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177. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 28 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Reichstag erledigte geſtern zunächſt eine kurze
Anfrage und beendete hierauf die zweite Leſung
des Etats des Kolonialamts.
Die Gerüchte über eine bevorſtehende neue
Militär=
vorlage werden dem Wolffbureau von zuſtändiger
Stelle als völlig unbegründet bezeichnet.
Der frühere freikonſervative Reichstags= und
Landtagsabgeordnete Landrat Reinecke iſt
geſtern geſtorben.
(Bei einem Brande des Fabrikgebäudes von Georg
Weigandt in Bautzen kamen fünf Perſonen
ums Leben.
Das Kabinett Giolitti hat ſeine Demiſſion
eingereicht, die der König annahm.
Bei Skagen fand ein Zuſammenſtoß des däniſchen
Dampfers „Dania” mit dem norwegiſchen Dampfer
„Bygdo” ſtatt. Letzterer ſank; die Mannſchaft
wurde gerettet.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Wirtſchaftliche und finanzielle
Lage Mexikos.
** Die Einſtellung des Zinſendienſtes in Mexiko, die
am 1. April in Kraft tritt, hat, abgeſehen von der
unan=
genehmen Ueberraſchung für die auswärtigen Beſitzer
mexikaniſcher Werte, auch noch zu Kombinationen und
Ur=
teilen Anlaß gegeben, die in den meiſten Fällen auf
man=
gelnder Kenntnis der Verhältniſſe des Landes beruhen
und daher ohne weiteres über das Ziel hinausſchießen
müſſen. Will man die Sachlage richtig einſchätzen und
vor allem feſtzuſtellen ſuchen, ob den Beſitzern
mexika=
niſcher Staatsfonds wirklich ernſthafte Gefahr droht, ſo
iſt es unbedingt nötig, die wirtſchaftliche und finanzielle
Lage des Landes einer genauen Unterſuchung zu
unter=
ziehen und auf den Ergebniſſen derſelben ſein Urteil
auf=
zubauen. Feſt ſteht ohne weiteres, daß Mexiko ein Land
von faſt unerſchöpflichem Reichtum iſt. Der Welthandel
hat dies auch längſt erfaßt, ſich einerſeits der Verſorgung
des Landes mit Eifer hingegeben und andererſeits auch
deſſen Eigenerzeugniſſen einen ausgedehnten Abſatz in der
Fremde verſchafft. Die nachſtehenden Tabellen über Im=
und Export, die natürlich wegen der politiſchen
Ver=
wicklungen das in 1913 ſchließende letztverfloſſene
Fiskal=
jahr noch nicht einbeziehen können, geben in dieſer
Hin=
ſicht ein anſchauliches Bild. Es führten (in runden
Sum=
men) ein im Jahre 1909/10 1910/11 1911/12
in Mark
Vereinigte Staaten 248000000 244000000 210000000
51000000 54000000
Deutſchland
48000 000
England
43000000 49000000 43000000
Frankreich
36000000 39000000 32000 000
Die Verminderung der Einfuhr hängt mit den
inne=
ren Wirren zuſammen. Bei England, das einen
auffälli=
gen Rückgang verzeichnet, tritt noch hinzu, daß der Verſand
engliſcher Kohle auf ein Minimum geſunken iſt, weil die
mexikaniſchen Bahnen zur Verfeuerung von Rohöl
über=
gegangen ſind. Die Ausführungsſtatiſtik weiſt folgendes
1909/10 1910/11 1911/12
Bild:
in Mark
nach
Vereinigte Staaten 402000000 457000000 456000000
73000 000
82000000
68 000 000
England
17000000 18000000 21000000
Deutſchland
Trotz der inneren Zerfahrenheit hat ſich die
Handels=
bilanz alſo bedeutend gebeſſert. Was nun die
Staats=
ſchuld Mexikos anlangt, ſo kann man von einer
Ueber=
ſchuldung in keiner Weiſe ſprechen. Im Auslande ſind
194,24 Millionen Dollar untergebracht, zu denen innere
Anleihen in Höhe von rund 51 Millionen treten, ſo daß
etwa 250 Millionen Dollar ſtaatliche Verbindlichkeiten
lau=
fen. Man wird nicht behaupten können, daß dies
über=
mäßig viel iſt, und bei dem Reichtum des Landes iſt
das Riſiko für die Beſitzer der Titel nicht groß.
Aller=
dings iſt außerdem viel fremdes Kapital in mexikaniſchen
Unternehmungen inveſtiert, zu einem erheblichen Teil in
Eiſenbahnen, die im Auslande einen großen Markt haben.
Es handelt ſich dabei um die ſtattliche Ziffer von faſt
ge=
nau 2 Milliarden Mark, an denen England mit reichlich
einem Drittel beteiligt iſt. Die in Frage kommenden
Ge=
ſellſchaften haben, ſo lange die Entwicklung der Dinge
äihren normalen Verlauf nahm, ihren Gläubigern nicht
allzu große Enttäuſchungen bereitet. Auch in der jetzigen
unheilvollen Periode hat z. B. die Petroleuminduſtrie
noch nicht ſehr gelitten. — Es iſt alſo, wenn man obigen
Darlegungen und Ziffern nüchterne und objektive
Wür=
digung zuteil werden läßt, keineswegs eine peſſimiſtiſche
Auffaſſung am Platze. Mexiko macht gegenwärtig eine
ſchwere Kriſe durch, aus der es aber bei ſeinen großen
Hilfsquellen vorausſichtlich neu gekräftigt hervorgehen
wird. Vorher muß natürlich im Lande endgültig Ruhe
geſchaffen werden, ein Ziel, das durch gemeinſame
Ar=
beit aller derjenigen Mächte, die berechtigtes Intereſſe
an der weiteren Entwicklung des Landes haben, wohl
erreicht werden kann.
Deutſches Reich.
— Der Kaiſer beim Herzog von
Cumber=
land. Wie jetzt bekannt wird, wird das Kaiſerpaar am
Nachmittag des 23. März, an dem es den Kaiſer
Franz Joſef in Schönbrunn beſucht, in Penzing bei dem
Herzog von Cumberland zu Gaſt ſein.
— Der Kolonialgerichtshof. Hier und da
wird es ſo dargeſtellt, als ob der Bundesrat ſich bereits
über den Ort, an dem der Kolonialgerichtshof errichtet
werden ſoll, ſchlüſſig gemacht hätte. Das iſt nicht der
Fall. Die Lage iſt folgende: Der Staatsſekretär des
Reichskolonialamts hat erklärt, daß die Frage, ob
Ham=
burg oder Berlin Sitz des Kolonialgerichtshofs werden
ſolle, für ihn keine grundſätzliche ſei. Die Hauptſache
bleibe, daß der Gerichtshof geſchaffen werde. Im
Gegen=
ſatz dazu hat ſich das preußiſche Staatsminiſterium dahin
ſchlüſſig gemacht, unter allen Umſtänden Berlin zum Sitz
des Kolonialgerichtshofes zu beſtimmen. In dieſer Frage
Preußen entgegenzutreten, liegt für die meiſten
Bundes=
ſtaaten kein Anlaß vor. Verſchiedene ſind zwar der
An=
ſicht, daß Hamburg ſich für den Kolonialgerichtshof beſſer
eigne als Berlin, aber trotzdem werden ſie, da ſie an der
Sache nicht beteiligt ſind, nicht gegen Preußen ſtimmen.
Eine große Mehrheit im Bundesrat wird ſich daher für
Berlin erklären. Entſcheidet ſich dagegen der Reichstag
für Hamburg, ſo ſcheitert der Geſetzentwurf.
— Beſuch von Reichstagsabgeordneten
in Oſtafrika. Aus Anlaß der Landesausſtellung in
Oſtafrika iſt eine Einladung an die Mitglieder des
Reichs=
tags ergangen, dem Schutzgebiet Oſtafrika einen Beſuch
abzuſtatten, der im Auguſt oder September ſtattfinden
ſoll. Bei dieſer Gelegenheit wurden Anregungen laut,
nach denen das Reich Mittel zur Beſtreitung der den
Ab=
geordneten entſtehenden Koſten bewilligen ſollte.
Insbeſon=
dere der Reichstagsabgeordnete Dr. Heckſcher hat
wieder=
holt angeregt, daß von Reichs wegen eine Einladung der
Abgeordneten erfolgen ſolle. Es dürfte aber kaum
Aus=
ſicht beſtehen, daß dieſer Wunſch in Erfüllung geht. Man
ſteht einer Bewilligung von Reichsmitteln für
Studien=
reiſen von Parlamentariern grundſätzlich ablehnend
gegenüber, um keinen Präzedenzfall zu ſchaffen. Die
bis=
herigen parlamentariſchen Studienreiſen nach den
Schutz=
gebieten ſind ſtets ohne Bewilligung von Reichsmitteln
vor ſich gegangen. Eine größere Zahl von Abgeordneten
hatte bekanntlich im Jahre 1905 eine Studienreiſe nach
Togo und Kamerun unternommen, ferner fand einige
Zeit ſpäter eine Studienreiſe nach Oſtafrika ſtatt. Der
einzige Fall, in welchem ein einzelner Abgeordneter eine
Reiſe nach den Schutzgebieten auf Koſten des Reiches
ge=
macht hat, betrifft die Reiſe des früheren Abgeordneten
Görcke. Dieſer war Etatsreferent für Kiautſchou und
hat ſich in Begleitung des damaligen Dezernenten für
Kiautſchou zu ſeiner beſonderen Information nach dem
Schutzgebiet begeben.
Die Diamantenüberſchüſſe. Die
Budget=
kommiſſion des Reichstags hat in ihren letzten Sitzungen
ſich mit den überraſchend reichen Diamantenüberſchüſſen
des ſüdweſtafrikaniſchen Schutzgebietes befaßt. Sie haben
dem Fiskus im Jahre 1913 zehn Millionen über die
ver=
anſchlagten ſechs Millionen Mark eingebracht. Das iſt
im ganzen die Signatur des Jahrfünfts geweſen, in dem
wir die koſtbaren Steine abbauen, daß faſt durchweg die
Erwartungen und Voranſchläge übertroffen wurden.
Insgeſamt ſind, ſeit im Juli 1908 die erſten Diamanten
bei Lüderitzbucht entdeckt wurden, rund 4½ Million Karat
im Werte von annähernd 140 Millionen Mark abgebaut
worden, im letzten Jahre allein 54 Millionen Mark —
vobei allerdings die nicht unweſentliche Preisſteigerung
in der jüngſten Zeit ins Gewicht fällt. Der Reinertrag der
diamantenſördernden Erwerbsgeſellſchaften daran iſt etwa
31 Millionen Mark geweſen. Die reſtlichen reichlichen
drei Viertel ſind fiskaliſche und kommunale Abgaben,
Speſen und dergl. Für 1914 dürfte die ausdrücklich als
vorſichtig bezeichnete Schätzung des Bruttoerlöſes in Höhe
von 36¾ Millionen Mark, die im diesjährigen
Etatsent=
wurf ſteht, übertroffen werden.
— Der Duellantrag. Die Duellkommiſſion des
Reichstags hat nunmehr als ihren Antrag die Duell=
No=
pelle zum Strafgeſetzbuch eingebracht, deren einziger
Ar=
tikel als § 208a des Strafgeſetzbuches folgende Vorſchrift
einſtellen will: „Hat der Herausfordernde oder der
An=
nehmende die Herausforderung oder hat in den Fällen
der §§ 205 bis 208 der Täter den Zweikampf freventlich
verſchuldet, ſo tritt an Stelle der Feſtungshaft
Gefängnis=
ſtrafe von gleicher Dauer. Neben der Gefängnisſtraſe kann
auf Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden.”
Die Duell=Interpellation des Zentrums wird zuſammen
mit dem Antrag der Duellkommiſſion am nächſten Freitag
auf die Tagesordnung des Plenums geſetzt werden.
— Aus Zabern. Die Poſt meldet aus Zabern:
Wie dem Elſäſſer mitgeteilt wird, ſoll die Wiederbelegung
der Garniſon Zabern am 1. Oktober erfolgen. In
Aus=
ſicht ſei das zurzeit in Straßburg liegende Infanterie=
Regiment Nr. 132 genommen, während die 99er nach
Straßburg verlegt werden ſollen. In der Kreuzzeitung
und anderen Blättern iſt unter der Spitzmarke „
Vorkomm=
niſſe im Zaberner Poſtamt” die Meldung eines
Provin=
zialblattes wiedergegeben worden, nach der ſieben
Zaber=
nern Poſtbeamten infolge der Reuteraffäre ihre
Strafver=
ſetzung zum 1. April ds. Js. zugeſtellt worden ſei. Das
Wolffſche Telegraphenbureau iſt auf Anfrage bei der
zu=
ſtändigen Stelle zu der Erklärung ermächtigt worden, daß
dort von Verſetzungen, die mit der Reuteraffäre
zuſam=
menhängen, nichts bekannt und die Nachricht frei
erfun=
den ſei.
Bayern und der Waffengebrauch des
Militärs. Nach Erkundigungen aus dem bayeriſchen
Kriegsminiſterium hat Bayern gegen die Uebertragung
preußiſcher Beſtimmungen bezüglich Waffengebrauchs des
Militärs auf das bayeriſche Heer zwar Bedenken erhoben,
will jedoch die Verhandlungen mit Preußen fortſetzen.
Ausland.
Frankreich.
Die Senatsdebatte über die Frage der
Rentenbeſteuerung wird vorausſichtlich am
Frei=
tag oder zu Beginn der nächſten Woche ſtattfinden.
Meh=
rere radikale Senatoren dürften den vom Ausſchuß
abge=
lehnten Entwurf Caillaux’ in Form eines Zuſatzantrages
wieder aufnehmen. Es heißt übrigens, daß Caillaux,
ſei=
ner bisherigen Haltung entſprechend, auch in dieſer
Ange=
legenheit es vermeiden werde, die Vertrauensfrage zu
ſtellen.
England.
Die Homerulebill im Unterhauſe. Das
Unterhaus war bei der Beratung der Homerulebill noch
ſtärker beſucht als bei der erſten Einbringung der
Home=
rulebill. Die Galerien waren gedrängt voll.
Asquith erklärte die Vorlage enthielte nach ſeiner und
ſeiner Anhänger Ueberzeugung keine Ungerechtigkeiten
oder Beſchwerniſſe für irgendeine Klaſſe oder ein
Indivi=
duum. Aber in Uiſter beſtände die Gefahr eines akuten
Konflikts, ja ſelbſt von Unruhen, und dasſelbe gelte für
ganz Irland, wenn die Bill verſtümmelt würde. Die
Gefahr ſei groß, und nach allen Seiten wäre nicht ein
Aufgeben von Prinzipien, wohl aber die Annahme einer
praktiſchen Formel zu rechtfertigen, die zu einem
ſegens=
reichen Ende führen könne. Außer den Geſetzesmaßregeln,
die die Bill bereits enthalte, wären drei verſchiedene Wege
verſucht worden, um den Schwierigkeiten von Ulſter zu
begegnen. Er, der Premierminiſter, neige perſönlich zu
einer gewiſſen Eremption von Ulſter. Aber dieſer
Vor=
ſchlag fand nicht die Zuſtimmung der beteiligten
Par=
teien. Die Regierung ſei zu dem Schluß gekommen, daß
den Grafſchaften von Ulſter freigeſtellt werden ſollte, zu
entſcheiden, ob ſie demnächſt ausgeſchloſſen bleiben
woll=
ten. Jede Grafſchaft von Ulſter ſollte darüber abſtimmen
dürfen, bevor die Bill in Wirkſamkeit trete Die einfache
Mehrheit würde entſcheiden. An der Wahl würden die
zum Parlament Stimmberechtigten teilnehmen, und die
Periode des Ausſchluſſes würde ſich auf ſechs Jahre
er=
ſtrecken vom Zuſammentritt der iriſchen Legislatur
Pre=
mierminiſter Asquith fuhr fort, die Regierung habe dieſe
Periode von ſechs Jahren gewählt weil man in dieſer
Zeit die Tätigkeit des iriſchen Parlaments genügend
be=
urteilen könne und weil die Wähler des vereinigten
Kö=
nigreichs in dieſer Zeit ſicher Gelegenheit haben würden,
auf Grund ihrer Erfahrung zu entſcheiden, ob der
Aus=
ſchluß von Ulſter beendet werden ſollte oder nicht. Das
Reichsparlament würde ſpäteſtens im November 1915
auf=
gelöſt werden, vermutlich aber ſchon früher. Die Legislas
turperiode des folgenden Parlaments könne nur bis
No=
vember 1920 dauern. Es würden alſo zwei allgemeine
Wahlen ſtattfinden, bevor der Ausſchluß von Ulſter zu
Ende käme. Die Regierung halte dieſes für ein billiges
und gerechtes Arrangement und habe es um des Friedens
willen vorgeſchlagen. — Bonar Law erwiderte, wenn
dieſe Vorſchläge das Letzte von der Regierung ſeien, dann
erſchiene ihm die Lage ſehr ernſt. Die Regierung könne
die Gefahr auf dieſe Weiſe nicht abwenden. Wenn die
Regierung an dieſer Geſinnung feſthielte, ſo mache ſie ein
Angebot, von dem ſie wüßte, daß es unannehmbar ſei
und nur den Zweck habe, ihre Stellung zu verbeſſern.
Bo=
nar Law ſchloß, indem er die Auflöſung des Parlaments
oder ein Referendum verlangte. — Nachdem Bonar Law
geſprochen, erklärte der Nationaliſt Redmond, daß die
Regierung mit ihren Zugeſtändniſſen bis zur äußerſten
Grenze gegangen ſei. Falls die Vorſchläge von den
Be=
wohnern Ulſters offen als Grundlage einer Verſtändigung
angenommen würden, würden die Nationaliſten ihren
Einfluß aufwenden, um ihre Landsleute zu veranlaſſen,
in loyaler Weiſe nach dem Uebereinkommen zu verfahren.
Wenn aber die Vorſchläge zurückgewieſen würden, ſo ſei
es Pflicht der Regierung und der Majorität, die Bill
zum Geſetz zu machen, ohne eine einzige Stunde zu
ver=
lieren, mit furchtloſer Entſchloſſenheit und allen
verfüg=
baren Hilfsmitteln der Bewegung die Stirn zu bieten
die vielleicht entſteht, um durch Drohung mit Gewalt das
Parlament einzuſchüchtern oder das Geſetz umzuſtoßen.
— Auf Redmond folgte Edward Carſon, der erklärte, die
Anerkennung des Grundſatzes des Ausſchluſſes Ulſters ſei
ein Fortſchritt. In dieſem Falle ſei jedoch dem
Zuge=
ſtändnis eine Bedingung zugefügt. Er glaube, dies ſei
geſchehen, um den Beginn der Verhandlungen über die
Frage des Ausſchluſſes überhaupt unmöglich zu machen.
Ulſter verlange dieſe Frage jetzt und für immer
entſchie=
den. Er (Carſon) lehne den Sechsjahrvorſchlag ab.
Nachdem noch einige Abgeordnete geſprochen hatten,
ver=
tagte ſich das Haus.
Portugal.
Die Verhandlungen wegen der
Kolo=
nien. In Beantwortung der Interpellation hinſichtlich
der Meldungen über ein engliſch=deutſches Abkommen,
be=
treffs der portugieſiſchen Kolonien erklärte
Miniſterprä=
ſident Machado im Senat, daß die Beziehungen Portugals
zu dieſen beiden Mächten jetzt noch beſſer ſeien als in
den letzten Zeiten der Monarchie. Die Regierung habe
das größte Vertrauen zu ihrer Freundſchaft mit
Deutſch=
land und dem Bündnis mit England, aber er könne über
die ſchwebenden Verhandlungen nicht antworten.
Spanien.
Die Wahlen. Bisher ſind gewählt: 199
Konſer=
bative, 95 Liberale, 21 ſozialiſtiſch=radikale Republikaner,
8 Unabhängige, 19 Regionaliſten, 7 Reform=Republikaner,
4 Katholiken, 5 Anhänger Don Jaimes. In 38
Wahl=
kreiſen ſteht das Wahlergebnis noch aus. Neue Wahlen
finden in 9 Wahlkreiſen ſtatt, weil die betreffenden
Kan=
didaten zweimal gewählt worden ſind.
Balkanſtaaten.
Die Epirusfrage. In der griechiſchen Kammer
brachte der Miniſter des Aeußern Dr. Streit einen
Brief=
wechſel mit Zographos zur Kenntnis, aus welchem
her=
vorgeht, daß die Abſetzung der griechiſchen Behörden ohne
Wiſſen der proviſoriſchen Regierung von Epirus erfolgt
ſei. Die Behörden würden durch die griechiſche Regierung
wieder eingeſetzt werden. Der Miniſter des Aeußern teilte
ferner die Verbalnote mit, welche die Geſandten
Oeſter=
reich=Ungarns und Italiens mit Zuſtimmung des
deut=
ſchen Geſandten übermittelten.
Danach beſchloß auf den Vorſchlag ihrer Regierungen
die internationale Kontrollkommiſſion in Valona, in
einem Protokoll die vollſtändige Gleichberechtigung der
Kulte und Sprachen in Albanien zu gewährleiſten. Die
beiden Mächte werden dieſen Beſchluß veröffentlichen und
ihren ganzen Einfluß für deſſen Durchführung ausüben.
Zweitens betrachten nach Mitteilung der beiden
Ge=
ſandten deren Regierungen die Grenzberichtigung, die
mit Venizelos vereinbart ſei, als gültig. Die Berichtigung
wird ſofort nach der Räumung Albaniens durch die
grie=
chiſchen Truppen ſtattfinden. Drittens iſt die von
Grie=
chenland in Kaſa und Koritza geforderte
Grenzberich=
tigung abgelehnt worden. Viertens ſind die beiden
Re=
gierungen bereit, die anderen Wünſche Griechenlands,
ins=
beſondere die Einreihung der Eingeborenen Südalba=
niens in die albaniſche Gendarmerie, zu erwägen und
dem Fürſten von Albanien zu empfehlen. Dr. Streit
ſchloß, dieſe Mitteilung beſtärke die griechiſche Regierung
in der Hoffnung, daß die Antwort der Mächte den
Wün=
ſchen Griechenlands günſtig ſein werde.
Die Reviſion der Verfaſſung in
Rumä=
nien. In der rumäniſchen Kammer wurde ein aus der
Initiative von Parlamentariern hervorgegangener
Geſetz=
entwurf verleſen, der die Reviſion der Verfaſſung fordert,
um die Agrarreform durchzuführen. Das gegenwärtige
Mißverhältnis zwiſchen dem großen und kleinen
Grund=
beſitz ſoll beſeitigt und die Regierung ermächtigt werden,
an Bauern unter gewiſſen Bedingungen gegen eine billige
im voraus zahlbare Entſchädigung Ländereien von
Groß=
grundbeſitzern zu verkaufen. Der Entwurf bezweckt
fer=
ner die Durchführung einer politiſchen Reform durch die
Aufhebung der gegenwärtigen Wahlkörper und deren
Er=
ſetzung durch einen einzigen Wahlkörper mit der
Vertre=
tung der Minderheiten und der Wahlpflicht. Andere
Ar=
tikel der Verfaſſung ſollen mit dem Entwurf in Einklang
gebracht werden. Der Entwurf wurde unter Beifall ſofort
zum Beſchluß erhoben.
Die Wahlen in Bulgarien. Nach amtlichen
Meldungen ſollen der Regierung bisher 130 Sobranjeſitze
ſicher ſein. Außerdem ſoll ſie noch auf einige weitere
rech=
nen. Die Bauernbündler dürften über 50, die
Demokra=
ten faſt 30 Sitze erobern. Die Sozialiſten verlieren
be=
deutend.
Der Abſchluß des türkiſch=ſerbiſchen
Friedensvertrages. Der definitive Abſchluß des
türkiſch=ſerbiſchen Friedensvertrages fand am Montag
nachmittag nach einer Zuſammenkunft zwiſchen dem
Delegierten der Pforte Reſchid Bey und dem ſerbiſchen
Delegierten Steffeanowitſch ſtatt, deſſen letzte Inſtruktion
folgende von der Pforte angenommene Abänderungen
vorſchlug:
Die Urteilsſprüche der Muftis in den abgetretenen
Gebieten werden nicht dem Scheich ül Islam letzter
In=
ſtanz unterbreitet; der Obermufti bleibt die oberſte
In=
ſtanz. Die Parteien können jedoch darüber hinaus die
ſerbiſchen Gerichte anrufen, die als ſchiedsrichterliche
Or=
gane entſcheiden können. Der Lehrplan der
muſelmani=
ſchen Volksſchulen ſoll dem der ſerbiſchen entſprechen. Die
Unterrichtsſprache wird die türkiſche ſein mit
obligatori=
ſchem Unterricht in der ſerbiſchen Sprache. Die in den
annektierten Gebieten geborenen, in der Türkei
wohnhaf=
ten Perſonen werden für die ſerbiſche Staatsangehörigkeit
optieren können, falls ſie die Türkei verlaſſen, werden aber
ſpäter zu vorübergehendem Aufenthalt dorthin kommen
können. Der türkiſche Delegierte wird an den ſerbiſchen
Delegierten einen Annexbrief richten, in dem geſagt wird,
die Türkei werde in dieſer Hinſicht alle Erleichterungen
gewähren. Ein anderer Annexbrief beſtimmt, daß in der
Türkei ſerbiſche Schulen errichtet werden können. Die
Unterzeichnung des Friedensvertrages wird vollzogen
werden, ſobald die Abſchriften fertiggeſtellt ſind.
Aus Albanien. Die Jacht „Taurus” ging nach
Cattaro ab und kehrt dann zurück, um den Fürſten nach
Valona und anderen Orten Albaniens zu bringen.
Wahr=
ſcheinlich erfolgt Ende des Monats auch ein Beſuch beim
deutſchen Kaiſer auf Korfu. Turkham Paſcha gilt als
ruſſophil. Seine Ernennung wird als ein Zugeſtändnis
an Rußland angeſehen. Turkham iſt Albaneſe und ſteht
m 70. Lebensjahre. Er war eine Zeitlang türkiſcher
Ge=
ſchäftsträger in Wien, Botſchafter in Rom und mehrere
Male Miniſter, einmal auch Miniſter des Aeußern. Eſſad
wird zum Armee=Inſpekteur ernannt.
Südafrika.
Die Indemnitätsbill in dritter Leſung
angenommen. Im Abgeordnetenhauſe beantragte
Miniſter Smuts die dritte Leſung der Indemnitätsbill
und betonte dabei, daß die Verbannung der deportierten
Arbeiterführer nicht notwendigerweiſe eine dauernde ſei,
da das Einwanderungsgeſetz es ermögliche, Deportierten
eine zeitlich beſchränkte Erlaubnis zur Rückkehr zu geben
falls guter Grund dazu vorhanden ſei. Die deportierten
Arbeiterführer könnten wegen keines Verbrechens verfolgt
werden, ſie ſeien aber Leute, die eine ſoziale Revolution
herbeiführen könnten. In der Debatte betonten die Red
ner der Oppoſition, daß der deportierte Arbeiterführg
Poutsma kein Verbrechen begangen hätte. Der
Eiſen=
bahnminiſter deutete an, daß die Verbannung der
De=
portierten wahrſcheinlich eine beträchtliche Zeit dauern
werde, falls ſie ſich nicht rechtfertigen könnten. Die In
emnitätsbill wurde mit 70 gegen 12 Stimmen ange
nommen.
Japan.
Der Marineetat. Die Budgetkommiſſion des
Oberhauſes beſchloß mit 48 gegen 7 Stimmen beim
Ma=
rineetat, außer der vom Abgeordnetenhauſe bereits
vor=
genommenen Herabſetzung um 30 Millionen Yen dem
Oberhauſe eine weitere Herabſetzung um 40 Millionen zu
empfehlen. Premierminiſter Yamamote wandte ſich gegen
dieſe Maßnahme und erklärte, die Herabſetzung würde die
nationale Verteidigung ernſtlich behindern. Bezüglich der
Beſtechungsfälle in der Marine ſagte der Premierminiſter,
er ſei entſchloſſen, keine Verantwortuna zu übernehmen,
bis die Gerichte entſchieden hätten.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 11. März.
* Beſtätigt haben Se. Königl. Hoheit der Groß
herzog die durch die Dekanatsſynode des Dekanats
Schotten auf die Dauer von fünf Jahren vollzogene
Wahl des evangeliſchen Pfarrers Wilhelm Volp zu
Laubach zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats
Schotten.
* Uebertragen wurde der Schulamtsaſpirantin
Klara Schuſter aus Ebersheim, Kreis Mainz, eine
Lehrerinſtelle an der Volksſchule zu Bürſtadt, Kreis
Bensheim; dem Lehrer Heinrich Lingelbach zu Neu=
Bamberg, Kreis Alzey, eine Lehrerſtelle an der
Volks=
ſchule zu Bodenheim, Kreis Oppenheim; dem Lehrer
Nikolaus Schmitt zu Weiher, Kreis Heppenheim
ine Lehrerſtelle van der Volksſchule zu Weiſenau, Kreis
Mainz; dem Lehrer Heinrich Weinheimer zu
Guntersblum, Kreis Oppenheim, eine Lehrerſtelle an der
Volksſchule zu Oppenheim; dem Schulamtsaſpiranten
Valentin Gieg aus Wachenheim, Kreis Worms, eine
Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Partenheim, Kreis=
Oppenheim; dem Schulamtsaſpiranten Heinrich Metzler
us Ober=Olm, Kreis Mainz, eine Lehrerſtelle an der
Volksſchule zu Weinolsheim, Kreis Oppenheim; dem
Schulamtsaſpiranten Philipp Michel aus Crumſtadt,
Kreis Groß=Gerau, eine Lehrerſtelle an der Volksſchule
zu Schwabsburg, Kreis Oppenheim.
g. Strafkammer I. Ein hoffnungsvolles Früchtchen
iſt der 16jährige Hans B. Er iſt der Sohn eines Arzteg
und mußte die Ober=Realſchule in Groß=Umſtadt, die er
zunächſt beſuchte, verlaſſen, da er dort nicht gut tat. Er
am hierauf als Lehrling nach Erbach i. O., wo er ſich ſo
aufführte, daß ſein Vater eine öffentliche Erklärung
er=
laſſen mußte, er käme für die Schulden ſeines Sohnes
nicht auf. Er wurde dann auch bald aus ſeiner Stelle
entlaſſen. Nun hat er zwei Anweiſungen mit der Unten
chrift des Vaters gefälſcht und ſich dadurch einen Hut und
ein Paar Stiefel verſchafft. Das Gericht verurteilte deſ
Angeklagten, der ſich jetzt in Zwangserziehung befindet,
wegen Urkundenfälſchung zu 3 Tagen
Ge=
ängnis. — Der 26jährige Hausburſche Georg
Bauer=
von hier hat am 5. Februar aus einem Hauſe der
Verwal=
tungs= und Verwertungsgeſellſchaft in der Karlſtraße.
einen Ofen im Werte von 15 Mark geſtohlen und verkauft.
Er erhielt 3 Monate Gefängnis abzüglich 3 Wochen
der Unterſuchungshafthaft. — Der 27jährige Kaufmann
Erich M. von hier hat im März 1911 eine
Eröffnungs=
bilanz nicht ordnungsmäßig gezogen. Er wurde jetzt
degen Konkursvergehen zu 10 Mark Geldſtrafe
ver=
urteilt. — Der 33jähr. Taglöhner Ogroasky hat in der
ſacht zum 31. Januar in einem Hotel am Bahnhof mittels
Einſteigens einen Ueberzieher, Schirm, Kleiderbürſte,
Taſchenlampe, Briefmarken, Zigarren, Wurſt uſw.
ge=
ſtohlen, außerdem einem dort logierenden Reiſenden einen
Handkoffer und ein Paar Stiefel. Das Gericht verurteilt
den Angeklagten, weil rückfällig, zu 1 Jahr6 Monaten
Gefängnis abzüglich 6 Wochen der Unterſuchungshaft.
— Vom Großh. Hoftheater wird uns geſchrieben: In
der heutigen Erſtaufführung von Ibſens John
Ga=
briel Borkmann” ſpielt anſtelle der plötzlich
erkrank=
ten Herta Alſen Frau Grete Ilm vom Städtiſchen Schau= in Frankfurt a. M. die Rolle der Frau Gunhild
Borkmann. Die Geſchloſſenheit der äußerſt ſchwierigen
Das Boudoir.
** Das Boudoir kehrt wieder! Faſt ſchien
es verurteilt, im Laufe des letzten Jahrzehnts verdrängt
oder zumindeſt ſeines Charakters beraubt zu werden; der
gewaltige Aufſchwung des modernen Kunſtgewerbes, der
die Schönheit der Gemächer und ihre Einrichtung aus der
Einfachheit und Zweckmäßigkeit entwickelte, wußte mit dem
Boudoir, dieſer launiſch und kapriziös aufgebauten Stätte
der von der Dame beherrſchten Geſelligkeit, eine Zeitlang
nichts Rechtes anzufangen. Ein Damengemach, in deſſen
Ausſtattung die Willkür und die wechſelnde Phantaſie ſich
nicht frei und ungebunden ſpiegeln; ein Damengemach, in
dem eine ſchöne, aber unperſönliche Zweckmäßigkeit alle
Formen beherrſcht, war auf dem Wege, aufzuhören als
Boudoir weiter zu exiſtieren. Leiſe und vorſichtig hat ſich
der kleine Thronſaal weiblicher Anmut in den letzten
Jah=
ren dieſer Bevormundung entzogen, auf ſchüchterne
Ver=
ſuche folgten kühnere; das Kunſtgewerbe nahm die
An=
regungen auf und heute, mit der Wiederkehr bauſchiger
und molliger Kiſſen, mit dem Mut zum bric à brae und zu
einer pittoresken Durchbrechung rein äußerlicher
Stilvor=
ſchriften, iſt über Nacht das echte alte Boudoir wieder zu
Ehren gekommen.
Lange haben die Frauen ausharren müſſen, bis im
Gange der Kulturgeſchichte Sitte und Brauch der Frau des
Hauſes ihr eigenes Gemach zuſprachen, in dem ſie allein
die Herrſcherin iſt; das alte Hellas und ſelbſt Rom kannten
kein Luxusgemach, das allein der Frau gewidmet war, und
Jahrhunderte verſtreichen, ehe in bleiern langſamer
Ent=
wickelung die geſellſchaftliche Stellung der Frau ſich ſo weit
feſtigt, daß ſie mit den Familienräumen unter dasſelbe
Dach einzieht, unter dem die Männer mit Geſang und
Trank ihre geſelligen Feſte feiern. Wenn die Frau Gäſte
empfing, ſo geſchah das im Schlafgemach, das ſie mit ihrem
Gattentteilte; am Fußende des Bettes ſtand eine Bank mit
Lehnezeſie war der Vorläufer des Sofas im heutigen
Bou=
doir. Aber ſie war nicht=Alleinherrſcherin in dieſem Raum,
hiereempfingeder=Herr des Hauſes auch Bittſteller: am bur=
gundiſchen Hofe beiſpielsweiſe war es eingeführter Brauch,
daß alle Bittſchriften auf das Bett niedergelegt wurden.
Selbſt die Frauen des mächtigen Adels, ja ſogar die
Für=
ſtinnen verfügten über keinen Raum, der ihnen allein
ge=
hörte, in dem ſie nach Neigung einſamen Betrachtungen
nachhängen oder liebe Freundinnen allein empfangen
konn=
ten. Erſt mit der prunkvollen Verbreitung der
Lebens=
haltung im 14. und 15. Jahrhundert erſtehen in den großen
Schlöſſern neben den ſtattlichen Feſträumen und
Gaſtzim=
mern ſchüchterne Gelaſſe, die der Frau des Hauſes allein
gehören. Gewiß gab es auch ſchon damals größere
Frauen=
gemächer, in denen die Herrinnen mit den Töchtern und
dem Geſinde ſtickten und nähten, aber zum ſinnenden
Ge=
plauder unter vier Augen ſtand der Frau kein Raum zur
Verfügung.
Erſt die ausgehende Hochrenaiſſance bringt der Herrin
ein kleines „Kabinett” und es iſt nicht der Geſelligkeit
ge=
widmet, ſondern den Stunden religiöſer Einkehr und dem
Gebet. Vergebens würde der Beſucher hier nach bequemen,
zum Verweilen einladenden Möbeln geſucht haben; an den
Wänden ſah man Andachtsbilder und die
Möbeleinricht=
ung beſtand aus einem Betpult. Und doch iſt es dieſer ſchlichte
und ſtrenge kleine Raum der weltabgewandten Gedanken,
aus dem durch eine Ironie der Geſchichte das Boudoir
hervorwächſt. Es iſt recht eigentlich die Errungenſchaft des
18. Jahrhunderts, des Rokoko, des Zeitalters, in dem die
ſchöne Frau zum erſten Male alle Inſignien der abſoluten
geſellſchaftlichen Majeſtät entgegennimmt und den Ton
eines ganzen Jahrhunderts beſtimmt. Neben dem
größe=
ren Salon zimmert das Rokoko der Frau ſtatt des alten
Andachtskabinetts das Boudoir, und bald iſt es
Allgemein=
gut des Adels und des wohlhabenderen Bürgertums
ge=
worden. Klein und behaglich iſt dieſer Raum, der ganz
das Weſen ſeiner Beſitzerin ſpiegelt; zierlich, zart und
ſpie=
leriſch wird er geſchmückt. Willkür und Launen des
Ge=
ſchmackes beſtimmen die Ausſtattung. Ueber die Wände
ziehen ſich koſtbare Stoffe mit Stickereien und Spitzen, die
bald von köſtlichen Holzſchnitzereien und zarten, duftigen
Gemälden abgelöſt werden. Weiche und ſchwellende
Sitz=
möbel laden zum Verweilen und ſtimmen den Geiſt
zu ſorgloſer und läſſiger Plauderei. Die gefeierte
Schauſpielerin Guimard läßt die Wände ihres
e=
machs mit Atlas beſpannen, die Prinzeſſin
Lam=
balle mit Gros de Tours, und bald ſetzen
Stil=
ſpielereien ein, die dem Boudoir etwas Exotiſches und
Geheimnisvolles geben. Die Pompadour möbliert ihr
Boudoir perſiſch, mit reichen Goldſtickereien; über den
Tü=
ren zaubert die Meiſterhand Bouchers mit zartem Pinſel
chineſiſche Landſchaftsbilder. Nur den intimſten
Freun=
dinnen und Freunden gewährt hier die Herrin des Hauſes
Einlaß; ihr Boudoir macht ſie zu ihrem Geheimnis, das
nur wenige mit ihr teilen dürfen. Marie Antoinette gehl
darin ſo weit, daß ſie in Fontainebleau den Schlüſſel zu
ihrem Boudoir ſtets bei ſich trägt, damit ohne ihren Willen
und ihr Vorwiſſen keine Menſchenſeele ihr kleines
Wunder=
gelaß betrete. In dem Maße, als die Künſtler zur
Aus=
ſchmückung des Boudoirs herangezogen werden, mehren ſich
uch die bunten Launen; Stiche und Wandmalereien
ſpie=
geln den koketten und tändelnden Geiſt der Zeit. Wohin
das Auge fällt, ruht es auf lichten und duftigen Farben
aus. Die ſchöne Beſitzerin hat es verſtanden, in der
Aus=
ſchmückung ihres Boudoirs alle ſtarken Akzente, die den
Blick von ihr ablenken könnten, zu dämpfen und abzutönen.
Nirgends fordert ein ſtarker Farbton den Blick heraus, ein
helles Zwielicht füllt den Raum, ohne dunkle Schatten zu
geben, und die luſtig tanzenden und ſich haſchenden
zier=
lichen kleinen Amoretten am Plafond, die der Maler mit
ebenſo viel Witz als Delikateſſe an die Decke tuſchte, laſſen
den Gaſt vergeſſen, daß er hier zwiſchen Steinmauern ſitzt.
Verirrt ſich der Blick zum Fenſter, ſo ſieht er lauſchige
Grot=
ten, und das Ohr vernimmt vielleicht das milde Rauſchen
einer jener kleinen Waſſerſpiele, die das Rokoko ſo gern
und mit ſo viel Aufwand an Erfindungsgeiſt in ſeinen
Gärten errichtet. Erſt die Revolution fegte dieſe zarten
Gebilde der Frauenphantaſie hinweg, aber aus ihren
Trüm=
mern erhob ſich wieder der ſogen. kleine „Salon” der ſich
nun auf ſeine Vergangenheit beſinnt und wieder zum
Bou=
doir wird.
fürttellung wird jedoch unter dieſer Neubeſetzung um ſo
lmiger leiden, als Grete Ilm eine der glänzendſten
Uteernen Schauſpielerinnen und im beſonderen eine
Aen=Darſtellerin erſten Ranges iſt und bereits an den
letz=
ſeProben des Werkes teilnimmt. Am Donnerstag und
Freitag erſcheinen zwei der beliebteſten
Reportoire=
hern, Kienzls „Evangelimann” und Puecinis
gadame Butterfly” auf dem Spielplan. Die 33.
ſplesvorſtellung bringt am Samstag Meyer=Förſters
hrauſpiel „Alt=Heidelberg” während am Sonntag,
nach=
lſtaag um 2½ Uhr, Boieldieus entzückende komiſche
har „Die weiße Dame” zu ermäßigten Preiſen
Szene geht. Das Werk wurde bekanntlich
Anfang der. Spielzeit dekorativ und ſzeniſch
u eingerichtet und fand als Feſtvorſtellung zum
Ge=
risstag der Großherzogin wie auch bei einem Enſemble=
Matſpiel in Gießen eine ungemein herzliche Aufnahme.
ſt: Sonntag abend wird die Fallſche Operette „
Dollar=
nzeſſin” in durchweg neuer Beſetzung vorbereitet.
— Herr Hofopernſänger Schützendorf hat, wie uns
ſitggeteilt wird, den ehrenvollen Antrag erhalten, bei den
ſff ſpielen in Bayreuth mitzuwirken.
* Führungen im Landesmuſeum. Die 12. Führung
nwet Sonntag, den 15. März, vormittags von 8¾—9¾
h., ſtatt. Thema: Die alten Verfahren des Bilddrucks:
Holzſchnitt und Kupferſtiche. Karten ſind im
Verkehrs=
ſtrrau von Donnerstag bis Samstag um 12 Uhr unent=
Plllich zu haben.
* Kunſtverein am Rheintor. Vielſeitigen Wünſchen
bi prechend und auch mit Rückſicht auf den Umfang der
iver erſt nach und nach mit unverhoffter Verſpätung ein=
Aeffenden neuen Kollektionen wird die diesmalige
Aus=
ſſelrung des Kunſtvereins bis Sonntag, den 15. d. M.,
erlängert. Verkauft wurden bisher 4 Studien von Hugo
rgg=Saaleck im Geſamtwert von 750 Mark; die eine
anon, ein ſelten feinfühliges und anſprechendes Stück
Ar=
leik, erſtand der Verein ſelbſt zur Verloſung. Auch das
ra ndioſe Selbſtbildnis des Künſtlers im Oberlichtſaal
ur Werte von 2000 Mark) wird im Verlaufe dieſer Tage
ler Vorausſicht nach in die Hände eines hieſigen
Lieb=
avers übergehen; das gleiche gilt von zwei weiteren
kirter ſo reizvollen Studien.
Kongreſſe in Darmſtadt. Der Verein der
urorte und Mineralquellen=
Intereſ=
lſemten Deutſchlands, Oeſterreich=Ungarns und
er Schweiz tagte am Samstag und Sonntag im
Heotel zur Traube‟. An die Verhandlungen ſchloß ſich
Im Sonntag ein gemeinſchaftliches Diner. Der Deutſche
llusſchuß für geſundheitliche Einrichtungen in den
Kur=
lin d Badeorten Deutſchlands hielt vom Samstag bis
Montag in Darmſtadt ſeinen diesjährigen Kongreß ab.
Zuhlreiche Kur= und Badeplätze, ſowie Seebäder hatten
Ahierzu Vertreter entſandt und ebenſo Miniſterien der
berſchiedenen Bundesſtaaten. Nach den Beſprechungen
and am Montag im „Hotel zur Traube” ein
gemein=
ſſchaftliches Diner ſtatt.
* Der Gemeindegeſangverein der evangeliſchen
Stadtgemeinde Darmſtadt begeht nächſten Sonntag,
ben 15. März, die Feier ſeines ſiebenten
Stiftungs=
leſtes. Zur Aufführung kommt u. a. der Schlußchor
ms dem zweiten Teile der Schöpfung von Haydn
Bollendet iſt das große Werk” ferner „Der
Zigeuner=
hor” von Schumann. Die Sopranſängerin Fräulein
Iilla Geiger, eine Schülerin von Profeſſor Fahr, die
kürzlich bei den Mainzer Parſifal=Aufführungen in
ver=
ſchiedenen Chören mitgeſungen hat, iſt mit drei Liedern
pertreten: Pagen=Arie aus Die Hugenotten” von
Meyerbeer, Villanelle von Dell’ Acqua und
Wiegen=
li d von Humperdink. Des weiteren ſieht das
Pro=
hvamm vor zwei Chöre für Männerquartett („
Schmied=
lied” von Lachner und „Die Träne” von Witt), das
Haydnſche Kaiſer=Quartett für zwei Violinen, Viola
und Cello, „Der goldene Hochzeitsmorgen” Duett von
Schäffer u. a. Auch ein kleines Theaterſtück iſt
vor=
br reitet. Die Feier, die im Gemeindehaus Kiesſtraße 17
ſſtattfindet, beginnt präzis ½ 8 Uhr. Gäſte können durch
ſat tive und inaktive Mitglieder eingeführt werden.
(Näheres im Anzeigenteil.)
* Taubſtummengottesdienſt. Nächſten Sonntag,
dien 15. März, nachmittags 2 Uhr, findet zu Darmſtadt
im Gemeindehaus, Kiesſtraße 17, Gottesdienſt für
T aubſtumme mit Feier des heil. Abendmahls ſtatt.
Wegen eines Bahnfahrtausweiſes wolle man ſich an
Pfarrer Kleberger in Darmſtadt, Kiesſtraße 60, wenden.
* Allgem. Deutſcher Frauenverein (Ortsgruppe
Darm=
ſtaadt). Auf den Vortrag von Fräulein Dr. Bernays:
„Die Teilnahme der modernen Frau am deutſchen
Geiſtes=
llben” als den letzten Vortrag in der Folge: „Die Stellung
der Frau im Wandel der Zeiten” der am Donnerstag,
den 12. ds., im Mozartſaale ſtattfindet, ſei auch an dieſer
Eetelle nochmals hingewieſen.
— Katholiſcher Kirchengeſangverein St. Ludwig. Zu
ten beiden Chorwerken „Adoratio Crucis” und
„Schön Ellen”, die in dem Konzert am 19. d. M. zur
Aufführung kommen, hat Frau Profeſſor Vicki Baum
in liebenswürdiger Weiſe die Harfenpartie
über=
nommen.
Orenwaldklub. Die beim Odenwälder Volksfeſt
am 14. Marz Mitwirkenden und die Wanderer der
Ortsgruppe, die dekoriert werden, ſind höflichſt einge
laden, ſich am Donnerstag, den 12. März, abends
8 Uhr, im großen Saale des Städtiſchen Saalbaues
vollzählig einzufinden. Beſondere Einladungen
er=
gehen nicht.
* Der Geſangverein Männer=Quartett Beſſungen wird
am Sonntag, den 15. März, abends 8 Uhr, im Saale der
Turngemeinde Beſſungen, Heidelbergerſtraße 131, das ſchon
oft verzeichnete Volksſtück in Odenwälder Mundart „Sou
mußts kumme” in drei Akten von Georg Löffler zum
erſten Male hier zur Aufführung bringen. Die
Zwiſchen=
pauſen werden durch Konzertſtücke ausgefüllt. Der
Ver=
in hat keine Koſten und Mühe geſcheut, um dem Publikum
einen ſchönen, genußreichen Abend zu bereiten. Es ſei
hiermit an dieſer Stelle darauf hingewieſen, ſich rechtzeitig
bei den betreffenden Verkaufsſtellen mit Eintrittskarten zu
verſorgen.
* Gabelsbergerfeier. Den 125. Geburtstag Meiſter
Gabelsbergers Legeht am Samstag, den 14. ds. Mts., der
Babelsberger Stenographen=Verein von
1861nebſt dem Damen=Verein. Zu dieſer Feier
hat der mit ſeinen geſanglichen Darbietungen wohlbekannte
Geſangverein „Liederzweig” ſeine Mitwirkung
zu=
geſagt. Auch werden die Herren Rieſinger und
Stern außer einigen Soli ein Duett aus der Oper
„Martha” zu Gehör bringen. Für den humoriſtiſchen Teil
wvird der bekannte Salonhumoriſt Fritz Kilian ſorgen.
Es ſtehen ſomit den Beſuchern einige genußreiche Stunden
in Ausſicht. (Siehe heutige Anzeige.)
— Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Während des
Monats Februar wurde die Leſehalle von 3905 Perſonen
beſucht (im Februar 1913 von 3880), durchſchnittlich an
je=
dem Tage 130 Beſuchern. Aus der Bücherhalle nach Hauſe
entliehen wurden im ganzen 11373 Bände (1913: 11340),
darunter 4345 wiſſenſchaftliche und belehrende Werke,
Die Zahl der Beſucher ſeit dem 1. April vorigen Jahres
ſtieg auf 4495. An Büchergeſchenken gingen in dieſem
Monat weiter ein: von Herrn Kaufmann Kaſſel
2 Bde., von Herrn Münzdirektor Kraus 1 Jahrg.
Zeit=
chrift, von Herrn Hauptmann Kreuter 3 Bde. Aus dem
Nachlaß des Herrn Pfarrer Leydhecker in Auerbach 11
Bde von Herrn Oberlehrer Dr. Lotz 1 Jahrgang
Zeit=
ſchriften, von Herrn Oſternero 2 Bde., von Herrn Lehrer
Raab 1 Bd., von der Deutſchen Kolonialgeſellſchaft,
Ab=
teilung Darmſtadt, 1 Jahrg Zeitſchr von Herrn Profeſſor
Thylmann 25 Bde., von dem Verkehrsverein Darmſtadt
6 Bde. Allen Gebern herzlichen Dank! Weitere
Schen=
kungen von Büchern, ſoweit ſolche nicht veraltet, ſind
je=
derzeit willkommen.
Die Einziehung der Zeitungsgelder erfolgt
durch die Briefträger in der Zeit vom 15. bis
einſchließ=
lich 25. des letzten Monats im Vierteljahr koſtenlos.
Die Briefträger ꝛc. ſind zur vollgültigen
Quittungsleiſtung über die erhobenen
Zeitungsgelder berechtigt. Die Vorteile, die die
Einrichtung für das Publikum bietet, ſpringen in die
Augen, wenn man berückſichtigt, daß der regelmäßige
Fortbezug der Zeitungen geſichert, der Gang zur Poſt
und das Warten an den Schaltern, die am
Viertel=
jahresſchluſſe beſonders ſtark in Anſpruch genommen
ſind, erſpart wird.
Die Nationalliberale Partei
ſchreibt uns: Die Nationalliberale Partei
im Reichstagswahlkreiſe Darmſtadt - Groß=Gerau
hat in dem erſten Vierteljahr 1914 eine große Reihe von
äußerſt anregenden und fördernden Verſammlungen
ab=
gehalten und die Reihen ihrer Anhänger erfreulich
ver=
mehrt. Wir nennen hier folgende Veranſtaltungen: Am
21. Januar fand im Kaiſerſaal in Darmſtadt eine
ſehr gut beſuchte und erfolgreiche öffentliche
Ver=
ſammlung ſtatt, in der Referendar Dingeldey
über die Reichsfinanzpolitik ſprach. Derſelbe Redner ſprach
am Abend vorher in Ober=Ramſtadt in einer
über=
füllten Verſammlung bürgerlicher Wähler über das „
Bür=
gertum in der Gemeinde‟. Dieſe Verſammlung war am
Vorabend der Gemeinderatswahl in Ober=
Ram=
ſtadt, die bekanntlich der bürgerlichen Sache einen ſchönen
Erfolg nach erbittertem Kampfe brachte. Anfang Februar
ſand in Mörfelden eine nationalliberale
Verſammlung ſtatt, in der Landtagsabgeordneter
Dr. Oſann und Referendar Dingeldey ſprachen. Es
gelang, an dieſem Orte, der ſeit langen Jahren völlig
dem ſozialdemokratiſchen Terrorismus unterworfen ſchien.
und in dem nationalliberale Verſammlungen wiederholt
einfach unmöglich waren, einen Nationalliberalen
Verein ins Leben zu rufen, und zwar in der erfreulichen
Stärke von etwa 70 Mitgliedern. Am 16. Februar
ſpra=
chen die gleichen Redner über Reichspolitik
und Heſſiſche Politik in Ober=Ramſtadt,
wie=
derum mit dem Erfolge, daß ſich der bislang dort
be=
ſtehende neutrale Bürgerverein in einen
National=
liberalen Verein umwandelte, dem alsbald
eine große Anzahl neuer Mitglieder beitrat. Die
beiden Redner werden am 14. März in Pfungſtadt
über das gleiche Thema ſprechen. Und auch in Groß=
Gerau iſt für die nächſte Zeit eine öffentliche
Verſamm=
lung geplant.
Für Darmſtadt iſt der Arbeitsplan für die nächſte Zeit
folgender: In den nächſten Wochen (der genaue Termin
ſteht noch nicht ganz feſt) wird eine öffentliche
Ver=
ſammlung ſtattfinden, in der Landtagsabgeordnetzer
Dr. Oſann über Heſſiſche Politik ſprechen wird.
Ferner wird ebenfalls in öffentlicher Verſammlung Herr
Stadtverordneter Dr. Noellner über kommunale
Fragen an der Hand des ſtädtiſchen Voranſchlags für
1914 ſprechen. Eine beſondere wertvolle und anregende,
über den Streitigkeiten des Tages ſtehende, nicht
partei=
politiſche, ſondern im beſten Sinne nationale
Veranſtal=
tung iſt für den 31. März angeſetzt. Am 1. April iſt
der 99. Geburtstag unſeres eiſernen Kanzlers. Einer
alten guten Sitte wollen wir folgen, indem wir am
Vor=
abend dieſes Tages eine Gedenkfeier im feſtlich
geſchmückten Kaiſerſaal abhalten. Als
Feſtred=
ner iſt ein ausgezeichneter Redner und namhafter
Hiſtori=
ker, Profeſſor Dr. Herrmann, bisher an der
Uni=
verſität in Bonn, jetzt an der Königl.
Akade=
mie in Poſſen, gewonnen worden. Ferner werden
alle politiſch Intereſſierten, vor allem aber die Freunde
der Nationalliberalen Partei, es mit Freuden hören, daß
unſer verehrter und verdienter Führer, Reichs= und Lande
tagsabgeordneter Schiffer, einer der erſten Redner
unſerer Parlamente, Anfang Mai in einer großen
Turnhallenverſammlung ſprechen wird. Zum
guten Ende können wir noch mitteilen, daß auch der
Ge=
danke des Parteiſekretariats eifrig und erfolgreich
geför=
dert wurde.. Hoffentlich können wir ſchon die
Herbſt=
wahlkämpfe mit einer ſolchen Hilfe, die ſich bis
da=
hin in die heſſiſchen und lokalen Verhältniſſe einarbeiten
kann, erfolgreich durchführen. Wir wenden uns aber
er=
neut an unſere Freunde und Mitglieder, uns mit
Geldmitteln und durch das Werben neuer
Mit=
glieder zu unterſtützen. Anmeldungen bitten wir an
die Geſchäftsſtelle, Steinſtraße Nr. 3, zu richten.
Dieburg, 10. März. (Geſangswettſtreit.) Am
Sonntag wurde im Hotel „Mainzer Hof” anläßlich des am
7. Juni d. J. ſtattfindenden Geſangswettſtreites des
Ge=
ſangvereins „Sängerluſt” der Delegiertentag abgehalten.
Am Wettſingen beteiligen ſich insgeſamt 24 Vereine mit
rund 1200 Sängern. In der Abteilung A. Stadtvereine
werden ſingen: I. Klaſſe: Geſangverein „Liederkranz”=
Darmſtadt, „Concordia”=Schwanheim und „Männerchor”=
Heuſenſtamm. II. Klaſſe: „Sängerkranz=Aſchaffenburg=
Damm, „Kümmelquarſeſt”=Nu=Iſenburg und „
Concor=
dia‟=Darmſtadt. III. Klaſſe: „Liederluſt”=Sprendlingen,
Männerquartett „Harmonie‟=Dietzenbach, Etzoldſches
Quar=
tett=Darmſtadt und Klub „Harmonie‟=Rüſſelsheim.
Ab=
teilung B. Landvereine. I. Klaſſe: „Sängerchor”=Widdert,
„Cäcilia”=Lamperthgim, „Liederkranz”=König, „Germania”=
Dudenhofen und „Sängerchor” des Turnvereins Bieber.
II. Klaſſe: Männergeſangverein „Eintracht”=Kloppenheim,
„Sängerchor” der Turngemeinde Neu=Iſenburg, „
Har=
monie”=Heuſenſtamm „Männergeſangverein”= Groß=
Zimmern und „Männerchor‟=Dudenhofen. III. Klaſſe:
„Männergeſangverein”=Altheim, „Frohſinn”=Writerſtadt,
„Frohſinn”=Eppertshauſen und „Germania”= Urberach.
Sprendlingen, 10. März. (Der Fund eines
Beins), vermutlich einem jungen Menſchen von 13 bis
16 Jahren zugehörig, zu Sprendlingen erregt
begreif=
licherweiſe einiges Aufſehen und gibt der
Staatsanwalt=
ſchaft auf geſchehene Meldung hin Anlaß,
Nachforſchun=
gen zu halten und Aufklärung über den ungewöhnlichen
Fall zu ſchaffen. Bei den heute mittag begonnenen
Auf=
räumungsarbeiten zur Erbauung eines Konfektionsladens
in dem Haus Hauptſtraße 20, hier, wurde nach Entfernung
des Bodenbelages in der ſüdweſtlichen Ecke, alſo im
Innern des Hauſes und einer ſeitherigen erhöht liegenden
Wohnſtube, ein noch auffallend gut erhaltenes menſchliches
Bein von den Arbeitern des Baugeſchäftes aufgefunden.
Das Bein iſt auf ein Drittel der Länge des Oberſchenkels
über dem Knie ganz glatt durchſchnitten und kunſtgerecht
einſtmals amputiert. Da nicht nur die Knochen, ſondern
auch in den Gelenken des Knies und des Fußes auch
ein=
zelne Haut= und Sehnenteile, welche das Bein noch feſt
zuſammenhalten, in dem trockenen Boden auffällig gut
er=
halten ſind, wird das Alter des ſonderbaren Fundes 100
Jahre kaum überſteigen. Die älteren Leute wiſſen ſich
kei=
ner Operation an einem vielleicht 13= bis 16jährigen
Mäd=
chen, dem das Bein zugehört habenkann, zu erinnern. Die
Bewohner des Hauſes in den zirka 115 Jahren ſeit ſeiner
Erbauung ſind alle bekannt. Die gute Erhaltung der
Bein=
teile ſpricht dafür, daß ſie wohl erſt nach der Erbauung
des Hauſes 1798, zufällig kaum, ſondern geheim an die
bezeichnete Fundſtelle gekommen ſind. Auf die
Ermitte=
lungen und Aufklärungen durch die benachrichtigten
Behör=
den darf man wohl geſpannt ſein.
rd. Groß=Rohrheim, 10. März. (Jugendlicher
Dieb.) Ein junger Lehrling entwendete am Sonntag
aus einer verſchloſſenen Kommode mittels
ſelbſtverfertig=
tem Sperrhaken neunzig Mark. Die Ehefrau des
Gärtners, die ihn dabei überraſchte, nahm ihm ſeine
Beute wieder ab. Der ſehr jugendliche Dieb, der in
Zwangserziehung war, wurde in das Amtsgericht nach
Gernsheim gebracht.
Stockſtadt, 10. März. (Bilderausſtellung.)
Der Heſſiſche Volksſchriftenverein
veranſtal=
tete auch in unſerer Gemeinde eine ſeiner
Bilderaus=
ſtellungen durch die er dem Landmann und den
weniger bemittelten Kreiſen unſeres Volkes Gelegenheit
geben will, zu ſehen, wie man auch mit beſcheidenen
Mit=
teln ſeine Wohnung ſchön und künſtleriſch ſchmücken kann
mit Bildern, die allem lügneriſchen Schein feind, wahr
und echt ſein wollen, mit einer Kunſt, die uns unſere
Hei=
mat zeigt in ihrer Schönheit und ſie neu und lieb macht,
und mit einer religiöſen Kunſt, die nicht ſüßlich und
weich=
lich, ſondern ſtark und kraftvoll iſt, ſo daß ſich ein deutſches
Gemüt wirklich daran erbauen kann. Dieſes ſchöne und
ſehr zu begrüßende Ziel wird durch die vorzüglich
zuſam=
mengeſtellte Ausſtellung außerordentlich gut zur
Dar=
ſtellung gebracht. Die Ausſtellung erfreute ſich hier eines
ſehr lebhaften Beſuches und die damit verbundene
Ver=
loſung hatte großen Zuſpruch. Bei der Eröffnung der
Ausſtellung hielt Herr Lehrer Haſſinger=Darmſtadt, der
Schriftführer des Volksſchriftenvereins einen
vortreff=
lichen Vortrag, der in den Herzen aller Zuhörer einen
nach=
haltigen Eindruck hinterließ, Andachtsvolle Stille herrſchte
in dem Saal und geſpannt lauſchten alle den feinſinnigen
Erläuterungen einzelner Bilder durch den Redner, der in
meiſterhafter Weiſe die künſtleriſche Bedeutung und den
tiefen inneren Wert und Gehalt der Bilder lebendig und
eindrucksvoll den Zuhörern zu vermitteln wußte.
rd. Bürſtadt, 10. März. (Flüchtiger
Revolver=
held.) In der vergangenen Nacht hat der 19jährige
Franz Held von hier in der Hartmannſchen Wirtſchaft,
hier, nachdem er längere Zeit einige ſeiner Kameraden
verſpottet hatte, auf diezelben 5 Schüſſe abgegeben, wobei
der Heinrich Keck in die Bruſt und in den rechten Arm
getroffen wurde, und deſſen Bruder, Kaſpar Keck, in das
Feuilleton.
* Ein neuer Warenhauspalaſt in Neu=York. In der
flinften Avenue in Neu York, zwiſchen der 38. und 39.
Straße, hat das neue Warenhaus von Lord & Taylor dem
Bublikum ſeine Tore geöffnet. Zwanzig große und mit
feeinem Geſchmack eingerichtete Aufzüge führen die Beſucher
nach den zehn Stockwerken, die insgeſamt ein Areal von
900000 Quadratfuß für Verkaufszwecke enthalten. Von
veerſchiedenen Attraktionen ſind vorhanden: Friſiertoilette
ffür Kinder im vierten Stock, eine Barbierſtube für Männer
um Erdgeſchoß, Hoſpital mit Aerzten und Wärterinnen,
Alnkleideräume für Beſucher vom Lande, die ſich für den
Albend umziehen wollen; ihre anderen Kleider werden
ihnen koſtenfrei nach Hauſe geſchickt. Damen, welche ein
Reitkleid kaufen wollen, können ausprobieren, wie es ſie
kleidet, indem ſie ſich auf ein mechaniſches Pferd ſetzen, das
ausſchreitet, Trabbewegungen macht und dergleichen. Im
ſechönen Konzertſaal gibt es täglich Konzerte mit
erſtklaſſi=
gen Künſtlern. Die meiſten Waren, die Lord & Taylor
führen, kommen aus überſeeiſchen Ländern, und die
Ein=
käufer der Firma ſind während des größten Teiles des
Jahres unterwegs, um die rieſigen Warenlager zu
er=
gänzen. Alles, was für den menſchlichen Gebrauch
not=
wendig iſt, kann der Beſucher in dem modernſten und
größ=
ßen aller amerikaniſchen Warenhäuſer finden.
* Der Buckel als Geldſchrank. Seit mehr als 20 Jahren
ſah man in den Straßen San Franziskos einen
Buck=
ligen ſtehen, der ſich dadurch kümmerlich zu ernähren ſchien,
daß er an Vorübergehende Streichhölzer verkaufte und
gelegentlich bettelte. Tage und Nächte ſtand der Mann in
den Straßen und blickte mit hungrigen Zügen die
Vorüber=
gehenden an, um hier und da einen Penny zu erhalten.
In den letzten Nächten war die Kälte in San Franzisko
vieder ſehr groß, und der Bucklige ſchien ſehr unter ihr zu
leiden. Er hatte ſich in einen dunklen Hausflur
zurück=
gezogen, wo er von einem Schutzmann entdeckt wurde, der
ihn zur Wache brachte, um ihm dort Obdach zu gewähren,
da der Arme dem Erfrieren nahe war. Wie gewöhnlich,
wurde auch der Bucklige auf der Wache unterſucht, wobei
es den Beamten auffiel, daß der Buckel des Bettlers
eigen=
tümlich hart war. Man entkleidete den Bettler ſeiner
Ober=
kleider und entdeckte zum größten Erſtaunen, daß dieſer
Buckel ein regelrechter Geldſchrank war. Der
Buckel war ſehr geſchickt aus Zink hergeſtellt und wies eine
Reihe von verſchließbaren Fächern auf, in denen ſich
ins=
geſamt 50000 Mark in Gold und Banknoten vorfanden.
Außer dieſen 50000 Mark in barem Geld fanden ſich drei
Bankbücher, aus denen hervorging, daß der Bettler in den
letzten ſechs Jahren über 100000 Mark in den Banken
hin=
terlegt hatte. Der Mann dürfte noch größere Erſparniſſe
haben, verweigert jedoch darüber jede Auskunft, mit dem
Bemerken, daß das ſeine Geſchäftsgeheimniſſe ſeien. Die
unerwartete Entdeckung dieſes Geldmannes erregt in San
Franzisko das größte Aufſehen, da jeder den Buckligen
kannte und viele ihm zu ſeinem Reichtum verholfen hatten
ml. Stelzenabſätze. Gleich wie die Hüte, ſtehen auch
die Abſätze der Schuhe heuer im Zeichen der Deviſe: immer
höher hinauf! Wir ſind ja allgemein ſchon bei den
ſogen. franzöſiſchen Abſätzen ganz anſtändige Höhen
ge=
wöhnt. Aber in ſolche Regionen, wie ſie jetzt Mode ſind
hat man ſich bislang jedoch noch nicht verſtiegen. Da gibt
es, wie in den Auslagen der hypermodernen Schuhläden
zu ſehen iſt, Abſätze bis zu einer Höhe von 20, ja 25
Zenti=
meter. Schwer wird den holden Trägerinnen unter
ſo=
tanen Umſtänden das Gehen fallen.
rechte Schulterblatt. Nach der Tat ging Held ſlüchtig
und konnte bis jetzt noch nicht feſtgenommen werden.
Worms, 10. März. (Die Leiche des jungen
Betz) iſt geſtern bei Weiſenau aus dem Rhein geländet
worden. Die Mutter, die ſofort hinfuhr, hat die Leiche
als die ihres Sohnes anerkannt. Seit dem 22. Dezember
iſt Albert Betz verſchwunden geweſen, und man entſinnt
ſich, welche Aufregung das Verſchwinden des braven
jun=
gen Mannes verurſachte und wie vergeblich nach Gründen
dafür geſucht wurde. Auch heute iſt es noch ganz
uner=
klärlich, was den jungen Mann in den Tod getrieben
haben könnte. Die furchtbar erſchütterten Eltern können
an einen Selbſtmord noch immer nicht glauben. Die Leiche
war nur mit Hemd, Hoſe und Strümpfen bekleidet. Wo
ſind Ueberzieher, Rock, Weſte, Uhr und Geldbörſe mit 8
bis 10 Mark Inhalt geblieben? Der Polizeibericht beſagt
u. a.: „Das Verſchwinden des jungen Menſchen hat
ſei=
nerzeit Anlaß zu den verſchiedenſten Vermutungen
gege=
ben, namentlich hegte man Verdacht, daß er zu der
Frem=
denlegion verſchleppt worden ſei, trotzdem ſpäter feſtgeſtellt
wurde, daß am Morgen nach dem Verſchwinden auf der
Straßenbrücke ein von der Hand des Vermißten
geſchrie=
bener Zettel gefunden wurde, aus dem unzweifelhaft
her=
vorging, daß der junge Menſch ſich ins Waſſer geſtürzt
hat. Durch die Ländung der Leiche iſt nunmehr die Sache
vollſtändig aufgeklärt.” — (Auf der Flucht nach
Amerika) befindet ſich der 13jährige Volksſchüler
Metz=
ger, der ſeinen Kameraden mit einem Meſſer totgeſtochen
hat. Der Flüchtling iſt in Köln geſehen worden; ſeine
Spur wird verfolgt und es wird ihm kaum gelingen, das
Schiff zu erreichen.
Heidesheim, 10. März. (Zum Mordanſchlag.)
Die Vermutung, daß es ſich bei dem
Mord=
anſchlag des Zeichners Karl Da m m aus
Mainz auf ſeinen ergrauten Vater um die Tat eines
Wahnſinnigen handelt, wird jetzt immer mehr
be=
ſtätigt. Der Täter machte bei ſeiner Feſtnahme den
Ein=
druck eines völlig apathiſchen Geiſteskranken, der auf die
Frage, warum er die Tat verübt habe, nur „Ich weiß
nicht” antwortete. Seine Kollegen von der Plankammer
des techniſchen Eiſenbahnbureaus Mainz bezeichnen den
Täter als einen ſchon lange Zeit geiſtig nicht normalen,
degenerierten Menſchen, der meiſt ſogenannte „fixe Ideen”
gehabt habe. Die Mitteilung, wonach die Urſache der
Tat auf kurz vorhergegangene Zwiſtigkeiten zwiſchen
Vater und Sohn in der elterlichen Wohnung
zurückzufüh=
ren ſei, iſt unrichtig. Damm verlangte von ſeinem Vater
vor etwa drei Wochen das mütterliche Vermögen. Der
Vater gab jedoch eine abſchlägige Antwort. Dies ſcheint
die unmittelbare Veranlaſſung zu dem Mordanſchlag
ge=
weſen zu ſein, denn es iſt feſtgeſtellt, daß der Täter
Re=
volver und Munition ſchon vor einigen Tagen gekauft
hat, daß er am Samstag abend nach Heidesheim reiſte
und das Stationsgebäude umſchlich und daß er, offenbar
auf ſeinen Vater wartend am Sonntag nachmittag von
12 bis 3 Uhr auf dem dritten Bahnſteig des Mainzer
Hauptbahnhofs auf und ab ging, um die einlaufenden
Züge aus Heidesheim abzuwarten. Der Vater fuhr in
letzter Zeit täglich nachmittags nach Mainz. Gegenüber
der Bürgermeiſterei und Gendarmerie leugnete Damm
die Tat und erklärte, er habe überhaupt keinen Revolver.
Butzbach, 9. März. (Verhafteter Expreſſer.)
Geſtern nachmittag wurde auf dem hieſigen Poſtamt ein
junger Menſch in dem Augenblick von der Gendarmerie
verhaftet, als er einen poſtlagernden Brief abholen wollte.
Ein älterer, wohlhabender Herr Sch. aus Pohl=Göns
wurde dieſer Tage brieflich aufgefordert, bis zum
Sams=
tag abend 11 Uhr einige Zehnmarkſcheine poſtlagernd
Butz=
bach einzuſenden, andernfalls er erſchoſſen werden würde.
Der Bedrohte ſchickte Brief mit fingierter Einlage ein
und benachrichtigte gleichzeitig die Polizei, die den
Schal=
ter beobachtete und den Erpreſſer dann dingfeſt machte.
Der junge Burſche ſtammt aus Pohl=Göns, iſt der Sohn
achtbarer Eltern und ſoll bis zur Stunde ein tüchtiger
und fleißiger Menſch geweſen ſein.
* Schotten, 10. März. (Konzert der
Hof=
muſik.) Geſtern nachmittag fand im Beiſein des
Groß=
herzogspaares ein großes Konzert der Darmſtädter
Hof=
kapelle unter Leitung des Hofkapellmeiſters Paul
Otten=
heimer ſtatt, das einen glänzenden Verlauf nahm. Nach
dem Konzert, das wegen des zahlreichen Andranges
abends wiederholt werden mußte, nahm das
Großherzogs=
paar bei dem Kreisrat Dr. Merck den Tee ein und trat
danach im Automobil die Rückfahrt nach Darmſtadt an.
Da ſeit den 40er Jahren kein Landesfürſt mehr in
Schot=
ten war, war der Jubel außerordentlich groß und der
Andrang aus dem ganzen Vogelsberg über alle Maßen
ſtark.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 9. März. Eine
Leſe=
hallefür Aerzte iſt in Berlin gegründet worden. Die
Leſeräume befinden ſich in dem ehemaligen
Joachimsthal=
ſchen Gymnaſium. Der Eröffnung wohnte u. a. auch der
Vortragende Rat im Miniſterium des Innern Exzellenz
v. Schjerning bei. Gegen einen Jahresbeitrag von 3 Mark
ſteht hier den Aerzten eine große Anzahl mediziniſcher
und ähnlicher Fachzeitſchriften des In= und Auslandes zur
Verfügung. Das Unternehmen wird durch freiwillige
Gaben und aus Subventionen einiger wiſſenſchaftlicher
und ärztlicher Geſellſchaften unterhalten. — Infolge der
Beſchränkung der Zulaſſung der Ausländer an den
Uni=
verſtäten konnten in Berlin im Winterſemeſter 1913/14 keine
neuen Immatrikulationen von ruſſiſchen
Studen=
ten ſtattfinden. Dies gilt auch für das Sommerſemeſter
1914. — Gegen die mißtönenden Auto=
Hupen=
zeichen geht die Polizei jetzt ſcharf vor. Nachdem in
einem Spezialfall die Strafkammer entſchieden hat, daß
Hupenzeichen, die den Straßenlärm erheblich vermehren,
die Fußgänger erſchrecken oder die Pferde ſcheu machen, im
Berliner Straßenverkehr unzuläſſig ſeien, achtet die Polizei
mit aller Strenge auf die Entfernung dieſer mißtönenden
Hupenzeichen aus dem Straßenverkehr. Autobeſitzer, die
dieſer Aufforderung nicht nachkommen, werden zunächſt
ver=
warnt und dann mit einem Strafmandat bedacht. (Zur
Nachahmung empfohlen!) — Auf dem Tegeler See hat ſich
eine Liebestragödie abgeſpielt, die ſich den Blättern
zu=
folge als Mord und Selbſtmord darſtellt. Ein
Schlächtergeſelle warf ſeine frühere Geliebte wegen
Ver=
rats verſchiedener von ihm verübter Diebſtähle nach
ver=
büßter Strafe von einem Kahn aus in den See und
er=
tränkte ſich dann ſelbſt.
10. März. In der Meier=Ottoſtraße 10 in
Wilmers=
dorf beging der Opernſänger Paul Seidler heute
morgen Selbſtmord, indem er ſich auf das
Fenſter=
brett ſeines im dritten Stock belegenen Zimmers ſtellte
und ſich hier eine Kugel in die Schläfe jagte. Im Fallen
ſtürzte er aus dem Fenſter auf das Straßenpflaſter. Er
war tödlich verletzt und ſtarb auf dem Transport nach dem
Krankenhauſe. Er war früher am Hoftheater in
Wies=
baden tätig. Seidler litt oft an ſeeliſchen Depreſſionen und
war nur noch in Gaſtſpielen tätig. Er hatte ſchon einmal
in Augsburg einen Selbſtmordverſuch begangen, wurde
aber gerettet.
Frankfurt a. M., 10. März. (Nachſpiel zum
Hopfprozeß.) Wegen einer angeblichen „
Beleidi=
gung” des Giftmörders Hopf wurde vor ſieben Jahren
der Redakteur Paſſauer vom Homburger
Taunus=
boten zu einer Geldſtrafe verurteilt. Paſſauer hatte in
ſeinem Blatte den auffallenden Tod der erſten Frau von
Hopf beſprochen. Auf Grund der vorjährigen
Ermitte=
lungen gegen Hopf ſtrengte Paſſauer das
Wiederaufnahme=
verfahren beim hieſigen Landgericht an. Das Gericht gab
jetzt dem Anſuchen Paſſauers ſtatt und erkannte auf ſeine
völlige Freiſprechung unter Aufhebung des Urteils
von 1907. Die Staatskaſſe wurde für verpflichtet erklärt,
Paſſauer den Vermögensſchaden zu erſetzen, der ihm durch
die Urteilsvollſtreckung 1907 entſtanden iſt.
Griesheim a. M., 10. März. (Unterſchlagung.)
eſtern abend wurde in Wiesbaden der Geſchäftsführer
der gemeinnützigen Baugeſellſchaft m. b. H. in Griesheim
a. M., Dr. Nikolaus Geißenberger, verhaftet
Geißenberger, der früher Bürgermeiſter in Schlettſtadt
war, hat das ihm übertragene Vertrauensamt als
alleini=
ger Geſchäftsführer der Baugeſellſchaft dazu mißbraucht,
ſich mittelſt fingierter Liegenſchaftskäufe und dergleichen
erhebliche Summen — es ſollen im ganzen 100000 Marl
ſein, — zu verſchaffen. Geißenberger iſt in vollem
Um=
fange geſtändig.
Weinheim (Baden), 10. März. (Elektriſches
Licht.) Der Bürgerausſchuß gab geſtern ſeine
Zu=
ſtimmung zur Verſorgung der Stadt Weinheim mit
elek=
triſcher Energie, genehmigte den Abſchluß des
Stromliefe=
rungsvertrages mit der Oberrheiniſchen Eiſenbahnaktien=
Geſellſchaft in Mannheim und bewilligte die zur
Ausfüh=
rung des Leitungsnetzes, einſchließlich Transformatoren,
Hausanſchlüſſen und Zählern, erforderlichen Koſten von
225000 Mark. Dieſe Summe ſoll durch eine Anleihe zu
4½ Prozent gedeckt werden. Für den elektriſchen Antrieb
des Waſſerwerks und des Schlachthauſes wurden 32000
Mark bewilligt.
Aſchaffenburg, 10. März. (Selbſtmorde.) Heute
vormittag erſchoß ſich hier der 23 Jahre alte Arlpiter
Leonhard Bauer. Der Grund der Tat liegt in einer
Alimentationsklage. — Im Abort des hieſigen
Haupt=
bahnhofes erſchoß ſich heute vormittag der 17jährige
Georg Blumöhr aus Hanau. Das Motiv iſt
unbe=
kannt.
München, 9. März. (10 000 Arbeitsloſe — 180
Arbeitswillige!) Nach einer Meldung der Münch.
Abendzeitung konnte das Arbeitsamt der Stadt München
am vergangenen Dienstag zum Wegſchaufeln der
Schnee=
maſſen im ganzen 180 Arbeitswillige zuſammenbringen,
ährend München gegen 10000 Arbeitsloſe beſitzt.
Sagan, 10. März. (Todesfall.) Der frühere
freikonſervative Reichstags= und Landtagsabgeordnete,
Landrat Reinecke, iſt heute morgen im Alter von
84 Jahren verſtorben. Er vertcat von 1874 bis 1882
den Wahlkreis Sagan=Sprottau im Reichstage und
ge=
örte von 1893 bis zuß verfloſſenen Legislaturperiode
dem Abgeordnetenhauſe an.
Hamburg, 10. März. (Ein Maſſen=Prozeß.)
die Vorunterſuchung im Maſſen=Prozeß
wegen der Rieſen=Unterſchleife
ei der Hamburg Südamerika=
Dampfſchiffahrts=
geſellſchaft iſt nach ſechsmonatlicher Dauer jetzt
nahezu beendigt. Die Anklage richtet ſich gegen mehr als
00 Angeſtellte der Rheederei, Kapitäne, Offiziere,
Maſchi=
niſten und andere. Die Gerichtsverhandlung beginnt
vorausſichtlich nicht vor Pfingſten. Die Veruntreuungen,
die teilweiſe über 15 Jahr zurückliegen, erreichen die Höhe
von 8 Millionen Mark. Der Antrag des ſeit Monaten
in Unterſuchungshaft befindlichen früheren Inſpektors
Sib=
bers auf Haftentlaſſung iſt trotz der angebotenen hohen
Kaution abgelehnt worden.
Tetſchen, 10. März. (Bübiſcher Racheakt.) Der
Schriftſetzer Genz aus Oranienburg, der vom Berliner
Agenten Keiling während des Buchdruckerſtreiks nach
Teiſchen gebracht worden war und im Keiling=Prozeß als
Zeuge auftrat, wurde geſtern Nacht auf der Straße von
zwei Männern überfallen und mit dem Rufe „Elender
Streikbrecher” mit einem Gummiſchlauch
niederge=
ſchlagen. Genz wurde nicht unerheblich verletzt. Die
Täter entflohen.
Neiße, 10. März. (Der Ueberfall auf
Gene=
ral Boéß.) Das Ergebnis der
kriegsgericht=
lichen Unterſuchung des Ueberfalles, den die
Bur=
ſchen des Generalmajors Boéß am 24. Februar auf den
General verübten, wird jetzt bekanntgegeben. Nach dieſer
Darſtellung hatte der General den Burſchen, die ſich in der
Sonntagnacht umhergetrieben hatten, am Montag ihre
Abberufung von ihren Poſten und ihre Beſtrafung
ange=
kündigt. Da ſie ſich Dienstag früh nicht rechtzeitig bei
dem General meldeten, iſt der General in die
Burſchen=
ſtube gegangen. Die Burſchen hätten noch geſchlafen und
auf Anruf nicht geantwortet. Darauf habe der General
die Burſchen, um ſie zu wecken, mit etwas Waſſer aus der
Trinkkaraffe beſpritzt und ſei darauf von den Burſchen
von hinten überfallen und niedergeſchlagen worden. Die
Burſchen hätten ſich dann in aller Haſt angekleidet und
ſeien entflohen. Tags darauf wurden ihre Leichen auf
dem Bahngleis gefunden. Ihre Beerdigung hat auf
aus=
drücklichen Wunſch ihrer Angehörigen nicht in ihrer
Hei=
mat, ſondern in Neiße ſtattgefunden.
Poſen, 10. März. (Die Reviſion im Prozeß
Mielzynsky), die von der Staatsanwaltſchaft
einge=
legt worden war, iſt zurückgezogen worden. Damit
hat das freiſprechende Urteil gegen den Grafen Rechtskraft
erlangt.
Paris, 10. März. (Der waſſerſpeiende Mont
DOr.) Seit drei Tagen brechen, wie aus Pontarliers
gemeldet wird, gewaltige Waſſermengen in Stärke
von 2000 Liter pro Stunde aus dem Mont DOOr hervor
und überſchwemmen den im Bau begriffenen Tunnel der
Eiſenbahnlinie von Frasne nach Vallong auf eine Strecke
von 6 Kilometer. Bis jetzt hat das Mauerwerk den
un=
geheuren Waſſermaſſen ſtandhalten können, ſo daß die
verurſachten Schädigungen verhältnismäßig gering ſind.
Die Ingenieure hoffen, daß die Strecke noch im Laufe
dieſes Jahres in Betrieb genommen werden kann.
London, 9. März. (Schlacht mit
Wahlwei=
bern.) Frau Pankhurſt hatte in einem Saale in
Glasgow eine Rede aufreizenden Inhalts gehalten. Die
Polizei drang in den Raum ein und ſtürmte die Tribüne,
von der herab eine Anzahl Weiber die Rednerin
vertei=
digte, indem ſie mit langen Stöcken ſchlugen, Blumentöpfen
und anderen Gegenſtänden nach den Polizeibeamten
war=
fen. Dieſe zogen ihre Knüppel und machten einen
regel=
rechten Angriff auf die Tribüne. Stürmiſche Auftritte
folg=
ten. Schließlich gelang es der Polizei, Frau Pankhurſt
feſtzunehmen und in einen Wagen zu bringen. Mehrere
Perſonen, darunter auch Polizeibeamte, wurden verletzt.
Nach der Ausſage von Polizeibeamten war die Szene in
der St. Andrew=Hall die wildeſte, die ſie je bei einer
Suf=
fragettendemonſtration erlebten. Die Polizei befand ſich
im Nachteil, weil ſie eine Tribüne zu ſtürmen hatte die
mit einem Stacheldraht verſehen war, der geſchickt unter
einem Blumenarrangement verborgen war. Die Weiben
verteidigten ſich mit allem, was zur Hand war. Stühle
und andere Gegenſtände wurden auf die Poliziſten
geſchleudert. Die Polizei mußte ſich endlich mit ihren
Knüp=
peln verteidigen, doch nahmen die Banditinnen den Kampft
wütend auf. Zwei weibliche Aerzte behandelten in einem
Vorzimmer 20 verwundete Weiber. Später wurde ein
Sturm auf die Zentralpolizeiſtation
ven=
ſucht. Auch hier kam es zu einer wilden Szene, als
Po=
lizei zu Fuß und zu Pferde die Menge zerſtreute.iß
Pankhurſt, die bereits den Hungerſtreik begonnen hat, wird
heute nach London gebracht werden. — Wird aber natün
lich wieder freigelaſſen werden.
London, 10. März. (Schändliches Verbrechen
eines Wahlweibes.) Eine Suffragette unternahm
ein ſinnloſes Attentat in der National=Galecie, das der
Kunſt einen unerſetzlichen Verluſt brachte. Sie zere
hackte mit einem Beil das berühmte Gemälde von
Velasquez: „Die Venus mit dem Spiegel” das ſich ſeil
1906 im Beſitz der National=Galerie befindet. Der
Scha=
den beläuft ſich auf annähernd eine Million Mark.s
gelang den Wärtern, die fliehende Megäre feſtzunehmen,
Der Schaden an dem Bilde iſt unreparierbar.
Sacramento (Kalifornien), 9. März. (
Straßen=
kampf.) Zwiſchen 300 Scheriffsgehilfen und 600
Arbeits=
loſen vom Verband der Induſtriearbeiter der Welt kame
heute zu einem heftigen Kampf, nachdem der „General”
Kelly, der eine Armee von Arbeitsloſen führte und 18 ſeis
ner Anhänger wegen Vagabondage verhaftet worden
waren. Die Beamten verlangten nach der Verhaftung der
Führer, daß die Arbeitsloſen=Armee den Ort verlaſſe
Mehrere Hundert gehorchten, doch bot derjenige Teil, die
zu dem Verband der Induſtriearbeiter der Welt gehören
den Beamten Trotz. Die Scheriffgehilfen gingen mit Stöle
ken bewaffnet gegen ſie vor und ſchlugen alle nieder. M
Waſſerſtrahlen aus den Schläuchen der Feuerwehr wurden
ſie vollends zerſprengt. Viele hatten Schädelbrüche erlitten
und lagen nach dem Kampfe ſtöhnend auf der Straße.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 10. März. Präſident Dr. Kaempfen
öffnet die Sitzung um 2.05 Uhr. — Auf der Tagesordnung
ſteht zunächſt eine kurze
Anfrage.
Abg. Duffner (Zentr.) fragt: Iſt der Herr Reichs
kanzler bereit, der vom Reichstag in der 30. Sitzung vo
19. März 1912 angenommenen Reſolution, nach welcher
gemäß § 22 des Kaligeſetzes als vierte Ausgangsſtatiol
für die Berechung der Frachten Kolmar i. E. feſtzuſetzen
ſei, Folge zu geben und die Veröffentlichung im
Reichs=
geſetzblatt ſo rechtzeitig erfolgen zu laſſen, daß die Som
mer= und Herbſtabſchlüſſe der ſüddeutſchen Landwirte
Kali auf der Frachtbaſis Kolmar erfolgen können?
Unterſtaatsſekretär Richter: Für die Berechnun
der Frachten für Kaliſalze kann die Feſtſetzung einer vie
ten elſäſſiſchen Ausgangsſtation neben den ſchon beſtehen
den drei Ausgangsſtationen Staßfurt, Vienenburg und
Salzungen erſt in Erwägung gezogen werden, ſobaldd
elſäſſiſchen Kaliwerke in der Lage ſind, den Bedarf de
Landwirtſchaft für Düngeſalze in den für neue Ausgangs
ſtationen in Frage kommenden Gebieten zu decken. Da
iſt zurzeit nicht der Fall. Gegenwärtig haben nur d
Werke „Amélie I. und II.” eine gemeinſame Fabrik um
ſind daher allein imſtande, 40 Prozent Düngeſalze zu
e=
fern. Es iſt indeſſen anzunehmen, daß im Laufe
Jahres 1914 noch einige weitere elſäſſiſche Werke eine end
gültige Beteiligungsziffer erhalten werden, und daß auc
eine zweite große Fabrik den Betrieb wird eröffnen
kön=
nen, ſo daß dann vorausſichtlich in der zweiten Hälft
des Jahres die Feſtſetzung einer vierten Ausgangsſtatio
m Elſaß durch den Bundesrat wird erfolgen können.
Darauf wird die zweite Leſung des
Kolonialetats
fortgeſetzt. — Abg. Schwarze=Lippſtadt (Zentr.): Di
verallgemeinerten Vorwürfe gegen die Plantagenbeſitz
ſind unberechtigt. Abg. Henke iſt für ſeine Beſchuldigul
gen den Beweis ſchuldig geblieben. Die günſtige Entwick
lung der Kolonien iſt zum großen Teil der Tätigkeit
Miſſionare zu danken. Die Bahnbauten ſind nötig, un
Handel und Verkehr zu ſchaffen. Wir wünſchen auch, dal
die Eingeborenen menſchlich behandelt und ihre Lebens
bedingungen nach Möglichkeit verbeſſert werden. Ein b
ſonderes Augenmerk iſt auf die Beſſerung der ſanitären
Verhältniſſe zu richten. Der ſozialdemokratiſche Vorwu
der Reichstag ſage zu allem kritiklos Ja und Amen.
völlig unberechtigt. Das beweiſen die eingehenden Ve
handlungen in der Budgetkommiſſion. Die Miſſions
ſchulen müſſen den Regierungsſchulen völlig gleichgeſtel
verden. Auch die ſozialdemokratiſchen Wähler verſtehe
die Haltung der ſozialdemokratiſchen Fraktion in Koll
nialfragen nicht mehr. (Sehr richtig!) Wir werden di
Regierung in ihrer Kolonialpolitik unterſtützen, die humat
und gerecht gehandhabt werden muß. (Beifall im Zer
trum.)
Abg. Dr. Paaſche (natl.): Die heutige Rede de
Abgeordneten Schwarze war weſentlich kolonialfreun
licher als die des Abgeordneten Erzberger. Es iſt ge
ſchön, für den ſchwarzen Bauernſtand, ſeine Freiheiten und
ſeine Rechte einzutreten, aber wir können in Wahrheit be
den Negern von einem Bauernſtande nicht ſprechen. Di
Erziehung zu geordneter Arbeit iſt Kulturarbeit. Wäl
rend der Neger früher ſeine Frau arbeiten ließ und ſie
ſelber herumtrieb, iſt jetzt aus ihm ein fleißiger Arbeite
geworden. Nach den Reden der Sozialdemokraten könn
man annehmen, daß wir Unkultur ins Land gebracht hä
ten. Sie würden aber anders denken, wenn ſie ſelber eit
mal in die Kolonien hinausgingen. Bei dem Plantager
weſen iſt es ein Unglück, daß die Arbeiter ſo außerordent
liche weite Wanderungen machen müſſen, um an ihre Ar
beitsſtätte zu gelangen. Die Leute ſollten möglich
dauernd auf den Plantagen anſäſſig gemacht werden. D
Sozialdemokraten wollen, daß den Negerarbeitern Lat
zum freien Eigentum gewährt werde. Das würden d
Eingeborenen aber gar nicht verſtehen und würden au
nicht dazu bereit ſein, ihre freie Zeit (jeden vierten Ta
haben ſie einen Ruhetag) zur Beackerung ihres Land
zu benutzen. Wenn es geſchehen würde, würden die Sc
zialdemokraten wieder den Vorwurf erheben, man woll
die Arbeiter ſeßhaft machen, nur um ſie beſſer ausnutze
zu können. Die an der Uſambarabahn angeſiedelten Ne
ger haben ſich ſehr bald das Arbeiten abgewöhnt und de
Grandſeigneur geſpielt. Das iſt im Grunde genomm
ihnen auch nicht übel zu nehmen. (Zuruf bei den Sozial
demokraten.) Auch von Ihnen — zu den
Sozialdemokr=
ten — haben viele früher ihre Stiefel ſelber geputzt ur
jetzt haben Sie Ihre Diener dazu. (Heiterkeit.) Jed
Plantagenbeſitzer freut ſich, wenn er ſeine Arbeiter ſeßha
machen kann. Aber auch für die Weißen in den Koloni
die doch mit deutſchem Blut erkauft ſind, muß man ſorg
nicht bloß immer für die Schwarzen. (Sehr richti
Treiben wir Kolonialpolitik, ſo muß auch für diejenige
ſſorgt werden, die die Kultur ins Land gebracht haben.
Fiehr richtig!)
Sehr richtig!) Die Reſolutionen der Kommiſſion ſchie=
1- zum Teil über das Ziel hinaus. Die Schlafkrankheit
zum Stillſtand gekommen ſein, auch die
Wurmkrank=
ſitt nimmt ab. Leider herrſcht die Syphilis noch ſehr. 90
rwzent der Bevölkerung ſind krank. Da ſollte man
Sal=
ſa ſan viel mehr anwenden. Der Alkoholkonſum hat ſich
Eireulicherweiſe vermindert. In der Forſtwirtſchaft muß
hrematiſch die Anpflanzung vorgenommen werden, damit
Nort Werte geſchaffen werden, die größer ſind als die
Dia=
rnten Südweſtafrikas. Wir haben zu der
Kolonialver=
ſpl ltung volles Vertrauen. (Beifall.)
Abg. Neumann (Fortſchr. Volkspt.): Die
Debat=
tn im Reichstage werden noch in den nächſten Wochen
In der Preſſe manche Gegenantwort bekommen. Der
tFichstag wird jetzt ſchon bezeichnet als eine Verſammlung
Al hlmeinender, aber uneingeweihter Männer. Das iſt in
ge=
upiſſem Maße zuzugeben. Wir können nicht über jede An=
Aeſeegenheit lückenloſe Spezialkenntniſſe haben. Man kann
Aber nicht von uns erwarten, daß wir nach dem Grundſatz
Alndeln: Lerne zu zahlen. ohne zu reden. (Heiterkeit.)
Pie dem Wunſche der weißen Anſiedler, über ihre
Ver=
ſſalltniſſe ſelber mitzureden, liegt ein berechtigter Kern.
ottafrika hat eigene Einnahmen 17,5 Millionen,
Reichszu=
ſchuß 3,3 Millionen, Kamerun eigene Einnahmen 11,3
Mil=
in nen, Reichszuſchuß 3,2 Millionen, Südweſtafrika eigene
nnnahmen 23,3 Millionen, Reichszuſchuß 13,6 Millionen.
d eſe Ziffern ergeben die Berechtigung, daß den
Anſied=
ern ein Selbſtbeſtimmungsrecht gegeben wird. Allerdings
rngen auch die Hütten= und Kopfſteuer der Schwarzen zu
nhieſen Einnahmen bei. Wenn der Gouvernementsrat
Ein=
lnß auf den Etat haben ſoll ſo würde dies beſondere
Ethwierigkeiten bieten wegen der einjährigen Etats=
Mrriode. Den Kolonien eine Verfaſſung zu geben, dürfte
rsßerordentlich ſchwierig ſein. In der Aufzählung der
ſorrdienten Männer um die Tanganjikabahn hat der
Staatsſekretär Dernburg vergeſſen, ohne den das Bahn=
Mafſetz von 1908 nicht entſtanden wäre und ohne den wir
den Tanganjikaſee heute noch nicht erreicht hätten. (Sehr
rihtig! links) Zu den Zeiten der Sklavenjagden und der
Fäuptlingswirtſchaft, als Livingſtone, Stanley und Emin
Paſcha Afrika durchforſchten, als das Land noch völlig
unkultiviert war, da war die Bevölkerung nicht ſo dezi=
Amiert als jetzt auf Grund einer 30jährigen
Ziviliſations=
gebeit. Gewiß muß man den weißen Anſiedlern zugeben
daß ſie mit Aufopferung, Treue und Ausdauer gearbeitet
Ahnben. Trotz ihrer Tätigkeit iſt aber das Problem der
Vegerſterblichkeit immer noch gewachſen. Da ſcheinen doch
iygendwelche ziviliſatoriſche Fehler vorzuliegen. Die große
Erterblichkeit auf den Pflanzungen iſt Tatſache und unſere
Reſolution verlangt, daß auf dieſem Gebiet Klarheit
ge=
ſchaffen wird Das Trägerſyſtem iſt gefahrvoll für die
Geſundheit, Kultur und Sittlichkeit der Eingeborenen
gede neue Eiſenbahn verlangt neue Arbeitskräfte. Sie
macht die Träger nicht ſo ſchnell überflüſſig, als man
er=
weartete. Das iſt erſt möglich, wenn das Eiſenbahnnetz
mehr ausgebaut iſt und das Zubringen zu den
Haupt=
ſrraßen nicht mehr durch Neger zu erfolgen braucht. Der
Estaatsſekretär iſt auf Einzelheiten der Reſolutionen mit
einer gewiſſen Freundlichkeit abſichtlich nicht eingegangen.
(Heiterkeit.) Es wäre angebracht, wenn er ſich darüber
noch auslaſſen würde. In der Beurteilung der Miſſionen
itt ein gewaltiger Umſchwung eingetreten. Der Satz
(mra et labora hat gut gewirkt. Die Miſſionsſchulen
wir=
len bewundernswert. Die interkonfeſſionellen
Regie=
rungsſchulen ſind aber trotzdem nicht zu entbehren. Wir
ſrützen die Schutzgebietspolitik, wir ſind aber keine Freunde
deſſen, was vorhanden iſt, ſondern was wird und kommt.
(Beifall.)
Abg. Noske (Soz.): Durch die Reden der
bürger=
lichen Parteien ging ein Zug von Reſignation. (
Wider=
ſpruch.) Die Verwaltung fängt an, umzulernen. Das iſt
auf die ſcharfe Kritik der Sozialdemokratie zurückzuführen
(Lachen rechts.) Wir wollen die Kolonien nicht preisgeben.
Das haben wir auch nie gefordert. Der Reichstag darf
aauf ſein Kontrollrecht über die Kolonien nicht verzichten.
Wenn man den Vorſchlägen des Gouverneurs Schnee
ſolgt, wird vor 1930 die Hausſklaverei in Oſtafrika nicht
aufhören. Das Schlimmſte iſt, daß die deutſchen
Behör=
deen dem Sklavenhandel die rechtsgültige Form geben. Die
wirtſchaftlichen Ergebniſſe der Kolonien ſtehen in keinem
Werhältnis zu den Reichszuſchüſſen, zu denen noch
Ver=
zinſung der Schutzgebietsanleihe uſw. hinzukommt. Vor
allen Dingen müſſen die Koſten für die Schutztruppe
ver=
mnindert werden: Der Staatsſekretär unternimmt nichts,
um der Prügelkultur in Kamerun und Oſtafrika
entgegen=
zu treten. Die Zahl der Großgrundbeſitzer nimmt in
Südweſtafrika immer mehr zu. Die Latifundienwirtſchaft
Hlüht dort gewaltig; insbeſondere verſtehen es die
Miſ=
ionsanſtalten ſich großen Grundbeſitz zu ſichern. So
günſtig wie es geſchildert wird, iſt das dortige Klima nicht.
Die Tuberkuloſe breitet ſich ebenfalls dort weiter aus
Allen Forderungen auf Waſſerverſorgung Südweſtafrikas
haben auch die Sozialdemokraten ſtets zugeſtimmt. Bei
wielen weißen Anſiedlern herrſcht eine Gemütsroheit
ſon=
dergleichen. Sie ſtellen lediglich ihre Intereſſen in den
Vordergrund. Wir fordern erhöhte Beträge für die
Heran=
bildung von ſchwarzen Handwerkern. Den Eingeborenen
muß Land wieder gegeben werden. Richtig iſt, daß der
Wiehſtand der Schwarzen wieder zunimmt. Prinzipielle
Wegner von Eiſenbahnbauten ſind wir nicht. Unſere
Zu=
ſſtimmung für Bahnbauten hängt von einer Reihe von
Vor=
lbedingungen ab, deren Erfüllung garantiert werden muß.
Daß der Neger faul iſt, trifft nicht zu. Die Schwarzen
rdürfen nicht mit Gewalt zu den Arbeiten auf den
Pflan=
zzungen angehalten werden. Beſſere Sanitätsmaßnahmen
fſind beſonders beim Bahnbau notwendig. Die
Arbeits=
zeiten für die Schwarzen ſind viel zu lang. Die Folge
idavon ſind natürlich zahlreiche Erkrankungen. Hier wäre
res notwendig, daß die Regierung den geſamten
Geſund=
heitsdienſt bei Bahnbauten übernimmt und kontrolliert.
=Leider ſind dieſe Kontrollen jetzt höchſt unzureichend. Wir
verlangen, daß endlich eine ausreichende Humaniät in der
Kolonialpolitik Platz greift. (Beifall bei den
Sozialdemo=
kraten.)
Abg. Erzberger (Zentr.): Herr Dr. Paaſche hat
die Ausführungen des Abg. Schwarze den meinigen
ge=
genübergeſtellt. Dazu lag kein Grund vor. Ich habe
das=
ſelbe geſagt, wie mein Parteifreund Schwarze, nur etwas
deutlicher. (Heiterkeit.) Der Rede des Staatsſekretärs
können wir zuſtimmen, wenn er alles hält, was er
ver=
ſprochen hat und ich hoffe, daß er uns im nächſten Jahre
darüber ausführlich Auskunft gibt. Die Trennung der
katholiſchen Miſſionen von den evangeliſchen nach
Gebie=
ten iſt für uns unmöglich. Das widerſpricht dem Prinzip
der katholiſchen Kirche, die eine Weltkirche iſt, die in allen
Gegenden feſten Fuß zu faſſen ſucht. Eine derartige
Tren=
nung würde auch gegen die Kongoakte verſtoßen, die die
freie Miſſionstätigkeit ausſpricht und ſchließlich wäre ſie
praktiſch undurchführbar. Für ein friedliches
Zuſammen=
wirken der beiden Konfeſſionen bin anch ich. Von
gehäſſi=
gen Polemiken ſollten ſie ſich freihalten. (Beifall.)
Damit ſchließt die Debatte. — Das Gehalt des
Staats=
ſekretärs wird bewilligt und die hierzu vorliegenden Re=
ſolutionen der Budgetkommiſſion angenommen. Eine
Reihe von Titeln wird nach den Kommiſſionsbeſchlüſſen
erledigt. — Abg. Erzberger (Zentr.) wünſcht die
Her=
ausgabe einer Landkarte, auf der die Gebietsverhältniſſe,
wie ſie ſich aus der Kongoakte ergeben, erſichtlich ſind.
— Staatsſekretär Dr. Solf ſagt dies zu. — Der Reſt
des Etats des Kolonialamts wird bewilligt.
Darauf wird vertagt. Nächſte Sitzung
Mitt=
woch 2 Uhr. Etat der Schutzgebiete. Luftverkehrsgeſetz.
Schluß ¼7 Uhr.
Elſaß=Lothringiſcher Landtag.
* Straßburg, 10. März. Die Zweite
Kam=
mer trat heute in die dritte Leſung des Etats
ein. Der Abgeordnete Hauß (Zentr.) ſprach von einer
Preisgabe der alten Regierung, der das
elſaß=
lothringiſche Volk dankbar ſei, daß ſie ſich in ſchwerer
Stunde auf ihre Seite geſtellt habe. Redner glaubt
feſt=
ſtellen zu können, daß die Regierung den Eindruck hat, daß
es ſich mit uns auskommen und leben läßt. Man brauche
nur ihre Eigenart zu verſtehen, die Politik der Nadelſtiche
beiſeite zu laſſen und das beſte der Bevölkerung wollen
Der Abgeordnete Jung (Lothringer) ſchloß ſich den
Aus=
führungen des Vorredners an, ebenſo der Abgeordnete
Peirotes (Soz), der außerdem die Ablehnung des
Etats durch ſeine Partei begründete. Der Abgeordnete
Wolf (liberal) wünſchte u. a., daß die Kompetenz
zwi=
ſchen Zivil= und Militärgewalt genau und einheitlich für
das ganze Reich geregelt werde, und fuhr fort: Soll es
nun damit ſein Bewenden haben, daß Graf Wedel geht
und Deimling bleibt? Die Staatsräſon ſcheint bei dieſer
Gelegenheit zu kurz zu kommen. Dem Grafen Wedel
ſpre=
chen wir unſer Bedauern aus, daß er, der immer
Ver=
ſtändnis für unſer Land und unſere Rechte zeigte, als ein
im Kampfe um die Zivilgewalt Unterlegener aus dem
Lande ſcheidet. Der Abgeordnete Zimmer (Lothringer)
vertrat die Forderung, daß Elſaß=Lothringen ein
gleich=
berechtigter Staat werden müſſe.
Staatsſekretär Graf Roedern führte aus: Den
Wunſch, ein Programm zu entwickeln, kann
ich auchheutenoch nicht erfüllen, weil ein
Pro=
gramm nur aufgebaut werden kann auf Grund genauer
Kenntnis der Verhältniſſe. Ich unterſtreiche die Meinung
des Abg. Hauß, daß die Verfaſſung nicht angetaſtet werden
darf. Der Abgeordnete hat ferner betont, daß im Lande
nur die verfaſſungsmäßigen Faktoren zu regieren haben.
Auch dieſen Ausführungen kann ich durchaus zuſtimmen
Auf bereits erledigte Angelegenheiten einzugehen, liegt für
uns kein Anlaß vor. Ich möchte nur auf die Mitteilung
des Reichskanzlers hinweiſen, daß die Frage der
Heran=
ziehung des Militärs der Prüfung unterliegt. Der Abg.
Hauß hat an uns die Aufforderung gerichtet, Schützer der
Ehre des elſaß=lothringiſchen Volkes zu ſein. Sie
wer=
den doch aber von uns nicht verlangen können, daß wir
uns an dem Zeitungskampfe beteiligen. Uebrigens haben
wir uns, als in norddeutſchen Blättern von Angriffen auf
Militärperſonen die Rede war, ſofort mit den
zuſtändi=
gen Inſtanzen in Verblndung geſetzt, um den Sachverhalt
feſtzuſtellen. Ich kann Ihnen erklären, daß ſich dieſe
Nach=
richten als unzutreffend erwieſen haben. Wir haben ein
lebhaftes Intereſſe daran, in abſolut objektiver Weiſe,
nie=
mand zu Liebe und niemand zu Leide, feſtzuſtellen, was
an dieſen Mtteilungen wahr iſt und was nicht. Die
Re=
gierung hat bei ihrem Wunſche, durch ein gemeinſames
Vorgehen hier objektive Klarheit zu ſchaffen, volles
Ver=
ſtändnis und Entgegenkommen ſeitens der zuſtändigen
militäriſchen Behörden gefunden. Es iſt in Ausſicht
ge=
nommen, daß derartige Fälle ſchnell polizeilich aufgeklärt
werden, um ſo in der Lage zu ſein falſche Meldungen
durch Mitteilungen an die Tagespreſſe richtia zu ſtellen
Ich möchte dabei bemerken, daß nicht in Norddeutſchland
derartige Meldungen erfunden werden, ſondern daß ſie in
der Luft gewiſſer Senſationsbedürftiger des Landes ſelbſt
entſtehen und hinaustelegraphiert werden. Der
Staats=
ſekretär iſt der Meinung, daß in den letzten Jahren etwas
viel von Verfaſſungsfragen geſprochen worden ſei und
dringende Aufgaben der Verwaltung in den Hintergrund
treten mußten. Redner zählt dann eine Reihe von
not=
wendigen Reformen auf, betont namentlich die
Dringlich=
keit der Finanzreform und betont gegenüber dem
ſozial=
demokratiſchen Redner, daß der Statthalter die
Ernen=
nung der neuen Miniſter gegengezeichnet habe und damit
der Verfaſſung genügt worden ſei. Das Stenogramm der
Reichskanzlerrede im preußiſchen Herrenhauſe liege ihm
nunmehr vor. Die Ausführungen des Reichskanzlers
könnten ledialich dahin verſtanden werden, daß in großen,
allgemein politiſchen Fragen, vornehmlich, wenn das Reich
in den Vordergrund trete, ernſte Divergenzen in der
In=
ſtruierung der Bundesratsſtimmen nicht vorkommen
kön=
nen, wohl aber ſeien Divergenzen in Fragen der
Wirt=
ſchaftspolitik und einzelnen Verwaltungsfragen möglich.
Der Staatsſekretär ſchloß: Wir werden in ernſter,
gemein=
ſamer Verwaltungsarbeit gerne mit Ihnen
zuſammen=
arbeiten.
Gerichtszeitung.
* Zabern, 10. März. Der auf heute vor dem
Land=
gericht in der bekannten Entſchädigungsklage der
ſeinerzeit im Pandurenkeller eingeſperrt
geweſenen Leute angeſetzte Termin wurde auf den
7. April vertagt. Anhängig ſind etwa 15 Klagen. Wie
beſtimmt verlautet, ſind die Vergleichsverhandlungen
wie=
der aufgenommen worden.
Luftfahrt.
Die Darmſtädter Sommer=Flugzeugwerke.
— Die Darmſtädter Sommer=Werke haben geſtern ihren
rſten in Darmſtadt hergeſtellten Flugapparat vollendet.
Der Apparat erhielt die Bezeichnung „S. 15‟. Er wurde
geſtern einem kleinen Kreis Geladener, vornehmlich dem
Vorſtande des Heſſiſchen Automobilklubs, vorgeführt, wird
nun abmontiert und nach Frankfurt übergeführt werden,
wo der Apparat eingeflogen werden ſoll. In etwa 14
Tagen wird der „S. 15‟ dann auf den Namen „Heſſiſcher
Automobilklub” getauft werden. Mit der Taufe ſoll eine
Feier verbunden werden. Die Erbauer des Apparates ſind
beide Mitglieder der Sportkommiſſion des Heſſiſchen
Auto=
mobilklus. Der „S. 15" iſt mit einem 100pferdigen
Gnome=
motor ausgeſtattet, hat Führerſitz und Paſſagierſitz und
auch ſonſt alle Errungenſchaften der modernen
Flug=
technik. Der Apparat iſt für den Prinz Heinrich=Flug 1914
gemeldet.
— Poſen, 10. März. Zwei Offizierflieger der
hieſigen Station nahmen auf einem Fluge nach Liſſa in
der Nähe von Goſtyn eine Notlandung vor. Sie
gerie=
ten dabei in einen Sumpf, aus dem ſie nur mit vieler
Mühe gerettet werden konnten.
* London, 10. März. Heute morgen iſt ein
Offi=
zier beim Fluge in der Zentralflugſchule abgeſtürzt
und hat dadurch den Tod gefunden.
Turnen, Spiele und Sport.
* Pferdeſport. Rennen zu Saint=Quen,
10. März. Prix du Chateau. 3000 Francs. 1. Dumas
des Combes Michelin (Head), 2. Gramat, 3. Starli. 16:10;
11, 14:10. — Prix de la Briche. 3000 Francs. 1. Maurice
Labrouches Hallerie (Riolfo), 2. Bonheur du Jour, 3.
Porte Dorée. 28:10; 17, 22110. — Prix de la Plaine. 4000
Francs. 1. G. P. Esbrans Le Minotier (Thibault), 2.
Loriot (F. Williams), 3. Allia II. 54:10; 22, 26:10. —
Prix des Docks. 4000 Francs. 1. R. Levyliers Antonello
(J. Bara), 2. Uſurier, 3. Fitz Ronald. 108:10; 23, 16:10
— Prix des Bateliers. 5000 Francs. 1. Broſſettes Tante
Lily II. (F. Williams), 2. Saint Nom, 3. Laſt Patron.
59:10; 25, 17110. — Prix du Landy. 5000 Francs. 1. L
de Paula Machados Ramage (Drayton), 2. Ocyroe, 3.
Ro=
ſette. 14:10; 12, 22:10.
Beiſetzung des Fürſtbiſchofs Dr. v. Kopp.
* Breslau, 10. März. Die ſonſt ſo ſtille, einſame
Dominſel war heute das Ziel vieler tauſend Katholiken,
die dem verblichenen Fürſtbiſchof, Kardinal Dr. v. Kopp,
die letzte Ehre erweiſen wollten. Ueberaus groß war die
Beteiligung aus der ganzen Diözeſe; beſonders der
Kle=
rus war ſehr zahlreich vertreten. Sämtliche Spitzen der
Staats= und Zivilbehörden hatten ſich eingefunden. Die
Städte Breslau, Neiſſe, Jauernig und Friedeberg, deren
Ehrenbürger der Kardinal war, waren durch ihre
Ober=
häupter vertreten. Als Vertreter des Kaiſers war anſtelle
des plötzlich erkrankten Fürſten Hatzfeldt der Herzog von
Ratibor in der Uniform der Leibgardehuſaren
erſchie=
nen, ferner als Vertreter des Königs von Sachſen der
Erbgraf von Schönburg=Glauchau, als Vertreter
des Königs von Bayern Fürſt zu Löwenſtein, als
Ver=
treter der Landgräfin von Heſſen, Prinzeſſin von Preußen,
Hofchef von Bothmer, als Vertreter des Prinzen Friedrich
Wilhelm von Preußen Hofmarſchall von Schwarzkoppen,
als Vertreter des Herzogs Ernſt Günther zu Schleswig=
Holſtein Kammerherr von Rochow. Ferner waren
an=
weſend der Fürſt von Pleß, Unterſtaatsſekretär von
Chap=
puis als Vertreter des Kultusminiſters, und die
Ober=
präſidenten von Schleſien und Poſen. Von
Parlamen=
tariern waren erſchienen Geheimrat Dr. Porſch,
Oberlan=
desgerichtspräſident Spahn, Graf Praſchma u. a.
Kurz vor 10 Uhr wurde unter Glockengeläute die Leiche
in feierlicher Prozeſſion aus dem fürſtbiſchöflichen Palais
abgeholt. Den Sarg trugen 12 Domvikare. Voran
ſchrit=
ten die Biſchöfe von Hildesheim, Königgrätz, Ermeland
Paderborn, Fulda und der Weihbiſchof Likowski=Poſen.
Der Erzbiſchof von Köln, Dr. v. Hartmann, leitete die
Trauerfeier. Der Sarg, mit den Inſignien der
Kardinals=
würde geſchmückt, wurde unmittelbar vor dem Hochaltar
niedergeſetzt. Hier legte der Herzog von Ratibor einen
prachtvollen, vom Kaiſer überſandten Kranz nieder, deſſen
Schleife die Kaiſerkrone mit den kaiſerlichen Initialen
trug. Die Gedächtnisrede hielt Kanonikus Herbig unter
Zugrundelegung des Bibelſpruches: „Du wirſt ein
Pro=
phet des Allerhöchſten genannt werden” indem er den
Lebensgang und das Wirken des Verblichenen ſchilderte
Das Requiem zelebrierte der Erzbiſchof von Köln unter
großer Aſſiſtenz. Währenddeſſen ſang der Domchor das
Requiem für vierſtimmigen Männerchor von dem
Vize=
echanten Joſeph Nickel. Dann fand der Trauerkondukt
mit Abſolution der Biſchöfe ſtatt. Der Sarg wurde von
12 Domgeiſtlichen zu der Gruft unmittelbar vor dem
Hoch=
altar getragen und dort beigeſetzt. Kurz vor 1 Uhr war
die kirchliche Feier beendet.
Hochwaſſer.
* Aſchaffenburg, 10. März. Der Main trat heute
vormittag auf unterirdiſchem Wege in die
Braunkohlen=
zeche „Guſtav” ein und überſchwemmte die
Kohlen=
felder. Der Betrieb wurde geſtört. Die ausgedernte
Brikettfabrikation liegt auf einige Zeit ſtill. Die große
elektriſche Ueberlandzentrale der Zeche erleidet jedoch keine
Einbuße. Der Sachſchaden iſt ſehr bedeutend. Die
Ar=
eiter konnten ſich rechtzeitig in Sicherheit bringen.
* Dresden, 10. März. Das Hochwaſſer der
Elbe geht zurück. Nachdem geſtern ſpät abends der
Pegelſtand 2,44 Meter erreichte, zeigte heute mittag der
ieſige Pegel 2,34 Meter an.
Schiffsunfälle.
* Kopenhagen. 10. März. Bei Skagen fand
geſtern ein ſchwerer Zuſammenſtoß zwiſchen dem
däniſchen Dampfer „Dania” der von Philadelphia nach
Kopenhagen beſtimmt war, und dem norwegiſchen
Damp=
fer „Bygdo” der ſich auf der Reiſe von Hamburg nach
Chriſtiania befand. ſtatt. Der norwegiſche Dampfer ſank
ſofort. Die 14 Mann der Beſatzung und ein Paſſagier
konnten von der Mannſchaft des Feuerſchiffes gerettet
werden. Der Koch des norwegiſchen Dampfers kam ums
Leben. Die Ladung des norwegiſchen Dampfers ſoll
einen Wert von einer Million Kronen haben. Der
unter=
gegangene Dampfer führte die deutſche Poſt für Norwegen
an Bord. Der däniſche Dampfer blieb unbeſchädigt und
ſetzte ſeine Reiſe nach Kopenhagen fort.
* Paris, 10. März. Aus Havre wird berichtet:
Der Poſtdampfer „Rochambeau” brachte geſtern
den Kapitän Ducos vom Segelſchiff „La Tour
d’Au=
vergne” zurück, der am 23. Oktober v. J. auf der Fahrt
von Tahiti bei den Palmerſtoninſeln ſtrandete und
dann mit ſeiner Mannſchaft 98 Tage auf einer vollſtändig
verlaſſenen Inſel verbracht hatte. 60 Tage lang lebten die
Schiffbrüchigen von den Vorräten ihres Schiffes dem.
Reſt von Fiſchen und Kokosnüſſen. Erſt am 29. Januar
dieſes Jahres wurden ſie von dem Kreuzer „Zélée”
auf=
genommen, der von Tahiti abgeſandt worden war, um
das verſchwundene Segelſchiff zu ſuchen.
* Stettin, 10. März. Der Dampfer „
Hein=
rich” der Stettiner Reederei Emil R. Retzlaff verließ am
17. Februar Newport, um einen der Mittelmeerhäfen
an=
zulaufen. Von da ab hat man keine Kunde mehr von
dem Dampfer, obwohl er wenige Tage ſpäter Kap
Finis=
terre hätte erreichen müſſen. Es bleibt daher nur die
An=
nahme übrig, daß er im Golf von Biskaya mit Mann
und Maus geſunken iſt. Die Beſatzung betrug etwa
zwanzig Mann. Erſt vor kurzer Zeit iſt der Dampfer
„Siegenia” im Golf von Biskaya ſchwer havariert. Der
erſte Offizier fand dabei den Tod, während ein Teil der
Beſatzung ſchwer verletzt wurde.
Der Brand in St. Loufs.
* St. Louis, 9. März. Die Gebäude des
Miſ=
ſouri Atlethie Clubs, die heute durch Feuer
zerſtört wurden, waren Eigentum der Beatmens Bank.
Die Beamten der Bank erklären, daß die Stahlkammer
1376000 Dollar Bargeld enthielt, das ſie unverſehrt
wiederzufinden hoffen, ſobald die Trümmer der Gebäude
ſich abgekühlt haben. Wie jetzt erklärt wird, beträgt die
Bahl der Vexmißten über 20.
— Neu=York, 10. März. Ueber die
Brand=
kataſtrophe in St. Louis wird noch gemeldet: 115
Perſonen ſchliefen in den oberſten Stockwerken, Ehe die
Feuerwehr eintreffen konnte, ſtand das ganze Gebäude in
Flammen, ſo daß den Unglücklichen der Ausweg
abge=
ſchnitten war. Man ſah Dutzende von Frauen und
Män=
nern aus den Fenſtern der oberen Stockwerke ſpringen,
und ungefähr 20 retteten ſich dadurch, daß ſie auf
benach=
barte Dächer ſprangen.
Die untere Etage des Gebäudes enthielt die
Ge=
ſchäftsräume der Beatmens Bank, in deren
Sicherheits=
gewölbe 1350000 Dollar Papier= und 27000 Dollar
Sil=
bergeld ſich befanden. Der Brand brach entweder im
Speiſeſaal der dritten Etage aus oder er war von
Geld=
ſchrankräubern verurſacht worden. Die letztere Annahme
wird damit begründet, daß unmittelbar vor der
Ent=
deckung des Feuers eine Exploſion erfolgte. Der
Manager Manzill entdeckte den Brand, der in wenigen
Augenblicken die vier unteren Etagen ergriffen hatte und
den Gäſten der oberen Stockwerke jeden Rettungsweg
ab=
ſchnitt. Drei Perſonen ſtürzten ſich vom oberſten
Stock=
werk auf die Straße, wo ſie zerſchmettert liegen blieben.
Der Brand griff auf die Nebengebäude über, und eine
Zeitlang ſchien es, als ob der ganze Block vernichtet
würde. Die Blätter geben ſchreckliche Schilderungen von
der Kataſtrophe. 20 Männer retteten ſich aus den oberen
Stockwerken mit einer aus Bettüchern gemachten Leine
auf das Dach des Nachbarhauſes. Niemand hatte Zeit,
auch nur notdürftig Kleider anzulegen. Faſt alle
Gerette=
ten verdanken ihr Leben dem Heroismus des
Telephon=
clerks, der trotz der größten Gefahr alle Gäſte telephoniſch
weckte.
* New=York 10. März. Die Zahl der
Todes=
opfer der Brand=Kataſtrophe in St. Louis
ſcheint 30 zu erreichen. Nachmittags wurde jede Hoffnung
aufgegeben, noch Lebende unter den Trümmern zu finden.
Die Urſache des Brandes iſt noch nicht ermittelt. Das
Gerücht, Einbrecher hätten einen Raubverſuch in die im
Hauſe befindliche Bank unternommen, und dabei Dynamit
angewendet, wodurch der Brand ausgebrochen ſei, hat ſich
nicht beſtätigt. Der Materialſchaden wird auf eine halbe
Million Dollar geſchätzt.
* Belgrad, 10. März. Das Blatt „Balkan”
meldet: Die franzöſiſche und engliſche
Geſandt=
ſchaft überreichten der ſerbiſchen Regierung eine Note,
in der die Rückgabe der bei der Eroberung von Monaſtir
durch die ſerbiſchen Truppen in der dortigen Filiale der
Ottomanbank beſchlagnahmten 680000 Francs
gefordert wird. Von der Summe ſollen übrigens nur
223888 Francs an das ſerbiſche Armeekommando gelangt
ſein.
* Belgrad, 10. März. Das Blatt Politika
unter=
zieht das Verhalten des bulgariſchen
Ge=
ſandten in Belgrad einer ſcharfen Kritik, der
geſtern bei einer Wohltätigkeitsvorſtellung im
National=
theater zugunſten des ſerbiſch=ruſſiſchen Klubs beim Spiel
der ſerbiſchen und ſlawiſchen Hymnen demonſtrativ ſitzen
blieb, während das geſamte Auditorium ſich erhob.
* Sofia, 10. März. Nach ergänzenden Berichten
erhielten die Anhänger der Regierung bei den
Wahlen 128, die Oppoſitionellen 117 Mandate.
* Cetinje, 10. März. Die Skupſchtina nahm
ein Geſetz über die Beſiedelung der eroberten
Gebiete an mit Beſtimmungen über die Art der
Land=
aufteilung und der Förderung der Anſiedler durch eine
zu gründende Hypothekenbank. Das Geſetz hat
vorläufig nur theoretiſchen Wert, da die Beſitzverhältniſſe
in den neuen Gebieten ganz untergeordnete ſind.
* Janina, 10. März. Griechenland hat die
weitere Räumung des Epirus eingeſtellt, um die
An=
hänger der Unabhängigkeitsbewegung nicht zu Herren
je=
ner Gebiete werden zu laſſen.
Vom Balkan.
Der bosniſch=montenegriniſche Grenzzwiſchenfall.
* Wien 10. März. Zu dem Zwiſchenfall an
der bosniſch=montenegriniſchen Grenze
erfährt die Neue Freie Preſſe noch aus Serajewo: Als
die Bemühungen, die Montenegriner zum Verlaſſen des
Grundſtücks zu bewegen, ſcheiterten, erhielt eine Abteilung
öſterreichiſch=ungariſcher Truppen, ein Zug bosniſch=
herze=
gowiniſcher Grenzjäger und eine Kompagnie
Heeresinfan=
terie den Befehl, das Wachhaus und den Saumweg zu
räumen. Ein Grenzjägerzug ſchritt nach kurzem
Feuerge=
fecht zum Sturm auf das Wachhaus. Die Montenegriner
hatten zwei Tote und zwei Schwerverletzte, ſowie
meh=
rere Leichtverletzte; eine größere Anzahl montenegriniſcher
Grenzſoldaten wurde gefangen. Die Grenzjäger hatten
keine Verluſte. Seit dieſem Zwiſchenfall wurde die=Ruhe
nicht mehr geſtört.
Die Unruhen in Braſilien.
* Rio de Janeiro, 10. März. Ueber Ceara iſt der
Belagerungszuſtand verhängt worden.
* Rio de Janeiro, 10. März. Oberſt
Setem=
brino, der Befehlshaber der Bundestruppen in
Forta=
leza, der Hauptſtadt des Staates Ceara, teilte dem
Kriegs=
miniſter mit, daß der Generalſtreik ausgebrochen ſei.
Der Handel ſei gelähmt, der Hafen= und
Straßenbahn=
betrieb ſtocke und die Gasanſtalten werden bedroht.
Be=
waffnete Haufen durchziehen die Stadt, bedrohten die
Paſſanten und brechen in Privatwohnungen unter dem
Vorwande ein, eine Hausſuchung vornehmen zu wollen.
Die Regierung iſt außerſtande, die Ordnung zu ſichern.
Die Aufſtändiſchen lagern 25 Kilometer von der Hauptſtadt
entfernt. Bundestruppen bewachen gegenwärtig die
Ge=
ſchäfts= und Privathäuſer. Auf Grund dieſer Depeſche
wurde, wie bereits gemeldet, der Belagerungszuſtand über
Ceara verhängt.
Vermiſchtes.
* Frankfurt a. M., 10. März. Unter dem
Pro=
ektorate des Großherzogs von Heſſen findet in
er Pfingſtwoche (vom 2. bis 5. Juni d. J.) in
Frank=
furt a. M. der dritte Kongreß der
Internatio=
nalen Vereinigung für Rechts= und
Wirt=
ſchaftsphiloſophie ſtatt, zu welchem ſich eine
An=
zahl der hervorragendſten Gelehrten Deutſchlands und des
Auslandes einfinden werden. Referate haben u. a.
ange=
meldet: Geheimrat Profeſſor Kohler=Berlin über die
Gren=
zen der Rechtsphiloſophie, Staatsſekretär Exzellenz
Dern=
burg und Senatspräſident von Strauß und Torney über
ein Reichswohnungsgeſetz, Geheimrat Profeſſor Wolf=Ber=
lin und Exzellenz Staatsrat von Dynovsky=St.
Peters=
burg über die Annäherung europäiſcher Staaten durch
Be=
ſeitigung oder Minderung der Zollſchranken. Die Stadt
Frankfurt a. M. wird die Teilnehmer an dem Kongreß
nebſt deren Damen am Abend des 2. Juni im Römer
empfangen. Für den Abend des 3. Juni hat die
Han=
delskammer den Kongreß in den Palmengarten
einge=
laden. Zur Vorbereitung des Empfangs iſt ein
Ehren=
komitee und ein Damenkomitee gebildet worden.
Darmſtadt, 11. März.
-g. Schwurgericht. Das Schwurgericht verhandelte
geſtern unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit gegen den 27
Jahre alten ledigen Metallgießer Friedrich Welcher aus
Nordhauſen und den 36 Jahre alten ebenfalls ledigen
Portefeuiller Joſeph Nikolaus Döbert aus Hauſen, beide
zuletzt in Offenbach wohnhaft und in Unterſuchungshaft.
Beide ſind des Meineids angeklagt, Welcher außerdem der
Anſtiftung zum Meineid. Welcher wurde im Frühjahr
1912 auf Alimentation verklagt und ſoll den Angeklagten
Döbert dazu veranlaßt haben, zu beſchwören, er habe
ebenfalls mit der Kindesmutter Umgang gehabt. Dieſer
Eid wurde von Döbert am 12. März 1912 vor dem
Amts=
gericht Offenbach geleiſtet, trotz dieſes Schwures verurteilte
das Gericht den Verklagten zur Zahlung der Alimente.
Als nun die Zahlung erfolgen ſollte, weigerte ſich Welchec
und ließ es bis zur Zwangsvollſtreckung kommen. Er
leiſtete dann auch im Auguſt 1912 den Offenbarungseid,
wobei er unwahre Angaben gemacht haben ſollte. Die
Verhandlung ging erſt abends nach 9 Uhr zu Ende. Die
Geſchworenen verneinten ſämtliche Schuldfragen, worauf
das Gericht den Angeklagten freiſprach.
Orpheum. (Programmwechſel des
Has=
kel=Enſembles.) Haskel, der in ſeiner Art einzige
Komiker, bringt mit ſeinem vortrefflich eingeſpielten
En=
ſemble ein neues Programm. Gleich zwei tolle Stücke ſind
es, die den Abend einleiten und nach dem Auftreten
eini=
ger vorzüglicher, ebenfalls auf den humoriſtiſchen Ton
geſtimmten Spezialitätenkünſtler, auch beſchließen. „Der
Muſterpapa” Schwank in einem Akt von Anatole
Du=
rand, iſt in der Inſzenierung von Leonhard Haskel ein
wahres Blitzfeuerwerk von guten und minder guten, von
alten und neuen Witzen. Man muß oft wider Willen
la=
chen zunächſt, aber endlich läßt man ſich von der Heiterkeit,
die die Darſteller auf der Bühne ſelbſt erfüllt, gerne
hin=
reißen und lacht kritiklos mit aus vollem Halſe. Wir
wollen den Inhalt des an komiſchen Zwiſchenfällen
über=
reichen Stückes nicht verraten. Es iſt ungefähr das Tollſte,
was in dieſem Genre geboten wird. Das zweite iſt die
zweiaktige Originalpoſſe „Exzellenz kommt!” von
Leonhard Haskel. Der Autor tritt hierin in der protzenden
Uniform auf, in der ſein Konterfei an allen Litſaßſäulen
prangt, iſt aber in Wirklichkeit ein ſimpler Schneider. Auch
dieſes Stück iſt überreich an Situationskomik und
burles=
ken Einfällen. Der andauernd gute Beſuch der
Vorſtel=
lungen iſt Beweis dafür, daß Haskels Humor in
Darmſtadt ſein Publikum findet.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
(* Balladenabend Hermann Gura. Herr
Kammerſänger Hermann Gura wird am Mittwoch,
den 18. ds Mts., in Darmſtadt (Hotel „Zur Traube”) einen
Balladenabend geben, worauf ſchon jetzt aufmerkſam
ge=
macht ſei. Ein Kunſtgenuß erſten Ranges, ein Ereignis
im Konzertſaal ſteht damit bevor. Kammerſänger
Her=
mann Gura gab ſeinen erſten Balladenabend in London
m 4. Dezember 1913 und erzielte einen geradezu
ſenſa=
tionellen Erfolg, der in der ganzen Preſſe als das
Ereig=
nis der diesjährigen Winterſaiſon Londons beſprochen
wurde. Die Pall Mall Gazette ſchrieb u. a.: Herr Gura
ſetzte ſeine Fähigkeiten einer Prüfung aus, die ſich nur
ſehr wenige Sänger erlauben dürfen. Er hat eine Gewalt
des ſchräfſten Ausdrucks und gibt ſtarke Steigerungen. Er
iſt in ganz hervorragender Weiſe ein plaſtiſcher Darſteller
und beſitzt in ſeltener Weiſe das Können, die
Aufmerkſam=
keit auf das dramatiſche Weſen einer Ballade zu
konzen=
rieren. Speziell im „Archibald Douglas” und in dem
erſchütternden „Edvard” zeigte er eine merkwürdige, den
Zuhörer im Banne haltende Beherrſchung, die Charaktere
ſcharf zu zeichnen, ſowie einen unfehlbaren Sinn für ſich
immer mehr ſteigernde Wirkungen. (Nähere Mitteilungen
folgen.)
Die Kinematographie.
Vortrag von Profeſſor Dr. Limmer.
St. Im großen Hörſaal für Phyſik ſprach geſtern
abend Herr Profeſſor Dr. Fritz Limmer von der
Techniſchen Hochſchule in Fortſetzung des Vortrags, ſowie
zum Beſten des Photographiſchen Inſtituts über
Kine=
matographie.
Der Vortragende erwähnte zum Eingang ſeiner
Aus=
führungen, daß der Marey der eigentliche Schöpfer der
Kinematographie iſt, der 1882 den erſten wirklich
brauch=
baren Kino herausbrachte. Die Firma Ernemann hatte
für den Abend die Apparate zur Verfügung geſtellt, einige
andere Firmen, beſonders die Weltkinematograph
m. b. H. Freiburg i. B., eine Anzahl Films. Kurz
ver=
breitete ſich der Vortragende ſodann über die Technik der
kinematographiſchen Aufnahme. Dieſe erfolgt bekanntlich
in der Art, daß durch einen höchſt ſinnreich erdachten
Apparat, deſſen wichtigſter Teil der
Fortbewegungsmecha=
nismus iſt, eine lange Reihe von Aufnahmen
hinter=
einander auf einen Film gemacht werden. Dieſe
Auf=
nahmen werden dann in ebenſo ſchneller Bewegung auf
die Leinwand projektiert. Die Bewegung, die man in
dieſer Projektion ſieht, iſt eigentlich nur eine vorgetäuſchte.
Denn zwiſchen jeder Aufnahme liegt eine Zwiſchenpauſe
von einem Bruchteil einer Sekunde. Durch die ſchnelle
Aufeinanderfolge wird aber die Bewegung vom Auge als
ſolche empfunden. Das beruht in der Eigentümlichkeit
des Bewegungsſyſtems und der Dauer des
Lichtein=
druckes des Auges. Dieſe Eigentümlichkeit läßt die
ein=
zelnen Bilder als geſchloſſenes Ganzes, als Bewegung
empfinden. Die dunklen Zwiſchenpauſen zwiſchen den
Bildaufnahmen werden vom Auge nicht empfunden.
Darauf beruht die ganze Kinematographie. Die Dauer
des Lichteindrucks iſt bei den verſchiedenen Menſchen
ver=
ſchieden. Der günſtigſte Durchſchnitt in der Zahl der
Kinoaufnahmen beträgt 15—20 in der Sekunde. Zwiſchen
jeder Aufnahme liegt natürlich eine Pauſe. Der Film
wird durch dieſe Schnelligkeit der Aufnahme und
Vor=
führung außerordentlich ſtark in Anſpruch genommen.
Das oft unangenehm empfundene Flimmern entſteht
eben durch die Dunkelpauſen zwiſchen den einzelnen
Bil=
dern. Um dieſes Flimmern nach Möglichkeit
einzuſchrän=
ken, kann man die Aufnahme und Vorführung ſehr be=
ſchleunigen, doch ſind hier gewiſſe Grenzen gezogen durch
die Haltbarkeit des Films und durch die materiellen
Rück=
ſichten, denn die Films müſſen bei ſehr ſchnellem
Durch=
laufen zur Aufnahme natürlich ſehr lang werden. Ganz
vermeiden läßt ſich das Flimmern der Filmvorführung
bei der gegenwärtigen Konſtruktion der Apparate nicht.
Aber es ſind doch Ausſichten vorhanden, daß wir in
abſeh=
barer Zeit zu vollſtändig flimmerfreien Films kommen.
Zu erreichen ſind dieſe flimmerfreien Vorführungen durch
Apparate, die der Film kontinuierlich durchläuft.
Prak=
tiſch ſind dieſe Apparate noch nicht erprobt, aber die
An=
fänge dazu ſind gemacht. Ein anderer Fehler iſt der
„Filmregen‟. Dieſer entſteht durch Beſchädigungen,
Kratzen oder Abſchleifen des Films. Dieſes Filmregnen
kann man heute ſchon, wenn auch nicht beſeitigen, ſo doch
maskieren, dadurch, daß man den Film zwiſchen 2
Filz=
platten laufen läßt, die mit einer öligen Flüſſigkeit
ge=
tränkt ſind die ſich in die beſchädigten Stellen
gewiſſer=
maßen einſchmiert. Es dürfte übrigens intereſſieren,
daß es zur Zeit ſchon gelungen iſt, einen Normalfilm zu
fabrizieren, der in allen Fabriken gleich hergeſtellt wird,
was bedeutende wirtſchaftliche Vorteile hat. Dieſer
Nor=
malfilm iſt 19X15 mm groß. Es muß alſo eine
bedeu=
tende Vergrößerung erfolgen, wenn die Bilder in
natür=
licher Gcöße oder noch größer auf die Projektionswand
geworfen werden ſollen.
An Hand einer großen Anzahl von Lichtbildern
er=
läuterte der Vortragende dann die Technik der
Kinoappa=
rate in allen Details. Die Apparate verſchiedenſter Art
wurden im Bilde vorgeführt und ihre Funktionen in
Detailzeichnungen erläutert, ferner Filmabſchnitte gezeigt
und dergleichen mehr. Auch die Brennbarkeit der Films
wurde praktiſch demonſtriert. Den zweiten Teil des
Abends bildete die Vorführung muſterhafter
Filmaufnah=
men, die die oben genannte Freiburger Firma zur
Vor=
führung geſtellt hatte. Es waren prächtige Aufnahmen,
meiſt naturwiſſenſchaftlicher Art, die in künſtleriſcher und
techniſcher Beziehung hervorragend waren. Die
Lebens=
gewohnheiten des Murmeltiers, des Ameiſenlöwen uſw.
wurden vorgeführt, ferner die Herſtellung von Steingut
und der Betrieb eines Kalkſteinbruches. Der Vortragende
ſchloß ſeine feſſelnden Ausführungen mit dem Hinweis
darauf, daß es ſehr wohl möglich iſt, gute und
einwand=
freie Fikms herzuſtellen. Es wird heute ſoviel geſchimpft
über die Gefahren und Nachteile des Kinos. Das iſt nur
zum Teil berechtigt. Man trifft in der Kulturgeſchichte
immer wieder auf Perioden, in denen das Materielle in
ungeheurer Weiſe überſchätzt und in gleichem Maße das
Ideelle unterſchätzt wird. Solche Perioden ſind die
Pflanz=
ſtätten für das Senſationsbedürfnis. Das iſt wie einel
Krankheit, die durch unſere ganze Zeit geht. Sie kann
nicht dadurch geheilt werden, daß man durch
Polizeiver=
ordnungen die Kinobeſitzer drangſaliert, ſie muß und wird
von ſelbſt ſchließlich geheilt werden. Jedenfalls darf dier
Bedeutung des Kinematographen, beſonders als
An=
ſchauungsmittel, nicht dadurch beeinträchtigt werden.
Die höchſt intereſſanten Ausführungen des
Vortra=
enden und die Vorführungen wurden mit dankbarem
Beifall ausgezeichnet.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 10. März. Die Norddeutſche Allgemeiſſe
Zeitung ſchreibt: Ende des vorigen Monats fanden hiek
Beſprechungen zwiſchen Komiſſionen des Reiches, der
preußiſchen, der mecklenburgiſchen und der däniſchen Re=,
gierung ſtatt, um die Möglichkeit von
Verbeſſerun=
gen der deutſch=däniſchen
Verkehrsbezie=
hungen zu unterſuchen. Die Beſprechungen erſtreckten
ſich auf die wirtſchaftliche Bedeutung der
Verbeſſerungs=
möglichkeiten, auf die Geſtaltung des Fahrplans für die
verſchiedenen Verbindungen, ſowie auf andere Fragen
vor=
bereitender Art. Die Erörterungen ſollen demnächſt
fort=
geſetzt werden.
* Berlin, 10. März. Dem Elſäſſer wurde angeblich
von maßgebender Seite mitgeteilt, daß die Verlegun
des Infanterie=Regiments Nr. 132 nach
Zabern und des Infanterie=Regiments Nr. 99 nich
Straßburg mit dem 1. Oktober zu erwarten ſei. Wolffs
Telegraphiſches Bureau erfährt hierzu von maßgebender
Seite: Die Nachricht beruht ebenſo wie die ſchon ver
Wochen verbreiteten Verſetzungsgerüchte auffreier
Er=
findung.
* Potsdam, 10. März. Der ſeit einigen Tagen
ver=
ſchwundene Gemeindevorſteher Rother aus Drewitz
hat, wie durch Reviſoren des Landratsamts feſtgeſtellt
wurde, erhebliche Unterſchlagungen begangen. Bis
jetzt wurden 19000 Mark feſtgeſtellt. Die verlaſſene
Ehe=
frau und die Kinder befinden ſich in größter Notlage.
* Oſterburg (Prov. Sachſen), 10. März. Bei Klein=
Paſſau überſchlug ſich eine Lokomotive eines
Bau=
zuges. Der Techniker Lüders wurde getötet, 2
Ar=
beiter ſchwer verletzt. Der Untergrund war wahrſcheinlich
vom Regen unterwaſchen worden.
* Rom, 10. März. In der heutigen Sitzung der
Kam=
mer gab Miniſterpräſident Giolitti bekannt, das
Ka=
binett habe in anbetracht der parlamentariſchen Lage das
Rücktrittsgeſuch in die Hände des Königs gelegt,
der ſich ſeinen Beſchluß vorbehalten habe. Indeſſen ſeien
die Miniſter im Amte geblieben zur Erledigung der
lau=
fenden Verwaltungsgeſchäfte. Auf Erſuchen Giolittis
ver=
tagte ſich darauf die Kammer auf unbeſtimmte Zeit. Eine
entſprechende Mitteilung machte Miniſterpräſident Giolitti
auch im Senate.
* Rom, 10. März. Die leitende Kommiſſion der
Ar=
beitskammer hat nach den Erklärungen des
Unterſtaats=
ſekretärs des Innern in der Hoſpitalfrage beſchloſſen, die
Arbeit mittags 12 Uhr wieder aufzunehmen.
* Luzemburg, 10. März. Der Biſchof von
Luxemburg hatte in einem Hirtenſchreiben den
Katho=
liken das Leſen einer Anzahl von Zeitungen
verboten. In einer von der Neuen Zeit angeſtrengten
Verleumdungsklage wurde heute der Biſchof zu
einer Geldſtrafe von 26 Francs mit
Strafauf=
ſchub verurteilt.
* Paris, 10. März. Die Kammer nahm den Etat
für die Kolonialtruppen an. — Der Senat beriet über
die Wahlreform. Berichterſtatter Jeannenly drückte die
Meinung aus, die Mehrheit des Senats ſei gegen das
Syſtem der Wahlquotienten. Sicherlich werde ſie ihre
Meinung ſeit der letzten Abſtimmung nicht ändern. Er
fordere daher die einfache Aufrechterhaltung des vom
Se=
nat im Juni 1913 angenommenen Textes. Der Miniſter
des Innern erkannte die kraft der vön der Kommiſſion
gemachten Einwendungen an. Die Regierung werde ſich
weiter bemühen, zu einem Ausgleich zu gelangen.
Dar=
auf wurde der Entwurf der Kommiſſion mit 173 gegen
83 Stimmen angenommen.
* Paris, 10. März. Der Deputierte Mairat richtete
to den Kriegsminiſter unter Hinweis auf die durch die
breſetzung von Tripolis verurſachten
militäri=
ſolen Ausgaben Italiens die ſchriftliche Anfrage, ob
in der Lage wäre, die durch die Beſetzung Marokkos
Vrrurſachten militäriſchen Ausgaben anzugeben und
da=
ldurch eine vergleichende Beurteilung der von den beiden
Ländern zur Beſitzergreifung ihrer neuen
nordafrikani=
ogen Gebiete unternommenen militäriſchen und
finan=
eellen Kraftanſtrengungen zu ermöglichen. Der
Kriegs=
m iniſter antwortete hierauf, daß die Ausgaben für die
Be=
ſahtzung von Marokko für die Zeit von 1907 bis
einſchließ=
llch 1913 eine Geſamtſumme von 507 Millionen Francs
lef fordert habe. Eine vergleichende Schlußfolgerung zwi=
Aſchen der Beſetzung von Tripolis und von Marokko in dem
Aron dem Frageſteller angeregten Sinne könne ſchon des=
Anegen nicht gezogen werden, weil die Beſetzung von
Ma=
rokko ſich auf ein reiches Gebiet von 205 Quadratkilomete
Meſſtrecke, deſſen Bevölkerung diejenige von Tripolis und
der Cyrenaila mindeſtens um das vierfache übertreffe.
* Toul, 10. März. Ein im Bau begriffenes Pulver=
Anagazin der Macean=Kaſerne ſtürzte ein. Ein
Arbei=
ſſtar wurde getötet, vier befinden ſich noch unter den
Trrümmern.
* Zarskoje Sſelo, 10. März. Kaiſer Nikolaus
empfing heute den deutſchen Militärbevollmächtigten,
Ge=
neral der Kavallerie Burggrafen und Grafen zu Dohna=
Echlobitten in Abſchiedsaudienz.
* Warſchau, 10. März. Beim Einſturz eines
ſechsſtöckigen Neubaues fiel ein daneben
ſtehen=
des Holzhaus zuſammen. Vier Perſonen konnten gerettet
werden, drei befinden ſich noch unter den Trümmern.
* Buenos=Aires, 10. März. Die Feſtlichkeiten
ſanläßlich der Anweſenheit der deutſchen
s riegsſchiffe nahmen geſtern vormittag ihren
Fort=
gang mit einem Ausflug der deutſchen Mannſchaften nach
Quilmes, wohin ſie von der dortigen deutſchen
Braue=
rei geladen waren. Bei einem Frühſtück an Bord des
eoreuzers „Straßburg”, zu dem viele argentiniſche
Ma=
rineoffiziere Einladungen erhielten, ſprach Konteradmiral
non Rebeur=Paſchwitz auf Argentinien, die argentiniſche
Marine und die deutſchen Landsleute, während der
Ma=
räneminiſter einen ſehr herzlichen Trinkſpruch auf
Deutſch=
land und die deutſche Marine ausbrachte. Zu dem
Empfang, der ſich dem Frühſtück anſchloß, fanden ſich
be=
ſoonders viele argentiniſche Familien ein. Geſtern abend
waren der Konteradmiral und die deutſchen Offiziere
Gäſte des öſterreichiſch=ungariſchen Geſandten. Heute ſollte
die „Straßburg” mit dem deutſchen Admiral nach
Monte=
wideo gehen, da jedoch von Rebeur=Paſchwitz leicht
er=
rrankt iſt, wurde die Abreiſe aufgeſchoben.
Zur Amerikareiſe des Prinzenpaares Heinrich von Preußen.
* Berlin, 10. März. Die Norddeutſche Allgemeine
Zei=
rung ſchreibt: Der neueſte Dampfer der Hamburg=
Süd=
amerika=Linie, „Kap Trafalgar” tritt heute ſeine
erſte Reiſe nach Südamerika an. Unter den
Fahrgäſten auf dieſer erſten Fahrt befinden ſich Ihre
Königlichen Hoheiten Prinz und Prinzeſſin
Hein=
lich von Preußen. Die Frau Prinzeſſin iſt erho=
Tungsbedürftig und ſehnt ſich nach der Ruhe einer
länge=
ren Seefahrt. Einen amtlichen Charakter trägt die Reiſe
nicht. Bei der Kürze der Zeit, ſoll doch die Rückfahrt von
Buenos=Aires ſchon am 9. April auf demſelben Schiff er=
Folgen, war urſprünglich nur ein kurzer Beſuch Rios und
ein etwas längerer Aufenthalt in Argentinien vorgeſehen.
Neuerer Nachricht zufolge iſt indeſſen auf Einladung der
chileniſchen Regierung auch ein kurzer Ausflug nach San=
Liago geplant. Das Gefolge der Prinzlichen Herrſchaften
wvird nur aus wenigen Perſonen beſtehen. Abgeſehen von
dem Leibarzt Profeſſor Reich, wird der Prinz nur von
ſſeinem perſönlichen Adjutanten, Kapitänleutnant von
Tyszka, begleitet ſein, während ſich im Gefolge der Prin=
Beſſin die Hofdame Fräulein von Plänckner befindet.
* Hamburg, 10. März. Prinz und Prinzeſſin
Heinrich mit Gefolge ſind hier eingetroffen. Die hohen
Herrſchaften gehen um 8 Uhr an Bord; vorher empfangen
ſie den argentiniſchen Geſchäftsträger und den
argentini=
ſchen Generalkonſul.
* Hamburg, 10. März. Um 6 Uhr fuhren Prinz
rund Prinzeſſin Heinrich, begleitet von Richard
G. Krogmann, im Automobil nach den St. Pauli=
Lan=
dungsbrücken und begaben ſich an Bord des „Kap
Tra=
falgar” wo ſie von dem Aufſichtsrat und der Direktion
der Hamburg=Südamerikaniſchen Dampfſchiffahrts=
Geſell=
ſchaft empfangen wurden. Heute abend findet an Bord
in engerem Kreiſe ein Diner ſtatt. Die Ausreiſe des
Dampfers erfolgt vorausſichtlich zwiſchen 2 und 3 Uhr
nachts.
Großfeuer.
* Bautzen, 10. März. In einem umfangreichen
Fabrik=
gebäude der Lithographiſchen Anſtalt und Buntpapierfabrik
von Gebrüder Weigandt brach heute morgen um 3 Uhr
Großfeuer aus, welches das Gebäude vollſtändig
ein=
äſcherte. Unter den Trümmern wurden die verkohlten
Leichen von fünf Perſonen aufgefunden. Eine
ſechſte Perſon wird vermißt. Der Betrieb wird fortgeſetzt.
Die umgekommenen fünf Perſonen ſind der Hausmann
Wiche, der Kutſcher Matzke, der Fabrikfeuerwehrmann
Gral, der Pflichtfeuerwehrmann Damaſchke und der
Buch=
binder Seiler. Vermißt wird der Schornſteinfegermeiſter
Moſer.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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Geſchäftliches.
Ein neuer Beweis für die kräftige
Konſtruk=
tion und für die große Zugkraft des Mannesmann=
Mulagwagens illuſtriert das nachſtehende Ereignis, das in
der Stadt Gleiwitz großes Aufſehen erregt hat: Bei
An=
kunft eines Mannesmann=Mulagwagens in Gleiwitz war
dort auch gleichzeitig ein 700 Zentner (— 35000
Kilo=
gramm) ſchwerer Dampfkeſſel für die Oehringengrube
ein=
getroffen, der nach der Grube transportiert werden ſollte.
Der Gedanke lag nahe, das Laſtauto als Vorſpann zu
benutzen, und die ſchwierige Fahrt wurde unternommen.
Die erhebliche Steigung nach der Toſterſtraße wurde glatt
überwunden. Auf der Höhe von Ellguth=Zabrze war nun
eine zirka 200 Meter lange, teils meterhohe Schneewehe
zu paſſieren. Aber auch dieſes Hindernis wäre glatt
über=
wunden worden, wenn die Fahrbahn breit genug
ausge=
worfen wäre. Die auf den Hinterrädern montierten
Schnee=
ketten riſſen und die Hinterräder ſelbſt gruben ſich tief in die
vereiſte Straßendecke ein. Nun wurde der Mannesmann=
Mulagwagen wieder auf feſte Straße gebracht und durch
200 Meter lange Taue und Ketten mit dem Dampfkeſſel
verbunden. Dieſe Verbindungen erwieſen ſich jedoch nicht
ls widerſtandsfähig genug, ſondern riſſen bei jedem
neuerlichen Anziehen des Kraftwagens. Erſt nachdem
eine Stahltroſſe verwendet wurde, konnte auch dieſes
äußerſt ſchwierige Hindernis überwunden werden und der
Mannesmann=Mulagwagen ſeine Laſt glücklich an Ort
und Stelle bringen. Dieſe Leiſtung iſt nur ein neuer
Be=
veis für die große Leiſtungsfähigkeit der Mannesmann=
Mulagwagen, die infolge ihrer erſtklaſſigen Konſtruktion
in allen Induſtriekreiſen ſich ſchnell eingebürgert haben.
Sommersprossen —weg! (*6415
Leidensgefährtinnen teile unentgeltlich mit, auf welch
ein=
fache Weiſe ich meine Sommerſproſſen gänzlich beſeitigte.
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Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter: Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1,
Nordamerika: „Amerika”, nach Neu=York, 6. März 7 Uhr
morgens Dover paſſiert. „Cincinnati” 5. März 5 Uhr
nachm. von Neu=York über Madeira, Gibraltar, Algier
und Neapel nach Genua. „Indianola” nach Neuorleans,
5. März morgens in Boſton. Pennſylvania” von
Neu=York kommend, 6. März 6 Uhr 30 Min. morgens
auf der Elbe. — Weſtindien, Mexiko: „Bavaria” 5. März
von Pto. Mexiko. „Cheruskia” 4. März von St. Thomas
über Hapre nach Hamburg. „Frankenwald” 4. März in
Tampico. „Parthia” nach Weſtindien, 5. März 7 Uhr
abends in Antwerpen. „Patagonia” nach Weſtindien,
6. März 1 Uhr 10 Min. morgens Cuxhaven paſſiert.
„Sachſenwald” von Weſtindien kommend, 5. März
Uhr abends in Havre. „Wasgenwald”, von Mexiko
kommend, 4. März morgens von Havanna über Vigo,
Santander, Plymouth und Havre nach Hamburg.
„Ypiranga” von Mexiko und Havanna kommend,
3. März 8 Uhr 30 Min. morgens Dover paſſiert.
Südamerika, Weſtküſte Amerikas: Motorſchiff Chriſtian X.”
von Neu=York, 4. März 3 Uhr nachm. von Pernambuco.
„Habsburg” nach Mittelbraſilien, 5. März 12 Uhr mittags
Cuxhaven paſſiert. „Karthago” von dem La Plata
kom=
mend, 5. März 12 Uhr mittags in Aberdeen. „König
Friedrich Auguſt” von dem La Plata kommend, 5. März
10 Uhr morgens von Bahia über Teneriffa, Liſſabon,
Vigo, Southampton und Boulogne nach Hamburg.
„König Wilhelm II.” nach dem La Plata, 5. März 1 Uhr
nachm. von Boulogne. „Macedonia” nach Braſilien,
. März St. Vincent paſſiert. „Pruſſia” von Braſilien
ommend, 5. März 11 Uhr morgens in Oporto. —
Oſtaſien: „Altmark” 6. März 1 Uhr 10 Min. morgens
Cuxhaven paſſiert, ausgehend. „C. Ferd. Laeisz” 5. März
12 Uhr mittags Gibraltar paſſiert, heimkehrend. „Emden”,
von Oſtaſien kommend, 5. März 6 Uhr 30 Min. abends
in Hamburg. „Scandia” 5 März 8 Uhr morgens von
Moji. „Senegambia” 4. März in Dalny. — Verſchiedene
Fahrten: „Kurmark” nach Indien, 5. März 6 Uhr
25 Min. abends Cuxhaven paſſiert. „Markomannia”
von Perſien, 5. März von Bombay.
Vergnügungs=
dampfer „Meteor”, zweite Mittelmeerfahrt, 5. März 8 Uhr
nachm. in Kandia. „Numantia” 5. März in Mormugäo.
Gottesdienſtliche Anzeige.
Stadtkapelle. Mittwoch. den 11. März, 6 Uhr:
3. Paſſionsandacht. Pfarrer Kleberger.
Familiennachrichten.
Nach langem Leiden ſtarb am
8. März der Oberzahlmeiſter im
Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23
Herr
Wilhelm Roltz.
Elf Jahre hat er in
verantwort=
licher Stelle dem Regiment angehört,
ein leuchtendes Beiſpiel treuer
Pflicht=
erfüllung. In raſtloſer Tätigkeit ſetzte
er ſeine ganze Kraft für das Wohl des
Regiments ein, das ihm bis zu ſeinem
Tode am Herzen lag.
(6383
Sein Wirken, ſeine Perſönlichkeit
ſichern ihm ein ehrendes Andenken.
Darmſtadt, den 9. März 1914.
Frhr. von Brandenstein
Oberſtleutnant
und Regimentskommandeur.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger
Teilnahme an unſerem herben Verluſt
ſagen innigen Dank.
(*6489
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
A. Rech.
Statt besonderer Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigstgeliebte Tante,
Schwester und Schwägerin
Frau Louise Böttinger
nach langem, schwerem Leiden, wohlversehen mit den heil. Sterbesakramenten,
im Alter von 67 Jahren zu sich zu nehmen.
(6494
Darmstadt, 10. März 1914.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Schütz und Widmann
Hofstallstrasse 6.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 12. März, nachmittags ½3 Uhr, von der
Friedhofskapelle aus, statt.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme an dem uns so schwer
betroffenen Verluste bei dem Heimgange unseres teuren, unvergesslichen
Ent-
schlafenen
Herrn Leutnant a. D. Monnard
sagen wir Allen unseren tiefgefühlten Dank; insbesondere Herrn Pfarrassistent
Adolph für seine trostreichen Worte, für das ehrende Begräbnis, sowie allen
Denen, welche durch Ansprache am Grabe, Kranzspenden und ihr Erscheinen
dem Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen haben.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Familie Monnard-Adelberger.
Darmstadt, 9. März 1914.
(6456
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Der Ausläufer tiefen Druckes, der Montag nach der
Biscaya reichte, hat ſich oſtwärts bewegt und verurſachte
geſtern in unſerem Bezirk trübes, mildes Wetter und
Re=
genfälle. Wir werden heute im Bereich nachfolgenden
hohen Druckes bei wechſelnder Bewölkung und
nordweſt=
lichen Winden kälteres Wetter und höchſtens noch
verein=
zelte Regenſchauer erwarten können.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 11. März:
Wechſelnde Bewölkung, höchſtens vereinzelte Regenſchauer,
kälter, nordweſtliche Winde.
Tageskalender.
Mittwoch, 11. März.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende nach
10 Uhr (Ab. B): „John Gabriel Borkmann”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Fremdſprachlicher Vortrag von M. Arnal um
5½ Uhr in der Turnhalle der Liebigs=Oberrealſchule.
Hugo Wolf=Goethe=Abend um 8 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz (Freie Lit.=Künſtl.
Geſell=
ſchaft).
Feier des Stiftungsfeſtes des Leibgarde=
Infan=
terie=Regiments Nr. 115 um 8½ Uhr im Saalbau (
Leib=
garde=Vereinigung).
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im
Reſtau=
rant „Kaiſerſaal”
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß um
4 Uhr. — Perkeo um 8 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 12. März.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz,
Stammholz=Verſteigerung um 10 Uhr im
Spachbrücker Gemeindewald (Zuſammenkunft bei
Gaſt=
wirt Heberer bei Station Meſſel).
Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige
Pflicht; ihre lieben Bundesbrüder u. Freunde
von dem am 8. März 1914 in Barmſtadt
erfolgten Ableben unſeres Alten Herrn
Geheimer Oberbaurat
Heinrich Rilian
Vortragender Rat im Großh. Miniſterium der
Finanzen
(Gründer 1869)
geziemend in Kenntnis zu ſetzen.
(6375
Die Darmſtädter Burſchenſchaft
„Germanig‟
i. A.: Jr. Reis, F.-V.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
heute Nacht 3½ Uhr meine innigſtgeliebte Gattin,
unſere gute, treubeſorgte Mutter, Schweſter,
Schwägerin und Tante
(B6452
Frau
Dorothea Merker
geb. Lorenz
nach längerem, ſchwerem Leiden im Alter von
39 Jahren zu ſich abzurufen.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Gg. Merker, Bäckermeister
und Kinder.
Darmſtadt, den 10. März 1914.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 12. März,
nachmittags 3 Uhr, vom Portal des Beſſunger
Friedhofs aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben Bruders,
Schwagers und Onkels
(6367
Herrn Ludwig Schneider
ſagen allen, insbeſondere Herrn Kirchenrat
Wid=
mann für die tröſtende Grabrede, herzlichſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Martin Schneider.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Mar Streeſe; für den Anzeigenkeil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Itriedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt.—
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
in die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren,
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
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Weißbinderarbeiten. (*6417md 5 jüng. Herrn bill. zu verk. (*6359
W. Dick, Ludwigsböhſtr. 78.
Liebigſtraße 7, I.
[ ← ][ ][ → ]Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 alte ſilberne Remontoiruhr mit Goldrand.
hleines rotes Buch (Ich ſoll dich grüßen). 1 farbiger ſeidener
knnenſchirm. 1 mittelgroßer Schlüſſel mit Ring. 1 braune Joppe.
go auer Kinderſtoffhut. 1 Bündel Wäſche. 1 goldener Ring mit
brillanten (vor einiger Zeit gefunden). 1 zweirädriger Handwagen.
(6376
latte zerbrochene Brille.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
her Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
h en ſich: 1 Dachshund. 1 deutſche Dogge (zugelaufen). Die Hunde
linien von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
enden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dort=
(6415
lbst jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
Kraftloserklarung von Pfandſcheinen.
Der Inhaber des angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheins
Ir. 17 438 wird hiermit aufgefordert, ſeine Anſprüche innerhalb
4 Tagen, vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an
ſſrechnet, in unſerem Geſchäftszimmer — Kirchſtraße Nr. 9 — geltend
rmachen, widrigenfalls nach Ablauf dieſer Friſt gemäß § 30 der
dtzung vom 1. März 1913, betreffend das ſtädtiſche Leihamt
Darm=
aot, die Kraftloserklärung des Pfandſcheins erfolgen wird.
(6388
Darmſtadt, den 9. März 1914.
Städtiſche Leihamtsverwaltung.
Paul.
Die noch rückſtändigen Rechnungen
ber Forderungen an uns aus dem Jahre 1913 ſind wegen unſeres
(6477md
ernnächſtigen Bücherſchluſſes
bis ſpäteſtens 25. ds. Mts.
tinzuſenden.
Darmſtadt, den 10. März 1914.
Großherzogliche Kabinetts= und Hofkaſſe.
Die Pflaſterer=, Bekieſungs= und Beraſungsarbeiten
für die Erweiterungsbauten des Proviantamts Darmſtadt auf dem
Bäckereigrundſtück, beſtehend in
360 qm Pflaſter aus vorh. Steinen,
1800 qm Granit=, Melaphyr= oder Porphyrreihenpflaſter I. Qual.,
510 qm Bekieſung,
1800 qm Beraſung
ſallen öffentlich verdungen werden.
Bedingungen und Zeichnungen können im Geſchäftszimmer,
Hoolzhofallee 10, von 8—12 Uhr vormittags und 3—6 Uhr nachmittags
erngeſehen, die Verdingungsunterlagen gegen poſt= und beſtellgeldfreie
Ginſendung von 0,65 Mk. bezogen werden.
Die ausgefüllten Angebote ſind verſiegelt und mit entſprechender
Aufſchrift verſehen mit den zugehörigen Proben bis zum 24. März
1914, vormittags 10 Uhr, an das Geſchäftszimmer des Militär=
Wauamts, Riedeſelſtraße 60, II., einzuſenden, zu welcher Zeit die
Er=
iffnung erfolgt.
Die Zuſchlagsfriſt beträgt 28 Tage.
(8,6299
Militär=Bauamt.
Verkauf von Matratzenſtreu.
Samstag, den 14. März, wird die Matratzenſtreu einer
Eskadron auf dem Hofe der Kavalleriekaſerne an der Holzhofallee
werſteigert. Der Verkauf beginnt um 9 Uhr 30 Min. vorm. (6389
Leib=Dragoner=Regiment (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24.
Stamm= und Brennholz=Verſteigerung.
Montag, den 16. März I. Js., vormittags 9 Uhr anfangend,
werden in dem Gemeindewald zu Nieder=Ramſtadt, in den Diſtrikten
Ruhtränkrech und Loh, folgende Holzſorten an Ort und Stelle ver=
Eteigert:
I. 15 Eichenſtämme von 15—67 cm Durchm. u. 3—10 m Länge
2 Buchenſtämme 54—59 „
„ 4—5 „ „
II. 122 rm Buchen=Scheiter
128 rm Buchen=, 6 rm Eichen= u. 50 rm Kiefern=Knüppel,
1200 Hdt. Buchen=, Eichen= u. Kiefern=Wellen
48 rm Buchen=, 15 rm Eichen= u. 4 rm Kiefern=Stöcke.
Die Zuſammenkunft iſt am Boestal, am Eingang des Waldes.
*Das Holz im Loh kommt nachmittags 1½ Uhr zur Verſteigerung.
Nieder=Ramſtadt, den 7. März 1914.
(II,6424
Großh. Bürgermeiſterei Nieder=Ramſtadt.
Appel.
Stammholz=Verſteigerung.
Montag, den 16. März I. J., vormittags 9 Uhr
werden im Gundernhäuſer Gemeindewald verſteigert:
Stämme:
Eichen II. Kl. 3 St. — 4,16fm
III. „ 6 „ — 5,45 „
IV. „12 „ — 7,42 „
V. „ 2 „ — 0,45 „
VI. „ 1 „ — 0,35 „
KiefernII.-IV. „ 44 „ — 29,48 „
2 „ — 1,19 „
Ulmen
1 „ — 0,28 „
Ahorn
31 „ — 10,31 „
Lärchen
210 „ — 82,86 „
Fichten
Derbſtangen:
Eſchen
11 St. — 0,49 fm
2
Lärchen
— 0,23
Fichten 743 „ — 43,75 „
Tannen 32 „ — 1,84
Reisſtangen:
Fichten 333 St. — 3,16 „
Die Zuſammenkunft iſt auf der Herrnwieſenſchneiſe am
Ein=
gang des Waldes.
(6292im
Gundernhauſen den 9. März 1914.
Großh. Bürgermeiſterei Gundernhauſen.
Schütz.
Eisenacher Geld-Lotterie
Ziehung am 19. und 20. März, pro Los Mk. 1.
Mainzer Pferde-Lotterie
Ziehung am 21. März, pro Los Mk. 1.—
noch zu haben bei
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Philipp J. Schmidt, Kgl. Lotterie-Einnehmer.
Rheinstr. Nr. 33 Darmstadt Telephon 127.
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Linder=Sitz=Liegewag. b. abzug.
*6393ms) Kranichſteinerſtr. 54, I.
Deutsche Bank.
Die Aktionäre unserer Gesellschaft werden hierdurch zu der am 31. März 1914,
11 Uhr vormittags, in unserem Bankgebäude, Eingang Kanonierstr. 22/23, stattfindenden
ordentlichen Generalversammlung
eingeladen. Aktionäre, welche ihr Stimmrecht nach Massgabe § 23 der Satzungen ausüben
wollen, müssen ihre Aktien oder die darüber lautenden Hinterlegungsscheine der Reichsbank
mit einem der Zahlenreihe nach geordneten doppelten Nummernverzeichnis spätestens am
27. März d. J.
bei der Effektenkasse der Deutschen Bank,
in Berlin
Deutschen Bank Zweigstelle Augsburg.
„ Augsburg
„
„ Deutschen Bank Filiale Bremen.
„ Bremen
„ dem Schlesischen Bankverein,
„ Breslau
der Deutschen Bank Succursale de Bruxelles,
„ Brüssel
Deutschen Bank Zweigstelle Chemnitz,
„ Chemnitz
in Darmstadt bei derDeutschen Bank Zweigstelle Darmstadt,
Deutschen Bank Filiale Dresden,
„ Dresden
Bergisch Märkischen Bank,
„ Elberfeld
Essener Credit-Anstalt,
„ Essen (Ruhr)
Deutschen Bank Filiale Frankfurt,
„ Frankfurt a. M.
Deutschen Vereinsbank,
„
„ dem Bankhause Lazard Speyer-Ellissen,
Jacob S. H. Stern,
„
Gebrüder Sulzbach,
„ der Deutschen Bank Filiale Hamburg,
„ Hamburg
Hannoverschen Bank,
„ Hannover
Bergisch Märkischen Bank Köln,
„ Köln a. Rh.
Deutschen Bank Filiale Konstantinopel,
„ Konstantinopel
Deutschen Bank Filiale Leipzig,
„ Leipzig
Privatbank zu Gotha, Filiale Leipzig,
„ London
Deutschen Bank (Berlin) London Agency,
„ Ludwigshafen a. Rh.
Pfälzischen Bank,
Rheinischen Creditbauk,
„ Mannheim
Pfälzischen Bank, Filiale Mannheim,
Süddeutschen Bank, Abteilung der Pfälz.
ischen Bank,
Deutschen Bank Filiale München,
„ München
„
„ Nürnberg
Deutschen Bank Filiale Nürnberg.
„
„ Stuttgart
Württembergisshen Vereinsbank,
„
„ Wiesbaden
Deutschen Bank Zweigstelle Wiesbaden
oder bei einem deutschen Notar hinterlegen und bis nach der Generalversammlung daselbst
be-
lassen. Stimmkarten werden bei den Hinterlegungsstellen ausgehändigt.
Tagesordnung:
1. Jahresbericht über die Geschäfte der Gesellschaft.
2. Die Rechnungsablage mit dem Bericht des Aufsichtsrats.
3. Beschlussfassung über die Genehmigung der Jahresbilanz, die Gewinnverteilung, sowie
über die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrats.
4. Erhöhung des Grundkapitals um nom. M 50000000 Aktien mit
Dividendenberech-
tigung vom 1. Januar 1914 ab zum Zwecke der Uebernahme des Vermögens der
Bergisch Märkischen Bank in Elberfeld gemäss § 306 H.G. B.
5. Entsprechende Aenderung des § 4 des Statuts.
6. Aenderung des § 33b des Statuts dahin, dass die Tantiémeberecbnung erst nach Verteil.
ung von 6½% Dividende einsetzen soll, und dementsprechende Aenderung des § 14.
7. Wahlen zum Aufsichtsrat unter Festsetzung der Zahl seiner Mitglieder.
Berlin, den 6. März 1914.
Deutsche Bank.
A. v. Gwinner.
Klönne.
(6374
Weißbinderarbeiten.
Die inneren Weißbinderarbeiten
bei dem Umbau des ſtädtiſchen
Gebäudes Woogſtraße 4 (Eichamt)
ſollen vergeben werden.
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Mittwoch, 18. März 1914,
vormittags 10 Uhr,
einzureichen.
(6489md
Darmſtadt, 10. März 1914.
Stadtbauamt.
Bauarbeiten.
Die bei der Herſtellung des
Rat=
hauſes vorkommenden Weißbinder=,
Spengler= (ca. 80 qm
Kupferblech=
abdeckung ꝛc.) und
Steinhauer=
arbeiten ſollen vergeben werden.
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Mittwoch, 18. März 1914,
vormittags 10 Uhr,
einzureichen.
(6490md
Die Unterlagen werden nach
auswärts nicht verſandt.
Darmſtadt, 10. März 1914.
Stadtbauamt.
Kaualbaumaterialien.
Die Lieferung von Steinzeug=
und Eiſenwaren ſoll vergeben
werden.
Lieferungs=Bedingungen liegen
bei dem Tiefbauamt, Zimmer
Nr. 4, zur Einſicht offen. Auch
werden dort die Angebotſcheine
abgegeben.
Angebote ſind bis
Donnerstag, 19. März I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
(6464md
reichen.
Darmſtadt, 10. März 1914.
Tiefbauamt.
Dünger und Pfuhl
jedes Quantum billigſt.
Schlachthof.
6005a)
Großh. Landes=Bangeweriſhule Darmſadt.
Die Schule iſt eine Staatsanſtalt und umfaßt je 5 Klaſſen.
Gründliche Ausbildung im Hochbau und Tiefbau, Pflege der
heimatlichen Bauweiſe.
Vorbereitung für die mittlere Beamtenlaufbahn im Baufache.
Die Abgangszeugniſſe der Großh. Landes=Baugewerkſchule ſind
den=
jenigen der Königl. Preußiſchen Bauwerkſchulen gleichgeſtellt.
Semeſterdauer 20 Wochen. Unterrichtsgeld 100 Mk. Das
Som=
merſemeſter beginnt am 2. April ds. Js.
Schluß der Anmeldefriſt 25. März.
Programme und Anmeldeformulare ſind durch die Direktion,
Darmſtadt, Neckarſtraße 3, zu erhalten.
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Die Direktion.
Kindergärtnerinnenseminar
zur Ausbildung von Jugendleiterinnen und
Kinder=
gärtnerinnen mit Abſchlußprüfungen unter Leitung
eines ſtaatlichen Prüfungskommiſſärs.
Penſion und Haushaltungsſchule im Hauſe.
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Wilhelminenstr. 35,
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Kein unnützer Apparat zur Selbſtheilung, wovor in Zeitungen
gewarnt wird; empfohlen durch die oberſte Schulbehörde.
CREME-DEHNE 50JinC. ORoGER
[ ← ][ ][ → ]Zweite Kammer der Stände.
96. Sitzung.
St. Darmſtadt, 10. März.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Dr. v. Ewald,
Finanzminiſter Dr. Braun, Staatsräte Dr. Becker,
Lorbacher, Miniſterialrat Dr. Weber,
Oberfinanz=
aſſeſſor Ulrich.
Vizepräſident Korell eröffnet die Sitzung um 10 Uhr
15 Min. und teilt zunächſt mit, daß wegen Verhinderung
des erſten Vorſitzenden Köhler und des Berichterſtatters
Dr. Schmitt die Rückäußerung der Erſten Kammer über den
Initiativantrag der Abgg. Köhler u. Gen., den
Geſetz=
entwurf über die landſtändiſche
Geſchäftsord=
nung betreffend, von der Tagesordnung abgeſetzt werden
mußte. Es wird dann die Spezialberatung der
Regie=
rungsvorlage, den
Hauptvoranſchlag der Staatseinnahmen und =ausgaben
für das Etatsjahr 1914
fortgeſetzt. — Zu Kapitel 10: Staatseiſenbahn,
beſpricht
Abg. Joutz eingehend die Bahnverhältniſſe in
Ober=
heſſen und fordert, daß anſtelle der teuren Nebenbahnen
doch die billigeren und bequemeren elektriſchen Bahnen
tre=
ten mögen, deren Ausführung ſich ſchneller ermöglichen
laſſen würde. Die Automobile haben ſich nicht bewährt,
da ſie die Straßen zu ſehr ruinieren. Er beantragt dann
beſonders, die Orte Fauerbach, Hochweiſel, Obermörlen an
das Bahnnetz anzuſchließen.
Abg. Wiegand (ſchwer verſtändlich) befürwortet
nochmals das elektriſche Bahn=Projekt Bensheim-
Linden=
fels als Normalbahn, tritt für eine Bahn Erbach-
Michel=
ſtadt ein und äußert im übrigen Fahrplanwünſche lokaler
Bedeutung, die beſonders die Verbindung mit Worms von
Heppenheim, Bensheim, Lorſch, Lampertheim uſw.
betref=
fen, auf welcher Strecke die Anſchlüſſe ſehr mangelhaft ſind.
Er bittet weiter, daß heſſiſche Eiſenbahnbeamte, die nach
außerheſſiſchen Stationen verſetzt werden, nach einiger Zeit
wieder nach Heſſen zurückverſetzt werden. An den Fall
Heinrich anknüpfend, bittet Redner, von den
Verkehrsbe=
amten, die einen viel ſchwierigeren und
verantwortungs=
volleren Dienſt haben, als andere Beamte, alles
fernzuhal=
ten, was dieſe Beamten mit Mißtrauen gegen ihre
vor=
geſetzte Behörde erfüllen kann. Der Fall Heinrich ſtehe recht
vereinzelt da; die Verwaltung habe aber die Pflicht, dieſen
Fall und ſeine Folgen genaueſtens zu prüfen, damit die
Arbeitsfreudigkeit der Eiſenbahnbeamten nicht
beeinträch=
tigt werde. Die Beamten der Eiſenbahn aber müßten
ein=
ſehen, daß in dieſem Betriebe eine ſtrenge Diſziplin
uner=
läßlich iſt.
Abg. Buſold führt Beſchwerde darüber, daß der
morgens halb 7 Uhr in Frankfurt eintreffende Zug von
Oberheſſen, den zahlreiche Arbeiter benützen müſſen,
regel=
mäßig Verſpätung hat. Dadurch entſteht den Arbeitern
durch Lohnabzug uſw. ſchwerer Schaden. Von
Helden=
bergen=Windecken ſei oft kein Anſchluß nach Hanau und
Stockheim zu erlangen, was ſich ganz leicht erreichen ließe.
Auch hier handelt es ſich um viele Arbeiter. Gute
Verbin=
dungen für die Arbeiter ſeien genau ſo wichtig, wie gute
Schnellzugsverbindungen. Weiter beſpricht Redner das
Projekt Hanau-Büdingen und ſtellt feſt, daß von einem
ablehnenden Standpunkt der Stadt Büdingen nicht die
Rede ſein kann. Wenn die Bahn gebaut werde, werde
ſich die Stadt Büdingen nicht weigern, ihren
Verpflich=
tungen nachzukommen. Der Gemeinde Lampertheim iſt
durch die Feldbereinigung und durch die hierbei feſtgelegte
Bahnſtrecke, die mitten durch die Gemarkung ſteht, ein
Schaden von 40000 Mark entſtanden, der nicht geltend
ge=
macht werden kann, ſolange die Bahn nicht gebaut wird.
Redner tritt weiter für eine Bahn Friedberg-Ranſtein
ein und bittet, den hierfür geforderten Bahnzuſchuß nicht
zu verſagen. Zum Schluß beſpricht Redner noch
Lohn=
verhältniſſe und kritiſiert eine Antwort der Verwaltung
auf eine Eingabe des Arbeiterausſchuſſes Friedberg wegen
Lohnerhöhung. Es wird darin geſagt, daß ein
ungelern=
ter älterer Arbeiter, der verheiratet iſt, nicht mehr leiſtet
als ein gelernter Arbeiter von 18 Jahren, und darum auch
nicht mehr verdienen kann. Dieſer Standpunkt ſei
unver=
ſtändlich in der Zeit der Bekämpfung des
Geburtenrück=
ganges.
Abg. Dr. Oſann möchte darauf aufmerkſam machen,
daß, wenn wieder in Heſſen Eiſenbahnen gebaut werden,
die Straßen nicht wieder in gleicher Weiſe, wie bisher,
benutzt werden, damit Unfälle und Beſtrafungen
vermie=
den werden oder doch vermindert werden. Er betont die
Notwendigkeit der Regelung der Lohnverhältniſſe der
Eiſenbahnarbeiter. Die Lohnordnung, die jetzt aufgeſtellt
worden iſt, wurde in Verbindung mit der Arbeiterſchaft
geſchaffen, und man darf annehmen, daß die Wünſche der
Arbeiter, ſoweit möglich, berückſichtigt wurden. Daß
zwi=
ſchen älteren und jüngeren Arbeitern Differenzen im
Lohnbezug vorhanden ſind, iſt durchaus gerecht. Junge
Beamte und Arbeiter können nicht den gleichen Lohn
be=
anſpruchen, wie alte, verdiente Arbeiter. Für die
Werk=
ſtättenarbeiter hat ſeit 2 Jahren bereits eine neue
Lohn=
ordnung beſtanden, die ſich im allgemeinen wohl bewährt
hat. Nun kommen noch die handwerklichen Arbeiter daran.
Auch die verſchiedenen geographiſchen Lagen wurden mit
Recht in die Lohnordnung einbezogen. Noch beſtehende
Härten und Unſtimmigkeiten müſſen allerdings
be=
ſeitigt werden. Daß die Akkordzahlungen teilweiſe
bei=
behalten wurden, wird ebenfalls als richtig bezeichnet. Es
iſt nun zu hoffen, daß auch die Arbeiter ſich mit dem
neuen Lohnſyſtem befreunden, die naturgemäß jeder
Neue=
rung ſkeptiſch gegenüberſtehen. Redner beſpricht dann
nochmals die Arbeiterorganiſationen und kurz den Fall
Heinrich dazu. Es ſei unerläßlich, daß der Einzelne im
Eiſenbahnbetrieb ſind dem großen Ganzen im Intereſſe des
Staates unterordnet. Es muß eine eiſerne Diſziplin
herr=
ſchen, davon muß jeder Eiſenbahner überzeugt ſein. Das
darf auch in der Agitation nicht verleugnet werden. In
den Verſammlungen der Eiſenbahner, denen Redner
bei=
wohnte, iſt der Boden der Sachlichkeit nicht verlaſſen
worden.
Abg. Berthold äußert Anſchluß= und
Verbindungs=
wünſche für Biſchofsheim, Guſtavsburg, Ginsheim in
Verbindung mit dem Projekt Bensheim-Lindenfels, und
weiter ſolche für Arbeiterzüge auf der Strecke Frankfurt-
Groß=Gerau, ſpeziell für Mörfelden und Walldorf. — Abg.
Finger (ſchwer verſtändlich) bringt wiederum ſeinen
ſchon oft geäußerten Wunſch vor, die Bahn Worms-
Off=
ſtein zu verſtaatlichen, und äußert Wünſche bezüglich der
Verbindung Worms-Monsheim, Worms-Alzey, Hangen=
Weisheim-Monzernheim uſw. Die elektriſche Zentrale
bei Rheindürkheim ſei vollſtändig ausreichend, die
ge=
wünſchten Bahnen zu betreiben. Dem Herrn
Finanzmini=
ſter ſpricht Redner Dank aus dafür, daß er den Fall
Hein=
rich aufgeklärt hat. Die Verwaltung ſei in dieſem Falle
durchaus korrekt vorgegangen. — Abg. Eißnert
be=
dauert, daß dem Wunſche, in Obertshauſen Barrieren
an=
zubringen, nicht entſprochen worden iſt. Hier ſind
Mate=
rial und Menſchenleben ſtändig in Gefahr. Weiter wünſcht
Redner beſſere Verbindung zwiſchen Offenbach und
Rein=
heim, was dem Odenwald zugute kommen würde. Die
Bahn Reinheim-Reichelsheim ſollte vom Staat
über=
nommen und neu traſſiert werden. Auf der Strecke
Offen=
bach-Gelnhauſen-Stockheim ſollte man beſſere
Verbin=
dung für die Arbeiter ſchaffen, beſonders an Samstag=
Abenden. Schließlich tritt Redner dem Abg. Oſann
ent=
gegen, der die Eiſenbahnerlöhne über Gebühr gelobt habe.
Daß ältere, verheiratete Arbeiter nicht mehr Lohn
erhal=
ten, als junge, iſt nicht in Ordnung.
Abg. Schott: Der Herr Finanzminiſter hat in ſeiner
letzten Rede unter dem Beifall des Hauſes zugeſichert, daß
er für den Ausbau unſeres Eiſenbahnnetzes beſorgt ſein
will. Das iſt auch unbedingt notwendig, denn Gegenden,
die außerhalb des Bahnverkehrs liegen, werden mit Recht
als tote Gegenden bezeichnet. Man ſollte bei neuen
Bahnen ſtets durchgehende Strecken, keine Teilſtrecken
bauen. Zu bedauern iſt, daß die Reichseiſenbahnen nicht
durchgeführt werden könnten. Redner äußert dann
Spezial=
wünſche bezügl. der Orte Alsheim, Flonheim,
Wendels=
heim und anderer Orte ſeines Bezirks an der bayeriſchen
Grenze. Zum Fall Heinrich bemerkt Redner, daß die
Be=
hörde durchaus richtig gehandelt hat.
Abg. Molthan möchte ſich zu dieſem Fall prinzipiell
dem Standpunkt des Abg. Dr. Oſann anſchließen. Strengſte
Diſziplin ſei im Eiſenbahnbetrieb unerläßlich. Der Abg.
Wünzer habe in ſeiner letzten Rede ein intereſſantes
Refe=
rat gehalten über die Verkehrsverhältniſſe im Odenwald.
Was aber Dr. Wünzer vorgetragen, ſei nur zu erreichen,
wenn die Eiſenbahnbehörde ihren fiskaliſchen Grundſatz
aufgibt, nur ſolche Bahnen zu bauen, die rentieren. Dem
Bau der elektriſchen Bahnen ſollte man ſehr wohl
Inter=
eſſe entgegenbringen. Der Staat habe die Pflicht, das
Nebenbahnnetz möglichſt auszubauen, er ſollte auch vor er=
beblichen Opfern nicht zuritcſchreten, wam es glt, den
Intereſſen gerade ärmerer Landesteile zu dienen. Zu dem
vom Abg. Wiegand gewünſchten Projekt Heppenheim-
Fürth iſt zu bemerken daß Heppenheim ſelbſt ſchuld ſefi
dacan, daß es dieſe Bahn ſeinerzeit nicht erhalten habe:
Die Riedbahnprojekte ſollten möglichſt gefördert werden:
Zum lebhaften Bedauern ſtellt Abg. Berthold
dannfeſt=
daß die Bahn in Biſchofsheim und nicht in Guſtavsburgg
halten ſoll, das wäre ungerecht. Der preußiſche
Verkehrs=
miniſter hat übrigens ausdrücklich erkläct, daß die Bahm
nur in Guſtavsburg einmünden darf. Für die
Unter=
beamten bringt Redner die Bitte vor, die unterſchiedliche
Behandlung gegenüber den oberen Beamten in bezug auff
die Gewährung von Freikarten zu regeln. Der Wunſch, beri
einer evtl. Reviſion des Eiſenbahnvertrages Einfluß auf die
Verwaltung zu gewinnen, wird wohl nicht in Erfüllung
gehen können. Es muß übrigens anerkannt werden, daß)
die Eiſenbahnverwaltung vielfachen Wünſchen Heſſens
gegenüber ſich durchaus entgegenkommend verhalten hat.
(Sehr richtig.) Was wir aber wiſſen wollen als Materiall
für einen Reviſionsvertrag iſt, ob es richtig iſt, daß die
Heſſiſche Ludwigsbahn vor Abſchluß des Vertrages
tat=
ſächlich durch die Zugumleitungen ſo ſehr entwertet wurde,
und daß dieſe Minderwerte auf die Beſtimmung der
Tei=
lungsziffern von Einfluß waren. Und weiter wünſchem
wir ſtatiſtiſches Material darüber ob jetzt durch die
er=
hebliche Zunahme der heſſiſchen Strecken nicht das
Ver=
hältnis im weſentlichen anders geworden iſt. Es wäree
dringend zu wünſchen, daß die Regierung dieſem Erſuchen,,
das im Hauſe ja einſtimmig angenommen wurde
ent=
ſpräche. Wir werden nicht verfehlen, zu Beginn des
näch=
ſten Landtags wiederum einen Initiativantrag hierzu
ein=
zubringen.
Abg. Bähr (ſchwer verſtändlich) beſpricht das
Bahn=
bauprojekt Hanau-Büdingen. Sicher ſei, daß die Stadtt
Büdingen, wenn die Bahn gebaut wird das Gelände her=. Es iſt nicht aufgeklärt, wer Schuld an der Verzöge= dieſes Projektes trägt. Man ſollte auch hier
einmal=
den elektriſchen Betrieb ins Auge faſſen. Das Entgegen= Preußens, das der Abg. Molthan ſo betont hat.
kann ich beſtätigen. Es ſind aber doch noch viele
Wünſche=
unerfüllt geblieben. Zu rügen iſt das Rauchverbot in den=
Speiſewagen, in den Triebwagen uſw. Die
Rauchabteile=
ſelbſt ſeien allerdings vermehrt worden, aber ſie ſind
meiſtens mit Frauen und Kindern beſetzt, während die
Frauenabteile leer bleiben. Redner bringt dann
eben=
falls zahlreiche Spezialwünſche lokaler Bedeutung zur
Sprache. — Abg. v. Helmolt unterſtützt die Wünſche
bezüglich der Bahn Friedberg-Ranſtadt, das
Bahnpro=
jekt Hanau-Büdingen uſw — Abg, Fenchel hat ſeine
Wünſche in einer Eingabe niedergelegt und bittet, ſie
mög=
lichſt zu beſchleunigen. Er tritt beſonders warm für eine
Halteſtelle in der Gemeinde Lindenſtruth ein, deren
Ge=
meinderat ſich bereit erklärt hat, die Koſten zu tragen, und
bittet um Einlegung eines Sonntagszuges auf der Strecke
Grünberg-Gießen uſw. Bei der Sanierung der
Butz=
bach-Licher Bahn haben die Gemeinden viel zahlen
müſſen. Man ſollte doch darum auch möglichſt die Wünſche
der Gemeinden berückſichtigen bezüglich Anſchlüſſe und
Verbindungen im Bereich dieſer Bahn.
Darauf wird die Debatte auf Mittwoch 9 Uhr
vertagt. — Schluß ½2 Uhr.
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Die Erbſchaft.
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(Nachdruck verboten.)
16
Mutterle Arnold duckte ſich und ſchwieg, aber es war
ein unüberzeugtes und bekümmertes Schweigen. Gewiß,
ihre Drei waren ja alle ſo viel klüger, ſo viel geſcheiter
als ſie; es ſah ja bis jetzt alles gut aus, und es wäre ja
auch ſo ein Glück, ſo ein unmenſchlich großes Glück, wenn
ſie die Erbſchaft bekämen! Aber das von der
Unglücks=
zahl, das ließ ſie ſich trotz allem nicht ausreden. So oft
in ihrem Leben die Dreizehn bei einer Sache etwa zu tun
gehabt hatte, war der Ausgang ein ſchlimmer geweſen —
und die Erbſchaftsgeſchichte hatte nun gar mit der
Drei=
zehn angefangen!
Ein wenig Geduld werden wir ſchon haben müſſen,
hatte Lottes Rechtsanwalt lachend geantwortet, als ſie ihn
wieder nach der Friſt befragte, die bis zur
entſcheiden=
den Entgegnung des Amtsgerichts zu durchharren ſein
würde. Aber dieſe mit Geduld zu durchharrende
Zeit=
ſpanne ward den Arnoldsmädeln diesmal nicht ganz ſo
ſchwer zu ertragen, weil zu dem einen ganz großen, ſich
jetzt noch ein kleineres ſeltenes Intereſſe geſellt hatte. Eine
Einladung war für die Drei und ſomit natürlich auch
für die kleine Mama eingelaufen, eine Einladung der
ſtädtiſchen Töchterſchule, die bei ihrem in einigen Wochen
ſtattfindenden Jubliäumsfeſt ſo weit wie möglich
ſämt=
liche ehemalige Schülerinnen in ihren Räumen
verſam=
meln wollte. Zwar handelte ſich’s nur um das Zuſchauen
bei den Aufführungen und einen anſchließenden kleinen
Ball, bei dem man „unter ſich” — außer den paar
Leh=
rern faſt ohne Herren — tanzte; aber für drei Mädel, die
ſonſt überhaupt nicht zum Tanzen gelangten, bedeutete
es trotzdem ein Ereignis. Man mußte doch reiflich
über=
legen, wie man ſich mit den vorhandenen geringen
Mit=
teln recht nett zurechtmachte, damit man nicht gegen die
anderen unvorteilhaft abſtach!
Und vor allem erging man ſich in Vermutungen, wie
Theas Gewand, in dem ſie als Frühlingskönigin
aufzu=
treten hatte, wohl beſchaffen ſein müßte. In der
heu=
tigen Probe ſollte über ſämtliche Koſtüme der
Darſtelle=
rinnen beraten und entſchieden werden.
Dieſe Probe und Beratung hatte den ſchulfreien
Nachmittag zum größten Teil ausgefüllt und war vor
einigen Minuten beendet worden. Langſam ging Thea
heimwärts, während ſie überlegte, wie ſie den für ihr
Kleid zu verwendenden billigen weißen Tarlatan mit
Lottes Hilfe am ſchönſten für ſich arrangieren und daß
ſie ſich die Roſengirlanden für Haar und Gewand recht
gut aus Seidenpapier ſelbſt anfertigen könnte. Sie hatte
darin viel Geſchick, und die Stoffblumen in den
Mode=
warenläden waren ſo teuer.
Da vernahm ſie hinter ſich raſche Schritte — Schritte,
die ihr in letzter Zeit öfters folgten, und unwillkürlich
verlangſamte ſie die ihren noch ein wenig mehr.
So hätte ich Sie noch glücklich eingeholt, Fräulein
Arnold, ſagte der ſchöne Oberlehrer neben ihr. Sie
ſchie=
nen ja völlig in Gedanken — natürlich wegen der
Koſtüm=
wahl, fügte er lächelnd hinzu.
Allerdings, geſtand ſie mit leichtem Erröten. Ihnen
freilich mag dieſer Gegenſtand des Nachdenkens ſehr
un=
wichtig erſcheinen.
Aber keineswegs, beſtritt Artur Helldorf in einem
Ton, der ſein Intereſſe an dieſem Gegenſtand nicht
be=
zweifeln ließ. Ich finde es durchaus angemeſſen, daß die
Frau mit Sorgfalt und Ueberlegung bei der Wahl ihrer
Kleidung zu Werke geht. Denn dieſe ſoll wie der Rahmen
eines Bildes ja nicht nur ſchützen, ſondern vor allem auch
das ſchönheitliebende Auge auf vorhandenen Reiz
auf=
merkſam machen. Und deshalb war ich vorhin geärgert
über die Gewandidee, die man Ihnen aus unſerem
Ko=
mitee heraus für Ihre Rolle aufzureden ſuchte.
Geärgert über mein Rollenkoſtüm? fragte Theg
er=
ſtaunt.
Ja, über den weißen Tarlatan, dies billige, ſteife
Zeug! — Des ſchönen Oberlehrers ganze
Komfortbedürf=
tigkeit und Verachtung geringwertiger Dinge drückte ſich
in den paar Worten aus. Zu den Dutzendkoſtümen der
Schülerinnen mag er genügen, für Sie aber kann doch
nur Seide in Frage kommen.
Seide? — Mit leichtem Erſchrecken wiederholte es
Mama Arnolds Aelteſte.
Gewiß. Weiche, weiße Seide, die anſtatt jener
ecki=
gen, ſtarren Linien ſo wundervoll ſich anſchmiegend an
edeln Formen niederfließtt jenes matte, ſchimmernde
Weiß, welches das blühende Kolorit eines ſchönen
Frauen=
nackens ſo unvergleichlich hebt.
Ein ſchwüler Unterton war in der Stimme des
ſchö=
nen Oberlehrers, verhaltenes Glimmern in ſeinem Blick,
der an der Geſtalt ſeiner Begleiterin herabglitt: ein heißer
Schauer überrieſelte Thea Arnold.
Seide in ſo künſtleriſcher Weiſe zu verarbeiten, iſt
nicht leicht, erwiderte ſie ſtockend, und ohne recht zu
wiſ=
ſen, was ſie ſagte.
Natürlich nicht. Aber Madame Bernard verſteht dieſe
künſtleriſche Arbeit wirklich zu leiſten.
Zum zweiten Male und ſtärker noch erſchrak Mama=
Arnolds Aelteſte. Madame Bernard, die Theaterſchnei=
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Erſchei=
nungen der Schauſpielerinnen bewieſen. Das heftige
Ver=
langen, ſchön — ſehr ſchön! — zu ſein vor Artur
Hell=
dorfs Augen, kämpfte mit Ueberlegung und vom Leben
anerzogener Sparſamkeit in Thea Arnold.
Madame Bernard iſt ſehr teuer, meinte ſie leiſe.
Kunſt muß nach Brot gehen, lächelte Artur Helldorf
tolerant. Aber dieſe teure Kunſt wird Ihnen wunderbar
dienen, Fräulein Thea.
Eine Art geheimer Spannung lag in ſeinen Augen,
die auf ihren Zügen hafteten.
Ja, es mag ſein.
Sie dachte nicht daran, daß weichfließende Seide und
die teuerſte Schneiderin der Stadt doch eigentlich recht
merkwürdig unangebrachte Vorſchläge von ſeiten eines
Kollegen ſind, der ganz genau die Zahl des niedrigen
Einkommens der jüngſten Lehrerin kennt. Immer ſtärker
und ſieghafter behauptete ſich in ihr der drängende Wunſch
gegen die unterliegende Vernunft. Viel Geld würde es
koſten, eines der Hunderte ſicherlich, die ſo langſam und
mühſelig im Sparkaſſenbuch zuſammengebracht waren —
aber Artur Helldorf würde ſie ſchön ſehen! Einmal iſt
ſchließlich keinmal — — und da war ja die Erbſchaft! Ach,
daß ſie auch nicht gleich an die Erbſchaft gedacht hatte,
die das Hundert doch vielfältig und bald ſchon
zurück=
brachte! Faſt Mizzis übermütiger Ton war es, mit dem
ſie als Schluß ihrer Gedankenkette leicht auflachte: Ich
glaube, Sie haben recht, Herr Doktor. Weiße Seide und
Madame Bernard werden einzig das richtige ſein.
Ah, wirklich! — Lebhafteſte Befriedigung, faſt zu leb=
haft, um lediglich der Ausſicht auf den Anblick einer
reiz=
vollen Frauenerſcheinung zu gelten, verriet ſich in dem
Ausruf des ſchönen Oberlehrers, als ſein koſtſpieliger
Vorſchlag ſo leichtherzig akzeptiert ward. Sehr heiter
plaudernd geleitete er die Kollegin noch ein Stück ihres
Heimwegs.
Etwas Verlegenheit und innere Unſicherheit machten
ſich doch bei Thea geltend, als ſie der Schweſter, deren
geſchickte Hand ſonſt die geſamte Garderobe herſtellte, ihren
koſtſpieligen Vorſatz mitteilen mußte; im Beſtreben, dieſe
Unſicherheit zu verbergen, ſchlug ſie einen noch kühleren,
fremderen Ton an, als wie es bisher ohnehin ſchon
ge=
ſchah.
So! nickte Lotte ebenſo gleichgültig. Zwar erhob
ſich ihr praktiſcher Verſtand unwillkürlich gegen eine in
ſolchem Widerſpruch mit ihren beſcheidenen Verhältniſſen
ſtehende Ausgabe, aber die Zeit, wo die drei
Arnolds=
mädel in herzlicher Einigkeit eines für das andere ſich
ſorgten und freuten, war nicht mehr. Wenn Thea ihre
Sparkaſſe für eine kurzes Vergnügen derart angreifen
wollte, ſo war das ihre Sache; ſie mußte ſelber wiſſen,
was ſie tat. Sie — Lotte — hatte ihre eigenen Sorgen.
Weiße Seide und von der Madame Bernard
gear=
beitet! Spöttiſch wiederholte es Mizzi, als ſie von Theas
Abſicht erfuhr, und machte eine mokante Bemerkung über
die vermutliche Urſache dieſer ungewohnten Eleganz.
Aber dieſe Eleganz ſelber beſchäftigte am
Nachmit=
tag ihre Gedanken doch ſo lebhaft, daß ſie mit ſehr
zer=
ſtreuten Augen bei ihrer Kontorarbeit ſaß und Heinrich
Gruber verſchiedentlich mit Anzeichen deutlicher
Beſorg=
nis ihre flüchtig ausgeübte Tätigkeit beobachtete. Wie
ſie aufſtand, um die fertig vorbereitete heutige Geſchäfts=
korreſpondenz dem Prinzipal zum Unterſchreiben ins
Ne=
benkontor zu bringen, hob er den Blick.
Fräulein Mizzi, wollen Sie die ſämtlichen Briefe
nicht erſt noch einmal ſorgfältig durchleſen? riet er
war=
nend.
Ach was, es iſt ja alles in Ordnung! Gereizt von der
durchklingenden Ermahnung ſchob ſie die beſchriebenen
Bogen heftig zuſammen.
Heinrich Gruber ſagte nichts weiter, aber mit zwei
ra=
ſchen Schritten war er im nächſten Augenblick neben Mizzi
Arnold getreten und griff nach den Briefblättern, die er
eins nach dem andern prüfend überlas.
Sehen Sie, hier haben Sie dasſelbe Wort zweimal
geſchrieben — und da unten fehlt die Angabe, auf die
oben Bezug genommen iſt — und hier dieſe Addition kann
unmöglich richtig ſein. Warten Sie
Nachrechnend ließ er den Blick über die
Zahlenkolon=
nen gleiten.
Geben Sie her! Das kann ich ſelber! In hellem
Zorn riß Mizzi ihm das Blatt aus der Hand. Wenn
Sie mich nur hofmeiſtern können!
Aber, Fräulein Mizzi! ſagte er gutmütig zuredend,
um ſie zu beruhigen. Ich meine es doch nur gut mit
Ihnen!
Natürlich! Nur ſchade, daß ich kein Verlangen trage,
nach ſolcher — nach Ihrer Güte! verſetzte Mizzi
gering=
ſchätzig und höhnend.
Heinrich Gruber preßte die Lippen zuſammen,
ſchwei=
gend begab er ſich wieder an ſeine Beſchäftigung; eine
Falte grub ſich dabei zwiſchen ſeine Brauen.
(Fortſetzung folgt.)
Die neue Reformationskirche in Darmſtadt.
In dem ſtädtebaulich intereſſanten und für die Entwickelung Darmſtadts
außer=
ordentlich bedeutungsvollen Projekt der Bebauung des durch die Verlegung des
Bahn=
hofs frei gewordenen früheren Bahnhofsplatzes wird ſich als erſte der dort
vorgeſe=
henen Monumentalbauten in abſehbarer Zeit ein neues Gotteshaus erheben, das die
Reformationsgemeinde in Darmſtadt erbaut und zu dem unſer genialer
Kirchen=
baumeiſter Geheimrat Profeſſor Friedrich Pützer den Entwurf gefertigt hat. Wir ſind
heute in der Lage, unſeren Leſern einige Schaubilder der neuen Reformationskirche zu
bieten, die ſich nach dem Entwurf ſo wunderbar harmoniſch dem reizvollen
Landſchafts=
bilde, der prachtvollen alten Anlage, einordnet. Die Bilder zeigen das Gotteshaus in
ſeiner Geſamtgeſtaltung im Blick von der Rheinſtraße aus auf den mächtigen,
viel=
gegliederten und allmählich nach oben ſtrebenden Turmbau, der das dahinterliegende
Kirchenſchiff und das Pfarrhaus faſt verdeckt: Das zweite Bild zeigt den Kirchbau im
Querſchnitt, der einen intereſſanten und deutlichen Einblick in die innere Geſtaltung
des Gotteshauſes öffnet. Das dritte Bild endlich zeigt die klare, praktiſche und
wirk=
ſame Aufteilung des Grundriſſes.
Ein Projekt, wie das vorliegende, erfordert einen beſonderen Rahmen, es muß
in die Umgebung hineinkomponiert werden. Es handelt ſich hier um eine
Refor=
mationskirche, alſo um eine Kirche, die auch an ſich ſchon im Aeußern an die
400jährige Wiederkehr der Reformation erinnert. Es ſoll kein monumentaler Bau
wer=
den, ſondern eine Kirche in ganz beſcheidenem Rahmen, die noch 100 Plätze weniger
als die Pauluskirche haben ſoll (insgeſamt 800 Plätze). Der Platz in der Landgraf=
Philipp=Anlage zwiſchen Wald= und Eliſabethenſtraße iſt bei den geringen Mitteln, die
für das Projekt zur Verfügung ſtehen, ein ganz ausgezeichneter Rahmen für den Bau.
Es kann dafür kein großer, architektoniſch geſtalteter Platz in Frage kommen, auf dem
der beſcheidene Bau völlig verſchwinden würde. Es konnte vielmehr nur ein
ſtim=
mungsvoller intimer Rahmen in Betracht gezogen werden, der aber doch eine Rolle im
Stadtbild ſpielt. Der architektoniſch bedeutendſte Teil des Baues iſt der nach der
Rheinſtraße zu ſichtbare Turmbau, der von der Rheinſtraße in etwa 200 Meter
Ent=
fernung geſehen wird. Dieſer ſoll auch den Reformationsgedächtnisraum
aufnehmen (der auf dem Querſchnitt zu erkennen iſt), in dem Erinnerungen an die
großen Männer der Reformation, Büſten und dergleichen Aufſtellung finden ſollen.
Dieſer Gedächtnisraum ſoll reicher betont werden. Im übrigen iſt das ganze Gebäude
ſehr beſcheiden gehalten, weil es ja in den Baumanlagen faſt ganz verſchwindet. Im
Hauptraum ſelbſt führen zwei Gänge von den Ecken ſchräg nach der Mitte zum Altar, dem
beſtimmenden Moment des Raumes. Dahinter ſind die Sängerbühnen angeordnet.
Hinter dem eigentlichen Kirchenbau ſind Wohnungen für Pfarrer und Küſter
vor=
geſehen. Dieſe Wohnbauten ſind ſowohl für die Gemeinde, als auch für die
architek=
toniſche Geſtaltung der Kirche notwendig. Die Gedächtnishalle ſoll bei großen
Feſttagen auch zum
Kirchen=
raum hinzugezogen werden,
ſie faßt dann noch 120 Plätze
— die Kirche im übrigen faßt
800 Plätze — und dient ſonſt
als Taufraum. Der Entwurf
hat der Baukommiſſion und
der Kirchengemeinde, ſowie
dem Großherzog vorgelegen
und allgemeine Anerkennung
gefunden.
Die Anlagen, in die
das Gotteshaus hineingeſtellt
werden ſoll, bleiben faſt ganz
erhalten und die ganze
Ge=
gend wird eine erhebliche
Wertſteigerung erfahren. Die
freien Ausblicke der Häuſer
dort unten werden nach
rechts und nach links
durch=
aus erhalten bleiben. Sie
ge=
nießen den freien Blick in
den Feſtgarten des
projek=
tierten Feſthauſes und nach
der anderen Seite auf die
Villengärten, die hier
ge=
ſchaffen werden ſollen
Im übrigen iſt für das
durch den Abbruch des alten
Bahnhofs freigewordene
Ge=
lände folgendes geplant:
Das frühere
Stationsge=
bäude der Ludwigsbahn ſoll
für Hofbibliothek und
Staatsarchiv ausgebaut
wer=
den. Das alte Gebäude der
Main=Neckar=Bahn ſoll von
der Eiſenbahnbehörde zu
Bureauzwecken umgebaut
werden; auch die neue
Oberpoſtdirektion
ſoll hier erbaut werden.
Alle dieſe Gebäude ſind
einſtweilen noch nicht
end=
gültig beſchloſſen, aber ſie
liegen in den Plänen vor
und es muß bei
auszufüh=
renden Bauten darauf
Rück=
ſich genommen werden. Vor
dem Poſtgebäude wird Platz
freigelaſſen für die in
Aus=
ſicht genommene
Feſt=
halle. Hinter dieſer
Feſt=
halle iſt Platz gelaſſen für
ein öffentliches Gebäude,
Verwaltungsgebäude oder
dergleichen mehr. Durch
dieſe ganze Neugeſtaltung
wird in der Stadt ein neues
Forum geſchaffen, zu dem
die Rhein= und Waldſtraße
— letztere wird dazu einer
Aenderung unterworfen —
den Zugang bilden.
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Briefmarke der Welt iſt keineswegs — wie viele Freunde
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2 Penny „Post okkice” von Mauritius, von der das
ſchönſte Exemplar, das 1904 in London mit 29000 Mark
bezahlt wurde, ſich in der Sammlung König Georgs von
England befindet. Die koſtbarſte Marke iſt eine 1 Cent=
Marke von Britiſh Gujana, eine proviſoriſche Marke aus
dem Jahre 1856, von der anſcheinend nur ein einziges
Exemplar erhalten iſt. Das einzige bekannte Exemplar
dieſer ſeltenen Marke wurde vor Jahren von einem jungen
Sammler aus Gujana unter alten Familienpapieren
ent=
eckt. Es befindet ſich heute in der Sammlung la
Reno=
tiére in Paris, der größten Markenſammlung der Welt. Der
Preis, den Philippe de la Renotiere für dieſes Unikum
an=
legte, iſt nie bekannt geworden. Bei der heutigen Lage
auf dem Briefmarkenmarkt würde dieſe 1 Cent=Britiſh=
Gujana von 1856 mühelos 40 000 Mark,
höchſtwahrſchein=
lich aber noch mehr erzielen. Dabei handelt es ſich um ein
ſehr mäßiges Exemplar mit etwas verwiſchtem Druck,
aber trotzdem: es iſt die ſeltenſte Macke der Welt.
* Gegen ſchlechtes Deutſch. Der Türmer (Verlag von
Greiner u. Pfeiffer, Stuttgart) ſchreibt: Im Hinblick auf
das ſchlechte Deutſch an den Aufſchrifttafeln der
Geſchäfts=
läden hat der Bürgermeiſter von Wien die Genoſſenſchaft
der Schilder= und Schriftmaler erſucht, fortan bei allen
Beſtellungen von Schildern und Firmentafeln auf einen
einwandfreien, allen Grundſätzen der deutſchen Sprache
entſprechenden Wortlaut zu ſehen und ſich zu bemühen,
auch zur Ehre ihres Gewerbes einer um ſich greifenden
Sprachverwahrloſung in der alten deutſchen Stadt
ent=
gegenzutreten. Die Direktion der ſtädtiſchen Sammlungen
ſt bereit, mit ihrem Rate zur Seite zu ſtehen. Eine
ähn=
liche Ermarnung wäre in Berlin und anderen deutſchen
Städten noch mehr am Platze Was da in häßlichen und
undeutſchen Aufſchriften. Ankündigungen und
Anpreiſun=
gen geleiſtet wird, überſteigt das Maß des Erlaubten. Da
ille gütlichen Vorſtellungen bisher erfolglos waren, ſo iſt
zu erwägen, ob nicht für Ladengeſchäfte die Anwendung
fremdſprachiger Namen und Bezeichnungen, die in der
Regel nur irgend ein Skelett im Hauſe verhüllen ſollen, zu
verbieten wäre.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 27. Febr.: Dem Steinmetzen Wilhelm
Arnold, Liebfrauenſtraße, e. S. Wilhelm. Am 1. März:
dem Fabrikarbeiter Wilhelm Urban, Ballonpl. 3, eine T.
Katharina. Am 4.: dem Weißbinder Ludwig Löſch,
Löf=
felgaſſe 9. eine T. Berta Marie. Am 7.: dem Wächter und
Sammlungsaufſeher im Großh. Landesmuſeum Joſeph
Geſing, Inſelſtr. 21, ein S. Theodor. Dem Schuhmacher
Guſtav Adolph. Lauteſchlägerſtraße 14, ein S. Guſtav
Johann. Am 8.: dem Taglöhner Michgel Bräunig,
Lauteſchlägerſtraße 20, ein S Georg. Dem Straßenreiniger
Wilhelm Ihrig, Gardiſtenſtr. 8, eine T. Anna. Am 5.;
dem Schriftſetzer Bonifazius Daikeler, Neue
Irene=
ſtraße 9, eine T. Johanna Viktoria.
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ler in Bingerbrück und Chriſtina Eliſab. Borgner in
Biſchofsheim. Am 6.: Schmied Arno Osmar Walther
und Bertha Marie Otto, beide in Offenbach a. M.
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ſchinenſchloſſer Julius Auguſt Sulzmann, Feldbergſtraße
99, und Natalie Marg. Eiſenhauer, Schloßgaſſe 21.
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mann Friedrich Georg Müller, Schulſtraße 4, und
Zim=
mermädchen Anna Chriſtina Auguſtin in Kreuznach. Am
9 März: Finanzaſpirant Joh. Phil. Käge hier und
Eliſab. Schimpf in Eberſtadt. Metzgermeiſter Georg
Saalwächter II. in Ober=Ingelheim und Erneſtine
Thon, Saalbauſtraße 37. Bahnarbeiter Joh. Peter
Rück II. in Trebur und Suſanna Hock in Nauheim.
Heizer Peter Adam Wittersheim in Nieder=Ramſtadt und
Dienſtmädchen Anna Babette Eppler, Beckſtraße 70,
Schloſſer Adam Karl Eiſinger in Nieder=Ramſtadt und
Dienſtmädchen Marg. Hauck in Traiſa. Schloſſer Ernſt
Schuchmann, Gr. Kaplaneigaſſe 13, und Luiſe
Speng=
ler, Gr. Kaplaneigaſſe 12. Stadtgärtnereiarbeiter Chriſt.
Reibold, Löffelgaſſe 27, und Näherin Marg. Nöſinger,
Schulzengaſſe 1. Handarbeiter Daniel Link II. und Marie
Eliſabeth Treichler, beide in Hahn bei Pfungſtadt.
Ober=
lehrer am Herzogl. Realgymnaſium in Meiningen Dr.
Rudolf Hübel in Meiningen und Anna Marg. Eliſabeth
Martha Voelkel, Stiftſtraße 9.
Eheſchließungen. Am 4. März: Kaufmann Auguſt
Schneider in Auerbach mit Marig Buchert geb.
Reu=
ther in Charlottenburg. Am 5.: Reſtaurateur Wilhelm
Gunder mit Reſtaurateurin Frieda Hohlfeld geb,
Schütz, beide hier. Am 7.: Fabrikarbeiter Friedr.
Se=
linger mit Sophie Krach, beide hier. Dreher Karl
Röder mit Joſepha Schmitt, beide hier. Wirt Adam
Bertſch hier mit Schneiderin Wilhelmina Klemmer in
Worms. Steindrucker Georg Schwärgel mit
Gotthar=
dine Sauer, beide hier. Fabrikarbeiter Chriſtian
Hart=
mann in Höchſt i. Odw. mit Anna Reuter hier.
Kauf=
mann Richard Kamm in Krefeld mit Sophie Storck
hier. Hilfsarbeiter Franz Angermaier mit Auguſte
Arheilger, beide hier. Hilfsbahnwärter Valentin
Ren=
kel mit Eliſab. Rieß, beide hier.
Geſtorbene Am 5. März: Aron Simon, Priv., 63 J.,
iſr., aus Echzell, hier Steinſtr. 21. Am 6.: Emma Marie
An=
tonie Rech geb. Ihlow, Ehefrau des Geſchäftsführers, aus
Köln=Lindenthal, hier Grafenſtr. 10. Am 5.: Eliſabeth
Marie Noll, Weißzeugnäherin, 59 J., ev., ledig,
Wenck=
ſtraße 38. Am 6.: Eliſe Weigel, Diakoniſſe 76 Jahre,
ev., ledig, Erbacher Straße 25. Amalie Hoffmann geb.
Haußmann, Witwe des Pfarrers, 83 Jahre ev., Erbacher
Straße 25. Am 7.: Barbara Eyſſen geb. Eyſſen, Ehefrau
des Privatiers, 59 Jahre, kath., Nieder=Ramſtädter Str. 83.
Am 6.: Johs. Bangert, Kellner, 40 Jahre, ev., Erbacher
Straße 25. Am 7.: Georg Peter Jochum, Tagl., 74 J.,
ev., Grafenſtr. 9. Anng Mark, T. des Taglöhners, 1 J.,
ev Große Ochſengaſſe 34. Am 8.: Georg Friedr. Wilhelm
Heinrich Kilian, Geh. Oberbaurat, 63 Jahre, ev.,
Mathil=
denſtraße 50. Am 9.: Marg. Velde geb. Meng, Witwe
des Zugführers, 78 Jahre, ev., aus Hohen=Sülzen, hier
Grafenſtraße 9. Am 7.: Katharina Eliſab. Bundſchuh
geb. Guyot, Witwe des Lehrers. 68 Jahre, ev Nieder=
Ramſtädter Straße 32. Am 8.: Salomä Zörgiebel geb.
Mink, Witwe des Schuhmachers, 75 Jahre, ev., Mühlſtr. 23.
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Doffmannſtraße 4.
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wünſcht
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Reiſe=
ſoder Kontorpoſten zu übernehmen.
Off. u. T 10 a. d. Exped. (*6464
Sehr erf. Kontoriſtin, vertr. mit
all. vork. Kontorarb. ſow. Stenogr.
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Off. u. T 15 an die Exp. (*648t
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Perfekte noch einige Kunden.
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iu. Konfirmandenkl. bill. (nicht auß.
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Tüchtige Schneiderin nimmt n.
einige Kunden an, pr. Tag
2.50 Mk. Weinbergſtr. 26. (*6439
Schneiderin nimmt noch Kund.
dan in u. auß. dem Hauſe. (*5930sm
Kiesſtraße 62.
Zu Flickarbeiten
zempfehle ich mich halbe Tage,
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itige auch Knabenkleider an. Näh.
Liebfrauenſtraße 90, III. r. (5950fsm
Für ſunges, gebild. Mädchen,
muſikaliſch, wird für nachmittags
Beſchäftigung geſucht. Offerten u.
(*5724sm
8 an die Exped.
In Säuglingspfiege
durchaus erfahrenes beſſ. Mädchen,
29 J., ſucht ſofort Stelle zu
neu=
geborenem Kinde. Gute Empfehl.
vorhanden. Gefl. Offerten unter
§ 98 an die Exped. (*6416
Jg. Fr. ſ.Laufd.f.nchm. 1. 2 St. (*6413
Zu erf. Karlſtr. 36, Htb. pt., b. Damm.
nimmt Kunden i. Waſchen
Fraul an Müllerſtr. 19, II. (*6421
Tung. Mädchen ſucht bis 15. März
evtl. 1. April, Stelle als Alleinm
in kl. ruh. Haushalt, dasſelbe iſt in
all. Hausarb. u. Kochen bewandert
und verſteht auch Krankenplege,
Of. u. T5 an die Exped. (*6437
Frauiei
Anfangs 30, welche zehn Jahre
einen beſſeren Haushalt ſelbſtändig
leitete, ſucht wegen
Todesfallander=
weitig paſſenden Wirkungskreis.
Gefl. Off. u. I 6 Expedit. (*6436mf
alleinſt., ſucht Stell.
Frau als Wirtſch. bei einz.
Herrn oder Dame. Gefl. Offerten
unter M. D. 112, Halle a. S.,
hauptpoſtlagernd erbeten. (I,6432
Tüchtiges, ſauberes Mädchen,
Waiſe, ſucht Stellung bis 15. März,
am liebſten Bäckerei oder
allein=
ſtehendes Ehepaar. Offerten unt.
§ 84 an die Expedition dieſes
Blattes erbeten.
(*6405
Kindermädch., Jungfer, älter.ſc
Hausmädch. in größ. Herrſchaftsh.,
Landmädchen noch nicht gedient,
für 1. April Frau Minna
Dingeldein, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Eliſabethen=
ſtraße 5. Telephon 531. (*6493 Für Buchführung, Bilanz= u.
ſonſtige ſchriftliche Arbeiten habe
Hausmädch., Beitöchin u. zweitesſich noch einige Stunden frei (6317a
Nikolaus Bauer, Arheilgen,
Darmſtädterſtraße 50. eee Gg. ſaub. Frau ſucht Laufdienſt,
8—10 Uhr vorm., n. auch Lad.
oder Bureau abends zu putzen
Kranichſteinerſtr. 11, II., I. (*6502 u
als
Jung. Fräulein Comptoriſtin,
welche in allen Comptoirarbeiten
vertraut iſt, per alsbald zu
engagieren geſucht. Gefl. Offert.
anſprüchen unter § 35 an die
Exped. ds. Bl. erbeten. (6287im Alleinſt. Frau, tücht. ſ. Küche u.e
Haush., ſ. ſof. 4—5 Woch. Aushilfe mit ſeither. Lebenslauf u. Gehalts=
od. Laufd. Mühlſtr. 18, 2. St. (*6478 Frau, verſ. im Ausbeſſ. v. Kleidern
u. Wäſche, ſowie i. Neuanfertigung
v. Weißzeug u. Knabenkl., hat noch
Tage frei Karlſtr. 26, II. (VIII.6472 20jähr. Mädch. ſucht f. mitt. n.
3 Uhr Laufſt. od. ſonſt. Beſchäft.
Näh. Feldberaſtr. 80, part., r. (6446
16jähr. Mädch. ſ. vor= u. nachm
Laufdienſt, geht auch zu Kind., d.
Johannette Weissmantel, gewerbs=
mäßige Stellenvermittlerin, Karl=
ſtraße 30, Tel. 1909.
(*6448
Empf. mich im Waſch. u. Putz.
Frau Reinhard. Roßdörferſtr. 1. (*e Jg. ſaub. Frau ſucht abendsn
Laden od. Büro zu putzen Erbacher=a
(*6450
ſtraße 17, Stb. I., pt. Junge Frau ſ. 2—3 Std. Lauf=
dienſt Schloßgaſſe 3, III. (*6380
Für ein Mädchen a. Thüringen,
19 Jahre, ordentlich u. fleißig, wird per 1. April Stelle geſucht. Das=
ſelbe hat noch nicht gedient, kann
aut nähen u. iſt anſtellig für alle
Arbeit. Gefl. Offerten unt. 8 77
an die Exped.
(*6371
Solid. Mädchen, das gut bürg.
kochen kann u. d. Hausarb. verſteht, ſucht Stelle i. kinderloſ. Haushalt
bis 15. April oder 1. Mai. Offert.ſt u. § 80 an die Exped. (*6353mdge
8
Männlich
v. te
L
I
ei
Raufmann
T
28 Jahre, gewiſſenhaft u.g
zuverl., mit allen Kontor= Mee
Ofſerten mit Gehaltsangabe unter
T 11 an die Expedition d. Bl.
einzureichen.
(6461md
Durchaus
akturate weissnäherin
geſucht. Neue Niederſtr. 20, I. (*6410 Geübte Weißzeugnäherin zur
Anfertigung eleg. Brautausſtatt.
ſof. geſucht. Offerten unter § 93
in die Expedition.
(6412
Junges Mädchen.
Weiner
geſucht.
(6400
Schulſtr. 9, 2. St.
Rockarbeiterin geſucht. (*6383md
Konfektion, Schuchardſtr. 18. Junger Kaufmann
welch. einen Kurſus f. Stenographie
(Gabelsb.) u. Schreibmaſch. (Adler)
beſucht hat, ſowie Vorkenntniſſe der ft
franzöſiſchen Sprache beſitzt, ſucht p. 2 1. April Stellung. Off. erb. unt.
M§ 46 an die Exped. (*5999sm Tücht. Arbeiter, ledig, ſucht Be=
ſchäftigung gleich welcher Art.
Näh. Lauteſchlägerſtr. 7, I., I. (*6465e
Unpartelischer Arbeitsnachweis Darmstadlt.
Grafenſtraße 30, part. (T le=
1. Gewerbliche Abteilung, phon Nr. 371). —
Geſchäfts=
ſtunden von 8—12½ Uhr und von 2½—6 Uhr.
Allgemeiner unentgeltlicher Nachweis für Arbeitgeber
und Arbeitnehmer.
Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 6
2. Dienſtboten=Abteilung, (Telephon Nr. 371).—
Geſchäfts=
ſtunden von 9—12 Uhr und von 3—6 Uhr.
(2431a
Von den Herrſchaften wird eine Einſchreibgebühr von
20 Pfg. und eine Vermittlungsgebühr von 1 Mk. erhoben.
Für Dienſtboten iſt die Benutzung der Abteilung koſtenlos.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.
Perfelte Verkäuferin
mit umfaſſenden Kenntniſſen der Schuhwarenbranche
zum ſofortigen Eintritt
für Spezial=Geſchäft in Darmſtadt geſucht. Bewerberin muß
ge=
ſetzten Alters, nicht unter 22 Jahren, und imſtande ſein, ein
Schuh=
geſchäft ſelbſtändig zu leiten.
Angenehme ſichere Stellung beihohem Gehalt.
Off. mit Gehaltsanſpr., Angabe des Alters und bish. Tätigkeit
ſind bis ſpäteſtens Freitag, den 13. d. Mts. zu richten unter T14
an die Exped. d. Bl.
(6468
Lehrmädchen
Gesucht zum 15. März
für Verkauf und Binderei geſucht.
Anfangsgeh. 15 Mk. monatl. (*6411 eine Aushilfeu
Georg Schubkegel, Rheinſtraße. bis zum 1. Mai, die alle Haus=
Lehrmädchen, welches Oſtern arbeit gründlich verſteht, mit guten
die Schule verläßt, gegen ſofortige Zeugniſſen.
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Vergütung geſucht. A. Anton, — Näheres Karlſtraße 14 1. Stock.
Küchenmagazin, Glas und Porzellan, Junge ſaubere Putzfrau abends
Eliſabethenſtraße 1. (5342alvon 7—8 Uhr ſofort geſucht. (*6412
Schubkegel, Rheinſtraße.
wird ge=
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Alleinmädchen ſucht.
aus achtbarer Familie zum! *6408) Küttner, Viktoriaſtr. 78, II.
1. April geſucht.
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welches kochen
D. Faix & Söhne.
Aleinmädchen, kann und alle
Hausarbeit verſteht geſucht (6492
Wittmannſtraße 40, II.
Rlleinmädechen
zur Hausarbeit
in der bürgerlichen Küche u.
Haus=
arbeit ſelbſtändig, gegen hohen 15). Mädch. f. vorm. geſucht
Lohn in Haushalt von 2 Perſonen Hügelſtr. 19, 2. Stock. (*6401
auf 15. März oder 1. April geſucht.
Besseres Mädchen
B6272) Hobrechtſtraße 8, II.
für Haushalt u. Laden zu Anfang
Laufmädchen für vormittags
(B6230 od. Mitte April nach einem Land=
2 Stunden geſucht.
Hobrechtſtraße 8, II. ſtädtchen geſ. Selbige hat vollſt.
Familienanſchluß. Gefl. Offerten
Sauberesfleißiges Mädchen von unter T 1 an die Exp. erb. (*6420
morgens früh für Hausarbeit bis
Laubere Lauffrau für 2 Std.
mittags zum Spülen geſucht.
Näheres in der Exped. (*6265im S vormittags geſucht Berbenich,
Steinſtraße 2, 2. Stock. (*6419
Gewandtes Hausmädchen,
welches in beſſ. Häuſern gedient hat, Guter, kleiner Haush., 1 Perſon,
für leichte Handarbeit per ſofort nur gute Zeugn. beſitzt u. Liebe zu ſucht z. 1. bzw. 15. April Dienſt=
Kind. hat, bei hoh. Lohn u. guter mädchen od. Frau für Küche und
Behandlung für 1. April geſ. An= Haus. Vorzuſtell. Saalbauſtr. 77,
gebote unt. R 9 a. d. Exp. (*5935som 1. Stock, von 3—5 nachm. (*6423
Suche perf. u. bürgerl. Köchinnen,
Selbſtändige Köchin
gew. Hausmädch., Kinderfrl.,
Alleinmädch, welche koch. u. nicht
und ein
koch. können, für hier, Alleinmädch.,
tüchtig. Zimmermädchenwelche koch. k., nach Frankf.,
Offen=
geſucht in einen kleinen aber feinen bach, Bergſtraße, Worms, Hom=
Haushalt ohne Kinder nach dem burg v. d. H., erſtes fein. Hausm.
herrlich gelegenen Lugano (Süd=n. Karlsruhe für ſof. u. April Frau
ſchweiz) bei gutem Lohn u. Reiſe=1 Minna Dingeldein,
gewerbs=
vergütung. Offert. m. Zeugniſſen mäßige Stellenvermittlerin,
Eliſa=
an Geheimrat Nommel, Mainz. bethenſtr. 5. Telephon 531. (*6494
Eintritt nach Oſtern. (*5946sgm: Tücht. Waſch=u. Putzfr., durchaus
Tücht. aub. Mädch.für tagsüb. ſof. zuverl., geſ. Ireneſtr. 9, 2. St.,
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in Ausſicht genommen. Gewährt werden hohe Bezüge.
Geſchäftsgewandte, arbeitsfreudige Herren, die mit den
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und über gute Beziehungen verfügen, werden um Einreichung
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gebeten. Noch nicht im Fache tätig geweſene Vertreter
werden eingearbeitet.
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zureichen.
Gießen, den 7. März 1914.
Großh. Direktion
der Univ.=Klinik für Ohren=,
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Schweden v. 1800. .
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Dresdner Bank . . . . . . . 8½ 158,90 Gelsenkirchen Bergw. . . 10 (198½
fstaatspapiere.
Pfandbriefe.
Serben steuerfrei . . . . .4½ 87,60) do. . . . . . .
Frankf. Hypothek.-Bank 10 1217,30Harpen Bergbau. . . . . .11 184½
L. Reichssohatzanw.
do, amort. v. 1895 . . . 4 78,80Wladikawkas. .
85,60Berliner Hyp.-Bk.-Pf. . . 4½100,00 do. d5. Kred.-Ver. 8½ 1153,50 Kaliwerke Aschersleben . 10 1160,00
Rjäsan-Koslow . .
L. Reichsanleihe p. 1918. 4
98,20Türk. Egypt. Tribut . . . 3½
do, unkdb. 1918 . . . . .
93,25 Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 1124,00 Kaliwerke Westeregeln . 13 206,00
85,00Portugies. Eisenb. v. 1886 3 68,60
Cw. . . . . p. 1925 . . . 4 1 98,90 do. kons. steuerfreie .
1919. . . .
do.
94,00Nation.-Bank f. Deutschl.
117,00Königin Marienhütte . . 6 86,00
(0.
76,60) do. . . . . .
4½
3½ 85,95 do. Admin. v. 1903 . . .
do.
1921 . . . . .
94.50 1Pfälzische Bank . . . . . . 7 (128,50 Laurshütte . . . . . . . . . 8 160,00
(w. .
85,50 Livorneser . . .
2010 69,80 do.
3 77.15
do. unif. v. 1903. . . . .
„ 1922. . . .
96,00Reichsbank . . . . . . . . . 8.42 135,50 TOberschles. Eisenbed. . . 6 I 89,50
73,00Salonique Monastir:
emßische Schatzanv
4 1100,00
3 62,50) do. . . . . . . . . . . . ..
do. v. 1905. . . . . . . .
83,50Rheinische Kredit-Bank
132,80 Oberschl. Eisen-Industrie 3 69,00
Staffelanleihe.
1Bagdadbahn
4 78,60 do. Komm.-Obl. unk. 1918
4 89,70 Ungarische Staats-Rentel
95,25 1A. Schaaffhaus. Bk.-Ver. . 5 1105,25Phönix Bergbau . . ..
18 (239,20
bionsols .
3½ 85,90 1913 unkdb. bis 1923 . .4½ 90,20Anatolische Eisenbahn
4½ 91,00Frankf. Hyp.-Bk. . . . . .
Wiener Bank-Verein . . . 7½ 1140,50) Rheinische Braunkohlen 10 207,75
50. . . .
Klissouri-Paelfe I.
4
95,00
3? 77,20Ungar. Staatsk.-Scheine
do. unkdb. 1910 . . . .
Riebock Monten . . . . . . 12 1198,00
lische Staats-Anleih
do. do. p. 190
1915 . . . .
4 96,90 v. 1913. . . . . . . . . . . .4½ 1100,00
4 61,00) do. „
96,001 Aktien von Trans-
1South West.-Afr. Shares . 5 —
sc. v. 92/94 .
4 94,50
do. Gold-Rente. . . . . 4 82.95Northern-Pacifie.
3½ 89,50
1920 . . . . 4
do.
96,50 port-Anstalten.
5-0. . . . .
do. Staats-Rente 1910₰ 4 81,00 Southern-Pacific
:.78
91,70 de. Ser. 12—19. . . . . . 3½ 86,40
Hamb.-Amerika-Packett. 10 1141,00
ap erische Ablös.-Rente.
97,00
Kr. 4 82,15 St. Louis & San Fr
— Kommunal-Oblig. Ser. 1,
Verzinsliche
d0. „
unkdb. 1910 . . . . . . . 3½ 86,50Norddeutscher Lloyd. .
Tehuantepec
5 —
L.2.-B.-Anl. kdb. ab 1906l 4 96,85Argent. innere Göld-Anl.
12430 Anlehenslose. (2f.
Frankfurt. Schleppschifr. 4 (116.00
d.o. unkäb. p. 1918 . . . 4 97,00
w. 18871 5
5
Ungar, Lokalbah.
Frankf. Hyp.-Kred.-Ver.
94,00 1Südd. Eisonb.-Gesellsch.. 6½ 128,00Badische . . . . . TIr. 100) 4
d.o. unkdb. p. 1920
1 97,00
Ser. 15—42
do, äußere v. 1890 . . . 5 99,50
„ 48—49) 4 94,90 Anatol. Eisenb. 60%-Akt.l 5½ 1116,75 Cöln-Mindenor . TIr. 1003½142,00
Provinz-Anleihen.
IE.-B.- u. Allgem. Anl.
do. innere v. 1888 . . .4½
do. . . .
6 88.50 Holländ. Komm. . f. 100 3
96.00 Baltimore . . . . . .
unkdb. p. 1930
97,10
do. unkr. 1922 , 52
do, äußere v. 1888 . . . 4½
96,20
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
10 213.25 Madrider . . . . . Frs. 100 3 77,50
88/01Canada . . . .
.
blo. Anleihe . . . . . . .3½ 84,85
do. „ 1913. . . . . . .
do, v. 1897 ..
3½ 8675
do. Em. 10 .
7½ 139½ Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 142,00
bio.
.3½. 86.50 ISchantung:
94,00
e
75,70 1Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5
3 83,30 do. Ser. 45 . .
do. . 9..
Osterreicher 1860er Lose : 4 1151,40
Prinz Henr.
lennburger Staats-Anl. . 4 96,70
do. v. 1889 .
4½
... . 3½ — Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
022.00 Oldenburger . . . . TIr. 40 3 1129,50
4½ 90,90Posen Prov...
96,70 Lombarden
(Ho. v. 1887/94 . . . . . .3½
Ser. 12, 13, 16
do. v. 1906 . .
4 96,00
6 113,00 1Raab-Grazer . . . . A. 15027),
Westfalen Prov. V. . . . . 4 1 96.00 do. . ..
96,70Ponnsylvania
(MNo. . . . . . . . . . . . . . 3% 79,80 chines. St.-Anl. v. 1895₰
14, 15, I7
98,80 1Hess. Prov. Oberhessen
lessische Staats-Anleihe 4 97,00 do. v. 1896 . . .
do. unkdb. 1920 . . . .
97,0
3½ 86,00
88001 do. Starkenburg. .
97,401 Industrie-Aktien.
(Ho. unkdb. p. 1921 . . . 4 97,30 do, Reorg. Anl..
1923 . . . .
do.
Unverzinsliche
Mk.
4½, 31,60
14o. . . . . . . . . . . . . .3½) 84,65 do. v. 1898 . .
Städte-
do, Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½ 84,25 Badische Anilin-Fabrik . 28 1647,75
Anlcehenslose.
ſp. 86
90,40
HHo. . . . . . . . . . . . . . 3 74,40 Japaner . . . . . .
do. „ 3—5 . . . . . . . 3½84.25
Obligationen.
Chem. Fabrik Griesheim 14 267,00
60,50
Mäl-hsische Staats-Rentel 3 77,60Innere Mexikaner
. H. 7 36,20
do, kündb. 1915 . . . . . 3½ 81,251Farbwerke Höchst . . . . 30 1667,00Augsburger
Iharttembg. Staats-Anl.
Außere do. v. 1899) 5 81,00 Darmstadt. .
95,60 do. Komm. unk. 1913
. . . .
96,70Ver. chem. Fabr. Mannh. . 20 343,00Brnunschweiger . . . TIr. 20 203,00
6800
(unkdb. p. 1921). . . . 4 97,75Moxikan. Gold v. 1904 . .
1914
..150,
do.
do. . . .
Fs. 45
96,701Zement Heidelberg . . . . 10 (151.50Mailänder .
1916
EHo. v. 79/80 . . . . . . .3½ 88,75 do. cons. .
3 41,25 Frankfurt .
.. . . . 4 96,35 d0.
do. „
96,20 Chemische Werke Albert 30 1452,25
Fs. 10
Ho. . . . . . . . . . . . . . 3 77,00 do. Irrigat.-Anleihe .4½ 69,10
.. . . . . .3½ 89,00) do. „
„ 1920
do. ..
. 41. 7 35,50
87,30Holzverkohl. Konstanz . 15 (314,201 Meininger .
Uuzlgarische Gld.-Anl. . . 5 97,15Buenos-Aires Prov.
..3½ 66,70Gießen . .
. . . . . . . . 4 94,50) d0. „
. 1923) 4 97,40Lahmeyer . . . . . . . . . . 6 128,50 Osterreicher v. 1864 . A. 100
ir5 ech. Anl. v. 1890 . . . . 1,6
5 65,60 do. . . . . . . . . . . . . .3½
Tamaulipas .
do. verlosb. u. kündb.. 3½ 84,25 Schuckert, Nürnberg . . . 8 1149,40
A. 100
d0. V. 1858
Eo. v. 1837 Monopolſ1½
Sao Pauſo L.-B.
5 — (Heidelberg . . . . . . . . . . 4 95,00
do. „ unkdb. 1915 3½ 84,25 siemens & Halske. . . . . 12 217,00 Ungar. Staats . . . . . H. 100 1439,00
taflienische Rente . . . . .3½
5 97,50
do. v. 1913
do. . . . . . . . . . . . . . 3½
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb. 4 94,50 Bergmann Elcktr. . . .
5 125,00Venedliger . . . . ..
Fs. 30
Userr. Staats-R. v. 1913 .4½ 92,10Siam v. 1907 . .
4½ 95,70Karlsruhe . . . . . . . . . . 4 94,70
do, unkdb. 1922. . . . . 4 95,80
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 245,00 Türkische . . . . . . Fs. 400 168.00
Io. Silber-Rento . . . .4½ 86,40
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 87,30
(o. .
.3½ 86,00Hagen Akkum.:
25 (33600
Prioritäts-
bdo. Papier-Rente . . .4½
— Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
Magdeburg . . . . . . . . . 4
94,50 1Deutsch. Übersee-Elcktr. 11 (175,40
Gold, Silber und
bdo. Gold-Rente . . . . . 4 88,35 Obligationen.
unkdb. 1917
Mainz . . . . . . . . . . . . . 4 95,00
0 81,30
94,50Gummi Peter . . . . . .
Banknoten.
5do. einheitl. Rente . . 4 82,50 1Südd. Eisenb.-Gesellsch.
1919
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 87,00
do. . . . . .
Adler-Fahrradwerke . . . 30 366,20
errtug. Tab-Anl. 1891 . .4½ 97,10
v. 1905097 3½
Mannheim . . . . . . . . . . 4 95,40
1921)
do. . . . . .
94,50Maschinenfabr. Badenia . 9 1126,00Engl. Sovereigns. . . . .
20,41
5do, inn. amort. 1905 . .4½ 75,50
v. 1904) 3½
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 86,50
20-Franks-Stücke . . .
do. . . . . . „ 1924 4 96,20Wittener Stahlröhren . . 0
16,26
5do. unif. Serie I . . . . 3 62,05 Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
München . . . . . . . . . . . 4 96,201 do. . . . . . . . . .
2 105
85,20Gasmotoren, Oberursel .8½ 1162,00 1Amerikanische Noten .
5do.
III. . 3 1 64,60
Nauheim .
Oblig., gar. v. d. Stadt
do. Komm. unk. 1923 .
. . . .3½ —
20,44
95,201Gasmotoren, Deutz . . . . 9 127,00Englische Noten . . . .
I. 5do. Spezial Titel. . . .
1924
9,70 Darmstadt. . . . . . . . 4 94,00 Nürnberg
. . . . 4? 95,20
do.
81,25
96,00 Ziemens Glas-Industrie . 15 236,00Französische Noten. .
Fr mänen v. 1903 . . . . .
5 1100,10Nordd. Lloyd-Obligat. . .4½ 99,00 do. . . . .
. . .3½ 86,50 1Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr. . 4 1 96,40
169,45
23 321,00Holländische Noten .
Enzinger Filter
odo. Gold v. 1913. .
4½ 91,00 Donau-Dampfschiff. v. 82) 4
.. 47 —
do. . . . . . . .
Offenbach . .
8100
. . . 3½ 88,00 1Steaua Romana .
10 114975 IItalienische Hoten . .
do. Schatzsch. v. 1913 ℳ4½100,20Elisabethbahn . . . . . . . 4 90,50
do. V. 1914
. 4
85,00
Zellstoff Waldhof . . . . . 15 225,00 Osterr.-Ungarische Noten.
do. conv. . .
do. . . 3.
4 85,30Franz-Josef-Bahn . . . .
. 3½ 90,40
*0
Bad. Zucker-Waghäusel .12,83/213,701Russischo Noten . . .
do. v. 1890
4 93,80Kaschau-Oderbergerw. 89) 4 85,50Wiesbaden. .
. .
Bank-Aktien.
87,75 1Schweizer Noton. . . . . . . . 81,00
Neue Boden-Aktien-Ges.
do. v. 1891
4 87,00 Prog-Duxer . . . . . . . . . 3 72,60) do. . . . . . . . . . . . . .3½
Süddeutsche Immobilion 0 1 59,80
do. v. 1905
4 85,65 Osterreich. Staatsbahn . 5 1104,00 Worms . . . . . . . . . . . .
Bank für elektr.
Unter-
do . v. 1908
87,30
89,90) do. . . . . . . . . . . . . . 31
(0. . . . . . . . . . . . „ „
nohmungen Zürich . . 10 194,50
Reichsbank-Diskont .
Bergwerks-Aktien.
. do. p. 1910
86,00
. (158.90
75.05 (Lissabon v. 1888 . . . . . . 4 75,30 Berg.-Märkische Bank.
(0. . . . . . . . . . . .
do. Lombard Zsf.. .
Reissische St.-Anl.
1905 4½, 98.20
98,30Moskau v. 1912 . . . . . . .4½ 93,00 Berliner Handelsges. . . . 9½162½ Aumetz-Friede . .
do, Südbahn (Lomb.)
12 (165,50
do, kons. v. 1880
87,80
72,201Stockholm v. 1880 . . .
Darmstädter Bänk . . . . 6½123,60Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 (244,25
do. do.
Tendenz:
do. Gold v. 1890
51,60Wien Komm. . .
5
Deutsche Bank . . . . . . .12½1258,90 Leonhard, Braunkohlen . 9 1157,50
do, d0.
Schwächer.
do. v. 1902 . .
78,00Wiener Kassenscheine .4½
1Deutsche Vereinsbank. . 6 1117,20Konkordia Bergbau ..
90,30 Raab-Oedenburg . . . . .
23 355,70
Schhweden v. 1880.
87,00 1Zürich v. 1889.
Kronprinz Rudolfbahn .
90.75 1Dt. Effekt.- u. Wochs.-Bk. 6 1118,40 Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 1139,75
. do. v. 1886 . .
Russ. Südwest . . . . . . . 4 85,301Buenos Stadt v. 1892 . . . 6 1101,70 Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 196,50Eschweiler . . . . . . . . . . 10 221.80
Handel und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 10. März. Die Börſe er=
Aöffnete heute in Uebereinſtimmung mit den größtenteils
blhaupteten Kurſen der Neu=Yorker Börſe in etwas
be=
ri higterer Stimmung und war demgemäß anfangs gegen
afſtern leicht befeſtigt. Im Verlauf ſetzten abermals
Reali=
ſſſationen ein, ſo daß die Kurfe wieder abbröckelten. Bei dem
enmäßigten Kursniveau zeigte ſich jedoch einiges
Deckungs=
bi dürfnis für Baiſſeengagements und die Rückgänge
konn=
tim teilweiſe wieder eingeholt werden. Die Umſätze
hiel=
tem ſich in engen Grenzen. Trotz des guten
Lloydabſchluſ=
ſſes konnte ſich ein größeres Geſchäft auf dem
Schiffahrts=
markte nicht etablieren und die Kurſe blieben nahezu
un=
verändert. Lebhafte Umſätze entwickelten ſich in
Con=
leordia, die auf 355,70 und nachbörslich auf 360 ſteigen
kunnten, woraus man auf einen günſtigen Verlauf von
ſchwebenden Verhandlungen, betr. die öfters erwähnte
In=
ttreſſengemeinſchaft, ſchließen könnte. Der Kaſſamarkt war
ſchwächer. Bemerkenswert iſt beſonders die bereits ſeit
ernigen Tagen beobachtete ſchwächere Dispoſition des An=
Ungemarktes.
* * Bremen, 9. März. Der in der heutigen Sitzung
des Aufſichtsrats vom Vorſtande des Norddeutſchen
L.loyds vorgelegte Abſchluß für 1913 weiſt einen
Brutto=
überſchuß von rund 61 Mk. (im Vorjahre 51,9 Mk. Mill.
aus, hiermit eine Steigerung von 91 Mill. Mk. Auf allen
Linien der Geſellſchaft konnten Mehrgewinne erzielt
wer=
den. Dazu kamen beträchtliche Mehrgewinne an Zinſen
und Beteiligungen. Es wurde beſchloſſen, der auf den 2.
April einzuberufenden Generalverſammlung die
Aus=
ſchüttung einer Dividende von 8 Prozent (1912: 7 Prozent)
worzuſchlagen, nach Vornahme von 30,1 Mk. (24,2 Mk.)
Abſchreibungen, darunter 6 Mill. Mk. (4)
Extraabſchreib=
rngen auf Seedampfer und nach Zuweiſungen von
380000 Mk. (1340000 Mk) an den Verſicherungsfonds,
(525 000 Mk. (735000 Mk.) an den geſetzlichen Reſervefonds,
42,75 Mill. Mk. (4.55) an den Erneuerungsfonds und 319000
Mark (389000 Mk.) an den Talonſtauerfonds. Damit
Crreichen die ausgewieſenen Reſervefonds und
Erneue=
rungsfonds des Norddeutſchen Lloyds eine Höhe von rund
35,2 Mill. Mk. (28,1).
Die Finanzlage der Geſellſchaft iſt weiter beträchtlich
geſtärkt worden indem Kreditoren von insgeſamt 24 Mill.
Mk. (21,5) an Debitoren Bankguthaben ꝛc. ſowie An= und
Worauszahlungen auf Dampferneubauten 66,4 Mill. Mk.
(*39,9) gegenüberſtehen. Gleichzeitig betragen die
voraus=
gezahlten Paſſagegelder und Vorträge für ſchwebende
Schäden und Riſiken 19,9 Mill. Mk. (13,9). Die Geſellſchaft
werfügte 1913 über disponible Mittel im Geſamtbetrage
won 62 Mill. Mk. Seit Beginn des neuen Jahres ſind
weitere Vorauszahlungen auf die noch im Bau
befind=
llichen 17 Seedampfern von zuſammen 200 000 Reg. Tonnen
ggeleiſtet, ſo daß zurzeit noch 45½ Mill. Mk. an
Schiffsbau=
ſchulden einſchließlich Einrichtungs= und Ausrüſtungskoſten
worhanden ſind, die bis zum Herbſt 1915 fällig werden.
* Sofia, 9. März. Der Regierung iſt mitgeteilt
ſworden, daß die Hamburg=Amerika=Linie
be=
fſchloſſen hat, eine neue Linie zwiſchen Neu=
York und den Häfen der Levante einzurichten.
*Die Dampfer würden die bulgariſchen Häfen Dedeagatſch,
Burgas und Warna berühren. Dieſer neue Dienſt werde
lden Export aus Bulgarien, der bisher über Trieſt oder
Hamburg geleitet werden mußte, auf direktem Wege
er=
möglichen; ſowie den Auswanderern vom Balkan die
direkte Fahrt nach der neuen Welt geſtatten. Der erſte
Dampfer werde am 15. April abgehen.
— Sommerfahrplan 1914. Die
Handels=
kammer Darmſtadt hatte eine größere Anzahl von
Wün=
ſchen bezüglich des kommenden Sommerfahrplans
ge=
äußert, unter denen hauptſächlich folgende Berückſichtigung
gefunden haben. Es wird zur Herſtellung einer beſſeren
Verbindung vom Rheinland über Mainz nach Darmſtadt
vom 1. Mai ab auf der Strecke Koblenz=Frankfurt (Main)
ein neuer Eilzug gefahren, welcher in Mainz um 1.04 Uhr
ankommt Die Weiterfahrt nach Darmſtadt erfolgt dann
1 Uhr 25 Min. gegenüber einer Wartezeit von bisher über
* Stunden. Weiter wird die zeitweilig in Frage geſtellte
Morgenverbindung Frankfurt-Gießen-Kaſſel-Hannover
Zeeee ee
der hergeſtellt werden, Auch die Verbindung von
Sprend=
lingen (Rheinland) über Mainz nach Darmſtadt wird
eine Verbeſſerung erfahren. Endlich iſt hauptſächlich einem
langgehegten Wunſche der Einwohner des Odenwaldes
auf beſſere Zugverbindungen mit der Reſidenzſtadt in der
Art und Weiſe Rechnung getragen worden, daß künftighin
morgens ein Eilzug ab Eberbach 7.30 Uhr an Darmſtadt
9.18 Uhr verkehren wird und hierzu als Gegenzug abends
ein Eilzug ab Darmſtadt 7.05 Uhr, an Eberbach 8.59 Uhr,
eingelegt wird. Unter denjenigen Wünſchen der
Handels=
kammer, welche leider für den kommenden
Sommerfahr=
plan noch keine Berückſichtigung gefunden haben, ſind
Ver=
beſſerungen der Zugverbindungen mit Paris, ſowie mit
Wien Würzburg, München, Kiſſingen, weiter
Verkehrs=
verbeſſerungen Bensheim-Worms, Groß=Gerau-
Frank=
furt (Main) und Rüſſelsheim bezw Kelſterbach-
Frank=
furt (Main) ſowie auch der Morgenanſchluß von der
Oden=
waldbahn nach der Bergſtraße hervorzuheben.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 3. bis 9. März.
Die letzte Woche ſtand allgemein unter dem Eindrucke
des Stillſtandes oder Rückganges der Aufwärtsbewegung
in den vorangehenden Wochen. Wenn auch die in
unſe=
rem letzten Bericht erwähnten Faktoren für die allgemeine
Befeſtigung des Getreidemarktes, insbeſondere der geringe
Export Argentiniens, noch fortbeſtehen, ſo ſcheinen doch die
Importſtaaten, wie vor allem England, ſich vorläufig
ge=
nügend verſorgt zu haben und die weitere Entwicklung
des Weltmarktes abwarten zu wollen. Dazu kommt noch,
daß der um dieſe Zeit neu auftretende Faktor für die
Preisbildung, der Saatenſtand der nördlichen Erdhälfte,
in der letzten Woche eine allgemein günſtige Beurteilung
gefunden hatte wie insbeſondere in den Vereinigten
Staa=
ten ſowie in Weſt= und Mittel=Europa, wenn man auch
in Rußland der Entwicklung der bereits ſchneefreien
Saaten mit einiger Beſorgnis entgegenſieht. Angeſichts
der vielfachen Knappheit an guter Ware dürfte jedoch die
in der letzten Woche eingetretene Ermattung vorausſichtlich
nur eine vorübergehende ſein. Oeſterreich=Ungarn ſtand noch
in der letzten Woche infolge des Einfuhrbedarfs im Zeichen
der Hauſſe, die erſt am Schluſſe einer ruhigen Haltung des
Marktes weichen mußte. Für Deutſchland hatten dieſe
Vorgänge auf dem Weltmarkte zur Folge, daß die höheren
Preiſe der letzten Woche beſonders bei Weizen gewichen
ſind, während ſie bei Roggen ſich etwas beſſer halten
konnten. Infolge der Frühlingsarbeiten war das
inlän=
diſche Angebot verhältnismäßig ſchwach und auch die
ge=
ringe Qualität der angebotenen Ware trug vielfach dazu
bei, den Markt flauer zu geſtalten. Auch das ſich ſchwächer
geſtaltende Ausfuhrgeſchäft konnte die in der letzten Woche
notierten Preiſe vielfach nicht mehr erzielen, nur
Königs=
berg meldet noch höhere Preiſe Es ſtellten ſich die Preiſe
für inländiſches Getreide am letzten Markttage gegenüber
der Vorwoche wie folgt:
Weizen
Roggen
Hafer
Königsberg. . 200 (
153 (*2½) 160
181 (—
Stettin
150
147
Poſen
184 (*1 ) 144 (*1 ) 150
Breslau.
181 (— ) 145
144
Berlin
194
153
179
191
Magdeburg
153
168
191
Halle .
157
170
Leipzig
158
187
166
Dresden.
189
152
161
Roſtock
185
150
151½(-
196 (—1
Hamburg
155
170
Hannover
189 (—
154
164
Düſſeldorf
195
173
157
193
Köln
167
155
Frankfurt a. M. 205
176
)165
Mannheim . . 2071
165½ (4-
182½(
Straßburg . . 267½(
175
172½(
München . . 201 (—
162 —
166
Weltmarktpreiſe: Weizen: Verlin Mai 198,50 (—3,25),
Peſt=April 211,95 — 1.70). Paris März 217,30 (- 1,35).
Liverpool März 164,05 (—0,95), Chikago Mai 143,10
— 2,70), Roggen: Berlin Mai 159 (— 1,25), Hafer:
Berlin Mai 153,50 (— 1,75). Futtergerſte Südruſſ. frei
Hamburg unverzollt ſchwim. 111,75 (—0,25), Febr
111,50 (*0,50), Mais Argent. ſchwim. 111,50 (4- 1,50),
April Mai 104 (— 2), Donau Febr./März 107 (— 0,50) Mk.
— Saatgutmarkt. Um den Landwirten die
Möglichkeit zu geben, auf Grund von Proben ſich Saatgut
unſerer ertragreichſten Sorten von Gerſte, Hafer,
Sommer=
weizen und Kartoffeln zu beſchaffen, veranſtaltet die
Land=
wirtſchaftskammer gelegentlich des Zuchtviehmarktes zu
Reinheim i. Odw. am Samstag, den 14. März, von
vormittags 9½ bis nachmittags 1 Uhr im Gaſthaus „Zum
Schwanen” einen Saatgutmarkt. Auf demſelben
werden Proben von Getreide, ſowie Kartoffeln, und zwar
nur aus den Saatbauſtellen der Landwirtſchaftskammer,
ausgeſtellt. Es können hierbei Beſtellungen auf das
aus=
geſtellte Saatgut von den Landwirten aufgegeben
wer=
den. Die Landwirte werden auf dieſe günſtige
Gelegen=
heit zum Ankauf von ſortenechtem Saatgut beſonders
auf=
merkſam gemacht.
F.C. Frankfurt a. M., 9. März. (
Kartoffel=
markt.) Man notierte: Kartoffeln in Waggon 4,50—4,75
Mark, im Detail 5.50 Mark. Alles per 100 Kilo.
10 Frankfurt a. M., 10. März. (Heu= und
Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3,20 M., Stroh
fehlte. Alles per 50 Kilo. Geſchäft: mittelmäßig. Die
Zufuhren waren aus dem Kreiſe Dieburg.
— Frankfurt a. M., 9. März. (
Schlachtvieh=
markt.) Amtlicher Bericht. Auftrieb: 1284 Rinder,
dar=
unter 428 Ochſen, 57 Bullen, 799 Färſen und Kühe, 368
Kälber, 159 Schafe, 2383 Schweine. Preiſe für 1 Zentner
Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark: 1. Rinder:
A. Ochſen: a) vollfleiſchige, ausgemäſtete, höchſten
Schlacht=
wertes im Alter von 4 bis 7 Jahren 48—53 (86—92),
b) junge fleiſchige, nicht ausgemäſtete und ältere
ausge=
mäſtete 45—48 (81—87), c) mäßig genährte junge gut
ge=
nährte ältere 40—44 (74—81). B. Bullen: a) vollfleiſchige,
ausgewachſene höchſten Schlachtwertes 47—50 (78—83),
b) vollfleiſchige, jüngere 43—46 (74—80), c) mäßig
ge=
nährte junge und gut genährte ältere 40—42 (72—76).
C. Färſen und Kühe: a) vollfleiſchige, ausgemäſtete
Fär=
ſen höchſten Schlachtwertes 46—50 (83—89), b)
vollflei=
ſchige, ausgemäſtete Kühe höchſten Schlachtwertes bis zu
7 Jahren 43—46 (80—83), c) 1. wenig gut entwickelte
Färſen 41—45 (79—87), 2. ältere, ausgemäſtete Kühe und
wenig gut entwickelte jüngere Kühe 37—42 (69—78),
d) mäßig genährte Kühe und Färſen 32—36 (64—72), e)
ge=
ring genährte Kühe und Färſen 24—30 (55—67). 2.
Käl=
ber: a) mittlere Maſt= und beſte Saugkälber 57—60 (93
bis 102), b) geringe Maſt= und gute Saugkälber 52—56
(88—95), e) geringe Saugkälber 48—51 (81—86).
3. Schafe: Weidemaſtſchafe: Maſtlämmer und
Maſt=
hammel 41—42 (90—92). 4. Schweine: a) vollfleiſchige
Schweine von 80 bis 100 Kilogramm (160 bis 200 Pfund)
Lebendgewicht 49—52 (64—66), b) vollfleiſchige Schweine
unter 80 Kilogramm (160 Pfund) Lebendgewicht 49—51
(62—64), c) vollfleiſchige von 100 bis 120 Kilogramm (200
bis 240 Pfund) Lebendgewicht 49—52 (62—65), d)
voll=
fleiſchige von 120 bis 150 Kilogramm (240 bis 300 Pfund)
Lebendgewicht 49—52 (62—65). Marktverlauf: Markt in
allen Viehgattungen bei ruhigem Geſchäftsgang nahezu
geräumt.
Literariſches.
— Adolf Damaſchke: „Die Bodenreform”
Grundſätzliches und Geſchichtliches zur Erkenntnis und
Ueberwindung der ſozialen Not. 9 Aufl., 26.—30. T.,
414 S., Jena, G. Fiſchers Verlag. Preis vornehm geb.
3,25 Mark. Das vorliegende Buch iſt die Progremmſchrift
der neuen Bewegung. Seine außerordentliche
Verbrei=
tung dankt es zweifellos neben dem außerordentlich
nie=
drigen Preiſe der Art der Darſtellung, die auch die
Men=
chen feſſelt, welche ſich bisher nie um volkswirtſchaftliche
Dinge gekümmert haben. In jedem Falle gehört es zu
den Büchern, zu denen Stellung nehmen muß, wer in
neuerer Zeit am öffentlichen Leben Avteil nehnen keill.
überſichk für die Beſtellung des Gemüſegarkens.
Zuſammengeſtellt vom Okonomierat Johannes Bökiner in dem ſeit 28 Jahren von ihm geleiteten „Prakk. Raigeber im Obſt= und Garkenbau‟, Frankfurk a. O.
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Wann wird geſät?
Wann wird geerntek?
geſät?
gepflanzt?
und Düngung?
Wieviel Samen?
die Beſten?
in mosten
Weißkohl . . . Anfang März
15.—20. Ark aun tewftiter H—d0 en ſom Auguſt bis l aſte kaunhpie
in Freie
Niederungsboden
1.—10. April
November Ruhm von Enthulzen
20.—25. Mai
Rotkohl . . . .
35—50 cm
Erfurter blukrofer
Anfang März,
ins Miſtbeek,
15.—20. April
Wirſing . . . .
30—40 cm 1 vom Juli ab Kitzinger, Verlus
ins Freie
von Ende April ab
15.—20. Zun
1.—10. April Saalbeete ins Freie 20.—25. Mai
Roſenkohl . . .
60—80 cmvom Oktober ab Pariſer Halbhoh.
Anfang März,
ins Miſtbeel
10.—15. April, leichter, durchläſſiger 15—20 cm
Kohlrabi . . .
vom Juli ab Dreienbrunnen
von Ende März
ab=
ins Freie
Boden
den ganzen Sommer
Frühblumenkohl Herbſt oder Febr. ins Miſtbeet 1 1.—4. April beſter tiefgründiger
Ende Juli
60 cm
Erfurter Zwerg
feuchter Garkenboden
Anfang Auguſt
ins Freie vom 20. Mai ab bis
Spätblumenkohl Ende April
1—2 m
von September ab Frankfurter Rieſen
Anſang Jumt
Blätterkohl . . Mai bis Juni ins Freie Juni, Anf. Juli jeder Boden, auch
November bis Niedr. feingekrauſter
40 cm
ſchalige Lage
Frühjahr
freier Stand,
Kohlrüben . . . I. 15.—20, Mai 1 ins Freie 20.—25, Zum
30 cm
Oſtober bis Gelbe Schmalz
aligedüngter Boden
November
Speiſerüben . . 1.—5 Auguſt an Ort und Stelle nicht
freie Lage, nicht breitwürfig, auf
November
Teltower
gedüngt
1 Em — 1 Gr.
Mohrrüben . . 1 März und Juni Reihen 15 cm nicht
guter, warmer 1 Om=1—2 Gr.
Junil bis
Holländifche
Boden
November
Nankes
Rote Rüben . . 15.—20. April Reihen 25 cm
nicht nötig
1 Cm = 1 Gr. vom Oktober ab Erfurter ſchwarzrole
gehaltreicher Boden
Sellerie .
Anfang März ins Miſtbeet
5.— 10. Mai
40 cm
vom Septbr. ab Hambg. Markt
15. April bis Juli Tüpfelſaat
Rettich
nicht
8—20 cm — vom Juni ab Münch. Bier
milder, nichk friſch
1—3 Korn
Expreß,
gebüngter ſeuchter
von Mikte März ab
Radies
breitwürfig
nicht
1Om = 3 Gr.
Boden
vom Mai ab Würzbg. Treib
alles Wochen
tiefgründiger,
Schwarzwurzel . 1 1.—10. März Reihen 30 cm
vom Oklober
nicht
Ruſſiſche Rieſen
kräftiger Boden 1 Cm = 2 Gr.
bis April
Kopffalat . . . vom Januar ab ins 1 auf Saalbeie oder vom 14. April gedüngter guter 10—30 cm, je vom Mai bis ſ. Maltänig, Rudols=
Mtſlbet, vom März dauernder Stand
Liebling, Eiskopf
ab bis Herbſt Garkenboden nach Sorte
ab ins Freie
Herbſt
1.—5. Mai
Römer=Salat .
auf Saaibeefe
5.— 10. Juli beſter Garkenboden
35 cm
Juli-Auguſt Sachſenhäuſer
Endivie . . . . 25.—30. Juni Saatbeete, ins Freie Ende Juli beſter Gartenboden
40 cm
Oktbr. — Dezbr.
Eskariol
Rapünzchen . . 1 1.—10. Septbr.
breitwürfig
nicht
jeder Boden 1 Im — 3 Gr. Oktbr.-April Holländiſches
Zichorienſalat . 15.—20. April Reihen, 20 cm
nicht
guter tiefgründiger 1 (IIm — 1/ Gr. wird Anf. Novbr. aus=
Brüſſeler
Boden
gegraben z. Treiben
in Reihen,
Gartenkreſſe . . 15.—20. März
nicht
Krausbläktrige
guter warmer Boden für den laufenden! Ende April
als Einfaſſung
gefülle
Meter 2 Gramm
breiwürſig oder in
Spinat . . . vom März.-Mat
nicht
jeder Boden . auf 1 Eim=
Onlober bisGroß. rundblätr.
vom Aug.-Oktbr.
Reihen
Zun
10 Gr. Samen
Neuſeel. Spinat . Anfang März in das Miſtbeet Anfang Mai
Mai bis
40 cm
Oktober
Sauerampfer
20.—25. März Reihen 25 cm
nicht
1 Cm = ¼ Gr.
Mai
Zwiebeln . . .
1—5. März
Reihen 20 cm f. nicht nölig algebüngter Boden ſ1 Um = 1½ Gr.
Auguſt
Zitlauer Zieſen
Saatbeei
Lauch . . . .
1.—5. März
1.—5. Mal 15 em ſief in Allen 15 X30 cin
vom Auguſt ab
Brabanter
Schalotten . . .
1.—10. April 1 guter Boden
15 cm
Juli
-
Perlzwiebeln . .
Auguſt
12 cm
Juni
Schnittlauch.
den ganzen Sommer
15.— 20. April
15 cm
Gurken . . . ..
2en
10.—15. Mak 1. reihenweiſe
mitlelange,
voll=
milder, warmer. 1 Reihen 1.,50 m, f Juli-Septbr.
gut gedüngker Boden
kragende Unitum
in den Reihen
15 cm
einzeln in ſonnige
Kürbis „ 1.—5. Mai
Kompoſthaufen jede Pflanze Juli-Septbr. 1 Rieſen=Melonen
Garteneche
1—2 m nach
allen Seiten
Erbſen . . . . lvom März-=Malſ reihenweiſe 1 nicht
nicht zu feier, all. Reihen 60—80cm! Mat-Zuli 1 Dippes Mal, Zuhm
gebligter Loden
v. Raſel, Telephon
in den Reihen
4—6 cm
Buſchbohnen . . von Ende April bis
truppweiſe
nicht
jeder Garkenboden, Trupps von je 1 Juli-Oktober Kaiſer Wilhelm,
Anfang Auguſt
leicht gedüngt, auch
im Halbſchatten 5 Korn 30—40 cm
Hinrichs Zieſen
Stangenbohnen . 10.—15. Mai
gut gedüngten
nicht
für jede Stange 1 Auguſt-Septbr. Juli, Korbfüller,
faden=
feuchter Gartenboden
loſe Zucherbrech
60 cm im Quadrat
Puffbohnen .
.—5. März.
in Einzelreihen
Große weiße Windſor
nicht
milder Boden
20 cm
Juli
Bleichſellerie . .
Ende März
ins Miſtbet
Ende Mai
ſtarigedüngter träf= 1 in 20 cm tieſe i vom Septbr. ab ſ White Plume
tiger, feuchier Boden
Gräben mit 30 cm
Abſtand
Kardy . ...
1.—5. Mai gleich an Ork u. Stelle
beſter tiefgründiger
nicht
1—1½/ m
wird gebleicht
Tours
Gartenboden
Mangold .
15.—20. April in Reihen nicht nötig
30—50 cm
vom Auguſt ab Silbermangold
Esdragon . ..
nicht
das ganze Jahr nur geleille Pflangen
im Frühjahr ungebüngter Boden
1 m
hindurch
Majoran . . . 1.—5. April ins Miſtbeet
milder, mürber die Reihen 20 cm, Auguſt und Sepfem=
15.—20. Mai
Boden
inden Reihenl5cm ber zur Blütezeit
Bohnenkraut .
Reihen 25 cm nicht nötig
1 m — 1 Gr.
Dill . . . . . April und Mai Reihen 20 cm
jeder Boden1 Im — 1 Gr. junge Pflanzen vom
Mat ab
Peterſilie . . . 1.—5. März
nicht
aligedüngter lauf 1m Reihe = vom Mgi ab 1 Ruhm v. Erfurk
in Reihen als
Gartenhoden
¼ Gramm
Einfaſſung
Thymian . . . 1.—5. April
ſonnige Lage
vom Mai ab
15 cm
ins Miſtbeei,
Tomaten . . . Anfang März
ſtark gedüngte, warme Reihen 1 m, in von. Ende Juli ab Carliana, Alice
26. Mai
wiederholt verſchulen
ſonnige Stelle
Rooſepeit
den Reihen 60 cm
Rhabarber .
ſtarn gebüngtes,
im zweiten Jahre verbeſſerter Vitoria
März
1,20 m
friſches, guts Land
April-Juni
Arttſchocken . .
Februar
ins Miſtbeet
Mai
liefgründiger, beſter 1 m — 1,20 m September Grüne von Laon
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im Kaiſer= u. Fürſtenſaal, Grafenſtr. 18
Abteilung der Kapelle des Leibg.=Inf.=Regts. Nr. 115. Eintritt für
unſere Mitglieder frei, Fremde im Vorverkauf (Verkehrsbüro) à Perſon
40 Pfg. inkl. Steuer, an der Abendkaſſe à Perſon 55 Pfg. inkl. Steuer. (6495mf
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Odenwaldklub
Ortsgruppe Darmſtadt
Odenwälder Volksfeſt
(Dekorierungsfeſt)
Kerbmedehwald
am Samstag, den 14. März 1914,
hnn abends 8 Uhr an, in ſämtlichen, feſtlich geſchmückten Räumen des
ſtädtiſchen Saalbaues.
Beichhaltiges, originelles Programm, u. a. Aufführung eines
Volks=
th cks, Kerbezug, Spinnſtube, Ausſtellung von Erzeugniſſen der
Oden=
pülder Heiminduſtrie und Verkauf dieſer Erzeugniſſe, Waldwirtſchaft,
Tanzbeluſtigung uſw.)
Elſcheinen in „Odenwälder Tracht”, mindeſtens aber in Touriſten=
Kleidung erwünſcht.
cintrittspreis: a) für Mitglieder aller Ortsgruppen des
Oden=
waldklubs 1 Mk., für ihre Damen 50 Pfg.; b) für
Nichtmitglieder 2 Mk., für ihre Damen 1 Mk.
Das Programm iſt für 10 Pfg. erhältlich.
Kartenverkauf ſchon jetzt: a) für Mitglieder und ihre Damen
nur bei Klubgenoſſe Robert Bergmann, Wilhelminenſtr. 19; b) für
Nichtmitglieder bei Gg. Hof Nachf., H. Bankwitz, Papierhandlung,
Eliſabethenſtr., Eugen Thomaſius, Papierhandlung, Wittmannſtr. 2
urd Aug. Cellarius, Zigarrenhandlung, Ludwigsplatz und im
Ver=
kührsbüro, Ernſt=Ludwigsplatz: c) außerdem werden am Feſtabend
Harten ausgegeben an der Kaſſe.
Die Mitgliedſchaft muß den Ausgabeſtellen durch Vorzeigen der
Kitoliedskarte nachgewieſen werden.
Beitrittserklärung vor dem Feſt berechtigt noch zum Eintritt
geegen die Mitgliedspreiſe.
(5844a
Zu recht zahlreichem Beſuch ladet ein
Der Vorſtand.
ORPHEUNia
6175
Gastspiel:
Haskel
mlmmmmmmmmmmmmmmmin
und sein erstkl. Ensemble.
9 Der Gipfel der Heiterkeit.
Lachstürme in Permanenz.
Mittwoch,
Heute 11. März u.
folg. Tage:
Der neuste Haskel-kehlager
„ME538‟
Sek Das am Mirrwoch, den 11. März nachmittags 4—6 Uhr stattfindende Kaffee-Konzert wird ausgeführt von dem mit vielem Beifall aufgenommenen Künstler-Orchester „Aronadf‟ Ouvertüre „Euryanthe‟
„ von Weber Fantasie aus „„Carmen‟
. „ Bizet Ungarische Rhapsodie . . . „ Hauser für Solo-Violine Herr Kapellmeister Aronadi. Bekannt vorzüglicher Kaffee. — Aus- wahl in Kuchen und Torten. (6493 Z
wenig gebr. Kinder=Klappwag.
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25 Mk., ohne Freil. 20 M., neue
Räd., g. Marke billigſt. Radhändl. W.
Dick, Ludwigshöhſtr. 78. (*6418md
Programm
zu dem am Mittwoch, den
11. März, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24.
1. „Durch Nacht zum Licht‟,
Marſch von E. Laukien. 2.
Ouver=
türe zur Operette Die
Soldaten=
braut” von T. Munkelt. 3. „El
Turia” ſpaniſcher Walzer von D.
Granabo. 4. Steuermannslied u.
Matroſenchor aus der Oper „Der
fliegende Holländer” von Richard
Wagner. 5. Potpourri aus der
Operette „Die Fledermaus” von
Joh. Strauß. 6. „Jung
Deutſch=
land‟, Marſch von A. Rehfeld.
Gasthaus
zum goldenen Hirsch
Inhaber: Gg. Imhof
empfiehlt
bürgerlichen Mittagstisch
und Abendessen
gut und billig. (5742a
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Damen e
erhalten vorzüelichen
Mittagstisch von 60 Pf. an
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¼ Sperrsitz
4. Reihe, Mitte, Trauerfalls halber
für den Reſt der Spielzeit abzugeb.
Pankratiusſtr. 41, Drogerie. (6370
Großherz. Hoftheater.
Mittwoch, den 11. März 1914.
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Erhard, Student,
ihr Sohn .
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Elia Rentheim,
FrauBorkmanns
Zwillingſchweſter Charlotte Pils
Fanny Wilton . Käthe Meißner
Wilhelm Foldal,
Hilfsſchreiber bei
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kammer.
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Frieda, ſ. Tochter Eliſabeth Horn
Stubenmädch. bei
Frau Borkmann Ellen Widmann
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Krank: Herta Alſen.
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Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
3.70 ℳ, 14.—20. Reihe 3.20 ℳ,
Par=
terre: 1.—5. Reihe 2.35 ℳ, 6.—8.
Reihe 1.95 ℳ Proſzeniumsloge
5.20 ℳ, Mittelloge 5.20 ℳ,
Bal=
konloge 4.70 ℳ, I. Rang 4.20 ℳ.
II. Rang: 1.—6. Reihe 2.15 ℳ,
7. u. 8. Reihe 1.75 ℳ, I. Galerie
1.15 ℳ, II. Galerie 65 ₰.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
von 8—1 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der
Vor=
ſtellung. (Im Verkehrsbüro
wer=
den auch telephoniſch
Kartenbe=
ſtellungen entgegengenommen. —
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7½ U. — Ende nach 10 U.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 12. März. 129. Ab.=
Vorſt. C 32. „Der
Evangeli=
mann.‟ Gew. Pr. Anf. 7½ U.
Freitag, 13. März. 130. Ab.=Vſt.
D33. „Madame Butterfly.”
Gew. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Samstag, 14. März. Auß. Ab.
33. Volksvorſtellung zu ermäßigten
Preiſen. „Alt=Heidelberg”.
Anfang 7½ Uhr. (Vorverkauf bis
einſchl. Samstag, 14. März, im
Verkehrsbüro, Ernſt=Ludwigspl.
Verkauf der etwa noch
vorhande=
nen Karten am Tage der
Vor=
ſtellung auch an der Tageskaſſe
im Hoftheater zu den üblichen
Kaſſeſtunden.)
Seeeee
Ei-EEeSeEKE
Das neue Weltstadtprogramm
Nur 3 Tage!
Ganz besond. Beachtung verdient der russ. Kunstfilm
Einnu Sversen
Möchet
Akter Grosses Drama aus
dem Seemannsleben.
se enswürdig) Die äusserst geschickt
aufgebaute Handlung,
Akter
Jur bis
Treitag
die den Beschauer fortgesetzt in fast atemloser Spannung
hält, führt uns in die verschiedensten Gegenden. Der Film
„Anita Iversen” ist eine kinem. Schöpfung, die wohl das
hervorragendste in ihrer Art darstellt, welches je auf den
Markt gebracht wurde.
2. Hauptstück:
Höhere Sphären
JAkter! Die Handlung führt in ein
hochinter-
ressantes Milieu u. entwickelt sich in JAkter!
glänzend aufgebauten Szenen. Hochinteressante und
spannende Handlung. Herrlich koloriert.
3. Hauptstück:
Die Grenze
Eine feinsinnige, reizende Kommödie.
Der Fleck. Alles lacht Tränen. — Lehmann
Humor: u. die Elektrisiermaschine. Zum Wälzen.
Agra. Herrliche Naturaufnahme. — Pathe
Natur: Journal, mit den neuesten Zeitereignissen.
Künstlertruppe Mataros. Hochaktuell.
Einlagen nach Bedarf.
Künstl. Musikbegleitung auf einem Bechsteinflügel durch
Herrn Georg v. Harscher.
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Der Tod in den Bergen
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Hauptrolle Lissi Nebuschka.
Um einen Kuss von Mini
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Lebensbild in 2 Akten. AAkten?
Der Eiermann
Film-Humoresk
ltigender Komik.
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herrl. kolorierte Naturaufnahme.
Erschossen seines Bruders wegen
Drama.
U.-T.-Wochenbericht.
Das Neueste aus aller Welt.
Als Einlage: Das Leben und Treiben am
Fast-
nacht-Dienstag in den Strassen
Darmstadts, eigene Aufnahme. (6392
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Hieſiger Arbeiter=Geſangverein ſucht tüchtigen, energiſchen
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erbeten.
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in Sport-Charakter.
Wir bitten um Ihren Besuch.
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Gebr. Höslein
Hoflieferant Ludwigsplatz.
Frauenverein der Johannesgemeinde.
Hotel Prinz Carl
Freitag, den 13. März, abends 8 Uhr,
im Gemeindehaus
Vortrag
des Herrn Pfarrer Kopfermann
wozu höflichst einladet
aus Caub a. Rh. über:
M. Röhrich.
Rechte und Pflichten der Mutter bei der *6500)
298
Erziehung der Kinder”.
Donnerstag, den 12. März er.
Grosse Herzer Sappe
Eintritt für Mitglieder und deren Angehörige frei, für Nicht=
(6381
mitglieder 30 Pfg.
Im Saal des Hotel zur Traube
Darmſtadt. Mittwoch, den 18. März,
abends 8 Uhr:
Loewe-Balladen-Abend
des Kammerſängers
Hermann Gura
Am Flügel: Kapellmeiſter William H. Kerridge.
Konzert-Plügel: Ibach aus dem Pianofortemagazin v. Heh. Arnold, Mühlstr. 1-3.
Programm:
Archibald Douglas. Süßes Begräbnis. Edvard. Kleiner Haushalt.
Hinkende Jamben. Wandelnde Glocke. Das Hochzeitslied. Die Uhr.
Der ſelt’ne Beter. Der Fiſcher. Der Nöck.
Karten (inkl. Billettſteuer). Im Vorverkauf à Mk. 2.80, 1.70
und 80 Pfg. bei Georg Thies Nachf., Eliſabethenſtr. 12.
An der Abendkaſſe à Mk. 3.30, 2.20, 1.10.
(6474mgm
Literarischer Verein, Darmstadt.
Mittwoch, 25. März 1914, nachm. 5½ Uhr, im Vereinslokale
ordentliche Haupt-Versammlung.
Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorſitzenden. 2.
Rechnungs=
ablage und Entlaſtung des Rechners. 3. Neuwahl des
Vor=
ſtandes. 4. Beratung und Beſchlußfaſſung über etwaige Anträge
Der Vorstand.
6438)
Reklame Verkauf M Gardmnen!
Von heute bis einschliesslich 16. März veranstalte ich ein Reklame-
Verkauf mit einem Preis-Nachlass von 10 bis 15 Prozent auf alle Waren
ohne Ausnahme.
Es handelt sich nur um neue für das Frühjahr eingetroffene Waren
und empfehle:
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Alpacca und Rips-
Dekorationen
von 14.− bis 40.− Mk.
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aparte Neuheiten
von 6.— bis 25.− Mk.
Bettdecken
in englisch Tüll, Erbstüll,
und Allover-Net
von 8.− bis 24.− Mk.
Spezialgeschäft für Gardinen, Elisabethenstrasse 17.
H. Front,
lch bitte um Beachtung meiner Schaufenster!
P. P.
Anläßlich unserer Konzertveranstaltung erlauben
wir uns unseren verehrl. Vorständen für das
weit-
gehendste Entgegenkommen bei den Vorbereitungen zu
dem Fest, sowie den verehrl. Solo-Herrschaften, welche
den Abend verschönten und auch dem Großh.
Hof-
orchester und Hofballet unseren herzlichsten Dank
auszusprechen.
Gleichzeitig wurden uns so viele Beweise
herz-
licher Sympathie und tatkräftiger Unterstützung durch
Stiftungen etc. zu teil, daß wir uns der angenehmen
Pflicht nicht entziehen können, allen den verehrten
Spendern bestens zu danken.
(6462
Im Auftrage des Chor-Personals
vom Großherzoglichen Hoftheater
Gelegenheit.
Wohnz., pol., Schlafz., hell eich.
mit Apotheke u. gr. 2tür.
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her Kaffee iſt bei Arterienverkalkung
ſolut zu verbieten oder nur durch den
ſſchädlichen Kaffee Hag, den
coffein=
den Bohnenkaffee, zu erſetzen.
(Zeitſchrift für Balneologie 1908, Heft 8).
Vorträge.
— Welch großes Intereſſe dem Vortrage des Herrn
ſfar rers D. Waitz über ſeine im vergangenen Jahre
ver=
utleltete Italienreiſe nach Rom und Neapel
entgegenge=
lſagt wurde, bewies der dritte Vortragsabend des
Aſluenvereins der Martinsgemeinde, der
Aln einem überaus zahlreichen Publikum beſucht war.
Aſſas einer kurzen Einleitung über Land und Verhältniſſe
ſſaliens bemerkte der Redner, daß es auch das Land „der
Apyen Sehnſucht” vieler Vergnügungsreiſenden, Pilger,
rfſtler und Dichter genannt werde und es ſchwer zu
kan ſei, ob dieſe Sehnſucht der herrlich blaue Himmel,
Il Schönheiten der Landſchaften und Städtebilder oder
Eigenart des italieniſchen Volkes ſei. In intereſſanter
eiſſe ſchilderte nun der Redner ſeine Reiſe von
Darm=
dr durch den Gotthardtunnel nach Mailand, Genua,
ſa, Florenz — „Rom und Neapel”. Alle dieſe Städte
lſt ihren herrlichen Bauten, Paläſten und Kirchen
wur=
n durch vorzügliche Lichtbilder vorgeführt, und es wäre
ſnnöglich, all die ſchönen Landſchaften, Kirchen, Gemälde
In Statuen, namentlich der beiden letztgenannten Städte,
ſſſſer näher anzuführen. Am Schluſſe ſeines Vortrages=
Anzerkte noch der Redner, wenngleich Italien reich an
ſchönheiten der Natur und reich an Schätzen der Kunſt
i, wäre aber auch unſer Deutſchland nicht minder reich
n ebenſolchen Schönheiten und reich aber an ſittlichen
ugenden und religiöſen Kräften. Für ſeine intereſſan=
Iin Darbietungen wurde dem geſchätzten Redner reicher
jef fall zuteil.
— Was ſoll unſere Tochter werden? Auf
ſitladung des Arbeitsamts der Ortsgruppe Darmſtadt
Allg. Deutſchen Frauenvereins (Abteilung
ſerufsberatung) und des Darmſtädter
Lehrerinnen=
ſerreins hatte ſich am Montag abend in dem Saale
ſie: Baugewerkſchule eine zahlreiche Zuhörerſchaft zu dem
burtrag von Fräulein Steinthal=Berlin verſammelt.
berr Bürgermeiſter Mueller ſprach die
Begrüßungs=
parte und wies zunächſt kurz auf das neue Arbeitsamt
Ain=, das beſonders die Stellenvermittlung in die Hand
eimen wird, und durch ſeine ſtändigen Verbindungen
imen ſicheren Ueberblick über den geſamten Arbeitsmarkt
ewährt. Auch die Stellenvermittelung für die gebildete
rauenwelt iſt in Darmſtadt jetzt dem Arbeitsamt ange=
Aloſſen, ſowie die ſeither von dem Allgemeinen Deutſchen
Frauenverein allein betriebene Berufsberatung
ir Frauen. Fräulein Steinthal verbreitete ſich
zu=
rächſt über Einrichtung und Wert der
Frauenberufsbe=
arungsſtellen und wies darauf hin, wie kein gedruckter
ſtertgeber, von denen ſelbſt die guten und beſten ſchnell
hexaltet ſind, die mündliche Beratung erſetzen kann.
Nei=
lung, Fähigkeiten, körperliche Kräfte, Vorbildung und pe=
kuniäre Verhältniſſe ſind von Fall zu Fall verſchieden
und bilden dabei doch die ausſchlaggebenden Faktoren bei
der Berufswahl und Vorbildung. Die Rednerin führt
nun, vom Handwerk und den hauswirtſchaftlichen Berufen
ausgehend, eine große Reihe von Berufsmöglichkeiten für
Frauen vor, wobei ſie in Kürze die Berufsausſichten und
die Wege der Vorbildung berührt. Die erſte Forderung
für das Handwerk iſt natürlich die gleiche Vorbildung und
gleiche Dauer der Lehrzeit, wie beim Manne. Friſeuſen,
die in etwa ſechs Wochen ihre Kunſt erlernt haben,
Schnei=
derinnen, die etliche Kurſe beſuchten, können keine Anſprüche
machen und nichts Tüchtiges leiſten. Für die Berufe der
Kindergärtnerinnen, Hort= und Jugendleiterinnen, für
Krankenpflegerinnen und Säuglingspflegerinnen ſind die
Vorbildungen meiſt ſchon feſt geregelt. Für
Verkäuferin=
nen fehlen noch die ſehr wichtigen Vorſchulen; Fachſchulen
und Fortbildungsſchulen ſind vorhanden. Für junge
Mäd=
chen mit beſſerer Vorbildung und Sprachkenntniſſen finden
ſich ſehr gute Stellen als Verkäuferinnen, ebenſo wie
Da=
men mit höherer Schulbildung und ausgeſprochenen
Ta=
lenten als Leiterinnen großer Modeſalons im Putz= und
Schneidergewerbe ausgezeichnet bezahlte Poſten erhalten
können. Ausſichtsreich iſt immer noch der
Lehrerinnenbe=
ruf. Durch Einführung der Fortbildungsſchulen für
Mäd=
chen gewinnen die techniſchen Lehrerinnen neue Stellen.
Für den mittleren Bibliothekendienſt können in Preußen
und im Elſaß Damen ausgebildet werden. Groß und
ausſichtsreich iſt das Gebiet der ſozialen
Frauen=
berufe, es erfordert jedoch reife Perſönlichkeiten. Vor
je=
der Berufswahl aber prüfe man wohl! Wer ſeinen
Be=
ruf richtig erfaßt, wer die Berufe richtig beurteilt und
be=
wertet, wird keinen höher ſtellen. Ueberall Tüchtigkeit.
Treue, Pflichterfüllung und Hingabe, das iſt, was alle
adelt, hoch ſtellt und gleichwertig macht.
Herr Profeſſor Kiſſinger ergänzte die
Ausfüh=
rungen der Rednerin durch Mitteilungen über heſſiſche
Be=
rufsausbildungsmöglichkeiten und wies beſonders auf den
Segen einer tüchtigen hauswirtſchaftlichen Vorbildung
hin, die jedes Mädchen vor der Berufsbildung haben ſollte
und durch unſere Fortbildungsſchulen haben kann. Herr
Bürgermeiſter Mueller beſprach noch die Ausſichten
und Ausbildung der Fraen als Wohnungsinſpektorinnen.
Herr Schrauth wies nochmals auf die
Stellenvermitte=
lung hin. Neben der Lehrſtellenvermittelung hat die
Be=
rufsberatungsſtelle auch eine Stellenvermittelung für
kauf=
männiſch angeſtellte Frauen übernommen. Alle Redner
betonten mit der Referentin, daß nur durch fleißige
Be=
nutzung der Berufsberatungsſtelle (zunächſt noch altes
Theater, Hochſchulſtraße) das angeſtrebte Ziel zu erreichen
ſein wird, nämlich für jede Frau den geeigneten Beruf
und für dieſen Beruf die beſte Ausbildung zu finden. So
allein werden berufstüchtige und damit berufsfreudige
Frauen im Leben ſtehen, ſo allein werden die Frauen.
denen ja auch die Ehe ſehr oft keine Verſorgung für alle
Zeit bietet, für den Kampf des Lebens gerüſtet fein.
Turnen, Spiele und Sport.
sr. Pferdeſport. Rennen zu Enghien, 9. März.
Prix du Ponthieu; 3000 Francs. Diſtanz 2800 Meter:
1. Monſ. J. Linkers Minas 2. Le Fou, 3. Dagmar. Tot.
13:10. — Prir de la Somme; 5000 Francs. Diſtanz 3700
Meter: 1. Monſ. M. Descazeaur Saint Nom, 2. La
Brand, 3. Hiche. Tot. 14:10. — Prix de la Canche: 3000
Francs, Diſtanz 3400 Meter:1. Monſ. Jean Lieux
Chko=
al, 2. Brididi II, 3. Gay Boy. Tot. 16:10. — Prig
du Boulonnais; 4000 Francs, Diſtanz 4200 Meter: 1.
Monſ. T. Dugas Malefice, 2. Patrick, 3. Qui. Tot=
24:10. — Prir de la Picardie; 6000 Francs, Diſtanz=8500
Meter: 1. Monſ. Pfizers Ekwanok 2. Valeria, 3. Henry'IV.
Tot. 28:10. — Prix du Pas de Calais; 5000 Francs,
Di=
ſtanz 2800 Meter: 1. Monſ. A. Kurz Biſe, 2. Huter, 3,
Puteaux. Tot. 36110
Dieſe Frau hatte ganz dürftiges Haar. —
Jetzt reicht es beinahe zum Boden.
Sie beſchreibt, wie ſie das erreichte.
„Vor einigen Monaten noch machten mir Kopfſchuppen
und Haarausfall große Sorge‟ — ſchreibt Mme. Eliſabeth
Farlane — „ich verſuchte ſo ziemlich alle Haarmittel, die
mir zu Ohren kamen, aber keines brachte mir die erſehnte
Hilfe, im Gegenteil, mein Zuſtand verſchlimmerte ſich
im=
mer mehr. Meine Haare waren ſo dünn geworden, daß
mein Kopf ſtellenweiſe ſchon ziemlich kahl erſchien; ich glaube,
ich würde jetzt kein einziges Haar mehr auf dem Kopfel
haben, wäre ich nicht auf ein ganz einfaches Pflanzenrezept
aufmerkſam gemacht worden. Dieſes Rezept übt auf die
Haar eine ganz großartige Wirkung aus. Man braucht nur
37 Gramm Alkohol, 60 Gramm Dotiertrakt und 53 Gramm
Roſenwaſſer zu miſchen; alle dieſe Sachen kann man in
Apotheken und Drogerien bekommen. Nachdem ich das
Mittel nur wenige Tage angewandt hatte, hörte ſchon der
Haarausfall auf, die Schuppen verſchwanden völlig, das
Haar bekam wieder ein üppigeres, geſunderes Ausſehen. Ich
ſetzte die Anwendung der Miſchung fort und war erſtaunt)
zu ſehen, wie mein Haar wieder wuchs. Jetzt iſt es ſtark
und üppig und reicht ſchon beinahe bis zum Boden. Man
kann mich nicht gerade eine bildhübſche Frau nennen, ich
glaube aber, daß ich die Komplimente, die man mir über
meine äußere Erſcheinung macht, in der Hauptſache
meinem=
ſchönen Kopfhaar zu verdanken habe.
Anmerkung: Vor Veröffentlichung dieſes Artikelst
wurde das beſchriebene Haarrezept zehn Damen und zehni
Herren, die mehr oder weniger unter den gleichen oder
ähn=
lichen Störungen des Haarwuchſes litten, mit dem Erſuchen
übergeben, es 30 Tage an ſich ſelbſt zu probieren. Neunf
Damen kamen wieder zurück und erbaten eine größere
Quantität des Präparates das ſie dauernd anwenden
möchten: ihr Haar ſei ſo hübſch weich und geſchmeidig
ge=
worden, was das Friſieren ſehr erleichtere. Es
wurdelbe=
richtet, daß in neun Fällen die Schuppen und der
Haaraus=
fall ganz verſchwanden. Auch bei den zehn Herren zeigten
ſich ähnliche gute Wirkungen; alle verlangten ein weiteres
Quantum.
Nur eine Klage lief ein: eine ſchon ergraute Dame hatte die
Lotion gegen Schuppen angewandt; ſie gabtwohl zu,daß
die Miſchung in dieſer Hinſicht ſich als
ganzlwirkſamyer=
wieſen haben, ihrer Meinung nach müſſe ſie aber auch die
Haarfarbe beeinfluſſen, denn das ihre ſehe ſoraus, als wolle,
die urſprüngliche Farbe wiederkehren. Sie aber ziehe doch,
vor, jetzt grau zu bleiben. Eine genaue Unterſuchung ſtellte
denn auch feſt, daß einer der Beſtandteile — das Doti=
Extrakt — einen gewiſſen anregenden Einfluß= auf die)
Farbdrüſen des Haares hat, was mitunter zu dem von dert
Dame befürchteten Reſultat führen kann. (VIII,6324f
die Schar der Rotti-
Bouillon-
freunde täglich größer wird:
Keine teure, umständlich
haus-
gemachte Bouillon bietetihnen
mehr wie die echte
1 Würfel 5 Pfg., 5 Würfel 20 Pfg. Wo nötig, Verkaufsstellen-Nachweis durch die Rotti-G. m. b. H., München.
Vertreter: Ferdinand Joos, Agenturen und Kommissionen, Darmstadt.
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und was zum Wirtſchaftsbetrieb
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