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177. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Das Kaiſerpaar iſt geſtern mittag von Korfu
abgereiſt.
Der Reichstag nahm geſtern das Geſetz über die
Konkurrenzklauſel an. Es wird am 1. Januar
1915 in Kraft treten.
Der deutſch=türkiſche Handels= und
Schiff=
fahrtsvertrag iſt auf ein Jahr verlängert
worden.
Die deutſchen Luftſchiffer in Perm ſind
frei=
gelaſſen worden, nachdem der deutſche
Luftſchiffer=
verband die Kaution geſtellt hat.
Das Piſtolenduell zwiſchen Cailllaux und
dAillisres verlief unblutig.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7 und 8.
In Sachen der Fremdenlegion.
* Die Pariſer nationaliſtiſche Boulevardpreſſe
zeigt ſich in höchſtem Grade erzürnt über den Feldzug
ge=
gen die Fremdenlegion. Der Matin bringt unter der
eberſchrift „Deutſchland verbreitet ſeine
Verleumdungen über die Fremdenlegion
ſrutch im Auslande” einen Beſchwerdeartikel darüber,
ldaß deutſche Agenten in Luxemburg Proſpekte,
Reklame=
narken und Poſtkarten verteilen, in denen von den
Schrecken der Fremdenlegion die Rede iſt. Die franzöſiſche
Kolonie in Luxemburg ſoll über dieſe Handlungsweiſe
lußerſt erregt ſein und hat den franzöſiſchen Miniſter des
kleußern auf dieſen Umſtand aufmerkſam gemacht.
Be=
londers heftige Angriffe bringt auch das Echo de Paris in
iner Drahtung ſeines Berliner Vertreters, der der Mei=
Atung iſt, daß die im Berliner Eispalaſt veranſtalteten
Vorträge über die Fremdenlegion unbedingt dem
franzö=
ſſiſchen Miniſterpräſidenten Doumergue Veranlaſſung
ge=
len müßten, in dieſer Angelegenheit ſpezielle
Vorſtellun=
ſſen bei der deutſchen Regierung durch den franzöſiſchen
irtreter in Berlin erheben zu laſſen, um dieſer
Taktloſig=
eit, wie er meint, ein ſchleuniges Ende zu bereiten.
In einem Artikel beſchäftigt ſich weiter Clemen=
Meau erregt mit dem Berliner Feſt des Hilfsbundes
ge=
en die Fremdenlegion. Er nennt darin die Deutſchen
AWolfsſeelen”, in denen Wildheit und ein Fonds inſtink=
Alver Brutalität ſtecke, und führt als Beiſpiel einer ſolchen
Wolfsſeele Generalfeldmarſchall Freiherr von der Goltz
Un, aus deſſen Worten die beſtialiſche Grauſamkeit der
al=
en Zeit hervorluge. Der Artikel klingt in die
dünkelhaf=
en Worte aus: Jeder ſolle ſeinen Weg gehen, die
Bar=
ſaven auf dem Weg der Barbarei, die Franzoſen auf dem
ege der Ziviliſation.
Es iſt nicht verſtändlich, wie die franzöſiſchen Blätter
Une Taktloſigkeit darin erblicken können, wenn Deutſch=
Uind in ſeiner eigenen Hauptſtadt die jungen Leute ſeines
Uſolkes mit allen Mitteln vor dem Dienſt in einem frem=
Iin Heere zu warnen ſucht. Als taktlos könnte man es
it viel größerem Recht bezeichnen, daß Werber für die
hremdenlegion bis tief in unſer Land eindringen, um die
ſnerfahrenheit wehrpflichtiger junger Männer für ihre
Apecke auszunutzen und ſie in ihre Kolonien zu ver=
Aſſleppen.
Neuer Abſolutismus in China.
*⁎* Daß das Reich der Mitte von einem modernen
Perfaſſungsſtaat noch ziemlich weit entfernt iſt, zeigt der
ſhalt der ſoeben veröffentlichten neuen Verfaſſung, aus
im hervorgeht, daß das frühere abſolute Regime
ſiter der Schattenmonarchie in verſtärkter Form unter
hm Präſidenten Juanſchikai wiedergekehrt iſt.
ke Machtbefugniſſe des letzteren ſind ſehr weitgehend, ſie
brleihen ihm nahezu die Stellung eines Diktators, denn
üben dem Recht der Ernennung von Beamten und Offi=
Aren, der Erklärung von Krieg und der Schließung von
ieden kann der Präſident über Heer und Marine ſowie
ter die für beide erforderlichen Ausgaben verfügen.
mit iſt das Kontrollrecht der geſetzgebenden Körper=
Aſifk, wenn ein ſolches überhaupt exiſtiert, erheblich ein=
Aſſchränkt. Das Parlament hat ohnehin nur wenig zu
hen, und es kann nach dem Belieben der Regierung
blig kaltgeſtellt werden, indem dieſe nur dann den
Be=
ſtüſſen desſelben nachzukommen braucht, wenn es ihr
tt. Auch die Unabhängigkeit der Richter ſcheint nach
der neuen Verfaſſung nicht gewährleiſtet zu ſein, denn
letztere enthält nicht die bisherige Beſtimmung, daß höhere
Beamte ſich in die Amtsführung der Richter nicht
ein=
miſchen dürfen.
Juanſchikai hat bekanntlich von dem Augenblick ab,
wo er an die Spitze der Regierung trat, viel Widerſtand
erfahren. Es iſt ja klar, daß ein ſtrenges Regiment ſich
keiner Beliebtheit erfreut, da die Erkenntnis von der
Notwendigkeit eines ſolchen in einen zu kleinen Kreis
dringt. Und nirgends war ein eiſerner Beſen, der mit
alten, vermoderten Ueberlieferungen, mit Schlendrian,
Korruption und Gleichgültigkeit aufräumt, dringender
nötig als in China, das um Jahrhunderte zurückgeblieben
war und vor der Gefahr völliger Erſtarrung in ſeiner
Entwicklung ſtand. Anzeichen, daß es vorwärts geht, ſind
vorhanden, aber im Gegenſatz zu Japan, welches mit
Siebenmeilenſtiefeln neuzeitlicher Kultur entgegenſchritt,
ſchlägt China ein viel langſameres Tempo ein, was dem
ganzen Weſen ſeines Volkes entſprechen mag. Die erſten
Anläufe, das Reich der Mitte zu einem Verfaſſungsſtaat
umzuwandeln, waren wohl noch zu übereilt geweſen,
wes=
halb Juanſchikai ſich genötigt ſah, zurückzuſtoppen bis
nahe an den Abſolutismus heran. Ob und inwieweit
die=
ſer durch Parlament und Kabinett tatſächlich eine
Ein=
ſchränkung erfährt, läßt ſich vorläufig nicht erkennen,
ins=
beſondere muß man erſt wiſſen, wes Geiſtes Kinder die
Männer ſind, die Juanſchikai in die Regierung
beru=
fen hat.
Der Widerſtand gegen das jetzige Haupt Chinas
ſcheint ſchwächer geworden zu ſein, und in den
einſichts=
vollen Kreiſen des großen Reiches werden die Verdienſte
Juanſchikais mehr und mehr gewürdigt. Die ihm
ver=
liehenen bedeutenden Machtbefugniſſe weiſe zu benutzen,
um das Land ſchrittweiſe vorwärts zu bringen, iſt keine
leichte Aufgabe, aber der Präſident dürfte ihrer, ſoweit
ſeine bisherigen Leiſtungen einen Schluß geſtatten, Herr
werden. Bekanntlich betrachtet man die ſoeben ins Leben
gerufene Verfaſſung nur als einen Uebergang, die
defini=
tive Verfaſſung ſoll erſt ausgearbeitet werden, ſie wird
ſpäter einer eingehenden Prüfung unterzogen und
viel=
leicht eine größere Annäherung an konſtitutionelle
Ver=
hältniſſe vollziehen, als es bisher unter den noch ſo
un=
klaren Zuſtänden im Reiche der Mitte geſchehen konnte.
Deutſches Reich,
Verlängerung des deutſch=türkiſchen
Handelsvertrages. Am Samstag erfolgte auf der
Pforte zwiſchen dem deutſchen Botſchafter und dem
Groß=
weſir ein Notenaustauſch, durch welchen die Geltung des
am 25. Juni ablaufenden deutſch=türkiſchen Handels= und
Schiffahrtsvertrages vom 26. Auguſt 1890, ſowie die
Gel=
tung der auf die dreiprozentige Zollerhöhung bezüglichen
Zuſatzkonvention vom 7. April 1907 vorbehaltlich der
bei=
derſeitigen parlamentariſchen Genehmigung auf ein Jahr
verlängert wird.
Die Preſſeabteilung des
Kriegs=
miniſteriums. Die konſervative Fraktion des
Reichs=
tags wird bei der zweiten Leſung des Heereshaushalts
den Antrag ſtellen, die vom Haushaltsausſchuß gegen die
Stimmen der Rechten geſtrichene Forderung für die
Preſſe=
abteilung im Kriegsminiſterium wiederherzuſtellen.
Arbeitszeit und Sozialdemokratie.
Man ſchreibt uns: Der ſozialdemokratiſche Parteivorſtand
hat in ſeiner zur Maifeier erlaſſenen Kundgebung den
An=
ſchein erweckt, als ob es mit der Arbeitszeit in Deutſchland
überaus ungünſtig beſtellt wäre. Die Haltloſigkeit
derarti=
ger Auslaſſungen wird durch eine Statiſtik bewieſen, die
das Organ des ſozialdemokratiſchen
Bauarbeiterverban=
des in ſeiner neueſten Ausgabe veröffentlicht. Ihr liegen
Ermittelungen des Bauarbeiterverbandes über 1814
Lohngebiete zugrunde. Dabei wurde als kürzeſte tägliche
Arbeitszeit 8 Stunden (für Spezialarbeiter), als längſte
tägliche Arbeitszeit in zwei Lohngebieten 12 Stunden
feſtgeſtellt. Im einzelnen aber war das Ergebnis der
Er=
mittelungen folgendes: Es hatten eine tägliche
Arbeits=
zeit von 9 Stunden 28503 — 13,92 Prozent Maurer und
24 129 — 20,30 Prozent Hilfsarbeiter, eine Arbeitszeit von
9½ Stunden 17936 — 8,75 Prozent Maurer und 13 415
11,33 Prozent Hilfsarbeiter, eine Arbeitszeit von 10
Stunden 137912 — 67,34 Prozent Maurer und 78644 —
66.47 Prozent Hilfsarbeiter, eine Arbeitszeit von 10½
Stunden 6061 — 2,96 Prozent Maurer und 151 — 0,12
Prozent Hilfsarbeiter, eine Arbeitszeit von 11 Stunden
14229 — 6,95 Prozent Maurer und 2004 — 1,69 Prozent
Hilfsarbeiter, eine Arbeitszeit von mehr als 11 Stunden
173 — 0,08 Maurer und 0 Hilfsarbeiter. Für rund zwei
Drittel der Maurer und Hilfsarbeiter betrug demnach im
Ermittelungsjahre 1910 die Arbeitszeit 10 Stunden, für
einen größeren Reſt 9 und 9½ Stunden, für einen
kleine=
ren Reſt über 10 Stunden täglich. Das Bauarbeiterblatt,
(der Grundſtein) bemerkt hierzu: „Nimmt man die
wö=
chentliche Arbeitszeit, dann iſt das Verhältnis inſofern
noch etwas günſtiger, als in einzelnen Lohngebieten
zwar die tägliche Arbeitszeit 10 oder 9½ Stunden
iſt, aber am Samstag ein früherer Arbeitsſchluß oder
am Montag ein ſpäterer Arbeitsbeginn eintritt.”
Augen=
ſcheinlich ſieht das Bauarbeiterorgan, den Tatſachen
ent=
ſprechend, die Arbeitszeitverhältniſſe im allgemeinen als
durchaus günſtig an. Sein Urteil und die Statiſtik ſelbſt
bedeuten eine bündige Widerlegung der tendenziöſen
Kundgebung des ſozialdemokratiſchen Parteivorſtandes.
Zur Koburger Miniſterkriſe. In
Sa=
chen der Miniſterkriſe fand eine Konferenz zwiſchen den
Präſidenten der beiden Landtage ſtatt. Der Herzog lehnte
die Demiſſion des Hofkammer=Präſidenten von Baſſewitz
ab. Daher iſt das Ausſcheiden des Miniſters von Richter
wahrſcheinlich.
Ausland.
Balkanſtaaten.
Die Muſelmanen in Mazedonien. Das
von der Pforte den Botſchaftern überreichte Memorandum
bezüglich der Verfolgung der Muſelmanen in Mazedonien
rekapituliert die von der Pforte gegen die Verwaltung
in Mazedonien erhobenen Beſchwerden und ſtellt feſt, daß
die Lage der Muſelmanen immer unerträglicher werde;
die Zahl der ausgewanderten Muſelmanen betrage 163000.
Das Memorandum weiſt auf die Angriffe hin, die gegen
Perſonen, deren Eigentum und deren Religion begangen
werden, und erklärt, daß alle bei der griechiſchen
Regie=
rung bisher unternommenen Schritte wegen der
Anwen=
dung des Artikels 2 des Friedensvertrages erfolglos
geblieben ſeien. Das Memorandum ſchließt mit den
Wor=
ten, daß in ganz Griechiſch=Mazedonien nicht eine Spur
von Geſetz gegenüber den Muſelmanen beſtehe.
Albanien und die epirotiſche
Bewe=
gung. Depeſchen aus Epirus melden, daß dort völlige
Anarchie herrſche. Zographos ſei nicht Herr der Lage.
Die Aufſtändiſchen richteten arge Verwüſtungen an. Die
mohammedaniſche Bevölkerung ſei den Uebergriffen der
Banden vollkommen ſchutzlos preisgegeben. Am
Sonn=
tag abend ſind der albaniſchen Regierung Nachrichten aus
Koritza zugegangen, wonach die Albaneſen im Laufe des
Tages einen erfolgreichen Angriff gegen die Aufſtändiſchen
unternommen haben, viele in der Gegend des Feindes
befindliche Dörfer zurückerobert haben und bis Bowati
in der Nähe von Colonia vorgedrungen ſind. Die
Regie=
rung hegt die volle Zuverſicht, daß auch Colonia in
aller=
kürzeſter Zeit zurückerobert werden wird. In ganz
Al=
banien macht ſich eine patriotiſche Bewegung bemerkbar.
In allen Teilen des Landes rüſtet man zur Befreiung des
von Feinden bedrohten Gebietes. In Tirana allein
mel=
deten ſich 2000 Freiwillige, die nach Koritza marſchieren.
Die Freiwilligen aus Elbaſan, Berat und Dibra, ſowie
aus dem Ljuma= und Matigebiet zählen nach Tauſenden,
ſo daß das Eintreffen von etwa 10000 Freiwilligen in
Koritza erwartet wird. Die Regierung hofft mit Hilfe
der heranrückenden Scharen Freiwilliger die
Aufſtands=
bewegung binnen kurzem niederzuwerfen und die
Epirus=
frage einer für Albanien günſtigen Löſung entgegenführen
zu können.
Amerika.
Coſtaricas neuer Präſident. Die
Geſandt=
ſchaft von Coſtarica gibt bekannt, daß der Kongreß von
Coſtarica Alfredo Gonzales zum Präſidenten von
Coſta=
rica gewählt habe.
Die Botſchaft des Präſidenten von
Braſilien. Bei Wiedereröffnung des braſilianiſchen
Kongreſſes wurde die Botſchaft des Präſidenten verleſen,
welche die Politik der Sparſamkeit und der Gerechtigkeit,
ſowie die Aufhebung des Belagerungszuſtandes
hervor=
hebt. Sie ſtellt die allgemeine Herzlichkeit der
auswärti=
gen Beziehungen Braſiliens, die das Anerbieten der
Me=
diation in dem Streit zwiſchen den Unionſtaaten und
Mexiko ermöglichte, deren Erfolg zwar ſchwierig, aber
doch möglich iſt, feſt. Die Botſchaft würdigt die
Bedeu=
tung der Beſuche des Prinzen Heinrich von Preußen und
des Expräſidenten Rooſevelt und dankt den Unionſtaaten
für die Aufnahme, die der Miniſter des Aeußern Lauro
Müller im Jahre 1913 gefunden hat. Es wird die
Not=
wendigkeit betont, das Heer zu reorganiſieren, Reſerven
zu ſchaffen und das Flugweſen zu erweitern. Die Lage
des Staatsſchatzes ſei ſchwierig, aber nicht unheilbar. Die
Einnahmen im Jahre 1913 betrugen 135750 Goldkontos
und 407671 Kontos in Papier. Die ausländiſche Schuld
betrug im Dezember 103 772780 Pfund Sterling, die
inne=
ren Schulden 726746 Kontos. Der Außenhandel hat
aus=
ſchließlich der Metalle im Jahre 1913 einen Wert von
132015 061 Pfund Sterllng, das bedeutet eine
Verminde=
rung um 6058 719 gegen das Jahr 1912. Die Ausfuhr
in Kaffee und Kautſchuk iſt um 11499 Pfund Sterling
zu=
rückgegangen. Eine Reviſion des Zolltarifes iſt
gegen=
wärtig in Vorbereitung.
Japan.
Die Flottenfrage. Im neugebildeten
Mini=
ſterium Okuma ſteht der Marineminiſter Admiral Yaſhiro
vor der ſchwierigen Aufgabe, die japaniſche Volksvertretung
für die Bewilligung einer neuen Flottenvorlage zu
ge=
winnen. Gelingt ihm dies nicht, dann bleibt das
Flotten=
budget 1913/14 in Kraft, das für 1914/15 noch 81,3
Millio=
nen M., für 1915/16 nur 60,3 Millionen Mark und für
1916/17 bloß 1,5 Millionen Mark zur Verfügung ſtellt.
Welche nachteiligen Folgen eintreten müſſen, wenn
Ja=
pans Flottenrüſtung während der nächſten Jahre in einen
derartig engen Rahmen geſpannt wird, liegt auf der
Hand. Da außer den im Bau befindlichen Schiffen der
Neubau von drei Großlinienſchiffen im Vertrauen auf die
Bewilligung der Flottenvorlage ſchon in die Wege geleitet
iſt, entſtehen bedenkliche Verzögerungen, ganz abgeſehen
davon, daß der weitere Ausbau der Flotte wieder auf
un=
beſtimmte Zeit hinausgeſchoben wird. Denn zu einem
Weiterbau auf Kredit und zur nachträglichen Anforderung
der Mittel, wie es früher oft üblich war, wird ſich die
Re=
gierung bei dem Mißtrauen der Volksvertretung gegen
die Marineverwaltung nicht leicht entſchließen können.
Dieſes Mißtrauen aber wird fortgeſetzt von der
japani=
ſchen Preſſe genährt. Sie ſetzt in einer dem nationalen
Intereſſe wenig nützenden Schärfe die Einrichtungen der
japaniſchen Flotte vor dem Volke herab, indem ſie auf
Grund einzelner Vorkommniſſe ſowohl die Tüchtigkeit des
Perſonals bemängelt, wie die Minderwertigkeit des
Schiffsmaterials behauptet.
* Hamburg, 4. Mai. An der Beſichtigung
des Dampfers „Vaterland” nahmen außer den
Staatsminiſtern Dr. Delbrück, Sydow und v.
Falken=
hayn teil der Hamburger Bürgermeiſter Dr. v. Melle und
vom Bundesrat der thüringiſche Bevollmächtigte Paulßen,
der Bevollmächtigte für Elſaß=Lothringen Nobis, der
bayeriſche Militärbevollmächtigte Generalmajor v.
Wen=
ninger, Unterſtaatsſekretär Michaelis, der Direktor des
Reichsamts des Innern Lewald, der Direktor des
Reichs=
juſtizamts Delbrück, vom Reichsmarineamt Vizeadmiral
Daehnhardt, Kapitänleutnant Löhlein, vom Reichstage die
Vizepräſidenten Dr. Paſche, Dove und der Direktor beim
Reichstage Jungheim, ſowie zahlreiche Abgeordnete der
konſervativen, der Zentrums=, der nationalliberalen und
der Fortſchrittlichen Volkspartei. Die Hamburg=Amerika=
Linie war bei der Beſichtigung außer durch den
Vorſitzen=
den des Aufſichtsrates Schinckel durch die anderen
Mit=
glieder des Aufſichtsreates, ſowie durch die Direktoren
Gul=
dermann, Dr. Heckſcher und v. Holzendorff vertreten.
Bei dem Frühſtück auf dem „Vaterland” das in dem
reich dekorierten Speiſeſaal eingenommen wurde, hielt
Staatsſekretär Dr. Delbrück eine Anſprache, in der er
u. a. ſagte:
Wie alles auf dieſem wunderbaren Schiffe klug, ſchön
und zweckmäßig eingerichtet iſt, ſo iſt der feſtliche
Emp=
fang, den die Hamburg=Amerika=Linie Bundesrat und
Reichstag an Bord des „Vaterland” bereitete, ein
Muſter=
bild vortrefflicher Organiſation und vornehmer
Gaſtlich=
keit. Wir nehmen aus beiden Tagen mehr als eine
Be=
lehrung und Bereicherung unſeres Wiſſens mit, die uns
die Beſichtigung des ſchönen Schiffes gebracht hat. Sie
werden mir darin zuſtimmen, daß man manchmal den
Eindruck hat, als wenn man nirgends ſo
we=
nig Verſtändnis hätte für die Erfolge
und die Entwickelung unſeres
Vaterlan=
des als im deutſchen Reichstage. Draußen
aber in der freien hanſeatiſchen Luft, an der Pforte des
Weltmeeres, angeſichts des ſtolzen Schiffes, das ſich zu
ſeiner erſten Fahrt in den Ozean anſchickt, wird unſer
Blick freier. Wir ſagen uns mit Stolz, daß wir im Laufe
der letzten vierzig Jahre im deutſchen Reiche doch nicht
vergebens gearbeitet haben. Dieſes Gefühl werden wir
als bleibende Errungenſchaft dieſer Fahrt nach der
Nord=
ſee mit zurücknehmen in die tägliche Arbeit. Wenn wir
in Zukunft in den Zeitungen von dem Schickſal und den
Erfolgen des Vaterland” leſen, ſo werden wir es in dem
ſtolzen Bewußtſein tun, daß mit dieſem ſtolzen Schiff
ein Stück von Deutſchland in die Meere fährt, das ein
Zeugnis ablegt von deutſchem Können, deutſchem Wollen
und von der Macht und Größe unſeres Vaterlandes.
Ein Sonderzug brachte gegen Abend die Teilnehmer nach
Berlin zurück.
* Die Deutſchamerikaner auf der
Welt=
ausſtellung in San Franzisko. Nach den
Mitteilungen des Vereins für das Deutſchtum im
Aus=
land wurde von einem Ehrenausſchuß, dem die
hervor=
ragendſten Deutſchamerikaner angehören, die Errichtung
eines Palaſtes deutſch=amerikaniſcher Kultur beſchloſſen.
Das geplante Gebäude ſoll alles darſtellen, was der
deut=
ſche Lehrer und Kaufmann, der Farmer und Fabrikant,
der Künſtler und Ingenieur, der Arzt und Advokat, der
Staatsmann und der Soldat für die Vereinigten Staaten
und deren Kultur geleiſtet haben. Der Palaſt ſoll den
Stil des alten Münchener Rathauſes in freier
Behand=
lung zum Vorbild nehmen. Von dem 170 Fuß hohen
Turm wird ſich ein herrlicher Ausblick auf die Bucht von
San Franzisko, das Goldene Tor und die umliegende
Landſchaft bieten. Mit Ausnahme der Bauten, welche die
Staaten Neu=York und Kalifornien errichten, und der
gro=
ßen Feſthalle des Hauptausſtellungsgebäudes wird das
deutſch=amerikaniſche Haus den größten Saal auf dem
Ausſtellungsgelände aufzuweiſen haben. Das geſamte
Deutſchtum der Vereinigten Staaten wird aufgefordert,
„einen Tempel deutſchen Geiſtes zu ſchaffen, der ſeinen
ſe=
gensreichen Einfluß überall auf der Welt geltend mache,
wohin immer er ziehe‟.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 5. Mai.
* Empfang. Die Frau Großherzogin empfing
am Samstag vormittag 11 Uhr im Neuen Palais
den Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach
Exzellenz. (Darmſt. Ztg.)
*Ordensverleihungen ꝛc. Der Großherzog hat
verliehen: die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaſſe des
Ver=
dienſtordens Philipps des Großmütigen dem Major
Frhrn. v. Preuſchen, Kommandeur der Kriegsſchule in
Engers, ſeither Bataillons=Kommandeur im Infanterie=
Leib=Regiment Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117;
das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für
Ver=
dienſte” dem Vizefeldwebel der Landwehr II
Heck=
mann, ſeither im Infanterie=Leib=Regiment
Groß=
herzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117. Der Großherzog
hat weiter dem Geheimen Medizinalrat Profeſſor Dr.
Grödel zu Bad Nauheim die Erlaubnis zur Annahme
und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem König der
Bulgaren verliehenen Sterns der Großoffiziere des
Königlich Bulgariſchen Zivilverdienſtordens erteilt.
*Uebertragen wurde dem Lehrer Georg Blum zu
Rodau, Kreis Bensheim, eine Lehrerſtelle an der
Volks=
ſchule zu Eberſtadt, Kreis Darmſtadt; dem
Schulamts=
aſpiranten Ludwig Steffan aus Hof Hohenſtein bei
Bensheim eine Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Maar,
Kreis Lauterbach.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
an der Volksſchule zu Neu=Iſenburg, Kreis Offenbach,
Georg Reeg auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung
ſeiner mehr als 50jährigen treuen Dienſte, vom 1. Mai
1914 an; die Lehrerin an der Volksſchule zu Mainz Anna
Weyer auf ihr Nachſuchen, unter Anerkennung ihrer
langjährigen treuen Dienſte, vom 1. Juni 1914 an; der
Lehrer an der Volksſchule zu Betzenrod, Kreis Schotten,
Jakob Chriſt vom 15. Mai 1914 an; die Lehrerin an
der Volksſchule zu Weiſenau, Kreis Mainz, Joſepha
Roßi auf ihr Nachſuchen, unter Anerkennung ihrer
langjährigen treuen Dienſte, vom 1. Mai 1914 an.
*Erledigt ſind: Die Stelle eines Reallehrers an der
Ludwigs=Oberrealſchule zu Darmſtadt. Meldungen
ſind ſpäteſtens am 11. Mai bei der Miniſterialabteilung
für Schulangelegenheiten einzureichen. Bewerber mit der
Befähigung für den Turnunterricht (auch in den oberen
Klaſſen) werden bevorzugt. — Eine mit einem
evan=
geliſchen Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle zu
Wolfs=
kehlen, Kreis Groß=Gerau.
* Zulaſſungen zur bezw. Aufgabe der
Rechtsanwalt=
ſchaft. Am 16. Februar wurde der Rezerendar Hermann
Sehrt von Ober=Ramſtadt zur Rechtsanwaltſchaft bei
dem Amtsgericht Reinheim, am 5. Mäcz wurde der
Refe=
rendar Ernſt Schloß zu Offenbach zur
Rechtsanwalt=
ſchaft bei der Kammer für Handelsſachen zu Offenbach und
dem Amtsgericht Offenbach, an demſelben Tage wurde
der Gerichtsaſſeſſor Friedrich Scholl zu Mainz zur
Rechtsanwaltſchaft bei dem Landgericht der Provinz
Rheinheſſen, am 27. März wurde der Gerichtsaſſeſſor Fritz
Koch aus Oppenheim zur Rechtsanwaltſchaft bei dem
Amtsgericht Oppenheim, am 16. April wurde der
Gerichts=
aſſeſſor Auguſt Niebergall zu Offenbach zur
Rechts=
anwaltſchaft bei der Kammer für Handelsſachen zu
Offen=
bach und dem Amtsggricht Offenbach zugelaſſen. — Am
27. März wurde der Rechtsanwalt Paul Looff zu
Pfed=
dersheim zur Rechtsanwaltſchaft bei der Kammer für
Han=
delsſachen zu Worms und dem Amtsgericht Worms
zuge=
laſſen. Die Zulaſſung bei dem Amtsgericht Pfeddersheim
hat er aufgegeben. Am 11 Februar hat der Rechtsanwalt
Wilhelm Fritſch zu Oſthofen die Zulaſſung zur
Rechts=
anwaltſchaft bei dem Amtsgericht Oſthofen aufgegeben.
Perſonalnachrichten der Ober=Poſtdirektion in
Darmſtadt. Verſetzt: K. Vize=Poſtdirektor Anſchütz von
Offenbach nach Koburg, die Poſtmeiſter Kiſſel von
Lauter=
bach nach Langen und Schirmann von Erbach nach
Lau=
terbach. — Uebertragen: Eine Vizepoſtdirektorſtelle
bei dem Poſtamt in Offenbach dem Poſtinſpektor Jordan
aus Weſel; eine Ober=Poſtſekretärſtelle beim Poſtamt in
Offenbach dem Poſtſekretär Hoffmann aus Bad=Nauheim;
ein Poſtmeiſterſtelle dem Poſtſekretär Will aus Frankfurt
(Main) in Erbach; eine etatsmäßige Poſtſekretärſtelle dem
Poſtſekretär Müller in Bad=Nauheim. — Etatsmäßig
angeſtellt: Die Poſtaſſiſtenten Fauſt und Wagner in
Rüſſelsheim, Heun in Gießen, Klein in Butzbach und
Schnabel in Bad=Nauheim; die Telegraphengehilfin Waas
in Alzey. — Angenommen: Zu Poſtgehilfen: die
Re=
alſchüler Bechtold und Mättner in Groß=Gerau und
Butz=
bach, die Oberrealſchüler Haupt und Vögler in Mainz=
Kaſtel und Darmſtadt; Gymnaſiaſt Joſt in Mainz; als
Telegraphengehilfinnen: Falter in Bensheim, Herrmann
in Offenbach, Klingler in Gießen und Reichert in Mainz. —
In den Ruheſtand treten: Poſtmeiſter,
Rech=
nungsrat Gräff in Langen, Ober=Poſtſekretär Seybert und
die Telegraphengehilfin Schmucker in Offenbach. —
Frei=
willig ausgeſchieden: Telegraphengehilfin
Wag=
ner in Mainz. — Im Wege der Kündigung entlaſſen:
Te=
legraphengehilfin Weigold in Bensheim (krankheitshalber),
— Geſtorben: Poſtmeiſter a. D. Hill in Gießen.
* Großh. Regierungsblatt. Die Beilage Nr. 5 vom
4. Mai hat folgenden Inhalt: 1. Oeffentliche Anerkennung,
2. Bekanntmachung, die Erſatzwahl eines
Landtagsabge=
ordneten im II. Wahlkreis (Alzey) der Provinz
Rhein=
heſſen betreffend. 3. Vermeſſungen und Vorarbeiten für
eine elektriſche Bahn von Bensheim nach Lindenfels
be=
treffend. 4. Ueberſicht über die in der Stadt Gießen zu
erhebenden Gemeindeumlagen für das Rechnungsjahr
1914. 5. Nachweis der Befähigung zur Uebernahme eines
Kirchenamts. 6. Namensveränderungen. 7. Erhebung in
den Adelsſtand. 8. Ordensverleihungen. 9. Vecleihung
der Staatsmedaille für Ausſtellungen. 10. Ermächtigung
zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. 11.
Cha=
raktererteilungen. 12. Zulaſſungen zur Rechtsanwaltſchaft.
13. Zulaſſung und Aufgabe der Zulaſſung zur
Rechts=
anwaltſchaft. 14. Aufgabe der Zulaſſung zur
Rechts=
anwaltſchaft. 15. Dienſtnachrichten.
— Vom Hoftheater wird uns geſchrieben: Am
Donnerstag findet bei gewöhnlichen Preiſen die
Erſtauf=
führung von Gerhardt Hauptmanns Traumdichtung
„Hanneles Himmelfahrt” ſtatt, die trotz allem
Mangel an wirkſamen theatraliſchen Effekten und allen
Schwierigkeiten der Inſzenierung doch ſtets gerade von
der Bühne herab tiefſten Eindruck macht. Nachdem die
Friſt für das Vorbeſtellungsrecht der Abonnenten zur
dritten Feſtvorſtellung, Mozarts „Entführung aus
dem Serail” abgelaufen iſt, beginnt heute
Dienstag=
vormittags der Verkauf der reſtlichen Eintrittskartenf
die von den Abonnenten beſtellten Plätze werden am
Dienstag und Mittwoch nachmittag von 3½ bis 5 Uhr
ausgegeben.
* Arbeitsjubiläum. Am Mittwoch, den 6. Mai,
be=
geht Herr Georg Oehlenſchläger aus Eberſtadt ſein
30jähriges Dienſtjubiläum bei der Firma Wehner u. Fahr,
Kakao= und Schokoladenfabrik.
* Ueberreichung der Geſellenbriefe. Am Sonntag
vormittag fand im großen Saale der Turngemeinde dier
feierliche Ueberreichung der Geſellenbriefe an die vor dem
Geſellenprüfungsausſchuß des Ortsgewerbevereins
Darm=
ſtadt beſtandenen 188 Lehrlinge, darunter 12 weibliche,
ſtatt. Der Feier wohnten u. a. bei die Herren Geheimen=
Regierungsrat Noack, Rockel, Stadtbaurat Steine
berger, Profeſſor Dr. Meiſel und Lehrer Gerbig,
Als Vorſitzender des Ortsgewerbevereins begrüßte Herr
Stadtverordneter Sames die zahlreich Erſchienenen und
übermittelte den Junggeſellinnen und Geſellen herzlichſte
Glückwünſche. Dankesworte wurden dem
Prüfungsaus=
ausſchuß und ſeinen Mitarbeitern, den Meiſter= und
Ge=
ſellenbeiſitzern, insbeſondere dem Vorſitzenden, Herrn
Hof=
ſpenglermeiſter W. Eberhardt, gewidmet. Herr Geheimratz
Noack überbrachte die Glückwünſche der Großh.
Zentral=
ſtelle für die Gewerbe, Herr Rockel die der
Handwerbs=
kammer. Herr Gewerbeſchuldirektor Profeſſor Dr.
Mei=
ſel ſprach für die Gewerbeſchule in Verhinderung des
Vorſitzenden des Aufſichtsrats. Namens der
obligato=
riſchen Fortbildungsſchule ſprach noch Herr Lehrer Ger=
Die Wahrheit
über den türkiſchen Harem.
** Auch die Romantik des Haremslebens muß der Macht
der wirtſchaftlichen Tatſachen weichen die großen Harems,
wie man ſie ſich in Europa vorſtellt, verſchwinden von
Tag zu Tag mehr und erfahren eine tiefgreifende
Wand=
lung. Den immer noch verbreiteten Legenden will ein
berufener Beurteiler dieſer Verhältniſſe, General Izzet
Fuad=Paſcha, in einem intereſſanten Aufſatz, den er
im Maiheft der Deutſchen Revue (Deutſche Verlags=
Anſtalt, Stuttgart) veröffentlicht, ein getreues Bild der
Wirklichkeit gegenüberſtellen. Er ſelbſt ſtammt aus einem
ſolchen Harem, wie ſie in ſeiner Jugendzeit noch mächtige
Paſchas in ungeheurer Größe beſaßen. Im Hauſe ſeiner
Eltern waren ſtändig 80—100 Frauen, darunter freilich
nur eine einzige legitime Gattin, die in ihrem Hauſe
die=
ſelbe Achtung genoß, wie nur irgendeine Gattin in den
Ländern des Weſtens.
Sie bewohnten einen herrlichen Jali am Bosporus
und der Verfaſſer ſchildert das Leben, das ſich da
entfal=
tete: „Wenn an den Sommernachmittagen die Hitze des
Tages einer angenehmen Friſche wich, machte man „
Hal=
vette”, d. h. alle männlichen Weſen, mit Ausnahme der
Herren des Hauſes, waren von den blumenreichen
Ter=
raſſen und aus den ſchattigen Hainen verbannt. Dann
öffnete ſich das eiſerne Tor weit, der ganze Harem ſtürzte
ins Freie hinaus und zerſtreute ſich zwiſchen den Blumen
und Vögeln unter jenen entzückenden Freudenrufen
weib=
licher Geſchöpfe, die die ſchönſte menſchliche Muſik ſind.
Die lieblichen Zirkaſſierinnen entſchlüpften gruppenweiſe
ihrem rieſigen Gefängnis, und die fernen, unſichtbaren
Grenzen des großen Parks erweckten ihnen die holde
Illu=
ſion der Freiheit. So ſehr auch die türkiſche Frau ſich
ſchließlich daran gewöhnt hat, ſie trägt einen Todeskeim
in ſich, den „Marasmus der Gefangenſchaft” Mein Vater,
der ſchon bejahrt war und durch ſeine offiziellen Geſchäfte
in der Stadt feſtgehalten wurde, war faſt niemals dabei,
wenn der Taubenſchlag ausflog‟. Ein Familienleben
konnte ſich unter dieſen Verhältniſſen natürlich nicht
ent=
wickeln; die Vielweiberei wirkt ſchon auf den Begriff der
Familie zerſtörend. Die ganz natürliche, völlig
menſch=
liche Rivalität, die unter den Frauen beſteht, konnte Izzet
Fuad=Paſcha bei ſeinen Schwiegereltern in ihrer ganzen
gefährlichen Häßlichkeit beobachten. „Bei den von den
zahlreichen Odalisken geborenen Kindern gab es weder
Liebe, noch Glück, noch Ruhe, man ſah nur Eiferſucht,
Rivalität, Begehrlichkeit; und das zeigte ſich ſogar nach
dem frühzeitigen Tode des edlen, liebenswürdigen
Pa=
ſchas, der doch der fortſchrittlichſte Mann ſeines Landes
der Führer der erſten Jungtürken war.”
Wie ungeſund auch dieſe Verhältniſſe für die
heran=
wachſenden Kinder ſind, zeigt der Verfaſſer durch eine
kleine Epiſode aus ſeinem eigenen Leben. Als
Vierzehn=
jähriger, der den ganzen Tag über der einzige Vertreter
des ſtarken Geſchlechtes unter den jugendlichen
Schönhei=
ten war, verliebte er ſich in eine Zirkaſſierin, die
ent=
zückendſte der jungen Frauen im Harem, die ſich ſtill für
ſich hielt und an den Spielen der anderen nicht teilnahm,
und als er, nahe daran, ſich mit einer alten kleinen Piſtole
zu erſchießen, ſich ihr in einem unbewachten Augenblick
ſchüchtern nahte und ihr leiſe bekannte, daß er ſie liebe,
trat eine der alten Kadinen, die ſie beaufſichtigten, an ihn
heran und flüſterte ihm zu: „Aber, Unglücklicher, was tun
Sie da. Das iſt unmöglich. . Wiſſen Sie denn nicht,
daß ſie die Favoritin des Paſchas, Ihres Vaters, iſt. 2"
Die Schwierigkeiten, die nun das Ende dieſes
Haremsleben herbeiführen, liegen in der Vorſchrift des
mohammedaniſchen Geſetzes, daß jeder zwar vier legitime
Frauen und ſo viele Nebenfrauen haben kann, als er will,
daß er ſie aber alle auf dem Fuße vollkommener
Gleich=
berechtigung behandeln muß. Jede Frau hat ihren
eige=
nen Haushalt und ihre eigenen Dienſtboten, Mahlzeiten,
Wagen, Pferde, Eunuchen, Verwalter, Kleider,
Schmuck=
ſachen uſw., oft auch ihr beſonderes Haus vollſtändig für
ſich. Wie unerhört hohe Ausgaben dieſe Verhältniſſe
be=
dingen, davon kann man ſich eine Vorſtellung machen,
wenn man hört, daß jeder Haushalt umfaßt: Perſonal
für die Toilette und den Schmuck der Frau,
Wäſcheperſo=
nal, Bügelperſonal, Tiſchperſonal, Kaffeeperſonal,
Bett=
zeugperſonal, Perſonal für die Miſſafirs oder Beſuche,
Muſikperſonal und Tanzperſonal. Jede dieſer neun
Per=
ſonalgruppen beſteht aus 4—12 Frauen. Der
Schwieger=
vater Izzet Fuad=Paſchas, der 4 Gattinnen und zahlreiche
Odalisken hatte, unterhielt alſo in ſeinem Harem die
koloſſale Zahl von 500—600 Frauen. „Kleider,
Mahl=
zeiten, Erfriſchungen, Wagen, Juwelen . . . nimmt man
noch den Ramazan dazu, ſo gibt das unberechenbare
Sum=
men. Auf dieſe Weiſe iſt es mit dem großen Vermögen
um ſo raſcher abwärts gegangen, als der Geiſt
gemein=
ſchaftlichen Wirkens, Handel, ſchöne Künſte, induſtrielle
Unternehmungen in der Türkei, beſonders für die
gebildes=
ten Klaſſen, die alle auf die eine oder andere Weiſe mit
der Regierung eng verbunden ſein ſollen, keine erlaubten
Dinge ſind. . . Die Taſchen der türkiſchen Herren haben
ſich geleert das Geld iſt dahingegangen, und es iſt keine
Ausſicht vorhanden, daß es wieder kommt.‟ Die Zahl
der Polygamen hat ſich alſo vermindert; ſie ſind ſogar beis
nahe verſchwunden. Aber die Uebel, die durch die Viel= entſtanden, wurzeln tief in der türkiſchen
Geſell=
ſchaft und haben viel zur Verarmung des türkiſchen
Ele=
ments im Orient beigetragen. Und während der Türke
ſein Vermögen, ſeine Energie und ſeine Tugenden aller
Art verlor, bereicherten ſich die Griechen, die Armenier und
die Levantiner und bemächtigten ſich aller
Angelegen=
heiten des Landes, insbeſondere alles ſeines Geldes,
Sig herzliche Glückwünſche aus. Nachdem noch der
Vor=
ſitzende des Prüfungsausſchuſſes, Herr Hofſpenglermeiſter
W. Eberhardt, herzliche Worte an die Prüflinge gerichtet,
Efolgte durch die Prüfungsmeiſter die Ueberreichung der
Geſellenbriefe durch Handſchlag mit den beſten Wünſchen,
rvomit alsdann die würdig und eindrucksvoll verlaufene
Feier ihren Abſchluß fand. Die Ausſtellung von
Geſellenſtücken zeigte, daß die Lehrlinge in ihrer
Lehrzeit etwas Tüchtiges gelernt haben.
* Beſchädigung von Gar enanlagen. Das Großh.
Polizeiamt macht in einer Bekanntmachung vom 1. Mai
1914 darauf aufmerkſam, daß ſich in letzter Zeit vielfach
Willen= und Gartenbeſitzer darüber beſchwert haben, daß
von Kindern wie von Erwachſenen im Vorbeigehen aus
ihren Gartenanlagen Blumen entwendet und oft ganze
ſioſenſtöcke umgeknickt worden ſeien. Dieſe Unſitte kann
nicht ſcharf genug verurteilt werden, weil ſie ein ſchlechtes
Licht auf die hieſige Bevölkerung wirft und weil ſie die
Sarten= und Villenbeſitzer zum Wegzug von Darmſtadt
perleiten kann. Wir können uns dem öffentlichen Erſuchen
des Großh. Polizeiamts nur anſchließen, das darauf
hinausgeht, daß jeder aus der Bevölkerung für ſeinen Teil
ierzieheriſch auf Kinder und Erwachſene einwirken möge,
daß ſolche Schädigungen des Anſehens der Stadt und
hrer Einwohner künftig nicht mehr vorkommen.
C. Froſtſchäden. In der Nacht vom 1. auf den 2. Mai
ſank das Thermometer an der Station im Herrngarten
auf 1,1 Grad Celſius über Null, während an ausgeſetzten
Stellen außerhalb der Stadt die Temperatur 1 bis 2 Grad
unter Null herabging. Infolge davon ſind Froſtſchäden
en ſpät blühenden Apfelſorten entſtanden, und die
Nuß=
bäume an der Weſtſeite des Friedhofes zeigen zum Teil
ſchwarzes Laub. Größer waren die Schäden an manchen
Orten des Kreiſes. In dem 246 Meter hoch gelegenen
Nieder=Beerbach iſt das Laub der meiſten Nußbäume wie
teerbrannt und auch der Schaden an den blühenden
Apfel=
täumen ſoll beträchtlich ſein. Letzteres wird auch aus
Roßdorf berichtet. In der Nähe des Kurhauſes
Traut=
heim iſt auch junges Buchenlaub erfroren. Die Nacht vom
auf 3. Mai war nicht ganz ſo kalt, wie die vorige, und
arn Sonntag nachmittag ſtieg das Thermometer wieder auf
1 Grad im Schatten, ſo daß weitere Schäden vorerſt nicht
— befürchten ſind.
* Turngemeinde Darmſtadt. Die Wanderung Erbach=
=eichelsheim=Darmſtadt erfreute ſich recht zahlreichen
Be=
ſaches. Schon um 5 Uhr morgens trafen ſich die
Teilneh=
ier am Oſtbahnhof, um mit dem Zug 5 Uhr 10 Minuten
nach Erbach zu fahren, wo der Turngang ſeinen Anfang
nahm. Mit fröhlichem Liede ging es bei herrlichem
Wet=
tir, der ſchwarzen Chauſſee entlang, über Berg und Tal,
Reichelsheim zu, welches um 10 Uhr erreicht wurde. Nach
eimer kurzen Frühſtücksraſt, bei welcher man den Schmied
von Reichelsheim” kennen lernte, wanderte man dem
Ro=
denſtein zu, von da aus auf nicht markierten Wegen über
Reßbach, Billings, Asbach, an der bekannten
Schnaken=
nühle vorbei, nach Rohrbach, wo die Reſte aus dem
Ruck=
ſurk bei einem guten Glaſe Apfelwein verzehrt wurden.
UUtter frohem Liede ging es dann der Reſidenz zu, wo
man um 8 Uhr abends eintraf und mit der Genugtuung,
einen ſchönen Tag verlebt zu haben, auseinanderging. Die
Führung lang in den bewährten Händen des Turners L.
Krickſer, dem der Dank aller Teilnehmer zum Ausdruck
pelbracht wurde.
* Turngeſellſchaft Darmſtadt. Unter zahlreicher
Be=
elligung fand die erſte programmäßige Wanderung mit
Damen ſtatt, welche die Stationen Nieder=Kainsbach,
Per Stöcke, Dehnbuche, Lärmfeuer, Ober=Oſtern,
Gumpe=
tr Kreuz, Lindenfels, Bismarckswarte, Winterkaſten und
ſteichelsheim berührte. Infolge des prächtigen Wetters
ſerlief die unter der guten Führung des Turners Adam
zimmer ſtehende Wanderung aufs beſte, bot doch die ſehr
lttwechslungsreiche Tour mit ihren vielen herrlichen
aus=
ſichtsreichen Höhen ſeltene Reize. Auch die
Turnerſing=
nunnſchaft und Muſikabteilung trugen ebenfalls dazu bei,
die fröhliche Stimmung der Teilnehmer zu erhalten, was
n anbetracht der vorzüglichen Leiſtungen auch gelang. Die
Räckfahrt erfolgte von Reichelsheim aus nach Darmſtadt=
Ott. Begleitet von der Muſikabteilung, zog alsdann die
lberckere Wanderſchaar mit Sang und Klang in ihr
Turn=
ſarts, Dieburger Straße 26, ein. Hier gedachte der
Turn=
vart Schwarz in gewählten Worten der vortrefflichen
ihrung des Turners Adam Zimmer, welchem ein
kräf=
liges „Gut Heil!” als Dank für ſeine erſprießliche
Tätig=
ein zuteil wurde.
* Gartenbauverein Darmſtadt. Wie aus dem
Anzei=
genteil erſichtlich iſt, findet Donnerstag eine
Monatsver=
ſammlung ſtatt.
* Ortsgewerbeverein Darmſtadt. Am kommenden
Sonntag, den 10. Mai, findet ein Ausflug an den Rhein
ſtatt. (Näheres hierüber in den Anzeigen.)
* Prämiierte Hunde. Auf der am 3. ds Mts. in
München ſtattgefundenen internationalen Ausſtellung von
Hunden aller Raſſen erhielten folgende Herren, Mitglieder
des Vereins der Hundefreunde von Darmſtadt und
Um=
gegend, für ihre ausgeſtellten Tiere Preiſe: Herr Gg. Rob.
Petri für Dobermannpinſcher 3 erſte und 2
Ehren=
preiſe, Herr Dr. W. Heinermann für Airedale=Terrier
1 dritten Preis. Sämtliche Preisträger ſtanden in
ſchärf=
ſter Konkurrenz.
§ Aſyl für Obdachloſe. Während des verfloſſenen
Monats April iſt in dem im Lokale des zweiten
Polizeireviers in der Alexanderſtraße errichteten Aſyl für
Obdachloſe 270 Perſonen und in demjenigen im Lokale
des fünften Polizeireviers in der Ludwigshöhſtraße
82 Perſonen, zuſammen 352 Perſonen Obdach gewährt
worden.
§ Einbruchsdiebſtahl. In der Nacht von Samstag
auf Sonntag wurden aus einem verſchloſſenen
Hühner=
ſtall im Hohlenweg mittelſt Einbruchs zwanzig Hühner
geſtohlen.
§ Hundefang. Während des Monats April ſind
durch den hieſigen Polizeihundeaufſeher 19 Hunde
ein=
gefangen worden. Hiervon wurden 11 Hunde von ihren
Eigentümern wieder ausgelöſt, 4 Hunde ſind verkauft
worden, 1 Hund wurde im Stall tot aufgefunden und
3 Hunde mußten getötet werden.
Strafkammer II.
-g. Eine überaus rohe Meſſerſtecherei ereignete
ſich am ſpäten Abend des erſten Weihnachtsfeiertages in
Schlierbach i. O., wobei der Ueberfallene, ein
kräf=
tiger, im 33. Lebensjahre ſtehender Mann, ſo ſchwer durch
Meſſerſtiche verletzt wurde, daß er in lebenslängliches
Siechtum verfallen iſt. Angeklagt waren der 25jährige
Steinſchleifer Peter Steinmann und der 24jährige
Dienſtknecht Johann Bitſch, beide aus Schlierbach (Kreis
Bensheim). Steinmann iſt zunächſt beſchuldigt und
ge=
ſtändig, am Abend des 25. Dezember den 59jährigen Adam
Rettig II., als er ſich aus der Wirtſchaft nach Hauſe
be=
geben wollte in der Nähe der Niklasſchen Wirtſchaft in
den 20 Zentimeter tiefen Bach geworfen zu haben. Die
beiden Angpklagten befanden ſich an dem Abend in der
Niklasſchen Wirtſchaft und begaben ſich wiederholt hinaus
auf die Straße. Als ſich Steinmann abermals hinaus
begeben hatte, um anſcheinend auf jemand zu warten,
wurde er von den beiden Söhnen des zuerſt in den Bach
geworfenen Rettig beobachtet, wie er ſich in einen Winkel
verſteckt hatte. Wilhelm Rettig leuchtete ihm mit einer
Taſchenlaterne in das Geſicht und erkannte den
Stein=
mann. Als ſie weitergingen, lief ihnen der Angeklagte
Steinmann nach und warf nach ihnen mit einem Prügel.
Sie reagierten aber nicht auf dieſe Einladung zu einer
Schlägerei.
Als nun ſpäter ein anderer Bruder der beiden
Vor=
genannten, der 33jährige Landwirt Adam Rettig III.,
und ein gewiſſer Michael Rettig an der Niklasſchen
Wirt=
ſchaft vorbeigingen, trat aus einer Gruppe von Leuten die
vor der Niklasſchen Wirtſchaft ſtanden, der Angeklagte
Bitſch heraus und nachdem der Begleiter des Adam
Ret=
tig III, beiſeite geriſſen worden war, verſetzte er dem
Adam einige Schläge über den Kopf. Der Geſchlagene
eilte davon und Bitſch hinter ihm hec. Feſtzuſtellen iſt
nicht, ob Adam Rettig in den Bach ſelbſt fiel oder
hinein=
geworfen wurde, Als er im Bach lag, erhielt er den erſten
Stich in den Rücken. Er vermochte ſich aber noch einmal
zu erheben, wurde aber jedoch wieder zuſammen geſtochen.
Es gelang ihm ſchließlich noch, ſich bis zum Toc ſeiner
Hofreite zu ſchleppen, wo er abermals zuſammengeſtochen
wurde, ſo daß er bewußtlos zuſammenbrach. Er hatte
8 Stiche in den Rücken erhalten, Davon hat einer das
Rückgrat zertrennt und eine dauernde Lähmung beider
Beine, des Maſtdarms und der Blaſe, ſowie einen
Blut=
erguß in den linken Zwerchfellraum hervorrief.
Steinmann und Bitſch, die am Morgen nach der Tat
verhaftet wurden, gaben zu, an der Mißhandlung des
Adam Rettig III. beteiligt geweſen zu ſein, doch beſtreiten
beide energiſch den Gebrauch eines Meſſers. Der
plan=
mäßige Angriff auf die vier Mitglieder der Familie Rettig
findet ſeine Erklärung in einer Privatbeleidigungsklage
gegen ein Mitglied der Familie Rettig, über die wir
ſei=
nerzeit berichtet hatten. Gleichzeitig wird damit ein ſehr
merkwürdiges Licht auf das Verhalten des Wirtes Niklas.
der gleichzeitig „Beigeordneter” iſt, geworfen. Niklas iſt
Vorſitzender des Schlierbacher Geſangvereins und führte
in dieſer Eigenſchaft mit großer Hartnäckigkeit jene Klage
gegen ein Mitglied der Familie R., weil dieſes im
Ver=
dacht ſtand ein Plakat geſchrieben zu haben, durch das
der Geſangverein verhöhnt wurde, daß er es ſich gefallen
ließ, vom Wirt Niklas „Tröppelbier” zu erhalten. Die
Klage wurde abgewieſen und die Koſten fielen dem
Ge=
ſangverein zur Laſt. Das Motiv der Rache wird noch
klarer durch die feſtſtehenden Vorgänge in der Niklasſchen
Wirtſchaft.
In dem Moment, als der Ueberfallene an dier
Niklas=
ſchen Wirtſchaft vorbeiging, kam jemand mit dem Ausruf
„Der Rettig geht heim” in die Wirtſchaft, worauf
Stein=
mann in die Taſche griff und ſein Meſſer herausnahm,
während Bitſch einen Prügel ergriff. Niklas ſelbſt hat
ge=
ſehen, wie Steinmann das Meſſer ergriff; er ſagte zu ihm:
„Laß’ das Meſſer drin” Gleich nach dem Erſcheinen des
Kundſchafters ſagte er zu ſeinen Gäſten: „Nun aber raus
und die Lichter ausgemacht” Seine harmloſe Erklärung
dieſer Aeußerungen werden durch ſein ſpäteres Verhalten
unwahrſcheinlich. So hat er ſich nach der Tat die
Tat=
ſtelle angeſehen, was er in Abrede ſtellt. Auch hat er am
anderen Morgen obgleich er als Beigeordneter
Hilfs=
beamter der Polizei iſt, dem Wachtmeiſter vollſtändig
un=
wahre Angaben gemacht und verſucht, die Namen der bei
ihm geweſenen Gäſte zu verheimlichen. Das Gericht
wür=
digte auch dieſen Umſtand und nahm von der Vereidigung
dieſes Zeugen wegen Verdachts der Mittäterſchaft
Ab=
ſtand. Die Unterſuchung der Kleidungsſtücke im Dr.
Poppſchen Inſtitute ergab, daß an den Kleidungsſtücken
beider Angeklagten, die noch am anderen Tag naß waren,
ſich Menſchenblut und Algen, wie ſie in jedem Gewäſſer
vorkommen, befanden. Mit dem bei Bitſch vorgefundenen
Meſſer iſt zuletzt Wurſt oder Fleiſch geſchnitten worden,
ſo daß dieſer wohl als Meſſerſtecher nicht in Frage kommt,
doch iſt er wegen derſelben Tat mit zu beſtrafen, weil es
ſich um eine gemeinſchaftliche Körperverletzung handelt.
Das Meſſer des Steinmann iſt gereinigt und zeigte noch
deutliche Reaktionen.
Staatsanwalt Dr. Callmann beantragte gegen
den noch nicht vorbeſtraften Steinmann 4 Jahre 2 Monate
Gefängnis, gegen Bitſch 2 Jahre Gefängnis. Als
Ver=
treter der Nebenkläger trat Juſtizrat Dr. Oſann auf,
den Angeklagten Steinmann vertrat Rechtsanwalt Dr.
Schödler, den Bitſch Rechtsanwalt Dr. Wolf. Das
Gericht verurteilte den Angeklagten Steinmann zu
4 Jahren Gefängnis und einer Haftſtrafe von
1 Woche, den Angeklagten Bitſch zu 3 Jahren
Ge=
fängnis: 2 Monate der Unterſuchungshaft werden
jedem in Anrechnung gebracht.
Wehrbeitrag und Rotes Kreuz.
* Angeſichts des großen Sammelunternehmens, das
ſeitens des Roten Kreuzes zur Durchführung ſeiner
vater=
ländiſchen Aufgaben in ſeinem Jubiläumsjahr in die
Wege geleitet worden iſt, wird nicht ſelten auf den
Wehr=
beitrag hingewieſen, der dem Erfolge der Sammlungen
vor allem hindernd im Wege ſtehen ſoll. Da verlohnt es
ſich wohl, einmal zu prüfen, ob dieſe vielfach geäußerten
Befürchtungen auch berechtigt ſind. Es iſt richtig, daß mit
dem Wehrbeitrag zum erſten Male und ausnahmsweiſe
eine Steuer eingeführt iſt, die einen ganz beſtimmten Teil
der Bevölkerung allein trifft, und daß die Opfer, die
letz=
terer bringen ſoll, keine geringen ſind. Allein es iſt doch
auch erfreulich, zu beobachten, daß im großen und ganzen
verhältnismäßig wenig Lärm um die Tatſache, daß dieſe
Steuer bezahlt werden ſoll, von den Betroffenen erhoben
worden iſt, daß letztere vielmehr das Opfer willig zu
brin=
gen geneigt ſind, welches ſie offenbar als ein nobile
off=
eium betrachten. Bei ſolcher Auffaſſung darf gewiß
er=
wartet werden, daß dieſelben Patrioten nun auch gern ihr
Scherflein dazu beitragen werden, um — wenn auch in
weit beſcheidenerem Maße, — dem Roten Kreuz eine an=
Feuilleton.
— Farbige Herrenmoden. Wenn die Modeerlaſſe des
ekannten Londoner Herrenſchneiders Dennis Bradley
Ge=
oiſam finden, wird die elegante Männerwelt im
kom=
ſenden Sommer einen gar fröhlichen und farbenreichen
nslick gewähren. Im Londoner Savoy=Hotel führte
radley dieſer Tage einer erleſenen Geſellſchaft von
Sach=
ertändigen und Dandys die neueſten Schöpfungen
ſei=
r Herrenſchneiderphantaſie vor. Was man hier ſah,
innte ängſtliche Temperamente im erſten Augenblick
nnückſchrecken; da ſah man maulbeerfarbene Anzüge
klnotropfarbene Jacketts, preußiſch blaue und
marine=
laute Stoffe und dann wieder Muſterungen, die in ihrer
aubenzuſammenſtellung an Kühnheit die bisher bei
Her=
mitleidern üblichen koloriſtiſchen Wirkungen weit hinter
h laſſen. Das Luſtigſte aber bei dieſer Farbenorgie der
lueen Herrenmode iſt die Tatſache, daß die neuen Stoffe
h wirklich vortrefflich ausnehmen und keineswegs gegen
Inen guten und wähleriſchen Geſchmack verſtoßen.
Den=
s Bradley erſchien in einem Sakkoanzug in deſſen Stoff
Achwarz und Rot in ſorgſamer Abwägung der
Farben=
fekkte auftauchen und der ausgezeichnet wirkte. Unter den
ügeewohnten neuen koloriſtiſchen Harmonien, die von den
Rgliſchen Tuchfabrikanten — wohl nicht ohne Anregungen
ir Schneider — erſonnen wurden, ſah man folgende
Far=
inouette: Violett und Gold: Maulbeerfarbe und Sepia;
ſallvenfarbe und Nußbraun; Indigoblau und
Dunkel=
laus; Pfauenblau und Purpur; Purpur und Marineblau;
ſoosfarbe und Malvenfarbe; Kupferfarbe und
Korn=
ſummenblau; daneben einfarbige Sommeranzüge von der
ſube des Amethyſt. Nebeneinander wirken dieſe Anzüge
ſtturrgemäß ſehr lebhaft und freudig, einzeln betrachtet
ſter waren ſie im Grunde kaum auffällig und betonten
trreine Abkehr von den eintönigen und düſter
zurückhal=
rden Farbenvorlieben der letzten Jahre. „
Leidenſchaft=
he Anzüge” meinte Mr. Bradley mit einem Unterton
Fredigter Selbſtironie. „Aber dieſe Stoffe bedeuten für
Herrenkleider=Induſtrie zweifellos einen entſchiedenen
rſchritt. Und daß dieſe Farben durchaus in der Linie
Zeit unſeres Geſchmackes liegen, beweiſt eine Tatſache,
deutlicher für ſich ſpricht, als die Meinung eines Ein=
Anen. Es iſt die Tatſache, daß von dieſen Stoffen von
großen Londoner Herrenſchneiderfirmen Vorräte im
Prbe von vielen Hunderttauſenden Gereits feſt beſtellt
ſid; und nicht nur Sommerware, ſondem auch
Winter=
ſre. Es iſt alſorkein Zweifel, daß auch der kommende
Winter der neuen Farbenfreudigkeit der Herrenmode nicht
untreu werden wird.”
C2) Ein Tempel des Okkultismus. In Dornach, 10
Kilometer von Baſel, wird gegenwärtig ein „Tempel der
Wiſſenſchaft des Geiſtes” erbaut, über den der Matin einige
nähere Angaben macht. Rudolf Steiner, der bekannte
Schriftſteller, der ſich in den letzten Jahren myſtiſchen
An=
ſchauungen zugewandt hat und heute bereits über 4000
Schüler zählt, hat die Idee dieſes Tempels gefaßt, in dem
ſeine Anhänger ſich verſammeln und erbauen können.
Schon im nächſten Dezember ſoll der Tempel unter
gro=
ßen Feierlichkeiten eingeweiht werden. Zwei gewaltige
Kuppeln erheben ſich auf einem Hügel. Nur die
Grund=
mauern in Terraſſenform ſind in Stein gebaut; darüber
herrſcht unumſchränkt das Holz. Eine der beiden
Kup=
peln iſt größer als die andere, und ſie ſymboliſiert das
Weltall mit ſeinen Harmonien und den
aufeinanderfolgen=
den Stadien der Entwickelung. Die Zahl 7, die in den
okkultiſtiſchen Lehren als Symbol der Entwickelung der
Tinge in der Zeit ihre große Rolle ſpielt, beherrſcht auch
den Baugedanken; die Kuppel wird zu beiden Seiten von
ſieben rieſigen Säulen getragen, die die Form des
Penta=
gramms haben. Jede Säule krönt ein Kapitell, das mit
Darſtellungen der Planeten geſchmückt iſt. 1500 Zuhörer
finden in dem Amphitheater Platz, um die Stimme eines
Redners zu hören oder die Aufführungen von „
Myſte=
rien” anzuſehen, die unter der kleineren Kuppel ſich
voll=
ziehen werden. Die kleinere Kuppel, die zum Teil in die
größere eingebaut iſt, wird von der Zahl 12, der Zahl des
Raumes, beherrſcht. 12 Holzſäulen bezeichnen die 12
Ein=
flüſſe des Tierkreiſes, die auf den „Mikrokosmos”
wir=
ken, während rings um das Gebäude von Steiner ſelbſt
eutworfene Glasfenſter die Stufen des Fortſchrittes der
Seele darſtellen. Das Gebäude wird 3 Millionen koſten
500 Arbeiter ſind ſeit mehreren Monaten daran tätig, und
wenigſtens 100 Schüler, Bildhauer, Maler, Architekten und
Zeichner ſind von weither zuſammengeſtrömt, um ihrem
Meiſter bei der Ausführung des großen Werkes zu
hel=
fen. Sie leben treu den Vorſchriften als ſtrenge
Vegeta=
rianer und kommen abends zuſammen, um einen Vortrag
oder eine Vorleſung zu hören.
** Varietés auf hoher See. In der großen Halle des
Cunard=Dampfers „Aquitania” iſt ein Theater
eingebaut, das nach einem Plan der Direktoren zu einer
dauernden Einrichtung werden ſoll. Man hat die Abſicht,
zur Unterhaltung der Paſſagiere Varietévorſtellungen zu
veranſtalten, bei denen die zahlreichen Artiſten, die den
Atlantiſchen Ozean=kreuzen, mitwirken ſollen. Am 29. Mai
ſoll vor der Jungfernreiſe des Schiffes eine Vorſtellung
vor geladenen Gäſten ſtattfinden, bei der verſchiedene
be=
rühmte Artiſten mitwirken und von deren Erfolg es
ab=
hängen wird, ob das Ozeantheater zu einer ſtändigen
Ein=
richtung wird oder nicht. Man rechnet damit, daß es für
die Artiſten ſehr angenehm ſein würde, während der
Ueberfahrt einige Vorſtellungen zu geben und dafür die
Reiſe umſonſt machen zu können. Ein ſolcher Verſuch iſt
natürlich erſt möglich geworden, ſeitdem der Austauſch von
Artiſten zwiſchen Amerika und England ſich ſo
außer=
ordentlich entwickelt hat. Das „Ozean=Varieté” wird alſo
ſicher bald Tatſache ſein.
C. K. Mark Twain und die Spinne. Als Mark Twain
in ſeinen jungen Tagen ein Blättchen mit dem ſtolzen
Titel „Die Flagge des Weſtens” in einem Städtchen von
Miſſouri redigierte, fragte einmal ein abergläubiſcher
Abonnement bei ihm an, ob es Glück oder Unglück bedeute,
daß er das letzte Mal zwiſchen den Zeitungsblättern eine
Spinne gefunden habe. Mark Twain gab ihm im
Brief=
kaſten folgende eindringliche Antwort: „Alter
Abonne=
ment — das Finden einer Spinne in der Zeitung bedeutet
weder Glück noch Unglück für Sie. Die Spinne durchlas
lediglich unſere Zeitung, um zu erkennen, welcher
Kauf=
mann nicht inſeriert, um dann zu deſſen Laden zu gehen,
ihr Netz über die Tür zu weben und fortan ein Leben
un=
geſtörten Friedens zu verbringen. Ob dieſer
vor=
zügliche Beſcheid die ſäumigen Geſchäftsinhaber an ihre
Pflicht erinnerte und der „Flagge des Weſtens” die
offen=
bar noch fehlenden großen Inſeratenaufträge brachte, wird
leider nicht gemeldet.
Im. Der ſtiefelputzende Paſtor. Ein richtiger Pfarrer,
der ſeine geiſtliche Würde zu Recht bekleidet, hat in dieſen
Tagen in London auf der Straße jedem, der ſeinen
Obo=
lus ſpendete, ſeine Stiefel gewichſt. Nicht um ſeine eigene
Taſche zu bereichern, ſondern um ſein Scherflein zu einem
Fonds beizutragen, durch den die in Blindenſchrift
ge=
ſchriebenen Bücher erheblich verbilligt und möglichſt allen
armen, ihres Augenlichtes beraubten Menſchen
zugäng=
lich gemacht werden ſollen. Der Pfarrer iſt nebenbei auch
Führer eines Pfadfinderkorps und zwei ſeiner Getreuen
haben ihm beim Schuhwichſen treu zur Seite geſtanden.
Die drei waren mit Arbeit völlig überhäuft und der
klin=
gende Lohn war des Schweißes wohl wert. Im ganzen
ſind an dem Tage 200000 Pfadfinder im Dienſte der guten
Sache des Blindenfonds tätig geweſen und ſie haben ſo
den Wahlſpruch der engliſchen Boy=ſcouts in glänzender
Weiſe wahrgemacht, der von jedem angehenden Krieger
wenigſtens eine gute Tat am Tage fordert.
gemeſſene Kriegsvorbereitung zu ermöglichen. Mehr noch
aber wird man billigerweiſe von denen, die von der
Wehr=
ſteuer befreit bleiben, vorausſetzen dürfen, daß ſie ſich
nicht weigern werden, einen kleinen Tribut — und ſeien
es auch nur 10 bis 20 Pfg, von jedem — für ein Werk
darzubringen, das ein ſo hervorragend friedfertiges,
men=
ſchenfreundliches, ausgleichendes iſt, das Werk des Roten
Kreuzes, von dem jede Familie Nutzen und Vergeltung
erwarten kann, wenn der Vater, Gatte, Sohn oder Bruder
ſchmachtend auf der Wahlſtatt liegt. Wenn die Deutſchen
im Auslande in den letzten Monaten, wie die Zeitungen
berichten, in ſo erhebender Weiſe freiwillig, ohne daß die
Steuerſchraube ſie preßte, viele Tauſende auf den Altar
des Vaterlandes gelegt haben, um ihrerſeits ihre
Ueber=
einſtimmung mit dem Entſchluß des deutſchen Volkes,
ſeine Heeresmacht zu verſtärken, auch durch die Tat zu
be=
weiſen, ſollten da nicht alle, die durch den Wehrbeitrag
geſetzlich nicht belaſtet ſind — und das ſind nicht weniger
als 90 Prozent der Geſamtbevölkerung, alſo durchaus
nicht Arme im landläufigen Sinne — gern einen Groſchen
ſpenden für ein edles nationales Werk? Man denke:
10 Pfennig auf den Kopf! Wie leicht kann ſie jeder
ent=
behren! Und wieviel können ſie im ganzen bringen!
Arbeitsnachweis und Arbeitsloſigkeir
in Darmſtadt 1913.
Aus dem Bericht der Gewerbe=Inſpektion.
* Für die Entwickelung des Arbeitsnachweiſes in
Darmſtadt iſt das Berichtsjahr inſofern bedeutungsvoll
geworden als die Gründung eines Verbandes zur Pflege
des Arbeitsnachweiſes am 20. Oktober der Zerſplitterung
in der Arbeitsvermittelung ein Ende bereitet hat. Damit
iſt die Vorbedingung für die Zuſammenfaſſung aller
Ver=
mittelungsnachweiſe gegeben. Die Geſchäftsſtelle des
Verbandes das unter ſtädtiſcher Führung ſtehende
Ar=
beitsamt, beginnt ſeine Tätigkeit mit Ablauf des
Berichts=
jahres.
Dem Verband ſind bis jetzt 16 Arbeitgebervereine,
22 Arbeitervereine, 7 Frauenvereine, 4 Vereine der
Wohl=
fahrtspflege endgültig beigetreten. Als helfende
Mit=
glieder des Verbandes kommen in Betracht der Staat, die
Provinz Starkenburg, die Stadt Darmſtadt, die
Handels=
kammer, die Handwerkskammer, die
Landesverſicherungs=
anſtalt und die Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Als
Fachabtei=
lungen werden ſofort eingerichtet der Nachweis für das
Gewerbe der Polſterer, Tapezierer und Dekorateure und
der für das Gewerbe der Maler, Lackierer und Weißbinder,
ſowie die weibliche Stellenvermittelung. Angeſchloſſen
wurden die früher ſchon unter ſtädtiſcher Hilfe beſtehende
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungs=Nachweis, die
Arbeitsnachweiſe der Holzinduſtrie, des
Transport=
gewerbes, der Metzger=Innung, der Bäcker=Innung, des
Kellnerbundes, der Dienſtbotennachweis des Marienheims,
die Stellenvermittelungen des Allgemeinen Deutſchen
Frauenvereins und des Internationalen Vereins der
Freundinnen junger Mädchen, der Arbeitsnachweis der
Herberge zur Heimat. Der Arbeitsnachweis der
Heim=
arbeiterinnen iſt dadurch angeſchloſſen, daß der
Geſchäfts=
führer des Arbeitsamtes zum geſchäftsführenden
Vorſitzen=
den dieſes Nachweiſes beſtellt wurde.
Das Arbeitsamt hat auch die Lehrſtellenvermittlung
als Hauptausgleichſtelle für die Provinz Starkenburg
aufgenommen. Mit den Kreisarbeitsnachweiſen in der
Provinz iſt durch die Einrichtung regelmäßiger
Zuſammen=
künfte der Verwaltungsbeamten der Nachweiſe eine engere
Verbindung erreicht worden.
Im Intereſſe der Ueberſichtlichkeit des Arbeitsmarktes
hat der Oberbürgermeiſter der Stadt Darmſtadt
an=
geordnet, daß vom Tiefbauamt oder von den
Unter=
nehmern ſtädtiſcher Arbeiten kein Notſtandsarbeiter
ein=
geſtellt wird, ohne daß ihm vorher eine Zuweiſungskarte
des Arbeitsamtes ausgehändigt worden war.
Die Mittel zu ſeiner Tätigkeit erhält der Verband
durch Zuweiſung des Vermögens der Zentralanſtalt für
Arbeits= und Wohnungs=Nachweis an die Kaſſe des
Ar=
beitsamtes und fernerhin durch die Beiträge des Staates,
der Provinz Starkenburg, der Stadt Darmſtadt, die auch
beſondere ausreichende Räume zur Verfügung ſtellt, der
angeſchloſſenen Korporationen und Vereine.
Die im Bericht vom Vorjahr angeſtrebte
Zuſammen=
faſſung iſt damit zum größten Teil gelungen.
Der Arbeitsnachweis der Deutſchen Buchdrucker,
Be=
zirk Darmſtadt, wurde im Berichtsjahr von 90 Gehilfen in
Anſpruch genommen, und zwar von 69 Setzern, 16
Druckern, 4 Schweizerdegen, 1 Stereotypeur. Vermittelt
wurden ſämtliche 90 Stellen. Der Arbeitsnachweis der
Zahlſtelle Darmſtadt des Deutſchen Holzarbeiterverbandes
vermittelte insgeſamt 192 Stellen.
Bei der Stellenvermittelung des Deutſchen
Kellner=
bundes, Zweigverein Darmſtadt, war Nachfrage von
Kellnern nach 79 feſten und 1000 Aushilfsſtellen.
Ver=
mittelt wurden 63 der erſteren und 997 der letzteren Art.
Angebot und Nachfrage von Kellnerinnen iſt nicht zu
ver=
zeichnen. Außerdem wurden vermittelt die Stellen für
1 Koch, 2 Köchinnen, 18 Hausburſchen und 2 Hausmädchen
im Gaſtwirtſchaftsgewerbe.
Ein Bild der Beſchäftigungsmöglichkeit für
Holz=
arbeiter gibt die Arbeitsloſenunterſtützung der Zahlſtelle
Darmſtadt des Deutſchen Holzarbeiterverbandes. Im
letzten Vierteljahr des Vorjahres waren 837 Tage der
Arbeitsloſigkeit zu verzeichnen, im 1. Viertel des
Berichts=
jahres 1328, im 2. Viertel 854, dann ſteigt die Zahl im
8. Viertel wieder auf 1366 Tage, um im letzten Viertel
die außergewöhnliche Höhe von 1620 Tagen zu erreichen.
Die ausgezahlten Unterſtützungen betrugen 4908 Mk. im
Jahr — 2658 mehr als im Vorjahr —, davon entfallen auf
das letzte Vierteljahr 1525 Mk. Die Notfallunterſtützungen
ſteigen dabei um 280 Mk., die Reiſeunterſtützung um 155
Mark. Die Mitgliederzahl bewegt ſich zwiſchen 630
und 640.
Im Bezirk Darmſtadt des Zentralverbandes der
Bäcker, Konditoren und Berufsgenoſſen Deutſchlands
wur=
den bei 80 Mitgliedern 169 Mk. Arbeitsloſen= und 65 Mk.
Reiſeunterſtützung im Berichtsjahr gezahlt.
Bankbeamten=Verein.
* Der Deutſche Bankbeamten=Verein, Zweigverein
Darmſtadt, hatte eine von den Darmſtädter Kollegen
äußerſt zahlreich beſuchte öffentliche Verſammlung
einbe=
ruſen, in der Kollege Wendel aus Frankfurt a. M. über
„Organiſations= und Standesfragen der Bankbeamten”
ſprach. Der 1. Vorſitzende des Zweigvereins Darmſtadt
begrüßte die zahlreich erſchienenen Mitglieder und Gäſte,
insbeſondere Herrn Landtagsabgeordneten Henrich, den
Referenten Herrn Wendel und den geſchäftsführenden
Vor=
ſitzenden, Herrn Fürſtenberg aus Berlin.
Der Referent ging zunächſt auf die Gründung des
Deutſchen Bankbeamten=Vereins ein, die im Jahre 1894
erfolgte. Zu den Erfolgen des Deutſchen Bankbeamten=
Vereins zählt Redner in erſter Linie die in Gemeinſchaft
mit den Arbeitgebern im Bankgewerbe ins Leben gerufene
Penſionslaſſe, der heute 1800 Firmen mit 36000 Mitglie=
dern angehören. Mit der Zulaſſung der
Bankbeamten=
kaſſe als Erſatzinſtitut wurde dieſes ſoziale Werk vollendet.
Die faſt reſtlos durchgeführte Sonntagsruhe an den
deut=
ſchen Bankplätzen hat der Verein auf Grund freier
Ver=
einbarung mit den Arbeitgebern erzielt, ſo daß den
Bank=
beamten die Sonntagsruhe geſichert iſt. Ferner iſt der
Samstag=Frühſchluß in weit über 200 Plätzen eingeführt.
Auch in Darmſtadt ſteht dieſe Frage im Vorgergrund des
Intereſſes und es iſt Ausſicht vorhanden, den allgemeinen
Frühſchluß in Kürze durchzuführen. Die Beſſerung der
Gehaltsverhältniſſe läßt ſich der Deutſche Bankbeamten=
Verein angelegen ſein. Daneben iſt der Verein beſtrebt,
die Frage anteiliger Zahlung der Gratifikationen auf
geſetzlichem Weg zu regeln. Die Stellenvermittelung immer
mehr auszubilden, iſt ſeine weitere Aufgabe. Um den
Ge=
fahren zu begegnen, denen ſich die in Vertrauensſtellung
des Vereins befindlichen Mitglieder unter Umſtänden
aus=
ſetzen, wurde in letzter Zeit durch freiwillige Beiträge der
Mitglieder ein Solidaritätsfonds gegründet, für den ſchon
anſehnliche Beträge geſammelt ſind. Wirkſame Erfolge
zu erzielen und praktiſche Arbeit zu leiſten, war bisher die
Tendenz des Deutſchen Bankbeamten=Vereins, und von
dieſem Geſichtpunkte darf man ihn wohl als
gewerkſchaft=
iche Organiſation anſprechen. Im weiteren Verlaufe
ſei=
nes Referates weiſt Redner die Vorwürfe zurück, die dem
Verein daraus gemacht wurden, daß er die bisherigen
Er=
folge durch friedliche Vereinbarung mit den
Bankleitun=
gen erzielt hatte, und beſchäftigte ſich mit dem radikalen
Allgemeinen Verband der Bankbeamten.
In der anſchließenden Ausſprache ſtimmte Herr
Landtagsabgeordneter Henrich dem
Organiſationsgedan=
len und der bisherigen Taktik des Deutſchen Bankbeamten=
Vereins zu, während der geſchäftsführende Vorſitzende
Herr M. Fürſtenberg aus Berlin, in meiſterhafter Rede
das Referat ergänzte. Beide Herren fanden den
begeiſter=
ten Beifall der Verſammlung.
Die eingebrachte Entſchließung, welche von den
Kollegen Darmſtadts einſtimmig angenommen wurde,
lau=
tet: „Die am 2. Mai 1914 in Darmſtadt abgehaltene
öffent=
liche Bankbeamten=Verſammlung des Deutſchen
Bank=
beamten=Vereins gibteder Ueberzeugung Ausdruck, daß die
ſozialen Intereſſen der Berufsgenoſſen allein durch den
Deutſchen Bankbeamten=Verein gefördert werden können.
Die Verſammlung richtet daher an alle Kollegen den
drin=
genden Appell, dieſe Organiſation durch kräftige
Unter=
ſtützung und Werbetätigkeit in die Lage zu verſetzen, ihre
für die deutſche Bankbeamtenſchaft ſo außerordentlich
wertvolle Tätigkeit in immer größerem Umfange
durch=
zuführen.”
Odenwaldklub.
* Dem ſoeben erſchienenen Jahresbericht,
er=
ſtattet für die ordentliche Hauptverſammlung in
Bens=
heim am 17. Mai 1914, entnehmen wir folgendes:
Die Rückſchau auf das verfloſſene Vereinsjahr muß
leider wieder beginnen mit der wehmütigen Erinnerung
an zwei Männer, die der Tod im vergangenen Jahre aus
ihrer erſprießlichen Wirkſamkeit für die Aufgaben unſeres
Vereins abgerufen hat. So gedenken wir in Dankbarkeit
und Verehrung des Gründers und Ehrenmitgliedes der
Ortsgruppe Rimbach=Zotzenbach, des Herrn Medizinalrats
Dr. Winter in Rimbach, und des Vorſitzenden der
Orts=
gruppe Adelsheim, des Herrn Bürgermeiſters Gerner in
Adelsheim. Was beide in ihrer Liebe für unſer heimiſches
Gebirge und ſeine Bewohner geleiſtet haben an treuer
Mit=
arbeit an unſeren Klubaufgaben, das wird über den
Grabeshügel hinaus bei uns allen lebendig bleiben.
Der Bericht über die Tätigkeit des Odenwaldklubs im
Vereinsjahr 1913/14 trägt ein anderes Geſicht als die
Rück=
ſchau, die wir in vergangenen Jahren der
Hauptverſamm=
lung geboten haben. Iſt doch inzwiſchen unſer ſeit Jahren
erſehntes Vereinsorgan entſtanden, und die „Dorflinde‟
hat im Kranze der zwölf Monate alle Angehörigen unſeres
Bundes allmonatlich zu gemütlichem Verweilen und
nach=
denklichem Beſinnen eingeladen. Früher war der
Jahres=
bericht die einzige Mitteilung größeren Umfangs, die
neben den Ausſchreiben des Zentralausſchuſſes wenigſtens
den Vorſtänden und den zur Hauptverſammlung
abgeord=
neten Mitgliedern zu Geſicht kam, deshalb nahmen wir oft
und gern die auf dieſe Weiſe gebotene Gelegenheit wahr,
den Rahmen eines Berichtes über das tatſächlich Geleiſtete
zu überſpringen und Wünſche und Anregungen,
ausführ=
liche Schilderungen über Veranſtaltungen einzelner
Orts=
gruppen u. dgl. in die Jahresſchau einzuſtreuen. Heute
können wir uns auf eine kurze Zuſammenfaſſung der
ge=
leiſteten Vereinsarbeit beſchränken.
Ganz beſonderer Dank gebührt der Kreisgruppe
Darm=
ſtadt des Vereins für ländliche Wohlfahrts= Heimat= und
Kunſtpflege für die Bewilligung eines namhaften
Jahres=
beitrags. Mit beſonderer Befriedigung ſehen wir auf
das Werk der Wohltätigkeit zurück, zu dem uns das
Mit=
gefühl mit unſeren Volksgenoſſen im Modautal berufen
hatte. Dank der Opferwilligkeit unſerer Klubgenoſſen
wurde eine Summe aufgebracht, die in ſchwerer Stunde
über die ſchlimmſte Not die Heimgeſuchten hinwegbringen
konnte. Insgeſamt konnten 85 Geſuchſteller mit 7300 Mk.
bedacht werden.
Der ſtattlichen Reihe unſerer Ortsgruppen haben ſich
dank der Bemühung eifriger Wanderfreunde einige neue
Glieder angefügt. Der Ortsgruppe Worms hat ſich eine
Jugendabteilung angegliedert. Eingegangen ſind die
Ortsgruppen Brensbach und Karlsruhe. Neue
Orts=
gruppen ſind erſtanden in Leimen, Oeſtringen in Baden,
Mainz und Schwetzingen. UnſereMitgliederzahl im ganzen
hat zugenommen, die Aufwärtsbewegung im allgemeinen
iſt jedoch nicht derart, wie man ſie bei unſerer
gemein=
nützigen Tätigkeit und unſeren idealen Aufgaben erwarten
ſollte.
Auf dem Gebiet der Jugendwanderungen erfreuen
wir uns der Anerkennung, unter den erſten geweſen zu ſein,
die dieſem wichtigen Teil der Jugendfürſorge
Aufmerk=
ſamkeit und Kraft gewidmet haben. Beſonders wertvoll
erſcheint ein Zweig dieſer Jugendfürſorge: das Wandern
der ſchulentlaſſenen Jünglinge und Mädchen. Die
Orts=
gruppe Darmſtadt unternahm 10 Wanderungen mit 140
Lehrlingen, darunter einen viertägigen Ausflug in die
Vogeſen. 12 Wanderungen mit ſchulentlaſſenen Mädchen
fanden 560 Teilnehmerinnen. Insgeſamt wurden unter
Führung des Darmſtädter Odenwaldklubs im Sommer
1913 etwa 200 Jugendwanderungen unternommen, an.
denen ſich 7000 junge Menſchenkinder beteiligten.
Die Nachfrage nach Ausweiskarten für die Benutzung
der Jugendherbergen war erfreulich groß; ſie beweiſt uns
aufs neue, daß wir durch vertragliche Vereinbarung mit
empfehlenswerten Gaſthäuſern der wandernden Jugend
eine willkommene Erleichterung verſchafft haben.
Die Arbeit des Wegebezeichnungsausſchuſſes beſtand
im abgelaufenen Vereinsjahr hauptſächlich im Nachſehen
und Erneuern der vorhandenen Farblinien.
Mehrfach ſind dem Ausſchuß dankenswerte
Mitteilun=
gen über vorgefundene Lücken und Mängel zugegangen,
die infolge von Weg=Verlegungen und =Bauten, von
Stein=
ſprengungen, von Holzhieb und nicht zum mindeſten von
Witterungseinflüſſen oft unvermeidlich ſind, jedenfalls
aber nur in den ſeltenſten Fällen auf ein Verſehen unſerer
Mitglieder zurückgeführt werden können. Gerade aus
dieſem Grund aber iſt ein ſachdienlicher, ſtets erwünſchter
Hinweis auf einen vorhandenen Fehler oder Mangel
jedenfalls mehr am Platz als eine meiſt unberechtigte
manchmal ſogar ſpöttiſche — Kritik unſeres mühevollen,
uneigennützigen Wirkens.
Die Schaffung von Wegen für den Touriſtenverkehr
gehögt zu den ureigenſten Aufgaben des Klubs, heute mehr
wie je, da die Landſtraße haufig durch den
Automobil=
verkehr für den Ruckſackfreund ungenießbar iſt. Ein neuer
Weg wurde von der Ortsgruppe Bensheim angelegt.
Dieſer führt von den Brunnenweganlagen nach dem
Eichel=
berg. Die Wege um die Höllenquelle und die Anlage auf
dem Hundskopf bei der Blockhütte wurden von der
Oxts=
gruppe Großſachſen verſchönert. Die Ortsgruppe Herdela
berg legte einen Fußweg vom Dörrbrunnen zur Hochſtraße
und von Rohrbach nach der Hirſchplatte an. Die zur
Heppenheimer Hütte auf den Lindenſtein führenden Wege
wurden von der Ortsgruppe Heppenheim ausgebeſſert,
Die Ortsgruppe Hirſchhorn ſchuf einen ſtaubfreien Weg
nach Nackarhauſen und einen Verbindungsweg ins
Ulfen=
bachtal. Die Wege am Friedrichs=Pavillon wurden von
der Ortsgruppe Leutershauſen ausgebeſſert und
Nadel=
bäume angepflanzt; an der Birkenquelle wurden zwei neue
Wege angelegt. Die Ortsgruppe Mannheim erſtellte einen
Randweg Weinheim-Hohenſachſen-Hundskopfhütte bei
Großſachſen mit einem Aufwand von 700 Mark. Dieſer
Weg bildete die erſte Etappe für den Randweg Weinheim-
Heidelberg, der in erſter Linie das prächtige Blüten= und
Weinberggebiet dieſes Teils der Bergſtraße und der
zahl=
reichen reizenden Seitentälchen erſchließen ſoll. Herr
Ober=
förſter Wendt in Weinheim hat die Durchführung des
Planes bereitwillig übernommen und ſich ſchon durch die
bis jetzt gewonnene Wanderſtrecke unſere höchſte
Anerken=
nung erworben. Seinen Bemühungen iſt es gelungen,
daß die Wegſtrecke Großſachſen-Leutershauſen-
Schries=
heim von den beiden Gemeinden Leutershauſen und
Schriesheim mit Gemeindemitteln erſtellt wird, auf der
Strecke Schriesheim-Strahlenburg-Schaumburg-
Doſ=
ſenheim können vorhandene Wege benutzt werden. Wegen
Herſtellung der Endſtrecke Doſſenheim-Siebenmühlental
ſind Verhandlungen mit der Ortsgruppe Doſſenheim im
Gange. Die Herſtellung eines Fußweges nach Ernſttal
iſt von der Ortsgruppe Mudau in Angriff genommen. Dier
Wege auf dem Ochſenkopf wurden von der Ortsgruppe
Neckarſteinach mit Wegweiſern verſehen und neu inſtand
geſetzt. Von der Ortsgruppe Winterhauch wurde ein neuer
Weg von Waldkatzenbach auf den Katzenbuckel angelegt,
der Weg von Waldkatzenbach nach der Emmigsburg
teil=
weiſe verlegt.
Die volkskundlichen Beſtrebungen in unſerem
Klub=
gebiet haben auch im abgelaufenen Jahre wieder reiche
Förderung erfahren und die beiden vom Odenwaldklub
durch ihre Mitgliedſchaft unterſtützten Vereine „Heſſiſcher
Verein für Volkskunde” und „Badiſche Heimat, Verein für
Volkskunde, ländliche Wohlfahrtspflege und Heimatsſchutz”
waren feſt an der Arbeit.
Der XII. Band der „Heſſiſche Blätter für Volkskunde‟
iſt erſchienen und reiht ſich würdig ſeinen Vorgängern anz
Die Sammlung der Flurnamen nimmt erfreulichen
Fort=
ſchritt und eine ganz ſtattliche Anzahl neuer Sammler aus
unſerem Klubgebiete, insbeſondere den Odenwald=Kreiſen
rbach und Heppenheim, hat ſich zur Mitarbeit bereit
erklärt.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc.,deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktiön ihr Urkeil vor
— Großes Feſtkonzert in Bad= Nauheim
Zu den wichtigſten, an einen modernen Badeplatz
geſtell=
ten Forderungen zählt man mit Recht eine gediegene
Muſilpflege. In der vom heſſiſchen Staat unterhaltenen
Kurkapelle beſitzt Nauheim ein Orcheſter, das allen Aufe
gaben im vollſten Umfange gerecht wird. Beſonders
gün=
ſtigen Umſtänden iſt es aber zuzuſchreiben, und hierher
gehört in erſter Linie die weitſchauende Initiative der
Kurverwaltung, daß in verhältnismäßig kurzen
Zeitab=
ſchnitten Nauheim künſtleriſche Veranſtaltungen bietet, dier
weit über die Grenzen des örtlichen Bedürfniſſes hinaus
die weiteſten Kreige zu intereſſieren imſtande ſind. Denn
wenn ein Felix Weingartner ſich an die Spitzel
einer Eliteſchar von 100 Muſikern, der geſamten
Darm=
ſtädter Hofkapelle (die gelegentlich der Feſtſpiele in der
heſſiſchen Reſidenz von den gaſtierenden Dirigenten Nickiſch
Blech, Walter als erſtklaſſige Künſtlerkorporation
bezeich=
net wurde) und dem ausgezeichneten Winderſteinorcheſter
ſtellt, und als Hauptwerk Beethovens gewaltige Eroila
zur Aufführung bringt, ſo darf wohl von einem
künſtleri=
ſchen Ereignis, das unter ſo glücklichen Vorausſetzungen,
wie hier, nur ganz ſelten ſich vollzieht, geſprochen wecden,
Auch den Wünſchen nach einer bedeutenden ſoliſtiſchen=
Leiſtung wird durch die Beteiligung des Leipziger
Kon=
ſervatoriums=Profeſſors Guſt, Havemann
Rechnungge=
tragen. Eine der jüngſten Kompoſitionen Weingartners,
das 2. Violinkonzert, wird dem ausgezeichneten Geigen
Gelegenheit geben, ſeine Vorzüge in das beſte Lichtzu
ſtellen.
* Reſidenztheater am weißen Turm. „Um
die Millionen zu gewinnen” heißt das große Luſtſpiel in
3 Akten, welches die Direktion des Reſidenztheaters ſeinen
Beſuchern ab heute ſerviert. Man kann mit guteme
wiſſen den Beſuch empfehlen. Der Film iſt als äußerſt
gelungen zu bezeichnen. Während beim Sprechtheater
ſolche Stücke auf alte Witze und Situationen zurückgreißen
müſſen, bietet dieſer Film ſoviel Ueberraſchungen,
Schön=
heiten und techniſche Vorzüge, daß man dieſes ſtumme
Luſtſpiel jedem mit Dialog geſpielten vorziehen möchten
Ein großes Schauſpiel „Das Wunder” ein nordiſchel
Kunſtfilm, reiht ſich, mit Ausnahme des Sujets, würdig
an. Einige Humoresken, Wochenchronik und der ne
Detektivroman „Der Brief als Retter” beſchließen das
Programm. (Näh. ſ. Anz.)
C Eberſtadt, 4. Mai. (Tödlicher Unfall.) Heule
mittag gegen ½12 Uhr wurde die 50 Jahre alte Witwe
Göbel von hier durch ein Automobil aus Mannheim an
der Modaubrücke angefahren. Die Frau kam zu Fall und
ſchlug dabei ſo ſchwer auf den Kantſtein des Rinnſteins auf
daß ſie nach etwa einer Stunde verſtarb. Die
Staats=
anwaltſchaft Darmſtadt leitete ſofort eine Unterſuchung
ein. Im Laufe des Nachmittags wurde das von der
Gen=
darmerie ſiſtierte Automobil wieder freigegeben.
M. Stockſtadt a. Rh., 3. Mai. (Wie durch ein
Wunder gerettet) wurde bei dem Eiſenbahnunglück
in Nieder=Saulheim ein hieſiger 26jähriger junger Mann=
Dieſer war als Monteur der Rheiniſchen Schuckert=Geſell
ſchaft nach Nieder=Olm geſchickt worden. Er befand ſich
in dem Abteil 4. Klaſſe, in dem es die Toten und
Schwer=
verletzten gab. Er ſelbſt wurde durch das in der Mitte
gebrochene Dach des Wagens hinausgeſchleudert und
er=
litt hierbei nur eine Verletzung des dritten Halswirbels
und eine Quetſchung am Hinterkopf. Obgleich ſtark
blu=
tend, beteiligte er ſich an dem Rettungswerk, bis er vor
Blutverluſt und infolge der Aufregung ſelbſt nicht mehr
konnte. Mit der Bahn wurde er in ſeine Heimat
beför=
dert und iſt bei ſeinen Eltern in ärztlicher Behandlung.
Offenbach, 4. Mai. (Sturz vom Schornſtein.)
AAm Samstag vormittag ereignete ſich in den Oehler=
Werken ein ſchwerer Unſall. Der 30 Meter hohe neue
Schornſtein ſollte mit einer Blitzableiteranlage verſehen
wwerden, mit deren Arbeiten der 19 Jahre alte Arbeiter
Joſeph Stamm beſchäftigt war. Beim Befeſtigen der
Leitung im Kamin löſte ſich der Steighaken, an dem er
ſich geſichert hatte, und der Arbeiter ſtürzte in die
Tiefe des Kamins. Nur mit großer Mühe konnte
er von den durch ſeine Hilferufe herbeigeeilten Arbeitern
herausgeſchafft werden. Neben Abſchürfungen am
gan=
zen Körper hatte er eine Fleiſchwunde am linken Bein
er=
litten, ſowie anſcheinend auch ſchwere innere Verletzungen
davongetragen. Er wurde durch die Rettungswache in
das Krankenhaus gebracht. — (Attentat auf einen
Eiſenbahnzug.) Als der Samstag nachmittag um
4.25 Uhr von Offenbach abgegangene Zug der Nebenbahn
Offenbach=Dietzenbach an dem Exerzierplatz vorüberfuhr,
wurde ein Stein durch das Fenſter der vierten Wagen=
-klaſſe geſchleudert. Ein Arbeiter wurde durch den Stein
und die umherfliegenden Glasſplitter am Kopf ſchwer
ver=
letzt, daß er ins ſtädtiſche Krankenhaus gebracht werden
imußte. Von dem Täter fehlt noch jede Spur.
Lindenfels, 3. Mai. (Der
Verſchönerungs=
werein) hatte die Abſicht, den inneren Burghof mit
elek=
uriſchem Licht verſehen zu laſſen. Da die Anlage jedoch
einen Aufwand von etwa 1200 Mark erfordern würde, will
man vorerſt nur das Boskett mit elektriſchem Lichte
ein=
richten. Es würde dadurch für unſere Kurgäſte ein
geeig=
neter Aufenthaltsort an den Sommerabenden geſchaffen.
Reichelsheim i. O., 4. Mai. (Ein
Scheffeldenk=
mal.) Dem Dichter der Rodenſteinlieder, Viktor Scheffel
ſoll auf dem hieſigen Marktplatze ein Denkmal errichtet
werden. Die Mittel hierzu ſind bereits durch
Sammlun=
gen und Stiftungen aufgebracht. — Die auf den bekannten
Spuk „Das wilde Heer” bezüglichen Protokolle von 1742
bis 1796 liegen im hieſigen Amtsarchiv. Die Ruine Ro=
Henſtein ſelbſt wurde vom Odenwaldklub reſtauriert und
ſm Burghof mit einer Gedenktafel für Scheffel geſchmückt.
Scheffel ſchöpfte den Inhalt ſeiner Lieder aus der
Volks=
ſeage, die von einem Rodenſteiner erzählt, der ſeiner Taten
rvegen vom Kaiſer dadurch belohnt wurde, daß ihm ſeine
verpfändeten Schlöſſer ſchuldfrei gemacht wurden.
Mainz, 4. Mai. (Verkehrsſtörung.) Auf der
Strecke Frankfurt-Mainz entgleiſte abends gegen 8½ Uhr
nwiſchen den Stationen Raunheim und Kelſterbach
in der Nähe des Mönchhofs ein Wagen eines Güterzuges,
wwodurch beide Gleiſe auf etwa zwei Stunden geſperrt
wa=
den. Durch den Unfall entſtand im Frankfurter
Haupt=
wahnhof eine große Verkehrsſtockung. Der D=Zug 375
Wiesbaden-Frankfurt, aus dem ſich der D=Zug 75
Frank=
nurt-Hamburg zuſammenſetzt, lag auf der Strecke und
mußte warten, bis die Gleiſe wieder fahrbar waren,
während der andere Teil Baſel-Frankfurt=Hamburg als
Vorzug vom Hauptbahnhofe nach Hamburg abgelaſſen
wurde. Der Wiesbadener Teil iſt dann als Hauptzug mit
mehr als zweiſtündiger Verſpätung vom Hauptbahnhof
nach Hamburg abgelaſſen worden. Der D=Zug Nr. 115
Frankfurt-Dortmund ab Frankfurt 9.01, der linksrheiniſch
fährt, wurde über Höchſt-Kaſtel und die Kaiſerbrücke
ge=
leitet. Gegen 11 Uhr war das Gleis wieder fahrbar, ſo
daaß der Verkehr eingleiſig betrieben werden konnte.
Nierſtein, 4. Mai. (Tragiſcher Tod.) Die
elf=
jührige Tochter des Metzgermeiſters Reineck vergnügte
ſoch mit anderen Spielgefährtinnen am „Seilhüpfen”
Das Kind wollte 100 Sprünge erreichen, doch brach es
leim 95. Sprung zuſammen. Es wurde nach Hauſe
ge=
bracht, wo es nach kurzer Zeit ſtarb. Der Arzt ſtellte
Taarmverſchlingung als Todesurſache feſt.
Alzey, 4. Mai. (Tödlicher Unfall.) Die 21
gahre alte Tochter des Gaſtwirts Joh. Barth von hier
nurde, als ſie die Bahnhofstreppe hinabſchritt, plötzlich
von einem Schwindel befallen, ſo daß ſie ſechs
Treppen=
ſtrtfen hinabſtürzte und mit einem Armbruch und einer
ſchweren Schädelverletzung unten bewußtlos liegen blieb.
Sie ſtarb bald darauf im Krankenhauſe, ohne nochmals
zum Bewußtſein gekommen zu ſein.
Nieder=Saulheim, 4. Mai. (Zum
Eiſenbahn=
umglück.) Das Befinden der im Mainzer Krankenhaus
untergebrachten Verletzten hat ſich bedeutend gebeſſert. Sie
befinden ſich auf dem Wege der Beſſerung. Auch der im
Azeyer Krankenhaus liegende Heizer Magſamen befindet
ſſith außer Lebensgefahr. Der Kaufmann Krämer wurde
laus dem Alzeyer Krankenhaus, auf Veranlaſſung ſeiner
Angehörigen, in ſeine Privatwohnung übergeführt. Sein
Pefinden iiſt immer noch unverändert.
Gimbsheim, 4. Mai. (Eine unbekannte
männliche Leiche) wurde heute früh von dem Fähr=
Umnann Williut im Rheine geländet. Der Geländete gehört
nnach der Kleidung anſcheinend den beſſeren Ständen an
ud dürfte ſchon längere Zeit im Waſſer gelegen haben.
Lars Alter iſt ſchwer zu beſtimmen.
Friedberg, 4. Mai. (Verunglückter
Pferde=
ransport.) Infolge falſcher Weichenſtellung entgleiſten
hier zwei Güterwagen, die mit Pferden beladen waren.
Sämtliche Tiere wurden verletzt, zum Teil ſehr ſchwer
=Frſt nach drei Stunden war es möglich, die armen Tiere
luss ihrer Lage zu befreien.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 3. Mai. In der
Jaſtrow=
lngelegenheit wird eine Entſcheidung früheſtens
noorgen fallen, da das Aelteſten=Kollegium ebenſo wie die
Doszenten, erſt heute zu einer Plenarſitzung
zuſammen=
rehten. Inzwiſchen verbleibt es bei dem am Samstag
or den Dozenten und der Studentenſchaft gefaßten
Be=
ſchluß, wonach die Vorleſungen an der Handelshochſchule
ont heute ab ausgeſetzt werden. — Die
amerikani=
ſch en Hotelbeſitzer trafen etwa in der Zahl von
6) Perſonen mit einigen Damen darunter, von
Frank=
unt kommend, hier ein. Der morgige Tag bleibt ihnen
lum Ausruhen. Am Dienstag wird eine, Abordnung der
ßerrliner Hotelbeſitzer die Gäſte begrüßen, die dann eine
kundfahrt durch die Stadt machen. Danach heißt der
Ma=
ſiſtrrat die Amerikaner im Rathaus willkommen und gibt
hmen zu Ehren ein Frühſtück. — Das heutige böige
Vetter wurde auf den verſchiedenen Gewäſſern in der
lüh eren und weiteren Umgebung Berlins verhängnisvoll.
luf dem Weddingſee kenterte eine ſehr bekannte Segel=
Aſchst. Ihr Führer, Kaufmann Gericke, ſoll dabei den Tod
efutnden haben, während ſeine Begleiterin gerettet
wer=
len konnte. — Ein aufregender Vorfall ſpielte
ſch in der Wilhelmsque zu Wilmersdorf ab. Dort lief
an der Ecke der Mehlitzſtraße ein fünfjähriges Mädchen
vor einen Kraftwagen und wurde, da der Chauffeur nicht
mehr ausweichen oder bremſen konnte, überfahren. Die
zahlreichen Augenzeugen des Vorfalles glaubten, daß das
Kind, über das der ſchwere Kraftwagen anſcheinend
hin=
weggegangen war, tot oder ſchwer verletzt ſein würde
Zu ihrer Ueberraſchung ſtellte es ſich heraus, daß die
Kleine ſo glücklich zwiſchen die Räder gekommen war, daß
es vom Kraftwagen überhaupt nicht berührt worden war
Die Mutter, von der ſich das Mädchen losgeriſſen hatte,
konnte ihr Kind unverletzt in Empfang nehmen.
4. Mai. An der Handelshochſchule wurden
heute keine Kollegien geleſen, es fanden auch
kei=
ierlei Uebungen ſtatt, nur Diplomprüfungen wurden
ab=
gehalten. — Bei der Gasexploſion iſt heute morgen
der in der Mittelſtraße 37 wohnende Gemüſehändler
Schröder getötet worden. Seine Frau wurde durch
die Stichflamme ſchwer verletzt. Er hatte in der Nacht
im Laden geſchlafen. Als ſeine Frau ihn wecken wollte
und mit einem Licht den Laden betrat, erfolgte eine
Ex=
ploſion. Ueber Nacht war ein Gashahn offen geblieben,
aus dem das Gas ausgeſtrömt war.
Köln, 3. Mai. (Die Kölner Blumenſpiele.)
Heute fanden zum 10. Male die von dem verſtorbenen
Hofrat Faſtenrath ins Leben gerufenen Kölner
Blumen=
ſpiele in Anweſenheit der Spitzen der Behörden ſtatt.
Blumenkönigin war in Vertretung der Königin von
Spanien die Gemahlin des Konſuls de Aſis
Cabal=
lero=Frankfurt a. M. Oberbürgermeiſter Wallraf
der Vorſitzende des Verwaltungsrats der Faſtenrath=
Stif=
tung, gab bekannt, daß von den 8500 Mark der
dies=
jährigen Zinſen der Faſtenrath=Stiftung 1000 Mark
ſatzungsgemäß Kölner Schriftſtellern, der Reſt anderen
Schriftſtellern, u. a. Karl Roettger=Groß=Lichterfelde,
Georg Buſſe=Palma=Berlin und Rudolf v. Delius=
Wil=
mersdorf, zugewendet werden.
Soldau, 4. Mai. (Um 60 Pfennig
erſchoſ=
ſen.) Geſtern wurde in der Stadt Lautenburg der
Haus=
diener des Hotels „Kronprinz” aus Soldau von dem
Kaufmann Przybilski in deſſen Laden erſchoſſen. Die
bei=
den waren wegen einer Zeche von 60 Pfennig, welche der
Hausdiener nicht bezahlen wollte, in Streit geraten.
Güſtrow, 4. Mai. (Automobilunfall.) Auf
der Chauſſee von Güſtrow nach Krakow geriet das
Auto=
mobil des Herrn v. Thiele=Winckler auf Rothen Moor,
in welchem außer dem Beſitzer noch Frau v. Müller aus
Hohen=Luckow, der Chauffeur und ein Diener ſaßen, auf
der abſchüſſigen Chauſſee auf einen Nebenweg und ſchlug
um. Frau v. Müller wurde ſofort getötet, Herr v. Thiele=
Winckler ſchwer verletzt. Der Chauffeur kam mit
leich=
teren Verletzungen davon, der Diener konnte vorher
ab=
ſpringen.
Koſten bei Poſen, 4. Mai. (Im Tode vereint.)
Kurz nach ihrer goldenen Hochzeit ſtarben hier innerhalb
dreier Stunden der Gaſtwirt Ratajezier und ſeine Gattin.
Vellohn, 4. Mai. (In den Flammen
umge=
kommen.) Unter den Brandtrümmern des
Riechling=
ſchen Hauſes iſt die Leiche des Dienſtmädchens Klara
Brandt gefunden worden, die bei dem Zuſammenſturz
des Hauſes in den Keller geſtürzt war Beide in den
Flam=
men umgekommenen Lehrlinge ſtammten aus dem
Hamburger Waiſenhaus. Der Bäckermeiſter Riechling
befand ſich bei Ausbruch des Brandes in einer
Verſamm=
lung. Ein vorübergehender Knecht bemerkte den Brand
und ſchlug Lärm, ſo daß ſich Frau Riechling, die im
Unter=
geſchoß wohnte, retten konnte. Der Geſelle und der
Knecht des Bäckermeiſters, ſowie die Tochter des letzteren,
ließen ſich an der Dachrinne aus dem oberen Geſchoß
herab. Der Geſelle trug ſchwere Brandwunden davon.
Paris, 4. Mai. (Zum Schutze der Vögel.)
Der Handelsminiſter hat dem Miniſterpräſidenten
vorge=
ſchlagen, eine Konferenz einzuberufen, welche die zum
Schutze ſeltener Vögel notwendigen Maßnahmen prüfen
ſoll, ohne den erlaubten Handel mit Schmuckfedern zu
be=
einträchtigen. Es werden unverzüglich bei den
auswär=
tigen Regierungen Schritte unternommen werden.
Barcelona, 4. Mai. (Brandſtiftung in einer
Kirche.) Geſtern fand der evangeliſche Kongreß ſtatt,
der ohne Zwiſchenfall verlief. Gegen Abend beſprengte
eine Gruppe Jaimiſten die Tür zur evangeliſchen Kirche
mit Petroleum und verſuchte, die Kirche anzuzünden. Als
die Polizei einſchritt, flüchteten die Jaimiſten.
London, 4. Mai. (Abermals eine
Bilder=
ſchänderin.) Eine Frau machte heute vormittag in
der Königlichen Akademie mit einer Axt einen Angriff auf
ein Gemälde des Malers Sargent. Die Attentäterin
wurde verhaftet.
Neu=York, 4. Mai. (Flammentod im
Auto=
mobil.) Ein furchtbarer Automobilunfall hat
ſich geſtern in unmittelbarer Nähe von Neu=York ereignet.
Ein Kaufmann Willis, ſeine Frau und zwei kleine Kinder
machten in Begleitung des Advokaten Walſh und deſſen
Frau einen Ausflug im Automobil, das der Advokat
Walſh ſelber lenkte. Als er vor einem Bahnübergang,
an dem die Schranke herabgelaſſen wurde, das Fahrzeug
zum Stillſtand bringen wollte, verſagte unglücklicherweiſe
die Bremſe und das Auto ſtürzte in den Straßengraben.
Der Benzinbehälter explodierte und im Nu ſtand das
Automobil in hellen Flammen. Während Walſh und Frau
Willis ſich retten konnten, fielen Herr Willis, deſſen Sohn
und Frau Walſh den Flammen zum Opfer. Das
Töchter=
chen Willis’ erlitt ſehr ſchwere Verletzungen. Der Unfall
erregt in der Neu=Yorker Geſellſchaft, in der die
Verun=
glückten ſehr bekannt waren, größtes Aufſehen und
Be=
dauern.
Bondige (Auſtralien), 4. Mai. (
Grubenexplo=
ſion.) Als zahlreiche Bergarbeiter den Schacht der
Kohlengruben verließen, erfolgte aus unbekannten
Grün=
den eine heftige Exploſion. Sieben Grubenarbeiter
ſind tot, mehrere andere lebensgefährlich verletzt.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 4. Mai. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 2,18 Uhr. Auf der Tagesordnung
ſteht die Fortſetzung der zweiten Beratung eines
Geſetz=
entwurfes zur Abänderung der Paragraphen 74, 75 und
76 Abſ. 1 des
Handelsgeſetzbuches (Konkurrenzklauſel).
Als Berichterſtatter gibt Abg. Giebel (Soz.) über die
Kommiſſionsverhandlungen einen Ueberblick. — Abg.
Hoch (Soz.): Das neue Geſetz wird den bürgerlichen
Par=
teien gewiß nicht zur Ehre gereichen. Der kaufmänniſche
Angeſtellte, der durch ſeine Tätigkeit und Geſchicklichkeit
Kunden erwirbt, darf in ſeinem weiteren Fortkommen
durch dieſe ſeine Tätigkeit nicht gehindert werden. Wollte
man ihm dieſes verbieten, ſo wäre das eine
Ungerechtig=
keit. Der Staatsſekretär Dr. Delbrück hat geſtern an Bord
des „Vaterland” eine Strafpredigt darüber gehalten, daß
man den Eindruck habe, als wenn nirgends ſo wenig
Ver=
ſtändnis für die Erfolge des Vaterlands vorhanden ſei,
als im deutſchen Reichstag. Wir Sozialdemokraten füh=
len uns frei von dieſem Vorwurf. Wir haben jederzeit
mit allem Nachdruck darauf hingewieſen, daß ſich die
Ver=
hältniſſe in unſerem Vaterland im Laufe der Jahrzehnte
ganz gewaltig entwickelt haben. Das Großkapital hat ſich
ſo ſehr zu einer Allmacht in unſerem Wirtſchaftsleben
ent=
wickelt, daß wir allen Anlaß haben, mit allem Nachdruck
dieſer Allmacht, die eine Schädigung des arbeitenden
Vol=
kes bedeutet, entgegenzutreten. Das geſchieht auch jetzt
wieder bei dieſem Geſetz. Die Konkurrenzklauſel bindet
den Gehilfen und verhindert ihn, eine beſſere Stellung
anzunehmen. Wenn wir die Haftſtrafe zulaſſen, ſo
han=
deln wir gegen Treu und Glauben. Wir erziehen den
Unternehmer dazu, hinterliſtig und niederträchtig gegen
ſeine Gehilfen zu handeln und dieſe zu betrügen. Iſt dieſe
Klauſel notwendig, ſo beweiſt das, daß jedes
Wettbewerbs=
verbot unterſagt werden muß. (Glocke. Präſident Dr.
Kaempf: Sie dürfen nicht ſagen, daß wir hier die
Anlei=
tung dem Unternehmer geben, ſeine Gehilfen zu
betrü=
gen. Ich bitte Sie, ſich zu mäßigen.) Abg. Hoch
fort=
fahrend: Der Leipziger Handlungsgehilfen=Verband bittet
uns, das Geſetz abzulehnen. Ganz meine Anſicht. Wir
würden den Angeſtellten mit der Annahme des Geſetzes
einen ſehr ſchlechten Dienſt leiſten.
Abg. Trimborn (Ztr.): Dieſe eben gehörte
Stand=
rede hat mich keineswegs erſchreckt. Mit verblüffender
Offenheit hat Abg. Hoch die Quinteſſenz ſeiner Rede
ge=
kennzeichnet als Anſchluß an die Sozialdemokratie. So
treibt man keine Sozialpolitik, ſo ſchädigt man ſie. So
trägt man dazu bei, daß in weiten Kreiſen die Geneigtheit,
die Sozialpolitik weiter zu treiben, ſchwindet. Das iſt die
Methode, mit der Sie die Sozialpolitik mißkreditieren und
ſchädigen. (Lebhafte Zuſtimmung bei den bürgerlichen
Parteien. Unruhe bei den Soz.) Wir wollen einen
billi=
gen Ausgleich ſuchen zwiſchen den Intereſſen der
Ange=
ſtellten und der Prinzipale, von denen der Vorredner kein
Wort ſagte. Auch die Klaſſe der Prinzipale hat noch ein
Recht auf Exiſtenz. (Lebhaftes Sehr richtig!) Leider iſt
der Staatsſekretär durch Heiſerkeit heute verhindert. Nach
der letzten Erklärung des Staatsſekretärs bleiben zwei
Differenzpunkte hinſichtlich der Gehaltsgrenze und der
Zu=
laſſung der Erfüllungsfrage. Hierin haben wir uns
ent=
ſchloſſen, allerdings mit einer Modifikation, nachzugeben.
Eine völlige Aufhebung der Konkurrenzklauſel iſt zurzeit
nicht zu erwarten. Wir ſind auf die Gehaltsgrenze von
1500 Mark gekommen, um auch dem kleinen Kaufmann den
den Großunternehmern zugeſtandenen Schutz der
Kon=
kurrenzklauſel zu ſichern. Dabei ſind wir auf die
Pfänd=
barkeitsgrenze gekommen (Exiſtenz=Minimum). Was die
Erfüllungsfrage anlangt, ſo hat die Regierung
unzweifel=
haft die Logik auf ihrer Seite. Sie iſt die Folgerung aus
der bezahlten Karenz. Wir müſſen nachgeben, um nicht
das Geſetz zum Scheitern zu bringen. Durch die Löſung,
die wir erſtreben, werden die berechtigten Intereſſen der
Prinzipale und der Handlungsgehilfen gewahrt.
Zahl=
loſe Prozeſſe werden nach der jetzt vorliegenden Faſſung
des Geſetzes verſchwinden. Ich bitte, den
Kompromiß=
antrag der bürgerlichen Parteien, betr. die
Konkurrenz=
klaufel, anzunehmen, die Anträge der Sozialdemokraten
aber abzulehnen. Das Geſetz bedeutet einen Fortſchritt.
Wir wollen uns die Freude an ihm nicht rauben laſſen.
(Beifall im Zentrum.)
Abg. Thoma (natlb.): Ueber den
ſozialdemokra=
tiſchen Antrag auf Verbot der Konkurrenzklauſel haben
wir gar keine Veranlaſſung hier noch zu debattieren,
nach=
dem im Plenum und in der Kommiſſion genügend
dar=
über geſprochen worden iſt. Auch wir ſtellen uns aus
Zweckmäßigkeitsgründen auf den Boden der Vorlage,
zumal der bisherige Mißbrauch der Konkurrenzklauſel
auf=
hören wird. Völlig ungerechtfertigt iſt der Vorwurf des
Abg. Hoch, daß die Vorlage lediglich die Intereſſen des
Großkapitals wahrt. Der Vorwurf des Umfallens läßt
uns kalt. Ohne Umfall kommt überhaupt kein Geſetz
zu=
ſtande. Bei dieſem Geſetz ſind ſogar alle Teile
umge=
fallen, von den verbündeten Regierungen bis zu den
Prin=
zipalen. (Heiterkeit.) Auch die Sozialdemokraten, die in
ihrem Antrag die Gehaltsgrenze auf 2000 Mark feſtſetzen
wollten, ſind auch auf dem beſten Wege, umzufallen. (Sehr
gut!) Wenn das Geſetz in Gültigkeit iſt, ſo wird ſich
zei=
gen, daß auf kaum 1 Prozent der Gehilfen eine derartige
Konkurrenzklauſel fällt. Wir müſſen immer vernünftig die
widerſtreitenden Intereſſen abwägen und einen möglichſt
gerechten Ausgleich dieſer Intereſſen herbeizuführen ſuchen.
(Lebhafter Beifall.) — Abg. Waldſtein (Fortſchr. Vpt.):
Auf ſolche Reden, wie wir ſie von Herrn Hoch gehört
haben, werden die Handlungsgehilfen nicht hereinfallen.
Ich freue mich, daß die Regierung, von der wir wünſchen,
daß ſie immer ſtark ſei, in zwei von den ſtrittigen Punkten
der Vorlage feſt geblieben iſt und nicht dem Drängen des
Reichstages nachgegeben hat. Wir können uns auch dem
ſo populär klingenden Antrag der Sozialdemokraten auf
Beſeitigung der Freiheitsſtrafen nicht anſchließen. Die
Ge=
wohnheit der gedankenloſen Konkurrenzklauſel wird der
Vergangenheit angehören. Dieſes Geſetz wird ſeine guten
Wirkungen ausüben, ſo daß wir uns freuen, an ihm
mit=
gewirkt zu haben. (Beifall bei den Fortſchr.) — Abg.
Frommer (konſ.): Das Wettbewerbsverbot iſt
unzwei=
felhaft ein Auswuchs des Bürgerlichen Geſetzbuches. Es
ſtehen ſich die Intereſſen der Arbeitgeber und der
Arbeit=
nehmer zwar gegenüber, doch dürfte die Kluft zwiſchen
ihnen nicht unüberbrückbar ſein, denn dieſe zwei
Katego=
rien ſind zu ſehr aufeinander angewieſen. Nach den
Kom=
miſſionsverhandungen und den Beſprechungen mit den
großen Verbänden iſt zu hoffen, daß auf unſerem Weg
wie in Oeſtereich und der Schweiz ein Ausgleich gefunden
wird. Die Beſtimmungen dieſes Geſetzes ſind weſentlich
milder, als die bisherige Handhabung der
Konkurrenz=
klauſel. Den Standpunkt alles oder nichts kann ich nicht
einnehmen. Wir erkennen an, daß es auch berechtigte
Intereſſen der Arbeitgeber gibt, die geſchützt werden
müſſen. Für die Angeſtellten liegen ſo viele Vorteile in
der jetzigen Vorlage, daß wir alles daran ſetzen müſſen,
dieſen Geſetzentwurf, der uns nun bereits 1½ Jahre
be=
ſchäftigt, endlich zu verabſchieden.
Vizepräſident Dove teilt mit, daß über den
ſozial=
demokratiſchen Antrag, die Freiheitsſtrafen für unzuläſſig
zu erklären, namentlich abgeſtimmt wird.
Abg. Dombek (Pole): Wir müſſen auf einen
ge=
rechten Ausgleich der Intereſſen von Unternehmer und
Gehilfen hinarbeiten. Auch von ſeiten der Prinzipale ſind
Forderungen auf Aenderung der bisherigen geſetzlichen
Beſtimmungen laut geworden. — Abg. Mertin (Rpt.):
Große Verbände, ſo der 1858er Verband und der
Deutſch=
nationale Handlungsgehilfen=Verband, haben ſich für das
Zuſtandekommen des Geſetzes eingeſetzt. Auf die
Prin=
zipale muß ebenfalls die nötige Rückſicht genommen
wer=
den. Die Frage iſt dringend und wir ſtimmen deshalb
den Kompromißanträgen zu. — Abg. Mumm
(Wirtſchaftl. Vereinig.): Das Verhalten der
So=
zialdemokraten in dieſer Frage iſt ein
Schul=
beiſpiel für den Gegenſatz von Agitationspolitik und
Real=
politik. (Sehr gut!) In großen Betrieben mit
hochbezahl=
ten Angeſtellten erſcheint das Verlangen der Prinzipale
auf Beibehaltne der Konkurrenzklauſel erklärlich. Wir
müſſen mit dem Bundesrat zu einer Verſtändigung kommen
und ein Loch zurückſtecken, ſonſt bringen wir die Vorlage
zum Scheitern.
Direktor im Reichsjuſtizamt Delbrück: Den
Stand=
punkt der Regierung hat der Staatsſekretär Lisco, der
lei=
der durch Krankheit heute verhindert iſt, am 27. März
dar=
gelegt. Ich habe dem nichts hinzuzufügen. Ich halte den
Schluß des Abg. Trimborn für zutreffend, daß die
Wohl=
taten dieſes Geſetzes ſelbſtverſtändlich auch den
Angeſtell=
ten der Verſicherungsvereine auf Gegenſeitigkeit zugute
kommen. Das iſt auch die Auffaſſung der verbündeten
Regierungen. — Abg. Dr. Quarck (Soz.): Die
Ver=
beſſerungen in der jetzigen Vorlage verkennen wir nicht.
Sie ſtammen ja durchweg von uns. Wie man den
Sozial=
demokraten Alles= oder Nichtspolitik gerade in dieſer
Frage vorwerfen kann, iſt mir unerfindlich. Das iſt ein
ſtarkes Stück, das iſt Demagogie, deren ſich die Parteien
ſchämen ſollten. (Präſident Dr. Kaempf: Der Vorwurf
der Demagogie widerſpricht der Ordnung des Hauſes. Ich
rufe Sie zur Ordnung.) Manche Prinzipale ſind bisher
ſchon freiwillig weitergegangen, als es hier vorgeſehen
iſt. Die Regierung hätte ſchon nachgeben müſſen, wenn
ſich die Parteien ſtark gezeigt hätten.
Direktor im Reichsjuſtizamt Delbrück: Der
Vor=
redner hat geſagt, der Reichskanzler hätte ein Verſprechen,
das er gegeben, nicht ausgeführt. Das iſt ein Vorwurf,
der den Tatſachen nicht entſpricht und den ich deshalb
ſchärfſtens zurückweiſen muß. — Abg. Dr. Bell (Ztr.):
Würden die ſozialdemokratiſchen Anträge angenommen,
würde nicht viel vom ganzen Geſetz übrig bleiben. Die
Handlungsgehilfen werden ſchon erkennen, wer ihre
Freunde und wer ihre verſteckten Feinde ſind. — Nach
wei=
teren Ausführungen der Abgg. Marquart (natlb.)
und Dr. Colin (Soz.) ſchließt die Dehatte. Die
ſozial=
demokratiſchen Anträge auf völliges Verbot der
Konkur=
renzklauſel werden abgelehnt und darauf der grundlegende
§ 74 des Geſetzes angenommen. Die Grenze des
Mindeſt=
gehalts wird auf 1500 Mark gemäß dem
Kompromiß=
antrag feſtgeſetzt. Nach unweſentlicher Debatte wird auch
der § 75 (über die ſozialdemokratiſchen Anträge wird
mor=
gen namentlich abgeſtimmt werden) in der
Kommiſſions=
faſſung angenommen. Das Geſetz tritt am 15. Januar
1915 in Kraft. — Die Kommiſſionsanträge auf Vorlage
eines Geſetzes, betr. Unpfändbarkeit des Arbeitslohnes
und Ausdehnung der Konkurrenzklauſel auf die Kreiſe,
die die Vorlage nicht erfaßt, werden einſtimmig
angenom=
men. — Nächſte Sitzung Dienstag 12 Uhr: Anfragen,
mamentliche Abſtimmung, Petitionen, Militäretat.
Schluß 8 Uhr.
* Berlin, 4. Mai. In der
Budgetkommiſ=
ſion erklärte der Vertreter des Kriegsminiſteriums, daß
die Berichte ſozialdemokratiſcher Blätter, die an einzelne
Fälle angeblicher Ueberanſtrengung der Mannſchaften
an=
knüpfen, ſich als vollkommen unbegründet herausgeſtellt
hätten. Die Angaben der Mannſchaften Lelbſt, deren friſche
und gute Leiſtungen volle Anerkennung verdienen, hätten
die Haltloſigkeit der Vorwürſe erwieſen. Der
Kriegs=
miniſter beſtätigte auf Grund perſönlicher Eindrücke die
Vootrefflichkeit der Leiſtungen, welche die Reſerviſten bei
den anſtrengenden Uebungen gezeigt hätten. Er begrüßte
lebhaft dankend die fortſchrittliche Anregung zu einer
Ver=
beſſerung der Vorbildung der Reſerveoffiziere. Im
näch=
ſten Jahre werde er dem Reichstage über die in dieſem
Jahre gemachten Erfahrungen berichten. Das Syſtem des
einjährig=freiwilligen Dienſtes ſolle erhalten bleiben. Ein
ſozialdemokratiſcher Redner gab zu, daß der
ſozialdemo=
kratiſchen Preſſe in Thüringen in bezug auf Uebungen
Falſchmeldungen unterlaufen ſeien. Ein Zentrumsredner
ſchlug von, in Elſaß=Lothringen eine
Unteroffizier=
ſchule zu errichten. Der Kriegsminiſter erwiderte daß
in Neubreiſach bis vor kurzem eine Unteroffizierſchule
be=
ſtanden habe, die aber nach Sigmaringen verlegt wurde,
weil ſie zu wenig Erſatz gehabt habe. Auch die
Heeres=
verwaltung wünſche eine Zunahme der Kapitulanten aus
den Reichslanden. Man werde verſuchen, in dieſer
Rich=
tung der Anregung des Zentrumsredners zu folgen. Auf
eine ſozialdemokratiſche Anfrage entgegnete der Miniſter,
es ſei nicht beabſichtigt. in der Verteilung des
reichsländiſchen Erſatzes auf die Truppen eine
Aenderung eintreten zu laſſen.
Aus den Kolonien.
* Berlin, 4. Mat. Wie die Nordd. Allg. Ztg.
mit=
teilt, wird die Denkſchrift über die Enteignung
und die Verlegung der Eingeborenen von
Duala, welche im Reichskolonialamt auf Wunſch des
Reichstages ausgearbeitet worden iſt, morgen zur
Verteilung gelangen. Nach einer hiſtoriſchen Einleitung
werden die in der Petition der Duala=Eingeborenen an
den Relchstag enthaltenen 22 Beſchwerden der Reihe nach
erörtert und widerlegt. So heißt es in der Denkſchrift
u. a.: Die Eingeborenen behaupten, ſie würden 1½
Stun=
den weit in das Binnenland abgeſchoben. Die Denkſchrift
erwidert darauf: Das iſt bewußt unwahr. Die freie Zone,
welche die neuen von den alten Wohnplätzen trennt, iſt
einen Kilometer breit. Die Eingeborenen behaupten
ſer=
ner, die Neuanſigdelungen lägen in dem
Ueberſchwem=
mungsgebiete und ſeien ungeſund. Dem Staatsſekretär
des Reichskolonialamts ſeien die ungeſunden Teile nicht
gezeigt worden. Die Denkſcheift erwidert: Das iſt bewußt
unwahr. Die beigefügten Abbildungen der bisher
fertig=
geſtellten Neuſiedelungen beweiſen ſchlagend das
Gegen=
teil. Die neuen Wohnſitze ſind mindeſtens ebenſo geſund
wie die alten. Der Staatsſekretär hat die ganzen in
Frage kommenden Neuſiedelungen beſichtigt. Die
Einge=
borenen behaupten weiter, daß der Farmbau und die
Fiſcherei erſchwert würden. Die Denkſchrift erwidert
dar=
auf: Das iſt bewußt unwahr. Die Kahnanlegeplätze
blei=
ben den Eingeborenen teils erhalten, teils werden ihnen
vor ihren Türen neue geſchaffen werden. Die
Neuſiede=
lungen liegen mitten in ihren Farmen. Die Hauptfarm
und die Fiſcherplätze liegen ſo weit von Duala, daß es
keinen Unterſchied macht, ob die Eingeborenen von der
Europäerſtadt abfahren oder von der Neuſiedelung. Die
Eingeborenen behaupten, daß die Entſchädigung, welche
die Regierung zahle unzureichend ſei. Wenige Pfennige
würden für einen Quadratmeter gezahlt, während früher
weiße Firmen zwei bis fünf Mark bezahlt hätten.
Die Denkſchrift erwidert: Das iſt unzutreſſend.
Bisl=
her wurden bis 2.10 Mark für den Quadratmeter
ſeſtge=
ſetzt. Der Durchſchnittspreis beträgt für Bonanzo 1,11
Mark und für Bonapriſo 47 Pfennig, und für Bonaduma
45 Pfennig. Die Eingeborenen weigerten ſich, den Preis
zu nennen. Nur in einem Falle verlangten ſie das
Hun=
dortfache des angeneſſenen Wertes. Die früher gezahlten
Preiſe waren ganz verſchſeden, von 0,1 Pſennig bis 4 Mark.
Die von den Eingeborenen angegebenen Höchſtpreiſe
kön=
nen nicht als Unterlage dienen, weil ſie unter dem Drucke
des tatſächlichen Grundſtücksmonopols gefordert wurden,
das die Eingeborenen hatten. An europäiſche Firmen
wurden vor einigen Jahren bei der Enteignung des
cech=
ten Flußufers für Grundftücke am Flußufer dreißig bis
einundneunzig Pfennig gezahlt. Vergleicht man hiermit
jetzt die bewilligten Entſchädigungen, die ſich ſämtlich auf
die Grundſtücke abſeits des Flußufers beziehen, ſo müſſen
die Entſchädigungen als ſehr reichlich angeſehen werden.
Die Eingeborenen behaupten, für das Hotel Seiffert, das
einen Bauwert von 30000 Mark habe ſeien 320 Mack
Ent=
ſchädigung gezahlt worden. Solche Fälle ſeien häufig
vor=
gekommen. Die Denkſchrift erwidert: Das iſt bewußt
un=
wahr. Das Hotel iſt eine Wellblechbaracke im Werte von
8000 Mark, in der vorübergehend eine Kneipe untergebracht
war. Die alte Baracke, die nicht mit dem Grund und
Boden mitenteignet, ſondern in die Neuſiedlung verſetzt
worden war, iſt dem bisherigen Eigentümer dort zur
Verfügung geſtellt worden. Für Grund und Boden ſind
90 Pfennig für den Quadratmeter bewilligt worden.
Außerdem wurde der Zementſockel mit 320 Mark
entſchä=
digt. Die Eingeborenen behaupten, die Entſchädigungen
ſeien nicht immer ausgezahlt, ſondern von der Regierung
zurückbehalten worden, um für die Geldſtrafen gegen das
Enteignungsvergehen abgerechnet zu werden. Die
Denk=
ſchrift erwidert hierauf: Das iſt bewußt unwahr. Die
Eingeborenen haben die Annahme der
Entſchädigungs=
beträge grundſätzlich verweigert.
Am 5. Januar 1913 gab in Duala Manga
ent=
gegen der ſeit vielen Jahren beſtehenden Vorſchrift, daß
Eingaben Eingeborener an höhere Inſtanzen dem
Be=
zicksamt vorzulegen ſind ein Telegramm an den
Reichs=
tag auf, ohne dem Bezirksamt vorzulegen. Das
Tele=
gramm wurde durch eine Verfügung des Bezirksamts
be=
ſchlagnahmt, ausgeliefert und am 20. Januar
zurückgege=
ben und an den Reichstag abgeſandt. Hieraus wird
ſei=
tens der Eingebocenen der Vorwurf des Eingriffs in das
verfaſſungsrechtlich gewährleiſtete Petitionsrecht des
Reichs=
tags abgeleitet. Ferner wird der dringende Verdacht des
Verſtoßes gegen das Poſtgeheimnis erhoben, der durch
ein ungeſetzliches Scheinverfahren gedeckt werden ſollte.
Die Denkſchrift erwidert darauf: Die Beſchlagnahme
er=
folgte bereits am 14. Januar, kann alſo nicht durch das
am 15. Januar aufgegebene Tlegramm veranlaßt ſein.
Zur Verkündung des Enteignungsbeſchluſſes hatte der
Be=
zirksamtmann bereits einige Tage vor dem 15. Januar
die Eingeborenen geladen. Der Enteignungsbeſchluß kann
alſo nicht durch die Abſendung des Telegramms am 15.
Januar erſt hervorgerufen worden ſein. Für den
Ver=
dacht der Verletzung des Poſtgeheimniſſes ſehlt jeder
An=
halt. Der Poſtbeamte handelt vollkommen einwandfrei.
Der geſchäftsführende Bezirksamtmann machte einen
Feh=
ler, daß er das Telegramm mit dem Bericht dem
Gou=
vernement einſandte. Er hätte es nach Kenntnisnahme
wieder freigeben ſollen. Dieſer Fehler wurde vom
Gou=
vernement ſofort gerügt und die alsbaldige Feeigabe des
Telegramms angeordnet, die dann auch unverzüglich
er=
folgte. Die Behauptung, daß ein Scheinverfahren
einge=
leitet worden ſei, iſt durch nichts begründet. Es iſt ein
regeloechtes gerichtliches Verfahren eingeleitet worden, in
dem eine Beſchlagnahmeverſügung erging. Daß irgend ein
Schaden entſtand, iſt eine durch nichts begründete
Be=
hauptung.
Hierzu bemerkt die Norddeutſche Allgemeine Zeitung:
Die Gegenüberſtellung in der Denkſchrift ergibt, daß von
den ſämtlichen gegen die Regierung erhobenen ſchweren
Anklagen nichts übrig bleibt, als ein unerhebliches
Ver=
ſehen der örtlichen Verwaltungsbehörde durch nicht
ſo=
ſortige Freigabe des beſchlagnahmten Telegramms, das
obendrein von der nächſtvorgeſetzten Behörde ſofort gerügt
und wieder gut gemacht wurde. Uebrigens beſteht die
Pe=
tition in der Hauptſache aus bewußten Unwahrheiten und
haltloſen Verdächtigungen. Wenn die Eingeborenen in
dieſer groben Weiſe den Reichstag belügen, ſo erklärt ſich
dies aus den Charakteranlagen der ſchwarzen Raſſe und
darf nicht zu ſchwer aufgefaßt werden. Die Eingeborenen
beabſichtigen damit, den wahren Grund der Abneigung
gegen die Enteignung zu verdecken. Sie wollten nämlich
mit den Grundſtücken weiter ſpekulieren, wie bisher. Mit
jeder Million, die das Reich für die Verkehrsanlagen des
Schutzgebietes und ſonſtige gemeinnützige Anlagen
Waſſerleitung, Kanaliſation uſw. auſwendet, ſteigt der
Wert des Grund und Boden in dem Verkehrsknotenpunkt
Duala, ohne daß ſie die Finger zu rühren brauchen.
Die=
ſen durch die Arbeit der weißen Raſſe geſchaffenen
Mehr=
wert wollten ſie in die Taſche ſtecken und davon leben. Die
Weißen ſollten Bienen ſein, ſie wollten als Drohnen ein
ſorgenloſes Daſein führen. Da ſie mit dem wahren Grund
beim Reichstag nicht durchdringen, ſtellen ſie erfundene
Behauptungen auf, die nur auf denjenigen Eindruck
machen, der die Eingeborenenverhältniſſe in den
Schutz=
gebieten perſönlich nicht kennt und daher die
Behauptun=
gen auf ihre Wahrheit nicht nachprüfen kann. Es iſt ihnen
gelungen, durch die Petition eine vorläufige Einſtellung
des Enteignungsverfahrens herbeizuführen. Dadurch ſei
zum erſten Male der konſequente Fortgang in den bisher
getroffenen Maßnahmen unterbrochen worden. Schwere
politiſche Folgen haben ſich bereits hieraus ergeben. Schon
am zweiten Tage nach der Sitzung der Budgetkommiſſion
feierten die Eingeborenen einen Sieg über die Regierung
mit Tanz und Trinkgelagen. Wenige Tage ſpäter
über=
wieſen ſie 5000 Mark an ihren Berliner Rechtsanwalt, der
neuerdings weitere 3000 Mark von ihnen verlangt haben
ſoll.
Die Agitation iſt bereits auf weitere Bezirke
überge=
griffen. Politiſche Verſammlungen werden nachts heimlich
und gegen das ausdrückliche Verbot des Bezirksamtmanns,
von deſſen Abberufung und Beſtrafung bereits geſprochen
wird, abgehalten. Die Autorität der Regierung und der
weißen Raſſe, auf welche die Beherrſchung der an Zahl
tauſendfach überlegenen Schwarzen durch wenige Europäer
auſbaut, hat bereits erheblich gelitten. Dieſe Folge iſt um
ſo bedauerlicher, als der Widerſtand gegen die Enteignung
nur noch mit künſtlichen Mitteln von wenigen Hetzern, mit
Duala Manga an der Spitze, deren Intereſſe mit den
Intereſſen der Geſamtheit von Duala durchaus nicht
über=
einſtimmt, aufrecht erhalten wurde. Die Regierung wird
auch zukünftig nach dem Grundſatz: „Fortiter in re,
suaviter in modo”, den ſie bisher in der Enteignung
ver=
folgte, verfahren. Wird die Enteignung entſprechend den
aufgeſtellten Plänen durchgeführt, ſo wird eine
Geſun=
dung der politiſchen und wirtſchaftlichen Verhältniſſe in
Duala eintreten.
Gerichtszeitung.
* Berlin 4. Mai. Vor dem Schwurgericht
hatte ſich ein Mädchen namens Charlotte Liefeld zu
ver=
antworten, die ihren früheren Geliebten namens
Gre=
ſinger durch vier Revolverſchüſſe ſchwer verletzte, weil
er die Beziehungen zu ihr löſen wollte. Nachdem der
Ob=
mann der Geſchworenen einen auf nichtſchuldig lautenden
(Wahrſpruch verkündete, brach im Saale ein minutenlanges
(Beifallsklatſchen aus, ſſo daß der Vorſitzende nur mit
Mühe die Ruhe wiederherſtellte. Entſprechend dem
Wahr=
ſpruch der Geſchworenen, wurde die Liefeld freige=
(ſprochen.
Verkehrsverein Darmſtadt.
St. Der Verkehrsverein Darmſtadt hielt
geſtern abend im „Fürſtenſaal” ſeine 27.
Hauptver=
ſammlung ab, die verhältnismäßig zahlreich beſucht
war. Den Vorſitz führte Herr Stadtv. Stemmer, der
die Erſchienenen herzlichſt begrüßte und darauf hinwies,
daß der ſonſt üblich geweſene Vortrag ausfällt und dafür
Herr Profeſſor Biermann eine gründliche Führung
durch die beiden Ausſtellungen für den Verein in Ausſicht
geſtellt hat. Dieſe Führung ſoll gewiſſermaßen zu einen
Inſtruktion der Vorſtandsmitglieder werden, damit dieſe
in der Lage ſind, ſpäter ſelbſt Führungen zu übernehmen.
Der Vorſitzende begrüßte ſodann beſonders herzlich die
Herren: Geh. Oberfinanzrat Dr. Rohde, Reg.= und
Baurat Schnock Mainz, Reg.=Rat SSpamer, Baurat
Wagner Bürgermeiſter Mueller Beigeordneten
Ekert, Beigeordneten Baurat Jäger, Pol.=Amtmann
Stumpf, Direktor Möller (Heag), Reg.=Aſſeſſor Dr.
Roeſener, Paul Sieben, Vorſitzender des
Verkehrs=
ausſchuſſes der Bergſtraße. Entſchuldigt ſind die Herren:
Staatsminiſter Dr. v. Ewald General v. Randow,
Stadt=
kommandant, Geheimerat Römheld, Oberbürgermeiſter
Dr. Gläſſing, Miniſterialrat Dr. Kratz, Provinzialdirektor
Geh. Rat Fey, Reg.=Rat Dr. Schneider, Mainz,
Kommer=
zienrat Frölich, Vertreter der Großh. Handelskammer,
San.=Rat Dr. Kolb, Vorſitzender des Ausſchuſſes der
Ver=
einigten Bezirksvereine. Sämtlichen Förderern der
Inter=
eſſen des Verkehrsvereins ſprach der Redner den
herzlich=
ſten Dank aus. Ganz beſonders gebühre dieſer Dank Sr.
Königl. Hoheit dem Großherzog für die vielen Beweiſe
des Wohlwollens den Miniſterien, der Kabinettsdireltion,
dem Hofmarſchallamte, der Provinzialdireltion, dem
Kreisamt, dem Herrn Oberbürgermeiſter und der
Stadt=
verordneten=Verſammlung, der Kaiſerlichen
Oberpoſt=
direktion, dem Polizeiamt, der Eiſenbahndirektion Mainz,
dem hieſigen Bahnhofsvorſtande und der geſamten
hieſt=
gen Preſſe für die tatkräftige Förderung und Unterſtützung
unſerer Beſtrebungen. Mit beſonderem Dank begrüßt der
Vorſtand das Zuſammenarbeiten des Großh. Polizeiamts
mit dem Verein. Auch der Eiſenbahnbehörde gebühre
Dank für die entgegenkommende Haltung gegenüber den
Beſtrebungen und Wünſchen des Vereins, wenn dieſe auch
lange nicht im erwünſchten Maße erfüllt wurden. Zu
bedauern ſei, daß noch immer viele Kreiſe dem Verein
fernſtehen. Auch daß die reichen Darmſtädter zu wenig
„ſtiften” ſſei beklagenswert. Andere Städte ſſeien in
die=
ſer Beziehung beſſer daran als Darmſtadt mit ſeinen über
50 Millionären. Der Zuſchuß der Stadt Darmſtadt ſei
zwar ſehr dankenswert, jedoch ſeien die Aufwendungen,
die andere Städte, wie Heidelberg, Wiesbaden, Frankfurt
uſw., ihren Verkehrsvereinen opfern, bedeutend höher,
Der Zuzug nach Darmſtadt dürfte zahlreicher ſein. Vor
allem dürfen die Steuern nicht mehr erhöht werden.
Wies=
baden gehe nicht über 100 Prozent, habe aber dafür
er=
heblich höhere indirekte Auflagen. Wie immer, biete das
Kapitel „Eiſenbahn=Verkehrs=Verhältniſſe” noch viel
Grund zur Klage. Das alte Sprichwort, daß man ſehn
gut um Darmſtadt herum, aber ſehr ſchwer hineinkommen
kann, habe noch immer Geltung. Beſonders ſſchlecht ſind
die Verbindungen mit Mainz und mit Worms. Hier
müßte unbedingt Beſſerung geſchaffen werden. Immer
noch klagen die Anwohner der Bleichſtraße über die Scha
digung ihrer Intereſſen durch die Bahnhofsverlegung.
Klagen ſind berechtigt, aber es iſt weder der Stadt, noch
dem Verkehrsverein ein Vorwurf daraus zu machen. Was
irgend geſchehen konnte, ſchwere Schädigungen
abzuwen=
den, iſt geſchehen. Eingehend behandelte Redner den
Um=
bau des Oſtbahnhofes. Daß das Projekt des Herrn
Stadtv. Schäfer nicht alzeptiert werden konnte, ſei ſehr
zu bedauern.
Herr Finger führt hierzu aus und begründet ſeine
Anſicht des näheren, daß die beſte Löſung der Frage wäre,
den Oſtbahnhof nach Süden zu verlegen und den
Güter=
bahnhof auf die rechte Seite zu legen. Damit würde
allen Wünſchen Rechnung getragen. — Herr Beigeordneter
Ekert tritt einigen Ausführungen des Redners
ent=
gegen. Der Seitersweg wird in Zukunft ein erhebliches
Verkehrsintereſſe haben. Es münden, bezw. kreuzen hien
9 Straßen. Darum iſt hier ein Bauwerk geplant, das
dieſer Bedeutung Rechnung trägt. Die Eiſenbahndirektion
khat bereits ein fertiges Projekt ausgearbeitet und ſich
be=
reit erklärt, dieſes Projekt im vertraulichen Kreiſe dern
Stadtverdnetenverſammlung vorzulegen. Dieſes Projelt
paßt ſich den von der Stadt geplanten Bauwerken treffe
lich ein. — Der Vorſitzende erörtert näher das
Pro=
jekt, und ſtellt feſt, daß in dieſem alles berückſichtigt
wor=
den iſt, was notwendig war. — Stadtv Hammann
meint, gegen das Schäferſche Projekt ſpreche die
Notwen=
digkeit der Errichtung eines hohen Dammes mit
Brücken=
bogen uſw., die dem Stadtbild nicht zum Vorteil
gereichen.
Der Vorſitzende ſprach dann der „Heag” für das,
was ſie in der verhältnismäßig kurzen Zeit ſchon geleiſten
hat, Anerkennung und Dank aus. Er ſpricht die Hoffnung
aus, daß es der Direktion mit der ihr eigenen Energie
ge=
lingen möge, der Eberſtädter Strecke bald weitere
Vorort=
ſtrecken folgen zu laſſen.
Herr Direktor Mölller teilt auf Wunſch mit, daß die
„Heag” ſich zur Aufgabe gemacht hat, nach dem
Ausbau=
der Bahn innerhalb der Stadt, die Vororte elektriſch mit
Darmſtadt zu verbinden. Der Ausbau innerhalb der
Stadt iſt im Weſentlichen beendet. Es fehlen nur noch die
Hochſchulſtraße, die Frankfurter Straße, die Verbindung
zwiſchen Schloßgarten= und Riegerplatz. Es wurden für
den Ausbau in der Stadt über eine Million ausgegeben,
Der Verkehr in der Stadt iſt ſeit Beg
ſtehen der „Heag” um 50 Prozent geſtiegem
mlich von 4½ auf 6,8 Millionen Fahrgäſten. Zum Aus
bau der Vororthahnen war es erforderlich, daß die
betel=
ligten Gemeinden eine Garantieſumme zeichnen mußten
Dieſe Garantie wird im Weſentlichen nur auf dem Papiel
ſtehen, denn die Rente der „Heag” iſt von 5½ auf
Prozent im zweiten Verkehrsjahre geſtiegen.
Erfreulicher=
weiſe ſei jetzt auch Seeheim bereit, die Garantie zu leiſten
(Bravo!), ſo daß dann die Verbindung mit der Bergſtraße
hergeſtellt werden kann. Die Beförderung der Arbeiten
auf der Eberſtädter Strecke hat mongens ſchon funktioniert.
Weniger in den erſten Tagen des Abends, doch iſt das auch
jetzt ſchon viel beſſer geworden. Die Vorortlinien
Gries=
heim, Arheilgen uſw. mit den weiteren Orten werden in
abſehbarer Zeit ſolgen. Dann kommen die bekannten, grös
ßeren Projekte bis Langen, Offenbach uſw. daran.
Not=
wendig iſt, daß die Vororte Bahnhallen erhalten, damit
jederzeit Wagenmaterial zur Verfügung ſſteht. Die Halley
am Böllenfalltor muß für den Bedarf der Stadt bleiben=
Da aber dieſe Halle zu weit aus dem Zentrum liegt, iſtes
unbedingt notwendig, eine weitere Halle im Zentrum der
Stadt zu errichten. Wäre eine Halle in der Nähe des
Ernſt=Ludwigs Platzes vorhanden, dann wäre die
Beför=
derung der Arbeiter, die an den letzten Abenden Schwien
keiten machte, eine Leichtigkeit geweſen. Aus rein
tech=
niſchen Gründen iſt für die notwendige Halle das
Grund=
ſtück in der Luiſenſtraße gewählt worden. Gegen dieſes
Projekt ſind Einſprüche erhoben worden, doch ſind die
Verhandlungen zurzeit ſoweit gediehen, daß man wohl
ſagen kann, die Halle iſt geſichert. (Bravo.)
Herr Finger begrüßt es, daß die Wagenhalle und
Betriebswerkſtätte am Böllenfalltor nicht mehr erweitert
werden. Herr Stadtv. Hammann hält es für
un=
bedingt notwendig, daß die Linie Schloßgartenplatz-
Riegerplatz gleichtzeitig mit der Hochſchulſtraße gebaut
wird. — Herr Direktor Möller teilt mit, daß vorerſt
drei verſchiedene Projekte für dieſe Linie vorliegen, und
daß die Ausführung erfolgt, ſobald man ſich über die
Ge=
eignetheit des einen oder anderen Projekts klar iſt. — Herr
Architekt Schembs möchte auch ſeinerſeits dem Herrn
Direktor Möller und der „Heag‟ Dank ausſprechen. Er
äußert dann ebenfalls noch Wünſche. Damit ſchließt dieſe
Ausſprache.
Bürgermeiſter Mueller teilt mit, daß die Freie
Vereinigung Darmſtädter Künſtler vom November d. J.
ab einen modernen Kunſtſalon einrichten wird,
der vorerſt im Turmzimmer des Ausſtellungshauſes
unter=
ggebracht und ſpäter zur dauernden Einrichtung werden ſoll.
Redner verbreitet ſich dann eingehender über die Steuer=
Fragen und weiſt darauf hin, daß der
Gemeindeſteuer=
umſchlag doch eigentlich nur 112 Prozent beträgt.
Den Rechenſchaftsbericht erſtattet Stadtv.
Ramdohr. Die Kaſſe ſchließt ab in Einnahmen mit
10502 Mark, in Ausgaben mit 10099 Mark, ſo daß ein
Kaſſenreſt von 403 Mark verbleibt. Die Kaſſe iſt geprüft
und für richtig befunden worden. Dem Rechner wird
Ent=
baſtung erteilt. Der Voranſchlag wird genehmigt. Es
olgen Wahlen. Zum 1. Vorſitzenden wird Herr Stadtv.
Stemmer auf Vorſchlag des Herrn Dr. Oſann
wie=
vergewählt. (Bravo!) Herr Stemmer nimmt mit Dank
an und ſpricht dem Geſchäftsführer, Herrn Frohmann,
Anerkennung für ſeine umſichtige Geſchäftsführung aus.
Es ſcheiden aus dem Vorſtande aus die Herren: Stadtv.
Henrich, Hofrat Alexander Koch, Bürgermeiſter Mueller
und Stadtv. Ramdohr. Zur Wahl ſind vorgeſchlagen und
werden gewählt die Herren: Stadtv. Dr. Oſann,
Stadtv. Dr. Kolb, Architekt Schembs, Bankdirektor
Stein.
Der von Herrn Jochheim wieder eingebrachte
An=
tag der Führung der Elektriſchen durch die Roßdörfer
Straße findet allgemeine Zuſtimmung. Ein weiterer
An=
trag, betr. Sonntagskarten, wird als ausſichtslos
bezeich=
tet. Nach Erledigung weiterer Anträge uſw. wurde gegen
Mitternacht die Verſammlung geſchloſſen.
Turnen, Spiele und Sport.
* Pferde=Rennen zu Berlin=Hoppegarten,
Mai. Jungfern=Rennen. 5000 Mark: 1. Frhrn. von
Lppenheims Odaliske (Archibald), 2. Corinth, 3. Omen.
1:10; 12. 60, 16:10. — Goldene Peitſche. 7500 Mark:
Tr. Fr. Rieſes Feſttarok (Schläfke), 2. Graphit, 3. Winni.
63:10; 12, 11:10. — Edgardo=Rennen. 7300 Mark: 1.
Frei=
hirrn von Oppenheims Diamant (Archibald), 2. Pirol,
Papyrus. 15:10; 13, 35:10. — Balbeck=Rennen. 3800
Aark: 1. P. Stübers Vera (Davies), 2. Nalde, 3. Querulo.
*10; 11, 13, 12:10. — Klaſſenerſatz=Preis. 5000 Mark:
R. Haniels Terminus (Archibald), 2. Rauchtopaz,
. Feuerlilie.
Rennen zu Saint=Cloud. Prix des Jris.
000 Francs: 1. Jena Lieux, In Pace (Allemand) 2. Le
Lardeur, 3. Sylvia II. 52110; 21, 18:10. — Prix de la
Ter=
ſeſſe. 5000 Francs: 1. J. Lieux’ Le Lhéris (Sharpe),
Clepthe, 3. Narda Handia. 18:10; 13, 35. 20:10. — Prix
Semendria. 20000 Francs: H. B. Dureyas Arde (Mac
ee), 2. Red White and Green, 3. Riviſta. 71:10; 47,
(D110.
Luftfahrt.
Landung eines franzöſiſchen Militärfliegers auf deutſchem
Boden.
* Metz 4. Mai. Heute mittag gegen 11 Uhr landete
ſeu dem in der Nähe der Grenze gelegenen Orte SSt.
Narrie=aux= Chénes auf deutſchem Boden ein
raanzöſiſches Flugzeug, das nach kurzer Zeit
bieder aufſtieg und nach Frankreich zurückflog.
* Metz 4. Mai. Wie jetzt feſtgeſtellt iſt, handelt es
llich bei dem bei St. Marie=aux=Chénes gelandeten und
ſpieder nach Frankreich zurückgeflogenen
ugzeug um einen franzöſiſchen
Militärappa=
ſa 1, der mit einem Offizier und einem Beobachter,
an=
heinend einem Unteroffizier, beſetzt war.
* Paris 4. Mai. Von dem Flugplatz Brie
unter=
ahm heute morgen zwiſchen 10 und 11 Uhr in der
Ge=
lllerd von Lunéville und Belfort ein Geſchwader
Mili=
lärr=Eindecker Erkundungsflüge bis zur Grenze.
ſſdalbei wurde der Kommandant der Abteilung mit ſeinem
lmgzeug gezwungen, 150 Meter von der Grenze in
Loth=
nggen niederzugehen. Als er von einem Bauern erfuhr,
aiz er ſich auf deutſchem Boden befinde, wartete er auf
ai: Nahen der deutſchen Behörden. Da ſich niemand
kigte, ſtieg er wieder auf und landete wieder auf dem
tlugplatz. Der Vorfall wurde ſofort dem Kriegsminiſter
emeldet.
Die verurteilten Luftſchiffer.
* Petersburg, 4. Mai. Die drei zu 6 Monaten
ſeſcingnis verurteilten deutſchen Luftſchiffer
Ber=
lher, Haſe und Nikolai ſind freigelaſſen worden. Sie
eſſten heute aus Perm in Petersburg ein, nachdem der
Arsſche Luftſchiffer=Verband die Kaution von 6000 Rubel
m Gerichtshofe überwieſen hat. Die Verteidiger der
Auftſchiffer werden beim Senat Berufung gegen das harte
Arteil einlegen, während ihre Klienten nach kurzem
ufenthalt von Petersburg nach Berlin weiter zu reiſen
Udenken.
* Frankfurt, 4. Mai. Das Luftſchiff
Vik=
ria Luiſe”, das heute morgen gegen 5 Uhr in Frank=
furt aufgeſtiegen war, iſt nach zirka fünfſtündiger
Fahrt, in der es in der Gegend von Darmſtadt
kreuzte, gegen 9 Uhr wieder auf dem hieſigen Flugplatze
gelandet. Das Luftſchiff ſoll Ende dieſer Woche nach
Baden=Oos übergeführt werden.
* Metz 4. Mai. Heute morgen ſind 7 Flugzeuge der
hieſigen militäriſchen Fliegerſtation zu einem
Geſchwa=
derfluge nach Darmſtadt bezw. Berlin aufgeſtiegen.
(Notiz d. Red.: Von einer Landung auf dem Darmſtädter
Flugplatz iſt nichts bekannt.)
* Hamburg, 4. Mai. Als das Luftſchiff „Hanſa”
heute morgen aus ſeiner Halle in Fuhlsbüttel
herausge=
bracht wurde, eckte das Luftſchiff bei ſeitlichem Winde an
den Hallentoren an, ſo daß der Steuerapparat beſchädigt
wurde. Die Reparatur dürfte einige Tage in Anſpruch
nehmen.
Nachtfröſte.
* Weinheim, 4. Mai. Durch die Fröſte in den
letzten Nächten haben die Weinberge in verſchiedenen
Lagen ſchwer gelitten. Der Stand der Reben berechtigte
bisher zu den größten Hoffnungen.
— Berlin, 4. Mai. Ein ſcharfer Froſt trat in
der Nacht zum Sonntag ein. Die Temperatur fiel am
Samstag ſtellenweiſe auf 4 Grad. In weniger
geſchütz=
ten Lagen wurde an Blüten und jungen Blättern manches
vernichtet. Wie dem Berliner Tageblatt aus Trier
be=
richtet wird, haben die Weinberge der oberen Moſel, der
Ruver und der Saar durch die Kälte gelitten. Auch in
Thüringen iſt die Obſtblüte durch die Nachtfröſte
geſchä=
digt worden.
* Primkenau, 4. Mai. In der Nacht von
Sonn=
tag auf Montag ſank die Temperatur hier auf
minus drei Grad. Der Froſt hat die Obſternte der
hieſigen obſtreichen Gegend vernichtet. Alle Gemüſearten,
Erdbeeren, Flieder und die jungen Triebe der Eichen und
Eſchen ſind erfroren.
Aus Korfu.
* Korfu 4. Mai. Der Kaiſer verweilte heute
vormittag im Muſeum. Die Abreiſe der Majeſtäten
er=
folgt nach Verabſchiedung von der Königin der Hellenen
um 1 Uhr auf der „Hohenzollern” welcher „Breslau”,
Goeben” und „Sleipner” folgen, nach Portofino und
Genua.
Prozeß Caillaux.
* Paris, 4. Mai. Der Journaliſt Dubarry ſagte
vor dem Unterſuchungsrichter Boucard aus, er habe
am 14. März Calmette mittgeteilt, daß nach einem in den
Redaktionen verbreiteten Gerücht in einem der intimen
Briefe, deren Veröffentlichung der Figaro geplant habe,
Angaben über das Vermögen Caillaur’, ſowie über
vor=
teilhafte Geldanlagen enthalten geweſen ſeien. Dieſe
Mit=
teilung habe Caillaur in ſichtliche Aufregung verſetzt.
Der=
ſelbe habe geſagt, es ſei richtig, daß er in einem dieſer
Briefe von ſeinem Privatvermögen geſprochen habe, aber
er ſei damals nicht Miniſter geweſen und habe, ſeitdem er
Miniſter ſei, ſich um ſeine Privatintereſſen nicht mehr
ge=
kümmert. Caillaux habe von dieſer Unterredung auch
ſeine Gattin verſtändigt.
Engliſches Unterhaus.
* London, 4. Mai. Lloyd George hat das
Budget eingebracht, wobei er ausführte, daß das
vergangene Jahr ein Ausnahmejahr geweſen ſei.
Han=
del und Wandel hätten ihren Höhepunkt erreicht und die
Arbeitsloſigkeit ſei auf die tiefſte Ziffer geſunken; kaum
ein anderes Land könne dies für ſich geltend machen. Er
ſei imſtande geweſen, die Mittel für die Ergänzungsetats
bereit zu ſtellen und dann noch einen Ueberſchuß von
750000 Pfund Sterling zu erzielen. Wenn die
Flotten=
ausgaben nicht ſeit 1909 die Erwartungen übertroffen
hätten, ſo würde er imſtande geweſen ſein, Vorſchläge zur
Verminderung der Steuern zu machen. Der Schatzkanzler
veranſchlagte die Einnahmen für das neue Budget auf
Grund der beſtehenden Beſteuerung auf 200 655000, die
Ausgaben auf 205985000 Pfund, wobei ein Fehlbetrag
von 5330000 Pfund verbleibe. Weitere Ausgaben
wür=
den für Zwecke der Gemeinden und des Unterrichtsweſens
notwendig werden.
Mexiko und die Vereinigten Staaten.
* Paris, 4. Mai. Nach einer Neu=Yorker Meldung
erhält ſich dort das Gerücht, daß Präſident Huerta
zurücktreten werde. Der Kriegsminiſter, General
Blanquet, der in der Armee großes Anſehen genieße,
werde zweifellos ſein Nachfolger werden. Huerta
beab=
ſichtige, ſich an Bord des bei Veracruz vor Anker liegenden
franzöſiſchen Kreuzers „Condé” zu flüchten.
* El Paſo, 4. Mai. Es wird gemeldet, daß
Gene=
ral Carranza es formell abgelehnt habe,
wäh=
rend der Vermittelungsverhandlungen die
Feindſelig=
keiten gegen Huerta einzuſtellen. Eine Note
dieſes Inhalts iſt am Samstag nach Waſhington geſandt
worden.
* Mexiko, 4. Mai. Laut einem Telegramm aus
Manzanilo iſt der mexikaniſche Dampfer „Luella” infolge
der Exploſion einer Mine im Hafen, die für
den Kreuzer der Vereinigſten Staaten „Raleigh” gelegt
worden war, geſunken. Die Zahl der Opfer iſt
unbekannt.
* Mexiko. 4. Mai. Joaquin Caſaſus, früher
Botſchafter bei den Vereinigten Staaten, wurde deingend
aufgefordert, von Karlsbad, wo er ſich zur Kur aufhielt,
nach Waſhington zu kommen. Die Natur des Auftrages
iſt unbekannt.
* Waſhington, 4. Mai. Stadden, der
ameri=
kaniſche Konſul in Manzanillo, iſt mit 259
Flüchtlingen mit dem Dampfer „Leonora” in San
Diego (Kalifornien) eingetroffen. Er ſagte aus, daß ihnen
48 Stunden Zeit gegeben worden war, um abzureiſen.
Die amerikaniſchen Fahnen ſeien überall mit Füßen
ge=
treten worden. Der engliſche und der deutſche Konſul
hätten die Amerikaner im Diſtrikt Colima vor der Metzelei
gerettet. Der amerikaniſche Konſul in Manzanillo ſei
ge=
zwungen geweſen, an Bord der „Leonora” zu fliehen. —
Admiral Mayo berichtete, daß die Bundestruppen im
Panuco=Fluß bei Tampico vom Meerbuſen aus nach der
Stadt Minen legten.
* Waſhington 4. Mai. Präſident Huerta
hhat als ſeine Vertreter in der Vermittelungskonferenz den
Anwalt Emilio Rabaſa und den Unterſtaatsſekretär im
JJuſtizminiſterium, Auguſtino Garra Galindo, beſtimmt.
Vermiſchtes.
— Das Aprilheft 1914 der „Deutſchen Kunſt
und Dekoration” Verlagsanſtalt Alexander Koch=
Darmſtadt, ſchreibt: Die offenen Wettbewerbe ſind
unent=
behrlich, weil nur ſie es ſind, die dem Kunſtmarkte neue
Namen und Kräfte zuführen. Von dieſem Standpunkte
aus war der von der Firma Rud. Ibach Sohn in
Barmen ausgeſchriebene Wettbewerb für
Ent=
würfe zu Anzeigenkliſchees und
Reklame=
marken ſehr ergebnisreich und erfreulich. Gewiß jeder
Wettbewerb führt, wie ein angeſchwellter Fluß Schlamm
und Steine, eine Menge totes und fremdes Material
her=
an. Immerhin konnten diesmal von 2586 Entwürfen (die
ſich auf 1223 Einſender verteilten) 505 Entwürfe als im
allgemeinen den Anforderungen entſprechend in die zweite
Wahl übernommen werden. Von dieſen konnte die
be=
trächtliche Anzahl von 66 Arbeiten mit Preiſen, Ankäufen
und lobenden Erwähnungen ausgezeichnet werden.
Bemerkenswerte Eleganz und eine weltmänniſche
Suada entwickelt Hugo Frank=Stuttgart, deſſen
Name unter den Ausgezeichneten mehrfach wiederkehrt.
Sie ſind ſicher und treffend hingeſetzt, dieſe leichten
lächeln=
den Dinge ſind pikant „gegeben” und erfreuen durch die
nette, kecke Sicherheit ihres Auftretens. Sehr hübſche
Ein=
fälle zeigt bei ihm auch die Schrift. Ernſter in der
Hal=
tung und der Qualität nach durchaus einem guten Plakate
gleich iſt der Idealkopf Mar Eſchles, der durch reizvolle
Kompoſition und die einfachen Strichlagen in
Verbin=
dung mit ſtarken Linien ſehr gute Wirkungen erzielt.
Derber und populärer iſt die Art Franz Bußjägers,
deſſen muſizierendes Englein alle Eigenſchaften einer
ein=
prägſamen, luſtigen Reklamemarke beſitzt.
So wird man denn auch in der großen Anzahl der
mit Ankäufen und Anerkennungen Bedachten eine nicht
geringe Summe künſtleriſcher Arbeit und
Leiſtungsfähig=
keit finden. Man darf hoffen, daß mancher von den
Na=
men, die hier zum erſten Male an die breitere
Oeffentlich=
keit treten, dem großen Markte graphiſcher Nutzkunſt
zu=
gute kommen, dauernd erhalten bleiben wird. M.
— Ausſtellung für Geſundheitspflege
Stuttgart 1914. Der Proſpekt der von Mitte Mai
bis Oktober währenden Ausſtellung für Geſundheitspflege
iſt erſchienen und porto= und koſtenfrei durch das
Inter=
nationale öffentliche Verkehrsbureau, Abt. Württemberg.
Berlin W. 8. Unter den Linden 14, erhältlich. Er trägt auf
der Titelſeite den von dem bekannten Plakate
übernomme=
nen griechiſchen Idealkopf, enthält verſchiedene
orien=
tierende Anſichten und Lagepläne von der Ausſtellung und
von Stuttgart und gibt Auskunft über das Wiſſenswerteſte
von der Lage der Stadt mit ihrer prächtigen Umgebung und
eine Ueberſicht über die Einteilung der Ausſtellung, die ſich
vor allem durch praktiſche Anordnung auszeichnen wird,
damit der Beſucher einen möglichſt großen Gewinn für
ſein Wohlergehen davontragen kann. Hingewieeſn iſt in
dem Proſpekt noch auf die gleichzeitige Ausſtellung
für Friedhofskunſt und die große
Kunſtaus=
ſtellung in Stuttgart, außerdem auf eine große Zahl
be=
ſonderer Veranſtaltungen in= und außerhalb des
Aus=
ſtellungsgeländes, unter denen beſonders die Aufführungen
von Schillers „Räubern” an ihrer Urſprungsſtätte im
Bop=
ſerwalde, wo ein 2000 Perſonen faſſendes
Freilicht=
theater errichtet iſt, zu nennen ſind.
Zuſammen=
ſtellungen der Fahrzeiten von wichtigen Städten nebſt einer
Linienkarte und über die Sehenswürdigkeiten von
Stutt=
gart und Umgebung ergänzen die praktiſchen Angaben.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 4. Mai. Von Generaldirektor Ballin iſt
an den Vizepräſidenten des Reichstags, Dr. Pkaaſche,
folgende Drahtantwort auf die von Bord der „
Vater=
land” namens der Teilnehmer an der Beſichtigung
ge=
ſandte Begrüßungsdepeſche eingegangen: „Ihnen, ſehr
verehrter Herr Präſident, danke ich herzlich für die nach
der Beſichtigung der Vaterland” überſandten und
über=
mittelten Grüße und Wünſche wie für die Worte hoher,
ehrenvoller Anerkennung für den Schiffbau und die
Ree=
derei. Ich bitte, Ihnen und den Herren
Reichstagsmit=
gliedern nochmals zum Ausdruck bringen zu dürfen, wie
pehr ich es beklagt habe, den denkwürdigen Tag der
Be=
ſſichtigung der „Vaterland” durch den Bundesrat und den
Reichstag nicht mit erlebt zu haben. Ballin.”
* Wien, 4. Mai. Der Bericht über das
Befin=
den des Kaiſers beſagt, daß die Nachtruhe in der
zweiten Hälfte wieder geſtört war, das Allgemeinbefinden
iſt aber trotzdem ein befriedigendes.
* Rom, 4. Mai. Der deutſche Botſchafter reiſt heute
abend zum Empfang des deutſchen Kaiſers
nach Portofino und Genua.
* Paris, 4. Mai. Gegenüber einer römiſchen
Mel=
dung, wonach die italieniſche Regierung die Abſicht
ge=
äußert habe, zuc Begrüßung des in Eze bei Nizza
weilen=
den Präſidenten Poincaré eine Schiffsdiviſion
an die Riviera zu entſenden, wird offiziös erklärt, daß
hier von einem derartigen Schritt der italieniſchen
Regie=
rung nichts bekannt iſt.
Die kluge Hausfrau verwendet nur
Knorr=Suppenwürfel,
weil ſie ausgiebiger ſind als andere
und außerdem am beſten ſchmecken.
I,11309)
48 Sorten, wie: Weibertreu, Sieden Schwaben. 1 Würfel 3 Teller 10 Pfg.
* Paris, 4. Mai. Hier ſtarb der ehemalige Senator
und Diviſionsgeneral des Ruheſtandes Grevy, der
Bru=
der des ehemaligen Präſidenten der Republik, im Alter
von 93 Jahren.
* Sofia, 4. Mai. Meldungen von der griechiſch=
bul=
gariſchen Grenze berichten: Die Griechen ſtellen
zwi=
ſchen ihren Grenzpoſten telephoniſche
Verbindun=
gen her, bauen Straßen und legen Liſten über den
Vieh=
beſtand an. Sie heben in jedem Dorfe fünf ſechs Antartes
aus, die gegen 100 Francs monatlichen Sold den Auftrag
haben, die Bulgaren zu überwachen und zu zwingen,
grie=
chiſch zu ſprechen.
Petersburg, 4. Mai. Der ehemalige Finanzminiſter
ſund Handelsminiſter Schipow iſt unter Belaſſung in
ſeiner Stellung als Reichsratsmitglied zum Gouverneur
der Reichsbank ernannt worden.
* Krasnojeſelo, 4. Mai. In der Papierfabrik
Petſchat=
kin iſt ein Teil der Keſſelabteilung niedergebrannt.
Viel wertvolles Papier iſt verbrannt oder durch Waſſer
verdorben. Der Schaden beträgt eine Million Rubel.
* Waſhington, 4. Mai. Der öſterreichiſch=ungariſche
Botſchafter beſuchte heute den Staatsſekretär Bryan, um
ſſich nach der Lage im Streikgebiet in Colorado
zu erkundigen, da der größte Teil der dortigen
Gruben=
arbeiter öſterreichiſche oder ungariſche Staatsangehörige
ſind. Es heißt, daß für die bei den Unruhen Getöteten
Schadenerſatzanſprüche geltend gemacht werden ſollen.
* Tokio, 4. Mai. Das Marinedepartement
veröffentlicht eine Reihe von Anklagen gegen den
(Admiral Fujii, in der er beſchuldigt wird, von zwei
bekannten engliſchen Schiffswerften Proviſionen erhalten
tzu haben, Es wird angegeben, daß Fujii vom Januau
11911 bis September 1912 von den Lieferanten 352700 Yen
lerhalten habe.
Beſuch britiſcher Kriegsſchiffe in öſterreichiſchen Häfen.
* Fiume, 4. Mai. Die britiſchen Kriegsſchiffe
„Warrior” und „Glouceſter” die hier eingetroffen
ſind, gaben 21 Salutſchüſſe ab. Die Kommandanten der
Kriegsſchiffe beſuchten die Erzherzogin Klotilde. Der
Gouverneur und die Chefs der Zivil= und
Militärbehör=
den veranſtalten zu Ehren der engliſchen Gäſte, die hier
einige Tage verweilen werden, verſchiedene Feſtlichkeiten.
In den nächſten Tagen werden noch zwei Kriegsſchiffe
er=
wartet.
Die Duellforderung Caillaux.
* Paris, 4. Mai. Die Zeugen Ailliers kamen heute
vormittag bei Ceccaldi mit den Zeugen
Cail=
laux’ zuſammen. Im Gegenſatz zu dem Spruch der
Schiedsrichter erklärten die Zeugen Ailliers, daß der
Zwi=
ſchenfall keineswegs beigelegt ſei. Es wurde deshalb der
Zweikampf beſchloſſen. Dir. Zeugen Caillaun
haben die Bedingungen angenommen, welche auf
zwei=
maligen Kugelwechſel bei 25 Schritten Diſtanz und Schuß
auf Kommando lauten.
* Paris, 4. Mai. Das Piſtolenduell zwiſchen
Caillaux und d’ Ailliéres fand heute nachmittag
im Park de Prince beim Boulogne=Wäldchen ſtatt. Beide
Gegner blieben unverletzt. Es heißt, daß Caillaux in
die Luft geſchoſſen habe.
Die neue Gemäldeſchändung einer Suffragette.
* London, 4. Mai. Das Bild Sargents in der
königlichen Akademie wurde bei einem Angriff von einer
Frauenrechtlerin durch drei Schnitte beſchädigt. Es
ſtellte den Schriftſteller Henry James vor und iſt eines
der beſten Werke Sargents. Als ein Mann die Täterin zu
ſchützen verſuchte, ſtürzten ſſich mehrere Beſucher auf ihn
und mißhandelten ihn.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Hoher Druck bedeckt noch ganz Oſt= und Mitteleuropa,
während ſich tiefer Druck über ganz Weſt= und
Mittel=
europa ausgebreitet hat. An dem Rande zwiſchen hohem
und tiefem Druck iſt bei uns bei vorwiegend ſüdweſtlichen
Winden warmes meiſt wolkiges Wetter eingetreten. Mit
zunehmendem Einfluß des Tiefdruckgebietes haben wir
heute meiſt wolkiges Wetter und vereinzelt Regen zu
er=
warten.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, 5. Mai:
Vor=
wiegend wolkig, vereinzelt Regenfälle, mild, auffriſchende
weſtliche Winde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
e
ZAHINPASLA
verhindert den Anſatz von Zahnſtein
und erhält die Zähne rein und gelund
Große Tube 1 M. Kleine Tube 60 Pf.
A9155
Won Darmkrankheiten werden im Sommer meiſtens
ſolche Säuglinge befallen, deren Verdauungswege
entweder durch ungenügende oder zu reichliche
Milch=
nahrung geſchwächt ſind. Mit „Kufeke” und Milch
ernährte Kinder ſind dieſen gefährlichen Erkrankungen
viel weniger ausgeſetzt als jene, die nur Kuhmilch oder
andere Nährmittel bekommen, weil das leicht verdauliche
„Kufeke‟ Magen und Darm ſchont und Gärungen, die
Urſache der Verdauungsſtörungen, verhindert. Für die
Ernährung von Flaſchenkindern gibt es nichts
Em=
pfehlenswerteres als „Kufeke”.
Der Stadtauflage unſerer heutigen Ausgabe
liegt der Sommer=Fahrplan der
Nieder=
ländiſchen Dampfſchiff=Reederei Rotterdam=
Mann=
heim bei, worauf wir unſere Leſer hinweiſen. (11287
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(11314
Geſchäftliches.
Stangenſpargel auf bürgerliche Art.
Die Spargel werden geſchält, in friſches Waſſer gelegt,
in Bündel gebunden und in geſalzenem Waſſer weich
gekocht, ohne daß die Köpfe Schaden leiden. Inzwiſchen
läßt man für 2 Pfund Spargel 75 g gute
Süß=
butter zergehen, rührt 2 Kochlöffel Mehl dazu und gleich
darauf von dem Spargelwaſſer, bis eine glatte, dickliche
Sauce entſteht, die, wenn gut ausgekocht, mit einem
Eigelb legiert, mit etwas Zitronenſaft abgeſchmeckt und
mit 8—10 Tropfen Maggis Würze verfeinert zu den auf
einer Platte angerichteten Spargeln gereicht wird.
Bei=
lage: Kalbs=Koteletten, Schinken, Zunge uſw.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
Am Samstag, den 2. Mai, ſtarb nach
kurzem, ſchwerem Leiden mein innigſtgeliebter,
unvergeßlicher Gatte, unſer treubeſorgter,
her=
zensguter Vater, Sohn, Bruder, Schwiegerſohn,
Schwager und Onkel
(11334
Herr
Hädch Wannenmacher
im kaum vollendeten 32. Lebensjahre.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Helene Wannenmacher
und 2 Kinder.
Darmſtadt, den 4. Mai 1914.
Liebfrauenſtraße 54.
Die Beerdigung findet Dienstag, den 5. Mai,
nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des
Fried=
hofes aus ſtatt.
Todes=Anzeige.
Tieferſchüttert teilen wir mit, daß unſer
herzensguter Gatte und Vater, Sohn, Bruder
und Schwager
(11339
Herr Gemeinde-Einnehmer
Danzel Dieter
im 50. Lebensjahre am 3. Mai, nachmittags
11 Uhr, plötzlich verſchieden iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Eliſabetha Dieter, geb. Burger,
nebſt Tochter.
Arheilgen, 4. Mai 1914.
Die Beerdigung findet Mittwoch, 6. Mai,
nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus
Frank=
furter Straße 25 aus ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe inniger Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner unvergeßlichen Frau
und unſerer Mutter
(*11980
Josephine Mager
ſagen wir Allen unſeren tiefgefühlteſten Dank.
In tiefer Trauer:
Adam Mager und Kinder.
Darmſtadt, den 4. Mai 1914.
Danksagung.
Für die überaus zahlreichen Beweiſe
herz=
licher Teilnahme bei dem ſchweren Verluſte, der
uns betroffen, ſowie für die vielen Blumen= und
Kranzſpenden, ferner für die herzliche
Teilnahme=
der Friſeur= und Perrückenmacher=Innung, und
allen Denen, die der Heimgegangenen
während=
ihrer ſchweren Krankheit ſo viel Liebe erwieſen,
für die liebevolle, aufopfernde Pflege der Schweſter
Katharina vom Gemeindehaus Kiesſtraße und für
die troſtreiche Grabrede des Herrn Pfarrer
Klee=
berger ſagen wir hiermit unſeren innigſten Dank.
Ludwig Keil u. Familie.
(*12019
Darmſtadt, den 4. Mai 1914.
Tageskalender.
Dienstag, 5. Mai.
Großh. Hoftheater Anfang 7 Uhr Ende vor 11 Uhl
(Ab. A.): „Tannhäuſer”
Monatsverſammlung des Deutſchen und öſten
Alpenvereins um 8½ Uhr im „Fürſtenſaal”.
Bilder vom Tage (Auslage unſerer Expeditioll
Rheinſtraße 23): Das größte Schiff der Welt.die
„Vaterland” verläßt den Hamburger Hafen. —
kürzlich verſtorbene Pfarrer von Mars=la=Tour in ſeinen
Schlachtenmuſeum. — Blick auf Veracruz, das von den
Amerikanern beſetzt wurde — Vom Beſuch des eng
liſchen Königspaares in Paris.
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 6. Mai.
Hofreite=Verſteigerung der Kath. Fiſcher (Geiſte
berg 2) um 9 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerungen: 9½ Uhr Ma
tinſtraße 48. — 11 Uhr Rundeturmſtraße 16, — 3 Uh
in der „Ludwigshalle‟.
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckereig
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Htreeſe; für den Anzeigenteil
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Striedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſierem
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträge
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptel
werden nicht zurückgeſandt.
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Fabrikant:
Reklame-Marken in den
Aug. Jacobi, Darmstadt.
Verkaufsstellen erhältlich.
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empfiehlt ſich in all.
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führung u. bill. Berechnung
Lichtenbergſtraße 23, I. (*12008
Schneiderin, ſelbſt., beſſere, empf
ſich in u. außer d. Hauſe, Tag
2,50 Mk. Karte gen.
Liebig=
ſtraße 48, Manſarde links. (*12051
Fein gebild. Dame, Lehrerin für
Franz. u. Engl., ſucht für die
Nach=
mittage Betätigung als
Geſell=
ſchafterin in gutem Hauſe. Offert.
unter M 32 an die Exp. (*11965
hat noch
Tüchtige Schneiderin einige
Tage frei. Weinbergſtr. 26. (*11939
Tücht.,
durch=
aus zuverläſſ. Schnelderin
die ſich auch gut auf Konfektion
verſteht, ſucht, da hier fremd, nur
beſſere Kundſchaft außer dem Hauſe.
Hoffmannſtraße 1, 2. Stock. (*11932
Jüng. Mädchen, 21 J. alt,
welches die bürgerl. Küche gut
verſteht, ſ., geſtützt auf quie Zeugn.,
Stell. z. 15. Mai bezw. 1. Juni in
kleinem Haush. u. ſieht mehr auf
gute Behandl. als auf hohen Lohn.
Off. u. L 38 a. d. Exp. (*11526dsi
Frau ſucht Laufd. morg. 2—3 St.,
nachm. 1 St. Dieburgerstr. 42. (*11841gi
Junge ſaub. Frau hat n. Tage
frei im Waſchen und Bügeln.
Näh. in der Exp.
(*11977
1bſ. kräft. Mädchen, aus ordentl.
Familie, ſucht tagsüb. Beſchäftig.
bei Kinder in gutem Hauſe. Off.
unt. M 9 an die Exp. (*11967
erfahr. in Küche
Gebild. Damk, und Haushalt,
ſucht ſelbſtänd. Wirkungskreis in
=kleinem, beſſeren Haushalt, event.
lbeieinz. Hrn. od. Dame. Beſte
Emp=
fehlungen. Offerten unt. M 31
an die Exp. ds. Bl. (*11966
rat. z. Spülen, nimmt auch Waſch.
an. Grafenſtr. 29, Stb. I. (*11931 Mädch. ſucht ſof.Laufſt. f. morg.
Pankratiusſtraße 28, 1. St. (*11930 Unabh. Frau ſ.Laufſtelle, ev. über
mittag. Karlſtr. 6, Htb., pt. (*11927 Habe noch Tage frei ſ. Waſchen.
Frau Hanſtein, Rhönring 53, I. (*im Jg., unabhäng. Frau geht ganze
u. halbe Tage putzen. Näh. Fr.
Wenz, Wendelſtadtſtr. 31, III. (* Junge Frau ſucht halbe Tage
Putzen. Langgaſſe 47, Hths. (*12036 Frau ſucht halbe Tage Waſchen
u. Putzen. Langgaſſe 47, pt. (*12037 Frau ſucht waſchen u. putzen,
geht auch außer d. Hauſe bügeln.
Mäheres Schwanenſtr. 15. (*12021 Frau sucht Laufdienst
1. morg. Magdalenenstr. 3, Hth. (*12023im Anſtänd., aus der Schule ent=
laſſenes Mädchen vom Lande
ſuicht Stelle. Näheres bei Seeger,
Heinheimerſtraße 13, Stb. (*12022 Mädchen ſucht 2—3 Std. vor=
mittags Laufdienſt. Näheres bei
Riebel, Landwehrſtr. 31. (*12009 Saub. Mädchen ſ. Laufdienſt
für vor= u. nachmittags Ballon=
platz 5, Hth., I.
(*12005 Mädchen ſucht Laufdienſt, auch
d. g. Tag Langgaſſe 41, Hth. (*12002 Unabh., kräft. Mädchen ſ. Laufd.
tugsüber ſof. Kranichſteinerſtr. 7,
Seitenbau, 2. St.
(*11999 Ebaub., ehrl. Frau übern. Hausarb.
vorm. ca. 2 Std. Eckhardtſtr. 2, pt. l. (* Jjähr. Mädch. ſ. Laufſt. nach der
le) Schule. Off. M39 Exp. (*11993 Junge Frau ſucht Laufdienſt.,
*1 1992) Schützenſtr. 8, Hinterhaus. Fleiß. Frau, ſ. Haushalt ſehr bew.,
mit guten Empf., ſucht morgens
eimige Stunden Laufdienſt. (*12011
Heinrichſtraße 65, 1. Stock. Mädchen ſucht Laufſtelle, 2 bis
3 Stund. vorm. Näh. Landwehr=
ſtraße 31, bei Stromberger. (*12012 Männlich
Kaufmann
lenpfiehlt ſich zur Führung der
Blicher, Korreſpondenz, Ausſchreib.
von Rechnungen uſw., in u. außer
em Hauſe zu jeder gewünſchten
Zieit. Derſelbe nimmt auch feſte
Strellung bei beſcheid. Gehalt an.
f. u. L26 an d. Exp. (*11448dsi
Für einen jungen Mann, welcher
Bahre eine Lehrerbildungsanſtalt
be uchte, aber verhältniſſehalber das
St udium aufgeben mußte, wird
Stellung gesucht
Auff einem kaufm.=tech. od.
Anwalts=
ürro. Off. u. M 23 Exped. (*11949
Für Gartenbeſitzer! Jg.,
ſtreb=
amn., fleiß. Mann mit gut. Empf.,
lucht Stellung als Gartenarbeiter
n Privat od. Gärtnerei. Offerten
. C 71 hauptpoſtlagernd. (*11941
Enorm breiswertes
Soht
Bor.
Crevon
in vielen modernen Farben,
gute Ware, waschecht, Meter
MARKT 7 GUGGENHEIM & MARX MARKT 7
Jg. Kaufmann ſucht nachm.
Be=
ſchäftig. gleich welcher Art. Offert.
unt. M 34 an die Exp. (*11954im
ſucht Stel
Guter Zeichner lung für
Nebenverdienſt. Zu erfr.
Schuchard=
ſtraße 4 b. Reis.
(*11916
Ja. Mann ſ. fof. dauernde Stell.
Derſ. hat d. Gärtnerei erl. Nimmt
anch ſonſt. Arb. in ein. Fabrik an.
Off. u. M 41 an die Exp. (*11990
Tüchtiger nüchterner
Milchkutſcher
ſucht f. ſof. od. ſpät. paſſ. Stellung.
Franz Cersovsky, Milchkutſcher,
Treuchtlingen, Bayern
(Mittelfranken). (*11978
Junger Mann
mit Berechtig. zum Einjähr. ſucht
Lehrſtelle in einem Bankgeſchäft.
Off. unt. M 28 an die Exp. (*11973
Schuhmacher=Lehrſtelle geſ. für
Jung. m. gut. Schulzeugniſſ. (*12026
Offert. unter M 45 a. d. Exped.
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Weiblich
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ſuchen wir einige tüchtige,
branchekundige (11336
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ſchuhe, Strümpfe, Trikotagen,
Herren=Artikel, Modewaren
u. Haushalt. Offert. mit
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gabe der Gehaltsanſprüch. an
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Stirnweg 25, am Hauptbahnhof.
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Einf. Fräul. od. beſſ. Dienſtmädch.
mit etwas Vermögen, um ſichere
Exiſtenz im Auslande zu gründen,
von Dame geſucht. Nur ſolche mit
treuem und zuverläſſ. Charakter
wollen ſich melden unter L 41
in die Exped. ds. Bl. (*11581im
perfekt in Steno=
Fräulein, graphie u.
Schreib=
maſchine, ſowie in Buchhaltung
erfahren, per ſofort geſucht.
Offerten mit Gehaltsanſprüchen
unter M 27 an die Exp. (*11928
I. Rock- Arbeiterinnen
I.
Taillen-
zum bald. Eintritt bei hohem Lohn
geſucht. Damen=Konfektion
*11873gi) Bismarckſtr. 24, I.
Zum 15. Mai ein tüchtiges,
gewandtes, ſauberes (*11883gi
Hausmädchen
mit nur guten Zeugniſſen geſucht.
Näheres Wllhelmſtraße 18.
Haushälterin, Beamtenwitwe
bevorzugt) geſucht. Offerten unt.
M 30 an die Exp. (*11968ifg 2 bis 3 Mädchen
im Alter zwiſchen 15 u. 18 Jahren
für dauernde leichte Tagesbeſchäft.
per ſofort od. etwas ſpäter geſucht.
Hechler jr., Mauerſtr. 17. (*11937im Gesucht für sofort
zur Aushilfe oder für ganz ein tücht.
Mädchen mit gut. Zeugn., das koch.
kann; auch durch Vermittl. — Frau
Wecker, Wilhelmſtr. 2, pt. (*11929im Laufmädchen für 1. Juni von
morgens 7 Uhr bis nachmittags
3 Uhr geſucht. Vorzuſtellen vor=
mittags Rheinſtr. 12, III. (*11950im Ein 14 jähr. Mädchen geſucht.
Nieder=Ramſtädterſtraße 51. Kann
auch bügeln lernen.
(*11944 Schulentl. Mädchen
geſucht. Kranichſteinerſtraße 59//10
3. St. links. Vorzuſt. nachm. (*11951 Suche für 1. Juni tüchtiges,
älteres Mädchen, das gut bürger=
lich kochen kann; ebenſo ordnungs=
liebendes Hausmädchen. Nur
ſolche mit längerem Zeugnis aus
gutem Privathaushalte wollen ſich
melden Schulſtr. 14, II. (*11919 Ein ſauberes, arbeitswilliges
Mädchen von 14—15 Jahren
tagsüber für Haushaltung ſofort
geſucht. Zu erfragen in der Ex=
pedition ds. Blattes. (11298a Ordl. Laufmädch. v3—½ 1 u.2—4
geſ. Dieburgerſtr. 84, part. (*11984 Köchin
die etwas Hausarbeit übernimmt,
wird bei gutem Lohn zum als=
baldigen Eintritt geſucht. Haus=
mädchen vorhanden. Vorzuſt. zw.
1 u. 3 Uhr (Verm. n. ausgeſchl) bei
119esd) Frau Dr. Bender, Heinrichſtr. 12. Laufmädchen geſucht (*11974
Schwanenſtr. 75, 2. St. Lauffr. vorm. 2. Stunde geſucht.
Näh. Neue Ireneſtr. 8, Lad. (*11955 ir das Ausſtellungs=
Süche Reſtaurant 4 tüchtige
Küchenmädchen. Hoher Lohn.
Wohn. außer d. Hauſe. Frau Minna
Dingeldein, gewerbsmäßige Stellen=
vermittlerin, Eliſabethenſtr. 5, II.( Saub. Mädchen
für tagsüber geſucht.
(*12030
Rheinſtr. 26 (Laden). Saub. Laufmädchen eventuell
über Mittag, ſof. geſucht.
Soderſtraße 114, part.
(*12029) Ein Oſtern konf. Mädchen zu
(*12027
kl. Kinde geſucht.
Pieplow, Kahlertſtraße 5½, I. Zweites ordentl. Mädchen
zum 15. d. M. geſucht Alexander=
ſtraße 18, Deutsches Haus. (*12047im
Mädchen für Hausarb. tagsüb.
ſof. geſ. Stiftſtr. 52.
(11068a
Männlich
in tüchtiges, ſauberes
Allein=
mnädchen, welches ſchon in guten
Häuſern gedient hat, geſucht
Friedrichſtr. 13, III. (*12050
Zuverläſſiger, nicht zu junger
Mann, welcher guter Verkäufer
ſein muß, wird von einem größeren
Geſchäft zum Beſuch von
Privat=
kundſchaft und Inkaſſo von
Teil=
zahlungen für Darmſtadt u. nächſte
Umgegend geſucht. (11195soi
Offerten mit Angabe über Alter
und Kautionsverhältniſſe ſind unt.
L. 88 einzureichen an die Exped.
Das allein. Vertriebsrecht eines
von jedem Geſchäftsmann, Aerzten,
Hoteliers, dann in allen Büros
und Kanzleien unbedingt
notwen=
digen u. nachweislich gutgehenden
Bedarfs=Artikels
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u. Umgebung unter günſtigen
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umſicht. Herrn mit etwas Kapital
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Reflek=
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zu wenden.
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Liebfrauenſtraße 103. (*12039im
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Tannhäuſer,
Wolfram von
Eſchinbach,
Otto Semper
Walther v. d. C
Vogelweide, ) Aug. Globerger
Biterolf,
L. Schützendorf
Heinrich der
Schreiber,
Reinmar von
Zweter,
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Robert Perkins
Eliſabeth, Nichte
des Landgrafen Gertrud
Geyers=
bach
Venus
. Franz. Callwey
Ein junger Hirte . Marg. Beling=
Schäfer
Erſter Page des Hede Schaub
Zweiter Land= Luiſe Sturmfels
Dritter
Annem. Liſchke
Vierter grafen Käthe Müller
Adh. Croneberg
Die drei Grazien! Marie Schott=
Marie Baranoff
Chöre: Robert Preuß.
Nach d. 1. u. 2. Akte läng. Pauſen,.
Krank: Sybille Huber.
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Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
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Balkonloge 5.20 ℳ, 1. Rang 4.70 ℳ,
2. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ, 7. u.
8. Reihe 2.15 ℳ, 1. Galerie 1.35 ℳ,
2. Galerie 0.75 ℳ.
Kartenverkauf: an der
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kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
von 8—1 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der
Vor=
ſtellung. (Im Verkehrsbüro
wer=
den auch telephoniſch
Kartenbe=
ſtellungen entgegengenommen. —
Telephon Nr. 1582.)
Anfang 7 U. — Ende vor 11 U.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Mittwoch, 6. Mai. 161. Ab.=Vſt.
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länder.‟ Gewöhnliche Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
Be anntmachung.
Am 1., 4., 5., 7., 8., 11., 12., 14., 15. 18. und 19. Mai 1914, von 7 Uhr
vormit=
tags bis zum Einbruch der Dunkelheit, wird Schießen mit ſcharfer Munition von
Truppenteilen des XVIII. Armeekorps auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten werden.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach=
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
. Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
„ Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (Polizei=
Verordnung Kreisamt Darmſtadt, 25. Seprember 1909.)
Darmſtadt, den 23. April 1914.
(10940a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
Bekanntmachung.
Die Kreisſtraße von Darmſtadt nach Gräfenhauſen iſt wegen
Geleislegungs=
arbeiten bei km 25—30 am 5. und 6. Mat für den durchgehenden Verkehr geſperrt.
Die Umleitung des Verkehrs geſchieht durch die benachbarten Feldwege den
ange=
brachten Tafeln entſprechend.
Darmſtadt, den 1. Mai 1914.
(11295
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde iſt die Stelle eines gewandten
und zuverläſſigen Schreibgehilfen ſofort zu beſetzen. Erfahrung im
Kreisamtsbureau=
dienſt iſt erwünſcht. Bewerber, welche die Prüfung für mittlere Verwaltungsbeamte
abgelegt haben, werden bevorzugt. Meldungen mit ſelbſtgeſchriebenem Lebenslauf
ſind unter Vorlage von Zeugniſſen ſofort anher einzureichen.
(11177si
Darmſtadt, den 30. April 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Bekanntmachung.
In letzter Zeit ſind mehrfach Beſchwerden von Garten= und
Willenbeſitzern bei uns eingelaufen, daß von Kindern und ſelbſt von
Erwachſenen im Vorbeigehen Blumen aus ihren Gartenanlagen
entwendet und ſtellenweiſe ganze Roſenſtöcke umge= knickt worden ſeien.
Dieſe Unſitte kann nicht ſcharf genug verurteilt werden, da ſie
ein ſchlechtes Licht auf die Bevölkerung Darmſtadts wirft und weil
ſie den Garten= und Häuſerbeſitzern den Aufenthalt in Darmſtadt
werleiden kann, abgeſehen von dem Schaden, der durch den Unfug
angerichtet wird.
Wir richten daher an die Bevölkerung Darmſtadts das dringende
Erſuchen, daß jeder für ſeinen Teil erzieheriſch auf Kinder und
Er=
wachſene in dieſer Richtung einwirke, damit dem Unfug geſteuert und
die Stadt vor Schaden bewahrt wird.
Die Polizei=Organe ſind mit ſtrenger Ueberwachung und
un=
ſnachſichtiger Veranzeigung beauftragt.
(11343
Darmſtadt, den 1. Mai 1914.
Großherzogliches Polizeiamt.
J. V.: Stumpf.
Bwangsverſteigerung.
Die nachſtehend bezeichneten Grundſtücke, die zur Zeit der
Ein=
tragung des Verſteigerungsvermerks auf den Namen des a) Wolff,
Budwig, Metzgermeiſter, b) Wolff, Margarete geb. Wolf, deſſen
Ehe=
frau, beide in Darmſtadt, im Grundbuch eingetragen waren, ſollen
Montag, den 6. Juli 1914, nachmittags 3 Uhr,
trurch das unterzeichnete Gericht, Saal Nr. 219, verſteigert werden.
Die Verſteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollſtreckung.
Der Verſteigerungsvermerk iſt am 27. November 1913 in das
Grundbuch eingetragen worden.
Inſoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des
Verſteigerungs=
termerks aus dem Grundbuche nicht erſichtlich waren, ſind ſie
ſpäte=
ſgens im Verſteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von
Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der
Gläubiger widerſpricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls ſie bei
der Feſtſtellung des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der
Verteilung des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche des Gläubigers
und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Verſteigerung entgegenſtehendes
Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuſchlags
die Aufhebung oder einſtweilige Einſtellung des Verfahrens
herbei=
zuführen widrigenfalls für das Recht der Verſteigerungserlös an
die Stelle des verſteigerten Gegenſtandes tritt.
Darmſtadt, den 25. April 1914.
(11344
Großherzogliches Amtsgericht I.
Seibert.
Bezeichnung der Grundſtücke.
Grundbuch für Darmſtadt Band VIII Blatt 606:
Betrag der
Lard.=
Nr. Flur Nr. Kulturart
Gewann am Schätzung
II 400 Grasgarten Gutenbergſtraße 42
2 II 400¾0 Hofreite Nr. 28
daſelbſt 167
42000 Mk.
3 II 400½ Grasgarten
daſelbſt 33
(Vorgarten)
Bekanntmachung.
Am 5. Mai 1914, nachmittags 4 Uhr,
verd im hieſigen Hauptgüterbahnhof (Gleis 124) ein
Wagen Union-Brikeits, 20000 kg
ißentlich an den Meiſtbietenden gegen ſofortige Barzahlung ver=
Krgert.
(11303
Darmſtadt, den 4. Mai 1914.
Großherzogliche Güterabfertigung Hbf.
Verſteigerungs=Anzeige.
Mittwoch, den 6. Mai 1914, vormittags
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großen Linoleumteppich, 1 vollſtändige
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tung, Holz, Partie Kohlen und Briketts, ſowie ſonſtige
Haus= und Küchengeräte.
(11337
Darmſtadt, den 4. Mai 1914.
Auktionator und
bhannes Krummeck,
Taxator.
Wohnung: Bleichſtraße 1. —
Telephon 1774.
Annahme von Verſteigerungen und Taxationen.
la Refereuzen.
Belantnachung.
Dienstag, den 12. Mai 1914,
vormittags 10½ Uhr,
ſollen die dem Gaſtwirt Ludwig
Wolff und deſſen Ehefrau
Mar=
garethe, geb. Wolff, dahier
ge=
hörigen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
XVIII 172//10 125 Hofreite
Don=
nersbergring
Nr. 32,
XVIII 172¾/10 32 Grasgarten
daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe ver=
(K28/14
ſteigert werden.
Darmſtadt, 4. April 1944.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſungen)
Frantz. (IX,9095
Belaumtmachung.
Dienstag, den 12. Mai 1914,
vormittags 10¾ Uhr,
ſollen die den Gaſtwirt Ludwig
Wolff Eheleuten dahier
zugeſchrie=
benen Liegenſchaften:
Flur Nr,
am
XVIII 176¾/0 128 Hofreite
Don=
nersbergring
Nr. 28,
XVIII 173¼/10 37 Grasgarten
daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe ver=
(K30/14
ſteigert werden.
Darmſtadt, 2. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen.)
Frantz. (IX,9094
Bekauntmachung.
Dienstag, den 12. Mai 1914,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die dem Gaſtwirt Ludwig
Wolff und deſſen Ehefrau
Mar=
garethe, geb. Wolff, dahier
ge=
hörigen Liegenſchaften:
Flür Nr. am
XVIII 173. 127 Hofreite
Don=
nersbergring
Nr. 30,
XVIII 173710 32 Grasgarten
daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe ver=
(K27/14
ſteigert werden.
Darmſtadt, 4. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (IX,9993
Beianntmachung.
Dienstag, den 12. Mai 1914,
vormittags 11¼ Uhr,
ſoll die dem Gaſtwirt Ludwig
Wolf und deſſen Ehefrau
Mar=
garethe, geb. Wolff, dahier
ge=
hörige Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
XVIII 173510 177 Hofreite
Don=
nersbergring
Nr. 26,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
verſtei=
gert werden.
(K29/14
Darmſtadt, 4. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (IX,9092
Belantmachung.
Dienstag, den 26. Mai I. Js.,
vormittags 10½ Uhr,
ſoll die dem Kaufmann Johann
Georg Wolf dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 679 265 Hofreite
Blumen=
thalſtraße 109,
III 678 293Grabgarten m.
Gar=
tenhaus,
da=
ſelbſt,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II., zwangsweiſe verſteigert
(K50/13
werden.
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſenicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 20. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
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durch den Unterzeichneten verſteigert.
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Bedingungen liegen bei dem
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Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Mittwoch, den 13. Mai 1914,
vormittags 10 Uhr,
einzureichen.
(11320im
Darmſtadt, 2. Mai 1914.
Stadtbauamt.
Bekanntmachung.
Dienstag, den 26. Mai I. Js.,
vormittags 10¾ Uhr,
ſoll die den Handelsmann Julius
Cohn Eheleuten dahier
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
156 18¼10 Hofreite Kleine
Ochſengaſſe
Nr. 1,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II., zwangsweiſe verſteigert
(K40/14
werden.
Darmſtadt, 20. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII,10199
Bekanntmachung.
Dienstag, den 12. Mai I. Js.,
vormittags 11 Uhr.
ſoll die der Firma Bruſt 6 Poſt,
vorm. P. Graef Geſellſchaft mit
beſchränkter Haftung, dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
16 175 3382 Hofreite im
Bach=
gang Nr. 20,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II, zwangsweiſe verſteigert
(K52/13
werden.
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 4. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII,9091
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Dienstag, den 12. Mai 1914,
vormittags 11½ Uhr,
ſollen die den Schlofſermeiſter
Georg Friedrich Rettig Eheleuten
gehörigen Liegenſchaften:
Flur Nr. am
VI 436 157 Hofreite
Fran=
kenſteinſtraße
Nr. 42,
VI 436¾/10 27 Grasgarten
(Vorgarten)
daſelbſt,
VI 437 130 Grabgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe ver=
(K85/13
ſteigert werden.
Die Genehmigung der
Verſteige=
rung wird auch dann erfolgen, falls
kein der Schätzung entſprechendes
Gebot eingelegt wird und andere
rechtliche Hinderniſſe nicht
ent=
gegenſtehen.
Darmſtadt, 6. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
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En unſer Handels=Regiſter,
Ab=
teilung B, wurde heute unter
Nr. 108 die Geſelſchaft mit
be=
ſchränkter Haftung unter der
Firma:
Geſellſchaft für
Volks=
wohl mit beſchränkter
Haftung und mit dem Sitz
in Darmſtadt,
eingetragen.
Gegenſtand des Unternehmens
iſt: Gemeinnützige
Unternehmun=
gen, die dem Volkswohl dienen,
insbeſondere die Förderung der
Geſinnungsbildung und geſunden
Volksunterhaltung auf Grundlage
der Selbſterhaltung durch
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liche Betriebe, vornehmlich einer
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freier Getränke, eines Verlages
und Schriftenvertriebes.
Das Stamm=Kapital beträgt:
20 000 Mark.
Geſchäftsführer iſt: Direktor
Friedrich Breitenbach in Eberſtadt.
Der Geſellſchaftsvertrag iſt am
29. Auguſt bezw. am 10.
Septem=
ber 1913 feſtgeſtellt u. am 30. März
1914 abgeändert.
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Darmſtadt, 30. April 1914.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
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verk. Soderſtr. 136, I. (*11836gi
Wir nehmen Zeichnungen unserer Mitglieder auf die aufliegenden
70
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zu den offiziellen Bedingungen bis Donnerstag, 7. Mai 1914.
abends 6 Uhr, spesenfrei entgegen.
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L. 56 an die Exp. (*11591fgi
Der Sieg des Herzens.
Roman von Otto Elſter.
(Nachdruck verboten.)
Eva war erblaßt bei ſeinen höhniſchen Worten. Sie
zitterte, aber nicht aus Furcht, ſondern aus einem Gefühl
dess Widerwillens dieſem Menſchen gegenüber, der ihr die
verrächtlichſten Beweggründe unterſchob. Stolz richtete ſie
icho empor.
Sie irren ſich, ſprach ſie. Wenn ein —
Freundſchafts=
lletchältnis zwiſchen Herrn von Ballhauſen und mir
be=
tamd, ſo beſteht es jedenfalls in dem Sinne, wie Sie es
Aufffaſſen, nicht mehr. Ich weiß, was ich mir und meiner
zvellung ſchuldig bin. Und nun laſſen Sie mich gehen..
Sie machte eine Bewegung, als wollte ſie ihn beiſeite
ſchieben. Er blieb ruhig ſtehen und lachte häßlich auf.
Ein Wort noch, mein ſtolzes Fräulein! Ich will Ihren
lugaben einmal Glauben ſchenken, obwohl es mir ſchwer
älrt. Aber ob der Herr Graf ſo leichtgläubig iſt, wäre
Aenin doch noch die Frage. Wenn ich ihm nun die Augen
Aber Ihre Stellung zu ſeinem Neffen öffnete?
Das wäre ein Schuckenſtreich . . .
Ha! — Wie man’s nimmt. Ich weiß nicht, ob der
röfßere Schurkenſtreich nicht auf ſeiten Ihres Freundes
ſch befindet, der ſeinem ſchwerkranken Oheim ſeine
Ge=
ebste in das Haus ſchmuggelte . . . .
Herr Baron?!
Nun ja — wir wollen offen miteinander ſprechen und
ſe Dinge bei ihrem wahren Namen nennen. Und nun
will ich Ihnen mein ſchönes Fräulein, auch einen Vorſchlag
machen, damit Sie ſehen, daß ich mit mir reden laſſe.
Schreiben Sie an Ihren — Freund, daß er ſich mit mir
auseinanderſetzt — er iſt ja jetzt im Beſitz genügender
Geldmittel — und ich werde ſchweigen wie das Grab.
Im anderen Falle müßte ich den Grafen um eine
Unter=
redung bitten.
Ein verächtliches Lächeln kräuſelte Evas Lippen. Seine
Worte hatten ihr ſeine ganze Erbärmlichkeit enthüllt. Alſo
auf eine gemeine Erpreſſung war es abgeſehen? Sie hatte
ihre Faſſung, ihre Ruhe und ihren Stolz wiedergewonnen.
Wie eine Fürſtin ſtand ſie ihm gegenüber, der ſie wie ein
bösartiger Hund mit halbgeſchloſſenen Augen ſchlau und
aufmerkſam anblinzelte.
Gut — ſagte ſie ruhig und ſtolz —, um des lieben
Friedens willen — ich werde an Herrn von Ballhauſen
ſchreiben. Wie er ſich entſchließt, kann ich freilich nicht
wiſſen.
Rautheim atmete auf. Er hatte ſchon gefürchtet, ſie
würde auf ſeinen noch immer ſchwebenden Prozeß zu
ſprechen kommen. Aber ſie ſchien darüber nichts zu wiſſen
oder anzunehmen, daß der Prozeß erledigt ſei.
Ich danke Ihnen, entgegnete er, ſich höflich
verbeu=
gend. Und ich hoffg, wir werden ſchon einig werden.
Meine Adreſſe iſt Edward Smith, Hotel de IItalie
und ſomit habe ich die Ehre, mein Fräulein.
Er grüßte faſt ehrerbietig und gab den Weg frei. Sie
nickte zum Abſchied kurz mitz dem Haupte und ſchritt raſch
davon,
Rautheim ſah ihr eine Weile nach, dann entfernte er
ſich in der entgegengeſetzten Richtung.
Eva ging raſch weiter, ohne ſich umzuſchauen, bis ſie
den Platz unter der alten Olive erreicht hatte. Dort ließ
ſie ſich nieder, etwas außer Atem von dem raſchen Gange,
aber auch erregt von dem Geſpräch mit Rautheim, das ſie
tief verletzt hatte.
Sie wußte, daß ſie den Vorwurf, der in den Worten
Rautheims verborgen lag, nicht verdiente. Wohl war ſie
dem Rufe von Hans gefolgt; wohl wollte anfangs eine
geheime Hoffnung auf eine glückliche Wendung ihres
Ge=
ſchickes und ihrer Liebe in ihrem Herzen emporkeimen,
aber ſie hatte dieſe Hoffnung und dieſe geheimen Wünſche
mutig und ſtark unterdrückt und übernahm die Pflege des
erkrankten Grafen nur unter der Bedingung, daß ſie
wäh=
rend ihres Aufenthaltes in Schloß Ballhauſen auch für
Hans nichts mehr als die Krankenſchweſter war. Hans
verſprach es ihr, und ſie hatten beide ihr Wort gehalten.
Zu keiner Zeit waren ſie ſich äußerlich ſo fremd geweſen,
als während der Krankheit des Grafen. Nur ſelten ſahen
ſie ſich ohne Zeugen, und dann nur auf kurze Augenblicke,
während deren Eva ihre ſtrenge Zurückhaltung bewahrte.
Hans litt unter dieſen Verhältniſſen, Eva merkte es wohl,
aber er fügte ſich, weil ee ſeinem Onkel gegenüber nicht
neue Schuld auf ſich nehmen wollte.
Und dann hatte Eva ihre Aufgabe liebgewonnen und
konnte ſich nicht mehr von ihr trennen!
Der alte Graf genas, unter ihrer ſorgſamen Pflege,
*ß er wieder ſprechen und mühſam an zwei Stöcken ſich
Hunderte von Anerkennungsſchreiben!
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Ihnen meinen herzl. Dank ausſpreche, und möchte Sie
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„Tadellos” ſchicken laſſen. Da ſie wirklichen Erfolg
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Schicken Sie mir bitte ebenfalls 2 Doſen. . K. M. in G.
Für die Züſendung Ihres „Tadellos” beſtens dankend,
erſuche ich um noch 3 Doſen. Die Kur wirkt
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ſo ſtarken Körpers war freilich gebrochen, und er mußte
ſich ganz auf ſeinen alten Diener Valentin und ſeine junge
Pflegerin verlaſſen. Zuerſt empfand er dieſe
Abhängig=
keit ſehr ſchwer und mißmutig. Er wollte von Eva nichts
wiſſen und beobachtete ſie mit faſt feindſeligen Blicken.
Aber bald gewöhnte er ſich an ſie; ihre Geduld, ihre
Sanft=
mut, ihre ſich ſtets gleichbleibende Freundlichkeit, ja ihre
Heiterkeit, wenn ſie neben ihm auf der ſonnigen Terraſſe
ſaß und mit ihm plauderte, ihre kindliche Fürſorge für
ſein Wohl — das alles entwaffnete ſeinen ſtörriſchen Sinn
und, wie es bei Kranken öfter geſchieht, ſeine anfängliche
Abneigung verwandelte ſich in Freundſchaft und innige
Zuneigung.
Er konnte nicht mehr ohne ſie ſein; wenn ſie ihn mal
auf kurze Zeit verließ, erkundigte er ſich ungeduldig, wo
ſie denn ſo lange bleibe. Er ſchalt und murrte, wenn ſie
etwas länger ausblieb, und empfing ſie mit liebevollen
Vorwürfen.
Eva vergalt ihm dieſe Zuneigung mit herzlicher
An=
hänglichkeit. Ihre Aufgabe, die ihr anfangs ſo
unend=
lich ſchwer gefallen war, bereitete ihr jetzt Freude und
Genugtnung, die nur zuweilen der Gedanke an ihr
Ver=
hältnis zu Hans trübte, das ſie doch vor dem Kranken,
der ihe ein väterlicher Freund geworden war, geheim
halten mußte.
Als der Herbſt mit ſeinen Regen und Stürmen kam.
riet der Arzt zu einem Aufenthalt im Süden. Eva wollte
infolgedeſſen ihre Stellung aufgeben, aber der Graf
be=
ſtand darauf, daß ſie ihn begleiten müſſe.
Und ſo begleitete ſie ihn nach San Remo, wo man
den Winter über bleiben wollte.
An alles das dachte Eva, als ſie einſam unter dem
alten knorrigen Olivenbaum ſaß und den Blick über die
blaue Meeresbucht ſchweifen ließ. Sie war ruhig und
zufrieden geweſen; ſie hatte auf ein volles Glück
verzich=
tet, aber ſie hatte in der Pflege des alten Herrn eine
Auf=
gabe gefunden, die ſie mit ſtiller Zufriedenheit erfüllte.
Konnte ſie dabei doch in der Nähe des Geliebten leben;
konnte mit ihm plaudern, konnte ihm in die Augen ſehen
und ihm tröſtlich zulächeln, wenn Wolken ſeine Stirn
überſchatteten.
Und nun war durch die Begegnung mit Rautheim
Unruhe und Zwieſpalt wieder in ihr ſtilles Leben
ge=
treten!
Was ſollte ſie tun?
Sollte ſie in der Tat an Hans ſchreiben und ihm
raten, von Rautheim durch eine Summe Geldes
Schwei=
gen zu erkaufen?
Das erſchien ihr unwürdig. Dadurch würde ſie den
Grafen wiſſentlich betrogen haben, ohne irgendwelche
Ent=
ſchuldigkung zu beſitzen, die ihnen jetzt zur Seite ſtand.
Dadurch würden ſie eine tatſächliche Schuld dem Kranken
gegenüber auf ſich geladen haben.
Nein, zu einem ſolchen Schritt konnte ſie ſich nicht
entſchließen. Dennoch mußte etwas geſchehen, ſollte nicht
ihr Verhältnis zu Hans durch die hämiſche
Darſtellungs=
weiſe Rautheims bei dem Grafen in ein ganz falſches
Licht gerückt und ſie ſelbſt in ſeinen Augen als
Betrü=
gerin hingeſtellt werden.
Ich muß meine Stellung verlaſſen, flüſterte ſie vor
ſich hin, während es ſchmerzlich um ihre Lippen zuckte.
Mein lieber alter Graf muß mich ziehen laſſen — ein
Vorwand wird ja leicht gefunden.
Der Gedanke machte ſie traurig und unglücklich, ſo
daß ſich ihre Augen mit Tränen füllten. Es war ihr, als
wenn ſie erſt jetzt von allem, was ihrem Leben Wert und
Inhalt verlieh, Abſchied nehmen ſollte.
Die große Stadt trat ihr wieder vor Augen; die und
geheure Steinwüſte, in der es doch von Millionen
Men=
ſchen wimmelte, die gleichgültig aneinander vorüber eil
ten oder ſich mit feindſeligen oder frivolen Blicken muſter
ten. Sie hatte ſich in dem alten Schloß, in dem grünen
Park, auf den Feldern und Wieſen ſo wohl und frei
ge=
fühlt, daß es ihr faſt graute, wieder in jener großen Stein
wüſte leben zu müſſſſen.
Doch plötzlich, als ſie an Berlin dachte, da fiel ih
der Prozeß Rautheims wieder ein.
Wie ſtand es denn damit? War er nicht an dem
Tage vor der Verhandlung entflohen? Und jetzt hielt
ſich hier unter falſchem Namen und in einer faſt unkenn
lichen Maske auf! Soweit ſie ſich erinnerte, ſchwebtedas
Verfahren gegen ihn immer noch, und die Behörden fahn
deten noch immer auf ihn.
Wie — wenn ſie dieſes ſein Geheimnis benutzte, un
ihn zum Schweigen zu zwingen? Oder wenn ſie ſein
Verhaftung veranlaßte?
Doch nur einen Augenblick beſchäftigte ſie dieſer
danke. Sie ſchüttelte den Kopf.
Nein, das geht nicht — das kann ich nicht tun, ſprach
ſie leiſe vor ſich hin. Ich käme mir als ſeine Mitſchuldige
vor, und ich will mit ſeinem Leben, ſeinem Tun und
Treiben nichts gemein haben. Mir bleibt nichts weitel
übrig, als fortzugehen und wieder unterzutauchen in
einem einſamen Leben — ich werde mit dem Grafen
ſprechen und an Mutter ſchreiben.
Sie erhob ſich und ſchritt langſam den Abhang
hin=
unter der Villa zu, die weiß ſchimmernd aus den grünen
Büſchen und Bäumen des Gartens hervorleuchtete.
(Fortſetzung folgt.)
Frankurter Kursvertcht vom 2. Har 191z.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
Staatspapiere. 100,30
Dt. Reichsschatzanw.
98,70
Dt. Reichsanleihe v. 1918. . . . . p. 1925 .
86,80
do. „. . . 2. . . . .
77.95
do. . . . . . . . . . . .
100,40
TPreußische Schatzanw.
9130
Staffelanleihe. .
3½ 86,75
Consols ..
77,85
a.
jsadische Staats-Anleihe: 4 96.90
..3½ 8800
do. v. 9294 . . . .
3
do. .
Jsaperische Ablös.-Rente 4 97.00
E.-B.-Anl. Läb. ab 1900 4 97.30
4 9750
do. un käb. p. 1918
4 97,80
6o. unkäb. p. 1920.
E.B.- u. Aligem. Anl.
4 97,80
unkäb. p. 1950 ..
do, Anleihe . . . . . . .3½ 85,00
3 76,10
. . . . ..
do.
Lamburger Staats-Anl. . 4 97,50
do. v. 188794 . . . . . 19½
3 7920
d0. . . . . . . .
Messische Staats-Anleihe 4 97.35
do. unkab. p. 1921
4 97,50
äd. . . . . . . . . . . . . . 3½ 8450
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 75,20
käächsische Staats-Rentel 3 77,80
Württembg. Staats-Anl.
(unkdb. p. 1921). . . . 4 98,00
do. v. 79/80 . . . . . . . 3½ 8805
do.
. . . . . . . 3 77,60
tmilgarische Gid.-Anl. . . 5 95,40
Gwrisch. Anl. v 1890 . . . . 1.6) 55,60
do. v. 1887 Monopoll1½ 51.50
1-alienische Rente.
3½ 95.,60
(sterr. Staats-R. v. 1913 14½ 91.85
do. Süber-Rente . . . .4½ 8640
do. Fapior-Ronts . . 14½ 8720
do, Gold-Rente. . . . 1 4 1 86.50
do. einheitl. Rente .
4 82.30
tortug. Tab-Anl. 1891 . .4½ 98.70
do. inn. amort. 1905 . 4½ 73.50
do. unik. Sorio I .
6125
do.
III. 3 64,10
do. Spezial Titel. . .
975
Keamänen v. 105
99,90
do. Gold v. 1913.
4½ 9140
do. Schatzsch. v. 1913 . 4½100,00
do. conv. . .
85,00
do. v. 180
4 93,50
do. v. 1801
4 1 8760
do. v. 105 ₰
4 85,20
do. r. 1905 .
.85,00
do, v. 1910
4 *84,50
Bassische St--Anl. v.
4½ 98,00
Go. kons. v. 1850
4 85,80
.do. Goldk v. 1890
4
do. v. 1902 . .. .
4 89,40
Eihweden v. 1880. . .
3½ —
do. v. 1886
3½ Schweden v. 1890. . . . . .3½.
Serben steuertrei
. 14g 86.so
do, amort. v 1895 . . . 4 79,20
Türk. Egypt. Tribut . . .3½
do. Kons. stenertreie
do. Admin. v. 1903. .
76,50
do. unik. v. 1908, . . . . 4
do. V. 1905. . . . . . . .
4 72,80
Ungarische Staats-Rente
1913 unkdb. bis 1923 . . 4½ 90,10
Ungar. Staatsk.-Scheine
v. 1913..
. . . . . . . . . 4½ 98,40
do. Gold-Rente. . .
*4*1 81.50
do. Staats-Rente 1910, 4 80,80
do.
Kr. 4 81,50
Argent. innere Göld-Anl.
v. 187
do. äußere v. 1890 . . . 5 99,50
do, innere v. 1888 . . .4½
do. äußere v. 1888 . . . 4½
do. v 1897 . . . . . . . . 4
Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5 93,50
do. v. 1880
4½ —
do. v. 1906 :
4½ 88,00
60,50
Chines. St.-Anl. v. 189.
6
do. v. 196 .
5 99,40
do. Reorg. Anl.:
5 86,35
4),20
do. v. 1895 ..
4½ 89,30
Japaner . . . . .
Innere Mexikaner:
63.70
Aubere do. v. 1890
§ 1 84.75
Mexikan. Gold v. 1904 .
4 66,00
do. gons. ...
§ 1 4200
do. Irrigat.-Anleihe .4½ 65,50
Buenos-Kires Prov.:.
3½ 6400
U4.50
Tamaulpas:
5—
Sa0 Paulo L.-B.:
do. v. 1913 .
5 96,70
1Siam v. 1907. ...
4½ 94.90
Prioritäts-
Obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
„ v. 19043½
Hess. Eisenb.-Akt. Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadkt
Darmstadt. . . . . . . .
93,85
Kordd. Tdo) d-Oblieat. . 41a 100 00
Donau-Dampfschiff. v. 8
92,00
IElsabethbahn . . . . . . .
9100
Franz-Josot-Bahn::::
86,80
Kaschau-Oderberger v. 89
Prag-Duxer:
.
Osterreich. Staatsbahn . 5 (101.70
do. . . .
88,80
do. . . . . .
do. Südbahn (Lomb.)
98,00
do. 40.
do. „do.
20/10 50,90
Raab-Oedenburg
7640
87,10
Kronprinz Rudolfbahn
Rus. Südkwest . . . .—. 4 84,50 Ge
Moskau-Kasan . . .
.4f.
4 85,70
do. . . . . . . .
85,30
Wladikawkas.:
Bäsan-Koslom::
63,20
Portugies. Eisenb. v. 1880
*4½/, 86,20
do. . . . . ..
24)1 69,10
Livorneser . . . .
60.50
Salonique Monastir..
17.50
(Bagdadbahn .
Anatolische Eisenbahn 4½ 90.30
9020
Missouri-Pacite I.
do. do. v. 1905
50. 17
Northern-Pacifie..
95.50
Southern-Pacike:
91.00
-190
St. Louis &e San Frane
Tehuantepec ..
Ungar, Lokalbahn
5 98,50
Provinz-Anleihen.
96,40
Rheinprov. Obl. Em. 20/
3½ 86,60
do. Em. 10 .
3 850
do. . 5.:
3½
Posen Prov. . .
4 95.90
Westfalen Prov. V.:
42380
Hess. Prov. Oberhessen 3½
do. Starkenburg.
Städte-
Obligationen.
Darmstadt. . . . . . . . . . 4 1 94,60
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 87,00
Frankfurt . . . . . . . . . . 4 96,70
do. ..
.. . . . . . . .3½ 88,00
Gieben:. . . . . . . . . . 4 9450
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 87,00
Keidelbers::. . . . . . . 4‟ 9580
do. . . . . . . . . . . . 18½, 85.50
Karlsruhe . . . . . . . . . . 4 94,90
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 86,50
Magdeburg . . . . . . . . . 4
Mains. .
.. . . . . 494,75
do. . . . . . . . . . . . 5½g 8650
1805/97l3½l 84,25 IMannheim::. . . . . . . . 4 95,20
.. . . . . .3½ 86.20
do. ..
. . . 4 5600
München . .
. . . . . . .3½ 20
Nauheim:::
. . . . . . 4 95,30
Nürnbers :
... . 57, 2560
do. —5.
14
Offenbach
do. v. 1914
54
do. .. .
3½ 87,80
4
Wiesbaden, .
3½
71.10 do. .
494,20
Worms :
3½
do. .. ..
4
73,50Lissabon v. 1888
4½ 94,00
Moskau v 1912
4½ 93,00
Stockholm v. 1880
5
Wien Komm. ..
Wiener Kassenscheine .4½ 98,80
Zürich v. 1889
Buenos Stadt v. 1892 .. Pfandbriefe.
Berliner Hyp.-Bk.-Pf. . .
1100,00
4o. unkäb. 1915. . . :
880
do=
2875
1919. . . .
40.
1921.. ..
2475
do.
1922. . . .
95.75
6350
do. . . 7 . . . . . .
do. Komm.-Obl. unk. 1918
9500
Frankef. Hpp. Bk. pr. 1910
9500
1915 ...
2600
do.
1920 .:
do.
96,50
de. Ser. 12—19. . . . . 1 3½, 8640
Kommunal-Oblig. Ser. 1.
unkäb. 1910 . . . . . . . 3½ 86,50
Pranktr. A3p.-Krod.-Ver
Ser. 15—42
94,00
48—491
94.90
do. . . .
96,00
do. unk. 1922 „ 52
8801a
do. „ 1915.. . . . .
86,50
do. Ser. 45 ..
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
Ser. 12, 13, 16
96,90
„ 14, 15, 17
96.90
do. . . ..
97.40
do. unkäb. 1920 .. 4
97.50
do. „ 1925 .. .
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½
8450
do. „ 3—5 . . . . . .
do. kündb. 1915. . . . . 3½ 84,80
96,90
do. Komm. unk. 1913
96.970
do.
„ 1914
n
„ 1916 4 97,10
do. „
„ 1920 4 97,40
do. „
„ 1923) 4 97,50
à0. „
84,80
do. verlosb. u. kündb..
unkäb 1915 3½ 84,50
do.
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb.
4 94.,60
4 95,80
do. unſäb. 1922. . ..
3½ 86,00
do. . . . .
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
94,20
unkäb. 1917
94,00
do. . . . . . „ 1919
94,10
1921
do. .. ..:
4 96,20
do. . . . . . „ 1924
B½ 84,60
do. . . . . . . . . .
95,20
do. Komm. unk. 1923
96,00
do.
1924
9600
Südd. Bod.-Kred.-Pfähr.
3½ 88,00
do. .. . .. . ......
Bank-Aktien.
Bank für elektr. Unter-
nchmungen Zürich.
½149,50
Berg.-Märkische Bank.
15275
Berliner Handelsges.. . .
Darmstädter Bank . . . . 6½ 1117,60
Deutsche Bank. . . . . . .12½241,00
6 (15,40
Deutsche Vereinsbank.
Dt. Mffekt.- u. Wechs. Pk. 6 112,10
Disk.-Kommand-Ant. . . 10 (185,00
Dresdner Bank. . . . . . . 8½ 150,00 Frankf. Hypothek.-Bank 10 213.50
do. do. Krod.-Ver.8½ 155,50
Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 116,50
Nation.-Bank f. Deutschl. 6 (110,50f
Pfälzische Bank . . . . ..
Reichsbank . . . . . . . . . 8.48 15450Paurahütte . . . . . . .
Rheinische Kredit-Bank.
§ (10375
A. Schaafhaus. Bl.-Ver.
Wiener Bank-Verein. . 1 § (130,50
Aktien von Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf.l 10 128,10
§ (112,80
Korddeutscher Lloyd.
Frankfurt. Schleppschiff. 4 (116,00
Südd. Bisenb.-Gesellsch. 6½, (129,40
Anatol. Eisenb. 600-Akt. 5½ 115.00
89½
Baltimore . . . . . . . . .
: 10 (193½g
Ganada . . .
7½ 1139,00
ISchantung:
§ (15500
Prins Heury.
0 20½
Kombarden ..
6 11105
Pennsylvania.
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik . 28 645,00
Chem. Fabrik Griesheim 14 (265,00
Farbwerke Höchst . . . . 30 (64000
Ver. chem. Fabr. Mannh. 20 64900
Zement Heidelberg . . . . 10 1148,50
Chemische Werke Albert 30 1452,00
IHolzverkohl. Konstans 15 (305,10
6
Lahmeger —. . . . . .
Schuckert, Nürnberg. . . 8 144,25
12
Siemens & Halskre. .:
Bergmann Elektr. . .. . . 5 123,50
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 240,25
25 (333,80
Hagen Arkrum.:
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (175,10
80,00
Gummi Peter ...
Adler-Fahrradwerke . . . 25 336,75
Maschinenfabr. Badenia 6 1130,00 Engl. Sovereigns. ..
Wittener Stahlröhren.1 0
Motoren, Oberursel .. 8½ 1570 1Amerikanische Noten:
Gasmotoren, Deutz...
Siemens Glas-Industrie . 15 (236,50
.23 (290,00
Ensinger Füter ..
.10 (145,50
Steaua Romana
Zellstoff Waldhof . . . . . 15 179.00
Bad. Zucker-Waghäusel 12, 83/221,00
Neue Boden-Aktien-Ges., C 84.00
Süddeutsche Immobilien 0 59,80
Bergwerks-Aktien.
Aumetz-Friede . . ..
12 1155,00
Bochum. Bergb. u. Gubst. 14 21750
Leonhard, Braunkohlen . 9 1159,00
Konkordia Bergbau . . 23 357,50
Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 122.50
Mechweller. . . . . . . . . . 10 (227½g Gelsenkirchen Bergw. . .11 1757
Harpen Bergbau. .. . . .11 175,75
Kaliwerke Aschersloben. 10 5
Kaliwerke Westeregeln - 13 202,00
7 (123.05) Königin Marienhütte . . 6 8100
8
681,00
(127.25Oberschles. Eisenbed.
Oberschl-Risen-Industrie 3 6225
Phönix Bergbau . . . . . . 18 1227,20
Rheinische Braunkohlen 10 225,50
Riebeet Montan .. . . . .12 (19500
South West.-Afr. Shares . 5 116,00
Verzinsliche
Anlchenslose.
Zt.
Badische
TIr. 100 4 1187,10
Cöin-Mindener . TIr. 1003½142,50
Holländ. Komm. H. 100 3 113,50
Madrider . . . . . Prs. 10 3 1200
Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 1140,25
Osterreicher 1860er Lose I 4 (15000
Oldenburger. . . . Tlr. 40 3 (125,10
Raab-Grager . . . . A. 1502/, 110,60
Unverzinsliche
Mk.
Anichenslose.
ſp. St.
Augsburger
A.7 —
Braunschweiger.
TIr. 20 (202,50
Malländer
r
Fa. 45
do.
Fs. 10 —
Meininger
. A. 7 37,90
H. 100
lösterreicher
do.
A. 100 540,00
r. 8
Ungar. Staats .
4. 100 (45000
Venediger
. Fs. 50 -
Türkische
Fs. 400 165,00
Gold, Silber und
Panienoten.
20,43
2-Frankea-Stücke
1830
4.18¾
119,50Englische Noten.
20,48
81,40
Französische Noten.
169,25
Kolländische Noten
talilenische Noten .
81,15
85,20
Osterr.-Ungarische Noten
Russische Noten..
Schweiser Noten.::::
81,25
Reichsbank-Diskont .
do. Lombard Zak.::
Tendenz:
Matt.
Handel und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 4. Mai. (Börſe.) Die
Aus=
ungen des Generaldirektors des Phönix, die die
Aus=
färten der Induſtrie für die nahe Zukunft recht ungünſtig
arſtellen, ermutigten die Baiſſiers zu erneuten kräftigen
barſtößen, die bei dem vollſtändigen Mangel der
Kaufer=
hrchten die Kurſe empfindlich drücken mußten. Ausgehend
ſom Montanmarkte, der naturgemäß in erſter Linie in
Nitleidenſchaft gezogen wurde, verbreitete ſich die matte
ktammung auch auf die übrigen Märkte. Auch die
Schiff=
khrrtswerte, welche in den letzten Tagen eine gewiſſe
siderſtandsfähigkeit gezeigt hatten, mußten heute
nach=
leben. Gegenüber der allgemein matten Stimmung
konn=
m die etwas günſtiger lautenden Meldungen, betreffend
ſe merikaniſche Kriſe, nicht zur Geltung kommen. Auch
ie zunehmende Hoffnung auf eine günſtige Erledigung
ler ſchwebenden Tariffrage in Amerika macht auf die Börſe
ſiimen beſonderen Eindruck. Weiter verſtimmte die aus
karis gemeldete Inſolvenz der dortigen Bankfirma
Neufville Fréres. Der Markt ſchließt matt. Am
Kaſſa=
ſtarkt waren meiſt Kursabſchwächungen zu verzeichnen.
ſicdriger notierten u. a. Chemiſche Griesheim 2½,
Weiler=
r Mer 2 Prozent. Daimler auf Realiſationen zirka 10
Prozent, Ediſon 3 Prozent, Schuckert 1¾, Akkumulatoren
zirka 1½ Prozent. Tendenz matt.
Landwirtſchaftliches.
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
markt am 4. Mai. Auftrieb 288 Schweine. Preiſe 1. Qual.
(Schlachtgewicht 50 Kilogramm) 61 Mk., 2. Qual. 60 Mk.,
3. Qual. 59 Mk. Marktverlauf: rege; Ueberſtand.
— Frankfurt a. M., 4. Mai. (
Schlachivieh=
markt.) Amtlicher Bericht. Auftrieb: 1462 Stück
Rin=
der, darunter 594 Ochſen, 76 Bullen, 792 Färſen und Kühe,
424 Kälber, 66 Schafe, 2308 Schweine. Preiſe für 1
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ner Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark: 1.
Rin=
der: A) Ochſen: a) vollfleiſchige, ausgemäſtete höchſten
Schlachtwertes im Alter von 4 bis 7 Jahren 45—50 (81
bis 85), b) junge, fleiſchige, nicht ausgemäſtete und ältere
ausgemäſtete 40—44 (73—80), c) mäßig genährte junge,
gut genährte ältere 33—39 (61—72). B) Bullen: a)
voll=
fleiſchige, ausgewachſene höchſten Schlachtwertes 44—47
(73—78), b) vollfleiſchige, jüngere 37—40 (65—69). C)
Fär=
ſen und Kühe: a) vollfleiſchige, ausgemäſtete Färſen
höch=
ſten Schlachtwertes 41—46 (74—83), b) vollfleiſchige, aus=
gemäſtete Kühe höchſten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren
39—43 (72—77), c) 1. wenig gut entwickelte Färſen 35—40
(67—77), 2. ältere, ausgemäſtete Kühe und wenig gut
ent=
wickelte jüngere Kühe 34—39 (63—72), d) mäßig genährte
Kühe und Färſen 28—33 (56—66), e) gering genährte Kühe
und Färſen 20—24 (46—55). 2. Kälber: a) mittlere Maſt=
und beſte Saugkälber 56—60 (95—102), b) geringere Maſt=
und gute Saugkälber 50—55 (83—91), c) geringe
Saug=
kälber 44—48 (75—81). 3. Schafe: Weidemaſtſchafe:
Maſtlämmer und Maſthämmel 43 (94). 4. Schweine:
a) vollfleiſchige Schweine von 80 bis 100 Kilogramm (160
bis 200 Pfund) Lebendgewicht 46½—49 (61—63), b)
voll=
fleiſchige Schweine unter 80 Kilogramm (160 Pfund)
Lebendgewicht 46—48 (60—62), c) vollfleiſchige von 100
bis 120 Kilogramm (200 bis 240 Pfund) Lebendgewicht
46—49 (60—62) d) vollfleiſchige von 120 bis 150
Kilo=
gramm (240 bis 300 Pfund) Lebendgewicht 46—49 (60—62).
Marktverlauf: Am Rindermarkt flauer Handel und
Ueberſtand, insbeſondere bei Ochſen. Kälber und
Schafe werden bei ruhigem Geſchäft abgeſetzt. Der
Schweinemarkt verlief lebhaft und wird nahezu
aus=
verkauft.
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*11923)
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utes bürg. Mittag= u. Abendeſſen
Ludwigſtraße 10, II. (8676a
tter Privat=Mittagstiſch
G11165tsgo) Landwehrſtr. 11, p.
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Der Ein,
mn 12 verſchiedenen AB0-Ainzeigen erhälteinen,
Satz von 25 ABC-Künſtlermarken von der E.
Fabrik in
Kongreſſe und Verbandstage.
* Trier, 4. Mai. Die Vereine für die
Mo=
ſel=und die Saarkanaliſierung hielten geſtern
hier ihre Delegiertenverſammlung ab, zu der Abgeſandte
aus dem ganzen Intereſſengebiet erſchienen waren. Nach
dem Geſchäftsbericht zählt der Verband jetzt in 189 Orten
5200 Mitglieder. Der Vorſitzende teilte mil, daß der
Ver=
band eine Deputation nach Berlin geſandt habe, welche
mit dem Miniſter und zirka 30 Perlamentariern
Rück=
ſprache genommen hätte. Die Hauptredner waren
Land=
tagsabgeordneter Donnevert=Metz und Oberpoſtaſſiſtent
Hutſch=Metz. Die beiden betonten, daß der mit der
Kana=
liſierung erſtrebte Anſchluß der Reichslande in hohem
Maße auch den wirtſchaftlichen Anſchluß an Altdeutſchland
zur Folge haben werde. Dann folgte eine längere
Dis=
kuſſion, in der ſich ſämtliche Redner energiſch für die
Kana=
liſierung ausſprachen. Schließlich wurde eine entſprechende
Reſolution angenommen.
Turnen, Spiele und Sport.
* Fußball. Darmſtädter Sportklub 1905
(E. V.). Seit der Begegnung mit der Marinemannſchaft
wird der Darmſtädter Sportklub 1905 am kommenden
Sonntag zum erſtenmal wieder auf ſeinem eigenen
Sport=
platz am alten Schießhaus ein Wettſpiel zum Austrag
bringen. Er hat ſich hierzu die 1. Mannſchaft des
Fuß=
ballklubs 1899=Offenbach auserwählt und in dieſer
Mann=
ſchaft einen wirklich ſtarken Gegner eingeladen.
sr. Pferde=Rennen. Hannover. Verdener Jagd=
Rennen; Ehrenpreis und 1800 Mark, Diſtanz 3200 Meter,
1. Fürſt Hohenlohe=Oehringens Simandl (Lt. v. Platen,
Huſ.), 2. Werdelicht (Lt. Graf Holck), 3. Nirwana (Lt. Frhr.
v. d. Tann). Tot. 20110, Pl. 11, 11, 13:10. Unpl.:
Hecken=
roſe (4), Devil, Oceana, Portier, Hallo I, Sportkönig.
Leicht ½ Lg. — Preis vom Georgengarten; 2800 Mark,
Diſtanz 3600 Meter: 1. Herrn Wortmanns Wahn (A.
Reith), 2. Droma (Stübing), 3. Country Couſin (Lufta).
Tot. 18:10, Pl. 11, 11:10. Unpl.: Amarillis. 1½—½ Lg.
— Preis von Herrenhauſen; Ehrenpreis und 1500 Mark,
Diſtanz 1800 Meter: 1. Herrn H. Haspergs Poyſton (Lt.
Graf Holck), 2. Divers Sounds (Lt. v. Zobel), 3. Jota
(Lt. de Oſa). Tot. 14:10, Pl. 13, 20, 37110. Unpl.: Top
Twig, Maſter Mac, Cody, Decima. Sicher 2—4—2 Lg.
— Heyden=Linden=Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 10000
Mark, Diſtanz 4200 Meter: 1. Lt. v. Haines Yamethen (Lt.
v. Platen, Huſ.), 2. Diamond Hill (Holck), 3. Ibyeus (Lt.
Frhr. v. Wangenheim). Tot. 58110, Pl. 16, 13, 27110.
Unpl.: Freude (4), Coral Wave (gef.), Böske (gef.),
Titi II (gef.). Sicher 1—6—2 Lg. — Preis von
Wald=
hauſen, 7000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Herren Beyer
und Schmeiſſers Coup d’oeil (A. Reith), 2. Almanſur
(Dyhr), 3. Joris (Buſch). Tot. 30:10, Pl. 15, 14110. Unpl.:
Robinſtown (4), Mitron, Hernani. Sehr leicht 4—2 Lg.
— Brandenburger Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 2500
Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Lt. Kamlahs Myman (Lt.
v. Moſch), 2. Kirkville (Lt. v. Roden). Tot. 26:10, Pl. 16,
19110. Unpl.: Lady Scholar (gef.). Kampf, Kopf-2 Lg.
— Mai=Hürden=Rennen; 3000 Mark, Diſtanz 3200 Meter:
1. Herrn S. Schmitts Rapp (Gerzais), 2. Frieda
(Thalecke), 3. Bumper (Cavello). Tot. 18:10, Pl. 14, 22:10.
Unpl.: Aeolian Collar, Saint Crona, Antimone (gef.).
Leicht ¾—5 Lg.
Mannheim. Heidelberger Jagd=Rennen; 4000
Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Lt. Dietzſchs Courage
(Beſ.), 2. Shannon Lad (Lt. Frhr. v. Berchein), 3.
Spa=
niſh Galleon (Rttm. Graf Hardenberg). Tot. 56:10, Pl.
20, 17, 46:10. Unpl.: Martin, Chuzzlewit, Wiſe Tom,
Mount Coots, Sunbath. Sicher 1 Lg.-Hals. —
Offi=
zier=Hürden=Rennen; Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz
2500 Meter: 1. Lt. Hallſtröms M. P. (Beſ.), 2. Hardriding
Dick (Lt. Frhr. v. Berchem), 3. Pulver (Lt. v. Moßner).
Tot. 72:10, Pl. 32, 20:10. Unpl.: Halley (ausgebr.), O‟ Du
(ſteh. gebl.). Leicht 2 Lg.-Weile. — Roſengarten=
Flach=
rennen; 3500 Mark, Diſtanz 2500 Meter: 1. Herrn v.
Dietzes Preſton (Lt. Frhr. v. Berchem), 2. Argile (Herr
v. Schilgen), 3. Niſſa (Lt. v. Moßner). Tot. 27110. Drei
liefen. Leicht 1—6 Lg. — Preis vom Rhein; 14500 Mark,
Diſtanz 4000 Meter: 1. Herrn v. Bennigſens Nicht doch
(Lt. Erbprinz zu Bentheim), 2. Polia (Lt. Frhr. v.
Ber=
chem), 3. Erbſchaft (Lt. v. Moßner). Tot. 35:10, Pl. 20,
16:10. Unpl.: Abſage, Quo vadis, Sara. Leicht Hals
bis 2 Lg. — Waldhof=Jagd=Rennen: 5000 Mark, Diſtanz
3500 Meter: 1. Lt. v. Bonnets Indubio (Beſ.), 2. Succurs
(Lt. v. Berchem), 3. Flor Fina (Herr Ropelar). Tot. 18110,
Pl. 13, 14:10. Unpl.: Vendetta (gef.), Florika (gef.).
Ueberlegen 2—6 Lg. — Preis vom Neckar; 6000 Mark,
Diſtanz 3800 Meter: 1. Rittmeiſter Dunklenbergs Copley
(Lt. Frhr. v. Bonnet), 2. Brodekin (Lt. v. Moßner). Tot.
17:10. Zwei liefen. Leicht 3 Lg.
Dresden. Preis von Gommern; 2500 Mark, Diſtanz
1600 Meter: 1. Herrn Th. v. Weſternhagens Lampadroma
(Bleuler), 2. Coracle (H. Teichmann), 3. Sturmbraut
(A. Plüſchke). Tot. 121:10, Pl. 30, 16:10. Unpl.: Wiſe,
Fiſh, Black River, Saint Brede. Sicher ¾—1½—2 Lg.
— Preis von Lindenau; 2700 Mark, Diſtanz 3500 Meter:
1. Lt. M. v. Boxbergs Flittergold (Lt. v. Herder), 2. Bora
(Lt. Krüger, 3. Schwärmerin (Lt. v. Becken). Tot. 19110,
Pl. 11, 11110. Unpl.: Melton Pet, Halli Hallo. Kampf,
Kopf-6½ Lg. — Jubiläums=Handikap; Ehrenpreis und
5000 Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Herrn Orbergs
Cha=
teauguay (H. Teichmann), 2. Jasmin (Wedgewood),
3. Sigismund (Blades). Tot. 18:10, Pl. 13, 18, 22:10.
Unpl.: Melfray, Nettle, Cerelo, Germania I, Munſter,
Rama, Salvator, Adelheid. Sehr ſicher 3—2—1½ Lg.
Preis von Dohna; Ehrenpreis und 3200 Mark, Diſtanz
4000 Meter: 1. Herrn A. Brucks Faux Pas II (Hauptm.
Quaas), 2. Diadem (Lt. Krüger), 3. Bulawajo (Lt. v.
Her=
der). Tot. 47110, Pl. 22, 14:10. Drei liefen. Ueberlegen,
Weile-2 Lg. — Sächſiſcher Staatspreis; 10000 Mark,
Diſtanz 1600 Meter: 1. Herrn E. v. Bennigſens
Kupfer=
nagel (Kennedy), 2. Pfeil (Blades), 3. Granada (
Garri=
gan). Tot. 43:10, Pl. 20, 19110. Unpl.: Mon Deſir. Leicht
2—¾4—2 Lg. — Mai=Flachhandikap: 5500 Mark, Diſtanz
1400 Meter: 1. Geſtüt Ronalkwitzs Pfalzgraf (Schiemann),
2. Reichsritter (W. Plüſchke), 3. Ortrecht (Blume). Tot.
57110, Pl. 15, 22:10. Unpl.: Mansfield (4), Gaboriau,
Faſt, Felſenburg, Panna, Adamant, Borchhorſt, Peri.
Kampf, Hals-totes Rennen-Kopf.
Ludwigsluſt. Pokal von Hamburg: 1. Jungchen
(Lt. v. Egan=Krieger), 2. Marokko (Lt. v. Keller), 3. Garbe
(Lt. Braune). Tot. 45:10, Pl. 12, 12, 15:10. Unpl.: Oſteria,
Erfinder, Jubilans, Ordnung, Oberon, Samhara, Panna.
1—1 Lg. — Arnim=Memorial: 1. Schlagwerk (Beſ.),
2. Freifahrt (Lt. v. Egan=Krieger), 3. Sumatra (Lt.
Braune). Tot. 20110. Drei liefen. 3—10 Lg. —
Mecklen=
burgiſches Jagd=Rennen: 1. Delaware (Lt. v. Mitzlaff),
2. Snowdons Knight (Lt. Braune), 3. Moon Fac (Lt.
Keller). Tot. 54:10, Pl. 19, 15:10. Unpl.: Tenaqua,
Queens Flight. 2—1 Lg. — Preis vom Palais: 1.
Re=
publican (Lt. v. Egan=Krieger), 2. Edelfrau, 3. Tyatagan.
Tot. 17110, Pl. 14, 19110. Unpl.: Meagher (gef.),
Stech=
ginſter, Lutz. 2—2 Lg. — Forſthof=Jagd=Rennen: 1. Imker
(Beſ.), 2. Inſtruktor (Lt. v. Egan=Krieger), 3. Kozak (Lt.
v. Oertzen). Tot. 33:10, Pl. 11. 11110. Unpl.: Harriet,
Sa=
tan. ½—4 Lg. — Herzogin Marie=Jagd=Rennen: 1. Nena
Sahib (Beſ.), 2. Hunding, 3. Bordun. Tot. 22110, Pl. 16,
18:10. Unpl.: Theuda, Cobden.
Hoppegarten. Eröffnungs=Rennen. 5000 Mark,
Diſtanz 1600 Meter: 1. Kgl. Hauptgeſtüt Graditz”
Wald=
teufel (Winter), 2. Mondſtein (Olejnik), —3. Carino (W.
Smith), ——3. Komet (Raſtenberger). Tot. 14:10, Pl. 12,
24, 11, 7110. Unpl.: Ex eſt, Hochdruck, Balkan, Lamaneur,
Optimus. Ueberlegen 1½—2—Totes Rennen. — Preis
von Dahlwitz. 5000 Mark. Diſtanz 1200 Meter: 1. Graf
Seidlitz Sandretzkys Inder (J. Lane), 2. Alabama (
Ar=
chibald), 3. Vinzi (Shurgold). Tot. 29:10, Pl. 13, 13, 17.10,
Unpl.: Coſimo (4), Judith, Lepidus, Schlauberger,
Schatz=
gräber, Centaur. Kampf Kopf—3—3 Lg. — Großes
Hoppe=
gartener Handikap. 13000 Mark. Diſtanz 1600 Meter:
1. Hrn. R. Haniels Rheingau (F. Lane), 2. Rien ne va plus
(Archibald), 3. Nachtſchatten (Slade). Tot. 50110, Pl. 18,
17, 17110. Unpl.: L’Amour (4), Venetia, Kröſus,
Reichs=
anwalt, Taftjoy. Cair, Bismarck, Gernot, Juwel, Ortler,
Chutbeth. Sicher Hals—½—1½ Lg. — 1. Klaſſen=
Erſatz=
preis. 5000 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. R. Haniels
Talmi (Archibald), 2. Cyanit (Winter) 3. Leonidas (
Shat=
well). Tot. 33:10. Pl. 12. 12:10. Unpl.: Noteleß (4),
Lich=
terloh. Sicher ½——½ Lg. — Konſul=Rennen. 3800
Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Hrn. P. Stübers Vera (
Shat=
well), 2. Ruth (Archibald),,3. Drakon (Shurgold). Tot.
46:10. Pl. 16. 24, 16:10. Unpl.: Königsleutnant. Mut,
Seanette. Poſeidon, Gavotte, Calvin. Riga, Julius Cäſar,
Süße Nixe, Quagga, Vide, Luſtige 7. Leicht ¾—2½ Lg.
— Sperber=Rennen. 5000 Mark. Diſtanz 1600 Meter: 1.
Hrn. Balduins Mormone (Davies), 2. Magna (Olejnik),
3. Jeune fille (Mac Dermot). Tot. 18:10, Pl. 11, 12. 18:10.
Unpl.: Herzeleid (4), Verbrecher, Mare Aurelius, Moet.
Leicht 3—2—4 Lg. — Golf=Rennen. 5000 Mark. Diſtanz
1400 Metſer: 1. Hrn. R. Haniels Orinoco (Archibald), 2.
Goltz (Raſtenberger), 3. Marathon (Olejnik). Tot 25110,
Pl. 14, 20. 103:10. Unpl.: Baſalt II (4) Donners, Bruder,
Wad, Proſit, Gardeſtern, Catena, Oceana, Seeadler.
Sicher 1—Hals-2½ Lg.
sr. Diſtanz=Ritt Königsberg-Konſtantinopel. Herr
v. Simpſon hat auf ſeinem Diſtanzritt, der von
Königs=
berg bis nach Konſtantinopel führen ſoll, als letzte deutſche
Station Ratibor paſſiert und befindet ſich jetzt auf
öſter=
reichiſchem Gebiet in Teſchen. Auf dem Weg von Ratibor
nach Teſchen geriet der Reiter, der jetzt wieder auf „
Ma=
riano” im Sattel iſt, beim Ueberſchreiten eines Fluſſes in
einen Moraſt, der dem Pferde bis zum Bauche reichte.
Mit Hilfe mehrerer Arbeiter mußte das Pferd aus ſeiner
unbequemen Lage befreit werden. Am Montag will Herr
v Simpſon ſeinen Ritt weiter fortſetzen. Als nächſte
Sta=
tion iſt Peſt vorgeſehen. Während des Rittes von
Oder=
berg nach Breslau benützte Herr v. Simpſon ein
Aushilfs=
pferd das er hinter Breslau durch Mariano erſetzen konnte.
sr Radrennen. Berliner Olympiaparkbahn.
Mai=Preis, 100 Kilometer: 1. Stellbrink, 1 Std 17 Min.
6 Sek.; 2. Linart, 1.17.56; 3. Saldow, 1.24:16; 4. Parent,
14 Runden zurück. Appelhans gegen Schluß auf. —
Deutſch=franzöſiſches Match: I. Lauf: 1. Hourlier, 2. Meyer,
3. Peter, 4. Jacquelin, ½—1 Lg. — II. Lauf: 1. Hourlier,
2. Meyer, 3. Peter, 4. Jacquelin, ½—1 Lg. — III. Lauf:
1. Hourlier, 2. Peter, 3. Meyer, 4. Jacquelin, ½ Lg.
Geſamtreſultat: 1. Hourlier, 2. Meyer, 3. Peter, 4.
Jacque=
lin. — Zweiſitzerfahren: 1. Rudel=Kudela, 2. Tadewald=
Carapezzi. ¾ Lg., 3. Kops=K. Müller. — Prämienfahren:
1. Leutert, 2. P. Schulz. 3. Keil.
Vermiſchtes.
** Delphine im Zoologiſchen Garten. Der Tierfreund,
der in den großen Zoologiſchen Gärten und Aquarien
Europas und Amerikas auch nach dem Delphin, der
Gegen=
ſtand ſo vieler Sagen und Legenden geworden iſt, Ausſchau
hält, wird überall eine Enttäuſchung erleben: bisher ſind
die Verſuche, dieſe Fiſche in der Gefangenſchaft zu halten,
ſtets an den großen Schwierigkeiten geſcheitert, die ſich dem
Transport, der Unterbringung und der Pflege
entgegen=
ſtellen. Eine Zeitlang, Mitte der 70er Jahre, konnte man
zwar im Aquarium von Brighton einen Delphin ſehzen
und Ende der 70er Jahre im Londoner Weſtminſter=
Aquarium ſogar einen kleinen weißen Wal, aber ſchon bei
der Einlieferung befanden ſich die Tiere in einem mehr
oder minder hoffnungsloſen Zuſtand und gingen
aus=
nahmslos nach wenigen Tagen oder Wochen ein. Nun
hat der Direktor des Neu=Yorker Aquariums zum erſten
Mal in größerem Maßſtabe und unter Anwendung aller
erreichbarer Hilfsmittel den Verſuch unternommen,
Del=
phine im Aquarium gleichſam zu alklimatiſieren. In den
Bulletins der Neu=Yorker Zoologiſchen Geſellſchaft
berich=
tet C. H. Townſend über den bisherigen Verlauf dieſer
intereſſanten Experimente. Sie wurden mit
amerikani=
ſchen Delphinen, mit den Turſiops turſio unternommen,
der dem Delphin des Mittelmeeres, den Delphinus delphis,
nahe verwandt iſt, nur daß der Turſiops turſio ſtärkere
Zahnung und ein anders geformtes Maul beſitzt. Die
Fiſche dieſer Art erreichen eine Länge von 3 Meter, ein
Exemplar wies ſogar 4 Meter auf. Die Leitung des Neu=
Yorker Aquariums ſetzte ſich nun mit den großen
ameri=
kaniſchen Delphinfiſchereien in der Gegend des Kap
Hat=
teras in Verbindung. Die größten Schwierigkeiten
be=
reitete der Transport der Fiſche. Nach verſchiedenen
er=
folgloſen Verſuchen gelang es ſchließlich, zwei Delphine
lebend nach Neu=York zu bringen, wo ſie in dem großen
über 2 Meter tiefen und etwa 12 Meter Durchmeſſer
auf=
weiſenden Salzwaſſerbaſſin des Aquariums ausgeſetzt
wurden. Allein auf dem Transport waren die Fiſche
er=
krankt, weil das Waſſer in den Beförderungsbehältern zu
warm geworden war; ſie vermochten ſich nicht mehr zu
erholen und gingen nach einigen Wochen ein. Im
ver=
gangenen November reiſte nun der Direktor des
Aqua=
riums nach dem Kap Hatteras, um den Fang und den
Transport der Delphine perſönlich zu überwachen. Vier
halbgewachſene und fünf ausgewachfene Delphine wurden
nach Neu=York übergeführt. Die jüngeren Tiere waren im
Baſſin zu unruhig, daß ſie immer wieder den Kopf am
Mauerrand verletzten und bald eingingen; die fünf
Aus=
gewachſenen aber nahmen ihre Gefangenſchaft ruhiger hin
und leben nunmehr ſeit 3½ Monaten in dem Aquarium,
wo ſie das Leben und Treiben ihrer freien Genoſſen vom
Meere nachahmen. In den erſten Tagen verſuchten die
Fiſche es zwar mit einem „Hungerſtreik” nach Verlauf
einer Woche aber nahmen ſie lebende Fiſche zu ſich, und
nachdem ſie ſich entſchloſſen hatten, überhaupt zu freſſen,
war es nicht ſchwer, ſie auch an die Ernährung durch tote
Fiſche zu gewöhnen. Sie erhalten täglich 80—90 Pfund
Fiſche, ſo daß die Erhaltung der Delphine teuer iſt.
* Heſſiſche Erfinder. (Mitgeteilt von Dipl.=Ing.
Kle=
mens Herszberg u. Co., Patent= und Ingenieur=Bureau,
Darmſtadt, Rheinſtr. 19.) Patent=Anmeldung:
21a Sch. 41138. Vorrichtung zur ſtetigen Aenderung
der Selbſtinduktion eines Schwingungskreiſes. Georg
Schieferſtein, Lich (Oberheſſen), 28. 5. 12. Priorität aus
der Anmeldung in Frankreich vom 30. 5. 1911 anerkannt.
Patent=Erteilungen: 12g 274350. Verfahren
zur Darſtellung von Alkyloxaryl=, Dialkyloxyaryl= und
Alkylendioxyarylaminopropanen bezw. deren am Stickſtoff
monoalkylierten Derivaten. Fa. E. Merck, Darmſtadt,
24. 12. 12. M. 49 947. — 42f 274 429.
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tung mit Zähler. Karl Schenck, Eiſengießerei und
Ma=
ſchinenfabrik, Darmſtadt. G. m. b. H., Darmſtadt. 25. 10.
13. Sch. 45 162. — 45c 274307. Kartoffelerntemaſchine
mit ſeitlichem Laufrad, einem Schar zum Abſchneiden des
Kartoffelkrautes und einem Schar zum Ausheben der
Kar=
toffeln in eine auf dem Boden laufende Siebtrommel.
Georg Wilhelm Dietrich II., Groß=Zimmern bei
Darm=
ſtadt. 30. 10. 12. D. 27790. Gebrauchsmuſter=
Erteilungen: 20e 599470. Sicherheitskuppelung für
Eiſenbahnwagen. Wilhelm Karl Gunſchmann, Darmſtadt,
Zimmerſtr. 5. 1. 4. 14. G. 36 238. — 34c 599 348.
Küchen=
geſchirr=Reiniger mit Lappenhalter und verſtellbarem
Scheurer. Margarekhe Reuther geb Bergner, Darmſtadt,
Kranichſteiner Straße 1. 3. 3. 14. R. 38 994.
Die erschlaffte und müde Hauf
Das Stück 50 Pfg)
3 Stück M 1.40
verlangt eine wohltuende und sorgfältige Pfege, die dieses Uebel beseitigt.
Karton zu 1 Dutzend M 5.50.
Durch rationelle Anwendung einer erstklassigen, guten Toilette-Seife wie
Karton zu 3 Dutzend M 16.20
die ges. gesch. "Lecina-Seife kann nach kurzer Zeit durch
tägliche Bäder und Waschungen viel erreicht werden.
Lecina-Seife reinigt die Haut gründlich und öffnet die
Alleiniger Fabrikant:
Poren. Das in ihr enthaltene "Lecithin hat die charakteri-
Ferd. Mülhens
stische Eigenschaft, die Haut-Nerven und-Gefässe stets zu
Glockengasse 777)k
neuer, intensiver Tätigkeit anzuspornen, was einen reinen
Köln a. Rh.
Teint und eine zarte, weiche Haut zur Folge hat.
Für die täglichen Bäder und Waschungen sollte daher Lecina-Seife’ in keinem Hause
(Gegr. 1792).
fehlen. Da zahlreiche Nachahmungen und minderwertige Erzeugnisse auf dem Markt
Eich befinden, achte man beim Kauf genau auf den ges. gesch. Namen Lecina „
Sehlayeh