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177. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Die Kaiſerin iſt geſtern nachmittag von Braunſchweig
in Kaſſel eingetroffen.
Das Befinden Paul Heyſes iſt hoffnungslos.
Der Maler Profeſſor Hubert von Herkomer iſt
in Budleigh Salterton (Devonſhire) am Dienstag abend
geſtorben.
In Petersburg ſind 70000 Arbeiter in den
Streik getreten.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7 und 8.
Die Lage in England.
— Die mit Spannung erwartete Unterhausſitzung
vom Montag hat, wie gemeldet, tatſächlich ein
über=
raſchendes Ergebnis gezeitigt, indem außer den
Gene=
ralen French und Ewart, Kriegsminiſter
Seely doch noch zurückgetreten iſt und den in dieſem
Augenblick wichtigen Poſten der Premierminiſter Asquith
ſelbſt übernommen hat. Die Stellung des Oberſten Seely
war eben eine unhaltbare geworden, die viel genannte
ſchriftliche Zuſicherung an die Offiziere war ein großer
Fehler, und wenn im erſten Moment trotzdem Asquith
das Demiſſionsgeſuch Seelys abgelehnt hatte, ſo zeigte
ſich doch im Verlaufe der nächſten Tage, daß es nicht
an=
gängig ſei, Seely noch länger im Kabinett zu halten,
zu=
mal die Offiziere im großen und ganzen von ihrem bisher.
eingenommenen Standpunkte nicht abwichen. Es läßt
ſich nicht leugnen, daß eine militäriſche Fronde beſteht,
und man wird Herrn Churchill beipflichten müſſen, wenn
er den Unioniſten die Schuld beimaß, die Stimmung in
einem Teil der Armee beeinflußt zu haben. Es ſſind
eigen=
artige Zuſtände, die ſich vor den Augen der ganzen Welt
offenbart haben, und es ſteht außer Frage, daß die
Vor=
kommniſſe von weittragender Bedeutung ſind. Zum
er=
ſten Male in der engliſchen Geſchichte hat es ſich wohl
er=
eignet, daß das Militär ſich gegen die Regierung auflehnt,
und wenn man jetzt der Sache ein anderes Mäntelchen
umzuhängen ſucht, ſo geſchieht dies lediglich, um nach
außen hin das Peinliche der Situation zu verdecken.
Frei=
lich wird es kaum gelingen, denn Tatſachen laſſen ſich
nicht aus der Welt ſchaffen.
Bezeichnend für die Lage iſt der Umſtand, daß
Asquith ſelbſt das Kriegsportefeuille
über=
nommen hat, um mit aller Energie die Autorität der
Re=
gierung aufrecht zu erhalten. Welche Folgen dieſer
tat=
kräftige Entſchluß des Premierminiſters für die
Ent=
wickelung der Homerulefrage und die Geſtaltung der
inne=
ren Verhältniſſe Englands haben wird, läßt ſich
gegen=
wärtig nicht beurteilen. Sicher jedoch iſt im Augenblick,
daß das Vorgehen Asquiths nach der perſönlichen Seite
hin ſehr ſympathiſch berühren muß; denn es zeigt ihn
be=
reit, mannhaft in die Breſche zu ſpringen, die die
Auf=
lehnung des iriſchen Offizierkorps in die Mauer
briti=
ſcher Parlamentsherrſchaft geriſſen hat. Asquith will
offenbar dieſe Breſche nicht notdürftig verkleiſtern,
ſon=
dern von Grund aus reparieren, und er leiſtet damit
ſei=
nem Lande keinen geringen Dienſt. Aber auch der
libe=
ralen Partei Englands kann es nur nützlich ſein, wenn
das liberale Kabinett unter der entſchloſſenen Leitung
ſeines Führers den üblen Eindruck beſeitigt, den die
ur=
ſprüngliche Nachgiebigkeit des Kriegsminiſters Seely
hervorrief. Indem Asquith zu dem kritiſchſten Zeitpunkte
den Poſten des Kriegsminiſters übernimmt, beweiſt er
nicht nur Energie, Mut und Selbſtvertrauen, ſondern
ſchafft ſich auch eine günſtige Gelegenheit zu einer
gewal=
tigen Steigerung ſeiner perſönlichen Autorität. Das
Er=
gebnis der Nachwahl, der Asquith ſich unterzieht, dürfte
erkennen laſſen, in welchem Maße Asquiths Entſchluß die
Stimmung der Wählerſchaft beeinflußt hat.
Die weitere Beratung des Unterhauſes
über die Homerule geſtaltete ſich ruhig. Sir Edward
Grey erklärte auf eine Anfrage, ob die proviſoriſche
Re=
gierung tatſächlich im Begriffe geweſen ſei, die
Verwal=
tung in Ulſter zu übernehmen, daß dies nicht eine
Her=
ausforderung gegen das Parlament in Dublin, ſondern
eine ſolche gegen das Reichsparlament geweſen wäre und
daß dann Gewalt hätte angewendet werden müſſen. Er
regt an, daß die Verhandlungen mit den Parteiführern
wieder aufgenommen werden ſollen, um zu ſehen, ob
eine Verſtändigung auf der Grundlage des
Föderativ=
ſyſtems vor Ablauf von ſechs Jahren vom 9. März ab
ge=
rechnet, erreicht werden könne.
Im Oberhauſe ſprach Curzon über den
Wi=
derſpruch in den Darſtellungen, die Morley und Churchill
über das Verhalten der Regierung, betreffend des
Me=
morandums gaben und meinte, das Memorandum ſtelle
die Politik der Regierung dar. Nur als unter den
Mi=
niſteriellen ein Aufruhr ausbrach, wurden die beiden
Pa=
ragraphen über Bord geworfen und Seely mußte
zurück=
treien. Eurzon drückte die Hoffnung aus, daß Morley
bleibe, und billigte das Verhalten Asquiths bei der
Ueber=
nahme des Kriegsminiſteriums. Er ſagte, das ſei ein
offener, kühner Schritt des Premierminiſters. Die
Ueber=
nahme des Kriegsminiſteriums durch Asquith würde
vor=
teilhaft für den Staat, weil er der Atmoſphäre der
ge=
heimnisvollen Ränkeſpinnerei ein Ende machen würde,
die jüngſt dort herrſchte. — Viscount Morley legte
dar, warum er nicht demiſſioniert habe. Er führte aus,
daß die erſte Demiſſion Seelys deswegen erfolgte, weil er
dem Memorandum zwei Paragraphen hinzuſügte, und
daß er ſelbſt, Morley, an der Verantwortung Seelys, da
er ihm dabei Beiſtand leiſtete, Anteil habe. Wenn, ſo
ſagte Morley, die erſte Demiſſion Seelys von Asquith
angenommen worden wäre, ſo wirde meine eigene
De=
miſſion gefolgt ſein, da ich an dieſen Unregelmäßigkeiten
Anteil hätte. Seely reichte nun zum zweiten Male ſeine
Demiſſion ein, damit es nicht ſchiene, als ob irgend ein
Miniſter der Krone ſich in einen Handek einließ.
Die weſentliche Tatſache iſt die, daß, als ich die beiden
Paragraphen ſah, ich nicht den Brief des Generals Gough
geſehen habe und durchaus nicht unterrichtet war, daß
da=
rin irgend ein Verſuch gemacht wurde, der Regierung
Bedingungen vorzuſchreiben. Seely ſpricht mich
aus=
brücklich von der Teilnahme daran frei, daß er das
Do=
kument als Antwort auf Gouahs Erſuchen abgeſandt
habe. — Lord Geheimſiegelbewahrer Marquis of Crewe
erklärte, Asiquith habe in ſeiner Eigenſchaft als
Kriegs=
miniſter den General Paget erſucht, nach London zu
kom=
men, um ihm perſönlich= Auskunft darüber zu geben, was
ſich bei der Unterredung zwiſchen ihm und ſeinen
Offi=
zieren ereignete.
Die Nationalliberalen.
* Unter dem Titel „Bahn frei!” ſchreibt die
Na=
tionalliberale Korreſpondenz zu den
Be=
ſchlüſſen des Zentralvorſtandes der Partei:
Die diesjährige Frühjahrstagung des
Zentralvor=
ſtandes der Nationalliberalen Partei bezeichnet einen
Markſtein in der Parteigeſchichte. Wer den
Stimmen unſerer offenen oder verſteckten Gegner, die das
Schickſal der Partei gerade jetzt wieder nicht düſter genug
malen konnten, Glauben geſchenkt hatte, der ſah ſich
freu=
dig enttäuſcht: der Wille, eine einige
geſchloſ=
ſene Partei zu bilden, hat nicht nur von Anfang bis
zu Ende die Beratungen beherrſcht, ſondern er iſt auch
zum ſichtbaren Ausdruck gekommen. Mit den
Sonder=
organiſationen ſoll Schluß gemacht werden,
das iſt der ſo gut wie einmütige Wille der
Vertrauens=
männer der Partei. Es iſt völlig falſch, dieſem Beſchluß,
der ſich aus der Ausſprache der Verhältniſſe in der Partei
faſt mit Naturnotwendigkeit herausſchälte ale Sieg oder
Niederlage der einen oder der anderen Richtung zu
be=
reichnen. Die Ausführungen Baſſermanns zur politiſchen
Lage haben klar erkennen laſſen, daß die Partei ſich nicht
länger den Lurus des Zwieſpaltes im eigenen Lager
leiſten darf, ſondern daß es notwendig iſt, die Reihen zu
ſchließen und die Steine des Anſtoßes, die
Sondergrup=
pen, zu beſeitigen. Der jungliberale Reichsverband hat
ſich, wie auch der Abgeordnete Baſſermann hervorgehoben
hat, um die Partei ſehr verdient gemacht; er hat in einer
Zeit, da der Nationalliberalismus in weiten Kreiſen
Bo=
den zu verlieren drohte, neues, blühendes Leben geweckt
und zur Erſtarkung der Partei viel beigetragen Da fällt
der Schritt zur Auflöſung des Verbandes ſicher nicht leicht.
Wenn er trotzdem gefordert wird, und zwar auch von
denen, die der Reichsſverband bisher zu ſeinen Freunden
rechnen durfte, ſo erhellt daraus, daß das Lebensintereſſe
der Geſamtpartei, das höher ſteht als das Intereſſe der
Sondergruppe, es gebietet. Es handelt ſich dabei nicht
um die Frage, ob der Reichsverband der nationalliberalen
Jugend als ſolcher der Partei dienlich iſt, vielmehr wird
lediglich aus der Tatſache heraus, daß das Beſtehen des
Verbandes Anlaß zum forigeſetzten Streit inerhald der
Partei gibt, und daß er die zweite Sondergruppe nach ſich
gezogen hat, die Konſezuenz gezogen. Fällt der
jung=
liberale Reichsverband, ſo fällt natürlich auch das
alt=
nationalliberale „Gegengewicht‟ Auch dem
altnational=
ſiberalen Reichsverband mag das Opfer nicht leicht
wer=
den. Trotzdem werden ſich die Beteiligten der Erkenntnis
nicht verſchließen, daß die Auflöſung der Gruppen das
ein=
zige Mittel iſt, um zum Frieden zu kommen und den Weg
zu poſitiver, fruchtbarer Arbeit frei zu machen.
Gegen den Beſchluß des Zentralvorſtandes der
Na=
tionalliberalen Partei ſpricht das parteiamtliche Organ
der badiſchen Nationalliberalen, die Badiſche
Lan=
deszeitung, große Bedenken aus.
Dadurch, daß die Jungliberalen eine beſtimmte
Selb=
ſtändigkeit im Rahmen der Partei gehabt hätten, hätten
ſie der Geſamtpartei beſonders gute Dienſte leiſten können.
Den Jungliberalen ſei es zu danken, daß wieder gewiſſe
Kreiſe und Geſellſchaftsſchichten der Partei =
urückgewon=
nen wurden, die drauf und dran waren, ſich ihr mehr und
mehr zu entfremden. Die Auflöſung des Jungliberalen
Reichsverbandes würde nach Anſicht der Badiſchen
Lan=
deszeitung die Geſamtpartei in ihrer Werbekraft
ſchwächen. Dabei würde die Auflöſung ſelbſt eine Fülle
von Schwierigkeiten und Verſtimmungen innerhalb den
Partei, vor allem in jungliberalen Kreiſen hervorruſen.
Der Reichsverband nationalliberaler
Jugendvereine ſelbſt läßt zu dem Beſchluß des
nationalliberalen Zentralvorſtandes, betr. die Auflöſung
der altnationalliberalen und jungliberalen Verbände, die
ablehnende Erklärung ſeines Vorſitzenden Dr.
Kauffmann veröffentlichen. Danach hat dieſer in der
Zen=
tralvorſtandsſitzung geſagt:
„Der Antrag Baſſermann und Genoſſen geht von
fal=
ſchen Vorausſetzungen aus. Der Altnationalliberale
Reichsverband verfolgt den Zweck, programmatiſch auf die
Nationalliberale Partei einzuwirken, der Reichsverband
der Vereine nationalliberaler Jugend verfolgt ſolchen
Zweck nicht! Er gilt nur der Heranziehung der Jugend
zu den Reihen der Nationalliberalen Partei. Der
Alt=
nationalliberale Reichsverband wirkt ferner im
weſent=
lichen nicht öffentlich, während der Reichsverband der
Ver=
eine nationalliberaler Jugend immer ſeine Tätigkeit der
Geſamtpartei ofſen gelegt hat. Der Antrag Baſſermann
und Genoſſen ſucht aber gan= unvergleichbare Punkte auf
einen Nenner zu bringen. Meine Freunde müſſen daher
erklären, daß ſie den Antrag zur Behebung der beſtehenden
Meinungsverſchiedenheit in der Partei nicht für geeignet
erachten und ihn daher ablehnen.”
Deutſches Reich.
— Regierung und Reichstag. Wie eine
par=
lamentariſche Korreſpondenz behauptet, hat ſich die
Re=
gierung bereits dahin entſchieden, den Reichstag diesmal
nicht wieder über den Sommer zu vertagen, ſondern die
bereits 2¼4 Jahre dauernde Seſſion zu ſchließen. Im
Jahre 1913 und zu Beginn dieſes Jahres ſind dem
Reichs=
tage verſchiedene wichtige Vorlagen vorgelegt worden,
wie das Petroleummonopolgeſetz, das
Jugendgerichts=
geſetz, das Konkurrenzklauſelgeſetz, das
Sonntagsruhe=
geſetz, das Spionagegeſetz, der Entwurf über die
Errich=
tung eines Kolonialgerichtshofes, der Entwurf über die
Neuordnung der Zeugen= und Sachverſtändigengebühren,
das Luftverkehrsgeſetz, eine Novelle zum
Militärſtraf=
geſetzbuch uſw. Außerdem ſind entſprechend den
Wün=
ſchen des Reichstags Novellen zur Gewerbeordnung
ein=
gebracht worden, die die Verhältniſſe auf dem Gebiete
der Wanderlager, des Hauſierhandels, des
Gaſtwirts=
gewerbes, der Kinematographentheater und der
Schund=
literatur reformieren ſollen. Mit zwei Ausnahmen liegen
alle dieſe Entwürfe dem Reichstage ſeit langen Monaten
vor, der Reichstag aber hat ſich mit der Erledigung der
vorgelegten Entwürfe keineswegs ſehr beeilt. Bei einigen
dieſer Vorlagen haben ſich während der
Kommiſſions=
beratung Differenzen zwiſchen Abgeordneten und der
Re=
gierung ergeben, ſie ſind teilweiſe ſo ſchwerwiegend, daß
die Regierung ſich, wie beim Konkurrenzklauſelgeſetz und
der Novelle zum Militärſtrafgeſetzbuch, genötigt ſah, den
Beſchlüſſen der Kommiſſion ihr „Unannehmbar”
entgegen=
zuſetzen. Bis Pfingſten wäre es immerhin vielleicht noch
möglich, einen Ausgleich zu finden. Gelingt es bis dahin
nicht, ſo iſt auch nicht zu erwarten, daß die Verſtändigung
im November leichter ſein würde. Es ſei denn, daß
wirk=
lich einzelne Parteien des Reichstags, wie hier und da
angenommen wird, durch die Verſchleppung der Arbeiten
auf die Regierung einen Druck ausüben wollen, um die
ſchon einmal vom Bundesrat abgelehnte Ausdehnung der
Freifahrkarten auf die ganze Legislaturperiode zu
erzwin=
gen. Freilich wäre dabei Vorausſetzung, daß ein
ſol=
cher Druck bei der Regierung Geneigtheit zum
Entgegen=
kommen erzeugt und nicht vielmehr, was uns das
Wahr=
ſcheinlichere dünkt, ihren Widerſtand verſchärft. Der Schluß
der Seſſion ohne Gewährung der Freifahrkarten würde
zeigen, daß die Regierung willens iſt, den Knoten zu
durchhauen.
— Das Petroleummonopol und die
Ver=
einigten Staaten. Zu der Meldung aus
Waſhing=
ton über die dem amerikaniſchen Botſchafter in Berlin
er=
teilte Weiſung betreffs der deutſchen Petroleummonopol=
Vorlage wird auf Erkundigung beſtätigt, daß der
ameri=
kaniſche Botſchafter vor einigen Tagen beim Auswärtigen
Amte einen Schritt in Sachen des Petroleummonopol=
Ge=
ſetzentwurfs getan hat. Der Botſchafter hat ſich darauf
be=
ſchränkt, um Auskunft über gewiſſe Beſtimmungen des
Geſetzentwurfs zu bitten. Ein Einſpruch iſt nicht erhoben
worden.
Die katholiſchen Orden in Sachſen.
In der Erſten ſächſiſchen Kammer griff Graf Schönburg
Nummer 92.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. April 1914.
(Glauchau) die Nationalliberalen ſcharf an, weil ſie in der
Zweiten Kammer die Tätigkeit der in Sachſen verbotenen
katholiſchen Orden ans Licht zogen. Der Graf behauptete
die Katholiken ſtänden in Sachſen unter einem
Ausnahme=
geſetz. Der Kultusminiſter wies dieſen ungerechtfertigten
Angriff zurück. Die katholiſche Kirche werde in Sachſen
ſtreng objektiv und wohlwollend behandelt. Die
Ent=
rüſtung des Grafen Schönburg werde im ganzen Lande
nicht geteilt, man ſei im Gegenteil den Nationalliberalen
ſehr dankbar, daß ſie auf das ſtändige Vordringen der
katholiſchen Orden in Sachſen die öffentliche
Aufmerkſam=
keit lenkten.
Aus den Kolonien.
Das Miſchlingsweſen in den deutſchen
Kolonien. Nach den Angaben des amtlichen
Jahres=
berichts des Reichskolonialamtes iſt das
Miſchlingsele=
ment unter allen deutſchen Kolonien auf Samoa am
ſtärk=
ſten vertreten. Auf 557 Weiße kommen dort nicht weniger
als 1025 Miſchlinge, alſo faſt auf jeden Weißen zwer
Miſchlinge. Sehr groß iſt auch die Zahl der Miſchlinge
in dem kleinen Togo, wo am 1. Januar 1913 bei 368
Wei=
ßen 263 Miſchlinge gezählt wurden. An dritter Stelle
ſteht Deutſch=Neu=Guinea; infolge der dort noch immer
recht ſeltenen deutſchen Hausfrau kamen dort auf 1427
Weiße 281 Miſchlinge. Eine recht erhebliche Rolle, die
auch politiſch ins Gewicht fällt, ſpielt das
Miſchlingsele=
ment in Deutſch=Südweſtafrika. Ganz abgeſehen von der
3301 Köpfe ſtarken ſogenannten Baſtardraſſe wurden dort
nicht weniger als 1746 Miſchlinge gezählt, während ſich
die weiße Bevölkerung einſchließlich der Schutztruppe auf
14830 Seelen ſtellt. In Kamerun wurden bei 1871
Euro=
päern 110 Miſchlinge gezählt. Die geringſte Vermiſchung
mit der eingeborenen Raſſe zeigte das Deutſchtum in
Oſt=
afrika, wo auf eine Koloniſtenbevölkerung von 5336
See=
len nur 114 Miſchlinge kommen. Rechtsgültige Miſchehen
zwiſchen Angehörigen der weißen und der farbigen Raſſe
beſtanden am 1. Januar 1913 auf Samoa 76, in Deutſch=
Südweſtafrika 46 und auf Neu=Guinea 17. In Oſtafrika,
Kamerun und Togo beſteht keine Miſchehe.
Ausland.
Frankreich.
Die Beratung der Steuervorlage. In
der Kammer brachte der Deputierte Modeſte Leroy einen
Antrag ein, in dem die Kammer aufgefordert wird, die
Abſtimmung über das Budget ſofort zu beenden, weil es
unmöglich ſei, den Geſetzentwurf, betr. die Aenderung des
Steuerſyſtems, vor beiden Kammern zu beenden. Dubois
brachte einen neuen Antrag ein, die Beratung über die
Steuervorlage bald nach der Abſtimmung über das
Fi=
nanzgeſetz zu vertagen. Der Antrag Dubois, der von dem
Finanzminiſter Renoult bekämpft wurde, wurde mit 340
gegen 155 Stimmen abgelehnt. Miniſterpräſident
Dou=
merque bekämpfte den Antrag Modeſte Leroy und erklärte,
die Kammer habe die Möglichkeit, die Steuerreform
durch=
zuführen. Die Regierung werde die Verantwortung nicht
übernehmen, zuzuſehen, daß die Kammer hierauf
ver=
zichte. Alsdann wurde die von der Regierung verlangte
Aufrechterhaltung der Tagesordnung mit 334 gegen 159
Stimmen angenommen und die Sitzung darauf geſchloſſen.
Konflikt im Rochette=Ausſchuß. In der
Dienstag=Sitzung des Rochette=Ausſchuſſes ſetzten es die
ſozialiſtiſch=radikalen Mitglieder durch, daß der am
Mon=
tag entſprechend dem Vorſchlag von Jaurés angenommene
Abſatz der Schlußfolgerungen, in welchem auf den von
Monis und Caillaux ausgeübten „bedauerlichen und
miß=
bräuchlichen Einfluß” hengewieſen wird, einer neuerlichen
Erörterung unterzogen wird. Nach lebhafter Debatte
ſprach ſich der Ausſchuß mit 11 gegen 8 Stimmen für die
Streichung dieſer Stelle aus. Jaurés erklärte darauf, daß
er unter dieſen Umſtänden den Vorſitz nicht weiter führen
könne, und gab ſeine Demiſſion. Dieſer Entſchluß
ver=
urſachte eine lebhafte Erregung. Die radikal=ſozialiſtiſche
Mehrheit des Ausſchuſſes erklärte ſich darauf bereit, das
abgegebene Votum zurückzuziehen, und genehmigte ſodann
den die Rolle der ehemaligen Miniſter Monis und
Cail=
laux kennzeichenden Abſatz. Jaurés ließ ſich darauf
her=
bei, von neuem den Präſidentenſitz einzunehmen. — Wie
in den Wandelgängen der Kammer verlautet, wurde von
der ſozialiſtiſch=radikalen Mehrheit des Ausſchuſſes
be=
ſchloſſen, daß in die der Kammer vorzulegenden
Schluß=
folgerungen auch ein Abſatz aufgenommen werde, welcher
die Haltung von Barthou in ähnlicher Weiſe kritiſiert
wie bei Monis und Caillaux.
Die Kammerwahlen. Das Amtsblatt
ver=
öffentlicht den Erlaß über die für den 26. Anpril
anbe=
raumten allgemeinen Kammerwahlen und den für den
10. Mai feſtgeſetzten zweiten Wahlgang. Mehrere
regierungsfeindliche Blätter weiſen bei dieſer Gelegenheit
nochmals darauf hin, daß die Kammerwahlen ſtattfinden
verden, bevor noch das Parlament das Budget für das
laufende Jahr erledigt habe. Der Deputierte und
ehe=
malige Miniſter Laneſſen, ein Anhänger des Briandſchen
Verbandes der Linken, ſchreibt im Siécle: Dieſes in der
Geſchichte der dritten Republik und vielleicht in der
gan=
zen Parlamentsgeſchichte einzig daſtehende Vorkommnis
iſt der republikaniſchen Mehrheit und dem Miniſterium
Doumergue zuzuſchreiben. Die Republikaner und deren
Regierung haben mit ihren eigenen Händen die furchtbarſte
Waffe geſchmiedet, welche die Feinde der Republik jemals
beſeſſen haben. Ein ſchwererer Fehler konnte überhaupt
icht gemacht werden.
Rußland.
Die Epidemie unter den Arbbeitern
Rigas. Die Reichsduma verhandelte über die Zulaſſung
der Interpellation über die Untätigkeit der Fabriken=
In=
ſpektion gegenüber der Verwaltung der Fabrik von
Pro=
vodnik in Riga. Der Direktor des Induſtriedepartements
Falinsky verbreitete ſich im längeren über die amtlichen
Ergebniſſe, betr. die geheimnisvolle Epidemie unter der
Arbeiterſchaft Rigas. Eine kritiſche Ueberprüfung laſſe
den Schluß auf das Vorhandenſein zweier Gruppen unter
den ausſchließlich weiblichen Kranken zu, deren erſte eine
Vergiftung vermuten laſſe und deren zweite nach dem
Gutachten von Spezialärzten unſtreitig auf den Fall
epi=
demiſcher Hyſterie hinweiſe. Falinsky drückte die Anſicht
aus, daßl die Epidemie durch die ſehr übertriebenen
Dar=
ſtellungen, die von der Preſſe verbreitet worden ſind, an
Ausbreitung gewonnen habe. Nach den heftigen Reden
mehrerer Sozialiſten ergriff Falinsky nochmals das WWort
um namens der Regierung zu erklären: Was auch immer
der Ausgang der Sache ſein mag, unſere gegenwärtige
Regierung wird energiſch in der Aufklärung der
Ange=
legenheit fortfahren. Die Behörde befaßte ſich bereits
damit, und die Reſultate werden, ſobald ſolche erzielt ſind,
der Duma vorgelegt werden. Die Reichsduma verſchob
die Debatte bis nach Eingang der endgültigen Antwort
des Miniſteriums.
Balkanſtadten.
Die Politik Serbiens auf dem Balkan.
Das Serbiſche Preſſebureau verbreitet aus der Rede des
Miniſterpräſidenten in der Skupſchtina noch folgendes:
Der Standpunkt der Finanzpolitik der Regierung
gegenüber Albanien hat ſich nicht geändert. Die
Verhält=
niſſe ſind in Albanien noch nicht geordnet; ſeine neue
Regierung ſieht ſich vor der Aufgabe, ſie ſobald als
mög=
lich zu ordnen. Sonſt würde ſich die gegenwärtige
Re=
gierungsform Albaniens, die man für die beſte hält,
bloß=
ſtellen. Die ſerbiſche Regierung iſt von dem Wunſche
ge=
lleitet, den Frieden auf dem Balkan zu erhalten. Nach
ſo großen Opfern, in die das ſerbiſche Volk eingewilligt
hat, ſchreiben die Lebensintereſſen Serbiens es der
ſerbi=
ſchen Regierung vor, für die Erhaltung des Friedens auf
dem Balkan zu wirken. Die Grundlage der ſerbiſchen
Politik iſt durch die großen hiſtoriſchen Ereigniſſe
ge=
ſchaffen, die ſich auf dem Balkan abgeſpielt haben, und
durch die Tatſache, daß die vier Staaten Serbien,
Monte=
negro, Griechenland und Rumänien ſich ſolidariſch
ver=
einigt haben, um gegen die Vorherrſchaft eines Staates
auf dem Balkan zu kämpfen. Die ſerbiſche Regierung
wünſcht, ebenſo wie die Regierungen dieſer Staaten, die
den Frieden ron Bukareſt geſchloſſen haben, daß dieſer
Friede gegen jeden Angriff geſchützt werde. Bei einer
ſol=
chen Politik werde Serbien ſtets auf die Unterſtützung
ſeiner Bundesgenoſſen zählen und auf das Einverſtändnis
mit Rumänien. Wie die rumäniſche Regierung, ſo ſeit
auch Serbien bereit, die durch den Frieden von Bukareſt
geſchaffene Lage zu ſchützen. In dieſer Richtung könne die
ſerbiſche Politik auf die Sympathie und die politiſche
Unterſtützung jedes dieſer Staaten rechnen, die die
gegen=
wärtige Lage erhalten zu ſehen wünſchten. Es ſei Pflicht
der ſerbiſchen Politik, dieſe Beziehungen und Ententen
fortzuſetzen, zu kräftigen und zu pflegen. Serbien müſſe
auf der Hut ſein gegen jeden Verſuch, ſeine Beziehungen
zu dieſen Staaten zu untergraben, da auf dieſen
Verbin=
dungen die Macht ſeiner gegenwärtigen Stellung beruhe,
Das Budget Bulgariens. Der bulgariſche
Miniſterrat hat das diesjährige Budget mit 245 Millionen
Francs feſtgeſetzt, alſo um 55 Millionen höher als das
vorjährige Budget. Auf das Kriegsminiſterium fallen
hiervon 54 Millionen.
Die Zurückziehung der griechiſchen
Trup=
pen aus Epirus. Der griechiſche Miniſter des Aeußern
Streit hat den Mächten zur Kenntnis gebracht, daß die
griechiſche Regierung bereits ſeit einigen Tagen ihren
Truppen Befehl erteilt habe, ſich zu konzentrieren und zur
Räumung der umſtrittenen Gebiete von Epirus bereit zu
halten. Da die Friſt bald abgelaufen ſei, würde die
grie=
chiſche Regierung im Intereſſe der Aufrechterhaltung der
Ordnung in den oben genannten Gebieten und zur
Be=
ruhigung der griechiſchen Bevölkerungsteile gern die
An=
ſichten der Mächte kennen lernen über die Zweckmäßigkeit,
den griechiſchen Truppen ſofort den Befehl zum Rückzuge
zu geben, bevor noch die Antwort auf die griechiſche Note
vom 8./21. Februar erfolgt ſei und ſolange noch die
Ver=
handlungen zwiſchen der albaneſiſchen Regierung und
dem Präſidenten der epirotiſchen Republik Zographos
ſchwebten.
Aus Albanien. Zwiſchen der albaniſchen
Re=
gierung und dem holländiſchen Major Thomſon, der
ſei=
nerzeit vom Fürſten zum außerordentlichen
General=
bevollmächtigten für Koritza und Argyro Caſtro ernannt
wurde und der auch nach dem Epirus abgegangen iſt, ſind
in der letzten Zeit in der Behandlung der Epirusfrage
Meinungsverſchiedenheiten aufgetaucht. Es beſteht jedoch
die Hoffnung, daß die Differenzen bald geſchlichtet
wer=
den und Thomſon, deſſen wertvolles Organiſationstalent
vereits in Valona Hervorragendes geleiſtet hat, Albanien
erhalten bleibt.
Türkei.
Die 250=Millionen=Anleihe. Nach einen
Blättermeldung aus Konſtantinopel habe Dſchavid Bey
aus Paris telegraphiert, daß die Ausgabe der 500=
Mil=
lionen=Anleihe zwiſchen dem 20. und 25. April zu einem
Kurſe von 85 bis 86 Prozent erfolgen werde. Die Anleihe
werde in 40 Jahren zurückzahlbar ſein. Etwa 225
Mil=
lionen würden zur Bezahlung der in Form von
Schatz=
ſcheinen gewährten Vorſchüſſe und 90 Millionen für den
Bau der franzöſiſchen Unternehmern zugeſtandenen
klein=
rſiatiſchen Bahn verwendet werden.
Vereinigte Staaten.
Die Panamakanalvorlage. Die Tribünen
des Repräſentantenhauſes waren am Dienstag in
Er=
wartung der Schlußreden über die Bill, betr. Aufhebung
der Ausnahmeklauſel der Panamakanalvorlage, gedrängt
voll. Der Sprecher Clark hielt eine leidenſchaftlich
be=
wegte Rede gegen die Aufhebung, in der er darauf
hin=
wies, daß es zunächſt beſſer ſein würde, die
unterſchied=
liche Behandlung für die Dauer von zwei Jahren
außtzu=
heben. Er betonte ferner, daß die Aufhebung praktiſch
das Aufgeben der Monroedoktrin bedeuten würde. Nach
einer ſpäteren Meldung wurde die Vorlage, betr. die
Aufhebung der Zollklauſel für die Schiffahrt im
Panama=
kanal vom Repräſentantenhauſe mit 248 gegen 162
Stim=
men angenommen.
Ching.
Die neue Eiſenbahn. Bezüglich der der
Bri=
tiſh Chineſe Corporation Lim. erteilten
Eiſenbahngeneh=
migung wird noch gemeldet: Die Eiſenbahnlinie wird
durch ein ſehr reiches Land führen, in welchem es keine
beſonderen Schwierigkeiten für den Bau der Linie geben
dürfte. Die Bahn wird über Ningkwofu und Hweichow
Floras Frühlingsherolde
in unſeren Wäldern.
Von Joſeph Lößer.
Allenthalben wirkt die treibende Kraft des
erwachen=
den Frühlings, ſei es in den ſchwellenden Knoſpen, in den
heranwachſenden zarten Gräſern und Kräutern oder den
ſchon entwickelten Pflanzen und Blüten. Die
Laub=
bäume des Waldes bereiten ſich vor zur Entfaltung ihres
jungfräulichen Blätterſchmuckes, in ihren Zweigen tönen
ſchon die munteren Weiſen der gefiederten Sänger, die
noch vor kurzem bei Froſt und Schnee in bitterem
Nah=
rungsmangel ein traurig=ſtilles Daſein friſteten, ſoweit
ſie nicht vor dieſen Unbilden im Süden Schutz geſucht
hatten. Im Uebergang „von trüben, kalten Tagen, wo
Feld und Wald verödet lagen” zum Frühlingsweben der
Natur iſt unſer Gemüt für ihre Eindrücke beſonders
empfänglich. Es zieht uns hinaus in des Waldes Gründe,
wo die Sonne ihre milden Strahlen, noch unbehindert
von ihren Laubkronen, zur Erde ſendet, des Winters
Spuren mehr und mehr verſchwinden läßt und die
frühe=
ſten Kinder der Flora als Frühlingskünder über den mit
herbſtlichem Laubfall bedeckten Boden lockt. Dieſe haben
als etwas Neues nach der Eintönigkeit der winterlichen
Landſchaft für den Naturfreund einen beſonderen Reiz.
Noch ſind es wenige, an beſtimmte Stellen gebundene
Arten, aber um ſo deutlicher oder auffälliger heben ſie ſich
von ihrer Umgebung ab, um ſo mehr laden ſie zur
Er=
kundung ihres Weſens, der Vorgänge bei ihrem Werden
und Vergehen ein. Die bekannteſte der frühen
Waldblu=
men, ein Liebling der Frauen, iſt die oft über größere
Gebiete ſich ausbreitende Anemone, unter welchem
Namen ſie wohl bekannter iſt, als mit ihren deutſchen
Be=
zeichnungen Windröschen Buſch= oder Hain=Windröschen,
April= oder weiße Oſterblume. Anemone, vom griechiſchen
avepog (Wind) abgeleitet, bedeutet Windblume, weil ſie
ich mit ihren ſchlanken Stielen leicht im Winde hin und
her bewegt, nach anderen, weil ſie ſich angeblich nur im
Winde öffnet oder die Blüte leicht vom Winde entblättert
wird. Ihr botaniſcher Name iſt anemone nemorosa
(waldig, ſchattig). Die Pflanze (Staude) mit ihren
zarten Blüten und ſchön geformten Blättern iſt nicht ganz
ſo harmlos, wie meiſtens angenommen wird, denn ihr
brennend ſchmeckender Saft verurſacht auf der Haut,
innerlich genommen, auch im Magen und Darmkanal,
Entzündungen. Das darin enthaltene flüchtige
Anemo=
nin (chemiſche Formel C., H O,, welches auch in der
durch ſchöne dunkelviolette Glockenblüten ſich
auszeichnen=
den giftigen Kuhſchelle (kleinen Küchenſchelle, pulsatilla
prattensis) borkommt und daher auch Pulſatillenkampfer
genannt wird, wurde übrigens früher als Heilmittel,
namentlich bei Keuchhuſten, angewendet. Wie ſo oft in
den Erzeugniſſen der Natur, ſind alſo in dieſen
Früh=
lingsblumen ſchädigende und heilſame Kräfte vereint,
deren poetiſcher Betrachtung ſich Pater Lorenzo in
Shake=
ſpeares „Romeo und Julia” mit folgenden Worten
hin=
gibt:
Wie mächt’ge Kräfte ruhen in dem Stein,
In Pflanze, Kraut, und wirken zaubkriſch ein!
Nichts iſt ſo ſchlecht, was nur erzeugt die Erde,
Daß es ihr nützlich nicht und heilſam werde.
Nichts iſt ſo gut, daß es urſprünglich rein,
Wenn mißbraucht, nicht verderblich könnte ſein.
Wer dächte, daß in dieſes Blümchens Rinde
Sich Gift mit Arzenei vereinigt finde?
Wie zeugen dieſe Verſe und viele andere Stellen in
den Dramen des großen Briten von ſeinem regen Sinne,
tiefen Verſtändnis und feinen Empfinden für die
Pflan=
zenwelt, welche die landſchaftlich ſchöne Umgebung
ſei=
ner Heimat ihm in reicher Abwechſelung bot.
Verfolgen wir nun die Anemone, einen der erſten
Frühlingsherolde, in ihrem Erſcheinen, ihrer Entwicke=
lung und ihrem kurzen Blütendaſein im Walde oder am
angrenzenden Wieſenrande weiter. Am Trieb mit nur
einer Blüte kommen in gleicher Höhe (quirlartig) an
Stielen drei Bläter heraus, die wieder handförmig in drei
mit Einſchnitten verſehene, am Rande geſägte Blättchen
geteilt ſind; es ſind ſogen. Hüllblätter, weil ſie die
ſchon unter der Erde entwickelten Blütenknoſpen dort
ſchützend umhüllten. Von den Hüllblättern aufwärts iſt
der Blütenſtiel zu rechnen; er bildet die Fortſetzung des
Schaftes. Ein dem Hüllblatt ähnliches Laubblatt
er=
ſcheint in der Regel an langem Stiel neben dem
Blüten=
trieb, kann aber auch fehlen oder ganz für ſich kommen.
Die Blüte beſteht aus 6, manchmal auch aus 7 weißen
Blättchen, außen oft zart rötlich oder violett verwaſchen
— ein Kelch fehlt, ſo daß nur eine einfache Blütenhülle
(Perigon) vorhanden iſt — zahlreichen weißen
Staub=
fäden mit gelben Staubbeuteln, die den Blütenſtaub
ab=
geben, und dem in der Mitte auf etwas erhabenem
Blü=
tenboden ſtehenden weiblichen Blütenteil. Letzterer wird
von vielen zierlichen, hellgrünen Stempelchen gebildet, je
mit Fruchtknoten, Griffel und Narbe. Sie ſtellen ſich zu einem
Köpfchen mit vielen Vorſprüngen zuſammen und bieten ſo
den beſuchenden Inſekten eine geeignete Anſatzſtelle. Unſer
Blümchen entbehrt zwar des Nektars (Honigs), aber es
bietet ihnen reichlich Nahrung an Blütenſtaub und lockt
ſie durch ſeine verſchiedenartige Färbung und Größe. Es
erfolgt durch ſolche beſuchenden Inſekten auch die
Be=
ſtäubung der Narben, von der die Bildung eines Samens
im Fruchtknoten abhängt, welcher, da er von deren Hülle,
der Fruchtſchale, eingeſchloſſen bleibt, eine ſogen.
Schließ=
frucht bildet. Aber zur Zeit, wo die Anemone ihre Blüte
entfaltet, ſchon im März, wenn der Wald noch ziemlich
kahl iſt, ſind die Inſekten, namentlich die Bienen, noch
ſpärlich vertreten. Für die Vermittelung der Beſtäubung
mit nachfolgender Befruchtung, alſo für die Fortpflanzung
der Art mit Samen, iſt demnach die Sachlage nicht
be=
ſonders günſtig. Dafür hat aber die Natur
ausreichen=
den Erſatz geſchaffen. Die Anemone beſitzt nämlich, nicht
Nummer 92.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. April 1914.
Seite 3.
führen. Es ſollen Vorkehrungen getroffen werden, um
eine Verbindung entweder mit Hongtſchow oder mit
Schanghai herzuſtellen. Die Eiſenbahn wird ebenfalls
die Gebiete von Wanchong und Wuſchang berühren,
wo=
durch ſich eine Geſamtlänge von 1000 Meilen ergeben
wird. Zur Beſtreitung der Baukoſten wird eine
fünf=
prozentige Anleihe in Höhe von acht Millionen Pfund
Sterling benötigt, die in 45 Jahren zu tilgen iſt. Als
Sicherheit für dieſe Anleihe wird eine Hypothek auf die
Eiſenbahn und deren Einkommen aufgenommen werden,
die ſeitens der chineſiſchen Staatsregierung garantiert
wird. Weiter wurde vereinbart, daß als Cheſingenieur,
Verwalter und als Verkehrsdirektor Engländer beſtimmt
werden. Ebenſo wird das Bahnbaumaterial aus
Eng=
land bezogen werden.
** Zu der bevorſtehenden Reiſe des bul
gariſchen Zarenpaares nach den
Vereinig=
en Staaten bringen amerikaniſche Blätter Nachrichten,
die in Amerika mit Eifer diskutiert werden. Im
Vorder=
grund des Intereſſes ſteht der Beſuch der Zarin, die im
Mai in New=York eintreffen ſoll und eine Rundreiſe durch
das Land antreten wird Die Gründe dieſer Reiſe geben
den Amerikanern Anlaß zu mannigfachen Erörterungen.
Es iſt bekannt, daß die Königin den bulgariſchen
Kom=
miſſar für die Weltausſtellung von San Franzisko Mr.
C. B. Brown fragen ließ, ob er gleichſam als ihr
Reiſe=
marſchall und Agent während der Rundfahrt wirken
könne. Die Königin erklärte bei dieſer Gelegenheit, der
Zweck ihrer Amerikafahrt ſei es, die Märchen von
bul=
gariſchen Grauſamkeiten während des Balkankrieges zu
zerſtören und die Sympathien der Amerikaner für die
Bulgaren zu gewinnen. In den Vereinigten Staaten
und in Kanada leben insgeſamt nur etwa 30000 Bulgaren.
In Amerika glaubt man, daß die Reiſe der Königin andere
Zwecke verfolge und daß Bulgarien den Wunſch hege, in
den Vereinigten Staaten eine große Anleihe aufzunehmen,
zu der eine Amerikareiſe der Königin den Boden ebnen
würde Jedenfalls wird die Königin in einer Reihe von
Verſammlungen das Wort ergreifen und dabei über den
Kulturſtand Bulgariens ſprechen. Angeblich wird der
bulgariſche Finanzminiſter die Königin begleiten. Aus
dieſen abenteuerlichen amerikaniſchen Vermutungen ſpricht
man davon, daß die Zarin von Bulgarin als erſte Königin
öffentlich für das Wohl ihres Landes und ihres Volkes
auftritt und ihre Perſon rückhaltlos in den Dienſt ihres
Volkes ſtellt. Das Aufſehen, das der bulgariſche
Königs=
beſuch in Amerika macht, findet im übrigen auch ſeine
Er=
klärung darin, daß zum erſten Mal die Vereinigten
Staa=
ten den Beſuch eines europäiſchen Herrſchers oder einer
Herrſcherin empfangen. Bisher erſcheinen in der Liſte der
„königlichen Gäſte” der Vereinigten Staaten nur der
König Kalakaua von Hawai, der vor 40 Jahren die Union
bereiſte, und die Königin Kapiolani von Hawai, die beide
mit königlichen Ehren empfangen wurden. Als perſönliche
Gäſte des Präſidenten General Grand weilte 1876 Dom
Pedro von Braſilien mit ſeiner Gemahlin in Amerika,
ſeit=
dem jedoch ſind Königsbeſuche in den Vereinigten Staaten
nicht erfolgt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 2. April.
Ernennungen. Der Großherzog hat den
Regierungsaſſeſſor Karl Weber zu Worms zum
Kreis=
amtmann bei dem Kreisamte Worms und den
Finanz=
aſpiranten Albert Becker von Darmſtadt zum
Miniſterial=
regiſtrator in der Regiſtratur des Miniſteriums des
Innern ernannt. Der Großherzog hat weiter die
Oberrechnungsreviſoren bei der Oberrechnungskammer
Rechnungsräte Ludwig Schmitt, Georg Hoos, Georg
Ruch, Philipp Schaffner, Georg Moter und
Chriſtoph Wesp unter Belaſſung des Charakters als
Rechnungsrat zu Ober=Reviſoren bei der
Oberrechnungs=
kammer, den Miniſterialreviſor Wilhelm Merkel zu
Darmſtadt zum Miniſterialbuchhalter bei den Miniſterien
des Innern und der Juſtiz, den Finanzaſpiranten
Auguſt Keller aus Darmſtadt unter Verleihung des
Amtstitels „Miniſterialreviſor” zum Bureauaſſiſtenten
bei der Buchhaltung des Miniſteriums der Finanzen
und den Steueraufſeheraſpiranten Gefangenaufſeher Karl
Langgöns, z. Zt. in Wimpfen, zum Steueraufſeher
ernannt.
* Vom Oberverſicherungsamt. Der Großherzog hat
den Kreisamtmann Dr. Erich Kintſcher genannt
von Köbke zum Mitglied des Oberverſicherungsamtes
Darmſtadt unter Belaſſung des Amtstitels „
Kreisamt=
mann” ornannt.
* Von den Lehrer=Seminarien. Der Großherzog
hat am 29. März den Direktor des Lehrerſeminars zu
Alzey Dr. Karl Karg zum Direktor des Lehrerſeminars
zu Friedberg und den Kreisſchulinſpektor bei der
Kreis=
ſchulkommiſſion Darmſtadt Profeſſor Dr. Karl Frenzel
zum Direktor des Lehrerſeminars zu Alzey ernannt.
* Perſonalveränderungen an höheren Schulen. Der
Großherzog hat den Oberlehrer an der höheren
Bür=
gerſchule zu Dieburg Rektor Profeſſor Joſeph Diehl
zum Direktor der Realſchule und des Progymnaſiums zu
Dieburg, den Oberlehrer an der höheren Bürgerſchule zu
Langen Rektor Profeſſor Dr. Ludwig Schüz zum
Direk=
tor der Realſchule zu Langen, den Oberlehrer an der
höheren Bürgerſchule zu Neu=Iſenburg Rektor Profeſſor
Karl Zörb zum Direktor der Goetheſchule (Realſchule)
zu Neu=Iſenburg, den Oberlehrer an der höheren
Bürger=
ſchule zu Groß=Gerau Rektor Profeſſor Dr. Wilh.
Let=
termann zum Direktor der Realſchule zu Groß=Gerau,
den Oberlehrer an der Ernſt=Ludwigs=Schule zu Bad
Nau=
heim Rektor Profeſſor Dr. Karl Zimmer zum Direktor
der Ernſt=Ludwigs=Schule (Realſchule) zu Bad Nauheim
den Oberlehrer an der höheren Bürgerſchule zu Lauterbach
Rektor Profeſſor Heinrich Förmes zum Direktor der
Realſchule zu Lauterbach, den Oberlehrer an der höheren
Bürgerſchule zu Schotten Rektor Profeſſor Ludwig
Hertſch zum Direktor der Realſchule zu Schotten, den
Oberlehrer an der höheren Bürgerſchule zu Grünberg
Rek=
tor Wilhelm Angelberger unter Belaſſung des
Amts=
titels „Rektor” zum Oberlehrer an der Realſchule zu
Grün=
berg, die Oberlehrer an der höheren Bürgerſchule zu
Die=
burg: Adalbert Fecher, Max Halm, Jakob Malſy,
Dr. Johann Schwarz, Friedrich Feickert, Jakob
Rodrian, Karl Naumann zu Oberlehrern an der
Realſchule und dem Progymnaſium zu Dieburg, die
Ober=
lehrer an der höheren Bürgerſchule zu Langen: Profeſſor
Georg Wißmann, Jakob Müller, Dr. Eduard
Lan=
telme, Wilhelm Kolb zu Oberlehrern an der
Real=
ſchule zu Langen, die Oberlehrer an der höheren
Bürger=
ſchule zu Neu=Iſenburg: Profeſſor Karl Ottmann,
Hermann Wamſer, Adam Dörr zu Oberlehrern an der
Goetheſchule (Realſchule) zu Neu=Iſenburg, die Oberlehrer
an der höheren Bürgerſchule zu Groß=Gerau: Profeſſor
Wilhelm Walger, Konſtantin Schüler, Dr. Wilhelm
Heymann, Alexander Weide, Ludwig Colin zu
Oberlehrern an der Realſchule zu Groß=Gerau, die
Ober=
lehrer an der Ernſt=Ludwigs=Schule zu Bad Nauheim:
Profeſſor Adolf Pabſt, Dr. Reinhard Strecker, Jakob
Fuldner, Karl Unverzagt zu Oberlehrern an der
Ernſt=Ludwigs=Schule (Realſchule) zu Bad Nauheim, die
Oberlehrer an der höheren Bürgerſchule zu Lauterbach:
Profeſſor Berthold Weidig, Franz Como zu
Ober=
lehrern an der Realſchule zu Lauterbach, die Oberlehrer
an der höheren Bürgerſchule zu Schotten: Hugo Hahn,
Georg Zimmermann zu Oberlehrern an der
Real=
ſchule zu Schotten ernannt.
Der Großherzog hat dem Direktor des
Real=
gymnaſiums und der Oberrealſchule zu Gießen Geheimen
Schulrat Dr. Emil Rauſch auf ſein Nachſuchen unter
An=
erkennung ſeiner langjährigen treuen und erſprießlichen
Dienſte mit Wirkung vom 5. April 1914 in den Ruheſtand
verſetzt und ihm das Ehrenkreuz des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen verliehen; den Oberlehrer an
dem Ludwig=Georgs=Gymnaſium zu Darmſtadt Profeſſor
Dr. Auguſt Baur zum Direktor des Realgymnaſiums zu
Gießen und den Direktor der Realſchule zu Butzbach Dr.
Heinrich Schnell zum Direktor der Oberrealſchule zu
Gießen, beide mit Wirkung vom 5. April 1914, ernannt;
den Direktor der Taubſtummenanſtalt zu Bensheim Wilh.
Hemmes auf ſein Nachſuchen unter Anerkennung ſeiner
mehr als 50jährigen treuen und erſprießlichen Dienſte und
unter Verleihung des Charakters „Geheimer Schulrat” mit
Wirkung vom 20. April 1914 in den Ruheſtand verſetzt;
den vom Fürſten zu Iſenburg und Büdingen in Birſtein
für die Stelle eines Oberlehrers an der Oberrealſchule am
Stadthaus zu Offenbach präſentierten evangeliſchen
Pfarrer Dr. Eduard Becker zu Alsfeld für dieſe Stelle
mit Wirkung vom 20. April 1914 an beſtätigt.
Uebertragen wurde dem Pedellen an der
Ober=
realſchule zu Heppenheim Jakob Reuſchling die
Pe=
dellenſtelle an der Oberrealſchule zu Gießen mit Wirkung
om 5. April 1914 an.
Der Großherzog hat dem Kreisſchulinſpektor bei
der Kreisſchulkommiſſion Mainz Dr. Hermann Bach, dem
Oberlehrer an der Oberrealſchule am Friedrichsplatz zu
Offenbach Dr. Wilhelm Büttner, dem Oberlehrer an
der Realſchule und dem Progymnaſium zu Bingen Georg
Flach, dem Oberlehrer an dem Gymnaſium zu
Bens=
heim Franz Goehle, dem Oberlehrer an der
Viktoria=
ſchule und dem Lehrerinnenſeminar zu Darmſtadt Philipp
Gütlich, dem Oberlehrer an dem Realgymnaſium und
der Oberrealſchule zu Gießen Dr. Albert Klein, dem
Oberlehrer an dem Realgymnaſium und der
Oberreal=
ſchule zu Gießen Dr. Otto Knauß, dem Oberlehrer an
der Oberrealſchule zu Mainz Guſtav Köllner, dem
Oberlehrer an der Oberrealſchule am Stadthaus zu
Offen=
bach Wilhelm Noll, dem Oberlehrer an der
Viktoria=
ſchule und dem Lehrerinnenſeminar zu Darmſtadt Otfried
Prätorius, dem Oberlehrer an der Ludwigs=Obere
realſchule Darmſtadt Karl Rothermel, dem
Ober=
ehrer an dem Gymnaſium Fridericianum zu Laubach
Lud=
wig Weißbart, dem Oberlehrer an der Realſchule zu
Butzbach Dr. Ferdinand Werner den Charakter als
Profeſſor erteilt.
* Schulperſonalien. Ernannt wurden: der Lehrer an
der Ernſt=Ludwigs=Schule zu Bad Nauheim Karl
Ben=
ner zum Reallehrer an der Ernſt=Ludwigs=Schule (
Real=
chule) zu Bad Nauheim, der Lehrer an der höheren
Bür=
gerſchule zu Schotten Jakob Buß zum Reallehrer an der
Realſchule zu Schotten, der Lehrer an der höheren
Bür=
gerſchule zu Lauterbach Georg Decker zum Reallehrer
an der Realſchule zu Lauterbach, der Lehrer an der höheren
Bürgerſchule zu Langen Jakob Erckmann zum
Real=
lehrer an der Realſchule zu Langen, der Lehrer an der
höheren Bürgerſchule zu Dieburg Karl Germann zum
Reallehrer an der Realſchule und dem Progymnaſium zu
Dieburg, der Lehrer an der höheren Bürgerſchule zu
Lan=
gen Karl Haas zum Reallehrer an der Realſchule zu
Langen, der Lehrer an der höheren Bürgerſchule zu
Schot=
ten Emil Hitz zum Reallehrer an der Realſchule zu
Schotten, der Lehrer an der höheren Bürgerſchule zu
Lau=
terbach Adam Kadel zum Reallehrer an der Realſchule
zu Lauterbach, der Lehrer an der höheren Bürgerſchule zu
Dieburg Chriſtian Matthias Keller zum Reallehrer an
der Realſchule und dem Progymnaſium zu Dieburg, der
Lehrer an der höheren Bürgerſchule zu Grünberg Rudolf
Kohlbach zum Reallehrer an der Realſchule zu
Grün=
berg, der Lehrer an der Goetheſchule zu Neu=Iſenburg
Georg Lampert zum Reallehrer an der Goetheſchule
(Realſchule) zu Neu=Iſenburg, der Lehrer an der
Goethe=
ſchule zu Neu=Iſenburg Georg Landmann zum
Real=
lehrer an der Goetheſchule (Realſchule) zu Neu=Iſenburg,
der Lehrer an der höheren Bürgerſchule zu Grünberg Otto
Müller zum Reallehrer an der Realſchule zu Grünberg,
der Lehrer an der höheren Bürgerſchule zu Groß=Gerau
Georg Schaffnit zum Reallehrer an der Realſchule zu
Groß=Gerau, der Lehrer an der höheren Bürgerſchule zu
Langen Heinrich Schlapp zum Reallehrer an der
Real=
ſchule zu Langen, der Lehrer an der höheren Bürgerſchule
zu Groß=Gerau Simon Schwarz zum Reallehrer an
der Realſchule zu Groß=Gerau, der Lehrer an der Ernſt=
Ludwigs=Schule zu Bad Nauheim Adolf Staubach
zum Reallehrer an der Ernſt=Ludwigs=Schule (Realſchule)
zu Bad Nauheim, der Lehrer an der höheren Bürgerſchule
zu Groß=Geran Auguſt Winter zum Reallehrer an der
Realſchule zu Groß=Gerau, der Lehrer an der Goetheſchule
zu Neu=Iſenburg Friedrich Zinßer zum Reallehrer an
der Goetheſchule (Realſchule) zu Neu=Iſenburg, ſämtlich
unter Belaſſung in der Kategorie der Volksſchullehrer und
mit Wirkung vom 1. April 1914 an.
Durch Entſchließung Großh. Miniſteriums des Innern
wurden die Lehramtsreferendare Peter Ahlheim zu
Worms, Heinrich Baſt zu Friedberg, Dr. Friedrich
Bek=
ker zu Offenbach, Karl Dahmer und Dr. Fritz Fiſcher
zu Gießen, Friedrich Gallei zu Mainz, Karl Gärtner
ind Wilhelm Geiſt zu Darmſtadt, Karl Gräber zu
Offenbach, Karl Henkel zu Grünberg, Heinrich Jung
zu Pfungſtadt, Dr. Hans Keym zu Alzey, Heinrich Koch
zu Darmſtadt, Hermann Nick zu Gießen, Theodor
Pe=
terſen und Dr. Wilhelm Pfannkuchen zu
Darm=
ſtadt, Heinrich Pieroth zu Wyk=Föhr, Dr. Friedrich
Roemheld zu Bensheim, Joſeph Schneider zu
Friedberg, Hermann Schott zu Darmſtadt, Dr. Ludwig
Schuſter zu Offenbach, Ernſt Sinn zu Mainz,
Wil=
helm Stroh zu Gernsheim und Dr. Paul Wolkewitz
zu Mainz zu Lehramtsaſſeſſoren ernannt.
* Erledigt ſind: Eine mit einem katholiſchen
Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle an der Volksſchule zu
Obertshauſen, Kreis Offenbach. — Die mit
einem katholiſchen Lehrer zu beſetzende erſte
Lehrer=
ſtelle an der Volksſchule zu Ober=Abtſteinach, Kreis
Heppenheim. Mit der Stelle iſt Organiſtendienſt
ver=
bunden. Die Präſentation für dieſelbe ſteht dem
katho=
liſchen Pfarrer zu Ober=Abtſteinach, ſowie den
Orts=
vorſtänden zu Ober=Abtſteinach, Unter=Abtſteinach, Tröſel,
Unter=Flockenbach, Gorxheim, Löhrbach und
Macken=
heim zu.
* Juſtizperſonalien. Der Großherzog hat den
Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Darmſtadt I Geh.
Juſtizrat Dr. Hermann Lahr, den Oberamtsrichter bei
dem Amtsgericht Offenbach Geh. Juſtizrat Karl
Land=
mann, den Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen
Geh. Juſtizrat Heinrich Gebhardt, den Oberamtsrichter
bei dem Amtsgericht Mainz Geh. Juſtizrat Ludwig
Neundörfer und den Oberamtsrichter bei dem
Amts=
gericht Worms Geh. Juſtizrat Dr. Franz Metzler zu
Amtsgerichtsdirektoren bei den genannten Gerichten
er=
nannt.
Ernannt wurden: Der Aktuariatsaſſiſtent bei dem
Amtsgericht Wöllſtein Georg Hoffeller in Darmſtadt
zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht
Darm=
ſtadt II; der Aktuariatsaſſiſtent bei dem Amtsgericht Höchſt
Wilhelm Götz in Darmſtadt zum Aktuariatsaſſiſtenten bei
tief in der Erde, einen horizontal liegenden Stamm (eine
Grundachſe) mit zahlreichen Würzelchen, daher auch
Wur=
zelſtock genannt. Er hat eine Dicke von 2 bis 4½
Milli=
metern, braune Oberfläche und weiße, ſtärkehaltige
Füllung, iſt ſtreckenweiſe narbig und wächſt an einem
Ende in der guten Jahreszeit in horizontaler Richtung
weiter. Schon im Herbſt zeigt dieſes Ende einen
auf=
rechten Trieb, der nach oben fortwächſt und im folgenden
Jahre bereits im März Boden und Laubdecke
durch=
bricht, was durch den oben abwärts gebogenen, ausreichend
feſten Schaft geſchieht, ſo daß die zarte Blütenknoſpe leicht
und unverſehrt nachfolgen kann. So erhebt ſich auch ein
dem Wurzelſtock entſprießender Laubblatttrieb, der aber
ſchwächer iſt, über die Erde. Unſer Windröschen findet
alſo für ſeine frühe Entwickelung, die Bildung der
ober=
irdiſchen Blüten= und Laubtriebe, einen großen Teil der
Nahrungs= und Bauſtoffe in der Grundachſe ſchon fertig
vor. Indem dieſe durch eine Endknoſpe weiter wächſt,
geht ſie am anderen Ende auch wieder ein; aber ſie beſteht
in der Regel aus den einige Zentimeter langen
Wachs=
tumsſtrecken mehrerer Jahre. Uebrigens hat dieſelbe auch
horizontal wachſende Seitenſproſſen, von denen an den
Enden ebenfalls oberirdiſche Triebe ausgehen; von einem
Grundachſenſyſtem kann ſich alſo eine Reihe von
Blüten=
oder Laubtrieben hervortun. Aus dieſen Vorgängen
er=
gibt ſich, daß der unterirdiſche Wurzelſtock mit ſeinen
Nebenſproſſen eine Minierarbeit verrichtet und fort und
fort in neues Grundgebiet eindringt, ſo daß die
oberirdi=
ſchen Triebe jährlich an anderer Stelle entſtehen, was
unſerer Pflanze in der Aufnahme von Nährſalzen, alſo
zum Gedeihen, recht dienlich ſein muß. Man ſieht, wie
hier die Natur in dem, was ihrem Geſchöpfe zur
Entwick=
lung von Vorteil iſt, ſich ſelbſt hilft. Wir werden ſolch
weiſen Einrichtungen der Natur bei der Anemone noch
weiter begegnen. Stirbt der unterirdiſche Stamm an der
Stelle, wo ſich ein Nebenſproß gebildet hat, ab, ſo wird
letzterer ſelbſtändig und bildet eine beſondere Pflanze.
Während des Regens und wenn die Sonne ſich
an=
ſchickt, zur Neige zu gehen, ſchließt ſich die Blüte des
Windröschens, indem ſich ihre Blätter über die
Staub=
gefäße legen, wie die über das Auge ſich ſenkenden
Augen=
lider, und hängt nickend herab — ſo wird der unter Regen,
Tau, überhaupt Feuchtigkeit leicht Schaden leidende
Blü=
tenſtaub gehörig geſchützt. Wenn der ſonnige Morgen
ihre Tauperlen aufgelöſt, richtet ſie ſich wieder auf, hebt
die Augenlider und ſchaut in der Zeit von etwa 9 bis 6
Uhr bei gutem Wetter frei empor zu den noch
durch=
brochenen Kronen der Bäume.
Früh erſcheint das Windröschen; es hat keine lange
Blütezeit und ſeine oberirdiſchen Teile ſterben ſchon gegen
Ende des Frühjahrs ab. Am ſchönſten und dichteſten
ent=
wickelt es ſich auf etwas feuchtem Boden; es bedarf der
Aufnahme größerer Mengen Bodenfeuchtigkeit, da ſein
Saft durch die vielen Spaltöffnungen der verhältnismäßig
großen Blätter leicht und ſchnell Waſſer an die Luft
ab=
gibt. Daher welkt dasſelbe gepflückt, wenn auch in Waſſer
eingeſtellt, ſehr bald, indem hierbei der Verluſt an
Feuch=
tigkeit doch nicht genügend wieder erſetzt wird. Die
Mah=
nung unſeres verdienſtvollen Odenwaldklubs:
„Das Reis, die Blumen welken in der Hand gar bald,
Laß auch für andre grünen ſie und blüh’n”,
käme hier alſo beſonders zur Geltung.
Die ſchöne gelbe Oſterblume (Anemone
ranun-
eulaides), gelbes Windröschen, mit meiſt zwei Blüten am
Stengel, nur fünf goldgelben Blütenblättern und drei
(Hüll=) Blättern unter den kürzer geſtielten Blüten, tritt
bei uns etwas ſpäter, viel ſeltener und mehr vereinzelt
auf und iſt giftig. Mit ihrem Saft ſollen die
Kamtſcha=
dalen, Bewohner des ſüdlichen Kamtſchatka, Halbinſel an
der nordöſtlichen Oſtküſte von Ruſſiſch=Aſien, ihre Pfeile
vergiften.
Dieſe Pflanze iſt nicht zu verwechſeln mit dem noch
früher als das Windröschen erſcheinenden Scharbocks=
kraut (Ficaria verna), das ſich neben demſelben oft recht
breit macht, mit ebenfalls glänzend goldgelben
Blütenblät=
tern, aber 8 bis 12 an der Zahl, und dreiblättrigem Kelch.
Auch in der Art ſeiner Laubblätter, die glänzend grün,
fleiſchig, herzförmig ſind, überhaupt in der ganzen
Außen=
geſtalt und den unterirdiſchen Teilen weicht es auffällig
von der gelben Oſterblume ab. DasScharbockskraut entwickelt
ſich beſonders kräftig an feuchten und ſchattigen Stellen
unſerer Wälder; es führt auch die Namen
Frühlingsfeig=
wurz, Feigwarzenkraut (wegen der einer Feige ähnlichen
Knöllchen an den Wurzeln), ſowie Eppich und fand früher
zur Heilung von Skorbut Anwendung, einer Krankheit,
die auch Scharbock genannt wird.
Vielleicht begegnet man im Walde, namentlich in
unſerer Faſanerie, an lichten Stellen einer gelben, etwas
würzig duftenden Blume, die der Frühling noch früher
hervorgelockt hat, als die ſchon beſchriebenen Arten. Ihr
„Blütenkörbchen” mit ſchönen, hellgelben, ſtrahlig ſich
an=
ordnenden fadenförmigen Blättchen und etwas dunkleren
Fruchtblütchen in der Mitte, befindet ſich einzeln endſtändig
an einem bis zu 15 Zentimeter hohen Schaft, der
wechſel=
ſtändig violettbraune Schuppen trägt. Dieſe
Blüten=
ſchafte kommen meiſt in Büſcheln hervor, haben ſtarken
Wurzelſtock, aber es zeigen ſich keine Blätter. Der
freund=
liche Leſer wird vielleicht nicht erwarten, daß er in dieſer
Pflanze den durch ſeine großen Blätter bekannten
Huf=
lattich (Tussilago karkara) zu ſuchen hat. Dieſe Blätter
entwickeln ſich aber erſt nach dem Verblühen, wenn ſeine
bewimperten Blütenreſte vom Winde verweht ſind und
der Schaft nur noch mit dem kahlen Blütenboden und den
daran herabhängenden Hüllblättern gekrönt iſt. Der
Huf=
lattich iſt übrigens weniger eine Pflanze des Waldes; er
kommt mehr auf ſonſtigem, feuchtem, tonhaltigem Boden
vor.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. April 1914.
Nummer 92.
dem Amtsgericht Darmſtadt I; der Aktuariatsaſſiſtent bei
dem Amtsgericht Gießen Wilhelm Sartorius zum
Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht Höchſt; der
Aktuariatsaſſiſtent bei dem Amtsgericht Bingen Karl
Rahn zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht
Gießen.
Ernannt wurden: Die Gerichtsſchreibergehilfen Georg
Chriſtoph Brehm in Reinheim zum Aktuariatsaſſiſtenten
bei dem Amtsgericht Reinheim, Friedrich Karl Peppler
in Zwingenberg zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem
Amts=
gericht Zwingenberg. Friedrich Schwarz in Laubach
zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht Laubach,
Georg Weinmann in Alzey zum Aktuariatsaſſiſtenten
bei dem Amtsgericht Alzey, Johann Mann in Wöllſtein
zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht Wöllſtein,
Hermann Krebs in Lampertheim zum
Aktuariatsaſſi=
ſtenten bei dem Amtsgericht Lampertheim, Wilh. Klaus
in Altenſtadt zum Aktuartatsaſſiſtenten bei dem
Amts=
gericht Altenſtadt, Ludwig Volz in Ober=Ingelheim
zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht Ober=
Ingelheim, Chriſtian Alker in Nidda zum
Aktuariats=
aſſiſtenten bei dem Amtsgericht Nidda, Wilhelm
Giege=
rich in Vilbel zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem
Amts=
gericht Vilbel, Philipp Gabelmann in Mainz zum
Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht Mainz, Ludwig
Jakob Schupp in Mainz zum Aktuariatsaſſiſtenten bei
dem Amtsgericht Mainz, Karl Eldracher in Butzbach
zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem Amtsgericht Butzbach,
Ernſt Spreng in Groß=Gerau zum Aktuariatsaſſiſtenten
bei dem Amtsgericht Groß=Gerau, und Wilhelm
Pfeif=
fer in Schotten zum Aktuariatsaſſiſtenten bei dem
Amts=
gericht Bingen.
Kirchliche Dienſtnachrichten. Ernannt wurden:
Pfarramtskandidat Weber zu Lich zum
Pfarrver=
walter in Wendelsheim; Pfarrvikar Pfaff zu
Schwan=
heim, zum Pfarrverwalter daſelbſt; Pfarrvikar Weik
zu Nieder=Ramſtadt, zum Pfarrverwalter daſelbſt.
Aus=
geſchieden aus dem Dienſte der heſſiſchen evangeliſchen
Landeskirche iſt Pfarrverwalter Karl Frohn zu
Wendelsheim. Geſtorben iſt: der evangeliſche Pfarrer
Friedrich Heinrichs von Ehringshauſen zu Gießen
am 5. März.
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 9, vom
1. April hat folgenden Inhalt: 1. Finanzgeſetz für
das Etatsjahr 1914, 2. Bekanntmachung, Induſtriegleis
der Stadt Darmſtadt betreffend. 3. Bekanntmachung,
die Finanzamtsgehilfenprüfung betreffend. 4.
Bekannt=
machung, die Errichtung je eines beſonderen Ortsgerichts
und Standesamts für die Gemeinden Metzlos und
Metzlos=Gehag betreffend. 5. Bekanntmachung, die
Verleihung der Rechtsfähigkeit an den Arbeiterverein
der chemiſchen Fabrik E. Merck zu Darmſtadt
be=
treffend. 6. Bekanntmachung, die Jubiläumsſtiftung
ehemaliger Schüler der Alsfelder Realſchule 1911
be=
treffend.
— Vom Großh. Hoftheater. Am Freitag geht
Shakeſpeares „König Lear” neueinſtudiert in Szene.
Die Regie hat Herr Baumeiſter, den Lear ſpielt
Johannes Heinz, den Gloceſter Kurt Weſtermann, den
Kent Hans Baumeiſter, den Edgar Kurt Ehrle, den
Narren Armin Waſſermann, die Töchter Lears die
Damen Alſen, Widmann und Meißner; die übrigen
Rollen des Stücks ſind mit den Herren Schneider,
Hacker, Knispel, Schützendorf, Bertram, Kroczak und
Peterſen beſetzt. Am Samstag gelangt als
Volksvor=
ſtellung zu ermäßigten Preiſen die Strauß’ſche
Meiſter=
operette „Die Fledermaus” zur Aufführung, die
am 5. April 1874, alſo vor vierzig Jahren, ihre
Urauf=
führung erlebte. Nach Darmſtadt gelangte das Werk
am 1. Februar 1891 und hat in dieſem Winter
bekannt=
lich die Aufführungsziffer 50 erreicht. Die
Jubiläums=
aufführung am Samstag iſt zugleich die letzte
Vor=
ſtellung vor Oſtern.
— Jung=Darmſtadt. Am Dienstag abend marſchierten
unſere Jungen mit Fackeln unter Trommelſchall und
Pfeifenklang hinaus auf den Dommersberg zum
Bismarck=
turm, um den 99. Geburtstag unſeres unvergeßlichen
Reichskanzlers zu feiern. Mit einer Anſprache des
Führers ſchloß die Feier; Jung=Darmſtadt marſchierte
dann zurück bis zum Paſſetbrunnen, wo man ſich trennte.
* Akademiſche Volksunterrichtskurſe Darmſtadt. Um
auch in den ſtudentiſchen Ferien mit ihren Hörern und
deren Familien Fühlung zu nehmen, veranſtaltet die
Ferienvertretung der A. V. D. am kommenden Sonntag,
den 5. April, eine Wanderung über den Prinzenberg nach
Ober=Ramſtadt. Treffpunkt 2¼ Uhr Ecke Friedhof=Herd=
weg. Koſten 50 Pfennig. In Ober=Ramſtadt wird Kaffee
getrunken, Kuchen oder dergleichen iſt mitzubringen.
Rück=
fahrt um 6.06 oder 8.11 Uhr ab Ober=Ramſtadt. Es iſt
be=
abſichtigt, noch in dieſen Ferien auf Wunſch der Hörer
einen Hörerverein zu gründen, der ſowohl alte, wie neue
Hörer zuſammenſchließen ſoll, um die Kurſe in den
be=
teiligten Kreiſen zu fördern. Dieſe Neuordnung ſoll auf
der Wanderung beſprochen werden. Der Vorſtand ladet
dazu alle Freunde der Kurſe ein.
— Sektion Darmſtadt, Deutſcher und öſterr.
Alpen=
verein. In der Monatsverſammlung ſprach Here Prof,
Dr. Greim über Korſika. Als guter Kenner der ſonſt
nur wenig bekannten Inſel, wußte der Redner in wohl
durchdachter Darſtellung und unterſtützt von prächtigen
Lichtbildern eigene Aufnahmen, die in glücklichſter Weiſe
typiſche Verhältniſſe zur Anſchauung brachten, ein
an=
ſprechendes Bild der verſchiedenſten Verhältniſſe zu geben.
Nach einer kurzen Schilderung der Reiſemöglichkeiten
lernte man von Baſtia aus den Norden der Inſel, Cap
Corſe, ſowie die öſtliche Flachküſte mit ihren Strandſeen
kennen. Dann führten Ausflüge auf den gut gehaltenen
Straßen ins Innere der Inſel, wo auch des Alpiniſten
die lohnendſten Beſteigungen warten, und in Calacuccia
ein ideales Touriſtenſtandquartier vorhanden iſt. Ueber
den Col de Vergis (1454 Meter) führte der Weg nach der
weſtlichen Steilküſte. Am Golf von Sagone ſah man zum
erſtenmal das hochaufbrandende Meer. Die Hauptſtadt
der Inſel, Ajaccio, fand mit ihrer reizvollen Umgebung
eine eingehende Betrachtung. In der anzkehenden
Dar=
ſtellung des Redners lernte man die eigenen Verhältniſſe
der Inſel nach ihrem geologiſchen Bau, dem Klima, der
mediterranen Flora, namentlich in der macchia,kennen. Das
biedere Volk, das wegen der Blutrache zu Unrecht
ver=
ſchrieen iſt, trat dem Hörer in Sitte und Art nahe, der
altertümliche Betrieb der Landwirtſchaft, der
vorſintflut=
liche Holzpflug und die Dreſchtenne wurden veranſchaulicht.
das Leben auf dem Markt und im Hafen zog am Auge
des Beſchauers vorüber und in den modernen
Gaſthof=
betrieb tat man einen guten Einblick. Die anregenden
Darbietungen wurden von den zahlreichen Beſuchern des
Vortrags mit geſpannter Aufmerkſamkeit
entgegengenom=
men und fanden reichen Beifall, den der Vorſitzende in
dankende Worte kleidete.
(*) Vom Landeslehrerverein. Zur
Hauptverſamm=
lung, die in der Oſterwoche in Darmſtadt ſtattfindet,
haben die Bezirksvereine Butzbach und Vilbel die Anträge
geſtellt, daß der Delegiertentag beſchließen möge, daß alle
Mitglieder des Landeslehrervereins Mitglied der
Hilfskaſſe werden ſollen. — Nach dem Jahresbericht des
Vereins für 1913 betragen die Einnahmen 20215 Mark
die Ausgaben 18 774 Mark, das Vermögen ſtieg damit auf
7800 Mark. DerUnterſtützungsverein für
Schul=
verwalter erzielte eine Einnahme von 5374 Mark und hatte
eine Ausgabe von 3468 Mark; das Vermögen wuchs von
21475 Mark auf 23 280 Mark an. — Zur
Jubiläums=
ſtiftung, deren Erträge hilfsbedürftigen älteren
Lehrerstöchtern zugute kommen ſollen, ſind im ganzen
10721 Mk. eingegangen. — Für den
Erweiterungs=
bau des Lehrerheims bei Schotten ſind
insge=
ſamt 2400 Mark geſammelt worden.
— Hermann Knispel=Abend im Saal „Zur
Traube‟. Der regelmäßig in der Karwoche
wieder=
kehrende Vortragsabend unſeres heimiſchen Künſtlers
findet diesmal am Dienstag, den 7. April, ſtatt (nicht
Montag, wie auf einer Anzahl der ausgegebenen
Ein=
trittskarten vermerkt iſt). Ein Blick auf das Programm
zeigt in Auswahl und Zuſammenſtellung der einzelnen
Vortragsſtücke wieder jene Sorgfalt und
Geſchmacks=
richtung, die ſtets allſeitige Anerkennung fand.
Ein=
trittskarten ſind in der Hofbuchhandlung von
Berg=
ſträßer, Rheinſtraße, zu haben.
Turngemeinde Darmſtadt. Mit einem
Turn=
gang über den Felsberg nach Jugenheim-Bickenbach
hat das Wanderjahr 1913/14 ſeinen Abſchluß gefunden
Es kann konſtatiert werden, ſeitdem die Vorbereitungen
für das Wandern in den Händen eines Ausſchuſſes,
welcher aus 3 Vorturnern beſteht, liegt, daß die
regel=
mäßigen Turngänge ſehr gut durchgeführt und beſucht
waren. Das Wandern iſt ein Teil der deutſchen
Turn=
ſache, und um den Turngängen noch mehr Teilnehmer
zuzuführen, hat der Ausſchuß beſchloſſen, am kommenden
Freitagabend im entſprechend geſchmückten Kneipſaal
ein Dekorierungsfeſt abzuhalten, um diejenigen
Turner auszuzeichnen, welche im verfloſſenen
Wander=
jahre alle Turngänge mitgemacht haben; dieſelben
er=
halten das ſilberne Wanderabzeichen der Deutſchen
Turnerſchaft. Für den Abend iſt ein gutes Programm
zuſammengeſtellt, das die Beſucher ſicherlich in jeder
Weiſe zufriedenſtellen dürfte. Auch wird der neue
Wanderplan bekannt gegeben, der eine Reihe ſchöner
Wanderungen enthält, zu deren Führung erprobte
Wanderer ſich zur Verfügung geſtellt haben. Auf die
Einladung im Anzeigenteil wird deshalb auch hierdurch
nochmals aufmerkſam gemacht und um recht zahlreiche
Beteiligung aller Mitglieder gebeten.
Das Bureau des Gewerkvereins für
Heim=
arbeiterinnen, Gruppe Darmſtadt, befindet ſich vom
1. April ab in dem ſtädtiſchen Hauſe, Waldſtraße 19,
II. Stock, Auskunft vormittags. Näheres ſiehe Anzeige
im heutigen Blatt.
Strafkammer II.
g. Die Strafkammer beſchäftigte ſich geſtern mit dem
Automobilunglück am 16. Januar auf der Straße
von Wallerſtädten nach Geinsheim, bei dem der Leiter der
Rheiniſchen Schuckertwerke, Ingenieur Schlott, den Tod
fand. Der fahrläſſigen Tötung unter Außerachtlaſſung
einer ihnen obliegenden Berufspflicht waren angeklagt
der 17jährige Landwirt und Heuhändler Aug. Wilhelm
von Geinsheim und der 20jährige Chauffeur Karl
Eiden=
müller von Wolfskehlen.
Wilhelm hatte an dem Tage Eis nach Groß=Gerau
gefahren und hatte keine Laterne mitgenommen, da er
annahm, er käme noch am Tage zurück. Da er jedoch lange
warten mußte war es bereits dunkel, als er heimfuhr.
Er und ſein Schwager ſaßen auf einem Wagen, dem noch
ein zweiter angehängt war. Sie fuhren etwa in der Mitte
der friſchgeſchotterten Chauſſee. An dem Automobil der
Schuckertwerke, das nach Wallerſtädten zufuhr, befanden
ch nur ſchwach brennende Oellaternen, und Eidenmüller
konnte deshalb das Fuhrwerk des Wilhelm erſt im
letz=
ten Augenblick ſehen.
Es gelang noch einen Zuſammenſtoß zu vermeiden,
doch wurde ein Pferd vom Automobil geſtreift, dieſes
bäumte ſich auf und die herumgeriſſene Deichſel ſchleuderte
den Ingenieur Schlott aus dem Wagen. Er ſtarb auf
dem Transport nach Groß=Gerau. Die Strafkammer
ver=
urteilte den Angeklagten Wilhelm zu 3 Monaten und
Eidenmüller zu 1 Woche Gefängnis.
Bericht der Beratungsſtelle für Alkoholkranke.
* Der Bericht der Beratungsſtelle über ihre Tätigkeit
im Jahre 1913 (drittes Geſchäftsjahr) iſt im Druck
er=
ſchienen und wird an Intereſſenten koſtenlos abgegeben,
ſo lange der Vorrat reicht. Dem Bericht entnehmen wir
folgendes:
Mit dem Jakre 1913 hat die Beratungsſtelle für
Alkoholkranke in Darmſtadt ihr drittes Geſchäftsjahr
ab=
geſchloſſen. Der ſeitherige Fürſorgearzt, Herr Dr. med.
Beſt wurde während des abgelaufenen Jahres als
Großh. Kreisarzt nach Schotten verſetzt. Der neue
ärzt=
liche Berater der Landesverſicherungsanſtalt, Herr
Ober=
medizinalrat Dr. Balſer hatte die Güte, ſich der
Bera=
tungsſtelle als Fürſorgearzt und ärztlicher
Sachverſtän=
diger zur Verfügung zu ſtellen. Im Laufe des dritten
Ge=
ſchäftsjahres wurden im ganzen 30 Alkoholkranke, 24
männ=
liche und 6 weibliche, zur Kenntnis gebracht. Die
Inan=
ſpruchnahme der Beratungsſtelle iſt damit hinter der Zahl
der im zweiten Berichtsjahr Gemeldeten, die ſich auf 45
belief; um 15 zurückgeblieben. Die Anmeldung erfolgte in
8 Fällen durch die Ehefrau, in 2 Fällen durch den
Ehe=
mann, in 8 Fällen durch Behörden und öffentliche
Anſtal=
ten, in 9 Fällen durch Privatperſonen und in 3 Fällen
durch den Trinker ſelbſt. Die Anmeldungen der Trinker
durch die Ehefrau ſind in 1913 um 5 und die durch
Be=
hörden um 4 weniger geweſen als die entſprechenden
Meldungen in 1912. Die gemeldeten Alkoholkranken
hatten mit Ausnahme von 5 ihren Wohnſitz in Darmſtadt.
Dem Familienſtand nach waren 24 verheiratet (18 Männen
und 6 Frauen), 2 Männer waren verwitwet und 4 ledig.
Dem Lebensalter nach verteilten ſich die gemeldeten
Per=
ſonen wie folgt: zwiſchen 16—20 — 1, zwiſchen 21—30 — 3
zwiſchen 31—40 — 14, zwiſchen 41—50 — 6, zwiſchen 51—60
— 6. Das ſogenannte beſte Alter, d. h. die Zeit von 30
bis 50, ſtellte auch im abgelaufenen Jahre wieder die
größte Zahl der Trunkſüchtigen. Von den Berufsarten
wvaren folgende vertreten: gelernte Arbeiter 10,
Tag=
löhner 5, Fabrikarbeiter 2, Hausfrauen 5, Angeſtellte 3,
ſonſtige Berufsarten 5.
Nach den Feſtſtellungen waren von den im Jahre 1913
gemeldeten 30 Trinkern 11 bereits vorbeſtraft, die meiſten
Feuilleton.
M. Mannheimer Hoftheater. (Uraufführung:
„Herzog Utz”. Schauſpiel von Hermann
Burte.) „Herzog Utz” das fünfaktige hiſtoriſche
Schau=
ſpiel von Hermann Burte hatte bei ſeiner Uraufführung
im Mannheimer Hoftheater einen ſtarken Erfolg. Der
Dichter beſitzt eine das Durchſchnittsniveau weit
über=
ſteigende Begabung, die ſich bis jetzt am eigenartigſten in
ſeinem ungewöhnlichen Roman: „Wiltfeber, der ewige
Deutſche” zeigte. Die ſpielend ſichere Sprachformung, die
ſich bisweilen zu Gewagtheiten, oft auch zu volltönenden
Trivialismen vereint, die elementare Wucht des Gefühls
und der Geſtaltung, der ſichere Bühneninſtinkt, der
dra=
matiſchen Spannungen zuliebe auf ſorgfältige innerliche
Motivierung verzichtet, das alles zuſammengenommen
machte den Erfolg des Abends aus. Der Inhalt des
Stückes das in der bewegten Zeit vor der Reformation
ſpielt, iſt ungefähr folgender: Der ungeſtüme, von ſeinem
Gottesgnadentum erfüllte Herzog Ulrich von
Württem=
berg iſt in leidenſchaftlicher Liebe zu Urſula, der Frau
ſeines Freundes Hutten, entbrannt und bittet dieſen in
einer ſchwachen Stunde kniefällig um ſein Weib. Aber er
überwindet ſeine brünſtigen Wünſche angeſichts der hehren
Reinheit Urſulas und beſinnt ſich ſeiner hohen Aufgaben.
Er beſtraft unerbittlich den wortbrüchigen Hutten, der
durch Verräterei das herzogliche Anſehen aufs Spiel ſetzte,
und ſtößt die Geliebte, die ihm von ſelbſt zuläuft, mit
ſtrenger Hand zurück. Das Hauptintereſſe des
Schau=
ſpiels konzentriert ſich auf den Herzog, mit dem das Stück
ſteht und fällt, und der als einzige Figur des Stückes
er=
ſchöpfend charakteriſiert iſt, während alle anderen
Geſtal=
ten neben ihm verblaſſen. Herr K. Feiſt vom Neuen
Volks=
theater in Berlin ſpielte den Herzog recht wirkungsvoll,
ohne jedoch die gehaltvolle Rolle ganz verkörpern zu
können Sehr wertvoll war die Leiſtung der Frau
Hum=
mel als Urſula, während Herr Alberti ſich mit weniger
Erfolg an der unbeſtimmt gezeichneten Geſtalt des Ritters
von Hutten verſuchte. Das Publikum nahm die Novität
mit warmem Beifall auf, der ſich nach Schluß der letzten
Akte zu mehreren Hervorrufen des anweſenden Dichters
ſteigerte.
* Der König von Sachſen und die Bäuerin. Von
einer „beſonderen Seite” läßt ſich das N. Wener Tagbl.
aus Dresden allerhand „Intimes vom König von Sach=
ſen” erzählen. Daß er nicht ſonderlich dekorativ wirkt
dieſer Umſtand iſt ihm nicht nur wohlbekannt, er trägt ihn
auch mit viel Humor und macht ſich ihn ſogar zunutze,
in=
dem er faſt täglich — bei gutem und bei ſchlechtem
Wet=
ter — ohne jegliches Gefolge, nur in Geſellſchaft zweier
Lieblingshunde, in den Straßen ſeiner Hauptſtadt
ſpazie=
ren geht. Die Einheimiſchen grüßen ihn dabei ſo diskret,
daß der Fremde gar nicht daran denkt, der Herr im
ſchwar=
zen, einfachen Bürgergewand könnte der König ſein. Die
quten Dresdener wiſſen, daß ſich der regierende Herr aus
lauten Ehrenbezeigungen nichts macht, daß er ſie ſogar bis
auf den Grund ſeiner Seele haßt. Nicht als ob er die
Menge verachtet. Er zeigte vielmehr ſchon in jungen
Jah=
ren eine aufrichtige Freude am Verkehr mit Leuten aus
den unterſten Schichten des Volkes, insbeſondere fühlte ec
ſich zur Landbevölkerung von jeher ſtark hingezogen. Eine
wahre Geſchichte illuſtriert ſeine Art vorzüglich: Friedrich
Auguſt machte im letzten Sommer von einem ſeiner
Land=
güter aus einen weiten Spaziergang. Er war ganz allein.
Unterwegs, auf der ſtaubigen Landſtraße begegnete er
einer Bäuerin, die ſich ſehr betrübt um ihre
zuſammen=
gebrochene Kuh bemühte. Der König trat zu der Frau
hin und unterſtützte ihre Verſuche, dem braven Haustier
wieder auf die Beine zu helfen. Binnen einer halben
Stunde, während deren er die Kuh teils liebenswürdig,
teils energiſch behandelte, wollte es jedoch Friedrich Auguſt
nicht gelingen, die Kuh dazu zu bringen, daß ſie ſich wieder
erhoben und den Wagen weitergeſchleppt hätte. Friedrich
Auguſt, der von der Landwictſchaft und von der Viehzucht
mancherlei verſtehen ſoll, glaubte zu erkennen, daß die Kuh
nicht eigenſinnig, ſondern altersſchwach wäre, und er ſagte
das ſchließlich der Beſitzerin, indem er ihr verſicherte, es
werde wohl nichts anderes übrig bleiben, als das
Säuge=
tier ſo, wie es daliege, an einen Fleiſcher zu verkaufen.
Zum Arbeiten tauge die Kuh nicht mehr. Die Bäuerin
war über dieſes Urteil wenig erfreut, ſie meinte, der
Rat=
geber müſſe ſchier ein Intereſſe daran haben daß ſie ihre
Kuh einem Fleiſcher übergebe und halb entſchloſſen, halb
mißtrauiſch fragte ſie: „Du biſt wohl ſelbſt ein Fleiſcher?”
worauf der König prompt erwiderte: „Nein, ich bin kein
Fleiſcher, ich ſeh’ nur ſo aus!” Am nächſten Tag erfuhr
die Bäuerin, mit wem ſie es zu tun gehabt hatte. Denn
der König ſandte ihr zum Troſt für das Unglück, das die
Arme getroffen, eine ſeiner ſchönſten Kühe . . .
** Ein Kindertheater in Rom. Vor kurzem iſt in Rom
ein Theater feierlich eingeweiht worden, das ſeine Kunſt
ganz in den Dienſt der Kinder ſtellt. Das „Theater der
Kleinen”, das in einem großen und ſchönen Saal des
Palaſtes Odescalchi ſeinen Sitz aufgeſchlagen hat, will die
auch in Italien im Niedergang befindliche Schönheit der
Marionettenbühne neu beleben und den Kindern in
die=
ſem luſtigen und für ſie beſonders reizvollen Rahmen ein
reichhaltiges Repertoire bieten: italieniſche komiſche Opern,
kleine Komödien von Goldoni, Feenſtücke von Gozzi,
Luſt=
ſpiele Moliéres und anderes. Einige Maler und
Bild=
hauer ſorgen für die künſtleriſche Herſtellung der Puppen
und der Dekorationen. Das anmutige Spiel wird durch
gute Muſik unterſtützt. Das Einweihungsprogramm des
Theaters zeigte an erſter Stelle Haydns Kinderſinfonie.
Ja, die Marionetten gingen ſogar, und wie geſchickt diefe
ſcheinbaren geſanglichen Leiſtungen ausgeführt waren,
bewies gleich die erſte Vorſtellung, die eine treffliche
Dar=
ſtellung von Pergoleſes entzückender „Serva padrona”
brachte. Vorher hielt eine Marionette in Frack und weißen
Krawatte mit gravitätiſcher Würde eine Rede. Der
Er=
folg iſt ſehr groß. Es werden im „Theater der Kleinen”
auch Ausſtellungen von Kinderkunſt ſtattfinden; Spiele für
Kinder werden arrangiert und Vorträge gehalten, die dem
indlichen Verſtändnis angepaßt ſind.
** Der beliebte Abgeordnete. Das engliſche
Parla=
mentsmitglied Mr. R. Peingle erzählt von einem
Kol=
legen aus dem Norden Englands eine luſtige Geſchichte in
einer engliſchen Zeitſchrift. Ueber dieſen — übrigens
ab=
ſtinenten — Abgeordneten wurde in ſeinem Wahlkreis
verbreitet, daß er ſich dem Trunk ergeben habe. Der
auf=
geregte und entrüſtete M. P. fuhr ſpornſtreichs nach dem
Norden, um ſich zu rechtfertigen. Zu ſeinem großen
Er=
ſtaunen erwartete ihn abeg eine Muſikkapelle auf dem
Bahnhof und der laute Jubelruf ſeiner verſammelten
Wählerſchar. Der Vorſitzende des Wahlkomitees ſchüttelte
ihm warm die Hand. „Ja, aber dieſe Gerüchte . . . , fängt
der Abgeordnete an. „Kein Wort davon,” flüſterte der
andere. „Dadurch ſind Sie ja der populärſte Mann im
ganzen Kreiſe geworden!“
* Auch ein Beitrag zum Geburtenrückgang. Ein
37jähriger Arbeiter, Vater von ſieben Kindern,
beging in Duisburg Selbſtmord, indem er ſich vor einen
D=Zug warf. Auf der Wohnungsſuche war er überall
wegen der großen Kinderzahl abgewieſen
worden. Angeſichts der bevorſtehenden Ausſetzung ſeiner
Familie auf die Straße ging der Mann in den Tod.
Nummer 92.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. April 1914.
Seite 5.
konnten ſchon auf eine längere Reihe von Straftaten
zu=
rückſehen. Insgeſamt aber ſind von den 108 Trinkern, die
bis jetzt in unſere Fürſorge kamen, 41 vorbeſtraft. Was
die Vorſtrafen ſelbſt anbelangt, ſo kehren Körperverletzung,
Widerſtand gegen die Staatsgewalt, Eigentumsdelikte,
Ruheſtörung in den Vorſtrafliſten regelmäßig wieder.
Die Zahl der in Fürſorge ſtehenden Trinker betrug am
Schluſſe des Berichtsjahres nach Abzug der Verzogenen
und Verſtorbenen insgeſamt 92 Perſonen. Zählt man die
nächſten Familienangehörigen der Trinker (die Ehegatten
und die Kinder) als fürſorgebedürftig hinzu, ſo ſteigt die
Zahl der Pfleglinge auf insgeſamt 410 Perſonen (92
Trin=
ker, 75 Ehegatten und 243 Kinder). Abſtinenzvereinen
an=
geſchloſſen und damit zur Alkoholenthaltſamkeit verpflichtet
haben ſich im ganzen 10 Perſonen, davon 4 aus dem Jahre
1911, 5 aus dem Jahre 1912 und einer aus dem Jahre 1913.
Da ſich in einem Fall der Vater des Trinkers und in 4
Fällen auch die Ehefrauen zur Enthaltſamkeit von Alkohol
verpflichtet haben, haben wir bis jetzt insgeſamt 15
Per=
ſonen den hieſigen Abſtinenzorganiſationen zugeführt.
Als weſentlich gebeſſert, wenn auch nicht zur völligen
Ent=
haltſamkeit geführt, können 20 Trinker bezeichnet werden,
darunter 10 aus dem Jahre 1911, 6 aus dem Jahre 1912
und 4 aus dem Jahre 1913. Zwei Trinker befanden ſich
am Schluſſe des Berichtsjahres noch in der
Trinkerheil=
ſtätte, ſo daß ſich in ein Urteil über ihre Bewährung in
der Freiheit noch nicht abgeben läßt. Drei Trinker ſind auf
vorerſt nicht abſehbare Zeit in öffentlichen Anſtalten
unter=
gebracht, einer in einer Siechenanſtalt und 2 in einer
Irren=
anſtalt. In allen übrigen Fällen iſt ein nennenswerter
Erfolg in der einen oder anderen Richtung bis Ende 1913
nicht erzielt geweſen. Während des Jahres 1913 wurden
im ganzen 3 Perſonen durch Vermittelung der
Beratungs=
ſtelle in Trinkerheilſtätten untergebracht. — Im ganzen
wurden während der drei Jahre der Tätigkeit der
Be=
ratungsſtelle 12 Perſonen in Trinkerheilſtätten
unter=
gebracht (3 in 1911, 6 in 1912 und 3 in 1913). Die Koſten
ſtrug in 9 Fällen die Landesvorſicherungsanſtalt Großh.
Heſſen und in 2 Fällen die Stadt Darmſtadt. In einem
Fall wurden die Koſten von dem Patienten ſelbſt getragen.
Von dieſen 12 Pfleglingen waren Ende des abgelaufenen
Jahres 3 an Enthaltſamkeitsvereine angeſchloſſen, 3 ſind
weſentlich gebeſſert, 2 ungebeſſert, einer iſt verzogen, einer
verſtorben und 2 befanden ſich Ende 1913 noch in der
Heil=
ſtätte.
Unbefriedigend bleibt bei unſerem Rückblick auf das
abgelaufene dritte Geſchäftsjahr die Tatſache, daß wir
immer noch in vielen der bei uns gemeldeten Fälle trotz
beſten Willens keinen Erfolg erzielt haben und vorerſt nicht
in der Lage ſind in die oft ſehr verfahrenen, für die
An=
gehörigen des Trinkers mitunter kaum erträglichen
Ver=
ſhältniſſe beſſernd einzugreifen. In manchen Fällen wäre
wohl bei intenſiverer Bearbeitung noch etwas zu erreichen,
die Beratungsſtelle iſt aber in der Hauptſache auf
frei=
willige Mitarbeiter, deren Zeit gemeſſen iſt, angewieſen,
und muß mit dieſer Tatſache rechnen. Je mehr aber die
Beratungsſtelle praktiſche Erfahrungen ſammelt, deſto
mehr ſteht zu hoffen, daß ſich Mittel und Wege finden
laſſen, um auch da, wo bisher nichts erreicht wurde, noch
helfen und beſſern zu können.
Offenbach, 1. April. (Der verunglückte
Wäch=
ter.) Einen unangenehmen Abſchluß fand in der Nacht
zum Dienstag das Wächteramt des Beamten der Wach=
und Schließgeſellſchaft Philipp Müller. Er ſtürzte gegen
4 Uhr morgens bei einem Kontrollgange in der
Maſchinen=
fabrik von Collet und Engelhard eine Wendeltreppe hinab
und blieb bewußtlos liegen. Von Arbeitern wurde er
ſpäter aufgefunden und durch die Sanitätswache nach dem
ſtädtiſchen Krankenhauſe gebracht. Der Verunglückte hat
ſchwere innere Verletzungen erlitten, ſo daß ſein Zuſtand
ſehr ernſt iſt.
Mainz, 1. April. (Ein intereſſanter Recht
s=
ſtreit) wird gegen die Stadt Mainz geführt. Vor
eini=
gen Monaten wurde einer Schülerin in einer ſtädtiſchen
Schule ein neuer Mantel geſtohlen. In ſolchen Fällen
wurde früher von ſeiten der Stadt Schadenerſatz geleiſtet.
Jetzt wurde er abgelehnt. Der Vater ſtrengte Klage gegen
die Stadt Mainz an, dabei von dem Tatbeſtand ausgeyend,
daß die Stadt die Kinder zwingt, ihre Garderobe
außer=
halb des Schulſaales auf den Gängen aufzuhängen.
Bingen, 1. April. (Selbſtmordverſuch.) Aus
noch nicht bekannten Gründen verübte hier auf dem
Rochus=
berg ein unbekannter Mann einen Selbſtmordverſuch. Er
ſchoß ſich eine Kugel in den Mund, die das Sprachorgan
zerſtörte. Der Schuß wurde von Leuten, die in der Nähe
waren, gehört und der Mann von dieſen ins hieſige
Hoſpital geſchafft. Die nähere Unterſuchung ergab dann,
daß es ſich um den 33 Jahre alten Karl Hausladen aus
Haus in Niederbayern handelt. Er war bis zum 28. März
bei der Altmünſterbrauerei in Mainz beſchäftigt und hatte
vorher am Brückenbau Bingen=Rüdesheim geacbeitet.
Noch jetzt war er militäriſch in Kempten bei Bingen
an=
gemeldet. Die Verletzung dürfte wohl nicht
lebensgefähr=
lich ſein.
* Gießen, 1. April. (Von der
Landesuniver=
ſität.) Der Orientaliſt an der hieſigen Univerſität,
Pro=
feſſor Dr. Friedrich Schwally hat einen Ruf an die
Univerſität Königsberg i. Pr. erhalten und angenommen.
Reich und Busland.
Aus der Reichshauptſtadt, 31. März. Ueber die
Mit=
glieder der türkiſchen Studienkommiſſion, die
heute in Berlin eingetroffen ſind, um die ſtädtiſchen
Ein=
richtungen der Reichshauptſtadt kennen zu lernen, wird
dem Berliner Tageblatt aus Konſtantinopel geſchrieben
daß der Präfekt von Konſtantinopel, unter deſſen
Füh=
rung die Kommiſſion gereiſt iſt, ſich als vorzüglicher
Chi=
rurg bekannt gemacht hat. Nach ſeinem Ausſcheiden aus
der Armee hat er ſich als Chef der Krankenhäuſer und
Kliniken betätigt. Die beiden anderen Mitglieder der
Kommiſſion gehören zu den modernſten Beamten der
Konſtantinopeler Stadtpräfektur. — Heute abend wurde
n das Virchow=Krankenhaus der Klempner Graßmann
mit ſeiner Frau, ſeiner Schwägerin und ſeinen beiden
Kindern unter dem Verdacht der Erkrankung an
echten Pocken eingeliefert. Die Bewohner des
Hau=
ſes, in dem die Familie wohnte, wurden einer
Schutz=
mpfung unterzogen. — Im Bureau eines hieſigen
Rechts=
anwalts erſchoß ein mit ſeiner 24jährigen Ehefrau in
Scheidung liegender 26jähriger Muſiker bei der letzten
Zuſammenkunft nach kurzem Wortwechſel ſeine Ehefrau
und ſich ſelbſt.
1. April. In einem großen Schlafraum in der
Schützenſtraße wurden heute morgen 12 weibliche
Ange=
ſtellte der Aſchinger=Geſellſchaft bewußtlos
aufge=
funden. Die Mädchen hatten Kohlenoxydgas, das dem
ſchadhaften Ofen entſtrömte, eingeatmet. Vier der
er=
krankten Mädchen wurden in das Krankenhaus gebracht.
— Der Abteilungsvorſtand der Deutſchen Bank Köhler,
der ſich geſtern zu erſchießen verſuchte, iſt heute geſtorben.
Frankfurt a. M., 1. April. (Ein Raubanfall.)
Geſtern morgen gegen 10 Uhr wurde in der Franziusſtraße
am Oſthafen ein Raubanfall auf den Kaſſenboten der
Frankfurter Mühlenwerke, Kriebahle, ausgeführt. Der
Ueberfallene leiſtete energiſche Gegenwehr und rief um
Hilfe. Der davonlaufende Täter wurde von einem
Poſt=
beamten und mehreren Zivilperſonen verfolgt und
feſt=
genommen. Es handelt ſich um den am 5. Juni 1885 in
Leipzig geborenen Buchhalter Edmund Adam. Kriebahle
hatte in einer Ledertaſche 34000 Mark bei ſich, die er bei
der Deutſchen Bank einzahlen ſollte, ſowie Schecks über
mehrere Tauſend Mark. Die Taſche mit dem Geld trug er
unter dem linken Arm. Er hatte das Handgelenk um den
Lederriemen geſchlungen, ſo daß ihm die Taſche nicht leicht
entriſſen werden konnte. Als er die Franziusſtraße einige
hundert Meter entlang gegangen war, trat ihm plötzlich
Adam entgegen und verſetzte ihm einen heftigen Schlag
ins Geſicht und zwei Stöße in die Magengegend. Dann
verſuchte er, ſich in den Beſitz der Taſche zu ſetzen. Als ihm
dies nicht gelang, verſetzte er dem Kaſſenboten einen
dritten Stoß in die Magengegend, ſo daß dem
Ueberfal=
lenen die Sinne ſchwanden. Auf ſeine Hilferufe waren
mittlerweile Paſſanten herbeigekommen und veranlaßten
nach kurzer Verfolgung die Feſtnahme des Räubers. Bei
ſeiner Vernehmung gab er zuerſt an, Franzoſe zu ſein und
Emil Georg Florentin Aujard zu heißen; auch wollte er
noch unbeſtraft ſein. Schließlich erklärte er, als er gemeſſen
und photographiert werden ſollte, daß er ſchon in Paris
gemeſſen und photographiert worden ſei, und daß er der
Buchhalter Edmund Adam ſei. Er räumte weiter ein, daß
er im Jahre 1906 bei der Marine in Wilhelmshaven
ge=
dient habe und dann deſertiert ſei. Dann habe er ſich in
Frankreich, Belgien, Holland und Luremburg
herum=
getrieben. In Paris ſei er wegen verſchiedener Delikte
mehrfach abgeurteilt worden. Am vergangenen Samstag
ſei er von Luxemburg mit geringen Barmitteln hier
ein=
getroffen. Da ihm geſtern das Geld vollſtändig
aus=
gegangen ſei, habe er den Entſchluß gefaßt den erſten, der
ihm in den Weg käme, und bei dem er Geld vermutete, zu
überfallen und zu berauben.
Straßburg, 1. April. (Der Ueberfall ani den
Wachtpoſten ein Racheakt!) Die Straßburger
Bürgerzeitung meldet: Der Ueberfall auf den
Wachi=
poſten bei Forts Sundheim hat ſich folgendermaßen
abgeſpielt: Der Unteroffizier trat vor die Tür der
Wacht=
ſtube, weil er einen Schuß hörte. Er erhielt aus nächſter
Nähe einen Schuß der ihm eine leichte Fleiſchwunde
bei=
brachte. Bei der ſofort aufgenommenen Verfolgung wurde
der Täter gefaßt und dem Landgendarmen übergeben,
dem er jedoch wieder entkam. Der Unteroffizier will in
dem Täter einen im vorigen Jahre entlaſſenen, nicht aus
Elſaß ſtammenden Soldaten ſeiner Kompagnie erkannt
haben. Es handelt ſich alſo offenbar um einen Racheakt.
Metz, 1. April. (Zu der angeblichen
Grenz=
verletz ung), die nach franzöſiſchen Blättern bei
Moy=
uvre durch eine Militärpatrouille ſtattgefunden haben
ſoll, erfährt das W. T.=B., daß tatſächlich eine aus zwei
Mann beſtehende Militärpatrouille unbewußt die Grenze
ein paar Meter überſchritten hatte, aber ſofort wieder
zurückgegangen iſt, nachdem ſie von Einwohnern darauf
aufmerkſam gemacht worden war.
München, 1. April. (Das Befinden Paul
Heyſes) ſcheint hoffnungslos, da nach der Kriſis
Lungenentzündung und Kräfteverfall eingetreten iſt. Der
84jährige Kranke iſt nur noch zeitweilig bei Bewußtſein.
Karlsruhe, 1. April. (Die direkte
Fern=
ſprechleitung Karlsruhe-Berlin) iſt nach
Mitteilung der Oberpoſtdirektion heute mittag 12 Uhr
20 Minuten in Betrieb genommen worden.
Köln, 1. April. (Unter Mordverdacht.) Unter
dem dringenden Verdacht, ſeine Geliebte in die Donau
geworfen zu haben, wurde der Bildhauer Hollmann aus
Wien hier verhaftet. Er hatte ſich vor einigen Tagen in
ſelbſtmörderiſcher Abſicht einen Schuß beigebracht, um,
wie er angab, ſich den gerichtlichen Nachforſchungen durch
den Tod zu entziehen. Er befand ſich auf der Durchreiſe
nach Eſſen, um dort ſeine zweite Geliebte zu beſuchen.
Halle a. d. S., 1. April. (Einbruchsdiebſtahl.)
In dem Dorfe Raben iſt der Gutsbeſitzer Schulz durch
drei Schwindler ſchwer geſchädigt worden. Dieſe fuhren
in eleganter Kleidung im Auto bei dem Gutsbeſitzer vor
und erklärten, daß ſie Mitglieder der ſtaatlichen Veterinär=
Kommiſſion ſeien und den Auftrag hätten, die
Tierhal=
tung zu prüfen. Während Schulz mit einem der
vermeint=
lichen Kreistierärzte die Ställe durchſchritt, raubten die
beiden Komplizen aus dem Geldſchrank 20000 Mk.
in Bargeld und Wertpapiere. Die drei Spitzbuben ſind
ntkommen.
Dresden, 1. April. (Tödlicher Unfall.)
Zwi=
ſchen Glashütte und Oberloſchwitz fuhr der Kaufmann
Ullrich in die Müglitz. Er brach dabei das Genick und
war ſofort tot. Sein Begleiter, der Poſtaſſiſtent Hermann,
wurde gleichfalls getötet.
Paris, 1 April. (Verbotene Rennwetten.)
eſtern nachmittag drang die Polizei in einen
unter=
irdiſchen Saal des Palais Royl ein, in welchem ein
Renn=
totaliſator untergebracht war. An 300 Perſonen waren
daſelbſt verſammelt, um Rennwetten einzugehen, die auf
Grund der von den Rennplätzen telephoniſch
übermittel=
ten Ergebniſſe geregelt wurden. Dem Eigentümer des
Totaliſators gelang es, zu entfliehen. Die Polizei
be=
ſchlagnahmte die Einſätze.
Paris, 1. April. (Erdſturz=Kataſtrophe.) Die
lätter bringen heute ausführliche Schilderungen über die
Erdſturz=Kataſtrophe, die ſich insbeſondere im Dorfe
Neilhac ereignet hat. Die Erde iſt in einer
Ausdeh=
nung von über 1 Kilometer aufgeriſſen und zehn Häuſer,
ſowie alles, was auf dieſer Fläche ſtand, iſt in den
ent=
ſtandenen Abgrund verſunken. Menſchenleben ſind der
Kataſtrophe glücklicherweiſe nicht zum Opfer gefallen, doch
ſind ſechs vierköpfige Familien obdachlos und vollſtändig
ruiniert. Bisher iſt die Bewegung nicht zum Stillſtand
gekommen und täglich erfolgen neue Erdſtürze. Von Zeit
zu Zeit macht ſich ein donnerähnliches, unterirdiſches
Kra=
chen bemerkbar. Auch die Bewohner der umliegenden
Dörfer ſind der Verzweiflung nahe, da durch die
Kata=
ſtrophe weite Strecken von Nutzhölzern verwüſtet worden
ſind, die dort die Hauptinduſtrie bilden.
London, 1. April. (Der Streik in den
Koh=
lenwerken von Yorkſhire) dauert fort und
um=
faßt jetzt gegen 65000 bis 70000 Arbeiter. Es iſt aber
Ausſicht vorhanden, daß die Vertreter der Arbeitgeber
und der Arbeitnehmer am Freitag zu einer Beratung in
London zuſammentreten werden.
Konſtantinopel, 1. April. (Automobilunfall.)
Der Kommandeur des 1. Armeekorps in Konſtantinopel
Oberſt Nuri=Bey wurde bei einem Zuſammenſtoß
ſeines Automobils mit einem Straßenbahnwagen ſo
ſchwer verletzt, daß an ſeinem Aufkommen gezweifelt wird.
Er wurde bewußtlos in ein Militärhoſpital gebracht und
konnte noch nicht ins Bewußtſein zurückgerufen werden.
Neu=York, 1. April. (Rooſevelt, in tiefſten
Jagdgründen.) Die Zeitung Evening Sun
veröf=
fentlicht ein Telegramm aus Buenos=Aires, wonach der
ehemalige Präſident der Vereinigten Staaten Rooſevelt
und ſeine ganze Begleitung ſchon ſeit Wochen ſpurlos
verſchwunden ſind. Er ſoll in Jquitos in Peru zum
letzten Male geſehen worden ſein. Seitdem hat man keine
Nachricht von ihm.
Vom Großherzoglichen Landesmuſeum.
In dieſen Tagen iſt eine neue Abteilung der
Diergeographiſchen Sammlung des
Natu=
ralienkabinetts fertia geworden und für die Beſucher vom
Sonntag an zugäeglich: die Gruppe „Nordſee=Ufer”,
nach den Beobachtungen auf mehrmaligen Studienreiſen
nach Helgoland dem Wattenmeer den frieſiſchen Inſeln
und den benachbarten Teilen des Strandes entworfen.
Den Hintergrund bilden die charakteriſtiſchen
Dünenhügel und die dazwiſchen liegenden Täler, wie ſie
unter anderen auf Sylt ſehr ſchön zu ſehen ſind und die
vielen Seevögeln zum zeitweiligen Aufenthalt, aber auch
als Brutplätze dienen. Man ſieht Silber= Sturm= und
andere Möwen, deren Junge, einen Tölpel verſchiedene
Seeſchwalben, teils fliegend teils in Ruheſtellung auf den
Hügeln (meiſt mit dem Kopf gegen den Wind gerichtet),
dann mehrere Arten von Strandläufern, Kampfhähne im
Hochzeitskleid, Brachvögel, Steinwälzer. Auſternfiſcher,
Regenpfeifer, Löffelreiher und andere Stelzvögel Von
Schwimmvögeln Eiderenten, von denen ein Weibchen
ge=
rade zum Neſt geht, das mit den eigenen Dunen weich
ausgepolſtert iſt und Eier enthält, während andere,
darunter die ganz abweichend gefärbten Männchen, nach
dem Meer fliegen. Aus einem unterirdiſchen Gang
kom=
men die dort erbrüteten Jungen der Brautente heraus,
von der Mutter ſorglich behütet. Andere Stücke dieſer
Art fliegen wie die Eiderenten nach dem Waſſer, um
Nah=
rung zu ſuchen.
Der Vordergrund von dem hinteren Teil durch
die typiſche Steilküſte abgetrennt, iſt ein ſandiger Strand
der von den Sturmfluten regelmäßig überſchwemmt wird.
Trotzdem niſten hier mit Vorliebe einige Seeſchwalben,
wir ſehen 3 Neſter der Zwergſeeſchwalbe, kleine,
ſchüſſel=
förmige Vertiefungen, von denen eine Eier, die zweite ein
kürzlich ausgeſchlüpftes Junge enthält= dann ein Neſt vom
Auſternfiſcher, ebenfalls mit Eiern, während ein Junges
links im Sand ſitzt, ein Neſt der langſchwänzigen
See=
ſchwalbe und ein Neſt vom Regenpfeifer, auch mit Eiern.
Außerdem befinden ſich hier noch kleine Regenpfeifer, ein
Zwergſtrandläufer, 2 fliegende Regenpfeifer und 2 junge
Eiderenten, die nach dem Waſſer hineilen, und dann 2
Meerſänger, links ein toter, durch die Flut
angeſchwemm=
ter Braunfiſch (Meerſchwein), rechts ein Seehund, der zur
Ruhe auf den Sand kriecht.
Dieſer ganze Teil des Ufers iſt mit Gegenſtänden
be=
deckt, die das Meer ausgeworfen hat, Muſcheln und
Schneckenſchalen in großer Menge, auch einige Eihüllen
von letzteren, dann toten Stachelhäutern: Seeſternen und
Seeigeln, auch Reſten von Krebſen und Skeletteilen von
Wirbeltieren. Die Zeit der Darſtellung iſt kurz nach der
Fluthöhe, deshalb iſt auch der Sand an den niedrigſten
Stellen noch feucht. Beim Eintritt der Ebbe trocknet der
ganze Strand ab, der Wind weht alles durcheinander und
nachher kehrt die Frau zurück und nimmt das
Ange=
ſchwemmte zum Teil wieder mit, um es durch anderes
zu erſetzen.
Als Ergänzung zu der Gruppe dient eine Serie von
Stereoſkopbildern die in der Abteilung für
niedere Tiere aufgeſtellt ſind.
Außer der neuen Gruppe iſt noch eine Neuerwerbung
zu erwähnen: Ein Ei von Aepyornis, einem Rieſenvogel
von Madagaskar, in ſehr ſchöner Erhaltung. Es liegt in
der ſyſtematiſchen Sammlung der Vögel, im Straußen.
ſchrank, und kann man hier, wo ein Straußenei daneben
liegt, die richtige Vorſtellung ſeiner Größe bekommen.
G. v. Koch.
Gerichtszeitung.
* Wiesbaden, 1. April. Die hieſige
Straf=
kammer verurteilte nach mehrſtündiger Verhandlung
den Geſchäftsführer Dr. Nikolaus Geißenberger aus
Griesheim wegen Unterſchlagung und Urkundenfälſchung
zu zwei Jahren Gefängnis. Geißenberger hatte als
Ge=
ſchäftsführer der Gemeinnützigen Baugeſellſchaft der
Chemiſchen Fabrik Griesheim in den letzten vier Jahren
etwa 150000 Mark unterſchlagen und die von ihm ver
übten Unterſchlagungen durch Urkundenfälſchungen zu
ver=
decken verſucht.
* Mannheim, 1. April. Das Schwurgericht
ſprach heute den Gewerkſchaftsſekretär Mar Nagel von
der Anklage nach § 157 des Strafgeſetzbuches frei.
Na=
gel ſollte wegen eines in einer Kölner Großmüllerei
aus=
gebrochenen Streiks die Konſumenten der Neckar=
Brot=
fabrik, die Mehl dieſer Mühle verwendet, zum Boykott
aufgefordert haben.
* Straßburg, 1. April. Mit einem Falle von
öffentlicher und tätlicher Soldatenbeleidigung
hatte ſich heute die hieſige Strafkammer zu beſchäftigen.
Am 22. März, kurz nach 12 Uhr mittags, ſchlug in der
be=
lebten „Langen Straße” hier der Maler Karl Lambert dem
ruhig ſeines Weges gehenden Musketier Robert Engler
om Infanterie=Regiment Nr. 126 ohne jeden erſichtlichen
Grund die Mütze vom Kopfe. Als ſich Engler dies verbat
und ſich wehrte, ſchlug Lambert nach ihm und verletzte ihn
an der linken Leiſtengegend und am Unterarm. Inzwiſchen
var Polizei zur Stelle und verhaftete Lambert. Mit
Rückſicht auf die Frivolität des Angriffes wurde heute
der ſchon mehrfach vorbeſtrafte Angeklagte wegen tätlicher
Beleidigung und Mißhandlung zu einer Geſamtſtrafe von
ſechs Wochen Gefängnis verurteilt.
Luftfahrt.
Fliegerſtürze.
* Mailand, 1. April. In Turin iſt der
Flieger=
leutnant Griffa bei einer Uebung aus 40 Meter Höhe
abgeſtürzt. Er war ſofort tot.
* Paris, 1. April. Wie aus Chalons=ſur=
Marne gemeldet wird, ſtürzte der Flieger Teſtulat,
der mit einem Fluggaſt namens Avigny einen Probeflug
unternahm, aus einer Höhe von 100 Metern ab. Das
Flugzeug ſtieß gegen einen Eiſenpfeiler. Die beiden
Flieger waren ſofort itot. Der Benzinbehällter
fing Feuer, und das Flugzeug verbrannte vollſtändig.
* Paris, 1. April. Der Flieger Emil Vedrines,
der jüngere Bruder des bekannten Fliegers Jules
Ve=
drines, ſtürzte heute mit einem Eindecker, als er einen
Looping verſuchte, aus einer Höhe von 27 Metern ab und
war auf der Stelle tot.
Seite 6.
Darmſtadter Tagblatt, Donnerstag, den 2. Apri 1914.
Nummer 92.
Der ſtädtiſche Voranſchlag
für 1914.
* Die henkkge Stadtverordnetenverſammlung wird
ſich mit dem ſtädtiſchen Voranſchlag für 1914 beſchäftigen.
Dem Bericht des Finanzausſchuſſes, erſtattet von
dem Herrn Stadtverordneten Henrich, entnehmen wir
folgendes:
Schon zu dem vorjährigen Voranſchlage wurde
feſt=
geſtellt, daß) die ſeit dem Jahre 1910 beobachtete Beſſerung
der ſtädtiſchen Finanzen — die zur Anſammlung eines
Ausgleichsfonds in Höhe von 2 Millionen Mark
Ge=
legenheit gegeben hatte — nicht angehalten, vielmehr
iner rückläufigen Bewegung Platz gemacht hat.
Der Fehlbetrag des Voranſchlages für 1913 belief ſich
— einſchließlich des im vorhergehenden Jahre
vor=
anſchlagsmäßig ungedeckt gebliebenen Betrages von
170000 Mark — auf insgeſamt 595000 Mark. Davon
wurden nur 130000 Mark durch neue Steuern gedeckt
(Warenhaus= und Filialſteuer, Erhöhung der
Kanal=
benutzungsgebühren und Billettſteuer), während 465000
Mark dem Ausgleichsfonds entnommen werden ſollten.
Dieſe Entnahme wird aber vorausſichtlich nur mit etwa
200000 Mark notwendig werden.
Der Fehlbetrag.
Zu dem in 1913 ungedeckt gebliebenen
465 000 Mk.
Fehlbetrag von
treten für 1914 die Mehrausgaben gegen 1913
468000
hinzu mit . .
ergibt zuſammen 933000 Mk.
Davon ab die Mehreinnahmen nach dem vor=
130000
gelegten Voranſchlagsentwurf von
Bleibt ein ungedeckter Geſamtſehlbetrag von 803000 Mk.
Hierin iſt der aus der Auflöſung der
Grund=
erwerbskaſſe ſich ergebende Fehlbetrag von
rund 135000 Mark nicht einbegriffen, da
dieſer bisher ſchon aus dem Vermögen gedeckt wurde und
nun nach und nach in alljährlich ſteigenden Beträgen der
Verwaltungsrechnung zur Laſt gelegt werden ſoll.
Gegen den Voranſchlag von 1913 hat ſich nach obiger
Darlegung der Abſchluß um 338000 Mark (803000 Mark
weniger 465000 Mark) verſchlechtert. Wie ſich das
auf die einzelnen Voranſchlagsrubriken verteilt, geht aus
nachfolgender Aufſtellung hervor:
Gegen den Voranſchlag 1913
gübſtiger ungünſtiger
Verpachtete Grundſtücke
8000 Mk.
12000 Mk.
Waſſerwerk
73000 „
Laswerk
. . . . 36000
Heag
40000
,, „
Schlachthof
104000
Schulen
. , ,
Leſehalle
4000
,
28000
Straßenbau
,„,
Straßenbeleuchtung
12000
8000
Vermeſſungsweſen
9000
Oeffentliche Sicherheit . . .
6000
Friedhöfe
4000
Geſundheitspflege
Armenpflege
15000 „
Kreisſteuern
10000 „
48000
Beiträge
10000
Ausſtellungsgebäude uſw.
22000
Allgemeine Verwaltung
77000
Zinſen
47000
Tilgung
5000 „
Oktroi
Steuer .
100000
170000 Mk. 508 000 Mk.
170000
338 000 Mk.
Die wichtigſten Poſten ſind in dem ſtarken
Rück=
gang der Einnahmen aus dem Gaswerk (73000
Mark) und dem Schlachthof (40000 Mark), in der
Mehrbelaſtung der Stadt mit den Koſten der beiden
Gym=
naſien (65000 Mark) und in dem Mehrbedarf für den
Schuldendienſt (160000 Mark Zinſenſchuld aus der
An=
leihe Lit. O. und 40000 Mark Tilgung aus der Anleihe
Lit. P.) zu ſuchen. Das Mehr für Beiträge zu
gemein=
nützigen Veranſtaltungen iſt mit 40000 Mark (für die
Ausſtellung 1914) vorübergehender Natur.
Die Deckung.
Der oben nachgewieſene
Geſamtfehlbe=
trag von
803 000 Mk.
ſoll nach dem Vorſchlage des
Oberbürger=
meiſters wie folgt gedeckt werden:
a) durch Ueberweiſung aus den
Betriebs=
mitteln der Stadtkaſſe zur
Gaswerks=
kaſſe
73000 Mk.
b) durch Entnahme aus dem
Ausgleichsfonds
500000
c) durch Erhöhung d.
Ge=
meindeſteuer=
Aus=
ſchlages
230000
803000 „
An dem aus Steuern zu deckenden
Be=
trage von
230 000 Mk
gehen jedoch ab die aus dem weiteren
An=
wachſen der Steuereinnahmen nach
Mit=
teilung des Großh. Finanzamtes ſich
er=
gebenden Mehreinnahmen (170000 Mark
an=
ſtatt 100000 Mark) mit
70000
bleiben ungedeckt 160000 Mk.
Keine Steuererhöhung!
Die Verwaltung ſchlägt vor, zur Deckung dieſes
Be=
trages den Ausſchlagsſatz für die Einkommenſteuer von
128,4 Prozent auf 133,2 Prozent — alſo um 4,8
Pro=
zent — und für die Vermögensſteuer von 21,6 Pfg. von
je 100 Mark Vermögen auf 22,8 Pfg. — alſo um
1,2. Pfg. — zu erhöhen. Der berichtende Ausſchuß
kann dieſem Vorſchlage nicht zuſtimmen, er
be=
antragt vielmehr, für das Rechnungsjahr
1914 von einer Steuererhöhung abzuſehen
und auch die fehlenden 160000 Mark aus
dem Ausgleichsfonds zu entnehmen.
Zu dieſem Antrage fühlt ſich der Ausſchuß
insbeſon=
dere durch den Umſtand veranlaßt, daß in der
gegenwär=
tigen, namentlich für das Gewerbe wie für den Hausbeſitz
recht ſchwierigen Zeit jede, auch die geringſte
Steuer=
erhöhung recht hart empfunden wird. Der Ausſchuß iſt
ſich bewufſt, daß eine derartig weitgehende Schwächung
der Ausgleichsreſerve finanzpolitiſch nicht ohne Bedenken
iſt, zumal auch in den nächſten Jahren mit einem
wei=
teren Anwachſen der Ausgaben zu rechnen und ein
er=
hebliches Anſteigen der Ueberſchüſſe aus den ſtädtiſchen
Betrieben nicht mit Beſtimmtheit zu erwarten iſt.
Gleich=
wohl glaubt er die vorgeſchlagene Maßnahme aus dem
Umſtande rechtfertigen zu können, daß der Ausgleichsfonds
am Schluß dés Jahres 1913 immer noch etwa 1800000
Mark betragen wird, daß dieſem in 1914 weiter die in
dem Vermögensteil (Rub. 49) verrechneten Zinſen mit
80000 Mark zufließen und daß ein Teil der
Mehraus=
gaben des Jahres 1914 — z. B. der Zuſchuß zur
Aus=
ſtellung mit 40000 Mark, Anſchaffung von Regiſtrierkaſſen
für die Stadtkaſſe mit 12000 Mark — einmalige ſind, alſo
in den nächſten Jahren nicht wiederkehren. Selbſt wenm
der Ausgleichsfonds mit dem vollen Betrage von 660000
Mark in Anſpruch genommen werden müſkte — was aber
nach den Vorgängen in allen früheren Jahren
normaler=
weiſe nicht zu befürchten iſt —, ſo würde Ende 1914 immer
noch ein Beſtand von rund 1 200000 Mark bleiben, der die
Möglichkeit gibt, zunächſt noch abzuwarten, wie ſich die
Einnahmen aus Steuern und aus den Betrieben
gegen=
über den Ausgaben entwickeln, und nötigenfalls erſt dann
einer Steuererhöhung näherzutreten, wenn unzweifelhaft
feſtſteht, daß die wirtſchaftliche und finanzielle Geſamtlage
nach Ueberwindung der Uebergangsverhältniſſe, in denen
ſich die Stadt in mancher Beziehung immer noch befindet,
eine Steuererhöhung notwendig macht.
Die ſtädtiſchen Betriebe.
Es wurde bereits darauf hingewieſen, daß der wenig
günſtige Abſchluß des Geſamtvoranſchlags zu einem Teil
auch auf das Ergebnis der ſtädtiſchen Betriebe
zurückzu=
führen ſei. Die nachfolgende Vergleichung mit den
Zah=
len für 1913 zeigt das:
1914
1913
443000 Mk. 370000 Mk.
aus dem Gaswerk . .
236000 „ 250000 „
„ Waſſerwerk
„ der Vertragsgemeinſchaft mit
93870 „ 129680 „
der „Heag‟
95000 „ 55000,
dem Schlachthof
zuſammen: 867870 Mk. 804 680 Mk.
Der Einnahmeausfall bei dem Gaswerk der durch
die bereits imVorjahre als notwendig
angekündigteHerab=
ſetzung des Gaspreiſes verurſacht iſt, beträgt in vollem
Umfange ſogar 136000 Mark. Die Verwaltung glaubt
je=
doch, einen Teil des Ausfalles durch eine Steigerung des
Verbrauches ausgleichen zu können und ſchlägt vor, die an
der vorjährigen Etatsſumme dann noch fehlenden 73000
Mark aus vorhandenen Betriebsmitteln der Stadtkaſſe zu
entnehmen, in der Erwartung, daß in den folgenden
Jahren auch dieſer Ausfall durch eine weitere Steigerung
des Verbrauches wieder eingebracht wird. Aus der
Ver=
tragsgemeinſchaft mit der Heſſiſchen Eiſenbahn=
Aktien=
geſellſchaft werden gegen das Vorjvur rund 36000 Mark
mehr erwartet. Davon ſind indeſſen nur 10000 Mari
wirkliche Mehreinnahme aus der Erhöhung der Dividende
von 4 Prozent auf 4½ Prozent. Die weiteren 26000 Mk.
entſprechen der Erhöhung der Bezüge der in den Dienſt der
Geſellſchaft übergegangenen ſtädtiſchen Beamten und
Ar=
beiter, die im Vorjahre vorſorglich in den ſtädtiſchen
Vor=
anſchlag aufgenommen worden waren, aber endgültig von
der „Heag” übernommen worden ſind.
Ein wenig erfreuliches Bild bieten die Ergebniſſe des
Schlachthofes. Der an die Stadtkaſſe abzuliefernde
Ueberſchuß iſt um weitere 40000 Mark — von 95000 Mark
auf 55000 Mark zurückgegangen, und ſelbſt dieſe geringe
Ziffer wird durch die Schlachtungen des Jahres 1913 nicht
voll gerechtfertigt. In der Schlachthof=Deputation war der
Antrag geſtellt worden, die Schlachtgebühren entſprechend
herabzuſetzen. Der Finanzausſchuß konnte dieſem Antrag
zurzeit nicht zuſtimmen, einmal wegen der augenblicklichen
ungünſtigen finanziellen Lage der Stadt, dann aber auch
deshalb, weil angeſichts des jetzigen geringen Ueberſchuſſes
des Schlachthofes die darauf gegründete Herabſetzung der
Schlachtgebühren ſo gering ausfallen müſſe, daß ſie für die
Metzger ſehr wenig, für die Konſumenten aber überhaupt
nicht fühlbar ſein würde. Die Notwendigkeit einer
Reviſion des Gebührentarifs zu geeigneter Zeit wird von
dem Ausſchuß nicht verkannt. Der Ausſchuß glaubte ſich
aber für diesmal darauf beſchränken zu müſſen, den Herrn
Oberbürgermeiſter zu erſuchen, bei der Großh. Regierung
die Genehmigung zu einer wirkſameren Kontrolle des von
auswärts eingeführten Fleiſches zu erwirken.
Die Aufhebung der Grunderwerbskaſſe.
Eine beſondere finanzielle Schwierigkeit bereitet der
Stadt die Aufhebung der Grunderwerbskaſſe. Seit dem
Beſtehen dieſer Kaſſe ſind die durch den
erworbenenGrund=
beſitz erwachſenen Laſten für Zinſen und Unterhaltung
auf den abgeſchätzten (alſo nicht realiſierten) Mehrwert
verausgabt, d. h. aus dem Vermögen entnommen und
da=
mit aus Anleihen gedeckt worden. Dieſex finanzpolitiſch
ſchwer zu rechtfertigende Zuſtand der zu einer namhaften
Vermehrung der Schuldenlaſt nur aus aufgewachſenen
Zinſen führte, fand ein natürliches Ende in dem
Augen=
blick, als weitere Mehrwerte zur Deckung der Fehlbeträge
der Rechnung nicht mehr nachgewieſen werden konnten
und nun die ſo aufgewachſene Schuld der
Grunderwerbs=
kaſſe bei der Stadtkaſſe den Geſamtwert des Aktivbeſtandes
überſtieg. Die finanzielle Lage der Stadt macht es
un=
möglich, den Geſamtbetrag des jährlichen Zuſchußbedarfs
der Grunderwerbskaſſe, der bisher aus dem Vermögen
ge=
deckt wurde, nun auf einmal der Verwaltungsrechnung zur
Laſt zu ſetzen. Die Verwaltung beſchränkte ſich darauf,
von dem Geſamtbetrag von 135000 Mark für 1914 110000
Mark aus dem Vermögen zu entnehmen und auf dieſe
Weiſe die Verwaltungsrechnung mit 25000 Mark zu
be=
laſten. In den folgenden Jahren ſoll durch allmähliche
Verringerung des Zuſchuſſes aus dem Vermögen der
ge=
ſamte Fehlbetrag durch laufende Einnahmen gedeckt
werden.
Zu Laſten des Vermögens ſind an neuen Ausgaben
913 130 Mark vorgeſehen wovon 287000 Mark auf
Ge=
ländeerwerbungen, 242700 Mark auf die Anlegung des
neuen Friedhofes und 100000 Mark auf die Errichtung
von Militärbauten entfallen. Soweit nicht in einzelnen
Fällen Genehmigung vorliegt, kann die Inanſpruchnahme
dieſer Kredite nur nach beſonderer Genehmigung der
Stadtverordmetenverſammlung ſtattfinden.
Die Prüfung des Voranſchlages in ſeinen einzelnen
Teilen führte zu zahlreichen Anträgen, deren Annahme
empfohlen wird, und durch die mit Einſchluß der
beantrag=
ten Entnahme von 160000 Mark aus dem Ausgleichsfonds
des Budgets verglichen wird. Der Oberbürgermeiſter hat
ſich mit den Anträgen einverſtanden erklärt.
Die Neckarkanaliſation.
* Stuttgart, 1. April. In der heutigen Sitzung
der Zweiten Kammer erklärte der Miniſter des Innern
v. Fleiſchhauer auf die Anfrage, ob er bereit ſei, auf der
Grundlage des Schiffahrtsabgabengeſetzes mit den
Re=
gierungen von Baden und Heſſen (ohne
Rück=
ſicht auf den Stand der Verhandlungen mit Holland und
Oeſterreich über die Aufhebung der Abgabenfreiheit auf
dem Rhein und der Donau) in Verhandlungen über die
ſofortige Inangriffnahme der Neckarkanaliſation zwiſchen
Mannheim und Heilbronn einzutreten, u. a.: Nach dem
Voranſchlag von 1910 entfallen auf württembergiſches
Gebiet an Koſten 10 480000 Mark, auf badiſches 1961300o
und auf heſſiſches Gebiet 3571000 Mark. Dazu kommen
die Koſten für die Erweiterung des Schiffahrtshafen in
Heilbronn mit 3 381000 Mark. Es ſind aber noch 10
Pro=
zent zuzuſchlagen, ſo daß wir insgeſamt auf eine runde
Summe von 43 600000 Mark kommen. Die Koſten fü
die Unterhilltung des Kanals und die Waſſerbaukoſte‟
müſſen mit 1½ Prozent oder ungefähr 600000 Mark
an=
genommen werden. Dieſen beträchtlichen Ausgaben ſtehen
an Einnahmen nur der Wert der gewonnenen Waſſerkräfte
und die Schiffahrtsabgaben gegenüber. Die
Geſamtein=
nahme der Schiffahrtsabgaben wird mit rund 450000
Mark jährlich berechnet werden können. Hinſichtlich des
techniſchen Betriebes werden auf württembergiſchem
Ge=
biete 4500 Pferdekräfte gewonnen, was einen Wert von
3½ Millionen Mark darſtellt. Eine zuverläſſige
Berech=
nung des geſamten Nutzens und der einzelnen
volkswirt=
ſchaftlichen Vorteile muß als ausgeſchloſſen bezeichnet
werden. In fiskaliſcher Hinſicht wird der Kanal den
Eiſenbahnen Vorteile und Nachteile bringen. Für
Würt=
temberg allein bedeutet die Ausführung des
Unterneh=
mens ein gewiſſes Wagnis. Auf der Grundlage des
Schiffahrtsabgabengeſetzes würde die württembergiſche
Regierung dieſes Wagnis riskieren. Im übrigen wird
die Stellungnahme der Regierung nicht ohne eingehende
Erwägung der finanziellen Rückſichten erfolgen können.
Im Hinblick auf die Leiſtungsfähigkeit eines kleinen
Lan=
des wird die Ausgabe von ſo vielen Millionen zu ernſten
Bedenken Anlaß geben. Die württembergiſche Regierung
hat nichts verſäumt, um auf die Wichtigkeit und
Dring=
lichkeit des Geſetzes immer wieder hinzuweiſen und
dar=
auf zu dringen, mit der niederländiſchen Regierung in
Verbindung zu treten. Württemberg befindet ſich in
we=
ſentlich ungünſtigerer Lage als Bayern mit ſeinem
Main=
kanal.
Unfall des Prinzen Joachim
von Preußen.
* Kaſſel, 1. April. Die Kaiſerin iſt heute
nach=
mittag 2 Uhr hier eingetroffen und am Bahnhof
vom Prinzen Joachim empfangen worden. Der
Prinz hatte auf der Fahrt zum Bahnhof einen leichten
Unfall. Das Pferd des Dogcart, in welchem der Prinz
fuhr, glitt auf dem Bahnhofsvorplatz aus und ſtürzte,
ſprang aber gleich wieder auf. Durch den Stoß infolge
des Sturzes des Pferdes flog der den Prinzen begleitende
Adjutant auf das Straßenpflaſter. Der Prinz, der nach
den Zügeln griff, ſtürzte nach vorn vom Wagen, wobei
er mit den Füßen im Vorderſitz hängen blieb und ſo
zwi=
ſchen Pferd und Wagen ſchwebte. Paſſanten eilten herbei
und befreiten den Prinzen aus der unbequemen Lage. Der
Prinz und der Adjutant haben keine Verletzungen
er=
litten.
Handel und Verkehr.
* Berlin, 1. April. Die heutige
Aufſichts=
ratsſitzung der Diamantenregie wählte den
Direktor der Kolonialen Bergwerksgeſellſchaft Stauch
zum Vorſitzenden und den Direktor der Deutſchen
Diaman=
tengeſellſchaft Lotz zum ſtellvertretenden Vorſitzenden. Die
auf die Ausſchreibung von deutſchen Diamanten
einge=
gangenen Angebote wurden geöffnet und erwieſen ſich als
recht befriedigend. Der Aufſichtsrat beſchloß über die
Zu=
ſchlagserteilung. Der Beſchluß liegt dem
Reichskolonial=
amt zur Entſcheidung vor, die nach den
Ausſchreibungs=
bedingungen innerhalb fünf Tagen erfolgen muß.
Der Rochetteausſchuß in Frankreich.
* Paris, 1. April. Der Rochette=Ausſchuß
vernahm heute vormittag Emile Conſtant, den
ehe=
naligen Staatsſekretär des Innern im Kabinett Monis.
Tonſtant erklärte, er habe Dumesnil im Miniſterium des
Innern geſehen, doch habe dieſer vor ihm keine Anſpielung
auf die durch den Aufſchub der Rochette=Angelegenheit
berührten Intereſſen gemacht. Conſtant weigerte ſich, die
Frage Jaurés, ob er kürzlich ins Elyſée gegangen ſei, zu
beantworten. Er brauche nur davon Rechenſchaft
abzu=
legen, was er als Unterſtaatsſekretär erfahren habe, nicht
ber von Privatgeſprächen. Darauf ſtellte Jaurés feſt,
daß Conſtant ſich geweigert habe, ihm auf ſeine Frage zu
antworten. Der frühere Miniſter Cruppi erklärte, gar
nichts von Einzelheiten der Rochette=Angelegenheit zu
wiſſen. Der Deputierte Brouſſe gab an, er wiſſe nichts,
was zur Klärung des Artikels des Direktors des Journal
L’Indépendant des Pyrenees orientales dienen könnte.
Exminiſter Cruppi gab die analoge Erklärung ab, er ſei
kürzlich ins Elyſée gegangen, aber nicht, um mit dem
Prä=
ſidenten Poincaré von der Rochette=Angelegenheit zu
ſprechen. Meſſimy, Dumont, Chaumet und Pams ſagten
aus, ſie hätten, als ſie den Kabinetten Monis und Cailllaux
angehörten, von der Rochette=Angelegenheit keine nähere
Kenntnis gehabt. Sie ſeien in letzter Zeit nicht im Elyſée
geweſen. Die Kommiſſion nahm ſodann, mit Ausnahme
des letzten Satzes, ſämtliche Beſchlüſſe an, die ſich mit der
Rolle beſchäftigen, die die aufeinander folgenden Kabinette
in der Rochette=Angelegenheit geſpielt haben. Die
Be=
ſchlüſſe werden vermutlich heute abend veröffentlicht.
* Paris, 1. April. Der Rochetteausſchuß hat
mit 14 Stimmen, davon 4 unter Vorbehalt, gegen 3
Stim=
men und 2 Stimmenthaltungen die
Schlußfolge=
ungen angenommen, die der Kammer
unter=
breitet werden.
Brandunglück.
* Rotterdam, 1. April. Bei einem Brande
in einer Dampfſpinnerei in Almelo kamen vier
Arbeiter und eine Arbeiterin in den Flammen um.
Zahlreiche Perſonen erlitten Brandwunden. Eine von
ihnen mußte nach dem Krankenhauſe transportiert
wer=
den. Ein Arbeiter, der aus dem dritten Stock ſprang,
wurde leicht verletzt, ein anderer ließ ſich an einem Strick
aus dem vierten Stock herunter und wurde gleichfalls
durch Brandwunden verletzt. Die Feuerwehr war
macht=
los. Das Fabrikgebäude brannte bis auf die
Umfaſſungs=
mauern nieder.
Vom Balkan.
* Sofia 1. April Nach der Agencia Stefani i
die Meldung daß der König am 5. April zu kurzen
Ver=
handlungen in Wien eintreffen werde unrichtig. — D
Dampfer „Bulgaria” iſt mit 800 mazedoniſcher
Flüchtlingen an Bord von Saloniki nach Dedeagatſe
abgegangen.
* Athen, 1. April. Die Agence d’Athènes melde
aus Konſtantinopel: Der Metropolit vor
Amaſia erſchien in Begleitung des erſten Sekretärs des
Nummer 92.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. April 1914.
Seite 7.
oekumeniſchen Patiarchats bei den Polſchaſtern der
Groß=
mächte und überreichte ihnen ein Memorandum, in
dem die Verfolgungen der griechiſchen Elemente in
Tür=
kiſch=Thrazien angeführt, die Beibehaltung des alten
Re=
gimes, ſowie Garantien verlangt werden.
* Konſtantinopel, 1. April. Gegenüber den
Meldungen aus Athen und Saloniki, in denen die
Lage der Muſelmanen in Mazedonien,
ins=
beſondere in Saloniki, als günſtig dargeſtellt wird,
ver=
öffentlicht die offiziöſe Agentur eine umfangreiche
Dar=
ſtellung, in der die Drangſalierungen, denen die
Muſel=
manen ausgeſetzt ſind, eingehend geſchildert werden. In
der Darſtellung heißt es auch, daß die muſelmaniſche
Be=
völkerung Neu=Serbiens in der letzten Zeit einem
Aus=
nahmeregime unterworfen war. Das Expoſé ſchildert
ausführlich die durch die Einwanderung der Griechen aus
Thrazien, Kaukaſien und Kleinaſien geſchaffene Lage der
Muſelmanen in Neu=Griechenland. 8000 Muſelmanen
hätten Saloniki im Laufe der Woche verlaſſen. Die
Ge=
fängniſſe von Saloniki ſeien von Muſelmanen überfüllt.
Das Expoſé ſchließt mit der Feſtſtellung, daß die
Bedrük=
kungen, denen die geſamte nichtgriechiſche Bevölkerung
Mazedoniens unterworfen ſind, die öffentliche Meinung in
der Türkei aufs höchſte erregt.
* Konſtantinopel, 1. April. Die Beziehungen
zwiſchen dem Kultusminiſterium und dem Pa
triarchat ſind wieder hergeſtellt, nachdem gegenſeitig
befriedigende Erklärungen abgegeben worden waren.
* Wien, 1. April. Die Albaniſche Korreſpondenz
meldet aus Durazzo: Der Miniſterrat hat beſchloſſen,
von den Regierungen Oeſterreich=Ungarns und Italiens
die Entſendung je eines Beirates für die Miniſterien
der Poſt, Telegraphen, öffentlichen Arbeiten und der
Finanzen zu erbitten.
Aus Mexiko.
Der auswärtige Schuldendienſt.
* London 1 April. Die Times melden aus
Mexiko vom 31. März. Zwiſchen den Banken und der
Regierung iſt eine Anleihe von 45 Millionen
Dollar zu 90 Prozent arrangiert worden. Dieſe
An=
leihe iſt die 6prozentige Goldbondsanleihe in Höhe von
50 Millionen Dollar, die im vorigen Kongreß bewilligt
worden war Die Banken werden ermächtigt, gegen die
Anleihen Noten auszugeben Der auswärtige
Schuldendienſt wird von heute ab wieder
aufge=
nommen werden.
Der Frankf. Zig. wird hierzu noch gemeldet: Die
neuen Dekrete über die Anleihe bei den Notenbanken
ſind heute erſchienen. Danach wird den Notenbanken die
Erweiterung ihres Notenprivilegs um ein Vierfaches
zu=
geſtanden; als Gegenleiſtung müſſen ſie eine Anleihe von
50 Millionen Dollars übernehmen; als Unterpfand wird
ihnen ein entſprechender Teil der noch nicht begebenen 100
Millionen Dollars Bundesbonds verpfändet. Es bleiben
dann noch zirka 50 Millionen Dollars nichtbegebende
Bonds im Treſor der Regierung, über die ſich der
Finanz=
miniſter die freie Verfügung, insbeſondere das Rechl der
Begebung. vorbehält. Aus dem Erlös der Transaktion
mit den Notenbanken will die Regierung den
auswär=
tigen Zinſendienſt vom 1. April ah wieder
aufnehmen. Gleichzeitig aber heben die heutigen
De=
krete, mit Wirkung vom 1. April, die Beſtimmungen im
letzten Anleihevertrag auf, wonach die Zollerträgniſſe bei
der Nationalbank zu deponieren ſind, um bei günſtigem
Kurs nach Europa remittiert zu werden. Der
Kriegs=
zuſchlag auf die Einfuhrzölle wird nur noch bis zum
14. April (einſchließlich) erhoben.
* Juarez, 1. April. General Carranza erklärte
geſtern abend, die Meldung von dem Falle
Torre=
ons als unrichtig. Doch ſei dieſer jeden Augenblick
zu erwarten.
Vermiſchtes.
D. E K. Schundliteratur. Trotz aller amtlichen
und privaten Maßregeln und Warnungen findet die
Schundliteratuc immer noch Leſer und Abſatz. Der
Ge=
ſchäftskniffe, die ſie dabei gebraucht, ſind Legion, und ihre
Deviſe heißt: „Immer das Neueſte‟. Jetzt iſt das
Flieger=
tum daran. — Eine neue Samnilung von
Zehnpfennig=
heften wird angekündigt mit dem verheißungsvollen Titel
„Hans Stark, der Fliegerteuſel”. Um zu zeigen, welch
ſchlimme Verwüſtungen dieſe Lektüre in den Köpfen
kritik=
loſer junger Leſer anrichten kann, genügen einige Zeilen
aus der Inhaltsangabe des erſten Heftes. Hans Stark,
der Mann mit den „kühn blickenden blauen Augen” der
„Adlernaſe” und dem „blonden Bärtchen darunter” beſitzt
einen „ſelbſtkonſtruierten Apparat von geheimnisvoller
Technik, der die fünffache Geſchwindigkeit der Expreßzüge
erreicht, der mit wunderbaren Batterien geſpeiſt und in
Betrieb geſetzt wird, der ſeine Flügel einziehen kann, wie
der Pogel in der Luſt. und der Tod und Verderden ſprüht.
wenn ſein Beſitzer es will‟. Er ſauſt in drei Stunden von
Berlin nach Paris, um 100 Millionen für die
engliſch=
deutſch=franzöſiſche Bank zu holen. Das Geld liegt
be=
reit. Aber kurz vor Hans Starks Ankunft rauben Pariſer
Apachen die 100 Millionen und entführen ſie im
Auto=
mobil. Hans Stark jagt hinter ihnen her, ſprengt ihe
Auto in die Luft und rettet die Millionen vor der
Ver=
nichtung durch Brand. Aufſtieg! Verfolgung durch
hun=
dert franzöſiſche Flugzeuge und Luftſchiffe! Geſchoßhagel!
Nichts ſchadet dem Teufelsflugzeug. Einmal durchfliegt
es einfach einen feindlichen Flugapparat! „Es ſplitterte
und krachte, dumpf prallten die Leiber gegeneinander, ein
Feuerſtrahl ziſchte auf, und während der Fliegerteufel aus
dem ſtinkenden Rauch wie ein Phönix aus der Aſche in
den Aether emporſtieg, fielen die Reſte des feindlichen
Aeroplans blitzſchnell in die Tiefe.” Selbſtverſtändlich
kommt Hans Stark wohlbehalten in Berlin an, die Bank
iſt gerettet. Kommentar überflüſſig.
C.K. Rückgang der Goldproduktion. Zum
erſten Male ſeit 28 Jahren iſt in der Goldproduktion der
Welt — die Jahre des ſüdafrikaniſchen Krieges
natur=
gemäß ausgenommen — ein nicht unbedeutender Rückgang
zu verzeichnen. Seit dem Jahre 1885 da die
Goldproduk=
tion dier Erde rund 400 Millionen Mark erreichte iſt die
goldene Ernte regelmäßig geſtiegen und erreichte 1908
gegen 1850 Millionen. Nach einigen Jahren geringerer
Schwankungen hat das Jahr 1913 nun einen entſchiedenen
Rückgang gebracht der ſich einſtweilen auf rund 50
Mil=
lionen erſtreckt. Entſcheidend hierfür war in erſter Linie
die Produktion Transvaals, die eine Abnahme von
nahe=
zu 25 Millionen brachte. Nach einer Statiſtik des
Engineering and Mining Journal verzeichnen jedoch auch
die Vereinigten Staaten eine Produktionsverminderung
von gegen 20 Millionen und ebenſo hoch iſt der Rückgang
der mexikaniſchen Goldproduktion zu bewerten. Auſtralien
weiſt gegen 1912 einen Rückgang von über 12 Millionen
auf China ſogar 20 Dafür bringen Kanada (gegen 11
Millionen) und Rußland (gegen 10 Millionen)
Produk=
tionsſteigerung. Der Rückgang der Goldproduktion in
Transvaal und hauptſächlich am Wiwatersrand ſcheint
mit der Schwierigkeit in der Beſchaffung von
Arbeits=
kräften zuſammenzuhängen; die Einfuhr von Kulis iſt
be=
kanntlich verboten, dazu kamen Streiks der weißen
Ar=
beiterbevölkerung; der Arbeiterbeſtand iſt von 191000
Köpfen im Januar 1912 auf 147000 im November des
gleichen Jahres geſunken.
Literariſches.
— Ein Dorfroman von der Bergſtraße.
Wilhelm Kurtz, Valtin, Hanjörg und die Gret.
Broſch. 3Mk., geb. 4 Mk. Swewiaverlag Jugenheim
(Bergſtraße). Der Dichter, der unter dem Pſeudonym
W. Kurtz mit einem Erſtlingswerk an die Oeffentlichkeit
trat, dokumentiert ſich in ſeinem an der Weinheim=
Bir=
kenauer Gegend ſpielenden Dorfroman als ein intimer
Kenner von Volk und Land an der Bergſtraße, ſo daß
man wohl nicht fehlt geht mit der Annahme, daß er ſelbſt
dort heimiſch iſt. Der Verfaſſer gibt eine liebevoll
ge=
zeichnete, von feiner pſychologiſcher Beachtung zeugende
Kulturſkizze der Odenwälder. Die wirtſchaftliche
Beein=
fluſſung durch die Induſtrieanſiedelung in den Tälern
wird lebenswahr veranſchaulicht; ergreifend zieht ſich
durch das ganze Buch die unausrottbare Liebe des
Bauern zu ſeiner heimiſchen Scholle. Einen beſonderen
Reiz gewinnt das Buch dadurch, daß der geſamte Dialog
im Weinheim=Birkenauer Dialekt geſchrieben iſt. Th.
Waldraff hat das Buch durch künſtleriſch feine Vignetten
bereichert. Der Buchſchmuck hat inſofern illuſtrativen
Charakter, als die eingeſtreuten Landſchaften nach der
Natur ſkizziert ſind.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Wetzlar, 1. April. Heute nachmittag iſt unter großer
Beteiligung von nah und fern die bisher in Biebrich am
Rhein ſtationierte Untepoffiziersſchule in die
reichgeſchmückte Stadt eingezogen. Die
Begrüßungs=
anſprache auf dem uralten Domplatze hielt Bürgermeiſter=
Stellvertreter erßer Beigeordneter Hiepe, worauf der
Lei=
ter der Unteroffiziersſchule, Oberſtleutnant v. Wurmb,
ant=
wortete. Heute abend findet ein großes Feſtmahl ſtatt.
Die Mannſchaften werden auf Koſten der Stadt in den
Kaſernements bewictet. Die neuen, ganz modern
einge=
richteten Kaſernen ſind nach den Plänen des einheimiſchen
Architekten Hexmann Müllen erbaut. Sie bilden eine
Zierde der ganzen Landſchaft.
* Mannheim, 1. April. Von der Staatsanwaltſchaft
iſt gegen die Haftentlaſſung des Abg. Abreſch
Beſchwerde beim Oberlandesgericht eingegangen,
dieſe konnte jedoch noch nicht erledigt werden, da die zu
ſichtenden Akten zu umfangreich ſind.
2 Stutgart 1. April. Der frühere Keiegsminſter,
General von Schnürlen feiert heute ſein
fünfzig=
jähriges Dienſtjubiläum Der König hat ihm
mit einem Handſchreiben ſein Bild überſandt.
* Braunsberg, 1. April. In der in Wormditten
ab=
gehaltenen Verſammlung der Vertrauensmänner der
Zentrumspartei für den Wahlkreis Braunsbeeg=
Heilsberg iſt als Kandidat für die am 24. April
ſtattfin=
dende Reichstagserſatzwahl Frhr. v. Rechenberg=
Berlin aufgeſtellt worden.
* Wien, 1. April. Kaiſer Franz Joſef hat dem
erſten Vizepräſidenten des Deutſchen Reichsſtags, Geh.
Regierungsrat Profeſſor Dr. Paaſche, das Komturkreuz
des Franz=Joſeſ=Ordens mit Stern verliehen.
* Paris 1. April. Anläßlich des heute abend von
dem Verbande der Linken zu Ehren Briands
ver=
anſtalteten Bankett werden von den
Republika=
nern und den Syndikatsvereinigungen des
Seinedepar=
tements große Straßenkundgebungen geplant.
Die Polizei hat zum Schutze Briands umfaſſende
Maß=
nahmen getroffen.
* Paris, 1. April. Als die Kammer bei der
Be=
ratung des Ergänzungsſteuergeſetzes den
erſten Artikel des Entwurfs angenommen hatte,
bezwei=
ſelte Denais von der Rechten die Beſchlußfähigkeit des
Hauſes, worauf die Linke und die äußerſte Linke
gro=
ßen Lärm veranſtalteten. Der Präſident befragte das
Bureau, das erklärte, daß das Haus beſchlußfähig ſei.
In der Mitte und auf der Rechten wurde lebhaft gegen
dieſe Feſtſtellung proteſtiert und beleidigende Aeußerungen
gegen die Linke gerichtet, die ſie erwiderte. Nachdem die
Ruhe wiederhergeſtellt war, nahm die Kammer mehrere
Artikel des Ergänzungsſteuergeſetzes an. — Die Kammer
genehmigte das mit der Compagnie Générale du Maroc
und der Compagnie Genérale Eſpagnole de lAfrique
geſchloſſene Abkommen über die Konzeſſion für die
Eiſen=
bahn Tanger-Fez. — (In den Wandelgängen der
Kam=
mer verlautet, daß die gegen Monis und Caillaux
gerichtete Stelle der Schlußfolgerungen der
Unterſuchungs=
kommiſſion folgenden Wortlaut hat: Monis und
Cail=
laur haben ſich nicht bloß gerechtfertigten
Parteiangrif=
ſen, ſondern auch dem begründeten Tadel aller Bürger
dadurch ausgeſetzt, daß ſie in mißbräuchlicher Weiſe in
die Tätigkeit der Juſtiz eingriffen.
* Paris, 1. April. Die Kammer wird, wie man
hört, ſchon morgen nachmittag in die Erörterung
der Schlußfolgerungen des
Rochetteaus=
ſchuſſes eintreten, die vorausſichtlich zwei
Sitz=
ungen in Anſpruch nehmen wird.
— Mailand, 1. April. Am Kleinen St. Bernhard
erreichte der Schnee eine Höhe von fünf Metern. Die
Lawinenſtürze haben ungeheuren Schaden
ange=
richtet.
Die angebliche Waffenſendung für Ulſter.
* Hamburg, 1. April. Die Hamburger Firma Kiehn,
die Eigentümerin des Leichters „Karl Kiehn” erklärt die
durch die Preſſe gegangene Meldung, die Waffen= und
Munitionsladung des Leichters ſei für Ulſter beſtimmt,
als unrichtig. Der Waffentransport gehe nach
Süd=
amerika, wohin viele derartige Verſchiffungen
er=
folgen. Die Ladung ſei in Hamburg richtig konſigniert
und außerhalb der Neutralitätsgrenze an den
norwegi=
ſchen Dampfer „Fanny” abgegeben worden. Für die
Hamburger Firma handelte es ſich um die Vercharterung
ihres Leichters.
Schiffsunglück.
* Königsberg i. Pr., 1. April. Ein Fiſcherboot
aus Sarkau, das infolge des ſtürmiſchen Wetters
abge=
trieben wurde und heute morgen bei Roſſitten an der
Ku=
riſchen Nehrung auf Strand gehen wollte, ſchlug in der
Brandung um. Die aus vier Fiſchern beſtehende
Be=
ſatzung, ſämtlich Familienväter, ſind ertrunken.
Die ſchwediſchen Reichstagswahlen.
* Stockholm, 1. April. Die Reichstagswahlen
im zweiten Stockholmer Wahlkreiſe hatten folgende
Re=
ſultate: die Partei der Verteidigungsfreunde erhielten
10506 Stimmen, die liberale Partei und Anhänger
Staaffs 4594 Stimmen, die Sozialdemokraten 7768
Stim=
men. Bei den vorigen Wahlen in dem gleichen Kreiſe
erhielten die Moderaten 6297, die Liberalen 5123 und die
Sozialdemokraten 7408 Stimmen. Die
Verteidigungs=
freunde gewinnen hiermit einen Platz von den Liberalen
und einen von den Sozialdemokraten. Den liberalen Platz
hatte der frühere Staatsminiſter Staaff inns,
Rieſenſtreik in Petersburg.
* Petersburg, 1. April. Die Arbeiter vieler Fabriken
und Kleinbetriebe haben heute früh mit dem Streik
begonnen. Bald ſchloſſen ſich die Arbeiter der
Puti=
low=Werke an.
eſamt ſtreikten mittags
Beſtellungen auf die
V
Vochen=Chronik”
monatlich 20 Pfennig
(einzelne Nummer 10 Pfg.) nehmen unſere Expedition, unſere Trägerinnen, ſowie unſere Agenturen
und ſämtliche Poſtanſtalten entgegen, die letzteren unter der Bezeichnung Darmſtädter Tagblatt
Ausgabe B. Die Chronik iſt 8ſeitig mit reichem Bilderſchmuck in Tiefdruck und in tadelloſer
Ausführung, ſo daß ſie fortlaufend eine Illuſtrierung der hervorragenden Ereigniſſe der letzten Woche
bietet und eine Ergänzung des mehr feuilletoniſtiſch gehaltenen Illuſtrierten Unterhaltungsblattes darſtellt.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. April 1914.
Nummer 92.
70000. Beim Verlaſſen der Fabriken kam es vielfach
zu Demonſtrationen; es wurden revolutionäre Lieder
ge=
ſungen und rote Flaggen entfaltet. Die Polizei zerſtreute
die Demonſtranten und verhaftete hundert. In einem
Stadtteil mußte ein Schutzmann, der von der Menge
be=
drängt wurde, ſeinen Revolver gebrauchen. Zwei Arbeiter
wurden verwundet — Die Gummiſabrik Treugolnik hat,
um nach den dort vorgekommenen Maſſenvergiftungen
durch Benzindämpfe die Arbeiterſchaft zu beruhigen,
alle 12000 Arbeiter unter Fortzahlung des
Lohnes zeitweiſe von der Arbeit befreit.
Briefkaſten.
R. Der „neue Tanz” der in unſerer geſtrigen
Nummer beſchrieben worden iſt, hatte nur für den
1. April Daſeinsberechtigung.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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nichfzuhabendaohnen:
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Wie kurzes, dünnes Haar in 30 Tagen wieder
lang und üppig gemacht werden kann.
Praktiſche Vorſchrift gegen Kahlwerden.
Schuppen und ausfallendes Haar bilden ein ſicheres
Zeichen, daß die Haarwurzeln zu ſehr geſchwächt ſind um
aus dem Blute die nötigen Oele zur Förderung eines
ge=
ſunden Haarwuchſes zu ziehen. Daher ſterben die Haare
allmählich ab, fallen aus und das endet in Kahlwerden.
Im Doti=Extrakt hat die Wiſſenſchaft endlich ein Mittel
gefunden, welches ſelbſt die ſchwächſten Haarwurzeln
ſo=
fort abſorbieren und das die natürlichen Oele ſo
voll=
kommen erſetzt, daß dadurch oft ſchon in dreißig Tagen das
Haar wieder lang und üppig wird In reinem Zuſtand
iſt Doti=Extrakt ſo kräftig, daß es ſich empfiehlt, zur
Be=
nutzung erſt 60 Gramm davon mit 37 Gramm Alkohol und
53 Gramm Roſenwaſſer zu vermiſchen. Die Beſtandteile
kann man ſich in jeder Apotheke oder Drogerie miſchen
laſſen oder auch die Lotion ſelbſt zu Hauſe fertigſtellen.
Wenn Ihr Haar daher trocken, ſpröde, dünn und lurz iſt,
wenn es verblichen und leblos ausſieht, wenn es ausfällt,
voll Schuppen iſt und nach dem Friſieren nicht am Platze
halten will, dann werden Sie über den raſchen Erfolg
er=
ſtaunt ſein, den die tägliche Anwendung dieſes einfachen,
(VIII, 8595
nſchädlichen und billigen Rezeptes hat.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Heute morgen um 5 Uhr entſchlief nach
langem, ſchwerem Leiden mein innigſtgeliebter
Gatte, unſer lieber, treuſorgender Vater,
Schwiegervater, Schwager und Onkel
Herr
Hermann Enderes
Kanzleidiener
im nahezu vollendeten 56. Lebenjahre.
Die tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Frau Katharine Enderes
und Kinder.
Darmſtadt, Biſchofsheim, den 1. April 1914.
Die Beerdigung findet ſtatt: Freitag, den
3. April, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhauſe,
Heidelbergerſtr. 40 aus. Einſegnung ¼ Stunde
vorher.
(B8628
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Mitteilung, daß unſere
innigſtge=
liebte, herzensgute Tochter, Schweſter,
Schwä=
gerin, Tante und Nichte
(8623
nach langem, ſchwerem, mit großer Geduld
ertragenem Leiden, im Alter von 17 Jahren
entſchlafen iſt.
In tiefer Trauer:
Familie Martin Quarl.
Darmſtadt, den 1. April 1914.
Die Beerdigung findet Freitag, den 3. April,
nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhauſe,
Taunus=
traße 52 aus, ſtatt. Die Einſegnung ½ Stunde
vorher.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſer liebes Töchterchen und Schweſterchen
nach kurzem, ſchwerem Leiden im Alter von
1½ Jahren zu ſich in die Ewigkeit abzurufen.
In tiefer Trauer:
Frau Wilh. Heldmann Wwe.
und Kind.
Darmſtadt, den 1. April 1914.
Die Beerdigung findet am Donnerstag,
nach=
mittags 3 Uhr, von der Friedhofskapelle aus
ſtatt.
(8567
Todes=Anzeige.
Am Montag, den 30. März 1914, abends
3 Uhr, verſchied im hohen Alter von 85 Jahren
zu Griesheim unſer Vater, Schwiegervater und
Großvater, Herr Wachtmeiſter i. P.
Nicolaus Scoralick
Veteran von 1866 und 1870/71,
was wir ſeinen alten Kameraden, Freunden
und Bekannten hiermit mitteilen.
Griesheim, den 1. April 1914.
Familie Jakob Scoralick, Frankfurt a. M.,
Heinrich Küſter, Arheilgen,
Wilhelm Scoralick,
Friedrich Scoralick, New=York.
Die Beerdigung findet Donnerstag, nachmittags
3½ Uhr, vom Sterbehauſe, Schönweibergaſſe 59
zu Griesheim, ſtatt.
(*8839
Dankſagung.
Für die Beweiſe herzlicher Teilnahme bei
dem Ableben meiner lieben Frau
Friedericke Fürstenfeld
ſage ich Allen meinen innigſten Dank.
Insbe=
ſondere danke ich den Schweſtern für ihre
auf=
opfernde Pflege während der Krankheit der
Ver=
ſtorbenen.
(*8833
Darmſtadt, den 31. März 1914.
Der trauernde Gatte:
Chriſtian Fürſtenfeld.
Kirchliches.
Am Freitag, abends um 6 Uhr, wird in der hieſigen
St. Ludwigskirche der Oblatenpater Dindinger predigen.
— Am nächſten Sonntag beginnt der Militärgottesdienſt
ſtatt um 8 bereits um ¾8 Uhr. Zu Beginn desſelben
wird Herr Diviſionspfarrer Krauſe von dem
Militär=
oberpfarrer Biſkup in ſein neues Amt eingeführt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Der hohe Druck über dem Feſtland hat ſich verflacht
und ſein Maximum ſüdoſtwärts verlagert, während ſich
das weſtliche Tiefdruckgebiet oſtwärts bis Nordrußland
ausgebreitet hat. Unter dem Einfluß von Randwirbeln
des weſtlichen Tiefs können wir zunächſt Trübung,
zeit=
weiſe Regenfälle und vielfach Gewittererſcheinungen
er=
warten.
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, 2. April:
Wechſelnde Bewölkung, zeitweiſe Regenfälle, mild, vielfach
Gewiltererſcheinungen, ſüdweſtliche Winde.
Tageskalender.
Donnerstag, 2. April.
Großh. Hoftheater Anfang 7½ Uhr, Ende 10 Uhr
(Ab. C): „Madame Butterfly”.
Hauptprüfung um 5 Uhr im Konſervatorium für
Muſik (Mühlſtraße 70).
Phonola=Klavier=Abend um 8 Uhr im
Arnold=
ſchen Muſikſaal (Ecke Erbacher= und Mühlſtraße).
Hausfrauen=Verſammlung um 5¼ Uhr im
„Kaiſerſaal”
Monatsverſſammlung des Gartenbauvereins um
8 Uhr im „Fürſtenſaal”.
Konzerte: Hotel Heß um 4 Uhr. — Bürgerkeller um 8
Uhr. — Rummelbräu um 8 Uhr.
Bilder vom Tage. (Auslage unſerer Expedition
Rheinſtraße 23): Kaiſer Wilhelm II. in Venedig. —
Die Einweihung der Königlichen Bibliothek in
Ber=
lin. — Zum drohenden Bürgerkrieg in England.
Verſteigerungskalender.
Freitag, 3. April.
Pferde=Verſteigerung um 11 Uhr in der
Dra=
goner=Kaſerne (Regt. Nr. 23).
Dünger=Verſteigerung um 9½ Uhr in der Train=
Kaſerne (Eſchollbrückerſtraße)
Fundſachen=Verſteigerung um 9 Uhr zu
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furt (Poſtſtraße 6)
Gewerbemuſeum (Neckarſtraße 3). Täglich geöffnet
von 11—1 Uhr; bei Sonderausſtellungen auch werktags
nachmittags von 3—5 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Iriedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren,
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. April 1914
Nummer 92
Aus den Abteilungen
2½ Mtr. Rhenania
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Mtr. Sportflanell
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2½ Mtr. doppelseitig Cöper
Abschnitt
3,30 Mtr. Bettcattun für 2
Kissen . . . Abschnitt
7,20 Mtr. Bettcattun für 2
schläffg. Bezug, Abschnitt
3,30 Mtr. karr. Bettzeug für
2 Kissen . . Abschnitt
7,20 Mtr. karr. Bettzeug für
2 schläfig. Bezug, Abschn.
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120 cm breit . Abschnitt 58 ₰ 2,50 Mtr. Tennisflanell
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120 cm breit, Ia Qualität
Abschnitt 68₰ 2 Mtr. Jackenbiber
hell . . . Abschnit 90 ₰ 1 Mtr. Schürzenbaumwoll-
zeug, ca. 120 cm breit
Abschnitt 58 3 Mtr. bedr. Flaneli
für Damenh., Abschnitt 4.80 I Mtr. Schürzenbaumwoll-
zeug, ca. 120 cm breit, sol.
Qualität . . Abschnitt 66 ₰ 12,50 Mtr. Blusenflanell C
Abschnitt 35 ₰ 3½ Mtr. kar. Hemdenbiber
Abschnitt 1.60 3,50 Mtr. Hemden-
Zephir, solide Qualität
Abschnitt 24 6 Mtr.
kar. Kleiderbaumwoll-
zeug . . . Abschnitt 5.50 [ ← ][ ][ → ]
Zeite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. April 1914.
Nummer 92.
Meiner werten Kundschaft sowie einem titl. Publikum die ergebene Mitteilung, daß ich
(8269id
mein Geschäft von Obere Rheinstraße nach
in die früheren Lokalitäten der Firma W. Pfeil verlegt habe. — Für das mir seither
entgegengebrachte Vertrauen und Wohlwollen bestens dankend, bitte ich, mir dasselbe
auch fernerhin bewahren zu wollen.
Mit vorzüglicher Hochachtung, ergebenst
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kleider von 12 ℳ an,
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denkleider von 9 ℳ an,
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röcke von 5 ℳ an, Bluſen von 2 ℳ
an; daſ. werden Hüte bei billigſt.
Berechnung ſchick garniert.
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wehrſtraße 6.
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Anzüge werden gereinigt und
gebüg. Mk. 1.20, Reparaturen
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verlegt n. Karlſtraße 11, II.
Unterrichts=1 Klavier, Violine,
fächer: Mandoline, Theorie.
Stunden werden in u. außer dem
Hauſe erteilt. (*8827
Die Direktion: W. Beh.
Nachhilfe während der Ferien
in allen Fächern bis Kl. V. erteilt
geb. Dame. Stundenpreis 1 Mk.
Franzöſiſch im Ausland erlernt.
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Beckerſtraße 26, I.
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Das Sommerhalbjahr beginnt Dienstag, den 21. April.
Die Kochkurſe beginnen am 1. April und 3. Juli.
1. Handelskurſus, Dauer 1 Jahr, das Abgangszeugnis der
Schule iſt vorzulegen.
2. Handnähen — Anfangsunterricht, Maſchinennähen
3. Wäſchezuſchneiden und Maſchinennähen
4. Schneidern — 5. Bluſenkurſus
6. Flicken — 7. Bügeln
8. Weißſticken und Stopfen — 9. Buntſticken
10. Freihandzeichnen — 11. Spindelquipüre — 12. Klöppeln
13. Brennen und Schnitzen — 14. Kochen — 15. Einmachkurſus.
Anmeldungen werden am 4., 7., und 18. April, vorm. von
10—1 Uhr, im Vorſtandszimmer der Alice=Schule entgegengenommen.
Der Vorstand.
8560do)
Hessische
Handelslehranstalt
Fernspr. 923. Darmstadt. Rheinstr.6
Unterricht in allen Handelsfächern durch beste,
langjährig bewährte Lehrkräfte.
I. Einjährige Handelsschule mit vollem
Tages-
unterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den
kaufmännischen Beruf.
Das Sommersemester beginnt Donnerstag, den 16. April, vorm. 8Uhr
Lehrplan und Aufnahmebedingungen durch
Diplom=
Handelslehrer Willl. Sledersießen
gerichtlich beeidigter Bücherrevisor.
(4752a)
Konservatorium für Musik
Mühlstrasse 70
Gegründet 1878
Direktor: Wilhelm Süss.
Die öffentlichen Prüfungen finden in den Tagen vom
19. März bis 6. April ſtatt. Der Beſuch iſt gegen Programm
geſtattet. Programme à 30 Pfg. ſind in der Hofmuſikalienhandlung
Gg. Thies Nachf. und im Papiergeſchäft W. Heckmann,
Mühl=
ſtraße 72, zu haben.
Anmeldungen werden von jetzt ab entgegengenommen. Pro
ſpekte ſind auf der Direktion und oben bezeichneten Plätzen unent
geltlich zu haben.
(7226a
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Winterthur
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pult) preiswürdig zu verkauf.
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Hölgesſtraße 1, I.
Kchtiugse und keirſclenernting in Bernſcht und in
übrigen Bezirke der Provinz Starkenburg.
Die unterzeichnete Anſtalt hat ſich im beſonderen auch die Aufgabe geſtellt,
Lehrlinge und Lehrſtellen zu vermitteln. Ihre Tätigkeit iſt hierbei nicht nur auf
Darmſtadt beſchränkt. Mit Zuſtimmung der Großh. Provinzialdireition erſtreckt ſie
ſich auch auf den übrigen Bezirk der Provinz Starkenburg. Koſten entſtehen
durch die Inanſpruchnahme der Anſtalt nicht, weder den Lehrherren noch den
Lehrlingen. Beim Ausgleich von Angebot und Nachfrage wird den örtlichen, alſo
ganz beſonders auch den ländlichen Verhältniſſen und Intereſſen in weiteſtgehendem
Maße Rechnung getragen. Die Vermittlung erfolgt in Fühlung mit den vorhandenen
örtlichen und Bezirks=Arbeitsnachweisſtellen unter ſtrenger Beobachtung des
Grund=
ſatzes, daß Angebote und Nachfragen erſt dann entfernter gelegenen Orten und
Bezirken zugute kommen dürfen, wenn ſie am Orte der Herkunft und in der
nächſten Umgebung mit entſprechenden Nachfragen und Angeboten nicht
aus=
geglichen werden können. Sollte ausnahmsweiſe die Vermittelung einer außerhalb
der Provinz gelegenen Lehrſtelle gewünſcht werden, ſo iſt dies beſonders anzugeben.
Gewerbetreibende und Eltern, ſowie Vormünder werden gebeten, Stellen und
Lehrlinge umgehend bei unſerer Geſchäftsſtelle, Grafenſtraße Nr. 30, Fernſprecher
Nr. 371, anzumelden. Wird der ſchriftliche Weg bevorzugt, ſo genügt die
Ueber=
ſendung einer Poſtkarte, auf der zu beantworten ſind, wenn anmelden:
a) Lehrherren: die Fragen nach 1. dem Namen des Lehrherrn, 2. ſeiner
Kon=
feſſion, 3. ſeinem Wohnort, 4. der Art des Gewerbebetriebes, 5. Dauer der
Lehrzeit, 6. den Koſten der Lehre und 7. ſonſtigen Bedingungen, über die
der Anmeldende im voraus keinen Zweifel laſſen möchte;
2) Eltern oder Vormünder: die Fragen nach 1. dem Namen des Lehrlings,
2. ſeinem Alter, 3. ſeiner Konfeſſion, 4. ſeinem Wohnort, 5. der beſuchten
Schule, 6. dem gewählten Beruf und 7. ſolchen Bedingungen, die die
An=
meldenden im voraus klargeſtellt wiſſen möchten, ſchließlich 8. die Frage, ob
Wohnung und Vertöſtigung ſelbſt geſtellt werden können.
Es liegt im eigenſten Intereſſe der Angehörigen der Provinz, zuerſt die
Arbeitsnachweisſtellen in der Provinz, an deren Spitze die unterzeichnete
An=
ſtalt, n Anſpruch zu nehmen, bevor ſie auswärts Umſchau halten. Die Anſtalt
wird ſich mit den maßgebenden gewerblichen und Schulbehörden bei ihrer
Vermitt=
lungstäigkeit in ſtetem Benehmen halten.
Darmſtadt, am 15. November 1913.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnnngsnachweis.
Mueller, Bürgermeiſter, Vorſitzender.
Bekanntmachung.
Die vorſtehende Aufforderung der Zentralanſtalt für Arbeits= und
Wohnungs=
nachweis in Darmſtadt, welche auch die Lehrlings= und Lehrſtellen=Vermittelung
übernommen hat und in geeigneter Weiſe auszugeſtalten beſtrebt iſt, empfehlen wir
der Beachtung und Unterſtützung durch die gewerblichrn Kreiſe die Eltern,
Vormün=
der, Geiſtlichen und Lehrer und alle in Betracht kommenden Behörden.
Es liegt ganz außerordentlich im wirtſchaftlichen Intereſſe der Provinz und im
Intereſſe ihrer gewerblichen Entwickelung, daß die Lehrlings= und
Lehrſtellenvermitte=
lung nicht zerſplittert und abgeleitet, ſondern an eine kräftige und leiſtungsfähige
Einrichtung in der Provinz, wie ſie die vorgenannte Zentralanſtalt iſt, angeſchloſſen
und von dieſer, in Verbindung mit gewerblichen und Schulorganen, in den richtigen
Bahnen erhalten wird.
Darmſtadt, den 2. März 1914.
(5867a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
Darmſtadt, den 31. März 1914.
Betreffend: Das Muſterungsgeſchäft für 1914 im Kreiſe Darmſtadt.
Der Zivl=Porſitzende der Großh.Erſahzlommiſion Darmſadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Unter Bezugnahme auf die wiederholt erfolgte diesſeitige Bekanntmachung des
Muſterungstermins empfehle ich Ihnen, ſich an den in derſelben näher bezeichneten
Tagen mit den Militärpflichtigen Ihrer Gemeinden vormittags 7¼ Uhr zum
Muſterungs=
geſchäft einzufinden.
Die betr. Militärpflichtigen ſind darauf aufmerkſam zu machen, daß ſie ſich in
den Straßen Darmſtadts und im Muſterungslokal ruhig und anſtändig zu betragen
haben und namentlich nicht im angetrunkenen Zuſtande vor der Erſatz=Kommiſſion
erſcheinen dürfen. Zuwiderhandelnde werden alsbald in Gewahrſam gebracht und
unter Umſtänden entſprechend beſtraft.
Militärpflichtige, welche nicht pünktlich erſcheinen, ſind, ſofern ſie dadurch nicht
eine härtere Strafe verwirkt haben, mit Geldſtrafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bis zu
3 Tagen zu beſtrafen.
(8572a
Dr. Reinhart.
Straßenſperre.
Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die 7. Kreisſtraße Offenbach-
Heuſenſtamm von km 1,00 bis 4,00 km vom Dienstag, den 31. März d. Js. ab bis
auf weiteres für den Wagen= und Automobilverkehr geſperrt.
Die aufgeſtellten Warnungstafeln ſind zu beachten.
Offenbach, den 28. März 1914.
(8625l
Großherzogliches Kreisamt.
gez.: Lochmann.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Wolshund, 1 Boxer. Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
(356
tag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
DieLieferung von Dienſtkleidern und Mützen.
Die Lieferung von Dienſtkleidern und Mützen für die ſtädt.
Bedienſteten ſoll vergeben werden.
Angebote mit Stoffmuſter ſind bis längſtens 10. April ds. Js.,
verſchloſſen und mit entſprechender Aufſchrift verſehen, im Stadthaus
(Zimmer Nr. 39) abzugeben, wo auch die Lieferungsbedingungen
zur Einſicht offen liegen.
Darmſtadt, den 25. März 1914.
(8310a
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Schmitt.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 2. April 1914, nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtraße 16
öffentlich freiwillig wegen Aufgabe des Haushalts
gegen Barzahlung
a) für beſtimmt:
1 Kücheneinrichtung (pitſch=pine), beſtehend ans:
1 großen Küchenſchrank, 1 Küchenkredenz, 1
Küchen=
tiſch, 1 Tiſch mit Rückwand, 4 Stühle, 2
Beſen=
ſchränke, 1 Ablaufbrett, 1 Geſtell, 1 Eisſchrank,
2 eiſerne Weinſchränke, 1 Wandgeſtell, 1
Obſt=
geſtell, 1 Bügeltiſch, 1 Notenpult, 1 Notengeſtell,
5 Stühle, 1 Bett, 1 Waſchtiſch, 1
Waſchkom=
mode, 1 Kleiderſchrank, 1 Nachttiſchchen, 1
Wäſche=
ſchrank, 3 Tiſche, 2 Spiegel, 1 Flurgarderobe,
1 Petroleumofen, 5 verſchied. Ofenvorſteher,
4 Waſchgarnituren, 1 Partie Läufer u. Teppiche,
1 Partie elektriſche Beleuchtungskörper, 1 Partie
Zinnteller, Zinnkannen, Vaſen, Nippſachen, Taſſen,
Bücher, Eimer und verſch. kleine
Haushaltungs=
gegenſtände;
b) um 4 Uhr zwangsweiſe für beſtimmt:
1 Büfett, 1 Vertiko, 1 Diwan, 1 zweitür.
Kleider=
ſchrank, 2 Lederſtühle und 1 Regulateur;
c) vorausſichtlich:
5 Büfetts, 4 Pianinos, 9 Diwans, 4 Sofas. 6 Seſſel,
3 Trumeaus, 10 Vertikos, 2 Nähmaſchinen, 4 Schreibtiſche,
2 Sekretäre 1 Schreibmaſchine, 1 Dampfmaſchine, 1
Kaſten=
wagen, 1 Landauer, 1 Kaſſenſchrank, 2 Taſchenuhren uſw.;
d) ferner auf freiwilligen Antrag des Herrn
L. Raab hier, Wilhelminenſtr. 21, gegen
Barzahlung:
Eine Speiſezimmer=Einrichtung (dunkel eichen
Holz), beſtehend aus: 1 Büfett, 1 Kredenz,
1 Ausziehtiſch, 6 Lederſtühle, 1 Diwan m. Umbau.
Darmſtadt, den 1. April 1914.
(8557
Thüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 9.
Brennholz=Verſteigerung.
Heute Donnerstag, den 2. April 1914, nachmittags
2 Uhr, wird in der Lindenhofſtraße, direkt neben dem Meßplatz,
in zirka 50 einzelnen Loſen kleines Brennholz öffentlich gegen gleich
(*8891
bare Zahlung verſteigert.
Gg. Hansel.
Konkursverfahren.
Ueber den Nachlaß des
Hof=
ſchloſſermeiſters Georg Friedrich
Rahn zu Darmſtadt wird heute,
am 27. März 1914, vormittags
11½ Uhr, das Konkursverfahren
eröffnet, da die Ueberſchuldung des
Nachlaſſes dargetan iſt.
Der Rechtsanwalt Dr. Brücher
zu Darmſtadt wird zum
Konkurs=
verwalter ernannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
20. April 1914 bei dem Gerichte
anzumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung
über die Beibehaltung des
ei=
nannten oder die Wahl eines
ande=
ren Verwalters, ſowie über die
Beſtellung eines
Gläubigeraus=
ſchuſſes und eintretenden Falls
über die in § 132 der
Konkurs=
ordnung bezeichneten Gegenſtände
und zur Prüfung der
angemel=
deten Forderungen auf (550
Dienstag, 28. April 1914,
vormittags 9 Uhr.
vor dem unterzeichneten Gerichte,
— Zimmer Nr. 201 — Termin
an=
beraumt.
Allen Perſonen, welche eine zur
Konkursmaſſe gehörige Sache in
Beſitz haben oder zur Konkursmaſſe
etwas ſchuldig ſind, wird
aufgege=
ben, nichts an den
Gemeinſchuld=
ner zu verabfolgen oder zu leiſten,
auch die Verpflichtung auferlegt,
von dem Beſitze der Sache und von
den Forderungen, für welche ſie aus
der Sache abgeſonderte
Befriedig=
ung in Anſpruch nehmen, dem
Kon=
kursverwalter bis zum 24. April
1914 Anzeige zu machen.
Darmſtadt, 27. März 1914.
Großherzogliches Amtsgericht I.
Bekanntmachung.
Die Firma „Geſperre=Schmiede
zu Trautheim bei Nieder=
Ram=
ſtadt: wird gelöſcht, falls nicht
Rudolf Vollrath, unbekannt wo,
bis ſpäteſtens 1. Oktober 1914
(8621
Widerſpruch erhebt.
Darmſtadt, 28. März 1914.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Bekanntmachung.
Für den Verkauf des Holzes in
dem Holzhofe dahier ſind folgende
Preiſe bis auf weiteres feſtgeſetzt:
für 1 Rm.
Buchen=Scheiter I. Kl. 12 Mk.
II. Kl. 10 „
Kiefern=Scheiter I. Kl. 10 „
II. Kl. 8 „
Scheiter II. Kl. beſtehen
haupt=
ſächlich aus aufgeſpaltenem
Knüp=
pelholz der angegebenen Holzart.
Die Beſtellungen des Holzes
haben beiGroßh.
BezirkskaſſeDarm=
ſtadt II zu erfolgen. (1019a
Darmſtadt, 2. Januar 1914.
Großh. Holzmagazins=Verwaltung.
Heinemann, Geh. Forſtrat.
Penses
Vergißmeinnicht und Goldlack,
ſowie Spargel= u. Erdbeerpflanz.
werden abgegeben in der
Knaben-Arbeits-Anstalt
Stiftſtraße 20. (8562dsm
Jubiläums=Stipendien=Stiftung zu Ehren der 25jährigen
Regierung des höchſtſeligen Großherzogs Ludwig III.
Aus obiger Stiftung, die bezweckt, daß aus den Kapitalzinſen
drei junge Leute, und zwar aus jeder der drei Provinzen einer eine
gleichmäßige Beihilfe zu den Koſten ihrer Ausbildung auf einer
höheren Bildungsanſtalt erhalten ſollen, ſind für das Jahr 1914 drei
Stipendien von je 400 Mark zu vergeben.
Das Stipendium kann auf drei Jahre ausgedehnt werden: es
können jedoch nur Angehörige ſolcher Gemeinden berückſichtigt werden,
die Beiträge zu dieſer Stifſtung geleiſtet haben.
Hiernach berechtigte und befähiate junge Männer, die zum
Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bildungsanſtalt beſuchen oder
beſuchen wollen und ſich um das Stipendium zu bewerben beabſichtigen,
ſind eingeladen, ihre Geſuche durch ihre betreffende Bürgermeiſterei
an den Oberbürgermeiſter der Hauptſtadt ihrer Provinz, alſo aus
Orten der Provinz Starkenburg an den Oberbürgermeiſter der Stadt
Darmſtadt, aus Rheinheſſen an den Oberbürgermeiſter der Stadt
Mainz, aus Oberheſſen an den Oberbürgermeiſter der Stadt Gießen
bis längſtens zum 20. April d. J.
gelangen zu laſſen.
An Zeugniſſen ſind den Geſuchen beizulegen:
1. ein behördlich beglaubigtes Vermögenszeugnis.
2. eine behördliche Beſcheinigung, daß und wo Geſuchſteller
ſtudiert,
3. das Mutaritäts=, bezw. Schulabgangszeugnis,
4. ein Führungs= (Leumunds=) Zeugnis.
Außerdem iſt der Nachweis zu erbringen, daß der Geſuchſteller
in Heſſen geboren und heſſiſcher Staatsangehöriger iſt.
Mainz, Darmſtadt, Gießen, den 12. März 1914.
(8255a
Das Kuratorinm:
Dr. Göttelmann
Dr. Gläſſing
Keller
Oberbürgermeiſter. Oberbürgermeiſter. Oberbürgermeiſter=
Meaie e ſſeaehnen Peniat.
Die Erd=, Maurer= und Aſphaltarbeiten ſowie die Decken= und
Betonarbeiten zum Familienwohngebäude ſollen in 2 Loſen
öffent=
lich vergeben werden, und zwar:
Los I, Erd: Maurer= und Aſphaltarbeiten,
Los II, Decken= und Betonarbeiten.
Die Zeichnungen und Bedingungen liegen im Neubaubüro am
Dornheimer Weg während der Dienſtſtunden vormittags von 8 bis
12 Uhr und nachmittags von ½3 bis 6 Uhr zur Einſicht aus.
Die Verdinaungsunterlagen können dortſelbſt für Los I zum
Preiſe von 1,00 Mk. und für Los II zum Preiſe von 1,50 Mk. oder
gegen poſt= und beſtellgeldfreie Einſendung dieſer Beträge an das
Militär=Bauamt, R edeſelſtr. hier, bezogen werden.
Die ausgefüllten Angebote nebſt den vorgeſchriebenen Proben
ſind verſiegelt und mit entſprechender Aufſchrift verſehen bis zum
9. April, und zwar Los 1 bis vormittags 10 Uhr, Los II bis
10½ Uhr an vorgenanntes Neubaubüro völlig poſt= und
beſtellgeld=
frei einzuſenden, woſelbſt die Eröffungen zum vorgenannten
Zeit=
punkte erfolgen werden.
Die Zuſchlagsfriſt beträgt 28 Tage.
(88602
Militär=Bauamt Darmſtadt.
Bekanntmachung.
(Stadtwald.)
Der Brunnersweg iſt an ſeinem
Ausgangauf die Dieburger Straße,
oberhalb der Forſtwart=Wohnung
Heiligkreuz, wegen Einlegungeines
Schienengeleiſes bis zum 20. April
(8587a
geſverrt.
Darmſtadt, 30. März 1914.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
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(Nachdruck verboten).
38
Und Heinrich Gruber gab ſeiner Krawatte einen
zweiten Ruck der Erregung. Fräulein Mizzi, Sie wiſſen
ja doch, weshalb ich ſeit langem auf dieſen Tag wartete
und hoffte! Weil ich Sie ja doch — wenn ich Sie nun
jetzt — —
Sie wollen mich noch? Ganz gerade heraus, ohne
an Rotwerden, Stottern und überhaupt Verlegenheit zu
denken, fragte es Mizzi angeſichts des Ueberwältigenden.
Gar nichts anderes als nur das eine konnte ſie denken
und ſagen: Sie wollen mich noch? Wo ich ſo ganz
ab=
ſcheulich gegen Sie geweſen bin? Sie glauben nicht, daß
ich furchtbar oberflächlich und leichtſinnig und töricht und
ſchlecht bin?
Ach, keinen Augenblick lang habe ich das geglaubt,
lächelte Heinrich Gruber mit ſeinem gutmütigen und jetzt
auch ein klein wenig ſchlauen Lächeln. Ich kenne Sie ja
doch, Fräulein Mizzi! Ich wußte ja ganz genau, daß
das nur ſo wie ein Rauſch war, der Ihnen für eine kurze
Weile die Sinne benommen hatte und von dem Sie ſich
ſſchon wieder freimachen würden, ob mit ohne ohne
Erb=
lſchaft. Nur Zeit mußte man Ihnen dazu geben, und ſo
hab’ ich’s denn getan, wenn es mir auch nicht ſo ganz
leicht wurde. Und jetzt — und nun — und darum wollte
ich Sie nun fragen, Mizzi—
Aber er fragte gar nicht. Er mußte die Antwort
irgendwie im voraus aus den Braunaugen herausgeleſen
haben. Mizzis roten Mund küßte er im nächſten
Mo=
ment mit Ausdauer, küßte danach ein jedes Fleckchen ihres
hübſchen, pikanten Geſichtchens mit all der großen
Ge=
wiſſenhaftigkeit und Gründlichkeit, die er ſeinem
gewiſſen=
haften Prinzipal im Geſchäft abgelernt hatte. Und Mizzi
chielt ganz ſtill und lächelte nur ſelig.
Bis ſie endlich emporfuhr und ihn mit ſchelmiſchem
Uebermut anblitzte. Heinrich, Deine Krawatte ſitzt nun
aber fürchterlich ſchief! Wonach ſie jedoch alsbald die
ge=
tadelte Krawatte mit eigenen Händen zurechtrückte,
wel=
chen erſten Liebesdienſt Heinrich Gruber ihr nun wieder
mit dem bei allen Verliebten üblichen Dank ausführlich
lohnen mußte. —
Leider öffnete ſich in dieſem Moment die Tür —
Herr Knickermann ſtand auf der Schwelle und nahm von
der für ſein Kontor ungewöhnlichen Szene mit
hochge=
zogenen Augenbrauen Notiz.
Heinrich Gruber fuhr empor und blickte nach dem
Chronometer an der Wand.
Entſchuldigen Sie, Herr Knickermann, aber es iſt erſt
in fünf Minuten zwei Uhr! Und wir haben uns ſoeben
verlobt!
So! — Gratuliere! knurrte Herr Knickermann
miß=
billigend, Sorgen Sie aber dafür, daß Sie um zwei
Uhr damit fertig ſind!
Sprach’s und verſchwand in ſeinem Privatkontor.
Dieſe dritte und letzte Verlobung ließ Mama
Ar=
nold an der Unfehlbarkeit der Unglück weisſagenden
Dreizehn zwar für immer irre werden, aber dafür war’s
nun wenigſtens eine Verlobung, wie ſie ihren
Vorſtel=
lungen von einem ſolchen Ereignis entſprach. Erſt kam
des Abends die jubelnde Mizzi angeſtürzt mit der großen
Neuigkeit, dann war bis zum nächſten Mittag Zeit, ſich
mit Fragen und Staunen, Ueberlegen, Bedenken und ein
bißchen Fürchten herumzuſchlagen, bis Heinrich Gruber
feierlich zur vorher beſtimmten Stunde in Frack und
Zy=
linder erſchien, um Mama Arnold in wohlgeſetzten
Wor=
ten ſeine Verhältniſſe darzulegen und offiziell um Mizzi
zu werben — und am Abend war ein kleines, fröhliches
Verlobungsfeſt in der Wohnung mit den alten
Birken=
möbeln,
Weiher der helte ichr änſante Schuch ducs ſeine
Braut den andern beiden Arnoldsmädeln die Mitteilung
machen laſſen, daß einer jeden von ihnen zehntauſend
Mark aus der Erbſchaft zufallen ſollten, und diesmal
hatte er keine entrüſtete Abſage bekommen.
Von einem Schwager konnte man das ſchon
an=
nehmen! hatte Mizzi lachend begründet und ſofort
aller=
lei Pläne einer ſehr eleganten Saloneinrichtung
ent=
wickelt.
Heinrich Gruber hatte ihr ruhig lächelnd zugehört
und dann ſo ganz nebenher erwähnt, daß er ſpäterhin
vermittels ſeiner Erſparniſſe ſich das Geſchäft vom alten
Knickermann zu eigen zu machen hoffe, wenn dieſer ſich
zur Ruhe ſetzen würde.
Da hatte die Arnoldsjüngſte plötzlich die
Salonein=
richtung verabſchiedet und rechnete nun mit Feuereifer,
wie ihre Ausſtattung ſich am billigſten herſtellen ließe.
Und dann kam der Abend, wo ſie alle miteinander
um den feſtlichen Tiſch ſaßen und Mama Arnold immer
rundum ſah, von Thea und John Kaſimir Eckardt zu
Lotte und Hans Bauer, von denen zu Mizzi und
Hein=
rich Gruber — und wieder von vorn anfing mit
ſtrah=
lendem Rundumſehen und ſtaunendem Kopfſchütteln.
Drei Mädel ohne Geld und jede einen Mann! Es
war zu viel des ängſtlich machenden Glücks, und ſie mußte
wenigſtens eine vergangene Sorgenzeit herbeizitieren:
Ach Gott, wer uns das prophezeit hätte, wie wir uns mit
der ſchrecklichen Erbſchaft herumquälten!
O, Mutter, die ſollſt Du mir nicht ſchelten! rief Mizzi.
Drei Schwiegerſöhne hat ſie Dir und meinem Heinrich
eine vernünftige Frau verſchafft, anſtatt einer törichten
und oberflächlichen. Und darum — aufſpringend hob ſie
zu übermütigem Trinkſpruch ihr Glas — ein Hoch auf
die ſämtlichen Kaſimire, ein Hoch auf die Erbſchaft!
— Ende!—
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Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. April 1914.
Seite 15.
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— Die vaterländiſche Bismarckfeier, zu der die
Nationalliberale Partei geladen hatte, war von
vielen Hunderten national geſinnter Männer und Frauen
beſucht. Die Feier, die in dem mit Lorbeer Palmen und
einer Bismarckbüſte ſtimmungsvoll geſchmückten
Kaiſer=
ſaale ſtattfand, beſchränkte ſich auf eine ernſte und packende
Verlebendigung der mächtigen, verehrten Geſtalt des
deut=
ſchen Nationalhelden. Der Vorſitzende der
Nationallibe=
ralen Partei, Landtagsabgeordneter Dr.
Ofann, hieß die Feſtverſammlung willkommen und wies
in ernſten Worten auf Bismarcks Bedeutung für unſer
Geſchlecht in dieſen Tagen der Zerſplitterung der
natio=
nalen Kräfte hin. Bismarcks Werke ſchilderte dann
in einer großzügigen, anfeuernden Feſtrede mit packender,
bilderreicher und außerordentlich lebendiger Sprache
Prof. Dr. Herrmann von der Königl.
Aka=
demie in Poſen. Er ging aus von der
weltgeſchicht=
lichen Bedeutung und Miſſion Napoleons, die in deſſen
eigenen Worten begriffen liegt: Zum mindeſten habe
ich das Verdienſt, daß ich die Deutſchen zur
Erkenntnis ihrer felbſt gebracht habe. Von
ihm, der den Boden gelockert hatte für fruchtbare
Neu=
gründungen, zog der Redner dann weiter die Bahn der
ge=
ſchichtlichen Entwickelung über die Sturmjahre der 48 er
Bewegung hin zu dem Augenblick, als die Weisheit
Wil=
helms I. Bismarck in ſchwerer Zeit an die Spitze des
preu=
ßiſchen Staates berief. Bismarcks Kampf mit der Idee
des Parlamentarismus, ſeine leidenſchaftliche Befehdung
durch die Vertreter des doktrinären Liberalismus wurde
weiter lebendig. Und dann der erſte gewaltige Griff der
Titanenhand in den Gang der Geſchichte — 1866. Mit
kurzen, kräftigen Strichen zeichnete der Redner weiter
Bis=
marcks gefahrvollen Anſtieg zur Höhe. Mit der Einigung
Deutſchlands auf den Schlachtfeldern Frankreichs war der
Traum der Jahrzehnte erfüllt. In ſchwerer, aufreibender
und glorreicher Arbeit wurde der innere Ausbau des
Reiches beendet und der Grund gelegt zu dem machtvollen
und unabläſſigen Anſtieg unſeres Volkes.
Bismarcks Erbe iſt es, auf dem wir fußen in
allen weſentlichen Regungen unſeres Staatslebens. Unſer
ſozialpolitiſches Werk iſt in der Hauptſache ſein Werk. Und
in dem Ausbau der Sozialpolitik, in dem Maße des
Tempos ihrer Beſchleunigung wünſchen
wir uns heute die ſtarke Hand wieder des
genialen Staatsmannes, der auch dieſe Frage
herausheben könnte aus der
parteipoli=
tiſchen Behandlung. Was wir wirtſchaftlich
ge=
worden ſind, was die Millionenarbeit unſeres Volkes
ge=
leiſtet hat, danken wir der Weisheit Bismarcks, der mit
ſeiner ſtaatsmänniſchen Wirtſchaftspolitik des maß=
vollen Schutzolkes den Anſtoß zum Auſchwunge
gab. Weltpolitiſche Ziele,
weltwirtſchaft=
liche Zwecke unſeres ſtaatlichen Strebens, die uns hinaus
geführt haben auf alle Meere der Welt — auch ſie beruhen
am Ende auf dem ſicheren Grunde der kotinentalen Macht,
die uns Bismarck geſchaffen hat. Sind wir würdige
Verwalter des Erbes, das uns von ihm
über=
kommen iſt? Peſſimiſten verneinen das. Gewiß, es iſt
manches anders geworden, und vieles ſchlechter auch, als
zu den Zeiten ſeines unmittelbaren Wirkens. Aber: der
geniale Geiſt, der den gärenden und ſchaffenden Kräften
und Ideen Erfüllung, Formel und Geſtalt verleihen kann,
wird einem Volke nur in Jahrhunderten einmal erſtehen.
Unſere Pflicht und unſere Aufgabe iſt es, uns mit dem
Geiſte des großen Toten zu erfüllen. Denn ſein Geiſt lebt
noch unter uns, wenn auch ſein Leib unter den
Eichen=
vipfeln des Sachſenwaldes ruht. Es iſt der Geiſt der
Hingabe an das Wohl unſeres ganzen
Volkes in leidenſchaftlicher Pflichttreue, in
unerbitter=
licher Wahrhaftigkeit und in unbeirrbarer, zielbewußter
Energie. Deutſche ſittliche Kraft und deutſche
Wehrhaftig=
keit darf auch uns heute noch mit Stolz erfüllen. Vor
deut=
ſchem Zorn ſchreckt auch heute die Mißgunſt der Anderen
zurück wie in den großen Tagen unſeres größten Deutſchen.
Bleiben wir treue, ernſte und opferfähige
Hüter ſeines Erbes!
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er=
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für das Großherzogtum Heſſen.
12. Hauptverſammlung.
St. Darmſtadt, 1. April.
Die Landwirtſchaftskammer für das Großherzogtum
Heſſen trat heute zu ihrer 12. Hauptverſammlung
zuſam=
men. Als Vertreter der Regierung wohnen die Herren
Miniſterialrat Schliephake, Regierungsrat
Spa=
mer und Geh. Oberbaurat Mangold den
Verhandlun=
gen bei. Den Vorſitz führt Präſident Oekonomierat
Wal=
ter. Er eröffnet die Verſammlung um halb 11 Uhr und
begrüßt beſonders herzlich die Herren Regierungsvertreter
Dem verſtorbenen Mitglied Oekonomierat Schmidt=
Guntersblum widmet der Präſident einen warmen
Nach=
ruf. Die Verſammlung ehrt das Andenken an den
Ver=
ſtorbenen durch Erheben von den Plätzen. Nach
Erledig=
ung interner geſchäftlicher Angelegenheiten und
Feſtſtel=
lung der Präſenzliſte wird in die Tagesordnung
einge=
treten. Mitgl. Brauer beantragt, da bei dem ſchönen
Wetter die Herren das größte Intereſſe daran haben, nach
Hauſe zu kommen, zur Geſchäftsordnung, heute nur den
Voranſchlag zu erledigen und alle anderen Punkte der
Tagesordnung zu vertagen. Der Antrag wird von vielen
Seiten unterſtützt, ebenſo ein weiterer des Mitgl. Veith=
Nieder=Wöllſtadt, die abzuſetzenden Poſitionen bis Mitte
Mai zu vertagen.
Miniſterialrat Schliephake: Der Voranſchlag iſt
der Regierung ſo ſpät zugegangen, daß ſie nicht in der
Lage iſt, ſich des näheren dazu zu äußern. Das gleiche gilt
von den übrigen Poſitionen der Tagesordnung. Es wird
alſo die Verhandlungen erheblich abkürzen wenn der
Re=
gierungsvertreter ſich nicht zu allen Punkten erſchöpfend
äußern kann. Es wird ſich ſomit ermöglichen laſſen, die
ganze Tagesordnung zu erledigen, zumal eine ganze
An=
zahl der Poſitionen ſich gar nicht dazu eignet, vor der
Hauptverſammlung erfolgreich behandelt zu werden. Für
die Zukunft möchte ich aber dringend bitten, die
Haupt=
verſammlung zu einer geeigneteren Zeit einzuberufen.
Nach weiterer Geſchäftsordnungsdebatte werden die
Vertagungsanträge abgelehnt.
Zum erſten Punkt der Tagesordnung macht der
Prä=
ſident Mitteilungen über die Ernteerträgniſſe und ſtellt
dazu feſt, daß Deutſchland eine gute, reiche Ernte in 1913
gehabt hat, die aber nicht der Landwirtſchaft allein,
ſon=
dern der Allgemeinheit zugute gekommen iſt. Die
Wein=
ernte war nicht gut. An den hohen Fleiſchpreiſen iſt die
Landwirtſchaft nicht, oder doch nicht allein ſchuld, das
be=
weiſt das Sinken der Viehpreiſe, zu denen die Fleiſchpreiſe
in keinem Verhältnis ſtehen. Die Produktionskoſten ſind
im allgemeinen geſtiegen; ſo billig wie früher kann die
Landwirtſchaft alſo ihre Produkte nicht mehr herſtellen.
Weiter berichtet Redner über die geſchäftliche Tätigkeit
der Kammer, ſämtlicher Ausſchüſſe, Unterausſchüſſe und
Abteilungen. Wir haben darüber jeweils berichtet. Der
Präſident ſpricht dazu den Beamten der
Landwirtſchafts=
kammer, die ſtets voll ihre Schuldigkeit getan, Dank und
Anerkennung aus.
Es folgen Wahlen. Als Mitglied zur
Rechnungs=
prüfungskommiſſion wird Herr Nikolaus Möhn=
Lauben=
heim, als Mitglied zur Wahlprüfungskommiſſion Herr
Oekonomierat Keller=Spiesheim gewählt. Die
Neu=
wahl der Delegierten zum Deutſchen Landwirtſchaftsrat
fällt auf die Herren Oekonomierat Walter=Lengfeld,
Landtagsabgeordneter Bähr=Rohrbach, Oekonomiergt
Hahn= Heßloch. Als deren Stellvertreter werden
ge=
wählt: Oekonomieräte Fritſch=Dilshofen, Ad. Henſel=
Dortelweil, Schätzel=Selzen.
Zum nächſten Punkt der Tagesordnung: Reviſion
des Feldbereinigungsgeſetzes, liegt folgender
Antrag des Vorſitzenden vor: Der Vorſtand der
Landwirt=
ſchaftskammer beantragt Zuſtimmung der
Hauptverſamm=
lung zu folgendem Beſchluß: „Großherzogliches
Miniſte=
rium wolle in eine Reviſion des Feldbereinigungsgeſetzes
eintreten und die in der Druckſache Nr. 1 zur
Tagesord=
nung der zwölften Hauptverſammlung vorgeſchlagenen
Abänderungen hierbei berückſichtigen.”
Die Aenderungen ſind ſehr umfangreich, die Druckſache
umfaßt an 50 Seiten. Oekonomierat Walter gibt eine
ſehr ausführliche Begründung dieſes Antrages.
In der Generaldebatte hierüber ſpricht Mitgl.
Deh=
linger dem Sachverſtändigen Geheimerat Klaaß Dank
für ſeine Mitarbeit aus und bittet, an den Vorſchlägen
des Entwurfes möglichſt nichts mehr zu ändern. Mitgl.
Weil=Lang=Göns vermißt nur eine Beſtimmung in dem
Geſetz, das iſt die, bis wann die Feldbereinigung
durch=
geführt werden muß. Wenn es in dem gegenwärtigen
Tempo weitergehe, werden noch 60 Jahre hingehen.
Mitgl. Keller=Spiesheim bittet, den Vorſchlägen ohne
Aenderung zuzuſtimmen. — Mitgl. Schneider=Utphe
tritt für ſchnellere Durchführung der Feldbereinigung ein,
die ſehr wohl möglich wäre. Er beantragt, bei der
Regie=
rung vorſtelig zu werden, weitere
Feldbereinigungsgeo=
meter anzuſtellen.
Es wird dann in die Spezialberatung
einge=
treten.
Zum Artikel 1 ſchlägt der Vorſtand vor anſtatt: „durch
die Anlage von öffentlichen Feldwegen, welche eine freie
Bewirtſchaftung der Grundſtücke zulaſſen”, zu ſetzen:
durch die Anlage von öffentlichen Wiegen oder von
Wirt=
ſchaftswegen, welche eine freie Bewirtſchaftung der
Grund=
ſtücke zulaſſen”
Hierzu beantragt Mitgl. Henſel einen Zuſatz, nach
dem die Benutzung der Wirtſchaftswege nur den
Land=
wirten geſtattet iſt, die in der Gemarkung die
Landwirt=
ſchaft ausilben. Der Antrag wird angenommen. Ein
An=
trag des Mitgl. Viehmann=Rumpenheim zu Artikel 3,
den Abſatz: „Widerſprechen indeſſen in der
Einleitungs=
tagfahrt (Artikel 9) Vierfünfteil der beteiligten
Grundeigen=
tümer, ſo unterbleibt die Ausführung der
Feldbereinig=
ung”, zu ſtreichen, wird abgelehnt.
Mitgl. Eibach=Pfaffen=Schwabenheim beantragt
dann, die Vorlage en bloe anzunehmen. — Dem
An=
trag wird jedoch lebhaft widerſprochen. Der Antrag wird
dann auch mit 15 gegen 13 Stimmen abgelehnt.
Zu Artikel 4 beantragt Mitgl. Dr. Weber, die neu
beantragten Artikel 55½ und 55¾4 mit zu beraten. Dieſe
neuen Artikel lauten:
Artikel 55½: Bei der Feldbereinigung einer
Ge=
markung des oberen Vogelsberges, welche ganz oder
teil=
weiſe in den für den oberen Vogelsberg aufgeſtellten
Generalkulturplan fällt, wird die Vollzugskommiſſion durch
den Bezirksoberförſter ergänzt. — Das Verfahren iſt dem
Generalkulturplan anzupaſſen. — Bei der Bildung von
Erſatzgrundſtücken in dem zum Schutzwald beſtimmten
Gelände können Grundſtücke von mindeſtens 5 Hektar
Größe den Anſpruchsberechtigten zugeteilt werden, wenn
ſich die Fläche ihrer Form nach zur forſtwirtſchaftlichen
Benutzung eignet und einer ſolchen Bewirtſchaftung nach
den Vorſchriften für Bewirtſchaftung von
Gemeindewal=
dungen auf Grund einer rechtsverbindlichen Erklärung des
Eigentümers unterworfen werden ſoll. — Unter denſelben
Bedingungen können auch Genoſſenſchaftswaldungen
(Markwaldungen) nach den Vorſchriften des Geſetzes, die
Landeskulturgenoſſenſchaft betreffend, vom 28. September
1887 gebildet werden. Im übrigen gelten die
Beſtimmun=
gen des Feldbereinigungsgeſetzes
Artikel 55¾: In dem Staatsvoranſchlag iſt ein
Jahresbetrag als Beitrag zu den Koſten der Ausführung
des Generalkulturplanes für den Vogelsberg und zur
Durchführung von Feldbereinigungen in Gemeinden, die
ſich in weniger wirtſchaftlich günſtiger Lage befinden, oder
da, wo die Durchführung des Meliorationsverfahrens
außerordentlich hohe Koſten verurſacht, einzuſtellen.
Inſo=
weit dieſer Betrag nicht gebraucht wird, iſt aus demſelben
ein Unterſtützungsfonds anzuſammeln.
Zu Artikel 55½ beantragt Mitgl. Joſt=Bermutshain,
hinter dem Worte „ergänzt” im erſten Abſatz
hinzuzu=
fügen: „welcher jedoch nur beratende Stimme hat”.
Wei=
ter beantragt er, die Abſatze 2, 3 und 4 zu ſtreichen und im
Artikel 55¾ die Worte „Ausführung des
Generalkultur=
planes für den Vogelsberg und zur” zu ſtreichen. — Mitgl.
Dr. Weber ſtimmt dem zu und rät, das Wort Kulturplan
überhaupt nicht mehr zu erwähnen, wenn man die
Bevöl=
kerung nicht erregen will.
Der Artikel 4 wird dann nach der Faſſung des
Vor=
ſtandes mit einigen Abänderungen nach Antrag des Mitgl.
Mogk angenommen. — Weiter wird ein erweiterter
Antrag Joſt angenommen, den Artikel 55½ ganz
zu ſtreichen, und der Antrag Joſt zu Artikel 55¾. —
Die Artikel bis 57 werden nach der Faſſung des Vorſtandes
angenommen, teilweiſe mit geringfügigen redaktionellen
Aenderungen.
Mitgl. Mogk ſtellt zu faſt ſämtlichen Artikeln
Ab=
änderungsanträge. Es führt das ſchließlich zu ſcharfen
perſönlichen Auseinanderſetzungen. — Mitgl. Dr.
Deh=
linger meint, man könnte doch hier nicht alles
wieder=
käuen, was in den Vorberatungen eingehend und
erſchöp=
fend behandelt worden iſt. — Mitgl. Mogk verwahrt
ſich dagegen, daß er unnötige Dinge vorbringe. — Die
Vorlage iſt damit erledigt.
Es wird dann dazu folgender 12. Antrag
angenom=
men: Mitgl. Schneider beantragt: Die
Landwirt=
ſchaftskammer wolle bei der Regierung vorſtellig werden,
daß zur raſchen Durchführung der Feldbereinigung
wei=
tere Feldbereinigungsgeometer angeſtellt werden. — Ein
Antrag des Mitgl. Weil, die Regierung zu erſuchen, ein
Geſetz vorzulegen, daß bis 1944 die Feldbereinigung in
ſämtlichen Gemarkungen des Großherzogtums in Angriff
genommen und bis 1950 beendet ſein muß, wird
abge=
lehnt, nachdem Miniſterialrat Schliephake erklärt
hatte, daß die Regierung ein ſolches Geſetz nicht einbringen
kann.
Ein Antrag Dr. Dehlinger betr. Ankauf von
Preßſtroh durch die Proviantämter, lautet:
„Die Landwirtſchaftskammer wolle beim
Kriegsminiſte=
rium die Abänderung der Proviankamtsverordnung vom
10. November 1911, veröffentlicht im Armee=
Verordnungs=
blatt Nr. 21 vom 15. Dezember 1911, dahingehend
bean=
tragen, daß der Ankauf von mit Breitdreſchmaſchinen
ge=
wonnenem und mit Glattſtrohpreſſen gepreßtem Roggen=
und Weizenſtroh von den Proviantämtern erfolgt, und
daß die Truppenteile angewieſen werden, dieſes Stroh
in den Grenzen des Streurationsteiles anzunehmen.”
Mitgl. Dr. Dehlinger begründet den Antrag:
Bei der Verwendung von Breitdreſchmaſchinen, die mit
Schlagleiſten ausgeſtattet ſind, wird ſogenanntes
Glatt=
ſtroh gewonnen; daher führen dieſe Dreſchmaſchinen auch
den Namen Glattſtrohdreſchmaſchinen. Dagegen liefert
die Verwendung von Langdreſchmaſchinen, deren
Dreſch=
einrichtung mit Stiften ausgeſtattet iſt, ſogen.
Krumm=
ſtroh. Man nennt daher letztere Maſchinen auch
Krumm=
ſtrohdreſchmaſchinen. Nach dem Armee=Verordnungsblatt
wird Maſchinenſtroh nur dann angenommen, wenn es mit
den früher üblichen Bindeapparaten, oder mit ſogenannten
Lang= bezw. Glattſtrohpreſſen gebunden iſt. In Süd=
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. April 1914.
Nummer 92.
deutſchland kennt man nur. ſolches Stroh, das entweder
mit Bindeapparaten gebunden, oder mit den Lang= bezw.
Glattſtrohpreſſen gepreßt iſt. Letzteres führt algemein
nur die Bezeichnung Preßſtroh. Die Verwendung des
Bindeapparates iſt aber heute mit Rückſicht auf die
Arbei=
terverhältniſſe nahezu verſchwunden und dieſe durch
Strohpreſſen erſetzt. Bei dem Verkehr mit den
Proviant=
ämtern hat ſich nun ergeben, daß dieſelben
Maſchinenpreß=
ſtroh bei uns auch dann nicht annehmen, wenn es mit
Breitdreſchmaſchinen gewonnen und mit Glattſtrohpreſſen
gepreßt iſt. Man hat den Eindruck, daß die
Beſtimmun=
gen im Armee=Verordnungsblatt allein auf norddeutſche
Verhältniſſe Rückſicht nehmen. Da die Landwirte bei uns
aber beſtrebt ſind, Stroh zu liefern, das den
Beſtimmun=
gen gemäß mit Breitdreſchmaſchinen gewonnen und mit
Glattſtrohpreſſen gepreßt iſt, wobei das Kurzſtroh
ausge=
ſchieden wird, ſind dieſelben Vorausſetzungen wie in
Norddeutſchland gegeben und ſollten daher die
Proviant=
ämter angewieſen werden, dieſes Stroh aufzukaufen. Dies
iſt aber nur dann möglich, wenn die verſchiedenen
Trup=
penteile darauf aufmerkſam gemacht werden, daß das in
hieſiger Gegend gewonnene Stroh auf die gleiche Art
ge=
wonnen iſt, wie in Norddeutſchland, auch dann, wenn das
Stroh infolge engerer Stellung der Dreſchtrommel mehr
geknickt iſt.
Der Antrag wird angenommen.
Ein Antrag des Mitgl. Fritſch=Dilshofen, betr.
Ermäßigung der Zuckerſteuer, lautet: „Die
Landwirtſchaftskammer wolle bei der Reichsregierung
be=
antragen, daß im Hinblick auf die gegenwärtig niedrigen
Zuckerpreiſe, bei welchen ſowohl die Zuckerinduſtrie und
infolge davon ganz beſonders die deutſche Landwirtſchaft,
auf das ſchwerſte geſchädigt wird, baldigſt die ſchon ſeit
Jahren zugeſagte Ermäßigung der Zuckerſteuer
durchge=
führt werde‟ — Der Antragſteller begründet ebenfalls
kurz ſeinen Antrag. Der Zucker ſei kein Genuß=, ſondern
ein Nahrungsmittel. Unter der ruſſiſchen und kubaniſchen
Könkurrenz hat die deutſche Zuckerproduktion ohnehin
ſchwer zu leiden. Die Steuer ſei viel zu hoch und ſtehe in
gar keinem Verhältnis zu dem Preis des Zuckers. — Der
Antrag wird dann angenommen.
Ueber die Erbauung eines neuen
Schul=
gebäudes für die Haushaltungsſchule in
Langen referiert der Vorſitzende. Die Gemeinde Langen
hat ſich bereit erklärt, das Haus zur ortsgerichtlichen Taxe
von 66000 Mark zu kaufen und für den Neubau 3200
Quadratmeter Bauplatz zur Verfügung zu ſtellen. Ein
weitergehendes Entgegenkommen dürfte nach den
Ausfüh=
rungen des Generalſekretärs Leithiger ausgeſchloſſen
ſein. — Der Antrag wird angenommen.
Dann wird die Sitzung um 4.15 Uhr auf
Donners=
tag halb 10 Uhr vertagt.
Stimmen aus dem Publikum.
Ffür die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Vor etwa drei Monaten lag auf der
Bürger=
meiſterei Eberſtadt der Halteſtellenplan der elektriſchen
Straßenbahn Darmſtadt-Eberſtadt für die Intereſſenten
zur Einſichtnahme offen, damit etwaige berechtigte
Wünſche der Anwohner zur Sprache gebracht werden
könn=
ten. Von den Bewohnern der Kaiſer Wilhelmſtraße der
Moltkeſtraße und des oberen Teils der Darmſtädter
Straße war daraufhin ein Geſuch an die Bürgermeiſterei
Eberſtadt gerichtet worden, bei der Heag eine Halteſtelle
an der Moltkeſtraße zu beantragen, da der Weg nach der
jetzigen Halteſtelle Ludwigshöhe für alle Anwohner
meh=
rere hundert Schritte länger iſt, als zur Moltkeſtraße und
ſerner der Weg von der Ludwigshöheſtation durch den
Wald des Abends wegen des dort häufig lagernden
Ge=
ſindels unſicher iſt. Aus letzterem Grunde iſt auch der Weg
durch den Wald für Damen abends einfach unpaſſierbar.
Es mag hierbei erwähnt werden, daß vor einiger Zeit
eine junge Dame des Villenviertels abends dort
ange=
fallen wurde, ohne daß der Atlentäter ergriffen werden
konnte, auch iſt der Mord an der Ludwigshöhe noch in
friſcher Erinnerung, ſo daß ein Gang durch den Wald des
Abends nicht zu den Annehmlichkeiten gehört. Die an der
Station Ludwigshöhe ausſteigenden Bewohner des
Villenviertels helfen ſich nun in der Weiſe, daß ſie nach
Verlaſſen des Zugs neben dieſem fortlaufend in deſſen
Schutz ihr Ziel zu erreichen ſuchen. Ungefährlich iſt
dieſes jedoch nicht, da der Automobilverkehr auf dieſer
Straße, bekanntlich eine der belebteſten Deutſchlands,
be=
ſonders ſtark iſt. Trotz des eingehend begründeten
Ge=
ſuchs der Villenviertel=Bewohner glaubt die Heag nicht
in der Lage zu ſein, eine Halteſtelle an der Moltkeſtraße
errichten zu können, und zwar wegen der hierbei
ent=
ſtehenden Koſten, trotzdem zu deren Deckung die
Villen=
beſitzer ſich ſchon früher freiwillig bereit erklärt haben. Es
iſt dieſe Maßnahme der Heag auch aus dem Grunde ganz
unverſtändlich, als bekanntermaßen die Halteſtelle
Lud=
wigshöhe allein von den Bewohnern des Villenviertels
benutzt wird, da die Beſucher der Ludwigshöhe
aus=
nahmslos über Böllenfalltor und Landskronſtraße
dort=
hingehen Wie man hört, ſoll die Angelegenheit in der
Zweiten Kammer zur Sprache gebracht werden.
Ein Intereſſent.
Literariſches.
— Goethes Briefwechſel mit einem
Kinde. Seinem Denkmal. Von Bettine von Arnim.
Neu herausgegeben und eingeleitet von Heinz Amelung.
Mit den Bilderbeigaben der Originalausgabe und dem
Porträt der Verfaſſerin in Kunſtdruck. Deutſches
Ver=
lagshaus Bong u. Co., Berlin und Leipzig. Preis in
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ſchmackvollem Leinenband 4 Mark, in hochelegantem
Halb=
lederband 5,50 Mark. Man muß dem Deutſchen
Verlags=
haus Bong u. Co, dankbar ſein, daß es uns dieſes
köſt=
liche Buch in einer würdigen Neuausgabe vorlegt. Es
erſcheint, mit den notwendigen Fußnoten und einer
knappen Einführung verſehen, jedoch ohne allen gelehrten
Ballaſt, in einer ſchönen modernen Schrift auf gutes
weißes Papier gedruckt und ſehr geſchmackvoll gebunden,
zum Preiſe von 4 Mark im Rahmen einer Sammlung von
Klaſſikerbriefen, welche der genannte Verlag als
Ergän=
zung ſeiner Goldenen Klaſſiker=Bibliothek veranſtaltet. Das
Werk in dieſem Gewand zur Hand zu nehmen, iſt ein
auserleſener (Genuß, welchen ſich die Goethe=Gemeinde,
das heißt der Kreis aller gebildeten Deutſchen, nicht
ent=
gehen laſſen wird.
— Da lachen die Hühner! Unter dieſem
originellen Titel läßt Alexander Moszkowski, der
erfolg=
gekrönte Herausgeber der „Unſterblichen Kiſte” im
Ver=
lag der „Luſtigen Blätter” in Berlin SW. 68 ſoeben in
ge=
ſchmackvoller Ausſtattung eine neue Sammlung von
„Prima=Witzkörnern zum Aufpicken hingeſtreut”
erſchei=
nen, die es wohl verdient, empfohlen zu werden. Schon
allein die originellen Kapitel=Ueberſchriften wie „
Kon=
fizierte Schnurren” — „Zwiſchen Kuß und Keile‟ — „Von
Bräutchen, die ich lieb gewann” — „Götter, Helden und
Kamele‟ — „Die Neeſe voll” — „Humormayonnaiſe” und
zahlreiche ähnliche zeigen, daß es Moszkowski verſtanden
hat, hier wieder ſein reiches Erfindergenie für amüſante
Schlagworte und köſtliche Pointen in hellſtem Lichte
leuch=
ten zu laſſen. Das originelle Buch bietet für den
billi=
gen Preis von 1,50 Mark Stoff genug, um ganze Familien
und Geſellſchaften zu immer neuen Lachſalven anzuregen.
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gänge: André, Wilhelm, Lebenserinnerungen, La 32.
Babillote. Der Alltag. Ein elſäſſiſcher Roman. b 314.
Biſchoff, Das deutſche Lied Kt 204. =Berger, K.,
Frei=
heit. Stimmen aus der Zeit deutſcher Wiedergeburt vor
100 Jahren. Ad 954. Breuer, Der Zupfgeigenſpieler
(Volkslieder). Ad 1217. Dillmont, Enzyklopädie der
weib=
lichen Handarbeiten. Eo 142. Dubois, Ueber den Einfluß
des Geiſtes auf den Körper. Dh 213. Eberlein,
Volks=
liederbuch ſür die deutſche Jugend. Ad 1216 Golther,
Parſifal und der Gral in deutſcher Sage des Mittelalters
und der Neuzeit. Kl 279. SGradmann. Heimatſchutz und
Landſchaftspflege. D 207 Grooß, Einführung in die
Geologie des Mainzer Beckens. Dg 2/4. Gürtler, Der
Heilige und der Narr. g 189/1. 2. Gurag, Erinnerungen
aus meinem Leben. Lg 135. Häberle Der Pfälzerwald.
Dg 2/3. *Hahn, Für mein Vaterland. Das
gegen=
wärtige Militärflugweſen und die Militärluftſchiffahrt der
europäiſchen Großmächte. Ev 87. Hartmann, Theophraſt
von Hohenheim. Lp 51. Herr Hampes als Stadtcat oder
die Stadtratswahl. Ad 927. Huggenberger, Bauernland.
h 324. Henckell, Deutſche Dichter ſeit Heinrich Heine. Kl.
277. Jegerlehner Marignano. Erzählung, i 116. *
Jeger=
lehner, Jugendluſt, i 114/3. Kapherr, Scheitan. Sibiriſche
und ruſſiſche Erzählungen. h 147. =Klaußmann. Das
Vermächtnis des Oheims. J 647. * Klein, Eine
Spanien=
reiſe. Ce 42/4. Kluge, Bunte Blätter. Kulturgeſchichtliche
Vorträge und Aufſätze. S 303/2. Koch, Abriß der
In=
ſtrumentenkunde, Kt 196. Lehmann, Erziehung zur
Ar=
beit. Pa 787. Lehmann, Die Geſundheit im Hauſe. Dh
210. =Leſſen, Kreuz und quer durch den Balkan. Ce 268.
Lhotzki, Im Reiche der Sennerinnen. I 161. Mayer Los
vom Macerialismus. D 204. Meinhold, Wilhelm, 25 Jahre
Kaiſer und König. Lw 103. Müller=Guttenbrunn, Der
große Schwabenzug. m 194/2. Nitzſchke, Aus der
Hunde=
türkei. n 56. Münch, Der Schneider von Breslau. m 197/3.
Poulſen. Die dekorative Kunſt des Altertums. K 184.
*Rebenstorff. Phyſikaliſches Experimentierbuch. Dp 116/2.
Rothe, Darſtellende Geometrie des Geländes Dm 2/14.
Rückert, der tote Preuße. r 198/2. Schlaf, In Dingsda. Ad
592/2. Schlaf. Frühling. Ad 595/3. SSchneider, Die
Wildſau. Ad 968. =Schulz, Einleitung zu photographiſchen
Naturaufnahmen. D 116/6. =Scott, Letzte Fahrt. E 119/1
bis 2. =Steffen. Was ich erlebte 1802—1814. Bd 100/3.
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Nummer 92.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. April 1914.
Seite 19.
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Tücht. Frau ſ. Laufd. morgens
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haltung und im Kochen gut
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Jg. kräft. Mädchen ſucht
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Männlich
Junger Kaufmann
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Off. u. C 25 a. d. Exp. (8344imd
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Beſchäftig. als Kaſſierer od. ähnl.
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Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. April 1914.
Nummer 92.
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Franz Staudinger. Freiwillig: die Genoſſen Jakob
Gils, Darmſtadt, und Johann Klinger, Griesheim.
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Anträge ſind ſchriftlich ſpäteſtens 3 Tage vor der
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verſammlung an den Vorſtand einzureichen.
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Huber. Beurlaubt: Charl. Pils.
Preiſe der Plätze (Gewöhnl.
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
Parterre: 1.—5. Reihe 290 ℳ,
6.—8. Reihe 2.35 ℳ,
Proſzeniums=
loge 6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Balkonloge 5.20 ℳ, 1. Rang 4.70 ℳ,
2. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ, 7. u.
8. Reihe 2.15 ℳ, 1. Galerie 1.35 ℳ,
2. Galerie 0.75 ℳ.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
von 8—1 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der
Vor=
ſtellung. (Im Verkehrsbüro
wer=
den auch telephoniſch
Kartenbe=
ſtellungen entgegengenommen. —
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7½ Uhr. Ende 10 Uhr.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Freitag, 3. April. 145. Ab.=Vſt.
D 37. Neu einſtudiert: „König
Lear: Kl. Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Samstag, 4. April. Außer Ab.
36. Volksvorſtellung zu ermäßigten
Preiſen. Zur Erinnerung an die
Wiener Uraufführung (5. April
1874). „Die Fledermaug .
Anfang 7½ Uhr. Vorverkauf bis
einſchließl. Samstag, 4. April, im
Verkehrsbüro, Ernſt=Ludwigsplatz.
Verkauf der etwa noch
vorhan=
denen Karten am Tage der
Vor=
ſtellung auch an der Tageskaſſe
im Hoftheater zu den üblichen
Kaſſeſtunden.
Luisenstr. 36. — Telophon 1093. (Letzte Vorſtellung vor Oſtern.)
Nummer 92.
21.
Schweden v. 1890. .
..3½ 87,75
Serben steuerfrei .. . . . 4½ 86,50
do. amort. v. 1895 . . .
18,70
Türk. Egypt. Tribut .
do. kons. steuerfreie
76,20
do. Admin. v. 1903 . .
do. unif. v. 1903. . . .
do. v. 1905. . . . . . .
72,50
Ungarische Staats-Rente
1913 unkdb. bis 1923 . . 4.
90,00
Ungar. Staatsk.-Scheine
4½100,00
v. 1913. . . . . . . . .
8285
do. Gold-Rente . . .
51.60
do. Staats-Rente 1910.
do.
„ Kr. 482,15
„
Argent- innere Gold-Anl.
v. 1887 5
do. äußere v. 1890 . . . 5 99,00
do. innere v. 1888 . . .4½
do. äußere v. 1888 . . . 4½
do, v. 1897 . . . . . . . . 4
Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5 92,40
do. v. 1889 . . . . . . . . 4½
do. v. 1906 . . . . . . . .4½ 89,30
Chines. St.-Anl. v. 1895. . 6
do. v. 1896 . .
5 88,25
do. Reorg. Anl.
14—
do. v. 1898 . .
4½ 89,80
Japaner . . . . . .
-
Innere Mexikaner .
v. 1899) 5 84,00
Außere do.
Mexikan. Gold v. 1904
4 67,00
do, cons. . . . . .
do. Irrigat.-Anleihe .4½ 69,00
Buenos-Aires Prov.
3½ 65,00 Gießen .
5
Tamaulipas
5 *91,50
Sao Pauſo E.-B.
-
5
do. v. 1913
Siam v. 1907. . . . .
4½
Prioritäts-
obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
84,50
v. 1895/973½
„ v. 1904/3½
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadt
93,95
Darmstadt. . . . . . . .
Nordd. Lloyd-Obligat. . . 4½ 99,20
Donau-Dampfschiff. v. 82) 4 92.00 Offenbach
Elisabethbahn . . . . .
92,95
Franz-Josef-Bahn . . .
88,00
Kaschau-Oderberger v. 89
83,40
Prag-Duxer
72,00
2
Osterreich. Staatsbahn
90,00
do. . .
75,10
do.
98,20
do. Südbahn (Lomb.)
1,60
do.
do.
51,50
do. do.
77,30
Raab-Oedenburg,
87,30
Kronprinz Rudolfbahn .
Russ. Südwest .
. 4 85,30
Srla
Moskau-Kasan . .
..4½ 93,50
do. . . . . . . .
85,50
Wladikawkas. .
85,30
Rjäsan-Koslow.
Portugies. Eisenb. v. 1886l 3 66.00
do. . .
4½
Livorneser
241o 69,50
Salonique Monastir..
3 62,50
Bagdadbahn
4 78,20
Anatolische Eisenbahn 4½
90,80
Missouri-Pacitic I.
do. do. v. 1905 .
4 60,80
Northern-Pacific. .
. 1 4 9550
Southern-Pacific . . . . .
4 92,20
St. Louis &San Franciscol 5 —
5 —
Tehuantepec .
5 98,50
Ungar. Lokalbahn
Provinz-Anleihen.
96,20
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
3½ 86,30
do. Em. 10 .
3 83,30
do. . 9. .
3½
Posen Prov. . .
95,80
Westfalen Prov. V.:
4
96,00
5 (100,15 1Hess. Prov. Oberhessen
85,80
do. Starkenburg. .
Städte-
Obligationen.
4 94,90
Darmstadt.
3½. 87,00
do. . . . .
4½ 96,40
3 43,80Frankfurt .
13½, 8980
do. .. .
4¾ 94,50
3½ 86,60
do. . . .
Heidelberg.
4
26,00
3½
do. . . .
4½ 94,80
Karlsruhe .
3½ 86,60
do. . . .
4—
Magdeburg
4 95,00
Mainz
3½ 87,50
do. . .
494,10
Mannheim
3½) —
do. . .
4‟ 95,75
München
3½ —
Nauheim
4 95,20
Nürnberg
do.
.3½ 86,20
4 95,50
4
do. v. 1914
3½ 87,10
do. . .
4½ 97,00
Wiesbaden.
do. . .
3½
Worms .
do. . .
3½
Lissabon. v. 1888
Moskau v. 1912 .
4½ 93,60
Stockholm v. 1880 .
5
Wien Komm.
Wiener Kassenscheine .4½ 98,70
Zürich v. 1889 .
Buenos Stadt v. 1892 . . . 6
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. April 1914.
Frankfurter Kursbericht vom 1. April 1914.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
Seite 23.
Staatspapiere.
4 1100,00
Dt. Reichsschatzanw.
98,40
Dt. Reichsanleihe p. 1918
98,90
do. . . . . p. 1925 .
86,50
do. . . . . . .
78, 0
40. . . . . . . .
100,10
Preußische Schatzanw.
91,00
Staffelanleihe.
3½ 86,65
Consols . .
7835
Go.
Badische Staats-Anleihe: 4 96,70
do. v. 92/94 . . . . . . . 3½ 89,50
do. . . . . . . . . . . . . . 3 82,50
4 97,00
Baverische Ablös.-Rente
L. B.-Anl. kdb. ab 1906 4 97,25
do. unkdb. p. 1918 . . . 4 97,25
do. unkdb. p. 1920 . . . 4 97,25
E.-B.- u. Allgem. Anl.
4 97,25
unkdb. p. 1930 . . .
3½ 84,90
do. Anleihe . . . . .
3 75,35
„ „ „
do.
Hamburger Staats-Anl. . 4 96,90
3½ 86,50
do. v. 1887/94
do. . . . . . . . ....
Hesnische Staats-Anleihe
97,30
4 97,40
do, unkäb. p. 1921 .
.3½ 84,20
do. . .
74,70
do. . . . . ..
*22
Sächsische Staats-Rente
77,70
Württembg. Staats-Anl.
(unkdb. p. 1921).
do. V. 79/80 . . . .
3½ 87,50
do. . . . .
3 76,50
Bulgarische Gid.-Anl. . 5
Griech. Anl. v. 1890 . . . . 1,6) —
do. V. 1887 Monopoll 1¾/ 52,00
Italienische Rente. .
3½
Osterr. Staats-R. v. 1913 .4½ 92,40
do. Silber-Rente . . . . 4½ 86,15
do. Papier-Rente . . . 4½
do. Gold-Rente . . . . . 4 87,10
do. einheitl. Rente . . 4 82,50
Portug. Tab-Anl. 1891 . . 4½ 96,80
do. inn. amort. 1905 . . 4½ 74,50
do. unif. Serié I
61,30
III.
do.
3 1 64,30
do. Spézial Titel..
9,50
Zumänen v. 1903. . .
5 100,00
do. Gold v. 1913. .
4½ 91,25
do. Schatzsch. v. 1913 4½100,00
do. conv.
85,70
do. v. 1890
4. 94,20
do. v. 1891
86,90
do. v. 1905 „
85,50
do. v. 1908 .
87,00
do. v. 1910 .
4 85,10
Russische St.-Anl.
4½ 98,00
do. kons. v. 1880
4 87,00
do. Gold v. 1890
do. v. 1902 . .
89,80
Schweden v. 1880.
91,45
do. v. 1886
J2.
. . . . 3½1 86,50
Frankf. Hypothek.-Bankl 10 1211,00
do. do. Kred.-Ver. l8½ 1154,00
Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 1116.so
(115½
Nation.-Bank f. Deutschl.
128,50
Pfälzische Bank . . . . .
Reichsbank . . . . . . . . .8.42 1135,50
1133,00
Rheinische Kredit-Bank.
(1(0250
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver. .
Wiener Bank-Verein . .
139,60
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 132,60
124,35
Norddeutscher Lloyd.
(116,00
Frankfurt. Schleppschiff.
Südd. Eisenb.-Gesellsch. . 6½ 1128.50
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 1116,00
92,10
Baltimore.
10 213,50
Canada . .
7½ 144,00
Schantung.
8 1158.00
Prinz Henry
0 21½
Lombarden
§ 11200
Pennsylvania
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik . 28 1651,00
Chem. Fabrik Griesheim 14 (269,25
30 669,00
Farbwerke Höchst ..
Ver. chem. Fabr. Mannh.. 20 339,00
10 15550
Zement Heidelberg .
Chemische Werke Albert 30 1450,00
Holzverkohl. Konstanz . 15 314,50
6 129,20
Lahmeyer . . . .
(150,80
Schuckert, Nürnberg.
12 (219,00
Siemens & Halske. .
5 1123,00
Bergmann Elektr.
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 (248,40
Hagen Akkum. . . . . . . . 25 (342,00
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (178.00
Gummi Peter . . . . . . . . 0 80,50
Adler-Fahrradwerke . . . 25 1342,00
Maschinenfabr. Badenia . 9 116,00
Wittener Stahlröhren . . O
Gasmotoren, Oberursel .8½ 1159,50
Gasmotoren, Deutz . . . . 9 121,00
Siemens Glas-Industrie . 15 1238,00
23 1317,00
Enzinger Filter . .
10 146,00
Steaua Romana.
15 225,00
Zellstoff Waldhof . .
Bad. Zucker-Waghäusel .12,831216,80
87,00
Neue Boden-Aktien-Ges. .
Süddeutsche Immobilien 0 60,00
Bergwerks-Aktien.
12 162,60
Aumetz-Friede .
Bochum, Bergb. u. Gußst. 14 225,50
Leonhard, Braunkohlen . 9 1156,50
Konkordia Bergbau . . . 23 367,00
Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 (133,30
Eschweiler . . . . . . . . . . 10 221,00
Pfandbriefe.
Berliner Hyp.-Bk.-Pf.
½ 100,00
do. unkäb. 1918 . . . .
9500
9350
do.
1919. . . .
do.
1921 . . . .
94,25
do.
1922. . . .
95,50
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 83,50
8500
do. Komm.-Obl. unk. 1918
Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910
95,00
1915 . . . .
Co.
96,00
1920 ...
96,50
do.
de. Ser. 12—19. . . . . . 3½ 86,40
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
unkdb. 1910
Frankt. Hyp.-Kred.-Ver.
94,00
Ser. 15—42
43—40
94,90
do. . . . .
do. unk. 1922 „ 52
96,00
88,60
do. „ 1915.
8650
*
do. Ser. 45 . .
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
Ser. 12, 13, 16
96,90
.14, 15, 17
96,90
do. . . . .
4 97,40
do. unkdb. 1920 . . . .
9750
, 1923 . . .
do.
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½ 84,20
do. „ 3—5 . . . . . . . 3½ 84.10
do. kündb. 1915 . . . . . 3½ 84,30
do. Komm. unk. 1913
96,90
96,90
do.
„ 1914
1916) 4 97,10
do.
do.
„ 1920
97,40
1923
97,50
do.
84,20
do. verlosb. u. kündb.
unkdb. 1915
84.30
do.
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb.
94,50
95,80
do. unkdb. 1922.
do.
3½ 86,00
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
unkdb. 1917
94,00
1919
94,00
do. . . . . .
94,10
do. . . . .. „ 1921
do. . . . . . „ 1924 4 96,20
3½ 84,60
Go. . . . .. . . . .
95,20
do. Komm. unk. 1923
96,00
1924
do.
96,40
Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr.
do. . . . . .
88,00
Bank-Aktien.
Bank für elektr.
Unter-
nehmungen Zürich . . 10 194,50
½ 160,10
Berg.-Märkische Bank.
Berliner Handelsges. . . . 8½ 1163,50
Darmstädter Bank . . . . 6½ 1123,20
Deutsche Bank . . . . . . .12½1263,30
Deutsche Vereinsbank. . 6 117,00
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 118,30
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 188.99
Dresdner Bank . . . . . . .8½ 152,80
Ge
Gelsenkirchen Bergw. . . 11 196,40
Harpen Bergbau. . . . . . 11 185,00
Kaliwerke Aschersleben - 10 /150,00
Kaliwerke Westeregeln . 13 (206,50
Königin Marienhütte . . 6 81,00
Laurahütte . . . . . . . . . 8 (154,00
Oberschles. Eisenbed.
6 86,00
Oberschl. Eisen-Industrie 3 67,20
Phönix Bergbau . . . . . . 18 (241½
Rheinische Braunkohlen 10 232,00
Riebeck Montan . . . . . . 12 198,00
South West.-Afr. Shares . 5 1119,60
Verzinsliche
Anlehenslose. (2f.
Badische . . . . . TIr. 100) 4 . —
Cöln-Mindener . Tlr. 1003½142,90
Holländ. Komm. . H. 100 3
Madrider . . . . . Frs. 100 3 —
Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 (141,20
Osterreicher 1860er Lose : 4 180,00
Oldenburger. . . . TIr. 40 3 (128,30
Raab-Grazer . . . . H. 150/2½
Unverzinsliche
Mk.
Anlchenslose.
ſp. St.
Augsburger
A.7 —
Braunschweiger
TIr. 20 (202,00
Maläinder
Fs. 45 —
do.
Fs. 10
Meininger . .
.. A. 7 I 37,90
Osterreicher v. 1864 : H. 100
do. v. 1858 . H. 100 —
Ungar. Staats . . . . . H. 100 —
Venediger g. . . . . . . Fs. 30 81,50
Türkische V. . . . . . Fs. 400 —
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns. . . .
20,48
20-Franks-Stücke . . ..
16,26
Amerikanische Noten
.14,20½
Englische Noten . . . .
20,47
Französische Noten..
81,25
Holländische Noten .
169,20
Italienische Noten . . . . .
81,10
Osterr.-Ungarische Noten.
85,10
Russische Noten . . . . . . .
Schweizer Noten. . . . . . .
81,20
Reichsbank-Diskont
do. Lombard Zsf.
Tendenz:
Ziemlich fest.
Hander und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 1. April. (Börſe.) Die
heutige Börſe verkehrte in feſter Tendenz. Faſt auf
ſämtlichen Märkten waren weitere Kursbeſſerungen zu
verzeichnen, doch vollzog ſich der Verkehr in etwas
ruhige=
rem Tempo als geſtern. Im Verlauf wurde die Tendenz
bei abnehmendem Geſchäft etwas ſchwächer. Immerhin
weiſen die meiſten Kueſe der führenden Werte gegen
geſtern noch eine Erhöhung auf. Unter dem Einfluß der
außerordentlichen Geldflüſſigkeit konnten heute die Kurſe
der feſt verzinslichen Werte anziehen. Am Kaſſamarkt
lagen höher Scheideanſtalt zirka 3 Prozent, chemiſche
Mannheim 5 Prozent, Holzverkohlung 2. Prozent, Albert
3½ Prozent, Akkumulatoren 1¾ Prozent, Enzinger Filter
1,50. Niedriger notierten u. a. Anilinfabrik 4 Prozent,
Kleyer 1½ Prozent.
— Frankfurt a. M., 1. April. Das preußiſche
Staatsminiſterium hat den Vertrag zwiſchen der
Eiſenbahnverwaltung und der Cronberger Eiſen=
bahn=Geſellſchaft behufs Uebergang der
Cron=
berger Eiſenbahn an den preußiſchen Staat für den
Kauf=
preis von 1200000 Mark endgültig genehmigt. Die
Eiſen=
bahn=Verwaltung wird zum Ausbau der Linie zunächſt
650000 Mark aufwenden, wovon allein 350000 Mark
An=
teilkoſten auf den Umbau des Rödelheimer Bahnhofes
ent=
fallen.
WB. Berlin, 31. März. In der heutigen
General=
verſammlung der Deutſchen Bank wurde die
Tages=
ordnung genehmigt und dem Antrage der Verwaltung
auf Erhöhung des Aktienkapitals um 50
Mil=
lionen auf 250 Millionen Mark zwecks Fuſion mit der
Bergiſch=Märkiſchen Bank, Elberfeld, zugeſtimmt.
Sei=
tens der Verwaltung wurde mitgeteilt, daß im Januar
und Februar 1914 der Umſatz ſich um 5 Prozent gegen
das Vorjahr gehoben habe. Bei Beſprechung des
Ge=
ſchäftsberichts wurde u. a. auch längere Zeit über die
An=
geſtelltenbewegung im Bankgewerbe diskutiert.
* Königsberg, 1. April. Der Aufſichtsrat
der Norddeutſchen Celluloſe beſchloß nach an=
gemeſſenen Abſchreibungen und Dotierungen, der Reſerve
für das Geſchäftsjahr 1913 eine Dividende von 15
Pro=
zent wie im Vorjahre auf das erhöhte Aktienkapital
vor=
zuſchlagen.
Landwirtſchaftliches.
— Frankfurt a. M., 1. April.
Schlachtvieh=
markt (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: 1761 Schweine.
Preiſe für ein Zentner Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in
Mark: a) Fettſchweine über 3 Zentner Lebendgewicht,
b) vollfleiſchige Schweine über 2½ Zentner Lebendgewicht,
c) vollfleiſchige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht,
d) vollfleiſchige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht
45—50 (58—62). Marktverlauf: Mittelmäßig; bleibt
Ueber=
ſtand.
F.C. Frankfurt a. M., 1. April (
Kartoffel=
markt.) Man notierte Kartoffeln im Waggon 4,00—4,50
Mk., Kartoffeln im Detail 5,00—5,50 Mk. Alles per 100
Kilo.
-Banſl fürTlandel umnd
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von der Einwirkung der Mineralwässer auf den mensch- umgebenden Flüssigkeit vemitteln. — Die Bedeutung der
lichen Organismus, nur daß die wissenschaftliche Be- Salze für die Ernährung und ihre Rolle im Stoffe ist lange
gründung und Erktärung hierfür damals noch fehlte. — Zeit zu niedrig eingeschätzt worden. Wenn schon vom
Dem wissenschuftlichen Fortschritt verdanken wir heute 1 Standpunkte des Kraftwechsels aus durch die Salze Wärme
die Entschleierung alles Sagenhaften, mit dem diese nicht direkt, wie aus den organischen Verbindungen, den
geheimnisvollen Naturheilkräfte umhüllt waren, sowie Eiweißstoffen, den Fetten und Kohlehydraten, die als
die aus der Erkenntnis der Ursache und Wirkung ge- Energiequelle für den Organiamus dienen, entwickelt wird.
schöpften Erfahrungen und Lehren von der Anwendung so sind diese andererseits für den Stoffwechsel des Körpers
der Mineralwässer zu Trinkkuren für Genuß- und Heil- 1 unersetzlich, da sie teils in einer festen, an das Zelleiweiß
swecke. — Nuch diesen sind die Bestandteile der Wässer 1 gebundenan Form, teils in einer Halichen, in den
Gewehs-
an Salzen und Gasen, dazu berufen beißvielen Lebens- säften enthaltenen, zum Aufdan der Gewebe unbedingt
vorgängen im Haushalt des Organismus eine wichtige erforderlich sind. Diese Unentbehrlichkeit der Salze in der
Aufgabe zu erfüllen, Störungen und Krankheiten fern Ernährung, soweit sie mit den organisierten Gebilden, mit
zu halten und heilend einzugreifen, wo solche schon dem Zelleiweiß feste Verbindungen eingehen, also
unersetz-
vorhanden. — Der menschliche Organismus bezieht lich für den Zellaufbau sind, ist ohne weiteres klar. Aber
weinen Kraftvorrat nicht nur aus Eiweiß, Fetten und auch die in den Säften des Körpers gelöst vorhandenen
er-hväraten, sondern auch aus Wusser und Salzen. j Salze sind nicht nur für die Funktionen einzelner dieser
Mtrosser ist der Träger aller Stoffe, welche der Säfte, sondern fr den Gesamtorganismus von höchster
Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 2. 1914.
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der Stoffwachselvorgänge, harnsäurelösend, blutreinigend,
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haltund auf den Organlsmus, verhütet und hilft gegen Leldan,
die in Ernährungsstorungen llegen, schafft Gesundheit und
Wohlbefinden. — im Gehalt der Quelle llegt das Gehelmnis
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Hellmittel in medizinischer Bedeutung.
Gosund an Leib und Saale eaf,
Das im der Quall des Labens,
Es strömet Lust durch Mark und Bein,
Die Lust des tapfaren Strehuna.
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von der Einwirkung der Mineralwässer auf den mensch
lichen Organismus, nur daß die wissenschaftliche Be
gründung und Erktärung hierfür damals noch fehlte. —
Dem wissenachaftlichen Fortschritt verdanken wir heut
die Entschleierung alles Sagenhaften, mit dem dies
geheimnisvollen Naturheitkräfte umhüllt waren, sowi
die aus der Erkenntnis der Ursache und Wirkung ge
schöpften Erfahrungen und Lehren von der Anwendun
der Mineralwässer zu Trinkkuren für Genuß- und Hei
la sie den Anstausch zwischen dem Zellinhaft und der
umgebenden Flüssigkeit vemitteln. — Die Bedeutung der
alze für die Ernährung und ihre Rolle im Stoffe ist lange
Zeit zu niedrig eingeschätzt worden. Wenn schon vom
standpunkte des Kraftwechsels aus durch die Salze Wärme
icht direkt, wie aus den organischen Verbindungen, den
Eiweißstoffen, den Fetten und Kohlehydraten, die als
Energiequolle für den Organiamus dienen, entwickelt wird.
Ee sind diese andererseits für den Stoffwechsel des Körpers
inersetzlich, da sie teils in einer festen, an das Zelleiweiß
swecke. — Nuch diesen sind die Bestandteile der Wässe wrebundenan Porm, teila in einer läalichen, in den Gewehs-
an Salzen und Gasen, dazu berufen beißvielen Leben:
vorgängen im Haushalt des Organismus eine wichtig
Aufgabe zu erfüllen, Störungen und Krankheiten fer
zss halten und heilend einzugreifen, wo solche scho
vorhanden. — Der menschliche Organismus bezier
Frmseinen Kraftvorrat nicht nur aus Eiweiß, Fetten un
den iſt.-hväraten, sondern auch aus Wusser und Salzer
ferner, ein Griggser ist der Träger aller Stoffe, welche de
ihnen und verhi“.
Heute iſt das uer Ernährung und Arbeitsleistung i
ſtoßen, wos sbung bedart, es befördert auch die Stoff
andene sélprodukte, d. h. diejenigen Stoffe, welche ir
Haushafte des Organismus unbrauchbar geworden sinc
sit Föste der Ausscheidungsorgane nach außen. — AF
gesehen von den mechanischen Triebkräften, welch
die Körperflüssigkeiten durch Adern und Lympfgefäß wefindlichen Salze ist aber auch entscheidend für die Er-
äften enthaltenen, zum Aufban der Gewebe unbedingt
Wrforderlich sind. Diese Unentbehrlichkeit der Salze in der
Erährung, soweit sie mit den organisierten Gebilden, mit
nem Zelleiweiß feste Verbindungen eingehen, also
unarsetz-
ich für den Zellaufbau sind, ist ohne weiteres klar. Aber
Lauch die in den Säften des Körpers gelöst vorhandenen
Salze sind nicht nur für die Funktionen einzelner dieser
Säfte, sonder Hr den Gesamtorganismus von höchster
edeutung. — In ersterer Beziehung ist an die Wichtigkeit
Salzgehaltes der Vardauungssäfte zu winnern, an den
Salzgehalt des Magensaftes, an den Gchalt des Bauch-
Speichels an kohlensaurem Alkali, der dessen Einwirkung
Eiweißapaltung brw. die Fettverdauung unterstützt.
Die Bedeutung der i den Gewebssäften in Lösung
treiben, wird die Bewegung der Nahrungssäfte dure maltung des sogenannten osmotischen Gleichgewichtes im
die Gewebe und Zellen durch Osmose bewirkt. — Wen örper. — Der Abbau der einzelnen Substanzen
zwei wässerige Lösungen ungleiche Mengen von Mole m Stoffwechsol vermehrt die molekuläre
külen esthaften, e9 kommt es stets zu einer Bewegung wonzentration der Gewehssäfte, das ist ihren
bsider Flüsstgkeiten durch die trennenden Membranen d smotischen Druck. Es herrscht nun im Organismus
Gewebe hindurch. Auf diese Weise werden die gelöste as Bestreben, einen Austausch zwischen den verschiedenen
Steffe nach allen Seiten des Körpers, wo sie verbrauch örperflüssigkeiten herbeizuführen, so daß der osmotische
wertien, kinbefördert und überflüssig gewordene Stoff — ruck in ihnen annähernd der gleiche ist oder wenigstens
wechselprodukte gelangen auf umgekehrtem Wege in da ur in geringem Grade um eine Gleichgewichtsgrenze
venöse Blut zurück, um durch Oxydation zerstört ode chwankt, die in dem osmotischen Drucke des Blutserums
durch die Ausscheidungsorganc aus dem Körper entfern wusgedrückt wird. Daß dieser osmotische Austausch an
zu werden. — Bei diesen osmotischen Erscheinunger ven verschiedensten Punkten des Organismus, zwischen
spialen die mit der flüssigen Nahrung und im Trinkwasse — lutserum, Gewebssäften und Zellen, zu einem annäherden
sahn Subatanzan die wichtigste Ralle leichgewichtszustand führt, ist hauptsächlich der regula-
terischen Fähigkeit der Salze zu danken. Organische
Substanzen haben vermöge ihrer großen Moleküle nur in
geringem Maße die Fähigkeit, den osmotischen Druck zu
ändern. In um so höherem Grade dagegen die Salze,
dank ihrer großen Löslichkeit, ihrer Diffusibilität, welche
ihnen gestattet, die permeablen Membranen zu passieren,
dank ihrer Disseziationsfähigkeit endlich, die Spaltung der
Salzmoleküle in sogenannte lonen bewirkt und so de
Anzahl der Moleküle erhöht. — Da nun Leben bzw.
Gesundheit des Organismus an eine bestimmte Konstanz
des osmotischen Druckes der Körperflüssigkeiten gebunden
ist, so lst auch demgemäß die Unersetzlichkeit der Jalze
in der Ernährung aus ihren osmotischen Eigenschaften
verständlich. — „Gleichwie diese Bestandteile (Salze), so
führt F. W. Bennecke in seinem bekannten Buche: „
Grund=
linien der Pathologie des Stoffwechsels” aus, „für alles
Bilden und Werden im Pflanzenreich von der weittragendsten
Bedeutung sind, so sind eie auch für den Organismus teils
die notwendigste Bedingung alles Aufbaues, teils die
un-
entbehrlichsten Vermittler der Lebensvorgänge. Kaum in
einer anderen Bezichung läßt sich mit gleicher Bestimmtheit
dio Aufgabe des praktischen Arztes mit der des
Land-
wirtes vergleichen. Wie dieser darauf zu achten hat, daß
stuts aans beatimmte Verbindungen nicht fehlen, wens d
Boden diese eder jen Frucht hervorbringen soll, so hat
auch der Arzt die wichtige Aufgabe, die unorganischen
Bestundteile (Salxe) dar Nahrung ganz wesentlich in
Rechnung zu ziehen, wenn er die Ernährungs- und
Wachs-
tumsverhältnisse des menschlichen Körpers erwägt, und er
wird durch ein einfaches Zu- oder Hinwegtun derselden
oſt in rationellster Weise therspeutische Aufgaben z Muah
imstande sein.‟ — Mit Recht betonen namhafte Forscher,
Pathologen, Kliniker und Pharmakologen, daß kleinste
Mengen der Mineralstoffe, ihr Vorhandensein oder füer Febslem,
ganz bestimmte, zehr ausgesprochene phyaiologische edur
krankhafte Veränderungen im Organismus hervorrufen; und
Albu und Neuberg weisen als völlig verfehlt die gam)
willkürliche Meinung zurück, daß der relativ gezingste
Bedarf an Nährsalzen durch die Nahrung des Menschen
gawdkallch vollkammen gedeakt wrüreie. — Wäre de Basa
an Minernisalgen immer gcnügend, so würde keine Störtmg
im Mineralstoffweghsel eutstehen. — In vielen Fällen von
Alomalien des Mineralstoffwechsels handelt es sich dahef
zweifellos um die Folge einer unzureichenden Zufuhr.
Justus von Liebig äußert sich in diesem Sinne: „An
allen Vorgängen im tierischen Körper, an der Verdauung,
Blutbildung, dem Atmungsprazeß und dem Stoffwechsel
nehmen die unegganischen Bestandteile ader die Salze,
welche konstante Bestandteie des Blutes, der Muskaln,
Gewebe, überhaupt der Organe und in letzter Form der
Nahrung ausmachen, einen sehr wesentlichen, in vielen
Fällen einen bestimmenden Anteil. Erst durch ihre
Mit-
wirkung empfangen die Nährstoffe in den Speisen die
Fähig-
keit zur Erhaltung der organischen Prozesse zu dienen und
Gorup-Besancz betont: „Die anorganischen
Bestand-
teile (Salze) sind unentbehrlich zur Bildung jeden Gewebes”.
Es ist daher zweifellos, daß bei noch so reichlicher
Ernährung, wenn dieser Ernährung die Nährsalze in
ausreichender Menge fehlen, der Organismus zugrunde
gehen muß. Ueber die Rolle, die die Nährsalze im einzelnen
befähigt, den menschlichen Körper gesund zu erhalten oder
durch ihren Mangel krank zu machen, läßt sich kurz
folgendes sagen:
1. Die Salze sind am Wachstum des Körpers, am
Aufdau und an der Neubildung aller Gewebe, Muskeln,
Knochen, Nerven, Gehirn, Hut, Calle, Haut isw. in
her-
vorragendem Maße beteiligt.
2. Sie erst ermöglichen es, einmal die eingeführte
Nahrung im Darm so zu gestalten, daß sie zur Aufnahme
(Resorption) ins Blut und in die Zellen fähig wird, und
anderesseits setzen sie erst Darm, Blut und Gewebe in
den Stand, die Nahrung aufzunehmen und zu verarbeiten
(Asoimilation). Es kommt aber bekanntlich nicht darauf
an, was man ißt, sondern wieviel vermittels der Salze im
Körper aufgenommen und verarbeitet wird. „Ohne
gleich-
zeitige Salzzufuhr und nach Erschöpfung des Salzvorrates
im Organiamus findet keine Assimilation der Eiweißstoffe
mehr statt‟ Köppe).
3. Die Salze dienen zur Lösung gewisser
Eiweiß-
körper (der Gobuline) und schaffen den osmotischen Druck
der Körpersäfte, der dem osmotischen Druck der Zellen
das Gleichgewicht hält, wodurch der Eintritt von Wasser
in die Zellen verhindert wird; denn in reinem Wasser
sterden alte Gewebszellen unter Queilung rasch ab.
4. Die Salze geben den Anstoß für die fortlaufende
Entgiftung des Organismus von den stets sich immer
wieder selbst bildenden Giften des Körpers (Autointoxikation).
5. Sie haben die Aufgabe, bei einer Reihe chemischer
Vergänge, zum Beispiel bei der lebenswichtigen
Sauer-
stoffübertragung, mitzuwirken und sie befähigen erst die
einzelnen Organe, Muskeln, Nerven, Blut usw. ihre
Funktionen auszuüben.
Steht es also fest, daß der Organismus zu seiner
Ernährung, zu seinem Aufbau und zur Erhaltung der
Gewebe, zum normalen Ablauf seiner Funktionen der Salze
bedarf, so folgt daraus, daß ein Mangel an diesen Salzen
oder ein Mißverhältnis zwischen den einzeinen Salzen oder
sehljeßlich eine ungenügende Aufsaugung dieser Salze zu
Krankhaſten Störungen der einzelnen Organe führen muß;
es ist ferner klar, daß in diesen Fällen diese Störungen
in bester natürlichster und oft allein möglicher Weise nur
durch vermehrte Zufuhr der Salze oder durch eine
Wieder-
herstellung des richtigen Vethältnisses oder durch Anregung
der Aufsaugung wieder geheilt werden können. — Die
Einwhkung der in den Baftstrom des
Körpers eingeführten mineralischen
Salze zeigt sich ganz besonders auch
im Blute. — Die roten Blutkörperchen des
mensch-
lichen Hlutes enthalten kein Chlomatrium, schwimmen aber
in einer Salzlösung, dem Plasma, in gleicher Weisc sind
in den Zellen und dem Plasma die Verhältnisse fr den
Gehalt as anderen Salzen verschiedes. — Das Volum und
die Zusammensetzung der roten Blutkörperchen müssen
denach durch die Wechselbeiehungen sich beständig
ändern und diese Veründerungen zeigen sich im ganzen
Zellensystem des Organismus.
Aus der Gesunderhaltung
des Blutes entspringt
gesundes Leben,
un-
relnes Blut ist der Träger
von Krankheitsstoffen;
denn das Blut ist das
Leben, es bildet, nährt
und beseelt alle Organe.
minerälischen, in den rihtigen Maßen gensscht sind, ſeds
mengen der reich alkalischen Quellen liefemn wichtiges in der Galle, Niere und Rlaze, die anormale
Baumaterial für die Blut- und Gewebebildung. Die wich- 1 Funktion der Nierentätigkeit führt zu
Kieren-
ügsten mineratischen Bestandteile hierfür sind: Natren, 1 leiden usw. — Schließlich führt die Trägheit des
säure, Schwefel und Phosphor, in den 1 Geschwüren und zum Schlagfluß. —
Körperflässigkeiten, besonders im Blute, finden sich
vor-
zugsweise Natronverbindungen, welche die
Kohlensäure-
ausscheidungen aus dem Blute unterhalten. Natron Erscheinungen sind meist Folgen der Lebensweise,
macht das Blut leichtflüssig und alkalisch, so daß es im wenn in der Ernährung dem so wichtigen Nährstoff-
Stoffwechsel seine verjüngende Energie voll entfalten kann, 1 wechsel nicht die Aufmerksamkeit geschenkt wird, die
Eine hochwichtige Funktion fällt dem Eisen im Körper-
Gramm Eisen im Körper, die den Sauerstoff der einge- 1 stoffe nicht ausgiebig genug zur Verfügung gestellt
atmeten Luft in den Lungen an sich reißen und durch werden. — Dies kann seine Ursache in allzugroßem
übt. Das Eisen ist der wichtigste Sauerstoffträger für alle
Organe ohne Ausnahme, die bei nicht genügender Zufuhr sehr erheblich übersteigt oder wenn die aus
mineral-
von Sauerstoff sofort eine Störung erleiden. — Es ist stoffarmem Boden hervorgegangene Pflanzennahrung
farner der wichtigste Bildner des Hämoglobins im Blute
und der roten Blutkörperchen, während der Eisenmangel 1 durch das Schwelgen im übermäßigen Genuß von
den Hämoglobingehalt und die Zahl der roten Blutkörper- Speise und Trank. Die hieraus sich bildenden
Krank-
chen herabsetzt, d. h. zu Blutarmut, Bleichsucht mit den 1 heitsstoffe sind Säuren, vor Allem die aus dem Fleisch
zahlreichen Störungen führt. — Kalk ist die mineralische 1 entstehenden, und zwar galt von jeher die aus den
Grundlage des Knochengerüstes und der Zähne, eine Zellkernbestandteilen sich bildende Harnsäure als be-
Kalksalzen zeigt sich bei Rachitis (englische Krankheit). —
Bei Gicht verringert, wie v. Noorden nachweist, die Zufuhr
von Kalk die krankhaft vermehrte Harnsäureausscheidung
und hat somit auf die Gicht günstigen Einfluß. — Es ist von selbst als Zugabe zur täglichen Nahrung das
das Nervensystem ausübt und ein Mangel im Organismus 1 haturgemäß die höchste Beachtung
ge-
keit des Blutes ist die Anwesenheit von Kalk erforderlich. —
Die Bedeutung des Kalkes für das Wohlbefinden des anwendung derselben für die Beschaffung des Ans-
Menschen ist zumal auch durch die Tatsache bewiesen,
daß in Gegenden mit kalkreichem Wasser die Leute durch- schlechter Säfte. — Wenn solche Quellen dann
außer-
mit kalkarmem Wasser. — Neucre Untersuchungen stellen einen außerordentllchen Llthiongehalt
auf-
förderlich für die Knochenbildung ist, sondern auch in höchst
eingetretener Krankheit das Heilbestreden der Natur wesent-
Prozesse, die noch nicht zu weit vorgeschritten sind,
be-
einflußt in günstiger Weise die Zuckerkrankhait, stärkt die
Blute ein. — Kalk in organischer Verdindung ist ein zehr
Kalkreichsten ist die Stützsubstanz des Skelettes, der unterworfen. — Bestimmend auf seinen Ein-
Knochen, dann als edenfalls reick an Kalk die verschiedenen fuß im Kreislauf der Stoffs ist jedoch
Drüsen des Körpers, die Lungen und die graue Hirn- nur die Höhe, Art und Zusammensetzung
sübstanz. — Am wenigsten kalkreich nind die Muskeln, (ias minarallachen Gehalfes, ganz abgesehen
abgesehen vom Bindegewebe, und unter dissen ist der 1 davon, daß ein unnatürlich erhöhter, überreicher Kohlen-
Herzmuskel der weitaus kalkreichste, indem er viermal
mehr Kalk als jene enthält. — Durch Zusatz von
phosphor-
saurer Bittererde (Mugnosla) verstärkt & Natur die 1 weiterungen hervorrufen kann. — Mitbestimmend
ausfall nach schwerer Krankheit beruht auf Mangel an lind Munge des denseiben
elgentüm-
findet sich als Deckschicht unserer Haut, in den Nägeln,
Haaren und in den Zeilwandungen.
Wenn dem Körper zu wenig Sauerstoff und zu
wenig Mineralstoffe zugeführt werden oder wenn das
Nährstoffe nur ungenügend verbraucht werden, 50
führt dies zu Aner Anhäufung ven Harn=
Die giftartig wirkende Harnsäure macht
das Blut schwerflüsslg, sie verlangsamt die 1 ist. — Auf diesen speziell hier in Frage kommenden
hierdurch nicht mehr in die feinen Aderausläufer vor.
zündungen, sogenannten Katarrhen, die sich 1 faktoren dar. — Die Auswahl unter ihnen muß
des Kehikopfas, auf Ohren, Augen, gehen, denn nur die ziffurmäßlge Uehar.
zündungen der Brenchlen, Blase usw.
führen. — lst das Blut mit Harnsäurg
über-
körnige Ausscheidungen, die als Fremdkörper
Ent-
zündegen hervorrufen und unter Mamam „Glaht nns auf Grassi ihr Salagahaltes varschieden. —
Dieser iebenswichtigen Aufgabe aber kann das Bint i und Rheuma, in menr oder minder heftiger Form
nur nachkommen, wenn seine Bestandteile, besonders diges aufsreten. — In den Unterleibsorganen führt die durch
dis Märnsäuts hevotgaufene Stokkung des Rlates zu
Enstimmigkeit in der Zusammensetzung des Blutes führt zu 1 Hämerrhelden, Ealen- und Leberfaiden. —
körperlichem Unbehagen und zu Krankheiten. Die Nährsalz- 1 Burch die Harnsäure entstehen Steinbildungen
Kall, Eisen, Magnegium, Kalk, Kiesel- Blutes zu Verkalkungen der Arterien, zu
Alle diese durch verunreinigtes Blut hervorgerufenen
er verdient, wenn also dem Körper die zu seinem
Auf-
haushalt zu. Mit den roten Blutkörperchen kreisen einige bau und zu seiner Erhaltung erforderlichen
Mineral-
alle Organe tragen, wo er seine anregende Tätigkeit aus- denuß tierischer Nahrung haben, namentlich im Winter,
in welchen Monaten die Fleischkost die Pflanzennahrung
die erforderliche Nährsalzmenge nicht aufweist, ferner
wesentliche Erscheinung der Verarmung des Knochens an sonders schädlich, zumal als Ursache der Gicht und
fast aller Krankheiten.
Hier gibt die Natur in ihrer weisen Fürsorge
ferner festgestellt, daß Kalk eine beruhigende Wirkung auf mineralhaltige Quellwasser, dessen Auswahl
zu Reizbarkeit führt. — Auch für die normale Gerinnbar- Schenkt werden muß, denn nur im
mina-
rallschen Gehalt der Wässer liegt die Nutz.
gleiches in der Blutentmischung und in der Beseitigung
schnittlich gesünder und militärtauglicher sind als in solchen 1 dem noch, wie die Dunaris-Quelle in Daun,
fest, daß reiche Kalkzufuhr in der Nahrung nicht nur sehr weisen, so gebührt diesen ein walterer Vorzug.
denn Lithion ist dazu berufen, die
Harn-
günstiger Weise den Stoffwechsel anregt und bei bereits säure, die Erzeugerin vleler Krankheiten,
aus dem Blute zu entfernen und
fern-
lich fördert. — Mit Kalkzufuhr heilt man tuberkuläse 1 zühalten. Ein planloses Vorgehen oder
Gleich-
gültigkeit in der Auswahl dar Mineralwässer wäre alse
völlig verſchlt und ein Versuch hier und da ein großer
Nerven und das geschwächte Herz und wirkt besonders Irrgarten, — Viele, ja die meisten Mineralquellen dienen
gut auf die als Acidose bezeichnete Säureansammlung im lediglich Tafelwasserzwecken, deren Hauptbestandteil
die künstlich erhöhte Kohlensäureübersättigung ist, ihr
wesentlicher Bestandteil des menschlichen Körpers und 1 Gehalt an mineralischen Salzen ist oft nur gering und
zwar vorzugsweise an den Zellkern gebunden. — Am 1 sie werden zudem vielfach einflußreichen Veränderungen
säuregehalt schädigend wirken und bei
gewohnheits-
gemäßem Genusse Magenstörungen und Magener-
Festigkeit der Knachen. Schwefel findet sich im 1 für die Nutzanwendung der Wässer ist daher
Bluteiweiß, in den Sehnen und im Bindegewebe: Haar- 1 in dieser Hinsicht auch dis natürliche Ferm
Schwefel und Kleselsdurs im Blute. Die letztere iichen und unverändert gebliebenen
Gehaltes an eigener natürlich gsbufgge3
dener Kohlansäufs. —
zzt Zimmer
Seit Justus von Liedig stcht feh.; dem
Mathilden=
ungestörter MineralstoffwechsLuiſenſtraße zu
Blut verminderte Alkalescenz besitzt, und wenn aus 1 nur Ein wichtlger, sondern unenk geſ. Gefl.
t. C 86
einer dieser Ursachen die im Körper zirkulierenden 1 licher Faktor für die Gesundhelt ist, um4ds
daß da, wo infolgs alner Störung im
Salzstoffwechsel auch Störungen der
säure und verwandter Stoffe im Rlute.Gesundheit entstchen, die
Mineralstoff=
therapie von allergrößter Wichtigkelt
Blutzirkulation und führt schließlich, wenn das Blut Erkrankungsgebieten stellen Mingralwässer umi?
einfußreichem Mineralstoffgahzit erich
dringen kann, zu Stogkungen und Ent- 1 tige, oft durch nichts zu ersstzunds
Hell-
einesteils auf die Schleimhäute der Nasé, jedoch mit dem Studium der Analysen Hand in Hand
Magen und Darm erstrecken, und auch zu Ent-zeugung ist ein Gegangswicht gegen allzu
oft geübte, vielfach wenig gerechtfertigte Anpreisungen.
Mit überlegenem Mineralstoffgahalt
aus-
sättigt, zo bildet diese zumeist an den Gelenken gestattat aind ur gerlngsen
unter den Mineraiquellen und an Heilwert sind auch
beträchti. überiegenem
Lichlongehalt
und
außererdentlich hohem
Natrengshalt
tzit dis
Dunaris-
Natron-Lithion-Quelle
zu Daun-Eifel
a2
stärkste
Natron-Lithion-Quelle
charakteristisch hervor. — Ir
Lithiongehalt allein
überragt nicht nur den
glelchen Gehalt aller
gleichartigen Quellen
er-
heblich, sondern auch
den Gehalt fast aller
spezlell Ithionhaltigen
Quellen teils um das
doppelte, drei-, vier-,
und mehrfache.
Die im Jahre 1913 neu aufgestellte Analyse
deser Qnelie zeigt folgende Bostundtese:
In 1 Kilogramm Wasser sind esthalten:
Kaliumchlorid .
.0,000747 g
Natiumchlorid
. 0,091887 „
Ammoniumchlorid .
. . 0,000946 „
Natriumhromid
. . 0,000149 „
Natriumjodid . . .
.0,000010 „
Natriumsulfat.
.0,088726 „
.3,035619 „
Natlumhydrokarbonat
Lhumhydrokarbonat.
. 6.056926 „
.0,340721 „
Kaizlumhydrokarbonat
Strontiumhydrokarbonat .
. 0,001952 „
Barimuhydrokarbonat .
.0,001085 „
Magnsslumhydrokarbonat
.0,394925 „
.0,030353 „
Farrehydrokarbonat
Manganohydrokarbonst
. 0.001822 „
Alumtminmsulfat
. 0,000735 „
Borsäure .
.0,000348 „
. 6.941248 „
Kisaalaäure
4.085199 g
hals gebundene Kohlensäure 2.075180g
frais Kohlensäure Kohles-
Gasyd) . .6.1.5. . 2.596598 ₰ 4.671778 „
8,759977 g
Bemarkenswert unter den vorstehenden Zahlen
ist insßevandere der
außerardentlich hohe
Natron-
n
gehmit mit 3,035619 g.
ie Velar beträchtilch hohe
dkohait mit C.056026 E.
der Gehait an
doppeikohlensaurem Magnesium
O,324925 g,
an Lisen 6,030253 g.
an kchlensaurem Kalk O,340721 E,
an schwefelsaurem Natron
0,088725 S.
an Kleselsäure O,041248 L.
an eigener, natürlich vorhandener
Kohlensäure 4,671778 g.
Diese Zahlen beweisen:
1. daß Dunarls
mit charakteristisch
hohen Ziffern bezüglich
des gemeinschaftlich
vorhandenen Lithion-
und Natrongehaltes
weit überlegen
im Vordergrunde steht;
Es besitzen an Lithion:
1. Die Aßmannshäuser Therme . . . . . . . ..
.0,0278 g
2. Die Kaiser Friedrich-Quelle zu Offenbach . .
.0,01999 „
3. Biliner Sauerbrunnen . . . .
.0,0196 „
4. Der Oberbrunnen zu Salzdrunn
.0,0130 „
5. Die Wilhelmsquelle zu Ems .
.0,0100 „
.0,0099
6. Die Kronenquelle zu Salzbrunn
7. Die König-Otto-Quelle zu Gießhühl
.0,0093 „
8. Die Mineralquelle zu Fachingen .
.0,0072
9. Die Mineralqueile zu Niederselters . . . .
.0,0050 „
10. Das Kränchen zu Ems
. 0,0040
, ,
2. daß Dunaris
eine unerreichte Höhe an
eigener, natürlich
vor-
handener Kohlensäure
besitzt, mit welchem
un-
verändertem Gehalt das
Wasser im Handel
er-
scheint:
3. daß Dunaris
an sonst lebenswichtigen
Salzen ansehnliche,
völlig ausreichende
Mengen aufweist.
Auf Grund seines Salzgehaltes besitzt Dunaris
hohen Einfluß auf die
Stoffwechselver-
gänge, auf die Nervenfunktlon, auf die
vitalen Kräfte des Blutes und die vitalen
Prozesse überhaupt, sein überaus hoher
Lithion- und Natrongehalt erhebt
Dunaris zu einem
unver-
gleichlich wichtigen
Heil-
faktor gegen alle auf
Säurebildung und
Harn-
säure zurückzuführende
Lelden. — Dunaris besitzt
eine den Stoffwechsel in
nchem Grade anregende
und ver allem Harnsäure
lösende Wirkung.
Lithion geht mit Harnsäure eine lösliche
Ver-
bindung ein, es vermag daher lithionhaltiges Wasser,
und ganz besonders Dunaris, in Krankeiten, welche
durch das Vorhandensein von unnormalen Mengen von
harnsauren Salzen im Blute verursacht werden, die
Harnsäure im Urin zur Ausscheidung zu bringen. —
Es hat sich hierbei das Lithium-Karbonat als besonders
wirksam erwiesen, wie es im Dunariswasser in hoher
Menge vorhanden ist.
Nach Binswanger lösen
100 Teile kohlensaures
Lithion= 360 Teile
Harnsäure,
100 Teile
doppelkohlen-
saures Natron-50 Teile
Harnsäure.
Hieraus ergibt sich, daß Dunaris die
welt-
gehendsten Fählgkeitenbesitzt, harnsäurelösend
zu wirken. Trinkkuren führen zur Heilung
vieler Funktionsstörungen, die als
Stoff-
wechselstörungen, Störungen im
Blut-
system, Katarrhe und Erkrankungen der
Schlelmhäute u. Atmungsorgane, Nieren-,
Blasen-, Gries- und Steinleiden, wenn
auch in vorgeschrittenem Stadium,
auf-
treten. Die etwa stockende Sekretion
der Schleimdrüsen wird durch den Genuß des
Wassers lebhaft angeregt, was zur Verflüssigung
und Lösung des zähen Schleimes und damit zur
Ab-
schwellung der katarrhalischen
Schleim-
häute führt. — Dunaris ist ein dlätetisches
Heilmittel zur Verjüngung des Blutes,
ein ständlges Kurgebrauchsmittel zur
Verhütung vieler Krankheiten und ein
wirk-
samer Schutz gegen frühzeitlges Altern,
dessen nächst erkennbare Symptome meist auf die
Einwirkung einer trägeren
Blutzirku-
lation schlleßen läßt.
Als
Gesundheitswasser
ist Dunaris die berufendste Mineralquelle,
um dem Aufbau des Körpers, seiner Gesunderhaltung
und als Gegenmittel gegen alle
schäd-
lichen Einmischungen im Blute zu dienen
und Krankheiten fernzuhalten.
Dunaris ist ein Souverän
unter den
Gesundheits-
wässern, natürlich
wohl-
schmeckend, es wirkt
vorbeugend und erhaltend.
Ausführliche Prospekte gratis und franko.
Mmkkuren onne Berdissterung
bei Gicht, Rheuma, Stoffwechselstörungen, Arterienverkalkung,
Blutarmut, Bleichsucht, Hämorrheiden, Katarrhen der
Schleim-
häute, der Atmungs- und Verdauungsorgane, Säureüberschuß,
Störungen in den Nierenfunktionen u. Harnorganen, Blasenleiden,
eberleiden, Gries- und Steinbildungen (Gallensteine).
Freiwillfg gegebene und aus Zuschriften entnommene Gutachten.
Vor 20 Jahren litt icn lange Zeit an Nierensteinkolik. —
Schon damals versuchte ich eine Trinkkur mit Ihrem Wasser, von
dessen hervorragender Wirkung bei Nierenleiden ich überzeugt
ar. — Mit Freuden begrüßte ich es daher, als die altberühmte
Quelle durch Ihr Unternehmen immer mehr an die Oeffentlichkeit
trat. — Die Dunarisquelle habe ich vielfach in meiner Praxis bei
Kierenleiden und Blasenkatarrhen verordnet und rechtgute Resultate
erzielt. Besonders kannte ich eine wesentliche Steigerung der
Diuresc konstatieren. — Nur eines Falles möchte ich hier Erwähnung
tun: Herr M., der schon lange Zeit an Urinverhalten litt und täglich
Katheterisiert werden mußte, wurde mir von seinem Hausaret
über=
wiesen. — Ich verordnete eine Trinkkur und nach 5 Tagen teilte
er mir schon freudestrahlend mit, daß er zum ersten Male wieder
seit einem ½ Jahre habe urinieren können. Seither ist der
be-
treffende Herr m. W. gänzlich von dem Uebel befreit geblieben. —
Ich selbst trinke ebenfalls täglich das Wasser Ihrer Quelle. das Sie
mir in überaus liebenswürdiger Weise zur Verfügung stellten, und
habe bisher niemals mehr an Nierensteinkolik gelitten. — Mit
Sicher-
heit schreibe ich dies der Heilkraft Ihrer Quelie zu.
Aber nicht nur bei Nierenleiden und Blasenkatarrhen, sondern
auch bei Kehlkopfkatarrhen, Bleichsucht und Blutarmut habe ich
Ihr Wasser mit bestem Erfolg verordnet. Wie sehr Ihr Wasser
gerade auch auswärts von Aerzten geschätzt wird, habe ich daraus
ersehen, daß schon mehreren Patienten von ihren Aerzten eine Kur
Sanitätsrat Dr. Sch.
in Daun empfohlen wurde.
Senden Sie gefl. umgehend usw. . . . . Ich kann jetzt schon
sagen, daß ich es beglückwünsche, daß Daun mit seiner Quelle mehr
an die Oeffentlichkeit tritt. Ich halte sowohl das Waser, das ich
schon im Jahre 1906 an der Quelle getrunken habe, als dieselbe
neu gefaßt wurde, als auch den Ort seibst für ganz hervorragend
und glaube, das beide eine Zukunft haben. — Ich empfehle Sie,
Dr. H. . . .
wo ich kann.
Ich habe die Breschüre gelesen und interessiere mich in der
Dr. H. L. . .
Tat sehr für die Quelle.
Ihre freundlichst gesandte Probe hat so vorzüglichgeschmeckt,
daß ich um gefl. Zusendung von 50 Flaschen zum eigenen Gebrauch
Oberstabsarzt H. . .
bitte.
Vor kurzem erhielt ich von Ihnen einige Flaschen Ihres
Wassers zugesandt. — Indem ich hierfür bestens danke, möchte ich
nicht verfehlen, meine Ueberraschung über die Güte dieses Wassers
zum Ausdruck zu bringen. — Ich werde nicht verfehlen, Dunaris
Dr. R. . . .
meinen Patienten zu empfehlen.
Vor einiger Zeit hatten Sie die Güte, mir eine Probesendung
Ihres Wassers zu senden; sie hat mir so sehr gefallen, daß
ich es an Stelle eines anderen Brunnens als Tischgetränk nehmen
Dr. R. M. . . .
möchte etc.
Ich finde Ihr Wasser im Vergleich mit manchen anderen, die
mit künstlicher Kohlensäure versetzt sind, hervorragend im
Ge-
schmack und äußerst bekömmlich für Magenleidende und bitte Sie,
Dr. T. . . .
für den Gebrauch meiner Familie etc.
Für die mir übersandte Probe herzlichen Dank. Das Wasser
ist ausgezeichnet, namentlich durch seinen mäßigen Gehalt an
natürlicher Kohlensäure, wodurch es den Darm nicht belästigt.
Der Natron- und Lithiongehalt macht es zu einem nützlichen Wasser.
das ich dauernd empfehlen werde. Nach meiner Reise folgt
Bestellung.
Dr. M. . . .
Auf Empfehlung eines Kollegen bitte ich hierdurch höfl. um
Zusendung einer Probe Ihrer Quelle. Dr. med. M. . ..
Von längerer Reise zurück, danke ich vielmals für die
Ueber-
sendung Ihres Wassers. — ich habe es versucht und finde es
vor-
züglich, daß ich es nur weiter empfehlen werde. Dr. C. . . .
Heute empfing ich Ihre Probe sehr bekömmlichen Wassers
bei empfindlichem Magen. — Bitte um Mitteilung, wie Sie mir
25—30 Plaschen berechnen würden.
D. F. . . .
Ihre Probesendung hat mir sehr zugesagt. — Senden Sie mir
laut Zuschritt 6o Flaschen Dunaris zum eigenen Gebrauch, ich
bitte um Beschleunigung der Sendung.
Dr. Sch.
Auf Ihre Zuschrift hin möchte ich anfragen, wie Sie mir Ihr
Wasser liefern können, zum eigenen Gebrauche und zum Gebrauche
der Patienten, Ich hatte bereits Gelegenheit, das Wasser zu kosten,
und finde es zumal für den täglichen Gebrauch sehr empfehlenswert.
Sanitätsrat Dr. B. . . .
Ich bestätige Ihnen dankend den Empfang Ihrer Probesendung
und teile Ihnen mit, daß Ihr Wasser meinen Beifall findet, ich
mache von Ihrem Anerbieten, mir Wasser zu liefern, Gebrauch und
erbitte zu eigenem Gebrauche 100 Flaschen Dunarisquelle.
pr. St.
Zurückkommend auf die mit Ihnen gepflogene Korrespondenz,
bitte ich Sie, mir 100 Flaschen Ihres Wassers recht bald einzusenden.
Dr. K. M. . .
Durch Herrn Dr. L. . . . hier, wurde mir Ihr Wasser
emp-
fohlen und soll ich dasselbe längere Zeit trinken. — Ich bitte daher
(folgt Bestellung).
F. St. . . .
Da ich auf Wunsch des Arztes Dunariswasser trinken soll,
möchte ich Sie bitten, mir mitzuteilen etc.
M. M. . . .
Beziehe seit einigen Wochen Brunnenwasser von dort und
da mir dasselbe sehr gut bekommt, beabsichtige ich demnächst auch
eine Badekur zu gebrauchen usw.
S. V. B. . .
Sie hatten mir 30 Flaschen Dunaris geliefert, die mir recht
gute Dienste leisten, Ich möchte daher den Brunnen weiter trinken
und bitte um Zusendung weiterer 50 Flaschen usw. F. H. . . .
Für die freundliche Uebersendung der Flaschen bestens
dankend, teile ich Ihnen höfl mit, daß dasselbe mir in jeder Hinsicht
gefallen hat und daß ich es gerne empfehlen werde, möchte Ihnen
heute 50 Flaschen zum Privatgebrauche bestellen. Dr. W. K.
Die Dunarisquelle bekommt mir vorzüglich. — Ich möchte
das Wasser deshalb auch tagsüber, wenn ich bei der Arbeit bin,
als Trinkwasser benutzen und ersuche Sie, mir 30 Flaschen an
die Adresse: Physik, Institut der Universität in . . . zu schicken.
Geheimrat H. . . .
Die Sendung . . . . . . Ich bitte umgehend das Wasser zu
senden, da ich es wegen meiner gestörten Verdauung dringend
be-
darf. — Ich habe es außerdem hier verordnet, und da das Wasser hier
nicht zu erhalten war, habe ich dem Herrn Drogist . . . . heute
Auftrag gegeben, dasselbe zu bestellen und werde ich reichlſchen
Gebrauch davon machen, sobald es hier zu haben ist. Dr. L. . . .
Gleichzeitig die Anfrage usw. — Das Wasser schmeckt
aus-
gezeichnet, erfrischend und scheint gut bekömmlich zu sein. — Ich
habe es allenthalben empfohlen.
Prof, Dr. W., Frauenarzt.
Erbitte umgehend . . . Flaschen Dunaris. — Es liegen schon
mehrere Bestellungen A-y Aerzten vor und bitte ich daher
noch-
mals um sofortige Zuseildung.
W. B.
Die erste Sendung Dunaris hat bei mir ganz ausgezeichnet
gewirkt. Ein größerer Gichtknoten am rechten Handgelenk ist nach
dem Gebrauch von 30 Flaschen, von denen meine Frau noch
mit-
getrunken hat, vollständig verschwunden. — Senden Sie mir wieder.
O. K.
Die mir s. Zeit gesandte Probe Dunaris ist mir gut bekommen.
ich möchte das Wasser weiter trinken und bitte um gefl. baldige
Zusendung von 50—60 Flaschen usw. . . . . . Dr. H.
Hierdurch möchte ich Sie bitten, mir noch eine Probe Ihrer
Quelle zu Versuchszwecken zu senden. — Ich habe das Wasser
wiederholt in meiner Praxis verordnet, besonders bei Gicht und
Zuckerkrankheit und bin mit den bisherigen Resultaten zufrieden. —
Dr. B.
Vielleicht interessiert es Sie, zu erfahren, wie Ihrem fernsten
Kurgast (Ostpreußen) des letzten Sommers der Aufenthalt in Daun
bekommen ist. Was die Herven betrifft, so habe ich mich gans
schön erholt, wenn auch die Wirkung der dortigen Bäder nicht die
der Halbbäder erreichte, die ich sonst mehrfach genommen habe. —
Eine überraschende Wirkung aber hat die Dunaris-Quelle auf
meinen schwachen Magen ausgeübt. Ich merkte schon dort, daß
ich manches vertrug, was mir sonst Beschwerden verursachte, schob
dies aber auf eine stopfende Wirkung des Wassers. — Nachdem
dies aber ein halbes Jahr vorgehalten hat, kann ich sagen, daß ich
eine wesentliche dauernde Verbesserung der Verdauung erfahren
habe, die neben vielem anderen dazu beitragen wird, daß ich Daun
in angenehmer Erinnerung behalte.
L. Amtsgerichtsrat.
Die erste Sendung Dunaris hat ganz unseren Beifall gefunden
und möchten wir hierdurch nachbestellen. Direktor U.
Für Probe bestens dankend, teile ich Ihnen mit, daß Geschmack
Dr. A. .
und Bekömmlichkeit vorzüglich sind usw.
Bezugnehmend auf Ihr gefl. Schreiben usw. — Ich habe das
Dunariswasser als ein außerordentlich angenehmes und erfriscilendes
Getränk von wohltuender Wirkung befunden.
Protsssor Dr. Ki. . . .
Die Probe Wasser v. 11. Nov. hat meinen vollen Beifall
gefunden Ersuche Sie nunmehr, mir 150 Flaschen zu dem offetierten
Preise umgehend zugehen zu lassen. — Für Reklame Ihrer bewähr-
Dr. F.
ten Quelie weras ich Sorge tragen. —
Ich bitte um gefl baldige Zusendung von 40— 50 Flaschen
Dunaris. — Mit der Wirkung des Wassers bin ich sehr zufrieden. —
Dr. B.
Senden Sie mir bitte wieder baldigst 4 Kisten Dunaris, cas
Dr. H.
mir vortretflich bekommt.
In Erwiderung Ihrer Zeilen v 7 ds. Mts. teile ergebenst mit,
daß ich hier in Cöln vom Apotheker mir zur Probe bereits ein
Dutzend Flaschen Ihrer Quelie habe kommen lassen und daß wir
mit dem Wasser außerordentlich zufrieden sind.
General B.
Bitte um Zusendung von . . . Fl. Dunaris, wie gehabt. Das
Wasser hat Anklang gefunden.
Amtsgerichtssekretär St.
Von einem Bekannten auf die Vorzüglichkeit Ihres Wassers
aufmerksam gemacht, möchte ich einen Versuch damit machen.
Frau Wwe. A.
Ich bitte daher . . .
Ihr Wasser findet meinen vollen Beifall. Es wirkt beruhigend
und wunderbar heilend auf den Darm etc. Auch ist der Brunnen
von angenehmem Geschmack. Es scheint, als wenn Sie hier noch
weitere Liebhaber finden. Eine Dame, die mit Gicht zu tun hat,
will das Wasser weiter trinken. Hoffentlich hilft Dunaris auch
F. von B.
in diesem Falle.
Euer Hochwohlgeboren bitte ich höfl., mir wiederum 3 Kisten
à 30 Fl. der vorzüglichen Dunaris-Quelle zu schicken.
Geheimrat Dr. F. H.
Aus Anlaß Ihres Angebotes hat meine Frau eine Trinkkur
mit Dunaris begonnen und bisher guten Erfolg erzielt.
W. B,
Senden Sie mir bitte sofort ein Kistchen (30 Flaschen) Dunaris.
Ich habe wieder so unerträgſiche Darmschmerzen wie vor 2 Jahren,
da sind sie durch Dunaris sofort gelindert. Frau Dr. T.
Mit der letzten Sendung war ich außerordentlich zufrieden.
Dr. 8.
Bitte freundl. um nochmalige Zusendung von 60 Flaschen
Ihres vorzüglichen Brunnenwassers. Nach dem letzten Gebrauch
des Wassers kann ich heute sagen, daß dasselbe auf meinen
H. P.
körperlichen Zustand als Erleichterung wirkt.
Da ich zu meiner Erholung einige Wochen in Daun zubringen
möchte und ich von der dortigen Dunaris-Quelle schon viel gehört
habe, möchte ich Sie bitten, mir . . . . . zu senden. A. Pf.
Senden Sie mir bitte wiederum 30 Flaschen Ihres vorzüg-
Dr. 6.
lichen Wassers.
Im Besitze Ihrer Probesendung, die zu meiner Zufriedenheit
ausgefallen ist, ersuche ich Sie höfl. um gefl. Zusendung von
C. B.
50 Flaschen Dunaris.
Ihr Wasser ist ausgezeichnet, ich werde es dauernd
O. B.
verwenden.
Unser Dresdener Vertreter schreibt:
Dr. B. dankt bestens für die zugeschickten Flaschen von
Dunaris-Natron-Lithion-Quelle. Bei einem Patienten mit
Nieren-
steinen hat er die Quelle mit bestem Erfolg verordnet, indem reichliche
Sedimente daraufhin abgingen,
Hochachtungsvoll D. O
Zu meinem größten Erstaunen muß ich Ihnen mitteilen, daß
durch das Wasser mein Nasen- und Halskatarrh völlig beseitigt ist.
Da ich unter meiner Kundschaft sowie Geschäftsfreunden ähnliche
Leidende habe, werde ich ihnen dieses Wasser bestens empfehlen.
K. H.
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