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1777. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 32 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Die Zweite Kammer hat ſich geſtern bis) Ende
Mai und die Erſte Kammer auf unbeſtimmte Zeit
vertagt.
Die Kaiſerin wird am Freitag oder Samstag über
Kaſſel nach Korfu abreiſen.
Das Prinzenpaar Heinrich von Preußen
iſt geſtern von Buenos=Aires nach Chile
ab=
gereiſt.
Das engliſche Oberhaus nahm das Etatsgeſetz
in dritter Leſung mit 329 gegen 251 Stimmen an.
Wie Paſitſch in der ſerbiſchen Skupſchtina
erklärte, iſt zwiſchen Serbien, Montenegro
und Griechenland ein Bündnis
abge=
ſchloſſen worden.
Vicomte Kiyoura hat den Auftrag angenommen,
ein neues japaniſches Kabinett zu bilden.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 5 und 6.
Die Mißſtände im
Schank=
gewerbe und die
Gewerbe=
ordnungsnovelle.
Die Mißſtände im Schankgewerbe, denen die
Ge=
werbeordnungsnovelle abhelfen will, knüpfen ſich
vor=
wiegend an die Perſon des Schankwirts oder an die Art
der Bedienung. Der Entwurf geht davon aus, daß
Per=
ſonen, deren Vorleben und perſönliche Verhältniſſe ihre
Unzuverläſſigkeit in bezug auf den Gewerbebetrieb
dar=
tun, zurzeit nur in vereinzelten Fällen vom
Wirtſchafts=
gewerbe ferngehalten werden können, da der ſtrikte
Nach=
weis einer beſtimmten, zur Verſagung dienenden
Tat=
ſache, namentlich wenn keine gerichtliche Verurteilung
oder kein ſtrafrechtliches Verfahren vorangegangen iſt,
ſchwer gelinge. Es ſoll daher in Zukunſt die Erlaubnis
verſagt werden, wenn Tatſachen vorliegen, die die
An=
nahme rechtfertigen, daß der Nachſuchende die
Zuverläſſig=
keit in bezug auf den Gewerbebetrieb nicht beſitzt. — Zu
dieſer Neuregelung führt Profeſſor Dr. Stier=Somlo in
der Deutſchen Juriſtenztg. (Berlin, O. Liebmann) das
Nachſtehende aus:
„Die Abſicht iſt gut, und daß etwas gegen die
Miß=
ſtände getan werden muß, nicht zu bezweifeln. Aber der
Begriff der Zuverläſſigkeit iſt ſo dehnbar, daß den
Ver=
waltungsbehörden ein außerordentlich weit reichendes
Mittel in die Hand gegeben iſt, während die gewählte
For=
mel nicht hindert, daß der Begriff der Zuverläſſigkeit in
den Berichten in einer nicht befriedigenden Weiſe
ausge=
legt wird. Wenn auch die einzelnen Verſagungsgründe
nicht erſchöpfend im Geſetz angeführt werden können, die
eine Perſon zum Wirtſchaftsgewerbe untauglich machen,
ſo wären meines Erachtens doch neben der allgemeinen
Formel eine Reihe von Fällen, denen wieder ähnliche
gleichzuſtellen wären, insbeſondere für Perſonen, die ſchon
einen Wirtſchaftsbetrieb gehabt haben, aufzuführen, z. B.
wiederholte Beſtrafung wegen Ueberſchreitung der
Poli=
zeiſtunde, Begünſtigung des Schuldenmachens und der
Trunkſucht der Gäſte, Verabfolgung von Getränken an
Betrunkene, eigene Trunkfälligkeit uſw.”
Die geſetzliche Feſtlegung des
Bedürf=
nisnachweiſees, von der die Novelle ſich eine
Ein=
ſchränkung der halben, auf den Ausſchank von Bier
be=
ſchränkten Konzeſſionen verſpricht, deren Zahl das
Be=
dürfnis weit überſteigt und bei denen konzeſſionswidrige
Ueberſchreitungen der Befugniſſe an der Tagesordnung
ſind, wird von Stier=Somlo gebilligt. Was aber die
No=
velle ſonſt von hiermit im Zuſammenhange ſtehenden
Maßnahmen gegen die verderblichen Animierkneipen
bie=
tet, reicht ſeines Erachtens nicht aus, weil die
Landes=
zentralbehörde die Blankovollmacht erhalten ſoll, im
Intereſſe der Geſundheit und guten Sitten über die
Zu=
laſſung, Beſchäftigung und Art der Entlohnung des
ge=
werblichen Perſonals Beſtimmungen zu erlaſſen. Von
dem Gebrauch einer derartigen Blankovollmacht befürchtet
Stier=Somlo einen Widerſtreit mit
reichsge=
ſetzlichen Vorſchriften über den gewerblichen
Arbeitsvertrag. Wenn die Begründung ſage, daß
Zah=
lung feſten Lohnes an weibliches Perſonal vorgeſchrieben
und das Verbot der Entrichtung von Bruch=, Putzgeldern
und dergleichen ausgeſprochen werden könne, ſo ſei dies
nur ein kleiner Teil der Regelungen: das Geſetz müſſe
be=
ſtimmte Richtlinien ziehen. Die Herſtellung der
Möglich=
keit, den Ausſchank von Abſinth und die Gründung von
Vereinen, die der Völlerei Vorſchub leiſten, zu verhindern,
findet ebenſo Stier=Somlos Beifall, wie die teilweiſe
Neuregelung des Rechts der Stellvertreter.
Die Homerulekriſis in England.
* Die Erklärüng des Premierminiſters
im Unterhauſe kam dem Hauſe vollkommen
über=
raſchend; einen Augenblick war alles ſprachlos. Nach ihm
gab Seely eine perſönliche Erklärung ab. In dieſer
perſönlichen Erklärung betonte er, daß er nicht wegen
irgend einer politiſchen Meinungsverſchiedenheit mit
ſei=
nen Kollegen zurückgetreten ſei. Er ſei zurückgetreten,
damit es nicht den Anſchein habe, als ob ein Miniſter mit
Dienern der Krone einen Handel darüber abgeſchloſſen
habe, was getan werden müſſe.
Auf beiden Seiten des Unterhauſes iſt man verwirrt
durch den plötzlichen Wechſel in der Lage, und es iſt
ſchwer, eine zuſammenhängende Anſicht darüber zu hören.
Die Unioniſten glauben, daß die Regierung durch den
Wechſel und die Abſchiedsgeſuche ſo erſchüttert werden
müſſe, daß ſie der Kraftanſtrengung nicht gewachſen ſein
wird, die Homerulebill und das Geſetz über die Trennung
von Kirche und Staat durchzuführen. Die Liberalen aber
vertrauen darauf, daß Asquiths kühner Schritt die
ſchwie=
rige Lage löſen wird. Sie weiſen darauf hin, daß
As=
quith großen Einfluß hat, und glauben, daß er die Dinge
raſch ins rechte Gleis bringen wird. Im Kriegsamt wird
auch betont, daß der Rücktritt Morleys, wenn er wirklich
erfolgt, kein weſentlicher Faktor iſt, zumal da Morley nur
ein Titularamt hat. Die Liberalen ſind auch überzeug:,
daß Wahlen erſt nach Erledigung der dem Parlament
vorliegenden Geſetzentwürfe ſtattfinden werden.
Aus der Debatte im Unterhauſe iſt noch
fol=
gendes nachzutragen:
Churchill ſagte das Schriftſtück, das die
Be=
ſprechungen ewiſchen Seely und Gough enthielt, ſei zu
ſpät an das Kabinett gelangt. um noch von den Miniſtern
behandelt zu werden. Da Asquith den Standpunkt des
Kabinetts kannte, habe er es bis auf die erſten
Paragra=
phen der veröffentlichten Erklärung zuſammengeſtrichen
und dann Seely ausgehändigt, der ſpäter auf eigene
Ver=
antwortung zwei Paragraphen hinzufügte. Dies ſei die
Urſache ſeines Rücktritts Churchill fuhr fort: Nachdem
die Oppoſition die verſöhnlichen Bemühungen der
Re=
gierung zurückgewieſen hatte, war es die Pflicht der
Re=
gierung, die Lage zu erwägen. In Anbetracht der
Be=
richte, die von der Polizei und dem Militär einliefen,
wurden Vorſichtsmaßregeln getroffen. General Paget
ſeien für die ernſteſten Fälle zwei Vorſchriften gegeben,
nämlich: Wenn die Ofitziere den Gehorſam verweigern
ſollten gegenüber den Befehlen, die Zivilgewalt zu
unter=
ſtützen, ſo ſollten ſie entlaſſen werden. Es ſollte Nachſicht
geübt werden, falls dieſe von den in Ulſter beheimateten
Offizieren erbeten werde Niemals hätte es in der
Ab=
ſicht der Regierung, des Kriegsminiſters oder des
Armee=
rates gelegen, daß dieſe Vorſchriften als hypothetiſche
Fragen dem ganzen Offizierkorps vorgelegt werden
ſoll=
ten. Churchill fügte hinzu, es ſei zuzugeben, daß hier
Mißverſtändniſſe beſtänden, und fuhr dann fort: Ich
er=
hebe entſchiedene Anklage gegen die Führer der
Oppoſition der beiden Häuſer, daß ſie verſuchten und,
ſoweit dies in ihrer Macht lag, auch bewirkten, die Armee
zu verführen. Das Heer wird als politiſche
Waffe gebraucht. Die Konſervativen haben das
Vorgehen des Heeres gegen das Parlament angeſtiftet,
das nur zunichte gemacht werden konnte durch die
Er=
ledigung der beiden ſchwebenden Fragen. Wenn dieſes
Vorgehen nicht unterdrückt würde, würde das Heer
er=
ſchüttert werden, gerade wie das Oberhaus zuerſt
aus=
genutzt und daun erſchüttert worden iſt — Vonar Law
erklärte, zwiſchen den Erklärungen der Regierung im
Unterhauſe und denen Lord Morleys beſtänden
Unſtim=
migkeiten. Augenſcheinlich habe die Regierung etwas zu
verbergen, wenn man guch nicht wiſe, was e ſei. Oberſt
Seely erwiderte, die ganze Sachlage ſei nunmehr
be=
kannt, und es werde nichts verheimlicht werden. Bei
Schluß der Debate warf Simon den Unioniſten
neuer=
lich vor, ſie hätten die Armee zu beeinfluſſen verſucht, und
erklärte, die Regierung habe es für richtig und notwendig
gehalten, die Leute von Ulſter wiſſen za laſſen, daß es
ihre feſte Abſicht ſei von dem Rechte der Krone Gebrauch
zu machen, falls es ſich als nötig herausſtellen ſollte, einem
gewaltſamen Bruch der Geſetze vorzubeugen.
Während die Debatte im Unterhauſe vor ſich ging,
wurden im Oberhauſe an den Lordpräſidenten des
Geheimen Rats, Viscount Morley, wegen der
letz=
ten Ereigniſſe mehrere Anfragen gerichtet. Morley
er=
widerte: Es iſt in Irland kein Ungehorſam gegen Befehle
vorgekommen, weder von einem Offizier, noch von einem
Soldaten. Das Verhalten der Truppen iſt im allgemeinen
auszezeichnet geweſen.
Daily Chronicle ſchreibt: Die Bedeutung des
Schrittes des Premierminiſters wird niemand verkennen.
Er hat die neuen Fragen erkannt, die Bonar Law, ohne
eine Befürwortung der Meuterei in den Vordergrund
ge=
bracht zu haben, aufgeworfen hat. Ungeachtet ſeiner
übri=
gen Verantwortlichkeit hat er ſich entſchloſſen, ſie perſönlich
in Angriff zu nehmen. Wir können uns keinen Kurs den=
ken, der geeigneter wäre, die öffentliche Meinung zu
be=
ruhigen und die im ganzen Volke herrſchenden Beſorgniſſe
zu beſeitigen, die bei allen Klaſſen — man darf ſagen, bei
allen Parteien — durch den unioniſtiſchen Anſchlag erregt
waren: Offiziere der Armee als Erſatz für das verlorene
Veto im, Oberhauſe zu benutzen. — Die Times ſchreiben:
Mr. Asquiths dramatiſche Erklärung, Kriegsminiſter zu
werden, regt unmittelbar zu drei Betrachtungen an:
erſtens wollen wir ſofort und direkt ſagen, daß der
Pre=
mierminiſter das Richtige getroffen hat; zweitens beweiſt
ſein noch nie dageweſener Schritt aufs neue den
weſent=
lichen Ernſt der Lage, in die ſich das Miniſteriam hat
hineintreiben laſſen, und drittens iſt ſein Entſchluß,
ob=
wohl er Beifall verdient, höchſtens nur eine Maßregel zur
Aushilfe und wird nicht den vorherrſchenden Eindruck
verringern, daß eine Regierung, die ſo viele Dinge zu
gleicher Zeit in Verwirrung gebracht hat, einer
Ruhe=
pauſe der politiſchen Verantwortung bedarf. Mr.
As=
quiths Erſcheinen im Kriegsamte wird ſeine unſchätzbaren
Ergebniſſe haben. Wir ſind ſicher, daß es die Beſorgniſſe
in der Armee beſeitigen und in allen Rangklaſſen das
Ver=
trauen wiederherſtellen wird.
Die Kriſe in Frankreich.
* Der Gaulois führt aus, daß die
gegen=
wärtige Kriſe Frankreichs bei deſſen
Verbün=
deten und Freunden einen überaus
beklagegswer=
ten Eindruck hervorgerufen habe. Ein hervortagendes
Mitglied der franzöſiſchen Kolonie in Petersburg habe
u. a. erklärt: Wenn die ruſſiſche Regierung ſich kürzlich
beeilt hat, den franzöſiſchen Forderungen in der Putilow=
Angelegenheit zu willfahren, und wenn ſie Deutſchland
gegenüber eine Sprache geführt hat, an die man nicht
mehr gewöhnt war, ſo iſt dieſes darauf zurückzuführenz
daß man in dem Dreijahrgeſetz ein erfreuliches Anzeichen
für die Wiedererſtarkung des nationalen Geiſtes in
Frank=
reich erblickte. Die Enttäuſchung iſt deshalb um ſo
größer=
geweſen. Man ſpricht von neuem von dem Verfall
Frank=
reichs, weil man leider im Ausllande das Volk von der
Regierung und dem Parlament nicht zu trennen vermag.
Die Freunde Deutſchlands haben denn auch leichtes
Spiel. Ein Mitglied der franzöſiſchen Handelskammer in
London habe erklärt: Trotz der Homerule=Kriſe verfolgen
die Engländer mit größter Aufmerkſamkeit die
fran=
zöſiſchen Vorkommniſſe, welche die unioniſtiſchen Kreiſe
mit aufrichtiger Betrübnis erfüllt haben. Die „
Klein=
engländer”, welche durchweg für eine deutſch=engliſche
An=
näherung eintreten, äußern unverhohlen die Anſicht, daß
Frankreich auf Gnade und Ungnade einer politiſchen
Ko=
terie preisgegeben ſei und dem Abgrund entgegenſteuere.
Deutſches Reich.
Das Jeſuitengeſetz. Der Verſuchsballon
der Köln. Korr., der aufgelaſſen wurde, um die Ausſichten
für eine völlige Aufhebung des Jeſuitengeſetzes zu
prü=
fen, ſcheint keine allzu günſtige Windrichtung oben
ange=
troffen zu haben. Nach Erkundigungen an zuſtändiger
Stelle, was an der Behauptung ſei, daß Preußen, Bayern
und Württemberg neuerdings im Bundesrat für
Auf=
hebung des Jeſuitengeſetzes eingetreten ſeien, wurde
ver=
ſichert, daß dieſe Behauptung falſch ſei. Irgendwelche
neue Anträge nach dieſer Richtung ſeien von keinem der
genannten Bundesſtaaten in letzter Zeit geſtellt worden.
Dagegen iſt es nicht ausgeſchloſſen, daß man in der
Aus=
legung des Geſetzes den Jeſuiten noch weiter
entgegen=
kommen wird als bisher und ihnen auch die Vornahme
ſeelſorgeriſcher Handlungen geſtatten wird.
Die Einigung in der
Nationallibera=
len Partei. Der Zentralvorſtand der
Nationallibe=
ralen Partei hat durch die bereits erwähnten Beſchlüſſe,
die Sonderorganiſationen der Jungliberaletz und der
Alt=
nationalliberalen aufzuheben, die Wiederherſtellung der
Einigkeit innerhalb der Nationalliberalen Partei
ange=
bahnt. Da dieſe Partei die einzige iſt, in deren Reihen
derartige Sonderorganiſationen beſtehen, wird die
Aus=
ſicht, die dadurch hervorgerufenen Mißſtände zu beſeitigen,
in den übrigen Parteilagern in demſelben Maße ſkeptiſch
beurteilt, in dem jene Mißſtände für die Nationalliberale
Partei eine Schwächung bedeutet haben. Kreuzzeitung
und Germania ſtimmen in der Auffaſſung
über=
ein, daß die inneren Gegenſätze auch nach der
Herſtellung der äußeren Einigkeit fortdauern
wer=
den, und Berliner volksparteiliche Parteiorgane
be=
ſorgen einen Rechtsabmarſch der geeinten
Nationallibe=
ralen Partei, wenn die Jungliberalen nicht mehr „
räſon=
nieren und reſolvieren” können. Es muß jedoch feſtgeſtellt
werden, daß ſolche Beſorgniſſe in der Voſſ. Ztg. mit
un=
gleich größerer Zurückhaltung zum Ausdruck gelangen als
im ſozialiſtiſch angehauchten Berl. Tageblatt, das wegen
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
Nummer 91.
der Beſchlüſſe des Zentralvorſtandes in der gehäſſigſten
Tonart den Anſchein zu erwecken ſucht, als ob die
Natio=
nalliberale Partei im Falle ihrer Einigung allen
Libera=
lismus verlieren, in Abhängigkeit vom Bund der Land
wirte und vom Zentralverband deutſcher Induſtrieller
ſo=
wie ähnlicher Intereſſenverbände gelangen müſſe. Da
die Geſchichte der Nationalliberalen Partei die
Haltloſig=
keit ſolcher Unterſtellungen beweiſt, müſſen alle, denen die
Zukunft der Nationalliberalen Partei am Herzen liegt,
bei der Beurteilung der Beſchlüſſe des Zentralvorſtandes
und bei den Bemühungen, ſie vollſtändig zu verwirklichen
die nur allzu wahren Feſtſtellungen beherzigen, die die
volksparteiliche Voſſ. Ztg. in folgenden Worten macht:
„Zwei Jahre hindurch hat es alſo nebeneinander drei
ſelbſtändige nationalliberale Parteiorganiſationen
ge=
geben. Die Nationalliberale Partei als ſolche mußte
dar=
unter leiden. Ein ſteter Kampf innerhalb der Partei war
unausbleiblich. . . . Dieſem unhaltbaren Zuſtand ſoll
nunmehr ein Ende bereitet werden.”
Kartellverband deutſcher
Werkver=
eine. Die Werkvereine Berliner Richtung, die im ver
gangenen Jahre aus dem Bund deutſcher Werkvereine
aus=
geſchieden ſind, haben ſich in einer in Berlin abgehaltenen
Vertreterverſammlung zum Kartellverband deutſcher
Werkvereine zuſammengeſchloſſen. Anweſend waren gegen
100 Vertreter einer großen Anzahl auf dem Boden des
Berliner Werkvereinsprogramms ſtehender Werlvereine
u. a. aus Berlin, Dresden, Chemnitz, Biſchofswerda,
Wur=
zen, Meißen, Halle a. S., Hamburg, Mainz, Wiesbaden,
Frankfurt a. M. und anderen Städten. Nach eingehender
Ausſprache wurde der Zuſammenſchluß auf dem Boden
des Berliner Werkvereinsprogramms beſchloſſen. Als
Grund für den Austritt der Berliner Werkvereine aus
dem Bund deutſcher Werkvereine und die Gründung eines
Kartells wird die verſchiedene Stellung beider Richtungen
zur Sozialdemokratie angegeben. Die Berliner
Werkver=
eine hätten nämlich auf dem im vorigen Jahre
abgehalte=
nen Augsburger Bundestag verlangt, daß die
parteipoli=
tiſche Neutralität der Werkvereine auch auf die
Sozial=
demokratie ausgedehnt würde. Dieſer Antrag ſei von
dem Bundestag abgelehnt worden, weil man dies für
un=
vereinbar mit der nationalen Grundlage des Bundes
halte.
— Die Vorſtrafen bei Gericht. Das
bayeri=
ſche Juſtizminiſterium gibt einen Erlaß heraus, der ſich
gegen die öffentliche Verleſung der Vorſtrafen von
An=
geklagten und Zeugen und die damit verbundene
Bloß=
ſtellung der betreffenden Perſonen wendet. Der Erlaß
baut die eingeführte Löſchung von Strafen im
Straf=
iſter weiter aus.
Ausland.
Italien.
Der ikälieniſch=ſpaniſche
Handelsver=
trag iſt am Montag abend in Madrid unterzeichnet
worden.
Frankreich.
Die Einkommenſteuer. Die Kammer beriet
über die Geſetzesvorlage, betr. die Ergänzungsſteuer auf
die Geſamteinkommen.
Louis Dubois (Zentrum) machte den Vorſchlag, den
Entwurf an eine Kommiſſion zu verweiſen. Klotz ſchlug
vor, den Entwurf von dem Finanzgeſetz zu trennen und
ſofort die Beratung des Budgets zu beenden, um dem
Senat zu ermöglichen, es auch noch vor den Neuwahlen
anzunehmen. Anders zu handeln würde eine nutzloſe
Wahlkundgebung ſein. Berichterſtatter Clementel
for=
derte dringend die Annahme des Geſetzentwurfes über
die Ergänzungsſteuer, wobei man ſich bemühte, eine
Ver=
ſöhnung der Republikaner zu erreichen. Der
Bericht=
erſtatter ſchloß mit der Aufforderung an die Kammer, der
Kommiſſion und der Regierung zu folgen. Doumerque
erklärte: Wenn das Budget nicht ſchneller angenommen
worden ſei, ſo liege das daran, daß die Beratung durch
tägliche Angriffe und Interpellationen unterbrochen
wurde. Der Miniſterpräſident beſtand auf der Einfügung
des Entwurfes in das Finanzgeſetz, denn wenn dies nicht
geſchehe, würde die republikaniſche Majorität einen Fehler
begehen, welcher gegen ſie ausgebeutet werden würde.
Doumergue ſtellte darauf die Vertrauensfrage. Er
verſicherte, er werde in gleicher Weiſe vor dem Senat
ſprechen. Dubois zog dann ſeinen Antrag zurück, des=
gleichen Klotz den ſeinen, indem er Kenntnis davon nahm,
daß die Regierung ſich verpflichtete, das Geſetz über die
Einkommenſteuer in der Kammer und im Senat raſch zur
Abſtimmung zu bringen.
Die Rochette=Affäre. Die Mitglieder des
Ro=
chette=Ausſchuſſes beobachten zwar ſtrengſtes
Stillſchwei=
gen über die gefaßten Beſchlüſſe, doch wird in den
Wan=
delgängen der Kammer gerüchtweiſe erzählt, daß der
Ausſchuß den ehemaligen Miniſtern Monis und Caillauz
wegen ihrer Einmiſchung in eine gerichtliche
Angelegen=
heit einen Tadel erteilte, daß er ferner das Vorgehen
Barthous kritiſierte, weil er ein Schriftſtück an ſich
ge=
nommen habe, das dem Juſtizminiſter hätte verbleiben
müſſen, und daß er ſchließlich ſein Bedauern darüber
aus=
ſprach, daß Gerichtsperſonen fremden Einflüſterungen
ge=
horcht hätten. — Der radikale Kongreß des Departements
Nieder=Pyrenäen hat einen Beſchlußantrag gefaßt, in dem
dem ehemaligen Finanzminiſter Caillaux das vollſte
Ver=
trauen ausgeſprochen und erklärt wird, daß die
Wert=
chätzung für ihn in demſelben Maße geſtiegen ſei, wie die
gehäſſigen und verächtlichen Verleumdungen, deren
Ziel=
ſcheibe er bilde. — Das radikale Wahlkomitee des Bezirks
von Mamers (Sarthe=Departement), deſſen Vertreter
Cail=
laux in der Kammer iſt, hat für eine Petition, in der der
frühere Finanzminiſter zur Aufrechterhaltung ſeiner
Kan=
didatur aufgefordert wird, bereits 6257 Unterſchriften
ge=
ſammelt.
England.
Drohender Ausſtand der Bergleute. In
einer Verſammlung von Bergleuten in Barnsley wurde
mit großer Mehrheit beſchloſſen, in den Ausſtand zu treten.
Wahrſcheinlich wird infolgedeſſen bis zum Mittwoch in
allen Kohlengruben von Yorkſhire die Einſtellung des
Be=
triebes durchgeführt ſein. 40000 haben bereits die Arbeit
niedergelegt.
Balkanſtaaten.
Die Zurückziehung der griechiſchen
Truppen aus Epirus. Der griechiſche Miniſter des
Aeußern ließ den Pariſer Blättern eine Note zugehen, in
der er von einem Erſuchen Griechenlands an die Mächte
Mitteilung macht, den am 31. März ablaufenden Termin
für die Zurückziehung der griechiſchen Truppen aus Epirus
entſprechend, zu verlängern, um der proviſoriſchen
Re=
gierung von Epirus zum Abſchluß der Verhandlungen
mit Albanien Zeit zu laſſen.
Serbien und Bulgarien. Bezüglich der
Vor=
fälle bei dem ſerbiſchen Dorfe Banja ſpricht das ſerbiſche
Regierungsorgan Samouprawa die Erwartung aus, daß
der Fürſt von Albanien und die albaniſche Regierung
jenen bulgariſchen Abenteurern die Gaſtfreundſchaft
kün=
digen. Serbien werde gegebenenfalls genötigt ſein, den
undankbaren Nachbarn aus Albanien den Zutritt zu den
ſerbiſchen Märkten für immer zu unterſagen. Serbien
müſſe ſchon jetzt die Verantwortung für die Folgen der
feindlichen Haltung der Nachbarn von ſich weiſen, da es
die nachbarlichen Rückſichten in keiner Weiſe verletzte.
Der Metalka=Zwiſchenfall. In
Beantwor=
tung einer Interpellation erklärte der montenegriniſche
Miniſter des Aeußern den Metalka=Zwiſchenfall für ein
internationales Verbrechen. Nach ſeinen Angaben haben
an dem Ueberfall von öſterreichiſcher Seite drei Bataillone
Infanterie, drei Züge Grenzjäger, eine
Maſchinengewehr=
abteilung und eine Gendarmerieabteilung teilgenommen,
denen vier montenegriniſche Grenzwächter
gegenüber=
ſtanden. Das ſtrittige Gebiet habe keineswegs
Oeſter=
reich=Ungarn, ſondern der Türkei gehört, ſei von Serbien
okkupiert und dann an Montenegro abgetreten worden.
In einer Reſolution, die einſtimmig angenommen wurde,
wurde das Einverſtändnis mit den Ausführungen des
Miniſters des Aeußern erklärt.
Vereinigte Staaten.
Wilſons Panamakanalpolitik. Präſident
Wilſon läßt das Gerücht dementieren, daß ſeine
Panama=
kanalpolitik das Ergebnis einer Vereinbarung mit
Groß=
britannien ſei, und ſtellt klar, daß er unabänderlich den
gegenwärtig eingebrachten Kompromißmaßnahmen und
Zuſatzanträgen abgeneigt ſei. Er wünſche einen unzwei=
deutigen Widerruf der Klauſel, betr. die unterſchiedliche
Behandlung in der Panamakanalvorlage.
Südafrika.
Geſetz zur Verhinderung von Streiks.
Der Miniſter für Bergbau und Induſtrie Malan kündigt
die Einbringung einer Geſetzesvorlage an zur
Verhin=
derung von Streiks und Ausſperrungen, zur Beſeitigung
von induſtriellen Zwiſtigkeiten durch Schiedsämter, ferner
zur Regulierung der Gewerkſchaften und zur Errichtung
von Arbeitsnachweiſen.
* Buenos=Aires, 30. März. Prinz Heinrich
beſichtigte heute vormittag die deutſchen Knabenſchulen,
das Seemannsheim und die Kirche und empfing die
deut=
ſchen Inſtruktionsoffiziere. Die Prinzeſſin beſichtigte die
Mädchenſchulen, das Frauenheim und das Hoſpital Heute
mittag fand ein Frühſtück auf dem „Kap Trafalgar” ſtatt,
zu dem der deutſche Geſandte, der Vertreter der Reederei
Gebrüder Delſino und der Leiter der Eſtancia Germania,
Günther, Einladungen erhalten hatten. Nachmittags
be=
ſuchte der Prinz den Vizepräſidenten, dieſer erwiderte
den Beſuch auf dem „Trafalgar‟ Darauf ſand eine
Be=
ſichtigung des Kongreßgebäudes und des Kolon=Theaters
ſtatt. Abends veranſtaltete der Vizepräſident zu Ehren
des Prinzen ein Eſſen zu 32 Gedecken, zu dem der deutſche
Geſandte und das Gefolge, die argentiniſchen Miniſter
mit ihren Gattinnen und der Ehrendienſt geladen waren.
Bei dem Bankett brachte Vizepräſident de la Plaza
Trinkſprüche auf den deutſchen Kaiſer und
das Prinzenpaar Heinrich von Preußen aus.
Der Prinz erwiderte mit einem Trinkſpruch auf den
Prä=
ſidenten von Argentinien und den Vizepräſidenten. Das
Prinzenpaar, das zu der heute beginnenden Reiſe nach
Chile die Bahn über die Kordilleren benutzt, gedenkt Ende
der Woche zurückzukehren.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 1. April.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Oberlehrer an der Oberrealſchule zu
Worms Guſtav Dreſcher zum Oberlehrer an der
Viktoriaſchule und dem Lehrerinnenſeminar in
Darm=
ſtadt mit Wirkung vom 20. April 1914 ab; den
Ober=
arzt an der Landes=Heil= und Pflegeanſtalt bei Gießen
Medizinalrat Dr. Johannes Dietz zum Direktor der
Landes=Heil= und Pflegeanſtalt bei Alzey und den
Ober=
arzt an der Landes=Heil= und Pflegeanſtalt bei Alzey.
Medizinalrat Dr. Albert Wagner zum Oberarzt an der
Landes=Heil= und Pflegeanſtalt bei Gießen, ſowie den
proviſoriſchen Lakai Karl Gerſt mit Wirkung vom
1. April 1914 zum Hoflakai. — Ernannt wurde ferner
der Hilfsdiener Max Schietzel in Gießen zum
Amts=
gerichtsdiener bei dem Amtsgericht Grünberg mit Wirkung
vom 6. April 1914.
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Bergdirektor Diplom=
Ingenieur Otto Wagener zu Loſchwitz das Ritterkreuz
1. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen
verliehen.
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 8, vom
30. März, hat folgenden Inhalt: 1. Geſetz, die
land=
ſtändiſche Geſchäftsordnung betr. 2. Bekanntmachung,
die Jubiläumsſtiftung ehemaliger Schüler der
Landwirt=
ſchaftsſchule zu Groß=Umſtadt betr.
— Vom Hoftheater. Für heute iſt die dritte
Wiederholung des Schwanks 777:10‟ angeſetzt.
Am Donnerstag wird „Madame Butterfly”
voraus=
ſichtlich zum letzten Mal in dieſer Spielzeit mit Gertrud
Geyersbach in der Titelpartie, Auguſt Globerger, Anna
Jacobs und Georg Weber in den übrigen Hauptrollen,
gegeben. Die Neueinſtudierung des „Lear” die
Regiſſeur Baumeiſter für Freitag vorbereitet, wird die
Vorzüge der dreigeteilten Shakeſpeare=Bühne
aus=
tützen, ſo daß ſich das Drama in kürzeſter Friſt ohne
lange Verwandlungspauſe abwickeln wird. Als letzte
Vorſtellung vor Oſtern geht am Samstag „Die
Fleder=
maus” zu Volksvorſtellungspreiſen in Szene.
Das Großh. Landesmuſeum iſt geöffnet:
Sonntag 10—1 Uhr vormittags und 3—5 Uhr
nach=
mittags; Mittwoch 11— 1 Uhr vormittags und 3—5 Uhr
nachmittags Freitag 11—1 Uhr vormittags bei freiem
Eintritt. Dienstag, Donnerstag und Samstag von
11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld von 1 Mk.
Beſichtigung des Großh. Reſidenzſchloſſes
(Holbeinſche Madonna): Wochentags 3—4 Uhr;
Sonn=
tags 11—1 Uhr. Eintritt 50 Pfg., 3. Perſonen 1 Mk.
Der Mittwoch vormittag iſt neu hinzugekommen.
* Künſtler=Kolonie=Ausſtellung Darmſtadt 1914. In
dem Anzeigenteil der heutigen Nummer gibt die
Aus=
ſtellungsleitung die Bedingungen für den Verkauf der
Eintrittskarken zuo diee sjährigen Künſt=
Berühmte Spaßmacher.
(Zum 1. April.)
** Der 1. April iſt nun einmal nach einem ſeinem
Urſprung nach nicht aufgeklärten Brauche der Tag der
Spaßvögel, der Fopper und Luſtigmacher, und auch in
unſerer ſo ernſt und praktiſch gewordenen Zeit iſt die alte
gute Sitte noch nicht ausgeſtorben. In früheren Zeiten
freilich ſpielten die Aprilſcherze eine ganz andere Rolle
im Leben; die Schalksnarren hatten nicht nur ein
offi=
zielles Hofamt bei Fürſten und hohen Herren, ſondern
trieben ihre derben Poſſen überall und erſannen am
Nar=
rentag die tollſten Streiche. Von einigen ſolchen
berühm=
ten Spaßmachern plaudert H. de Brugniére in der
Quin=
zaine Illuſtrée. Im Hauſe der Mme. de Rambouillet,
dieſem ſchöngeiſtigen Sammelpunkt der franzöſiſchen
Re=
naiſſance, wurden nicht nur zierliche Verſe gedrechſelt und
ſentimentale Schwärmereien geſäuſelt, ſondern man hatte
auch Sinn für einen handfeſten Spaß, was eines Tages
der Marquis von Gramont ſpüren mußte. Der Marquis
war ein beſonderer Freund von Champignons, und als
er eines Tages bei der „angebeteten Clelia” ſpeiſte, aß
er von ſeinem Lieblingsgericht ſo viel, daß er ſich
vor=
zeitig zurückziehen mußte. Sein verdorbener Magen
hinderte ihn nicht, bald in einen rechtſchaffenen Schlaf zu
verfallen, und nun ließen ihm die luſtigen Preziöſen ſeine
Sachen fortnehmen, und die Damen nähten mit ihren
zier=
lichen Fingern Beinkleider und Wams viel enger. Als am
Morgen der Marquis erwacht und in ſeine Kleider fahren
will, kommt er nicht hinein: die Beinkleider ſind viel zu
eng, das Wams viel zu knapp. Ein beſorgter Freund tritt
bei ihm ein: „Wie blaß Du ausſiehſt! Und alles an Dir
iſt gedunſen und angeſchwollen! Biſt Du krank?” „Ja, ich
habe geſtern zu viel Champignons gegeſſen” antwortet
der Marquis in höchſter Angſt, „und jetzt paſſen mir meine
Sachen nicht mehr.” „Ein ſehr bedenklicher Fall. Das iſt
ein ſehr ſchweres Leiden” meint der andere in düſterem
Ton. Der ſehr um ſeine Geſundheit beſorgte Marquis
denkt bereits an ſein nahes Ende, läßt einen Arzt und
ſo=
gleich auch den Notar und den Geiſtlichen holen, um mit
der Welt abzuſchließen. Der Doktor erſcheint in ſeiner
würdigen Tracht; — es iſt ein Eingeweihter — unterſucht
ihn umſtändlich und verſchreibt dem geängſtigten
Patien=
ten endlich auf Lateiniſch ein Rezept, das nichts weiter
beſagt als: „Nimm eine Schere und trenn’ die Nähte
wie=
der auf.”
Bisweilen fällt allerdings auch der Fopper in die
Grube, die er einem anderen gegraben. So ging es
ein=
mal dem berühmten Schriftſteller und Zeichner Henri
Monnier, der wegen ſeiner Aprilſcherze bekannt war.
Eines Tages ſieht er in einem Reſtaurant am Boulevard
einen ehrbaren und würdigen Herrn ſitzen, der ſich ſein
Eſſen ſehr gut ſchmecken läßt. Er winkt ſich den Kellner
heran und flüſtert ihm geheimnisvoll zu: „Sehen Sie den
Mann dort? Das iſt der Henker von Verſailles.” „
Teu=
fel!” ruft der Kellner und erzählte die Geſchichte ſogleich
dem Wirt. Der weiß, was er zu tun hat und was er
ſeinem Haus ſchuldig iſt. Er tritt an den braven Bürger
heran und bittet ihn energiſch, nie mehr ſeinen Fuß über
die Schwelle ſeines Reſtaurants zu ſetzen. „Man könnte
Sie erlennen, und das würde mir ſchaden”. „Wieſo?”
fragt der andere erſtaunt. „Nun, Sie als der Henker von
Verſailles . . .‟ „Was bin ich? Wer hat denn das
ge=
ſagt?” „Der Herr da drüben.‟ Der Bürger betrachtet
Monnier mit einem langen Blick. „Ja, ich kann nicht
leugnen”, ſagt er dann, „dieſer Menſch da kennt mich ſehr
gut, denn ich habe ihm das glühende Eiſen auf die
Schul=
ter gedrückt, als er nach einem mehrfachen Mord als Sträf=
ling ins Bagno geſchickt wurde.” Monnier war
keines=
wegs angenehm überraſcht, als er darauf in nicht gerade
ſanfter Weiſe aus dem Reſtaurant herausbefördert wurde,
Allmählich hat ſich eine gewiſſe Tradition der
April=
ſcherze entwickelt; es gibt klaſſiſche Späße dieſer Art, die
ſich ſtets wiederholen. So zum Beiſpiel das Beſtellen
ver=
ſchiedener Lieferanten mit demſelben Gegenſtand nacd
einem beſtimmten Ort. Dieſer ziemlich ſchlechte Spaß ſoll
ums Jahr 1840 von einem Pariſer Original eingeführt
worden ſein, der ſich M. de Saint=Crieg nannte. Sein
ganzes Auftreten war darauf berechnet, die Gaffer in
Er=
ſtaunen zu ſetzen. Auf dem Boulevard erſchien er ſtets
von einem rieſengroßen Lakai begleitet, der auch im Café
unbeweglich hinter ſeinem Stuhle ſtand. Saint=Cricg
beſtellte dann zwei Portionen Eis, die er in aller Ruhe in
ſeine Stiefel ſchüttete. Am 1. April gab er einmal
zahl=
reichen Badeanſtalten den Auftrag, ihm um 4 Uhr ein
warmes Bad ins Haus zu liefern. Der Spaßvogel
ver=
ſchloß dann feſt ſeine Wohnungstür und genoß mit
Be=
hagen das Schauſpiel, das ſich zur feſtgeſetzten Stunde vor
ſeinen Fenſtern entfaltete. Nacheinander langten die
Trä=
der der beſtellten Bäder an und wandten ſich an den
Por=
tier, der ſie achſelzuckend abwies. Dann ging ein
furcht=
bares Schimpfen los, und ſchließlich lagen ſich die Leute
in den Haaren, ſchütteten den Inhalt ihrer Wannen
über=
einander aus und veranſtalteten eine regelrechte Schlacht.
Den Schaden mußte der Sonderling freilich bezahlen. —
Aehnlich iſt ein oft wiederholter Spaß, mit dem zuerſt ein
Redakteur des Evening Star die Londoner in Erregung
ſetzte. Er hatte durch große Anzeigen verkündet, daß in
der großen Ackerbauhalle von Islington eine Eſel=
Aus=
ſtellung eröffnet würde, und als ſich darauf viele Leute
herbeidrängten und nach den Tieren fragten, erhielten ſie
die liebenswürdige Antwort: „Es ſind nur zweibeinige
hier.”
Nummer 91.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
Seite 3.
ler=Kolonie=Ausſtellung bekannt. Das
Abonne=
ment berechtigt zum dauernden Beſuch der
Ausſtellungs=
räume und des Ausſtellungs=Reſtaurants in dem
künſt=
leriſch reich ausgeſchmückten Platanenhain, in welchem
während der Ausſtellung täglich zwei Konzerte ſtattfinden.
Mit Rückſicht hierauf erſcheinen die angeſetzten Preiſe ſehr
mäßig. Da für den Verkauf der Abonnementskarten bis
zum 9. Mai Vorzugspreiſe gelten, empfiehlt ſich die
bal=
dige Löſung eines Abonnements. Gewiß iſt zahlreichen
Familienvätern damit eine willkommene Gelegenheit
ge=
boten, ihren Angehörigen eine ſchöne Oſterfreude zu
be=
reiten.
— Das neue Hof= und Staats=Handbuch des
Groß=
herzogtums Heſſen, Ausgabe 1914/15 — mit Militäretat
und einem Anhang, die Kaiſerliche Diſziplinarkammer in
Darmſtadt, ſowie die Reichs=, Poſt= und Telegraphen=
Behörden und Reichsbank=Anſtalten im Großherzogtum
Heſſen enthaltend — iſt ſoeben im Großh. Staatsverlag
erſchienen. Umfang zirka 400 Seiten, Preis 7,50 Mark.
Arbeitsjubtläum. Am 4. April kann Herr
Wilhelm Wolpert hier ſein 25jähriges Dienſtjubiläum
als Fuhrmann und Gärtner bei der Groß=Gärtnerei
Henkel & Co. begehen. Vier Wochen ſpäter, am 5. Mai,
wird es ihm vergönnt ſein, mit ſeiner Ehefrau Helene
das Feſt der Silbernen Hochzeit zu feiern.
*Mieterjubiläum. Heute wohnt Herr A. Hippauf
25 Jahre in dem Hauſe Niederſtraße 25 bei Frau
Steueraufſeher Traum Witwe. Gewiß ein ſchönes
Zeichen guten Einvernehmens zwiſchen Mieter und
Vermieter.
— Die Säuglingsſterblichkeit in Rheinheſſen
1913. Die Säuglingsſterblichkeit hat im Kreis Mainz
wieder ſtark abgenommen. In der Stadt Mainz betrug
ſie 1913 nur 11,8 ſtatt 15,9 in d. J. 1906/10, was ohne
Zweifel auf die Arbeit des dortigen Vereins für:
Säug=
lingsſchutz zurückzuführen iſt. Auch die Stadt
Worm=
iſt wieder mit 12,7 (früher 14,1) gut. Ebenſe Bingen
mit 10,8, Weiſenau 13,8 (ſtatt 19,1), Gonſenheim 12,5,
Hechtsheim 2,9 (ſtatt 21,1), offenbar ein günſtiger
Zu=
fall. In ganz Heſſen ſind nur 5 größere Orte, in
dener=
die Säuglingsſterblichkeit ſehr ſtark, das heißt über 5
zugenommen hat; das ſind Guntersblum, Herrnsheim
(von 9,7 auf 15,9), Horchheim (von 14,7 auf 20,9), ein
Ort in Oberheſſen und ein Ort in Starkenburg. In
dieſen Orten befinden ſich keine Mutterberatungsſtellen.
Bemerkenswert iſt noch Pfeddersheim (Kreis Worms)
mit einer vorzüglichen ärztlichen Beratung und einer
Säuglingsſterblichkeit von nur 5,4
%=
nn. Bezirksverein Martinsviertel. In der Montag
abend in der Reſtauration Golling abgehaltenen
außer=
ordentlichen Hauptverſammlung des
Martins=
viertel=Vereins wurde an Stelle des 1.
Vorſitzen=
den Herrn Kaufmann J. H. Möſer Herr Stadtverordneter
Hamann gewählt. Zum Vorſtandsmitglied wurde
Herr Architekt Münch gewählt. Einen breiten Raum
nahm die Beſprechung eines Antrags auf Beſeitigung
des Martinsmarktes (Martinskerb) ein. Die
Ver=
ſammlung beſchloß mit Majorität, die Läſung dieſer
Frage dem jetzigen Vorſtand zu überweiſen. Als Erſatz=
Vertreter für den Bezirksvereinsverband wurde Herr
Bornmann gewählt, der die Wahl jedoch ablehnte.
Nach Beſprechung einer Reihe ſtädtiſcher Fragen,
insbe=
ſondere des ſtädtiſchen Voranſchlags für 1914, wurde die
Hauptverſammlung geſchloſſen.
Gartenbauverein Darmſtadt. Für die nächſte
Monatsverſammlung ſteht, außer einigen Fragen
aus der Gartenpraxis, ein hochintereſſanter Gegenſtand
auf der Tagesordnung. Herr Oberrechnungsreviſor
Klippert, der bekanntlich auf dem Gebiete der
Photographie ganz Hervorragendes leiſtet, wird an der
Hand eigner Aufnahmen ſeine Reiſe nach den
nörd=
lichen Regionen, ſpeziell nach Schottland, Island
und Spitzbergen ſchildern. Näheres über den
Ver=
einsabend iſt im Anzeigeteil zu erſehen.
* Arnoldſcher Muſikſaal, Ecke Erbacherſtraße.
Der für Donnerstag, den 2. April, angeſetzte Phonola=
Klavierabend findet beſtimmt ſtatt und die
Nach=
frage nach Karten iſt äußerſt rege, ſo daß es ſich für
Intereſſenten empfiehlt, ſolche rechtzeitig zu beſchaffen,
da ohne Karte niemand Zutritt hat. Die Karten ſind,
wie aus der Anzeige erſichtlich, nur im Magazin der
Firma Karl Arnold, Ecke Erbacherſtraße, erhältlich.
* Die Stenographen=Vereinigung Gabelsberger
(Luiſenſtr. 10II) hat ihre Fortbildungskurſe
nunmehr mit gutem Erfolge abgeſchloſſen. Während der
Oſterferien werden die Unterrichtsräume neu inſtand ge=
ſetzt. Der Unterricht beginnt wieder ſofort nach Oſtern
und zwar am 14. bezw. 17. April Fortbildungs= und
Redeſchriftkurſe, am 16. bezw. 18. April Anfängerkurſe.
* Leichenfund. Im Herengartenteich wurde geſtern morgen
von Arbeitern die Leiche eines neugeborenen
Kindes gefunden. Die Leiche ſchien erſt in der
vorher=
gehenden Nacht ausgeſetzt worden zu ſein.
Strafkammer 1.
-g. Die Strafkammer I verhandelte geſtern den
ganzen Tag gegen den 36jährigen Landwirt Wilhelm
Freudenberger von Arheilgen. Er iſt des
Ge=
flügeldiebſtahls in mehreren Fällen angeklagt. Im
Dezember vorigen Jahres und Anfang dieſes Jahres
waren in Arheilger Gehöften und der angrenzenden
Darmſtädter Gemarkung mehrfach Einbrüche in
Geflügel=
ſtälle verübt worden, ohne daß man des Täters habhaft
werden konnte. Dieſer iſt bei ſeinen Raubzügen ziemlich
breiſt vorgegangen und nahm die Tiere mit, wie es ihm
gerade glückte. Entweder er ſchlachtete ſie ab oder er
nahm ſie lebend mit und verleibte ſie anſcheinend ſeinem
Geflügelbeſtande ein. In der Nacht zum 29. Januar war
nun abermals in einer Hofreite ein Einbruchsdiebſtahl
verübt worden, und zwar war der Dieb diesmal in einen
eingefriedigten Garten des Perſchbacher an der
Hammels=
trift eingeſtiegen. Er nahm drei Hühner und eine Ente
mit, und als man am anderen Tage nachſchaute, konnte
man noch deutlich die Fußſpuren im Schnee verfolgen.
Man zoa einen Polizeihund herzu, und dieſer verfolgte
die Fährte bis zu einem beſtimmten von einer ganzen
Anzahl auf dem Felde ſtehender Miſthaufen. Hier blieb
der Hund ſtehen, und als man nachgrub, fand man dort
das geſtohlene Geflügel verſteckt.
Man legte ſich am Abend auf die Lauer, und die Liſt
hatte Erfolg. Der heutige Angeklagte kam geradenwegs
auf den fraglichen Miſthaufen zu und fing an, dieſen
aus=
einander zu reißen. Als er die hinzukommenden
Be=
amten bemerkte, gab er Ferſengeld, wurde jedoch durch
einen Schreckſchuß und den Polizeihund geſtellt. Man
unterſuchte den Verdächtigen und fand unter ſeinem Rock
einen Sack, den er jedenfalls zum Transport des
Ge=
flügels benutzen wollte. Für dieſe doch ſehr belaſtenden
Umſtände hatte Freudenberger die Erklärung, daß er in
Darmſtadt Kartoffelſchalen holen wollte; durch ſeinen
Hund ſei er zu dem Miſthaufen hingelockt worden. Nun
iſt aber ein Hund gar nicht geſehen worden, auch gibt er
für ſeine ſehr verdächtige Flucht keine Erklärung. Da
bei dieſem Diebſtahl der Zaun überſtiegen, eine Stalltür
erbrochen und das Schloß abgeriſſen wurde, liegt ein
ſchwerer Diebſtahl vor.
In den anderen Fällen, deren der Angeklagte
ver=
dächtia iſt, geſtaltet ſich die Ueberführung des
Angeklag=
ten ſchwierig. Er hatte ſtets eine große Anzahl des
prächtigſten Geflügels, obgleich ſeit zwei Jahren der
Ge=
richtsvollzieher bei ihm häufig ein= und ausgeht, da er
als Mitglied des Nieder=Modauer Spar= und
Kreditver=
eins auch mit einer erheblichen Summe herangezogen
wurde In der Nacht zum 22. Januar waren zwei Gänſe
geſtohlen und anſcheinend an Ort und Stelle
abgeſchlach=
tet worden. Am nächſten Tage verkaufte Freudenberger
auf dem hieſigen Markt zwei Gänſe, die anſcheinend
das=
ſelbe Gewicht und Ausſehen hatten wie die geſtohlenen.
Weiter hat Fr. ein Huhn verkauft, das von dem
Be=
ſtohlenen als ſein Eigentum an dem beſchnittenen Flügel
erkannt wird.
In dieſen drei Fällen erachtete das Gericht den
Be=
weis für voll erbracht und verurteilte Freudenberger zu
6 Monaten Gefängnis, abzüglich eines Monats
der Unterſuchungshaft. Wegen ſeines ganz ungehörigen
Auftretens während der ganzen Verhandlung diktierte
ihm das Gericht noch wegen Ungebühr vor
Ge=
richt eine Haftſtrafe von 3 Tagen zu.
Am 6. Oktober war das Fuhrwerk des Fuhrmanns
Georg Fiſcher XIV von Ober=Ramſtadt von einem
Automobil auf der Chauſſee vor Ober=Ramſtadt
umge=
fahren worden, weil der Angeklagte links gefahren war
und trotz der Warnungsſignale die ganze Chauſſee
ſperrte, als er in einen anderen Weg einbiegen wollte.
Der Lenker des Automobils erlitt dabei einen
Daumen=
bruch. Das Schöffengericht hatte den Angeklagten von
der Anklage der fahrläſſigen
Körperver=
letzung freigeſprochen, da ſeine Angaben nicht widerlegt
ſind, daß er die Hupenſignale nicht hörte, doch erkannte
es auf 40 Mark Geldſtrafe, da er die Autoinſaſſen
gröblich beſchimpft hatte. Die Strafkammer verwari
geſtern die von der Staatsanwaltſchaft verfolgte Be=
rufung gegen den Freiſpruch wegen fahrläſſiger
Körper=
verletzung.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Im Reſidenztheater am Weißen Turm
ſteht in dieſer Woche der Lunafilm „Ein ſeltſames
Ge=
mälde” im Mittelpunkt des Spielplans. Die techniſch
her=
vorragenden Aufnahmen und das bravouröſe Spiel der
Darſteller, zuletzt noch die geſchickte Inſzenierung von
Franz Hofer, ſtempeln dieſen Film zu einem Meiſterwerk
der Lichtſpielbühne, wie dieſe nur wenige aufzuweiſen
hat. Der ſprechende Film iſt wieder durch „Oſterglocken”
und Witze vertreten. Auf vielfachen Wunſch wurde „
Za=
patas Bande” mit Aſta Nielſen noch bis Freitag
pro=
longiert, wird jedoch nur täglich zweimal gezeigt. Der
kleine Bubi iſt wieder in einer neuen Humoreske
ver=
treten. Als Einlage wird der Wildweſt=Schlager in zwei
Akten „Der Kampf” vorgeführt. Die Naturaufnahme
„Sportfeſt in Neuſeeland” und die „Wochenchronik”
ver=
körpern den wiſſenſchaftlichen Teil des Programms.
(Siehe Anzeige.)
* Eberſtadt, 31. März. (Abſchied des
Bürger=
meiſters.) Nach Ablauf ſeiner Wahlperiode wird Herr
Bürgermeiſter und Ortsgerichtsvorſteher Wilh.
Schä=
fer III. in den wohlverdienten Ruheſtand treten.
Bürger=
meiſter Schäfer, welcher jetzt im 72. Lebensjahre ſteht, hat
während 18 Jahren die Geſchicke unſerer Gemeinde
ge=
leitet. Möge ihm noch ein langer und froher Lebensabend
beſchieden ſein.
n. Groß=Gerau, 31. März. (Ausſtellung.) In
dem Schulhauſe des Gewerbevereins findet hier in der
Zeit vom 5. bis 14. April auf Anregung Offenbacher
kunſt=
ſachverſtändiger Baugewerbler eine Ausſtellung für
bürgerliche und ländliche Baukunſt ſtatt. Sie
iſt für die Bedürfniſſe des Dorfes und der Kleinſtadt
be=
ſtimmt mit der Abſicht, der drohenden und bereits
vor=
handenen Verunſtaltung des flachen Landes durch
unkünſt=
leriſch wirkende Bauten vorzubeugen und die breite
Oef=
fentlichkeit ſowohl, als auch die maßgebenden Kreiſe
an=
zuregen für das neuzeitliche Schöne, Einfache und Gute
in der Baukunſt. Auf der Ausſtellung ſind Architektur,
Plaſtik, Kunſtgewerbe und Graphik vertreten, und es iſt
dem hieſigen Ortsgewerbeverein eine große Anzahl
tüchti=
ger Arbeiter zur Verfügung geſtellt worden. Die
Eröff=
nung erfolgt am 5. April vormittags 11 Uhr.
Höchſt i. Odw., 31. März. (In einer
gefähr=
lichen Lage) befand ſich dieſer Tage Pfarrer Koch von
hier. Der mit epileptiſchen Anfällen behaftete 24jährige
J. Meiſter drang in die Wohnung des Pfarrers und ging
unter irrſinnigen Aeußerungen tätlich gegen den Pfarrer
vor. Nur der alsbaldigen Hilfeleiſtung einiger
herbei=
geeilter Männer iſt es zu verdanken, daß weiteres
verhin=
dert wurde. Der ſofort erſchienene Arzt und der
Bürger=
meiſter veranlaßten alsdann den Transport des Kranken
nach der Epileptiſchen=Anſtalt zu Nieder=Ramſtadt.
§ Offenbach, 30. März. (
Werkunterrichtskur=
ſus.) Der während der Wintermonate ſtattgefundene
Werkunterrichtskurſus für Lehrer und Lehrerinnen der
hieſigen Volksſchulen iſt nunmehr beendet. In der Schule
an der Friedensſtraße findet Mittwoch, nachw. 3 Uhr, eine
Beſichtigung der Lehrer= und Schülerarbeiten ſtatt. Nach
der Beſichtigung ſpricht Schulrat Scherer, ein eifriger
Verfechter des Handfertigkeitsunterrichts und der
Arbeits=
ſchule, über „Pſychologie und Wirtſchaftsleben”.
Offenbach, 31. März. (Hinter Schloß und
Rie=
gel.) In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde in
das Spezialgeſchäft von A. Brupbacher, Frankfurterſtr. 3,
ein Einbruch verübt. Den Dieben kam hierbei der
an=
grenzende Neubau ſehr gut zuſtatten. Von letzterem aus
nahmen ſie ihren Weg über das Dach und drangen vom
Dachſtock aus in die unteren Geſchäftsräume ein. Hier
plünderten ſie die Ladenkaſſe und entwendeten ferner eine
Anzahl Hüte, Selbſtbinder und dergleichen mehr. Als
Täter gelang es, den 20jährigen, vielfach vorbeſtraften
Gelegenheitsarbeiter Johann Peter Pfrang, ſowie den
gleichaltrigen Schloſſer Karl Eduard Fritzinger und den
26jährigen Gärtner Wilhelm Töpfer zu überführen. Die
Diebe wurden dem Gerichte zugeführt. — (Unfug.) Von
Sonntag auf Montag wurden in verſchiedenen Stadtteilen
ſechs Feuermelder zer ſtört und eine
Falſchmel=
dung abgegeben. In einem Falle iſt es bereits gelungen,
Feuilleton.
st Ein neuer Tanz! Die Welt von heute will immer
etwas Neues. Das Alltagseinerlei iſt zu langweilig. In
größten Extremen bewegt ſich die Mode auf und ab. Sie
begnügt ſich nicht, ihre Launenhaftigkeit an Kleidern und
Hüten auszulaſſen. Mehr denn je iſt ſie die Beherrſcherin
des Ballſaales. Geſtern noch wiegte ſie ſich im ſchlichten
Walzerſchritte — heute ſtudiert ſie den Tango nach allen
Regeln der Kunſt — morgen holt ſie aus Alt=Italien einen
wilden Volkstanz herüber. Ihre Genialität bewährt ſich
am meiſten bei der Verſtümmelung der
Origi=
naltänze. Aus der hopſenden Polka wurde der eckige
Two=ſtep, aus dieſem der drehungsloſe Schleichſchritt für
Lebensmüde. Der liebe Walzer erlebt ähnliche
Ver=
ſtümmelungen. Die Grazie der Menuetts und der
Ga=
votte gilt als altmodiſch. Und Tango feiert in dieſer
Saiſon ſeine Triumphe! Weil er ſchön iſt? Vielleicht
liebt ihn darum der Tanzkünſtler, und recht ſo. Aber der
Laie? Er ſchwärmt nur für den neuen Tanz. Alles,
was die Mode bringt, reißt er begeiſtert an ſich. „Schick
will ich ſein! Tango iſt ſchick! Und die Hauptſache
das Tangogewand iſt ſchick! Darum tanze ich Tango!”
Vor einigen Jahren noch war man entſetzt, Olga
Des=
mond im durchſichtigen Schleiergewande tanzen zu ſehen.
Heute gilt es als Schönheitspflicht einer Ballkönigin, ſo
durchſchimmernd als möglich gekleidet zu erſcheinen.
Speziell für dieſe Damen ſind wir im Begriff, einen
neuen, außerſt reizvollen Tanz zu erdichten. Das
Ge=
wand muß von ſolcher duftartigen Feinheit ſein, daß der
wohlgepflegte Körper deutlich hindurchleuckſet (ohne
Trikot!). Paarweiſe ſchreitet man in eigenartigem
Wackelſchritte (der noch komponiert werden muß), von
eigenartigen Kopf= und Armbewegungen begleitet, in
höchſt eigenartigem Rhythmus neueſter, melodienloſer
Tanzmuſik (in Moll!) wenige Schritte vorwärts und
rück=
wärts, ein Paar hinter dem anderen, ſo daß keine
Ver=
wirrung entſtehen kann. Das weſentliche iſt nun, daß zu
beſtimmten Taktzeiten der Tänzer mit ſeiner Hüfte der
Hüfte ſeiner elfenhaften Tänzerin einen kräftigen Puff
verſetzt. Nach einer halben Stunde iſt an der Pufſtelle
ein höchſt intereſſanter blauer Fleck entſtanden, der ſich
allmählich grün, dann braun färbt (auch kommen
ent=
zückende Nüancen zwiſchen lila und gelb vor). Von Zeit
zu Zeit ſchwingt der Herr ſeine Dame auf die andere
Seite, damit die bunte Hüfte den Zuſchauern ſichtbar
wird. Das farbenprächtige Bild dieſer ſchillernden
Hüf=
ten, die kokett das Duftgewand durchleuchten, ſoll von
unbeſchreiblich reizvoller, künſtleriſch wie erotiſch
feſſeln=
der Wirkung ſein. Leider iſt die diesjährige Tanzſaiſon
bereits abgeſchloſſen, und wir werden erſt nächſten Winter
den Siegeszug des Pufftanzes” verfolgen können
des ſchickſten der ſchicken Tänze!
Hs Der Kater von Walhall. Ein Theateridyll. Vom
Rhein wird uns geſchrieben: Es war in der Seidenſtadt
Krefeld. Richard Wagners Götterdämmerung”
ing in Szene. Hagen brach aus der Nacht ſeiner
ſchwar=
en Gedanken und ſchleuderte gegen den Helden des Lichts
den tückiſchen Speer. Die Mannen ſtehen in ſcheuer
Er=
griffenheit da. „Hagen, was tateſt du?” Hagen blickt
Nacht und Grauen. Siegfried rafft ſich auf zu ſeinem
Schwanengeſang. Die Welt iſt ins Herz getroffen.
Wo=
dans Raben kündeten ſchon das Ende. Die Götter ſind
zum letzten Kampf gerüſtet. Da plötzlich ſendet Wodan
noch ein neues Zeichen. Götterdämmerung: ein großer
ſchwarzer Kater wandelt um Siegfried herum, geht
lang=
ſam, als zähle er mit ſeinen ſchwarzen Füßen Stabreime
ab, über die Bühne und erſcheint dann, ſtarr in die Welt
derer dort unten blickend, an der Rampe. Ein neuer
Göt=
terbote? Es iſt nicht Frickas Katze. Es iſt der Hauskater
der Met zechenden Helden von Walhall, die ihrerſeits den
großen Katzenjammer anzeigen wollen? Niemand weiß
es, nur der ſchwarze Kater kennt ſeine Sendung. Er
wan=
delt über dem Orcheſter hin, als ſuche er einen
freund=
lichen, verwandten Ton in all den wirbelnden Geräuſchen
und ſpringt dann hoffnungslos in die Proſzeniumsloge.
Auf der Brüſtung dreht er ſich noch einmal um und ſendet
ſein Leitmotiv, ein klägliches Miau, in die untergehende
Welt der Götter und Helden. Dann wendet er ihr
ver=
ächtlich den Rücken. Hinter ihm her aber brauſt — nicht
der Jammerton der Vernichtung — das Lachen der Welt,
die luſtig ſein will; das Lachen der erlöſten Welt, der
Göt=
ter und Helden Hekuba ſind. Und noch in den
Trauer=
marſch hinein klingt der letzte Nachhall des Lachens, ein
unterdrücktes Kichern. Erhabenheit, du hiſt für die Katze.
Götterdämmerung!
CK Die „Poeſie=Buchhandlung” Von einem
eigen=
artigen Unternehmen, das in London ans Licht getreten
iſt, plaudert Rupert Brooke in einem Aufſatz der
Inter=
nationalen Wochenſchrift für Wiſſenſchaft, Kunſt und Tech=
nik. Es iſt die „Poeſie=Buchhandlung” die zu Anfang
1913 von einigen jungen Freunden der Dichtung
begrün=
det wurde, um das Intereſſe an Lyrik und Verſen zu
heben und das „Wiedererwachen der Dichtkunſt in
Eng=
land” zu unterſtützen. Es war ein Wagnis, in einem
der ärmſten Teile Londons Gedichte, Dramen und andere
Poeſie zu verkaufen, das eines Don Quixote würdig war,
aber — es hatte Erfolg. „Wer die Poeſie=Buchhandlung
auſſuchen will,” erzählt der Verfaſſer, „muß ſich in den
ſeltſamen, verlorenen Winkel von London begeben, der
nördlich vom Lärm und Verkehr von Holborn und dem
Strand, ſüdlich von den großen Eiſenbahnſtationen
Euſton, St. Panoras und Kings Croß und öſtlich von
dem Völker= und Sprachengewirr von Soho liegt. Ein
altes Düſter und die Reſte einer finſteren Würde ruhen
über dem Bezirk und werden nur ſelten durch
vorbei=
fahrende Droſchken oder das Knattern der Autobuſſe
ge=
ſtört.‟ Durch ein Gewimmel von Kindern bahnt man ſich
den Weg bis zu einem anmutigen Hauſe in dem feinen
Stil des 18. Jahrhunderts, das zwiſchen den ffürchterlichen
Mietshäuſern wie das „Mädchen aus der Fremde” ſteht.
Hier hat die Poeſie=Buchhandlung ihre Stätte gefunden,
mitten unter der Armut, aber doch in Schönheit. Einige
junge Enthuſiaſten unterhalten hier ein reiches Lager von
echten Dichtungen aller Art und bedienen ihre Kunden
ſelbſt. „Die Buchhandlung iſt im vorigen Januar
eröff=
net worden und hatte ſogar kaufmänniſch einen Erfolg.
Man kann hineingehen und am Kamin ungeſtört leſen, ſo
lange es einem beliebt. Der ſeltene Vorzug, eine
Buch=
handlung zu haben, die von Poeſieliebhabern geleitet
wird, beſteht darin, daß die Bücher, die man verlangt, da
ſind. Von Zeit zu Zeit ſtürzen Damen mit dem Ausruf
herein: „Ich habe neulich ſolch einen reizenden Vers
ge=
leſen,” und ſie zitieren den Vers. „Wollen Sie mir das
Buch beſorgen, in dem er ſteht?‟ Das Buch wird
ge=
bracht. Unter den erſten Beſuchern der Buchhandlung war
ein kleines Mädchen und ihr Brüderchen aus der
Nach=
barſchaft. Armſelig gekleidet, aber beſtimmt traten ſie,
ſich feſt an der Hand haltend, in den Laden und legten
ein klebriges Pennyſtück hin mit den Worten: „Bitte,
geben Sie uns für einen Penny Gedichte!” Sie wurden
ordnungsmäßig bedient. Am Ende des Ladens iſt ein
großes Zimmer, in dem Dichter zweimal in der Woche
Vorleſungen aus ihren Werken halten.”
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
Nummer 91.
den Täter zu ermitteln. Trotz der außerordentlich hohen
Strafen, mit denen das Gericht derartige Roheiten belegt,
mehren ſſich in letzer Zeit die Meldungen über
Beſchädigun=
gen in erſchreckender Weiſe.
Jügesheim, 31. März. (Tödlicher Unfall.) Der
47 Jahre alte Landwirt Johann Nikolaus Löw hatte heute
morgen ſeinem Nachbar beim Dungfahren vorgeſpannt.
Beim Einfahren in die Hofreite brach ein Rad des Wagens
ein, der Wagen neigte ſich infolgedeſſen auf die Seite und
drückte den Kopf des nebenher ſchreitenden Löw ſo heftig
gegen die Wand, daß der Schädel zerſchmettert
wurde. Der Tod des Verunglückten trat auf der Stelle
ein.
— Bürſtadt, 30. März. (Rowdies.) Heute
vor=
mittag fuhr eine Geſellſchaft von acht jungen Leuten von
hier nach Worms, um ſich dort Arbeit zu ſuchen. Auf
dem Rückweg trafen ſie zwiſchen hier und Worms einen
bekannten jungen Mann, mit dem ſie Streit anfingen
und ihn derart mißhandelten, daß ihm die Kleider
in Fetzen vom Leibe hingen und er eine ganze Anzahl
Verletzungen davontrug. Auf ihrem weiteren Weg
ge=
langten ſie nach Hofheim, wo ſie im Vorbeigehen
ver=
ſchiedene in die Fenſter gelegte Betten herunterriſſen und
ſie im Straßenſchmutz herumſchleiften und darauf
herum=
traten. Nachdem ſie nun einige Zeit in einer Wirtſchaft
gezecht hatten, gingen ſie in den Bahnhof Hofheim und
warfen dort im Warteſaal den Ofen um, zerbrachen
Stühle und ruinierten überhaupt alles, was ihnen in die
Hände kam. Die hieſige Gendarmerie wurde von dem
Treiben der Rohlinge verſtändigt und nahm dieſelben
mit Hilfe der Bürſtädter und Lorſcher Polizeidiener feſt.
— Mainz, 31. März. (Erſtes deutſches
Volks=
trachtenfeſt in Mainz.) Dem Bayernverein Mainz
gebührt das Verdienſt, dieſen Idealgedanken in
voraus=
ſichtlich glänzender Weiſe zur Ausführung zu bringen.
Mit bewundernswerter Arbeitsluſt und Energie iſt der
Verein bereits ſeit Monaten an der Arbeit und ſind die
Vorarbeiten zu dieſem großangelegten Feſt das ein
natio=
nales Volksfeſt im idealſten Sinne des Wortes werden
wird, nahezu beendet. Die Aufrufe in den
Volkstrachten=
zeitungen und der Bergheimat von Profeſſor Grünbauer
haben bewirkt, daß in ganz kurzer Zeit ſich derart viele
Vereine und Gemeinden gemeldet haben, daß man mit
einem Beſuche von 8—10000 Volkstrachtlern, abgeſehen
von den Fremden, die ſich einfinden, in Mainz rechnen
kann. Profeſſor Grünbauer brachte in ſeinem Aufruf in
der Bergheimat ſo recht treffend zum Ausdruck:
Trachten=
freunde in allen deutſchen Gauen! Bei dieſem erſten
deut=
ſchen Volkstrachtenfeſte im goldenen Mainz wollen wir
vor aller Welt beweiſen, wollen wir zeigen, was wir mit
unſerer Heimatliebe, mit unſerer Liebe zum heimatlichen
Vorkstum geran und erreicht haben. Das erſte deutſche
Volkstrachtenfeſt ſoll für unſere Beſtrebungen und für
unſere Volksſache zu einem Sieg werden. Der beſten
Auf=
nahme bei den Mainzern ſind wir gewiß. — Dieſer
herz=
liche Aufruf und nicht minder die unermüdliche Tätigkeit
des Protektors des Volkstrachtenfeſtes, des weltbekannten
Volkstrachtlers Herrn Landtagsabgeordneten
Kommer=
zienrat Karl Grübel in Gotha, trugen dazu bei, daß
aus allen Gauen Deutſchlands zahlreiche Anmeldungen
einliefen. Mit einem feſtlichen Begrüßungsabend
am 20. Mai in der Stabthalle wird das Volkstrachtenfeſt
eröffnet. Die Dauer des Feſtes iſt vom 20. bis 25. Mai
feſtgeſetzt. Als Hauptfeſttag iſt der 21. Mai (Chriſti
Him=
melfahrt) beſtimmt. An dieſem Tage wird der impoſante
Preisfeſtzug die farbenprächtigſten, lebensfriſcheſten
Bilder, die Mainz jemals geſehen hat, den Feſtbeſuchern
vor Augen führen. Man rechnet ſchon heute beſtimmt auf
den Beſuch des Herzogs von Sachſen=Koburg und Gotha
und deſſen hohe Gemahlin.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 30. März. Geſtern fand
eine Beſichtigung der intereſſanten Baulichkeiten des
Großſchiffahrtsweges durch den Miniſter der
öffentlichen Arbeiten von Breitenbach, den Finanzminiſter
Dr. Lentze und den Handelsminiſter Dr. Sydow ſtatt.
Die Eröffnung des Großſchiffahrtsweges dürfte im Mai
durch den Kaiſer erfolgen. — Die Vereinigung
Berliner Banken und Bankiers beſchloß, am
Oſter=Samstag ſämtliche Bureaus, ſowie die Haupt= und
Depoſitenkaſſen in Berlin und den Vororten für den
Ver=
kehr mit dem Publikum gänzlich zu ſchließen. — Da die
orga=
niſierten Berliner Milchpächter in einer
Verſamm=
lung beſchloſſen haben, keine Milch mehr von der
Inter=
eſſengemeinſchaft zu pachten, ſo hat ſich dieſe entſchloſſen,
vom 1. Oktober dieges Jahres an den Vertrieb der ihr
angeſchloſſenen Milch ſelbſt in die Hand zu nehmen und
wird die Milch mit 17 Pfennig ab Wagen oder Laden
und 20 Pfennig frei Haus verkaufen. Mit den Berliner
Hausfrauenvereinen ſchweben Verhandlungen zum
Ab=
ſchluß langſriſtiger Milchlieferungsverträge zu den
ange=
gebenen Preiſen. An dem etwaigen Gewinn ſollen die
Hausfrauen durch Rabattmarken beteiligt werden. Damit
würde im Berliner Milchhandel ſoweit die
Intereſſengemeinſchaft in Frage kommt, der
Zwiſchen=
handel, da er von der Intereſſengemeinſchaft nicht pachten
will, ausgeſchaltet und eine direkte Verbindung
zwi=
ſchen Landwirt und Publikum hergeſtellt ſein. Wie der
Erfolg bei den 10 Verſuchsläden, in welchen die Milch mit
17 Pfg. verkauft wird, ergeben hat, iſt das Reſultat ein
ſehr günſtiges. Die Intereſſengemeinſchaft kann beim
Ver=
kauf zu 17 reſp. 20 Pfg. ihren Lieferanten bis 15½ Pfg.
pro Liter Milch auszahlen, und damit werden
wahrſchein=
lich die Landwirte ebenſo zufrieden ſein wie die
Haus=
frauen, die von den Wagen und in den Läden der
Inter=
eſſengemeinſchaft vom 1. Oktober dieſes Jahres an die
Milch erheblich billiger bekommen werden als bei den
Händlern. — Als heute ein in einer Geſchoßfabrik in
Borſigwalde bei Berlin beſchäftigter Eiſengießer
einen mit flüſſigem Eiſen gefüllten Tiegel aus dem
Schmelzofen ziehen wollte, ſtieß er ſo heftig, an den an
einem Kran hängenden Behälter, daß der glühende
In=
halt ſich über ihn ergoß. Der Verunglückte verſchied bald
darauf.
31. März. Der deutſche Reichsausſchuß für die
olympiſchen Spiele wird, um für die anläßlich der
bevorſtehenden Berliner Olympiade an ihn
herantreten=
den finanziellen Aufgaben gerüſtet zu ſein, eine
Geld=
lotterie veranſtalten. Es iſt ihm bereits die Erlaubnis
erteilt worden, eine öffentliche Geldlotterie mit zwei
Jahresſerien zu veranſtalten. Es ſollen zu jeder Serie 150000
Loſe zu je 3 Mark ausgegeben werden und 5918
Bar=
gewinne im Geſamtbetrage von 150000 Mk. gezogen
wer=
den. Die Ziehung der erſten Serie findet am 10 und 11.
Dezember dieſes Jahres ſtatt. — Heute vormittag ließ
ſich auf dem Stadtbahnhofe an der Jannowitzbrücke ein
zwölfjähriger Schüler von einem
Stadtbahn=
zug überfahren. Er war ſofort tot.
Bonn, 31. März. (Gegen die Auswüchſe der
Mode.) Hier fand eine von 1500 Frauen beſuchte
Ver=
ſammlung gegen die Auswüchſe der Mode ſtatt. Es wurde
eine Reſolution angenommen, in der mit aller
Entſchieden=
heit die überhand nehmende Ungeheuerlichkeit der
Ver=
irrungen der Mode, die das weibliche Feingefühl
verletzt, verurteilt wird und zum Schluß alle einſichtigen
Frauen und Männer zur Bundesgenoſſenſchaft im Kampt
gegen dieſe Auswüchſe aufgefordert werden.
Bad Oeynhauſen, 31. März. (Selbſtmord.) Der
Inhaber der Spar= und Leihbank Oeynhauſen, des
älteſten, ſeit 24 Jahren am Platze beſtehenden
Bankinſti=
tutes, Emil Scheefer, hat ſich in einem Hotel zu
Hildes=
heim in ſeinem Zimmer das Leben genommen, indem er
ſich erhängte. Ueber die Beweggründe, die ihn zu dem
Selbſtmord getrieben haben, iſt Authentiſches noch nicht
bekannt. Am Nachmittag wird von einem Notar der
Nachlaß des Bankiers aufgenommen werden. Außerdem
iſt ein Vertreter der deutſchen Treuhandgeſellſchaft hier
anweſend um feſtzuſtellen, ob eine Ueberſchuldung vorliegt
und der Konkurs angemeldet werden muß. Die Bank iſt
geſchloſſen worden. Hunderte von Gläubigern und
Depot=
inhabern ſtehen weinend vor dem Geſchäftslokal umher.
Gerüchtweiſe verlautet, daß Scheefer, der ſehr beſcheiden
lebte und das größte Vertrauen genoß, ſich kürzlich mit
einem Arzt in Hildesheim in Spekulationen einließ, die
fehlgeſchlagen ſind.
Breslau, 31. März. (Doppelſelbſtmord.) Das
alte, in der Grebſchenerſtraße wohnhafte Ehepaar Brauer
wurde heute früh mit durchſchnittener Kehle und
geöff=
neten Pulsadern tot aufgefunden. Es hatte vor dem
Selbſtmord die Möbel in der Wohnung mit Petroleum
begoſſen und dieſe in Brand zu ſtecken verſucht.
Breslau, 31. März. (Verhafteter
Defrau=
dant.) Der Kaſſierer des Breslauer Spar= und
Dar=
lehensvereins Schleicher, der das Vereinsvermögen um
etwa 20000 Mark ſchädigte, iſt verhaftet worden.
Zabrze, 31. März. (Erſchoſſen.) Der 14jährige
Sohn des Polizeiwachtmeiſters Noazynski hat in
Ab=
weſenheit ſeines Vaters mit deſſen Dienſtrevolver den 12
Jahre alten Schlaetzky erſchoſſen.
Paris, 31. März. (Friedhofsſchänder.) Die
Polizei verhaftete den Steinmetz Fournier und deſſen
3 Helfershelfer, die ſeit einigen Jahren auf dem
Fried=
hofe Père Lachaiſe zahlreiche Grüfte erbrochen und
aus=
geraubt hatten. In ihrer Wohnung wurde eine große
Menge goldener und ſilberner Kelche und Leuchter
gefun=
den. Die Miſſetäter ſollen u. a. auch die Gruft der vor
zwei Jahren im Rhein ertrunkenen Schauſpielerin
Lan=
telme erbrochen und die Leiche ihrer Schmuckſachen
be=
raubt haben. Mehrere Trödler ſtehen in dem Verdacht,
den Dieben als Hehler gedient zu haben.
Brüſſel, 31. März. (Das wirtſchaftliche
Er=
gebnis der Brüſſeler Weltausſtellung.)
Die jetzt veröffentlichte Schlußabrechnung der Brüſſeler
Weltausſtellung von 1910 ergibt die angenehme
Ueber=
raſchung für die Garantiezeichner, daß anſtatt des
gefürch=
teten Millionendefizits nur ein Fehlbetrag von einer
Vier=
telmillion zu decken iſt. Ohne das große Brandunglück
hätte ſich ein Ueberſchuß von mehr als einer Million
er=
geben. Die Geſamteinnahmen für die Weltausſtellung
beliefen ſich auf 18,5 Millionen; die Lotterie hat 4,3
Mil=
lionen eingebracht, 3 Millionen die Platzgebühren, 5,5
Mil=
lionen die Eintrittsgelder und 2¼ Millionen die
verſchie=
denen Gewerbelizenzen für Reſtaurants uſw.
London, 31. März. (Todesfall.) Wie engliſche
Blätter melden, ſtarb hier der 92jährige praktiſche Arzt
Henry Hydes, der Senior der engliſchen Arzte. Er hatte
den deutſch=franzöſiſchen Krieg als Arzt auf deutſcher
Seite mitgemacht und iſt u. a. der Erfinder einer
gegoſ=
ſenen Tragbahre für Verwundete.
Petersburg, 30. März. (Exploſion.) In der
Zentrale der elektriſchen Beleuchtung ſiſt
heute abend eine Exploſion in der Dampfleitung erfolgt,
infolgedeſſen zwei Perſonen getötet und ſieben verletzt
worden ſind.
Petersburg, 31. März. (Die Erkrankungen in
den Fabriken.) In verſchiedenen Petersburger
Fa=
briken ſind heute im ganzen 272, in Riga 44
Arbeite=
rinnen erkrankt, und es laufen noch fortgeſetzt
Mel=
dungen von weiteren neuen Erkrankungen ein.
Pſychia=
triſche Sachverſtändige die vom Handelsminiſterium zu
Rate gezogen worden ſind, haben ihre Meinung dahin
ab=
gegeben, daß eine epidemiſch auftretende Hyſterie (?)
vor=
liegt.
Gerichtszeitung.
— Frankfurt a. M., 31. März. Vor der
Straf=
kammer fand heute die Verhandlung gegen den
Kauf=
mann Georg Ehrhardt der im April vorigen Jahres
wegen eines Einbruches zu 2 Jahren Zuchthaus
ver=
urteilt und nach Verbüßung von 3 Monaten auf
tele=
graphiſche Anweiſung der Staatsanwaltſchaft freigelaſſen
wurde. Wie in Frankfurt iſt auch in München, wo
Ehr=
hardt ſeiner Zeit 6 Jahre Zuchthaus erhielt, ein
Wiederaufnahmeverfahren anhängig. Das Gericht ſprach
nach längerer Verhandlung Ehrhardt frei. Die Koſten
trägt die Staatskaſſe.
* Kaiſerslautern 31. März. Heute vormittag
begann vor der hieſigen Strafkammer die
Verhand=
lung gegen den wegen Vergehens und fahrläſſiger Tötung
nach Paragraph 222 des Reichsſtrafgeſetzbuches
angeklag=
ten Dr Ludwig Stein von hier. Es handelt ſich dabei
um das Automobilunglück bei Frankenſtein in der Nacht
vom 22. zum 23. Oktober vorigen Jahres, bei dem
Re=
gierungsrat Feiertag und Gymnaſialprofeſſor Seufferth,
beide von hier, getötet und der hieſige Bauamtmann
Schmitt ſchwer verwundet wurden. Der Beſitzer und
Lenker des Automobils Dr. Stein kam ohne Schaden
davon.
* Kaiſerslautern 31. März. Die
Straf=
kammer verurteilte den praktiſchen Arzt Dr. Ludwig
Stein der Führer ſeines Kraftwagens durch
Fahr=
läſſigkeit den Tod des Regierungsrats Feiertag und des
Gymnaſialprofeſſors Seufferth verſchuldet hatte, zu vier
Monaten Gefängnis und Tragung der Koſten.
Luftfahrt.
* Friedrichshafen, 31. März. Das neue
Luftſchiff „Z, 8” hat heute vormittag eine
bemer=
kenswerte Fahrt gemacht, auf der es einen neuen
Höhen=
rekord aufgeſtellt hat. Nachdem es um 6.15 Uhr in der
Richtung auf den Säntis aufgeſtiegen war, erreichte
es um 7 Uhr eine Höhe von 3065 Metern und befand ſich
damit nahezu 600 Meter über der Säntisſpitze. Graf
Zeppelin führte ſelbſt das Steuer. Das Luſtſchiff nahm
dann die Richtung nach dem Bregenzer Walde und führte
über dem Gebirge eine längere Rundfahrt aus, von der
es um 11 Uhr hierher zurückgekehrt iſt.
* Johannisthal, 31. März. Heute nachmittag
hat auf dem Flugplatz Johannisthal der Rumplerpilot
Linſniekogel auf einem Rumpler=Eindecker einen
Höhenweltrekord ohne Paſſagier aufgeſtellt.
Er erreichte eine Höhe von 6300 Metern.
* Frankenhauſen (Niederbayern), 31. März.
Als heute morgen der Flieger Schaetz, welcher von
München bis Vilshofen geflogen war und dann wieder
umkehrte, in Frankenhauſen eine Notlandung
vor=
genommen hatte, erſuchte er mehrere umherſtehende
Män=
ner, den Apparat vor der Abfahrt zu halten. Der
Pro=
peller war ſchon angetrieben, als plötzlich der
Schloſſer=
ſohn Doffner unter den Apparat lief. Dem
Unvorſichtigen wurde der Kopf vom Rumpfe
ge=
trennt.
* Paris, 31. März. Der Flieger Garaix erreichte
heute auf dem Flugfelde von Chartres mit neun
Flug=
gäſten an Bord ſeines Zweideckers in 55 Minuten eine
Höhe von 1600 Metern und erzielte damit einen neuen
Weltrekord.
Turnen, Spiele und Sport.
— Darmſtädter Geländelauf. Bei herrlichem Wetter
hatten ſich am Montag zu dem ausgeſchriebenen
All=
gemeinen deutſchen Geländelauf etwa 40
Sportsjünger am Start auf dem Exerzierplatz
eingefun=
den Das Publikum war ſehr zahlreich erſchienen. Herr
Stadtſekretär Strauch vom F.=C. Olympia Darmſtadt
1898 begrüßte die am Start Erſchienenen namens der
Deutſchen Sportbehörde für Athletik und dankte für die
zahlreiche Beteiligung. In ſeiner kernigen Rede wies er
beſonders darauf hin, daß ſich hervorragende Männer
an die Spitze der modernen Sportbewegung geſtellt haben.
Gerade Darmſtadt könne ſich ſolcher Männer erfreuen. In
erſter Linie nannte er S. K. H. den Großherzog, der als
erſter der deutſchen Bundesfürſten dem Reichsausſchuß
für olympiſche Spiele als Mitglied beigetreten ſei. Der
Redner betonte den hohen ſittlichen und erzieheriſchen
Wert der geſunden Leibesübungen und ſpornte die
Sportsjünger zur fleißigen Mitarbeit an dem großen
Ziele an, das ſich die deutſche Sportsjugend für das Jahr
1916 geſteckt hat. Mit dem Hinweis, daß der Lauf keine
Konkurrenz, ſondern nur einen Propagandalauf
bedeu=
ten ſollte, ließ er die Sportsjünger vom Start laufen.
Nach etwa 25 Minuten erſchienen die Läufer wieder und
wurden vom Publikum lebhaft begrüßt. An dem
Ge=
lingen dieſer ſportlichen Veranſtaltung hat der F.=C.
Olympia Darmſtadt 1898 ganz beſonderen
An=
teil inſofern, als er über die Hälfte der Teilnehmer zu
ſeinen Mitgliedern zählen kann.
* Pferdeſport. Rennen zu Saint Quen,
31. März. Prir du Loing, 3000 Frcs. 1. J. Ronaus
Re=
porter (W. Head), 2. Odr, 3. Le Balasre II. 22:10; 16, 21,
34:10. — Prix du Vexin, 4000 Frcs. 1. de Paula
Macha=
doo Patrick (Gatehouſe), 2. Ismen, 3. Rupeſtrits II.
87110; 15, 12, 13:10. — Prix de IIle de France, 4000 Fres.
1. A. Veil=Picards Raton II (Tom Burn), 2. Saint
Gue=
nolé, 3. Liberateur. 329110; 82, 84, 71:10. — Prix du
Pariſis, 4000 Fres. 1. A. Veil=Picards Ocyroe (Tom
Burn), 2. Soir de Paques, 3. Pelargonium. 64:10; 18, 14,
47110. — Prix du Pariſis, 4000 Fres. 1. A. Veil=Picards
Ultimatum (Parfrement), 2. King Malcolm, 3. Chloral.
23:10; 13, 27110.
Handel und Verkehr.
* Berlin, 31. März. In der heutigen
Generalver=
ſammlung der Deutſchen Bank wurde die
Tages=
ordnung genehmigt und dem Antrage der Verwaltung auf
Erhöhung des Aktienkapitals um 50
Mil=
lionen auf 250 Millionen Mark zwecks Fuſion mit
der Bergiſch=Märkiſchen Bank Elberfeld
zugeſtimmt. Seitens der Verwaltung wurde mitgeteilt,
daß im Januar und Februar 1914 der Umſatz ſich um 5
Prozent gegen das Vorjahr gehoben habe. Bei
Beſprech=
ung des Geſchäftsberichts wurde u. a. auch längere Zeit
über die Angeſtelltenbewegung im Bankgewerbe
dis=
kutiert.
Schiffsunfälle.
* Berlin, 31. März. Man iſt in Schiffahrtskreiſen
über den Verbleib der Hamburger Bark „Bonn”
beunruhigt, die am 20. September von Neu=Orleans nach
Oporto abfuhr.
* Hamburg, 31. März. Der auf der griechiſchen
Halbinſel Eboea auf einen Felſen aufgelaufene
Dampfer „Tenedos” war mit Erz für Rotterdam
und Hamburg unterwegs, hatte etwa 30 Mann Beſatzung
an Bord, aber keine Paſſagiere. Von Syra iſt Hilfe für
den Dampfer unterwegs.
* Southampton, 31. März. Der engliſche
Dampfer „Gauntilett” iſt mit dem däniſchen
Schoner „Niels Juel” im Kanal
zuſammengeſto=
ßen. Der Dampfer ſank. Von der Beſatzung wurde ein
Mann gerettet, die übrigen, deren Zahl nicht jeſtſteht, ſind
wahrſcheinlich ertrunken.
Vermiſchtes.
Zur Stuttgarter Ausſtellung des
Verbandes der Kunſtfreunde in den
Län=
dern am Rhein. Die Bedingungen für den
Wettbe=
werb zu der Stuttgarter Kunſtausſtellung 1914 werden
jetzt bekannt gegeben. Der Verband der Kunſtfreunde in
den Ländern am Rhein lädt die Bildhauer und Maler
des Verbandes ein zu einem Wettbewerb um die
drei Preiſe der Konſul=Friederich=Stiftung und einen
Preis, den die Stadt Stuttgart gegeben hat. Der
1. Preis der Konſul=Friederich=Stiftung (Ernſt=Ludwig=
Preis) beträgt 2500 Mark, der 2. Preis der Stadt
Stutt=
gart 2000 Mark, der 3. Preis (Konſul=Friederich=Stiftung)
1500 Mark, der 4. Preis (Konſul=Friederich=Stiftung)
1000 Mark. Der Verband behält ſich vor, aus den zum
Wettbewerb eingeſandten Kunſtwerken weitere
anzukau=
fen. Berechtigt, an dem Wettbewerb teilzunehmen, ſind
alle Bildhauer und Maler, die im Verbandsgebiet
woh=
nen, ſowie die im Verbandsgebiet gebürtigen Bildhauer
und Maler, ſofern ſie ſich nur ſtudienhalber außerhalb des
Verbandsgebietes aufhalten. Die Anmeldung zum
Wett=
bewerb kann nur erfolgen durch die vorgeſchriebenen
For=
mulare, die durch die zuſtändigen Kunſtkommiſſionen
er=
hältlich ſind, und zwar für das Großherzogtum
Heſſen und die Rheinpfalz durch Herrn Bürgermeiſter
Mueller=Darmſtadt. Es ſteht jedem Künſtler frei, ſich um
mehrere oder nur einen der Preiſe zu bewerben. Die
Einlieferung der Werke hat auf Gefahr und Koſten der
Einſender bis zum 20. Mai d. J. in Stuttgart (Königl.
Kunſtgebäude) zu erfolgen. Die Jury beſteht aus je
einem Delegierten der Kunſtkommiſſion und dem
Schrift=
führer für künſtleriſche Angelegenheiten als Vertreter des
Vorſtandes. Für die zuerkannten Preiſe gehen die preis=
Nummer 91.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
Seite 5
gekrönten Werke in den Beſitz des Verbandes über. Das
mit dem Ernſt=Lüdwig=Preis gekrönte Werk wird einer
rheinländiſchen Galerie geſtiftet; das mit dem 2. Preis
ausgezeichnéte Werk wird Eigentum der Stadt Stuttgart.
Die nicht preisgekrönten Werle, ſoweit ſie nicht in die
Ausſtellung des Verbandes eingereiht werden, gehen an
die Bewerber auf deren Koſten und Gefahr zurück. Für
die aus dem Wettbewerb in die Ausſtellung eingereihten
Kunſtwerke gelten die Ausſtellungsbedingungen, welche
den betreffenden Künſtlern zugeſandt werden.
B.B. Ueber die Not der deutſchen Sprache
in den deutſchen Schutzgebieten machte Paſtor
Liz. Anz aus Schlachtenſee in einer Verſammlung äußerſt
intereſſante Mitteilungen. Paſtor Anz hat über ein volles
Jahrzehnt in Deutſch=Südweſtafrika amtiert und darf
deshalb auf ſprachlichem Gebiete als Autorität
angeſpro=
chen werden. Nach ſeinen Ausführungen wird in Deutſch=
Südweſtafrika nur holländiſch geſprochen. Bei den
Schutz=
truppen wird deutſch kommandiert, aber — was
kaum glaublich erſcheint — engliſch erklärt! In
Deutſch=Oſtafrika, wo 10 Millionen Schwarze und 6000
Weiße leben, iſt Suaheli die Sprache der Eingeborenen.
Der Deutſche in unſeren afrikaniſchen Kolonien
verunſtal=
tet die deutſche Sprache durch unnötige Beimiſchung
frem=
der Worte, und die deutſchen Kinder verwildern in
ſprach=
licher Beziehung, denn da die ſchwarzen Dienſtboten nicht
deutſch können, lernt das deutſche Kind ſeine erſten
Ge=
danken in der Eingeborenenſprache ausdrücken. Später
dauert es jahrelang, ehe dieſe Sprachgewöhnung ſich
wieder verliert. In letzter Zeit iſt nach der Behauptung
des Pfarrers Anz eine weſentliche Beſſerung eingetreten,
was der Einrichtung deutſcher Kindergärten, der
Tätig=
keit des Deutſchen Sprachvereins und der Ankunft vieler
Tauſender Kolonialkrieger während der Aufſtände zu
danken iſt. Wenn auch, nach alledem zu urteilen, die
deutſchen Kolonien intenſiver deutſch werden, ſo iſt doch
zu verlangen, daß die ſprachlichen Ungeſchicktheiten bei
der Schutztrupe ausgemerzt werden. Ganz beſonders den
Mannſchaften der Schutztruppen müßte es im Intereſſe
der Förderung der Mutterſprache in den deutſchen
Kolo=
nien bei Strafe ſtrengſtens verboten ſein, ſich einer
ande=
ren als der deutſchen Sprache zu bedienen.
W. B. Landarbeitzerfürſorge. Eine
bemer=
kenswerte Maßnahme zur Hebung der ſozialen Lage der
Landarbeiter hat die Kaiſerliche Gutsherrſchaft
in Cadinen getroffen. Auf ihre Veranlaſſung wird
für jeden Arbeiter eine Verſicherung in Höhe von 1000
Mark bei der Provinzial=Lebensverſicherungsanſtalt
Weſt=
preußen abgeſchloſſen. Die Koſten hierfür werden,
abge=
ſehen von einem ſehr geringen Zuſchuß der Arbeiter, von
der Gutsherrſchaft getragen. Das erwähnte Kapital wird
beim Tode des verſicherten Arbeiters an ſeine
Hinter=
bliebenen, beim Erleben des 55. bis 65. Lebensjahres ije
nach Eintrittsalter) an ihn ſelbſt ausgezahlt. Die
Ver=
fügung über ein Kapital gibt vem Landarbeier die
Mög=
lichkeit, ſich ſeßhaft zu machen. Der großzügige Plan der
Gutsherrſchaft Cadinen ſoll, wenn er auch von ſeiten
an=
derer Landwirte Nachahmung findet, dazu dienen, die
Bodenſtändigkeit der Landarbeiterbevölkerung zu fördern.
ml. Was die Schweiz an den fremden
Automobiliſten verdient. Trotz aller Plackereien,
denen die die Schweiz beſuchenden Automobiliſten in
manchen Kantonen ausgeſetzt ſind, iſt die Zahl der
Aus=
landsreiſenden, die in ihren eigenen Kraftwagen die
Schweiz beſuchen, in ſtetiger Zunahme begriffen. Nach
einer eben veröffentlichten amtlichen Statiſtik betrug die
Zahl der fremden Automobile, die im Jahre 1913 die
Schweizer Grenze paſſierten, 10542, während die
Ver=
gleichszahlen in den beiden vorangegangenen Jahren 8766
und 7003 ausweiſen. Wenn man für jeden Wagen im
Durchſchnitt eine Beſetzung von 5 Perſonen annimmt, die
mindeſtens 10 Tage im Lande verweilen und pro Tag
20 Mark verbrauchen, ſo erhält man eine Minimalſumme
von 2½ Millionen Mark, die von den ausländiſchen
Auto=
mobiliſten während der Sommerſaiſon im Lande
ausge=
geben wird. Aber man macht ſich kaum einer
Uebertrei=
bung ſchuldig, wenn man den wirklichen Gewinn, den die
Schweiz aus dem Sommerverkehr der ausländiſchen
Auto=
mobilbeſucher einheimſt, auf die doppelte Summe
veran=
ſchlagt.
Literariſches.
— A. Hemberger: Illuſtrierte Geſchichte
des Balkankrieges 1912—13. Mit vielen
Illu=
ſtrationen, Porträts, zahlreichen Karten und Plänen. In
40 Heften à 50 Pfennig. Auch in zwei Bänden gebd. pro
Band 12,50 Mk. (A. Hartlebens Verlag in Wien und
Leip=
zig.) Bisher ausgegeben 40 Hefte (Schluß). Die
Illu=
ſtrierte Geſchichte des Balkankrieges 1912/13 liegt
nun=
mehr abgeſchloſſen vor; die letzten Lieferungen ergänzen
das Koloſſalgemälde dieſes gewaltigen Völkerringens auf
dem Balkan bis in die jüngſte Zeit herein. Nun läßt ſich
auch ein Geſamturteil über die umfangreiche Arbeit
aus=
ſprechen und dieſes Geſamturteil muß gerechterweiſe ein
ſehr günſtiges ſein. Durch das ganze große Werk gehr
ſichtlich das Beſtreben nach ſtrengſter Objektivität und
möglichſter hiſtoriſcher Treue; was unter den gegebenen
ſchwierigen Verhältniſſen irgend erreicht werden konnte,
iſt erreicht worden, und ſo wird die fleißige,
hochinter=
eſſante Arbeit ſowohl als hiſtoriſches Quellenwerk erſten
Ranges ſeinen Platz behaupten, wie der ungemein
feſſeln=
den, lebendigen Darſtellung wegen auch für die
Allge=
meinheit von großem Wert ſein. Aus den letzten
Liefe=
rungen verdient das Schlußwort, in dem die Situation
auf dem Balkan nach dem Bukareſter Frieden mit großer
Anſchaulichkeit dargeſtellt iſt, beſonderer Erwähnung.
Alles in allem gebührt dem glänzend geſchriebenen,
vor=
trefflich ausgeſtatteten Werk die wärmſte Empfehlung.
— Heines Briefe. Ausgewählt und eingeleitet
von Dr. Hugo Bieber. Mit 17 Bilderbeigaben in
Kunſt=
druck und einer Handſchriftenprobe. Deutſches
Verlags=
haus Bong u. Co., Berlin und Leipzig. Preis in
geſchmack=
vollem Leinenband 4 Mk., in hochelegantem Halblederband
5.50 Mark Der Herausgeber hat ſich ſeiner Aufgabe in
der vorliegenden Ausgabe mit großem Geſchick
unter=
zogen; wie er die Briefe wählt und aneinanderreiht,
ent=
ſteht eine wohlgerundete feſſelnde und wahre
Selbſtdar=
ſtellung des Heineſchen Lebens, darin der grelle Kontraſt
von hellſten Lichtern und tiefſten Schatten, die ganze
Gegenſätzlichkeit und Zwieſpältigkeit dieſer Perſönlichkeit
zum Ausdruck kommt. In einer ſehr feinen und klugen
Einleitung verſucht der Herausgeber mit Glück, dem
ſchwierigen Heine=Problem nachzuforſchen und dem Leſer
die notwendige Einſtellung zum Verſtändnis der Briefe
zu geben. Sie leſen ſich denn auch wie ein ſpannender
Roman, zumal alles Erklärungsbedürftige in knappen
Fußnöten kurz und treffend erläutert wird. — Dieſe
vor=
treffliche Ausgabe gehört zu einer Sammlung von
Klaſſiker=Briefen, mit denen das Deutſche Verlagshaus
Bong u. Co., Berlin und Leipzig, ſeine Goldene Klaſſiker=
Bibliothek zu ergänzen beginnt. Der Band iſt in großer,
moderner Type auf weißes Papier höchſt anſprechend
ge=
druckt, in geſchmackvollen Leinenband gebunden und mit
nicht weniger als 17 zum Teil unbekannten und ſeltenen
Bilderbeigaben ſehr lehrreich ausgeſtattet und koſtet trotz
alledem nicht mehr als 4 Mark.
— Der Verfaſſer des ſoeben erſchienenen Romans
Die deutſche Prinzeſſin” von Georg
Hirſch=
feld iſt durch ſeine Dramen „Agnes Jordan” „Die
Mut=
ter” u. a. ſchnell bekannt geworden. Inzwiſchen hat er
ſich auch als guter, dichteriſch hochſtehender Erzähler
er=
wieſen und hat in immer reicher werdender
Schaffens=
kraft ſeinen eigenen Stil gefunden. Er charakteriſiert
fein und unaufdringlich und hebt gerade die
Unterſtrö=
mungen menſchlichen Gefühlslebens mit ſicherer Kunſt
heraus. Dieſe Vorzüge zeigt auch ſein neuer Roman.
Ein Problem, das wir „Untertanen” ſeit Jahrhunderten
vor uns ſehen, ohne ihm als Menſchen auf den Grund
kommen zu wollen, deckt dieſer Roman auf. Prinzeſſin
Oda Marie wird durch ihren Lebensirrtum, den ſie wie
ihne bürgerliclten Schweſtern erfährt, in die (Fremde
verſchlagen. Nichts anderes iſt es, obwohl ſie einſt
Köni=
gin dieſer Fremde werden ſoll. Sie kämpft um eine
Mannesſeele, wie ihre „geringeren” Schweſtern. Sie
ſtirbt an der Gewöhnlichkeit des Daſeins, wie ſie. Die
Handlung ſpielt an zwei Fürſtenhöfen. Das bunte,
inter=
eſſante Leben der verſchiedenartigſten Menſchen, die
mei=
ſterhafte Zeichnung, die Friſche und Abwechslung feſſeln
den Leſer vom Anfang bis zum Ende. Dem Inhalt
ha=
ben die Verleger, Gebrüder Enoch, Hamburg, das äußere
Gewand würdig angepaßt. Die Ausſtattung iſt in jeder
Beziehung modern und höchſt geſchmackvoll. Der Preis
des zirka 360 Seiten ſtarken Bandes iſt 4 Mark.
— Adalbert Luntowski: Menſchen. 2. Band.
Frauen. Mit 8 Porträts. Geheftet 5 (Mark, in
Halb=
leder 7 Mark Leipzig 1914. Im Tenien=Verlag.
Adal=
bert Luntowski hat ſich durch ſein erſtes Buch „Menſchen”
einen Platz in der deutſchen Literatur geſichert. Nun
ſchenkt er uns den 2. Band. Ein in ſich abgeſchloſſenes
Werk. Das Hohelied auf die ſchöpferiſche Frau. Der
Frauenlob unſerer Zeit. Von der derbnatürlichen
Ab=
wehrkraft der Liſelotte, bis empor zur Prophetin
neuzeit=
licher Myſtik; das Auſwärts des Idealismus geben
die=
ſſem Buche die Anordnung. Jede Seite des Frauenweſens
iſt dargeſtellt an einer beſonderen Frauenperſönlichkeit.
Und alle llingen zuſammen zum Bilde der einen,
voll=
ſchöpferiſchen, idealen Frau. Jedes Bild beruht auf
ein=
gehendem biographiſchen Quellenſtudium. Erſt auf ernſte
Bewältigung des Wiſſenſchaftlichen baut ſich die
künſtle=
riſche Biographie Luntowskis auf. In allem iſt es ihm
darum zu tun, das Wunder „Menſch” leuchten zu laſſen.
Für unſere Jungfrauen das ſchönſte Weihnachtsgeſchenk
und eine prächtige Lebensgabe.
— Ueber die letzten Neuheiten auf dem Gebiete der
Mode bringt die neueſte Nummer des tonangebenden
Weltmodenblattes „Große Modenwelt”, mit
Fächer=
vignette, Verlag John Henry Schwerin, G. m. b. H.,
Ber=
in W 57, einen ausgezeichneten Artikel, den auch weniger
bemittelte Hausfrauen nicht ungeleſen laſſen ſollten. Denn
dieſes vorzügliche Modenblatt löſt auch das Rätſel auf
die einfachſte Weiſe, wie ſich auch die auf dem Gebiete der
Schneiderei Unerfahrenſte aufs billigſte ſchick und
vor=
nehm kleiden kann. Abonnements auf „Große
Moden=
welt” mit Fächervignette (man achte genau auf den Titel!)
zu 1 Mark vierteljährlich, wofür 6 Nummern geliefert
werden, nehmen ſämtliche Buchhandlungen und
Poſtan=
ſtalten entgegen. Probenummern bei erſteren und dem
Verlag John Henry Schwerin, G. m. b. H., Berlin W. 57.
Franzöſiſche Kammer.
* Paris, 31. März. Der Abgeordnete Ceccaldi
forderte in der Kammer die Dringlichkeit für einen
An=
trag, der eine Abänderung des Artikels des
Strafgeſetz=
buches anſtrebt, welcher die Verjährung in
Kri=
minal= und Zuchtpolizeigerichtsſachen
be=
trifft, um die Verjährung durch die Verhaftung des
Ver=
urteilten zu unterbrechen ſowie durch jede Art des
behörd=
lichen Vorgehens, das die Straſvollſtreckung zum Ziele
hat. Ceccaldi ſetzte auseinander, daß es ſich darum
andle, die Hochſtapler daran zu hindern, nach einem
Auf=
enthalt von fünf Jahren im Auslande nach Frankreich
zurückzukehren und ihren zweifelhaften Beruf weiter
aus=
zuüben. Die Perſon, auf die der Antrag abzielt, iſt Ro
chette. Das Zentrum und die Rechte erheben gegen die
Ausnahmemaßregel Widerſpruch. Die Dringlichkeit, die
von der Regierung nicht bekämpft wird, wird von der
Kammer mit 324 gegen 10 Stimmen angenommen. Mit
Zuſtimmung Ceccaldis wird der Antrag an eine
Kom=
miſſion verwieſen.
* Paris, 31. März. In den Wandelgängen des
Palais Bourbon verlautet, daß die Regierung
beabſich=
tige, am Freitag die Bewilligung zweier
Budgetzwölf=
tel für Mai und Juni zu verlangen und ſodann die
Kammerſeſſion zu ſchließen.
* Paris, 31. März. Der Kammerausſchuß
für auswärtige Angeleger iten hat dem
Geſetzentwurf, betr das von dem Gen ral Lyautey mit
der franzöſiſchen Marokkogeſellſchaft und der ſpaniſchen
Marokkogeſellſchaft abgeſchloſſene Abkommen über die
Eiſenbahnkonzeſſion Tanger-Fez, endgültig zugeſtimmt.
* Paris, 31. März. Der Finanzausſchuß
der Kammer beriet heute den Ergänzungsetat
für Marokko, der nach einigen Worten des
Kriegs=
miniſters einſtimmig angenommen wurde.
Vom Balkan.
* Belgrad, 31. März. In der Spezialberatung des
Budgets des Aeußeren erklärte Paſitſch in
Beant=
wortung verſchiedener Anfragen, daß zwiſchen Serbien,
Montenegro und Griechenland ein Bündnis
abgeſchloſſen worden ſei. Die Verträge über den
Bukareſter und den Konſtantinopeler Frieden werden der
Skupſchtina in der nächſten Zeit unterbreitet werden. Das
Verhältnis Serbiens zu Rumänien ſei das gleiche wie das
Griechenlands zu Rumänien. Das Zuſammentreffen des
Miniſterpräſidenten mit Veniſelos in Petersburg ſei ein
zufälliges geweſen und habe einen willkommenen Anlaß
zu einem eingehenden Gedankenaustauſch geboten. Der
Antrag auf Abtretung von Iſtip und Kotſchanas an
Bul=
garien ſei auf ein fremdes Manöver zurückzuführen. Er
ſei weder von Rußland, noch von Serbien ausgegangen.
Serbien werde übrigens niemals einem derartigen
Pro=
jekte beiſtimmen. Das mit Rumänien über den Bau einer
Donaubrücke erzielte Einvernehmen werde zur
Entwick=
lung der gegenſeitigen Handelsbeziehungen beitragen. In
der Orientbahnfrage habe Serbien dem franzöſiſchen
Projekte im Prinzip zugeſtimmt. Während Serbien die
Ablöſung aller auf dem ſerbiſchen Territorium befindlichen
Eiſenbahnen anſtrebe, würden ſeitens Oeſterreich=Ungarns
andere Wünſche geäußert. Wenn eine Einigung
gegen=
wärtig nicht erzielt werden ſollte, würde man eine
ander=
weitige Löſung ſuchen müſſen. Das von Europa
geſchaf=
fene Albanien ſei noch lange nicht konſolidiert. Des neuen
albaniſchen Fürſten harre in dieſer Hinſicht eine große
Aufgabe.
Bezüglich des letzten Interviews mit dem ſerbiſchen
Geſandten in Petersburg Spalaikowitſch erklärte
Paſitſch, daß die Regierung hierüber bisher nur aus den
Blättern Kenntnis beſitze. Es ſei jedoch Tatſache, daß ſich
Serbien über die Schaffung Albaniens nicht freuen könne.
Serbien verfolge eine Politik des Friedens und des
Gleichgewichts auf dem Balkan und könne hierbei ſtets auf
die Unterſtützung der verbündeten Staaten, ſowie vieler
Großmächte rechnen. Um jedoch den Frieden erhalten zu
können, ſei es notwendig, die Armee zu bewaffnen. Die
Skupſchtina möge deshalb die Erledigung des Budgets
beſchleunigen. Die Skupſchtina habe noch derart dringliche
und wichtige Fragen zu löſen, daß die unverzügliche
Vor=
nahme einer Reviſion der Verfaſſung nicht opportun
erſcheine. Bezüglich der ſerbiſchen Kriegsgefangenen
er=
klärte der Miniſterpräſident, daß die letzten
Kriegsgefan=
genen aus Bulgarien bereits entlaſſen ſeien. Die
griechiſch=
ſerbiſche Schulfrage ſei derart gelöſt, daß jedem Staate
das Vorgehen in Schulangelegenheiten nach eigenem
Er=
meſſen überlaſſen bleibe.
* Konſtantinopel, 31. März. Den Blättern zufolge
telegraphierte Dſchavid aus Paris, daß die
tür=
kiſche Anleihe von 500 Millionen Francs etwa am
20. April zur Emiſſion gelangt.
* Konſtantinopel, 31. März. Die Regierung
veröffentlicht ein Geſetz, durch welches die Steuer auf
unbebaute Grundſtücke um 50 Prozent erhöht
wird. Der Erlös iſt dazu beſtimmt, das Defizit des
lau=
fenden Rechnungsjahres zu decken.
Aus Mexiko.
* El Paſo, 31. März. Ein Photograph, der die
Inſurgentenarmee bei Torreon am Samstag verließ
und hier eingetroffen iſt, meldet, daß die
Inſurgen=
ten bei Gomez Palacio zweimal geſchlagen wurden. Die
Bundestruppen hätten jedoch die errungenen) Vorteile
nicht ausgenutzt, worauf General Villa zurückkehrte und
die Stadt wieder eroberte. Gefangene Bundesſoldaten
erzählten den Inſurgenten, daß General Velasco in den
Schanzgräben den Verſtand verloren und den Offizieren
unſinnige Befehle gegeben hätte, bis er ſchließlich mit
Ge=
walt enternt worden ſei. Die Toten und Verwundeten
in den Gefechten bei Gomez Palacio werden auf 2000
geſchätzt. Unter den Toten ſoll ſich auch der Sohn Huertas
beſinden.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 31. März. Der ſeit dem vorigen Jahre zum
Abteilungsdirektor ernannte Prokuriſt der Deutſchen
Bank, Julius Köhler beging einen
Selbſtmord=
verſuf. Die Urſache dazu iſt auf eine heute bei der
Bank eingegangene Mitteilung zurückzuführen, wonach der
genannte bei einer hieſigen Bankfirma aus
Syekulations=
geſchäften herrührende Schulden haben ſoll. Seine
dienſt=
liche Tätigkeit führte er bis zuletzt in guter Ordnung und
frei von jedweder Unregelmäßigkeit. Der Deutſchen Bank
gegenüber hat er ſich in keiner Weiſe verſchuldet.
* Berlin, 31. März. Der alleinige Inhaber des
Bank=
hauſes M. Roſenſtein in der Oranienburgerſtraße.
der Bankier Richard Roſenſtein, beging heute
Selbſt=
mord. Den Beweggrund zu der Tat bilden offenbar
Familienverhältniſſe und ſonſtige Widerwärtigkeiten. Die
Finanzverhältniſſe der Bank, die vorausſichtlich aufgelöſt
wird, ſollen geordnete ſein und keine Veranlaſſung zu dem
Selbſtmord bilden.
* München, 31. März. Der Finanzausſchuß
der Kammer der Abgeordneten hat die Regierungsvorlage
betreffend den Ausbau der Walchenſeekräfte
angenommen. Für dieſen Zweck ſollen ſechs
Mil=
lionen als erſte Rate in den außerordentlichen Etat und
165000 Mark für Verzinſung und Tilgung in den
ordent=
lichen Etat eingeſtellt werden.
Konzerte.
mm. Zu einem gemeinſamen Konzertabend hatten ſich
geſtern zwei unſerer beliebteſten Vereine, der Mozart=
und der Inſtrumentalverein, vereinigt, über deren
künſtleriſche Vorzüge wir bei Gelegenheit ihrer
Einzel=
konzerte ſchon wiederholt nur Rühmliches zu ſagen hatten.
Zudem war in der Königl. Württemberg. Kammerſängerin
Frau Anna Kämpfert aus Frankfurt eine vorzügliche
geſangsſoliſtiſche Kraft von Ruf gewonnen worden, ſo
daß der Konzertabend in jeder Hinſicht vielſeitig und
inter=
eſſant ausgeſtaltet werden konnte. Wir wollen gleich im
voraus bemerken, daß auch die Ausführung aller Tonwerke
durchweg muſterhaft war, was beſonders von den
Orcheſterwerken gilt, die nicht nur tadellos und
tempera=
mentvoll erklangen, ſondern auch glücklich gewählt waren
Von beſonderem Intereſſe waren unter ihnen die
origi=
nellen drei Tanzſtücke (Tambourin, Menuett und
Gigue) aus dem Ballett „Caphale und
Proc=
cis” von Gretry, denen Mottl durch eine prachtvolle
Neu=
einſtudierung nachhaltige Wirkung verliehen hat. Nicht
weniger wirkſam inſtrumentiert hat H. Kretſchmar die
bei=
den Männerchöre Schuberts „Gondelfahrer” und „
Wider=
ſpruch.‟ Die oft nur mit Klavierbegleitung gehörten
Chor=
lieder „Frühlingsnetz” von Karl Goldmark und
Land=
erkennung” von Edvard Grieg (Solo: Herr Ernſt Roth)
kommen eigentlich doch erſt mit dem Klangfarbenreichtum
des Orcheſters richtig zu Ehren, zumal das letztgenannte.
Mit vollendeter Kunſt ſang Frau Kämpfert das
Rezi=
tativ und Arie („Ueber alles bleibſt du teuer”) aus Don
Juan von Mozart mit Orcheſterbegleitung, und ſpäter am
Klavier Lieder von Schubert („Forelle‟), Grieg (Solveigs
ernſtes Lied aus Peer Gynt), den wundervollen Geſang
„von ewiger Liebe” von Brahms, Hugo Wolf („Gärtner”)
E. d’Albert (Wiegenlied, ein reizvoller und
ſtimmungs=
voller Geſang mit eigenartig ſchöner Begleitung nach
Wor=
ten von D. v. Liliencron), A. Mendelsſohn („Wandelnde
Glocke”) und Sekles (ruſſiſches Liebeslied), auf Verlangen
wiederholt. Den Schluß des Abends, der mit Beethovens
Ouvertüre „Zur Weihe des Hauſes” ſtimmungsvoll
er=
öffnet worden war, bildete — als Vorfeier zu Bismarcks
Geburtstag — Arnold Mendelsſohns „Lied vom treuen
Kanzler” urſprünglich für Baritonſolo mit Orcheſter
komponiert (Franz Harres gewidmet), das vom
Männer=
chor uniſono ausgeführt, ſehr effektvoll wirkt und in
ſeiner melodiſchen Natürlichkeit ſehr anſpricht. Dabei weiß
der Komponiſt aber durch paſſende Heranziehung
geeig=
neter Blasinſtrumente eine mehrſtimmige Wirkung
vorzu=
täuſchen; übrigens eine Spezialität Mendelsſohns auch in
anderen Chorwerken. Beiden Vereinen und ihren
Diri=
genten, Herrn Großh. Kapellmeiſter Fr. Rehbock und
Herrn Akademiedirektor W. Schmitt, gebührt
unein=
geſchränktes Lob,
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. Aprit 1914
Nummer 91.
* Köln, 31. März. Die Köln. Ztg. meldet aus Trier:
Das Luxemburger Hofmarſchallamt drückte
den bei dem letzten Hofkonzert in Luxemburg auf den
Straßen durch Zurufe wie „Zabernwackes” uſw.
beleidig=
ten deutſchen Offizieren das Bedauern der
Groß=
herzogin aus.
* Köln, 31. März. Die Kölniſche Volkszeitung
mel=
det aus Rom: Das Befinden des Papſtes iſt
ent=
gegen anderslautenden Meldungen durchaus
befrie=
digend. Er arbeitete heute bis 9 Uhr vormittags mit
dem Kardinal=Staatsſekretär und empfing ſodann
Hun=
derte von Perſonen.
* Duisburg, 31. März. Der Hafenſchleppdampfer
„Jean Dewyk” geriet heute nachmittag beim Verlaſſen
des Parallelhafens in eine ſtarke Rheinſtrömung. Die
Wellen ſchlugen über den tiefliegenden Dampfer, der
in=
folgedeſſen fank. Zwei Matroſen ſind ertrunken. Der
Schiffsführer und ein Matroſe wurden gerettet, letzterer
wurde ſchwer verletzt.
* Braunſchweig, 31. März. An zuſtändiger Stelle iſt
von einem Beſuche des Herzogspaares von
Cumberland in Braunſchweig nichts bekannt.
* Breslau, 31. März. Der ruſſiſche Ingenieur
Po=
pow, der von dem ruſſiſchen Verkehrsminiſterium damit
beauftragt worden war, flachgehende Schiffe zu kaufen,
und der belgiſche Konſul in Nitau, Heidemann, ſſielen
in einem Lokal zu Brieg auf, wo ſie ruſſiſch ſprachen und
viel ruſſiſches Geld zeigten. In der Annahme ,daß ſie
Spione ſeien, zeigte ſie ein Einwohner dem
Polizei=
inſpektor an, der die Fremden nach ſeinem Bureau bat.
Dort konnte ſich der Ingenieur ausweiſen. der Konſul
nicht. Die Herren wurden darauf gebeten, auf dem
Poli=
zeibureau zu bleiben bis zur Einziehung telegraphſiſcher
Erkundigungen. Dann wurden ſie entlaſſen.
* Achilleion, 31. März. Der Kaiſer hörte geſtern den
Vortrag des Geſandten v. Treutler. Heute nachmittag
machte der Kaiſer mit Gefolge einen Ausflug in
Auto=
mobilen nach dem Kloſter Palaſokaſtriga.
* Paris, 31. März. Aus Liſſabon wird gemeldet, der
Senator Pedro Martins habe die Regierung bezüglich der
Meldung eines Pariſer Blattes interviewt, wonach die
portugieſiſche Angola=Kolonie der
deut=
ſchen Einflußſphäre in Afrika zugewieſen werden
ſolle. Der Frageſteller verlangt, daß das Parlament und
das Land über dieſe Angelegenheit genau unterrichtet
wer=
den. Der Marineminiſter verſprach, die Anfrage dem
Miniſterpräſidenten und dem Miniſter des Aeußern zu
übermitteln.
* Paris, 31. März. Der Rochette=Ausſchuß
beſchloß, für morgen alle Mitglieder des
Ka=
binetts Monis zu laden zwecks einer ergänzenden
Auskunft über die in der Zeitung Oſtpyrenäen
er=
ſchienenen Artikel.
* Toulon, 31. März. Der Marinearzt Belley,
wel=
cher unter der Beſchuldigung verhaftet wurde, daß er
Ma=
troſen gegen Bezahlung falſche
Krankheitszeug=
niſſe ausgeſtellt habe, leugnet entſchieden das ihm zur
Laſt gelegte Vergehen.
* London, 31. März. Heute nachmittag entſtand im
Unterhauſe hinſichtlich der jüngſten bekannten
Denk=
ſchrift an General Gough ein neuer Zwieſpalt.
Geſtern erklärte Churchill, dieſe Denkſchrift ſei nicht
dem Kabinett, ſondern nur Asquith unterbreitet
wor=
den, welcher, unter Berückſichtigung der Anſichten des
Ka=
binetts, das Dokument abänderte. Heute
be=
richtigte Churchill ſeine Erklärung dahin, die Denkſchrift
ſei dem Kabinett unterbreitet worden, das ſofort damit
nicht einverſtanden war. Churchill erklärte, er ſei häufig
während der Beratung des Kabinetts aus dem
Sitzungs=
zimmer herausgerufen worden; ſchließlich ſah er, wie
Asquith einige Paragraphen ausſtrich und das ſo
abge=
änderte Dokument dem Kriegsminiſter aushändigte.
* London, 31. März. Wie das Reuterſche Bureau
er=
fährt, hat die perſiſche Regierung dem engliſchen
Syn=
dikat für den Bau der Bahn Mohamme’ran-
Khoramabad eine Ausdehnung ſeiner Konzeſſion
auf=
weitere 18 Monate bewilligt von dem Zeitpunkt ab, wo
die Zuſtände im Lande die Wiederaufnahme der
Ver=
meſſungsarbeiten geſtatten. Die perſiſche Regierung
er=
klärt ſich auch bereit, mit dem Syndikat über den Bau
der erſten Hälfte der Linie Mohammeran-Dieful zu
ver=
handeln, wo die Vermeſſungsarbeiten vervollſtändigt
wer=
den müſſen, die infolge der drohenden Haltung der
Stämme abgebrochen worden waren.
* Petersburg, 31. März. Die
Maſſenerkran=
kungen unter den Fabrikarbeiterinnen
dauern an. Am Vormittag erkrankten in der Tabakfabrik
60, in der Gummifabrik 20 — Die Arbeiter der Putilow=
Werke und anderer Fabriken, die geſtern ſtreikten, haben
die Arbeit wieder aufgenommen.
* Zarskoje Sſelo, 31. März. Heute fand in feierlicher
Weiſe die Nagelung der neuen Fahnen ſtatt,
welche der Kaiſer dem Leib=Dragoner=Regiment aus
An=
laß ſeiner Hundertjahrfeier geſtiftet hat. Der Feier wohn‟
ten der Kaiſer und die Kaiſerin, Prinz und Prinzeſſin
Ferdinand von Rumänien, Prinz Carol von Rumänien,
die Großfürſtin Maria Pawlowna in ihrer Eigenſchaft
als Chef des Regiments und die Großfürſtinnen Kyrill
und Boris Wladimirowitſch bei.
* Peking, 31. März. Die chineſiſche Regierung
erteilte der Britiſh Chineſe Corporation Lim. die
Ge=
nehmigung zum Bau von rund 600 Meilen
Eiſenbahn von Nanking nach Nanchang und
Ping=
ſiang, wo ſie mit der Pingſiang=Tſchanotſcha= und der
Hankau=Kanton=Bahn zuſammentrifft.
Die Peſt.
* London, 31. März. Der Gouverneur von Hongkong
berichtet dem Kolonialamt, daß in der mit dem 29. März
abſchließenden Woche 48 Peſtfälle vorkamen, von
denen 38 tödlich verlaufen ſind.
Eine Dampferladung Gewehre für Ulſter?
Kopenhagen, 31. März. Ein myſtiſcher
Vor=
gang, an dem ein deutſches und ein norwegiſches Schiff
beteiligt ſind, wird von der Küſte der Inſel Langeland
be=
richtet. Der deutſche Leichter Karl Kiehn traf geſtern
vor=
mittag im Schlepptau eines Dampfers an der Küſte von
Langeland ein und ging außerhalb des Hafens von
Daggelykke vor Anker. Er hatte eine Ladung von 300
Tonnen Gewehren an Bord. Nach einiger Zeit traf auch
der norwegiſche Dampfer Fanny an derſelben Stelle ein
und legte ſich neben den deutſchen Leichter. Den ganzen
geſtrigen Tag und die letzte Nacht hindurch wurde auf dem
Schiff gearbeitet um die Gewehrladung an Bord des
nor=
wvegiſchen Dampfers zu bringen. Der Hafenvogt von
Dag=
gelykke begab ſich geſtern nachmittag zu den Schiffen
hinaus und erhielt auf ſein Verlangen die Papiere der
beiden Schiffe ausgeliefert. Heute früh fuhren plötzlich
beide Schiffe in nördlicher Richtung ab, ohne die
Schiffs=
papiere zurückzufordern. Die Behörden von Daggelykke
haben den Vorfall dem däniſchen Miniſterium des
Aus=
wärtigen mitgeteilt. Die Beſatzung des Dampfers Fanny
hatte mitgeteilt, daß der Beſtimmungsort des Dampfers
Oereland ſei. Es wird indeſſen angenommen, daß die
ewehre nach Ulſter beſtimmt ſind. An Bord des
norwegiſchen Dampfers befanden ſich zwei engliſch
ſprechende Perſonen. Der Führer des deutſchen Leichters
gab an, die Ladung Gewehre in Hamburg an Bord
ge=
nommen zu haben.
Von der Lawine verſchüttet.
* Batum, 31. März. In dem Bergdorfe Trebet
wur=
den vier Perſonen von einer Rieſenlawine
ge=
tötet und ſechs verletzt.
Die Reiſe des Prinzenpaares Heinrich von Preußen.
* Santiago de Chile, 31. März. Die
Regie=
rung beſtimmte den Konteradmiral Wilſon und den
General Altomirono zu Adjutanten des
Prinzen Heinrich von Preußen. Dieſe
be=
geben ſich mit einer offiziellen Kommiſſion, die ſich aus
Vertretern des Präſidenten der Republik und 20
deut=
ſchen und chileniſchen Perſönlichkeiten zuſammenſetzt, an
die argentiniſche Grenze, um den Prinzen und ſein
Ge=
folge zu empfangen.
Briefkaſten.
* Staatsangehörigkeitsausweis. Wenden Sie ſich an
das betreffende Standesamt.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Deutsche Bank Darmstadt
Entgegennahme von Zeichnungen
auf alle Emissionen.
(X,4051
Die Schuld an der großen Kinderſterblichkeit tragen
in vielen Fällen Armut und Unerfahrenheit. Es iſt
deshalb ſehr wichtig, jede junge Mutter auf das
be=
währte Nährpräparat „Kufeke” aufmerkſam zu machen,
das eine wahrhaft ſegensreiche Erfindung für unſeren
kleinen Nachwuchs darſtellt. „Kufeke” iſt billig im
Gebrauche, äußerſt nahrhaft, verhilft den Kindern zu
ge=
deihlicher Entwickelung und läßt keine der ſchlimmen
(J8438
Magen= und Darmkrankheiten aufkommen.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter: Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Amerika” 26. März 12 Uhr mittags
von Neu=York über Cherbourg und Southampton nach
Hamburg. „Armenia” von Neuorleans, 27. März von
Pto. Mexiko. „Belgia” nach Neuorleans, 27. März 8 Uhr
5 Min. morgens in Boſton. „Bulgaria”, von Baltimore
kommend, 28. März 3 Uhr 30 Min. morgens in
Ham=
burg. „Cincinnati” von Genua nach Neu=York, 27. März
6 Uhr abends von Neapel. „Corcovado” 27. März
4 Uhr 15 Min. nachm. in Philadelphia. „Dortmund‟
26. März 11 Uhr abends in Newport News. „
Im=
perator”, von Neu=York kommend, 27. März 6 Uhr
10 Min. abends von Southampton. „Kaiſerin Auguſte
Victoria” nach Neu=York, 28. März 3 Uhr 30 Mir.
morgens Lizard paſſiert. — Weſtindien, Mexiko: „
Be=
varia” von Mexiko kommend, 28. März 2 Uhr
30 Min. morgens in Hamburg. „Cheruskia”, von
Weſt=
indien kommend, 27. März 7 Uhr abends von Havre.
„Dania” nach Havanna und Mexiko, 27. März 2 Uhr
nachm. von Gijon. Sarnia” von Rotterdam nach
Jamaika, 27. März 12 Uhr 30 Min. mittags Dungeneß
paſſiert. „Schaumburg” 27. März in Havanna. „
Spree=
wald” von Weſtindien kommend, 27. März 3 Uhr
nachm. in Hamburg. „Venetia”, von Weſtindien
kom=
mend, 27. März 11 Uhr abends in Havre. „Weſterwald”
27. März in Pto. Mexiko, ausgehend. — Südamerika,
Weſtküſte Amerikas: „Abeſſinia”, von der Weſtküſte
Amerikas kommend, 26. März in Havre. „Etruria‟,
von dem La Plata kommend, 26. März 1 Uhr nachm.
von Funchal. „Habsburg” 27. März morgens in Rio
de Janeiro, ausgehend. „Hohenſtaufen” von
Mittel=
braſilien kom., 27. März 5 Uhr nachm. Queſſant paſſiert.
„Macedonia” 27. März in Rio Grande do Sul.
„Phoenicia” 27. März in Paranagua. „Polyneſia” nach
der Weſtküſte Amerikas, 24. März in Punta Arenas.
Pontos” von der Weſtküſte Amerikas kommend,
24. März Punta Arenas paſſiert. „Salamanca”, von
Mittelbraſilien kommend, 28. März morgens in
Ham=
burg. „Theſſalia”, von der Weſtküſte Amerikas
kom=
mend, 24. März von Punto Arenas. — Oſtaſien:
„Ambria” 27. März 10 Uhr 30 Min. morgens von
Hongkong nach Singapore. „Iſtria” nach Sibirien,
27. März nachm. Queſſant paſſiert. „Sambia” 27. März
10 Uhr 30 Min. morgens Dover paſſiert, ausgehend.
„Südmark” 26. März nachm. in Tſingtau. „
Württem=
berg” 27. März in Port Said, ausgehend. —
Ver=
gnügungsdampfer „Meteor” dritte Mittelmeerfahrt,
27. März 6 Uhr abends von Konſtantinopel.
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Frau Anna Eidenmüller Wwe.
geb. Werthes
im 52. Lebensjahre.
Darmſtadt, den 31. März 1914.
Die trauernden Hinterbliebenen:
J. Eidenmüller und Frau,
Daniel Eidenmüller,
Karl Eidenmüller,
Philipp Eidenmüller.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den
2. April, nachmittags 5 Uhr, vom Sterbehauſe
(8546
Mollerſtr. 2 aus, ſtatt.
Todes=Anzeige
Allen Verwandten, Freunden u. Bekannten
die traurige Nachricht, daß es Gott dem
All=
mächtigen gefallen hat, nach eintägiger
Krank=
heit unſer innigſtgeliebtes, herzensgutes Kind
Ernst
im Alter von 3¼ Jahren in die Ewigkeit
(8506
abzurufen.
Familie Gg. Delp, Maſchiniſt.
Darmſtadt (Mühlſtr. 23), Lindenfels,
Pfungſtadt, den 31. März 1914.
Die Beerdigung findet am Donnerstag,
nach=
mittags 3 Uhr, von der Friedhofskapelle aus
ſtatt.
Gottesdienſtliche Anzeige.
Stadtkapelle.. Mittwoch, 1. April, 6 Uhr:
6. und letzte Paſſionsandacht. Pfarrer Vogel.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Hoher Druck bedeckt noch das ganze Feſtland, während
ſich das weſtliche Tiefdruckgebiet oſtwärts ausbreitet und
in Norddeutſchland durch ſeine Ausläufer bei
auffriſchen=
den ſüdweſtlichen Winden Trübung und Regen verurſacht
hat. Wir haben daher zunehmende Bewölkung, aber im
Bereiche des Hochdruckkerns über Süddeutſchland noch
meiſt trockenes Wetter zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, 1. April:
Zu=
nahme der Bewölkung, meiſt trocken, mild, auffriſchende
ſüdweſtliche Winde.
Tageskalender.
Mittwoch, 1. April.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 9¾ Uhr
(Ab. B): „777: 10‟
Hauptverſammlung des Vereins der Freunde in
der Not um 6 Uhr im Stadthaus.
Verſammlung des Muſikvereins um 8 Uhr im
Ver=
einshaus.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß um
4 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr. — Konzerthaus „
Me=
tropole” um 8 Uhr.
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Rheinſtraße 23): Kaiſer Wilhelm II in Venedig.
Die Einweihung der Königlichen Bibliothek in
Ber=
lin. — Zum drohenden Bürgerkrieg in England.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 2. April.
Nutzholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turn=
halle am Woogsplatz.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übriger
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſini
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträg
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
Nummer 91.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 91,
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
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Nummer 91
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Trauring. 1 ſchwarzer Muff. 1 braune
Pferde=
decke und 1 Sack Heu. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 Kriegsdenkmünze
für Nichtkombattanten. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit einigen=
Pfennigen. 1 Uhranhängſel mit Emaille=Einlage. 1 grüne geknüpfte
Handtaſche mit 2 Taſchentüchern und Poſtkarten. 1 Paar gelbe
Damenglacéhandſchuhe. 1 Patentſchlüſſel. 1 Peitſche.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Wolfshund. Die Hunde können von den Eigentümern
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der
nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags
10 Uhr, ſtatt.
(8396
Bekanntmachung.
Im Intereſſe des ungehinderten Fußgängerverkehrs auf den
Fußſteigen iſt das Befahren der Fußſteige mit Fuhrwerken jeder
Art (auch Handwagen) bei Strafe verboten. Ausgenommen von
dieſem Verbote iſt, ſoweit hierdurch der Fußgängerverkehr nicht
ge=
hindert wird, die Beförderung von Kindern in Kinderwagen und
von Kranken in Krankenwagen (Fahrſtühlen); es= dürfen jedoch
niemals 2 Kinder= oder Krankenwagen gleichzeitig nebeneinander
auf dem Fußſteig aufgeſtellt oder fortbewegt werden.
Die Schutzmannſchaft iſt zur Ueberwachung angewieſen und
wird namentlich gegen das die Fußgänger in hohem Grade
gefähr=
dende Abwärtsfahren der Kinder mit Sportwagen u. dergl. auf
den Fußſteigen ſteiler Straßen einſchreiten.
Darmſtadt, den 27. März 1914.
(8283im
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Verſteigerung von Marktſtandplätzen
des Darmſtädter Wochenmarktes.
Diejenigen Angebote auf Marktſtandplätze, die bei der heute
abgehaltenen Verſteigerung den Schätzungspreis erreicht haben, ſind
genehmigt.
Für die Benutzung der unter dem Schätzungspreis gebliebenen
Plätze ſind vom 1. k. Mts. Tagesſcheine zu löſen.
Die Ausweiskarten für die ſtändig vergebenen Plätze aus der
Verſteigerung vom 23., 24. und 30. d. Mts. können vom Samstag,
den 4. April ab gegen Zahlung des Platzgeldes für das erſte
Vierteljahr (1. April bis Ende Juni) bei der Stadtkaſſe Darmſtadt
(Grafenſtraße 28), vormittags von 8—12½ Uhr, in Empfang
genom=
men werden.
Das Platzgeld für das erſte Vierteljahr muß ſpäteſtens bis
zum 10. April bezahlt ſein.
(848:
Darmſtadt, den 30. März 1914.
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Schmitt.
Altmaterial=Verſteigerung.
Montag, den 6. ds. Mts., vormittags 11 Uhr,
werden auf dem Grundſtück des ſtädtiſchen Gaswerks an der
Frank=
furterſtraße die nachverzeichneten Altmaterialien öffentlich meiſtbietend
verſteigert:
1. ca. 9360 kg Schmiedeiſen
14070 „ Gußeiſen
90 „ Zink
290 „ Meſſing
5.
5 „ Kupfer.
Von dieſen Materialien lagern ca. 600 kg Schmied= und 4000 kg
Gußeiſen auf dem ſtädtiſchen Grundſtück Waldſtraße Nr. 19. Die
Verſteigerungs=Bedingungen werden im Termine bekannt gegeben.
Das Material kann an Ort und Stelle eingeſehen werden.
Darmſtadt, den 1. April 1914.
(8446ms
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Ekert.
Bekanntmachung,
Am Mittwoch, den 1. April ds. Js., werden unſere
Geſchäfts=
räume von Waldſtraße 19 nach
Frankfurterſtraße 29
(Gaswerks=Verwaltung) verlegt. Die Fernſprech=Nummer
(8220gmf
bleibt 83.
Darmſtadt, den 28. März 1914.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung Darmſtadt.
Rudolph.
Verdingung.
Für das am 18., 19. und 20. Juli 1914 ſtattfindende 25 jährige
Inbiläum des Geſangvereins „Männerquartett Harmonie‟,
Eberſtadt, ſind nachſtehende Arbeiten und Plätze zu vergeben:
1. Schmückungsarbeiten, Tanzpodium pp.,
2. Plätze für drei Bier= und eine Weinwirtſchaft,
3. Kaffee=, Bäckerei= und Metzgerſtand,
4. Karuſſell, Schiffſchaukel, Schieß= und Schaubuden,
Galan=
terie=, Zucker= und Waſſerſtand,
5. Herſtellen einer Acetylenbeleuchtungsanlage.
Offerten ſind bis zum 8. April d. J. an Unterzeichneten
ein=
zureichen, woſelbſt auch die Bedingungen eingeſehen werden können.
Im Auftrag des Bau= und Wirtſchaftsausſchuſſes:
8388ms)
Philipp Dächert IV., Zimmermeiſter.
Großer freihandiger Möbel=Verkauf
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einf. u. beſſ. Stühle, Flurgarderoben u. Ständer, Diwan, Diwan
mit Umbau, Salongarnituren, Kindergarnituren, weiß, Sofas,
einf. u. vollſt. gute Betten, Kleiderſchränke, 1= u. 2tür.,
Waſch=
kommode u. Nachttiſche, Kommode, Gartentiſche und=Stühle,
Gasherd mit Tiſch, Waſchmaſchine, Sitz= u. Liegebadewanne,
gr. Goldſpiegel, beſſ. Teppiche, Seſſel, Gaslüſter und viel
Un=
genanntes.
Glasſchränke, Theken, Holzſchilder, Dezimal=
Taden=Einrichtungen: u. Balkenwage, Regale u. Gefache u. a. m.
Schränke, Truhen, Kommode, Stühle, Ofenſchirm,
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(8479
Oelgemälde, Zinn, Porzellan u. a. m.
Auktionator und
Taxator.
Johannes Krummeck,
Annahme von Verſteigerungen, Verkäufen u. Taxationen,
Ia Referenzen. — Ansſtellungslokal: Grafenſtraße Nr. 2.
Pfennigſparkaſſe Darmſtadt.
Diejenigen Pfennig=Marken=
Blätter, welche eine auf volle Mark
abgerundete Geſamteinlage bis zum
Ende des abgelaufenen
Viertel=
jahres nachweiſen, ſind nebſt den
ſtädtiſchen Sparkaſſebüchern
Samstag, 4. April 1914,
an die Herren Stationserheber zur
Veranlaſſung der Ueberſchreibung
abzuliefern.
(8408
Darmſtadt, 1. April 1914.
Der Verwaltungsrat der
ſtädtiſchen Sparkaſſe.
Der ſtellvertretende Vorſitzende:
Wagner.
Bekanntmachung.
(Stadtwald.)
In den Waldungen der Stadt
Darmſtadt iſt das Befahren der
Wege und Schneiſen mit Auto
und Motorrad verboten.
Nur die öffentlichen Straßen:
Dieburger=, Roßdörfer= u. Erbacher=
Straße ſind für Kraftfahrzeuge
erlaubt.
(8489a
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Am Freitag und Samstag,
den 3. und 4. April 1914, von
vormittags 9 Uhr ab, findet in
dem Verſteigerungsraume unſeres
Fundbureaus in Frankfurt (Main)
Poſtſtraße Nr. 6 — Nebengebäude
— öffentliche Verſteigerung von
(J8442
Fundſachen ſtatt.
Königliche Eiſenbahndirektion
Frankfurt (Main).
Pferde=Verkauf.
Freitag, den 3. April 1914,
11 Uhr vormittags,
werden auf dem vorderen Hofe
der alten Kavalleriekaſerne am
Marienplatz in Darmſtadt zwei
Dienſtpferde öffentlich meiſtbietend
verſteigert.
(8393
Garde=Dragoner=Regiment
Nr. 23.
Saatkartolein
Norddeutſche Kaiſerkrone
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ſtelle Heidelbergerſtr. 16. (*8576imd
Schelienberg’s weleberühmtes
„20 Jahre jünger‟
auch genannt „Exlepäng‟
Graue Haare
machen alt, man
sollte dieselben
entfernen, denn
man ist nur so
alt, wie man
aus-
sieht. Sieht man
jung aus, ist man
jung, sieht man
alt aus, ist man
alt,niemandfrägt
nach dem
Ge-
burtsschein. —
Ferm.
Schellen-
bergs „20 Jahre
jünger”
auchge-
e
nannt, Exlepäng‟
gibt jedem Haar
die früh. Farbe
wieder. Flasche
Mk. 3.50. Ueber
10Jahre erprobt.
Tausende Dankschreiben. Von
Aerzten, Professoren etc.
ge-
braucht u. empfohlen. Goldene
Medaille Leipzig 1913. Färbt
nach und nach unauffällig.
Man lasse sich nichts anderes als
ebensogut aufreden. (7837a
Zu haben bei
A. Daniel
Ludwigsplatz 8.
Stamm=, Stangen= und Brennholz=
Verſteigerung.
Montag, den 6. April I. Js., vormittags 9½ Uhr:
werden auf dem Rathaus zu Roßdorf aus den Waldungen der
Gemeinde Roßdorf, Diſtrikt Mark und Hundsrück:
Scheiter Rmtr.: 9 Buchen, 18 Eichen, 4 Birken, 1 Erle, 209 Kiefern,
4 Fichten.
Knüppel Rmtr.: 44 Buchen, 31 Eichen, 7 Birken, 27 Erlen, 297 Kiefern,
24 Fichten.
Stöcke Rmtr.: 1 Buche, 1 Eiche, 91 Kiefern, 109 Fichten.
Wellen Stück 6000 Buchen verſteigert. Das Holz ſitzt im Hardeck,
Haſenböhl und Hundsrück, ſowie zerſtreutes. Die Nummern, welche
blau unterſtrichen ſind, kommen zum Ausgebot.
Dienstag, den 7. April I. Js., vormittags 9 Uhr,
im Diſtrikt Mark an Ort und Stelle:
Stämme Eſchen VI. Kl. 6 Stück — 0,97 Feſtm.
Stämme Kiefern II. Kl. 2 Stück — 2,22 Feſtm.
Stämme Kiefern III. Kl. 16 Stück = 8,59 Feſtm.
Stämme Kiefern IV. Kl. 7 Stück — 3,41 Feſtm.
Stämme Lärche IV. Kl. 1 Stück — 1,12 Feſtm.
Stämme Lärche V. Kl. 35 Stück — 6,92 Feſtm.
Stämme Fichten III. Kl. 8 Stück — 13,23 Feſtm.
Stämme Fichten IV. Kl. 36 Stück = 38,65 Feſtm.
Stämme Fichten Vb Kl. 400 Stück — 103,00 Feſtm.
Derbſtangen Fichten 2193 Stück = 142,37 Feſtm.
Derbſtangen Lärchen 7 Stück = 0,73 Feſtm.
Derbſtangen Eſchen 17 Stück = 1,05 Feſtm.
Reisſtangen Fichten 1144 Stück — 808 Feſtm.
verſteigert.
Zuſammenkunft auf der Kubig.
Förſter Haber erteilt nähere Auskunft.
Roßdorf, den 27. März 1914.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Roßdorf.
Lorenz.
(8376im
Bekanntmachung.
Freitag, den 3. April 1914, vormittags 930 Uhr
wird auf dem Hofe der Trainkaſerne in der Eſchollbrückerſtraße 24
die Matratzenſtreu der 3. Kompagnie meiſtbietend verſteigert.
Train=Bataillon Nr. 18.
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3. bis 5. Mai.
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1958 Silberpreise und andere Gegenstände
zus. 2000 Gewinne im Werte von Mk. 60000.−.
Für die Wagenpferde 75%, für die Arbeitspferde und
Rind-
viehgewinne 80% bar, für die Silberpreise der volle Geldwert.
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Kassier: Johs. Peters, O 7, 5.
Mannheim, im Januar 1914.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
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Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule.
Sonntag, den 5. April, nachmittags von 3 bis 5 Uhr
und Montag, den 6. April, vormittags von 10 bis 12 Uhr,
findet im Schulgebäude in der Rundeturmſtraße eine Ausſtellung
von Arbeiten der Schülerinnen ſtatt.
Eltern und Angehörige der Schülerinnen ſowie Freunde der
Anſtalt werden zum Beſuche dieſer Ausſtellung freundlichſt eingeladen.
Im Ausſtellungsſaal werden auch Anmeldungen für das
neue Schuljahr, das am 27. April beginnt, entgegengenommen, und
zwar für alle 3 Abteilungen (Rundeturmſtraße, Lagerhausſtraße und
Hermannsſtraße).
(8138sms
Darmſtadt, den 26. März 1914.
Der Vorſtand:
Dr. Glässing, Oberbürgerme iſter.
Kaufmänniſche Fortbildungsſchule
der Großherzogl. Handelskammer Darmſtadt.
Das neue Schuljahr beginnt am Montag, den 20. April 1914,
nachmittags 1 Uhr. Der Unterricht iſt auf 1—4 Uhr und an einzelnen
Tagen auf 1—3 Uhr nachmittags feſtgeſetzt. Die Aufnahme der neu
eintretenden Schüler findet am
Montag, den 6. April von 10—12 Uhr vormittags
und ½ 3—5 Uhr nachmittags
m Schullokale, Schulſtraße 9 (Hinterbau), durch Herrn Lehrer
Speck=
hardt ſtatt. Bei der Anmeldung, bei welcher die
Aufnahmebeding=
ungen bezogen werden können, iſt die Vorlage des letzten
Schulzeug=
niſſes notwendig. Anmeldungen nach obigem Termine müſſen
ſchriftlich unter Beilage des Zeugniſſes bis ſpäteſtens Mittwoch,
den 15. April bei der Großh. Handelskammer eingereicht werden,
doch können dieſe nur Berückſichtigung finden, ſoweit noch Platz
vor=
handen iſt.
Das Schulgeld beträgt für das ganze Jahr 28 Mark und bei
Teilnahme am franzöſiſchen Unterricht, der fakultativ iſt, 36 Mark.
Hierzu kommen noch etwa 5 Mark für neu anzuſchaffende Bücher.
Den ſich Anmeldenden wird ein Formular übergeben werden,
auf welchem ſich ihr Prinzipal verpflichtet, das Schulgeld der
Kauf=
männiſchen Fortbildungsſchule, welches vierteljährlich pränumerando
zur Erhebung gelangt, für ſeinen Lehrling während deſſen Lehrzeit
vorzulegen. Dieſes Formular iſt ausgefüllt und unterſchrieben beim
Schulbeginn am 20. April mitzubringen.
Der Beſuch der Schule verpflichtet auf 3 Jahre und entbindet die
Schüler vom Unterricht in der allgemeinen Fortbildungsſchule.
Das Kuratorium:
L. Frölich.
(8409ms
Dr. Human.
aufmanmsche Fotbidunas-Schule
für Mädchen.
Der Unterricht beginnt am 24. April d. J., Karlstr. 16, I.,
vormittags 11 Uhr mit folgenden Unterrichtsfächern:
Buchführung, Wechsellehre, Korrespondenz, kaufm.
Rechnen, Stenographie, Maschinenschreiben,
Französisch und Englisch.
Anmeldungen nehmen entgegen: Frl.=A. Ruths,
Heidenreich=
ſtraße 29 und Frl. Ph. Walz, Karlſtraße 43.
Auskunft erteilt Frl. Neudecker, Schirmgeſchäft, Ernſt=
Ludwigſtraße 9.
Der Vorsitzende
Profeſſor Kissinger.
6783a)
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34
Staatlich konzessioniert und beaufsichtigt. Sexta bis
Ober-
prima aller Schulen. Vorbereitung auf Einjährigen-, Primareife-
und Abiturienten-Prüfung.
(B8232
Wie fast stets, so bestanden auch im Herbst 1913
sämtliche Kandidaten die Abiturienten- Prüfung.
Bisherige 68 Abiturienten, 60 Primaner, 145 Einjährige;
Erfolge: ausserdem bestanden 72 Schüler die
Aufnahme-
prüfung für andere Klassen.
Anmeldungen: Kiesstraße 95, Telephon 2501.
Jedermann bekömmlich und äußerſt wohlſchmeckend ſind
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2. Wormſer Tranben=Nektar, rot.
Portugieſer, Deutſcher .
Burgunder, Deutſcher .
Rotenberger. .
3. Wormſer Obſt=Nektar.
Apfel, Marke Borsdorfer=Reinette
Birn, feinſt. Tafel
Heidelbeer
4. Wormſer Schaum=Nektar.
Muskateller=Sekt .
5. Extra=Spezialitäten,
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Magenkranke, beſonders mit mangelnder Salzſäure)
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1.35
1.75
1.15
1.90
1.60
0.70
0.70
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2.20
3.00
Mk.
0.60
0.70
0.95
0.65
0.85
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Nummer 91.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
(90
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Die Erbſchaft.
Roman von Adeline Genke.
Nachdruck verho!
37
Ja, abreiſen, wiederholte John Kaſimir, und es klang
faſt, als ob er heimlich lächelte. Meine kleine Lizzi
war=
tet ſchon lange auf ihren Vater, der ihr etwas
Wunder=
ſchönes mitzubringen verſprochen hat. Was meinen Sie,
Couſine Thea, kann ich ihr etwas Schöneres ſchenken als
eine deutſche Mutter? — Und ich möchte doch auch für
mich ein bleibendes Andenken an meine Reiſe nach der
Erbſchaft haben. Wollen Sie mit mir gehen als meine
geliebte Frau, Couſine Thea?
Ja, nun war er unerwartet gekommen für die
Ar=
noldsälteſte, der Moment, wo ſie ihren ganzen herben
Stolz, ihre ganze männerverachtende Tapferkeit zeigen.
konnte und beweiſen mußte — und der ganze Stolz und
die geſamte männerverachtende Tapferkeit gingen in
die=
ſem Moment jämmerlich in die Brüche. Nichts als der
heiße Wunſch und die Sehnſucht, wieder mit vollem
Her=
zen glauben zu können und lieben zu dürfen, blieben
zu=
rück und klangen ungewollt durch ihre hilfloſen Worte:
Ich habe aber einmal eine große Enttäuſchung erlitten,
John — und ich habe ſchwer daran getragen!
Ich habe auch eine große Enttäuſchung erlitten, Thea,
ſagte John Kaſimir Eckardt und zog dabei die
Arnolds=
älteſte ſanft, aber zugleich ſehr beſtimmt an ſich, und ich
habe wohl noch ſchwerer daran zu tragen gehabt als Du.
So wollen wir ſie jetzt mitſamt über Bord werfen und
fröhlich in ein neues gemeinſames Leben hineinſegeln.
Konn, wehre dich nich gen Den ſünten Schichat
Es iſt Euch Arnoldsmädeln beſtimmt: Ihr ſollt nun
ein=
mal nicht gänzlich loskommen von den Kaſimiren! Und
zwei ſo erfahrene Leute wie wir, die müſſen doch
unbe=
dingt ſehr glücklich miteinander werden! Glaubſt Du
es nicht auch, Thea? —
Wenn es Mamas Aelteſte noch nicht ganz glaubte,
ſo ſchien John Kaſimir jedenfalls doch mit Erfolg
be=
müht, ihr dieſe von ihm gehegte Ueberzeugung
beizu=
bringen, denn ſehr lange dauerte das Weilchen, das Mizzi
allein auf ihrer einſamen Bank verbracht. Ihren
Strumpf hatte ſie nicht ausgezogen; wozu hätte ſie ihn
ausziehen ſollen, da ihr auch nicht das kleinſte Fleckchen
wehtat oder wehgetan hatte! Sie gähnte nur ein halbes
Dutzend mal, während ſie die ſchon an Lotte und Hans
Bauer gemachte Erfahrung aufs neue konſtatierte: daß
Verliebte ſehr rückſichtslos ſein können.
Na, endlich! ſagte ſie, als das Paar Arm in Arm
drüben am Brückenzugang erſchien. Die hatte ſie nun
alſo glücklich gemacht. Das war doch eigentlich ſehr edel
von ihr, und das Schickſal könnte es ihr wirklich bei ihrem
eigenen Herzenskummer vergelten.
Mama Arnold war wieder einmal faſſungslos
an=
geſichts dieſer abermaligen Verlobung gegen Regel und
Recht. Der Vetter John, der nicht wieder heiraten
wollte — und der ihrer Mizzi feurig die Hand geküßt
hatte —, der wollte nun ihre Thea haben! Und ohne
vorſchriftsmäßigen Brautſtand, ohne eine langſam und
ſorgfältig erwogene und womöglich ſelbſtgenähte
Aus=
ſteuer, ohne ein einziges Stück Möbel wollte er ſie mit=
nehnen n morgen auſediet id in dier Bechan
ae=
heiratet und fort nach Amerika! Und er lachte über ihre
Sorgen wie über einen guten Witz.
Wozu denn Ballaſt mitſchleppen, Mutterle Arnold?
Drüben habe ich ein ganzes eingerichtetes Haus, und
was Thea braucht, das kaufen wir auch drüben. Ein
Koffer voll für unterwegs genügt. Und Amerika wäre ſo
weit? Kein Gedanke! Ein Katzenſprung iſt das
heut=
zutage. Uebers Jahr kommen wir zu Beſuch, und da
nehmen wir Dich einmal mit hinüber; da kkannſt Du Dich
ſelber überzeugen.
Ich übers Waſſer nach Amerika? Mama Arnold
ſchrie in hellem Entſetzen auf. Waſſer hat keine Balken,
hatte ihr ſeliger Vater ſtets geſagt.
Und ein ganzes Jahr und vielleicht noch viel länger
oder gar nie mehr ſollte ſie ihre Thea wiederſehen; du
lieber Gott! Aber wenn ſie die ernſten, glücklichen Augen
ihrer Aelteſten ſah, hielt ſie unwillkürlich ein mit ihren
Klagen und erging ſich in dankbarer Rührung und
heim=
lichem Kopfſchütteln. Nun bekam auch die einen guten
Mann, obgleich ſie kein Geld hatte! Zum zweiten Male
hatte die Dreizehn nun gelogen!
Nur an Mizzi ſchien ſich die Unglückszahl bewähren
zu wollen, an Mizzi, die endgültig die Hoffnung ihrer
Wiederverſöhnung mit Heinrich Gruber aufgegeben
hatte — die immer noch keine neue Stelle gefunden und
davon weder zu Hauſe bis jetzt ein Wort geſprochen noch
auch John Eckardt um ſeine Vermittelung in Amerika
gebeten hatte. Sie wollte ja hinüber, o, ganz gewiß
wollte ſie!
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Nummer 91.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914
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Wenn nur die ſanſte Blondine nicht geweſen wäre!
Von drüben aus würde Mizzi niemals erfahren können,
ob die ſich wirklich an Heinrich Gruber heranmachte —
und das mußte ſie unbedingt wiſſen! Obgleich es
eigent=
lich ohnehin ſo gut wie ſicher war, daß ſie es tun würde.
Die hatte ihn ja doch gleich beim erſten Male angelächelt
— ſo — ſo — — Nun eben, unverſchämt hatte ſie ihn
angelächelt! Und ſo würde ſie’s ungeſtört jeden Tag
treiben, bis ſie ihn ſich ganz herangelächelt hatte! Und
Mizzi Arnold fühlte in allen zehn Fingern das brennende
und doch ganz unerfüllbare Verlangen, der ſanſten
Blon=
den die ſanſten blauen Augen auszukratzen, mit denen
ſie ſich Heinrich Gruber einfing — während ſie, Mizzi
nach Amerika gehen mußte und dieſem troſtloſen Ziel
unaufhaltſam näherrückte.
Denn mit unbeſchreiblicher Schnelligkeit flog ein Tag
nach dem anderen dahin, immer näher kam der
ſchreck=
liche 30. September, wo ſie zum letzten Male auf ihrem
Stuhl in Herrn Knickermanns Kontor ſitzen würde, wo
ſie zum letzten Male ein „Guten Morgen” und „Guten
Abend” von Heinrich Gruber hören würde. Es half
nichts, daß ſie jetzt eine Viertelſtunde zu früh im Geſchäft
erſchien und ſo ſpät wie möglich wegging. Dieſe
Maß=
regel konnte ihr im Verein mit ihrer nun peinlichen
Ge=
nauigkeit bei der Arbeit wohl ein gutes Zeugnis von
ihrem Prinzipal verſchaffen, aber den gefürchteten letzten
Tag nicht fernhalten, der die allerſchrecklichſte Folge der
abſcheulichen Erbſchaft war.
Und eines Morgens war er angebrochen! Mit dem
allerſtrahlendſten Herbſtſonnenſchein, als wollte er ſich
ſo recht über die arme Mizzi und ihr Unglück luſtig
machen. Und außer daß ihr Herz heute überhaupt nicht
aus dem lauten, ſchmerzhaften Klopfen kam, verliefen
eine erſten Stunden gerade ſo nüchtern und gleichmäßig
wie an anderen. Nur eine Stunde vor Mittag erſchien
der alte Knickermann mit einer gewiſſen Feierlichkeit in
ſeinem bartſtoppeligen Geſicht und winkte Heinrich
Gru=
ber in ſein Privatkontor. Und Heinrich Gruber hatte die
gleiche Feierlichkeit in ſeinen Mienen, als er der
Auffor=
derung folgte.
Nun ſaß Mizzi allein mit ihrer Arbeit und ihren
troſtloſen, ſchrecklichen Reuegedanken. Denn ſie kannte ja
ganz genau die Bedeutung dieſer beiderſeitigen
Feier=
lichkeit. Morgen waren es zehn Jahre, ſeit Heinrich
Gruber hier beim alten Knickermann eingetreten war; es
war das Jubiläum, an das er die Hoffnung einer
weſent=
lichen Verbeſſerung ſeiner Stellung geknüpft hatte, die ſich
jetzt erfüllte. Und Mizzi gedachte einer anderen
Hoff=
nung, die er einſtmals wiederum mit dieſer Verbeſſerung
in Verbindung gebracht und ihr mit zärtlichem Blick
an=
gedeutet hatte — und da mußte ſie ihre ganze Kraft
zu=
ſammennehmen, um die Tränen zurückzuhalten, die nicht
hierher gehörten und ihre Arbeit ſchädigen konnten.
Der alte Knickermann ſchien ihm viel zu ſagen zu
haben, er kam und kam nicht wieder zurück. Ohne einen
einzigen fragenden Blick in ſein Geſicht werfen zu können,
mußte ſie ſchließlich zum Mittageſſen nach Hauſe gehen.
Um ſo eiliger kehrte ſie wieder zurück. Eine halbe
Stunde zu früh ſaß ſie an ihrem Platz, ſo daß der
Haus=
diener ſie verwundert anſah, als er ihr das Kontor auf=
ſchloß. Jedoch ihr war’s einerlei, was der oder ſonſt wer
von ihr dachte. Dieſe letzte, kurze Friſt wollte ſie
wenig=
ſtens ſo lange wie möglich ausdehnen.
Und noch nicht lange ſaß ſie, da ſetzte wieder das
ſchwere Pochen ihres Herzens ein: wohlbekannte Schritte
näherten ſich draußen, und im nächſten Augenblick trat
Heinrich Gruber ein. Sie ſtand am Pult, und ihre Knie
zitterten, während ſie einen verſtohlenen Seitenblick in
ſein Geſicht warf. Es ſtrahlte, und ſogar einen guten
Rock hatte er ſich angezogen. Seine Hoffnung war
er=
füllt. Und ihre — ach, ihre!
Guten Tag! ſagte Heinrich Gruber, ging zum
Wand=
haken, hing ſorgfältig ſeinen Hut auf, ſtellte
ordnungs=
mäßig den Spazierſtock an den gewohnten Platz — und
dann kam er auf ſie zu und blieb vor ihr ſtehen. Sie
erinnern ſich wohl, Fräulein Arnold, was der heutige Tag
für mich iſt. Herr Knickermann hat ein Verſprechen über
Erwarten eingelöſt: Mein Gehalt iſt auf viertauſend
Mark im Jahre erhöht, und ich bin ſein Prokuriſt
ge=
worden.
Ich gratuliere, Herr Gruber, erwiderte Mizzi leiſe.
So voller Freude war er, daß er ſogar zu ihr davon
ſprach, die er jetzt verabſcheute!
Sie wollte ſich wieder ihrer Beſchäftigung zuwenden,
da zuckte ſeine Hand plötzlich nach der Krawatte empor
und rückte daran. Fräulein Mizzi — ich möchte — —
ich möchte Ihnen doch gern noch etwas ſagen!
Die Feder fiel ihr aus der Hand: Fräulein Mizzi,
nicht Fräulein Arnold, hatte er geſagt.
Schluß folgt.)
Nummer 91.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
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[ ← ][ ][ → ]Nr. 91.
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B. B. Der Verband der Privat=Theater=
Vereine Deutſchlands hatte zum Sonntag einen
außerordentlichen Verbandstag nach Berlin einberufen
zwecks Aufklärung der Allgemeinheit über den Wert dieſer
Vereine. Wie der Verbandspräſident Schmidt mitteilte,
gibt es insgeſamt 5000 Theater=Vereine, von
denen im deutſchen Verbande 210 Vereine mit 26000
Mit=
gliedern und im ſächſiſchen Verbande 90 Vereine
zuſam=
mengeſchloſſen ſind. Für Groß=Berlin beſtehe ein
beſon=
derer Verband der 5000 Mitglieder umfaſſe. Vor der
Er=
öffnung der Tagung begrüßte der Präſident den
Ober=
regierungsrat von Glaſenapp als Vertreter des
Polizei=
präſidenten von Jagow, ferner die erſchienenen
Reichs=
tags= und Landtagsabgeordneten und als Vertreter der
Berliner Bühnen den Hofrat Schlenther. Profeſſor Dr.
Mellmann beleuchtete vom pädagogiſchen Standpunkt aus
das Weſen des dramatiſchen Dilettantismus und
unter=
ſuchte die Frage auf ſeine Exiſtenzberechtigung. Der
Red=
ner bekannte ſich offen als Freund der Theater=Vereine,
denn er habe ſich überzeugt, daß durch deren Wirken die
Kunſt der freien Rede und die Aneignung einer edlen
Sprache, einer Erweiterung der geiſtigen Kräfte und eine
vornehme Herzensbildung gefördert werde. Oberregiſſeur
Frey verbreitete ſich über das ſoziale Bühnenelend, legte
dies aber nicht dem Zulauf zur Bühne aus den Theater=
Vereinen, ſondern dem gewiſſenloſen Unterricht
drama=
tiſcher Lehrer zur Laſt, deren Preſſung von Dilettanten zu
Schauſpielern an der Vernichtung zahlreicher Exiſtenzen
ſchuld ſei. Die Privat=Theater=Vereine ſeien namentlich
in kleineren Städten ein wichtiges Moment für die
Volks=
bildung, auch geben ſie die beſte Anregung zum Beſuch
der Berufstheater. Für die Geſundung der
Theaterver=
hältniſſg ſtellte Herr Frey folgende Forderungen auf: 1.
Ueberwachung der dramatiſchen Schulen durch die
Behör=
den, 2. Einführung von Prüfungskommiſſionen in den
verſchiedenen Provinzen. 3 Ausſtellung von
Reifezeug=
niſſen für die dramatiſchen Schüler, ohne deren Beſitz eine
Anſtellung beim Theater verboten ſei. 4 Verpflichtung
jedes neu feſtangeſtellten Schauſpielers, für mindeſtens
5 Jahre auf die Erteilung dramatiſchen Unterrichts zu
verzichten.
Zum Schluß ſprachen zwei amtierende Geiſtliche. Der
bekannte Romanſchriftſteller und Autor vaterländiſcher
Volksſtücke, Pfarrer Delbrück, bezeichnete den
Bühnen=
dilettantismus vom kirchlichen und religiöſen Standpunkt
aus betrachtet als abſolut notwendig, denn durch ihn ſei
es möglich, durch Aufführungen religiöſen Inhaltzes auf
das Volk einzuwirken, da in dieſer Beziehung die
Berufs=
theater verſagen. Pfarrer Schilbach aus Bromberg trat
ebenfalls warm für die Privat=Theater=Vereine ein und
legte den Behörden ans Herz, dieſen Dilettantismus in
jeder Beziehung zu fördern und ihm ſein Wirken nicht zu
erſchweren. Die Privat=Theater=Vereine müßten von jeder
Beengung freigehalten werden, die vielfache Unterſtellung
dieſer Vereine unter die Konzeſſionspflicht (§ 32 der
Reichsgewerbeordnung) ſei widerſinnig und müßte von
der oberſten Aufſichtsbehörde ausgeſchaltet werden. — In
den Provinzſtädten ſollen ähnliche aufklärende
Verbands=
verſammlungen einberufen werden.
Turnen, Spiele und Sport.
Turnen und Jugendpflege.
* Eine Bitte an die Eltern, Lehrherren und
Arbeit=
geber richtet der Ausſchuß der Deutſchen
Turnerſchaft aus Anlaß der Schulentlaſſung in einem
beſonderen Aufruf dem wir folgendes entnehmen:
Wieder naht die Zeit, in der Tauſende von jungen
Leuten die Schule verlaſſen, um die Lehrjahre für den
Lebensberuf zu beginnen. Zur Erweiterung der im Be=
ruf notwendigen Kenntniſſe erhalten ſie in Fortbildungs=
und Fachſchulen Unterricht. Wie ſteht es aber mit der
ge=
ſunden Entwicklung des Körpers? Bei vielen Berufen
wird der Körger nur einſeitig beanſprucht und die Arbeit
in Räumen verrichtet, in denen Licht und Luft viel zu
wünſchen übrig laſſen. Es iſt deshalb dringend notwendig,
daß dieſe jungen Menſchen in ihrer freien Zeit eine
Be=
ſchäftigung erhalten, welche die durch die Berufsarbeit
vernachläſſigten Körperteile in erhöhtem Maße in
An=
ſpruch nimmt und ausbildet. Der oft von Eltern gehörte
Einwand, der Junge wäre ſchon von der Arbeit müde
ge=
nug und hielt weitere Anſtrengungen in Turn= oder
Spiel=
ſtunden nicht aus, zeugt von einer falſchen Auffaſſung. Im
Gegenteil, friſch und dadurch leiſtungsfähiger erwacht der
Turner am Morgen nach einer fleißig ausgenützten
Turn=
ſtunde des vorhergehenden Tages.
Wo ſollen die jungen Knaben und Mädchen turnen?
In den Vereinen der Deutſchen Turnerſchaft mit ihren
über 1300000 Angehörigen turnten am 1. Januar 1913
außer 90 548 Knaben und 33 229 Mädchen nahezu 200000
Jünglinge im Alter von 14 bis 17 Jahren! In dieſen
Vereinen werden die Knaben und Mädchen mit
Alters=
genoſſen in den altbewährten Uebungen des Leibes
unter=
wieſen, hier ſpielen ſie fröhlich, hier erweitern ſie durch
Wanderungen unter geeigneter Führung ihre Natur= und
Heimatkenntniſſe, ſo daß ein Erlaß des preußiſchen
Kul=
tusminiſteriums auf die Vereine der Deutſchen
Turner=
ſchaft beſonders empfehlend hinweiſt. Die heutige Jugend
wächſt anders auf, wie früher. Genußſucht und
Ver=
lockungen drohen überall. Mehr als je braucht aber die
jetzige Zeit und wird die kommende Zeit Männer brauchen,
die ſtark ſind für den wirtſchaftlichen Kampf: Männer,
die fähig und bereit ſind nötigenfalls das Vaterland, den
heimiſchen Herd zu verteidigen.
Sorge jeder dafür, daß die ihm anvertraute Jugend
ſich durch Leibesübungen geſund erhält und gebe ihr die
nötige Zeit dazu. Den Nutzen davon hat die
Allgemein=
heit das deutſche Vaterland und vor allem die Jugend
ſelbſt! In jedem Orte beſtehen Vereine der Deutſchen
Turnerſchaft, in denen gegen Zahlung eines geringen
Monatsbeitrages die jungen Leute unter geeigneter
Lei=
tung der Segnungen des Turnens, Spiels, Wanderns
und Sports teilhaftig werden.
sr Athletik. Der Deutſche Reichsverband
für Schwerathletik veranſtaltete am Sonntag in
Berlin, Neue Philharmonie, ſeine erſten
Prüfungs=
kämpfe im Ringen an welchem ſich von 150
Gemel=
deten 98 Konkuroenten aus Berlin, ſowie den Provinzen
Brandenburg, Sachſen, Thüringen und Schleſien
beteilig=
ten. Gerungen wurde in den fünf neu eingeführten
olym=
piſchen Klaſſen, und zwar beteiligten ſich im Federgewicht
(bis 120 Pfund) 26 Konkurrenten, im Leichtgewicht (bis
135 Pfund) 28 im Mittelgewicht A. (bis 150 Pfund) 19,
im Mittelgewicht B. (bis 165 Pfund) 14, und im
Schwer=
gewicht (über 165 Pfund) 11 Konkurrenten. Die
Reſul=
tate waren: Federgewicht: 1. R. Seifert=Falkenſtein, 2.
Ströhl=Falkenſtein 3. K. Hartiſch=Netzſchkau. —
Leicht=
gewicht: 1. Heckel=Auerbach, 2. Ströhl=Erfurt, 3. Höhne=
Leipzig. — Mittelgewicht a): 1. W Steputat=Berlin, 2.
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b): 1. Dietrich=Leipzig, 2. Mohr=Hof, 3. Krug=Merkur.
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S. Anton Daniel Karl. Am 27.: dem Bankbeamten
Hein=
rich Henkel, Mühlſtraße 26, ein S. Johannes Konrad
Alfred. Am 26.: dem Trompeter=Sergeanten im Garde=
Dragoner=Regiment Nr. 23 Wilhelm Himmler,
Saal=
bauſtraße 41, ein S. Heinz Wilhelm. Am 21.: dem
Wacht=
meiſter im Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23 Heinrich
Ahrens. Marienplatz 1, ein S. Hans Paul Walter. Am
29.: dem Maler und Lackierer Karl Hauck, Stiftſtraße 91,
eine T. Helene Karoline. Dem Fabrikarbeiter Peter
Hartmann, Gardiſtenſtraße 7, eine T. Magdalene. Am
28.: dem Schäftemacher Heinrich Buſch,
Friedrich=
ſtraße 16, eine T. Eliſabeth. Am 21.: dem
Zuckerwaren=
händler Ludwig Haſelwanger, Große Kaplaneigaſſe 23,
ein S. Hans. Am 26.: dem Maſchinenarbeiter Tobias
Göttmann, Feldbergſtraße 30, ein S. Karl. Am 29.:
dem Hilfsſchaffner bei der Staatsbahn Heinrich
Fried=
rich, Bleichſtraße 37, eine T. Anna Maria Eliſabeth. Am
28.: dem Kaufmann Heinrich Schulte, Frankfurter
Straße 14, eine T.
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garete Gräßer, Dreieichenhain. Fabrikarbeiter
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hard Weber, Schuknechtſtraße 57, mit Katharina
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Heumann in Stuttgart mit Fanny Hirſch in Aachen.
Am 26.: Friſeur Johannes Weißmann mit Anna
Klemm, beide hier. Am 28.: Ingenieur Wilhelm
Loos in Frankfurt a. M. mit Elſa Hoffmann, hier.
Kaufmann Georg Müller, hier, mit Anna Auguſtin
in Kreuznach. Telegraphenaſſiſtent Chriſtian Stroh in
Köln mit Eliſabetha Strauch, hier. Gärtner Gerold
Reſch in Frankfurt a. M. mit Johanna Flander, hier.
Stadtgärtnereiarbeiter Chriſtoph Reibold mit
Marga=
rethe Nöſinger, geb. Bernius, beide hier. Schneider
Ignaz Jäger mit Katharina Trütſchel, beide hier.
Am 30.: Taglöhner Johann Seib mit Anna Mager,
geb. Schmitt, beide hier.
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Heppenhei=
mer, Privatier, 67 J., ev., Pallaswieſenſtraße 7. Am 26.:
Richard Moritz Heidel, Kaufmann, 26 J., ev.,
Schwa=
nenſtraße 71. Am 27.: Eliſabeth Rödel, geb. Hoffmann,
Ehefrau des Maurers, 57 J., kath., aus Bensheim a. d. B.,
hier Dieburger Straße 21. Am 28.: Chriſtian Büttel,
Küfer, 33 J., ev., aus Auerbach a. d. B., hier
Grafen=
ſtraße 9. Am 29.: Marie Friederike Fürſtenfeld, geb.
Seipp, Ehefrau des Schreiners, 62 J., ev., Soderſtraße 21.
Katharina Schott geb König, Witwe des
Diviſions=
küſters, 79 J., ev., Soderſtraße 46. Karl Seum,
Land=
wirt, 64 J., ev., aus Schwickartshauſen, hier
Grafen=
ſtraße 9. Am 28.: Martha Anna Stein, Tochter des
Uhrmachers, 10 Mte., ev. Erbacher Straße 13. Marie
Stimmler, geb. Zink, Witwe des Taglöhners, 55 J.,
kath., aus Bensheim a. d. B., hier Dieburger Straße 21.
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Seite 18.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mitttsoch, den 1. April 1914.
Nummer 91.
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23. Sitzung.
St. Darmſtadt, 31. März.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Dr. v. Ewald,
Finanzminiſter Dr. Braun, Miniſter des Innern
v. Hombergk zu Vach, Staatsräte Dr. Becker
Lorbacher, Miniſterialrat Hölzinger, Geh.
Ober=
finanzräte Dr. Rohde, Seip, Finanzrat Dr.
Michel.
Vizepräſident Fürſt Karl zu Solms=
Hohen=
ſolms=Lich eröffnet die Sitzung um 10 Uhr 15 Min.
Das Hohe Haus erledigt zuerſt die Wahl des erſten und
zweiten Stellvertreters der Schriftführer gemäß Artikel 4
und 91 der landſtändiſchen Geſchäftsordnung vom 23.
März 1914. Es werden durch Akklamation die Herren
Geheimerat Dr. Strecker und Landgerichtspräſident Dr.
Hangen gewählt.
Danach werden zuerſt die geſtern zurückgeſtellten Kap.
36 und 37: Landesuniverſität und Techniſche
Hochſchule, beraten. Graf zu Erbach=Fürſtenau
berichtet über den Ausſchußantrag. Der Ausſchuß
bean=
tragt folgenden Zuſatz: „Die Großherzogliche Regierung
wird ermächtigt, mit den Dozenten, die bei Anwendung
der neuen Beſoldungsordnung 1914 in ihren Bezügen im
Sinne ihres Anſtellungsvertrages benachteiligt werden,
dementſprechend neue Vereinbarungen zu treffen.”
Dieſer Ausſchußantrag wird nunmehr debattelos
an=
genommen.
Zum Kapitel 40: Lehrerſeminare uſw., wünſcht
Domkapitular Dr. Bendix im Intereſſe der katholiſchen
Schülerinnen an den Lehrerinnenſeminarien die Anſtellung
von mehr katholiſchen Lehrkräften, um ein gerechtes
Ver=
hältnis der Konfeſſionen herzuſtellen. Es ſei beſonders
wichtig für die katholiſche Schülerin, richtigen Unterricht
in der Religion zu erhalten, denn erfahrungsgemäß iſt
eine Lehrerin ohne Religion viel ſchlimmer als ein Lehrer,
der es nicht ſo ernſt mit der Religion nimmt. Er würde
es begrüßen, wenn den katholiſchen Schülerinnen durch die
Berückſichtigung ihres Glaubensunterrichts Veranlaſſung
gegeben würde, zu erkennen, daß auch die Regierung auf
die Bekennung der Religion Wert legt. Weiter möchte
Redner bei dieſer Gelegenheit über die Reform des
Volks=
ſchulgeſetzes ein paar Worte ſagen. Was über die in der
Luft ſchwebende Reform des Volksſchulgeſetzes von 1874
in der Zweiten Kammer und in den Zeitungen erörtert
wurde, läßt mit Sicherheit darauf ſchließen, daß die
Re=
form eine ſolche nach links werden ſoll. Wo links iſt, iſt
aber auch rechts, und es müſſe geſtattet ſein, auch einmal
die Entwickelung nach rechts ins Auge zu faſſen. Zur
Be=
gründung der Berechtigung dieſes Wunſches gibt Redner
eine erſchöpfende Darſtellung der Verhältniſſe, die zur
Schaffung des Schulgeſetzes führten, das im weſentlichen
unter dem Eindruck des Kulturkampfes entſtanden iſt. Die
Regierung möge bei der Reform dieſe Entwickelung nach
rechts doch nicht aus dem Auge laſſen.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach: Den
Umſtand, daß an dem Lehrerinnenſeminar in Darmſtadt
zu wenig katholiſche Lehrkräfte tätig ſind, bedauern auch
wir. Es iſt dies wohl nur dadurch zu erklären, daß nicht
genügend katholiſche Anwärterinnen auf die Lehrſtellen
ſeinerzeit vorhanden waren. Bei Neubeſetzungen von
Stellen am Seminar wird die Regierung auf dieſen
Um=
ſtand Rückſicht nehmen. Auf das Volksſchulgeſetz und ſeine
Reform näher einzugehen, muß ich mir verſagen, weil die
Reviſion des Volksſchulgeſetzes zurzeit dem Miniſterium
zur Bearbeitung vorliegt. Es wird im nächſten Landtag
Gelegenheit geboten ſein, darauf einzugehen.
Das Kapitel wird dann genehmigt. Ebenſo die
Ka=
pitel bis 72.
Zu Kapitel 73: Landwirtſchaftliches
Ver=
eins= und Genoſſenſchaftsweſen, gibt
Finanzrat Dr. Michel Antwort auf die geſtrige Anfrage
des Freiherrn v. Heyl über die gegenwärtige
Lage des heſſiſchen
Genoſſenſchafts=
weſens.
Der Redner wiederholt zunächſt das in der Zweiten
Kam=
mer Ausgeführte und fährt dann fort: Neue
Schwierig=
keiten ſind daraus entſtanden, daß die Genoſſenſchaftsbank
Inhaberin eines großen Bergwerkes (Kurkölln) iſt, das
einen großen Beſitz umfaßt. Der größte und wertvollſte
Teil dieſes Beſitzes iſt die Hermannszeche. Hier wurden
bisher 8—9 Mann beſchäftigt, doch waren die Herren der
Geſellſchaft der Anſicht, daß dies eine zu große Ausgabe
bedeute und beſchloſſen, die Belegſchaft auf einen Mann
herabzuſetzen. (Heiterkeit.) Ein Teil der Obligationäre
iſt dafür eingetreten, daß mehr Leute beſchäftigt werden,
doch kam eine Verſtändigung darüber nicht zuſtande. Wir
haben dann den Rat eines Bergſachverſtändigen eingeholt,
der uns beſtätigte, daß mit einem Mann der Betrieb nicht
aufrecht erhalten werden kann, weil bei dem ſchlechten
Wetter ein Druck ſich ereignen könnte. Das hat ſich denn
tatſächlich auch ereignet. Die Holzzimmerung iſt an vielen
Stellen gebrochen; es beſteht alſo eine Gefahr auch für
Menſchenleben. Die Geſellſchaft wird alſo die Grube
ſchließen müſſen. Die Hermannszeche wird auf 1 Million
Wert geſchätzt. Dieſe Schätzung trifft allerdings nur dann
zu, wenn die Staatsbahn durch ihr Gebiet gelegt wird.
Da=
für ſoll aber tatſächlich Ausſicht vorhanden ſein. Einem
Unglück müſſen wir vorbeugen. Jetzt wird die Frage
ventiliert, ein neues Vorſtandsmitglied in die
Genoſſen=
ſchaftsbank aufzunehmen, das aber eine Sachkenntnis nicht
beſitzt. Damit iſt eine neue Schwierigkeit hereingebrochen.
Ich halte es für unbedingt notwendig, daß das neue
Mit=
glied ein Sachverſtändiger iſt, und daß ein entſchiedener
Druck in dieſer Beziehung ausgeübt wird. Daß die
Ver=
waltung der Genoſſenſchaftsbank beſonders ſparſam
ge=
wirtſchaftet hat, dürfte man der Regierung wohl nicht
ent=
gegenhalten können. Allein die Tatſache, daß große
Pro=
zeſſe angeſtrengt ſind, und daß man ſich mit dem Gedanken
trägt, gegen die Reichsgenoſſenſchaftsbank ſehr
kompli=
zierte, ſchwierige Prozeſſe anzuſtrengen in erheblicher Höhe
und daß die Herren ſich fortgeſetzt von anderer Seite
be=
raten laſſen, iſt nicht dazu angetan, die Verwaltung zu
ver=
billigen. Eine Verbilligung läßt ſich nur ermoglichen,
wenn die Regierung einen entſcheidenden Einfluß erhält.
Oekonomierat Walter dankt für die gegebene
Aus=
kunft und ſtellt feſt, daß die Leitung des Verbandes, wie
auch die der Zentralkaſſe in beſtem Einvernehmen mit dem
Staatskommiſſar arbeiten und hofft, daß es dieſem
Zu=
ſammenarbeiten gelingen werde, der Schwierigkeiten Herr
zu werden.
Frhr. v. Heyl zu Herrnsheim vermißt in der
Regierungsantwort eine Auslaſſung darüber, ob und
in=
wieweit etwa der der Zentralkaſſe der heſſiſchen
Landwirt=
ſchaftlichen Genoſſenſchaften bewilligte Staatskredit
ge=
ſichert iſt.
Finanzrat Dr. Michel: Es ſind bis jetzt 1¼
Mil=
lionen ausgezahlt worden. Die weitere Auszahlung iſt
allerdings eingeſtellt worden. Eine Gefährdung der
aus=
gezahlten Gelder, die Beleihung bis 50 Prozent auf die
Forderung an die Landwirtſchaftliche Genoſſenſchaftsbank,
ſcheint ausgeſchloſſen. Doch halten wir es für beſſer,
wei=
tere Gelder nicht auszuzahlen, weil die Sicherheit für die
Zukunft nicht mehr unbeſtritten iſt. Die Zentralkaſſe hat
vorerſt weitere Gelder nicht nötig; ſie hat auch die
Preu=
ßenkaſſe nicht mehr weſentlich in Anſpruch zu nehmen
brauchen.
Frhr. v. Heyl zu Herrnsheim: Man ſollte mit
der weiteren Auszahlung der bewilligten Gelder nicht zu
ängſtlich ſein, wenn keine Gefahr für die ausgeliehenen
Gelder beſteht und wo die Not der Genoſſenſchaften
groß iſt.
Finanzrat Dr. Michel: Die Genoſſenſchaften haben
das ſelbſt in der Hand dadurch, daß ſie der Regierung den
ihr zukommenden Einfluß einräumen.
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Argument durchaus zu. — Oekonomierat Walter: Was
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Nummer 91.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
Seite 23.
an uns liegt, ſoll geſchehen, um die renitenten Gemeinden
zur Vernunft zu bringen. — Das Kapitel wird dann
ge=
nehmigt.
Zum Kap. 75 a erſtattet Frhr. v. Heyl zu
Herrns=
heim einen ſehr ausführlichen Bericht über
die Mehrforderung der
Landwirtſchafts=
kammer.
Die Erſte Kammer hat von jeher jede Unterſtützung
für Zwecke der Landwirtſchaft gerne gewährt und wird
aus rein ſachlichen Erwägungen heraus auch dieſer
Mehr=
forderung zuſtimmen, da ja genau bezeichnet iſt, für welche
Zwecke die im Budget eingeſtellten Beträge verwendet
werden ſollen. Die Landwirtſchaftskammer hat allerdings
eine Erhöhung des Staatsbeitrages um 53 100 Mark
er=
beten; hiervon hat aber abzugehen ein Betrag von 1000
Mark für Kaninchenzucht, da hierfür unter Kapitel 75
Titel 6 ein Betrag von 1000 Mark vorgeſehen iſt, und ein
ſolcher für Propaganda für die Fekdbereinigung, da die
Fürſorge für die Feldbereinigung vom Staate
unmittel=
bar übernommen iſt. Allerdings glaubt auch bei dieſer
Gelegenheit der berichtende Ausſchuß die Erwartung
aus=
ſprechen zu ſollen, daß die Landwirtſchaftskammer
ſpar=
ſamer in ihrer Verwaltung ſein ſoll, damit von ihr ein
höherer Betrag für die ſachlichen Ausgaben bereitgeſtellt
werden kann.
Der Ausſchuß beantragt hiernach: 1. ſtatt 197290 Mk.
nur 195 290 Mk. in Ausgabe zu bewilligen; 2.
Großher=
zogliche Regierung zu erſuchen, in Prüfung der Frage
ein=
zutreten, ob die hier in Betracht kommenden
Nachforde=
rungen dauernd notwendig ſind.
Im weiteren begründet Redner ſehr ausführlich die
Forderungen für die einzelnen Provinzen, beſonders die
für Rheinheſſen, und verbreitet ſich dabei über die Lage
des Weinbaues überhaupt, über die Zollgeſetzgebung, über
das Weingeſetz und ſeine Wirkung, die Ausſichten und
Er=
fahrungen mit der Amerikanerrebe uſw. Er ſchließt mit
der Bitte an die Regierung, im Sinne der von ihm
vor=
getragenen Wünſche im Bundesrat zu wirken, beſonders
bezüglich des Weingeſetzes, das ja vor den Reichstag
ge=
höre.
Oekonomierat Walter ſtellt zu den Ausführungen
des Abg. Brauer in der Zweiten Kammer feſt, daß ſeit 12
Jahren keine Erhöhung des Staats=Zuſchuſſes eingetreten
iſt und daß damit wohl das „Syſtem” gemeint ſei.
Nun=
mehr ſei dieſes „Syſtem” ja dankenswerterweiſe
durch=
brochen worden. Sparſamer wirtſchaften kann die
Land=
wirtſchaftskammer nicht. — Das Kapitel wird dann
an=
genommen. — Es tritt eine Pauſe ein.
Nach der Pauſe werden zunächſt die
Diſſenſe
beraten, die ſich aus den gegenteiligen Beſchlüſſen der
Kammern ergaben. Der Präſident teilt mit, daß die
Zweite Kammer in faſt allen Diſſenſen beſchloſſen hat, den
Beſchlüſſen dieſes Hohen Hauſes beizutreten. Nur
bezüg=
lich des Kapitels 74 hat der Ausſchuß der Zweiten
Kam=
mer Beharren auf ſeinem früheren Beſchluß beſchloſſen.
Der Ausſchuß der Erſten Kammer hatte hier beantragt:
1. die Einnahmen mit 339000 Mark und die Ausgaben
mit 582573 Mark zu bewilligen; 2. die Regierung zu
er=
ſuchen, unter Titel 4 einen weiteren Betrag von 5000 Mk.
zur Verfügung zu ſtellen; 3. den Antrag der Abgg. Korell=
Angenrod und Genoſſen für erledigt zu erklären; 4. den
Beſchluß der 2weiten Kammer, die in Titel 3
und 5 erwähnten Budgetpoſten für Aufforſtung von
Ge=
meindewüſtungen und Umwandlung von
Eichenſchälwal=
dungen in Hochwald auch zugunſten der im Beſitz von
Kreiſen befindlichen Wüſtungen und Schälſchlägen zur
Verfügung zu ſtellen, abzulehnen. Die Ablehnung
des Beſchluſſes zu 4. erfolgte durch den Ausſchuß, da nach
ſeiner Anſicht Koſten für Aufforſtungen von Wüſtungen
und Umwandlung von Eichenſchälwaldungen, die im
Be=
ſitze von Kreiſen ſich befinden, nicht auf Koſten der
Allge=
meinheit auf die Staatskaſſe übernommen werden dürfen.
Graf zu Erbach=Fürſtenau beantragt nunmehr
namens des Ausſchuſſes, im Intereſſe des
Zuſtandekom=
mens des Budgets, dem Beſchluß Zweiter Kammer
zuzu=
ſtimmen. — Das Hohe Haus ſtimmt dem zu.
Das Budget wird dann mit ſeinen
reſtie=
renden Kapiteln debattelos erledigt,
Weiter werden debattelos erledigt die folgenden
Vor=
lagen: Regierungsvorlage, den Entwurf des
Finanz=
geſetzes für das Etatsjahr 1914 betreffend;
Regierungs=
vorlage, Geſetzentwurf über die Teilung von Grundſtücken
betreffend: Antrag der Abgeordneten Reh und Genoſſen,
Gerichtskoſtengeſetz vom 30. Dezember 1904 betreffend;
Antrag der Abgeordneten Grünewald und Genoſſen, das
Reichsgeſetz über die Bekämpfung gemeingefährlicher
Krankheiten vom 30. Juni 1900 betreffend: Antrag der
Abgeordneten Köhler und Genoſſen, Reviſion der
Allge=
meinen Bauordnung betreffend.
Zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Schmitt und
Genoſſen,
die religiöſen Orden und ordensähnlichen
Kongregationen
betreffend, ſtellt heute Fürſt zu Yſenburg=
Wächters=
bach den Antrag, das Ordensgeſetz überhaupt
aufzuheben. Er führt aus:
Meine Hohen Herren! Das uns vorliegende Geſetz,
welches abgeändert werden ſoll, iſt eines der fünf, welche
in dieſem Hohen Hauſe am 10., 11., 12. und 13. November
1874 beraten und angenommen wurden und welche man
gewöhnlich mit dem Namen „Kulturkampfgeſetze”
bezeich=
net. Heſſen folgte damals dem Beiſpiele Preußens. Dieſe
überflüſſigen, ſchädlichen und dabei, wie ſich ſpäter
heraus=
ſtellte, zum großen Teile unbrauchbaren Geſetze, ſind auf
verfaſſungswidrige Weiſe zuſtande gekommen. Fürſt
Lud=
wig zu Solms=Lich hatte für die Dauer des 21. Landtages
ſeinen Neffen, den damaligen Prinzen Hermann, den
hoch=
ſeligen Vater des heute hier präſidierenden Hohen Herrn,
bevollmächtigt. Von dieſem verlangte der Fürſt, er ſolle
für die Geſetze eintreten, was er mit Hinweis auf den von
ihm geleiſteten ſtändiſchen Eid verweigerte. Hierauf zog
der Fürſt die Vollmacht zurück und erſchien perſönlich auf
dem Landtage. Das war aber unzuläſſig. Hierdurch allein
iſt es geſchehen, daß der Vermittelungsantrag des
Frei=
herrn v. Dalwigk mit 16 gegen 15 Stimmen abgelehnt
wurde, anſtatt mit der gleichen Stimmenzahl
angenom=
men zu werden. Dieſer Antrag ſchlug vor, dieſe
Geſetz=
gebung ſo lange aufzuſchieben, bis man in Preußen
Er=
fahrungen mit den ähnlichen Geſetzen geſammelt haben
würde. Da dieſe aber außerordentlich ungünſtig
ausfie=
len, wäre Heſſen ſicher vor jedem Kulturkampfe verſchont
geblieben.
Weiter wurden in den einzelnen Paragraphen dieſer
Geſetze ſolche gefunden, welche eine Verfaſſungsänderung
bedeuteten, bei welchen deshalb bei der Abſtimmung eine
Zweidrittel=Majorität erforderlich geweſen wäre. Die
Regierung beſtritt in jedem einzelnen Falle die
Verfaſ=
ſungsänderung. Dieſe wurde ſodann mit einfacher
Ma=
jorität verneint und auf dieſe Weiſe die Abſtimmung nach
Zweidrittel=Majorität umgangen. Hätten wir in Heſſen
wie in den Vereinigten Staaten von Nordamerika einen
höchſten Gerichshof, welcher über die
Verfaſſungsnichtig=
keit der Geſetze zu wachen hätte, dann wären dieſe Geſetze
zweifellos für ungültig erklärt worden. Endlich waren
auch die damals anweſenden drei Großherzoglichen
Prin=
zen dieſer Geſetzgebung abgeneigt. Auf Drängen des
Miniſterpräſidenten Hofmann erklärten ſie, den betreffenden
Sitzungen fern bleiben zu wollen, um nicht gegen die
Re=
gierung ſtimmen zu müſſen. Dies genügte aber dem
Mi=
niſter nicht, da er in dieſem Falle das Scheitern dieſer
Geſetzgebung vorausſah. Er verlangte deshalb unter
Stel=
lung der Kabinettsfrage von S. K. H. dem Großherzog,
auf die Prinzen einen Druck auszuüben. S. K. H.
ent=
ſchloſſen ſich höchſt ungern dazu; doch, hochbetagt und
kränk=
lich, ſcheuten S. K. H. den Miniſterwechſel, gaben nach und
veranlaßten die Prinzen, zu erſcheinen und für die
Vor=
lagen zu ſtimmen. Kurze Zeit nachdem dieſe Geſetze in
Kraft getreten waren, gab Hofmann doch ſeine Demiſſion
und trat, was er erſtrebt hatte, in die Reichsregierung ein.
Sicher hätten S. K. H. ganz anders gehandelt, wenn dies
vorauszuſehen geweſen wäre. So gab es nur einen ſehr
großen Aerger bei dem Allerhöchſten Herrn. Nachdem
Fürſt Bismarck 1879 ſelbſt eingeſehen hatte, daß man mit
dem Kulturkampf über das Ziel hinausgeſchoſſen ſei, und
Remedur ſchaffte, wurde Hofmann nach Straßburg
ab=
geſchoben.
Der neue 22. Landtag, welcher elf Monate ſpäter
zu=
ſammentrat, fand ganz veränderte Verhältniſſe vor. In
dieſem Hohen Hauſe, welchem damals zum erſten Male
anzugehören ich die Ehre hatte, befand ſich keine Majorität
mehr für Kulturkampfgeſetze irgend welcher Art. Das
empfand der Nachfolger Hofmanns, Freiherr v. Starck,
ſehr. Er konnte nicht dem Beiſpiele Preußens folgen und
verbeſſerte Kulturkampfgeſetze in zweiter Auflage
durch=
bringen. Die Erſte Kammer wies jeden Verſuch zurück.
Auch ich ſelbſt nahm dieſen Standpunkt ein. Es gelang
aber der Majorität der Erſten Kammer leider nicht, die
beſtehenden Kulturkampfgeſetze wieder abzuſchaffen wegen
der verehrlichen Zweiten Kammer. Ich vertrete noch heute
den gleichen Standpunkt. Dieſe Geſetze müſſen ſämtlich
wieder verſchwinden. Deshalb habe ich meinen Antrag
geſtellt und werde ihn, falls er nicht angenommen werden
ſollte, bei jeder ſich darbietenden Gelegenheit
wieder=
holen.
Prälat D. Dr. Flöring führt aus, er ergreife nur
ungern in dieſer Angelegenheit das Wort; was ihn zur
Rede zwinge, ſei die Tatſache, daß gerade das
Ordens=
weſen in den Beziehungen zwiſchen den beiden
Konfeſ=
ſionen eine erhebliche Rolle ſpielt, und daß gerade auf
die=
ſem Gebiete der konfeſſionelle Friede ſeine ernſteſte Probe
zu beſtehen hat. Wir haben ſelbſtverſtändlich keinen Grund,
der katholiſchen Kirche die Erfüllung aller ihrer Wünſche
zu verſagen, ſoweit ſie nicht im Widerſpruch ſtehen mit
den Intereſſen des konfeſſionellen Friedens und dem
Staatsintereſſe. Es iſt dabei nicht ohne Bedeutung, daß
der Abgeordnete Dr. Stephan in der Zweiten Kammer die
Erwartung ausgeſprochen hat, daß die Regierung von
dem ihr zuſtehenden Recht der Beaufſichtigung der Orden
ernſthaft Gebrauch machen ſolle. Das muß bedenklich
ſtimmen. Gegen die geplante Abänderung des Geſetzes
ſind in weiten Kreiſen Bedenken in dreifacher Hinſicht laut
geworden. Zunächſt in bezug auf die Ausbildung der
Geiſtlichen. Die hier beſtehenden Vorſchriften werden durch
die prieſterliche Hilfstätigkeit der Kapuziner illuſoriſch
ge=
macht. Dann in der Schultätigkeit der Engliſchen
Fräu=
leins, die im Widerſpruch ſteht mit dem ſtaatlichen
Schul=
geſetz. Ein großer Teil katholiſcher Lehrerinnen, der ſeine
Ausbilduna faſt ausſchließlich bei den Engliſchen
Fräu=
leins erhält, hat aber auch Unterricht zu erteilen in
ge=
miſchten Schulen, und nicht nur Religionsunterricht. Der
dritte Punkt iſt die caritative Tätigkeit der Orden. Hier
muß das ſegensreiche Wirken der Ordensſchweſtern
natür=
lich dankbarſt anerkannt werden. Ihre Tätigkeit wird
aber auch bei Angehörigen der proteſtantiſchen Religion
ausgeübt, und es beſteht in weiten Kreiſen die Beſorgnis,
daß in Fällen, wo man Dankbarkeit und Anerkennung zu
empfinden pflegt, wo kein ſtarker evangeliſcher Sinn
vor=
handen iſt, die Pflege in katholiſchen Krankenhäuſern für
das evangeliſche Bekenntnis eine große Gefahr bedeutet.
Jedenfalls wird in der Vermehrung der katholiſchen Orden
die Gefahr für die Störung des konfeſſionellen Friedens
erblickt. Ich bin darum nicht in der Lage, dem Antrage
des Ausſchuſſes und der Regierung zu entſprechen.
Graf zu Erbach=Fürſtenau: Jeder Kenner der
katholiſchen Kirche muß ſich klar darüber ſein, daß das
Ordensweſen zum Weſen der katholiſchen Kirche gehört.
Greift man die Orden an, ſo verletzt man damit den
Lebensnerv der Kirche. Es iſt im Intereſſe aller
über=
zeugten Chriſten, daß auch andere Konfeſſionen ihres
Glaubens leben können und daß der konfeſſionelle Frieden
möglichſt gewahrt wird. Das ſcheint aber unmöglich, wenn
man nicht den berechtigten Wünſchen der katholiſchen
Kirche nachkommt. Ich möchte mich im Prinzip dem
weitergehenden Antrag des Fürſten zu Yſenburg=
Wächters=
bach anſchließen, ohne daß ich mich aber ſeinen
Aus=
führungen anſchließe, die ich zum Teil ſehr bedauere. Im
Intereſſe des religiöſen Friedens ſtimmen wir alſo dafür,
daß den Orden die gewünſchte Freiheit wird.
Prächſident Dr. Hangen: Alle Fragen, die hier
inter=
eſſieren, ſind im Ausſchuß durchaus erſchöpfend
behan=
delt worden; ich bitte alſo den Antrag des Fürſten zu
Yſen=
burg=Wächtersbach zurückzuweiſen und den Antrag des
Ausſchuſſes anzunehmen.
Domkapitular Dr. Bendir: Auch ich ergreife nur
höchſt ungern hierzu das Wort. Das Reden hat ſeine zwei
Seiten. Wenn man redet, ohne etwas zu ſagen, ſo iſt
das überflüſſig, und in vielen Dingen iſt es beſſer, nicht
zu ſagen, was eigentlich geſagt werden müßte. Es iſt
falſch und muß mit aller Entſchiedenheit zurückgewieſen
werden, daß es ſich hier um eine Aktion des Zentrums
handelt. Ich kann weiter auf das beſtimmteſte erklären,
und alle maßgebenden katholiſchen Stellen werden das in
jeder Beziehung anerkennen, daß es ſich nicht darum
han=
delt, für uns konfeſſionelle Propaganda zu machen. Wir
haben allein das Bedürfnis, Stütze und Hilfe zu erhalten
für unſere inneren kirchlichen Angelegenheiten. Redner
verbreitet ſich dann ſehr eingehend über den Gang der
Verhandlungen, die zu dem gegenwärtigen Antrag
ge=
führt haben. Der Zweiten Kammer und ihrem
Referen=
ten iſt man zu beſonderem Danke verpflichtet, weil die
Angelegenheit dort ſo ruhig und leidenſchaftslos
behan=
delt worden iſt. Es iſt für mich als früheren Juriſten und
jetzigen langjährigen Theologen eigentlich unfaßlich, daß
dieſe kleine Nachgabe ſo langer Zeit bedurft hat. Im
weiteren verbreitet ſich Redner über die Geſchichte des
Ordensweſens, beſonders über die Engliſchen Fräuleins
uſw., um zu beweiſen, daß die Tätigkeit der Orden, um
die es ſich hier handelt, durchaus nicht allein im
Inter=
eſſe der katholiſchen Kirche liegt, ſondern daß ſie auch
viel=
fach von der Behörde nachgeſucht wird. Beſonders im
Kreiſe Worms ſei das der Fall. Die katholiſche Kirche
habe doch ein Recht darauf, unter den heutigen
ſchwie=
rigen Verhältniſſen ihre außerordentlichen Kräfte mobil
zu machen, nicht um die andere Kirche zu bekämpfen,
ſon=
dern um den Strömungen entgegen zu treten, die die
Geſellſchaft in den Abgrund führen. Hier gibt es nur eine
Hilfe: die Seelſorge. Sie dient nur der Bevölkerung,
die wir zu bewahren haben vor Unglauben. Der
Re=
gierung und dem Ausſchuß gebührt Anerkennung, daß ſie
den Wünſchen der katholiſchen Kirche
entgegengekom=
men ſind
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach: Die
Regierung hat ſich in ihrer Stellungnahme allein leiten
laſſen von dem Gedanken, den konfeſſionellen Frieden zu
ſchützen. Sie wird beſtrebt ſein, die Beſtimmungen des
Geſetzes von 1875, die von unſeren katholiſchen
Mitbür=
gern als Härte empfunden werden, zu mildern. Sie kann
ſich aber nicht entſchließen, bis zu einer vollsändigen
Auf=
hebung der Geſetze zu gehen, weil ſie glaubt, dadurch den
konfeſſionellen Frieden nicht zu fördern. Wir bitten darum,
den Antrag des Fürſten zu Yſenburg=Wächtersbach
abzu=
lehnen.
Prälat D. Dr. Flöring: Ich bin weit davon entfernt,
der vom Herrn Domkapitular Dr. Bendix bekämpften
Müllerſchen Schrift irgendwie beizutreten, ich habe ſie
auch nicht benutzt. Sie kennen zu lernen, war meine
Pflicht. Das Material iſt übrigens in keiner Weiſe
wider=
legt worden, was doch wohl wünſchenswert geweſen
wäre. Wir haben auch Aktenmaterial zur Verfügung, doch
muß ich mir in Anbetracht der Geſchäftslage des Hauſes
verſagen, auf Details einzugehen.
Fürſt zu Yſenburg=Wächtersbach: Im
Hin=
blick darauf, daß der Herr Domkapitular Dr. Bendix dem
Ausſchußantrag zuzuſtimmen erſuchte, ziehe ich meinen
Antrag hiermit zurück.
Fürſt Karl zu Solms=Hohenſolms=Lich:
Ich möchte doch bemerken, daß es bisher nicht üblich
ge=
weſen iſt in dieſem Hohen Hauſe, die Perſon des
Aller=
höchſten Herrn in die Debatte zu ziehen, auch nicht, wenn
es ſich um einen Vorgänger unſeres Landesherrn handelt.
Damit ſchließt die Debatte. Der Ausſchußantrag wird
angenommen. Die Sitzung wird darauf geſchloſſen, das
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[ ← ][ ][ → ]Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
Nummer 91.
Zweite Kammer der Stände.
113. Sitzung.
St. Darmſtadt, 31. März.
Am Regierungstiſch: Staatsrat Dr. Becker, ſpäter
Miniſterialrat Schliephake, Oberregierungsrat Dr.
Stammler.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 1020 Uhr.
Erſter Punkt der Tagesordnung iſt der Antrag des Abg.
Kredel, der von der Regierung Anordnungen dahin
verlangt, daß die Fiſcherei zur Nachtzeit in
dem heſſiſchen Teil des Neckarsverboten
wird Der Ausſchuß beantragt, die Regierung zu erſuchen,
im Sinne ſeines Berichts dem Antrag Kredel Folge zu
geben
Oberregierungsrat Dr. Stammler erklärt, daß
unter allen Umſtänden das Nötige im Sinne des Antrags
Kredel ſeitens der Regierung erfolgen werde.
Der Ausſchußantrag wird angenommen.
Es folgt ein Antrag des Abg. Dr Winkler
folgen=
den Wortlauts: „Die Kammer wolle beſchließen, an
Großh. Regierung das Erſuchen zu richten: 1. Alle
Ver=
fahren wegen Uebertretung der Vorſchriften gegen die
zur Bekämpfung des Heu= und Sauerwurms erlaſſenen
Polizeivorſchriften niederzuſchlagen; 2. ſoweit ſolche
Be=
ſtrafungen ſtattgefunden haben, Strafe und Koſten zu
erlaſſen; 3. das gleiche wie unter 1 und 2 bei den
Ueber=
tretungen wegen der Vorſchriften zur Bekämpfung der
Maul= und Klauenſeuche und der Reblaus; 4. durch
mög=
lichſt umfaſſende Belehrung auf den Wert der
Bekämp=
ſungsmaßregeln hinzuweiſen.
Der Ausſchuß beantragt, die Regierung zu erſuchen,
die auf Grund der zur Bekämpfung des Heu= und
Sauer=
wurms im Kreiſe Worms erlaſſenen Verordnung erkannte
bezw. durch Strafbefehl angeſetzten Geldſtrafen, ſoweit
dies nach Lage des einzelnen Falles angängig erſcheint,
auf die zuläſſige Mindeſtſtrafe herabzuſetzen und die
Koſten zu erlaſſen.
Abg. Korell=Ingelheim erklärt, daß das Haus ſich
ſchon einmal mit der Sache befaßt habe, und nunmehr
werde ein teilweiſe widerſprechender Ausſchußantrag
ge=
ſtellt, gegen den er ſtimmen müſſe.
Abg. Dr. Winkler begründet ſeinen Antrag, indem
er die bekannte Verfügung des Kreisamts Worms
er=
örtert. Nunmehr ſei man zur Ueberzeugung gelangt, daß
die Maßnahmen ſich nicht zwangsweiſe durchführen
laſ=
ſen. Im benachbarten Kreſſe Oppenheim ſei man
Geg=
ner dieſes zwangsweiſen Vorgehens geweſen, wie
über=
haupt der Kreis Worms der einzige geweſen ſei, der
Zwangsmaßregeln ergriffen habe. Infolge davon ſei eine
große Erregung entſtanden in einer ſonſt ſo ruhigen
Be=
völkerung. Er hoffe auf Zurückerſtattung der verhängten
Strafgelder und auf Siſtierung der ſchwebenden
Verfah=
ren. Aehnliche, faſt revolutionäre Zuſtände hätten in der
bayeriſchen Pfalz geherrſcht infolge der zwangsweiſen
Abbürſtung der Reben. Er bedauere lebhaft die
Abweſen=
heit eines Regierungsvertreters (nur Staatsrat Dr.
Becker iſt anweſend) bei dieſer wichtigen Sache. Der
Re=
gierungsvertreter, der die Regierungsantwort verfaßt
habe, habe nicht ſeine, ſondern Dr. Boxheimers Anfrage
beantwortet. Die Begründung des Ausſchußantrages
könne er nicht für richtig halten. Sein Antrag entſpreche
uner alen Unſtänden einen Gebot der Viligkeit, dazu
komme die ungleiche Verhängung der Strafen, indem der
eine Uebertreter geſtraft worden ſei, der andere nicht.
Abg. Wolf=Stadecken hätte heute ebenfalls eine
ſtärkere Vertretung der Regierung gewünſcht. Abg. Dr.
Winkler habe wenigſtens erreicht, daß die
Zwangsmaß=
regeln aufgehört hätten. Man hätte letztere überhaupt
vermeiden und den Weinbauern mehr Selbſtändigkeit
laſſen ſollen. Er empfehle den Ausſchußantrag.
Miniſterialrat Schliephake bekundet ſein
lebhaf=
tes Intereſſe für die Sache und begründet ſeine bisherige
Abweſenheit mit den Verhandlungen der Erſten Kammer.
Auch Landesökonomierat Dr. Müller ſei verhindert. Eine
allgemeine Amneſtie könne im vorliegenden Falle nicht
erfolgen, jedoch wolle die Regierung in jedem einzelnen
Fall prüfen, ob ſie Gnade walten laſſen könne. Er bitte
alſo, den Ausſchußantrag anzunehmen.
Abg. Finger erkennt die Notwendigkeit des
kreis=
amtlichen Vorgehens an und ſieht ein, daß eine Amneſtie
unmöglich ſei. Er iſt für den Ausſchußantrag.
Abg. Stephan weiſt auf den einſtimmigen
An=
trag des Ausſchuſſes hin, der dem Antrag Winkler nicht
zuſtimme. Die Verordnung ſei ohne Zweifel geſetzmäßig
geweſen.
Abg. Dr. Schmitt teilt mit, daß in einer Gemeinde
90 Anzeigen erfolgt ſeien und nur 3 Strafbefehle ergingen,
ſo daß die Leute unnötig beunruhigt worden ſeien.
Abg. Dr. Winkler kann ſich jetzt für beruhigter
er=
klären, wendet ſich aber gegen einzelne Ausführungen
ſei=
ner Fraktionsgenoſſen, indem er abermals die vollſtändig
abweichende Haltung der auswärtigen Autoritäten betont.
Abg. Finger erklärt, daß der Kreis Worms gerade
infolge ſeiner Bekämpfungsmaßregeln in ſonſt ſchlechten
Jahren eine gute Ernte erzielt habe. Den
Landwirt=
ſchaftslehrer Bauer nimmt er gegenüber der Kritik Dr.
Winklers in Schutz.
Abg. Korell=Ingelheim findet, daß, wer zuviel
anfängt, ſich in die Näſſe ſetzt. Eine Polizeiverordnung
über das Abbürſten der Reben müſſe er verwerfen, da
die Nützlichkeit der Maßregel durchaus beſtritten ſei. Mit
dem Ausſchußantrag ſei er jetzt einverſtanden,
voraus=
geſetzt, daß die Strafen erlaſſen werden.
Abg. Wolf=Stadecken beſpricht die Frage der
Fang=
büchſen und hält dieſe Maßregel für durchaus von
zwei=
felhaftem Erfolg, wie denn überhaupt die Sache faſt ganz
eingeſchlafen ſei.
Hierzu ſpricht nochmals Abg. Dr. Winkler, indem
er ſeine Bemerkung über den Landwirtſchaftslehrer Bauer
richtig ſtellt und ſeinen Antrag dahin abändert, daß er
verlangt, daß die im Kreiſe Worms anhängig gemachten
Verfahren niedergeſchlagen und die Koſten zurückerſtattet
werden ſollen. — Auch Abg. Finger ſpricht
noch=
mals zu dieſer Sache.
Miniſterialrat Schliephake kann die Anfrage Dr.
Winklers, wie ſich die Regierung zur zwangsweiſen
Durchführung ſtelle, nicht im allgemeinen beantworten,
es komme vielmehr ſtets auf den einzelnen Fall an. Der
Kreis Worms ſei einfach dem zwangsweiſen Vorgehen
der Pfalz gefolgt, das ſchöne Erfolge gezeitigt habe. Nur
2 Gemeinden hätten ſich ausgeſchloſſen. Auch das
Auf=
hängen der Fangkäſten habe ſich wohl bewährt und die
Zahl der Anzeigen ſei gar nicht ſo groß geweſen. Auf
die Stellung der Gemeindevertretungen kommt es nicht
an. Der Ausſchufantrag wird angenommen, wonit der
Antrag Winkler erledigt iſt.
Ueber die Gültigkeit der Abſtimmung entſpinnt ſich
eine längere Geſchäftsordnungsdebatte, bei
der das Verfahren des Präſidenten von der Mehrzahl der
Redner als richtig erkannt wird.
Abg. Dr. Oſann berichtet. Er empfiehlt im Namen
des Finanzausſchuſſes Beitritt zu allen abändernden
Be=
ſchlüſſen, außer bei Kap. 74, wobei der Diſſens jedoch
ohne finanziellen Effekt iſt. Dementſprechend wird
be=
ſchloſſen.
Es folgte die Beratung der Regierungsantwort auf
die Anfrage des Abg. Dr. Wolf betreffend Erteilung
von Wirtſchaftskonzeſſionen an juriſtiſche
Perſonen.
Abg. Dr Wolf teilt mit, daß in letzterer Zeit an
zwei juriſtiſche Perſonen Wirtſchaftskonzeſſionen esteilt
worden ſeien. Die Regierung berufe ſich auf E.
unchei=
dungen von Nachbarſtaaten. Er bedauere die Tatſache,
daß ſie von der bisherigen Praxis abgehen wolle,
nament=
lich im Intereſſe der Gaſtwirte, aber auch der ganzen
Be=
völkerung. An die Brauerei Diſchinger=Darmſtadt und
das katholiſche Vereinshaus in Gießen ſeien ſolche
Kon=
zeſſionen ergangen. Das ſei eine gewaltige Bevorzugung
jener Großbrauerei. Die Gaſtwirte ſeien wahrlich ſchon
genug belaſtet. Die Regierung ſolle darauf bedacht ſein,
bei der bevorſtehenden reichsgeſetzlichen Regelung die
In=
tereſſen der Gaſtwirte energiſch zu wahren.
Miniſterialrat Schliephake teilt mit, daß der
Verwaltungsgerichtshof entſchieden hat, daß man eine
Konzeſſion an eine juriſtiſche Perſon nicht ablehnen könne.
Das ſei ein Standpunkt den die Regierung früher nicht
geteilt habe. Mittlerweile ſei aber eine Vorlage an den
Bundesrat gelangt, welche die Sache reichsgeſetzlich regeln
wolle. Auch die Regierung wolle den Wirtsſtand geſund
erhalten und die neue Vorlage werde den Wünſchen Dr.
Wolfs gewiß gerecht.
Abg. Grünewald legt den Gießener Fall dar und
erklärt ſich auch gegen die Ecteilung von Konzeſſionen an
einzelne Firmen. Gegen die neueſte Rechtſprechung könne
man übrigens nichts machen. Auch die Brauerei Ihring
in Lich habe eine ſolche Konzeſſion erhalten. Er bitte die
Regierung, darauf bedacht zu ſein, daß in der neuen
Vor=
lage die Intereſſen der Wirte gewahrt würden.
Abg. v. Brentano findet, daß die Regierung keine
neue Praxis eingeführt habe, ſondern ſich lediglich an den
Verwaltungsgerichtshof gehalten habe. Die Anfrage Dr.
Wolf begrüßt er. (Redner bleibt bei der herrſchenden
Unruhe faſt unverſtändlich.) Er ſei Gegner der Verleihung
der Konzeſſion an juriſtiſche Perſonen, glaube aber nicht,
daß ein abſolutes Verbot in Berlin durchgehen werde.
Zwei Kreisämter nähmen außer der geſetzlichen Gebühr
für Verlängerung der Feierabendſtunde noch eine
beſon=
dere, worüber er die Regierung um Auskunft bitte
Miniſterialrat Schliephake erklärt, daß die
be=
treffende Vorlage ſchon an den Reichstag gelangt ſei,
man alſo mit Wünſſchen ſich dorthin wenden ſolle. Die
Anfrage v Brentano falle nicht in ſein Reſſort, jedoch
werde er ſie dem betreffenden Referenten mitteilen.
Abg. Stephan weiſt ebenfalls auf die Nachteile der
Wirte durch die neue Rechtſprechung hin. — Die
Be=
ſprechung iſt damit geſchloſſen.
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Nummer 91.
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
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Nummer 91.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
Seite 29.
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Donnerstag, den 2. April 1914, abends 8 Uhr,
im „Fürſtenſaal”.
Tagesordnung:
1. Geſchäftliche Mitteilungen.
2. Lichtbildervortrag des Herrn Oberrechnungsreviſor
Kllppert über: „Meine Nordlandsreise‟.
3. Allerlei aus der Praxis des Gartenbaues.
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zum Beginn des Vortrags abgegeben. Gäſte können durch Mitglieder
eingeführt werden.
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wird am 16. Mai eröffnet und am II. Oktober geschlossen.
Der KASSEDIENST am Portal beginnt vormittags 9½ Uhr.
Die AUsSTELLUNGS-GEBAUDE werden vorm. 10 Uhr geöffnet und abends
7 Uhr, bei früherem Eintritt der Dunkelheit entsprechend zeitiger geschlossen.
Das AUss TELLUNGS-RESTAURANT befindet sich im Platanenhain,
wo-
selbst (ausgenommen bei ungünstiger Witterung) täglieh nachmittags von
4½—6½ Uhr und abends von 8—11 Uhr KONZERTE stattfinden.
Das ABONNEMENT, zu dem wir hiermit einladen, berechtigt zum dauernden
Eintritt in die Ausstellung und ihr Restaurant. Die Abonnementskarten
werden auf den Namen des Inhabers ausgestellt und sind nicht
übertrag-
bar. Familienkarten werden nur an Ehegatten und ihre in häuslicher
Gemeinschaft mit ihnen lebenden Kinder, Eltern und Geschwister erteilt.
Ein AUsSTELLUNGS-ABONNEMEIT kostet:
für eine Person . . . . . . . 12 ℳ für jede weitere Familien-Beikarte 4 ℳ
für die I. Familien-Beikarte 6 „ für Studenten u. Einj.-Freiwillige 6 „
Bis zum 9. Mai gelten für den Abonnements-Vorverkauf folg. ermäßigte Preise:
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Der Verkauf der Abonnementskarten findet von heute bis zum 9. Mai
durch das Verkehrsbüro auf dem Ernst-Ludwigsplatz und vom 16. Mai ab am
Ausstellungsportal statt.
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des Großh. Heſſ. Train=Bat. Nr. 18.
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Armee=
marſch Nr. 55 von Böhr. 2.
Ouver=
türe zur Oper „Zar und
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mann” von Lortzing. 3.
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mannslied und Matroſenchor aus
der Oper „Der fliegende Holländer”
von Richard Wagner. 4. Ganz
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teufel. 5. Große Fantaſie aus der
Oper „Martha” von Flotow
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6.—8. Reihe 2.35 ℳ,
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Balkonloge 5.20 ℳ, 1. Rang 4.70 ℳ,
2. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ, 7. u.
8. Reihe 2.15 ℳ, 1. Galerie 1.35 ℳ,
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kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
von 8—1 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der
Vor=
ſtellung. (Im Verkehrsbüro
wer=
den auch telephoniſch
Kartenbe=
ſtellungen entgegengenommen. —
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7½ Uhr. — Ende 9¾ Uhr.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Donnerstag, 2. April. 144. Ab.=Vſt.
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Freitag, 3. April. 145. Ab.=Vſt.
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ſtellung auch an der Tageskaſſe
im Hoftheater zu den üblicher
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Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
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Herrlich koloriert!
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Eine weitere Glanzleistung ist der Film
Das Teufelsloch
Akter
Ein Drama aus dem
Gesellschaftsleben.
Akter
Im Neueinziehen von Bohnern,
a) ſowie im Flechten von
Rohr=
ſtühlen empfiehlt ſich
Heinrich Bockhard,
Eliſabethenſtraße 1, Stb., 1. St.
Poſtkarte genügt.
(6465a
mod. und flotte Garn.,
Hüte, bei äußerſt billigen
Preiſen. Große Ausw. in Formen,
Blumen uſw. Alte Sachen wer=
(*8750mf
den verwendet.
N. Krick, Modes, Kaupstr. 37, I.
Der Film schildert in lebendiger Anschaulichkeit den „Kampf
um die Liebe” den ein charaktervoller Ingenieur zu
sieg-
haftem Ende durchführt. Es ist in diesem Film besonderer
Wert auf klare Handlung gelegt und neben industriellem
und gesellschaftlichem Milieu auch das agrarische in
wunder-
schönen Naturaufnahmen zur Geltung gebracht. Die
dar-
stellenden Persönlichkeiten wurden ihrer Aufgabe in
fesselnder Wahrhaftigkeit und Schlichtheit gerecht.
Der Herbst des Lebens
Hute
Drama in 2 Akten (Gaumont).
Auf vielſeitigen Wunſch
wird „Zapatas Bande” mit
ASTA NIELSEN
noch zweimal täglich gezeigt.
(8394
Anfang der Vorführungen präzis 5½ und 8 Uhr.
Kätzchen, weiß mit
Entlaufen drei rotbr. u. grauen
Flecken auf dem Rücken. Abzug.
Ludwigſtr. 7, 1. St.
(*8739)
werden elegant und ſchick
an=
gefertigt in und außer dem Hauſe,
ältere Zutaten werden verwendet.
Vorjährige Hüte werden nach den
neueſten Modellen faſſoniert.
Erſt=
klaſſige Arbeit.
(*8391sm
Elise Körber
Modes,
Irenestrasse 64.
u. Herrenwäſche zum
Gardinen Waſchen u. Bügeln
wird angen. Tannenſtr. 9. (B8242
wenig gebr. Klappwagen mit
nzüge werden gereinigt und
1 Verd., 1 gr. gepolſt. Plüſchſeſſel, gebüg. Mk. 1.20, Reparaturen
2 gepolſt. Stühle (90—100 J. alt) zu billigſt, Poſtkarte genügt. Offert.
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Versäumen Sie nicht, diese schönen Werke von nie
dage-
wesener Großartigkeit in meinem Theater anzusehen.
Ferner große Heiterkeit hervorrufende Humoresken,
wunder-
bare Naturaufnahmen vervollständigen das
Elite-Programm.
Erstklassige künstlerische Musikbegleitung.
Kommen! Sehen! Urteilen! (8443
Keine Preiserhöhung.
Res. Pl. 50 Pf., 1. Pl. 35 Pf., II. Pl. 19 Pf.,
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Nummer 91.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
Seite 31.
Mankarter-Aarsbericht von &r. Marz 12.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
(2
Staatspapiere.
100,10
Ot. Reichsschatzanw
98,20
Pt. Reichsenleihe p. 1918.
9800
do. . . . . p. 1925
86,50
do. .
37820
.
do.
100,00
Preußise he Schatzanw.
*90,70
Staffel anleihe. .
86,50
Consols . .
78,05
do. . . . . . . . . .
BadischeStaa ts-Anleihe. 4 96.70
.3½ 88,10
do. v. 92/94 . . .
do. . . . . . . . . . . . . . 3
97,00
Bayerische A blös.-Rente.
E.-B.-Anl. kdb. ab 1906 4 97.10
4 97,10
do. unkdb. p. 1918
4 97,05
do. unkdb. p. 1920
E.-B.- u. Al lgem. Anl.
97,20
unk db. p. 1930
3½ 84.,80
do. An leihe . . .
3 75,35
„ ,
do.
Hamburg er Staats-Anl. . 4 96.60
3½
do. v. 1 887/94
79,20
do. .. . . . . . . . . . ..
97,30
Hessische 8 taats-Anleihel
4 97,20
do. unkdb. p. 1921 .
84,30
do. . . . . . . . . . . . . .
do. . . . . . . . . . . . . . 3% 74,55
Sächsische S taats-Rente 3 77,60
Württembg. Staats-Anl.
(unkdb. p. 1921). . . . 4 97,10
do, v. 79/80 . . . . . . .3½ 87,70
do. . . . . . . . . . . . . . 3 76.50
Bulgarische Gld.- Anl. . . 5
Griech. Anl, v. 1890 . . . . 1,6
do. v. 1887 M onopoll1½ 52,00
Italienische Rente . . .
Osterr. Staats-R. v. 1913 .4½ 92,00
do. Silber-Rente . . . .4½ 86,75
do. Papier-Rente . . 14½
do. Gold-Rente . . . . . 4 87,45
do. einheitl. Rente . . 4 82.45
Portug. Tab-Anl. 1891 . .4½ 96,80
do. inn. amort. 1905 . .4.
1450
61,60
do. unif, Serie I
64,30
III,
6o.
9,50
do. Spezial Titel. .
5 100,00
Rumänen v. 1903 . .
4½ 91,20
do. Gold v. 1913.
4½100,00
do. Schatzsch.
4½ 85,50
do. conv..
4 93,80
do. v. 1890
4 87,00
do. v. 1891
4 85,10
do. v. 1905 .
4 86,00
do. v. 1908 .
4 85,50
do, v. 1910 .
514½ 98,00
Russische St.-A)
487,00
do. kons. v. 188
do. Gold v. 1890
do. v. 1902 .
89,60
Schweden v. 1880. .
do. v. 1886 .
Schweden v. 1890. . . . . .3½ 87,75
Serben steuerfrei . . . . . 4½ 87,00
do, amort. v. 1895 . . .
78,30
Türk. Egypt. Tribut
do. kons. steuerfreie
85,00
do. Admin. v. 1903 .
76,30
do. unif. v. 1903. .
do. v. 1905. . . . .
72,70
Ungarische Staats-Rente
1913 unkdb. bis 1923 . .4½ 90,25
Ungar. Staatsk.-Scheine
v. 1913. .
98,50
. .4
do. Gold-Rente.
83,90
do. Staats-Rente 1910.
81,70
do. „
Kr.
82,10
Argent. innere Gold-Anl.
v. 1897
1590 oo
do. äußere v. 1890
do. innere v. 1888 . . .4½ 94,90
do. äußere v. 1888 . . .4½ 93,00
do. v. 1897
.,
4
Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5 92,30
do. v. 1889
4½
do, v. 1906 . .
4½ 89,50
Chines. St.-Anl. v. 1895 . . 6
do, V. 1896 . ..
5 1 99,75
do. Reorg. Anl..
5 88,20
do, v. 1898
14,
89.10
Japaner . . . .
14
Innere Mexikaner . .
60,75
84,90
Außere do. v. 189
67,50
Mexikan. Gold v. 1904
do. cons.
43,50
do. frrigat.-Anleihe .4½ 69.00
Buenos-Aires Prov.
3½ 65,00
Tamaulipas.
Sao Paulo E.-B.
91,00
do, v. 1913
96,50
Siam v. 1907.
95,50
Prioritäts-
Obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
v. 1895/9713½ 84,60
v. 1904/3½
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadt
Darmstadt.
93,95
Nordd. Lloyd-Obligat. . .4½ 99,20
Donau-Dampfschiff. v. 82) 4 92,00
Elisabethbahn
4 91.60
Franz-Josef-Bahn.
4 87,80
Kaschau-Oderberger v. 89) 4
Prag-Duxer . . . .
7210
Osterreich. Staatsbahn
5 (103,10
do. . . . . .
89,70
do.
7480
do. Südbahn (Lomb.)
98,20
do. do,
71,60
51,10
do. do.
Raab-Oedenburg
77,15
81.25
Kronprinz Rudolfbahn.
Russ. Südwest . . . . . . . 4 85,00
Moskau-Kasan . . . . . . .4½
do. . . . . . . . . . . . .
Wladikawkas. . . . .
85,00
Rjäsan-Koslow .
Portugies. Eisenb. v. 1886
65,90
40. .. ..
Livorneser
69,50
Salonique Monastir.
62,50
Bagdadbahn
78,20
Anatolische Eisenbahn
90,50
Missouri-Pacife I.
do. dlo. 7. 1905
60,40
Northern-Pacific . . .
9550
Southern-Pacifie.
92,10
St. Louis & San Francisco
Tchuantepee
Ungar. Lokalbahn
98,50
Provinz-Anleihen.
96,20
Rheinprov. Obl. Em. 20/
86,30
do. Em. 10 .
3½ 830
do. „ 9. .
3½
Posen Prov.:
49550
Westfalen Prov. V..
4 95,50
Hess. Prov. Oberhessen
85,00
do. Starkenburg:
Städte-
obligationen.
Darmstadt. .
4 94,80
do. .
3½ 87,00
4 96,40
Frankfurt ..
do. . . . . .
3½ 89,30
94,50
Gießen . . . .
*86,60
do. . . .
Heidelberg.
1530
do. .
9480
Karlsruhe .
87,20
do. . . . .
Magdeburg
95,30
Mainz . . .
57,50
do. ...
95,00
Mannheim .
3½ 86,00
do. . .
München . .
495,75
Nauheim .
3½
4½ 95,20
Fürnbers
3½ 86,20
do. . ..
47—
Offenbach
4
do. v. 1914
-
3½ 86,30
do. . . .
4 96,70
Viesbaden.
3½
ad. . .
Worms .
do.
Lissabon v. 1888
Moskau v. 1912 . .
93,60
Stockholm v. 1880 . .
Wien Komm. . .
Wiener Kassenscheine .4½ 98,80
Zürich v. 1880
98,80
Buenos Stadt v. 1892 . . . 6
Pfandbriefe.
Berliner Hyp.-Bk.-Pf. . . 4½ 100,00
do. unkdb. 1918 . . . .
6800
do.
9675
1919. . . .
do.
1921. .
542b
do. „ 1922.
95,50
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 83,50
do. Komm.-Obl. unk. 1918) 4 95,25
Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910
95,00
do.
1915
9600
do.
96,50
1920 :.
do. Ser. 12—19. „
3½ 86,40
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
unkdb. 1910 .
3½ 86,50
Frankf. Hyp.-Kred.-Ver.
Ser. 15—42
94,00
. „ 48—49
94,90
do. . .
96,00
do. unk. 1922 „ 52
80
do. „ 1915...
do. Ser. 45
86,50
Hess, Land.-Hyp.-Bk. Pf.
96,90
Ser. 12, 13, 16
96,90
do. . . . . „ 14, 15, 17
do. unkdb. 1920 . . . . 4 97,40
do. „ 1923 . . . . 4 97,50
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½ 84,30
do. „ 3—5 . . . . . . . 3½ 84.10
do. kündb. 1915.
. . . 3½ 84,30
do. Komm, unk. 1913) 4 96,90
do.
„ 1914 4 96,90
do.
„ 1916) 4 1 97.10
do,
„ 1920 4 97,40
1923) 4 97,50
do.
do. verlosb. u. kündb.. 3½ 84,30
do.
unkdb. 1915 3½ 84,30
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb.! 4½ 94.50
do. unkdb. 1922. . .
4 95,80
do..
3½ 86,00
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
unkdb. 1917
94,00
93,80
1919
do. . . . . .
1921
94,20
do. . ..
96,20
1924
do. . . . ..
3½ 84,50
do. . . . . . . ..
95,20
do. Komm, unk. 1923
9600
do.
„ 1924 .
96,40
Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr.
(0. . . . . . . . . .
88,00
Bank-Aktien.
Bank für elektr.
Unter-
nehmungen Zürich . . 10 (194,30
Berg.-Märkische Bank.
1160,75
Berliner Handelsges.. . . 8½ 1162,50
6½123,15
Darmstädter Bank . .
.12½ 26400
Deutsche Bank . .
Deutsche Vereinsbank. .
117,24
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 118,00
Disk.-Kommand.-Ant. .. 10 (188.38
Dresdner Bank . . . . . . .8½ 150,50
Frankf. Hypothek.-Bank 10 211,00
do. do. Kred.-Ver. 8½ 15360
Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 1116.75
Nation.-Bank f. Deutschl. 6 1110,90
* (12850
Pfälzische Bank . . . .
Reichsbank . .
.. . . . . 842 134,50
Rheinische Kredit-Bank.
(102.50
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver. .
Wiener Bank-Verein . . . 8 140½
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 (131,10
§ 123,75
Norddeutscher Lloyd..
Frankfurt. Schleppschiff. 4 (116,00
Südd. Eisenb.-Gesellsch. . 6½ 1128.50
Anstol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 1116.,00
6 (90,70
Baltimore .
Canade . . .
10 (21075
Schantung.
124,70
Prinz Henry
Lombarden .
.:
Pennsylvania . . . . . . . . 6 1112,00
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik 28 1661,50
Chem. Fabrik Griesheim 14 (26910
Farbwerke Höchst . . . . 30 (668,00
Ver. chem. Fabr. Mannh., 20 (339,0
Zement Heidelberg . . . . 10 115520
Chemische Werke Albert 30 1446,50
Holzverkohl. Konstanz . 15 312.50
Lahmeyer . . . . . . . . . . 6 1128,50
Schuckert, Nürnberg . . . 8 1150,50
Siemens & Halske. . . . . 12 2185
Bergmann Elektr. . . . . . 5 (123,50
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 (248,00
Hagen Akkum. . . . . . . . 25 340,25
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 177,30
0 80,00
Gummi Peter . . . . . .
Adler-Fahrradwerke . . . 25 (342,00
Maschinenfabr. Badenia . 9 (116,00
Wittener Stahlröhren . . 0 168,00
Gasmotoren, Oberursel .8½ 180.72
Gasmotoren, Deutz . . .
9 (12150
Siemens Glas-Industrie . 15 238.00
Enzinger Filter . . . . . . 23 315,50
Steaua Romana . . . . . . 10 1146,50
15 (224,80
Zellstoff Waldhof . .
Bad. Zucker-Waghäusel .12,83/217,90
Neue Boden-Aktien-Ges..
V 87,00
Süddeutsche Immobilien 0 59,90
Bergwerks-Aktien.
Aumetz-Friede .
12 (161.75
Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 2255/
Leonhard, Braunkohlen , 9 156,50
Konkordia Bergbau .. . . 23 367,90
Deutsch-Luxemb. Bergb.! 10 (132,10
Eschweiler . . . . . . . . . . 10 220,50
Gelsenkirchen Bergw.
11 195½
Harpen Bergbau. . . . . . 11 184,25
Kaliwerke Aschersleben - 10 (150,75
Kaliwerke Westeregeln . 13 207,50
Königin Marienhütte . . 6 1 81,00
Laurahütte . . . . . . . . . 8 1152,50
Oberschles. Eisenbed.
6 85,00
Oberschl. Eisen-Industrie! 3 67.50
Phönix Bergbau . . .
18 (230,75
Rheinische Braunkohlen 10 234,00
Riebeck Montan . . . . . . 12 (196,50
South West.-Afr. Shares . 5 (120,00
Verzinsliche
Anlehenslose. (2f.
Badische
. . TIr. 100 4 177,50
Cöln-Mindener . TIr. 1003½142,75
Holländ. Komm. . f. 100 3
Madrider . . . . . Frs. 100 3 78,40
Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 1141,20
Osterreicher 1860er Lose .
180,00
Oldenburger. . . . TIr. 40
128,50
Raab-Grazer . . . . H. 1502½111,90
Unverzinsliche
Mk.
Anlehenslese.
p. St.
Augsburger .
. H. 7 86,00
Braunschweiger
TIr. 20 1201,00
Mailänder
Ta. 45
do.
Pa. 10
Meininger .
.. A. 7 37,00
Osterreicher v. 18
A. 100
do. V. 1858
A. 100 —
Ungar. Staats .
H. 100 —
Venediger
Fs. 30 79,00
Türkische .
Fs. 400
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns. .
20,45
20-Franks-Stücke . .
16,26
Amerikanische Noten
4,20
Englische Noten . .
20,44
Französische Noten.
81,30
Holländische Noten .
169,15
italienische Noten
81,05
Osterr.-Ungarische Not
85,10
Russische Noten . .
Schweizer Noten. .
81,20
Reichsbank-Diskont
do. Lombard Zsf. . .
Tendenz:
Fest.
Handel und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 31. März. (Börſe.) Die
heutige Börſe eröffnete in freundlicherer Stimmung bei
befeſtigten Kueſen. Der Grund hierfür dürfte vor allem
in der täglich fortſchreitenden Flüſſigkeit des Geldmarktes
zu ſuchen ſein. Geld war außerordentlich reichlich
ange=
boten, ohne kulante Abnehmer zu finden, ſo daß mehrfach
die Frage einer bevorſtehenden Diskontermäßigung
ven=
tiltert wurde. Von dem Tendenzumſchwung profitierten
naturgemäß in erſter Linie die in der letzten Zeit ſtärker
gedrückten Kurſe der Montanwerte die teilweiſe erhebliche
Beſſerungen aufweiſen konnten. Bevorzugt waren u. a.
Gelſenkirchener, Harpener, Luxemburger, die ihren
Kurs=
ſtand um reichlich 2 Prozent verbeſſerten. Auch am Markt
der Transportwerte herrſchte feſte Stimmung. Höher
waren Schiffahrtswerte und Schantungbahn. Die feſte
Stimmung konnte ſich im Verlauf der Börſe behaupten und
die einzelnen Werte ſchließen zu den höchſten Tageskurſen.
Auch der Kaſſamarkt weiſt vereinzelte Kursbeſſerungen
auf. Höher notierten u. a. Kleyer 5 Prozent, Aluminium
1½ Prozent. Vereinigte Brauereien zirka 7 Prozent.
Schwächer lagen chemiſche Werte, z. B. Anilin niedriger
8½ Prozent. Höchſter 2 Prozent, Holzveckohlung zirka
1 Prozent. Tendenz feſt.
Die Heſſiſche Handwerker=Zentral=
Genoſſſenſchaft Aktien=Geſellſchaft, die
unter ſtaatlicher Aufſicht ſtehende gemeinnützige
Geweebe=
beförderungsanſtalt der Handwerkskammer, hielt
Mon=
tag, den 30. März, vor dem Großh. Amtsgericht hier ihre
zehnte ordentliche Generalverſammlung ab. Die
Verwal=
tung iſt in der angenehmen Lage, einen beſonders
günſti=
gen Geſchäftsbericht vorlegen zu können. Der Umſatz
er=
reichte in dieſem Jahre den Betrag von 410917,19 Mark,
das iſt der zehnfache Betrag des Umſatzes im erſten
Ge=
ſchäftsjahre (41000 Mark). Hiervon entfielen auf die
Maſchinenabteilung allein 293 756,45 Mark gegen 239899,55
Mark im Vorjahre. Dieſer ungewöhnlich ſtarke
Geſchäfts=
gang iſt auf die Errichtung der Ueberlandzentralen
zurück=
zuführen, durch die ſelbſt den kleineren Handwerkern auf
dem Lande die Einführung des Maſchinenbetriebes
er=
möglicht iſt. Aus dem erzielten Reingewinn wurde
wiederum die für das Inſtitut als gemeinnützige
Aktien=
geſellſchaft höchſt zuläſſige Dividende von 4 Prozent
ge=
zahlt, ſowie ein Betrag von 10000 Mark an die Reſerven
überwieſen. Die Reſerven erreichen damit die ſtatutariſch
vorgeſehene Höhe von 50000 Mark — 50 Prozent des
Stammkapitals. Außerdem konnten die Abſchreibungen
auf Waren, Mobilien und Ausſtände reichlich bemeſſen
werden. Die Verwaltung wies auch noch beſonders
darauf hin, daß die in Anſpruch genommenen
Zahlungs=
friſten ſich erheblich günſtiger geſtaltet haben. Wird in der
Kohlen= und Benzinabteilung überhaupt nur gegen Kaſſe
verkauft ſo gingen in der Maſchinenabteilung auf 293 756
Mark Neuabſchlüſſe 153 56412 Mark innerhalb kurzen
Friſten ein, ſo daß trotz eines um 60000 Mark höheren
Umſatzes die Ausſtände nur um 5507,81 Mark ſtiegen.
Die Ausſichten für das laufende Jahr wurden als
günſtige bezeichnet; es liegen bereits für 190000 Mark
Auf=
träge vor. Allerdings glaubt die Verwaltung nicht, daß
die Rekordziffern des abgelaufenen Jahres erreicht
werden.
* Die Reichspoſtverwaltung gibt die am 1. April
ſtatt=
findende Eröffnung der Fernſprechleitung
Berlin-Frankfurt-Mailand bekannt. Die
bis=
her ſtattgefundenen Sprechverſuche hätten eine ſehr
deut=
liche Verſtändigung ergeben. Die Gebühr für ein
Drei=
minutengeſpräch Berlin-Mailand beträgt vier Mark, und
diejenige für eine ſolche Frankfurt/Main-Mailand drei
Mark.
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreidewochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftrats
vom 24. bis 30. März.
Der Getreidemarkt hat ſich in der letzten Woche vielfach
von der matten Haltung der vorangehenden Zeit etwas
erbolt und ſowohl für greifbare Ware als auch für ſpä=
tere Sichten bei Weizen, Hafer und beſonders bei Roggen
mehrfach eine Aufwärtsbewegung zu verzeichnen. Der
Grund für dieſe Wendung lag in den verhältnismäßig
geringen Verſchiffungen aus den überſeeiſchen
Export=
ländern nach Europa, ferner in dem ſchwachen Angebot
aus erſter Hand infolge der Frühjahrsbeſtellung, ſowie in
der Beſorgnis, daß für die Maiverbindlichkeiten nicht
ge=
nügend kontraktliche Ware zur Verfügung ſtehen würde.
Für Deutſchland kam noch hinzu, daß die in der Hand des
Handels und der Mühlen befindlichen Vorräte
verhältnis=
mäßig knapp waren und von den umliegenden Ländern
die Nachfrage nach deutſchem Getreide vielfach eine rege
war. Die geringere Nachfrage von Frankreich nach
deut=
ſchem Weizen iſt durch die geſtiegene Nachfrage in Böhmen
zum großen Teil ausgeglichen. Das Ernte=Defizit der
ungariſch=öſterreichiſchen Monarchie ſcheint noch größer zu
ſein, als die amtliche Ernteſtatiſtik nachgewieſen hat. Auch
in letzter Woche ſind aus Sachſen und Schleſien größere
Mengen Weizen nach Böhmen ausgeführt. Die
Be=
feſtigung des Roggenmarktes iſt vor allem der erheblichen
Ausfuhr ſowohl über die trockene Grenze nach Rußland
als auch über See nach Belgien und den ſkandinaviſchen
Ländern zu verdanken. Die Befürchtung, daß die
Ein=
führung von Getreidezöllen in Rußland jeden Augenblick
ecfolgen könne hat auf die Ausfuhr nach Rußland belebend
gewirkt. Auch Braugerſte und Hafer veckehrten in feſter
Haltung, während Futtergerſte und Mais etwas matter
lagen. Der Saatenſtand iſt ſowohl im Auslande als
in Deutſchland auch in der letzten Woche allgemein günſtig
beurteilt. Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches
Ge=
treide am letzten Markttage gegenüber der Vorwoche wie
folgt:
Roggen
Hafer
Weizen
156
152.
Königsberg. . 200
156
. 189 (*1½) 153
Danzig
147
. 185 (*3 ) 153
Stettin
149 (*3 ) 150
Poſen
. 189 (*5
144
147 (*2
Breslau.
181
157 (*2 ) 179
Berlin
193
153
)165
Magdeburg . 190
159 (*2 ) 172
191
Halle .
158 (*1 ) 166
188
Leipzig
Dresden.
195 (*2
153 (*1 ) 161
150
Roſtock
183
157 (**1
Hamburg
165
196
187
Hannover
154 (*1 ) 164
. 195
Düſſeldorf
175 (*
156
167
. 196
Köln
1 ) 156
Frankfurta. M. 204 (—1
164
170
182½(
Mannheim . . 207½ (
165
Straßburg . . 207½
172½
175
)166
162
München . . 200
Aeltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 198,25 (—0,25)
Peſt April 218,45 (* 4,25), Paris März 213,60 (—2,45).
Liverpool Mat 163,20 (—), Chikago Mai 143,60 (—0,40),
Roggen: Berlin Mai 162,25 (*2,75), Futtergerſte
Süd=
ruſſ. frei Hamburg unverzollt ſchwim. 112 (— 2), März
111 (—1,50), Mais Argent. ſchwim. 115 (—), April Mai
104,50 (— 1), Donau März 108 (—0,50) Mark.
F.C. Frankfurt a. M. 31. März. (Heu= und
Strohmarkt.) Man notierte Heu 3,00—3,20 Mk.,
Stcoh fehlte. Alles per 50 Kilo. Geſchäft: ſchleppend.
Die Zufuhren waren aus den Kreiſen Hanau, Friedberg
und Dieburg.
H. Frankfurt a. M., 31. März. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt war nur ein rühiger
Ver=
kehr, da jede Anregung und Spekulationsluſt fehlte. Für
Landweizen verſtehen ſich die Notierungen von jetzt ab
ausſchließlich dem ſüddeutſchen Mühlenkontrakt
ent=
ſprechend, geringere Qualitäten können wegen der
bedeu=
tenden Qualitätsunterſchiede und entſprechender
Preis=
differenz nicht mehr notiert werden. Landweizen und
Landroggen waren im ganzen williger; ebenſo ausländiſche
Brotfrüchte ſtärker offeriert. Hafer in guten Sorten
bleibt gefragt. Gerſte und Mais ruhig letzterer jedoch
wenig angeboten. Die Forderungen für Mehl und
Futter=
mittel ſind unverändert.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt ſchwach. An
der Berliner Produktenbörſe war Weizen bei
geringen Zufuhren gut vekauptet und Roggen feſter auf
Käufe für Exportzwecke, beſonders für Böhmen. Hafee in
guter Ware war feſt und gefragt. Nach den letzten
Kabel=
nachrichten von den amerikaniſchen
Getreide=
märkten (Neu=York und Chicago) waren Weizen und
Mais in rückgängiger Preisbewegung auf Meldungen
über günſtiges Wetter, die enttäuſchende Lokonachfrage
und den baiſſelautenden Viſible ſupply=Ausweis. Auch
verſtimmten die der Baiſſe günſtigen ruſſiſchen
Ver=
ſchiffungen. Der Statiſtiker Snow ſchätzt den Stand des
Winterweizens auf 91,7 Prozent (92,2 Prozent am 1.
De=
zember des Vorjahres und 91,6 Prozent am 1. April 1913).
Die Vergleichsziffern ſind dem amtlichen
Saatenſtands=
bericht entnommen. Die Ernte gibt Snow für
Winter=
weizen auf über 600 Mill. Buſhels an, im Vorjahre
wur=
den zur gleichen Zeit 537,6 Mill Buſhels ſeitens des
Re=
gierungsbureaus für die Höhe des Ertrages angegeben.
Definitiv geerntet wurden im letzten Jahre 523,561 Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogcamm wie
folgt: Weizen, hieſiger und Wetterauer 21—21,10,
Nord=
deutſcher 21,25—21,40, Kurheſſiſcher 21,10—21,25, Ruſſiſcher
22—23, Kanſas 22,50—23, Rumäniſcher 22—23, Redwinter
22,50—22,75. Manitoba 22,50—23, Laplata 22,25—22,75,
Walla Walla 22,50—23; Roggen hieſiger 16,25—16,35,
Bayeriſcher 16,35—16,40; Gerſte, Pfälzer 17,25—18,
hie=
ſige und Wetterauer 17—17,50, Riedgerſte 17—17,50,
Frä=
kiſche 17,50—18,25; Hafer hieſiger 16—17 Bayeriſcher
16—17. Ruſſiſcher 16,50—18, Amerikaniſcher 17—17,50,
Rumäniſcher 16,50—17,75; Mais mired 14,90—15.
Ruſ=
ſiſcher 15—15,25. Donaumais 14,90—15,20, Rumäniſcher 15
bis 15,20. Laplata 15—15,25, Weißer Mais 15—15,20,
Weizenſchalen 10,75—11, Weizenkleie 10,25—10,50,
Roggen=
kleie 10—10,50, Futtermehl 12—14, Biertreber getrocknet
12,75—13, Futtergerſte 13,25—13,75; Weizenmehl,
hieſiges (Baſis ab Mannheim) Nr. 0 31.25—31,50, feinere
Marken 31,50—31,75, Nr. 1 29,25—29,75. feinere Marken
30—30,25. Nr. 2 28,50—28,75, feinere Marken 29—29,25,
Nr. 3 26,50—26,75, feinere Marken 27—27,25, Nr. 4 22,50
bis 22,75, feinere Marken 23—23,25; Roggenmehl,
hieſiges Nr. 0 24,75—25. Nr. 1 22,50—22,75, Nr. 2 20—20,50.
* Weiteres Sinken der Schweinepreiſe.
Seit November macht ſich von Woche zu Woche eine nicht
unerhebliche rückläufige Bewegung der Preiſe für
Schweine auf dem Schlacht= und Viehhof in Frankfurt
be=
merkbar. Jetzt iſt, wie die Frkft. Ztg. mitteilt, abermals
ein neuer Preisrückgang zu verzeichnen. Für vollfleiſchige
Schweine von 80 bis e Kilogramm und alle übrigen
Qualitäten wurden pro Pfund Schlachtgewicht nur 58
bis 62 Pfg. bezahlt, ein Preis wie er ſeit April 1911 nicht
mehr notiert worden iſt. Für dieſe Qualität Schweine
wurden im Dezember 1910 69 Pfg., im Januar 1911 67,5
Pfg. gefordert und gezahlt; der Preis ſank im April 1911
infolge des ſtarken Angebots plötzlich auf 61 Pfg., um bald
wieder anzuziehen. Der Monat März 1912 brachte ein
ſtarkes Emporſchnellen der Preiſe auf 73—75 Pfg. Von da
an hielten ſich die Schweinepreiſe, die zeitweiſe auf 89
Pfg. ſtiegen, in der Höhe bis Oktober 1913, um in der
zweiten Novemberwoche eine Baiſſebewegung zu machen
auf 76—78 Pfg. und nach und nach bis heute zu fallen.
Am 8. Dezember 1913 notierte man 71—73 Pfg., am 12.
Januar 1914 70—72 Pfg, am 9. Februar 68 Pfg., am
9. März 64—66 Pfg. und heute 58—62 Pfg. für das Pfund
Schlachtgewicht von vollfleiſchigen Schweinen. Wie die
Händler mitteilen, werden die Preiſe für Schweine noch
weiter ſinken. Die Detailverkaufspreiſe
der Metzger ſind bisher der Baiſſe auf dem Schweinemackt
nicht genügend gefolgt. Der Einkaufspreis iſe
ſeit 1912 um faſt 30 Pfg. zurückgegangen, der Abſchlag der
Metzger ſeit dieſer Zeit beträgt nur etwa 10 Pfennig.
Städtiſche Leſe= und Bücherhalle,
Louiſen=
ſtraße 20. Die Leſehalle iſt geöffnet an
Wochen=
tagen von 10—2 und von 6—9 Uhr, Sonntags von
11—1 und von 6—9 Uhr. Bücherausgabe findet
ſtatt an jedem Wochentage von ½11 bis ½1 Uhr und
abends von 6 bis 9½ Uhr.
Gewerbebibliothek (Bibliothek,
Vorbilderſamm=
lung und Patentſchriftenauslegeſtelle) geöffnet Werktags
von 9—12½ und 3—6 Uhr, ausgenommen Samstag
nachmittags. — Bibliothek=Abende Dienstags
und Freitags von 8—10 Uhr abends.
Seite 32.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 1. April 1914.
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