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177. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 36 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Reichstag erledigte geſtern Anfragen, ſodann
wurden der ſogen. „Titanic”=Vertrag, das Geſetz, betr.
Statiſtik über die Getreidevorräte und betr. die
ge=
meinſamen Rechte der Beſitzer von
Schuldverſchreibun=
gen, in allen drei Leſungen en bloc angenommen.
Der neue Statthalter der Reichslande v. Dallwitz iſt
geſtern in Straßburg eingetroffen.
Geſtern vormittag ereignete ſich bei Nieder=
Saul=
heim ein ſchweres Eiſenbahnunglück, bei dem
§ Perſonen getötet und 5 ſchwer verletzt
wurden.
Der Appellationshof in Perm verurteilte die
deutſchen Luftſchiffer Berliner, Haaſe und
Ni=
kolai zu 6 Monaten Einzelhaft.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Der Beſuch des Prinzen Heinrich
in Braſilien.
* Der Beſuch des Prinzenpaares
Hein=
rich hat in Braſilien den allerbeſten Eindruck
ge=
macht und ſehr angenehm berührt. Aus den überaus
ſchmeichelhaften Aeußerungen der braſilianiſchen
Zeitun=
gen iſt das beſonders gut zu erſehen. Journal do
Com=
mercio, das bedeutendſte braſilianiſche Blatt, ſchrieb unter
anderem: „Der Beſuch des Prinzen iſt für uns ehrenvoll
und angenehm. Ehrenvoll, weil Prinz Heinrich eine der
hervorragendſten Perſönlichkeiten ſeines großen und
ruhm=
reichen Vaterlandes iſt, angenehm, weil durch den Beſuch
die überlieferte aufrichtige Freundſchaft, welche beide
Län=
der verbindet, dadurch noch mehr befeſtigt wird. Prinz
Heinrich kommt nicht auf einem Kriegsſchiff, ſondern, ſehr
bezeichnend für den deutſchen Handelsverkehr, mit einem
Dampfer einer der großen deutſchen Dampfergeſellſchaften.
Die Handelsbeziehungen zwiſchen beiden Ländern ſind
außerordentlich lebhaft und nehmen von Jahr zu Jahr
bedeutend zu. Es iſt nicht nötig, in den von den
deut=
ſchen Einwanderern bevorzugten Staaten Rio Grande,
St. Catarina und Parana die Beweiſe für die Tüchtigkeit
und zähe Ausdauer der Deutſchen zu ſuchen; hier ſelbſt
fällt ihre intelligente und tatkräftige Mitarbeit an der
Entwickelung unſeres Handels und der Induſtrie ſofort
ins Auge. Braſilien führte 1902 von Deutſchland Waren
im Werte von rund 53 Millionen Mark ein. Zehn Jahre
ſpäter betrug die Einfuhr aber rund 218 Millionen. Die
Ausfuhr Braſiliens nach Deutſchland iſt im gleichen
Ver=
hältnis geſtiegen. Es beſtehen aber nicht nur
wirtſchaft=
liche Beziehungen zwiſchen den beiden Ländern.
Deutſch=
land iſt nicht, wie viele glauben, nur eine Handelsnation
und ein Volk in Waffen. Es iſt auch ein Sammelpunkt
lebhafter wiſſenſchaftlicher Tätigkeit, ein Mittelpunkt der
Künſte und Wiſſenſchaften. Die deutſche Literatur iſt in
Braſilien wohlbekannt, nicht nur die Dichtung, ſondern
auch die wiſſenſchaftlichen Werke in Philoſophie, in
Rechts=
wiſſenſchaft und ganz beſonders in der Medizin. In
Braſilien werden ſowohl Schiller, Goethe, Uhland und
Klopſtock geleſen, als auch Kant und viele andere. Die
Fortſchritte der deutſchen Therapie und Chirurgie ſind
uns wohl bekannt, und die deutſchen Tondichter haben
hier ebenſo große Bewunderer wie dort. Aus allen dieſen
Gründen iſt uns der Beſuch des Prinzen Heinrich
beſon=
ders angenehm, und wir ſchließen uns der freudigen
Be=
geiſterung, mit der die deutſche Kolonie ihn empfängt,
aufrichtig an.”
Um die Konkurrenzklauſel.
** Das Schickſal des Konkurrenzklauſel=
Geſetzes erſcheint auch jetzt nach der Oſterpauſe des
Reichstags vorerſt noch recht ungeklärt. Ueber die
Stel=
lung der Fraktionen zu den letzten Bedingungen der
Re=
gierung iſt noch nichts bekannt geworden. Wenn die
Zu=
nächſtbeteiligten, die Handlungsgehilfen, bisher noch
zögerten, ſich mit der durch die Erklärungen des
Staats=
ſekretärs Dr. Lisco gegebenen Sachlage abzufinden, ſo
mag das auf die Erwartung zurückzuführen ſein, daß es
in letzter Stunde doch noch gelingen möge, die Regierung
wenigſtens noch zum Verzicht auf eine ihrer Bedingungen,
die Aufnahme der Erfüllungsklage, zu bewegen.
Wie man uns aus Handlungsgehilfenkreiſen ſchreibt,
lehnen der Zentralverband, die Buchhandlungsgehilfen
und der Allgemeine Verband der Bankbeamten das Geſetz
ab. Der Verband deutſcher Handlungsgehilfen zu Leipzig
will, wie aus Zeitungsmitteilungen zu entnehmen iſt, das
Geſetz trotz der auch von ihm zugegebenen Verbeſſerungen
ſcheitern laſſen angeſichts der Tatſache, daß eine
Rechtsver=
ſchlechterung Platz greiſt inſofern, als der Prinzipal beim
Inkrafttreten der neuen Vorlage wählen kann zwiſchen der
Zahlung einer Vertragsſtrafe oder der Erfüllung. Der
Leipziger Verband hält dieſe Rechtsverſchlechterung für ſo
bedeutend, daß er es nicht glaubt verantworten zu können,
die Verbeſſerungen, welche die Vorlage bietet, annehmen
zu können. Der Verein für Handlungskommis von 1858
hat auf ſeiner Hauptverſammlung am 25. April beſchloſſen,
die Verwaltung auf ihr Erſuchen zu ermächtigen, dem
Geſetz zuzuſtimmen, vorausgeſetzt, daß die bürgerlichen
Parteien des Reichstages keinen Zweifel darüber laſſen
werden, daß, wenn die Beſtimmungen des Geſetzes von
den Prinzipalen durch geheime Konkurrenzklauſeln
um=
gangen oder unmöglich gemacht werden ſollten, ſie
ihrer=
ſeits ſofort die Initiative ergreifen würden, um durch
eine Regelung auf geſetzlichem Wege die geheimen Abreden
unmöglich zu machen. Ferner müßte bei der Zuſtimmung
zu der Vorlage vorausgeſetzt werden, daß für diejenigen
Handlungsgehilfen, die nach § 75b infolge ihrer Tätigkeit
außerhalb Europas oder weil ſie ein Gehalt von über
8000 Mark beziehen, unbegrenzt einer Konkurrenzklauſel
unterworfen werden können, das jetzt beſtehende Recht
des Handelsgeſetzbuches aufrecht erhalten bleibt. Dieſe
Forderung entſpreche durchaus den Gedankengängen der
Reichsregierung, die ja nur deshalb das beſtehende, für
die Handlungsgehilfen günſtige Recht aufhebe, weil den
Handlungsgehilfen mit Konkurrenzklauſeln eine
Entſchä=
digung für die Zeit der Gültigkeit des
Wettbewerbsver=
bots gewährt wird. Für diejenigen Handlungsgehilfen
aber, die nach Ueberſee gehen oder über 8000 Mark
Ge=
halt beziehen, falle die Entſchädigung nach § 75b fort, und
deshalb müſſe für dieſe auch die Verſchlechterung des
Rechtszuſtandes unmöglich gemacht werden.
Es ſei zu hoffen, daß ſowohl der Reichstag als auch
die verbündeten Regierungen dieſen beiden Bedingungen
noch zuſtimmen werden und dann dadurch eine Regelung
der Wettbewerbsabrede gefunden wird, für welche die
großen Handlungsgehilfenverbände verantwortlich
einzu=
treten bereit ſeien. Insbeſondere dürfe erwartet werden,
daß alle Agitationsgeſichtspunkte ſchwinden und die
immerhin vorhandenen Vorteile anerkannt werden. Als
ſelbſtverſtändlich müſſe natürlich gelten, daß nach der
An=
nahme des Geſetzes auch noch die Möglichkeit beſtehe,
Verbeſſerungen zu erringen. Durch Erfüllung der beiden
erwähnten Vorausſetzungen werde der Reichstag ſich den
Dank einer großen Zahl von Handlungsgehilfen
erwer=
ben, nachdem ja ſeitens der Reichsregierung vorerſt nicht
mehr zu erlangen geweſen ſei.
Deutſches Reich.
— Der Bundesrat und das
Jeſuiten=
geſetz. Die Berl. N. Nachrichten ſchreiben aus Berlin:
Eine hieſige Korreſpondenz hatte vor einigen Tagen im
Anſchluß an die Erörterung des Jeſuitengeſetzes im
badi=
ſchen Landtage zu wiſſen behauptet, daß der Bundesrat
ſich in abſehbarer Zeit nicht erneut mit der Jeſuitenfrage
beſchäftigen werde. Dieſe in mehrere Blätter
übergegan=
gene Notiz hat beſonderen Anſtoß bei der Köln. Volksztg.
erregt. Zumal um deswillen, weil ſie darin mit Rückſicht
auf die Herkunft eine offiziöſe Auslaſſung zu erblicken
glaubte. Demgegenüber ſind wir in der Lage,
feſtzu=
ſtellen, daß die in Frage kommende Nachrichtenſtelle nicht
autoriſiert war, irgendwelche Erklärung über die Haltung
des Bundesrats in der Jeſuitenfrage abzugeben, und daß
die von der Köln. Volksztg. mit Mißfallen aufgenommene
Nachricht überdies den Tatſachen nicht entſpricht. Es
ver=
ſteht ſich von ſelbſt, daß der Bundesrat zu den Beſchlüſſen
des Reichstags zum Jeſuitengeſetz Stellung nehmen wird.
Wann dies geſchehen kann, hängt lediglich von der
Ge=
ſchäftslage des Bundesrats ab, die, wie alle Welt weiß,
zurzeit keine günſtige iſt. Eine ganz andere Frage, über
die es im gegenwärtigen Augenblick müßig iſt, ſich in
Ver=
mutungen zu ergehen, iſt die, in welchem Sinne die
Ent=
ſcheidung des Bundesrats ausfallen wird.
— Schatzſekretär Kühn über den
Wehr=
beitrag. Wie die National=Zeitung mitteilt, hat der
Staatsſekretär des Reichsſchatzemts, Kühn, einem ihrer
Mitarbeiter über die Erträge des Wehrbeitrages folgende
Erklärung gegeben:
Die Mitteilungen, daß die Ergebniſſe der Wehrſteuer
bereits fertig vorliegen, ſind irrig. Es iſt möglich, daß in
einigen kleineren Bundesſtaaten die diesbezüglichen
Ar=
beiten bald zum Abſchluſſe gelangen werden, bisher aber
ſind im Reichsſchatzamte Mitteilungen über teilweiſe
Er=
gebniſſe nicht eingelaufen, auch eine Geſamtüberſicht kann
alſo demgemäß nicht aufgeſtellt werden. Es iſt aus dieſem
Grunde vorläufig kein Anlaß vorhanden, davon zu
ſpre=
chen, daß die Erträgniſſe des Wehrbeitrages die
Schätzun=
gen übertreffen. Sollte dies der Fall ſein, ſo iſt für eine
ſolche Möglichkeit im Paragraph 69 des
Wehrbeitragsge=
ſetzes vorgeſehen; wenn alſo nach dem Voranſchlage für
das Jahr 1915 die Einnahmen aus dem Wehrbeitrag die
Ausgaben, zu deren Deckung ſie beſtimmt ſind, überſchreiten,
iſt der Mehrbetrag zur Kürzung des letzten Drittels des
Wehrbeitrags nach Maßgabe des Reichshaushaltsgeſetzes
bereitzuſtellen. Es iſt alſo nicht ausgeſchloſſen, daß dam
die dritte Rate gekürzt wird. Was endlich die
Beitrags=
leiſtung von Ausländern anbetrifft, ſo ſteht die
Reichs=
regierung auf dem Standpunkte, daß das Geſetz gegen
vertragliche Beſtimmungen mit: auswärtigen Staten
nicht verſtößt. Von diplomatiſchen Vorſtellungen, die in
dieſer Sache gemacht worden ſein ſollen, iſt mir nichts
be=
kannt.
— Die Kaiſermanöver. Wie der Frankfurter
Kleinen Preſſe aus Bad Homburg gemeldet wird, ſteht es
nunmehr feſt, daß während der Kaiſermanöver das
kaiſer=
liche Hauptquartier im Homburger Schloß ſich befinden
wird. Amtliche Kreiſe haben die Meldung nunmehr
be=
ſtätigt. Die Vorarbeiten für den kaiſerlichen Aufenthalt
werden im Schloſſe mit großem Eifer betrieben.
Aus den Kolonien.
Ueber die Entwicklung der
Landwirr=
ſchaftsbank für Deutſch=Südweſtafrika
wird in einer dem Reichstage zugegangenen Denkſchrift
folgendes ausgeführt: Die Darlehnsbedingungen, mit
denen die Bank arbeitet, ſind den afrikaniſchen
Verhält=
niſſen angepaßt worden, der Zinsſatz beträgt 6 v. H. Die
Inanſpruchnahme der Bank iſt bis jetzt recht lebhaft
ge=
weſen. Auf Grund von Gutachten der 42 ehrenamtlich
angeſtellten Schätzer ſind von den 145 beantragten
Dar=
lehen in Höhe von 4800000 Mark 66 Darlehen in Höhe
von 2088 800 Mark zugeſagt worden. Am meiſten in
An=
ſpruch genommen wird die Bank von den Farmern aus
der Mitte und dem Norden der Kolonie. Die
beanſpruch=
ten Darlehen ſollen größtenteils zur Ablöſung beſtehender
Hypotheken dienen. Nur etwa 25 v. H. ſind zu kleineren
Meliorationen und zur Beſtockung von Farmen beſtimmt.
Daß aber auch für Meliorationen weſentliches Intereſſe
beſteht, zeigt die Tatſache, daß auf Anfrage der Regierung
ſich bereits über 200 Intereſſenten mit dem Geſuch um
Aufſtellung von Dammbauprojekten für ihre Farmen
ge=
meldet haben. In Omaruru ſoll eine Genoſſenſchaftsbank
ſpäter errichtet werden.
Anſiedlungen in Südweſtafrika. Aus
dem Siegerlande iſt in den letzten Jahren eine ganze
An=
zahl Bergleute nach Südweſtafrika ausgewandert, um in
den dortigen Gruben lohnende Beſchäftigung zu finden.
Zum Teil haben die Leute ſpäter ihre Familien
nach=
kommen laſſen. Nach neueren Nachrichten haben ſich viele
der Familien in der Kolonie jetzt ſeßhaft gemacht, indem
ſie ſich Farmen gekauft haben, die ſie jetzt bewirtſchaften.
Der Siegerländer Bergmann iſt von Jugend auf mit der
Landwirtſchaft vertraut, da jede Bergmannsfamilie auf
eigenem Beſitz eine kleinbäuerliche Wirtſchaft betreibt.
Ausland.
Geſterreich=Ungarn.
Im Heeresausſchuß der ungariſchen
Delegation hielt der Kriegsminiſter v. Krobgtin ein
Expoſé, in dem er ausführte:
Die Geſamtforderungen der Heeresverwaltung für
das nächſte Verwaltungsjahr belaufen ſich auf 575 939415.
Kronen, ein gewiß hoher Betrag. Doch iſt die militäriſche
Laſt unſerer Bevölkerung viel geringer als die anderer
Staaten. Der Miniſter verwies auf die Rieſenſummen,
welche die Staaten des Kontinents gerade in der jüngſten
Zeit für ihre Wehrmacht aufgewendet haben und fuhr
dann fort: Es iſt auch allgemein bekannt, was unſere ſehr
rührigen Nachbarn in militäriſcher Opferfreudigkeit leiſten.
Mit Recht zwar können wir den hohen inneren Wert
un=
ſerer von einem ausgezeichneten Offizierskorps geleiteten
kriegsmäßigen Ausbildung bei dem allgemeinen
militäri=
ſchen Wettſtreit in die Wagſchale werfen, allein gegen die
Macht der immer größer werdenden Rüſtungszahlen
kön=
nen wir uns nicht verſchließen. So lange dieſe Zahlen
bei unſeren Nachbarn wachſen, können wir trotz unſerer
friedlichen Tendenzen nicht ſtehen bleiben: wir müſſen
vielmehr weiterbauen, wenn wir unſere berechtigten
Inter=
eſſen wahren wollen und unſere Grenzen unantaſtbau
bleiben ſollen! Dieſer Weiterbau wird zu einen
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Nummer 120
ſelbſtverſtändlichen Pflicht, da wir infolge der zweijährigen
Dienſtzeit über ein mächtiges Reſervoir voll ausgebildeter
Mannſchaften verfügen werden. Die Zuſammenfaſſung
dieſer Mannſchaften in Reſerveverbände wird die
Auf=
gabe der Heeresverwaltung in der Zukunft ſein.
Italien.
Der albaniſche Miniſterpräſident
Tur=
khan Paſcha wird dieſer Tage in Rom eintreffen, um mit
der Regierung zu konferieren. Er wird ſich darauf nach
Wien begeben.
England.
Die Ulſterkriſis. Unter dem Vorſitz Asquiths
fand ein neuer Kabinettsrat ſtatt, der ſich mit dem
Home=
rule=Problem befaßte. Das Ergebnis der
Unterhandlun=
gen wird noch geheim gehalten. Man glaubt allgemein,
daß Kampf und Blutvergießen beendet ſind. Die Küſte
von Ulſter wird von einem engliſchen Geſchwader ſcharf
abpatrouilliert, um weiteren Waffentransport für Ulſter
zu verhindern. Gleichwohl laſſen ſich die Ulſterleute nicht
ſtören. Am Donnerstag nachmittag wurde wieder ein
ganzes Korps mobiliſiert, in dem unter den Augen der
Polizei eingeſchmuggelte Waffen verteilt wurden.
Portugal.
Aufſtand in Portugieſiſch=Kongo. Aus
Boma eingelaufene Depeſchen beſagen, daß unter den
Ein=
geborenen von Portugieſiſch=Kongo ein Aufſtand
ausge=
brochen iſt. Es kam zwiſchen den Eingeborenen und den
Regierungstruppen zu einem heftigen Kampfe, in deſſen
Verlauf ſchließlich die Regierungstruppen unter dem
Be=
fehl des Gouverneurs den Rückzug antreten mußten. Die
katholiſchen und proteſtantiſchen Miſſionen ſind in großer
Gefahr. Die Poſtgebäude und eine große Anzahl
Fak=
toreien ſtehen in Flammen. Die portugieſiſchen Truppen
haben in Boma ein neues Lager bezogen.
Rußland.
Reformen der Reichsduma. Die
Kommiſ=
ſion für richterliche Reformen der Reichsduma hat eine
Spezialunterkommiſſion von ſechs Mitgliedern gewählt,
die einen Geſetzentwurf, betreffend die Vorſchläge über
die Unverantwortlichkeit der Mitglieder der beiden
Kam=
mern bei Gelegenheit der Beratung der Artikel, die ihr
eben vorgelegen haben, ausarbeiten ſoll. Das fragliche
Geſetz ſoll auch die Einrichtung eines
Diſziplinargerichts=
hofes vorſehen, der den Mißbrauch der Redefreiheit von
der Kammertribüne herab ahndet und Strafen verhängt
bis zum Ausſchluß der Schuldigen aus der Kammer auf
Zeit oder für immer, wobei im letzteren Falle Neuwahlen
ſtattfinden.
Bekämpfung der Trunkſucht. Das
Mini=
ſterium des Innern hat an die Behörden für
Bauern=
angelegenheiten, beſonders die Landräte, die Weiſung
er=
gehen laſſen, auf eine ſtrenge Beachtung der
vorgeſchrie=
benen Maßnahmen zur Bekämpfung der Trunkſucht auf
dem Lande zu ſehen.
Vereinigte Staaten.
Die Kämpfe in Kolorado. Aus Denver, den
30. April, wird gemeldet: Die vom Präſidenten Wilſon
entſandten Bundestruppen ſind im Kohlenrevier
einge=
troffen und haben die Staatsmiliz bei der
Wiederher=
ſtellung der Ordnung abgelöſt. Der Waffenſtillſtand, der
den Streikenden von der Miliz bewilligt worden war,
dauert noch an, da man es den Streikenden ermöglichen
wollte, die Toten und Verwundeten, die ſie in dem letzten
Kampfe hatten, zu ſammeln; die Höhe ihrer Verluſte
wollen die Ausſtändigen nicht angeben. Major Holbrook,
der die Bundestruppen befehligt, hatte eine Beſprechung
mit Vertretern der Ausſtändigen; dieſe willigten ein, mit
ihm zur Wiederherſtellung der Ordnung
zuſammenzuwir=
ken. Holbrook erklärte nach der Beſprechung, ſeiner
An=
ſicht nach ſeien die Ausſchreitungen zu Ende. Ueber die
Auslieferung der Waffen wurde nicht verhandelt, doch
verſprachen die Streikführer, daß die Leute ihre Waffen
nicht mehr in der Oeffentlichkeit tragen würden.
Die Erhöhung der Frachtraten auf den
Eiſenbahnen. Bei den Verhandlungen der
Inter=
ſtate Commiſſion über die Erhöhung der Frachtraten auf
den Eiſenbahnen erklärte der Anwalt der Regierung, die
Bahnen hätten Anſpruch auf einige Erhöhung der
Ein=
nahmen, doch ſollte dieſe auf andere Weiſe als durch
Ratenerhöhung erzielt werden, welche geſetzlich nicht
ein=
wandfrei iſt.
* Beſuch der bayeriſchen Königsfamilie
in Ungarn. König Ludwig von Bayern wird mit
ſei=
ner Familie am 5. Mai mittels Sonderzuges aus
Mün=
chen in Sarvar eintreffen, wo der König zwei Wochen
ſeine Familie einen Monat auf der Beſitzung der Königin
verweilen werden. Zum Empfange des Königs werden
bereits große Vorbereitungen getroffen. Eine Abordnung
des Eiſenburger Komitats wird der königlichen Familie
zur Begrüßung an die Grenze entgegengeſandt.
* Buen os Aires, 1. MMai. Nach einer
Gefechts=
übung in Gegenwart der argentiniſchen Admirale
wechſelte das deutſche Geſchwader mit den
argen=
tiniſchen Kriegsſchiffen einen Salut und verließ den Hafen
in der Richtung nach Santos.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 2. Mai.
* Keine Audienzen. Der Großherzog wird
heute weder Audienzen erteilen, noch Meldungen
ent=
gegennehmen. Die Vorträge der Miniſter finden von
½10 Uhr an im Neuen Palais ſtatt.
*Ordensverleihung. Der Großherzog hat zum
30. April d. J. der Hebamme Margarethe Chriſten zu
Darmſtadt die Silberne Medaille des Ludewigs=Ordens
verliehen.
* Profeſſoren. Der Großherzog hat zum 1. Mai
d. J. dem Oberlehrer an der Oberrealſchule zu Mainz
Dr. Wilhelm Daudt, dem Oberlehrer an der
Ober=
realſchule zu Worms Heinrich Hirſch, dem Oberlehrer
an der Auguſtinerſchule (Gymnaſium und Realſchule) zu
Friedberg Heinrich Michel und dem Oberlehrer an
dem Realgymnaſium zu Gießen Friedrich Schmoll den
Charakter als Profeſſor erteilt.
* Schwurgericht. Die zweite Tagung des
Schwur=
gerichts für die Provinz Starkenburg beginnt am Montag,
den 8. Juni d. J., vormittags 9½ Uhr, und wurde zum
Vorſitzenden der hieſigen Tagung Landgerichtsrat
Mül=
ler beſtellt.
g. Strafkammer II. Der 18jährige Gärtnerlehrling
Georg Th. von hier hat ſeinem Meiſter in Groß=
Rohr=
heim 90 Mark aus der Wohnung geſtohlen, nachdem er ſich
die Schlüſſel verſchafft hatte. Das Geld wurde ihm
ſo=
fort wieder abgenommen. Er wurde geſtern von der
Strafkammer zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt.
Der Angeklagte ſoll der bedingten Begnadigung
empfoh=
len werden. — Der Fuhrunternehmer Theodor Karl
von Offenbach hat ein Anweſen in der Gerberſtraße und
den eigentlichen Fuhrpark in der Mühlheimer Straße.
Nach ſeiner Angabe iſt ihm ſeit etwa 40 Jahren
ſtillſchwei=
gend erlaubt worden, die Wagen, die er auf dem engen
Hof in der Gerberſtraße nicht aufſtellen kann, und aus
anderen Gründen nicht nach dem Fuhrpark in der
Mühl=
heimer Straße bringen will, dieſe auf der Gerberſtraße
vor ſeinem Anweſen aufzuſtellen. Da der Fuhrverkehr
in der Gerberſtraße ziemlich erheblich iſt und die
Fahr=
bahn nur ſieben Meter breit iſt, wurde Karl wiederholt
verwarnt, die Wagen auf der Straße ſtehen zu laſſen.
Eines Tages ſtanden nun wieder drei Wagen dort, auf
der anderen Seite wurden Kohlen abgeladen, ſo daß der
Fuhrverkehr ſehr behindert war. Der Angeklagte wurde
nun mit einer Polizeiſtrafe belegt. Sein Einſpruch wurde
vom Schöffengericht als unbegründet verworfen, da er
nicht die Notwendigkeit jener Maßnahme nachweiſen
konnte. Seine Berufung wurde geſtern von der
Straf=
kammer verworfen. — Im Dezember geriet die
Möbel=
fabrik von Adam Wittich in Neu=Iſenburg in
Kon=
kurs. Die nicht bevorrechtigten Gläubiger dürften
höch=
ſtens 9 Prozent erhalten, da die Paſſiven 324000 Mark
betragen bei nur 200000 Mark Aktiven. Da die Bücher
eine Ueberſicht über den Vermögensſtand nicht gaben, hatte
ſich die Inhaberin, die Ehefrau Emma Wittich, wegen
Konkursvergehens vor der Strafkammer zu
verantwor=
ten. Sie gab an, ſie habe kein Verſtändnis von der
Ge=
ſchäftsführung und habe ſich ganz auf ihren Mann
ver=
laſſen. Da ſie aber trotzdem verantwotlich iſt, erkannte
die Strafkammer auf 25 Mark Geldſtrafe.
— Vom Hoftheater: Heute abend geht zum Beſten
des Witwen= und Waiſenfonds der Hofmuſik „
Trouba=
dour” um halb 8 Uhr in Szene. Wie wir ſchon darauf
hingewieſen haben, ſingt den Manrico Herr Sandro
Men=
ges, die Leonore Frau Kallenſee. Sonntag findet die
erſte Wiederholung des anläßlich der Feſtſpiele neu
inſze=
ierten „Don Juan” ſtatt. Die Titelpartie ſingt Herr
Bertram, die Zerline Frau Beling=Schäfer. Als Donna
lnna gaſtiert abermals Frau Berta Schelper, die in dieſer
Partie am letzten Sonntag einen ſo außerordentlichen
Er=
folg hatte. Die Künſtlerin begibt ſich nach ihrem
Darm=
ſtädter Gaſtſpiel nach London, um daſelbſt im Covent
Garden die Iſolde und die Brunhilde im Ring des
Nibelungen zu ſingen. Die muſikaliſche Leitung dieſer
Vorſtellung, die um halb 8 Uhr beginnt, liegt in den
Hän=
den des Hofkapellmeiſters Ottenheimer; die Regie führt
Derr Nowack. Als 38. Volksvorſtellung zu ermäßigten
Preiſen wird am Montag der ſo erfolgreiche Schwank
„777110‟ gegeben. Der Kartenverkauf zu dieſer
Vorſtel=
lung findet bis einſchließlich Montag, den 4. Mai, im
Verkehrsbureau, am Tage der Vorſtellung auch an der
Tageskaſſe des Hoftheaters ſtatt. Dienstag ſteht „
Tann=
häuſer” auf dem Programm. Die A=Abonnenten werden
Gelegenheit haben, Gertrud Geyersbach, die die
Eliſabeth=
ſingt, vor ihrem Abſchied noch einmal in einer großen
Wagnerpartie zu hören. Den Tannhäuſer ſinat Herr
Becker, den Landgrafen Herr Stephani, den Biterolf Herr=
Schützendorf, den Wolfram Herr Semper, den Walter
Herr Globerger und die Venus Frau Callwey. Der
Dirigent des Abends iſt Hofkapellmeiſter Ottenheimer,
Regiſſeur Herr Nowack. Der Beginn der Vorſtellung iſt
auf 7 Uhr angeſetzt.
Der weitere Spielplan der nächſten Woche iſt:
Frei=
tag, den 8. Mai (163. Abonnementsvorſtellung, D 41)1.
„Der fliegende Holländer” Gewöhnliche Preiſe. Anfang
halb 8 Uhr. — Samstag, den 9. Mai, keine Vorſtellung.
— Sonntag, den 10. Mai (außer Abonnement. Auf=
Allerhöchſten Befehl): Frühlingsfeſtſpiele. Dritter Abend.
Geſamt=Gaſtſpiel der Stuttgarter Hofoper: „Die
Entfüh=
rung aus dem Serail”. Erhöhte Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Von der Techniſchen Hochſchule. Der Diplom=
Ingenieur Alfred Ritter aus Zürich hat ſich am
30. April an der hieſigen Techniſchen Hochſchule
der=
mündlichen Doktor=Ingenieur=Prüfung im
Bauingenieur=
fach unterzogen und „mit Auszeichnung” beſtanden.
H. K. Sommerfahrplan. Im Anſchluß an die=
Veröffentlichung, welche bereits bezüglich neuer oder
beſſerer Verkehrsverbindungen bekannt gegeben worden
ſind, ſei noch darauf hingewieſen, daß von jetzt ab der
D=Zug 86 ab Hamburg 7,18 Uhr vorm., deſſen Reiſende
bisher in Frankfurt a. M. unliebſam lange bis zur
Weiterreiſe nach Darmſtadt warten mußten, auf Antrag
der Handelskammer Darmſtadt hin ohne Umſteigen in
Frankfurt nach Darmſtadt durchgeführt wird. Die
An=
kunftszeit in Frankfurt a. M. iſt 3,50 Uhr, die
Abfahrts=
zeit in Frankſurt 4,03 Uhr und die Ankunft in
Darm=
ſtadt 4,29 Uhr. — Die längeren Beſtrebungen der
Handels=
kammer auf Verbeſſerung der Verbindung Darmſtadts
mit Saarbrücken haben ferner im Sommerfahrplan
Himmelserſcheinungen
im Mai.
Die in den letzten Wochen ſehr ſchnelle Zunahme der
nördlichen Deklination der Sonne weicht im Mai einem
langſameren Tempo und hört im Juni, beim Solſtitium,
ganz auf. Während des erſten Halbjahres beträgt nämlich
das monatliche Wachstum der Sonnendeklination,
gerech=
net vom 21. bis zum 21., im Dezember-Januar 3.*41,
Januar-Februar 9.23, Februar-März 10.‟77, März—
April 11."65, April-Mai 9."41 und Mai-Juni 3.‟38. Im
Mai ſelbſt beträgt dieſe Zunahme bei einer Deklination
von — 14‟ 53' 38.‟8 am 1. und — 21‟ 49' 59.‟9 am 31.
nur 6.'93. Die ſich daraus ergebenden Mittagshöhen
der Sonne ſind für die verſchiedenen geographiſchen
Brei=
ten folgende: für den Parallel von 54‟ (Norddeutſchland)
50 54 am 1. und 56 50 am 31., für den Parallel von 51
(Mitteldeutſchland) 53% 54' am 1. und 59% 50' am 31.,
ſo=
wie für den Parallel von 48‟ (Süddeutſchland und
Oeſter=
reich, etwa die Breite von Wien) 56 54' am 1. und 61
50' am 31. Mai. Dementſprechend vergrößert ſich die
Tageslänge im nördlichen Deutſchland von 15 auf
16½ Stunden, im mittleren Deutſchland von 14¾ auf
16½ Stunden und im ſüdlichen Deutſchland, Oeſterreich
und der Schweiz von 14½ bis auf 15¾ Stunden. Durch
die ſchon ſehr langen Dämmerungen findet die
Tages=
helligkeit anfangs morgens und abends noch eine
Ver=
längerung von je ¾ Stunden, zuletzt ſogar eine ſolche von
je 1 Stunde. Die Periode der mitternächtigen
Dämmerungen (hellen Nächte) beginnt im nördlichen
Gebiet ſchon Anfang Mai, im mittleren Gebiet aber erſt
im letzten Monatsdrittel.
Unſer Mond ändert im Mai ſeine Geſtalt zu
nach=
ſtehenden Zeiten: Erſtes Viertel am 3., um 7 Uhr 29 Min.
vormittags, Vollmond am 9., um 10 Uhr 31 Min,
nach=
mittags, letztes Viertel am 16., um 11 Uhr 12 Min.
nach=
mittags, und Neumond am 25., um 3 Uhr 35 Min.
vor=
mittags. Der Mond befindet ſich in Erdnähe am 8. Mai,
um 8 Uhr nachmittags, bei einem Abſtande von 56.2
Erd=
halbmeſſern und am 21. Mai, um 5 Uhr vormittags in
Erdferne bei einem Abſtande von 63.6 Erdhalbmeſſern
à 6378 Kilometer. — Sternbedeckungen durch den
Mond ereignen ſich im Mai dreimal; am 16. erfolgt eine
Bedeckung des Sternes Jota des „Waſſermanns” (Größe
4.2), Eintritt für Berlin um 3 Uhr 5.3 Min. vormittags
und Austritt um 4 Uhr 15.1 Min. vormittags. Eine
Be=
deckung des Mars am 30. Mai von 6 Uhr 16.9 Min. bis
7 Uhr 29.9 Min. nachmittags, ſowie eine ſolche des
Regu=
lus (Alpha des „Löwen”) von 6 Uhr 6.2 Min. bis 7 Uhr
14.2 Min. nachmittags fallen in die hellen Tagesſtunden.
Von den mit freiem Auge zu beobachtenden
Haupt=
planeten gehören im Mai Venus, Mars und Saturn
dem Abendhimmel, Jupiter dem Morgenhimmel.
Mer=
kur, der am 17., um 11 Uhr vormittags, ſeine obere
Sonnenkonjunktion durchläuft, dann alſo hinter der Sonne
ſteht, bleibt unſichtbar. Am 20. Mai kommt er in ſeine
Sonnennähe. Sein Erdabſtand betrug am 1. 1.22, am
16. beträgt ſie 1.32 und am 31. 1.17 Erdbahnhalbmeſſer
oder Einheiten à 149.48 Millionen Kilometer. — Venus
bleibt im Bilde des „Stiers” als Abendſtern etwa 1½
Stunden am weſtlichen Horizont ſichtbar. Sie erreicht am
27. Mai ihre Sonnennähe. Von der Erde war der Planet
am 1. Mai 1.58, am 31. Mai iſt er 1.45 Einheiten entfernt
und erſcheint uns unter dem Durchmeſſer von erſt 10.‟6,
zuletzt 11.‟6. Am 16. Mai hat Venus mit Saturn
Kon=
junktion, wobei ſie 2 10' nördlich vom Saturn weilt;
am 27. Mai kommt der Mond mit dem Abendſtern in
Konjunktion; die größte Annäherung auf 3½ findet aber
um 10 Uhr vormittags ſtatt; am Abend dieſes Tages ſteht
die zarte Mondſichel ſchon nordöſtlich von Venus. —
Mars ſteht im Bilde des „Krebſes” bei Dunkelwerden
noch hoch im Weſten, er geht anfänglich gegen 2 Uhr,
zu=
letzt ſchon gegen 12½ Uhr unter. Sein Erdabſtand iſt ſeit
der Oppoſition und Erdnähe Anfang=Januar d. J. ſchon
ſehr groß geworden; er betrug am 1. Mai 1.52, am 31.
Mai beträgt er 1.78 Einheiten, gegen 0.62 am 1. Januar.
Demgemäß iſt auch ſein Scheibendurchmeſſer bereits ſtark
zuſammengeſchrumpft, er hatte am 1. den Winkelwert von
6.‟2, am 31. hat er denjenigen von 5.‟3, gegen 15.”0 bei
der Oppoſition. Am 2. Mai, um 10 Uhr vormittags, und
am 30. Mai, um 6 Uhr nachmittags, gelangt der Mond
mit Mars in Konjunktion, die am 30. ſogar zu einer
Be=
deckung führt — der Mars verſchwindet um 6¼ Uhr hinter
der Mondſcheibe und wird um halb 8 Uhr von dieſer
wie=
der freigegeben, das ſeltene Ereignis fällt mithin leider
in die Tageszeit. — Jupiter erhebt ſich im Bilde des
„Steinbocks” täglich früher über den öſtlichen Horizont,
er geht Anfang Mai bald nach 2 Uhr, Ende Mai bald
nach Mitternacht auf. Am 12. befindet er ſich in
Quadra=
turſtellung zur Sonne. Seine Entfernungen von der Erde
ſind am 1. Mai 5.15, am 31. Mai 4.68 Einheiten; ſein
ſcheinbarer Durchmeſſer beträgt dementſprechend 38.‟8
bezw. 42.‟7. Am 16. Mai, um 3 Uhr nachmittags, kommt
der Mond mit dem Planeten in Konjunktion. — Saturn
bleibt im Bilde des „Stiers” nur noch bis um
Monats=
mitte ſichtbar, danach verſchwindet er in der
Abenddämme=
rung. Sein Erdabſtand wächſt im Mai von 982 bis auf
10.01 Einheiten, ſein Scheibendurchmeſſer nimmt ab von
16.‟6 bis auf 16.‟3. Der Konjunktion von Venus und
Saturn am 16. Mai haben wir bereits gedacht; empfohlen
ſei, die Annäherung der beiden Planeten ſchon einige Tage
früher zu beobacßten, um den Satum noch deutlich wahr=
nehmen zu können. — Uranus, unweit ſüdweſtlich
vom Jupiter im Bilde des „Steinbocks” wird immer
gün=
ſtiger ſichtbar. Ihm nähert ſich die Erde von 19.86 bis auf
19.37 Einheiten; der ſcheinbare Durchmeſſer des fernen
Planeten beträgt nur 4.‟2. — Neptun wird im
Bilde=
der „Zwillinge” im Mai auch für große Inſtrumente
un=
ſichtbar. Seine Erdabſtände betragen 30.67 Einheiten am
31. Mai (gegen 30.23 am 1.); ſein Durchmeſſer hat den
kleinen Wert von 2.‟5.
Von Kometen iſt gegenwärtig nur der lichtſchwache
Komet 1914a zu beobachten, der ſich zuerſt im Bilde des
„Herkules” und dann im Bilde der „Leier” nordöſtlich
weiterbewegt. Er iſt nur in lichtſtarken Inſtrumenten zu
beobachten.
Zu Beobachtungen am Fixſternhimmel
gewäh=
ren die Nächte des Mai nur wenige Stunden, und dieſe
werden im erſten Drittel, ſowie am Monatsſchluſſe noch
durch ſtörendes Mondlicht, in nördlicheren Gegenden auch
ſchon durch die mitternächtige Dämmerung geſchmälert.
Das ſchöne Bild des großen Jägers „Orion” ſinkt
ſchon=
vor Beginn der Dunkelheit unter den Horizont und bleibtſ
bis zum Herbſt verborgen. Als letzte Nachzügler der
ſo=
genannten Winterſternbilder gewahren wir abends im
Weſten den „Kleinen Hund” mit dem Hauptſterne
Pro=
yon, darüber die „Zwillinge” (Caſtor und Pollux) im
Tierkreiſe, der mit dem „Stier” am Nordweſthorizont
anhedt. Höher im Südweſten kennzeichnet der „Löwe‟
mit Regulus den Tierkreis, und etwas weiter hin, im
Süden, gewahrt man nahe der Ekliptik den hellen Stern
Spica in der „Jungfrau” rechts darunter den
trapezför=
nigen „Raben”. Hoch im Südoſten fällt der funkelnde
Arctur im Bootes beſonders auf, eine von denjenigen
Sonnen, die eine erorbitante Eigengeſchwindigkeit im
Raume beſitzen; während unſere Sonne ſich mit einer
Schnelligkeit von nur 20 Kilometern in der Sekunde
fort=
bewegt, und zwar auf das Bild der „Leier” zu, legt
Arctur=
n jeder Sekunde 674 Kilometer zurück. Im Nordoſten
erblicken wir ien aufſteigenden Aſt der Milchſtraße den
„Schwan” mit Deneb darüber die „Leier” im Norden
benfalls in der Milchſtraße die „Caſſiopeja”, im
Nord=
weſten den „Perſeus” und daneben, immer noch in der
Milchſtraße, den „Fuhrmann” mit Capella, dem gegenüber
der „Stier” liegt. Im Zenit thront der Große Bär”
eins der wunderbarſten Sternſyſteme des nördlichen
Him=
nels, und am Pol der „Kleine Bär” mit dem Polarſtern,
der indeſſen nicht für ewige Zeiten die Ehre genießt, die
Lage des nördlichen Himmelspoles uns anzugeben,
ſon=
dern der durch die Präzeſſion allmählich aus dieſer
Stel=
ung verdrängt wird, um anderen Sternen den hohen
Rang einzuräumen, bis ihm — freilich erſt nach einer
Pauſe von 26000 Jahren — von neuem die Ehre
wider=
ahren wird, Polarſtern zu ſpielen.
Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Seite 3.
dazu geführt, daß der Frühzug nach Worms von 7,03
auf 7,54 Uhr, an Worms 8,50 Uhr, verlegt worden iſt
Ueber Kaiſerslantern verkehrt dieſer Zug nach
Saar=
brücken, wo die Ankunft, wie ſeither 11,11 Uhr erfolgt,
ſo daß die Fahrzeit dahin um 51 Minuten gekürzt
worden iſt. Es dürfte dieſer Weg wegen der weit
günſtigeren Fahrzeiten der Verbindung ab Darmſtadt
6,29 Uhr über Mainz-Kreuznach nach Saarbrücken an
11,19 Uhr ſicherlich vorzuziehen ſein.
— Der Poſtbericht des Kaiſerlichen Poſtamts I
in Darmſtadt für den Sommerdienſt 1914 iſt
er=
ſchienen. Er enthält wie ſeither: eine Ueberſicht der zur
Poſtbeförderung benutzten Eiſenbahnzüge, Vermerke
darüber, wann die Schalter und die öffentlichen
Fern=
ſprechſtellen geöffnet ſind und die Briefbeſtellungen uſw.
beginnen, wo ſich amtliche Verkaufſtellen für
Poſtwert=
zeichen befinden uſw. Der Poſtbericht enthält ferner
Angaben über die Poſt= und Telegraphen=
Tarifbeſtim=
mungen, ſowie ein Verzeichnis der Poſtanſtalten im
Umkreiſe von 10 geographiſchen Meilen (1. Zone) von
Darmſtadt. Hierdurch wird dem Publikum die
ſelb=
ſtändige Frankierung ſeiner Poſtſendungen, beſonders
der gewöhnlichen Pakete bis 5 kg, weſentlich erleichtert.,
Es iſt deshalb allen, die mit der Poſt zu tun haben,
hauptſächlich Behörden, Rechtsanwälten und
Geſchäfts=
leuten, anzuempfehlen, den neueſten Poſtbericht
anzu=
ſchaffen, der an den Poſtſchaltern und durch die Brief”,
träger zum Preiſe von 25 Pfg. zu beziehen iſ
* Ehrenvoller Auftrag. Man ſchreibt uns: Die
Stein=
fabrik von Conr. Wittmann hier führt zurzeit acht große
Plaſtiken nach Angabe von Herrn Profeſſor B. Hoetger
aus. Dieſelben ſind für die Internationale
Landesaus=
ſtellung in Bern beſtimmt und können noch einige Tage
auf dem Werkplatz obiger Fabrik beſichtigt werden.
nn Im Silberkranz. Am nächſten Sonntag, den
3. Mai d. J., begeht Herr Oberpoſtſchaffner Georg
Schönig, Adolf=Spieß=Straße 23, mit ſeiner Ehefrau
Margarethe geb. Huff das Feſt der Silbernen Hochzeit.
* Die feierliche Ueberreichung der Geſellenbriefe an
die in dieſem Jahre vor dem Geſellenprüfungsausſchuſſe
des Ortsgewerbevereins Darmſtadt beſtandenen
Lehrlinge findet am Sonntag, vormittags halb 11 Uhr,
im großen Saale der Turngemeinde (Woogsplatz) ſtatt.
Eine Ausſtellung der gefertigten Geſellenſtücke iſt damit
verbunden.
* Der hieſige Zweigverein des Evangeliſchen Bundes
hielt im Grünen Zimmer’des „Kaiſerſaales” ſeine gut
beſuchte Hauptverſammlung für das Jahr 1914
ab. Der Jahresbericht des Vorſitzenden, Herrn Prof.
Knoll, beſprach einleitend die immer brennender werdende
Jeſuitenfrage und den hier kürzlich ſtattgefundenen
Vor=
trag des Jeſuitenpaters Hemmes, ſowie die
Kirchenaus=
trittsbewegung und die vom Bunde zu ihrer Bekämpfung
entfalteten Abwehrmaßregeln. Der Mitgliederſtand des
Zweigvereins beläuft ſich auf rund 2100 Perſonen mit etwa
4800 Mark Jahresbeiträgen. Wohlgelungene
Vereinsver=
anſtaltungen im letzten Winter waren die
Jahrhundert=
feier der Befreiungskriege im Oktober mit der wiederholten
erfolgreichen Aufführung des prächtigen Feſtſpieles:
„Deutſchlands Erwachen im Jahre 1813” ſowie der Ernſt
Moritz Arndt=Abend im Januar, wobei Pfarrer Becker
von Fürth i. Odw. die Feſtrede hielt. Erwähnt wurde
ferner die ſo würdig verlaufene 25jährige Jubelfeier der
Darmſtädter Strickſchule des Evangeliſchen Bundes, wobei
auf die demnächſt bevorſtehende gleiche Feier der
Beſſun=
ger Strickſchule aufmerkſam gemacht ward. An den
Ver=
ein wird demnächſt eine Reihe größerer Anforderungen
finanzieller Art herantreten, wie Beiträge zur
Refor=
mationsjubelſpende des Evangeliſchen Bundes, zu einem
D Meyer=Denkmal in Zwickau, für eine Stiftung in der
Gedächtnishalle der Reformationskirche in Darmſtadt. Die
von dem Rechner, Kanzleirat Wahl, vorgetragene
Jahres=
rechnung des Vereins ſchließt in Einnahme mit 6527,68
Mark, in Ausgabe mit 6011,38 Mark; die des Darmſtädter
Hilfsausſchuſſes zur Förderung der evangeliſchen Kirche
in Oeſterreich in Einnahme und Ausgabe mit 841,27 Mark
ab. Bei der Neuwahl des Vorſtandes wurden ſämtliche
ſeitherige Mitglieder wieder= und die Herren Profeſſor
Liz. Matthes und Pfarrer Zimmermann neugewählt. Der
vorgeſehene Vortrag des Lehrers Krapp über die
Um=
geſtaltung des heſſiſchen Schulgeſetzes wurde wegen
vor=
gerückter Zeit auf eine ſpätere Verſammlung verſchoben.
Eine ausgedehnte Beſprechung hatte die Frage des
der=
zeitigen Standes der heſſiſchen Ordensgeſetzgebung
her=
vorgerufen, an deren Schluß folgende Entſchließung
einſtimmige Annahme fand: „Die ordentliche
Haupt=
verſammlung des mehr als 2000 Mitalieder zählenden
Zweigvereins Darmſtadt des Evangeliſchen Bundes
be=
dauert auf das lebhafteſte, daß ſowohl die heſſiſche
Staats=
regierung, als auch die beiden Kammern, bisher nicht
ge=
nügend den ernſten Bedenken Rechnung getragen haben,
welche in weiteſten evangeliſchen Kreiſen gegen die
Ab=
bröckelung der heſſiſchen Ordensgeſetzgebung beſtehen, und
ſpricht Herrn Prälat D. Dr. Flöring ihren wärmſten Dank
für die Art und Weiſe aus, wie er die evangeliſchen
In=
ttereſſen in der Erſten Kammer gewahrt hat. Sie
gibt ſich der Erwartung hin, daß die maßgebenden
Fak=
toren bei der bevorſtehenden Beratung des
Zentrums=
antrages zur Ordensgeſetzgebung mit Nachdruck für die
Forderungen des modernen Staatsgedankens und gegen
die bei weiterer Ausbreitung der Orden unvermeidliche
Gefährdung des konfeſſionellen Friedens eintreten
wer=
den”.
* Eine Mädchenortsgruppe des Vereins für das
Deutſchtum im Ausland (Allg. D. Schulverein) iſt hier
von Frau Prof. Lenz ins Leben gerufen worden, welche
die gleichen Ziele verfolgt wie die Männer=, die Frauen=
und die ſtudentiſchen Ortsgruppen des Vereins. Dieſer
hat bereits eine Reihe von Anmeldungen zu verzeichnen,
auch hat ſich bereits ein Vorſtand gebildet. Am 12. Mai,
nachmittags 3½ Uhr, findet im Städtiſchen Saalbau eine
allgemeine Sitzung ſtatt, in der die weitere Organiſation
des Vereins beraten werden ſoll. Ueber die Ziele und
Aufgaben der Mädchenortsgruppe ſowie über die
Auf=
nahmebedingungen vergleiche auch den Aufruf in der
heu=
tigen Nummer.
* Der Mozart=Verein begeht morgen, Sonntag, den
3. Mai, ſein 71. Stiftungsfeſt, wie alljährlich, im
Hotel „Zur Krone” in Auerbach, verbunden mit dem 25 Chorjubiläum von 6 ſeiner aktiven Mitglieder.
Der der Feier vorausgehende Ausflug führt die
Teil=
nehmer morgens 8.58 Uhr mit der Bahn nach Jugenheim,
von wo über Melibokus, Auerbacher Schloß und
Fürſten=
lager die Wanderung angetreten wird Eine rege
Betei=
ligung aus den Kreiſen der inaktiven Herren des Vereins
würde mit beſonderer Freude begrüßt werden.
Tiſch=
karten für das am Nachmittag pünktlich 4 Uhr beginnende
Eſſen ſind bis heute abend bei Herrn O. Titze,
Eliſabethen=
ſtraße 4, erhältlich.
* St. Eliſabethen=Verein. Allen Teilnehmern an dem
goldenen Jubiläum des St. Eliſabethen=Vereins ſei
be=
kannt gegeben, daß am Samstag und Sonntag reichlich
Gelegenheit gegeben ſein wird, ſich während der Pauſe
auf der Terraſſe des Saalbaues an Speiſen und Getränken
zu erfriſchen. — Wie mitgeteilt wird, werden Ihre Kgl=
Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin der heute
abend um 6 Uhr im Städtiſchen Saalbau ſtattfindenden
Aufführung des geiſtl. Feſtſpieles „Die hl. Eliſabeth”
bei=
wohnen.
* Schlittſchuhklub=Sportverein. Morgen findet auf
dem Sportplatz am Böllenfalltor ein Lawn=Tennis=
Städtewettſpiel Frankfurt gegen
Darm=
ſtadt ſtatt. Auf beiden Seiten werden 5Damen und
10 Herren ſpielen. Da die Mannſchaften ziemlich gleich
ſtark ſind, ſo ſtehen ſehr intereſſante Kämpfe, Einzel= und
Doppelſpiele, bevor.
* Landeskonferenz des Vereins der Freundinnen
junger Mädchen. In dem Bericht in der letzten Nummer
heißt es u. a.: „Die Verhandlungen begannen um 11 Uhr
unter Vorſitz des Prälaten Walz”. Es muß aber richtig
heißen: Die Verhandlungen wurden mit einer von Geh.
Rat D. Walz gehaltenen Andacht eröffnet”
* Deutſcher Bankbeamtenverein. Auf die heute
Samstag ſtattfindende Bankbeamtenverſammlung ſei auch
an dieſer Stelle hingewieſen. (Näheres ſiehe Anzeige
vom Donnerstag.)
* Die Kaufm. Stenographen=Geſellſchaft Gabelsberger
eröffnet am Dienstag, den 5. d. M., in ihren
Unterrichts=
räumen, Mathildenplatz 8, neue Lehrgänge für
An=
fänger in Stenographie und Maſchinenſchreiben. Der
Unterricht kann in Tages= und Abendkurſen genommen
werden und erfolgt durch bewährte in der Praxis ſtehende
Lehrkräfte. Die Kurſe ſind für Teilnehmer jeden Alters
eingerichtet.
* Von der Meſſe. Man ſchreibt uns: Ein wahres
Weltwunder iſt „Zaſcha, das Rieſenmädchen aus
Mos=
kau‟. Trotz der koloſſalen Körperdimenſionen iſt Zaſcha
aber kein unbehilflicher Fleiſchklumpen, ſondern das
aller=
liebſte Mädchen, kaum 16 Jahre alt, ſpielt das ſchwere
ruſſiſche National=Inſtrument, die „Ballalayka” und war
ſtets der Liebling aller Damen und Kinder, wo ſie bisher
gezeigt wurde. (S. Anz.)
Sr. Majeſtät größter Soldat, genannt der
lange Joſeph, beſuchte unſere Redaktion. Es iſt dies
der ſchon oft in den Zeitungen erwähnte größte Soldat
der deutſchen Armee. Zwei Jahre diente er in der Leib=
Kompagnie des erſten Garde=Regiments zu Fuß. Er war
der ſtändige Reiſebegleiter des Kaiſers, ſowie des
Prin=
zen Eitel=Friedrich. Zur Silbernen Hochzeit des deutſchen
Kaiſervaares erhielt er die Preußiſche
Kronenorden=
medaille. Vom Kaiſer wurde er perſönlich zum
Gefrei=
ten ernannt. Weil er der größte Soldat war, der bis heute
in der Armee gedient hat, wurde er auf Befehl des
Kai=
ſers in Lebensgröße gemalt. Der lange Joſeph iſt 27
Jahre alt und geboren in M.=Gladbach. Er hat eine
Länge von 2,39 Meter. Niemand ſollte es verſäumen,
die=
ſen Rieſenſoldaten, den Stolz der deutſchen Armee, ſich
einmal anzuſehen.
C Verbreiterung der Dieburger Straße. Die beiden
alten Häuſer Dieburger Straße 39 und 41 wurden jetzt
on der Stadt angekauft. Die Häuſer werden im Juli
niedergelegt und danach die Dieburger Straße entſprechend
verbreitert werden.
* Fleiſchabſchlag! Die Schweinemetzger
Darm=
ſtadts haben beſchloſſen, ab 4. Mai auf Fleiſch= und
Wurſt=
waren einen Abſchlag eintreten zu laſſen.
gs- Unfälle. Geſtern nachmittag gegen 3 Uhr fiel
in einem Magazin ein Arbeiter ſo unglücklich von einer
Leiter, daß er ſich innere Verletzungen zuzog. Er mußte
in bewußtloſem Zuſtande von der Rettungswache mittels
Krankenautomobils ins Städtiſche Krankenhaus gebracht
werden. — Gegen 4 Uhr verunglückte in einer hieſigen
Fabrik ein Arbeiter dadurch, daß ihm ein zentnerſchweres
Stück Eiſen auf den Unterſchenkel fiel, ſo daß er mittels
Krankenautomobils ins Krankenhaus gebracht werden
mußte.
* Konzerte. Ludwigshöhe. Auf das morgige
Konzert ſei auch an dieſer Stelle hingewieſen. Die
Aus=
führung obliegt der Infanterie=Kapelle. Bei ungünſtigem
Wetter Konzert in den Sälen. (S. Anz.)
Verkehrs=Verein.
VV Der Vorſtand des Verkehrs=Vereins
hielt im Hotel Heß eine Sitzung ab. Neu
aufgenom=
men wurden die Herren Robert Landau, Kaufmann,
Fabrikant Dr. Böhm, Alfred Schmitz, Cafétier, Paul
Tiſchler, Cafétier, ſowie die Glaſerinnung. Unter
Ein=
läufen gab der Vorſitzende bekannt, daß man ſich wegen
Beſeitigung der Ueberſchwemmung an dem ſogenannten
„Kahlertbrünnchen” an den Verſchönerungsverein
ge=
wandt habe. Ein auswärtiger Architekt, der unſere Stadt
beſuchte, machte auf den unwürdigen Zuſtand der Häuſer
in dem Altſtadtdurchbruch aufmerkſam. Der Vorſtand
ſtimmte den Ausführungen dieſes Herrn zu, denn die
Lehmfronten dieſer alten Häuſer bilden in keiner Weiſe
ein Schmuckſtück unſerer aufſtrebenden Kunſtſtadt. Es
wäre ſehr zu begrüßen, wenn etwas zur Beſeitigung
die=
ſes Zuſtandes getan werden kinnte. Die
Neuher=
ſtellung unſeres altehrwürdigen Rathauſes wurde
ſehr begrüßt und konnte der Vorſtand das Vorgehen des
Bezirksvereins Altſtadt in dieſer Sache nur gutheißen.
Bezüglich der Bleichſtraße wurde von Intereſſenten
geklagt, der Verkehrs=Verein tue ſo wenig für dieſe Straße,
während er für andere Stadtteile mehr eintrete. Der
Vorſtand iſt ſich jedoch nicht bewußt, irgendetwas für die
Bleichſtraße verſäumt zu haben. Der Durchbruch nach dem
neuen Bahnhof wurde ſeinerzeit in beſchleunigter Weiſe
unter Aufwendung erheblicher Mehrkoſten durchſgeführt
und alles getan, die Wünſche der dortigen Geſchäftsinhaber
zu befriedigen. Wegen der nun neuerdings laut
werden=
den Klagen über die ſchlechte Beleuchtung der Bleichſtraße
wird der Vorſtand Schritte zur Beſeitigung einleiten.
Zur Erleichterung der Beſichtigung des Großh.
Por=
zellanmuſeums im Prinz=Georg=Palais hat der
Verein Schritte getan und iſt dasſelbe nunmehr ab 1. Mai
von 10 bis 5 Uhr geöffnet. Hoffentlich trägt dieſes
Ent=
gegenkommen dazu bei, den Beſuch dieſes reizenden
Mu=
ſeums ſehr rege zu geſtalten. Der Anregung des
Ver=
eins wegen Anbringung einer Tafel für
ankom=
mende Züge wurde durch Anſchlag eines gelben
Plakats im Hauptbahnhof ſtattgegeben. Bezüglich der
Klagen, daß das Auskunftsbureau im Hauptbahnhof an
Sonn= und Feiertagen geſchloſſen iſt, wurde vom
Ver=
kehrsamt mitgeteilt, daß in der Zeit, in welcher das
Aus=
kunftsbureau geſchloſſen iſt, die Auskünfte an den
Schal=
tern 7—9 erteilt werden. Die Aufſtellung von
Auto=
maten zum Verkauf von Führern und Pharusplänen
iſt nunmehr durch die Eiſenbahndirektion genehmigt
wor=
den und wird die Aufſtellung ſobald wie möglich erfolgen.
Da verſchiedentlich Klagen über die Gepäckbeförderung im
Hauptbahnhof kamen, wurde man bei dem Verkehrsamt
vorſtellig und iſt nunmehr eine Beſſerung zu verzeichnen.
Einem Wunſche des Verkehrs=Vereins Groß=
Umſtadt, wegen Auflegung von Sonntagsfahrkarten
nach und von Groß=Umſtadt Schritte zu tun, konnte der
Verein nicht nähertreten, da ſolche Wünſche ſchon früher
wiederholt abgelehnt wurden. Die Gründung einer
Ver=
kehrs=Kommiſſion für die Provinz Starkenburg, der auch
der Vorſitzende des Verkehrs=Vereins angehört, hat der
Vorſtand ſehr begrüßt in der Hoffnung, daß es nunmehr
gelingen möge, beſſere Verkehrsverhältniſſe zu ſchaffen.
Gegen die geplante Verſchlechterung des Verkehrs
auf der Strecke Reinheim-Reichelsheim hat der
Verein Proteſt eingelegt und wurde erreicht, daß die Züge
ab Reinheim 11.20 und ab Reichelsheim 9 Uhr an Sonn=
und Feiertagen beibehalten werden. Das Eingeſandt in
den Blättern, welches das Mißgeſchick einer Dame aus
Peſt behandelte, die auf der Reiſe von Holland nach hier
keine Zollbeamten zur Abfertigung ihres Gepäcks vorfand,
rief eine lebhafte Debatte hervor. Es kam zum Ausdruck,
daß der Stadt doch kein Vorwurf gemacht werden könne,
denn auf den Inlandsſtationen ſind Sonntags keine
Zoll=
ämter geöffnet. In Sachen der früheren Schließung der
Nachtcafés hat der Verein wiederholt Schritte
ge=
tan und iſt zu hoffen, daß demnächſt ein Zuſtand
herbei=
geführt wird, der alle Teile befriedigt. Mit Befriedigung
nahm der Vorſtand davon Kenntnis, daß die Volksbank
dem Verein wieder einen Beitrag von 100 Mark über=
Feuilleton.
* Neue Kunde von Heinrich v. Kleiſt. Ganz neues
Licht auf das Leben Heinrich v Kleiſts werfen Funde,
idie, wie aus Dresden gemeldet wird, dem Direktor
lder ſtädtiſchen Sammlungen in Dresden, Profeſſor Dr.
Minde=Pouet, gelungen ſind. Er hat im Nachlaß der
Marie v. Kleiſt und des Miniſters v. Altenſtein Briefe
aaufgefunden, die klar dartun, daß Kleiſt keine
Liebesbe=
ziehungen zu ſeiner Kuſine gehabt hat und daß er auch
Reine Penſion von der Königin Luiſe bezogen hat,
viel=
mmehr ſtammte jene Penſion in Wahrheit von ſeiner
Ku=
ſſine Marie, die ſich eines frommen Betruges ſchuldig
mmachte, um den ſtolzen Dichter zur Annahme des Geldes
zu bewegen. Weiter hat Profeſſor Minde=Pouet ein
Tagebuch der Auguſte v. Pannwitz aufgefunden mit ganz
meuen Mitteilungen über Kleiſts Aufenthalt in Frankreich
nund in der Schweiz, umfaſſendes biographiſches Material
üüber Marie v. Kleiſt, Briefe des Staatsrats v.
Stäge=
rnann über den Tod Kleiſts, ſämtliche Protokolle und
Sektionsbefunde über den Tod Kleiſts und der Frau
Vo=
gel, endlich eine anonyme handſchriftliche Biographie
KKleiſts und verſchiedene Gedichte in bisher unbekannter
Faſſung. Die Funde werden noch im Laufe dieſes Jahres
weröffentlicht werden.
** Ein weiblicher Kapitän. Eine Dänin, Frau von
Bandinz, iſt dieſer Tage zum Kapitän eines Dampfers, der
t ransatlantiſche Reiſen ausführt, ernannt
wor=
deen. Frau von Bandinz iſt die erſte Frau, der man
ge=
nügend Umſicht und Energie zutraut, das ſchwere Amt
des Kapitäns eines Ozeandampfers auszufüllen. Sie iſt
die Frau eines Marinearztes, die im Verlaufe zahlreicher
Reiſen in Begleitung ihres Gatten ſich mit der
Schiffs=
führung vertraut gemacht hat. Sie iſt bereits ſeit mehre=
ren Jahren Schiffskapitän, aber bisher war ſie nur auf
einem Dampfer, der die Oſtſee befährt. Ihre neue
Er=
nennung bedeutet für die Sache der Frau keinen geringen
Fortſchritt.
Eine Humpelrock=Tragödie. Aus der Themſe
wurde am letzten Dienstag die Leiche eines jungen
Mäd=
chens namens Emma Winſon gezogen, und bei der
Unter=
ſuchung der Gründe, die die Unglückliche in den Tod
ge=
trieben hatten, ergab ſich eine für den Geiſteszuſtand
man=
cher junger Mädchen bezeichnende Geſchichte. Man
ver=
hörte einen jungen Kupferſchmied, der zu dem Mädchen
in freundſchaftlichen Beziehungen geſtanden hatte, und
dieſer erzählte, er habe bei ihrem letzten Zuſammentreffen
bemerkt, daß ſie einen ſehr engen „Humpelrock” trüge,
und ihr darüber Vorhaltungen gemacht; ſie könne ihm
darin gar nicht gefallen, habe er geſagt, und wenn ſie
dieſen Rock nicht entferne, ſo wollte er ihr einen anderen
kaufen. Dieſe Kritik des jungen Mannes nahm ſich das
Mädchen ſo zu Herzen, daß es das Leben nicht mehr
er=
tragen zu können glaubte und ins Waſſer ging. Der die
Unterſuchung führende Leichenbeſchauer bemerkte dazu:
„Vor einem Jahre hatte ich den Fall, daß ein junges
Mädchen Selbſtmord beging aus dem einzigen Grunde,
veil es ſich einbildete, ihre Mitarbeiterinnen lachten über
ſie, weil ſie bei einem Leichenbegängnis den ſchwarzen Hut
ihrer Mutter trug. Das zeigt wieder einmal, wie
merk=
würdig der Geiſt mancher Frauen arbeitet. Es gibt doch
Hüte oder Kleider genug, die zur Kritik herausfordern.”
— Die Weltprozeſſion der Babys. Ein engliſcher
Sta=
iſtiker hat berechnet, daß etwa 36 Millionen Babys
alljährlich das Licht der Welt erblicken; und er hat dieſe
Zahl in ſehr amüſanter Weiſe zu veranſchaulichen
ver=
ſucht. Jede Minnte werden 70 Kinder geboren, bei jedem
Fortrücken des Sekundenzeigers alſo mehr als eins.
Würde man die Kinder eines Jahres in einer Reihe in
Wiegen aufſtellen, ſo würde man damit die ganze Welt
umſpannen können. Unſer unerſchrockener Statiſtiker hat
ſich aber auch vorgeſtellt, daß alle Mütter mit ihren Babys
auf dem Arm in einer Prozeſſion aufmarſchierten. Tag
und Nacht ſoll dieſer Rieſenzug dauern, und zwar ſollen
immer 20 in einer Minute, 1200 in einer Stunde
vorüber=
ziehen; ſo würde der Mann, der dieſe Parade abnimmt,
am Schluß des Jahres nur den ſechſten Teil dieſer
Kinder=
ſchar zu Geſicht bekommen haben. Mit anderen Worten,
das Baby, das bei Beginn der Prozeſſion noch auf dem
Arm der Mutter getragen werden mußte, würde während
dieſer Zeit ſchon laufen lernen, und die letzten Kinder
eines Jahres, die an die Reihe kämen, würden bereits als
ſechsjährige Buben und Mädel vorbeimarſchieren.
* Das „Medizin=Ei‟ Der Wohlgeſchmack von
Hühner=
eiern iſt in hohem Grade von dem Futter abhängig, das
die Hennen bekommen, das weiß man ſeit langem.
Eng=
liſche Hühnerzüchter ſind nun nach einer Meldung des
Standard auf den Gedanken gekommen, den
Zuſammen=
hang zwiſchen Hühnerfutter und Hühnereiern
auszu=
nutzen und wollen die Welt mit „Medizin=Eiern”
be=
glücken. Was ſind Medizin=Eier? Es ſind tatſächlich
Hühnereier, die Arzneimittel enthalten. Durch Verſuche
iſt, wie berichtet wird, feſtgeſtellt worden, daß eine ganze
Reihe von Arzneiſtoffen in die Hühnereier übergehen
kann. Es ſind Verſuche mit allerhand Heilſtoffen aus
der Pflanzenwelt gemacht worden, und es hat ſich
heraus=
geſtellt, daß man auf dieſe Art beiſpielsweiſe Chinin=
Eier erhalten kann. Dabei bleibt die Frage offen, wie
ſich die Aerzte und das Publikum zu dieſen Medizin=
Eiern ſtellen werden. Ein beſonderer Markt für ſie müßte
zunächſt geſchaffen werden, und es ſcheint, als ob die
Eng=
länder das auch tun wollen. Wenn nur dieſes neue
Hühnerei nicht von einer — Ente gelegt iſt!
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Nummer 120
wieſen habe, und ſei auch an dieſer Stelle verbindlichſter
Dank ausgeſprochen.
Die Hauptverſammlung findet am 4. Mai im
Fürſtenſaal ſtatt und hofft man auf recht zahlreiche
Be=
teiligung ſeitens der Mitglieder. Der Kaſſierer, Herr
Stadtverordneter Ramdohr, legte die Rechnung für das
abgelaufene Vereinsjahr vor und rief dieſe eine rege
Aus=
ſprache hervor. Da die Mittel des Vereins ſehr beſchränkt
ſind, werde man überall ſparen müſſen. Der der
Haupt=
verſammlung vorzulegende Voranſchlag für 1914/15 wurde
feſtgeſtellt. Um den Verkauf der Pharuspläne zu
be=
ſchleunigen, werden verſchiedene Vorſchläge gemacht und
wird der Vorſtand dieſe Vorſchläge weiter verfolgen. Die
Anſchaffung von Lichtbildern zur Entfaltung auswärtiger
Reklame wurde beſprochen und ſoll dem Vorſchlage
dem=
nächſt nähergetreten werden. Der Vorſitzende teilt ſodann
mit, daß man in dieſem Jahre eine Reihe größerer
Kon=
greſſe hier habe und wird man dieſe Veranſtaltungen ſehr
unterſtützen, da ſolche den Beſtrebungen des Verkehrs=
Vereins in jeder Weiſe dienlich ſind. Im Intereſſe der
Ausſtellungen bittet der Vorſitzende, das Abonnement ſehr
zu fördern; die Karten werden zum ermäßigten Preiſe
noch bis zum 9. Mai im Verkehrsbureau ausgegeben.
Zum Schluſſe wurden noch Klagen über viele
vorkom=
mende Unſtimmigkeiten an den Taxametern der
Auto=
droſchken vorgebracht, und ſoll hier eine Kontrolle durch
das Polizeiamt beantragt werden. Weiter wurde darauf
hingewieſen, daß die Handgriffe an den neuen Wagen der
Straßenbahn zu tief angebracht ſind, und ſei im
Inter=
eſſe des Publikums zu empfehlen, die Griffe höher oder
noch einen Zuſatzgriff anzubringen. Die weiter
bean=
tragte Anbringung von Hinweiſen (Emailleſchildern) auf
das Verkehrsbureau in der Rheinſtraße, damit Fremde
darauf aufmerkſam gemacht werden, wurde für dieſes
Jahr abgelehnt. Erſt kurz vor 12 Uhr fand die äußerſt
anregend verlaufene Sitzung ihr Ende.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* American=Bio, Ernſt=Ludwig=Straße 23. „Mit
einem Nickel um die Welt.” Gerade die Miſchung von
Belehrendem und Spannend=Dramatiſchem in einem Film
iſt für das Publikum von größtem Intereſſe. „Mit einem
Nickel um die Welt” dieſer ſechsaktige Pathé=Schlager
er=
füllt alle Anſprüche auf dem Gebiete des Senſationsfilms.
Prachtvolle Naturaufnahmen, exotiſche Bilder, gefahrvolle
und darum ſpannende Szenen, bis endlich ein
befriedigen=
des Ende die bis zum Schluß aufrechterhaltene Spannung
auslöſt und den Zuſchauer aufatmen läßt. Die Handlung
rollt ſich mit einem bei aller Tragik recht glücklichen Humor
ab. Nun, gute Häuſer müſſen ja auch ſchon Sachen
brin=
gen, die ihrem Namen Ehre machen.
— Bad=Nauheim. Am Dienstag, den 12. Mai,
abends 7¾ Uhr, vereinigt ſich die Darmſtädter
Hof=
kapelle mit der Bad=Nauheimer Kurkapelle (Winderſtein=
Orcheſter, Leipzig), zuſammen 100 Künſtler, um unter
Lei=
tung Felix v. Weingärtner=Wien ein großes
Konzert zu veranſtalten. Programm: Freiſchütz=
Ouver=
türe, Violinkonzert von Weingartner (Großh. Heſſ.
Hof=
konzertmeiſter Profeſſor Guſt. Havemann=Leipzig), und
Eroika=Sinfonie von Beethoven. Mit Recht darf dieſe
Veranſtaltung unter einem Weingartner und unter
Mit=
wirkung von Havemann als ein muſikaliſches Ereignis
angeſehen werden, was um ſo mehr das Intereſſe
weite=
ſter Kreiſe in Anſpruch nehmen darf, als der Ertrag
zu=
gunſten der Wohlfahrtsanſtalten für Muſiker Verwendung
finden wird. (Kartenbeſtellungen ſind zu richten an: Das
Geſchäftszimmer Kurhaus Bad=Nauheim”.)
Lindenfels, 30. April. (Infolge der
nied=
tigen Schweinepreiſe) nehmen viele Landwirte
Hausſchlachtungen vor und ſetzen das Fleiſch zum Preiſe
von 65—68 Pfennig das Pfund ab. Zu dieſem Preiſe
fin=
det das Fleiſch ſtets einen raſchen Abgang. Bei den
Metz=
gern koſtet das Schweinefleiſch 70—76 Pfennig.— (Der
Verſchönerungs= und Verkehrsverein
Lindenfels) hatte im verfloſſenen Jahre eine
Ein=
nahme von über viertauſend Mark zu verzeichnen Das
Burgfeſt erbrachte über zweitauſend Mark, die Beiträge
der Kurgäſte betrugen über eintauſend Mark. Das
Burg=
feſt wird auch in dieſem Jahre wieder abgehalten. — Das
Auto verkehrt nun wieder dreimal täglich und zwar
Lindenfels ab 5.30 Uhr vorm., 11.45 Uhr vorm. und 5.20
Uhr nachm.; Bensheim ab 8.40 Uhr vorm., 2.05 Uhr nachm.
und 7.35 Uhr nachmittags.
Offenbach, 1. Mai. (Aus Liebeskummer) iſt die
18jährige Fabrikarbeiterin Louiſe O. aus der
Bismarck=
ſtraße heute früh freiwillig in den Tod gegangen, indem
ſie Gift nahm. Ihre Mutter, die durch das Röcheln auf ſie
aufmerkſam wurde, fand ſie ſterbend im Bette vor.
Ober=Roden, 1. Mai. (
Elektrizitätsverſorg=
ung.) Aller Vorausſicht nach werden nun auch die
Ge=
meinden Ober=Roden. Eppertshauſen. Urberach und
Nieder=Roden, trotzdem ſie ſeit einigen Jahren ein
Grup=
pengaswerk beſitzen, an die große elektriſche
Ueber=
landzentrale für die Provinz
Starken=
burg angeſchloſſen werden. Am Dienstag weilte ein
Ver=
treter der Aktien=Geſellſchaft „Heag” hier und verhandelte
in dieſer Sache mit den Bürgermeiſtern der vier
Gemein=
den als dem engeren Gasausſchuß. Die Geſellſchaft iſt
be=
reit, das ganze Gruppengaswerk anzukaufen und unter
eigener Regie weiterzuführen, daneben aber auch die
elek=
triſche Leitung in den Gemeinden zu legen. Es ſteht dann
jedem Einwohner frei. Gas oder elektriſches Licht zu
bren=
nen. Auch das Kreisamt Dieburg ſteht dieſem Plane
ſehr ſympathiſch gegenüber, denn es wünſcht, daß alle
Gemeinden unſeres Kreiſes an die Zentrale angeſchloſſen
werden, da der Kreis auch mit einem Aktienkapital von
40000 Mark an dem großen Unternehmen beteiligt iſt.
Rüſſelsheim, 1. Mai. (Eine intereſſante
militäriſche Uebung), die als eine Vorübung für
die Kaiſermanöver gedacht war, fand vorgeſtern am Main
bei Rüſſelsheim ſtatt. Es handelte ſich hierbei um den
Uebergang größerer Truppenmaſſen über den Main. Der
größte Teil der Garniſon Mainz war an der Uebung
be=
teiligt. Das Pionierbataillon Nr. 21 zu Kaſtel hatte im
Anſchluß an die am letzten Dienstag ſtattgehabte
Batail=
lonsbeſichtigung den Auftrag erhalten, zwiſchen Flörsheim
und Rüſſelsheim die 3 Bataillone des Inf.=Regts. Nr. 88
zu Mainz in Pontons über den Main zu ſetzen. Dem Inf.=
Regt. Nr. 87 war die Aufgabe geſtellt, dieſen Uebergang
mit aller Kraft zu verhindern, während das Inf.=Regt.
Nr. 117 den Uebergang der 88er zu decken hatte. Schon in
aller Frühe waren die drei Regimenter aus Mainz
aus=
gerückt und zogen in kriegsmäßiger Marſchſicherung
main=
aufwärts. Schon bald hinter der Stadt entwickelte ſich die
Gefechtslage. Am heftigſten entbrannte der Kampf am
Mainufer. Die 88er konnten den Uebergang glücklich
aus=
führen. Die Uebung, der ſehr viele hohe Offiziere
bei=
wohnten, hatte Tauſende von Neugierigen angelockt,
Mainz, 1. Mai. (Stadtverordnet enwahlen.)
Die am 4. Dezember vorigen Jahres vorgenommenen
Er=
gänzungswahlen zum Stadlverordneten=Kollegium ſind
bekanntlich von den „Vereinigten bürgerlichen Parteien”
beim Provinzialausſchuß wegen formaler Verſtöße
er=
folgreich angefochten worden. Zu der dadurch notwendig
gewordenen abermaligen Wahl, die am 7. Mai in der
Stadthalle vor ſich gehen ſoll, haben heute abend die
ein=
zelnen Parteien in fünf getrennten Verſammlungen
Stel=
lung genommen. Die Gruppierung der Parteien erhält
ihr Gepräge durch die in den letzten Wochen erfolgte
Spal=
tung der Fortſcheittlichen Volkspartei in die „
Fortſchritt=
lche Volkspartei Mainz” und in die „Neue Fortſchrittliche
Volkspartei Mainz” Während die erſtgenannte mit 101
gegen 5 Stimmen ein offizielles Wahlbündnis mit der
Sozialdemskratie abgeſchloſſen hat, hat die letztere ſich mit
den Nationalliberalen und dem Zentrum verbündet. Man
hat danach bei der kommenden Wahl vorausſichtlich wieder
mit zwei Kandidatenliſten zu rechnen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 30. April. Die
Stadtver=
ordneten beſchloſſen geſtern mit 48 gegen 38 Stimmen nach
lebhaften Auseinanderſetzungen den Ankauf eines
Grund=
ſtückes, auf dem das Großmarkthallenprojekt
ausgeführt werden ſoll, zum Preiſe von 5 Millionen
Mark. — Der Ausſchuß der Studenten der
Handelshoch=
ſchule hat eine außerordentliche Verſammlung einberuſen,
in der Stellung zum Fall Jaſtrow genommen
werden ſoll. — Vor den Augen zahlreicher Paſſanten
ſtürzte ſich geſtern ein etwa 50jähriger Mann von der
neuen Friedrichsbrücke in Schöneberg auf das
Ge=
lände der Potsdamer Bahn. In demſelben Augenblick
nahte ein Fernzug und der Mann fiel auf das Dach eines
Wagens, von dem er dann heruntergeſchleudert wurde.
Mit ſchweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht,
ver=
ſtarb der Unglückliche bald nach ſeiner Einlieferung. Der
Grund der Tat wird in Nahrungsſorgen geſucht.
1. Mai. Der Kaiſer Friedrich=Muſeumsverein
eröff=
nete heute mittag in der Akademie der Künſte am Pariſer
Platz eine Ausſtellung von Werken alter Kunſt
aus dem Privatbeſitz ſeiner Mitglieder. Die Kunſt der
Holländer und Vlamen ſteht dabei im Vordergrund. —
Der Reichskanzler hat an den Landſtallmeiſter Grafen
v. Lehndorff folgendes Beileidstelegramm gerichtet:
An der Trauer um den Heimgang Ihres Vaters den ſeine
zahlreichen Verehrer eben noch an ſeinem achtzigſten
Ge=
burtstag zu ſeiner bewundernswerten Rüſtigkeit
beglück=
wünſchen konnten, nehme ich aufrichtigen Anteil. Die
vor=
bildlichen Verdienſte des Verſtorbenen um unſere heimiſche
Pferdezucht ſichern ihm im ganzen Reiche, namentlich in
der deutſchen Landwirtſchaft, ein dankbares Gedenken über
das Grab hinaus.
Raſtatt, 1. Mai. (Brennende Güterwagen.)
(Amtlich.) Heute morgen brach in einem Wagen des
Güterzuges 6110 Feuer aus dem zwei Güterwagen zum
Opfer fielen. Der Schaden an Gütern und Wagenmaterial
iſt beträchtlich und beträgt etwa 10000 Mark. Durch den
Brand ſchmolzen die Schienen, ſo daß ſie ausgewechſelt
werden mußten und eine große Verkehrsſtörung eintrat.
Meiningen, 1. Mai. (Der Nachfolger Max
Regers.) Wie von zuverläſſiger Seite mitgeteilt wird,
iſt der Univerſitäts= und Muſikdirektor Prof. Dr. Fritz
Stein in Jena nunmehr vom Herzog von Sachſen=
Mei=
ningen definitiv als Nachfolger des Generalmuſikdirektors
Prof Dr. Mar Reger zum Leiter der Meininger Hofkayelle
ernannt worden.
Altenburg, 1. Mai. (Wechſel in der Leitung
des Hoftheaters.) Hofrat Stury hat ſich infolge
ſeiner angegriffenen Geſundheit entſchloſſen. Ende
Sep=
tember von der Intendanz des Herzoglichen Hoftheaters
zurückzutreten. Der Herzog hat ihn durch die Verleihung
des Ritterkreuzes erſter Klaſſe ausgezeichnet.
Hamburg. 1. Mai. (Der Dampfer „
Vater=
land”) erzielte auf ſeiner zweitägigen Probefahrt, die
das Schiff bis an die Südküſte von Norwegen führte,
eine Geſchwindigkeit bis zu 25,4 Knoten gegen den
Wind (Stärke 4), mit dem Winde laufend eine
Geſchwin=
digkeit von über 26 Knoten. Die Maſchinenanlage
er=
zielte eine Durchſchnittsleiſtung von 90000 Pferdeſtärken.
Die geſamten Anlagen arbeiten vorzüglich namentlich ſind
die Manöverierfähigkeit, die Stabilität und die
Vibra=
tionsloſigſkeit hervorragend gut.
Jüterbog, 1. Mai (Mord.) Auf der Chauſſee nach
Jüterbog wurde heute morgen die zwölfjährige Anna
Lehmann aus dem Dorfe Hausſteckluſt auf dem Wege
nach der Schule von einem Manne überfallen, und durch
Schaufelſchläge niedergeſtreckt. Das bewußtloſe
ſchwer=
verletzte Kind wurde ins Krankenhaus in Jüterbog
ge=
bracht, wo es bald ſtarb. Der Tat verdächlig wurde
bis=
her ein Mann aus Jüterbog und ein anderer aus
Lucken=
walde feſtgenommen.
Bromberg, 30. April. (Zum Fall Thormann=
Alexander.) Geſtern nachmittag hat auf dem hieſigen
ſtädtiſchen Kirchhof die Ausgrabung der Leiche
der früheren Geliebten des unter Mordverdachts
ſtehenden früheren zweiten Bürgermeiſters von Köslin,
Thormann, ſtattgefunden. Ein poſitives Reſultat hat die
vorläufige Unterſuchung durch die Aerzte noch nicht
er=
geben, es muß deshalb die Unterſuchung der Leichenteile
durch die Gerichtschemiker abgewartet werden.
Emmishofen. 1. Mai. (Brandunglück.) Geſtern
abend brach in einem von 30 Italienern bewohnten Hauſe
Feuer aus, das raſch um ſich griff und das ganze Gebäude
in Aſche legte. Eine in dem zweiten Stockwerke wohnende
Wöchnerin, welche erſt vor einigen Tagen ihre Entbindung
überſtanden hatte, ſprang aus dem Fenſter und blieb ſchwer
verletzt liegen.
Genf. 1. Mai. (Schmuggel im Automobil)
Weil er große Mengen von Pulver und Phosphor im
Automobil nach Frankreich geſchmuggelt hatte, wurde
geſtern ein Franzoſe Decompoir zu einem Monat
Ge=
fängnis und 100000 Francs Geldſtrafe verurteilt.
Paris, 1. Mai. (Durch Wahlurnen getötet.)
Bei Béziers ſtürzte ein mit Wahlzellen und Wahlurnen
beladener Wagen auf den Fuhrmann Béteille, der ſo
ſchwere Verletzungen davontrug, daß er bald darauf ſtarb.
Marſeille, 1. Mai. (Wahlkämpfe.) Im Verlaufe
einer Wahlverſammlung fand geſtern ein
Zuſammen=
ſtoß zwiſchen den Anhängern der beiden Kandidaten
ſtatt, die in die Stichwahl kommen. Es wurden
Revol=
verſchüſſe abgegeben, wobei eine Perſon ſchwer verletzt
wurde.
Toulon, 30. April. (Infolge Bruches einer
Kette) wurden heute acht Matroſen von einer Jolle des
Kreuzers „Erneſt Renan” ins Waſſer geſchleudert. Drei
Mann ertranken, zwei wurden verwundet.
Neu=York, 30. April. (Rooſevelt) und ſein Sohn
Vermiß ſind wohlbehalten in Manaos angekrmmen.
Rooſevelt iſt krank geweſen, hat ſich aber wieder vollſtändig
echolt. Er telegraphierte an das amerikaniſche
naturge=
ſchichtliche Muſeum, daß er und ſeine Expedition den
bis=
her unbekannten größten Nebenfluß des Madeira erforſcht
haben. Die wiſſenſchaftlichen Ergebniſſe ſollen bedeutend
ſein.
Nagaſaki, 1. Mai. (Aufgelaufener Dampfer.)
Nach den eingegangenen Meldungen iſt der Dampfer
„Siberia” von der Pacific Mail Dampfſchiffahrts=
Geſell=
ſchaft an der Küſte von Formoſa aufgelaufen und befindet
ſich in gefährlicher Lage. Er hat 80 Paſſagiere erſter Klaſſe
an Bord Einzelheiten fehlen noch.
Parlamentariſches.
St. Der Finanzausſchuß ſetzte geſtern ſeine
Be=
ratungen mit der Regierung fort. Die Herren Miniſter,
Staatsrat Dr. Becker und andere Regierungsvertreter
wohnten den Verhandlungen bei. Dem Antrag des Abg.
Soherr, betreffend die Satzungen über die Gehälter des
Lehrperſonals an der Volksſchule zu Bingen, und
Auf=
hebung der Satzung von 1906, hatte die Regierung
ur=
ſprünglich Widerſtand entgegengeſetzt. Nachdem nunmehr
aber durch die neue Lehrerbeſoldungsordnung höhere
Sätze für die Volksſchullehrer erreicht worden ſind, meint
die Regierung keine Bedenken mehr gegen die Aufhebung
der Satzung zu haben und erklärt, dem Antrag Soherr
entſprechen zu ſollen. Der Finanzausſchuß erklärt ſich
einſtimmig damit einverſtanden. Hierdurch wird allerdings
eine Belaſtung der Staatskaſſe mit 12000 Mark eintreten,
der der Herr Finanzminiſter Zuſtimmung gegeben hat.
Die im Dienſt befindlichen Lehrer der Stadt Bingen
wer=
den nach dem alten Gehaltsregulativ weiter behandelt,
wenn ſie hierdurch günſtigere Gehaltsſätze haben. Für die
künftig anzuſtellenden Lehrer gelten die Sätze der letzten
Beſoldungsordnung.
Die Anträge des Abg. Schott konnten nicht zur
Ver=
handlung gebracht werden, weil Herr Schott ſich in dem
Zuge befand, der bei Nieder=Saulheim verunglückte. Der
Abg. Schott ſelbſt hat telegraphiert, daß er nicht
ver=
letzt ſei.
Der Antrag des Abg. Wolf=Stadecken, die
Kreis=
vermeſſungsämter den Grundbuchämtern anzugliedern,
wurde, da er ſich mit der Organiſation des
Geometer=
weſens befaßt, dem Vereinfachungsausſchuß überwieſen,
in dem die Frage der Neuregelung behandelt wird. Gegen
den weiteren Antrag des Abg. Wolf über die Erhebung
der Ab= und Zuſchreibegebühren bei den
Grundſtücksüber=
tragungen hatte die Regierung Einwendungen erhoben,
und den jetzigen Zuſtand für den richtigen erachtet. Ueber
dieſen Antrag fand eine Abſtimmung nicht ſtatt, wie auch
nicht über den Antrag des Abg. Wolf, die Koſten der
Kel=
lerkontrolle von den Gemeinden auf den Staat zu
über=
nehmen. Gegen den letzteren Antrag wendete ſich die
Re=
gierung, indem ſie darauf hinwies, daß die
Nahrungs=
mittelpolizeikoſten nach allgemeinen Grundſätzen von den
Gemeinden und nicht vom Staate zu tragen ſeien. Der
Standpunkt fand bei verſchiedenen Mitgliedern des
Finanz=
ausſchuſſes Widerſpruch, weil es ſich hier um allgemeine
polizeiliche Noſten handele und den Gemeinden nicht
zu=
gemutet werden könnte, die Kontrollkoſten, in denen ſich
auch die Gehälter der Kontrolleure befinden, auf die
Ge=
meindekaſſe zu übernehmen. Der Regierungsvorlage,
betreffend die Verleihung der Rechte von
Zivilſtaatsdie=
iern an die Reallehrer, wurde entſprochen. — Die
Regie=
rungsvorlage, betreffend die Dienſtbezüge der ſtaatlich
beſtätigten Forſtwarte (Kommunalforſtwarte), wurde
einer eingehenden Beſprechung unterzogen. Für die
Kom=
munalforſtwarte ſollen die Satze des Geſetzes vom 17.
Januar 1901 dem neuen Beamtenbeſorbdungsgeſetz
entſpre=
chend geändert werden. Bekanntlich haben die
Kommunal=
forſtwarte im allgemeinen 70 Prozent der Gehälter zu
beziehen, wie ſie die Domanialforſtwarte beziehen. Es
wurde allſeitig anerkannt, daß die Alterszulage, die in der
Beſoldungsordnung für die Domanialforſtwarte in Höhe
von 200 Mark bewilligt wurde, auch bei den
Gehaltsbe=
ſtimmungen der Kommunalforſtwarte anzurechnen ſei.
Ueber die Frage, ob eine Erhöhung der 70 Prozent
ſtatt=
zufinden habe, wurde ein Beſchluß noch nicht gefaßt. —
Die Vorſtellungen der Gendarmerieleutnants Gärtner,
Weitzel und Ploch wurden für erledigt erklärt, nachdem den
Wünſchen der Petenten ſeitens der Regierung entſprochen
worden iſt. Sodann wurde die Frage der Gewährung
von Darlehen an Mitglieder der Heſſiſchen
Landwirtſchaft=
licken Genoſſenſchaften (Antrag Reh), behandelt. Der
Antrag geht bekanntlich dahin, an Mitglieder der in
Be=
drängnis geratenen Genoſſenſchaften bare Darlehen zu
geben. Von verſchiedenen Seiten wurde dargelegt, daß
ſich die Summe, die nötig ſei, wenn dieſen Wunſchen
ent=
ſprochen würde, nicht überſehen ließe, worauf auch die
Re=
gierung hinwies. Die Beratung über dieſen Punkt wird
am nächſten Dienstag fortgeſetzt werden.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 1. Mai. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 1.02 Uhr. Auf der Tagesordnung
ſtehen zunächſt
Anfragen.
Abg. Dittmann (Soz.) fragt: I. Iſt dem Herrn
Reichskanzler bekannt: 1. daß das Infanterie=Regiment
Nr. 143 in Straßburg während der letzten Wintermonate
bei ſtrenger Kälte und bei tagelang anhaltendem
Regen=
wetter zu Felddienſtübungen im Gelände bis zu
ununter=
brochen fünftägiger Dauer kommandiert worden iſt und
daß infolge dieſer Strapazen ſehr viele Erkrankungen
vor=
gekommen ſind, ſo daß die Lazarette zeitweilig überfüllt
waren, 2 daß zwei Soldaten der 2. Kompagnie durch
dieſe unausgeſetzte Anſtrengung des Dienſtes in ihrer
Ge=
ſundheit derart geſchwächt wurden, daß ſie nach kurzer
Erkrankung ſtarben. 3 daß zwei andere Soldaten derſelben
Kompagnie aus Verzweiflung ihrem Leben durch
Er=
hängen reſp. Erſchießen ein Ende gemacht haben? II. Was
gedenkt der Herr Reichskanzler zu tun, um derartigen
Vorkommniſſen vorzubeugen?
Bundesratsbevollmächtigter Generalmajor Wild
v Hohenborn: 1. Es iſt nicht richtig, daß infolge von
Strapazen bei Uebungen des Infanterie=Regiments 143
ſehr viele Erkrankungen vorgekommen ſind und daß die
Lazarette infolge davon überfüllt waren. 2. Es iſt nicht
zutreffend, daß Soldaten der 2. Kompagnie infolge
davon=
ſtarben, vielmehr handelt es ſich in beiden Todesfällen in
dieſer Kompagnie um eine Genickſtarre und einen
Un=
glücksfall. 3. Es iſt endlich nicht richtig, daß Soldaten
derſelben Kompagnie ihrem Leben ein Ende machten,
viel=
mehr iſt nur ein Selbſtmord vorgekommen, deſſen Urſache
in keinem Zuſammenhange mit den in der Anfrage
ge=
nannten Beweggründen ſteht. Im übrigen wird die
Be=
antwortung der Anfrage abgelehnt, da weder der Herr=
Reichskanzler noch der Reichstag zur Beurteilung der
Ausbildung der Truppe zuſtändig ſind.
Ergänzend fragt Abg Dittmann: Iſt es dem
Herrn Reichskanzler bekannt, daß bei Felddienſtübungen
Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Seite 5.
im Infanterie=Regiment Nr. 143 in den kalten
Februar=
nächten die Mannſchaften nicht aus den Kleidern
heraus=
kamen und daß weder für Quartier noch für Verpflegung
vorgeſorgt war? Iſt dem Herrn Reichskanzler fernerhin
bekannt, daß die Soldaten zwei Tage hintereinander an
den Uebungen teilnehmen mußten und daß ſie in dieſer
Zeit bei 12 Grad Kälte ſtatt zwei vier Stunden
Wacht=
dienſt leiſten mußten (Hört! hört! bei den Soz.), ſo daß
die Mannſchaften 40 Stunden lang keinen Schlaf
gefun=
den haben?
Generalmajor Wild v. Hohenborn: Ich habe
meiner Erklärung nichts hinzuzufügen.
Ergänzend fragt Abg. Dittman (Soz.): Iſt der
Herr Reichskanzler bereit, wenn ihm vorgelegtes Material
ergibt, daß die damalige Auskunſt unzutreffend iſt,
wei=
tere Aufklärungen zu geben. — Präſident Dr. Kaempf:
Das iſt keine Ergänzung der Anfrage.
Abg. Birkenmayer (Ztr.) fragt: a) Iſt dem Herrn
Reichskanzler bekannt: 1. daß durch den Großh. Badiſchen
Regierungsrat Dr. Mallebrein zu Karlsruhe ein Präparat
(Mallebrein) als Heilmittel gegen Inſektionskrankheiten
hergeſtellt worden iſt, welches in mediziniſchen Kreiſen
in=
folge ſeiner Wirkung als ſehr bedeutſam erkannt worden
iſt, 2. daß dieſes Präparat ſich als Heilmittel gegen
die Maul= und Klauenſeuche ſowie gegen
Tuber=
kuloſe und in verſchiedener Hinſicht auch bei Erkrankungen
von Menſchen erfolgreich bewährt hat, 3. daß eine Reihe
von Fachmännern, geſtützt auf ihre Erfahrungen, ſich
zu=
gunſten dieſes Heilmittels ausgeſprochen hat? b) Gedenkt
der Herr Reichskanzler ſeinen amtlichen Einfluß zur
mög=
lichſt umfangreichen Verwendung dieſes Heilmittels
gel=
tend zu machen?
Miniſterialdirektor im Reichsamt des Innern von
Jonquiéres: Anfragen über das Urteil und die
Stellungnahme der Reichsleilung in bezug auf ſolche
Heil=
mittel (gegen einzelne menſchliche oder Tierkrankheiten),
die von ihren Erfindern oder den herſtellenden Fabriken
verbreitet oder angeprieſen werden, haben ſich in letzter
Zeit gehäuft. Da bei Beantwortung dieſer Anfragen eine
eingehende wiſſenſchaftliche Würdigung der Heilmittel
ausgeſchloſſen iſt, ſo beſteht die Gefahr, daß die erteilte
Auskunft ungewollt entweder als eine beſondere Reklame
für das Mittel wirkt oder deſſen völlige Diskreditierung
zur Folge hat. Da keine dieſer beiden Wirkungen als
erwünſcht erachtet werden kann, ſo muß die
Beantwor=
tung derartiger Anfragen jetzt und auch in Zukunft
grund=
ſätzlich abgelehnt werden, wenn nicht ganz beſondere
Rück=
ſichten des öffentlichen Wohls ſie ausnahmsweiſe als
an=
gezeigt erſcheinen laſſen.
Es folgt die Fortſetzung der erſten Beratung des
Titanic=Vertrages.
Miniſterialdirektor Dr. v. Jonquiéres: Wenn der
ſozialdemokratiſche Redner geſtern auch anerkannt hat,
daß ein gewiſſer Fortſchritt in dem Problem des Schutzes
des Lebens auf See gemacht worden ſei, ſo muß ich doch
einigen ſeiner Ausführungen hart entgegentreten,
nament=
lich, daß er ſagte, daß energiſche Maßnahmen nur
getrof=
fen worden ſeien, weil es ſich hauptſächlich um Paſſagiere
erſter Klaſſe gehandelt habe. Uns iſt das Leben eines
Zwiſchendecklers genau ſo viel wert, als das eines
ameri=
kaniſchen Milliardärs erſter Klaſſe. Solche Kataſtrophen
kommen bei uns glücklicherweiſe ſelten vor, die letzte war
die der Elbe‟ Dieſe Kataſtrophe hatte damals die
Schot=
tenvorrichtung zur Folge. Auch iſt es nicht richtig, daß
ſonſt nichts geſchehe. Bei den Vorbereitungen zum
In=
ternationalen Kongreß ſind die ſeemänniſchen Arbeiter
nicht nur oberflächlich gehört worden. Die Vertreter der
Reedereien Lloyd und Hapag, die auf der Konferenz
waren, waren keine kaufmänniſchen Leiter, ſondern ein
Schiffbauingenieur und ein alter Kapitän, der beſonders
ſachverſtändig für das Rettungsweſen iſt. Weshalb die
Arbeiterorganiſationen beſonders hinzugezogen werden
ſollten, iſt uns nicht recht erfindlich. Die
Regierungsver=
treter haben auch deren Intereſſen verfolgt, wie ſie auch
die Intereſſen der am meiſten bei Kataſtrophen
Inter=
efſierten, nämlich die der Paſſagiere, zu vertreten haben.
Die Seeberufsgenoſſenſchaft genügt völlig, um die ihr
ob=
liegende Funktion zur Sicherung von Leben und
Eigen=
tum zu erfüllen.
Abg. Dr. Pfleger (Ztr.): Ich hoffe, daß es
gelin=
gen wird, weitere internationale Verträge zu ſchaffen und
damit die Sicherheit auf See weiter auszudehnen. Im
all=
gemeinen kann ich mich den Worten des
Regierungsvertre=
ters über die Seeberufsgenoſſenſchaft nur anſchließen.
Ge=
rade dieſe Genoſſenſchaft wendet die meiſten Mittel auf
zur Verhütung von Unglücksfällen. (Beifall.) — Abg.
Waſſermann (natl.): Ich habe die Zuſtimmung
mei=
ner Parteifreunde zu dem Vertrag auszuſprechen.
Hof=
fentlich folgen dieſem Vertrage bald weitere
internatio=
nale Maßnahmen zur Sicherung des Seeverkehrs. Die
Bemerkungen des ſozialdemokratiſchen Redners über das
Unternehmertum waren völlig ungerecht. Die ganze
ſo=
ziale Entwickelung in Deutſchland beweiſt, daß dieſe
Vor=
würfe unzutreffend waren. Der Vertrag muß einſtimmig
von uns angenommen werden. Wir wünſchen kein neues
Reichsamt für das Seeweſen, ſondern glauben, daß die
Seeberufsgenoſſenſchaft ein Organ iſt, welches nach ſeinen
bisherigen Leiſtungen volle Garantie bietet. Dieſe
Be=
rufsgenoſſenſchaft hat ſich ſtets bemüht, ihre Vorſchriften
zur Durchführung zu bringen und auch die genügende
Kon=
trolle zu ſchaffen.
Abg. Graf v. Weſtarp (konſ.): Wir ſind bereit, den
Vertrag anzunehmen. Er iſt ein Fortſchritt. Die
ſozial=
demokratiſchen Vorwürfe gehören zu den ſtändigen
Agita=
tionsmitteln. Gerade die Seeberufsgenoſſenſchaft hat
bis=
her tadellos gearbeitet. Die Vorwürfe ſollten
unterblei=
ben, da dadurch das Anſehen Deutſchlands im Auslande
herabgeſetzt wird. (Beifall.) — Abg. Dr. Heckſche
(Fortſchr. Vpt.): Wir begrüßen den Vertrag als
Fort=
ſchritt dankbar und erkennen ſpeziell an, daß dies Abkom
men auf die Initiative Deutſchlands zurückzuführen iſt.
Wir werden auch zu geſetzlichen Maßnahmen bereit ſein.
Was die Vorwürfe des ſozialdemokratiſchen Redners
be=
trifft, ſo hätte er den Verſuch machen müſſen, zu beweiſen,
daß die Unfälle in unſerer Handelsmarine zahlreicher ſeien
als in anderen Nationen. Dann könnte man wohl die
Tendenz ſeiner Anſchauungen begreifen. Den
Unterneh=
mern und auch der Seeberufsgenoſſenſchaft kann man es
nicht verdenken, angeſichts der vielen Angriffe, wenn ſie
ſich nur ungern mit den Arbeiterorganiſationen befaſſen.
Was die deutſchen Seeleute geſchaffen haben, iſt ein
Ehrentitel, auf den wir ſtolz ſind, den uns niemand rauben
kann. auch nicht der Abg. Schumann (Lebhafter Beifall.)
Abg. Dr. Arendt (Reichspt.): Auf leinem anderen
Gebiete wäre die Bureaukratiſierung ſo unheilvoll, wie
bei der Seefahrt, deren Fürſorge wir dem hanſeatiſchen
Geiſte überlaſſen können. Ich würde empfehlen, dem
Ver=
trag gleich in allen drei Leſungen zuzuſtimmen. — Abg.
Behrens (Wirtſch. Vgg.): Wir begrüßen dieſes
Kultur=
werk mit großer Freude. Wir müſſen prüten, ob wir die
Die See=
Staatskontrolle doch nicht einführen un
berufsgenoſſenſchaft ohne weiteres für fakroſankt zu
er=
klären, haben wir keine Veranlaſſung. — Abg. Stolten
(Soz.): Zugunſten der Regierung nehme ich an, daß ein
Eingreifen, wie es durch die internationale Konferenz
ge=
ſchehen iſt, auch erfolgt wäre, wenn es ſich nur um
Zwi=
ſchendeckspaſſagiere gehandelt hätte. Wenn einmal ein
Arbeiter etwas ſcharf und deutlich wird, ſo müſſen Sie
ihm das nicht ſo übel nehmen, weil dieſe Perſonen es nicht
gelernt haben, ihre Gedanken in ſchöne Worte zu kleiden
aber auch nicht, ihre Gedanken hinter ſchönen Worten zu
verbergen. An vielen Unfällen ſind die Unternehmer
ſchuld. Wenn eine Reederei gegen den Vertrag handelt,
ſo bietet der Vertrag keine Handhabe, ſie zu zwingen.
Des=
halb muß der Vertrag auch Strafbeſtimmungen enthalten.
Neben den Paſſagieren müſſen auch Leben und Geſundheit
der Mannſchaft auf See beſſer geſchützt werden, als bisher.
Als ausführendes Organ der Kontrolle kann ich die
See=
berufsgenoſſenſchaft nicht als genügend anerkennen, da
dieſe eine Selbſtüberwachung der Intereſſenten bedeuten
würde. Dazu wäre die Schaffung beſonderer ſtaatlicher
Organe notwendig. Vor allem muß die ſtrikte
Durchfüh=
rung der Vorſchriften des Vertrages geſetzlich garantiert
ſein. — Abg. Dove (Fortſchr. Vpt.): Der Abg. Stolle
hat bezüglich der Seeberufsgenoſſenſchaft den
entgegen=
geſetzten Standpunkt eingenommen, wie der Abg.
Schu=
mann. Die Anſchauung des Abg. Dr. Arendt iſt durchaus
unrichtig, als ob dieſes internationale Abkommen auf
ſein Verdienſt zurückzuführen ſei. — Abg. Schumann
(Soz.): Meine geſtrigen Ausführungen muß ich voll und
ganz aufrecht erhalten. Wenn es ſich nur um
Zwiſchen=
deckspaſſagiere gehandelt hätte, dann wären die
Verhand=
lungen und Beratungen langſamer von ſtatten gegangen.
Vor allen Dingen fehlt es an dem nötigen ausgebildeten
Rettungsbootsperſonal. Die Boote ſind vielfach
unbrauch=
bar und durchgeroſtet. Eine ſcharfe Kontrolle iſt da
erfor=
derlich. Indem ich Mißſtände rückſichtslos aufdecke, erfülle
ich nur meine Pflicht, von der ich mich nicht abhalten laſſen
werde. — Abg. Dr. Arendt (Reichspt.): Ich habe mich
niemals für den Vater dieſes Abkommens gehalten, wenn
ich auch die Frage ſeinerzeit angeregt habe.
Abg. Dr. Heckſcher (Fortſchr. Vpt.): Unter dem
Eindruck der Titanic=Kataſtrophe wurde ſeiner Zeit unter
den Parteien das Abkommen getroffen, die Zuſtände auf
der „Titanic” nicht zu kritiſieren. Nur der Abg. Arendt
hielt ſich nicht daran. Mit dem Gefühl des Bedauerns
habe ich noch feſtzuſtellen, daß durch Ausführungen, wie ſie
der Abg. Schumann machte, die Verhandlungen zwiſchen
Unternehmern und Arbeitern nur erſchwert werden. Damit
ſchließt die erſte Leſung. Das Abkommen wird in zweiter
Leſung und ſofort auch in dritter Leſungen bloc
einſtimmig angenommen. (Bravo.)
Das Geſetz betr.
ſtatiſtiſche Aufnahme der Vorräte von Getreide
und der Erzeugniſſe der Getreidemüllerei wird auf
An=
trag des Abgeordneten Erzberger ſofort in allen drei
Leſungen en bloc ohne Debatte angenommen.
Es folgt die erſte Leſung eines
Geſetzes zur Aenderung des Geſetzes betreffend die
gemein=
ſamen Rechte der Beſitzer von Schuldverſchreibungen.
Direktor im Reichsjuſtizamt Delbrück: Dieſe
Vor=
lage bezweckt bei dem Fortfall eines Zweithändlers eine
Vertre’ung zu beſtellen, der die Befugniſſe aufgelegt
wer=
den kann mit Wirlung für und gegen die Gläubiger
be=
ſtimmte Verfügungen über die Hypotheken zu treffen und
die Gläubiger bei Geltendmachung ihrer Hypotheken zur
Vertretung zu beſtellen Zur Vertretung ſoll dann die
Eintragung in das Grundbuch erforderlich ſein. Als
Ver=
treter ſoll in der Regel ein bei der Kreditgewährung
be=
teiligtes Bankhaus bezeichnet werden. — Abg. Dove
(Fortſchr. Vpt.): Dieſe Beſtimmung trifft tatſächlich einen
großen Notſtand ſo daß wir, obwohl wir eine Reform des
ganzen Geſetzes für wünſchenswert halten, gern zuſtimmen.
Ich bitte, dieſe Vorlage ſofort in allen drei Leſungen zu
er=
ledigen. Die Vorlage wird ſofort in allen drei
Leſungen verabſchiedet.
Damit iſt die Tagesordnung erſchöpft.
Nächſte Sitzung Samstag. 10 Uhr vormittags
Rechnungsſachen, Wahlprüfungen, Petitionen,
Rennwett=
geſetz. Schluß 4 Uhr.
* Berlin, 1. Mai. Von der
Budgetkom=
miſſion des Reichstags ſind die für eine
Aus=
kunftsſtelle im Kriegsminiſterium
geforder=
ten 2142 Mark vorläufig von dem Etat abgeſetzt worden;
auf die Forderung ſoll an anderer Stelle zurückgekommen
werden. Die für die Intendantur geforderten neuen
Stellen wurden genehmigt. — Bei der fortgeſetzten
Be=
ratung des Etats für das Reichsheer trat der
Kriegsminiſter energiſch für die Gewährung einer Zulage
von 2142 Mark für den Leiter der Auskunftsſtelle im
Inter=
eſſe der Zivilverſorgung der Offiziere ein. Ein Vertreter
des Kriegsminiſteriums teilte mit, daß die Auskunftsſtelle
von 350 alten Offizieren, welche ſich an dieſe gewandt
hat=
ten 86 eine Anſtellung vermittelt habe. Damit ſei die
Nütz=
lichkeit der Einrichtung bewieſen. Der Kriegsminiſter
er=
klärte, es ſei eine amtliche Stelle notwendig, da die private
Organiſation verſagt habe. Die Kommiſſion des
Reichs=
tags ging darauf zur Beratung des Geſetzes über den
Ver=
rat militäriſcher Geheimniſſe über, und vertagte ſich dann
auf Mittwoch. Zur Geſchäftsordnung wurde ecklärt, daß
der Begriff des militäriſchen Geheimniſſes noch ungeklärt
ſei und die Erwartung ausgedrückt, daß baldigſt
Er=
klärungen von der Regierung abgegeben werden — Der
Kriegsminiſter antwortete auf die Ausführungen
eines fortſchrittlichen Abggordneten, daß keine neue
Wehrvorlage in Arbeit ſei. Ob eine ſolche ſpäter
notwendig werden könne, ſei jetzt nicht zu überſehen. Auf
die von einem konſervativen Abgeordneten vorgebrachten
Beſorgniſſe über Gefährdung gewiſſer Grenzgebiete gab
der Kriegsminiſter beruhigende Erklärungen ab.
Luftfahrt.
Bedeutende Leiſtungen Darmſtädter Flieger.
L. Leutnant von Brederlow der hieſigen
Flie=
gerſtation hat mit ſeinem Beobachter Prinz Waldeck und
Pyrmont auf Aviatik=Doppeldecker einen großen
Ueber=
landflug ausgeführt. Er flog von Darmſtadt nach
Han=
nover-Lüneburg-Berlin-Leipzig, und von da wieder
zurück. Die zurückgelegte Strecke beträgt etwa 1300
Kilo=
meter. Leutnant Reinhardt, Beobachter Oberleutnant
Burmeiſter, durchflog mit einem Aviatik=Doppeldecker
die 270 Kilometer lange Strecke Darmſtadt-Mülhauſen in
2 Stunden 40 Minuten. Leutnant Krauſe=Davis der
hieſigen Fliegerſtation nimmt als Beobachter mit dem
berühmten Rekordflieger Viktor Stöffler am Prinz
Heinrich=Flug teil. Leutnant Reinhardt und Leutnant
v. Oſterroth beteiligen ſich an der Aufklärungsübung.
Schwer nfall zweier deutſcher Militärflieger.
ſtadt, 1. Mai. Die Fliegeroffi=
* Ha
ziere Leutnant Niemeier vom Sächſiſchen Inf.=Regt.
Nr. 178 als Führer und Oberleutnant Mayer vom
Luft=
ſchifferbataillon I als Begleiter, die heute morgen in
Dö=
beritz auf einem Doppeldecker aufgeſtiegen waren, wurden
in 20 Meter Höhe über dem Flugplatz Halberſtadt von
einer Böeerfaßt. Der Apparat wurde zu Boden
geſchleudert und vollſtändig zertrümmert. Oberlt.
Mayer wurde ſofort getötet, Leutnant Niemeier
ſchwer verletzt.
* Poſen, 1. Mai. Das Militärluftſchiff
„Z. 5" iſt heute früh, von Johannisthal kommend, hier
ein=
getroffen.
* Wien, 1. Mai. Das Miniſterium des Innern
ver=
öffentlicht eine Kundmachung, nach welcher in Abänderung
der bisherigen Beſtimmungen das Königreich Galizien,
Lodomerien mit dem Großherzogtum Krakau und
das Herzogtum Bukowina zu den für
Luftfahr=
zeuge verbotenen Zonen erklärt werden.
* Paris, 1. Mai. Offiziös wird gemeldet, das
Kriegsminiſterium habe verfügt, daß den Offizieren und
Unteroffizieren aller Waffengatungen die Ermächtigung
erteilt werden könne, als Fluagäſte an Bord der
Mili=
tärflugzeuge an Aufklärungsflügen teilzunehmen. Man
hofft, hierdurch die Rekrutierung der Militärflieger zu
fördern.
* Paris, 1. Mai. Der bekannte Flieger Vedrines,
der bei den Kammerwahlen in Limoux im erſten
Wahl=
gange durchgefallen iſt, beſchloß, im zweiten Wahlgange
ſeine Kandidatur im Bezirke von Arles aufzuſtellen.
Die deutſchen Luftſchiffer in Rußland
verurteilt.
* Perm, 1. Mai. Nach ſiebenſtündiger
Verhand=
lung verurteilte der Appellhof die deutſchen Luftſchiffer
Berliner, Haaſe und Nicolai wegen Aufnahme
von Plänen, Anfertigung von Kopien, Beſchreibung
be=
feſtigter Punkte, Sammlung von Nachrichten,
Verheim=
lichung ihrer Herkunft und Eindringens in befeſtigte
Punkte des Reiches zu ſechs Monaten Einzelhaft
mit Anrechnung des 58tägigen Hausarreſtes. Die Anklage
gegen Berliner wegen Veröffentlichung von geheimen
Do=
kumenten in einem mit Rußland nicht im Kriege
befind=
lichen Staate war fallengelaſſen worden. Der Luftballon
wird der Regierung, die Waffen werden der Polizei
über=
geben. Die Verurteilten bleiben bis zur Stellung einer
Kaution von 2000 Rubel für einen jeden im Hausarreſt.
Turnen, Spiele und Sporf.
* Pferdeſport. Rennen zu Maiſons=Lafitte,
1. Mai. Prix de Chars; 3000 Francs: 1. J. R. Roberts
Indiskret II (Nervo), 2. Bonne Pate, 3. Flocon. 96:10;
20, 58, 16:10. — Prir Ward=Dance; 5000 Francs: 1. J.
Heneſſys Rupeſtris II (J. Jennings), 2. Douvres, 3.
Clairville. 10.10; 62, 81:10. — Prix de Vernon; 4000 Fr.:
1. J. Rutger le Roys Bootjack (O'Neill), 2. Uvaldi,
3. Oſteite. 57110: 20, 32, 25:10. — Prix Edgard de la
Charme; 20000 Francs: 1. Due Decazes Ambre II (J.
Childs), 2. Dorrit, 3. Hickory. 57110, 17, 13:10. — Prix
Jongleur; 8000 Francs: 1. Kelekians Vetiver (Sharpe),
2. Veillee, 3. Hautot.
Großes Eiſenbahnunglück bei Nieder=
Saulheim.
* Mainz, 1. Mai. Der Perſonenzug 437, der
auf der Fahrt von Alzey nach Mainz um 8.11 Uhr von
Nieder=Saulheim abgeht, iſt dort mit einer
größe=
ren Rangierabteilung zuſammengeſtoßen.
Bis jetzt ſind drei Tote, darunter der Lokomotivführer
und zwei Frauen, feſtgeſtellt. Fünf Perſonen ſind
ſchwer, eine größere Anzahl leichter
ver=
letzt. Die Strecke iſt durch die zertrümmerten Wagen
geſperrt, doch wird der Betrieb durch Umſteigen aufrecht
erhalten. Der Materialſchaden iſt bedeutend. Wie das
Unglück am hellen Tage geſchehen konnte, iſt noch nicht
feſtgeſtellt.
* Mainz. 1. Mai. Unter den bei dem
Eiſen=
bahnunglück bei Nieder=Saulheim Getöteten
be=
finden ſich zwei Mädchen aus Flonheim, der Heizer Löhr
aus Alzey und ein Lokomotivführer, außerdem eine
Blu=
menverkäuferin aus Wörrſtadt. Bis jetzt ſind fünf
Tote, 15 Schwerverletzte und eine größere Anzahl
Leichtverletzte feſtgeſtellt.
* Mainz, 1. Mai. Ueber das
Eiſenbahn=
unglück bei Nieder=Saulheim wird noch folgende
amt=
liche Meldung bekannt gegeben: Heute vormittag
8 Uhr 5 Minuten ſtieß der von Alzey nach Mainz fahrende
Perſonenzug 437 auf Station Nieder=Saulheim auf eine
zurückſetzende Rangierabteilung des Güterzuges 8100. Die
Urſache konnte noch nicht einwandfrei feſtgeſtellt werden.
Tot ſind der Lokomotivführer des Perſonenzuges 437,
Lehr aus Alzey, Fräulein Eliſe Wieland aus Flonheim
und Witwe Anna Guttentin aus Wörrſtadt. Schwer
verletzt wurden der Heizer des Perſonenzuges 437,
Magſam aus Alzey, und vier Reiſende; leicht verletzt
etwa 10 Perſonen. Vier Wagen des Perſonenzuges und
drei Wagen des Güterzuges ſowie beide Lokomotiven
wurden erheblich beſchädigt Die Dauer der Gleisſperrung
dürfte vorausſichtlich 12 Stunden betragen. Der
Perſonen=
verkehr wird durch Umſteigen aufrechterhalten, der
Güter=
zugverkehr iſt eingeſtellt.
* Mainz, 1. Mai. Die vermutliche Urſache
des Unglücks iſt die am heutigen Tage eingetretene
Fahr=
planänderung, wonach der Güterzug 8100 um 10
Mi=
nuten früher von Mainz abfährt und die dadurch
be=
dingte Kreuzungsänderung. Ein Hilfszug mit den
Aerz=
ten Dr. Manz und Dr. Bayer iſt zur Unfallſtelle
hinaus=
gefahren. Der Güterzug 8102 konnte nicht verkehren Das
Unglück ereignete ſich an der ſüdlichen Ausfahrt des
Bahn=
hofs Nieder=Saulheim. Der um 7 Uhr 8 Minuten in
Kirchheimbolanden abgehende Perſonenzug 437 paſſierte
mit etwas Verſpätung die Station Wörrſtadt. Der
Bahn=
hof Nieder=Saulheim war gerade von dem Güterzug 8100
beſetzt, der in den beiden Gleiſen des Bahnhofs rangierte.
Die Maſchine des Güterzuges befand ſich gerade in der
Weiche, in der das Ausweichgleis in die freie Strecke
mün=
dete, als der Perſonenzug von Wörrſtadt herankam. Der
Zugführer des Perſonenzuges hatte offenbar überſehen,
daß das Einfahrtſignal nicht gezogen war. Als er
be=
merkte, daß die Einfahrt nicht frei war, bremſte er ſofort
und gab Gegendampf, doch war es zu ſpät, denn im
näch=
ſten Augenblick ſchon erfolgte der
Zuſammen=
ſtoß. Die heiden Züge ſauf
it ſurchtbarer Wucht
Vorderteile der Maſchinen wurden
gegeneinander
bei dem Anprall vollſtändig zertrümmert. Beide
Ma=
ſchinen ſprangen aus dem Gleiſe. Die Packwagen und die
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Nummer 120.
nachfolgenden Wagen des Güterzuges wurden vollſtändig
ineinander geſchoben. Auch von dem Perſonenzug wurden
der Packwagen und der dahinter laufende Wagen dritter
Klaſſe zertrümmert.
Ankunft des neuen Statthalters
in Straßburg.
* Straßburg, 1. Mai. Mit dem fahrplanmäßigen
Zuge um 10.55 Uhr traf heute vormittag, von Berlin
kom=
mend, der neuernannte kaiſerliche Statthalter in Elſaß=
Lothringen, Dr. v. Dallwitz, hier ein. Staatsſekretär
Graf v. Roedern ſowie der perſönliche Adjutant des
Statthalters, Major v. Strempel, waren bis zur
Landes=
grenze entgegengefahren, um den Statthalter in
Lauter=
burg zu begrüßen. Hier in Straßburg fand im
Haupt=
bahnhof kleiner Empfang ſtatt; u. a. waren zur Begrüßung
erſchienen die Staatsſekretäre Frenkel und Köhler,
Be=
zirkspräſident Pöhlmann, der vortragende Rat Dr.
Dieck=
hoff und Miniſterialdirektor Cronau, Polizeipräſident von
Lautz, der Rektor magnificus Profeſſor Dr. Chiari,
fer=
ner von der Generalität der kommandierende General des
15. Armeekorps v. Deimling, der Gouverneur
General=
leutnant v. Eberhardt, ſowie für den hier abweſenden
Bürgermeiſter Beigeordneter Timme. Der Statthalter
begab ſich nach kurzer Begrüßung der erſchienenen Herren
durch den Fürſtenſalon zum Automobil des
Staatsſekre=
tärs, um nach dem Palais am Marneſia=Staden zu
fah=
ren. Die Abſperrung des Bahnſteigs war ſtrenger als
ſonſt.
* Straßburg, 1. Mai. Der Kaiſerliche Statthalter
Dr. v. Dallwitz begab ſich heute mittag 12 Uhr, kurz
nach ſeiner Ankunft, alsbald zur Univerſität, die heute am
1. Mai ihr Stiftungsfeſt begeht. Der Statthalter wurde
von dem Rektor Magnifikus Profeſſor Dr. Chiari mit
einer Anſprache begrüßt. Er gab dann in einer kurzen
Rede ſeiner Freude darüber Ausdruck, daß ſeine erſte
amtliche Tätigkeit der Feier der Kaiſer Wilhelm=
Univer=
ſität gewidmet ſei, der er ſelbſt vor 38 Jahren als Student
der Rechtswiſſenſchaft angehört habe. Dann verlas der
Prorektor den Jahresbericht und der Rektor Magnifikus
Dr. Chiari hielt ſeine Antrittsrede.
Aus Korfu.
* Korfu, 1. Mai. Der Kaiſer hörte heute
vor=
mittag die Vorträge der drei Kabinettschefs und des
Ge=
ſandten v. Treutler. Zur Mittagstafel waren geladen die
Königin der Hellenen, der Geſandte Graf Qugdt.
Admi=
ral Souchon und andere. — Generaloberſt v. Keſſel
be=
geht heute ſein 50jähriges Militärdienſtjubiläum. Aus
dieſem Anlaß wurde vor der Tafel eine kurze Feier
ab=
gehalten, wobei der Kaiſer dem Jubilar ſein Porträt in
Oel überreichte und eine Kabinettsorder verleſen ließ. Bei
der Taſel konzertierte die Kapelle der „Hohenzollern”
Der Kaiſer verlieh dem Profeſſor Doerpfeld das
Ritterkreuz des Hausordens von Hohenzollern, dem
Pro=
feſſor Caro den Roten Adlerorden vierter Klaſſe mit der
Krone. — Der König der Hellenen verlieh dem
Leibarzt v. Niedner das Kommandeurkreuz des
Erlöſer=
ordens mit dem Stern in Anerkennung ſeiner ärztlichen
Tätigkeit für die hieſige Bevölkerung.
* Achilleion 1. Mai. Zur Mittagstafel
war die Königin der Hellenen geladen, zum Tee
nach der Tafel der Kaiſerliche Geſandte in Athen Graf
v. Quadt, Legationsſekretär v. Moltke, der Kaiſerliche
Geſandte auf Korfu Spengelmann, Konteradmiral
Sou=
chon, Offiziere der deutſchen Schiffe und Profeſſor
Dörp=
feld mit Familie. Photograph Jürgenſen von der
„Hohenzollern” führte farbige Aufnahmen von Achilleion
und den Nordlandreiſen, kinematographiſche Aufnahmen
von der Mittelmeerreiſe 1914, den Nordlandreiſen 1912
und 1913 und von den Flottenmanövern vor.
Die Erkrankung des Kaiſers Franz Joſef.
* Wien, 1. Mai. (Amtlich.) Das Befinden des
Kaiſers war in der heutigen Nacht ebenſo gut wie in
den beiden vorhergegangenen. Das
Allgemeinbe=
finden iſt vollkommen zufriedenſtellend.
* Wien, 1. Mai. Nach dem Abendbericht über das
Befinden des Kaiſers nimmt der Katarrh weiter
ab; die Beſſerung hält an.
Prozeß Caillaux.
* Paris 1. Mai. Frau Caillaux richtete am
Schluß ihres geſtrigen Verhörs an den
Unterſuchungs=
richter Boucard das Erſuchen, den bekannten Chirurgen
Doyen zu vernehmen. Sie begründete dieſes Erſuchen
mit der Erklärung, ſie habe ſtets behauptet daß ſie nicht
die Abſicht gehabt habe, Calmette zu töten. Nach den von
Doktor Doyen ihrem Gatten gegenüber getanen
Aeuße=
rungen könne ſie auch ſagen, daß die Verletzungen
Cal=
mettes keine tödlichen geweſen ſeien. Doyen habe auf
Grund der von den Gerichtsärzten abgegebenen
Gut=
achten erklärt, daß Calmette in vierzehn Tagen
wieder=
hergeſtellt geweſen ſein würde, wenn man nur die
ge=
wöhnlichſten Vorſichtsmaßnahmen getroffen, und
nament=
lich, wenn man dem Bluterguß Einhalt getan hätte. Der
Richter lehnte das Anſuchen der Frau Caillaux ab,
wor=
auf dieſe bemerkte, daß ſie Dr. Doyen als Zeugen zur
Hauptverhandlung vorladen laſſen werde.
Vermiſchtes.
Dem Rechenſchafts=Bericht für das
Jahr 1913 des Deutſchen Kellner=Bundes
Union Ganymed entnehmen wir folgendes: Der
DKB. UG. beſteht aus 200 Bezirks=Vereinen, welche in der
ganzen Welt vertreten ſind. Der Mitglieder=Beſtand
be=
trug am 31. Dezember 1913 13025. Für Stellen=
Vermitt=
lung und an Bureau=Zuſchüſſen, ſowie für den paritätiſchen
Arbeits=Nachweis zahlte der Bund 59 691,53 Mk., fü
Kranken= und Begräbnis=Unterſtützungen 60917,45 Mk.
Im ganzen wurden bisher 701477,30 Mk. gezahlt.
Für Gewährung von Rechtsſchutz bei
geſchäft=
lichen Streitigkeiten wurden 3275,02 Mk. ausgegeben. Die
Dr. Blüher=Stiftung, eine wohltätige Stiftung für ältere,
arbeitsunfähige Mitglieder, beträgt 280969,76 Mk., das
Spareinlagen=Konto 673812,31 Mk. Der Geſamtumſatz
betrug 1327018,08 Mk. Ein ſchöner Erfolg, wenn man
bedenkt, daß alles aus eigener Kraft entſtand. Die Stellen=
Vermittlung erfolgt koſtenlos. Im Jahre 1913 wurden
allein 71895 Stellen beſetzt; ſeit Beſtehen des Bundes
1550 663. Der DKB. UG. ſteht auf nationalem Boden
und bezweckt ſittliche und materielle Hebung des ganzen
Standes, Heranbildung von pflichtgetreuen Gehilfen und
tüchtigen Fachgenoſſen. Der Bund beſteht ſeit 1878; der
Hauptſitz und die Haupt=Verwaltung befinden ſich in
Leip=
zig. Johannisgaſſe 4.
Der hieſige Bezirks=Verein des Deutſchen
Kellner=
bundes Union Ganymed zählt zicka 50 Mitglieder und
hat ſein Vereins=Lokal in der Stadt Pfungſtadt.
C.K. Die Einnahmen der Pariſer Theater
1913. Obwohl das Jahr 1913 geſchäftlich nicht gerade zu
den glänzenden zählt, ſo iſt doch die Summe, die in Paris
für Vergnügungen ausgegeben worden iſt, größer als jede
frühere derartige Ziffer. Nach der ſoeben erſchienenen
Einnahmeſtatiſtik der Theater, Konzerte und anderen
Ver=
gnügungslokale wurden 68 452396 Francs ausgegeben,
wobei die Wohltätigkeitsveranſtaltungen und die
Jahr=
marktfeſte, bei denen auch ungefähr 12 Millionen Francs
eingenommen wurden, noch nicht mitgerechnet ſind. Die
Einnahmen der Theater betrugen 35101573 Fres. (1912:
34080 735); an zweiter Stelle ſtehen die Kinotheater mit
8 655 864 Fres. (1912: 6841 566); die
Konzertveranſtal=
tungen brachten 8 408658 Fres; ihre Einnahmen ſind
gegen 1912 um mehr als eine Million zurückgegangen. Die
Varietés nahmen 8 333 790 Fres, ein, die Zirkuſſe und die
Eislaufbahnen 5165888 Fres. Die öffentlichen Tanzlokale
hatten eine Einnahme von 1250568 Fres., Muſeen und
Ausſtellungen von 969362 Fres. Drei unter den Pariſer
Theatern haben eine Einnahme von mehr als 2 Millionen
Francs zu verzeichnen: die Große Oper 2994000 Francs,
die Opéra Comique 2949000 Fres. und die Comédie
Frangaiſe 2149000 Fres. Zehn Theater nahmen mehr
als eine Million ein, darunter das Chätelet 1691000 Fres.,
die Varietés 1689000 Fres, Porte=Saint=Martin 1658000
Francs; als letztes in dieſer Gruppe erſcheint das Theater
Antoine mit 1013000 Fres. Fünf Theater haben gegen
eine Million Einnahmen gehabt. Außerordentlich hoch
waren die Einnahmen der Kinos; ſo brachte das
Hippo=
drom 1990000 Frcs., der Pathé=Palaſt 908000 Fres. und
das Tivoli 700000 Fres.
Altertümerſchutz in Aegypten. Durch die
verlockenden Angebote von Antiquitätenhändlern verleitet
haben die Fellahs im Niltal trotz aller Verbote der
Re=
gierung immer wieder heimliche Ausgrabungen
unter=
nommen, durch die wertvolle Denkmäler des Altertums
empfindlich geſchädigt wurden. Nunmehr hat aber die
ägyptiſche Regierung ein neues Geſetz zum Schutz der
Denkmäler erlaſſen, deſſen ſtrenge Beſtimmungen vielleicht
geeignet ſind, dieſem Treiben Einhalt zu gebieten. Jede
Perſon, die Ausgrabungen in den Ruinen veranſtaltet,
ohne eine beſondere Erlaubnis dazu zu haben, oder die
Tiere zwiſchen den Ruinen weiden läßt, ſoll ein Jahr
Ge=
fängnis und eine Geldſtrafe von 100 Pfund erhalten.
Jeder, der einen Namen auf ein altes Denkmal kritzelt
er=
hält 8 Tage Gefängnis und 1 Pfund Geldſtrafe. Die
An=
tiquitätenhändler müſſen von der Regierung eine Licenz
erhalten und ſind verpflichtet, ihre Ankäufe und Verkäufe
genau zu regiſtrieren, und Regierungsbeamte ſind
jeder=
zeit ermächtigt, eine Reviſion ihrer Bücher vorzunehmen.
Ausnahmen können für Privatperſonen nur gemacht
wer=
den, wenn ſie genügende Empfehlungen aufweiſen können,
und man darf von ihnen fordern, daß ſie als Autoritäten
anerkannte Archäologen in ihren Dienſt nehmen. Jede
Expedition wird die Ausgrabungserlaubnis nur für
höchſtens zwei Stätten erhalten, und ſie muß durch
Si=
tuationspläne genau die Ausgrabungen, die ſie
unter=
nehmen will, kennzeichnen. Am Schluß jeder
Aus=
grabungskampagne müſſen die Gräben ausgefüllt werden.
Das Geſetz, das den planloſen Ausgrabungen in Aegypten
ein Ende bereiten ſoll, wird zweifellos den Beifall aller
Archäologen finden.
Literariſches.
— Friedrich Kayßler, Berlins bekannteſter und
be=
deutendſter Schauſpieler, gibt in feſſelnder und geiſtvoller
Weiſe Gedanken über Shakeſpearedarſtellung und ihre
Wirkungen in dem neueſten (16.) Heft der Zeitſchrift
„Moderne Kunſt” (Verlag von Richard Bong
Ber=
lin W 57. Preis des Vierzehntagsheftes 60 Pfg.) deren
doppelſeitige und einſeitigen Kunſtbeilagen auch diesmal
in dem neuen Tiefdruckverfahren mit ſeiner im Buchdruck
unerreichten, fein nüancierten Helldunkel=Wirkung gehalten
ſind. Aus dem reichen textlichen Teil dieſes Heftes heben
wir noch Dr. Oskar Anwands Aufſatz über Martin
Brandenburg hervor, der mit zahlreichen Abbildungen
nach Gemälden dieſes Romantikers unter unſern modernen
Malern geſchmückt iſt. Ebenſo ſeien Wilhelm Bloems
gleichfalls reichilluſtrierter Aufſatz über „Elefanten und
Elefantenjagd” ferner der Artikel über den Leipziger
Bildhauer „Joſeph Magr” wiederum mit Abbildungen
nach Werken des Künſtlers verſehen, und Dr. Ludwig
Stabys Plauderei, „der Jäger als Vogelſchützer”
beſon=
ders genannt. Auch diesmal iſt der Zickzack reich an
Bei=
trägen, die in Bild und Wort über bedeutende zeitgemäße
und eigenartige Begebenheiten und Perſönlichkeiten aus
der Welt, der Geſellſchaft, der Literatur, der Kunſt, des
Sports und der Mode in anregender Form berichten.
— Im Verlag von J. Engelhorns Nachf. in
Stutt=
gart erſchien: Der Neubau des Lebens.
Richt=
linien von Ralph Waldo Trine. Einzig berechtigte
Ueberſetzung aus dem Engliſchen von Dr. Max
Chriſt=
lieb. In elegantem Leinenband 4 Mark. Der berühmte
amerikaniſche Denker. Tauſenden und Abertauſenden ein
Freund und lieber Berater, gibt in dieſem neueſten Buch
Richtlinien für den Wiederaufbau eines innerlich
reli=
giöſen, chriſtlichen Lebens auf einer Grundlage, die dem
modernen Denken und den Ergebniſſen wiſſenſchaftlicher
Forſchung Rechnung trägt. Trines unübertroffene Gabe,
im Herzen der Zeit zu leſen und das auszuſprechen, was
uns allen das Gemüt bewegt, offenbart ſich hier wieder in
glänzendſter Weiſe. Nach ſeinem ganzen Gedankengehalt,
er lichterfüllten Darſtellung und der hinreißenden Sprache
ſtellt ſich „Der Neubau des Lebens” ebenbürtig neben des
Verfaſſers allbekanntes Werk „In Harmonie mit dem
Un=
endlichen”.
Vom Balkan.
* Belgrad, 1. Mai. Laut Meldung der Politika
hat der Miniſterrat beſchloſſen, die Traſſierung
der Eiſenbahnlinie Pozarewatſch-Prabowa der
franzöſiſchen Gruppe Lefebre, diejenige der Linien
Priſch=
tina-Prizrend und Monaſtir-Ochrida der
Eiſenbahn=
baugeſellſchaft Lenz u. Co. in Berlin, ſowie die der Linie
Prilep-Weleſch-Iſchtip-Kotſchana einer engliſchen
Firma zu übertragen. Nach einer Meldung der Stampa
hat ein Ingenieur des franzöſiſchen Unternehmens bei
Zlota Spuren von Gold= und Kupfererzen gefunden.
* Konſtantinopel, 1. Mai. Es verlautet, die
Pforte habe an die Botſchaften eine Denkſchrift
gerichtet, welche die Aufmerkſamkeit der Mächte auf die
Verfolgungen von Muſelmanen in
Maze=
donien lenkt.
Mexiko und die Vereinigten Staaten.
Die Vermittelung.
* Waſhington, 30. April. Aus zuverläſſiger Quelle
wird mitgeteilt, daß die an der Vermittelung
be=
teiligten ſüdamerikaniſchen Staaten einen Appell an die
europäiſchen Regierungen gerichtet haben, ſie
möchten ihre guten Dienſte anwenden, um die
Verhand=
lungen zu fördern. Sie haben indeſſen erſucht, keinen
be=
ſonderen Einfluß auszuüben, um Wilſon zur Stellung
leichter Bedingungen zu veranlaſſen. Ferner wird
mitge=
teilt, daß Geſandte an Carranza abgegangen ſind, um ihm
vorzuſchlagen, an dem Waffenſtillſtand teilzunehmen.
* Waſhington, 1. Mai. Huerta hat den
Vor=
ſchlag auf Einſtellung der Feindſeligkeiten zwiſchen den
United States und Mexiko während der
Vermittelungs=
aktion angenommen.
Die Lage in Veracruz und Tampico.
* Veracruz, 30. April. General Funſton hat
das Kommando über die hieſigen Streitkräfte
übernom=
men. Nach der Landung der 5. Infanteriebrigade
kehr=
ten die Matroſen auf die Schiffe zurück.
* Veracruz, 30. April. (Reuter.) Es wird
ge=
meldet, daß Regierungstruppen und
Konſtitutio=
naliſten geſtern bei Tampico auf den kubaniſchen
Poſt=
dampfer „Antilla” feuerten und daß der Steuermann
ge=
tötet wurde. Der Kommandeur eines britiſchen Schiffes
vor Tampico hat bei den Kommandanten beider Truppen
Proteſt erhoben.
Letzte Nachrichten.
* Waſhington, 1. Mai. Admiral Mayo
be=
ſtätigt, daß die Rebellen einen unter kubaniſcher Flagge
fahrenden Poſtdampfer angegriffen haben. Der Kapitän
des engliſchen Kreuzers „Hermione” der rangälteſte der
ausländiſchen Flottenoffiziere, hat Erklärungen gefordert.
Die Rebellen erwiderten, ſie wollten verhindern, daß eine
Ladung die Bundestruppen erreichte. Das Schiff lief
päter unter dem Schutze des Feuers des den
Bundes=
truppen gehörigen Kanonenbootes in El Paſo ein.
* Waſhington, 1. Mai. Carranza hat die
Mobiliſierung von 12000 Mann, die unter den
führung Villas Tampico angreifen ſollen, angeordnet. —
Der Schwiegerſohn Carranzas erklärt einen
Waffenſtill=
ſtand mit Nordmexiko für unmöglich.
* Waſhington, 1. Mai. Nach einer Nachricht aus
der Stadt Mexiko ſoll ein Dr. Ryon, ein amerikaniſcher
Angeſtellter der Regierung der Union, der Flüchtlingen
geholfen hat, heute als Spion hingerichtet
wer=
den. Staatsſekretär Bryan habe, obgleich er die Meldung
licht glaube, dringende Vorſtellungen bei dem ſpaniſchen
Botſchafter, der Huerta hier vertritt, erhoben.
* Berlin, 1. Mai. Im Anſchluß an die Nachrichten
über die Tätigkeit des Kreuzers „Dresden”, die vor
einigen Tagen durch die Preſſe gingen, dürfte die
Tat=
ache intereſſieren, daß nach den jetzt vorliegenden
amt=
lichen Berichten außer den bereits gemeldeten
Hilfeleiſtun=
en 150 amerikaniſche Staatsangehörige auf Veranlaſſung
des Kommandanten des Kreuzers „Dresden” durch einen
ffizier dieſes Schiffes bei Nacht aus dem bedrohten
Ho=
tel abgeholt und in Sicherheit auf die Schiffe gebracht
worden ſind.
Darmſtadt, 2. Mai.
W-l. Großh. Hoftheater. Vor ſtark beſetztem Hauſe
wurde geſtern abend Schillers „Don Carlos”
wieder=
holt. Unter dem Publikum war die Jugend ſtark
ver=
treten. Die Rolle des Königs Philipp, den bei der erſten
Aufführung ein Gaſt ſpielte, wurde erſtmalig von Herrn
Weſtermann dargeſtellt, der, wie immer, eine tief
durchdachte, von künſtleriſcher Intelligenz und
hervor=
ragendem ſchauſpieleriſchen Können zeugende Leiſtung bot,
die durch ihre perſönliche Note und die ſcharf
ausge=
prägte Charakteriſtik die des Gaſtes weit übertraf.
Wäh=
rend Herr Weſtermann einerſeits auf alles Poſenhafte
und Theatraliſche verzichtet und das Hauptgewicht auf
die pſychologiſche Motivierung des Charakters und die
gewiſſenhafte und konſequente Ausgeſtaltung der Rolle
von innen heraus legt, wobei ihm auch ein
ausdrucks=
volles Mienenſpiel zuſtatten kommt, ſcheut er andererſeits
nicht davor zurück, die Rolle in den leidenſchaftlichen
Szenen zu höchſter dramatiſcher Wirkung zu ſteigern, und
er nimmt den Dichter wörtlich, wenn er ihn nach der Szene
mit der Königin zu Alba ſagen läßt, daß er ihn „zum
Raſen” gebracht habe. Sehr fein pointiert war die
in=
brünſtige Gebetſzene und ſein Spiel in der großen Szene
mit Marquis Poſa. Vorübergehend beeinträchtigte ſeine
ſonſt hervorragende Sprachtechnik ein naſaler Ton und
eine zu kurz abgehackte Sprechweiſe. Das Publikum war
ſehr begeiſtert von der Aufführung und ehrte auch Herrn
Weſtermann durch viele Hervorrufe.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Hannover, 1. Mai. Auf der Fahrt von Berlin nach
Köln iſt heute nachmittag in der Nähe von Stendal der
Landtagsabgeordnete Becker (Zentr., Köln 2) einem
Gehirnſchlag erlegen. Der Arzt konnte nur noch
den Tod feſtſtellen. Der Landtagsabgeordnete Brors
(Zentr.) befand ſich in ſeiner Begleitung.
* Hamburg, 1. Mai. Der Dampfer
Vater=
land” iſt, nachdem die Probefahrt in jeder Beziehung
befriedigend verlaufen iſt, von der Hamburg Amerika=Linie
übernommen worden.
* Oſterfeld (Reg.=Bez. Münſter), 1. Mai. Heute
nach=
mittag brach an der Grenze der Provinzen Rheinland und
Weſtfalen zwiſchen Oſterfeld Hiesfeld, Kirchhellen und
Sterkrade in den Waldungen des Großinduſtriellen Grillo
ein Waldbrand aus, der auf die herzoglich
Aren=
bergiſchen Waldungen übergriff. 800 Morgen ſind von
den Flammen ergriffen Alle Feuerwehren der Umgegend
ſind telephoniſch und telegraphiſch herbeigerufen worden,
doch iſt die Eindämmung des Feuers angeſichts des Windes
und der Trockenheit unwahrſcheinlich. Das Forſthaus iſt
von den Flammen eingeſchloſſen; etwa 40000
Mor=
gen ſind gefährdet.
* Trieſt. 1. Mai. Die ſozialdemokratiſche, ſowie die
ſloweniſche Arbeiterorganiſaton veranſtalteten zur
Ma=
feier nach den öffentlichen Verſammlungen Umzüge.
Während die Kundgebung der Sozialdemokraten ruhig
verlief, kam es bei dem Umzuge der Slowenen zwiſchen
dieſen und den Italienern an mehreren Punkten der
Stadt zu Schlägereien, ſo daß die Polizei eingreifen
mußte. Ein Slowene verletzte einen Italiener ſchwer durch
einen Stich ins Herz. Aus einem Gaſthauſe wurden auf
eine Slowenentruppe zwei Revolverſchüſſe abgefeuert, die
jedoch niemanden trafen. Die Italiener veranſtalteten eine
Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Seite 7.
Gegeniundgeklung und warſen nehrere Fenterſcheiben
ein. 29 Perſonen wurden verhaftet.
* Florenz, 1. Mai. Der Verhandlungstermin in dem
Prozeß gegen Perugia, den Dieb der Mona
Liſa, iſt auf den 4. Juni feſtgeſetzt.
* Paris, 1. Mai. Der Deputierte Painlevé ſagte
bei ſeiner Vernehmung vor dem Unterſuchungsrichter aus,
er häbe von ſehr gut unterrichteter Seite gehört, daß
Cal=
mette intime Briefe beſeſſen und beabſichtigt
habe, ſie zu veröffentlichen, wie Caillaux auch befürchtete.
Er habe damals ſofort Caillaux telephoniſch hierüber
ver=
ſtändigt.
* Paris 1. Mai. Der Ausſchuß der Linken der
bisherigen Deputiertenkammer hat die Republikaner
auf=
gefordert, bei den Stichwahlen überall ihre Stimmen
auf denjenigen Kandidaten der linken Parteien z½
ver=
einigen, der die meiſten Ausſichten gegen die Kandidaten
der verbündeten reaktionären Parteien hat.
* Paris, 1. Mai. Auf Anordnung des erſten
Präſi=
denten des Kaſſationsgerichtshofes, Baudouin, werden
die drei Senate dieſes Gerichtshofes am 6. Mai als
ober=
ſter richterlicher Diſziplinarrat zuſammentreten, um
ſich mit der vom Juſtizminiſter anläßlich des
Rochette=
handels gegen den Präſidenten des Appellgerichtes der
Zuchtpolizei, Fidault de I'Isle, angeordneten
Diſziplinar=
unterſuchung zu beſchäftigen. Die Verhandlungen werden
unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit ſtattfinden.
* Paris, 1. Mai. Unter dem Vorſitz des franzöſiſchen
Generalzolldirektors Branet fand hier im Laufe dieſer
Woche eine Konferenz der franzöſiſchen und
ruſſiſchen Zollbehörden ſtatt, welche in
ein=
gehender Weiſe verſchiedene Beſchwerden der franzöſiſchen
Geſchäftswelt gegen die Anwendung einzelner
Zollbeſtim=
mungen ſeitens der ruſſiſchen Zollverwaltung prüſte. Wie
verlautet, wurde von den ruſſiſchen Delegierten die
Be=
rechtigung dieſer Beſchwerden in den weſentlichen
Punk=
ten anerkannt und Abhilfe zugeſagt. Die Vertreter der
ruſſiſchen Zollbehörde reiſen morgen nach Petersburg
zurück.
* Paris, 1. Maj. Bis abends 5 Uhr hat die
Mai=
feier keinerlei Ruheſtörung verurſacht. In Paris und
in der Provinz haben einige Verſammlungen und
Um=
züge ſtattgefunden. In den ſtaatlichen Streichholz= und
Tabakfabriken ſowie in einigen anderen Fabriken wird,
wie in früheren Jahren, geſtreikt.
* London, 1. Mai. Der Sonderausſchuß, der vom
Oberhauſe ernannt war, um die gegen Lord Murray of
Elibank wegen Ankaufs der amerikaniſchen
Marceniaktien in der Preſſe erhobenen
Beſchuldig=
ungen zu unterſuchen, erklärt in ſeinem Bericht, daß
Mur=
ray Irrtümer begangen habe, welche er ſelbſt auch
zuge=
ſtanden hat, das ihm aber nicht in ſeinem Verfahren zur
Unehre gereiche. Der Bericht empfiehlt die Einführung
einer feſten Regel, nach der es Perſonen in öffentlichen
Aemtern zukünftig nicht geſtattet ſein ſoll, ſich in
Aktien=
ſpekulationen einzulaſſen.
* Stockholm, 1. Mai. Ueber das Befinden des
Königs iſt heute vormittag folgender Bericht
veröffent=
licht worden: Die Geneſung ſchreitet fort, jedoch
langſam, da der König vor der Operation ſehr geſchwächt
war. Der König ruht während eines großen Teiles des
Tages. Er unternimmt täglich eine kurze Spazierfahrt.
Schlaf und Appetit ſind recht befriedigend.
* Riga, 1. Mai. Anläßlich des 1. Mai ſtreiken
40000 Fabrikarbeiter und 850 Hafenarbeiter.
* Peking, 1. Mai. Nachrichten aus dem Innern des
Landes zufolge ſind die Banden des Weißen Wolf
in Lingtao und Chungſin in der Provinz Kangſu
einge=
drungen. Es wied gemeldet, daß die in Kangſu liegenden
mohammedaniſchen Truppenteile ſich mit den
Räuber=
banden vereinigt haben. Die veränderte Verfaſſung iſt
heute mittag veröffentlicht worden. Geſtern haben
ſämt=
liche Mitglieder des Kabinetts ihre Entlaſſung gegeben.
Man erwartet, daß die Zuſammenſetzung des Kabinetts
Hueſhihtſchangs Morgen bekannt gegeben werden wird.
— Berlin, 1. Mai. Der hieſige Maler Hans Buſſe
iſt geſtern in Taormino (Sizilien), noch nicht 48 Jahre
alt, geſtorben. Er ſchuf eine Reihe von
Wandgemäl=
den für die Leſehallen des preußiſchen Abgeordnetenhauſes.
— Berlin, 1. Mai. Heute früh ſprangen zwei
junge Mädchen aus Friedenau im Alter von 20 und
17 Jahren in den Schlachtenſee. Die ältere, die
ſehr krank iſt und ihre jüngere Freundin zu der Tat
über=
redet haben ſoll, rettete ſich wieder, während die jüngere
Freundin unterging. Die Leiche iſt noch nicht geborgen
worden.
H Mannheim, 1. Mai. Der Stadtrat von
Mannheim befaßte ſich in ſeiner letzten Sitzung mit
den jüngſten Vorkommniſſen am Mannheimer
Hoftheater und mit der Erklärung des Intendanten
Bernauer. Das literariſche Bureau der Stadt Mannheim
wird durch die Preſſe Aufklärung geben. — Der
Inten=
dant beabſichtigte zur würdigen Einleitung der Saiſon
1914/15 den „Parſifal” aufzuführen und erſuchte
hier=
für um einen Kredit von 20000 Mark. Während die
Theaterkommiſſion dieſen Betrag bewilligte, lehnte der
Stadtrat die Forderung ab mit der Begründung, daß
gegenwärtig nicht der geeignete Zeitpunkt ſei, an eine
Auf=
führung dieſes Werkes heranzutreten.
— Zeitz 1. Mai. In der vergangenen Nacht brannte
die Kinderwagenfabrik von Wünſch und
Pretzſch nieder. Fünf Feuerwehrleute wurden bei
den Löſcharbeiten leicht verletzt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Unter dem Einfluß der über ganz Deutſchland ſich
hinziehenden Tiefdruckfurche herrſchte Donnerstag in
unſerem Bezirk zunächſt heiteres, warmes Wetter, ſpäter
traten Gewitter auf, die uns Regenſchauer und ſtarke
Abkühlung brachten. Von Island und England her
rückt ein ſtarkes Hoch nach Südoſten vor. Doch dürften
wir heute noch mit meiſt wolkigem, kühlem Wetter mit
vereinzelten Niederſchlägen zu rechnen haben.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 2. Mai:
Vorwiegend wolkig, vereinzelte Niederſchläge, kühl, Winde
aus nördlichen Richtungen.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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Geſchäftliches.
Die altbelannte Wirtſchaft zum Kaplan (am
Kapellplatz) wird jetzt wieder, wie früher Jahrzehnte
lang, als Weinwirtſchaft geführt werden. Am
2. Mai eröffnen die Herren Gebrüder Brugal in den
vollſtändig renovierten und fein ausgeſtatteten Räumen
unter der Firma Spaniſche Bodega zum Kaplan
(Telephon 2556) ein gemütliches Weinlokal, in welchem
außer Rhein= und Moſelweinen, beſonders der
reno=
mierten Firma Deinhardt & Co. in Koblenz, ſpeziell
auch ſpaniſche und portugieſiſche Tiſch= und Deſſertweine
direkt vom Faß in Ausſchank gelangen. (Siehe Anzeige
in heutiger Nummer.)
Von langer Krankheit endlich geneſen!
Welch überwältigendes Gefühl des Glücks und der
Freude liegt in dieſer erlöſenden Erkenntnis. Das wiſſen
alle die am beſten nachzufühlen, die am
Schmerzens=
lager des Ernährers, der Mutter, eines Kindes oder
eines anderen teuren Weſens je geſtanden, geharrt und
gebangt haben, oder die gar ſelbſt von Schmerzen
ge=
peinigt, an Körper und Geiſt gebrochen, zum ſtillen
Dulden verurteilt, dahinſiechen mußten. Sie alle werden
ſich jener ſelbſterlebten qualvollen Stunden erinnern,
wenn ſie in dem unſerer heutigen Geſamt=Ausgabe
bei=
liegenden Proſpekt die Schilderungen jener glücklich
Ge=
neſenen ſtudieren, die dem Altbuchhorſter
Mark=
ſprudel Starkquelle ihre wiedergewonnene
Ge=
ſundheit und Lebensfreude zu verdanken haben. Wenn
es angeſichts dieſer von überſtrömendem Dank getragenen
Anerkennungen und der nicht weniger begeiſterten
ärzt=
lichen Beſtätigungen noch einer beſonderen Empfehlung
dieſer ebenſo beliebten wie erfolgreichen Heilquelle bedarf,
dann genügt wohl die Tatſache, daß hieſige bekannte
und vertrauenswürdige Verkaufsfirmen ihrer
Ueber=
zeugung von der hervorragenden Güte des Altbuchhorſter
Markſprudel Starkquelle in gleichem Maße in dem
Pro=
ſpekt Ausdruck geben. Wir empfehlen ihn daher dringend
der eingehenden Beachtung aller unſerer Leſer. (11077
Ein intereſſantes Würfelſpiel dürfte für jede
praktiſche Hausfrau das Ausprobieren der 50
ver=
ſchiedenen Sorten von Hohenlohe=Suppenwürfeln
bilden. Jeder 10 Pfennigwürfel ergibt 2—3 Teller
kräftige Suppe.
Ständige Rettungswache der Sanitätskolonne.
Telephonruf Nr. 2425.
Am 28. April 9½ Uhr abends verschied nach langem Leiden sanft
in-
folge Herzschlages im 71. Lebeusjahre mein geliebter Mann, unser guter Vater
und Schwiegervater
der Generalleutnant z. D.
Mlakvon Ookorten
Ritter des Eisernen Kreuzes und anderer hoher Orden.
Dies zeigen in tiefer Trauer an:
Auguste von Scholten, geb. von Wasmer,
Carl von Scholten,
Emmo von Scholten, Hauptmann und Batteriechef im
Grossherzoglichen Artilleriekorps (1. Grossherzogl. Hessisches
Feld-Artillerie-Regiment No. 25),
Elli Freifrau Schoultz von Ascheraden, geb. von Scholten,
Else von Scholten, geb. von Rothkirch und Panthen,
Walter Freiherr Scheultz von Ascheraden, Rittmeister
und Eskadronchef im Ulanen-Regiment Hennigs von
Treffen-
feld (Altm.) No. 16.
Dessau, 30. April 1914.
Kaiserplatz 1.
Die Trauerfeier und Beerdigung findet in Dessau am Freitag, den 1. Mai, 5 Uhr nachmittags,
(B11107
von der Kapelle des Friedhofs 3 aus statt.
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
die ſchmerzliche Nachricht, daß heute nacht der
Herr meine innigſtgeliebte, unvergeßliche Gattin,
(*11717
unſere Mutter und Schweſter
Frau Marie Keil
geb. Jung
im Alter. von 31 Jahren nach langem, ſchwerem
Leiden, in Gottes Willen ergeben, zu ſich in
die ewige Heimat rief.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Keil u. Familie.
Darmſtadt, den 1. Mai 1914.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 3. Mai,
nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des
Darmſtädter Friedhofs aus ſtatt.
Tageskalender.
Samstag. 2. Mai.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende gegen
10½ Uhr (außer Abonnement): „Der Troubadour”
Feſtſpiel=Aufführung „Die heilige Eliſabeth”
um 6 Uhr im Saalbau.
Bankbeamten=Verſammlung um 8½ Uhr im
Hotel Heß.
Moderner Tanzabend mit Vorträgen um 8½ Uhr
im „Rummelbräu”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr — Café Britannia
um 4 und 8 Uhr. — Perkeo um 8 Uhr. — Waldfrieden
um 4 Uhr.
Froßh. Porzelkanfammlung im Prinz=Georgs=
Palais (Schlößgartenplatz). Geöffnet Sonntags von
10—5 Uhr. Eintritt 50 Pfg.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind!
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte!
werden nicht zurückgeſandt.
UNSER
Minenneneren n n n ennttee
Durch diese bedeutende Vergrößerung unserer Geschäftsräume hat auch speziell die
Konfektions-Abteilung
eine ganz wesentlich größere Ausdehnung erfahren, so daß wir nunmehr in der
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gestellten Preisen voll und ganz Rechnung zu tragen. Um dies zu bestätigen,
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38 ₰
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Nummer 120,
von
die beiden letzten Tage
(11196
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11
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[ ← ][ ][ → ]Nr. 83.
Samstag, 2. Mal.=
1914.
Bekanntmachung,
die Sitzung des Kreistags des Kreiſes Darmſtadt
betreffend.
Gemäß Artikel 39 des Geſetzes vom 8. Juli 1911 bringe
ich nachſtehend das Protokoll über die Sitzung des
Kreis=
tags am 20. d. Mts. zur öffentlichen Kenntnis.
Darmſtadt, den 22. April 1914.
Der Vorſitzende des Kreistags:
J. V.: von Starck.
(11215
Protokoll
über die Sitzung des Kreistags für den Kreis
Darmſtadt am 20. April 1914.
Gegenwärtig:
I. Als Vorſitzender:
Großh. Regierungsrat Freiherr von Starck,
II. Großh. Kreisbauinſpektor, Baurat Baltz,
III. Großh. Regierungsaſſeſſor Dr. Ahl,
IV. Die Kreistags=Abgeordneten:
1. Bürgermeiſter Benz von Arheilgen,
2. Stadtverordneter Juſtizrat Dr. Bender,
3. Rechtsanwalt und Notar Geh. Juſtizrat
Ferdinand Gallus,
4. Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing,
5. Geh. Ober=Juſtizrat Franz von Heſſert,
6. Fabrikant Dr Willy Merck
7. Ortsgerichtsvorſteher Karl Müller,
8. Stadtverordneter Juſtizrat Dr Arthur Oſann,
9. Bierbrauereibeſitzer Wilhelm Rummel,
10. Stadtverordneter Bauunternehmer Heinr. Sames.
11. Beigeordneter Fabrikant Friedrich Schmitt,
12. Reniner Wilhelm Schwab,
13. Stadtverordneter Ludwig Philipp Wittmann,
Ziffer 2—13 von Darmſtadt,
14. Bauunternehmer Heinrich Dächert II. von
Eber=
ſtadt,
15. Bürgermeiſter Kunz von Griesheim.
16. Altbürgermeiſter Fritſch von Ober=Ramſtadt,
17. Bürgermeiſter Lang von Pfungſtadt,
18. Bürgermeiſter Lorenz von Roßdorf.
V. Nicht dem Kreistage angehörige Mitglieder des
Kreis=Ausſchuſſes:
1. Beigeordneter Baurat Jäger dahier,
2. Rentner Philipp Keller Vl. von Griesheim,
3. Rentner Karl Heß von Pfungſtadt.
VI. Als Protokollführer:
Kreiskaſſerechner Stauf.
Zu der auf heute gemäß Artikel 33 der Kreisordnung
sund § 1 der Geſchäftsordnung einberufenen Verſammlung
des Kreistages waren die Einladungsſchreiben unterm
9. ds. Mts. an jeden der Kreistags=Abgeordneten ergangen.
Außerdem hatte Veröffentlichung im Amtsverkündigungs=
Slatt mit Angabe der Tagesordnung ſtattgefunden.
Ein Exemplar jenes Einladungsſchreibens mit Tages=
Oordnung iſt dem Protokoll beigefügt.
Da der Rathausſaal bei Anberaumung der Sitzung
Hereits anderweit vergeben war, wurde dieſe im
Herr=
ſchaftsſaale des Städtiſchen; Saalbaues abgehalten.
Es fehlten die Kreistags=Abgeordneten:
1. Kommerzienrat Jean Diſchinger von hier,
2. Geheimer Forſtrat Heinemann von hier
3. Stadtverordneter Ingenieur Georg Markwort
von hier,
4. Kommerzienrat Louis Röder von hier,
5. Kommerzienrat Louis Trier von hier,
6. Bürgermeiſter Becker von Weiterſtadt.
Die Zahl der Kreistags=Abgeordneten beträgt 24, es
ſünd ſomit die erſchienenen 18 Abgeordneten beſchlußfähig.
Der Vorſitzende begrüßt die Erſchienenen und ſchlägt
nach Feſtſtellung der Präſenzliſte als Urkundsperſonen die
Abgeordneten:
1. Ortsgerichtsvorſteher Karl Müller,
2. Beigeordneten Friedrich Schmitt,
vor.
Dieſer Vorſchlag wird angenommen.
Alsdann widmet der Vorſitzende dem verſtorbenen
Abgeordneten Geh. Kommerzienrat Dr. L. Merck einen
warmen Nachruf. Die Anweſenden erheben ſich zu Ehren
des Verſtorbenen von den Sitzen.
Der Vorſitzende begrüßt die neugewählten
Abgeord=
reten in beſonderer Anſprache und dant den
Aus=
eſchiedenen für ihre Mitarbeit zum Wohle des Kreiſes.
Es wurde nun noch der Referent des Kreisamts für
Armenſachen, Großh. Regierungs=Aſſeſſor Dr. Ahl, der
Verſammlung vorgeſtellt und alsdann in die
Tagesord=
rung eingetreten, welche wie folgt erledigt wurde:
I. Entſcheidung über die Gültigkeit der Ergänzungswahlen
per Kreistags=Abgeordneten.
Der Vorſitzende gibt die Namen der Gewählten
bekannt und bemerkt, daß die Wahlakten von dem
Kreis=
ausſchuß geprüft und nicht beanſtandet worden ſeien. Es
ſtehe den Abgeordneten frei, Einſicht in die Akten zu
hehmen. Da dies niemand wünſcht, und auch keiner der
Abgeordneten zu den Wahlen etwas zu bemerken hat ſo
erklärt der Vorſitzende, daß hiernach die ſtattgehabten
Ergänzungswahlen als gültig anzuſehen ſeien.
II. Wahl der Mitglieder der Einſchätzungskommiſſion zur
Veranlagung der Einkommenſteuer I. Abteilung und der
Lapitalrenten= bzw Vermögensſteuer auf die Dauer von
3 Jahren, 1. April 1915 bis dahin 1918.
Auf Vorſchlag der Großh. Finanzämter Darmſtadt II
umd Langen werden gewählt und zwar durch Zuruf:
1. Für das Großh. Finanzamt
Darm=
ſtadt II:
a) Als Mitglieder:
1. Heinrich Bender I Landwirt und
Spezerei=
händler in Nieder=Ramſtadt,
2. Georg Benz XIV., Landwirt in Arheilgen,
3. Heinrich Dächert II., Bauunternehmer in
Eber=
ſtadt,
4. Georg Fey XVI., Fabrikant in Pfungſtadt,
5. Wilhelm Fritſch II., Landwirt in Ober=Ramſtadt,
6. Bürgermeiſter Philipp Kunz in Griesheim,
7. Heinrich Heberer II Gaſtwirt in Meſſel,
8. Ludwig Lang I., Bürgermeiſter in Pfungſtadt,
9. Georg Reinholz II., Landwirt und
Darlehns=
kaſſerechner in Roßdorf,
10. Auguſt Weber, Gaſtwirt und Bäckermeiſter in
Weiterſtadt.
b) Als Erſatzmänner:
1. Hermann Delp, Gemeinderechner in Eberſtadt,
2. Friedrich Fornoff II., Bauunternehmer in
Roß=
dorf .
Fabrikant und Beigeoroneter in
Ober=Ramſtadt.
4. Georg Adam Preß I., Rentner in PPfungſtadt,
5. Ludwig Roth, Rentner in Griesheim,
6. Heinrich Hirſch. Bürgermeiſterei=Sekretär in
Arheilgen.
7. Georg Wagner IV., Gemeinderechner und
Spezereihändler in Nieder=Ramſtadt.
2. Für das Großh. Finanzamt Langen:
Mitglied:
Gemeinderechner Georg Frey III. in Wixhauſen.
Erſatzmann:
Keiner.
III. Vorlage der Verwaltungsberichte des
Kreisaus=
ſchuſſes pro 1912 für die Kreiskaſſe und die Kreis=
Abdeckereikaſſe.
Die Verwaltungsberichte ſind gedruckt jedem
Kreis=
tags=Abgeordneten zugegangen. Es bemerkte deshalb der
Vorſitzende, daß eine Verleſung wohl unterbleiben könne,
daß dagegen dieſenigen Herren, welche eine
Erinnerung=
vorzubringen hätten, ſich zum Worte melden möchten. Da
niemand das Wort verlangte, ſtellte der Vorſitzende feſt,
daß zu den Rechenſchaftsberichten keine Beanſtandungen
erhoben wurden.
Im Anſchluß hieran und unter Hinweis auf die in
den vorerwähnten Berichten zu den einzelnen Rubriken
gegebenen Erläuterungen wurde
IV. die Prüfung und Begutachtung der Kreiskaſſerechnung
und der Rechnung der Kreis=Abdeckereikaſſe für 1912
von dem Vorſitzenden mit dem Bemerken eingeleitet, daß
die Rechnungen mit Urkunden im Sitzungsſaale zur
Ein=
ſicht offen gelegt ſeien. Das Begutachtungs=Protokoll des
Kontrolleurs der Kreiskaſſe, Beigeordneten Baurat Jäger,
vom 2. März und der Beſchluß des Kreisausſchuſſes vom
4. März 1914 wurden verleſen. Da ſich niemand zum
Wort meldete, wurden auf Frage des Vorſitzenden die
Kreditüberſchreitungen und die dafür nachgewieſenen
Deckungsmittel als genehmigt erklärt und ſodann die
Rech=
nungen, vorbehältlich der Prüfung durch die Großh. Ober=
Rechnungskammer, gutgeheißen.
V. Vorlage und Feſtſetzung der Voranſchläge über
Ein=
nahmen und Ausgaben der Kreiskaſſe und der Kreis=
Abdeckereikaſſe für 1914.
Die Voranſchläge hat jeder Kreistags=Abgeordnete mit
dem Einladungsſchreiben erhalten. Die Rubriken, zunächſt
die Ausgaben, ſodann die Einnahmen, werden
durch=
gegangen. Soweit bezüglich der einzelnen Rubriken
nach=
ſtehend nichts beſonderes erwähnt iſt, wurden die Anträge
des Kreisausſchuſſes ohne Diskuſſion genehmigt.
Zu Rubrik. 28 bittet Abgeordneter
Bürger=
meiſter Kunz=Griesheim um alsbaldige
Neu=
pflaſterung der Ortsdurchfahrt, deren Zuſtand jeder
Be=
ſchreibung ſpotte.
Der Vorſitzende macht darauf aufmerkſam, daß
dies Sache der Gemeinde ſei, wenn es ſich nicht um die
Ausführung von Kleinpflaſter handele.
Baurat Baltz führt aus, daß z. Zt. auch die
Her=
ſtellung von Kleinpflaſter nicht angängig ſei, da noch nicht
feſtſtehe, ob und wie die elektriſche Bahn durch den Ort
geführt werde.
Abgeordneter Oberbürgermeiſter Dr.
Gläſſing teilt mit, daß die Vorarbeiten zum
Bahn=
projekt Offenbach-Langen-Darmſtadt vorausſichtlich im
Juni ds. Js. vollendet ſein dürſten und es ſich dann
ent=
ſcheiden werde, wie die Bahn geführt werden ſolle.
Jeden=
falls würden die ganzen Ortsdurchfahrten von Arheilgen
und Griesheim zur Bahnführung benutzt. Es empfehle
ſich alſo, die Straßenpflaſterungen ſo lange zu verſchieben.
Der Vorſitzende empfiehlt der Gemeinde
Gries=
heim alsbald nach Klärung der Frage bezüglich der
Bahn=
führung wegen Herſtellung von Kleinpflaſter den
erforder=
lichen Antrag beim Kreisausſchuß zu ſtellen. Es könne
dann im Kreiskaſſevoranſchlag für 1915 die Ausführung
vorgeſehen werden.
Abgeordneter Stadtv. Sames macht den
Vor=
ſchlag, die Ortsdurchfahrt nochmals chauſſieren und walzen
zu laſſen, da der gegenwärtige Zuſtand tatſächlich
unhalt=
bar ſei. Er führt weiter aus, daß die Straßen infolge
des ſtarken Automobilverkehrs ſehr ſtark in Anſpruch
ge=
nommen würden. Er empfehle daher, zu veranlaſſen, daß
vorhandene kleine Schäden ſtets ſofort repariert würden.
Kleine Löcher würden durch die Automobile in einigen
Tagen ſo vergrößert, daß ſie eine Gefahr für den
Straßen=
verkehr bildeten. Er habe die Beobachtung gemacht, daß
in anderen Bundesſtaaten ſolch) kleine Beſchädigungen der
Straßen ſofort repariert würden, auch in einigen
heſſiſchen Kreiſen ſei dies der Fall, nur im Kreiſe
Darm=
ſtadt nicht. Die Löcher müßten ſofort mit Kleinſchlag oder
Gruß ausgebeſſert werden. Der Zuſtand der Kreisſtraße
Eberſtadt-Bickenbach beſtätige ſeine Ausführungen
Der Vorſitzende ſtellt feſt, daß auf der
Kreis=
ſtraße Eberſtadt-Bickenbach um deswillen nichts mehr
gemacht wurde, weil ſie dieſes Jahr mit Kleinpflaſter
ver=
ſehen wird.
Baurat Baltz führt aus: Die meiſten
Straßen=
ſchäden entſtehen durch die Einfahrwagen der
Automobil=
fabriken. Die einzige Abhilfe hiergegen iſt das
Klein=
pflaſter. Reparaturen, wie von dem Herrn Abgeordneten
Sames vorgeſchlagen, nützen nichts. Die Automobile
werfen alles gleich wieder beiſeite. Wenn in Ausſicht
ge=
nommen iſt, eine Straße mit Kleinpflaſter zu verſehen,
geſchieht für die Unterhaltung nur noch das
Allernot=
wendigſte.
Abgeordneter Stadtv. Sames bemerkt: Ich habe
neulich geleſen, daß das Kreisamt Groß=Gerau der Firma
Opel die Anlage einer beſonderen Rennbahn für ihre
Ein=
fahrwagen zur Auflage gemacht hat. In unſerem Kreiſe
kommen die Automobilfabriken Kleyer und Benz in
Be=
tracht. Kann man hier nicht ebenſo verfahren, wie im
Kreiſe Groß=Gerau?
Baurat Baltz erwidert: Das Kunſtſtraßengeſetz
gibt eine Handhabe, Betriebe, welche die Straße ſtärker
in Anſpruch nehmen, mit einem beſonderen Beitrage zu
den Straßenunterhaltungskoſten heranzuziehen. Wenn die
Firma Opel eine eigene Einfahrſtraße für ihre Automobile
anlegt. kann an eine Heranziehung der nichtheſſiſchen
Fabriken zu den Straßenunterhaltungskoſten gedacht
werden.
Abgeordneter Bürgermeiſter Lang=
Pfung=
ſtadt bittet die bereits von dem vorigen Kreistage
be=
ſchloſſene Herſtellung von Kleinpftaſter auf der Kreisſtraße
Pfungſtadt-Hahn ausführen zu laſſen. Der in Anlage II
des Voranſchlags im letzten Abſatze enthaltene Vorbehalt
ſtehe dem nicht entgegen. Es handele ſich hier um eine
Straße, deren Unterhaltungskoſten ungeheuer hoch ſeien.
die elektriche Dahn dis nach Sernsheim
weier=
geführt werde, müſſe ſie doch auf eigenen Bahnkörper, weil
die Straße zu ſchmal ſei.
Baurat Baltz erwidert: Die Straße Pfungſtadt-
Hahn iſt eine derjenigen Straßen, für die ſich in erſter Linie
die Herſtellung von Kleinpflaſter empfiehlt. Wenn es nach
meinem perſönlichen Empfinden ginge, wäre dieſe Straße
ſchon längſt mit Kleinpflaſter verſehen. Die Straße iſt zu
ſchmal, um als Bahnkörper für die elektriſche Bahn zu
dienen. Die Verſammlung ſtimmt dem Antrage des Abg.
Bürgermeiſter Lang=Pfungſtadt zu.
Zu Rubrik 16 verweiſt der Vorſitzende auf die
Anlage 6 zum Voranſchlag, wonach von den
armenrecht=
lichen Koſten der Irrenpflege, die der Kreis als
Landarmenverband freiwillig von den
Ortsarmenver=
bänden übernommen hat, vom Rechnungsjahr 1915 an ein
Achtel von den nach dem Geſetz zahlungspflichtigen
Orts=
armenverbänden zurückerhoben werden ſoll. Dieſe
Maß=
nahme ſolle dazu dienen, um die nötigen Mittel zur
Für=
ſorge für ortsarme Krüppel und Lupuskranke zu gewinnen.
Für dieſe Arten Hilfsbedürftiger habe es ſeither an einer
einheitlichen Fürſorge gefehlt.
Die Verſammlung ſtimmt dem Antrage des
Kreis=
ausſchuſſes einſtimmig zu.
Zu Rubrik 19 verweiſt der Vorſitzende auf
Anlage 5 zum Voranſchlag, in welcher beantragt wird,
den Kreisausſchuß zu ermächtigen, die Beſoldungen der
Kreisangeſtellten mit denjenigen der Staatsbeamten in
Einklang zu bringen. Der Antrag wird einſtimmig
an=
genommen.
Nachdem zu den Voranſchlägen niemand mehr das
Wort verlangt hatte wurde der Voranſchlag der
Kreis=
kaſſe mit 879279 Mk. 75 Pfg. in Einnahme und dem
gleichen Betrag in Ausgabe, und der Voranſchlag der
Kreis=Abdeckereikaſſe mit 25886 Mk. 66 Pfg. in Einnahme
und dem gleichen Betrag in Ausgabe einſtimmig
an=
genommen.
VI. Wahl von 4 bürgerlichen Mitgliedern und 4
Erſatz=
männern für die Erſatzkommiſſion (§ 30 pos. 4 des
Reichs=
militärgeſetzes) auf 3 Jahre 1914 bis einſchließlich 1916.
Auf Vorſchlag des Vorſitzenden werden die
ſeit=
herigen Mitglieder und Erſatzmänner durch Zuruf
wieder=
gewählt; Konrad Gunkel II. in Roßdorf iſt nach
Mit=
teilung des Abg. Bürgermeiſter Lorenz
ver=
ſtorben. Auf Vorſchlag des Abg. Bürgermeiſter
Lang=Pfungſtadt wird für Gunkel Bürgermeiſter
Lorenz in Roßdorf durch Zuruf als Erſatzmann gewählt.
Es ſind hiernach gewählt:
a) Als Mitglieder:
1. Stadtverordneter Nohl in Darmſtadt,
2. Reviſor i. P. Rechnungsrat Schupp daſelbſt,
3. Beigeordneter Nungeſſer in Pfungſtadt,
4. Johannes Karl Grünewald in Roßdorf.
b) Als Erſatzmänner:
1. Privatier Georg Koch in Darmſtadt,
2. Privatier Georg Roth in Darmſtadt,
3. Beigeordneter Benz in Arheilgen,
4. Bürgermeiſter Lorenz in Roßdorf.
VII. Ergänzungswahl der Mitglieder des Provinzialtags
für den Wahlzeitraum 1914 bis Ende 1919.
Der Vorſitzende ſchlägt vor, die noch am Leben
befindlichen ſeitherigen Provinzialtags=Abgeordneten
durch Zuruf wiederzuwählen.
Für die verſtorbenen Mitglieder: Kommerzienrat
Diefenbach, Beigeordneter Egenolf, Geh. Juſtizrat Ernſt
Schmeel ſchlägt Abgeordneter Oberbürgermeiſter
Dr. Gläſſing folgende Herren vor:
1. Kommerzienrat Jean Göbel, Stadtverordneter
dahler,
2. Stadtverordneter Ludwig Saeng, Buchhändler
dahier,
3. Juſtizrat Dr. Bender, Stadtverordneter dahier.
Ferner wird von dem Abgeordneten
Oberbürger=
meiſter Dr. Gläſſing als Erſatz für das verſtorbene
Provinzialtagsmitglied Bürgermeiſter Müller in Roßdorf
Rentner Philipp Keller VI. in Griesheim in Vorſchlag
gebracht.
Dieſe Vorſchläge werden einſtimmig zum Beſchluß
erhoben. Es ſind ſonach gewählt:
a) Für den Wahlzeitraum 1914 bis Ende 1919:
1. Oberlandesgerichtsrat Dr. Berchelmann dahier,
2. Geh. Juſtizrat und Notar Ferdinand Gallus
dahier,
3. Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing dahier,
4. Stadtverordneter und Bauunkernehmer Heinrich
Sames dahier,
5. Stadtverordneter Kommerzienrat Jean Göbel
dahier,
6. Stadtverordneter Ludwig Saena dahier,
7. Stadtverordneter Juſtizrat Dr. Bender dahier.
b) Für den Wahlzeitraum 1914 bis Ende 1916:
1. Rentner Philipp Keller VI. in Griesheim
(Uebungsplatz).
VIII. Ergänzungswahl der Mitglieder des
Kreisaus=
ſchuſſes für den Wahlzeitraum 1914 bis Ende 1919.
Der Vorſitzende gibt bekannt, daß nach Erlaß
der Einladungen zum Kreistage noch Herr Geh. Forſtrat
Heinemann ſein Amt als Kreisausſchußmitglied
nieder=
gelegt habe. Es ſei daher auch für dieſen Erſatz zu
wählen. Die Verſammlung iſt damit einverſtanden, daß
die Erſatzwahl vorgenommen wird, obwohl ſie nicht auf
der Tagesordnung ſteht.
Auf Vorſchlag des Abgeordneten
Oberbürger=
meiſter Dr. Gläſſing werden alsdann durch Zuruf
gewählt:
a) Für den Wahlzeitraum 1914 bis Ende 1919;
1. Rechtsanwalt Dr. Theodor Stein dahier,
2. Rentner Karl Heß in Pfungſtadt,
3. Bürgermeiſter Lorenz in Roßdorf.
b) Für den Wahlzeitraum 1914 bis Ende 1916s
1. Geh. Ober=Juſtizrat Franz von Heſſert dahier,
2. Rentner Wilhelm Schwab dahier.
IX. Wahl eines Erſatzmannes des Kreisausſchuſſes für
den Wahlzeitraum 1914 bis 1919:
Auf Vorſchlag des Vorſitzenden wird der ſeitherige
Erſahmann Stadtverordneter und Bauunternehmer
Hein=
rich Sames dahier durch Zuruf wiedergewählt.
X. Wahl eines Mitglieds der Kommiſſion für Verwaltung
und Beaufſichtigung der Kreis=Abdeckerei an Stelle des
zurückgetretenen Kommerzienrats Louis Röder.
Auf Vorſchlag des Abgeordneten
Oberbürger=
meiſter Dr. Gläſſing wird durch Zuruf
Stadtver=
ordneter Kommerzienrat Jean Göbel dahier gewählt.
Nummer 53.
Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.
Samstag, den 2. Mai 1914.
XI. Wahl der Sachverſtändigen für Abſchätzung von
Per=
ſonen= und Laſtkraftwagen für den Wahlzeitraum 1. April
1914 bis dahin 1917.
Dem Antrage des Kreisausſchuſſes entſprechend,
wer=
den durch Zuruf gewählt:
a) Als Sachverſtändige:
1. Hoflieferant Adam Ober dahier,
2. Kaufmann Joſeph Wieſt, Grafenſtraße 26, dahier,
Inhaber der Firma Donges u. Wieſt,
3. Nähmaſchinen= und Fahrradhändler Philipp
Bernhard dahier,
4. Mechaniker und Fahrradhändler Georg Benz
dahier.
b) Als Stellvertreter:
1. Schloſſermeiſter Karl Koch dahier,
2. Rentner Franz Koch dahier.
XII. Wahl eines Taxators für die nach §§ 15 und 16 der
Pferde=Aushebungsvorſchrift vom 17. Juli 1900 zu
bildende Aushebungs=Kommiſſion an Stelle des
zurück=
getretenen Landwirts Adam Kaus zu Darmſtadt für den
Reſt des laufenden Wahlzeitraums, d. i. bis Ende 1918.
(Aushebungsbezirk Darmſtadt.)
Auf Vorſchlag des Abgeordneten Stadtv. Sames
wird durch Zuruf Landwirt Karl Seibel zu Darmſtadt
gewählt.
Hiermit war die Tagesordnung erledigt. Da niemand
mehr das Wort verlangt, dankt der Vorſitzende den
An=
weſenden für ihr Erſcheinen und ſchließt ſodann die
Sitzung.
Der Vorſitzende:
von Starck.
Die Urkundsperſonen:
Karl Müller.
Schmitt.
Der Protokollführer:
Stauf.
Provinzialtag.
Samstag, den 9. Mai d. Js., vormittags 10½ Uhr, tritt im Rathausſaal
zu Darmſtadt (Marktplatz Nr. 8) der Provinzialtag der Provinz Starkenburg zu
einer öffentlichen Sitzung zuſammen.
Auf der Tagesordnung ſtehen folgende Gegenſtände:
1. Entſcheidung über die Gültigkeit der von den Kreistagen 1914 vorgenommenen
Ergänzungswahlen zum Provinzialtag.
2. Vorlage des Verwaltungsberichts des Provinzial=Ausſchuſſes und der
Pro=
vinzial=Pflegeanſtalt vom Jahre 1912 — Rj.
3. Prüfung der Rechnung der Provinzialkaſſe und der
Provinzialpflegeanſtalts=
kaſſe für 1912 — Rj.
4. Feſtſtellung des Voranſchlags der Provinzialkaſſe und der Provinzial=
Pflege=
anſtalt für 1914 — Ri.
5. Neuwahl der bürgerlichen Mitglieder der Ober=Erſatzkommiſſion für den
II. Bezirk der 50. Infanterie=Brigade auf 3 Jahre von 1914 bis Ende 1916.
Es treten aus: als Mitglied der frühere Stadtverordnete Möſer von
Darm=
ſtadt und als Stellvertreter Stadtverordneter Lehr von Darmſtadt.
Darmſtadt, den 22. April 1914.
(10771is
Der Vorſitzende des Provinzialtags:
Fey.
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur Kenntnis derjenigen Familien, von denen eheliche
oder den ehelichen geſetzlich gleichſtehende Söhne durch Ableiſtung ihrer geſetzlichen
zwei= oder dreijährigen Dienſtpflicht im Reichsheer, in der Marine oder in den
Schutz=
truppen als Unteroffiziere oder Gemeine eine Geſamtdienſtzeit von ſechs Jahren
zurück=
gelegt haben, auf Verlangen Aufwandsentſchädigungen in Höhe von 240 Mark jährlich
für jedes weitere Dienſtjahr eines jeden ſeiner geſetzlichen zwei= oder
dreijähri=
gen Dienſtpflicht genügenden Sohnes in denſelben Dienſtgraden erhalten. Auf
den Dienſt in den Schutztruppen finden dieſe Beſtimmungen entſprechend Anwendung,
falls die berechtigten Eltern, Großeltern oder Stiefeltern (§ 2) nicht ihren Wohnſitz
oder dauernden Aufenthalt in dem Schutzgebiete haben.
Bezügliche Anträge ſind bei den Bürgermeiſtereien des Wohnorts der Familien
unter genauer Bezeichnung derjenigen Söhne, welche der aktiven Militärpflicht bereits
genügt haben, bezw. desjenigen Sohnes, welcher zur Zeit im Heere uſw. dient, zu ſtellen.
Es empfiehlt ſich, die Militärpäſſe der erſteren hierbei vorzulegen.
Der Anſpruch auf Aufwandsentſchädigung ſoll von dem Berechtigten innerhalb
vier Wochen nach Eintritt des Sohnes, deſſen Dienſt in Heer, Marine oder
Schutz=
truppe den Entſchädigungsanſpruch begründet, angemeldet werden.
Der Anſpruch erliſcht mit der Entlaſſung oder mit dem Tode des Sohnes, deſſen
Dienſt den Entſchädigungsanſpruch begründet.
Die Geltendmachung des Anſpruchs iſt nach Ablauf von ſechs Monaten nach
der Entlaſſung oder dem Tode des betreffenden Sohnes ausgeſchloſſen.
Die Friſt für die Geltendmachung des Anſpruchs wird hinſichtlich ſolcher
Mann=
ſchaften, deren Dienſtzeit vor dem 1. April 1914 abläuft, bis zum 30. November 1914
verlängert.
Dieſe Beſtimmungen haben ſolange Geltung, als der Reichshaushaltsetat
Mittel für ihre Durchführung zur Verfügung ſtellt.
Darmſtadt, den 9. April 1914.
(9921sss
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde iſt die Stelle eines gewandten
und zuverläſſigen Schreibgehilfen ſofort zu beſetzen. Erfahrung im
Kreisamtsbureau=
dienſt iſt erwünſcht. Bewerber, welche die Prüfung für mittlere Verwaltungsbeamte
abgelegt haben, werden bevorzugt. Meldungen mit ſelbſtgeſchriebenem Lebenslauf
ſind unter Vorlage von Zeugniſſen ſofort anher einzureichen.
(11177si
Darmſtadt, den 30. April 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem
Truppenübungs=
platz Darmſtadt für die Zeit vom 30. April bis 11. Mai 1914 bringen wir hierdurch
zur allgemeinen Kenntnis.
(10795a
Darmſtadt, den 20. April 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
Inſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 30. April bis 11. Mai 1914.
Die
Dauer der
Datum
Truppenteil
Tag
Abſperrung) Bemerkungen
Abſperrung
erſtreckt ſich
von bis
Maſchinen=
Gewehr=
1. Mai 1 Freitag
120 M. 60 N. Bis zum
Land=
9. Mai 1 Samstag
Kompagnie 1120 M. 60 N
11. Mai 1 Montag
Inf.=Regt. 1120 M. 60 N. graben
Nr. 118
Bekanntmachung.
Am 1., 4., 5., 7., 8., 11., 12., 14., 15. 18. und 19. Mai 1914, von 7 Uhr
vormit=
tags bis zum Einbruch der Dunkelheit, wird Schießen mit ſcharfer Munition von
Truppenteilen des XVIII. Armeekorps auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten werden.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
„ Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
„ Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über Milchest
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (Polizei=
Verordnung Kreisamt Darmſtadt, 25. September 1909.)
Darmſtadt, den 23. April 1914.
(10940a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: von Starck.
Bekanntmachung.
Die Kreisſtraße von Eberſtadt nach Bickenbach, und zwar vom Ende des
Ortspflaſters in Eberſtadt bis zur Kreisgrenze Bensheim (km 7,00—11,2) iſt wegen
Ausführung von Kleinpflaſter von Donnerstag, den 30. d. Mts. ab auf ca.
8 Wochen für ſämtliches Fuhrwerk (Geſpanne, Kraftfahrzeuge uſw.) geſperrt.
Der Durchgangsverkehr hat während der Dauer der Kleinpflaſterherſtellung
den aufgeſtellten Tafeln entſprechend zu erfolgen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen ſind nach § 2 der
Polizei=
verordnung vom 12. Februar 1908 ſtrafbar.
Darmſtadt, den 20. April 1914.
(10523a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Das Großh. Miniſterium des Innern hat dem Verband der oberbadiſchen
Zuchtgenoſſenſchaften die Erlaubnis erteilt, 5000 Loſe einer am 22. September 1914
anläßlich des Radolfzeller Zentral=Zuchtviehmarktes zu veranſtaltenden Verloſung
von Zuchtvieh innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben.
Nach dem von der zuſtänd gen Behörde genehmigten Verloſungsplan dürfen
35000 Loſe à 1.20 M. ausgegeben werden. Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit
dem heſſiſchen Zulaſſungsſtempel verſehene Loſe gelangen.
(11194
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Pfandſchein, auf den Namen Lipp ausgeſtellt
vom Pfandleihamt München. 1 neuer Damenſchuh mit Stoffbeſatz.
1 Damenſchirm mit gebogenem weißen Griff. 1 kleiner gelber Kinder=
Filzſchuh und 1 weißwollener Kinderſtrumpf. 1 Stück hellblauer Stoff.
1 Frauenkorſett. 1 Puppenwagen mit Puppe. 1 ſchwarzwollenes
langes Umhängetuch. 1 blauer Kinder=Stoffhut. 1 graue geknüpfte
Handtaſche mit Portemonnaie und Taſchentuch. 1 brauner
Militär=
handſchuh (Stoffhandſchuh). 1 grünes Lederhandtäſchchen mit Doublé=
Damenuhr und rotem Portemonnaie. 1 ſilberne Nadel mit rotem
Stein. — Zugelaufen: 1 Fox (weiß) mit roten Abzeichen. 1 junger
deutſcher Schäferhund.
(11079
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 3. Mai,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtraße, und
Apotheke am Juſtizpalaſt, Bismarckſtr. Alle übrigen Apotheken
ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Futterverſteigerung.
Montag, den 4. Mai I. Js., nachmittags 4 Uhr, wird das
Gras von den Loſen 36 bis 55 der ſtädtiſchen Pallaswieſe zur
Grün=
fütterung und die Futternutzung von den beiden Rückſtaubecken im
Jahre 1914 an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert.
Darmſtadt, den 30. April 1914.
(11119sg
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Jaeger.
Verſteigerung im ſtädt. Leihauf Darmſtadt (Kircſtr. 9),
Die im April 1913 verſetzten Pfänder Nr. 1 bis einſchließlich
Nr. 2829 (rotes Pfandſchein=Formular) ſind — ſoweit dieſelben bis
jetzt weder ausgelöſt noch deren Verſatzzeit erneuert — von Montag,
den 18. Mai 1914 ab zur Verſteigerung heranzuziehen.
Es kommen zum Ausgebot:
Montag, den 18. Mai, von nachmittags 2 Uhr ab: Weißzeug
und Kleidungsſtücke;
Dienstag, den 19. Mai, von nachmittags 2 Uhr ab: Gold= und
Silbergegenſtände, Uhren, Ringe, Regulateure, Nähmaſchinen
und dergl.
Die Verſteigerung findet gegen ſofortige Barzahlung ſtatt.
Die Auslöſung verfallener Pfänder hat bis längſtens
Sams=
tag, den 16. Mai 1914, vormittags 12 Uhr zu erfolgen.
Der ſofortige Wiederverſatz ausgelöſter, verfallener Pfänder
kann vom 14. Mai 1. Js. ab großen Andrangs wegen nicht
mehr ſtattfinden.
Darmſtadt, den 1. Mai 1914.
(11141a
Die ſtädtiſche Leihamts=Verwaltung.
Paul.
Die Schweinemetzger Darmſtadts
haben beſchloſſen, ab 4. Mai 1914 auf Fleiſch= und Wurſtwaren
einen Abſchlag
eintreten zu laſſen.
(11173
Die Schweinemetzger Darmſtadts.
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen der David David
Witwe, Elfriede geb. Cohen in
Darmſtadt, Inh. der Firma
E. Cohen in Darmſtadt, iſt zur
Abnahme der Schlußrechnung des
Verwalters, zur Erhebung von
Einwendungen gegen das
Schluß=
verzeichnis der bei der Verteilung
zu berückſichtigenden Forderungen
der Schlußtermin auf
Samstag, den 23. Mai 1914,
vormittags 9 Uhr,
vor dem Großh. Amtsgerichte
hierſelbſt, Zimmer Nr. 217,
be=
ſtimmt.
(11116
Darmſtadt, 24. April 1914.
Der Gerichtsſchreiber
des Großh. Amtsgerichts I.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 6. Mai 1914,
vormittags 9 Uhr,
ſollen die zum Nachlaß der
Katha=
rina Fiſcher von Ober=Ramſtadt
gehörigen Immobilien, Gemarkung
Darmſtadt:
Flur I Nr. 201 — 88 qm
Hof=
reite Geiſtberg Nr. 2,
von Flur I Nr. 202 — 11710 qm
Hofreitegrund daſelbſt, die
Hälfte,
auf Antrag des Nachlaßpflegers
öffentlich meiſtbietend verſteigert
werden.
(VIII, 11096
Darmſtadt, 29. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
Bauplan=Offenlage.
Der von der Stadtverordneten=Verſammung gutgeheißene
Bebauungsplan über die Baublöcke nördlich und ſüdlich der
Landgraf=Georgs=Straße am Oſtbahnhof liegt in der Zeit vom
4. bis einſchl. 19. Mai ds. Js. auf dem Stadtbauamt, Grafenſtr. 30,
zur Einſicht der Beteiligten offen.
Einwendungen gegen den Plan ſind bei Meidung des
Aus=
ſchluſſes während dieſer Friſt dort vorzubringen.
Darmſtadt, den 29. April 1914.
(11176ss
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Jgeger.
Der Ankauf
von Roggen, Hafer, Heu und Stroh iſt beendet.
(811192
Proviantamt Darmſtadt.
Großer Abbruch Großer=
der früheren Güterabfertigung mit Güterſchuppen und
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[ ← ][ ][ → ]Seite 16.
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Haupt-
mahlzeit! Ihr Appetit wird reger, Ihr
Ner-
venswstem erstarkt, die körperlichen Kräfte
werden gehoben. Warnung: Man verlange
ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.
Das Muſeum der Amulette.
** Der moderne Großſtädter ſchüttelt gern das Haupt,
wenn er von dem Fortleben abergläubiſcher
Vorſtellun=
gen bei der Landbevölkerung hört; aber er ſelbſt — und
beſonders elegante Frauen — wollen den Reiz eines
ge=
dämpften Aberglaubens nicht ganz entbehren. Auch die
Großſtadt hat ihre Amulette und ihre Fetiſche, und wenn
der Träger ſie vielleicht auch mit einer gewiſſen leiſen
Selbſtironie betrachtet, ſo bleibt doch dahinter noch immer,
halb belächelt, halb geglaubt, ein Reſt des unbeſtimmten
Gefühls: „Man kann ja nie wiſſen, vielleicht hat es
wirk=
lich zufällig eine Wirkung”. So entſtanden an den
modern=
ſten Automobilen die Fetiſche — jeder Automobiliſt kennt
den berühmten Billiken” — ſo entſtanden die unzähligen
kleinen Schmuckſtücke, die vielen Elefanten und
Glücks=
ſteine, die Käfer und Schlangen. Nun rüſtet die
Gegen=
wart dem Aberglauben der Vergangenheit und unſerer
Zeit ſogar ein eigenes Muſeum, und zwar eine beſondere
Abteilung in dem neuen Londoner heilgeſchichtlichen
Mu=
ſeum, dem Hiſtorical Medical Muſeum, das
vorausſicht=
lich noch im Laufe des Mai in der Londoner Wigmore
Street ſeine Pforten öffnen wird, um der Allgemeinheit
eine der größten und intereſſanteſten
Amuletteſammlun=
gen zu zeigen.
Aus den Tagen des älteſten Aegyptens bis zur
Gegenwart führt dieſe anſchaulich gewordene Geſchichte
des Aberglaubens. Da ſehen wir eine Unzahl
altägypti=
ſcher Amulette, darunter den berühmten Lebensſchlüſſel,
den Ankh” der in ägyptiſchen Malereien ſo oft in den
Händen göttlicher Perſönlichkeiten zu ſehen iſt. Neben
ihm liegen Exemplare des „uatchat” der Schutz gegen
die berüchtigte ägyptiſche Augenkrankheit geben ſollte; um
dieſem Gebrechen zu entgehen, zeichneten ſich die Aegypter
auf das unterſte Augenlid ein Zeichen, das in ſeiner Form
an eine Zauberrolle gemahnte; und wer beſonders
vor=
ſichtig war trug außerdem noch ein künſtliches Auge mit
dieſer Zeichnung bei ſich. Um ſich gegen Ohrenleiden und
Taubheit zu ſchützen, trug man kleine, ohrenförmige
Amu=
lette. Nüchterner offenbart ſich der Aberglaube der
Römer, die weniger Kunſtfertigkeit auf ihre Amulette ver=
wenden; beſonders fällt unter dieſen römiſchen „
Glücks=
bringern” ein kleines Bronzepferdchen auf und ein in
Metall gefaßter Haifiſchzahn. Wie gewaltig iſt der
Ab=
ſtand von der hohen Kultur der alten Römer zu dem
Leben der afrikaniſchen Wilden; betrachtet man aber die
Negeramulette aus Mittelafrika, vom Kongo, ja ſelbſt aus
Arabien, ſo ſchrumpft die Diſtanz ſeltſam zuſammen. Da
ſehen wir hölzerne kleine Krokodile, die von den
Medizin=
männern der Neger getragen wurden; wenn die
ſchwar=
zen Weiſen — was wohl oft genug vorkam — über die
Art einer Krankheit und deren Heilung nicht Beſcheid
wußten, dann rieben ſie den Rücken des Holzkrokodiles,
und das Amphibium erzählte ihnen, was zu tun ſei. Wie
weit in dem heutigen England der Aberglauben noch
ver=
breitet iſt, erſieht man aus der Unzahl moderner
Amu=
lette vom Lande. Da liegt ein kleiner Stein, der faſt die
Form eines Menſchenfußes hat; nur ungern wollte ſich
der Beſitzer von ſeinem Amulett trennen, denn er war
überzeugt, dieſem Steine ſeine Heilung von einem
ſchwe=
ren Gichtleiden zu verdanken. Gegen Rheumatismus
hilft ein herzförmiges Bernſteinſtück, gegen Krämpfe trägt
man ein Stück Knochen, das vom Knöchel ſtammt; in
Suffolk tragen noch heute viele Frauen Aalhäute als
Schutzmittel gegen Krampfanfälle, und wer ſich vor
Zahnſchmerzen behütet ſehen will, braucht nichts anderes
als zwei Maulwurfsfüße, die er freilich ſtets bei ſich
tra=
gen muß. Gegen die böſen Abſichten von Hexen und
Zau=
berern ſchützt ein mit Nägeln durchbohrtes Lämmerherz.
Daneben liegt aus dem öſtlichen London ein jüdiſches
Amulett gegen böſe Geiſter, ein Stückchen Papier mit
einer Inſchrift aus dem Talmud, ſorglich in ein
Meſſing=
büchslein verſchloſſen. Noch zahlreicher aber ſind die
mannigfaltigen Amulette, die ſchlechthin nur Glück
brin=
gen ſollen — denn Glück ſuchen ſie alle, die
Abergläubi=
ſchen und die Aufgeklärten.
Turnen, Spiele und Sport.
* Rad= und Motorrennen in Darmſtadt. Die
Rad=
rennbahn in der Heidelberger Straße war ſchon in den
letzten Tagen das Ziel vieler Sportsfreunde, die
inter=
eſſiert dem Training zuſahen und die Siegesausſichten
über die verſchiedenen Fahrer eifrigſt erwogen.
Inzwi=
ſchen ſind auch die Dauerfahrer angelangt, und auch die
Motoren knattern über die Bahn. Der morgige Sonntag
bringt dem ſportliebenden Publikum ein Rennen, wie
ſol=
ches ſeit Jahren nicht geſehen wurde, und es erübrigt ſich,
nochmals auf das Programm ſelbſt einzugehen. Trotz der
erheblichen Unkoſten hat der veranſtaltende Belozipedlub
die Eintrittspreiſe nicht erhöht, und der Vorverkauf zu
ermäßigten Preiſen zeigt jetzt ſchon, daß gute Rennen
immer einen Anklang finden. Da nunmehr auch die elek=
triſche Bahn nach Eberſtadt eröffnet iſt, iſt die Verbindung
von und nach der Rennbahn eine beſſere wie früher. An
der Rennbahn ſelbſt iſt eine Halteſtelle der elektriſchen
Bahn. Hoffen wir nun, daß das Wetter ſich aufklärt, ſo
daß die Bemühungen des Velozipedklubs auch nach dieſer
Richtung hin gekrönt ſind.
* Fußball. Darmſtädter Sportklub 1905,
e. V. Die erſte und vierte Mannſchaft werden am
Sonn=
tag nach auswärts fahren und dort ihren Gegnern
gegen=
übertreten. Die zweite und dritte dagegen werden ihre
Spiele auf dem Sportplatz am alten Schießhaus
aus=
tragen. Es treffen ſich hier die zweite Mannſchaft mit der
erſten des F.=C. Starkenburgia Heppenheim und die dritte
mit der zweiten des Fußballklubs in Bürſtadt.
* Hockey. Heute nachmittag findet auf dem
Exerzier=
platz zwiſchen der Hockeymannſchaft der Sportabteilung
des A. T. B. Darmſtadt (A. T. V. Alemannia und A. T. V.
Ghibellinia) und einer ſolchen des Fußball= und Lawn=
Tennis=Klubs Worms 1895 ein Hockeywettſpiel ſtatt.
Stimmen aus dem Publikum.
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
einerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 bes
Preßgeſehzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— In der letzten Hausbeſitzerverſammlung wurde
an=
geregt, die elektriſche Bahn vom Oſtbahnhof zur
Roß=
dörfer und Nieder=Ramſtädter Straße zu führen.
Ge=
hört doch der Teil vom Ende der Soder= und Roßdörfer
bis zur Nieder=Ramſtädter Straße mit ſeinen vielen
Quer=
ſtraßen zu den reichbevölkertſten und beliebteſten unſerer
Stadt. Auch gerade in dieſem dem Walde ſo nalegelegenen
Stadtteil iſt ſtets ein Zuzug von außen zu bemerken, nur
das Fehlen der Elektriſchen hat in dieſer Hinſicht ſchon
viel geſchadet. Hoffen wir, daß auch dieſem Stadtteil der
Segen der Elektriſchen recht bald zuteil wird.
Einer für viele Bewohner der dortigen Gegend.
Literariſches.
— Die Städtiſche Badeverwaltung der Nordſeebäder
Weſterland und Wenningſtedt auf Sylt hat ſoeben eine
hübſch ausgeſtattete Schrift unter dem Titel: „Sylt, die
Königin der Nordſee, ein Führer durch die
Nord=
ſeebäder Weſterland und Wenningſtedt auf der Inſel
Sylt” herausgegeben, die die Beachtung aller intereſſierten
und Erholung ſuchenden Kreiſe verdient. In anſchaulicher
Weiſe ſind darin die Schönheiten des bekannten, beliebten
und von den beſten Kreiſen bevorzugten Nordſeehades
Weſterland geſchildert. Auf die ganz hervorragenden
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(11155
Der Sieg des Herzens.
Roman von Otto Elſter.
28)
Nachdruck verboten.)
Der Arzt winkte Hans. Sie traten in das nebenan
liegende Arbeitszimmer.
Was iſt geſchehen? fragte Hans. Vor einigen
Stun=
den war mein Onkel ja noch ganz wohl!
Ja, Herr Baron, bei dem Alter und den ſchmerzlichen
Aufregungen der letzten Zeit kommt ſolch ein
Schlag=
anfall raſch, entgegnete der Arzt. Momentane
Lebens=
gefahr beſteht ja nicht. Aber ſolche Anfälle wiederholen
ſich leicht, und dann iſt das Ende da. Die ſorgſamſte
Pflege iſt nötig — und Ruhe, unbedingte Ruhe. Der
alte Valentin iſt ja ein guter, treuer Menſch, doch rate ich,
einen gewiſſenhaften Krankenpfleger kommen zu laſſen.
Vielleicht auch eine Pflegerin — weibliche Hände ſind
ſanfter und geſchickter.
Ein Gedanke an Eva flog durch Hanſens Seele! Sie
hatte ja einen Kurſus in der Krankenpflege durchgemacht
und in einem großen Krankenhauſe längere Zeit gedient.
Wenn ſie jetzt hier wäre!
Ich werde für eine Pflegerin Sorge tragen, ſagte er.
Sehr wohl, Herr Baron. Aber in unſerer kleinen
Kreisſtadt haben wir kaum eine geeignete Perſon.
Das wiredus Beſte.
Der Arzt empfahl ſich, nachdem er noch einige
An=
ordnungen gegeben hatte. Am Abend wollte er
wieder=
kommen.
Hans ſchickte einen reitenden Boten mit einem
Tele=
gramm an Eva nach der nächſten Telegraphenſtation.
Das Telegramm rief in der Familie Evas große
Auf=
regung hervor. Herr Borchers war natürlich Feuer und
Flamme, Eva ſollte ſofort abreiſen; Frau Borchers hatte
dagegen ihre Bedenken
Wenn Du reiſen willſt, ſagte ſie zu Eva, ſo will ich
Dich nicht zurückhalten. Aber Du darfſt Dich keinen
Hoff=
nungen hingeben, die Dir ſpäter ſchwere Enttäuſchungen
eintragen könnten. Betrachte Dich nur als Pflegerin des
alten Grafen und laß Dein Verhältnis zu Hans ganz aus
dem Spiele. Das mußt Du auch dem jungen Herrn als
Bedingung ſtellen, ſonſt begeht Ihr beide ein Unrecht
gegen den Kranken, der ſehr wahrſcheinlich von Eurem
Verhältnis keine Ahnung hat, jedenfalls es aber nicht
billigt. Das iſt ja bei ſeiner Stellung ganz
ſelbſtver=
ſtändlich.
Eva ſah ein, daß ihre verſtändige Mutter recht hatte.
Dennoch entſchloß ſie ſich, dem Rufe Folge zu leiſten;
Hans bat ſie um ihre Hilfe, das allein genügte ihr ſchon.
Aber heimlich in ihrem Herzen keimte auch, ohne daß ſie
G
ber, als köme dites Greſguns die Beſung alle der
ver=
wickelten Verhältniſſe bringen.
So telegraphierte ſie zurück, daß ſie bereit wäre, die
Pflege des erkrankten Grafen zu übernehmen, und reiſte
am anderen Tage ab, nachdem ſie noch Hanſens Brief
er=
halten hatte. Hans empfing ſie am Bahnhof. Er wollte
ſie in die Arme ſchließen, aber überraſcht blieb er ſtehen,
denn ſie trat ihm in der dunklen, ſtrengen Tracht einer
Schweſter des Roten Kreuzes entgegen.
Lächelnd reichte ſie ihm die Hand.
Ich bin Deinem Rufe gern gefolgt, Hans, ſprach ſie,
und eine leichte Röte färbte ihre Wangen, da ich mich
hier nützlich machen kann. Aber betrachte mich nur als
Pflegerin Deines Oheims — laß uns für dieſe Wochen
ganz vergeſſen, was uns ſonſt verknüpft — wir ſetzen uns
ſonſt einem häßlichen Verdacht aus.
Wie meinſt Du das? fragte Hans erſtaunt.
Ich bin hier nur Schweſter Eva — entgegnete ſie
ernſt. Du biſt der junge Herr Baron — ſo laß uns vor
den Leuten verkehren, Hans.
Aber, Eva .
Du mußt es mir verſprechen, Hans. Sonſt kann ich
nicht hier bleiben. Wir wollen Deinen armen Onkel nicht
täuſchen, nicht wahr, Hans?
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
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Korn=
franck einmal getrunken hat, bleibt dabei.
Auf Kornfranck trifft wirklich die Behauptung
zu: Billig und gut. Kornfranck ist nicht zu
ver=
wechseln mit den gewöhnlichen Kornkaffees.
P2
I,11148
erichein us ſenege inie Steimihn eſtfrand
vor in der ſtrengen dunklen Kleidung einer
Kranken=
ſchweſter, dennoch ſah ſie gar lieblich aus in der weißen
Haube, und das einfache, ſchwarze Gewand hob ihre
ſchlanke Geſtalt vorteilhaft hervor. Er führte ſie zu dem
Wagen, deſſen feurige Rappen er ſelbſt lenkte, während
der Kutſcher auf dem hinteren Sitze Platz nahm.
Sie ſaß an ſeiner Seite und ließ ihre Augen nicht
ohne eine gewiſſe Neugier über das Land ſchweifen, ohne
jedoch zu ſprechen. Ihr Geſichtsausdruck wurde immer
ernſter, ja trauriger. Denn während ſie über die breite
Heerſtraße und dann durch die herrliche Lindenallee, die
zu dem Schloſſe führte, dahin rollten, zeigte ihr Hans
die Felder, Wieſen und Wälder, ſowie die verſchiedenen
Vorwerke, welche zum Schloß gehörten; ſie ſah die
zahl=
reichen Geſpanne auf den Feldern beſchäftigt; auf einem
großen Anger weidete eine Herde Schafe, die wohl
meh=
rere hundert Stück ſtark war; der Verwalter, die Leute, an
denen ſie vorüberfuhren, grüßten alle ſehr ehrerbietig, und
aus dem Grün des Parkes ragten die Türme des Schloſſes
empor, auf deren höchſtem eine Fahne in den
Wappen=
farben des Geſchlechtes Ballhauſen flatterte.
So groß und ſo reich hatte ſich Eva den Beſitz nicht
gedacht. Und von all dem war Hans der Erbe! Wie
konnte ſie, das arme Mädchen aus dem Volke, nur daran
denken, ſeine Gattin werden zu wollen!
Traurigkeit und Mutloſigkeit ſchlich ſich in ihr Herz.
Sie fühlte die Hoffnung, die in ihrem Herzen empor hatte
keimen wollen, mehr und mehr zuſammenſchrumpfen.
Es=
war töricht von ihr, dieſe Hoffnung zu nähren; ſie mußte
verzichten — das Glück wäre ja zu groß geweſen — und
ſie bedauerte jetzt faſt, ſeinem Rufe geſolgt zu ſein.
Haſt Du meine letzten Briefe erhalten? fragte er leiſe.
Ja . . . .
Nun — und was iſt Deine Antwort?
Laß uns jetzt nicht darüber ſprechen, entgegnete ſie,
indem ſie es vermied, ihn anzuſehen, Du kennſt ja meine
Bahtguig. Sclange ic pier di, din ic ur die
Shme=
ſter Eva . .
Mit einem leichten Seufzer fügte er ſich. Schweigend
legten ſie die letzte Strecke des Weges zurück.
Vor dem Schloſſe wurden ſie von dem Oberinſpektor
und dem Arzt empfangen.
Wie geht es meinem Onkel? fragte Hans, die Zügel
dem Kutſcher reichend.
Immer noch dasſelbe, entgegnete der Arzt. Der Herr
Graf liegt teilnahmslos da. Es iſt ſehr ſchön von Ihnen,
Schweſter, daß Sie ſo raſch gekommen ſind. Der alte
Va=
lentin allein ſchafft es nicht mehr. Wenn Sie ſich von der
Reiſe erholt haben, darf ich Sie wohl zu dem Kranken
führen?
Ich bin durchaus nicht ermüdet, entgegnete Eva.
Nun, ein Stündchen der Ruhe wird Ihnen doch gut
tun, meinte der Arzt. Ihr Zimmer iſt ja bereit, wie mir
der Herr Oberinſpektor ſagte.
Gewiß — he, Friedrich! rief der Inſpektor einem
Diener zu. Führe das Fräulein auf ſein Zimmer. Die
Wirtſchafterin ſoll für eine kleine Erfriſchung ſorgen.
Hans beſchäftigte ſich mit den Pferden. Es
wider=
ſtrebte ihm, fremd gegen Eva zu tun, und doch durfte er
ſie nicht in vertrauter Weiſe anreden; deshalb ſchwieg er
lieber und überließ es dem Oberinſpektor und der
Wirt=
ſchafterin, für Eva zu ſorgen.
Als Eva die breiten Treppen und die hallenden
Korri=
dore des alten Schloſſes durchſchritt, während der Diener
mit eiligen, geräuſchloſen Schritten vor ihr herging,
über=
fiel ſie wieder das bange Gefühl wie vorhin, als ſie durch
die Felder und Wieſen gefahren. Sie war als
Kranken=
pflegerin ja ſchon einige Male in reiche Häuſer gekommen;
aber der Reichtum dort hatte ihr nicht dieſes drückende
Gefühl bereitet, ſtand ſie ihm doch gleichgültig und
unbe=
teiligt gegenüber. Hier war das anders! Hier fühlte ſie
ſich durch ein geheimes Band mit all dieſem Reichtum
vertähſt der ſch denach irenend zuſchan ſe uncd den
Geliebten drängte.
Auch ihr Zimmer, in das ſie die Wirtſchafterin führte,
war viel zu groß und mit altertümlichen (Möbeln viel zu
prächtig eingerichtet, als daß ſie ſich heimiſch in ihm hätte
fühlen können.
Dieſe Tür, ſagte die Wirtſchafterin, eine ſtarke, ältliche
Frau, auf eine halbverborgene Tapetentür zeigend, führt
auf eine Treppe, welche direkt zum Arbeitszimmer des
Herrn Grafen geht. So können Sie ſofort gerufen
wer=
den, wenn Sie nötig ſind. Und jetzt werde ich Ihnen
eine Erfriſchung heraufſchicken. Was wünſchen Sie?
Wenn ich eine Taſſe Tee bekommen könnte . . .
Gewiß. Und Aufſchnitt dazu. Ich werde es ſofort
beſorgen. Hier iſt auch Ihr Gepäck.
Der Diener brachte den kleinen Koffer Evas und ſtellte
ihn auf zwei Stühle.
Haben Sie ſonſt noch Befehle, Fräulein, fragte er.
Nein, ich danke . . . .
Er entfernte ſich mit der Wirtſchafterin. Eva war
allein; ſie ſchaute ſich in dem weiten Gemach ſcheu um,
dann trat ſie an das offene Fenſter und verſenkte ſich in
den Anblick des Parkes, der im Blütenſchmuck des
Früh=
lings vor ihr lag. Auf den breiten Raſenflächen lagen
in leuchtender Farbenpracht die Blumenbeete.
Hundert=
jährige Bäume ſtreckte ihre Aeſte über die ſauber geharkten
Wege aus; Gebüſche in den verſchiedenſten
Farbenſchat=
tierungen füllten die Winkel und Ecken. Aus dunklen
Tannen= und Lorbeerbäumen ragte der graue Turm des
alten Erbbegräbniſſes hervor.
Und über all dem ſpannte ſich der wolkenloſe, blaue,
Frühlingshimmel und ruhte ſtrahlend der goldene Glanz
der Frühlingsſonne.
Es war herrlich ſchön hier — viel zu ſchön und
präch=
tig für ſie, die in den engen Verhältniſſen ihres Lebens
aufgewachſen war.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Seite 21.
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J. Mathis, Meisterfahrer von Elsass-Lothringen,
ausserdem grosse Fliegerrennen,
u. A. als besondere Attraktion, das Neueste der Fahrradtechnik, Weltrekordmann Pawke
mit seinem Brennabor-Fisch (Karrossiertes Fahrrad) in einem besonderen Rennen
gegen Böschlin und Mathis.
(10752oms
Eintrittspreise nicht erhöht. Vorverkauf bei den durch Plakate kenntl. Stellen.
Veranstalter: Velociped-Club Darmstadt.
Ludwioshöhe
Sonntag, den 3. Mai 1914
Militärkonzert
der Kapelle des Leibgarderegiments (größ.
Teil) unter Leitung des Obermusikmeisters
H. Hauske
Anfang 4 Uhr.
Eintritt 30 Pfg.
NB. Für Nichtkonzertbesucher der hintere Garten. Bei
ungünstigem Wetter Saalkonzert.
(B11214
Elsabsthen-
Restauration zur Stadt Pfungstadt, strasse 2.
Mittagstiſch à 1.10 Mk. und 75 Pfg., im Abonnement billiger.
Von 5 Uhr ab Souper à 1 Mk.
(*11690
Morgen Mess-Sonntag Verſchiedenes; Spezialität:
Kalbs=
haren, Kalbsnierenbraten, gebackene Kalbsleber, Schweinebraten,
ſaure Nieren, Schnitzel=Holſtein, Stadt Pfungſtadt=Rumſteaks,
Beefſteaks u. ſonſt noch reichhaltige Speiſekarte. Während der
Spargel=
zeit ſtets friſcher Stangenſpargel, Spargelgemüs und Gurkenſalat.
Die meiſten Speiſen werden ſofort ſerviert.
im weißen Saale.
Von 4 Uhr ab Tanzkränzchen
Dienstbach.
K
Konzerthaus Kohrad Ron
Truppenübungsplatz Darmstadt-Griesheim
Telephon 785. —
Teile allen Bekannten, Freunden und Gönnern ergebenſt
mit, daß ich obiges Lokal übernommen habe. Ich lade
des=
halb zum freundlichen Beſuch ein.
Separate Nebenzimmer ſtehen den titl. Herren Studenten
und Einwohnern Darmſtadts zur Verfügung.
Jeden Tag Vorſtellungen der bekannten Kölner Varietee=
Truppe Magor. Sonntags 2 Vorſtellungen.
Prima Getränke und Speiſen zu jeder Tageszeit.
Ergebenſt
11109)
Christian Uno,
Direktor der „Ulmer Spatzen‟
H
Eberstadt
Gasthaus Zum Schwanen
Sonntag, den 3. Mai d. J., nachm. 4 Uhr
Grosse Tanzmusik.
Hotel-Pension Waldfrieden, Eherstallt
Zur Eröffnung der elektr. Bahn
Samstag, den 2. Mai, und Sonntag, den 3. Mai
von nachmittags 4 Uhr ab (*11479dfs
ausgeführt von einer Abteil.
Konzerf d. Sarde=Drag.=Regts. Nr. 23
Eintritt frei!
Eintritt frei!
Vorzügliche Küche. Prima Weine. Bier aus d. Aſchaffenburger Brauerei, A=G
1 Konzert-Mozart-Flügel
ſehr gut im Ton, ſchönes Ausſehen,
für 180 Mk. zu verk. (*11592fs
Ph. Dingeldey
Eberſtadt bei Darmſtadt
Kirchſtraße 4.
Ein Kinderbett
zu verk. Kaſinoſtr. 21, I. (*11695
Großherz. Hoftheater.
Samstag, den 2. Mai 1914.
Außer Abonnement.
Zu Abonnements=Preiſen.
Zum Beſten des Witwen= und
Waiſenfonds der Gr. Hofmuſik
unter Mitwirkung von Sandro
Menges.
Der Troubadour.
Oper in 4 Akten von G. Verdi.
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
Spielleiter: Otto Nowack.
Perſonen:
Graf Luna . . . Otto Semper
Leonore .
. Olga Kallenſee
Azucena, eine
Zi=
geunerin
. Anna Jacobs
Manrico.
* 2
Ferrando,
Ver=
trauter d. Grafen L. Schützendorf
Inez, Freundin
Leonorens. . . Clement. Feiſtle
Ruiz,
Waffen=
freund Manricos K. Bernhardt
Ein Bote . . Jean Sautier
Ein alt. Zigeuner Adolf Klotz
. Manrico: Sandro Menges
vom Stadttheater in Barmen a. G.
Chöre: Robert Preuß.
Nach dem 2. Akte längere Pauſe.
Krank: Sybille Huber.
Preiſe der Plätze: Sperrſitz
2.50 ℳ, Parterre 1.80 ℳ,
Pro=
ſzeniumsloge 4.— ℳ, Mittelloge
4.— ℳ, Balkonloge 3.50 ℳ, I. Rang
3.— ℳ, II. Rang 1.50 ℳ, I. Galerie
1.— ℳ, II. Galerie 50 ₰.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
von 8—1 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der
Vor=
ſtellung. (Im Verkehrsbüro
wer=
den auch telephoniſch
Kartenbe=
ſtellungen entgegengenommen. —
Telephon Nr. 1582.)
Anfang 7½ U. Ende geg. 10½ U.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Sonntag, 3. Mai. 159. Ab.=Vſt.
C 40. In der Neu=Inſzenierung
der Frühlingsfeſtſpiele: „Don
Juan‟ Donna Anna:
Kam=
merſängerin Berte Schelper
vom Opernhaus in Frankfurt a.
Main, a. G. Gewöhnl. Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
Montag, 4. Mai. Außer Ab.
38. Volksvorſtellung zu ermäßigt.
Preiſen. „777:10‟ Anf. 7½ U.
(Vorverkauf bis einſchl. Montag,
4. Mai, im Verkehrsbüro, Ernſt=
Ludwigsplatz. Verkauf der etwa
noch vorhandenen Karten am Tage
der Vorſtellung auch an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater zu den üblichen
Kaſſeſtunden.)
Dienstag, 5. Mai. 160. Ab.=Vſt.
A 41. „Tannhäuſer”. Gew.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Mittwoch, 6. Mai. 161. Ab.=Vſt.
B 40. „Martha”. Kleine Pr.
Anfang 7 Uhr.
Donnerstag, 7. Mai. 162. Ab.=
Vorſt. C 41. Zum erſten Male:
Hanneles Himmelfahrt”.
Traumdichtung in 2 Teilen von
Gerhart Hauptmann. Gewöhnl.
Preiſe. Anfang 8 Uhr.
Hrisgemerbuerein Darmsfadf.f
Zu der am
Sonntag, den 3. Mai 1914, vormittags ½11 Uhr
im großen Saale der Turngemeinde (Woogsplatz)
ſtattfindenden
Feierl. Ueberreichung der Geſellenbriefe
an die in dieſem Jahre beſtandenen Junggeſellen laden wir hiermit
alle Lehrlinge, Eltern und Lehrmeiſter, Prüfungsmitglieder und
ſonſtige Intereſſenten freundlichſt ein.
(11183
Mit der Feier iſt eine Ausſtellung der Geſellenſtücke
ver=
bunden, deren Beſichtigung jedermann von vormittags 9½ Uhr an
geſtattet iſt.
Der Vorſitzende des Geſellenprüfungs=Ausſchuſſes.
W. Eberhardt.
Hotel
renoviertes Restaurant
mit Nebenräumen
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Offene Weine. Helles und dunkles Bier.
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Darm-
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Pale-Sherry, Original insel-Madeira, Portwein.
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je nach Sorte, von 90 Pfg. per ½ Flasche aufwärts-
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gehe zur Mutter Arheilger hin.
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Die Mutter Arheilger wohnt nicht mehr
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ſondern im
Speiſe- und Einkehrhaus
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9
Ballonplatz
(*11648
Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Telephon 173
Rheinstrasse 6
Pinkerton
vor Sr. Majestät dem Kaiser, König Haakon von Norwegen, Prinz Eitel Friedrich.
(*11752
Original-Photographie.
und der vergrabene Schatz
Detektiv-Drama
3 Akten
Max als Stütze der Hausfrau
Noch nie dsgewesen.
Sensationell, eine Attraktion
für jedes Publikum iſt der große Film:
Komödie.
In der Hauptrolle Max Linder.
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Inhaber: GE0RG BRAND.
Fritzchen braucht Geld
(11111
Ausflug in die Dauphine-Alpen
herrliche Natur-Aufnahmen
sowie weitere Dramen u. Humoresken
Programm für
Samstag, Sonntag, Montag
Großes Reiſeabenteuer
5=Akter
5=Akter
Der Film bringt ein ſpannendes Sujet, durch Humor gewürzt,
von erſten Kräften dargeſtellt und von einer ſachkundigen
gewiſſenhaften Regie mit allen Hilfskräften und=Mitteln
in Szene geſetzt. Der Film zeigt gleichzeitig Landſchaftbilder
aus aller Welt.
Die ſchöne Anitta
oder Das lebende Ziel
Aeußerſt ſpannend in 2 Akten.
II. Hauptschlager:
Die Frau des Richters
3=Akter Ein äußerſt ſpannendes Schauſpiel 3=Akter
Effektvolle tiefergreifende Szenen.
Die Darſtellung durch erſte Bühnenkünſtler iſt muſtergültig.
Entzückende Komödie.
Künstler-Konzert.
Sonntag Anfang 3 Uhr.
Koloſſal ſpannendes Drama
in 2 Akten.
III. Hauptschlager:
Dornenkrone der Liebe
2=Akter Ein packender Geſtaltunge in T=Akter
Verhängnisvolle Ahnlichkeit
Komödie. — Alles lacht.
Erstklassige Humoresken
Herrliche Naturaufnahmen
ergänzen mit der
Illustrierten Wochenschau
den Elite=Spielplan.
Großer Kriminal=Schlager
in 2 Akten. — Spannend.
Der vierbeinige Einbrecher
Humoriſtiſcher Schlager.
weiß. Turm
Telephon 2099.
Eine ſchöne Naturaufnahme
u. Olympias Wochenbericht
vervollſtändigen das Drei=
Tage=Programm.
Auf dem Messplatze!
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Ab 1. Mai täglich abends 8 Uhr:
das große
Eröffnungs=Programm
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Land=
zettel, Alexanderſtr. 25 I. (*11768
(*1750
Mregranen
zu dem am Samstag, den
2. Mai, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Heſſ. Train=Bat. Nr. 18.
1. Baratoria=Marſch aus der
Operette „Die Gondeliere” von
Sullivan=Komczak. 2. Ouvertüre
aus Offenbachs Oper Orpheus
in der Unterwelt” von Saro.
3. Divertiſſement aus „Rheingold‟
von Richard Wagner. 4. „
Ver=
ſchmähte Liebe‟, Walzer von Lincke.
5. Potvourri aus der Operette
„Der Vogelhändler” von Zeller.
6. „Der Mai iſt gekommen” Marſch
von Biereigel.
Ein Lichtspielroman in 2 Akten
Bunny in einer Hauptrolle.
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(*11764
Nummer 126
Darmſtädter Tagkatt, Samstag, den 2. Mai 19am.
Seite 23.
Der Frühling im Teinachtal. (Württembergiſcher
Schwarzwald.) Gebrochen iſt die Macht des Winters.
Pflanzen und Tiere feiern das Wieder=Erwachen der
Natur. Auch der Menſch ſucht Erholung und Heilung
von den Uebeln, die die Unbill des Winters verurſacht hat.
So beginnt der Zug nach den bekannten Frühjahrs=
Kur=
orten. Wie ſo manche kleine Plätze aber, die außerhalb
der großen Route liegen und zur Geſundung und
Er=
holung wie geſchaffen ſind, werden von vielen überſehen
und nicht gewürdigt. Ein herrliches Fleckchen iſt auch der
reizende idylliſch im Teinachtal gelegene Kurort Bad
Teinach. Wolkenloſer ſonniger Himmel ſtrahlt über
tief=
grünen, im ſchönſten Blumenſchmuck lachenden Wieſen;
zahlreiche im Blütenſchnee prangende Obſtbäume erfreuen
das Auge des Wanderers; anmutig rauſchend ſchlängelt
ſich die ſilberglänzende Teinach, die Gelegenheit zur
Forellenfiſcherei bietet, durch das friedliche Tal. Schon
von ferne grüßt die Ankommenden unſere romantiſche, von
bewaldeten Höhen eingerahmte Ruine Zavelſtein, ein
Denkmal vergangener Herrlichkeit. Wohlgepflegte
Wald=
wege laden zu bequemen Spaziergängen ein die
Er=
holung und höchſten Naturgenuß zu gleicher Zeit bieten.
Ein ſehr lohnender Ausflug iſt unter anderem auch der
nach der gewaltigen Ruine Waldeck, die, auf der das
Nagoldtal beherrſchenden Höhe thront. Wer einmal das
Teinachtal beſucht hat, wird ſtets eine angenehme
Er=
innerung davon tragen und ſicher immer wieder gerne
zurückkehren. Für Kranke und Erholungsbedürftige iſt
Bad Teinach aber auch wie kein zweiter Kurort geſchaffen.
Vielfach iſt die irrige Anſicht verbreitet, die
Schwarzwald=
kurorte ſeien nur für die heißen Sommermonate geeignet.
Es iſt dies aber keineswegs der Fall. Von Mitte April
ab iſt die Temperatur tagsüber in Teinach ſtets angenehm
warm, ſo daß der Aufenthalt im Freien auch in leichter
Sommertoilette zuträglich iſt. Die Nächte ſind wohl etwas
friſch, aber durchaus nicht kalt. Gerade in der Vorſaiſon
iſt der Aufenthalt in Teinach ſehr zu raten, da die
Fre=
quenz noch nicht zu ſtark iſt. Die reine ozonreiche
Schwarz=
wald=Luft im Verein mit den Heilquellen übt auf das
All=
gemeinbefinden und das geſamte Nervenſyſtem einen
günſtigen und heilſamen Einfluß aus. Ungphindert tritt
die reine Waldluft in die Fremdenzimmer und kein Lärm
ſtört die Nachtruhe. Geſtärkt und erfriſcht erwacht der
Körper nach erquickendem Schlaf, der im Trubel der
Groß=
ſtadt und oft auch in den Modebädern nicht zu finden iſt
und ſammelt neue Kräfte für die Anſprüche des haſtenden
und aufreibenden Lebens. Intereſſenten ſteht die
Direk=
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zur Verfügung.
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Seite 24.
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Nummer 120.
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Der Prinz=Heinrich=Flug 1914 nimmt Dank den
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unterzeichnete Ausſchuß betraut. Er bedarf hierzu ſehr bedeutender
Mittel, die durch Eintrittsgelder allein nicht gewonnen werden können.
Der Prinz=Heinrich=Flug iſt keine Luſtbarkeit, ſondern eine ernſte
nationale Sache, ein Glied in der Kette unſerer Rüſtungen, da bei
ihm die Leiſtungsfähigkeit der Flugapparate und Flugzeugführer
er=
probt werden ſoll. Wir wenden uns daher an die Opferwilligkeit
der hieſigen Bürger mit der Bitte um Unterſtützung durch freiwillige
Gaben. Jeder Betrag wird dankbar angenommen und öffentlicht
darüber quittiert. Die Bank für Handel und Induſtrie und deren
Depoſitenkaſſe, ſowie alle hieſigen Zeitungen ſind bereit, Beiträge
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entgegenzunehmen.
Prinz=Heinrich=Flug 1914.
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Ehren=Ausſchuß und Ehren=Präſidium.
Staatsminiſter Dr. von Ewald, Exzellenz; Provinzial=Direktor
Fey; Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing; Generalleutnant Freiherr von
Lüttwitz, Exzellenz; Geheime Hofrat Profeſſor Dr. Müller, Rektor
der Hochſchule; Oberſtallmeiſter Freiherr von Riedeſel, Exzellenz.
Organiſations=Ausſchuß.
Baier, Fabrikdirektor Bernhard, Kaufmann: Brink, Bankdirektor;
Buß, Rechtsanwalt; Eberhard, Profeſſor; Emmerling, Finanzrat;
Fiſcher, Branddirektor; Göbel, Kommerzienrat: Gutermuth, Geh.
Baurat, Profeſſor; Gennes, Regierungsrat; Herszberg, Diplom=
Ingenieur: von Heſſert, Geheimer Oberiuſtizrat; Hüſer, Hauptmann;
Dr. Erasmus Kittler, Geheimerat, Profeſſor: Koch, Hofrat; Dr.
Koch, Buchdruckereibeſitzer; Klump, Hofweißbindermeiſter; Kunz,
Bürgermeiſter in Griesheim; Liman, Leutnant; Lotheißen,
Haupt=
mann à 1. 8.; Lutz, Fabrikdirektor: Möller, Eiſenbahndirektor;
von Moers, Buchdruckereibeſitzer; Mootz, Oberſtleutnant; Müller,
Regierungsrat; Mueller, Bürgermeiſter; Ober, Kaufmann; Freiherr
von Oetinger, Kammerherr; Ortmann, Hauptmann: von Randow,
Generalmajor; Dr. Röhm, Fabrikant: Römheld, Geheimerat;
Reinhardt, Generaloberarzt; Dr. Reinhart, Regierungsrat;
Schimmelbuſch, Ober=Ingenieur: Stemmer, Stadtverordneter;
Stumpf, Polizeiamtmann; Louis Trier, Kommerzienrat; Carl
Wittich, Kommerzienrat; Zimmer, Finanzaſſeſſor.
Aufruf?
Ebenſo wie in anderen deutſchen Städten iſt auch in Darmſtadt
vielſeitig der Wunſch laut geworden, diejenigen Mädchen, die Herz und
Sinn für die Erhaltung unſeres Volkstums an den deutſchen
Sprach=
arenzen haben, zu einer Mädchenortsgruppe des Vereins für das
Deutſchtum im Ausland (Allg. Deutſcher Schulverein) E. V.
zuſammen=
zuſchließen. Deshalb ergeht heute an alle Jungfrauen unſerer Stadt,
welche es für eine Ehrenſache des deutſchen Volkes halten, mitzuarbeiten
an der Verbreitung und Förderung deutſcher Sprache und Kultur auf
der ganzen Erde, der Ruf, ſich als Mitglied einem Verein zuzuſtellen,
der ſeit Jahrzehnten unter Ausſchluß jeder politiſchen und konfeſſionellen
Betätigung über 30 Millionen deutſcher Stammesgenoſſen die Wahrung
des Deutſchtums im Ausland möglich macht. Wer ſollte nicht mithelfen
wenn es gilt, deutſchen Schweſtern und Brüdern den Verteidigungskampf
für die Erhaltung deutſcher Sprache und Volksart zu erleichtern und
deutſches Volkstum zu ſchützen durch Errichtung und Erhaltung deutſcher
Schulen, Kindergärten u. Büchereien, durch Erteilung von Stipendien
an unbemittelte Stammesgenoſſen durch Vermittelung der Anſtellung
deutſcher Lehrerinnen und Lehrer, Geiſtlicher und Aerzte, durch Rat und
Auskunft an Auslandsdeutſche, durch Herſtellung perſönl. Beziehungen
zwiſchen dem Mutterlande und ſeinen Söhnen ſenſeits des Meres ?
In einer Beſprechung über die Ziele und Aufgaben der neu zu
gründenden Mädchenortsgruppe werden die Töchter der Mitglieder der
Frauen= und Männerortsgruppe des Vereins beſonders eingeladen,
diejenigen Töchter von Vereinsmitgliedern, die dem bereits gebildeten
Vorſtand nicht bekannt ſind, und deshalb keine Einladung erhalten,
werden gebeten, ſich bei der I. Vorſizenden der Frauenortsgruppe,
Frau Profeſſor Lenz, Hochſtraße 53, II., ſchriftlich bis ſpäteſtens den
6. Mai zu melden. Daſelbſt werden auch die Anmeldungen aller junger
Damen entgegengenommen, die, ohne Töchter von Vereinsmitgliedern
zu ſein, der Mädchenortsgruppe beitreten wollen. Sind die Eltern
Mitglieder der Frauen= oder Männerortsgruppe, ſo beträgt der
Jahres=
beitrag der Tochter für die Mädchenortsgruppe 1 Mark, der
Jahres=
beitrag der Töchter von Nichtmitgliedern mindeſtens 3 Mark.
Darmſtadt, den 30. April 1914.
(11145
Engerer Vorstand:
Frl. Minna Weitzel, Frl. Erika von Randow. Frl. Emily Bock, Frl. von
Uth-
mann, Frl. Magdalena Nebel, Frl. Grete Wolff, Frl. Erna Kraft, Frl.
Irm=
gard Mössner, Frl. Lulu Ramdohr, Frl. Bertha Pizzala, Frl. These Wulkow.
Erweiterter Vorstand:
Frl. Viktoria Büchner, Frl. Gertrude Berndt. Frl. Liesel Kling, Frl. Emma
Machenhauer, Frl. Irmgard Lettenbaur, Frl. Paula Orth. Frl. Mathilde Bohde,
Frl. Hilde Süffert. Frl. Irma Voelkel. Frl. Emmy Wiener.
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Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
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Delikatess-Nuss-Schinken
Pariser Lachsschinken
Kaviar
VEin
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Nummer 120.
Tranktarter Karsberich. Von L Aar19z.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
(20
Staatspapiere.
4 100,40
Dt. Reichsschatzanw.
98,70
Dt. Reichsanleihe p. 1918
do. . . . . p. 1925
86,80
(o. .. . . . . . . .
78,00
(o. . . . . . . . . . „
100,40
Preußische Schatzanw.
91,25
Staffelanleihe.
86,80
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78,00
do.
96,90
Badische Staats-Anleihe
87,75
do. v. 92/94 .
do. . . . . .
97,00
Baverische Ablös.-Rente
97,30
E.-B.-Anl. kdb. ab 1906
97,30
do. unkdb. p. 1918
97,35
do, unkdb. p. 1920
E.-B.- u. Allgem. Anl.
97,60
unkdb. p. 1930
85,00
do. Anleihe .
7500
do.
97,30
Hamburger Staats-Anl.
do. v. 1887/94
79,20
do. . . . . . .
97,70
Hessische Staats-Anlei
97,50
do. unkdb. p. 1921
84,70
do. . . . . .
75,20
(0. . . . . . . . . . . . .
Bächsische Staats-Rente
77,80
Württembg. Staats-Anl.
(unkdb. p. 1921)..
98,00
do. v. 79/80 . .
87,90
77,60
(0. . . . . . . . . . „
Bulgarische Gid.-Anl.
5 55.90
Griech. Anl. v. 1890 . . .
1,6
do. v. 1887 Monopol
51,50
Italienische Rente . . .
95,40
Osterr. Staats-R. v. 1913 .4½ 91.40
do. Sülber-Rente . . .
4½ 85,85
do. Papier-Rente . . .4½ 85,10
do. Gold-Rente . . .
86,00
do. einheitl. Rente .
82,30
Portug. Tab-Anl. 1891 . .4½ 98,00
do. inn. amort. 1905 . .4½
do. unif. Serie I
3 61,o
III.
do.
3 64,30
do. Spézial Titel.
9,70
Rumänen v. 1903 . . . .
99,85
do. Gold v. 1913.
4½ 91,40
do. Schatzsch. v. 1913 .4½100,00
do. conv.
4
do. v. 1890
do, v. 1891
4 87,60
do. v. 1905
4 86,00
do. v. 1908 .
4 85,60
do, v. 1910 .
4 85,00
Russische St-Anl. V
4½ 98,00
do, kons. v. 1880
4 86,00
do, Gold v. 1890 .
do. v. 1902 . . . . .
89,60
Schweden v. 1880. .
do. v. 1886 .
en
.3½
Schweden v. 1890. .
..4½ 86,90
Serben steuerfrei
7910
do. amort. v. 1895
3t
Türk. Egypt. Tribut
do. kons. steuerfreie
76,50
do. Admin. v. 1903. .
do. unif. v. 1903. . . . .
do. v. 1905. . . . . . . .
72,50
Ungarische Staats-Rente
90,00
1913 unkdb. bis 1923 . .4
Ungar. Staatsk.-Scheine
v. 1913. . . . . . . . . . . . 4½ 98,50
82,10
do. Gold-Rente.
8550
do. Staats-Rente 1910.
Kr. 48150
do. „
Argent. innere Gold-Anl.
v. 1887 5
do, äußere v. 1890 . . . 5 99,25
do. innere v. 1888 . . .4½
do. äußere v. 1888 . . . 4½
do. v. 1897
42
Chile Gold-Ani. v. 1911. . 5 93,40
do. v. 1889. . . . . .
4½
do. v. 1906 . . . . . . . .4½ 88,00
Chines. St.-Anl. v. 1895. . 6
5 99,60
do. v. 1896 . . .
5 86,70
do. Reorg. Anl..
4½ 89,70
do. v. 1898
4½ 89,50
Japaner .. . . . . . .
62.30
Innere Mexikaner .
5 84,30
Außere do.
66,00
Mexikan. Gold v. 1904
do. cons. . .
41,50
do. Irrigat.-Anleihe .4½ 63,50
64,00
Buenos-Aires Prov.
Tamaulipas . .
Sao Paulo E.-B.
do, v. 1913
96,70
Siam v. 1907. .
½ 94,80
Prioritäts-
Obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
T. 1895/973½
v. 1904 3½ 82,20
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadt
Darmstadt. . . . . . . . 4 93,85
Nordd. Lloyd-Obligat. . .4½100,00 do. . . .
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4 —
Franz-Josef-Bahn.
Kaschau-Oderberger v. 89) 4
3 71,30
Prag-Duxer . .
Osterreich. Staatsbahn . 5 —
4
do. ..
do.
3 74,25
eeee
do. Südbahn (Lomb.) . 5 97,70
4 .70,80
do. do.
51,30
do. do.
76,30
Raab-Oedenburg .
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4 3to0
Russ. Südwest .
127.
Moskau-Kasan . .
41g
do.
.. . . .
Wladikawkas. . . . .
85,20
Rjäsan-Koslow.
Portugies. Eisenb. v. 1836
63,20
do. . . ..
Livorneser
6go0
Salonique Monastir.
60,75
4 1 77,45
Bagdadbahn
Anatolische Eisenbahn .4½ 90,40
4½ 91.00
Missouri-Pacitic I.
4 57,00
do. do. v. 1905
4 95,25
Northern-Pacife.
Southern-Pacitic. . .
St. Louis & San Francisco 5
5 82,40
Tehuantepec
5 98.50
Ungar. Lokalbahn .
Provinz-Anleihen.
4 96,40
Rheinprov. Obl. Em. 20/2
3½ 86,60
do. Em. 10 .
3½ 83,50
do. „ 9.
3½
Posen Prov. . .
4 95,.90
Westtalen Prov. V. . .
4 95,80
Hess. Prov. Oberhessen
do. Starkenburg. .
Städte-
Obligationen.
4
Darmstadt.
3½ 87,00
do. . . . .
4 96,60
Frankfurt .
3½ 87,20
do. . ..
.. 4½ 94,20
Gießen . .
. . .3½ 86,60
do. . . ..
.. . 4 9430
Heidelberg. .
. .3½ 85,50
do. . .
4 94,90
Karlsruhe .
do. . . . .
Magdeburg
494,05
Mainz
do. . .
94,50
Mannheim .
86,30
do. ..
96,40
München .
Nauheim .
Nürnberg
½ 85,80
do. v. 1914
3½ 87,80
do. . . .
Wiesbaden. .
4‟
do. . . .
3½
4
Worms .
87,50
do. ...
Lissabon v. 1888
94,00
Moskau v. 1912
Stockholm v. 1880 . .
Wien Komm. . . .
Wiener Kassenscheine .
98,95
Zürich v. 1889 . .
Buenos Stadt v. 1892 . . . 6
Pfandbriefe.
4½100,00
Berliner Hyp.-Bk.-Pf. .
93,60
do. unkdb. 1918. .
93,75
do.
1919. .
94,75
1921. .
d0.
95,75
1922.
do.
83,50
do. . . . . . . . . . . . . .
95,00
do. Komm.-Obl. unk. 1918
95,00
Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910
496,00
1915
do.
4 1 96,50
do.
1920 .
86,40
dc. Ser. 12—19. . . . . . 3½
491.00 Kommunal-Oblig. Sor. 1,
unkäb. 1910
.. . 3½ 86,50
Frankf. Hyp.-Kred.-Ver.
Scr. 15—42) 4 94,00
48—49) 4 94.90
do. . .
496,00
do. unk. 1922 „ 52
9½1 8860
do. „ 1913. . . .
86,50
130
do. Scr. 45
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
Ser. 12, 13, 16
96,90
14, 15, 17
96,90
do. . . .
97,40
do. unkdb. 1920 . . . .
97,50
1923 . . ..
do.
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½ 84,70
84.70
do. „ 3—5 . . . . . .
..3½ 84,70
do. kündb. 1915.
do. Komm. unk. 1913) 4 96,90
„ 1914) 4 96,90
do.
1916 4 97,10
d0. „
1920) 4 97,40
do. „
1923 4 97,50
do.
do. verlosb. u. kündb. . 3½ 84,70
unkdb. 1915 3½ 84,70
do.
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb.
94,60
do. unkdb. 1922.
4 1 95,80
3½ 86,00
do.
3½ 86,50Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
unkdb. 1917
4 94,00
do. .
1919 4 94,00
1921 4 94,10
do. . .
do. ..
1924) 4 96,20
3½ 84,70
do. . ...
do. Komm. unk. 1923 . 4 95,20
1924 .
do.
96,00
4% 95,30 1Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr. . 4
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do. . . .
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Berg.-Märkische Bank.
151.,80
Berliner Handelsges.. .
Darmstädter Bank . . . . 6½ 117,10
Deutsche Bank. . . . . . .12½/241,00
Deutsche Vereinsbank. . 6 117,75
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 1112,50
1Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 (188,00
Dresdner Bank. .
8½ 1150, 0
2
Frankf. Hypothek.-Bankl 10 (213.50
do. do. Kred.-Ver.8½ (155,50
Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 116,50
Nation.-Bank f. Deutschl.) 6 (110,30
Pfälzische Bank . . . . . . 7 1128.09
Reichsbank . . . . . . . . . 8,43 1134,70
Rheinische Kredit-Bank . 7 1127,90
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver. .
109,76
Wiener Bank-Verein . . . 8. 130,60
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 129,80
8 1114,00
Norddeutscher Lloyd.
Frankfurt. Schleppschiff. 4 (116.00
Südd. Eisenb.-Gesellsch. . 6½ 128,25
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 115,00
6 91,25
Baltimore . .
10 11927
Ganada . . .
7½ 1140,00
Schantung. .
8 155,00
Prinz Henry.
0 I 21,25
Lombarden . . ..
6 1111,00
Pennsylvania.
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik . 28 638,50
Chem. Fabrik Griesheim 14 (263,75
Farbwerke Höchst . . . . 30 635,50
Ver. chem. Fabr. Mannh.. 20
10 149,50
Zement Heidelberg .
Chemische Werke Albert 30 1450,00
Holzverkohl. Konstanz 15 (304,00
6
Lahmeyer . . . . . . . . .
Schuckert, Nürnberg. . . 8 147,50
Siemens & Halske. . . . . 12 (21400
5 (123,00
Bergmann Elektr. . . .
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 1243,25
25 1331,50
Hagen Akkum. . .
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (175,40
0 80,00
Gummi Peter . . . . . .
Adler-Fahrradwerke . . . 25 (335,50
Maschinenfabr. Badenis . 6 131,00
Wittener Stahlröhren . . 0
Motoren, Oberursel . . . 8½ 157,75
9 1118,05
Gasmotoren, Deutz . . .
Siemens Glas-Industrie . 15 1236,50
23 1290,00
Enzinger Filter .
.. . 10 1145,50
Steaua Romana .
Zeilstoff Waldhof . . . . . 15 1179,00
Bad. Zucker-Waghäusel .12,83/221,00
84,00
Neue Boden-Aktien-Ges..
Süddeutsche Immobilien 0 60,00
Bergwerks-Aktien.
.. . 12 1158,00
Aumetz-Friede . .
Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 221,00
Leonhard, Braunkohlen . 9 1159,00
23 361,25
Konkordia Bergbau ..
Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 1125,40
10 225,00
Eschweiler . .
Gea
Gelsenkirchen Bergw. . . 11 (179,00
Harpen Bergbau. . . . . .11 1177,75
Kaliwerke Aschersleben . 10 1137,50
Kaliwerke Westeregeln . 13 (201,25
Königin Marienhütte . . 6 81.00
§ 142,50
Launahütte .
6 8050
Oberschles. Eisenbed.
Oberschl. Eisen-Industrie 3 63,00
Phönix Bergbau ..
18 232,50
Rheinische Braunkohlen 10
Riebeck Montan . . . . . . 12 195,20
South West.-Afr. Shares . 5 1118½
Verzinsliche
Anlehenslose. (2f.
Badische . .
TIr. 100 4
Cöln-Mindener . Tir. 1003½143,20
Holländ. Komm. . H. 100 3/113,50
Madrider . . . . . Frs. 100 3 77,20
Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 141,00
Ostorreicher 1860er Lose . 4 17900
Oldenburger . . . . TIr. 40 3 1128,10
Raab-Grazer . . . . H. 150/2½1110,60
Mk.
Unverzinsliche
Anlehenslose.
ſp. St.
A. 7 36,00
Augsburger . .
TIr. 20
Braunschweiger
Pe. 45
Mailänder .
Fs. 10 41,00
do.
. A. 7 37,50
Meininger ..
Osterreicher v. 1864 . H. 100
do. v. 1858 . H. 100 (540,00
A. 100 448,00
Ungar. Staats . .
Fs. 30 71,00
Venediger . . . .
Türkische . . . . . . Fs. 400 (164,40
Gold, Silber und
Banknoten.
20,43
Engl. Sovereigns. . .
16,30
20-Franks-Stücke . . . .
4,18¾/
Amerikanische Noten .
20,48.
Englische Noten . . . .
81,35
Französische Noten. .
Holländische Noten . .
169,25
81,15
Italienische Noten .
Osterr.-Ungarische Noten.
85,10
Russische Noten . . . .
Schweizer Noten. . . . . . . . 81,30
Reichsbank-Diskont
do. Lombard Zsf. .
Tendenz:
Montan matt.
Handel und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 1. Mai. (Börſe.) Trotz der
feſteren Neu=Yorker Notierungen zeigte die hieſige Börſe
bereits bei Eröffnung ſchwächere Kurſe. Außer auf die
widerſprechenden Nachrichten bezüglich der Aufnahme der
Vermittlungsvorſchläge ſeitens Huertas verſtimmten aus
Berlin hierher gelangte Meldungen von niedrigeren
Divi=
dendenſchätzungen des Phönix. Auch regten ſich heute
wieder die Baiſſiers, welche die ſchwache Veranlagung des
Marktes zu Abgaben benutzten, die bei dem Mangel der
Käufer die Kurſe drückten. Im Verlaufe kam beſonders
am Montanmarkte weitere Ware heraus, was man auf
neue Exekutionsverkäufe für die Firma Greb u. Frühauf
zurückführte. Auch heute verſtimmten wieder ungünſtige
Meldungen über die Lage der Induſtrie und der erneute
Rückgang der Hohenlohe=Aktien, welche ihren Kursſtand
auf ca. 100 ermäßigen mußten. Aus allen dieſen
Grün=
den mußten ſich die Montanwerte prozentweiſe
Kursrück=
gänge gefallen laſſen, während die übrigen Märkte, z. B.
Schiffahrtsaktien, ſich einigermaßen halten konnten. Der
Kaſſamarkt war ziemlich behauptet, doch waren auch hier
einige größere Kursabſchwächungen zu verzeichnen.
Nie=
driger notierten u. a.: Akkumulatoren ca. 6 Prozent,
Kleyer 2¼, Scheideanſtalt 5½ Prozent. Geſamttendenz:
matt.
H. Frankfurt a. M., 1. Mai. (
Börſenwochen=
bericht.) Die Börſe verkehrte im Laufe dieſer Woche
in relativ gut behaupteter Tendenz, wenn auch der
Ver=
kehr wieder ſehr abnahm. Die politiſchen Nachrichten ſind
wieder etwas befriedigender; namentlich ſcheinen die
Ver=
mittlungsvorſchläge, die zwiſchen Mexiko und den
Ver=
einigten Staaten erfolgten, auf fruchtbaren Boden gefallen
zu ſein, und auch die Ulſterfrage, welche für die inneren
Verhältniſſe Englands beängſtigend wurde, ſcheint in eine
friedliche Phaſe einzulenken. Wenn wir noch die ſich ſtetig
beſſernde Geſundheit des öſterreichiſchen Kaiſers als
er=
freulich hervorheben und dabei die günſtigen Aeußerungen
der maßgebenden Perſönlichkeiten über die Internationale
Lage nicht vergeſſen, ſo hätte die Stimmung eigentlich
an=
geregter ſein können. Aber der ungünſtige Bericht des
Iron Age über den amerikaniſchen Eiſen= und
Stahl=
markt, ſowie der unbefriedigende Quactals=Ausweis der
Harpener Bergbau=Geſellſchaft verſtimmten. Dabei
lau=
ten die Meldungen aus der heimiſchen Induſtrie noch
immer nicht beſſer, namentlich bei der Schwerinduſtrie und
über die Zukunft der Syndikate hat man bisher keinerlei
Klarheit. Dieſe Momente verfehlten ihren deprimierenden
Eindruck nich” und veranlaßten insbeſondere die
Speku=
lation zur weiteren Zurückhaltung; ſo daß Montanpapiere
faſt durchweg matter ſchließen, ausgenommen Konkordia,
die anſehnlich profitierten und „Phönix” welche faſt
un=
verändert ſchließen, da einiges Intereſſe dafür beſtand.
Am Geldmarkte hat der Privatdiskont zeitweiſe bis 2½
Prozent angezogen, iſt aber wieder billiger geworden.
Die Flüſſigkeit der kurzfriſtigen Gelder hier und im
Aus=
lande hat auch weiterhin angehalten und die Verhältniſſe
bei der Deutſchen Reichsbank haben ſich ebenfalls normal
entwickelt. Dabei hält das Intereſſe für ſolide
Anlage=
werte an und finden die verſchiedenen zur Subſkription
offerierten gutverzinslichen Obligationen eine ſchlanke
Abnahme.
In den nächſten Tagen erſcheint eine 4prozentige
badiſche Staatsanleihe in Höhe von 29 Millionen Mark
zur Emiſſion, wobei als Zeichnungspreis für Eintragung
in das Schuldbuch 96,80 Prozent und für die freien Stücke
97 Prozent vorgeſehen iſt. Dabei ſind in der letzten Zeit für
derartige pupillariſch ſicheren Papiere derart Anmeldungen
eingelaufen, daß ſelbſt die Sperrſtücke ſtark überzeichnet
wurden. Und die Nachfrage bleibt unverändert groß. Dies
beweiſt die Submiſſion auf 12 Millionen Mark 4prozentige
Frankfurter Stadtanleihe, für welche ein Höchſtgebot von
96,10 Prozent abgegeben wurde, während das
Mindeſt=
gebot von 9565 Prozent immer noch als recht günſtig für
den Kredit der Stadt Frankfurt a. M betrachtet werden
kann. Deutſche Staatsrenten und Städteobligationen ſind
überhaupt eben in guter Tendenz. 3prozentige Reichs
wieder lebhafter nach der zeitweiſen Abſchwächung; auch
fonſt erfolgten Preisbeſſerungen, wenn auch=nur um Bruch=
teile, aber immerhin ſehr erfreulich, nachdem in den letzten
Monaten ſo bedeutende Anleihebeträge klaſſiert wurden.
4prozentige Darmſtädter ebenfalls um 0,30 Prozent
an=
ziehend. Ausländiſche Staatsfonds waren ruhiger bei
kleinen Veränderungen, nur in Mexikaniſchen Gattungen
fand mehr Umſatz zu weſentlich erholten Kurſen ſtatt.
Bankaktien waren im ganzen feſt insbeſondere
Dis=
konko=Kommandit und Schaaffhauſenſcher Bankverein auf
die bekannt gewordene Angliederung, ferner konnten
Darmſtädter, Dresdener, ſowie Petersburger
Internatio=
nale beſſer ſchließen, während Reichsbank=Anteile in
An=
betracht des flüſſigen und billigeren Geldes und der
da=
durch verminderten Zinsergebniſſe, etwa ¾ Prozent im
Kurs einbüßten. Das Pforzheimer Falliment hat zwar
überraſcht und vorübergehend Exekutionen an den
ver=
ſchiedenen Börſen zur Folge gehabt, aber die intereſſierten
Bankinſtitute ſind durchweg voll gedeckt.
Transportaktien zeigten feſte Stimmung und waren
beſonders Hamburger Paketfahrt, Nordd. Lloyd
Schan=
tung, Staatsbahn und Lombarden (Südbahn) höher,
hin=
gegen nur Orientbahnen abgeſchwächt (197). 3prozentige
Südbahn=Prioritäten ſtiegen etwa ¾ Prozent Auf den
25. Mai wird jetzt in Wien eine Verſammlung der Beſitzer
der 3prozentigen Prioritäten=Obligationen einberufen
zum Zwecke ihrer Einvernehmung über die neuen
Sanie=
rungsvorſchläge, ebenſo eine ſolche für die 5 Prozent=
Prioritäre am 29. Mai, während für die 4 Prozent=
Priori=
täre noch eine Einladung ausſteht, Kanada Shars haben
ſich gut behauptet bei etwa 193½, trotz der Gerüchte, es
beſtänden zwiſchen der Regierung und Geſellſchaft wegen
der Behandlung der Kanadian Northern Differenzen und
es ſollten die verminderten Tarife auch auf den öſtlichen
Linien Platz greifen. Eine beſſere Tendenz war auf dem
Kaſſainduſtriemarkt vorherrſchend, wo ſich wieder größere
Meinungskäufe einfinden und dadurch ein lebhafteres
Ge=
ſchäft entwickeln konnte. Elektrizitätswerte wieder ſtärker
gefragt auf die Fortſchritte in dem bayeriſchen Walchenſee=
Projekt, auch Badiſche Anilin anſehnlich ſteigend, wogegen
Höchſter Farbwerke eher etwas nachgaben, anſcheinend im
Zuſammenhang mit der Kapitalerhöhung. Die neuen
Aktien ſollen zum Kurſe von 140 Prozent einem
Konſor=
tium überlaſſen werden, das den Aktionären für je drei
alte Aktien eine neue zum gleichen Preis zum Bezug
an=
zubieten hat. Automobilaktien waren dieſe Woche mehr
beachtet und namentlich Daimler, Kleyer ſowie Dürkopp
belebter. Zellſtoff Waldhof auf das geringere Ergebnis
(12 Prozent gegen 15 Prozent im Vorjahre) weiter
abge=
ſchwächt In der Generalverſammlung wurde u. a. geſagt,
daß das Jahr 1913 auch der Geſellſchaft Enttäuſchungen
bereitet habe. Eine Beſſerung der ungünſtigen Lage der
Papierfabriken könne zunächſt noch nicht vorausgeſehen
werden.
Erwähnenswert ſind die Kursſteigerungen der
ver=
ſchiedenen Bau= und Terrainaktien, die vielleicht als ein
beſſeres Zeichen aus dieſer Branche anzuſehen ſind. Ab 1.
Mai werden die Mexikaniſche Irrigationsanleihe und die
St. Louis und San Franzisko General Lien Bonds
in=
kluſive Kupons per 1. Mai franko Zinſen notiert; bei den
letzteren erhalten jedoch die Hinterlegungszertifikate
vor=
ſchußweiſſe die fälligen Zinſen ausbezahlt. Uebrigens iſt
ein Reorganiſationsplan in Vorbereitung, wodurch die
ganze Schuld konvertiert werden ſoll. Die Verwaltung
der Tehuantepec=Eiſenbahn teilt mit, daß die
Hauptein=
nahmen für Fracht in Neu=York in Empfang genommen
werden und daß infolgedeſſen die Geſellſchaft dort über
reichliche Mittel für die demnächſt fälligen Erforderniſſe des
Anleihedienſtes verfügt.
Der Wochenſchluß war luſtlos und ungünſtig, durch
die Mattigkeit am Montanmarkt beeinflußt. Es fanden
anſcheinend noch Exekutionen für die inſolvente
Pforz=
heimer Firma ſtatt, die auch den Kurs von Benzaktien
drückte. Von ſpekulativer Seite waren in Berlin
Dividen=
denſcheine der „Phönix” zu 13½ Prozent offeriert, was
ebenfalls verſtimmte Und ſchließlich wurde die
Ver=
urteilung der Luftſchiffer in Perm zu 6 Monaten
Gefäng=
nis vielfach beſprochen In Kaſſainduſtriewerten erfolgten
größere Abgaben, die Abſchwächungen brachten, nur
Daim=
ler in weiter guter Stimmung.
Es ſchließen: 4proz. vegloshare, Schatzſcheine
98,90, 4proz. Reichs 99,20 G. 4proz. Reichs (rückzahlbar
1918) 98,50, 3½proz. Reichs 86,90. 3proz. Reichs 78, 4proz.
Heſſen von 1899 97,25, 4proz. Heſſen von 1906 97,80 B.,
4proz. Heſſen von 1908/09 97,50 B., 4proz. Heſſen (
rückzahl=
bar 1921) 97,80. 3½proz. Heſſen 84,70 B., 3proz. Heſſen
75,20, 4proz. Darmſtädter (neue) 94,90 G., 4proz.
Darmſtädter 94,90 G., 3½proz. Darmſtädter 87½ B.,
4proz. Heſſ. Landes=Hyp.=Pfdbr. (S. 23—26)) 97,40 G.,
4proz. Heſſ. Landes=Hyp.=Pfdbr. (S. 27) 97,50 G.,
3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 3—5) 84,50, 3½proz.
Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 9—11) 84,50, 4proz. Heſſ.
Kommunal=Pfdbr. (S. 13—14) 97,40 G., 4proz. Heſſ.
Kom=
munal=Pfdbr. (S. 15) 97,50 G., 3½proz. Heſſ. Kommunal=
Pfdbr. (S. 1—3) 84,50 3½proz. Heſſ. Kommunal=Pfdbr.
(S. 4) 84,50, 4proz. Naſſ. Landesbk.=Pfdbr. 99. 3½proz.
Naſſ. Landesbk.=Pfdbr. 91,50, 3proz. Naſſ. Landesbk.=Pfdbr.
88 G., Genua=Loſe 224, Türkiſche Loſe 164,60, Raab=Grazer
Anrechts=Scheine 32,60 G., Donau=Regulierung 145,
Gothaer Prämie II 125, Darmſtädter Bank 117½, Südd.
Eiſenbahn=Geſellſch. 128,20 B Bagdadtürken S. I 77,40,
Bagdadtürken S II 7560, South=Weſtafrika 117½, Otavi=
Anteile 118,75, Otavi=Genußſcheine 100, Aluminium 277,
Adlerwerke Kleyer 335½ Deutſche Gold= und Silberſcheide=
Anſtalt 617. Chemiſche Mühlheim a. M. 68,50, Lack= und
Farbenfabriken Schramm, Offenbach a. M. 268 G.,
Rütgers=
werke 191. Voigt u. Hoeffner 198, Brown Boveri u. Cd.
147,50, Lederwerke vorm. Spicharz, Offenbach a. M 83,75,
Reiniger, Gebhardt u. Schall 196,25. Ludwigshafener
Walzmühle 1576 Benz=Motoren 178½. Daimler=
Motoren 389¾a). Bielefelder Maſch. Dürkopp 310, Faber u.
Schleicher A.=G Offenbach a. M. 101 B. Mannesmann
Röhrenwerke 205,80 Moenus=Maſch. 170. Naphtha 403,
Deutſche Verlags=Anſtalt 169,90, Waggonfabrik Fuchs,
Heidelberg 137,50 B., Zuckerfabrik Frankenthal 417,50,
Chemiſche Weiler 224 G., Chemiſche Goldenberg 232,50 G.,
Maſchinenfabrik Gritzner 266 B.
WB. Hanau, 1. Mai. In der
Generalver=
ſammlung der Aktien=Geſellſchaft. J.
Brüning u. Sohn Langendiebach, welche u. a.
ins=
beſondere die Fabrikation von Sperrhölzern und
Holz=
platten betreibt, wurde die Erhöhung des Aktienkapitals
um nom. 1 Million Mark auf nom. 3½ Millionen Mark,
ſowie die Ausgabe von nom. 750000 Mark 5prozentiger
erſtſtellig hypothekariſch geſicherter, zu pari rückzahlbarer
Obligationen beſchloſſen. Die Dividende wurde mit 10
Prozent feſtgeſetzt (1906—1911 je 10 Prozent. 1912 12
Pro=
zent). Die Verwaltung erklärte, daß das
Geſchäftsergeb=
nis des laufenden Jahres die Verteilung einer 12
pro=
zentigen Dividende zugelaſſen, daß man es indeſſen im
Intereſſe einer beſonders vorſichtigen Balanzierung und
einer unbedingt ſtabilen Dividendenpolitik vorgezogen
habe, das 6 Jahre hndurch nicht verlaſſene
Dividenden=
niveau von 10 Prozent wieder beizubehalten Die
Obli=
gationen, welche von der Deutſchen Bank Filiale
Frank=
furt, übernommen werden, werden von dieſer zum
Pari=
kurſe begeben. Das geſamte Aktienkapital, ſowie die 5
pro=
zentigen Obligationen ſollen von der Deutſchen Bank zur
Frankfurter Börſe eingeführt werden an welcher bereits
die 4½prozentige Anleihe der Geſellſchaft zugelaſſen iſt.
In den Aufſichtsrat wurde Dr. A v. Heyden, Direktor der
Deutſchen Bank, Filiale Frankfurt, neu gewählt Der
Nettogewinn des abgelaufenen Geſchäftsjahres beträgt
421665 Mark (gegen 369349 Mark im Vorjahre).
— Ausdehnung des
Brieftelegramm=
verkehrs. Den am unmittelbaren
Brieftelegramm=
verkehr teilnehmenden Orten treten während der Bade=
und Reiſezeit hinzu: Baden=Baden, die Bäder Homburg
vor der Höhe, Kiſſingen, Nauheim Reichenhall,
fer=
ner Borkum, Lindau (Bodenſee), Misdroy, Norderney,
Saßnitz, Seebad Heringsdorf, Swinemünde, Weſterland,
Wildbad und Zoppot.
— Nach den britiſchen Schutzgebieten der Gilbert=
und Ellice=Inſeln und der Salomon=
Inſeln ſind fortan Poſtanweiſungen bis 20
Pfund Sterling zuläſſig. Der Verkehr wird von der
Poſt=
verwaltung des Auſtraliſchen Bundes vermittelt. Die
Ge=
bühr beträgt 20 Pf. für je 20 M. bis Sydney; für die
Weiterüberweiſung werden in Sydney von dem
einge=
zahlten Betrage 3 Pence für je 5 Pfund Sterling
abge=
zogen.
Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Seite 27.
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Nummer 120.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Seite 31.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 17. April: dem Großh.
Finanzamt=
mann Georg Knöß, Inſelſtr. 17, ein S. Walter Wilhelm.
Am 24.: dem Spengler und Inſtallateur Heinrich Lücker,
Heinheimerſtr. 76, ein S. Heinrich. Am 22.: dem
Fuhr=
mann Ludwig Hahn, Kranichſteinerſtr. 6, eine T. Luiſe
Wilhelmine. Am 24.: dem Bäcker Taver Hummel,
Fuhr=
mannsſtr. 1, eine T. Marie Dorothee. Am 27.: dem
Fuhr=
mann Andreas Köhler, Gardiſtenſtr. 9, ein S. Johann
Michael Wilhelm. Am 26.: dem Briefträger Julius Götz,
Heinheimerſtr. 86, ein S. Heinrich Lorenz. Am 28.: dem
Maſchinenwärter Johannes Spieß, Schloßgaſſe 29, ein
S. Johann Friedel. Am 29.: dem Gärtner Adam Mohr,
Fuhrmannſtr. 12, ein S. Wilhelm Adam. Am 25.: dem
Schloſſer Adam Volk, Karlſtr. 45, Zwillingstöchter
Martha und Margareta.
Auswärtig Geborene. Am 7. Dez. 1913: dem Architekt
Ludwig Herth in Schaffhauſen (Schweiz) ein S. Georg
Albert. Am 25. Nov. 1913: dem Damenſchneider Karl
Konrad Johe in Zürich (Schweiz) eine T. Paula Eliſe.
Am 17. Nov. 1913: dem Glaſer Karl Joſeph Dorſch in
Zürich (Schweiz) eine T. Emma.
Aufgebotene. Am 27. April: Fabrikaufſeher Karl
Gottlob Streicher, Weiterſtädterweg 42, und Luiſe
Ro=
ſine Kopp in Winzerhauſen. Landwirt Joh. Peter
Schmitt III. in Mörlenbach und Dienſtmädchen Maria
Magdalena Halſe, hier. Ingenieur Friedr. Wilhelm
Kreßmann in Wiesbaden und Anna Katharina
Fried=
rich, hier. Großh. Hofſchauſpieler Hans Emil
Bau=
meiſter, Hobrechtſtr. 12, und Großh. Hofopernſängerin
Anna Jacobs, Frankfurterſtr. 78. Am 29.: Poſtaſſiſtent
Karl Bernhard Maykemper in Eberſtadt und Eliſabethe
Katharina Krichbaum, Wienersſtr. 72. Am 30.:
Kauf=
mann Auguſt Andreas Hofmann in Heidingsfeld und
Maria Eliſabetha Wolf in Rottenbauer.
Regierungs=
baumeiſter Adolph Heiß in Worms und Maria Sophie
Emma Braun, hier. Modellſchreiner Peter Schmidt,
Heidelbergerſtr. 102a, und Maria Eliſabethe Delp,
Feld=
bergſtr. 105. Maler Georg Friedr. Bienhaus,
Ober=
gaſſe 44. und Marie von der Au, Obergaſſe 44.
Geſtorbene. Am 27. April: Joſephine Mager, geb.
Thalheimer, Ehefrau des Schmieds 39 J.. kath.,
Grafen=
ſtraße 9. Am 28.: Maria Wilhelmina Heinrike Johanna
Hoogenſteya, Tochter des Kaufmanns 2 J., kath.,
Riegerplatz 8. Am 27.: Anna Margareta Hedwig
Philip=
pine Reinhardt, Tochter des Vizefeldwebels, im Inf.=
Regt. Nr 115. 4 J., ev., Heinheimerſtr. 98. Am 28.:
Al=
fred Willi Gay, Aſſiſtent an der Techn. Hochſchule, 65
J. ev., Frankfurterſtr. 58. Johann Georg Leißler,
Pri=
vatier, 67 J., ev., Soderſtr. 67. Am 29.: Wilhelm Auguſt
Jakob Goll, Sohn des Invaliden, 1. J., ev., Sackgaſſe 3.
Am 30.: Heinrich Wilhelm Schleuning, Sohn d.
Fabeik=
arbeiters, 2 J., ev., Magdalenenſtr. 6. Fritz Wilhelm
Gunder, Sohn des Gaſtwirts, 1 J., ev.,
Schloßgarten=
platz 6.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden
Sonntag Jubilate, den 3. Mai 1914
Hofkirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Kollekte für die ausländiſche Diaſpora. — Mittwoch, den
6. Mai, abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Kollekte für die Evangeliſchen im Ausland. —
Vormit=
tags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Zimmer=
mann.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Beringer.
Kollekte für die Evangeliſchen im Ausland. —
Vormit=
tags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel.
— Abends um 6 Uhr: Pfarrer Zimmermann. Kollekte
für die Evangeliſchen im Ausland.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
3. Mai, vormittags um 11 Uhr: Chriſtenlehre für die
Reformations gemeinde. Pfarrer Velte.
Feierabend (Stiftſtr. 51): Sonntag, den 3. Mai,
vormittags um 11 Uhr: Chriſtenlehre für die
Markus=
gemeinde (Knaben). Pfarrer Vogel.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags um 8 Uhr.
Vormittags um 10½ Uhr: Kindergottesdienſt (
Stein=
ſtraße 24, Muſikſaal).
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Vorm.
um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den Nord bezirk im
Ge=
neindehaus. Pfarrer Marx. — Die erſte Chriſtenlehre
für den Südbezirk findet Sonntag, den 10. Mai, ſtatt.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lindenſtruth. Feier des heil. Abendmahls mit
Vor=
bereitung. Anmeldung von ½ 10 Uhr ab in der Sakriſtei.
— Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt für den
Oſt=
bezirk, Pfarraſſiſtent Lindenſtruth. — Nachmittags
um 4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Herberge zur Heimat: Vorm. um 8 Uhr: Pfarrer
Memmert.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Lenz. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Kollekte für die
deutſch=evangel. Gemeinden im Ausland. — Vorm. um
8½ Uhr: Chriſtenlehre für die 2. Gruppe der
Konfir=
mierten. Pfarrer Wagner. — Vorm. um 10 Uhr:
Pfarrer Wagner. — Um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Wagner.
Pauluskirche: Vorm. um 8½ Uhr: Chriſtenlehre.
Pfarrer Rückert. — Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Sann. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Sann.
Großh. Schloßkapelle zu Kranichſtein: Sonntag, den
3. Mai, vorm. um 11¼ Uhr: Gottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Bönning.
Evang. Gemeinde in Eberſtadt: Sonntag, den 3. Mai,
vorm. um ½10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Eck=
hardt. — Nachmittags um 2 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Paul.
Evang. Gemeinde in Nieder=Ramſtadt: Sonntag, den
3. Mai, vormittags um ½10 Uhr: Gottesdienſt.
Pfarr=
verwalter Weik.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 3. Mai,
vorm. um 11¼ IUhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. um
4 Uhr: Bibelſtunde. Reiſepred. Schmid. — Montag, den
4. Mai, abends um 8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde. —
Diens=
tag, den 5. Mai, abends um 8½ Uhr: Jungfrauen= und
Blaukreuz=Bibelſtunde. — Mittwoch, den 6. Mai,
nach=
mittags um 2 Uhr: Bibelſtunde für Mädchen. — Um
4 Uhr: Bibelſtunde für Knaben. — Donnerstag, den
7. Mai, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde. — Zweig
der Stadtmiſſion (Beſſungerſtraße 88, Hth.).
Sonn=
tag, den 3. Mai, vorm. um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
— Nachmittags um 3 Uhr: Bibelſtunde für Jünglinge.
— Um 4½ Uhr: Bibelſtunde für Jungfrauen. —
Frei=
tag, den 8. Mai, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Griesheim bei D.: Sonntag, den 3. Mai, abends um
8½ Uhr: Religiöſer Vortrag im Kleinkinderſchulſaal.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Kiesſtr. 43): Sonntag, den
3. Mai, nachm. um 2½ Uhr: Sonntagsſchule. — Abends
um 8¼ Uhr: Predigt. Prediger A. Berner aus
Frank=
furt a. M. — Dienstag, den 5. Mai, abends um 8¼ Uhr:
Bibelſtunde. Prediger A. Berner=Frankfurt a. M.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde glänbig getauſter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 3. Mai, vorm. um 9½ Uhr:
Predigt. Prediger Winhold. — Um 10½ Uhr:
Sonn=
tagsſchule. — Nachmittags um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Winhold. — Mittwoch, den 6. Mai, abends um 8½ Uhr:
Bibel= und Gebetſtunde. Prediger Winhold.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 3. Mai, nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule. — Um
4 Uhr: Predigt. — Freitag, den 8. Mai, abends um
½9 Uhr: Bibel= und Gebetſtunde.
Katholiſche Gemeinden
3. Sonntag nach Oſtern, den 3. Mai 1914
St. Ludwigskirche: Samstag, den 2. Mai, nachm.
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Abends um 8 Uhr: Maiandacht.
Sonntag, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: heil.
Meſſe. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Um
11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. — Nachmittags um
3 Uhr: Roſenkranz=Bruderſchaftsandacht mit Predigt und
Prozeſſion. — An allen Werktagen dieſer Woche,
vormit=
tags um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. — Abends
um 8 Uhr: Maiandacht.
Militärgemeinde (Uebungsplatz bei Griesheim):
Sonntag, vorm. um ¼10 Uhr: Singmeſſe mit Predigt.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 2 Uhr:
Roſen=
kranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fränkein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle zu Nieder=Ramſtadt: Sonntag, vorm. um
9 Uhr: Singmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 2. Mai,
nachmit=
tags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
heil. Meſſe mit Predigt und Generalkommunion der
Sodalität. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt und Predigt. —
Nachm. um 2 Uhr: Herz=Jeſu=Andacht; darauf
Ver=
ſammlung der Sodalität. — Dienstag und Freitag,
abends um ½6 Uhr: Maiandacht.
Kapelle zu Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10 Uhr:
Amt und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
2. Mai, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur heil. Beichte.
Schutzfeſt des heil. Joſeph
Sonntag, vorm. um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Um ½9 Uhr:
Amt mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Herz=Jeſu=
Andacht. — Mittwoch, abends um 6 Uhr: Maiandacht.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 2. Mai, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Feſt des heil. Joſeph, des Kirchenpatrons
Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr: Beichte. — Um
„7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags um
½5 Uhr: Andacht. — Werktags um ¼7 Uhr: Singmeſſe
und Maipredigt von Pfarrer Schmitt in Nieder=Roden.
Donnerstag, abends um 6 Uhr: Maiandacht.
Kapelle zu Pſungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichte. — Um ½8 Uhr: Amt und Predigt. — Nachm.
um ½2 Uhr: Andacht. — Montag, um ½5 Uhr:
Mai=
andacht.
The Church of England Services in the
Hofkirche
3rd Sunday after Easter, 3rd May 1914
Mattins, Sermon, followed by Celebration of the Holy
Communion 11,30 a. m.
Evensong 6 p. m.
The Rev. G. H. Butler, British Chaplain, will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 24. April: Uneheliche T.
Eliſa=
beth Babette, geb. 3. Jan. 26. April: Dem Bäckermeiſter
Johann Jakob Luſt S. Georg Jakob, geb. 13. April.
28. April: Dem Maler und Lackierer Karl Friedr. Hauck
T. Helene Karoline, geb. 29. März.
Kaplaneigemeinde: 26. April: Dem Kaufmann
Johann Werner Stähle S. Heinrich Werner, geb. 14. März.
Martinsgemeinde: 26. April: Dem
Fabrik=
arbeiter Peter Hartmann T. Magdalene, geb. 29. März.
27. April: Dem Schreiner Friedrich Emig S. Friedrich,
geb. 12. März. Dem Taglöhner Kleinſchmitt S. Wilhelm
Ludwig, geb. 14. April.
Petrusgemeinde: 26. April: Dem Ingenieur
Friedrich Wilhelm Eduard Nungeſſer T. Edith Irene,
geb. 14. April. Unehelicher S. Paul Heinrich.
Paulusgemeinde: 26. April: Dem Kaufmann
Georg Friedrich Eichel S. Heinrich Georg Wilhelm,
geb. 9. April.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Lukasgemeinde: 25. April: Kammerrat beim
Grafen von Iſenburg=Büdingen=Meerholz Ernſt Moritz
Friedrich Karl Dingeldey und Eliſabeth Dorothea
Mar=
gareta Paſſet.
Kaplaneigemeinde: 25. April: Fuhrknecht Peter
Grimm und Katharina Gerhard, geb. Scherer. 26. April:
Möbelpolierer Adolf Leder und Sophia Margareta
Saggau.
Johannesgemeinde: 25. April: Kaufmann
Peter Jenſen und Magdalene Badten von hier. Schmied
Karl Schanz und Margarete Hamann von hier.
Martinsgemeinde: 25. April: Hofgartengehilfe
Karl Märtires und Johanna Heines, beide hier.
Petrusgemeinde: 29. April: Telegraphenaſſiſt.
Wilhelm Schwing zu Frankfurt a. M. und Emma Luiſe
Fiedler dahier.
Paulusgemeinde: 25. April:
Regierungsbau=
meiſter Heinrich Emil Müller zu Nakel a. d. N. u.
Karo=
line Margarete Anna Schmidt.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden=
Lukasgemeinde: 29. April: Margarete Dörſam,
geb. Trautmann, Witwe des Taglöhners, 66 J., ſtarb
26. April.
Markusgemeinde: 26. April: Margarete Klöß,
Witwe, geb. Walter, 80 J. 7 Mon., ſtarb 24. April.
28. April: Privatier Georg Leißler, 66 J. 3 Mon., ſtarb
28. April.
Kaplaneigemeinde: 24. April: Haushälterin
Katharine Schäfer, 62 J., ſtarb 22. April. Schriftſetzer
Johannes Heitzer, 51 J., ſtarb 22. April.
Johannesgemeinde: 28. April: Oktroierheber
i. P. Jakob Tramer, 75 J, ſtarb 25. April. 30. April:
Kathinka Wenz, T. des Spenglermeiſters, 31 J., ſtarb
27. April. Aſſiſtent an der Techniſchen Hochſchule Alfred
Wills Gay, 65 J., ſtarb 28. April.
Martinsgemeinde: 27. April: Anna Veronika
Erneſtine Fxanziska Sahl, T. des Bahnwärters, 3½ J.,
ſtarb 25. April. 28. April: Weißbinder Michael Lorenz,
33 J., ſtarb 25. April.
Petrusgemeinde: 25. April: Freiherr Wilhelm
v. Wedekind, 84 J., ſtarb 23. April.
Paulusgemeinde: 26. April: Graf Eberhard
von Büdingen, S. des Grafen Friedrich von Büdingen,
5 J., ſtarb 24. April. (Einſegnung.) 29. April: Freiherr
Eberhard Viktor v. Stetten, S. des Oberſtleutnants und
Kommandeurs der Großh. Heſſ. Train=Abteilung Nr. 18,
10 J., ſtarb 26. April.
Beerdigte von auswärts: 24. April: Sophie
Mayer, geb. Michel, Ehefrau des Geh. Medizinalrats
Dr. Rudolf Mayer, 44 J., ſtarb 22. April. 25. April:
Auguſte Stiehler, geb. Cellarius, Witwe des
Diſtriktsein=
nehmers, 63 J., ſtarb 23. April.
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Seite 32.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Nummer 120,
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Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Die Berlinerin. — Ihre Erſcheinung früher und jetzt. —
Die Pſyche der weiblichen Großſtadtjugend. — Soziales
Empfinden. — Die Frauen im kommunalen Leben
Ber=
lins. — Anerkennende Worte. — Unſere Mädchen bei
Spiel und Sport. — Gegenſätze. — Die Auffiſſung
mo=
dernſter Dichter. — Kunſtſchnüffeleien. — Eine verdiente
Abfuhr. — Aus dem Theaterleben.
Die Berlinerin — ſie iſt zu einer feſſelnden
Er=
ſcheinung geworden und hat ſchon des häufigeren unſere
Romanſcheiftſteller verlockt, ſie in den Mittelpunkt ihrer
Dichtungen zu ſtellen. Georg Waſner, einer der
Tüchlig=
ſten und Strebendſten, hat ſeinem neueſten, vertieften und
ſpannenden erzählenden Werk den Titel: „Eine
Berline=
rin” gegeben. Sehr richtig gewählt dieſer Titel, denn die
Berlinerin an ſich zu behandeln, als allgemeinen Typus,
iſt unmöglich. Das ging wohl früher mal, früher, in der
Zeit unſerer Väter und Großmütter, in der man gern als
Vertreterin der weiblichen Berliner Jugend die „
Jeheim=
ratsjöhre” erkor, ein nettes, luſtiges, häufig recht
ſchnabb=
liges Ding, das mit ſeinen Schulkenntniſſen nie hinter
dem Berge zurückhielt und gelegentlich ſeinen Tänzer
prüfte, ob er auch wüßte, wann Cyrus Sardes
eingenom=
men und ob der junge Gentleman etwas Näheres über
das Galvanoſkop mitteilen könnte.
Das hat ſich ſeitdem gehörig geändert. Mit ihrer
Vaterſtadt hat ſich auch die Berlinerin tüchtig gehäutet, ſie
iſt zin völlig anderes Weſen geworden, teils zum Beſſern.
teils zum Schlechtern. Aber ſo ſchlecht wie ſie draußen
häufig verrufen iſt und wie man ſie ſpottend verurteilt,
nein, das iſt ſie doch nicht! Hier handelt es ſich um
Aus=
nahmeerſcheinungen, die von den Berlinern und
Berline=
rinnen ſelbſt am ſchärfſten verhöhnt werden. Für die
Ber=
linerin im allgemeinen trat gelegentlich der hier kürzlich
im Reichstage ſtattgefundenen Beratung, der „Deutſchen
Zentrale für Jugendfürſorge‟ Stadtſchulrat Wychgram
ſachmänniſch ein, fachmänniſch deshalb, weil er während
ſeiner langen Amtstätigkeit als Leiter unſerer Königlichen
Auguſta=Schule ſich genau mit der „Pſyche der
weib=
lichen Großſtadtjugend” vertraut gemacht hatte.
Gewiß, die Jugendjahre der Weltſtädterin entbehren
viel=
fach des Reizes, den jene ihrer Altersgenoſſinnen in
mitt=
leren und kleineren Städten haben; ihre Zeit hier wird
meiſtenteils durch den Schulunterricht und die Arbeiten
für denſelben, durch die Mahlzeiten und Beſorgungen
ausgefüllt, und an vielfachen Verlockungen fehlt es nicht.
Aber, ſo hob der Vortragende hervor, es werden durch das
Weltſtadtleben auch mancherlei gute Eigenſchaften erweckt
und gepflegt, ſo vor allem prägt ſich ſchon früh das ſoziale
Empfinden aus und wird die Aufmerkſamkeit der jungen
Mädchen auf die ernſten Fragen des Lebens hingelenkt.
Dieſem ſich ſchon früh zeigenden ſozialen Empfinden
kommt jetzt auch unſere Stadt entgegen, indem man in der
Armendirektion nun auch die Frauen beſchäftigen will, ſich
davon eine wertvolle Förderung und Belebung dieſer ſo
ungemein wichtigen Abteilung unſerer
Weltſtadtverwal=
tung verſprechend. Mit vollem Recht! Man darf
über=
zeugt ſein, daß dieſer erſte Verſuch die Frauen am
kommunglen Leben Berlins teilnehmen zu
laſſen, ſehr günſtige Ergebniſſe haben wird, und man muß
hoffen, daß auch in der Waiſenpflege Frauen als
ſtimm=
berechtigte Mitglieder tätig ſein werden. Hier öffnet ſich
für die Beclinerinnen ein weites Gebiet gehaltvoller und
fruchtbringender Tätigleit. Neben einer ſolchen offiziellen
Wirkſamkeit geht ja die weit umfangreichere inoffizielle iſt
es doch unſeren Frauen zu danken, daß, was die
ausge=
prägteſte Hilfe für die Jugend, für Kranke und Darbende,
für Verarmte und Unglückliche anbetrifft, Berlin an der
Spitze aller Weltſtädte marſchiert. Dies wurde freudig
betont bei der dieſer Tage hier anläßlich des 50jährigen
Beſtehens der Genfer Konvention und des Roten Kreuzes
abgehaltenen Jahresverſammlung des Volksheilſtätten=
Vereins vom Roten Kreuz. Hierbei ward volles Lob
un=
ſeren Berliner Frauen erteilt, die nicht nur den Heilſtätten
und Fürſorgeanſtalten, ſondern auch im Haushalt und der
Krankenpflege auf das hingebendſte und opfervollſte für
die großen Ziele des Vereins tätig ſind.
Daß über allem nicht die eigene
Geſundheits=
pflege zu kurz kommt, daß unſere weibliche Jugend in
der Beziehung gegen früher eine ganz andere geworden
iſt, beweiſen uns dieſe wetterbegünſtigten
Frühlings=
wochen. Welch ein frohſinniges Leben und Treiben herrſcht
an den Nachmittagen und an den Sonntagen auf den von
den ſtädtiſchen Verwaltungen Groß=Berlins geſchaffenen
Spielplätzen, ferner im Grunewald und im Treptower
Park. Wendet dorthin eure Schritte und ihr werdet unter
diefen luſtigen, ſich frohſinnig tummelnden
Mädchenmen=
gen nichts von bleichen Geſichtern und müden Nerven, wie
dies früher gar häufig hier anzutreffen war, finden. Zu
den zahlreichen Vereinigungen der Wandervögel und
Pfad=
finderinnen geſellen ſich jene geſunden Sports auf dem
Lande wie auf dem Waſſer. Die ſonſt ſo beklagte
Selb=
ſtändigkeit der weiblichen Großſtadtjugend kommt hier zu
rechter Geltung, und neben allem anderen freut man ſich
der Diſahlin die in dieſen heiteren Scharen herſch und
die nie Ausſchreitungen zuläßt. Was ſodann in
turne=
riſcher Beziehung geleiſtet wird, konnte man kürzlich auf
dem Spielplatz zu Weſtend bewundern, auf welchem die
Damenwettkämpfe der Charlottenburger Turngemeinde
glänzende Reſultate lieferten. Und einige hundert Schritt
weiter, da führten in anmutigſter Weiſe junge Mädels
mit Blumen im Haar altdeutſche Bauerntänze auf, die
eine Fülle freundlicher und maleriſcher Bilder vor uns
entrollten.
Dorthin, wo echte weltſtädtiſche Lebensluſt herrſcht,
ſollten einmal unſere modernſten „Dichter” ihre
Schritte lenken, ſie würden einen anderen Eindruck von
der jungen Berlinerin erhalten, als wie ſie uns dieſelbe
gern ſchildern. Oh Gott, welche Zerrgeſtalten werden uns
da vorgeſetzt, eingehüllt in ſüßliche Zigarettenwolken, die
ſich mit aufdringlichen Patſchouli=Düften eng vermiſchen.
Dieſe ſo „poetiſch” verherrlichten Berlinerinnen haben nach
Anſicht ihrer Verhimmeler ihre einzige und wahre Heimat
in den Bars, für ſie beginnt erſt der Tag, wenn ſich die
Spießbürger die Decke über die Ohren ziehen. Wollt ihr
wiſſen, wie dieſe holden Feen Groß=Berlins beſungen
werden, ſo nehmt irgend eine der modernſten Zeitſchriften
zur Hand, ihr werdet euch dran erbauen können. Etwa
an einem Gedicht Alfred Richard Meyers, das er dieſer
Tage im „Sturm” veröffentlichte und in welchem er ſein
geliebtes Paris in einer Bar am Bayeriſchen Platz in
Beclin=W. entdeckte. Hört und ſtaunt:
„Da iſt auch Fräulein Trudchen Scholz
mit den Lutetie=Händen,
in denen beiden ich die Rue de Rivoli
drei Kilometer
von der Place de la Concorde
bis zur Place de la Baſtille
als Lebenslinie hold ſich ſtrecken ſeh.
In deinem linken Auge flimmert Monico,
Im rechten locken dunkler die Cavreux des Innocents,
und drunter blauen ſchattend —
O!—
die Wälder von Saint=Cloud,
von Fontenay=aur=Roſes und Robinſon,
die ſcharf dein ſchmaler Naſenbug durchſchneidet.
ſchmal wie der Rücken jener Eſelin der Lsonie!”
Als Gegenſtück zu dieſen ſo außerordentlich geiſtvoll
und lebenswahr empfundenen Verſen” ſtehen die
herr=
lichen Meiſterwerke Kubins, die uns in einem Salon
der Potsdamer Straße gezeigt werden. Wer da nicht das
Lachen lernt, der ſoll’s nie mehr verſuchen. Na von dem
Zeugs werden wir ja glücklicherweiſe auf unſerer
Gro=
ßen Berliner Kunſtausſtellung, die am
Frei=
tag nachmittag ihre Pforten öffnet, verſchont werden. Ihr
Inhalt ſoll diesmal mannigfaltiger und die verſchiedenen
deutſchen Kunſtſtrömungen erſchöpfender ſein, wie in den
letzten Jahren, und auch das Ausland ſoll uns kleinere,
aber gut gewählte Sammlungen bieten. Schade, daß man
nicht eine Abteilung für jene Bilder geſchaffen hat, die
jetzt von gewiſſer Seite als „unſittlich” bezeichnet
wer=
den. Dann könnte man ſich überzeugen, auf welch
fal=
ſchen Pfaden jene Kunſtſchnüffler wandeln und wie ver=
Geste
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Ludwigs-
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Seite 36.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 2. Mai 1914.
Nummer 120.
bohrt ihre Anſichten ſind. Die Beſucher aber würden
ſicherlich nicht mit ihrem vollſten Spott über derartige
Entgleiſungen des Geſchmacks, wie ſie uns bei
verſchiede=
nen Gerichtsverhandlungen der jüngſten Zeit offenbar
wurden, zurückhalten. Es entbehrt nie einer gewiſſen
Komik, wenn ſich beſtimmte Kunſtpropheten als Prieſter
der „wahren Richtung” aufſpielen und mit herriſch=
wür=
diger Miene den Stab über Künſtler und Kunſtwerke
brechen.
Zu dieſen „Brechern” gehört auch Dr. Karl Storck,
der Künſtler, wie den vor Jahr und Tag verſtorbenen
Fenner=Brehmer — es handelt ſich um die
Beſchlag=
nahme des bekannten Bildes: „Meißner Porzellan”
als geſchickte Routiniers, die für ungeläuterte
Kunſt=
liebhaberkreiſe arbeiten, bezeichnete. Er, dieſer
Kriti=
ker, betrachtet derartige Sachen als beſſeren Kitſch und
bemerkte, daß von 2000 Werken, die etwa alljährlich im
Moabiter Glaspalaſt ausgeſtellt werden, zwei Drittel
künſtleriſch auf keiner höheren Stufe ſtänden, wie das
obige Bild. Na, dieſem Neunmalweiſen wurde ſeitens
Profeſſor Hans Herrmanns, unſeres glänzenden
Landſchafters, gehörig gedient; er trat in der
Gerichtsver=
handlung nicht nur mit vollſter Ueberzeugung und
inner=
ſter Wärme für Fenner=Brehmer ein, der in Berlin und
München die Große goldene Medaille erhalten habe und
deſſen Gemälden man ſtets die bevorzugteſten Plätze
ein=
räume, ſondern auch für ſeine ſchwerangeſchuldigten und
beleidigten Kollegen. Auch der Vorſitzende des
Gerichts=
hofes erteilte dem gar ſo tüftelnden Kritikus die
ver=
diente Abfuhr, denn das auf Freiſprechung erkennende
Gericht kam zu der Anſicht, daß es ſich bei dem erwähnten
Bilde „Meißner Porzellan” um ein ernſt zu nehmendes
Kunſtwerk handle, das nur auf denjenigen unzüchtig
wir=
ken könne, der unzüchtig hineingucken wolle und auch
hineingucke! Bravo!
O, was hätte jener Kitſch=Herr erſt geſagt, wenn er
der Aufführung von Herbert Eulenbergs
fünf=
aktiger Komödie „Alles um Liebe” in unſerem
Kö=
niglichen Schauſpielhauſe beigewohnt! Dann
wäre ſicher der Spektakel noch größer geworden, wie er
ohnehin ſchon geweſen. Denn das ſonſt ſo lammfromme
Publikum unſerer königlichen Bühne benahm ſich diesmal
ganz ungebärdig, es miſchte ſeine Ausrufe in die
Ge=
ſpräche der Schauſpieler und nahm jubelnd den auf den
Brettern geſprochenen Ausruf: „Das iſt ja alles
Blöd=
ſinn” auf, ihm innig zuſtimmend. Das Stück mit ſeiner
unglaublichen Handlung und ſeinen noch unglaublicheren
Menſchen, die keine ſind, iſt ja ſchon von ſeinen
Durch=
fällen in Hamburg und München her bekannt, wie
über=
haupt dieſer Dichter zu den durchgefallenſten Autoren ge=
hört. Aber er kommt immer wieder auf die Beine, dank
eigenem Zutrauen in ſeine Kunſt und dank lieben
Freun=
den, die er mit vollem Recht „unermeßlich” liebt, wie er
es in ſeiner Selbſtbiographie bemerkt. Aber doch nicht
immer, zumal dann nicht, wenn ſie zu den Dramaturgen
unſeres Königlichen Schauſpielhauſes gehören. Denn der
von ihnen, der das obige Stück zur Aufführung
durchge=
drückt, er hat weder dem Verfaſſer, noch dem
Schauſpiel=
hauſe, noch ſich ſelbſt einen Dienſt erwieſen. Gerade wo
jetzt unſere königlichen Bühnen nicht mehr ſo ängſtlich ſind
und ſich auch modernen Dichtungen zugängiger zeigen,
hätte man recht vorſichtig ſein müſſen. Es war ein total
mißglückter Verſuch, der denn auch kräftig von allen
Sei=
ten zurückgewieſen wurde. — Auch Max Halbes
vaterländiſches Stück „Freiheit” das uns reichlich
ſpät die Kammerſpiele des Deutſchen
Theaters beſcherten, konnte es nur zu einem
Achtungs=
erfolg bringen. Das Stück ſpielt in und bei Danzig, es
ſchildert uns Figuren und Szenen aus der Franzoſenzeit
mit ſcharfen Gegenſätzen für und wider den gewaltigen
Korſen, mancherlei Anſchauungen kraftvoll zum Ausdruck
bringend. Aber ſo friſch auch vieles iſt, es fehlt leider
nicht am Phraſenhaften und Ausgeklügelten, ſo daß die
chte und rechte Freude an dem ſichtlich mit Hingebung
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notwendige Zuführung von mineralischen Salzen, die dem
Stoff-
umsatze und der fortlaufenden Entgiftung des Organlsmus von
den stets sich immer wieder bildenden Giften des Körpers
dlenen und durch die Auswahl des hierfür Kützlichen und
Zuträg-
lichen. DURARis wirkt regeind und belebend auf die Abwicklung
der Stoffwechselvorgänge, harnsäurelösend, blutreinigend,
ar-
haltend auf den Organismus, verhütet und hilft gegen Lelden,
die in Ernährungsstörungen liegen, schafft Gesundheit und
Wohlbefinden. — im Gehalt der Quelle llegt das Geheimnis
und ihres Wertss als
Geuund an Leid und Saele gein,
Dae ist der Quell das Lebenn,
Es strömet Lust durch Mark und Hein,
Die Lunt dea faplarm Streband.
Was ma uis Liachem Herganahsm
Und keckem Wahlbshagen tut,
Das iut man nicht verſebena. (Vaaas
Bis ins graue Altertum hinauf reicht die Kenntnis
von der Einwirkung der Mineralwässer auf den
mensch-
lichen Organismus, nur daß die wissenschaftliche
Be-
gründung und Erklärung hierfür damals noch fehlte. —
Dem wissenschaftlichen Fortsahritt verdanken wir heute
die Entschleierung alles Sagenhaften, mit dem diese
geheimnisvollen Naturheilkräfte umhüllt waren, sowie
die aus der Erkenntnis der Ursache und Wirkung
ge-
schöpften Erfahrungen und Lehren von der Anwendung
der Mineralwässer zu Trinkkuren für Genuß- und
Heil-
zwecke. — Nach diesen sind die Bestandteile der Wässer
an Salzen und Gasen, dazu berufen beisvielen
Lebeng-
vorgängen im Haushalt des Organismus eine wichtige
Aufgabe zu erfüllen, Störungen und Krankheiten fern
zu halten und heilend einzugreifen, wo solche schon
vorhanden. — Der menschliche Organismus bezieht
Pseinen Kraftvorrat nicht nur aus Eiweiß, Fetten und
AHeſſchydraten, sondern auch aus Wasser und Salzen.
xakteriſtiſch. Giäser ist der Träger aller Stoffe, welche der
hauſe hat die Beur Ernäbrung und Arbeitsleistung in
Dultusminiſter von Trott zu ges befördert auch die Stoff-
Zentrums, den katholiſchen Kranßejenigen Stoffe, welche im
dern auch unter Betonlilus unbrauchhar geworden sind,
punkte, zurück. äscheidungsorgane nach außen. —
Ab-
gelaufenen=P.Von den mechanischen Triebkräften, welche
same-Körperflüssigkeiten durch Adern und Lympfgefäße
treiben. wird die Bewegung der Nahrungssäfte durch
die Gewebe und Zellen durch Osmose bewirkt. — Wenn
zwei wässerige Lösungen ungleiche Mengen von
Mole-
külen anthalten, so kammt es stets zu einer Bewegung
beider Flüssigkeiten durch die trennenden Membranen der
Gewebe hindurch. Auf diese Weise werden die gelösten
Stoffe nach allen Seiten des Körpers, wo sie verbraucht
werden, hinbefördert und übeefjüssig gewordene
Stoff-
wechselprodukte gelangen auf umgekehrtem Wege in das
venöse Blut zurück, um durch Oxydation zerstört oder
durch die Ausscheidungsorgane aus dem Körpei entfernt
zu werden. — Bei diesen osmotischen Erscheinungen
spielan die mit der flüssigen Nahrung und im Trinkwasser
Mlagsshührt Elanliachan Lihanzn die wichtlgste Ralle,
da sie den Austausch zwischen dem Zeilinhalt und der
umgebenden Flüssigkeit varmitteln. — Die Bedeutung der
Salze für die Ernährung und ihre Ralle im Stoffe ist lange
Zeit zu niedrig eingeschätzt worden. Wenn schon vom
Standpunkte des Kraftwechsels aus durch die Salze Wärme
nicht direkt, wie aus den organischen Verbindungen, den
Eiweißstoffen, den Fetten und Kohlehydraten, die als
Energlequelle für den Organiamus dienen, entwickelt wird,
so sind diese andererseits für den Stoffwechsel des Körpers
unersetzlich, da sie teils in einer festen, an das Zelleiweiß
gebundenen Porm, teils in einer löslichen, in den
Gewebs-
säſten enthaltenen, zum Aufan der Gewehe unbedingt
erforderlich sind. Diese Unentbehrlichkeit der Salze in der
Ernährung, soweit sie mit den organisierten Gebilden, mit
dem Zelleiweiß feste Verbindungen eingehen, also
unersetz-
lich für den Zellaufbau sind, ist ohne weiteres klar. Aber
auch die in den Säften des Körpers gelöst vorhandenen
Salze sind nicht nur für die Funktionen einzelner dieser
Säfte, sondern für den Gesamtorganismus von höchster
Bedeutung. — in erstarer Beziehung ist an die Wichtigkeit
des Salzgehnltes der Verdauungssäfte zu erinnern, an den
Salzgehalt des Magensaftes, an den Gehalt des
Bauch-
speichels an kohlensaurem Alkali, der dessen Einwirkung
auf de Eiweißspaltung bzw. die Fattverdauung unterstützt.
— Die Bedeutung der in den Gewebssäften in Lösung
befindlichen Salze ist aber auch entscheidend für die
Er-
haltung des sogenannten asmotischen Gleichgewichtes im
Körper. — Der Abbau der einzelnsn 3ubstanzan
im Stoffwechsel vermehrt die molekuläre
Konzentration der Gewebssäfte, das ist ihren
osmotischen Druck. Es herrscht nun im Organismus
das Bestreben, einen Austausch zwischen den verschiedenen
Körperflüssigkeiten herbeizuführen, so daß der osmotische
Druck in ihinen annähernd der gleiche ist oder wenigstens
nur in geringem Grade um eine Gleichgewichtsgrenze
schwankt, die in dem osmotischen Drucke des Blutserums
ausgedrückt wird. uß dieser osmotische Austausch an
den verschiedensten Punkten des Organismus, zwischen
Blutserum, Gewebssäſten und Zellen, zu einem annähernden
Gleichgewichtszustand führt, iat hauptsächlich der regula-
torischen Fähigkeit der Salze zu danken. Organische
Substanzen haben vermöge ihrer großen Moleküle nur in
geringem Maße die Fähigkeit, den osmotischen Druck zu
ändern. In um so höherem Grade dagegen die Salze,
dank ihrer großen Löslichkeit, ihrer Diffusibilität, welche
ihnen gestattet, die permeablen Membranen zu passieren,
dank ihrer Dissoziationsfähigkeit endlich, die Spaltung der
Salzmoleküle in sogenannte lonen bewirkt und so Ge
Anzahl der Moleküle erhöht. — Da nun Leben bzw.
Gesundheit des Organismus an eine bestimmte Konstanz
des esmotischen Druckes der Körperflüssigkeiten gebunden
ist, so ist auch demgemäß die Unersetzlichkeit der Salze
in der Ernährung aus ihren osmotischen Eigenschaften
verständlich. — „Gleichwie diese Bestandteile (Salze), so
führt F. W. Bennecke in seinem bekannten Buche: „
Grund-
linien der Pathologie des Stoffwechsels” aus, „iur alles
Bilden und Werden im Pflanzenreich von der weittragendsten
Bedeutung sind, so sind sie auch für den Organismus teils
die notwendigste Bedingung alles Aufbaues, teils die
un-
entbehrlichsten Vermittler der Lebensvorgänge. Kaum in
einer anderen Bezichung läßt sich mit gleicher Bestimmtheit
die Aufgabe des praktischen Arztes mit der des
Land-
wirtes vergleichen. Wie dieser darauf zu achten hat, daß
sfets ganz bestimmte Verbindungen nicht fehlen, wenn dr
Boden diese oder jene Frucht hervorbringen soll, so hat
auch der Arzt die wichtige Aufgabe, die unorganischen
Bestandteile (Salze) der Nahrung ganz wesentlich in
Rechnung zu ziehen, wenn er die Ernährungs- und
Wachs-
tumsverhältnisse des menschlichen Körpers erwägt, und er
wird durch ein einfaches Zu- oder Hinwegtun derselhen
oft in rationeilster Weise therapeutische Aufgaben zu 1ösen
imstande sein.‟ — Mit Recht betonen namhafte Forscher,
Pathologen, Kliniker und Pharmakologen, daß kleinste
Mengen der Mineralstoffe, ihr Vorhandensein oder für Fehlen,
ganz bestimmte, sehr ausgesprochene physiologische oder
krankhafte Veränderungen im Organismus hervorrufen; und
Albu und Neuberg weisen als völlig verfehlt de ganz
willkürliche Meinung zurück, daß der relativ geringste
Bedarf an Nährsalzen durch die Nainung des Menschen
W derRaa
an Mineralsalzen immer geitügend, so würde keine Störung
im Mineralstoffwechsel entstehen. — In vielen Fällen von
Anomalien des Mineralstoffwechsels handelt es sich daher
zweifellos um die Folge einer unzureichenden Zufuhr.
Justus von Liebig äußert sich in diesem Sinne: „An
allen Vorgängen im tierischen Körper, an der Verdauung,
Blutbildung, dem Atmungsprozeß und dem Stoffwechsel
nehmen die unorganischen Bestandteile oder die Salze,
welche konstante Bestandteile des Blutes, der Muskeln,
Gewebe, überhaupt der Organe und in letzter Form der
Nahrung ausmachen, einen sehr wesentlichen, in vielen
Fällen einen bestimmenden Anteil. Erst durch ihre
Mit-
wirkung empfangen die Nährstoffe in den Speisen die
Fähig-
keit zur Erhaltung der organischen Prozesse zu dienen und
Gorup-Besanez betont: „Die anorganischen
Bestand-
teile (Salze) sind unentbehrlich zur Bildung jeden Gewebes‟.
Es ist daher zweifellos, daß bei noch so reichlicher
Ernährung, wenn dieser Ernährung die Nährsalze in
ausreichender Menge fehlen, der Organismus zugrunde
gehen muß. Ueber die Rolle, die die Nährsalze im einzelnen
befähigt, den menschlichen Körper gesund zu erhalten oder
durch ihren Mangel krank zu machen, läßt sich kurz
folgendes sagen:
1. Die Salze sind am Wachstum des Körpers, am
Aufbau und an der Neubildung aller Gewebe, Muskeln,
Knochen, Nerven, Gehirn, Blut, Galle, Haut usw. in her-
vorragendem Maße beteiligt.
2. Sie erst ermöglichen es, einmal die eingeführte
Nahrung im Darm so zu gestalten, daß sie zur Aufnahme
(Resorption) ins Blut und in die Zellen fähig wird, und
andererseits setzen sie erst Darm, Blut und Gewebe in
den Stand, die Nahrung aufzunehmen und zu verarbeiten
(Assimilation). Es kommt aber bekanntlich nicht darauf
an, was man ißt, sondern wieviel vermittels der Salze im
Körper aufgenommen und verarbeitet wird. „Ohne
gleich-
zeitige Salzzufuhr und nach Erschöpfung des Salzvorrates
im Organismus findet keine Assimilation der Eiweißstoffe
mehr statt” &öppe).
3. Die Salze dienen zur Lösung gewisser
Eiweiß-
körper (der Globuline) und schaffen den osmotischen Druck
der Körpersäfte, der dem osmotischen Druck der Zellen
das Gleichgewicht hält, wodurch der Eintritt von Wasser
in die Zellen verhindert wird; denn in reinem Wasser
sterben alle Gewebszellen unter Quellung rasch ab.
4. Die Salze geben den Anstoß für die fortlaufende
Entgiftung des Organismus von den stets sich immer
wieder selbst bildenden Giften des Körpers (Autointoxikation).
5. Sie haben die Aufgabe, bei einer Reihe chemischer
Vorgänge, zum Beispiel bei der lebenswichtigen
Sauer-
stoffübertragung, mitzuwirken und zie befähigen erst die
einzelnen Organe, Muskeln, Nerven, Blut usw. ihre
Funktionen auszuüben.
Steht es also fest, daß der Organismus zu seiner
Ernährung, zu seinem Aufbau und zur Erhaltung der
Gewebe, zum normalen Ablauf seiner Funktionen der Salze
bedarf, so folgt daraus, daß ein Mangel an diesen Salzen
oder ein Mißverhältnis zwischen den einzelnen Salzen oder
schließlich eine ungenügende Aufsaugung dieser Salze zu
ſtrankheften Störungen der einzelnen Organe führen muß;
es ist jerner klar, daß in diesen Fällen diese Störungen
in bester natürlichster und oft allein möglicher Weise nur
durch vermehrte Zufuhr der Salze oder durch eine
Wieder-
herstellung des richtigen Verhältnisses oder durch Anregung
der Aufsaugung wieder geheilt werden können. — Die
Einwirkung der in den Saftstrom des
Körpars eingeführten mineralischen
Salze zeigt sich ganz besonders auch
im Blute. — Die roten Blutkörperchen des
mensch-
lichen Butes enthalten kein Chlornatrium, schwimmen aber
in einer Salzlösung, dem Plasma, in gleicher Weise sind
in den Zellen und dem Plasma die Verhältnisse für den
Gehalt an anderen Salzen verschieden. — Das Volum und
die Zusammensetzung der roten Blutkörperchen müssen
demnach durch die Wechselbe-iehungen sich beständig
ändern und diese Veränderungen zeigen sich im ganzen
Zellensystem des Organismus. —
Aus der Gesunderhaltung
des Blutes entspringt
gesundes Leben, un
reines Blutist der Trägen
von Krankheitsstoffen
denn das Blut ist das
Leben, es bildet, nährt
und beseelt alle Organer
Dieser lebenswichtigen Aufgabe aber kann das Blut
nur nachkommen, wenn seine Bestandteile, besonders die
mineralischen, in den richtigen Maßen gemischt sind, jede
Unstimmigkeit in der Zusammensetzung des Blutes führt zu
körperlichem Unbehagen und zu Krankheiten. Die
Nährsalz-
mengen der reich alkalischen Quellen liefern wichtiges
Laumaterial für die Blut- und Gewebebildung. Dic
wich-
tigsten mineralischen Bestandteile hierfür sind: Natron,
Kali, Efsen, Magnesium, Kalk,
Kiesel-
säure, Schwefel und Phospher. In den
Körperflüssigkeiten, besonders im Blute, finden sich
vor-
zugsweise Natronverbindungen, welche die
Kohlensäure-
ausscheidungen aus dem Blute unterhalten. Natron
macht das Blut leichtflüssig und alkalisch, so daß es im
Stoffwechsel seine verjüngende Energie voll entfalten kann.
Eine hochwichtige Funktion fällt dem Eisen im
Körper-
haushalt zu. Mit den roten Blutkörperchen kreisen einige
Gramm Eisen im Körper, die den Sauerstoff der
einge-
atmeten Luft in den Lungen an sich reißen und durch
alle Organe tragen, wo er seine anregende Tätigkeit
aus-
übt. Das Eisen ist der wichtigste Sauerstofſträger für alle
Organe ohne Ausnahme, die bei nicht genügender Zufuhr
von Sauerstoff sofort eine Störung erleiden. — Es ist
ferner der wichtigste Bildner des Hämoglobins im Blute
und der roten Blutkörperchen, während der Eisenmangel
den Hämoglobingehalt und die Zahl der roten
Blutkörper-
chen herabsetzt, d. h. zu Blutarmut, Bleichsucht mit den
zahlreichen Störungen führt. — Kalk ist die mineralische
Grundlage des Knochengerüstes und der Zähne, eine
wesentliche Erscheinung der Verarmung des Knochens an
Kalksalzen zeigt sich bei Rachitis (englische Krankheit).
Bei Gicht verringert, wie v. Noorden nachweist, die Zufuhr
von Kalk die krankhaft vermehrte Harnsäurcausscheidung
und hat somit auf die Gicht günstigen Einfluß. — Es ist
ferner festgestellt, daß Kalk eine beruhigende Wirkung auf
das Nervensystem ausübt und ein Mangel im Organismus
zu Reizbarkeit führt. — Auch für die normale
Gerinnbar-
keit des Blutes ist dic Anwesenheit von Kalk erforderlich.
Die Bedeutung des Kalkes für das Wohlbeſinden des
Menschen ist zumal auch durch die Tatsache bewiesen,
daß in Gegenden mit kalkreichem Wasser die Leute
durch-
schnittlich gesünder und militärtauglicher sind als in solchen
mit kalkarmem Wasser. — Neuere Untersuchungen stellen
fest, daß reiche Kalkzufuhr in der Nahrung nicht nur sehr
förderlich für die Knochenbildung ist, sondern auch in höchst
günstiger Weise den Stoffwechsel anregt und bei bereits
eingetretener Krankheit das Heilbestreben der Natur
wesent-
lich fördert. — Mit Kalkzufuhr heilt man tuberkulöse
Prozesse, die noch nicht zu weit vorgeschritten sind,
be-
einflußt in günstiger Weise die Zuckerkrankheit, stärkt die
Nerven und dus geschwächte Herz und wirkt besonders
gut auf die als Acidose bezeichnete Säureansammlung im
Blute ein. — Kalk in organischer Verbindung ist ein sehr
wesentlicher Bestandteil des menschlichen Körpers und
zwar vorzugsweise an den Zellkern gebunden. — Am
kalkreichsten ist die Stützsubstanz des Skelettes, der
Knochen, dann als ebenfalls reich an Kalk die verschiedenen
Drüsen des Körpers, die Lungen und die graue
Hirn-
substanz. — Am wenigsten kalkreich sind die Muskeln,
abgeschen vom Bindegewebe, und unter diesen ist der
Herzmuskel der weitaus kalkreichste, indem er viermal
mehr Kalk als jene enthält. — Durch Zusatz von
phosphor-
saurer Bittererde (Magnezla) verstärkt die Natur die
Festigkeit der Knochen. Schwefel findet sich im
Eluteiweiß, in den Sehnen und im Bindegewebe;
Haar-
ausfall nach schwerer Krankheit beruht auf Mangel an
Schwefel und Kissslsäurs im Blute. Die letztere
findet sich als Deckschicht unserer Haut, in den Nägeln,
Haaren und in den Zellwandungen.
Wenn dem Körper zu wenig Sauerstoff und zu
wenig Mineralstoffe zugeführt werden oder wenn das
Blut verminderte Alkalescenz besitzt, und wenn aus
einer dieser Ursachen die im Körper zirkulierenden
Nährstoffe nur ungenügend verbraucht werden, 30
führt dles zu einer Anhäufung ven
Harn-
säure und verwandtar Stoffe im Blute.
Dle gittartig wirkende Marnsäurs macht
das Blut schwerflüssig, sie verlangsamt die
Blutzirkulation und führt schließlich, wenn das Blut
hierdurch nicht mehr in die feinen Aderausläufer
vor-
dringen kann, zu Stockungen und
Ent-
zündungen, sogenannten Katarrhen, die sich
einesteils auf die Schleimhäute der Nase,
des Kehikopfes, auf Ohren, Augen,
Magen und Darm erstrecken, und auch zu
Enzt-
zundungen der Bronahlan, Blass usw.
führen. — lst das Blut mit Harnsäure
über-
sättigt, so bildet diese zumeist an den Gelenken
körnige Ausscheidungen, die als Fremdkörper
Ent-
zündungen hervorrufen und unter den Namen „Gicht
und Rheuma, in mehr oder minder heitiger Form
auftreten. — In den Unterleibsorganen führt die durch
die Harnsäure hervorgerufene Stockung des Blütes zu
Hämorrhoiden, Galien- und Leberleiden
Durch die Harnsäure entstehen Steinbildungen
in der Galle, Niere und Blase, die anormale
Funktion der Nierentätigkeit führt zu
Meren=
leiden usw. — Schließlich führt die Trägheit des
Blutes zu Verkalkungen der Arterien, zu
Geschwüren und zum Schlagfluß. —
Allediese durch verunreinigtes Blut hervorgerufenen
Erscheinungen sind meist Folgen der Lebensweise,
wenn in der Ernährung dem so wichtigen
Nährstoff-
wechsel nicht die Aufmerksamkeit geschenkt wird, die
er verdient, wenn also dem Körper die zu seinem
Auf-
bau und zu seiner Erhaltung erforderlichen
Mineral-
stoffe nicht ausgiebig genug zur Verfügung gestellt
werden. — Dies kann seine Ursache in allzugroßem
Genuß tierischer Nahrung haben, namentlich im Winter,
in welchen Monaten die Fleischkost die Pflanzennahrung
sehr erheblich übersteigt oder wenn die aus
mineral-
stoffarmem Boden hervorgegangene Pflanzennahrung
die erforderliche Nährsalzmenge nicht aufweist, ferner
durch das Schwelgen im übermäßigen Genuß von
Speise und Trank. Die hieraus sich bildenden
Krank-
heitsstoffe sind Säuren, vor Allem die aus dem Fleisch
entstehenden, und zwar galt von jeher die aus den
Zellkernbestandteilen sich bildende Harnsäure als
be-
sonders schädlich, zumal als Ursache der Gicht und
fast aller Krankheiten.
Hier gibt die Natur in ihrer weisen Fürsorge
von selbst als Zugabe zur täglichen Nahrung das
mineralhaltige Quellwasser, dessen Auswahl
naturgemäß die höchste Beachtung
ge-
schenkt werden muß, denn nur im
mine-
ralischen Gehalt der Wässer liegt die
Nutz-
anwendung derselben für die Beschaffung des
Aus-
gleiches in der Blutentmischung und in der Beseitigung
schlechter Säfte. — Wenn solche Quellen dann
außer-
dem noch, wie die Dunaris-Quelle in Daun,
einen außerordentlichen Lithiengehalt
auf-
weisen, so gebührt diesen ein welterer Vorzug,
denn Lithion ist dazu berufen, die
Harn-
säure, die Erzeugerin vleler Krankheiten,
aus dem Blute zu entfernen und
fern-
zuhalten. Ein planloses Vorgehen oder
Gleich-
gültigkeit in der Auswahl der Mineralwässer wäre alzo
völlig verfehlt und ein Versuch hier und da ein großer
Irrgarten. — Viele, ja die meisten Minsralquellen dienen
lediglich Tafelwasserzwecken, deren Hauptbestandteil
die künstlich erhöhte Kohlensäureübersättigung ist, ihr
Gehalt an mineralischen Salzen ist oft nur gering und
sie werden zudem vielfach einflußreichen Veränderungen
unterworfen. — Bestimmend auf seinen Ein-
Auß im Kreislauf der Stoffs iat jedoch
nur die Höhe, Art und Zusammensetzung
des mineralischen Gehaltes, ganz abgesehen
davon, daß ein unnatürlich erhöhter, überreicher
Kohlen-
säuregehalt schädigend wirken und bei gewohnheits.
gemäßem Genusse Magenstörungen und
Magener-
weiterungen hervorrufen kann. — Mitbastimmand
für die Nutzanwendung der Wässar ist daher
in dieser Hinsicht auch die natürliche Form
und Menge des denselben
elgentüm-
lichen und unverändert gebllebenen
Gshaltes an eigener natürlich
gebun-
dener Kohlensäurs. —
iene
Seit Justus von Liebig steht fest, da2. St. (1
ungestörter Mineralstoffwe
nür ein wichtiger, SoAffanten, Platin und
das da, we infoige Sadaaosſtr. 2 Telephon 1.
Salzstoffwechsel auch er
Gesundheit entstehen, die Miner auf ſeiner Dur
therapie von allargrößter Wichtlgr 100000
ist. — Auf diesen speziell hier in Frage kommenden
Erkrankungsgebieten stellen Mineralwässer mit
Einflußreichem Mineralstoffgehalt
wich-
tige, oft durch nichts zu ersetzande
Hell-
faktoren dar. — Die Auswakl unter ihnen muß
jedoch mit dem Studium der Analysen Hand in Hand
gehen, denn nur die ziffermäßige
Ueber-
zeugung ist ein Gsgengewicht gegen allzu
oft geübte, vielfach wenig gerechtfertigte Anpreisungen.
Mir überlegenem Mineralstoffgehalt
aus-
geskattet sind nür geringe Ausnahmen
unter den Mineralquelien und an Heilwert sind auch
diese auf Grund ihres Salzgehaltes verschieden. —
Mit
beträchtl. überlegenem
Lithiongehalt
und
außerordentlich hehem
Natrongehalt
tritt die
Dunaris-
Natron-Lithion-Quelle
zu Daun-Eifel
als
stärkste
Natron-Lithion-Quelle
charakteristisch hervor. — Ihr
Lithiengehalt allein
überragt nicht nur den
gleichen Gehalt aller
gleichartigen Quellen
er-
heblich, sondern auch
den Gehalt fast aller
Speziell Ithienhaltigen
Quellen teils um das
doppelte, drei-, vier-
und mehrfache.
Die Im Jahre 1913 neu aufgestelfte Analyse
dieser Quelie zeigt folgende Bestaadteste:
In 1 Kilogramm Wasser sind enthalten:
Kaßumchlorid .
.0,000747 g
Natriumchlorid
. 6,091887 „
Ammoniumchlorid
.0,000946 „
Natziumbromid
.0,000149 „
Natrismjodid . ..
.0,000010 „
Natriumzulfat.
. 0,088726 „
Natumhydrokarbenat
. 3,035619 „
Lithkummdrokarbonat.
. 6,956926 .
Kalzjumhydrokarbenat
.0,340721 „
Strontiumhydrcknrbonat .
.0.001952 „
Bariumiydrokarbonnt . .
.0,001085 „
Magnestumhydrokarbonat
.0,394925 „
Ferrehydrokarbonat.
. 6,030353 „
Manganohydrokarbonnt
.0,001822 „
Aluminiumsulfat
.0,000735 „
Borsäure . . . .1..5
.0,000348 „
. 6,041248 „
Hleselsäms d.EF.F. .
4 088199 g
habb gebundene Kohlensäure 2,075180g
freie Kuhlensäure Cohlen-
Goxyd) . .e.₰ . 2.596598 „ 4.671778 „
3,755977
Bemerkenswert unter den vorztehenden Zahlen
ist insbesondere der
außererdentlich hohe Natron-
Tatteriſtiſch. Schalt mit 3,035619 g.
haufe hat, bie, gaBeträchtlich hohe
Kultutsminiſter von Trott zü? mit 6,65ce26 S,
der Gehalt an
doppelkohlensaurem Magnesium
O,394925 S,
an Eisen 0,030358 g,
an kohlensaurem Kalk O, 340721 g,
an schwefelsaurem Natron
6,088726 S,
an Kleselsäure O,041248 g.
an elgener, natürlich vorhandener
Kohlensäure 4,671778 g.
Diese Zahlen beweisen:
1. daß Dunaris
mit charakteristisch
hohen Ziffern bezüglich
des gemeinschaftlich
verhandenen Lithion-
und Natrongehaltes
weit überlegen
im Vordergrunde steht;
Es besitzen an Lithion:
1. Die Aßmannshäuser Therme . . . .
.0,0278 g
2. Die Kaiser Friedrich-Quelle zu Offenbach .
. 0,01999 „
3. Biliner Sauerbrunnen . . . .
.0,0196
4. Der Oberbrunnen zu Salzbrunn
.0,0130 „
5. Die Wilhelmsquelle zu Bms .
.0,0100 „
6. Die Kronenquelle zu Salzbrunn
.0,0099 „
7. Die König-Otto-Quelle zu Gießhühl
.0,0093 „
8. Die Mineralquelle zu Fachingen . . . .
.0,0072 „
9. Die Mineralquelle zu Niederselters . .
.0,0050
10. Das Kräuchen zu Hons
. . . 0,0040
2. daß Dunarls
eine unerreichte Höhe an
eigener, natürlich
vor-
handener Kohlensäure
besitzt, mit welchem
un-
verändertem Gehalt das
Wasser im Handel er-
Scheint:
3. daß Dunarls
an sonst lebenswichtigen
Salzen ansehnliche,
völlig ausreichende
Mengen aufweist.
Auf Grund seines Salzgehaltes besitzt Dunaris
hohen Einfluß auf dle
Stoffwechselvor-
gänge, auf die Nervenfunktion, auf die
vitalen Kräfte des Blutes und dle vitalen
Prozesse überhaupt, sein überaus hcher
Lithlon- und Hatrengehalt erhebt
Dunaris zu einem
unver-
gleichlich wichtigen
Heil-
faktor gegen alle auf
Säurebildung und
Harn-
säure zurückzuführende
Leiden. — Dunaris besitzt
eine den Stoffwechsel in
hohem Grade anregende
und vor allem Harnsäure
lösende Wirkung.
Lithion geht mit Harnsäure eine lösliche
Ver-
bindung ein, es vermag daher lithionhaltiges Wasser,
und ganz besonders Dunaris, in Krankeiten, welche
dufch das Vorhandensein von unnormalen Mengen von
harnsauren Salzen im Blute verursacht werden, die
Harnsäure im Urin zur Ausscheidung zu bringen. —
Es hat sich hierbei das Lithium-Karbonat als besonders
wirksam erwiesen, wie es im Dunariswasser in hoher
Menge vorhanden ist.
Nach Binswanger lösen
100 Teile kohlensaures
Lithion-360 Teile
Harnsäure,
100 Teile
doppelkohlen-
saures Natren-50 Teile
Harnsäure.
Hieraus ergibt sich, daß Dunaris die
weit-
gehendsten Fähigkeiten besitzt, harnsäurelösend
zu wirken. Trinkkuren führen zur Heilung
vieler Funktionsstörungen, die als
Stoff-
wechselstörungen, Störungen im
Blut-
system, Katarrhe und Erkrankungen der
Schleimhäute u. Atmungsorgane, Hieren-,
Blasen-, Gries- und Steinleiden, wenn
auch in vorgeschrittenem Stadlum,
auf-
treten. Die etwa stockende Sekretlen
der Schleimdrüsen wird durch den Genuß des
Wassers lebhaft angeregt, was zur Verflüssigung
und Lösung des zähen Schleimes und damit zur
Ab-
schwellung der katarrhalischen
Schleim-
häute führt. — Dunaris ist ein dlätetisches
Heilmittel zur Verjüngung des Blutes,
ein ständiges Kurgebrauchsmittel zur
Verhütung vieler Krankheiten und ein
wirk-
samer Schutz gegen frühzeitlges Altagz,
dessen nächst erkennbare Symptome meist auf die
Einwirkung einer trägeren
Blutzirku-
lation schließen läßt.
Als
Gesundheitswasser
ist Dunaris die berufendste Mineralquelie,
um dem Aufbau des Körpers, seiner Gesunderhaltung
und als Gegenmittel gegen alle schäd-
IIchen Elnmischungen im Blute zu dienen
und Krankheiten fernzuhalten.
Dunaris ist ein Souverän
unter den
Gesundheits-
wässern, natürlich
wohl-
schmeckend, es wirkt
vorbeugendund erhaltend.
Ausführliche Prospekte gratis und franko.
O
Mmkkaren Uhne Berdisstorun!
bei Gicht, Rheuma, Stoffwechselstörungen, Arterienverkalkung,
Blutarmut, Bleichsucht, Hämorrheiden, Katarrhen der
Schleim-
häute, der Atmungs- und Verdauungsorgane, Säureüberschuß,
Störungen in den Nierenfunktionen u. Harnorganen, Blasenleiden,
n und Leberleiden, Gries- und Steinbildungen (Gallensteine).
Freiwillig gegebene und aus Zusehriften entnommene Gutachten.
Vor 20 Jahren litt ich lange Zeit an Nierensteinkolik. —
Schon damals versuchte ich eine Frinkkur mit Ihrem Wasser, von
dessen hervorragender Wirkung bei Nierenleiden ich überzeugt
war. — Mit Freuden begrüßte ich es daher, als die altberühmte
Quelle durch Ihr Unternehmen immer mehr an die Oeffentlichkeit
erat. — Die Dunarisquelle habe ich vielfach in meiner Praxis bei
Nierenleiden und Blasenkatarrhen verordnet und recht gute Resultate
erzielt. Besonders konnte ich eine wesentliche Steigerung der
Diurese konstatieren. — Nur eines Falles möchte ich hier Erwähnung
tun: Herr M., der schon lange Zeit an Urinverhalten litt und täglich
katheterisiert werden mußte, wurde mir von seinem Hausarzt
über-
wiesen. — Ich verordnete eine Trinkkur und nach 5 Tagen teilte
er mir schon freudestrahlend mit, daß er zum ersten Male wieder
seit einem ½ Jahre habe urinieren können. Seither ist der
be-
treffende Herr m. W. gänzlich von dem Uebel befreit geblieben. —
Ich selbst trinke ebenfalls täglich das Wasser Ihrer Quelle, das Sie
mir in überaus liebenswürdiger Weise zur Verfügung stellten, und
habe bisher niemals mehr an Nierensteinkolik gelitten. — Mit
Sicher-
heit schreibe ich dies der Heilkraft Ihrer Quelle zu.
Aber nicht nur bei Nierenleiden und Blasenkatarrhen, sondern
auch bei Kehlkopfkatarrhen, Bleichsucht und Blutarmut habe ich
Ihr Wasser mit bestem Erfolg verordnet. Wie sehr Ihr Wasser
gerade auch auswärts von Aerzten geschätzt wird, habe ich daraus
erschen, daß schon mehreren Patienten von ihren Aerzten eine Kur
Sanitätsrat Dr. Sch.
in Daun empfohlen wurde.
Senden Sie gefl. umgehend usw. . . . . Ich kann jetzt schon
sagen, daß ich es beglückwünsche, daß Daun mit seiner Quelle mehr
an die Oeffentlichkeit tritt, Ich haite sowohl das Wasser, das ich
schon im Jahre 1906 an der Quelle getrunken habe, als dieselbe
neu gefaßt wurde, als auch den Ort seibst für ganz hervorragend
und glaube, das beide eine Zukunft haben. — Ich empfehle Sie,
Dr. H. . . .
wo ich kann.
Ich habe die Broschüre gelesen und interessiere mich in der
Dr. H. L. . .
Tat sehr für die Quelle.
Ihre freundlichst gesandte Probe hatso vorzüglich geschmeckt,
daß ich um gefl. Zusendung von 50 Flaschen zum eigenen Gebrauch
Oberstabsarzt H. . . .
bitte.
Vor kurzem erhielt ich von Ihnen einige Flaschen Ihres
Wassers zugesandt. — Indem ich hierfür bestens danke, möchte ich
nicht verfohlen, meine Ueberraschung über die Güte dieses Wassers
zum Ausdruck zu bringen. — Ich werde nicht verfehlen, Dunaris
Dr. R. . . .
meinen Patienten zu empfehlen.
Vor einiger Zeit hatten Sie die Güte, mir eine Probesendung
Ihres Wassers zu senden; sie hat mir so sehr gefallen, daß
ich es an Stelle eines anderen Brunnens als Tischgetränk nehmen
Dr. R. M. . . .
möchte etc.
Ich finde Ihr Wasser im Vergleich mit manchen anderen, die
mit künstlicher Kohlensäure versetzt sind, hervorragend im Ges
schmack und äußerst bekömmlich für Magenleidende und bitte Sie,
Dr. T. . . .
für den Gebrauch meiner Familie etc.
Für die mir übersandte Probe herzlichen Dank. Das Wasser
ist ausgezeichnet, namentlich durch seinen mäßigen Gehalt an
natürlicher Kohlensäure, wodurch es den Darm nicht belästigt.
Der Natron- und Lithiongehalt macht es zu einem nützlichen Wasser,
das ich dauernd empfehlen werde. Nach meiner Reise folgt
Br. M. . . .
Bestellung.
Auf Empfehlung eines Kollegen bitte ich hierdurch häfl. um
Zusendung einer Probe Ihrer Quelle. Dr. med. M. . . .
Von längerer Reise zurück, danke ich vielmals für die
Ueber-
sendung Ihres Wassers. — Ich habe es versucht und finde es
vor-
züglich, daß ich es nur weiter empfehlen werde. Dr. C. . . .
Heute empfing ich Ihre Probe sehr bekömmlichen Wassers
bel empfindlichem Magen. — Bitte um Mttellung, wie Sie mir
25—30 Flaschen berechnen würden.
D. F. . ..
Ihre Probesendung hat mir sehr zugesagt. — Senden Sie mir
laut Zuschrift 60 Plaschen Dunaris zum eigenen Gebrauch. Ich
bitte um Beschleunigung der Sendung.
Dr. Sch. . . .
Auf Ihre Zuschrift hin möchte ich anfragen, wie Sie mir Ihr
Wasser ietem können, zum eigenen Gebrauche und zum Gebrauche
der Patienten, Ich hatte bereits Gelegenheit, das Wasser zu kosten,
und finde es zumal für den täglichen Gebrauch sehr empfehlenswert.
Sanltätsrat Dr. B. . . .
en
Ich bestätige Ihnen dankend den Empfang Ihrer Probesendung
und teile Ihnen mit, daß Ihr Wasser meinen Beifall findet. Ich
mache von Ihrem Anerbieten, mir Wasser zu liefern, Gebrauch und
erbitte zu eigenem Gebrauche 100 Flaschen Dunarisquelle.
Dr. St. . . .
Zurückkommend auf die mit Ihnen gepflogene Korrespondenz,
bitte ich Sie, mir 100 Flaschen Ihres Wassers recht bald einzusenden.
Dr. K. M. . . .
Durch Herrn Dr. L. . . . hier, wurde mir Ihr Wasser
emp-
fohlen und soll ich dasselbe längere Zeit trinken. — Ich bitte daher
(folgt Bestellung).
F. St. . . .
Da ich auf Wunsch des Arztes Dunariswasser trinken soll,
möchte ich Sie bitten, mir mitzuteilen etc.
M. M. . . .
Beziehe seit einigen Wochen Brunnenwasser von dort und
da mir dasselbe sehr gut bekommt, beabsichtige ich demnächst auch
eine Badekur zu gebrauchen usw.
S. v. B. . . .
Sie hatten mir 30 Flaschen Dunaris geliefert, die mir recht
gute Dienste leisten, Ich möchte daher den Brunnen weiter trinken
und bitte um Zusendung weiterer 50 Flaschen usw. F. H. . . .
Für die freundliche Uebersendung der Flaschen bestens
dankend, teile ich Ihnen höfl. mit, daß dasselbe mir in jeder Hinsicht
gefallen hat und daß ich es gerne empfehlen werde, möchte Ihnen
heute 50 Flaschen zum Privatgebrauche bestellen. Dr. W. K.
Die Dunarisquelie bekommt mir vorzüglich. — Ich möchte
das Wasser deshalb auch tagsüber, wenn ich bei der Arbeit bin,
als Trinkwasser benutzen und ersuche Sie, mir 30 Flaschen an
die Adresse: Physik, Institut der Universität in . . . zu schicken.
Geheimrat H. . . .
Die Sendung . . . . . . Ich bitte umgehend das Wasser zu
senden, da ich es wegen meiner gestörten Verdauung dringend
be-
darf. — Ich habe es außerdem hier verordnet, und da das Wasser hier
nicht zu erhalten war, habe ich dem Herrn Drogist . . . . heute
Auftrag gegeben, dasselbe zu bestellen und werde ich reichlſchen
Gebrauch davon machen, sobald es hier zu haben ist. Dr. L.. . . .
Gleichzeitig die Anfrage usw. — Das Wasser schmeckt
aus-
gezeichnet, erfrischend und scheint gut bekömmlich zu sein. — Ich
habe es allenthalben empfohlen. —
Prof. Dr. W., Frauenarzt.
Erbitte umgehend . . . Flaschen Dunaris. — Es liegen schon
mehrere Bestellungen Aop Aerzten vor und bitte ich daher
noch-
mals um sofortige Zusendung.
W. B.
Die erste Sendung Dunaris hat bei mir ganz ausgezeichnet
gewirkt. Ein größerer Gichtienoten am rechten Handgeleuk ist nach
dem Gebrauch von 30 Flaschen, von denen meine Frau noch
mit=
getrunken hat, vollständig verschwunden. — Senden Sie mir wieder..
C. K.
Die mir s. Zeit gesandte Probe Dunaris ist mir gut bekommen.
Ich möchte das Wasser weiter trinken und bitte um gefl. baldige
Zusendung von 50—60 Blaschen usw. . . . . .
Dr. H.
Hierdurch möchte ich Sie bitten, mir noch eine Probe Ihrer
Ouelie zu Versuchszwecken zu senden. — Ich habe das Wasser
wiederholt in meiner Praxis verordnet, besonders bei Gicht und
Zuckerkrankheit und bin mit den bisherigen Resultaten zufrieden. —
Dr. B.
Vielleicht interessiert es Sie, zu erfahren, wie Ihrem fernsten
Kurgast (Ostpreußen) des letzten Sommers der Aufenthalt in Daun
bekommen ist. Was die Nerven betrifft, so habe ich mich ganz
schön erholt, wenn auch die Wirkung der dortigen Bäder nicht die
der Halbbäder erreichte, die ich sonst mehrfach genommen habe. —
Eine überraschende Wirkung aber hat die Dunaris-Quelle auf
meinen schwachen Magen ausgeübt, Ich merkte schon dort, daß
ich manches vertrug, was mir sonst Beschwerden verursachte, schob
dies aber auf eine stopfende Wirkung des Wassers. — Nachdem
dies aber ein halbes Jahr vorgehalten hat, kann ich sagen, daß ich
eine wesentliche dauernde Verbesserung der Verdauung erfahren
habe, die neben vielem anderen dazu beitragen wird, daß ich Daun
in angenehmer Erinnerung behalte. —
L. Amtsgerlchtsrat.
Die erste Sendung Dunaris hat ganz unseren Beifall gefunden
und möchten wir hierdürch nachbestellen. Direktor C.
Für Probe bestens dankend, teile ich Ihnen mit, daß Geschmack
Dr. A. . . .
und Bekömmlichkeit vorzüglich sind usw.
Bezugnehmend auf Ihr gefl. Schreiben usw. — Ich habe das
Dunariswasser als ein außerordentlich angenehmes und erfrischendes
Getränk von wohltuender Wirkung befunden.
Protessor Dr. Kl. . . .
Die Probe Wasser v. 11. Nov. hat meinen vollen Beifall
gefunden. Ersuche Sie nunmehr, mir 150 Flaschen zu dem offerierten
Preise umgehend zugehen zu lassen. — Für Reklame Ihrer bewähr-
Dr. H.
ten Quelle werde ich Sorge tragen. —
Ich bitte um gefl. baldige Zusendung von 40—50 Flaschen
Dunaris. — Mit der Wirkung des Wassers bin ich sehr zufrieden. —
Dr. B.
Senden Sie mir bitte wieder baldigst 4 Kisten Dunaris, das
Dr. H.
mir vortretflich bekommt,
In Erwiderung Ihrer Zeilen v. 7. ds. Mts. teile ergebenst me,
daß ich hier in Cöln vom Apotheker mir zur Probe bereits ein
Dutzend Flaschen Ihrer Quelle habe kommen lassen und daß wir
mit dem Wasser außerordentlich zufrieden sind.
General B.
Bitte um Zusendung von . . . Fl. Dunaris, wie gehabt. Das
Wasser hat Anklang gefunden.
Amtsgerichtssekretär St.
Von einem Bekannten auf die Vorzüglichkeit Ihres Wassers
aufmerksam gemacht, möchte ich einen Versuch damit machen.
Frau Wws. A.
Ich bitte daher . . . . .
Ihr Wasser findet meinen vollen Beifall. Es wirkt beruhigend
und wunderbar heilend auf den Darm etc. Auch ist der Brunnen
von angenehmem Geschmack. Es scheint, als wenn Sie hier noch
weitere Liebhaber finden. Eine Dame, die mit Gicht zu tun hat,
will das Wasser weiter trinken. Hoffentlich hilft Dunaris auch
in diesem Falle.
F, von B.
Euer Hochwohlgeboren bitte ich höfl., mir wiederum 3 Kisten
à 30 Fl. der vorzüglichen Dunaris-Quelle zu schicken.
Geheimrat Dr. F. H.
Aus Anlaß Ihres Angebotes hat meine Frau eine Trinkkur
mit Dunaris begonnen und bisher guten Erfolg erzielt.
W. 2.
Senden Sie mir bitte sofort ein Kistchen (30 Flaschen) Dunaris.
Ich habe wieder so unerträgliche Darmschmerzen wie vor 2 Jahren,
da sind sie durch Dunaris sofort gelindert. Frau Dr. T.
Mit der letzten Sendung war ich außerordentlich zufrieden.
Dr. H.
Bitte freundl. um nochmalige Zusendung von 60 Flaschen
Ihres vorzüglichen Brunnenwassers. Nach dem letzten Gebrauch
des Wassers kann ich heute sagen, daß dasselbe auf meinen
körperlichen Zustand als Erleichterung wirkt.
H. P.
Da ich zu meiner Erholung einige Wochen in Damm zubringen
möchte und ich von der dortigen Dunaris-Quelle schon viel gehört
habe, möchte ich Sie bitten, mir . . . . . zu senden. A. Pf.
Senden Sie mir bitte wiederum 30 Flaschen Ihres varzüg-
Dr. 6.
lichen Wassers.
Im Besitze Ihrer Probesendung die zu meiner Zufriedenheit
ausgefallen ist, ersuche ich Sie höfl. um gefl. Zusendung von
50 Flaschen Dunaris.
C. B,
ihr Wasser ist ausgezeichnet, ich werde es dauernd
O. B.
verwenden.
Unser Dresdener Vertreter schreibt:
Dr. B. dankt bestens für die zugeschickten Flaschen von
Dunaris-Natron-Lithion-Quelle. Bei einem Patienten mit
Nieren-
steinen hat er die Quelle mit bestem Erfolg verordnet, indem reichliche
Sedimente daraufhin abgingen.
Hochachtungsvoll D. O.
Zu meinem größten Erstaunen muß ich Ihnen mitteilen, daß
durch das Wasser mein Nasen- und Halskatarrh völlig beseitigt ist.
Da ich unter meiner Kundschaft sowie Geschäftsfreunden ähnliche
Leidende habe, werde ich ihnen dieses Wasser bestens empfehlen.
K. H.
Heiwn kelus Dedchung
verdankt die als gemeinnützig anerkannte und staatlich geschützte
A
Brillante
kauft zum
Enerfs-AaeorLchoff
Juwe
Pädagogſ
Brief
*ad
zu Dau=EHer
der Höhe und qualitativen Beschaffenheit ihres
mineralischen Gehaltes.
Zu haben in allen Mineralwasserhandlungen, Apotheken und Drogerien.
Großherzoglicher
Engros-Niederlage: Friedrich Schaefer,
Hoflieferant
Tel
DARMSTADT, Ludwigsplatz 7
hon 45
Telephen 45