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1777. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Reichsſchatzſekretär Kühn iſt, von Stuttgart
kommend, geſtern vormittag um 11.49 Uhr in
Karls=
ruhe eingetroffen.
Der König und die Königin von Engkand
ſind geſtern vormitag 8.45 Uhr nach Paris abgereiſt
und dort nachmittags eingetroffen.
Der in Ancona tagende Generalrat und der
Zentralaus=
ſchuß der italieniſchen Eiſenbahner hat eine
Tagesordnung angenommen, in der auf den
General=
ſtreik vorerſt verzichtet wird.
Das Repräſentantenhaus der Vereinigten
Staaten hat mit 337 gegen 37 Stimmen die
Reſolu=
tion angenommen, in der die Mexiko=Politik des
Präſidenten Wilſon gebilligt wird.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Zur Beſetzung des preußiſchen
Miniſteriums des Innern
wird uns aus Berlin geſchrieben: Der neue Miniſter von
Loebell, der bekanntlich anfangs 1910 aus dem aktiven
Staatsdienſte ſchied, um der Wiederherſtellung ſeiner
Ge=
ſundheit zu leben, erfreut ſich der beſonderen Gunſt des
Kaiſers, mit welchem Herr v. Loebell früher öfter
per=
ſönlich in Berührung kam. Daß dieſer vor vier Jahren
das Oberpräſidium der Provinz Brandenburg niederlegen
mußte, noch ehe er die Verwaltung übernommen hatte,
war vom Kaiſer lebhaft bedauert worden, der ſchon
da=
mals den Wunſch hegte, die Arbeitskraft des Erkrankten
ſpäter einmal dem Staate zurück zu gewinnen. Dieſer
Wunſch iſt nun erfüllt worden.
Das preußiſche Miniſterium des Innern iſt das
um=
fangreichſte Reſſort in der Staatsverwaltung. Unter
Herrn v. Dallwitz wurde ihm noch die
Medizinalabtei=
lung, welche früher zum Kultusminiſterium reſſortierte,
angegliedert und damit ſein Wirkungskreis erheblich
er=
weitert. Der bedeutendſte Zweig im Bereiche des
Mini=
ſteriums des Innern iſt die Polizei, die wieder in alle
möglichen Gebiete eingreift. Seit der neuen Aera in
Preußen (ſeit Bismarck) iſt Herr v. Loebell der 13.
Mi=
niſter des Innern. Zuerſt wechſelten die Inhaber dieſes
Amtes nur ſelten, und die beiden Grafen Friedrich und
Botho zu Eulenburg haben faſt zwei Jahrzehnte an der
Spitze geſtanden. Dann folgten v. Puttkamer, Herrfurth,
wieder Graf Botho Eulenburg, v. Köller, Freiherr von
der Recke, Freiherr v. Rheinbaben, Freiherr v.
Hammer=
ſtein, der jetzige Reichskanzler v. Bethmann Hollweg,
v. Moltke und v. Dallwitz. Allgemein ſieht man mit
gro=
ßer Spannung dem Wirken Herrn v. Loebells entgegen.
Der neue Miniſter des Innern iſt am Montag früh
aus Brandenburg in Berlin eingetroffen und hatte eine
längere Unterredung mit dem bisherigen Miniſter v.
Dall=
witz. Der Unterredung der beiden Staatsmänner kommt
beſondere Bedeutung zu, da die Frage entſchieden
wer=
den ſoll, welche von den im preußiſchen Landtage zur
Beratung ſtehenden Vorlagen des Miniſteriums des
Innern noch in der laufenden Tagung parlamentariſch
verabſchiedet werden ſollen. Die Frage der Wahlreform
iſt dagegen — entgegen den Meldungen von anderer Seite
— noch nicht ſpruchreif Ein Meinungsaustauſch unter
den maßgebenden Stellen in Preußen über dieſe Frage
hat bisher nicht ſtattgefunden, und der neue Miniſter des
Innern hat eine Entſchließung über ſeine künſtige
Stel=
lung zur Reform des preußiſchen Wahlrechtes nicht
ge=
faßt. Miniſter v. Loebell, der ſein Amt offiziell am
1. Mai antreten wird, begibt ſich nach Wiesbaden und
wird dort vorerſt Aufenthalt nehmen. Es iſt nicht
aus=
geſchloſſen, daß ihm der Kaiſer noch einen längeren
Ur=
laub vor ſeinem Dienſtantritt bewilligt.
Der engliſche Königsbeſuch
in Paris.
* Die geſamte Pariſer Preſſe veröffentlicht lange
Leitartikel, in denen das engliſche Königspaar auf das
herzlichſte begrüßt wird Selbſtverſtändlich behandeln die
Blätter auch die politiſche Seite des Beſuches, und
faſt überall kommt der Wunſch nach einem noch engeren
Zuſammenſchluß zum Ausdruck.
Im Matin ſchreibt der Senator Ribot: Das auf
beiden Seiten des Kanals herrſchende Gefühl von der
Gleichheit der Intereſſen wird uns zweifellos
gegebenen=
falls von der Tatſächlichkeit eines Beiſtandes überzeugen,
deſſen etwaige Bedingungen zu regeln die beiden
Re=
gierungen zweifellos die Vorausſicht gehabt haben. Die
Pariſer Bevölkerung wird durch einen freudigen und
achtungsvollen Empfang des Herrſcherpaares zeigen, daß
ſie den Wert und das nationale Intereſſe begreift, welche
einem ſolchen Beſuch innewohnen. — Der Figaro ſagt:
Die beiden Länder, die immer mehr und mehr von dem
Nutzen und der Notwendigkeit ihrer Verbindung
durch=
drungen ſind, ſind entſchloſſen, alles zu tun, um dieſe
Verbindung inniger zu geſtalten. Sie haben den feſten
Willen, ihre Verbindung vor Ueberraſchungen und
Un=
fällen zu ſchützen, ob dieſelbe nun ihre gegenwärtige
diplo=
matiſche Form bewahrt oder ob ſie ſpäter in eine Allianz
umgeändert wird. — Das Echo de Paris erklärt: Die
Tripelentente iſt friedlich nach ihrem innerſten Weſen und
nicht aus= Verechnung. Das iſt ein großer Vorteil, denn
ſie geſtattet den drei Mächten, ſich offen auszuſprechen,
gemeinſam denſelben Gefahren zu begegnen und alle von
gutem Willen beſeelten Nationen um ſich zu ſcharen. Aber
halten wir uns eines vor Augen: Die ſchlimmſte Schwäche
beſteht in einem Vorteil, deſſen man ſich nicht bedient. —
Das Petit Journal meint: Die Erkenntnis ihrer
gemeinſamen Intereſſen, welche mit denen aller friedlichen
Völker übereinſtimmen, hat Frankreich und England
ein=
ander endgültig näher gebracht. Die Feſtlichkeiten
onläß=
lich des Beſuches des Königspaares werden vom
Ein=
trachtsgedanken beſeelt ſein, und wenn, was man hoffen
darf dieſer Beſuch eine noch engere Freundſchaft zur
Folge hat, dann wird man ſich dazu in der ganzen Welt
nur beglückwünſchen können. — Die nationaliſtiſche
Libre Parole ſchreibt: Die anglophilen
Kundgebun=
gen unterſcheiden ſich ſehr von denen, mit welchen einſt
der Zar empfangen wurde. Damals war Frankreich
be=
geiſtert, damals ſprach das Herz Frankreichs; heute wird
die Aufnahme ſympathiſch ſein, der Verſtand gebietet dies.
Zwiſchen England und Frankreich beſtehen eben, was
immer man tun möge, Erinnerungen, die niemand
ver=
geſſen kann. — Bemerkenswert ſind auch die Auslaſſungen
des Petit Pariſien, der gleichfalls auf die innige
Freundſchaft zwiſchen Frankreich und England hinweiſt,
die friedenerhaltende Tätigkeit des Dreiverbandes in den
letzten Jahren ſchildert, jedoch ſorgfältig jede Wendung
vermeidet, die ſo ausgelegt werden könnte, als ob man
durchaus noch in Frankreich die Umwandlung des
Drei=
verbandes in ein feſteres Verhältnis winſchen könne.
Auch die engliſche Preſſe beſchäftigt ſich mit der
Reiſe des engliſchen Königspaares nach Paris.
Die Times ſchreibt: Die Hauptaufgabe des
Königs=
beſuches iſt nicht, neue politiſche Arrangements zu
er=
zielen, oder die beſtehenden abzuändern. König Georg
geht nach Paris, um das Werk König Eduards zu
beſtäti=
gen und fortzuführen und um öffentlich kundzutun, daß
nach den Jahren der Prüfung die Politik der Entente noch
die Politik Englands, ſowie die Politik Frankreichs iſt.
Er geht nach Paris, um zu bezeugen, daß ſie in dem
Sinne beider Nationen feſter wurde als in irgend einer
früheren Periode der Geſchichte. — Daily Chronicle
ſchreibt: Unſer größtes Bedürfnis iſt Friede, und ein
Spſtem, unter dem die europäiſchen Staaten ſeitdem die
ſchwierigſten Probleme gelöſt haben, iſt auch für uns nicht
ohne Vorteil geweſen. Solange unſere Zuſammenarbeit
mit dem Zweibund mit der nötigen Elaſtizität geführt
wird und ſolange ſie nicht zu einer künſtlichen
Feind=
ſchaft mit anderen freundſchaftlichen Mächten führt und
ſolange ſie uns eine mäßigende und friedensfreundliche
Rolle ermöglicht, ſolange hoffen wir, daß ſie bleiben und
dauern möge. — Die Daily News ſchreibt: Die
Ver=
wandlung der Entente in ein Bündnis würde den Krieg
un=
vermeidlich machen, einen Krieg, in dem wir alles zu
verlieren und nichts zu gewinnen hätten. Wir wünſchen
die Freundſchaft Frankreichs und, wenn wir auch keine
Sympathien für die ruſſiſche Regierung haben, wünſchen
wir doch die Freundſchaft des ruſſiſchen Volkes; aber wir
wollen keine Freundſchaft, die nur mit einer Feindſchaft
gegen ein anderes verwandtes Volk vereinbar wäre 1
Die Morning Poſt ſchreibt: England würde ſein
eigenes Lebensintereſſe verkennen, nämlich das ſeiner
Un=
abhängigkeit, wenn es nicht zu Opfern bereit wäre um
das Verſchwinden Frankreichs und ſeiner einflußreichen
Stellung in der europäiſchen Politik zu verhindern; aber
England würde die Grenzen ſeiner Pflicht überſchreiten,
wenn es ſeinen Bürgern Opfer zumuten würde, um eine
Vergrößerung Frankreichs herbeizuführen. Das Blatt
ſpricht ſich gegen ein feſtes Bündnis aus Solange die
beiden Regierungen einander vertrauen könnten, ſolange
werden ſie in ſtetigem Verkehr ſein und ein Unterſchied
wird erhalten bleiben zwiſchen ſolchen Verbindungen, an
denen nur die eine Nation intereſſiert iſt, und zwiſchen
denen, woran beide Nationen ein Lebensintereſſe haben.
Dies ſind wenige und einfache Dinge. Sie werden keine
der beiden Nationen zu einem Akt des Angriffes führen;
je mehr ſie der ganzen Welt vorgeſtellt werden, deſto
ge=
ringer wird die Gefahr und werden Mißverſtändniſſe ſein
und deſto ſicherer wird jede Regierung der Unterſtützung
ihres eigenen Volkes in der Kooperation anderer ſein,
Deutſches Reich.
— Die Reichstagserſatzwahl in Schwetz.
Auf geſtern, Dienstag, war im Wahlkreiſe Marienwerder
5 (Schwetz) die zweite Reichstagserſatzwahl im Laufe der
13. Legislaturperiode anberaumt. Bei den allgemeinen
Wahlen im Januar 1912 hatte nach der amtlichen
Feſtſtel=
lung der polniſche Kandidat v. Saß=Jaworski 8487
Stim=
men, der Reichsparteiler v. Halem 8307, der
Sozialdemo=
krat 161 Stimmen erhalten, während 21 Stimmen
zer=
ſplittert waren. In der Stichwahl ſiegte dann der
Reichs=
parteiler mit 8608 gegen 8039 polniſche Stimmen. Die
Wahlprüfungskommiſſion aber ſtellte feſt, daß dem Polen
zu Unrecht verſchiedene Stimmen in der Hauptwahl
ab=
gezogen worden waren, ſo daß von Rechts wegen v. Saß=
Jaworski als gewählt hätte proklamiert werden müſſen.
Da der Wahlprüfungsausſchuß infolgedeſſen die Wahl für
ungültig erklärte, legte v. Halem am 10. Dezember 1912
ſein Mandat nieder. In der Erſatzwahl am 30. Dezember
1912 ſiegte v. Halem im erſten Gange mit 8017 gegen 7856
polniſche, 33 ſozialdemokratiſche und 2 zerſplitterte
Stim=
men. Aber auch dieſe Wahl wurde infolge verſchiedener
Unregelmäßigkeiten von der Wahlprüfungskommiſſion
am 21. Januar 1914 für ungültig erklärt, weshalb v.
Ha=
lem am 5. Februar d. J. zum zweitenmal das Mandat
niederlegte. Für die deutſchen Parteien kandidiert
wie=
der Landrat v. Halem in Schwetz, für die Polen v. Saß=
Jaworski, der von 1907 bis 1912 den Wahlkreis vertrat.
— Unſicherheit über die
Verſicherungs=
pflicht. Obwohl das „Verſicherungsgeſetz für
Ange=
ſtellte” vom 20. Dezember 1911 bereits länger als 15
Mo=
nate in Kraft iſt und zahlreiche Auskünfte ſeitens der.
Reichsverſicherungsanſtalt erteilt ſind, iſt die Unſicherheit
über die Verſicherungspflicht ſo groß, daß Abhilfe
drin=
gend notwendig iſt. Es fehlt z. B. immer noch eine
Zu=
ſammenſtellung aller derjenigen Tätigkeiten, die die
Ver=
ſicherungspflicht bedingen. § 1 des Geſetzes iſt nicht
er=
ſchöpfend genug, da er nur eine Umgrenzung der
Berufs=
gebiete gibt. So wurde z. B. ein Arbeitgeber nach
Ab=
lauf eines Jahres zur nachträglichen Zahlung der
Ver=
ſicherungsbeiträge, auch ſoweit ſie den Anteil der
Ange=
ſtellten betrafen, die inzwiſchen ihre Stellung gewechſelt
hatten, aufgefordert, obwohl das Verſicherungsamt des
Ortes ſeinerzeit die Verſicherungspflicht glatt verneint
hatte. Für den betreffenden Arbeitgeber iſt es nun
außer=
ordentlich ſchwierig, wenn nicht unmöglich, die auf die
Angeſtellten entfallende Hälfte der Beiträge zurück zu
er=
halten, namentlich, wenn ſie ihre Arbeitsſtätte inzwiſchen
gewechſelt haben. Es wäre darum, wie uns der „
Ver=
band deutſcher Waren= und Kaufhäuſer, e. V.” ſchreibt,
dringend erforderlich, daß von dem Direktorium, als dem
geſetzlichen Vertreter der Reichsverſicherungsanſtalt, ein
Verzeichnis ſämtlicher Tätigkeiten zuſammengeſtellt
wer=
den würde, die die Verſicherungspflicht bedingen. Dieſe
Zuſammenſtellung würde als Nachſchlagewerk für
Arbeit=
geber und Arbeitnehmer eine äußerſt nützliche Einrichtung
ſein und der Reichsverſicherungsanſtalt viele Rückfragen
und Arbeit, den Arbeitgebern und Verſicherten aber viele
Unannehmlichkeiten erſparen.
Kinderzulagen? Kürzlich wurde gemeldet,
daß die von der preußiſchen Regierung durchgeführten
Ermittelungen über die Familienverhältniſſe der
Beam=
ten zum Abſchluß gebracht wären. Das Ergebnis läge
den zuſtändigen Reſſorts nunmehr vor. Dieſe Meldung
ſcheint teilweiſe zur Annahme geführt zu haben, daß die
gewonnenen Unterlagen demnächſt für eine geſetzliche
Ein=
führung von Kinderzulagen verwertet würden. Dieſe
An=
nahme iſt geeignet, Enttäuſchungen hervorzurufen. Die
Erhebungen über die Familienverhältniſſe der Beamten,
die die Reichsregierung in Gemeinſchaft mit der
preu=
ßiſchen Regierung veranſtaltet hat, beruhen auf einen
Reſolution des Reichstags. Das gewonnene Ergebnis
hat einſtweilen nur ſtatiſtiſche Bedeutung. Nachdem eine
Reihe von Gemeinden dazu übergegangen iſt, in ihren
Be=
ſoldungsordnungen nach der Kinderzahl geſtaffelte
Fami=
lienzulagen einzuführen, war es von Intereſſe,
feſtzu=
ſtellen, welche finanziellen Folgen die Einführung
ſol=
cher Zulagen für die Beamten des Reiches und Preußens
haben würde. Die Abſicht, mit der Einführung ſolcher
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
Nummer 110.
Zulagen vorzugehen, beſteht, wie offiziös mitgeteilt wird
einſtweilen weder im Reiche noch in Preußen.
— Die Breslauer Biſchofswahl.
Blätter=
meldungen zufolge ſteht auf der Vorſchlagsliſte für die
Biſchofswahl obenan der älteſte preußiſche Biſchof
Ko=
rum=Trier; es folgen die Biſchöfe Schmitt=Fulda,
Bert=
ram=Hildesheim, der biſchöfliche Delegat Dr. Schäfer=
Dresden und vier Breslauer Domherren, darunter der
langjährige Sekretär Kopps, Dr. Steinmann, der frühere
Pfarrer Dr. Bergel, der frühere Religionsoberlehrer
Pro=
feſſor Dr. Buchwald und Univerſitätsprofeſſor Dr. Nikol.
— Arbeitsloſenverſicherung in Bayern.
Die von der Zweiten bayeriſchen Kammer angenommene
Regierungsvorlage über die Arbeitsloſenverſicherung wird
wahrſcheinlich nicht Geſetz werden, da die bayeriſche
Reichsratskammer gewillt ſein ſoll, der Vorlage
entſchie=
denes Widerſtand entgegenzuſetzen.
Ausland.
Italien.
Kein Eiſenbahnerſtreik. Der Generalrat des
Eiſenbahnerſyndikats in Ancona hat den ſofortigen
Be=
ginn eines Eiſenbahnerſtreiks mit 7 gegen 7 Stimmen
abgelehnt. Ebenſo wurde der Antrag, einen kurzfriſtigen
Streik zu beginnen, mit 7 gegen 6 Stimmen abgelehnt.
In der Begründung wird ausgeführt, daß jetzt, wo die
Regierung vorbereitet ſei, ein Streik als unzweckmäßig
er=
ſcheine. Falls die Wünſche der Eiſenbahner nicht erfüllt
würden, ſolle der Streik ſpäter zu einer günſtigeren Zeir
ſtattfinden.
Schweden.
Die Wahlen. Nach der bisherigen Zählung ſind
bei der Reichstagswahl zur Zweiten Kammer 79 Rechte,
65 Liberale, 70 Sozialdemokraten gewählt worden. Die
Rechte gewinnt 21 Sitze und verliert einen, die Liberalen
verlieren 28 und die Sozialdemokraten gewinnen 12 und
verlieren vier Sitze.
Türkei.
Die Eröffnung des Parlaments iſt auf
den 14. Mai feſtgeſetzt worden. Der rumäniſche General
Coanda iſt in Konſtantinopel eingetroffen.
* London 21. April. Der kaiſerlich
deut=
ſche Botſchafter Fürſt Lichnowsky war geſtern
abend der Gaſt des Lordmayors von Liverpool. Der
Botſchafter ſagte in ſeiner Rede, man wäre allgemein von
dem Gedanken der Solidarität des Handels erfüllt und
von dem Glauben an die gemeinſamen Intereſſen und die
gemeinſame Miſſion des Handels in der ganzen Welt,
ſo=
wie von der gegenwärtigen finanziellen Abhängigkeit aller
großen Hauptzentren voneinander. Zugleich müſſe man
die große Verantwortlichkeit der Regierungen in Betracht
ziehen und unter den herrſchenden Verhältniſſen müſſe
man mit Klagen über die Koſten der Rüſtungen
nicht allzu viel Zeit verlieren. Man täte beſſer, die faſt
unbegrenzten wohltätigen Möglichkeiten des Handels zu
betonen. Man ſollte auch nicht die internationale
Riva=
lität vergeſſen. Der Botſchafter ſprach die Hoffnung aus,
daß die gegenwärtigen Verhandlungen zwiſchen den
eng=
liſchen und deutſchen Schiffahrtslinien zu einem für alle
befriedigenden Abſchluß führen werden. Als ein Beiſpiel
für den großen Vorteil einer internationalen
Kooperation erwähnte der Fürſt die Konferenz über
die Sicherheit im Seeverkehr, die kürzlich in London
ge=
tagt habe. Er gedachte ferner der Beſtrebungen beider
Lander, die Baumwollproduktion in ihren Ländern zu
fördern und der parallelen Politik England und
Deutſch=
lands, ihre Kolonien für den internationalen Handel offen
zu halten.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 22. April.
Vom Hofe. Generalleutnant Clifford Kocg von
Breugel Exzellenz und Gemahlin nahmen vorgeſtern an
der Frühſtückstafel im Neuen Palais teil. (Darmſt. Zta.)
* Verſetzt wurde durch Entſchließung des
Groß=
herzogs vom 18. April d. J. der Kreisdiener bei dem
Kreisamt Oppenheim Karl Kurz als Kreisdiener an
das Kreisamt Erbach.
Ernennung. Der Großherzog hat am 18. April
d. J. den Kreisdiener bei dem Kreisamt Erbach Johann
Georg Schwörer zum Kreisdiener bei dem Kreisamt
Oppenheim ernannt.
— Vom Großh. Hoftheater wird uns geſcheieben:
Geſtern hat der allgemeine Vorverkauf zur zweiten
Feſt=
ſpielaufführung „Don Juan” ſowie die Ausgabe der von
den Abonnenten vorbeſtellten Karten begonnen. Da ge=
rade zu dieſer Vorſtellung, die durch die Darſtellung der
Titelrolle durch John Forſell zu einem beſonderen
Kunſt=
ereignis zu werden verſpricht, ſowohl von den
Abonnen=
ten wie auch von auswärts ſehr viele Vormerkungen
ein=
gelaufen ſind dürfte ſich die baldige Sicherung guter Plätze
empfehlen. Heute wird im Rahmen des Shakeſpeare=
Zyllus die Neueinſtudierung des „König Lear”
wie=
derholt. Für Donnerstag iſt „Ein Walzertraum”,
die erfolgreichſte unter den melodiöſen Operetten von
Oskar Straus, in der Beſetzung der Erſtaufführung
vor=
geſehen.
Rh. Von der Techniſchen Hochſchule. Geſtern haben
an der Techniſchen Hochſchule die Vorleſungen und
Uebungen wieder begonnen Die Einſchreibungen
dauern noch bis zum 18. Mai. Während des
Sommer=
ſemeſters werden die Geſchäfte der Abteilungen
wahrge=
nommen von folgenden Profeſſoren: Architektur Geh.
Bau=
rat Walbe, Abteilung für Ingenieurweſen Prof. Kayſer,
Abteilung für Maſchinenbau Geh. Baurat Gutermuth,
Abteilung für Elektrotechnik Geh. Hofrat Dr. Wirtz,
Ab=
teilung für Chemie Geh. Hofrat Dr. Dieffenbach,
Allge=
meine Abteilung Geh. Hofrat Dr. Dr.=Ing. Henneberg. Aus
der Jubiläums=Stiftung früherer Studierender
der Techniſchen Hochſchule und aus der Jubiläumsſtiftung
der Stadt Darmſtadt können Stipendien im Betrage von
350 und 400 Mark, zuſammen 750 Mark, an ſtrebſame,
talentvolle Studierende vergeben werden, welche mit
Er=
folg und geſitteter Führung ihre geſamten Studien an
der Techniſchen Hochſchule hier vollendet haben. Dieſe
Stipendien ſind von den Stipendiaten ſtatutengemäß in
der Weiſe zu verwenden, daß dieſelben lehrreiche Werke
und Ausführungen der Induſtrie und Kunſt älterer und
neuerer Perioden und techniſche Etabliſſements zu ihrer
weiteren beruflichen Ausbildung beſuchen und kennen
ler=
nen, worüber dann ein Reiſebericht einzureichen iſt.
Die=
jenigen Herren, die ihre geſamten Studien an der
Tech=
niſchen Hochſchule hier vollendet haben, und auf
Bewil=
ligung der Stipendien reflektieren, wollen ihre Geſuche bis
ſpäteſtens 1. Mai an das Rektorat gelangen laſſen. Der
Bewerbung iſt das Zeugnis über die beſtandene Diplom=
Hauptprüfung beizulegen.
D Von der Heag. In der letzten
Aufſichtsrats=
ſitzung der Heſſiſchen Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft wurden
für den Ausbau der Straßenbahnlinie vom Theater
nach dem Riegerplatz 110000 Mk., für die Beſchaffung
weiterer 10 neuer Wagen für den ſtädtiſchen Verkehr
140000 Mk. und für den Ausbau des zweiten Gleiſes
in der Dieburgerſtraße, für den verſtärkten Betrieb nach
der Ausſtellung auf der Mathildenhöhe 36000 Mk.,
zu=
ſammen 286000 Mk., bewilligt. Mit dem Ausbau des
zweiten Gleiſes in der Dieburgerſtraße wird ſofort
be=
gonnen. Es iſt beabſichtigt, die Linie 4 bis zur
Stift=
ſtraße zu führen, ſo daß zwiſchen Schloß und Stiftſtraße
eine Wagenfolge von 3¾ Minuten zu verzeichnen iſt
und die Beſucher der Ausſtellung vom Hauptbahnhof
direkt zu derſelben gelangen können. Nach den bis
herigen Auskünften des Stahlwerksverbandes ſollen die
Schienen anfangs Juni geliefert werden ſo daß
der Ausbau über die Hochſchulſtraße während der
Ferien des Theaters und der Hochſchule vorgenommen
werden kann
* Die Sterblichkeit in Heſſen im Jahre 1913.
Nach den Feſtſtellungen der Großh. Zentralſtelle für die
Landesſtatiſtik ereigneten ſich im Jahre 1913 (bezw.
1912) 16846 (17710) Sterbefälle. Die günſtige
Sterb=
lichkeit des Jahres 1913 iſt wiederum von einer
nied=
rigen Säuglingsſterblichkeit beeinflußt, denn im Alter
von unter 1 Jahr ſtarben im Jahr 1913 3002 Kinder
gegen 3247 im Jahre 1912. Auf die übrigen Altersklaſſen
verteilen ſich die Geſtorbenen wie folgt: 1—4 Jahre
alt — 1263 (gegen 1298 im Jahre 1912), 5—14 Jahre alt
= 547 (62), 15—29 Jahre alt = 1186 (1290), 30—59 Jahre
alt = 3691 (3944), 60—69 Jahre alt = 2772 (2941) und
70 und mehr Jahre alt = 4385 (4362). Mithin iſt faſt
in allen Altersklaſſen ein allgemeiner Rückgang zu
konſtatieren. Als Todesurſachen kommen in Betracht:
Angeborene Lebensſchwäche 789 (1912 = 809) Fälle,
Altersſchwäche 2079 (2017), Kindbettfieber 46 (58) andere
Folgen der Geburt 75 (69), Scharlach 45 (33), Maſern und
Röteln 209 (328), Diphtherie und Krupp 139 (184),
Keuch=
huſten 188 (219), Typhus 8 (25), übertragbare Tierkrank
heiten 1 (—), Roſe 58 (49), andere
Wundinfektionskrank=
heiten 108 (116), Tuberkuloſe der Lungen 1654 (1679),
Tuberkuloſe anderer Organe 467 (474), akute allgemeine
Miliartuberkuloſe 54 (61), Lungenentzündung 1360 (1466),
Influenza 138 (198), andere übertragbare (veneriſche uſw.)
Krankheiten 42 (30), Krankheiten der Atmungsorgane
922 (1010), Krankheiten der Kreislaufsorgane (Herz uſw.)
1948 (2057), Gehirnſchlag 929 (989), andere Krankheiten
des Nervenſyſtems 747 (833), Magen= und Darmkatarrh,
Brechdurchfall 809 (817), andere Krankheiten der
Verdau=
ungsorgane 485 (524) Blinddarmentzündung 80 (72),
Krankheiten der Harn= und Geſchlechtsorgane 464 (411),
Krebs 1193 (1245), andere Neubildungen 144 (142),
Selbſt=
mord 319 (327), Mord und Totſchlag, tödliche
Körper=
verletzung 35 (21), Verunglückung oder andere
gewalt=
ſame Einwirkung 399 (369), andere benannte
Todes=
urſachen 512 (545) und Todesurſache nicht angegeben
400 (533) Fälle. (Darmſt. Ztg.)
* Die Rechtsſchutzſtelle für Frauen und Mädchen des
Allgemeinen Deutſchen Frauenvereins iſt von jetzt ab nach
Waldſtraße 19, 1. Stock, verlegt. Die Sprechſtunden finden
wie bisher. Montags und Donnerstags von 4—6 Uhr
ſtatt. Rat, Auskunft und Anſertigung von Geſuchen und
Schriftſätzen erfolgen unentgeltlich, doch iſt Erſatz der
Portokoſten womöglich erwünſcht.
*Dienſtjubilaum. Am Donnerstag, den 23. April,
feiert der techniſche Betriebsleiter der Firma
Roſen=
thal & Co., Karl Minier, ſein 25 jähriges
Jubiläum.
* In Amerika verſtorbene Heſſen. Am letzten
Don=
nerstag wurden die ſterblichen Ueberreſte des ehemaligen
Klavierfabrikanten Herrn Philipp Kring von Brooklyn,
N.=Y., zur ewigen Ruhe beſtattet. Der jetzt Verblichene
wurde am 12. Mai 1831 zu Hohenſülzen bei Worms
(Rheinheſſen) geboren. — Dr. Charles Lenz von
Flat=
buſh, Brooklyn, N.=Y., ſchied am letzten Sonntag aus dem
Leben. Der Entſchlafene war Journaliſt und
Schrift=
ſteller von Beruf. Er iſt einer der Gründer der American
Federation of Labor. Auch war er der Herausgeber und
Redakleur des Original Rights Magazine und der frühere
Vorſitzende der Original Rights Society of Neu=York.
Der Verſtorbene, der vor 73 Jahren in Heſſen=Darmſtadt
geboren wurde, kam in jungen Jahren nach Amerika. —
Am 31. März iſt in Newark, N.=J., Frau Mina Kuhn,
geborene Maißenhälder, entſchlafen. Die
Dahingeſchie=
dene erblickte am 31. März 1862 in Wimpfen im Tal,
Heſſen=Darmſtadt, das Licht der Welt. — Am 29. März
ſtarb im Soldatenheim in Dayton, O., Herr Peter
Hoff=
mann. Der Verſtorbene, in Hamm, Heſſen=Darmſtadt,
vor nahezu 82 Jahren geboren, kam als junger Mann nach
Amerika.
* Gartenbauverein Darmſtadt. Der infolge des
lie=
benswürdigen Entgegenkommens der Großh.
Hofverwal=
tung ermöglichte Beſuch der Obſt= und
Gemüſe=
treibereien im Großh. Orangeriegarten
bewies durch die überaus zahlreiche Teilnahme (über 100
Perſonen) das rege Intereſſe für dieſe Veranſtaltung In=
Verhinderung des Herrn Hofgarteninſpektors Weigold
übernahmen Herr Obergärtner Weidmann und das
Vor=
ſtandsmitglied Herr Kreisobſtbautechniker Dorſch die Füh=,
rung der Anweſenden. Die im prächtigen Blütenflor
ſtehenden Formobſtanlagen vor den Treibhäuſern erregten
gleich zu Beginn die allgemeine Aufmerkſamkeit, wie nicht
minder die an der Südmauer des Gartens entlang
lau=
fende, durch Glas geſchützte Pfirſichſpalieranlage mit
ihrem ungemein reichen Fruchtanſatz. Desgleichen
fielen=
die am Spalier, ebenfalls unter Glasſchutz gezogenen
Pflaumenbäume beſonders auf; mit dieſen Anlagen
ſcheint man zu bezwecken, für einen eventl. Ausfall durch
Fröſte und ungünſtige Jahre Erſatz zu ſchaffen. In den=
Treibhäuſſern ſelbſt konnten ſich Herz und Auge an dem
Anblick ſchön formierter Pfirſich= und Rebſpaliere erfreuen,
an denen bei den Pfirſichen ſchon ziemlich ausgebildete
Früchte hingen, bei den Reben die Entwicklung der
Trau=
ben deutlich zu erkennen war. Daneben ſtanden die
Topf=
reben, ſowie die Topfbäume von Aprikoſen, Kirſchen,
ebenſo reich behangen. In anderen Häuſern ſah man,
ebenfalls in Töpfe gepflanzt Erdbeeren, teils blühend,
teils mit reifen Früchten, Himbeerſtöcke, Bohnen mit ſchös
nem Behang, Tomaten, noch in Blüte ſtehend oder ſchon
mit Anſatz, Gurken von ſolcher Größe und Pracht, daß
den Liebhabern der Mund wäſſerig wurde. In den
Miſt=
beetkäſten fiel der neugebaute Neuſeeländerſpinat, der mit
Treibſalat zuſammen angepflanzt war, und die Karotten
auf. Die in den Erdhäuſern gezogenen Kohlrabi und
Wirſing werden in wenigen Tagen zum Verbrauche herang
reifen. Beſonderes Intereſſe erweckten die neu erbauten
und die noch im Bau begriffenen mit allen modernen
Ein=
richtungen verſehenen Gewächshäuſer im ſüdlichen Teile
des Gartens Auch hier befanden ſich die Reben, Pfirſiche=
und Tomaten in guter Entwicklung mit reichem
Blüten=
oder Früchteanſatz. Nachdem noch die im vollen Blüten=,
ſchmuck ſtehenden Sauerkirſchbuſch= und Spalieranlagen
der Nordwände beſichtigt worden waren, wurde dem alten
Orangeriehaus mit den darin für den Winter
aufbewahr=
ten Orangeriebäumen, Zierpflanzen, ſowie den mächtigen
Palmengruppen uſw. ein Beſuch abgeſtattet und dann
noch der Hühnerhof mit ſeinen verſchiedenen Anlagen
an=
geſehen, der auch da Intereſſe aller Teilnehmer erregte.
Nachdem nach Beendigung des Rundgangs der
ſtellvertre=
tende Vorſitzende den eingangs erwähnten Herren noch
den Dank des Vereins für ihre liebenswürdige Führung
ausgeſprochen hatte, machte Herr Kreisobſtbautechniker
Dorſch auf die nächſten Sonntag, nachmittags 3½ Uhr, in
Arheilgen ſtattfindende Generalverſammlung des
Kreis=
obſtbau=Verbandes aufmerkſam, in der ein Vortrag über
Ernährung und Düngung der Obſtbäume und Gemüſe
ge=
halten wird. Die Mitglieder wurden von ihm zur
Teilnahme ebenfalls freundlichſt eingeladen.
* Vortrag. Die Macht der Gedanken und
Ge=
heimniſſe der Seele lautet das Thema, über welches der
bekannte pſychologiſche Schriftſteller D. Ammon am
Don=
nerstag, 23. April, abends 8 Uhr, im Städtiſchen
Saal=
bau (Gartenſaal) einen öffentlichen Vortrag halten wird.
Der Redner wird ſeine Zuhörer in die Tiefen des
Seelen=
lebens einführen und an Hand von Abbildungen
inter=
eſſanter Charakterköpfe die Denkungsweiſe der
verſchieden=
ſten Menſchen erklären, ſowie lehrreiche Lebenswinke für
erfolgreiches Denken geben. Nach dem Vortrage finden
Eine neue Heilmethode.
** Es iſt eine bedeutſame Mitteilung, mit der am
Dienstag der franzöſiſche Arzt Dr. Barthe de Sandfort
vor die franzöſiſche Akademie für Medizin trat und die
ſeitdem in ärztlichen Kreiſen das Tagesgeſpräch bildet.
Nach 13jährigen Verſuchen hat Dr. Barthe de Sandfort
eine neue Heilmethode aufgebaut, die einer Entdeckung
gleichkommt und die beſtimmt erſcheint, den ungezählten
Tauſenden von Menſchen, die an Gicht, an Rheumatismus
und Geſchwüren leiden, Linderung ihrer Schmerzen und
Heilung zu gewähren. Das Heilmittel, um das es ſich
hierbei handelt, iſt — um es gleich vorweg zu nehmen
das Wachs, und die Behandlung der Kranken beſteht in
der Verabfolgung heißer Wachsbäder, die nach allen
bisherigen, ſehr zahlreichen und gründlichen Verſuchen
er=
ſtaunliche Heilerfolge aufweiſen. Die neue Heilmethode,
die nun unter dem Namen Keritherapie ihren
Ein=
zug in die Wiſſenſchaft hält, baut ſich auf der äußeren
An=
wendung von mineraliſchen Wachſen auf und iſt alſo eine
Paraffinkur.
Das Paraffin genießt bereits ſeit langem in der
Heil=
kunde wie auch beim Publikum großes Vertrauen; wir
alle kennen das Vaſelin, das nichts anderes als weiches
Paraffin iſt, und wir kennen auch das flüſſige Paraffin
als Oel. Es iſt noch nicht allzu lange her, daß flüſſiges
Paraffin in der Stoffwechſeltherapie als Abführmittel
eine Rolle zu ſpielen begann, ein bekannter engliſcher Arzt
war einer der tatkräftigſten Vorkämpfer dieſer
Anwen=
dung; doch iſt es dem franzöſiſchen Forſcher vorbehalten
geblieben, die äußere Heilwirkung des flüſſigen Paraffins
zu einer beſonderen Therapie zu machen. Dr. Barthe de
Sandfort begann ſeine Arbeiten in dieſer Richtung bereits
im Jahre 1901. Er hatte früher dem mediziniſchen Stabe
eines großen Badeortes angehört, der durch ſeine
Schlammbäder bekannt iſt. Die Schlammbäder brachten
Dr. Barthe de Sandfort zuerſt auf den Gedanken, daß
es einen Stoff geben müſſe, der den heißen Schlamm
mit ſeinen Heilwirkungen erſetzen und übertreffen könne,
ein Mittel, das im Hauſe anwendbar und die koſtſpielige
Reiſe in entfernte und teure Badeorte vermeidbar machen
ließe. Nach mannigfachen Verſuchen begann er die
Heil=
kraft geſchmolzener Mineralwachſe zu erkennen und zu
beobachten, und ſeit 1901 hat er eine Fülle von Geſchwüren
und Brandwunden mit großem Erfolge mit Paraffin
be=
handelt. Trotzdem ſchritt der Ausbau der Methode ſehr
langſam vorwärts; den entſcheidenden Fortſchritt brachte
erſt das Jahre 1909. Bisher hatte ſich der Forſcher auf
eine rein örtliche Behandlung der Gebrechen beſchränkt;
nun kam ihm auf Grund ſeiner Beobachtungen und
Stu=
dien der Gedanke, die Wirkung eines Vollbades in
hei=
ßem, ſlüſſigen Wachs zu erproben. Der Verſuch wurde in
der Petroleumraffinerie des Herrn Deutſch de la Meurthe
unternommen, wo Dr. Barthe de Sandfort ſich entkleidete
und unter dem begreiflichen Entſetzen der zuſehenden
Ar=
beiter in einen Keſſel ſprang, der 300 Liter 45 Grad
Cel=
ſius heißen Paraffins enthielt. „Alle glaubten, ich müſſe
verbrüht werden” erzählte der Forſcher einem
Journa=
liſten, der ihn dieſer Tage aufſuchte, „aber ich fühlte eine
angenehme Wärme und blieb 6 Minuten in dem Keſſel.
Als ich das Bad verließ, konſtatierte ich unter der Wachs=
haut, die meine Glieder umhüllte, eine reichliche
Tran=
ſpiration, fühlte aber keine Kälte, obgleich die Temperatur
im Raume niedrig war. Ich hatte ein neues
hyperther=
males Bad entdeckt, das beſtimmt war, ſtarke und
weit=
gehende Wirkungen auf alle Störungen des Blutumlaufes
auszuüben.
Was iſt nun die entſcheidende Frucht der neuen
Ver=
ſuche und bereits erreichten Heilungen? Sie liegt darin,
daß es fortan möglich iſt, den menſchlichen Körper einer.
viel größeren und gleichmäßigeren Hitze auszuſetzen. als
dies bisher ohne Schädigungen oder Gefahr einer
Schä=
digung erreichbar war. Fortan wird man rheumatiſche
Entzündungen, Gicht, Rheumatismus überhaupt,
Hexen=
ſchüſſe und Geſchwüre durch übererhitztes Wachs
behan=
deln können. Das Verfahren hat neben ſeiner
Heilwir=
kung noch den Vorzug, die Schmerzlinderung
ungewöhn=
lich zu beſchleunigen. Außerdem aber ſcheint die
Keri=
therapie dazu berufen, auch in der Chirurgie eine Rolle
zu ſpielen. Bei Geſchwüren, wie bei Brandwunden,
ver=
wendet Dr. Sandfort eine Miſchung von Wachs und Harz,
dje er „Ambrin” nennt und deren ſich auch bereits Dr.
Carrel bei ſeinen bekannten Hautverpflanzungen bediente.
Die Wachsmaſſe bildet über der Wunde zugleich einen
antiſeptiſchen Schutz und beſchleunigt den Heilungsprozeß.
Friſche Blutungen können, ſo weit ſie nicht von der
ge=
waltſamen Verletzung einer Arterie ausgehen, mit
Am=
brin ſofort geſtillt werden, ſo daß dieſes Mittel mit ſeiner
antiſeptiſchen Wirkung vielleicht auch berufen ſein wird.
in der Krebschirurgie der Zukunft die Rolle eines
weſent=
lichen Hilfsmittels zu ſpielen.
Nummer 110.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
Seite 3.
unentgeltliche Charakterbeurteilungen von mitgebrachten
Handſchriften ſtatt.
* Der Ortsgewerbeverein hält am nächſten Freitag
ſeine ordentliche Hauptverſammlung ab. Neben der
Er=
ſtattung des Tätigkeitsberichts des Ortsgewerbevereins
wird auch über die zur Zeit im Vordergrund des
Inter=
eſſes ſtehende Gewgebeſchule ein Bericht gegeben.
Ver=
ſchiedene Neuwahlen im Vorſtande werden ferner die
Hauptverſammlung beſchäftigen, wie auch noch ſonſtige
be=
merkenswerte Mitteilungen und Anträge zu einer
aus=
führlichen Beſprechung der derzeitigen Lage des
Darm=
ſtädter Handwerker= und Gewerbeſtandes Gelegenheit
bie=
ten werden. Es ſei deshalb auf dieſe Verſammlung auch
hiermit hingewieſen und zu zahlreichem Beſuch derſelben
jetzt ſchon eingeladen.
Die Freie Vereiniguug heſſiſcher
National=
liberaler hat auf Sonntag, den 26. April, eine Sitzung
anberaumt, an der außer den Mitgliedern des
Geſamt=
vorſtandes die Vertreter der ſämtlichen ihr angeſchloſſenen
nationalliberalen Vereine und Ortsgruppen teilnehmen
werden. Die Beratungen finden in Frankfurt a. M.
im Hotel Prinz Heinrich ſtatt.
* Die hieſige Sektion des Volksvereins für das
katholiſche Deutſchland entwickelt, ſo ſchreibt man uns,
in dieſem Frühjahr eine lebhafte Tätigkeit. Dem
Licht=
bildervortrag über die Mariannen und Karolinen folgte
ein Vortrag über Alban Stolz und am kommenden
Sonntag wird im Konkordiaſaal Herr Profeſſor
Hattemer=Worms, der Landesgeſchäftsführer für
Heſſen, über ſeine Bergtouren und Erlebniſſe in dem
ſchönen Tirol ſprechen, worunter die Beſteigung des
3700 Meter hohen Groß=Venedigers in den Tauern
be=
ſonderes Intereſſe erwecken wird. Dabei wird der Herr
Profeſſor in der ihm eigenen feſſelnden Art eine Epiſode
aus ſeiner Tätigkeit als Kurat an dem herrlichen Pragſer
Wildſee und zuletzt einen Beſuch bei einer hohen
Fürſt=
lichkeit einflechten. Sämtliche Kapitel des Vortrags
werden durch nahezu 60 Lichtbilder, meiſt
Originalauf=
nahmen, erläutert werden. (Siehe Anzeige.)
Vorſicht beim Einwerfen von Briefſendungen
in die Briefkaſten. Es wird darauf hingewieſen, daß
heute mit dem Anſtrich der Poſtbriefkaſten begonnen
wird.
Der Einfluß des Wagenmangels bei
vertrag=
lichen Aumachungsn.
js. Verträge ſind ſtets nach Treu und Glauben
aus=
zulegen. Deshalb iſt auch die Berufung auf vertragliche
Lieferungsbeſchränkungen infolge Unmöglichkeit der
Lie=
ferung nur dann von Erfolg, wenn überhaupt keine den
Umſtänden nach akzeptable Möglichkeit mehr vorhanden
war, die Lieferung zu den vorhergeſehenen Friſten
auszu=
führen. Wird eine ſolche Möglichkeit übergangen, ſo kann
die andere Vertragspartei Lieferungsverzug geltend machen
und ſich auf § 326 B. G. B. berufen, der bei
Lieferungsver=
zug einen Anſpruch auf Schadenserſatz gewährt. Dem
hier in Betracht kommenden Rechtsſtreit liegt folgender
Tatbeſtand zugrunde:
Die Sch. und St. Maatſchappy in Rotterdam verkaufte
durch Verträge vom 22. und 26. April 1907 an die Firma
St. u. F. in Bingerbrück je 5000 und am 29 April 1907
weitere 3000 Tonnen ungeſiebter Yorkſhire Gaskohle, frei
Schiff Guſtavsburg, Mannheim oder Frankfurt a. M. Für
rſämtliche 13 000 Tonnen war als Zeit der Rotterdamer
Ab=
ladung Mai bis Auguſt 1907 beſtimmt und zwar ſollten
Lieferung und Abnahme in annähernd gleichen
Monats=
zaten von je 3250 Tonnen erfolgen. Außerdem war
be=
ſtimmt, daß bei Wagenmangel oder anderen, nicht
vorher=
zzuſehenden Ereigniſſen, welche eine Beſchränkung oder
Einſtellung des Verkehrs zu Waſſer oder zu Land zur
Folge haben, die Lieferung während der Dauer der
Un=
rterbrechung ausgeſetzt werden darf. Die zur Lieferung
verpflichtete Rotterdamer Firma hat tatſächlich die
erfor=
derliche Durchſchnittsmenge nie vollſtändig und im Auguſt
1907 gar nicht geliefert. Und zwar behaupret ſie, daß ſie
tinfolge des Eintritts der vertraglich vorgeſehenen Ver=
Rkehrsbeſchränkungen zur Lieferung nicht verpflichtet
ge=
weſen ſei. Sie hat dann in den folgenden Monaten des
JJahres 1907 und auch noch bis zum Auguſt 1908
weiter=
geliefert, ſo daß von dem Vertrage vom 26. April 1907
mur noch eine Reſtmenge von ungefähr 1460 Tonnen und
vom Vertrage vom 29. April nur noch 1203 Tonnen zu
liefern waren, als die Firma St. u. F. in Bingerbrück
aauf Grund ihrer ſchriftlichen Kücktrittserklärung vom
Februar 1908 ſich weigerte, weiterhin Kohlen zu beziehen.
Die Lieferantin erhob deshalb Klage gegen die Beſtellerin
eind verlangte Feſtſtellung, daß die Beklagte zur Abnahme
verpflichtet iſt und auch den Kaufpreis oder Schadenserſatz
zu zahlen hat.
Landgericht Mainz und Oberlandesgericht
Darm=
ſtadt haben die Klage abgewieſen. Ebenſo hat das
Reichsgericht entſchieden. Aus den
Entſcheidungs=
gründen dieſes Urteils intereſſieren folgende Ausführun=
gen: Das Berufungsgericht erachtet den Rücktritt gemäß
§ 326 Abſ. 2 B. G.B für gerechtfertigt. Es geht hierbei von
der Annahme aus, daß die Klägerin vertraglich
verpflich=
tet war, in den Monaten Mai. Juni, September und
De=
zember 1907 je annähernd 3250 Tonnen der verkauften
Kohlen zu liefern und weil ſie dies nicht getan hat, in
Schuldnerverzug geraten iſt. Allerdings haben in den
Mo=
naten Mai bis Auguſt 1907 an den hier fraglichen
eng=
liſchen Hafenplätzen infolge Wagenmangels bei den zu
dieſen Häfen führenden Eiſenbahnen Verkehrsſtörungen
vorgelegen; ſie waren aber in den Monaten Mai und
Juni 1907 nicht ſo erheblich, um die Klägerin zu
berech=
tigen, ſo, wie ſie es getan habe, unvollſtändig zu liefern.
Das Berufungsgericht nimmt für den Monat Mai 1907
an, daß damals infolge Wagenmangels im Hafen von
Hull Ladungsſchwierigkeiten entſtanden Es führt aber
aus, daß nach Inhalt der Verträge der Parteien nicht jede
derartige Verkehrsſtörung die Klägerin von der Lieferung
entbinde. Ausgehend davon, daß Verträge nach Treu und
Glauben zu erfüllen ſind, nimmt das Berufungsgericht
an, die Klägerin habe den Verſuch machen müſſen, im
Hafen von Goole Ladung einzunehmen. In dieſer
Be=
ziehung zieht das Berufungsgericht in Betracht, daß die
Klägerin „Yorkſhire Gaskohle” alſo nicht Kohlen einer
beſtimmten Zeche, zu liefern und deshalb ein ſehr
aus=
gedehntes Bezugsfeld hatte daß ſie Rückſicht nehmen
mußte auf die Lage der Beklagten, die ſicher auf Lieferung
rechnete und daß ſie deshalb, wenn ſich in Hull
Schwierig=
keiten ergaben, nicht unverſucht laſſen durfte, Kohlen aus
den Zechen, die an dem nach Goole führenden Kanal lagen,
zu beziehen. Nicht jede Verkehrsſtörung berechtigte die
Klägerin zur Ausſetzung der Lieferung, ſondern nur eine
ſolche, deren Ueberwindung ihr nach den Umſtänden,
ins=
beſondere wegen erheblicher Mehraufwendungen, nicht
zu=
zumuten war.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Reſidenztheater am Weißen Turm. „Ein
myſteriöſer Fall” nennt ſich das große Detektivdrama in
drei Akten, welches ab heute neben dem Wildweſtſchlager
„In den Fluten des Niagara” gezeigt wird. Einige
Hu=
moresken, die Wochenchronik und Naturaufnahme
vervolk=
ſtändigen den Spielplan. Wir machen jetzt ſchon darauf
aufmerkſam, daß ab Samstag, den 25. ds. Mts., „Die
Tragödie eines ſüßen Mädels (Liebelei), eine
Filmbe=
arbeitung jenes erſten erfolgreichen Bühnenwerkes des
Wiener Dramatikers Artur Schnitzler vorgeführt wird
Waldemar Pſylander, der Liebling der Damen, verkörpert
die Hauptrolle.
* Große Modeſchau im Hotel Traube!
Darmſtadt ſteht vor einer Senſation, die beſonders bei der
Damenwelt, aber auch bei den Induſtriellen großen
An=
klang finden wird. Am Dienstag, den 29. April,
nach=
mittags 4½—7 Uhr, findet im großen Feſtſaal im Hotel
„Zur Traube” eine große Modeſchau, verbunden mit
einem Tango=Furlana=Fünfuhr=Tee, ſtatt. Neueſte
Mode=
ſchöpfungen für Frühjahr und Sommer werden durch
le=
bende Mannequins vorgeführt. Man wird auch die
neueſten Haartrachten zu ſehen bekommen. Die
Manne=
quins zeigen ſie an farbigen Friſuren, zum Beiſpiel zu
einem blauen Kleid (blaue Friſur), und ſo ſteht ein
Ge=
nuß bevor, der für Darmſtadt etwas ganz neues iſt. Tango
und Furlana werden von den erſten Tanzkünſtlern
ge=
tanzt. Beſondere Aufmerkſamkeit dürfte man dem neuen
Tanz Furlana zuwenden; denn in kurzer Zeit hat dieſer
Tanz den Tango beinahe verdrängt und ſeinen
Sieges=
zug durch die internationalen Ballſäle Europas
angetre=
ten. Näheres wird noch in den Tageszeitungen
bekannt=
gegeben.
* Roßdorf, 20. April. (Ortsgewerbeverein.)
Heſtern nachmittag 4 Uhr fand die feierliche Ueberreichung
der Geſellenbriefe an 19 junge Handwerker und
Handwer=
kerinnen ſtatt, nachdem vorher die theoretiſche Prüfung
ſtattgefunden hatte. Es waren erſchienen: von der Großh
Zentralſtelle für die Gewerbe Herr Geh. Regierungsrat
Noack, von der Handwerkskammer der 2. Vorſitzende, Herr
Rockel. Ferner waren anweſend: Herr Dr. Baumann,
Frau Lehrerin Egly, ſowie eine zahlreiche hieſige
Einwoh=
nerſchaft. Der Vorſitzende, Schloſſermeiſter H. Ewald
begrüßte die Erſchienenen und hielt dann eine von
Her=
zen kommende und zu Herzen gehende Anſprache an die
Prüflinge, unter welchen ſich zum erſten Male auch vier
weibliche Handwerkerinnen befanden. Hierauf nahm Herr
Geh. Regierungsrat Noack das Wort und gab den
Prüf=
lingen noch recht beherzigenswerte Worte mit auf den
fer=
neren Lebensweg. Auch Herr Rockel ließ es an warmen
Ermahnungen nicht fehlen und iſt alles in allem manches
gute Wort den jungen Leuten zu Gehör gebracht worden.
Der Vorſitzende überreichte ſodann die Geſellenbriefe und
m verſchloſſenen Kuvert die einzelnen Noten (da dieſe im
Geſellenbrief nicht mehr angegeben werden) den
Prüflin=
gen und begab man ſich zu einer kleinen Nachfeier in das
Gaſthaus „Zur Traube” wo beſonders Herr Geh.
Regie=
rungsrat Noack ſich noch längere Zeit in liebenswürdigſter
Weiſe mit den Prüflingen unterhielt. Die kleine Feier
hatte ſomit in allen Teilen einen würdigen Verlauf
ge=
nommen.
Zwingenberg a. d. B., 21. April. (Schwere
Ein=
brüche) wurden in der Nacht zum Sonntag in zwei
Re=
ſtaurants durch zwei Burſchen ausgeführt. Sie brachen
zunächſt im „Löwen” ein, eigneten ſich ein Fahrrad,
Zigar=
ren uſw an, fanden aber nur wenig Geld. Gleich darauf
drangen ſie in die Reſtauration von Werner ein, wo ihnen
etwa 20 Mark, Eßwaren, Zigarren uſw. in die Hände
fielen. Auch hier nahmen ſie ein Fahrrad mit, während
ſie ein altes Fahrrad zurückließen, das enſcheinend einem
Kaufmann Scholl in Frankfurt a. M. gehurt. Auch ein
Brecheiſen fand man an dem Tatort. Sie fuhren dann
über Worms nach Speyer, wo ſie aber angehalten wurden,
da ſie trotz der Dunkelheit keine Laternen hatten. Sie
ſchoſſen hierbei auf die Gendarmen, ohne jemand zu
ver=
letzen. Es gelang aber trotz Gegenwehr, ſie feſtzunehmen.
Ihre Perſonalien ſind noch nicht mit Sicherheit feſtgeſtellt.
Man vermutet, daß ſie in der Nacht vorher auch den
ſchweren Einbruch auf dem Gute Bayerseich bei Langen
ausgeführt haben, wobei ihnen Geld und Wertgegenſtände
in Höhe von etwa 800—900 Mark in die Hände fielen.
Babenhauſen, 21. April. (Eine
Wildſchwein=
jagd in den Dorfſtraßen) gab es am Samstag in
dem nahen Waldaſchaff. Ein kräftiger Eber kam met
einer „Bache” in aller Gemütsruhe zum Dorfe
hereinmar=
ſchiert. Als man der beiden Schwarzkittel anſichtig wurde,
ſetzte ſofort eine regelrechte Treibjagd ein, an der ſich
Jung und Alt mit allerlei Waffen, Miſt= und Heugabeln,
mit Aexten und Prügeln, ſowie alten Jagdflinten
betei=
ligte. Während es der Bache gelang, mit heiler Haut den
nahen Wald zu gewinnen, blieb der keiſte Keiler auf der
Strecke.
Heuſenſtamm, 21. April. (Weite Reiſe eines
Kinderballons.) Am Samstag vormittag 10,30
Uhr ging in unmittelbarer Nähe des Dorfes ein kleiner
Ballon nieder, deſſen Aufſtieg von Leipzig aus erfolgte.
An dieſem Ballon waren drei Poſtkarten befeſtigt, die
nach Leipzig, Allenſtein und Hainchen adreſſiert waren und
auch ſofort per Poſt weiter befördert wurden. Der Ballon,
der um 3 Uhr morgens abgelaſſen wurde, hatte alſo die
Strecke Leipzig=Heuſenſtamm in 7½ Stunden
durchflogen.
Weiskirchen, 20. April. (Rauferei.) Unſer ſonſt ſo
ſtilles Dorf war geſtern nacht der Schauplatz einer wüſten
Radauſzene. Ein junger Burſche von hier wurde von
einigen halbwüchſigen Leuten überfallen und mißhandelt.
Er erhielt mit einem Schlagring oder Meſſer
einen Schlag oder Stich auf den Kopf, ſo daß er aus einer
Wunde blutete. Auch wurde er durch Fußtritte übel
zuge=
richtet. Es wurde ſogar mit einem Revolver nach ihm
geſchoſſen. Der Ueberfallene flüchtete in eine Wirtſchaft,
um zu warten, bis ſich die Rohlinge entfernt hatten. Beim
Verlaſſen des Lokals wurde er jedoch wieder von ihnen
angefallen und noch einmal mißhandelt. Der
hinzukom=
mende Ortspolizeidiener brachte den Verletzten nach Hauſe
und machte ſich auf die Suche nach den Uebeltätern. Er
hatte auch Erfolg, erwiſchte den Revolverhelden und nahm
ihm die Waffe ab, die noch 5 Kugeln enthielt.
Klein=Krotzenburg, 21. April. (Waldbrand.) Am
Sonntag nachmittag wurde die hieſige Feuerwehr
alar=
miert. Im hieſigen Gemeindewald war ein Brand
aus=
gebrochen, der vermutlich von Spaziergängern durch
leichtſinniges Wegwerfen eines brennenden Streichholzes
verurſacht wurde. Durch raſches Eingreifen
verſchiede=
ter Hainſtädter und Froſchhäuſer Einwohner konnte der
Brand im Keime erſtickt werden. Bei Eintreffen der
Feuerwehr war das Feuer bereits gelöſcht. Der
entſtan=
dene Schaden erſtreckt ſich auf ungefähr 6 Morgen, darunter
ein Pflanzengarten von etwa 3 Morgen.
Aus Rheinheſſen, 20. April. (Eine Abgabe aus
alten Zeiten) hat ſich noch in den meiſten
Landgemein=
den der Provinz Rheinheſſen bis in die Gegenwart
er=
halten. Es iſt das ſogenannte Feuereimergeld
Früher mußte jeder Bürger ſich bei ſeiner Verheiratung
einen Feuereimer anſchaffen. Bei ausbrechenden Bränden
eilten dann die Bewohner, mit ihren Feuereimern
ausge=
rüſtet, zur Brandſtelle, wo dann „Ketten” gebildet
wur=
den. Später kauften die Gemeinden ſelbſt die Feuereimer
und gaben ſie den Bürgern in Verwahrung, erhoben aber
den entſprechenden Betrag. Dieſen Zopf aus alten Zeiten
vollen nunmehr die Bürgermeiſter des Kreiſes
Oppen=
heim abſchaffen. Die letzte Bürgermeiſterverſammlung
in Armsheim hat einen dementſprechenden Beſchluß
gefaßt.
(*) Lich, 20. April. (Der älteſte Türmer
Heſ=
ſens), Johann Adam Schmidt, hat mit Rückſicht auf ſeine
3 Lenze ſeine 50 Meter „hohe Stellung” und Wohnung
uf dem alten Feſtungsturm aufgegeben. Schmidt hat 53
Jahre mit ſeiner Familie dort als Türmer gewohnt und
Feuilleton.
C. Meteorologiſches aus Heſſen. (Vgl. Nr. 84 dieſes
Blattes vom 25. März.) Der verfloſſene März war
vor=
wiegend trübe, mild und ungemein regenreich. Die
Tem=
veraturmittel ſchwankten zwiſchen 7,1 Grad Celſius in
Mainz und 3,8 in Neunkirchen (Darmſtadt: 6,8), während
hinſichtlich der Höchſtſtände Offenbach mit 19,6 und
Neun=
eirchen mit 15,1 Grad die Gegenſätze bilden (Darmſtadt:
17,7). Den tiefſten Monatsſtand weiſt Lauterbach mit
— 4,6 Grad am 1. auf, der an den meiſten Stationen neben
dem 29. der kälteſte Tag war, wogegen in Mainz als
rvärmſtem Punkte das Thermometer am 1. nur auf — 1,1
ſank (Darmſtadt: — 1,7). Auch die Zahl der Froſttage
rveiſt bedeutende Gegenſätze auf, indem Neunkirchen nicht
rveniger als 12 ſolcher Tage aufwies, gegenüber nur 1 in
Mainz (Darmſtadt: 4). Die Bewölkung überſtieg bei
wveitaus vorherrſchenden äquatorialen Winden, die wieder
die Folge zahlreicher barometriſcher Tiefs im Weſten und
Nordweſten waren, allenthalben den Durchſchnitt. Den
rtiedrigſten Prozentſatz weiſen Alzey und Neunkirchen mit
68 auf, gegenüber 84 in Schotten. In Darmſtadt betrug
dieſer Wert 76, gegenüber 64 im zehnjährigen Durchſchnitt.
Der Monat war, wie erwähnt. ungemein regenreich. Die
höchſte Summe wurde in Oberhiltersklingen im
Oden=
rvald mit 248,4 Millimetern verzeichnet, dem Herchenhain
im Vogelsberg mit 235,8 faſt aleichkommt.
Verhältnis=
rnäßig am trockenſten war ein Teil der Rheinebene mit
dem Minimum von 45,8 Millimetern in Worms.
Darm=
ſttadt notierte 90,3 Millimeter, alſo faſt das Doppelte des
dreizehnjährigen Durchſchnitts. Schneefälle waren,
abge=
ſcehen von den Gebirgen (Ulrichſtein an 17 Tagen) ſelten,
und an den Stationen Wöllſtein, Viernheim, Gernsheim,
Sandbach und Groß=Bieberau fehlten ſie ganz. Die
Höchſt=
zahl der Gewitter betrug 2 und die der (leichten)
Hagel=
fälle 3. Erwähnt ſeien ferner die häufig ſtark und zuwei=
len ſtürmiſch auftretenden Winde, die mehrfach Schaden
anrichteten. Die Waſſerſtände überſtiegen infolge der faſt
unaufhörlichen Regengüſſe den langjährigen Durchſchnitt
ganz beträchtlich und das Hochwaſſer richtete mehrfach
be=
deutenden Schaden an. Erſt die prei letzten Tage
hinter=
ließen bei aufklärendem Himmel einen freundlicheren
Eindruck.
** Aus der Welt der Frau. Was weibliche
Beamte in England verdienen. Welche
ge=
waltigen Fortſchritte die Frauenbewegung in
Eng=
land in den letzten Jahren auf praktiſchem Gebiete
er=
rungen hat, zeigt eine intereſſante Zuſammenſtellung der
hohen Beamtenpoſten, die bereits heute im engliſchen
Staatsdienſt von Frauen verſehen werden. Aus dei
neueſten Staatshaushalt erfährt man, daß eine Frau im
„Local Government Board” als inſpizierende
Oberauf=
ſeherin mit 9000 Mark Gehalt angeſtellt iſt, während 6
weitere Frauen mit einem Gehalt von 5000—7000 Mark
als Inſpektorinnen wirken. Das Miniſterium des Innern
hat eine Frau als Gefängnisinſpektor angeſtellt und ihr
ein Gehalt von 6000 Mark angewieſen, das im Laufe der
Dienſtzeit bis auf 8000 ſteigt. In dieſem Falle aber
haben die Frauen ein Recht, ſich über eine finanzielle
Zurückſetzung gegenüber ihren männlichen Kollegen zu
be=
klagen, denn die männlichen Gefängnisinſpektoren des
Miniſteriums des Innern beziehen 12000—14000 Mark
Jahresgehalt. Das Handelsminiſterium hat zur
Ueber=
wachung der Fraueninduſtrie und der Frauenarbeit eine
Dame angeſtellt, die aus der Regierungskaſſe 9000 Mark
Gehalt bezieht. Auch im Zentralamt der Arbeiterbörſe
ſind eine ganze Reihe von Frauen Beamte; die
höchſt=
geſtellte von ihnen bezieht 8000 Mark und ihr Gehalt kann
bis auf 9000 ſteigen. Ein anderes gut beſoldetes
Staats=
amt iſt das des „oberſten weiblichen Schulinſpektors”.
die Frau, die dieſes Amt verſieht, bezieht 13000 Mark
Ge=
halt. Im Geſundheitsamt erhält die älteſte Aerztin 12000
Mark und kann bis zu 16000 Mark ſteigen; 8 weibliche Ge=
ſundheitsinſpektoren beziehen je 8000—10000 Mark. Durch
das neue Verſicherungsgeſetz iſt eine Reihe weiterer gut
dotierter Beamtenſtellungen für Frauen geſchaffen
wor=
den; der beſtbezahlte Poſten iſt hier der des „
Frauen=
kommiſſars‟ Die Frau, die dieſe Stellung innehat,
be=
zieht 20000 Mark, ebenſo viel, wie ihre männlichen
Kolle=
gen. In dem erſt ſeit wenigen Jahren beſtehenden
Mün=
delamt ſind 2 Frauen als Inſpektorinnen mit 4000 und
3600 Mark Gehalt angeſtellt. Auch das Miniſterium für
Ackerbau und Fiſcherei hat vor kurzem mit der Anſtellung
von Frauen begonnen; in der Fiſchereiabteilung ſind
einſt=
weilen 3 Naturwiſſenſchaftlerinnen angeſtellt, die 3000
Mark Jahresgehalt beziehen und denen 2 jüngere
weib=
liche Aſſiſtentinnen mit rund 2000 Mark Gehalt
unter=
ſtehen. Dagegen bietet der Telephondienſt, in dem die
Frauen eine ſo große Rolle ſpielen, nur wenig Ausſicht, in
höhere Beamtenſtellungen aufzurücken. Der rieſenhafte
Londoner Telephondienſt beſchäftigt — neben Hunderten
von Telephoniſtinnen — nur eine Frau als Inſpektorin.
Sie bezieht 4000 Mark Gehalt und kann bis zu 6000 Mark
ſteigen. 9 aufſichtführende Aſſiſtentinnen ſind mit je 3000
bis 3800 Mark Jahresgehalt angeſtellt.
Eine kühne Forſchungsreiſende. In
den nächſten Tagen wird Lady Grace Mackenzie
von England die Ausreiſe nach Afrika antreten,
um die Leitung einer großen Expedition zu
über=
nehmen, die ſie von Nairobi aus in das Herz
des dunklen Weltteils führen will. Die kühne
Rei=
ſende wird dabei das Kommando über 120 ſchwarze
Trä=
ger führen und nur von 4 weißen Männern begleitet ſein,
einem Arzt, einem Sekretär und zwei Jägern. Die
Expe=
dition führt auch ein Grammophon mit, um im Urwald
Naturaufnahmen zu machen und die Stimmen der Wildnis
auf die Grammophonplatte zu bannen. Lady Mackenzies
Expedition wird neun Monate dauern und Stätten berühe
ren, die bisher noch nie von dem Fuß einer weißen Frau
betreten wurden. Nach ihrer Rückkehr wird die mutige
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
Nummer 110.
eine zahlreiche Kinderſchar groß gezogen. Seinen
Lebens=
abend will er nun unten bei den anderen Menſchenkindern
verbringen. Der Türmerpoſten aber iſt verwaiſt,
Zum Tode des Holzkönigs Weyerhäuſer.
ſchreibt die Heſſ.=Darmſt. Ztg. in Neu=York: Unter dem
4. April wird aus Paſadena, Cal., berichtet: Herr
Fre=
derick Weyerhäuſer, der vielfache Millionär und
„Waldkönig”, der allgemein als der reichſte Heſſe der Welt
betrachtet wurde, Beſitzer rieſiger Forſtarealbeſtände und
weitbekannter Holzhändler aus St. Paul, Minn., iſt hier
aus dem irdiſchen Leben geſchieden. Wie groß ſein
Ver=
mögen eigentlich war, das weiß man allerdings nicht, da
es längſt die Grenze der landläufigen Millionenziffern
überſchritten hatte. Vor zehn Tagen war Weyerhäuſer
von einer ſchweren Erkältung befallen worden, wie letzte
Woche ſchon von uns berichtet, und die ſich bald darauf
entwickelnden gefahrvollen Anzeichen brachten den
Pa=
tienten mehrmals an die Schwelle des Todes, doch wurde
ſeine eiſerne Konſtitution immer wieder der Krankheit
Herr. Um ſo überraſchender kam allen ſein unerwartetes
Ende, als er noch am Tage vorher vollſtändig
wiederher=
geſtellt zu ſein ſchien. Die Erkältung hatte ſich der
Ver=
blichene beim Beſuche der Kirche zugezogen und am
dar=
auffolgenden Mittwoch wurde ſein Zuſtand ſo
beſorgnis=
erregend, daß man ſeine Kinder nach Kalifornien
be=
ſchied. um den letzten Willen ihres Vaters
entgegenzuneh=
men. Drei Aerzte wichen Tag und Nacht nicht von ſeiner
Seite und, wie erwähnt, gelang es ihnen, die
Schwäche=
anfälle des Millionärs, der den Winter auf ſeinem
Wohn=
ſitz für die kalte Jahreszeit auf Oak Knoll verlebt hatte,
ſoweit zu überwinden, daß man bereits Hoffnung auf
Ge=
neſung hegte, bis der Patient am Morgen des obigen
Täges, um 5 Uhr früh, in einen Zuſtand der Betäubung
verfiel und um 8 Uhr 30 heute ſeinen letzten Atemzug
tat. Seine Söhne John, Frederick, Rudolf und Charles,
und ſeine Töchter, Frau Margaret Jewett, Frau W. B.
Hill und Frau S. S. Davis, ſtanden an ſeinem
Sterbe=
bette.
Nach dem Verlöſchen dieſes Lebens voll raſtloſer
Energie erhebt ſich nun die Frage, was mit dem rieſigen
Waldbeſitz geſchehen wird, den der Verblichene hinterläßt.
Darüber iſt Genaues bis jetzt nicht gemeldet worden, doch
nimmt man an, daß Weyerhäuſers zu Lebzeiten
getrof=
fene Verfügungen eine rationelle Verwaltung ſeines
Be=
ſitzes für alle Zukunft vorgeſehen haben. Frederick
Weyerhäuſer ſtammte aus Nieder=Saulheim, Heſſen=
Darm=
ſtadt, wo er am 21. November 1834 geboren wurde. Von
ſeinem Empfinden gegenüber der alten Heimat, in der er
bei ſeinen Eltern unter ärmlichen Verhältniſſen aufwuchs,
zeugten noch in neuerer Zeit mehrere wohltätige
Stif=
tungen, die ſeinen Namen zweifellos lebendig erhalten
werden. Der junge Weyerhäuſer hatte drüben zunächſt
den Beruf eines Landarbeiters ergriffen und unterſtützte
als Knabe ſchon ſeine Mutter und Schweſtern durch das,
was er verdiente. Unter ſolchen Umſtänden erhielt er
zu einer beſſeren Schulausbildung keine Zeit und ſeine
wiſſenſchaftlichen Kenntniſſe beſchränkten ſich auf Leſen,
Schreiben und Rechnen. In dem Jungen ſteckte aber ein
unbezähmbarer Ehrgeiz, das trübſelige Einerlei des
Le=
bens als ländlicher Arbeiter konnte ihn nicht befriedigen
und, da er viel von den unberechenbaren Ausſichten
hörte, welche dem Auswanderer die noch unaufgeſchloſſenen
Naturſchätze des weiten Gebietes der Vereinigten Staaten
böten, ſo beſchloß er, wie ſo viele andere, ſein Heil in der
neuen Welt zu verſuchen. Im Jahre 1852 kam er in
Be=
gleitung ſeiner Mutter und ſeiner Schweſtern nach
Ame=
rika, wo er ſich zunächſt in Erie, Pa., niederließ und
Be=
ſchäftigung in einer Brauerei fand. Aber weder die Art
der Beſchäftigung, noch der Verdienſt, welchen er hier
erzielte, befriedigten den jungen Mann und nach Ablauf
von vier Jahren begab er ſich nach dem Weſten, wo er
ſich in Rockland, Ill., anſiedelte und Beſchäftigung in
einer Sägemühle fand, die ihm anfänglich nur einen
Tagelohn von § 1.00 eintrug. Aber ſchon nach 6 Monaten
nahm er die Stelle des Betriebsleiters ein und nach
Ab=
lauf eines Jahres wurde er Teilhaber der Firma, welcher
die Mühle gehörte. In ſeinem Arbeitsgenoſſen F. C. A.
Denckmann fand Weyerhäuſer einen Landsmann, welcher
von demſelben raſtloſen Schaffensdrang wie er ſelbſt
be=
ſeelt war und welcher ihn ſpäter bei faſt allen ſeinen
groß=
artigen Unternehmungen unterſtützte. Gemeinſchaftlich
kauften die beiden jungen Geſchäftsleute im Jahre 1860
den dritten Compagnon aus und beſaßen nach kurzer Zeit
infolge von Fleiß und Sparſamkeit ihre Anlage
ſchulden=
frei und hatten noch Geld genug übrig, um an weitere und
größere Unternehmungen zu denken. Weyerhäuſer fand
bei ſeinen Geſchäftsreiſen für die Firma unermeßliche
Waldungen in Wisconſin und Minneſota, die man für
wenige Cents pro Acker erwerben konnte. Erſt im
klei=
nem Maßſtabe, dann in großen Komplexen, ging das
Land in den Beſitz der Firma über, Sägemühlen wurden
angelegt und die zuerſt nur wenig beachtete Vereinigung,
das „Weyerhäuſer=Syndicate” welches bald eine
wich=
tige Rolle im Holzgeſchäft ſpielte, dehnte ſeine Waldkäufe
auch auf andere Bundesſtaaten aus, bis ſie ſich faſt in
allen Teilen Amerikas betätigte, recht eigentlich von
Be=
ginn der achtziger Jahre an, als Weyerhäuſer an die
Spitze der Miſſiſſippi River Boom und Logging Comp.
trat, welche fortan die Hauptgrundlage ſeiner
Unterneh=
mungen bildete. Schon als Arbeiter in der Sägemühle
in Rockland, Ill., ſchloß Weyerhäuſer den Bund fürs
Le=
ben mit Fräulein Eliſabeth Bloedel, welche gleichfalls
aus ſeinem Heimatsorte Nieder=Saulheim ſtammte, und
welche glückliche Ehe mit 7 Kindern, darunter 4 Söhne,
geſegner war. Die Familie ſetzte aber ein äußerſt
ein=
faches und frugales Leben beſtändig fort. Die Kinder
er=
hielten zwar eine gute Schulbildung, mußten aber auch in
den Holzſchlägerlagern und Mühlen mit arbeiten, genau,
wie es der Vater ſeinerzeit getan und die Töchter wurden
von der Mutter zu tüchtigen Hausfrauen ausgebildet. Im
Jahre 1890 zog die Familie nach St. Paul, wo ſie ſeitdem
ununterbrochen ihren Wohnſitz hatte.
Frau Weyerhäuſer ſegnete das Zeitliche im Jahre
1911. Die älteſte Tochter, deren Gatte Profeſſor am Vaſſar
Kollege in Poughkeepſie iſt, hat ſich vor ihrer Verheiratung
mehrere Jahre im Miſſionswerk unter den Armen in
Neu=York betätigt.
Im Staat Waſhington beläuft ſich Weyerhäuſers
Be=
ſitz allein auf 50000 Quadratmeilen oder 52000 Akres
und alles, was nicht Regierungsbeſitz iſt, war Weyerhäuſer
tributpflichtig. Ebenſo in anderen Staaten. Die
Bei=
ſetzung des Verſtorbenen erfolgte in Rockland, Ill., wo er
ſo lange Jahre ſeinen feſten Wohnſitz gehabt. Sein
Ge=
ſchäftsbetrieb, über den er ſich freilich niemals äußerte,
wird noch lange an ihn und ſein gigantiſches Lebenswerk
erinnern.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 20. April. Ein neuer
Schmuck für das Reichstags=
Präſidial=
gebäude iſt von der Reichstags=
Ausſchmückungskom=
miſſion angekauft worden. Zu einem angemeſſenen Preiſe
erſtand ſie eine Anzahl alter Gobelins aus dem Gräflich
Rantzauſchen Schloſſe bei Plön und beſtimmte ſie als
Schmuck für den Feſtſaal der Präſidialwohnung. — Die
Zahl der ſtreikenden Droſchkenchauffeure
be=
läuft ſich jetzt auf 1400. Der Vorſtand der
Droſchken=
beſitzervereine Groß=Berlins hat geſtern abend beſchloſſen,
den Streik der Chauffeure mit einer allgemeinen
Ausſper=
rung zu beantworten, wenn bis zum 25. April nicht
ſämt=
liche Streikenden die Arbeit wieder aufgenommen haben.
— Die Tochter der berüchtigen engliſchen
Suffragetten=
führerin Pankhurſt, Fräulein Sylvia Pankhurſt, hat
ihre Abſicht, in Berlin einen Vortrag zu halten,
aufgege=
ben, nachdem ſie ſich vergewiſſert hatte, daß ihrem
Vor=
trag Schwierigkeiten entgegenſtehen. Auch in Dresden,
wo ſie ſprechen wollte, hat die Polizei bekanntlich die
Ab=
haltung des Vortrages unterſagt.
Oberurſel, 21. April (Schrecklicher
Selbſt=
mord.) Die 30jährige Ingenieurfrau Müller hat ſich in
ihrer Wohnung mit Petroleum begoſſen, dann einen mit
Petroleum ggfüllten Schwamm in den Mund genommen
und angezündet. Nachbarn fanden die völlig verkohlte
Leiche.
Köln, 21. April. (Unfall bei einer
militä=
riſchen Uebung) Auf dem Exerzierplatz des Deutzer
Küraſſier=Regiments ſtürzten heute vormittag zwei
Kü=
raſſiere. Während der eine mit leichten Verletzungen
da=
vonkam, wurde der zweite ſo ſchwer verletzt, daß er im
Lazarett bald darauf verſtarb.
Aachen, 21. April. (Die Neugeſtaltung des
Kur= und Badebetriebes.) Die zum Zwecke der
Neugeſtaltung des Aachener Kur= und Badeweſens mit
1250000 Mack begründete Aktiengeſellſchaft für den Kur=
und Badebetrieb der Stadt Aachen iſt nunmehr in das
Handelsregiſter eingetragen worden. Die Geſellſchaft
über=
nimmt den geſamten Kur= und Badebetrieb der Stadt
Aachen und errichtet unter Mitwirkung der Stadt Aachen
ein großes modernes Hotel, ein Kurhaus, ſowie
ein Badehaus nebſt Wandel= und Trinkhallen in dem ihr
zur Verfügung geſtellten Aachener Stadtgarten.
Bochum, 21. April. (Die
Berggewerkſchafts=
kaſſe Bochum) feierte heute das 50jährige
Be=
ſtehen. Neben Vertretern der ſtaatlichen, ſtädtiſchen und
bergbaulichen Behörden war Handelsminiſter Dr. Sydow
erſchienen Der Direktor der Bergſchule in Bochum,
Pro=
feſſor Heiſe, hielt eine Anſprache. Dc. Sydow erwiderte
mit einer Rede. Heute mittag fand im Bochumer
Park=
hauſe ein Feſtmahl ſtatt.
Hamburg, 20 April. (Angerannter Dampfer.)
Nach einem der Hamburg=Amerika=Linie aus Neu=York
zugegangenen Telegramm wurde der an der
Quarantäne=
ſtation ankernde Dampfer dieſer Linie, „Cleveland” heute
morgen um 3 Uhr von dem Dampfer „Karolina” der Neu=
York=Prxtorico=Linke angerannt. Der „Cleveland”
ſind einige Platten verbogen worden, ſonſt iſt kein
nennens=
werter Schaden entſtanden, während die „Kardlina” ins
Dock verholt werden mußte. Nach Lage der Sache trifft
die „Cleveland” keine Schuld.
Bilshauſen (Eichsfeld), 21. April. (Exploſion.)
Geſtern abend explodierte in dem Güterſchuppen der
Sta=
tion Bilshauſen ein Spirituskocher. Durch den
entſtehen=
den Brand wurde in kurzer Zeit der Güterſchuppen und
das ganze Bahnhofsgebäude eingeäſchert Ein
Weichen=
ſteller erlitt ſchwere Brandwunden.
Koburg, 21. April. (Großfeuer.) Heute abend
ſind 13 Scheunen und Stallungen, darunter ſolche des
herzoglichen Marſtalles, vollſtändig niedergebrannt.
Einige Privatwohnhäuſer wurden beſchädigt. Die
Ent=
ſtehungsurſache des Feuers iſt unbekannt.
Dresden, 21. April. (Selbſtmord.) Der Soldat
Meyer von der 13. Maſchinengewehrkompagnie des erſten
Leibgarde=Grenadierregiments Nr. 100, der von Beruf
Mechaniker iſt und aus Hannover ſtammt, wollte
deſer=
tieren. Er erbrach, um ſich Geld zu verſchaffen, das Spind
des Unteroffiziers Gernert Als dieſer ihn dabei ertappte,
verſetzte Meyer ihm drei Schläge auf den Kopf, flüchtete
dann und erſchoß ſich.
Dresden, 21. April. (Giftmörder.) Der
Metall=
arbeiter Ungenz hat ſeiner Geliebten, der Kellnerin
Eliſa=
beth Lincke, gewaltſam Zyankali beigebracht. Er wurde
verhaftet.
Stendal, 21. April. (Unter
Raubmordver=
dacht verhaftet.) Unter dem Verdacht, in Breslau
den Gärtner Haaſe ermordet und beraubt zu haben, wurde
hier ein wandernder Bäckergeſelle verhaftet. Er hat
be=
reits zugegeben, in Gemeinſchaft mit zwei Komplizen, die
er nicht näher kennen will, die Beute geteilt zu haben.
Er will an dem Morde unbeteiligt ſein
Breslau, 21. April. (Die Hinterlaſſenſchafte
Dr. Kopps.) Die Oeffnung des Teſtamentes des
verſtorbenen Kardinalfürſtbiſchofs Dr Kopp,
hat ergeben, daß ſein Privatvermögen ſieben Millionen
Mark betragen hat. Als Univerſalerbe iſt das Domkapitel
eingeſetzt worden. Außerdem erhalten Beamte und
Be=
dienſtete des Domkapitels Legate und Gratifikationen.
Baſel, 21. April. (Mordverſuch.) Im
Gerichts=
gebäude verletzte der von ſeiner Frau getrennt lebende
deutſche Staatsangehörige Kirchhof, der auf Veranlaſſung.
ſeiner Frau vor den Präſidenten des Ehegerichts
geladen=
war die Frau durch mehrere Meſſerſtiche. Der
Täter=
wurde verhaftet.
Denver (Kolorado), 21. April. (Kampf zwiſchen
Streikenden und der Polizei) Auf den Höhen
in der Nähe von Ludlow hat geſtern ein 24ſtündiger
Kampf zwiſchen ausſtändigen Bergleuten und der
Staatsmiliz ſtattgefunden. Elf Ausſtändige, ein Soldat
und ein Nichtkombattant wurden getötet.
Parlamentariſches.
St. Der Vierte Ausſchuß der Zweiten Kammer
hielt geſtern unter dem Vorſitz des Abgeordneten Raab
eine Sitzung ab, die bis gegen ½2 Uhr dauerte. Es wurde,
zunächſt die Wahl eines Schriftführers und deſſen
Stell=
vertreters nach Artikel 18 der Landſtändiſchen
Geſchäfts=
ordnung vom 23. März 1914 vorgenommen, die auf die
Abgeordneten Hauck und Uebel fiel. Die Vorſtellung
des Gemeindevorſtandes zu Butzbach, betr. die
Auf=
hebung des § 3 des Vertrages zwiſchen dem Fiskus und
der Gemeinde Butzbach, iſt nach dem Referat des Abg.
Stöpler für erledigt zu betrachten, da inzwiſchen ein
ent=
ſprechendes Uebereinkommen zwiſchen der Regierung und
der Stadt Butzbach getroffen wurde. Das gleiche iſt
mit der Vorſtellung des Vorſtandes der
Kommunal=
forſtwarte, betreffend die Regelung ihrer
Beſoldungs=
verhältniſſe, der Fall, weil dem Landtag inzwiſchen eine
diesbezügliche Vorlage zugegangen iſt. Die Vorſtellung des
Evangeliſchen Pfarrvereins, betreffend Vorſchläge zur
grö=
ßeren Selbſtändigkeit der Verwaltung des
Kirchenver=
mögens, wird nach dem Referat des Abg. Korell=
Ingel=
heim der Regierung als Material überwieſen zur
Berück=
ſichtigung der Verhandlungen mit dem Oberkonſiſtorium.
Einen Antrag des Abg. Urſtadt, betreffend die
Ermitte=
lung des Umfangs und des Wachstums der
fideikommiſſa=
riſch gebildeten Güter, beſchließt der Ausſchuß nach dem
Referat des Abg. Hauck, der Regierung zur Annahme zu
empfehlen. Ueber einen Antrag der Abgg. Hauck u. Gen.,
betreffend die Verwendung des Urkundenſtempels, ſoll
noch mit der Regierung verhandelt werden. Zur
Vorſtel=
lung der Bürgermeiſterei Crumſtadt, betreffend die
Ver=
legung der Apotheke von Crumſtadt nach Goddelau,
wurde die Beſchlußfaſſung vertagt; der Standpunkt
der Regierung in dieſer Frage wird nur von
einer Minderheit des Ausſchuſſes geteilt, während
die Mehrheit einen Standpunkt zugunſten der
Ge=
meinde Crumſtadt einnimmt. Ueber die
Vorſtel=
lung des Otto Stuppert in Eich (bei Worms),
betref=
fend den Verkauf von Gemeindegelände zu
Eich, ſoll noch mit der Regierung verhandelt werden.
Ebenſo über die Vorſtellung des Verbandes deutſcher
Gra=
nitwerke in Karlsruhe, betreffend die Vernichtung der
deutſchen Granitſchleiferinduſtrie durch die neuen
Fried=
hofsordnungen, über die die Verhandlungen noch nicht
zu Ende geführt wurden. Der Antrag der Abgg. Molthan
u. Gen., betreffend die Reviſion des
Eiſenbahn=
vertrages, wird dem Finanzausſchuß überwieſen, da
dieſem bereits ein gleicher Antrag der Abgg. Ulrich u.
Gen. vorliegt. Die nächſte Sitzung des Ausſchuſſes ſoll am
Dienstag, den 28. d. M., ſtattfinden.
Landwirtſchaftliches.
— Groß=Gerau, 21. April. Infolge des
Maſſen=
auftriebs am letzten Ferkelmarkt konnten beit der
Prämiierung nur Tiere erſter Qualität Berückſichtigung
finden und wurden 26 Preiſe zuerkannt Der Auftrieb
hatte die höchſte bis jetzt dagewgſene Zahl von 1391 Tieren
erreicht. Die Preiſe bewegten ſich aber dennoch ziemlich
in ihrer ſeitherigen Höhe, was auch größtenteils der
An=
laß war, daß am Schluſſe des Marktes ein erheblicher
Reſtſtand verblieb. Ferkel koſteten 10—22 Mk., Springer
25—37 Mk. und Einleger 39—65 Mk. pro Stück. Am
Montag, den 27. ds. Mts., findet der nächſte Ferkelmarkt
ſtatt, bei dem wieder ein großer Auftrieb zu erwarten ſteht
F.C. Frankfurt a M., 21. April. (Heu= und
Strohmarkt.) Man notierte: Heu 2,90—3,30 Mark;
Stroh fehlte. Alles per 50 Kilo. Geſchäft: lebhaft. Die
Zufuhren waren aus den Kreiſen Hanau und Dieburg.
Reiſende die bereits begonnenen Vorbereitungen zu einer
zweiten Expedition vollenden, die Lady Mackenzie in die
Eisgefilde der Nordpolarregionen führen wird.
Die gefährliche Hutmode. Traurige
Zu=
kunftsausſichten eröffnet der bekannte amerikaniſche
Hygieniker Dr. Schultz allen jenen eleganten Frauen, die
ſich nicht beizeiten von der Mode der kleinen, eng
anliegen=
den Hüte frei machen. Er prophezeit ihnen nichts
Gerin=
geres als die Kahlköpfigkeit, er prophezeit die Glatze der
eleganten Frau. Die düſteren Warnungen des beſorgten
Arztes gründen ſich auf langwierige Beobachtungen über
den Einfluß der modernen, eng anliegenden Hüte auf das
Haar, und zur Beſtätigung ſeiner Anſchauungen beruft
er ſich auf die altägyptiſchen Schweſtern der modernen
Modedame. „Was war das Schickſal der ägyptiſchen
Schönen, die ihr Haar durch Bänder und Diademe
ein=
zwängten? Sie wurden kahlköpfig. Und das iſt die
Wir=
kung jeder Einſchnürung der Stirn und des Nackens, ſie
hemmt den Blutumlauf und führt damit unfehlbar zum
Abſterben des Haares.”
BB. 2500 und 3800 Prozent Dividenden! Die höchſten
Dividenden, die je ein Unternehmen abgeworfen hat,
wurden von der Kolonialen Bergbau=Geſellſchaft gezahlt.
Obgleich die Geſellſchaft über ein Stammkapital von nur
100500 Mark verfügt, war die Rentabilität des
Unter=
nehmens doch derart, daß für das Geſchäftsjahr 1912 eine
Dividende von 3800 Prozent feſtgelegt werden konnte.
Das Jahr 1913 war nicht ſo ertragreich wie 1912, denn
in der Bilanz ſteht die Dividende mit „nur” 2500! Die
Rieſengewinne verdankt die Geſellſchaft dem Umſtande,
daß ſie das Glück hatte, ſich beizeiten als erſtes
Unter=
nehmen bei der Auffindung der Diamanten in Deutſch=
Südweſtafrika größere Felder zu ſichern und auf
Diaman=
ten zu ſchürfen.
ml. Panzerglas. Die wütende Zerſtörungswut der
engliſchen Wahlweiber, die nachgerade, wie die jüngſten
Ereigniſſe gezeigt haben, vor nichts Halt macht, hat dazu
geführt, daß die Technik ſich mit Abwehr= bezw.
Vertei=
digungsmitteln beſchäftigt hat. Zum Schutze von
Gemäl=
den und anderen Kunſtwerken haben jetzt mehrere eng=
liſche Muſeen, u. a. die Nationalgalerie, ein dreiſchichtiges
Glas eingeführt, das wegen ſeiner Haltbarkeit wohl den
Namen Panzerglas verdient. Es beſteht aus zwei
Schich=
ten Glas, zwiſchen die eine Schicht Celluloid gelegt iſt
Durch ein patentiertes Verfahren werden dieſe Schichten
ſo aufeinander gepreßt, daß eine einzige Glasſcheibe
ent=
ſteht. Dieſe kann in jeder beliebigen Stärke hergeſtellt
werden. Für Gemälde wird ſie in der bisher üblichen
Glasſtärke fabriziert, und dieſes Panzerglas ſoll die
Be=
leuchtung des Gemäldes durchaus nicht beeinfluſſen. Von
der Haltbarkeit dieſes dreiſchichtigen Glaſes mag die
Tat=
ſache zeugen, daß eine Wincheſterbüchſe aus zwei Meter
Entfernung gegen das Glas abgefeuert wurde, ohne daß
das Geſchoß durchzudringen vermochte. Erſt beim 20.
Schuß auf die gleiche Stelle ſchlug das Geſchoß durch. Die
Haltbarkeit iſt alſo eine ganz außerordentliche, und wenn
auch die Preiſe für dieſes dreiſchichtige Glas
augenblick=
lich noch ziemlich hohe ſind (es koſtet je nach der Dicke 8
Mark bis 13,50 Mark pro Quadratfuß), ſo gedenkt man
es doch in allen engliſchen Muſeen einzuführen, und
zweifellos wird es auch ſeinen Weg zum Kontinent finden.
* Der Kuß. Das Reichsgericht hat einen Mann, der
eine Dame gegen ihren Willen geküßt hatte, wegen
Belei=
digung verurteilt; es ſagt in dem Urteil, ein Kuß ſei eine
Einwirkung auf den Körper des anderen, die ſtets der
Erlaubnis des Geküßten bedürfe. So ſagt der
Zivil=
juriſt. Dagegen ſagt der Kriminaliſt: Der Kuß iſt
ein Einbruch in das befriedete Beſitztum eines anderen.
— Der Mediziner: Kuß iſt die durch die Vereinigung
der äußeren Sprechorgane geſchaffene Möglichkeit der
Uebertragung von Bazillen der Mundhöhle. — Der
Philoſoph: Der Kuß iſt die durch den Schluß des Ich
auf das Nichtich hervorgerufene vorübergehende
Unmög=
lichkeit, den Gedanken einen ſprachlichen Ausdruck zu
geben. — Der Techniker: Der Kuß iſt der Motor, der
durch den ſteigenden Druck die Transmiſſion der
Zunei=
gung in progreſſiv zunehmende Bewegung ſetzt. — Der
Kaufmann: Der Kuß iſt die geiſtige Bilanz per Saldo
des Kreditors. (Jugend.)
Nummer 110.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
Seite 5.
Gerichtszeitung.
* Leipzig, 21. April. Vor dem Reichsgericht
fand heute die Reviſionsverhandlung im Prozeß
gegen die Gräfin Fiſchler=Treuberg ſtatt. Die
Angeklagte war wegen Wuchers, Beleidigung und
Betru=
ges zu einer Geſamtſtrafe von einem Jahr und drei
Mo=
naten Gefängnis und 1500 Mark Geldſtrafe verurteilt
wor=
den. Gegen dieſes Urteil legten ſowohl die Angeklagte,
als auch die Staatsanwaltſchaft Reviſion ein. Das
Reichsgericht verwarf beide Reviſionen als
unbegründet.
* Zabern, 21. April. In den noch ſchwebenden
Zivilklagen wegen Inhaftierung im Pandurenkeller
wurde erneut Termin auf den 5. Mai angeſetzt. Man
rechnet jedoch damit, daß es in allen Fällen zu einem
Vergleich kommt.
Erdbeben.
— Erdbebenwarte Jugenheim, 21. April.
Geſtern nachmittag 2 Uhr 42 Min, 29 Sek, wurde hier ein
mittelſtarkes Fernbeben in 9400 Kilometer
Ent=
fernung aufgezeichnet.
* Laibach, 21. April Geſtern nachmittag um 2 Uhr
42 Min. 52 Sek, wurde die Aufzeichnung eines
kata=
ſtrophalen Fernbebens regiſtriert. Die
Maximal=
bewegung war um 3.27 Uhr. Die Herddiſtanz betrug
9100 Kilometer.
Luftfahrt.
Unſere Lenkluftſchiffe.
* Frankfurt a. M., 21. April. Das hier
ſtatio=
nierte Luſtſchiff „Viktoria Luiſe” wird bei günſtiger
Witterung täglich Paſſagierfahrten unternehmen, die je
nach der Wind= und Wetterlage in den Rheingau, Taunus,
Speſſart, Odenwald und die Bergſtraße entlang führen.
Es werden große Fernfahrten von gut dreiſtündiger Dauer
und etwa 150 Kilometer Ausdehnung und kleinere
Fahr=
ten von 1½ſtündiger Dauer unternommen.
* Frankfurt a. M., 21. April. Die Delag hatte
heute eine Anzahl von Preſſevertretern zu einer Fahrt
geladen. Bei ſchönem Wetter erhob ſich das Luftſchiff
„Viktoria Luiſe” um ¾6 Uhr abends und fuhr mit
hoher Geſchwindigkeit nach Wiesbaden, wo es bereits um
6 Uhr eintraf. Hierauf wandte es ſich zum Taunus und
fuhr zwiſchen den Bergen hindurch durch das Eppſteiner
Tal nach Soden und Kronberg und von dort nach
Frank=
furt, das es im weiten Bogen umkreiſte. Um 7 Uhr
er=
folgte die Landung. Die Führung hatte Dr. Lempertz und
Dr. Eckener. Die Durchſchnittsgeſchwindigkeit betrug 60
bis 70 Stundenkilometer.
* Mannheim, 21. April. Das Luftſchiff „Schütte=
Lanz” iſt heute früh 5,45 Uhr zu einer Werkſtättenfahrt
aufgeſtiegen.
* Hamburg, 21. April. Das Luftſchiff „Hanſa”
das heute nacht zwiſchen 12 und 1 Uhr aufgeſtiegen war,
traf heute morgen um 4,25 Uhr, von Holſtein kommend,
über Helgoland ein, führte über der Inſel drei große
Schleifenfahrten aus und ſetzte die Fahrt in der Richtung
auf Kuxhaven fort.
* Hamburg, 21. April. Das Luftſchiff
„Hanſa”, das heute früh nach Helgoland gefahren war,
iſt kurz vor 9 Uhr morgens hier wieder gelandet.
* Leipzig, 21. April. Das Militärluftſchiff
„Z. 8”, welches geſtern abend ½8 Uhr von Baden=Oos
aufgeſtiegen war, iſt heute früh 4½ Uhr über der Stadt
eingetroffen und gegen 5 Uhr auf dem hieſigen Flugplatz
gelandet.
Flugpoſt in Deutſch=Südweſtafrika.
* Die erſte Flugpoſt in den deutſchen Kolonien iſt in
Karibib eröffnet worden. Die Flüge ſollen ſich in der
Hauptſache auf die militäriſche Aufklärung erſtrecken, doch
iſt auch der Transport von Poſtſachen in das Innere des
Landes vorgeſehen. Das Gouvernement geht auch mit
dem Gedanken um, die Flugzeuge zum Transport von
Aerzten zu verwenden.
* Berlin, 21. April. Der Reichsanzeiger
veröffent=
licht die Erläuterung der Beſtimmungen für den
zwei=
ten deutſchen Kaiſerpreis=Wettbewerb
für Flugmotoren.
* Straßburg, 21. April. Oberleutnant Geyer,
der mit ſeinem Begleiter geſtern abend 6,20 Uhr in Mül=
hauſen i. E. eingetroffen war, iſt abends von dort nach
ier wieder weitergeflogen und um 8,05 Uhr glatt auf dem
Polygon gelandet.
Turnen, Spiele und Sport.
* Pferdeſport. Rennen zu Strausberg, 21
April. April=Flachrennen, 2000 Mark: 1. Freiherrn von
Münchhauſens Poſeidon (Jentzſch), 2. Kompaß, 3. Vera.
151:10: 49, 24, 16:10. — Preis von Rehfelde, 2200 Mark
1. G. Nettes Siskon (Lt. v. Herder), 2. Parbleu, 3. Caſa
50:10; 16, 13, 22:10. — Waſſerfall=Jagdrennen, 2000 Mark:
1. K. v. Tepper=Laskis Giabar (v. Tucholka), 2.
Basca=
ville, 3. Stretenſe. 15:10; 12, 19110. — Preis vom
Waſſer=
turm, 2000 Mark: 1. F. Strauchmanns Seneca (
Weiß=
haupt), 2. Alice, 3. Scipio. 27:10; 15, 16:10. — Preis vom
Schwanenſee, 2400 Mark: 1. Lt. Erbprinz zu Bentheims
Halley (Beſ.), 2. Reine du jour, 3. Appleford. 52:10; 20,
15.10.
Rennen zu Saint=Quen, 21. April. Prix du
Lot, 3000 Francs: 1. James Heneſſys Don Ceſar (T.
Williams), 2. Reſtigouche, 3. Minas. 43:10; 24, 16:10.
Prix de lAveyron, 4000 Francs: 1. A. Veil=Picards
Siva II (T. Burns), 2. Libérateur, 3. Maſtigatour. 36:10;
15, 14, 14:10. — Prix de l'Aquitaine, 3000 Francs: 1. D.
Reiffs Havelock (Powers), 2. Gay Boy, 3. Odr. 571104
17, 12, 13:10. — Prix Kerſage, 10000 Francs: Th. Cahns
Figurine (J. B. Moreau), 2. Sarbacane II, 3.
L’Impe=
tueur. 32310; 15, 17:10. — Prix de Medoc II, 5000 Francs:
1. M. Goudchaux’ Coup de Mer (Berteaux), 2. Monticello,
3. Skaliger. 35310; 16, 14:10.
Aus Korfu.
* Korfu 20. April. Am Nachmittag des zweiten
griechiſchen Oſterfeiertages fanden in dem Dorfe
Gaſturi die bekannten ländlichen Tänze bei großem Zulauf
der Bevölkerung aus Stadt und Land unter den Klängen
der Muſik der Dorfkapelle und der Kapelle der „
Hohen=
zollern” ſtatt. Dem Schauſpiel wohnten bei das
Kai=
ſerpaar die Königin der Hellenen, der Reichskanzler
von Bethmann Hollweg, Freiherr von Wangenheim,
Pro=
feſſor Quadt und die deutſchen Marineoffiziere. Die
Majeſtäten wurden mit den Klängen der deutſchen und der
griechiſchen Nationalhymne empfangen. Die kretiſchen
Gendarmen, welche in dem Achilleion den Wachtdienſt
ver=
ſehen, führten heimatliche Tänze vor.
* Achilleion, 21. April. Der Kaiſer machte
heute morgen den gewohnten Spaziergang in Begleitung
des Reichskanzlers. Zur Mittagstafel waren geladen
Bot=
ſchafter Freiherr von Wangenheim und Geſandter Graf
Quadt.
* Korfu, 21. April. Die auswärts verbreitete
Nach=
richt. in Korfu ſtänden tauſend bewaffnete Kreter
bereit, um nach Albanien zu gehen, hat hier große
Heiterkeit hervorgerufen. Die zahlreichen Deutſchen,
die zurzeit auf der Inſel weilen, können bezeugen, daß
außer ein paar kretiſchen Gendarmen, die den Wachtdienſt
im königlichen Stadtſchloß und im Achilleion verſehen,
keine bewaffnete Macht hier iſt, die zu ſolchen Gerüchten
irgendwelche Veranlaſſung bieten könnte.
Die Erkrankung des Kaiſers
Franz Joſef.
* Wien, 20 April. Das Abendbulletin über
das Befinden des Kaiſers Franz Joſef lautet:
Die Erſcheinungen des in den kleinſten Luftröhrenäſten
des rechten Lungenoberlappens vorhandenen Katarrhs
er=
wieſen ſich heute etwas geringer als geſtern, ebenſo die
fieberhafte Temperaturſteigerung. Der Puls iſt langſam.
Appetit und Kräftezuſtand haben ſich weſentlich gehoben.
Der Huſtenreiz iſt noch vorhanden.
* Wien, 21. April. Wie die Korreſpondenz Wilhelm
von privater Seite aus Schönbrunn erfährt, iſt das
Be=
finden des Kaiſſers heute morgen erfreulicherweiſe
gut. Der Kaiſer verbrachte die Nacht gut und ſchlief
eben=
ſo wie geſtern, länger als ſonſt. Als der Kaiſer ſich um
4.30 Uhr erhob, fühlte er ſich friſch und war guter
Stim=
mung Die Temperatur betrug heute früh 36,4; demnach
iſt das Fieber vollſtändig geſchwunden. Das erſte
Früh=
ſtück nahm der Kaiſer mit Appetit. Alle ſubjektiven und
objektiven Anzeichen ſprechen dafür, daß kein Anlaß
zu Beſorgniſſen mehr vorhanden iſt, zumal
auch der Kräftezuſtand ſehr günſtig iſt.
* Wien, 21. April. Ueber das Befinden des
Kaiſers wird offiziell gemeldet: Die geſtern eingetretene
Beſſerung hält erfreulicherweiſe an. Die
Nacht war gut und der Schlaf erquickend. Der Appetit iſt
zufriedenſtellend und das Allgemeinbefinden gut. Der
Kaiſer iſt, wie immer, früh aufgeſtanden und hält die
ge=
wohnten Empfänge ab.
Von privater Seite wird noch mitgeteilt: Es iſt
ſtaunenswert, wie groß die Veränderung des Zuſtandes
gegen Sonntag, ſogar noch gegen geſtern, iſt. Der Monarch
geht ſchon von einem Schreibzimmer ins andere. Er
empfing heute ſchon die Beſuche des Erzherzogs Franz
Salvator und der Erzherzogin Marie Valerie und erteilte
Audienzen. Die Löſungserſcheinungen gehen
außer=
ordentlich gut von ſtatten. Die Stimmung in Schönbrunn
iſt nicht nur beim Monarchen, ſondern auch in deſſen
Um=
gebung die beſte.
* Wien, 21. April. Die Abendblätter melden
über=
einſtimmend, daß die merkliche Beſſerung im Befinden des
Kaiſers den Tag über in verſtärktem Maße anhielt.
Der Beſuch des engliſchen Königspaares
in Paris.
* London, 21. April. Der König und die
Kö=
nigin ſind heute vormittag 8 Uhr 45 Minuten nach
Paris abgereiſt.
* Calais, 21. April. Bei prachtvollem Wetter
er=
ſchien die engliſche Königsjacht gegen 12 Uhr vor
der Reede, wo ſie landete. Das Königspaar ſtand auf
dem Hinterdeck des Schiffes. Es wurde von der
Bevöl=
kerung mit Hochrufen begrüßt.
* Calais 21. April. Unter dem Salutdonner der
franzöſiſchen Kriegsſchiffe begab ſich das Königspaar
an Land. Die Truppen bildeten Spalier. Eine
zahl=
reiche Volksmenge ,an der Spitze die engliſche Kolonie,
be=
grüßte das Herrſcherpaar mit immer ſich erneuernden
Hochrufen. Um 12.20 Uhr erfolgte die Abfahrt des
Zuges.
* Paris, 21. April. Das Königspaar von
England iſt um 4,35 Uhr in Pariseingetroffen
und wurde von einer großen Menge herzlichſt begrüßt.
Das hohe Paar wurde auf dem Bahnhof vom Präſidenten
und Frau Poincaré, ſowie den hohen Würdenträgern der
Republik empfangen. Während die Muſikkapelle der Garde
Republicaine die engliſche und franzöſiſche Hymne ſpielte,
erdröhnte der Kanonenſalut.
* Paris, 21. April. Der König und die
Kö=
nigin von England ſind kurz nach 5 Uhr im
Miniſte=
rium für auswärtige Angelegenheiten
ein=
getroffen. Auf dem ganzen Wege wurden ſie von der
Be=
völkerung auf das herzlichſte begrüßt. Um 5¾ Uhr
begab=
ſich das hohe Paar in das Elyſée, wo es 20 Minuten beim
Präſidenten und Frau Poincaré blieb. Sodann kehrten
der König und die Königin wieder in das Miniſterium
des Aeußern zurück. Sie erklärten, daß der ihnen von der
Bevölkerung bereitete Empfang tiefen Eindruck auf ſie
ge=
macht habe.
* Paris 21. April. Für den Beſuch des engliſchen
Königspaares in Paris iſt folgendes Programm
feſt=
geſetzt worden: Am Abend des 21. April findet im
Elyſée ein Prunkmahl ſtatt. Am 22. April, um ¾2 Uhr
mittags, wird das Königspaar mit dem Präſidenten an
der Parade in Vincennes teilnehmen. Nach der
Trup=
penſchau begibt ſich das Königspaar ins Pariſer Rathaus.
Abends findet in der engliſchen Botſchaft ein Eſſen ſtatt,
an das ſich eine Galavorſtellung in der Oper anſchließt. Am
Donnerstag wird das Königspaar den Rennen in Auteuir
beiwohnen. Am Abend gibt der Miniſterpräſident
Dou=
mergue dem Miniſterium des Aeußern ein Diner. Am
Freitag, vormittags 10 Uhr, erfolgt die Abreiſe.
Engliſches Unterhaus.
* London, 21. April. Im Unterhauſe kam es
heute nachmittag zu einem ſcharfen Wortwechſel zwiſchen
Premierminiſter Asquith und Bonar Law über das
mili=
täriſche Vorgehen der Regierung gegen die
Ulſter=
bewegung. Eine Viertelſtunde lang hallte das Haus
von Beifalls= und Proteſtrufen wieder. Bonar
Law forderte eine gerichtliche Unterſuchung über
die von der Regierung im Zuſammenhang mit der
Ulſter=
frage ins Auge gefaßten Flotten= und
Heeres=
bewegungen. Asquith lehnte das ab, forderte aber
Bonar Law auf, ſeine Beſchuldigungen im Hauſe
vorzu=
bringen. Bonar Law erwiderte mit der Behauptung, daß
ſich die Erklärungen der Miniſter als falſch erwieſen hätten
und betonte die Notwendigkeit einer Unterſuchung unter
Eid. Asquith entgegnete, daß dieſe Behauptung gegen
die Ehre der Miniſter gehe, und daß der einzige Ort, wo
eine ſolche Behauptung erörtert werden könnte, dieſes
Haus ſei. Bonar Law ſagte zum Schluß, er werde die
Veröffentlichung weiterer Dokumente ſeitens der
Regie=
rung abwarten, bevor er ſich entſcheidn wolle, welche
Hal=
tung die Oppoſition in dieſer Angelegenheit einnebmen
werde
Prozeß Caillaux.
* Paris, 21. April. Frau Caillaux wurde heute
nachmittaa von dem Unterſuchungsrichter vernommen.
Zu=
nächſt berichtete ſie, was ſie an dem Tage des Verbrechens
getan habe. Vor allem ſei ſie zum Crédit Lyonnais
ge=
gangen, um aus dem Fache das Tagebuch ihres Gatten
zu entfernen, in dem der Beſuch notiert war, den
Rechts=
anwalt Bernard ihm vor dem Schritte Monis beim
Ober=
ſtaatsanwalt Fabre gemacht hat. Frau Caillaux ſchilderte
ſodann das Drama ſelbſt und ſagte, daß ſie, ſobald ſie
aufgefordert worden ſei, in das Bureau Calmettes
einzu=
treten, den Browning aus ihrem Etui nahm. Als ſich die
Tür hinter ihr ſchloß, habe ſie die Waffe entſichert. Das
Verhör der Frau Caillaux endete mit einer Erklärung
be=
züglich der intimen Briefe, deren Veröffentlichung ſie
fürchtete. Die Briefe hätten, wie die Angeklagte
behaup=
tet, keineswegs den unſchicklichen Charakter, den man
ihnen zuſchreiben wolle. Es ſei bedauerlich, daß ſie nicht
den Akten einverleibt worden ſeien.
Vom Balkan.
* Wien, 21. April. Die Nachricht, daß 1000 Mann
der internationalen Beſatzung von
Sku=
tari unter einem deutſchen Major den Montenegrinern
entgegengeſchickt worden ſeien, wird als unzutreffend
be=
zeichnet. Tatſache ſei, daß die Montenegriner das ihnen
durch die Botſchafterkonferenz zugeſprochene Gebiet von
Hoti und Gruda beſetzt haben. In den internationalen
Kreiſen Skutaris befürchtet man, die Bewegung unter den
Stämmen könne auf den zu Albanien gehörigen Stamm
der Caſtrati übergreifen. Um die Caſtrati zu beruhigen,
hat ſich Oberſt Philipp in das Grenzgebiet begeben,
nach=
dem kürzlich zu gleichem Zwecke zwei holländiſche Offiziere
dorthin abgegangen waren.
Kunſthalle am Rheintor.
II.
Richard F. Schmitz=München hat eine
umfang=
reiche Kollektion reizvoller Landſchaftsbilder ausgeſtellt,
unter ſich verſchiedener künſtleriſcher Qualitäten,
durch=
weg aber geſund geſehen und mit ehrlichem
Kön=
nen gemalt. Der Künſtler liebt es, große Ausſchnitte,
Fernblicke auf die Leinwand zu bannen, die die
Land=
ſchaft in ihrer Vielgeſtaltung zeigen und den Bildern
reichen Inhalt geben. Einige der Bilder ſind allerdings
nicht frei von Schablone in der Auffaſſung und in der
maleriſchen Wiedergabe der Landſchaft, in anderen aber,
ſonderlich in den Frühlingsbildern, ſcheint Thomas reifes
Vorbild beſtimmend geweſen zu ſein, wenn der große
Meiſter auch nicht ganz erreicht ward. Das offenſichtliche
Beſtreben, Stimmung zu geben, den Bildern den Ausdruck
eigenen Naturempfindens zu verleihen, wurde gefördert
durch impreſſioniſtiſche Veranlagung, die bei ihm einen
durchaus ſympathiſchen Ausklang findet. Die Mehrzahl
der Bilder iſt maleriſch gehaltvoll und prägt ein
bemer=
kenswertes Schönheitsempfinden aus.
Noch mehr trifft Otto Arndts=Dresden in ſeinen
Landſchaften Ton und Stil Thomas, nur iſt ſeine
Mal=
weiſe, vor allem ſein Bildinhalt nicht ganz ſo fein
ab=
getönt, ſo harmoniſch und geklärt. Es ſind oft
Märchen=
ſtimmungen, die ſeine Landſchaften atmen. Er liebt es,
weite Flächen durch den vollen ſatten und gedämpften
Farbton wirken zu laſſen und vermag dabei doch eine
Unmenge reizvoller Details in ſeine Bilder hinein zu
komponieren. Man ſehe u. a. die „Lüneburger Heide‟
und „Fernblick” vor allem aber das leuchtende
ſtimmungs=
reiche „Bodenſeeland”
Hans Aulmann=München unterſcheidet ſich ſehr
weſentlich von den vorgenannten Künſtlern vor allem in
der Art, wie er ſeine maleriſchen Aufgaben löſt Auch er
iſt Impreſſioniſt und ſein impreſſioniſtiſches Sehen der
Landſchaft kommt durch die breite, hin und wieder paſtos
auftragende lockere Technik ſeiner Malweiſe zu
über=
zeugendem Ausdruck. Die Abſicht, durch die farbigen
Eindrücke großer Flächen zu wirken, kommt hier noch
mehr zum Ausdruck als bei Arndts. Der gegenſtändliche
„Inhalt dieſer Bilder wird reicher dadurch, daß der Künſt=
ler die Zeichnung auch da nicht verleugnet, wo er den
Hauptwert auf maleriſche Wüirkung legt. Sehr
ſtim=
mungsvoll ſind die Schneelandſchaften. Beſonders
cha=
rakteriſtiſch hat er den Schnee da zu malen verſtanden, wo
er ſeine ſchimmernde Laſt ſchwer und reich auf Dächer
ge=
ſenkt hat, ſo daß es am Rande wie abgeſchnitten ausſchaut.
Aber auch im kräftigen Kolorit („Sommerabend”) weiß
der Künſtler gut zu ſchildern und maleriſche Schönheiten
zu geben.
Rudolf Probſt=Karlsruhe darf als ein typiſcher
Vertreter der Karlsruher Schule angeſehen werden. Er
iſt bewußt oder unbewußt ſtark von Trübner beeinflußt.
Seine Bilder ſind reich an Inhalt, ſachlich, doch mit
ſchöner koloriſtiſcher Wirkung gemalt, wenn auch hin und
wieder die Klarheit des Kolorits Härten zeigt. Er liebt
friſche, lebendige Farbengebung, verſteht es aber, ſie
har=
moniſch zu dämpfen, wo die Töne etwa gar zu hart
nebeneinander liegen. Sehr ſchön iſt zum Beiſpiel
„Abend im Dorf” das eine ganz eigenartige Stimmung
auſweiſt. Auch „Backofen” darf hervorgehrden werden.
Paul Rieß=Deſſau zeigt in ſeinim „Frühling”
eine eigenartige landſchaftliche Auffaſſung, hat ſeine
Auf=
gabe jedoch künſtleriſch bemerkenswert und konſequent
durchgeführt, auch in der Technik.
Von Gertrud Ulmann=Darmſtadt iſt ſchon zu
Anfang die Rede geweſen. Sie iſt die einzige „moderne‟
im heute üblichen Sinne dieſes vielumſtrittenen Wortes.
Doch zeigen ihre Bilder ein erfreulich geſundes
Farben=
empfinden, das in dem Blumenſtück „Anemonen” dem
reifſten Bild der kleinen Kollektion, beſonders lebhaft zum
Ausdruck kommt. Die „Anemonen” ſind ein kleines Ka=
M. St.
binettſtück in ihrer Art.
In einem hieſigen Blatte iſt geſtern ein perſönlicher
Angriff gegen ein Mitglied unſerer Redaktion wegen einer
Kritik über die Kunſtausſtellung abgedruckt worden. Wir
hal=
ten es unter der Würde eines anſtändigen Blattes, auf
dieſe perſönlichen Anwürfe und die gegen die guten
Sitten verſtoßenden und in der Darmſtädter Preſſe bisher
unerhörten Angriffe auf die Freiheit der Kritik auch nur
mit einem Worte zu antworten. Die Redaktion.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
Nummer 110.
* Wien, 21. April. Die Albaniſche Korreſpondenz
meldet aus Skutari: Da nunmehr ſämtliche
Mitglie=
der der internationalen
Abgrenzungskom=
miſſion in Skutari eingetroffen ſind, wird ſie
unver=
züglich die Arbeiten für die Abſteckung der albaniſchen
Nordgrenze wieder aufnehmen. Infolge der letzten
Er=
eigniſſe wird die Kommiſſion mit den Arbeiten nicht in
der Gegend von Prizrend beginnen, ſondern die Abſteckung
der Grenze am Skutariſee in Angriff nehmen, um von
hier aus nach Oſten zu gehen. — Wie die gleich
Kor=
reſpondenz aus Valona meldet, erhielt der hollandiſche
Kommandant von Koritza von dem Befehlshaber der
grie=
chiſchen Trupen in Leskowik ein Telegramm, worin dieſer
ihm mitteilt, daß er infolge eines Befehls der griechiſchen
Regierung Leskowikvon den griechiſchen
Trup=
pen räumen laſſe.
* Durazzo, 21. April. Der Fürſt hat geſtern
abend den Miniſterrat zuſammenberufen, der
die allgemeine Lage beriet und die epirotiſche Frage
er=
örterte. Die allgemeinen Richtlinien für eine eventuelle
militäriſche Aktion im Epirus wurden feſtgelegt. Heute
vormittag fand abermals Miniſterrat ſtatt, an
dem Eſſad Paſcha teilnahm. Es wurde beſchloſſen, 20 000
Mann einzuberufen. — Unterrichtsminiſter
Tur=
tuli hat ſeine Entlaſſung angeboten, die allerdings noch
nicht angenommen worden iſt.
Aus Mexiko.
Die Botſchaft Wilſons.
* Waſhington, 20. April. Präſident Wilſons
Botſchaft an den Kongreß gibt einen Ueberblick
über die Zwiſchenfälle, welche zu der jetzigen Lage
führ=
ten, hebt hervor, daß die Vereinigten Staaten beſonders
für Beleidigungen herausgegriffen worden ſeien und
er=
klärt, daß eine augenfällige Genugtuung
notwen=
dig ſei. Die Botſchaft fährt dann fort: Ich hoffe, daß
wir nicht zu einem Krieg mit dem mexikaniſchen Volk
gezwungen werden. Wir bekämpfen nur Huerta und ſeine
Anhänger. Unſer Ziel würde nur ſein, es dem
mexika=
niſchen Volke zu ermöglichen, wieder eine geſetzmäßige
Regierung einzuführen. Ich hoffe ernſtlich, daß
gegen=
wärtig kein Krieg in Frage kommt. Ich glaube, im Namen
des amerikaniſchen Volkes zu ſprechen, wenn ich ſage,
daß wir in keiner Weiſe die Angelegenheiten des
mexika=
niſchen Volkes leiten wollen, das ein Recht hat, ſeine
inne=
ren Angelegenheiten nach eigenem Ermeſſen zu erledigen.
Die gegenwärtige Lage wird nicht die ernſte Verwickelung
einer Einmiſchung mit ſich bringen, wenn wir ſie ſchnell,
weiſe und feſt behandeln. Ich möchte in einer
Angelegen=
heit, die ſo ernſte Folgen nach ſich ziehen kann, nicht
han=
deln, ohne den Kongreß befragt zu haben. Deshalb
er=
ſuche ich Sie um Ihre Zuſtimmung, daß ich die bewaffnete
Macht der Vereinigten Staaten nach Bedarf verwenden
kann, um von Huerta die vollſte Anerkennung der Rechte
und der Würde der Vereinigten Staaten zu verlangen.
Beſchlüſſe des Repräſentantenhauſes und des Senats.
* Waſhington, 20. April. Im
Repräſen=
tantenhauſe wurde ein Antrag eingebracht, der die
Verwendung der bewaffneten Macht der
Vereinigten Staaten zur Erzwingung der Huerta
geſtellten Forderungen gutheißt. Der Antrag wurde
an=
genommen.
* Waſhington, 21. April. Das Repräſentantenhaus
hat mit 337 gegen 37 Stimmen die Reſolution
angenom=
men, in der die Politik des Präſidenten
Wil=
ſon gegenüber General Huerta gebilligt wird. Der
Senat hielt hierauf eine Sitzung ab, um über die
Reſo=
lution zu beraten.
* Waſhington, 21. April. Der Senat, der
geſtern die Beratung über die Botſchaft des Präſidenten
begonnen hatte, hat ſich in der Nacht bis heute
mit=
tag vertagt, ohne eine Abſtimmung vorgenommen zu
haben, infolge des Widerſtandes gegen die Abfaſſung der
Reſolution, wie ſie vom Repräſentantenhauſe
angenom=
men worden war, in der die Pläne Wilſons bezüglich
Mexikos gebilligt werden. Einſpruch wurde erhoben
ge=
gen die Heraushebung der Perſon Huertas und der
Ausſchuß für auswärtige Angelegenheiten ſtimmte der
Aufſtellung einer neuen Reſolution zu, die
dem Präſidenten weitgehende Vollmacht erteilt, mit Mexiko
zu verfahren, wie es die Rückſicht auf die in der Botſchaft
des Präſidenten dargeſtellte Lage erfordere.
* Waſhington, 21. April. Die von dem
Ko=
mitee für auswärtige Angelegenheiten
an=
genommene Reſolution, über die der Senat heute
beraten ſoll, beſagt: Im Hinblick auf die von dem
Präſidenten in der Botſchaft an den Kongreß dargelegten
Tatſachen über gewiſſe Beleidigungen und die ſchimpfliche
Behandlung der Vereinigten Staaten ſeitens Mexikos
möge man beſchließen, daß der Präſident berechtigt iſt,
die bewaffnete Macht in Anſpruch zu nehmen, um die
For=
derung auf eine unzweideutige Genugtuung für die den
Vereinigten Staaten angetanene Beleidigungen
durchzu=
ſetzen. Ferner möge erklärt werden, daß die Vereinigten
Staaten jede Feindſchaft gegen das mexikaniſche Volk,
ſo=
wie jegliche Abſicht, gegen das mexikaniſche Volk einen
Krieg zu führen, in Abrede ſtellen. Die der Politik des
Präſidenten Wilſon freundlichen Senatoren ſtimmten nach
Beratung mit dem Kriegsſekretär, dem Generalpoſtmeiſter
und Wilſons Sekretär den in der neuen Reſolution
ent=
haltenen Abänderungen zu.
* Waſhington, 21. April. In der heutigen
Sitz=
ung des Ausſchuſſes des
Repräſentanten=
hauſes für auswärtige Angelegenheiten
erklärte der Vorſitzende Flood die Demokraten des Hauſes
würden gegen die Reſolution bezüglich Mexikos in der
ab=
geänderten, von dem Senatsausſchuß für auswärtige
An=
gelegenheiten angenommenen Form keinen
Wider=
ſpruch erheben
Die Maßnahmen der amerikaniſchen Regierung.
* Waſhington, 21. April. Der Marineſekretär
ermächtigte zu der Erklärung, daß die Flotte des
Konteradmirals Badgers geteilt werden ſoll,
wenn ſie in den mexikaniſchen Gewäſſern eingelaufen iſt.
Ein Teil werde nach Tampico, ein Teil nach Veracruz
gehen.
* Waſhington, 21. April. Die
Schlacht=
ſchiffe „Nebraska”, „Georgia” und „Virginia” haben
Befehl erhalten, am Freitag nach Tampico abzugehen.
* Woſhington. 21. April. In Regierungskreiſen
wird die Meldung beſtätigt, daß beabſichtigt iſt, große
Mengen für Huerta beſtimmte Munition
zu beſchlagnahmen, die ſich auf neutralen Schiffen,
die auf der Fahrt nach Veracruz ſind, befinden. Dir
Parteiführer im Kongreß ſind benachrichtigt worden, daß
der Plan beſtehe, die Munition nach der Ausladung im
Zollhauſe von Veracruz zu beſchlagnahmen. Es
ver=
lautet. Präſident Wilſon ordne die Beſchlagnahme ſelbſt
an, falls ſieb die Annahme der Reſolution im Senat ver=
zögere. Admiral Fletcher iſt angewieſen worden, das
Zollhaus in Veracruz zu beſetzen.
* Waſhington, 21. April. In dem Befehl an
den Admiral Fletcher iſt keine Friſt für die Beſetzung
des Zollamts in Veracruz feſtgeſetzt. Es iſt
ſei=
nem Ermeſſen überlaſſen, wann die beſte Gelegenheit
ge=
geben iſt, zu verhindern, daß Huerta 200 Geſchütze und
mehrere Millionen Schuß Munition, die ſich an Bord
fremder Dampfer befinden, erhalte.
* Neu=York, 21. April. Das neue
Schlacht=
ſchiff „Neu=York”, eines der größten der Welt, geht am
Sonntag nach Guantanama ab, um ſich der atlantiſchen
Flotte anzuſchließen. Die Arbeiten zur Ausrüſtung des
Schiffes wurden ſeit dem Ausbruch der mexikaniſchen Kriſe
beſchleunigt.
Huerta.
* Mexiko, 20. April. General Huerta hat die
Zuſicherung gegeben, daß allen Ausländern
ein=
ſchließlich den Amerikanern, volle Garantie für ihre
Sicher=
heit gewährt werden wird.
* Mexiko, 21. April. Huerta hat geſtern abend
eine Erklärung erlaſſen. Darin bietet Huerta den
Aus=
ländern einſchließlich den Nordamerikanern, welche in
Mexiko bleiben wollen, Sicherheit. Er will die
Gelégen=
heit benutzen, um der Welt zu zeigen, daß ſeine
Regie=
rung in Mexiko geſittet und ziviliſiert iſt und wünſcht
ferner dem nordamerikaniſchen Volk klar zu machen, daß
nach dem Bericht des Befehlshabers in Tampico das
nord=
amerikaniſche Boot, welches dort landete und deſſen
Mann=
ſchaft von dem mexikaniſchen Offizier feſtgenommen wurde,
keine Flagge führte. Er, Huerta, fürchte, daß Präſident
Wilſon hierüber falſch unterrichtet ſei und den
nordamerikaniſchen Kongreß dahin informiert habe, daß
das Boot eine Flagge führte. Tatſächlich habe die
nord=
amerikaniſche Flagge nichts mit dem Streitfall zu tun.
Huerta wünſche, daß das nordamerikaniſche Volk dies
vollſtändig begreife. Vorſichtshalber wurde eine
beſon=
dere Wache von 12 Polizeibeamten am Montag abend
in die amerikaniſche Geſandtſchaft gelegt.
Literariſches.
— Das Lahntal, von der Lahnquelle bis zur
Mün=
dung, nebſt den Seitentälern in ihren unteren und
mitt=
leren Stufen, bearbeitet von Heinrich Lüerſſen, Wetzlar.
Mit zirka 100 Illuſtrationen und 6 Plänen, 4 Kärtchen
und einer großen Ueberſichtskarte. (Verlag von Emil Roth
in Gießen. Preis gebunden 2 Mark.) Die ſoeben
er=
ſchienene 4. Auflage dieſes längſt bekannten und trefflich
bewährten Führers durch das ſchöne Lahntal iſt wiederum
ergänzt und erweitert worden und hat auch ſonſt eine
aus=
gweichnete Neubearbeitung erfahren. Das Buch empfiehlt
ſich von ſelbſt und darf ſtärkſter Nachfrage gewiß ſein.
— Veltzés Internationaler Armee=
Al=
manach 1913/1914. Ein militärſtatiſtiſches Handbuch
al=
ler Heere mit den wichtigſten Daten über die
Kriegsmari=
nen. Auf Grund authentiſcher Quellen und unter
Mit=
wirkung eines Kreiſes von Offizieren des k. und k.
Ge=
neralſtabes und des k. und k. Heeres herausgegeben von
Oberſtleutnant Alois Veltzé. Redigiert von
Haupt=
mann Dr. A. Neumann v. Spallart. 7. Jahrgang. In
Leinwand gebunden 6 Mark. Verlag für vaterländiſche
Literatur, Geſellſchaft m. b. H., Wien. Chr. Belſerſche
Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. Der neue Jahrgang des
von der Fachpreſſe allſeitig anerkannten, ſehr wertvollen
Almanachs wurde einer gründlichen Umarbeitung
unter=
zogen, wobei ſämtliche durch die letzten Kriege, wie durch
die Heeresvermehrungen hervorgerufenen Veränderungen
Berückſichtigung fanden. Zahlreiche Kartenſkizzen,
Tabel=
len ſtellen die Truppendislokationen dar, und eine große
Anzahl Abbildungen zeigen die Bekleidung und
Aus=
rüſtung der Truppen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 21. April. Der Reichskanzler bleibt,
wie die Kreuzzeitung erfährt, noch einige Tage in Korfn
und gedenkt dann direkt nach Berlin zurückzukehren, wo
er vorausſichtlich am 27. April eintrifft.
* Berlin, 21. April. Die Kreuzzeitung meldet: Der
Kaiſer richtete an den General der Infanterie von
Les zeynski ein Telegramm, in welchem daran
erinnert wird, daß der General vor fünfzig Jahren als
junger Hauptmann bei der Erſtürmung der Düppeler
Schanzen den Orden Pour le mérite erwarb, und ihm
mitgeteilt wird, daß ihm die goldene Krone zum Orden
Pour le mérite mit Eichenlaub verliehen worden iſt.
* München, 21. April. Der Finanzausſchuß der
Kammer der Reichsräte lehnte in ſeiner geſtrigen
Sitzung die bereits von der Kammer der Abgeordneten
genehmigte Regierungsforderung von 75000 Markfür
die Arbeitsloſenverſicherung in den
Gemein=
den ab. Der Finanzausſchuß beſchloß dagegen, gemäß
eines Antrages des Reichsrates Freiherrn v. Cramer=
Klett, einen Betrag in gleicher Höhe zur Bekämpfung der
Arbeitsloſigkeit zu verwenden, hauptſächlich zur Errichtung
von Arbeitsnachweiſen.
* Karlsruhe, 21. April. Nach dem Hofbericht empfing
der Großherzog heute mittag um 12 Uhr den
kaiſer=
lichen Statthalter in Elſaß=Lothringen, Fürſten Wedel,
der hierauf von der Großherzogin empfangen wurde.
An=
ſchließend fand zu Ehren des Fürſten ein Frühſtück im
großherzoglichen Palais ſtart.
* Karlsruhe, 21. April. Die Zweite Kammer
des badiſchen Landtags hat heute nachmittag ihre
Sitzun=
gen nach den Oſterferien wieder aufgenommen. Das Haus
erledigte eine Reihe von Petitionen. Morgen beginnt
nach dem Beſchluß des Seniorenkonvents die Beratung
des Voranſchlags des Miniſteriums für Kultus und
Unterricht mit einer allgemeinen Debatte.
* Breslau, 21. April Die Schleſiſche Volkszeitung
erklärt aufhentiſch die Meldung eines Berliner Blattes
über die Kandidatenliſte für den Breslauer
Biſchofsſtuhl und die Angaben über das Teſtament
des verſtorbenen Fürſtbiſchofs Kopp für falſch. Die Liſte
entſpreche zum größten Teil nicht den Tatſachen.
* Paris, 21. April. Der Miniſterrat hat
be=
ſchloſſen, den General Gallieni unter Aufhebung der
Beſchränkung der Altersgrenze für ihn im aktiven Dienſt
zu belaſſen und ihn nur ſeines Amtes im oberen
Kriegs=
rat zu entheben. Sein Nachfolger wird General d’Amade,
der Führer des ſechſten Korps, deſſen Stelle wieder
Gene=
ral de Caſtelli, der Führer der 20. Infanterie=Diviſion in
Perigueux, erhält.
* Paris, 21. April. Das Verbleihen des
Gene=
rals Gallieni im aktiven Dienſt iſt darauf
zurückzuführen, daß er im Jahre 1896 in dem damals noch
nicht vollſtändig pazifizierten Madagaskar den Oberbefehl
über die Beſatzungstruppen geführt hatte, und daß ihm
deshalb das Vorrecht jener Generale zuerkannt wurde,
wonach alle Generale, welche vor dem Feinde ein Kom=
mando innegehabt haben, trotz der erreichten Altersgrenze
nicht in den Ruheſtand zu treten brauchen
* Paris, 21. April.. Heute früh wurden die
Bewoh=
ner des fünften Stockwerks eines Hauſes in der Rue
Er=
langer in der Vorſtadt Auteuil in großen Schrecken
verſetzt. Ein Geſchoß hatte den eiſernen Rolladen und
das Fenſter des Schlafzimmers durchſchlagen und war über
die Köpfe der Schlafenden hinweg in dem Kamin des
Zimmers ſtecken geblieben. Nach Anſicht der
Polizeibe=
hörde handelt es ſich um ein Geſchoß, das von einem
Flugapparat oder Lenkballon
herabge=
fallen iſt. Es wird auch an die Möglichkeit gedacht, daß
es ſich um ein bei einer Schießübung in Clamart in der
Nähe von Paris abgefeuertes Geſchoß handelt.
* Stockholm, 21. April. Ein heute vormittag
aus=
gebenes Bulletin beſagt: Die Kräfte des Königs
neh=
men täglich ſichtlich zu. Der Appetit iſt gut. Dem König
bekommt die Nahrung gut.
Reichstagserſatzwahl.
* Schwetz, 21. April. Bei der heutigen, durch die
Mandatsniederlegung des Abgeordneten v. Halem
er=
forderlich gewordenen Erſatzwahl im Wahlkreiſe
Ma=
rienwerder 5, Schwetz, erhielten bis 10 Uhr abends
Land=
rat v. Halem (Reichspartei) 8490 Stimmen, v. Saß=
Jaworski (Pole) 7282 Stimmen und der
Sozialdemo=
krat 107 Stimmen.
Ein Bürgermeiſter als Hochſtapler.
B H. Berlin, 21. April. Im Hotel Zentral iſt in der
vergangenen Nacht der zweite Bürgermeiſter von Köslin,
Eduard Alexander durch den Kösliner Staatsanwalt
und einen Berliner Kriminalkommiſſar verhafte 1
worden. Die Verhaftung erfolgte auf Grund von
Feſt=
ſtellungſen die ergaben, daß der Bürgermeiſter ein
Schwindler und Hochſtapler ſei, der ſich ſeine
Stellung auf Grund gefälſchter Legitimationspapiere und
Staatsurkunden erſchwindelt hatte. In Wirklichkeit heißt
er Heinrich Thormann, iſt vor mehreren Jahren
Kreis=
ausſchuß=Aſſiſtent in Niederbarnim geweſen und wird
noch wegen einer Gefängnisſtrafe von 400 Tagen wegen
Betruges ſteckbrieflich verfolgt.
* Berlin, 21. April. Zu der Verhaftung des
zweiten Bürgermeiſters von Köslin,
Alexan=
der, wird ergänzend gemeldet: Er iſt identiſch mit dem
32jährigen Heinrich Thormann, der Kreisausſchuß=
Aſſiſtent war und ſeine Stellung verlor, weil er wegen
Betruges zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt
wor=
den war. Dieſe Strafe verbüßte er nicht ganz, ſondern
wußte ſich inzwiſchen auf Grund gefälſchter
Legitimations=
papiere und Staatsurkunden eine Stellung als
Magiſt=
ratsaſſeſſor in Weißenkels und ſpäter in Bromberg zu
ver=
ſchaffen, wo er die Tochter eines ſehr hohen Staatsbeamten
heiratete und eine bedeutende Mitgift erhielt. Im Dezember
vorigen Jahres wurde er als der am beſten Qualifizierte
zum zweiten Bürgermeiſter von Köslin gewählt. Die
frühere Geliebte des angeblichen Alexander, der er unter
verſchiedenen Vorwänden 2000 Mark entlockte, zeigte ihn
wegen Erpreſſung an, denn als das Mädchen nach der
Heirat Alexanders in Bromberg die Rückgabe der 2000
Mark verlangte, beantwortete Alexander dieſe Forderung
mit Drohungen. Bei Prüfung der Angelegenheit fielen
der Staatsanwaltſchaft die Unſtimmigkeiten in den Pert
ſonalien des Bürgermeiſters auf, die genauere Erkung
digungen im Miniſterium des Innern veranlaßten und
die Entlarvung des Schwindlers herbeiführten
* Köslin, 21. April. Zu der Affäre des
fal=
ſchen Bürgermeiſters wird noch gemeldet!
Alexander trat hier äußerſt ſelbſtbewußt auf und äußerte
oft, er habe ſich aus den kleinſten Verhältniſſen zu ſeiner
jetzigen Stellung emporgearbeitet. Seinen Doktor habe er
summa cum laude gemacht. Er habe ſein Studium nur
dadurch ermöglichen können, daß er ſich durch
journaliſti=
ſche Arbeiten Geld verdient habe, er ſei Mitarbeiter erſter
Berliner Zeitungen geweſen Heute nachmittag fand eine
geheime Sitzung beider Stadtvertretungen unter
Zu=
ziehung von Preſſevertretern ſtatt. Der erſte Bürgermeiſter
Pruſch erklärte, daß Schaden in wirtſchaftlicher,
finan=
zieller und verwaltungstechniſcher Hinſicht nicht zu
be=
fürchten ſei. Man fand bis jetzt alles in beſter Ordnung.
Unruhen in Perſien.
* Teheran, 21. April. Nach hier eingelaufenen
Be=
richten wurden fünfzehn Gendarmen unter dem Grafen
Lewenhaupt bei Nuveran in der Nähe von
Ha=
madan angegriffen. Man befürchtet, daß Lewenhaupt
verwundet und gefangen wurde.
* Teheran, 21. April. Heute iſt hier die Meldung
eingetroffen, daß der ſchwediſche Inſtrukteur Graf=
Leuenhaupt in der Nähe von Hamadan erſchoſſen
worden iſt. Vor einigen Tagen rückten aus Hamadan,
Kaswin und Teheran Gendarmerieabteilungen in Stäcke
von 200 Mann aus. Sie vereinigten ſich in der Nähe von
Hamadan, um das Eigentum einer Räuberbande zu
be=
ſchlagnahmen, deren Häuptling vor 14 Tagen von einem
ſchwediſchen Offizier getötet worden iſt Dabei begab ſich
eine kleinere Gendarnerieabteilung mit Lewenhaupt und
zwei perſiſchen Offizieten an der Spitze in das Dorf Zeliu.
Als dieſes erreicht war, fielen von den Dächern der
Häu=
ſer Schüſſe, durch welche Lewenhaupt und ein
per=
ſiſcher Offizier ſofort getötet wurden. Der zweite perſiſche
Offizier wurde ſchwer verwundet und ſtarb in der
folgen=
den Nacht Die Selbſtaufopferung und Energie der
ſchwe=
diſchen Inſtrukteure wird von den Perſern ſehr
he=
wundert.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Kofeke
in Milch, Kakao, Suppen oderg
Gemüsen die bestgeeignete, 2
leicht verdauliche u. nahrhaffe &
Krankenkost.
Om Kinde ruht die Zukunft der Welt, und es iſt
unendlich wichtig, daß man die Kinder geſund erhält.
Dazu gehört aber nicht nur körperliche Pflege und
er=
zieheriſche Sorgfalt, ſondern vor allem auch der Schutz
vor Gefahren, die den kindlichen Organismus be=
Tſonders bedrohen. Wie viel Gefahren der Schulweg
Lund die Schule für die Geſundheit bergen, weiß man.
Eine ſorgſame Mutter begegnet ihnen, indem ſie den
X Kindern in der rauhen Jahreszeit regelmäßig Fays
ächte Sodener Mineral=Paſtillen mit auf den Weg gibt.
* Die Schachtel koſtet 85Pfg. und iſt überall zu haben.
X Man achte beim Einkauf aber ſtets auf den Namen
§ Fay und weiſe Nachahmungen energiſch zurück. (I,10281
Nummer 110.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
Seite 7.
geb. Hoffmann.
Professor Ernst Neeb,
Paula Neeb,
Ernst Neeb.
MAINZ, den 18. April 1914
Walpodenstrasse 18.
(10245
Statt besonderer Anzeige.
Heute Abend verschied nach langem, schwerem Leiden meine liebe
Frau, unsere gute Mutter
Im Sinne der Verstorbenen fand die Beisetzung in aller Stille statt.
Todes=Anzeige.
Geſtern abend entſchlief ſanft nach langem,
ſchwerem Leiden unſere liebe Mutter,
Groß=
mutter, Schwiegermutter, Schweſter, Schwägerin
und Tante
(B10322
geb. Vetter
im 74. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Adam Schmitt.
Darmſtadt, den 20. April 1914.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 22. April,
nachmittags 3 Uhr, vom Beſſunger Friedhof
aus ſtatt.
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Geſchäftliches.
Die räumliche Beſchränktheit unſerer modernen
Wohnungen macht ſich am unangenehmſten fühlbar bei
irgend welcher Aenderung oder Ausbeſſerung auch nur
eines Zimmers. Muß man ein Zimmer, wie z. B. bei
gewöhnlichem Anſtrich des Fußbodens, tagelang leer
ſtehen laſſen, ſo veranlaßt dies große Ungemütlichkeit,
die durch den penetranten Geruch des gewöhnlichen
Oelfarbenanſtrichs oder Oellackes wahrlich nicht
ver=
mindert wird. Der ſeit einer langen Reihe von Jahren
von Franz Chriſtoph in Berlin fabrizierte und
praktiſch bewährte Fußboden=Glanzlack trocknet
nicht nur während des Streichens, ſondern iſt auch
abſolut geruchlos. Man kann alſo jedes damit
be=
ſtrichene Zimmer ſofort wieder benutzen, ohne durch
irgend welchen Geruch oder Klebrigkeit des Bodens
be=
läſtigt zu werden. Zu haben iſt dieſes Fabrikat in jeder
größeren Stadt Deutſchlands.
Straßburger Münſter. Zur
Wiederher=
ſtellung des Straßburger Münſters findet eine
Geld=
lotterie ſtatt deren Ziehung am 23., 24. und 25. April cr.
iſt. Loſe ſind zu haben bei Ernſt Otto Riethmüller,
Hamburg 38. (Siehe Anzeige.)
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Der hohe Druck über dem Feſtland beherrſcht noch
immer die Wetterlage; in ſeinem Bereich ſetzt ſich das
wolkenloſe warme Wetter fort. Wir haben heute im
Bereich des gleichmäßig über Mitteleuropa verteilten
hohen Druckes keine weſentliche Aenderung unſerer
Witterung zu erwarten; doch liegt Gewitterneigung vor.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 22. April:
Fortdauer der beſtehenden Witterung; vorwiegend heiter,
trocken, warm, Gewitterneigung.
Dem Herrn über Leben und Tod hat es
ge=
fallen, geſtern abend 8 Uhr meinen
innigſt=
geliebten Mann und meinen treubeſorgten Vater
Herrn Ludwig Ganß
nach langem, mit großer Geduld ertragenem
Leiden im nahezu vollendeten 34. Lebensjahre
zu ſich in die ewige Heimat zu nehmen, was
wir hiermit allen Verwandten, Freunden und
Bekannten ſchmerzerfüllt mitteilen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Marie Ganß u. Tochter.
Darmſtadt, den 21. April 1914.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
23. April, nachmittags 4 Uhr, vom Portal des
Friedhofs aus ſtatt.
(10300
Großh. Landesmuſeum. Geöffnet Sonntags von
10—1 und 3—5 Uhr, Mittwochs von 11—1 und 3—5 Uhr,
Freitags von 11—1 Uhr bei freiem Eintritt; Dienstags,
Donnerstags und Samstags von 11—1 Uhr gegen
Ein=
trittsgeld — Das Münzkabinett iſt geöffnet:
Sonntags von 11—1 Uhr, Mittwochs von 3—5 Uhr.
Ständige Rettungswache der Sanitätskolonne.
Telephonruf Nr. 2425.
Freiwillige Feuerwehr Darmſtadt.
Zur Beerdigung unſeres Kameraden
Friedrich Höff
wollen ſich die Mitglieder der Wehr Mittwoch,
den 22. d. M., nachmittags 3¾ Uhr, am
Ein=
gang des Beſſunger Friedhofes einfinden.
10348)
Das Kommando.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner lieben Frau, unſerer
guten Mutter, Schweſter, Schwägerin, Tante und
Nichte ſage ich auf dieſem Wege Allen, ſowie auch
dem Stammtiſch „Klopper” meinen innigſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Chriſtian Werres. (B10349
Darmſtadt, den 22. April 1914.
Tageskalender.
Mittwoch, 22. April.
Großh. Hoftheater. Anfang 7 Uhr, Ende 10¾ Uhr
(Ab. B): „König Lear”
Vorſtellung um 8½ Uhr im Orpheum.
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im Reſtaurant
„Kaiſerſaal”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß um
4 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr. — Perkeo um 8 Uhr.
Beſichtigung des Großh. Reſidenzſchloſſes
(Holbeinſche Madonna) an jedem Wochentag von 3—4
Uhr, Sonntags von 11—1 Uhr. (Eintritt 50 Pfg., drei
Perſonen 1 Mk.)
Druck und Verlagt z. . Pilicſch. Soſtuchrnchent
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Mar Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind!
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen:
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
H- Me
A
Beſtellungen auf die
Wochen=Chronik=
V
monatlich 20 Pfennig
(einzelne Nummer 10 Pfg.) nehmen unſere Expedition, unſere Trägerinnen, ſowie unſere Agenturen
und ſämtliche poſtanſtalten entgegen, die letzteren unter der Bezeichnung Darmſtädter Tagblatt
Ausgabe B. Die Chronik iſt 8ſeitig mit reichem Bilderſchmuck in Tiefdruck und in tadelloſer
Ausführung, ſo daß ſie fortlaufend eine Illuſtrierung der hervorragenden Ereigniſſe der letzten Woche
bietet und eine Ergänzung des mehr feuilletoniſtiſch gehaltenen Illuſtrierten Unterhaltungsblattes darſtellt.
(26918
[ ← ][ ][ → ]Seite 8
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
Nummer 110.
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Junggesellen und Sportsleute, die da meinen,
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Arbeitsamt
Waldſtraße 19/21
Darmſtadt
Fernſprecher 371
Stellen=Machweis
verbunden mit Lehrſtellenvermittlung und Berufsberatung
unter ſtädtiſcher Führung.
Hauptausgleichſtelle in der Provinz Starkenburg.
A. Männliche (gewerbl. und landwirtſchaftl.) Abteilung.
I. Hauptſtelle: Waldſtraße 19/21, parterre, Fernſprecher 371,
Ge=
ſchäftszeit im allgemeinen von 8—½1 und von ½3—7 Uhr (für
das Transportgewerbe von 9—10 Uhr vormittags).
Unentgeltlicher Nachweis offener Stellen und gelernter,
ſowie ungelernter Kräfte für Landwirtſchaft, Handel und
Gewerbe, mit Ausnahme der folgenden Berufszweige, für die
die betreffenden Nebenſtellen unter a bis e und die
Fachabtei=
lungen zuſtändig ſind. Im Holzgewerbe findet auch
Vermitt=
lung im Hauſe Bismarckſtraße 19 ſtatt.
a) Nebenſtelle für das Bäckergewerbe (Abteilung der
Bäcker=
innung): Landgraf Georgſtraße 36, Fernſprecher 2510,
Ge=
ſchäftszeit von 4—6 Uhr nachmittags.
b) Nebenſtelle für das Metzgergewerbe (Abteilung der
Metzgerinnung): Frankfurterſtraße 69 (Schlachthof),
Fern=
ſprecher 542, Geſchäftszeit von 8½ Uhr vorm. bis 6 Uhr
nachmittags.
c) Nebenſtelle für das Wirtsgewerbe (Abteilung des
deut=
ſchen Kellnerbundes, Zweigverein Darmſtadt):
Pankratius=
ſtraße 1½, Fernſprecher 1745, Geſchäftszeit von 8 Uhr vorm.
bis 12 Uhr mittags und von 2—7 Uhr nachmittags.
Unge=
lerntes männliches Perſonal wird in der Hauptſache von
der Hauptſtelle vermittelt (ſ. oben unter I), weibliches
Per=
ſonal von der Dienſtbotenabteilung (ſ. B II).
d) Wanderernachweis: in der Hauptſtelle Waldſtraße 19,
Fern=
ſprecher 371, von 5—7 Uhr nachmittags und in der
Neben=
ſtelle: Herberge zur Heimat, Große Ochſengaſſe 8,
Fern=
ſprecher 2583, von 8 Uhr vorm. bis 9 Uhr abends.
e) Lehrſtellenvermittlung, verbunden mit Berufsberatung
(auch für kaufmänniſche Berufe) in der Hauptſtelle:
Wald=
ſtraße 19, Fernſprecher 371, von 8 Uhr vorm. bis ½1 und
von ½3—6 Uhr nachmittags.
II. Fachabteilung für das Weißbinder=, Maler= und
Lackierer=
gewerbe: Waldſtraße 19, parterre, Fernſprecher 371,
Geſchäfts=
zeit von 11 Uhr vormittags bis 12 Uhr mittags.
III. Fachabteilung für das Gewerbe der Polſterer, Tapezierer
und Dekorateure: Waldſtraße 19, parterre, Fernſprecher 371,
Geſchäftszeit von 8—9 Uhr vormittags.
B. Weibliche Abteilung.
I. Nachweis für gewerbliche und landwirtſchaftliche Berufe
für gelernte und ungelernte Kräfte: Waldſtraße 19, 1. Stock,
Fernſprecher 371, Geſchäftszeit von 9 Uhr vorm. bis 12 und
von 3—6 Uhr nachmittags.
II. Dienſtboten=Nachweis. a) Hauptſtelle: Waldſtraße 19, 1. Stock,
Fernſprecher 371, Geſchäftszeit von 9 Uhr vorm. bis 12 und
von 3—6 Uhr nachmittags. b) Nebenſtelle: im Marienheim,
Barmherziges Schweſternhaus, Nieder=Ramſtädterſtraße 30,
ohne Fernſprecher (Abteilung des Katholiſchen
Mädchenſchutz=
vereins), Geſchäftszeit von 3—5 Uhr nachmittags.
III. Hausbeamtinnen=Nachweis — auch Auslandsvermittlung —
(Abteilung des Internationalen Vereins der Freundinnen
junger Mädchen, Gruppe Darmſtadt): Waldſtraße 19, 1. Stock,
Fernſprecher 371, Geſchäftszeit: Montags von 10—11 Uhr,
Mittwochs und Freitags von 11—12 Uhr.
IV. Nachweis und Sprechſtunde für kaufmänniſche weibliche
Berufe (Abteilung der Ortsgruppe Darmſtadt des Allgemeinen
Deutſchen Frauenvereins): Waldſtraße 19, 1. Stock,
Fern=
ſprecher 371, Geſchäftszeit: Montags, Donnerstags und
Sams=
tags von 11—½1 Uhr und Dienstags, Mittwochs und Freitags
von 4—½6 Uhr.
V. Frauenberufsberatung (für alle Stände) und
Lehrſtellen=
vermittlung (Abteilung der Ortsgruppe Darmſtadt des
All=
gemeinen Deutſchen Frauenvereins): Waldſtraße 19, 1. Stock,
Fernſprecher 371, Geſchäftszeit: wie bei IV. Sprechſtunden für
muſikſtudierende Frauen: Mittwochs von 3—4 Uhr nachm.
Die Dienſtſtellen des Arbeitsamts können von jedermann,
ohne Rückſicht auf religiöſe, politiſche oder organiſatoriſche
Zu=
gehörigkeit, in Anſpruch genommen werden. Die
Inanſpruch=
nahme iſt grundſätzlich koſtenlos.
Nur in der weiblichen Abteilung (Dienſtboten= und
Haus=
beamtinnenabteilung) müſſen zur teilweiſen Deckung der mit der
Vermittlungstätigkeit verbundenen beſonderen Koſten, aber nur von
en Dienſtherrſchaften, geringe Gebühren erhoben werden (für das
Einſchreiben 20 Pfg., für die Vermittlung 1 Mk.) Dienſtnehmer
zahlen auch bei der weiblichen Abteilung nichts. (10126a
Kinderloſes Ehepaar ſucht
junges braves Laufmädchen.
10333ms)
Kiesſtraße 92.
in ſauberes arbeitswiliges
& Mädchen von 14—15 Jahren
tagsüber für Haushaltung geſucht
per 1. Mai. Zu erfr. Exp. (10341a
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Nummer 110.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 gelber Spazierſtock. 1 Hundekette. 1
Landſturm=
ſchein, auf den Namen Heß lautend. 1 Korallenkette. 1 weißes
Kinder=Perlenhandtäſchchen mit Taſchentuch. 1 mittelgroßer Schlüſſel.
1 kleines ſilbernes Halskettchen mit 3 Steinchen. 1 Markttaſchedeckchen.
1 Paar braune Damenhandſchuhe. 1 vergold. Halskettchen mit Herzchen.
1 gold. Vorſtecknadel. 1 Granatarmband. 3 Kaſſenſcheine. (10273
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Foxterrier (zugelaufen) Die Hunde können von
den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(10251
Bekanntmachung.
Die Bruſtſeuche unter den Pferden der 3., 4. und 5. Eskadron
des Leib=Dragoner=Regiments Nr. 24 iſt erloſchen.
(10252
Darmſtadt, den 18. April 1914.
Großherzogliches Polizeiamt.
J. V.: Stumpf.
Die Joh. Jacob Diefenbach=Stiftung zur Unterſtützung
von Witwen und Waiſen niederer ſtädtiſcher Diener der
Stadt Darmſtadt betr.
Aus vorſtehender Stiftung kann vom 1. Januar 1914 ab eine
Jahresunterſtützung im Betrage von 52 Mark vergeben werden.
Be=
zugsberechtigt ſind brave, unbemittelte Witwen und Waiſen niederer
ſtädtiſcher Diener der Stadt Darmſtadt. Die Bewilligung erfolgt
durch die Stadtverordneten=Verſammlung und kann auf die Dauer,
jedoch unter Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs, geſchehen. Waiſen
können die Unterſtützung nur bis zur erlangten Volljährigkeit beziehen.
Gehörig begründete ſchriftliche Bewerbungen ſind bis längſtens
Ende dieſes Monats bei mir einzureichen.
Darmſtadt, den 16. April 1914.
(10254
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Mueller.
Odenwälder Hartſtein=Induſtrie, Aktien
Geſellſchaft Darmſtadt.
Pige Obligationen.
In der am 18. April 1914 lt. § 6 der Anleihe=Bedingungen
ſtattgehabten 14. Verloſung wurden die folgenden
Teilſchuldverſchrei=
bungen in Gegenwart eines Notars verloſt:
8, 13, 40, 57, 60, 79, 95, 114, 116, 146, 149, 174, 226, 242,
257, 258, 273, 288, 292, 306, 337, 354, 385, 417, 479, 499,
502, 510, 555, 561, 597, 610, 623, 655, 667, 677, 785, 829,
920, 983.
Dieſelben gelangen mit 103%, d. h. mit Mk. 515.— per Stück
äb 1. Oktober 1914 zur Rückzahlung und treten von da an außer
Verzinſung.
Die Einlöſung erfolgt außer an unſerer Geſellſchaftskaſſe
Darmſtadt, Rheinſtraße 12½, bei den Bankhäuſern Gebr. Bonte,
Berlin W. 8, Behrenſtraße 20, Gebr. Kahn, Darmſtadt, Grafenſtraße.
Darmſtadt, den 20. April 1914.
Odenwälder Hartſtein=Induſtrie Aktien=Geſellſchaft.
A. Klefenz.
C. Breitwieſer. (10243
Nächſter Zuchtviehmarkt in Darmſtadt
Dienstag, den 28. April 1914.
Darmſtadt, den 17. April 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
(10259ms
Verkauf von Matratzenſtreu.
Samstag, den 25. April, wird die Matratzenſtreu einer
Eskadron auf dem Hofe der Kavalleriekaſerne an der Holzhofallee
verſteigert.
(10256
Der Verkauf beginnt um 9 Uhr 30 Minüten vormittags.
Leib=Dragoner=Regiment.
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 24.
Mannheimer
Jubiläums-Maimarkt 1614 — 1914
3. bis 5. Mai.
Pferderennen am 3., 5. und 10. Mai
Ziehung der Lotterie — bar Geld sofort — am 6. Mai
42 Hauptgewinne, Jubiläumspreis Mk. 7000.−
1958 Silberpreise und andere Gegenstände
zus. 2000 Gewinne im Werte von Mk. 60 000.−.
Für die Wagenpferde 75%, für die Arbeitspferde und
Rind-
viehgewinne 80% bar, für die Silberpreise der volle Geldwert.
Los Mark 1.—, 11 Lose Mark 10.—
Kassier: Johs. Peters, O 7, 5.
Mannheim, im Januar 1914.
(II,7099
Landwirtschaftlicher Bezirksverein. Badischer Reunverein.
Lose zu beziehen durch J. F. Lang Sohn in Heddesheim.
Zahnärztin
Zahnarzt
Alvert Heuss Heuss-Bannicke
verzogen von Kirchstrasse 12 nach
Hügelstrasse 6, part.
(9567a
(neben der Volksbank).
Neuer Fernruf 2432.
C0
-Bruchle
Sehkaisackfer
und alle anderen Schulſachen.
(10172im
Buchhändler Kudtsld Sdeng, Kirchſtraße 20.
Begleichung ſtädt. Gefälle
für das Rechnungsjahr 1913.
Mit Rückſicht auf den
Bücher=
ſchluß der Stadtkaſſe und der
ſtädtiſchen Nebenkaſſen ſind alle
Rückſtände für das abgelaufene
Rechnungsjahr nunmehr
unver=
züglich an uns zu entrichten.
Friſt=
geſuche können nicht berückſichtigt
werden.
(10136a
Darmſtadt, 16. April 1914.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Bekanntmnachung.
Mittwoch, den 13. Mai I. Js.,
vormittags 10½ Uhr,
ſoll die dem Schreinermeiſter Peter
Arnold und deſſen Tochter Auguſte
Johanna Arnold dahier
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 967 369 Hofreite
Parcus=
ſtraße Nr. 12,
n unſerem Bureau, Grafenſtr. 30,
zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, 1. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
K36/14) Müller. (VIII,9211
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 13. Mai I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll das der Friedrich Henning
Witwe, Margarete, geb.
Schuch=
mann dahier, an der Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IX 251 379 Hofreite Beckſtraße
Nr. 2,
zuſtehende ideelle Eigentumsanteil
in unſerem Bureau,
Grafen=
ſtraße Nr. 30, II, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
(K26/14
Darmſtadt, 4. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII,9212
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 13. Mai 1914,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die dem Heinrich Fiſcher
und deſſen Ehefrau Margarethe,
geb. Weber, dahier gehörigen
Lie=
genſchaften:
Flur Nr. qm
V 553 110 Grasgarten (
Vor=
garten)
Heidel=
bergerſtraße,
553¾/10 615 Hofreite
Heidel=
bergerſtraße
Nr. 42,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
verſtei=
gert werden.
(K22/14
* Darmſtadt, 4. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (IX,9209
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 13. Mai 1914,
vormittags 10‟ Uhr,
ſollen die dem Gaſtwirt Ludwig
Wolff dahier zugeſchriebenen
Lie=
genſchaften:
Flur Nr. qm
XVIII 139 292 Grabgarten
Beſ=
ſungerſtraße,
XVIII 140 301 Wohnhaus mit
Hofraum Nr. 107
daſelbſt,
XVIII 142 46 Grasgarten
da=
ſelbſt,
XVIII 143 341 HofreiteNr. 107
daſelbſt,
XVIII 144 61 Grasgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe verſtei=
(K91/13
gert werden.
Darmſtadt, 6. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
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Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule.
Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 27. April. Für
Schülerinnen aus dem Stadtteil Beſſungen findet der Unterricht im
Mittelſchulgebäude an der Hermannsſtraße, für ſolche aus dem
Nordweſtviertel im Schulhauſe in der Lagerhausſtraße, für alle
übrigen im Schulhauſe in der Rundeturmſtraße ſtatt.
Anmeldungen für alle Abteilungen werden, ſoweit ſie nicht
bereits ſtatigefunden haben, Montag, den 27. d. Mts., vormittags
von 10 bis 12 Uhr, im Schulhauſe in der Rundeturmſtraße
(Eingang durch Landgraf=Georgs=Straße 40) von dem Leiter der
Schule entgegengenommen.
Unterrichtsgegenſtände: Hand= und Maſchinennähen, Flicken,
Stopfen und Sticken, Bügeln, Kochen, hauswirtſchaftliches Rechnen
und Deutſch; ſowie außerdem für vorgeſchrittene Schülerinnen:
An=
fertigung von einfachen Kleidern.
Das Schulgeld beträgt:
a) für hieſige Schülerinnen vierteljährlich drei Mark,
b) für auswärige Schülerinnen vierteljährlich neun Mark.
Es kann in monatlichen Raten bezahlt werden. In beſonderen
Fällen können hieſige Schülerinnen Freiſtellen erhalten.
Darmſtadt, den 17. April 1914.
(10253mds
Der Vorſtand:
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
für Mädchen.
Der Unterricht beginnt am 24. April d. J., Karlstr. 16, I.,
vormittags 11 Uhr mit folgenden Unterrichtsfächern:
Buchführung, Wechsellehre, Korrespondenz, kaufm.
Rechnen, Stenographie, Maschinenschreiben,
Französisch und Englisch.
Anmeldungen nehmen entgegen: Frl. A. Ruths,
Heidenreich=
ſtraße 29 und Frl. Ph. Walz, Karlſtraße 43.
Auskunft erteilt Frl. Neudecker, Schirmgeſchäft, Ernſt=
Ludwigſtraße 9.
Der Vorsitzende
Profeſſor Kissinger.
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Näheres in der Expedition.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
Nummer 116.
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Portugieſer, Deutſcher .
Burgunder, Deutſcher
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Birn, feinſt. Tafel
Heidelbeer
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Zwetschen, ganze Früchte
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Nummer 110.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
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zeichneten Geschäften. (II,5127
Der Sieg des Herzens.
Roman von Otto Elſter.
(Nachdruck verboten.)
18)
Schweigen Sie! rief Eva. Sie befinden ſich in einem
Irrtum, wenn Sie glauben, daß ich mit Herrn von
Ball=
hauſen ein Verhältnis unterhalten, welches die
Oeffent=
lichkeit zu ſcheuen gehabt hätte. Ich war ſeine Braut,
mein Fräulein, ebenſo wie Sie es jetzt ſind!
Edith lachte.
Seine Braut — Das iſt ja ſehr komiſch! Halten Sie
mich wirklich für ſo naiv, daß ich das glauben ſoll?
Eva atmete tief auf.
Fragen Sie ihn ſelbſt — und wenn er noch Ehre
be=
ſitzt, dann wird er Ihnen meine Worte beſtätigen. Und
noch eins, mein Fräuleien — nicht Herr von Ballhauſen
hat unſere Verlobung gelöſt, ſondern ich ſelbſt — und
wenn dieſer unglüchliche Zwiſchenfall nicht eingetreten
wäre, der Sie heute hierher geführt zu haben ſcheint, ſo
würde Herr von Ballhauſen dieſe Wohnung ſchon verlaſſen
haben.
Das glaube ich gern, ſagte Edith ſpöttiſch. Um Ihnen
aus dem Wege zu gehen. Man kennt ja dieſe
Anhäng=
lichkeit .
Ihre ſpöttiſchen Worte können mich nicht beleidigen.
Ich habe ihn freigegeben, damit er Sie, die reiche Erbin,
heiraten kann — ich bin arm, ich lebe von meiner Hände
Arbeit — er aber hat Geld nötig dank dieſem Baron
Raut=
heim, der=ihn zu allem Schlechten verführt hat. Sie kennen
den den Kunheint ie auch, mit Frilein n
Sie=
wiſſen, daß er jetzt verhaftet iſt — Herr von Rautheim iſt
Ihr Freund, nicht wahr?
Was wollen Sie damit ſagen? fragte Edith drohend.
Wenn Sie es durchaus wiſſen wollen, daß es eine
abgekartete Sache war, Hans in Ihr Haus zu bringen..
Schweig, Mädchen! Oder ich vergeſſe mich, rief Edith
wütend, indem ſie die Hand wie zum Schlage erhob.
Aber vor der ſtolzen Haltung Evas ließ ſie die Hand
wieder ſinken. Mit Gewalt unterdrückte ſie ihre
Erreg=
ung. Sie lächelte verächtlich.
Verlaſſen Sie das Zimmer, ſprach ſie, und wies nach
der Tür. Ich will nichts mehr von Ihnen hören.
Ich weiß nicht, ob Sie das Recht haben, mich
fortzu=
weiſen, entgegnete Eva ruhig. Aber ich gehe, ich verzichte
gern auf eine weitere Unterhaltung . .
Frechheit! — Sie ſind unverſchämt!
Eva zuckte die Achſeln und wollte ſich entfernen. Da
öffnete ſich die Tür, und Hans trat raſch ein. Erſtaunt
blieb er ſtehen.
Edith — Du — Sie hier?!
Ja, ich bin’s, mein Lieber, entgegnete Edith. Du
kommſt gerade zu rechter Zeit, um mich vor den
Unver=
ſchämtheiten jener Perſon zu ſchützen.
Mit unſicherem Blick ſah Hans auf Eva.
Was iſt vorgefallen? fragte er. Sprich, Eva
Ach — alſo ſo weit ſeid Ihr miteinander? lachte Edith
ſpöttiſch. Nun, mein Fräulein, was ſagen Sie jetzt?
enr den Bulbanſe zu icht uchr des decht muiß
mit dieſer Vertraulichkeit anzureden, ſprach Eva ruhig.
Unſere Verlobung iſt aufgehoben .
Edith trat auf Hans zu, der ſich in ziemlicher
Ver=
legenheit abgewandt hatte. Sie legte ihm die Hand auf
den Arm.
Iſt es wahr, Hans, was jenes Mädchen ſagt? War ſie
Deine Verlobte?
Hans wußte nicht, was er erwidern ſollte. Da ſagte
Eva, und ihre Stimme hatte einen eigenen tiefen Klang:
Sprechen Sie, Heer von Ballhauſen — es gilt meine
Ehre . .
Hans atmete tief auf.
Ja, Edith, ſprach er. Eva Borchers war meine
ver=
lobte Braut
Edith trat von ihm zurück. Sie war blaß geworden;
um ihre Lippen zuckte es verächtlich und ſtolz.
Vielleicht wünſcheſt Du zu ihr zurückzukehren
Edith?!
Sie machte eine abwehrende Bewegung.
Ich will Dich nicht hindern — ich habe hier nichts
mehr zu tun.
Und in hochmütiger Haltung verließ ſie das Zimmer.
Hans ſank in einen Seſſel und preßte die Hand vor
die Augen. Dann ſprang er wieder auf. Eva . . .! rief er.
Aber auch dieſe hatte ſtill das Zimmer verlaſſen.
Frau Magnus ſaß tief zurückgeſunken in einem
Fau=
teuil und blickte mit finſterem Auge in das lodernde Ka=
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
Nummer 110.
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minfeuer, während der Kommerzienrat, ihr Gatte,
aufge=
regt in dem luxuriös ausgeſtatteten Boudoir auf und ab
ſchritt. Der dicke, weiche Perſerteppich verſchlang
aller=
dings jedes Geräuſch ſeiner Schritte, nur zuweilen
knarr=
ten ſeine Stiefel leiſe, und ſeine Bewegungen wurden
auch gleichſam gedämpft, ebenſo wie ſeine Stimme, durch
die Umgebung, welche dazu geſchaffen ſchien, trauliches
Schweigen oder flüſterndes, leiſes, zärtliches Geplauder
hervorzurufen.
Aber wenn der Kommerzienrat auch ſeine Stimme
mäßigte und in ſeinen Aeußerungen und Bewegungen
ſich Zwang auferlegen wollte, ſo zitterte ſein ganzes
We=
ſen doch in einer Erregung, die auch in ſeinen Worten
widerklang.
Deine Freundfchaft mit dem Baron hat uns in eine
ſehr böſe und häßliche Geſchichte verwickelt, ſagte er, und
ſeine Augenbrauen zogen ſich finſter zuſammen. Sie kann
uns den guten Ruf unſeres Hauſes koſten, und mein
Ge=
ſchäft wird darunter leiden. Ich habe Dich oft gewarnt
Frau Magnus machte eine ungeduldige Bewegung.
Rautheim war ebenſogut Dein, wie mein Freund,
unterbrach ſie ihn. Du haſt ihn auch zu mancherlei
heim=
lichen Dienſten benutzt.
Für die ich ihn bezahlt habe. Das waren rein
ge=
ſſchäftliche Angelegenheiten, die hier nicht in Frage
kom=
men. Hier handelt es ſich um unſere geſellſchaftliche
Stel=
lung, die durch Rautheim bloßgeſtellt und geſchädigt iſt.
Du haſt Deinen Salon einem gewerbsmäßigen Spieler —
vielleicht einem Falſchſpieler — geöffnet
Das muß denn doch erſt noch bewieſen werden!
Der Kommerzienrat zuckte die Schultern, als wollte
er ſagen: Mein Gott, das iſt ja doch längſt bekannt, .
aber er unterdrückte dieſe Bemerkung und fuhr fort:
Ich will nicht darüber ſtreiten. Für mich kommt es
darauf an, daß unſer Name in dieſem Prozeß nicht
ge=
nannt wird, und wenn Du ein Mittel weißt, wie das zu
verhüten iſt, ſo bitte ich Dich mir dieſes Mittel zu nennen.
Ich weiß ein Mittel, entgegnete ſeine Gattin mit
einem leichten Lächeln, indem ſie ſich aus ihrer ruhenden
Lage aufrichtete, aber es koſtet Geld
Darauf kommt es mir nicht an, verſetzte er raſch.
Nun gut — ſo ſchreib mir einen Scheck über
fünfund=
zwanzigtauſend Mark aus
Das iſt ein bißchen teuer! Was willſt Du mit dem
Gelde anfangen?
Das iſt meine Sache. Aber ich denke damit die zanze
häßliche Angelegenheit aus der Welt zu ſchaffen.
Und wenn es nicht geſchieht, dann habe ich mein Geld
verloren!
Du wirſt deshalb doch noch kein armer Mann, meinte
ſie ſpöttiſch.
Das nicht! — Aber es iſt doch eine Summe
Wenn ich meinen Zweck nicht erreiche, erhältſt Du das
Geld zurück.
Biſt Du Deiner Sache ſo ſicher?
Ich glaube ja — alſo bitte den Scheck — ohne Geld
bin ich machtlos.
Du haſt Dein eigenes Vermögen
Es handelt ſich um Deinen guten Namen, wie Du
ſagſt, — alſo iſt es an Dir, Opfer zu bringen. Aber wenn
Du das Geld höher ſtellſt als Deinen guten Namen —
nun, mir ſoll es auch ſo recht ſein
Aber nein — nein! — Du ſollſt das Geld erhalten!
Er ging eilig zu dem eleganten Damenſchreibtiſch, der
in einer von breiten Blattpflanzen angefüllten Niſche ſtand,
zog ſein Scheckbuch hervor und füllte die Anweiſung aus.
Hier, ſagte er, mit einem leichten Seufzer das Papier
ſeiner Gattin reichend, Du kannſt das Geld jederzeit
er=
heben.
Gut — ich danke Dir — und nun bitte ich Dich,
mich zu verlaſſen. Ich muß ausfahren und mich
umklei=
den. Ich hoffe, Dir heute abend ſchon gute Nachricht
brin=
gen zu können.
Das wäre mir ſehr lieb. — Aber noch eins! Wie ſteht
es mit Edith und Ballhauſen? Daraus kann doch nun
nichts mehr werden.
Ich glaube, Edith denkt nicht mehr daran. Sie ſpricht
wenigſtens nicht mehr davon. Ich bin übrigens derſelben
Meinung wie Du, daß wir Ballhauſen fallen laſſen müſſen.
Es iſt gut, daß die Verlobung Ediths mit ihm noch nicht
vollſtändig geworden iſt.
Du warſt ſonſt ſehr ärgerlich darüber.
Ja — weil ich den Verkehr Ediths mit ihm ſah —
aber das iſt ja nun vorüber. — Aber ich muß mich eilen.
So will ich gehen. Hoffentlich gelingt Dir alles nach
Wunſch. Adieu.
Adieu . .. ſagte Frau Magnus und winkte ihm leicht
mit der Hand.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 110.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
Seite 15.
Luftfahrt.
sr Ein ſchwerer Zuſammenſtoß in den Lüften, bei
dem vier Perſonen auf entſetzliche Weiſe verſtümmelt
wur=
den, ereignete ſich auf dem franzöſiſchen Flugfelde von
Buc. Die beiden Flieger Deroye und Bidet waren mit je
einem Paſſagier zu einem längeren Fluge aufgeſtiegen
Als beide Apparate ſich in mehreren Hundert Metern Höhe
befanden, ſtießen ſie plötzlich zuſammen. Die Benzintanks
der Flugzeuge explodierten ſofort und die Apparate
ſtürzten gleich Feuerſäulen zu Boden. Deroye und ſein
Paſſagier konnten nur noch als verkohlte Leichen aus den
Trümmern gezogen werden, während Bidet und ſein
Fluggaſt mit ſchweren Brandwunden ins Krankenbaus
ge=
ſchafft wurden.
Stimmen aus dem Publikum.
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
ſeinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Nach einem im Darmſtädter Tagblatt enthaltenen
Bericht beſchäftigte ſich eine letzhin ſtattgehabte
Verſamm=
lung des Gaſtwirtevereins mit meiner Perſon, weil ich
gegen die Beibehaltung des Bedürfnisnachweiſes
ge=
ſprochen und geſtimmt habe Es wäre dieſes ſehr
un=
angenehm empfunden worden und wolle man bei den
nächſten Stadtverordnetenf lahlen auf dieſe Angelegenheit
zurückkommen.
Wenn man mir den Strick jetzt ſchon drehen will,
macht mir das nicht bange. Ich habe gegen den
Bedürf=
nisnachweis geſprochen und geſtimmt, weil ich auf Grund
6jähriger Mitarbeit im Ausſchuſſe der Ueberzeugung bin,
daß die Frage, ob eine Wirtſchaft hier oder dort beſtehen
kann, ob eine alte geſchloſſen werden ſoll und eine neue
kon=
zeſſioniert, auf dem Wege, wie er eben beliebt wird, nie
in gerechter Weiſe gelöſt werden kann. Der
Gaſtwirtever=
ein macht ſich die Sache ziemlich leicht, indem er in ſeinem
Gutachten gewöhnlich die beſtehenden befürwortet, neue
aber bekämpft. — Einem on dit zufolge ſoll er auch
noch einen Unterſchied zwiſchen Mitgliedern und
Nicht=
mitgliedern machen; ob dem ſo iſt, weiß ich nicht! Meines
Erachtens iſt der Gang einer Wirtſchaft, zumal hier im
verkehrsarmen Darmſtadt, von ſo vielen verſchiedenen
Vorbedingungen abhängig, daß die Frage, ob eine zur
Be=
ratung ſtehende Wirtſchaft für einen neuen Wirt wieder
konzeſſioniert werden ſoll, äußerſt ſchwer zu entſcheiden
ſein dürfte Und hierbei iſt die Lage der Wirtſchaft, die
Zahl der umliegenden Schankſtätten und der ſeitherige
Bierverbrauch, die bei der Beurteilung beſonders in Frage
kommen, vielleicht am allerwenigſten entſcheidend.
Beſtimmend iſt die Perſönlichkeit des Wirtes
und der Wirtin, die Güte der verabreichten Getränke und
Speiſen und nicht zuletzt der Anhang den der Wirt hat.
So können bei einem Wechſel gute Wirtſchaften ſchlechte
werden und ſchlechte zu guten, ohne daß man es
voraus=
ſehen kann. (Beiſpiele hat man hierfür genug!). Auf
Grund ungewiſſer Vorausſetzungen ſoll man aber nicht in
Lebensſchickſale von außen beſtimmend eingreifen. Der
von anderer Seite betonte Vorzug der Wirte von anderen
Geſchäftsleuten, der in dem Bedürfnisnachweis enthalten
ſei, ſpielt für mich keine Rolle. Dieſes iſt meine Ueber=
zeugung und dieſer rückhaltlos Ausdruck zu verleihen, bin
ich, ſo lange ich im öffentlichen Leben ſtehe — ſeit nahezu
25 Jahren — gewohnt. Für mich gibt es auch nur dieſen
einen geraden Weg und den halte ich für bedauernswert,
der vor lauter Rückſichtnahme nicht weiß, wie er ſich
ver=
halten ſoll
Habe ich in der Frage des Bedürfniſſes geſündigt, ſo
muß ich eben meine Strafe erleiden. Die Gaſtwirte mögen
dann meine Richter ſein — ich werde keine Rache üben und
deswegen nicht zu den Abſtinenzlern gehen! Inzwiſchen
aber unterſtelle ich mein Verhalten dem Urteil der übrigen
Bevölkerung.
Carl Lautz,
Stadtverordneter und Obermeiſter der Metzger=Innung.
Mit Bedauern kann man in letzter Zeit beobachten,
daß an dem Promenadeweg längs der „Gichtmauer” der
wohl zu den beliebteſten unſerer Spazierwege zählt,
all=
mählich die Ruhebänke verſchwinden, ohne erſetzt zu
wer=
den während an anderen Wegen und Plätzen, ſogar
in=
nerhalb der Stadt, Bänke aufgeſtellt werden, die ſeither
kaum vermißt wurden. Es wäre zu wünſchen, daß an
der „Gichtmauer” die Bänke nicht nur erneuert, ſondern
noch vermehrt würden, zumal — wie ſchon aus dem
Na=
men zu ſchließen iſt — hier meiſtens ältere und kränkliche
Leute zu finden ſind, die gerade dieſen Weg wählen, weil
bekanntlich hier die wohlluende Wirkung der
Frühlings=
ſonne voll zur Geltung kommt. Ebenſo unverſtändlich iſt
es, daß für die Bekämpfung der Staubplage hier bis jetzt
noch gar nichts geſchehen iſt, und wer ſchon einmal den
Staub ſchlucken mußte, der von den doct ſehr häufig
ver=
kehrenden Automobilen und Fuhrwerken auf dem ſehr
ſchlecht inſtand gehaltenen Fahrweg aufgewirbelt wird,
findet es unbegreiflich, warum für andere Teile unſerer
ſtädtiſchen Anlage ſoviel getan und hier das Notwendigſte
verſäumt wird. Vieneicht regen dieſe Zeilen die
maß=
gebenden Stellen an, auch dieſem ſchönen Teil unſerer
Umgebung ihr Augenmerk zuzuwenden. Sie könnten ſich
damit den Dank weiter Kreiſe hieſiger Bürger und
Steuer=
zahler erwerben.
I M.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Bruno Erich Mayer, S. des Kaufmanns
Alexander Mayer, iſt am 14. April 1914 Riedeſelſtr. 46
geboren. (Hieß irrtümlich „Moſes” Mayer, Waldſtr. 35.
Dieſes war der Anz., der Großvater.) Am 17. April: dem
Maſchinenſchloſſer Emil Marchetti, Arheilger Straße 54,
ein S. Joſeph Emil. Am 14.: dem Poſtboten Heinrich
Riedel, Weiterſtädter Weg 33, eine T. Marie Eliſabeth.
Am 17.: dem Hilfsweichenſteller Phil. Neumann,
Pfarr=
wieſenweg 26, eine T. Katharine. Am 12.: dem Poſtboten
Eduard Grimm, Dreibrunnenſtraße 7, ein S. Herbert
Auguſt. Am 13.: dem Weinhändler Gg. Härting,
Hein=
heimerſtraße 38, eine T. Katharina. Am 14.: dem
Tag=
löhner Leonhard Kleinſchmidt, Gardiſtenſtraße 8, ein S.
Wilhelm Ludwig. Am 15.: dem Zimmermeiſter Georg
Schleidt, Kranichſteiner Straße 59/10, eine T. Barbara
Dorothea. Am 17.: dem Former Emil Schubkegel, Gr.
Bachgaſſe 16, ein S. Johann Wilhelm Georg.
Aufgebote. Am 17. April: Architekt Heinr. Schneider,
Ruthsſtraße 17, und Eliſab. Karoline Geilfus,
Laute=
ſchlägerſtraße 24. Schreiner Nikolaus Knapp in Fürth
und Eliſabetha Arnold in Fahrenbach. Vizefeldwebel im
Leibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115 Wilhelm Schmalz,
Alexan=
derſtraße 22, und Berta Anna Bach in Remſcheid.
Kauf=
mann Albert Gerhard Arthur Kehl in Weſel und Emilie
Marie Anna Hainebach, Heinrichſtraße 126. Am 18.:
Schmied Johanns Habermehl in Königſtädten und
Dienſtmagd Wilhelmine Schäfer in Bernshauſen. Am
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in Frankfurt a. M. und Helene Magdalene Haun,
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ſunger Straße 92.
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16.: Kutſcher Karl Hofmann mit Eliſab. Lien, beide
hier. Am 18.: Schloſſer Ernſt Schuchmann mit Luiſe
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mit Kathar. Barbara Schließmann, beide hier. Großh.
Eiſenbahnſekretär Georg Schlottner in Düſſeldorf mit
Frieda Müller hier. Maſchinentechniker Wilh.
Dingel=
dein hier mit Berta Horn in Wleickersheim. Poſtbote
Leonhard Götz mit Köchin Eliſabetha Horn, beide
hier. Spengler und Inſtallateur Simon Walter mit
Druckereiarbeiterin Katharina Frieß, beide hier.
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bote Heinrich Gehriſch hier mit Eliſabetha Bünau in
Gadernheim. Am 20.: Fabrikarbeiter Adam Möſer mit
Margar. Dörner, beide hier.
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Geiſt, Ehefrau des Sattlers, 49 J., ev., Rhönring 65.
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Fuhrmannſtraße 18. Eva Buhmann geb. Seibert, Wwe.
des Werkführers, 54 J., ev., aus Pfungſtadt, hier Erbacher
Straße 25. Am 17.: Bäckermeiſter Peter Wenner, 57 J.,
ev., Nieder=Ramſtädter Straße 31. Ida Herrmann geb.
Kronenwerth, Ehefrau des Kaufmanns, 55. J., ev.,
Soder=
ſtraße 77. Am 18.: Charlotte Katharine Margarete Eliſab.
Blumenſchein geb. Fink, Ehefrau des Taglöhners, 53 J.,
ev., Schloßgaſſe 16. Georg Heinz, S. des Maurers, ev.,
aus Nieder=Beerbach, hier Grafenſtraße 9. Margarete
Dietrich geb. Schmidt, Wwe, des Schuhmachers, 83 J.,
kath., Georgenſtraße 3. Am 19.: Eliſabetha Horn geb.
Reinartz, Ehefrau des Tapezierers, 30 J., kath.,
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Mitwoch, 22. April.
1914.
Kongreile und verbandstage.
— Am 17. und 18. April hielt der Heſſiſche Ober=
Lehrerverein ſeine diesjährige
Hauptverſamm=
lung unter zahlreicher Beteiligung aus allen Teilen=
Heſſens in Oppenheima Rh. ab. Den Vorſitz bei den
Verhandlungen führte Profeſſor Altendorf=Gießen.
Die Schulabteilung war vertreten durch Herrn Staatsrat
Süffert und Herrn Geh. Oberſchulrat Block. Als
Vertreter des Kreiſes war erſchienen Herr Kreisrat Wolff,
für die Stadt Oppenheim Herr Bürgermeiſter Schmidt,
Außerdem hatten Vertreter enſandt die Philologenvereine
von Baden, Heſſen=Naſſau, Württemberg und der Verein
gkademiſch gebildeter Lehrer zu Frankfurt a. M.
Der Freitag war, wie es in den letzten Jahren Sitte
geworden iſt, wiſſenſchaftlichen Fachſitzungen gewidmet.
Die math.=naturwiſſenſchaftliche Abteilung beriet unter dem
Vorſitz von Direktor Schnell=Butzbach über die von ihrem
Lehrplan=Ausſchuß entworfenen Lehrpläne, ohne damit zu
Ende zu kommen. Der Entwurf ſoll mit den gewünſchten
Aenderungen und Zuſätzen der nächſten Tagung nochmals
vorgelegt werben. Sodann führte Herr Oberlehrer
Grü=
ninger=Worms zwei von ihm ſelbſt konſtruierte
Wellen=
maſchinen vor. Zuletzt brachte Profeſſor Völſing=
Darm=
ſtadt in längeren intereſſanten Ausführungen eine Reihe
von Wünſchen bezüglich der Ausbildung der Biologen vor.
Die Sitzung der Neuphilologen leitete Profeſſor Dr.
Hellwig=Mainz. Der von Profeſſor Dietrich=Darmſtadt
vorgelegte Plan für den franzöſiſchen Leſeſtoff wurde
ein=
ſtimmig gutgeheißen. Oberlehrer Dr. Knauß=Gießen ſprach
in einem ſehr beifällig aufgenommenen Vortrag über den
fremdſprachlichen Aufſatz; jedoch mußte auch hier die
Aus=
ſprache über die aufgeſtellten Leitſätze wegen vorgerückter
Zeit auf die nächſte Tagung verſchoben werden.
In der Sitzung der evangeliſchen Religionslehrer, an
der als Vertreter, des Oberkonſiſtoriums Herr Prälat
D. Dr Flöring teilnahm, erſtattete zunächſt der Vorſitzende
Profeſſor Lampas=Friedberg Bericht über den derzeitigen
Stand der Lehrplanreform. Dann ſprach noch Profeſſor
Kunkel=Darmſtadt über die „Bedeutung der Religion für
Unterricht und Erziehung auf unſeren höheren Schulen”,
und Profeſſor Liz. Matthes=Darmſtadt über den „
Unter=
richt in der Glaubens= und Sittenlehre in den Oberklaſſen
der höheren Schulen‟. Es wurde beſchloſſen, eine
ger=
maniſtiſche Fachabteilung ins Leben zu rufen.
Nach einer Beſichtigung der Einrichtungen der Großh.
Wein= und Obſtbauſchule unter Führung des Herrn Dir.
Fuhr, wobei die Teilnehmer auch den koſtbaren Inhalt der
Keller kennen und ſchätzen lernten, vereinigte der
Be=
grüßungsabend alle Amtsgenoſſen zu fröhlichem Tun. Den
Vorſitz der überaus gut gelungenen Veranſtaltung führte
Profeſſor Obenauer=Oppenheim.
Der Samstag brachte zunächſt eine Beſichtigung der
Katharinenkirche, wobei Herr Pfarrer Kietz führte. Um
11 Uhr begann dann die nichtöffentliche Verſammlung in
der Wirtſchaftshalle auf der „Landskrone‟ Nach
Erledig=
ung geſchäftlicher Dinge ſchritt man zur Neuwahl des
Vorſtandes. Der frühere verdiente Vorſitzende Prof.
Dr. Beck=Mainz hatte eine Wiederwahl aus
Geſundheits=
rückſichten dankend abgelehnt. In Anerkennung ſeiner
großen Verdienſte um den Verein ſchlug der Vorſitzende
vor, ihn zum Ehrenmitglied zu ernennen. Der Antrag
wurde unter ſtarkem Beifall einſtimmig angenommen. Für
ihn tritt neu in den Vorſtand ein Profeſſor Dr. Hellwig=
Mainz. Die übrigen Vorſtandsmitglieder werden
wieder=
gewählt. Die Aemterverteilung bleibt unverändert. Von
den übrigen gefaßten Beſchlüſſen ſind zu erwähnen: Der
Beitrag für nicht dauernd verwendete Anwärter wird auf
2,50 Mark herabgeſetzt; der Verein ſoll in das
Vereins=
regiſter eingetragen werden; die dazu nötigen Aenderungen
der Satzungen werden gutgeheißen; die Verſammlung iſt
damit einverſtanden, daß ein Lehrerkalender für die
höhe=
ren Schulen Heſſens” unter Mitwirkung des Vereins
er=
ſcheint. Den Abſchluß dieſes Teiles der Tagung bildete
ein Bericht des Schriſtführers Aſſ. Poepperling=
Darmſtadt über die Lage der heſſiſchen
Lehramtsaſſeſ=
ſoren und =referendare, in dem er gleichzeitig verſuchte,
einige Mittel anzugeben, wie der ſchlimmſten Not geſteuert
werden könnte.
An dieſe Sitzung ſchloß ſich die eigentliche
Haupt=
verſammlung in der zunächſt der Vorſitzende die
Erſchienenen begrüßte und herzlichſt willkommen hieß. Auf
die Begrüßung antwortete Herr Staatsrat Süffert mit
einer Anſprache, in der er zunächſt für die Einladung zur
Teilnahme an der Verſammlung dankte und ausführte:
Wir legen Wert darauf, mit Ihnen perſönliche Fühlung zu
nehmen, vertraut zu werden durch perſönlichen Verkehr mit
Ihren Sorgen und Wünſchen, Ihre Anſchauungen in
Fragen Ihres Berufes und Standes kennen zu lernen und
Ihnen auch menſchlich näher zu kommen. Ich habe im
vorigen Jahre die Hoffnung ausgeſprochen, und ich wie=
derhole ſie, daß die guten Beziehungen zwiſchen Ihrer
vor=
geſetzten Behörde und Ihrem Verein immer fortdauern
mögen. Sie haben den Wunſch, ſie aufrecht zu erhalten,
und auch an unſerem guten Willen ſoll es nicht fehlen.
Es waltet zwiſchen der vorgeſetzten Behörde und Ihnen
das Verhältnis des Vertrauens, des Vertrauens.
das gegründet iſt auf gegenſeitige Achtung, und
die Ueberzeugung, daß beide Teile ihr Beſtes
geben zur Förderung unſerer gemeinſamen
Inter=
eſſen, des Vertrauens, das Treue erzeugt. Haben
wir nun uns die Treue gehalten? Dieſe Frage iſt
berech=
tigt nach dem Abſchluß des zweijährigen
Beſoldungsſtrei=
tes. Ich möchte für Sie dieſe Frage bejahen. Sie haben
mit Nachdruck Ihre Intereſſen vertreten während der
Be=
ſoldungskämpfe aber in einer Form, die Ihrer Stellung
und mit der Würde, die Ihrem Stande entſpricht. Wir
haben das nicht anders erwartet, aber es hat uns das
angenehm berührt, und ich danke Ihnen dafür. Sie haben
uns die Treue gehalten, aber haben auch wir Ihnen die
Treue gehalten? Ich ſelbſt, meine Herren, kann nicht
Richter in eigener Sache ſein. Aber das glaube ich ſagen zu
dürfen: Ich trete vor Sie hin mit einem guten Gewiſſen.
Ich darf aber weiter ſagen, daß in dieſem Beſoldungsſtreit
Ihre Intereſſen ein gut Stück vorwärts gekommen ſind.
Der Beſoldungskampf iſt jetzt vorüber und Sie können ſich
nunmehr wieder mehr den idealen Aufgaben Ihres
Ver=
eins widmen; Sie werden uns dabei gern auf Ihrer Seite
finden. Sie haben ja geſehen, daß Ihre Anregungen bei
uns auf guten Boden fallen. Ich brauche das nicht näher
auszuführen. In nächſter Zeit wird eine Neuauflage
der Lehrpläne erſcheinen, d. h. die alten Pläne in etwas
veränderter Form. Wir haben Wert darauf gelegt, die
vielen Anregungen, die an einzelnen Schulen erprobt
wer=
den, den neuen Lehrplänen anzufügen, damit ſie in der
Oeffentlichkeit bekannt werden und jeder ſehen und prüfen
kann, welche Aenderungen erfolgt ſind. Es wird das eine
nützliche Vorarbeit für eine künftige Reviſion der
Lehr=
pläne ſein. Eine ſolche augenblicklich vorzunehmen, wo
ſo vieles noch gärt und brodelt in Lehrplanfragen, möchte
nicht zweckmäßig ſein.
Eine neue Frage beſchäftigt Sie und uns, Sie haben
ſie auch auf Ihre Tagesordnung geſetzt; es iſt die Lage
Ihres Nachwuchſes, die Lage der Aſſeſſoren und
Referen=
dare. Es iſt eine ſchwierige Frage. Ich habe dazu ſchon ein
paar Worte in der letzten Kammerdebatte geſagt; es iſt
Ihnen das wohl auch zu Ohren gekommen. Sie werden
dar=
aus erſehen haben, daß wir uns mit dieſer Frage beſchäftigt
haben zu einer Zeit, wo noch keine Anregung von außen
an uns gekommen iſt. Wir werden dankbar ſein für die
Anregungen, die Sie an uns gelangen laſſen. Seien Sie
verſichert, daß wir ſie prüfen und tun werden, was in
unſerer Macht ſteht, die Verhältniſſe zu beſſern. Ich halte
dieſe Frage nicht für eine äußere Standesfrage, für eine
Geldfrage; ich halte ſie in hohem Maße auch für eine ideale
Frage. Ich bin in der Tat der Meinung, daß es aus
ſozialen und ethiſchen Gründen notwendig iſt, daß unſer
Nachwuchs frühzeitiger zur Anſtellung
kommt und in die Lage verſetzt iſt, ein Heim zu gründen.
Es gilt das für alle Beamte, insbeſondere aber
für den Erzieher. Alſo, meine Herren, was in unſerer
Kraft ſteht, das werden wir tun. Ich würde mich freuen,
wenn wir in der Lage ſein ſollten, in dem nächſten Budget
den Beweis unſeres guten Willens zu erbringen.
In=
deſſen, ſpannen Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch, denn
wir ſind immer nur ein Teil des Ganzen, und auf anderen
Gebieten der Staatsverwaltung liegen die Dinge viel
ſchlimmer. Immerhin, an unſerem guten Willen ſoll es
nicht fehlen, und ich wünſche Ihnen, meine Herren, daß Sie
auch in dieſer Frage, die Sie heute beſchäftigt hat, das
erreichen, was Sie wünſchen. Mit dieſem Wunſche möchte
ich meine Betrachtungen ſchließen.
Nachdem noch Herr Kreisrat Wolff und Herr
Bür=
germeiſter Schmidt geantwortet hatten, berichtete der
Vorſitzende über das abgelaufene Vereinsjahr. Sein
Be=
richt war ein Ueberblick über die in dieſem Jahre zu Ende
geführten Kämpfe um die Beſoldungsreform. In
treffen=
den Worten wurde gezeigt, was dabei erreicht wurde, und
was noch zu erſtreben iſt, und der feſte Wille ausgeſprochen,
raſtlos und zielbewußt weiter zu arbeiten an der
För=
derung des Oberlehrerſtandes. Reicher Beifall lohnte den
Redner.
Den Feſtvortrag, der ſich dieſen Ausführungen
an=
ſchloß, hielt Profeſſor Dr. Henkel=Worms. Sein Thema
lautete: Kulturgeſchichtliche Beobachtungen an römiſchen
Fingerringen. Seine langen, eingehenden Studien ſetzten
den Redner, der vor nicht langer Zeit die Ehre hatte, vor
dem deutſchen Kaiſer über denſelben Gegenſtand zu
ſpre=
chen, leicht in den Stand den Verſammelten in überaus
feſſelnder Weiſe einen Einblick zu verſchaffen in dieſes
Gebiet des klaſſiſchen Altertums und erſtaunliche
kultur=
geſchichtliche Zuſammenhänge nachzuweiſen. — Den
Schluß der Tagung bildete ein gemeinſames Mittagsmahl
auf der „Landskrone” das noch durch manche Rede
ge=
würzt wurde. Die freundliche Aufnahme durch die
Bür=
gerſchaft und die Behörden, die mannigfachen Anregungen,
welche die Tagung bot, und die entzückende Lage des alten
Städtchens, das ſich im Glanz der Frühlingsſonne und
dem Schmuck der Baumblüte zeigte, werden die Teilnehmer
an der Tagung das rebumkränzte Oppenheim nicht ſo bald
vergeſſen laſſen.
Die nächſtjährige Tagung ſoll in Bad Nauheim
ſtattfinden.
Tagung des Alldeutſchen Verbandes.
— Stuttgart, 21. April.
Unter der Leitung des ſtellvertretenden Vorſitzenden,
Admirals z. D. Breuſing=Berlin, trat hier der
Geſamtvor=
ſtand des Alldeutſchen Verbandes im Saale des
Oberen Muſeums zu ſeiner Tagung zuſammen, die aus
allen Teilen des Reiches zahlreich beſucht war. An erſter
Stelle ſprach der Vorſitzende des Bundes der Landwirte,
Freiherr v. Wangenheim=Kl.=Spiegel, über die
„innere Koloniſation”, an zweiter Stelle der
ſtellvertre=
tende Vorſitzende, Admiral z. D. Breuſing=Berlin, über
die „auswärtige politiſche Lage” Im Anſchluß hieran
ſprach Generalmajor Keim über die „wehrpolitiſche Lage”.
Er ſuchte an Hand von ſtatiſtiſchem Material
nachzuwei=
ſen, daß uns die Franzoſen, wenigſtens zur Friedenszeit,
im Mannſchaftsbeſtande überlegen ſind. Wir müßten
da=
her alle Anſtrengungen machen, um die allgemeine
Wehr=
pflicht zur vollen Durchführung zu bringen. Gegenwärtig
blieben jährlich immer noch zirka 45 000 Wehrfähige übrig,
die nicht eingeſtellt würden. Erſt wenn dieſe unter
Waf=
fen ſtänden, würden wir unſere volle Schuldigkeit getan
haben. Redner iſt überzeugt, daß das deutſche Volk, wenn
ihm die Regierung pflichtgemäß die Wahrheit ſage
ent=
ſprechende Forderungen auch bewilligen werde. (Beifall.)
Ohne Debatte gelangte hierzu folgende Entſchließung
zur Annahme: „Der Geſamtvorſtand des Alldeutſchen
Ver=
handes ſtellt feſt, daß die nach Beendigung der
Balkan=
kriege erwartete Entſpannung der auswärtigen politiſchen
Lage in Europa nicht eingetreten iſt, daß dieſe im
Gegen=
teil durch die außerordentlichen Rüſtungen Frankreichs
und Rußlands durch die deutſchfeindliche Stimmung
maßgebender Schichten in beiden Nachbarſtaaten und
durch unfreundliche Handlungen ihrer Regierungen
ver=
ſchärft worden iſt. Der Vorſtand zieht aus allen dieſen
Vorgängen den Schluß, daß Frankreich und Rußland den
entſcheidenden Kampf gegen das Deutſche Reich und
Oeſterreich=Ungarn vorbereiten und daß beide
loszuſchla=
gen beabſichtigen, ſobald ſie die Gelegenheit für günſtig
halten. Der Vorſtand iſt weiterhin überzeugt, daß dieſer
Kampf für eine weite Zukunſt, vielleicht für immer, über
das Schickſal des deutſchen Volkes entſcheiden wird, und
daß das Geſchick der anderen germaniſchen Völker
Euro=
pas damit aufs engſte verknüpft ſein wird. In dieſer
Erkenntnis hält es der Alldeutſche Verband für ſeine
Pflicht, unſer Volk zu mahnen, der großen Zeit wachſam
und entſchloſſen entgegenzugehen, ſich durch Anſpannung
aller ſittlichen Kräfte und durch Unterdrückung alles
inne=
ren Haders auf ſie vorzubereiten, nicht zuletzt aber alle
zur Stärkung ſeiner Rüſtung notwendigen Mittel willig
bereitzuſtellen. Der Vorſtand erachtet es für die
drin=
gendſte Aufgabe der Regierung, jede, auch die kleinſte
Lücke in unſerer militäriſchen Rüſtung unverzüglich zu
ſchließen, inſonderheit ungeſäumt für völlige reſtloſe
Durch=
führung der allgemeinen Wehrpflicht zu ſorgen, und
ver=
ſichert nach ſeiner Kenntnis unſeres öffentlichen Lebens,
daß das deutſche Volk, wenn es über den Ernſt der Lage
rückhaltloſe Aufklärung erhält, nicht zögern wird, ſeine
vaterländiſche Opferpflicht zu erfüllen. Schließlich weiſt
der Alldeutſche Verband die blutsverwandten
germani=
ſchen Völker auf den Ernſt der Lage für ſie alle hin und
erinnert ſie an die Aufgaben, die aus dem Willen der
Selbſterhaltung, aus dem Gefühl raſſiger Gemeinſchaft
unter den Germanen ſich ergeben müſſen.” An letzter
Stelle behandelte Hauptgeſchäftsführer v. Vietinghoff=
Scheel die Lage im Reichslande. Den Schluß der Tagung
bildete ein gemeinſames Feſtmahl.
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eind
[ ← ][ ][ → ]Seite 18.
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1. u. 2. Hypotheken durch (*10703ms
W. Schuchmann, Stiftſtr. 46.
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
Nummer 110.
Frankfurter Kursbericht vom 21. April 1914.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
(2.
Staatspapiere.
4 100,20
Dt. Reichsschatzanw.
98,65
Dt. Reſohsanloihe p. 1918
90 05
do. . . . . p. 1925
86,55
do. . . . . . . . . .
78,10
(o. . . . . . . . . „
100,25
Preußische Schatzanw.
91,00
Staffelanleihe. .
86,85
Consols . . .
7800
Go.
Badische Staats-Anleihe
89 0
do. v. 92/94 .
—
do. . . . .
Baverische Ablös.-Rente.
97,00
E.-B.-Anl. kdb. ab 1906
97,40
97,20
do. unkdb. p. 1918 .
97,20
do. unkdb. p. 1920 .
E.-B.- u. Allgem. Anl.
97,30
unkdb. p. 1930 .
84,90
do. Anleihe .
75,80
do.
97,30
Hamburger Staats-Anl.
do. v. 1887/34
79,20
do. . . . . . . . .
97,00
Hessische Staats-Anleih
97,00
do. unkab. p. 1921
84,75
(0. . . . . . . . .
7490
(0. . . . . . . . .
Süchsische Staats-Rente
77,80
Württembg. Staats-Anl.
(unkdb. p. 1921).
98,20
do. v. 79/80 . . . .
19t,
Go. . . . . . . . . .
77,40
Bulgarische Gld.-Anl.
Griech. Anl. v. 1890 . .
1.6 54,50
do. v. 1887Monopoll19) 51.60
Italienische Rente . .
Oaterr. Staats-R. v. 1913 .4½ 91,75
do. Silber-Rente .
4½ 85,80
do. Papier-Rente .
4½
do. Gold-Rente . . .
4 86,40
do. einheitl. Rente
4 82,10
Portug. Tab-Anl. 1891 . .4½ 97,40
do. inn. amort. 1905 . . 4½
do. unif. Serie I
61,40
do.
III. . 5 6570
do. Spezial Titel. .
965
Rumänen v. 1903. .
100,00
do. Gold v. 1913.
4½ 91,40
do. Schatzsch. v. 1913 . 4½100,00
do. conv..
4 85,50
do, v. 1850 ₰
4 8300
do. v. 1891
4 87,00
do, v. 1905
4 85.30
do. v. 1908 .
41 —
do, v. 1910
85,20
Russische St--Anl.
½ 98,00
do. kons. v. 1880
86,20
do. Gold v. 1890
20
do. v. 1902
89,30
Kohweden v. 1880.
92,80
do. v. 1855
—
Schweden v. 1890. . . . .
Sorben steuerfrei
87,10
78,40
do. amort. v. 1890
Türk. Egypt. Tribut
do. kons. steuerfreie .
76,30
do. Admin, v. 1903. .
do. unif. v. 1903. . . .
72,70
do. v. 1905. . .
Ungarische Staats-Rente
½ 90,30
1913 unkdb. bis 1923 .
Ungar. Staatsk.-Scheine
v. 1913 . . . . . . . . . . . . 4½ 98,60
4½ 83,20
do. Gold-Rente.
4 80,85
do. Staats-Rente 1910
do.
Kr. 4 1 81.60
Argent. innere Gold-Anl.
v. 18575
5 99,80
do, äußere v. 1890 .
do. innere v. 1888
4½
do. äußere v. 1888
4½
do. v. 1897
Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5 94,00
4½ —
do. v. 1880
89,00
do. v. 1906
147
Chines. St.-Anl. v. 1895. . 6
do. v. 1896
5 100,00
do. Reorg. Anl.,
5 88,00
4½ 90,00
do. v. 1898 .
4½ 89,80
Japaner
5 62,00
Innere Mexikaner
5 82,00
Aubere do.
4 69,50
Mexikan. Gold v. 1904
—
3
do. cons.
do. Irrigat.-Anleihe .4½ 68,00
Buenos-Aires Prov.
3½ 65,45
,
5
Tamaulipas . .
-
5
Sao Paulo E.-B.
5 96,70
do. v. 1913
4½ 96,00
Siam v. 1907.
Prioritäts-
Obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
v. 1895/973½ 84,20
„ „ v. 19043½ 81,50
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadt
93,95
Darmstadt. . . . . . .
Nordd. Lloyd-Obligat. . .4½ 99,20
Donau-Dampfschiff. v. 821 4 92,20
Elisabethbahn . . . . . . . 4 90.30
Franz-Josef-Bahn . . . . . 4
Kaschau-Oderbergerv. 89) 4
3 71,50
Prag-Duxer . . . . . .
Osterreich. Staatsbahn . 5 102,40
4 530
(o. . . . .
3 73,60
do.
98,20
do. Südbahn (Lomb.).
71,60
do. do.
51,10
do. do.
76,75
Raab-Oedenburg
Kronprinz Rudolfbahn
Russ. Südwest.
84,70
.
Mkä
Moskau-Kasan.
.4½
do. ... ..
Wladikawkas. .
85,50
Rjäsan-Koslow.
Portugies. Eisenb. v
64,70
86,50
do. ..
69,50
Livorneser
62.10
Salonique Monastir.
Bagdadbahn
78,00
90,50
Anatolische Eisenbahn
Missouri-Pacific I.
90,00
do. do. v. 1905 „
56,00
Northern-Pacitic.
95,40
Southern-Pacitic
4 92,25
5—
St. Louis & San Francis
5 —
Tchuantepee
Ungar. Lokalbahn
5 98,50
Provinz-Anleihen.
96,20
Rheinprov. Obl.
3½ 86,25
do. Em. 10 .
3 83,10
do. „ 9.
3½ —
Posen Prov..
4 95,90
Westfalen Prov. V.:
95,50
Hess. Prov. Oberhessen
do. Starkenburg. . . .3½
Städte-
Obligationen.
4 94,65
Darmstadt.
. .3½ 87,20
do. . ..
.. . . 4½ 96,70
Frankfurt
3½ 87,00
do. .
Gießen
87,00
do. . .
94,50
Heidelberg.
do. .
94,90
Karlsruhe
86,80
do. . . . .
Magdeburg
4 94,80
Mainz . .
3½ 87,00
do. . . .
494,70
Mannhéim.
8600
.3½
do. . .
96,60
München .
,
Nauheim.
95,20
Fürnberg
3½ 86,50
do. .
Offenbach
9430
do. v. 1914
3½ 87,50
do. .
Wiesbaden.
do.
3½
94,50
Worms .
86,45
do. . .
73,80
Lissabon v. 10
94,00
Moskau v. 1912
Stockholm v. 1880
Wien Komm.
Wiener Kassenscheine
98,90
Zürich v. 1880
Buenos Stadt v. 1892 . . .
Pfandbriefe.
Berliner Hyp.-Bk.-Pf. .
100,00
930.
do. unkäb. 1918. . . .
93,50
1919. . . .
do.
1921. . . .
do.
04,25
do.
„ 1922. .
95,501
83.50
do. .. . . . . . . . .
5.00
do. Komm.-Obl. unk. 1918
25.00
Frankf. Hyp. -Bk. pr. 1910
45600
do. „ 1915
1920
4 96,50
do.
de. Ser. 12—19.
3½ 86,40
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
86,50
unkdb. 1910
Frankf. Hyp.-Kred.-Ver.
Ser. 15—42
94,00
94,90
do. . . . . . . „ 48—49
96,00
do. unk. 1922 „ 52
do. „ 1913. . . . . . . 3¾/ 88,60
86,50
do. Ser. 45 .
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
Scr. 12, 13, 16
96,90
4 96,90
do. . . . . „ 14, 15, 17
do. unkdb. 1920 . . . . 4 97,40
1923 . . . .
97,50
do.
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½ 84,20
do. „ 3—5 . . . . . . . 3½. 84.15
do. kündb. 1915 . . . . . 3½ 84,25
do. Komm. unk. 1913
96,90
„ 1914) 4 96,00
do. „
„ 19161 4 97,10
do. „
„ 1920 4 97,40
do. „
„ 1923 4 1 9.50
do.
do. verlosb. u. kündb. . 3½ 84,40
unkdb. 1915 3½ 84,40
do.
Meininger Hyp.-Bk. Pfäb. 4‟ 9460
do. unkdb. 1922. . . . . 4 95,80
. . . 3½ 86,00
d0. . . . .
Rheihische Hyp.-Bk. Pfb.
unkdb. 1917 4 94,00
„ 1919) 4 9400
do. . . . . .
94,10
do. . . . .. . 1921
do. . . . . . „ 1924) 4 96,20
3½ 84,60
do. . . . . . .
do. Komm. unk. 1923
95,20
1924.
96,00
do.
96,40
Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr.
8½, 85.00
do. . . . . . . . . .
Bank-Aktien.
Bank für elektr.
Unter-
nehmungen Zürich . . 10 194,50
Berg.-Märkische Bank. 7½ 151,25
Berliner Handelsges. . . . 8½ 1537
Darmstädter Bank . . . . 6½ 117,40
Deutsche Bank. . . . . . .12½245,25
Deutsche Vereinsbank. . 6 118,00
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 1112,90
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 184,50
. .8½ 150,20
Dresdner Bank.
M
Frankf. Hypothek.-Bank 10 212.00
do. d0. Kred.-Ver 8½ 1155,20
Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ (117.00
111,30
Nation.-Bank f. Deutschl.
123,00
Pfälzische Bank . . . . . .
8.43 1135,30
Reichsbank . . . . . . . .
128,00
Rheinische Kredit-Bank.
(165,75
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver.
Wiener Bank-Verein . . . 8 1131,75
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 (130,40
Norddeutscher Lloyd. . . 8 1114,10
Frankfurt. Schleppschiff. 4 1116,00
128,60
Südd. Eisenb.-Gesellsch. . 6½
Anatol. Eisenh. 60%-Akt. 5½ (115,80f
6 88,25
Baltimore
10 1200½
Canada . .
7½ 141,20
Schantung.
8 1158,00
Prinz Henry
0 21½
Lombarden
6 111,50
Pennsylvania.
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik . 28 630,00
Chem. Fabrik Griesheim 14 (268,50
Farbwerke Höchst . . . . 30 637,50
Ver. chem. Fabr. Mennh., 20 (31500
Zement Heidelberg . . . . 10 (149.60
Chemische Werke Albert 30 450,00
Holzverkohl. Konstanz . 15 311.00
Lahmeyer . . . . . . . . . . 6 129,204
Schuckert, Nürnberg . . . 8 149½
Siemens & Halske. . . . . 12 216½
Bergmann Elektr. . . . . . 5 1125,00
Allg. Elektr. Gesellsch. . 14 (246.50
25 (34100
Hagen Akkum..
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (176,70
0 1 82,00
Gummi Peter .
25 338,00
Adler-Fahrradwerke . .
Maschinenfabr. Badenia. 6 1131,001
Wittener Stahlröhren . 0
Motoren, Oberursel . . .8½ 157,50
121,00
Gasmotoren, Deutz . .
Siemens Glas-Industrie . 15 (236,50
23 392,00
Enzinger Filter
10 145,20
Steaua Romana
15 200,25
Zellstoff Waldhof.
Bad. Zucker-Waghäusel .12,83/222,20
82,10
Neue Boden-Aktien-Ges..
Süddeutsche Immobilien 0 58,00
Bergwerks-Aktien.
12 1160,20
Aumetz-Friede . . . .
Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 225,25
Leonhard, Braunkohlen . 9 1161,50
Konkordia Bergbau .
23 (36725
Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 1131½
Eschweiler . . . . . . . . . . 10 222,30
W
Gelsenkirchen Bergw. . . 11 183,30
Harpen Bergbau. . . . . . 11 (183,95
Kaliwerke Aschersleben .10 (138,00
Kaliwerke Westeregeln . 13 204,00
önigin Marienhütte . . 6 81,00
§ 148,00
Paurahütte .
Oberschles. Eisenbed. . . 6 83,60
Oberschl. Eisen-Industrie! 3 1 66,00
Phönix Bergbau .
18 238,10
heinische Braunkohlen 10 233,00
Riebeck Montan . . . . . . 12 195,15
South West.-Afr. Shares . 5 118,25
Verzinsliche
Anlehenslose. (Zt.
Badische
TIr. 100 4 (188,90
Cöln-Mindener . TIr. 1003½148,50
Holländ. Komm. . A. 100 3
Madrider . . . . . Frs. 100 3 77,70
Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 140,90
österreicher 1860er Lose . 4
Oldenburger . . . . TIr. 40) 3 128,40
Raab-Grazer . . . . H. 15012½
Unverzinsliche
Mk.
Anlehenslose.
ſp. St.
Augsburger
. A. 7
Braunschweige
TIr. 20 (203,00
Fs. 45
Mailänder
do.
Fs. 10 47,00
„ . „
Meininger . . . . .
. A. 7 36,90
Osterreicher v. 1864 . A. 100
do. v. 1858 . H. 100 540,00
A. 100
Ungar. Staats . . . .
Venediger . . . . . . . Fs. 30
Türkische . . . . . . Fs. 400 166,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns. . . . .
20,42
20-Franks-Stücke . . . . ..
16,29
Amerikanische Noten . . . . 14,195/
Englische Noten . . . . . . . . 20,46
Französische Noten. . . . . . 81,45
Holländische Noten . . . . . 1169,25
Italienische Noten . . . . . . 81,05
Osterr.-Ungarische Noten. . 85,15
Russische Noten . . . . . . . .
Schweizer Noten. . . . . . . . 81,30
Reichsbank-Diskont
do. Lombard Zsf..
Tendenz:
Ruhig.
Handel und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 21. April. (Börſe.) Trotz
ſchwächerer Neu=Yorker Notierungen und obgleich die
zwiſchen Amerika und Huerta ſchwebenden Differenzen
eine ſolche Zuſpitzung erfahren haben, daß auf eine
güt=
liche Beilegung kaum noch zu rechnen ſein dürfte, bewahrte
die Börſe die ſchon geſtern bemerkte
Widerſtandsfähig=
keit. Allerdings waren auch heute die Umſätze noch recht
geringfügig, aber der Markt zeigte trotzdem ein
freund=
licheres Ausſehen, weil etwas günſtigere Nachrichten über
den Kohlen= und Eiſenmarkt vorlagen. Beſſer waren
hier=
auf beſonders Harpener und Gelſenkirchener, auch Deutſch=
Luxemburger behauptet. Dagegen lagen ſchwächer
Laura=
hütte auf ungünſtigere Dividendentaxen und im
Zuſammen=
hang damit oberſchleſiſche Werte überhaupt. Bei ruhigem
Geſchäft ſchloß die Börſe behauptet. Der Kaſſamarkt lag
teilweiſe ſchwächer. Niedriger waren u. a. Anilin 3½
Prozent, Akkumulatoren 2,50 Prozent Daimler 1¾
Pro=
zent, Oelfabrik 2 Prozent, Frankenthaler Zucker 2,40
Pro=
zent, Enzinger Filter 4 Prozent. Heimiſche Fonds waren
teilweiſe wieder etwas feſſer. Schwächer lagen
Oeſter=
reichiſch=Ungariſche Werte, z. B. Oeſterreichiſche Goldrente
0,35, Ungariſche Goldrente 0,45, Ungariſche Kronenrente
0,30; innere Mexikaner erholten ſich um zirka 1 Prozent.
Tendenz ruhig.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 7 bis 20. April.
Unter dem Einfluß der ſehr günſtigen amerikaniſchen
Erntenachrichten machte die Abſchwächung auf dem
Wei=
zenmarkte zunächſt weitere Fortſchritte. Auch der Umſtand,
daß ſich ein amtlicher Bericht in günſtigem Sinne über die
Ueberwinterung der Saaten in Südrußland ausſprach,
trug dazu bei, die Käufer in ihrer Zurückhaltung zu
be=
ſtärken. Ebenſo wie im Auslande geſtaltete ſich auch auf
den deutſchen Märkten das Geſchäft äußerſt ſchleppend.
Die Mühlen zeigten ſich angeſichts des unbefriedigenden
Mehlabſatzes ſehr reſerviert und das Exportgeſchäft
be=
ſchränkte ſich lediglich auf kleine Abſchlüſſe nach Böhmen.
In Berlin befinden ſich größere Weizenbeſtände die
man=
gels anderweitiger Verwendung wohl im Mai zur
An=
dienung gelangen dürften. Damit zuſammenhängende
Be=
gleichungen und durch das günſtige Wetter veranlaßte
Ab=
gaben drückten auf Tendenz und Preiſe. Erſt nach dem
Oſterfeſte konnte eine freundlichere Stimmung zum
Durch=
bruch kommen. Den Anſtoß dazu gaben feſtere Berichte
aus Amerika, ſowie die aus Paris und Peſt gemeldeten
Kursſteigerungen, die auf weiteren Importbedarf
hindeu=
ten. Hinzu kam, daß die Weltverſchiffungen nur geringen
Umfang aufwieſen. Von beſonderer Bedeutung für die
Marktgeſtaltung war ferner der Umſtand, daß die
Zu=
fuhren infolge der Frühjahrsbeſtellung faſt ganz
aufge=
hört haben Mehr als bei Weizen machte ſich die
Knapp=
heit des inländiſchen Angebots im Roggengeſchäft
fühl=
bar, zumal der Abzug über die ruſſiſche Grenze anhält
und auch die Küſte Anſprüche ſtellt. Die Mühlen ſind meiſt
ſchwach verſorgt und ſahen ſich daher veranlaßt, höhere
Preiſe zu bewilligen. Im Lieferungsgeſchäft ſchließen die
Preiſe um zirka 1 Mark höher als vor 14 Tagen. Auch
Hafer zeigte in der letzten Woche recht feſte Haltung, da
ſehr ſchwachem Angebot rege Nachfrage ſeitens der
Export=
firmen gegenüberſtand und auch im Inlande eine
Be=
lebung der Kaufluſt zu beobachten war. Reges Intereſſe
beſtand auch für ſchwere Inlandsgerſte, die nur ſehr knapp
am Markte iſt. Dagegen verkehrte ſüdruſſiſche Gerſte in
ſchwacher Haltung, und auch Mais mußte im Hinblick auf
das ſehr günſtige Ergebnis der La Plata=Ernte, die einen
Exportüberſchuß von 6½ Millionen Tonnen in Ausſicht
ſtellt, im Preiſe nachgeben. Für inländiſches Getreide
ſtellten ſich die Preiſe am letzten Markttage wie folgt:
Roggen Hafer
Weizen
)158 (*2
Königsberg. . 200 (*— ) 154½
)161
154
Danzig
183 (—
156
152 (*5
Stettin
150
. 189
)151 (*1
Poſen
151
144
Breslau
. 181
)180 (*1
. 192
158½
Berlin
154
165
Magdeburg . 188
158
1 ) 170
190
Halle
167 (45 )
159
188
Leipzig
163 (*2
197
157
Dresden
148
152
182
Roſtock
158
166 (T4
197
Hamburg
157
186
164
Hannover
. 200
178
165
Düſſeldorf
. 198
162
Köln
170
3½) 175
Frankfurta. M. 206½ (*1½) 167½
165
Mannheim . . 206
182
½ 172½(
Straßburg . . 205
175
161
München
. 201 (*1
)166
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 194,50 (— 1,75
Peſt April 216,65 (* 1,90), Liverpool Mai 159,30 (— 2,15),
Paris April 221,20 (- 3,65), Chikago Mai 140,80 (* 0,20),
Roggen: Berlin Mai 160,75 (*1), Hafer Berlin Mai
154,75 (* 1.25), Futtergerſte Südruſſ. frei Hamburg
un=
verzollt ſchwim. 109,50 (—3,50), April 108 (— 2,50), Mais
Argent. ſchwim. 112 (—3), April Mai 101,50 (— 2).
H. Frankfurt a. M., 21. April. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt war der Verkehr wieder
ſehr ruhig bei nur kleinen Preisveränderungen.
Land=
weizen in guter Ware war nur wenig angeboten,
wäh=
rend einige Nachfrage beſtand; auch Landroggen etwas
beſſer bezahlt, ebenſo Hafer gut behauptet. Ausländiſcher
Weizen wurde reichlicher und williger offeriert, Gerſte und
Mais ſtill. Mehl und Futterartikel unverändert. — Der
Mannheimer Getreidemarkt war faſt
geſchäfts=
los. — An der Berliner Produktenbörſe war
zu Beginn ſchwächere Stimmung vorhanden auf das
ſchöne Wetter; dann erfolgte Befeſtigung auf Käufe für
Peſter und Pariſer Rechnung. Auch die Nachricht, daß
der mexikaniſch=amerikaniſche Konflikt verſchärft iſt, wirkte
anregend. Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerikaniſchen Getreidemärkten (Neu=York
und Chikago) waren Weizen und Mais trotz der
Kriegs=
gerüchte williger auf das günſtigere Wetter; auch enttäuſchte
die ausländiſche Wochenſtatiſtik das größere Angebot
ſei=
tens der Farmer in Argentinien; ferner fanden noch
Engagementslöſungen ſeitens des Hauſſiers in Chikago
ſtatt, ſo daß ſchließlich eine matte Stimmung die
Ober=
hand erhielt. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in
dieſer Woche von 53,65 Millionen Buſhels auf 52,14
Mil=
lionen Buſhels und die Maisvorräte von 17,55 Millionen
Buſhels auf 15,51 Millionen Buſhels zurückgegangen,
während die Weizenvorräte in Kanada von 21,85
Millio=
nen Buſhels auf 21,86 Millionen Buſhels ſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 20.75—21,
Norddeut=
ſcher 20.75—21, Kurheſſiſcher 20.75—21, Rumäniſcher 21.25
bis 22.75, La Plata 21.25—22.75, Ruſſiſcher 21.25—22.75,
Redwinter 21.75—22.50, Manitoba 22—22.75, Kanſas
21.75—22.50, Walla Walla 21.50—22.50; Roggen,
hieſi=
ger 16.40—16.50, Bayeriſcher 16.40—16.50, Ruſſiſcher
Amerikaniſcher —, Rumäniſcher —; Gerſte, Pfälzer 17.25
bis 17.75, hieſige und Wetterauer 17—17.50, Riedgerſte
16.75—17.25, Ungariſche
Fränkiſche 17.25—17.75;
Hafer, hieſiger 16.50—17.50, Bayeriſcher 16.75—17.50,
Ruſſiſcher 17—18.75, Amerikaniſcher 16.75—17.25,
Rumäni=
ſcher 17—18.75; Mais mixed 15—15.20, Ruſſiſcher 15 bis
15.25, Donaumais 14.90—15.20, Rumäniſcher 15—15.25,
La Plata 15—15.25, weißer Mais 15—15.10.
Weizen=
ſchalen 10.75—11, Weizenkleie 10.25—10.50, Roggenkleie
10.25—10.75, Futtermehl 12—14, Biertreber, getrocknet,
12.75—13, Futtergerſte 13.25—13.75; Weizenmehl, hieſiges
(Baſis ab Mannheim), Nr. 0: 30.40—30.50, feinere
Mar=
ken 30.75—31, Nr. 1: 29.25—29.50, feinere Marken 29.75
bis 30, Nr. 2: 28—28.50, feinere Marken 28.75—29, Nr. 3:
26.50—26.75, feinere Marken 27—27.25, Nr. 4: 22.50—22.75,
Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0: 24.75—25. Nr. 1: 22.25 bis
22.75, Nr. 2: 20.25—20.50.
F.C. Frankfurt a. M., 20. April. (
Kartoffel=
markt.) Man notierte: Kartoffel im Waggon 4,75—5,75
Mark Kartoffel im Detail 6,25—7,00 Mark, alles per
100 Kilo.
— Frankfurt a. M 20. April. Schlachtviehmarkt.
(Amtlicher Bericht) Auftrieb: 1206 Stück Rinder,
dar=
unter: 454 Ochſen, 65 Bullen, 687 Färſen und Kühe, 275
Kälber, 98 Schafe, 2617 Schweine. Preiſe für 1 Zentner
Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark. a) Ochſen:
voll=
fleiſchige, ausgemäſtete höchſten Schlachtwertes 1. im Alter
von 4 bis 7 Jahren 48—52 (86—90) junge fleiſchige nicht
ausgemäſtete und ältere ausgemäſtete 43—46 (78—83),
mäßig genährte junge gut genährte ältere 38—42
(70—77). b) Bullen: vollfleiſchige, ausgewachſene höchſten
Schlachtwertes 44—48 (73—80), vollfleiſchige jüngere
40—43 (69—74). c) Färſen und Kühe: vollfleiſchige,
aus=
gemäſtete Färſen höchſten Schlachtwertes 44—49 (79—88),
vollfleiſchige, ausgemäſtete Kühe höchſten Schlachtwertes
bis zu 7 Jahren 41—45 (76—81), wenig gut entwickelte
Färſen 38—43 (73—83), ältere, ausgemäſtete Kühe und
wenig gut entwickelte jüngere Kühe 36—40 (67—74), mäßig
genährte Kühe und Färſen 30—35 (60—70), gering
ge=
nährte Kühe und Färſen 22—26 (50—59), Kälber: mittlere
Maſt= und beſte Saugkälber 56—60 (95—102) geringere
Maſt= und gute Saugkälber 50—54 (85—92), geringe
Saugkälber 44—48 (75—81). Schafe: Maſtlämmer und
Maſthammel 42—44 (92). Schweine: vollfleiſchige
Schweine von 80—100 Kilogramm (160—200 Pfund)
Lebendgewicht 46—49 (59—63), vollfleiſchige Schweine
unter 80 Kilogramm (160 Pfund) Lebendgewicht 46—49
(58—61), vollfleiſchige von 100—120 Kilogramm (200—240
Pfund) Lebendgewicht 46—49 (59—62), vollfleiſchige von
120—150 Kilogramm (240—300 Pfund) Lebendgewicht
46—49 (59—62). Marktverlauf: Schleppender Handel;
Ochſen und Schweine hinterlaſſen Ueberſtand.
— Für den Gemüſegarten: (Neuſeeländer
Spinat Tetragonia expansa.) Ein leider nur allzu wenig
bekanntes Gemüſe iſt der Neuſeeländer Spinat. Er bietet
uns im Sommer vollſtändig Erſatz für den gewöhnlichen
Spinat, denn während dieſer bei größerer Wärme in
Samen geht, liebt der Neuſeeländer Spinat die Wärme.
Seine Kultur iſt einfach; im März, April wird er
ausge=
ſät am beſten in ein Miſtbeet. Nachdem er einmal pikiert
worden iſt, pflanzt man ihn Ende Mai=Anfang Juni ins
freie Land und gibt den einzelnen Pflanzen etwa eine
Entfernung von 50—60 Zentimeter Das Anwachſen
dauert ungefähr 14 Tage, aber dann liefert er uns den
ganzen Sommer hindurch ein gutes Gemüſe. Der
Neu=
ſeeländer Spinat wird nicht geſtochen, ſondern die Spitzen
werden abgeſchnitten; je mehr dies geſchieht um ſo mehr
treibt er. Nicht nur in Gärtnereien, ſondern beſonders
auch in Hausgemüſegärten ſollte der Neuſeeländer Spinat
nie fehlen.
Nummer 110.
Kammermusik-Vereinigung, Darmstadt
Geh. Hofrat W. de Haan, Hofkonzertmeister E. Schmidt, Hofmusiker
W. Rasche, R. Sprenger und H. Andreae.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 22. April 1914.
Seite 23.
Sonntag, den 26. April 1914, vorm. 11¼ Uhr
im Musikvereinssaale
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unter gefl. Mitwirkung v. Hans Weisbach aus Frankfurt (Klavier).
Programm:
B. Smetana: Streichquartett „Aus meinem Leben‟.
J. Brahms: Klavier-Sonate op. 5.
J. Haydn: Streichquartett op. 74 Nr. 1.
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Karten zu 4, 3, 2, 1 Mark bei Thies Nachf., Elisabethenstr. 12.
Volksverein für das katholiſche Deutſchland.
Sonntag, den 26. April, abends 8 Uhr
im Konkordiaſaale, Waldſtraße 33
Wissenschaftlicher Vortrag:
„Reileerinnerungenin Wort u. Bild‟
von Profeſſor Hattemer=Worms,
Landesgeſchäftsführer des Volksvereins für Heſſen.
Mit Lichtbildern.
Zu dieſem Vortrag, der ſowohl dem Inhalt nach, als durch
die feſſelnde Art der Darſtellung ohne Zweifel allgemeines Intereſſe
erregen wird, ſind die Mitglieder und Freunde des Volksvereins
ebenſo freundlich wie dringend eingeladen. — Zur Deckung der
Un=
koſten wird ein Eintrittsgeld von 20 Pfennig pro Perſon erhoben.
10250ms)
Der Vorſtand.
Oeffentlicher Vortrag
von D. Ammon, psychologischer Schriftsteller
am Donnerstag, den 23. April, abends 8 Uhr, im
Städtischen Saalbau (Gartensaal)
über:
Die Macht derGedanken
und
Geheimnisse der Seele.
Warum kann man die Seele nicht sehen? Warum kann
der moderne Mensch nicht an Wunder giauben? Gibt es
eine Hilfe durch die Kraft des Glaubens und wann?
Gehirngedächtnis — Gedächtnis der Seele.
Gedächtnis-
kunst und Befreiung von Vergesslichkeit. Angst- und
Zwangsgedanken und wie man sich davon befreit. Wie
Gedanken alt und hässlich machen. — Wie Gedanken
verschönern. Gedankenlesen nach der Mimik und dem
Cesichtsausdruck. Konflikte der Seele und das Gesetz des
Gleichgewichts. Für bange Stunden. Dämonische
Ge-
dankenmächte und die Versuchung. Das Traumleben und
Vorgefühle der Seele. Wie überwinde ich die
Menschen-
furcht und wie kann ich das Selbstvertrauen heben ?
Warum ist das Leid in der Welt? Warum dürfen sich
zwei Seelen, die ein grosses Liebesglück verbindet, oft auf
dieser Erde nicht besitzen ? — Die Kraft des inneren
Schweigens und das Geheimnis der Wunschlosigkeit.
Nach dem Vortrag:
Unentgeltliche Charakterbeurteilung
von mitgebrachten Handschriften und
nach der Physiognomie.
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Programm
zu dem am Mittwoch, den
22. April, von 12 Uhr mittags al
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24.
1. „Mein Regiment” Marſch
von L. Blankenburg. 2.
Ouver=
türe zur Oper „Dichter und Bauer”
von Franz v. Suppé. 3. „
Mäd=
hen ſind wie Engelein”, Lied aus
der Operette „Die Reiſe um die
Erde in 40 Tagen” von Jean
Gilbert. 4. „Brüſſeler Spitzen”,
Walzer von A. Schmidt. 5. „
See=
manns Los”, Charakterſtück von
A. Martell. 6. „Vivat Germania‟,
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von 8—1 Uhr und von 2½ Uhr
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