Darmstädter Tagblatt 1914


Nr. 106., Samstag, den 18. April.

[  ][ ]

Bezugspreis:
Anzeigenpreis:
177. Jahrgang
Ausg. A (mit Ill. Unterhaltungsbl.) monatl. 60 Pfg.,
Die 49mm breite Petitzeile oder deren Raum:
vierteljährl. Mk. 180; Ausgabe B (mit Ill. Unter=
im
Kreiſe Darmſtadt 10 Pfg. auswärts 20 Pfg.;
haltungsblatt u. Ill. Wochen=Chronik) monatl. verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der wöchentlichen Beilage: die 84mm breite Reklamezeiie oder beren lcn
30 Pfg., vierteliährl. Ml. 2.40. Beſtlungen nehmen
im Kreiſe Darmſtadt 30 Pfg., auswärts 75 Pfg.;
Rabatt nach Tariſ. Anzeigen nehmen entgegen: Eis
entgegen; die Geſchäftsſtelle Rheinſtr. 23 (Fernſpr.
Nr. 1 u. 426), unſere Filalen, Landagenturen u. alle
Geſchäftsſtelle Rheinſtr. 23, die Filialen u. Agen=
turen
, Anzeigenerped. des In= und Auslandes. Bei
Poſtämter. Verantwortlichkeit für Aufnahme von
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Konkurs od. gerichtl. Beitreib. fällt jed. Rabatt weg=
Anzeigen an beſtimmten Tagen wird nicht übernom.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 32 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.

Das badiſche Großherzogspaar iſt geſtern zum
Beſuch des bayeriſchen Königspaares in München
eingetroffen
Wie zuverläſſig verlautet, wird das Infanterie=
Regiment Nr. 99 heute wieder nach Zabern
zurückkehren.
Prinz Heinrich der Niederlande hat ſich geſtern
von Hohemark wieder nach dem Haag begeben.
Durch das Nachgeben Huertas gilt der Konflikt zwi,
ſchen den Vereinigten Staaten und Meriro
als beigelegt.
Bei einem Wohnhausbrande in Neu=York ſind
geſtern vormittag 14 Perſonen umgekommen,
piele verletzt worden.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.

Dreibund und Tripelentente.

* Der frühere franzöſiſche Miniſter des Aeußern
Pichon zieht in einem Artikel des von ihm geleiteten
Petit Journal einen Vergleich zwiſchen dem Drei=
bund
und der Tripelentente und ſchreibt u. a.:
Es iſt klar, daß der Dreibund durch die Einheit
ſeines Gefüges und durch die Uebereinſtimmung ſeiner
etwaigen Beſchlüſſe gegenüber der Tripelentente eine
Ueberlegenheit beſitzt. Dieſe Ueberlegenheit gibt
ſich ſchon in den täglichen Entſcheidungen kund, welche die
llaufenden diplomatiſchen Fragen mit ſich bringen. Iſt
nicht zu befürchten, daß ſie noch offenkundiger und ernſter
würde, wenn die Ereigniſſe zwiſchen den beiden Mächte=
gruppen
, auf deren Gleichgewicht die allgemeine Sicherheit
beruht, einen Zwiſchenfall hervorrufen würden? Die
Dreibundmächte ſind miteinander durch genaue Verträge
verknüpft, welche beſtimmte Eventualitäten vorſehen und
ihr gemeinſames Vorgehen regeln; von den Tripelentente=
Mächten ſind nur zwei durch einen Vertrag gebunden, wel=
cher
für vorausgeſetzte Fälle ihr militäriſches Zuſammen=
wirken
feſtlegt. Gewiß, die Bündniſſe ſind nur das Er=
gebnis
der Uebereinſtimmung der Intereſſen der vertrag=
ſchließenden
Völker und in dieſer Hinſicht beſitzen Eng=
land
, Frankreich und Rußland ſichere Bürgſchaften und
eine unleugbare Ueberlegenheit. Sie ſind durch tiefere
Gründe und viel natürlichere Gefühle miteinander ver=
bunden
als die Mächte des Dreibundes und namentlich
als zwei derſelben. Deshalb drängen wir auch nicht zu
einem förmlichen Bündnis mit England. Wir ſagen bloß,
daß die Organiſation des Dreibundes betreffs der Be=
ſſtimmtheit
und raſchen Durchführung der gegebenenfalls
zu ergreifenden Maßnahmen unbeſtreitbare Vorteile ge=
genüber
der Tripelentente beſitzt Falls die letztere mit
der erforderlichen Wirkſamkeit ihre Friedensaufgabe er=
füllen
und der Dreibundgruppe, deren Gegengewicht ſie
bildet, eine gleiche Kraft entgegenſtellen will, müſſen zwi=
ſchen
den Tripelententemächten ein ſtändiger Meinungs=
austauſch
, poſitive Vereinbarungen und ein völliges Zu=
ſammenhalten
beſtehen. Nur um dieſen Preis wird die
Tripelentente vollſtändig ihren Zweck erfüllen: Die Auf=
rrechterhaltung
des Friedens zwiſchen den Großmächten,
ohne daß dieſer durch die geſonderte Aktion einer derſel=
ben
bedroht werden könnte.
Die Daily News bemerken zu der erwähnten Zuſchrift
des Profeſſors Laviſſe an die Times:
Laviſſe blickt auf die engliſch=franzöſiſche Entente wie auf
ein Bündnis, das durch das Abkommen von 1907 in einen
Zweibund verwandelt wäre Für ihn gilt Deutſchland als
die Drohung und als der Geaner, und England, Frank=
reich
und Rußland ſind gegen Deutſchland verbündet. La=
piſſe
und ſeine Freunde wünſchen, daß der Beſuch des
Königs ſo perſtanden würde, daß er jener Auffaſſung der
engliſch=franzöſiſchen Entente ein Siegel aufdrückt. um
jede Täuſchung zu verhindern, beeilen wir uns, von vorn=
herein
zu ſagen, daß das nicht die Auffaſſung der britiſchen
Regierung oder irgendwelcher verantwortlichen Perſön=
lichkeit
in England iſt. In Englands Augen iſt die En=
tente
kein Bündnis; ſie iſt nicht gegen Deutſch=
land
gerichtet und ſie iſt nicht exkluſiv. Der Pa=
riſer
Matin verkffentlicht die nachſtehende Aeußerung des
Londoner Blattes Daily News and Leader über den in
der Times veröffentlichten Artikel betreffend die Entente
cordiale: Wir können Herrn Laviſſe verſichern, daß die
engliſche Nation trotz ihrer Sympathie für die Franzoſen

ein militäriſches und Marinebündnis nicht dulden würde,
und daß eine bloße Anſpielung auf ein derartiges Bünd:
nis mit Rußland einen Sturm hervorrufen würde, der
die Regierung, welche einen ſolchen Irrtum beginge, weg=
fegen
würde.

Das neue japaniſche Kabinett.

** Es hat große Schwierigkeiten gemacht, für das
zurückgetretene Kabinett Yamamoto Erſatz zu fin=
den
, denn die innerpolitiſche Lage des oſtaſiatiſchen Inſel=
reichs
iſt ſehr verworren, in weiteſten Kreiſen der Bevöl=
kerung
herrſcht Unzufriedenheit mit den jetzigen Zuſtän=
den
und namentlich die Steuerlaſt wird als drückend emp=
funden
. Graf Okuma, der nunmehr an die Spitze einer
neuen Regierung getreten iſt, gilt als einer der hervor=
ragendſten
und verdienſtvollſten japaniſchen Staatsmän=
ner
. Er entſtammt dem Clan Nabeſhima in der Provinz
Saga und wurde 1837 geboren. Schon früh trat er in
den Staatsdienſt, und bereits im Alter von 36 Jahren war
er Finanzminiſter, als welcher er ſich bedeutende Ver=
dienſte
um das japaniſche Finanzweſen erwarb. Im
Jahre 1881 begründete Okuma die Fortſchrittspartei,
welche eine ſchnellere Entwickelung Japans nach europäi=
ſchem
Vorbild anſtrebte. Im Jahre 1888 übernahm
Okuma die Verwaltung des Miniſteriums des Aeußern,
trat jedoch ſchon im Jahre darauf zurück und wurde Mit=
glied
des Geheimen Staatsrats. Nachdem er ſpäter wie=
der
der Regierung angehört hatte, wurde er im Juli 1898
vom Mikado mit der Kabinettsbildung betraut, die er
auch durchführte; jedoch blieb ſein Miniſterium nur einige
Monate im Amte. Graf Okuma hatte den Ruf als beredte=
ſter
Parteiführer und Politiker, er trat früher für eine
ſcharfe Handelskonkurrenz gegen Europa ein und wies
wiederholt auf Indien als Handelsgebiet für Japan hin.
Der neue Miniſterpräſident genießt großes Vertrauen,
und man erwartet von ihm mit Beſtimmtheit, daß er der
ſchwierigen Lage Herr wird. Wie wir ſchon meldeten, iſt
das neue Kabinett ſehr populär, wenigſtens im Volke, je=
doch
hat es an ſich im Abgeordnetenhauſe keine Mehrheit,
hier ſind die Verfaſſungsfreunde der Seiyukwai=Partei
noch in der Ueberzahl. Von der Aufnahme und der Unter=
ſtützung
, die Okuma im Parlament findet, wird es abhän=
gen
, ob letzteres aufgelöſt werden wird.
Die übrigen Mitglieder ſeines Kabinetts haben zum
Teil auch ſchon der Regierung angehört; ſo hatte der Mi=
niſter
des Aeußern Kato dasſelbe Portefeuille unter
Saionji inne, und der jetzige Handelsminiſter Qura lei=
tete
dieſes Reſſort unter Katſura. Man muß nun abwar=
ten
, ob Graf Okuma, welcher neben dem Vorſitz das in
dieſem Augenblick beſonders wichtige Miniſterium des In=
nern
übernommen hat, die in ihn geſetzten Hoffnungen zu
erfüllen vermag.

Deutſches Reich.

Zur Reiſe des Prinzen Heinrich von
Preußen wird der Köln. Ztg. aus Berlin geſchrieben:
Die Reiſe des Prinzen Heinrich und ſeiner Gemahlin nach
Südamerika war von vornherein als eine Erholungsreiſe
gedacht. Daß eine Perſönlichkeit wie der Bruder des
deutſchen Kaiſers, wenn er fremde Länder beſucht, nicht ſo
unbeachtet bleibt, wie ein Privatmann, liegt auf der Hand.
Alle Verſuche, wie ſie zum Beiſpiel der Pariſer Temps
unternimmt, den Prinzen als den auf Eroberung aus=
gehenden
Botſchafter der wirtſchaftlichen Ausdehnung
Deutſchlands und ſeine Reiſe als etwas anderes denn
eine Erholungsfahrt hinzuſtellen, erledigen ſich von ſelbſt.
Die deutſchen wirtſchaftlichen Beziehungen zu den ſüd=
amerikaniſchen
Republiken ſind ſo alt und feſt begründet,
daß es ſachlich nicht mehr nötig iſt, einen Botſchafter der
wirtſchaftlichen Ausdehnung Deutſchlands hinüber zu
ſchicken, etwa wie franzöſiſche Politiker und Schriftſteller
im Dienſt der franzöſiſchen Beziehungen zu jenen Ländern
hinüber gegangen ſind. Wenn der Temps glaubt, damit,
daß er in dieſem Zuſammenhang von einer deutſchen Ge=
ſahr
für jene Länder ſpricht, irgend etwas im Sinne einer
Aenderung der deutſchen Beziehungen zu ihnen zu er=
zielen
, ſo iſt das ein Irrtum. An das Geſpenſt von der
deutſchen Gefahr glaubt in Südamerika niemand mehr.
Damit kann die franzöſiſche Preſſe keinen Erfolg mehr er=
zielen
. Man kann über die Aeußerungen des Temps
ruhig zur Tagesordnung übergehen, zumal angeſichts des
glänzenden Empfangs, den der Prinz trotz des privaten
Charakters ſeiner Reiſe drüben gefunden hat und über
den man ſich überall in Deutſchland herzlich freut. Den
Südamerikanern wie unſeren Landsleuten drüben iſt die

Dankbarkeit Deutſchlands ſicher für die Freundlichkeiten,
die ſie dem Prinzen erwieſen haben.
Die Anlegung des Vermögens der
Landesvſerſicherungsanſtalten. Die ſoeben
vom Reichsverſicherungsamt veröffentlichte Ueberſicht über
die Anlegung des Vermögens der Landesverſicherungsan=
ſtalten
zugunſten gemeinnütziger Zwecke gewährt aufs neue
einen Einblick in die großartige Entwickelung unſerer ſo=
zialpolitiſchen
Fürſorgemaßregeln. Danach beliefen ſich
die Geſamtdarlehen für die gemeinnützigen Einrichtungen
bis zum Ende des Jahres 1913 auf rund 1164 Millionen
Mark.
Die angebliche Verſchleppung des
Reichstheatergeſetzes. Berliner Blätter ſchrei=
ben
: Die Tagung der Deutſchen Bühnengenoſſenſchaft
hat ſich mit einem Antrage beſchäftigt, der dahin ging, durch
Veranſtaltungen gegen die Verſchleppung der Vorlage des
Reichstheatergeſetzes in allen Städten zu demonſtrieren.
Seit Wochen wird in der geſamten Preſſe über die Un=
fruchtbarkeit
der gegenwärtigen Reichstagstagung geklagt,
die man z T. auf das zu große Maß an Beratungsſtoff in
Form von Geſetzesvorlagen zurückführt. Jedermann, der
ſich mit innerpolitiſchen Fragen beſchäftigt, weiß, daß
die überwiegende Zahl der im Reichstag eingebrachten
Vorlagen nicht verabſchiedet werden kann, ſondern bis
zum nächſten Winter zurückgeſtellt werden muß. Und bei
einer ſolchen Sachlage wirft man der Reichsregierung
Verſchleppung vor, wenn ſie ſich nicht entſchließt, auch noch
das Theatergeſetz dem Reichstag zu unterbreiten Daß der
Entwurf fertiggeſtellt iſt, dürfte auch den beteiligten Krei=
ſen
kein Geheimnis ſein. Ihn dem Reichstag vorzulegen
hätte doch aber erſt dann einen Zweck, wenn irgendwelche
Ausſicht beſteht, daß ſeine Beratung auch in Angriff ge=
nommen
werden kann. Kaum auf einem Gebiet der Ge=
ſetzgebung
gehen die Wünſche der beteiligten Parteien,
hier der Bühnenleiter und der Schauſpieler, ſo weit aus=
einander
, wie beim Reichstheatergeſetz. Soll rrotzdem ein
Geſetzentwurf zuſtandekommen, der beiden Teilen an=
nehmbar
erſcheint, dann muß eine mittlere Linie gefunden
werden, die zwiſchen den extremen Wünſchen der beteilig=
ten
Parteien nach Möglichkeit vermittelt.
Die Nationalliberalen. Am Donnerstag
fand eine Sitzung des geſchäftsführenden Ausſchuſſes der
Nationalliberalen Partei der Provinz Hannover ſtatt, in
der einſtimmig folgende Entſchließung angenommen wurde:
Der geſchäftsführende Ausſchuß der Nationalliberalen
Partei der Provinz Hannoper begrüßt mit Genugtuung
den Beſchluß des Zentralvorſtandes. Verhandlungen
zwecks Auflöſung des Reichsverhandes der nationallibera=
len
Jugend, ſowie des Altnationalliberalen Reichsver=
bandes
einzuleiten. Er hofft zuverſichtlich, daß es den
Bemühungen des geſchäftsführenden Ausſchuſſes der Ge=
ſamtpartei
gelingen wird, das von den Parteifreunden im
Lande einmütig erſehnte Ziel durch freundſchaftliche Ver=
einbarung
mit den betreffenden Verbänden zu erreichen
und damit der Partei die ſo dringend notwendige ein=
heitliche
Organiſation wiederzugeben. Es iſt eine ſelbſt=
verſtändliche
Konſequenz der Zugehörigkeit zu unſerer
Partei, daß alle Beteiligten an den vom geſchäftsführenden
Ausſchuß einzuleitenden Verhandlungen in loyaler, dem
Frieden der Partei dienlicher Weiſe teilnehmen.

Aus den Kolonien.

Der Baumwollbau in Togo im Jahre
1913 iſt mit rund 2009 Normalballen ( 502338 Kg.) um
185 Ballen gegen das Vorjahr zurückgeblieben. Als Grund
des Rückganges betrachtet das Amtsblatt für Togo aus=
ſchließlich
die große Dürre des Jahres 1912, die auch die
Oelgewinnung empfindlich ſchädigte Außer der Baum=
wolle
im Anechobezirk, wo mehrjährige Kultur der Baum=
wolle
gebräuchlich iſt und eine unvorteilhafte Sorte gebaut
wird, hat ſich die Beſchaffenheit der Baumwolle gebeſſert.
Immerhin werden die Nachteile der Vermiſchung der
guten Wolle mit minderwertiger und beſchmutzter erſt
durch die Einführung der Baumwollverordnung und da=
mit
des Aufkaufs nach zwei Qualitäten ausgemerzt wer=
den
können.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Der Geldbedarf für Bosnien und die
Herzegowina. Der gemeinſame Finanzminiſter hat
unter dem Vorbehalte aller Vorausſetzungen den Geld=
bedarf
für Bosnien und die Herzegowina für 1914 ſicher=
geſtellt
.
Bekanntlich ſoll in dieſen Ländern ein großes Bahn=
netz
teils neu gebaut, teils umgebaut werden, wovon die
geſetzlich mit 270 Mill. Kronen bewilligten Koſten im Wege
einer Eiſenbahnanleihe beſchafft werden ſollen. Außer,
dem gelangen in Bosnien und der Herzegowina eine

[ ][  ][ ]

Seite 2.

Darmſtädter Ta blatt, Samstag, den 18. April 1914.

Nummer 106.

Reihe von verſchiedenen Inveſtitionen zur Ausführung,
wofür das mit rund 130 Millionen veranſchlagte Geld=
erfordernis
durch eine bosniſch=herzegowiniſche Landes=
inveſtitionsanleihe
beſchafft werden ſoll. Dieſe Bahn be=
ziehungsweiſe
die Inveſtitionsbauten ſind für eine Reihe
von etwa ſechs Jahren in Ausſicht genommen, ſo daß auch
die betreffenden Anleihen erſt ſukzeſſive, und zwar vor=
ausſichtlich
in ſechs Raten, zur Emiſſion gelangen. Zu=
nächſt
handelte es ſich um die Sicherſtellung des pro 1914
entſallenden Geldbedürfniſſes, welches für die Eiſenbahn=
bauten
30, für Inveſtitionen ebenfalls 30 Millionen be=
trägt
. Die Geſamtanleihe von 60 Millionen iſt vom Fi=
nanzminiſter
einem unter Führung der Dresdener Bank
in Berlin ſtehenden Bankenkonſortium übertragen wor=
den
; da infolge der ſehr bedeutenden ungariſchen und
öſterreichiſchen Emiſſionen des laufenden Jahres die Mög=
lichkeit
benommen war, für die diesjährige Rate 4 ½prozen=
tige
Obligationen zu einem halbwegs günſtigen Kurſe zu
plazieren, ſoll jetzt eine fünfprozentige in 60 Jahren zu
tilgende bosniſch=herzegowiniſche Landeseiſenbahnanleihe
und ebenfalls eine fünſprozentige, in 60 Jahren zu til=
gende
bosniſch=herzegowiniſche Landes= Inveſtitionsan=
leihe
in Teilbeträgen von je 30 Millionen Kronen, ſomit
zuſammen mit 60 Millionen nominal mit einem feſten
Umrechnungskurſe für fremde Valuten zur Ausgabe ge=
langen
, die von dem Bankenkonſortium zu einem fixen
Nettokurſe von 96 in der Weiſe übernommen werden wird,
daß für die geſamten mit der Emiſſion verbundenen Spe=
ſen
inkluſive der Stempelgebühren das Bankenkonſortium
allein aufzukommen hat. Die Verloſung der Obligationen
beginnt im Jahre 1919 und endet in 60 Jahren, ab 1914
gerechnet. Beide Anleihen ſind erſt ab 1920 konvertierbar.
Die Verzinſung dieſer beiden bosniſch=herzegowiniſchen
Landesanleihen ſtellt ſich ſonach für Bosnien und die
Herzegowina auf netto 5,2 Prozent. Es iſt Ausſicht vor=
handen
, daß auch bezüglich der reſtlichen Raten das Ver=
hältnis
des Konſortiums zu dem gemeinſamen Finanz=
miniſterium
aufrecht erhalten bleibt.

Frankreich.

Der Prozeß Caillaux. Der Unterſuchungs=
richter
Boucard vernahm den ehemaligen Finanzinſpek=
tor
und früheren Kabinettsdirektor Caillaux’, Pietri, der
u. a. ausſagte: Ein Journaliſt habe ihm im Januar er=
zählt
, daß Calmette ſich geheime diplomatiſche Schrift=
ſtücke
verſchafft hätte, die er anläßlich ſeiner Fehde gegen
Caillaux im Figaro veröffentlichen wollte. Er, Pietri,
habe es angeſichts der ernſten internationalen Schwierig=
keiten
, welche die Veröffentlichung dieſer Papiere herbei=
führen
konnte, für ſeine Pflicht gehalten, Caillaux zu ver=
ſtändigen
. Dieſe Schriftſtücke ſeien auch nicht erſchienen.
Die Aeußerung Pietris bezieht ſich offenbar auf das ſoge=
nannte
Grüne Dokument deſſen Veröffentlichung durch
die auf Erſuchen Doumergues erfolgte Intervention Bar=
thous
bei Calmette verhindert wurde.
Schweden.
Die Wahlen. Nach den bis Mitternacht vorliegen=
den
Ergebniſſen ſind bisher in die Zweite Kammer ge=
wählt
worden: 61 Mitglieder der Rechten, 55 Sozial=
demokraten
und 40 Liberale. Die Rechte gewinnt 15 Sitze
und verliert einen, die Sozialdemokraten gewinnen 9 und
verlieren 3, die Liberalen verlieren 20.
Türkei.
Der Vertrag über die Anleihe. Nachdem
der Miniſterrat den in Paris paraphierten Vertrag über
die Anleihe von 500 Millionen Francs genehmigt hat,
wurde ein Jrade unterzeichnet, durch welches die Ermäch=
tigung
erteilt wird, daß Dſchavid Bey und die Ottomani=
ſche
Bank im Namen der übrigen Banken den Vertrag un=
verzüglich
unterzeichnen. Unmittelbar nach der Ausar=
beitung
des Budgets, was noch einige Tage in Anſpruch
nehmen wird, wird Dſchavid Bey, wie im Finanzminiſte=
rium
offiziell erklärt wird, die wirtſchaftlichen Verhand=
lungen
mit Deutſchland wieder aufnehmen
* Der Geburtenrückgang und die Not
der Akademiker. In einer Zuſchrift an die Köln.
Ztg. entwirft ein Aſſeſſor ein trauriges Bild von der
Ueberfüllung der akademiſchen Berufe und den Anſtel=
lungsausſichten
der Akademiker. Die Südweſtdeutſchen
Schulblätter weiſen darauf hin, daß z. B. Heſſen im
Jahre 1918 den Bedarf an Nachwuchs für das höhere
Lehramt für 27 Jahre hat. Es heißt da ferner: Die=
jenigen
Abiturienten vom Herbſt 1913, die jetzt noch den
Mut haben ſollten, ſich dem Studium der Schulwiſſen=
ſchaften
zu widmen, würden nach Vollendung ihrer Stu=

dien im Jahre 1918 mit einer Wartezeit von 22 bis 2
Jahren rechnen können, alſo erſt in den Jahren 1940 bis
1945, im Alter von 46 bis 51 Jahren zur endgültigen
Anſtellung kommen. Wenn ſolche Berechnungen auch aus
mancherlei Gründen unzuverläſſig ſind, ſo zeigen ſie doch,
daß die Verhältniſſe ſich verſchlechtern, und der Verfaſſer
der Zuſchrift hat recht, wenn er weiter ſagt: Tauſende
von jungen Männern werden alſo in wenigen Jahren
ohne Beſchäftigung und Bezahlung ſein und werden, ge=
rade
in den beſten Jahren, nicht heiraten können. Ge=
rade
in dieſen Kreiſen wird deshalb in kurzer Zeit ein
merklicher Rückgang der Ehen und des Nachwuchſes zu
verzeichnen ſein.
* Der Adel im Reichstage Die Zahl der
adeligen Reichstagsabgeordneten iſt im Laufe des letzten
Vierteljahrhunderts ſtändig zurückgegangen. Während der
Reichstag im Jahre 1878 unter ſeinen 397 Mitgliedern
nicht weniger als 162 Adelige aufwies, war ihre Zahl
1890 bereits auf 126 geſunken. 1893 ging die Zahl der
adeligen Reichstagsabgeordneten auf 102, im Jahre 1898
auf 83, im Jahre 1903 auf 77 und im Jahre 1907 auf 72
herunter. Infolge der Erſatzwahlen in der vorigen Legis=
laturperiode
war die Zahl der Adeligen im Reichstage
dann 1911 weiter auf 70 geſunken. Da bei den allgemei=
nen
Neuwahlen vor zwei Jahren die Rechte, welche ja die
meiſten Adeligen in ihren Reihen zählt, bedeutend ge=
ſchwächt
wurde verringerte ſich 1913 die Zahl der Adeligen
unter den Reichstagsmitgliedern auf 57. Bei den 32
Reichstagserſatzwahlen der jetzigen Legislaturperiode
ſchieden von dieſen 57 Adeligen ſchon 11 aus, während
nur 4 neugewählt wurden. Infolgedeſſen ging die Zahl
der Adeligen weiter um 7 zurück, ſo daß gegenwärtig nur
50 adelige Abgeordnete dem Reichstage angehören. Zur
Linken gehören davon nur 5, nämlich die nationalliberalen
Abgeordneten Frhr. v. Richthofen und Prinz zu Schön=
aich
=Carolath, die Fortſchrittler v. Payer und v. Schulze=
Gaevernitz, ſowie der Sozialdemokrat v. Vollmar. Die
meiſten Adeligen gehören der konſervativen Fraktion an,
nämlich 20 Je 8 adelige Abgeordnete gehören zum Zen=
trum
und den Polen, je 3 zur Reichspartei, zu den Wel=
fen
und den Wilden. Die adeligen Wilden ſind Graf
Poſadowsky=Wehner, Graf Oppersdorff und Frhr. v. Heyl
zu Herrnsheim.
* Die Taufe in Braunſchweig Das herzog=
liche
Hofmarſchallamt in Braunſchweig gibt bekannt: Am
9. Mai, vormittags 9 Uhr, treffen der Kaiſer und die
Kaiſerin ſowie die Prinzen zu den Tauffeierlichkeiten in
Braunſchweig ein. Die Taufe des Erbprinzen findet
abends 6 Uhr im Dom ſtatt. Um 8 Uhr beginnt die
Fürſten= und Marſchalltafel im herzoglichen Reſidenz=
ſchloß
. Der König von Bayern wird ſich durch einen
Prinzen des königlichen Hauſes vertreten laſſen. Die Her=
zogin
Tyra von Cumberland kommt in Begleitung ihrer
Tochter, der Herzogin Olga. In offizieller Vertretung
des Herzogs von Cumberland wird Kammerherr Frhr
v. d. Wende nach Braunſchweig kommen. Auch das eng=
liſche
Königshaus wird durch ein Mitglied vertreten ſein.
Der Kaiſer und die Kaiſerin werden Braunſchweig am
10. Mai abends wieder verlaſſen.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 18. April.
Die neue Eiſenbahnwerkſtätte zu Darmſtadt.
In Heft IV der Zeitſchrift Der Induſtriebau
bringt Stadtbaurat Steinberger eine längere Abhandlung
über die neue Eiſenbahnwerkſtätte zu Darmſtadt. Be=
merkenswert
iſt die Einleitung zu der Beſchreibung und
die geſchilderte Entwicklung des heſſiſchen Eiſenbahn=
weſens
, insbeſondere aber die volkswirtſchaftliche Bewer=
tung
für Eiſenbahnen. Es iſt intereſſant die früheren Auf=
faſſungen
mit denen der heutigen Tatſachen zu vergleichen,
weshalb wir die Einleitung zu dem erwähnten Aufſatz
hier abdrucken:
Am 31. Januar 1836 fand in Darmſtadt eine Ver=
ſammlung
ſtatt zur Begründung einer Geſellſchaft für An=
lage
von Eiſenbahnen im Großherzogtum Heſſen. Der
dabei ins Leben gerufene Ausſchuß richtete zunächſt eine
Eingabe an den Großherzog und erhielt darauf von dem
Miniſterium des Innern die Nachricht, daß eine Förde=
rung
der Beſtrebungen ins Auge gefaßt ſei. Die an=
ſchließenden
Verhandlungen zogen ſich bis zum Jahre
1841 hin, ſie ſcheiterten daran, daß die Staatsregierung ſich
nicht entſchließen konnte, das Unternehmen tatkräftig zu
unterſtützen. Später nahm die heſſiſche Regierung den
Bahnbau ſelbſt in die Hand und zwar wurde dieſes Vor=
gehen
und der veränderte Standpunkt nun damit moti=
viert
, daß die Eiſenbahnen zu denjenigen Anſtalten ge=
hören
, die durch den Betrieb Einnahmen abwerfen, ſich
alſo in der Regel nicht nur ſelbſt unterhalten, ſondern auch
noch Ueberſchüſſe liefern, während früher das Gegenteil
behauptet wurde. Außerdem wurde jetzt betont, daß es
ratſam ſei, mit dem Bahnbau unter ſtaatlicher Führung
vorzugehen, da dann größeres Zutrauen und leichtere

Geldbeſchaffung zu erwarten ſeien, hatten doch ſchon bei der
erſten Verhandlung die Geldgeber ihre Hilfe von der Stel=
lung
der Regierung abhängig gemacht. In der heſſiſchen
Kammer waren die Anſichten über den Wert des Bahn=
baues
ſehr geteilt, ein Abgeordneter war ſogar der Mei=
nung
, daß die Sehnſucht, das Gelüſte nach Eiſenbahnen,
weniger eine Notwendigkeit als eine Krankheit der Zeit
ſei, und bekämpfte die Vorlage u. a. auch noch deshalb,
weil eine Verödung der mit hohen Koſten geſchaffenen
Straßen zu erwarten ſei, und weil mit Anlehen nicht ge=
wirlſchaftet
werden dürfe. Liegen denn die erforderlichen
1215000000 bar in unſeren Truhen? ſagt er in ſeiner
Rede Woher ſollen ſie kommen? O, Himmel aus Anleihen!
woher die Zinſen? Auch die Brauchbarkeit der Eiſen=
bahnen
für Militärtransporte wurde in Frage geſtellt,
für Artillerie und Kavallerie ſoll ſie ganz unpraktikabel
ſein.
Ein anderer Abgeordneter iſt bange, wenn die Eiſen=
bahn
ſchließlich bis vor die Tore Straßburgs geführt
wird, dann ſei es den Franzoſen leicht möglich, uns von
dort aus mit einer Armee von 25000 Mann in Karlsruhe
und Darmſtadt zu überrumpeln uſw. Mit 24 gegen 23
Stimmen kam am 17. Juni 1842 das Geſetz über den
Bahnbau zuſtande, die Erſte Kammer erteilte ihre Zuſtim=
mung
am 1. Juli 1842, am 1. Auguſt 1846 wurde die
Main=Neckar=Bahn dem Betrieb für den Perſonenverkehr
übergeben, der Güterverkehr ſetzte ein Jahr ſpäter ein.

Die Elektriſche Darmſtadt-Eberſtadt.

D In der Nacht vom 17. auf 18. ds. Mts, wird das
neue öſtliche Gleis an das alte Dampfbahngleis in Eber=
ſtadt
angeſchloſſen, damit die Anſchlüſſe des neuen weſt=
lichen
Gleiſes an der Landskronſtraße, Gemarkungsgrenze
und in Eberſtadt fertig geſtellt werden können. Das Aus=
und Einſteigen an den Halteſtellen Rennbahn, Ludwigs=
höhe
, Schirmſchneiſe und Waldfriede hat auf der öſtlichen
Seite des Gleiſes zu erfolgen. Zu Beginn der kommen=
den
Woche wird ſodann das neue weſtliche Gleis wieder
befahren, damit die Einführungsgleiſe zu der neuen
Wagenhalle ausgebaut werden können. Die Wagenhalle
ſelbſt iſt in den nächſten Tagen fertiggeſtellt.
Die elektriſche Einrichtung des Umformergebäudes iſt
bereits ausgeführt. Das 20000 Volt=Kabel wird in dieſer
Woche noch bis zum Umformergebäude verlegt. Ende
nächſter Woche werden die Gleisarbeiten in Eberſtadt be=
endigt
ſein, ſo daß am 27. ds. Mts, die Abnahme erfolgen
kann. Nach Fertigſtellung der geſamten Anlage bis zur
Nebenbahnhalteſtelle Eberſtadt wird ſofort mit dem
Weiterbau durch den ganzen Ort Eberſtadt fortgefahren,
ſo daß wohl Anfangs Juli auch dieſer Teil dem Betrieb
übergeben werden kann.
Erledigt ſind: Eine mit einem katholiſchen
Lehrer zu beſetzende Schulſtelle an der Volksſchule zu
Büdesheim Kreis Bingen. Eine mit einem
evangeliſchen Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle an der
Volksſchule zu Stumpertenrod, Kreis Schotten. Mit
ihr iſt Organiſtendienſt verbunden. Dem Inhaber
kann eine Ortszulage bewilligt werden.
O Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung zur
Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz Starken=
burg
am Samstag, den 25. April, vormittags 9½ Uhr,
lautet: 1. Talgſchmelze der Firma M. Löb u. Co. in
Darmſtadt; hier: Beſchwerde der Firma Gebr. Trier. G.
m. b. H., in Darmſtadt. 2. Der Trödelhandel des Wil=
helm
Haberboſch zu Offenbach. 3. Geſuch des Leonhard
Trinkaus V in Nieder=Kainsbach um Erteilung eines
Wandergewerbeſcheins.
D Zur 2. Sitzung der Stadtverordneten= Verſamm=
lung
am Donnerstag, den 23. April, nachmittags 3½ Uhr,
iſt ſolgende Tagesordnung feſtgeſetzt: 1. Mitteilun=
gen
. 2. Neuwahl der Steuerveranlagungskommiſſionen.
3. Geſuch um Geſtattung einer Ausnahme von der Be=
ſtimmung
in § 5 des Ortsbauſtatuts für ein Grundſtück
am Arheilger Weg. 4. Geſuche um Befreiung von bau=
lichen
Beſtimmungen: a) in dem Nachtrag zum Ortsbau=
ſtatut
vom 30. Oktober 1911 für ein Bauvorhaben an
der Heidenreichſtraße, b) in Art. 47 der Allgemeinen Bau=
ordnung
für eine Wohnhausgruppe im Roquetteweg.
5. Fluchtlinienplan für die beiden Baublöcke ſüdlich und
nördl ch der Landgraf=Georg=Straße von dem verlänger=
ten
Fiedlerweg bis zum Oſtbahnhof. 6. Einlegung zweier
Straßen in den Baublock zwiſchen Heidelberger Straße,
Sandbergſtraße, Donnersbergring und Weinbergſtraße
und Baubeſtimmungen für dieſen Block. 7. Rückgabe von
Gelände der aufgehobenen Straße D zwiſchen Rößler=
ſtraße
und Kirſchenallee. 8. Fahrplan der Straßenbahnen
für den Sommer 1914. 9. Polizeiverordnung über den
Verkehr mit Laſtautomobilen in den Straßen an der Hoch=
ſchule
. 10. Die Ausführung der Wegeanlagen bei Er=
richtung
der Kaſernenbauten für die Fliegertruppen.
11. Neueinſaat eines Teiles der ſtädtiſchen Pallaswieſe.
12. Betriebs= und Gebührenordnung für das Kremato=
rium
auf dem neuen Friedhof. 13. Wochenmarkttarif.
14. Betrieb der ſtädtiſchen Sparkaſſe, insbeſondere die

Abzuge die Dänen ſchufen hier von neuem Befeſtigungs=
werke
, die für die damalige Zeit als Muſter der Feld=
befeſtigungskunſt
angeſehen werden konnten. Auf ziemlich
engbegrenztem Felde war durch zehn, von Hügeln gedeck=
ten
Schanzen eine Stellung geſchaffen, die durch die un=
mittelbare
Nähe des Meeres, durch Strandbatterien und
noch andere Mittel, unter Zuhilfenahme der natürlichen
Anlage des Terrains und der Kunſt als nahezu unein=
nehmbar
gelten konnte.
Nach mehreren für ſie unglücklichen Schlachten hatten
ſich die Dänen hinter dieſe Düppeler Schanzen bereits in
der erſten Hälfte des Februar zurückgezogen, und Prinz
Friedrich Karl, der den Oberbefehl über die Preußen führte,
gewann die Ueberzeugung, daß dieſe Befeſtigungswerke
nur durch eine regelmäßige Belagerung eingenommen
werden könnten. Zwar wurde ihm von autoritativer
Seite der Vorwurf mangelnder Entſchlußfähigkeit gemacht,
aber die ſpäteren Ereigniſſe gaben ſeiner Vorſicht, die
keineswegs einem Mangel an Kühnheit entſprang, Recht,
zumal es überhaupt zunächſt an dem erforderlichen Ge=
ſchütz
fehlte, das Bombardement zu eröffnen.
Erſt am 28. März konnte die erſte Parallele mit einem
heftigen Bombardement eröffnet werden, während in der
Nacht heimlich fortwährend weiter an der Errichtung von
Laufgräben gearbeitet wurde, durch welche man den
feindlichen Schanzen immer näher rückte.
Schon war die dritte Parallele eröffnet und die Ent=
fernung
von den Schanzen nur noch etwa 500 Schritt, da
wurde im preußiſchen Kriegsrate der Sturm auf die
Düppeler Schanzen beſchloſſen, welcher am 18. April, mor=
gens
10 Uhr, ausgeführt werden ſollte. Die Vorbereitun=
gen
waren in aller Stille getroffen worden, und plötzlich
gegen 12 Uhr in der Nacht zum 18. April erſcholl das
Kommando: Sturmkolonnen vor!

Binnen einer Stunde waren alle Mann an Ort und
Stelle. Es war eine ſchöne, ſternenhelle Nacht. Als der
Tag anbrach, wurde die Kanonade immer heftiger. Um
10 Uhr morgens endlich trat plötzlich eine unheimliche
Stille ein, dann erſcholl das Kommando: Vorwärts zum
Sturm! und gleichzeitig brachen alle Sturmkolonnen aus
den Laufgräben hervor, nur ein Ziel, die Schanzen, im
Auge behaltend. Die feindlichen Schutzwehren waren bald
beſeitigt, und nun gings ans Erklettern der Wälle. Ob=
gleich
die Dänen den heftigſten Widerſtand leiſteten, ob=
wohl
ein Regen von Geſchoſſen auf die Stürmenden nie=
derpraſſelte
, ſie wichen und wankten nicht. Eine Schanze
nach der anderen wurde genommen, und bereits mittags
12 Uhr wehte die ſchwarz=weißg Fahne der Preußen auf
allen Schanzen.
Die Dänen ergriffen die Flucht und zogen ſich nach
Sonderburg auf die Inſel Alſen zurück, über hundert Ge=
ſchütze
den Siegern überlaſſend. Freilich hatten die Preu=
ßen
1100 Mann und 70 Offiziere an Toten und Verwun=
deten
eingebüßt. Aber mit dieſer Erſtürmung der Düp=
peler
Schanzen war der Widerſtand der Dänen gebrochen,
ein deutſches Land. Schleswig=Holſtein, meerumſchlun=
gen
war dauernd den feindlichen Händen entriſſen.
Die Preußen haben ſpäter die Schanzen von Düppel
wieder hergeſtellt und noch verſtärkt. Sie erhielten im
Jahre 1873 zu Ehren des Generalfeldmarſchalls Wrangel,
der den Oberbefehl der deutſchen Truppen geführt hatte,
den Namen Wrangel=Schanzen. Man hatte dann den
Plan, aus den mit den Befeſtigungswerken von Sonder=
bura
vereinigten Düppeler Schanzen eine Feſtung erſten
Ranges zu machen. Doch wurde dieſer Plan, als die Be=
feſtigung
Kiels in Angeiff genommen wurde, in den acht=
ziger
Jahren aufgegeben, und die Schanzen, um die ſo
viel Blut vergoſſen worden, verſchwanden für alle Zeit
vom Erdboden.

Die Erſtürmung der Düppeler
Schanzen.

Zum fünfzigjährigen Gedenktag dieſer Waffentat
(18. April 1864) von Ernſt Röllermann.
(Nachdruck verboten.)
Die Erſtürmung der Düppeler Schanzen am 18. April
1864 durch die preußiſchen Truppen unter dem Prinzen
Friedrich Karl, dem roten Prinzen iſt eine in vielfacher
Hinſicht bedeutſame Waffentat. Sie leitet gleichſam die
Ruhmesgsſchichte der preußiſch=deutſchen Kriegstaten ein;
ſie gab der preußiſchen Kriegsführung den Mut, jene an=
deren
Kriege zu führen, aus deren Feuer das geeinte
Deutſche Reich entſtand. Durch die Eroberung von Düppel
wurde das eiſerne Band zu ſchmieden begonnen, das
ſpäter den deutſchen Bundesſtaat ſo feſt umſchlang.
Seit dem Jahre 1848 iſt das Dorf Düppel, heute zum
preußiſchen Regierungsbezirk Schleswig gehörig, in der
Landſchaft Sundewitt, Alſen gegenüber liegend heiß um=
rungen
. Hier wurden bereits am 28. Mai 1848 die deut=
ſchen
Bundestruppen in einem Gefecht mit den Dänen zu=
rückgeworfen
. Die Dänen, welche die Wichtigkeit dieſes
Platzes, der den Uebergang zur Inſel Alſen deckt, damals
ſofort erkannten erbauten dann Befeſtigungswerke, Die
Düppeler Schanzen die dann am 13. April 1849 von den
aus Sachſen und Bayern beſtehenden Reichstruppen er=
ſtürmt
wurden. Der junge Sachſenprinz Albert, der ſpä=
tere
König Albert, erhielt bei dieſer Gelegenheit ſeine
Feuertaufe und durfte den Heldenmut bekunden, den er
ſpäter als Kronprinz im deutſch=franzöſiſchen Kriege ſo
glänzend bewährte.
Sowohl die damaligen Sieger, die deutſchen Reichs=
truppen
, als auch nach deren im September 1849 erfolgten

[ ][  ][ ]

Nummer 10 6.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Seite 3.

Frage der Erhöhung der Zinsſätze. 15. Reklame für die
Stadt Darmſtadt in der Sondernummer der Zeitſchrift
Univerſum. 16. Freigabe der Beſichtigung der Turm=
zimmer
im Ausſtellungsgebäude während der diesjährigen
Ausſtellung. 17. Geſuch um Aufhebung der Verzinſung
für den Kanal in der verlängerten Gutenbergſtraße.
18. Geſuche um Beitragsbewilligungen: a) des St. Eliſa=
bethenvereins
, b) des Ortsausſchuſſes für die Samm=
lungen
des Roten Kreuzes.
Mandatsniederlegung. Der Landtagsabgeordnete
Diehl (natlib.) hat an den erſten Präſidenten der Zwei=
ten
Kammer ein Schreiben gerichtet, in dem er mitteilt,
daß er ſich gezwungen ſieht, wegen anhaltenden Krank=
ſeins
ſein Mandat zur Zweiten Kammer niederzulegen.
Das Schreiben iſt bereits an das Staatsminiſterium mit
dem Erſuchen der Anberaumung einer Neuwahl weiter=
gegeben
worden. Herr Bürgermeiſter und Landwirt Ed=
mund
Diehl=Gau=Odernheim vertrat den Wahlkreis 2
Rheinheſſen (Alzey). Er iſt am 8. Juli 1857 zu Gau=
Odernheim geboren. Er iſt Mitglied des Bezirksaus=
ſchuſſes
des Landwirtſchaftlichen Vereins, war neun Jahre
Beigeordneter und wurde im Dezember 1898 einſtimmig
zum Bürgermeiſter gewählt. Seit 1890 iſt er Direktor
der Spar= und Darlehnskaſſe, deren Mitbegründer er
auch war, er iſt weiter Mitglied des Kreistages, des
Kreisausſchuſſes ſowie der Kreisſchulkommiſſion Alzey.
Der Zweiten Kammer gehörte Diehl ſeit dem 18. No=
vember
1899 an. Den Plenarſitzungen mußte er ſeit lan=
gem
wegen ſeines leidenden Zuſtandes fernbleiben. Die
Neuwahl dürfte im Mai ſtattfinden., Die Nationalliberale
Partei hat den Vorſitzenden des Alzeyer Nationallibe=
ralen
Vereins, Juſtizrat Calmann, aufgeſtellt. Für
die Fortſchrittliche Volkspartei kandidiert Bürgermeiſter
Dr. Sutor=Alzey.
Vom Hoftheater. Die erſte Feſtvorſtellung
Meiſterſinger mit der am Sonntag, den 19., die
Reihe der diesjährigen Frühlingsfeſtſpiele eröffnet wird,
begegnet bei dem kunſtliebenden Publikum Darmſtadts,
wie der umliegenden Großſtädte, ſtarkem Intereſſe, das
durch die Inſzenierung, die Perſönlichkeit des Gaſtdirigen=
ten
und den Rang der mitwirkenden Soliſten gerechtfertigt
erſcheint. Mit beſonderer Spannung ſieht man dem De=
but
Walter Kirchhoffs von der Kgl. Hofoper in Berlin
entgegen, deſſen Mitwirkung durch die neuerliche Ver=
längerung
der Parſifal=Serienaufführungen in Berlin
vorübergehend in Frage geſtellt war, jedoch dank dem
liebenswürdigen Entgegenkommen von Exz. von Hülſen
nunmehr geſichert iſt. Kirchhoff, eine der prominenteſten
Künſtlererſcheinungen unter den deutſchen Tenören über=
haupt
, dürfte mit ſeiner ritterlichen Erſcheinung und ſeinen
glänzenden Stimmitteln wohl der idealſte Stolzing ſein,
wie er ja auch der einzige Vertreter dieſer Partie bei den
Bayreuther Feſtſpielen der letzten Jahre war. In der
übrigen Beſetzung Sachs: Soomer, David: Schramm,
Pogner: Stephani, Evchen: Geyersbach hat ſich eine
Aenderung nur inſofern ergeben, als den Beckmeſſer an
Stelle Kammerſänger Webers Leo Schützendorf ſingen
wird, der dieſe Rolle hier ſchon mehrfach mit ungewöhn=
lichem
Erfolge gegeben hat. Die Vorſtellung, die um
5 Uhr beginnt und wie im Vorjahre durch Fanfarenſignale
eingeleitet wird iſt um 10 Uhr beendet, ſo daß die aus=
wärtigen
Beſucher die Anſchlußzüge bequem erreichen.
D Städtiſche Bureauaſſiſtenten=Prüfung. Dieſer Tage
fand mit der mündlichen Prüfung die diesjährige Prü=
fung
ihren Abſchluß. Den Vorſitz im Prüfungsausſchuß
führte Herr Bürgermeiſter Mueller. Es beſtanden
ſämtliche 7 Kandidaten, die ſich der Prüfung unterzogen
hatten, und zwar einer mit gut, zwei mit genügend
gut die übrigen mit genügend
* Der Heſſiſche Reallehrerverein, der die an den
höheren ſtaatlichen Lehranſtalten des Landes wirkenden
ſeminariſch gebildeten Lehrer umfaßt, hielt ſeine dies=
jährige
Hauptverſammlung am 15. April in
Frankfurt ab. Nach Erledigung von Vereinsange=
legenheiten
beſchäftigte man ſich u. a. auch mit der Rede
des Herrn Abgeordneten Münch vom 17. März in der
Zweiten Kammer der Stände, worin er die Umwandlung
von Reallehrerſtellen in Oberlehrerſtellen wünſchte. Eine
der Verſammlung unterbreitete Entſchließung fand
in folgendem Wortlaut einſtimmige Annahme: 1. Der
Heſſiſche Reallehrerverein ſieht ſich veranlaßt, gegen das
von dem Herrn Abgeordneten Münch in der Zweiten
Kammer der Stände an die Regierung gerichtete Er=
ſuchen
, Reallehrerſtellen an den höheren Lehranſtalten
Heſſens in ſolche für Akademiker umzuwandeln, Stellung
zu nehmen, um ſo mehr, als der Herr Abgeordnete Münch
ſelbſt der Tätigkeit der Seminariker an den höheren Schu=
leng
höchſte Achtung gezollt hat. 2. Der Heſſiſche Real=
lehrerverein
darf nach der Erklärung des Herrn Vorſitzen=
den
der Schulabteilung vom 20. März, worin die beruf=
liche
Tätigkeit der Reallehrer an den höheren Schulen
wie dies des öfteren ſchon ſeitens der Großh. Staats=
regierung
geſchehen iſt in anerkennender Weiſe beurteilt

wird, die zuverſichtliche Hoffnung hegen, daß Regierung
und Stände dem Wunſche des Herrn Abgeordneten Münch
keine Folge geben werden, und dies um ſo weniger, als
deſſen Erfüllung eine erhebliche Erhöhung des Staatsbei=
trages
für die höheren Schulen zur Folge haben würde
* Kunſtverein Heſſen. Die letzte Frühjahrsausſtellung
in der Kunſthalle wird heute morgen eröffnet: Umfang=
reiche
Kollektionen von Georg Hering=Edam ( Hol=
land
), Franz Türcke=Friedenau, Rich. F. Schmitz=
München, Hans Aulmann=München. Otto
Arndts=Dresden, Rudolf Probſt=Karlsruhe; von
Darmſtädter Künſtlern: Gertrud Ulmann und
Adolf Mangold. Verkauft wurde in den letzten
Tagen ein Selbſtporträt von Hugo Gugg=Landeck zu
600 Mark. Die neue Ausſtellung ſchließt mit Rückſicht
auf die Erneuerung der Halle bereits Sonntag, den
3. Mai.
* Das Feſt der Silbernen Hochzeit begeht am 19. April
Herr Georg Petermann, Kaſſenbote, Karlſtraße 25,
mit ſeiner Ehefrau geb. Gimbel.
Die Rezitation der Parſifal=Dichtung Richard
Wagners, die der Vortragsverband am nächſten Montag
im Feſtſaal der Turngemeinde veranſtaltet, begegnet, wie
zu erwarten war, in unſeren muſikaliſchen wie literariſchen
Kreiſen gleich ſtarkem Intereſſe. Herr Hofrat Hugo
Edward der uns im Lauſe der Jahre ſo manche reife
Probe ſeiner bewährten Rezitationskunſt geboten, hat ſich
mit dem Parſifal eine beſonders große und ſchwierige
Aufgabe geſtellt, die z. B. auch einen Ernſt Poſſart immer
von neuem zur Löſung reizte. Daß der treffliche Künſtler
nun ſchon zum zweiten Male in dieſem Winter in uneigen=
nützigſter
Weiſe einen Abend zum Beſten des Feſthaus=
Vereins veranſtaltet, verdient daher ganz beſonderen
Tank und Anerkennung.
* Allgemeiner Evangeliſch=Proteſtantiſcher Miſſions=
verein
. Die hieſige Ortsgruppe und der Frauenverein des
Allgemeinen Evangeliſch=Proteſtantiſchen Miſſionsvereins
veranſtalten am Montag, den 4. Mai d. J., im Saale des
Muſikvereins einen geſelligen Abend zum Beſten
des Faberhoſpitals in Tſingtau. Miſſionsinſpektor Liz,
Witte aus Berlin wird einen Vortrag mit Lichtbildern
halten, deſſen Thema noch bekanntgegeben wird. Außerdem
werden einige junge Damen chineſiſche Lieder und Tänze
vorführen und mancherlei Anſprachen unſere Beziehungen
zu dem Wunderlande des Oſtens beleuchten. Ein zwang=
loſes
Zuſammenſein mit einfacher Bewirtung wird ſich
anſchließen, das dazu dienen ſoll, die Mitglieder und die
Freunde des Vereins einander perſönlich näher zu bringen.
Es erſcheint dies um ſo mehr angebracht, als ihre Zahl in
unſerer Stadt in erfreulichem Wachstum befindlich iſt. Die
Japan=Feier und das Landesfeſt im letzten Jahre haben
Früchte getragen. Möge ein gleiches von dem Chineſiſchen
Teeabend des 4. Mai gelten. (Nähere Anzeige erfolgt
ſpäter.)
* Die Nationalliberale Partei des Reichstags=
wahlkreiſes
Darmſtadt=Groß=Gerau hat die ſämt=
lichen
Bertrauensmänner des Reichstagswahl=
kreiſes
zu einer Verſammlung einberufen. Dieſe
Verſammlung findet am kommenden Sonntag, den
19. April, nachmittags 3 Uhr, im Saale des Reſtaurants
Rummelbräu, Allee 61 (am Hauptbahnhof), ſtatt. Die
Beratungen ſind von höchſter Wichtigkeit. Die Lage
der Partei im Reiche und in Heſſen wird in
Verbindung mit der allgemeinen politiſchen Lage
einer gründlichen Beſprechung unterzogen, ebenſo wird
die politiſche und taktiſche Situation für die kommenden
Landtagswahlen ausführlich betrachtet werden. Daneben
ſtehen noch organiſatoriſche Fragen von großer Be=
deutung
auf der Tagesordnung. Es wird von allen
eingeladenen Vertrauensmännern erwartet, daß ſie zu
dieſer Verſammlung erſcheinen. Es haben aber auch
alle eingeſchriebenen Mitglieder der nationalliberalen
Vereine in Darmſtadt und auf dem Lande Zutritt zur
Verſammlung.
Der Gaſtwirteverein Stadt= und Landkreis
Darmſtadt hielt in der Reſtauration Mohr in der
Heidelbergerſtraße ſeine ordentliche Mitgliederverſamm=
lung
ab, die zahlreich beſucht war. Nachdem der Vor=
ſitzende
Heppenheimer die Erſchienenen herzlich be=
grüßt
und der Schriftführer Rittweger das Protokoll
der letzten Mitgliederverſammlung verleſen hatte, ſchritt
man zur Wahl eines Vorſitzenden für die Innungs=
krankenkaſſe
. Es wurde Gaſtwirt Preuſch als Vor=
ſitzender
und Gaſtwirt Krausmüller als deſſen
Stellvertreter gewählt. Aus einem Bericht über die
Verhandlung des Stadtverordneten=Kollegiums bezüglich
Beibehaltung der Bedürfnisprüfung bei Konzeſſions=
geſuchen
, wurde es ſehr unangenehm empfunden, daß
der Vorſitzende der Metzger=Innung gegen dieſe Beibe=
haltung
der Bedürfnisprüfung geſprochen und auch da=
gegen
geſtimmt hat. Es wurde lebhaft bedauert, daß
nicht ein Angehöriger des Gaſtwirtsgewerbes im Stadt=
verordneten
=Kollegium ſitzt. Bei den ſpäter ſtattfinden=

den Stadtverordnetenwahlen ſoll auf die Angelegenheit,
zurückgekommen werden. Auf dem am 19. Mai in
Büdingen ſtattfindenden Verbandstag des Rhein=Main=
Gaſtwirte=Verbandes wird von ſeiten des Vereins ein
Antrag bezüglich Aenderung der Reichsgewerbe=Ordnung,
insbeſondere über die Konzeſſionserteilung an juriſtiſche
Perſonen, und ebenſo über die Erlaubniserteilung für
Tanzunterhaltungen geſtellt werden. Als Vertreter des
Vereins zum Verbandstag wurden die Herren Gaſtwirte
Wagner und Englert und als deren Vertreter die Herren
Rittweger und Preuſch gewählt. Zum Schluſſe wurde
noch eine vom Verwaltungs=Gerichtshof in Darm=
ſtadt
für die Wirtſchaft im Hauſe Bleichſtraße 40 erteilte
Konzeſſion beſprochen. Nachdem der Vorſitzende für
das zahlreiche Erſcheinen und Ausharren während der
Berhandlungen beſten Dank ausgeſprochen hatte, wurde
die Verſammlung geſchloſſen.
*Der Heimverband Darmſtadt hält, wie auch
aus der Anzeige erſichtlich, ſeine diesjährige Hauptver=
ſammlung
am 24. April, nachmittags 5 Uhr, im Rat=
hausſaale
(Markt) ab. Alle, die ein Intereſſe an der
Fortentwicklung des Vereins haben, ſind freundlichſt
eingeladen, an dieſer Verſammlung teilzunehmen. Daß
es ſich hat ermöglichen laſſen, in verhältnismäßig kurzer
Zeit ſchon das zweite Heim zu eröffnen, iſt ſicher ein
Beweis von der dem ganzen Unternehmen zu Grunde
liegenden inneren Notwendigkeit. Freilich aber müſſen
ſich zurzeit beide Häuſer vollſtändig aus ſich ſelbſt er=
halten
, denn die an ſich ſehr dankenswerten, gegenüber
größeren Aufgaben aber kaum nennenswerten Zu=
wendungen
, die dem Heimverbande bisher in Form
von Schenkungen, Anteilſcheinen und jährlichen Bei=
trägen
der Mitglieder wurden, geſtatten es ihm leider
noch nicht, ſeiner vornehmſten Aufgabe, auch den wirt=
ſchaftlich
ſchwächeren Einſamen aus den gebildeten
Ständen ein trauliches Heim zu ſchaffen, gerecht zu
werden. Hoffentlich ergeben ſich aus der Diskuſſion,
die ſich an die Hauptverſammlung anſchließen ſoll, An=
haltspunkte
für neue Möglichkeiten, dieſem ſchönen Ziele
näher zu kommen.
* Militäriſcher Ausflug. Das Unteroffizierkorps der
dritten Eskadron der hieſigen Trainabteilung
Nr. 18 unternahm zu Oſtern unter Führung ihres Chefs,
Herrn Rittmeiſter Wronsky, eine mehrtägige Beleh=
rungsreiſe
nach der Nord= und Oſtſee. Die Fahrt ging
von hier über Frankfurt, Hannover nach Hamburg, wo in
der Kaſerne des Infanterie=Regiments Nr. 76 Quartier
bezogen wurde. Tags darauf wurden während einer
Rundfahrt durch Hamburg die Sehenswürdigkeiten dieſer
Stadt beſichtigt, woran ſich noch eine Dampferfahrt durch
die verſchiedenen Teile des Hafens anſchloß, während wel=
cher
unter anderem auch die Inneneinrichtung des Hapag=
dampfers
Prätoria in Augenſchein genommen wurde.
Dem weltbekannten Hagenbeckſchen Tierpark in Stellingen
wurde ebenfalls ein Beſuch abgeſtattet, wo die neueſten
Anlagen zur Haltung von wilden Tieren, das Inſekten=
haus
und die Straußenfarm großes Intereſſe erweckten.
Die vom Hamburger Senat erwirkte Erlaubnis zur Be=
ſichtigung
des Rathauſes wurde benutzt, und ſo den Reiſe=
teilnehmern
Gelegenheit geboten, das Innere eines Stadt=
hauſes
zu ſehen, das in bezug auf Zahl der Räume und
vor allem deren wahrhaft prunkvolle künſtleriſche Einrich=
tung
von dem Reichtum Hamburgs und ſeiner Bürger=
ſchaft
zeugt. Beſonders der Gold= und Silberſchatz, der
ſelten gezeigt wird, erregte Staunen und Bewunderung.
Die Direktion der Schiffswerft Blohm und Voß hatte in
liebenswürdiger Weiſe eine Beſichtigung ihrer Werftan=
lagen
erlaubt und hierzu ſogar mehrere techniſche Beamte
zur Verfügung geſtellt, unter deren ſachkundiger Führung
am letzten Tage des Hamburger Aufenthalts die Anlagen
dieſes gewaltigen, 14000 Menſchen beſchäftigenden Unter=
nehmens
durchwandert wurden. Natürlich wurde auch das
ſich dort im Bau befindliche 56000=Tonnenſchiff Vater=
land
und das noch größere Schweſterſchiff, deſſen Name
noch nicht beſtimmt iſt, angeſehen. Hochbefriedigt von
all’ dem Geſehenen und Erlebten wurde am dritten Tage
Hamburg verlaſſen und die Fahrt nach Rendsburg ange=
treten
, auf der die neue, über den Kaiſer Wilhelm=Kanal
führende eiſerne Brücke paſſiert wurde, unter welcher die
größten Schiffe mit voller Takelage hindurchfahren können.
Auch die berühmte Drehbrücke bei Rendsburg wurde be=
ſichtigt
. Die aktiven und ehemaligen Kameraden der in
Rendsburg garniſonierenden Trainabteilung Nr. 9 ließen
es ſich angelegen ſein und boten alles auf, ihren heſſiſchen
Waffenbrüdern den leider nur einen Tag währenden
Aufenthalt in Rendsburg ſo angenehm als nur irgend
möglich zu machen, ſo daß ſich die Teilnehmer der hier
verlebten Stunden noch oft und gern erinnern werden.
Nach herzlicher Verabſchiedung wurde nach mehrſtündiger
Dampferfahrt auf dem Kaiſer Wilhelm=Kanal nach Paſſie=
rung
der Holtenauer Schleuſen der Kieler Hafen erreicht,
in welchem die geſamte Oſtſeeflotte vor Anker lag. Am
nächſten Tage waren die Reiſeteilnehmer Gäſte der Ma=

Die Anfänge einer Theaterhochſchule?

An der Stelle, wo einſt Schiller ſeine erſte Vor=
leſung
: Was heißt, und zu welchem Zwecke ſtudiert man
Univerſalgeſchichte? gehalten hat, fand ſich am Dienstag
abend eine ſtattliche Verſammlung ein, die im erſten
Hochſchulkurſus für dramatiſche Kunſt den
Grundſtein für eine künftige Schauſpielhochſchule legen
wollte. Die mit ganz eigener Grundnote und feinſinnigem
Geſſchmack erbaute Aula der Jenaer Univerſitas ihre
nahe Beziehung zur Kunſt verdeutlichen ein prächtiger
Hodler und weihevoller Ludwig von Hoffmann ſah ge=
lehrte
Künſtler, Schriftſteller, angehende Schauſpieler und
Dramaturgen, ſowie eine Reihe von kunſtempfindenden,
teils auch =betätigenden Damen, die von überall her ge=
kommen
waren, um an einer noch beſcheidenen, aber viel=
leicht
große Bedeutung in ſich bergenden Schöpfung mit=
zuwirken
. Aus den Kreiſen der Bühnenlünſtler ertönd
immer lauter die Forderung nach einer eigenen Hochſchule,
die es den Schauſpielern ermöglicht, einer die vielſeitig=
ſten
und ſchwerſten Forderungen ſtellenden Theaterkunſt
in jeder Hinſicht gerecht zu werden. Was nicht alles an
künſtleriſcher und geiſtiger Produktion, an eigenſtarrem,
myſtiſchem oder mikroſkopiſch zerlegtem Empfinden und
eigenbrödleriſcher wie herber Gedankenkultur iſt gerade
der Niederſchlag der dramatiſchen Kunſt! Es wird da bei
flüchtigem Ueberdenken ſchon klar, welch eminente Leiſtung
der Schauſpieler aufzubeingen hat, will er ein dem Dichter
und ſeinem Werk adäquater oder zumindeſt guter Vermitt=
ler
, ein Nachſchaffer ſein. Muß ſich nicht der Darſteller in
den Geiſt eines Stückes, den Weſensgehalt einer Perſon
einleben, muß er nicht pſychologiſche Beobachtungen zu
Hilfe nehmen und immer wieder Töne in den ausein=
anderliegendſten
Regiſtern finden? Muß er nich in einer
Zeit der faſt ſchmerzhaft tiefgehenden Seelenanalyſe Ver=
ſtändnis
für haarſcharf konturierte vielfach ſogar paradox
erſcheinende Empfindungen und Gefühle zeigen und für

ſie Imponderabilien eigenen Erlebens zu geben haben?
Ganz abgeſehen von der Handfertigkeit ſeiner Kunſt:
der Kultur des Sprechens der Mimik, den Geſten, der Be=
wegung
und Haltung, alles in allem dem Rollenſtudium.
Für den Dramaturgen und Regiſſeur häufen ſich die künſt=
leriſchen
Probleme noch: da iſt auf die dichteriſche Ge=
ſamtidee
die Bühnenwirkſamkeit, die hiſtoriſche Wirklich=
keit
(Koſtümkunde), den harmoniſchen Zuſammenklang im
Enſemble, den Wirkungen der Inſzene in Farbe und Licht
zu achten gar nicht zu ſprechen von den hinderlichen
Zufälligkeiten des Augenblicks.
Die geplante Hochſchule kann nun nicht alles dies
lehren das meiſte von dem Angeführten iſt ja über=
haupt
nicht lehrbar! , ſondern nur dem geborenen
Schauſpieler, der das künſtleriſche Rüſtzeug unbedingt in
ſich und aus ſich heraus wirken laſſen muß, den Ausbau
des Techniſchen, d. h. der Darſtellungsmittel, vollenden
helfen, Anregungen geben und Lücken, die ſich vor allem
auf wiſſenſchaftlichem Gelände ſeiner Berufsbildung fin=
den
, auszufüllen ſuchen. Hier kann die Wiſſenſchaft der
ausübenden Kunſt förderlich ſein, um ſo mehr, da heute
der rückſichtsloſe Exiſtenzkampf der Schauſpieler flüchtige
Ausbildung vorhandener Talente geradezu begünſtigt und
zuläßt, daß Gedankenloſigkeit, Anmaßung, Dilettantismus
über ernſt=künſtleriſches Ringen mit hartgriffiger Fauſt
ſiegreich triumphieren. Die Schauſpiel=Hochſchule könnte
da ein Geſchlecht heranziehen, das ſchnoddriges Auch=
Künſtlertum von da verdrängt, wo es durchaus nichts zu
ſuchen hat: von der Bühne. Mit Unterſtützung der Ver=
einigung
künſtleriſcher Bühnenvorſtände und der Genoſſen=
ſchaft
deutſcher Bühnenangehöriger, ſowie unter dem Pro=
tektorat
berufener Gelehrter und führender Perſönlichkeiten
des Theaters wurde alſo dieſer dramatiſche Hochſchul=
Kurſus eröffnet, der als ein Vorläufer der hoffentlich bald
kommenden Akademie gedacht iſt.
Geh. Hofrat Prof. Dr. Cartelieri begrüßte im
Namen der Jenaer Univerſität die Erſchienenen, dann
ſprachen Prof. Dr. Dinger, früher Dramaturg am Hof=

theater in Meiningen, über Bühnenkunſt und Wiſſen=
ſchaft
und Paul Paſchen bisheriges Mitglied des
Leſſingtheaters in Berlin, über das Thema: Wie weit
iſt Schauſpielkunſt lehrbar? Zuletzt wünſchte der Re=
giſſeur
an der Neuen Freien Volksbühne=Berlin, E. Ra=
meau
namens der Deutſchen Bühnenvereinigungen dem
Verſuch dieſes Kurſes, nach dem die Theaterwelt aufmerk=
ſam
blicke, einen vollen Erfolg. Gleich der erſte Arbeits=
tag
, der Mittwoch, eröffnete ausſichtsvolle Perſpektiven:
Nach einigen glänzenden Vorträgen entwickelte ſich am
Nachmittag eine in ihrer leidenſchaftlichen Sachlichkeit und
ihren zielſicheren Anſchauungen intereſſante Debatte unter
den Teilnehmern über die Art des Rollenſtudiums, wo=
bei
überaus wichtige Fragen, wie das Verhältnis der
Darſtellung zu den dichteriſchen Abſichten, die Förderungen
und Hemmungen der Stimmung und Durchführung beim
Studium der Rolle daheim gleichwie bei den Proben
durch Gegenſpieler und andersdenkende Regiſſeure, das lei=
dige
, zweifellos zu verwerfende Uebermitteln von heraus=
geſchriebenen
Rollen eines neuen Werkes, aus denen ſich
der Schauſpieler ohne Kenntnis des Geſamtkunſtwerkes
ſeine Darſtellung aufbauen ſoll. Leſe= und Arrangier=
proben
, Daſeinsberechtigung und Zweckerfüllung des
Dramaturgen neben dem Regiſſeur, die unkünſtleriſchen,
meiſt durch die wirtſchaftliche Lage geſchaffenen Verhält=
niſſe
an Provinzbühnen. Wertungen des Publikums und
der Kritik eingehend behandelt wurden.
Die Vorleſungen und Uebungen erſtrecken
ſich vornehmlich auf Aeſthetik und Kunſttheorie, engliſche,
franzöſiſche und deutſche Theatergeſchichte, Regiekunſt,
Dekorations= Maſchinen= und Beleuchtungsweſen, kunſt=
geſchichtliche
Stile, Rollenſtudium. Ibſen, Parſifal und
hiſtoriſches Fechten; Schützlinge ſind Schauſpieler,
Dramaturgen und Schriftſteller der kommenden Tage,
Helfer anerkannte Vertreter der Wiſſenſchaft und Kunſt.
Jena, den 15. April.
Beorg Marguth.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Nummer 106.

rine. Unter Führung von Offizieren und Unteroffizieren
wurden nacheinander mehrere Unterſeeboote, Torpedo=
boote
, Kreuzer und das Linienſchiff Kaiſerin eingehend
beſichtigt. Auch fanden außer der Vorführung einiger in
Tätigkeit geſetzter Schiffsmaſchinen noch mehrere Exerzitien
an den verſchiedenen Geſchützen ſtatt, die Zeugnis ableg=
ten
, auf welch’ hoher Stufe die Ausbildung und das
Können eines jeden einzelnen Angehörigen der Marine
ſteht und unter welch’ ſchweren Bedingungen dieſe ihren
Dienſt verſehen müſſen. Nach Einnahme eines dargebo=
tenen
kräftigen Imbiſſes und nachdem manches Glas auf
die treue Waffenbrüderſchaft von Armee und Marine ge=
leert
worden war, wurde, nur höchſt ungern, die Rückfahrt
an Land angetreten, wo unter Führung mehrerer Kame=
raden
von der erſten Torpedo=Halbflottille ein Rundgang
durch die Stadt Kiel gemacht wurde. Noch in derſelben
Nacht erfolgte über Hamburg-Kaſſel die Heimfahrt nach
der Garniſon. Ohne Ausnahme wird allen Teilnehmern
dieſe Belehrungsfahrt eine der ſchönſten Erinnerungen
ihres Lebens bleiben, die zur Erweiterung ihrer Kenntniſſe
in hohem Maße beigetragen hat. Beſonders anzuerkennen
iſt auch die Mühe des Eskadronchefs, Herrn Rittmeiſter
Wronsky, der im Intereſſe ſeiner Unteroffiziere wedes
Koſten noch Arbeit geſcheut hatte, dieſe Belehrungsreiſe zu
ermöglichen und durchzuführen.
* Turngemeinde Darmſtadt. Am morgigen Sonntag
beginnt das neue Wanderjahr 1914/15 mit einem Turn=
gang
von Weinheim über die Wachenburg-Juhöhe nach
Bensheim, wozu der Wanderausſchuß alle wanderluſtigen
Turner einladet. Abfahrt 7 Uhr 50 Min. vom Hauptbahn=
hof
; Ruckſackverpflegung iſt vorgeſehen. Bei der jetzigen
prachtvollen Blütezeit dürfte dieſe Wanderung, welche über
die ganze Bergſtraße führt, ſich eines recht zahlreichen Be=
ſuches
erfreuen.
* Stenographie. Der Gabelsberger Steno=
graphenverein
von 1861 eröffnet am Montag, den
20. April d. J., einen Anfängerkurſus für Herren in ſeinem
Unterrichtslokal im Schulhaus am Ballonplatz. Die Lei=
tung
desſelben liegt in den Händen eines ſtaatlich geprüf=
ten
Lehrers der Stenographie und erſtklaſſigen Praktikers,
Herrn Stud. Bleſſing. Nicht nur jungen, ſondern auch
älteren Herren iſt dieſer Kurſus aufs beſte zu empfehlen.
Ebenſo wird auch auf Wunſch das Maſchinenſchreiben nach
der Original=Underwood=Meiſterſchaftsmethode gelehrt.
Für Damen findet ein Anfängerkurſus ebenfalls am 20.
April ſtatt. Es werden daſelbſt Mittag= und Abendkurſe
eingerichtet. Leiterin iſt Fräulein Clara Eppert, Karl=
ſtraße
36. Auch hier wird das Maſchinenſchreiben auf ver=
ſchiedenen
Syſtemen gelehrt. (Näheres ſiehe Anz.)
Briefumſchläge für den Poſtſcheckverkehr. Nach
dem neuen Poſtſcheckgeſetz unterliegen vom 1. Juli ab die
Briefe der Kontoinhaber an die Poſtſcheckämter allgemein
der billigen Ortstaxe von 5 Pfg., wenn die Kontoinhaber
dabei von der Poſtverwaltung vorgeſchriebene Brief=
umſchläge
benutzen. Dieſe beſonderen Umſchläge können
von den Poſtſcheckämtern bezogen, aber auch von der
Privatinduſtrie hergeſtellt werden, wenn ſie in der Größe,
Farbe und Stärke des Papiers, ſowie im Vordrucke mit
den amtlichen genau übereinſtimmen. Für die Konto=
inhaber
, die nicht am Orte des Poſtſcheckamts wohnen
und die gegenwärtig Briefumſchläge mit der vorgedruckten
Adreſſe des Poſtſcheckamts benutzen, empfiehlt es ſich
deshalb, den Bedarf an dieſen Umſchlägen nur noch bis
Ende Juni zu bemeſſen. Die Poſtverwaltung wird dem=
nächſt
das Muſter für den vom 1. Juli ab zu benutzenden
Briefumſchlag bekannt geben. Muſterbriefumſchläge
können dann von den Poſtſcheckämtern koſtenfrei bezogen
werden.
* Kaninchenſchau. Wie aus dem Anzeigenteil der
heutigen Nummer erſichtlich, veranſtaltet der Kaninchen=
zuchtverein
Darmſtadt (älterer Verein) am 18., 19. und 20.
April im Garten des Heſſiſchen Hofes Mathildenplatz,
eine zweite große allgemeine Heſſenſchau. Da dieſe
Veranſtaltung offen für alle Züchter im Großherzogtum
Heſſen iſt und auch faſt alle Raſſen, ſowie Produkte uſw.
vertreten ſind, iſt ein Beſuch der Ausſtellung zu empfehlen.
Von der Rettungswache. Nach dem Bericht der
Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz für den
Monat März wurde die Kolonne in dieſem Zeitraum
insgeſamt in 173 Fällen in Anſpruch genommen. Hier=
von
entfallen auf die ſtändige Rettungswache 131, auf
die Hoftheaterwache 3, auf die Verbandſtellen 23, auf
Alarmierungen 6 und auf zufällig von Mitgliedern ge=
leiſtete
Hilfe 10 Fälle. Angerufen wurden die Mann=
ſchaften
46mal durch behördliche Organe und 127mal

durch Private. Maſſenunglücksfälle haben ſich im Be=
richtsmonat
nicht ereignet. Insgeſamt iſt die Kolonne
ſeit Einrichtung der ſtändigen Rettungswache im Juli
1906 in 10048 Fällen (im laufenden Jahre 488) in
Tätigkeit getreten.
* Orpheum. Die Pariſiana=Kammerſpiele‟
bringen ab heute Samstag, 18. April, ihr neues zweites
Programm, das vorwiegend auf Humor eingeſtellt iſt und
im Bunten Teil faſt ausſchließlich luſtige Vorträge bringt.
Auch der neueſte Modetanz, die vielgenannte Furlana,
wird zum erſten Male hier vorgeführt werden. Der Beſuch
iſt allen Freunden der heiteren Muſe auf das wärmſte zu
empfehlen, um ſo mehr, als das Gaſtſpiel nur noch bis
Ende des Monats dauert. Morgen Sonntag, den 19.
April, finden wie üblich zwei Vorſtellungen ſtatt, wobei
beſonders hervorzuheben iſt, daß auch in der Nachmittags=
vorſtellung
das vollſtändige Programm wie abends, mit
dem neuen Repertoire, zur Darſtellung gelangt. Die Nach=
mittagsvorſtellung
um 4 Uhr findet bei den bekannt niedri=
gen
Preiſen ſtatt. Die Abendvorſtellung beginnt um 8½
Uhr. (S. Anz.)
* Konzerte uſw. Ludwigshöhe. Bei günſtigem
Wetter finden die Konzerte jetzt im Freien ſtatt. Heute
Samstag wird der zweite Teil der Vortragsordnung nur
Werke Richard Wagners bringen. Die Ausführung obliegt
der Kapelle des Leibgarderegiments unter Obermuſikmeiſter
Hauske, ebenſo die des Sonntag=Nachmittagskonzertes.
(Siehe auch Anzeige.)

Kunſtrotizen.

Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Crwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Reſidenztheater am weißen Turm. Ab heute
kommt das größte Detektivdrama der Saiſon in vier Akten
Die geheimnisvolle Villa ein Abenteuer des berühmten
Detektivs Stuart Webbs, zur Vorführung. Der Raub der
Tochter eines Finanzmannes durch Verwegene, die für
ſie ein hohes Löſegeld verlangen, die geringfügigen
Spuren, die der Detektiv findet und auf welche er dann
ſeine Tätigkeit aufbaut, um die geriebenen Täter durch
größere Schlauheit, Kühnheit und Durchtriebenheit zu
entlarven, muß jedes Publikum intereſſieren. Ein unbe=
ſtrit
ener Vorzug dieſes Films, durch den er auch in die
Klaſſe der beſten Darbietungen aufrückt, iſt die Methode
des Regiſſeurs Joe May, nicht mit bemalten Leinwand=
kuliſſen
zu arbeiten, ſondern allen notwendigen ſzeniſchen
Behelf bauen und konſtruieren zu laſſen: Darum verſagt
auch die Wirkung des plötzlich verſinkenden Bettes des
Abſturzes in einen Keller, in dem das Waſſer ſtetig ſteigt,
nicht und man kann es verſtehen, warum ſich der gute
Ruf dieſes Meiſterwerkes und der Erfolg der Erſtauf=
führungen
herumſpricht.
k. Roßdorf, 17. April. (Neue Schulklaſſe.) Im
Januar wurde der Gemeinde eröffnet, daß zu Anfang
des Schuljahres 1914 eine 12. Schulklaſſe errichtet werde.
Unter Vorſitz des Herrn Kreisſchulinſpektors Prof. Dr. Fren=
zel
, Herrn Pfarrers Heinemann und im Beiſcin des Ge=
meinderats
wurde hierüber beraten. Es wurde vorgeſchlagen,
die Klaſſe vorläufig in dem oberen Saal der Kleinkinder=
ſchule
unter zu bringen. Jetzt wurde Herrn Bürgermeiſter
Lorenz ſchriftlich mitggteilt, daß der Kirchenvorſtand nicht
dulde, daß die Klaſſe in die Kleinkinderſchule komme weil
der Kirchengeſangverein dort ſeine Singſtunde abhalte.
Wie wir hören, hat der Gemeinderat beſchloſſen, erſt noch
die Gemeindevertreter zu hören, ſollten ſich dieſe dem Be=
ſchluß
des Kirchenvorſtandes anſchließen, ſo wüßte die Ge=
meinde
nicht, wo ſie vorerſt die Klaſſe unterbringen ſoll.
* Groß=Umſtadt, 16. April. (Die ehemaligen
Realſchüler.) Am Oſtermontag wurde hier unter
großer Beteiligung aus nah und fern ein Verein ehe=
maliger
Schüler der Realſchule zu Groß=Umſtadt ge=
gründet
, dem ſofort annähernd 200 Mitglieder beitraten.
Er bezweckt die Pflege der Freundſchaft unter den alten
Schulkameraden, die Förderung der Intereſſen der Schule
und die Vorbereitung der 50jährigen Jubelfeier derſelben.
Alljährlich ſoll, womöglich in den Oſterferien, eine Haupt=
verſammlung
ſtattfinden. Anmeldungen und Beiträge
jährlich mindeſtens 1 Mark werden an den Rechner,
Herrn Leonhardt Joſt, Groß=Umſtadt, Realſchulſtraße, er=
beten
.

Heppenheim a. d. B., 17. April. (Selbſtmord.)
Geſtern abend wurde der Tapeziermeiſter Roedel in ſeiner
Werkſtätte tot aufgefunden. Er hat ſich anſcheinend mit
Zyankali vergiftet. Er war verheiratet. Ueber den
Grund zu der Tat fehlt noch jede Vermutung.
A Vom ſüdlichen Odenwalde, 16. April. (Froſt.)
Heute morgen war die obere Erdſchicht feſt gefroren,
ſchneeweiß prangten die Wieſen. Da nur vereinzelte
Steinobſtforten blühen, dürfte der Froſt wenig Schaden
angerichtet haben.
Mainz. 17. April. (Die erwiſchten Auto=
räuber
.) Der Automobildiebſtahl der ſich vor einigen
Tagen hier ereignete, hat jetzt ſeine Aufklärung gefunden.
Drei junge, etwa 20jährige Burſchen, ein Schloſſer, ein
Dachdecker und ein Chauffeur, ſaßten in ziemlich bezech=
tem
Zuſtande in der betreffenden Nacht den Entſchluß, das=
herrenlos
daſtehende Auto zu einer Vergnügungsfahrt zu
benutzen. Sie beſtiegen es auch und fuhren in ziemlich
raſchem Tempo davon. Auf der Chauſſee nach Hochheim
geriet der Wagen in einen Graben. Als es ſich heraus=
ſtellte
, daß das Auto nicht aus ſeiner Lage befreit werden
konnte, ließen zwei der Räuber ihren Spießgenoſſen im
Stich und ſchlugen ſich ſeitwärts in die Büſche. Der
Zurückgelaſſene machte zwar verzweifelte Anſtrengungen,
durch die Kraft des Motors den Wagen auf den Weg zu
bringen. Als jedoch hierdurch erhebliche Beſchädigungen
am Auto hervorgerufen wurden, lief er auch davon. Die
Polizei konnte nach kurzer Zeit die drei Helden feſtſtellen.
Die aus dem Auto abhanden gekommenen Gegen=
ſtände
wollen ſie nicht entwendet haben. ( Selbſt=
mordverſuch
.) Eine in der Erdalſtraße wohnende
Frau ſuchte ſich geſtern abend durch Einatmen von Leucht=
gas
zu vergiften. Sie wurde jedoch rechtzeitig daran ge=
hindert
und in das St. Rochushofpital verbracht.
(Selbſtmord.) Der Mainzer Kaufmann Auguſt Ni=
kolai
hat in der vergangenen Nacht in den Anlagen von
Rüdesheim durch Erſchießen ſeinem Leben ein Ende ge=
macht
. Der Grund zu dieſer Tat iſt unbekannt.
Hamm, 17. April. (Eine Fuchsjagd in den
Ortsſtraßen.) Ein Fuchs hatte ſich in unſer Dorf
verirrt und lief durch die Dorfſtraße. Von Jägern und
Jagdliebhabern kaum bemerkt, entſpann ſich eine wilde
Jagſd auf Meiſter Reineke, der ſich von Haus zu Haus
flüchtete. Nach ſtundenlangem Jagen wurde endlich der
Fuchs, welcher ſich auf ein Dach geflüchtet hatte, völlig in
die Enge getrieben und von den hitzigen Fuchsjägern mit
Knüppeln totgeſchlagen.
Spiesheim, 17 April. (Konflikt in der Ge=
meindeverwaltung
.) Zu ſtürmiſchen Szenen kam
es während der am Donnerstag abgehaltenen Gsmeinde=
ratsſitzung
. Der Bürgermeiſter hatte ohne Genehmigung
des Gemeinderats eine Straße pflaſtern laſſen. Der Ge=
meinderat
lehnte die Uebernahme der Koſten auf die Ge=
meindekaſſe
ab und belaſtete den Bürgermeiſter damit,
Kreisamt und Miniſterium beanſtandeten dieſen Beſchluß;
ſo daß der intereſſante Fall jetzt verwaltungsgerichtlich
entſchieden werden ſoll.
(*) Aus Oberheſſen, 16. April. (Sehr günſtig
ſind die Obſtausſichten) für dieſes Jahr. Beſon=
ders
Aepfel, Zwetſchen und Pflaumen haben ſtarken
Fruchtanſatz, die Birnen weniger. Wenn die Maifröſte
gnältig vorübergehen, dürfen wir eine gute Obſternte zu
erwarten haben.
(*) Großen=Buſeck, 16. April. (Sein 50jähriges
Dienſtjubiläum) begeht am 1. Mat unſer erſter
Lehrer Valentin Wagner. Er iſt 1845 in Kettenheim
bei Alzey geboren, von 1862 bis 1864 beſuchte er das
Lehrerſeminar zu Alzey. Am 1. Mai 1864 trat er in
unſerem Dorfe in den Dienſt der Schule. Mit Aus=
nahme
von 2 Jahren, die er in dem nahen Oppenrod
wirkte, iſt er bis heute ununterbrochen in unſerem Orte
als Lehrer tätig, ſo daß der größte Teil der hieſigen
Einwohner ſeine Schüler geweſen ſind. Der noch ſehr
rüſtige Schulmann wird hoffentlich noch manches Jahr
zum Segen unſerer Jugend wirken können. Welcher
Beliebtheit ſich Herr Wagner in den Kreiſen der heſſiſchen
Lehrer erfreut, geht am beſten daraus hervor, daß er
von der Landeslehrerverſammlung in Darmſtadt ein=
ſtimmig
auf weitere drei Jahre in den Vorſtand ge=
wählt
wurde.

Feuilleton.

* Aus Kunſt. Wiſſenſchaft und Leben. Unter dem
Namen Behring=Werke, G. m. b H., in Bremen
und Marburg wurde im Sitzungsſaale der Deutſchen
Nationalbank in Bremen eine Geſellſchaft mit 675000
Mark Stammkapital gegründet. Der Zweck der
Geſellſchaft iſt die Herſtellung therapeutiſcher Apparate.
Insbeſondere ſollen unter perſönlicher Leitung und Kon=
trolle
Sr. Exzellenz Profeſſor Dr. v. Behring die von ihm
entdeckten Heilſera hergeſtellt werden. v. Behring bringt
zu dieſem Zwecke die in Marburg bereits errichteten La=
boratorien
und Tierhaltungseinrichtungen in die Geſell=
ſchaft
ein. Außerdem wird die Geſellſchaft Behrings neu=
entdeckten
Diphtherie=Schutzimpfſtoff T. A. der die
Immuniſierung gegen die genannte Krankheit verleiht, aus=
ſchließlich
vertreiben. In Marburg wird, von dem lang=
jährigen
Leiter der Behringſchen Laboratorien, Dr. Sie=
bert
in Marburg geführt, eine Zweigniederlaſſung errich=
tet
Als Geſchäftsführer in Bremen fungiert Konſul Dr.
William Soder. Der Vertrieb der Diphtherieheil= und
Schutzmittel wird am 1. Juni aufgenommen, während die
anderen Sera und Präparate ſofort abgegeben werden.
Aus Berlin wird berichtet: Profeſſor Max Rein=
hardt
wird in der nächſten Saiſon unter den Neuein=
ſtudierungen
klaſſiſcher Werke eine Aufführung von
Schillers Demetrius veranſtalten. Das Glanzſtück
dieſer Aufführung die im Stadttheater, dem alten Zirkus
Schumann, erfolgen ſoll, wird die berühmte Szene des
Reichstags zu Krakau ſein an deren Inſzenierung durch
Reinhardt man ſchon oft gedacht hat. Den Demetrius
wird Alexander Moiſſi ſpielen, die Zarin Marfa Frau
Roſa Bertens, die Zarin Marina Fräulein Mary) Diet=
rich
. Aus Amſterdam wird berichtet: In den Archiven
der Amſterdamer Geſellſchaft zur Förderung der Muſik
entdeckte man vor einigen Tagen drei Briefe Richard
Wagners und acht Briefe von Liſzt die ſämt=
lich
bisher unbekannt geblieben waren. Die Briefe Liſzts
ſind aus Weimar datiert, die Briefe Wagners aus Zürich
und aus Luzern. Sie wurden in den Jahren 18541857
geſchrieben und ſind an den Begründer der Nieder
ländiſchen Geſellſchaft gerichtet.
Verſicherung von Gliedmaßen. In Amerika wird
umendlich viel mehr verſichert als bei uns, und daher iſt

denn auch in der neuen Welt der Gedanke aufgetaucht, daß
berühmte Künſtler und Virtuoſen die Gliedmaßen, deren
ſie zur Ausübung ihrer Kunſt am notwendigſten be=
dürfen
, gegen Unfälle nach Möglichkeit ſichern. Pade=
rewski
iſt der erſte geweſen, der dieſen Gedanken in die
Wirklichkeit umſetzte. Durch ihn iſt die Fingerver=
ſicherung
ins Leben gerufen worden, die heute bei
den amerikaniſchen Verſicherungsgeſellſchaften durchaus
üblich iſt. In einem Aufſatz der Lectures pour Tous der
ſich mit dieſer Art der Verſicherung beſchäftigt, wird dem
berühmten polniſchen Pianiſten der Ruhm zugſprochen,
die teuerſten Finger der Welt ſein eigen zu nennen.
Der Künſtler war für eine Tournee von 25 Konzerten in
den Vereinigten Staaten engagiert worden, ſollte aber eine
ſehr beträchtliche Summe zahlen, falls die Konzerte unter=
brochen
werden müßten. Um gegen dieſen eventuellen
Schaden gedeckt zu ſein, wandte er ſich an eine Neu=Yorker
Geſellſchaft, der nun die ſchwierige Aufgabe zufiel, den
Wert ſeiner Finger in Dollars umzurechnen. Der Erfolg
dieſer Berechnung war, daß Paderewski eine jährliche
Prämie von 203 744,77 Francs zahlen mußte, wofür ſich
die Geſellſchaft verpflichtete, bei irgendeinem Unfall, der
ihm den Gebrauch eines ſeiner Finger unmöglich machen
würde, ihm eine Entſchädigung von 5109812 Francs pro
Woche zu bezahlen. Die Finger Paderewskis wurden
alſo jährlich für mehr als 2½ Million Francs verſichert.
Noch ſchwieriger geſtaltete ſich der Fall bei dem großen
Violiniſten Jan Kubelik, da zum Geigeſpielen die Finger
ja nicht in ſo gleichmäßiger Weiſe nötig ſind wie für das
Klavier. Man mußte ſich daher erſt über den relativen
Wert der einzelnen Finger Kubeliks klar werden, und ſo
wurde ein ganzer Tarif aufgeſtellt, demzufolge an der
linken Hand drei Finger mit je 272000 Francs eingeſchätzt
wurden, der Ringfinger mit 220000 Francs, der kleine
Finger mit 25000 Francs, der Daumen an der rechten
Hand mit 272000 Francs und der Zeigefinger mit 210000
Francs. Einen heftigen Streit der Meinungen entſeſſelte
der kleine Finger der rechten Hand; die einen wollten ihm
beim Geigenſpiel gar keine Bedeutung zumeſſen, den
andern erſchien er doch ſehr wichtig und ſo bewertete man
ihn ſchließlich mit 47000 Francs. Die Geſellſchaft hat
ſchließlich an Kubelik ein gutes Geſchäft gemacht, denn
ſeine Finger behielten ihre bewundernswerte Beweglich=
keit
und Geſchmeidigkeit. Tänzerinnen verſichern ihre
Füße; ſo wurde von der Pawlowna kürzlich bekannt, daß

jeder ihrer Fußknöchel mit 500000 Francs verſichert iſt.
Der berühmte Borer Fitzſimmos kaufte für jede ſeiner
Fäuſte eine Polize von 100000 Francs und der wegen
ſeiner Schönheit bekannte Gentleman=Voxer Corbett
verſicherte ſich nach folgendem Tarif: eingeſchlagene Naſe
125000 Francs ein ausgeſchlagener Schneidezahn 35000
Francs, ein Augenzahn 12000 Fräncs uſw. Junge
Bühnenſchönheiten verſichern ihr Geſicht und ſo kam
es, daß vor einigen Jahren in Chilago eine hübſche Cho=
riſtin
Roſette Lechamp, die ſich bei einem Ausflug ihre
Backe an einem Brombeerſtrauch geritzt hatte, für dieſen
kleinen Riß 75000 Francs erhielt. Die Prozeßkoſten ver=
ſchlangen
200000 Francs, ſo daß der Geſellſchaft dieſer
Riß ſehr teuer zu ſtehen kam.
* Die verſchwundenen Franzoſen=Stiefel. Ein
eigenartiges Mißgeſchick erlebte, wie ſchon kurz
mitgeteilt, die franzöſiſche Reiſegeſellſchaft, die augenblick=
lich
auf Veranlaſſung des Journal d’Allemagne in Berlin
weilt. Ein großer Teil dieſer Geſellſchaft, die mit einem
Sonderzuge von Paris nach Berlin kam, wohnt in einem
Rieſenhotel am Kurfürſtendamm. Auf dem Programm
des Tages ſtand ein Ausflug nach Potsdam. Der Son=
derdampfer
ſollte um 8 Uhr vom Charlottenburger Schloß
abfahren. Ein eigenartiger Zwiſchenfall aber veranlaßte
eine erhebliche Verzögerung. In dem Rieſenhotel gab es
morgens um 7 Uhr eine erhebliche Aufregung. Als die
franzöſiſchen Gäſte ſich zur Dampferfahrt ankleiden und
bereitmachen wollten, vermißten gegen vierzig von
ihnen ihre Stiefel, die ſie abends zum Reinigen vor
die Tür geſtellt hatten. Sie klingelten nach den Haus=
dienern
und dieſe ſuchten alles ab. Aber die Stiefel waren
nirgends zu finden. So erſchienen denn die Gäſte endlich
in ihren Hausſchuhen oder auch auf Strümpfen in den
Vorräumen des Hotels, deſſen Verwaltung ſie alsbald mit
Kraftwagen nach dem Kaufhaus des Weſtens bringen ließ,
wo ſie ſich auf Koſten des Hotels mit neuem Schuhzeug
verſorgten. Das Ausſuchen und Anpaſſen nahm immerhin
eine geraume Zeit in Anſpruch. Unterdeſſen warteten die
übrigen Mitglieder der Reiſegeſellſchaft im Charlotten=
burger
Schloßpark und auf dem Dampfer in der friſchen
Morgenluft. Endlich kamen die Neubeſchuhten nach und
nach in einem Kraftwagen nach dem anderen vom Kauf=
haus
des Weſtens angeſauſt, von den Harrenden jedesmal
mit einem lauten Hallo begrüßt. Um 9½ Uhr war end=
lich
die ganze Reiſegeſellſchaft wieder beiſämmen und

[ ][  ][ ]

Nummer 106.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Seite 5

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 16. April. Die zwölf Mäd=
chen
der Schöneberger Ortsgruppe des Jungdeutſch=
landbundes
, die am 1. April eine von der Gattin
des Schöneberger Oberbürgermeiſters ſorgfältig vorbe=
reitete
Reiſe nach London angetreten hatten, ſind
wieder wohlbehalten in die Heimat zurückgekehrt. Das
umfangreiche Programm der Reiſe konnte dank der aus=
gezeichneten
Organiſation glatt erledigt werden, und die
Mädchen ſind entzückt über die großartigen Eindrücke, die
ſie in der Hauptſtadt Englands gewonnen haben. Die eng=
liſchen
Pfadfinderinnen hatten ſich der Berliner Kamera=
dinnen
herzlichſt angenommen und dienten ihnen als die
beſten Führerinnen. Die Berliner Gäſte wurden von
mehreren hervorragenden Perſönlichkeiten eingeladen, ſo
von der Herzogin von Northumberland, die ſie in liebens=
würdiger
Weiſe auf ihrem Landſitz bewirtete. Selbſtver=
ſtändlich
beſuchten die Mädchen alle hervorragenden
Sehenswürdigkeiten der Stadt London, ſo daß in den
2 Wochen die jungen Deutſchen eine Fülle Neues kennen
lernten. Sie ſind denn auch von der Fahrt überaus be=
friedigt
heimgekehrt, und ſchon jetzt darf es als ſicher gel=
ten
, daß dieſer erſten Englandreiſe in abſehbarer Zeit die
zweite folgen wird. Den Langfingern iſt bekanntlich
nichts heilig; daß ſie aber nicht einmal davor zurück=
ſcheuen
, einen Leichenwagen ſamt Pferden zu ſteh=
len
, kommt nicht alle Tage vor. Allerdings hatten ſie es
auch hierbei nur auf die Pferde abgeſehen und ließen das
ſchwarze Anhängſel ſo bald wie möglich ſtehen. Wie
gemeldet wird, wurde in der Nacht vom Mittwoch zum
Donnerstag einem Beerdigungsinſtitut bei einer Leichen=
überführung
vom Schleſiſchen Bahnhof während der
Uebergabe der Leiche der Wagen mit zwei Pferden ( lang=
ſchwänzige
Rappen) geſtohlen. Der Wagen wurde einige
Zeit ſpäter ohne Beſpannung am Köllniſchen Ufer gefun=
den
. Auf die Wiederbeſchaffung der Pferde hat die betr.
Firma eine angemeſſene Belohnung ausgeſetzt. Ein
aufregender Vorgang hat ſich geſtern nachmittag
im Grunewald abgeſpielt. Das Dienſtmädchen Elſe Fech=
ner
, das bei einem Fabrikanten in Groß=Lichterfelde in
Stellung iſt, ſtürzte ſich aus unglücklicher Liebe in ſelbſt=
mörderiſcher
Abſicht in die Fluten des Grunewaldſees.
Zwei Offiziere vom Großen Generalſtab, die gerade vor=
über
geritten kamen, ſprangen der Lebensmüden nach.
Sie konnten ſie auch noch erfaſſen, ehe ſie unterging und
brachten ſie ſicher ans Land. Die F. wurde dann nach dem
Groß=Lichterfelder Kreiskrankenhaus gebracht.
17. April. Als heute vormittag zwei Kriminalſchutz=
leute
die Ehefrau des Arbeiters Huwe, die mit ihrem
Mann in der Brunnenſtraße ein Abſteigequartier für licht=
ſcheues
Geſindel unterhält, auf Veranlaſſung der Sitten=
polizei
feſtnehmen wollten, griff die Huwe die Be=
amten
tätlich an, ſo daß der Schutzmann Nagel die
Schußwaffe gebrauchte und die Huwe durch einen
Schuß ſchwer verletzte. Eine vom Bunde der
mittleren und kleinen Brauereien der Norddeutſchen Brau=
ſteuergemeinſchaft
veranſtaltete Brauereifachaus=
ſtellung
iſt heute in den Räumen des ehemaligen Sport=
palaſtes
eröffnet worden.
Wiesbaden, 16. April. (Ein Automobil voll=
ſtändig
verbrannt.) Geſtern nachmittag geriet auf
der Chauſſee nach Frankfurt a. M. in der Höhe von Die=
denbergen
ein Automobil während der Fahrt in
Brand. Der Chauffeur, welcher nichts davon gemerkt
hatte, konnte durch Zurufe noch rechtzeitig auf die Gefahr
hingewieſen werden. Es gelang ihm, den Wagen zum
Stehen zu bringen und die Inſaſſen und ſich zu retten.
Zum Löſchen war es zu ſpät, und ſo mußte man untätig
zuſehen, wie der Wagen allmählich ein Raub der Flam=
men
wurde. Man mußte auch anfangs mit der Gefahr
einer Exploſion des Benzintanks rechnen, der angeblich mit
100 Liter Benzin gefüllt war. Dies trat indeſſen nicht ein;
durch die große Hitze kam wohl der Benzinbehälter zum
Schmelzen. In haushohen Feuergarben bot das verbren=
nende
Benzin ein ſchauriges Bild. In weitem Umfange
konnte man die mächtige Hitze verſpüren. Zu allem Un=
glück
trieb der herrſchende Wind die Flammen nach der
Seite, auf der die Telegraphenleitungen angebracht waren
und brachte insbeſondere alle Telephondrähte zum Schmel=
zen
. So war auch der Poſt noch eine ſchwere Arbeit ge=
worden
. Nach den Angaben des Chauffeurs hatte das
Automobil einen Anſchaffungswert von 30000 Mark. Der
Schaden iſt indeſſen durch Verſicherung gedeckt.
Wiesbaden, 17. April. (Ueberfahren und ge=
tötet
.) Das 6 Jahre alte Töchterchen des Kaufmanns
Gabriel Becker aus der Hermannſtraße geriet heute mittag
an der Ecke der Bleich= und Hermannſtraße unter die =
der
eines Privatfuhrwerks und wurde totgefahren.

Hohemark, 17. April. (Prinz Heinrich der Nie=
derlande
) hat heute die Klinik des Profeſſors Fried=
länder
in Hohemark nach erfolgreicher Kur verlaſſen und
ſich nach dem Haag begeben.
Weinheim, 17. April. (Schwerer Automobil=
unfall
.) Ein mit zwei Chauffeuren beſetztes Automobil
der Firma Benz in Mannheim fuhr heute kurz vor Mit=
tag
auf der Landſtraße in der Nähe von Weinheim aus
noch nicht bekannter Urſache gegen einen Baum.
Von den Chauffeuren wurde einer lebensgefährlich ver=
letzt
, der andere brach beide Beine.
Mannheim, 17. April. (Römiſche Funde.) Bei
Grabungen in Ladenburg hat man neue römiſche
Funde gemacht. Man hat die Hälfte eines großen römi=
ſchen
öffentlichen Gebäudes, das an der Hauptſtraße der
römiſchen Stadt gelegen war, blosgelegt, während die
andere Hälfte des Gebäudes an den nördlich anſtoßenden
Grundſtücken noch verborgen liegt. Die Zeit der Erbauung
wird wohl in den Anfang des dritten Jahrhunderts nach
Chriſti zu ſetzen ſein. Dabei hat man auch Scherben auf=
gefunden
, von denen beſonders die Sigillata=Gefäße her=
vorzuheben
ſind, die man als Erzeugniſſe galliſcher Fabri=
ken
aus dem Ende des erſten oder Anfang des zweiten
Jahrhunderts nach Chriſti anzuſehen hat.
Kolmar (Elſaß), 17. April. (Drei franzöſiſche
Touriſten,) die am Dienstag im Feſtungsgelände von
Neubreiſach photographiſche Aufnahmen gemacht hatten,
wurden von einem Wallmeiſter feſtgenommen unter
Beſchlagnahme der Aufnahmeplatten uſw. Die Feſtgenom=
menen
befinden ſich zurzeit im Gerichtsgefängnis zu Kol=
mar
. Allem Anſchein nach iſt die Sache ohne Bedeutung
und die Freilaſſung der drei Touriſten aus Paris bzw.
St. Etienne iſt wohl in Bälde zu erwarten.
Zabern, 17. April. (Rückkehr der Garniſon.)
Wie ſoeben vom Truppenübungsplatz Oberhofen aus zu=
verläſſiger
Quelle verlautet, wird das Infanterie=
Regiment Nr 99 nach mehrmonatiger Abweſenheit
wieder nach Zabern zurückkehren, und zwar
wird das erſte Bataillon morgen nachmittag um 4.45 Uhr
und das zweite Bataillon um 6.37 Uhr in der Stadt ein=
treffen
.
München, 17. April. (Eiſenbahnunfall.) Die
Eiſenbahndirektion teilt mit: Der Durchgangsgüter=
zug
1737 iſt zwiſchen Steinach und Ermetzhofen auf der
Linie Treuchtlingen-Würzburg mit der Lokomotive und
etwa zehn Wagen entgleiſt. Zu gleicher Zeit iſt der
auf dem Nachbargleis im Gefäll entgegenkommende Durch=
gangsgüterzug
1752 dadurch mit der Lokomotive und etwa
zehn Wagen ebenfalls entgleiſt. Die beiden Lokomotiv=
führer
und ein Heizer wurden ſchwer verbrüht, die zwei
Zugführer leicht verletzt; der andere Heizer wurde auf der
Lokomotive eingeklemmt und iſt wahrſcheinlich tot. Beide
Gleiſe ſind geſperrt. Der Materialſchaden iſt bedeutend
Die Urſache iſt noch nicht feſtgeſtellt.
Hof, 17. April. (Entſchädigungsklage.) Ein
hieſiger Realſchullehrer ſtrengte gegen den Magiſtrat eine
Entſchädigungsklage über 30000 Mark an, weil ſeine
Tochter bei Behandlung ihrer Hand im Städtiſchen Kran=
kenhaus
mit Rööntgen ſtrahlen einen Schönheits=
fehler
erlitten habe. Eine Krankenſchweſter habe den Appa=
rat
allein bedient und dabei ſei die Hand der Tochter des
Lehrers verbrannt worden.
Köln, 17 April. (Geflüchtet.) Unter Hinterlaſ=
ſung
bedeutender Schulden iſt der Althändler Fritz Broo
aus Mainz, der hier ein umfangreiches Antiquitäten=
geſchäft
betrieb, mit Frau und Kindern unter Mitnahme
von 200000 Mark nach Amerika geflüchtet. Zu den Gläu=
bigern
gehört auch ein Mainzer Privatmann, der um
43000 Mark geſchädigt iſt.
Hannover, 17. April. (Aus dem Zuge geſprun=
gen
.) Der Musketier Blei aus Gneſen, den ein Sergeant
zu einem Schöffengerichtstermin hierher transportierte,
entſprang dem Transporteur am alten Juſtizgebäude und
wurde in Celle wieder verhaftet. Auf dem geſtrigen
Rücktransport ſprang Blei aus dem Eilzuge. Der Zug
hielt und Blei wurde mit ſchweren inneren Verletzungen
aufgefunden. Er mußte ins Garniſonlazarett gebracht
werden.
Wegeleben, 16. April. (Eine eigenartige Ver=
giftung
) ereignete ſich auf der Domäne Adersleben.
Sachſengänger hatten blaues Ammoniak, das nur mit
der Maſchine geſät werden ſoll, mit der Hand geſät. Durch
den Wind wurde den Leuten anſcheinend Ammoniak in
die Atmungsorgane geweht. Die Wirkung war furchtbar.
Das Geſicht und der ganze Körper wurde aufgedunſen
und zeigte braunblaue Färbung, auch ſtellten ſich Atem=
eſchwerden
ein. Ein Mann befand ſich in ſo ernſtem Zu=
ſtande
, daß man ihn ſchon für verloren gab. Dem ſofort

herbeigerufenen Arzt gelang es jedoch, ihn am Leben zu
erhalten, auch die übrigen Leute befinden ſich auf dem
Wege der Beſſerung. Die Behandlung erfolgte dadurch,
daß dem Körper große Mengen Milch zugeführt wurden.
Warnsdorf (Sachſen), 17. April. (Bei der Ex=
ploſion
eines Fabrikkeſſels) in der Samt=
fabrik
von Fröhlich Söhne wurden der Ingenieur Schmidt
und der Arbeiter Siebers getötet; mehrere andere Per=
ſonen
wurden erheblich verletzt.
Naumburg, 17. April. (Todesfall.) Der frühere
Kurator der Univerſität Marburg, Geh. Ober=Juſtizrat
Dr. Schollmeyer, iſt geſtorben.
Löbau, 17. April. (Tragiſcher Selbſtmord
einer Mutter.) Die Ehefrau Eiffler in Lawalde
ſchlief beim Stillen ihres Säuglings ein. Als ſie er=
wachte
, fand ſie das Kind erſtickt vor. Aus Verzweiflung
ertränkte ſie ſich im Dorfteich.
Thorn, 17. April. (Hinrichtung.) Auf dem hieſi= Gefängnishofe wurde heute früh 6 Uhr der Raubmör=
der
Joſeph Straskiewicz, geboren am 30. November
1890 in Bienkowo, Kreis Kulm, hingerichtet. Stras=
kiewicz
, der als Musketier des Infanterieregiments Nr. 61
fahnenflüchtig war, verübte in verſchiedenen Provinzen
eine Reihe von Einbruchsdiebſtählen, namentlich in Kir=
chen
. Zuletzt erſchlug er im Auguſt 1913 in Althauſen im
Kreiſe Kulm bei einem Einbruch den Kätner Cirankowski
und deſſen Wirtſchafterin Malinowski. Das Kriegsgericht
verurteilte Straskiewicz am 30. Januar 1914 zweimal zum
Tode.
Glatz, 17. April. (Schwere Schlägerei unter
Soldaten.) Wegen eines Mädchens kam es in einem
Gaſthauſe in Halbendorf zwiſchen Soldaten von
dem hieſigen Infanterie=Regiment zu einem regulären
Gefecht, in deſſen Verlauf ein Teilnehmer getötet und
ſechs ſchwer verwundet wurden. Die ganze Einrich=
tung
ging in Trümmer. Mit Biergläſern warfen die Sol=
daten
die Fenſter ein. Als der Wirt telephoniſch Hilfe
herbeirufen wollte, zertrümmerten die Wütenden auch den
Telephon=Apparat und mißhandelten den Wirt, ſowie
einen anderen Ziviliſten. Ein vorüberfahrender Radfahrer
wurde vom Rad geriſſen und von den Soldaten übel zu=
gerichtet
. Die Täter konnten ſchließlich in Haft genommen
werden.
Die polizeiliche Darſtellung über dieſen
Vorfall beſagt: Am 14. April nachts gerieten in dem
Stadtteil Halbendorf vor einem Gaſthauſe eine Anzahl
Soldaten in Streit, der in eine größere Schlägerei aus=
artete
. Alle Fenſterſcheiben des Hauſes, Biergläſer,
Flaſchen und das Mobiliar wurden zertrümmert. Drei
Soldaten wurden verletzt; einer erlitt einen Beinbruch,
einem zweiten wurde die Pulsader durchſchnitten. Alle
drei wurden ins Lazarett geſchafft. Eine Menge Unbe=
teiligter
wurde in Mitleidenſchaft gezogen. Die Unter=
ſuchung
iſt eingeleitet.
Szekely=Udvarhely (Ungarn), 17. April. ( Groß=
feuer
.) In der Gemeinde Atya verurſachten geſtern
Kinder beim Spielen ein Feuer, das ſich raſch verbreitete
und 61 Häuſer zerſtörte. Zwei Menſchen und viele Haus=
tiere
ſind verbrannt.
Paris, 17. April. (Hungerſtreik.) Die Kranken=
wärter
und =wärterinnen der hieſigen Hoſpitale ſind in
einen Hungerſtreik getreten, um die ihnen vom Magiſtrat
zugeſtandenen, von den Krankenhausverwaltungen aber
verweigerten Entſchädigungen für Abendeſſen außerhalb
der Hoſpitäler zu erlangen.
Verviers, 17. April. (Erſtickt.) Heute nacht brach
in einem von mehreren Familien bewohnten Hauſe Feuer
aus, wobei zwei Kinder erſtickten. Drei andere Perſonen
wurden halberſtickt ins Krankenhaus gebracht.
London, 17. April. (Brand eines Varietés.)
Das Empire=Varieté=Theater in Kingſton bei London iſt
in der Nacht zum Teil abgebrannt. Die Urſache des
Feuers iſt nicht bekannt.
Yarmouth. 17. April. (Brandſtiftung durch
Suffragetten.) Die Britannia=Landungsbrücke mit
ſamt dem Pavillon iſt heute morgen gänzlich abge=
brannt
. Der Schaden wird auf 15000 Pfund Sterling
geſchätzt. Am Strande wurde eine Poſtkarte gefunden,
welche die Worte votes for women und auf ihrer Rück=
ſeite
die Mitteilung enthielt: Mc. Kenna hat Frau Pank=
hurſt
beinahe getötet. Wir können keine Gnade walten
laſſen, bis die Frauen das Stimmrecht beſitzen.
Neu=York, 17. April. (Geſtrandet) iſt der Schoner
Buckley bei Long Branch im Staate Illinois. Der
Kapitün, ſeine Frau und die ganze Mannſchaft ertran=
ken
; nur ein Mann konnte ſich retten.

nunmehr konnte der Sonderdampfer losmachen und ab=
fahren
. Im Hotel hatte während der Zeit die Kriminal=
polizei
ſchon die erſten Ermittelungen angeſtellt. Sie er=
gäben
, daß ein Dieb eine Tür an der Lietzenburger
Straße erbrochen hatte und von dort aus unbemerlt auf
die Hotelflure gelangt war. Auf demſelben Wege, auf
dem er gekommen war, muß der Dieb das Hotel auch
wieder verlaſſen haben. Wie er die immerhin etwas
maſſige Beute weggeſchafft hat, weiß man nicht.
* Das Paradies der Alten. Am Bergabhang im
Grünen gelegen, fernab vom modernen Leben, findet inan
oben im oſtpreußiſchen Kreiſe Preußiſch=Holland den ſtillen
Ort Grünhagen. An ſich hat der Ort, wenn man von
der beſchaulichen Ruhe und der glücklichen Lage abſieht,
keine beſonderen Reize und doch verdient er, daß man von
ihm ſpricht: Er iſt das Paradies der Alten. Von den 880
Einwohnern haben nämlich 53 bereits das geſegnete Alter
von 70 Jahren überſchritten und mehr als 100 Perſonen
ſtehen an der Schwelle des Alters das der Pſalmiſt gibt.
Der älteſte Einwohner des Ortes zählt 99 Lenze, ein Paar
hat die diamantene und drei Paare haben die goldene
Hochzeit feiern können. Grünhagen iſt demnach wohl
der bevorzugteſte Ort in Deutſchland, in dem ſich lange
leben läßt, da er im Verhältnis zu ſeiner Einwohnerzahl
die meiſten älteſten Leute birgt.
* Ein geſegneter Winterſchlaf. Seit längerer Zeit
hielt zur Untechaltung der Gäſte ein Charlottenburger
Reſtaurateur in ſeinem Lokale einen Igel. Vor einigen
Monaten verſchwand das muntere Tierchen, und ſchließ=
lich
tröſtete man ſich notgedrungen über den Verluſt. Der
Schmerz war ſchon längſt vergeſſen, da wurde dieſer Tage
die Wirtin an einem ſtillen Vormittag auf ein eigentüm=
liches
Geräuſch im Klavier aufmerkſam. Als man darauf
das Inſtrument von der Wand abrückte, öffnete ſich die an
der Rückwand des Klaviers geſpannte Leinewand und
hervor kam ſeelenvergnügt der verlorene Igel. Er
hatte in der Klimperkiſte ſeinen Winterſchlaf abgehalten
obgleich auf dem Inſtrument während der ganzen Winter=
monate
tagaus, tagein bis tief in die Nacht hinein nicht
gerade zart geſpielt worden war.

Das Haus Liebe Erde‟ in Mainz.

Ein vorbildlicher Villenbau moderner Architektur.
Als vor einigen Jahren des Kaiſers Gnade ermög=
lichte
, in der Feſtung Mainz den engenden Gürtel, der die
mächtig auſſtrebende Stadt umſchloß, zu ſprengen, wurden
in dem aufgelaſſenen Gelände eine Anzahl Bauquartiere
geſchaffen, die ſchon durch ihre Lage einem Architekten reiz=
volle
Aufgaben ſtellten mußten. Als einer der erſten hat
Profeſſor Albin Müller=Darmſtadt das Glück und
die Genugtuung gehabt, eine dieſer Aufgaben zu löſen
Er hatte dabei das doppelte Glück, einen Bauherrn zu
finden, der den Stilaufgaben der modernen Architektur ſo
viel reifes Verſtändnis entgegenbrachte, daß er ſich deren
Forderungen nicht verſchloß, auch wo es nicht immer den
eigenen Intentionen ganz entſprach, der aber dabei doch
zähe feſthielt mit dem Recht des wahrhaft Gebildeten an
ſeiner und der Familie perſönlicher Eigenart, die beſon=
ders
in ſtark ausgeprägtem völkiſchem Empfinden und in
typiſch deutſchem Familienſinn zum Ausdruck kam. Dem
naturgemäß gern frei ſchaffenden modernen Architekten
ſtand alſo hier ein zwar einſichtsvoller, aber energiſch die
eigenen Wünſche und künſtleriſchen Intentionen vertreten=
der
Bauherr gegenüber, und es erwuchs dem Künſtler die
weitere, nicht weniger bedeutende und, wenn auch ſchwie=
rige
, ſo doch dankbare Aufgabe, ſein eigenes Wollen in
künſtleriſcher Beziehung der Perſönlichkeit des Bauherrn,
wenn nicht zu fügen, ſo doch gleichberechtigt beizuordnen.
Es ergab ſich alſo wohl das heute leider immer ſeltener
werdende freundſchaftliche Verhältnis zwiſchen Bauherrn
und Architekten, das ungewollt oder abſichtlich, einerſeits
dazu führt, dem Baukünſtler die eigenen Wünſche möglichſt
überzeugend nahe zu bringen, und andererſeits den Bau=
herrn
zu der modernen Architekturaufgabe, die gerade hier
in ganz beſonderer Weiſe zur Löſung kommen mußte, zu
bekehren. Daß aus dieſem Verhältnis ein ſo wunder=
bar
harmoniſches Werk von rein künſtleriſchem Ausdruck
im Aeußeren und von ſo charaktervoller Wohnlichkeit im
Innern erſtehen konnte, iſt überzeugender Beweis dafür,
daß auf beiden Seiten mit edlem Ernſt und reifem Ver=
ſtändnis
an der Löſung gearbeitet wurde.

Das Haus Liebe Erde iſt errichtet auf dem höchſten
Punkte der Stadt. Die alte Feſtungsmauer wurde um ein
Beträchtliches noch erhöhr und aufgefüllt. Das gab den
Baugrund. Wie eine Burg überragt es mit wenigen
Schweſtergebäuden die ganze Stadt und grüßt, faſt gleich
hoch, herüber zu den Türmen des herrlichen alten Domes.
Und iſt doch nichts weniger als eine Burg. Der Be=
ſitzer
und Bauherr Kommerzienrat Dr. Jung darf als
Leiter eines großen Induſtrieunternehmens nicht in burg=
herrlicher
Einſamkeit ſich abſchließen vom pulſierenden
Leben des Tages. Wohl aber hat er das menſchliche Recht,
nach den Mühen des Tages Menſch zu ſein, mit den
Seinen ſich der Schönheiten des Lebens zu freuen, in
ſtolzer Freiheit auf eigenem Beſitz. My house is mny castle.
Das geſtattet Haus und Beſitz in geradezu idealer Weiſe.
Tief drunten zu Füßen des ſtolzen Heimes brauſt das
Leben der Großſtadt, rattern die Eiſenbahnzüge vorbei
und ragen rauchende Fabrikſchlote zu den Wolken auf. So
ſteht das Haus mitten drin im Getriebe der Großſtadt,
doch ihr nervenzerreibender Lärm dringt nicht bis hier
herauf, ihr haſtendes Getriebe ſtört nicht die wunderſame
Ruhe hier oben. Weit erſchließt dem Blick ſich die Herr=
lichkeit
der Landſchaft. Die bewaldeten Höhen des Tau=
nus
grüßen herüber und weit hinten im Landſchaftsbild
ſchimmert der Rhein. In nächſter Nähe des Hauſes üppige
Anlagen und rings herum grünt und blüht jetzt ſchon der
Garten, zu dem weite, ausladende Terraſſen und Veranden
führen und der mit dem Haus ſo innig verbunden iſt, daß
beide faſt eine Einheit bilden. Eine ſteinerne Baluſtrade
umzieht den ganzen Beſitz und bildet gleichzeitig die Be=
krönung
der alten Feſtungsmauer. Ueber ſie hinweg ſtreckt
die bronzene Geſtalt des betenden Knaben die Arme der
Sonne entgegen und grüßt den Beſucher, der aus dem
Großſtadtgewühl zu dieſer Stille und Schönheit empor=
ſteigt
. In der Ecke, von jungen Bäumen umgeben, ſteht
die ſteinerne Nachbildung eines altrömiſchen Altars, von
dem um die Zeit der Sonnenwende lodernde Flammen
von der Verehrung des Hausherrn für Deutſchlands Eini=
ger
, für Bismarck, zeugen ſollen.
Und in ernſten, faſt klaſſiſch ſchönen, ruhigen Formen
wächſt das Haus Liebe Erde aus der Gartenzier empor.
In ſeiner Art ein architektoniſches Meiſterwerk, die Schöp=

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Nummer 100.

Peking, 17. April. (Chineſiſche Räuber=
bande
.) Nach einem amtlichen Bericht haben Räuber
am 14. April Sanyuanhe eingenommen und geplündert,
ſind aber am 15. April von Regierungstruppen entſchei=
dend
geſchlagen worden, wobei ſie 2000 Mann verloren.

Hanſabund=Verſammlunge

St. Im Kaiſerſaal fand geſtern abend auf Veran=
laſſung
der Bezirksgruppe Darmſtadt des
Hanſabundes eine Verſammlung ſtatt, in der
Reichstagsabgeordneter Legationsrat Frhr. v. Richt=
hofen
das Thema Die Arbeiten des Reichs=
tages
und der Hanſabund behandelte. Auch
Landtagsabgeordneter Dr. Oſann wohnte der Verſamm=
lung
bei. Die Verſammlung wurde von Herrn Direktor
Parcus mit herzlicher Begrüßung der Erſchienenen
eröffnet und geleitet. Er erteilte alsbald dem Redner des
Abends das Wort. Frhr. v. Richthofen führte etwa folgen=
des
aus:
Die Gründung des Hanſabundes im Jahre 1909 war
eine unbedingte Notwendigkeit, um Handel und Induſtrie
zu ſchützen. Hierzu ſind notwendig: geſunde innerpolitiſche
Zuſtände und eine verſtändige Steuergeſetzgebung. Bis=
marcks
Grundſatz, indirekte Steuern für das Reich und
direkte Steuern für die Einzelſtaaten, mußte verlaſſen wer=
den
, als in den letzten Jahrzehnten die Anforderungen für
Heer und Marine erheblich ſtiegen, als vor allem die letzte
Finanzreform, und neuerdings die Wehrvorlage ſo erheb=
liche
Anforderungen an das Reich ſtellten, daß ſeine
Steuerquellen nicht mehr genügten. Der Hanſabund war
da=der erſte, der die Forderung erhob: direkte Steuern
auch für das Reich. Er iſt dann auch in erſter Linie für
die Erbanfallſteuer eingetreten, weil er mit Recht die
Steuer für die beſte hält, die einerſeits dem Staate gibt,
was er braucht, andererſeits aber nicht ſehr drückend wirkt.
Das aber iſt die Erbanfallſteuer. Der Hanſabund
bedauert lebhaft, daß dieſe Steuer nicht Reichsgeſetz
wurde. Die Vermögensſteuer enthält nun auch in ſich die
Erbanfallſteuer, ſie enthält aber außerdem die Beſteuerung
des Vermögenszuwachſes im Erlebensfall. Das iſt ſicher
keine glückliche Erfindung, weil es eine Beſteuerung des
Sparens iſt. Daß das Buchmachergeſetz zuſtande
kummt, mußte gehofft und begrüßt werden; man dürfe da
nicht allzu moraliſch denken. Wenn man das Wetten ganz
verbietet, fließen ungezählte Millionen ins Ausland und
das Intereſſe an den Pferderennen verſchwindet. Wenn
das Geſetz aber zuſtande kommt, dann iſt der Zeitpunkt
gekommen, den Scheckſtempel zu beſeitigen, der
auf unſer ganzes Wirtſchaftsleben hemmend wirkt. Von
den Arbeiten des Reichstages intereſſiert vor allem hier
das Geſetz betr. die Konkurrenzklauſel. Die Dinge
ſtehen da auf des Meſſers Schneide. Es iſt noch unſicher,
wie die Parteien ſtimmen werden. Die Angeſtelltenver=
bände
ſollten da vorſichtiger vorgehen und das Geſetz, wie
es jetzt vorliegt, akzeptieren, nicht aber, weil nicht alles
Gewünſchte erreicht wurde, zu ſagen, man habe kein In=
tereſſe
mehr an dem Geſetz. Man müſſe dann ſpäter Ver=
beſſerungen
anſtreben. Aehnlich iſt’s mit der Sonn=
tagsruhe
. Sicher iſt jedem Angeſtellten ein freier Tag
in der Woche zu gönnen, doch iſt es nicht möglich, bei der
Verſchiedenheit der Verhältniſſe im Reich, die Dinge, über=
all
über einen Kamm zu ſcheren. Maßgebend dürfte nicht
die Einwohnerzahl, ſondern nur die Art der Käufer ſein.
Der jetzt vorgeſchlagene Weg iſt nicht gangbar. Prinzipiell
aber wird der Hanſabund an einer möglichſten Sonntags=
ruhe
feſthalten. Eigentümlichſte Zuſtände herrſchen bei
uns noch auf dem Gebiet des Submiſſionsweſens.
Hier muß unbedingt eine verſtändige Grundregel aufge=
ſtellt
werden. Ob das in den Einzelſtaaten oder durch das
Reich geſchieht, iſt ſchließlich gleich. Aber geſchehen muß
etwas.
In zwei bis drei Jahren ſieht Deutſchland der Er=
neuerung
ſeiner Handelsverträge entgegen. Das
iſt eine für uns eminent wichtige Frage. Deutſchland
braucht mit unbedingter Notwendigkeit den Export. Wir
ſind gezwungen, jahraus jahrein eine große Summe Gel=
des
ins Ausland abzuführen. Bei uns leben etwa zwölf
Millionen Menſchen allein durch den Export. In natür=
licher
Entwickelung der Dinge ergibt ſich daraus die not=
wendige
Steuerkraft, die wir brauchen, um unſer Heer und
unſere Flotte groß und ſtark zu halten, und dieſe hinwie=
derum
brauchen wir zur Behauptung unſerer Weltmacht=
ſtellung
. Um unſere Landwirtſchaft leiſtungsfähig zu er=
halten
, müſſen wir ſie ſchützen davor, daß Deutſchland mit

billigem ausländiſchen Getreide überſchwemmt wird. Der
Teil der Bevölkerung aber, der den Schutzzoll zu bezahlen
hat, muß naturgemaß ſo gehalten werden, daß er dieſe
Laſten tragen kann. Dazu aber iſt Deutſchlands Welt=
machtſtellung
Notwendigkeit. Darum müſſen wir Agrar=
politik
treiben und in die Intereſſen von Handel und
Induſtrie ſtellen. Unſere innere Koloniſation muß ge=
fördert
werden. Die Fideikommißgeſetze bedürfen drin=
gend
der Reform. Es dürfen nicht mehr Großgrundbeſitzer
geſchaffen werden, aber wir können gar nicht genug Bauern
haben. Dieſe Politik drängt uns zum Aerger unſerer
Gegner zum Deutſchen Bauernbund, der auch die innere
Koloniſation auf ſeine Fahne geſchrieben hat. Mit dem,
was in England und Amerika durch geſetzgeberiſche Re=
formen
in Ausſicht ſteht, können wir ſehr zufrieden ſein,
wenngleich auch im Ausland, wie bei uns, vor den Wah=
len
der Mund immer recht voll genommen wird. Redner
verbreitet ſich eingehender über die Zollgeſetzgebung in
Amerika, England, Japan uſw. und über die Entwicklung
der Induſtrien in dieſen Staaten, die uns heute nicht nur
im Auslande, ſondern ſchon im eigenen Lande Konkur=
renz
machen. Dieſer können wir nur und müſſen wir
begegnen durch möglichſt geſchickte Handelsverträge. Rein
national haben wir kaum etwas zu fürchten vor der Zu=
kunft
; nur auf wirtſchaftlichem Gebiete ſehen wir ſchwe=
ren
Kämpfen entgegen. Der Handel der Welt hat ſich un=
gemein
verändert; Deutſchland iſt auf dem Wege, der
größte Exporteur der Welt zu werden. Das hat natürlich
eine mißgünſtige Haltung der anderen Nationen zur Folge
gehabt. Die deutſche Konkurrenz wird mit allen Mitteln
bekämpft. Gegenüber der Tatſache, daß der jungfräuliche
Boden der Welt aufgeteilt wird, wie nie zuvor, genügt
für uns nicht mehr das Prinzip der offenen Tür; wir
brauchen andere Garantien. Das muß unſere Blicke nach
China lenken, wo wir mit den Vereinigten Staaten ge=
meinſam
unſere Intereſſen gegen andere Nationen ver=
treten
müſſen. Auch die Türkei kommt in Betracht. Und
wiederum iſt die Grundlage hier eine geſunde Steuer=
politik
. Wenn wir all unſer Geld im eigenen Lande brau=
chen
, keine großen Anleihen in die Länder geben können,
die in unſerem Intereſſengebiet liegen, ſind wir im Nach=
teil
. Notwendig iſt eine Reform in der Ausbildung und
Auswahl unſerer für unſere Handelspolitik in Betracht
kommenden Beamten. Die Tatſache, daß man in Potsdam
eine Schwadron gut geführt hat, befähigt noch nicht zum
Geſandten oder Botſchafter. Es iſt eine Prüfungskom=
miſſion
notwendig, für die wir energiſch eingetreten ſind.
Zum Schluß trat Redner für ein inniges Zuſammen=
gehen
von Induſtrie, Handel und Gewerbe in grundlegen=
den
Fragen ein. Dazu ſei aber politiſche Macht notwen=
dig
. Der deutſche Kaufmann, der deutſche Induſtrielle,
der deutſche Gewerbetreibende kann kein Rückwärts, kann
nur ein Vorwärts kennen. (Lebhafter Beifall.)
Mit herzlichen Dankesworten ſchloß hierauf Herr Dir.
Parcus die Verſammlung.

Luftfahrt.
Von der Viktoria Luiſe‟.

* Frankfurt a. M., 17. April. Wie die Delag mit=
teilt
, iſt das Luftſchiff Viktoria Luiſe heute Frei=
tag
, neu gefüllt worden und wird vorausſichtlich ſchon
morgen den Fahrdienſt zunächſt mit einer Werkſtattfahrt
beginnen. Die Halle iſt von Sonntag ab dem Publikum
wieder zugänglich. Von nächſter Woche ab werden die
Paſſagierfahrten ihren regelmäßigen An=
fang
nehmen, und zwar zunächſt von der Frankfurter
Halle aus, um dieſe dann etwa vom 10. bis Ende Mai
mit derjenigen in Baden=Baden zu vertauſchen. Das
Luftſchiff iſt während der Wintermonate in der hieſigen
Halle wieder gründlich nachgeſehen und inſtand geſetzt
worden. Die Viktoria Luiſe ſteht ſeit dem 4. März 1912
im Dienſt der Delag und hat ſeitdem mehr als 400 Fahr=
ten
ohne jede Störung oder irgend welche Unfälle ausge=
führt
; ſie hat dabei etwa 50000 Kilometer zurückgelegt und
allein über 4000 Fahrgäſte (ohne die Beſatzungsmann=
ſchaften
) durch die Lüfte getragen. Der 1910 von der
Firma) Brauer u. Wirth. Hofmöbelfabrik in Stuttgart, zu=
nächſt
für das erſte Verkehrsluftſchiff Deutſchland in
Mahagoni mit reicher Perlmuttereinlage hergeſtellte Fahr=
gaſtraum
mit 20 Sitzplätzen iſt einer neuen, etwas kleine=
ren
Aluminiumkabine gewichen, die ebenfalls ſehr vor=
nehm
, in dunkelrot gehalten und mit ſeidener Plüſchtapete
ausgeſchlagen iſt. Die üblichen Toiletten= und Wirt=

ſchaftsräume fehlen natürlich in der neuen Kabine eben=
falls
nicht.

* Metz, 17. April. Geſtern nachmittag war auf deut=
ſchem
Boden weſtlich von Rezonville laut behördlicher
Feſtſtellung ein franzöſiſcher Doppeldecker
mit einem Offizier und einem Begleiter gelandet.
Der Offizier flog, nachdem er von den Bewohnern er=
fahren
hatte, daß er ſich auf deutſchem Boden befände,
über die Grenze zurück auf franzöſiſches Gebiet und lan=
dete
gleich darauf bei St. Marcel, wo er ſich von Don=
court
Benzin holen ließ.
* Prag, 17. April. Der an dem Schichtfluge Ber=
lin
Wien beteiligte Berliner Flieger Reiterer hat
heute vormittag 7 Uhr von der Kuchelbader Rennbahn,
wo er geſtern gelandet war, mit Hauptmann Neumann
den Flug nach Wien über Beneſchau, Pilgram und Jalau
ortgeſetzt.

Vermiſchtes.

Vom deutſch=evangeliſchen Miſſions=
weſen
. Das Jahrbuch der Sächſiſchen Miſſionskonferenz
für 1914, welches kürzlich erſchienen iſt, bringt eine ſorg=
fältige
ſtatiſtiſche Ueberſicht über die deutſchen evangelt=
ſchen
Miſſionsgeſellſchaften bis Ende 1912. Es kommen
26 Geſellſchaften in Betracht mit 713 Haupt= und 3737
Nebenſtationen, 1564 europäiſchen und 8062 eingeborenen
Miſſionsarbeitern. Im Jahre 1912 wurden 33 558 Heiden
getauft. In 3975 Schulen befinden ſich 217892 Schüler.
Die Geſamtausgaben werden mit 12815037 Mark ange=
geben
. Die Miſſion der Brüdergemeinde iſt die älteſte;
ſie beſteht ſeit 1732. Die jüngſte unter den Miſſionsgeſell=
ſchaften
iſt die der deutſchen Adventiſten, welche ſeit 1903
beſteht.
S. Aus Wien wird uns geſchrieben: Neuerlich ſind
mehrere, für den Fremdenverkehr ſehr intereſſante Berg=
bahn
=Projekte in den Vordergrund des Intereſſes
getreten. Vor allem gilt es dem Semmering, einem
der größten Höhenkurorte und Winterſportplätze Oeſter=
reichs
für den auf einmal eine ganze Reihe von Klein=
bahnen
geplant wird Eine dieſer Bahnen ſoll auf den
Sonnwendſtein, die andere von der Station
Semmering auf den Hochweg die dritte endlich vom
Hochweg in das benachbarte Raxgebiet führen. Da=
bei
würden alle modernen Bergbahnſyſteme Seilbahn,
Schwebebahn und Zahnradbahn in Anwendung kom=
men
. Weitere Projekte beziehen ſich auf die Herſtellung
einer Eiſenbahn von Abbazia oder dem benachbarten
Lovrana auf den berühmteſten Ausſichtsberg der öſter=
reichiſchen
Riviera, auf den Monte Maggiore. Doch
wird auch hier vorerſt die Entſcheidung zwiſchen den an=
zuwendenden
Syſtemen Zahnradbahn oder Schwebe=
bahn
zu treffen ſein. Daß eine Bergbahn auf dem
Monte Maggiore einem allgemeinen Verkehrsbedürfnis
entſpricht, darüber beſteht allerdings längſt kein Zweifel
mehr. Der dritte Bahnbau bezieht ſich auf die Herſtellung
einer Seilbahn vom Etſchtal nächſt Trient in Südtirol
auf das Plateau bei Fai nächſt dem Molvenoſee, be=
ſtimmt
, den Verkehr nach dem unvergleichlich ſchönen
Höhenkurort Molveno zu erleichtern. Zu dieſem Zweck
iſt ſchon in den letzten Jahren viel geſchehen, indem eine
herrliche, auch für den Autoverkehr fahrbare Straße aus
dem Nonstal bei Mezzolombardo nach Molveno angelegt
wurde. Nun ſoll dem gleichen Ziele auch die vorerwähnte
Seilbahn dienen, die bereits im Bau begriffen iſt und
vorausſichtlich noch im heurigen Jahre eröffnet werden
wird. Anſchließend hieran ſei erwähnt, daß auf der Inſel
Luſſin die drei für den Fremdenveckehr wichtigſten
Orte: Luſſingpiccolo, Luſſingrande und Cigale durch eine
Kleinbahn verbunden werden ſollen. Die neue Bahn
würde unter anderem der leichteren Erreichbarkeit des ent=
zückenden
Seebades und Winterkurortes Luſſingrande und
des Strandbades Luſſingpiccolo dienen.

Literariſches.

Illuſtrierter Wegweiſer durch den
Vogelsberg mit Wetterau und die ſich daran
anſchließenden Teile der Rhön. Mit über 100 Abbil;
dungen, 3 großen Karten, 5 Ueberſichtskärtchen und 4
Stadtplänen. (Verlag von Emil Roth in Gießen, 2.)
Der immer mehr in Aufnahme kommende Beſuch des
Vogelsberges iſt, wie es in dem Vorwort dieſes vor=
züglichen
Führers und Wanderbuches heißt, in erſter

fung eines ſinnenden Baumeiſters, der gewohnt, den gan=
zen
Ernſt, die Reife ſeines baukünſtleriſchen Empfindens
ſeinem Werke zu verleihen. Moderne Wohnkultur tritt dem
Beſucher überall entgegen. Wie von außen jeder Blick
auf das Haus berechnet ſcheint, wie jeder Ueberſchneidung,
ganz gleich, wie man den Platz wählt, in die Architektur
hineinpaßt, niemals eine Unſchönheit in die Flächen und
Linien bringt, ſo iſt die Anordnung der Innenräume, dem
Grundſatz von der Schönheit des Zweckmäßigen unter=
geordnet
, von einer Klarheit, die ſo ſelbſtverſtändlich
wirkt, weil immer erſt die praktiſche Verwendbarkeit, dann
die architektoniſche Schönheit betrachtet, und überall beides
zu ſeltener Harmonie geeint wurde. Und dieſe Harmonie
iſt bis ins kleinſte Detail durchgeführt. Von der Platz=
geſtaltung
bis zum Dachfirſt zeigt alles die Hand, den
künſtleriſchen Entwurf des Künſtlers. Und wo er in der
Innenarchitektur ſich den meiſt durch liebgewordene Dinge
der täglichen Umgebung oder der Pietät diktierten Wün=
ſchen
des Bauherrn fügen mußte, was vielleicht nicht immer
leicht fiel, da geſchah es nach reifem Erwägen faſt ſtets
ohne Verletzung modern=künſtleriſcher Grundſätze. Den
Beſucher, der ſtets von dem Oeffnenden unbemerkt geſehen
wird, umfängt ein kleines Entree, das, mit einer geräu=
migen
und praktiſchen Garderobe verbunden, zunächſt rein
praktiſchen Zwecke der Kleiderablage, Toilette uſw. dient,
und in den erſten Empfangsraum, eine hohe prächtige
Halle, führt. Dieſe, in der hohen hellen Eichenholzvertäfe=
lung
ungemein ruhig und monumental wirkende Halle
bildet das tragende Moment des Hauſes. Von hier ſind
alle Räume zu erreichen. Zu beiden Seiten führen hinter
Blumenſchmuck verſteckte Treppen zu den oberen Stock=
werken
. Auf einen die Halle umziehenden Rundgang
münden alle Türen der oberen Gemächer. Zu ebener Erde
liegt das große, die Familie einende Wohnzimmer, das
in ſinniger Weiſe in ſeiner verſchiedenen Geſtaltung allen
Familienmitgliedern Lieblingsecken bietet. Ihm iſt eine
große breite Terraſſe vorgelagert, ſo zwar, daß ſie im
Sommer mit in den Raum einbezogen werden kann. Von
hier führt eine dreiſtufige flache Treppe in den Garten,
und dem Blick öffnet ſich von hier der ganze weite Hori=
zont
, der ganze Taunus, der auch vom Zimmer ſelbſt aus
genoſſen werden kann. Mit dem Wohnzimmer verbunden
iſt ein reizvoller Wintergarten; eine Wirkungsſtätte der
Hausfrau, die hier ihrer Lieblinge wartet und auch lieben
Beſuch hier empfangen und bewirten kann. Anſchließend
iſt das Muuſikzimmer, mit antiken Möbeln und koſtbaren

Bildern geſchmückt. Zur Rechten liegt das Eßzimmer, in
praktiſchſter Weiſe mit der Küche verbunden, die, um die
Gerüche fernzuhalten, durch einen Anrichteraum abgetrennt
iſt. Daß in der Technik der Küche alle praktiſch erprobten
Errungenſchaften der Neuzeit berückſichtigt wurden, bedarf
keiner beſonderen Betonung. Das Gleiche gilt von den in
den oberen Stockwerken liegenden Bade= und Toilette=
räumen
, die ebenſo gediegen wie praktiſch und hygieniſch
eingerichtet ſind. Mit dieſen verbunden ſind die Schlaf=
räume
, die Zimmer der Kinder, Ankleideräume uſw., klar
in der Anordnung und praktiſch zum Gebrauch. Reine
Wohnkultur. Nach allen Seiten ſind auch in den oberen
Stockwerken Veranden und Terraſſen angebracht, ſo daß
nach allen Seiten die Ausblicke in die Natur genoſſen
werden können.
Die klaſſiſche Ruhe der Außenarchitektur, die hin und
wieder faſt ſtreng wirkt, wird belebt durch unaufdringlichen
tektoniſchen ornamentalen Schmuck, meiſt aber durch die
die Balkone tragenden doriſchen Säulen, die hier mit einer
Selbſtverſtändlichkeit der modernen Architektur eingeordnet
ſind, als ſeien ſie eigens von dem Architekten zu dieſem
Bau geſchaffen und damit die ewige Geltung wahrer
Schönheit und deren Unvergänglichkeit dokumentieren.
M. St.

Großherzogliches Hoftheater.

Freitag, den 17. April.
Der Wildſchütz.
W-l. Lortzings komiſche Oper Der Wildſchütz die
ſeit mehreren Jahren nicht mehr auf dem Spielplan er=
ſchienen
iſt, ging heute in neuer Einſtudierung und In=
ſzenierung
in Szene. Lortzings naive und humorvolle
Muſik gleicht die Geſchmackloſigkeiten und Frivolitäten
des ſchlechten Textdichters aus. Der muſikaliſch ſchwächſte
erſte Akt, der ſich von Trivialitäten nicht frei hält, wird
durch den zweiten Akt, der ſich durch leichtflüſſige Melodik
auszeichnet und reich an muſikaliſchen Feinheiten iſt
wozu u. a. die brillant gearbeitete Billardſzene gehört
weit übertroffen. Der natürliche Humor Lortzings kommt
auch im dritten Akte wieder zu unverfälſchtem Ausdruck
Je mehr der neueren Zeit dieſer muſikaliſche Humor ab=
handen
gekommen iſt, deſto mehr wird er wieder
geſchützt.

Die Aufführung, die Herr Kapellmeiſter Kleiber
mit Friſche des Temperaments und künſtleriſcher Energis
leitete zeugte von einer ſorgfältigen Einſtudierung, und
in den einheitlichen und lebensvollen Enſembleſzenen
machten ſich künſtleriſche Diſziplin und die umſichtige und
durchgreifende Regie des Herrn Regiſſeurs Nowack an=
genehm
bemerkbar.
Die Partie des heimgeſuchten Schulmeiſters ſang
zum erſten Male Herr Weber, deſſen Auffaſſung von
der ſeiner Vorgänger inſofern abwich, als er auch im
Humor der ſchulmeiſterlichen Würde, die ſich in dem
Paſtoralton ſeines hochwichtigen Amtes bekundete, nicht
entriet. Daß Herr Weber ſeiner geſanglichen Aufgabe
nichts ſchuldig blieb, braucht wohl kaum beſonders her=
vorgehoben
zu werden, ſtimmlich ſchien er dagegen heute
weniger gut disponiert zu ſein. Die Szenen mit Gret=
chen
, namentlich im erſten Akte, gehörten zu den gelungen=
ſten
der Aufführung, zumal auch Frau Beling=
Schäfer das ſchelmiſche und ſchmollende Gretchen mit
entzückender Natürlichkeit und Drolerie verkörperte.
Frau Kallenſee ſpielte und ſang die Doppelrolle
des Studenten und des Mädchens vom Lande hübſch
und gewandt und mit einer dem Charakter der luſtigen
Witwe entſprechenden Doſis von Humor, ſehr geſchickt
fand ſich Frl. Jacobs mit ihrer Aufgabe als verſchro=
bene
Gräfin ab, in der ſie ein komiſches, von unſchönen
Uebertreibungen ſich fern haltendes Pathos entfaltete.
Die Partie des gräflichen Schürzenjägers wurde zum
erſten Male von Herrn Semper geſungen, und zwar
mit gutem Gelingen, wenn ihm auch der leichte Ton der
Spieloper nicht ſo gut liegt wie der pathetiſche der ernſten
Oper. Herr Globerger als melancholiſcher Baron.
erfreute wieder durch die ungetrübte Entfaltung ſeiner=
ſchönen
ſtimmlichen Mittel. Der ſächſelnde Haushofmeiſter
des Herrn Jordan und der Stubenburſch der Frau
Gothe paßten ſich dem Enſemble gut an.
Mit den vorhandenen Mitteln war eine dem moder=
nen
Geſchmack entſprechende, verbeſſerte und ſtilvollere
Szenerie geſchaffen worden. Die Dorfſzene im erſten Akte
bot ein prächtiges Bild von intimer Wirkung, ſehr hübſch
machte ſich die Gartenſzene des letzten Aktes mit den
Lauben und Niſchen und den natürlichen Hecken und
Bäumen. Das Auge hat ſich an dieſe natürlichen Bilder
ſo ſehr gewöhnt, daß man die gemalten Dekorationen
faſt nicht mehr jehen kann.

[ ][  ][ ]

Nummer 106.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Seite 7.

Linie Verdienſt des Vogelsberger Höhenklubs. In den
Sektionen drängte ſich der lebhafte Wunſch auf, einen
Führer durch den Vogelsberg erſtehen zu laſſen, der gutes
Kartenmaterial bieten und beſonderen Wert auf textlich
ausführliche und recht mannigfaltige Tourenbeſchreibun=
gen
legen möchte. Der vorliegende illuſtrierte Wegweiſer
ſollte ſich alſo die Aufgabe ſtellen, den Vogelsberg für
weite Kreiſe dem Touriſtenverkehr aufzuſchließen und
denſelben von den Verkehrszenkren Frankfurt, Kaſſel, Gie=
ßen
, Fulda aus in den Vogelsberg hineinzuführen. Der
lexikaliſche trockene Führerſtil iſt darum vermieden und
eine mehr feuilletoniſtiſche Textbehandlung erſtrebt wor=
den
, um die Schönheiten des Gebirges lebhafter vor die
Seele zu führen und mehr Beſucher heranzuziehen. Das
treffliche Buch dürfte dieſe Aufgabe in erheblichem Maße
erfüllen.
Meiſter der Farbe. Gemälde moderner
Meiſter in ſarbiger Wiedergabe. 11. Jahrgang 1914. In=
halt
des Februarheftes: J. Lavery, Damenbildnis. Hugo
Vogel, Leda. F. A. Delobbe, Töchter des Ozeans A.
Dreßler, Waldfrieden. W. V. Schovill, Das erſte Bilder=
buch
. A. Feuerbach, Selbſtbildnis. Abonnementspreis
des Heftes 2 Mk. Verlag von E. A. Seemann in
Leipzig.

Vom Balkan.

* Konſtantinopel, 17. April. In Erwiderung
auf die aus Athen ſtammenden Meldungen über die Aus=
wanderung
der Griechen aus Thrazien er=
klären
Tanin und andere Blätter, daß die Auswanderung
durch griechiſche Agenten veranlaßt wurde. Das ökume=
niſche
Patriarchat verlangte geſtern bei dem Miniſter des
Innern und des Kultus Maßnahmen zur Eindämmung
der Auswanderung. Der Miniſter des Innern ordnete
an, daß ſofort der Zollinſpektor abreiſe, um die Lage an
Ort und Stelle zu prüfen und jeden ottomaniſchen Be=
amten
zu beſtrafen, der die Auswanderung begünſtige.
Eine Patriarchatskommiſſion begab ſich abends nach Ro=
doſto
, um eine Reiſe nach Thrazien zu unternehmen und
die Griechen zu überreden, daß ſie in ihre Heimſtätten
zurückkehren.
* Cetinje, 17. April. Vorgeſtern begab ſich General
Martinowitſch nach Tuzi und berief dorthin geſtern die
Häuptlinge des Hotiſtammes und des Gruda=
ſtammes
. Dieſe erſchienen bis auf eine kleine Minder=
heit
. Martinowitſch forderte ſie auf, ſich zu unterwerfen,
ſagte ihnen hierfür Amneſtie und die Zuerkennung der=
ſelben
Rechte zu, wie ſie die montenegriniſchen Untertanen
genießen; andernfalls würden ſie ſtrenge beſtraft. Die
Führer der beiden Stämme unterwarfen ſich mit
der Verſicherung ihrer Loyalität. Hierauf
beſetzten die nach Tuzi geſandten montenegriniſchen Trup=
pen
das ganze von der Londoner Konferenz Montenegro
zugewieſene Gebiet der Hotiſtämme und der Gruda=
ſtämme
.
* Paris, 17. April. Nach einer Blättermeldung aus
Athen habe die griechiſche Regierung angeſichts der Un=
möglichkeit
, die Wünſche Oeſterreich=Ungarns in Sa=
loniki
zu befriedigen, den Beſchluß gefaßt, in Saloniki
eine Freizone zu errichten, welche dem Handel aller
Länder geöffnet ſein ſoll. Hierdurch würde Oeſterreich=
Ungarn jeder Wunſch zu ſpäteren Reklamationen ge=
nommen
.

Ein Staatsvertrag zwiſchen den
Vereinigten Staaten und Kolumbien.

* Paris, 17. April. Die hieſige kolumbiſche Ge=
ſandtſchaft
veröffentlicht den Wortlaut des zwiſchen
Kolumbien und den Vereinigten Staaten
unterzeichneten Vertrages. Im Artikel I ſpricht die
Regierung der Vereinigten Staaten den Wunſch aus, allen
Streitigkeiten und Weiterungen mit Kolumbien ein Ende
zu machen, welche durch die mit der gegenwärtigen Lage
in der Landenge von Panama zuſammenhängen=
den
Ereigniſſe hervorgerufen wurden. Die kolumbiſche
Regierung nimmt dieſe Erklärung an, da ſie vollkommen
ſicher ſei, daß auf dieſe Weiſe jedes Hindernis für die
Wiederherſtellung einer vollſtändigen Eintracht zwiſchen
den beiden Ländern verſchwinden werde. Der Artikel II
beſtimmt, daß Kolumbien unentgeltlich die immer=
währende
und freie Durchfahrt durch den Kanal für ſeine
Truppen, ſein Material und ſeine Kriegsſchiffe genießen
werde. Derſelbe Artikel gewährt für die in die Kanal=
zone
eingeführten kolumbiſchen Erzeugniſſe handelspoli=
tiſche
Vorteile, ferner Sonderbegünſtigungen für den Pa=
namabahnverkehr
, für die kolumbiſchen Beamten, für die
Truppen und das Kriegsmaterial Kolumbiens, ſowie für
die kolumbiſchen Erzeugniſſe, falls der Kanal unterbrochen
ſein ſollte. Im Artikel III wird Kolumbien eine ſechs
Monate nach Austauſch der Ratifikation des Vertrages
zu bezahlende Summe von 25 Millionen Dollar bewilligt.
Im Artikel IV verpflichtet ſich Kolumbien, Panama als
unabhängige Nation anzuerkennen; die Vereinigten Staa=
ten
wieder übernehmen die Verpflichtung, die Regierung
von Panama zur Entſendung eines Beamten zu veran=
laſſen
, der mit Kolumbien über einen Friedens= und
Freundſchaftsvertrag unterhandeln ſoll.

Aus Mexiko.

* Waſhington, 17. April. Huerta verlangt
neuerdings, daß ſein Salut gleichzeitig er=
widert
werde. Es gilt als ſicher, daß Wilſon dieſe
Forderung ablehnen wird.
* Waſhington, 16. April. Präſident Wil=
iſon
erklärte in einer Unterredung, es gebe keinen Prä=
zedenzfall
für die Verweigerung einer Erwiderung des
Saluts. Deshalb müſſe der Vorſchlag Huertas ange=
nommen
werden. Wilſon fügte noch hinzu, er ſei nicht
für eine Blockade an der pazifiſchen Küſte, weil eine ſolche
nur den mexikaniſchen Handel mit den Vereinigten Staa=
ten
unterbinden würde.
* Waſhington, 16. April. Wie es heißt, bedeutet
die Erfüllung der an Huerta geſtellten Bedingungen
durch die Vereinigten Staaten nicht die Anerkennung
der Regierung Huertas. Es wird erklärt, die
kamerikaniſche Regierung wolle ihre Flottenmacht in den
mexikaniſchen Gewäſſern ſelbſt dann verſtärken, wenn der
geforderte Flaggenſalut abgefeuert werde. In dieſem
Falle wird nur ein Teil der jetzt ſüdwärts dampfenden
Schiffe zurückgerufen.
* Waſhington, 16. April. Die Regierung hat
sheute abend Huertas Anerbieten, die Flagge der
Vereinigten Staaten zu ſalutieren, angenommen. Die
eamerikaniſchen Kriegsſchiffe werden darauf die mexika=
miſche
Flagge ſalutieren.
* Waſhington, 17. April. Bryan hat den
mexikaniſchen Geſchäftsträger O'Shaugneſſy telegraphiſch
bbeauftragt, Huerta davon in Kenntnis zu ſetzen, daß
die amerikaniſche Regierung ſich nur mit einem Ge=
schützſalut
von 21 Schuß zufrieden geben kann.

* Neu=York, 17. April. World meldet aus
Mexiko: Viele Nordamerikaner reiſen in der
Richtung nach Veracruz ab.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* München, 17. April. Heute nachmittag 3.34 Uhr iſt
das Großherzogspear von Baden zum Beſuche
des bayeriſchen Königspaares hier eingetroffen. Nach
großem militäriſchem Empfang auf dem Bahnhof fuhr der
König mit dem Großherzog und die Königin mit der
Großherzogin nach der königlichen Reſidenz.
* München, 17. April. Das Großherzogspaar
von Baden wohnte heute abend der Feſtvorſtellung im
Hoftheater bei. Es wurde Ariadne auf Naxos von
Richard Strauß gegeben.
* München, 17. April. Der Staatsſekretär des Reichs=
ſchatzamts
Kühn traf heute abend von Berlin kommend,
hier ein und wurde vom Legationsrat von Stockhammern
empfangen. Er wird morgen vom König in Audienz
empfangen werden und einer Einladung des Miniſter=
präſidenten
zum Frühſtück Folge leiſten. Abends nimmt
er an der Galatafel zu Ehren des Großherzogspaares von
Baden in der Reſidenz teil.
* Koblenz, 17. April. Beim Beſteigen des Koffel=
ſteines
, eines Felſen zwiſchen Braubach und Oberlahn=
ſtein
, ſtürzte heute vormittag ein 15jähriger Gym=
naſiaſt
aus Frankfurt a. M., der hier zu Beſuch weilte,
ab und erlitt lebensgefährliche Verletz=
ungen
.
* Köln, 17. April. Zu der Meldung der Central
News aus Schanghai daß eine deutſche Ver=
meſſungsabteilung
der Kanton=Hankauer Bahn von
Dorfbewhnern überfallen worden ſei ſtellt
ein Berliner Telegramm der Kölniſchen Zeitung feſt, daß
es nicht eine deutſche, ſondern eine im Auftrage des deut=
ſchen
Konſortiums arbeitende ausſchließlich aus Chineſen
beſtehende Vermeſſungsabteilung war, und es ſich ferner
nicht um die Kanton=Hankauer=Bahn, ſondern um die
Hankau=Szetſchwan=Bahn handele.
* Auſſig, 17. April. Die Owen= Maſchinenan=
lage
der Oeſterreichiſchen Glashütten=Geſellſchaft wurde
heute durch einen Brand zerſtört. Die Maſchine
ſelbſt, welche täglich 24000 Flaſchen erzeugte, wurde wenig
beſchädigt, der Betrieb iſt jedoch unmöglich. Der Scha=
den
beträgt eine halbe Million Kronen.
* Achilleion, 17. April. Der Reichskanzler hat
heute vormittag dem griechiſchen Miniſterpräſidenten Ve=
niſelos
einen Gegenbeſuch in der Stadt gemacht. Zur
Mittagstafel waren geladen der deutſche Botſchafter in
Konſtantinopel Frhr. v. Wangenheim und der Militär=
attaché
Major Laffert, welche auf der Loreley aus
Konſtantinopel hier eingetroffen waren.
* Stockholm, 17. April. Nach dem heute vormittag
veröffentlichten Krankheitsbericht verläuft die
Geneſung des Königs im ganzen zufrieden=
ſtellend
. Der Darm funktioniert natürlich. Die
Operationswunde iſt geheilt und ſämtliche Fäden ſind ent=
fernt
. Temperatur 36,9, Puls 58.
* Petersburg, 17. April. Aus Anlaß des Jah=
restages
der Ereigniſſe in den Lena= Gold=
gruben
verſuchten heute Arbeiter auf dem Newski= Pro=
ſpekt
und an anderen Stellen der Stadt Kundgebun=
gen
. Die Polizei unterdrückte die Verſuche ſogleich. In
den Arbeitervierteln herrſcht Ruhe. Ausſchreitungen ſind
nicht zu verzeichnen.
* Odeſſa, 17. April. Auf dem Dampfer Mitchuan
Ismael wurden durch eine Keſſelexploſion acht
Mann der Beſatzung ſchwer und zwei leicht verletzt. Einer
iſt bereits ſeinen Verletzungen erlegen.
* Konſtantinopel. 17. April. Das Amtsblatt ver=
öffentlicht
ein proviſoriſches Geſetz betreffend ein drei=
monatiges
Budgetproviſorium. Danach wird
die Regierung, vorbehaltlich der parlamentariſchen Ge=
nehmigung
, zu Ausgaben im Geſamtbetrage von 8 774 122
türkiſchen Pfund während dieſes Zeitraumes ermächtigt.
* Konſtantinopel, 17. April. Ein Jrade iſt unter=
zeichnet
worden, wodurch die Konzeſſion der
Tabakregie auf fünfzehn Jahre verlängert wird.
* Neu=York, 17. April. Nach einer Meldung der Neu=
York Tribüne aus Mexiko iſt das große Handels=
haus
Palacia de Hierro niedergebrannt.
Der Schaden wird auf 7 Millionen Peſos geſchätzt, die
Hälfte iſt durch Verſicherung gedeckt, größtenteils bei eng=
liſchen
Geſellſchaften.
* Neu=York, 17. April. Zu dem Brande des
Mietshauſes wird weiter gemeldet: Das Feuer
brach im Erdgeſchoß aus und breitete ſich mit großer
Schnelligkeit über die Treppen aus Von der Vorderſeite
des Gebäudes wie von den Fenſtern des benachbarten
Mietshauſes verſuchten Feuerwehrleute auf Leitern die
Rettungsarbeit, wobei ſich ergreifende Szenen abſpielten.
Bisher ſind zehn Leichen gefunden worden, von denen
ſechs bis zur Unkenntlichkeit verkohlt ſind.
* Tokio, 17. April. Das Parlament iſt zum 4.
Mai zu einer außerordentlichen Seſſion ein=
berufen
.
Revolverattentat eines Geiſteskranken.
* Neu=York, 17. April. Ein alter Mann, der anſchei=
nend
geiſtesgeſtört iſt, feuerte heute einen
Schuß ab, der an dem Bürgermeiſter Mitchel und dem
Polizeikommiſſär Woods vorbeiging und einen Syndikus
namens Folk Jaw erheblich verletzte. Der Attentäter
wurde verhaftet. Man vermutet, daß er Woods hat töten
wollen.
* Neu=York, 17. April. Der Mann, der den Syn=
dikus
Folk durch einen Schuß verletzt hat,
wurde durch das raſche Eingreifen des Detektivs Naun,
der das Automobil Mitchells lenkte, verhindert, weitere
Schüſſe abzugeben. In den Taſchen des Mannes wurden
zwei an den Bürgermeiſter gerichtete Briefe vorgefunden.
In den Kleidern fand man Papiere auf den Namen David
Roſe. Der Bürgermeiſter iſt überzeugt, daß der Mann
auf ihn ſchießen wollte.

Briefkaſten.

Oberlehrer Richten Sie dieſe Anfrage doch direkt
an das fragliche Gymnaſium.

zu erhalten. Schlafloſigkeit iſt der Beginn des Verfalls.
Häufig ſucht man durch künſtliche Mittel den Schlaf zu er=
zwingen
. Das gelingt aber nur einige Male, denn ſobald
ſich der Körper an dieſe Mittel gewöhnt hat, verſagen ſie.
Urſache der Schlafloſigkeit ſind gewöhnlich überreizte
Nerven oder erregte Herztätigkeit. Sie werden in erſter
Linie durch nervenerregende und auf das Herz wirkende
Genußgifte erzeugt. Dieſe ſind in der Mehrzahl der Fälle
die eigentliche Urſache der Schlafloſigkeit. Sie ſind um ſo
gefährlicher, weil ſie durch ein vorübergehendes Wohl=
behagen
täuſchen. Eine plötzliche gewaltſame Entwöhnung
iſt nicht ratſam und würde auch nicht den gewünſchten Er=
folg
haben. Viel ſicherer wirkt ein langſamer Uebergang
zu unſchädlichen und wohlſchmeckenden Erſatzmitteln, unter
denen wohl Kathreiners Malzkaffee die beſten Dienſte tut.
Er kann allen, die an Schlafloſigkeit leiden, aufs wärmſte
empfohlen werden.

Dampfernachrichten.

Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem Ver=
reter
: Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: Belgia‟ 14. April 12 Uhr 15 Min. mittags
von Neuorleans nach Boca Grande. Hamburg von
Neu=York über Algier und Neapel nach Genua, 14. April
2 Uhr nachm. von Gibraltar. Pennſylvania von Neu=
York kommend, 14. April 4 Uhr 20 Min. nachm. Lizard
paſſiert. Pretoria nach Neu=York, 14. April 5 Uhr=
30 Min. morgens Scilly paſſiert. Prinz Adalbert
14. April 7 Uhr 45 Min. morgens in Philadelphia.
Weſtindien, Mexiko: Weſterwald 14. April in Pto.
Mexiko. Südamerika, Weſtküſte Amerikas: Abeſ=
ſinia
nach der Weſtküſte Amerikas, 13. April in Cardiff.
Bethania von der Weſtküſte Amerikas kommend,
12. April von Punta Arenas. Hohenſtaufen nach
Mittelbraſilien, 14 April 5 Uhr nachm. von Liſſabon.
Liguria nach der Weſtküſte Amerikas, 13. April in
Antwerpen. Palatia 13. April 4 Uhr nachm. von
Pernambuco über St. Vincent und Madeira nach Ham=
burg
. Phoenicia 13. April außerhalb der Barre von
Rio Grande do Sul. Sieglinde nach Braſilien,
14. April 5 Uhr nachm. von Antwerpen. Siegmund‟,
von Braſilien kommend, 14. April 4 Uhr 15 Min. nachm.
in Hamburg. Oſtaſien: Altmark 13. April morgens
in Singapore, ausgehend. Belgravia 14. April in
Dalny, heimkehrend. Bermuda 14. April nachm. von
Port Said nach Malta. Brisgavia 14. April in
Schanghai, ausgehend. Goldenfels 14. April nachm.
in Port Said, ausgehend. Markomannia 13, April
mittags in Liverpool. Suevia 14. April morgens in
Marſeille, heimkehrend. Unkermark 14. April 6 Uhr
morgens von Schanghai nach Kobe. Württemberg
14. April von Sabang nach Bangkok. Verſchiedene
Fahrten: Vergnügungsdampfer Meteor vierte Mittel=
meerfahrt
, 14. April 7 Uhr abends in Monaco. Oſt=
mark
12. April von Colombo nach Suez. Rhenania
13. April von Swakopmund.

TAPETENT Erste Fabrikate.

Modern billig.
Hausbesitzer höchsten Rabatt!
Keine Ladenhüter oder Ramsch. (7710a
Schuchardtstrasse 14
Ringfreies
Tapetenhaus Jean Ganssmann Tel. 2 75.
Langjähriger Filialleiter der Firma Wilh. Ehrhardt.
Geſchäftliches.
Schlafloſigkeit. Geſunder Schlaf iſt das beſte
Mittel, um den Körper dauernd friſch und leiſtungsfähig

Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Nachricht, daß heute vormittag
8½ Uhr meine liebe Frau, unſere liebe Mutter,
Großmutter und Tante
(B10069
Margarethe Gimbel
nach ſchwerem Leiden im Alter von 63 Jahren
entſchlafen iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Gimbel u. Kinder.
Darmſtadt, den 17. April 1914.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. April,
nachmittags ½5 Uhr, vom Trauerhauſe Wein=
bergſtraße
36 aus ſtatt.

Dankſagung.

Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an dem uns betroffenen unerſetzlichen Verluſte
meines lieben, unvergeßlichen Gatten, meines
treubeſorgten Vaters, unſeres lieben Bruders,
Schwagers und Onkels
(10051
Herrn Philipp Stein
Bahnhofsvorsteher
ſagen wir Allen tiefgefühlten Dank.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Lina Stein, geb. Volz, und Tochter,
Schweſtern Emma und Sophie Stein.
Pfeddersheim u. Darmſtadt, 14. April 1914.

Danksagung.

Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an dem uns betroffenen ſchweren Verluſte unſeres
(10053
guten Kindes

Karl

dem Herrn Pfarrer Kleberger für ſeine troſtreiche
Grabrede, den Konfirmanden der Lucasgemeinde,
ſowie für die zahlreichen Blumenſpenden ſagen
wir Allen tiefgefühlteſten Dank.

Ludwig Eymann u. Familie.

Darmſtadt, den 17. April 1914.

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Nummer 106.

Danksagung.

Bei dem Hinscheiden meiner lieben, unvergesslichen Gattin
Frau Frieda Hugenschütz
sage ich allen meinen Verwandten und Bekannten, besonders den Schwestern
für ihre liebevolle Pflege, dem Herrn Pfarrer Beringer für seine trostreiche
Grabrede, dem Männer-Quartett Loreley meinen herzlichsten Dank.
Hans Hugenschütz u. Kind.
Darmstadt, den 17. April 1914.
(10057

Beſichtigung des Großb. Neſidenzſchloffes
(Holbeinſche Madonna) an jedem Wochentag von 34
Uhr Sonntags von 111 Uhr. (Eintritt 50 Pfg., drei
Perſonen 1 Mk.)

Me
lung und Pateniſchriſtenauslegeſtell geöfnet Vertlags
von 912½ und 36 Uhr, ausgenommen Samstag
nachmittags.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Unter dem Einfluſſe des ganz Nordweſteuropa
bedeckenden hohen Druckes hatten wir Donnerstag meiſt
heiteres, ziemlich kühles Wetter mit ſtarker nächtlicher
Abkühlung. (Lauterbach Minimum 3.50.) Der über
der Nordſee lagernde Kern des hohen Druckes hat ſich
langſam nach Oſten bewegt und liegt mit ſeinem
Maximum über Südſkandinavien. Wir dürften heute
auf der Südſeite des hohen Drucks mit geringer Zu=
nahme
der Bewökkung zu rechnen haben.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 18. April:
Wechſelnd bewölkt, doch noch meiſt heiter, keine weſent=
liche
Aenderung der beſtehenden Witterung, tags warm,
ſtarke nächtliche Abkühlung.

Tagestalender.
Samstag, 18. April.

Vorſtellung um 8½ Uhr im Orpheum.
Muſikkneipe des Köſener S. C. um 8 Uhr im
Saalbau.
Kaninchen=Ausſtellung im Heſſiſchen Hof
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Hotel Heß um
4 und 8 Uhr. Bürgerkeller um 8 Uhr. Perkeo um
8 Uhr.
Hauptverſammlung des Heſſ. Landeslehrerinnen=
vereins
um 4 Uhr in der Turnhalle der höheren Mäd=
chenſchule
zu Offenbach.
Ständige Rettungswache der Sanitätzskolonne,
Telephonruf Nr. 2425.

Druck und Verlage z. 6. Bilichſche Haſbuſtrichreſt
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts=
leben
: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen: nachträg=
liche
werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.

Beſtellungen auf die

Vochen=Chronik
V
monatlich 20 Pfennia
(einzelne Nummer 10 Pfg.) nehmen unſere Expedition, unſere Trägerinnen, ſowie unſere Agenturen
und ſämtliche Poſtanſtalten entgegen, die letzteren unter der Bezeichnung Darmſtädter Tagblatt
Ausgabe B. Die Chronik iſt 8ſeitig mit reichem Bilderſchmuck in Tiefdruck und in tadelloſer
Ausführung, ſo daß ſie fortlaufend eine Illuſtrierung der hervorragenden Ereigniſſe der letzten Woche
bietet und eine Ergänzung des mehr feuilletoniſtiſch gehaltenen Illuſtrierten Unterhaltungsblattes darſtellt.

(26918

e eeee

Nurdurch ihre Ea

Faft
Liosse

neuere Art Nährzucker für zarte Kinder u. durch Krankheit od. Überarbeit. geschwächte Personen

Tuldk für rationelle Säuglingsernährung.

nach Prof.Soxhlets Verfahren, reinste Marke,
Diese im Weltmarkt bevorzugten Nähr- und Kräftigungsmittel sind von massgebenden Kinder-
ärzten
als erstklassig anerkannt und stehen in den Kinderfürsorgestellen in täglichem Gebrauch.
In Hpotheken und Drogerien erhältlich. Stets Löflunds verlangen.

Hülchenſchtrant au vertanten
K*10288) Eckhardtſtr. 5, III. I.

der Unleg=
Kein Brechen kragen, nur
Neubügelei Wenckſtr. 6, II. (*10208sg

Lebraucht. Wandererrad ſehr
billig abzugeben.
(9045a
Donges & Wiest, Grafenſtr. 26.

Klavierschule
Frau E. Hochstätter
konſerv. ausgebildete Pianiſtin.
Anfangsgründe und vollſtändige
Ausbildung. Nur Einzelunterricht,
auch abends. Schulſtraße 15, 2. St.
Sprechſtunden 113 Uhr (8492a

G

Zutes bürg. Mittag= u. Abendeſſen
Ludwigſtraße 10, II. (8676t

Nur eine Mark
beträgt das Honorar für eine
Nachhilfestunde in allen Gym-
nasialfächern
durch Lehrer mit
Gymnasialbildung. Gekl. Off. unt.
G 35 a. d. Exp. ds. Bl. (9954a

es kömnen noch einige ſünge
Damen das Zuschneiden
u. Kleidermachen gründlich
erlernen. E. Steingässer,
akad. Zuſchneide=Lehrſchule, Nieder=
Ramſtädterſtraße 36. (8304a

Schülerin höherer Lehranſtalt
zur Beaufſichtigung von Schul=
arbeiten
geſucht. Zu erfragen
vormitt. Bismarckſtr. 55, I. (9981

Tango‟
Maxixe brésilenne‟
Furlana‟
lernt in wenigen Stunden
Occi u. LV
Taunusburg, III. Etage.
(9885fsg)

ſtatt jeurer ausländiſcher Marken
dem deutſchen Volke empföhlen-2
Viröerlagen bei:
Paul C. Finke, Hubertus=Drogerie, Ballonplatz 5;
ferner der hieſigen Reichardt=Filiale.
Weitere Verkaufsſtellen an Plakaten kenntlich.
Herzoglich Schleswig=Holſteinſche
Kakao=Geſellſchaft:Wanosbek,

Der Kindergarten

(*10087fs

beginnt wieder
Dienstag, den 21. April,
Else Meywald, Mathildenſtraße 3.

[ ][  ][ ]

Nummer 106.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Seite 9.

offeriere in beſtens erprobten und
bewährten Sorten neueſter Ernte
Wie
Gemüſeſamen:

Blumenkohl
Weißkraut
Rotkraut
Wirſing
Roſenkohl
Blätterkohl
Oberkohlrabi
Erdkohlrabi
Gelbe Rüben
Salatrüben
Sellerie

Radies
Peterſilie
Rettich
Zwiebeln
Salat
Gurken
Erbſen
Bohnen
Porree
Melonen
Karotten

Die
ſchönſten Blumenſamen
für Gruppen:

Levkoyen
Goldlack
Petunien
Verbenen
Kornblumen
Strohblumen
Sonnenroſen
Scabioſen

Nelken
Balſaminen
Phlox
Reſeda
Zinnien
Ritterſporn
Colenz
Vergißmeinnicht

Sadt
zu Einfaſſungen:

Iberis
Kreſſe
Silene

Pyrethrum
Tauſendſchön
Nemophila

Schlingpflanzen:
Kreſſe
Winden
Mina lobata
Wicken
Japaniſcher Hopfen

Die

intereſſanten Samen:
Rieſentabak Schampflanze
Moſchuspflanze
Alles in neueſter
Ernte!
Diverſes:
Steckzwiebeln Runkelrüben
Grassamen
in bewährten Miſchungen für alle
Bodenklaſſen.
Lilien, viele Sorten
Knollenbegonien, Tuberosen,
Montbretien, Gladiolen etc.

Blumendünger.

G
um
Ehur

Mädchen-Konfektion

Prakt. Schul-Kleider aus hübschen
Waschstoffen, in modernen Macharten
7.50, 5.75, 3,90,
Solide Schul-Kleider aus guten
Stoffen, in uni u. kariert . 9.75, 7.50,
Eleg. Mädchen-Kleider, hübsche,
aparte Fassons, in uni und gemusterten
Stoffen .
. . . 15.75, 12.50,
Schul-Capes in grau und blau mit
. 6.25, 4.50,
Kapuze

2.50
5.75
9.50
3.95

Kinder-Putz

Südwester in Stoffen englischer Art,
Waschstoffen usw.
. 95, 75.
Kinder-Matrosenhüte, weiss mit
Schleifengarn., bes. gute Geflechte, extra
billig .
1.95, 1.50,
Garnierte Mädchenhüte, besonders
kleidsame Formen
2.50, 1.95,
Elegante Kinderhüte, reizend gar-
niert
.
5.75, 4.50,

55

Schulstrümpfe in schwarz und lederfarbig
gute erprobte Qualität, englisch lang, nahtlos
Grösse 4

40 45 50 55
Knaben-Wasch-Konfektion

Gartenwerkzeuge.

Blamen- u. Pflanzenstäbe u. Etiketten
von Holz, Zink u. Aluminium.

Knaben-Waschblusen, aus soliden
. 1.45, 95., 68
Stoffen
Knaben-Waschanzüge, besonders gut
verarbeitet, waschechte Stoffe, 3.50, 2.25, 1.65
Knaben-Anzüge aus soliden blau-weiss
gestreiften Stoffen und mode, Prinz Hein-
rich
und Kieler Fassons . . 7.90, 5.50,3.75
Stoffen
Sport-Hemden in Flanell und Zephir,
auch in Robespierre-Fasson . 2.75, 2.25, 1.85
Dazu passende blaue Gürtelhosen
von 1.75an
Blaue Leibchen-Hosen
von 95 an
Grosse
Posten Kinder-Schürzen

Sport-Blusen in Zephir- und Flanell-
. 1.95, 1.65, 1.45

60 65 70
Kinder-Wäsche

Mädchen-Hemden, Achselschl. u. Ref.-
Schnitt m. Feston, f. d. Alt. v. 6-14 J., v. 1.65 bis 35
Mädchen-Hemden, Achselschl. u. Ref.-
Schnitt m. Stick., f. d. Alt. v. 6-14J., v. 2.30 bis 1.25
Mädchen-Beinkleider geschl., m. Stick.
a. gut. Cret., f. d. Alter v. 614 J., v. 1.50 bis 38
Mädchen-Kniebeinkleider, geschl.,
aus feinem Renforce u. breit. Stickereivol.,
für das Alter von 614 Jahren v. 2.25 bis 1.25
Knaben-Hemden m. Matrosen-Ausschn.
u. Fältch., Sol. Qual., f. d. Alt. v. 6-12J., v. 1.70b. 35
Knaben-Hemden m. halblang. Aerm.,
dauerh. Qual., f. d. Alt. v. 612 J., v. 1.75 bis 1.10
Mädchen-Unterröcke, weiss u. farb., f.
das Alter von 644 Jahren, von 1.80 bis 35
Kinder-Leibchen, weiss und grau, in
. 1.10, 95, 65
allen Weiten .

Spezialität:
Vogelfutter-Sämereien
für exotiſche u. einheimiſche Vögel

Kinder-Reformhosen,

Grösse 40

aus gutem blauen
Satin
55

Universal-Fischfutter.

Kataloge werden auf Verlangen
umſonſt und poſtfrei zugeſandt.
Einz Hareld
Samen- und Blumenzwiebel-
Handlung (5459a
jetzt Kirchstrasse 4.
Kontor u. Lager:Müllerstr. 39

95 1.05 115 1.25
Vorschriftsmässige Turnhosen
aus gutem waschechtem blauem Satindrell
55
60
Grösse 50

moderne, kleidsame Fassons,
in weiss, schwarz und farbig, enorm billig!
Kinder-Gürtel
in schwarz und farbig . . 70, 55, 35, 18
Kinder-Garnituren

2.10 2.35 2.60

in weiss, Kragen und Manschetten,
neueste Formen

1.75, 1.35, 95

Matrosen-Garnituren
Kragen und Manschetten .

uet, utd, 95

Rabattmarken.

9989

Kaufkaus I. Schneider

Ludwigstrasse

DARMSTADT

Ecke Kirchstr.

Arbeiter
Kleidung
für jeden Beruf
Lehrlngs
Rleidung
in großer Auswahl

enorm billig

bei

V. Deuster
Markt 11½
Ecke Marktstrasse

(9775ds)

empfehle täglich friſch:
Roaſtbeef
getrüffelt Wildſchweinskopf
getrüffelt Geflügelgalatine
Schweinsleberpaſtete
Schinkenpaſtete
Schweinskopf
Thüringer Preßkopf
ff. Kalbsleberwurſt
ſowie alle anderen Horten
feine Wurſt
Aufſchnitt in allen Preislagen.
Jakop Benl
Hoflieferant (1330a
Telephon 203 Markt 5.
Spezialität:

aus trocknem, ge-
rissnem
Eichen-
holz
, dauerhafter
als geschnittenes
Holz
stets vorrätig
offeriert billigst

Küfermeister,
Teichhausstr. 40.
(7493a)

Klavier=Stimment
alle Reparaturen.
Telephon 2457.
Karl Krioto
Ecke Erbacherſtraße,
n. d. Schwimmbad. (8857a

1 eiſ. Bank, paſſ. f. Friedhof, und
1 Holz=Blumentiſch billig zu ver=
kaufen
. Anzuſehen nur vormittags.
*10095) Niederramſtädterſtr. 89, pt.
200 bis 250 Liter Vollmilch,
per Liter 16 Pfennig, ab 1. Mai
(*10253sm
abzugeben.
Näheres in der Expedition.

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914

Nummer 106.

D

für Mädchen.

Der Unterricht beginnt am 24. April d. J., Karlstr. 16, I.,
vormittags 11 Uhr mit folgenden Unterrichtsfächern:
Buchführung, Wechsellehre, Korrespondenz, kaufm.
Rechnen, Stenographie, Maschinenschreiben,
Französisch und Englisch.
Anmeldungen nehmen entgegen: Frl. A. Ruths, Heidenreich=
ſtraße
29 und Frl. Ph. Walz, Karlſtraße 43.
Auskunft erteilt Frl. Neudecker, Schirmgeſchäft, Ernſt=
Ludwigſtraße 9.
Der Vorsitzende
6783a)
Profeſſor Kissinger.

(dipl. Lehrerin)
Französin erteilt Unterricht.
Frankenſteinſtr. 49 III., r. (B7778

ehrerin mit Abitur. des Real-
L gymnasiums ert. Unterricht
in Mathematik, Latein, modernen
Sprachen. Englisch im Ausland
gelernt. Off. u. G 30 Exp. (9839a

Unter hohem Protektorat Ihrer Durchlaucht der Fürstin Marie zu Erbach-Schönberg, Prinzessin
von Battenberg.
Tiel Til. Schinte Sche MRauche lur Tcllkundt
zugleich Gesangschule für Konzert, Oper und Haus.
Fernsprecher 2482.
Gegründet 1851.
Elisabethenstr. 36.
Das Sommersemester beginnt Montag, den 20. April.
Kunstschule: Vollständige Ausbildung in allen Fächern der Musik.
Dilettantenschule: Vom ersten Anfange bis zur höchstmöglichen Ausbildung.
Elemenfar-Klavier- und Violinschule: Für Kinder unter 10 Jahren zu ermässigtem Honorar.
Einzel- und Klassenunterricht je nach Wunsch.
Schriftliche oder mündliche Anmeldungen an die Direktion, Elisabethenstr. 36, erbeten.
Sprechstunden: Vormittags von 1012½ Uhr. Prospekte kostenfrei durch die Direktion,
die Musikalienhandlungen und das Verkehrsbüro.
(9390a
Die Direktion: Wilhelm Schmitt. Willy Hutter.

Verloſung von Schuldverſchreibungen der
Stadt Darmſtadt.

In Vollziehung des Schuldentilgungsplanes der Stadt
Darmſtadt ſind nachſtehende ſtädtiſche Schuldverſchreibungen auf den
Inhaber des 3½prozentigen Anlehens, Buchſtabe L., von 1902 zur
Rückzahlung auf den 1. Oktober ds. Js. berufen worden, nämlich:
Abt. I. zu 2000 Mk. Nr. 11, 165, 196, 209, 223, 272, 350, 426,
594, 636, 703, 858, 921.
II. zu 1000 Mk. Nr. 17, 21, 49, 58, 110, 246, 264, 278,
301, 305, 369, 405, 428, 629, 892, 899, 954, 959, 966,
973, 1009, 1035, 1111, 1348, 1412, 1463, 1476, 1597, 1652,
1762, 1819, 1963.
III. zu 500 Mk. Nr. 118, 174, 231, 256, 389, 409, 446, 688,
(02, 853, 882, 898, 958, 1053, 1156, 1193, 1512, 1608,
1650, 1655, 1673, 1699, 1807, 1856, 1869, 1912, 2079,
2084, 2100, 2178, 2391.
IV. zu 200 Mk. Nr. 92, 123, 171, 213, 530, 638, 682, 816,
825, 948, 975, 1027, 1045, 1156.
Die Einlöſung geſchieht bei der Stadtkaſſe Darmſtadt, ſowie
bei der Bank für Handel und Induſtrie zu Darmſtadt und
Berlin und deren übrigen Niederlaſſungen, bei der Preußiſchen
Zentral=Genoſſenſchaftskaſſe in Berlin, der Pfälziſchen Bank in
Ludwigshafen und deren Niederlaſſungen in Frankfurt a. M.
und Worms.
Die Verzinſung der Schuldverſchreibungen hört vom 1. Oktober
ds. Js. an auf.
Darmſtadt, den 14. April 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.

Bekanntmachung.

Die zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungsvermerks im
Grundbuch für Darmſtadt, Band V, Blatt 417, auf den Namen
a) Sutter, Konrad, Profeſſor, zu ½
b) Sutter, Walburga, geb. Philips, zu ½
eingetragenen Grundſtücke:
Flur II Nr. 121 260 qm Grasgarten Olbrichweg,
II 121¾10 369 Hofreite Olbrichweg Nr. 19,
ſollen
Dienstag, den 9. Jnni I. Js., nachmittags 3 Uhr,
durch das Großh. Amtsgericht Darmſtadt I im Saal Nr. 219 im
(B9955
Wege der Zwangsvollſtreckung verſteigert werden.
Darmſtadt, den 9. April 1914.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.

Autz= und Brennhotz=Verſteigerung.

Montag, den 20. April d. Js.,
werden im Gräfenhäuſer Gemeindewald verſteigert:
13 Kiefernſtämme mit 7,16 Feſtmeter Inhalt,
19 rm Kiefern=Rundſcheit,
Knüppel,
11
Wellen.
360 Stück
Zuſammenkunft vormittags 9 Uhr am Erzhäuſerweg an der
Appelbach, am Eingang des Waldes.
(9935
Gräfenhauſen, 16. April 1914.
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
Petri.

Für ein kleines, feines Penſionat
geprüfte Lehrerin
für wiſſenſchaftl. Unterricht geſucht.
Einige Stunden p. Woche. Gefl.
Off. u. G 44 an die Exp. (*10106fs

Mathematik d. akad. gebild. Lehrer.
Sorgfält. ſchnelle Förderung. Mäß.
Honor. Wittmannſtr. 30, I. (B813
Gründlichen
Unterricht
im
Zeichnen, Zuſchneiden u.
praktiſchem Verarbeiten
erteilt (9492a
Berta Münkel
Damenſchneidermeiſterin
Grafenſtraße 27, III.

und Abschnitte von
Mandiden Siohen

in Längen von 6 bis 3 Metern

jeder Rest
oder Abschnitt

Neu eingetroffen!
Eine große Sendung
porrwugen
zusammenlegbar, genau wie Zeichnung,
festes Gestell, mit
95
gepolstertem Sitz u.
Lehne, Schieber mit
Nickelbeschlag,
auf Gummirädern .

ach
Sareierveen
Konsummarken.
Rabattmarken.
(9967)

GABEIS
Gübelsberger
BERCER
Stenographenverein
Gegründet 1861
Protektor
Se. Königl. Hoheit d. Großherzeg
Stenographie
Anfängerkurſe beginnen für Herren:
Montag, den 20. April 1914, abends 8½ Uhr, im Schulhaus
am Ballonplatz (parterre).
Für Damen:
Montag, den 20. April 1914, nachmittags 4 Uhr und abends
8½ Uhr, bei Frl. Klara Eppert, Karlſtraße 36.
Honorar 6 Mark.
Wöchentlich 2 Stunden.
(10055)

Fründl. Anfangsunterricht in
Klavier wird erteilt. Gefl.
Offert. u. E 88 a. d. Exp. (9329a

Sücheschwedischen Unterricht.
Genaue Preisangabe unter
G 68 an die Exped. d. Bl. (*10205)

Wer ſeine Kinder in modern=freiheitlichem Geiſte erzogen wiſſen
möchte, ſende ſie in den Religionsunterricht der freireligiöſen Gemeinde
Darmſtadt, der in Heſſen als Erſatz des konfeſſionellen Unterrichts
ſtaatlich anerkannt iſt.
Das neue Schuljahr beginnt Freitag, den 24. April d. J.,
nachmittags halb 4 Uhr.
Neuanmeldungen werden gleichzeitig in der Schule am

Ballonplatz und jederzeit vom Vorſtand, Herrn Diplom=Ingenieur
(9974
J. Kitzing, Soderſtraße 102, entgegengenommen.

Hessische
Handelslehranstalt
Fernspr. 923. Darmstadt. Rheinstr.6
Unterricht in allen Handelsfächern durch beste,
langjährig bewährte Lehrkräfte.
I. Einjährige Handelsschule mit vollem Tages-
unterricht
.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den
kaufmännischen Beruf.
Das Sommersemester beginnt Donnerstag, den 16. April, vorm. 8 Uhr
Lehrplan und Aufnahmebedingungen durch
Diplom=
Handelslehrer Willl. Sledersienen

gerichtlich beeidigter Bücherrevisor.
(4752a)

[ ][  ][ ]

Nr. 47.

Samstag, 18. April.

1914.

Bekanntmachung.

Eine Sitzung des Kreistags findet
Montag, den 20. April 1914, vormittags 10½ Uhr
in dem Herrſchaftsſaale des Städtiſchen Saalbaues (Eingang Riedeſelſtraße) ſtatt.
Auf der Tagesordnung ſtehen folgende Gegenſtände:
1. Entſcheidung über die Gültigkeit der Ergänzungswahlen der Kreistags=Abgeordneten.
2. Wahl der Mitglieder der Einſchätzungs=Kommiſſion zur Veranlagung der Ein=
kommenſteuer
I. Abteilung und der Kapitalrenten= bzw. Vermögensſteuer auf die
Dauer von 3 Jahren, 1. April 1915 bis dahin 1918.
Es waren ſeither gewählt:
1. Für das Großh. Finanzamt Darmſtadt II
a) Als Mitglieder:
1. Heinrich Bender I., Landwirt und Spezereihändler, Nieder=Ramſtadt,
2. Peter Benz V., Landwirt, Arheilgen,
3. Heinrich Dächert II., Bauunternehmer, Eberſtadt,
4. Georg Fey XVI., Fabrikant, Pſungſtadt,
5. Wilhelm Fritſch II., Landwirt, Ober=Ramſtadt,
6. Friedrich Nungeſſer I., Rentner, Griesheim,
7. Heinrich Heberer II., Gaſtwirt, Meſſel,
8. Ludwig Lang I., Bürgermeiſter, Pfungſtadt,
9. Georg Reinholz II., Landwirt und Darlehenskaſſerechner, Roßdorf.
½ Als Erſatzmänner:
1. Hermann Delp, Gemeindeeinnehmer, Eberſtadt,
2. Friedrich Fornoff II., Bauunternehmer, Roßdorf,
3. Karl Heim II. Fabrikant und Beigeordneter, Ober=Ramſtadt,
4. Georg Adam Preß I., Rentner, Pfungſtadt,
5. Ludwia Roth Rentner, Griesheim.
Nach Verfügung des Großh. Miniſteriums der Finanzen, Abteilung
für Steuerweſen vom 30. März 1914, zu Nr. F. M. St. 14359 ſind jetzt
10 ordentliche Mitglieder und 7 Erſatzmänner zu wählen.
2. Für das Großh. Finanzamt Langen
Mitglied:
Gemeindeeinnehmer Georg Frey III., in Wizhauſen.
Erſatzmann:
Keiner.
3. Vorlage der Verwaltungsberichte des Kreis=Ausſchuſſes pro 1912 für die Kreiskaſſe
und die Kreisabdeckereikaſſe.
4. Prüfung und Begutachtung der Kreiskaſſerechnung und der Rechnung der Kreis=
Abdeckereikaſſe für 1912.
5. Vorlage und Feſtſetzung der Voranſchläge über Einnahmen und Ausgaben der
Kreiskaſſe und der Kreis=Abdeckereikaſſe für 1914.
6. Wahl von 4 bürgerlichen Mitgliedern und 4 Erſatzmännern für die Erſatzkommiſſion
(§ 30 poſ. 4 des Reichsmilitärgeſetzes) auf 3 Jahre 1914 bis einſchließlich 1916.
Es ſcheiden aus und ſind wieder wählbar:
a) Mitglieder:
1. Stadtverordneter Nohl in Darmſtadt,
2. Reviſor i. P. Rechnungsrat Schupp daſelbſt,
3. Beigeordneter Nungeſſer in Pfungſtadt
4. Johannes Karl Grünewald in Roßdorf.
b) Erſatzmänner:
1. Privatier Georg Koch in Darmſtadt,
2. Privatier Georg Roth in Darmſtadt,
3. Beigeordneter Benz in Arheilgen,
4. Konrad Gunkel II., in Roßdorf.
7. Ergänzungswahl der Mitglieder des Provinzialtags für die Wahlperiode 1914 bis
Ende 1919.
Es ſcheiden aus:
1. Oberlandesgerichtsrat Dr Berchelmann dahier,
2. Juſtitrat Ferdinand Gallus dahier,
3. Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing dahier,
4. Stadtverordneter und Bauunternehmer Heinrich Sames dahier,
5. Kommerzienrat Wilhelm Diefenbach dahier
6. Beigeordneter'Konrad Egenolf
7 geſtorben.
7. Geh. Juſtizrat Ernſt Schmel
Ferner iſt Erſat zu wählen für das verſtorbene Provinzialtagsmitglied
Bürgermeiſter Müller in Roßdorf für den Reſt deſſen Wahl=
periode
, d. i. bis Ende 1916.
8. Ergänzungswahl der Mitglieder des Kreis=Ausſchuſſes für die Wahlperiode 1914
bis Ende 1919.
Es ſcheiden aus:
1. Rechtsanwalt Dr. Theodor Stein, Darmſtadt,
2. Rentner Philipp Keller VI., Griesheim,
3. Reutner Karl Heß, Pfungſtadt.
Ferner iſt für den aus Geſundheitsrückſichten zurückgetretenen Kom=
merzienrat
Louis Röder zu Darmſtadt für den Reſt deſſen
Wahlperiode, d. i. bis Ende 1916, Erſatz zu wählen.
9. Wahl eines Erſatzmannes des Kreis=Ausſchuſſes für die Wahlperiode 1914 bis 1919.
Es ſcheidet aus:
Banunternehmer und Stadtverordneter Heinrich Sames zu Darmſtadt.
10. Wahl eines Mitglieds der Kommiſion für Verwaltung und Beaufichtigung der
Kreis=Abdeckerei an Stelle des zurückgetretenen Kommerzienrats Louis Röder.
11. Wahl der Sachverſtändigen für Abſchätzung von Perſonen= und Laſtkraftwagen
für die Wahlperiode 1. April 1914 bis dahin 1917.
Es waren gewählt:
a) Als Sachverſtändige:
1. Hoflieferant Adam Ober dahier,
2. Kaufmann Joſeph Wieſt, Grafenſtraße 26, dahier, Inhaber der Firma
Donges & Wieſt,
3. Nähmaſchinen= und Fahrradhändler Bernhard dahier.
h) Als Stellvertreter:
1. Meſchaniker und Fahrradhändler Georg Benz dahier,
2. Schloſſermeiſter Karl Koch dahier,
3. Rentner Franz Koch dahier.
Es ſollen für die Folge 4 Sachverſtändige und 2 Stellvertreter ge=
wählt
werden.
12. Wahl eines Taxators für die nach §§ 15 und 16 der Pferde= Aushebungs=
vorſchrift
vom 17. Jui 1900 zu bildende Aushebungs=Kommiſſion
an Stelle des zurückgetretenen Landwirts Adam Kaus zu Darmſtadt
für den Reſt der laufenden Wahlperiode, d. i. bis Ende 1918 (Aushebungsbezirk
Darmſtadt).
Darmſtadt, den 9. April 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
(9606ds

Bekanntmachung.

Sitzung des Kreistags betreffend.
Die ordentliche Sitzung des Kreistags am Montag, den 20. April 1914,
vormittags 10½ Uhr, findet nicht in dem Rathausſaal, Marktplatz 8, ſondern
in dem Herrſchaftsſaale des ſtädtiſchen Saalbaues
(Eingang Riedeſelſtraße, ſtatt.
Darmſtadt, den 16. April 1914.
(9894
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.

Bekanntmachung.

Es iſt beabſichtigt in der Liebigſtraße zwiſchen Alice= und Kahlertſtraße
ein zweites Straßenbahngleis anzulegen. Der Plan hierüber liegt in der Zeit von
Montag, den 20. bis Montag, den 27. d. Mts, einſchließlich auf Großh. Polizei=
amt
hier zu jedermanns Einſicht offen.
Etwaige Einwendungen ſind bei Meidung des Ausſchluſſes innerhalb dieſer
Friſt bei Großh. Polizeiamt vorzubringen.
Darmſtadt, den 16. April 1914.
(9966
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Die Vorſchriften der nachſtehend wiederum veröffentlichten Polizeiverordnungüber
den Verkehr von Fuhrwerken und Fahrzeugen, einſchließlich der Automobile und
Fahrräder, im Kreiſe Darmſtadt, vom 25. März v. J. werden, obwohl ſie ſchon über
9 Monate in Geltung ſind, noch immer nicht überall genügend beachtet. Im
Intereſſe des Verkehrs auf den öffentlichen Straßen, der, infolge des ſtets ſteigen=
den
Automobilverkehrs, gegen früher erheblich größer und gefährlicher geworden iſt
es verkehrten z. B. nach im Sommer und Herbſt v. J. veranſtalteten Zählungen
im Durchſchnitt täglich auf der Kreisſtraße Arheilgen-Baierzeich 88 Automobile,
darunter 12 Laſtautomobile, auf der Kreisſtraße Eberſtadt-Bickenbach 86 Automobile
muß aber der genaueſte Befolg der Vorſchriften unbedingt verlangt werden.
Die Polizeiorgane ſind erneut angewieſen worden, ſcharfe Aufſicht zu üben
und jede Zuwiderhandlung zur Anzeige zu bringen. Sämtliche Anzeigen wer=
den
mit dem Antrag auf empfindliche Beſtrafung an die Amtsanwälte abge=
geben
werden.
(9922
Darmſtadt, den 11. April 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Polizei=Verordnung

über den Verkehr von Fuhrwerken und Fahrzeugen im Kreiſe Darmſtadt.
Auf Grund des Artikels 64 des Geſetzes, betreffend die innere Verwaltung und
die Vertretung der Kreiſe und der Provinzen vom 12. Junt 1874, in der Faſſung der
Bekanntmachung vom 8. Juli 1911, ſowie des § 366 Ziffer 10 des Reichsſtrafgeſetz=
buches
, wird unter Zuſtimmung des Kreisausſchuſſes und mit Genehmigung Großh.
Miniſteriums des Innern vom 17. März 1913 zu Nr. M. d. J. 4674 für den Kreis
Darmſtadt folgendes verordnet:
§ 1.
Alle auf öffentlichen Straßen verkehrende Fuhrwerke und Fahrzeuge haben,
ſofern die Beſchaffenheit der Straße es geſtattet, die rechte Seite der Fahrbahn
einzuhalten.
Die Vorſchriften über das Ausweichen werden hierdurch nicht berührt.
Beim Einbiegen in eine andere Straße iſt nach rechts in kurzer Wendung,
nach links in weitem Bogen zu fahren.
Fahrzeuge im Sinne dieſer Polizei=Verordnung ſind insbeſondere auch alle
Kraftfahrzeuge und alle Fahrräder, ſofern dieſe die Fahrbahn benutzen.
§ 2.
Der Führer eines Fuhrwerks oder Fahrzeugs hat ſeinen Sitz auf dem Fuhrwerk
oder Fahrzeug ſo zu wählen, daß er die Fahrbahn auch ſeitlich des Fuhrwerks oder
Fahrzeugs ſtets gut überſehen kann.
Während der Dunkelheit, ſowie bei ſtarkem Nebel müſſen alle auf öffentlichen
Straßen oder Plätzen befindlichen Fuhrwerke mit hellbrennenden Laternen verſehen
ſein. Der Gebrauch von Laternen mit farbigen Scheiben iſt unterſagt. Fuhr=
werke
, welche nach ihrer Bauart vorzugsweiſe der Perſonenbeförderung dienen, müſſen
auf der Vorderſeite oben rechts und links mit Laternen verſehen ſein, die ſoeingerichtet=
und angebracht ſind, daß ihr Lichtſchein von Entgegenkommenden und Ueberholenden
deutlich wahrgenommen werden kann. Ausnahmsweiſe kann bei Perſonenfuhrwerken
von dem Kreisamt eine von vorerwähnter Beleuchtungsart abweichende Beleuchtung
für ausreichend erachtet und zugelaſſen werden.
Bei Fuhrwerken anderer Art genügt in der Regel die Anbringung einer Laterne.
Dieſe iſt an der oberen linken Seite des Fuhrwerks zu befeſtigen und nur, wenn
die Art der Ladung (Feuergefährlichkeit uſw.) die Befeſtigung am Wagen ſelbſt aus=
ſchließt
, an der linken Seite des Zugtieres (bei zwei Zugtieren des linken Zugtieres)
anzubringen.
Außer dieſer einen Laterne iſt aber in folgenden Fällen noch eine zweite
zu führen:
a) wenn der Lichtſchein der einen Laterne von rückwärts nicht deutlich wahr=
genommen
werden kann:
b) wenn die Ladung von Fuhrwerken ſeitlich oder nach hinten in gefahrbringen=
der
Weiſe hervorſteht (z. B. Langholzfuhrwerke, Möbelwagen uſw.), und
zwar an dem hervorſtehenden Teil der Ladung.
4.
Fuhrwerke müſſen im Schrittmaß fahren auf allen Strecken, für welche das
Schrittfahren durch Lokalpolizei= Verordnung und durch öffentlichen Anſchlag ange=
ordnet
iſt.
§ 5.
Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften dieſer Polizei=Verordnung werden
mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
§ 6.
Dieſe Polizei=Verordnung tritt am 1. April 1913 in Kraft. In Kraft
bleibt neben den vorſtehenden Beſtimmungen die Polizei=Verordnung, betreifend
den Verkehr von Fuhrwerken in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt, vom
20. Februar 1904.
Mit Wirkung vom 1. April 1913 treten außer Kraft:
1. die Lo alpolizei=Verordnung, betreffend Vorkehrungen gegen Beſchädigung
durch Fuhrwerke zur Nachtzeit, vom 5. Februar 1875-
2. die Polizei=Verordnung vom 19. Juni 1890, betreffend Sicherung des Ver=
kehrs
auf der Landſtraße;
3. die Polizei=Verordnung vom 12. Juni 1893, betreffend die Verwendung rot
und grün leuchtender Laternen an Straßenfuhrwerken.
Darmſtadt, den 25. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien der Landgemeinden
des Kreiſes.
Unter Bezugnahme auf die vorſtehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie,
die Beſitzer von Fuhrwerken und Fahrzeugen, insbeſondere auch die Radfahrer,
auf die Vorſchriften der Polizei=Verordnung vom 25. März v. J. durch amt=
liche
Bekanntmachung wiederholt hinzuweiſen und den Polizeiorganen die
ſtrenge Ueberwachung des Befolgs der Vorſchriften erneut ausdrücklich zur
Pflicht zu machen,
Darmſtadt, den 11. April 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Vekanntmachung.

Am 2., 3., 6., 7., 16., 17., 20., 21., 23. 24., 27., 28. und 30. April 1914, von mor=
gens
7 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit, wird Schießen mit ſcharfer Munition
von Truppenteilen des XVIII. Armeekorps auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten
werden.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
im Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über Milches=
wieſe
-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (Polizei=
Verordnung Kreisamt Darmſtadt, 25. September 1909.)
(8300a
Darmſtadt, den 25. März 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Auf dem Haltepunkt Erzhauſen ſoll eine Freiladerampe hergeſtellt werden.
Der Plan hierüber liegt in der Zeit von Montag, den 20. bis Montag, den
27. d. Mts. einſchließlich auf der Großherzoglichen Bürgermeiſterei Erzhauſen zu jeder=
manns
Einſicht offen. Etwaige Einwendungen gegen den Plan ſind bei Meidung des
Ausſchluſſes innerhalb dieſer Friſt bei Großh. Bürgermeiſterei Erzhauſen vorzubringen.
Darmſtadt, den 16. April 1914.
(9965
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

[ ][  ][ ]

Nummer 47.

Amtsverkundigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.

Samstag, den 18. April 1914.

Bekanntmachung.

Betreffend: Das Muſterungs=Geſchäft im Kreiſe Darmſtadt im Jahre 1914.
Für den Kreis Darmſtadt wird das Muſterungs=Geſchäft in der Zeit vom
6. bis 29. April lfd. Js. im Hauſe der Turngemeinde, Woogsplatz 5 dahier, vorge=
nommen
werden.
Die Muſterung findet in folgender Weiſe ſtatt:
Montag, den 6. April: der ſämtlichen Militärpflichtigen aus der Stadt Darm=
ſtadt
, deren Namen mit A bis C beginnen.
Dienstag, den 7. April: desgleichen der Stadt Darmſtadt, Buchſtaben D bis F.
Mittwoch, den 8. April: desgleichen Stadt Darmſtadt, Buchſtaben G und H.
Mittwoch, den 15. April: desgleichen Stadt Darmſtadt, Buchſtaben J und K.
Donnerstag, den 16. April: desgleichen Stadt Darmſtadt, Buchſtaben L bis N.
Freitag, den 17. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben O bis R,
2. Gemeinde Braunshardt, 3. Gemeinde Nieder=Ramſtadt mit Waſchen=
bach
, 4. Gemeinde Schneppenhauſen.
Samstag, den 18. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe 8, jedoch
nur die in den Jahren 1892 und 1893 geborenen Militärpflichtigen,
2. Gemeinde Erzhauſen.
Montag, den 20. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtabe 8, die
im Jahre 1894 geborenen Militärpflichtigen, 2. Gemeinde Meſſel,
3. Gemeinde Wixhauſen.
Dienstag, den 21. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben I bis V,
2. Gemeinde Roßdorf, 3. Gemeinde Weiterſtadt.
Mittwoch, den 22. April: desgleichen 1. Stadt Darmſtadt, Buchſtaben W bis Z,
2. Gemeinde Eich, 3. Gemeinde Gräfenhauſen, 4. Gemeinde Malchen,
5. Gemeinde Nieder=Beerbach.
Donnerstag, den 23. April: desgleichen Gemeinde Arheilgen.
Freitag, den 24. April: desgleichen 1. Gemeinde Eberſtadt, 2. Gemeinde
Eſchollbrücken.
Samstag, den 25. April: desgleichen Gemeinde Griesheim.
Montag, den 27. April: desgleichen 1. Gemeinde Hahn, 2. Gemeinde Ober=
Ramſtadt, 3. Gemeinde Traiſa.
Dienstag, den 28. April: desgleichen Gemeinde Pfungſtadt.
Sämtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1894 geboren und im Kreiſe
Darmſtadt geſtellungspflichtig ſind, die Ueberzahligen (dienſttaugliche Leute aus
früheren Jahren, welche infolge hoher Losnummer nicht eingeſtellt worden ſind und
über die noch nicht definitiv entſchieden iſt, die alſo keine andere Militär=Legitimation
haben, als ihre Loſungs= und Geſtellungsſcheine), ſowie die Zurückgeſtellten aus
früheren Jahren (im Jahre 1892 und 1893 Geborene) werden hiermit aufgefordert,
ſich an den vorbezeichneten Tagen jedesmal pünktlich 7¼ Uhr vormittags zur
Muſterung einzufinden.
Die Militärpflichtigen aus früheren Jahren haben ihre Loſungsſcheine, ſofern
dieſelben nicht ſchon bei der Anmeldung zur Stammrolle abgegeben worden ſind, bei
der Muſterung vorzulegen, damit ſie ergänzt und berichtigt werden können.
Auch werden unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 3. Januar l. Js.
(Amtsverkündigungs=Blatt Nr. 3 von 1914) die im Jahre 1894 geborenen, im Beſitz
des Berechtigungsſcheines zum einjährig=freiwilligen Dienſt befindlichen Militär=
pflichtigen
, welche bis jetzt ihre Zurückſtellung vom Militärdienſt noch nicht bean=
tragt
haben, wiederholt aufgefordert, dies alsbald und ſpäteſtens im Muſterungs=
termin
zu tun.
Von der perſönlichen Geſtellung vor der Erſatz=Kommiſſion ſind nur entbunden:
1. Diejenigen im Beſitz des Berechtigungsſcheins zum einjährig=freiwilligen
Dienſt befindlichen Leute, welche vorſchriftsmäßig ihre Zurückſtellung bei
der Erſatz=Kommiſſion beantragt haben.
2. Diejenigen, welche ſich als Freiwillige bei einem Truppenteil gemeldet und
Annahmeſchein für die Einſtellung im Herbſt I. Js. erhalten haben.
3. Diejenigen, welche wegen ihres Geſundheitszuſtandes, z. B. Blödſinn, Ver=
krüppelung
ꝛc. nicht perſönlich ſich ſtellen können, was durch ein ärztliches
Zeugnis und eine Beſcheinigung der betreffenden Bürgermeiſterei beſtätigt
ſein muß.
Wer an Epilepſie zu leiden behauptet, hat auf eigene Koſten drei
glaubhafte Zeugen hierfür zu ſtellen oder ein Zeugnis eines beamteten
Arztes beizubringen.
Die Militärpflichtigen, welche ohne genügenden Entſchuldigungsgrund ſich zur
Muſterung nicht ſtellen oder nicht pünktlich zu derſelben erſcheinen, haben die Nachteile
zu erwarten, welche für dieſen Fall in der Wehrordnung feſtgeſetzt ſind. Dieſelben ver=
lieren
unter Umſtänden die aus Reklamationsgründen erwachſenden Anſprüche und
werden, neben Verurteilung in eine Geldſtrafe bis zu 30 Mark oder 3 Tagen Gefäng=
nisſtrafe
, vorweg zum Militärdienſt herangezogen.
Bezüglich der Geſuche um Zurückſtellung und Befreiung vom Militärdienſt
in Berückſichtigung häuslicher, gewerblicher und Familienverhältniſſe ꝛc. wird auf
die §§ 32 u. 33 der Wehrordnung vom 22. November 1888 (Reg.=Bl. Nr. 68 von 1901),
das Reglement vom 12. Mai 1868 (Reg.=Bl. Nr. 26 von 1868) und die diesſeitige Bekannt=
machung
vom 14. Februar l. Js. (Amtsverkündigungs=Blatt Nr. 20) mit dem Anfügen
aufmerkſam gemacht, daß die Geſuche, ſoweit noch nicht geſchehen, alsbald bei den
Großherzoglichen Bürgermeiſtereien anzubringen ſind.
Ebenſo haben diejenigen Reklamanten, deren Söhne 1912 und 1913 wegen häus=
licher
ꝛc. Verhältniſſe zurückgeſtellt worden ſind und deren weitere Zurückſtellung oder
die Befreiung vom Militärdienſt für die Friedenszeit glauben in Anſpruch
nehmen zu können, ihre Geſuche bei den Großherzoglichen Bürgermeiſtereien zu erneuern,
gegenfalls die Reklamationen unberückſichtigt bleiben.
Diejenigen Reklamationen, welche Militärpflichtige des 1. und 2. Militär=
pflichtjahres
betreffen, (in 1894 und 1893 geborene Leute) werden an den Tagen
verhandelt, an denen ſich die Militärpflichtigen zu ſtellen haben. Diejenigen Per=
ſonen
, zu deren Gunſten reklamiert wird Eltern und Geſchwiſter haben ſich an
dieſen Tagen einzufinden.
Dagegen wird über ſämtliche Reklamationen, die Militärpflichtige des
3. Jahrgangs betreffen (die in 1892 geborenen Leute) Mittwoch, den 29. April I. J.,
verhandelt und haben ſich die Eltern ꝛc. an dieſem Tage der Erſatzkommiſſion vör=
zuſtellen
. Ausdrücklich wird bemerkt, daß ſich trotzdem die betreffenden Militärpflich=
tigen
an den Tagen zur Muſterung zu geſtellen haben, an denen die übrigen Militär=
pflichtigen
ihrer Gemeinden erſcheinen müſſen.
Ferner wird darauf hingewieſen, daß ſpätere Geſuche um Zuweiſung zu einem
anderen Truppenteil unberückſichtigt bleiben; denen, die beſondere Wünſche für einen
Truppenteil oder Standort haben, wird empfohlen, ſich rechtzeitig zum freiwilligen
Dienſt zu melden.
Zugleich wird bekannt gemacht, daß über etwaige von Reſerve= und Landwehr=
mannſchaften
, ſowie Erſatz=Reſerviſten eingereichten Geſuche um Zurückſtellung wegen
häuslicher, gewerblicher oder Familienverhältniſſe an den Tagen verhandelt wird, an
welchen die Muſterung der betreffenden Ortsangehörigen angeſetzt iſt.
Darmſtadt, am 19. März 1914.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
(7437a

Darmſtadt, den 31. März 1914.
Betreffend: Das Muſterungsgeſchäft für 1914 im Kreiſe Darmſtadt.
Der Zivil=Vorſitzende der Großh. Erſatzkommiſſion Darmſtadt

an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Unter Bezugnahme auf die wiederholt erfolgte diesſeitige Bekanntmachung des
Muſterungstermins empfehle ich Ihnen, ſich an den in derſelben näher bezeichneten
Tagen mit den Militärpflichtigen Ihrer Gemeinden vormittags 7¼ Uhr zum Muſterungs=
geſchäft
einzufinden.
Die betr. Militärpflichtigen ſind darauf aufmerkſam zu machen, daß ſie ſich in
den Straßen Darmſtadts und im Muſterungslokal ruhig und anſtändig zu betragen
haben und namentlich nicht im angetrunkenen Zuſtande vor der Erſatz=Kommiſſion
erſcheinen dürfen. Zuwiderhandelnde werden alsbald in Gewahrſam gebracht und
unter Umſtänden entſprechend beſtraft.
Militärpflichtige, welche nicht pünktlich erſcheinen, ſind, ſofern ſie dadurch nicht
eine härtere Strafe verwirkt haben, mit Geldſtrafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bis zu
3 Tagen zu beſtrafen.
(8572a
Dr. Reinhart.

Straßenſperre.

Vom 16. bis zum 25. April d. Js. iſt die Kreisſtraße Heppenheim- Ebers=
berg
zwiſchen Heppenheim und Kirſchhauſen wegen Herſtellung der Kleinpflaſter=
arbeiten
für den ſämtlichen Fuhrwerks= und Automobilverkehr geſperrt. Zuwider=
handlungen
werden gemäß § 366 Ziffer 10 des Reichsſtrafgeſetzbuchs bis zu 60 Mark
oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Heppenheim, den 9. April 1914.
(9901
Großherzogliches Kreisamt Heppenheim.
v. Hahn.

Bekanntmachung.

Die Kreisſtraße von Eberſtadt nach Nieder=Ramſtadt, und zwar rom Orts=
pflaſterende
bis zu zum Ortsende gegen den Kühlen Grund zu, km von 6,87,5 iſt
wegen Ausführung von Kleinpflaſter von Mittwoch, den 15. ds. Mts. ab auf
ca. 2½ Wochen für ſämtliches Fuhrwerk (Geſpanne, Automobile, Motorräder ufw.)
geſperrt.
Der Durchgangsverkehr hat während der Dauer der Kleinpflaſterherſtellung
den aufgeſtellten Tafeln entſprechend zu erfolgen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen ſind nach § 2 der Polizei=
verordnung
vom 12. Februar 1908 ſtrafbar.
Darmſtadt, den 6. April 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
(9397a

Bekanntmachung.

Wir bringen hierdurch zur Kenntnis derjenigen Familien, von denen eheliche
oder den ehelichen geſetzlich gleichſtehende Söhne durch Ableiſtung ihrer geſetzlichen
zwei= oder dreijährigen Dienſtpflicht im Reichsheer, in der Marine oder in den Schutz=
truppen
als Unteroffiziere oder Gemeine eine Geſamtdienſtzeit von ſechs Jahren zurück=
gelegt
haben, auf Verlangen Aufwandsentſchädigungen in Höhe von 240 Mark jährlich
für jedes weitere Dienſtjahr eines jeden ſeiner geſetzlichen zwei= oder dreijähri=
gen
Dienſtpflicht genügenden Sohnes in denſelben Dienſtgraden erhalten. Auf
den Dienſt in den Schutztruppen finden dieſe Beſtimmungen entſprechend Anwendung,
falls die berechtigten Eltern, Großeltern oder Stiefe tern (§ 2) nicht ihren Wohnſitz
oder dauernden Aufenthalt in dem Schutzgebiete haben.
Bezügliche Anträge ſind bei den Bürgermeiſtereien des Wohnorts der Familien
unter genauer Bezeichnung derjenigen Söhne, welche der aktiven Militärpflicht bereits
genügt haben, bezw. desjenigen Sohnes, welcher zur Zeit im Heere uſw. dient, zu ſtellen,
Es empfiehlt ſich, die Militärpäſſe der erſteren hierbei vorzulegen.
Der Anſpruch auf Aufwandsentſchädigung ſoll von dem Berechtigten innerhalb
vier Wochen nach Eintritt des Sohnes, deſſen Dienſt in Heer, Marine oder Schutz=
truppe
den Entſchädigungsanſpruch begründet, angemeldet werden.
Der Anſpruch erliſcht mit der Entlaſſung oder mit dem Tode des Sohnes, deſſen
Dienſt den Entſchädigungsanſpruch begründet.
Die Geltendmachung des Anſpruchs iſt nach Ablauf von ſechs Monaten nach
der Entlaſſung oder dem Tode des betreffenden Sohnes ausgeſchloſſen.
Die Friſt für die Geltendmachung des Anſpruchs wird hinſichtlich ſolcher Mann=
ſchaften
, deren Dienſtzeit vor dem 1. April 1914 abläuft, bis zum 30. November 1914
verlängert.
Dieſe Beſtimmungen haben ſolange Geltung, als der Reichshaushaltsetat=
Mittel für ihre Durchführung zur Verfügung ſtellt.
Darmſtadt, den 9. April 1914.
(9921sss
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Die Direktion der Heſſiſchen Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft hat die landespolizei=
liche
Abnahme der Arbeiten der Erweiterung und Elektriſierung der Straßen=
bahn
Darmſtadt-Eberſtadt beantragt.
Der landespolizeiliche Abnahmetermin iſt auf den 27. April d. Js. nachmit=
tags
feſtgeſetzt. Die Strecke wird mit einem elektriſchen Triebwagen abgefahren werden.
Zeit der Abfahrt 3 Uhr Ernſt=Ludwigsplatz, etwa 3½ Landskronſtraße und
dann weiter nach Eberſtadt. Etwaige Einwendungen ſind während der Ab=
nahmefahrt
bei Meidung des Ausſchluſſes vorzubringen, und zwar an den
Stellen, auf die ſich die Einwendungen beziehen. Etwaigen Reklamanten wird
empfohlen, den Triebwagen an den betreffenden Stellen zu erwarten und durch Zeichen
zu erkennen zu geben, daß ſie Beſchwerden vorzubringen haben. Der Wagen wird
dann zum Halten gebracht werden.
Die Pläne der Anlage liegen in der Zeit von Samstag, den 18. bis Freitag,
den 24. d. Mts. einſchließlich auf Großh. Polizeiamt Darmſtadt und Großh.
Bürgermeiſterei Eberſtadt zur Einſicht offen.
Darmſtadt, den 16. April 1914.
(9904
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.

Bekanntmachung.

Gemäß Artikel 15IV der Landgemeindeordnung vom 8. Juli 1911 bringen wir
nachſtehend die Friedhofsordnung für die Gemeinde Hahn zur öffent=
lichen
Kenntnis.
Des weiteren wird die Polizeiverordnung für den Friedhof der
Gemeinde Hahn nachſtehend veröffentlicht.
Darmſtadt, den 9. April 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Friedhofsordnung für die Gemeinde Hahn.

Gemäß Artikel 15 des Geſetzes, die Landgemeindeordnung betr., vom 8. Juli 1911
ſowie Artikel 5 des Geſetzes, das Beerdigungsweſen betr., vom 22. Juli 1905 und §§ 23
und 24 der Bekanntmachung zur Ausführung dieſes Geſetzes vom 1. März 1906 wird
auf Beſchluß des Gemeinderats nach Anhörung des Kreisausſchuſſes mit Genehmigung
Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 1. April 1914 zu Nr. M. d. J. II. 1812.
für die Gemeinde Hahn nachſtehende Friedhofsordnung erlaſſen.
§ 1. Für den Friedhof iſt ein Lageplan im Maßſtabe von 1 100 anzulegen, auf
welchem außer den Haupt= und Nebenwegen die einzelnen Begräbnisſtellen durch in
den Abteilungen fortlaufende Nummern kenntlich gemacht ſind.
§ 2. Auf dem Gelände des Friedhofs ſind beſtimmte Abteilungen, einerſeits für
Einzelgräber (Reihengräber), und zwar getrennt für Erwachſene und für Kinder unter
10 Jahren, andererſeits für Erb=(Familien=) Begräbniſſe vorzuſehen. Für die letzteren
bleibt der in dem Lageplan näher angegebene Teil des Friedhofs beſtimmt. Für die
Anlegung der Einzel=(Reihen=) Gräber iſt der gleichfalls im Lageplan angegebene übrige
Teil des Friedhofs beſtimmt. Der Gemeinderat beſchließt, welcher Teil zur Beerdigung
Erwachſener und welcher zur Beerdigung von Kindern unter 10 Jahren benutzt werden ſoll.
§ 3. Menſchliche Früchte, die nach dem Urteil eines Arztes oder einer Hebamme
den 6. Fruchtmonat noch nicht überſchritten haben, ſind auf den Friedhof zu verbringen
und auf einer beſonderen dafür beſtimmten Stelle in einer 0,80 m tiefen Grube alsbald
ſorgfältig zu begraben.
§ 4. Kein Grab darf mehr als eine Leiche aufnehmen. Von dieſer Beſtimmung
kann mit Genehmigung der Bürgermeiſterei nur abgeſehen werden: bei Beerdigung
verſtorbener Mütter mit ihren neugeborenen oder nicht 1 Jahr alten gleichzeitig ver=
ſtorbenen
Kindern, oder bei Beerdigung nicht über 5 Jahre alter, gleichzeitig verſtorbener
Geſchwiſter, wenn die Beerdigung in einem gemeinſchaftlichen Sarge erfolgt.
§ 5. Die Gräber für Erwachſene ſollen in einer Länge von 2,00 m, einer Breite
von 0,80 m und einer Tiefe von 1,80 m, die Gräber für Kinder unter 10 Jahren in
einer Länge von 1,50 m, einer Breite von 0,50 m und einer Tiefe von 1,50 m angelegt
werden. Die Entfernung der Gräber voneinander ſoll an der Längsſeite 0,30 m, bei
Kindergräbern 0,25 m betragen, während zwiſchen Kopf= und Fußende der einzelnen
Gräber möglichſt ein Abſtand von 0,50 m vorzuſehen iſt.
Sämtliche Gräber ſind unter ſorgfältigſter Schonung der Nachbargräber, An=
pflanzungen
uſw. herzuſtellen.
§ 6. Hauptverbindungswege ſind in einer Breite von 3 m anzulegen und
ſollen ſich im rechten Winkel kreuzen.
§ 7. Zur Beſtattung eines jeden in der Gemarkung Verſtorbenen muß auf
Verlangen ein Reihenbegräbnisplatz von der Gemeinde unentgeltlich überlaſſen werden.
§ 8. Die ordnungsmäßige Herſtellung und Unterhaltung der Grabſtätte liegt
denjenigen ob, die auf Grund Geſetzes oder durch Verfügung von Todeswegen Erben
des in dem Reihengrab Beerdigten ſind. Sie können hiermit Dritte, auch ſolche Perſonen,
welche ein Gewerbe daraus machen, beauftragen. Wer mit der Unterhaltung einer
Grabſtätte beauftragt iſt, hat dies dem Friedhofsaufſeher anzuzeigen.
Kommen die Erben ihrer Herſtellungs= und Unterhaltungspflicht nicht nach, ſo
kann die Bürgermeiſterei nach vorausgegangener fruchtloſer Aufforderung zur Erfüllung
ihrer Verbindlichkeiten binnen einer von ihr beſtimmten Friſt die Ausführung der erforder=
lichen
Maßnahmen auf Koſten der Säumigen veranlaſſen.
§ 9. Die Gräber dürfen von den Erben mit Denkmälern (Grabſteinen), Blumen
und niedrigen Gegenſtänden geziert werden, vorausgeſetzt, daß ſie nicht über den Grabes=
rand
hinausragen.
Die Grabeinfaſſungen der Reihengräber müſſen nach Schnur und Winkel geſetzt
werden und dürfen nicht über den Grabesrand hinausgehen. Hochſtämmige Zier=
pflanzen
und Bäume dürfen auf den Reihengräbern nur in Ausnahmefällen gepflanzt
werden. Die Erlaubnis dazu erteilt der Gemeinderat. Machen die Erben von der ihnen
im vorſtehenden eingeräumten Befugnis Gebrauch, ſo ſind ſie zur Unterhaltung der
Anlagen verpflichtet. Die Beſtimmungen des § 8 finden entſprechende Anwendung.

[ ][  ][ ]

Nummer 47.

Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.

Samstag, den 18. April 1914.

§ 10. Wenn durch überagende Baumäſte oder Geſträucher oder in anderer
-Weiſe die Denkmäler oder Anlagen einer Nachbargrabſtätte beeinträchtigt werden, ſo
Kkann auf erhobene Beſchwerde derjenige, der die ſchädigende Anlage veranlaßt hat,
oder derjenige, der ſie unterhält, von der Bürgermeiſterei zur Beſeitigung binnen be=
ſtimmter
Friſt angehalten werden. Nach fruchtloſem Ablauf der Friſt veranlaßt die
Bürgermeiſterei die Beſeitigung des Mißſtandes auf Koſten des Säumigen.
11. Das Ausmauern und Ueberwölben von Einzelgräbern iſt verboten.
§ 12. Für Reihenbegräbniſſe dürfen nur Särge aus weichem Holz verwende:
werden. Die Benutzung von Metallſärgen, vergipſten Särgen und Zementſärgen iſt
verboten. Die Vorſchriften des § 11 der Bekanntmachung vom 1. März 1906, die Aus=
führung
des Geſetzes über das Beerdigungsweſen vom 22. Juli 1905 betr., bleiben
runberührt.
§ 13. Die Grabſtätten können in der Regel erſt nach Ablauf von 30 Jahren
aufs neue zur Beerdigung benutzt werden. In Ausnahmefällen iſt die Genehmigung
des Großherzoglichen Kreisamtes einzuholen.
Die bei der Aushebung neuer Gräber bei der Wiederbenutzung eines Friedhof=
nteils
gefundenen Knochen, Sargteile, Kleiderreſte und dergleichen ſind ſofort unter der
Sohle des Grabes zu vergraben. Werden außerdem hierbei nicht völlig verweſte
Leichenreſte gefunden, ſo iſt das Grab ſofort wieder zuzuwerfen.
§ 14. Die Genehmigung zur Erwerbung eines Erbbegräbnisplatzes erteilt auf
AAntrag der Gemeinderat. In dem Geſuche iſt die Größe des Geländes oder die Zahl
der beanſpruchten Einzelgrabſtätten anzugeben. Wird das Geſuch genehmigt, ſo iſt der
Begräbnisplatz auf Koſten des Erwerbers durch einen Sachverſtändigen abzuſtecken und
in den Lageplan einzutragen.
Weniger als zwei nebeneinander liegende Begräbnisſtätten ſollen nicht abgegeben
werden. Für jede einzelne Begräbnisſtätte, ſei es die eines Erwachſenen oder die eines
Kindes, iſt der Betrag von 30 Mark an die Gemeindekaſſe zu entrichten.
Die Ueberweiſung des Platzes an den Erwerber erfolgt nach Zahlung des Kauf
preiſes durch Einhändigung einer von der Bürgermeiſterei auszuſtellenden Erwerbs=
kurkunde
.
§ 15. Durch die Ueberweiſung des Erbbegräbnisplatzes erwirbt der Käufer
rnicht das Eigentum, ſondern nur das vererbliche und veräußerliche Recht, auf dem
Erbbegräbnis beſtattet zu werden; er erwirbt ferner, unbeſchadet des in § 17 gewiſſen
Perſonen eingeräumten Rechts, das Recht, allein über die Benutzung des Erbbegräbniſſes
zu Beerdigungen zu verfügen, das Erbbegräbnis gärtneriſch anzulegen, auf ihm Denk=
rmäler
uſw. zu errichten und es mit Einfaſſung und Gitter zu verſehen. Zur ordnungs=
rmäßigen
Unterhaltung des Erbbegräbnisplatzes iſt der jeweilige Beſitzer verpflichtet.
Die Beſtimmungen des § 8 ſind entſprechend anzuwenden. Eine Teilung der Erb=
lbegräbnisſtätte
iſt verboten.
§ 16. Die Verfügung über einen Erbbegräbnisplatz durch Rechtsgeſchäft unter
Lebenden bedarf der ſchriftlichen Form und der Genehmigung des Gemeinderats.
§ 17. Unterließ es der Berechtigte, in rechtsgültiger Weiſe unter Lebenden oder
rvon Todeswegen über den Erbbegräbnisplatz zu verfügen, ſo folgt ihm in ſeinem Rechte
ider nächſte geſetzliche Erbe. Zwiſchen Gleichnahen entſcheidet zunächſt das Geſchlecht in
ider Weiſe, daß dem Mannesſtamm der Vorzug eingeräumt iſt; von mehreren gleich=
fahen
Erben desſelben Geſchlechts fällt das Erbbegräbnis dem älteſten zu. Für den
zzuletzt verſterbenden Ehegatten beſteht das Recht, auf dem Erbbegräbnis des Verſtorbenen
beerdigt zu werden, ebenſo ſteht den Kindern das Recht zu, auf dem Erbbegräbnis eines
Elternteils beigeſetzt zu werden. Auch hat der überlebende Ehegatte, inſolange er nicht
izur zweiten Ehe ſchreitet, das lebenslängliche Recht zur Unterhaltung des Erbbegräb=
miſſes
ſowie zur Errichtung von Denkmälern, Einfriedigungen uſw. auf ihm.
Der Berechtigte hat das Erbbegräbnis ordnungsmäßig zu unterhalten. Unterläßt
der dies, ſo kann nach vorausgegangener fruchtloſer Aufforderung zur Erfüllung dieſer
Verpflichtung die Bürgermeiſterei dieſe Unterhaltung auf ſeine Koſten ausführen laſſen.
Wird nach Ablauf von 30 Jahren ſeit der letzten darauf erfolgten Beerdigung ein
)Erbbegräbnis zwei Jahre lang von dem Berechtigten nicht unterhalten, ſo kann die
2 Bürgermeiſterei dieſen durch Bekanntmachung im Amtsverkündigungsblatt des Kreisamts
dauffordern, ſein Recht geliend zu machen, ſowie das Erbbegräbnis inſtandzuſetzen und
zzu unterhalten. Bei der Aufforderung iſt der Rechtsnachteil anzudrohen, daß, wenn ihr
binnen 3 Monaten auch nur nach einer Richtung hin nicht entſprochen wird, das Erb=
lbegräbnis
der Gemeinde zur freien Verfügung anheimfällt. Nach fruchtloſem Ablauf
ider Friſt kann die Gemeinde das Erbbegräbnis anderweit begeben oder ſonſtwie
idarüver verfügen.
§ 18. Die Erbbegräbnisplätze unterliegen in bezug auf die Leichenbeſtattung ſämt=
llichen
für Reihengräber getroffenen Beſtimmungen. Insbeſondere iſt der Beſitzer den
ſpolizeilichen und allen ſonſtigen Anordnungen über Benutzung und Inſtandhaltung der
Begräbnisplätze unterworfen, inſoweit dieſelben nicht ausdrücklich auf Reihengräber be=
ſſchränkt
ſind. Bei Erbbegräbniſſen iſt jedoch geſtattet, Leichen auch ſchon vor Ablauf von
330 Jahren übereinander zu beerdigen wenn die ältere Leiche ſo tief gelegt wird, daß
idie höher gelegene noch vorſchriftsmäßig tief liegt.
§ 19 Ueber alle Beerdigungen iſt von der Bürgermeiſterei ein genaues Begräbnis=
rregiſter
zu führen. Es hat zu enthalten:
1. die mit dem Lageplan übereinſtimmende Nummer des Grabes,

2. Vor= und Zuname, ſowie Aller des Berdigten,
3. die Stunde und den Tag der Beerdigung.
§ 20. In der Leichenhalle können nach Maßgabe des vorhandenen Raumes
die auf dem Friedhof zur Beiſetzung gelangenden Leichen unentgeltlich Aufnahme finden.
Zur Aufnahme bedarf es der Anmeldung bei der Bürgermeiſterei. Auch kann ſeitens
der Bürgermeiſterei die Verbringung einer Leiche in die Leichenhalle angeordnet werden,
wenn auf Grund eines ärztlichen Gutachtens die ſofortige Entfernung der Leiche aus
dem Sterbehauſe aus geſundheitlichen Rückſichten geboten iſt, oder aus ſonſtigen
Gründen erforderlich erſcheint.
Die Aufnahme einer Leiche in die Leichenhalle darf nur dann erfolgen, wenn
durch einen approbierten Arzt der Eintritt des Todes beſcheinigt iſt.
Das Betreten der Leichenhalle iſt nur mit beſonderer Erlaubnis des Friedhof=
aufſehers
geſtattet.
§ 21. Die Verwaltung der Friedhofsangelegenheiten liegt dem Gemeinderat ob.
Er kann ſie einer beſonderen nach Artikel 133 der Landgemeindeordnung gebildeten Kom=
miſſion
übertragen.
Die Handhabung der Polizei auf dem Friedhof liegt der Bürgermeiſterei und
unter deren Aufſicht dem Friedhofsaufſeher ob.
§ 22. Der Friedhofsaufſeher, dem zugleich das Amt eines Totengräbers über=
tragen
werden kann, wird vom Gemeinderat ernannt und auf den Polizeiſchutz
verpflichtet. Er iſt für die vorſchriftsmäßige Anfertigung der Gräber verantwortlich.
Er hat bei Unterbringung einer Leiche in dem Leichenhauſe (§ 20) mehrmals täglich
nach dieſer zu ſehen und für Ordnung, Reinlichkeit, Lüftung und regelmäßigen Verſchluß
des Leichenhauſes zu ſorgen, außerdem hat er die ſämtlichen Wege des Friedhofs regel=
recht
in Ordnung zu halten und den Schlüſſel des Friedhofs in Verwahr zu nehmen.
§ 23. Außer dem Friedhofsaufſeher können von dem Gemeinderat noch ein oder
mehrere Totengräber angeſtellt werden. Dieſe haben bei der Anlage der Gräber ſtreng
darauf zu ſehen, daß Beſchädigungen der Nachbargräber vermieden werden.
§ 24. Der Friedhof wird in der Regel geſchloſſen gehalten, jedoch eine Stunde
vor jeder Beerdigung und in der außerdem von dem Gemeinderat beſtimmten Zeit
geöffnet.
Wünſcht jemand den Friedhof außer dieſer Zeit zu beſuchen, ſo hat er ſich den
Schlüſſel bei dem Friedhofsaufſeher zu holen und bleibt für ſeine Rückgabe, ſowie für
allen Schaden, den er innerhalb des Friedhofes verurſacht, oder der durch ſein Verſchulden
herbeigeführt wird, haftbar.
§ 25. Jeder Beſucher des Friedhofs iſt verpflichtet, den dienſtlichen Aufforde=
rungen
und Anweiſungen des Friedhofsaufſehers Folge zu leiſten.
§ 26. Kinder unter 12 Jahren dürfen nur unter Aufſicht Erwachſener den Friedhof
betreten.
§ 27. Das Mitbringen von Hunden und das Rauchen in dem Friedhof iſt ver=
boten
. Mit Zugtieren beſpannte Fuhrwerke werden nur mit Erlaubnis der Bürger=
meiſterei
in den Friedhof eingelaſſen. Handkarren und Handwagen dürfen nur dann
auf den Friedhof verbracht werden, wenn dies für zuläſſige Arbeiten, die ſofort vor=
genommen
werden müſſen, erforderlich iſt.
§ 28. Die auf den Begräbnisplätzen ſich ergebenden Abfälle, alte Kreuze und
dergleichen ſind unmittelbar in die dafür beſtimmte Grube zu verbringen.
§ 29. Die Pfade und Wege dürfen durch keinerlei Gegenſtände verſperrt werden.
§ 30. Alle Beſchwerden hinſichtlich der Friedhofsordnung entſcheidet unter Aus=
ſchluß
des Rechtswegs der Gemeinderat.
Bei Beſchwerden gegen Beſchlüſſe des Gemeinderats behält es bei den dieſerhalb
beſtehenden Beſtimmungen ſein Bewenden.
§ 31. Dieſe Beſtimmungen treten am 20. April 1914 in Kraft.
Hahn, den 4. April 1914.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Hahn.
Geibel.

Polizeiverordnung
für den Friedhof der Gemeinde Hahn.

Auf Grund des Artikel 64 des Geſetzes betr. die innere Verwaltung und die Ver=
tretung
der Kreiſe und Provinzen, vom 8. Juli 1911 wird nach Anhörung der Lokal=
polizeibehörde
und Gemeindevertretung mit Genehmigung Großherzoglichen Miniſteriums
des Innern vom 1. April 1914 zu Nr. M. d. J. II. 1812 für den Friedhof der Gemeinde
Hahn verordnet:
§ 1. Verfehlungen gegen die Vorſchriften der Friedhofsordnung der Gemeinde
Hahn werden, ſoweit nicht nach Geſetzen höhere Strafen in Anwendung kommen, mit
Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
§ 2. Dieſe Beſtimmung tritt am 20. April 1914 in Kraft.
Darmſtadt, 9. April 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
(9923

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 goldene Vorſtecknadel. 1 Granatarmband.
33 Reichskaſſenſcheine. 1 Trauring, gez. N. M. 1 gelbe Kinderwagen=
ldecke
. 1 Portemonnaie mit über 50 Pfennigen Inhalt. 1 rote
Schülermütze mit ſchwarzem Band. 1 Koffer mit Kleider uſw.
11 Aufſteckkamm mit Perleneinlage. 2 neue braune Kinderſchuhe.
1 braunes Schildkrötportemonnaie mit einigen Pfennigen. 1 dunkel=
ffarbiger
ſeidener Damenſchirm mit geradem Stock und Knopf.
1 Wanderſchein und Wanderbuch, auf den Namen Ruczynski
ausgeſtellt.
(9924
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 19. April,
ſſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Hof=Apotheke, Ballonplatz, und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.

Baunachrichten.

Vielfach geäußerten Wünſchen entſprechend, werden wir von
jetzt an auf unſerem Bureau, Grafenſtraße Nr. 30, 2. Stock, Zimmer
Nr. 21, eine Liſte über erteilte Baugenehmigungen zur Einſicht wäh=
trend
der üblichen Bureauſtunden offen legen.
(9868fs
Darmſtadt, den 14. April 1914.
Baupolizeiamt.
Steinberger.

Bekanntmachung.

Die nachſtehende Polizeiverordnung bringen wir hierdurch in
Erinnerung.
Darmſtadt, den 16. April 1914.
(9950sg
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.

Polizeiverordnung

das Reiten und Fahren über den Exerzierplatz zu Darmſtadt
betreffend.
§ 1. Das Fahren und Reiten von Zivilperſonen auf dem
Exerzierplatz zu Darmſtadt iſt verboten. Nur in Ausnahmefällen
kann dasſelbe geſtattet werden. Die Erlaubnis iſt bei der Großh.
Kommandantur nachzuſuchen und wird eintretenden Falles durch
eine auf Namen lautende Karte ſchriftlich und nur für die Perſon des
Nachſuchenden auf Widerruf erteilt.
§ 2. Der, betreffende Reiter bezw. Wagenführer muß die
Karte beim Betreten des Exerzierplatzes bei ſich führen und auf
Verlangen nicht nur den Exekutivbeamten der Polizeibehörde, ſon=
dern
auch den zur Aufſicht beſtimmten Militärperſonen bezw. Be=
amten
der Militärverwaltung vorzeigen.
§ 3. Fuhrwerke und Reiter, welche ihren Weg von der Darm=
ſtadt
=Griesheimer Staatsſtraße auf den Exerzierplatz und umgekehrt
nehmen, dürfen hierzu nur den nächſt der ſtädtiſchen Anlage herge=
ſtellten
, gepflaſterten Uebergang benutzen.
§ 4. Zuwiderhandlungen gegen obige Vorſchriften werden,
finſoweit nicht § 366 pos. 10 des Strafgeſetzbuchs zur Anwendung
elangt, mit einer Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.

Darmſtadt, den 20. Februar 1886.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.

1 Brennabor=Rad mit Freil.
330 Mk., 1 Nähmaſchine bill. Fahr=
Tadhandl., Eliſabethenſtr. 7. (9849a

Froß. runder Tiſch, nußb. ſ., div.
Gaslampen, kompl. 3fl. Gash.
preisw. z. vk. Moosbergſtr. 93, H. I. (*

Städtiſches
Hallenſchwimmbad.

Darmstadt
Mühlſtraße Nr. 33.
Schwimmbäder, Wannenbäder,
Braufebäder, Heißluft=, Dampf=,
Maſſage= und Duſchbäder, Elek=
triſchlicht
=, Kohlenſäure=, Sauer=
ſtoff
=, Fichtennadel= u. Solbäder.
Die Anſtalt iſt zur Zeit ge=
öffnet

I. an Werktagen:
von morgens 7 Uhr bis abends
8½ Uhr ununterbrochen.
Samstags bis 9 Uhr.
II. an Sonn= und Feiertagen:
von morgens 7 Uhr bis
12½ Uhr. (1398a
Kaſſenſchluß:
für die Schwimm=, Wannen= und
Brauſebäder ½ Stunde
für die Schwitzbäder 1½ Stunde
vor Ablauf der Badezeit.
Die Badeverwaltung.

u. Londitorei-Artikel
als: Puddingformen, Springformen,
Auflaufformen, Königskuchenformen,
Re rückenformen: Kranzformen,
Pfi zaufformen, Vanillebrotformen,
Pilsformen, Eisformen, Triture-Körbe,
Cakesausstecher, verstellbare Torten-
ringe
, Dressier-Säcke und-Tüllen,
Passiermaschinen:: Waffeleisen,
Konf ektspritzen, Kuchenbleche ( u. (
Reibmase inen, empf. i. gr. Ausw.
Ernst Crämer
7 Ludwigstr. 7. (336ad

für die IV. Seminarklaſſe der Vik=
toriaſchule
preiswert abzugeben
B9826) Mathildenſtr. 9, II.

der Ober=Realſchule
Bücher für Sexta, Quinta
und Quarta bill. zu verkaufen
*10230) Seibert, Beſſungerſtr. 83.

Ein gut erhaltener Handwagen
u. eine Hundehütte zu verk.
Zu erfragen in der Exped. (*10248

Fahrbahn= und Fußſteigbefeſtigungen.

In dem durch die Stadtverordneten=Verſammlung feſtgeſtellten
ſtädtiſchen Hauptvoranſchlag für 1914, der vom 14. April d. Js. ab
während der Friſt von einer Woche auf dem Stadthaus, Zimmer 39,
in den Dienſtſtunden offen liegt, ſind die unten verzeichneten Fahr=
bahn
= und Fußſteigbefeſtigungen aufgenommen, die im Laufe des
Geſchäftsjahres zur Ausführung gelangen ſollen. Wir empfehlen den
Anliegern dieſer Straßenzüge, etwa beabſichtigte Anſchlüſſe ihrer
Grundſtücke an den Straßenkanal, an die Verſorgungsrohre oder an
die Fernſprech= und Lichtkabelleitung unter Beachtung der hierüber
gültigen Beſtimmungen baldigſt herſtellen zu laſſen.
Zu Aufbrüchen der neuen Fahrbahn= und Fußſteigbefeſtigungen
wird in den nächſten Jahren die Zuſtimmung der Stadtverwaltung
nur dann erteilt werden, wenn die Geſuchſteller der Stadt gegenüber
die Verpflichtung übernehmen, für alle infolge des Aufbruches ver=
anlaßten
Schädigungen der Straßenbefeſtigung, insbeſondere auch
für die nachträglich etwa eintretenden Senkungen des Untergrundes,
aufzukommen und hierfür entſprechende Kaution hinterlegen.
Darmſtadt, den 14. April 1914.
(9903sg
Städtiſches Tiefbauamt
Keller.

Bezeichnung
Ord.=
Straßenſtrecken
der auszuführenden Arbeiten
Nr.
A. Fahrbahnbefeſtigungen.
Auspflaſterung der Autohalte=
Neuer Bahnhofsplatz
ſtelle.
2 Untere Beſſungerſtraße vom 1 Ueberpflaſterung der chauſſiert.
Haus 106 b. Donnersbergring 1 Fahrbahn mit Kleinpflaſter.
Obere Liebfrauenſtraße zwiſch. Chauſſierung der Fahrbahn.
Dieburgerſtr. u. Hohler Weg
Pankratiusſtraße zwiſchen 1 Verbreiterung der Fahrbahn.
Arheilgerſtraße u. Haus Nr. 7
Schloßgartenplatz vor den Erſatz der chauſſierten Fahr=
bahn
durch Hartbaſaltpflaſter
Anweſen Nr. 24
Speſſartring zwiſch. Kranich= Chauſſierung der Fahrbahn.
ſteiner= und Gutenbergſtraße
B. Fußſteigbefeſtigungen.
Feldbergſtraße zwiſchen Wei= 1 Zementſtrichfußſteig auf der
terſtädter= u. Landwehrſtraße Weſtſeite.
Gutenbergſtraße vor den 1 Zementplattenfußſteig.
Häuſern Nr. 66 und 68
Mathildenplatz zwiſchen Zeug= Erneuerung des Asphaltfuß=
haus
= und Wieſenſtraße 1 ſteigs auf der Oſtſeite.
10 1 Olbrichweg zwiſchen Lucas= Zementplattenfußſteig auf der
Nord= bezw. Oſtſeite.
und Fiedlerweg
11 1 Ruthsſtraße zwiſch. Arheilger= Zementſtrichfußſteig u. Rand=
ſteinverſetzung
auf d. Tordſeite.
und Pankratiusſtraße
12 1 Ruthsſtraße zwiſch. Arheilger= Zementſtrichfußſteig auf der
Nordſeite.
und Schloßgartenſtraße
13 Neuer Stirnweg vom Dorn= Zementplattenfußſteig auf der
heimer Weg bis zum Anſchluß ! Weſtſeite.
an den Fußſteig vor dem
Bahnpoſtamt

[ ][  ][ ]

Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Nummer 106.

Kongreſſe und Verbandstage.

Evangeliſch=Sozialer Kongreß.
Nürnberg, 16. April.
Unter zahlreicher Beteiligung aus allen Teilen des
Reiches trat hier der Evangeliſch=Soziale Kon=
greß
zu ſeiner 25. Tagung zuſammen, die mit einer
Begrüßungsfeier eingeleitet wurde. In ſeiner Eröffnungs=
rede
wies der Vorſitzende, Profeſſor D. Baumgarten=
Kiel, darauf hin, daß man dem Kongreß vorgeworfen
habe, er mache Kompromiſſe, beſonders mit dem Kapitalis=
mus
und dem Luxus. Gewiß fühle ſich der Kongreß nicht
für verpflichtet, mit großen Kundgebungen vor die
Oeffentlichkeit zu treten, denn man dürfe von derarti=
gen
öffentlichen Kundgebungen keine zu große Wirkung
auf die, die es angehe, erwarten. Was die Frage des
Schutzes der Arbeitswilligen anlangt, ſo iſt nach unſerer
Ueberzeugung die unbedingte Koalitionsfreiheit die
magna charta unſerer Arbeiter. (Lebhafter Beifall.) Wir
ſind der Meinung, daß die ſoziale Bewegung noch nicht
Halt zu machen hat. Der Führer der ſozialen Bewegung
in England hat uns den Dank der ziviliſierten Welt da=
für
ausgeſprochen, daß wir auf dem Gebiete der ſozialen
Fürſorge bahnbrechend geweſen ſind. Unſere ganze Ar=
heit
werden wir zu ſtellen haben unter die zwei Bitten
des Vaterunſer: Führe uns nicht in Verſuchung! und
Dein Reich komme! Der Redner ſchloß mit einem Hoch
auf den König von Bayern und den Kaiſer und nahm
dann das Wort zu ſeinem Vortrag über das Thema:
Der Einfluß der ſozialen Verhältniſſe
auf die Entwickelung der Frömmigkeit und
Kirchlichkeit Nach theoretiſchen Erörterungen kam
der Referent zu der praktiſchen Frage, ob wir ein Pro=
gramm
zur Beeinfluſſung der ſozialen Zuſtände im Inter=
eſſe
des Evangeliums haben, und gelangte zur Verneinung
dieſer Frage. Weiter erörterte der Referent die Frage
der inneren Koloniſation und der Jugendpflege, auf wel=
chem
Gebiete auf katholiſcher Seite Vorbildliches erreicht
worden ſei.
In der Diskuſſion führte u. a. Dr. Mehling= Würt=
temberg
aus: Der Evangeliſch=Soziale Kongreß muß auch
für das Recht eintreten. Es geht nicht an, daß die Be=
tätigung
eines Leutnants von Forſtner die Grundlage
irgendwelcher Rechtsbegriffe bildet. (!) Auch Oberſt von
Reuter gehört in dieſe Linie. Profeſſor D. Harnack,
der inzwiſchen den Vorſitz übernommen hatte, erklärte,
daß dieſer Hinweis auf die Zaberner Verhältniſſe un=
paſſend
geweſen ſei.
In der zweiten Hauptverſammlung ſprach Liz. Paul
Rohrbach über die Frage: Die Eingeborenen=
frage
in unſeren Kolonien als ſittlich=ſoziales Problem.
Die Neger ſeien nicht fähig, eigene Staatsweſen zu bil=
den
; das hätten die Negerrepubliken in Haiti und Liberia
gezeigt. Es ſei eine Affenſchande, daß derartige Staats=
weſen
noch exiſtieren dürften. Man werde den Neger nje

ſo weit bringen, wie die weiße Raſſemit ihrem tieſen
religiöſen Empfinden. Beim Neger dürfe es nicht heißen
Freiheit, ſondern Autorität‟. Den Neger kann man
nur erziehen mit dem einen Wort: Du ſollſt! Ich ſtehe
auf dem Standpunkt: man kann heute noch keinen Neger=
ſtamm
ſich ſelbſt überlaſſen. In dieſer Beziehung bekenne
ich, daß ich das Priszip der katholiſchen Miſſionen in
Afrika für das richtigere halte. Es wird uns nichts an=
deres
übrig bleiben, als uns ihrer Methode zuzuwenden,
ſonſt wird die Zukunft Afrikas katholiſch ſein, katholiſch
im diſziplinarreligiöſen Sinn. Alle grundſätzliche Ver=
ſchiedenheit
der Anſichten tritt zurück hinter der Gemein=
ſamkeit
der Praxis, was zunächſt auf afrikaniſchem Boden
geſchehen kann, um die Schwarzen in die Höhe zu brin=
gen
. Ueber Fragen, in denen wir nicht einig ſind, können
wir diskutieren. Feſtſteht, daß wir an der Hebung der
ſchwarzen Raſſe arbeiten müſſen; wieweit das geht, dar=
über
wird die Geſchichte urteilen. Aber am richtigen Ende
anfangen! (Stürmiſcher Beifall.) An den Vortrag
ſchloß ſich eine längere Diskuſſion, in der u. a. davor ge=
warnt
wurde, etwa den Unteroffizierston in den Kolo=
nien
groß werden zu laſſen. Die Beratungen des Kon=
greſſes
werden morgen zu Ende geführt.

Stimmen aus dem Publikum.

(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
ſeinerlei Verantwortung für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Am Palmſonntag, Karfreitag und erſten Oſterfeier=
tag
ſind den Bewohnern der Villenkolonie Ludwigshöhe
Briefe, Zeitungen und ſonſtige Poſtſachen nicht zugeſtellt
worden. Wie man erfährt, ſind die Bewohner dieſer Ko=
lonie
bisher ſtets in der angenehmen Lage geweſen, an
Feſt= und Feiertagen von der Poſt verſchont zu bleiben,
da an dieſen Tagen die Poſtbeſtellung dort beſtimmungs=
gemäß
ruht. Die Bewohner der Dorfgemeinde Eberſtadt,
zu der die Villenkolonie Ludwigshöhe gehört, haben in=
deſſen
den beſonderen Vorzug, ihre Briefe und Zeitungen
auch an denjenigen Tagen zu erhalten, an denen für die
Villenkolonie der Poſtbetrieb ausgeſchaltet iſt. Die Poſt=
behörde
iſt jedoch den Villenbewohnern ihre Zahl be=
trägt
etwa 200 inſofern entgegen gekommen, als es
ihnen geſtattet iſt, ſich ihre Poſtſachen an den erwähnten
Tagen vormittags zwiſchen 8 und 9 bezw. mittags zwiſchen
12 und 1 Uhr beim Poſtamt in Eberſtadt, natürlich gegen
entſprechende Legitimation, abzuholen. Nun beträgt die
Entfernung von der Villenkolonie zum Eberſtädter Poſt=
amt
zu Fuß dreiviertel Stunde, der Empfänger gebraucht
alſo im günſtigſten Falle anderthalb Stunden zum Ab=
holen
ſeiner Briefe uſw. Bei günſtiger Witterung iſt dies
noch nicht ſo ſchlimm, bei ſchlechtem Wetter aber im Winter
einfach eine Unmöglichkeit. Die Benutzung der Eiſenbahn,
die nur ſtündig fährt, bringt hierbei keinen Vorteil, ſon=
dern
nur Unkoſten. Warum kann die Poſt für die Villen=
kolonie
Ludwigshöhe nicht vom Poſtamt Hermannſtraße

beſorgt werden, wie dies für das Etabliſſement Ludwigs=
höhe
und die Duncanſchule geſchieht? Man braucht die
Briefe nur entſprechend zu adreſſieren. Iſt doch die Vil=
lenkolonie
von Darmſtadt aus zu Fuß bequem in einer
Viertelſtunde zu erreichen und mit dem Rad in wenigen
Minuten.
Civis.
Auf das Eingeſandt in Nr. 105 Ein Mieter ſieht
man ſich veranlaßt, Nachfolgendes zu erklären: Wenn ein
Mieter mit Kindern von einem Hausbeſitzer nicht gerne
aufgenommen wird, ſo liegt es in den meiſten Fällen,
wenn man dieſelben verfolgt, an dem Mieter ſelbſt. So
lange eine Familie mit mehreren Kindern nicht erzieheriſch
auf dieſelben wirkt und die Kinder angehalten werden,
das Eigentum des Hausbeſitzers in jeder Beziehung zu
ſchonen und Rückſicht auf die anderen Mitbewohner zu
nehmen, werden immer Fälle eintreten, daß an Familien
mit Kindern nicht vermietet wird. Man muß zugeben, daß
ein Hauswirt meiſtens zwiſchen zwei Parteien ſteht. Wie
oft wird dem Hauswirt von der einen Partei geſagt, wenn
Sie nicht dafür ſorgen, daß die Kinder im Hauſe Ruhe
und Ordnung halten, dann ziehen wir aus! Wird es nun
der Partei mit Kindern mitgeteilt, fühlt ſich dieſelbe be=
leidigt
, ſtatt entgegen zu kommen, und der Vermieter hat
in den meiſten Fällen den Schaden. Deshalb kann man
es dem Vermieter nicht übelnehmen, wenn er ſeine Vor=
teile
wahrt. Darum, Mieter mit Kindern, ſorgt dafür,
daß dieſelben im Sinne einer Hausordnung erzogen und
angehalten werden. Denn ihr wahrt eure Rechte, und ſo
habt ihr auch Pflichten zu üben; geſchieht das, ſo treten
Ein Vermieter.
auch beſſere Verhältniſſe ein.
Die Kindernot der Mieter. Die Antwort,
die der Einſender von Nr. 105 Ihres geſch. Blattes bei der
Wohnungsſuche erhalten hat: Wir beabſichtigen, nur an
einen Mieter ohne Kinder zu vermieten iſt typiſch für
die Anſchanung vieler Hausbeſitzer. Darüber ſoll man ſich
nun nicht beklagen, denn der iſt kein Unmenſch, der an
ſeine Tapeten denkt. Wohl aber ſoll man Gegenmaßregeln
treffen. Die Mieter und Familienväter ſollten, vielleicht
mit Hilfe des bereits beſtehenden Mietervereins, eine Liſte
derjenigen Hausbeſitzer aufſtellen, die nur kinderloſe Mie=
ter
wünſchen, und dieſe Liſte dann von Zeit zu Zeit ver=
öffentlichen
. Dann wird vielleicht mancher dieſer Ver=
mieter
, durch ſein eigenes Intereſſe belehrt, die Kindlein
wieder zu ſich kommen laſſen
Ein Mieter mit drei.

Mieter mit Kindern nehmen wir.
nicht. Der Vorſchlag des Herrn Einſenders in der
geſtrigen Nummer, ſolche Bemerkungen den Wohnungs=
angeboten
kinderfeindlicher Vermieter hinzuzufügen, ver=
dient
volle Unterſtützung. Es gehört wahrhaftig nicht zu
den Annehmlichkeiten, den zyniſchen Fragern, ob man
Kinder habe, ſtets Rede zu ſtehen und ſich ihnen gegenüber
gewiſſermaßen wegen ſeiner Kinderzahl zu rechtfertigen.

Aparte Neuheiten in grosser Auswahl!
Ramage
50
für Kleider und Kostüme
Seiden-Stoffe
-
Meter 6.80, 4.50,
Meter 5.20, 4.50,

Cotelé
110 und 130 cm breit
Karos
in modernsten Farben u. Schotten-
stellung
., Mtr. 4.50, 3.60, 2.60 bis
Coteline
für Blusen, in aparten Streifen
Meter 2.40 und
Woll-Crepe und Crepons
in allen modernen Farbenwir-
kungen
, Meter 2.80, 2.40, 1.80,

25
20
45

Römerstreifen
für Blusen, leizte Neuheit
Meter 2.50 und
Schwarz-weisse Karos
110 und 130 cm breit
Meter
Blau-weisse Karos
130 cm breit
Meter 5.00 und

90
250
3
.50

Moderne Kostümstoffe 400
englischer Art . Meter 5.50, 3.80, 6

Garbadine, neuestes Gewebe 680
für JACKEN-KLEIDER, 130 cm breit, Meter

Schotten u. Römerstreif.
die große Mode, in Messal., 960
Taffet und Louisine
Meter 4 80, 4.50, 3.75,

Chines
für Blusen und Kleider

Meter
Crepe de chine
zirka 100 cm breit
Meter 6.50 und
Seiden-Crepe
in verschiedenen Farben Meter
Rohseide, bedruckt
sehr elegant . . . . Meter
Seiden-Crepe
in allen fein. Modefarb., Mtr.

3
4

Gebr!etstfochttd

Markt

Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins

M

n= u. Verkauf von Tauben=
miſt
L. E., Pfungſtadt,
(*10354sgo) Kaiſerſtraße 14.
gebr. Damenräder zu kauf. geſ.
G *10298sg) Ludwigshöhſtr. 78.

Zu verkaufen:
1 Sprungfedermatr., 1 Strohmatr.,
1 Kinderbett. Liebigſtr. 6, II. (9975

[ ][  ][ ]

Nummer 100.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Seite 15.

Frankfurter Kursbericht vom 17. April 1914.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)

Staatspapiere.
t 100,30
Dt. Reichsschatzanw.
9850
Dt. Reichsanleihe p. 1918
99,10
do. . . . . p. 1925
87.00
do. . ... .
78.30
do. . .
4 1100,30
Preußische Schetzanw.
91,10
Stafflelanleihe.
3½ 87.05
Consols . .
78,20
do.
4 97.00
Badische Staats-Anleihe
3½ 86,50
do. v. 92/94
do.
4 moh
Bayerische Ablös.-Rente
97,40
E.-B.-Anl. kdb. ab 1900
97,40
do. unkdb. p. 1918
97,40
do. unkdb. p. 1920
E.-B.- u. Allgem. Anl.
97,40
unkäb. p. 1930
3½ 84,80
do. Anleihs .
76,00
do.
97,30
Hamburger Staats-Anl.
88,50
do. v. 1857,94
79,20
do. . . .
9.,30
Hessische Staats-Anleihe
*97,15
do. unkdb. p. 1921 .
do. . . . . . . .
84,70
7495
do. . . . .. . . . . .
Sächsische Steats-Rentc
77,80
Württembg. Staats-Anl.
(unkdb. v. 1921). .
4 98,20
do, v. 79/80 . . . . .
3½ 87,80
40.
77.20
Bulgarische Gid.-Anl.
5 96,90
Griech. Anl. v. 1590
55,50
do. v. 1887 Monopol 16/ K 51,85
Italienische Renté. .
1.
Osterr. Staats-R. v. 1918 . 4½ 92.00
do. Silber-Rente
41 86,30
do. Papier-Rente
40
do. Gold-Rente . .
4 .86,60
do. einheitl. Rente
4 82.70
Fortug. Tab-Anl. 1891
4½ 97,40
do, inn. amort. 1905
do, unif. Serie I .
61,50
do.
III.
do. Spézial Titel.
Rumänen v. 1903.
100,00
do. Gold v. 1913.
4½ 91,25
do. Schatzsch. v. 1913 . 4½100,20
do. conv..
8540
do. v. 180
93,95
do. v. 1801
9700
do. v. 1905
85,70
do. v. 1908
do. v. 1910
85,30
Russische St.-Anl. v. 1905 41
98,20
do, kons. v. 1850
4 86,20
do. Gold v. 1890
d0. v. 1902. . . .
89,75
chweden v. 1880.
3½ 9.,30
do. p. 1855 .
3½ 85,.90

Schweden v. 1890.
Serben steuertrei
do. amort. v. 1895
(150
Türk. Egppt. Sbut
do. kons ste ertreie.
. 1903.
do. Adm
76,30
do. unif. v. 1903.
do. v. 1905. .
72,70
Ungarische Staats-Rente
1913 unkdb. bis 1923
4½ 90,25
Ungar. Staatsk.-Scheine
v. 1913
98,70
.
83,30
do. Gold-Rente.
do. Staats-Rente 1910 4 81.60
do.
Kr. 4 82,05
Argent. innere Gold-Anl.
7,25
w. 1887
do. äußere v. 1890
10000
do. innere v. 1888 . . .4½
do. äußere v. 1888 . . . 4½
do. v. 1897 .
4.
93,20
Chile Gold-Anl. v. 1911.
do. v. 1889 . . . . . . . . 4½
do. v. 1906
.. . . .4½ 89,00
Chines. St.-Anl. v. 1895.
100.30
do. v. 1896 . . .
88,45
do. Reorg. Anl.:
90,30
do. v. 1898 .
89.00
Japaner . ..
63,50
Innere Mexikaner.
*83,50
Außere do.
68,90
Mexikan. Gold v. 1904 .
do. eons.
68,00
do. Irrigat.-Anleihe
6565
Buenos-Aires Prov. .
Tamaulipas . .
Sao Paulo E.-B.
5 96,70
do. v. 1913 . .
Siam v. 1907: .
4½ 96,00
Prioritäts-
Obligutionen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
v. 1895/97
84,00
v. 19043½
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar: v. d. Stadt
Darmstadt.
93,95
½ 95,00
Nordu. Lloyd-Obligat.
92,20
Donau-Dampfschiff. v. 82
4 9170
Elisabethbahn . . .
4 86.90
Franz-Josef-Bahn.
Kaschau-Oderbergerv. 89) 4
3 71,80
Prag-Duxer .
Osterreich. Staatsbahn . 5 1102,90
4 29.90
do. . .
3 74,25
do.
5 3505
do. Südbahn (Lomb.)
71,60
do. do.
26/10 51,20
do. do.
7650
Raab-Oedenburg
8600
Kronprinz Rudolfbahn
Auss. Südwest . . . . . . . 4 1 84,90

Moskau-Kasan . .
(180
do. .. ..
Wladikawkas.
85,50
Rjäsan-Koslow.
Portugies. Eisenb.
3 64,50
do.
4½ 87,40
69,60
Livorneser . .
61,90
Salonique Monastir.
78,10
Bagdadbahn .
Anatolische Eisenbahn 4½ 90,40
4 93,00
Missouri-Pacific I.
*100
do. do. V. 1905
95,35
Northern-Pacifio.
Southern-Pacific.
92,50
* 9
St. Louis & San Francisco
Tehuantepec .
Ungar. Lokalbahn .
5 98.50
Provinz-Anleihen.
4 96,20
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
3½ 86.25
do. Em. 10 . .
3 83,10
do. . 5. .
3½,
Posen Prov..
4 95.90
Westfalen Prov. V. .
Hess. Prov. Oborhessen 1 4 95.50
3½
85,80
do. Starkenburg.
Städte-
Obligationen.
94,95
Darmstadt. .
do.
... . .3½ 87,10
Frankfurt. .
.. 4 95.,70
do. ..
. . . . . . . 3½ 88,50
Gießen . . . . . . . . . . . . 4
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 87,00
Heidelberg . . . . . . . . . . 4 94,50
do. .. . . . . . . . . . . .3½ 550
Karlsruhe . . . . . . . . . . 4 94,90
13½), 8t.50
do. ..
Magdeburg
4
4 94,95
Moins..
3½ 26.50
do. ..
1 4 95.00
Mannheim .
. .3½ 85,95
do. . . .. .
4 97,00
München .
Nauheim .
...3½
Nürnberg
. .. 495,20
.. .3½ 86,30
(10. . . .
.. . . . . . 4 95,10
Offenbach .
do. v. 1914 . . . . . . . . 4 94.,00
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 8700
4 95,80
Wiesbaden.
do. . . . . . . . . . . . . .3½
Worms .
4% 94,50
do.
3½
Lissabon v. 1888
94,00
Moskau v. 1912
Stockholm v. 1880 . .
Wien Komm. . .
Wiener Kassenscheine
98,80
Zürich v. 1889 .
Buenos Stadt w. 1592 : .. 6

Pfandbriefe.
Berliner Hyp.-Bk.-Pf. . . 4½100,00
do. unkdb. 1918. . .
98,0
do.
1919. ..
93,50
do.
94.25
1921 . . . .
do.
1922. . .
95.50
do. . . . .
83.50
do. Komm.-Obl. unk. 1918
95.00
Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910
95,00
do.
1915 .. .
96,00
do.
1920 . .
49650
de. Ser. 1219.
3½ 86,40
Kommunal-Oblig. Sor. 1,
unkab. 1910
86,50
Frankf. Hyp.-Kred.-Ver.
94,00
Ser. 1542
94.90
4849)
do. . 7..
96,00
do. unk. 1922 52
88,(70
do. 1913.
do. Ser. 45 . . .
86,50
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
Ser. 12, 13, 16
96,90
14, 15, 17
96,90
do. . . . .
97,40
do. unkdb. 1920
1923 .
60.
97.50
84,20
do. Ser. 1, 2, 68 .
do. 35
84.10
2e
do. kündb. 1915.
81,20
96.90
do. Komm. unk. 1913
96,90
1914
do.
97,10
1916
d0.
9740
1920
do.
d0.
1923) 4 97,50
do. verlosb. u. kündb.. 3½ 84,20
unkdb. 1915 3½ 84,20
do.
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb. 4 9460
495,80
do. unkäh. 182.
3½ 86,00
do. . .
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
94,00
unkab. 1917
1919
do. . . . .
94,00
1921
94,10
do. . . ...
1924
96,20
do. . . . ..
84,60
do. .. . . . .
95,20
do. Komm. unk. 1923
do.,
1924
96.00
Südd. Bod.-Kred.-Ptdbr..
96,40
do.
3½ 85.,00
Bank-Aktien.
Bank für elektr. Unter-
nehmungen
Zürich .. 10 194,20
s 1. 000
Berg.-Märkische Bank.
Berliner Handelsges. . . . 8½ 153,25
Darmstädter Bank . . . . 6½ 117,50
Deutsche Bank. . . . . . .12½1245,40
Deutsche Vereinsbank: . 6 (117.70
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 112.90
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 (186,50
Dresdner Bank . . . . . . .8½ 151,00

Frankf. Hypothek.-Bank! 10 211.60
de. do. Kred.-Ver
a 155,00
Mitteldeutsche Kred.-Bk.6½ 117.25
Nation.-Bank f. Deutschl.
111,60
Pfälzische Bank . . .
123.00
8.43 135.25
Reichsbank . . . .
Rheinische Kredit-Bank.
(128,50
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver.
105,10
Wiener Bank-Verein . . .
§ (131,75
Aktien von Trans-
port
-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 (131,40
§ (11130
Norddeutscher Lloyd.
Frankfurt. Schleppschiff. 4 (116,00
Stidd. Eisenb.-Gesellsch. . 6½ 1128,95
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 1115.25
6 1 895
Baltimore .
10 202,75
Canada . . .
7½ 1143,50
Schantung
§ (15840
Prinz Henry.
0 21,25
Lombarden
6 (112,50
Pennsylvanis.
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik . 28 636,00
Ichem. Fabrik Griesheim 14 (267,75
Farbwerke Höchst . . . . 30 1686,00
Ver. chem. Fabr. Mannh.. 20 314,80
Zement Heidelberg . . . . 10 115280
Chemische Werke Albert! 30 1449,20
Holzverkohl. Konstanz . 15 (312.00
6 129,20
Lahmeyer . . . . . . . .
Schuckert, Nürnberg. . . 8 149.00
12 218,00
Siemens & Halske...
5 125,00
Bergmann Elektr. . . . .
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 2472s
25
Hagen Akkum.:.
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 177,30
0 82,30
Gummi Peter .
25 340,75
Adler-Fahrradwerke .
Maschinenfabr. Badenia.: 6 (128,00
Wittener Stahlröhren . . 0
Motoren, Oberursel . . . 8½ 158,50
7 1210.
Gasmotoren, Deutz . . .
Siemens Glas-Industrie . 15 1236,50
23 296, 0
Enzinger Filter . . .
10 (145,50
Steaua Romana . . . .
Zellstoff Waldhof . . . . . 15 1201,50
Bad. Zucker-Waghäusel .12,831223,00
Neue Boden-Aktien-Ges..
83,50
Süddeutsche Immobilion 0 58,00
Bergwerks-Aktien.
Aumetz-Friede . .
12 161,00
Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 225,75
Leonhard, Braunkohlen . 9 1162.00
23 367,00
Konkordia Bergbau .
Deutsch-Luxemb. Bergb.! 10 (131,00
Eschweiler . . . . . . . . . . 10 222.00

Gelsenkirchen Bergw. . . 11 183,30
Harpen Bergbau. . . . . . 11 (184,25
Kallwerke Aschersleben . 10
Kaliwerke Westeregeln . 13 (202,75
Königin Marienhütte
6 81,00
Laurahütte . . . . . .
8 1151½
Oberschles. Eisenbed.
6 1 83,20
Oberschl. Eisen-Industrie 3 65.75
Phönix Bergbau . . .
18 (29,25
Rheinische Braunkohlen! 10 230,50
Riebeck Montan . . . . . . 12 195.50
South West.-Afr. Shares . 5 (118½
Verzinsliche
Anlehenslose. (Zt.
Badische .
TIr. 100 4
Cöln-Mindener . Tlr. 1003½144,00
Holländ. Komm. . A. 100
Madrider . . . . . Frs. 100 3 78.00
Meininger Präm.-Ptdbr. . 4 (140.50
Osterreicher 1860er Lose.
180,00
Oidenburger. . . . Tlr. 40 3 128,30
Raab-Grazer .
. A. 15012½
Unverzinsliche
Mk.
Anichenslose.
ſp. St.
Augsburger .
A. 7 34,60
Braunschweiger .
TIr. 20 202,00
Mailänder .
Fs. 45
do.
Fs. 10
Meininger
.. A. 7 35,50
Osterreicher v. 1864 . A. 100
do. v. 1858 . A. 100
Ungar. Staats . .
H. 100 441,00
Fs. 30
Venediger . . . . .
Türkische . . . . . . Fs. 400 (167,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns. . .
20,42
16,31
20-Franks-Stücke . . .
Amerikanische Noten .
.4,19½
Englische Noten. . .
2047
Französische Noten. .
81,45
Holländische Noten
.169,30
Italienische Koten .
81,05
Osterr.-Ungarische Noten. . 84,15
Russische Noten . . . . . .
Schweizer Noten. . . . . . . . 81,35
Reichsbank-Diskont.
do. Lombard Zsf..
Tendenz:
Fest.

Handel und Verkehr.

Frankfurt a. M., 17. April. (Börſe.) Unter
Idem Einfluß der heute vorliegenden günſtigen Nachrichten
raus Mexiko eröffnete die Börſe in beſſerer Stimmung bei
ffeſteren Kurſen: Im Verlauf boten aus London eintref=
ffende
Kursmeldungen, die ſich über Neu=Yorker Parität
lbewagten, dem Markt eine weitere Stütze und die Börſe
lblieb bis Schluß feſt. Kursbeſſerungen hatten insbeſon=
dere
die Monkaninduſtrie zu verzeichnen, wobei wohl auch
die günſtigeren Verſandziffern des Stahlwerksverbandes,
aauf die wir bereits geſtern hinwieſen, nachwirkten. Von
Transportwerten waren Schantungbahn gebeſſert, wäh=
gend
Schiffahrtsaktien weniger Beachtung fanden. Ruſſiſche
Bankaktien, die ſich bereits geſtern von den Rückgängen der
lletzten Zeit etwas erholen konnten, vermochten ihren
Kursſtand zu behaupten. Das Geſchäft war etwas leb=
lhafter
, als zu Anfang der Woche, doch war eine erhöhte
Teilnahme der Spekulation noch nicht zu bemerken. Der
Maſſamarkt lag ziemlich feſt; u. a. waren höher Daimler
MMotoren zirka 10 Prozent, Chemiſche Albert 3¼ Prozent,
Anilin 1½ Prozent Bergmann auf günſtige Bilanzziffern
11½ Prozent, Schuhfabrik Weſſels 3 Prozent; niedriger
waren Holzverkohlung 1¾ Prozent, Höchſter Farbwerke
2 Prozent, Frankenthgler Zucker 1¾ Prozent. Im Zu=
ſſammenhange
mit den günſtigen Nachrichten waren Mexi=
kaner
etwas gebeſſert. Ein deutliches Beiſpiel für die
außerordentlikche Flüſſigkeit des Geldmarktes bietet die
Nachricht, daß in der Submiſſion auf die neue 4prozentige
Wiesbadener Stadtanleihe einem Konſortium der Zuſchlag
erteilt iſt, welches das Höchſtgebot von 95,78 Prozent
abgegeben hat. Tendenz feſt.
H Frankfurt a M., 17. April. ( Börſen=
wwochenbericht
.) Die Geldklüſſigkeit hält auch nach
ſden Feiertagen an, obgleich größere Mediobedürfniſſe zu
decken waren; nur auf den Privatſatz hatte dieſe Nach=
ffrage
einigen Einfluß durch Anziehen auf 2½. Bei der
Reichsbank iſt der Medio vorübergegangen, ohne daß ſtär=
kkere
Anforderungen geſtellt worden wären. Trotzdem liegt
ffür das Direktorium, wie es erklärt, gegenwärtig ein An=
llaß
nicht vor, der Frage einer weiteren Diskontermäßigung
mäher zu treten. Die Seehandlung verfügt eben alls über
rreiche M ttel zu den mäßigſten Sätzen, aber die Nachfrage
ſiſt nur ſehr gering. Am 15. April haben die Zeichner der
Preußiſchen Schatzanweiſungen die letzte Einzahlung von
20 Prozent und die Konſortialen eine ſolche am 17. April.
weleiſtet. Beides hat für den Geldmarkt keine Bedeutung
mmehr gehabt, da höchſtens noch einige Zeichner ganz mini=
male
Beträge voll zu zahlen hatten. Auch von den noch
Zuletzt übernommenen 150 Millionen Mark Preußiſcher
Schatzanweiſungen, die erſt bis zum 25. Juni voll gezahlt
werden müſſen, ſind keine Rückſtände mehr vorhanden.
Die Sperre für die Schatzanweiſungen läuft am 15. Auguſt
ab; man kann wohl erwarten, daß das Konſortium für
Uebernahme der Schatzanweiſungen nicht vor dieſem Ter=
min
aufgelöſt werden wird. Beſondere Bedürfniſſe ſind
worerſt nicht zu decken, und ſolange die Börſe ihre bis=
herige
Zurückhaltung weiter bewahrt, wird auch von die=
ſſer
Seite kaum ein ſonderlicher Anſpruch zu gewärtigen
ſein Was die großen Kapitalserhöhungen, die immer
wieder bekannt werden, anbelangt, ſo handelt es ſich wohl
wielſach nur um ſolche, mit denen alte Kredite bezahlt wer=
den
ſollen. Was nun die Börſenlage im allgemeinen be=
ſtrifft
, ſo waren auch die letzten Tage äußerſt geſchäfts=
unluſtig
, und man könnte faſt von einer völligen Stag=
mation
ſprechen. Um ſo bemerkenswerter iſt die gut be=
hauptete
Tendenz bei nur kleinen Abſchwächungen. Die
Handelsverhältniſſe in Rußland ſcheinen nicht mehr ſo
glänzend zu ſein, was ſich am beſten durch den Rückgang
Der ruſſiſchen Bankaktienkurſe dokumentierte, während die
ruſſiſchen Induſtriewerte im ganzen bisher nicht ungünſtig
dadurch beeinflußt wurden. Die Nachrichten über die Be=
ziehungen
zwiſchen den Vereinigten Staaten und Mexiko
machten keinen beſtimmten Eindruck, nur bewirkten ſie
eine weitere Zurückhaltung der Spekulation, um die wei=
kere
Entwicklung dieſer Angelegenheit abzuwarten, bevor
ſie neue Engagements eingehen will. Aus der Induſtrie
llagen keine Nachrichten vor, welche die Situation in ver=
änderter
Beleuchtung darſtellen. Die ſtarken Dividenden=
verminderungen
bei den Siegerländar Mrken erinnerten

an die Ungunſt der Konjunktur, die bis jetzt noch keine An=
ſätze
zu der erhofften Beſſerung zeigt.
Zu den Einzelheiten des Verkehrs übergehend, ſind
die 4prozentigen und 3½prozentigen deutſchen Anlage=
papiere
in recht feſter Halrung und nur die 3prozentigen
Gattungen um kleine Bruchteile billiger. Ausländiſche
Staatsfonds waren ſehr ruhig bei unweſentlichen Ver=
änderungen
, mit Ausnahme von Mexikanern, die zumeiſt
bis 4 Prozent einbüßten. Am Bankenmarkt waren Darm=
ſtädter
und Deutſche Effekten=Wechſelbank unverändert feſt
gegen die Vorwoche; ſonſt aber erfolgten mehr oder min=
der
Kurseinbußen, wobei beſonders die hier notierten
Petersburger Internationale Bank um über 2 Prozent
auf 189¾ zurückgingen.
Von Transportaktien ſind Nordd. Lloyd und Schan=
tung
, ſowie Baltimore und Ohio niedriger, ebenſo Orient=
bahnen
ſchwach bei 198,75. Es ſcheint, daß die Serben
jetzt an Stelle der Internationaliſierung der Bahn den
Ankauf der auf ſerbiſchem Territorium gelegenen Strecken
doch durchſetzen würden und daß infolgedeſſen ſich die ge=
ſamte
Ordnung bei der Orientbahn von neuem verzögern
werde. Die in Berlin gehandelten Kanada=Aktien blieben
gut behauptet bei ca. 202½, weil man die Mindereinnah=
men
, die aus der Tarifreduktion zu gewärtigen ſind, jetzt
übereinſtimmend auf 1 Million Dollar taxiert und weil
der neueſte Wochenausweis ein Geſamtminus von nur
1,63 Millionen Dollar ausweiſt. Erwähnenswert ſind die
befriedigenden Einnahmen der Süddeutſchen Eiſenbahn=
Geſellſchaft, die im letzten Betriebsjahr (1. April 1913 bis
31 März 1914) bei 9 454 102 Mark Einnahmen ein Mehr
von 734898 Mark gegen das Vorjahr aufweiſen.
Das Montangebiet war ſehr ſtill, doch machte ſich eine
beſſere Stimmung bemerkbar mit Rückſicht auf den Mehr=
verſand
des Stahlwerksverbandes. Die neuen 5 prozenti=
gen
Obligationen der Deutſch=Luxemburger Bergwerks=
A.=G., die zu 97 Prozent übernommen wurden, ſollen am
23. d. M. zu 99¾ Prozent aufgelegt werden. Am Kaſſa=
induſtriemarkt
entwickelte ſich größeres Geſchäft, wobei
noch größere Schwankungen vereinzelt auftreten. Che=
miſche
Aktien ſind durchweg abgeſchwächt, nur Chemiſche
Fabrik Griesheim=Elektron feſt, da die Dividende wieder
14 Prozent wie im Vorjahre beträgt. Aus dem Geſchäfts=
bericht
der Badiſchen Anilin und Sodafabrik
iſt noch zu erwähnen, daß die Fabrik im verfloſſenen
Jahre gut beſchäftigt war. Der Abſatz ließ ſich wieder
ſteigern, andererſeits hat aber unter dem ſtarken Druck der
Konkurrenz der Rückgang in den Preiſen vieler Artikel
angehalten. Die Fabrik in Oppau kam in der zweiten
Jahreshälfte allmählich in Betrieb. Auf Grund von Er=
fahrungen
wurde es als zweckmäßig und vorteilhaft er=
kannt
, ohne Zögern mit weiteren Vergrößerungen vorzu=
gehen
. Nach Fertigſtellung derſelben wird ab Ende näch=
ſten
Jahres die Fabrik jährlich 130000 Tonnen ſchwefel=
ſaures
Ammoniak erzeugen können. Mit der Deutſchen
Ammoniak=Verkaufsvere nigung wurde eine Verſtän=
digung
getroffen. Elektrizitätswerte ſind kaum verändert.
Daimler waren zunächſt auf verſchiedenartige Beurteilung
des Geſchäftsberichts bis 373½ abgeſchwächt, dann aber
erfolgte kräftige Erholung, da das Ergebnis und die Bi=
lanz
uberhaupt als recht günſtig angeſehen werden können.
Auch Kleyer waren ziemlich belebt und hatten ſich nach
zeitweiſer Ermattung wieder weſentlich erholt, ebenſo
Zellſtoff Waldhof, während Zuckerfabriken auf Realiſa=
tionen
etwas einbüßten. Die Dividende der Maſchinen=
fabrik
Moenus A.=G. wurde auf 12 Prozent gegen 19
Prozent im Vorjahre feſtgeſetzt und mit der ungünſtigen
Konjunktur motiviert. Selbſt das Exportgeſchäft liege
ſehr darnieder, und der Arbeiterſtand mußte verringert
werden. Auch jetzt laſſe der Geſchäftsgang, an den Ziffern
früherer Jahre gemeſſen, noch ſehr zu wünſchen übrig.
Die Maſchinenfabrik A.=G. vorm. F. A. Hartmann
u. Co., Offenbach a. M., erhielt bei der Vergebung der
Arbeiten für die projektierte Getreideverkehrsanlage im
Hafen III in Bremen den Auftrag zur Lieferung der acht
pneumatiſchen Getreideheber mit allem Zubehör im Be=
trage
von nahezu 1½ Millionen Mark.
Der Wochenſchluß brachte eine etwas beſſere Stim=
mung
auf die Beilegung der mexikaniſchen Salutfrage;
das Geſchäft blieb jedoch im allgemeinen wieder ſehr
ruhig. Daimler erzielten eine weitere Steigerung, ſind
aber nach Notiz wieder 386. Kleyer und Bielefelder Dür=

kopp waren ebenfalls mehr beachtet. Das Bezugsrecht
für Deutſche Bank notiert 305 und für Diskonto= Komman=
bit
110.
Es ſchließen: 4proz. verlosb. Preuß. Schatzſcheine
98,85, 4proz. Reichs 99,10, 4proz. Reichs (rückzahlbar 1918)
98.70 B. 3½proz. Reichs 87,10, 3proz. Reichs 78,30, 4proz.
Heſſen von 1899 97,30 G, 4proz. Heſſen von 1906 97,30 G,
4proz. Heſſen von 1908/09 97,30, 4proz. Heſſen (unkündbar
1921) 97,80, 3½proz. Heſſen 84,95, 3proz. Heſſen 75,
4proz. Darmſtädter neue 94,80, 4proz. Darmſtädter 94,75,
3½proz Darmſtädter 86, 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pidbr.
(S. 2326) 97,40 G, 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 27),
97,50, 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 35) 84,10 G,
3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pdbr. (S. 911) 84,20 G, 4proz.
Heſſ. Komm.=Pfdbr. (S. 1314) 97,40 G, 4proz. Heſſ.
Komm.=Pfdbr. (S. 1516) 97,50 G, 3½proz. Heſſ. Komm.=
Pfandbriefe (S. 13) 84,20 G, 3½proz. Heſſ. Komm.=Pfdbr.
(S. 4) 84,20 G, 4proz. Naſſ. Landbk.=Pfdbr 99, 3½proz.
Naſſ. Landbk.=Pfdbr. 91,50, 3proz. Naſſ. Landbk.=Pfdbr.
88 G, Genua=Loſe 215, Meininger Loſe 36,50, Türkiſche
Loſe 167, Ungariſche Loſe 441, Venediger Loſe 76, Raub=
Grazer Anr.=Scheine 3280, Donauregulierung 150 B, Go=
thaer
Prämie II 125, Bagdad=Türken 78,40, 4proz. konv.
Türken 72,70, 4½proz. Serben 87,30, Darmſtädter Bank
117½, Südd. Eiſenb.=Geſellſchaft 128.75, South=Weſt=
Afrika 119, Otavi=Anteile 120½, Otavi=Genußſcheine 102½,
Alkali Weſteregeln 203, Aluminium 297, Südd. Immob.=
Geſellſchaft (Mainz) 57.50. Adlerwerke Kleyer 340¾,
Deutſche Gold= und Silber=Scheideanſtalt 628, Chemiſche
Mühlheim a. M. 70, Lack= u. Farben=Fabrik Schramm,
Offenbach a. M. 268 G, Holzverkohlung 313½, Reiniger,
Gebhard u. Schall 196,30, Rütgers 192, Akkumulatoren
336, Allg. Elektr.=Geſ. 247, Brown Boveri u. Co. 149½,
Lederwerke vorm. Spicharz, Offenbach a. M. 86,50, Lud=
wigshafener
Walzmühle 168,25, Benz=Motoren 189, Daim=
ler
=Motoren 390, Oberurſeler Motoren 158½, Bielefelder
Dürkopp 316½, Faber u. Schleicher A.=G., Offenbach a. M.
101 B. Waggonfabrik Fuchs, Heidelberg 137½ G.

Landwirtſchaftliches.

Frankfurt a. M., 16. April. Schlachtvieh=
markt
. (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: Rinder 111 Stück,
darunter 49 Ochſen, 6 Bullen, 56 Kühe und Färſen; 1138
Kälber, 48 Schafe, 1268 Schweine. Preiſe für 50 Kilo=
gramm
Lebendgewicht in Mark: Kälber: Feinſte Maſt=
(Vollm.=Maſt) und beſte Saugkälber 6468 ( Schlacht=
gewicht
107113), mittlere Maſt= und gute Saugkälber
6064 (102108), geringere Saugkälber 5559 (93100).
Schafe: Maſtlämmer und jüngere Maſthammel 4042
(8892). Schweine: Fettſchweine über 3 Zentner
Lebendgewicht 4850 (6264), vollfleiſchige Schweine
über 25 Zentner Lebendgewicht 4749 (6163), vollflei=
ſchige
Schweine über 2 Ztr. Lebendgewicht, vollfleiſchige
Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht und fleiſchige
Schweine 4850 (6264). Marktverlauf: Kälber, Schafe
und Schweine gedrückt, bei Schweinen Ueberſtand.

Literariſches.

A. Hemberger: Illuſtrierte Geſchichte
des Balkankrieges 1912/1913. Mit vielen Illu=
ſtrationen
, Porträts, zahlreichen Karten und Plänen. In
40 Heften à 50 Pfennig. Auch in zwei Bänden gebunden
pro Band 12,50 Mark. (A. Hartlebens Verlag in Wien)
Die Illuſtrierte Geſchichte des Balkankrieges nähert ſich
ihrem Abſchluß. In größter Anſchaulichkeit iſt das Rin=
gen
zwiſchen den Bulgaren auf der einen, den Serben
und Griechen auf der anderen Seite dargeſtellt. Der vo=
litiſche
Zuſammenbruch Bulgariens das geradezu beiſpiel
loſe Schickſal, das die Sieger von Kirkiliſſe und Lüle= Bur=
gas
niederſchmetterte, iſt in ſeinen Zuſammenhängen ge=
ſchildert
, und alle Schrecken des mit ſo großer Wildheit
geführten zweiten Krieges erfahren eine ſtreng objektive,
jedoch immer in den Grenzen des dem Weſteuropäer Er=
träglichen
bleibende Darſtellung. So wird auch der zweite
Teil dieſes großen Geſchichtswerkes aus der jüngſten Ver=
gangenheit
Anſpruch auf allſeitige Anerkennung erfahren
können.

[ ][  ][ ]

Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Nummer 106,

2526 425
5264 2730 950
2730 555 35
3135 2730 850 3135 950 3639. 2730 72 3135 800 3639 2730 575 3135 622 3639 2730 375 3135 450 3642 250 250

Sadsicotfy

Verkaufsstellen von Speier’s Schuhwaren befinden sich in Darmstadt, Frankfurt a. M., Offenbach, Hanau, Worms, Würzburg,
Nürnberg, München, Stuttgart, Straßburg, Köln, Aachen, Dortmund, Leipzig, Linden, Hannover, Hamburg, Breslau.
9987

Sossesst
Kte
Stuhl-
Hechterei
in Rohr Stroh
ſowie Auflei=
men
von
Patentſitzen,
Aufpolieren
uſw.
zu billigſten
Preiſen
P. Rippel
Stuhlmacher
Rheinſtr. 47.

10278)

eetts
Sgsssssss

Wer iſt regelmäßiger Abnehmer
(1012 Pfd.) f. prima dauerhafte
weſtfäl. Blut= u. Leberwurſt
pro Pfd. 58 Pfg.? Probe gratis.
Anfragen unter Poſtausweiskarte
977 hier.
(*10275

Tennisbeinkleider, weiß u. blau
geſtreift, weiß wollen u. Piqué
für ſchlank. H., 3 Paar, ſ. bill. z. vk.
tadell., w. neu. Orangerieallee 17, I. (*
Ein gut erhalt. Sofa bill. abzug.
Grafenſtr. 4, Mittelb. (*10225
Gebr. Stehpult
ca. 1,40 Meter lang geſucht. Off.
unter G 99 an die Exp. (*10338

er Rheumatism., Gicht, Iſchias,
Gelenk=, Geſichts=, Genick
ſchmerzen uſw. hat, verl. gratis
Prob. v. J. Zahns Salbe, Ober=
(785a
Ingelheim.

Penig gebrauchter Kinderwagen
preiswert zu verkaufen
*10136fs) Ludwigshöhſtr. 9, I.

Pferdeverkauf.
Habe ein Pferd zu
E
verkaufen (von zwei die
Auswahl). Georg Vögler I.,
Pfungſtadt, Kaiſerſtr. (9860fsg

ſach hier verzogen, auf der Aka=
demie
zu Berlin ausgebildet,
Gross-Brauerei
empfehle mich den geehrten Herr=
m
. ſehr beliebtem, feinſtem, hellem ſchaften ins Haus zur Anfertigung
u. dunklem Bier, ſucht in Darm= von Damen= und Kinderkon=
ſtadt
u. nächſter Umgebung Wirt=fektion. Zu erfragen Neder=
ſchaften
zu mieten. Hypotheken Ramſtädterſtr. 89, p. (VIII,9993

Schöner Dobermann (Rüde), ſehr
wachſam, zu verk. (*10089fs
Näheres in der Exp. ds. Bl.
Ein
(Kreu=
Wurf junge Hunde zung
zwiſch. präm. Dobermann u. Wolf)
8 Wochen alt, ſind zu verkaufen.
Näheres Dornheimerweg 65 bei
Pförtner Eſcher. (*10204soi

Ein Rottweiler
ſehr wachſam, treuer Begleiter,
ſchuß= u. mannfeſt, zu verkaufen.
Eichbergſtraße 18. (*10286

Junger Huhnerhund
(engl. Pointer)
(*10251
billig abzugeben
Ernſt=Ludwigſtr. 1, I. St.

Ia Schäferhunde
8 Wochen alt, billig abzugeben
Gaſtwirt Ludwig
Nieder=Modau. (10063
Belg. Riesen-Häsin
mit Jung., bill. zu vk. Näh. Land=
wehrſtraße
68, Schneider. (*10126fs
Kin Stamm Leghühuer, 1 Glucke
m. 11 Kücken und Hühnerhaus
zu verk. Rößlerſtr. 83, III. (*10026ds

werden abgelöſt. Offerten unter
E 33 an die Expedition. (9127a Die feinsten Damenkleider
werden angefertigt zu 6 Mk., Bluſe
Kautionsfahige 2 Mk., Röcke 3 Mk. bei Frau Lortz,
Dieburgerſtraße 5.
(*10295
Wirtsleute
junger Hund, Fox=
ſuchen
gute Wirtſchaft p. 1. Juli ac. Entlaufen terrier, gelb=weiß.
in prima Lage Darmſtadts.
Gefl. Offerten unter G. 88 an Abzugeben Kaupſtr. 48. Vor An=
kauf
wird gewarnt. (*10262
die Exped. d. Bl. (9978sms
Den ſchwarz. Damenſchirm, der
2 am 2. Feiertg. in der Turnhalle
Tüchtige Wirtsleute
Dieburgerſtr. mitgenomm. worden
geſucht.
(9979
ſiſt, bitte zurückzugeben, andernfalls
Brauerei Ostertag. Anzeige erſtattet wird. (*10211
Fräulein, 32 Jahre, evangeliſch,
Taunusſtraße 10, III. St.
wünſcht mit einem Herrn in ſich.
Stellung bekannt zu werden zwecks Brauner Pelzkragen
ſpäterer Heirat. Anonym zweck= verloren v Darmſtadt nach Gries=
los
. Offerten unter G 87 an die heimer Uebungsplatz. Geg. hohe
Expedition ds. Bl. (*10280 Belohnung abzugeben
1 noch wenig
B9983) Wilhelmſtraße 9, I.
gebrauchter Rüderherd
Ein Erbbegräbnis zu kaufen
zu verkaufen.
(9909 E geſucht. Offerten unt. G 66
Kaupſtraße 32, rechts.an die Expedition d. Bl. (*10196

billg zu
Sitz= u. Liegewagen verkauf.
*10223sg) Danz, Bleichſtraße 46.
Neu= und Anſtricken
von Strümpfen ſow. Beinlängen
auf der Maſchine billig u. prompt
Heinheimerſtr. 50, I. Hahnes. (827a
jedern werden ſchön gekräuſelt
2 Weil, Riedeſelſtr. 39, Mſd. (*10316

gssssasssgsassst
Pfungstadt.
Zwei Landhäuſer
mit Garten, Hof, Stallung uſw.
zu verkaufen. Preis je 6000 Mk.
Anzahlung 10001500 Mark.
Offert. u. H 3 a. d. Erped. (*10349

In der vorderen
Kapitalanlage. Ludwigshöh=
Allee ein Acker, paſſend für Garten
anzulegen, billig zu verkaufen.
Offerten unter 6 79 an die
Expedition ds. Blattes. (*10270

Gelteraeh

Darlehen
400 Mk. gegen Schuldſchein und
Sicherheit auf monatl. Rückzahlung
von Selbſtgeber geſucht. Offert. u.
H 2 an die Exped. (*10358
Wer leiht einer ſtrebſ. Geſchäfts=
frau
400 Mk. geg. gute Sicher=
heit
? Am liebſten von Selbſtgeber.
Off. u. H 1 an die Exp. (*10355
Geſucht
Mk. 24000. I. Hypothek unter 50% der
ortsger. Taxe auf gutes Objekt
ohne weitere Belaſtung von pünkt=
lichem
Zinszahler. Offert. unter
G 72 an die Exped. (*10252sg
auf 2. Hypoth. nur von
1000 Mk. Selbſtdarleiher geſucht.
Off. unt. B 49 an d. Exped. (9159a
erhalten ſichere Per=
Darlehen ſonen von Selbſtgeb.
gegen Sicherh. auf Möbel, Zeſſion,
Policen, ev. a. ohne Bürgen, ſowie
1. u. 2. Hypotheken durch (*9832ms
W. Schuchmann, Stiftſtr. 46.
von Hausbeſ. als
1000-1500 II. Darlehen geſucht.
Abzahl. u. Zinſ. nach Uebereinkunft.
Off. unt. F97 a. d. Exp. (*9998ds

[ ][  ][ ]

Nr. 106.

Samstag, 18. April.

1914.

Turnen, Spiele und Sport.

* F.=K. Olympia 1898, Abteilung für Leichtathletik.
Mit dem Waldlauf eröffnete die erfolgreiche Abteilung
für Leichtathletik des F.=K. Olympia 1898 die diesjährige
Saiſon. Das vergangene Jahr, das den heimiſchen Sport=
jüngern
und dem rührigen Verein ſo ſchöne Erfolge be=
ſcherte
und den Verein weit über die Grenzen der engeren
Heimat bekannt machte, hat dazu beigetragen, daß ſich
die Abteilung in den Wintermonaten ſehr verſtärkte. Be=
kannte
Leichtathleten wie Bäuerle, der weſtdeutſche Mei=
ſter
von den beſtbekannten Duisburger Preußen, Hubitz
vom Lübecker Ballſpielklub, Diſteler vom Turverein Mün=
chen
von 1860, ſowie eine ganze Anzahl weniger bekann=
ter
Namen werden in der Saiſon zuſammen mit unſeren
Heimiſchen Gebrüder Schröck, F. Jütte, Burtſchel, Weber,
Dr. Clement, Ensgraber, Gebrüder Krichel, Scriba u. a.
die Farben Olympias und unſerer Stadt vertreten. Olym=
pia
hat auf dem Platze an der Heidelberger Straße die
100=MeterLaufbahn ganz neu mit Aſche angelegt, ebenſo
die Sprunganlage und die Rundbahn ausgebaut, ſo daß
die Grundlinien zu einem erfolgreichen Ausüben dieſer
Sportzweige, die durch die Teilnahme mehrerer Mitglie=
der
an den Sportlehrerkurſen auch in techniſcher Hinſicht
gegeben iſt, gelegt ſind.
sr. Pferde=Rennen. Das Große Magdebur=
ger
Reit=Turnier, verbunden mit der Jagdpferde=
ſchau
, nahm am Donnerstag bei prachtvollem Wetter auf
der Magdeburger Rennbahn am Herrenkrug ſeinen An=
fang
. Das Intereſſe des Publikums war am erſten Tage
noch nicht ſehr groß und die weiten Tribünen und An=
lagen
wieſen ziemliche Lücken auf, aber überall ſah man
die Farben der Uniformen von den verſchiedenſten deut=
ſchen
Reiter=Regimentern. Die beiden Prinzen Friedrich
Karl und Friedrich Sigismund ſind auch wieder unter
den Konkurrenten zu finden und haben für die verſchiede=
nen
Wettbewerbe zahlreiche Meldungen abgegeben. Der
Vormittag war durch Vorprüfungen zu den verſchiedenen
Konkurrenzen ausgefüllt. Nachmittags 3 Uhr begannen
die eigentlichen Konkurenzen. Leider mußte die Jagd=
pferdeprüfung
für Inländer aus Mangel an Beteiligung
ausfallen. In der Jagdpferdeprüfung für Pferde aller
Länder ſiegte Geſtüt Seehauſens Wallach Merlin. Es iſt
das erſte Mal, daß bei einer derartigen Prüfung nicht
nur das Exterieur bewertet, ſondern auch eine Leiſtung.
und zwar ein Jagdgalopp über recht ſchwere Hinderniſſe,
verlangt wird. Hieran ſchloß ſich die erſte Dreſſurprüfung
zur Prüſung des Militär=Pferdes. Man ſah die be=
kannteſten
Turnierpferde, wie Pepita des Ritmeiſters
von Oeſterley, Wellgunde, die im vergangenen Herbſt den
Berliner Geländeritt gewann, Filou uſw. In der folgen=
den
Maiden=Reitprüfung kam der ſchöne Alf des Leutnants

von Haugk zu einem wohlverdienten Erfolge. Das Leichte
Jagdſpringen konnte wegen der hereinbrechenden Dunkel=
heit
und der großen Teilnehmerſchar von 73 Pferden
nicht zu Ende geführt werden. Reſultate: Jagdpferde=
prüfung
, Klaſſe 4, für Pferde aller Länder: 1. Geſtüt See=
hauſens
Merlin, * Barmers Reitbahn Daiſy, 3. Ferd.
Fritz=Murats Belladonna. 9 Teilnehmer. Maiden=
Reitprüfung: 1. Lt. von Haugks Alf (Beſ.) 2. Major
Wilmers Betyar (Beſ.), 3. Lt. von Wedells Fridolin II
(Beſ.).
A. D. A. C.=Wagenfahrt 1914.
Die Ausſchreibung unſerer größten diesjährigen
automobilſportlichen Veranſtaltung, die klaſſiſche
Wagenfahrt des Allgemeinen Deutſchen
Automobilklubs, iſt erſchienen und wird es unſere
Leſer intereſſieren, die wichtigſten Details derſelben zu
erfahren. Die A. D. A. C.=Wagenfahrt 1914, deren alleini=
ger
Veranſtalter wieder der Allgemeine Deutſche Auto=
mobilklub
iſt, gliedert ſich in dieſem Jahre in zwei Ab=
teilungen
, und zwar 1. in eine Fabrik=Teams=
Fahrt und 2. in eine A. D. A. C.=Mitgliederfahrt.
Beide Abteilungen ſtarten am 16. Juli in Frankfurt
am Main und beenden die Fahrt am 18. Juli in Po=
ſen
woſelbſt die diesjährige A. D. A. C.=Sportwoche
ſtattfindet. In Klaſſe 1 haben die Fahrer insgeſamt rund
1350 Kilometer und in Klaſſe 2 insgeſamt rund 1150 Kilo=
meter
zukückzulegen. Die zwei erſten Tagesetappen gehen
gleichmäßig über je 400 Kilometer (Frankfurt a, M
Eiſenach-Deſſau) während die dritte Etappe bei den
Fabrikfahrern zirka 550 Kilometer und bei den A. D. A. C.
Mitgliedern zirka 350 Kilometer umſaßt Der Wettbewerh
iſt international und erfolgt auf dem Prinzip der Ohne=
Halt=Fahrt. Die Satzungen der Fabrik=Teams=Fahrt ſind
gemeinſam mit dem Induſtriellenverband ausgearbeitet
worden und findet daher die betreffende Veranſtaltung
auch die Unterſtützung des Vereins Deutſcher Motorfahr=
zeug
=Induſtrieller. Wir werden deshalb 1914 wieder eine
offizielle Fahrt der deutſchen Automobilinduſtrie erleben,
die im Vorjahre ausfallen mußte. In dieſer Klaſſe iſt die
Stärke der zuzulaſſenden Motoren auf 10=Steuer=Ps. be=
ſchränkt
worden, da ſich das Hauptintereſſe des großen
Publikums auf die leichteren Fahrzeuge erſtreckt. Die
Fabriken können ſich mehr auf die leichteren Fahrzeuge
ſpezialiſieren, und es werden ihnen unnötige koſtſplelige
Ausgaben für die ſchwereren Typen erſpart.
Das Wertungsverfahren zeigt verſchiedene beachtens=
werte
Neuheiten. Jede teilnehmende Fabrik muß drei
Wagen melden, die jedoch von verſchiedener Stärke ſein
dürfen. Bei der Fabrikfahrt ſind nur Vierradwagen zu=
gelaſſen
. Die Dreiradwagen konkurrieren in der Mitglie=
derklaſſe
. Jedes Anhalten von Wagen und Motor wird

Z e
Wegehinderniſen und bei einem freiwinien Aufenthat,
der 30 Minuten pro Tag nicht überſteigen darf. Eine Mit=
tagspauſe
findet nicht ſtatt. Frühmorgens vor dem Start
erhalten die Fahrzeuge der Klaſſe 1 zwanzig Minuten frei
für Auffüllung von Betriebsſtoff und Kühlwaſſer, ſowie
Reviſion des Wagens. Die Fahrer der Klaſſe 2 erhalten
hierfür vierzig Minuten frei. Jedes Ueberſchreiten dieſer
kurzen Zeit wird bepunktet. Bei den Fahrern der Klaſſe 1
wird außerdem noch das leichte und ſchwere Angehen des
Motors bewertet, wobei beſondere Rückſicht auch auf die
neuen Selbſtſtarter genommen iſt. Aus dieſen in ganz kurzen
Umriſſen geſchilderten Details der Wertung iſt bereits er=
ſichtlich
, daß die Fahrt eine intereſſante Erprobung der
modernen Motorfahrzeuge in ſich birgt. Durch Einlegung
ſchwieriger Bergſtrecken, für die noch beſondere Vorſchrif=
ten
vorgeſehen ſind, wird auch die Bergſteigfähigkeit der
leichten Fahrzeuge eingehend geprüft.
In Poſen werden die konkurrierenden Fahrzeuge in
der Ausſtellungshalle des A. D. A. E. mehrere Tage zur
Schau geſtellt, und da wohl alle bekannten Fabrikate in
mehreren Typen vertreten ſein werden, ſo wird dem In=
tereſſenten
eine ſehr günſtige Gelegenheit geboten ſein,
ſich übr die Vorzüge der verſchiedenen Fabrikate perſönlich
zu orientieren. Wir werden auf Einzelheiten der Fahrt
noch zurückkommen.

Luftfahrt.

sr. Anerkannte Flugzeug=Rekords. Von der Federa=
tion
Aeronautique Internationale wurden folgende Flug=
leiſtungen
als Weltrekords anerkannt: 1. Höhrenrekord mit
1 Paſſagier des Flugzeugführers Otto Linnekogel am
24. März d. J. in Johannisthal auf Rumpler=Militär=
Eindecker (150=Ps.=Mercedes=Motor) mit 5500 Metern.
2. Der Höhenflug mit drei Fluggäſten des Flugführers
Dipl.=Ing. Thelen am 20. März in Johannisthal auf
Albatros=Doppeldecker (100=Ps=Mercedes=Motor) mit
3700 Metern. Der Deutſche Luftfahrer=Verband erkannte
folgende Rekords an: 1. Den Ueberlandflug Johannis=
thal
=Inſterburg, 602,9 Kilometer ohne Zwiſchenlandung
mit einem Paſſagier des Flugführers Bruno Lan=
gers
am 14. Oktober 1913 auf Luftfahrzeug, Pfeil Doppel=
decker
mit 100=PS.=Mercedes=Motor. 2. Den Höhenflug
mit einem Paſſagier des Flugführers Otto Linne=
kogel
am 24. März in Johannisthal mit 100=Ps.= Mer=
cedes
=Motor mit 5500 Metern. 3. Den Dauerflug mit
einem Fluggaſt des Flugführers Albert Puſchmann
am 24. März in Johannisthal auf Ago=Doppeldecker mit
130=P8.=Argus=Motor mit 5 Stunden 25 Minuten,

Zu haben Parfümerie Bley, Wilhelminenstrasse 33.

Stroße leere Kiſten zu verkaufen.ſPunder Tiſch, 3 Bettſt. u. 1 Kinder=
Karlſtraße 38.
(9938 A bett z. verk. Eckhardtſtr. 33. (*10219
10000 Stück
Iayd brungen
Erzeugnis deutscher Kolonisten in Palästina,
gross, fleischig, saftig, kernlos,
fein süss
Stück 12 Pfg. Stück 10 Pfg.

9969sm

Pfund
DakdlelU-P.

Marktstand:
Zumbilligen Holländer

Nehr. Schreibmaschinen
verſch. deutſche Fabrikate, ſehr gut
erhalten, billig zu verk. (*10317
Friedr. Rühl, Kranichſteinerſtr. 59½½
düchenſchrank, Anrichte und
K2 Tiſche bill. zu verkaufen
Aliceſtraße 6, III
*10235)
ebr. Herrn= u. Damenrad mit
Freilauf u. 2 Tantems billiaſt
zu verk. Landwehrſtr. 47. (*10231
billig zu
Kinder=Liegewagen verkaufen
Ruthsſtraße 24, I. 11
*10222)
Heinſchrank zu verk. Nur vorm.
*10347)
Kiesſtr. 47, pt.


1

und

Holländ. Kaffee- und

Rheinstr. 5, Telephon 1558.

Radfahrer-Stadtversand.

(9990

weiß und grün geſtrichen
Bohnenſtangen und
Baumpfähle
zu billigſten Preiſen frei Haus
(9785a
geliefert, offeriert
A. Castritius
Kohlen-, Nutzholz- u. Baumaterial.-Hdlg
Mühlſtr. 20/22. Teleph. 546.

abwechselnd in den verschiedensten Sorten.
Diverses Sahnen-Eis
Fürst Pückler usw. sowie
Ff. Bomben auf Bestellung
in vorzügl. Qualität u. der Neuzeit entsprechender Ausführung
empfiehlt
Wilhelm Mitze
Großh. Hess. Hoflieferant
(10061a
Bäckerei und Conditorei
Ecke Hügel- und Schützenstrasse.
Achtung! Hausverwaltungen
Fehlerhaſte Wäſche werd. von gew. Beamten, früh. im
Baufach tätig, übernommen. Of.
jeder Art, hauptſächl. Hotelwäſche, unt. E 16 an die Exp. (*9960dsi
wird fein und billig durch Maſchine
geſtopft
(*10221 Die Korb= u. Stuhlflechterei Eck=
Riedeſelſtraße 68, III. hardtſtraße 33 empf. ſich bei allen
Baugeſchäft vom Lande über= Reparaturen ſow. v. Körb. u. Stühl.
nimmt zu billigſter Berechnung die zu d. billigſt. Preiſ. Arbeit wird ab=
geh
. Poſtk. gen. Gg. Treusch. (9678a
Ausführungv. Aeubaut.
garn., ſchic u. ſein, dabei
Hüte Zutaten billig. Vorjährige
und aller Neparatüren. Hüte werden faſſon. u. eleg. garn.,
Anfragen beliebe man unt. D. G. 15 ält. Zutaten werd. verw. Modes,
hauptpostlag. Hier einzureich. (9679a Ludwigspl. 8, Vdh. III. (9946a

[ ][  ][ ]

Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914

Nummer 106.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt k.

Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
85 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 12. April: dem Taglöhner Friedrich
Hochſtätter, Liebfrauenſtr. 63, ein S. Friedrich. Am 13.:
dem Eiſenbahnſchaffner Heinrich Flauaus V. Weiter=
ſtädter
Weg 38, ein S. Ludwig. Am 12.: dem Prokuriſt
Max Wiemann, Wendelſtadtſtr. 6, eine T. Gertrud
Margot. Am 10.: dem Stukkateur Ludwig Dehmer,
Soderſtr. 34, eine T. Irmgard Katharine Marie. Am 14.:
dem Kaufmann Alexander Mayer, Waldſtr. 35, ein S.
Bruno Erich. Dem Kellner Johann Reißmann, Schloß=
gartenſtr
. 21, ein S. Helmut Fritz. Am 13.: dem Bäcker=
meiſter
Johann Jakob Luſt, Soderſtr. 19, ein S. Georg
Jakob. Am 15.: dem Schloſſer Peter Schneider, Kaup=
ſtraße
27, ein S. Peter Paul. Am 24.: dem Hausdiener
Georg Hübner, Brandgaſſe 14, eine T. Irmgard.
Aufgebotene. Am 15. April: Fabrikarbeiter Otto
Oskar Kühn und Katharina Blum, beide in Nieder=
Ramſtadt. Maſchinenſchloſſer Johann Heckwolf, Hein=
heimerſtr
. 77 und Hausmädchen Anna Eliſabeth Stripp,
Prinz Chriſtianweg 23. Sergeant im Leibgardt=Inſ.=
Regt. Nr. 115 Heinrich Diehl, Alexanderſtr. 22, und
Mathilde Becker in Wallerſtädten. Bildhauer Friedrich
Oswald Küffner, hier, und Katharina Chriſtine Salz=
mann
in Frankfurt a. M. Am 16.: Sergeant im Großb
Feldart.=Regt. Nr. 25 Otto Herrmann, hier, und Helene
Ella Dohmann in Eberſtadt. Maurer Phil. Cröß=
mann
XV. und Eliſabethe Thomas, beide in Pfung=
ſtadt
. Hofkutſcher Heinrich Maurer. Mathildenplatz 17,
und Maria Scheuring in Brensbach. Hilfsarbeiter
Ernſt Dieter, Hochſtr. 14, und Maria Leonhart in
Arheilgen. Gärtner Wilhelm Seehaus. Nieder= Ram=
ſtädter
Straße 72, und Karoline Herzog, Eckhardtſtr. 5.
Handlungsgehilfe Joh. Georg Auth. Waldſtr. 2, und
Frieda Luiſe Emma Kempf. Kiesſtr. 6.
Geſtorbene. Am 14. April: Karl Martin Eymann,
S. des Bureauvorſtehers, 13 J., ev Heinrichſtr. 104.
Franz Ludwig Vollhardt, Schloſſer, 40 J., ev., Grafen=
ſtraße
9. Eliſabethe Körber, geb. Zeiß, Witwe des
Uhrmachers, 78 J., ev Emilſtr. 19. Anna Eliſabeth
Büchler geb. Theiß, Ehefrau des Gärtners, 32 J., ev.,
Grafenſtr. 9. Am 15.: Sophie Graeff, geb. Rödler,
Witwe des Geh. Regierungsrats, 82 J., kath., Nieder=
Ramſtädter Straße 7. Am 16.: Katharine Zeier, Dienſt=
bote
, ledig, 19 J., kath., Grafenſtr. 9.

Gottesdienſtliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden
Sonntag Quaſimodogeniti, den 19. April 1914
Hofkirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Mittwoch, den 22. April, abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Samstag, den 18. April, abends um
6 Uhr: Vorbereitungsgottesdienſt. Pfarrer Kleberger.
Sonntag, den 19. April, vormittags um 9 Uhr: Kon=
firmation
der Lukasgemeinde und Abendmahlsfeier.
Pfarrer Kleberger. Kollekte für den Kirchenfonds.
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Zimmermann. Abends um 6 Uhr: Pfarrer Velte.
Kollekte für den Kirchenfonds.
Stadtkapelle: Samstag, den 18. April, abends um
6 Uhr: Vorbereitungsgottesdienſt. Pfarrer Beringer.
Sonntag, den 19. April, vorm. um 9 Uhr: Konfir=
mation
der Kaplaneigemeinde und Abendmahlsfeier.
Pfarrer Beringer. Kollekte für den Kirchenfonds.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
19. April, vormittags um 11 Uhr: Chriſtenlehre für die
Reformations gemeinde. Pfarrer Velte.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Kein Gottesdienft.
Vorm. um 8½ Uhr u. 9½ Uhr: Gottesdienſt im Lager.
Vormittags um 10½ Uhr: Kindergottesdienſt ( Stein=
ſtraße
24, Muſikſaal).
Johanneskirche: Samstag, den 18. April, nachm. um
2½ Uhr: Vorbereitung zum heil. Abendmahl. Pfarrer
Dingeldey. Sonntag, den 19. April, vormittags um
10 Uhr: Konfirmationsfeier des Südbezirks mit heil.
Abendmahl. Pfarrer Dingeldey. Nachmittags um
2½ Uhr: Vorſtellung und Prüfung der Konfirmanden
des Nord bezirks. Pfarrer Marx.
Martinskirche: Samstag, den 18. April, abends um
6 Uhr: Beichte und Vorbereitung auf das heil. Abend=
mahl
. Sonntag, den 19. April, vormittags um 9 Uhr:
Konfirmation der Konfirmanden des Weſt bezirks mit
Feier des hl. Abendmahls. Pfarrer D. Waitz. Nach=
mittags
um 2 Uhr: Kindergottesdienſt für den Oſt=
bezirk
. Pfarraſſiſtent Lindenſtruth. Nachm. um
4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller=
Herberge zur Heimat: Vormittags um 8 Uhr: Pfarrer
Memmert.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Lenz. Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Samstag, den
18. April, abends um 6 Uhr: Beichte. Sonntag, den
19. April, vormittags um ½10 Uhr: Konfirmation der
2. Gruppe der Konfirmanden mit Feier des hl. Abend=
mahls
. Pfarrer Wagner. Kollekte für den Kinder=
gottesdienſt
. Nachmittags um 3 Uhr: Entlaſſung der
Konfirmanden. Pfarrer Wagner.
Pauluskirche: Vorm. um 8½ Uhr: Chriſtenlehre.
Pfarrer Rückert. Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarraſſiſtent Sann. Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Sann.
Evang. Gemeinde in Eberſtadt: Sonntag, den 19. April,
vormittags um ½10 Uhr: Konfirmation der Konfir=
mandinnen
mit heil. Abendmahl. Pfarrer Paul.
Evang. Gemeinde in Nieder=Ramſtadt: Sonntag, den
19. April, vormittags um ½ 10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarr=
verwalter
Weik.
Evang. Gottesdienſt in Fraiſa: Sonntag, den 19. April,
nachmittags um 2 Uhr: Gottesdienſt im Rathausſaal.
Pfarrverwalter Weik.

Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 19. April,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nach=
mittags
um 4 Uhr: Bibelſtunde. Abends um 8½ Uhr:
Bibliſcher Vortrag. Dienstag, den 21. April, abends
um 8½ Uhr: Blaukreuz=Bibelſtunde. Mittwoch den
22. April, nachm. um 2 Uhr: Bibelſtunde für Mädchen.
Um 4 Uhr: Bibelſtunde für Knaben. Donnerstag,
den 23. April, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde. Zweig
der Stadtmiſſion (Beſſungerſtraße 88, Hth.). Sonn=
tag
, den 19. April, vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottes=
dienſt
. Nachmittags um 3 Uhr: Bibelſtunde für Jüng=
inge
. Um 4½ Uhr: Bibelſtunde für Jungfrauen.
freitag, den 24. April, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.

Griesheim bei D.: Sonntag, den 19. April, abends
um 8½ Uhr: Religiöſer Vortrag im Kleinkinderſchulſaal.

Evangeliſche Gemeinſchaft (Kiesſtr. 43): Sonntag, den
19. April, nachm. um 2½ Uhr: Sonntagsſchule. Abends
um 8¼ Uhr: Predigt. Prediger A. Berner aus Frank=
furt
a. M. Dienstag, den 21. April, abends um
8¼ Uhr: Bibelſtunde. Prediger A. Berner= Frank=
furt
a. M.

Altkatholiſche Gemeinde: Sonntag, den 19. April, vor=
mittags
um 10½ Uhr, im evangeliſchen Gemeindehauſe,
Kahlertſtraße 26: Deutſche Meſſe mit Predigt. Pfarr=
verwalter
Johnen von Heßloch.

Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde ( Lagerhaus=
ſtraße
4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. Mitt=
woch
, abends um 8½ Uhr.

Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauer=
ſtraße
17: Sonntag, den 19. April, vorm. um 9½ Uhr:
Predigt. Prediger Wienhold. Um 10½ Uhr: Sonn=
tagsſchule
. Nachmittags um 4 Uhr: Predigt. Prediger
Wienhold. Mittwoch, den 22. April, abends um
8½ Uhr: Bibel= und Gebetſtunde. Prediger Wienhold.

Rethodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 19. April, nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule.
Um 4 Uhr: Predigt. Freitag, den 24. April, abends
um ½9 Uhr: Bibel= und Gebetſtunde.

Katholiſche Gemeinden

Weißer Sonntag, den 19. April 1914
Kollekte für das Knaben=Waiſenhaus in Klein=Zimmern
St. Ludwigskirche: Samstag, den 18. April, nachm.
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte.
Sonntag, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. Um 7 Uhr:
Austeilung der heil. Kommunion. Um ¾8 Uhr:
hl. Meſſe Um ½9 Uhr: Hochamt mit Predigt und
Kommunionfeier der diesjährigen Erſtkommunikanten.
Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. Nachm. um 3 Uhr:
Feſtandacht. Um ½ 6 Uhr: Feierlicher Empfang des
hochwürdigſten Herrn Biſchofs.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. Nachm. um 2 Uhr: Roſen=
kranzandacht
.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 18. April, nach=
mittags
um 3 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von ¾6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. Um 7 Uhr:
heil. Meſſe. Um 9 Uhr: Hochamt und Erſtkommunion=
feier
. Nachm. um 3 Uhr: Andacht. Um 5 Uhr:
Empfang des hochwürdigen Herrn Biſchofs in St. Ludwig.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
18. April, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. Um ½9 Uhr:
Amt mit Predigt und Erſtkommunion der Kinder.
Nachm. um 3 Uhr: Sakramentaliſche Feſtandacht.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 18. April, nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr: Beichte. Um
½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. Nachmittags um
½2 Uhr: Chriſtenlehre. Um 2 Uhr: Andacht.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichte. Um ½8 Uhr: Amt und Predigt. Nachm.
um ½2 Uhr: Andacht.
Weißer Montag, den 20. April 1914
St. Ludwigskirche: Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte. Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe.
Um 7 Uhr: Biſchöfliche Meſſe. Um 9 Uhr: Firmungs=
amt
mit Predigt des hochwürdigen Herrn Biſchofs.
Von Dienstag an beginnt die werktägige Frühmeſſe um
¼7 Uhr und die werktägige Spätmeſſe um ¼9 Uhr.
Von Dienstag bis Samsrag, vorm. um 6 Uhr: Gelegen=
heit
zur hl. Beichte.

The Church of England Service in the
Hof kirche
ist Sunday after Easter, 19th April 1914
Mattins 11.30 a. m.
Evensong 6 p. m.
The Rev. G. H. Butler, British Chaplain, will officiate.

Cetaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Reformationsgemeinde: 5. April: Dem Güter=
bodenarbeiter
Wilhelm Huthmann S. Wilhelm, geb.
18. Jan.
Schloßgemeinde: 29. März: Dem Kaufmann Jo=
hannes
Volk S. Johann Georg Heinrich, geb. 7. März.
Dem Hausdiener Ludwig Schäfer S. Heinrich, geb. 9. Jan.
9. April: Dem Kellner Reinhold Undeutſch T. Emmy,
geb. 8. März. 12. April: Dem Schneider Georg Kadel
T. Katharine Wilhelmine, geb. 2. Jan. Dem Wilhelm
Andreas König T. Chriſtine Eliſabeth, geb. 26. Dez. 1913.
13. April: Dem Poſtboten Adam Stamm S. Fritz, geb.
18. Febr. 5. April: Unehel. S. Wilhelm, geb. 31. Jan.
Markusgemeinde: 3. April: Dem Inſtallateur
Auguſt Emil Armin Ihrig T. Eliſabeth Eva, geb.
3. Juli 1913. 4. April: Dem Schaffner und Wagenführer
Leonhard Ihrig S. Georg, geb. 3. März.
Lukasgemeinde: 5. April: Dem Schutzmann
Baußmann T. Katharine Chriſtine, geb. 8. März. 12. April:
Dem Schutzmann Georg Riesling S. Georg Heinrich,
geb. 19. März.
Kaplaneigemeinde: 3. April: Dem Maurer Gg.
Vierheller S. Franz Georg Johannes, geb. 19. März.
9. April: Dem Schmied Karl Sturm S. Robert, geb.
11. März. 13. April: Dem Sanitätswachtmann Johannes
Scheuermann S. Robert Karl Georg, geb. 31. März.
Martinsgemeinde: 12. April: Dem Schloſſer
Martin Schäfer T. Anna Kätha, geb. 8. Febr. Dem
Hausburſchen Wilhelm Heiligenthal T. Frieda, geb.
6. März. Dem Werkzeugmacher Ernſt Friedrich
Pathenſchneider T. Marie Elſa, geb. 14. März. Dem
Poſtboten Karl Delp S. Karl, geb. 15. März. Dem
Kupferſchmied Johannes Volk S. Ludwig, geb. 22. März.
13. April: Dem Kaufmann Heinrich Götz T. Erna, geb.
27. Febr.
Johannesgemeinde: 9. April: Dem Eiſenbahn=
ſchaffner
Ludwig Schröder T. Anna Eliſabeth Mathilde,
geb. 6. März. 12. April: Dem Lokomotivführer Philipp
Laun T. Eliſabeth Margarete, geb. 19. März. Dem
Spengler und Inſtallateur Michael Reimund T. Anna
Pauline, geb. 8. März. Dem Gußputzer Karl Wedel T.
Meta, geb. 4. Dez. Dem Hilfsarbeiter Jakob Nieder T.

Margarete, geb. 9. Febr. Dem Mechaniker Karl Ludwig
Heep S. Friedrich, geb. 13. März. Dem Maſchinen=
techniker
Heinrich Schuchmann T. Mathilde Sophie, geb.
31. Jan. Dem Bahnwärter Georg Feth T. Kätchen,
geb. 16. März.
Petrusgemeinde: 5. April: Dem Handlungs=
gehilfen
Hermann Stamm S. Georg Paul, geb. 23. März.
12. April: Dem Buchbinder Heinrich Niedermann T.
Katharine, geb. 19. März. Dem Schloſſer Heinrich Kiefer
T. Eliſabeth, geb. 6. März. Dem Fabrikarbeiter Jakob
Stadtmüller T. Lina Eliſabeth, geb. 7. März. Dem
Schreiner Philipp Lang T. Eliſabeth Marie Regina,
geb. 4. März. 13. April: Dem Schneider Konrad Holſchuh=
S. Karl, geb. 21. März. Dem Bahnarbeiter Johann
Friedrich Schweinsberger T. Marie Eliſabeth, geb. 6. März.
Dem Hausdiener Heinrich Geßner S. Rudolf Richard,
geb. 17. März. Dem Kutſcher Johann Jakob Eiſenmann
2. Johanna, geb. 7. März.
Paulusgemeinde: 29. März: Dem Straßenbahn=
bedienſteten
Adam Ruppel S. Willi, geb. 25. Febr,
5. April: Dem Tapezier Friedrich Ehrhardt T. Henriette
Wilhelmine Thereſe, geb. 4. März. Dem Herrſchaftsdiener
Jakob Theiß T. Dora Karoline, geb. 22. Febr. 11. April:
Dem Bankbeamten Karl Friedrich Fitting S. Rudolf
Karl Friedrich, geb. 31. Jan. 13. April: dem Kaufmann
Robert Moritz Anspach S. Rolf Karl Richard, geb. 29. Jan.
14. April: Dem prakt. Arzt Dr. med. Emil Erwin Grulich
T. Annamarie Johanna, geb. 9. März.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Reformationsgemeinde: 29. März: Friſeur Jo=
hannes
Weißmann dahier und Anna Jakobina Chriſtine
Klemm. 4. April: Poſtaſſiſtent Otto Vogel dahier und
Anna Dorothea Spieß. 5. April: Lehrer Georg Fried=
rich
Hartmann in König und Maria Eckert. 11. April=
Bureaugehilfe Johann Adam Körner dahier und Katha=
rina
Schloſſer. Schreiner Peter Blitz dahier und Katha=
rina
Horn. 14. April: Goldarbeiter Max Erich Walter
Targon in Winterthur und Anna Marie Thereſia Beil=
ſtein
von hier.
Schloßgemeinde: 28. März: Kaufmann Georg
Friedrich Müller zu Kreuznach und Chriſtine Auguſtin
aus Winterbach bei Kreuznach. Zuſchneider Wilhelm
Stephany Waldherr, hier und Emma Scherer, aus Als=
bach
a. d. B. 14. April: Oberlehrer Friedrich Balſer zu
Friedberg und Emmy Zaun, hier.
Markusgemeinde: 4. April: Regierungsbaumeiſter
Friedrich Guſtav Nehring in Cöln=Deutz und Karoline
Berta Kaiſer. 10. April: Oberlehrer Dr. Rudolf Hübel
in Meiningen und Rita Voelkel.
Lukasgemeinde: 4. April: Oberlehrer Friedrich
Stahl in Leipzig und Anna Marie Minna Nordmeyer
aus Bückeburg. 11. April: Schaffner und Wagenführer
Jobſt Kellner und Clara Dorothea Hélene. 13. April:
Schneidermeiſter Heinrich Karl Kirſch und Eliſabeth Anna
Katharine Zöller.
Kaplaneigemeinde: 12. April: Schloſſer Georg
Ludwig Ußner u. Chriſtina Donges. 13. April: Lackierer
Jakob Arnold und Barbara Scheuermann.
Johannesgemeinde: 12. April: Lehrer Fried=
rich
Krayer in Rimhorn i. O. und Eliſabeth Veith von
hier. Kaufmann Walther Bucher und Wilhelmine Nagel
von hier. Maſchinenſchloſſer Auguſt Sulzmann und
Natalie Eiſenhauer von hier. 13. April: Ingenieur Adam
Reinheimer und Antonie Reeg von hier.
Petrusgemeinde: 13. April: Maſchinenſchloſſer
Karl Ludwig Rühl und Katharine Aßmuth, dahier.
16. April: Handlungsgehilfe Otto Karl Geller und Anna
Wittmann, dahier.
Paulusgemeinde: 12. April: Buchbinder Georg
Joſeph Feichtmaier und Margarete Eliſabeth Höhl.
14. April: Großh. Oberlehrer Wendel Johann Pfeifer zu
Offenbach und Margarete Jockel.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Reformationsgemeinde: 27. März: Rentner
Heinrich Heil in Würzburg, 78 J., ſtarb 24. März.
Schloßgemeinde: 5. April: Taglöhner Heinrich
Freimann, 65 J., ſtarb 2. April. 8. April: Bertha Müller,
T. des Handlangers Georg Müller, 11 Mon., ſtarb 5. April.
Markusgemeinde: 5. April: Profeſſor Dr. phil.
Wilhelm Bauder, 62 J., ſtarb 2. April. 12. April: Gaſt=
wirt
Peter Grohrock, 51 J., ſtarb 9. April.
Lukasgemeinde: 16. April: Karl Eymann, S.
des Bürovorſtehers Ludwig Eymann, 13 J., 10 Mon.,
ſtarb 14. April.
Kaplaneigemeinde: 4. April: Margarete Damm,
geb. Glaſer, Ehefrau des Taglöhners, 66 J., ſtarb 2. April.
5. April: Taglöhner Heinrich Reining, 80 J., ſtarb
5. April. 7. April: Eliſabeth Steckenreuter, T. des Tag=
löhners
, 2 J., ſtarb 5. April. 8. April: Luiſe Merkel,
geb. Jung, Ehefrau des Kaufmanns zu Frankfurt a. M.,
56. J., ſtarb 5. April. 15. April: Frieda Hugenſchütz,
geb. Baier, Ehefrau des Kaufmanns, 24 J., ſtarb 13. April.
Johannesgemeinde: 12. April: Luiſe Mank,
geb. Hornfiſcher, Witwe des Kaufmanns Wilhelm Mank,
71 J., ſtarb 10. April. 17. April: Eliſabeth Körber, geb.
Zeiß, Witwe, 78 J., ſtarb 14. April.
Petrusgemeinde: 3. April: Kanzleidiener Her=
mann
Enderes, 55 J., ſtarb 1. April. 14. April: Hen=
riette
Ochs, geb. Wagner, Ehefrau des Muſikers Karl
Ochs, 63 J., ſtarb 11. April.
Paulusgemeinde: 20. März: Untererheber a. D.
Guſtav Bernbeck, 73 J., ſtarb 17. März. 23. März: Anna
Schmidt, geb. Schön, Witwe des Kaufmanns Karl Schmidt,
82 J., ſtarb 21. März. 25. März: Hauptlehrer i. P. Georg
Hofmann, 72 J., ſtarb 23. März. 26. März: Heinrich
Schäfer, S. des Hilfsweichenſtellers Konrad Schäfer, 8 J.,
ſtarb 24. März. 31. März: Helene Sturt, geb. Schilling,
Witwe des Barnard Kurt Esqu. Sturt, 72 J., ſtarb 28. März.
2. April: Reviſor Karl Balſer, 55 J., ſtarb 31. März.
5. April: Katharine Barbare Klemm, geb. Moxter, Ehe=
frau
des Bergrats Profeſſor Klemm, 50 J., ſtarb 3. April.
6. April: Privatmann Heinrich Kreutzer, 53 J., ſtarb
3. April. 8. April: Pauline Seederer, T. des General=
majors
Georg Seederer, 80 J., ſtarb 5. April. 10. April:
Chriſtine Noldt, 72 J., ſtarb 8. April. 11. April: Geh.
Forſtrat i. P. Albert Haberkorn, 72 J., ſtarb 8. April
13. April: Privatin Katharina Hofmann, 69 J., ſtarb
11. April. Geh. Baurat i. P. Philipp Stahl, 69 J., ſtarb
11. April. 14. April: Barbara Stork, geb Horn, Witwe
des Steueraufſehers Friedrich Stork, 88 J., ſtarb 12. April.
Bahnhofsvorſteher Philipp Stein aus Pfeddersheim, 50 J.,
ſtarb 11. April.

Trauungen auswärt. Paare: Pfarrer Zimmer=
mann
.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
Beringer.

[ ][  ][ ]

Nummer 106.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Seite 19.

vis-ä-vis dem alten
Palais

9 Wilhelminenstr. 9. Teleph. 1184.

2vistr.1
Kontiankanfen
die sich, ganz
gleich in welcher2 Rabiierr 1.0
Preislage, beiuns
eine Aufnahme
12 Visit für Kinder 2.50
Ienhriunden
bestellen,
erhalten
12 Postkarten von 1.90 an
eine
Vergrößerung 112 Visit, matt . . 4.00
ihres eigenen Bildes
Eis Gerchent

(30X36 inkl. Karton,

Gesetzlich!
Sonntagsist das
Atelier nur von
114 Uhr
ununterbrochen
geöffnet.

12 Kabinett, matt 8.00
12 Viktoria, matt 5.00
Alle anderen Formate entsprechend
billigst.
Bei mehreren Personen u. Extra-
Ausführungen
kleiner Preisaufschlag.

zahlen wir Dem-
enigen
, der nach-
weist
, dass wir zur
Herstellung unserer
Bilder nicht die
besten Materialien
verwenden.

Langjährige Ga-
rantie
für unsere
z: :: Bilder.

39020
jerupen, Veri
Teins- u. Fami-
i
lien-Bilder zu
Senorm billigen:
Preisen.

Dr Dlein Seleler

Ein neues System naturgemässer Fussbekleidung

von Dr. med. Chr. DIEHL., Kur-Direktor und prakt. Arzt.

Schutz dem gesunden Fuß Heil dem Kranken!
ALLEIN-VERKAUF:
Hoflieferant
Schuh-
Haus M Fieurfodedel Ludwigstraße 12.

(8545a

S

Markisen-Anlagen
fertigt als langjährige
(B8764
Spezialität
Werkstätte für
Karlstraße 34.
Feinkonstruktionen
Telephon 228. J. Jatobl in Eisen u. Bronze.
Bauschlosserei Kunstschmiede Blitzableiterbau.

Spedition Monnard, Feldbergstr. An- u. Abholung v. Gütern
u. Reise-Effekten etc. Prompte Bedienung. Teleph. 556. (800a

Mittelgroß. Kaſſenſchranß
und 1 Schreibtiſch (Stehpult)
mit verſchließbaren Schränkchen zu
verk. Einzuſehen von 113 Uhr
Bismarckſtraße 57, I. (*9864mfs

II Achtung !!
Habe wöchentlich 23 ſchwere
*bei billigſt. Be=
a
Roastbealrechnung abzu=
geben
. Off. u. G 23 a. d. Exp. (*10042dfs

Doch, da entzog ſie ſich ſeiner Umarmung und wehrte
ihn ſanft ab.
Es iſt genug, Hans, ſprach ſie. Der Traum iſt aus
jetzt laß uns vernünftig reden.
Eva, Du kannſt den Traum zu neuem Leben, zur ſchö=
nen
Wirklichkeit geſtalten, wenn Du mir glaubſt, wenn Du
mir vertrauſt, wenn Du mich liebſt dann werfe ich alles
hinter mich, was uns jetzt trennt.
Sie ſchüttelte das Haupt mit einem trüben Lächeln.
Selbſt, wenn Du wollteſt, ſelbſt wenn Du ſtark genug
dazu wäreſt, ſagte ſie, würde es uns nichts helfen, würden
wir uns trennen müſſen. Das Leben ſteht zwiſchen uns.
Die Verhältniſſe ſind ſtärker als wir .
Nicht ſtärker als meine Liebe!
Doch, Hans. Auch ſtärker als Deine, ja auch als meine
Liebe zu Dir. Laß uns Abſchied nehmen.
Nein nein!
Es hilft nichts, Hans. Wir müſſen uns den Verhält=
niſſen
des Lebens beugen. Vielleicht hätten wir dieſes
Leben beſiegen können, wenn wenn Du anders geweſen
wäreſt .
Ja, ich war ſchlecht! Ich war leichtſinnig! Aber ich
kann mich ändern.
Nein, Hans, das vermagſt Du nicht. Deine Geburt,
Deine Erziehung, das Leben ſelbſt hat Dich ſo geſtaltet,
wie Du nun einmal biſt. Deshalb zürne ich Dir auch nicht.
Du konnteſt ja auch nicht anders handeln. Du biſt das
Kind anderer Verhältniſſe als ich und Du würdeſt
früher oder ſpäter zu dieſen Verhältniſſen zurückgekehrt
ſein wir können dankbar ſein, daß es jetzt geſchah, ehe
das Geſchick uns noch feſter zuſammen verband, ſo daß die
Trennung weit ſchmerzlicher geworden wäre.
Du biſt grauſam, Eva.

Nein, nur verſtändig, Hans. Ich bin ein Berliner
Kind, Hans, die Tochter einfacher Leute, aber deshalb ſehe
ich wohl mit offeneren Augen in die Welt als Du, dem
allerhand Blendwerk das Leben in einem falſchen Licht er=
ſcheinen
läßt. Wir leben eben zwei verſchiedene Leben,
Hans, und daran ſcheitert unſere Liebe vielleicht auch
unſer Glück.
Laß es uns noch einmal zuſammen verſuchen, Eva,
bat er.
Es hätte keinen Zweck, Hans. Nach kurzer Zeit ſtänden
wir wieder da, wo wir heute ſtehen.
Aber was ſoll denn werden? rief er in Verzweif=
lung
aus.
Um mich brauchſt Du keine Sorge zu tragen, entgeg=
nete
Eva. Ich werde ſchon durchkommen, ich habe meine
Arbeit da werde ich denn mit meinem Herzen ſchon
fertig werden.
O. Eva!
Ja, es wird ohne Schmerzen und Herzeleid nicht ab=
gehen
ich hatte Dich doch ſehr, ſehr lieb, Hans aber
es muß ſein. Um Deinetwillen muß es ſein!
Um meinetwillen?
Ja ich weiß, Du biſt in einer üblen Lage Du
haſt Schulden gemacht .
Er machte eine verächtlich abwehrende Bewegung.
Ihr in Euerem Stande, fuhr Eva fort, ſeht das wohl
nicht ſo ſchwer an und doch iſt es der Anfang vom
Ende, Hans. Herr von Rautheim war Dein Verderben
Laß Rautheim aus dem Spiele.
Nun ja, ich ſchweige ſchon. Aber Du haſt es jetzt in
der Hand, Dich aus Deiner ſchwierigen Lage zu retten
Fräulein Magnus iſt reich was Du tun mußt, das tue
bald,

Eine Weile herrſchte tiefe Stille. Dann hub Eva wie=
der
an, und in ihrer Stimme klang es wie ein verſtecktes
Schluchzen: Da Du nicht zu mir kamſt, ſo bin ich gekom=
men
, um Dir Lebewohl zu ſagen. Ich habe nur noch die
eine Bitte: Verlaß unſere Wohnung, unſer Haus, ſo raſch
wie möglich es würde mich ſchmerzlich berühren, wenn
ich Dir begegnete wie einem Fremden, nachdem wir ſo
glücklich zuſammen waren .
Da ſprang er empor.
Nein, Eva, hundertmal Nein! rief er. So ſoll es nicht
zwiſchen uns werden! Wie könnten wir uns jemals fremd
werden? Haſt Du mich nicht lieb und liebe ich Dich
nicht immer noch . . . ?
Hans . . . ſie machte eine abwehrende Bewegung.
Ja, fuhr er eifrig fort, ich liebe Dich noch immer und
werde Dich immer lieben! Du haſt da vorhin den Namen
einer Dame genannt, in deren Hauſe ich verkehre ja,
Eva ich geſtehe es Dir ein, daß jene mich in ihren Zauber=
bann
gezogen hat, und daß ich eine Zeitlang glaubte, ich
liebte ſie. Aber, das iſt ja alles nur Blendwerk der Sinne!
Ich habe es gefühlt, und in dieſer Stunde, da ich Dir
wieder in das Auge ſehe, da weiß ich es gewiß, daß ich
keine andere lieben kann und lieben werde als Dich, Eva
Er ergriff ihre Hände, er zog ſie mit ſanfter Gewalt
in die Arme, und eine Weile ruhte ſie hingegeben an ſei=
nem
Herzen.
Eva meine liebe Eva, flüſterte er und wollte ſie
lſſen.

Der Sieg des Herzens.
Roman von Otto Elſter.
Nachdruk verboten.)
14)

[ ][  ][ ]

Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Nummer 106.

Grosser

Verkauf
Sondef

1 Posten Hemdentuche,
schöne Goaltät . . .
1 Posten Hemdentuche,
solide Ware .
1 Posten Renforcé,
1 Posten Hemdentuche,
starkfädige Qualität . .
1 Posten Renforcé,
sehr feine Ware .
1 Posten Renforcé,
Ia Qualität .

Billige

Hemdentuche und Renforcé
Ausstellung im Weisswaren-Fenster am Markt.

Auf unsere Ausstellung
Enorm billiger Baumwollwaren‟
im 4. Fenster der Passage machen besonders aufmerksam.

Sebr. Kernschfffd

Markt.

Mitglied des
Rabatt-Spar-Vereins.

9988

Zeichen für Qualitätswarnz

Kaufen Sie in Ihrem eigenen Interesse nur:
Cara‟ Rasier-Apparate und Klingen
Sle werden zufrieden sein.

Preis per Apparat 6 u. 8 Mark.
Preis der Klingen 1.80 u. 2.50 Mk.

das Paket.
esetzlich geschötzt. Nicht die Billigkeit, sondern die Qualität entscheidet!

(8769a

M. Kattler, chtrurgie, Mech. u. Messerschnied Rheinstrasse 3.S Kanal-Verstopfung s
Klingenschleifmaschine eim eigenen Betrieb.

Juterh. Kinderwagen zu verk. (Ein gut erhalt. Fahrrad billig (Damen=Fahrrad billig zu verk.
G Arheilgerſtr. 79, II. (*10063dis E zu verk. Mühlſtr. 3, II. (*10130fs 9918ds) Landwehrſtr. 67, part.

Karlstr. 25, Tel. 1782
ſ5. Hohr,
Flaschenbier-Depöt Brauereifüllung empfiehlt
Groß-Gerauer Union-Bräu, Hildebrand Pilsener und Kaiserbräu.
Fay- und Kaiserbier, Kulmbacher, Köstritzer, Fürstenberg- und
Spatenbräu, Ia Speierling, Export- und Gesundheits-Apfelwein,
sowie sämtliche Mineral- und Tatelwasser. (799a
Vertreter des Namedysprudel. Prompte Bedienung zugesichert.
dusherren, Mausverwaler u. Brchitekten!
Wenden Sie ſich bei
nur an das Darmstädter Kanalreinigungsinstitut.
Inhaber: Philipp Maul, Eſchollbrückerſtraße 6. (2908a
Auch werden Neuanlagen billigſt ausgeführt. Voranſchläge koſtenlos.

eee
hältniſſen ſprechen zu hören. Schroffer, als er beabſichtigt,
war ſeine Erwiderung.
Sprich nicht von Dingen, die Du nicht verſtehſt.
Gut, ſagte ſie. Ich ſchweige. Zum letztenmal, Hans,
lebe wohl!
Eva muß es denn wirklich ſein?
Ja, Hans, es muß ſein! Zum letztenmal iſt es, daß
ich Dich mit dieſem lieben Namen nenne zum letzten=
mal
reiche ich Dir die Hand zum letztenmal, Hans . .
Und aufſchluchzend warf ſie ſich in ſeine Arme, um=
ſchlang
ſeinen Nacken und küßte ihn.
Dann drängte ſie ihn von ſich; er wollte ſie halten,
doch ſie riß ſich los und enteilte.
Als ſie die Tür öffnete, prallte ſie zurück. Baron Raut=
heim
ſtand ihr gegenüber, ein ſpöttiſches Lächeln auf dem
hageren Mephiſtogeſicht.
Pardon, ſagte er, wenn ich ein zärtliches Tete=a=tete
ſtörte.
Eva hatte ſich raſch gefaßt, mit einem verächtlichen
Blick ihn meſſend, ſchritt ſie mit ſtolz zurückgeworfenem
Haupt an ihm vorüber.
Stolz wie eine Spanierin, ſagte Rautheim lachend, in=
dem
er ganz in das Zimmer trat und Hans mit iro=
niſchem
Seitenblick beobachtete.
Wünſche Ihnen übrigens Glück ſind Sie mit der
Kleinen jetzt im reinen? Iſt ſie zahm geworden?
Laſſen Sie den Spott, Baron Rautheim, entgegnete
Hans heftig.
Wie Sie wollen, ſagte Rautheim, Stock, Hut und
Handſchuhe auf den Tiſch legend. Was kümmert uns auch
das kleine Mädel ich habe Ernſteres mit Ihnen zu be=
ſprechen
. Haben Sie Zeit?
Sa.

An den en heitebeld glbnzende Sate in mehen
Räumen
Wieder einmal? Ich muß geſtehen, daß ich ſehr
geringe Luſt verſpüre, an dieſem Geſellſchaftsabend
teilzunehmen. Es kommt doch nur auf das Spiel hinaus.
Na, und ich denke, Sie ſtehen ſich ganz gut dabei,
lachte Rautheim.
Mich ekelt es an!
Sie ſcheinen in einer melancholiſchen Stimmung zu
ſein. Oder haben Sie ein Rendezvous mit der Kleinen
verabredet? Nehmen Sie ſich nur in acht, daß Fräulein
Edith nichts davon erfährt.
Hans machte eine ungeduldige Bewegung.
Apropos, fuhr Rautheim lächelnd fort, wie ſtehen Sie
denn eigentmich mit Fräulein Edith?
Was geht es Sie an?
O, mein Lieber, mehr als Sie ahnen. Ich habe Sie
in das Haus eingeführt ich bin ſozuſagen verantwort=
lich
für Sie und Frau Magnus wünſcht ein Ende zu
ſehen. Mit Edith ſind Sie doch ein Herz und eine Seele?
Das iſt meine Angelegenheit.
Die meinige auch, Verehrteſter, verſetzte Rautheim
Ohne mich werden Sie niemals zum Ziele gelangen
merken Sie ſich das. Doch laſſen wir das. Alſo, Sie
kommen heute abend?
Ich weiß noch nicht.
Sie ſtehen ſich nur ſelbſt im Lichte. Ich habe da einen
reichen Mann aus Hamburg eingeladen, der ſich hier in
Berlin amüſieren will na, Sie verſtehen mich ſchon
Ich mag mit Ihren Geſchäften nichts zu tun haben.
Da trat Rautheim dicht an ihn heran, legte ihm die
Hand auf die Schulter und ſah ihn durchdringend an.
Sie ſchlagen in letzter Zeit einen Ton gegen mich an,
mein Lieber, der mir nicht gefällt. Hüten Sie ſich! Ich
könnte Ihnen doch ſehr unbequem werden, ſo gern ich

Inen gilit emeſen din Feou Ragus u nd st
durch Edith iſt in meiner Hand, und wenn Sie aus
dieſen unhaltbaren Verhältniſſen, in die Sie geraten ſind,
heraus wollen, ſo kann das nur mit meiner Hilfe ge=
ſchehen
.
Wer hat mich denn in dieſe Verhältniſſe hineinge=
bracht
? fragte Hans finſter.
Doch nicht ich?! Ich wollte Ihnen helfen und will
es noch aber Sie ſind ja in letzter Zeit ſo ſtörriſch wie
ein altes Droſchkenpferd geworden Wenn Sie meinem
Rate folgten, wären Sie ſchon längſt aus der Patſche
heraus. Aber ſtatt mir zu folgen und Ihre Lage dadurch
zu beſſern, verſinken Sie immer tiefer in den Sumpf.
Haben Sie einmal ein Verzeichnis Ihrer Schulden auf=
geſtellt
?
Nein.
Dann wollen wir es nächſtens mal gemeinſam tun
und zuſehen, was da zu machen iſt. Heute abend bieten
ſich Ihnen die günſtigſten Chancen. Sie kommen, nicht
wahr?
Ja, ich komme.
Na alſo! Sie nehmen wieder Vernunft an. Auf=
Wiederſehen denn heute abend neun Uhr. Und grüßen
Sie mir die kleine Katze die Eva.
Damit nahm er Hut und Handſchuhe und tänzelte
davon, vor ſich hin trällernd:
Reich mir die Hand, mein Leben,
Komm auf mein Schloß mit mir . . .
Hans ſank in einen Seſſel und ſtützte die Stirn in
die Hand, finſter vor ſich hin ſtarrend.
Nach einer Weile ſprang er auf.
Eva hat recht, ſprach er. So geht es nicht weiter.
Morgen werde ich mit Edith ſprechen es muß ein Ende
gemacht werden.
(Fortſetzung folat.)=

[ ][  ][ ]

Nummer 106.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Seite 21.

Webhanas
Anzeiger.
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
Inſertionspreis: 10 Pfg. die einſpaltige Petitzeile; von 10maliger Wiederholung an 10% Rabatt.

a

Hermannstr. 31
gegenüber dem Beſſ. Hofgarten,
Haus mit Gas, elektr. Licht,
Zentralheizung, Warmwaſſer=
leitung
und ſchönem Garten
per ſofort zu vermieten.
Näheres Heinrichſtraße 82,
(9202ms
Baubüro.

Ecke Heinrichau. doffmannſtr.26,
1. u. 2 St., herrſchaftliche Wohnung,
elektr. Licht, Gas, Bad, Veranda
u. reichl. Zubehör, per 1. Juli 1914,
zuſammen oder getrennt, zu verm.
(9204ms
Näheres parterre.

Tilienviertel.
Haus zum Alleinbewohnen
Schießhausſtraße 124
mit Vor= und Hintergarten, Ge=
ſamtfläche
820 qm, modern ein=
gerichtet
, enth. Diele, neun, z. T.
ſehr große Wohnräume, 2 Kam=
mern
, Badezimmer, Küche mit An=
richtraum
, Loggia, Terraſſe uſw.
per ſofort
anderweitig zu vermieten.
Einzuſ. tägl. zw. 10 u. 12 Uhr
und 3 und 5 Uhr nachm. (5696ms
Näh. durch das Immobilienge=
ſchäft
C. W. Braun, Heinrichſtr. 70.

Das Haus
Annaſtraße 54
enthaltend 12 Zimmer, Bad und
reichliches Zubehör, Garten, iſt
per 1. Juni 1914 event. ſpäter zu
vermieten. Näheres bei (6202ms
J. Glückert, Bleichſtr. 31.

Heidelbergerstr. 43,
I. Etage, ſchöne 1012 Zimmer u.
vielem Zubehör, mit oder ohne
Stallung, Garten, per ſofort zu
vermieten. Näheres daſelbſt bei
(B392ms
Il Conr. Mahr.

Das Haus Steinſtraße 35
iſt wegen Verſetzung des Frei=
herrn
Major von Röder ab
1. Juli 1914 anderweitig zu ver=
mieten
. Das Haus enthält 7 ge=
räumige
und 2 kleinere Zimmer
und in der Manſarde 3 ſchöne
Zimmer u. 6 Kammern, hat elektr.
Licht, Badeinricht. u. einen ſehr
ſchönen Garten. Der Preisiſtpro
Jahr Mk. 3000. . Näh. Anfrag.
nur durch die Firma Joſ. Trier,
Wilhelminenſtraße 25. (7781ms

Dchrens=haus
Mathildenhöhe, Alexandraweg 17,
zum 1. Auguſt d. Js. oder ſpäter
zu vermieten oder zu verkaufen.
Beſichtigung täglich von 46 Uhr
nachmittags. Auskunft erteilt
Kabinetts=Direktion
Altes Palais. (8134ms

Einfamilienhaus
Grüner Weg 85
11 Zimmer nebſt reichl. Zubehör,
2 Veranden, 2 Badez., Zentralheiz.,
der Neuzeit entſprechend einger.,
alsbald zu verkaufen, event. zu
vermieten. Näh. Ohlyſtraße 69,
parterre, Telephon 586. (B5727ms

Arfileriestr. 6
herrſchaftl. Wohnung, 12 Zimmer,
1. u. 2. Stock, Stallung für 3 od.
6 Pferde, Remiſe, Burſchenzimmer
uſw., bis 1. Juli zu verm. Näh.
daſelbſt od. part. Preis 3000 Mk.
jährl (Evtl. d. ganze Haus). (B9227

Einſamiienhaus

Martinſtraße 41

Herrſchaftshaus mit 15 Zimmer,
Souterrain, reichliche Nebenräume,
Dienerſchaftsräume, 2 Bädern,
Veranden, Harten iſt z. vermieten
od. z. verkauf. Alles nähere durch
C. W. Braun, Heinrichſtr. 70. (7088ids
Herrſchaftswohnung
Neckarſtr. 8, I.
10 Zimmer, Bad und
reichl. Zubehör zu verm.
Näh. Neckarſtr. 8, Stb., II. (6785s

Vordere Heidelbergerſtr. 43
Saalbauſtr. 61, 2. Stock, ſchöne, Riedeselstrasse 53, II. St.,
Für Gartenliebhaber! große 6 Zimmerwohn. mit Zubeh. moderne 5 Zimmerwohnung mit
groises herrschaftshaus 1) Heinrichſtr. 87, part., 7 Zim. Iper 1. Juli zu vermieten, Näheres Badezimmer, Verandg, Gas, elektr.

20 Zimmer, viele Nebenräume,
Stallung uſw., per ſofort zu
vermieten (auch getrennt). Alles
Nähere bei J. Conrad Mahr,
parterre daſelbſt, event. bei allen
Nachweisbureaus.
(B921s

und Badezim., reichl. Zubehör,
Gas und elektr. Licht, Warm=
waſſerleitung
(mit groß. Garten)
(6048s
für 1. Juli.

parterre oder 2. Stock. (9643ms

iſt der herrſchaftlich aus=
geſtattete
erſte Stock, ent=
haltend
8 Zimmer mit
entſprech. Nebenräumen,
Badezim., Veranda, Gas
u. elektr. Leitung, Mitbe=
nutzung
des Gartens, mit
oder ohne Stallung auf
den 1. Juli anderweit zu
vermieten. Daſelbſt iſt
der zweite Stock, ebenfalls
mit 8 Zimmern, gleicher
Ausſtattung und Neben=
räumen
u. Berechtigungen,
ebenfalls mit oder ohne
Stall, sofort weiter zu
vermieten. Beide Stock=
werke
können auch zu=
ſammen
vermietet werden.
Nähere Auskunft nur bei
Juſtizrat Dr. Bender,
Caſinoſtraße 8. (9914ms

Zimmer

Frnktrterate 2.
(Herrngarten gegenüber)
7 Zimmerwohnung mit all. Zub.,
elektr. Licht, Gas, Zentralheizung,
Veranden, im 1. Obergeſchoß, per
ſofort zu vermieten.
Näheres Dipl.=Ing. Gg. Hinkel,
Frankfurterſtr. 16½ (3444ms

Heinrichstr. 12

Karlſtraße 66, 3. St., neu=
zeitliche
7 Zim.=Wohnung preisw.
zu vermieten. Näh. Heidelberger=
ſtraße
7, 2. St.
(7782ms

Heidelbergerstr. 43
I. Etage
7 Zimmerwohn., Balkon, Garten
und reichl. Zubehör per ſofort mit
oder ohne Stall.
(B2989ms

Wilhelustr. 25, part.
herrſchaftl. 7 Zimmerwohn. (große
Räume) mit reichl. Zub. u. Garten
auf 1. Juli od. früher, event. mit
Stallgebäude für 6 Pferde. Ein=
zuſehen
zwiſchen 1112 Uhr außer
Sonntags.
(B2997ms

Zu vermieten per ſofort
Hobrechtstr. 8, pt.,
herrſchaftliche ſchöne Wohnung,
7 Zimmer, Bad. Balkon, Garten
und ſonſt. reichliches Zubehör,
Zentralheizung, Gas u. elektr. Licht.
Näh. in der Wohnung. (B6009ms

Bismarckſtr. 52, 2. St.
7 Zimmerwohnung mit Veranda
und reichl. Zubehör per ſofort
zu vermieten.
(9205ms
Näh. part. u. Saalbauſtr. 71.

Herrschafts-Wohnung.
Eliſabethenſtr. 70 (4086ms
Beletage, hochelegant, mit elektr.
Lichtanlage, Kochgas, 7 Zimmern,
Badezimmer, geſchloſſ. Veranda,
Burſchenzim., Manſardenräume.
per 1. Juli zu vermieten. Auf
Wunſch Stallung und Remiſe.
Näh. zu erfr. im Büro im Seiten=
bau
zwiſchen 1112 u. 25 Uhr.

Bistharchstr. 30
Hochparterre, 7 Zimmer
nebſt 4 Zimmer in der Manſarde,
Gas= und elektr. Lichtanlage, mit
reichlichem Zubehör, per 1. Juli
lfd. Js. zu vermieten. Einzuſehen
von 25 Uhr nachm. Nähere Aus=
kunft
erteilt Herr Joſeph Trier,
Wilhelminenſtraße 25. (8427ms
Mirchſterte. 10, 1. e
Zimmer mit Bad, eventuell 5
Zimmer mit Bad, per ſof. (9491ms

iſt die herrſchaftl. Hoch=
parterrewohn
. von 7 Zim.
nebſt Souterrain mit reichl.
Nebenräumen, Badezim.,
Veranda uſw., mit oder
ohne Stallung alsbald
weiter zu verm. Gas u.
Elektrizität. Vor= u. Neben=
garten
. Näheres durch die
Firma Joseph Trier. (2315ms

Meſerſtene=
3. W. Fremdenzim., alsbald oder
ſpäter zu vermiet., evtl. möbliert.
Näh. Auskunſt und Einſicht der! Kiesſtraße 67, 1. Stock, Fünf=
Pläne bei A. Kadel, Kranich=
ſteinerſtraße
37, I. (B7129ms
Badezim. und reichl. Zubeh. per
Näheres daſelbſt oder Baubüro
H. Sames, Pallaswieſenſtr. 26.
Landwehrſtraße 14, 3. St.
ſchöne 6 Zimmer=Wohnung mit
allem Zubehör und Garten per
ſofort zu vermieten.
Näheres daſelbſt 1. Stock und
Frankfurterſtraße 80. (7457ms

Ireneſtr. 9 (an d. Frankfurterſtr.),
ſchöne 6 Zimmerw. m. reichl. Zubeh.,
Gas, Bad 2 Balkons, per 1. Juli
zu verm. Näh. nur 2. Stock. (8319ms

Heidelbergerſtr. 77, II., 6 Z.=
Wohn., ev. mit 1 od. 2 weit. Zim.
im III. St., mit Bad u. 2 Balk. z.
vm. Näh. im III. St. (B8324ms

Fraukfurterſtr. 64, 1. St.
6=Zim.=Wohng. nebſt Zubeh. per
1. Juli oder früher zu vermieten.
Näheres parterre.
(6746ms

Beckstr. 64, II., merwohn.,

eleg.6 Zim=
Badez., Loggia, Erker, Küche, zwei
Kamm., Waſchk., Bleichpl., Vor=
u
. Hausgart. zu verm. (3193ms.

Malhidenstrass 51
elegante Part.=Wohn. mit 6 Zim.,
große Veranda, elektr. Licht und
Gas, Gartenanteil Manſarden=
zimmer
und allem ſonſtigen Zube=
hör
zu vermieten. Preis 1500 Mk
Zu erfragen dortſelbſt. (9399ms

Bismarckſtr. 37
6 Zimmerwohnung mit allem
Zubehör und Gartenanteil zu
vermieten. Anzuſehen täglich
zwiſchen 1 und 2 Uhr. Näh.
parterre daſelbſt. (9712ms

Heidelbergerſtraße 81310
feine Herrſchaftswohng. (6 Zim.
evtl. auch 8 Zim. u. Stallg.) per ſof.
(B9462ms
zu vermieten.

3. St.,
Hügelstr. 15, große,
beſſere 6 Zimmer=Wohnung,
Bad, elektr. Licht, Gas, Küche
mit Heizgas, 2 ev. 3 Zim. im
4. Stock, 2 Keller u. Trocken=
boden
per ſofort zu vermieten.
Näh. im Laden. Beſichtigung
mögl. vorm. erbeten. (10014ms

Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis

Zimmer
Moosberg= u. Kiesbergſtr. Nr. 48
per 1. Juli zu vermieten. Preis
520 Mark.
(B570ms 5 Zimmer=
Bleichstr. 28 Wohn. mit
Bad, Veranda und ſonſt. Zubehötr
zu vermiet. Näh. parterre. (9926ms Eichbergstrasse 12
iſt die Beletage, beſtehend aus fünf
Zimmern, Küche, Bad, 2 Zimmern
im Dachgeſchoß, Bodenkammer ꝛc.
per ſofort zu verm. Einzuſehen
täglich von 1012 Uhr. Näheres
Schießhausſtraße 44. (B561ms ſch. 5 Zim.=
Klesstr. 57, I. Wohnung
ſofort zu verm. (VIII,1508ms Mauerstrasse 34
Schöne, grosse 5 Zimmer-
elegante
6 Zimmer=Wohnung in) wohnung, Gas, Badezimmer,
freier, ruhig. Lage, neu hergericht., Balkon u. Zubehör, per sofort
mit reichlichem Zubehör, Veranda, I zu vermieten. Preis Mk. 600.
Näh. das. bei Wilh. Nagel. (9655ms zimmer=Wohnung per ſofort zu
vermieten.
(9445ms Hochſtr. 26 iſt die Wohnung
im 1. Obergeſchoß mit 5 Zim.
Ecke Sandstr. 24 u. Saalbaustr. u. ſonſt. Zubeh. per 1. Juli d. J.
elegante Herrſchaftswohn., 6 Zim., anderw. zu vermieten. Einzuſeh.
zwiſchen 46 Uhr nachmittags.
1. Juli zu vermieten. (5994ms Näh. ert. Herr Architekt Weber,
Dieburgerſtr. 8.
(6723ms Bleichſtraße 30, II. Etage,
5 Zimmer=Wohnung m. Bad, per
ſofort od. ſpäter zu verm (7081ms 5 Zimmer=
Soderstr. 39, I., wohnung
mit Veranda u. Zubeh. z. 1. Juli.
Näh. Beckſtraße 67, II. (7385ms Mideriastr. 45, 1. S.
ſchöne 5 Zim.=Wohn., Gas, Balkon
u. oll. Zub. p. 1. Juli zu vm (7729ms Konellwres 10, I.
5 Zimmerwohn., verſehen mit Gas
u. elektr. Licht, Fremdenzimmer u.
weiteren zugehörigen Räumen zum
1. Okt. an ruhige Familie ohne
unerwachſene Kinder zu verm. Zu
beſichtigen von 11½,2 u. 46 Uhr.
Näheres daſelbſt, ſowie Roquette=
weg
34.
(B7777ms Hügelstrasse 30
2. Stock, beſtehend aus 5 Zimmern,
Fremdenzim., Badezim., Küche u.
all. Zub., Gas u. elektr. Licht ſof.
.zu verm. Näh. daſelbſt. (7875ms Hobrechtſtraße 12 5 Zimmer=
Wohn. mit Bad zu verm. (B8434ms Heidenreichstr. 31
part., freie Lage, 4gr. 1 kleines Zim.,
2. Balkone, Badezim. uſw. (8413ms Kiesſtr. 57 gr. Manſardenw.,
neu hergerichtet, 3 gr. u. 2 kl. Zim.
mit Gas, ſofort zu verm. (VIII8507 ſchöne große
Beckſtr. 65, parl. 5. Z.=Wohng.
mit Bad, Gas, Veranda u. Zubehör
per 1. Juli zu vermieten. Näheres
daſelbſt I. Stock.
(8733ms eine 5 Zim=
Karlſtr. 20 merwohn.
mit Zubehör per 1. Juli zu verm.
Näheres im 1. Stock.
(8734ms ioriast. 73, I.
5 Zimmer u. Zubehör per 1. Juli
zu verm. Näh. im Part. (8850ms Lannusstr. 3, Dakt., u. Badezim.
per 1. Juli.
(8833ms
Näheres Waldſtraße 44. 3 ſchint, gloſe Zumer
mit reichlichem Zubehör per ſofort
oder ſpäter zu vermieten. Näheres
Landgr. Philipp=Anlage 4, II. (8804ms Lukasweg 1, I., ſch. 5 Z.=Wohn.
zu vermieten. Näheres daſelbſt u.
Frankfurterſtraße 80. (8854ms Fraiarierstr. 51, 3. S.
5=Zim.=Wohng. nebſt Zubeh. per
Näheres parterre.
(8747ms

Licht und ſonſtigem Zubehör per
1. Juli zu vermieten. Näheres
nebenan bei Junghans. (9235a

Mitmannstr. 21, I.
5 Zimmer, Speiſek., Badez., 2 Balk.,
2 gr. Manſardez., m. Zubehör, per
1. Juli zu vermieten. Näheres
Nr. 23, parterre.
(B9226ms

Luisenpl. 1, III. rechts
mod. 5=Zimmerw. m. Bad, elektr.
Licht Gas uſw., auf 1. Juli.
850 Mk. jährl. Einzuſ. v. 1112 u.
24 Uhr. Näh. 1. Stock. (B9228ms

eher chertr 15
Nähe des Waldes und freie Aus=
ſicht
, herrſchaftl. 5 Zimmerwohn.
1. Stock per ſofort zu verm,
Näheres nebenan 1. Stock. (4310s
Karlſtraße 12, 5 Zimmer mit
Zub. p. ſofort. Näh. 1. St. (741s
Schlengartenstr. 50 I.
dem Herrngarten gegenüber,
5 Zimmer=Wohnung mit Bad,
Balkon u. Zubehör für 1. Juli
zu vermieten. Preis 1100 Mk.
Näheres parterre. (6049s

Steinackerstr. 1, 1. Stock
Gr. neuzeitl. einger. 56Z.=Wohn.
mit reichl. Zubehör. (B8767s

Fraukiericrstr. 36, I.
gegeuüber dem Herrngarten, herr=
ſchaftliche
5 Zimmerwohn. mit Bad
u. ſämtl. Zubehör zu vm. (6395ms

Martinſtr. 2½, part.
geräum. 5 Zim.=Wohn. mit Bad,
Veranda, groß. Garten wegzugs=
halber
ver bald zu verm. (*9553ms

M4eseesseeceee
zGrünerweg20t
§ 2. Stock, vornehme Wohnung,
§ 5 Zimmer, Badezimmer und
§ reichliches Zubehör, z. 1. Juli
§ zu vermiet. Näheres daſelbſt
im Gartenhaus. (B9461ms
Sasspssssssssoseg

Bleichſtraße 30
2. Etage, 5 Zimmer mit Bad, per
ſofort zu vermieten. (9508ms

Oiktorlastr. 24
part., 5 Zimmer mit Badekabinett
u. Zubehör p. ſofort zu vm. (9654ms

Neinrichetrase 1
eleg. Parterrewohnung, 5 Zimmer,
elektr. Licht, Gas, Veranda, Gart.
Auf Wunſch ſof. beziehbar. (9685ms
Näh. Ludw. Alter, Eliſabethenſtr.

Frankfurterstrasse 6
1. und 2. Stock
ſchöne 5 Zimmer=Wohnungen mit
allem Zubehör, gegenüber dem
Herrngarten, per ſofort und 1. Juli
1914 preiswert zu vermieten.
Näheres parterre. (9642ms

Mathidenstr. 50, II.
neuzeitl. 5 Zimmerwohnung zum
1. Zuli. Preis 1100 Mk. (7942t

0 zwei elegante, große
Kirchſtr. 19 5 Zim.=Wohng. ſof.
od. ſpät Zu erfragen im Bluſen=
(B8820t
geſchät W. Schnell.

Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34. (854a

7 2.Etag.
Rossdörferstr. 4 45 Zim.,
Küche, Badez., gr. Veranda, Manſ.,
Hartenbtzg. m. all. Zubh. z. 1. Juli
zu verm. Näh. part. (8926ms

Riedeſelſtraße 68, 2. Stock
geräum. 5 Zimmerwohnung nebſt
5 ſchöne Zim. Zubehör per 1. April zu verm.
Preis Mk. 620.. Näh. Holzhof=
(4823ifs
Alle 1. Kontor.
geräumige 5,
Martinstr. 17, evtl. 6 Zim.=
Wohnung zu verm. Gas, große
Veranda, Garten. Anzuſ. 111
und 47 Uhr täglich. (B9663t
Frankfurterſtr. 90
mit allem Zubehör per 1. Juli ſchöne ger. 5=Zim.=Wohn. m. reichl.
Zubehör per 1. Juli zu vermieten.
Näheres daſelbſt, part. (9721a
(direit an der
Pankratiusstr. 3 Hochſchule)
ſchöne 5 Zim.=Wohn. mit Balkon,
1. Juli oder früher zu vermieten.Elektr. und Gas, per 1. Juli evtl.
früher. Preis 1. Stock 650 Mk.,
3. Stock 500 Mk.
(9960ms

Dieburgerſtr. 66 4
wohnung zu vermieten.

Zimmer=
(9653ms

[ ][  ][ ]

Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Nummer 106.

Rhöuring 79 4 Zim.=Wohnung.
neuhergerichtet, mit allem Zubehör
ſehr preiswert p. ſofort zu verm
Näh. daſelbſt im 1. Stock. (2996ms
Pallaswieſenſtraße 15, 2. St
ſchöne geräumige 4 Zimmer=Woh
nung, Gas, Veranda, per ſofort
(9203ms
Näheres parterre.

a. d. Frank=
Irenestr.
11, I. furterſtraße
ſch. 4 Zim.=W. wegzugsh. an ruh.
Fam. z. 1. Juli z. vm. Näh. pt. (7125ms

Zim.=
Eckhardtstr. 21 Wohnung

zum 1. Juli.

(6131ms

Mathildenstr. 35, I.,
4 Z.=Wohn., Glasveranda, Badez.,
2 Kam. u. Gart. z. 1. Juni ev. 1. Juli
zu verm. Näh. zwiſchen 101 und
35 Uhr Soderſtr. 115, I. (6721ms

4 Zimmer-Welnung, 1. Dlare
mit reichlichem Zubehör, per ſofort
zu vermieten. Näheres bei Keller,
Liebfrauenſtr. 93, 1. Stock. (6922ms
zwei 4 Zim.=Wohn.
Kiesſtr. 127 im 1. u. 3. St. z. vm.
Näh. im 2. St. od. part. (7732ms

frdl.
Beckstr. 69, part., 4 Zim.
Wohnung an ruhige Mieter per
1. Juli zu vm. Zu erfr. eine Stiege
hoch. Anzuſ. v. 1012 vorm. (8526ms

Moosbergstr. 32
ſchöne 4 Zimmerwohn. mit Zubeh.
per 1. Juli zu verm. (B8156ms

Gutenbergstr. 31, I.
per 1. Juli vollſtändig neu her=
gerichtete
4 Zim.=Wohn. an ruhige
Mieter zu vermieten. (8421ms
Näheres parterre.

Frankfurterſtr. 11, Parterre=
Wohnung v. 4 Zimmern u. Zubeh. a.
ruh. Familie p. 1. Juli z. v. (8610ms

Mollerſtraße 2, Eckhaus, ſchöne
4 Zimmerwohnung ſofort zu vm.
(8831ms
Näheres parterre.
part., eine
Hochstrasse 8, 4 Zimmer=
wohnung
mit Zubehör p. 1. Juli
zu verm. Einzuſehen v. 1012 Uhr
vorm. Näh. Karlſtr. 20, I. (8778ms
Kaſinoſtraße 23 4 Zimmer=
Wohnung ſofort zu vermieten.
Näheres im Laden. (8853ms
Neue Schwanenstr. 69, II.
ſchöne 4 Zim.=Wohn., freie Lage,
Bad mit Badeeinricht., Veranda
und Manſarde zu verm. (9031ms
Alicestraße 1½, II. Stock
ſchöne 4 Zim.=Wohn. p. 1. Juli zu
verm. Näh. Nr. 1, part. (8920ms
Wilhelminenstr. 29
4 Zimmer=Wohnung zu vermieten.
Näh. daſ. b. Weber.
(8921ms
Rhönring 17 iſt die Wohn. im
1. St. mit 4 Zimmer, Küche mit
Speiſek., Baderaum, 2 Veranden
u. reichl. Zubeh. per 1. Juli zu verm.
Einzuſeh. nachm. v. 35 Uhr. Näh.
d. Archit. Weber, Dieburgerſtr. 8. (9197ms
eine
Lindenhofstr. 7, a. ſchöne
4 Zimmerwohnung für 420 Mk
(9253ms
zu vermieten.
Roßdörferſtr. 23 ſchöne 4 Zim=
merwohnung
per 1. Juli zu verm.
Näheres durch L. Wagner,
Gutenbergſtraße 1, II. (9254ms
Schöne geräum. 4 Zimmerw.,
1. St., per 1. Juli ev. m. Lad. od.
Kell Näh. Karlſtr. 30, I. (9260ms
Emilſtr. 27 ſchöne 4 Zimmer=
Wohnung mit Gas und allem
Zubehör per 1. Juli od. früher.
Näheres im 1. Stock. (9448ms
1. Stock, 4 Z.=
Waldſtraf
35, Wohnung
mit allem Zubehör per ſofort,
evtl. ſpäter zu verm. (9446ms
in bevorz. freier
Soderstr. 119 Lage, d. Neuzeit
entſprechend, eleg. 4 Z.=Wohnung
m. Fremden= u. Mädchenz., Bad,
Veranda u. ſonſt. reichl. Zubehör,
per ſofort zu vermieten. Ein=
zuſehen
von 35½ Uhr. Näheres
Wendelſtadtſtr. 34, pt. (2443ms
I. St. 4= Zim.=
Liebigſtraße 42 Wohng. mi
Zubehör per 1. Juli zu vermieten.
Näheres daſelbſt u. Ohlyſtr. 69 pt.
Telephon 586.
(*9687sms
Niederramſtädterſtr. 7, pt.
4=Zim.=Wohng. m. Zubeh. z. 1. Juli
od. früher. Einzuſehen nachm. zw.
4 und 5 Uhr.
(9443ms

ſofort zu vermieten Ebers
bei Darmſtadt, Pfungſtädterſ.
Nähe d. Main=Neckar=B. (820

Rhönring 79, Erdgesc
ſchöne neu hergericht. 4 Zim.=A
ſehr preiswert zu verm. (93

Sandbergſtraße 52 4 Zimmer=
wohnung
m. Badez., 2 Manſard.,
2 Balkonen und allem Zubehör.
Preis 640 Mark.
(B9479s

Georgenstr. 1½
ſchöne 4 Zimmerwohnung, ſowie
2 Manſardenräume, Gas, elektr.
Licht, Balkon, iſt ſofort zu verm.
Näheres bei C. W. Braun,
Heinrichſtr. 70.
(9574ms

Kranichſteinerſtr. 59½, ſchön
4 Zimmerwohn., neu hergerichtet
per 1. Juli od. ſpät. Einzuſ. vot
911 u. 35 Uhr. Näh. dortſelbſ.
bei Wenzel, 3. St.
(9648m Landwehrstr. 13, III., ſchöne 4 Zim.
Wohn. p. 1. Juli, evtl. früh. Näh. in
3. St. u. bei Baer, Landwehrstr. 18. (97os 4 ſchöne Zimmer nebſt
Zubehör, Zentral=Heizung.
Ludwigsplatz 2, näheres im
Laden.
(8807t Waldſtr. 3, Stb., eine
Wohn. per 1. Juli zu verm. Näh
Vrdh., 1 St., 15 Uhr. (9701ids Magdalenenstr. 6
Vdh, 1. St., geräum. Vier= evtl
Fünfzimmerw. per 1. Mai zu verm
Näh. Waldſtr. 3, II. (9683imds Soderſtr. 14 (Kapellplaß) 1 ſch
4 Zimm.=W. (Manſ.) z. 1. Juli zu
verm. Zu erfr. im I. St. (9717ms Mathildenplatz 9
Ausſicht Gartenſtraße, Seitenbau
I. Stock, 4 Zimmerwohnung mi
all. Zubehör, 420 Mark, per ſofor
oder ſpäter zu vermieten. Näheres
Vorderhaus, 1. Stock. (745s
Nieder=Ramſtädterſtr. 65½
Zim.=Wohn. m. kompl. Bad, p. ſofort
Näh. gegenüb., 54, i. Laden. (653s Mollerſtr. 35, II., ſchöne 4=Z.
Wohnung m. Veranda u. ſonſt. Zu
behör zu verm. Näh. 3. St. (8741ms Schöne 4 Zimmerwohnung
in ſehr ruh Hauſe Moosberg=
ſtraße
(nächſt Orangerieſtraße)
per 1. Okt. an ruhige Familie zu
vermieten. Näheres Orangerie=
Allée 6.
(B9942s Neue Stiftſtraße 29 elegant
4 Zimmer=Wohn., 1. Stock, an nur
ruhige Familie zu verm. (*10228 Beckſtr. 12, pt., neben der elektu
Bahn, ſch. 4 Z.=W. a. ruh. Leute. (* Woogſtraße 5, ſch. 4 Zimmer=
wohnung
mit Zubehör, Gas
ſofort zu vermieten. (10018ms Aliceſtraße 20½, parterre,
Zimmer mit Zubehör. Näheres
im 1. Stock.
(10019ms Wendelstadtstr. 36
Hochparterre, 4 Zimmer=Wohn. mi
Zubeh., 675 Mk., für 1. Juli zu
vermieten. Näheres im 1. Stock
oder Kontor.
(9976ms freundliche
Soderstr. 44 2 4 Zimmer=
wohn
. mit all. Zubehör p. 1. Juli
zu verm. Näh. part.
(*10271 Wienersstr. 38, part
4 Zim.=Wohn. ſof. od. ſpät. (9982ms Mollerſtr. 36, 2. St., ſchöne
4 Zim.=Wohn., Bad u. allem Zub
per 1. Juli. Zu erfragen Viktoria=
ſtraße
60, part.
(*10261sms um Mollerſtr. 28, 2. Stock, ſchöne
3 Zim.=Wohn. per ſofort zu verm.
Näh. Bismarckſtr. 55, 1. St. (9656ms Forſtmeiſterplatz 4 ſchöne 3 Z.=
Wohnung ſof. zu verm. (B6976ms Liebigſtr. 46, 2. St., 3 Zim. u.
1 Zim. in der Manſ. mit Zubehör
per ſofort oder ſpäter an ruhige
Mieter.
(6761ms Bessungerstr. 88½
3 Zimmerwohnung zu mäß. Preiſe.
Näh bei Hammer daſelbſt. (6826ms Heinheimerſtraße 74, 1. Stock
3 Zimmerwohnung per 1. Mai zu
vermieten.
(8611ms Zimmerſtraße 5, ſchöne 3 Zim.=
Wohnung mit großem Balkon, per
1. Juli zu verm. Preis 520 Mk
Näheres parterre.
(8837a vor=
Bismarckstr. 20, I., nehme
3 Zimmerw. m. Badez. an ruhige
Mieter. Einzuſehen v. 103 Uhr.
Näheres parterre.
(8802ms Ecke Moller=u. Ireneſtr. 71, III.,
ſch. 3=Zim.=Wohn. (evtl. kl. 4 Z.
per 1. Juli. Näh. part. (8751ms Schützenſtr. 20. 3 Zim.=Wohn.
m. Gas, im 1. St. p. 1. Juli z. ver=
mieten
. Näh. b. Fr. Schwebel. (8749ms Roßdörferſtr. 59, II. St.
Zwei Wohnungen à 3 Zim., Ver.
Speiſek., à M. 460. p. 1. Juli z. verm.
Ausk.: Wendelſtadtſtr. 40 I. (8748ms Rhönring 31, II. rechts, ger
3 Zimmerwohnung m. all. Zubeh.
per 1. Juli zu vermieten. Näh.
daſ. u. Frankfurterſtr. 80. (8855ms

ikratiusſtr. 301
eine 3 Zimmerw. zu verm. (3188ms

Stiftſtraße 89, II., 3 Zimmer=
wohnung
p. 1. Juli zu verm. Pr.
370 Mk. Zu ſehen v. 1012 u. v.
24 Uhr. Zu erfragen Mühl=
ſtraße
26, parterre. (8856ms
Pallaswiesenstr. 39
Hinterhaus, 1. Stock, 3 Zimmer=
wohnung
per 1. Juli zu vermieten
Näheres Vorderhaus, 2. Stock oder
Rheinſtraße 25, Contor A. (8922ms
Inſelſtraße 19, II. Hinterhaus,
kammer u. Küche, 2 Keller uſw., F
1. Juli bill. zu verm. Näh. daſ. i.
Vorderh. p. b. Flickinger. (9189ms
Kiesbergſtr. 49, part., 3 Zim=
merwohn
. per 1. Juli zu vermiet.
Näh. Ludwigshöhſtr. 43. (B9224ms
Frankenſteinſtr. 49 gr. 3 Zim=
merwohnung
mit Gas, Bad u. all.
Komfort zu vermiet. (9196ms hauſe bill. zu vermieten. (8752m
Loupre, Aliceſtr. 23, part.,
3 Zimmer=Wohnung ohne Küche
per Juli zu vermiet. Näh. 2. Et. am Marienplatz, 2 Zimmerwohn
Beſichtigung 114 Uhr. (9192ms
Manſarde, 3
Bleichſtraße 30 Zimmer mit
Küche per ſofort.
(9509ms
Lagerhausſtraße 26, 1. Stock
ſchöne 3 Zimmerwohn. mit Manſ.=
Zim., Gas und allem Zubehör
per 1. Juli zu vermieten.
Zu erfragen parterre. (8004oms
Eckhardtſtraße 19, Hinterh.,
3 kleine Zimmer, Küche u. Zubeh.
zu vermieten.
(9682ms
Kranichſteinerſtraße 11, Vdh.,
Manſ., 3 Zimmer an ruhige Leute
zu vermieten.
(9652ms
Müllerſtr. 31 große 3 Zimmer=
wohnung
mit Gas an ruh. Leute
per 1. Juli. Näheres part. (*9834ms
Forstmeisterplatz 5, 3 kleine Zim. u. monatl. 14 Mk. (8321ids
Küche im Vrdh. Mk. 17. (B9665ms
Luiſenſtraße 34, Vorderhaus,
Manſarde, 3 Zimmer per 1. Mai. Holzſtall, per 15. April. Näheres
Luiſenſtraße 36, Seitenb., kleine
2 Zimmer=Wohnung per ſofort.
Näb. Nr. 36, im Laden. (9641ms
Wienersſtr. 52, kl. 3 b. 2 Zim.=
Wohn. b. 1. Mai. W. Werkſt. (*fs
Karlſtraße 105 ſchöne 3=Zim.=2 Zimmerwohnungen an ruhige
Wohnung zu vermiet. (B9883ms
Magdalenenstr. 6
Vdh., 2. St., geräum. Dreizimmer=
wohn
. m. 2 Kamm., hint. Glasabſchl.
zu vm. Näh. Waldſtr. 3, II. 9684imds
Neue Niederſtraße 22 zwei
3 Zimmer=Wohnungen zu verm.
Preis 420 Mk.
Näheres Heinrichſtraße 87.
(B37a
Martinstr. 25
mit Zubehör an kleine, ruhige pünktlich zahlende Familie od. einz.
Familie ſofort od. ſpäter zu verm. Perſon billig zu vermieten.
Neue Niederſtr. 22, 2. Stock,
3 Zimmerwohnung mit Fremden=an die Exped. ds. Bl. (B9666s
zimmer auf Juli zu vermieten.
Näheres Heinrichſtraße 87. (9030s

Saalbauſtraße 11
nächſt der Rheinſtraße, ſchöne,
große 3 Zimmer=Wohnung per
1. Juli zu vermieten. Näh. im
Zigarren=Geſchäft V. Weiß=
müller
, Rheinſtr. 33a. (9919ms

Beſungerſtr. 88½, 3 Zimmer=
Wohn. zu mäßigem Preis. Näh.
bei Hammer daſelbſt. (9913ms
Neuzeitl. 3 Zimmer=Wohnung
per 1. Juli zu vermieten. (*10241
Näheres Lauteſchlägerſtr. 5½, I.
Hermannſtraße 9 ſchone Drei=
zimmerw
. mit Kabinett per 1. Juli
zu vermieten. Näh. part. (B9941ms
Kaupſtraße 29, part., neuzeitl.
3 Zimmerwohn. Preis 372 Mark.
Näheres 1. Stock. (9910s
Lauteſchlägerſtr. 32, 1. Stock,
ſchöne 34 Zimmerwohnung per
1. Juli zu verm. Einzuſ. von 1012
u. 35 Uhr. Näh. parterre. (9907ms
Karlſtr. 30, Neub. III. r., ſchöne
ger. 3 Z.=W. zu vm. Näh. Karlſtr. 41,
mech. Werkſtatt.
(*10194sm
Pankratiusſtr. 50 Dreizimmer=
wohnung
zu vermieten. (*10206
Neue Ireneſtr. 1, I., ſch. 3 Zim.=
Wohnung zu verm. (*10269sm

N

Große Ochſengaſſe 12 Zwei=
Zimmerwohnung mit Küche per
ſofort zu vermieten. Näheres
daſelbſt bei Störger. (5325ms
Seitenb.,
Lindenhofstr. 7 2 Zim.=
Wohn., 15 Mk. monatl. (B7116ms
oßdörferſtr. 46 1. Stb. 2 freundl.
N 2=Z.=Wohngn. an ruh. Mieter
ver Mai u. Juli zu verm. Einzuſeh.
bis 4 Uhr nachm.
(8737ms
Näh. Vorderhaus, part.
In der ſtädtiſchen Hofreit
Lindenhofſtraße 5 iſt eine kleine
Wohnung, beſtehend aus zwei
Zimmern nebſt Küche, auf den
15. April ds. Js. z. vermieten. Näh.
im Stadthaus, Zimmer 56. (7487ms

Forſtmeiſterplatz 5 (neuer Mittel=
bau
), beſſ. 2 Zim.=Wohn., Balkon,
Gas, monatl. 24 Mk., u. i. Seitenb.
2 Zim., Küche, monatl. 12 Mk. (B7401ms

Hofgartenstrasse 9
2X2 Zim.=Wohn. ſofort. (7724m 2 Zimmerwohn
Kiesbergſtr. 60 u. allem Zubeh
im Dachſtock. Näh. part. (B8824m 2 Zimmer, Küch
Waldſtr. 30 und Zubehör, nu
ſchöne 3 Zimmerwohn. mit Speiſe= an kleine Familie per 1. Ma
monatlich 15 Mk.
(7995m iſt 1Manſ.=Who
Waldſtr. 22 (2 Zim., Kam. und
Küche nebſt Zubehör) per 1. Ma.
zu verm. Näh. I. Stock. (8731m Pankratiusstrasse 30½
Eine 2=Zim.=Wohng. im Hinte= Hügelstrasse 75,
im Seitenbau zu verm. (8803m Neue Ireneſtr. 15 2 Zimme
wohnung zu vermieten. (8925ms Sandstr. 42, Mittelbau
2 Zimmerwohnung mit Gas ꝛc
per ſofort oder ſpäter zu vermieter
Näheres daſelbſt.
(9236. (9806=
Wenckstr. 226
ſchöne Manſ.=Wohn., beſteh. au
2 Zimm., Küche nebſt ſonſt. Zubeh.
per 1. Mai zu verm. Näh. im Laden Seitenbau
Magdalenenſtr. 6, parterre,
2 Zim.=Wohn. per 1. Mai. Näh
Waldſtraße 3, II.
(8996a Fuhrmannſtr. 7 2 freundliche
2 Zimmerwohnungen zu vermiet Magdalenenſtraße 6, part., ge=
räum
. 2 Zimmerwohnung, Küche,
Waldſtraße 3, II.
(8109gids Langgaſſe 11, part., 2 Zwei=
zimmerw
., Küche, neu hergerichtet.
Näh. Waldſtraße 3, II. (8110gids Beſſungerſtraße 86, 2 ſchöne
Mieter ſofort zu verm. (B8089gis Langegaſſe 31 2 Zim.=Wohn.
Zu erfragen Große Ochſengaſſe 13,
Karl Frank.
(4900s Ecke Holzſtraße u. Brandgaſſe
2 od. 3 Z.=Wohn. Näh. Laden. (*9868 Saalbauſtr. 26, Vorderh. Manſ.,
(7400s 2 Zimmer, Küche. Zu erfr. 2. St. (*9819 Schloßgaſſe 21 2 große Zim=
mer
, große Küche. (*9830ms 2, 3 u. 4 Zimmer=Wohnung
eine 3 Zimmerwohn. im 1. Stock in ſauberem Altſtadthaus an kleine,
Anzufragen unter Chiffer F 42 Saalbauſtr. 23 2 Zimmer und
Küche zu vermieten. (9916ms Lauteſchlägerſtr. 17, Stb., helle
2 Zimmer=Wohnung nebſt Zubeh.
Näh. Hth., I., vormitt. (9918ms Sackgaſſe 7½, neuhergericht. kleine
2 Zimmer=Wohnung für 12 Mk.
an ruhige Leute ſofort zu ver=
mieten
. Näheres part. (9906ms Pankratiusſtr. 16 2 Z.=W. zu
vm. Näh. Pankratiusſtr. 54. (9911ms Heidelbergerstr. 74
2 Zim.=Wohn. zu verm. (*10097sm Ecke Hoch= u. Kiesſtr. 34, II.,
ſchöne 2 Zim.=Wohn., Vorpl, Gas,
an Kinderloſe per 1. Juli. Näh.
1. Stock.
(VIII,9991 Heidelbergerſtraße 45, 2. St.
großes Zim., geräum. Kabinet
pro Monat 16 Mk., ein weiteres
Kabinet 4 M., Koch=, Leuchtgas,
ſepar. Glasabſchluß zu vermieten
Juni oder Juli.
(B9962 Zimmer Kiesſtr. 94, unmöbl., ſchönes
Manſardenzimmer ſoſort zu verm.
Näh. parterre. (8425ms Soderſtr. 78, part., unmöbl.
Zimmer, eventl. zum Möbelein=
ſtellen
, zu vermieten. (8520ms Obergaſſe 22 Stube u. Küche
nebſt Zubehör zu vermiet. Näheres
b. Vollhardt, Obergaſſe 24. (9442s Karlſtraße 79 Stube u. Küche,
Holzſtall, zu vermieten. (*10202 Gr. Kaplaneigaſſe 37 Stube
u. Küche, monatl. 6 Mk. (10017ms mmer Für Photographen.
Georgenſtraße 1½ ſoll Wohnung
nebſt Atelier anderweitig vermietet
werden. Näheres durch C. W. Braun
Martinſtraße 74.
(B664ms Obergaſſe 18 kleine Wohnung
zu vermieten.
(6806ms Martinſtr. 8 Manſardenwohn
an ruhige Leute per 1. Juli, ſowie
Gartenzimmer zu verm. (B8041ms

Große Bachgaſſe 8 Wohnung
zu vermieten.
(9232a

Ludwigshöhſtraße 54 Man=
ſarden
=Wohnung an ruhige Leute
zu vermieten.
(B8529oms
Schloßgaſſe 21 1. Stock zu
vermieten.
(*9374ids
Tannenſtr. 40 ſchöne Manſ.=
Wohnung zu vermieten. (B9713
Ballonplatz 10 Seitb., kl. Wohn.
an 12 Perſonen zu verm. (*10203ss
Sandvergſtraße 40 Manſard.=
Wohn. zu verm.
(B9985

Villen-Kolonie Eberstadt

ſchöne 3 Zimmer=Wohn., neuzeitl.,
zu vermieten.
(7998ms
Tannenhof, hint. d. Waldfrieden,
Alter Darmſtädter Weg 147.
Everſtadt
Wilhelmſtraße 1, parterre,
geräum. gut möbl. 3 Zimmerwohn.
mit Küche in ruh. freier Lage, Nähe
der elektr. Bahn, zu verm., evt. mit
Bedien. u. Penſ. Näh. daſ. (9908ms

Seleräuh

In dem ſtädtiſchen Gebäude
am neuen Hauptbahnhof iſt ein zu
Geſchäftszwecken geeigneter Raum
von 22 qm Bodenfläche alsbald
zu vermieten.
(9201ms
Näh. im Stadthaus, Zimmer 56.

Laden für Fillale geignehz
ſofort zu vermieten. (2442ms

Eliſabethenſtraße 37.
Saalbauſtraße 38 ein ſchöner
Laden per ſofort. (9199ms
Laden mit geräum. 2 Zimmer=
Wohnung, für jedes Geſchäft
paſſend, in konkurrenzloſer Lage
per ſofort.
(9449ms
Näheres Stiftſtraße 52, part.
Beſſungerſtr. 86, ſchön. großer
Laden m. Einrichtung f. Kolonial=
warengeſch
. ſof. zu verm. Einrich=
tung
auch bill. zu verkauf. (B8088gis

Karſtr. 12, Laden m. Z.=Wohn.
u. Zubeh. p. ſofort. Näh. 1. St. (756s

Waldſtr. 20, ſchöner Laden, auch
zu Bürozwecken ſehr geeignet, zu
verm. Näh. 2 Treppen. (672s
Nieder=Ramſtädterſtraße 65
Laden, in welch. m. Erfolg chem.
Wäſchereifiliale betrieb. wurde, eig.
ſich auch für Kaffeefiliale, zu ver=
mieten
. Kann ſofort bezog. werd,
Näh. Baubüro daſelbſt. (3002ms
Waldſtr. 7, Laden m. od. ohne
Wohn. u. Räume im Htb. (9657ms
Großer Laden an der Hoch=
ſchule
per 1. Juli zu verm. (8001ms
Liisabethenstr. 46.
Laden u. Ladenzim. mit 5=Zim.=
Wohng. evtl. geteilt per 1. Juli zu
verm. Näh. Frankfurterſtr. 53. (8742ms
Neckarſtr. 26 nächſt d. Drag.=Kaſ.
kl. Laden m. Zim. p. 1. Juli. (8754ms
Hoderner Laden
mit zwei Schaufenſter, Zimmer u.
Lagerraum, für jedes Geſchäft ge=
eignet
, in der Marktpaſſage zu
vermieten.
(8056ms
Hermann Berger
Ernſt=Ludwigſtraße 10, 2. St.
Ecke Nieder=Ramſtädter= und
Hoffmannſtraße ſchöner Laden,
2 Schaufenſter, Ladenzimmer, mit
oder ohne 3 Zimmerwohnung und
allem Zubehör per 1. Juli ds. Js.
zu verm. Näh. N.=Ramſtädterſtr. 43,
1. St., Baldes Wwe. (9422ids
Schön, hell. Eckladen
mit Magazinraum u. 4 Zimmer=
wohnung
im Johannesviertel zu
vermieten.
(9952a
Näheres Rheinſtraße 26. Büro.

[ ][  ][ ]

Nummer 106.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

groß. hell. Laden m. 4 Zimmerw. iſt ein geſunder, heller
alsbald zu vermieten. (9195ms
Plumenthalſtr. 107 Laden m.
weit zu vermieten.
Näheres daſelbſt 1. Stock.
Marktst
zu vermieten.

die Expedition.

L

Mathildenplatz 9
Werkſtätte zu vermieten. (9206m

Werkſtätte zu verm.

Roßdörferſtraße 3
mit od. ohne Wohn.
Werkstätte bis 1. Juli zu vern
Näheres parterre. (7997ms und ohne Penſion.
nung ſofort zu vermieten. Näh. ſofort zu vermieten.
Vorderhaus 2. Stock oder Rhein= Näheres parterre.
ſtraße 25, Contor A. (8923ms

Riedeselstrasse 46
Schuhmacher=Werkſtatt in
welcher ſeit einer langen Reihe
von Jahren eine Schuhmacherei
mit beſtem Erfolg betrieben,
per ſofort zu verm. (8419oms
Näh. Eliſabethenſtr. 68, Tel. 454

Ofe

Georgenſtr. 1½
Heinrichſtr. 70.
Alexanderſtraße 15
grosser Keller zu verm. (5326s Wohn= u. Schlafz. z. vm. (8054ms
Zu vermieten:

Gleräi

ſind
Luisenstr. 10 Lager
zu vermieten. Näheres durc
Braun, Martinſtraße 74. (I
Lagerräume.

Lagerhausſtraße 31, ſind mehrer
abgeſchloſſene Lagerräume (von
16350 qm Flächeninhalt) teils
alsbald, teils per ſofort und
15. Mai 1914 zu vermieten.
haus, Zimmer 64, erteilt.
2722ms)
J. V.: Schmitt.
Ostbahnhof
Lagerplatz 2600 Um, auch mit u. ohne Penſion.
geteilt, zu verm. Näher. Ziegelei
Schallenberger, Tel. 1330. (6836s
Lagerraum

Möbel günſt.
ſpreisw. zu vermieten.

In der Nähe des
Güterbahnhofs
große Lagerräume
u. Gelände (9953a
im ganzen od. geteilt, a. Wunſch
auf lange Zeit zu verpachten.
Näheres Rheinſtraße 26, Büro.

ffür 3 Pferde ſofort zu ver=
mieten
.

Zu vermieten.

(7383ms

Stallung
Frankfurterstr. 24 für 34
Burſchenzim. ſofort z. verm. (8418ms
Löffelgaſſe 9 Stallung, Wagen=
Remiſe und Heuboden ſofort Taunusſtr. 45, 1. St. r., möbl.
zu vermieten.
(3805s


Schützenstr. 4, d. Stadt, Dievurgerstrasse 96
(6719s
Stall
2
2. Zimmerw. iſt per 1. Juli ander= mit Remiſe, Kutſcherzim. u. Heu=
(9245msboden zu verm. Näh. daſelbſt part. Laden per 1. Juli Moosbergſtr. 79, III., möbl.
§ 1 Zimmer billig zu verm. (B1562ms t= Heinrichſtr. 69 möbl. Zim. m. g
ft,Penſ., ev. f. 2 j. Hrn. paſſ. (4313ms n Kiesſtr. 30, p., ſchön möbliert.
64 Zimmer zu vermieten. (2160ms Möbl. Zimmer per ſofort
zu vermieten.
(7182ms
Lauteſchlägerſtr. 9, part. Kaſinoſtraße 7, I., ſchön möbl.
sWohn= u. Schlafz. zu v. (6437ms 11 Herdweg66, II., 12 ſchöne gut
smöbl. Zimmer an geb. Dame oder
u. Herrn (Dauermieter) z. v. (B7111ms Beckſtr. 83, Gartenh., I., möbl.
verm. Näher. 1. Stock. (7127ms Zimmer mit oder ohne Penſion,
nur an Dame zu vermieten. An=
zuſehen
abends nach 6 Uhr. (7388ms Alieſtraße 6, möbl. Zim. mit
(7273a Neckarſtr. 26, große, helle Werk= Saalbauſtraße 25, 3. Stock
ſtatt per 1. Juli zu verm. (8414ms gut möbl. Zimmer. (7727ms Schloßgraben 11 ein fein möbl.
Pallaswiesenstr. 39 Zimmer zu vermieten. (7722ms ſchöne Werkſtatt von ca. 90 am Friedrichſtr. 18, 2. Stock, gut
Bodenfläche, ev. mit kleiner Woh=möbl. Zimmer mit guter Penſion
(7994ms Aliceſtr. 23 (Penſion Loupre)
23 möbl. Zimmer oder Wohn=
und Schlafzimmer. (5723ms Aliceſtr. 6 möbl. Zimmer für
jede Zeitdauer zu verm. (7891a parterre, ein
Sandbergſtr. 61
ſchön möbl.
Zimmer ſofort zu verm. (8455a Saalbauſtraße 10, 1. St., gu
möbliertes Zimmer mit Gas und
§Schreibtiſch zu verm. (8447ms
8 Arbeiter kann einf.mbl. Z. imSb.
erh. Wendelſtadtſtr. 33, pt. (8755ms find. beſſ. Dame
Wendelſtadtſtr. 27, gr. heller Schönes Heim dauernd hei
Keller m. Gas u. Waſſ., ſow. ſonſt. kinderl. Fam. Gute bürgl. Penſ. mit
Räume per 1. Juli z. vm. (7126ms Fam.=Anſchl. Off. u. D 24 a. Exp. (8760a Heidelbergerstrasse 70, I.
großer Keller ſofort zu verm. möbl. Wohn. von 23 Z., Kücheꝛc.,
Näheres bei C. W. Braun, Glasabſchl. u. Gas, per ſofort zu
(9575msverm. Näh. Heidelbergerſtr. 70, II.,
loder Kiesſtraße 127, E. (7786ms Bismarckſtr. 26, I., ſch. möbl. Steinackerſtraße 12 großes
möbl. Wohn= (mit Nordlicht) und
rSchlafzimmer zu verm. (B8032ms r
möbl. Zim. m. sep
Hochſtr. 23, I., Eing. sol. (B9225 Soderſtr. 6½, I. (Kapellpl.) 2eleg.
Zimm., Alleinmiet. z. 1. Mai. (9188ms e Pallaswieſenſtr. 38, I., ſchön
möbl. Zimmer mit Penſion ſofort
zu vermieten.
(9259ms sCrankfurterſtr. 17, 2. Gut möbl.
2 Wohn= u. Schlafz. z. verm. (8740ims Wienersſtr. 63 zwei gut möbl.
1 Zimm. für gleich zu bezieh. (8155ims g. möbl.
alten ſtädtiſchen Lagerhaus, Luisenstr. 10, Pf., Zimmer
*per ſofort zu verm. (7574oms Nähe der Künſtlerkolonie möbl.
Zim., nur an ſol. Herrn od. Fräul.
zu verm. Näh. Exped. (*9198gms Nähere Auskunft wird im Stadt= Neckarſtr. 16 gut möbl. Wohn=
u
. Schlafz., evt. Penſ., z. vm. (6494oms ſch. möbl.
Kurhaus Trautheim Zimmer
(8456a Kaſinoſtraße 21, 2. Stock
gut möbl. Wohn= u. Schlafz. m
Schreibt., Gas ꝛc. bill. z. v. (6847oms in ſeinem ruhigem
Riesſtr. 58, Hauſe mit ſchönem
Garten fein möbliertes Zimmer
mit voller Penſion abzug. 9571ms Riedlingerſtr. 17, I., nahe d.
Schwimmb., ſep. möbl. Z. (9649ms Luiſenſtraße 16, II., möbliertes
Zimmer zu vermieten. (9695a Pankratinsſtr. 5 gut möbl. Zim.
mit od. ohne Penſ. ſof. z. vm. (*9844ms Ecke Kies= u. Wienersſtr. 74,
parterre, ſchön möbl. Zimmer zu
(9702ms
vermieten. Mauerſtr. 12, II., gut möbl.
Zimmer mit Penſ. ſofort. (9726a gut möbl. Zim.
Karlstr. 29, I. m. elektr. Licht
(8317t
zu vermieten. Neue Niederſtr. 15, Stallung Mühlſtraße 28, 1. Etage, ſchön
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer, ſep.
(7595t
(9207ms Eingang, zu verm. Heinrichſtraße 97, part., zwei
gut möbliert. Zimmer an ruhigen
(8055t
Mieter zu vermieten. Aliceſtr. 23 (Penſion Lonpre)
23 möbl. Zimmer oder Wohn=
Pferde, Remiſe, Heuboden und und Schlafzimmer. (9191t Ernſt=Ludwigſtr. 5, Hths., II.,
gut möbl. Zim., Pr. 15 M. (*10108fsg Zimmer zu vermieten. (9837a

Stiftſtraße 52, I., 3 gut möbl.
Zimmer mit Badeeinricht. ꝛc., evt.
an 2 Herren, zu vermieten. (9784t
Lichtenbergſtr. 54, III., möbl.
Zimmer mit ſep. Eing. ſof. zu verm.
Anzuſ. abends nach 7 Uhr. (*10072dfs
Schönes Heim findet beſ. Dame
evtl. mit Penſ. bei alleinſteh. geb.
Dame. Näh. in der Exped. (*10009dfs
Blumenthalſtr. 56, part., ſchön.
Zimmer an anſt. Arb. (*10112fs
Feldbergſtraße 32½, part., ein
möbl. Zimmer zu verm. (*10113fs Gülle ehlslohl
Gutenbergſtr. 39, II., g. möbl.
Wohn= u. Schlafzim., auch einzeln
(ſep. Eing.) zu vermieten. (9889ms gutem Hauſe bei Beamtenwitw.
Herr findet angenehmes Heim
bei kinderloſen Leuten, gute Penſ.,
beſte Verpfleg. Näh. Exp. (*10086fsg
Schön möbl. Z. m. Schrbt. a. Kaufl.
o. Beamt. Schützenſtr. 10½, II. (*mds
Rheinſtraße 20, 3. Stock, gut
möbl. Wohn= und Schlafzimmer
mit Gas zu vermieten. (8534a
Karlſtr. 105, Hinterh., möbl.
Zimmer zu vermieten. (B8057ids
Eliſabethenſtr. 29, I., zwei fein
mbl. Z. (Wohn= u. Schlafz.). (8202ids
Luiſenſtr. 38, I., 1 ſch. möbl. Lagerhausſtraße 2, I. (9247ms
Wohn= u. Schlafz., ſep. (*10008ds
iſt ein groß. ſehr gut möbl. Zimm. evtl. Ueberwachung d. Schulaufgab
mit od. ohne Penſ. an gebildeten
Herrn zu vermieten. (*10007dso
Kiesſtraße 45, pt., ſchön möbl.
Zimmer mit Penſ. zu vm. (9753ms Gart., Klav. Heinrichstr. 105, p. (*msp
Soderſtr. 22, I. (Kapelplatz
gut möbliertes Zimmer. (9751ms
1 Moosbergſtr. 76, II., ſch. möbl.
Zimmer ſofort zu verm. (B9752ms
Wohn= u. Schlafzimmer
elegant neu möbliert, mit elektr.
Licht, Dampfheizung, Badebenutz.,
per ſofort zu vermieten. Näheres findet Schüler höherer Lehranſtalt
Hügelſtraße 69, parterre. (*10083ds
Alexanderſtraße 4, part., gut
möbl. Zimmer per ſofort. (9812a
Aliceſtr. 14 ſchön möbl. groß.
Zimmer an geb. Herrn. (*10031ds
Ludwigsplatz 4, 2. Etage, groß.
Taunusſtraße 3, 3. St., ſchön zu vermieten. Nähere Auskunf
möbliertes Zimmer in geſunder Stadthaus, Zimmer 64. (711a
freier Lage mit oder ohne Penſion
per ſofort zu vermieten. (*10065ds
Waldſtr. 23, II., r. gut möbliert.
Wohn= u. Schlafz. zu verm. (*9919ms
Muhlſtr. 42, I.
ſchön möbl. Zimmer mit Zentral=
heizung
ſofort zu verm. (*9916ms
Pareusſtraße 8, II., großes,
gut möbl. Zimmer mit Penſion
zu vermieten.
u. Schlafz. m. 2 Bett. u. Penſ. (9917ms
Ernſt=Ludwigſtr. 5, Vdhs, III.,
freundl. möbl. Zimmer, ſep. Eing., weſen eignet ſich auch für Fremden=
Gas, zu vermieten.
Saalbauſtr. 12, II., gut möbl.
Zimmer mit ſeparat. Eingang per
1. Mai zu vermieten. (*10244si
Aliceſtr. 8, I., freundl. möbl.
Zimmer mit Penſion. (*10246
23 möbl. ſchöne Zimmer zu
Nieder-Ramstädterstr. 65½, bei
Wilhelm, ſchön möbl. Zimmer zu
vermieten. Preis 15 Mk. (*10237
Kiesſtr. 45 ein Wohn= und
Schlafzimmer per 1. Mai 1914,11 Wohnräume, Küche und Bad
ſowie ein möbl. Zimmer im 1. St.
zu vermieten. Klös. (9961ms
Dieburgerstr. 32, Hth., pt., einf. möbl.
Zim. a. ruh. Arb. od. Frl. z. vm. (9958ms
Grafenſtr. 4, Mittelb., möbl.
Zimmer zu vermieten. (*10226
Eliſabethenſtr. 30, Hths., ſchön
möbl. Zim. billig zu verm. (*10197
Gut möbl. Zim. mit oder ohne vollständig neu hergerichtet
Penſ. ſofort oder ſpäter zu vm. Näh.
Frau Vogel, Soderſtr. 85. (9912ms
Teichhausstr. 32, II.
ſchön möbl. Zim. zu verm. (*10212so
Schützenſtr. 10½, III., ſch. möbl.
Manſ.=Zim. bill. zu verm. (10016s
Pallaswieſenſtr. 21, I., ein
möbl. Zimmer zu verm. (9972a 3X5 Zimmerhaus
Neue Schwanenſtr. 72, II., f.ſehr gute Verkehrslage, wegzugs=
möbl
. Zimmer zu verm. (*10294sgo halber zu verkaufen. Anzahlung:
Mühlſtr. 26, I., möbl. Man=
ſardezim
., p. Woche 2.50 Mk. (*10285
Wilhelmſtraße 51, 1. Stock
rechts, gut möbl. Wohn= u. Schlaf=
(*10254sif
zimmer zu verm.
LandgrafGeorgſtr. 62, II., reich 912 Wohnzimmern, reichlichen
mbl. Wohn= u. Schlafz., auch einz. (*
Dieburgerſtraße 69, 2. Stock, Komfort
einfach möbliertes Zimmer ſofort
(*10263
zu vermieten.
Bismarckſtraße 74, 2. Stock,
2 ev. 1 gut möbl. Wohn= u. Schlaf= an Hausbesitzer-Verein. (*10287sg
(*10265
zimmer zu verm.
Schuchardſtr 14, III., großes,
ſchön möbl. Zim. per ſofort oder
1. Mai zu vermieten. (10012oms mit 1000 Mark Ueberſchuß
Waldſtr. 33, II. I., möbl. Zim. zu verkaufen od. gegen laſtenfreies
m. Bücherſchr. u. Schreibt. (9971a Gelände zu vertauſchen. (*10282so

Neue Schwanenſtraße 71, I.,
ſchön. Heim (1 od. 2 Zim.) find. beſſ.
Dame oder Herr, event. m. Penſ.,
bei alleinſt. geb. Dame. (10006a

M Mädchen, welches Alice=Schul
od. höhere Sch. beſ., od. auch e. jg
Schüler find. voll. Penſ. i. e. Lehrer
familie. Näh. in der Exp. (*10122f finden 23 junge Mädchen, di
Lehranſtalten beſuchen wollen, i
Schönes Heim, Hof und Garten
Gefl. Offerten erbeten unt. F
an die Exp. ds. Bl. (B938 12 Schüler oder Schülerinner
finden liebevolle Aufnahme un
mütterliche Beaufſichtigung.
Eliſabethenſtraße 56, I. (*10085fs Schüler finden gute Penſic
bei vollem Familienanſchluß
5693ms)
Roßdörferſtraße 40 find. gute bill
Tod. 2 Schüler Penſion od. Schülerinn. find
2 Schülel liebev. Aufnahm
Wilhelmſtraße 12 (i.b. Fam. Gr. Gart. Klav. u. Bad i.H.
8736ms) Liebigſtr. 39 (Johannisv. ute Penſion u. ſchön möbl. Zim
an feine gebild. Dame u. Schül Schüler höh. Lehranſtalten finder
gute Pension
7894a)
Neckarſtraße 16. Schüler finden Penſton mit gu
Verpflegung in guter Familie
Gefl. Offerten erbet. unt. G 1.
an die Exped. d. Bl. (*10013dso In einer hieſ. Lehrers=Famili
Näh. Exped
gute Penſionl. d. Bl. (*1012s 4 Schaufenſter
in dem Oktroiaufſichtshäuscher
an der Allee (Zufahrtsſtraße zum
möbl. Zimmer zu verm. (*10027ds Bahnhof) ſind ſofort anderweit
Darmſtadt, 1. Juli 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt. Herrſchaftshaus.
Heidelbergerſtr., zunächſt der
(9441s Artilleriekaſerne, iſt ein Herrſchafts=
haus
, enthaltend 20 Zimmer un
Bleichſtr. 39, II., möbl. Wohn=reichliche Nebenräume, Stallung
und großen Garten, zu verkaufen
und evtl. zu vermieten. Dieſes An=
(9948apenſion. Nähere Auskunft erteil
C. W. Braun
Heinrichſtraße 70. (B8150 Tolider Mann oder Frau erhält
kleines Haus in ſchöner Alt=
ſtadtlage
und beſtem Zuſtand ohne
vermieten. Näh. Exped. (*10249sgi 1 Anzahlung auf Abzahlung. (B8822
Offert. unt. B 64 an die Exped. Das Haus
Eichbergſtr. 24
enthaltend, mit hübſchem Garten,
Gas u. elektr. Licht
iſt zu verkaufen.
Alles Nähere durch W. Girm=
ſcheid
, Hochſtraße 58. (B4123 Hofreite Obergaſſe 6
zu verkaufen.
Nähere Auskunft erteilt die
Direktion der Städtiſchen Spar=
kaſſe
, Hügelſtraße 22, I. (806a Seltenes Angebot.
Mit 7% Rente gediegenes
10000 M. Off. u. D 80 Exp. (8761a Garten-Oila
in beſter Lage Darmſtadts, mit
Nebenräumen, ſowie allem mod.
zu kaufen gesucht.
Stallung uſw. erwünſcht. Off.

urch die Nachlaßverwaltung
ſind die rentablen Zinshäuſer
Viktoriaſtraße 90, 92 und 94 billig
zu verkaufen.
(9949a
Näh. Viktoriaſtr. 90, part.
3X4 Zimmer-Haus
mit Garten in angenehm. Straße
für 20000 Mk. Offert. unt. G 69
an die Exped. ds. Bl. (B9945
mit gut. Bäckerei,
Schon. Haus beſte Lage, zu ver=
kaufen
. Offerten unter B 29
an die Expedition. (8012a
Gräfenhäuserweg 83
1600 m Ackergelände für Garten
oder Bauplatz zu verkaufen. Näh.
Wendelſtadtſtraße 40. (8011a
Kl. Bangelände zu verkaufen.
Haus o. Reſtkaufſchilling wird in
Zahlung genomm. Off. u. C 58
an die Expedit. d. Bl. (B9330
Garten
in der Nähe der Stadt, unweit
der Kranichſteinerſtraße iſt preis=
wert
zu verkaufen.
(9814dfs
Näheres in der Expedition.
Tücht., ſtrebſ. Wirtsleute, welche
Kaut. ſtellen können,
ſuchen gangbare Wirtſchaft
hier, auch auswärts.
zu mieten Offert. u. F 65 an die
Exped. d. Bl.
(9638ms
Gaſtwirtſchaft
mit ſchönem Lokal in Eberſtadt p.
1. Juli anderweitig zu verpachten.
Näheres Expedition. (9762a
Tüchtige kautionsfähige
Wirtsleute
für nur gute Wirtſchaft ſofort ge=
ſucht
. Offerten unter E 72 an
die Expedition ds. Bl. (9292a
Bohnenſtangen
geſpitzt
Baumpfähle
imprägniert
Gerüſtſtangen etc.
preiswert bei
Jonas Meyer
Holzhandlung
Darmstadt.
Stadtlager:
Ecke Zeughaus= u. Gartenſtraße.
Bahnlager (9578a
Weiterſtädterſtr. 98.
Union-Brikefts 38

Prima Ruhrkohlen
in allen Sorten. (B4399
Trockenes Brennholz.
Man verlange Preisliſte.
Tel. 1503. Gg. Schoff Karlſtr. 54.

Zu verkaufen:
Heiz=Gasofen, kompl. 25 Mk.,
Gasherd, 2fl. 2 Mk., Liegeſtuhl
Naeth. Reform 12 Mk., Relief,
gerahmt, v. Prof. Kauppert, Odyſee
50 Mk., Tag u. Nacht (2 Bilder)
5 Mk., Blumenkäſten, Petroleum=
Steh=Glühlampe, Glasglocken f.
Gas, a. g. erh. Neckarſtr. 9, I. (*10250
Für Gärtner!
Große Fäſſer, z. Bütten geeignet,
abzugeben
(8005a
Eliſabethenſtraße 52.

Für
iohen
Kehhtn
empfehle:
W Alkoholfreie Weine
und Schaum-Weine
Wormser Weinmost
1.30
Riesling

WWormser Weinmost

Portugieser
Lorcher Silber
Apfelsekt

Traubensekt

1.30
1.
1.40
2.
1.30

Haus

Sendungen frei Haus.
Vochunnes Herl
WAlexanderstrasse 4, I.
(6218)
(2

[ ][  ][ ]

Seite 24.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Nummer 190.

Inſertionspreis: 10 Pfg. die einſpaltige Petitzeile;

Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädter Hausbesitzerverein. Telephon Nr. 560.

Zu vermieten:

3 Zimmer

in der Hoff-
Haus mannstr.
enth. 14 Zimmer, für Arzt
und jegl. Beruf paſſ. (3100s
Näh. Hausbe-
zuverkaulen
. sitzerverein

Soterstr.136, I.
freie Lage, herrſchaftl. 8 Zimmer=
Wohn. mit reichl. Zub. Näheres
Heidenreichſtr. 31, part. (8888ms

Fienterertat
In vornehmer Lage in der
Moſerſtraße Haus, enthaltend
22 Zim. m. reichl. Zub gr. Gart.
Näh. Hausbesitzer-Verein. (480s

6605
EA.USKiesſtraße
2½ſtöck., auch z. Alleinbewohn.
(5336s
mit groß Garten
oder zu
zu verkaufen vermieten.
Näh. Hausbeſitzer=Verein.

Aldbeſtſtraße 51
Haus zum Alleinbewohnen,
ea. 8 Zimmer, mit modernem
Zubehör. Näh. Eliſabethen=
ſtraße
68, Büro. ( (10025ms

Olbrichweg 6, 14 u. 16

höhe)
moderne herrſchaftliche 6 Zimmerwohnungen mit allem
Komfort, Diele, Veranda, Loggia, Küche mit Anrichte und
Speiſekammer, Nebenräumen, Bad, elektr. Licht, Warmwaſſer=
bereitung
, Zentralheizung, Kohlen= u. Wäſcheaufzug, Dienſt=
treppe
uſw., zum Preiſe von 15002200 Mk., zu vermieten.
Beſichtigung von 1012 und von 24 Uhr. Nachfragen
Olbrichweg 6, I. I. im Büro.
Weiteren Aufſchluß, ſowie Einſichtnahme der Pläne bei
Heinrich Funk, Grafenſtraße 23½, Tel. 446. (10021ms

von 10maliger Wiederholung an 10% Rabatt.
Miaet-Hamtältertrel 1.
(Mathilden=

5 Zim.=Wohn. zu verm. (5754ms

Uer

Hügelstraße 9, I.
Neckarstrasse 6, I.67 Zimmer=Wohn. m. Bad, Gas,
Herrſchaftswohnung, 7 Zimmer, ſelektr. Licht, Veranda u. all. Zub.
ſgroße Diele, Bad, Veranda undlzum 1. Juli Näh. part. (8103ms
ſonſtiges Zubehör zu vermieten.
Näheres parterre. (10020ms

Zum
Alleinbewohnen:
Keſtencehren.
und Frankenſteinſtraße 70,
9 Zim., Zub., Bad, Veranda,
Balkon, elektr. Licht, Gas. m.
o. ohne Stallung weg. Ver=
(4092ms
ſetzung ſofort.
Villa Irene‟
neben Kurhaus Trautheim
(Gartenſtadt Nieder= Ram=
ſtadt
, Traiſa), enthaltend 7 gr.
Zimmer, Küche, Bad, Seiten=
gebäude
m. 2 groß. Zimmern,
Autogarage, elektriſch. Licht,
Waſſerleitung, mit großem
parkähnlichem Garten, groß.
Baumgrundſtück u. Gemüſe=
garten
per ſofort zu verm.
evtl. zu verkaufen. Weiteren
Aufſchluß, ſow. Einſichtnahme
der Pläne ꝛc. b. Darmſtädter
Baugeſchäft, Heinrich Funk,
Grafenſtr. 23½, Telephon 446.

Haus Herdweg 97
neu hergerichtet
seit 10 Jahren von Herrn
Major v. Lössl bewohnt, ist
versetzungshalber anderw. zu
verm. Dasselbe besteht aus
14 Zim., Küche, Badez., Balkon
Verandas, Mädchenz., Keller,
Gas, elektr. Licht, Stallung f.
4 Pferde, Remise, Burschenz.,
Heuboden, Garten, nebst reichl.
Zubehör. Kann eventl. auch
geteilt, sofort, oder später
bezogen werden. Näheres
Herdweg 99, II. (10026ms

Ohlystrasse 33
Parterrewohnung, 7 Zimmer, Bad,
2 Verandas, Gas und elektr. Licht,
Souterrainz, 1 Fremdenzimmer,
2 Kammern ꝛc. z. 1. Juli. Beſicht.
v. 11½1 Uhr und v. 3½5 Uhr.
Näh. Roquettweg 3. (5397ms

Neckarstr. 6, 3. Stock
Herrſchaftswohnung, 7 Zimmer,
Diele, Bad. Veranda, Balkon und
Zubehör. Näh. daſ. part. (10022ms

ſt
Nägelstr. 6, I.
Aſchöne 7 Zim.=Wohnung mit Gas,
elektr. Licht, Veranda, Bad, Gar=
tenanteil
zum 1. Juli. Näheres
(8887ms
. Stock.

. 28

Martinstr. 54, II.
herrschaftl. 6 Zimmerwohn.
mit Bad, Gas elektr. Licht
etc. sofort. Näh. Darm=
städter
Baugeschäft, Hein-
rich
Funk, Grafenstr. 23½,
Tel 446.
(10027ms

Triecrielstr. 13, I.
moderne, geräumige‟ 6 Zimmer=
Wohnung mit Badeeinrichtung,
Fremdenzim., Mädchenz. u. reichl.
Zubeh. per ſofort zu verm. Näh.
daſelbſt und bei Verwaltungs= u. 6 Zimmer, Bad, Gas, Fremden=
Verwertungs=Geſellſchaft für
Immobilien m. b. H., Nieder=
Ramſtädterſtraße 14, Tel. 2464,
lauch Rhönring 113, I. (10024ms

Heidelbergerstr. 8170, II.
herrſchaftl. Wohnung, 6 ſchöne,
große Zim. mit Bad, Gas, elektr.
Licht und all. Zub., zum 1. Juli.
Näheres 3. Stock.
(7794s
Friedrichstr. 14, I.
große, elegante 6 Zim.=Wohnung,
neuzeitl. einger., mit Balkon, Bad,
Gas, elektr. Licht, Garten u. Zub.
(6885msle
Näheres part.

ger. 5 Zim.=
Kasinostr. 16. I. Wohn. mit
Veranda per ſofort Mk. 800.
2. Stock daſelbſt Mk. 700.
Näh. Heinrich Funk, Grafen=
ſtraße
23½, Tel. 446. (10034ms

H od. 65 Zimmer=
Kiesſtraße 44 wohn. mit all.

Zubeh. u. Gart. z. 1.
750 Mk. Näh. 1. St.

Juli. Preis
(5761ms

Gervinusstr. 43
ſchöne 5 Zim.=W. z. 1. Juli. (8461ms

wegen Verſetzung des ſeitherigen
Mieters der 1. Stock m. 78 Zim.,
Küche. Bad, Fremdenzimmer in
der Manſ., Schrank=, Mädchen=
u
. Bügelzim., Gas u. elektr. Licht,
Gartenant. nebſt reichl. Zubehör.
Näh. part. od. bei Kanzleinſpektor
Rudolf Rothermel, Waldſtr. 40,
Aparterre.
(10023ms
Heinrichstr. 87, part.
7 Zimmer, Bad, gr. Veranda, reichl.
Zubeh., Gas, elektr. Licht, Warm=
waſſerleit
., Gart., z. 1. Juli. (9263ms
7 Z.=W., mod. ausgeſt., p. ſof. (525s
Herſchafl. Einge
2. Stock, 7 gr. Zimmer m. Erker,
Balkon und all. mod. Zubehör. Preis 1400 Mark.
Heidelbergerſtr. 9, 2. St. (3824s
Rheinstrasse 47
7 Zim.=Wohn. m. all. Zub. Näh. daſ. Fremdenzim. u. reichl. Zubeh., Gas
(10045msr
Baubüro Scherer.

Heidelbergerstr. 7
Ecke Riedeselstr., Herrſchaftl.
II. Etage, enth. 8 Zim. inkl. kompl.
groß. Bade= u. Ankleidezim., elektr.
Licht, Gas, Erker, Veranda zum
1. Juli oder früher. Näheres da=
(6200ms
ſelbit 1. Eriggs
Hochherrschaft. Villd
im südl. Stadtteil, ent-
haltend
18 Zimmer,
grosser Garten nebst
reichl. Zubehör, mit
allem Komfort der Neu-
zeit
ausgestattet, evtl.
Einzuseh. v. 111 Uhr.
Näheres Verwaltungs-
u
. Verwertungs- Gesell-
schaft
für Immobilien
m. b. H., Nieder-Ram-
(6817ms

Landwehrstr. 19½
Ecke Liebigſtraße, ſchöne, große
6 Zimmer=Wohnung mit allem
Zubehör per 1. Juli. (6117ms

Wilhelminenstr. 50, part.
berrſchaftl. 6 Zim.=Wohnung nebſt
Zubehör per ſofort. Näheresſ
Grafenſtr. 15, I.
(4388ms

Annaſtr. 36, p.
6 Zimmer mit Bad, Gas, Bal=
kon
, Vorgarten, allem Zube=
hör
, event. gerades, geräum.
Fremdenzimmer im Oberge=
ſchoß
per ſofort.
Näh. 1. Stock. (10033ms
Martinstr. 60, part.
6 Zimmer, davon 1 Z. Manſarde,
gr. Veranda, Bad, Speiſek., Gas,
Gartenanteil, per ſofort. Näheres=
Heinrichſtr. 58, I. (10028ms
Eckhardtstr. 21, I.Aliceplatz13, 2. Stock,
außergewöhnlich große 6 Zim.=
Wohn., ohne Gegenüber, Bade=
zimmer
, Speiſekam., Veranda, Gas,
elektr. Licht, viel Zub. zum 1. Juli.
(8104ms
Roquetteweg 4, pt.,
elegante 6 Zimmer=Wohnung mit
u. elektr. Licht zum 1. Juli. Näh.
Roauetteweg 2, parterre. (4911ms
Saalbaustr. 75, p., .
6 Zim.=Wohn. m. neu erbauter,
gedeckter Veranda, Badezim.
auf d. Etage, Gas, elektr. Licht
u. Zubeh. Näh. 1. St. 4003ms
Grüner Weg 30, I.
ſchöne 6 Zimmerwohn. nebſt allem
Zubehör zum 1. Juli. Zu er=
fragen
parterre.
(8459ms
Mieburgerstr. 72, I.
ſchöne 6 Zimmer=Wohn. per ſofort
ſoder ſpäter.
(2464ms

Rheinſtraße 12½, II., (Wendelstadtstr. 28, I.
herrſchaftl. 6 Zimmerwohn., m. all.6 große Zimmer mit reichl. Zubeh.,
Komfort der Neuzeit ausgeſtattet, Bad uſw. z. 1. Jul. Auf Wunſch
mit Stallung z. 1. Juli. Verandas. Lift, Zentralheizung,ſetwas früher. Näheres daſelbſt
Warmwaſſerbereit., Gas, elektr. 2. Stock.
(9469msf
Licht, z. 1. Juli. Näh. dortſelbſt
oder 3. Stock.
(7138msMartinstraße 76, II.

städterstr. 14, Tel. 2464. WViktorlastr. 41, Beletagelm. Bad, Gas, elektr. Licht, Garten

gneuzeitliche 6 Zimmer=Wohnung
ausgeſprochen herrſchaftl. 6 Zim.=lund allem Zub., weg. Verſetzung.
Wohnung zu vermieten. (537aNäheres parterre.
(2101ms

Neue
Mietvertrags=Formulare
mit Hausordnung und Quittungen in vornehmer Aus=
führung
ſind erſchienen.
Hausbeſitzer=Verein.
Verkaufsſtellen: (10004
Geſchäftsſtelle, Wilhelminenſtraße 19, Verkehrsbüro,
Ernſt=Ludwigsplatz, Heinrich Lautz, Papierhandlung,
Grafenſtraße 12, L. B. Müller, Papierhandlung, Schul=
ſtraße
14, Gg. Hof, Papierhandlung, Grafenſtraße 30.

Heidelbergerstr. 132, I.
an der Landskronſtr., herr=
ſchaftl
. 6 Zimmerwohn. mit
Bad, elektr. Licht, Garten,
per ſofort. 140 Mk. Näh.
bei Heinrich Funk, Grafen=
ſtraße
23½. Tel. 446. Beſicht.
von 24 Uhr nachm. (2473ms

Meckarstr. 20, II.
geräum. 6 Zim.=Wohn. mit Bad,
Gas u. all. Zub. z. 1. Juli. Näh.
auf dem Kontor der Brauerei
Rummel.
(2695ms Georgenstr. 3, 1. St.
rzimmer u. all. Zubehör per ſofort
Einzuſehen von 24 Uhr. Näh.
ſparterre.
(1029ms
Vordere Heidelbergerſtr. 21
gegenüb. der Heinrichſtr., 1. Stock,
ſchöne große 6 Zim.=Wohn. m. Bad,
Verandg, Balkon u. all. Zubehöl
zum 1. Juli.
(8457ms (am Haupt=
Stirnweg 26 bahnhol)
Aſchöne 6 Zim.=Wohn. f. ſof. (2465ms Mathildenſtraße 91, I.,
Aherrſchaftl. 6 Zimmerwohng. mit
elektr. Licht u. Gas, Manſardenz.
u. ſonſtig. Zubehör z. 1. Juli oder
ſpäter. Zu erfragen dortſelbſt
ſod. Landwehrſtr. 33. (7137ms (Künſtler=
Stiftstr. 19, II. kolonie)
herrſchaftl. 6 Z.=Wohn. mit Balkon,
Veranda, Loggia, elektr. Licht, Bade=
zim
. m. Einricht., Gartenant. uſw.,
für ſofort oder ſpäter. Näh. part.
Telefon 1103.
(9264ms 3 Zimmer
a Grafenſtr. 23, II. St., nächſt der
Rheinſtraße, eleg. 5 Zimmerwohn.,
elektr. Licht, Kochgas, Bad, reichl.
Zubehör, an ruh. Mieter alsbald
zu vermieten.
(10032ms Rossdörierstr. 75
ſchöne 5 Zim.=Wohn. mit eingericht.
Badezim, Veranda, all. Zubehör
per ſofort zu vermieten. Näh. bei
Jochheim, Taunusſtr. 1. (10031ms (Haupt=
Stirnweg 16 bahnh.)
Aneuzeitliche 5 Zimmerwohnung im
2. Stock für ſofort.
(2454ms Villa
Maulbeerallee Stillfried
5 Zimmerw.
2. Stock mit Bad,
Sſu. all. Zubeh. f. ſofort. Zu erfrag.
nebenan bei Heimann.
(9323 Viktoriastr. 85
ſiſt das Parterre, enth. 5 Zimmer,e
Bad, Fremdenz. nebſt all. Zubeh.
2. 1. Juli zu verm. Näh. L. Wagner,
Schloßgartenſtr. 69.
(9471s Heidelbergerſtr. 77, part.
ſchöne 5 Zim.=W. m. Bad, 2 Bal=
kons
, evtl. mit 6 Zimmer, Gas u.
elektr. Licht. Näh. 3. Stock. (10030ms Milmannstr. 36, I.
ſſchöne 5 Zim.=Wohn., Bad und
Speiſekammer, Fremdenzim., gr.
Veranda u. Zubeh. z. 1. Juli. Näh.

Salbaustr.13, I.III.
Zi.=W. m. Zbh. Näh. part. (8880ms
Roquetteweg 6, I.
zum 1. Juli, 1250 Mk. pro Jahr. neuzeitl. 5 Zimmerwohng. m. Gas,
elektr. Licht und reichl. Zubeh. z.
1. Juli. Näh. im 2. Stock. (8522ms
Bessungerstr. 1I,I.,
ſchöne 5 Zim.=Wohnung mit Bad,
Veranda, Manſ.=Zim., Gartenant.
Preis 800 Mk. Näh. Hausbeſitzer=
Verein od. Herdweg 39. (6446ms
Schulstrasse 12, I.
5 Zim.=Wohn. mit all. Zubeh., in
welch. ſeit Jahren gutgeh. Etagen=
geſch
betr. wird. Näh. Roquette=
weg
3. Telefon 1416. (6811ms
Roquetteweg 2, II.,
ſelegante 5 Zimmer=Wohnung mit
Fremdenzim. und reichl. Zub., Gas
und elektr. Licht, zum 1. Juli. Näh.
daſelbſt parterre.
(8105ms

parterre ob.
Eliſabethenſtr. 32, 1. Stock,
6 Zimmer, Kabinett und Zubeh.
zum 1. Juni oder Juli. (9294ms


Ludwigshöhstr. 1 gutem
Hauſe, 5 Zim.=Wohnung mit
Veranda, elektr. Licht, Warm=
waſſerbereit
., Zentralheiz.,
Linoleumbelag, 1. Stock, 950
Mk. pro Jahr per ſofort.
Näh. Heinrich Funk, Grafen=
ſtraße
23½, Tel. 446. (4392ms

Matldenstr.16, I.
herrschaftl. 6 Zim.-Wohn.
mit Bad, Gas, elektr. Licht,
Balkon u. all. mod. Zubehör
zum 1. Juli. Näh. Soder-
straße
70, I. (5752ms

Rossdörferstr. 79, II
ſchöne 5 Z.=Wohn. m. Bad, Veranda,
Gartenanteil u. all. Zub. z. 1. Juli.
Einzuſ. v. 111 Uhr. Näh. Hoff=
Amannſtraße 16, I.
(6447ms

Liebigstrasse 39, I.,
wegen Verſetzung, geräum. 5 Zim.=
Wohnung. Einzuſehen täglich von
11012 Uhr.
(6052ms

Martinsstrasse 97, pt.
herrschaftl. 5 Zim.-Wohn.,
darunt. 3 grosse u. 2 kleinere
Zimmer, Veranda, Erker,
Gas, elektr. Licht, Warm-
wasser
- und Etagenheizung
und reichl. Zubehör. Ein-
zuschen
v. 105 Uhr. Näh.
im 1. Stock.
(5399ms

Viktoriaplatzé, II.,
5 Zim.=Wohn. mit Bad, Balkon,
Veranda u. all. Zubeh. z. 1. Juli.
Näheres part.
(8883ms

Gartenstr. 17, II.,
5 Zim.=Wohn. m. all. Zubeh. zum
1. Juli. Nh. Viktoriaſtr. 26, pt. (8884ms

Gutenbergstr. 53, pt.
5 Zimmerwohn. mit Bad u. all.
Zubehör z. 1. Juli. Näh. Ver=
waltungs
= u. Verwertungs= Geſell=
ſchaft
für Immobilien m. b. H.,
Nieder=Ramſtädterſtr. 14, 1. Stock.
Tel. 2464, auch Rhönring 113,
1. Stock.
(8889ms

Gerwinusstr. 54, 1.St.
5 Zimmer=Wohnung mit Zubehör
zum 1. Juli.
(9265ms

5 Zimmer=
Soderstr. 45, I. Wohnung
mit Zubebör zum 1. Juli. (9266ms

Viktoriastr. 70 räumige

ſchöne ge=
5 Zimmer=Wohnung mit Zubehör
z. 1 Juli. Näh. daſ. 1. St. (9267ms

Wendelstadtstr. 26, I.
5 große Zimmer mit reichl. Zubeh.,
Bad uſw. zum 1. Juli. Alles Näh.
Wendelſtadtſtr. 28, 2. St. (9470ms

Gutenbergstr. 56
neuzeitl., große 5 Zim.=Wohnung,
Badezim. m. Einricht., ſchöne Man=
ſardenz
., Gas, elektr. Licht, Garten,
Sädſeite zum 1. Juli. (2904ms

Elisabethenstr. 72, III.
part. oder Büro, Tel. 291. (4095ms ſenthalt. 5 Zimmer mit Bad und
all. Zubeh., iſt z. 1. Juli ev. früh.
zu verm. Einzuſehen von 10 bis
12 Uhr u. v. 23 Uhr. (0995ms

Nieder-Ramstädterstr. 57a, II.
5 Zimmerwohn. mit all. Zubeh. z.
1. Juli. Zu erfragen part. oder
Landwehrſtr. 19½ (Lad.). (9472ms

Frankfurterstr. 84, I.
verſetzungshalber große 5 Zimmer=
Wohn. mit Bad, Warmwaſſerheiz.
u. allem Zubeh. in freier Lage.
Näheres daſelbſt oder Gervinus=
ſtraße
42, part.
(9473ms

Lichtenbergstr. 26, III.
4 Zim. vſw. ſofort (4096ms

Fortſetzung folgende Seite.

[ ][  ][ ]

Nummer 106.

Frankfurterstr. 14
eine 4 Zim.=Wohnung z. 1. Juli.
Näheres im Laden.
(4914ms

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Seite 25

Poshähraretrateg
4 Zim.=Wohn. m. Zubeh. p. ſofort.
Näheres Wendelſtadtſtraße 40.1
Tel. 165.
(10035ms

Friearichstr. 40, II.
in meinem Hauſe, gegenüber d. alt.
Bahnhöfen, geräum. 5 Zim.=Wohn
nebſt Zubeh. z. 1. Juli an ruhige
Mieter. L. Schneider. (1533ms
4 Zimmer=Wohnungen.
Lichtenbergſtr. 85, III.,.
per ſofort.
Heinheimerſtr. 75, part.
zum 1. Juli.
Näheres Verwaltungs=
u
. Verwertungs=Geſellſchaft
für Immobilien m. b. H., l.
Nied.=Ramſtädterſtr. 14, I.,
Tel. 2464, auch Rhön=
(10036ms
ring 113, I.

Neue Schwanenſtraße 29, II.,
ſchöne 4 Zim.=Wohnung mit Gas,
frei gelegen, m. gr. Garten, ganz
nahe der elektr. Halteſtelle Schloß=
gartenplatz
, an ruhige Mieter od.
2 Damen.
(9474ms


Ludwigsplatz 2
4 Zim.=Wohn. im 2. Stock, 1 Magd=
kam
., Trockenb., Waſchk. inkl. Zen=
tralheiz
., 780 Mk., p. ſofort. (10038ms

Rossdörterstr. 55, I.
4 Zim.=Wohn. mit Zubehör zum
1. Juli an kleine Familie. (8465ms

ſchöne 4 Z.
Mauer
III., Wohn. mit
Veranda und all. Zub. z. 1. Juli.
Näh. Kiesſtraße 84, II. (7143ms

4 Z.=Wohn.
Mauerſtr. 24, II., mit Gas z.

1. Mai billig zu verm.
ſelbſt u. Kiesſtr. 84, II.

Näh. da=
(7142ms

Heidelbergerstr. 100
völlig neu renovierte, mod.
4 Zimmerwohn. mit großem
Bade= u. Schrankzim., Bade=
einrichtung
, elektr. Licht nebſt
Zubehr.
(791ms
1. Stock Mk. 800
2. Stock Mk. 700
3. Stock Mk. 650.
Näh. Hch. Funk, Grafen=
ſtraße
23½. Telephon 446.
Eliſabethenſtraße 25
im Hinterbau 4 Zim.=Wohn. mit
Zubehör ſofort.
(8469ms

karlstrasse. 25
4 Zimm.=Wohn. mit Zub. p. 1. Juli.
Näheres im Laden.
(9280ms

Stiftstrasse 39, I.
4 Zimmerwohnung m. all. Zubeh.
(8876ms
zum 1. Juli.

Kachierſtr. 31.
4 Zim.=Wohn. im 2. St. m. Magd=
u
. Bodenkammer u. 1 Zim. i. der
Manſ., Bad m. Einricht. nebſt Zu=
behör
. Näh. Kahlertſtr. 7, part.,
und Stiftſtraße 19, part. (7790ms

4 Zim.=
Pankratiusstr.
, II. Wohn.
mit Zubeh. zum 1. Juli. (6085ms
Mathildenplatz 7, Htb., II.
4 Zim.=Wohn. zu verm. (9996ms

Schwimm-
Lindenhofſtr. 11, pt., bad
4 Zim.=Wohn., Gas u. all. Zubeh.
zum 1. Juli. Näh. 1. Stöck. (7140s

Große frdl. 4 Zim.=Wohn.
1. Stock, in gutem Hauſe zum
1. Juli. Näh. Liebfrauenſtr. 84,
ſparterke.
(8468ms

Heinbeinerstr. 31, I.
t große Zimmer nebſt Zubehör
zum 1. Mai. Näheres bei F. P.
Pitthan, Taunusſtr. 24, I. (9689ms

9 hoch=

Fraukenſteinſtr. 62, part.
3 4 Zim.=Wohn. m. Badeeinricht.
u. Zub., wegen Verſetzung ſofort.
Daſelbſt 2t. Stock freundl. 4 Zim.=
Wohn. m. Kabinett u. Zubeh. 650 M.
z. 1. Juli. Anzuſeh. v. 25 Uhr.
Näh. Hch. Funk, Grafenſtr. 23½
Telef. 446. (8874ms

Bleichstrasse 19, I.

klein. 4 Zim.=Wohn. m. Gas und
ſall. Zubh. z. 1. Juli.
(8877ms

Menerstr. 7, I.
ſchöne 4 Z.=Wohn. m. Bad, Veranda
u. Zubehör zum 1. Juli. Näh. 1. od.
2. Stock und Kiesſtr. 68, I. (9268ms


Rossdörferstr. 34, II.
ſſchöne 4 Z.=W., nach Süden geleg.,
m. Gas, Glasabſchl., z. 1. Juli. (3269ms

Heinrichstr. 106, III.
15 Z.=Wohnung mit allem mod.
Zubehör ſofort od. ſpäter. (9270ms

Meabelbenstr. 3, I
4 Zimmer=Wohnung mit Zubehör.
Näheres part.
(9997ms

Manſarden=
Karlst
53, Wohnung,
4 Zimmer, 1 Kammer, Gas u. all.
Zubehör zum 1. Juli. (9998ms

3 Zimmer=Wohnungen:
Karlſtraße 58, Manſ.
per ſofort.
Beckerſtr. 25, II.,
per ſofort.
Kranichſteinerſtr. 51
Villa, 1. Stock z. 1. Juli.
Näh. Verwaltungs= und
Verwertungs=Geſellſchaftf.
Immobilien m. b. H., Nie=
der
=Ramſtädterſtr. 14, I.,
auch Rhönring 113, I.,
Telephon 2464. (10041ms

Erd=
Mühlſtr. 40, geſchoß,
3 Zimmerwohnung (2 Zimmer u.
Wohndiele) mit Veranda und Zu=
behör
. Näh. 1. Stock u. Heidel=
bergerſtraße
136, II. (8099ms

Beſſungerſtr. 97, part.
3 Zimmer, Küche, nebſt all. Zubeh.
zum 1. Juli. Näh. bei H. Bendheim,
(9275s
Georgenſtraße 13.

Wendelstadtstr. 30, II.u. Seitb.
zwei 3 Zimmer=Wohn. (7144mse

Schulstrasse 9, II.
3 Zim.=Wohn. m. Küche u. all.
Zub. z. 1. Juli.
(8471ms


Birohstrase 12,
3 Zim.=Wohn. m. Zubehör. Zu
ſerfrag, im Laden.
(10040ms

Moosbergſtraße 53 und 55
ſchöne 3= u. 4 Zim.=Wohn., 1. Stck.
Preis 450 u. 500 Mark. Näheres
Nr. 53, parterre.
(541ms

3 Zimmer=Wohnungen:
Landgraf Georgstr. 36, I. St.
3 ſehr große Zimmer mit Zu=
behör
zum 1. Juli.
Mühlſtr. 38, II. St.
freundliche 3 Zimmer mit be=
wohnbarer
Diele u. Zubehör
zum 1. Juli.
Mühlſtraße 44, part.
geräumige 3 Zimmer mit
Zentralheizung zum 1. Juli.
Näh. Darmſtädter Bau=
geſchäft
, G. m. b. H., Grafen=
ſtraße
23½, Tel. 446. (9687ms

Wendelstadtstr. 56, II.

3 Zim.=Wohn. f. ſof.

(2460ms

gegenüb. derſa
Holzſtr. 26, I., Stadtkirche
3 Zim.=W. m. Zbh. z. 1. Mai. (8866ms

Wendelſtadtſtr. 13, Stb., I.
3 Zim.=Wohn. m. Zub. ſofort. Näh.
Landwehrſtr. 19½
(9476ms

Frnententr. 1 art.
freundl. 3 Zim.=Wohn. mit Gas
z. 1. Juli, 330 Mk. Näh. Heinrich
Funk, Grafenſtr. 23½. (8864ms

Weuckstr. 2, I.
3 Zim.=Wohn. mit Bad, Manſ.=
Zim. u. all. Zub. z. 1. Juli. (8865ms

Mollerſtr. 45, II., mod. 3 Zim.=
Wohn. mit allem Zubehör ſofort.
Näh. Grafenſtr. 22 Koch. (9271ms

Hinterh., part,
Karlstr. 60, 3 Zim.=Wohng.
für 290 Mk. ab 15. Mai. Großer,
ſonn. Hof, Bleichplatz, Waſchküche
vorh. Zu erfr. Vorderh., I. (9273ms

gr. 3 Zimmer=
Beckstr. 76 Wohnung mit
Zubehör an ruh. Mieter. Preis
1400 Mark.
(9999ms

Nebenbau,
Taunusstr. 1, Hohler Weg,
1. Stock, 3 Zim., Küche u. all. Zub.
z. 1. Juli od. ſpäter. (10000ms

Mauerſtr. 10, II., 3 Zimmer=
Wohn. m. Zub. z. 1. Mai. (10049ms

Holzſtraße 1, III., Wohnung
von 3 Zimmern u. Zubehör ſofort.
Näh. 1. Stock.
(10048msſc

Heidelbergerstr. 127, part.
2 Zweizimmerw. für ſof. 2461ms
Waldſtr. 23, Hinterh., 2 Zim.=
Wohn. m. Kam. ſofort. (7146ms

Grafenſtr. 25
groß. geräum. Laden mit
groß. Keller und Magazin
ſofort Näh. 1. St (10037ms

Wendelſtadtſtraße 40
Manſ.=Wohn. v. 2groß. Zim. u. groß.
Küche an kinderl. Leuteſof. (6090ms

Manſ.=
Pankratiusſtr. 26½, Wohn.

von 2 Zim. u. Küche.

(6815ms

Große Kaplaneigaſſe 60 Ein=
und Zwei=Zimmer=Wohn. ſofort. Offert. unter B 59 an
Näh. 2. Stock.
(7474ms

Großer Laden
mit o. ohne Wohnung
M kurarkchrnsteie
die Expedition. (8106ms

Heinrichſtr. 106, pt., einzelnes
Zimmer mit eigenem Eingang
zu vermieten.
(3545ms

Heinberstr. 1., Is, pt.
große 2 Zim.=Wohn pro Monat
20 Mk., z. 1. Mai. Näh. Arnold,
Vorderhaus, 2. Stock. (8860ms

Manſ.=Zimmer m. Kabinett u.
Keller in gutem Hauſe an einzelne
Frau, monatl. 12 Mk. Näh. Haus=
besitzer
-Verein.
(9278ms

Lichtenbergſtr. 23, Seitenbau,
1 Zimmer mit Küche u. Kammer
ſofort. Preis 10 Mk. monatlich.
Näh. Lukasweg. 9, part. (10001ms

Bleichſtraße 40, I., ein helles
Zimmer, auch für Büro geeignet,
zu vermieten.
(10002ms

Schlossgasse 12
1. St., 2 Zim.=Wohn. für ſof. (2447ms

2 Zimmer=Wohnungen:
Nieder=Ramſtädterſtr. 50
Seitenbau, Manſarde an ein=

zelne Perſon, pro Monat
12 Mk., ſofort.
Sandbergſtraße 46

freundliche Manſarde, 13 Mk., .
ſofort.

Große Ochſengaſſe 14
Seitenbau, 1. St., freundliche
Zimmerwohnung, 15 Mk.,
ſofort.
LandgrafGeorgstr. 36, II. St.
freundliche 2 Zim.=Wohnung
mit Gas und Zubehör per
1. Mai, 25 Mk.
Näh. Darmſtädter Bau=
geſchäft
, G. m. b. H., Grafen=
ſtraße
23½, Tel. 446. (9688ms

Hanptbahm
Serer
hof,
Laden f. ſof. zu verm. (2452ms

Einmenihalstrasse 47
Laden mit Wohnung per ſofort.
Näh. 1. Stock v. 103 Uhr. (4659ms

Karlstr. 6, Seitenbauf
zwei 3 Zimmer=Wohnungen, der
Neuzeit entſprechend, z. 1. Juli u.
früher. Näh. im Laden. (10047ms

3 Zimmer

Schönes, großes Zimmer nebſt
Doppelkammer an einzeine Dame
oder Hern in der Manſarde ſof.
Näh. Neue Stiftſtr. 23, II. (*186ms

Neidelbergerstr. 4
ſchöner geräumiger Laden, mit
oder ohne Wohnung, alsbald zu
vm. Näh. M. Hock daſ. (2453ms

Wendelstadtstr. 56

Laden zu vm. f. ſof.

(2451ms

Großer Eckladen
mit Kontor, evtl. auch Wohnung
in guter Verkehrslage. Zu erfr.;
Hausbeſitzer=Verein. (8107ms
Grafenstrasse 26
großer Laden, Magazin, Werk=
ſtätten
, mit elektr. Anſchl., evt. mit
Wohnung, zum 1. Juli. (9279ms
Laden mit gr.
Grafenstr. 2, Keller und
Hof, in guter Verkehrslage, auch
als Büro= od. Geſchäftsräume. (530s
groß. Laden
Bleichstr. 40 mit Wohn.

zu vermieten.

(10003ms

Ecke Riedlinger= und Nieder=
Ramſtädterſtraße Laden mit
Ladenzimmer ſofort ſehr billig.
Näheres Baubüro Scherer,
Rheinſtraße 47.
(10046ms

ehrerete e e
zu vermieten. Näheres Kranich=
ſteinerſtraße
11.
(6081ms
Sandbergſtr. 59
große, helle Remiſe als Lagerraum
oder Werkſtätte. Breite Torfahrt.
Näh. Hinterh., 1. Stock, u. Heidel=
bergerſtr
. 136, 2. Stock. (7798ms

Melleee
für 23 Pferde nebſt allem Zub.
Näh. Mühlſtr. 64½ I. (548s

Oerteräime

LandgrafPhil.=Anlage24½
Erdgeſchoß f. Geſchäftszim. oder
Lager f. ſofort.
(2449ms

ſint uir ehntehune
im 2. u. 3. Stock, ea. 60gm
groß, mit elektr. Einrichtung
und Zentralheizung, Aufzug,
ger. hellen Kellern im ſüdöſtl.
Stadtteil für ſaub. Gewerbe
oder Lagergeſchäft alsbald zu
vermiet. Näh. Heinrich Funk,
Grafenſtr. 23½, Tel. 446. (19045ms

maſſiv, feuerſicher,
Magazin nach poliz. Vorſchr.,
ſeither Benzinlager, für Ende Mai
anderweit zu verm. Näheres bei
Ga. Möſer I., Stiſtſtr. 19. (3264s

78 grosse Räume
Wilhelminenstr. 29, I., mit reichlich. Zubehör,
neu hergerichtet, beſond. geeign. f. feineres Geſchäft od. größere
Büros, zuſammen oder geteilt, für ſofort. Näh. daſelbſt im
Seitenbau oder Wendelſtadtſtraße 28. TI
(9475s

Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.

8ung

Bin Montag hier
und zahle für getragene Herren=
anzüge
, Hoſen, Stiefel die (9697a
höchſten Preiſe.
Schriftl. Off. u. F 62 an die Exped.

192
!
Wer dort? (9698a
hier V. Schatz, Schloßgaſſe 23.
Ichkomme ſof. u. zahle Ihnenfür
getrag. Kleid., Schuhe, Möbel, Zahn=
gebiſſe
, alte Federbeit.ſtets diehöchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.

Gnkorich
Reitſtiefel, Sattelzeug, Treſſen,
ſowie beſſ. getragene Herrenkleider
kaufe ich zu gewünſchten Preiſen.
Off. unt. F 64 an d. Exped. d. Bl.
Komme auch nach auswärts. (9696a

ea. 3m lang, zu kaufen,
Marklse, geſucht. Offert unter
G 34 an die Exv. (*10102fs

Mter 1.
Flaschen zahle die aller=
höchſten
Preiſe bei pünktl. Abholung.
Poſtkarte wird vergütet. Rubin,
Kaupſtraße 46, 2. Stock. (3145a

werden zu allrhöchſt.
Flaſchen Preiſen gekauft.
W. Feldmann, Lohndiener,
Karlſtr. 73, Gartenh., I. (7936a

Bir 30 M.
zahle ich für getragene Herren=
kleider
, ſowie Schuhe, Zahn=
gebiſſe
. Zahle die beſten Preiſe.
Kletzewski, Schloßgaſſe 29.
Poſtiarte genügt. (9233a

ARkauf
getragener Kleider, Stiefel, alter
Bettfedern, Zahngebiſſe Uniformen
bis zu 20 Mk., ſowie Boden= und
Kellerkram, alter Brennapparate.
Poſtkarte genügt. Komme ſofort.
M. Obſtfeld, Kleine Bachgaſſe 7,
(6810a
Telephon 2085.

Lumpen
Flaſchen, Alteiſen, Metalle, Papier
kauft bei pünktlicher Abholung
Zwickler, Schwanenſtraße 12.
Poſtkarte genügt. (9742a

Wollen Sie
Ihre abgelegt. Herrenkleider, Stiefel,
Uniformen uſw. gut verk., dann
ſchreiben Sie bitte an (9947a
Zarnieer, Kleine Bachg. 1
Komme auch nach der Umgebung.

getr. Kleider,
Ich kaufe Schuhe und
Uniformen. Zahle die höchſten
Preiſe. Poſtk. genügt. (*10045dfs
H. Wischniack, Neugaſſe 1.

e
Lästige Haare
an Händen und Armen,
entfernt leicht
Damenbart u. schmerzlos in
einigen Minuten das völlig
giftfreie, unschädliche
Rino-Depilatorium.
Widnrmtwaneraogetenchtet
und einige Minuten aufgelegt.
Ist durchaus haltbar und greift die
Haut nicht an. Flacon M. 1.25. S
Nur echt mit Firma:
Rich. Schubert &. Co., Weinböhla.

Chr. Schwinn, Rheinſtraße 8.
Fr. Beckenhaub, Ecke Schul= und
Kirchſtraße.
Carl Watzinger, Wilhelminen=
ſtraße
11.

Eichen=Scheitholz Mk. 1.
Buchen=Scheitholz 1.35
Tannen=Klötzchen 1.35
per Zentner frei Keller.
la. trocken, kurz geſchn. u. geſpalt.
8812a
Martin Jahn (6s
Brennholz=Dampfſchneiderei
Pallaswieſenſtr. 30. Tel. 305.

Gartenties iüchut
H. Kaus, Grüner Weg 93,
Telephon 1591. (B9660

Wegzug.
Wegen Umzug von Familie habe
z. Zt. abzug.: 2 eleg. Herrſchafts=
Bettſtell.mit neuen Patentrahm.,
gek. 550 Mk. für 130 Mk., 1 Salon=
aarnitur
, gekoſtet 300 Mk., für 145
Mark, 1 eichener Eckſchrank, gek.
130 Mk. für 60 Mk., 1 Bettſtelle
mit Sprungrahmen 38 Mk., die
gleiche 45 Mk., 1 Schreibtiſch (Dipl.)
55 Mk., 1 neuer eichener Bücher=
ſchrank
85 Mk., eine Partie Klei=
derſchränke
(große), 1 Diwan
35 Mk. uſw.
(*10220so

(ſaſtneu ſehr
Zinkbadewanne bill.zuverkfn.

*10207)

Parkusſtr. 21, part.

Wagners Gelegenheits=
Geschäft, Karlstr. 41.

Ziehung an 23, 24. u. 25. April

3. Strassburg. Münster
Geſt-loeterie
260000 Lose. 9389 Geldgewinne - Mk.:
250000
75000
0000
20000
I 1 6050

Strassburg.
münster- Geld-Lose à 3 Mk.
Porto und Liste extra 30 Pf..
zu haben in allen Lotteriegeschäften,
Loseverkaufsstellen und durch
Lud. Müher &C-
in
Berlin, Werderscher Markt 10.
J. Stürmer
in Straßburg i. E., Langstr. 107

[ ][  ][ ]

Seite 26.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Nummer 106.

Schwächliche, Blutarme, Hiervöse
gebrauchen mit großem Erfolg Dr. Hommel’s
Haematogen. Warnung: Man verlange
ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.
X,2669)

Berliner Stimmungsbilder.

Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Die Furlana. Eine neue Bekanntſchaft. Und eine
neue Kunſt. Berlin im chineſiſchen Fahrwaſſer.
Chineſiſche Tänze und Stücke. Die Mache. Ein hüb=
ſcher
Gründungsſchwindel. Auf die Idee kommt’s an!
Die ſpaniſche Mine. Geſchäfte und Geſchäftchen.
Ideale Künſtler. Von der Freien Sezeſſion. Unſer
Kunſthandwerk, was ihm ſchadet und was ihm nottut!
Kennen Sie die Furlana? fragte mich am
Oſterſonntag gelegentlich der Eröffnung der Sportlichen
Jahreszeiten eine junge Dame und machte dabei ein
ganz verhimmeltes Geſicht Die Furlana . . . ja, war=
ten
Sie mal einen Augenblick, man kennt ja ſo viel und
kennt viel mehr noch nicht . .. die Furlana? Ja, die
Furlana, ſagte das hübſche Kind mit recht beſtimmtem
Tone, die müſſſen Sie kennen! Etwas kleinlaut
bemerkte ich: Ich kenne die Saskia die Rembrandt ver=
ewigt
hat, kenne die Fourment, der Rubens Pinſel holden
Ruhm verſchaffte, die Fornarina Raffaels, auch die Bar=
barini
, die uns aus den graziöſen Bildern Peſnes ent=
gegenlächelt
. . . hm. ſagen Sie, liebes, gnädiges Fräu=
lein
, hatte die Furlana auch Beziehungen zu irgend einem
Künſtler? Ein helles, verflixt ſpöttiſch klingendes
Lachen war die Antwort, und von den roſigen Lippen er=
ſcholl
es mit klugem, belehrendem Ton: Mein Gott, ſind
Sie wirklich ſo rückſtändig? Sie wiſſen wahrhaftig nicht,
was die Furlana iſt? Das iſt doch der neueſte italieniſche
Tanz, der jetzt auch hier in Mode kommt, und ich bin nur
hierhergekommen zur Eröffnung, um ihn unter den Tanz=
bildern
verkörpert zu ſehen!
Ja, ja, der dunkelgelockte Schelm mit den braunen
Augen hatte völlig recht; man iſt ſehr rückſtändig in ſolch
einer Weltſtadt wie Berlin, wenn man ſich nicht neben
Literatur, Kunſt. Wiſſenſchaften, Theater und ſonſtigen
einigermaßen wichtigen Dingen auch um die Tanzerei,
Pardon, um die Tanzkunſt kümmert! Denn eine Kunſt
iſt’s allmählich geworden, und es iſt die höchſte Zeit, daß
unſer Staat, der ſich in dieſer Beziehung bisher auch
ſehr rückſtändig zeigt, Profeſſuren errichtet, vielleicht nach
dem Muſter des Orientaliſchen Seminars. Für jeden
Nationaltanz einen nationalen Profeſſor! Für den Tango
einen Argentinier, für die Furlana einen Italiener und
nun ſchleunigſt einen gelben Bezopften für den Ta=Tao,
den chineſiſchen Tanz, der uns demnächſt beglücken wird.
Das wird ja die Offenbarung aller Tänze ſein, da nach

einem Telegramm aus Paris es iſt doch gut, daß man
mit Hilfe des Drahtes derartige ungeheuer wichtige Nach=
richten
ſo raſch erfährt! dieſer Tanz als unendlich an=
mutig
gerühmt wird; er beſteht aus ſechs verſchiedenen
Figuren, von denen die dritte, die Ta=Ou=Haion=Tcha
hapſi die Bewegungen der Meereswogen, über die
ein milder Zephir weht, darſtellen ſoll! Na, wenn das
nicht Kunſt iſt, dann iſt alles andere . . . blauer Dunſt!
Wir ſind ja überhaupt ganz ins chineſiſche Fahrwaſſer
gekommen, und einige der heiligſten Güter der Berliner
werden von den Wellen des Reiches der Mitte beſpült.
Auch unſere ſogenannte Bühnenkunſt, denn nach der in
den Kammerſpielen des Deutſchen Theaters aufgeführten,
der chineſiſchen Dramatik entnommenen Gelben Jacke‟
beehrte uns kurz vor dem Oſterfeſt mit ſeinem Beſuche
Mr. Wu im Theater in der Königgrätzerſtraße. Dieſe
Viſite des oſtaſiatiſchen Gentleman, deſſen Lebensphilo=
ſophie
der Grundſatz Ehre um Ehre iſt, erweckt aber
recht geteilte Empfindungen, vor allem bei dem leidtra=
genden
Publikum, das ſich für das Schauerſpiel nicht im
geringſten erwärmen konnte. Mr. Wu wird uns demnach
bald ſeinen Rücken kehren, aber er wird ſchon für Nach=
folger
ſorgen, denn wenn bei uns erſt einmal die Mache‟
deren geheimnisvolle Fäden weniger leicht zu entdecken
ſind, wie ihre Wirkungen, für irgend etwas eingeſetzt hat,
dann iſt’s nicht leicht, ſich davon zu befreien.
Natürlich kommt’s dabei ſtets darauf an, wie’s ge=
macht
wird, und wenn etwas geſchickt angefaßt wird, ſo
gehen auch die hellen Berliner auf den Leim. Man muß
nur findig ſein und ganz moderne Probleme zum Mittel=
punkt
wählen, da iſt ſchon ein Geſchäftchen hier zu machen,
gelegentlich ſogar ein gutes Geſchäft! Beinahe wäre das
einem ausländiſchen Schwindler kürzlich hier geglückt, der
eine Aktiengeſellſchaft mit =zig Millionen Mark gründen
wollte zur Ausnützung der randloſen Far=
benphotographie
für Films und ſonſtige Zwecke.
Alles war famos eingefädelt, der Betreffende, der ſich Dr.
Nikita von Mamatow nannte, hatte hier in einem chemi=
ſchen
Laboratorium ſeine Verſuche angeſtellt, die, jeden=
falls
durch unlautere Hilfe, günſtige Ergebniſſe brachten,
er zeigte Benachrichtigungen von großen Banken über ſein
Vermögen, ſowie einen Kontrakt mit einer der erſten Lon=
doner
Filmgeſellſchaften, die zehn Millionen Mark für
das obige Unternehmen gezeichnet hatte. Dr. Nikita fand
hier nicht nur Gläubiger, ſondern auch Gläubige und nur
durch die Vorſicht eines Bankiers, der nach London reiſte
und deſſen dortige Erkundigungen ergaben, daß alles auf
Schwindel beruhte wurden verſchiedene unſerer Geld=
männer
vor erheblichen Verluſten geſchützt. Der phantaſie=
volle
Dr. und einer ſeiner deutſchen Helfer ſitzt jetzt in
Moabit und hat Muße, ſich in der Ruhe der Unterſuch=
ungshaft
einen neuen Schwindel auszudenken.
So ganz leicht wird es den Herren Gaunern, die im
Großen fiſchen wollen, heute ja nicht mehr gemacht; Tele=
graph
, Auskunftsbureaus und ſonſtige internationale Ver=
ſtändigungen
erſchweren ihnen ihren früher oft ſehr ein=
träglichen
Beruf. Polizei und Preſſe ſind auch wach=
ſamer
geworden und warnen die Harmloſen und Ver=
trauensſeligen
. Vielleicht war es der obige vorſichtige
Bankier, zu dem vor einiger Zeit ein Ingenieur kam, der

ihm erzählte, daß er in Spanien eine treffliche Silber=
mine
beſitze, die er gern in ein Aktienunternehmen ver=
wandeln
möchte; dazu brauche er die Unterſtützung jenes
Finanziers. Als Kapital, fügte er hinzu, dachte ich
zwölf Millionen Mark. Die Mine liegt in Spanien, in
Reinoſa; ſie iſt auf ein Jahrhundert hinaus ertragvoll
und wird alle Aktionäre bereichern; hier ſind die An=
ſchläge
, die Pläne, die Aufſtellungen, ſämtliche Garantien
ſind Ihnen gegeben. Das iſt alles recht gut und recht
ſchön, erwiderte der Börſenmann, mit vielſagendem
Lächeln hinzuſetzend: Geſtatten Sie mir nur eine Frage:
die Provinz, in der Ihre Mine gelegen iſt beſteht die
denn überhaupt? und der findige Ingenieur ward nicht
mehr geſehen.
Oft verfangen aber auch in Berlin ganz alte Mätzchen.
So kam in ein nahe dem Anhalter Bahnhof gelegenes Re=
ſtaurant
, das mit einem kleinen Hotel verbunden war,
wiederholt ein ehrbarer Provinzbewohner, der ſich ſehr
erfreut ſtellte, als er bei einem ſeiner Beſuche erfuhr, daß
er in dem Hauſe auch übernachten könne. Er verhieß
ſeine baldige Wiederkehr und bat den Wirt, die für ihn
eintreffenden Briefſchaften und ſonſtige Sachen in Empfang
zu nehmen, dabei ſeinen Namen nennend. Welch’ Zu=
ſammentreffen
meinte der Hotelier, wir führen ja den=
ſelben
Namen und auch der Fremde war darüber er=
ſtaunt
und erfreut. Mehrere Briefe laufen für ihn ein,
dann wird auch für ihn ein Paket abgegeben, und der
Fremde läßt dasſelbe, da es ihm ſehr nötige Warenmuſter
enthalte, nebſt den Korreſpondenzen durch einen Meſſenger=
Boy abholen, der ſagt, daß der Empfänger am Abend
ſelbſt kommen würde, man möchte für ihn ein Zimmer
reſervieren. Natürlich kam er nicht, dagegen ſtellte ſich
einige Tage ſpäter ein in der Nachbarſchaft wohnender
Juwelier mit der Anfrage ein, ob der Würt ſchon etwas
aus den ihm zur Anſicht geſandten Schmuckſachen gewählt
habe. Schnell kam nun die Aufklärung: Wirt und Juwe=
lier
waren betrogen worden und gehen jetzt vor den
Kadi, der entſcheiden ſoll, wer den Schaden zu tragen hat.
Jeder möchte in Berlin gern ſein Geſchäftchen machen,
ſo oder ſo, denn am Golde hängt, nach Golde drängt doch
alles Und da iſt es doppelt ſchön, wenn inmitten dieſes
Kämpfens und Haſtens nach materiellen Gütern ein Wort
an unſer Ohr ſchlägt: Nein, wir machen nicht mit, wir
dienen nur dem Idealen und verachten alles Reale!
Maler Max Beckmann hat bei der Eröffnungsfeier
der Freien Sezeſſion jenen ſo kühnen Ausruf ge=
tan
. Die Sezeſſioniſten, bemerkte er, wollen nur der
Kunſt dienen und bekümmern ſich nicht um Partei und
Geſchäft! Gut geſagt, edler Künſtler, der Du Dich auch
ſo ſcharf in jener kurzen Anſprache gegen geſchäftstüchtige
Senſationsluſt gewandt haſt. Es geht nichts über Ueber=
zeugungstreue
, nur wird ſie in dieſem Falle etwas er=
leichtert
, da die beträchtliche Mehrzahl der Herren Sezeſſio=
niſten
getroſt überzeugt ſein darf, daß ſie von ihren
herrlichen, hier ausgeſtellten Werken nichts verkaufen wer=
den
. Denn die Freie Sezeſſion, die ſich von der alten
Sezeſſion nach mancherlei häßlichen Zwiſtigkeiten und per=
ſönlichen
Auseinanderſetzungen abgezweigt hat, unter=
ſcheidet
ſich in nichts von ihrer Vorgängerin, höchſtens da=
durch
, daß beſtimmte Größen ſich grollend fern hielten
und daß die Jury, wenn man überhaupt von einer ſolchen

Cekr.vasder

Langenschwalbach
Das
stuhrende rrauenbad
Deufschlands
Weltbekannt bei Blutarmut,
Frauenkrankheiten und bei
Herzerkrankungen
Stahl- u. Moorbäder. Neue Kuranlagen
Gutgepflegte Sportplätze (Golf u. Tennis.

Das beſte und gediegenſte
deutſche Familienblatt
für die weiteſten Kreiſe
zu ſein; dieſen Ruf hat ſich, wie allgemein bekannt,
Nbas Duch Tar vie
längſt erworben.
Beſondere Vorzüge:
Horgfältigſte Auswahl des Gebotenen, größfe
Reichhaltigkeit, viele prachtvolle Illuſtrationen.
Jährlich 28 Hefte.
(X,9937
Preis des Heftes nur 30 Pfennig.
Zu beziehen durch alle Buch= und Zeitſchriftenhandlungen.
Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin,
Leipzig.

Versand des Weinbrunnen.
zu Ernährungskuren
Bei Blutarmut und Bleich-
sucht
seit Jahrhunderten
von anerkanntem Wert

[ ][  ][ ]

Nummer 106.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Seite 27.

brechen kam, noch nachſichtiger ihres Antes gewaliet hat,
wie einſtmals, als Herr Bruno Caſſierer ſein geſchäfts=
kundig
Wörtlein mitzureden hatte.
Einer der Sezeſſioniſten, Max Pechſtein, der uns mehr=
fach
mit den Offenbarungen ſeines grandioſen Talentes
in Sonderausſtellungen bekannt gemacht hat es iſt der=
ſelbe
Meiſter, der ſo ſchön auf den Witz einiger rheiniſcher
Künſtler hineingefallen und deren mit Kaffee und Ruß
hergeſtellte Sudeleien als höchſt beachtenswerte künſtle=
riſche
Gaben betrachtet hatte hat ſich jetzt mit einem
Innenarchitekten verbündet, um unſerem Kunſt=
handwerk
wieder auf die Beine zu helfen. Die armen
Beine! Da verſteht man wirklich die Klagen, daß unſer
deutſches Kunſthandwerk bei weitem nicht mehr die Beach=
tung
findet, wie früher, und daß gerade in letzter Zeit
eine wachſende Bevorzugung der franzöſiſchen und eng=
liſchen
kunſtgewerblichen Erzeugniſſe ſeitens unſerer wohl=
habenden
Kreiſe zu beobachten iſt. In Frankreich und

England hat man ſchnel die Schlacken beſtimmter moder=
ner
kunſtgewerblicher Strömungen abgeſtreift und iſt
willig zu den guten Vorbildern früherer Blüte=
zeiten
des Kunſtgewerbes zurückgekehrt. Bei uns iſt das
nur in ſehr bedingter Weiſe der Fall. Die Uebermodernen
wollen mit aller Gewalt ihre Offenbarungen dem Pu=
blikum
aufdrängen, mit Hilfe mannigfacher Kanäle in Ge=
ſtalt
von allerhand Werkſtätten und kunſtgewerblichen
Genoſſenſchaften, die bereits viel, ſehr viel Geld verſchlun=
gen
haben, aber das liebe Publikum will davon nichts
wiſſen. Der Fachverband für die wirtſchaftlichen Inter=
eſſen
des Kunſtgewerbes hat ſich ſehr ernſthaft mit dem
Niedergang unſeres Kunſthandwerks beſchäftigt und hat
rückſichtslos die Gründe dafür klargelegt. In einer klei=
nen
Schrift geht jener Verband den vielfach von Laien ge=
leiteten
Schülerwerkſtätten und dem dünkelhaften Dilettan=
tismus
zu Leibe, ferner den Direktoren und Profeſſoren
gewiſſer Kunſt= und Kunſtgewerbeſchulen, die mit Hilfe

der Schiler dem ſchweringenden Kunſchandwert ncht
gut zu machenden Schaden zufügen, indem ſie mit Hilfe
von allerhand Verbindungen ganz dilettantenhaft aus=
geführte
Arbeiten als Muſterleiſtungen hinſtellen. Und
dann heißt es mit vollſtem Recht, daß das enge Vertrauen
erheiſchende Verhältnis zwiſchen Auftraggeber und Kunſt=
handwerker
gelöſt wurde durch das Dazwiſchendrängen
gänzlich unberufener vermittelnder Elemente, denen das
Kunſtgewerbe nur die melkende Kuh iſt, die ſeinem inner=
ſten
Weſen und ſeinen wirtſchaftlichen Nöten aber gänz=
lich
verſtändnislos gegenüberſtehen. Das ſind mann=
hafte
Worte, die hoffentlich auch in unſeren Miniſterien
gehört werden und dort Beachtung finden. Möchte dieſe
Beachtung eine recht gründliche ſein, denn auch von jenen
Stellen aus iſt durch die übertriebene Rückſichtnahme vieles
verpfuſcht worden man denke nur an das deutſche Bot=
ſchafterpalais
in St. Petersburg das unſerem Kunſt=
handwerk
den erheblichſten Schaden zugefügt!

Ein Sehr Hanstiges Ungeber!
WElSSEs PORZELLAN

Stück 15
Teller, tief und flach
. Stück 10 und 12
Dessertteller .
. Stück 7, Dutzend 80
Kompotteller
Platten, eckig u. oval, St. 40, 609, I.-, 1.25, 1.75, 2.
Salatieren, eckig und rund, St. 25, 35, 40, 50, 65, 80
Dekoriertes Porzellan
von 12.50 an
Tafelservice, 23teilig
von 27. an
45teilig

von 36. an
60teilig .
Kaffeetassen mit Untertassen, Goldrand, Stück 20

. . Stück 12, 15, 20, 25, 30
Kompottieren
. . Stück 50 und 60
Saucieren . . . . .
Kaffeekannen . . Stück 30, 35, 40, 50, 65, 75
Milchkannen . .
. . Stück 20, 25, 30, 40
Kaffee- u. Teetassen mit Untertass., St. 8, 10, 15, 20
Küchengarnituren
in neuen Formen und Dekoren, léteilig, von 5.80 an
Waschgarnituren
in unerreicht großer Auswahl . . . von 1.60 an

U2chahbar 810 Stiftstraße 810

ERANKFURT A. M.
Spezialität: Komplette Küchen-Einrichtungen inkl. Möbel.
(Br9936
Lieferung frei Haus durch unser Auto.

Ieite Schneiderer
nebſt Wohnung
(*9814ms
befindet ſich jetzt
14. Elisabethenstrasse 14.
Georg Schmeck, Schneidermeiſter.

Atelierfür Grabmalkunst
Johann Scherrer, Hoflieferant
Inhaber Ernst Scherrer, Bildhauer
Nieder-Ramstädterstrasse 59.

Reichhaltiges Lager in den gangbarsten Denkmälern
in allen Formen.
Anfertigen von Grabmonumenten und Einfassungen
in allen Gesteinsarten.
Zeichnungen mit Kostenanschläge stehen kostenlos
zur Verfügung.
Lieferung von Grabeinfassungen in Kunstgranit zu
denkbar billigsten Preisen.
Gewähre auf alle Lagerdenkmäler 10% Rabatt.
Reelle fachmännische Bedienung. (6730a

gans leicht.
S
Engros-Niederlage: S. Feitler, Darmstadt.

(7279a

Schirmfabrik Schlüter
Kirchstrasse 27 (6731a
Regenschirme, Spazier-
stöcke
, Reparaturen u.
Ueberziehen billigst.

Heyl & John, Manufakturwaren. (5511a

jeuer ovaſer Tiſch, Stühle, kleine
A Tiſche, Anrichte m. Aufſ., mehr.
Stück Linoleum, Seegrasmatr.
Näheres in der Expedition. (9735a

zu verkauf.
Ein Kaſſenſchrank
(*10091fs
Wilhelminenſtr. 7, Seitenbau.

Einesagts derAndern

(II,3440

Ein
Vortreitliches
Hastenhnrtel.

ſo ſagen unſere meiſten Aerzte.
Benutze auch Du dieſes herr=
liche
Mittel! Von Millionen
im Gebrauch bei Huſten,
Heiſerkeit, Bruſt=Katarrh, Ver=
ſchleimung
, Krampf= u. Keuch=
huſten
.
Zeugniſſe von
6100 Aerzte und
Private. Pakete 25 u.30 Pfg.,
Doſen 50 u. 60 Pfg.
Schutzmarke: 3 Tannen.
1 Zu haben in Darmſtadt bei:
Chr. Schwinn, Drogerie, Ludw.
Zink, Drogerie, Weinbergſtr. 2,
Fr. Seibert, Drog., Pallas=
wieſenſtr
. 44, Karl Steinhäuser,
N.=Ramſtädterſtr., Fr. Becken-
haub
, Ecke Schul= u. Kirchſtr.,
C. Watzinger, Drogerie, Wil=
helminenſtr
. 11, Adler-Drogerie,
Frankfurterſtr. 12/14, Fr. Schä-
fer
, Emanuel Fuld, Peter Keil,
Gg. Petry, Roßdörferſtr. 52,
Ph. Huwert, Ecke Wieners= u.
Roßdörferſtr. 21, Gg. Held,
Roßdörferſtr. 35, Ant. Braunwarth
Ernſt=Ludwigſtr. 3, Rud. Hank,
Moosbergſtraße 24, Otto Erb,
H. Wagenbrenner, Heidelberger=
ſtr
. 17, Ad. Zachmann, Merkur=
Drog., Bleichſtr. 46, Carl Block
in Nied.=Ramſtadt, Adam Hart-
mann
in Fränkiſch=Crumbach,
G. L. Friedrich in Brensbach,
Friedrich Becker II. u. 6. H.
Stühlinger in Reinheim.

Dachpappe
lsolierpappe
liefert billigſt
Mayer u. Sender
Waldſtraße 35. Tel. 670. (8120a

Dut erhalt. Damenrad billig zu
verk. Zu erfrag. von 13 Uhr.
Schloßgartenſtr. 69, Hth. (*10109fs

inderwagen, noch neu, ſehr
(8999a
K billig abzugeben
Riedlingerſtr. 19, 2. Stock.

Verwöhnte
Teetrinker bitte ich, einen
Versuch mit meiner vorzügl.
Ind. Pecco-Mischung
No. 3
à Pfd. 3 Mk., ¼ Pfd. 75 Pfg.
zu machen. Von einer weiteren
Anpreisung dieser Spezial-
Sorte sehe ich ab, berufe
mich vielmehr auf das an-
erkennende
Urteil meiner
zahlreichen, langjährigen Ab-
nehmer
in Nah u. Fern. (7520a
A. Reichard
Kolonialwarenhaus
Ecke Bleich- u. Casinostr.
Telsphon 104.

[ ][  ][ ]

Seite 28

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Nummer 106,

120
ForE
MKaneekonzert

(10013

ZZZZ

Hennverband Darmstadr
Einladung zur Hauptverſammlung
auf Freitag, den 24. April, nachmittags 5 Uhr im
Rathausſaal (Marktplatz).
Tagesordnung: 1. Bericht über die Tätigkeit des Vereins im
verfloſſenen Jahre (Eröffnung des 2. Heimes, Saalbauſtr. 79)
und über die Fortentwicklung des Verbandes; 2. Kaſſenbericht;
3. Voranſchlag; 4. Vorſtandswahl; 5. Diskuſſion.
(9897

Kath. Paramentenverein
AUSSTELLUNC

Sonntag, den 19., Montag, den 20. u. Dienstag,
den 21. April von 111 Uhr und von 36 Uhr
Wilhelminenplatz 10, Rückgeb.

(9896

Kamllichen-Zuchwoerenn Darmsradf
und Umgegend (Alter Verein)
Samstag, 18., Sonntag, 19. und Montag, 20. April
im Garten des Heſſiſchen Hof, Mathildenplatz
LI. Großse ungen. Hossch Schau

Eintritt 19 Pfg. Tombola.
Es ladet freundlichſt ein

Eintritt 19 Pfg.
(10010

Die Ausſtellungskommiſſion.

Goscnschan Faele
Gegründet 1910
Sonntag, den 19. April, nachmittags 4 Uhr
Tangkranschen
in Eberstadt (Rest. z. Schwanen)
wozu freundlichſt einladet
Der Vorstand.
(*10094)

Eberstadt!
Restaurant Schweizerhaus
Sonntag, den 19. April, nachmitt. von 4 Uhr an
Hina-Ronzunt
im Garten. Bei ungünſtiger Witterung Streich=Muſik im Saale.
Vorzüglichen Kaffee und Kuchen.
Stets freier Eintritt. (*10339)

(8756a
(Odenwald)
8 Minuten v.
Bahnſtation

Grus Ehenbach-Wahlen
Hotel zum Siegfriedsbrunnen, Penſion Dörſam
Auch für Touriſten
Mäßige
Breiſe n: Idealer Frühlingsaufenthalf! empfehlenswert!
Hergiswil a. Vierwaldstättersee
Beliebt. Luftkurort. Am Fuße des Pilatus.
Vrünigbahn und Schiffsſtation. 20 Min. von Luzern
Hotel Bellevue-Rössli II,9929
Idylliſche Lage bei der Dampfſchiffſt. mit pracht. Ausſicht
auf See und Gebirge. Groß. Gelände direkt a. See u. ſchatt.
Gartenanlagen. Seebäder. Ruderboote. Angelſport. Dunkel=
kammer
. Spielplätze. Prima Verpflegung. Bier v. Faß.
Penſ. v. Fr. 5. an. Proſp. gratis d. Th. Furler, Beſ.

Kurhaus Huis ter Duin
Nordseebad Noordwyk aan Zee in Holland.
Ruhige und vornehme Familien-Häuser, ganz deutsch geführt.
Zimmer mit Bad und W. C. Wiedereröffnung 25. Mai. Bis 35. Juni
Zimmer mit Verpflegung 7 Mark. Breiter Strand. Grüne Dünen
Direkte und schnelle Reiseverbindungen. Prospekte nur durch die
Direktion: Tappenbeck.
I.9378)

Hotel Büren‟ a. Post
Altrenom., beſteingerichtetes, prachtvoll
gelegenes Hotel an der Pragel= und
chweiz Klauſenſtraße. Schöne Zimmer m. Bal=

kons, Verandas, Garten. Proſpekte. Mäßige Preiſe. (I.9928

Für den Wandersport!
Rein Aluminium-Touristen-Artikel:
Kocher mit 1 und 2 Töpfen . . . . . 3.25, 2.25, 1.10, 75
Flaschen
3.50, 3.10, 1.75, 1.15, 95
Trinkbecher .
50, 25, 10, 8
Dosen
70, 60, 40, 18
Bestecke
25
Teller
. 35, 30
Heliosflaschen
3.45, 2.35, 2.
Fackf.
etto Nietsmmann Nsmbhl.
Ludwigstrasse 10.
(10044

Anfang ½9 Uhr.
Nur bis Ende April.

ORPHEUN

S PARISIANA
KAMMERSPIEL E
und (10042
KUNSTLER-CABARET

Mitwirkende:
Ferdinand Seiler, Margot Beru.
Occi u. Li, mod. Tänze Fritzi
Gella, Walter René, Richard
Manz etc.

Samstag,
Heute
18. April
Repertoire-Wechsel.
Neu!
Neu!
Das Lobungswert
Schwank in 1 Akt.
Ein
Teufelsker!
Posse in 1 Akt.

Sonntag,
Morgen
19. April
Vorstellungen
Nachm. 4 Uhr:
Volks-
u
. Fremden-
vorstellung

bei kleinen Preisen
mit ungekürztem Programm.
Abends 8½ Uhr:
Uebliche Preise.

Vorverkauf im Verkehrsb. etc.
nn
Im Residenz-Automat
während den ganz. Sonntag
ununterbrochen.

Rolle 30 Pf. Gg. Dieter,
Tapezieren Lichtenbgſtr. 75. (*16134

Großherz. Hoftheater.
Samstag, den 18. April 1914.
Keine Vorſtellung.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Sonntag, 19. April. Außer Ab.
Frühlings=Feſtſpiele. 1.
Abend: In der neuen Inſze=
nierung
: Die Meiſterſinger
von Nürnberg‟ Erhöhte
Preiſe. Anfang nachmitt. 5 Uhr.
(Vergl. beſondere Anzeige.)
Montag, 20. April. Außer Ab.
37. Volksvorſtellung zu ermäßigten
Preiſen. Filmzauber. An=
fang
7½ Uhr. (Vorverkauf bis
einſchließl. Montag, 20. April, im
Verkehrsbüro, Ernſt=Ludwigsplatz.
Verkauf der etwa noch vorhande=
nen
Karten am Tage der Vor=
ſtellung
auch an der Tageskaſſe
im Hoftheater zu den üblichen
Kaſſeſtunden.)
Dienstag, 21. April. 151. Ab.=Vſt.
A 39. 777: 10 Gewöhnliche
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.

Gartenbauverein Darmſtadt.
Sonntag, den 19. April, nachmittags 3½ Uhr:
Beſichtigung der Gewächshäuſer
im Brangeriegarten.
Zuſammenkunft am Haupteingang.
(9939
Der Vorſtand.

Wilikemnmen

in der

B9944)

Weinschenke Zur Kraftsruhe‟

Gehst Du dahin, ob früh, ob spat,
Den frühlingsgrünen Martinspfad,
So kehre in der Kraftsruh ein,
Zu laben sich am guten Wein.
Kehrst Du dann heim mit frohem Schritt,
So bring der Gattin auch was mit;
Sie ist doch Deines Hauses Zier,
Ein Fläschlein kann nichts schaden ihr.

Jalte

7

0

Chaussee Darmstadt- Griesheim
Telephon Nr. 877

Haltestelle der Strassenbahn: Brauerei‟
Angenehmer Familienaufenthalt
hält seine schönen Räumlichkeiten bestens empfohlen.
Vorzügl. Speisen und Getränke. Guten Kaffee, Kuchen etc.
H. Woelfing, Besitzer.
798a)

Perkeo-Saal
Alexanderstrasse.
Täglich abends 8 Uhr:
Grosse humoristische
Gastspiel-Konzerte
der
Glückssterne
bestrenommiertes Musik-, Gesang-
und Tanz-Ensemble.
NB. Ab 1. Mai beginnt
lie Theater-Saison im
Perkeo-Saal. (9786a

Programm
zu dem am Samstag, den
18. April, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Großh. Garde=Dragoner=
Regiments Nr. 23.
1. Ouverture zur Oper Figaros
Hochzeit von W. A. Mozart.
2. Fantaſie aus Der fliegende
Holländer von Richard Wagner.
3. Der ſchöne Fredy Lied aus
der Operette Das Farmermäd=
chen
von Jarno. 4. Szene und
Miſere aus Troubadour von
Verdi. 5. Seemanns=Los von
A. Martell. 6. Mit Siegespalmen,
Marſch von H. Blankenburg.

Restaurant zum
Landsberg.
Empfehle meine altbekannte
gute bürgerliche Küche,
ff. Bier aus der Brauerei
J. Diſchinger, reine Weine
und Liköre, Kaffee zu jeder
Tageszeit. (*10345
Neuer Inhaber:
Frau W. Arheilger Wwe.
Ballonplatz 9.

Kinder-Liegewagen
gut erh., billig zu verk. (B9793
Heidelbergerſtr. 86, Hth., 1. St.

prima auserleſene
Kartoffeln, Induſtrie, per Ztr.
3 Mk. frei Keller. (*10011ds
Hofmann, Karlſtr. 26.

[ ][  ][ ]

Nummer 106.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Seite 29.

Die geheimnisvolle Villa.

Ein Abenteuer des berühmten Detektivs Stuart Webbs.
In 4 Akten.
4. Akt.
Webbs ſcheint verloren! Sein Beſteck und die treue
Waffe hat er in ſeinem Taſchentuch an die Decke gehängt.
Noch immer ſteigt die Flut! Da entdeckt ſeine ſuchende
Hand in der Mauer ein Rohr, er ſchlägt es mit dem Re=
volverknauf
ein und das Waſſer fließt ab. Gerettet? Noch
nicht! Doch ſein Mut iſt wieder zurückgekehrt, und ſeine
zähe Energie ſtellt ſich wieder ein, die ihn ſchon oft aus
ſchwerſter Not befreit. Er prüft den Lukendeckel und ein
Hoffnungsſtrahl leuchtet auf! Er entnimmt ſeinem Beſteck

ein Knallagsgeblſſe und es gelingt ihm, ein Loch in die
Decke zu brennen und ſich wieder in Sicherheit zu bringen.
Wieder befindet ſich Webbs, diesmal aber allein, in
Liddys Gefängnis, aus dem ihn vor wenigen Stunden
teufliche Rachſucht in ſeinen Todeskerker hinabgeſtürzt
hatte.
Vorſichtig lauſcht er! Schritte werden hörbar und
eiligſt verbirgt er ſich unter dem Ruhebett. Die Verbrecher
ſtürzen in das Zimmer um Vorbereitungen zur ſofortigen
Abreiſe zu treffen. Webbs erfährt in ſeinem Verſteck die
Abſicht, mit der Gefangenen von der Weſtgarage abzufah=
ren
, und ſein Plan iſt gefaßt. Auf demſelben Wege, auf
dem er eingedrungen, verläßt er das Haus, eilt zur Ga=
rage
, überwältigt den Chauffeur, und deſſen Ausrüſtung
anlegend, erwartet er die Verbrecher.
Unerkannt führt er ſie in der Rolle des betäubten
Chauffeurs von dannen. Auf offener Straße hält er! Eine

Pannef Die Verbrecher verlaſſn den Wagen und machen
ſich an dem Motor zu ſchaffen.
Da reißt Webbs die Verkleidung herunter hands up!
So ſchallt es den Schurken entgegen und in raſender Fahrt
enteilt Webbs mit der geretteten Liddy. Und nur ein ver=
ächtliches
Lächeln umſpielt ſeine Lippen, als er die Wut=
ſchreie
der düpierten Banditen hört.
Webbs Arbeit naht der Vollendung! Er entlarvt den
Kammerdiener, der mit den Verbrechern im Komplott ge=
weſen
und ſucht den Reſt der Bande in ihren Schlupf=
winkeln
auf. Vergebens ſetzen ſich die Banditen zur
Wehre, unter Webbs Aſſiſtenz iſt der Kampf bald beendet
und eiſerne Poliziſtenarme nehmen jene in ſichere Obhut.
Und mit ſtolzem und doch ſo freundlichem Lächeln
führt der geniale Detektiv die gerettete Liddy ihrem Vater
zu, der nunmehr dem überglücklichen Raoul ſeine Ein=
willigung
zur Hochzeit gibt.

Alleiniges Aufführungsrecht für Darmstadt im

Rendens Cledrer

am weißen
Turm.

(9899

E
ke
Me

Unübertroffen
ſind die
Sensationen

S

Von ganz beſonderer Wirkung iſt der Film:

rutal

Kulturbild aus d. Ruſſiſchen v. Ch. Decroix.
3 Aktel Frankreichs berühmteſten Filmregiſſeur 3 Akter
und Darſteller.
Wir ſehen in dieſem Bilde zwei Menſchen, der eine ein Edel=
mann
durch Erziehung u. Intelligenz auf der hohen Kultur=
ſtufe
, der andere ein Naturmenſch, brutal, unkultiviert, aber
veredelt durch hingebende, aufopfernde Liebe.
Den erſtkl. Darbietungen reihen ſich an 2 weitere Senſationen

Areus Lebe
3 Akter
Erſchütterndes Liebesdrama
3 Akter
Der Roman einer jungen Frau, die ſich von ihrem Gatten
vernachläſſigt fühlt und ihre Gunſt einem anderen zuwendet.
Ihr Geliebter wird gezwungen, ſeine Tat durch den Tod
zu fühnen, ihr Gatte zieht hinaus in die Welt und ſie
ſelbſt iſt der Einſamkeit verfallen.
Die Hand des Schichsals
3 Akter Tiefergreifendes großes Drama 3 Akter
Ein durch Handlung und Darſtellung hervoragender Film.
Ein ſelten ſchönes Bild.
Hierzu der übrige hochintereſſante
und abwechslungsreiche Spielplan

Voranzeige!
In kurzer Zeit erſcheint das gewaltige Filmwerk:
Das Seemannskind
Großes Sittendrama in 6 Abteilungen.
Die Handlung von Seemannskind iſt intereſſant und bis
zum Schluß ſpannend. Die einzelnen Bilder ſind mit einem
auserleſenen, künſtleriſchen Geſchmack angefertigt u. namentlich
die See= und Schiffsaufnahmen trefflich wiedergegeben. (9970

Prinz=Heinrich=Flug.
Wirtschafts-Verpachtung.

Auf dem Truppenübungsplatz ſollen vom 14. bis 17. Mai
während des Prinz=Heinrich=Fluges Wirtſchaften für den
I., II. und III. Platz errichtet werden. Schriftliche Offerten
für jeden Platz getrennt an den Vorſitzenden des Ausſchuſſes
Theodor Stemmer
Elisabethenstraße 14. (10052

in Poeten ulnch Sumt.
Kartoffeln
Induſtrie, Vater Rhein und Kaiſer=
krone
(norddeutſche) billigſt bei
Gg. Crössmann
Grafenſtr. 16 Saalbauſtr. 27
Telephon 2154. (10011a

Schreibkommode (nußbaum) u.
Küchenſchrank zu verkaufen
*10240) Pallaswieſenſtr. 7, III

Dinderwagen, ſehr gut erhalten,
zu verkaufen
(*16352sg
Moosbergſtraße 91, II.

Schulblicher
für Realgymnaſium und Liebig=
Ober=Realſchule ſehr bill. zu ver=
kaufen
Emilſtraße 17. (*10267

neu u.
Mod. Herrenanzüge getrag.,
gut erh. Damenkleider in großer
(9968a
Auswahl
Ballonplatz 10, part.
neben der Hofapotheke.

Ein gut erhat. Klappfportwag,
Emit Verdeck für 15 Mk. zu verk.
*10245) Wittmannſtr. 3, II.

Ich lade hierdurch zum Abonne=
ment
für den Bezug von dreimal
täglich friſch geſtochenen Spargel
aus eigener junger Anlage, das
Pfund 50 Pfg., ein. (B9813ds
Hochachtungsvoll
Ph. Germann, Karlſtraße 63½.
Telephon 1209.
Zugleich verabfolge ich an meine
werten Abnehmer die neueſten
Spargel-Kochrezepie gratis.
Die Abgabe an die Abonnenten
erfolgt der Reihe nach.

iſernes Kinderbett m. Roßhaar=
matratze
u. Schlafſofa zu verk.
Darmſtr. 49, I.
*10348)

Leichte Federrolle

2025 Ztr. Tragkraft
für einige Tage zu leihen geſucht
Ludwig Dexheimer
Viktoriaſtr. 28. (10056

Deutſchrieſenſchecken verſchied.
Alters, Knochenmühle, billig.
*10312) Eberſtadt, Schloßſtr. 31.

Starkes Tourenrad, faſt wie neu,
mit Freil. ſofort billig zu verk.
Landzettel, Alexanderſtr. 25 I. (*10314

antikes, eingelegtes Piano (Alter=
1 tum), 1 D=Gasherd, 1 Kinder=
klappſtuhl
weg. Platzmangel zu vk.
*10356) Grafenſtr. 18, III. links.

Ein Koſtümrock, ein mod. Stroh=
hut
, ein Frauenhut bill. zu vk.
Näh. Gardiſtenſtr. 1, Laden. (*10303

Gut
erh. Kinderwagen
zu verkaufen. Beckſtraße 54. (10050

neu, nußb. pol, m.
2 Bettſtellen, Sprungrahmen,
ein guterh. Fahrrad u. ein guterh.
Diwan ſehr billig zu verk.
*10350) Lauteſchlägerſtr. 7 I. I.

Eine Part.
Gelegenheitskauft modernſte
Herren= u. Mädchen=Strohhüte,
per Stück 1 bis 1,50 Mark, zu
verkauf. Ludwigsplatz 2, II. (10015

Städtiſche Rechnungen
zu haben Rheinſtr. 47 bei P. Ripper,
Poſtkartenzentrale
*10279

GSl SPPGlS(GES0l
Wachholdersaffs

Macht das Aussehen gesund
und frisch und ist deshalb
das beste Schönheitsmittel.
Hubertus-Drogerie. Ballonpl. 5

[ ][  ][ ]

Seite 30.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Nummer 106.

Auf Dehdan
2

Zu besonders vorteilhaften Preisen:

Prinz-Heinrich-Anzüge
6.50 7.00 7.50 8.25 8.50 bis 12.50
Norfolk-Anzüge
7.00 7.25 7.80 68.00 6.40 bis 15.00
Schlupfblusen-Anzüge
9.50 10.25 11.00 11.75 bis 22.00
Einzelne Blusen und Hosen
9902) von M. 1.50-ab.

Aeltestes Spezialgeschäft der Herren- und Knaben-Bekleidungsbranche
Schwarz-weisse
DARMSTADT
Rabattmarken.
Ludwigstr. 3

Sellengescht

Weiblich

gebildet.
Kaufm. und im Haus-
nerfahr
.
halt durchaus rräul.
ſucht baldigſt paſſende Stelle.
Offerten unt. F 66 an die
Exped. d. Bl.
(9633mdf
Sriten ſih Steit ts e.
käuferin in der Lebensmitel=
branche
. Offerten unter F 70
an die Expedition. (*9879mds

Jüng. Fräulein ſucht Stellung
als Verkäuferin, am liebſten in
Konfektionsgeſchäft. Offerten unt.
G 70 an die Exped. (*10247

Pert. Schnelderin empf. ſich in u.,
a. d. Hauſe Gartenſtr. 18, III. (9577a
Mädchen ſ. Laufstelle, morgens
2 Std. Kahlertſtr. 26, I. (*10258
Beſſ. Mädchen, 22 J., ſucht Stelle
von morgens bis mittags ½ 2 Uhr.
Näh. Viktoriaſtr. 78, part. (*10257

Internationaler Verein der
Freundinnen junger Mädchen.
Kindergärtnerin I. Kl.
ſucht Stelle zum 1. Mai in Darm=
(*10289
ſtadt od. Umgebung.
Abteilung des Arbeitsamtes.
Waldſtraße 19.

Mädchen von auswärts, welches
einf. bürgerl. kochen k., ſucht Stelle
für ſofort oder 1. Maf. (*10283
Eliſab. Cronert, gewerbsmäßige
Stellenvermittlung, Stiftſtr. 41, Hts.

bis zum eiſten Mat
Suche Stellung als Köchin.
Offerten unter G 73 an die
Expedition.
(*10238

Geb. Fräulin ſucht Stelung
als Geſellſchafterin und Stütze.
Off. u. Gt 76 an die Exp. (*10224sg

Gebildetes Fräulein ſucht Stel=
G lung als Empfangsdame bei
Arzt, Zahnarzt oder in feinem Ge=
ſchäft
der Möbelbranche oder dergl.
ev. auch Poſten als Sekretärin.
Off. u. G 77 an die Exp. (*10217sgo

Fräulein
ſucht tagsüber Stelle als Stütze o.
dergl. in einfachen Haush. Offerten
unter G33 an die Exped. (*10099
Schulentl. Mädchen ſ. Beſchäftig,
am liebſten z. Kind. Müllerstr. 19, II. (*

Std. vorm. Zu ſprech. b. ½4 nachm.
Ballonplatz 6, Vdh., Manſ. (*10335

weiches in beſſeren
Mädchen, Häufern war, ſucht Eine Arbeiterin und
Tagesſtelle.
(*10342
Große Kaplaneigaſſe 66, part.

Geb. Frl., erfahren i. Haush. u.
Nähen, ſucht hier evtl. auch außer=
halb
Stellung bei gering. Vergüt.

Jg. ſl. gutempf. Frau h. n. ½, Tage
z. w. u. p. Gardiſtenſtr. 4, I. (*10330

ae it eiſe di, it.
8 Uhr bis nachm. 3 Uhr. Näh.
Roßdörferſtraße 61. (*10304i Gewandte tüchtige Hilfe

Unabh. Frau ſ. Beſchäft. i. Waſch.
u. Putzen, nimmt a. für Sonntags
Aush. z. Spülen an. Nieder= Ram=
ſtädterſtr
. 35, 3. St. (*10323Junges Mädchen

r tereihten
Rhönring 75, Manſ.

Mänslich

Vertrauensstellung
ſucht p. ſofort od. ſpäter als Buch=
halter
erfahrener, bilanzſicherer,
ſeriöſer Kaufmann, I. Kraft, geſetzt.
Alters. Offerten unter H 397 an
Haaſenſtein & Vogler A.=G.,
Frankfurt a. M.
(II, 9933

Suche für m. Sohn (höh. Schu=

an die Erpedition ds. Bl. (994dfs

Junger Kaufmann, noch in un=
gekündigter
Stell. tätig, im Beſuch
der Kundſchaft, allen Bureauarb.,
nenſchreiben bewandert, ſucht Stel=
1. Juni oder ſpäter bei beſcheide=
nen
Anſprüchen. Gefl. Offerten
an Poſtlagerkarte Nr. 73 Darm=
ſtadt
erbeten.
(9809a Tüchtig. geprüſter Heizer und
ſtraße 51, pt., Michael Weis. (*9873sm Meldung mit Zeugniſſen ſucht wöchentlich
Buchhalter an einigen Nach=
mittagen
das Beitragen der Bücher
zu übernehmen Gefl. Off. unter
B 72 an die Exped. (*9877mds Tüchtiger geprüſter Heizer u.
Maſchiniſt, verh., ſucht Stelle, evtl.
in Nähe Darmſtadts. Zeugn. vorh.
Näh. Wied a. M., Frankfurter=
ſtraße
51, pt., Michael Weis. (*9873ms Für ein. 13 Jahre alten Jungen
Beſchäftigung geſucht.
*10297) Ludwighöhſtraße 78. Ein a. der Schule entlaſſ. noch
nicht 14 J. alter Junge ſucht tagsüb.
Beschäftigung. Schulzeng. 7. (*10227
Tüchtiger Fahrburſche m. gut. williges Mädchen tagsüber für
Zeugniſſen ſucht Stelle. Näheres Haushaltung p. 1. Mai geſucht. Zu
Forſtmeiſterplatz 12. Ofene tehl Welbieh Mädchen Arbeit geſucht.
Alexanderſtraße 9. (9797dfs Atelier ſelbſtändige und geſchickte
Nanerinnen
Nur ſolche wollen ſich melden, die
in der Branche tätig waren. (9823fs nur guten Zeugniſſen aus Herr= 2 Arbeiterinnen
für leichte Nähmaſchinenarb.
Aelt. Mädch. ſucht Laufd. 22½ zum ſofortigen Eintritt geſ. ſucht von
Heß, Luiſenſtr. 6. (*10132fsg ein Lehrmädchen
(*10022fs
ſofort geſucht.
Konfektion, Mathildenſtr. 34, pt. Wriſenucherin
welche auch etwas verändern und
flicken kann, geſucht. (*10272 Putz= und Waſchfrau Geübte Büglerin gesucht.
Näheres in der Exped. (*10274 ſucht Schneiderin zum Ausgehen.
Fl. Schneider, Eliſabethenſtr. 45. (9900sg tfür Lager geſucht
(9905
A. Rosenthal & Co.
r 210218 Strohhutfabrik Rheinſtraße 20 Lehrmädchen, das Weißnähen
kann, zum ſofort. Eintritt geſucht.
Konfektions=Atelier, Neckarſtr. 10,
r2. Stock (Eing. Waldſtr.) (*10032ds

Mädchen kann das Bügeln
gründlich erlernen. Nach ½ Jahr
Vergütung. Wenckſtr. 6, II. (*10210

Junges Mädchen
aus guter Familie zu einem Kinde
per ſof. geſ. Allee 61. (9811dfs Sauberes Mädchen tagsüber
zur Hausarbeit geſucht. (9783a
Stiftſtraße 52, parterre. ſowie Stenographie und Maſchinicht unter 20 Jahre altes Mäd=Zürich geſucht. Vorſtellung:
lung für Reiſe und Bureau perbis 11 Uhr und ½56 Uhr Hein=nachmittags von 2 bis 4 Uhr
richſtraße 54, part.
(9759a Junges zuverläſſiges
Mädchen
Maſchiniſt, verh., ſucht Stelle, evtl. aus guter Familie, event. Kinder= per 1. Mai geſucht
in Nähe Darmſtadts. Zeugn. vorh. gärtnerin 2. Klaſſe, nachmittags
Näh. Nied a. M., Frankfurter= zu einem einjährigen Kind geſucht.
*9890mfs) Martinſtr. 79, 1. St. FravesſLaufmädchen od. =frau
tagsüber ſofort geſucht.
*10180fsg) Luiſenplatz 1, II. I. eſucht zum 1. Mai für Familie
von 4 Erw. ein älteres, zu=
verläſſig
., im Haush. u. im Kochen
tüchtiges Mädchen.
Gute Zeugn. erforderl. (B9881Jäger gewerbsmäßige Stellen=
Moſerſtraße 2. Sauberes kräftiges Mädchen
mit guten Zeugniſſen zu baldigem
Laden.
(9890fsg (B9984 erfragen in der Exped. (9732ms für kleinen Haushalt bei gutem Zualtem Herrn wird einf., gedieg.
Fräulein als Haushälterin geſ., nach Friedberg geſucht. Näheres
der Küche durchaus bewandert iſt.
Eintritt nach Uebereinkunft. Dienſt=chen, das bürgerlich kochen kann,
für leichte mädchen vorh. Nur ſolche mit guten Lohn 25 Mk. L. Graßmann,
Empfehlungen wollen ſich unter
Buchbinderei Böcher, 1 Angabe ihrer ſeitherigen Tätigkeit
und mit Beifügung von Zeugnis=
Suche für mein Dekorations=ſabſchriften melden unter Es 27 an
die Exped. ds. Bl. (*10077ds In kleinen Haushalt wird ein
älteres, in Küche und Hausarbeit
ſelbſtändiges Alleinmädchen zum
1. Mat geſucht. Vorſtellung mit
Hofmöbelfabrik Ludwig Alter. ſchaftshäuſern erwünſcht. (B9787 Ein tüchtiges Hausmädchen,
das näht, bügelt und wäſcht,
bei gutem Lohn für 15. Mai ge=
(B9799
Frau Dr. Arthur Hoffmann,
Annaſtraße 40. Suche zum 1. Mat ein junges
Mädchen
1618 Jahre, für kleinen Haush.,
am liebſten vom Lande. Vorzu=
ſtellen
1012 Uhr vormitt. (*10259sgo
Darmſtadt, Wilhelmſtr. 55, part. Saubere brave
Emilſtraße 17, I. geſucht. Rheinſtraße 8, I. (*10293 Eine brave, ſaubere Waſchfrau
für dauernd geſucht. (*10291
Näheres in der Expedition. Zuverl. Lauffrau oder Mädchen
geſucht, tägl. ron 8 9 Uhr.
Beckſtraße 83, I.
*19243) Aelt. ſaub. Mädchen für alle
Hausarbeit geſucht, Zweitmädchen
vorhanden.
(*10239
Näheres Schuchardſtr. 1, I. gesucht.
Laufmädchen (*10215sgo
Apotheke Bader, Mathildenſtraße 1.

geſucht Kaſinoſtraße 27. (*10207

Allein= u. mehr. Küchenmädchen
i. g. Stellg. geſ. Karolina Beck,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Eliſabethenſtr. 22, II. (*10321

Tücht. ſb. Mädchen tagsüb. f. Haus=
arb
. geſ. Magdalenenſtr. 11, I. (*10213 14 jähr. Mädchen für leichte
Hausarbeit vormittags geſucht
*10200)
Kaſinoſtraße 27. täglich vormitt.
Tücht. Lauffrau 1 Std. geſucht
*10209)
Martinſtraße 57, I. Von deutſcher Familie wird
älteres, tüchtiges Mädchen,
welches in allen Zweigen der Haus=
Geſucht für ſofort ein tüchtiges, haltung wohl erfahren iſt, nach
chen oder eine Aushilfe. Zu ſprech. vormittags von 8 bis 10 Uhr und
Hobrechtſtraße 10, II. (B9964 Fauberes Mädchen
zu 2 älteren Leuten
Hölgesſtr. 5, I. rechts. (10043sg für häusliche
Dienſtmädchen Arbeiten geſ.
Rhönring 41, I. (*10307 Eine zuverläſſige Frau oder
Mädchen zum Wecktragen, ſowie
ein jüngerer, ſauberer Hausburſche
(*10341so
ſofort geſucht.
Roßdörferſtraße 40. Suche mehr. Mädchen a. d.Rhein,
Marburg, Bad=Nauheim, ſowie für
hier zu einz. Dam. u. kl. Haushaltg.,
Hoher Lohn, Hilfe f. Hausarbeit. auch i. Geſchäftshäuſ. Katharina
vermittlerin, Luiſenſtr. 34. (*10337 Zuverläſſige Lauffrau
Eintritt geſucht. Hügelſtraße 29,vormittags3 Stunden, nachmittags
1 Stunde.
(10054
Schulentlaſſenes, ſauberes, arbeits= Landgraf Philipp=Anlage 52, II. Ein tüchtiges Mädchen
Lohn per ſofort oder 1. Mai für
welches leichte Pflege übern. u. in hier Schulſtr. 10, 1. St. (*10353 Suche zum 1. Mai ein Mäd=
Wilhelminenſtraße 6. (10005a Suche zum 1. Juli
Selbständige Köchin
Frau Major Moeller
Martinſtr. 53, II. (B9927 Von deutſcher Familie wird
zu Kindern
junges Mädchen nach Zürich
geſucht. Vorſtellung vorm. von
Grünerweg 83. 1810 Uhr und nachm. von 24
Uhr Hobrechtſtr. 10, 2. St. (B9963 Beſſ. ſol. Mädch. für gut bürg.
Haush. (ält. Ehep.), wo dasſ. ſich
i. Koch. ausb. k., ſof. od. 1. Mai n.
Homburg v. d. H. geſ. Vorſt. Sonnt.
v. 2 Uhr an Heinrichſtr. 72, p. (*10329

Laufmädchen für 45 Stunden
nachmittags geſucht. Kunert,
Wilhelminenſtraße 10. (*10326

Männtien

weicher ſich als
Ront. Herl, Reiſender für hieſ.
Fabrikgeſchäft eignet, für alljährl.
ca. 3monatl. Reiſetour ab Juli bis
September geſucht. Offert. unter
G 47 an die Expedition. (9827fs

Tausierer und Vertreter
Hallerorts f. einen zugkräftigen
Haushaltungsartikel ſofort geſucht.
Hoher Verdienſt bei einigem Fleiß
ganz ſicher. J. Hennes, Darmſtadt,
Lichtenbergſtr. 80, pt. (*10169fsg

für einige Stunden
Schreiber vormittags od. abends
geſucht. Poſten ſehr geeignet für
Penſioniſten oder ſtellenl. Kauf=
mann
, evtl. auch Fräul. Näh. bei
I. Bergmann, Drogerie, Weiterstadt. (*

Große
bekannte Hargarinefabrik
ſucht überall in Städten u. Dörfern
männliche oder weibliche, fleißige,
anſtändige
(E,9658
Hausierer
gegen guten Verdienſt. Offerten mit
Referenzen unt. K Nr. 100 an Ann.=
Exped. von Heinr, Eisler, Hamburg.

Für hieſigen Platz wird ein
fleißiger, intelligenter (9841fsg
Mann
zum Beſuch von Privatkundſchaft
zwecks Inkaſſo u. Verkauf geſucht.
Gut empfohlene Herren, welche
Sicherheit leiſten können, woll. ſof.
Off. mit näh. Angaben unt. G 40
an die Exp. einreichen.

Leistungsfähige
Steindrückerei
sucht Verbindung mit erst-
klassigen
Künstlern zur Her-
stellung
von Entwürfen für
Weinetiketten u. Weinpreis-
listen
. Offerten unter 6 59
an die Expedition. (9836fs

Soiiagesſhaſter
für den Fahrdienſt der elektriſchen
Straßenbahn mit Ausſicht auf An=
(9957
ſtellung geſucht.
Heſſiſche Eiſenbahn=Aktieu=
Geſellſchaft.

Tüchtiger, ſelbſtändiger
Blektroinstallteur
ſofort geſucht. Näh. Kaſinoſtr. 27
im Laden daſelbſt. (9852a

Kaufmanniſcher Verein Darmſtabt e. 2.
Stellenvermittlung für Prinzipale koſtenlos
Vereinsabend Samstags
Vereinslokal: Kaiſerſaal Grafenſtraße.
Vorträge, Diskuſſion, Bibliothek. (818a

Tebensſtellung
Leiſtungsfähige, dem Konzern nicht angehörige
Margarinefabrik hat ihre Generalvertretung für
den Platz
Darmſtadt und Umgebung
zu vergeben. Es finden nur eingeführte Herren Be=
rückſichtigung
.
(9959
Offert. unt. & 75 an die Exped. d. Bl.

[ ][  ][ ]

Nummer 106.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Seite 31.

An
Ihrer

S1
ur

sparen Sie bis

Grosstädtische Auswahl
Eleganteste Verarbeitung
Lrstklassige Neunelten
Jedes Stuck auf einer Büste
Auf jedem Stück der Preis

Weltrekord-
Herrn-Anzuo-
Ausstellung
ohne jeden Kaufzwang

10062

Grafenstrasse 23½

für Inſerate
Aquisiteur einer Moden=
zeitung
geſucht. Offerten unter
G 45 an die Exped. (*10141

Reiſende
für Beſuch von Landkundſchaft bei
hoher Proviſion geſucht. Tägl
Verd. 20 Mk. u. mehr. Offert. u.
( 94 a. d. Expedition. (*10300

10 bis 15 Mark
täglich
können redegewandte Herren jeden
Ständes durch Uebernahme einer
Agentur unſerer altangeſehenen
Krankenkaſſe verdienen. Offerten
an Karl Ritzheim, Ludwigs=
hafen
a. Rh. erbeten. (II. 9931

Geſucht per ſofort
Hemenr=Reizender
für Darmſtadt und Umgegend
gegen Gehalt und Proviſion. Zu
melden Samstag nachm. u. Sonntag
von 912 Uhr. Hans Remmert,
Frankenſteinſtraße 58. (*10305

Die Hanpt=Agentur ein. alten,
gut eingef. Feuerverſ.=Geſ. für
Darmſtadt iſt neu zu beſetzen.
Offerten unter G 3212 an
Haaſenſtein & Vogler A.=G.,
Frankfurt a. M.
II, 9930
Für Darmstadt und Ungegend
ſucht große, gut eingeführte Feuer=
verſicherungs
=Geſellſchaft
tücht. Vertreter
und Aquisiteure
gegen hohe Bezüge anzuſtellen.
Off. u. F. P. A.975 an Rudolf
Mosse, Frankfurt a. M. (I.9934

Tücht. Schneider f.Groß= u. Klein=
ſtück
in u. auß. d. H. geſ. Robert
Waldherr, Schützenſtr. 5. (*10135fs

Tücht. Schneidergehilfe geſ.
R. Schum, Soderſtr. 44½. (*9976ds

Tüchtiger Schuhmacher
geſucht. (*10281
Speier’s Schuhwarenhaus
Inh. Paul Wildau.

Tüchtig. Kupferſchmied
ſowie Lehrling ſofort geſucht
H. Wambold,
Mühlſtraße 23.
*10242)

Jüngerer
Installateur
für Waſſer= u. elektriſche Anlagen
Bauſpenglerei und Blitzableiter=
anlagen
ſofort dauernd geſucht
9898) Conr. Danz, Dieburg.

geſucht, weicher in
gehillé ſeiner freien Zeit
das Kitten von Fenſtern überneh=
men
kann. Näheres Exped. (10009

Tapeziergehilfe
tüchtig. Polſterer u. Dekorateur,
ſofort geſucht.
(B9940
Friedrich Eigenbrodt
Herdweg 18.

Eir Mnustelugs- eslanan
Darmstädter Künstlerkolonie
ſuche:
Oberkellner, junge flotte Kellner
mit und ohne Sprachkenntniſſen;
ferner ſuche für Jahres= und Sai=
ſon
=Stellen junge Kellner, Köche,
Haus= u. Servierburſchen, Kupfer=
putzer
, Reſtaur.=Bei= und Kaffee=
Köchinnen, Büfettfräulein, Haus=
u
. Küchenmädchen geſucht. Beworber
mit nur guten Zeugnissen senden Zeugnis-
abschriften
u. Bld an Adolf Dingel-
dein
, Darmſtadt, gewerbsmäßi=
ger
Stellenvermittler, Eliſabethen=
ſſtraße
5, Telephon 531. (*10328

Ein Gartenarbeiter geſucht von
1618 J. Näh. b. A. Tracht, Nieder
ramſtädterſtr. 31, V., III. I. (*10192fs

Jüng. kräftig. Hausburſche
(Radfahrer) mit guten Zeugniſſen
geſucht. Mathildenplatz 18, Wein=
handlung
.
(9737ms

Junger laub. Hausburſche
1718 Jahre alt, welcher ſchon in
Metzgerei tätig war, für ſofort
geſucht. Eliſabethenſtr. 58, zu er=
(*9891ms
fragen im Laden.

Zuverläſſ. Fahrburſche
geſucht.
(9980
Brauerei Schützenhof.

Jülgerer Huehurſche
geſucht. Wenckſtraße 60. (*10232
Jung. Hausburſche geſucht.
Metzgerei, Schloßgartenpl.. (10067

Laufjunge für nachmittags nach
(*10351
der Schule geſucht.
J. Klein, Waldſtr. 26.

ſucht
Tapezier=Lehrling A. Meurer,
(*10029dfs
Kiesſtraße 55.

geſ. Valentin Schmidt
Lehrling Hofl., Gärtnerei,
Nd.=Ramſtädterſtr. 75. (*10153fsg

Schritsetzerlenrlung
per ſofort geſucht.
(9887fsg
H. C. Kunze, Buchdruckerei.

Seſſel, Sofa u. Schreibpult zu
1 perk. Lindenhofſtr. 13, pt. (*10310

Rollwand. 175 2200, z. verkaufen.
R Waldſtr. 34, Stb. I. r. (*10333ss

Ein braver Junge kann die
Schneiderei erlernen bei Gg.
Heid, Schneidermeiſter, Lichten=
bergſtraße
78.
(*9694sms

Lehrling
mit guter Schulbildung geſucht.
Wilhelm Lanz,
9816dfs)
Etagengeſchäft.

Lehrling ſucht
Eiſenhandlung WilhelmHublitz
Kirchſtraße 18.
(9758a

Für unſere Modellſchreinerei
ſuchen wir einen braven Jungen als
Behriing
zu möglichſt ſof. Eintritt. (9895sg
Venuleth & Ellenberger A.=G.
Landwehrſtraße 75.

Kaufm. Lehring
mit guter Schulbildung bei ſof
Vergutung geſucht
(9878fs
Tapetenhaus Carl Hochstätter
Großh. Hoflief. Eliſabethenſtr. 29.

Einzüge
Joppen
Blusen
1osch
Sweaters
enorm billig
bei
W. Deuster
Markt 11½
Ecke Marktstrasse

I Luch
Merk
iſt ein ausgezeichneter
Fussbodenlack
per Kilo=Büchſe Mk. 1.50,
in 5 Tönen vorrätig,
Bei Entnahme von 3 Büchſen
gebe (9973a
Anſtreichpinſel gratis.
Machen Sie einen Verſuch.
Steiner’s Spezialgeschäft
für Malerartikel
Luiſenplatz 1,
am Liebigdenkmal.

(9774ds)

Besonders Lünstiges
Angebot für Braut-
leute
u. I1oDelkauter.
Durch eigene Fabrikation und
ſelbſttätiges Mitarbeiten, ganz ge=
ringe
Speſen, bin ich in der Lage
etwas ganz Ausnahmsweiſes zu
bieten. Offeriere:
Wohnungseinrichtung à:
Hochfeines eich. Schlafzimmer,
Speiſezimmer in ſchwerſt. Ausführ.,
ſowie Herrnzimmer, ganz apart,
und pitch-pine Küche zum Geſamt=
preis
von 1480 Mk.
Einrichtung 3:
Schlafzimmer mit 180 cm breit.
3teil. Spiegelſchrank, Ausführung
oval, Berten mit Umbau u. durch=
geh
. angebaut. Apothekſchrk., rund,
Speiſezimmer, neueſt. Modell der
Saiſon, Barockausführung mit
2 m gr. Büfett. Herrenzimmer,
ebenfalls ganz neues Modell in
Barock, mit 3teil. Bibliothek, 180 cm
groß Küche, pitch-pine, in ganz
ſchwerer Ausführ. Geſamtpreis
2800 Mk.
Weitere Einrichtungen
in jedem Stil und Preislage, ſow.
jedes Zimmer und Stück auch
einzeln. Durch Selbſtanfertigung
trage ich jedem Geſchmack und
Wunſch Rechnung ohne Preis=
aufſchlag
.
Meine Möbel ſind keine Fabrik=
arbeit
, ſondern in eig. Werkſtätte
hergeſtellt u. auf das beſte durch=
gearbeitet
. Garantie nach Wunſch.
Erſtklaſſige Referenzen. (*10331
L. Kappes.
Verkstätte modernerWohnungs-
einrichtungen
.
Fabrikationsräume-Arheilgerst. 92
Ausstellungsräume:
Rhönring 101, part.

Eckttun
ilige Konserven

Da friſches Obſt u. Gemüſe ſehr
rar iſt, offeriere ich meine Obſt= u.
Gemüſe=Konſerven zu bedeutend
ermäßigten Preiſen.
(*10334
Sanon Schenhaus
Ecke Riedlinger= und Niederram=
ſtädterſtraße
, Mathildenſtraße 9,
Telephon 1697.

neu bezogen, billig
Sofck, abzugeben J. Frieß,
Klappacherſtraße 30.
(B9943

anz neuer Hut, noch nicht ge
tragen, billig zu verkaufen.
(*10327
Näheres Expedition.

Kernireter. 12141.

Meine (10068a

befindet ſich jetzt
Wendelstautstr.
Nr. 20
Ecke Landwehrſtraße
(Nähe der Eleonoren= und
Liebig=Oberreal=Schule.)
T- Eind Fauf
Spezialität: Schulartikel.

ernſprecſter 1214

[ ][  ]

Seite 32.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 18. April 1914.

Nummer 106.

Eine Zweiſpänner=Fuhre Pferde=
miſt
zu kaufen geſ. (VIII9992
Gärtnerei Ploch, Kiesſtr. 35.

bilig ab=
Eine
Kaute Ochſenmiſt zugeben.

*10340)

Pfründnerhausſtr. 13.

Nourenrad bill. z. verk. Näh.
* Verkaufsſtand Ecke Feldberg=
ſtraße
und Dornheimerweg. (*10325

Venetianischer Lüster
wegzugshalber zu verkaufen. Bis=
marckſtr
. 57, I. Anzuſehen von
(*10324
113 Uhr.

Neut erhaltenes Sofa, 16 Mk.,
zu verkaufen.
Karlsſtraße 54.
(*10322)

Hämorrhoiden-
Leidende, die alles ohnedauernden Erfolg
angewandt, verlangen jsofort kostenlose
Auskunft in verschloss. Kuvert ohne Auf-
druck
durch Apotheker Dr. A. Uecker
G. m. b. H., Niewerle (Kreis Sorau N.-L.)

Spezial-Laboratorium
(815a
für
J2en
Untersuchungen.
H. Metzler
Schützenstr. 7 Tel. 1130.
Wiſſenſchaftlicher Vertreter der
Elektro=Homöopathie (Mattei) auf
Grundlage der Augendiagnoſe.
312 und
stunden. 2½6 Uhr.

Ferrſchaft welche ein Pferd in
gute Hände abgeb. will, wird
um Off. u. G 81 gebeten. (*10273sg

evtl. mit Garten per
Scheuer bald zu mieten geſucht.
Off. unter G. 85 an die Exped.
(9977sg
dieſes Blattes.

Nebenzimmer
eventuell mit ſep. Eingang, als
Kneiplokal geſucht. Offerten u.
G 83 a. d. Exp. d. Bl. (*10266

eſucht per 1. Okt. für kl. Fam.
(2 Perſ.) neuzeitl. 5 Zim.=W.,
Bad, reichl. Zubehör. Off. mit Pr.
unter G 91 an die Exped. (*10313

45 Zimmer=Wohnung,
geräumig u. hell, gleichgültig
wo, vom 1. Juli an zu mieten
geſucht. Freie Ausſicht und
Bad ſehr erw. Off. m. Preis
u. G 74 a. d. Exped. (*10234

Eine ſchöne moderne 4=Zimmer
Wohnung v. einem Beamten für
ſofort geſucht. Offert. unt. G 67
an die Exped. d. Bl.
(*10193

WEim. Wonnung
Toreinfahrt, Hofraum u. größere
Lagerräume zum Aufbewahren v.
Möbel per ſofort geſucht. Offerten
unter G 98 an die Exp. (*10332

Eine hübſche 2=Zimmerwohnung
geſucht. Offerten u. G. 84
an die Expedition.
(*10292a

ine 3 Zimmerwohnung m. Bal=
Ekon u. Gas geſ. Off. m. Preis
unt. G 6 an die Exp. (*9979ds

4 Zim. m. Bad, Hochp. od. 1. Eig.
Off. unt. G 18 a. d. Exp. (*10014dfs
Suche

möbl. abgeſchl.
Wohnung
23 Zim. mit Küche. Off. mit
genauer Preisangabe u. F 81 an
die Expedition ds. Bl. (*9859msg

Mutter u. Tochter, pünktl. Zahler,
ſuchen im Mittelpunkt der Stadt
23=Zim.=Wohnung.
Dauermieter. Offert. unt. G 10
an die Exped. d. Bl. (*10093sm

Möblierte
Wohnung
mindeſtens zwei Schlaf=, ein Speiſe=
zimmer
, Küche und Manſarde im
Tintenviertel oder Künſtlerkolo=
nie
von Ehepaar mit Kind für
die nächſten drei Monate geſucht.
Offerten mit Preisangabe unter
6 95 an die Exp.
(*10308sgs

Herr

ſucht 2 größere unmöbl. Zimmer
(Wohn= u. Schlafz.) für 1. Mai.
Angebote mit Preis unter H 9
an die Expedition d. Bl. (*10360

Für stuck, ing. wird auf ſofort
einfache, ſaubere Stube nur in
gutem Hauſe geſucht. Angebote
mit Preisangabe erbeten an
Herrmann, Cassel
Akazienweg 11. (I,9932

(Ausländer) ſucht
Student möbl. Zim., ruhige
Straße bevorz. Off. mit Preisang.
unter G 7 an die Exp. (*9968ds

an die Expd.

Student ſ. mbl.
Eing. Off. m.

, w. mögl. m. ſep.
Freisang. u. G92
(*10309

Gebild., ſtreng ſolides Fräulein
ſucht auf 1. Mai möbl. Zimmer
in ordentl. Hauſe in der Nähe vom
Herdweg. Offerten mit Preisan=
gabe
unt. G 78 an die Geſchäfts=
ſtelle
ds. Blattes.
(*10229

(evtl.
Freundl. möbl. Zimmer mit
Kab.), ſeparat, in beſſ. Hauſe per
1. Mai von akadem. Beamten geſ.
Offerten mit Preis unter H 12
an die Expedition d. Bl. (*10359

Möbl. Zimmer, evtl. m. Penſion,
n beſſerem Hauſe von ein. Stud.
(Ausl.) geſucht. Offert. nur m. Prs.
unter G 90 an d. Exped. (*10318

Junger Mann ſucht
schönes möbl. Zimmer
evtl. Wohn= u. Schlafzim. p. 1. Mai.
Off. unt. G 89 an d. Exped. (*10320

1 od. 2 ſonnige möbl. Zimmer
evtl. mit Penſion, nahe Neckarſtr.,
von Dame geſucht. Offerten unt.
93 an die Exped. d. Bl. (*10302

Dum 1. Mai ſchön möbl. Zim=
mer
von beſſerem Herrn ge=
ſucht
. Off. u. G 97 Exped. (*10306

Gete enlen

In Eberſtadt, neue Schwanen=
ſtraße
, ganz nahe d. Straßenb., iſt
ſchöne 4 Z.=Wohn., a. W. m. Garten,
an ordentl. Leute billig zu vm. Off.
anW. 69Wiesbaden poſtl. (10064a

Der bisher von uns innegehabte
Laden
iſt per ſofort oder ſpäter unter
günſtigen Bedingungen zu ver=
mieten
. Evtl. für Ausſtellungs=
zwecke
. L. Schmidt-Rauch,
Wilhelminenſtraße 10. (10058ms

Zemen

Ludwigshöhſtr. 23, 1. Stock
Vordh., ſchöne 3 Zimmer= Woh=
nung
zu vermieten. (*10311sgi

Sandstrasse 40
ſch. ganz neu herger., 2 Zi.= Wohn=
ungen
zu verm. Einzuſehen zw.
(10059ms
1011 Uhrsvorm.

Arheilgerſtr. 14 eine 2 Zim=
merwoh
. nebſt Zubeh. z. vm. (*10319

Pankratiusſtr. 48, Hth., pt., r.
unmöbl. Zimmer zu verm., auch
für Möbel einzuſtellen. (*10343sg

Mble Zimmer

1 Schlafſtelle mit od. ohne Koſt.
10092) Kaupſtr. 45, I. rechts.

Mühlſtraße 62, pt., möbl. Zim.,
ſep. Eing., p. ſof. Einzuſ. von 12
(*10276
u. 7 Uhr ab.

Saalbaustrasse 7
dicht an Rhein= u. Neckarſtraße, eleg.
möbl. Wohn= u. Schlafz. ſof. zu vm.
Burſchengelaß vorhanden. (*10346so

Pension Mink
Eliſabethenſtr. 4 elegant möbl.
Zimmer ſofort zu verm. (10060a