenn man eine ſolche
Erklä=
rung von hervorragender Stelle hört, macht es noch mehr
Eindruck. Der Schwerpunkt der Rede Beukenbergs liegt
aber in der Vorausſage noch ſchlechterer Zeiten. An der
Börſe bildeten die paar Worte das Hauptgeſpräch. Die
einen meinten: Wie kann der Leiter eines großen Werkes
die Tendenz ſeines eigenen Marktes verderben? Denn
nun wird die Zurückhaltung der Käufer, die ſchon jetzt nuc
von der Hand in den Mund kaufen, noch wachſen. Die
Skep=
tiker werfen ein, es werde wohl bald eine Erklärung
fol=
gen, daß die Aeußerungen nicht ſo ſchlimm gemeint
ge=
weſen ſeien. Aber es fanden auch noch ſchärfere Kritiken
darüber ſtatt. Wieder andere glauben, man wolle mit
dem Peſſimismus in der Eiſeninduſtrie den Beſtrebungen
nach B=Verbänden, die von neuem im Gange ſind, in die
Hände arbeiten. Beukenbergs Worte hätten aber gar nicht
die Bedeutung erlangt, wenn ſie nicht von den Baiſſiers
ſo gierig aufgegriffen und verwertet worden ſeien.
Augen=
blicklich arbeitet an der Börſe eine kleine, aber verwegene
Baiſſe=Clique, die dadurch eine Unterſtützung hat, daß die
Umſätze ſehr gering bleiben, da nirgends Aufnahmeluſt
beſteht, und ſo bringen oft kleine Abgaben ſtärkere
Kurs=
verluſte. Dabei iſt man auch wegen Albanien wieder
nervöſer geworden, und dabei ſprechen neuere Gerüchte
davon, daß der Geſundheitszuſtand des Kaiſers von
Oeſterreich ungünſtiger ſei, wie die offiziellen Berichte
er=
kennen laſſen. Schließlich beunruhigt der Gedanke, daß
der ſchon lange vergeblich erhoffte Aufſchwung des
ameri=
kaniſchen Wirtſchaftslebens durch einen eventuellen Krieg
der Union mit Mexiko weiter auf unbeſtimmte Zeit
hin=
ausgeſchoben werden könnte. All dieſe Momente, die von
der Börſe viel ſchwärzer aufgenommen und beachtet
wer=
den, als ſie in Wirklichkeit eintreffen dürften, bewirkten
während der erſten Wochenhälfte eine ſchwankende
Hal=
tung bei matter Tendenz. In der Zwiſchenzeit erfolgten
dann auch zeitweiſe Deckungskäufe der Kontremine, die
Erholungen brachten. Dann entwickelte ſich auch auf dem
Bankenmarkt größeres Geſchäft auf die verſchiedenſten
Kombinationen, daß wieder Fuſionen geplant ſeien.
Einen erheblichen Kursſtand erzielten Nationalbank für
Deutſchland, die man zunächſt zur Fuſionierung mit einer
Großbank vermutete, aber bisher ſind überall nur
Demen=
tis erfolgt. Ueber die Nationalbank hört man zur
Be=
gründung ihrer Preisbeſſerung noch die Angabe, das
In=
ſtitut bemühe ſich, die Petroleumintereſſen der ihr
nahe=
ſtehenden Deutſchen Orientbank an den Petroleumkonzern
der Deutſchen Bank zu übertraggn. Es ſoll ſich dabei um
Erdölkonzeſſionen in Meſopotamien handeln.
Am Geldmarkte iſt keine Veränderung eingetreten, da
die Bedürfniſſe der Börſe kaum nennenswert ſind, und der
Privatdiskont bleibt ſtabil zwiſchen 2½ und 2/0 Prozent.
Unter dem Einfluß der allgemeinen Börſenſituation hat
das Privatpublikum nur für Anlagepapiere Intereſſe, das
auch unvermindert anhält und den zur Subſkription
auf=
gelegten Werten ſehr zugute kommt. Die am 8 ds.
auf=
gelegten Bosniſch=herzegowiniſchen Anleihen dürften
da=
her den beſten Erfolg gehabt haben; ebenſo die am 12. ds.
kommende 4prozentige Frankfurter Stadtanleihe, für
welche ein Emiſſionspreis von 96,80 Prozent feſtgeſetzt
wurde, ſtark genommen werden.
Am deutſchen Hypothekenmarkte ſind die
Verſicher=
ungsgeſellſchaften neuerdings etwas lebhafter tätig, ihre
Sätze bewegen ſich ein wenig unter denen der
Hypotheken=
banken. Im übrigen kann man die Verhältniſſe dahin
charakteriſieren, daß die potenten Darlehnsſucher die hohen
Zinsſätze nicht bewilligen, während andererſeits nicht
erſt=
klaſſige Beleihungsobjekte von den Hypothekenbanken
ab=
gelehnt werden. Aus dieſem Grunde ſind die Umſätze
ſehr geringfügig und zweite Hypotheken ſind noch immer
nur ſehe ſchwer zu plazieren.
Zu den Einzelheiten des Verkehrs übergehend lagen
Deutſche Renten, Städteobligationen und Pfandbriefe
recht feſt und nur 3prozentige Reichs und 3prozentige
Preuß Konſols, in denen ziemliches Ultimogeſchäft
ſtatt=
findet ſind um Bruchteile billiger Ausländiſche
Staats=
fonds weiſen geringe Veränderungen, ausgenommen die
verſchiedenen Mexikaner, welche kräftig avancierten dann
aber wieder etwas ſchwächer ſchließen, auf. Von
Trans=
portaktien haben Südd. Eiſenbahn=Geſellſchaft um mehrere
Prozente ſteigen können, während Schiffahrtswerte
mat=
ter ſchließen; ebenſo Orientbahnen niedriger auf die
Diffe=
renz zwiſchen Oeſterreich und Serbien in bezug auf die
Behandlung der ſerbiſchen Strecken, wodurch die
Aus=
ſchüttung ſich weiter verzögere. Montanpapiere meiſt
ab=
geſchwächt, beſonders aber Phönix, während für
Gelſen=
kirchener und Concordia eine günſtigere Meinung beſtand,
die auch den Kurs beeinflußten. Für Harpener Bergbau
macht man ſich in Börſenkreiſen auf eine Dividende von
etwa 9 bis 10. Prozent gefaßt, gegen 11 Prozent im
Vor=
jahre Am Kaſſainduſtriemarkt herrſchte im allgemeinen
Realiſationsluſt, ſo daß überwiegend Einbußen zu
ver=
zeichnen ſind Feſter waren Deutſche Gold= und Silber=
Scheideanſtalt um faſt 10 Prozent in Erwartung eines
befriedigenden Bilanzabſchluſſes; ferner noch Chemiſche
Albert Dürkopp und beide Zuckerfabriken höber. Auf
Elektrizitätswerte drückten die Aeußerungen des
General=
direktors Rothenau, daß zwar der Tiefpunkt der
konjunk=
turellen Einſenkung zurzeit erreicht ſei und von einem
merklichen Rückgana der Beſchäftigung nicht die Rede ſein
könne, aber der Geſchäftsgang wäre, wenn auch nicht
ſchlechter, jedoch ruhiger geworden. Das im vorigen
Jahre konſtatierte Tempo ſtürmiſcher Aufwärtsbewegung
hat ſich verlangſamt.
Der Wochenſchluß geſtaltete ſich nach ſehr ſtiller
Eröff=
nung lebhafter und die Tendenz wurde unter
Unter=
ſtützung von größeren Deckungen feſter. Dies gilt
vor=
wiegend vom Wochenmarkt, wo beſonders Phönix und
Gelſenkirchener Bergwerks=Geſ.=Aktien anſehnlich beſſer
ſchließen; bei den letzteren ſtimulierte die Nachricht, daß
die Geſellſchaft von der argentiniſchen Regierung einen
Auftrag auf Lieferung von 65000 Tonnen gußeiſerner
Röhren im Werte von rund 9 Millionen Mark für
Kana=
liſations= und Waſſerleitungszwecke erhalten habe. Am
Kaſſagebiet waren Holzverkohlung anziehend.
Es ſchließen: 4proz. verlosb. Preuß Schatzſch. 99 G.,
4proz. Reichs 99,10. 4proz. Reichs (rückzahlbar 1918) 98,70.
3½proz. Reichs 86,80, 3proz. Reichs 77,80, 4proz. Heſſen
von 1899 97.50. 4proz. Heſſen von 1906 97,60, 4proz. Heſſen
von 1908/09 97,50. 4proz. Heſſen (rückzahlbar 1921)
3½proz. Heſſen 84,60, 3proz. Heſſen 75,40. 4proz. Dag
ſtädter Neue 95 G., 4proz. Darmſtädter 95.— 3½
Darmſtädter 87,30, 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr (Se
23—26) 97,40 G., 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (Secie
97,50 G 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (Serie3.
84,90, 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (Serie 9—11)8475
4proz. Heſſ. Kommunal=Pfdbr. Serie 13—14) 97,40
4proz. Heſſ. Kommunal=Pfdbr. (Serie 15) 97,50 G., 3½pro
Heſſ. Kommunal=Pfdbe. (Serie 1—3) 84,90, 3½proz. Heilll
Kommunal=Pfdbr. (Serie 4) 84,90 G., 4proz. Naſſ. Landen
bank=Pfdbr. 99,—, 3½proz. Naſſ. Landesbank=Pfdbr. 91,
3proz. Naſſ. Landesbank=Pfdbr. 88 G. Genua=Loſe 215
Türkiſche Loſe 166,— Raab=Grazer Anrechtsſcheine 32
Donau=Regulierung 156,— Gothaer Prämie II 12
Darmſtädter Bank 117,—, Südd. Eiſenb.=Geſ. 132.—.
dad=Türken S. I 77,60, Bagdad=Türken S. III 75,80, Solll
Weſtafrika 115¾, Otavi=Anteile 116½, Otavi=Genußſchll
100.—. Aluminium 273‟ Adlerwerke Kleyer 332½, Deut
Golde= und Silber=Scheideanſtalt 627,—. Chemiſche Mll
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200,— Brown Boveri u. Co. 146½, Lederwerke vo
Spicharz. Offenbach a. M. 84,20 G., Reiniger Gebhall
u. Schall 194,70 B., Ludwigsh. Walzmühle 159 G Bell
Motoren 181,—, Daimler=Motoren 392¼, Bielefelder
ſchinen Dürkopp 312,— Faber u. Schleicher, A.=G., O
bach a. M 100 B.. Mannesmann Röhrenwerke 205
Moenus=Maſchinen 167,60, Naphtha 403.— Deutſche
lagsanſtalt 169,— Waggon=Fabr. Fuchs, Heidelberg 131
Zuckerfabr. Frankenthal 419,—. Chemiſche Weiler 217,50
Chemiſche Goldenberg 232,50 G., Maſchinenfabrik u
ner 265 6.
— Zahlungen an Poſtkaſſen mitte
Schecks. Zur Förderung der bargeldloſen Zahlungl
werden bei den an Reichsbankplätzen befindlichen Kaſſel
der Reichs=Poſtverwaltung außer Poſtſchecks und Reic
bankſchecks auch Schecks auf Banken, Anſtalten, Genoſſe
ſchaften und Sparkaſſen in Zahlung genommen, wenn
im Scheck als Bezogene genannte Bank uſw. ihre Geſchäffl
ſtelle im Orte hat und ein Girokonto bei der Reichsbal
ſtelle des Ortes unterhält. Derartige Schecks können
in Zahlung gegeben werden bei Einzahlungen auf Poſtil
weiſungen und Zahlkarten, beim Einkaufe von Wertzeichll
im Betrage von mindeſtens 20 Mark, bei Entrichtung
Fernſprechgebühren, geſtundeten Portobeträgen,
grammgebühren, Zeitungsgeld, Schließfachgebühren.
mit Scheck eingelieferten Poſtanweiſungen und Zahlfll
ten werden von den Poſtanſtalten abgeſandt, ſobald
Reichsbank den Betrag der Poſtkaſſe gutgeſchrieben hül
Es iſt dafür geſorgt, daß dieſe Gutſchrift möglichſt räll
erfolgen kann. Eine vorzeitige Abſendung der Poſtann
ſungen und Zahlkarten — vor der Gutſchrift — tritt jed
ein, wenn die Teilnehmer an dem Verfahren für die voll
ihnen ausgehenden Poſtanweiſungen und Zahlkarten beiſſ
Poſtamt bis zur Höhe der Einzahlungen Sicherheitge
ſtet haben. Die von öffentlichen Behörden, Kaſſenü
Anſtalten ſowie von Sparkaſſen der Kreiſe, Stadt= Un
Landgemeinden aufgelieferten, mit Schecks beglichenel
Poſtanweiſungen und Zahlkarten werden ohne Siche
heitsleiſtung vor der Gutſchrift der Schecks abgeſan
wenn ſich die Behörde uſw. mit der Poſtanſtalt überd
ein für allemal zu beobachtende Einlieferungsverfahle
verſtändigt hat.
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[ ← ][ ][ → ] Weriner Stimmungsbildter.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
ſer und Kunſt. — Die Große Akademiſche Kunſt=
Aus=
ung. — Frühere und jetzige Beachtung. — Was der
ſechiter Glaspalaſt bietet. — Eine Ausſtellung alter
itt. — Geheimrat Bode und ſein Einfluß. — Die Ernte
Jahrzehnts. — Im Märkiſchen Muſeum. — Aus
ſſräſcher Vergangenheit. — Unſere Altvordern vor
drei=
ſſſind Jahren. — Amerikaniſche Gäſte. — Das „Mirakel”.
Wenn der Lenz in der Weltſtadt ſeinen ganzen Zauber
iltet, wenn auf jedem freien Plätzchen innerhalb der
hert Häuſerreihen buntfarbige Blumen aufſprießen, die
eus der ſtädtiſchen Behörden auf das liebevollſte gehegt
den und uns ein Stück inniger Poeſie in die vielge=
Uitte Steinwüſte bringen, wenn wir jetzt des öfteren
ßinenuntergänge haben, die uns nach dem Orient ver=
En könnten, dann treten die Künſtler mit der Natur
ſdem Wettkampf, draußen, in den Glashallen des Moa=
Ausſtellungspalaſtes. Gerad im Frühling fluten
i= künſtleriſche Wogen über Berlin herein und ſuchen
Intereſſe unſerer kunſtliebenden Kreiſe in Anſpruch
ſtehmen. Es gelingt ihnen nur teilweiſe, bei weitem
Ii mehr in ſo hohem Grade, wie einſt, als man mit
Msarſter Spannung der Eröffnung der „Großen
ſe demiſchen” entgegenſah, deren Hauptwerke man
Aner wieder und wieder in zahlloſen Unterhaltungen
be=
ſtelte. Jetzt bietet unſere Stadt zuviel auch auf künſt=
Eſhem Gebiet während des ganzen Kreislaufes des
ſees, und daneben wird die Aufmerkſamkeit durch
an=
ſ Veranſtaltungen und Vorgänge ſo ſehr abgezogen,
innan der einen Ausſtellung nicht mehr jene frühere
ſhtung ſchenkt. Das zeigt ſich auch in den Zeitungen,
chemals eine ganze Reihe von Aufſätzen mit eingehen=
Beſprechungen veröffentlichten, während ſie ſich heute
f mit kurzen Ueberblicken begnügen. Natürlich wird’s
Künſtler ärgern und kränken, es mag ſie auch in
wirt=
ſfllicher Beziehung empfindlich ſchädigen, iſt aber nicht
zu ändern, — eng hängt’s mit dem Gang der Zeit
der Entwicklung Berlins zuſammen Noch eins kommt
Ulizm: das iſt eine gewiſſe Gleichförmigkeit jener
Aus=
ſſlümngen, die ſeit langem nichts „Senſationelles” mehr
lien, dies oder jenes Werk, das man geſehen haben muß.
s ferneren erſchwert die wachſende Zahl der
vorhande=
ſt Wemälde und Skulpturen die Orientierung, der
Inhalt=
m imehr denn 70 Sälen wirkt ermüdend und zerſtreuend.
ſin ſagt ſich bald, daß man das hier ſo aus dem Vollen
bretene garnicht bewältigen und recht würdigen kann,
n beſchränkt in vielen Fällen ſeinen Beſuch auf das eine
Und doch verdient gerade die diesmalige
Aus=
lllung eine regere Teilnahme. Auch ſie bietet zwar
Ahis Außergewöhnliches ſie enthält jedoch von den
ver=
lledenſten Seiten eine Fülle guter und ernſter Arbeitn,
Ainen klaren Ausdruck der neueren und neueſten (nicht
Aecnſten) Kunſt bilden. Den ſogenannten „Kitſch” hat
Im glücklich ferngehalten, über einzelnes Fragwürdige
lſt man gern hinweg, denn darauf trifſt man eigentlich
tall; man freut ſich des tüchtigen Strebens und
künſt=
ſchen Lebens, das uns warm und anſprechend umgibt.
mäheres Eingehen müſſen wir uns für heute verſagen,
oll willig nachgeholt werden, wenn der
Wochen=
rrniſt prüfend Ausguck hält nach neuen Anregungen,
Adenen es jetzt hier wahrlich nicht fehlt. Erwähnt ſei nur,
t der Ehrenſaal uns einen Rückblick auf die „Ver=
Uner Kunſt der Zeit Wilhelm I.” ermöglicht,
ſhi ger ermöglichen ſoll, denn die hier vorhandenen etwa
Bemälde bilden doch nur einen ſehr winzigen
Aus=
ſrigt jener Epoche, die ihren hauptſächlichſten Glanz vom
Ihiee Menzels empfing. Auch hier überragt er rieſengroß
ße Gefährten, von denen uns viel Tüchtiges gezeigt
Ut, ohne daß ſich dies ſo ganz beſonders von dem
In=
lſtder anderen Säle abhebt. In dieſen finden wir dann
Ih eine ſehr reiche Aquarell= und Paſtell=Abteilung mit
ſitigen, wertvollen Gaben und acht
Sonderaus=
llmgen von Malern, unter denen jene des betagten
u is Douzette mit ſtimmungsvollen
Mondland=
liften uns die Schritte hemmen läßt. Auch Karl
ropſtein der bewährte Berliner Tiermaler,
ver=
ſinge eine Zuſammenfaſſung ſeiner Leiſtungen, ebenſo der
ſäener A. von Brandis mit ſeinen feinen Interieurs
ſeiner ſo wirkſam vorgetragenen Freude an Sonne
und Licht. Die im Ehrenſaal aufgeſtellte Büſte des Kaiſers
von Max Bezner von der jüngſthin wegen ihrer
Pariſer Abweiſung ſo viel die Rede war, iſt eine recht
gute Leiſtung, erreicht aber nicht den künſtleriſchen Wert
der gleichen Büſten von Ludwig Manzel und Walter
Schott.
Am ſelben Tage, wie die Große Kunſtausſtellung,
öff=
nete auch die Akademie der Künſte am Pariſer Platz ihre
Pforten zu einer vom Kaiſer Friedrich=Muſeums=Verein
veranſtalteten Ausſtellung alter Kunſt aus
Berliner Privatbeſitz. Wie ſehr zeigen doch die
Schätze dieſer ſieben Säle den Umſchwung gegen früher
im Berliner Kunſtleben! Gewiß hat es ſeit dem erſten
Drittel des vorigen Jahrhunderts hier nicht an
Kunſt=
freunden gefehlt — davon zeugt ja am beſten unſere
National=Galerie, die aus der dem Staat vermachten
Privatſammlung des Konſuls Wagener hervorgegangen
— aber es handelte ſich meiſt um ein recht planloſes
Sam=
meln, ganz nach perſönlichem Geſchmack und von ungefähr
eingeflößter Liebhaberei, gelegentlich mochten auch billige
Käufe beſtimmenden Einfluß haben. In dieſe vorhandene
Sammelluſt brachte erſt Wilhelm Bode der
General=
direktor unſerer Muſeen, Syſtem, er ſtand unſeren
Samm=
lern ratend und tatend zur Seite er lenkte ihre
Aufmork=
ſamkeit auf beſondere Kunſtperioden und wußte ſie zu
be=
ſtimmen, ſich darauf zu beſchränken, um auch die Berliner
Privatgalerien auf eine höhere Stufe zu bringen, wie ihm
dies ſo meiſterhaft bei unſeren Muſeen gelungen Nicht
zufrieden damit, erweckte er in Berlin etwas, was vor ihm
kaum oder doch nur recht kümmerlich vorhanden war: das
Mäcenatentum im Kreiſe der Privatleute. Mit Recht hob
bei ſeinem vor mehreren Jahren ſtattgefundenen Jubiläum
einer ſeiner treueſten Verehrer hervor, daß Bode’s eigene
Muſeumsſtiftungen unſeren Reichen ein doppelt ſcharfer
Anſporn waren. Die Wucht der Tatſache riß ſie mit ſich
fort, ſie ſahen ſchnell ein, daß hier nicht um der eigenen
Perſon, ſondern nur um der Sache willen Opfer gebracht
wurden, und ſie gewöhnten ſich daran, die Mittel zur
Er=
werbung von Kunſtſchätzen auch dann zur Verfügung zu
ſtellen, wenn ſie nicht allein die Freude an ihrem Beſit haben
können, ſondern dieſe auch die Oeffentlichkeit in weiteſtem
Maße mit ihnen teilt. Dieſe Befriedigung wird nicht die
ſchlechteſte Ernte ihres Lebens ſein, und es iſt
anzu=
nehmen, daß ſo manches Werk aus der erwähnten
Aus=
ſtellung von ſeinem Beſitzer ſchon jetzt für das Kaiſer
Friedrich=Muſeum beſtimmt iſt. Den Einfluß Bodes merkt
man auch bei all dem Herrlichen, das dieſe Akademie=Säle
bergen und das innerhallb von zehn Jahren nach Berlin
gewandert iſt, einen zehnfachen Millionenwert verkörpernd.
Die Holländer und Flämen ſtehen obenan, mit Rubens
und Rembrandt, aber auch Italiens beſte Renaiſſancekunſt
ward aufmerkſam berückſichtigt. Außer den Gemälden und
einzelnen Skulpturen kommen auch Gobelins und
Holz=
ſchnitzereien zur Geltung, des ferneren Bronzan und
Kera=
miken, alles von erleſener Art. Wie der Inhalt der
Aus=
ſtellung im Glaspalaſt im großen Rahmen das Wachstum
und die Bedeutung Berlins als Kunſtſtadt zeigt ſo in
anderer Weihe jener im vornehmen Heim unſerer Akademie
der Künſte — über beides kann man ehrliche Freude
emp=
finden!
In ferne Vergangenheit führt uns eine andere
Aus=
ſtellung, die ihren Platz im Märkiſchen Muſeum
er=
halten hat. Das letztere, deſſen ſtolzer, in altertümlichen
Formen gehaltener, markiger Backſteinbau nahe den
Flu=
ten der Spree aufragt und ſich ſofort Beachtung erzwingt,
wird leider bisher viel zu wenig berückſichtigt, ſowohl von
Einheimiſchen, wie von Fremden. Und doch kann man
ſich hier ſo recht zurückverſetzen in jene Zeiten, aus deren
ſtillem, vorbereitendem Schaffen die heutige,
vielbewun=
derte, gewaltige Weltſtadt entſtanden iſt. Es iſt ja auch
der Zweck dieſes, im Jahre 1874 gegründeten Muſeums:
die natürliche und geſchichtliche Entwickelung des
Stamm=
landes des preußiſchen Staates und ſeiner Hauptſtadt
ſinnfällig vor Augen zu führen. Unſeres Stadtbaurats
Hoffmann genialer Kunſt iſt es zu danken, daß in
erſtaun=
licher Mannigfaltigkeit die einzelnen Räume für ihren
In=
halt geſchaffen wurden, daß ſich beides eng ineinanderfügt,
was man im allgemeinen von den wenigſten Muſeen ſagen
kann. Jene Ausſtellung nun, von der wir geſprochen,
um=
faßt die Ergebniſſe merkwürdigſter und feſſelndſter Funde
aus prähiſtoriſchen Zeiten beim nahen Buch.
Man ſtieß auf ſie gelegentlich umfaſſender ſtädtiſcher
Bau=
ten, und es iſt dem verdienſtvollen Altertumsforſcher Dr.
Kiekebuſch zu danken, daß man die von Mutter Erde ſo
ſorgſam gehüteten Reſte eines vor tauſend Jahren
vor=
handenen Dorfes umſichtig ſammelte und ſie nun in zu=
Z e ee
uns, uns eine Vorſtellung zu machen vom Wohnen, Leben
und Treiben jener einſtigen Inſaſſen des märkiſchen
Bodens. Auf das deutlichſte erſteht die geſamte
Anſiede=
lung, die an hundert Häuſer umfaßte, vor uns, wir werden
mit den häuslichen Arbeiten der Frauen, denen der
Web=
ſtuhl nicht unbekannt war, mit den Spielen der Kinder, mit
den Jagd= und Kriegszügen der Männer, mit frohen
Feſten und düſteren Begräbniſſen vertraut gemacht.
Arm=
ſelig und langweilig ſcheint es durchaus nicht in jenem
Dorfe zugegangen zu ſein, von allerhand Schlemmereien
erzählen die feſten Ueberbleibſel der Tafelfreuden und
mächtige, in die Erde eingelaſſene Gefäße, die den Meth
enthielten. Auch künſtleriſchen Sinn hegten jene
Alt=
vordern, das beweiſen die verſchiedenen Ornamente und
ſonſtigen Verzierungen auf den Tongefäßen.
Schade, daß unſere amerikaniſchen Gäſte, die
hauptſächlichſten Hotelbeſitzer der Vereinigten Staaten,
während ihres hieſigen Beſuches nicht Zeit fanden, jene
Ausſtellung zu beſuchen. Sie halten ja Berlin für eine
durch und durch moderne Stadt, deren geſchichtliche
Er=
innerungen von keinerlei Bedeutung und Einfluß ſind.
Da wären ſie nun eines anderen belehrt worden und
vielleicht wäre ihr Staunen über all das Neue, Schöne und
Praktiſche, das ihnen hier aufgeſtoßen und ihr Gefällen
erregt, noch größer geweſen, wenn ſie in jenem Muſeum
die Darſtellungen Berlins aus der zweiten Hälfte des
letz=
ten Jahrhunderts betrachtet hätten. Und da ſie die
Gegen=
ſätze lieben, an denen bekanntlich jenſeits des Atlantic kein
Mangel iſt, ſo hätten ſie ſich mach einer Wanderung durch
das Märkiſche Muſeum nach dem Zirkus Buſch begeben
und dort einer Vorführung des Reinhardtſchen „
Mira=
kels” beiwohnen müſſen. Tauſende von Menſchen in
dem einen Raum, unten die eleganten
Frühlingsgewän=
der der Damen, oben die Alltagskleidungen
hartſchaffen=
der Männer und Frauen, überall Spannung und
Ergrif=
fenheit — auch das ein merkwürdiges Weltſtadtbild! Die
ſzeniſche Kunſt Reinhardts verſteht es, in Verbindung mit
Vollmoellers Myſterienſpiel und Humperdincks Muſik die
Tauſende in ihren Bann zu ſchlagen, bis ſie von
demſel=
ben durch ſtürmiſchen Beifall befreit werden. Von ſeinen
Aufführungen in London und in anderen deutſchen Städten
her iſt dieſes Spiel ja ſchon hinlänglich bekannt —, gewiß
nur ein Schauſtück, das man ſpäter kritiſch zergliedert und
an welchem einem nicht alles gefällt, aber doch von ſo
un=
mittelbarem Eindruck und von ſo wechſelnder Wirkung,
daß man ſich gern gefangen nehmen läßt, ſelbſt gegen
inneres Sträuben. Und dies „Mirakel” hat das
Wun=
der zuſtande gebracht, daß, ungeachtet des lockenden
Früh=
lingswetters, die Berliner in hellen Scharen täglich
abend=
lich zum Zirkus Buſch pilgern und daß vom „Mirakel”
hier mehr geſprochen wird, wie von all unſeren Muſeen,
wie von all den Kunſtausſtellungen des letzten Jahrzehnts,
wie von allem Zauber des Frühlings!
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Nummer 127.
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Verſchloſſene Gärten
Roman von Fritz Gantzer.
Tiie trägen Waſſer des märkiſchen Fluſſes führten die
len Eisſchollen. Ein hohlklingendes, wie Orgelgetön
eiembares Daherbrauſen eines wüſten Nordweſts gab
elenden Reſten des ſterbenden Winters ſchlingernden
a Giſchtgeſchmückte, ſich bäumende, grünſchwarz
ge=
e?Wellenleiber ſchoben und trieben die Wandernden,
närſchend, wie vor ohnmächtigem Zorn knirſchend,
an=
ſinger fuhren, ſich ſtemmten, trotzten, ſich auflehnten
n dieſe wuchtig preſſenden, machtvollen, kalten Lei=
— und dennoch gewiß dahin mußten, ſo gewiß wie
ſchmutziggrauen Fetzen des zerſchliſſenen Winterge=
Aldes der Ebene zu beiden Seiten des Fluſſes. Sie
n überall im Sterben, dieſe kläglichen Reſte einſtiger
ſht:: an die Nordhänge der leiſe anſteigenden,
Hügel=
llen geklebt, in die ſchwarzen Ackerfurchen geduckt, in
ürren Binſenkleider der Gräben und in nackte Brom=
Mhacken verſteckt. Und waren alleſamt wie ſcheue
. die das Erkanntwerden fürchten. Sie zitterten vor
n Sonnenſtrahl, der ſie ſuchte und fand. Sie
muß=
halle dahin. Zudem war es Zeit, daß ihnen der
Gar=
gemacht wurde. Schon war der März über die Hälfte
r Tage hinaus, immer im Morgengrau auf ſeine
te Genoſſin, die jauchzende Lerche, wartend, die heuer
ſie aauf ſich warten ließ.
Zimm Rasmuſſen, der Bauer, dachte das auch. Und
wie der Schein eines ſehnſüchtigen Verlangens auf
n: Geſicht, als dies Denken ſich ſchwerfällig durch
n Sinn ſchob. Er ſtand in müder Haltung weit nach
übergeneigt. Die ſchwieligen, verarbeiteten Hände
ſtützten ſich ſchwer auf den Spaten, mit dem er Furchen
gegraben hatte, um das auf einem Ackerſtreifen
angeſam=
melte Schneewaſſer abzuleiten. Träumeriſche
Verſunken=
keit lag in ſeinen weitgeöffneten, mattblauen Augen, die
den grauen, trägen Fluß ſuchten. War der nicht wie ein
müdes, altes Weib? Ja, ſo alt, ſo müde, ſo faſt
gebrech=
lich. So ohne alle leidenſchaftliche Gewalt eines ſich
Befreienden, ohne jähen, wilden Jubelſchrei eines
Siegen=
den, Neuſtarken, Neujungen.
Und alles ringsum ſo ſchwerfällig, ſo grau, hart,
herbe.
Die hagere, eckige Geſtalt Timm Rasmuſſens paßte
ganz und gar hinein in dieſen Rahmen. Der Bauer war
wohl knapp an die Fünfzig heran und ſah doch wie ein
Sechziger aus. Und als nun gar der ſehnſüchtige Zug
des Wartens auf etwas Fernes, Unausgeſprochenes, kaum
Geahntes aus ſeinem Geſicht ſchwand, war ſo viel Müdes,
Sorgenvolles, Gequältes in dieſem gefurchten, bartloſen
Geſicht mit dem leiſe vorſpringenden Kinn und den
ſcharfgeſchnittenen, ſchmalen Lippen. Ganz gewiß ſah
man’s jetzt: Timm Rasmuſſen iſt kein Froher, Freier,
Friſcher, ſondern einer, der eine Laſt — nein, viele Laſten
trägt, viele und ſchwere, ſolche, die ſich nicht abſchütteln
laſſen mit einem einzigen kurzen Ruck.
Drüben wand ſich ein Feldweg durch die Ackerbreiten.
Gekröpfte Weiden, manche hohlleibig, viele von
gewalt=
tätiger Sturmfauſt zur Seite gepreßt, gaben ihm das
Ge=
leit und ſchienen in der ſachte heranſchleichenden
Dämme=
rung wie abenteuerliche Geſtalten. Ein Stück hinaus
kroch der Weg in Kiefernwald. Von dort her kam ein
Ge=
fährt. Ein langſam trottender Gaul mit müde hängendem
Kopf ging im Scherbaum. Die Räder ſchlugen klappernd
und ächzend in den ausgefahrenen Gleiſen. Der übelge=
launte Kutſcher ſchimpfte über den „hundserbärmlichen”
Weg, und auf dem Hinterſitz ſaß einer und lächelte.
Timm Rasmuſſen riß das zu ihm über das ſtille Feld
laufende Geräuſch aus ſeinem verſunkenen Starren. Er
ſah auf und beobachtete.
Als das Gefährt die ihm gehörende Breite erreichte,
hielt es, und ein Zuruf klang zu ihm herüber.
Heda! Im Winde zerflatternd, kam das Wort nur
ungewiß an ſein Ohr. Er glaubte es für ſich wohl
über=
haupt nicht beſtimmt, wenigſtens blieb er ohne Bewegung
ſtehen.
Heda, Heda! Nun ganz friſch und hell. Wie ein helles
Lachen flog es durch die Luft. Der Fremde im Wagen
hatte ſich erhoben, rief und winkte. Heda, guter Freund!
Da ſtraffte ſich endlich Timm Rasmuſſens
zuſammen=
geſunkene Geſtalt. Er ſchulterte den Spaten und kam.
Seine Augen liefen zum Wege voraus und ſahen nun
ſchon gewiſſer. Ein freundlicher, hübſcher Kerl, dieſer
Fremde. Blanke Augen, ein blondes, kühn aufgeſetztes
Schnurrbärtchen, breite Schultern und eine gewölbte Bruft
— der hielt was aus. Die wetterfeſte Joppe und der
grüne, federſtutzgeſchmückte Lodenhut hatten ſicher nicht
erſt einen Regenguß erlebt. Dreißig Jahre, vielleicht auch
ein paar mehr oder weniger mochte der Beſitzer dieſer
Kleidungsſtücke alt ſein.
Nun ſtand Timm Rasmuſſen dicht vor ihm. Der
Fremde muſterte die knochige Geſtalt des Bauern von der
abgegriffenen Schirmmütze an bis zu den kotbeſpritzten,
hochſchäftigen Stiefeln flüchtig.
Timm Rasmuſſen fing den prüfenden Blick auf und
glaubte etwas wie leiſen Spott in ihm zu leſen. Ja,
ſolch verſoffener Acker iſt keine Paradeſtube mit weißge=
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Nummer 1275
chanentn diele,ſahte er hntiſch icd nenm nun des
bißchen Saat nicht ganz verſaufen laſſen will, muß man
den Dreck halt mitnehmen.
Der auf dem Wagen hatte eine begütigende
Hand=
bewegung. Aber, gewiß doch! So reden Sie nur nicht.
Ich kenne verſoffene Aecker auch .. und was ich fragen
wollte: Wie weit iſt’s noch bis Trebnitz?
Eine knappe halbe Stunde, wenns gemach geht.
Schließlich haben wir einen Weg?
Ich bin in Trebnitz zu Hauſe, ſagte der Bauer
gleich=
mütig.
Schön. Der Sprecher rückte zur Seite und wies auf
den Sitz. Wenn Sie mitfahren wollen?
Tim Rasmuſſen muſterte den müden Gaul. Nein.
Der Braune wird ſchon mit Zweien in den Sielen liegen
müſſen, daß es knarrt. Der Weg iſt ſchlecht, ich laufe
lie=
ber nebenher.
Er ſchritt ſchon zu und war bereits ein Stück voran,
ehe das Gefährt in Bewegung kam. Bei der dritten
Weide hatte es ihn eingeholt. Er ſchien ſich gar nicht
mehr darum zu kümmern, ſchritt ſchwerfüßig dahin und
ſah ſtarr in den leiſe heranſchleichenden Abend.
Erſt als Worte klangen, drehte er den Kopf ein wenig
zur Seite.
Ich komme wegen der Vermeſſung für die Bahn, die
von Güſterode nach Langenwiſche gebaut werden ſoll.
Tim Rasmuſſen ſchwieg.
Sie wiſſen natürlich davon? Von der Bahn — über
den Fluß rüber
On ſo, des veriche inſ werf der Anter
ver=
ächtlich hin.
Sie meinen den Fluß?
Nee, die Bahn! betonte der Gefragte.
Wie können Sie nur! ereiferte ſich der andere. Dieſe
Bahn iſt doch eine hochwichtige Sache für die ganze
Ge=
gend hier, die bis jetzt von jedem Verkehr abgeſchnitten
war.
So? Ganz gleichgültig klang es.
Der junge Mann ſchüttelte erſtaunt den Kopf. Ein
richtiger Bauernſchädel von der alten Sorte, dachte er.
Und dann ſprudelte er hervor: Na, aber natürlich! Es
kommt Leben her, friſches, pulſierendes Leben. Der tote
Winkel macht die verſtaubten Augen auf und lernt ſehen.
Kriegt ſo etwas wie einen neuen Rock auf den alten
Leib, ſo eine Art Sonntagsjacke. Er lachte luſtig und fuhr
dann, ernſter ſprechend, fort: Die Geſchichte wird nur ſo
einfach nicht ſein. Denn der Fluß, eben der Fluß, der iſt
das verrückte Ding. Seine moorigen Uferwieſen ſollen
ja ſcheußlich grundlos ſein. Na, geſchafft wird’s! Morgen
beginne ich von Trebnitz aus mit dem Vermeſſen.
Hm, ſo, machte der Bauer, als kümmere ihn die ganze
Sache überhaupt nicht.
Otto Behring, der Geometer, lehnte ſich mit einer
Bewegung des Unwillens ſcharf zurück. So etwas war
ihm denn doch noch nicht vorgekommen! Dieſe ſtupide
Intereſſeloſigkeit! Aber, Mann, weshalb wollen Sie denn
eigentlich von dieſer Bahn nichts wiſſen? ereiferte er ſich
mit hellem Aerger im Ton. Das iſt doch äußerſt
merk=
würdig!
Eer nioh, menie Diam Remniſten geaſe 30
geradeaus in den ſchwindenden Tag ſtarrend, als ſprä
er zu ſich ſelber. Was ſoll mir die Bahn? Fahren damu
werde ich doch nicht. Zum Verreiſen hat unſereins
Zeit. Da gilt’s immerzu, ſich zu placken und zu ſchin
jeden Tag von früh bis ſpät im Geſchirr, daß manſche
verreckt. Und was ſoll die Bahn überhaupt? Das
mit ihr gerade ſo, als wenn ſich einer für ander
Morgen Acker ne Mähmaſchine kauft. Ueberflüſſig, z
los, einfach verrückt!
Behring lachte ganz laut. Ja, nehmen Sies
nicht übel, lieber Mann, aber das iſt tatſächlich
Lachen.
J, meinetwegen tun Sie’s doch, ſoviel Sie wollen
gab Rasmuſſen gelaſſen zurück. Und dann ſanke
Schweigen, ſchritt noch ſchärfer aus und ſchien das
fährt neben ſich vergeſſen zu haben.
Otto Behring traf gern mit merkwürdigen Menſche
zuſammen. Es war ihm intereſſant, auch in dieſer=
Bauer ein dankbares Objekt für pſychologiſche Studien
gefunden zu haben. Er ſann darüber nach, was es wo
ſein könnte, das dieſem Manne die Abneigung gegen einen
Kulturfortſchritt gab. War’s die alte Bauernphiloſophies
Wozu mit einem Male anders, wenn’s früher nicht
war? Hatte eine grenzenloſe Gleichgültigkeit ſchuld?Des
Nachdenkliche kam nicht zu Rande und verſuchte nach läng
gerem Schweigen ein klärendes Geſpräch neu anzuknüpfen
(Fortſetzung folgt.)
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I, 11637.
[ ← ][ ][ → ]Mummer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Seite 21.
weckmäßige Einrichtung des Zimmer=
Hquariums.‟)
Das Zimmeraquarium, das ſchon wegen ſeiner
be=
hizugten Aufſtellung in der Regel von den meiſten
Lieb=
ſidern nur mit Fiſchen beſetzt wird, ſollte ſtets ſo
einge=
ſttet ſein, daß ſeine Bewohner die eingebüßte Freiheit
att fühlen und ihnen das Leben ſo angenehm wie
mög=
ſch gſtaltet wird. Es ſoll ein Stückchen Natur darſtellen
demzufolge auch in ſeiner ganzen Einrichtung der
ſkarur ähneln. Da zwiſchen Tieren und Pflanzen Wech=
Aheziehungen beſtehen, iſt es unbedingt nötig, das
Aqua=
zumm mit Pflanzen zu beſetzen. Die Fiſche (wie überhaupt
Tiere) atmen Sauerſtoff ein und Kohlenſäure aus,
e Pflanzen dagegen nehmen Kohlenſäure auf und ſcheiden
ſanterſtoff aus. Von der Verwendung des
Goldfiſch=
ſſames oder gar der ſogenannten Schuſterkugel iſt wegen
liger Untauglichkeit abzuſehen und nur ein
mittel=
ſirßes, rechteckiges Glas= oder Geſtellaquarium zu
neh=
ſeia, das immerhin mindeſtens 30 Liter Waſſer faßt. Für
ſe Pflanzen, vor allem die Pflanzen mit
Schwimmblät=
me und die Sumpfpflanzen, iſt ein nahrhafter Boden un=
Ali ßlich. Wenn man früher vielfach Teichſchlamm als
ſeugneten Bodengrund empfahl, ſo iſt man doch mit Recht
ſſwvon abgekommen, da mit dieſem unter Umſtänden alle
ſſiglichen ſchädlichen Organismen eingeſchkeppt werden
Unmen.
Folgende Miſchung iſt der Erfahrung nach am
engnetſten: ein Drittel ſchwarze Maulwurfserde, ein
Urtttel Torf (der vorher genügend durchweicht und fein
risröckelt ſein muß) und ein Drittel feiner Flußſand, dem
liche noch etwas Lehm beigegeben werden kann. Die Höhe
Bodengrundes richtet ſich nach der Größe des Beckens.
lilline aber mindeſtens 4 Zentimeter betragen. Nachdem
r Grund, der naß gemiſcht und ebenſo eingebracht wer=
In muß, gut aufgedrückt und dafür geſorgt iſt, daß mög=
Uhrt keine Lücken vorhanden ſind, kann mit der
Bepflan=
ug begonnen werden. Unſere einheimiſche Waſſerflora
eret uns ſoviel und auch eine derartige Abwechſelung,
ß es nicht nötig iſt, ſich wegen der Beſchaffung
aus=
ſhnoiſcher Pflanzen den Kopf zu zerbrechen. Trotzdem
ſes ratſam, einige Vallisverina zu verwenden, da dieſe
las im Winter grünen, während faſt ſämtliche
einheimi=
ſhen Pflanzen im Winter einziehen und ſich erſt wieder
ſ mächſten Frühjahr zu neuer Pracht entfalten. Vor dem
ſüöbringen der Pflanzen ſind dieſe gehörig zu reinigen
id von anhaftendem Schlamm, Schmutz, ſowie
verfaul=
n. Zweigen und Blättern zu befreien. Eine zu enge
Be=
ſſlunzung iſt zu vermeiden, um den Pflanzen Gelegenheit
ir Entwicklung zu geben. Nach dieſer Arbeit muß der
frund mit einer mindeſtens 3 Zentimeter hohen
Sand=
ſhicht bedeckt werden, um hierdurch einem Aufwühlen
*s Bodens vorzubeugen. Dieſer feingeſiebte Flußſand
miz vorher ſolange geſpült werden, bis das
daraufgegoſ=
n Waſſer klar abläuft. Die Einbringung von Felſen,
ratten oder ſonſtigen unnützen Zierarten iſt zu
verwer=
n. Alsdann beginnt die Füllung des Beckens, die ſehr
rſichtig vorgenommen werden muß, um nicht den Sand
et zuſchwemmen und dadurch den Grund zu löſen. Man
m daher ein großes Stück Papier auf den Boden und
darauf unter nicht zu ſtarkem Druck das Waſſer
lau=
n. Leitungswaſſer kann hierbei unbedenklich genommen
lleäden.
So läßt man das Aquarium mindeſtens acht Tage
ihen, um den Pflanzen Gelegenheit zum Anwachſen zu
lbeen. Bei der Beſetzung mit Fiſchen vermeide man
ſere Uebervölkerung des Behälters, man könnte ſonſt üble
tfahrungen maſhen. Unter allen Umſtänden hat die
ſuntellung direkt vor oder in unmittelbarer Nähe des
irſſters zu geſchehen. Ein nach Oſten liegendes Fenſter
**) Mitgeteilt vom Verein für Aquarien= und
Terra=
nkunde „Hottonia” zu Darmſtadt. Vereinslokal
Heſſi=
e: Hof; Vereinsabend am 1. und 3. Samstag im Mo=
Gäſte herzlich willkommen.
iſt wohl der beſte Platz, ſollte der Behälter aber nach
Sü=
den zu ſtehen kommen, dan iſt er vor den grellen
Strah=
len der Mittagsſonne geeignet zu ſchützen. Der ſich etwa
mit der Zeit einſtellende Algenanſatz ſchadet den Fiſchen
keineswegs, doch vereitelt er uns deren ungeſtörte
Beob=
achtung. Man ſetzt deshalb einige Poſthornſchnecken
(Sumpfſchnecken gehen meiſt an die Pflanzen) ein, die
ein=
mal die mit Algen bedeckten Wände als willkommene
Weideplätze benutzen und andererſeits im Vertilgen von
Futterreſten und faulenden Pflanzenteilen vorzügliches
leiſten. Bei der Fütterung halte man Maß und reiche nur
ſo viel, wie die Fiſche in ganz kurzer Zeit zu freſſen
ver=
mögen. Eine Abwechſelung zwiſchen lebendem und
Trok=
kenfutter, das vorher abgebrüht werden muß, iſt ſehr
rat=
ſam. Die vielfach verbreitete Anſicht, das Waſſer müſſe
oft abgelaſſen und durch friſches erſetzt werden, iſt irrig.
Ein zweckmäßig eingerichtetes und ebenſo unterhaltenes
Aquarium bedarf nur höchſt ſelten eines Waſſerwechſels
und nur dann wenn dies aus irgend welchem Umſtand,
der in mancherlei Urſachen ſeinen Grund haben kann,
er=
folgen muß.
Turnen, Spiele und Sport.
* Main=Rhein=Gau deutſcher Turnerſchaft. Morgen,
Sonntag, finden von 2 Uhr nachmittags ab auf dem
Exer=
zierplatz hier die Frühjahrswettſpiele im Main=
Rhein=Gau ſtatt. Es treten hierzu 30 Mtnnſchaften im
Fauſtballſpiel an, ferner 12 Mannſchaften im Fußball= und
2 Mannſchaften im Tamburinballſpiel. Aus den
Meldun=
gen iſt zu erſehen, daß das Spiel in den Reihen der
Tur=
nerſchaft feſten Fuß gefaßt hat. Man darf erwarten, daß
die einzelnen Spiele recht intereſſant verlaufen werden,
in=
dem die verſchiedenen Gaumeiſter und deren Gegner
an=
treten.
* Fußballſport. F.=C. Olympia Darmſtadt
1898. Am Sonntag, den 10. Mai, ſpielt die erſte
Mann=
ſchaft gegen die vorzügliche und beſtbekannte
Ligamann=
ſchaft der Offenbacher Kickers 1901 e. V. Das
Vor=
ſpilel konnten die Offenbacher 4:0 gewinnen. Die
Olym=
piamannſchaft, die in veränderter Aufſtellung ſpielt, wird
ſich ſehr anſtrengen müſſen, um gegen dieſe Liga=Elf
würdig abzuſchneiden. Das Spiel findet um 3 Uhr auf
dem Sportplatz an der Heidelberger Straße ſtatt.
* Darmſtädter Sportklub 1905 e. V.
ſchreibt uns: Am Sonntag nachmittag ſtehen ſich auf dem
Sportplatz am Alten Schießhaus zwei gleichſtarke und
gutbe=
kannte Mannſchaften gegenüber. Es ſind dies die 1.
Mann=
ſchaften des „Fußballklub 1899 Offenbach” und
des Darmſtädter Sportklub 1905. Vor einer Reihe von
Jahren ſtanden ſich dieſe beiden Mannſchaften ſchon
ein=
mal gegenüber, damals erwieſen ſich die Darmſtädter
Spie=
ler den Offenbachern überlegen und ſchlugen ſie mit einem
hohen Reſultat. Mittlerweile iſt aber nun Offenbach im
Fußball ganz bedeutend emporgeſtiegen und verfügt
zur=
zeit über eine Anzahl erſtklaſſiger Klubs, zu denen auch
der Fußballklub 1899 gehört. Dieſer Verein war ſchon
einmal in der früheren Ligaklaſſe und beſitzt ein ganz
vor=
zügliches Spielermaterial. Die Gäſte werden mit ihrer
beſten Mannſchaft antreten, und den Sieg den Darmſtädtern
ſicher nicht leicht machen. (Näh. ſ. Anz.)
sr. Die engliſche Liga=Mannſchaft Tottenham Hotſpur,
die bei ihrem Debut in Hannover am vergangenen
Sonn=
tag den dortigen Sportverein 96 mit 633 ſchlug, vermochte
gegen den I. Fußball=Club Nürnberg nur unentſchieden
111 abzuſchneiden.
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Nimbus (H. Henry), 2. Opott (J. Reiff), 3. Ecouen
(Sharpe). Tot. 15:10, Pl.: 12, 31, 16:10. Unpl.: Lynx
Ryed (4), Sainte Gemme (5), Saint Ange III, Saint Pe,
Mon Reve II, Orſonville, Rabble, 1½—½—2 Lg. Zeit:
4:42, 3. — Handikap; 8000 Frs. Diſtanz 2200 Meter:
1. Monſ. E. Dechaup Veillee (Jennings), 2. Douvres
(Sharpe), 3. Templier III (J. Reiff). Tot. 110:10, Pl. 29,
19, 31:10. Unpl.: Lilium (4), Caſſin, Libertad, Roſimond,
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Meter: 1. Lt. v. Salders Magiſter (Lt. Graf Holck), 2.
Jungchen (Lt. v. Egan=Krieger), 3. Samham (Lt. Freiherr
v. Wangenheim). Tot. 19:10, Pl.: 14, 19:10. Unpl.: Eilig
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Wilmers=
dorfer Jagdrennen; 4000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1.
Herrn F. C. Biermanns Parbleu (B. Streit), 2. La Turbie
(Jentzſch), 3. Seneca (Weishaupt). Tot. 18:10, Pl.: 12,
14, 31:10. Unpl.: Salut (4), Muſchy, Bascaville, Irme,
Muriel, Flüchtig, Siskin, Stretenſe. Sicher 1 Lg.-Hals-
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Tot. 175:10, Pl.: 36, 22, 20:10. Unpl.: Bendigo II (4),
The Sinner, Jago, Feſtival. Kampf ¾ Lg.—1—3 Lg. —
Jungfern=Hürden=Rennen; 4200 Mark. Diſtanz 3000 Meter:
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Pl.: 11, 17, 12:10. Unpl.: Poſeidon (4), Minorca, Silex,
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Erlaube mir verehrl. Publikum darauf aufmerkſam
zu machen, daß ich einen Teil meiner Tageseinnahme
von Sonntag, den 10. Mai, zum Beſten des Roten Kreuzes
überweiſe, weshalb ich um gütige Unterſtützung bitte.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Nummer 127₰
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Orhor Feater
Telephon 173
Um ebenfalls aufklärend auf unsere heutige Jugend einzuwirken, haben wir uns entschlossen, ab Samstag, den 9. ds. Mts., und
folgende Tage die grosse Filmtragödie:
Die Schrecken ule
Oprer der Freildchlesien
eine gewaltige Tragödie zweier junger Deutschen, die das Opfer einer menschenunwürdigen Staatseinrichtung wurden,
in 4 Abteilungen
zur Vorführung zu bringen.
Ein Mahnruf an unsere deutsche Jugend
I
Man kann sich der Tränen nicht erwehren beim Anblick zweier hoffnungsvoller Jünglinge, welche aus falscher Scham Heimat u.
Eltern-
haus verlassen und unter unsäglichen Strapazen, Entbehrungen und schauderhaften qualvollen Behandlungen eines fremden Staates schliesslich
ihr junges Leben lassen müssen.
Reihenfolge der Bilder:
Die Flucht aus dem Elternhause. — Auf der Landstrasse. — Im Werbebureau. — Brutale Gewalt der
Werber. — Nach Algier. — Entbehrungen. — Wasser, Wasser. — Desertiert. — Eingefangen. — Grosse
Qualen. — Unmenschliche Behandlung. — Zum Tode verurteilt. — Der letzte Abschiedsgruss. — Zu spät.
Es genügt nicht nur durch die Presse, diese unwürdige Erniedrigung der Deutschen zu brandmarken, sondern eine besondere Auffassung wird
man durch den Fiim haben, welcher die krassesten Vorfälle in der Fremdenlegion schildert und abscheuend auf die mit übermütigen IIIusionen
durchschwärmten Köpfe wirkt. Es versäume niemand der Vorführung dieser tieferschütternden Tatsachen, welche nach
einer wahren Begebenheit naturgetreu wiedergegeben sind, beizuwohnen. Ausserdem ein ganz auserwähltes Beiprogramm.
Künstler-Konzert!
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Teil der Gesamteinnahmen von heute
Samstag und Sonntag
zum Besten des Vereins
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Seite 23.
B. Kirchengeſangverein der Paulusgemeinde.
Hauptverſammlung
Dienstag, den 19. Mai, abends 7½ Uhr,
im Gemeindeſaal.
Tages=Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnung für 1913,
Worſtandswahl. 4. Sonſtiges.
Die aktiven und inaktiven Vereinsmitglieder werden herzlich
Helladen.
(11654
Der Vorstand.
Krankenkasse
für Gewerbetreibende, Kaufleute und Beamte a. G.
zu Darmſtadt.
Lirdentliche Generalverſammlung
dam Sonntag, den 24. Mai 1914, nachmittags 2 Uhr
im Lokale der Turnhalle am Woogsplatz.
hiesordnung: 1. Prüfung der Abgeordneten=Mandate. 2.
Jahres=
ſast. 3. Entlaſtung des Vorſtandes und Aufſichtsrats. 4. Neuwahl
Vorſtandes und Aufſichtsrats. 5. Abänderung der §§ 7 und 11
Satzungen. 6. Betreffend § 19 Abſatz 5 der Satzung. (9579a
Hierzu ladet freundlichſt ein
Der Vorſtand und Aufſichtsrat.
J. A.: Carl Kaiser, Vorſitzender.
Sonntag, den 10. Mai 1914
bei jeder Witterung
Familien=Ausflug.
Wanderung von Erfelden, Schwedenſäule, Forſthaus
Knob=
ſhaaue (Frühſtück), von hier mit dem Schiff nach Nierſtein (Kaffee=
und gemütliches Zuſammenſein, für Intereſſenten Abſtecher nach
lbenheim). Von Nierſtein wieder mit dem Schiff nach der
hemaue, Gang durch die Baumblüte der Jakobsberger=, Langen=
Monnenaue nach Ginsheim, Biſchofsheim, von hier Rückfahrt
ſh Darmſtadt.
Marſchzeit zuſammen 4½—5 Stunden, Frühſtück und Vesper
ſinttzubringen.
Abfahrt: 72 Hauptbahnhof IV. Kl. Goddelau=Erfelden (35 ₰).
Rückfahrt von Biſchofsheim IV. Kl. (55 Z).
Schiff: per Perſon ℳ 1.00, Kinder die Hälfte. (11487ds
Gäſte willkommen. Liederbücher nicht vergeſſen. Auch
ämen können als Mitglied beitreten. Beitrag pro Jahr 4 ℳ.
Ludwioshöhe
ngen Sonntag, den 10. Mai, nachmittags 4½ Uhr
Hosses Fiiiur Konzer
Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61.
Leitung: Obermuſiker M Weber.
Mhit Rückſicht auf die Rote Kreuz=Feierlichkeiten
beginnt das Konzert um 4½ Uhr.
Bei ungünſtiger Witterung
Freich-Konzert in den Sälen.
Eintritt 30 Pfg. Programme an der Kaſſe. (B11686
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Am 15. Mai, nachm. 3 Uhr: Abnahme der Flugzeuge und Ausſcheidungsflüge.
Am 16. Mai, nachm. 3 Uhr: Abnahme der Flugzeuge und Ausſcheidungsflüge.
10 Am 17. Mai, vorausſichtlich um 5 Uhr vormittags:
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im Vorverkauf 2.50 Mk.; Tageskarte 1.50 Mk., im Vorverkauf 1.30 Mk. III. Platz: Dauerkarte
80 Pfg., im Vorverkauf 70 Pfg.; Tageskarte 40 Pfg., im Vorverkauf 30 Pfg. Tribüne: (nur
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ſchränkte Anzahl von Plätzen): Dauerkarte 12.— Mk., im Vorverkauf 10.— Mk.; Tageskarte 6.— Mk.,
im Vorverkauf 5.— Mk. Kinder unter 15 Jahren zahlen die Hälfte. Die Karten ſind ſichtbar zu tragen.
Auf allen Plätzen Reſtauration und Muſik.
Am 15. Mai, nachmittags bis 5 Uhr, findet Beſichtigung der Flugzeuge für Inhaber von
Tribünen= und I. Platz=Karten unter Führung ſachkundiger Herren ſtatt. Preis 50 Pfg. pro Perſon.
Das Betreten des Fluggeländes iſt ſtreng verboten.
Verein für Luftfahrt e. V., Darmſtadt.
Der Vorverkauf findet von Montag, den 11. Mai 1914, bis 14. Mai abends ſtatt.
Darmſtadt: Hugo de Waal, Rheinſtraße 14; S. Joſeph, Rhein=
Vorverkaufsſtellen ſtraße 20; Heinrich Lautz, Rheinſtraße 12¾; Haas & Bernhardt,
Rheinſtraße 19; Müller & Ober, Karlſtraße 30; Robert Schneider, Hochſtraße 2; Jul. Mylius,
Herdweg 13; Verkehrsbüro, Ernſt=Ludwigsplatz; Sigmund Guttmann, Wendelſtadtſtraße 26; Lina
Paul, Wendelſtadtſtraße; Müller & Rühle, Eliſabethenſtraße 5: L. F. Ohnacker, Ludwigſtraße 1;
Goddelau: F. Heinz; Heinr. Krafft III. Pfungſtadt: J. Helene; Jak. Zimbrich. Babenhauſen:
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Brücher Sohn; Jean Göbel Sohn. Biſchofsheim a. M.: Phil. Jak. Fiſcher; Ernſt Klingel. Neu=
Iſenburg: Kgl. Lotterie=Einnehmer Gg. Ludw. Wörner. Zwingenberg (Heſſen); Gg. Mahr,
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Darmſtädterſtraße; L. Kilian III., Weiterſtädterſtraße. Auerbach (Bergſtraße): M. Greve,
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Groß=Bieberau: Gg. Becker vorm. Fleiſcher. Nieder=Ramſtadt: Gemeindeeinnehmer Gg. Wagner,
Kirchſtraße; Karl Block. Groß=Gerau: Herm. Neuffer; Jakob Engelleitner. Ober=Ramſtadt:
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Samstag, den 9. Mai 1914.
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Montag, 11. Mai. Außer Ab.
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kehrsbüro, Ernſt=Ludwigsplatz.
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denen Karten am Tage der
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ſtellung auch an der Tageskaſſe
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Kaſſeſtunden.)
Aus dem Spielplan.
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Im Abonnement. Kleine Preiſe.
Dienstag, 12. Mai. 164. Ab.=
Vorſt. A 42. „Die verſunkene
Glocke.”
Freitag, 15. Mai. 167. Ab.=
Vorſt. D 42. Zum erſten Male
wiederholt: „Hanneles
Him=
melfahrt”.
Mittwoch, 20. Mai. 169. Ab.=
Vorſt. B 42. Neu einſt.: „Der
Biberpelz”.
Montag, 25. Mai. 172. Ab.=
Vorſt. C 43. „Gabriel
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Rang 12.80 ℳ, Zweiter Rang 6.80ℳ,
Erſte Gal. 4.60ℳ, Zweite Gal. 2.60ℳ/
(Eine Vorverkaufsgebühr wird
für dieſes Sonder=Abonnement
nicht erhoben.)
Der Kartenverkauf für die
Son=
der=Abonnenten erfolgt an der
Tageskaſſe des Hoftheaters am
Samstag, 9. Mai, nachm. von
3½—5 Uhr, ſowie an den darauf
folgenden Tagen vormittags zu
den üblichen Kaſſeſtunden bis
ein=
ſchließlich Dienstag, 12. Mai.
Der Einzelverkauf für die erſte
Vorſtellung im Hauptmann=Zyklus
(„Die verſunkene Glocke‟) findet am
Dienstag, 12. Mai, bei kleinen
Preiſen ſtatt.
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798a)
Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Nummer 12a,
Bader, Sommertrischen, Austlugserte, Horeis, Restadrants
Nordſeebad Büſum. Die großen Holels haben ihre
Tore geöffnet, um die Kurgäſte zu empfangen. Penſionen
und Privathäuſer ſind neu hergerichtet worden. Das
Nord=
ſeeaquarium iſt weiter ausgebaut worden und wird den
Beſuchern manche Seltenheiten der Meeresflora und
=Fauna zeigen können. Die erſten Kurgäſte
gewiſſer=
maßen die Gourmands des Nordſeeklimas — die mehr
Wert auf Ruhe und Einſamkeit als auf Unterhaltungen
und Badeleben legen, ſind eingetroffen. Wer über unſer
Bad ſich informieren will, der laſſe ſich von der Badever=
waltung den neuen illuſtrierten Führer, der alle Pe
angaben enthält, kommen; auch iſt er bei der
Haaſenſtein u. Vogler A.=G., und bei den Auskunftsſtl
des Verbandes deutſcher Nordſeebäder zu haben. Er
übeoall umſonſt abgegeben.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 127.
Darmſtädter Tagbkatt, Samstag, den 9.=Mai 1914.
Seite 25.
Vorträge.
)(*) Gießen, 7. Mai. Die Vorträge über den
ſeligionsunterricht fanden heute ihren Abſchluß.
el drei Vorleſungstage waren von Geiſtlichen und
beſon=
von Lehrern ſehr ſtark beſucht. Selbſt aus den
ent=
ſeunſten Teilen Oberheſſens waren Zuhörer erſchienen.
lute ſprach Pfarrer D. Waitz=Darmſtadt über „
Kir=
nggeſchichte und Kirchenlied” Beſonders kam er auf die
hfeſtoffe und die methodiſche Behandlung zu ſprechen.
e Kirchengeſchichte zeige die chriſtlichen Perſönlichkeiten,
han Lebensbilder vorzuführen ſeien. Ein Lehrbuch über
Kirchengeſchichte ſei noch nicht vorhanden, müſſe aber
ſeinem Dafürhalten kommen. In dem Kirchenlied
chriſtliche Begeiſterung, es führe in das kirchliche
Le=
üoein, das Kirchenlied verbinde Kirche und Schule.
Ver=
ſillich einzuüben ſeien künftig ſtatt bisher 20 Lieder 24,
die Zahl der Strophen ſei ſehr gekürzt. Für die
ein=
uten Klaſſen ſeien die Lieder nach dem Geſichtspunkt des
lichen Verſtändniſſes ausgewählt. 30 Melodien ſeien
lverbindlich zu üben, dazu käme noch eine Anzahl Me=
Aien, die nur ſo zu üben ſeien, daß ſie mit
Orgelbeglei=
geſungen werden könnten. Künftig würden nur noch
Uſangbücher mit Noten gedruckt. Als zweiter
Vortragen=
ſprach Pfarrer Matthes=Darmſtadt über die
Bedeu=
n und Behandlung des Katechismusunterrichts. Er
hheete an die Lehrer Dankesworte für ihre bisherige
ſurvirkung in dieſem wichtigen Unterricht und bat ſie
auch ferner zu tun. Beide Redner ernteten für ihre
flllichen Ausführungen lebhafte Zuſtimmung.
Kreis=
ufinſpektor Prof. Dr. Alles dankte Herrn Geh.
Ober=
ii ſtorialrat D. Peterſen=Darmſtadt für die Leitung
ſIdrei Verſammlungen. Dieſer gab ſeiner Freude für
ffreudige Aufnahme der Vorträge in Oeberheſſen Aus=
druck, dankte für den ſehr ſtarken Beſuch und das große
Intereſſe der Zuhörer und hofft, daß nun Lehrer und
Geiſtliche mit neuer Freudigkeit ſich dem
Religionsunter=
richt widmen. — Die gleichen Vorträge finden noch in
Mainz für die Provinz Rheinheſſen ſtatt.
Landwirtſchaftliches.
F. C. Frankfurt, 8 Mai. (Heu= und
Stroh=
markt.) Es war heute weder Heu noch Stroh am Markte
angefahren.
— Frankfurt a. M., 7. Mai.
Schlachtvieh=
markt. (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: Rinder 122
Stück, darunter Ochſen 56, Bullen 1, Färſen und Kühe 65,
Kälber 842, Schafe 103, Schweine 948. Preiſe für 1
Zent=
ner Lebendgewicht (Schlachtgewicht), 1. Kälber: a)
Dop=
pellender feinſte Maſt 60—66 (100—110), b) feinſte Maſt=
(Vollm.=Maſt) und beſte Saugkälber 55—58 (93—98), c)
mittlere Maſt= und gute Saugkälber 50—53 (85—92), d)
geringere Saugkälber 44—48 (75—81). 2. Schafe: a)
Maſtlämmer und jüngere Maſthammel 42—43 (92—99),
b) ältere Maſthammel und gut genährte Schafe 36 (86).
3. Schweine: a) Fettſchweine über 3 Ztr.
Lebend=
gewicht 46—49 (60—62), b) vollfleiſchige Schweine über
2½ Ztr. Lebendgewicht 46—48 (60—62), e) vollfleiſchige
Schweine über 2 Ztr. Lebendgewicht 46—49 (60—62), d)
vollfleiſchige Schweine bis zu 2 Ztr. Lebendgewicht 46—49
(60—62). Marktverlauf: Kälber und Schafe ruhig,
Schweine rege; ausverkauft.
* Berlin, 7. Mai. Der Saatenſtand
Deutſch=
lands Anfang Mai 1914 iſt wenn 2 gut und 3
mittel bedeutet, für Winterweizen 25 gegen 2,5 im
Vor=
jahr, für Winterſpelz 2,2 (2,7), für Winterroggen 2,6 (2,7)
für Klee 2,5 (2,5), für Luzerne 2,6 (2,8), bewäſſerte Wieſen
2,2 (2,3) und andere Wieſen 2,6 (2,6). In den
Bemer=
kungen des Statiſtiſchen Amts für den Saatenſtand
Deutſchlands Anfang Mai 1914 heißt es: War der
Ver=
lauf der Witterung für die Entwickelung des
Winterge=
treides allgemein wenig fördernd, ſo wurde dagegen die
Frühjahrsbeſtellung durch das trockene Wetter begünſtigt.
Die Sommerſaaten waren Ende April nahezu vollſtändig
eingeſät, zum großen Teil auch die Kactoffelausſaat ſchon
beſchafft. Die infolge von Winterſchäden notwendig
ge=
wordenen Umpflügungen hatten mit Ausnahmen
allge=
mein keinen großen Umfang; nur in einigen weſtdeutſchen
Gebieten waren ſie recht erheblich. Es wird mehrfach
über ſtarke Verunkrautung berichtet. Gegenüber dem
Vor=
monat ſind in der Beurteilung des Winterweizens in den
einzelnen Bundesſtaaten nur geringfügige Abweichungen
teils zum Beſſeren, teils zum Schlechteren zu verzeichnen,
Winterſpelz wird ſogac allgemein etwas beſſer beurteilt,
dagegen verſchlechterten ſich die Begutachtungsziffern für
Winterroggen faſt durchweg, teilweiſe ſogar ziemlich
er=
heblich. Infolge der Trockenheit und der kalten Nächte
wurden die Roggenſaaten vielfach gelbſpitzig. Die
Be=
ſtockung läßt zu wünſchen übrig. In der Bewertung des
Standes der beiden Futterkräuter, beſonders des Klees,
gehen die Berichte der Staaten ziemlich weit auseinander,
im großen und ganzen wird jedoch damit gerechnet, daß
das im April ſtark zurückgehaltene Wachstum mit Eintritt
feuchter und wärmerer Witterung wieder kräftiger einſetzt,
zumal die Pflanzen meiſt kräftig angeſetzt haben.
Wäh=
rend in einigen Staaten die Wieſen infolge der kalten
und trockenen Witterung zurückblieben, finden ſie nach
an=
deren Berichten, beſonders in Süddeutſchland, günſtige
Beurteilung.
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W. Schuchmann, Stiftſtr. 46.
Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Nummer 122.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 3. Mai: dem Fabrikarbeiter Heinrich
Nees, Wendelſtadtſtraße 48, eine T. Anna Thekla. Am
4.: dem Glaſer Wilhelm Stumpf, Kiesſtraße 20, eine T.
Luiſe Anna. Dem Vizefeldwebel und Bataillonstambour
im Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr. 115 Adolf Gräf
Riegerplatz 3, eine T. Johanna Eulalia. Am 1.: dem
Kaufmann Ludwig Weyrauch, Wittmannſtraße 43, ein
S. Wilhelm Georg Rudolf, hier Grafenſtraße 9. Am 29.
April: dem Kaufmann Heinrich Rullmann,
Becker=
ſtraße 23, ein S. Walter Heinrich. Am 4. Mai: dem
Tag=
löhner Franz Kremsler, Große Ochſengaſſe 34, eine T.
Eliſe Karoline. Am 2.: dem Dienſtknecht Ernſt Keller
in Georgenhauſen eine T. Maria, hier Dieburger Straße.
Dem Metzgermeiſter Guſtav Bechtold, Roßdörfer
Straße 11, eine T. Maria Katharina Eliſabeth. Am 5.:
dem Polier Schol Chaim Spiegel, Schloßgaſſe 16, eine
T. Sara. Am 1.: dem Schriftſetzer Georg Weimer,
Neue Ireneſtraße 3, ein S. Georg Auguſt. Am 6.: dem
Schloſſer Johannes Lohr, Bleichſtraße 17, ein Sohn.
Am 2.: dem Taglöhner Friedrich Eckart, Arheilger
Straße 37, ein S. Karl. Am 4.: dem Telegraphenſekretär
Heinrich Flath, Lichtenbergſtraße 14, ein Sohn. Am 2.:
dem Bäckermeiſter Wilhelm Quenzer, Viktoriaſtraße 96,
eine T. Elfriede Lina Grete. Dem Fuhrmann Sebaſtian
Haas, Grafenſtraße 22, eine T. Paula.
Aufgebotene. Am 4. Mai: Sergeant im Leib=Drag.=
Regt. Nr. 24 Paul Wilhelm Lutze, Holzhofallee 25, mit
Eliſabethe Renkel, Habitzheim. Am 5.:
Vizewacht=
meiſter Wilhelm Richard König, hier, mit Eliſabetha
Juliana Jung, Ober=Mörlen. Kaufmann Joh. Friedr.
Wilhelm Kowalke, hier, mit Wilhelmine Herrmann,
Saarbrücken. Chemigraph und Inſtallations=Hilfsarbeiter
Adam Eckle, Landwehrſtr. 31, mit Hausmädchen Marie
Ober, Landwehrſtr. 68. Bäckergehilfe Chriſtian Friedr.
Walther, Bleichſtr. 34, mit Hildegard Marie Adelheid
Margarete Hartmann, Mühlſtr. 8. Hilfsarbeiter Wilh.
Friedrich, Schloßgaſſe 15, mit Katharina Chriſtiane
Jo=
hanna Preis, Schloßgaſſe 34. Bureaudiener Friedrich
Fundo, Saalbauſtr. 63½, mit Köchin Maria Heck,
Frankfurt a. M. Am 6.: Bäcker Ludwig Buß, Steinau,
mit Maria Katharina Volk, Erbach. Schloſſer Johannes
Schmidt, Traiſa, mit Dienſtmagd Katharina Diel,
Arheilgen. Handarbeiter Konrad Raab Hahn, mit
Dienſtmädchen Margareta Zimbrich, Hahn. Schloſſer
Georg Peter Balles, Wenckſtr. 43, mit Dienſtbote
The=
reſia Schädle, Heinrichſtr. 92. Am 7.: Bäcker Wilhelm
Götz, Erbach, mit Dienſtmagd Anna Chriſtine Leiß,
Langen=Brombach. Möbelpolierer Ernſt Pleier, hier,
mit Schirmhalternäherin Henriette Pauline Schmitz,
Crefeld.
Geſtorbene. Am 4. Mai: Georg Jakob Krämer,
Sohn des Taglöhners, 6 M., ev., Gr. Ochſengaſſe 12.
Jakob Coy, Privatier, 72 J., kath., Gardiſtenſtr. 17.
Am 5.: Heinrich Bernhard, Gr. Steueraufſeher, 67 J.,
ev., Stiftsſtr. 46. Adolf Jakob Knell, Sohn des
Loko=
motivführers, 3 Mte., ev., Liebfrauenſtr. 80. Ludwig Karl
Jakob Blöcher, Mechaniker, 46 J., kath., Rhönring 57.
Margarete Haun, geb Löffler, Wwe, des Kutſchers
68 J., ev., Grafenſtr. 9. Philipp Beck. Bäckermſtr., 61 J.,
ev., Bleichſtr. 34. Dorothea Opel. Privatin, ledig, 71 J.,
ev., Erbacherſtr. 25. Am 7.: Eliſabetha Krauß, geb.
Magſamen, Ehefrau des Weinwirts, 56 J., ev
Taunus=
ſtraße 6. Am 6.: Ferdinand Karl Weſp, Sohn des
Milch=
händlers, 7 Mte., ev., Kranichſteiner Straße 37. Am 7.:
Karoline Geilfus, geb Wagemann, Wwe, des
Rech=
nungsrats, 81 J., kath., Gervinusſtr. 95.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 20. April: Dem Kutſcher Konrad=
Schanz, Beſſungerſtr. 88½, eine T. Lina Margarete.
Am 22.: dem Kaiſerl. Bankkaſſier Wilhelm Otto Rößler,
Roßdörfer Straße 81, ein S. Hermann Willi Franz Otto.
Am 23.: dem Poſtſchaffner Adam Ihrig, Neue
Nieder=
ſtraße 17, ein S. Friedrich. Am 25.: dem
Magazinver=
walter Ludwig Berth, Ludwigshöhſtr. 59, eine T.
Eliſa=
beth Elſa. Am 26.: dem Ingenieur Paul Richard
Schmittmann, Ohlyſtr. 37, ein S. Am 24.: dem
Weiß=
binder Friedrich Wilhelm Dick, Ludwigshöhſtr. 78, eine
T. Luiſe. Am 30.: dem Kaufmann Karl Hugo Hermann
Bankwitz, Heinrichſtr. 136, ein S. Rolf Philipp Hugo.
Am 4. Mai: dem Futtermeiſter Franz Mocek,
Heidel=
berger Straße 25, ein Sohn Franz Joſeph Karl. Am 6.:
dem Schreiner Friedrich Amend, Tannenſtr. 1½, ein S.
Richard Walter.
Aufgebotene, Am 23. April: Diener Johannes
Hilde=
brand, Wilhelminenſtr. 59, mit Eliſabetha Kraus,
Teich=
hausſtr. 50. Am 24.: Bankbeamter Joſeph Hermann
Subke, Beſſunger Straße 112, mit Katharina Sophie
Maria Müller, Neue Niederſtr. 5. Am 27.: Maler= und
Weißbindermeiſter Ludwig Friedrich Müller, Neue
Niederſtr. 5, mit Karoline Schaller zu Nieder=Modau.
Am 25.: Schloſſer Wilhelm Hartmann, Heidelberger
Straße 115, mit Katharina Tullius, Heinrichſtr. 23.
Am 28.: Inſtruktor im Raiffeiſen=Verbande zu Erſurt Joh.
Richard Emil Gallenbeck zu Erfurt, mit Katharina
Suſanna Berta Erna Pieper, Mathildenſtr. 54. Großh.
Aktuariats=Aſſiſtent Johann Karl Friedrich Heinrich
Merkel, Karlſtr. 103, mit Maria Vögler zu Frankfurt
am Main. Am 29.: Pfarrverwalter Heinrich Schultheis
zu Büdingen (Oberheſſen), mit Eliſabeth Margareta
Adel=
heid Anna Waas, Heidenreichſtr. 37. Am 4. Mai:
Gutsbeſitzer und Großh. Kammerjunker Moritz Karl
Wil=
helm Franz Willich genannt von Pöllnitz, zu Hof Illbach
bei Reinheim i. O., mit Marie Ada Lili Tony Sophie
Emmy von Hahn, Ohlyſtr. 59. Am 5.: Stuhlflechter
Ludwig Emig, Ludwigshöhſtr. 64, mit Eliſabethe
Meiſel, Orangerieſtr. 32. Maſchinenſchloſſer Wilhelm
Schuchmann, Moosbergſtr. 60, mit Margareta Schroth,
Niederſtr. 22. Tapezier Friedrich Wilhelm Schleckmann,
Moosbergſtr. 19, mit Eliſabethe Franziska Küſter,
Moosbergſtr. 53. Eiſendreher Karl Wilhelm Heinrich
Reeſe, Kiesbergſtr. 1, mit Klara Schnorr,
Sandberg=
ſtraße 46. Am 6.: Laborant Philipp Gotha zu Bürſtadt,
mit Anna Eliſabetha Schwab, Beſſunger Straße 88.
Eheſchließungen. Am 24. April:
Regierungsbau=
meiſter Heinrich Emil Müller, zu Nakel a. d. Netze, und
Karoline Margareta Anna Schmidt, Hochſtr. 49.
Am 25.: Elektromonteur Heinrich Theobald Neuroler,
Neue Niederſtr. 13, und Eva Eberhard daſelbſt.
Ser=
geant in der Train=Abteilung Nr. 18 Auguſt Otto
Rich=
ter, Eſchollbrücker Straße und Katharina Margaretha
Reichel. Ludwigshöbſtr. 59. Am 29.: Telegraphen=
aſſiſtent Wülhelm Schwing, Frankfurt a. M., und
Emma Luiſe Fiedler, Groß=Gerauer Weg 13. Am
2. Mai: Friſeur Johann Adam Müller, Beſſunger
Straße 79, und Anna Maul daſelbſt.
Sterbefälle. Am 23. April: Rentner Wilhelm Freiherr
v. Wedekind, 83 J., ev., Heidelberger Straße 73. Am 24.:
Eberhard Graf von Büdingen, 5 J., ev., Am
Erlen=
berg 21. Am 25.: Eliſe Moroſoff geb. Tſchibiſoff, Ehefrau
des Kaufmanns, 35 J., gr.=kath., Moskau. Am 26.:
Eber=
hard Viktor Karl Emil Ludwig Freiherr von Stetten,
10 J., ev., Wilhelmſtr. 14. Am 25.: Dekorateur Joſeph
Kieſer, 29 J., kath., Klappacherſtr. 78. Am 29.: Luiſe
Becker geb. Lanz, Witwe des Geh. Baurats, 77 J., ev.,
Roßdörfer Straße 69. Privatier Karl Gottſchald, 73 J.,
ev., Frankenſteinſtr. 36.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden
Sonntag Cantate, den 10. Mai 1914
Hofkirche: Samstag, den 9. Mai, abends um 6 Uhr:
Beichte. — Sonntag, den 10. Mai, vorm. um ½ 10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der
Sakriſtei. — Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des heil. Abendmahls. — Nachm. um 3 Uhr:
Prüfung der Konfirmanden. — Mittwoch, den 13. Mai,
abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel.
— Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Velte.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Zimmer=
mann. — Vormittags um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Kleberger. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer
Beringer.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntaa, den
10. Mai, vormittags um 9 Uhr: Chriſtenlehre für die
Lukasgemeinde. Pfarrer Kleberger. — Vormittags
um 11¼ Uhr: Chriſtenlehre für die Schloßgemeinde.
Pfarrer Zimmermann. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Chriſtenlehre für die Kaplaneigemeinde. Pfarrer
Beringer.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8 Uhr.
Vormittags um 10½ Uhr: Kindergottesdienſt (
Stein=
ſtraße 24, Muſikſaal).
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. — Vorm. um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den
Südbezirk im Gemeindehaus. Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt für den
Weſt=
bezirk. Pfarrer D. Waitz. — Nachmittags um 4 Uhr:
Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lindenſtruth.
Herberge zur Heimat: Vormittags um 8 Uhr: Pfarrer
Memmert.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Hickel. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lic. Adolph. — Um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lie. Adolph. — Nachm. um
1½ Uhr: Chriſtenlehre für die 1. Gruppe der
Konfir=
mierten. Pfarraſſiſtent Lic. Adolph.
Panlnskirche: Kollekte für das heſſiſche Krüppelheim.
Vorm. um 8½ Uhr: Chriſtenlehre. Pfarraſſiſtent
Sann. — Vormittags um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarrer Rückert. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarrer Rückert.
Evang. Gemeinde in Eberſtadt: Sonntag, den 10. Mai,
vormittags um ½10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Paul.
— Um ½11 Uhr: Chriſtenlehre der Mädchen. Pfarrer
Paul. — Abends um 8 Uhr: Bibelerklärung. Pfarrer
Paul.
Evang. Gemeinde in Nieder=Ramſtadt: Sonntag, den
10. Mai. vorm. um ½10 Uhr: Gottesdienſt.
Pfarrver=
walter Weik. — Nachmittags um ½2 Uhr:
Chriſten=
ehre. Pfarrverwalter Weik.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 10. Mai,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibliſcher Vortrag von Sekretär
Richter. — Abends um 8½ Uhr: Bibliſcher Vortrag von
Sekretär Richter. — Montag, den 11. Mai, nachm. um
4 Uhr: Bibelſtunde von Sekretär Richter. — Abends
um 8½ Uhr: Bibliſcher Vortrag im Kaiſerſaal. —
Diens=
tag, den 12. Mai, nachm. um 4 Uhr: Frauen= und
Jungfrauen=Bibelſtunde im Kaiſerſaal. — Abends um
8½ Uhr: Bibliſcher Vortrag für Männer und Jünglinge
im Kaiſerſaal. — Mittwoch, den 13. Mai, abends um
8½ Uhr: Bibliſcher Vortrag im Kaiſerſaal. —
Donners=
tag, den 14. Mai, nachm. um 4 Uhr: Bibelſtunde im
Stadtmiſſionsſaal. — Abends um 8½ Uhr: Bibliſcher
Vortrag im Stadtmiſſionsſaal. — Zweig der
Stadt=
miſſion (Beſſungerſtr. 88, Hth.). Sonntag, den 10. Mai,
vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Freitag, den
15. Mai, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Griesheim bei D.: Sonntag, den 10. Mai, abends
um 8½ Uhr: Religiöſer Vortrag im Kleinkinderſchulſaal.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Kiesſtr. 43): Sonntag,
den 10. Mai, nachm. um 2½ Uhr: Sonntagsſchule. —
Abends um 8½ Uhr: Predigt. Prediger A. Berner aus
Frankfurt a. M. — Dienstag, den 12. Mai, abends um
8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pred. A. Berner=Frankfurt a. M.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Waptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 10. Mai, vorm. um 9½ Uhr:
Predigt. Prediger Winhold. — Um 10½ Uhr:
Sonn=
tagsſchule. — Nachm. um 4 Uhr: Predigt, Taufe und
Abendmahl. Prediger Winhold. — Mittwoch, den
13. Mai, abends um 8½ Uhr: Bibel= und Gebetſtunde.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 10. Mai, nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule. —
Um 4 Uhr: Predigt. — Freitag, den 15. Mai, abends
um ½9 Uhr: Bibel= und Gebetſtunde.
Katholiſche Gemeinden
4. Sonntag nach Oſtern, den 10. Mai 1914
Kollekte für den Mädchen=Schutzverein in Mainz
St. Ludwigskirche: Samstag, den 9. Mai, nachm.
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Abends um 8 Uhr: Maiandacht.
Sonntag, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um
7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militärgottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr:
Hoch=
amt mit Predigt. — Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottes=
dienſt. — Nachmittags um 3 Uhr: Katechetiſche Pre=
und Andacht zu Ehren der hochheil. Dreifaltigkeit.
An allen Werktagen, vormittags um 6 Uhr: Gelegenz)
zur heil. Beichte. — Abends um 8 Uhr: Maiandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vo
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 5 Uhr
ſammlung des Vereins chriſtlicher Mütter. — Um 61
Maiandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag,
vormitt=
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle zu Griesheim: Sonntag, vorm. um 9
Singmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 9. Mai, nachm
tags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um8
heil. Meſſe mit Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt
Predigt. — Nachm. um 2 Uhr: Maiandacht. — Dieg
tag und Freitag, abends um ½ 6 Uhr: Maiandacht.
Kapelle zu Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10
Amt und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag,
9. Mai, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhrn
legenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. um 6 Uhr: Gelegenheit zurh
Beichte. — Um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Um ½9
Amt mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Herz=Mand
Andacht. — Mittwoch, abends um 6 Uhr: Maiandan
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 9. Mai, nach
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenhei
Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr: Beichte. ll
½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. —
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittagsn
½5 Uhr: Maipredigt eines fremden Geiſtlichen und
dacht. — Werktags um ¼7 Uhr: Singmeſſe. — Don
tag, abends um 6 Uhr: Maiandacht.
Kapelle zu Pſungſtadt: Sonntag, vorm. um
Beichte. — Um ½8 Uhr: Amt und Predigt. — Nal
um ½2 Uhr: Andacht. — Montag, um ½5 Uhr
andacht.
The Church of England Services in the
Hofkirche
4th Sunday after Easter, 10th May 1914
Holy Communion 8 a. m.
Morning Prayer and Sermon 12 a. m.
Evensong Prayer and Sermon 6 p. m.
The Rev. G. H. Butler, British Chaplain, will officht
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Lukasgemeinde: 3. Mai: Dem Maſchinenarbeie
Philipp Schanz S. Leonhard Philipp, geb. 8. Apfil
4. Mai: Dem Tapeziermeiſter Martin Hoffmann
Chriſtina Margarete Mathilde, geb. 14. März.
Kaplaneigemeinde: 1. Mai: Dem Fabrikarbee
Philipp Schnur S. Georg, geb. 9. Febr.
Johannesgemeinde: 3. Mai: Dem Poſtſchaffle
Jakob Lerch T. Emilie, geb. 4. April. Dem Montel
Johannes Sachs T. Marie, geb. 8. April. Dem Eiſem
bahnſchaffner Heinrich Flauaus V. S. Ludwig,
13. April. Dem Prokuriſt Max Wiemann T. Gertoll
Margot, geb. 12. April. Dem Werkzeugſchloſſer Ludſ
Arndt S. Ludwig Georg Friedrich, geb. 9. April.
Martinsgemeinde: 4. Mai: Dem Lagen
walter Philipp Schwebel T. Herta, geb. 11. Febr. 23.
Dem Wirt Ludwig Gelfius T. Elſa, geb. 20.
1. Mai: Dem Schornſteinfegermeiſter Konrad Klei
Georg Chriſtoph, geb. 1. April. 2. Mai: Dem Schlöe
Johannes Auguſt Avemarie T. Frieda, geb. 13.8m
3. Mai: Dem Berufsgenoſſenſchaftsſekretär Jacob
T. Elſa Marie Wilhelmine, geb. 7. März.
Petrusgemeinde: 3. Mai: Dem Kaufmann Hül
rich Bauer T. Lieſelotte Eva Philippine Katharing,
11. April.
Paulusgemeinde: 3. Mai: Dem Profeſſoh
der Techn. Hochſchule Dr. Emil Friedrich Heuſer S.
rich Ernſt Ludwig, geb. 9. Okt. Dem Weißbinder Fill
rich Wilhelm Dick T. Luiſe, geb. 24. April. Deml
ſchloſſer Andreas Joh. Bong T. Marie Magdalena,
5. April. Dem Keſſelſchmied Wilhelm Gimbel T.
gard, geb. 17. März.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Johannesgemeinde: 2. Mai: Eiſenbahnu
ſtättenarbeiter Heinrich Gunkel und Anna Becker,
hier. 6. Mai: Fabrikdirektor Kurt Fankhaenel von
und Gertrud Löbe in Jena.
Martinsgemeinde: 2. Mai: Architekt Heint
Schneider und Karoline Geilfuß, beide hier. Hilfshell
Georg Gelloy in Mainz und Anna Marie Schring
Langen. 25. April: Metzger Konrad Hartmann ſſ
Margarete Frieß.
Petrusgemeinde: 3. Mai: Friſeur Joh.
Müller dahier und Anna Maul, dahier.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Lukasgemeinde: 3. Mai: Marie Keil, geb. Jul
Ehefrau des Friſeurs Ludwig Keil, 31 J., ſtarb 1. Man
8. Mai: Privatin Dorothea Opel, ledig, 71 J., ſtarb 5. M
Markusgemeinde: 4. Mai: Witwe Helene Lüſſe
Werth, geb. Wendelin, 98 J., 7 Mon., ſtarb 2.
7. Mai: Steueraufſeher Heinrich Bernhard 67 J., 8 Mo
ſtarb 5. Mai.
Kaplaneigemeinde: 1. Mai: Wilhelm Aulſl
Jakob Goll S. des Taglöhners Adolf Heinrich Gol
1 J., ſtarb 29. April. 7. Mai: Georg Jakob Krämer
des Dienſtknechts Georg Krämer, 6 Mon., ſtarb 4.
Johannesgemeinde: 5. Mai: Eliſabeth Spamel
geb. Eißfeller, Witwe des Tuchmachers Heinrich Spamel
78 J., ſtarb 3. Mai. 8. Mai: Bäckermeiſter Philip
Beck, 61 J., ſtarb 5. Mai.
Martinsgemeinde: 30. April: Dem Gaſtwill
Georg Gunder S. Fritz Wilhelm, 1 J., ſtarb 30. Apfll
5. Mai: Holzbildhauer Rudolf Wannenmacher, 34
ſtarb 2. Mai. 6. Mai: Dem Taglöhner Leonhard Klein
ſchmidt S. Wilhelm Ludwig, 3 Wochen, ſtarb 4. Mah
Gartenarbeiter Friedrich Feyd, 81 J., ſtarb 3. Mai.
Petrusgemeinde: 1. Mai: KaufmannKa
Gottſchald, 73 J., ſtarb 29. April.
Paulusgemeinde: 28. April: Karoline Walthen
geb. Haas, Ehefrau des Taglöhners Jean Walther,
J., ſtarb 25. April. 1. Mai: Luiſe Becker, geb. Lan
Witwe des Geheimen Baurats Ferdinand Becker, 76J
ſtarb 29. April.
Trauungen auswärt. Paare: Pfarrer Vogel=
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarren
Kleberger.
ſüte 31.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
Nummer 127.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Mai 1914.
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