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1777. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Reichstag erledigte in ſeiner geſtrigen Sitzung die
ſozialdemokratiſche Interpellation auf
Vor=
legung eines Verfaſſungsentwurfes für
Mecklenburg. Das Geſetz, betr
Poſtdampfſchiff=
verbindungen, wurde der Budgetkommiſſion überwieſen.
Hierauf wurde in die erſte Leſung des ſogenannten
„Titaniel=Vertrages eingetreten.
Die 21. Kommiſſion des Reichstags hat in
zweiter Leſung den Geſetzentwurf, betr. die
Errich=
tung eines Kolonialgerichtshofes, nach
den Beſchlüſſen der erſten Leſung angenommen. Mik
16 gegen 3 Stimmen wurde der Beſchluß
aufrechterhal=
ten, nach welchem Hamburg als Sitz des
Kolonial=
gerichtshofes beſtimmt iſt.
Der Dampfer „Kap Trafalgar” mit dem
Prin=
zen und der Prinzeſſin Heinrich an Vord
iſt geſtern vormittag 9 Uhr in Hamburg eingetroffen.
Das engliſche Unterhaus lehnte das Tadelsvotum
gegen die Regierung in der Homerulefrage mit 344 gegen
264 Stimmen ab.
Der ruſſiſche Miniſter des Aeußern Saſonow
hat ſich nach Yalta begeben.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Der „Welt‟=Feiertag.
*⁎* Die ſozialdemokratiſche Parteileitung hat große
Anſtrengungen gemacht, um den diesjährigen erſten Mai,
an dem der Weltfeiertag des internationalen Proletariats
zum 25. Male wiederkehrt, beſonders glanzvoll zu begehen.
Ob das in dem erhofften Maße gelingen wird, iſt nach den
Erfahrungen, die in den letzten Jahren mit der Maifeier
gemacht worden ſind, zu bezweifeln.
Als vor einem Vierteljahrhundert die
Sozialdemo=
kratie beſchloß, den 1. Mai als Weltfeiertag durchzuſetzen,
lagen die Verhältniſſe ganz anders als heute. Wohl ſind
die Maſſen, einſchließlich der bürgerlichen „Mitläufer”,
die der Sozialdemokratie zugeſtrömt ſind, gewaltig an
Zahl, wohl haben ſich die Sitze, welche die Genoſſen in
den Parlamenten des Reiches, der Einzelſtaaten und der
Kommunen auch bei uns innehaben, ſeitdem vervielfacht,
aber das Machtgefühl des „Proletariats” war damals doch
ungleich ſtärker als jetzt. Die Arbeitnehmer zwangen den
Arbeitgebern ihren Willen auf, die Streiks ſtanden in
vol=
ler Blüte, und immer größer wurden die Forderungen,
welche die Arbeiter ſtellten, und meiſtens auch durchſetzten.
Denn das Unternehmertum war dieſen Forderungen
ge=
genüber zu jener Zeit machtlos, es entbehrte jeglicher
Or=
ganiſation und mußte Konzeſſionen über Konzeſſionen
machen. Die ſoziale Fürſorgegeſetzgebung war eben erſt
in Wirkſamkeit getreten, ſie wurde von denen, welchen ſie
dienen ſollte, mit Mißtrauen aufgenommen und hat nicht
wermocht, die ſozialen Gegenſätze zu beſeitigen oder auch
nur abzuſchwächen. Der Segen dieſer Fürſorge in
mate=
rieller und ethiſcher Beziehung, die Opfer, welche Reich,
Staat und Kommune im Verein mit den Arbeitgebern
zugunſten einer einzelnen Klaſſe brachten, wurden nicht
anerkannt, und erſt nach und nach hat ſich das Verſtändnis
hierfür einigermaßen Bahn gebrochen. Vor einem
Vier=
reljahrhundert war es höchſt ſelten anzutreffen, und wo
es wirklich vorhanden war, wurde es mindeſtens
verleug=
riet oder die Fürſorge wurde als etwas ganz
Selbſtver=
ſtändliches, jedoch als lange noch nicht ausreichend
ge=
nung hingeſtellt.
Die der ſozialiſtiſchen Lehre ſich hingebende
Arbeiter=
ſchaft fühlte ſich, und aus dieſem Machtgefühl heraus
ent=
ſttand der Gedanke, der Welt einen Feiertag aufzuzwingen,
den 1. Mai. Auf dem ganzen Erdenrunde ſollte man in
dieſem Feiertage die Macht des Proletariats erkennen,
ſollte man wahrnehmen, daß es nur deſſen Willens
be=
durfte, um alle Räder ſtillſtehen zu laſſen. Ein ungeheurer
Druck wurde nun auf Arbeitgeber und die Arbeiter ſelbſt
ausgeübt. Wer von den letzteren ſich dem
aufgezwunge=
nen Extrafeiertag nicht fügte, mußte die Zuchtrute fühlen,
und die Arbeitgeber, die den Feiertag nicht bewilligten,
rder Lohnabzüge machten, wurden terroriſiert, ſo lange
ſte nicht organiſiert waren. Seitdem ſie ſich
zuſammen=
geſchloſſen haben, iſt es mit der Herrlichkeit des
Weltfeier=
tages mehr und mehr zurückgegangen, und immer weniger
Arbeitgeber ließen ſich den Zwang der willkürlichen
Ar=
beitsunterbrechung gefallen. Ein ſehr heftiger Kampf
entbrannte, der mit Lohnabzügen und Ausſperrungen
ge=
führt wurde, und von Jahr zu Jahr ſtärker zugunſten
der Arbeitgeber ausfiel, was bekanntlich auch mit den
vom Zaune gebrochenen Streiks der Fall war. Aber es
ſoll hier nicht unerwähnt bleiben, daß in den Kreiſen der
Arbeiter ſelbſt die Begeiſterung für den Weltfeiertag bald
ſich abkühlte, wie ſich ja ein Teil überhaupt nicht dafür
hatte erwärmen können. Der Gedanke des Weltfeiertages
zieht nicht mehr, der geſunde Sinn der Arbeiter wird
im=
mer mehr den Sieg davontragen über agitatoriſche
Lockungen.
Zur mexikaniſchen Kriſis.
C Im Haushaltsausſchuß des Reichstages hat
Staatsſekretär v. Jagow erklärt, daß die Haltung
Deutſchlands gegenüber dem mexikaniſch=
amerika=
niſchen Zuſammenſtoß neutral ſein müſſe. Vom
Staats=
ſekretär iſt dieſe Politik mit dem Hinweiſe auf die
Neu=
tralität der anderen europäiſchen Mächte und mit dem
Zuſatze begründet worden: ein einſeitiges deutſches
Vor=
gehen komme ſchon mit Rückſicht auf unſere Beziehungen
zu den Vereinigten Staaten nicht in Frage. Aus der
Mitte der Reichstages hat man gegen die amtliche
Auffaſſung keinen Widerſpruch erhoben. Das erſcheint
natürlich genug; denn halten ſich alle übrigen europäiſchen
Mächte von jeder Einmiſchung in den amerikaniſch=
mexi=
kaniſchen Streit fern, dann darf ſich Deutſchland von einem
einſeitigen Vorgehen entgegengeſetzter Art nichts anderes
verſprechen, als eine ernſte Störung ſeiner Beziehungen
zu den Vereinigten Staaten.
Solange in Mexiko die Wahrung des Grundſatzes der
offenen Tür durch die Vereinigten Staaten nicht
be=
droht wird, liegt vom deutſchen Ständpunkte auch nicht
die Notwendigkeit einer Einmiſchung vor. Daß die
deutſche Regierung für jenen Grundſatz eintritt, iſt vom
Staatsſekretär gleichfalls erklärt worden. Die Regierung
befindet ſich auch hierin in Uebereinſtimmung mit den
Parteien des Reichstages, wie die Aeußerungen mehrerer
Ausſchußmitglieder erkennen ließen. Aus dieſen
Aeuße=
rungen klang eine gewiſſe Sorge hervor, daß für die
Zu=
kunft die offene Tür in Mexiko von den Vereinigten
Staa=
ten bedroht werden könne. Derartige Befürchtungen ſind
gewiß nicht von der Hand zu weiſen. Ihre Vorausſetzung
jedoch iſt, daß die Unabhängigkeit Mexikos verloren geht.
Tritt aber dieſer Fall ein, dann wird einesteils die
Hal=
tung der europäiſchen Mächte ſchwerlich ſo neutral bleiben
wie gegenwärtig, und dann iſt anderenteils von ſeiten
Südamerikas ein noch tatkräftigeres Vorgehen zu
erwar=
ten, als es die gemeinſame Vermittelungs=Aktion ſeiner
führenden Staaten bedeutet.
Selbſtverſtändlich wird die Unabhängigkeit Mexikos
um ſo leichter geſichert, je ſchneller eine ausſichtsreiche
Vermittelung zuſtande kommt. Als Vorbedingung der
letzteren aber erſcheint die Einigung aller mexikaniſchen
Parteien, ſei es in dieſer, ſei es in jener Form.
Bemühun=
gen, eine Einigung herbeizuführen, ſind augenſcheinlich
im Gange. Nicht erkennbar jedoch iſt es, in welcher
Rich=
tung ſie ſich bewegen. Die Hauptfrage bleibt in dieſer
Hinſicht, ob Huerta an der Spitze Mexikos bleiben oder
zugunſten einer den Parteiungen entrückten Perſönlichkeit
zurücktreten ſoll. Dem Fernſtehenden kann die letztere
Möglichkeit als beſonders geeignet erſcheinen, die oben
er=
wähnte Vorausſetzung für eine erfolgreiche
Vermittlungs=
aktion zu. ſchaffen. Die Hauſe der Pariſer Börſe vom
28. April, die auf das Gerücht von der Ermordung
Huer=
tas einſetzte, zeugt zwar ſicherlich nicht von Gemüt, aber
vielleicht von politiſchem Urteil. Es wäre indeſſen
ver=
früht, mit dem Rücktritt Huertas ſicher zu rechnen und
eine ſolche Wendung als alleinige oder als unbedingte
Gewähr einer erfolgreichen Vermittlungsaktion zu
be=
trachten.
Deutſches Reich.
Aufſchub der Beratungen des
Rüſtungsausſchuſſes. Es war in Ausſicht
ge=
nommen, daß die Mitglieder des Rüſtungsausſchuſſes ihre
Referate nach den Oſterferien abliefern ſollten. Wie
ver=
lautet, iſt es aber nicht möglich, dies ſchon jetzt zu
be=
wirken, da die an ſich ſehr umfangreichen und viel Zeit
in Anſpruch nehmenden Arbeiten durch Verzögerungen,
die in der Natur der Sache liegen und mit den nötigen
Ermittlungen zuſammenhängen, wiederum einen Aufſchub
erforderlich machen. Die nächſte Sitzung des Ausſchuſſes
wird ſich wahrſcheinlich erſt im Herbſt, etwa beim
Wieder=
zuſammentritt des Reichstages, ermöglichen laſſene Nach
dem Stande der Dinge läßt ſich annehmen, daß der
Rüſtungsausſchuß zur Durchführung ſeiner Aufgabe aller
Vorausſicht nach mehr als ein Jahr benötigen wird.
— Gegen die geplante Einſchränkung
der Gewerbefreiheit nahm eine von etwa 1700
Schauſtellern, Marktreiſenden, Fabrikanten und Groſſiſten
beſuchte Verſammlung in Berlin Stellung. Es wurde
ausgeführt, daß die dem Reichstag vorliegenden
Aen=
derungen der Reichsgewerbeordnung dem ganzen
wirt=
ſchaftlichen Leben ungeheuren Schaden zufügen würden,
falls ſie Geſetz werden ſollten. Der
Reichstagsabgeord=
nete König verwies hierbei auf eine Petition des
Zen=
tralverbandes der Handelsleute und Berufsgenoſſen
Deutſchlands, die ſich gegen die geplante Einſchränkung der
Gewerbefreiheit wendet, und erwähnte, daß der Umſatz
des „fliegenden” Handels in dieſer Petition alf
Milliar=
den beziffert werde. In vorgerückter Stunde wurde
fol=
gende Reſolution einſtimmig angenommen:
„Die heutige, von etwa 1700 Perſonen beſuchte
Ver=
ſammlung erhebt einmütig Proteſt gegen die geplante
Aenderung der Gewerbeordnung Der geſamte ambulante
Gewerbeſtand würde durch die Annahme der dem
Reichs=
tage vorliegenden Geſetzesänderungen ſeiner Exiſtenz
be=
rgubt. Ebenſo würden alle Induſtriezweige durch einen
hierdurch hervorgerufenen Minderabſatz ihrer Waren
ſchwer geſchädigt werden. Die Verſammlung erſucht
da=
her den hohen Reichstag, alle Vorlagen und Anträge, die
die beſtehende Gewerbefreiheit einſchränken, abzulehnen.”
— Die Beſteuerung ausländiſcher Weine.
Dem Reichstage wird in allernächſter Zeit ein
Geſetzent=
wurf zugehen über die Beſteuerung ausländiſcher Weine,
durch den eine gleiche Behandlung der in= und
auslän=
diſchen Weine bezüglich der ſtaatlichen und kommunalen
Beſteuerung ermöglicht wird.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Das Expoſé des Grafen Berchtold. Der
Peſter Lloyd widmet dem Expoſé des Grafen Berchtold
eine längere Beſprechung, in der es bezüglich Rumäniens
heißt:
Unſere Hand bleibt nach wie vor dem Königreich
Ru=
mänien freundſchaftlich entgegengeſtreckt An Rumänien
iſt es, in ſie einzuſchlagen, und je ſpäter es dies tut,
deſto reuiger wird die Umkehr ſein müſſen. Nachlaufen
werden wir ihm unter keinen Umſtänden. An die ſerbiſche
Preſſe richtet ſich das Expoſé in der Form einer
freund=
ſchaftlichen Erwartung und einer ernſten Mahnung. Was
jetzt in Serbien unſerer Monarchie gegenüber geübt wird,
iſt eine regelrechte Obſtruktion. Man obſtruiert in der
Frage der Orientbahnen und in der Frage des
Handels=
vertrages. Gegenüber der Bemängelung, daß das
Rot=
buch über die Miſſion des Prinzen zu Hohenlohe nach
Petersburg vollkommenes Stillſchweigen beobachte, weiſt
der Artikel des Peſter Lloyd darauf hin, daß vor der
Ver=
öffentlichung der diplomatiſchen Urkunden die
Zuſtim=
mung der beteiligten Kabinette einzuholen ſei, und daß
vermutlich die Zuſtimmung der zuſtändigen Faktoren zur
Veröffentlichung der Aktenſtücke nicht erlangt werden
konnke.
Schweiz.
Beſtrafung wegen Spionage. Der
Sachver=
ſtändigen=Ausſchuß, der gegenwärtig den
Regierungsent=
wurf für ein eidgenöſſiſches Strafrecht durchberät, hat es
einſtimmig abgelehnt, gegen das gewerbsmäßige
Aus=
ſpähen militäriſcher Geheimniſſe fremder Staaten (
Spio=
nage) eine beſondere Strafbeſtimmung aufzunehmen.
An=
geſichts der wiederholten Fälle von Spionage auf
ſchwei=
zeriſchem Boden, die in der letzten Zeit die Behörden
be=
ſchäftigten und gegen die vorzugehen die geſetzliche
Hand=
habe fehlte, muß dieſer Beſchluß einigermaßen
über=
raſchen.
Frankreich.
Unterſuchung gegen Offiziere. Der
Kriegs=
miniſter hat den General d’Amade, Kommandeur des
6. Armeekorps, beauftragt, ſich nach Verdun zu begeben,
um anläßlich der von zwei Offizieren des 2. Huſaren=
Re=
giments betriebenen antirepublikaniſchen Wahlpropaganda
und der von mehreren Unteroffizieren in einer
Wählerver=
ſammlung des Generals Maitrot veranſtalteten
royaliſti=
ſchen Kundgebung eine Unterſuchung über die Geſinnung
und Haltung der dortigen Garniſon einzuleiten.
England.
Im Unterhauſe wurde die Debatte über das
Tadelsvotum fortgeſetzt.
Balfour ſtellte Churchill als einen Agent provocateur
hin, hob die ſchrecklichen Möglichkeiten eines
Bürger=
krieges hervor und erklärte, der einzig gangbare Weg.
Ulſter mit dem übrigen Irland in Zukunft zu verbinden,
beſtände darin. Uſter gegenwärtig auszuſchließen. Sir
Edward Carſon erklärte, er ſei wie nur irgendeiner
be=
ſtrebt, eine Löſung der Schwierigkeit in der Ulſterfrage
zu finden. Wenn die Homerulebill angenommen würde,
ſo würde, ſo ſehr er auch Homerule verabſcheue, ſeine
auf=
richtigſte Hoffnung darin beſtehen, daß die Regierung des
nationaliſtiſchen Irland zukünftig einen ſolchen Erfolg
haben werde, daß es ſelbſt im Intereſſe Ulſters läge, eine
Einheit mit dem übrigen Irland in einem
Föderativ=
ſyſtem zu bilden. Alles hinge jedoch von dem guten
Willen ab und könnte niemals gewaltſam ins Werk
ge=
ſetzt werden. Sein einziger Wunſch ſei, loyal ſeine
Ver=
ſprechungen denen gegenüber zu erfüllen, welche ihm
ver=
trauten, und für ſie ſolche Bedingungen zu erlangen, die
ihnen die Wahrung ihrer Würde und ihrer bürgerlichen
und religiöſen Freiheit ſichern würden. — Bonar Law
erklärte: Es iſt Asquiths Pflicht, anzuerkennen, daß das
Unglück, dem wir gegenüberſtehen, ſo furchtbar iſt, daß
ein Weg zum Frieden gefunden werden muß, koſte es, was
es wolle. Ich kann nur das eine ſagen, daß wir
unſerer=
ſeits, wenn Asquith den Frieden ſucht, alles tun werden,
was in unſerer Macht ſteht, um eine friedliche Löſung zu
ermöglichen.
Darauf wurde das Tadelsvotum mit 344 gegen 264
Stimmen abgelehnt.
Nach der Ablehnung des Tadelsvotums hielt
Pre=
mierminiſter Asquith eine Rede, in der er den
angeb=
lichen Anſchlag der Ulſterleute verſpottete. Mit Beziehung
auf die Rede Carſons ſagte Asquith, eine Vereinbarung
könnte nicht erſtrebt werden durch parlamentariſches
Feil=
ſchen in den Wandelgängen des Hauſes. Es ſei nutzlos,
zu verſuchen, hinter dem Rücken der Ulſterleute zu einer
Vereinbarung zu gelangen. Er nehme von der Erklärung
Carſons Kenntnis. Dieſe ſei in vielen Punkten
unbe=
ſtimmt, und ſie bedürfe noch ſtarker Ergänzung, bevor
man einer Vereinbarung näher kommen könne. Er werde
nicht mehr ſagen, als daß die Regierung ein aufrichtiges
und vernünftiges Angebot gemacht habe, welches noch
offen ſtehe. Asquith ſchloß: Ich habe niemals eine Tür
verſchloſſen irgendwelchen Mitteln, die zu einer
Verſtän=
digung führen konnten, vorausgeſetzt, daß ſie die ehrliche
und aufrichtige Zuſtimmung der hauptſächlich intereſſierten
Iren und der beiden größten politiſchen Parteien des
Landes hatte, und ich werde dieſe Tür niemals ſchließen,
wenn ich nicht durch die abſolute Macht der Umſtände
dazu gezwungen werde, und unter dieſen Bedingungen
halte ich es für möglich, zu einer Verſtändigung zu
ge=
langen, und ich flehe zum Himmel, daß wir dazu
im=
ſtande ſein werden.
Vereinigte Staaten.
Die Panamakanal=Gebühren. Die Bill
des Repräſentantenhauſes, durch welche die Beſtimmung
der Panamakanalakte, daß amerikaniſche Küſtenſchiffe von
den Kanalgebühren befreit werden, aufgehoben wird, iſt
dem Senat mit einer Zuſatzerklärung zugegangen, nach
welcher die Vereinigten Staaten durch dieſe Aufhebung
auf keine Souveränitätsrechte über den Kanal verzichten.
Chint.
Umarbeitung der Verfaſſung. Die
Ver=
ſammlung, die kürzlich mit der Umarbeitung der
proviſori=
ſchen Verfaſſung beauftragt wurde, hat endlich die
abge=
änderte Verfaſſung angenommen. Man erwartet, daß ſie
unverzüglich veröffentlicht wird. Sie ſieht eine einfache
geſetzgebende Kammer vor und erſetzt den Premierminiſter
durch den Staatsſekretär. Man glaubt, daß die
Demiſ=
ſion Sunpaotſchis als Premierminiſter gleichzeitig mit der
Bekanntmachung der Verfaſſung angenommen und
Hſu=
ſhichang zum Staatsſekretär ernannt wird.
* Der Wehrbeitrag in Berlin. Auf Grund
amtlichen Materials iſt feſtgeſtellt, daß im
Veranlagungs=
bezirk der Stadt Berlin vorausſichtlich im ganzen
74 235600 Mark an Wehrbeitrag aufgebracht werden. Von
den 509 einkommenſteuerpflichtigen Aktiengeſellſchaften in
Berlin ſind 366 mit einem Ertrag von etwa 12½ Mill.
Mark zum Wehrbeitrag veranlagt. Von dieſen 366
Aktien=
geſellſchaften bringen allein 19 Großunternehmungen 8½
Millionen Mark, alſo mehr als zwei Drittel des
Wehr=
beitrages aller Berliner Altiengeſellſchaften, auf. Die
Großkaufleute, Finanziers und Börſenbeſucher, die in
einer beſonderen Kommiſſion veranlagt werden, bringen
allein 18½ Millionen Mark Wehrbeitrag auf. Die
Ge=
ſamtzahl der Einkommenſteuerpflichtigen in Berlin beträgt
für 1914 684000, davon 616000 mit einem Einkommen
von unter 3000 Mark. Von dieſen 616000 ſind nur 2850
zum Wehrbeitrag mit einem Ertrag von 350000 Mark
ver=
anlagt worden. Die Geſamtzahl der in Berlin zum
Wehr=
beitrag Veranlagten beträgt etwas über 40000. Die
Er=
gänzungsſteuer für 1914 beträgt rund 4 Millionen Mark,
was einem Mehr von 200000 Mark gegenüber 1913
ent=
ſpricht. Das Einkommenſteuerſoll beläuft ſich auf 45,8
Millionen Mark; dazu kommen die Zuſchläge mit 10,4
Millionen Mark, ſo daß ſich für Berlin ein Geſamtbetrag
an Staatseinkommenſteuer von 56,2 Millionen Mark
er=
gibt. Der Wehrbeitrag hätte ſich für Berlin bedeutend
höher geſtaltet, wenn nicht ſeit einer Reihe von Jahren
Steuerpflichtige mit einer Einkommenſteuer von netto
600—800000 Mark jährlich in die Umgebung verzögen.
Die Zuzüge aus den Vororten ſind hierbei ſchon
abge=
rechnet.
* Buenos Aires, 29. April. Der
Marine=
mniniſter beſichtigte heute das im Kriegshafen Bahia
Blanca ankernde deutſche Panzerſchiff „
Kai=
ſer” 500 deutſche Seeleute nahmen an einem Picknick
teil, das von der deutſchen Kolonie ihnen zu Ehren
ver=
anſtaltet wurde.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 1. Mai.
* Vom Hofe. Die Großherzogin empfing
m Mittwoch vormittag 11½ Uhr im Neuen Palais den
Profeſſor Eberhard aus Offenbach. Oberſt v. Eſtorff,
Kommandeur des Infanterie=Regiments Graf Barfuß
(4. Weſtfäl.) Nr. 17 in Mörchingen, ſowie Hans Weddo
v. Glümer aus Berlin=Halenſee nahmen an der
Früh=
ſtückstafel im Neuen Palais teil. (Darmſt. Ztg.)
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Kaiſerlichen Poſtmeiſter a. D.
Großh. Bürgermeiſter Landtagsabgeordneten
Rechnungs=
rat Wiegand zu Heppenheim a. d. B. die Erlaubnis
zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj.
em Deutſchen Kaiſer, König von Preußen, verliehenen
Roten Adler=Ordens 4. Klaſſe erteilt, ſowie dem
ſeit=
herigen Bürgermeiſter, Ortsgerichtsvorſteher und
Standes=
beamten Heinrich Damm I. zu Göbelnrod, Kreis Gießen,
das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für
angjährige treue Dienſte” am Bande des
Verdienſt=
rdens Philipps des Großmütigen verliehen.
* Zurückgenommen wurde das Dekret über die
Ver=
ſetzung des Lehrers Georg Hopp zu Nieder=Kinzig,
Kreis Erbach, nach Steinbach, in demſelben Kreiſe.
* Erledigte Stellen. Die mit einem evangeliſchen
Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle zu Herchenhain,
Kreis Schotten. Mit ihr iſt Organiſtendienſt verbunden.
Dem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage bewilligt
verden. — Die Stelle eines Reviſionskontrolleurs bei
Großh. Hauptſteueramt Worms. — Die Stelle eines
Steueraufſehers bei Großh. Hauptſteueramt Bingen.
* Das Großh. Regierungsblatt Nr. 11 vom
30. April hat folgenden Inhalt: 1. Verordnung, die
Enteignung von Gelände zur Anlage eines
Militärluft=
ſchiffhafens in der Gemarkung Weiterſtadt betreffend.
2. Verordnung, die Tagegelder, Reiſekoſten und Gebühren
der Kreisveterinärärzte bei amtlichen Geſchäften betreffend.
z. Bekanntmachung, die Befugniſſe des Salzſteueramts
Bad Nauheim betreffend. 4. Bekanntmachung, Amtstitel
der Finanzamtsgehilfen betreffend.
g. Strafkammer I. Der Agent Karl Ludwig aus
Frankfurt hatte ſich geſtern unter der Anklage des
Be=
truges und der ſchweren Urkundenfälſchung vor der
Straf=
kammer zu verantworten. Der Angeklagte vermittelt
Hausverkäufe und Wirtſchaftsverpachtungen. In einem
Falle hatte er ſich bereit erklärt, für das Haus eines
hie=
ſigen Metzgers einen Käufer zu ſuchen. Der Metzger
er=
klärte ſich ſchriftlich bereit, dafür 15 Mark an den
Ange=
klagten zu zahlen, und zwar in dem Augenblick, wenn L.
nachweiſe, daß er die Anzeige aufgegeben habe. Der
Angeklagte gab nun aber keine Anzeige auf, ſondern
machte den Vertrag ſofort zu Geld, indem er ihn
weiter=
gab und die ihm auferlegte Verpflichtung verſchwieg. In
einem anderen Falle übernahm er es, für ein Düſſeldorfer
Wirtsehepaar hier in Darmſtadt eine Wirtſchaft zu
pach=
ten. In dem Vertrage nahm er eigenmächtig eine
Ab=
änderung vor, ohne jedoch von der gefälſchten Urkunde
Gebrauch zu machen. In die Koſtenrechnung ſetzte er
ſchließlich einen Poſten von 50 Mark für Schmiergelder
ein, der erfunden war. Ludwig hat allen Schaden ſpäter
wieder erſetzt. Die Strafkammer verurteilte ihn zu vier
Wochen Gefängnis.
g. Kriegsgericht. Der Dragoner Leick vom
Dra=
goner=Regiment Nr. 23 hatte zu Oſtern ſeinen Urlaub
er=
heblich überſchritten, indem er erſt gegen 4 Uhr morgens
wieder in der Kaſerne erſchien. Er wurde deshalb geſtern
vom Kriegsgericht wegen unerlaubter Entfernung zu
4 Wochen ſtrengem Arreſt verurteilt. — Der
Dra=
goner Meiſinger vom gleichen Regiment hat einem
Kameraden aus Unmut darüber, daß deſſen Pferd beim
Exerzieren zu forſch war und nicht in Linie blieb, mit der
Lanze ins Geſicht geſchlagen, wodurch der Soldat an
der Naſe verletzt wurde. Das Gericht erkannte wegen
Körperverletzung auf 10 Tage Gefängnis.
* Enteignung von Gelände zur Anlage eines
Militär=
luftſchiffhafens in der Gemarkung Weiterſtadt. Auf Grund
des Artikels 2 des Geſetzes vom 26. Juli 1884, die
Ent=
eignung von Grundeigentum betreffend, in der Faſſung
der Bekanntmachung vom 30. September 1899 (Reg.=Bl.
S. 677), iſt folgendes verordnet worden: Dem Reichs=
(Militär=)Fiskus, vertreten durch die Intendantur des
18. Armeekorps in Frankfurt a. M., wird das Recht
er=
teilt, das zur Anlage eines Militärluftſchiffhafens in der
Gemarkung Weiterſtadt erforderliche Gelände, ſoweit
nötig, im Wege der Enteignung zu erwerben. Die Friſt
zur Stellung des Antrages auf Einleitung des
Enteig=
rungsverfahrens wird auf 6 Monate feſtgeſetzt.
— Vom Hoftheater. Heute abend wird Schillers
„Don Carlos” wiederholt. Am Samstag findet
um=
halb 8 Uhr die Vorſtellung zum Beſten des Witwen= und
Waiſenfonds der Hofmuſik ſtatt, die Verdis beliebte Oper
„Troubadour” mit Sandro Menges als Manrico bringen
wird, dem von der Kritik lobendſte Anerkennung zuteil
geworden iſt. Die Vorſtellung findet bei aufgehobenem
Abonnement zu Abonnementspreiſen (Sperrſitz 2,50 Mark)
ſtatt. Am „Sonntag wird im Abonnement C Mozarts
„Don Juan” wiederholt, deſſen Neuinſzenierung durch
Kurt Kempin lebhafteſtem Intereſſe begegnete und in den
Beſprechungen der geſamten Fachpreſſe uneingeſchränkte
Anerkennung gefunden hat. Der Abend, der unter Leitung
von Hofkapellmeiſter Ottenheimer ſteht, findet unter
Mit=
wirkung von Frau Berta Schelper=Frankfurt ſtatt, die ſich
durch ihre vollendete Darſtellung der „Donna Anna” in der=
Feſtſpielaufführung aufs vorteilhafteſte hier eingeführt
hat. Zu dieſer Vorſtellung gelten die gewöhnlichen Preiſe.
* Ausſtellung der Künſtler=Kolonie. Um Zweifeln
zu begegnen, teilen wir mit, daß die Künſtler=
Kolonie=Ausſtellung und die Jahrhundert=
Ausſtellung im Reſidenzſchloß vollſtändig getrennte
Unternehmungen ſind. Das Abonnement auf die
Aus=
ſtellung der Künſtler=Kolonie berechtigt deshalb nicht!
zum Eintritt in die Jahrhundert=Ausſtellung,
* Am Silberkranz. Am Sonntag feiern Herr Wilhelm
Gümbel und Ehefrau geb. Becker, Kahlertſtraße 36, das
Feſt der Silbernen Hochzeit.
* Verein Rechtsſchutzſtelle für Frauen und Mädchen.
Zahlreiche Agenten von Volksverſicherungsgeſellſchaften,
Kranken= und Sterbekaſſen kommen zu den
Arbeiterfami=
lien und preiſen ihre Geſellſchaften und die Vorteile, die
ſie gewähren, ſo lange an, bis ſie die Unterſchrift der oft
nur zu Leichtgläubigen erlangt haben. Es kann nicht oft
genug vor dieſen Geſellſchaften gewarnt werden, und ehe
man unterſchreibt, ſollten alle die vielen Klauſeln, die
ab=
ſichtlich ſchwer verſtändlich gedruckt ſind, ſtudiert werden.
Meiſtens zahlen die armen Leute ihr ſauer verdientes Geld
ein, und wenn es zum Auszahlen kommen ſoll, dann wird
auf eine der vielen Klauſeln hingewieſen, und — ſie
er=
halten nichts. Man befrage ſich, ehe man die Unterſchrift
gibt, bei dem Verein Rechtsſchutzſtelle für Frauen und
Mädchen. Das Bureau befindet ſich jetzt
Wald=
ſtraße 19. Sprechſtunden Montag und Donnerstag 4
is 6 Uhr.
Rote Kreuz=Sammlungen. Der Karten=
Vorver=
kauf für die vier Saalvorſtellungen hat begonnen. Die
Karten ſind im Verkehrsbureau erhältlich. Beſonders für
die Reflektanten auf die numerierten Plätze empfiehlt
es=
ſich, den Bedarf alsbald zu decken, da eine ſehr große
Nachfrage zu verzeichnen iſt. Mitglieder des
Jungdeutſch=
land=Bundes und der Darmſtädter Studentenſchaft haben
es außerdem übernommen, die Karten in den einzelnen
Stadtteilen abzuſetzen. Von Samstag ab werden alſo
auch in den Häuſern Karten angeboten werden. Es ſei
nochmals darauf aufmerkſam gemacht, daß die
Darbietun=
gen unter der künſtleriſchen Leitung unſeres Hoftheaters
ſtehen, daß faſt ſämtliche Solomitglieder unſerer
Hof=
bühne mitwirken und daß die Veranſtaltungen in allen
Sälen gleichwertig ſind. Wer am Beſuch der
Abendver=
anſtaltungen verhindert iſt, findet Gelegenheit, in die
mit=
geführten Sammelliſten ſein Scherflein für die gute
ge=
meinnützige Sache einzuzeichnen.
g. Humor im Gerichtsſaal. Auch in dem ewigen
Einerlei des Gerichtes kommt mitunter der Humor zum
Durchbruch und bringt etwas Kurzweil. Es hatten ſich
geſtern vor der Strafkammer zwei Einbrecher zu
verantworten, deren Komplizen bereits früher abgeurteilt
Gefängniſſe.
Symphoniſches Drama in drei Teilen (7 Bildern)
von Gerhard von Keußler.
Der noch junge Deutſchruſſe iſt den Darmſtädtern kein
Fremder mehr, denn im Vorjahre dirigierte er ſelbſt in
einem Symphoniekonzert der Hofkapelle ſeine
ſymphoni=
ſche Dichtung „Der Einſiedler” — auf Veranlaſſung Willem
de Haans, dieſes unermüdlichen, hochverdienten Förderers
des muſikaliſchen Nachwuchſes. Keußlers erſtes
Bühnen=
werk aber erregte ſchon vor ſeiner Uraufführung am Kgl.
Deutſchen Landestheater in Prag das Intereſſe der
Oef=
fentlichkeit dadurch, daß es ſeit langem — wohl ſeit Verdis
„Maskenball” — die erſte Oper geweſen iſt, die von der
Zenſur beanſtandet und deren Aufführung am Tage der
Generalprobe verboten wurde. Die öſterreichiſche
Zenſur=
behörde ſtützte ihr Verbot auf die Unzuläſſigkeit, die Frage
des Zölibats der katholiſchen Prieſter in einem
Bühnen=
werke zu erörtern. Ungeheure Anſtrengungen koſtete es
den Komponiſten und ſeine Freunde, dieſe Bedenken zu
überwinden, und erſt jetzt — nach Jahresfriſt — ging das
Werk endlich in Szene, und zwar, wie vorausgeſchickt ſein
mag, unter dem ſtürmiſchen, begeiſterten Beifall eines zum
Teil weit hergereiſten Elitepublikums.
Die Handlung ſpielt in einem Nordlande des
12. Jahrhunderts — alſo zu einer Zeit, da das junge
Chriſtentum noch hart mit heidniſchen Ueberlieferungen
zu kämpfen hatte — und ihre äußeren Geſchehniſſe
gruppie=
ren ſich um den Wandlungsprozeß, den die vom Dichter
mit gewaltiger Kraft konzipierte Hauptfigur des Dramas,
der Prieſter Johannes, durchmacht. Er iſt verheiratet und
Vater zweier Knaben, und nun verlangt der Biſchof
plötz=
lich von ihm die Scheidung von ſeinem Weibe und den
Verzicht auf alle irdiſche Liebe zum Zeichen des Dankes
an den Erlöſer für die Weihegnaden. Johannes kämpft
wie ein Löwe für ſein und ſeiner Familie Glück und
wi=
derlegt dem Oberhirten alle Gründe bis auf die letzte
bru=
tale Frage desſelben, ob er denn bei der Zeugung ſeiner
Kinder nur an dieſe gedacht habe. Daß ſeine
Ehrlichkeit=
ihm verbietet, hiexauf mit „Ja” zu antwoxten, bewirk
den Umſchwung zur völligen Hingabe an den Beruf des
Prieſters Gottes und, während der greiſe Biſchof infolge
der Aufregung dieſer Unterredung verſcheidet, begibt ſich
Johannes zum Abſchied — nicht von ſeiner Gattin,
ſon=
dern vorher von der Geliebten, denn er will in der
ſchwerſten Stunde rein vor die Mutter ſeiner Kinder
tre=
ten. Die Freiin Agnes von Hohenwart erwartet ihn am
Meeresſtrande. Sie hat für die Größe ſeines Entſchluſſes
kein Verſtändnis, ſie hört aus allem nur das „Nein” und,
um ſeine Liebe wieder zu gewinnen, ſchreckt ſie ſogar vor
der Fiktion der Mutterſchaft nicht zurück. Da er ihr dieſe
Frivolität mit harten Worten verweiſt, ſieht ſie die
Hoff=
nungsloſigkeit ihres Ringens ein und verläßt ihn unter
furchtbaren Racheſchwüren. Johannes aber fühlt ſich
durch dieſen Blick in die Abgründe des menſchlichen
Her=
zens vollends in ſeinem Entſchluſſe beſtärkt und tritt vor
ſein Weib Mechtild als ein ſchon ganz dem irdiſchen
Trei=
ben entrückter Diener Gottes. Mechtild verlangt von ihm,
er ſolle dem Prieſterſtande entſagen um der Kinder willen,
wie ſie um der Kinder willen das Kreuz ſeiner Untreue
trug, er aber hört nur den Ruf des Heilands. Das
Ge=
ſpräch findet keinen natürlichen Abſchluß, ſondern wird
gewaltſam unterbrochen durch die Büttel, die Johannes
dank Agnes” hochmögenden Beziehungen, ins
Gefäng=
nis abholen kommen. Dort ringt Johannes mit dem
Allmächtigen um das Wunder der Befreiung. Doch das
Wunder geſchieht nicht, und, während Mechtild vom allzu
vielen Weinen erblindet, während ihr nachgeborenes
Töch=
terlein Hannchen zur Jungfrau heranreift, während Aanes
in bitterer Reue die Folgen ihrer Rachſucht zu mildern
trachtet, erkennt Johannes mehr und mehr die Kluft
zwi=
ſchen Allwiſſenheit und Allgüte und ſagt ſich los von einer
Gottheit, die ſeine Hingabe, deren Folgen ihre
Allwiſſen=
heit kennen mußte, ſo bar aller Güte lohnte. Nach 16
Jahren, da der Regierungsantritt eines neuen Herzogs
eine allgemeine Amneſtie zur Folge hat, verläßt er das
Gefängnis als ein überzeugter Pantheiſt. Doch hat er
nun den Zuſammenhang mit der realen Welt völlig
ver=
loren, kennt weder Weib noch Kind, weder Freund
noch Geliebte, und predigt den Männern eines Volkes
von einem Lande, da die ewigen Geſetze der Natur durch
kein kirchliches Dogma eingeengt ſind. Bald aber ſprengs
das Feuer des Geiſtes die gebrechliche körperliche Hülle
und im Tode findet die Mutter ſeiner Kinder die
Wieder=
vereinigung mit dem Manne, den ein Menſchengeſetz ihr
raubte.
Folgerichtig und echt dramatiſch, wie dieſer
Johan=
nes, ſind auch die übrigen Charaktere vom Dichter
ge=
ſchaut — jeder ein Typus, ja ein Symbol, aber zur
Indi=
vidualität vertieft. Da iſt gleich dieſer eherne Biſchof,
der den kirchlichen Herrſchaftsgedanken in Reinkultur
repräſentiert, der, da er die Zeit für gekommen hält, den
Zölibat durchzuſetzen, ſich um inferiore Naturen keinen
Augenblick bemüht, ſondern ihn gerade vom ſtärkſten
ſei=
ner Diener erzwingt und dann ruhig ſtirbt in dem
Be=
wußtſein, dieſe Saat wurzele nun unausrottbar. Da iſt
Mechtild das allzu mütterliche Weib, das in der
körper=
lichen Blindheit geiſtig ſehend wird, das begreift, wie
ſein Unterdrücken aller Sinnlichkeit den Mann zur
Ge=
liebten treiben mußte, das darum der Geliebten verzeiht,
ja ihr dankt und nun in Scham und Verlangen nach dem
geliebten Manne begehrt. In der Reihe der Ueberlebenden
ſtehen dem bieder=bürgerlichen Kajetan, der um des
Zöli=
bats willen den Prieſterſtand aufgibt, Johannes' Söhne
Werner und Peter als ſchon völlig der Kirchenlehre
ver=
fallene Gottesdiener gegenüber. Hannchen, die
nach=
geborene Tochter, iſt zunächſt eingeengt von Sitte und
Pflicht, ſcheint aber, nachdem ſie das daraus erwachſene
Leid verſtanden hat, berufen, Agnes' Weſen fortzuſetzen.
In Agnes aber triumphiert das gottunbewußte
Menſchen=
tum, grenzenlos und unberechenbar in Liebe und Haß,
die den Naturgewalten verwandte Kraft des
voraus=
ſetzungsloſen Weibes, das ſo ſelten Recht hat, aber immer
Recht behält.
Bei der Lektüre dieſes die gewohnten Gleiſe ſo
auf=
fällig verlaſſenden Textes bewundert man die Fülle und
Tiefe der Gedanken, die Prägnanz der Sprache, doch
glaubt man das Ganze als typiſches Buchdrama
anſpre=
chen zu müſſen und iſt bei der Aufführung aufrichtig
er=
ſtaunt, Menſchen von Fleiſch und Blut in einer
ſpannen=
den und echt dramatiſchen Handlung vor ſich zu ſehen.
Daß=
hier der umgekehrte Fall ſo manches anderen dramatiſchen
Gedichtes eintritt, deſſen Mängel man beim Leſen mit
den Geboten der Bühne, bei der Aufführung aber mit der
Buchmäßigkeit entſchuldigen muß — dieſes Verdienſt
ge=
bührt neben der (auch äußerlich wirkſamen) inneren Hand=
worden ſind. Der 25jährige Gelegenheitsarbeiter Ludwig
Henkel und der 33jährige Emil Eiſold beide aus
Sachſen ſtammend, hatten Anfang vorigen Jahres
Ein=
brüche verübt; Henkel war bei Wallbach i. O. in die
Jagd=
hütte des Ingenieurs Gaſtell von Mainz eingebrochen,
hatte ſich dort an den Weinvorräten gütlich getan und
am anderen Morgen, nachdem er ſeinen Rauſch
ausge=
ſchlafen hatte, nahm er die ihm brauchbar dünkenden
Sachen mit. Eiſold hatte ihm eine Abſatzquelle verſchafft
und war auch ſelbſt an einem Einbruch in das Haus Elim
in Traiſa beteiligt. Sie wurden beide auf ihren
Geiſtes=
zuſtand unterſucht, weshalb ihre Aburteilung jetzt erſt
er=
folgen konnte. Inzwiſchen waren ſie in Gießen wegen
verſchiedener Einbruchsdiebſtähle in Oberheſſen verurteilt
worden; Henkel zu neun Monaten Gefängnis und Eiſold
zu drei Jahren Zuchthaus. Letzterer wurde deshalb ſo
hart mitgenommen, weil er den Angeklagten Henkel, einen
unbeſcholtenen Menſchen, zu den Einbruchsdiebſtählen
verführt habe. Damals allerdings hieß der Angeklagbe
Henkel noch Störmer, über deſſen dunkle Vergangenheit
man nichts Nachteiliges ermitteln konnte. Nun hat Henkel
alias Störmer ſeine neun Monate bereits verbüßt, als
man durch Zufall dahinter kam, daß Störmer nicht ſein
richtiger Namen iſt, und daß er deshalb eine Umtaufe
vor=
nahm, weil er ſchon ziemlich viel auf dem Kerbholz hatte.
Er hat alſo der Juſtiz ein Schnippchen geſchlagen; aber
ihm hat immerhin die Zellenhaft in Butzbach nicht ſehr
behagt, denn als der Staatsanwalt gegen ihn ein Jahr
Gefängnis beantragt, ruft er aus: „Offen geſtanden, hat
es mir in Butzbach nicht behagt; ich möchte gerne dahin,
wo Eiſold ſitzt; die Haft in dem Steinſarg macht mich ganz
durcheinander” Als ſich der Gerichtshof zur Beratung
zu=
rückzieht, äußerte Eiſold es ſei doch unrecht, daß er drei
Jahre Zuchthaus in Gießen bekommen habe, während
Henkel, der mindeſtens die gleichen Verbrechen begangen
habe, mit neun Monaten Gefängnis davonkam.
Schlag=
fertig antwortete ihm Henkel: „Ja, damals war ich auch
noch Störmer‟ Die Strafkammer bedauerte, dem Wunſch
des Henkel nicht nachkommen zu können, da ſonſt zwei
Jahre Zuchthaus ausgeſprochen werden müßten; es
er=
kannte gegen ihn auf ein Jahr Gefängnis. In
Anbetracht der hohen Gießener Strafe erhielt Eiſold
nur eine Zuſatzſtrafe von drei Monaten
Zucht=
haus.
— Landeskonferenz des Vereins Freundinnen junger
Mädchen. In Bad Nauheim fand am Dienstag unter
Vorſitz der Frau Fürſtin Marie zu Erbach=
Schön=
berg die heſſiſche Landeskonferenz des
Vereins Freundinnen junger Mädchen ſtatt,
die einen ſchönen und anregenden Verlauf nahm. Die
Verhandlungen begannen unter dem Vorſitz des Herrn
Prälaten Walz=Darmſtadt um 11 Uhr in den gütigſt zuc
Verfügung geſtellten Räumen des Kurhauſes und wurden
durch eine kurze Andacht eingeleitet. Nachdem dann die
hohe Vorſitzende die Erſchienenen, unter denen ſich auch
Ihre Durchlaucht Frau Fürſtin zu Solms=Lich und Frau
Gräfin zu Solms=Laubach befanden, herzlich begrüßt hatte,
folgten die Berichte der Delegierten aus den einzelnen
Städten des Heſſenlandes und eine lebhafte Diskuſſion.
Es zeigte ſich, daß überall fleißig gearbeitet wird, ſei es
auf dem Gebiet der Fürſorge, der Mädchenvereinigungen,
Stellenvermittlung oder des Bahnhofdienſtes Nach
ge=
rneinſamem Mittageſſen wurden noch zwei Anſprachen dem
Allgemeineren Intereſſe geboten. Fräulein Semm=
Darm=
ftadt erzählte in warmen Worten von der Geſchichte, den
Zwecken und Aufgaben des Vereins, der ja in ſeinen
Mit=
gliedern die ganze Welt umſpannt. Eine Homburger
Rednerin ermunterte die Nauheimer Damen, doch auch zur
Gründung eines Heimes zu ſchreiten. Die im Sommer
wahrhaft großſtädtiſchen Verhältniſſe Nauheims laſſen die
Entſtehung ſolcher Zufluchtsſtätte für die erwerbstätigen
Mädchen, wie ſie Homburg ſchon länger beſitzt, als ſehr
er=
wünſcht erſcheinen. Zu den Nachmittagsvorträgen war zu
allgemeiner Freude auch J. K. Hoheit die
Großher=
ogin aus Darmſtadt gekommen. Ein fröhlicher Tee am
Teichhaus, dem ſich noch eine unter kundiger Führung
er=
ſrolgende Beſichtigung der prachtvollen Badeanlagen
an=
ſchloß, vereinigte zuletzt die Teilnehmerinnen der
Kon=
ſerenz, ehe ſie wieder nach allen Seiten auseinandergingen.
— Zu der Hauptverſammlung des Darmſtädter
Hausbeſitzer=Vereins iſt noch folgendes nachzutragen: Die
von uns bereits in der geſtrigen Nummer veröffentlichten
Berichte des Vorſtandes und der Geſchäftsſtelle, woraus
die gute Entwicklung des Vereins zu entnehmen iſt,
wur=
den mit großem Beifall aufgenommen. Nach
Entgegen=
nahme des Berichts über die Tätigkeit des
Landesverban=
des, erſtattet durch Herrn Schembs erfolgte der
Be=
richt des Herrn Nachtigall über die Kaſſenführung.
Der Antrag des Vorſtandes künftig einen Beitrag von
5 Mack zu erheben, wurde allſeitig als gerechtfertigt
aner=
kannt und einſtimmig angenommen, um damit dem Verein
die Mittel an die Hand zu geben, ſeine großen Aufgaben
zu erfüllen. Die Vorſtandswahlen hatten
folgen=
des Ergebnis: Zum erſten Vorſitzenden wurde Herr
Renk=
ner Auguſt von Heſſert einſtimmig wiedergewählt
Anſtelle der ſtatutengemäß ausgeſchiedenen und für das
neue Geſchäftsjahr nicht wieder wählbaren
Vorſtandsmit=
glieder: die Herren Finger, Häuſer, Schembs, Schmitt,
Speckhardt und G. Wolf wurden folgende Herren neu
ge=
wählt: Ingenieur Karl Barth, Eiſenbahnoberſekretär
Ludwig Heil. Kanzleicat J. Köhler, Betriebsbeamter A.
Meixner. Direktor J. Nothis und Kaufmann A.
Sobernheim. Zu Kaſſenreviſoren beſtimmte die
Verſamm=
lung die Herren Baumann und Horſt. Ein von Herrn
Rentner Jochheim eingegangener Antrag, eine elektriſche
Bahnverbindung vom Oſtbahnhof durch die
Roßdörfer=
nach der Nieder=Ramſtädterſtraße herzuſtellen, wurde
all=
gemein als erſtrebenswert anerkannt. An den vielſeitigen
Ausſprachen beteiligten ſich die Herren Dr. Noellner,
L. Geiſt, Hedwig, Weiſel, Nachtigall, Ph. Klein, Schembs
und Fiſcher. Der Schluß der Verſammlung erfolgte gegen
½12 Uhr.
St. Eliſabethenverein. Da der Kartenverkauf
für die goldene Jubiläumsfeier des St.
Eliſabethen=
vereins, die am Samstag und Sonntag dieſer Woche
unter dem Protektorate Ihrer Königl. Hoheit der
Großherzogin im Städtiſchen Saalbau hier
ſtatt=
findet, ein ſehr lebhafter iſt, dürfte es ſich empfehlen,
nicht erſt abends an der Kaſſe, ſondern an den
Vorver=
kaufsſtellen: Blumengeſchäft Remmlinger,
Wilhelminen=
ſtraße 6, Verkehrsbureau, Heinrich Arnold,
Wilhelminen=
ſtraße 9, und Hugo de Waal. Rheinſtraße 14, frühzeitig
für Karten zu ſorgen. Gaben für Buffets und
Tombola, die immer noch ſehr erwünſcht ſind, nimmt
Ihre Exzellenz Frau Miniſter Braun, Rheinſtraße 23,
ſowie Frau Hauptmann Freytag, Annaſtraße 31, und
Frau General v. Biegeleben, Wilhelminenplatz, ebenſo
entgegen, wie das Pfarrhaus Wilhelminenplatz.
*Heſſiſcher Landes=Verband des Deutſchen
Ver=
eins gegen den Mißbrauch geiſtiger Getränke. Die
diesjährige Hauptverſammlung des Heſſiſchen Landes=
Ver=
bandes des Deutſchen Vereins gegenden Mißbrauch geiſtiger
Getränke findet Dienstag, den 5. Mai 1914, nachmittags
3 Uhr, in dem ehemaligen Schöffengerichtsſaal des
früheren Juſtizgebäudes zu Mainz ſtatt. Auf der
Tagesordnung ſteht u. a. ein Vortrag des Herrn Lehrers
Schöpp=Mainz über ſeine Tätigkeit auf dem Gebiete
der alkoholfreien Jugenderziehung. Für den Abend
desſelben Tages iſt im Schwurgerichtsſaale zu Mainz
eine öffentliche Veranſtaltung vorgeſehen, in welcher
Herr Dr. Plaut=Frankfurt a. M. einen Lichtbildervortrag
über Die Alkoholfrsge” halten wird.
— Turngemeinde Darmſtadt. Von Erbach nach
Darmſtadt iſt am nächſten Sonntag, den 3. Mai, die
Parole des zweiten Turnganges in dieſem Wanderjahre.
Mit dem erſten Zug um 5 Uhr 10 Minuten früh ab
Oſt=
bahnhof fahren die Teilnehmer nach Erbach, um von da,
unter der bewährten Führung des Turners L. Krickſer
die vorgeſehene Wanderung nach Reichelsheim-
Roden=
ſtein-Darmſtadt auszuführen. Wer die ſeit Jahren
ein=
geführten Turngänge der Turngemeinde Darmſtadt
mit=
gewandert hat, kann ſicher von einem befriedigten Verlauf
derſelben berichten. Es dürfte ſich deshalb die fortwährend
ſteigende Zahl der Teilnehmer noch weiter erhöhen,
des=
halb ihr Turner und Zöglinge heraus und mitgewandert.
Bei allen Turngängen iſt Ruckſackverpflegung vorgeſehen
und für billige Fahrpreiſe geſorgt. Wanderpläne ſind
beim Hausmeiſter, ebenſo bei den Führern erhältlich.
* Preisſchießen. Mittwoch, den 29., wurde das
all=
jährlich ſtattfindende Schießen der Ortsgruppe Darmſtadt
des Schießvereins Deutſcher Jäger auf den
Schießſtänden der Priv. Schützengeſellſchaft abgehalten.
Die Beteiligung war gut, auch waren auswärtige Schützen
erſchienen. Geſchoſſen wurde auf Rehbock, Scheibe und
verſchiedenes laufendes Wild. Den erſten Preis errang
A. Riehl, den zweiten C. Müller=Sprendlingen, den dritten
Otto Lutz=Lengfeld.
* Zum amerikaniſch=mexikaniſchen Konflikt bringt die
neueſte Nummer 18 unſerer Tiefdruckbeilage Illuſtrierte
Wochen=Chronik eine ganze Reihe hochintereſſanter
Photo=
graphien. Wir ſehen die Porträts der Präſidenten der
beiden Staaten, amerikaniſche Kriegsſchiffe,
Landungs=
truppen und Milizkavallerie und mexikaniſche Soldaten,
ferner einige Rebellen=Generäle: Carranza, von dem jetzt
gelegentlich ſeiner Aufforderung an die Regierung der
Vereinigten Staaten viel die Rede iſt, und Villa mit ſei=
nen Unterführern. Einige vorzügliche Aufnahmen, die
ein Filmphotograph von der Erſtürmung Torreons durch
die Rebellen machte, geben ein draſtiſches Bild von der
Kriegführung in Mexiko. — Vom Wahlkampf in
Frank=
reich veröffentlicht das Blatt mehrere Straßenplakate, von
denen das eine, das die deutſche Pickelhaube zeigt und
von den „hochmütigen Abſichten‟ Deutſchlands phantaſiert,
beſonders eigenartig anmutet. Andere Photographien
zeigen den wandernden Hopfenberg in Böhmen, deſſen
Abwärtsbewegung ſchon große Strecken Landes vernichtet
hat, die Rückkehr der 99er nach Zabern und ihren neuen
Oberſten v. Glünder, ſowie die feierliche Eröffnung der
neuen Züricher Univerſität. Von Bildern vom Tage
nennnen wir das des erkrankten Kaiſers von
Oeſter=
reich, den neuen Statthalter von Elſaß=Lothringen v.
Dall=
witz und den Geh. Rat v. Loebell, der an ſeiner Stelle das
Miniſterium des Innern übernahm, den Großadmiral
v. Koeſter, der ſeinen 70. Geburtstag feierte, den
Mün=
chener Anwalt Juſtizrat Dr. Max Bernſtein, der ebenſo
als Rechtsanwalt wie als Bühnendichter einen
hervor=
ragenden Ruf genießt, und den bekannten
Romanſchrift=
ſteller Max Kretzer, die beide 60 Jahre alt werden.
Elektriſch nach Eberſtadt!
Das erſte Glied in der Kette der
ekek=
triſchen Vorortbahnen.
Wenn auch einige ſentimental geſtimmte Männlein
und Weiblein (oder ſollten’s gar ſatiriſch veranlagte
Witz=
bolde geweſen ſein?) geſtern nachmittag in der
Neckar=
ſtraße ſtanden, das Tränentüchlein an die Augen gepreßt,
als die letzte rußende und qualmende Lokomotive, mit
Girlanden ihr ehrwürdig Haupt alias Schornſtein
ge=
ſchmückt, die beiden bekränzten Wappen der Lilie der
Stadt Darmſtadt und des Ebers von Eberſtadt am breiten
Buſen, den einzigen Wagen, mit Fliederſträußen geziert,
hinter ſich herzog, froh ob der ſonſt nie ſo leichten Laſt,
ſo wird doch im allgemeinen Freude darüber in
Darm=
ſtadts Hallen herrſchen, daß das rauchende, ratternde
Un=
getüm mit den ungezählten Spitznamen nun nicht mehr
durch die Neckarſtraße „ſauſt” Vor einem
Vierteljahr=
hundert erſt haben Darmſtadts Bürger dem erſten
Dampf=
bahnzug zugejubelt. Heute weint man ihm höhniſch eine
Träne nach und begrüßt mit gleichem Jubel ſeinen
Ver=
dränger, den ſchlanken, blitzſauberen, hellgelben
elektri=
ſchen Zug. Sie teilt das Los alles Vergänglichen, die
vielgeſcholtene Dampfbahn, und es mag ſein wie’s will, ein
Stück Romantik aus der neuen Zeit geht mit ihr dahin.
Aber dem Fortſchritt gehört die Welt die Zukunft! Und
es war wirklich ein erfriſchender Anblick, den nur aus drei
Wagen beſtehenden ſchlanken und leichtbeweglichen erſten
elektriſchen Zug zu ſehen, der, ebenfalls blumen= und
gir=
landengeſchmückt, die Feſtgäſte nach Eberſtadt brachte.
Vorher hatte der Herr Oberbürgermeiſter den Eberſtädter
Gemeinderat herzlich begrüßt, der mit dem letzten
Dampf=
wagen hier angekommen war, und freundlichſt zur
Teil=
nahme an der erſten Fahrt in der Elektriſchen eingeladen.
Als Vertreter des Großh. Miniſteriums der Finanzen,
Eiſenbahnabteilung, nahmen die Herren Geh.
Oberfinanz=
rat Dr. Rohde und Finanzrat Ulrich an der Fahrt
und Einweihungsfeier teil. Weiter waren erſchienen die
Herren Provinzialdirektor Fey, Oberbürgermeiſter Dr.
Gläſſing, Bürgermeiſter Mueller, Beigeordneter
Ekert, zahlreiche Stadtverordnete, die Bürgermeiſter
von Eberſtadt, Jugenheim, Seeheim und mehrerer
an=
derer Bergſtraßenorte, zahlreiche ſtädtiſche und ſtaatliche
Beamte uſw. Im ganzen beförderte der elektriſche Feſtzug
an 150 geladene Gäſte. Herr Zugreviſor Hubach, der
vor 26 oder 27 Jahren den erſten Probezug der
Dampf=
bahn nach Eberſtadt geführt hat und der der einzige noch
lebende Zugbeamte von damals iſt, war zu dem
Ehren=
amt berufen, auch den letzten Zug der Dampfbahn, den
Feſtzug, nach Darmſtadt zu führen. In den Straßen
ſtanden viele Hunderte, die dem neuen Zug vielfach
be=
geiſtert zujubelten. Beſonders groß war der Jubel
natür=
lich in Eberſtadt, wo Tauſende an der Halteſtelle und
um die Bahnanlagen ſtanden und mit Hurras und Hochs
den Zug und die Feſtgäſte begrüßten.
In Eberſtadt wurden zunächſt die umfangreichen
neuen Bahnanlagen einer Beſichtigung unterzogen. In
dem großen Umformerhaus begrüßte Herr Direktor
Möl=
ler von der Heag die Feſtgäſte in herzlicher Anſprache
und erläuterte dann in techniſchen Ausführungen die
Ein=
richtung und die Zweckbeſtimmung des Umformerhauſes,
das notwendig iſt, die Bahn mit der nötigen Kraft zu
verſorgen, die vom Werke am Dornheimer Weg hierher
bezogen wird. (Wir haben die Einrichtungen bereits
früher eingehend beſchrieben.) Alle Fortſchritte der
Tech=
nik wurden bei dieſen Anlagen bereits berückſichtigt. Da=
lung der von echt dramatiſchem Leben erfüllten
großzügi=
gen Tonſprache. Muſik zu beſchreiben, iſt immer mißlich;
durch Vergleichen mit anderen modernen Tondichtern
kommt man dieſem Komponiſten, den man getroſt an den
Größten unſerer Zeit meſſen kann, vielleicht näher.
Bruck=
ner ähnelt er in der Langatmigkeit des thematiſchen
Ma=
terials, in der Vermeidung aller Kleinkrämerei, doch
während dieſer mit zyklopiſcher Kraft Block auf Block
tarmt, ſo daß das Ganze oft zuſammenzuſtürzen
droh=
fihrt Keußler den Hörer in weitgeſchwungener Linie faſt
urtmerklich aufwärts, ſo daß dieſer meiſt erſt kurz vor dem
Eipfel rückſchauend die gewonnene Höhe und den
durch=
ſchrittenen Raum ermißt. Reger iſt er vergleichbar in der
Kühnheit und ſicheren Durchführung des Planes, doch
baut er mit koſtbarerem Material. Von Richard Straußens
Proteus=Natur hat er nichts, um ſo mehr verbindet ihn
aber mit Arnold Schönberg. Dieſe beiden Meiſter
gelangen auf grundverſchiedenen Wegen oft zu
über=
raſchend ähnlichen Reſultaten und aus ihrer Muſik ſpricht
eine offenkundige Geiſtesverwandtſchaft. Beiden
gemein=
ſam iſt die jedes Kompromiß zurückweiſende
unverbrüch=
liche Konſequenz des Schaffens, doch während Schönberg
ſals die phantaſievollere Natur erſcheint, iſt Keußler die
Aethiſch höher ſtehende. Wie Schönbergs Phantaſtik nicht
nach jedermanns Geſchmack iſt, ſo werden manche auch
für Keußlers Ethos kein Verſtändnis aufbringen. Der
Dichterkomponiſt mag ſich tröſten! Wem das Organ für
Nethiſche Werte fehlt, der mag ein Geſchäftsträger der
Zivi=
liſation ſein — mit der Entwickelung der Kultur hat er
nichts zu ſchaffen.
Um die — wie eingangs bemerkt — mit wärmſtem
Beifall aufgenommene Wiedergabe machten ſich alle
Mit=
irkenden nach beſten Kräften verdient. Hervorragendes
lleiſtete Herr Schützendorf=Bellwidt — ein
Bru=
er des trefflichen Darmſtädter Buffoſängers — in der
rieſigen Baritonrolle des Johannes. Trotzdem das
Orcheſter wacker ſpielte und die Regie des Herrn Gerboth
llaus der Not der ſogenannten Stilbühne faſt eine Tugend
hu machen verſtand, mußte der Kundige doch den
Ein=
ruck gewinnen, als habe die altberühmte Prager Bühne
Uhre eigentliche Blütezeit ſeit Angelo Neumanns Tode
berſchritten.
Alfr. Jul. Voruttau=Wien.
Feuilleton.
* Ein Wetterumſchlag wird für die nächſten Tage
prophezeit. Wir hätten danach einen Kälterückfall zu
er=
warten, der bei ſpäterhin meiſt trockenen wolkigem
Wet=
ter die Temperaturen empfindlich herabdrücken dürfte.
Hoffentlich tritt nicht, wie im verfloſſenen Jahre, noch
Froſt ein, da die Obſtbäume jetzt in ſchönſter Blüte ſtehen,
während die Kirſchblüte gut durchgekommen iſt und eine
reiche Ernte verſpricht.
** Was der Berliner an „Brunnen” verbraucht. Die
Brunnenkuren in Berlin ſind jetzt wieder in vollem
Gange. Zahlreiche Berliner, die aus Zeitmangel oder
auch aus Mangel an dem nötigen Kleingeld weder nach
Kiſſingen noch nach Wiesbaden, nach Karlsbad oder
Marienbad fahren können, unterziehen ſich hier in
Ber=
lin einer freiwilligen oder auch ärztlich verordneten Kur.
Es iſt bekannt, daß in den ſtädtiſchen Anlagen, im
Vik=
toriapark, im Tiergarten, Schöneberger Stadtpark uſw.
„Brunnenhäuschen” errichtet worden ſind, in denen man
faſt alle zu einer Kur erforderlichen Waſſer finden kann.
Die „Kurſaiſon” in Berlin hat auch ihre Reize, und wer
jetzt in den Morgenſtunden die „Patienten” in langer
Reihe mit dem Becher in der Hand promenieren ſieht,
kann ſich mit einiger Phantaſie in einen der bekannten
Badeorte verſetzt fühlen, wo der Original=Sprudel quillt.
Der Verbrauch von Mineralwaſſer in Berlin iſt von Jahr
zu Jahr geſtiegen. Nach einer Statiſtik des Eiſenbahn=
Direktionsbezirkes Berlin wurden im Rechnungsjahre
1899/1900 auf den Güterbahnhöfen Berlins nur 4025
Ton=
nen zu je 1000 Kilogramm Mineralwaſſer eingeführt. Im
Jahre 1907/08 waren es bereits 6193 Tonnen, 1908/09 ſtieg
dieſe Zahl auf 6879 Tonnen, 1909/10 auf 7600 Tonnen.
Dann ſetzte die Hochſaiſon der Berliner
Brun=
nenkuren ein und ſteigerte die Menge der nach Berlin
eingeführten Mineralwaſſer aller Art im Jahre 1910/11
uf 9300 Tonnen, im Jahre 1911/12 auf 10245 Tonnen
und im Jahre 1912/13 auf 14000 Tonnen!
Zieht man von dieſer Zahl die unerhebliche Menge des
Waſſers, das von Berlin aus weiter verſandt wird, und
as Gewicht der Behälter ab, ſo ergibt ſich, daß jetzt
jähr=
lich zwiſchen 6 und 7 Millionen Liter Mineralwaſſer in
Groß=Berlin getrunken werden, wovon etwa 4 Millionen
Liter auf die Brunnenkuren im Freien entfallen.
BB. Die erſten neuen luxemburgiſchen Briefmarken
ſind jetzt in den Verkehr gelangt. Die Marken zeigen das
Bildnis der jungen Großherzogin Marie von Luxemburg,
umgeben von einem Rahmenſchmuck, der nach oben durch
eine Krone abgeſchloſſen iſt. Vorläufig iſt die einfache
10=Centimes=Marke ausgegeben worden, die höheren
Wertmarken werden ſo lange zurückgehalten, bis die alten
Beſtände aufgebraucht ſind.
— Die gekränkten Schweine. Ein Engländer, der
ſeine Ferien im Norden Irlands zubrachte, machte eines
Tages einen Spaziergang, und da er großen Durſt
ver=
ſpürte, ging er zu einem Pächter und bat um einen Trunk
Milch. Des Pächters Frau gab ihm eine große Schale
Milch; aber während er ſich daran erlabte, bemerkte er
mit Verwunderung, wie ſich eine Anzahl junger Schweine
um ihn drängte. Es ſchien ihm, als ob die kleinen Tiere
ſich ſehr merkwürdig benähmen, und er fragte: „Liebe
Frau, warum ſind die Ferkel nur ſo aufgeregt?” worauf
die Frau ihm ſeelenruhig erwiderte: „Das iſt doch klar,
Herr; es iſt ja ihre kleine Schale, aus der ſie trinken.”
* „Telephon=Franzöſiſch‟ Die Frankf. Ztg. ſchreibt:
Unter der Spitzmarke Telephon=Franzöſiſch
ſuchte die Wormſer Zeitung eine Meldung der
Frankfurter Zeitung ins Lächerliche zu ziehen. Die
Frank=
furter Zeitung hatte gemeldet, Präſident Poincaré ſei nach
ſeinem Landſitz in Ezeles Pins abgereiſt. Der
Schrift=
gewaltige der Wormſer Zeitung fand das ſo ſeltſam, daß
er davon überzeugt war, der Präſident könne nur nach
Aix les Bains gereiſt ſein und die Ortsbezeichnung in der
Meldung ſei das Reſultat falſchen Hörens am Telephon.
Daß es einen kleinen, zwiſchen Nizza und Monte Caclo
am Meer gelegenen Villenort Eze les Pins gibt, braucht
die Redaktion der Wormſer Zeitung allerdings nicht zu
wiſſen, aber es wäre doch klüger und vorſichtiger gehandelt
geweſen, wenn ſie erſt einmal nachgeſchlagen hätte, bevor
ſie blind hineintappte und — ſelber in die Grube fiel. Man
kann den Wormſer Herren nur raten, falls ſie einmal die
Abſicht haben ſollten, nach Eze les Pins zu gehen, ja nicht
nach Aix les Bains zu geraten, wie auf ihrer papiernen
Exkurſion.
rach wurde die Wagenhalle in Augenſchein genommen,
die etwa 24 Wagen aufnehmen kann, ſo daß bei
beſon=
derem Andrang alsbald Verkehrsmittel genügend
herbei=
geſchafft werden können.
Danach begaben ſich die Feſtteilnehmer geſchloſſen zur
Wirtſchaft J. Jakob, woſelbſt das freudige Ereignis bei
kaltem Büfett und fröhlichem Umtrunk mit der Würze
der notwendigen Anſprachen und Trinkſprüche gebührend
gefeiert wurde, während in dieſer Zeit der Jugend von
Eberſtadt ein beſonderes Vergnügen bereitet wurde. Die
Jugend durfte nämlich unter Führung der Lehrer gratis
und franko in dem Feſtzuge nach Darmſtadt bis zur
Landskronſtraße und zurück fahren, was natürlich
unge=
heuren Jubel auslöſte. Den erſten Trinkſpruch brachte
Herr Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing aus, der im
Namen des Aufſichtsrates die Feſtgäſte herzlichſt
will=
kommen hieß und beſonders den Vertreter der
Staats=
regierung, Herrn Geh. Oberfinanzrat Dr. Rohde,
be=
grüßte, der an den langjährigen Vorbereitungen, die zur
Gründung der Heag uſw. führten, hervorragenden Anteil
genommen und ſtets die beſten Abſichten dabei verfolgt
hat, ferner Herrn Provinzialdirektor Fey und alle
ſonſtigen Vertreter der Staats= und
Gemeindebehör=
den, die in ſo großer Zahl erſchienen waren. Dieſe große
Zahl der Feſtgäſte vermittle den Eindruck, daß die Heag
doch ſchon recht warm zu werden beginnt in der
Bevöl=
kerung. Das iſt notwendig, wenn ſie in der richtigen
Weiſe ſich weiter entwickeln und ausdehnen ſoll. Die erſte
Gemeinde, die ſich zu den erforderlichen Zuſchüſſen bereit
erklärt hat, war Eberſtadt. Dieſe Gemeinde habe
den erfreulichen Vorteil zu verzeichnen, daß bis
heute ſchon für 300000 Mark Grundſtücke in der
Gemar=
kung Eberſtadt gekauft wurden. Darmſtadt ſehe das
frei=
lich mit einem naſſen Auge an, denn die Zeit ſcheint näher
zu rücken, wo Darmſtadt bei Eberſtadt liegt. Schon jetzt
werden einige Betriebe der Stadt Darmſtadt eigentlich
von Eberſtadt aus geleitet. Doch gönne Darmſtadt der
Gemeinde die Vorteile, die ſie durch die gemeinſamen
Verkehrsintereſſen erzielen konnte. Die freundſchaftlichen
Beziehungen, die heute ſchon beſtehen, werden ſich immer
mehr feſtigen im beiderſeitigen Intereſſe. Der Gemeinde
Eberſtadt ſei für die Einſicht, die ſie in den Verhandlungen
an den Tag gelegt, herzlichſt Dank zu ſagen, und er bitte
alle Darmſtädter, auf das Wachſen, Blühen und Gedeihen
der Gemeinde Eberſtadt ihr Glas zu leeren. Das wurde
dann ſehr ergiebig getan.
Der Bürgermeiſter der alſo gefeierten Vorortgemeinde,
Herr Schäfer, dankte herzlichſt für die Ehre und
er=
innerte daran, daß er auch vor 26 Jahren die Ehre gehabt
habe, die Feſtgäſte zu begrüßen, die damals der erſte
Dampfbahnzug nach Eberſtadt gebracht hatte. Er hoffe
und wünſche, daß die Umwandlung des Betriebes der
Ge=
meinde zum Segen gereichen werde. (Bravo!)
Herr Provinzialdirektor Fey erinnerte an die erſten
Verhandlungen über die Wünſche der Elektrifizierung der
Vorortbahnen, die er gelegentlich eines Grenzganges 1910
geführt hat. Er hätte nicht geglaubt, daß die damals
ge=
äußerten Wünſche ſo ſchnell in Erfüllung gehen, daß
ſo=
bald auch eine elektriſche Verbindung zwiſchen dem
Stadt=
haus in der Rheinſtraße und dem Regierungsgebäude in
der Neckarſtraße hergeſtellt werden würde. In erſter Linie
ſei das ermöglicht worden durch die außerordentliche
Tätigkeit des Herrn Oberbürgermeiſters, dem höchſte
An=
erkennung zu zollen ſei. Den Wunſch, daß auch der Kreis
an dem „gemiſchten Betriebe” ſich beteilige, habe er ſehr
gern erfüllt, und wenn der „gemiſchte Betrieb” hin und
wieder mit gemiſchten Gefühlen betrachtet wurde, ſo hat
doch die Folge ſehr bald gezeigt, daß er die einzig richtige
Form für unſere Verkehrsmittel und deren Ausbaw iſt.
Es müſſe dankend anerkannt werden, daß auch die
Ge=
meinde Eberſtadt ſich in erſter Linie von allgemeinen
Ge=
ſichtspunkten leiten ließ. Wenn die übrigen Gemeinden
das auch tun würden, dann würde der Ausbau des
ge=
ſamten Netzes nicht mehr lange dauern. Anerkennung
gebühre auch Herrn Direktor Möller, deſſen Tatkraft
die ſchnelle Durchführung des Werkes bisher zu danken
ſei, und ſeinen Beamten und Mitarbeitern. Des Redners
Hoch galt dem Weiterblühen des Werkes zum Segen der
Stadt Darmſtadt und der beteiligten Gemeinden.
Herr Landtagsabgeordneter Raab ſprach als
Ver=
treter einer Reihe von Vorortgemeinden, denen der Segen
des Fortſchritts, den auch dieſe neue Einrichtung bedeute,
noch zuteil werden möge. Um die noch fernſtehenden
Ge=
meinden zu gewinnen, ſei es unbedingt nötig, mit offenen
Karten ehrlich zu ſpielen. Darum bitte er für die
Zu=
kunſt und trinke auf das Wohl der Gemeinden des
Lan=
des, die an dem modernen Verkehrsmittel intereſſiert ſind
Geh. Oberfinanzrat Dr. Rohde führte aus, es ſei
das erſte Mal, daß die Heag die Vollendung eines neuen
eigenen Unternehmens feiern könne, und es ſei wohl der
Wunſch am Platze, daß bald weitere Bahnen nach der
Bergſtraße folgen mögen zum Segen der Städte und des
Landes. Es müſſe doch jetzt anerkannt werden, daß Herr
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing und ſeine Berater das
Richtige getroffen haben. Für die freundliche Einladung
nochmals herzlichen Dank. Sein Glas trinke er auf die
Heag, beſonders auf Direktion und Aufſichtsrat.
Bürgermeiſter Hill=Seeheim entſchuldigte ſeine
Ge=
meinde, die dem Unternehmen immer noch ablehnend
gegenüberſtehe, mit der hohen Steuer und beſonders den
hohen Schullaſten. In Seeheim ſei nämlich vom
Ge=
burtenrückgang noch nichts zu merken. Worauf ihm
Ober=
bürgermeiſter Dr. Gläſſing erwiderte, daß ja gerade
dadurch, daß möglichſt die Einwohnerzahl wachſe, was
doch die Benutzung der Bahn erhöhe, eine Rente
er=
zielt werden könnte, ſo daß die Garantie nicht in Anſpruch
genommen zu werden brauche.
Damit waren die offiziellen Reden wohl beendet, aber
noch manches Glas wurde auf das neue Unternehmen
ge=
leert, auch wohl noch, als der Feſtzug die Darmſtädter
Gäſte längſt wieder in die Reſidenz abgeliefert hatte.
M. St.
Neu hergeſtellte Fernſprechanſchlüſſe
und Henderungen bei beſtehenden Sprechſtellen,
a) Neue Anſchlüſſe. (2419) Städtiſches Armen=
und Fürſorgeamt, Waldſtraße 6. 2317 Berger, Hermann
(Inhaber Karl Vadtſchild), Damen= und Kinderkonfektion,
Ernſt=Ludwigſtraße 10. 2291 Bickhardt, Jakob, Schreinerei
und Spezialgeſchäft für Turngeräte, Kiesſtraße 91. 2292
Bilz, Karl, Süddeutſche Dachverſorgungsanſtalt,
Fuchs=
ſtraße 14. (480) Brengel, Georg, Kaufmann,
Riedeſel=
ſtraße 53. 2437 Café Britannia (Inhaber Wilh. Krauſe),
Rheinſtraße 35. 2318 Dyckerhoff & Widmann A.=G.,
Bau=
ſtelle Chemiſche Fabrik E. Merck, Frankfurter Straße 250.
2310 Eichholz, Wilhelm, Dr., Viktoriaſtraße 50½. 2416
Jahrhundert=Ausſtellung Deutſcher Kunſt, Reſidenzſchloß.
2415 Kaiſer, Georg, Witwe, Bäckermeiſter, Woogſtraße 2.
(2415) Dieſelbe, Marktſtraße 1. (2415) Dieſelbe,
Eckhardt=
ſtraße 1. 2301 Krauß, Oberleutnant, Wilhelminenſtr. 50
507 Künſtlerkolonie=Ausſtellung, Mathildenhöhe. 2290
Lehrbach, Wilhelm, Privatier, Wilhelminenſtraße 14. 2297
Merck, Louis, Kaufmann, Heinrichſtraße 29. 2313 Moerſch,
Ernſt, Kaufmann, Taunusſtraße 3. 2273 Oppenheimer,
Joſ., in Firma J. Oppenheimer und Söhne, Fr.=
Crum=
bach, Zigarrenfabrik, Wendelſtadtſtraße 38. 2304
Orts=
krankenkaſſe, Allgemeine, für die Landgemeinden des
Krei=
ſes Darmſtadt, Georgſtraße 9. 2293 Plaut, Arthur,
Kauf=
mann, Neckarſtraße 16. 2408 Prinz Heinrich=Flug 1914,
Etappenleitung Darmſtadt, Stirnweg 16. 2294 v Renthe
gen. Fink, Major beim Stabe Leibgarde=Inf.=Regts.,
Prinz Chriſtiansweg 2. 2306 Ringer, Hans,
Warenagen=
turen, Landgraf=Philipp=Anlage 58. 2299 Schaberger,
Adolf, Kaufmann, Frankfurter Straße 17. 2274 v.
Schar=
fenort, M., Oberſtleutnant a. D., Saalbauſtraße 77. (428)
Schlippe, Konrad, Dr. med., Augenarzt, Friedrichſtraße 34.
2298 Schmuck, W., Kaufmann, Mühlſtraße 64. 2419
Stadthaus, Rheinſtraße 16/18. 2302 Storck, Gottl.,
Ju=
welier, Schulſtraße 12. 1926 Kurhaus Trautheim, J.
Engel, Hotelier, Nieder=Ramſtadt. 2303 v. Wolff, A.,
Bankvorſteher, Heinrichſtraße 11.
b) Aenderungen. 1848 Appel, G., Luiſenplatz 7,
jetzt Rheinſtraße 12. 371 Arbeits= und
Wohnungsnach=
weis, Grafenſtraße 30, jetzt Arbeitsamt, Waldſtraße 19.
573 Bäck, Anna, Eichbergſtraße 25, jetzt Wilhelminenſtr. 31.
890 Braun, C. W., Martinſtraße 74, jetzt Heinrichſtraße 70.
(76) Breimer, Ernſt, Wilhelminenſtraße 52, jetzt Nr. 2308.
1497 Brücher, Karl, Friedrichſtraße 17, jetzt Rheinſtr. 19.
751 Dampfziegelei Karl Heinrich Müller, jetzt Nr. 2414.
1284 Eichel, Dr., jetzt 2412. 2468 Einigungsamt der
Mau=
rermeiſter, Eliſabethenſtraße 51, jetzt Landgraf=Georgſtraße
Nr. 32. 579 Eiſenbahn, Bauabteilung, Landgraf=Philipp=
Anlage 9, jetzt Bahnhofsplatz 2. 2503 Eyſſen. J. B., jetzt
Nr. 1362. 2076 Gelfius, Fritz, jetzt Nachf. Möſch, E.
378 Girmſcheid, W., Hochſtraße 58, jetzt Moſerſtraße 3.
1315 Groß, Friedrich, jetzt Nr. 2413. 2453 Hamilton, R.
übertragen an Freiherrn v. d. Heyden=Rynſch,
Haupt=
mann und Platzmajor. 1390 Hannemann, Friedrich,
Re=
daktionsbureau Darmſtadt, Bismarckſtraße 60, jetzt
Stift=
ſtraße 23. 1120 Heuß, Albert, jetzt Nr. 2432. 882 Hiſſerich,
Anton, Nieder=Ramſtädter Straße 13, jetzt 37. 1113
Hof=
apotheke, jetzt Nr. 2417. 1518 Homberger, L., Frau, jetzt
2418. 1258 Mauer, Georg, Luiſenplatz 7, jetzt Mauer,
Karl, und Grafenſtraße 27. 1268 Paul, Lina.
Viktoria=
ſtraße 52, jetzt Wendelſtadtſtraße 20. 1766 Pauly, Joſeph,
jetzt Nr. 2422. 1707 Rettungswache, jetzt Nr. 2425. 671
Rheinhold, Emma. Schützenſtraße 4, jetzt Kleine
Ochſen=
gaſſe 2. 1113 Roeder, Hans, jetzt Nr. 2417. 160 Schroth.
H. J., jun., Schulſtraße 12, jetzt Neckarſtraße 4. 1096
Schuchmann, Chr., Grafenſtraße 27, jetzt Kaſinoſtraße 10.
740 Schwab, Ludwig, Firma übertragen an
Oehlenſchlä=
ger. Louis, Schneidermeiſter. (342) Spanier, H., Wohnung
Eliſabethenſtraße 25, jetzt Saalbauſtraße 38. 1714
Sport=
platz, jetzt Schlittſchuhklub=Sportverein und Nr. 2423. 599
Stemmer, Theodor, jetzt Nr. 76. 1725 Stief, Eliſe,
über=
tragen an Stief, Karl. Architekt. 1230 Strauß, Julius,
jetzt Nr. 2426. 1947 Wolff, Ernſt, Mühlſtraße 62, jetzt
Wolff, Mathilde, Modes, Schulſtraße 3 und Nr. 248. 1369
Zapel, Karl, übertragen an Freitag, K., Generalvertreter
der Ver. Speyerer Ziegelwerke A.=G., Tonwerk
Heppen=
heim und Nr. 2427.
c) Abgebrochene Sprechſtellen. 529 Adam.
76 Breimer, Ernſt, Eliſabethenſtraße 14. 1771 Blum,
Ro=
bert. 733 Brechner. 2053 Carnier, Julius. (411)
Darm=
ſtädter Möbelfabrik. Zweiggeſchäft, Rheinſtraße 28. 2210
Dieſelbe, Filiale Wilhelminenſtraße 35. 2115 Ensling.
799 Günther. 682 Hebbinghaus. 547 Hebermehl, V. 644
Heilbronn, Norbert. (557) Joſeph, V., Georgenſtraße 10.
(2468) Jung=Marchand. (2559) Krug, Jakob. 1617
Lipp=
mann. 1746 Müller, Martinſtr. 76. 828 Rodberg, Arthur.
1840 v Rogiſter. 2540 Rötelmann. 2116 v. Vigny.
2232 Wißner.
Kunſtaotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Konzert des Muſikvereins Darmſtadt
in Bad Nauheim. Einer Einladung des Großh.
Kurdirektors zu Bad Nauheim folgend, wird der
Muſik=
verein Darmſtadt, verſtärkt durch Mitglieder des
Sängerchores des hieſigen Lehrervereins und in
Verbindung mit der Kurkapelle zu Bad
Nau=
heim (dem auch in Darmſtadt rühmlichſt bekannten
Win=
derſtein=Orcheſter aus Leipzig), die künſtleriſchen
Darbie=
tungen der diesjährigen „Bad Nauheimer Woche” mit
einem Feſtkonzert eröffnen, das am Sonntag, den 7. Juni,
in dem großen Konzerthaus zu Bad Nauheim ſtattfinden
wird. Dem Konzert liegt der Gedanke zu Grunde, zu
einer feſtlichen Veranſtaltung des heſſiſchen
Welt=
bades vorwiegend heſſiſche Kunſtkräfte heranzuziehen
und hierdurch der Veranſtaltung ein beſonderes heimiſches
Gepräge zu verleihen. Dieſer Gedanke ſcheint durch den
Rahmen der ganzen Veranſtaltung aufs glücklichſte gelöſt.
Zur Aufführung kommen neben Beethovens gewaltiger
Neunter Symphonie zwei Werke des geſchätzten heſſiſchen
Komponiſten Arnold Mendelsſohn: Der 137. Pſalm und
Paria, die dem Darmſtädter Publikum aus dem
diesjähri=
gen dritten Konzert des Muſikvereins bereits bekannt ſind.
Profeſſor Mendelsſohn wird ſeine Werke ſelbſt dirigieren,
während die Leitung der Neunten in den Händen Profeſſor
Winderſteins, des Leiters der Bad Nauheimer Kurkapelle,
liegt. Als Soliſten des Abends, denen ſämtlich ein
be=
deutender künſtleriſcher Ruf vorausgeht, ſind gewonnen:
Konzertſängerin Frau Sophie Schmidt=Illing, Groß.
Hof=
opernſängerin Fräulein Anna Jacobs, Großh.
Hofopern=
ſänger Herr Auguſt Globerger und Großh. Kammerſänger
Herr Alfred Stephani, ſämtlich aus Darmſtadt. Der Chor
wird eine Stärke von etwa 180 Stimmen haben. Die
Ver=
anſtaltung dürfte hiernach zu den bedeutendſten ihrer Art
in der diesjährigen Bad Nauheimer Kurzeit zählen und
wird nicht nur auf die Kurgäſte und Freunde des
Welt=
bades, ſowie auf die Bewohner ſeiner weiteren Umgebung
eine beſondere Anziehung ausüben, ſondern auch
ſämt=
lichen Ausführenden reiche Ehren einbringen.
— Eberſtadt, 30. April. (Kirchliches.) Wie
all=
jährlich, ſo werden auch in dieſem Jahre, an allen
Sonn=
tagen im Monat Mai, nachmittags um ½5 Uhr in der
katholiſchen Kirche zu Eberſtadt Maipredigten
ge=
halten. Die Predigt für den nächſten Sonntag hat bereits
Herr Pfarrer Schmitt in Nieder=Roden, ein früherer
Kaplan von Darmſtadt, gütigſt übernommen. Auch an
den übrigen Mai=Sonntagen werden auswärtige und in
Darmſtadt und der Umgebung wohl bekannte Herren
predigen. Daher empfiehlt ſich an den Mai=Sonntagen ein
Ausflug nach Eberſtadt, zumal da Eberſtadt jetzt durch die
neue elektriſche Bahn der heſſiſchen Haupt= und
Reſidenz=
ſtadt bedeutend näher gerückt iſt.
— Eberſtadt, 30. April. (Anläßlich der
Eröff=
nung der elektriſchen Straßenbahn) findet
heute Freitag, am 1. Mai, nachmittags, im Gaſthaus „Zur
Traube” (P. Dächert) Militärkonzert ſtatt. Bei günſtiger
Witterung wird dasſelbe im Garten, andernfalls in den
Sälen abgehalten.
m. Weiterſtadt, 30. April. (Dienſtjubiläum.)
Chriſtine Hartmann feiert am 1. Mai ihr
dreißig=
jähriges Dienſtjubiläum als Hebamme.
— Groß=Hauſen, 29. April. (
Abendunterhal=
tung.) Die von dem hieſigen
Volksbildungsver=
ein am letzten Sonntag veranſtaltete Abendunterhaltung
war ſehr gut beſucht, ſo daß der Saal des Gaſthauſes
„Zum Löwen” bis zum letzten Plätzchen beſetzt war; galt
ſie ja doch einem guten Zweck, nämlich der
Erweiter=
ung der Gemeindebibliothek. Auf die
herz=
lichen Begrüßungsworte des Lehrers Hofmann folgte das
Chorlied „Klage” des Geſangvereins „Eintracht” M.
Ret=
tig und Adam Schmitt aus Leipzig zeigten auf der Violine
ihr vorzügliches Können, während Lehrer Vierheilig=
Klein=Hauſen und Hofmann=Groß=Hauſen in
muſtergül=
tiger Weiſe auf Klavier und Harmonium zu den Geſangs=
und Violinvorträgen begleiteten. Lehrer Steffen=Lorſch,
der ſich in liebenswürdiger Weiſe in den Dienſt der guten
Sache ſtellte, erfreute durch Geſangsvorträge. Das
Pro=
gramm war vorzüglich ausgewählt und enthielt nur
Stücke der Klaſſiker der Muſik, wie u. a. von Wagner,
Mozart, Beethoven und Bach. Lehrer Hofmann ſprach
dann über „Jugend und Schundliteratur” Reicher
Bei=
fall wurde ihm zuteil. Bürgermeiſter Schwerdt dankte im
Namen der Gemeinde allen Mitwirkenden für ihre
liebe=
volle Mühe, durch die ſie einen ſo genußreichen
Abend=
bereiteten.
Rüſſelsheim, 30. April. (Der wiedergefundene
Trauring.) Vor zehn Jahren hatte der Schloſſer Joſ.
Münch in Rüſſelsheim gleich nach ſeiner Verheiratung bei
dem Kartoffelausmachen ſeinen goldenen Trauring auf
dem Felde verloren. Als geſtern ein Landwirt auf ſeinem
Felde eggte, kam ein gut erhaltener goldener Ring zum
Vorſchein. Nach der Eingravierung war es der Trauring
des Münch, der nun nach zehn Jahren wieder in den Beſitz
desſelben kam.
Worms, 30. April. (Todesfall.) Aus Kabus bei
Keetmannshoop in Deutſch=Südweſtafrika kommt unterm
23. d. M. die Nachricht, daß dort, im 46. Lebensjahre, der
Major der Kaiſerlichen Schutztruppe für Südweſtafrika
Eugen Brentano=Bernarda geſtorben iſt. Der
Dahingeſchiedene war in Darmſtadt geboren; er
war ein Bruder des hieſigen Rentners Heinrich Brentano=
Bernarda. Die Beiſetzung des Verſtorbenen erfolgt nach
ſeiner Ueberführung auf dem hieſigen Friedhof.
Eich, 30. April. (Ein Opfer der Elektrizität)
iſt der Storch unſerer Gemeinde geworden. Freund
Ade=
bar geriet mit ſeinen beiden Flügeln in die
Hochſpan=
ungsleitung, wurde vom Strom erfaßt und getötet.
Oppenheim, 30. April. (Ein frecher
Raub=
überfall) wurde vorgeſtern abend halb 10 Uhr auf der
Dienheimer Landſtraße auf eine Geſchäftsfrau von
Nier=
ſtein verübt. Dieſe kam von ihrem gewohnten
Geſchäfts=
gang von Dienheim, als ſie am „Steinernen Stock” von
einem Manne angefallen und gewürgt wurde. Als ſich
auf die Hilferufe der Ueberfallenen eine Perſon nahte, ließ
der Räuber von ſeinem Opfer ab und entfloh unerkannt im
Dunkel der Nacht. Dem Wegelagerer mußte bekannt ſein,
daß die Frau, die den Weg in der Woche regelmäßig
zwei=
mal macht, ſtets arößere Geldbeträge mit ſich führt.
Nieder=Ingelheim, 30. April. (Wieder ein Opfer
der Fremdenlegion.) Kurz vor Weihnachten 1913
war von hier der 23jährige Sohn eines Landwirtes
ſpur=
los verſchwunden. Jetzt traf bei den Eltern ein Brief aus
Franzöſiſch=Afrika ein, wonach der junge Mann freiwillig
in die Fremdenlegion eingetreten iſt. In ſeinem
Vater=
land war der leichtſinnige Burſche bei der Muſterung
für=
körperlich untauglich erklärt worden.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 29. April. Der Geheime
Oberregierungsrat Friedheim der ſtändige
Stellver=
treter des Polizeipräſidenten, hat ſein Abſchiedsgeſuch
ein=
gereicht. Am 30. Juni dieſes Jahres vollendet er ſein 80.
Lebensjahr. Seit 58 Jahren ſteht er im preußiſchen
Staatsdienſt. — Der Raubüberfall auf die Leiterin
einer Seifenverkaufsſtelle von P. Kaliſch bedarf noch
drin=
gend der Aufklärung. Die Kriminalpolizei hat weder auf
dem Fußboden, auf dem die Verkäuferin lag, Blutſpuren
entdeckt noch an dem Gewichtsſtück, mit dem das Mädchen
auf den Kopf geſchlagen ſein ſoll, Blut oder Haare
gefun=
den. Die Ueberfallene, die anſcheinend zunächſt bewußtlos
war, gab im Krankenhauſe an, daß ſie verſchiedene
Meſſer=
ſtiche und Schläge erhalten habe. Die Aerzte ſtellten aber
nur eine unbedeutende Armverletzung feſt. —
Fleiſſch=
vergiftung? In Wilmersdorf ſind heute vormittag
fünf Perſonen: der Bäckermeiſter Struck, ſeine Frau, ein
Dienſtmädchen und zwei Geſellen nach dem Genuß von
Schabeflleiſch an
Vergiftungserſcheinun=
gen erkrankt. Die beiden Geſellen und das Dienſtmädchen
ſind nach dem Schöneberger Krankenhaus gebracht worden,
während ſich der Bäckermeiſter und ſeine Frau in
privat=
ärztliche Behandlung begeben haben. Ob das
Schabe=
fleiſch wirklich die Erkrankungen verurſacht hat, kann erſt
durch genaueſte Unterſuchungen feſtgeſtellt werden.
Hannover, 30. April. (Ein Kritikerprozeß.)
Zwiſchen der Sängerin des Hannoverſchen Hoftheaters
Frau Alſen und dem Opernreferenten des Hannoverſchen
Anzeigers Leonhardt war es zu einem Prozeß
gekom=
men. Der erwähnte Opernkritiker hatte die Leiſtung der
Frau Alſen gelegentlich einer Mozartaufführung
abſpre=
chend beurteilt und daran die generelle Bemerkung
ge=
knüpft: „Ein Schreihals iſt bei Mozart fehl am Ort” Von
dieſer Bemerkung fühlte ſich die Künſtlerin perſönlich
ge=
troffen und verklagte den Kritiker wegen Beleidigung.
dieſer erhob Widerklage, weil inzwiſchen die Künſtlerin
und deren Gatte ihn in Privatbriefen angegriffen hatten.
In der erſten Inſtanz wurde der Gatte der Künſtlerin zu
20 Mark Geldſtrafe verurteilt, die Künſtlerin ſelbſt und der
ritiker aber freigeſprochen. Vor der Verhandlung in
zweiter Inſtanz kam nun ein Vergleich durch den
Aus=
tauſch befriedigender Erklärungen zuſtande. Jetzt iſt der
Vergleich aber von Frau Alſen wieder aufgehoben worden
mit der Begründung, der Kritiker Leonhardt habe an die
Veröffentlahung des Vergleichs erneut beleidigende
Be=
nerkungen geknüpft, wegen deren ſie nun ſtrenge
Beſtraf=
ung beantrage.
Leipzig, 30. April. (Weltausſtellung für
Buchgewerbe und Graphik Leipzig 1914.)
Die Eröffnung der Ausſtellung findet Mittwoch, 6. Mai,
vormittags halb 12 Uhr ſtatt. Nach der Eröffnungsfeier
wird der König eine Beſichtigung der Hallen vornehmen.
Zeitz, 30. April. (Großfeuer.) In der
Kinder=
wagenfabrik von Wünſch & Pretzſch brach geſtern abend
Großfeuer aus, dem ein Teil des Fabrikgebäudes
zum Opfer fiel; u. a. wurden die Kontorräume und die
Holzbereitungsmaſchinen zerſtört.
Bitterfeld, 29. April. (Der Mittelpunkt
Deutſch=
ands.) Amtliche Vermeſſungen ergaben, daß das Dorf
Krina im Kreiſe Bitterfeld der Mittelpunkt Deutſchlands
iſt. Die Dorfgemeinde beſchloß, in dem Mittelpunkte
Deutſchlands einen großen Gedenkſtein zu errichten.
Kuxhaven, 30. April. (Geſunkener Dampfer.)
Der norwegiſche Dampfer „Liv” aus Bergen, der mit
einer Ladung Holz aus der Oſtſee kam, iſt heute
mitter=
nacht im Nebel mit dem hier ankernden ſchwediſchen
Dampfer „Yſtadt” kollidiert. Dieſer iſt geſunken. Die
Mannſchaft, mit Ausnahme des Kuxhavener Lotſen, der
ertrunken iſt, wurde gerettet. Ein Mann wurde ſchwer
verletzt. Der Dampfer „Liv” iſt am Bug beſchädigt.
Beuthen, 30. April. (Unfall.) Bei der heutigen
Kompagniebeſichtigung ſcheute das Pferd des
General=
majors Neff und ſtürzte. Der Offizier erlitt mehrere
Rippenbrüche.
Poſen, 30. April. (Taſchendiebe.) Dem
Pferde=
händler Moritz Dymont wurde auf der Fahrt von
Gne=
ſen nach Jaroſchin auf der Eiſenbahn ſeine Brieftaſche mit
über 20000 Mark geſtohlen: Von den Dieben fehlt bis
jetzt jede Spur.
Petersburg, 30. April. (Schneeſturm.) Geſtern
nacht wütete in Petersburg und Umgebung ein heftiger
Schneeſturm. Die Newa iſt erheblich geſtiegen und
hat die niedrig gelegenen Teile der Stadt überſchwemmt.
In der Umgebung von Petersburg hat der Sturm großen
Schaden angerichtet.
Quebek, 30. April. (Der Dampfer „Montfort”),
der mit 155 Paſſagieren auf Grund geraten iſt, iſt
unbe=
ſchädigt wieder flott geworden.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin 30. April. Vizepräſident Dr. Paaſche
eröffnet die Sitzung 2 Uhr 20 Minuten. Eingegangen iſt
das Rennwettgeſetz. Erſter Gegenſtand der
Tages=
ordnung iſt eine
Interpellation
der Sozialdemokraten, betreffend Vorlegung eines
Ver=
faſſungsentwurfes für die
mecklenburgi=
ſchen Großherzogtümer. Auf eine Anfrage des
Präſidenten erklärt ſich Staatsſekretär Dr. Delbrück zur
ſofortigen Beantwortung der Interpellation
bereit.
Abg. Dr Herzfeld (Soz.) begründet die
Inter=
pellation: Die mecklenburgiſchen Staatsbürger haben
keine verfaſſungsmäßige Möglichkeit auf die Geſtaltung
ihrer Grundſätze Einfluß auszuüben, deshalb iſt es Pflicht
der Reichsgeſetzgebung, hier konſtitutionelle Maßnahmen
zu treffen. Während alle Staaten in Europa im Laufe der
Zeit ſich eine Verfaſſung geſchaffen haben, beſtehen in
Mecklenbura noch immer die alten Zuſtände und auch die
verfloſſenen Verhandlungen, die von 1908 bis 1913
wieder=
um im Gange geweſen ſind, ſind ergebnislos verlaufen
und dadurch iſt der alte Zuſtand in Mecklenburg erhalten
geblieben. Die Reichsgewalt müßte ſich hinter die
Groß=
herzöge ſtellen und mit ihnen den Ständen die Verfaſſung
aufoktroyieren. Das will aber die Reichsgewalt nicht, ſie
will den alten Zuſtand beſtehen laſſen. Das Reich muß
endlich eingreifen und dem Lande einen Landtag geben
mit dem allgemeinen gleichen und direkten Wahlrecht. Die
gegenwärtigen Zuſtände ſind bedenklich, auch hinſichtlich
der finanziellen Verhältniſſe des Landes. Die
Eiſenbahn=
verhältniſſe in Mecklenburg ſind die rückſtändigſten in ganz
Deutſchland, ebenſo wie die Schulverhältniſſe und die
Arbeiterlöhne. Gemeinden gibt es in den Ritterſchaften
nicht. Der Rittergutsbeſitzer hat die Polizeigewalt in der
Hand. Er kann bis auf ſechs Wochen Haft erkennen. Daß
unter ſolchen Umſtänden die ſozialen Einrichtungen höchſt
rückſtändig ſind, iſt ſelbſtverſtändlich. (Sehr wahr bei den
Sozialdemokraten.) Nach allem Vorhergegangenen kann
man wohl erwarten, daß die Liberalen in dieſem Hauſe
unſere Forderung unterſtützen. Es iſt nicht richtig, daß,
wenn Mecklenburg auf Grund des allgemeinen, geheimen
und direkten Wahlrechtes von Reichs wegen eine
Ver=
faſſung erhält, der föderative Charakter des Reiches
er=
ſchüttert wird. Das beweiſen die ſüddeutſchen Staaten.
Ich bitte, ſtimmen Sie unſerer Interpellation zu.
Staatsſekretär De. Delbrück: Der Standpunkt der
Verbündeten Regierungen zur mecklenburgiſchen
Ver=
faſſungsfrage iſt in dieſem hohen Hauſe wiederholt
dar=
gelegt worden. Ich ſelbſt habe Anfang 1910 und Ende
des Jahres 1912 die Ehre gehabt, darüber Ausführungen
zu machen. Der Standpunkt der Verbündeten
Regie=
rungen hat ſich ſeitdem nicht geändert. Der Reichskanzher
iſt daher in voller Uebereinſtimmung mit den Befugniſſen
der Verbündeten Regierungen nicht in der Lage, der in
der Interpellation gegebenen Anregung zu entſprechen.
Mecklenburgiſcher Geſandter Freiherr v.
Branden=
ſtein: Ich habe mich dieſer Erklärung nur anzuſchließen.
Ich habe feſtzuſtellen, daß die Großherzoglichen
Regie=
rungen noch heute auf dem Standpunkt ſtehen, daß ein
Ein=
greifen des Reiches in die Verfaſſung eines Einzelſtaates
nicht erwünſcht ſei. Abg. Dr. Herzfeld hat die Situation
vielfach unrichtig wiedergegeben. Die Steuerreform in
Mecklenburg hat eine Regelung gebracht, die der preußiſchen
Einkommen, und Ergänzungsſteuer gleicht. Das iſt ein
Fortſchritt und kein Rückſchritt Die dortigen
Eiſenbahn=
verhältniſſe ſind voll auf der Höhe. Was das Vorkommnis
des Landrats von Maltzahn mit dem Gerichtsſchreiber
an=
langt, ſo iſt die Juſtizverwaltung durchaus korrekt
ver=
fahren. (Lachen links.) Das iſt meine Meinung. (Rufe:
Echt mecklenburgiſch.) Der Chef der Juſtizverwaltung iſt
von der Anſicht ausgegangen, daß er recht tue. (
Heiter=
keit.) Wenn darüber geklagt wird, daß in den
Ritter=
ſchaften keine Fortbildungsſchulen beſtehen, ſo iſt es in
Preußen auch nicht anders. Dort haben die Rittergüter
auch keine Fortbildungsſchulen. In den kleinſten Flecken
Mecklenburgs haben wir dieſe Fortbildungsſchulen längſt.
Darauf kann ich mich beſchränken.
Auf Antrag des Abg. Haaſe (Soz.) findet
Be=
ſprechung der Interpellation ſtatt. — Abg. Dr.
Spahn (Ztr.): Wir halten es für dringend
wünſchens=
wert und erforderlich, daß Mecklenburg eine Verfaſſung
bekommt. Es gehört aber nicht zu den Befugniſſen des
Reiches, hier die Initiative zu ergreifen. — Abg.
Ro=
land=Lübeck (natl.): Meine Parteifreunde haben den
lebhaften Wunſch, die Aufmertſamkeit des Reiches auf die
mecklenburgiſchen Zuſtände zu lenken und eventuell die
Unterſtützung des Reichstages zur Beſeitigung dieſer
Zu=
ſtände zu erbitten. Der Inhalt der Interpellation iſt aber
unſeres Erachtens nicht geeignet, den Wunſch
Mecklen=
burgs zu einer angemeſſenen Verfaſſung zu kommen
vor=
wärts zu bringen. Aus dieſem Grunde ſind wir
augen=
blicklich nicht in der Lage, in eine nähere Diskuſſion über
die Frage einzutreten. Wir behalten uns vor, demnächſt
einen dieſelbe Sache betreffenden Antrag einzubringen.
Abg. Dr. Wendorff (Fortſchr. Vpt.): Die Mitwirkung
des Reichstages kann bei der Erledigung der
mecklen=
burgiſchen Verfaſſungsfrage ſehr wohl in Betracht
ge=
zogen werden und die Verbündeten Regierungen hätten
beſſer daran getan, ſich der Interpellation anders
gegen=
überzuſtellen, wenn auch leider die Faſſung der
Inter=
pellation für die Beſeitigung der Schwierigkeiten wenig
geeignet erſcheint. Wir ſind der Meinung, daß dem
mecklenburgiſchen Volke ſein Recht werden muß (Bravo),
und daß es dieſes Recht nicht mehr erhalten kann
inner=
halb des Rahmens des eigenen Landes. Es iſt tatſächlich
eine heilige Pflicht, alles zu tun, um Mecklenburg ſein
Recht erringen zu helfen. (Beifall links.)
Abg. Gräfe=Güſtrow (konſ.): Wir ſtimmen den
Verbündeten Regierungen zu, daß bei dem gegenwärtigen
Zuſtand der Reichskompetenzen ein Eingreifen des Reiches
dem föderativen Grundſatz des Reiches nicht entſprechen
wird. Der einzige Grund für die Einbringung dieſer
Interpellation liegt meiner Meinung nach in dem
Bruder=
zwiſt zwiſchen der demokratiſchen und der
ſozialdemo=
kratiſchen Partei in Mecklenburg. Eine will der anderen
das Waſſer abgraben hinſichtlich der Wahlen. Die Blätter
haben Recht, wenn ſie meinen, der Reichstag würde zu
einer Schwatzbude werden. Man hätte die Angelegenheit
n Form einer kleinen Anfrage erledigen ſollen, nicht aber
durch eine Interpellation. — Abg. Dr. Sivkovich
(Fortſchr. Vpt. ): Wir müſſen praktiſche Politik treiben
und müſſen dazu eine andere Form wählen als dieſe
Interpellation. (Sehr richtig.) Die Erklärung Dr.,
Spahns bedauere ich, da er das Vorgehen der Regierungen
abwarten will. Der Reichstag iſt doch ein gleichberechtigter
Faktor. Die Kompetenz des Reiches kann ernſtlich nicht
eſtritten werden. Wir werden nicht ruhen, in unſerer
necklenburgiſchen Heimat verfaſſungsmäßige Zuſtände zu
ſchaffen, ohne die ſie auf die Dauer keine wirtſchaftlichen
und kulturellen Fortſchritte haben wird. (Beifall.)
Abg. Dr. Herzfeld (Soz.): Die Haltung des Zentrums,
das die Rechte des Reichstages preisgibt, iſt zu bedauern.
Das Reich tut nichts und die Großherzöge ſind machtlos.
Da iſt es keine Erniedrigung, wenn wir uns einmiſchen.
Es gibt für das mecklenburgiſche Volk keine Rettung ohne
durch die Sozialdemokratie. Die Liberalen verſagen
voll=
ſtändig. Der Reichstaa iſt kein Faktor der Macht mehr.
Er iſt tatſächlich nichts als eine Schwatzbude. (
Vize=
präſident Dr. Paaſche: Sie dürfen nicht ſagen, der
Reichs=
tag ſei eine Schwatzbude. Ich rufe Sie zur Ordnung.)
Herzfeld fortfahrend: Wir müſſen dafür ſorgen, daß
end=
lich in Mecklenburg etwas geſchieht.
Damit ſchließt die Debatte. — Zwei
Rechnungs=
ſachen gehen ohne Debatte an die Rechnungskommiſſion.
Es folgt die
erſte Leſung eines Geſetzes, betreffend
Poſtdampfſchiff=
verbindungen.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Dieſe Vorlage will
den Reichskanzler ermächtigen, in erſter Linie dem
Nord=
deutſchen Lloyd eine Beihilfe für die Südſeelinien bis zu
1300000 Mark aus Reichsmitteln zu bewilligen. Die
Hamburg-Amerika=Linie erklärte ſich bei den gepflogenen
Verhandlungen ohne Subvention bereit, regelmäßige
Fahrten nach Oſtaſien zu unternehmen. Die ausländiſchen
Linien ſind hoch ſubventioniert. Der wirtſchaftliche
Ver=
kehr hat ſich auf dieſen Linien außerordentlich gehoben, ſo
daß der Verzicht glaubhaft erſcheint. Es muß deshalb
ver=
ſucht werden, ob auch ohne Subvention den Bedürfniſſen
und der Würde des Reiches entſprechend der Verkehr ſich
fortſetzen und entwickeln läßt. Anders liegt es bei dem
Verkehr mit Auſtralien. Sieben Frachtdampferlinien
ver=
mitteln dieſe Verbindung, die auf Subventionen
ange=
wieſen ſind, wenn ſie aufrecht erhalten werden ſoll. Alle
anderen Linien lehnten die Uebernahme einer derartigen
ſubventionierten Linie ab. Auch der Lloyd erklärte ſich
ſehr ſchwer und nur eventueell dazu bereit. Die
Regie=
rungen haben ſich deshalb entſchloſſen, auch die
Subven=
tionen fallen zu laſſen. Die Befürchtung, daß das
An=
ſehen Deutſchlands durch das Verſchwinden der deutſchen
Flagge in den auſtraliſchen Gewäſſern Schaden geſchehen.
iſt unberechtigt, denn unſere Handelsmarine übt einen
immer umfangreicheren Dienſt aus, daß das relativ ſeltene
Erſcheinen der Lloyddampfer nicht ſchwer vermißt werden
wird. Aber für die Seitenlinie von Hongkong nach den
Karolinen und Neu=Guinea, die vom Lloyd bedient wird,
haben wir uns entſchloſſen, dieſe Subvention zu gewähren
in der Vorausſetzung, daß der Verkehr ſtändig gehoben
wird, wie es den wirtſchaftlichen Intereſſen und dem
An=
ſehen des Reiches entſpricht.
Auf Antrag des Abg. Dr. Spahn wird die Vorlage
ohne weiteres an die Budgetkommiſſion
ver=
wieſen. — Es folgt
die erſte Leſung des internationalen Vertrages zum Schutz
des menſchlichen Lebens auf
(„Titanic”=Vertrag.)
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Der erſchütternde
Un=
glücksfall der „Titanic” hat erfreulicherweiſe die Folge
gehabt, daß die ſeefahrenden Nationen in eine Prüfung
ihrer techniſchen Hilfsmittel eingetreten ſind. Wichtige
Erwägungen ſind im Laufe der Verhandlungen
hervor=
getreten. In der internationalen Regelung der Frage
liegt eine Fortſchritt gegenüber dem bisherigen Zuſtand
So gelang es auch, eine Reihe von Schwierigkeiten zu
beheben, die unſeren Schiffen von der ausländiſchen
Ge=
ſetzgebung bereitet werden. Der Vertrag will die an die
Sicherheit der Paſſagierſchiffe zu ſtellenden
Anforderun=
gen, ſowie die im Intereſſe der Sicherheit der
Paſſagier=
beförderung über See ſonſt noch zu treffenden Maßnahmen
international feſtlegen. Die Vorſchriften des Vertrages
beziehen ſich auf die Konſtruktion der Schiffe, auf die
Sicherung der Seefahrt und nicht zum mindeſten auf die
Rettungsmittel. Für alle an Bord befindlichen Perſonen
muß in den Rettungsbooten oder Rettungsflößen Platz
vorhanden ſein. Jedes Schiff muß durch amtliche
Beſich=
tigung geprüft werden, ob es die Beſtimmungen des
Ver=
trages erfüllt, worauf dann ein Sicherheitszertifikat
aus=
geſtellt wird. Ich hoffe, daß die Arbeiten der Londoner
Konferenz für die Zukunft derartige Kataſtrophen wie bei
der „Titanic” nach menſchlichem Ermeſſen unmöglich
machen. Ich bitte, der Vorlage zuzuſtimmen.
Abg. Schumann=Forſt (Soz.): Zweifellos bedeutet
der vorliegende Vertrag einen Schritt vorwärts auf dem
Wege internationaler Verſtändigung. Mit den
Schutz=
beſtimmungen liegt es bei uns in Deutſchland noch ſehr
im Argen. Wir fordern deshalb ein Reichsſchiffahrtsamt.
— Hierauf wird vertagt.
Der Präſident ſchlägt vor, die nächſte Sitzung
abzu=
halten am Freitag, den 1. Mai, 2 Uhr pünktlich: Kurze
Anfragen, Fortſetzung der heutigen Beratung mit
Aus=
nahme des Etats für das Auswärtige Amt. — Zur
Ge=
ſchäftsordnung beantragt Abg. Scheidemann (Soz.),
morgen die Sitzung mit Rückſicht auf die Maifeier
ausfallen zu laſſen. (Unruhe und Heiterkeit.) Abg.
Graf Weſtarp (konſ.) und Abg. Baſſermann (natl.)
wider=
ſprechen. Nach einer Entgegnung des Abg. Haaſe (Soz.)
wird der Antrag Scheidemann gegen die Stimmen der
Sozialdemokraten abgelehnt. Sodann beantragt der Abg.
Scheidemann, die morgige Sitzung um 1 Uhr beginnen
zu laſſen. Abg. Graf Weſtarp widerſpricht dieſem mit
Rückſicht auf die Verhandlungen der Budgetkommiſſion.
Die Abſtimmung ergibt, daß die morgige Sitzung um
1 Uhr pünktlich beginnt. — Schluß nach ¼7 Uhr.
* Berlin, 30. April. Die Budgetkommiſſion
des Reichstages hat die Mehrforderung für das
Preß=
referat im Kriegsminiſterium, nämlich zwei
Offiziere und für jeden einen Gehilfen für die techniſchen
Arbeiten, gegen die Stimmen der Konſervativen
abge=
lehnt.
* Berlin, 30. April. Die 24. Kommiſſion des
Reichstages hat mit großer Mehrheit einen konſervativen
Antrag angenommen, nach welchem den an Sonntagen
beſchäftigten Handlungsgehilfen und =lehrlingen Erſatz
zu gewähren iſt.
Badiſcher Landtag.
* Karlsruhe, 30. April. Die Erſte Kammer
hat den Geſetzentwurf, betr. die
Berufsvormund=
ſchaften, mit allen gegen 4 Stimmen in der
Regierungs=
faſſung angenommen, nachdem Staatsſekretär Frhr.
v Duſch erklärt hatte, daß die Regierung bereit ſei,
die Vormundſchaftsgerichte anzuweiſen, dem
Einzelvor=
mund den Vorzug vor dem Berufsvormund zu geben. —
Kommerzienrat Strohmeyer=Konſtanz ſprach über
die Frage der Rheinſchiffahrt und gab ſeiner
Freude darüber Ausdruck, daß in dem anderen hohen
Hauſe bezüglich dieſer Frage Einmütigkeit herrſche. An
der Durchführung dieſes Projektes ſei nicht zu zweifeln.
Der Redner beſprach ſodann in längeren Ausführungen
das Gutachten des Geh. Oberbaurats Sympher=Berlin.
Der Kanaliſierung der Strecke ſei der Vorzug zu geben;
bei der Strecke Baſel-Straßburg ſei eine vorläufige
Re=
gulierung vorzuziehen. Die Koſten der Regulierung
Straßburg-Baſel betragen nach dieſem Gutachten 20
Millionen Mark; für den Ausbau der Strecke Baſel-
Kon=
ſtanz werden 50 Millionen gerechnet. Das ganze Projekt
würde daher nach Sympher 70 Millionen Mark
erfor=
dern. Für Baden würden aus dem Projekt Straßburg-
Bodenſee hiernach Ausgaben von 8255000 Mark
er=
wachſen bei einer Ausgabe von 49 Millionen für die
Aus=
führung des Projektes. Den größten Vorteil von dieſem
Projekt würde die Schweiz haben. Das Gutachten
be=
ſage, daß die zu gewinnenden Waſſerkräfte einen Wert von
500 Millionen repräſentieren. Nicht früh genug kann
da=
her begonnen werden, mit den Nachbarſtaaten Elſaß=
Lothringen und der Schweiz die Richtlinien für dieſes
Projekt zu entwerfen. Für die Schweiz bedeutet es
ge=
radezu eine Lebensfrage, durch den Rhein direkt mit der
See verbunden zu werden. Die Schweizer ſind verſtändig
genug, um anzuerkennen, daß das Projekt nur
durchge=
führt werden kann, wenn ſie einen gewiſſen Anteil an
den Koſten tragen. Für Oberbaden muß einmal etwas
geſchehen, vas dieſem Teil des Landes beſſere
Erwerbs=
verhältniſſe bringt. Miniſter Frhr. v. Bodman
be=
zeichnete die Mitteilungen des Kommerzienrats
Stroh=
meyer über das Gutachten des Geheimrats Sympher
be=
züglich des Projektes Straßburg-Bodenſee als
hocher=
freulich. Die Ausführung des Projekts werde aber davon
abhängen, ob Holland ſich für Schiffahrtsabgaben erkläre.
Er gab ſeiner Freude darüber Ausdruck, daß die Erſte
Kammer von Elſaß=Lothringen eine freundlichere Stellung
zu der Frage genommen habe. Auch bei einer Verhands
lung mit Elſaß=Lothringen habe dieſes eine weſentlich
günſtigere Stellung gezeigt, weshalb Ausſicht beſtehe, daß
über die Frage der Rheinregulierung Baden mit Elſaß=
Lothringen zu einer Verſtändigung gelange.
Gerichtszeitung.
* Berlin, 30. April. In dem bekannten Verfahren,
betr. die Unbrauchbarmachung von 42
Poſt=
karten mit Bildniſſen von Skulpturen, fand heute vor
der dritten Strafkammer des Landgerichts II, an welche
die Sache nach der Aufhebung des Urteils der 12.
Straf=
kammer des Landgerichts I verwieſen worden war, ein
neuer Verhandlungstermin ſtatt. Nach dem Urteil wurde
der Antrag der Staatsanwaltſchaft auf
Un=
prauchbarmachung der Reproduktionen
zurückgewie=
ſen. Die geſamten Koſten des Verfahrens trägt die
Staatskaſſe.
* Perm, 30. April. Vor dem Gerichtshof begannen
heute die Verhandlungen gegen die deutſchen
Flie=
ger Haaſe und Nikolai.
Der Prinz Heinrich=Flug 1914.
— Die große Flugveranſtaltung, die unter dem
Pro=
tektorat des ſportbegeiſterten Bruders des Kaiſers ſeit
einigen Jahren für die Entwicklung des deutſchen
Flug=
weſens von weittragender und gewollter Bedeutung
ge=
worden iſt, hat in dieſem Jahre eine neue wichtige
Er=
weiterung erfahren. Während nämlich bisher
haupt=
ſächlich die Südweſtgruppe des Deutſchen
Luftfahrerver=
bandes die Trägerin der Veranſtaltung war, iſt in dieſem
Jahre der Kreis um ein Bedeutendes erweitert worden.
Die Nordweſtgruppe des genannten Verbandes und der
Kölner Klub für Luftfahrt haben ſich mit der erſten
Ver=
anſtalterin zur Durchführung des großen Wettbewerbes
zuſammengetan. So verſpricht die Veranſtaltung auch
diesmal repräſentativ für das deutſche Flugweſen zu
wer=
den. Einige Daten aus dem Weſen und der
Organiſa=
tion des Fluges müſſen in dieſem Zuſammenhang
inter=
eſſieren.
Der Flug, der bekanntlich als nationale Veranſtaltung
für Zivil=Flugzeugbeſitzer und Offiziersflieger
ausgeſchrie=
ben wird, verpflichtet zur Mitnahme eines aktiven
Offi=
ziers als Beobachter. Die Apparate, den Motor
ausgenom=
men, müſſen deutſcher Herkunft ſein. Der Flug nimmt am
17. Mai in Darmſtadt ſeinen Anfang und endet mit
einem von der Stadt Köln gegebenen Feſteſſen im
Gür=
zenich, wie denn überhaupt Köln von der Veranſtaltung
am meiſten zu ſehen bekommen wird. Abgeſehen davon,
daß das Stadion der Werkbund=Ausſtellung als
Kontroll=
ſtation für die zweite Tagesſtrecke dient, wird die am
23. Mai ſich an den Flug anſchließende ſtrategiſche
Auf=
klärungsübung ihr Ende in Köln nehmen, und die
tak=
tiſchen Aufklärungsübungen haben die Umgegend der
rheiniſchen Hauptſtadt zum Schauplatz. Demnach wird
die Deutſche Werkbund=Ausſtellung am 18. und 19. Mai
ununterbrochen das Ziel der am Fluge teilnehmenden
Flieger ſein, ſoweit ſie die zweite Etappe hinter ſich
brin=
gen ſollen. Bei der Zahl der Teilnehmer — ſie beträgt 40
— und dem Stande des Flugweſens wird ſich alſo üben
dem Stadion mehr als ein intereſſantes Bild bieten,
zu=
mal man den Gang des Fluges an Hand der ſichtbaren
Flugzeugnummern, der Programme und der
abzuwerfen=
den, mit drei Meter langen Wimpeln verſehenen
Kon=
trollfahnen genau verfolgen kann. Die erſte Etappe führt
von Darmſtadt bis Frankfurt, die zweite von dort über
Köln und zurück, beide ſind vom 17. Mai morgens bis
zum 19. abends zu erledigen. Die dritte Etappe führt
dann von Frankfurt nach Hamburg, die vierte berührt
Hamburg, Hannover, Minden, Herford. Münſter.
Osna=
brück, Bremen und endet am 22. abends wieder in
Ham=
wurg. Die Geſamtflugſtrecke beträgt 1800 Kilometer.
Luftfahrt.
* Mannheim, 30. April. Die Luftſchiffwerft
Schütte=Lanz teilt folgendes mit: Das Luftſchiff
„S. L. 2” wird in der Luftſchiffhalle zu Leipzig heute abend
wieder fahrtbereit ſein. Es wird aber noch eine
Gasnachfüllung notwendig und es iſt möglich, daß die
An=
lieferung des Gaſes ſich verzögern wird. Die Wetterlage
iſt ſehr ungünſtig, ſo daß nicht geſagt werden kann, wann
der Aufſtieg ſtattfinden wird. Auf jeden Fall wird das
Luftſchiff nach Mannheim zurückgeführt
werden.
Turnen, Spiele und Sport.
* Wien, 30. April. Bei dem heute beendeten
inter=
nationalen Schachturnier in Baden bei Wien
erhielt Spiekmann=Berlin den erſten Preis.
* Pferdeſport. Rennen zu Berlin=
Karls=
horſt, 30. April. Preis der Flora; 4500 Mark: 1. Herrn
H. Schultzes Reveuſe (Sandmann), 2. Gefa, 3. Mainau II
24:10; 10, 10:10. — Demminer Jagdrennen; 3000 Mark:
1. Leutn. v. Egan=Kriegers Glenmorgan (Beſ.), 2. Oriſſa,
3. Flying Hawk. 18:10; 12, 14, 51:10. — Preis von
Ru=
dow; 8800 Mark: 1. Herrn v. Tepper=Laskis Vogelfrei
(Jentzſch), 2. Lyſander, 3. Alice.
— Rennen zu Saint=Quen, 30. April. Prix
de Belledonne; 3000 Francs: 1. A. Veil=Picards Raton II
(Parfrement), 2. Oncle Lou, 3. Billeveſée. 23:10: 13,
17.10. — Prix du Drac; 3000 Francs: 1. D. de
Camba=
céres Amabo (Dujardin), 2. Boule de Neige V 3. Agenda.
40.10; 16, 24, 15.10. — Prix de la Meige: 4000 Francs:
1. Pfizers Hunter (O'Connor), 2. Tribun II, 3. Skaliger.
Die Türkei und Deutſchland.
* Konſtantinopel, 30. April. Ein Leitartikel
des Tanin bemüht ſich, die Vorwürfe eines Teiles der
deutſchen Preſſe zu widerlegen, wonach die Pforte,
ins=
beſondere nach dem Abſchluß der türkiſch=franzöſiſchen
wirtſchaftlichen Abmachungen, Deutſchland
ver=
nachläſſige. Die Türkei vergeſſe nie die ihr
erwie=
ſenen Dienſte. Auch in Zukunft könne die Türkei die
Unterſtützung der Länder, die durch Kapital, Induſtrie
und Wiſſenſchaft zu ihrer Hebung beitragen würden, nicht
entbehren. Daß die Türkei die ſtärkſte europäiſche
Groß=
macht, Deutſchland, vernachläſſigen würde, wäre ein
un=
gerechter Vorwurf gegen die türkiſchen Staatsmänner. Der
Artikel fährt dann fort: Da Deutſchland in unſerem Lande
ſehr große Intereſſen beſitzt, können wir jederzeit von ihm
eine herzliche Politik erwarten; da andererſeits
Deutſch=
lands Politik auf die wirtſchaftliche Hebung der Türkei
hinzielt, kann die Berliner Regierung darauf vertrauen,
daß dieſes Ziel in Konſtantinopel gebührend
ge=
würdigt wird. Dieſes haben wir bisher bei jedem
Anlaß durch Taten bezeugt, und es liegt kein Grund vor,
daß wir nicht auch künftig hin ſolche Anläſſe dazu
be=
nutzen.
Die Erkrankung des Kaiſers Franz Joſef.
* Wien, 30. April. Ueber das Befinden des
Kaiſers wird offiziell mitgeteilt. Die Nacht war
wie=
der gut; der Rückgang der katarrhaliſchen Erſcheinungen
hält erfreulicherweiſe an. Das Allgemeinbefinden iſt
dem=
entſprechend gut.
* Wien, 30. April. Heute abend wurde über das
Befinden des Kaiſers folgendes Bulletin
aus=
gegeben: Der Allgemeinzuſtand und der lokale Befund ſind
vollſtändig unverändert. Der Kaiſer hielt ſich auch heute
bei offenem Fenſter in der kleinen Galerie auf.
Engliſches Unterhaus.
* London 30. April. Im Unterhaus fragte
der Liberale Byles, welcher Art die geeigneten Schritte
ſeien, um der Hoheit des Geſetzes Achtung zu verſchaffen,
die Asquith verſprochen habe, und die die Regierung
unternehmen werde als Antwort auf die jüngſten
auf=
rühreriſchen Vorgänge in Ulſter. Asquith antwortete, es
ſeien bereits Maßnahmen getroffen die ſich
hoffentlich wirkſam erweiſen würden, um jede
Wie=
derkehr ſolcher Zwiſchenfälle unmöglich
zu machen. Die Regierung werde die Angelegenheit
auch von anderen Geſichtspunkten ſorgfältig erwägen.
Es ſei nicht wünſchenswert, zurzeit eine öffentliche
Dar=
legung zu machen. Byles fragte jecner, ob Asquith in
Betracht ziehe, daß eine nationale Beſchimpfung von
ſol=
cher Größe und derartigem Charakter, wenn man ſie
un=
beſtraft hingehen ließe, die Waffe des Geſetzes ſchwächen
und die Achtung vor dem Geſetz vermindern würde.
As=
quith antwortete: Ich habe bereits geſagt, daß die
Re=
gierung die Angelegenheit von ihren verſchiedenen
Ge=
ſichtspunkten aus einer ſorgfältigen Erwägung unterziehen
wird.
Vom Balkan.
* Belgrad, 30. April. Der frühere
Handels=
miniſter Koſta Stojanowitſch hat ſich nach
Athen begeben um als Delegierter Serbiens die mit
Griechenland abgeſchloſſene Konvention über die Seobien
eingeräumte Freihafenzone Salonikis zu unterzeichnen.
Es verlautet, daß Stojanowitſch mit der griechiſchen
Re=
gierung auch Verhandlungen über einen neuen
Handels=
vertrag beginnt.
* Cetinje 30. April. Albaniſche Banden
haben an drei Stellen bei Dſchakowitza die
montene=
geiniſchen Poſten angegriffen, ſind aber zurückgedrängt
worden. Die Regierung, von den neuen Vorbereitungen
der Albaner verſtändigt, hat ſich an die Großmächte mit
dem Erſuchen um eine Intervention genzendet.
* Konſtantinopel, 30. April. Die Blätter
mel=
den: Das Marineprogramm iſt nach langen
Stu=
dien nunmehr fertiggeſtellt worden. Die Pforte
werde franzöſiſchen Werften in der Normandie 8 oder 10
Torpedoboots=Zerſtörer in Auftrag geben, die größer und
ſchneller als der jetzige Zerſtörertyp der türkiſchen Flotte
ſein werden. Bei der Creuzot=Werft werde ſie drei
Unter=
feeboote beſtellen. Die Bauzeit werde 18 Monate nicht
überſchreiten. Der Betrag ſoll weder auf das laufende
Budget genommen, noch von Anleihen gedeckt, ſondern
durch Sammlungen des Flottenkomitees aufgebracht
werden.
* Durazzo, 30. April. Der Fürſt von
Al=
banien begibt ſich heute mit Gefolge nach Kavaja.
Mexiko und die Vereinigten Staaten.
* Waſhington, 29. April. Aus authentiſcher
Quelle wird mitgeteilt, daß die Vereinigten
Staa=
ten mit dem Waffenſtillſtand einverſtanden
ſeien, falls ihnen zugeſichert werde, daß keine
Ausſchrei=
tungen gegen Amerikaner vorkommen. Nach einer
Kon=
ferenz mit dem Staatsſekretär Bryan ſandte Dr. Tupper,
der als Wilſons nichtamtlicher Vertreter bei den
Verhand=
ungen mit den mexikaniſchen Konſtitutionaliſten gilt,
folgendes Telegramm an die Generäle Carranza und Villa
nach Chihuahua: „Ich beglückwünſche Sie zu Ihrem
Zu=
ſammengehen mit den Vereinigten Staaten und zu Ihrem
tapferen Kampfe gegen den Uſurpator. Tupper legt
Ihnen ans Herz, Ihre ruhmreiche Sache zu Ende zu
brin=
gen‟ Die Depeſche iſt von Tupper und dem Senator
Sheppard Texas unterzeichnet.
* Waſhington, 30. April. Die Zuſtimmung
Carranzas zu den Vermittelungsplänen
erweitert das Feld der Vermittler, ſo daß es nicht nur
eine Frage zwiſchen Huerta und den Staaten der Union,
ſondern auch die Revolution innerhalb Mexikos
ein=
ſchließt. Präſident Wilſon und Staatsſekretär Bryan ſind
ber die Zuſtimmung Carranzas hocherfreut, und ihre
Hoffnungen auf ein befriedigendes und umfaſſendes
Ab=
kommen ſind bis zu einem bisher noch nicht vorhandenen
Grade geſtiegen.
* Neu=York, 30. April. Geſtern traf ein mit
Flüchtlingen beſetzter Zug in Veracruz ein, der
30 Amerikaner, einige Engländer und Deutſche aus Mexiko
mitbrachte.
* Mexiko, 30. April. (Amtliche Meldung.)
Deutſche ſind weder in Tampico noch in
Vera=
ruz verletzt worden. Da Texas und Louiſiana eine
ſechstägige Quarantäne gegen Mexiko verhängt haben,
geht der Dampfer „Ypiranga” mit den Flüchtlingen
an=
fangs nächſter Woche nicht nach Galveſton, ſondern nach
Mobile (Alabama) ab.
* Waſhington, 29. April. Die Stadt
Tam=
pico iſt infolge der Anſammlung rieſiger Oelmengen in
den großen Bohrlöchern nahe bei der Stadt ſehr gefährdet.
Das Staatsdepartement hat daher die in der Nähe
ſtehen=
den Konſtitutionaliſten erſucht, zuzuſtimmen, dieſes Gebiet
für neutral zu erklären. Die engliſche Geſandtſchaft in der
Stadt Mexiko bemüht ſich, Huerta zu veranlaſſen, die
Maß=
nahmen zum Schutze der Stadt zu unterſtützen.
* Neu=York, 30. April. Eine Depeſche aus
Oa=
raca (Mexiko) meldet: Geſtern wurde amerikaniſche
Marineinfanterie in Salinacruz gelandet,
nachdem der amerikaniſche Befehlshaber gedroht hatte, er
werde den Hafen beſchießen laſſen, falls die Mexikaner der
Landung Widerſtand entgegenſetzen ſollten.
* Neu=York. 30. April. Nach einer Depeſche aus
Tampico vom 26. April haben die Rebellen die
Stadt vier Tage lang angegriffen und ſind
m Beſitze aller Punkte des unteren Flußlaufes bis nach
Labarra. Die Bundestruppen. von Kanonenbooten
unter=
ſtützt, haben bisher ſämtliche Angriffe zurückgewieſen und
einen Offizier unter Parlamentärsflagge mit der
Auf=
forderung zu den Rebellen geſchickt, ſich ihnen in dem
Widerſtande gegen die Amerikaner anzuſchließen. Die
Rebellen haben dies jedoch abgelehnt und erklärt, ſie
wür=
den den Amerikanern Widerſtand leiſten, wenn dieſe in
das Gebiet der Rebellen einfallen würden.
* Waſhington, 30. April. Wie aus zuverläſſiger
Quelle verlautet, haben die an der Vermittelung
beteilig=
ten ſüdamerikaniſchen Staaten einen Appell an die
europäiſchen Regierungen gerichtet, ihre guten
Dienſte aufzuwenden, um die Verhandlungen zu fördern.
* Waſhington, 30. April. Admiral Howard,
der Befehlshaber der amerikaniſchen pazifiſchen Flotte,
meldet, daß die Bundestruppen und die Inſurgenten bei
Mazatlan und Akupulto kämpfen.
* Waſhington, 30. April. Gegenüber der
Mel=
dung, daß ein am Dienstag in den Hafen von
Manza=
nillos eingelaufenes amerikaniſches Kriegsſchiff die
Werften und benachbarten Gebäude in Brand
ge=
ſchoſſen habe, erklärte der Staatsſekretär der Marine,
Daniels, er glaube nicht an die Richtigkeit der
Nach=
richt. Die letzte Meldung des Admirals Howard berichtet
daß an der pazifiſchen Küſte alles ruhig ſei.
* Berlin, 30. April. Nach telegraphiſchen
Meldun=
gen vom Kreuzer Dresden” ſind am 23. und 24. April
in Tampico 2000 Staatsangehörige der
Ver=
einigten Staaten mit Hilfe der „Dresden” und des
engliſchen Kreuzers „Hermione” auf den amerikaniſchen
Kriegsſchiffen eingeſchifft worden. Am 24. April ſeien die
deutſchen Schutzbefohlenen an Bord des Dampfers „
Da=
nia” der Hamburg-Amerika=Linie eingeſchifft worden.
* Paris, 30. April. Nach einer Blättermeldung aus
Mexiko hat Präſident Huerta ſich dem Vertreter
Frankreichs gegenüber über die Haltung der franzöſiſchen
Kolonie in Mexiko lobend geäußert und gleichzeitig
mit=
geteilt, daß er, um ſeine Sympathie für Frankreich zu
bekunden, das „Feſt des 5. Mai” abſchaffe, durch welches
die Mexikaner die Erinnerung an die Wiedereroberung
Pueblas feiern.
* Tokio, 30. April. Das Auswärtige Amt hat die
Waſhingtoner Meldung, daß Japan es ablehne, die
Vertretung Mexikos in den Staaten der Union zu
über=
nehmen, beſtätigt.
Darmſtadt, 1. Mai.
C Verein für naturgemäße Lebens= und Heilweiſe.
Im Kaiſerſaal hielt geſtern abend auf Veranlaſſung des
Naturheilvereins Herr E. Sommer, ſtaatlich geprüfter
Turnlehrer und Schriftſteller aus Frankfurt, vor einer
zahlreichen Zuhörerſchaft einen lehrreichen und
intereſſan=
ten Vortrag über die ideale Körperbildung
und wie ſie erlangt wird. In äußerſt feſſelnder und
an=
ſchaulicher Weiſe ſchilderte der Redner die von ganz neuen
und modernen Geſichtspunkten ausgehende
Einzelgym=
naſtik des Menſchen zur Erreichung einer idealen
Körper=
bildung. Das Volk, welches uns die ideale Körperbildung
und die richtige Linienführung gezeigt hat, waren die
Griechen. Das neugeborene Kind wurde bei ihnen erſt
einer Kraftprobe unterzogen und erſt dann, wenn es dieſe
beſtand, konnte es ſeinen Lebensweg nehmen. Bereits mit
den erſten Jahren begann die Erziehung zur Leibesübung
und die ſyſtematiſche Ausbildung des Körpers. Der
Jüng=
ling ſetzte die Leibesübung fort und wurde bei dem Mann
auf die höchſte Stufe gebracht. Laufen, Springen und
Speer= und Diskuswerfen waren die Hauptübungen. Bei
dem Springen benutzte man noch Hanteln, um einen
wei=
teren Sprung zu erzielen. Auch zur ſyſtematiſchen
Aus=
bildung des Körpers wurden Hanteln benutzt. Die
Ring=
kämpfe wurden bei den Griechen ganz beſonders gepflegt.
Nach den Uebungen reinigten ſich die Kämpfer mittels
eines Schabers. Nicht nur die Männer, auch die Frauen
pflegten die Gymnaſtik, und ganz beſonders der Tanz und
ie Bewegungsſpiele bildeten bei Mädchen und Frauen
die leibliche Haupterziehungsmethode. In neuerer Zeit
ſtehen ſich mehrere Syſteme gegenüber, das Hantelſyſtem
von Sandow und die Schwung= und Spann=Gymnaſtik
von Müller und Grotſchek. Sämtliche Syſteme ſind zu
verwerfen, weil ſie nur einzelne Muskelpartien des
Kör=
pers treffen. Im zweiten Teil des Vortrages behandelte
der Redner das neue deutſche Gymnaſtikſyſtem,
hervor=
gegangen aus der Praxis und Wiſſenſchaft. Das Ziel
einer idealen Körperbildung iſt eine vergeiſtigte Gymnaſtik
im Sinne der Antike, hergeleitet aus einer höheren
Auf=
faſſung vom Körper und ſeinen Organen, ſowie von einer
höheren Auffaſſung vom Weſen der Gymnaſtik
entſprun=
en. Auf dieſer Grundlage erörterte der Vortragende die
Grundfragen und das „Wie” der körperlichen Ausbildung
an Hand feſtſtehender Reſultate der Bewegungsphyſiologie.
Auf dieſer Grundlage baut ſich der Kurſus der körperlichen
Ausbildung (Gehen, Stehen, Sitzen, Liegen und Atmen)
ſtufenweiſe als Elementarkurs, Uebergangskurs und
höherer Kurs nach dem Leitmotiv „Alle Uebungen ſind
gleichzeitig Atem= Muskel= und Haltungsübungen”, nach
und nach auf. Arm=, Beinübungen und Erzielung des
größten Nutzeffektes ſollen das Hauptreſultat bilden. Der
Wille, den Körper zu beherrſchen, ſoll als oberſter
Grund=
ſatz gelten. Dem Redner wurde reicher Beifall zuteil.
Der Vortrag wurde durch eine reichhaltige Serie von
Lichtbildern aus der Antike und den verſchiedenen
Körperausbildungsſyſtemen, insbeſondere dem neuen
deut=
ſchen Gymnaſtikſyſtem Sommer=Unterhaun ergänzt. Der
Vortragende wird am nächſten Freitag im Turnſaal Ecke
Grafen= und Eliſabethenſtraße einen Kurſus für die
Mit=
glieder des Naturheilvereins in der neuen Gymnaſtik=
Methode eröffnen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Gießen, 30. April. Die in der Crainfelder
Mordaffäre verhafteten Landwirte Hoffmann
Vater und Sohn, ſind, da ſie ihr Alibi nachweiſen konnten,
auf Anordnung der Staatsanwaltſchaft aus der
Unter=
ſuchungshaft entlaſſen worden.
* Berlin, 30. April. Der Bundesrat beſchloß über
die Beſetzung der Stellen bei den Kaiſerlichen
Diſziplinarbſehörden ſowie der Beanltenſtellen
bei der Reichsverſicherungsanſtalt für Angeſtellte. Der
Vorlage, betr. den Betrieb und die Anlagen der
Groß=
eiſeninduſtrie, wurde zugeſtimmt. Der Geſetzentwurf zur
Einſchränkung der Verfügungen über Miet= und Pacht=“
zinsforderungen wurde angenommen.
* Berlin, 30. April. Der frühere Oberlandſtallmeiſter
Graf v. Lehndorff iſt heute abend hier an
Lungenent=
zündung geſtorben.
*Straßburg, 30. April. Vorläufigen Dispoſitionen
zufolge paſſiert der Kaiſer am kommenden Freitag, den
8. Mai, auf der Fahrt von Karlsruhe nach Kolmar gegen
8 Uhr Straßburg ohne Aufenthalt und trifft nach 9 Uhr in
Kolmar ein und kurz darauf auf der Station Dürkheim.
Dort meldet ſich beim Kaiſer der kommandierende General
v. Deimling. Die Gefechtsübung an dieſem morgen findet
zwiſchen Unterzell und Evaux und den Höhen ſüdlich
Hen=
zell ſtatt. Der Kaiſer fährt dazu im Automobil über
Drei=
ähren nach Evaur. Das Frühſtück nimmt der Kaiſer
her=
nach auf der Hohkönigsburg, wohin er ſich zum
Gefechts=
feld im Auto begibt. Die Abfahrt von Schlettſtadt=erfolgt
nachmittags gegen 4 Uhr.
* Karlsruhe, 30. April. Das Großherzogspaar,
das ſich heute mittag mit der Großherzogin Luiſe nach
Schwetzingen begeben hatte, iſt von dort nach Schloß
Zwin=
genberg weitergefahren, von wo es am Samstag hierher
zurückkehren wird während Großherzogin Luiſe
nachmit=
tags direkt von Schwetzingen wieder nach Karlsruhe
zu=
rückreiſte.
* Jena. 30. April. Das Kronprinzenpaar
von Montenegro iſt geſtern mit Gefolge hier
einge=
troffen. Geheimrat Binswanger der zur
Konſul=
tation nach Cetinje berufen war, hat die Kronprinzeſſin in
Behandlung genommen.
* Emden, 30. April. Der nordamerikaniſche
Dienſt der Hamburg-Amerika=Linie iſt heute
nit der Abfahrt des Dampfers „Rugia” nach Philadelphia
eröffnet worden. Das Schiff traf mittags im Hafen
ein. Etwa 700 Zwiſchendeckpaſſagiere wurden eingeſchifft,
von denen ein Teil bereits im Laufe der letzten Tage von
den Grenzſtationen in Emden eingetroffen und in den
Auswandererhallen der Hamburg-Amerika=Linie
unter=
gebracht war. Der Reſt kam heute morgen im Sonderzug
von Hamburg an und wurde ebenfalls auf kurze Zeit in
den Auswandererhallen untergebracht und abgefertigt. Die
Vertreter der Behörden beſichtigten dieſe und wohnten der
Abfertigung der Paſſagiere in den Auswandererhallen,
ſowie an Bord bei. Die von der Hamburg-Amerika=Linie
geſchaffenen Einrichtungen fanden uneingeſchränkten
Bei=
fall. Am Kai der Emdener Verkehrsgeſellſchaft im
Emde=
ner Hafen liegen zurzeit außer der „Rungia” der Dampfer
„Cheruskia” der Hamburg=Emdener Geſellſchaft, der eine
Ladung Schienen für die Bagdadbahn einnimmt, ſowie
ein gecharteter engliſcher Dampfer, der eine Ladung
eiſer=
ner Röhren für Südamerika einnimmt. Zahlreiches
Publi=
kum beſichtigte im Laufe des Tages das Bild des äußerſt
lebhaften Verkehrs.
* Kirchhain, 30. April. Mit großer Feierlichkeit wurde
heute die 20 Kilometer lange Eiſenbahnſtrecke, die
Kirchhain mit Gmünden verbindet, eröffnet.
* Paris, 30. April. Der Unterrichtsminiſter ernannte
den Dramatiker Paul Gavault zum Direktor des
Odeon=Theaters.
* London, 30. April. An der Goodwin=Sandbank im
Süden der Themſemündung iſt ein großer Dampfer
geſtrandet, deſſen Name bisher noch unbekannt iſt.
Das Schiff befindet ſich in gefährlicher Lage.
* Petersburg, 30. April. Die Petersburger
Tele=
graphenagentur meldet: Das neue Abkommen über
den Anſchluß der ruſſiſchen an die japaniſchen
Landtele=
graphenleitungen in der Mandſchurei, in Korea und
auf Sachalin, das morgen vollzogen wird, tritt ſechs
Mo=
nate nach Auswechſelung der Deklarationen in Kraft. Die
Wortgebühr beträgt auf allen Telegraphenlinien nach dem
europäiſchen Rußland 26. nach dem aſiatiſchen 21 Kopeken.
* Petersburg, 30. April. Durch den Orkan der
letzten Nacht ſind mehrere hundert Barken und
kleinere Schiffe von den Ankern geriſſen.
Viele Barken wurden an die Ufer geſchleudert und gegen
200 Barken in das Fahrwaſſer der großen Newa
getrie=
ben. In der Nähe des Sommergartens iſt ein Kutter der
Flußpolizei und an anderen Stellen ſind etwa 30 Barken
geſunken. Heute früh begann der Wind nachzulaſſen. Die
Telephonverbindung mit Moskau und Kronſtadt iſt ge=‟
ſtört. In der großen Newa ſind die Senkkaſten der im
Bau befindlichen Palaisbrücke überſchwemmt und die
eiſernen Brückenpfeiler beſchädigt worden.
* Bachmut, 30. April. In den metallurgiſchen
Petro=
leumwerken im Kreiſe Bachmut, die einer ruſſiſch=
belgi=
ſchen Geſellſchaft gehören, ſtreiken 10000 Arbeiter.
Die Ruhe iſt bisher nicht geſtört worden.
* Peking, 30. April. Der von der
Verfaſſungskommiſ=
ſion angenommene Entwurf zur
Verfaſſungs=
reform ſieht bedeutende Erweiterungen der Rechte des
Präſidenten vor. Mitarbeiter des an der Spitze der
Ver=
waltung ſtehenden Präſidenten ſind der Staatsſekretär
und neun von dem Präſidenten ernannte Miniſter.
Ge=
plant iſt die Schaffung eines beſonderen Rates als
beratendes Organ, mit deſſen Zuſtimmung der Präſident
das Parlament auflöſen und die Veröffentlichung eines
vom Parlament angenommenen Geſetzes verbieten kann
Der Rat ſoll bis zur Einberuſung des Parlaments deſſen
Funktionen übernehmen.
Die Arbeitsloſenverſicherung in Bayern.
* München, 30. April. In der heutigen Sitzung der
Reichsratskammer wurde die Einführung der
Arbeitsloſenverſicherung in Bayern eingehend
beraten. Auf Antrag der Regierung hat das
Abgeord=
netenhaus im Etat des Innern beim Kapitel „
Arbeiter=
fürſorge” 75000 Mark eingeſetzt, damit den Gemeinden,
die nach den von der Regierung aufgeſtellten Grundſätzen
die gemeindliche Arbeitsloſenfürſorge einführen wollen,
ein Staatszuſchuß gegeben werden kann. Der Ausſchuß
der Reichsratskammer lehnte den
Regierungs=
vorſchlag ab, erklärte ſich dagegen bereit, der
Verwen=
dung der genannten Summe zu Zwecken der
Ar=
beiterfürſorge zuzuſtimmen. Von
verſchiede=
nen Seiten des Hauſes wurden Bedenken gegen die
Ein=
ührung einer derartigen Arbeitsloſenverſicherung
er=
hoben. Der Miniſter des Innern Frhr. v. Soden und
Miniſterpräſident Hertling baten das Haus dringend, den
Regierungsvorſchlag anzunehmen. Bei der Abſtimmung
wurde ſowohl der Antrag der Regierung wie ein
aus=
der Mitte der Kammer eingebrachter
Kompromiß=
antrag, dem der Kronprinz, einige Prinzen und
Her=
zöge zuſtimmten, abgelehnt und mit überwältigender
Majorität der Antrag des Ausſchuſſes angenommen.
Rückkehr des Prinzenpaars Heinrich.
* Hamburg, 30. April. Der Dampfer „Kap
Tra=
falgar” paſſierte heute früh 4¾ Uhr Kuxhaven und traf
um 9¼ Uhr im Hamburger Hafen ein, wo er an den St.
Paulilandungsbrücken anlegte. Das Prinzenpaar
Heinrich ſtand auf Deck und erwiderte freundlichſt die von
Begeiſterung getragene Begrüßung des Publikums, das
zahlreich erſchienen war. Zum Empfange hatten ſich
Prinz Waldemar und der preußiſche Geſandte, ſowie das
Direktorium und der Lufſichtsrat der Südamerikaniſchen
Dampfſchiffahrts=Geſellſchaft eingefunden. Der Gſandte
überreichte der Prinzeſſin einen Blumenſtrauß. Nachdem
das Prinzenpaar ſich von den Offizieren des Dampfers
verabſchiedet hatte, fuhren die hohen Herrſchaften in
Be=
gleitung des Fürſten Adolf zu Schaumburg=Lippe, der ſich
in Liſſabon an Bord des „Kap Trafalgar” begeben hatte,
in Automobilen nach dem Hotel „Vier Jahreszeiten”
* Hamburg, 30. April. Das Prinzenpaar
Hein=
richvon Preußen hat ſich heute nachmittag im
Auto=
mobil nach Kiel begeben. Fürſt Adolf zu Schaumburg=
Lippe gibt abends in ſeinem Hotel ein Diner. Morgen
reiſt er nach Bückeburg weiter.
* Liſſabon, 30. April. Der deutſche Geſchäftsträger
hat dem Präſidenten von Portugal in einer
beſonderen Audienz den Dank des Prinzen
Hein=
rich von Preußen für die Glückwünſche übermittelt,
die der Präſident dem Prinzenpaar zu ſeiner glücklichen
Rückkehr nach Europa geſandt hatte.
Die Fremdenlegion.
* Paris, 30. April. Bezüglich der Meldung, wonach
Unterſtaatsſekretär Zimmermann in der
Kommiſ=
ſion des Reichstags erklärt habe, daß zwiſchen Frankreich
und Deutſchland bezüglich der Entlaſſung der noch
nicht 20jährigen jungen Leute aus der
Fremdenlegion eine Vereinbarung beſtehe, wird in
einer ſichtlich offiziöſen Note des „Temps” bemerkt, daß
dieſe Behauptung auf einem Irrtum beruhen müſſe und
gewiß nicht von dem Unterſtaatsſekretär aufgeſtellt
wor=
den ſei, denn es beſtehe zwiſchen Frankreich und
Deutſch=
land bezüglich der Fremdenlegion keinerlei Vereinbarung.
Die franzöſiſche Regierung habe gewiſſe Maßnahmen
be=
züglich jener jungen Leute getroffen, deren
Minderjährig=
keit im Augenblick des Eintritts in die Fremdenlegion
nachgewieſen worden ſei — Maßnahmen, von denen die
deutſche Regierung gleich wie alle anderen Staaten
ver=
ſtändigt worden ſei; aber von einer diesbezüglichen
fran=
zöſiſch=deutſchen Vereinbarung könne nicht die Rede ſein.
Einberufung des ſchwediſchen Reichstages.
* Stockholm, 30. April. Der Reichstag iſt auf den
18. Mai einberufen worden.
Die Freigabe des Panamakanals.
* Panama, 30. April. Oberſt Goethals hat
be=
ſchloſſen, den Schiffsverkehr durch den Panamakanal
am 10. Mai beginnen zu laſſen, da in Tehuantepee die
Eiſenbahn nach Mexiko unterbrochen iſt, von wo zahlreiche
Verſchiffungen ſtattfinden.
Briefkaſten.
H. G. Zu 1: Wenden Sie ſich an die Univerſität
Göttingen. Zu 2: Lehrlinge, die keinen Lohn beziehen,
ſind krankenverſicherungspflichtig, aber nicht
invaliden=
verſicherungspflichtig. Die Beiträge zur Krankenkaſſe hat
der Lehrherr als Arbeitgeber zu zahlen. Er kann den
auf den Verſicherten (Lehrling) entfallenden
Beitrags=
anteil (zwei Drittel) nur durch Abzug vom Lohn
ein=
ziehen. Da im vorliegenden Falle kein Lohn gezahlt
wird, iſt der Abzug nicht möglich. Der Lehrling iſt zur
Zahlung ſeines Anteiles nur dann verpflichtet, wenn eine
dahingehende ausdrückliche Vereinbarung in den
Lehrver=
trag aufgenommen worden iſt.
Frau A. C Eine öffentliche Bekanntgabe der
Per=
ſonen, die den Offenbarungseid geleiſtet haben, erfolgt
durch das Amtsgericht an ſich nicht. Dagegen führt das
Amtsgericht eine Liſte derjenigen Perſonen, die vor ihm
den Offenbarungseid geleiſtet haben, oder gegen die wegen
Verweigerung des Eides die Haft angeordnet iſt. (§ 915
Zivilprozeßordnung.) Die Einſicht dieſer Liſte
iſt jedem geſtattet auch hat der Gerichtsſchreiber
auf Antrag über das Beſtehen oder Nichtbeſtehen einer
Eintragung Auskunft zu erteilen. Sind ſeit dem Schluſſe
des Jahres in dem die Eintragung in die Liſte bewirkt
iſt, fünf Jahre verſtrichen, ſo iſt die Eintragung zu löſchen,
der Name wird unkenntlich gemacht.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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ſind zu beziehen durch das unter „Glücksmüller”
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Kröger, Berlin W., Friedrichſtraße 193a, ebenfalls hier
durch alle bekannten Loſeverkaufsſtellen.
Geſchäftliches.
Durch Qualität zum Erfolg! Für die
Ein=
führung eines Volksnahrungsmittels iſt heute deſſen
Billigkeit allein nicht mehr maßgebend. Ein
Volks=
nahrungsmittel muß preiswürdig ſein und in ſeiner
Qualität das Höchſt=Erreichbare darſtellen. Nur wenn
ſich dieſe beiden Vorzüge vereinigen, dann erobert es im
Fluge die Gunſt der Konſumenten, wie es die bekannte
Pflanzenbuttermargarine „Cocoſa” bewieſen hat.
Ob=
wohl „Cocoſa” erſt wenige Jahre im Handel iſt, ſo
gibt es heute doch bereits Millionen deutſcher
Haus=
frauen, die alle „Cocoſa” an Stelle der teuren Butter
für Küche und Tafel mit Vorliebe verwenden. Hier
war neben dem billigen Preiſe allein die wirklich
hervor=
ragende Qualität maßgebend, welche in der Tat das
Höchſte darſtellt, was in Pflanzenbuttermargarine
ge=
liefert werden kann. Cocoſa=Pflanzenbuttermargarine
wie auch die altbewährte „Rheinperle‟=Margarine ſind
diejenigen Buttererſatzmarken, welche heute allgemein
im deutſchen Haushalt verwendet werden.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter: Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Alſter” von Port Tampa und
Neu=
orleans kommend, 28. April 7 Uhr 15 Min. abends auf
der Elbe. „Corcovado” von Neu=York nach der Levante,
28. April 10 Uhr abends von Barcelona. „Hamburg”
28. April 10 Uhr 30 Min. morgens von Genua über
Neapel nach Neu=York. „Moltke” von Neu=York nach
Neapel und Genua, 28. April 2 Uhr nachm. van Algier.
Piſa” nach Neu=York, 28. April 2 Uhr morgens in
Newport News. — Weſtindien, Mexiko: „Fürſt
Bis=
marck” von Mexiko und Havanna kommend, 27. April
2 Uhr nachts von Santander nach Bilbao. — Oſtaſien:
„Altmark” 27. April mittags von Schanghai nach Kobe.
„Arabia” 28. April in Tſingtau, ausgehend. „Bayern”
27. April in Schanghai, heimkehrend. „Markomannia‟
nach Sibirien, 28. April 6 Uhr 10 Min. morgens
Cux=
haven paſſiert. Schwarzburg” 28. April nachm. in
Wladiwoſtok. — Verſchledene Fahrten: „Nicomedia” nach
Perſien, 28. April morgens von Djibouti: =
Swakop=
mund” nach Weſtafrika, 29. April 1 Uhr 15 Min. morg.
n Vliſſingen. „Windhuk” nach Afrika, 27. April von
Marſeille.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
„Rotterdam” 21. April vorm. von Neu=York abgegangen
mit 440 Kajüts= und 600 Paſſagieren 3. Klaſſe. „Nieuw
Amſterdam” 19. April 11 Uhr 40 Min. vorm. Lizard
paſſiert. „Noordam” 17. April vorm. in Rotterdam
ein=
getroffen. „Ryndam” 23. April 8 Uhr 15 Min. vorm.
Prawlepoint paſſiert. „Potsdam” 22. April nachm. in
Neu=York angekommen.
Statt Karten!
Die Geburt eines kräftigen Stammhalters
zeigen hocherfreut an
Hermann Bankwitz u. Frau
Franziska, geb. Reitz.
Darmstadt, Heinrichstrasse 136.
(*1164f
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Freunden und Bekannten die traurige
Mitteilung, daß unſere liebe, gute Mutter,
Schwiegermutter und Großmutter (11063
Luise Becker
geb. Lanz
Witwe des Geheimen Baurats Ferdinand Becker
heute abend nach kurzem Krankſein im
77. Lebensjahre ſanft entſchlafen iſt.
Darmſtadt, Worms, Hannover,
29. April 1914.
Wilhelm Becker, Baurat,
Thekla Becker,
Carl Becker, Baurat,
Sophie Becker, geb. Ritſert,
Luiſe Becker,
Carola Becker.
Die Beerdigung findet am 1. Mai,
nach=
mittags 5½ Uhr, von der Kapelle des
aus ſtatt.
Darmſtädte
Für die wohltuenden Beweise der
Teilnahme bei dem Hinscheiden meines
lieben Mannes, unsres guten Vaters
und Grossvaters sagen herzlichen
Dank
Emma von Wedekind,
geb. Knapp,
Magdalene Heidenreich,
geb. von Wedekind,
August Heidenreich.
Darmstadt, den 30. April 1914.
(B11042
Gottesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 1. Mai:
Vorabendgottesdienſt 7 Uhr 30 Min.
Samstag, den 2. Mai:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min.
Sabbatausgang 8 Uhr 40 Min.
Gottesdienſt an den Wochentagen:
Morgens 6 Uhr 45 Min. Abends 8 Uhr 40 Min.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geſellſchaft.
Samstag, den 2. Mai:
Vorabend 7 Uhr 10 Min. Morgens 7 Uhr 30 Min.
Nachmittags 5 Uhr.
Sabbatausgang 8 Uhr 40 Min.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 3. Mai, ane
Morgens 6 Uhr. Nachmittags 7 Uhr
Abends 8 Uhr 40 Min.
NB. Montag, den 4. und Donnerstag, den 7. Mai:
T. Scheni Wachamischi.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Zwiſchen Hochdruckgebieten über Nordweſt= und
Süd=
oſteuropa erſtreckt ſich eine Furche tiefen Druckes von der
Biscaya bis Finnland. Unter ihrem Einfluß traten in
Deutſchland vielfach Gewitter auf. Auch geſtern hatten
wir ſolche in unſerem Bezirke. Mit dem Vordringen des
weſtlichen Tiefs wird bei uns Bewölkung und zeitweiſer
Niederſchlag eintreten.
Vorausſichtliche Witterung in Heſſen am Freitag,
den 1. Mai: Trübung, zeitweiſe Regenfälle, warm,
ſüd=
weſtliche Winde, vielfach Gewitter.
Tageskalender.
Freitag, 1. Mai.
Großh. Hoftheater Anfang 6½ Uhr, Ende gegen
10¾ Uhr (Ab. D): „Don Carlos”
Hauptverſammlung des Bauvereins für die Re.
formationskirche um 8½ Uhr im Gemeindehaus, Kies.
ſtraße 17.
Konzerte: Café Britannia um 4 und 8 Uhr. — Perkeo
um 8 Uhr. — Café Metropole um 8 Uhr. — Waldfriede
um 4 Uhr. — Gaſthaus „Zur Traube” zu Eberſtadt um
4 Uhr.
Bilder vom Tage. (Bilder=Auslage unſerer
Expe=
dition, Rheinſtraße 23): Porträts vom Tage. —
Mini=
ſterbegegnung auf Korfu. — Der Wiedereinzug des 99.
Infanterie=Regiments in Zabern. — Karte zu dem
Kon=
flikt zwiſchen den Vereinigten Staaten von Nordamerika
und Mexiko.
Verſteigerungskalender.
Samstag, 2. Mai.
Fundſachen=Verſteigerun g um 9 Uhr zu
Frank=
furt, Poſtſtraße 6.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofsuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind!
in die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurüggelandt.
Der Verkauf beginnt Samstag, den 2. Mai, und haben wir sowohl in Wäsche, wie auch
in Weißwaren ganz enorm billige Artikel ausgelegt und sind die regulären
Verkaufspreise weit höher. — Die bedeutend ermäßigten Preise sind mit Blaustift
neben den sonstigen Verkaufspreisen deutlich vermerkt.
Damen-Beinkleider
im Preise bedeutend reduziert.
Serie III
Serie II
aus soliden Stoffen, aus Ia Stoffen mit aus besten Stoffen,
erst-
klassige Verarbeitung
Stickerei-Ein- u. Besatz
m. Stickerei-Verzierung
3 Serien
Serie
Knie- oder
Bündchen-
fasson
eleg. Taghemd m. eleg.
Madeirapasse od. mit la
Stickerei-Be- u. Einsatz
aus Ia Stoffen mit
Ein-
satz und eleg. Spitze
telwete
Einige Hundert Stück
Trübgewordene Damenwäsche
3e
unter sonstigem
Verkaufspreis.
bestehend aus Tag- und Nachthemden, Beinkleider, Stickerei-Unterröcke,
Untertaillen, Nachtjacken, PrinzeBröcke
Hiebei beſinden el.h. Sühcke mit eleganter
Verarbeitung und aus besten Stoffen.
Damen-Beinkleid
Knie- oder Bündchenfagon . . . F
Damen-Hemd
mit schönen Stickereiverzierungen, Stück
nur gute
Quali-
ntertaillen täten, mit prima
Stickereien, weil teilweise einzeln oder
angestaubt
Damen-Nacht-Hemden
PrinzeB-Stickerei-Röcke
aus guten und besten Stoffen, mit eleg.
Stickereiverzierung
Serie III 4.25, Serie II 3.50, Serie I
in eleganten Ausführungen, aus prima Stoffen,
zu enorm billigen Preisen
Grosse Unter-Preisposten Frottier-Wäsche
80/100 100/150 125/160
Frottiertücher
Handtücher
in versch. Größen, gute Qual., Stück
Handtücher zu 8 Ausnahme-Preisen
Abgepasste
Prima Drell-Ware,
ge-
säumt und gebändert,
46/100, weiss mit rot.
Rand . . ½ Dutzend
Prima weisse Gerstkorn-
Qualität, gesäumt u.
gebändert, 40/100 cm
gross . . ½ Dutzend
Ia Reinleinen,
Damast-
ware, in verschied.
hübsch. Dess., ½ Dtz.
11014
Guggenheim & Marx
Markt 7
Markt 7
[ ← ][ ][ → ] Serie II
ca. 10 verschied.
Qualitäten Mtr.
Markt 7
Wäsche-Stickereireste
breite, solide
Stickereien
jeder Rest 10 ₰
11015
Markt 7
Guggenheim & Marx
Wäche-Sückerei
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Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wird
der Rhönring zwiſchen der Pankratius= und der Heinheimerſtraße
vom 4. bis zum 16. Mai lfd. Js. für den Fuhrwerks= und
Radfahr=
verkehr geſperrt.
(11058
Bekanntmachung.
Die Bruſtſeuche unter den Pferden der 4. Eskadron des Garde=
Dragoner=Regiments Nr. 23 iſt erloſchen.
(11057
Darmſtadt, den 29. April 1914.
Großherzogliches Polizeiamt.
J. V.: Stumpf.
Bekanntmachung
betr. die Aushauerſtelle beim Fleiſchbeſchauamt Darmſtadt.
Wir haben heute den Metzgergeſellen Johannes Reichwein
aus Darmſtadt, Liebfrauenſtraße 82, gemäß § 3 der Freibankordnung
für die Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt vom 10. Oktober 1910
widerruflich mit Wirkung vom 15. Mai ds. Js. beſtellt und verpflichtet.
Darmſtadt, den 29. April 1914.
(11059
Großherzogliches Polizeiamt.
J. V.: Stumpf.
In den Sommermohaten
Mai bis September
werden unsere Geschäfte um (P11041
½ 8 Uhr abends geschlossen.
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IX 96¾/10 345 Hofreite
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ſtraße 101,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II., zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K1/14
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das
einge=
legte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, 29. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII,11027
Bekanntmachung.
Freitag, den 5. Jnni I. Js.,
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ſoll die dem Jakob Gebhardt
dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 1220 118 Hofreite Neue
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II 1229 37 Grabgarten
da=
ſelbſt,
35 Grasgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II., zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K66/14
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 27. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII, 11029
Bekanntmachung.
Freitag, den 5. Juni I. Js.,
vormittags 10 Uhr.
ſoll die dem Georg Philipp VolzII.
zu Groß=Bieberau, im Grundbuch
hieſiger Gemarkung zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. am
III 481 260 Hofreite
Eckhardt=
ſtraße
III 481¾/10 151 Grasgarten,
Vor=
garten,
da=
ſelbſt,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II., zwangsweiſe verſteigert
(K4/13
werden.
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das
einge=
legte Meiſtgebot die Schätzung
nicht erreicht.
Darmſtadt, 28. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII, 11028
Bekanntmachung.
(Stadtwald.)
In den Waldungen der Stadt
Darmſtadt iſt das Befahren der
Wege und Schneiſen mit Auto
und Motorrad verboten.
Nur die öffentlichen Straßen:
Dieburger=, Roßdörfer= u. Erbacher=
Straße ſind für Kraftfahrzeuge
(8489a
erlaubt.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Bekanntmachung.
Freitag, den 5. Juni I. Js.,
vormittags 10¼ Uhr,
ſollen die den Philipp Meiſinger
Eheleuten dahier zugeſchriebenen
Immobilien:
Flur Nr. am
IV 245 588 Hofreite
Bleich=
ſtraße 47,
IV 246 426 Hofreite
Bleich=
ſtraße 45,
IV 247 148 Grabgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II, zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K42/14
Darmſtadt, 28. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII, 11030
Bekanntmachung.
Freitag, den 8. Mai 1914,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Schloſſermeiſter
Georg Friedrich Rettig und deſſen
Ehefrau Margarete, geb. Ritſert,
dahier gehörige Liegenſchaftn:
Flur Nr. am
V 972 258 Hofreite
Nieder=
ſtraße Nr. 23,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
verſtei=
gert werden.
(K89/13
Die Genehmigung der
Verſtei=
gerung wird auch dann erfolgen,
falls kein der Schätzung
entſprechen=
des Gebot eingelegt wird und
andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen.
Darmſtadt, 31. März 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz.
(IX,8664
Bekanntmachung.
(Harras.)
Der Dornheimer Weg iſt wegen
Chauſſierarbeiten bis zum 1. Juni
I. Js. in einzelnen Teilſtrecken für
Fuhrwerke geſperrt.
(9457a
Darmſtadt, 8. April 1914.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
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27)
Der Graf blätterte in dem vorliegenden Aktenſtück.
Dann ſagte er, und ſeine Stimme klang rauh:
In den Familienſatzungen ſteht allerdings keine
Be=
ſtimmung über die Verheiratung der Familienmitglieder;
der Stifter des Fideikommiſſes nahm wohl als
ſelbſtver=
ſtändlich an, daß die Mitglieder keine unſtandesgemäße
Heirat ſchließen. Es war und iſt Familientradition —
Du wäreſt der erſte, der mit dieſer Tradition bräche.
Wenn Du auf dieſer Heirat beſtehſt, dann würdeſt Du gut
tun, von Deiner Anwartſchaft zurückzutreten und ſie auf
Deinen Vetter Ernſt von Ballhauſen, der in Metz als
Leutnant ſteht, zu übertragen.
Ich bin dazu bereit, ſagte Hans ſchnell.
Ueberleg’ es Dir doch noch einmal. Zum Rücktritt
iſt noch immer Zeit. Wenn Du Dich dazu entſchließt,
werde ich übrigens Deine Zukunft ſicherſtellen. . . . Du
brauchſt mir nicht zu danken — ich erfülle damit nur eine
Beſtimmung der Familienſatzungen, die in einem ſolchen
Falle für den Zurücktretenden eine auskömmliche Rente
feſtſetzen. Deine Söhne werden übrigens in Deine Rechte
wieder eintreten, da Du für ſie nicht verzichten kannſt.
Du kannſt nur perſönlich für Dich Verzicht leiſten. Hier
iſt eine Abſchrift der Satzungen. Nimm ſie an Dich und
lies ſie aufmerkſam durch, damit Du vollſtändig
orien=
tiert biſt. Und jetzt bitte ich Dich, mich zu verlaſſen —
ich bin ermattet. Wenn Du ausreiten oder ausfahren
willſt — der Stall ſteht ganz zu Deiner Verfügung. —
Adieu.
Er reichte Hans wieder die Hand, die dieſer ergriff
und innig drückte.
Ich danke Ihnen von Herzen für Ihre Güte, lieber
Onkel, und ich bitte Sie um Verzeihung, wenn meine
Worte Ihnen Kummer bereitet haben ſollten — aber
konnte ich denn ahnen, daß alles ſo kommen würde?
Nein, das konnteſt Du nicht. Deshalb iſt Dir auch
kein Vorwurf zu machen. Und was den Kummer
anbe=
trifft, ſo habe ich dieſe letzten Tage ſo viel Herzeleid
er=
tragen müſſen, daß es auf ein bißchen mehr oder weniger
nicht ankommt.
Lieber Onkel!
Der alte Herr hatte die Hand über die Augen gelegt
und blieb eine Weile ſchweigend ſitzen. Er atmete heftig,
als unterdrücke er ein aufſteigendes Schluchzen. Hans
ſah zwei ſchwere Tränen über die blaſſen, eingefallenen
Wangen perlen; er fühlte ein inniges Mitleid mit dem
vereinſamten alten Mann; er wagte nicht, ſein Schweigen
zu unterbrechen; es kam ihm kleinlich vor, jetzt von ſeiner
Liebe ſprechen zu wollen. Dieſem tiefen Schmerz des
ſchwergeprüften alten Mannes gegenüber, der gegen ſein
Leid mit ſolch ſtolzer Kraft ankämpfte, erſchienen Hans
ſeine eigenen Sorgen klein und nichtig.
Rechte und Pflichten!
Waren aber auch dieſe Pflichten, die ein unglückſeliger
Zufall ihm zugewieſen hatte, in dieſen Rechten enthalten,
die er erfüllen ſollte?
Stand das Recht ſeiner Perſönlichkeit, das Recht
ſei=
nes Herzens, ſeiner Liebe nicht höher als jene Pflicht, die
eine alte Familienſatzung ihm überwies?
Konnte er jetzt nicht mehr als freier Menchſ handeln?
Flüchtig zogen ihm dieſe Gedanken durch die Seele. Aben
er wagte ſie nicht auszuſprechen; er war ſich bewußt, daß
der alte Mann da vor ihm ſie doch nicht verſtehen würde,
der in den Traditionen ſeiner Familienſatzungen ein
Greis geworden war.
Der Graf hatte ſich wieder gefaßt.
Ich möchte allein ſein, ſagte er. Wir ſprechen noch
über Deine Angelegenheit — einſtweilen bleib’ nur hier
— Du mußt Dich erſt einmal eingewöhnen. Lebe wohl!
Hans erhob ſich und entfernte ſich nach achtungsvollem
Gruß ſchweigend und in Gedanken verſunken.
Hans wußte nicht, was er in den weiten, totenſtillen
ſtäumen des Schloſſes beginnen ſollte. Obgleich ihm alle
Zimmer und Säle offen ſtanden, kam er ſich doch wie in
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einem Gefängnis vor. Feſter, enger als Mauern und
Gitter umſchloſſen ihn die Traditionen und Satzungen
der alten Familie, deren Ahnenbilder ſo ernſt und faſt
vorwurfsvoll auf ihn herabzublicken ſchienen. Er wagte
kaum, frei aufzuatmen. Die Größe, der Reichtum laſteten
mit faſt erdrückender Wucht auf ihm. Er konnte ſich in
den Gedanken nicht hineindenken, daß er einſt Herr über
all dies ſein ſollte.
Er ſchrieb wieder einen langen Brief an Eva, in dem
er ihr die Unterhaltung mit ſeinem Oheim erzählte und
ihr mitteilte, daß er unter dieſen Umſtänden auf das
Erbe verzichten wollte. Dann ließ er ſich ein Pferd
ſat=
teln und ritt fort. Der Oberinſpektor fragte, ob er ihn
begleiten ſollte; aber Hans lehnte ab. Er wollte ganz
allein ſein.
In der freien Natur atmete er auf.
Es war ein herrlicher Frühlingstag. Ein wolkenloſer
Himmel ſpannte ſich in tiefem Blau über Wald, Wieſen
und Felder. Das Korn war ſchon zu beträchtlicher Höhe
emporgewachſen; über das Meer der grünen Halme
wogte ſchon ein leichter Wellenſchlag unter dem ſanften
Weſtwind. Die Wieſen ſtanden in vollem Blumenflor;
die Heckenroſen blühten an den Rainen und die
Vergiß=
meinnicht und gelben Butterblumen am Rande des
mur=
melnden Baches. Die Lerchen trillerten in hoher Luft,
und aus dem Walde erſcholl der Ruf des Kuckucks.
Soweit das Auge reichte, gehörten Felder, Weſen
und Wälder zu dem Beſitz des Schloſſes Ballhauſen.
In der Ferne ragten die ſpitzen Kirchtürme einiger
Dörfer empor. Die apfelbaumumſäumte Heerſtraße zog
ſich breit und hell durch die Landſchaft; ein
Eiſenbahn=
damm kreuzte ſie; ein langer Güterzug kroch auf ihm ent=
lang, die ſchwere Lokomotive keuchte und fauchte unter der
Laſt ihrer Arbeit.
Auf einer kleinen Anhöhe, die ein altes,
halbverwit=
tertes Steinkreuz ſchmückte, unter dem ſich das
Maſſen=
grab von in einem früheren Kriege gefallenen Soldaten
befand, hielt Hans ſein Pferd an und ließ den Blick über
die Landſchaft ſchweifen.
Dabei überkam ihn doch ein Gefühl des Stolzes, daß
dieſes weite Land einſt alles ſein werden ſollte, daß er
hier als Herr gebieten ſollte. Wie oft hatte er ſich eine
ſolche Tätigkeit auf eigener Scholle gewünſcht, als die
Möglichkeit dazu noch in unerreichbarer Ferne zu liegen
ſchien. Jetzt war ihm dieſe Ausſicht in greifbare Nähe
gerückt; die Möglichkeit war Wirklichkeit, die dämmernde
Zukunft war Gegenwart geworden. Und nun mußte er
verzichten, um ſich ſelbſt nicht untreu zu werden.
Er ſeufzte leicht auf.
Es war ihm, als ſtände der Verſucher neben ihm,
breitete die Arme aus und ſpräche lächelnd: Dies alles
will ich Dir geben, wenn Du mich anbeteſt.
Ein Schauder überrieſelte ihn. Er wandte das Roß,
gab ihm die Sporen und galoppierte davon, als könne
er ſo dem Verſucher entfliehen.
Aber die Gedanken ritten mit ihm und ließen ihm
keine Ruhe!
Als er heimkehrte, empfingen ihn beſtürzte Geſichter
der Dienerſchaft.
Der Herr Graf ſind krank geworden, ſagte der
Reit=
knecht mit ſcheuer Stimme, als er Hans das Pferd
ab=
nahm.
Hans eilte in das Schloß. Mit bekümmerter Miene
trat ihm der alte Kammerdiener entgegen.
Ein Schlaganfall, Herr Baron, ſprach er mit
tränen=
erſtickter Stimme. Der Herr Doktor iſt ſchon da — aber
Herr Graf verlangen nach Herrn Baron.
Er führte Hans in das Schlafzimmer, in deſſen
brei=
tem Bett der alte Graf regungslos mit geſchloſſenen
Augen lag. Der Arzt ſaß neben ihm und hielt ſeinen
Puls.
Der Kammerdiener beugte ſich über den Erkrankten.
Herr Graf — der Herr Baron ſind da!
Langſam ſchlug der Kranke die Augen auf, deren
düſteres Feuer erloſchen ſchien. Er erkannte Hans, und
es ſchien, als wollte er ihm die Hand entgegenſtrecken. Der=
Arzt verhinderte es:
Ich bitte, Herr Graf — recht ruhig bleiben!
Hans nahm aber doch die Hand ſanft in die ſeinige.
Lieber Onkel, ich bin da — wünſchen Sie etwas?
Die Lippen des Kranken bewegten ſich:
Bleibe bei mir, flüſterte er, es iſt ja doch bald
vor=
über .
Ich bleibe bei Ihnen, lieber Onkel, ſeien Sie ganz
ruhig.
Du — Du ſollſt mein lieber Sohn ſein — ich — ich
habe ja nur Dich — nur Dich .
Seine Worte erſtarben in einem undeutlichen
Ge=
flüſter. Erſchöpft ſchloß er die Augen und blieb
regungs=
los liegen. Seine keuchenden Atemzüge wurden ruhiger.
Der Arzt erhob ſich und ſagte leiſe: Er iſt
einge=
ſchlafen. Stören wir ihn nicht. Sie bleiben wohl bei
ihm, wandte er ſich an den Kammerdiener, der ſchweigend
mit dem grauen Kopfe nickte und an dem Bette Platz
nahm.
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Zeil 112, neben der Hauptpost.
(IX, 11047
Bandelekammer Harmſtact.
Sitzung vom 27. April.
An der Vollverſammlung des Deutſchen
Handelstags am 18. und 19. März in Berlin haben
als Delegierte der Handelskammer die Herren Wilhelm
Kalbſuß. Emil Schenck und Syndilus Dr. Human
teil=
genommen. Ueber die Beratungsgegenſtände wie
haupt=
ſächlich Reform des gewerblichen Rechtsſchutzes, Beziehung
von Induſtrie und Handel zur Regierung und Parlament,
Lebensverſicherung öffentlich=rechtlicher Körperſchaften und
Einfluß des Kriegs auf Verträge zwiſchen Angehörigen
der kriegführenden Staaten iſt Näheres inzwiſchen in den
Tageszeitungen veröffentlicht worden.
In Vertretung des Herrn Kommerzienrats Jacobi hat
Herr Syndikus Dr. Human an der Sitzung der
Ver=
kehrskommiſſion des Deutſchen
Handels=
tags am 3. und 4. April in Berlin teilgenommen. Aus
den außerordentlich zahlreichen Beratungsgegenſtänden,
welche ſich hauptſächlich auf Poſt=, Eiſenbahn= und
Schiff=
fahrtsweſen bezogen, iſt insbeſondere die Beratung des
Entwurfs eines neuen internationalen Uebereinkommens
über den Eiſenbahnfrachtverkehr hervorzuheben.
In einer Sitzung des Kuratoriums der
Kaufmänniſchen Fortbildungsſchule
Darm=
ſtadt wurde neben einer größeren Anzahl kleinerer
Be=
ratungsgegenſtände vor allem über die Schlußprüfung,
Prüfungsordnung und Prämienverteilung vechandelt.
An der 26. Sitzung des Ständigen
Aus=
ſchuſſes des Bezirkseiſenbahnrats am 13.
März in Frankfurt a. M. hat Herr
Kommer=
zienrat Jacobi teilgenommen.
Seitens der Handelskammer ſind als
Schiffseichauf=
nehmer für Gernsheim, Biebesheim und
Korn=
ſand die Großh. Dammwärter Junker, Krauß und
Sei=
bert öffentlich angeſtellt und beeidigt worden.
Den Ficmen des Handelskammerbezirks, welche
ge=
legenſtlich der Fragebogenbeantwortung für
den letzten Jahresbericht beſondere Wünſche
ge=
äußert hatten, ſind die entſprechenden Antworten zuteil
geworden. Es hat ſich hierbei hauptſächlich über
Ange=
legenheiten der allgemeinen Geſetzgebung, des Handels=
und Gewerbeweſens, der Zollpolitik, des Konſulatsweſens.
Geld= und Kreditweſens uſw ſowie insbeſondere noch
des Verkehrsweſens (Poſt=Eiſenbahn und Schiffahrt)
ge=
handelt. Teilweiſe waren noch nähere Erkundigungen
einzuziehen bezw. Ermittelungen anzuſtellen, ſo daß eine
Reihe von Fragen noch keine definitive Erledigung finden
konnte.
Der Handelsſachverſtändige Woſſidlo
beim Kaiſerlichen Generalkonſulat in St.
Petersburg iſt Ende Februar 1914 aus dem
Reichs=
dienſt ausgeſchieden.
Die Beſtrebungen der Handelskammer, einen
Aus=
ſchuß in Sachen des unlauteren
Wettbe=
werbs zu bilden, ſind nunmehr zum Abſchluß gelangt.
Es beſteht der Ausſchuß, welcher ſich in erſter Linie die
Ueberwachung der Ausverkäufe zur Aufgabe ſtellt, aus
der Kleinhandelskommiſſion der Handelskammer, die ſich
je nach Bedarf aus Branchen=Sachverſtändigen ergänzt.
Zu dieſem Zwecke ſind der Handelskammer 18
Sachver=
ſtändige aus den Gruppen „Bekleidung”, „Lebensmittel”
„Haushalt und Verſchiedenes” in Darmſtadt benannt
worden. Von auswärtigen Plätzen können
Sachverſtän=
dige nach Bedarf zugezogen werden. Der Ausſchuß wird
die Aufgabe haben, die angemeldeten Ausverkäufe und
eingereichten Warenverzeichniſſe zu prüfen, worauf den
betreffenden Anmeldern jeweilig mitgeteilt wird, ob
Aus=
verkaufs= und Warenverzeichnis den geſetzlichen
Vor=
ſchriften entſprechen. Sind keine Einwendungen gegen
die Ausverkaufsanzeigen zu erheben, ſo wird mitgeteilt,
daß gegen die Veröffentlichung und den Beginn des
Aus=
verkaufs von einem gewiſſen Zeitpunkt ab nichts
einzu=
wenden iſt. Sollten dagegen Einwendungen vorhanden
ſein, ſo werden die betreffenden Intereſſenten erſucht, ſich
zur Behebung derartiger Anſtände auf dem Bureau der
Handelskammer zu weiterer Beſprechung einzufinden. Falls
bie Anſtände nicht beſeitigt werden können, ſo würde ſich
der Ausſchuß genötigt ſehen, die zuſtändige Stelle zwecks
Erhebung einer Strafanzeige zu benachrichtigen. Ebenſo
überwachen und bei etwaigen Verſtößen gegen die
Be=
ſtimmungen des unlauteren Wettbewerbsgeſetzes die
be=
treffenden Firmen darauf aufmerkſam machen, daß ſie bei
weiterer Veröffentlichung der Anzeige eine Strafe zu
ge=
wärtigen haben.
Dem Verband deutſcher Waren= und Kaufhäuſer in
Berlin iſt auf eine Umfrage bezüglich der Saiſon= und
Inventurausverkäufe geantwortet worden, es
könne von Saiſonausverkäufen im Sinne der Mode= und
Manufakturwarengeſchäfte in der Möbelbranche
kaum geſprochen werden. Es ſei wohl in Deutſchland in
den letzten Jahren infolge der vielen Anregungen und
Wünſche der Kunſtſchulen, Kolonien uſw. in gewiſſem
Sinne auch eine Modebewegung in der Möbelbranche
feſtzuſtellen, aber die in Frage kommenden Bewegungen
dauerten doch einige Zeit und ſeien an keine beſtimmte
Saiſon gebunden. Da nun die Mode verhältnismäßig
raſch wechſele, und außerdem beſonders in denjenigen
Möbelgeſchäften, die große Lager unterhielten die
Aus=
ſtattung eines ganzen Zimmers nicht immer komplett in
dem vorrätigen Arrangement abgehe, da ferner gewiſſe
Geſchmacksrichtungen an einzelnen Plätzen keine Abnahme
fänden oder doch nur im Wege des ſehr billigen Angebots,
ſo ſei es für den gewiſſenhaften Geſchäftsinhaber
erforder=
lich, daß er ſeinerſeits zur Zeit der Inventur die
Minder=
werte ſolcher nicht mehr moderner Stücke oder
Einrich=
tungen durch entſprechende Preisherabſetzung und
wohl=
feiles Angebot abzuſtoßen ſuche. — Auf Grund dieſer
Sachlage erſcheint der Handelskammer die Einrichtung
von Saiſonausverkäufen für die Möbelbranche nicht
er=
forderlich, dagegen iſt es erwünſcht, daß man auch der
Möbelbranche zu den feſtgelegten Terminen, an welchen
die allgemeinen Inventurausverkäufe in den einzelnen
Städten ſtattfinden, derartige Inventurausverkäufe
ge=
ſtatet.
Infolge noch herrſchender Unklarheiten ſah ſich die
Handelskammer veranlaßt, in den meiſtgeleſenen
Zeitun=
gen des Bezirks bezüglich der Verſicherungspflicht
für kaufmänniſche Lehrlinge zu veröffentlichen,
daß derartige Lehrlinge nicht verſicherungspflichtig im
Sinne des Verſicherungsgeſetzes für Angeſtellte ſind, wenn
mit denſelben ein kaufmänniſcher Lehrvertrag abgeſchloſſen
wird. Es unterliegen jedoch dieſe Lehrlinge dann den
ge=
ſetzlichen Beſtimmungen über die Invalidenverſicherung.
Im Anſchluß an die Beſtrebungen der Handelskammer
Hanau wurde eine Eingabe an den Staatsſekretär des
Innern bezuglich des Ausfuhrzolles auf
Pla=
tinerz aus Rußland gerichtet in welcher
hervor=
gehoben wurde, es würde ein derartiger Ausfuhrzoll um
ſo ſchädlicher für die deutſche Induſtrie wirken, als Platin
in überwiegender Weiſe zur Herſtellung von
Gebrauchs=
gegenſtänden verwendet wird und nur in untergeoedneterem
Maße bei dier Anfertigung von Lurusartikeln aus Gold
und Silber in Betracht kommt. Es wurde daher die Bitte
ausgeſprochen, es möchte ein ſolcher Ausfuhrzoll ſowohl
während der geltenden Handelsverträge als beſonders
auch beim Abſchluß eines neuen Handelsvertrags mit
Rußland verhindert werden.
Gelegentlich eines Briefwechſels mit dem in Frage
kommenden deutſchen Konſulat wegen hervortretender
Mißſtände im Poſtpaketverkehr mit
Spa=
nien wurde feſtgeſtellt daß die internationalen
Poſt=
pakete an der Grenze nach erfolgter Verzollung der
Bahn=
verwaltung übergeben werden. Die ſpaniſche Poſt habe
mit den internationalen Poſtpaketen gar nichts zu tun.
Bezüglich der Ablieferung der Pakete an die Adreſſaten
werde in verſchiedenen Orten auf verſchiedene Art und
Weiſe verfahren. Entweder werden dieſelben gegen eine
kleine Gebühr ins Haus gebracht, oder es werden die
Empfänger von der Ankunft der Pakete benachrichtigt und
müſſen für Abholung von der Bahn ſorgen. Feſtgeſtellt
wurde jedoch, daß die Benachrichtigung aus Nachläſſigkeit
oft unterlaſſen wurdſe, ſo daß es vorgekommen iſt, daß
Pakete monatelang auf der Bahn gelegen haben. Schuld
an dieſen Unregelmäßigkeiten ſoll die Intereſſeloſigkeit
der Bahnen ſein.
In Uebereinſtimmung mit einer Anzahl von
Aeuße=
rungen aus Intereſſentenkreiſen iſt bei dem Ausſchuß der
Verkehrsintereſſenten der Antrag geſtellt worden, es möchte
die Ziffer 4 der Poſition „Eiſen und Stahl”
des Spezialtarifs II durch den Zuſatz „Platten und
Roſte einſchließlich Rahmen” ergänzt
wer=
den. Der Eiſenbahndirektion Mainz iſt ein Gutachten
über Hornabfälle (Abſchnitte und Stücke) und
Ab=
fallhörner (zur Herſtellung von Hornwaren
ungeeig=
neter Hörner und Hornſpitzen) erſtattet worden.
Eine Eingabe der Handelskammer an die
Eiſenbahn=
direktion Mainz wegen der Bekanntgabe von
Ab=
fahrtzeiten in den Warteſälen hat die Antwort
gefunden, es ſeien die elektriſchen Abrufungsappargte
überall an leicht ſichtbarer Stelle angebracht und mit
Klin=
gelvorrichtungen verſehen, die auf das Erſcheinen der
An=
zeigetafeln aufmerkſam machen ſollen. Auf dem Bahnhofe
Darmſtadt (Hpibf.), wo ebenfalls eine derartige
Einrich=
tung beſtehe, werde außerdem bei Kürzungen von
Zug=
verſpätungen durch einen Bedienſteten kurz vor der Abſährt
zum Einſteigen beſonders abgerufen.
Der Handelskammer iſt auf eine umfaſſende Eingabe
wegen des kommenden Sommerfahrplans
ſei=
tens der Eiſenbahndirektion Mainz ein Beſcheid zuteil
ge=
worden, deſſen Hauptpunkte bereits vor einiger Zeit in
den meiſtgeleſenen Tageszeitungen zur Veröffentlichung
gelangt ſind. Von den Wünſchen der Handelskammer
haben hauptſächlich folgende Berückſichtigung gefunden:
Es wird zur Herſtellung einer beſſeren Verbindung vom
Rheinland über Mainz nach Darmſtadt vom 1. Mai ab
auf der Strecke Koblenz-Frankfurt (Main) ein neuer
Eil=
zug gefahren, welcher in Mainz um 1.04 ankommt. Die
Weiterfahrt nach Darmſtadt erfolgt dann 1.23 Uhr,
gegen=
über einer Wartezeit von bisher über ¾ Stunden. Weiter
wird die zeitweilig in Frage geſtellte Morgenverbindung
Frankfurt-Gießen-Kaſſel-Hannover-Hamburg an den
Eilzug 71 ab Frankfurt 8.52 Uhr wieder hergeſtellt werden.
Auch die Vecbindung von Sprendlingen (Rheinland) über
Mainz nach Darmſtadt wird eine Verbeſſerung erfahren.
Endlich iſt hauptſächlich einem langgehegten Wunſche der
Einwohner des Odenwaldes auf beſſere Zugverbindungen
mit der Reſidenzſtadt in der Art und Weiſe Rechnung
ge=
tragen worden, daß küntfighin morgens ein Eilzug ab
Eberbach 7.30 Uhr, an Darmſtadt 9.18 Uhr, verkehren wird
und hierzu als Gegenzug abends ein Eilzug ab Darmſtadt
7.05 Uhr, an Eberbach 8.59 Uhr. eingelegt wird Untee
denjenigen Wünſchen der Handelskammer, welche leider
für den kommenden Sommerfahrplan noch keine
Berück=
ſichtigung gefunden haben, ſind Verbeſſerungen der
Zug=
verbindungen mit Paris, ſowie mit Wien, Würzburg,
München. Kiſſingen, weiter Verkehrsverbeſzerungen
Bensheim-Worms, Groß=Gerau-Franffurt (Main)., und
Rüſſelsheim bezw. Kelſterhach-Frankfurt (Main), ſowie
auch der Morgenanſchluß von der Odenwaldbahn nach der
Bergſtraße hervorzuheben.
Der Generaldirektion der badiſchen
Staatseiſenbahnen gegenüber war ebenfalls
eine Anzahl von Wünſchen bezüglich des kommenden
Sommerfahrplans geäußert worden. Von dem
eingegangenen Beſcheid ſind die in Frage kommenden
Intereſſenten in Neckarſteinach und Wimpfen in Kenntnis
geſetzt worden.
Als Delegierter der Handelskammer in die
Auskunfts=
ſtelle des Allgemeinen deutſchen Frauenvereins für
Frauenberufe beim neu errichteten Arbeitsamt Darmſtadt,
welche die Aufgabe der
Frauenberufs=
beratung und der weiblichen
Lehrſtellen=
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Herzog v. Alba2 Johs. Heinz
Oberſter derf S Wolf Dietrich,
a. G.
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SHeinrich Hacker
Marguis von
Poſa,
Mal=
theſerritter
Graf Lerma,
Leibwache
Herzog v.
Fe=
ria, Ritter d.
Vließes
dina=Sidonia,
Admiral
Don Raimond 8
von Taxis,
Oberpoſtmei=
A. Waſſermann
Alexand. Farneſe,
Prinz v. Parma,
Neffe des Königs Frz. Schneider
Domingo,
Beicht=
vater des Königs Emil Jannings
Der
Großinquiſi=
tor d. Königreichs Herm. Knispel
Ein Page der
1 Königin
Ellen Widmann
Don Ludwig
Mer=
cado Leibarzt d.
Königin
Paul Peterſen
Ein Offizier . . Emil Kroczak
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99,20 do. Kons. stenerfreie
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1919. . . . . 4 93,75Pfälzische Bank . . . . . . 7 122,50 Königin Marienhütte . . 6. . 81,00
86.90 do. Admin. v. 1903. .
76,30) do. .
1921.. ..
do.
d0. .. . . . . . ..
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Missouri-Pacific L.
0 00
do. . . . . .
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Aktien von Trans-
Badische Stants-Anleihe: 4 96,80 v. 1913. . . . . . .
4½ 98,35) do. do. v. 190
4 96,50
56,00 do. „ 1920 ....
South West.-Afr. Shares . 5 1117,25
3½l 87,20 do. Gold-Rente.
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81,40 Northern-Pacifie.
do. V. 92194 ..
*3
do. Staats-Rente 1910
do. . .
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4 91,00Kommunal-Oblig. Ser. 1,
80,60Southern-Pacifc.
Bayerische Ablös.-Rente. 4 97,00) do.
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do. unkdb. p. 1918 . .
94,00 1Südd. Lisenb.-Gesellsch. :6½ 148.20
w. 18871
Ungar, Lokalbahr
5 98,50
Badische . . . . . TIr. 100 4
48—40
do. unkdb. p. 1920 .
97,50) do. äußere v. 1890 .
94,90Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 1115.00
6 1 99,10
do. . . . . . .
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do, innere v. 1888
Provinz-Anleihe
E.-B.- u. Allgem. Anl.
4½
do. unk. 1922 „ 52
96,00Baltimore . . . . . ..
10 192.75Holländ. Komm.. H. 100 3 115,50
4 97,50
unkdb. p. 1930 .
do. äußere v. 1888 . . .4½
33/ 88,60Canada . . . . . .
do. „ 1915. . . .
96,40
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Rheinprov. Obl. Ei
13½ 85,00
do. Anleihe .
do. v. 1897
3½ 86,50 Schantung: .
do. Ser. 45 . . . .
86,60
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3 76,10Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5 94,00 do. Em. 10
do.
Prinz Henry-
* 89.50Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
Osterreicher 1860er Lose .
4 17000
do. . 5.
Hamburger Staats-Anl. . 4 1 97,30 do. v. 1889 . .
4½-
Ser. 12, 13, 16
96,90Lombarden .
3½
0 21,50 Toidenburger. . . . TIr. 40 3 1128,40
.4½ 89,00Posen Prov.:
do. v. 1887/94 . . . . . .3½
do. v. 1906 . . . . .
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4 95,90 do. . . . . „ 14, 15, 17
6 (110,50 Kaab-Grazer . . . . A. 1502½/110.38
Westfalen Prov. V. . . .
97,40
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do. unkdb. 1920 . . . .
4 1 95,90
5 99,40Hess. Prov. Oberhessen 3½
97,50
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do. v. 1896 . . . . . . . .
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35
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97.50
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Tendenz:
Schwächer.
Von lander Krankheitendlich genesen!
Befreiend ringt es ſich von den Lippen der jungen Frau und Mutter, die ihr lange getrübtes Familienglück wieder hell leuchten
ſieht. Von quälender Sorge erlöſt iſt der liebende Gatte, dem die ſchnelle glückliche Wendung den Frieden ſeines Herzens zurückgab.
Jubelnd fliegt das Kind an die ſehnende Mutterbruſt, der es wochenlang, als die geliebte Mutter zwiſchen Tod und Leben ſchwebte,
angſtvoll entzogen war. Sie alle, die um ein von ſchwerer Krankheit geplagtes Menſchenleben ſich bangten, danken dem allgütigen
Schöpfer, danken der hingebenden Kunſt des treu bewährten Arztes, danken dem unerſchöpflichen Born der Natur, die durch die
segensreiche Wirkung einer Frühjahrskur
mit Altbuchhorster Mark-Sprudel Starkquelle (Jod-Eisen-Mangan-Kochsalzquelle) das Liebeswerk der Rettung krönte.
Was aus der obigen, nur zu lebenswahren Familienſzene warm zu uns ſpricht, ſind die vergeiſtigten Worte des berühmten Hygienikers
Prof. Mar von Pettenkofer: „Wer da lebt auf Erden, will geſund ſein, denn ein Leben ohne Geſundheit iſt eine Qual, eine Marter, von der
jeder Erlöſung wünſcht.” Sagen Sie es allen, die ſich krank und elend fühlen, damit es gehört und erprobt werde zum Wohle der leidenden
Menſchheit.” So hat die ſchwerkranke Frau und Mutter, als nur noch ſchwache Hoffnung auf Lebenserhaltung blieb, auch den Segen des
Altbuchhorſter Mark=Sprudel Starkquelle gehört und erprobt. Sie hat an ſich ſelbſt die von zahlreichen Aerzten, Profeſſoren, Krankenhäuſern
und Kliniken in ausführlichen Gutachten und durch kliniſche Beobachtung von Krankheitsfällen aller Art gerühmte vorzügliche Wirkung dieſes
natürlichen Heilwaſſers überraſchend ſchnell beſtätigt gefunden. Ihrem heißen Dankgefühle ſchließen ſich Tauſende und Abertauſende an,
die gleichfalls nach einer Mark=Sprudel=Trinkkur die Kraft erhalten haben, ſich wieder in vollſtem Maße eines geſunden Lebens zu erfreuen.
ist Appetitlosigkeit, Magendrücken, Sodbrennen, schlechte
Ver-
dauung, dauernde Verstopfung vorhanden, schmerzen die Nieren
u. die Gallenwege kolikartig, oder ist die Blase nicht in Ordnung,
Blagen Sie Steinleiden, Gicht oder Rheumatismus, Fettleibigkeit oder
sar der gefährliche Zucker u. die giftige Harnsäure, sind
ange-
griffene Nerven die Ursache von Kopf- u. Rückenschmerzen,
Angst-
u. Schwindelanfällen, Migräne, Neuralgien, Neurasthenie,
Schlaf-
losiskeit, Gedächtnisschwäche, von Unlust, Mattigkeit, Reizbarkeit,
wechselnden Zuständen der höchsten Aufregung u. der tiefsten
Niedergeschlagenheit, von Ziehen, Reißen u. Stechen im ganzen
Körper, trasen Bleichsucht, Blutarmut, falsche Ernährung, unreines
Blut die Schuld an einer allgemeinen Entkräftung des ganzen Körpers.
dann iſt eine durchgreifende Trinkkur mit Altbuchhorſter Mark=Sprudel Starkquelle zur ſchnellen Geneſung, wie überhaupt zur Kräftigung
und Erhaltung der Geſundheit, geradezu unentbehrlich.
Mit Sicherheit iſt durch die neueſten exakten Forſchungen nachgewieſen, daß die Nährſalze der natürlichen Mineralbrunnen im
Körper wichtige, ſelbſtändige Aufgaben zu erfüllen haben. Ohne Mineralſalze iſt ſelbſt bei ſtärkſter eiweißhaltiger Ernährung kein
Organismus längere Zeit lebensfähig. Wo Mineralſalze im Blute fehlen, da fehlt die treibende Kraft aller Lebensenergie. Der
Alt=
buchhorſter Mark=Sprudel enthält dieſe wichtigen, zur Erhaltung des Organismus notwendigen mineraliſchen Nährſalze in der dem
Blute zuträglichſten Form und Verteilung. Es genügt deshalb, wie der Brunnenarzt Dr. med. G. ſo treffend ſagt, meiſt ſchon eine Trinkkur
von wenigen Wochen, um die Wangen zu färben, den Blick freier zu machen, Kraft und Wohlbehagen wieder einkehren zu laſſen.
legein
derAegienrenſ=
ieſem Grunde wurden neben
egelbahnen im Keglerheim,
e drei Bahnen (2
Bohlen=
ſo daß den Anhängern des
Weiſe zur Betätigung des
ſt. Vorausſichtlich wird ſich
in reges Leben und Treiben
en. Durch die Erfahrungen
in der Feſthalle (wo auf 10
vurde) klug gemacht, wurde
ßen Andrange vorzubeugen,
inen längeren Zeitraum
aus=
t, mit dem Preiskegeln
ver=
iesmal in Anbetracht des im
den 16. Deutſchen
Bundes=
nd nur die am 17. Mai
ſtatt=
it einem größeren Kommers
Zeit finden nur gemütliche
zert und Tanz im Saale des
iſches.
ſtwiſſenſchaft. Heraus=
F. Burger=München.
verſitätsprofeſſoren
Curtius=
tmann=Straßburg, Herzfeld
h=Wien, Pinder=Darmſtadt,
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Kunſtwiſſen=
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nutß. Die Bearbeitung des
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t als Univerſitätslehrer
aus=
orragendes ſchriftſtelleriſches
erfügen. In der
vorliegen=
ten Male in einer
Kunſt=
berblick über die bisher viel
annte ältere bayeriſche und
talerei gegeben und neben
um erſten Male die neu
ent=
in Garmiſch nebſt dem
rei=
liotheken in Wien und
Mün=
rſicht und Geſchick weiß der
ndläufigen Wertungsbegriffe
harakteriſtik dieſer in beſchei=
Kunſtweiſe zu geben und
er=
eue Ausblicke für die
Kunſt=
niger als 49 Abbildungen
Gr enenente
des Kaisers
Atungen, militärischen
Be-
rivathaushaltungen ständig
irkendes Mottenschutzmittel.
en, Apotheken, Parfümerien.
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M. und Borlin. (II,10376
ereitnen
und Spülen.
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„Meine furchtbaren
Blasen-
schmerzen
haben ſich nur durch die Altbuchhorſter Mark=Sprudel=
Trink=
kur verloren. Ich kann jedem derartig Leidenden den
Alt=
buchhorſter Mark=Sprudel nur beſtens empfehlen.”
So ſchreibt eine Reſtaurateursgattin aus Schleſien, die für ihr
Leiden gerade das beſte Mittel mit glücklichem Griff erfaßte. Bei
Blaſenreizung, Blaſenkatarrhen, Steinleiden, Nierenaffektionen uſw.
iſt die auflöſende, ausſpülende, alkaliſierende Wirkung des
Alt=
buchhorſter Mark=Sprudels von unbeſtrittenem, beſtem Erfolg.
15
Seit Jahren litt ich an Gallen.
steinen
und bin, trotzdem ich lange in ärztlicher Behandlung war, noch
nicht davon befreit. Seitdem ich etwa 30 Flaſchen Altbuchhorſter
Mark=Sprudel getrunken habe, fühle ich mich ſehr wohl. Die
Gallenſteinanfälle, welche ſonſt faſt täglich auftraten, haben
vollſtändig nachgelaſſen, auch habe ich ſchmerzlos Gallenſteine
verloren.”
Oberpoſtſchaffner J. L. in B.
Die Aufgabe des Arztes bei Behandlung von Gallenleiden beſteht
darin, die Kranken vor Kolikanfällen und vor anderweiten ſchlimmen
Folgen der Gallenſteine zu ſchützen. Dies geſchieht am
ſicherſten durch den Gebrauch gewiſſer Mineralwäſſer,
wie der Altbuchhorſter Mark=Sprudel.
Von Rheumatismus befreit.
„Nachdem ich jetzt eine Kur mit 30 Flaſchen
Altbuchhorſter Mark=Sprudel gebraucht habe, kann
ich Ihnen mitteilen, daß ich von meinem
Rheu=
matismus befreit bin. Ich werde dieſe
aus=
gezeichnete Heilquelle in meinem Bekanntenkreiſe
weiter empfehlen,”
ſo ſchreibt Herr A. H. in Frankfurt a. M., und beſtätigt
damit einwandsfrei die ausgezeichnete Wirkung des
Altbuchhorſter Mark=Sprudels bei Erſcheinungen der ſogenannten
harnſauren Diatheſe (Rheumatismus, Gicht uſw.).
10jährises Magen- u. Darmleiden.
„Seit 10 Jahren bin ich an Magen= und Darmleiden erkrankt
und alles, was ich dagegen tat, war umſonſt. Mein Zuſtand
war in letzter Zeit geradezu unausſtehlich geworden, ich
hatte keine Hoffnung auf Geſundheit mehr und alles
wurde mir zuwider. Obgleich ſehr mißtrauiſch, entſchloß
ich mich doch, eine Trinkkur mit Altbuchhorſter Mark=
Sprudel zu machen, und dieſer hat ſich glänzend
be=
währt. Es iſt mir hart geworden, das Geld dafür zu
er=
übrigen, aber es reut mich nicht, die Kur hat mir ſehr
gute Dienſte geleiſtet und ich kann ſie allen Leidenden
aufs wärmſte empfehlen.”
A. S. in M.
Dieſer 68jährige alte Herr darf wohl als klaſſiſcher Zeuge
dafür gelten, daß der Altbuchhorſter Mark=Sprudel ſelbſt
dann noch ſehr gut wirkt, wenn es ſich um einen
gebrech=
lichen, abgearbeiteten und von jahrelanger Krankheit und
den Erſcheinungen des Alters zermürbten Körper handelt.
Hat sehr gute Dienste getan!
„Vier Wochen täglich eine Flaſche hat uns zu neugeborenen
Menſchen gemacht. Wir waren alle ſehr nervös und blutarm
und ſehen jetzt voll und geſund aus.”
Poliermeiſter C. P. in R.
Fühlt sich sesunder als jel
Das iſt das einſtimmige Urteil aller, die die blutbildende,
nerven=
ſtärkende und den Stoffwechſel fördernde Kraft des Altbuchhorſter
Mark=Sprudels kennen und ſchätzen gelernt haben. So ſchreibt ein
Berliner Ehepaar:
„Ueber die vorzügliche Wirkung Ihres Altbuchhorſter Mark=
Sprudels ſprechen wir Ihnen unſere höchſte Befriedigung aus.
Seit wir dieſen Brunnen trinken, fühlen wir uns geſunder als
je, ſo daß er uns unentbehrlich geworden iſt, wie das tägliche
Brot.”
M. u. T. W.
Chronisches Blasen- und
Nieren-
leiden,
„Seit etwa 15 Jahren litt ich an chroniſchem Blaſen= und
Nierenleiden, das mir trotz verſchiedener Kuren ſehr viele und
quälende Schmerzen bereitete. Nachdem ich ſeit ungefähr
einem halben Jahr Ihr Heilwaſſer trinke, haben die örtlichen
Beſchwerden ganz bedeutend nachgelaſſen und iſt der üble
Geruch des Urins verſchwunden. Auch mein
Allgemein=
befinden, das durch einen Schlaganfall ſtarken Schwankungen
unterworfen war, hat ſich durch den regelmäßigen Gebrauch
des Altbuchhorſter Mark=Sprudels ebenfalls ſehr gebeſſert.”
Leutnant a. D. H. in H.
Gar nicht oft genug kann darauf hingewieſen werden, daß bei
Blaſen= und Nierenleiden der Altbuchhorſter Mark=Sprudel eine
ganz hervorragende Wirkung entfaltet.
2
Befinden hat sich bedeutend
gebessert,
die Nerven ſind ſtärker und das Gedächtnis wieder gut
ge=
worden. Appetit, Verdauung und Schlaf iſt nach der Kur mit
Altbuchhorſter Mark=Sprudel völlig befriedigend.” So ſchreibt
Herr Th. S. in K.
„eit 25 Jahren litt ich an
Magenschmerzen,
Verdauungsſchwäche und den damit
zuſammen=
hängenden geſundheitlichen Nachteilen. Als ich
von dem Altbuchhorſter Mark=Sprudel las und
mir einige Flaſchen kaufte, merkte ich ſchon nach
wenigen Tagen, daß er mir etwas geholfen hatte.
Ich ſetzte nun die Trinkkur fort und bin jetzt
wieder völlig geſund. Ich ſpreche Ihnen hiermit
meinen beſten Dank aus und werde den Mark=
Sprudel weiter empfehlen.”
A. D. in R.
Bei chroniſchen Magenkatarrhen muß der Arzt den Körper durch
leichtere Abführmittel entlaſten. Daher iſt der Gebrauch des
Alt=
buchhorſter Mark=Sprudels ſölchen Kranken beſonders zu empfehlen.
Der Salzgehalt des Mark=Sprudels verbeſſert die Verdauungsſäfte,
reichert das Blut an und wirkt auf die überaus empfindlichen
Magen=
nerven günſtig ein, auch wird die bei Verdauungsſchwäche
darnieder=
liegende ſogenannte Periſtaltik des Darmes durch den Altbuchhorſter
Mark=Sprudel weſentlich verſtärkt.
Mit gutem Erfolgangewandt,
darin gipfelt auch der folgende Kurbericht eines Vaters
über ſeine bleichſüchtige Tochter, in dem er ſchreibt:
... daß ich den Altbuchhorſter Mark=Sprudel
bei meiner Tochter gegen Bleichſucht und
Lungen=
ſpitzenkatarrh mit gutem Erfolg angewendet habe.”
H. Sch. in S.
Nach 5 Tagen Besserung
konſtatierte eine Mutter bei ihrer magenleidenden Tochter
und ſchreibt darüber:
„Meine Tochter war ½ Jahr lang ſehr
magen=
leidend und unternahm dagegen eine Trinkkur mit
Altbuchhorſter Mark=Sprudel. Schon nach den erſten
5 Tagen verſpürte ſie Beſſerung und iſt nun völlig von ihrem
Leiden befreit, auch kann ſie ſämtliche Speiſen wieder genießen.
Viele Bekannte haben ſich ſchon bei mir nach dem Altbuchhorſter
Mark=Sprudel erkundigt.”
Frau Wwe. D. in G.
Er hilft mir verzüglich.
„Senden Sie mir gefäligſt ſofort von Ihrem berühnten
Altbuchhorſter Mark=Sprudel noch 30 Flaſchen gegen
Nach=
nahme. Bitte aber bald, denn ich habe 6 Flaſchen getrunken
und er hilft mir vorzüglich.”
Herr Ph. St. in K., der nach einem kleinen Verſuch voll Vertrauen
zu einer regelrechten Trinkkur überging, hat ſich in ſeinem
Ver=
trauen nicht getäuſcht geſehen. Er iſt heute wieder geſund wie
früher und dankt dem Altbuchhorſter Mark=Sprudel ſeine
wieder=
gewonnenen Kräfte.
eced-
[ ← ][ ][ → ] Mankfurter Kursbericht vom 30. Aprit 1914.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
191
eie
Schweden v. 1890. .
(60
Moskau-Kasan . .
Frankf. Hypothek.-Bank 10 213,.50 Gelsenkirchen Bergw. . . 11 181,50
Staatspapiere.
Pfandbriefe.
Serben steuerfrei
:
86,60) do. . . . . . . . ..
do. do., Krod.-Ver. 8½ 155,50 1Harpen Bergbau. .. . . . 11 1179,00
4 100,30 do. amort. v. 1895 .
Dt. Reichsschatzanw.
78,90Wladikawkas. . . . . . . . 4 85,20 (Berliner Hyp.-Bk.-Pf. . . 4½ 1101,00 Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 1116,50 Kaliwerke Aschersleben 10 1137,50
98,50 Türk. Egypt. Tribut .
Dt. Reichsanleihe p. 1918
do. unkäb. 1918. . . . .
Rjäsan-Koslow . . .
93,60 Nation.-Bank t. Deutschl.
110,30Kaliwerke Westeregeln .13 201,25
4 99,20 do. Kons. steuerfreie
do. . . . . p. 1925.
Portugies. Misenb. v. 1886 3 68,00 do.
1919. . . . . 4 93,75Pfälzische Bank ..
1122,50Königin Marienhütte . . 6. 81,00
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 86,90 do. Admin. v. 1903.
1921. . . . .
do.
76,30 do. . . . . . . . . . . . . . 4½
4 94,751Reichsbank .
.. . 8.43 134,50Laurshütte .
8 143,00
,„ —
78,20) do. unif. v. 1903.
do. . . . . . . . .
1922. . . .
Livornoser . . . . . . . . . . 241 69,20 do.
4 95,75Rheinische Kredit-Bank. 7 (127,25 Oberschles. Eisenbed. . . 6 82,70
4 100,20 do. v. 1905.
Preußische Schatzanw.
72,60 Salonique Monastir. . .
61,20 do. . . . . .. . . . . . . . . 3½ 83,50A. Schaaffhaus. Bk.-Ver.
(159.00 Oberschl. Eisen-Industrie 3 64,50
91,25 Ungarische Staats-Rente
Staffelanleihe..
77,40 do. Komm.-Obl. unk. 1918
1Bagdadbahn . . . ..
§ 1130,50Phönix Bergbau ...
95,00 Wiener Bank-Verein. .
18 (236,25
Consols :
86,90 1913 unkdb. bis 1923 . . 4½ 89,60Anatolische Eisenbahn .4½ 90,50Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910
95,0
Rheinische Braunkohlen 10 231,00
78,10 Ungar. Staatsk.-Scheine
de. . . . . . .
9000 do.
8600
1915 .. . .
Missouri-Pacific I.
Riebeck Montan . ..
12 1195,30
96.501 Aktien von Trans-
96,80 v. 1913. . . . .
Badische Staats-Anleihe
4½ 98,35
1920 . . . .
56,00 do.
do. do, v. 1905 .
South West.-Afr. Shares . 5 1117,25
3½ 87,20) do. Gold-Rente.
95,251 do. Ser. 12—19. . . . . . 3½ 86,40 port-Anstalten.
do. V. 92194
81,40Northern-Pacifc.
do. Staats-Rente 1910
do. . . .
91,00 Kommunal-Oblig. Ser. 1,
80,60 1Southern-Pacife.
Hamb.-Amerika-Packetk. 10 1129,80
9700 do.
BayerischeAblös.-Rente.
Verzinsliche
§ (1400
unkdb. 1910 .
Kr.
85,90 St. Louis & San Fran
.3½ 86,50 INorddeutscher Lloyd.
97,50 Argent. innere Gold-Anl.
E.-B.-Anl. kdb. ab 1906
111600 Anlchenslose. (26
Frankt. Hyp.-Kred.-Ver.
Tehuantepec,
Frankfurt. Schleppschiff.
97,50
Ser. 15—42
do. unkdb. p. 1918
v. 1987
94,001Südd. Eisenb.-Gesellsch..6½ 128,20
.5 98,50
Ungar. Lokalbah
. . TIr. 100 4.
„ 43—45
94,90Anatol. Eisenb. 600-Akt. 5½ 1115.00Badische
97,50 do. äußere v. 1890 . .
do. unkdb. p. 1920 .
99,10
do. ..
Cöln-Mindener . TIr. 100/3½143,20
690½
do, innere v. 1888
1 Provinz-Anleihen.
E.-B.- u. Allgem. Anl.
52
96,00 Baltimore . . .
do. unk. 1922
. 10 192.75Holländ. Komm. . A. 100 3 115,50
97,50) do. Kußere v. 1888 .
unkdb. p. 1930 .
88,60 Canada . . .
do. „ 1915.
96,40
. Prs. 100 3
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
7½ 140,25 Madrider .
3½ 85,00
do. v. 1897 .
do. Anleihe .
. .3½ 86,50 Schantung.
do. Ser. 45 .
3½ 86,60
§ (155,00 Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 1141,00
*94,00 do. Em. 10
do.
76,10Chile Gold-Anl. v. 1911.
3 83,50 Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
Prinz Henry.
lOsterreicher 1860er Lose : 4 170,00
do. „ 9.
97,50
Hamburger Staats-Anl.
do. v. 1889 .
Ser. 12, 13, 16
96,90 Lombarden
3½
0 21,50 NOidenburger. . . . TIr. 40 3 (128,40
Posen Prov..
6 1110,50
do. v. 1887/94 . . . . . .3½
do. v. 1906
14, 15, 17
89,00
96,90 Pennsylvania.
4 95,90) do. . . . .
Raab-Grazer . . . . H. 150/2½110,35
Westkalen Pror. V.:
79,20 UChines. St.-Anl. v. 189
97,40
do. .. . . . . . . . . . .
do. unkdb. 1920 . . . .
4 1 95,90
99,40Hess. Prov. Oberhessen
97,80
97,50
Hessische Staats-Anleihe
do. v. 1806 ..
do. „ 1923 . . ..
2
3½
8450) Industrie-Aktien.
do. Starkenburg..
Ao. unkdb. p. 1921‟.
97,50
do. Ser. 1, 2 6—8 . . .
do. Reorg. Anl.
86,50
Unverzinsliche
Mk.
Jatz. 802a
1805
aue Adsolnadieche
Anilin-
ik . 28. 1631,50
do.
Anlchenslose.
ſp. St.
2,50
75Augsburger
A.7 —
Braunschwei
Tlr. 20 —
,50Mailänder
Pa. 45 —
,00 do.
Fs. 10 —
Meininger
A. 7 37,00
A. 100
Osterreicher v.
do.
v. 1886 . A. 100 1540,00
H. 100
Ungar. Staats
—
.00 Venediger
Fs. 30
Türkische .
Fs. 400 165,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns. . . . . .
*20,43
20-Franks-Stücke . . . . . . . 16,30
Amerikanische Noten .
4,18½
Englische Noten. . . . .
20,49
Französische Noten. .
8135
,00 Holländische Noten .
. (160,35
1,50 Italienische Noten . . . . .
815
2,00 Osterr.-Ungarische Noten.
85,10
1,80Russische Noten . . . . . . . ..
1,101Schweizer Noten. . . . . . . . 1:81,35.
5,00
Reichsbank-Diskont
do. Lombard Zsf..
3,30
325
Tendenz:
9,00
Schwächer.
550
.7.60
4,50
Bleichsüchtige
leiden häufig an Nervenſchmerzen im Geſicht und namentlich an Magenſchmerzen. Gewöhnlich beſteht eine abnorm geſteigerte allgemeine
Empfindſamkeit des Körpers und des Geiſtes, eine trübe, gereizte Stimmung, Neigung zum Weinen, Herzklopfen, Appetitloſigkeit,
Ver=
dauungsſchwäche, nach dem Eſſen entſteht Druck und Vollſein in der Magengrube, ſaures Aufſtoßen uſw., ſehr häufig kommt das
ge=
fährliche runde Magengeſchwür vor. Die Menſtruation fehlt entweder ganz oder ſie iſt ſpärlich und unregelmäßig und mit heftigen
Schmerzen verbunden, häufig beſteht noch Katarrh der Gebärmutter uſw. (weißer Fluß).
Das Ziel der ärztlichen Behandlung iſt ſtets auf gute, kräftige Ernährung gerichtet. Der Gebrauch eiſenhaltiger
Mineral=
wäſſer leiſter dabei ausgezeichnete Dienſte, weil das Eiſen bekanntlich das Bildungsmaterial für die roten Blutkörperchen im
Knochen=
mark iſt. Das Eiſen in dem Altbuchhorſter Mark=Sprudel übt auf die Schleimhaut des Magens einen Reiz aus, der die Zellen,
Blut=
gefäße, Muskeln, Drüſen uſw. zu geſteigerter Tätigkeit anregt, der Lymphſtrom wird ein regerer und die allgemeine Ernährung geſteigert.
Bleichsucht, Kopfschmerzen,
Aepolſcorightelt.
„Der Altbuchhorſter Mark=Sprudel leiſtete mir gegen
Bleich=
ſucht, Kopfſchmerzen, Appetitloſigkeit, ſtändiges Unbehagen uſw.
glänzende Dienſte und mein Körpergewicht nahm mehrere
Pfund zu. Viele Mittel habe ich ſchon verſucht,
aber noch keins hat ſo gute Erfolge gezeitigt, wie
der Altbuchhorſter Mark=Sprudel, den ich jedem
ähnlich Leidenden nur empfehlen kann.”
So lautet der Bericht einer von ihrem Beruf ſtark
angegriffenen Stenotypiſtin, Fräulein F. W. in B., der
zugleich ein Mahnruf an ihre Berufsſchweſtern iſt.
„Meine Tochter litt an
hoch-
gradiger Bleichsucht
und hat durch eine Haustrinkkur mit Mark=Sprudel die beſten
Erfolge erzielt. Das Allgemeinbefinden hob ſich alsbald
und der Appetit wurde in hohem Maße angeregt, ſo daß ich
nicht umhin kann, meinen herzlichſten Dank auszuſprechen.”
So ſchreibt eine um die Geſundheit ihrer Tochter ſehr beſorgte
Mutter, Frau Berta A., deren Vertrauen in die eminent
blut=
verbeſſernde Wirkung des Altbuchhorſter Mark=
Sprudels glänzend gerechtfertigt wurde.
Was die Aerzte sasen!
Es iſt richtig und ſelbſtverſtändlich, daß der Arzt
einer ihm noch nicht näher bekannten Heilquelle
gegenüber zunächſt zurückhaltend iſt da er ſein
Urteil nicht allein für ſich, ſondern für das Wohl
und Wehe einer großen Reihe ſeiner Patienten zu
bilden hat. Auch der Altbuchhorſter Mark=Sprudel
(Starkquelle) hat von dieſer Regel keine Ausnahme
gemacht und iſt der ſtrengen Kritik der ärztlichen
Wiſſenſchaft überaus oft unterſtellt worden, bevor er
das uneingeſchränkte Vertrauen der Aerztewelt ſich zu
erringen vermochte. Dafür iſt die rückhaltloſe
An=
erkennung ſeiner Heilwirkung nunmehrum ſo erfreulicher und esmögen
mehrere überzeugende Dokumente dieſes Vertrauens hier Platz finden.
Ueber die ſpezielle Wirkung des Altbuchhorſter Mark=Sprudels
(Starkquelle) ſeien folgende Gutachten herausgegriffen:
„Ich habe den Altbuchhorſter Mark=Sprudel bei Bleichſucht,
Blutarmut und Erſchöpfungszuſtänden aller Art, ſowie
Nerven=
ſchwäche mit großem Erfolg verwendet. Alseine
beſonders glückliche Kombination verdient der
die Karlsbader Quellen an Stärke übertreffende
Kochſalz=, ſowie der milde Glauberſalzgehalt
Erwähnung. Da die erwähnten
Krankheits=
zuſtände faſt immer mit Darmträgheit und
Stoff=
wechſelſtörungen einhergehen, iſt die
ſtuhlgang=
regulierende und verdauungfördernde Wirkung
des Altbuchhorſter Mark=Sprudels beſonders
wertvoll.‟
Dr. L. in B.
Weiter berichtet Herr Dr. med. W. in L.:
„Es handelt ſich um eine Frau, Mitte der30er
Jahre, hochgradig blutarm, mit ſtarken
Kopf=
ſchmerzen, Herzklopfen, Schlafloſigkeit, ferner mit
ſtark entwickelter Hyperneuroſe. Die Patientin
klagt ferner über enormen Blutverluſt bei der Periode, außerdem
über ſtarken weißen Fluß, der ihr wie Waſſer abgeht. Nach
Eiſen=
tinktur, Hämatogen uſw. wurde keine Beſſerung erzielt.
Baldrian=
tinktur und brauſendes Bromſalz konnten ihr die nervöſe
Auf=
regung nicht nehmen, ebenſowenigden Schlaf wiedergeben. Nach
Gebrauch von 30 Flaſchen Altbuchhorſter Mark=Sprudel konnte
ich eine Linderung aller dieſer Beſchwerden feſtſtellen.”
Ausgezeichnete Ertolge bei
Blutarmut.
„Ich habe den Altbuchhorſter Mark=Sprudel in einer Anzahl
von Fällen in dem von mir geleiteten ſtädtiſchen Krankenhauſe
angewandt. Ich habe ausgezeichnete Erfolge bei den
ver=
ſchiedenſten Formen von Blutarmut geſehen. Der
Brunnen wird gut vertragen und gern genommen.”
Prof. Dr. med. K.
Drüsen.
„Ich habe den Altbuchhorſter Mark=Sprudel bei drei
Patienten angewendet, erſtens bei einem fünfjährigen
Mädchen, das durch eine Drüſenoperation am Halſe ſehr
heruntergekommen war, zweitens bei einer durch
Hae=
moptoe geſchwächten 25 jährigen jungen Dame und
drittens bei einem ab.=verdächtigen 30jährigen Fräulein.
Bei allen Dreien war nach vier Wochen eine auffallende
Beſſerung im Befinden und Gewichtszunahme zu konſtatieren.”
Sanitätsrat Dr. F.
Blutarmut und Nervosität.
Nicht minder deutlich ſpricht auch der folgende Bericht zu allen,
die an Blutarmut in Verbindung mit nervöſen Störungen leiden,
wie es z. B. vielfach bei Hyſteriſchen der Fall
ſein kann:
„Bei mir machten ſich alle Anzeichen von
Blutarmut und Nervoſität in ſtarkem Maße
bemertbar. Ich beſtellte daher Altbuchhorſter
Mark=Sprudel aus eigenem Antriebe deſſen
Gebrauch mir ſehr gut getan hat. Der Appetit
wurde reger, die Adern füllten ſich, ich bekam eine
geſunde Geſichtsfarbe und die Verdauung wurde
außerordentlich gefördert. Ich werde daher
die Trinkkur mit Altbuchhorſter Mark=Sprudel
regelmäßig wiederholen.” A. H. in B.
Das Wohlbefinden
ungemein geferdert.
Von warmer Ueberzeugung und vollem Vertrauen in die
ſegensreiche Wirkung der Trinkkur zeugt auch folgender Brief
einer Mutter:
„Durch den Gebrauch des Altbuchhorſter Mark=Sprudels
iſt das Wohlbefinden meiner 18jährigen Tochter, welche an
Bleichſucht litt, ungemein gefördert worden und ich kann dieſen
Brunnen ähnlich Leidenden nur beſtens empfehlen.‟
Frau Johanna B. in B.
Nur Gutes zu berichten!
Ganz charakteriſtiſch iſt das folgende Schreiben
einer Dame, die unter den vielfachen Aeußerungen
der Bleichſucht ſtark zu leiden hatte. Sie ſchreibt:
„Den Altbuchhorſter Mark=Sprudel trank
ich hauptſächlich wegen meiner hochgradigen
Bleichſucht, auch machten mir infolge eines
heftigen Katarrhs die Halsdrüſen viel zu
ſchaffen. Schon nach 8 Tagen verſpürte
ich Beſſerung, auch die Drüſen gingen
zurück, ich fühlte mich ſehr wohl und empfand keinen Ekel mehr
vor dem Eſſen. Auch meine Kräfte nahmen zu und mein
Körper=
gewicht vermehrte ſich innerhalb 14 Tagen um 3 Pfund, zwar
nicht viel, aber ich war doch glücklich, daß ich nicht mehr ab=,
ſondern wieder zunahm. Ich will jetzt im Frühjahr wiederum
eine Brunnenkur vornehmen, denn ich kann nur Gutes davon
Frau Emilie E. in Th.
berichten.‟”
eiskegeln der Keglervereini=
's dieſem Grunde wurden neben
r Kegelbahnen im Keglerheim,
eitere drei Bahnen (2
Bohlen=
ut, ſo daß den Anhängern des
der Weiſe zur Betätigung des
en iſt. Vorausſichtlich wird ſich
ige ein reges Leben und Treiben
vielen. Durch die Erfahrungen
geln in der Feſthalle (wo auf 10
At wurde) klug gemacht, wurde
großen Andrange vorzubeugen,
uf einen längeren Zeitraum
aus=
eren, mit dem Preiskegeln
ver=
de diesmal in Anbetracht des im
idenden 16. Deutſchen
Bundes=
n, und nur die am 17. Mai
ſtatt=
ſt mit einem größeren Kommers
gen Zeit finden nur gemütliche
Konzert und Tanz im Saale des
rariſches.
unſtwiſſenſchaft. Heraus=
Dr. F. Burger=München.
Univerſitätsprofeſſoren Curtius=
Hartmann=Straßburg, Herzfeld
virth=Wien, Pinder=Darmſtadt,
itzthum=Kiel, Wackernagel=Leip=
=München und Oberbibliothekar
zirka 3000 Abbildungen. In
(Akademiſche Verlagsgeſellſchaft
velsberg.) Lieferung 11: Burger,
Das Handbuch der
Kunſtwiſſen=
n, das ſeinesgleichen ſucht und
iteſte Verbreitung in allen
kunſt=
en mitß. Die Bearbeitung des
von erfahrenen Fachleuten, die,
iſſen als Univerſitätslehrer
aus=
hervorragendes ſchriftſtelleriſches
ck verfügen. In der
vorliegen=
erſten Male in einer Kunſt=
Ueberblick über die bisher viel
bekannte ältere bayeriſche und
* Malerei gegeben und neben
ch zum erſten Male die neu
ent=
sken in Garmiſch nebſt dem rei=
Bibliotheken in Wien und Mün=
Umſicht und Geſchick weiß der
e landläufigen Wertungsbegriffe
* Charakteriſtik dieſer in
beſchei=
den Kunſtweiſe zu geben und er=
3 neue Ausblicke für die
Kunſt=
weniger als 49 Abbildungen
rt.
e reneene
tät des Kaisers
ofhaltungen, militärischen
Be-
el. Privathaushaltungen ständig
2 wirkendes Mottenschutzmittel.
gerien, Apotheken, Parfümerien.
ischaft ChemischeFabrik
a. M. und Berlin. (II,10376
hender Wäsche)
zrn und Spülen.
unerreicht!
Düsseldorf.
ubaier ue
denn der Mensch lebt nicht von dem, was er isst, sondern von dem, was er verdaut.
Niederlagen:
In Drogerien, Kolonialwaren, Delikatessen-Geschäften, Obst- u. Gemüsehandlungen.
Wo nicht, bitte zu verlangen.
¼ Ltr.-Fl. 10 ₰
15
25 „
Flaschenpfand
p. St. 10 Pfg.
Chabeso Conc.
M. 1.20
Chabeso-Fabrik
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Darmstadt
Bleichstr. 26
Tel. 1023. (146a
Telorer2
10457a
Darmsta
Gele
Wegen Aufgabe de
Möbel’ſehr billig zu verk
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zwei= und dreiarmige E
Straßen=Eingangslater
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4. (230.) Preuss.
Zu der vom 8. Ma
Haupt- u.
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Darmstadt, Rheinstr
Telephon 127.
Wir empfehlen u
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Anto
Telephon Nr. 1513
Hausherren,
d
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Auch werden Neuanlagen
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360000
3o0c
1
1
Dauer der Kur.
Von einer nur wenige Tage umfaſſenden
Badereiſe wird kein verſtändiger Menſch
Heilung erwarten. Ebenſo wenig kann
eine häusliche Brunnenkur mit nur einigen
wenigen Flaſchen vollen Erfolg bringen.
Zur erfolgreichen Brunnenkur mit
Alt=
buchhorſter Mark=Sprudel Starkquelle
gehören, wenn der Arzt nichts anderes
vorſchreibt, im allgemeinen ca. 30 Flaſchen,
bei hartnäckigen und veralteten Leiden
ca. 60 Flaſchen. Jeder Arzt wird
be=
ſtätigen, daß der längere regelmäßige
Gebrauch des Altbuchhorſter Mark=
Sprudel Starkquelle auf den
ge=
ſamten Organismus überaus wohltuend
einwirkt.
Längere
Unterbrechungen
der Trinkkur
ſind nicht ratſam, wenn es auch nichts
zu ſagen hat, daß einmal aus irgend einem
wichtigen Grunde einen oder zwei Tage
die Trinkkur ausgeſetzt wird. Am beſten
läßt man ſich deshalb das erforderliche
Quantum gleich auf einmal kommen. Das
bietet nebenbei den Vorteil, daß beim
Be=
zuge einer größeren Anzahl Flaſchen
zur=
zeit eine
Preisermässigung
eintritt. Im Einzelverkauf
¾/ Literflaſche 65 Pf.
koſtet die
Gebrauchsanweisung
Der beste Trest in Krankheit
(falls der Arzt keine andere Einteilung
vorſchreibt): Frühmorgens vor dem
Früh=
ſtück 1 bis 2 Trinkgläſer. Eine Stunde vor
dem Mittageſſen 1 Trinkglas. Eine Stunde
vor dem Abendbrot 1 bis 2 Trinkgläſer.
iſt die Hoffnung auf endliche Geneſung. Hoffen darf man, ſo lange man ſich bewußt
iſt, alles getan zu haben, was nach Anraten des Arztes und nach eigener beſter
Ueber=
zeugung zu tun nötig war. Nur keine Gleichgültigkeit, nur keine Zaghaftigkeit, aber
auch keine falſche Hoffnung, daß es ſchon von ſelbſt wieder beſſer werde! Immer
nur den feſten Willen zur Geſundheit und zum Leben und den raſchen Entſchluß,
auch etwas für die Erhaltung dieſes unerſetzlichen Gutes zu tun!
In den nachſtehend genannten
Niederlasen
Wie er ſchon Tauſenden und Abertauſenden geholfen, ſo wird der Altbuchhorſter
Mark=Sprudel auch ferner ſtets ein bewährter Freund und treuer Helfer ſein, wo
der Arzt ihn als ſolchen empfiehlt und die vielfältigen Erfahrungen Geneſener dieſe
Empfehlung beſtätigen. So vermag auch deren Leid ſegensveich für ihre ſpäteren
Leidensgefährten zu werden.
am hieſigen Platz iſt der Mark=Sprudel
ſtets in friſcher Füllung zu haben. Wo
nicht erhältlich, wende man ſich zwecks
näherer Auskunft direkt an die
Brunnen=
verwaltung des Mineral= und Moorbades
Altbuchhorſt bei Grünheide i. Mark.
Im Anschluss an die vorstehende Empfehlung der Verwaltung des Mineral- und Moorbades Altbuchhorst
bei Grünheide i. M. beehren wir uns, dem verehrten hiesigen Publikum ergebenst mitzuteilen, dass
wir den Altbuchhorster Mark-Sprudel Starkquelle in stets frischer Füllung ständig auf Lager halten.
Friedrich Schaefer, Drogerie, Ludwigsplatz 7.
Christian Schwinn, Hof-Drogerie, Rheinstraße 8.
Engros: Friedrich Schaefer, Drogerie, Darmstadt,
Ludwigsplatz 7.
Frankfurter Kursbericht vom 30. April 1314.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
2
ef.
Schweden v. 1890. . . . . . 3½
Moskau-Kasan . .
Frankf. Hypothek.-Bank) 10 213,50 Gelsenkirchen Bergw. . . 11 181,50
Staatspapiere.
Pfandbriefe.
Serben steuerfrei . . . . .4½ 86,60 do. . . . . . . . .
de. d5. Kred.-Ver. 8½ ſ155,50 1Harpen Bergbau, .. . . .11 17500
100,30 do. amort. v. 1895 . . .
85,201Berliner Hyp.-Bk.-Pf. .
78,90Wladikawkas. . .
Dt. Reichsschatzanw-
½1101,00Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 1116,50 Kaliwerke Aschersleben . 10 (137,50
98.50 Türk. Egypt. Tribut . ..
Dt. Reichsanleihe v. 1918
Rjäsan-Koslow. .
do. unkäb. 1918. . . . .
93,60Nation.-Bank f. Deutschl.
6 11030Kaliwerke Westeregeln . 13 201,25
4199,20 do. Kons. steuerfreie
do. . . . . p. 1925 .
1915₰
Portugies. Lisenb. v. 188
68,00l do.
93,/75Pfälzische Bank .
7 (122,50 Königin Marienhütte . . 6 . 81,00
3½ 86,90 do. Admin. v. 1903.
do. .. . .. . . . . .
7630 do. . . . . . .
1921.
do.
74½
... 848 15450 1Laurahütte
94.75 1Reichsbank
.8 143,00
78,20) do. unif. v. 1903. .
do. . .
2t 69,20 do. „ 1922.:
Livorneser . .
. . . „
95,75Rheinische Kredit-Bank: 7 127,25 Oberschles. Eisenbed.
6 82.70
100,201 do. v. 1905. . .
72,60Salonique Monastir.
61,20) do. . . . . . . . . .
Preußische Schatzanw.
3½ 83.50 1A. Schaaffhaus. Bk.-Ver.. 3 1159,00 TOberschl. Eisen-Industrie 3 64,50
91,25 Ungarische Staats-Rente
Stoffelanleihe.
1 17401 do. Komm.-Obl. unk. 1918
Bagdadbahn .
95,00Wiener Bank-Verein . . . 8 1130,50 Phönix Bergbau .
.. 18 (236,25
86,90) 1913 unkdb. bis 1923 . . 4½ 89,60Anatolische Eisenbahn .4½ 90,50Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910
95,00
Consols.
Rheinische Braunkohlen 10 231,00
78,10 Ungar. Staatsk.-Scheine
6366
1915 .. .
490,00 do.
Missouri-Pacific I.
do. . . . . . .
Riebeck Montan . . . . . . 12 1195,30
96,50 Aktien von Trans-
96,80 v. 1913..
Badische Staats-Anleih
4 15600) do.
do. do. v. 105
.. . . . .4½ 98,35
1920 . . . .
South West.-Afr. Shares ..5 1117,25
*3½ 87,20) do. Gold-Rente:
de. Ser. 12—19. . . . . . 3½ 86,40 port-Anstalten.
81,40 Northern-Pacife.
49525
do. V. 9294
do. Staats-Rente 1910.
80,60 Southern-Pacific
do... .
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 (129,80
91,00 Kommunal-Oblig. Ser. 1,
Bayerische,Ablös.-Rente. 4 97,001 do.
§ (11400
Kr. 480,90 1St. Louis & San Frar
50
Verzinsliche
unkdb. 1910 .
.. 3½ 66,50)Norddeutscher Lloyd..
E.-B.-Anl. kdb. ab 1906) 4 97,50Argent. innere Gold-Anl.
Frankt. Hyp.-Kred.-Ver.
Lehuantepee
Frankfurt. Schleppschiff. 4 (116,00 Anlehenslose. 24.9
97,50
do. unkäb. p. 1918 .
Ser. 15—42
v. 18871.
5 98,50
94,00 1Südd. Eisenb.-Gesellsch. . 6½ 128,20
Ungar. Lokalbahn
. TIr. 100) 4
4 97,50
do. äußere v. 1890 . .
94,90Anatol. Eisonb. 60%-Akt. 5½ 1115.00 Badische
do. unkdb. p. 1920 .
„ 48—49
99,10
do. . . ..
6905 1Cöln-Mindener . Mkr. 1003½) 143,20
1 Provinz-Anleihen.
do, innere v. 1888
E. B.- u. Allgom. Anl.
4½
do, unk. 1922 „ 52
96,00 Baltimore .
10 1192.751 Holländ. Komm. . A. 100 3 115,50
97,50 do. äußere v. 1888 . . . 4½
unkab. p. 1930
88,60 Ganads.
96,40 do. „ 1915.
Rheinprov. Obl. Em. 20/2
. . Frs. 100 3
7½ 14025 Madrider
85,00) do. v. 1897 . .
do. Anleihe .
3½ 8650/Schantung:
3½ 86,601 do. Ser.45 .
§ (155,00Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 (141,00
94,001 do. Em. 10 .
76,10Chile Gold-Anl. v. 1911.
do.
3‟ 83.50 Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
Prinz Henry-
Osterreicher 1860er Lose . 4 (179,00
do. „ 9.
Hamburger Staats-Anl.
97,30 do. v. 1889
Sor. 12, 18, 16
.4½
96,90Lombarden.
13½—
0 21,50oldenburger. . . . TIr. 40) 3 (128,40
.4½ 89,0oPosen Prov.:
do. v. 1906 .
do. v. 1887/94
6 1110,50
96,90Pennsylvania.
4 95,90 do. . . . . „ 14, 15, 171
Raab-Grazer . . . . A. 150/2½110,35
Westfalen Prov. V..
79,20 Chines. St.-Anl. v. 18.
1 6
do. . . . . . .
97,40
5 99,40 Hess. Prov. Oberhessen . 4 95,90 do. unkdb. 1920 . . . .
97,80% do. v. 1896 .
Hessische Staats-Anleihe
97,50
do. „ 1923 ....
3½
Industrie-Aktien.
5 86,80 do. Starkenburg:
do. unkdb. p. 1921.
97,50 do. Reorg. Anl.,
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½ 84,50
Mk.
84.50Badische Anilin-Fabrik . 28 1631,501 Unverzinsliche
84,70
4½
do. .
do. v. 1898
do. „ 3—5 . . . . . . . 3.
Städte-
Anlehenslose.
ſp. St.
75,20Japaner . . . . .
d0. . .. .
do. kündb. 1915 . . . . . 3½l 84,50 AChem. Fabrik Griesheim 14 (262,50
..4½ 89,50 obligationen.
62,00
Sächsischeistaats-Rente
77,50 Innere Mexikaner.
do. Komm. unk. 1913) 4 96,90 Farbwerke Höchst . . . . 30 635,75 Augsburger . .
A.7 —
Württembg. Staats-Anl.
Kußere do.
„ 19141 4 96,90Ver. chem. Fabr. Mannh., 20
v. 180
§88,00 1parmstadt. . . . . . . . . . 4 94,90) do.
Tr. 23 —
Braunschweig
(mkäb. p. 192h).
98,20Mexikan. Gold v. 1904
466,00) do. . . . . . . . . . . . . .3½.87,50 do. „ „ 19161 4 97,10Zement Heidelberg . . . 10 1149,50 Mailänder
Fs. 45 —
do. v. 79/60 ..
87,70) do. cons. . . .
„ 1920) 4 1 97401Chemische Werke Albertl 30 449,00 do.
3 42,40Frankfurt . . . . . . . . . . 4 96,60 d0.
Fs. 10 —
do.
2760
„ 1923) 4 97,50Holzverkohl. Konstanz 15
7
do. Irrigat.-Anleihe .4½ 63,00) do. . . . . . . . . . . . . .3½ 87,20 do.
Meininger
. . A. 7 37,00
Bulgarische Gid.-Anl. . . 5
Buenos-Aires Prov..
3½ 64,00 1Gießen . . .. . . . . . . . . 4 94,20) do. verlosb. u. kündb.. 3½ 84,50 Lahmeyer . . . . . . . . . 6
österreicher v. 1864: H. 100
Griech. Anl. v. 1890 . . . . 1.6) 55,00 Tamaulipas .
unkdb. 1915 3½ 84,50 Schuckert, Nürnberg. . . 8 1147,75
5
do.
do.
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 87,00
v. 1858 . H. 100 540,00
do. v. 1887 Monopoll 18/ 51,50Sao Paulo E.-B. .
5
— Heidelberg. .. . . . . . . . 4 94,30Meininger Hyp.-Bk. Pfdb. 4% 94,60 Siemens & Halske. . . . . 12 (214,70 Ungar. Staats
u. 100
3½
Italienische Rente . .
do. v. 1913
4 95,80Bergmann Elektr. . . . . . 5 1124,00 Venediger
. . . . . . .3½ 85,50 do. unkdb. 1922. .
Ps.30 —
5 96,70) do. . . . .
Osterr. Staats-R. v. 1913 .4½ 91,25 1Siam v. 1907. .
. . . . . . . . 3½ 86,00AIg. Elektr.-Geselisch. . 14 (244,75 Türkische
4½
.. Fs. 400 1165,00
94,80Karlsruhe . . . . . . . . . . 4 94,90) do. .
do. Silber-Rente . . . . 4½ 85,60
25 (397,75
. . . . 3½ 86,50 Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
Hagen Akkum. . . .
do. . . . . .
Prioritäts-
do. Papier-Rente . . .4½ 85,10
4
unkdb. 1917) 4 94,00 Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (175,40 Gold, Silber und
Magdeburg
4 85,80 Obligationen.
do. Gold-Rente. . .
1919) 4 94,00Gummi Peter . . . . . . . . 0 80,00
494,80) do. . . . ..
Mainz . . .
Banknoten.
do. einheitll. Rente .
4 81,90 Südd. Eisenb.-Gesellsch.
1921) 4 94,10Adler-Fahrradwerke . . . 25 337,50
3½ 86,50 do. . ....
do. . . . .
Portug. Tab-Anl. 1891 . . 4½ 98.00
4½ 95,00
„ 1924 4 96,20Maschinenfabr. Badenia 6 1128,00 Engl. Sovereigns. . . . . ..
v. 1895/97s
do. . . . ..
*20,43
Mannheim:
do. Iinn. amort. 1905 . . 41
3½ 84,70 Wittener Stahlrohren . . 0
3½ 86,30 do. . . . . . . .
v. 1904/3½ 81,501 do. . . .
20-Franks-Stücke . . . . . . . 16,30
do. unif. Serie I
do. Komm. unk. 1923
95,20Motoren, Oberursel . . . 8½ 1157,00Amerikanische Noten . .
4 96,40
3 61,30 Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
München.
. 14,18½
do.
III. . 3 63,90 Oblig., gar. v. d. Stadt
1924
96,00 Gasmotoren, Deutz . . .
3½ —
do.
118,00Englische Noten. . . . . . . . 20,49
Nauheim:
do. Spezial Titel-
4 95,30 1Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr.
96,60Siemens Glas-Industrie . 15 236,50 Französische Noten. . . .. . 81,35
Darmstadt.
4 93,95 Nürnberg
. „
Rumänen v. 1903 .
3½ 88,00Enzinger Filter .
5 100,00Nordd. Lloyd-Obligat. . .4½ 100,00 do. . . . .
do. . . . . . .
23 290,00Holländische Noten . . . . . 1169,35
3½, 850
do. Gold v. 1913.
Steaua Romana
4½ 91,40Donau-Dampfschiff. v. 82
10 1144,50 Iftalienische Noten . . . . . .81,15
495,40
92,00 Offenbach .
do. Schatzsch. w. 1913 4½100,00Elisabethbahn. ..
Zellstoff Waldhof . ..
90,50
15 (192,00 Osterr.-Ungarische Noten. . 85,10
41—
do. v. 1914
do. vonv..
Bad. Zucker-Waghäusel. 12,83/221,80 Russische Noten . . . . . . . .
4 85,30Franz-Josef-Bahn. .
Bank-Aktien.
3½ 87,80
do.
do. v. 1890
4 1 93,60 Kaschau-Oderbergerv. 89
Neue Boden-Aktien-Ges.
84,10 1Schweizer Noten. . . . . . . .1181,35
Wiesbaden.
4
do. w. 1891
Süddeutsche Immobilien! O
87,30 Prag-Duxer
st,
Bank für elektr. Unter-
2100
260,00
do. .
do, v. 1905
nehmungen Zürich . .
86,00 Osterreich. Staatsb
Worms
4 9t5o
do. w. 106₰
Reichsbank-Diskont
do. . .
88,70) do. . .
Berg.-Märkische Bank. . 7½ 1150,50 Bergwerks-Aktien.
3½
85,60
do, v. 1910 ₰
Berliner Handelsges.. . . 8½ 151,50
do. Lombard Zsf.
73,70 Lissabon v. 1888
do.
85,00
Russische St-Anl. v.
4½ 94,00 Darmstädter Bank . . . . 6½ 1117,80Aumetz-Friede . .
12 159,30
97,80 1Moskau v. 1912 . .
4½ 980
do. Südbahn (Lomb.)
do. Kona. v. 1850
Deutsche Bank. . . . . . .12½/241.75 (Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 (223,25
71,00 Stockholm v. 1830 .
4 85,50 do. do.
Tendenz:
do. Gold v. 1890 .
Deutsche Vereinsbank. . 6 117,75 Leonhard, Braunkohlen. 9 (159,00
o 51,30Wien Komm. . .
. do.
Schwächer.
do. V. 1902 ..
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 112,00 Konkordia Bergbau .
23 358,50
76,40Wiener Kassenscheine
89,50 Raab-Oedenburg
Schwedenv. 1880..
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 1188,00 Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 (127.60
Zürich v. 1889 .
Kronprinz Rudolfbahn .
do. v. 1886 .
. .8½ 150,30Eschweiler . . . . . . . . . . 10 224,50
resdner Bank.
.. . 4 84,10 Buenos Stadt v. 180
86,10 Russ. Südwest . .
Handel und verkehr.
— Frankfurt a. M., 30. April. (Börſe.) Der
vorliegende ungünſtige Bericht des amerikaniſchen
Fach=
blattes Iron Age und der geſtern bekanntgegebene ſchlechte
Ausweis des Stahltruſtes nach denen eine Beſſerung der
wirtſchaftlichen Verhältniſſe in Amerika für die nächſte
Zeit immer noch nicht zu erhoffen iſt, vermochte zwar die
Neu=Yorker Börſe bei dem vorhandenen niedrigen
Kurs=
nivenau nicht ſtärker zu beeinfluſſen, genügte aber, das
geſtern für einzelne Werte hervorgetretene Intereſſe
wie=
der abzuſchwächen und die Kurſe bei geringen Umſätzen
zu drücken. Im Einklang hiermit eröffnete auch die hieſige
Börſe zu abgeſchwächten Kurſen, die im Verlauf teilweiſe
weiter nachgeben mußten, weil zu den widerſprechenden
Nachrichten über den Verlauf der merikaniſchen Kriſe
un=
günſtige Situationsberichte aus den Induſtriebezirken
ge=
meldet wurden, die die Spekulation erneut verſtimmten.
Im Zuſammenhang hiermit waren beſonders
Montan=
werte angeboten, die Kurseinbußen von 1—2 Prozent
er=
litten. Die in den letzten Tagen favoriſierten
Schiffahrts=
werte lagen heute ruhiger; ihren geſtrigen Kursſtand
konn=
ten ſie behaupten. Der Kaſſamarkt war ruhig. Höher
notierten u. a. Akkumulatoren 254, Siemens & Halske 2,
Zellſtoff Waldhof 1½, niedriger waren u. a. Daimler 2,
Aluminium zirka 1½, Neue Boden zirka 1 Prozent.
Ten=
denz ſchwächer.
Petersburg, 30. April. Wie die Petersburger
Telegraphenagentur meldet, wird morgen in Tokio ein
Abkommen über den Anſchluß der ruſſiſchen an die
japaniſchen Landtelegraphenleitungen in der
Mandſchurei, Korea und Sachalin unterzeichnet. Die
Wortgebühr beträgt von allen Telegraphenämtern des
europäiſchen Rußlands 26 Kopeken.
Landwirtſchaftliches.
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
markt am 29. April. Auftrieb 163 Schweine.
Schlacht=
gewichl 50 Kilogoamm. Preiſe 1. Qual. 62 Mk., 2. Qual.
61 Mk., 3. Qual. 60 Mk. Marktverlauf: rege, wenig
Ueber=
ſtand. — Schweinemarkt am 30. April. Auftrieb 172
Schweine. Schlachtgewicht 50 Kilogramm. Preiſe 1.
Qual. 62 Mk., 2. Qual. 61 Mk., 3. Qual. 60 Mk.
Markt=
verlauf: mäßig, Ueberſtand. — Kälbermarkt am 30. April.
Auftrieb 202 Kälber, 4 Schafe, 1 Ziege Lebendgewicht 50
Kilogramm. Preiſe 1. Qual. 54—57 Mk., 2. Qual. 52 Mk.,
3. Qual. 48 Mk. Marktverlauf: drückend.
— Frankfurt a. M., 30. April.
Schlachtvieh=
markt. (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: Rinder 77 Stück,
darunter 40 Ochſen, 2 Bullen, 35 Färſen und Kühe, 1004
Kälber, 93 Schafe, 876 Schweine. Preiſe für 50 Kilogramm
Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark: Kälber:
Feinſte Maſt= (Vollm.=Maſt) und beſte Saugkälber 64—68
(107—113), mittlere Maſt= und gute Saugkälber 56—60
(95—102), geringere Saugkälber 50—55 (85—93). Schafe:
Maſtlämmer und jüngere Maſthammel 41—42 (90—92),
ältere Maſthammel und gut genährte Schafe 36 (85).
Schweine: Fettſchweine über 3 Ztr. Lebendgewicht
45—48 (59—62), vollfleiſchige Schweine über 2½ Ztr.
Lebendgewicht 44—47 (58—60), vollfleiſchige Schweine
über 2 Ztr. und bis zu 2 Ztr. Lebendgewicht 45—48 (59
bis 62). Marktverlauf: Kälber gedrückt, Schafe ruhig,
bei=
des ausverkauft; Schweine mäßig rege, Ueberſtand.
Turnen, Spiele und Sport.
* Turntagsverſammlung des Main=Rodgaues. Der
Ausſchuß des Gaues hat für Sonntag, den 3. Mai, eine
außerordentliche Turntagsverſammlung nach
Schnep=
penhauſen zur Beratung einer neuen Gauſatzung und
Geſchäftsordnung einberufen. Referent iſt der
Gauſchrift=
führer Polizeikommiſſaraſpirant Berz=Nauheim. Der
Turntag beginnt mittags um 2 Uhr und wird im
Vereins=
lokale der Turngeſellſchaft Schneppenhauſen abgehalten.
— Rad= und Motorrennen in Darmſtadt. In hieſigen
und auswärtigen Sportkreiſen iſt man auf den Ausgang
der am Sonntag ſtattfindenden Rennen auf der Rennbahn
aufs äußerſte geſpannt, um ſo mehr, als auch bei dem
Fliegerrennen intereſſante Kämpfe erwartet werden. Außer
den bereits genannten und von früher beſtens bekannten
Herrenfahrern, die für einen wirklich guten Sport bürgen,
hat nachträglich noch ein „kommender Mannt namens
Georg Bald gemeldet. Bald konnte in letzter Zeit
meh=
rere ſehr gute Rennen beſtreiten und ſchlug wiederholt den
bekannten Weltmeiſter Chr Rode auf der Straßburger
Rennbahn. Großes Intereſſe erregt der bei der Firma
Möbelhandlung Trier, Wilhelminenſtraße, ausgeſtellte
Brennabor=Fiſch mit welchem Pawke ſich ſeinen
Konkurrenten gegenüberſtellen wird Als Welt=Attraktion
wird von der Sportpreſſe das karoſſierte Fahrrad
bezeich=
net, und auf den Ausgang dieſes Rennens darf man
geſpannt ſein. Pawke, der in Sportskreiſen kurz der
„Wühler” genannt wird, konnte infolge ſeines
Drauf=
gängertums ſchon manchen Sieg an ſich bringen und wird
dafür ſorgen, daß das Publikum keine Langeweile hat.
Böſchlin, der ebenſo wie Mathis zum erſten Male hier
fährt, ihm an Technik und Ausdauerüberlegen iſt, wird ſich
ſehr ausgeben müſſen, wenn er Sieger werden will;
aller=
dings kommt ihm ſein vorzüglicher Schrittmacher
Klee=
bauer, der die hieſige Bahn gut kennt, ſehr zu ſtatten. Auch
Mathis iſt ein Gegner der eine nicht zu verachtende Rolle
ſpielt; dafür bürgen ſeine bisherigen Siege und
errun=
genen Meiſterſchaften. Alle dpei Dauerfahrer ſind mit
erſt=
klaſſigen Schrittmachermaſchinen und Material zur Stelle,
und die Motoren werden zum Training bereits am
Frei=
tag über die Bahn knattern.
* Kegelſport. Am Samstag, den 2. Mai, beginnt das
auf 14 Tage berechnete große Gruppen=Meiſter=
ſchafts= und Geldpreiskegeln der
Keglervereini=
gung Frankfurt a. M. Aus dieſem Grunde wurden neben
den ſchon beſtehenden vier Kegelbahnen im Keglerheim,
Bergerſtraße 121, noch weitere drei Bahnen (2 Bohlen=
und 1 Scherenbahn) gebaut, ſo daß den Anhängern des
edlen Kegelſports in jeder Weiſe zur Betätigung des
Sports Gelegenheit geboten iſt. Vorausſichtlich wird ſich
nun während dieſer 14 Tage ein reges Leben und Treiben
auf den Kegelbahnen abſpielen. Durch die Erfahrungen
beim vorjährigen Preiskegeln in der Feſthalle (wo aauf 10
Bahnen drei Tage gelegelt wurde) klug gemacht, wurde
diesmal, um einem allzu großen Andrange vorzubeugen,
die ganze Veranſtaltung auf einen längeren Zeitraum
aus=
gedehnt. Von einer größeren, mit dem Preiskegeln
ver=
bundenen Feſtlichkeit wurde diesmal in Anbetracht des im
Auguſt in Berlin ſtattfindenden 16. Deutſchen
Bundes=
kegelns Abſtand genommen, und nur die am 17. Mai
ſtatt=
findende Preisverteilung iſt mit einem größeren Kommers
verbunden. In der übrigen Zeit finden nur gemütliche
Abendunterhaltungen bei Konzert und Tanz im Saale des
Keglerheims ſtatt.
Literariſches.
— Handbuch der Kunſtwiſſenſchaft.
Heraus=
gegeben von Privatdozent Dr. F. Burger=München.
in Verbindung mit den Univerſitätsprofeſſoren Curtius=
Erlangen, Egger=Graz, Hartmann=Straßburg, Herzfeld
und Wulff=Berlin Neuwirth=Wien, Pinder=Darmſtadt,
Singer=Dresden, Graf Vitzthum=Kiel, Wackernagel=
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zig, Weeſe=Berlin, Willich=München und Oberbibliothekar
Leidinger=München. Mit zirka 3000 Abbildungen. In
Lieferungen à 1,50 Mk. (Akademiſche Verlagsgeſellſchaft
Athenaion, Berlin=Neubabelsberg.) Lieferung 11: Burger,
Deutſche Malerei, Heft 6. Das Handbuch der
Kunſtwiſſen=
ſchaft iſt ein Unternehmen, das ſeinesgleichen ſucht und
dem man wirklich die weiteſte Verbreitung in allen
kunſt=
liebenden Kreiſen wünſchen muß. Die Bearbeitung des
Stoffes erfolgte durchweg von erfahrenen Fachleuten, die,
mit dem umfaſſendſten Wiſſen als Univerſitätslehrer
aus=
gerüſtet, auch über ein hervorragendes ſchriftſtelleriſches
und pädagogiſches Geſchick verfügen. In der
vorliegen=
den Lieferung wird zum erſten Male in einer
Kunſt=
geſchichte ein umfaſſender Ueberblick über die bisher viel
zu wenig geſchätzte und bekannte ältere bayeriſche und
öſterreichiſche wie Tiroler Malerei gegeben und neben
vielem neuen Material auch zum erſten Male die neu
ent=
deckten hochwichtigen Fresken in Garmiſch nebſt dem
rei=
chen Miniaturenſchatz der Bibliotheken in Wien und
Mün=
chen uſw. gebracht. Mit Umſicht und Geſchick weiß der
Verfaſſer, ohne ſich um die landläufigen Wertungsbegriffe
zu kümmern, eine packende Charakteriſtik dieſer in
beſchei=
denem Gewande auftretenden Kunſtweiſe zu geben und
er=
öffnen ſich uns dabei ganz neue Ausblicke für die
Kunſt=
kritik überhaupt. Nicht weniger als 49 Abbildungen
ſchmücken gllein dieſes Heft.
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