Darmstädter Tagblatt 1914


Nr. 70., Mittwoch, den 11. März.

[  ][ ]

Anzeigenpreis:
Bezugspreis:
177. Jahrgang
Die 49 mm breite Petitzeile oder deren Raum:
Ausg. A (mit Ill. Unterhaltungsbl.) monatl. 60 Pfg.,
im Kreiſe Darmſtadt 10 Pfg., auswärts 20 Pfg.;
wierteljährl. Mk. 1.30; Ausgabe B (mit Ill. Unter=
ſchaltungsblatt
u. Ill. Wochen=Chronik) monatl. verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der wöchentlichen Beilage: die 84 mm breite Reklamezeile oder deren Balcn
im Kreiſe Darmſtadt 30 Pfg., auswärts 75 Pfg.;
280 Pfg., vierteljährl. Mk. 2.40. Beſtellungen nehmen
Rabatt nach Tarif. Anzeigen nehmen entgegen: die
gnigegen: die Geſchäftsſtelle Rheinſtr. 23 (Fernſpr.
Geſchäftsſtelle Rheinſtr. 23, die Filialen u. Agen=
Nr. 1 u. 426), unſere Fikialen, Landagenturen u. alle
turen. Anzeigenexped. des In= und Auslandes. Bei
Mioſtämter. Verantwortlichkeit für Aufnahme von
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Konkurs od. gerichtl. Beitreib. fällt jed. Rabatt weg.
FAnzeigen an beſtimmten Tagen wird nicht übernom.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 28 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.
Der Reichstag erledigte geſtern zunächſt eine kurze
Anfrage und beendete hierauf die zweite Leſung
des Etats des Kolonialamts.
Die Gerüchte über eine bevorſtehende neue Militär=
vorlage
werden dem Wolffbureau von zuſtändiger
Stelle als völlig unbegründet bezeichnet.
Der frühere freikonſervative Reichstags= und
Landtagsabgeordnete Landrat Reinecke iſt
geſtern geſtorben.
(Bei einem Brande des Fabrikgebäudes von Georg
Weigandt in Bautzen kamen fünf Perſonen
ums Leben.
Das Kabinett Giolitti hat ſeine Demiſſion
eingereicht, die der König annahm.
Bei Skagen fand ein Zuſammenſtoß des däniſchen
Dampfers Dania mit dem norwegiſchen Dampfer
Bygdo ſtatt. Letzterer ſank; die Mannſchaft
wurde gerettet.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.

Wirtſchaftliche und finanzielle
Lage Mexikos.

** Die Einſtellung des Zinſendienſtes in Mexiko, die
am 1. April in Kraft tritt, hat, abgeſehen von der unan=
genehmen
Ueberraſchung für die auswärtigen Beſitzer
mexikaniſcher Werte, auch noch zu Kombinationen und Ur=
teilen
Anlaß gegeben, die in den meiſten Fällen auf man=
gelnder
Kenntnis der Verhältniſſe des Landes beruhen
und daher ohne weiteres über das Ziel hinausſchießen
müſſen. Will man die Sachlage richtig einſchätzen und
vor allem feſtzuſtellen ſuchen, ob den Beſitzern mexika=
niſcher
Staatsfonds wirklich ernſthafte Gefahr droht, ſo
iſt es unbedingt nötig, die wirtſchaftliche und finanzielle
Lage des Landes einer genauen Unterſuchung zu unter=
ziehen
und auf den Ergebniſſen derſelben ſein Urteil auf=
zubauen
. Feſt ſteht ohne weiteres, daß Mexiko ein Land
von faſt unerſchöpflichem Reichtum iſt. Der Welthandel
hat dies auch längſt erfaßt, ſich einerſeits der Verſorgung
des Landes mit Eifer hingegeben und andererſeits auch
deſſen Eigenerzeugniſſen einen ausgedehnten Abſatz in der
Fremde verſchafft. Die nachſtehenden Tabellen über Im=
und Export, die natürlich wegen der politiſchen Ver=
wicklungen
das in 1913 ſchließende letztverfloſſene Fiskal=
jahr
noch nicht einbeziehen können, geben in dieſer Hin=
ſicht
ein anſchauliches Bild. Es führten (in runden Sum=
men
) ein im Jahre 1909/10 1910/11 1911/12
in Mark
Vereinigte Staaten 248000000 244000000 210000000
51000000 54000000
Deutſchland
48000 000
England
43000000 49000000 43000000
Frankreich
36000000 39000000 32000 000
Die Verminderung der Einfuhr hängt mit den inne=
ren
Wirren zuſammen. Bei England, das einen auffälli=
gen
Rückgang verzeichnet, tritt noch hinzu, daß der Verſand
engliſcher Kohle auf ein Minimum geſunken iſt, weil die
mexikaniſchen Bahnen zur Verfeuerung von Rohöl über=
gegangen
ſind. Die Ausführungsſtatiſtik weiſt folgendes
1909/10 1910/11 1911/12
Bild:
in Mark
nach
Vereinigte Staaten 402000000 457000000 456000000
73000 000
82000000
68 000 000
England
17000000 18000000 21000000
Deutſchland
Trotz der inneren Zerfahrenheit hat ſich die Handels=
bilanz
alſo bedeutend gebeſſert. Was nun die Staats=
ſchuld
Mexikos anlangt, ſo kann man von einer Ueber=
ſchuldung
in keiner Weiſe ſprechen. Im Auslande ſind
194,24 Millionen Dollar untergebracht, zu denen innere
Anleihen in Höhe von rund 51 Millionen treten, ſo daß
etwa 250 Millionen Dollar ſtaatliche Verbindlichkeiten lau=
fen
. Man wird nicht behaupten können, daß dies über=
mäßig
viel iſt, und bei dem Reichtum des Landes iſt
das Riſiko für die Beſitzer der Titel nicht groß. Aller=
dings
iſt außerdem viel fremdes Kapital in mexikaniſchen
Unternehmungen inveſtiert, zu einem erheblichen Teil in
Eiſenbahnen, die im Auslande einen großen Markt haben.
Es handelt ſich dabei um die ſtattliche Ziffer von faſt ge=
nau
2 Milliarden Mark, an denen England mit reichlich
einem Drittel beteiligt iſt. Die in Frage kommenden Ge=
ſellſchaften
haben, ſo lange die Entwicklung der Dinge
äihren normalen Verlauf nahm, ihren Gläubigern nicht

allzu große Enttäuſchungen bereitet. Auch in der jetzigen
unheilvollen Periode hat z. B. die Petroleuminduſtrie
noch nicht ſehr gelitten. Es iſt alſo, wenn man obigen
Darlegungen und Ziffern nüchterne und objektive Wür=
digung
zuteil werden läßt, keineswegs eine peſſimiſtiſche
Auffaſſung am Platze. Mexiko macht gegenwärtig eine
ſchwere Kriſe durch, aus der es aber bei ſeinen großen
Hilfsquellen vorausſichtlich neu gekräftigt hervorgehen
wird. Vorher muß natürlich im Lande endgültig Ruhe
geſchaffen werden, ein Ziel, das durch gemeinſame Ar=
beit
aller derjenigen Mächte, die berechtigtes Intereſſe
an der weiteren Entwicklung des Landes haben, wohl
erreicht werden kann.

Deutſches Reich.

Der Kaiſer beim Herzog von Cumber=
land
. Wie jetzt bekannt wird, wird das Kaiſerpaar am
Nachmittag des 23. März, an dem es den Kaiſer
Franz Joſef in Schönbrunn beſucht, in Penzing bei dem
Herzog von Cumberland zu Gaſt ſein.
Der Kolonialgerichtshof. Hier und da
wird es ſo dargeſtellt, als ob der Bundesrat ſich bereits
über den Ort, an dem der Kolonialgerichtshof errichtet
werden ſoll, ſchlüſſig gemacht hätte. Das iſt nicht der
Fall. Die Lage iſt folgende: Der Staatsſekretär des
Reichskolonialamts hat erklärt, daß die Frage, ob Ham=
burg
oder Berlin Sitz des Kolonialgerichtshofs werden
ſolle, für ihn keine grundſätzliche ſei. Die Hauptſache
bleibe, daß der Gerichtshof geſchaffen werde. Im Gegen=
ſatz
dazu hat ſich das preußiſche Staatsminiſterium dahin
ſchlüſſig gemacht, unter allen Umſtänden Berlin zum Sitz
des Kolonialgerichtshofes zu beſtimmen. In dieſer Frage
Preußen entgegenzutreten, liegt für die meiſten Bundes=
ſtaaten
kein Anlaß vor. Verſchiedene ſind zwar der An=
ſicht
, daß Hamburg ſich für den Kolonialgerichtshof beſſer
eigne als Berlin, aber trotzdem werden ſie, da ſie an der
Sache nicht beteiligt ſind, nicht gegen Preußen ſtimmen.
Eine große Mehrheit im Bundesrat wird ſich daher für
Berlin erklären. Entſcheidet ſich dagegen der Reichstag
für Hamburg, ſo ſcheitert der Geſetzentwurf.
Beſuch von Reichstagsabgeordneten
in Oſtafrika. Aus Anlaß der Landesausſtellung in
Oſtafrika iſt eine Einladung an die Mitglieder des Reichs=
tags
ergangen, dem Schutzgebiet Oſtafrika einen Beſuch
abzuſtatten, der im Auguſt oder September ſtattfinden
ſoll. Bei dieſer Gelegenheit wurden Anregungen laut,
nach denen das Reich Mittel zur Beſtreitung der den Ab=
geordneten
entſtehenden Koſten bewilligen ſollte. Insbeſon=
dere
der Reichstagsabgeordnete Dr. Heckſcher hat wieder=
holt
angeregt, daß von Reichs wegen eine Einladung der
Abgeordneten erfolgen ſolle. Es dürfte aber kaum Aus=
ſicht
beſtehen, daß dieſer Wunſch in Erfüllung geht. Man
ſteht einer Bewilligung von Reichsmitteln für Studien=
reiſen
von Parlamentariern grundſätzlich ablehnend
gegenüber, um keinen Präzedenzfall zu ſchaffen. Die bis=
herigen
parlamentariſchen Studienreiſen nach den Schutz=
gebieten
ſind ſtets ohne Bewilligung von Reichsmitteln
vor ſich gegangen. Eine größere Zahl von Abgeordneten
hatte bekanntlich im Jahre 1905 eine Studienreiſe nach
Togo und Kamerun unternommen, ferner fand einige
Zeit ſpäter eine Studienreiſe nach Oſtafrika ſtatt. Der
einzige Fall, in welchem ein einzelner Abgeordneter eine
Reiſe nach den Schutzgebieten auf Koſten des Reiches ge=
macht
hat, betrifft die Reiſe des früheren Abgeordneten
Görcke. Dieſer war Etatsreferent für Kiautſchou und
hat ſich in Begleitung des damaligen Dezernenten für
Kiautſchou zu ſeiner beſonderen Information nach dem
Schutzgebiet begeben.
Die Diamantenüberſchüſſe. Die Budget=
kommiſſion
des Reichstags hat in ihren letzten Sitzungen
ſich mit den überraſchend reichen Diamantenüberſchüſſen
des ſüdweſtafrikaniſchen Schutzgebietes befaßt. Sie haben
dem Fiskus im Jahre 1913 zehn Millionen über die ver=
anſchlagten
ſechs Millionen Mark eingebracht. Das iſt
im ganzen die Signatur des Jahrfünfts geweſen, in dem
wir die koſtbaren Steine abbauen, daß faſt durchweg die
Erwartungen und Voranſchläge übertroffen wurden.
Insgeſamt ſind, ſeit im Juli 1908 die erſten Diamanten
bei Lüderitzbucht entdeckt wurden, rund 4½ Million Karat
im Werte von annähernd 140 Millionen Mark abgebaut
worden, im letzten Jahre allein 54 Millionen Mark
vobei allerdings die nicht unweſentliche Preisſteigerung
in der jüngſten Zeit ins Gewicht fällt. Der Reinertrag der
diamantenſördernden Erwerbsgeſellſchaften daran iſt etwa

31 Millionen Mark geweſen. Die reſtlichen reichlichen
drei Viertel ſind fiskaliſche und kommunale Abgaben,
Speſen und dergl. Für 1914 dürfte die ausdrücklich als
vorſichtig bezeichnete Schätzung des Bruttoerlöſes in Höhe
von 36¾ Millionen Mark, die im diesjährigen Etatsent=
wurf
ſteht, übertroffen werden.
Der Duellantrag. Die Duellkommiſſion des
Reichstags hat nunmehr als ihren Antrag die Duell= No=
pelle
zum Strafgeſetzbuch eingebracht, deren einziger Ar=
tikel
als § 208a des Strafgeſetzbuches folgende Vorſchrift
einſtellen will: Hat der Herausfordernde oder der An=
nehmende
die Herausforderung oder hat in den Fällen
der §§ 205 bis 208 der Täter den Zweikampf freventlich
verſchuldet, ſo tritt an Stelle der Feſtungshaft Gefängnis=
ſtrafe
von gleicher Dauer. Neben der Gefängnisſtraſe kann
auf Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden.
Die Duell=Interpellation des Zentrums wird zuſammen
mit dem Antrag der Duellkommiſſion am nächſten Freitag
auf die Tagesordnung des Plenums geſetzt werden.
Aus Zabern. Die Poſt meldet aus Zabern:
Wie dem Elſäſſer mitgeteilt wird, ſoll die Wiederbelegung
der Garniſon Zabern am 1. Oktober erfolgen. In Aus=
ſicht
ſei das zurzeit in Straßburg liegende Infanterie=
Regiment Nr. 132 genommen, während die 99er nach
Straßburg verlegt werden ſollen. In der Kreuzzeitung
und anderen Blättern iſt unter der Spitzmarke Vorkomm=
niſſe
im Zaberner Poſtamt die Meldung eines Provin=
zialblattes
wiedergegeben worden, nach der ſieben Zaber=
nern
Poſtbeamten infolge der Reuteraffäre ihre Strafver=
ſetzung
zum 1. April ds. Js. zugeſtellt worden ſei. Das
Wolffſche Telegraphenbureau iſt auf Anfrage bei der zu=
ſtändigen
Stelle zu der Erklärung ermächtigt worden, daß
dort von Verſetzungen, die mit der Reuteraffäre zuſam=
menhängen
, nichts bekannt und die Nachricht frei erfun=
den
ſei.
Bayern und der Waffengebrauch des
Militärs. Nach Erkundigungen aus dem bayeriſchen
Kriegsminiſterium hat Bayern gegen die Uebertragung
preußiſcher Beſtimmungen bezüglich Waffengebrauchs des
Militärs auf das bayeriſche Heer zwar Bedenken erhoben,
will jedoch die Verhandlungen mit Preußen fortſetzen.

Ausland.

Frankreich.
Die Senatsdebatte über die Frage der
Rentenbeſteuerung wird vorausſichtlich am Frei=
tag
oder zu Beginn der nächſten Woche ſtattfinden. Meh=
rere
radikale Senatoren dürften den vom Ausſchuß abge=
lehnten
Entwurf Caillaux’ in Form eines Zuſatzantrages
wieder aufnehmen. Es heißt übrigens, daß Caillaux, ſei=
ner
bisherigen Haltung entſprechend, auch in dieſer Ange=
legenheit
es vermeiden werde, die Vertrauensfrage zu
ſtellen.
England.
Die Homerulebill im Unterhauſe. Das
Unterhaus war bei der Beratung der Homerulebill noch
ſtärker beſucht als bei der erſten Einbringung der Home=
rulebill
. Die Galerien waren gedrängt voll.
Asquith erklärte die Vorlage enthielte nach ſeiner und
ſeiner Anhänger Ueberzeugung keine Ungerechtigkeiten
oder Beſchwerniſſe für irgendeine Klaſſe oder ein Indivi=
duum
. Aber in Uiſter beſtände die Gefahr eines akuten
Konflikts, ja ſelbſt von Unruhen, und dasſelbe gelte für
ganz Irland, wenn die Bill verſtümmelt würde. Die
Gefahr ſei groß, und nach allen Seiten wäre nicht ein
Aufgeben von Prinzipien, wohl aber die Annahme einer
praktiſchen Formel zu rechtfertigen, die zu einem ſegens=
reichen
Ende führen könne. Außer den Geſetzesmaßregeln,
die die Bill bereits enthalte, wären drei verſchiedene Wege
verſucht worden, um den Schwierigkeiten von Ulſter zu
begegnen. Er, der Premierminiſter, neige perſönlich zu
einer gewiſſen Eremption von Ulſter. Aber dieſer Vor=
ſchlag
fand nicht die Zuſtimmung der beteiligten Par=
teien
. Die Regierung ſei zu dem Schluß gekommen, daß
den Grafſchaften von Ulſter freigeſtellt werden ſollte, zu
entſcheiden, ob ſie demnächſt ausgeſchloſſen bleiben woll=
ten
. Jede Grafſchaft von Ulſter ſollte darüber abſtimmen
dürfen, bevor die Bill in Wirkſamkeit trete Die einfache
Mehrheit würde entſcheiden. An der Wahl würden die
zum Parlament Stimmberechtigten teilnehmen, und die
Periode des Ausſchluſſes würde ſich auf ſechs Jahre er=
ſtrecken
vom Zuſammentritt der iriſchen Legislatur Pre=
mierminiſter
Asquith fuhr fort, die Regierung habe dieſe
Periode von ſechs Jahren gewählt weil man in dieſer
Zeit die Tätigkeit des iriſchen Parlaments genügend be=
urteilen
könne und weil die Wähler des vereinigten =
nigreichs
in dieſer Zeit ſicher Gelegenheit haben würden,
auf Grund ihrer Erfahrung zu entſcheiden, ob der Aus=
ſchluß
von Ulſter beendet werden ſollte oder nicht. Das
Reichsparlament würde ſpäteſtens im November 1915 auf=
gelöſt
werden, vermutlich aber ſchon früher. Die Legislas

[ ][  ][ ]

turperiode des folgenden Parlaments könne nur bis No=
vember
1920 dauern. Es würden alſo zwei allgemeine
Wahlen ſtattfinden, bevor der Ausſchluß von Ulſter zu
Ende käme. Die Regierung halte dieſes für ein billiges
und gerechtes Arrangement und habe es um des Friedens
willen vorgeſchlagen. Bonar Law erwiderte, wenn
dieſe Vorſchläge das Letzte von der Regierung ſeien, dann
erſchiene ihm die Lage ſehr ernſt. Die Regierung könne
die Gefahr auf dieſe Weiſe nicht abwenden. Wenn die
Regierung an dieſer Geſinnung feſthielte, ſo mache ſie ein
Angebot, von dem ſie wüßte, daß es unannehmbar ſei
und nur den Zweck habe, ihre Stellung zu verbeſſern. Bo=
nar
Law ſchloß, indem er die Auflöſung des Parlaments
oder ein Referendum verlangte. Nachdem Bonar Law
geſprochen, erklärte der Nationaliſt Redmond, daß die
Regierung mit ihren Zugeſtändniſſen bis zur äußerſten
Grenze gegangen ſei. Falls die Vorſchläge von den Be=
wohnern
Ulſters offen als Grundlage einer Verſtändigung
angenommen würden, würden die Nationaliſten ihren
Einfluß aufwenden, um ihre Landsleute zu veranlaſſen,
in loyaler Weiſe nach dem Uebereinkommen zu verfahren.
Wenn aber die Vorſchläge zurückgewieſen würden, ſo ſei
es Pflicht der Regierung und der Majorität, die Bill
zum Geſetz zu machen, ohne eine einzige Stunde zu ver=
lieren
, mit furchtloſer Entſchloſſenheit und allen verfüg=
baren
Hilfsmitteln der Bewegung die Stirn zu bieten
die vielleicht entſteht, um durch Drohung mit Gewalt das
Parlament einzuſchüchtern oder das Geſetz umzuſtoßen.
Auf Redmond folgte Edward Carſon, der erklärte, die
Anerkennung des Grundſatzes des Ausſchluſſes Ulſters ſei
ein Fortſchritt. In dieſem Falle ſei jedoch dem Zuge=
ſtändnis
eine Bedingung zugefügt. Er glaube, dies ſei
geſchehen, um den Beginn der Verhandlungen über die
Frage des Ausſchluſſes überhaupt unmöglich zu machen.
Ulſter verlange dieſe Frage jetzt und für immer entſchie=
den
. Er (Carſon) lehne den Sechsjahrvorſchlag ab.
Nachdem noch einige Abgeordnete geſprochen hatten, ver=
tagte
ſich das Haus.
Portugal.
Die Verhandlungen wegen der Kolo=
nien
. In Beantwortung der Interpellation hinſichtlich
der Meldungen über ein engliſch=deutſches Abkommen, be=
treffs
der portugieſiſchen Kolonien erklärte Miniſterprä=
ſident
Machado im Senat, daß die Beziehungen Portugals
zu dieſen beiden Mächten jetzt noch beſſer ſeien als in
den letzten Zeiten der Monarchie. Die Regierung habe
das größte Vertrauen zu ihrer Freundſchaft mit Deutſch=
land
und dem Bündnis mit England, aber er könne über
die ſchwebenden Verhandlungen nicht antworten.
Spanien.
Die Wahlen. Bisher ſind gewählt: 199 Konſer=
bative
, 95 Liberale, 21 ſozialiſtiſch=radikale Republikaner,
8 Unabhängige, 19 Regionaliſten, 7 Reform=Republikaner,
4 Katholiken, 5 Anhänger Don Jaimes. In 38 Wahl=
kreiſen
ſteht das Wahlergebnis noch aus. Neue Wahlen
finden in 9 Wahlkreiſen ſtatt, weil die betreffenden Kan=
didaten
zweimal gewählt worden ſind.
Balkanſtaaten.
Die Epirusfrage. In der griechiſchen Kammer
brachte der Miniſter des Aeußern Dr. Streit einen Brief=
wechſel
mit Zographos zur Kenntnis, aus welchem her=
vorgeht
, daß die Abſetzung der griechiſchen Behörden ohne
Wiſſen der proviſoriſchen Regierung von Epirus erfolgt
ſei. Die Behörden würden durch die griechiſche Regierung
wieder eingeſetzt werden. Der Miniſter des Aeußern teilte
ferner die Verbalnote mit, welche die Geſandten Oeſter=
reich
=Ungarns und Italiens mit Zuſtimmung des deut=
ſchen
Geſandten übermittelten.
Danach beſchloß auf den Vorſchlag ihrer Regierungen
die internationale Kontrollkommiſſion in Valona, in
einem Protokoll die vollſtändige Gleichberechtigung der
Kulte und Sprachen in Albanien zu gewährleiſten. Die
beiden Mächte werden dieſen Beſchluß veröffentlichen und
ihren ganzen Einfluß für deſſen Durchführung ausüben.
Zweitens betrachten nach Mitteilung der beiden Ge=
ſandten
deren Regierungen die Grenzberichtigung, die
mit Venizelos vereinbart ſei, als gültig. Die Berichtigung
wird ſofort nach der Räumung Albaniens durch die grie=
chiſchen
Truppen ſtattfinden. Drittens iſt die von Grie=
chenland
in Kaſa und Koritza geforderte Grenzberich=
tigung
abgelehnt worden. Viertens ſind die beiden Re=
gierungen
bereit, die anderen Wünſche Griechenlands, ins=
beſondere
die Einreihung der Eingeborenen Südalba=

niens in die albaniſche Gendarmerie, zu erwägen und
dem Fürſten von Albanien zu empfehlen. Dr. Streit
ſchloß, dieſe Mitteilung beſtärke die griechiſche Regierung
in der Hoffnung, daß die Antwort der Mächte den Wün=
ſchen
Griechenlands günſtig ſein werde.
Die Reviſion der Verfaſſung in Rumä=
nien
. In der rumäniſchen Kammer wurde ein aus der
Initiative von Parlamentariern hervorgegangener Geſetz=
entwurf
verleſen, der die Reviſion der Verfaſſung fordert,
um die Agrarreform durchzuführen. Das gegenwärtige
Mißverhältnis zwiſchen dem großen und kleinen Grund=
beſitz
ſoll beſeitigt und die Regierung ermächtigt werden,
an Bauern unter gewiſſen Bedingungen gegen eine billige
im voraus zahlbare Entſchädigung Ländereien von Groß=
grundbeſitzern
zu verkaufen. Der Entwurf bezweckt fer=
ner
die Durchführung einer politiſchen Reform durch die
Aufhebung der gegenwärtigen Wahlkörper und deren Er=
ſetzung
durch einen einzigen Wahlkörper mit der Vertre=
tung
der Minderheiten und der Wahlpflicht. Andere Ar=
tikel
der Verfaſſung ſollen mit dem Entwurf in Einklang
gebracht werden. Der Entwurf wurde unter Beifall ſofort
zum Beſchluß erhoben.
Die Wahlen in Bulgarien. Nach amtlichen
Meldungen ſollen der Regierung bisher 130 Sobranjeſitze
ſicher ſein. Außerdem ſoll ſie noch auf einige weitere rech=
nen
. Die Bauernbündler dürften über 50, die Demokra=
ten
faſt 30 Sitze erobern. Die Sozialiſten verlieren be=
deutend
.
Der Abſchluß des türkiſch=ſerbiſchen
Friedensvertrages. Der definitive Abſchluß des
türkiſch=ſerbiſchen Friedensvertrages fand am Montag
nachmittag nach einer Zuſammenkunft zwiſchen dem
Delegierten der Pforte Reſchid Bey und dem ſerbiſchen
Delegierten Steffeanowitſch ſtatt, deſſen letzte Inſtruktion
folgende von der Pforte angenommene Abänderungen
vorſchlug:
Die Urteilsſprüche der Muftis in den abgetretenen
Gebieten werden nicht dem Scheich ül Islam letzter In=
ſtanz
unterbreitet; der Obermufti bleibt die oberſte In=
ſtanz
. Die Parteien können jedoch darüber hinaus die
ſerbiſchen Gerichte anrufen, die als ſchiedsrichterliche Or=
gane
entſcheiden können. Der Lehrplan der muſelmani=
ſchen
Volksſchulen ſoll dem der ſerbiſchen entſprechen. Die
Unterrichtsſprache wird die türkiſche ſein mit obligatori=
ſchem
Unterricht in der ſerbiſchen Sprache. Die in den
annektierten Gebieten geborenen, in der Türkei wohnhaf=
ten
Perſonen werden für die ſerbiſche Staatsangehörigkeit
optieren können, falls ſie die Türkei verlaſſen, werden aber
ſpäter zu vorübergehendem Aufenthalt dorthin kommen
können. Der türkiſche Delegierte wird an den ſerbiſchen
Delegierten einen Annexbrief richten, in dem geſagt wird,
die Türkei werde in dieſer Hinſicht alle Erleichterungen
gewähren. Ein anderer Annexbrief beſtimmt, daß in der
Türkei ſerbiſche Schulen errichtet werden können. Die
Unterzeichnung des Friedensvertrages wird vollzogen
werden, ſobald die Abſchriften fertiggeſtellt ſind.
Aus Albanien. Die Jacht Taurus ging nach
Cattaro ab und kehrt dann zurück, um den Fürſten nach
Valona und anderen Orten Albaniens zu bringen. Wahr=
ſcheinlich
erfolgt Ende des Monats auch ein Beſuch beim
deutſchen Kaiſer auf Korfu. Turkham Paſcha gilt als
ruſſophil. Seine Ernennung wird als ein Zugeſtändnis
an Rußland angeſehen. Turkham iſt Albaneſe und ſteht
m 70. Lebensjahre. Er war eine Zeitlang türkiſcher Ge=
ſchäftsträger
in Wien, Botſchafter in Rom und mehrere
Male Miniſter, einmal auch Miniſter des Aeußern. Eſſad
wird zum Armee=Inſpekteur ernannt.
Südafrika.
Die Indemnitätsbill in dritter Leſung
angenommen. Im Abgeordnetenhauſe beantragte
Miniſter Smuts die dritte Leſung der Indemnitätsbill
und betonte dabei, daß die Verbannung der deportierten
Arbeiterführer nicht notwendigerweiſe eine dauernde ſei,
da das Einwanderungsgeſetz es ermögliche, Deportierten
eine zeitlich beſchränkte Erlaubnis zur Rückkehr zu geben
falls guter Grund dazu vorhanden ſei. Die deportierten
Arbeiterführer könnten wegen keines Verbrechens verfolgt
werden, ſie ſeien aber Leute, die eine ſoziale Revolution

herbeiführen könnten. In der Debatte betonten die Red
ner der Oppoſition, daß der deportierte Arbeiterführg
Poutsma kein Verbrechen begangen hätte. Der Eiſen=
bahnminiſter
deutete an, daß die Verbannung der De=
portierten
wahrſcheinlich eine beträchtliche Zeit dauern
werde, falls ſie ſich nicht rechtfertigen könnten. Die In
emnitätsbill wurde mit 70 gegen 12 Stimmen ange
nommen.
Japan.
Der Marineetat. Die Budgetkommiſſion des
Oberhauſes beſchloß mit 48 gegen 7 Stimmen beim Ma=
rineetat
, außer der vom Abgeordnetenhauſe bereits vor=
genommenen
Herabſetzung um 30 Millionen Yen dem
Oberhauſe eine weitere Herabſetzung um 40 Millionen zu
empfehlen. Premierminiſter Yamamote wandte ſich gegen
dieſe Maßnahme und erklärte, die Herabſetzung würde die
nationale Verteidigung ernſtlich behindern. Bezüglich der
Beſtechungsfälle in der Marine ſagte der Premierminiſter,
er ſei entſchloſſen, keine Verantwortuna zu übernehmen,
bis die Gerichte entſchieden hätten.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 11. März.
* Beſtätigt haben Se. Königl. Hoheit der Groß
herzog die durch die Dekanatsſynode des Dekanats
Schotten auf die Dauer von fünf Jahren vollzogene
Wahl des evangeliſchen Pfarrers Wilhelm Volp zu
Laubach zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats
Schotten.
* Uebertragen wurde der Schulamtsaſpirantin
Klara Schuſter aus Ebersheim, Kreis Mainz, eine
Lehrerinſtelle an der Volksſchule zu Bürſtadt, Kreis
Bensheim; dem Lehrer Heinrich Lingelbach zu Neu=
Bamberg, Kreis Alzey, eine Lehrerſtelle an der Volks=
ſchule
zu Bodenheim, Kreis Oppenheim; dem Lehrer
Nikolaus Schmitt zu Weiher, Kreis Heppenheim
ine Lehrerſtelle van der Volksſchule zu Weiſenau, Kreis
Mainz; dem Lehrer Heinrich Weinheimer zu
Guntersblum, Kreis Oppenheim, eine Lehrerſtelle an der
Volksſchule zu Oppenheim; dem Schulamtsaſpiranten
Valentin Gieg aus Wachenheim, Kreis Worms, eine
Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Partenheim, Kreis=
Oppenheim; dem Schulamtsaſpiranten Heinrich Metzler
us Ober=Olm, Kreis Mainz, eine Lehrerſtelle an der
Volksſchule zu Weinolsheim, Kreis Oppenheim; dem
Schulamtsaſpiranten Philipp Michel aus Crumſtadt,
Kreis Groß=Gerau, eine Lehrerſtelle an der Volksſchule
zu Schwabsburg, Kreis Oppenheim.
g. Strafkammer I. Ein hoffnungsvolles Früchtchen
iſt der 16jährige Hans B. Er iſt der Sohn eines Arzteg
und mußte die Ober=Realſchule in Groß=Umſtadt, die er
zunächſt beſuchte, verlaſſen, da er dort nicht gut tat. Er
am hierauf als Lehrling nach Erbach i. O., wo er ſich ſo
aufführte, daß ſein Vater eine öffentliche Erklärung er=
laſſen
mußte, er käme für die Schulden ſeines Sohnes
nicht auf. Er wurde dann auch bald aus ſeiner Stelle
entlaſſen. Nun hat er zwei Anweiſungen mit der Unten
chrift des Vaters gefälſcht und ſich dadurch einen Hut und
ein Paar Stiefel verſchafft. Das Gericht verurteilte deſ
Angeklagten, der ſich jetzt in Zwangserziehung befindet,
wegen Urkundenfälſchung zu 3 Tagen Ge=
ängnis
. Der 26jährige Hausburſche Georg Bauer=
von
hier hat am 5. Februar aus einem Hauſe der Verwal=
tungs
= und Verwertungsgeſellſchaft in der Karlſtraße.
einen Ofen im Werte von 15 Mark geſtohlen und verkauft.
Er erhielt 3 Monate Gefängnis abzüglich 3 Wochen
der Unterſuchungshafthaft. Der 27jährige Kaufmann
Erich M. von hier hat im März 1911 eine Eröffnungs=
bilanz
nicht ordnungsmäßig gezogen. Er wurde jetzt
degen Konkursvergehen zu 10 Mark Geldſtrafe ver=
urteilt
. Der 33jähr. Taglöhner Ogroasky hat in der
ſacht zum 31. Januar in einem Hotel am Bahnhof mittels
Einſteigens einen Ueberzieher, Schirm, Kleiderbürſte,
Taſchenlampe, Briefmarken, Zigarren, Wurſt uſw. ge=
ſtohlen
, außerdem einem dort logierenden Reiſenden einen
Handkoffer und ein Paar Stiefel. Das Gericht verurteilt
den Angeklagten, weil rückfällig, zu 1 Jahr6 Monaten
Gefängnis abzüglich 6 Wochen der Unterſuchungshaft.
Vom Großh. Hoftheater wird uns geſchrieben: In
der heutigen Erſtaufführung von Ibſens John Ga=
briel
Borkmann ſpielt anſtelle der plötzlich erkrank=
ten
Herta Alſen Frau Grete Ilm vom Städtiſchen Schau= in Frankfurt a. M. die Rolle der Frau Gunhild
Borkmann. Die Geſchloſſenheit der äußerſt ſchwierigen

Das Boudoir.

** Das Boudoir kehrt wieder! Faſt ſchien
es verurteilt, im Laufe des letzten Jahrzehnts verdrängt
oder zumindeſt ſeines Charakters beraubt zu werden; der
gewaltige Aufſchwung des modernen Kunſtgewerbes, der
die Schönheit der Gemächer und ihre Einrichtung aus der
Einfachheit und Zweckmäßigkeit entwickelte, wußte mit dem
Boudoir, dieſer launiſch und kapriziös aufgebauten Stätte
der von der Dame beherrſchten Geſelligkeit, eine Zeitlang
nichts Rechtes anzufangen. Ein Damengemach, in deſſen
Ausſtattung die Willkür und die wechſelnde Phantaſie ſich
nicht frei und ungebunden ſpiegeln; ein Damengemach, in
dem eine ſchöne, aber unperſönliche Zweckmäßigkeit alle
Formen beherrſcht, war auf dem Wege, aufzuhören als
Boudoir weiter zu exiſtieren. Leiſe und vorſichtig hat ſich
der kleine Thronſaal weiblicher Anmut in den letzten Jah=
ren
dieſer Bevormundung entzogen, auf ſchüchterne Ver=
ſuche
folgten kühnere; das Kunſtgewerbe nahm die An=
regungen
auf und heute, mit der Wiederkehr bauſchiger
und molliger Kiſſen, mit dem Mut zum bric à brae und zu
einer pittoresken Durchbrechung rein äußerlicher Stilvor=
ſchriften
, iſt über Nacht das echte alte Boudoir wieder zu
Ehren gekommen.
Lange haben die Frauen ausharren müſſen, bis im
Gange der Kulturgeſchichte Sitte und Brauch der Frau des
Hauſes ihr eigenes Gemach zuſprachen, in dem ſie allein
die Herrſcherin iſt; das alte Hellas und ſelbſt Rom kannten
kein Luxusgemach, das allein der Frau gewidmet war, und
Jahrhunderte verſtreichen, ehe in bleiern langſamer Ent=
wickelung
die geſellſchaftliche Stellung der Frau ſich ſo weit
feſtigt, daß ſie mit den Familienräumen unter dasſelbe
Dach einzieht, unter dem die Männer mit Geſang und
Trank ihre geſelligen Feſte feiern. Wenn die Frau Gäſte
empfing, ſo geſchah das im Schlafgemach, das ſie mit ihrem
Gattentteilte; am Fußende des Bettes ſtand eine Bank mit
Lehnezeſie war der Vorläufer des Sofas im heutigen Bou=
doir
. Aber ſie war nicht=Alleinherrſcherin in dieſem Raum,
hiereempfingeder=Herr des Hauſes auch Bittſteller: am bur=

gundiſchen Hofe beiſpielsweiſe war es eingeführter Brauch,
daß alle Bittſchriften auf das Bett niedergelegt wurden.
Selbſt die Frauen des mächtigen Adels, ja ſogar die Für=
ſtinnen
verfügten über keinen Raum, der ihnen allein ge=
hörte
, in dem ſie nach Neigung einſamen Betrachtungen
nachhängen oder liebe Freundinnen allein empfangen konn=
ten
. Erſt mit der prunkvollen Verbreitung der Lebens=
haltung
im 14. und 15. Jahrhundert erſtehen in den großen
Schlöſſern neben den ſtattlichen Feſträumen und Gaſtzim=
mern
ſchüchterne Gelaſſe, die der Frau des Hauſes allein
gehören. Gewiß gab es auch ſchon damals größere Frauen=
gemächer
, in denen die Herrinnen mit den Töchtern und
dem Geſinde ſtickten und nähten, aber zum ſinnenden Ge=
plauder
unter vier Augen ſtand der Frau kein Raum zur
Verfügung.
Erſt die ausgehende Hochrenaiſſance bringt der Herrin
ein kleines Kabinett und es iſt nicht der Geſelligkeit ge=
widmet
, ſondern den Stunden religiöſer Einkehr und dem
Gebet. Vergebens würde der Beſucher hier nach bequemen,
zum Verweilen einladenden Möbeln geſucht haben; an den
Wänden ſah man Andachtsbilder und die Möbeleinricht=
ung
beſtand aus einem Betpult. Und doch iſt es dieſer ſchlichte
und ſtrenge kleine Raum der weltabgewandten Gedanken,
aus dem durch eine Ironie der Geſchichte das Boudoir
hervorwächſt. Es iſt recht eigentlich die Errungenſchaft des
18. Jahrhunderts, des Rokoko, des Zeitalters, in dem die
ſchöne Frau zum erſten Male alle Inſignien der abſoluten
geſellſchaftlichen Majeſtät entgegennimmt und den Ton
eines ganzen Jahrhunderts beſtimmt. Neben dem größe=
ren
Salon zimmert das Rokoko der Frau ſtatt des alten
Andachtskabinetts das Boudoir, und bald iſt es Allgemein=
gut
des Adels und des wohlhabenderen Bürgertums ge=
worden
. Klein und behaglich iſt dieſer Raum, der ganz
das Weſen ſeiner Beſitzerin ſpiegelt; zierlich, zart und ſpie=
leriſch
wird er geſchmückt. Willkür und Launen des Ge=
ſchmackes
beſtimmen die Ausſtattung. Ueber die Wände
ziehen ſich koſtbare Stoffe mit Stickereien und Spitzen, die
bald von köſtlichen Holzſchnitzereien und zarten, duftigen
Gemälden abgelöſt werden. Weiche und ſchwellende Sitz=
möbel
laden zum Verweilen und ſtimmen den Geiſt

zu ſorgloſer und läſſiger Plauderei. Die gefeierte
Schauſpielerin Guimard läßt die Wände ihres e=
machs
mit Atlas beſpannen, die Prinzeſſin Lam=
balle
mit Gros de Tours, und bald ſetzen Stil=
ſpielereien
ein, die dem Boudoir etwas Exotiſches und
Geheimnisvolles geben. Die Pompadour möbliert ihr
Boudoir perſiſch, mit reichen Goldſtickereien; über den =
ren
zaubert die Meiſterhand Bouchers mit zartem Pinſel
chineſiſche Landſchaftsbilder. Nur den intimſten Freun=
dinnen
und Freunden gewährt hier die Herrin des Hauſes
Einlaß; ihr Boudoir macht ſie zu ihrem Geheimnis, das
nur wenige mit ihr teilen dürfen. Marie Antoinette gehl
darin ſo weit, daß ſie in Fontainebleau den Schlüſſel zu
ihrem Boudoir ſtets bei ſich trägt, damit ohne ihren Willen
und ihr Vorwiſſen keine Menſchenſeele ihr kleines Wunder=
gelaß
betrete. In dem Maße, als die Künſtler zur Aus=
ſchmückung
des Boudoirs herangezogen werden, mehren ſich
uch die bunten Launen; Stiche und Wandmalereien ſpie=
geln
den koketten und tändelnden Geiſt der Zeit. Wohin
das Auge fällt, ruht es auf lichten und duftigen Farben
aus. Die ſchöne Beſitzerin hat es verſtanden, in der Aus=
ſchmückung
ihres Boudoirs alle ſtarken Akzente, die den
Blick von ihr ablenken könnten, zu dämpfen und abzutönen.
Nirgends fordert ein ſtarker Farbton den Blick heraus, ein
helles Zwielicht füllt den Raum, ohne dunkle Schatten zu
geben, und die luſtig tanzenden und ſich haſchenden zier=
lichen
kleinen Amoretten am Plafond, die der Maler mit
ebenſo viel Witz als Delikateſſe an die Decke tuſchte, laſſen
den Gaſt vergeſſen, daß er hier zwiſchen Steinmauern ſitzt.
Verirrt ſich der Blick zum Fenſter, ſo ſieht er lauſchige Grot=
ten
, und das Ohr vernimmt vielleicht das milde Rauſchen
einer jener kleinen Waſſerſpiele, die das Rokoko ſo gern
und mit ſo viel Aufwand an Erfindungsgeiſt in ſeinen
Gärten errichtet. Erſt die Revolution fegte dieſe zarten
Gebilde der Frauenphantaſie hinweg, aber aus ihren Trüm=
mern
erhob ſich wieder der ſogen. kleine Salon der ſich
nun auf ſeine Vergangenheit beſinnt und wieder zum Bou=
doir
wird.

[ ][  ][ ]

fürttellung wird jedoch unter dieſer Neubeſetzung um ſo
lmiger leiden, als Grete Ilm eine der glänzendſten
Uteernen Schauſpielerinnen und im beſonderen eine
Aen=Darſtellerin erſten Ranges iſt und bereits an den letz=
ſeProben
des Werkes teilnimmt. Am Donnerstag und
Freitag erſcheinen zwei der beliebteſten Reportoire=
hern
, Kienzls Evangelimann und Puecinis
gadame Butterfly auf dem Spielplan. Die 33.
ſplesvorſtellung bringt am Samstag Meyer=Förſters
hrauſpiel Alt=Heidelberg während am Sonntag, nach=
lſtaag
um 2½ Uhr, Boieldieus entzückende komiſche
har Die weiße Dame zu ermäßigten Preiſen
Szene geht. Das Werk wurde bekanntlich
Anfang der. Spielzeit dekorativ und ſzeniſch
u eingerichtet und fand als Feſtvorſtellung zum Ge=
risstag
der Großherzogin wie auch bei einem Enſemble=
Matſpiel in Gießen eine ungemein herzliche Aufnahme.
ſt: Sonntag abend wird die Fallſche Operette Dollar=
nzeſſin
in durchweg neuer Beſetzung vorbereitet.
Herr Hofopernſänger Schützendorf hat, wie uns
ſitggeteilt wird, den ehrenvollen Antrag erhalten, bei den
ſff ſpielen in Bayreuth mitzuwirken.
* Führungen im Landesmuſeum. Die 12. Führung
nwet Sonntag, den 15. März, vormittags von 8¾9¾
h., ſtatt. Thema: Die alten Verfahren des Bilddrucks:
Holzſchnitt und Kupferſtiche. Karten ſind im Verkehrs=
ſtrrau
von Donnerstag bis Samstag um 12 Uhr unent=
Plllich zu haben.
* Kunſtverein am Rheintor. Vielſeitigen Wünſchen
bi prechend und auch mit Rückſicht auf den Umfang der
iver erſt nach und nach mit unverhoffter Verſpätung ein=
Aeffenden neuen Kollektionen wird die diesmalige Aus=
ſſelrung
des Kunſtvereins bis Sonntag, den 15. d. M.,
erlängert. Verkauft wurden bisher 4 Studien von Hugo
rgg=Saaleck im Geſamtwert von 750 Mark; die eine
anon, ein ſelten feinfühliges und anſprechendes Stück Ar=
leik
, erſtand der Verein ſelbſt zur Verloſung. Auch das
ra ndioſe Selbſtbildnis des Künſtlers im Oberlichtſaal
ur Werte von 2000 Mark) wird im Verlaufe dieſer Tage
ler Vorausſicht nach in die Hände eines hieſigen Lieb=
avers
übergehen; das gleiche gilt von zwei weiteren
kirter ſo reizvollen Studien.
Kongreſſe in Darmſtadt. Der Verein der
urorte und Mineralquellen= Intereſ=
lſemten
Deutſchlands, Oeſterreich=Ungarns und
er Schweiz tagte am Samstag und Sonntag im
Heotel zur Traube‟. An die Verhandlungen ſchloß ſich
Im Sonntag ein gemeinſchaftliches Diner. Der Deutſche
llusſchuß für geſundheitliche Einrichtungen in den Kur=
lin
d Badeorten Deutſchlands hielt vom Samstag bis
Montag in Darmſtadt ſeinen diesjährigen Kongreß ab.
Zuhlreiche Kur= und Badeplätze, ſowie Seebäder hatten
Ahierzu Vertreter entſandt und ebenſo Miniſterien der
berſchiedenen Bundesſtaaten. Nach den Beſprechungen
and am Montag im Hotel zur Traube ein gemein=
ſſchaftliches
Diner ſtatt.
* Der Gemeindegeſangverein der evangeliſchen
Stadtgemeinde Darmſtadt begeht nächſten Sonntag,
ben 15. März, die Feier ſeines ſiebenten Stiftungs=
leſtes
. Zur Aufführung kommt u. a. der Schlußchor
ms dem zweiten Teile der Schöpfung von Haydn
Bollendet iſt das große Werk ferner Der Zigeuner=
hor
von Schumann. Die Sopranſängerin Fräulein
Iilla Geiger, eine Schülerin von Profeſſor Fahr, die
kürzlich bei den Mainzer Parſifal=Aufführungen in ver=
ſchiedenen
Chören mitgeſungen hat, iſt mit drei Liedern
pertreten: Pagen=Arie aus Die Hugenotten von
Meyerbeer, Villanelle von Dell’ Acqua und Wiegen=
li
d von Humperdink. Des weiteren ſieht das Pro=
hvamm
vor zwei Chöre für Männerquartett ( Schmied=
lied
von Lachner und Die Träne von Witt), das
Haydnſche Kaiſer=Quartett für zwei Violinen, Viola
und Cello, Der goldene Hochzeitsmorgen Duett von
Schäffer u. a. Auch ein kleines Theaterſtück iſt vor=
br
reitet. Die Feier, die im Gemeindehaus Kiesſtraße 17
ſſtattfindet, beginnt präzis ½ 8 Uhr. Gäſte können durch
ſat tive und inaktive Mitglieder eingeführt werden.
(Näheres im Anzeigenteil.)
* Taubſtummengottesdienſt. Nächſten Sonntag,
dien 15. März, nachmittags 2 Uhr, findet zu Darmſtadt
im Gemeindehaus, Kiesſtraße 17, Gottesdienſt für
T aubſtumme mit Feier des heil. Abendmahls ſtatt.
Wegen eines Bahnfahrtausweiſes wolle man ſich an
Pfarrer Kleberger in Darmſtadt, Kiesſtraße 60, wenden.
* Allgem. Deutſcher Frauenverein (Ortsgruppe Darm=
ſtaadt
). Auf den Vortrag von Fräulein Dr. Bernays:
Die Teilnahme der modernen Frau am deutſchen Geiſtes=
llben
als den letzten Vortrag in der Folge: Die Stellung
der Frau im Wandel der Zeiten der am Donnerstag,
den 12. ds., im Mozartſaale ſtattfindet, ſei auch an dieſer
Eetelle nochmals hingewieſen.
Katholiſcher Kirchengeſangverein St. Ludwig. Zu
ten beiden Chorwerken Adoratio Crucis und
Schön Ellen, die in dem Konzert am 19. d. M. zur
Aufführung kommen, hat Frau Profeſſor Vicki Baum
in liebenswürdiger Weiſe die Harfenpartie über=
nommen
.

Orenwaldklub. Die beim Odenwälder Volksfeſt
am 14. Marz Mitwirkenden und die Wanderer der
Ortsgruppe, die dekoriert werden, ſind höflichſt einge
laden, ſich am Donnerstag, den 12. März, abends
8 Uhr, im großen Saale des Städtiſchen Saalbaues
vollzählig einzufinden. Beſondere Einladungen er=
gehen
nicht.
* Der Geſangverein Männer=Quartett Beſſungen wird
am Sonntag, den 15. März, abends 8 Uhr, im Saale der
Turngemeinde Beſſungen, Heidelbergerſtraße 131, das ſchon
oft verzeichnete Volksſtück in Odenwälder Mundart Sou
mußts kumme in drei Akten von Georg Löffler zum
erſten Male hier zur Aufführung bringen. Die Zwiſchen=
pauſen
werden durch Konzertſtücke ausgefüllt. Der Ver=
in
hat keine Koſten und Mühe geſcheut, um dem Publikum
einen ſchönen, genußreichen Abend zu bereiten. Es ſei
hiermit an dieſer Stelle darauf hingewieſen, ſich rechtzeitig
bei den betreffenden Verkaufsſtellen mit Eintrittskarten zu
verſorgen.
* Gabelsbergerfeier. Den 125. Geburtstag Meiſter
Gabelsbergers Legeht am Samstag, den 14. ds. Mts., der
Babelsberger Stenographen=Verein von
1861nebſt dem Damen=Verein. Zu dieſer Feier
hat der mit ſeinen geſanglichen Darbietungen wohlbekannte
Geſangverein Liederzweig ſeine Mitwirkung zu=
geſagt
. Auch werden die Herren Rieſinger und
Stern außer einigen Soli ein Duett aus der Oper
Martha zu Gehör bringen. Für den humoriſtiſchen Teil
wvird der bekannte Salonhumoriſt Fritz Kilian ſorgen.
Es ſtehen ſomit den Beſuchern einige genußreiche Stunden
in Ausſicht. (Siehe heutige Anzeige.)
Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Während des
Monats Februar wurde die Leſehalle von 3905 Perſonen
beſucht (im Februar 1913 von 3880), durchſchnittlich an je=
dem
Tage 130 Beſuchern. Aus der Bücherhalle nach Hauſe
entliehen wurden im ganzen 11373 Bände (1913: 11340),
darunter 4345 wiſſenſchaftliche und belehrende Werke,
Die Zahl der Beſucher ſeit dem 1. April vorigen Jahres
ſtieg auf 4495. An Büchergeſchenken gingen in dieſem
Monat weiter ein: von Herrn Kaufmann Kaſſel
2 Bde., von Herrn Münzdirektor Kraus 1 Jahrg. Zeit=
chrift
, von Herrn Hauptmann Kreuter 3 Bde. Aus dem
Nachlaß des Herrn Pfarrer Leydhecker in Auerbach 11
Bde von Herrn Oberlehrer Dr. Lotz 1 Jahrgang Zeit=
ſchriften
, von Herrn Oſternero 2 Bde., von Herrn Lehrer
Raab 1 Bd., von der Deutſchen Kolonialgeſellſchaft, Ab=
teilung
Darmſtadt, 1 Jahrg Zeitſchr von Herrn Profeſſor
Thylmann 25 Bde., von dem Verkehrsverein Darmſtadt
6 Bde. Allen Gebern herzlichen Dank! Weitere Schen=
kungen
von Büchern, ſoweit ſolche nicht veraltet, ſind je=
derzeit
willkommen.
Die Einziehung der Zeitungsgelder erfolgt
durch die Briefträger in der Zeit vom 15. bis einſchließ=
lich
25. des letzten Monats im Vierteljahr koſtenlos.
Die Briefträger ꝛc. ſind zur vollgültigen
Quittungsleiſtung über die erhobenen
Zeitungsgelder berechtigt. Die Vorteile, die die
Einrichtung für das Publikum bietet, ſpringen in die
Augen, wenn man berückſichtigt, daß der regelmäßige
Fortbezug der Zeitungen geſichert, der Gang zur Poſt
und das Warten an den Schaltern, die am Viertel=
jahresſchluſſe
beſonders ſtark in Anſpruch genommen
ſind, erſpart wird.
Die Nationalliberale Partei
ſchreibt uns: Die Nationalliberale Partei
im Reichstagswahlkreiſe Darmſtadt - Groß=Gerau
hat in dem erſten Vierteljahr 1914 eine große Reihe von
äußerſt anregenden und fördernden Verſammlungen ab=
gehalten
und die Reihen ihrer Anhänger erfreulich ver=
mehrt
. Wir nennen hier folgende Veranſtaltungen: Am
21. Januar fand im Kaiſerſaal in Darmſtadt eine
ſehr gut beſuchte und erfolgreiche öffentliche Ver=
ſammlung
ſtatt, in der Referendar Dingeldey
über die Reichsfinanzpolitik ſprach. Derſelbe Redner ſprach
am Abend vorher in Ober=Ramſtadt in einer über=
füllten
Verſammlung bürgerlicher Wähler über das Bür=
gertum
in der Gemeinde‟. Dieſe Verſammlung war am
Vorabend der Gemeinderatswahl in Ober= Ram=
ſtadt
, die bekanntlich der bürgerlichen Sache einen ſchönen
Erfolg nach erbittertem Kampfe brachte. Anfang Februar
ſand in Mörfelden eine nationalliberale
Verſammlung ſtatt, in der Landtagsabgeordneter
Dr. Oſann und Referendar Dingeldey ſprachen. Es
gelang, an dieſem Orte, der ſeit langen Jahren völlig
dem ſozialdemokratiſchen Terrorismus unterworfen ſchien.
und in dem nationalliberale Verſammlungen wiederholt
einfach unmöglich waren, einen Nationalliberalen
Verein ins Leben zu rufen, und zwar in der erfreulichen
Stärke von etwa 70 Mitgliedern. Am 16. Februar ſpra=
chen
die gleichen Redner über Reichspolitik
und Heſſiſche Politik in Ober=Ramſtadt, wie=
derum
mit dem Erfolge, daß ſich der bislang dort be=
ſtehende
neutrale Bürgerverein in einen National=
liberalen
Verein umwandelte, dem alsbald
eine große Anzahl neuer Mitglieder beitrat. Die
beiden Redner werden am 14. März in Pfungſtadt
über das gleiche Thema ſprechen. Und auch in Groß=

Gerau iſt für die nächſte Zeit eine öffentliche Verſamm=
lung
geplant.
Für Darmſtadt iſt der Arbeitsplan für die nächſte Zeit
folgender: In den nächſten Wochen (der genaue Termin
ſteht noch nicht ganz feſt) wird eine öffentliche Ver=
ſammlung
ſtattfinden, in der Landtagsabgeordnetzer
Dr. Oſann über Heſſiſche Politik ſprechen wird.
Ferner wird ebenfalls in öffentlicher Verſammlung Herr
Stadtverordneter Dr. Noellner über kommunale
Fragen an der Hand des ſtädtiſchen Voranſchlags für
1914 ſprechen. Eine beſondere wertvolle und anregende,
über den Streitigkeiten des Tages ſtehende, nicht partei=
politiſche
, ſondern im beſten Sinne nationale Veranſtal=
tung
iſt für den 31. März angeſetzt. Am 1. April iſt
der 99. Geburtstag unſeres eiſernen Kanzlers. Einer
alten guten Sitte wollen wir folgen, indem wir am Vor=
abend
dieſes Tages eine Gedenkfeier im feſtlich
geſchmückten Kaiſerſaal abhalten. Als Feſtred=
ner
iſt ein ausgezeichneter Redner und namhafter Hiſtori=
ker
, Profeſſor Dr. Herrmann, bisher an der Uni=
verſität
in Bonn, jetzt an der Königl. Akade=
mie
in Poſſen, gewonnen worden. Ferner werden
alle politiſch Intereſſierten, vor allem aber die Freunde
der Nationalliberalen Partei, es mit Freuden hören, daß
unſer verehrter und verdienter Führer, Reichs= und Lande
tagsabgeordneter Schiffer, einer der erſten Redner
unſerer Parlamente, Anfang Mai in einer großen
Turnhallenverſammlung ſprechen wird. Zum
guten Ende können wir noch mitteilen, daß auch der Ge=
danke
des Parteiſekretariats eifrig und erfolgreich geför=
dert
wurde.. Hoffentlich können wir ſchon die Herbſt=
wahlkämpfe
mit einer ſolchen Hilfe, die ſich bis da=
hin
in die heſſiſchen und lokalen Verhältniſſe einarbeiten
kann, erfolgreich durchführen. Wir wenden uns aber er=
neut
an unſere Freunde und Mitglieder, uns mit
Geldmitteln und durch das Werben neuer Mit=
glieder
zu unterſtützen. Anmeldungen bitten wir an
die Geſchäftsſtelle, Steinſtraße Nr. 3, zu richten.

Dieburg, 10. März. (Geſangswettſtreit.) Am
Sonntag wurde im Hotel Mainzer Hof anläßlich des am
7. Juni d. J. ſtattfindenden Geſangswettſtreites des Ge=
ſangvereins
Sängerluſt der Delegiertentag abgehalten.
Am Wettſingen beteiligen ſich insgeſamt 24 Vereine mit
rund 1200 Sängern. In der Abteilung A. Stadtvereine
werden ſingen: I. Klaſſe: Geſangverein Liederkranz=
Darmſtadt, Concordia=Schwanheim und Männerchor=
Heuſenſtamm. II. Klaſſe: Sängerkranz=Aſchaffenburg=
Damm, Kümmelquarſeſt=Nu=Iſenburg und Concor=
dia‟
=Darmſtadt. III. Klaſſe: Liederluſt=Sprendlingen,
Männerquartett Harmonie‟=Dietzenbach, Etzoldſches Quar=
tett
=Darmſtadt und Klub Harmonie‟=Rüſſelsheim. Ab=
teilung
B. Landvereine. I. Klaſſe: Sängerchor=Widdert,
Cäcilia=Lamperthgim, Liederkranz=König, Germania=
Dudenhofen und Sängerchor des Turnvereins Bieber.
II. Klaſſe: Männergeſangverein Eintracht=Kloppenheim,
Sängerchor der Turngemeinde Neu=Iſenburg, Har=
monie
=Heuſenſtamm Männergeſangverein= Groß=
Zimmern und Männerchor‟=Dudenhofen. III. Klaſſe:
Männergeſangverein=Altheim, Frohſinn=Writerſtadt,
Frohſinn=Eppertshauſen und Germania= Urberach.
Sprendlingen, 10. März. (Der Fund eines
Beins), vermutlich einem jungen Menſchen von 13 bis
16 Jahren zugehörig, zu Sprendlingen erregt begreif=
licherweiſe
einiges Aufſehen und gibt der Staatsanwalt=
ſchaft
auf geſchehene Meldung hin Anlaß, Nachforſchun=
gen
zu halten und Aufklärung über den ungewöhnlichen
Fall zu ſchaffen. Bei den heute mittag begonnenen Auf=
räumungsarbeiten
zur Erbauung eines Konfektionsladens
in dem Haus Hauptſtraße 20, hier, wurde nach Entfernung
des Bodenbelages in der ſüdweſtlichen Ecke, alſo im
Innern des Hauſes und einer ſeitherigen erhöht liegenden
Wohnſtube, ein noch auffallend gut erhaltenes menſchliches
Bein von den Arbeitern des Baugeſchäftes aufgefunden.
Das Bein iſt auf ein Drittel der Länge des Oberſchenkels
über dem Knie ganz glatt durchſchnitten und kunſtgerecht
einſtmals amputiert. Da nicht nur die Knochen, ſondern
auch in den Gelenken des Knies und des Fußes auch ein=
zelne
Haut= und Sehnenteile, welche das Bein noch feſt
zuſammenhalten, in dem trockenen Boden auffällig gut er=
halten
ſind, wird das Alter des ſonderbaren Fundes 100
Jahre kaum überſteigen. Die älteren Leute wiſſen ſich kei=
ner
Operation an einem vielleicht 13= bis 16jährigen Mäd=
chen
, dem das Bein zugehört habenkann, zu erinnern. Die
Bewohner des Hauſes in den zirka 115 Jahren ſeit ſeiner
Erbauung ſind alle bekannt. Die gute Erhaltung der Bein=
teile
ſpricht dafür, daß ſie wohl erſt nach der Erbauung
des Hauſes 1798, zufällig kaum, ſondern geheim an die
bezeichnete Fundſtelle gekommen ſind. Auf die Ermitte=
lungen
und Aufklärungen durch die benachrichtigten Behör=
den
darf man wohl geſpannt ſein.
rd. Groß=Rohrheim, 10. März. (Jugendlicher
Dieb.) Ein junger Lehrling entwendete am Sonntag
aus einer verſchloſſenen Kommode mittels ſelbſtverfertig=
tem
Sperrhaken neunzig Mark. Die Ehefrau des
Gärtners, die ihn dabei überraſchte, nahm ihm ſeine
Beute wieder ab. Der ſehr jugendliche Dieb, der in
Zwangserziehung war, wurde in das Amtsgericht nach
Gernsheim gebracht.
Stockſtadt, 10. März. (Bilderausſtellung.)
Der Heſſiſche Volksſchriftenverein veranſtal=
tete
auch in unſerer Gemeinde eine ſeiner Bilderaus=
ſtellungen
durch die er dem Landmann und den
weniger bemittelten Kreiſen unſeres Volkes Gelegenheit
geben will, zu ſehen, wie man auch mit beſcheidenen Mit=
teln
ſeine Wohnung ſchön und künſtleriſch ſchmücken kann
mit Bildern, die allem lügneriſchen Schein feind, wahr
und echt ſein wollen, mit einer Kunſt, die uns unſere Hei=
mat
zeigt in ihrer Schönheit und ſie neu und lieb macht,
und mit einer religiöſen Kunſt, die nicht ſüßlich und weich=
lich
, ſondern ſtark und kraftvoll iſt, ſo daß ſich ein deutſches
Gemüt wirklich daran erbauen kann. Dieſes ſchöne und
ſehr zu begrüßende Ziel wird durch die vorzüglich zuſam=
mengeſtellte
Ausſtellung außerordentlich gut zur Dar=
ſtellung
gebracht. Die Ausſtellung erfreute ſich hier eines
ſehr lebhaften Beſuches und die damit verbundene Ver=
loſung
hatte großen Zuſpruch. Bei der Eröffnung der
Ausſtellung hielt Herr Lehrer Haſſinger=Darmſtadt, der
Schriftführer des Volksſchriftenvereins einen vortreff=
lichen
Vortrag, der in den Herzen aller Zuhörer einen nach=
haltigen
Eindruck hinterließ, Andachtsvolle Stille herrſchte
in dem Saal und geſpannt lauſchten alle den feinſinnigen
Erläuterungen einzelner Bilder durch den Redner, der in
meiſterhafter Weiſe die künſtleriſche Bedeutung und den
tiefen inneren Wert und Gehalt der Bilder lebendig und
eindrucksvoll den Zuhörern zu vermitteln wußte.
rd. Bürſtadt, 10. März. (Flüchtiger Revolver=
held
.) In der vergangenen Nacht hat der 19jährige
Franz Held von hier in der Hartmannſchen Wirtſchaft,
hier, nachdem er längere Zeit einige ſeiner Kameraden
verſpottet hatte, auf diezelben 5 Schüſſe abgegeben, wobei
der Heinrich Keck in die Bruſt und in den rechten Arm
getroffen wurde, und deſſen Bruder, Kaſpar Keck, in das

Feuilleton.

* Ein neuer Warenhauspalaſt in Neu=York. In der
flinften Avenue in Neu York, zwiſchen der 38. und 39.
Straße, hat das neue Warenhaus von Lord & Taylor dem
Bublikum ſeine Tore geöffnet. Zwanzig große und mit
feeinem Geſchmack eingerichtete Aufzüge führen die Beſucher
nach den zehn Stockwerken, die insgeſamt ein Areal von
900000 Quadratfuß für Verkaufszwecke enthalten. Von
veerſchiedenen Attraktionen ſind vorhanden: Friſiertoilette
ffür Kinder im vierten Stock, eine Barbierſtube für Männer
um Erdgeſchoß, Hoſpital mit Aerzten und Wärterinnen,
Alnkleideräume für Beſucher vom Lande, die ſich für den
Albend umziehen wollen; ihre anderen Kleider werden
ihnen koſtenfrei nach Hauſe geſchickt. Damen, welche ein
Reitkleid kaufen wollen, können ausprobieren, wie es ſie
kleidet, indem ſie ſich auf ein mechaniſches Pferd ſetzen, das
ausſchreitet, Trabbewegungen macht und dergleichen. Im
ſechönen Konzertſaal gibt es täglich Konzerte mit erſtklaſſi=
gen
Künſtlern. Die meiſten Waren, die Lord & Taylor
führen, kommen aus überſeeiſchen Ländern, und die Ein=
käufer
der Firma ſind während des größten Teiles des
Jahres unterwegs, um die rieſigen Warenlager zu er=
gänzen
. Alles, was für den menſchlichen Gebrauch not=
wendig
iſt, kann der Beſucher in dem modernſten und größ=
ßen
aller amerikaniſchen Warenhäuſer finden.
* Der Buckel als Geldſchrank. Seit mehr als 20 Jahren
ſah man in den Straßen San Franziskos einen Buck=
ligen
ſtehen, der ſich dadurch kümmerlich zu ernähren ſchien,
daß er an Vorübergehende Streichhölzer verkaufte und
gelegentlich bettelte. Tage und Nächte ſtand der Mann in
den Straßen und blickte mit hungrigen Zügen die Vorüber=
gehenden
an, um hier und da einen Penny zu erhalten.

In den letzten Nächten war die Kälte in San Franzisko
vieder ſehr groß, und der Bucklige ſchien ſehr unter ihr zu
leiden. Er hatte ſich in einen dunklen Hausflur zurück=
gezogen
, wo er von einem Schutzmann entdeckt wurde, der
ihn zur Wache brachte, um ihm dort Obdach zu gewähren,
da der Arme dem Erfrieren nahe war. Wie gewöhnlich,
wurde auch der Bucklige auf der Wache unterſucht, wobei
es den Beamten auffiel, daß der Buckel des Bettlers eigen=
tümlich
hart war. Man entkleidete den Bettler ſeiner Ober=
kleider
und entdeckte zum größten Erſtaunen, daß dieſer
Buckel ein regelrechter Geldſchrank war. Der
Buckel war ſehr geſchickt aus Zink hergeſtellt und wies eine
Reihe von verſchließbaren Fächern auf, in denen ſich ins=
geſamt
50000 Mark in Gold und Banknoten vorfanden.
Außer dieſen 50000 Mark in barem Geld fanden ſich drei
Bankbücher, aus denen hervorging, daß der Bettler in den
letzten ſechs Jahren über 100000 Mark in den Banken hin=
terlegt
hatte. Der Mann dürfte noch größere Erſparniſſe
haben, verweigert jedoch darüber jede Auskunft, mit dem
Bemerken, daß das ſeine Geſchäftsgeheimniſſe ſeien. Die
unerwartete Entdeckung dieſes Geldmannes erregt in San
Franzisko das größte Aufſehen, da jeder den Buckligen
kannte und viele ihm zu ſeinem Reichtum verholfen hatten
ml. Stelzenabſätze. Gleich wie die Hüte, ſtehen auch
die Abſätze der Schuhe heuer im Zeichen der Deviſe: immer
höher hinauf! Wir ſind ja allgemein ſchon bei den
ſogen. franzöſiſchen Abſätzen ganz anſtändige Höhen ge=
wöhnt
. Aber in ſolche Regionen, wie ſie jetzt Mode ſind
hat man ſich bislang jedoch noch nicht verſtiegen. Da gibt
es, wie in den Auslagen der hypermodernen Schuhläden
zu ſehen iſt, Abſätze bis zu einer Höhe von 20, ja 25 Zenti=
meter
. Schwer wird den holden Trägerinnen unter ſo=
tanen
Umſtänden das Gehen fallen.

[ ][  ][ ]

rechte Schulterblatt. Nach der Tat ging Held ſlüchtig
und konnte bis jetzt noch nicht feſtgenommen werden.
Worms, 10. März. (Die Leiche des jungen
Betz) iſt geſtern bei Weiſenau aus dem Rhein geländet
worden. Die Mutter, die ſofort hinfuhr, hat die Leiche
als die ihres Sohnes anerkannt. Seit dem 22. Dezember
iſt Albert Betz verſchwunden geweſen, und man entſinnt
ſich, welche Aufregung das Verſchwinden des braven jun=
gen
Mannes verurſachte und wie vergeblich nach Gründen
dafür geſucht wurde. Auch heute iſt es noch ganz uner=
klärlich
, was den jungen Mann in den Tod getrieben
haben könnte. Die furchtbar erſchütterten Eltern können
an einen Selbſtmord noch immer nicht glauben. Die Leiche
war nur mit Hemd, Hoſe und Strümpfen bekleidet. Wo
ſind Ueberzieher, Rock, Weſte, Uhr und Geldbörſe mit 8
bis 10 Mark Inhalt geblieben? Der Polizeibericht beſagt
u. a.: Das Verſchwinden des jungen Menſchen hat ſei=
nerzeit
Anlaß zu den verſchiedenſten Vermutungen gege=
ben
, namentlich hegte man Verdacht, daß er zu der Frem=
denlegion
verſchleppt worden ſei, trotzdem ſpäter feſtgeſtellt
wurde, daß am Morgen nach dem Verſchwinden auf der
Straßenbrücke ein von der Hand des Vermißten geſchrie=
bener
Zettel gefunden wurde, aus dem unzweifelhaft her=
vorging
, daß der junge Menſch ſich ins Waſſer geſtürzt
hat. Durch die Ländung der Leiche iſt nunmehr die Sache
vollſtändig aufgeklärt. (Auf der Flucht nach
Amerika) befindet ſich der 13jährige Volksſchüler Metz=
ger
, der ſeinen Kameraden mit einem Meſſer totgeſtochen
hat. Der Flüchtling iſt in Köln geſehen worden; ſeine
Spur wird verfolgt und es wird ihm kaum gelingen, das
Schiff zu erreichen.
Heidesheim, 10. März. (Zum Mordanſchlag.)
Die Vermutung, daß es ſich bei dem Mord=
anſchlag
des Zeichners Karl Da m m aus
Mainz auf ſeinen ergrauten Vater um die Tat eines
Wahnſinnigen handelt, wird jetzt immer mehr be=
ſtätigt
. Der Täter machte bei ſeiner Feſtnahme den Ein=
druck
eines völlig apathiſchen Geiſteskranken, der auf die
Frage, warum er die Tat verübt habe, nur Ich weiß
nicht antwortete. Seine Kollegen von der Plankammer
des techniſchen Eiſenbahnbureaus Mainz bezeichnen den
Täter als einen ſchon lange Zeit geiſtig nicht normalen,
degenerierten Menſchen, der meiſt ſogenannte fixe Ideen
gehabt habe. Die Mitteilung, wonach die Urſache der
Tat auf kurz vorhergegangene Zwiſtigkeiten zwiſchen
Vater und Sohn in der elterlichen Wohnung zurückzufüh=
ren
ſei, iſt unrichtig. Damm verlangte von ſeinem Vater
vor etwa drei Wochen das mütterliche Vermögen. Der
Vater gab jedoch eine abſchlägige Antwort. Dies ſcheint
die unmittelbare Veranlaſſung zu dem Mordanſchlag ge=
weſen
zu ſein, denn es iſt feſtgeſtellt, daß der Täter Re=
volver
und Munition ſchon vor einigen Tagen gekauft
hat, daß er am Samstag abend nach Heidesheim reiſte
und das Stationsgebäude umſchlich und daß er, offenbar
auf ſeinen Vater wartend am Sonntag nachmittag von
12 bis 3 Uhr auf dem dritten Bahnſteig des Mainzer
Hauptbahnhofs auf und ab ging, um die einlaufenden
Züge aus Heidesheim abzuwarten. Der Vater fuhr in
letzter Zeit täglich nachmittags nach Mainz. Gegenüber
der Bürgermeiſterei und Gendarmerie leugnete Damm
die Tat und erklärte, er habe überhaupt keinen Revolver.
Butzbach, 9. März. (Verhafteter Expreſſer.)
Geſtern nachmittag wurde auf dem hieſigen Poſtamt ein
junger Menſch in dem Augenblick von der Gendarmerie
verhaftet, als er einen poſtlagernden Brief abholen wollte.
Ein älterer, wohlhabender Herr Sch. aus Pohl=Göns
wurde dieſer Tage brieflich aufgefordert, bis zum Sams=
tag
abend 11 Uhr einige Zehnmarkſcheine poſtlagernd Butz=
bach
einzuſenden, andernfalls er erſchoſſen werden würde.
Der Bedrohte ſchickte Brief mit fingierter Einlage ein
und benachrichtigte gleichzeitig die Polizei, die den Schal=
ter
beobachtete und den Erpreſſer dann dingfeſt machte.
Der junge Burſche ſtammt aus Pohl=Göns, iſt der Sohn
achtbarer Eltern und ſoll bis zur Stunde ein tüchtiger
und fleißiger Menſch geweſen ſein.
* Schotten, 10. März. (Konzert der Hof=
muſik
.) Geſtern nachmittag fand im Beiſein des Groß=
herzogspaares
ein großes Konzert der Darmſtädter Hof=
kapelle
unter Leitung des Hofkapellmeiſters Paul Otten=
heimer
ſtatt, das einen glänzenden Verlauf nahm. Nach
dem Konzert, das wegen des zahlreichen Andranges
abends wiederholt werden mußte, nahm das Großherzogs=
paar
bei dem Kreisrat Dr. Merck den Tee ein und trat
danach im Automobil die Rückfahrt nach Darmſtadt an.
Da ſeit den 40er Jahren kein Landesfürſt mehr in Schot=
ten
war, war der Jubel außerordentlich groß und der
Andrang aus dem ganzen Vogelsberg über alle Maßen
ſtark.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 9. März. Eine Leſe=
hallefür
Aerzte iſt in Berlin gegründet worden. Die
Leſeräume befinden ſich in dem ehemaligen Joachimsthal=
ſchen
Gymnaſium. Der Eröffnung wohnte u. a. auch der
Vortragende Rat im Miniſterium des Innern Exzellenz
v. Schjerning bei. Gegen einen Jahresbeitrag von 3 Mark
ſteht hier den Aerzten eine große Anzahl mediziniſcher
und ähnlicher Fachzeitſchriften des In= und Auslandes zur
Verfügung. Das Unternehmen wird durch freiwillige
Gaben und aus Subventionen einiger wiſſenſchaftlicher
und ärztlicher Geſellſchaften unterhalten. Infolge der
Beſchränkung der Zulaſſung der Ausländer an den Uni=
verſtäten
konnten in Berlin im Winterſemeſter 1913/14 keine
neuen Immatrikulationen von ruſſiſchen Studen=
ten
ſtattfinden. Dies gilt auch für das Sommerſemeſter
1914. Gegen die mißtönenden Auto= Hupen=
zeichen
geht die Polizei jetzt ſcharf vor. Nachdem in
einem Spezialfall die Strafkammer entſchieden hat, daß
Hupenzeichen, die den Straßenlärm erheblich vermehren,
die Fußgänger erſchrecken oder die Pferde ſcheu machen, im
Berliner Straßenverkehr unzuläſſig ſeien, achtet die Polizei
mit aller Strenge auf die Entfernung dieſer mißtönenden
Hupenzeichen aus dem Straßenverkehr. Autobeſitzer, die
dieſer Aufforderung nicht nachkommen, werden zunächſt ver=
warnt
und dann mit einem Strafmandat bedacht. (Zur
Nachahmung empfohlen!) Auf dem Tegeler See hat ſich
eine Liebestragödie abgeſpielt, die ſich den Blättern zu=
folge
als Mord und Selbſtmord darſtellt. Ein
Schlächtergeſelle warf ſeine frühere Geliebte wegen Ver=
rats
verſchiedener von ihm verübter Diebſtähle nach ver=
büßter
Strafe von einem Kahn aus in den See und er=
tränkte
ſich dann ſelbſt.
10. März. In der Meier=Ottoſtraße 10 in Wilmers=
dorf
beging der Opernſänger Paul Seidler heute
morgen Selbſtmord, indem er ſich auf das Fenſter=
brett
ſeines im dritten Stock belegenen Zimmers ſtellte
und ſich hier eine Kugel in die Schläfe jagte. Im Fallen
ſtürzte er aus dem Fenſter auf das Straßenpflaſter. Er
war tödlich verletzt und ſtarb auf dem Transport nach dem
Krankenhauſe. Er war früher am Hoftheater in Wies=
baden
tätig. Seidler litt oft an ſeeliſchen Depreſſionen und
war nur noch in Gaſtſpielen tätig. Er hatte ſchon einmal

in Augsburg einen Selbſtmordverſuch begangen, wurde
aber gerettet.
Frankfurt a. M., 10. März. (Nachſpiel zum
Hopfprozeß.) Wegen einer angeblichen Beleidi=
gung
des Giftmörders Hopf wurde vor ſieben Jahren
der Redakteur Paſſauer vom Homburger Taunus=
boten
zu einer Geldſtrafe verurteilt. Paſſauer hatte in
ſeinem Blatte den auffallenden Tod der erſten Frau von
Hopf beſprochen. Auf Grund der vorjährigen Ermitte=
lungen
gegen Hopf ſtrengte Paſſauer das Wiederaufnahme=
verfahren
beim hieſigen Landgericht an. Das Gericht gab
jetzt dem Anſuchen Paſſauers ſtatt und erkannte auf ſeine
völlige Freiſprechung unter Aufhebung des Urteils
von 1907. Die Staatskaſſe wurde für verpflichtet erklärt,
Paſſauer den Vermögensſchaden zu erſetzen, der ihm durch
die Urteilsvollſtreckung 1907 entſtanden iſt.
Griesheim a. M., 10. März. (Unterſchlagung.)
eſtern abend wurde in Wiesbaden der Geſchäftsführer
der gemeinnützigen Baugeſellſchaft m. b. H. in Griesheim
a. M., Dr. Nikolaus Geißenberger, verhaftet
Geißenberger, der früher Bürgermeiſter in Schlettſtadt
war, hat das ihm übertragene Vertrauensamt als alleini=
ger
Geſchäftsführer der Baugeſellſchaft dazu mißbraucht,
ſich mittelſt fingierter Liegenſchaftskäufe und dergleichen
erhebliche Summen es ſollen im ganzen 100000 Marl
ſein, zu verſchaffen. Geißenberger iſt in vollem Um=
fange
geſtändig.
Weinheim (Baden), 10. März. (Elektriſches
Licht.) Der Bürgerausſchuß gab geſtern ſeine Zu=
ſtimmung
zur Verſorgung der Stadt Weinheim mit elek=
triſcher
Energie, genehmigte den Abſchluß des Stromliefe=
rungsvertrages
mit der Oberrheiniſchen Eiſenbahnaktien=
Geſellſchaft in Mannheim und bewilligte die zur Ausfüh=
rung
des Leitungsnetzes, einſchließlich Transformatoren,
Hausanſchlüſſen und Zählern, erforderlichen Koſten von
225000 Mark. Dieſe Summe ſoll durch eine Anleihe zu
4½ Prozent gedeckt werden. Für den elektriſchen Antrieb
des Waſſerwerks und des Schlachthauſes wurden 32000
Mark bewilligt.
Aſchaffenburg, 10. März. (Selbſtmorde.) Heute
vormittag erſchoß ſich hier der 23 Jahre alte Arlpiter
Leonhard Bauer. Der Grund der Tat liegt in einer
Alimentationsklage. Im Abort des hieſigen Haupt=
bahnhofes
erſchoß ſich heute vormittag der 17jährige
Georg Blumöhr aus Hanau. Das Motiv iſt unbe=
kannt
.
München, 9. März. (10 000 Arbeitsloſe 180
Arbeitswillige!) Nach einer Meldung der Münch.
Abendzeitung konnte das Arbeitsamt der Stadt München
am vergangenen Dienstag zum Wegſchaufeln der Schnee=
maſſen
im ganzen 180 Arbeitswillige zuſammenbringen,
ährend München gegen 10000 Arbeitsloſe beſitzt.
Sagan, 10. März. (Todesfall.) Der frühere
freikonſervative Reichstags= und Landtagsabgeordnete,
Landrat Reinecke, iſt heute morgen im Alter von
84 Jahren verſtorben. Er vertcat von 1874 bis 1882
den Wahlkreis Sagan=Sprottau im Reichstage und ge=
örte
von 1893 bis zuß verfloſſenen Legislaturperiode
dem Abgeordnetenhauſe an.
Hamburg, 10. März. (Ein Maſſen=Prozeß.)
die Vorunterſuchung im Maſſen=Prozeß
wegen der Rieſen=Unterſchleife
ei der Hamburg Südamerika= Dampfſchiffahrts=
geſellſchaft
iſt nach ſechsmonatlicher Dauer jetzt
nahezu beendigt. Die Anklage richtet ſich gegen mehr als
00 Angeſtellte der Rheederei, Kapitäne, Offiziere, Maſchi=
niſten
und andere. Die Gerichtsverhandlung beginnt
vorausſichtlich nicht vor Pfingſten. Die Veruntreuungen,
die teilweiſe über 15 Jahr zurückliegen, erreichen die Höhe
von 8 Millionen Mark. Der Antrag des ſeit Monaten
in Unterſuchungshaft befindlichen früheren Inſpektors Sib=
bers
auf Haftentlaſſung iſt trotz der angebotenen hohen
Kaution abgelehnt worden.
Tetſchen, 10. März. (Bübiſcher Racheakt.) Der
Schriftſetzer Genz aus Oranienburg, der vom Berliner
Agenten Keiling während des Buchdruckerſtreiks nach
Teiſchen gebracht worden war und im Keiling=Prozeß als
Zeuge auftrat, wurde geſtern Nacht auf der Straße von
zwei Männern überfallen und mit dem Rufe Elender
Streikbrecher mit einem Gummiſchlauch niederge=
ſchlagen
. Genz wurde nicht unerheblich verletzt. Die
Täter entflohen.
Neiße, 10. März. (Der Ueberfall auf Gene=
ral
Boéß.) Das Ergebnis der kriegsgericht=
lichen
Unterſuchung des Ueberfalles, den die Bur=
ſchen
des Generalmajors Boéß am 24. Februar auf den
General verübten, wird jetzt bekanntgegeben. Nach dieſer
Darſtellung hatte der General den Burſchen, die ſich in der
Sonntagnacht umhergetrieben hatten, am Montag ihre
Abberufung von ihren Poſten und ihre Beſtrafung ange=
kündigt
. Da ſie ſich Dienstag früh nicht rechtzeitig bei
dem General meldeten, iſt der General in die Burſchen=
ſtube
gegangen. Die Burſchen hätten noch geſchlafen und
auf Anruf nicht geantwortet. Darauf habe der General
die Burſchen, um ſie zu wecken, mit etwas Waſſer aus der
Trinkkaraffe beſpritzt und ſei darauf von den Burſchen
von hinten überfallen und niedergeſchlagen worden. Die
Burſchen hätten ſich dann in aller Haſt angekleidet und
ſeien entflohen. Tags darauf wurden ihre Leichen auf
dem Bahngleis gefunden. Ihre Beerdigung hat auf aus=
drücklichen
Wunſch ihrer Angehörigen nicht in ihrer Hei=
mat
, ſondern in Neiße ſtattgefunden.
Poſen, 10. März. (Die Reviſion im Prozeß
Mielzynsky), die von der Staatsanwaltſchaft einge=
legt
worden war, iſt zurückgezogen worden. Damit
hat das freiſprechende Urteil gegen den Grafen Rechtskraft
erlangt.
Paris, 10. März. (Der waſſerſpeiende Mont
DOr.) Seit drei Tagen brechen, wie aus Pontarliers
gemeldet wird, gewaltige Waſſermengen in Stärke
von 2000 Liter pro Stunde aus dem Mont DOOr hervor
und überſchwemmen den im Bau begriffenen Tunnel der
Eiſenbahnlinie von Frasne nach Vallong auf eine Strecke
von 6 Kilometer. Bis jetzt hat das Mauerwerk den un=
geheuren
Waſſermaſſen ſtandhalten können, ſo daß die
verurſachten Schädigungen verhältnismäßig gering ſind.
Die Ingenieure hoffen, daß die Strecke noch im Laufe
dieſes Jahres in Betrieb genommen werden kann.
London, 9. März. (Schlacht mit Wahlwei=
bern
.) Frau Pankhurſt hatte in einem Saale in
Glasgow eine Rede aufreizenden Inhalts gehalten. Die
Polizei drang in den Raum ein und ſtürmte die Tribüne,
von der herab eine Anzahl Weiber die Rednerin vertei=
digte
, indem ſie mit langen Stöcken ſchlugen, Blumentöpfen
und anderen Gegenſtänden nach den Polizeibeamten war=
fen
. Dieſe zogen ihre Knüppel und machten einen regel=
rechten
Angriff auf die Tribüne. Stürmiſche Auftritte folg=
ten
. Schließlich gelang es der Polizei, Frau Pankhurſt
feſtzunehmen und in einen Wagen zu bringen. Mehrere
Perſonen, darunter auch Polizeibeamte, wurden verletzt.
Nach der Ausſage von Polizeibeamten war die Szene in
der St. Andrew=Hall die wildeſte, die ſie je bei einer Suf=
fragettendemonſtration
erlebten. Die Polizei befand ſich
im Nachteil, weil ſie eine Tribüne zu ſtürmen hatte die

mit einem Stacheldraht verſehen war, der geſchickt unter
einem Blumenarrangement verborgen war. Die Weiben
verteidigten ſich mit allem, was zur Hand war. Stühle
und andere Gegenſtände wurden auf die Poliziſten
geſchleudert. Die Polizei mußte ſich endlich mit ihren Knüp=
peln
verteidigen, doch nahmen die Banditinnen den Kampft
wütend auf. Zwei weibliche Aerzte behandelten in einem
Vorzimmer 20 verwundete Weiber. Später wurde ein
Sturm auf die Zentralpolizeiſtation ven=
ſucht
. Auch hier kam es zu einer wilden Szene, als Po=
lizei
zu Fuß und zu Pferde die Menge zerſtreute.
Pankhurſt, die bereits den Hungerſtreik begonnen hat, wird
heute nach London gebracht werden. Wird aber natün
lich wieder freigelaſſen werden.
London, 10. März. (Schändliches Verbrechen
eines Wahlweibes.) Eine Suffragette unternahm
ein ſinnloſes Attentat in der National=Galecie, das der
Kunſt einen unerſetzlichen Verluſt brachte. Sie zere
hackte mit einem Beil das berühmte Gemälde von
Velasquez: Die Venus mit dem Spiegel das ſich ſeil
1906 im Beſitz der National=Galerie befindet. Der Scha=
den
beläuft ſich auf annähernd eine Million Mark.s
gelang den Wärtern, die fliehende Megäre feſtzunehmen,
Der Schaden an dem Bilde iſt unreparierbar.
Sacramento (Kalifornien), 9. März. ( Straßen=
kampf
.) Zwiſchen 300 Scheriffsgehilfen und 600 Arbeits=
loſen
vom Verband der Induſtriearbeiter der Welt kame
heute zu einem heftigen Kampf, nachdem der General
Kelly, der eine Armee von Arbeitsloſen führte und 18 ſeis
ner Anhänger wegen Vagabondage verhaftet worden
waren. Die Beamten verlangten nach der Verhaftung der
Führer, daß die Arbeitsloſen=Armee den Ort verlaſſe
Mehrere Hundert gehorchten, doch bot derjenige Teil, die
zu dem Verband der Induſtriearbeiter der Welt gehören
den Beamten Trotz. Die Scheriffgehilfen gingen mit Stöle
ken bewaffnet gegen ſie vor und ſchlugen alle nieder. M
Waſſerſtrahlen aus den Schläuchen der Feuerwehr wurden
ſie vollends zerſprengt. Viele hatten Schädelbrüche erlitten
und lagen nach dem Kampfe ſtöhnend auf der Straße.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 10. März. Präſident Dr. Kaempfen
öffnet die Sitzung um 2.05 Uhr. Auf der Tagesordnung
ſteht zunächſt eine kurze
Anfrage.
Abg. Duffner (Zentr.) fragt: Iſt der Herr Reichs
kanzler bereit, der vom Reichstag in der 30. Sitzung vo
19. März 1912 angenommenen Reſolution, nach welcher
gemäß § 22 des Kaligeſetzes als vierte Ausgangsſtatiol
für die Berechung der Frachten Kolmar i. E. feſtzuſetzen
ſei, Folge zu geben und die Veröffentlichung im Reichs=
geſetzblatt
ſo rechtzeitig erfolgen zu laſſen, daß die Som
mer= und Herbſtabſchlüſſe der ſüddeutſchen Landwirte
Kali auf der Frachtbaſis Kolmar erfolgen können?
Unterſtaatsſekretär Richter: Für die Berechnun
der Frachten für Kaliſalze kann die Feſtſetzung einer vie
ten elſäſſiſchen Ausgangsſtation neben den ſchon beſtehen
den drei Ausgangsſtationen Staßfurt, Vienenburg und
Salzungen erſt in Erwägung gezogen werden, ſobaldd
elſäſſiſchen Kaliwerke in der Lage ſind, den Bedarf de
Landwirtſchaft für Düngeſalze in den für neue Ausgangs
ſtationen in Frage kommenden Gebieten zu decken. Da
iſt zurzeit nicht der Fall. Gegenwärtig haben nur d
Werke Amélie I. und II. eine gemeinſame Fabrik um
ſind daher allein imſtande, 40 Prozent Düngeſalze zu e=
fern
. Es iſt indeſſen anzunehmen, daß im Laufe
Jahres 1914 noch einige weitere elſäſſiſche Werke eine end
gültige Beteiligungsziffer erhalten werden, und daß auc
eine zweite große Fabrik den Betrieb wird eröffnen kön=
nen
, ſo daß dann vorausſichtlich in der zweiten Hälft
des Jahres die Feſtſetzung einer vierten Ausgangsſtatio
m Elſaß durch den Bundesrat wird erfolgen können.
Darauf wird die zweite Leſung des
Kolonialetats
fortgeſetzt. Abg. Schwarze=Lippſtadt (Zentr.): Di
verallgemeinerten Vorwürfe gegen die Plantagenbeſitz
ſind unberechtigt. Abg. Henke iſt für ſeine Beſchuldigul
gen den Beweis ſchuldig geblieben. Die günſtige Entwick
lung der Kolonien iſt zum großen Teil der Tätigkeit
Miſſionare zu danken. Die Bahnbauten ſind nötig, un
Handel und Verkehr zu ſchaffen. Wir wünſchen auch, dal
die Eingeborenen menſchlich behandelt und ihre Lebens
bedingungen nach Möglichkeit verbeſſert werden. Ein b
ſonderes Augenmerk iſt auf die Beſſerung der ſanitären
Verhältniſſe zu richten. Der ſozialdemokratiſche Vorwu
der Reichstag ſage zu allem kritiklos Ja und Amen.
völlig unberechtigt. Das beweiſen die eingehenden Ve
handlungen in der Budgetkommiſſion. Die Miſſions
ſchulen müſſen den Regierungsſchulen völlig gleichgeſtel
verden. Auch die ſozialdemokratiſchen Wähler verſtehe
die Haltung der ſozialdemokratiſchen Fraktion in Koll
nialfragen nicht mehr. (Sehr richtig!) Wir werden di
Regierung in ihrer Kolonialpolitik unterſtützen, die humat
und gerecht gehandhabt werden muß. (Beifall im Zer
trum.)
Abg. Dr. Paaſche (natl.): Die heutige Rede de
Abgeordneten Schwarze war weſentlich kolonialfreun
licher als die des Abgeordneten Erzberger. Es iſt ge
ſchön, für den ſchwarzen Bauernſtand, ſeine Freiheiten und
ſeine Rechte einzutreten, aber wir können in Wahrheit be
den Negern von einem Bauernſtande nicht ſprechen. Di
Erziehung zu geordneter Arbeit iſt Kulturarbeit. Wäl
rend der Neger früher ſeine Frau arbeiten ließ und ſie
ſelber herumtrieb, iſt jetzt aus ihm ein fleißiger Arbeite
geworden. Nach den Reden der Sozialdemokraten könn
man annehmen, daß wir Unkultur ins Land gebracht
ten. Sie würden aber anders denken, wenn ſie ſelber eit
mal in die Kolonien hinausgingen. Bei dem Plantager
weſen iſt es ein Unglück, daß die Arbeiter ſo außerordent
liche weite Wanderungen machen müſſen, um an ihre Ar
beitsſtätte zu gelangen. Die Leute ſollten möglich
dauernd auf den Plantagen anſäſſig gemacht werden. D
Sozialdemokraten wollen, daß den Negerarbeitern Lat
zum freien Eigentum gewährt werde. Das würden d
Eingeborenen aber gar nicht verſtehen und würden au
nicht dazu bereit ſein, ihre freie Zeit (jeden vierten Ta
haben ſie einen Ruhetag) zur Beackerung ihres Land
zu benutzen. Wenn es geſchehen würde, würden die Sc
zialdemokraten wieder den Vorwurf erheben, man woll
die Arbeiter ſeßhaft machen, nur um ſie beſſer ausnutze
zu können. Die an der Uſambarabahn angeſiedelten Ne
ger haben ſich ſehr bald das Arbeiten abgewöhnt und de
Grandſeigneur geſpielt. Das iſt im Grunde genomm
ihnen auch nicht übel zu nehmen. (Zuruf bei den Sozial
demokraten.) Auch von Ihnen zu den Sozialdemokr=
ten
haben viele früher ihre Stiefel ſelber geputzt ur
jetzt haben Sie Ihre Diener dazu. (Heiterkeit.) Jed
Plantagenbeſitzer freut ſich, wenn er ſeine Arbeiter ſeßha
machen kann. Aber auch für die Weißen in den Koloni
die doch mit deutſchem Blut erkauft ſind, muß man ſorg
nicht bloß immer für die Schwarzen. (Sehr richti
Treiben wir Kolonialpolitik, ſo muß auch für diejenige

[ ][  ][ ]

ſſorgt werden, die die Kultur ins Land gebracht haben.
Fiehr richtig!)
Sehr richtig!) Die Reſolutionen der Kommiſſion ſchie=
1- zum Teil über das Ziel hinaus. Die Schlafkrankheit
zum Stillſtand gekommen ſein, auch die Wurmkrank=
ſitt
nimmt ab. Leider herrſcht die Syphilis noch ſehr. 90
rwzent der Bevölkerung ſind krank. Da ſollte man Sal=
ſa
ſan viel mehr anwenden. Der Alkoholkonſum hat ſich
Eireulicherweiſe vermindert. In der Forſtwirtſchaft muß
hrematiſch die Anpflanzung vorgenommen werden, damit
Nort Werte geſchaffen werden, die größer ſind als die Dia=
rnten
Südweſtafrikas. Wir haben zu der Kolonialver=
ſpl
ltung volles Vertrauen. (Beifall.)
Abg. Neumann (Fortſchr. Volkspt.): Die Debat=
tn
im Reichstage werden noch in den nächſten Wochen
In der Preſſe manche Gegenantwort bekommen. Der
tFichstag wird jetzt ſchon bezeichnet als eine Verſammlung
Al hlmeinender, aber uneingeweihter Männer. Das iſt in ge=
upiſſem
Maße zuzugeben. Wir können nicht über jede An=
Aeſeegenheit lückenloſe Spezialkenntniſſe haben. Man kann
Aber nicht von uns erwarten, daß wir nach dem Grundſatz
Alndeln: Lerne zu zahlen. ohne zu reden. (Heiterkeit.)
Pie dem Wunſche der weißen Anſiedler, über ihre Ver=
ſſalltniſſe
ſelber mitzureden, liegt ein berechtigter Kern.
ottafrika hat eigene Einnahmen 17,5 Millionen, Reichszu=
ſchuß
3,3 Millionen, Kamerun eigene Einnahmen 11,3 Mil=
in
nen, Reichszuſchuß 3,2 Millionen, Südweſtafrika eigene
nnnahmen 23,3 Millionen, Reichszuſchuß 13,6 Millionen.
d eſe Ziffern ergeben die Berechtigung, daß den Anſied=
ern
ein Selbſtbeſtimmungsrecht gegeben wird. Allerdings
rngen auch die Hütten= und Kopfſteuer der Schwarzen zu
nhieſen Einnahmen bei. Wenn der Gouvernementsrat Ein=
lnß
auf den Etat haben ſoll ſo würde dies beſondere
Ethwierigkeiten bieten wegen der einjährigen Etats=
Mrriode. Den Kolonien eine Verfaſſung zu geben, dürfte
rsßerordentlich ſchwierig ſein. In der Aufzählung der
ſorrdienten Männer um die Tanganjikabahn hat der
Staatsſekretär Dernburg vergeſſen, ohne den das Bahn=
Mafſetz von 1908 nicht entſtanden wäre und ohne den wir
den Tanganjikaſee heute noch nicht erreicht hätten. (Sehr
rihtig! links) Zu den Zeiten der Sklavenjagden und der
Fäuptlingswirtſchaft, als Livingſtone, Stanley und Emin
Paſcha Afrika durchforſchten, als das Land noch völlig
unkultiviert war, da war die Bevölkerung nicht ſo dezi=
Amiert als jetzt auf Grund einer 30jährigen Ziviliſations=
gebeit
. Gewiß muß man den weißen Anſiedlern zugeben
daß ſie mit Aufopferung, Treue und Ausdauer gearbeitet
Ahnben. Trotz ihrer Tätigkeit iſt aber das Problem der
Vegerſterblichkeit immer noch gewachſen. Da ſcheinen doch
iygendwelche ziviliſatoriſche Fehler vorzuliegen. Die große
Erterblichkeit auf den Pflanzungen iſt Tatſache und unſere
Reſolution verlangt, daß auf dieſem Gebiet Klarheit ge=
ſchaffen
wird Das Trägerſyſtem iſt gefahrvoll für die
Geſundheit, Kultur und Sittlichkeit der Eingeborenen
gede neue Eiſenbahn verlangt neue Arbeitskräfte. Sie
macht die Träger nicht ſo ſchnell überflüſſig, als man er=
weartete
. Das iſt erſt möglich, wenn das Eiſenbahnnetz
mehr ausgebaut iſt und das Zubringen zu den Haupt=
ſrraßen
nicht mehr durch Neger zu erfolgen braucht. Der
Estaatsſekretär iſt auf Einzelheiten der Reſolutionen mit
einer gewiſſen Freundlichkeit abſichtlich nicht eingegangen.
(Heiterkeit.) Es wäre angebracht, wenn er ſich darüber
noch auslaſſen würde. In der Beurteilung der Miſſionen
itt ein gewaltiger Umſchwung eingetreten. Der Satz
(mra et labora hat gut gewirkt. Die Miſſionsſchulen wir=
len
bewundernswert. Die interkonfeſſionellen Regie=
rungsſchulen
ſind aber trotzdem nicht zu entbehren. Wir
ſrützen die Schutzgebietspolitik, wir ſind aber keine Freunde
deſſen, was vorhanden iſt, ſondern was wird und kommt.
(Beifall.)
Abg. Noske (Soz.): Durch die Reden der bürger=
lichen
Parteien ging ein Zug von Reſignation. ( Wider=
ſpruch
.) Die Verwaltung fängt an, umzulernen. Das iſt
auf die ſcharfe Kritik der Sozialdemokratie zurückzuführen
(Lachen rechts.) Wir wollen die Kolonien nicht preisgeben.
Das haben wir auch nie gefordert. Der Reichstag darf
aauf ſein Kontrollrecht über die Kolonien nicht verzichten.
Wenn man den Vorſchlägen des Gouverneurs Schnee
ſolgt, wird vor 1930 die Hausſklaverei in Oſtafrika nicht
aufhören. Das Schlimmſte iſt, daß die deutſchen Behör=
deen
dem Sklavenhandel die rechtsgültige Form geben. Die
wirtſchaftlichen Ergebniſſe der Kolonien ſtehen in keinem
Werhältnis zu den Reichszuſchüſſen, zu denen noch Ver=
zinſung
der Schutzgebietsanleihe uſw. hinzukommt. Vor
allen Dingen müſſen die Koſten für die Schutztruppe ver=
mnindert
werden: Der Staatsſekretär unternimmt nichts,
um der Prügelkultur in Kamerun und Oſtafrika entgegen=
zu
treten. Die Zahl der Großgrundbeſitzer nimmt in
Südweſtafrika immer mehr zu. Die Latifundienwirtſchaft
Hlüht dort gewaltig; insbeſondere verſtehen es die Miſ=
ionsanſtalten
ſich großen Grundbeſitz zu ſichern. So
günſtig wie es geſchildert wird, iſt das dortige Klima nicht.
Die Tuberkuloſe breitet ſich ebenfalls dort weiter aus
Allen Forderungen auf Waſſerverſorgung Südweſtafrikas
haben auch die Sozialdemokraten ſtets zugeſtimmt. Bei
wielen weißen Anſiedlern herrſcht eine Gemütsroheit ſon=
dergleichen
. Sie ſtellen lediglich ihre Intereſſen in den
Vordergrund. Wir fordern erhöhte Beträge für die Heran=
bildung
von ſchwarzen Handwerkern. Den Eingeborenen
muß Land wieder gegeben werden. Richtig iſt, daß der
Wiehſtand der Schwarzen wieder zunimmt. Prinzipielle
Wegner von Eiſenbahnbauten ſind wir nicht. Unſere Zu=
ſſtimmung
für Bahnbauten hängt von einer Reihe von Vor=
lbedingungen
ab, deren Erfüllung garantiert werden muß.
Daß der Neger faul iſt, trifft nicht zu. Die Schwarzen
rdürfen nicht mit Gewalt zu den Arbeiten auf den Pflan=
zzungen
angehalten werden. Beſſere Sanitätsmaßnahmen
fſind beſonders beim Bahnbau notwendig. Die Arbeits=
zeiten
für die Schwarzen ſind viel zu lang. Die Folge
idavon ſind natürlich zahlreiche Erkrankungen. Hier wäre
res notwendig, daß die Regierung den geſamten Geſund=
heitsdienſt
bei Bahnbauten übernimmt und kontrolliert.
=Leider ſind dieſe Kontrollen jetzt höchſt unzureichend. Wir
verlangen, daß endlich eine ausreichende Humaniät in der
Kolonialpolitik Platz greift. (Beifall bei den Sozialdemo=
kraten
.)
Abg. Erzberger (Zentr.): Herr Dr. Paaſche hat
die Ausführungen des Abg. Schwarze den meinigen ge=
genübergeſtellt
. Dazu lag kein Grund vor. Ich habe das=
ſelbe
geſagt, wie mein Parteifreund Schwarze, nur etwas
deutlicher. (Heiterkeit.) Der Rede des Staatsſekretärs
können wir zuſtimmen, wenn er alles hält, was er ver=
ſprochen
hat und ich hoffe, daß er uns im nächſten Jahre
darüber ausführlich Auskunft gibt. Die Trennung der
katholiſchen Miſſionen von den evangeliſchen nach Gebie=
ten
iſt für uns unmöglich. Das widerſpricht dem Prinzip
der katholiſchen Kirche, die eine Weltkirche iſt, die in allen
Gegenden feſten Fuß zu faſſen ſucht. Eine derartige Tren=
nung
würde auch gegen die Kongoakte verſtoßen, die die
freie Miſſionstätigkeit ausſpricht und ſchließlich wäre ſie
praktiſch undurchführbar. Für ein friedliches Zuſammen=
wirken
der beiden Konfeſſionen bin anch ich. Von gehäſſi=
gen
Polemiken ſollten ſie ſich freihalten. (Beifall.)
Damit ſchließt die Debatte. Das Gehalt des Staats=
ſekretärs
wird bewilligt und die hierzu vorliegenden Re=

ſolutionen der Budgetkommiſſion angenommen. Eine
Reihe von Titeln wird nach den Kommiſſionsbeſchlüſſen
erledigt. Abg. Erzberger (Zentr.) wünſcht die Her=
ausgabe
einer Landkarte, auf der die Gebietsverhältniſſe,
wie ſie ſich aus der Kongoakte ergeben, erſichtlich ſind.
Staatsſekretär Dr. Solf ſagt dies zu. Der Reſt
des Etats des Kolonialamts wird bewilligt.
Darauf wird vertagt. Nächſte Sitzung Mitt=
woch
2 Uhr. Etat der Schutzgebiete. Luftverkehrsgeſetz.
Schluß ¼7 Uhr.

Elſaß=Lothringiſcher Landtag.

* Straßburg, 10. März. Die Zweite Kam=
mer
trat heute in die dritte Leſung des Etats
ein. Der Abgeordnete Hauß (Zentr.) ſprach von einer
Preisgabe der alten Regierung, der das elſaß=
lothringiſche
Volk dankbar ſei, daß ſie ſich in ſchwerer
Stunde auf ihre Seite geſtellt habe. Redner glaubt feſt=
ſtellen
zu können, daß die Regierung den Eindruck hat, daß
es ſich mit uns auskommen und leben läßt. Man brauche
nur ihre Eigenart zu verſtehen, die Politik der Nadelſtiche
beiſeite zu laſſen und das beſte der Bevölkerung wollen
Der Abgeordnete Jung (Lothringer) ſchloß ſich den Aus=
führungen
des Vorredners an, ebenſo der Abgeordnete
Peirotes (Soz), der außerdem die Ablehnung des
Etats durch ſeine Partei begründete. Der Abgeordnete
Wolf (liberal) wünſchte u. a., daß die Kompetenz zwi=
ſchen
Zivil= und Militärgewalt genau und einheitlich für
das ganze Reich geregelt werde, und fuhr fort: Soll es
nun damit ſein Bewenden haben, daß Graf Wedel geht
und Deimling bleibt? Die Staatsräſon ſcheint bei dieſer
Gelegenheit zu kurz zu kommen. Dem Grafen Wedel ſpre=
chen
wir unſer Bedauern aus, daß er, der immer Ver=
ſtändnis
für unſer Land und unſere Rechte zeigte, als ein
im Kampfe um die Zivilgewalt Unterlegener aus dem
Lande ſcheidet. Der Abgeordnete Zimmer (Lothringer)
vertrat die Forderung, daß Elſaß=Lothringen ein gleich=
berechtigter
Staat werden müſſe.
Staatsſekretär Graf Roedern führte aus: Den
Wunſch, ein Programm zu entwickeln, kann
ich auchheutenoch nicht erfüllen, weil ein Pro=
gramm
nur aufgebaut werden kann auf Grund genauer
Kenntnis der Verhältniſſe. Ich unterſtreiche die Meinung
des Abg. Hauß, daß die Verfaſſung nicht angetaſtet werden
darf. Der Abgeordnete hat ferner betont, daß im Lande
nur die verfaſſungsmäßigen Faktoren zu regieren haben.
Auch dieſen Ausführungen kann ich durchaus zuſtimmen
Auf bereits erledigte Angelegenheiten einzugehen, liegt für
uns kein Anlaß vor. Ich möchte nur auf die Mitteilung
des Reichskanzlers hinweiſen, daß die Frage der Heran=
ziehung
des Militärs der Prüfung unterliegt. Der Abg.
Hauß hat an uns die Aufforderung gerichtet, Schützer der
Ehre des elſaß=lothringiſchen Volkes zu ſein. Sie wer=
den
doch aber von uns nicht verlangen können, daß wir
uns an dem Zeitungskampfe beteiligen. Uebrigens haben
wir uns, als in norddeutſchen Blättern von Angriffen auf
Militärperſonen die Rede war, ſofort mit den zuſtändi=
gen
Inſtanzen in Verblndung geſetzt, um den Sachverhalt
feſtzuſtellen. Ich kann Ihnen erklären, daß ſich dieſe Nach=
richten
als unzutreffend erwieſen haben. Wir haben ein
lebhaftes Intereſſe daran, in abſolut objektiver Weiſe, nie=
mand
zu Liebe und niemand zu Leide, feſtzuſtellen, was
an dieſen Mtteilungen wahr iſt und was nicht. Die Re=
gierung
hat bei ihrem Wunſche, durch ein gemeinſames
Vorgehen hier objektive Klarheit zu ſchaffen, volles Ver=
ſtändnis
und Entgegenkommen ſeitens der zuſtändigen
militäriſchen Behörden gefunden. Es iſt in Ausſicht ge=
nommen
, daß derartige Fälle ſchnell polizeilich aufgeklärt
werden, um ſo in der Lage zu ſein falſche Meldungen
durch Mitteilungen an die Tagespreſſe richtia zu ſtellen
Ich möchte dabei bemerken, daß nicht in Norddeutſchland
derartige Meldungen erfunden werden, ſondern daß ſie in
der Luft gewiſſer Senſationsbedürftiger des Landes ſelbſt
entſtehen und hinaustelegraphiert werden. Der Staats=
ſekretär
iſt der Meinung, daß in den letzten Jahren etwas
viel von Verfaſſungsfragen geſprochen worden ſei und
dringende Aufgaben der Verwaltung in den Hintergrund
treten mußten. Redner zählt dann eine Reihe von not=
wendigen
Reformen auf, betont namentlich die Dringlich=
keit
der Finanzreform und betont gegenüber dem ſozial=
demokratiſchen
Redner, daß der Statthalter die Ernen=
nung
der neuen Miniſter gegengezeichnet habe und damit
der Verfaſſung genügt worden ſei. Das Stenogramm der
Reichskanzlerrede im preußiſchen Herrenhauſe liege ihm
nunmehr vor. Die Ausführungen des Reichskanzlers
könnten ledialich dahin verſtanden werden, daß in großen,
allgemein politiſchen Fragen, vornehmlich, wenn das Reich
in den Vordergrund trete, ernſte Divergenzen in der In=
ſtruierung
der Bundesratsſtimmen nicht vorkommen kön=
nen
, wohl aber ſeien Divergenzen in Fragen der Wirt=
ſchaftspolitik
und einzelnen Verwaltungsfragen möglich.
Der Staatsſekretär ſchloß: Wir werden in ernſter, gemein=
ſamer
Verwaltungsarbeit gerne mit Ihnen zuſammen=
arbeiten
.

Gerichtszeitung.

* Zabern, 10. März. Der auf heute vor dem Land=
gericht
in der bekannten Entſchädigungsklage der
ſeinerzeit im Pandurenkeller eingeſperrt
geweſenen Leute angeſetzte Termin wurde auf den
7. April vertagt. Anhängig ſind etwa 15 Klagen. Wie
beſtimmt verlautet, ſind die Vergleichsverhandlungen wie=
der
aufgenommen worden.

Luftfahrt.

Die Darmſtädter Sommer=Flugzeugwerke.
Die Darmſtädter Sommer=Werke haben geſtern ihren
rſten in Darmſtadt hergeſtellten Flugapparat vollendet.
Der Apparat erhielt die Bezeichnung S. 15. Er wurde
geſtern einem kleinen Kreis Geladener, vornehmlich dem
Vorſtande des Heſſiſchen Automobilklubs, vorgeführt, wird
nun abmontiert und nach Frankfurt übergeführt werden,
wo der Apparat eingeflogen werden ſoll. In etwa 14
Tagen wird der S. 15 dann auf den Namen Heſſiſcher
Automobilklub getauft werden. Mit der Taufe ſoll eine
Feier verbunden werden. Die Erbauer des Apparates ſind
beide Mitglieder der Sportkommiſſion des Heſſiſchen Auto=
mobilklus
. Der S. 15" iſt mit einem 100pferdigen Gnome=
motor
ausgeſtattet, hat Führerſitz und Paſſagierſitz und
auch ſonſt alle Errungenſchaften der modernen Flug=
technik
. Der Apparat iſt für den Prinz Heinrich=Flug 1914
gemeldet.
Poſen, 10. März. Zwei Offizierflieger der
hieſigen Station nahmen auf einem Fluge nach Liſſa in
der Nähe von Goſtyn eine Notlandung vor. Sie gerie=
ten
dabei in einen Sumpf, aus dem ſie nur mit vieler
Mühe gerettet werden konnten.
* London, 10. März. Heute morgen iſt ein Offi=
zier
beim Fluge in der Zentralflugſchule abgeſtürzt
und hat dadurch den Tod gefunden.

Turnen, Spiele und Sport.

* Pferdeſport. Rennen zu Saint=Quen,
10. März. Prix du Chateau. 3000 Francs. 1. Dumas
des Combes Michelin (Head), 2. Gramat, 3. Starli. 16:10;
11, 14:10. Prix de la Briche. 3000 Francs. 1. Maurice
Labrouches Hallerie (Riolfo), 2. Bonheur du Jour, 3.
Porte Dorée. 28:10; 17, 22110. Prix de la Plaine. 4000
Francs. 1. G. P. Esbrans Le Minotier (Thibault), 2.
Loriot (F. Williams), 3. Allia II. 54:10; 22, 26:10.
Prix des Docks. 4000 Francs. 1. R. Levyliers Antonello
(J. Bara), 2. Uſurier, 3. Fitz Ronald. 108:10; 23, 16:10
Prix des Bateliers. 5000 Francs. 1. Broſſettes Tante
Lily II. (F. Williams), 2. Saint Nom, 3. Laſt Patron.
59:10; 25, 17110. Prix du Landy. 5000 Francs. 1. L
de Paula Machados Ramage (Drayton), 2. Ocyroe, 3. Ro=
ſette
. 14:10; 12, 22:10.

Beiſetzung des Fürſtbiſchofs Dr. v. Kopp.

* Breslau, 10. März. Die ſonſt ſo ſtille, einſame
Dominſel war heute das Ziel vieler tauſend Katholiken,
die dem verblichenen Fürſtbiſchof, Kardinal Dr. v. Kopp,
die letzte Ehre erweiſen wollten. Ueberaus groß war die
Beteiligung aus der ganzen Diözeſe; beſonders der Kle=
rus
war ſehr zahlreich vertreten. Sämtliche Spitzen der
Staats= und Zivilbehörden hatten ſich eingefunden. Die
Städte Breslau, Neiſſe, Jauernig und Friedeberg, deren
Ehrenbürger der Kardinal war, waren durch ihre Ober=
häupter
vertreten. Als Vertreter des Kaiſers war anſtelle
des plötzlich erkrankten Fürſten Hatzfeldt der Herzog von
Ratibor in der Uniform der Leibgardehuſaren erſchie=
nen
, ferner als Vertreter des Königs von Sachſen der
Erbgraf von Schönburg=Glauchau, als Vertreter
des Königs von Bayern Fürſt zu Löwenſtein, als Ver=
treter
der Landgräfin von Heſſen, Prinzeſſin von Preußen,
Hofchef von Bothmer, als Vertreter des Prinzen Friedrich
Wilhelm von Preußen Hofmarſchall von Schwarzkoppen,
als Vertreter des Herzogs Ernſt Günther zu Schleswig=
Holſtein Kammerherr von Rochow. Ferner waren an=
weſend
der Fürſt von Pleß, Unterſtaatsſekretär von Chap=
puis
als Vertreter des Kultusminiſters, und die Ober=
präſidenten
von Schleſien und Poſen. Von Parlamen=
tariern
waren erſchienen Geheimrat Dr. Porſch, Oberlan=
desgerichtspräſident
Spahn, Graf Praſchma u. a.
Kurz vor 10 Uhr wurde unter Glockengeläute die Leiche
in feierlicher Prozeſſion aus dem fürſtbiſchöflichen Palais
abgeholt. Den Sarg trugen 12 Domvikare. Voran ſchrit=
ten
die Biſchöfe von Hildesheim, Königgrätz, Ermeland
Paderborn, Fulda und der Weihbiſchof Likowski=Poſen.
Der Erzbiſchof von Köln, Dr. v. Hartmann, leitete die
Trauerfeier. Der Sarg, mit den Inſignien der Kardinals=
würde
geſchmückt, wurde unmittelbar vor dem Hochaltar
niedergeſetzt. Hier legte der Herzog von Ratibor einen
prachtvollen, vom Kaiſer überſandten Kranz nieder, deſſen
Schleife die Kaiſerkrone mit den kaiſerlichen Initialen
trug. Die Gedächtnisrede hielt Kanonikus Herbig unter
Zugrundelegung des Bibelſpruches: Du wirſt ein Pro=
phet
des Allerhöchſten genannt werden indem er den
Lebensgang und das Wirken des Verblichenen ſchilderte
Das Requiem zelebrierte der Erzbiſchof von Köln unter
großer Aſſiſtenz. Währenddeſſen ſang der Domchor das
Requiem für vierſtimmigen Männerchor von dem Vize=
echanten
Joſeph Nickel. Dann fand der Trauerkondukt
mit Abſolution der Biſchöfe ſtatt. Der Sarg wurde von
12 Domgeiſtlichen zu der Gruft unmittelbar vor dem Hoch=
altar
getragen und dort beigeſetzt. Kurz vor 1 Uhr war
die kirchliche Feier beendet.

Hochwaſſer.

* Aſchaffenburg, 10. März. Der Main trat heute
vormittag auf unterirdiſchem Wege in die Braunkohlen=
zeche
Guſtav ein und überſchwemmte die Kohlen=
felder
. Der Betrieb wurde geſtört. Die ausgedernte
Brikettfabrikation liegt auf einige Zeit ſtill. Die große
elektriſche Ueberlandzentrale der Zeche erleidet jedoch keine
Einbuße. Der Sachſchaden iſt ſehr bedeutend. Die Ar=
eiter
konnten ſich rechtzeitig in Sicherheit bringen.
* Dresden, 10. März. Das Hochwaſſer der
Elbe geht zurück. Nachdem geſtern ſpät abends der
Pegelſtand 2,44 Meter erreichte, zeigte heute mittag der
ieſige Pegel 2,34 Meter an.

Schiffsunfälle.

* Kopenhagen. 10. März. Bei Skagen fand
geſtern ein ſchwerer Zuſammenſtoß zwiſchen dem
däniſchen Dampfer Dania der von Philadelphia nach
Kopenhagen beſtimmt war, und dem norwegiſchen Damp=
fer
Bygdo der ſich auf der Reiſe von Hamburg nach
Chriſtiania befand. ſtatt. Der norwegiſche Dampfer ſank
ſofort. Die 14 Mann der Beſatzung und ein Paſſagier
konnten von der Mannſchaft des Feuerſchiffes gerettet
werden. Der Koch des norwegiſchen Dampfers kam ums
Leben. Die Ladung des norwegiſchen Dampfers ſoll
einen Wert von einer Million Kronen haben. Der unter=
gegangene
Dampfer führte die deutſche Poſt für Norwegen
an Bord. Der däniſche Dampfer blieb unbeſchädigt und
ſetzte ſeine Reiſe nach Kopenhagen fort.
* Paris, 10. März. Aus Havre wird berichtet:
Der Poſtdampfer Rochambeau brachte geſtern
den Kapitän Ducos vom Segelſchiff La Tour d’Au=
vergne
zurück, der am 23. Oktober v. J. auf der Fahrt
von Tahiti bei den Palmerſtoninſeln ſtrandete und
dann mit ſeiner Mannſchaft 98 Tage auf einer vollſtändig
verlaſſenen Inſel verbracht hatte. 60 Tage lang lebten die
Schiffbrüchigen von den Vorräten ihres Schiffes dem.
Reſt von Fiſchen und Kokosnüſſen. Erſt am 29. Januar
dieſes Jahres wurden ſie von dem Kreuzer Zélée auf=
genommen
, der von Tahiti abgeſandt worden war, um
das verſchwundene Segelſchiff zu ſuchen.
* Stettin, 10. März. Der Dampfer Hein=
rich
der Stettiner Reederei Emil R. Retzlaff verließ am
17. Februar Newport, um einen der Mittelmeerhäfen an=
zulaufen
. Von da ab hat man keine Kunde mehr von
dem Dampfer, obwohl er wenige Tage ſpäter Kap Finis=
terre
hätte erreichen müſſen. Es bleibt daher nur die An=
nahme
übrig, daß er im Golf von Biskaya mit Mann
und Maus geſunken iſt. Die Beſatzung betrug etwa
zwanzig Mann. Erſt vor kurzer Zeit iſt der Dampfer
Siegenia im Golf von Biskaya ſchwer havariert. Der
erſte Offizier fand dabei den Tod, während ein Teil der
Beſatzung ſchwer verletzt wurde.

Der Brand in St. Loufs.

* St. Louis, 9. März. Die Gebäude des Miſ=
ſouri
Atlethie Clubs, die heute durch Feuer
zerſtört wurden, waren Eigentum der Beatmens Bank.
Die Beamten der Bank erklären, daß die Stahlkammer
1376000 Dollar Bargeld enthielt, das ſie unverſehrt
wiederzufinden hoffen, ſobald die Trümmer der Gebäude

[ ][  ][ ]

ſich abgekühlt haben. Wie jetzt erklärt wird, beträgt die
Bahl der Vexmißten über 20.
Neu=York, 10. März. Ueber die Brand=
kataſtrophe
in St. Louis wird noch gemeldet: 115
Perſonen ſchliefen in den oberſten Stockwerken, Ehe die
Feuerwehr eintreffen konnte, ſtand das ganze Gebäude in
Flammen, ſo daß den Unglücklichen der Ausweg abge=
ſchnitten
war. Man ſah Dutzende von Frauen und Män=
nern
aus den Fenſtern der oberen Stockwerke ſpringen,
und ungefähr 20 retteten ſich dadurch, daß ſie auf benach=
barte
Dächer ſprangen.
Die untere Etage des Gebäudes enthielt die Ge=
ſchäftsräume
der Beatmens Bank, in deren Sicherheits=
gewölbe
1350000 Dollar Papier= und 27000 Dollar Sil=
bergeld
ſich befanden. Der Brand brach entweder im
Speiſeſaal der dritten Etage aus oder er war von Geld=
ſchrankräubern
verurſacht worden. Die letztere Annahme
wird damit begründet, daß unmittelbar vor der Ent=
deckung
des Feuers eine Exploſion erfolgte. Der
Manager Manzill entdeckte den Brand, der in wenigen
Augenblicken die vier unteren Etagen ergriffen hatte und
den Gäſten der oberen Stockwerke jeden Rettungsweg ab=
ſchnitt
. Drei Perſonen ſtürzten ſich vom oberſten Stock=
werk
auf die Straße, wo ſie zerſchmettert liegen blieben.
Der Brand griff auf die Nebengebäude über, und eine
Zeitlang ſchien es, als ob der ganze Block vernichtet
würde. Die Blätter geben ſchreckliche Schilderungen von
der Kataſtrophe. 20 Männer retteten ſich aus den oberen
Stockwerken mit einer aus Bettüchern gemachten Leine
auf das Dach des Nachbarhauſes. Niemand hatte Zeit,
auch nur notdürftig Kleider anzulegen. Faſt alle Gerette=
ten
verdanken ihr Leben dem Heroismus des Telephon=
clerks
, der trotz der größten Gefahr alle Gäſte telephoniſch
weckte.
* New=York 10. März. Die Zahl der Todes=
opfer
der Brand=Kataſtrophe in St. Louis
ſcheint 30 zu erreichen. Nachmittags wurde jede Hoffnung
aufgegeben, noch Lebende unter den Trümmern zu finden.
Die Urſache des Brandes iſt noch nicht ermittelt. Das
Gerücht, Einbrecher hätten einen Raubverſuch in die im
Hauſe befindliche Bank unternommen, und dabei Dynamit
angewendet, wodurch der Brand ausgebrochen ſei, hat ſich
nicht beſtätigt. Der Materialſchaden wird auf eine halbe
Million Dollar geſchätzt.

* Belgrad, 10. März. Das Blatt Balkan
meldet: Die franzöſiſche und engliſche Geſandt=
ſchaft
überreichten der ſerbiſchen Regierung eine Note,
in der die Rückgabe der bei der Eroberung von Monaſtir
durch die ſerbiſchen Truppen in der dortigen Filiale der
Ottomanbank beſchlagnahmten 680000 Francs
gefordert wird. Von der Summe ſollen übrigens nur
223888 Francs an das ſerbiſche Armeekommando gelangt
ſein.
* Belgrad, 10. März. Das Blatt Politika unter=
zieht
das Verhalten des bulgariſchen Ge=
ſandten
in Belgrad einer ſcharfen Kritik, der
geſtern bei einer Wohltätigkeitsvorſtellung im National=
theater
zugunſten des ſerbiſch=ruſſiſchen Klubs beim Spiel
der ſerbiſchen und ſlawiſchen Hymnen demonſtrativ ſitzen
blieb, während das geſamte Auditorium ſich erhob.
* Sofia, 10. März. Nach ergänzenden Berichten
erhielten die Anhänger der Regierung bei den
Wahlen 128, die Oppoſitionellen 117 Mandate.
* Cetinje, 10. März. Die Skupſchtina nahm
ein Geſetz über die Beſiedelung der eroberten
Gebiete an mit Beſtimmungen über die Art der Land=
aufteilung
und der Förderung der Anſiedler durch eine
zu gründende Hypothekenbank. Das Geſetz hat
vorläufig nur theoretiſchen Wert, da die Beſitzverhältniſſe
in den neuen Gebieten ganz untergeordnete ſind.
* Janina, 10. März. Griechenland hat die
weitere Räumung des Epirus eingeſtellt, um die An=
hänger
der Unabhängigkeitsbewegung nicht zu Herren je=
ner
Gebiete werden zu laſſen.

Vom Balkan.

Der bosniſch=montenegriniſche Grenzzwiſchenfall.
* Wien 10. März. Zu dem Zwiſchenfall an
der bosniſch=montenegriniſchen Grenze
erfährt die Neue Freie Preſſe noch aus Serajewo: Als
die Bemühungen, die Montenegriner zum Verlaſſen des
Grundſtücks zu bewegen, ſcheiterten, erhielt eine Abteilung
öſterreichiſch=ungariſcher Truppen, ein Zug bosniſch= herze=
gowiniſcher
Grenzjäger und eine Kompagnie Heeresinfan=
terie
den Befehl, das Wachhaus und den Saumweg zu
räumen. Ein Grenzjägerzug ſchritt nach kurzem Feuerge=
fecht
zum Sturm auf das Wachhaus. Die Montenegriner
hatten zwei Tote und zwei Schwerverletzte, ſowie meh=
rere
Leichtverletzte; eine größere Anzahl montenegriniſcher
Grenzſoldaten wurde gefangen. Die Grenzjäger hatten
keine Verluſte. Seit dieſem Zwiſchenfall wurde die=Ruhe
nicht mehr geſtört.

Die Unruhen in Braſilien.

* Rio de Janeiro, 10. März. Ueber Ceara iſt der
Belagerungszuſtand verhängt worden.
* Rio de Janeiro, 10. März. Oberſt Setem=
brino
, der Befehlshaber der Bundestruppen in Forta=
leza
, der Hauptſtadt des Staates Ceara, teilte dem Kriegs=
miniſter
mit, daß der Generalſtreik ausgebrochen ſei.
Der Handel ſei gelähmt, der Hafen= und Straßenbahn=
betrieb
ſtocke und die Gasanſtalten werden bedroht. Be=
waffnete
Haufen durchziehen die Stadt, bedrohten die
Paſſanten und brechen in Privatwohnungen unter dem
Vorwande ein, eine Hausſuchung vornehmen zu wollen.
Die Regierung iſt außerſtande, die Ordnung zu ſichern.
Die Aufſtändiſchen lagern 25 Kilometer von der Hauptſtadt
entfernt. Bundestruppen bewachen gegenwärtig die Ge=
ſchäfts
= und Privathäuſer. Auf Grund dieſer Depeſche
wurde, wie bereits gemeldet, der Belagerungszuſtand über
Ceara verhängt.

Vermiſchtes.

* Frankfurt a. M., 10. März. Unter dem Pro=
ektorate
des Großherzogs von Heſſen findet in
er Pfingſtwoche (vom 2. bis 5. Juni d. J.) in Frank=
furt
a. M. der dritte Kongreß der Internatio=
nalen
Vereinigung für Rechts= und Wirt=
ſchaftsphiloſophie
ſtatt, zu welchem ſich eine An=
zahl
der hervorragendſten Gelehrten Deutſchlands und des
Auslandes einfinden werden. Referate haben u. a. ange=
meldet
: Geheimrat Profeſſor Kohler=Berlin über die Gren=
zen
der Rechtsphiloſophie, Staatsſekretär Exzellenz Dern=
burg
und Senatspräſident von Strauß und Torney über
ein Reichswohnungsgeſetz, Geheimrat Profeſſor Wolf=Ber=

lin und Exzellenz Staatsrat von Dynovsky=St. Peters=
burg
über die Annäherung europäiſcher Staaten durch Be=
ſeitigung
oder Minderung der Zollſchranken. Die Stadt
Frankfurt a. M. wird die Teilnehmer an dem Kongreß
nebſt deren Damen am Abend des 2. Juni im Römer
empfangen. Für den Abend des 3. Juni hat die Han=
delskammer
den Kongreß in den Palmengarten einge=
laden
. Zur Vorbereitung des Empfangs iſt ein Ehren=
komitee
und ein Damenkomitee gebildet worden.

Darmſtadt, 11. März.
-g. Schwurgericht. Das Schwurgericht verhandelte
geſtern unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit gegen den 27
Jahre alten ledigen Metallgießer Friedrich Welcher aus
Nordhauſen und den 36 Jahre alten ebenfalls ledigen
Portefeuiller Joſeph Nikolaus Döbert aus Hauſen, beide
zuletzt in Offenbach wohnhaft und in Unterſuchungshaft.
Beide ſind des Meineids angeklagt, Welcher außerdem der
Anſtiftung zum Meineid. Welcher wurde im Frühjahr
1912 auf Alimentation verklagt und ſoll den Angeklagten
Döbert dazu veranlaßt haben, zu beſchwören, er habe
ebenfalls mit der Kindesmutter Umgang gehabt. Dieſer
Eid wurde von Döbert am 12. März 1912 vor dem Amts=
gericht
Offenbach geleiſtet, trotz dieſes Schwures verurteilte
das Gericht den Verklagten zur Zahlung der Alimente.
Als nun die Zahlung erfolgen ſollte, weigerte ſich Welchec
und ließ es bis zur Zwangsvollſtreckung kommen. Er
leiſtete dann auch im Auguſt 1912 den Offenbarungseid,
wobei er unwahre Angaben gemacht haben ſollte. Die
Verhandlung ging erſt abends nach 9 Uhr zu Ende. Die
Geſchworenen verneinten ſämtliche Schuldfragen, worauf
das Gericht den Angeklagten freiſprach.
Orpheum. (Programmwechſel des Has=
kel
=Enſembles.) Haskel, der in ſeiner Art einzige
Komiker, bringt mit ſeinem vortrefflich eingeſpielten En=
ſemble
ein neues Programm. Gleich zwei tolle Stücke ſind
es, die den Abend einleiten und nach dem Auftreten eini=
ger
vorzüglicher, ebenfalls auf den humoriſtiſchen Ton
geſtimmten Spezialitätenkünſtler, auch beſchließen. Der
Muſterpapa Schwank in einem Akt von Anatole Du=
rand
, iſt in der Inſzenierung von Leonhard Haskel ein
wahres Blitzfeuerwerk von guten und minder guten, von
alten und neuen Witzen. Man muß oft wider Willen la=
chen
zunächſt, aber endlich läßt man ſich von der Heiterkeit,
die die Darſteller auf der Bühne ſelbſt erfüllt, gerne hin=
reißen
und lacht kritiklos mit aus vollem Halſe. Wir
wollen den Inhalt des an komiſchen Zwiſchenfällen über=
reichen
Stückes nicht verraten. Es iſt ungefähr das Tollſte,
was in dieſem Genre geboten wird. Das zweite iſt die
zweiaktige Originalpoſſe Exzellenz kommt! von
Leonhard Haskel. Der Autor tritt hierin in der protzenden
Uniform auf, in der ſein Konterfei an allen Litſaßſäulen
prangt, iſt aber in Wirklichkeit ein ſimpler Schneider. Auch
dieſes Stück iſt überreich an Situationskomik und burles=
ken
Einfällen. Der andauernd gute Beſuch der Vorſtel=
lungen
iſt Beweis dafür, daß Haskels Humor in
Darmſtadt ſein Publikum findet.

Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.

(* Balladenabend Hermann Gura. Herr
Kammerſänger Hermann Gura wird am Mittwoch,
den 18. ds Mts., in Darmſtadt (Hotel Zur Traube) einen
Balladenabend geben, worauf ſchon jetzt aufmerkſam ge=
macht
ſei. Ein Kunſtgenuß erſten Ranges, ein Ereignis
im Konzertſaal ſteht damit bevor. Kammerſänger Her=
mann
Gura gab ſeinen erſten Balladenabend in London
m 4. Dezember 1913 und erzielte einen geradezu ſenſa=
tionellen
Erfolg, der in der ganzen Preſſe als das Ereig=
nis
der diesjährigen Winterſaiſon Londons beſprochen
wurde. Die Pall Mall Gazette ſchrieb u. a.: Herr Gura
ſetzte ſeine Fähigkeiten einer Prüfung aus, die ſich nur
ſehr wenige Sänger erlauben dürfen. Er hat eine Gewalt
des ſchräfſten Ausdrucks und gibt ſtarke Steigerungen. Er
iſt in ganz hervorragender Weiſe ein plaſtiſcher Darſteller
und beſitzt in ſeltener Weiſe das Können, die Aufmerkſam=
keit
auf das dramatiſche Weſen einer Ballade zu konzen=
rieren
. Speziell im Archibald Douglas und in dem
erſchütternden Edvard zeigte er eine merkwürdige, den
Zuhörer im Banne haltende Beherrſchung, die Charaktere
ſcharf zu zeichnen, ſowie einen unfehlbaren Sinn für ſich
immer mehr ſteigernde Wirkungen. (Nähere Mitteilungen
folgen.)

Die Kinematographie.

Vortrag von Profeſſor Dr. Limmer.
St. Im großen Hörſaal für Phyſik ſprach geſtern
abend Herr Profeſſor Dr. Fritz Limmer von der
Techniſchen Hochſchule in Fortſetzung des Vortrags, ſowie
zum Beſten des Photographiſchen Inſtituts über Kine=
matographie
.
Der Vortragende erwähnte zum Eingang ſeiner Aus=
führungen
, daß der Marey der eigentliche Schöpfer der
Kinematographie iſt, der 1882 den erſten wirklich brauch=
baren
Kino herausbrachte. Die Firma Ernemann hatte
für den Abend die Apparate zur Verfügung geſtellt, einige
andere Firmen, beſonders die Weltkinematograph
m. b. H. Freiburg i. B., eine Anzahl Films. Kurz ver=
breitete
ſich der Vortragende ſodann über die Technik der
kinematographiſchen Aufnahme. Dieſe erfolgt bekanntlich
in der Art, daß durch einen höchſt ſinnreich erdachten
Apparat, deſſen wichtigſter Teil der Fortbewegungsmecha=
nismus
iſt, eine lange Reihe von Aufnahmen hinter=
einander
auf einen Film gemacht werden. Dieſe Auf=
nahmen
werden dann in ebenſo ſchneller Bewegung auf
die Leinwand projektiert. Die Bewegung, die man in
dieſer Projektion ſieht, iſt eigentlich nur eine vorgetäuſchte.
Denn zwiſchen jeder Aufnahme liegt eine Zwiſchenpauſe
von einem Bruchteil einer Sekunde. Durch die ſchnelle
Aufeinanderfolge wird aber die Bewegung vom Auge als
ſolche empfunden. Das beruht in der Eigentümlichkeit
des Bewegungsſyſtems und der Dauer des Lichtein=
druckes
des Auges. Dieſe Eigentümlichkeit läßt die ein=
zelnen
Bilder als geſchloſſenes Ganzes, als Bewegung
empfinden. Die dunklen Zwiſchenpauſen zwiſchen den
Bildaufnahmen werden vom Auge nicht empfunden.
Darauf beruht die ganze Kinematographie. Die Dauer
des Lichteindrucks iſt bei den verſchiedenen Menſchen ver=
ſchieden
. Der günſtigſte Durchſchnitt in der Zahl der
Kinoaufnahmen beträgt 1520 in der Sekunde. Zwiſchen
jeder Aufnahme liegt natürlich eine Pauſe. Der Film
wird durch dieſe Schnelligkeit der Aufnahme und Vor=
führung
außerordentlich ſtark in Anſpruch genommen.
Das oft unangenehm empfundene Flimmern entſteht
eben durch die Dunkelpauſen zwiſchen den einzelnen Bil=
dern
. Um dieſes Flimmern nach Möglichkeit einzuſchrän=
ken
, kann man die Aufnahme und Vorführung ſehr be=

ſchleunigen, doch ſind hier gewiſſe Grenzen gezogen durch
die Haltbarkeit des Films und durch die materiellen Rück=
ſichten
, denn die Films müſſen bei ſehr ſchnellem Durch=
laufen
zur Aufnahme natürlich ſehr lang werden. Ganz
vermeiden läßt ſich das Flimmern der Filmvorführung
bei der gegenwärtigen Konſtruktion der Apparate nicht.
Aber es ſind doch Ausſichten vorhanden, daß wir in abſeh=
barer
Zeit zu vollſtändig flimmerfreien Films kommen.
Zu erreichen ſind dieſe flimmerfreien Vorführungen durch
Apparate, die der Film kontinuierlich durchläuft. Prak=
tiſch
ſind dieſe Apparate noch nicht erprobt, aber die An=
fänge
dazu ſind gemacht. Ein anderer Fehler iſt der
Filmregen‟. Dieſer entſteht durch Beſchädigungen,
Kratzen oder Abſchleifen des Films. Dieſes Filmregnen
kann man heute ſchon, wenn auch nicht beſeitigen, ſo doch
maskieren, dadurch, daß man den Film zwiſchen 2 Filz=
platten
laufen läßt, die mit einer öligen Flüſſigkeit ge=
tränkt
ſind die ſich in die beſchädigten Stellen gewiſſer=
maßen
einſchmiert. Es dürfte übrigens intereſſieren,
daß es zur Zeit ſchon gelungen iſt, einen Normalfilm zu
fabrizieren, der in allen Fabriken gleich hergeſtellt wird,
was bedeutende wirtſchaftliche Vorteile hat. Dieſer Nor=
malfilm
iſt 19X15 mm groß. Es muß alſo eine bedeu=
tende
Vergrößerung erfolgen, wenn die Bilder in natür=
licher
Gcöße oder noch größer auf die Projektionswand
geworfen werden ſollen.
An Hand einer großen Anzahl von Lichtbildern er=
läuterte
der Vortragende dann die Technik der Kinoappa=
rate
in allen Details. Die Apparate verſchiedenſter Art
wurden im Bilde vorgeführt und ihre Funktionen in
Detailzeichnungen erläutert, ferner Filmabſchnitte gezeigt
und dergleichen mehr. Auch die Brennbarkeit der Films
wurde praktiſch demonſtriert. Den zweiten Teil des
Abends bildete die Vorführung muſterhafter Filmaufnah=
men
, die die oben genannte Freiburger Firma zur Vor=
führung
geſtellt hatte. Es waren prächtige Aufnahmen,
meiſt naturwiſſenſchaftlicher Art, die in künſtleriſcher und
techniſcher Beziehung hervorragend waren. Die Lebens=
gewohnheiten
des Murmeltiers, des Ameiſenlöwen uſw.
wurden vorgeführt, ferner die Herſtellung von Steingut
und der Betrieb eines Kalkſteinbruches. Der Vortragende
ſchloß ſeine feſſelnden Ausführungen mit dem Hinweis
darauf, daß es ſehr wohl möglich iſt, gute und einwand=
freie
Fikms herzuſtellen. Es wird heute ſoviel geſchimpft
über die Gefahren und Nachteile des Kinos. Das iſt nur
zum Teil berechtigt. Man trifft in der Kulturgeſchichte
immer wieder auf Perioden, in denen das Materielle in
ungeheurer Weiſe überſchätzt und in gleichem Maße das
Ideelle unterſchätzt wird. Solche Perioden ſind die Pflanz=
ſtätten
für das Senſationsbedürfnis. Das iſt wie einel
Krankheit, die durch unſere ganze Zeit geht. Sie kann
nicht dadurch geheilt werden, daß man durch Polizeiver=
ordnungen
die Kinobeſitzer drangſaliert, ſie muß und wird
von ſelbſt ſchließlich geheilt werden. Jedenfalls darf dier
Bedeutung des Kinematographen, beſonders als An=
ſchauungsmittel
, nicht dadurch beeinträchtigt werden.
Die höchſt intereſſanten Ausführungen des Vortra=
enden
und die Vorführungen wurden mit dankbarem
Beifall ausgezeichnet.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 10. März. Die Norddeutſche Allgemeiſſe
Zeitung ſchreibt: Ende des vorigen Monats fanden hiek
Beſprechungen zwiſchen Komiſſionen des Reiches, der
preußiſchen, der mecklenburgiſchen und der däniſchen Re=,
gierung ſtatt, um die Möglichkeit von Verbeſſerun=
gen
der deutſch=däniſchen Verkehrsbezie=
hungen
zu unterſuchen. Die Beſprechungen erſtreckten
ſich auf die wirtſchaftliche Bedeutung der Verbeſſerungs=
möglichkeiten
, auf die Geſtaltung des Fahrplans für die
verſchiedenen Verbindungen, ſowie auf andere Fragen vor=
bereitender
Art. Die Erörterungen ſollen demnächſt fort=
geſetzt
werden.
* Berlin, 10. März. Dem Elſäſſer wurde angeblich
von maßgebender Seite mitgeteilt, daß die Verlegun
des Infanterie=Regiments Nr. 132 nach
Zabern und des Infanterie=Regiments Nr. 99 nich
Straßburg mit dem 1. Oktober zu erwarten ſei. Wolffs
Telegraphiſches Bureau erfährt hierzu von maßgebender
Seite: Die Nachricht beruht ebenſo wie die ſchon ver
Wochen verbreiteten Verſetzungsgerüchte auffreier Er=
findung
.
* Potsdam, 10. März. Der ſeit einigen Tagen ver=
ſchwundene
Gemeindevorſteher Rother aus Drewitz
hat, wie durch Reviſoren des Landratsamts feſtgeſtellt
wurde, erhebliche Unterſchlagungen begangen. Bis
jetzt wurden 19000 Mark feſtgeſtellt. Die verlaſſene Ehe=
frau
und die Kinder befinden ſich in größter Notlage.
* Oſterburg (Prov. Sachſen), 10. März. Bei Klein=
Paſſau überſchlug ſich eine Lokomotive eines Bau=
zuges
. Der Techniker Lüders wurde getötet, 2 Ar=
beiter
ſchwer verletzt. Der Untergrund war wahrſcheinlich
vom Regen unterwaſchen worden.
* Rom, 10. März. In der heutigen Sitzung der Kam=
mer
gab Miniſterpräſident Giolitti bekannt, das Ka=
binett
habe in anbetracht der parlamentariſchen Lage das
Rücktrittsgeſuch in die Hände des Königs gelegt,
der ſich ſeinen Beſchluß vorbehalten habe. Indeſſen ſeien
die Miniſter im Amte geblieben zur Erledigung der lau=
fenden
Verwaltungsgeſchäfte. Auf Erſuchen Giolittis ver=
tagte
ſich darauf die Kammer auf unbeſtimmte Zeit. Eine
entſprechende Mitteilung machte Miniſterpräſident Giolitti
auch im Senate.
* Rom, 10. März. Die leitende Kommiſſion der Ar=
beitskammer
hat nach den Erklärungen des Unterſtaats=
ſekretärs
des Innern in der Hoſpitalfrage beſchloſſen, die
Arbeit mittags 12 Uhr wieder aufzunehmen.
* Luzemburg, 10. März. Der Biſchof von
Luxemburg hatte in einem Hirtenſchreiben den Katho=
liken
das Leſen einer Anzahl von Zeitungen
verboten. In einer von der Neuen Zeit angeſtrengten
Verleumdungsklage wurde heute der Biſchof zu
einer Geldſtrafe von 26 Francs mit Strafauf=
ſchub
verurteilt.
* Paris, 10. März. Die Kammer nahm den Etat
für die Kolonialtruppen an. Der Senat beriet über
die Wahlreform. Berichterſtatter Jeannenly drückte die
Meinung aus, die Mehrheit des Senats ſei gegen das
Syſtem der Wahlquotienten. Sicherlich werde ſie ihre
Meinung ſeit der letzten Abſtimmung nicht ändern. Er
fordere daher die einfache Aufrechterhaltung des vom Se=
nat
im Juni 1913 angenommenen Textes. Der Miniſter
des Innern erkannte die kraft der vön der Kommiſſion
gemachten Einwendungen an. Die Regierung werde ſich
weiter bemühen, zu einem Ausgleich zu gelangen. Dar=
auf
wurde der Entwurf der Kommiſſion mit 173 gegen
83 Stimmen angenommen.

[ ][  ][ ]

* Paris, 10. März. Der Deputierte Mairat richtete
to den Kriegsminiſter unter Hinweis auf die durch die
breſetzung von Tripolis verurſachten militäri=
ſolen
Ausgaben Italiens die ſchriftliche Anfrage, ob
in der Lage wäre, die durch die Beſetzung Marokkos
Vrrurſachten militäriſchen Ausgaben anzugeben und da=
ldurch
eine vergleichende Beurteilung der von den beiden
Ländern zur Beſitzergreifung ihrer neuen nordafrikani=
ogen
Gebiete unternommenen militäriſchen und finan=
eellen
Kraftanſtrengungen zu ermöglichen. Der Kriegs=
m
iniſter antwortete hierauf, daß die Ausgaben für die Be=
ſahtzung
von Marokko für die Zeit von 1907 bis einſchließ=
llch
1913 eine Geſamtſumme von 507 Millionen Francs
lef fordert habe. Eine vergleichende Schlußfolgerung zwi=
Aſchen der Beſetzung von Tripolis und von Marokko in dem
Aron dem Frageſteller angeregten Sinne könne ſchon des=
Anegen nicht gezogen werden, weil die Beſetzung von Ma=
rokko
ſich auf ein reiches Gebiet von 205 Quadratkilomete
Meſſtrecke, deſſen Bevölkerung diejenige von Tripolis und
der Cyrenaila mindeſtens um das vierfache übertreffe.
* Toul, 10. März. Ein im Bau begriffenes Pulver=
Anagazin der Macean=Kaſerne ſtürzte ein. Ein Arbei=
ſſtar
wurde getötet, vier befinden ſich noch unter den
Trrümmern.
* Zarskoje Sſelo, 10. März. Kaiſer Nikolaus
empfing heute den deutſchen Militärbevollmächtigten, Ge=
neral
der Kavallerie Burggrafen und Grafen zu Dohna=
Echlobitten in Abſchiedsaudienz.
* Warſchau, 10. März. Beim Einſturz eines
ſechsſtöckigen Neubaues fiel ein daneben ſtehen=
des
Holzhaus zuſammen. Vier Perſonen konnten gerettet
werden, drei befinden ſich noch unter den Trümmern.
* Buenos=Aires, 10. März. Die Feſtlichkeiten
ſanläßlich der Anweſenheit der deutſchen
s riegsſchiffe nahmen geſtern vormittag ihren Fort=
gang
mit einem Ausflug der deutſchen Mannſchaften nach
Quilmes, wohin ſie von der dortigen deutſchen Braue=
rei
geladen waren. Bei einem Frühſtück an Bord des
eoreuzers Straßburg, zu dem viele argentiniſche Ma=
rineoffiziere
Einladungen erhielten, ſprach Konteradmiral
non Rebeur=Paſchwitz auf Argentinien, die argentiniſche
Marine und die deutſchen Landsleute, während der Ma=
räneminiſter
einen ſehr herzlichen Trinkſpruch auf Deutſch=
land
und die deutſche Marine ausbrachte. Zu dem
Empfang, der ſich dem Frühſtück anſchloß, fanden ſich be=
ſoonders
viele argentiniſche Familien ein. Geſtern abend
waren der Konteradmiral und die deutſchen Offiziere
Gäſte des öſterreichiſch=ungariſchen Geſandten. Heute ſollte
die Straßburg mit dem deutſchen Admiral nach Monte=
wideo
gehen, da jedoch von Rebeur=Paſchwitz leicht er=
rrankt
iſt, wurde die Abreiſe aufgeſchoben.

Zur Amerikareiſe des Prinzenpaares Heinrich von Preußen.
* Berlin, 10. März. Die Norddeutſche Allgemeine Zei=
rung
ſchreibt: Der neueſte Dampfer der Hamburg= Süd=
amerika
=Linie, Kap Trafalgar tritt heute ſeine
erſte Reiſe nach Südamerika an. Unter den
Fahrgäſten auf dieſer erſten Fahrt befinden ſich Ihre
Königlichen Hoheiten Prinz und Prinzeſſin Hein=
lich
von Preußen. Die Frau Prinzeſſin iſt erho=
Tungsbedürftig und ſehnt ſich nach der Ruhe einer länge=
ren
Seefahrt. Einen amtlichen Charakter trägt die Reiſe
nicht. Bei der Kürze der Zeit, ſoll doch die Rückfahrt von
Buenos=Aires ſchon am 9. April auf demſelben Schiff er=
Folgen, war urſprünglich nur ein kurzer Beſuch Rios und
ein etwas längerer Aufenthalt in Argentinien vorgeſehen.
Neuerer Nachricht zufolge iſt indeſſen auf Einladung der
chileniſchen Regierung auch ein kurzer Ausflug nach San=
Liago geplant. Das Gefolge der Prinzlichen Herrſchaften
wvird nur aus wenigen Perſonen beſtehen. Abgeſehen von
dem Leibarzt Profeſſor Reich, wird der Prinz nur von
ſſeinem perſönlichen Adjutanten, Kapitänleutnant von
Tyszka, begleitet ſein, während ſich im Gefolge der Prin=
Beſſin die Hofdame Fräulein von Plänckner befindet.
* Hamburg, 10. März. Prinz und Prinzeſſin
Heinrich mit Gefolge ſind hier eingetroffen. Die hohen
Herrſchaften gehen um 8 Uhr an Bord; vorher empfangen
ſie den argentiniſchen Geſchäftsträger und den argentini=
ſchen
Generalkonſul.
* Hamburg, 10. März. Um 6 Uhr fuhren Prinz
rund Prinzeſſin Heinrich, begleitet von Richard
G. Krogmann, im Automobil nach den St. Pauli= Lan=
dungsbrücken
und begaben ſich an Bord des Kap Tra=
falgar
wo ſie von dem Aufſichtsrat und der Direktion
der Hamburg=Südamerikaniſchen Dampfſchiffahrts= Geſell=
ſchaft
empfangen wurden. Heute abend findet an Bord
in engerem Kreiſe ein Diner ſtatt. Die Ausreiſe des
Dampfers erfolgt vorausſichtlich zwiſchen 2 und 3 Uhr
nachts.
Großfeuer.
* Bautzen, 10. März. In einem umfangreichen Fabrik=
gebäude
der Lithographiſchen Anſtalt und Buntpapierfabrik
von Gebrüder Weigandt brach heute morgen um 3 Uhr
Großfeuer aus, welches das Gebäude vollſtändig ein=
äſcherte
. Unter den Trümmern wurden die verkohlten
Leichen von fünf Perſonen aufgefunden. Eine
ſechſte Perſon wird vermißt. Der Betrieb wird fortgeſetzt.
Die umgekommenen fünf Perſonen ſind der Hausmann
Wiche, der Kutſcher Matzke, der Fabrikfeuerwehrmann
Gral, der Pflichtfeuerwehrmann Damaſchke und der Buch=
binder
Seiler. Vermißt wird der Schornſteinfegermeiſter
Moſer.
(Schluß des redaktionellen Teils.)

Deutsche Bank Darmstadt

An- und Verkauf von Wertpapieren
an allen Börsen.
(X, 4437

Die LElBWASCHE einer gediegenen
Braut-Ausstattung
ist einige Tage ausgestellt.
C. F. Erb Nachf.
Obere Elisabethenstrasse.

(6372

Kinder-
mehl

Kranken-
kost

Hervorragend bewährfg
Nahrung.
Die Kinder gedeihen
vorzüglich dabei
u. leiden nicht an
Verdauungsstörung.

Beachten Sie die ausgestellten
Noaherton In Herrcnwasche

Wäschehaus Becker

17 Wilhelminenstrasse 17.

(6390

otel zur Krone, Auerbach
empfiehlt seine Säle zur Abhaltung von Fest-
lichkeiten
, Familienfeiern, Konferenzen
usw. Diners täglich zu M. 1.20, 2., 2.50
ohne Vorbestellung.
(864a

HERREN-PALETOT8
(Frühjahrsneuhelten)
empfehle
in enormer Auswahl,
äusserst preiswert.
WILLV SCHWAB
Ludwigsplatz.
(6486

Geſchäftliches.

Ein neuer Beweis für die kräftige Konſtruk=
tion
und für die große Zugkraft des Mannesmann=
Mulagwagens illuſtriert das nachſtehende Ereignis, das in
der Stadt Gleiwitz großes Aufſehen erregt hat: Bei An=
kunft
eines Mannesmann=Mulagwagens in Gleiwitz war
dort auch gleichzeitig ein 700 Zentner ( 35000 Kilo=
gramm
) ſchwerer Dampfkeſſel für die Oehringengrube ein=
getroffen
, der nach der Grube transportiert werden ſollte.
Der Gedanke lag nahe, das Laſtauto als Vorſpann zu
benutzen, und die ſchwierige Fahrt wurde unternommen.
Die erhebliche Steigung nach der Toſterſtraße wurde glatt
überwunden. Auf der Höhe von Ellguth=Zabrze war nun
eine zirka 200 Meter lange, teils meterhohe Schneewehe
zu paſſieren. Aber auch dieſes Hindernis wäre glatt über=
wunden
worden, wenn die Fahrbahn breit genug ausge=
worfen
wäre. Die auf den Hinterrädern montierten Schnee=
ketten
riſſen und die Hinterräder ſelbſt gruben ſich tief in die
vereiſte Straßendecke ein. Nun wurde der Mannesmann=
Mulagwagen wieder auf feſte Straße gebracht und durch
200 Meter lange Taue und Ketten mit dem Dampfkeſſel
verbunden. Dieſe Verbindungen erwieſen ſich jedoch nicht
ls widerſtandsfähig genug, ſondern riſſen bei jedem
neuerlichen Anziehen des Kraftwagens. Erſt nachdem
eine Stahltroſſe verwendet wurde, konnte auch dieſes
äußerſt ſchwierige Hindernis überwunden werden und der
Mannesmann=Mulagwagen ſeine Laſt glücklich an Ort
und Stelle bringen. Dieſe Leiſtung iſt nur ein neuer Be=
veis
für die große Leiſtungsfähigkeit der Mannesmann=
Mulagwagen, die infolge ihrer erſtklaſſigen Konſtruktion
in allen Induſtriekreiſen ſich ſchnell eingebürgert haben.

Sommersprossen weg! (*6415
Leidensgefährtinnen teile unentgeltlich mit, auf welch ein=
fache
Weiſe ich meine Sommerſproſſen gänzlich beſeitigte.
Frau Elisabeth Ehrlich, Frankfurt a. W. 9, Schliessfach 47.

Für Trauer stets vorrätig:
Jackenkleider
Mäntel
Taillenkleider
Blousen
Hüte
Jupons
Schirme und Handschuhe (3234a
Carl Schürmann & Co.
Elisabethenstr. und Wilhelminenstr. Ecke.

Dampfernachrichten.

Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem Ver=
treter
: Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1,
Nordamerika: Amerika, nach Neu=York, 6. März 7 Uhr
morgens Dover paſſiert. Cincinnati 5. März 5 Uhr
nachm. von Neu=York über Madeira, Gibraltar, Algier
und Neapel nach Genua. Indianola nach Neuorleans,
5. März morgens in Boſton. Pennſylvania von
Neu=York kommend, 6. März 6 Uhr 30 Min. morgens
auf der Elbe. Weſtindien, Mexiko: Bavaria 5. März
von Pto. Mexiko. Cheruskia 4. März von St. Thomas
über Hapre nach Hamburg. Frankenwald 4. März in
Tampico. Parthia nach Weſtindien, 5. März 7 Uhr
abends in Antwerpen. Patagonia nach Weſtindien,
6. März 1 Uhr 10 Min. morgens Cuxhaven paſſiert.
Sachſenwald von Weſtindien kommend, 5. März
Uhr abends in Havre. Wasgenwald, von Mexiko
kommend, 4. März morgens von Havanna über Vigo,
Santander, Plymouth und Havre nach Hamburg.
Ypiranga von Mexiko und Havanna kommend,
3. März 8 Uhr 30 Min. morgens Dover paſſiert.
Südamerika, Weſtküſte Amerikas: Motorſchiff Chriſtian X.
von Neu=York, 4. März 3 Uhr nachm. von Pernambuco.
Habsburg nach Mittelbraſilien, 5. März 12 Uhr mittags
Cuxhaven paſſiert. Karthago von dem La Plata kom=
mend
, 5. März 12 Uhr mittags in Aberdeen. König
Friedrich Auguſt von dem La Plata kommend, 5. März
10 Uhr morgens von Bahia über Teneriffa, Liſſabon,
Vigo, Southampton und Boulogne nach Hamburg.
König Wilhelm II. nach dem La Plata, 5. März 1 Uhr
nachm. von Boulogne. Macedonia nach Braſilien,
. März St. Vincent paſſiert. Pruſſia von Braſilien
ommend, 5. März 11 Uhr morgens in Oporto.
Oſtaſien: Altmark 6. März 1 Uhr 10 Min. morgens
Cuxhaven paſſiert, ausgehend. C. Ferd. Laeisz 5. März
12 Uhr mittags Gibraltar paſſiert, heimkehrend. Emden,
von Oſtaſien kommend, 5. März 6 Uhr 30 Min. abends
in Hamburg. Scandia 5 März 8 Uhr morgens von
Moji. Senegambia 4. März in Dalny. Verſchiedene
Fahrten: Kurmark nach Indien, 5. März 6 Uhr
25 Min. abends Cuxhaven paſſiert. Markomannia
von Perſien, 5. März von Bombay. Vergnügungs=
dampfer
Meteor, zweite Mittelmeerfahrt, 5. März 8 Uhr
nachm. in Kandia. Numantia 5. März in Mormugäo.

Gottesdienſtliche Anzeige.

Stadtkapelle. Mittwoch. den 11. März, 6 Uhr:
3. Paſſionsandacht. Pfarrer Kleberger.

Familiennachrichten.

Nach langem Leiden ſtarb am
8. März der Oberzahlmeiſter im
Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23
Herr
Wilhelm Roltz.
Elf Jahre hat er in verantwort=
licher
Stelle dem Regiment angehört,
ein leuchtendes Beiſpiel treuer Pflicht=
erfüllung
. In raſtloſer Tätigkeit ſetzte
er ſeine ganze Kraft für das Wohl des
Regiments ein, das ihm bis zu ſeinem
Tode am Herzen lag.
(6383
Sein Wirken, ſeine Perſönlichkeit
ſichern ihm ein ehrendes Andenken.
Darmſtadt, den 9. März 1914.
Frhr. von Brandenstein
Oberſtleutnant
und Regimentskommandeur.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger
Teilnahme an unſerem herben Verluſt
ſagen innigen Dank.
(*6489
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
A. Rech.

[ ][  ][ ]

Statt besonderer Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigstgeliebte Tante,
Schwester und Schwägerin
Frau Louise Böttinger
nach langem, schwerem Leiden, wohlversehen mit den heil. Sterbesakramenten,
im Alter von 67 Jahren zu sich zu nehmen.
(6494
Darmstadt, 10. März 1914.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Schütz und Widmann
Hofstallstrasse 6.

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 12. März, nachmittags ½3 Uhr, von der
Friedhofskapelle aus, statt.

Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme an dem uns so schwer
betroffenen Verluste bei dem Heimgange unseres teuren, unvergesslichen Ent-
schlafenen

Herrn Leutnant a. D. Monnard

sagen wir Allen unseren tiefgefühlten Dank; insbesondere Herrn Pfarrassistent
Adolph für seine trostreichen Worte, für das ehrende Begräbnis, sowie allen
Denen, welche durch Ansprache am Grabe, Kranzspenden und ihr Erscheinen
dem Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen haben.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Familie Monnard-Adelberger.
Darmstadt, 9. März 1914.
(6456

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Der Ausläufer tiefen Druckes, der Montag nach der
Biscaya reichte, hat ſich oſtwärts bewegt und verurſachte
geſtern in unſerem Bezirk trübes, mildes Wetter und Re=
genfälle
. Wir werden heute im Bereich nachfolgenden
hohen Druckes bei wechſelnder Bewölkung und nordweſt=
lichen
Winden kälteres Wetter und höchſtens noch verein=
zelte
Regenſchauer erwarten können.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 11. März:
Wechſelnde Bewölkung, höchſtens vereinzelte Regenſchauer,
kälter, nordweſtliche Winde.

Tageskalender.

Mittwoch, 11. März.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende nach
10 Uhr (Ab. B): John Gabriel Borkmann.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.

Fremdſprachlicher Vortrag von M. Arnal um
5½ Uhr in der Turnhalle der Liebigs=Oberrealſchule.
Hugo Wolf=Goethe=Abend um 8 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz (Freie Lit.=Künſtl. Geſell=
ſchaft
).
Feier des Stiftungsfeſtes des Leibgarde= Infan=
terie
=Regiments Nr. 115 um 8½ Uhr im Saalbau ( Leib=
garde
=Vereinigung).
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im Reſtau=
rant
Kaiſerſaal
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Hotel Heß um
4 Uhr. Perkeo um 8 Uhr. Bürgerkeller um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 12. März.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz,
Stammholz=Verſteigerung um 10 Uhr im
Spachbrücker Gemeindewald (Zuſammenkunft bei Gaſt=
wirt
Heberer bei Station Meſſel).

Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige
Pflicht; ihre lieben Bundesbrüder u. Freunde
von dem am 8. März 1914 in Barmſtadt
erfolgten Ableben unſeres Alten Herrn
Geheimer Oberbaurat
Heinrich Rilian
Vortragender Rat im Großh. Miniſterium der
Finanzen
(Gründer 1869)
geziemend in Kenntnis zu ſetzen.
(6375
Die Darmſtädter Burſchenſchaft
Germanig‟
i. A.: Jr. Reis, F.-V.

Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
heute Nacht 3½ Uhr meine innigſtgeliebte Gattin,
unſere gute, treubeſorgte Mutter, Schweſter,
Schwägerin und Tante
(B6452
Frau
Dorothea Merker
geb. Lorenz
nach längerem, ſchwerem Leiden im Alter von
39 Jahren zu ſich abzurufen.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Gg. Merker, Bäckermeister
und Kinder.
Darmſtadt, den 10. März 1914.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 12. März,
nachmittags 3 Uhr, vom Portal des Beſſunger
Friedhofs aus, ſtatt.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben Bruders,
Schwagers und Onkels
(6367
Herrn Ludwig Schneider
ſagen allen, insbeſondere Herrn Kirchenrat Wid=
mann
für die tröſtende Grabrede, herzlichſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Martin Schneider.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Mar Streeſe; für den Anzeigenkeil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts=
leben
: Carl Itriedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
in die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren,
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträg=
liche
werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.

E Kleidung

Gummi-Mäntel Mk. 1.7. 22.- 28.- 34. bis 50.-
Aegerin-Mäntel Mk. 17. 18. 19. 20.- und höher.
Oel-Mäntel . . Mk. 1050 1.250 1850
(6458
Gummi-Capes . Mk. 450 1050 16. 20.
Loden-Mäntel, Loden-Capes, Derby-Mäntel.
Philipp Hess, Darmstadt
Erstklassiges Spezialgeschäft für Herren- und Knaben-Kleidung.

[ ][  ][ ]

solide
Farben, Meter
che u. Mohalf
Meter

lene
1 Farben

Reinwo
in

Mustern
Meter

Guggenheim & Marx.
Markt 7. Rabattmarken.

Eichen=Scheitholz Mk. 1.
Buchen=Scheitholz 1.35
Tannen=Klötzchen 1.35
per Zentner frei Keller.
la. trocken, kurz geſchn. u. geſpalt.
(790a
Martin Jahn
Brennholz=Dampfſchneiderei
Pallaswieſenſtr. 30. Tel. 305.

Verlobte!
Wohin ?

urch grossen, günstigen
Abschluss ist es mir
möglich,
Fahrräder
Starkenburge (Fabrikat ei-
ner
ersten Fahrradfabrik)
mit Torpedofreilauf, reeller
einjähr. Garantie, schon von

Grösste Auswahl! Eilligste Preise!
J. Ph. Reinhardt
7 Schloßgraben 7. (5731a

Auf dieſe Frage b. Ein=
kauf
von Möbeln gibt
es nur eine Antwort:
Zum Fabrikanten
Nur dieſer kann unter
Garantie u. preiswert
liefern. Beſichtigung
der Fabrik u. d. Lagers
ohne Kaufzwang.
Brautausſtattungen
in allen Preislagen.

laſerarbeiten und Rolladen=
reparaturen
werden gut u.
billig ausgeführt Glaſerei Pal=
laswieſenſtraße
23 und Kaup=
ſtraße
48.
(4638a

Syſt. Thurm,
trolenmofen, ein Winter im
Gebrauch, wie neu, bill. abzug. (6378
Wilhelmsſtr. 16, Hausmeiſter.

angrienhähne zu vertfn.

fau= u. Schlagtauben zu verk.
Beſſungerſtr. 82. (*6327im

Bismarckſtr. 28, I., Tratfel. (1685a

abzugeben.
(4487a
Andere nur erste Mar-
kenräder
wie: Dürkopp,
Torpedo, Mars, Weil,
Neckarsulm, zu bekann
billigen Preisen.

Inhaber: (B3903
Carl Ziegler
Darmſtadt
Heidelbergerſtraße 108.
Bitte genau auf Haus=
nummer
zu achten.

Hölgesstrasse I
Reparaturen aller Systeme
unter Garantie billigst.

Ananas=Reinetten 10 Pfd. 2.50
Rote Eisäpfel . . 10 Pfd. 2.30
Koch=Aepfel . . 10 Pfd. 1.80
empfiehlt (4966a
Joh. Walther, Ecke Roßdörfer=
und Wienersſtraße, Telephon 1598.

war

ſchauamtlich unterſucht u. geſtemp.
Pfund 42 Pfg., empfiehlt Gerull,
Skuldeinen, P. Kaukehmen (Oſtpr.)

Herrschaften u. Hotels
offerieren wir unſere
feinſte Tafelbutter und
vollfette Tafelkäſe
in Poſt= und Bahnverſand
Molkereigenoſſenſchaft, eingetr.
Genoſſenſchaft m. beſchr. Haftpflicht,
Ranstadt (Oberheſſen). (6231a

bleibt

nach Mass
in deutſch. u. engl. Stoffen v. 40 Mk.
an liefert hieſige Schneiderei an
ſolide Leute jeden Standes.
Zahlung nach Uebereinkunft
Auch werden Stoffe angenommen
Anzüge von 20 Mark an
Paletots 16
angefertigt. Offerten unter P 58
an die Expedition ds. Bl. (5840a

(5flammig)
billig abzugeben. Näheres Expe=
dition
ds. Bl.
(6289imd

von Kennern stets bevorzugte Getränk.
(1153a
Viktoriastrasse 58
Kaiser’s Biergre
Telepheg 129

Kohlen, Holz, Friketts,
auch Sackzentner, billigſt. (2136a

K. Kend, Eliſabethenſtr. 49.

[ ][  ][ ]

.chhehsessCele

zu volkstümlichen Preisen, bietet große Ersparnisse.

2 Serien

lusen

Serie I

Wir machen darauf aufmerkaam, daß es sich bei diesen Blusen nur um
reguläre, aaubere, ganz moderne Artikel handelt, die weit unter Preis sind.

elegante Creponbluse, ganz
moderne geisha-artige,
lose Verarbeitung,
statt Mk. 3. jetzt Stück

Serie II

aparte Bluse, aus rein
Wollbatist, ganz modern
verarbeitet, sehr chic garn.,
statt Mk. 4. jetzt Stück

Außergewöhnlich billig!
Damen-Hemden
guter Stoff, mit Stickerei und Banddurch-
.. jetzt 1.10
zug
Untertaillen
solider Stoff, mit Stickerel
15

Ein Posten

Russen-Kittel
hübsche neue Dessins, in diversen Grössen, weiß mit
farbig besetzt oder gestreift
1.25 1.75
95
58

Außergewöhnlich billig!
Einsatz-Hemden
Macco, mit eleg. Einsatz
. . . Stück 1.10
Damen-Strümpfe

engl. lang, achwarz oder leder, mit Durch-
bruchzwickel
. . . . . . . . Paar

1.25

6441)

Ein besonderer Gelegenheitskauf!
in
China-, Japan-, Perser-Stickereien
Japan- u. China-Vasen u. Pots
Orientalische Teppiche
reiche Auswahl in Zimmerteppichen, Verbindungs-
Stücken, Läufern und Kelims.
Ludwig Alter
Elisabethenstrasse Darmstadt Zimmerstrasse.

Seeente e et eter e e
freie Obst- und
AAROhol-Beeren-weine.

e ete en
Gwagen, bübſcher, 4 ſlammiger
Gaslüſter und eine Kinderbade=
(*6368
wanne zu verkaufen.
Wendelſtadtſtraße 38, II.

reſte et e
Tauſche wurzel gegen eine
neue Häckſelmaſchine. (*6373mf
Offerten unter § 75 an die
Exped. ds. Blattes.

Prachtvolle gelbe italieniſche
mittelgroß
Zwieveln per Pfd. 14 Pfg.
bei Orig.=Säcken ca. 90 Pfd.
per 100 Pfd. 12. Mk.
Malta=Kartoffeln
Pfund 12 Pfg., 3 Pfund 30 Pfg.
Italien. Blumenkohl
Stück 18 Pfg., 3 Stück 45 Pfg.
ſo lange Vorrat
6473

Landschafts-
Gärtner
empf. ſich in Anlegen u. Unter=
haltung
von Gärten. Billige u.
fachgemäße Bedienung. Rudolf
Hank. Moosbergſtr. 24. (B1186
Achtung!
Kammerjäger Schwarz
empfiehlt sich zur Vertllgung von
Ratten, Mäusen, Schwaben, Wanzen u. Unge-
ziefer
jeder Art. Bitte Off. in der Exp.
schriftl. niederzulegen. (*6391md

Emanuel Fuld.

Jeden Mittwoch Abend
Dell-
Late Karfortel-
Pfünnkuchen
Reform-Restaurant
Alexanderstrasse 4, I. Stock.
(290

1. Wormſer Trauben=Nektar, weiß.
St. Petersberger, Hausmarke (Sylvaner=Riesling)
1.10 0.60
Riesling Ausleſe (1911er Edeltropfen).
Muskateller, weiß
2. Wormſer Tranben=Nektar, rot.
Portugieſer, Deutſcher .
1.15 0.65
Burgunder, Deutſcher
Rotenberger.
3. Wormſer Obſt=Nektar.
8
Apfel, Marke Borsdorfer=Reinette
Birn, feinſt. Tafel
0.70 0.40
Heidelbeer
1. 0.60
4. Wormſer Schaum=Nektar.
Muskateller=Sekt .
2.20 1.25
5. Extra=Spezialitäten.
Vino Vermut del Reno (Deutſcher Vermutwein für
Magenkranke, beſonders mit mangelnder Salzſäure) 3.00 1.55
Die Preiſe verſtehen ſich ohne Glas!
(Gesundheitl. Nahrungs.
Reformgeschäft,, Arista und Genussmittel)
Anton Braunwarth, Darmſtadt.
(6419a
Ernſt=Ludwigſtraße 3
Fernruf 971.

1.90

(

1.35 0.70
1.75 0.95.

1.60 0.85

0.70 0.40

enn
n an mnnnnnanan

Grosse Auswahl garnierter

von Mk. 2.50 bis zu den feinsten.

L. & M. Fuld

Kirchstrasse 12 Gegenüber der Stadtkirche,
(6417a)

in behenech Snermnälteder Galen,
Irrigatoren komplett, auch Ersatzteile
Hubertus-Drogerie Paul C. Finke.
Lioferant der Ortskraukenkasse. Ballonpl. 5. Telephon 1451.

ich ondiehte uich dei lemen Cchwurne Hait und kurt fün
Weißbinderarbeiten. (*6417md 5 jüng. Herrn bill. zu verk. (*6359
W. Dick, Ludwigsböhſtr. 78.

Liebigſtraße 7, I.

[ ][  ][ ]

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 alte ſilberne Remontoiruhr mit Goldrand.
hleines rotes Buch (Ich ſoll dich grüßen). 1 farbiger ſeidener
knnenſchirm. 1 mittelgroßer Schlüſſel mit Ring. 1 braune Joppe.
go auer Kinderſtoffhut. 1 Bündel Wäſche. 1 goldener Ring mit
brillanten (vor einiger Zeit gefunden). 1 zweirädriger Handwagen.
(6376
latte zerbrochene Brille.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
her
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
h
en ſich: 1 Dachshund. 1 deutſche Dogge (zugelaufen). Die Hunde
linien von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
enden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dort=
(6415
lbst jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.

Kraftloserklarung von Pfandſcheinen.

Der Inhaber des angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheins
Ir. 17 438 wird hiermit aufgefordert, ſeine Anſprüche innerhalb
4 Tagen, vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an
ſſrechnet, in unſerem Geſchäftszimmer Kirchſtraße Nr. 9 geltend
rmachen, widrigenfalls nach Ablauf dieſer Friſt gemäß § 30 der
dtzung vom 1. März 1913, betreffend das ſtädtiſche Leihamt Darm=
aot
, die Kraftloserklärung des Pfandſcheins erfolgen wird.
(6388
Darmſtadt, den 9. März 1914.
Städtiſche Leihamtsverwaltung.
Paul.

Die noch rückſtändigen Rechnungen

ber Forderungen an uns aus dem Jahre 1913 ſind wegen unſeres
(6477md
ernnächſtigen Bücherſchluſſes
bis ſpäteſtens 25. ds. Mts.
tinzuſenden.
Darmſtadt, den 10. März 1914.
Großherzogliche Kabinetts= und Hofkaſſe.

Die Pflaſterer=, Bekieſungs= und Beraſungsarbeiten

für die Erweiterungsbauten des Proviantamts Darmſtadt auf dem
Bäckereigrundſtück, beſtehend in
360 qm Pflaſter aus vorh. Steinen,
1800 qm Granit=, Melaphyr= oder Porphyrreihenpflaſter I. Qual.,
510 qm Bekieſung,
1800 qm Beraſung
ſallen öffentlich verdungen werden.
Bedingungen und Zeichnungen können im Geſchäftszimmer,
Hoolzhofallee 10, von 812 Uhr vormittags und 36 Uhr nachmittags
erngeſehen, die Verdingungsunterlagen gegen poſt= und beſtellgeldfreie
Ginſendung von 0,65 Mk. bezogen werden.
Die ausgefüllten Angebote ſind verſiegelt und mit entſprechender
Aufſchrift verſehen mit den zugehörigen Proben bis zum 24. März
1914, vormittags 10 Uhr, an das Geſchäftszimmer des Militär=
Wauamts, Riedeſelſtraße 60, II., einzuſenden, zu welcher Zeit die Er=
iffnung
erfolgt.
Die Zuſchlagsfriſt beträgt 28 Tage.
(8,6299
Militär=Bauamt.

Verkauf von Matratzenſtreu.

Samstag, den 14. März, wird die Matratzenſtreu einer
Eskadron auf dem Hofe der Kavalleriekaſerne an der Holzhofallee
werſteigert. Der Verkauf beginnt um 9 Uhr 30 Min. vorm. (6389
Leib=Dragoner=Regiment (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24.

Stamm= und Brennholz=Verſteigerung.

Montag, den 16. März I. Js., vormittags 9 Uhr anfangend,
werden in dem Gemeindewald zu Nieder=Ramſtadt, in den Diſtrikten
Ruhtränkrech und Loh, folgende Holzſorten an Ort und Stelle ver=
Eteigert:
I. 15 Eichenſtämme von 1567 cm Durchm. u. 310 m Länge
2 Buchenſtämme 5459
45
II. 122 rm Buchen=Scheiter
128 rm Buchen=, 6 rm Eichen= u. 50 rm Kiefern=Knüppel,
1200 Hdt. Buchen=, Eichen= u. Kiefern=Wellen
48 rm Buchen=, 15 rm Eichen= u. 4 rm Kiefern=Stöcke.
Die Zuſammenkunft iſt am Boestal, am Eingang des Waldes.
*Das Holz im Loh kommt nachmittags 1½ Uhr zur Verſteigerung.
Nieder=Ramſtadt, den 7. März 1914.
(II,6424
Großh. Bürgermeiſterei Nieder=Ramſtadt.
Appel.

Stammholz=Verſteigerung.

Montag, den 16. März I. J., vormittags 9 Uhr
werden im Gundernhäuſer Gemeindewald verſteigert:

Stämme:
Eichen II. Kl. 3 St. 4,16fm
III. 6 5,45
IV. 12 7,42
V. 2 0,45
VI. 1 0,35
KiefernII.-IV. 44 29,48
2 1,19
Ulmen
1 0,28
Ahorn
31 10,31
Lärchen
210 82,86
Fichten

Derbſtangen:
Eſchen
11 St. 0,49 fm
2
Lärchen
0,23
Fichten 743 43,75
Tannen 32 1,84
Reisſtangen:
Fichten 333 St. 3,16

Die Zuſammenkunft iſt auf der Herrnwieſenſchneiſe am Ein=
gang
des Waldes.
(6292im
Gundernhauſen den 9. März 1914.
Großh. Bürgermeiſterei Gundernhauſen.
Schütz.

Eisenacher Geld-Lotterie
Ziehung am 19. und 20. März, pro Los Mk. 1.
Mainzer Pferde-Lotterie
Ziehung am 21. März, pro Los Mk. 1.
noch zu haben bei
(6466a
Philipp J. Schmidt, Kgl. Lotterie-Einnehmer.
Rheinstr. Nr. 33 Darmstadt Telephon 127.

Rohrſeſ., Glas=
Schreibtiſch, aufſatz, Reiß=
ſchienen
, Zeichenbr., Salontiſch,
Porzellan billig zu verk. (*6402
Soderſtraße 79, 2. St.

4tür. Kleiderſchrank, Betten, Tiſche,
1 Kinderbettſtelle ꝛc. billig zu verk.
Näheres in der Exp. (*6404

Zu verk.: vollſt. feines Bett, 2tür.
Kleiderſchr., Auszieht., Bücherge=
ſtell
, Waſch= u. Nachtt., Sofa u. Seſſ.
*6386mo) Pallaswieſenſtr. 15, 1. Et.

Ein gut
erhaltener Sportwagen
mit Verdeck bill. zu verk. (*6378
Nieder=Ramſtädterſtr. 57a, II.

Paar braune Halbſchuhe, Gr.
41, faſt neu, zu verk. (*6426
Mühlſtraße 26, part.

Eine ant. geſchw. Kommode, 1
Mahag.=Tiſch u. a. m. zu verk.
Arheilgen, Darmſtädterſtr. 107, p. (*
Linder=Sitz=Liegewag. b. abzug.
*6393ms) Kranichſteinerſtr. 54, I.

Deutsche Bank.
Die Aktionäre unserer Gesellschaft werden hierdurch zu der am 31. März 1914,
11 Uhr vormittags, in unserem Bankgebäude, Eingang Kanonierstr. 22/23, stattfindenden
ordentlichen Generalversammlung
eingeladen. Aktionäre, welche ihr Stimmrecht nach Massgabe § 23 der Satzungen ausüben
wollen, müssen ihre Aktien oder die darüber lautenden Hinterlegungsscheine der Reichsbank
mit einem der Zahlenreihe nach geordneten doppelten Nummernverzeichnis spätestens am
27. März d. J.
bei der Effektenkasse der Deutschen Bank,
in Berlin
Deutschen Bank Zweigstelle Augsburg.
Augsburg

Deutschen Bank Filiale Bremen.
Bremen
dem Schlesischen Bankverein,
Breslau
der Deutschen Bank Succursale de Bruxelles,
Brüssel
Deutschen Bank Zweigstelle Chemnitz,
Chemnitz
in Darmstadt bei derDeutschen Bank Zweigstelle Darmstadt,
Deutschen Bank Filiale Dresden,
Dresden
Bergisch Märkischen Bank,
Elberfeld
Essener Credit-Anstalt,
Essen (Ruhr)
Deutschen Bank Filiale Frankfurt,
Frankfurt a. M.
Deutschen Vereinsbank,

dem Bankhause Lazard Speyer-Ellissen,
Jacob S. H. Stern,

Gebrüder Sulzbach,
der Deutschen Bank Filiale Hamburg,
Hamburg
Hannoverschen Bank,
Hannover
Bergisch Märkischen Bank Köln,
Köln a. Rh.
Deutschen Bank Filiale Konstantinopel,
Konstantinopel
Deutschen Bank Filiale Leipzig,
Leipzig
Privatbank zu Gotha, Filiale Leipzig,
London
Deutschen Bank (Berlin) London Agency,
Ludwigshafen a. Rh.
Pfälzischen Bank,
Rheinischen Creditbauk,
Mannheim
Pfälzischen Bank, Filiale Mannheim,
Süddeutschen Bank, Abteilung der Pfälz.
ischen Bank,
Deutschen Bank Filiale München,
München

Nürnberg
Deutschen Bank Filiale Nürnberg.

Stuttgart
Württembergisshen Vereinsbank,

Wiesbaden
Deutschen Bank Zweigstelle Wiesbaden
oder bei einem deutschen Notar hinterlegen und bis nach der Generalversammlung daselbst be-
lassen
. Stimmkarten werden bei den Hinterlegungsstellen ausgehändigt.
Tagesordnung:
1. Jahresbericht über die Geschäfte der Gesellschaft.
2. Die Rechnungsablage mit dem Bericht des Aufsichtsrats.
3. Beschlussfassung über die Genehmigung der Jahresbilanz, die Gewinnverteilung, sowie
über die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrats.
4. Erhöhung des Grundkapitals um nom. M 50000000 Aktien mit Dividendenberech-
tigung
vom 1. Januar 1914 ab zum Zwecke der Uebernahme des Vermögens der
Bergisch Märkischen Bank in Elberfeld gemäss § 306 H.G. B.
5. Entsprechende Aenderung des § 4 des Statuts.
6. Aenderung des § 33b des Statuts dahin, dass die Tantiémeberecbnung erst nach Verteil.
ung von 6½% Dividende einsetzen soll, und dementsprechende Aenderung des § 14.
7. Wahlen zum Aufsichtsrat unter Festsetzung der Zahl seiner Mitglieder.
Berlin, den 6. März 1914.
Deutsche Bank.
A. v. Gwinner.
Klönne.
(6374

Weißbinderarbeiten.

Die inneren Weißbinderarbeiten
bei dem Umbau des ſtädtiſchen
Gebäudes Woogſtraße 4 (Eichamt)
ſollen vergeben werden.
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Mittwoch, 18. März 1914,
vormittags 10 Uhr,
einzureichen.
(6489md
Darmſtadt, 10. März 1914.
Stadtbauamt.

Bauarbeiten.

Die bei der Herſtellung des Rat=
hauſes
vorkommenden Weißbinder=,
Spengler= (ca. 80 qm Kupferblech=
abdeckung
ꝛc.) und Steinhauer=
arbeiten
ſollen vergeben werden.
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Mittwoch, 18. März 1914,
vormittags 10 Uhr,
einzureichen.
(6490md
Die Unterlagen werden nach
auswärts nicht verſandt.
Darmſtadt, 10. März 1914.
Stadtbauamt.

Kaualbaumaterialien.
Die Lieferung von Steinzeug=
und Eiſenwaren ſoll vergeben
werden.
Lieferungs=Bedingungen liegen
bei dem Tiefbauamt, Zimmer
Nr. 4, zur Einſicht offen. Auch
werden dort die Angebotſcheine
abgegeben.
Angebote ſind bis
Donnerstag, 19. März I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
(6464md
reichen.
Darmſtadt, 10. März 1914.
Tiefbauamt.

Dünger und Pfuhl
jedes Quantum billigſt.
Schlachthof.
6005a)

Großh. Landes=Bangeweriſhule Darmſadt.
Die Schule iſt eine Staatsanſtalt und umfaßt je 5 Klaſſen.
Gründliche Ausbildung im Hochbau und Tiefbau, Pflege der
heimatlichen Bauweiſe.
Vorbereitung für die mittlere Beamtenlaufbahn im Baufache.
Die Abgangszeugniſſe der Großh. Landes=Baugewerkſchule ſind den=
jenigen
der Königl. Preußiſchen Bauwerkſchulen gleichgeſtellt.
Semeſterdauer 20 Wochen. Unterrichtsgeld 100 Mk. Das Som=
merſemeſter
beginnt am 2. April ds. Js.
Schluß der Anmeldefriſt 25. März.
Programme und Anmeldeformulare ſind durch die Direktion,
Darmſtadt, Neckarſtraße 3, zu erhalten.
(6476mgf
Die Direktion.

Kindergärtnerinnenseminar
zur Ausbildung von Jugendleiterinnen und Kinder=
gärtnerinnen
mit Abſchlußprüfungen unter Leitung
eines ſtaatlichen Prüfungskommiſſärs.
Penſion und Haushaltungsſchule im Hauſe.
Auskunft und Proſpekte durch die
(3632a
Leiterin E. Klenner, Darmstadt
Fuchsstrasse 16.

Erstklassige Ausbildung
nach franzöſiſcher Methode im Schnittzeichnen, Zuſchneiden, Verarbeiten
von Damen= und Kinderkleider, Blouſen, Jacketts und Mäntel
Extra-Kurse für Privat-Damen.
Beginn der Kurſe jeden 1. vom Monat (auch täglich).
Unterrichtsſtunden nach Wahl. (*6021sm
Katinka Heim, Damenschneiderin
diplömée à 1'Ecole Moderne de Coupe de Paris
on parle francais
Kahlertſtraße 12, part.

Kumaus für Schwerhörige.
Ableſen vom Munde, hierdurch der Menschheit wiedergegeben.
Wohltat für Angehörige. Defekt nicht mehr bemerkbar.
heilt Dir. F. Baum,
Wilhelminenstr. 35,
Stottern
Ecke Hügelſtr. (2977a
Kein unnützer Apparat zur Selbſtheilung, wovor in Zeitungen
gewarnt wird; empfohlen durch die oberſte Schulbehörde.

CREME-DEHNE 50JinC. ORoGER

[ ][  ][ ]

Zweite Kammer der Stände.

96. Sitzung.
St. Darmſtadt, 10. März.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Dr. v. Ewald,
Finanzminiſter Dr. Braun, Staatsräte Dr. Becker,
Lorbacher, Miniſterialrat Dr. Weber, Oberfinanz=
aſſeſſor
Ulrich.
Vizepräſident Korell eröffnet die Sitzung um 10 Uhr
15 Min. und teilt zunächſt mit, daß wegen Verhinderung
des erſten Vorſitzenden Köhler und des Berichterſtatters
Dr. Schmitt die Rückäußerung der Erſten Kammer über den
Initiativantrag der Abgg. Köhler u. Gen., den Geſetz=
entwurf
über die landſtändiſche Geſchäftsord=
nung
betreffend, von der Tagesordnung abgeſetzt werden
mußte. Es wird dann die Spezialberatung der Regie=
rungsvorlage
, den
Hauptvoranſchlag der Staatseinnahmen und =ausgaben
für das Etatsjahr 1914
fortgeſetzt. Zu Kapitel 10: Staatseiſenbahn,
beſpricht
Abg. Joutz eingehend die Bahnverhältniſſe in Ober=
heſſen
und fordert, daß anſtelle der teuren Nebenbahnen
doch die billigeren und bequemeren elektriſchen Bahnen tre=
ten
mögen, deren Ausführung ſich ſchneller ermöglichen
laſſen würde. Die Automobile haben ſich nicht bewährt,
da ſie die Straßen zu ſehr ruinieren. Er beantragt dann
beſonders, die Orte Fauerbach, Hochweiſel, Obermörlen an
das Bahnnetz anzuſchließen.
Abg. Wiegand (ſchwer verſtändlich) befürwortet
nochmals das elektriſche Bahn=Projekt Bensheim- Linden=
fels
als Normalbahn, tritt für eine Bahn Erbach- Michel=
ſtadt
ein und äußert im übrigen Fahrplanwünſche lokaler
Bedeutung, die beſonders die Verbindung mit Worms von
Heppenheim, Bensheim, Lorſch, Lampertheim uſw. betref=
fen
, auf welcher Strecke die Anſchlüſſe ſehr mangelhaft ſind.
Er bittet weiter, daß heſſiſche Eiſenbahnbeamte, die nach
außerheſſiſchen Stationen verſetzt werden, nach einiger Zeit
wieder nach Heſſen zurückverſetzt werden. An den Fall
Heinrich anknüpfend, bittet Redner, von den Verkehrsbe=
amten
, die einen viel ſchwierigeren und verantwortungs=
volleren
Dienſt haben, als andere Beamte, alles fernzuhal=
ten
, was dieſe Beamten mit Mißtrauen gegen ihre vor=
geſetzte
Behörde erfüllen kann. Der Fall Heinrich ſtehe recht
vereinzelt da; die Verwaltung habe aber die Pflicht, dieſen
Fall und ſeine Folgen genaueſtens zu prüfen, damit die
Arbeitsfreudigkeit der Eiſenbahnbeamten nicht beeinträch=
tigt
werde. Die Beamten der Eiſenbahn aber müßten ein=
ſehen
, daß in dieſem Betriebe eine ſtrenge Diſziplin uner=
läßlich
iſt.
Abg. Buſold führt Beſchwerde darüber, daß der
morgens halb 7 Uhr in Frankfurt eintreffende Zug von
Oberheſſen, den zahlreiche Arbeiter benützen müſſen, regel=
mäßig
Verſpätung hat. Dadurch entſteht den Arbeitern
durch Lohnabzug uſw. ſchwerer Schaden. Von Helden=
bergen
=Windecken ſei oft kein Anſchluß nach Hanau und
Stockheim zu erlangen, was ſich ganz leicht erreichen ließe.
Auch hier handelt es ſich um viele Arbeiter. Gute Verbin=
dungen
für die Arbeiter ſeien genau ſo wichtig, wie gute
Schnellzugsverbindungen. Weiter beſpricht Redner das
Projekt Hanau-Büdingen und ſtellt feſt, daß von einem
ablehnenden Standpunkt der Stadt Büdingen nicht die
Rede ſein kann. Wenn die Bahn gebaut werde, werde
ſich die Stadt Büdingen nicht weigern, ihren Verpflich=
tungen
nachzukommen. Der Gemeinde Lampertheim iſt
durch die Feldbereinigung und durch die hierbei feſtgelegte
Bahnſtrecke, die mitten durch die Gemarkung ſteht, ein
Schaden von 40000 Mark entſtanden, der nicht geltend ge=
macht
werden kann, ſolange die Bahn nicht gebaut wird.
Redner tritt weiter für eine Bahn Friedberg-Ranſtein
ein und bittet, den hierfür geforderten Bahnzuſchuß nicht
zu verſagen. Zum Schluß beſpricht Redner noch Lohn=
verhältniſſe
und kritiſiert eine Antwort der Verwaltung
auf eine Eingabe des Arbeiterausſchuſſes Friedberg wegen
Lohnerhöhung. Es wird darin geſagt, daß ein ungelern=
ter
älterer Arbeiter, der verheiratet iſt, nicht mehr leiſtet
als ein gelernter Arbeiter von 18 Jahren, und darum auch
nicht mehr verdienen kann. Dieſer Standpunkt ſei unver=
ſtändlich
in der Zeit der Bekämpfung des Geburtenrück=
ganges
.
Abg. Dr. Oſann möchte darauf aufmerkſam machen,
daß, wenn wieder in Heſſen Eiſenbahnen gebaut werden,

die Straßen nicht wieder in gleicher Weiſe, wie bisher,
benutzt werden, damit Unfälle und Beſtrafungen vermie=
den
werden oder doch vermindert werden. Er betont die
Notwendigkeit der Regelung der Lohnverhältniſſe der
Eiſenbahnarbeiter. Die Lohnordnung, die jetzt aufgeſtellt
worden iſt, wurde in Verbindung mit der Arbeiterſchaft
geſchaffen, und man darf annehmen, daß die Wünſche der
Arbeiter, ſoweit möglich, berückſichtigt wurden. Daß zwi=
ſchen
älteren und jüngeren Arbeitern Differenzen im
Lohnbezug vorhanden ſind, iſt durchaus gerecht. Junge
Beamte und Arbeiter können nicht den gleichen Lohn be=
anſpruchen
, wie alte, verdiente Arbeiter. Für die Werk=
ſtättenarbeiter
hat ſeit 2 Jahren bereits eine neue Lohn=
ordnung
beſtanden, die ſich im allgemeinen wohl bewährt
hat. Nun kommen noch die handwerklichen Arbeiter daran.
Auch die verſchiedenen geographiſchen Lagen wurden mit
Recht in die Lohnordnung einbezogen. Noch beſtehende
Härten und Unſtimmigkeiten müſſen allerdings be=
ſeitigt
werden. Daß die Akkordzahlungen teilweiſe bei=
behalten
wurden, wird ebenfalls als richtig bezeichnet. Es
iſt nun zu hoffen, daß auch die Arbeiter ſich mit dem
neuen Lohnſyſtem befreunden, die naturgemäß jeder Neue=
rung
ſkeptiſch gegenüberſtehen. Redner beſpricht dann
nochmals die Arbeiterorganiſationen und kurz den Fall
Heinrich dazu. Es ſei unerläßlich, daß der Einzelne im
Eiſenbahnbetrieb ſind dem großen Ganzen im Intereſſe des
Staates unterordnet. Es muß eine eiſerne Diſziplin herr=
ſchen
, davon muß jeder Eiſenbahner überzeugt ſein. Das
darf auch in der Agitation nicht verleugnet werden. In
den Verſammlungen der Eiſenbahner, denen Redner bei=
wohnte
, iſt der Boden der Sachlichkeit nicht verlaſſen
worden.
Abg. Berthold äußert Anſchluß= und Verbindungs=
wünſche
für Biſchofsheim, Guſtavsburg, Ginsheim in
Verbindung mit dem Projekt Bensheim-Lindenfels, und
weiter ſolche für Arbeiterzüge auf der Strecke Frankfurt-
Groß=Gerau, ſpeziell für Mörfelden und Walldorf. Abg.
Finger (ſchwer verſtändlich) bringt wiederum ſeinen
ſchon oft geäußerten Wunſch vor, die Bahn Worms- Off=
ſtein
zu verſtaatlichen, und äußert Wünſche bezüglich der
Verbindung Worms-Monsheim, Worms-Alzey, Hangen=
Weisheim-Monzernheim uſw. Die elektriſche Zentrale
bei Rheindürkheim ſei vollſtändig ausreichend, die ge=
wünſchten
Bahnen zu betreiben. Dem Herrn Finanzmini=
ſter
ſpricht Redner Dank aus dafür, daß er den Fall Hein=
rich
aufgeklärt hat. Die Verwaltung ſei in dieſem Falle
durchaus korrekt vorgegangen. Abg. Eißnert be=
dauert
, daß dem Wunſche, in Obertshauſen Barrieren an=
zubringen
, nicht entſprochen worden iſt. Hier ſind Mate=
rial
und Menſchenleben ſtändig in Gefahr. Weiter wünſcht
Redner beſſere Verbindung zwiſchen Offenbach und Rein=
heim
, was dem Odenwald zugute kommen würde. Die
Bahn Reinheim-Reichelsheim ſollte vom Staat über=
nommen
und neu traſſiert werden. Auf der Strecke Offen=
bach
-Gelnhauſen-Stockheim ſollte man beſſere Verbin=
dung
für die Arbeiter ſchaffen, beſonders an Samstag=
Abenden. Schließlich tritt Redner dem Abg. Oſann ent=
gegen
, der die Eiſenbahnerlöhne über Gebühr gelobt habe.
Daß ältere, verheiratete Arbeiter nicht mehr Lohn erhal=
ten
, als junge, iſt nicht in Ordnung.
Abg. Schott: Der Herr Finanzminiſter hat in ſeiner
letzten Rede unter dem Beifall des Hauſes zugeſichert, daß
er für den Ausbau unſeres Eiſenbahnnetzes beſorgt ſein
will. Das iſt auch unbedingt notwendig, denn Gegenden,
die außerhalb des Bahnverkehrs liegen, werden mit Recht
als tote Gegenden bezeichnet. Man ſollte bei neuen
Bahnen ſtets durchgehende Strecken, keine Teilſtrecken
bauen. Zu bedauern iſt, daß die Reichseiſenbahnen nicht
durchgeführt werden könnten. Redner äußert dann Spezial=
wünſche
bezügl. der Orte Alsheim, Flonheim, Wendels=
heim
und anderer Orte ſeines Bezirks an der bayeriſchen
Grenze. Zum Fall Heinrich bemerkt Redner, daß die Be=
hörde
durchaus richtig gehandelt hat.
Abg. Molthan möchte ſich zu dieſem Fall prinzipiell
dem Standpunkt des Abg. Dr. Oſann anſchließen. Strengſte
Diſziplin ſei im Eiſenbahnbetrieb unerläßlich. Der Abg.
Wünzer habe in ſeiner letzten Rede ein intereſſantes Refe=
rat
gehalten über die Verkehrsverhältniſſe im Odenwald.
Was aber Dr. Wünzer vorgetragen, ſei nur zu erreichen,
wenn die Eiſenbahnbehörde ihren fiskaliſchen Grundſatz
aufgibt, nur ſolche Bahnen zu bauen, die rentieren. Dem
Bau der elektriſchen Bahnen ſollte man ſehr wohl Inter=
eſſe
entgegenbringen. Der Staat habe die Pflicht, das
Nebenbahnnetz möglichſt auszubauen, er ſollte auch vor er=

beblichen Opfern nicht zuritcſchreten, wam es glt, den
Intereſſen gerade ärmerer Landesteile zu dienen. Zu dem
vom Abg. Wiegand gewünſchten Projekt Heppenheim-
Fürth iſt zu bemerken daß Heppenheim ſelbſt ſchuld ſefi
dacan, daß es dieſe Bahn ſeinerzeit nicht erhalten habe:
Die Riedbahnprojekte ſollten möglichſt gefördert werden:
Zum lebhaften Bedauern ſtellt Abg. Berthold dannfeſt=
daß
die Bahn in Biſchofsheim und nicht in Guſtavsburgg
halten ſoll, das wäre ungerecht. Der preußiſche Verkehrs=
miniſter
hat übrigens ausdrücklich erkläct, daß die Bahm
nur in Guſtavsburg einmünden darf. Für die Unter=
beamten
bringt Redner die Bitte vor, die unterſchiedliche
Behandlung gegenüber den oberen Beamten in bezug auff
die Gewährung von Freikarten zu regeln. Der Wunſch, beri
einer evtl. Reviſion des Eiſenbahnvertrages Einfluß auf die
Verwaltung zu gewinnen, wird wohl nicht in Erfüllung
gehen können. Es muß übrigens anerkannt werden, daß)
die Eiſenbahnverwaltung vielfachen Wünſchen Heſſens
gegenüber ſich durchaus entgegenkommend verhalten hat.
(Sehr richtig.) Was wir aber wiſſen wollen als Materiall
für einen Reviſionsvertrag iſt, ob es richtig iſt, daß die
Heſſiſche Ludwigsbahn vor Abſchluß des Vertrages tat=
ſächlich
durch die Zugumleitungen ſo ſehr entwertet wurde,
und daß dieſe Minderwerte auf die Beſtimmung der Tei=
lungsziffern
von Einfluß waren. Und weiter wünſchem
wir ſtatiſtiſches Material darüber ob jetzt durch die er=
hebliche
Zunahme der heſſiſchen Strecken nicht das Ver=
hältnis
im weſentlichen anders geworden iſt. Es wäree
dringend zu wünſchen, daß die Regierung dieſem Erſuchen,,
das im Hauſe ja einſtimmig angenommen wurde ent=
ſpräche
. Wir werden nicht verfehlen, zu Beginn des näch=
ſten
Landtags wiederum einen Initiativantrag hierzu ein=
zubringen
.
Abg. Bähr (ſchwer verſtändlich) beſpricht das Bahn=
bauprojekt
Hanau-Büdingen. Sicher ſei, daß die Stadtt
Büdingen, wenn die Bahn gebaut wird das Gelände her=. Es iſt nicht aufgeklärt, wer Schuld an der Verzöge= dieſes Projektes trägt. Man ſollte auch hier einmal=
den
elektriſchen Betrieb ins Auge faſſen. Das Entgegen= Preußens, das der Abg. Molthan ſo betont hat.
kann ich beſtätigen. Es ſind aber doch noch viele Wünſche=
unerfüllt
geblieben. Zu rügen iſt das Rauchverbot in den=
Speiſewagen, in den Triebwagen uſw. Die Rauchabteile=
ſelbſt
ſeien allerdings vermehrt worden, aber ſie ſind
meiſtens mit Frauen und Kindern beſetzt, während die
Frauenabteile leer bleiben. Redner bringt dann eben=
falls
zahlreiche Spezialwünſche lokaler Bedeutung zur
Sprache. Abg. v. Helmolt unterſtützt die Wünſche
bezüglich der Bahn Friedberg-Ranſtadt, das Bahnpro=
jekt
Hanau-Büdingen uſw Abg, Fenchel hat ſeine
Wünſche in einer Eingabe niedergelegt und bittet, ſie mög=
lichſt
zu beſchleunigen. Er tritt beſonders warm für eine
Halteſtelle in der Gemeinde Lindenſtruth ein, deren Ge=
meinderat
ſich bereit erklärt hat, die Koſten zu tragen, und
bittet um Einlegung eines Sonntagszuges auf der Strecke
Grünberg-Gießen uſw. Bei der Sanierung der Butz=
bach
-Licher Bahn haben die Gemeinden viel zahlen
müſſen. Man ſollte doch darum auch möglichſt die Wünſche
der Gemeinden berückſichtigen bezüglich Anſchlüſſe und
Verbindungen im Bereich dieſer Bahn.
Darauf wird die Debatte auf Mittwoch 9 Uhr
vertagt. Schluß ½2 Uhr.

Ein vernachläſſigter
Schnupfen rächt
ſich oft bitter.

I,5334)

Zur Konfirmation und Kommunion!

Konfirmanden-Glacé, hervorrag. Qualität,
vollständige Garantie für Haltbarkeit . . Paar
25
Konfirmanden-Stoffhandschuhe
nur erprobt gute Qual., Paar 1.50, 1.25, 95, 75 u.
60
Konfirmanden-Strümpfe
in schwarz und weiß . . Paar 1.25, 95 und 78
7925
Konfirmanden-Oberhemden
. 623
aus gutem Cretonne, mit extrastarker Brust .

Konfirmanden-Serviteurs, Krawatten,
Manschetten, Kragen extra billig!

Konfirmanden-Hemden, herrl. verarbeitet,
m, gut. Stick. u. schön, rumpfgestickt. Pass., 2.85, 2.65,2.-, 1
Konfirmanden-Beinkleider, prima Cret.,
in verschiedenen Ausführ., Paar 2.75, 2 25, 1.75, 1.35, Tℳ
Konfirmanden-Korsetts u. Leibchen
. 1.95, 1.65, 1.45 und 35
Stück . . .

Besonders billig!
25
Konfirmand.-Stickerei-Unterröcke
mit breit. Stick., Stück 4.75, 3.75, 3.25, 2.50, 1.95, F

Eigenes Rabatt-System!

Ich verabfolge bei Bar-Einkäufen für je 20 Pfennig des bezahlten Betrages eine Rabatt-
marke
im Werte von I Pfennig. Bei 20 Mark wird 1 Mark in bar vergütet. :: *3


Lobzat
2

Darmstadt, Ludwissstr.15

Telephon 2270

[ ][  ][ ]

Sackenkfeider?
In diesem von der Moge bevorzugten Artiker bietet mein Lager
eille Wirnlich Teienhaitige und Schene-Auswanl.
Vorrätig sind alle Grössen
Vem Kleinisten Buckrisch bis zum grossten Pradentleid.
Die Stoff- und Farbenausmusterung ist sehr mannigfach,
die Verarbeitung der Massarbeit gleichwertig.
Abänderungen werden tadellos ausgeführt.
Slooder Cchsbab

Ernst-Ludwigsplatz

(6141gm)

Marktplatz-Ecke.

Damonschfeiderer
Erstklassiges Atelier für nur Englische Damengarderobe
(Tailor Made).
(5799a
Auch nicht von mir gelieferte Stoffe werden verarbeitet.
Anton Lagrange, Ludwigstr. 16

Telephon 1932.

Gegründet 1900.

Gummi-Abschlag!
Offeriere gute Luftſchläuche
von Mk. 1.50 an, Laufmäntel von
Mk. 2. an, garantiert friſche,
neue, ſchöne Fahrräder v. Mk. 38.
an, alle Erſatzteile bill. W. Heppen=
heimer
, Mechaniker, Kiesſtraße 80
und 80½. Reparaturwerkſtätte f.
Fahrräder aller Fabrikate. (6106a

Feiner Kinderwagen
Preis 85 Mark, jetzt 45 Mark,
zu verkaufen.
(5535a
Riedlingerſtraße 19, II.

Grosser Lisschrank u. Nestäurationsherd
(5741a.
ſehr gut erhalten, billig abzugeben im
Residenz-Automat.
Möbel=Transporte
mittelſt neuer Patent=Möbelwagen
in der Stadt und nach allen Richtungen, per Achſe, ſowie per Bahn,
führe ich zu den billigſten Preiſen aus.
(4126a
Albert Vogt, Möbelspedition,
Gutenbergstrasse 37.
Telephon 2050.

Die Erbſchaft.
Roman von Adeline Genke.
(Nachdruck verboten.)
16

Mutterle Arnold duckte ſich und ſchwieg, aber es war
ein unüberzeugtes und bekümmertes Schweigen. Gewiß,
ihre Drei waren ja alle ſo viel klüger, ſo viel geſcheiter
als ſie; es ſah ja bis jetzt alles gut aus, und es wäre ja
auch ſo ein Glück, ſo ein unmenſchlich großes Glück, wenn
ſie die Erbſchaft bekämen! Aber das von der Unglücks=
zahl
, das ließ ſie ſich trotz allem nicht ausreden. So oft
in ihrem Leben die Dreizehn bei einer Sache etwa zu tun
gehabt hatte, war der Ausgang ein ſchlimmer geweſen
und die Erbſchaftsgeſchichte hatte nun gar mit der Drei=
zehn
angefangen!
Ein wenig Geduld werden wir ſchon haben müſſen,
hatte Lottes Rechtsanwalt lachend geantwortet, als ſie ihn
wieder nach der Friſt befragte, die bis zur entſcheiden=
den
Entgegnung des Amtsgerichts zu durchharren ſein
würde. Aber dieſe mit Geduld zu durchharrende Zeit=
ſpanne
ward den Arnoldsmädeln diesmal nicht ganz ſo
ſchwer zu ertragen, weil zu dem einen ganz großen, ſich
jetzt noch ein kleineres ſeltenes Intereſſe geſellt hatte. Eine
Einladung war für die Drei und ſomit natürlich auch
für die kleine Mama eingelaufen, eine Einladung der
ſtädtiſchen Töchterſchule, die bei ihrem in einigen Wochen
ſtattfindenden Jubliäumsfeſt ſo weit wie möglich ſämt=
liche
ehemalige Schülerinnen in ihren Räumen verſam=
meln
wollte. Zwar handelte ſich’s nur um das Zuſchauen
bei den Aufführungen und einen anſchließenden kleinen
Ball, bei dem man unter ſich außer den paar Leh=
rern
faſt ohne Herren tanzte; aber für drei Mädel, die

ſonſt überhaupt nicht zum Tanzen gelangten, bedeutete
es trotzdem ein Ereignis. Man mußte doch reiflich über=
legen
, wie man ſich mit den vorhandenen geringen Mit=
teln
recht nett zurechtmachte, damit man nicht gegen die
anderen unvorteilhaft abſtach!
Und vor allem erging man ſich in Vermutungen, wie
Theas Gewand, in dem ſie als Frühlingskönigin aufzu=
treten
hatte, wohl beſchaffen ſein müßte. In der heu=
tigen
Probe ſollte über ſämtliche Koſtüme der Darſtelle=
rinnen
beraten und entſchieden werden.
Dieſe Probe und Beratung hatte den ſchulfreien
Nachmittag zum größten Teil ausgefüllt und war vor
einigen Minuten beendet worden. Langſam ging Thea
heimwärts, während ſie überlegte, wie ſie den für ihr
Kleid zu verwendenden billigen weißen Tarlatan mit
Lottes Hilfe am ſchönſten für ſich arrangieren und daß
ſie ſich die Roſengirlanden für Haar und Gewand recht
gut aus Seidenpapier ſelbſt anfertigen könnte. Sie hatte
darin viel Geſchick, und die Stoffblumen in den Mode=
warenläden
waren ſo teuer.
Da vernahm ſie hinter ſich raſche Schritte Schritte,
die ihr in letzter Zeit öfters folgten, und unwillkürlich
verlangſamte ſie die ihren noch ein wenig mehr.
So hätte ich Sie noch glücklich eingeholt, Fräulein
Arnold, ſagte der ſchöne Oberlehrer neben ihr. Sie ſchie=
nen
ja völlig in Gedanken natürlich wegen der Koſtüm=
wahl
, fügte er lächelnd hinzu.
Allerdings, geſtand ſie mit leichtem Erröten. Ihnen
freilich mag dieſer Gegenſtand des Nachdenkens ſehr un=
wichtig
erſcheinen.
Aber keineswegs, beſtritt Artur Helldorf in einem
Ton, der ſein Intereſſe an dieſem Gegenſtand nicht be=
zweifeln
ließ. Ich finde es durchaus angemeſſen, daß die

Frau mit Sorgfalt und Ueberlegung bei der Wahl ihrer
Kleidung zu Werke geht. Denn dieſe ſoll wie der Rahmen
eines Bildes ja nicht nur ſchützen, ſondern vor allem auch
das ſchönheitliebende Auge auf vorhandenen Reiz auf=
merkſam
machen. Und deshalb war ich vorhin geärgert
über die Gewandidee, die man Ihnen aus unſerem Ko=
mitee
heraus für Ihre Rolle aufzureden ſuchte.
Geärgert über mein Rollenkoſtüm? fragte Theg er=
ſtaunt
.
Ja, über den weißen Tarlatan, dies billige, ſteife
Zeug! Des ſchönen Oberlehrers ganze Komfortbedürf=
tigkeit
und Verachtung geringwertiger Dinge drückte ſich
in den paar Worten aus. Zu den Dutzendkoſtümen der
Schülerinnen mag er genügen, für Sie aber kann doch
nur Seide in Frage kommen.
Seide? Mit leichtem Erſchrecken wiederholte es
Mama Arnolds Aelteſte.
Gewiß. Weiche, weiße Seide, die anſtatt jener ecki=
gen
, ſtarren Linien ſo wundervoll ſich anſchmiegend an
edeln Formen niederfließtt jenes matte, ſchimmernde
Weiß, welches das blühende Kolorit eines ſchönen Frauen=
nackens
ſo unvergleichlich hebt.
Ein ſchwüler Unterton war in der Stimme des ſchö=
nen
Oberlehrers, verhaltenes Glimmern in ſeinem Blick,
der an der Geſtalt ſeiner Begleiterin herabglitt: ein heißer
Schauer überrieſelte Thea Arnold.
Seide in ſo künſtleriſcher Weiſe zu verarbeiten, iſt
nicht leicht, erwiderte ſie ſtockend, und ohne recht zu wiſ=
ſen
, was ſie ſagte.
Natürlich nicht. Aber Madame Bernard verſteht dieſe
künſtleriſche Arbeit wirklich zu leiſten.
Zum zweiten Male und ſtärker noch erſchrak Mama=
Arnolds Aelteſte. Madame Bernard, die Theaterſchnei=

[ ][  ][ ]

Ausstellung
stilger., einfach bürgerlicher,
sowie vornehmer
ETOhnungs-Linrichtungen
für jeden Geschmack, in
allen Holz- und Stilarten,
sowie Preislagen.

IISDEE MNRtUs

Neu eingeführt!

z Fer Freise-Dy Scch

Bar-
Preis

Differenz
zwischen
Bar- und
Zielpreis
nur 10 %

Ziel-
Preis

Besuch meiner Ausstellungsräume ohne
jede Kaufverpflichtung.

PEAT KARIV
Darmstadt, Bleichstrasse 51.

Uebervorteilung hierdurch ausge-
schlossen
, da jeder Gegenstand mit
zwei Preis-Auszeichnungen, Bar-
Preis und Ziel-Preis, versehen ist
(5138a

Gottiieuroeser
Felne Damen-Mass-Schnelderel
Elisabethenstr. 44. Telephon 1553-
Anfertigung feiner mo-
Relchhaltiges
modernes Stofflager.
derner Damengarderoben
0000
in jeder Preislage.
Jupons jeder Art und
0000
Ausführung.
0000
Spezialität:
Sämtliche tonangebenden
Reit- u. Schneider-Kleider Modefachblätter zur
gefälligen Einsicht.
Kostüme f. jed. Sportzweig
0000
Ball- und Gesellschafts-
Moderne Musterkollek-
Toiletten, Reform-Kleider tionen stehen gerne zur

Noch ist es Zeit Obst-
bäume
zu pflanzen!
Alle Sorten Hochſtämme, Zwergobſt, Beerenobſt, Roſen, Ranken=
(5562a
roſen, Zierſträucher, Stauden uſw. empfiehlt billigſt
Handelsgärtnerei C. Völker,
Hügelstr. 89, Ecke Landgrat Philipps-Anlage.

Errard
die neuesten und besten deutschen
Nähmaschinen
mit 5jährig. fachmännischer Garantie
(1169a
Haas & Bernhard, Rheinstr. 19

Tinige 4 Volt Lichtbatterien ſehr
billig zu verkaufen Kaup=
(*5667msm
ſtraße 25, part.

Flüſchgarnitur (Sofa u. 2 Seſſ.)
billig zu verkaufen. (*5837sm
Näh. Kiesſtraße 74, 1. St.

Trauringe
ohne Lötfuge
Flach- u. Kugelform
in 8, 10, 14 u. 18 kar. Gold,
das Paar von 1080 Mk.
Gravierung gratis.
Alle Größen stets vorrätig.
L. Borné
Hofuhrmacher und Hoflieferant 6
Uhren, Gold- und Silberwaren.
25 Ernst-Ludwigstr. 25.

für alle
Stempel zwecke,
Tür. u. Firmen-Schlider in
Metall und Emaille, Pet-
schafte
, Schablonen.
Atelier für feinere Gravier-
arbeiten
. (5457a
Gravier-
CARE TRINZ, Kteder
Darmstadt,
ohne Laden, Ludwigstr. 17.

Ganz
neues Dahrras
mit Freilauf und allem Zubehör
verhältniſſehalber ſofort preiswert
zu verkaufen. Offerten unt. § 48
(*6280im
an die Erpedition.

¼ Paket 55 Pfg., ½ Paket 30 Pfg.
Niederlagen: Ph. Huwerth, Ross-
dörferstr
. 21, Ad. Büchler, Ross-
dörferstr
. 26½, H. Ressmann, Insel-
strasse
29, u. in all. durch Plakate
gekennzeich. Geschäften. (II,1814

Kinder

und Sport-
Wagen
zur Auswahl im Spezialgeschäft
J. Donges & Wiest, Elisabethenstr. 25½
Großer Umsatz! Billigste Preise! (5532a

Musikinstrumente
aller Art.
Christian Arnold
nur Ernst-Ludwigstrasse 8, am weissen Turm.
Alle Reparaturen billigst.
(3007a

gibt wetterfesten Hochglanz und
färbt auchbeiRegenwetter nichtab
Alleiniger Fabrikant: Carl Gentner in Göppingen.

(II,3704

derin, mit ihren berüchtigt hohen Preiſen! Freilich ver=
ſtand
ſie es in der Tat, Frauenreiz auf faſt raffinierte
Weiſe zur vollſten Geltung zu bringen, wie die Erſchei=
nungen
der Schauſpielerinnen bewieſen. Das heftige Ver=
langen
, ſchön ſehr ſchön! zu ſein vor Artur Hell=
dorfs
Augen, kämpfte mit Ueberlegung und vom Leben
anerzogener Sparſamkeit in Thea Arnold.
Madame Bernard iſt ſehr teuer, meinte ſie leiſe.
Kunſt muß nach Brot gehen, lächelte Artur Helldorf
tolerant. Aber dieſe teure Kunſt wird Ihnen wunderbar
dienen, Fräulein Thea.
Eine Art geheimer Spannung lag in ſeinen Augen,
die auf ihren Zügen hafteten.
Ja, es mag ſein.
Sie dachte nicht daran, daß weichfließende Seide und
die teuerſte Schneiderin der Stadt doch eigentlich recht
merkwürdig unangebrachte Vorſchläge von ſeiten eines
Kollegen ſind, der ganz genau die Zahl des niedrigen
Einkommens der jüngſten Lehrerin kennt. Immer ſtärker
und ſieghafter behauptete ſich in ihr der drängende Wunſch
gegen die unterliegende Vernunft. Viel Geld würde es
koſten, eines der Hunderte ſicherlich, die ſo langſam und
mühſelig im Sparkaſſenbuch zuſammengebracht waren
aber Artur Helldorf würde ſie ſchön ſehen! Einmal iſt
ſchließlich keinmal und da war ja die Erbſchaft! Ach,
daß ſie auch nicht gleich an die Erbſchaft gedacht hatte,
die das Hundert doch vielfältig und bald ſchon zurück=
brachte
! Faſt Mizzis übermütiger Ton war es, mit dem
ſie als Schluß ihrer Gedankenkette leicht auflachte: Ich
glaube, Sie haben recht, Herr Doktor. Weiße Seide und
Madame Bernard werden einzig das richtige ſein.
Ah, wirklich! Lebhafteſte Befriedigung, faſt zu leb=

haft, um lediglich der Ausſicht auf den Anblick einer reiz=
vollen
Frauenerſcheinung zu gelten, verriet ſich in dem
Ausruf des ſchönen Oberlehrers, als ſein koſtſpieliger
Vorſchlag ſo leichtherzig akzeptiert ward. Sehr heiter
plaudernd geleitete er die Kollegin noch ein Stück ihres
Heimwegs.
Etwas Verlegenheit und innere Unſicherheit machten
ſich doch bei Thea geltend, als ſie der Schweſter, deren
geſchickte Hand ſonſt die geſamte Garderobe herſtellte, ihren
koſtſpieligen Vorſatz mitteilen mußte; im Beſtreben, dieſe
Unſicherheit zu verbergen, ſchlug ſie einen noch kühleren,
fremderen Ton an, als wie es bisher ohnehin ſchon ge=
ſchah
.
So! nickte Lotte ebenſo gleichgültig. Zwar erhob
ſich ihr praktiſcher Verſtand unwillkürlich gegen eine in
ſolchem Widerſpruch mit ihren beſcheidenen Verhältniſſen
ſtehende Ausgabe, aber die Zeit, wo die drei Arnolds=
mädel
in herzlicher Einigkeit eines für das andere ſich
ſorgten und freuten, war nicht mehr. Wenn Thea ihre
Sparkaſſe für eine kurzes Vergnügen derart angreifen
wollte, ſo war das ihre Sache; ſie mußte ſelber wiſſen,
was ſie tat. Sie Lotte hatte ihre eigenen Sorgen.
Weiße Seide und von der Madame Bernard gear=
beitet
! Spöttiſch wiederholte es Mizzi, als ſie von Theas
Abſicht erfuhr, und machte eine mokante Bemerkung über
die vermutliche Urſache dieſer ungewohnten Eleganz.
Aber dieſe Eleganz ſelber beſchäftigte am Nachmit=
tag
ihre Gedanken doch ſo lebhaft, daß ſie mit ſehr zer=
ſtreuten
Augen bei ihrer Kontorarbeit ſaß und Heinrich
Gruber verſchiedentlich mit Anzeichen deutlicher Beſorg=
nis
ihre flüchtig ausgeübte Tätigkeit beobachtete. Wie
ſie aufſtand, um die fertig vorbereitete heutige Geſchäfts=

korreſpondenz dem Prinzipal zum Unterſchreiben ins Ne=
benkontor
zu bringen, hob er den Blick.
Fräulein Mizzi, wollen Sie die ſämtlichen Briefe
nicht erſt noch einmal ſorgfältig durchleſen? riet er war=
nend
.
Ach was, es iſt ja alles in Ordnung! Gereizt von der
durchklingenden Ermahnung ſchob ſie die beſchriebenen
Bogen heftig zuſammen.
Heinrich Gruber ſagte nichts weiter, aber mit zwei ra=
ſchen
Schritten war er im nächſten Augenblick neben Mizzi
Arnold getreten und griff nach den Briefblättern, die er
eins nach dem andern prüfend überlas.
Sehen Sie, hier haben Sie dasſelbe Wort zweimal
geſchrieben und da unten fehlt die Angabe, auf die
oben Bezug genommen iſt und hier dieſe Addition kann
unmöglich richtig ſein. Warten Sie
Nachrechnend ließ er den Blick über die Zahlenkolon=
nen
gleiten.
Geben Sie her! Das kann ich ſelber! In hellem
Zorn riß Mizzi ihm das Blatt aus der Hand. Wenn
Sie mich nur hofmeiſtern können!
Aber, Fräulein Mizzi! ſagte er gutmütig zuredend,
um ſie zu beruhigen. Ich meine es doch nur gut mit
Ihnen!
Natürlich! Nur ſchade, daß ich kein Verlangen trage,
nach ſolcher nach Ihrer Güte! verſetzte Mizzi gering=
ſchätzig
und höhnend.
Heinrich Gruber preßte die Lippen zuſammen, ſchwei=
gend
begab er ſich wieder an ſeine Beſchäftigung; eine
Falte grub ſich dabei zwiſchen ſeine Brauen.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Die neue Reformationskirche in Darmſtadt.

In dem ſtädtebaulich intereſſanten und für die Entwickelung Darmſtadts außer=
ordentlich
bedeutungsvollen Projekt der Bebauung des durch die Verlegung des Bahn=
hofs
frei gewordenen früheren Bahnhofsplatzes wird ſich als erſte der dort vorgeſe=
henen
Monumentalbauten in abſehbarer Zeit ein neues Gotteshaus erheben, das die
Reformationsgemeinde in Darmſtadt erbaut und zu dem unſer genialer Kirchen=
baumeiſter
Geheimrat Profeſſor Friedrich Pützer den Entwurf gefertigt hat. Wir ſind
heute in der Lage, unſeren Leſern einige Schaubilder der neuen Reformationskirche zu
bieten, die ſich nach dem Entwurf ſo wunderbar harmoniſch dem reizvollen Landſchafts=
bilde
, der prachtvollen alten Anlage, einordnet. Die Bilder zeigen das Gotteshaus in
ſeiner Geſamtgeſtaltung im Blick von der Rheinſtraße aus auf den mächtigen, viel=
gegliederten
und allmählich nach oben ſtrebenden Turmbau, der das dahinterliegende
Kirchenſchiff und das Pfarrhaus faſt verdeckt: Das zweite Bild zeigt den Kirchbau im
Querſchnitt, der einen intereſſanten und deutlichen Einblick in die innere Geſtaltung
des Gotteshauſes öffnet. Das dritte Bild endlich zeigt die klare, praktiſche und wirk=
ſame
Aufteilung des Grundriſſes.
Ein Projekt, wie das vorliegende, erfordert einen beſonderen Rahmen, es muß
in die Umgebung hineinkomponiert werden. Es handelt ſich hier um eine Refor=
mationskirche
, alſo um eine Kirche, die auch an ſich ſchon im Aeußern an die
400jährige Wiederkehr der Reformation erinnert. Es ſoll kein monumentaler Bau wer=
den
, ſondern eine Kirche in ganz beſcheidenem Rahmen, die noch 100 Plätze weniger
als die Pauluskirche haben ſoll (insgeſamt 800 Plätze). Der Platz in der Landgraf=
Philipp=Anlage zwiſchen Wald= und Eliſabethenſtraße iſt bei den geringen Mitteln, die
für das Projekt zur Verfügung ſtehen, ein ganz ausgezeichneter Rahmen für den Bau.
Es kann dafür kein großer, architektoniſch geſtalteter Platz in Frage kommen, auf dem
der beſcheidene Bau völlig verſchwinden würde. Es konnte vielmehr nur ein ſtim=
mungsvoller
intimer Rahmen in Betracht gezogen werden, der aber doch eine Rolle im
Stadtbild ſpielt. Der architektoniſch bedeutendſte Teil des Baues iſt der nach der
Rheinſtraße zu ſichtbare Turmbau, der von der Rheinſtraße in etwa 200 Meter Ent=
fernung
geſehen wird. Dieſer ſoll auch den Reformationsgedächtnisraum
aufnehmen (der auf dem Querſchnitt zu erkennen iſt), in dem Erinnerungen an die
großen Männer der Reformation, Büſten und dergleichen Aufſtellung finden ſollen.
Dieſer Gedächtnisraum ſoll reicher betont werden. Im übrigen iſt das ganze Gebäude
ſehr beſcheiden gehalten, weil es ja in den Baumanlagen faſt ganz verſchwindet. Im
Hauptraum ſelbſt führen zwei Gänge von den Ecken ſchräg nach der Mitte zum Altar, dem
beſtimmenden Moment des Raumes. Dahinter ſind die Sängerbühnen angeordnet.
Hinter dem eigentlichen Kirchenbau ſind Wohnungen für Pfarrer und Küſter vor=
geſehen
. Dieſe Wohnbauten ſind ſowohl für die Gemeinde, als auch für die architek=
toniſche
Geſtaltung der Kirche notwendig. Die Gedächtnishalle ſoll bei großen

Feſttagen auch zum Kirchen=
raum
hinzugezogen werden,
ſie faßt dann noch 120 Plätze
die Kirche im übrigen faßt
800 Plätze und dient ſonſt
als Taufraum. Der Entwurf
hat der Baukommiſſion und
der Kirchengemeinde, ſowie
dem Großherzog vorgelegen
und allgemeine Anerkennung
gefunden.
Die Anlagen, in die
das Gotteshaus hineingeſtellt
werden ſoll, bleiben faſt ganz
erhalten und die ganze Ge=
gend
wird eine erhebliche
Wertſteigerung erfahren. Die
freien Ausblicke der Häuſer
dort unten werden nach
rechts und nach links durch=
aus
erhalten bleiben. Sie ge=
nießen
den freien Blick in
den Feſtgarten des projek=
tierten
Feſthauſes und nach
der anderen Seite auf die
Villengärten, die hier ge=
ſchaffen
werden ſollen
Im übrigen iſt für das
durch den Abbruch des alten
Bahnhofs freigewordene Ge=
lände
folgendes geplant:
Das frühere Stationsge=
bäude
der Ludwigsbahn ſoll
für Hofbibliothek und
Staatsarchiv ausgebaut wer=
den
. Das alte Gebäude der
Main=Neckar=Bahn ſoll von
der Eiſenbahnbehörde zu
Bureauzwecken umgebaut
werden; auch die neue
Oberpoſtdirektion
ſoll hier erbaut werden.
Alle dieſe Gebäude ſind
einſtweilen noch nicht end=
gültig
beſchloſſen, aber ſie
liegen in den Plänen vor
und es muß bei auszufüh=
renden
Bauten darauf Rück=
ſich
genommen werden. Vor
dem Poſtgebäude wird Platz
freigelaſſen für die in Aus=
ſicht
genommene Feſt=
halle
. Hinter dieſer Feſt=
halle
iſt Platz gelaſſen für
ein öffentliches Gebäude,
Verwaltungsgebäude oder
dergleichen mehr. Durch
dieſe ganze Neugeſtaltung
wird in der Stadt ein neues
Forum geſchaffen, zu dem
die Rhein= und Waldſtraße
letztere wird dazu einer
Aenderung unterworfen
den Zugang bilden.
M. St.

Anſicht von der Rheinſtraße aus.

Querſchnitt der Kirchenmauer.

PFARRGARTET

Grundriß der Geſamtanlage.

[ ][  ][ ]

Aeusserst preiswertes Angebot zum Umzug

Um meinen werten Kunden eine aussergewöhnlich
Hanstige Ennoas-Gelegehhele
zu bieten, bringe ich ab Mittwoch, den 11. März, zum Verkauf:

Linoleu
Terpiche
mit aufgedruckten u. durchgemusterten Dessins,
moderne Farben, alle Grössen

per Stück
von

Mark
an

Linoleum.

Vorlagen

in den Grössen:
60/90 cm 70/115 cm 90/130 cm

per Stück
von

Mark
an

Linoleum-
Ladfer
in den Breiten: 60, 67, 90, 110, 133 cm
erstklassige Fabrikate
0 Mark
per Meter

von

an

noleum-Belas

zum Auslegen ganzer Räume, neueste Dessins

per am von

Mark an

Sämtliche Artikel zur Pflege des Linoleums.
Mner, Darmstaur
adsf

Spezial-Abteilung für Linoleum

(6387

Schokolade
Kakao
Konfitüren
Tee Kaffee
Cakes
feinste Qualitäten, stets frisch, in
reichhaltiger Auswahl, sowie
Bonbonieren
und aparte Geschenkartikel
zu allen Gelegenheiten empfiehlt
billigst das Spezialgeschäft
August Wecks
vorm. Fr. Ganssmann
10 Ernst-Ludwigstr. 10
(im Hause Herm. Berger)
Fernsprecher 1755.
Zweiggeschäft Frankfurt a. M.-Süd,
Darmstädter Landstrasse 66, am
Wendelsplatz. (5668a

Umzugshalber zu verkauf.:
Küchenbüf. 10 M., Gasherd 8 M.,
Gaslampe 4 M. Spirituslampe
4 M. Seſſel 5 M., eiſ. Bett 6 M.. Bilderrahm. 4 M. u. a. Lucas=
weg
21, p., v. 912 vorm. (*6272imd

L. & M. Fuld
12 Kirchstrasse 12g
gegenüber der Stadtkirche 2
Schwarz-weisse Rabattmarken.

Einige erſtklaſſige
Pianinos
faſt neu, unt. Garantie ſehr billig
abzug. Abbild. zu Dienſten. (6155a
Pianoforte-Fabrik
Wilhelm Arnold
königl. bayer. Hoflieferant
Aschaffenburg.

Cölner Schwarzbrot
per Stück 50 Pfg.
im Ausſchnitt ¼ Pfd. 8 Pfg.
Weizenſchrotbrot
vielfach ärztlich empfohlen
bei
(1160a
Wilhelm Mitze
Hoflieferant.

Brot= und Wiener Feinbäckerei,
Ecke Hügel= und Schützenſtraße.

Miteſſer,
Pickel im Geſicht und am Körper
beſeitigt raſch und zuverläſſig
Zucker’s Patent-Medizinal-
Seile, à St. 50 Pf. (15% ig) und
1.50 M. (35½ ig, ſtärkſte Form).
Nach jed. Waſchung m. Zuckooh-
Ereme 650 und 75 Pf. nach=
behandeln
. Frappante Wirkung,
von Tauſenden beſtätigt. Bei Fr.
Schaefer, A. Logel, Ch. Schwinn,
Drog., Georg Liebig Nachf., Hof=
lieferanten
, u. Gg. Frz. Frank,
Parfümerie.

Grossh. Kabinettsgut
Kranichſtein (1156a
empfiehlt durch die eigenen Milch=
wagen
frei Haus
friſche beſte Voll= und
Kindermilch,
Schlagrahm,
ſüßen u. ſauren Rahm,
feinſte Tafelbutter,
friſche Eier eigen. Zucht.
Den weit. Verkauf meiner Kinder=
milch
habe Herrn
Wilhelm Reitinger,
Soderſtr. 2. Tel. 1834. übertragen.
Adolf Hagedorn.
Telephon 183.
Damenbinden

empfiehlt Rosine Federlin, Watten
gesenätt, Schuchardſtr. 13, I. (1159a

Ing., Mitgl. d. deutsch. Schutzverb.
f. geist. Eigentum, prüft Erfindg.
kostentr., reell u. sachgem. fk. Re.
ferenz. Ausführl. Brosch. kostenl.
Mainz, Bahnhofstr. 3. Tel. 2754.

verſchiedene Größen, außerordentl.
bill. Schützenſtr. 12, Schloſſ. (*6212om

uneeenc

Ratten, Mäuse Wanzen, Flöhe,
ſLäuse, Käfer Moften, Ameisen
(beseifigt unterGorantie schnell. gewissenhoff
billigst mit neuesten erprobten Hitteln. Für
ganze Anwesen, Bäckereien, Hotels.pp.:
IVersicherung bei billigsfer Jahresvergükung.
Zur Selbsfhilfegebe
Sei Bchördenpo
mübestenkr=
Sucheinzeine
folgeneinge=
Miſtelin Packung
Fohrt.
von50 Pfg aneb. S.
Hostenfreier Besuch.

Postkarfe
genügt.

(157a)

[ ][  ][ ]

Salem Gold
(Goldnumdstück, oval)
Salem Aleikum
(Hohlmumdstück,rund)
Preis N.
I & § 6 810 Pfa d. Stck. Ccu mie Juma.:
Crient. Jäbah- u. Cgaret. In. Jigo Zierz Stbfüiefern
Jahrik Benice Dresden. SM. d. Rnigs von Jachser
Truskfrei! 68

(6454a

Vermiteltes.

* Die teuerſte Briefmarke der Welt. Die teuerſte
Briefmarke der Welt iſt keineswegs wie viele Freunde

Philntelie vigleicht die berühmie
2 Penny Post okkice von Mauritius, von der das
ſchönſte Exemplar, das 1904 in London mit 29000 Mark
bezahlt wurde, ſich in der Sammlung König Georgs von
England befindet. Die koſtbarſte Marke iſt eine 1 Cent=
Marke von Britiſh Gujana, eine proviſoriſche Marke aus
dem Jahre 1856, von der anſcheinend nur ein einziges
Exemplar erhalten iſt. Das einzige bekannte Exemplar
dieſer ſeltenen Marke wurde vor Jahren von einem jungen
Sammler aus Gujana unter alten Familienpapieren ent=
eckt
. Es befindet ſich heute in der Sammlung la Reno=
tiére
in Paris, der größten Markenſammlung der Welt. Der
Preis, den Philippe de la Renotiere für dieſes Unikum an=
legte
, iſt nie bekannt geworden. Bei der heutigen Lage
auf dem Briefmarkenmarkt würde dieſe 1 Cent=Britiſh=
Gujana von 1856 mühelos 40 000 Mark, höchſtwahrſchein=
lich
aber noch mehr erzielen. Dabei handelt es ſich um ein
ſehr mäßiges Exemplar mit etwas verwiſchtem Druck,
aber trotzdem: es iſt die ſeltenſte Macke der Welt.
* Gegen ſchlechtes Deutſch. Der Türmer (Verlag von
Greiner u. Pfeiffer, Stuttgart) ſchreibt: Im Hinblick auf
das ſchlechte Deutſch an den Aufſchrifttafeln der Geſchäfts=
läden
hat der Bürgermeiſter von Wien die Genoſſenſchaft
der Schilder= und Schriftmaler erſucht, fortan bei allen
Beſtellungen von Schildern und Firmentafeln auf einen
einwandfreien, allen Grundſätzen der deutſchen Sprache
entſprechenden Wortlaut zu ſehen und ſich zu bemühen,
auch zur Ehre ihres Gewerbes einer um ſich greifenden
Sprachverwahrloſung in der alten deutſchen Stadt ent=
gegenzutreten
. Die Direktion der ſtädtiſchen Sammlungen
ſt bereit, mit ihrem Rate zur Seite zu ſtehen. Eine ähn=
liche
Ermarnung wäre in Berlin und anderen deutſchen
Städten noch mehr am Platze Was da in häßlichen und
undeutſchen Aufſchriften. Ankündigungen und Anpreiſun=
gen
geleiſtet wird, überſteigt das Maß des Erlaubten. Da
ille gütlichen Vorſtellungen bisher erfolglos waren, ſo iſt
zu erwägen, ob nicht für Ladengeſchäfte die Anwendung
fremdſprachiger Namen und Bezeichnungen, die in der
Regel nur irgend ein Skelett im Hauſe verhüllen ſollen, zu
verbieten wäre.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
35 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 27. Febr.: Dem Steinmetzen Wilhelm
Arnold, Liebfrauenſtraße, e. S. Wilhelm. Am 1. März:
dem Fabrikarbeiter Wilhelm Urban, Ballonpl. 3, eine T.
Katharina. Am 4.: dem Weißbinder Ludwig Löſch, Löf=
felgaſſe
9. eine T. Berta Marie. Am 7.: dem Wächter und
Sammlungsaufſeher im Großh. Landesmuſeum Joſeph
Geſing, Inſelſtr. 21, ein S. Theodor. Dem Schuhmacher
Guſtav Adolph. Lauteſchlägerſtraße 14, ein S. Guſtav
Johann. Am 8.: dem Taglöhner Michgel Bräunig,
Lauteſchlägerſtraße 20, ein S Georg. Dem Straßenreiniger
Wilhelm Ihrig, Gardiſtenſtr. 8, eine T. Anna. Am 5.;
dem Schriftſetzer Bonifazius Daikeler, Neue Irene=
ſtraße
9, eine T. Johanna Viktoria.

ue
ler in Bingerbrück und Chriſtina Eliſab. Borgner in
Biſchofsheim. Am 6.: Schmied Arno Osmar Walther
und Bertha Marie Otto, beide in Offenbach a. M. Ma=
ſchinenſchloſſer
Julius Auguſt Sulzmann, Feldbergſtraße
99, und Natalie Marg. Eiſenhauer, Schloßgaſſe 21. Kauf=
mann
Friedrich Georg Müller, Schulſtraße 4, und Zim=
mermädchen
Anna Chriſtina Auguſtin in Kreuznach. Am
9 März: Finanzaſpirant Joh. Phil. Käge hier und
Eliſab. Schimpf in Eberſtadt. Metzgermeiſter Georg
Saalwächter II. in Ober=Ingelheim und Erneſtine
Thon, Saalbauſtraße 37. Bahnarbeiter Joh. Peter
Rück II. in Trebur und Suſanna Hock in Nauheim.
Heizer Peter Adam Wittersheim in Nieder=Ramſtadt und
Dienſtmädchen Anna Babette Eppler, Beckſtraße 70,
Schloſſer Adam Karl Eiſinger in Nieder=Ramſtadt und
Dienſtmädchen Marg. Hauck in Traiſa. Schloſſer Ernſt
Schuchmann, Gr. Kaplaneigaſſe 13, und Luiſe Speng=
ler
, Gr. Kaplaneigaſſe 12. Stadtgärtnereiarbeiter Chriſt.
Reibold, Löffelgaſſe 27, und Näherin Marg. Nöſinger,
Schulzengaſſe 1. Handarbeiter Daniel Link II. und Marie
Eliſabeth Treichler, beide in Hahn bei Pfungſtadt. Ober=
lehrer
am Herzogl. Realgymnaſium in Meiningen Dr.
Rudolf Hübel in Meiningen und Anna Marg. Eliſabeth
Martha Voelkel, Stiftſtraße 9.
Eheſchließungen. Am 4. März: Kaufmann Auguſt
Schneider in Auerbach mit Marig Buchert geb. Reu=
ther
in Charlottenburg. Am 5.: Reſtaurateur Wilhelm
Gunder mit Reſtaurateurin Frieda Hohlfeld geb,
Schütz, beide hier. Am 7.: Fabrikarbeiter Friedr. Se=
linger
mit Sophie Krach, beide hier. Dreher Karl
Röder mit Joſepha Schmitt, beide hier. Wirt Adam
Bertſch hier mit Schneiderin Wilhelmina Klemmer in
Worms. Steindrucker Georg Schwärgel mit Gotthar=
dine
Sauer, beide hier. Fabrikarbeiter Chriſtian Hart=
mann
in Höchſt i. Odw. mit Anna Reuter hier. Kauf=
mann
Richard Kamm in Krefeld mit Sophie Storck
hier. Hilfsarbeiter Franz Angermaier mit Auguſte
Arheilger, beide hier. Hilfsbahnwärter Valentin Ren=
kel
mit Eliſab. Rieß, beide hier.
Geſtorbene Am 5. März: Aron Simon, Priv., 63 J.,
iſr., aus Echzell, hier Steinſtr. 21. Am 6.: Emma Marie An=
tonie
Rech geb. Ihlow, Ehefrau des Geſchäftsführers, aus
Köln=Lindenthal, hier Grafenſtr. 10. Am 5.: Eliſabeth
Marie Noll, Weißzeugnäherin, 59 J., ev., ledig, Wenck=
ſtraße
38. Am 6.: Eliſe Weigel, Diakoniſſe 76 Jahre,
ev., ledig, Erbacher Straße 25. Amalie Hoffmann geb.
Haußmann, Witwe des Pfarrers, 83 Jahre ev., Erbacher
Straße 25. Am 7.: Barbara Eyſſen geb. Eyſſen, Ehefrau
des Privatiers, 59 Jahre, kath., Nieder=Ramſtädter Str. 83.
Am 6.: Johs. Bangert, Kellner, 40 Jahre, ev., Erbacher
Straße 25. Am 7.: Georg Peter Jochum, Tagl., 74 J.,
ev., Grafenſtr. 9. Anng Mark, T. des Taglöhners, 1 J.,
ev Große Ochſengaſſe 34. Am 8.: Georg Friedr. Wilhelm
Heinrich Kilian, Geh. Oberbaurat, 63 Jahre, ev., Mathil=
denſtraße
50. Am 9.: Marg. Velde geb. Meng, Witwe
des Zugführers, 78 Jahre, ev., aus Hohen=Sülzen, hier
Grafenſtraße 9. Am 7.: Katharina Eliſab. Bundſchuh
geb. Guyot, Witwe des Lehrers. 68 Jahre, ev Nieder=
Ramſtädter Straße 32. Am 8.: Salomä Zörgiebel geb.
Mink, Witwe des Schuhmachers, 75 Jahre, ev., Mühlſtr. 23.

Die tüchtige Hausfrau

Im vorigen Jahre habe ich 100 Mark auf
die Sparkasse bringen können, weil ich
Weber’s Carlsbader Kaffeegewürz
verwendet habe.

Mit Weber’s Carlsbader Kaffee=
gewürz
erspart man eine Menge
Kaffee und erhöht außerdem den
Geschmack der billigeren Kaffee=
sorten
. 50 Gramm Bohnen, mit
einem Würfel Weber’s Carlsbader
Kaffeegewürz zubereitet, ergeben
sechs Tassenausgezeichneten Kaffees.

Das Peste and nar ehnrigPerpaährtein
Kalt abwaschbarl Hochelegant!
Nicht abblätternd!!
Keine oberflächl. Präparation!
Dader
Hosenträger,
Krawatten, Knöpfe. Wasele
SPEZIAL-GEScHAFT
(3134a
Kirchstrasse 1),
Marh. Decher, Darmstadr neben der Stadtkirche.

Simili=
Zier-Nadein
für das Haar
BedGet
Prachtvolle Neuheiten
in grösster Auswahl
Sgehrsfkranke
Elisabethenstr. 9. Tel. 886.

(6408a

megen Umzug bill. zu verkauf.:
W 1 Dienſtbotenbett m. Matr.,
1 Kinderbett, 1 3fl. Gasherd mit
Geſtell, 1 ant. Tiſch, Einmachgläſer
u. Diverſes Frankfurterſtraße 74,
part.
(*6451

Gut erhaltene Kartons
Größe 4050, 5060, Stück 15 Pf.,
zu verkaufen Bluſen=Spezialiſt,
Wilhelminenſtr. 29.
(*6442

Zur Saison.
Empfehle mich im Anfertigen mod.
Herrengarderoben all. Art. Große
Auswahl neueſter Muſter. (*6485
Heinrich Sommer
Schneidermeiſter, Schützenſtr. 8.

Institut Neues Leben
Neckarstrasse 10, I.
Erfolgreiche Behandlung von
Frauenleiden
Thure-Brandt-Massage
von Frau Martens, früh. Assistentin
von Dr. Thurs-Brandt, (3767a

Herold=Hutlager
Große Ochſengaſſe 6 und 7.
Konfirmanden-
SHute
weich und ſteif. (4735a
Größte Auswahl Billigſte Preiſe.

Sopha, Tiſch, 1 ovaler Gold=
1 ſpiegel, 1 Kinderbett, 140X70,
mit Kapock=Matratzen, 2 kleine
Federbetten preiswert abzugeben.
6445)
Karlſtraße 69, I.

Neu= und Anſtricken
von Strümpfen ſow. Beinlängen
auf der Maſchine billig u. prompt
Heinheimerſtr. 50, I. Hahnes. (827a

zum Waſchen und
Wäſche
Bleichen wird an=
genommen
. Wäſcherei Steiger,
Gräfenhauſen.
im‟

Federn werden ſchön gekräuſelt
( Weil, Riedeſelſtr. 39, Mſd. (*6462

Lloydreiſen
1914
Vergnügungsfahrten
zur Sce
Mittelmeerfahrten
mit d., Schleswig!:
Fahrpreiſe von m. 350.. M. 50.-aufwärts
1) Ab venedig 21. Rpril- S. Mai
2) Genua 12. Mal 8. Zunk
3) Bremen Jo. Rug. 23. Sept.
Norwegenfahrten
mit d. , Schieswig!:
Fahrpreiſe von m. 300.. M. 350.- aufwärts
11Ab bremen 13. Juni 30. Juni
2) Riel 3. Juli -21. 5uti
3) Bremen 24.Juli - 7. Rug.
4) Bremen 11. Rug. -25. Rug.
Polarfahrt
mit d., prinz Friedrich wilhelm‟:
Fahrpreiſe von M. 550.- aufwärts
nb Bremen 18. Jull=18. Rug.
Nähere Auskunft, druckſachen
und Fahrkarten durch
Korddeutſcher
Lloyd Bremen
und ſeine vertretungen
Darmſtadt:
Anton Fiſcher, Frank=
furterſtraße
12/14.
Dieburg: Carl Reh.
(22708)

Ein ält. volſtänd. Bett zu verk.
Wienersſtraße 44, p. (*6432

Damen-Schreibtisch
tadellos erhalten, billig abzugeb.
*6431mf)
Victoriaſtr. 25, II.

Elllig Zu Verkadfen.
Büfett, Vertikos, Diwan, Kanapees,
Tiſche, Stühle, Seſſel, Spiegel m. u.
ohne Trumeau, Flurgard., große
Glasſchränke (f. jed. Geſchäft geeign.)
Schreibtiſch, Schlafzimmereinricht.,
Kleider=, Küchenſchr. einz. Betten,
Schwenktiſch, Liege=Sitzwagen, Re=
gulatore
, Wecker, Taſchenuhren zu
ſehr billigen Preiſen und viel Un=
genanntes
Schulbänke. Nur
Schloßgaſſe 8.
(*6430

[ ][  ][ ]

Erſcheint 2 mal whchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können=
nur
am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
Inſertionspreis: 10 Pfg. die einſpaltige Petitzeile; von 10maliger Wiederholung an 10% Rabatt.
Im ſtädtiſchen Hauſe Luiſen=

Hermannstr. 31
gegenüber dem Beſſ. Hofgarten,
Haus mit Gas, elektr. Licht,
Zentralheizung, Warmwaſſer=
leitung
und ſchönem Garten
per 1. April 1914 zu vermieten.
Näheres Heinrichſtraße 82,
(390ms
Baubüro.

Ecke Heinrich=u. Hoffmannſtr. 26,
1. u. 2 St., herrſchaftliche Wohnung,
elektr. Licht, Gas, Bad, Veranda
u. reichl. Zubehör, per 1. Julf 1914,
zuſammen oder getrennt, zu verm.
(630ms
Näheres parterre.

Heidelbergerstr. 43,
I. Etage, ſchöne 1012 Zimmer u.
vielem Zubehör, mit oder ohne
Stallung, Garten, per 1. April zu
vermieten. Näheres daſelbſt bei
(B392ms
J. Conr. Mahr.

Schulstr. 10, I. Stock
Wohnung von 10 Zimmern,
Küche, Bad, Elektr. und Gas= An=
lagen
, ſowie Garten per 1. Juli,
auf Wunſch auch früher beziehbar,
zu vermieten. Einzuſehen vorm.
von 111 Uhr, nachm. v. 35 Uhr.
Näh. bei Herrn Ludwig Trier,
Riedeſelſtr. 17. Tel. 1189. (4206ms

Einfamilienhaus
Grüner Weg 85
11 Zimmer nebſt reichl. Zubehör,
2 Veranden, 2 Badez., Zentralheiz.,
der Neuzeit entſprechend einger.,
alsbald zu verkaufen, event. zu
vermieten. Näh. Ohlyſtraße 69,
parterre, Telephon 586. (B5727ms
Uintenviertei.
Haus zum Alleinbewohnen
Schießhausſtraße 124
mit Vor= und Hintergarten, Ge=
ſamtfläche
820 gm, modern ein=
gerichtet
, enth. Diele, neun, z. T.
ſehr große Wohnräume, 2 Kam=
mern
, Badezimmer, Küche mit An=
richtraum
, Loggia, Terraſſe uſw.
per 1. April
anderweitig zu vermieten.
Einzuſ. tägl. zw. 10 u. 12 Uhr
und 3 und 5 Uhr nachm.
Näh. Auskunft daſelbſt u. durch
(5696ms
den Eigentümer.

Das Haus
Annaſtraße 54.
enthaltend 12 Zimmer, Bad und
reichliches Zubehör, Garten, iſt
per 1. Juni 1914 event. ſpäter zu
vermieten. Näheres bei (6202ms
J. Glückert, Bleichſtr. 31.

Zimmer

Frankfurterstr. 18
(Herrngarten gegenüber)
7 Zimmerwohnung mit all. Zub.,
elektr. Licht, Gas, Zentralheizung,

Veranden, im 1. Obergeſchoß, per
1. April 1914 zu vermieten.
Näheres Dipl.=Ing. Ga. Hinkel,
Franklurterſtr. 16½
(1272ms

Wilelnstr 25, part.
herrſchaftl. 7 Zimmerwohn. (große
Näumel mit reichl. Zub. u. Garten
auf 1. Juli od. früher, event. mit
Stallgebäude für 6 Pferde. Ein=
zuſeben
zwiſchen 113 Uhr außer
(B2997ms
Sonntags.
Heidelbergerstr. 43
I. Etnge
7 Zimmerwohn., Balkon, Garten
u. reichl. Zub. für 1. April 1914,
mit oder ohne Stall. (B2989ms

Herrschnfts-Wohnung.
Eliſabethenſtr. 70 (4086ms
Beletage, hochelegant, mit elektr.
Lichtanlage, Kochgas, 7 Zimmern,
Badezimmer, geſchloſſ. Veranda,
Burſchenzim., Manſardenräume,
per 1. Juli zu vermieten. Auf
Wunſch Stallung und Nemiſe.

Näb. zu erfr. im Büro im Seiten=
bau
zwiſchen 1112 u. 25 Uhr.
Zu vermieten per 1. Juli ds. Jo.
Hobrechtstr. 8, pt.,
herrſchaftliche ſchöne Wohnung,
7 Zimmer Bad. Malkon, Garten
und ſonſt. reichliches Zubehör,
Zentralheizung, Gas u. elektr. Licht.
Näh. in der Wohnung. (B6009ms

Aunartſt. 5, 2. Z.
7 Zimmerwohnung mit Veranda
und reichl. Zub. für 1. April 1914,
auf Wunſch früher, zu verm. Näh.
part. u. Saalbauſtr. 71. (395ms
Heinrichſtr. 12, pt., 7 Zimmer,
Bad, Fremdenzimmer und viel
Zubehör, Garten, mit oder ohne
Stallung und Burſchenwohnung
zum 1. April zu vermieten. Näh.
daſelbſt.
(397ms

Keirtenerner 61
elegante 6 Zimmer-Wohnung
(hochpart.) mit reichl. Zubehör,
Bad, Fremden=, Mädchenzimmer
und Garten iſt per Abril zu
vermieten. Näh. daſelbſt oder
im Laden Rheinſtr. 33, Lotterie=
Einnahme. Pr. 1200 M. (1289ms
Wendelſtadtſtr. 28, 1. Etage
6 gr. Zimmer mit reichlich. Zubeh.,
Bad uſw. per 1. Juli zu vermieten.
Auf Wunſch etwas früher. Alles

Nähere daſelbſt 2. Stock.

(2962ms

i. Hauſe d. Mozart=
Schulstr. 8, Vereins, I. Stock,
6 Zim.=Wohn., Küche u. Zubehör,
per 1. April 1914 zu vermieten.
Näh. Auskunft erteilt Maurermeister
Nil. Hammel, Gltstr. 50, Ial. 556. (399ms
Eliſabethenſtr. 52, parterre od.
1. Etage, 6 Zimmer, Kabinett u.
Zubehör per 1. Juni od. 1. Juli
(5695ms
zu vermieten.

mrernrerter
5 Zim.=Wohn., Gas, Bad, 2 Manſ.,
Bleichpl., Trockenb., nebſt allem Zub.,
zu v. Auskunft in Nr. 90, pt. (5684ms

ſch. 5 Zim.=
Riesstr. 57, I. Wohnung,
daſelbſt 5 Zimmer, Manſarde, per
1. April zu verm. (VIII, 1508ms

Mauerstrasse 34
Schöne, grosse 5 Zimmer-
wohnung
. Gas, Badezimmer,
Balkon u. Zubehör, p. 1. April
zu vermieten. Preis Mk. 600.
Näh. das. bei Wilh. Hagel. (1586ms

Wendelſtadtſtr. 26, 1. Etage
5 gr. Zimmer mit reichlich. Zubeh.,
Bad uſw. per 1. Juli zu vermieten.
Alles Näh. Wendelſtadtſtraße 28,
(2961ms
2. Stock.

Ecke Soder= und
Soderſtr. 44 Stiftsſtr., ſchöne
geräum. 5 Zimmerwohnung mit
Zubehör per 1. Juli, evtl. früher,
zu verm. Näh. part. (5683ms
Schöne 5 Zim.=Wohnung pt. m.
Zubeh. evtl. m. noch 2 Manſardenz.,
in ruhig. Hauſe, zum 1. April. Zu
erfrag. Mathldenſtr. 26, I. (1124ms

ſtraße 16 iſt die Wohnung im erſten
Obergeſchoß des Mittelbaues, be=
ſtehend
aus 4 Zimmern, Küche
und Keller alsbald zu vermieten.
Bewerber erhalten nähere Aus=
kunft
im Stadthaus, Zimmer
(598ms
Nr. 56.

Pallaswieſenſtraße 15, 1. St.,
ſchöne geräumige 4 Zimmer= Woh=
nung
, Gas, Veranda, per 1. April.
Näheres 1. Etage.
(611ms
Aliceſtr. 1½ 1. Stock, ſchöne
4 Zimmerwohnung per 1. April zu
verm. Näh. Nr. 1, part. (858ms

4 Zimmerwohnung zu verm. (608ms
Emilſtr. 27 ſchöne 4 Zimmer=
Wohnung mit Gas und allem
Zubehör per 1. April zu vermieten.
Näheres im 1. Stock. (1130ms

Roßdörferſtr. 86 iſt der 1. Stock,
6 Zimmer mit reichl. Zubeh., Gas
u. elektr. Licht zu verm. Einzuſeh.
von 11 Uhr ab.
(5993ms
Näh. Heidenreichſtr. 29 u. 31, part.

Meehlte r elair.
elegante Herrſchaftswohn., 6 Zim.,
Badezim. und reichl. Zubeh. per
1. Juli zu vermieten. (5994ms
Näheres daſelbſt oder Baubüro
H. Sames, Pallaswieſenſtr. 26.

In freier Lage, Heidenreich=
ſtr
. 17, II., feine herrſchaftl. 6 Zim=
mer
=Wohn.,mit Fremdenz., elektriſch
Licht, Kohlenaufz. u. reichl. Zub., ſof.
bez. Näheres Soderſtr. 48. (551ms

Eliſabethenſtr. 56 6 Zimmer=
Wohn., neuzeitlich, mit kompl. Bad,
Elektriſch u. Gaslicht, per 1. April zu
verm. Näheres 2. Stock. (1127ms
Ernst-Ludwigstr. 12
Ecke Marktpassage
Erste Etage
6 Zimmer, Badezimmer u.
Zubehör, per 1. Juli zu
vermieten. Beſichtigung
1112 u. 34 Uhr. (5767a

Wienersſtr. 58, I., 5 Z.=W. mit
Zubeh. ſof. evtl. ſpät. z. v. (B1819ms

Schöne 5 Zimmerwohnung, Ecke
Moosberg= u. Kiesbergſtr. Nr 48,
für 1. April zu vermieten. Preis
(B570ms
520 Mark.

Inſelſtraße 29, I., 5 Zimmer=
Wohnung mit allem Zubehör per
1. April zu vm. Näh. pt. (1257ms

Klichstrasse 19
ſchöne 5 Zimmerw. per 1. April
1914 zu verm. Zu erfrag. daſelbſt
im Bluſenh. W. Schneil. (B571ms

Eichbergstrasse 12
iſt die Beletage, beſtehend aus fünf
Zimmern, Küche, Bad, 2 Zimmern
im Dachgeſchoß, Bodenkammer ꝛc.,
per ſofort zuverm Einzuſehen
täglich von 1012 Uhr. Näheres
Schießhausſtraße 44. (B561ms

5 Zimmer, Küche mit Speiſe=
kammer
, Kloſett i. Vorplatz, Balkon
m. frei. Ausblick, 2 Boden, 2 Keller,
Waſchklche, Bleiche, Trockenhalle
u. Gartenanteil zu verm. Näheres
Soderſtraße 75, parterre. (1129ms
Viktorſaſtr. 24, pt., 5 Zimmer
mit Badekabinett u. Zubehör per
1. April zu vermieten. (2053ms
5 Zimmer=

Bleichstr. 28 Wohn. mit
Bad, Veranda und ſonſt. Zubehör
zu vermiet. Näh. parterre. (1818ms

Sieinackerstr 14, I.
5 Zimmer mit Garten, gr. Veranda
und Zubehör, zum 1. April 1914
zu verm. Preis 800 Mk. Beſichtig.
von 1112 Uhr.
(B1184ms

Krilleriestr. part.
hocheleg. 5 Zim.=Wohn., gr.
Räume, Wintergarten, für
1. April zu vermieten. Näh.
(B3536ms
daſelbſt.

Wittmannſtraße 25, part.,
5 gr. Zimmer, Badez., Speiſek.,
Veranda u. Zub. zum 1. April.
Näh. Nr. 23, part. (B3559ms
Heidelbergerstr. 9½
große 5 Zimmerwohnung, 3. Stock,
mit Gas, Veranda, Bad u. reichl.
Zubeh, per 1. April zu vermieten.
Zu erfragen Soderſtr. 22. (3530ms
Hochſtr. 64, I., 5 Zim.=Wohn.,
neu hergerichtet, elektr. Licht, Gas,
Bad, Balkon, Veranda u. reichl.
Zubehör, Gartenbenutzung, ſofort
zu verm. Näh. parterre. (4622ms

Heinrichstr. 11, pt.

ſchöne elegante 5 Zimmerwohnung,
vollſtändig neu hergerichtet, mit
Bad ſowie allem Zubehör, per

ſofort oder 1. April zu vermieten.
Näh. Ludwigſtr. 14 i. Laden. (4750ms

Kiesſtraße 67, 1. Stock, Fünf=
zimmerwohnung
per 1. April zu
vermieten.
(1111ms

Dieburgerſtr. 28, die Parterre=
Wohnung, 5 Zimmer u. Zubehör
per 1. Juli zu verm. (5991gims
Näheres daſelbſt und bei Val.
Wagner, Große Ochſengaſſe 26.

5 ſchöne
Waldstr. 50, II., Zim.,
Küche, Veranda, Mädchenkammer,
Bodenkammer, 2 Keller, Gas evtl.
elektriſch Licht, Waſchtlche. Preis=
660. Mark.
(575m

Gervinusſtr. 73, part.
5 Zimmerwohn. mit Fremdenzim.,
Magd= und Vodenkammer nebſtt
reichlichem Zubehör, per 1. Juli zu
vermieten. Einzuſehen zwiſchen
35 Uhr.
Näh. Gg. Hillgärtner, Liebfrauen=
ſtraße
50, Telephon 1955. (6398ms
Fankiurterstr. 36, I.
gegeuüber dem Herrngarten, herr=
ſchaftliche
5 Zimmerwohn. mit Bad
u. ſämtl. Zubehör zu vm. (6395ms

Hoffmannſtr. 34, 2. Stock
5 Zimmer. Badeſtube, Veranda,
2 Bodenkam. nebſt Zub. bis 1. Juli.
Einzuſ. tägl. 114 Uhr. Näh. bei
Hamburger, Beſſungerſtr. 38. (6440ms

Viktoriaſtraße 75, I., ſchöne
5 Zimmerwohng. per 1. Junt zu
verm., evtl.früher. Näh. daſ. (*6452ms

Imenr
Kiesſtr. 127 Zubehör ſofort od.
ſpät. zu vm. Ausk. i. 2. St. (599ms
Rhönring 41, I., ſchöne, neu
hergerichtete 4 Zimmer=Wohnung
mit allem Zubehör, Speiſekammer,
Balkon, Badeeinricht. und Man=
(591ms
ſarde, per ſofort.

Rhönring 79 4 Zim.=Wohnung
mit allem Zubehör ſehr preiswert
per 1. April zu vermieten. Näh.
daſelbſt im 1. Stock. (2996ms

Mauerstrasse 34
Schöne, gr., helle 4 Zim-
merwohnung
, Gas, Badezim.,
Balkon u. Zubehör, per 1. April
zu vermieten. Näheres daselbst
bei wilh. Nagel. (1585ms

Meubelſadſtraſt 4½
4=Zimmerwohnung, 1 Stock zum
1. April zu verm. Näh. daſelbſt
part. od. Zimmerſtr. 1. (1115ms
1. Stock, 4 Z.=
Waldſtraße 35
Wohnung
mit allem Zubehör per 1. April,
evtl. ſpäter zu verm. (1120ms
Gutenbergſtraße ſehr ſch. 4 Z.=
Wohn. i. 1. St. zu verm. Beziehbar
1. April. Näh. Karlſtr. 10. (1110ms

Stork, ſchöne
Ahastr. 24 4 Zim.=Wohn.,
geſunde, freie Lage, bis 1. April
(B2070ms
zu vermieten.

Friedrichſtraße 24 4
per 1. April zu vermieten. (190ms
Näheres 1. Stock.

in bevorz freier
Soderstr. 119 Lage, d. Neuzeit
entſprechend, eleg. 4 Z.=Wohnung
m. Fremden= u. Mädchenz., Bad,
Veranda u. ſonſt. reichl. Zubehör,
per 1. April zu vermieten. Ein=
zuſehen
von 35½ Uhr. Näheres
Wendelſtadtſtr. 34, pt. (2443ms

Per 1. Juh 1. 3.
4 Zimmer=Wohnung im 1. Stock
mit Balkon, Gas= u. Waſſerleitung
zu verm. Näh. Pankratiusſtr. 2½
(2993ms
Fahrradhandlung.

Pankratiusſtr. 41 Mart.=Drog.,
4 od. 5 Zimmer, 1. Et., mit allem
Zubeh. zum 1. März oder ſpäter
preiswert zu vermieten. (3774ms

Neue Ireneſtraße 67, 1. Stock,
ſchöne 4 Zim.=Wohn., der Neuzeit
entſpr., per 1. April zu vermieten.
Näheres Rhönring 33, 2. Stock,
rechts, bei Schröder. (4064ms

ſchöne 4 Z.=
Soderstr. 52, I. Wohn. per
1. April zu verm. Näh. part. (4584a

Wendelstadtstr. 33½

1. Stoc. 4 Zimmer mit Balkon u.
allem Zubehör zu verm. Sofort
beziehb. Näh. Aliceſtr. 27, I. (4770ms

Kaupstr. 23, III. Stock
hübſche 4 Zimmerwohnung m. all.
Zubehör auf 1. April. Preis 400 Mk.
Näh. Kaupſtr. 35, I.
(5521ms
Ecke Moller= u. Ireneſtr. 71, I.,
ſchöne 4 Zim.=Wohn. weg. Wegzug
per 1. April, event. ſpäter zu verm.
Preis 460 Mark. Näh. part. 5692ms

In nächster Nähe des Waldes
Roßdörferſtraße 102, part.,
neuzeitliche 4 Zim.=Wohnung
mit Gas, elektr. Licht, Kohlen=

aufzug, Linoleum in allen Zim.,
mit Badezim., Fremdenzim.,
Veranda u. Zubeh., f. 800 Mk.
p. 1. Apr. od. früh. wegzugsh. zu
verm. Näh. Heinrichſtr. 87, pt.,
oder Rheinſtr. 15, 1. St. (Büro),
Telephon Nr. 100. (B5788ms

ſchätrte 4 bis
Kiesstr. 45, I. 5 Zimmer=
wohnung
mit Gas u. allem Zu=
behör
zu vermieten.
(6031ms
Viktoriaſtraße 32, part ſchöne
4 Zimmerwohnung, freie Ausſicht
u. Garten, p. ſof. o. 1. April z. verm.
Abvermieten geſtattet. (6001a
Wendelſtadtſtr. 39, 4 Zimmer=
Wohnung mit Balkon per 1. April
(5992ms
zu vermieten.

Leinrichſtz ſchöne Man=
ſarde
, 4 gerade Zimmer ſofort zu
verm. Näh. in dem Wohnungs=
nachweisbüro
und in der Expedit.
dieſes Blattes.
(6316ms

Mene eneec
wohnung per 1. April zu vermiet.
Näh. Pallaswieſenſtr. 35, I. (*6167om

ſchne Zinmer nehſt
Zubehör, Zentral=Heizung.
Ludwigsplatz 2, näheres im
Laden.
(5937t

Eckhardtstr. 21 Wohnung
(6131ms
zum 1. Juli.

Anmastr. 6, part.
ſchöne 4 Zim.=Wohn., ohne
Gegenüber, mit kompl. Bade=
einrichtung
, Küche, Gas, Man=
ſardenzimmer
, 2 Keller per
1. April billig zu verm. Näh.
Rheinſtr. 32 (Bureau) oder
Irſeſtr. 19, part (6105ms
Mertiderſtr. 17, .
4 Z.=Wohn. mit Glas=Verandanehſt
Bade= u. 2 Kammern, Alleinbeng
des Gartens, ſkein Gegenüber, z.
1. Juni zu vermieten. Näheres
zwiſchen 101 und 35 Uhr
täglich nur Soderſtraße 115,
1. Stock.
(5691m

Gutenbergſtr. 31 neu herger
ſchöne 4 Zimmerwohn. mit Balkon
Veranda, Manſardenkammer und
Gartenanteil, per ſofort zu verm.
Preis 500 Mk. Näh. part. (6394ms
Lucasweg 13
(Künſtlerkolonie), 2. Stock,
beſtehend aus 4 Zimmer, Fremden=
zimmer
, Bad, Veranda und allem
Zubehör, zu vermieten. Näheres
Hügelſtraße 30, II. (6405ms

Geene Zimmne
Wohnung zu vermieten. (2656ms
Mollerſtr. 28, 2. Stock, ſchöne
3 Zim.=Wohn. per 1. April zu verm.
Nälh. Viomarckſtr. 55, 1. St. (1440ms

Heinrichstrasse 93,
Manſarde, 3 gerade, ſchöne Zim=
mer
, Waſſerleitung, Gas, p. 1. April
1914zu verm., wird neu hergerichtel
Näheres parterre.
(630ms

Heidelbergerstr. 57
2. Stock, 3 Z.=Wohn. mit Balkon.
u. all. Zub., per 1. April. Näheres
Heidelbergerſtr. 90, 1. St. (B2217ms

Taunusstrasse 44
drei ſchöne 3 Zimmerwohn. alsb.
u. zum 1. April l. Js. zu verm. Näh.
Am Breitwieſenberg 15. (2415ms

Kaupſtraße 5, part., 3 Zimmer=
wohnung
mit Zubehör per 1. April.
Näh. Eckhardtſtr. 19, part. (311ms
Mollerſtr. 43, 2. St., ſchöne
3 Zim.=Wohn. mit reichl. Zubeh. per
1. April, event. früher, zu verm.
Näh. bei Hutzler, 1. St. (3348ms
Pankratiusſtraße 71 3 Zim.=
Wohnung, d. Neuzeit entſprechend,
per 1. April zu vermieten. (4906ms

Zum 1. April
ſchöne 3 Zim.=Wohnung
im Johannesviertel zu vermieten.
Zu erfr. Aliceſtr. 16, part. (5327ms
Dieburgerſtr. 54, Hinterbau,
3 Zimmerwohnung mit Werſtäle
u. Zubehör zu verm. Näh. daſ.
part. od. Hügelſtr. 30, II. (5685ms
Ruthsſtr. 17, eine 3 und eine
2 Zimmerwohn. (Manſ.) zu verm.
(6036ms
Näheres parterre.

Lauteschlägerstr. 6.
1. April o. ſpäter. Näh. I. l.(6032ms

Forſtmeiſterplatz 4 ſchöne 3Z.:
Wohnung ſof. zu verm. (B6076ms
Neue Niederſtraße 19
ar hübſche 3 Zimmerw. m. Balk.,
Manſardenz., Badez. mit kompl.
Einricht. nebſt all. Zubeh., d. Neuz.
entſprech. Näheres Neue Nieder=
ſtraße
17, part.
(B6116ms
Inſelſtr. 19, part., Hth., ſchöne,
helle 3 Zim.=Wohn. mit Küche u.
Speiſekammer, Gas, 2 Keller und
Trockenboden, per 1. April billig
zu verm. Näh. daſelbſt im Vorder=
haus
, parterre.
(6104ms

[ ][  ][ ]

oieburgerſtraße 32 3 Zimmer=
ſvion
., monatlich 27 Mk. (6399ms

Miiselstrasse 21, Hinths.
Pa nſardenwohnung, beſtehend aus
Zzimmer und Küche, per 1. April
Alig zu verm. Näh. im Vorder=
Des Nr. 19 bei Flickinger. (6400ms
ſchöne
Mcckhardtstr. 21 3 Zim.=
Wohnung zum 1. April. (6130ms

Inenersſtr. 54, Seitenbau,
Ahnene 3 Zimmerwohn. mit allem
ubbehör per 1. April. (6406ims Mmer eLuiſenſtr. 34, Htb., 2 Zim.. zu verm.
(644ms Sügelſtraße 29, Manſarde,
ZZimmer, Küche, Kammer, Keller,
e 1. April 1914 an ruhige und
nöderloſe Leute zu verm. (655ms Sandſtr. 28, Seitenbau, Zwei=
Bummerwohn m. Zubeh. (4315ms Große Ochſengaſſe 12 Zwei=
Zammerwohnung mit Küche per
lodort zu vermieten. Näheres
ſeſſelbſt bei Störger. (5325ms Eliſabethenſtraße 45 Zwei=
Zummerwohnung mit Zubehör u.
=Zim.=Wohn. m. Zubeh. (4656ms Holzſtr. 1, 2 Zim. u. Kam., Küche
n Kochtas, z. v. Näh. 1. St. (5380ms Wendelſtadtſtraße 49
Zim.=Wohn. ſofort zu verm. (5732a Wiktoriaſtraße 72 Manſarden=
Urohnung, 2 Zimmer, ſofort zu
parmieten.
(5694ms ſchöne
Nagdalenenstr. 11 2 Zim.=
Wohn. i. Seitenb. zu verm. (5690ms IHeidelbergerſtraße 36, III.,
23 Zim., Küche, Gas, mit a. Zub.,
ſp. 15. März an einz. Perſon oder
kiniderl. Ehepaar zu verm. Näh.
Shraub, 1. Stock od. Lad. (*6011sm Emilſtr. 21, III., frdl. ſonn.
2 Zimmerw. (k. Manſ.) p. 1. April
an einz. Dame bill. z. verm. Näh.
blei L. Heß, Taunusſtr. 23. (6051ms Wohnung mit 2
Hochſtr. 24 Zimmer, Küche u.
Zubehör, an ein kinderloſes Ehe=
pnar
oder einzelne Perſon alsbald
zin vermieten. Näheres bei Herrn
Weber, Dieburgerſtr. 8. (6050ms Wohn.,
Ssandbergſtr. 66, P., 2 große
J immer, kompl. Bad, Veranda,
Preis 400 Mk.
(*6058sm

Landwehrſtr. 68 2 Zimmerw. ſ.
k. Familie. 18 Mk.
(6115a
2 Zim.=Wohnung zu verm.
Neäh. Ballonplatz 9, I. (6112ms

Hügelſtr. 19, Manſ., freundl.
Zim.=Wohn. mit Zubeh. an ruh.
Leute zu vermieten. (6125oms

Herdweg 17, Seitenb.
* Zimmerwohn. Pr. 16 Mk. (B6256ms

Artillerieſtraße 10, b. Schuch=
mann
, gr. 2 Zimmerwohn. z. verm.,
paſſend für Bahnarbeiter. (*6361

Kl. Bachgaſſe 1, Manſ., 2 Zim.
und Küche zu vermieten. (*6384

Schwanenſtr. 37, Seitenbau,
Zimmer u. Küche zu verm. (6403ms

Landwehrſtr. 37 Logie, 2 Zim.,
Küche mit Zubehör auf 1. April
zu vermieten. (*6422mdf

Kiesſtr. 40, Stb., kleine 2 Z.=
Wohnung zu vermieten. Zu er=
ſtragen
parterre. (6467ms

Ludwigſtraße 10, I., 2 große,
beere Zimmer zu verm. Sehr geeig=
nget
für Büro uſw.
(*6444

2 große Zimmer, 1. Stock, an
älteren Herrn mit eigenen Möbeln
nnit oder ohne Penſion zu verm.
Mäheres in der Expedition. (*6443

Landgraf Philipp=Anlage 64,
I., 2 leere Zim. ſof. z. verm. (*6469mfg

Gr. Kaplaneigaſſe 60, Zim.,
Wabinett, Küche ſof. zu vm. (656ms

Arheilgerstrasse 82
A Zimmer, Küche nebſt Keller an
II oder 2 brave Perſonen ſofort
woder ſpäter zu vermieten. (5122ms
Fuhrmannſtr. 10, part., leeres,
ſſauberes Zimmer ſofort zu verm.
Mäheres Seitenbau. (5329ms
Roßdörferſtr. 11 ein unmöbl.
Zimmer ſofort oder ſpäter zu ver=
rmieten
. Näh. 1. St., rechts. (4621t
Heinheimerſtr. 55, Manſ., 1 Zim.,
Küche, Keller per ſofort. (*6399ms
Arheilgerſtraße 69 unmöbl.
Zimmer zu vermieten. (6407ms

Onte Zimmerzah

Für Photographen.
Georgenſtraße 1½ ſoll Wohnung
nebſt Atelier anderweitig vermietet
werden. Näheres durch C. W. Braun,
(B664ms
Martinſtraße 74.
Große Kaplaneigaſſe 37 eine
Wohn. monatl. 10 Mk. (5737ms

In der ſtädt. Hofreite Holzl
ſtraße 14 ſind zwei kleine Woh=
nungen
auf den 1. April d. Js.
haus, Zimmer 56.

kleine Manſ.=Wohn., für 12 Perſ.,
zu vermieten, monatlich 10 Mk.
Näh. Lucasweg 9, part. (4102ms

Bauverein Daheim‟
vor dem 1. Juli bezogen werden.15. Mai 1914 zu vermieten.
an den Vorſitzenden Dr. Stein, haus, Zimmer 64, erteilt.
Annaſtraße 20.

In ſchönſter Lage
Eberſtadts eine frdl.
78 Zim.=Wohn.
mit Badezimmer u. Veranda
und ſonſtigen Bequemlich=
keiien
baldigſt zu vermieten.
Nähere Auskunft Heidel=
bergerſtraße
16. (1223ms

N.-Ramstadt-Trautheim
4 Z.=Wohnung zu verm. Näheres! Moosbergſtraße 76, 2. Stock,
(6318a
bei Gärtnerei Onken.

Mühltalſtr. 25, zu vermieten,
herrl. Blick auf Wald und Berge, Eliſabethenſtraße 45, 3. Stock,
einige Min. von der Halteſtelle,
Näh. Mühltalſtr. 19.

Geeteäue

zu vermieten.

mit Zim., für jed. Geſch.
verm. Näh. Karlſtr. 30, I. (669ms

Eliſabethenſtraße 37.

Laden mit 2 anſtoß. Räumen, auch
als Filiale geeignet, zu verm. Näh.
daſ. im 2. Stock.
(671ms

Saalbauſtraße 38 ein ſchöner

Laden mit geräum. 2 Zimmer=
Wohnung, für jedes Geſchäft
paſſend, in konkurrenzloſer Lage! Wendelſtadtſtraße 33, part.,
per 1. April.
(1219ms
Näheres Stiftſtraße 52, part.

Nieder=Ramſtädterſtraße 65
Laden, in welch. m. Erfolg chem.
Wäſchereifiliale betrieb. wurde, eig.
ſich auch für Kaffeefiliale, zu ver=
mieten
. Kann ſofort bezog. werd.
Näh. Baubüro daſelbſt. (3002ms

Schoner Eckladen
Ecke Hoch- u. Kiesstr. 34 z. v. (VIII.3834
geeignet, billig zu vermieten.
Soderſtraße 44.
(5098ms

Waldſtr. 7, Laden m. od. ohne
Wohn. u. Räume im Htb. (1362ms

kl. Laden m.
Kiesbergſtr. 3 Zimmer, per
1. April. Seit 6 Jahr. wurde daſ. ein
Schuhmachergeſch. m. Erfolg betrieb.
Näheres parterre.
(B,5774

Wilhelminenstr. 8
ſchöner mittelgroßer
Laden (2848gms
mit 2 Schaufenſtern u. Neben=
räumen
per ſofort zu vermiet.

Großer Eckladen in frequent.
bevorzugter Lage mit Kontor, ev.
auch Wohnung, alsbald zu verm.
Off. u. R 24 Exped. (*5900fms

Genräten

Mathildenplatz 9
Werkſtätte zu vermieten. (685ms
Nieder=Ramſtädterſtraße 51
Werkſtätte zu verm. (1917ms

Werkſtätte, bzw. Lagerraum im
Hinterhaus Kranichſteinerſtraße 35
ſofort zu vermiet. Näheres Heinrich=
(3231ms
ſtraße 98.

Wienersſtr. 52 2 ſchöne Werkſt.
ſof. bill., a. Wunſch a. Wohn. (*6414

ſind mehrere
zu vermieten. Näheres im Stadt=Luisenstr. 10 Lagerräume
(5121ms zu vermieten. Näheres durch C. W.
Lichtenbergſtr. 23, Seitenbau, Braun, Martinſtraße 74. (B684ms Lagerraume.
haus am Güterbahnhof und im
alten ſtädtiſchen Lagerhaus,
Zum 1. Juli d. Js. werden zweiLagerhausſtraße 31, ſind mehrere
Häuschen des Bauvereins wegenlabgeſchloſſene Lagerräume (von
Verſetzung der bisherigen Mieter16350 qm Flächeninhalt) teils Nied.=Ramſtädterſtr. 67, part
frei, evtl. können die Häuſer auchalsbald, teils per 1. April und
Intereſſenten wollen ſich wenden Nähere Auskunft wird im Stadt=
(*6375ms 2722ms)
J. V.: Schmitt. Stllumer Neue Niederſtr. 15, Stallung
für 3 Pferde ſofort zu ver= Steinſtraße 24, part., gut möb
(677ms
mieten. Oene Zimmer Moosbergſtr. 79, III., möbl.
Zimmer billig zu verm. (B1562ms Rheinſtraße 41, Seitenb. 1., I.,
möbl. Zimmer mit Kaffee, wöchent=
lich
3.50 Mk. Heinrichſtr. 69 möbl. Zim. m. g.
Penſ ev. f. 2 j. Hrn. paſſ. (4313ms möbliertes Zimmer bei ruhiger
Familie zu vermieten. (B4338ms Kleine Villa Eberstadt Neckarſtraße 20, 2. Stock, gut Friedrichſtraße 18, 2. Stoc
möbliertes Wohn= u. Schlafzim.
7 Zim., Gart., ruh., geſunde Lage, ſoſort an beſſ. Herrn. (4317ms bei Schneider, 2 möbl. Zimmer
zum billigen Preis von 800 Mark. ſofort zu vermieten. (4623ms (5900a Kiesſtr. 30, p., ſchön möbliert.
Zimmer zu vermieten. (2160ms Landwehrſtr. 6, möbl. Zimmer
In dem ſtädtiſchen Gebäudemitodohne Penſionzu verm. 2868ms am neuen Hauptbahnhof iſt ein zu Karlſtraße 46, 1. Stock, ſchönes
Geſchäftszwecken geeigneter Raum möbl. Zimmer mit ſepar. Eingang
von 22 qm Bodenfläche alsbaldſofort zu vermieten. (5150ms (667ms Roßdörferſtr. 23, part., möbl.
Näh. im Stadthaus, Zimmer 56. 1 Zimmer mit Gas u. Schreibtiſch
zu vermieten.
(5324ms Kranichſteinerſtraße 36, im
1. Stock, ein gut möbl. Zimmer,
Lädcn paſſ., groß und hell, zu auf Wunſch Penſion. (4341ms Aliceſtr. 23 (Penſion Lonpre)
Laden (für Filiale geeignet)23 möbl. Zimmer oder Wohn=
ſofort
zu vermieten. (2442ms und Schlafzimmer. (5723ms Steinackerſtr. 12 möbl. Wohn=
Eliſabethenſtr. 56 neuzeitlicher u. Schlafzim. zu verm. (B5740ms Eaſinoſtr. 17 gut möbl. Wohn=
und Schlafzimmer. (5725ms Im Zentrum der Stadt, Nähe
der Rheinſtraße, ſchön möbl. Zim.
Laden per ſofort. (675ms mit ſep. Eingang u. Gas an beſſ.
Herrn zu vermieten. (5698ms
Näheres Expedition. möbl. Zimmer mit Koſt. (5688ms Roßdörferſtraße 35, 1. Etage
ſchönes möbl. Wohn= u. Schlaf=
zimmer
zu vermieten. (5687ms Sandſtr. 6, 1. Stock, 2 beguem
möbl. Zimmer (Wohn= u. Schlafz.)
zum 1. April zu verm. (5686ms möbl. Zim. m. sep.
Hochſtr. 23, I., Einz. sot. (B5357 Waldſtr. 33, II. I., gut möbl. Z.
mit Bücherſchr. u. Schreibt. (5728a eräumiger Laden, für Filiale Liebigſtr. 13, I., eleg. möbl.
Wohn= u. Schlafz. z. verm. (6034ms Hochſtraße 27, pt., einf. möbl.
Zimmer, nach dem Garten gelegen,
per 1. April, monatlich 15 Mark,
zu vermieten. Schulſtraße 6, 1. Etage,
ein gut möbl. Wohn= und
Schlafzim. mit elektr. Licht
ſofort zu vermieten. (5074t Frankfurterſtraße 24, part.
freundl. Zimmer mit Penſion in jeder Stock 5 Zimmer, Bad uſw.,
gut. Hauſe ſof. zu verm. (5938t Mauerſtr. 12, Manſ., möbliert.
Zimmer m. Kaffee zu v. (*6204omf Luiſenſtr. 32, II., bei Gg. Wedel,
einfach möbl. Zim. m. Penſ. (6319a Eliſabethenſtr. 25, Hth., kann
reinl. jg. Arb. Schlafſt. erh. (*6306im Soderſtr. 48 gut möbl. Zimmer
zu vermiet., desgl. Schlafſtellen
wöchentlich 3 Mk. (*6118gm
Viktoriaſtr. 26, I., gut möbl mit gutgehender Wirtſchaft, an der
Zimmer zu vermieten. (6102ms Grafenſtraße 39, II., ſchön
möbl. Zimmer ſofort.
(5952a Wilhelmſtr. 2 gut möbl. Wohn=
u
. Schlafz. zum 1. März zu verm.
Einzuſehen morg. bis 11 u. nachm.
von 2 bis 5 Uhr. (B4646oms

Alieſtraße 6, möbl. Zim. für
jede Zeitdauer zu verm. (*5884fms
Alexanderſtr. 5, I., 3ſchöne gr.hell.

Grosser Laden
in erſter Geſchäftslage mit großen Schaufenſtern
zu vermieten.
(6396ms
Offerten unter § 31 an die Expedition.

Sandſtraße 26, III., Eingang
Marienpl., ſchön möbl. Z. z. 1. Apr
zu vm. Pr. 16 M. m. Kaffee. (*6392m Waldſtraße 23, Hth., parterre
Im neuen ſtädtiſchen Lager=möbl. Zimmer zu verm. (*639 Mittelbau, II.
Rheinstr. 28 frdl. möbliert
Zimmer zu vermieten. (*6379ms gut möbl. Zim zu verm. (*6366ms Kaſinoſtr. 2, I. (b. Reinheimer), gr.
gut möbl. Z. an ein anſt. Frl. (*637 Neckarſtr. 16 gut möbl. Wohn
u. Schlafz., evt. Penſ., z. vm. (6404on Friedrichſtraße 18, 2. Stock,
gut möbl. Zimmer mit guter Penſ
zu verm. Näheres part. (6401ms Wohn= u. Schlafz., auf Wunſch mi
Klavier, preiswert zu verm. (6397ms Karlſtr. 47 ſchönes möbl. Zim
p. Woche 3.50 Mk. (Winter.) (6393ms Kaſinoſtraße 7, I., ſchön möbl
Wohn= u. Schlafz. zu v. (6437ms Geiſtberg 5, ſaub., einf. möbl. Z
(4114ms m. anſchließ. Kammer. (*6472ms Luiſenſtraße 6, II, ſep., möbl.
Zimmer zu vermieten. (6470om Magdalenenstr. 13, 2. Stod
helles, ſonnig., möbliertes Zimme
in ſaub. ruh. Gartenh. frei. (*6431 gut möbl. Wohn= und Schlafzim.
paſſend für 2 Herren, mit Penſior
zu verm. Näheres part. (6402ms Steraen Schüler finden gute Penſion
bei vollem Familienanſchluß
5693ms) Roßdörferſtraße 40. Schüler oder Schülerinnen höh
Lehranſtalten erhalten gute
Penſion in geb. Familie.
Liebigſtraße 36, II.
4229a)
(Johannesviertel). Schuter
welche zu Oſtern das Gymnaſium
zu Bensheim a. d. B. (oder die
Oberrealſchule zu Heppenheim
beſuchen ſollen, finden gute Penſion
Aufſicht und Anleitung in dem
Hauſe eines
Oberlehrers a. D.
Langjährige Erfahrung, beſte Er=
folge
, vorzügliche Referenzen. Off.
unter § 90 an die Exped. (6410a Iſrael. Lehrling od. jüng. Herr
k. g. Penſion erhalten. Näheres
Grafenſtraße 16, part. (*6483 4 Schaufenſter
in dem Oktroiaufſichtshäuschen
an der Allee (Zufahrtsſtraße zum
Bahnhof) ſind ſofort anderweit
zu vermieten. Nähere Auskunft
Stadthaus, Zimmer 64. (711a
Darmſtadt, 1. Juli 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt. Uh. Einfamilienhaus
Neubau: 8 Zim., Küche, Badezim.
u. Zub., Gas u. Waſſerleit., Vor=
und Hintergarten, an der Straße
(B6010ms nach Arheilgen gelegen, Halteſtelle
der Dampf=Straßenbahn, Preis
15000 Mk., zu verk. Off. u. N 22
an die Expedition. (B5358 Ein 2½ ſtöckiges
Haus
nebſt Vor= und Hintergarten, mit
vielen Obſtbäumen, in angenehmer
Lage Darmſtadts, iſt durch mich
außerordentl. billig zu verkaufen.
Käufer erhalten nähere Auskunft
durch C. W. Braun, Martin=
ſtraße
74.
(B6128 NAU%
Hauptſtraße einer Amtsgerichts=
ſtadt
geleg., Eckhaus, iſt ſof. preisw.
zu verkaufen, nehme kleines Haus
in Zahlung. Offert. unter R 75
an die Exp. d. Bl.
B6126 Das Haus
Eichbergſtr. 24
11 Wohnräume, Küche und Bad
enthaltend, mit hübſchem Garten,
Has u. elektr. Licht

iſt zu verkaufen.
Alles Nähere durch W. Girm=
ſcheid
, Hochſtraße 58. (B4123

egeselten teſtautne
zu verkaufen. (5680ms
In feinſt. Lage Darmſtadts
iſt neuerb. 4X6 Zimmerhaus
ſtets m. Bad u. all. ſonſt. Be=
quemlichkeit
., vollſtändig mit
langjähr. Mietvertr. vermiet.,
zu verk. od. geg. Bauterrain
od. klein. Haus zu vertauſch.
Off unt. P 21 a. d Exped.

Zum
Alleinbewohnen
neuerbautes Landhaus, Garten=
ſtadt
Hohlerweg, 7 Zimmer mit
reichl. Zubeh., 2 große Veranden,
Bad, Gas, elektr. Licht, Zentral=
heizung
, gr. Garten, zu verkaufen.
Off. unt. P 41 an die Exp. (6416a

Modernes

Einfamilienhaus
6 Zimmer, Mark 25000., bei
kleiner Anzahlung zu verkaufen.
Zu erfragen Architekt Koban,
Gartenſtadt, Hohler Weg. (4859a

Eckhlaus
mit gutgehendem Kolonialwaren=
geſchäft
unter günſtigen Beding=
gen
zu verkaufen. Offerten unter
§ 36 an die Exp. (B6322

Haus mit guter Metzgerei unt.
günſt. Beding. zu verk. Off.
unt. § 76 an die Exped. (*6372

erkaufe oder vertauſche mein
in guter Lage Darmſtadts
gelegenes
Geſchäftshaus.
Nehme Hypotheken, Reſtkaufſchil=
linge
in Zahlung. Offerten unter
R 76 an die Exped. d. Bl. (B6127

Eckhaus, 2½ſtöckig
mit gutgeh. Kolonialwarengeſchäft
zu verkaufen.
Näh. Hausbeſitzer=Verein. (4923a

Tolider Mann oder Frau erhält
kleines Haus in ſchöner Alt=
ſtadtlage
und beſtem Zuſtand ohne
Anzahlung auf Abzahlung. (B2420
Offert. unt. B 64 an die Exped.

Fr. Hoth
Immob.- und Hypoth.-Büro
Martinſtr. 101. (B6434

Villa in Arheilgen
billig zu verkaufen, paſſend zum
Alleinbewohnen oder für 2 Fam.,
mit kleinem Garten. Näh. Darm=
ſtädter
Landſtraße 125½. Halte=
ſtelle
der Straßenbahn ſchräg
gegenüber. Sehr geeignet für die
Herren Beamten einer dortigen
großen chemiſchen Fabrik.
Anfr. unt. F. u. C. 956 an Rudolf
Mosse, Frankfurt a. M. (I,6420

Weiterſtadt.
Grundſtück, 2708 =Meter groß,
in der Nähe des Exerzierplatzes,
an der Kreisſtraße gelegen, bilkig
zu verkaufen.
(5986som
Näheres bei Heinrich Petri II.

Haus o. Reſtkaufſchilling wird in
Zahlung genomm. Off. u. C 58
an die Expedit. d. Bl. (B2664

Suche
in. mit all. Komfort ausgeſtatteten
Herrschaftssitz
oder
(II,6423
Patrizierhaus.
P. Hotz-Doerr, Konſtanz 88.

Ein faſt neuer
Gasherd
und polierter, ovaler Tiſch, weg
Platzmangel zu verkaufen. (68
Schloßgartenſtr. 55, Htb., part.

In der Uebergangszeit u. im Winter
empfehlen Aerzte und Profeſſoren
Brustkrannen
als hervorragend gutes, wirklich
vertrauenswertes Mittel Altbuch-
horster
Marksprudel Stark-
quelle
(Fl. 65 u. 95 Pf.) mit heißer
Milch gemiſcht zutrinken. Dieſe rein
natürliche Kur wirkt außerordentlich
wohltuend, löſend, beruhigend und
gleichzeitig kräftigend und bringt bei
Huſten und Verſchleimung meiſt
augenblickliche Erleichterung. Da=
neben
ſtündl. 1 bis 2 echte Altbuch-
horster
Mineral- Pastillen
langſam im Munde zergehen laſſen.
In Rollen à 35, 50 und 85 Pf. be.
der Engros=Niederlage Friedri
Schaefer und in der Hofdrogerie
Chr. Schwinn, Rheinſtr. 8. (E1149

[ ][  ][ ]

Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädter Hausbesitzerverein. Telephon Nr. 560

Inſertionspreis: 10 Pfg. die einſpaltige Petitzeile; M
mmte Zimmer

Zu vermieten:

von 10maliger Wiederholung an 10% Rabat

Haus Herdweg 97
neu hergerichtet
seit 10 Jahren von Herrn
Major v. Lössl bewohnt, ist
versetzungshalber anderw. zu
verm. Dasselbe bestellt aus
14 Zim., Küche, Badez., Balkon
Verandas, Mädchenz., Keller,
Gas, elektr. Licht, Stallung 1.
4 Pferde, Remise, Burschenz.,
Heaboden, Garten, nebst reichl.
Zubehör. Kann ev. auch ge-
teilt
, sofort, oder zum 1. April
bezogen werden. Näheres
Herdweg 99, II. (1852ms

Riedeſelſtraße 51

Olbrichweg 6, 14 u. 16 höhe)

Haus zum Alleinbewohnen,
ca. 8 Zimmer, mit modernem
Zubehör. Näh. Eliſabethen=
(406ms
ſtraße 68, Büro.

Villa Irene‟
neben Kurhaus Trautheim
(Gartenſtadt Nieder= Ram=
ſtadt
, Traiſa), enthaltend 7 gr.
Zimmer, Küche, Bad, Seiten=
gebäude
m. 2 groß. Zimmern,
Autogarage, elektriſch. Licht,
Waſſerleitung, mit großem
parkähnlichem Garten, groß.
Baumgrundſtück u. Gemüſe=
garten
per ſofort zu verm.
evtl. zu verkaufen. Weiteren
Aufſchluß, ſowie Einſicht=
nahme
der Pläne ꝛc. bei Holn=
rich
Funk, Grafenſtr. 23½)
Telephon 446. (4092ms

Wilhelminenstr. 50, Päf!
herrſchaftl. 6 Zim.=Wohnung nebſt
Zubehör zum 1. April. Näheres
(4388mms
Grafenſtr. 1½, I.
Aunaſtr. 36, p.
6 Zimmer mit Bad, Gas, Bal=
kon
, Vorgarten, allem Zube=
hör
, event. gerades, geräum.
Fremdenzimmer im Oberge=
ſchoß
zum 1. April.
Näh. 1. Stock. (1522ms
Landwehrstr. 19½
Ecke Liebigſtraße, ſchöne, große
6 Zimmer=Wohnung mit allem
Zubehör per 1. Juli. (6117ms

trſche 13e t
Grüner Weg16, I., von 8 Zim.,
dav. 3 im 2. Stock, mit elektr. Licht,
Linoleumbelag, Speiſek., Badez.,
Mädchenz., Balkon, teilw. überdeckt,
Veranda, z. 1. Julſ. Näh. pt. (4387ms
Martinstrasse 54
II. u. III. Stock, zusammen
10 Zim. u. reichl. Zubehör,
Bad, elektr. Licht, Balkon,
Veranda, 2200 Mark, zum
1. April. Näh. Heinrich Funk,
Grafenstr. 23½, Tel 446. (434ms

Rheinstr. 47, Etage,

ue
bequeme große 7 Zimmerwohnung
mit Balkon und reichl. Zubehör.
nach Wunſch herzurichten, ſofort,
ſehr billig. Ungenierter Zugang,
Kaſinogarten gegenüber. Auch für
Arzt, Offizier, Büro ꝛc. paſſend.
Näheres Architekt Gg. Scherer,
Telephon 222. (417ms

Neckarstrasse 6, I.
Herrſchaftswohnung, 7 Zimmer,
große Diele, Bad, Veranda und
ſonſtiges Zubehör zu vermieten.
(715ms
Näheres parterre.

( Mathilden=
moderne
herrſchaftliche 6 Zimmerwohnungen mit allem
Komfort, Diele Veranda, Loggia, Klche mit Ankichte und
Speiſekammer, Nebenräumen, Bad, elektr. Licht, Warmwaſſer=
bereitung
, Zentralheizung, Kohlen= u. Wäſcheaufzug, Dienſt=
treppe
uſw., zum Preiſe von 15002200 Mk., zu vermieten.
Beſichtigung von 1012 und von 24 Uhr. Nachfragen
Olbrichweg 6, I. I. im Büro.
Weiteren Aufſchluß, ſowie Einſichtnahme der Pläne bei
Heinrich Funk, Grafenſtraße 23½, Tel. 446. (415ms

Liebigetrasse 39. 1.,
wegen Verſetzung, geräum. 5 Zim.=
Wohn. zum 1. Mai. Einzuſehen
tägl. v. 1012 Uhr. Näh. Martin=
(6082ms
ſtraße 11.

Friedrichstr. 13, I.
moderne, geräumige 6 Zimmer=
Wohnung mit Badeeinrichtung,
Fremdenzim., Mädchenz. u. reichl.
Zubeh. per ſofort zu verm. Näh.
daſelbſt und bei Verwaltungs= u.
Verwertungs=Geſellſchaft für
Immobilien m. b. H., Nieder=
Ramſtädterſtraße 14, Tel. 2464,
auch Rhönring 113, I. (419ms

(Künsder-
Stiftstr. 7, I. Kolonie)
herrſchaftl. ſchöne 6 Zim.=Wohn.
mit all. Komfort u. reichl. Zubeh.
(2462ms
baldigſt zu verm.

Martinstr. 60, part.
6 Zimmer, davon 1 Z. Manſarde,
gr. Veranda, Bad, Speiſek. Gas,
Gartenanteil, per ſofort. Näheres
(421ms
Heinrichſtr. 58, I.

Heidelbergerstr. 9½, I.
herrſch. 6 Z.=Wohn. mit Bad, Gas,
el. Licht, Veranda, Erker. (423ms

Dieburgerstr. 72, I.
ſchöne 6 Zim.=Wohn. zum 1. April
(2464ms
oder ſpäter.

Roquetteweg 4, pt.,
elegante 6 Zimmer=Wohnung mit
reichl. Zubeh., Gas u. elektr. Licht
zum 1. Juli. Näheres Roquette=
(4911msl
weg 2 parterre.

Heidlbergerstr. 83, II.
ſſchöne 6 Zimmerwohn., Balkon,
Veranda, Gas, elektr. Licht, Bad,
Fremdenzimmer u. allem Zubehör
(181ims
zum 1. April.

Eichhergstr. 26
wegen Verſetzung des ſeitherigen
Mieters der 1. Stock m. 78 Zim.,
Küche Bad, Fremdenzimmer ind
der Manſ., Schrank=, Mädchen=
u
. Bügelzim., Gas u. elektr. Licht,
Gartenant. nebſt reichl. Zubehör.
Näh. part. od. bei G. Bernbeck,
Roßdörferſtr. 89, I.
(412ms
2
Neckarstr. 6, 3. Stock
Herrſchaftswohnung, 7 Zimmer,
Diele, Bad Veranda, Balkon und
Zubehör. Näh. daſ. part. (409ms

Saalbaustr. 10, II.
ſchöne 6 Zim.=Wohn. mit Badez. z.
1. April. Näh. part. od. 1. St. (427ms
Saalbaustr. 75, p.,
6 Zim.=Wohn. m. neu erbauter,
gedeckter Veranda, Badezim.
auf d. Etage, Gas, elektr. Licht
u. Zubeh. Näh.1.St. 400ms

Rheinstrasse 12½
hochherrſchaftl. 6 Zim.=Wohn. mit
allem Komfort der Neuzeit ausge=
ſtattet
, Veranda, Liſt, Zentralheiz.
z. 1. April od. ſpäter. Zu erfragen
zwiſchen 8 u. 1 Uhr daſelbſt. 2998ms

Ohlvstrasse 33
Parterrewohnung, 7 Zimmer, Bad,
2 Verandas, Gas und elektr. Licht,
1 Souterrainz, 1 Fremdenzimmer,
2 Kammern ꝛc. z. 1. Juli. Belicht.
v. 11½ 1 Uhr und v. 3½5 Uhr.
Näh. Roquettweg 3. (5397ms

Mrehtrent 2 .
an der Landskronſtr., herr=
ſchaftl
. 6 Zimmerwohn. mit
Bad, elektr. Licht, Garten,
zum 1. April. 1400 Mk. Näh.
bei Heinrich Funk, Grafen=
ſtraße
23½. Tel. 446. Beſicht.
von 24 Uhr nachm. (2473ms

Heinrichstr. 158, I.
in freier Lage, elegante 5 Zim.=
Wohn. mit Gas u. elektr. Licht,
Loggia, Veranda u. reichl. Zubeh., z.
1. Zuli. Näh. Grafenſtr. 17. (6084ms
Künstlerkolonie
Neue Stiftſtraße 23, I.
per 1. April 1914 eleg. 5 Zimmer=
wohnung
mit einger. Bad, Gas
u. elektr. Beleuchtung, Fremden=
zimmer
, 2 Bodenkam., Trocken=
boden
, Loggia u. Veranda, Vor=
garten
u. Bleichplatz. Zu erfragen

ſchöne
Mauerſtr. 24, part., 4 Zim=
Wohn. zum 1. April bill. zu verm.
Näh. Kiesſtr. 84, II (727ms

Granseriestr. 3, I.
ſſchöne, neuzeitl. 4 Zim.=Wohn. zum
1. April, Gas, Bad Veranda
Gärtchen, 550600 Mark. Nähl
Fuchsſtr. 18, I.
(1234ms

im 2. Stock.

(456ms

Viktoriastr. 28, II.
neuzeitlich ſchöne 6 Zim.=Wohn.,
Badez. Gas, Veranda u. allem
Zubehör zum 1. April. Näh.
(541ms
part. i. Kontor.

5 Zim.=Wohn.
Soderſtr. 75, II., m. all. Zubeh.,
Gas, Balkon u. Gartenant. (2124ms

Hoffmannstr. 47, part.
5 Zimmerw. m. Badez., großer
Veranda u. ſonſt. Zubehör. Zu
erfras im 1.
(459ms

Bessungerstr. 111, I.
ſchöne 5 Zim.=Wohnung mit Bad.
Veranda, Manſ.=Zim., Gartenant.
Preis 800 Mk. Näh. Hausbeſitzer=
Verein od. Herdweg 39. (6446ms

Kahlertstrasse
5 Zimmer mit Zubeh. z. 1. April
Näheres Wendelſtadtſtraße 40
(2123ms
Telephon 163.

Grafenſtr. 23, II. St., nächſt der
Rheinſtraße, eleg. 5 Zimmerwohn.
elektr. Licht, Kochgas, Bad, reichl.
Zubehör, an ruh. Mieter alsbald

zu vermieten.

(433ms

Hausbesitzer
organioiert Guch! Nar
Der Zusammenschlus,
bringt Gefolge.
Fur einen geringen
Geitrag genieooen die Mit-
glieder
deo Wereins ganz
bedeutende
(3552a
SVortelle 2s
Jeder Rausbegitser soklte
Mitglieo de, Wereins dein.
Näh. Ausßunft erkeikt
Die Beschäftostelke a0 ik-
helminenskraode
19. Jef.560.

Rossdörferstr. 75
ſchöne 5 Zim.=Wohn. mit eingericht.
Badezim, Veranda, all. Zubehör
um 1. April zu verm. Näh. beiſ
Jochheim, Taunusſtr. 1. (442ms

Eichbergstr. 14, part.
Zim. u. 1 Schrankzim., Bad,
Veranda, Vorgarten, Gas, elektr.
Licht u. reichl. Zubeh. zum 1. April
od. ſpäter. Einzuſehen von 1112 u.
34 Uhr. Näh. 1. Stock. (4658ms

Lindenhofstr. 33, 2. St.
An freier Lage mod. 5 Zim.=Wohn.
mit Bad, Veranda, Linoleumbelag,
Gas u. el. Licht. Näh. daſ. i. 1. Stock
u. Heidelbergerſtraße 136, II. bei
C. Barth.
(448ms

Ue e
Stirnweg 26 bahnhof.
ſchöne 6 Zim.=Wohn. f. ſof. (2465ms

Georgenstr. 8, I. St.
6 Zimmer Bad, Gas, Fremden=
zim
. u. all. Zubehör zum 1. April.
Einzuſehen von 24 Uhr. Näh.
(*247ms
parterre.

arinstr.3, .I.
2 eleg. 6 Zim.=W. m. all. mod.
Zubeh. zum 1. April. (2463ms

ſt
In
Silistr. 19, II.
(Künstler-Kolonie)
herrſchaftl. 6 Zimmerw. m. Balkon,
Veranda, Loggia, elektr. Licht,
Badez. m. Einr. Gartenanteil uſw.
zum 1. April. Anzuſeh. von vorm.
111 u. nachm. v. 33 Uhr.e
Näheres parterre, Gg. Möſer I.,
(350msf
Telephon 1103.
Mathildenstr. 10, I.
herrschaftl. 6 Zim.-Wohn.
mit Bad, Gas, elektr. Licht,
Balkon u. all. mod. Zubehör
zum 1. Juli. Näh. Soder-
straße
70, I. (5752ms
Grüner Weg 44, I. St.
herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn. m. gr.
Diele, geſchl. Veranda nebſt dem
nöt. Zubeh., elektr. Licht, Zentral=
beis
, Entſtaubungsanſ. z. 1. April.
Näh. Grüner Weg 40. (1244ms

5 Z.=Wohn.
Hochstr. 53, I., mit großer
Veranda n.
dem Gart., elektr. Licht uſw. zu ver=
mieten
. Näh. parterre. (454ms

Heinrichstr. 62, hpt.
5 Zim.=Wohn. m. Veranda, Bad,
Gas, elektr. Licht. Daſelbſt 4 Zim.=
Wohn. im 2. Stock mit 2 Kam.,
Gas u. elektr. Licht. Garten kann
mitvermietet werden. (2737ms

part., 5 Zim.=
Hügelſtr. 4 Wohn., ſowie 2
Entreſolz. m. Gas u. elektr. Licht
u. all. Zubeh. z. 1. April. (457ms
Näh. Martinſtr. 14, pt.

Heidelbergerſtr. 7, parl.,
ſchöne 5 Zim.=W. m. Bad, 2 Bal=
kons
, evtl. mit 6 Zimmer, Gas u.
elektr. Licht. Näh. 3. Stock. (449ms

Miümanstr. 36, I.
ſchöne 5 Zim.=Wohn., Bad und
Speiſekammer, Fremdenzim., gr.
Veranda u. Zubeh. z. 1. Juli. Näh.
part. oder Büro, Tel. 291. (4095ms

Oen ch
Kasinostr. 16, I. Wohn. mit
Veranda zum 1. April, Mk. 800.
2. Stock daſelbſt Mk. 700.
Näh. Heinrich Funk, Grafen=
ſtraße
23½. Tel. 446. (717ms

Zimer ehunger
Gutenbergſtr. 58, pt.
ſofort oder ſpäter
Rhönring 129, II.
zum 1. April oder früher
Rhönring 139, I.,
zum 1. April oder früher
Heinheimerſtr. 77, III.
zum 1. April oder früher
nd.-Kamstädterstr. 16, II.,
im Vorderhaus zum 1. April
Lichtenbergſtr. 85, III.,
zum 1. April.
Näheres Verwaltungs=
u
. Verwertungs=Geſellſchaft
für Immobilien m. b. H.,
Nied.=Ramſtädterſtr. 14, I.,
Tel. 2464, auch Rhön=
(1853ms
ring 113, I.

Peien
Mathildenstr. 55, haus,
n freier Lage elegante 5 Zimmer=
Wohnung m. Gas u. elektr. Licht,
Loggia u. all. Zubeh. Näh. im
(1226ms
Nebenhaus.

Dieburgerstr. 50, II.
gr. neuzeitl. 5 Zim.=Wohn. o.
Gegenüber, Bad, Veranda,
Balkon und allem Zubehör.
Näheres part.
(1846ms

(Haupt=
Stirnweg16 bahnh.)
neuzeitliche 5 Zimmerwohnung im
2. Stock, für ſofort.
(2454ms
ſchöne
Annaſtraße 10, 2. St. 5 Zim.=
Wohnung mit all. Zub. z. 1. April.
Näheres 1. Stock.
(719ms

Darmstr. 49, I.
5 Zim=Wohn. für ſofort. (2467ms

Eckekies-u. Wienersstr. 74a
eine ſchöne 5 Zimmer=Wohnung
mit großem Balkon. (5753ms

Nied.-Kamstädterstr. 64, I.
5 Zim.=Wohn. zu verm. (5754ms

Rossdörferstr. 79, II.
ſchöne 5 Zim.=Wohnung mit Bad,
Veranda, Gartenanteil u. all. Zub.
1. Juli an ruh. Fam. (6447ms

Im ſid, e
Hauſe, 5 Zim.=Wohnung mit
Veranda, elektr. Licht, Warm= Wi=
waſſerbereit
., Zentralheiz.,
Linoleumbelag, 1. Stock, 950
Mk. pro Jahr, z. 1. April.
Näh. Heinrich Fank, Grafen=
ſtraße
23½ Tel. 446. (4392ms
eine 5= u. 3 Zim.=
Darmstr. 41 Wohnung zum
1. April. Näh. Frankfurterſtr. 12,
im Laden.
(4913ms

Martinsstrasse 97, pt.
herrschaftl. 5 Zim.- Wohn.,
darunt. 3 grosse u. 2 kleinere
Zimmer, Veranda, Erker,
Gas, elektr. Licht, Warm-
wasser
- und Etagenheizung
und reichl. Zubehör. Ein-
zusehen
v. 105 Uhr. Näh.
im 1. Stocke.
(5399ms

. Zime.
Kiesſtraße 47 wohn. mit all
Zubeh. u. Gart. z. 1. Juli. Preis
750 Mk. Näh. 1. St. (5761ms

Roßdörferſtr. 81, I., moderne
5 Zim.=Wohn. mit Bad, Balkon,
Veranda, Gartenanteil. (4912ms

Zimmer

eine 4 Zimmerw
Soderstr. 47 neu hergerichtet,
lſofort zu vermieten.
(476ms

ſchöne
Eckhardtstr. 21 4 Zim.=
Wohnung zum 1. April. (481ms

Friedrichstr. 40, II.
in meinem Hauſe, gegenüber d. alt.
Bahnhöfen, geräum. 5 Zim.=Wohn
nebſt Zubeh. z. 1. April an ruhige
Mieter. L. Schneider. (1533ms

Mönring 5, I.
4 Z.=W. m. Erker, Veranda, Badez.
u. all. Zubeh. z. 1. April. (1532ms

Hogsbergstr. 26, I., 3 o. 4 Zim.=W.
n. all Zubeh., z. 1. April. (1232ms

Liebigſtr. 10, 1. St.
ſch. 4 Z.=W. m. Bad, Balkon u. reichl
Zubehör Näh. nur part. (712ms

Indwiesplatr 2
1 Zim.=Wohn. im 2. Stock, 1 Magd=
kam
., Trockenb., Waſchk. inkl. Zen=
tralheiz
., 780 Mk, z. 1. April. (1235ms

Ludwigshöhstr. 55, II.
große freundl. 4 Zim.=Wohn.
mit Zubehör ſofort. Näheres
Heinrich Funk, Grafenſtr. 23½
Teleſon 446.
(487ms

Rosdörlerstrasse
4 Zim.=Wohn. m. Zubeh. z. 1. April.
Näheres Wendelſtadtſtraße 40.
Tel. 163.
(2125ms

Heidelbergerſtr. 100, I.

völlig neu renovierte, mod.
4 Zim.=Wohn. m. groß. Bade=
und Schrankzimmer, Bade=
einricht
., elektr. Licht u. Zub.
Preis 800 Mk. Daſelbſt
2. u. 3. Stock zu 700 u.
650 Mk. Näh. Hch. Funk,
Crafenſtr. 23½, Tel. 446. (439ms
Lichtenbergstr. 26, III.
4 Zim. uſw. zum 1. April. (4096ms

4 Zim.=
Tankratiusstr. 8, II. Wohn.

mit Zubeh. zum 1. Juli.

(6085ms

Frankfurterstr. 14
ſeine 4 Zim.=Wohnung z. 1. Juli
(4914ms
Näheres im Laden.

Obergaſſe 16
in vollſtänd. neu renov. Hauſe,
4 Z m.=Wohn. ſofort, 400 Mk.
pro Jahr. Näh. Hch. Funk,
Grafenſtr. 23½ Tel. 446. (1230ms

Riedeſelſtr. 72, 1I.
Wohn. z. 1. April. Näh. K. Koch,
5röhms
Eliſabethenſtraße 49.

Mählstr. 40, II.
freundl. 4 Zim.=Wohn. (3 Zim. u.
Wohndiele) mit Veranda Näh.
Hausbeſitzer=Verein u. C. Barth,
(6448ms
Heidelbergerſtr. 136.

Moosbergſtr. 93, I., Seitenb.,
4 Zim. M., menatl. 27 Mk. (*449ms

Moserstr. 3, part.
4 Zim.=Wohn. m. Bad, Bal=
kon
, Gas, elektr. Licht, Vor=
u
. Hintergarten, z. 1. Juli.
Näh. Kirchſtraße 21, Eiſen=
geſchäft
.
(5402ms

Soderstr. 73, part.,
4 Zimmer, Küche, Speiſek. u. all.
Zubeh. Auf Wunſch Garten. Ein=
uf
v. 24 Uhr Nih 1. St. (1235ms

Koriſeizung folgende Seſte=

1

[ ][  ][ ]

Nächſt dem Ludwigsplatz eine
Zim.=Wohn. im 1. St. Daſelbſt
ine größere Werkſtätte m. Wohn.
Mäh. Hausbeſitzer=Verein. (4915ms

3 Zimmer

Kirchstrasse 12,
3 Zim.=Wohn. m. Zubeh. z. 1. April.
ZZu erfrag. im Laden. (1238ms

Manſ.=Wohnung,
Soderstr. 47 mit 3 Zim. an
(4919ms
kleine Familie.

3 Zimmer,
Casinostr. 10, III., m. Balkon
u. Bodenk., Preis monatl. 35 Mk.,
per ſofort. Näheres Mathilden=
(489ms
platz 9, 1. S

Friedrichstr. 17, part.
3 Büroräume, 18 Jahre
von Rechtsanwaltbewohnt,
a. f. jed. and. Geſchäft geeig., ab
1. April eventl. auch früher zu
vermieten. Näh. daſ. (2450ms

Heinheimnerstr. 42, II.
3 Zim.=Wohn. zum 1. Febr. (2458ms

3 Zimmer=Wohnungen:
Karlſtr. 58, I. u. Manſ.
zum 1. April oder früher.
Liebfrauenſtraße 78,
Norder= und Hinterhaus,
ſofort oder ſpäter.
Arheilgerſtraße 92,
Vorderhaus, 1. Stock, zum
1. April.
Beckerſtr. 25, II.,
zum 1. April.
Näh. Verwaltungs= und
Verwertungs=Geſellſchaftf.
Immobilien m. b. H., Nie=
der
=Ramſtädterſtr. 14, I.,
auch Rhönring 113, I.,
Telephon 2464. (1544ms

Mathildenplatz 9, Mittelb.
3 Zim.=Wohn. m. Zubehör, 30 Mk.
Näh. Vorderh., 1. Stock. (2738ms

Lichtenbergstr. 72, III.
3 Zim.=Wohn. zu verm. (4390ms

Weinbergstr. 45, Erdgesch.
3 Zimmerwohn. zu verm. (5760ms1

Fantrainret. 30. I.
3 Zim.=Wohn. mit allem Zubehör
(6450ms
zum 1. April.

herr=
Wilhelminenpl. 13, P. ſchaftl.
Wohn 3 gr. Zim., Küche, Mädchen=
zim
., Gas u. elektr. Licht. Einzuſ.
von 1012 Uhr vorm. (6087ms

Wenckſtr. 7, part.
3 Zim.=Wohn. m. Zubeh. (6089ms
Näh. Wenckſtr. 5, parterre.

Moosbergſtraße 53 und 55
ſchöne 3= u. 4 Zim.=Wohn., 1. Stck.
Preis 450 u. 500 Mark. Näheres
(3541ms
Nr. 53, parterre.

Seitenbau I.,
undstraße 12 3 Zim.=Wohn.

für ſofort.

(1921ms

Rheinſtraße 3 1 Manſ., 3 Zim.,
30 Mk. pro Monat, zum 1. April.
(3542ms
Näheres im Laden.

Wendelstadtstr. 56, II.
3= u. 2 Zim.=Wohn. f. ſof. (2460ms

Manſ.=Wohnung
Klesstr. 100 v. 3 Zimmern u.
Küche z. 1. April o. früher. (4918ms

ſarmaent. 1. . 1.
2 Zim.=Wohn. z. 1. April, 21,50 M.
Näh. Klingler, Vdh., part. (5787ms

An ruhige Dame ſchön. Wohn=
u
. Schlafzimmer, möbliert oder
ſunmöbliert, zu vermiet. (5758ms
Eschollbrückerstr. 3. 1. St.

2 Zim.
Arheilgerstr. 35, I. Wohn.
(6091ms
zum 1. April.

Nieder-Ramstädterstr. 50
für Schuhmacher 2 Zim.=Wohn.
u. Werkſtätte im Seitenbau, per
Monat 30 Mk. Daſ. Manſ.=Wohn.
an einz. Perſon, 12 Mk. p. Monat
Näheres Heinrich Funk,
(520ms
Grafenſtr. 23½

Wendelſtadtſtraße 40
Manſ.=Wohn. v. 2 groß. Zim. u. groß.
Küche an kinderl. Leuteſof. (6090ms

Heidelbergerstr. 127, part.
2. Zweizimmerw. für ſof. 2461ms

e c
ſchöne, gr. 2 Zim.=Wohn. ſof.
Näh. Wirtſchaft. (519ms

Sandbergſtraße 45,
2. Stock, ſofort.
Näher. Verwaltungs= und
Verwertungs=Geſellſchaft
für Immobilien m. b. H.,
Nieder=Ramſtädterſtr. 14,
1. St., auch Rhöuring 113,
1. St., Tel. 2464. (1545ms

irdl. Man.
Sandbergstr. 46 Wohn. per
ſſofort. pro Monat 14 M. (512ms

Heinrichſtr. 106, pt., einzelnes
Zimmer mit eigenem Eingang
(3545ms
zu vermieten.

Schlossgasse 12
1. St., 2 Zim.=Wohn. fürſef. (2447ms

Meteäimer

Landgrafphil.=Anlage24½
Erdgeſchoß f. Geſchäftszim. oder

Lager f. ſofort.

(2449ms

iet telt ehrſtrinme
im 2. u. 3. Stock, ca. 600 qm
groß, mit elektr. Einrichtung
und Zentralheizung, Aufzug,
ger. hellen Kellern im ſüdöſtl.
Stadtteil für ſaub. Gewerbe
oder Lagergeſchäft alsbald zu
vermiet. Näh. Heinrich Tunk,
Grafenſtr. 23½ Tel. 4t. (2m

Käen

Blumenthalstrasse 47
Laden mit Wohnung zum 1. April.
Näh. 1. Stock v. 103 Uhr. (4659ms

Wendelstadtstr. 56
(2451ms
Laden zu vm. f. ſof.
Hauptbahn=
Strnweg 12,
hof,
Laden f. ſof. zu verm. (2452ms

In der (529ms
Rheinstrasse
grosser Laden
mit 330 am Bodenfl., Büro,
Keller uſw. ſofort unter den
denkbar günſtigſten Beding.
Gefl. Off. unter J 80 an
die Exped. d. Bl. erbeten.

Grafenſtr. 23
groß. geräum. Laden mit
groß. Keller und Magazin
z. 1. April. Näh. 1. St. (527ms

Meterert r.
Kl. Laden m. L.=Z. und 3 Zim.=
Wohn., part., ſof. beziehb. (531ms
Heidelber gerstr. 4
ſchöner geräumiger Laden, mit
oder ohne Wohnung, alsbald zu
vm. Näh. M. Hock daſ. (2453ms

Mhten
zu vermieten. Näheres Kranich=
ſteinerſtraße
11.
(6081ms

elnen e
Remiſe, Kutſcherwohn., Sattelk.,
a. get. Näh. Alireſtr. 17, II. (3451mm

Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.

Welblich

geſ. lters . mehr.
Fräulein, Jahre einen Haus=
haalt
ſelbſtänd. verſehen, ſucht ander=
weitige
Stelle, am liebſten beiallein=
ttehend
. Herrn. Vorzügliche Empf.
wvorhanden. Off. an den Verein
für Hausbeamtinnen, Darmſtadt,
Doffmannſtraße 4.
(*6227im
wünſcht
Kaufmänn. geb. Dame Reiſe=
ſoder
Kontorpoſten zu übernehmen.
Off. u. T 10 a. d. Exped. (*6464
Sehr erf. Kontoriſtin, vertr. mit
all. vork. Kontorarb. ſow. Stenogr.
u. Schreibmaſch., ſ. alsb. Stellung.
Off. u. T 15 an die Exp. (*648t
Schneiderin wünſcht
Perfekte noch einige Kunden.

(*6352mf)

Riedeſelſtr. 42, p., I.

Tüchtige Schneiderin empf. ſich
1i. Anfert. eleg. Koſt., Haus=, Kinder=
iu
. Konfirmandenkl. bill. (nicht auß.
Dd. Hauſe) Schloßgaſſe 32, I. (*6498ms
Tüchtige Schneiderin nimmt n.
einige Kunden an, pr. Tag
2.50 Mk. Weinbergſtr. 26. (*6439
Schneiderin nimmt noch Kund.
dan in u. auß. dem Hauſe. (*5930sm
Kiesſtraße 62.
Zu Flickarbeiten
zempfehle ich mich halbe Tage, fer=
itige
auch Knabenkleider an. Näh.
Liebfrauenſtraße 90, III. r. (5950fsm
Für ſunges, gebild. Mädchen,
muſikaliſch, wird für nachmittags
Beſchäftigung geſucht. Offerten u.
(*5724sm
8 an die Exped.
In Säuglingspfiege
durchaus erfahrenes beſſ. Mädchen,
29 J., ſucht ſofort Stelle zu neu=
geborenem
Kinde. Gute Empfehl.
vorhanden. Gefl. Offerten unter
§ 98 an die Exped. (*6416
Jg. Fr. ſ.Laufd.f.nchm. 1. 2 St. (*6413
Zu erf. Karlſtr. 36, Htb. pt., b. Damm.
nimmt Kunden i. Waſchen
Fraul an Müllerſtr. 19, II. (*6421

Tung. Mädchen ſucht bis 15. März
evtl. 1. April, Stelle als Alleinm
in kl. ruh. Haushalt, dasſelbe iſt in
all. Hausarb. u. Kochen bewandert
und verſteht auch Krankenplege,
Of. u. T5 an die Exped. (*6437
Frauiei
Anfangs 30, welche zehn Jahre
einen beſſeren Haushalt ſelbſtändig
leitete, ſucht wegen Todesfallander=
weitig
paſſenden Wirkungskreis.
Gefl. Off. u. I 6 Expedit. (*6436mf
alleinſt., ſucht Stell.
Frau als Wirtſch. bei einz.
Herrn oder Dame. Gefl. Offerten
unter M. D. 112, Halle a. S.,
hauptpoſtlagernd erbeten. (I,6432
Tüchtiges, ſauberes Mädchen,
Waiſe, ſucht Stellung bis 15. März,
am liebſten Bäckerei oder allein=
ſtehendes
Ehepaar. Offerten unt.
§ 84 an die Expedition dieſes
Blattes erbeten.
(*6405

Etellen ſuchen: Stützen, Haus= u.
Kindermädch., Jungfer, älter.ſc
Hausmädch. in größ. Herrſchaftsh.,
Landmädchen noch nicht gedient,
für 1. April Frau Minna
Dingeldein, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Eliſabethen=
ſtraße
5. Telephon 531. (*6493 Für Buchführung, Bilanz= u.
ſonſtige ſchriftliche Arbeiten habe
Hausmädch., Beitöchin u. zweitesſich noch einige Stunden frei (6317a
Nikolaus Bauer, Arheilgen,
Darmſtädterſtraße 50. eee Gg. ſaub. Frau ſucht Laufdienſt,
810 Uhr vorm., n. auch Lad.
oder Bureau abends zu putzen
Kranichſteinerſtr. 11, II., I. (*6502 u
als
Jung. Fräulein Comptoriſtin,
welche in allen Comptoirarbeiten
vertraut iſt, per alsbald zu
engagieren geſucht. Gefl. Offert.
anſprüchen unter § 35 an die
Exped. ds. Bl. erbeten. (6287im Alleinſt. Frau, tücht. ſ. Küche u.e
Haush., ſ. ſof. 45 Woch. Aushilfe mit ſeither. Lebenslauf u. Gehalts=
od
. Laufd. Mühlſtr. 18, 2. St. (*6478 Frau, verſ. im Ausbeſſ. v. Kleidern
u. Wäſche, ſowie i. Neuanfertigung
v. Weißzeug u. Knabenkl., hat noch
Tage frei Karlſtr. 26, II. (VIII.6472 20jähr. Mädch. ſucht f. mitt. n.
3 Uhr Laufſt. od. ſonſt. Beſchäft.
Näh. Feldberaſtr. 80, part., r. (6446
16jähr. Mädch. ſ. vor= u. nachm
Laufdienſt, geht auch zu Kind., d.
Johannette Weissmantel, gewerbs=
mäßige
Stellenvermittlerin, Karl=
ſtraße
30, Tel. 1909.
(*6448
Empf. mich im Waſch. u. Putz.
Frau Reinhard. Roßdörferſtr. 1. (*e Jg. ſaub. Frau ſucht abendsn
Laden od. Büro zu putzen Erbacher=a
(*6450
ſtraße 17, Stb. I., pt. Junge Frau ſ. 23 Std. Lauf=
dienſt
Schloßgaſſe 3, III. (*6380
Für ein Mädchen a. Thüringen,
19 Jahre, ordentlich u. fleißig, wird per 1. April Stelle geſucht. Das=
ſelbe
hat noch nicht gedient, kann
aut nähen u. iſt anſtellig für alle
Arbeit. Gefl. Offerten unt. 8 77
an die Exped.
(*6371
Solid. Mädchen, das gut bürg.
kochen kann u. d. Hausarb. verſteht, ſucht Stelle i. kinderloſ. Haushalt
bis 15. April oder 1. Mai. Offert.ſt u. § 80 an die Exped. (*6353mdge
8
Männlich
v. te
L
I
ei
Raufmann
T
28 Jahre, gewiſſenhaft u.g
zuverl., mit allen Kontor= Mee
Ofſerten mit Gehaltsangabe unter
T 11 an die Expedition d. Bl.
einzureichen.
(6461md
Durchaus
akturate weissnäherin
geſucht. Neue Niederſtr. 20, I. (*6410 Geübte Weißzeugnäherin zur
Anfertigung eleg. Brautausſtatt.
ſof. geſucht. Offerten unter § 93
in die Expedition.
(6412
Junges Mädchen.
Weiner
geſucht.
(6400
Schulſtr. 9, 2. St.
Rockarbeiterin geſucht. (*6383md
Konfektion, Schuchardſtr. 18. Junger Kaufmann
welch. einen Kurſus f. Stenographie
(Gabelsb.) u. Schreibmaſch. (Adler)
beſucht hat, ſowie Vorkenntniſſe der ft
franzöſiſchen Sprache beſitzt, ſucht p. 2 1. April Stellung. Off. erb. unt.
46 an die Exped. (*5999sm Tücht. Arbeiter, ledig, ſucht Be=
ſchäftigung
gleich welcher Art.
Näh. Lauteſchlägerſtr. 7, I., I. (*6465e

Unpartelischer Arbeitsnachweis Darmstadlt.
Grafenſtraße 30, part. (T le=
1. Gewerbliche Abteilung, phon Nr. 371). Geſchäfts=
ſtunden
von 812½ Uhr und von 2½6 Uhr.
Allgemeiner unentgeltlicher Nachweis für Arbeitgeber
und Arbeitnehmer.
Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 6
2. Dienſtboten=Abteilung, (Telephon Nr. 371). Geſchäfts=
ſtunden
von 912 Uhr und von 36 Uhr.
(2431a
Von den Herrſchaften wird eine Einſchreibgebühr von
20 Pfg. und eine Vermittlungsgebühr von 1 Mk. erhoben.
Für Dienſtboten iſt die Benutzung der Abteilung koſtenlos.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.
Perfelte Verkäuferin
mit umfaſſenden Kenntniſſen der Schuhwarenbranche
zum ſofortigen Eintritt
für Spezial=Geſchäft in Darmſtadt geſucht. Bewerberin muß ge=
ſetzten
Alters, nicht unter 22 Jahren, und imſtande ſein, ein Schuh=
geſchäft
ſelbſtändig zu leiten.
Angenehme ſichere Stellung beihohem Gehalt.
Off. mit Gehaltsanſpr., Angabe des Alters und bish. Tätigkeit
ſind bis ſpäteſtens Freitag, den 13. d. Mts. zu richten unter T14
an die Exped. d. Bl.
(6468
Lehrmädchen
Gesucht zum 15. März
für Verkauf und Binderei geſucht.
Anfangsgeh. 15 Mk. monatl. (*6411 eine Aushilfeu
Georg Schubkegel, Rheinſtraße. bis zum 1. Mai, die alle Haus=
Lehrmädchen, welches Oſtern arbeit gründlich verſteht, mit guten
die Schule verläßt, gegen ſofortige Zeugniſſen.
(6391
Vergütung geſucht. A. Anton, Näheres Karlſtraße 14 1. Stock.
Küchenmagazin, Glas und Porzellan, Junge ſaubere Putzfrau abends
Eliſabethenſtraße 1. (5342alvon 78 Uhr ſofort geſucht. (*6412
Schubkegel, Rheinſtraße.
wird ge=
Hehrmädchen
Alleinmädchen ſucht.
aus achtbarer Familie zum! *6408) Küttner, Viktoriaſtr. 78, II.
1. April geſucht.
(6373 Zum 1. April ein zuverl., tücht.
welches kochen
D. Faix & Söhne.
Aleinmädchen, kann und alle
Hausarbeit verſteht geſucht (6492
Wittmannſtraße 40, II.
Rlleinmädechen
zur Hausarbeit
in der bürgerlichen Küche u. Haus=
arbeit
ſelbſtändig, gegen hohen 15). Mädch. f. vorm. geſucht
Lohn in Haushalt von 2 Perſonen Hügelſtr. 19, 2. Stock. (*6401
auf 15. März oder 1. April geſucht.
Besseres Mädchen
B6272) Hobrechtſtraße 8, II.
für Haushalt u. Laden zu Anfang
Laufmädchen für vormittags
(B6230 od. Mitte April nach einem Land=
2 Stunden geſucht.
Hobrechtſtraße 8, II. ſtädtchen geſ. Selbige hat vollſt.
Familienanſchluß. Gefl. Offerten
Sauberesfleißiges Mädchen von unter T 1 an die Exp. erb. (*6420
morgens früh für Hausarbeit bis
Laubere Lauffrau für 2 Std.
mittags zum Spülen geſucht.
Näheres in der Exped. (*6265im S vormittags geſucht Berbenich,
Steinſtraße 2, 2. Stock. (*6419
Gewandtes Hausmädchen,
welches in beſſ. Häuſern gedient hat, Guter, kleiner Haush., 1 Perſon,
für leichte Handarbeit per ſofort nur gute Zeugn. beſitzt u. Liebe zu ſucht z. 1. bzw. 15. April Dienſt=
Kind. hat, bei hoh. Lohn u. guter mädchen od. Frau für Küche und
Behandlung für 1. April geſ. An= Haus. Vorzuſtell. Saalbauſtr. 77,
gebote unt. R 9 a. d. Exp. (*5935som 1. Stock, von 35 nachm. (*6423
Suche perf. u. bürgerl. Köchinnen,
Selbſtändige Köchin
gew. Hausmädch., Kinderfrl.,
Alleinmädch, welche koch. u. nicht
und ein
koch. können, für hier, Alleinmädch.,
tüchtig. Zimmermädchenwelche koch. k., nach Frankf., Offen=
geſucht
in einen kleinen aber feinen bach, Bergſtraße, Worms, Hom=
Haushalt ohne Kinder nach dem burg v. d. H., erſtes fein. Hausm.
herrlich gelegenen Lugano (Süd=n. Karlsruhe für ſof. u. April Frau
ſchweiz) bei gutem Lohn u. Reiſe=1 Minna Dingeldein, gewerbs=
vergütung
. Offert. m. Zeugniſſen mäßige Stellenvermittlerin, Eliſa=
an
Geheimrat Nommel, Mainz. bethenſtr. 5. Telephon 531. (*6494
Eintritt nach Oſtern. (*5946sgm: Tücht. Waſch=u. Putzfr., durchaus
Tücht. aub. Mädch.für tagsüb. ſof. zuverl., geſ. Ireneſtr. 9, 2. St.,
geſ. Näh. Exped. d. Bl. (*6475 an der Frankfurterſtraße. (*6476

[ ][  ][ ]





S

Ieusentertvet

für Frühjahr in
Gestreifte
Wasch-Röcke
in vielen Farben .
Lustre-Unterröcke
mit Seidenblenden oder ge-
musterten
Satin-Volant
Moiré-Unterröcke
in vielen Farben . .

grosser Auswahl!

Graue Leinen-Röcke
oder hellfarbige Zephir-Röcke
mit ca. 40 cm hoher imitiert.
Klöppel-Volant
mit Lustre
Unterröcke oder Trikot-
Rumpf mit bemalter Lüster-
oder
Taffet-Volant . .

Unterröcke

mit Trikot-Rumpf, mit Moiré.
Volant, sehr solide . . .

legunte Unterröcke aus Seiden-Trikot, Damassé u. Seide in grosser Auswahll

otfischild.

(6475

Markt

M
Z eee

Zum 15. März oder 1. April
geſucht
für Küche u.
ſauberes,
tüchtiges Mädchen Hausarbeit.
Kochen nicht erforderlich. (*6486
Dr. Repp, Sandſtraße 22, part.

Suche
zum 1. April nach Darmſtadt perf.
Hausmädchen
für größeren Haushalt. (6385
Frau von Rentke
z. Zt.: Torgau a. d. Elbe.

Tüchtiges, gewandtes Mädchen
zum ſofortigen Eintritt geſucht
Schloßgartenſtr. 69, part. (6418a

Suche Köch., Hausm., Kinderfrl,
Empfangsd. u. mehr. Alleinm. hier
u. außerh. Johannette Weissmantel,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Karlſtr. 30, Tel. 1909.
(*6447

Für April und Mei
in klein. fein. Haush. n. Wiesbaden
Aushilfe, die koch. k.,
geſucht.
Zu erfrag. bei Frauv. Pfister.
Heinrichſtraße 144. (6384md

für 3 Stunden vormittags und
2 Stunden nachmittags ſofort ge=
ſucht
. Hohler Weg 34. (6371

Jg. anſt. Mädchenſ. 3 Std. vorm.
geſ. Rhönring 83, 1. St. (*6454md
Zuverläſige Lauffrau geſucht

Grafenſtr. 15, 2. St.

(*6460

Ordentl. Mädchen, erfahr. im
Haushalt, vor= u. nachm. einige
Stund. geſ. Hochſtr. 26, I. (*6461md

Saubere Lauffrau
(Laden) morgens 1 Stunde ge=
ſucht
, 89 Uhr. Bluſen=Spezialiſt,
Wilhelminenſtr. 29.
(*6441

geſucht für vor
Laufmädchen mittags 89 Uhr

*6381)

Ireneſtraße 13, II.

Tuchtiges Mädchen
zur einzelnen Dame geſucht. Näh.
Gervinusſtraße 62, I. (*6407

Alleinmädchen mit guten Zeug=
niſſen
, das ſelbſtändig kochen und
einem beſſeren kleinen Haushalt
vorſtehen kann, wird bei hohem
Lohn per 1. April gefucht (6377mfg
Landgraf Philipp=Anlage 44, I.

Junges ſauberes Mädchen in
kleinen Haushalt für bald ge=
ſucht
. Näheres
(*6481
Gutenbergſtr. 27, part. rechts

Ein zuverläſig. fleiß. Mädchen,
welches Liebe zu Kindern hat, wird
per 1. April nach auswärts geſucht.
Köchin vorhanden.
Näheres zwiſchen 24 Uhr
6463) Kaſinoſtraße 10, II.

ſpez. Polſterer=
Lapeziergehilſe, u. Dekorateur,
(*6499md
ſofort geſucht
Carl Herber, Wilhelminenſtr. 10.

Tüchtiger Zeichner
zum Ausziehen einf. Architek=
turzeichnungen
ſofort geſucht.
Arbeitszeit 812, 26, für
ca. 2 Wochen. Angebote m.
Preis (pro Tag) unter § 66
an die Exped. ds. Bl. (6349im

Gewandter
Kommiſſionär
zum Beſuch von Privatkundſchaft
geſ. Nur Herren mit la Referenzen
wollen ſich melden. Offerten unt.
T 3 an die Expedition. (*6429md

Anzeigen=
Akquisiteur
für Vereinsorgan geſucht. Offert.
unt. § 17 an die Exped. (6215gm

Von alter erſtlaſſiger
Feuer-
Verſich.=Geſellſchaft wird tüchtiger
Hauptagent
zu lohnendſten Bezügen geſucht.
Offerten unter M. 2183 an
Haasenstein & Vogler A.-G.
in Frankfurt a. M. (II,6422

300 bis 500 Mk.
Existenz! monatl. u. mehr
können ſtrebſ. Perſonen in Stadt
und Land, auch i. Nebenberufe
durch Uebernahme einer
Engros=Verſandſtelle
zu Hauſe verdienen. Aufſehen=
erregende
Neuheit, Schlager erſten
Ranges! Jede Hausfrau iſt Käufer.
Tägl. 23 Std. Verſand= u. Schreib=
arbeit
. Kapital nicht erforderl. So=
fortiger
Verdienſt. Reklame gratis.
Auskunft koſtenfrei. Off. unter
Neuer Beruf an Carl Böh=
nert
, Leipzig, Markt C. (4A5713

Versich.-Agent
(oder routin. Herr) für anderw.
beſſ. Tätigkeit geſucht. (*6473
Adr. erb. unter T 12 an die
Expedition d. Bl.

Männlich

Vertreier al. dris,
Gelderw.
Schlager. Proſp.
gratis. Rekord=Haus Berlin
N. 113. a. 109.
(II,5705

ſauber arbeit. Anſtreicher
geſ. Roßdörferſtr. 45, pt. (*8406

UnRallo!
Zur wöchentlichen Erhebung von
Prämien ſucht angeſ. Volksverſich.=
Geſellſch. f. d. Bergſtraße eine zuverl.
Perſon, welche auch Kaution ſtellen
kann. Ein größ. Inkaſſo iſt vorh.
Bei zufriedenſtellenden Leiſtungen
von neuen Abſchlüſſen erfolgt feſte
Anſtell. mit Fixum. Strebſ. Manne
bietet ſich Gelegenh., eine Lebens=
ſtellung
zu ſchaffen. Offert. unter
§ 86 an die Exped.
(*6398

für Beſorg.
Junge od. Mädchen geſucht
Portune, Bleichſtr. 1.
(*6428

ahrburſche 6 wird geſucht
Kahlertſtr. 36, parterre. (*6456

Auischer
Tar uie Sahrnanderr-Ausstelung
Inn Residenz Schloss.
Geſucht werden ab 1. April bezügl. 1. Mai zuverläſſige Leute
als Aufſeher für die Dauer der Ausſtellung (bis Mitte Oktober),
die in der erſten Zeit beim Auspacken und Aufſtellen der Kunſtwerke
helfen ſollen, bevorzugt Tiſchler, Schloſſer, überhaupt Handwerker,
die mit Kunſtwerken umzugehen wiſſen. Melden u. Bedingungen bei
Möser, Steinſtraße 24, part. (6439mg

Seeeeeeeeeeee

I5 ST I5R

Renommierte Fabrik ſucht einen fleißigen, gewandten
Herrn mit guten Umgangsformen als
Leiter eines Verkaufsbüros
für größeren Bezirk. Sie bewilligt demſelben ein
Fixum von Mk. 6000. pro Jahr
ſowie Proviſion und Umſatzprämien, wobei Mitarbeiter von
Fabrik beſonders honoriert werden.
I
Wir liefern an Behörden,
: Es iſt ein Geſamteinkommen: Induſtrie, Handel und Ge=
werbe
und beſitzen allererſte
von Mk. 2025000 : Empfehlungen. Es belieben
zu erwarten.
ſich jedoch nur Herren, die
ſofort frei und befähigt ſind,
reine Engros=Verkäufe durch Lieferungs=Verträge zu tätigen,
und die ein Barkapital von ca. Mk. 10 000. nachweiſen können,
zu melden.
(E6431
Ausführliche Offerten unter Angabe bisheriger Tätigkeit sub
v. 3050 befördert Heinr. Eisler, Annoncen=Expedition,
Berlin, SW. 48.

27

2 g 1g57

Erſtklaſſige deutſche, durchaus konkurrenzkräftige
Lebensversicherungs-Gesellschaft
(ohne Nebenbranchen)
hat für den Platz Darmstadt mit näherer Umgebung ihre
Generalagentur

baldigſt neu zu beſetzen.
(III,6426
Die Uebertragung des bedeutenden Inkaſſobeſtandes iſt
in Ausſicht genommen. Gewährt werden hohe Bezüge.
Geſchäftsgewandte, arbeitsfreudige Herren, die mit den Ver=
hältniſſen
am Platze durchaus vertraut, auch kautionsfähig ſind
und über gute Beziehungen verfügen, werden um Einreichung
ihrer Offerte mit Photographie unter I 255 an die Expedition
gebeten. Noch nicht im Fache tätig geweſene Vertreter
werden eingearbeitet.

Junger Maun
(Schreiner bevorzugt) ſofort ge=
ſucht
Wienersſtr. 77, I. (*6468

einliche Luden und Mädchen
im Alter von 1416 Jahren per
ſofort geſucht.
(6275imd
Näheres bei Wehner & Fahr,
Schokoladen=Fabrik, Holzhofallee 1.

Stadtkandiger Fahrburſche
verheir., ſof. geſ. Langgaſſe 28. (*6394

Nebenbeschäftigung
Für Sonntag Nachmittag wird
ein junger, tüchtiger Burſche zum
Gläſerſchwenken geſucht (6386
Hotel Hess.

Jüngerer Hausburſche
geſucht Hermann Berger,
Ernſt=Ludwigſtratze. (6457

Tapezierlehrling
mit gut. Schulzeugn. geſucht Carl
Herber. Wilhelminenſtr. 10. (6485a

Pföriner geſucht.
Die Stelle des Pförtners der
Univ.=Klinik für Ohren=, Naſen=
und Halskranke in Gießen iſt zum
1. Aprit l. Js. neu zu beſetzen.
Als Jahresvergütung werden
neben freier Station, 400 Mark
gewährt.
Meldungen, unter Anſchluß von=
Zeugniſſen, ſind alsbald bei der
Verwaltung unſerer Klinik ein
zureichen.
Gießen, den 7. März 1914.
Großh. Direktion
der Univ.=Klinik für Ohren=,
Naſen= und Halskranke.
v. Eicken. (6276im

Maler= u. Lackiererlehrling geſ.
Ch. Heß, Mühlſtr. 39. (5375a

Tapezier=Lehrling geſucht.
Fr. Freudenberger, Karlſtr. 27. (4864a

Lehrling
mit guter Schulbildung per Oſtern
gegen ſofort. Vergütung geſucht
Gebr. Katzenstein, Kaffee=Imporh
Waldſtraße 22. (4482m

Konditorlehrling
Sohn achtbarer Eltern, findet zu
Oſtern gute Lehrſtelle. Näh.
Konditorei Schwarz,
6197a)
Ludwigsplatz 4.

Friſeur=Lehrling geſucht. (54030
Gg. Böhm, Karlſtraße 27.

Für das technische Bureau
ines hieſigen Fabrikgeſchäftes ein
Lehrling gesucht
Gefl. Off. u. § 96 Exped. (6413md
Tchreinerlehrling nimmt an Ra
Uhland, Hügelſtr. 29. (*6492mfs

Lehrling
mit guter Schulbildg. zu Oſtern
auf d. Büro ein. hieſ. Engrosgeſch.
geſ. Offert. u. § 41 Exp. (*6363a

Kräftiger Lehrjunge
gesucht.
Möbelſchreinerei Guſtav Gruber,
Schützenſtraße 12. (*6360

Billig abzugeben
Schlafzimmer, echt eiche, 3tür,
Spiegelſchr., m. Wäſche=Einr., feine
pitſch=pine Küche, mod. Speiſezim.,
eiche, mit Schnitzerei, pol. Büfett,
Klubſeſſel, Diplomat, Spiegelſchr.,
Kleiderſchrank, Umbau=Diwan, Ver=
tiko
, Trumeauſpiegel, Flurgarder.,
Waſchkommode, Bettſtellen und
Matratzen in beſter Ausführung
Eliſabethenſtr. 46. (*6453.

Jede Art
Damengarderobe
auch Jackenkleider und Mäntel
(Schneiderarbeit) fertigt an unter
Garantie des guten, eleg. Sitzes
perf. Schneiderin. Mäßige Preiſe.
Kaupſtraße 52, III.64

[ ][  ][ ]

Frankrurter Karsbericht vom 10. Marz 19.!
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)

1e
Moskau-Kasan .
Schweden v. 1800. .
m
Dresdner Bank . . . . . . . 8½ 158,90 Gelsenkirchen Bergw. . . 10 (198½
fstaatspapiere.
Pfandbriefe.
Serben steuerfrei . . . . .4½ 87,60) do. . . . . . .
Frankf. Hypothek.-Bank 10 1217,30Harpen Bergbau. . . . . .11 184½
L. Reichssohatzanw.
do, amort. v. 1895 . . . 4 78,80Wladikawkas. .
85,60Berliner Hyp.-Bk.-Pf. . . 4½100,00 do. d5. Kred.-Ver. 8½ 1153,50 Kaliwerke Aschersleben . 10 1160,00
Rjäsan-Koslow . .
L. Reichsanleihe p. 1918. 4
98,20Türk. Egypt. Tribut . . . 3½
do, unkdb. 1918 . . . . .
93,25 Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 1124,00 Kaliwerke Westeregeln . 13 206,00
85,00Portugies. Eisenb. v. 1886 3 68,60
Cw. . . . . p. 1925 . . . 4 1 98,90 do. kons. steuerfreie .
1919. . . .
do.
94,00Nation.-Bank f. Deutschl.
117,00Königin Marienhütte . . 6 86,00
(0.
76,60) do. . . . . .
4½
3½ 85,95 do. Admin. v. 1903 . . .
do.
1921 . . . . .
94.50 1Pfälzische Bank . . . . . . 7 (128,50 Laurshütte . . . . . . . . . 8 160,00
(w. .
85,50 Livorneser . . .
2010 69,80 do.
3 77.15
do. unif. v. 1903. . . . .
1922. . . .
96,00Reichsbank . . . . . . . . . 8.42 135,50 TOberschles. Eisenbed. . . 6 I 89,50
73,00Salonique Monastir:
emßische Schatzanv
4 1100,00
3 62,50) do. . . . . . . . . . . . ..
do. v. 1905. . . . . . . .
83,50Rheinische Kredit-Bank
132,80 Oberschl. Eisen-Industrie 3 69,00
Staffelanleihe.
1Bagdadbahn
4 78,60 do. Komm.-Obl. unk. 1918
4 89,70 Ungarische Staats-Rentel
95,25 1A. Schaaffhaus. Bk.-Ver. . 5 1105,25Phönix Bergbau . . ..
18 (239,20
bionsols .
3½ 85,90 1913 unkdb. bis 1923 . .4½ 90,20Anatolische Eisenbahn
4½ 91,00Frankf. Hyp.-Bk. . . . . .
Wiener Bank-Verein . . . 7½ 1140,50) Rheinische Braunkohlen 10 207,75
50. . . .
Klissouri-Paelfe I.
4
95,00
3? 77,20Ungar. Staatsk.-Scheine
do. unkdb. 1910 . . . .
Riebock Monten . . . . . . 12 1198,00
lische Staats-Anleih
do. do. p. 190
1915 . . . .
4 96,90 v. 1913. . . . . . . . . . . .4½ 1100,00
4 61,00) do.
96,001 Aktien von Trans-
1South West.-Afr. Shares . 5
sc. v. 92/94 .
4 94,50
do. Gold-Rente. . . . . 4 82.95Northern-Pacifie.
3½ 89,50
1920 . . . . 4
do.
96,50 port-Anstalten.
5-0. . . . .
do. Staats-Rente 1910 4 81,00 Southern-Pacific
:.78
91,70 de. Ser. 1219. . . . . . 3½ 86,40
Hamb.-Amerika-Packett. 10 1141,00
ap erische Ablös.-Rente.
97,00
Kr. 4 82,15 St. Louis & San Fr
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
Verzinsliche
d0.
unkdb. 1910 . . . . . . . 3½ 86,50Norddeutscher Lloyd. .
Tehuantepec
5
L.2.-B.-Anl. kdb. ab 1906l 4 96,85Argent. innere Göld-Anl.
12430 Anlehenslose. (2f.
Frankfurt. Schleppschifr. 4 (116.00
d.o. unkäb. p. 1918 . . . 4 97,00
w. 18871 5
5
Ungar, Lokalbah.
Frankf. Hyp.-Kred.-Ver.
94,00 1Südd. Eisonb.-Gesellsch.. 6½ 128,00Badische . . . . . TIr. 100) 4
d.o. unkdb. p. 1920
1 97,00
Ser. 1542
do, äußere v. 1890 . . . 5 99,50
4849) 4 94,90 Anatol. Eisenb. 60%-Akt.l 5½ 1116,75 Cöln-Mindenor . TIr. 1003½142,00
Provinz-Anleihen.
IE.-B.- u. Allgem. Anl.
do. innere v. 1888 . . .4½
do. . . .
6 88.50 Holländ. Komm. . f. 100 3
96.00 Baltimore . . . . . .
unkdb. p. 1930
97,10
do. unkr. 1922 , 52
do, äußere v. 1888 . . . 4½
96,20
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
10 213.25 Madrider . . . . . Frs. 100 3 77,50
88/01Canada . . . .
.
blo. Anleihe . . . . . . .3½ 84,85
do. 1913. . . . . . .
do, v. 1897 ..
3½ 8675
do. Em. 10 .
7½ 139½ Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 142,00
bio.
.3½. 86.50 ISchantung:
94,00
e
75,70 1Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5
3 83,30 do. Ser. 45 . .
do. . 9..
Osterreicher 1860er Lose : 4 1151,40
Prinz Henr.
lennburger Staats-Anl. . 4 96,70
do. v. 1889 .
4½
... . 3½ Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
022.00 Oldenburger . . . . TIr. 40 3 1129,50
4½ 90,90Posen Prov...
96,70 Lombarden
(Ho. v. 1887/94 . . . . . .3½
Ser. 12, 13, 16
do. v. 1906 . .
4 96,00
6 113,00 1Raab-Grazer . . . . A. 15027),
Westfalen Prov. V. . . . . 4 1 96.00 do. . ..
96,70Ponnsylvania
(MNo. . . . . . . . . . . . . . 3% 79,80 chines. St.-Anl. v. 1895
14, 15, I7
98,80 1Hess. Prov. Oberhessen
lessische Staats-Anleihe 4 97,00 do. v. 1896 . . .
do. unkdb. 1920 . . . .
97,0
3½ 86,00
88001 do. Starkenburg. .
97,401 Industrie-Aktien.
(Ho. unkdb. p. 1921 . . . 4 97,30 do, Reorg. Anl..
1923 . . . .
do.
Unverzinsliche
Mk.
4½, 31,60
14o. . . . . . . . . . . . . .3½) 84,65 do. v. 1898 . .
Städte-
do
, Ser. 1, 2, 68 . . . . 3½ 84,25 Badische Anilin-Fabrik . 28 1647,75
Anlcehenslose.
ſp. 86
90,40
HHo. . . . . . . . . . . . . . 3 74,40 Japaner . . . . . .
do. 35 . . . . . . . 3½84.25
Obligationen.
Chem. Fabrik Griesheim 14 267,00
60,50
Mäl-hsische Staats-Rentel 3 77,60Innere Mexikaner
. H. 7 36,20
do, kündb. 1915 . . . . . 3½ 81,251Farbwerke Höchst . . . . 30 1667,00Augsburger
Iharttembg. Staats-Anl.
Außere do. v. 1899) 5 81,00 Darmstadt. .
95,60 do. Komm. unk. 1913
. . . .
96,70Ver. chem. Fabr. Mannh. . 20 343,00Brnunschweiger . . . TIr. 20 203,00
6800
(unkdb. p. 1921). . . . 4 97,75Moxikan. Gold v. 1904 . .
1914
..150,
do.
do. . . .
Fs. 45
96,701Zement Heidelberg . . . . 10 (151.50Mailänder .
1916
EHo. v. 79/80 . . . . . . .3½ 88,75 do. cons. .
3 41,25 Frankfurt .
.. . . . 4 96,35 d0.
do.
96,20 Chemische Werke Albert 30 1452,25
Fs. 10
Ho. . . . . . . . . . . . . . 3 77,00 do. Irrigat.-Anleihe .4½ 69,10
.. . . . . .3½ 89,00) do.
1920
do. ..
. 41. 7 35,50
87,30Holzverkohl. Konstanz . 15 (314,201 Meininger .
Uuzlgarische Gld.-Anl. . . 5 97,15Buenos-Aires Prov.
..3½ 66,70Gießen . .
. . . . . . . . 4 94,50) d0.
. 1923) 4 97,40Lahmeyer . . . . . . . . . . 6 128,50 Osterreicher v. 1864 . A. 100
ir5 ech. Anl. v. 1890 . . . . 1,6
5 65,60 do. . . . . . . . . . . . . .3½
Tamaulipas .
do. verlosb. u. kündb.. 3½ 84,25 Schuckert, Nürnberg . . . 8 1149,40
A. 100
d0. V. 1858
Eo. v. 1837 Monopolſ1½
Sao Pauſo L.-B.
5 (Heidelberg . . . . . . . . . . 4 95,00
do. unkdb. 1915 3½ 84,25 siemens & Halske. . . . . 12 217,00 Ungar. Staats . . . . . H. 100 1439,00
taflienische Rente . . . . .3½
5 97,50
do. v. 1913
do. . . . . . . . . . . . . . 3½
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb. 4 94,50 Bergmann Elcktr. . . .
5 125,00Venedliger . . . . ..
Fs. 30
Userr. Staats-R. v. 1913 .4½ 92,10Siam v. 1907 . .
4½ 95,70Karlsruhe . . . . . . . . . . 4 94,70
do, unkdb. 1922. . . . . 4 95,80
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 245,00 Türkische . . . . . . Fs. 400 168.00
Io. Silber-Rento . . . .4½ 86,40
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 87,30
(o. .
.3½ 86,00Hagen Akkum.:
25 (33600
Prioritäts-
bdo
. Papier-Rente . . .4½
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
Magdeburg . . . . . . . . . 4
94,50 1Deutsch. Übersee-Elcktr. 11 (175,40
Gold, Silber und
bdo. Gold-Rente . . . . . 4 88,35 Obligationen.
unkdb. 1917
Mainz . . . . . . . . . . . . . 4 95,00
0 81,30
94,50Gummi Peter . . . . . .
Banknoten.
5do. einheitl. Rente . . 4 82,50 1Südd. Eisenb.-Gesellsch.
1919
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 87,00
do. . . . . .
Adler-Fahrradwerke . . . 30 366,20
errtug. Tab-Anl. 1891 . .4½ 97,10
v. 1905097 3½
Mannheim . . . . . . . . . . 4 95,40
1921)
do. . . . . .
94,50Maschinenfabr. Badenia . 9 1126,00Engl. Sovereigns. . . . .
20,41
5do, inn. amort. 1905 . .4½ 75,50
v. 1904) 3½
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 86,50
20-Franks-Stücke . . .
do. . . . . . 1924 4 96,20Wittener Stahlröhren . . 0
16,26
5do. unif. Serie I . . . . 3 62,05 Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
München . . . . . . . . . . . 4 96,201 do. . . . . . . . . .
2 105
85,20Gasmotoren, Oberursel .8½ 1162,00 1Amerikanische Noten .
5do.
III. . 3 1 64,60
Nauheim .
Oblig., gar. v. d. Stadt
do. Komm. unk. 1923 .
. . . .3½
20,44
95,201Gasmotoren, Deutz . . . . 9 127,00Englische Noten . . . .
I. 5do. Spezial Titel. . . .
1924
9,70 Darmstadt. . . . . . . . 4 94,00 Nürnberg
. . . . 4? 95,20
do.
81,25
96,00 Ziemens Glas-Industrie . 15 236,00Französische Noten. .
Fr mänen v. 1903 . . . . .
5 1100,10Nordd. Lloyd-Obligat. . .4½ 99,00 do. . . . .
. . .3½ 86,50 1Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr. . 4 1 96,40
169,45
23 321,00Holländische Noten .
Enzinger Filter
odo. Gold v. 1913. .
4½ 91,00 Donau-Dampfschiff. v. 82) 4
.. 47
do. . . . . . . .
Offenbach . .
8100
. . . 3½ 88,00 1Steaua Romana .
10 114975 IItalienische Hoten . .
do. Schatzsch. v. 1913 4½100,20Elisabethbahn . . . . . . . 4 90,50
do. V. 1914
. 4
85,00
Zellstoff Waldhof . . . . . 15 225,00 Osterr.-Ungarische Noten.
do. conv. . .
do. . . 3.
4 85,30Franz-Josef-Bahn . . . .
. 3½ 90,40
*0
Bad. Zucker-Waghäusel .12,83/213,701Russischo Noten . . .
do. v. 1890
4 93,80Kaschau-Oderbergerw. 89) 4 85,50Wiesbaden. .
. .
Bank-Aktien.
87,75 1Schweizer Noton. . . . . . . . 81,00
Neue Boden-Aktien-Ges.
do. v. 1891
4 87,00 Prog-Duxer . . . . . . . . . 3 72,60) do. . . . . . . . . . . . . .3½
Süddeutsche Immobilion 0 1 59,80
do. v. 1905
4 85,65 Osterreich. Staatsbahn . 5 1104,00 Worms . . . . . . . . . . . .
Bank für elektr. Unter-
do
. v. 1908
87,30
89,90) do. . . . . . . . . . . . . . 31
(0. . . . . . . . . . . .
nohmungen Zürich . . 10 194,50
Reichsbank-Diskont .
Bergwerks-Aktien.
. do. p. 1910
86,00
. (158.90
75.05 (Lissabon v. 1888 . . . . . . 4 75,30 Berg.-Märkische Bank.
(0. . . . . . . . . . . .
do. Lombard Zsf.. .
Reissische St.-Anl.
1905 4½, 98.20
98,30Moskau v. 1912 . . . . . . .4½ 93,00 Berliner Handelsges. . . . 9½162½ Aumetz-Friede . .
do, Südbahn (Lomb.)
12 (165,50
do, kons. v. 1880
87,80
72,201Stockholm v. 1880 . . .
Darmstädter Bänk . . . . 6½123,60Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 (244,25
do. do.
Tendenz:
do. Gold v. 1890
51,60Wien Komm. . .
5
Deutsche Bank . . . . . . .12½1258,90 Leonhard, Braunkohlen . 9 1157,50
do, d0.

Schwächer.
do. v. 1902 . .
78,00Wiener Kassenscheine .4½
1Deutsche Vereinsbank. . 6 1117,20Konkordia Bergbau ..
90,30 Raab-Oedenburg . . . . .
23 355,70
Schhweden v. 1880.
87,00 1Zürich v. 1889.
Kronprinz Rudolfbahn .
90.75 1Dt. Effekt.- u. Wochs.-Bk. 6 1118,40 Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 1139,75
. do. v. 1886 . .
Russ. Südwest . . . . . . . 4 85,301Buenos Stadt v. 1892 . . . 6 1101,70 Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 196,50Eschweiler . . . . . . . . . . 10 221.80

Handel und Verkehr.

Frankfurt a. M., 10. März. Die Börſe er=
Aöffnete heute in Uebereinſtimmung mit den größtenteils
blhaupteten Kurſen der Neu=Yorker Börſe in etwas be=
ri
higterer Stimmung und war demgemäß anfangs gegen
afſtern leicht befeſtigt. Im Verlauf ſetzten abermals Reali=
ſſſationen
ein, ſo daß die Kurfe wieder abbröckelten. Bei dem
enmäßigten Kursniveau zeigte ſich jedoch einiges Deckungs=
bi
dürfnis für Baiſſeengagements und die Rückgänge konn=
tim
teilweiſe wieder eingeholt werden. Die Umſätze hiel=
tem
ſich in engen Grenzen. Trotz des guten Lloydabſchluſ=
ſſes
konnte ſich ein größeres Geſchäft auf dem Schiffahrts=
markte
nicht etablieren und die Kurſe blieben nahezu un=
verändert
. Lebhafte Umſätze entwickelten ſich in Con=
leordia
, die auf 355,70 und nachbörslich auf 360 ſteigen
kunnten, woraus man auf einen günſtigen Verlauf von
ſchwebenden Verhandlungen, betr. die öfters erwähnte In=
ttreſſengemeinſchaft
, ſchließen könnte. Der Kaſſamarkt war
ſchwächer. Bemerkenswert iſt beſonders die bereits ſeit
ernigen Tagen beobachtete ſchwächere Dispoſition des An=
Ungemarktes.
* * Bremen, 9. März. Der in der heutigen Sitzung
des Aufſichtsrats vom Vorſtande des Norddeutſchen
L.loyds vorgelegte Abſchluß für 1913 weiſt einen Brutto=
überſchuß
von rund 61 Mk. (im Vorjahre 51,9 Mk. Mill.
aus, hiermit eine Steigerung von 91 Mill. Mk. Auf allen
Linien der Geſellſchaft konnten Mehrgewinne erzielt wer=
den
. Dazu kamen beträchtliche Mehrgewinne an Zinſen
und Beteiligungen. Es wurde beſchloſſen, der auf den 2.
April einzuberufenden Generalverſammlung die Aus=
ſchüttung
einer Dividende von 8 Prozent (1912: 7 Prozent)
worzuſchlagen, nach Vornahme von 30,1 Mk. (24,2 Mk.)
Abſchreibungen, darunter 6 Mill. Mk. (4) Extraabſchreib=
rngen
auf Seedampfer und nach Zuweiſungen von
380000 Mk. (1340000 Mk) an den Verſicherungsfonds,
(525 000 Mk. (735000 Mk.) an den geſetzlichen Reſervefonds,
42,75 Mill. Mk. (4.55) an den Erneuerungsfonds und 319000
Mark (389000 Mk.) an den Talonſtauerfonds. Damit
Crreichen die ausgewieſenen Reſervefonds und Erneue=
rungsfonds
des Norddeutſchen Lloyds eine Höhe von rund
35,2 Mill. Mk. (28,1).
Die Finanzlage der Geſellſchaft iſt weiter beträchtlich
geſtärkt worden indem Kreditoren von insgeſamt 24 Mill.
Mk. (21,5) an Debitoren Bankguthaben ꝛc. ſowie An= und
Worauszahlungen auf Dampferneubauten 66,4 Mill. Mk.
(*39,9) gegenüberſtehen. Gleichzeitig betragen die voraus=
gezahlten
Paſſagegelder und Vorträge für ſchwebende
Schäden und Riſiken 19,9 Mill. Mk. (13,9). Die Geſellſchaft
werfügte 1913 über disponible Mittel im Geſamtbetrage
won 62 Mill. Mk. Seit Beginn des neuen Jahres ſind
weitere Vorauszahlungen auf die noch im Bau befind=
llichen
17 Seedampfern von zuſammen 200 000 Reg. Tonnen
ggeleiſtet, ſo daß zurzeit noch 45½ Mill. Mk. an Schiffsbau=
ſchulden
einſchließlich Einrichtungs= und Ausrüſtungskoſten
worhanden ſind, die bis zum Herbſt 1915 fällig werden.
* Sofia, 9. März. Der Regierung iſt mitgeteilt
ſworden, daß die Hamburg=Amerika=Linie be=
fſchloſſen
hat, eine neue Linie zwiſchen Neu=
York und den Häfen der Levante einzurichten.
*Die Dampfer würden die bulgariſchen Häfen Dedeagatſch,
Burgas und Warna berühren. Dieſer neue Dienſt werde
lden Export aus Bulgarien, der bisher über Trieſt oder
Hamburg geleitet werden mußte, auf direktem Wege er=
möglichen
; ſowie den Auswanderern vom Balkan die
direkte Fahrt nach der neuen Welt geſtatten. Der erſte
Dampfer werde am 15. April abgehen.
Sommerfahrplan 1914. Die Handels=
kammer
Darmſtadt hatte eine größere Anzahl von Wün=
ſchen
bezüglich des kommenden Sommerfahrplans ge=
äußert
, unter denen hauptſächlich folgende Berückſichtigung
gefunden haben. Es wird zur Herſtellung einer beſſeren
Verbindung vom Rheinland über Mainz nach Darmſtadt
vom 1. Mai ab auf der Strecke Koblenz=Frankfurt (Main)
ein neuer Eilzug gefahren, welcher in Mainz um 1.04 Uhr
ankommt Die Weiterfahrt nach Darmſtadt erfolgt dann
1 Uhr 25 Min. gegenüber einer Wartezeit von bisher über
* Stunden. Weiter wird die zeitweilig in Frage geſtellte
Morgenverbindung Frankfurt-Gießen-Kaſſel-Hannover

Zeeee ee
der hergeſtellt werden, Auch die Verbindung von Sprend=
lingen
(Rheinland) über Mainz nach Darmſtadt wird
eine Verbeſſerung erfahren. Endlich iſt hauptſächlich einem
langgehegten Wunſche der Einwohner des Odenwaldes
auf beſſere Zugverbindungen mit der Reſidenzſtadt in der
Art und Weiſe Rechnung getragen worden, daß künftighin
morgens ein Eilzug ab Eberbach 7.30 Uhr an Darmſtadt
9.18 Uhr verkehren wird und hierzu als Gegenzug abends
ein Eilzug ab Darmſtadt 7.05 Uhr, an Eberbach 8.59 Uhr,
eingelegt wird. Unter denjenigen Wünſchen der Handels=
kammer
, welche leider für den kommenden Sommerfahr=
plan
noch keine Berückſichtigung gefunden haben, ſind Ver=
beſſerungen
der Zugverbindungen mit Paris, ſowie mit
Wien Würzburg, München, Kiſſingen, weiter Verkehrs=
verbeſſerungen
Bensheim-Worms, Groß=Gerau- Frank=
furt
(Main) und Rüſſelsheim bezw Kelſterbach- Frank=
furt
(Main) ſowie auch der Morgenanſchluß von der Oden=
waldbahn
nach der Bergſtraße hervorzuheben.

Landwirtſchaftliches.

Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 3. bis 9. März.
Die letzte Woche ſtand allgemein unter dem Eindrucke
des Stillſtandes oder Rückganges der Aufwärtsbewegung
in den vorangehenden Wochen. Wenn auch die in unſe=
rem
letzten Bericht erwähnten Faktoren für die allgemeine
Befeſtigung des Getreidemarktes, insbeſondere der geringe
Export Argentiniens, noch fortbeſtehen, ſo ſcheinen doch die
Importſtaaten, wie vor allem England, ſich vorläufig ge=
nügend
verſorgt zu haben und die weitere Entwicklung
des Weltmarktes abwarten zu wollen. Dazu kommt noch,
daß der um dieſe Zeit neu auftretende Faktor für die
Preisbildung, der Saatenſtand der nördlichen Erdhälfte,
in der letzten Woche eine allgemein günſtige Beurteilung
gefunden hatte wie insbeſondere in den Vereinigten Staa=
ten
ſowie in Weſt= und Mittel=Europa, wenn man auch
in Rußland der Entwicklung der bereits ſchneefreien
Saaten mit einiger Beſorgnis entgegenſieht. Angeſichts
der vielfachen Knappheit an guter Ware dürfte jedoch die
in der letzten Woche eingetretene Ermattung vorausſichtlich
nur eine vorübergehende ſein. Oeſterreich=Ungarn ſtand noch
in der letzten Woche infolge des Einfuhrbedarfs im Zeichen
der Hauſſe, die erſt am Schluſſe einer ruhigen Haltung des
Marktes weichen mußte. Für Deutſchland hatten dieſe
Vorgänge auf dem Weltmarkte zur Folge, daß die höheren
Preiſe der letzten Woche beſonders bei Weizen gewichen
ſind, während ſie bei Roggen ſich etwas beſſer halten
konnten. Infolge der Frühlingsarbeiten war das inlän=
diſche
Angebot verhältnismäßig ſchwach und auch die ge=
ringe
Qualität der angebotenen Ware trug vielfach dazu
bei, den Markt flauer zu geſtalten. Auch das ſich ſchwächer
geſtaltende Ausfuhrgeſchäft konnte die in der letzten Woche
notierten Preiſe vielfach nicht mehr erzielen, nur Königs=
berg
meldet noch höhere Preiſe Es ſtellten ſich die Preiſe
für inländiſches Getreide am letzten Markttage gegenüber
der Vorwoche wie folgt:

Weizen
Roggen
Hafer
Königsberg. . 200 (
153 (*2½) 160
181 (
Stettin
150
147
Poſen
184 (*1 ) 144 (*1 ) 150
Breslau.
181 ( ) 145
144
Berlin
194
153
179
191
Magdeburg
153
168
191
Halle .
157
170
Leipzig
158
187
166
Dresden.
189
152
161
Roſtock
185
150
151½(-
196 (1
Hamburg
155
170
Hannover
189 (
154
164
Düſſeldorf
195
173
157
193
Köln
167
155
Frankfurt a. M. 205
176
)165
Mannheim . . 2071
165½ (4-
182½(
Straßburg . . 267½(
175
172½(
München . . 201 (
162
166
Weltmarktpreiſe: Weizen: Verlin Mai 198,50 (3,25),
Peſt=April 211,95 1.70). Paris März 217,30 (- 1,35).

Liverpool März 164,05 (0,95), Chikago Mai 143,10
2,70), Roggen: Berlin Mai 159 ( 1,25), Hafer:
Berlin Mai 153,50 ( 1,75). Futtergerſte Südruſſ. frei
Hamburg unverzollt ſchwim. 111,75 (0,25), Febr
111,50 (*0,50), Mais Argent. ſchwim. 111,50 (4- 1,50),
April Mai 104 ( 2), Donau Febr./März 107 ( 0,50) Mk.
Saatgutmarkt. Um den Landwirten die
Möglichkeit zu geben, auf Grund von Proben ſich Saatgut
unſerer ertragreichſten Sorten von Gerſte, Hafer, Sommer=
weizen
und Kartoffeln zu beſchaffen, veranſtaltet die Land=
wirtſchaftskammer
gelegentlich des Zuchtviehmarktes zu
Reinheim i. Odw. am Samstag, den 14. März, von
vormittags 9½ bis nachmittags 1 Uhr im Gaſthaus Zum
Schwanen einen Saatgutmarkt. Auf demſelben
werden Proben von Getreide, ſowie Kartoffeln, und zwar
nur aus den Saatbauſtellen der Landwirtſchaftskammer,
ausgeſtellt. Es können hierbei Beſtellungen auf das aus=
geſtellte
Saatgut von den Landwirten aufgegeben wer=
den
. Die Landwirte werden auf dieſe günſtige Gelegen=
heit
zum Ankauf von ſortenechtem Saatgut beſonders auf=
merkſam
gemacht.
F.C. Frankfurt a. M., 9. März. ( Kartoffel=
markt
.) Man notierte: Kartoffeln in Waggon 4,504,75
Mark, im Detail 5.50 Mark. Alles per 100 Kilo.
10 Frankfurt a. M., 10. März. (Heu= und
Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3,20 M., Stroh
fehlte. Alles per 50 Kilo. Geſchäft: mittelmäßig. Die
Zufuhren waren aus dem Kreiſe Dieburg.
Frankfurt a. M., 9. März. ( Schlachtvieh=
markt
.) Amtlicher Bericht. Auftrieb: 1284 Rinder, dar=
unter
428 Ochſen, 57 Bullen, 799 Färſen und Kühe, 368
Kälber, 159 Schafe, 2383 Schweine. Preiſe für 1 Zentner
Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark: 1. Rinder:
A. Ochſen: a) vollfleiſchige, ausgemäſtete, höchſten Schlacht=
wertes
im Alter von 4 bis 7 Jahren 4853 (8692),
b) junge fleiſchige, nicht ausgemäſtete und ältere ausge=
mäſtete
4548 (8187), c) mäßig genährte junge gut ge=
nährte
ältere 4044 (7481). B. Bullen: a) vollfleiſchige,
ausgewachſene höchſten Schlachtwertes 4750 (7883),
b) vollfleiſchige, jüngere 4346 (7480), c) mäßig ge=
nährte
junge und gut genährte ältere 4042 (7276).
C. Färſen und Kühe: a) vollfleiſchige, ausgemäſtete Fär=
ſen
höchſten Schlachtwertes 4650 (8389), b) vollflei=
ſchige
, ausgemäſtete Kühe höchſten Schlachtwertes bis zu
7 Jahren 4346 (8083), c) 1. wenig gut entwickelte
Färſen 4145 (7987), 2. ältere, ausgemäſtete Kühe und
wenig gut entwickelte jüngere Kühe 3742 (6978),
d) mäßig genährte Kühe und Färſen 3236 (6472), e) ge=
ring
genährte Kühe und Färſen 2430 (5567). 2. Käl=
ber
: a) mittlere Maſt= und beſte Saugkälber 5760 (93
bis 102), b) geringe Maſt= und gute Saugkälber 5256
(8895), e) geringe Saugkälber 4851 (8186).
3. Schafe: Weidemaſtſchafe: Maſtlämmer und Maſt=
hammel
4142 (9092). 4. Schweine: a) vollfleiſchige
Schweine von 80 bis 100 Kilogramm (160 bis 200 Pfund)
Lebendgewicht 4952 (6466), b) vollfleiſchige Schweine
unter 80 Kilogramm (160 Pfund) Lebendgewicht 4951
(6264), c) vollfleiſchige von 100 bis 120 Kilogramm (200
bis 240 Pfund) Lebendgewicht 4952 (6265), d) voll=
fleiſchige
von 120 bis 150 Kilogramm (240 bis 300 Pfund)
Lebendgewicht 4952 (6265). Marktverlauf: Markt in
allen Viehgattungen bei ruhigem Geſchäftsgang nahezu
geräumt.

Literariſches.

Adolf Damaſchke: Die Bodenreform
Grundſätzliches und Geſchichtliches zur Erkenntnis und
Ueberwindung der ſozialen Not. 9 Aufl., 26.30. T.,
414 S., Jena, G. Fiſchers Verlag. Preis vornehm geb.
3,25 Mark. Das vorliegende Buch iſt die Progremmſchrift
der neuen Bewegung. Seine außerordentliche Verbrei=
tung
dankt es zweifellos neben dem außerordentlich nie=
drigen
Preiſe der Art der Darſtellung, die auch die Men=
chen
feſſelt, welche ſich bisher nie um volkswirtſchaftliche
Dinge gekümmert haben. In jedem Falle gehört es zu
den Büchern, zu denen Stellung nehmen muß, wer in
neuerer Zeit am öffentlichen Leben Avteil nehnen keill.

[ ][  ][ ]

überſichk für die Beſtellung des Gemüſegarkens.

Zuſammengeſtellt vom Okonomierat Johannes Bökiner in dem ſeit 28 Jahren von ihm geleiteten Prakk. Raigeber im Obſt= und Garkenbau‟, Frankfurk a. O.
Vierteljährlich 13 Hefte für 1 Mark durch Poſt oder Buchhandlung zu beziehen. Probeheft frei.

Mie ud wo nid
Men uied
Mes ſir Sianden ſMhliche Siſerung
Walhe Ganien ſed
Wann wird geſät?
Wann wird geerntek?
geſät?
gepflanzt?
und Düngung?
Wieviel Samen?
die Beſten?
in mosten
Weißkohl . . . Anfang März
15.20. Ark aun tewftiter Hd0 en ſom Auguſt bis l aſte kaunhpie
in Freie
Niederungsboden
1.10. April
November Ruhm von Enthulzen
20.25. Mai
Rotkohl . . . .
3550 cm
Erfurter blukrofer
Anfang März,
ins Miſtbeek,
15.20. April
Wirſing . . . .
3040 cm 1 vom Juli ab Kitzinger, Verlus
ins Freie
von Ende April ab
15.20. Zun
1.10. April Saalbeete ins Freie 20.25. Mai
Roſenkohl . . .
6080 cmvom Oktober ab Pariſer Halbhoh.
Anfang März,
ins Miſtbeel
10.15. April, leichter, durchläſſiger 1520 cm
Kohlrabi . . .
vom Juli ab Dreienbrunnen
von Ende März ab=
ins
Freie
Boden
den ganzen Sommer
Frühblumenkohl Herbſt oder Febr. ins Miſtbeet 1 1.4. April beſter tiefgründiger
Ende Juli
60 cm
Erfurter Zwerg
feuchter Garkenboden
Anfang Auguſt
ins Freie vom 20. Mai ab bis
Spätblumenkohl Ende April
12 m
von September ab Frankfurter Rieſen
Anſang Jumt
Blätterkohl . . Mai bis Juni ins Freie Juni, Anf. Juli jeder Boden, auch
November bis Niedr. feingekrauſter
40 cm
ſchalige Lage
Frühjahr
freier Stand,
Kohlrüben . . . I. 15.20, Mai 1 ins Freie 20.25, Zum
30 cm
Oſtober bis Gelbe Schmalz
aligedüngter Boden
November
Speiſerüben . . 1.5 Auguſt an Ort und Stelle nicht
freie Lage, nicht breitwürfig, auf
November
Teltower
gedüngt
1 Em 1 Gr.
Mohrrüben . . 1 März und Juni Reihen 15 cm nicht
guter, warmer 1 Om=12 Gr.
Junil bis
Holländifche
Boden
November
Nankes
Rote Rüben . . 15.20. April Reihen 25 cm
nicht nötig
1 Cm = 1 Gr. vom Oktober ab Erfurter ſchwarzrole
gehaltreicher Boden
Sellerie .
Anfang März ins Miſtbeet
5. 10. Mai
40 cm
vom Septbr. ab Hambg. Markt
15. April bis Juli Tüpfelſaat
Rettich
nicht
820 cm vom Juni ab Münch. Bier
milder, nichk friſch
13 Korn
Expreß,
gebüngter ſeuchter
von Mikte März ab
Radies
breitwürfig
nicht
1Om = 3 Gr.
Boden
vom Mai ab Würzbg. Treib
alles Wochen
tiefgründiger,
Schwarzwurzel . 1 1.10. März Reihen 30 cm
vom Oklober
nicht
Ruſſiſche Rieſen
kräftiger Boden 1 Cm = 2 Gr.
bis April
Kopffalat . . . vom Januar ab ins 1 auf Saalbeie oder vom 14. April gedüngter guter 1030 cm, je vom Mai bis ſ. Maltänig, Rudols=
Mtſlbet, vom März dauernder Stand
Liebling, Eiskopf
ab bis Herbſt Garkenboden nach Sorte
ab ins Freie
Herbſt
1.5. Mai
Römer=Salat .
auf Saaibeefe
5. 10. Juli beſter Garkenboden
35 cm
Juli-Auguſt Sachſenhäuſer
Endivie . . . . 25.30. Juni Saatbeete, ins Freie Ende Juli beſter Gartenboden
40 cm
Oktbr. Dezbr.
Eskariol
Rapünzchen . . 1 1.10. Septbr.
breitwürfig
nicht
jeder Boden 1 Im 3 Gr. Oktbr.-April Holländiſches
Zichorienſalat . 15.20. April Reihen, 20 cm
nicht
guter tiefgründiger 1 (IIm 1/ Gr. wird Anf. Novbr. aus=
Brüſſeler
Boden
gegraben z. Treiben
in Reihen,
Gartenkreſſe . . 15.20. März
nicht
Krausbläktrige
guter warmer Boden für den laufenden! Ende April
als Einfaſſung
gefülle
Meter 2 Gramm
breiwürſig oder in
Spinat . . . vom März.-Mat
nicht
jeder Boden . auf 1 Eim=
Onlober bisGroß. rundblätr.
vom Aug.-Oktbr.
Reihen
Zun
10 Gr. Samen
Neuſeel. Spinat . Anfang März in das Miſtbeet Anfang Mai
Mai bis
40 cm
Oktober
Sauerampfer
20.25. März Reihen 25 cm
nicht
1 Cm = ¼ Gr.
Mai
Zwiebeln . . .
15. März
Reihen 20 cm f. nicht nölig algebüngter Boden ſ1 Um = 1½ Gr.
Auguſt
Zitlauer Zieſen
Saatbeei
Lauch . . . .
1.5. März
1.5. Mal 15 em ſief in Allen 15 X30 cin
vom Auguſt ab
Brabanter
Schalotten . . .
1.10. April 1 guter Boden
15 cm
Juli
-
Perlzwiebeln . .
Auguſt
12 cm

Juni
Schnittlauch.
den ganzen Sommer
15. 20. April
15 cm
Gurken . . . ..
2en
10.15. Mak 1. reihenweiſe
mitlelange, voll=
milder
, warmer. 1 Reihen 1.,50 m, f Juli-Septbr.
gut gedüngker Boden
kragende Unitum
in den Reihen
15 cm
einzeln in ſonnige
Kürbis 1.5. Mai
Kompoſthaufen jede Pflanze Juli-Septbr. 1 Rieſen=Melonen
Garteneche
12 m nach
allen Seiten
Erbſen . . . . lvom März-=Malſ reihenweiſe 1 nicht
nicht zu feier, all. Reihen 6080cm! Mat-Zuli 1 Dippes Mal, Zuhm
gebligter Loden
v. Raſel, Telephon
in den Reihen
46 cm
Buſchbohnen . . von Ende April bis
truppweiſe
nicht
jeder Garkenboden, Trupps von je 1 Juli-Oktober Kaiſer Wilhelm,
Anfang Auguſt
leicht gedüngt, auch
im Halbſchatten 5 Korn 3040 cm
Hinrichs Zieſen
Stangenbohnen . 10.15. Mai
gut gedüngten
nicht
für jede Stange 1 Auguſt-Septbr. Juli, Korbfüller, faden=
feuchter
Gartenboden
loſe Zucherbrech
60 cm im Quadrat
Puffbohnen .
.5. März.
in Einzelreihen
Große weiße Windſor
nicht
milder Boden
20 cm
Juli
Bleichſellerie . .
Ende März
ins Miſtbet
Ende Mai
ſtarigedüngter träf= 1 in 20 cm tieſe i vom Septbr. ab ſ White Plume
tiger, feuchier Boden
Gräben mit 30 cm
Abſtand
Kardy . ...
1.5. Mai gleich an Ork u. Stelle
beſter tiefgründiger
nicht
11½/ m
wird gebleicht
Tours
Gartenboden
Mangold .
15.20. April in Reihen nicht nötig
3050 cm
vom Auguſt ab Silbermangold
Esdragon . ..
nicht
das ganze Jahr nur geleille Pflangen
im Frühjahr ungebüngter Boden
1 m
hindurch
Majoran . . . 1.5. April ins Miſtbeet
milder, mürber die Reihen 20 cm, Auguſt und Sepfem=
15.20. Mai
Boden
inden Reihenl5cm ber zur Blütezeit
Bohnenkraut .
Reihen 25 cm nicht nötig
1 m 1 Gr.
Dill . . . . . April und Mai Reihen 20 cm
jeder Boden1 Im 1 Gr. junge Pflanzen vom
Mat ab
Peterſilie . . . 1.5. März
nicht
aligedüngter lauf 1m Reihe = vom Mgi ab 1 Ruhm v. Erfurk
in Reihen als
Gartenhoden
¼ Gramm
Einfaſſung
Thymian . . . 1.5. April
ſonnige Lage
vom Mai ab
15 cm
ins Miſtbeei,
Tomaten . . . Anfang März
ſtark gedüngte, warme Reihen 1 m, in von. Ende Juli ab Carliana, Alice
26. Mai
wiederholt verſchulen
ſonnige Stelle
Rooſepeit
den Reihen 60 cm
Rhabarber .
ſtarn gebüngtes,
im zweiten Jahre verbeſſerter Vitoria
März
1,20 m
friſches, guts Land
April-Juni
Arttſchocken . .
Februar
ins Miſtbeet
Mai
liefgründiger, beſter 1 m 1,20 m September Grüne von Laon
.Boden.

Gartenbauvereine erhalten dieſes Merkblakt in beliebiger Anzahl unenigeltlich geliefert.
Ausſchneiden! Aufkleben! Aufbewahren!

Neue Reden-Mäntel
imprägniert und wasserdicht
Englische Gummi-Mäntel
aussergewöhnlich billig zu Mk. 18.
Ludwigsplatz
VLanzs½, I. Etage.
(138

Eratklassige Systeme
In vollendeter Auswahl
Adolf Kling
Grafenstr. 35, vis-ä-vis dem Hotel
Darmstädter Hof.

SKopfschuppen, Schinnen
Hsind flechtenartige Gebilde. Die kleinen
Aschülferungen feinerweißer Schüppchen
) ist die Folge von krankhafter vermehrter Absonderung
von Hauttalg. Bei Vernachlässigung tritt
)Haarausfall, Haarschwund, Kahlköpfigkeit
ein, Hiergegenwenden Sie mit gutem Erfolg an:
RINO-HEIFE
Frei von schädlichen Bestandteilen. Enthält Ingredienzien,
welche desinfizierend wirken und die Heilung fördern.
Verhindert Übertragung von Hautkrankheiten.
Nur echt mit Firma: Rich. Schubert & Co., Weinböhla.
Stück 60 Pfg. Zu haben in Apotheken u. Drogerien.

(IX,6453

Schwarzer Rock mit Weſte und
Zylinder (weil zu eng) bill. zu
verk. Weinbergſtr. 26, pt. (*6440

ut erh. Friſcher Ofen bil. zu
kauf. geſ. Off. unt. T 9 an
die Exv. d. Bl.
(*6445

Lapins, friſch geſchoſſen,
junge Leghühner, ein Plymouth=
Rocke, Zuchthahn, abzugeben
Darmſtr. 33a, II.
*6463)
Alle Sorten
Stangen und Pfähle
liefert Darmſtädter Holzinduſtrie,
Weiterſtädterſtraße 80, Telephon
Nr. 2444.
(6455a

Heiratt 228
Alleinſteh. Witwer, Anf. 60er
Jahre, eigen. Haus, ca. 15000 Mk.
bar, wünſcht mit alterem Mädchen
oder Witwe ohne Kind, nicht unt.
45 Jahren, etwas Vermögen er=
wünſcht
, zwecks bald. Heirat be=
kannt
zu werden. Strengſte Dis=
kretion
. Anonym zwecklos. Gefl.
Off. unt. § 82 an die Exp. (*6364

Ernstgemeint!
Fräulein, 19 Jahre alt, hübſche
Erſcheinung, gut häuslich erzogen,
ſpäteres Vermög. 910000 Mark,
wünſcht anſtänd. evang. Herrn in
ſicherer Stellung, nicht über 30 J.,
zwecks ſpäterer Heirat kennen zu
lernen. Nur ernſtgem. Off. erbitte
unter § 89 an die Exp. (*6390

Friſche
Gter
10 Stück . . 58 Pfm
Friſche bayeriſche
Sied=Eier
10 Stück . . . 68 Pfg.
Friſche große
s Sied=Eier
10 Stück . . . 78 Pfg.
25
. . 1.95 Mk.
empfiehlt (6488
Darmſtädter
Tiergroßhandell
Math. Roſenſtock.

[ ][  ][ ]

Eir
alt, zu
lerſtraße
Fellh. u.
Lenberger. 16
Mülde, ſtr.
geſucht.
, Alter u. 2

erier .

Darmste
Pheisberger Stenoerwpiten berein Barmstalt en ueh -Hanten-Stenerupiten berein. Gubelshers
(Gegründet 1898)
Schirmherr: Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Heſſen und bei Rhein.
Samstag, den 14. März d. J., abends 8½ Uhr:
Gabelsberger-Feier‟ mit deraufolgenden Tanz

unter gütiger Mitwirkung des Geſangvereins Liederzweig (Dirigent: Herr
Kammermuſiker Brückmann), des Zitherklubs Darmſtadt=Beſſungen, der Herren
A. Rieſinger (Tenor), H. Stern (Baß), Fr. Kilian (Humoriſt), ſowie einer
Bsssssgssgsgstetsstesssesese!

im Kaiſer= u. Fürſtenſaal, Grafenſtr. 18

Abteilung der Kapelle des Leibg.=Inf.=Regts. Nr. 115. Eintritt für
unſere Mitglieder frei, Fremde im Vorverkauf (Verkehrsbüro) à Perſon
40 Pfg. inkl. Steuer, an der Abendkaſſe à Perſon 55 Pfg. inkl. Steuer. (6495mf

ogsssssssosgosssss

Odenwaldklub
Ortsgruppe Darmſtadt

Odenwälder Volksfeſt
(Dekorierungsfeſt)
Kerbmedehwald
am Samstag, den 14. März 1914,
hnn abends 8 Uhr an, in ſämtlichen, feſtlich geſchmückten Räumen des
ſtädtiſchen Saalbaues.
Beichhaltiges, originelles Programm, u. a. Aufführung eines Volks=
th
cks, Kerbezug, Spinnſtube, Ausſtellung von Erzeugniſſen der Oden=
pülder
Heiminduſtrie und Verkauf dieſer Erzeugniſſe, Waldwirtſchaft,
Tanzbeluſtigung uſw.)
Elſcheinen in Odenwälder Tracht, mindeſtens aber in Touriſten=
Kleidung erwünſcht.
cintrittspreis: a) für Mitglieder aller Ortsgruppen des Oden=
waldklubs
1 Mk., für ihre Damen 50 Pfg.; b) für
Nichtmitglieder 2 Mk., für ihre Damen 1 Mk.
Das Programm iſt für 10 Pfg. erhältlich.
Kartenverkauf ſchon jetzt: a) für Mitglieder und ihre Damen
nur bei Klubgenoſſe Robert Bergmann, Wilhelminenſtr. 19; b) für
Nichtmitglieder bei Gg. Hof Nachf., H. Bankwitz, Papierhandlung,
Eliſabethenſtr., Eugen Thomaſius, Papierhandlung, Wittmannſtr. 2
urd Aug. Cellarius, Zigarrenhandlung, Ludwigsplatz und im Ver=
kührsbüro
, Ernſt=Ludwigsplatz: c) außerdem werden am Feſtabend
Harten ausgegeben an der Kaſſe.
Die Mitgliedſchaft muß den Ausgabeſtellen durch Vorzeigen der
Kitoliedskarte nachgewieſen werden.
Beitrittserklärung vor dem Feſt berechtigt noch zum Eintritt
geegen die Mitgliedspreiſe.
(5844a
Zu recht zahlreichem Beſuch ladet ein
Der Vorſtand.

ORPHEUNia
6175
Gastspiel:
Haskel
mlmmmmmmmmmmmmmmmin
und sein erstkl. Ensemble.
9 Der Gipfel der Heiterkeit.
Lachstürme in Permanenz.

Mittwoch,
Heute 11. März u.
folg. Tage:
Der neuste Haskel-kehlager

V Ap Korrt.

ME538
Sek Das am Mirrwoch, den 11. März nachmittags 46 Uhr stattfindende Kaffee-Konzert wird ausgeführt von dem mit vielem Beifall aufgenommenen Künstler-Orchester Aronadf‟ Ouvertüre Euryanthe‟
von Weber Fantasie aus Carmen‟
. Bizet Ungarische Rhapsodie . . . Hauser für Solo-Violine Herr Kapellmeister Aronadi. Bekannt vorzüglicher Kaffee. Aus- wahl in Kuchen und Torten. (6493 Z

wenig gebr. Kinder=Klappwag.
1 billig zu verk.
(*6387
Riedeſelſtr. 72, Hth. Manſ.
Opelrad, ſ. ſtark gebaut, m. Freil.
25 Mk., ohne Freil. 20 M., neue
Räd., g. Marke billigſt. Radhändl. W.
Dick, Ludwigshöhſtr. 78. (*6418md
Programm
zu dem am Mittwoch, den
11. März, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24.
1. Durch Nacht zum Licht‟,
Marſch von E. Laukien. 2. Ouver=
türe
zur Operette Die Soldaten=
braut
von T. Munkelt. 3. El
Turia ſpaniſcher Walzer von D.
Granabo. 4. Steuermannslied u.
Matroſenchor aus der Oper Der
fliegende Holländer von Richard
Wagner. 5. Potpourri aus der
Operette Die Fledermaus von
Joh. Strauß. 6. Jung Deutſch=
land‟
, Marſch von A. Rehfeld.

Gasthaus
zum goldenen Hirsch
Inhaber: Gg. Imhof
empfiehlt
bürgerlichen Mittagstisch
und Abendessen
gut und billig. (5742a
Prima Fay=Bier. Zm

Damen e
erhalten vorzüelichen
Mittagstisch von 60 Pf. an
(Separates Zimmer) (5381
Reform-Restaurant
Alexanderstrasse 4, I.
Jamenſchreibtiſch billig zu verf.
6221id) Mühlſtr. 40, 1. St.

vorher den brillant. Speziali-
täten
-Teil und
aher- Hnsterana.
ue
Vorrorkaut u. Preis wie bek.
Aeginn, ügl. 5, Dtr.
¼ Sperrsitz
4. Reihe, Mitte, Trauerfalls halber
für den Reſt der Spielzeit abzugeb.
Pankratiusſtr. 41, Drogerie. (6370
Großherz. Hoftheater.
Mittwoch, den 11. März 1914.
128. Abonnem.=Vorſtellung. B 32.
IBSEN-ZTKLUs.
Dritter Abend.
Zum erſten Male:
John Gabriel Borkmann.
Schauſpiel in 4 Akten
von Henrik Ibſen.
Perſonen:
John Gabr. Bork=
mann
, früh. Bank=
direktor
.
. Emil Jannings
Gunhild, ſ. Frau Grete Ilm, vom
Schauſpielh. in
Frankfurt, a. G.
Erhard, Student,
ihr Sohn .
. Kurt Ehrle
Elia Rentheim,
FrauBorkmanns
Zwillingſchweſter Charlotte Pils
Fanny Wilton . Käthe Meißner
Wilhelm Foldal,
Hilfsſchreiber bei
einer Rechnungs=
kammer
.
. K. Weſtermann
Frieda, ſ. Tochter Eliſabeth Horn
Stubenmädch. bei
Frau Borkmann Ellen Widmann
Nach d. 2 u. 3. Akte läng. Pauſen.
Krank: Herta Alſen.
Preiſe der Plätze (Kleine
Preiſe): Sperrſitz: 1.13. Reihe
3.70 , 14.20. Reihe 3.20 , Par=
terre
: 1.5. Reihe 2.35 , 6.8.
Reihe 1.95 Proſzeniumsloge
5.20 , Mittelloge 5.20 , Bal=
konloge
4.70 , I. Rang 4.20 .
II. Rang: 1.6. Reihe 2.15 ,
7. u. 8. Reihe 1.75 , I. Galerie
1.15 , II. Galerie 65 .
Kartenverkauf: an der Tages=
kaſſe
im Hoftheater von 9½1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
von 81 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der Vor=
ſtellung
. (Im Verkehrsbüro wer=
den
auch telephoniſch Kartenbe=
ſtellungen
entgegengenommen.
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7½ U. Ende nach 10 U.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 12. März. 129. Ab.=
Vorſt. C 32. Der Evangeli=
mann
. Gew. Pr. Anf. 7½ U.
Freitag, 13. März. 130. Ab.=Vſt.
D33. Madame Butterfly.
Gew. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Samstag, 14. März. Auß. Ab.
33. Volksvorſtellung zu ermäßigten
Preiſen. Alt=Heidelberg.
Anfang 7½ Uhr. (Vorverkauf bis
einſchl. Samstag, 14. März, im
Verkehrsbüro, Ernſt=Ludwigspl.
Verkauf der etwa noch vorhande=
nen
Karten am Tage der Vor=
ſtellung
auch an der Tageskaſſe
im Hoftheater zu den üblichen

Kaſſeſtunden.)

Seeeee
Ei-EEeSeEKE

Das neue Weltstadtprogramm
Nur 3 Tage!
Ganz besond. Beachtung verdient der russ. Kunstfilm
Einnu Sversen

Möchet

Akter Grosses Drama aus
dem Seemannsleben.
se enswürdig) Die äusserst geschickt
aufgebaute Handlung,

Akter
Jur bis
Treitag

die den Beschauer fortgesetzt in fast atemloser Spannung
hält, führt uns in die verschiedensten Gegenden. Der Film
Anita Iversen ist eine kinem. Schöpfung, die wohl das
hervorragendste in ihrer Art darstellt, welches je auf den
Markt gebracht wurde.
2. Hauptstück:
Höhere Sphären
JAkter! Die Handlung führt in ein hochinter-
ressantes
Milieu u. entwickelt sich in JAkter!
glänzend aufgebauten Szenen. Hochinteressante und
spannende Handlung. Herrlich koloriert.
3. Hauptstück:
Die Grenze
Eine feinsinnige, reizende Kommödie.
Der Fleck. Alles lacht Tränen. Lehmann
Humor: u. die Elektrisiermaschine. Zum Wälzen.
Agra. Herrliche Naturaufnahme. Pathe
Natur: Journal, mit den neuesten Zeitereignissen.
Künstlertruppe Mataros. Hochaktuell.
Einlagen nach Bedarf.

Künstl. Musikbegleitung auf einem Bechsteinflügel durch
Herrn Georg v. Harscher.
(6469

Oilion Feater
Rheinstrasse 6. Telephon 173.
Sssssgssssase
Ha
Nur 3 Tage!
Der Tod in den Bergen
AAkter? Kriegsdrama in 3 Akten, in der AAkter!
Hauptrolle Lissi Nebuschka.
Um einen Kuss von Mini
OAkter!
Lebensbild in 2 Akten. AAkten?
Der Eiermann
Film-Humoresk
ltigender Komik.

3 schöne Badeorte in Saroyen
herrl. kolorierte Naturaufnahme.
Erschossen seines Bruders wegen
Drama.
U.-T.-Wochenbericht.
Das Neueste aus aller Welt.
Als Einlage: Das Leben und Treiben am Fast-
nacht
-Dienstag in den Strassen
Darmstadts, eigene Aufnahme. (6392
Jossossosesssssssssssesssstsssststsss,

Dirigenten=Geſuch.
Hieſiger Arbeiter=Geſangverein ſucht tüchtigen, energiſchen
Dirigenten, Angebote unter R 67 an die Expedition ds. Blattes
erbeten.
(6019so

[ ][  ][ ]

Preiswerte Kostüme

Die Mode des Tages ist das Kostüm. Eine
unendlich variantenreiche Auswahl ist ver-
treten
. Die Verarbeitung ist erstklassig.
:Der Sitz vorzüglich.
Wir bringen in den Preislagen:

27.50 38.- 45.- 55.- bis 110
Geschmackvolle Neuheiten in Cotelé u. Stoffen

in Sport-Charakter.

Wir bitten um Ihren Besuch.

(6491)

Gebr. Höslein
Hoflieferant Ludwigsplatz.

Frauenverein der Johannesgemeinde.
Hotel Prinz Carl
Freitag, den 13. März, abends 8 Uhr,
im Gemeindehaus
Vortrag
des Herrn Pfarrer Kopfermann
wozu höflichst einladet
aus Caub a. Rh. über:
M. Röhrich.
Rechte und Pflichten der Mutter bei der *6500)
298
Erziehung der Kinder.

Donnerstag, den 12. März er.
Grosse Herzer Sappe

Eintritt für Mitglieder und deren Angehörige frei, für Nicht=
(6381
mitglieder 30 Pfg.
Im Saal des Hotel zur Traube
Darmſtadt. Mittwoch, den 18. März,
abends 8 Uhr:
Loewe-Balladen-Abend
des Kammerſängers
Hermann Gura
Am Flügel: Kapellmeiſter William H. Kerridge.
Konzert-Plügel: Ibach aus dem Pianofortemagazin v. Heh. Arnold, Mühlstr. 1-3.
Programm:
Archibald Douglas. Süßes Begräbnis. Edvard. Kleiner Haushalt.
Hinkende Jamben. Wandelnde Glocke. Das Hochzeitslied. Die Uhr.
Der ſelt’ne Beter. Der Fiſcher. Der Nöck.
Karten (inkl. Billettſteuer). Im Vorverkauf à Mk. 2.80, 1.70
und 80 Pfg. bei Georg Thies Nachf., Eliſabethenſtr. 12.
An der Abendkaſſe à Mk. 3.30, 2.20, 1.10.
(6474mgm
Literarischer Verein, Darmstadt.
Mittwoch, 25. März 1914, nachm. 5½ Uhr, im Vereinslokale
ordentliche Haupt-Versammlung.
Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorſitzenden. 2. Rechnungs=
ablage
und Entlaſtung des Rechners. 3. Neuwahl des Vor=
ſtandes
. 4. Beratung und Beſchlußfaſſung über etwaige Anträge
Der Vorstand.
6438)

Reklame Verkauf M Gardmnen!
Von heute bis einschliesslich 16. März veranstalte ich ein Reklame-
Verkauf mit einem Preis-Nachlass von 10 bis 15 Prozent auf alle Waren
ohne Ausnahme.
Es handelt sich nur um neue für das Frühjahr eingetroffene Waren
und empfehle:
Allover-Net-Gardinen
Madras-Gardinen
Engl. Tüll-Gardinen
mit Behänge
von 10.50 b. 25. Mk.
von 8.25 bis 30. Mk.

von 4.75 bis 15. Mk.
Alpacca und Rips-
Dekorationen
von 14. bis 40. Mk.

Stores
aparte Neuheiten
von 6. bis 25. Mk.

Bettdecken
in englisch Tüll, Erbstüll,
und Allover-Net
von 8. bis 24. Mk.

Spezialgeschäft für Gardinen, Elisabethenstrasse 17.
H. Front,
lch bitte um Beachtung meiner Schaufenster!

P. P.
Anläßlich unserer Konzertveranstaltung erlauben
wir uns unseren verehrl. Vorständen für das weit-
gehendste
Entgegenkommen bei den Vorbereitungen zu
dem Fest, sowie den verehrl. Solo-Herrschaften, welche
den Abend verschönten und auch dem Großh. Hof-
orchester
und Hofballet unseren herzlichsten Dank
auszusprechen.
Gleichzeitig wurden uns so viele Beweise herz-
licher
Sympathie und tatkräftiger Unterstützung durch
Stiftungen etc. zu teil, daß wir uns der angenehmen
Pflicht nicht entziehen können, allen den verehrten
Spendern bestens zu danken.
(6462
Im Auftrage des Chor-Personals
vom Großherzoglichen Hoftheater

Gelegenheit.
Wohnz., pol., Schlafz., hell eich.
mit Apotheke u. gr. 2tür. Spiegel=
ſchrank
, eine eleg. Küche m. Kunſt=
vergl
., alles neu, für nur 570 M.
abzug. Daſelbſt ein gut erh. Klavier
für 50 M. u. ein ſchön. Vertiko für
25 M. z. verk. Lauteschlägerstr. 7, I., I.
(*6471
Kein Laden.

iener Kaſſe=Trichter, Reißbret,
WEckbrett, Fiſchglas, Vogelbauer
à 1 Mk., Lodenpelerine 5 Mk.
VIII,6471) Moſerſtr. 3, 2. St.

beste Nahrung,
schönste Kleidung.

Nach

ab Rotterdam
vla Boulogne-sur-Mer
mit der
Holland Amerika Linie.
Erstkl., bis 24170 Reg.-Tonnen große
Doppelschrauben-Dampfer. (1839a
Neuer Dreischraubendampfer Staten-
dam
v. 35000 Reg.-Tonnen 45000
Tonnen Wasserverdrängung im Bau.
Kajllts-Billette und Auskunft durch
Aug. Cellarius, Darmstadt
Ludwigsplatz3 -Tel. 483.

(6488

Spanische Weinhalle
nur Mathildenplatz 8 Telephon 1936
empfiehlt vorzüglichen
Rot u. Weisswein im Ausschank
von 20 Pfg. per ½ Liter an.
(5305a
Ueber die Strasse von 70 Pfg. an per Liter.
Bei Abnahme von 10 Liter Preisermässigung.
Billigste Bezugsquelle für Wiederverkäufer.
Ein Versuch führt zu dauernder Kundschaft.
I. Foix & Söhne, Inh. Juan Prim, Weingutsbesitzene

P 10
ist des Leders

i ertitet Weirſene min
Matratzen u. einige Stühle.
*6367)
Soderſtr. 17, part.

Fir. Schadtr 25 M. Meſackt
Schrank 22 Mk., Kinderſchrank
10 Mk. u. Verſchied. billig zu ver=
kaufen
Wienersſtr. 73, II. (*6505
ut. bürgerl. Mittagstiſch ( 4mdt
ON.=Ramſtädterſtr. 16, Gartenh., p.

[ ][  ][ ]

her Kaffee iſt bei Arterienverkalkung
ſolut zu verbieten oder nur durch den
ſſchädlichen Kaffee Hag, den coffein=
den
Bohnenkaffee, zu erſetzen.
(Zeitſchrift für Balneologie 1908, Heft 8).

Vorträge.

Welch großes Intereſſe dem Vortrage des Herrn
ſfar rers D. Waitz über ſeine im vergangenen Jahre ver=
utleltete
Italienreiſe nach Rom und Neapel entgegenge=
lſagt
wurde, bewies der dritte Vortragsabend des
Aſluenvereins der Martinsgemeinde, der
Aln einem überaus zahlreichen Publikum beſucht war.
Aſſas einer kurzen Einleitung über Land und Verhältniſſe
ſſaliens bemerkte der Redner, daß es auch das Land der
Apyen Sehnſucht vieler Vergnügungsreiſenden, Pilger,
rfſtler und Dichter genannt werde und es ſchwer zu
kan ſei, ob dieſe Sehnſucht der herrlich blaue Himmel,
Il Schönheiten der Landſchaften und Städtebilder oder
Eigenart des italieniſchen Volkes ſei. In intereſſanter
eiſſe ſchilderte nun der Redner ſeine Reiſe von Darm=
dr
durch den Gotthardtunnel nach Mailand, Genua,
ſa, Florenz Rom und Neapel. Alle dieſe Städte
lſt ihren herrlichen Bauten, Paläſten und Kirchen wur=
n
durch vorzügliche Lichtbilder vorgeführt, und es wäre
ſnnöglich, all die ſchönen Landſchaften, Kirchen, Gemälde
In Statuen, namentlich der beiden letztgenannten Städte,
ſſſſer näher anzuführen. Am Schluſſe ſeines Vortrages=
Anzerkte noch der Redner, wenngleich Italien reich an
ſchönheiten der Natur und reich an Schätzen der Kunſt
i, wäre aber auch unſer Deutſchland nicht minder reich
n ebenſolchen Schönheiten und reich aber an ſittlichen
ugenden und religiöſen Kräften. Für ſeine intereſſan=
Iin Darbietungen wurde dem geſchätzten Redner reicher
jef fall zuteil.
Was ſoll unſere Tochter werden? Auf
ſitladung des Arbeitsamts der Ortsgruppe Darmſtadt
Allg. Deutſchen Frauenvereins (Abteilung
ſerufsberatung) und des Darmſtädter Lehrerinnen=
ſerreins
hatte ſich am Montag abend in dem Saale
ſie: Baugewerkſchule eine zahlreiche Zuhörerſchaft zu dem
burtrag von Fräulein Steinthal=Berlin verſammelt.
berr Bürgermeiſter Mueller ſprach die Begrüßungs=
parte
und wies zunächſt kurz auf das neue Arbeitsamt
Ain=, das beſonders die Stellenvermittlung in die Hand
eimen wird, und durch ſeine ſtändigen Verbindungen
imen ſicheren Ueberblick über den geſamten Arbeitsmarkt
ewährt. Auch die Stellenvermittelung für die gebildete
rauenwelt iſt in Darmſtadt jetzt dem Arbeitsamt ange=
Aloſſen, ſowie die ſeither von dem Allgemeinen Deutſchen
Frauenverein allein betriebene Berufsberatung
ir Frauen. Fräulein Steinthal verbreitete ſich zu=
rächſt
über Einrichtung und Wert der Frauenberufsbe=
arungsſtellen
und wies darauf hin, wie kein gedruckter
ſtertgeber, von denen ſelbſt die guten und beſten ſchnell
hexaltet ſind, die mündliche Beratung erſetzen kann. Nei=
lung
, Fähigkeiten, körperliche Kräfte, Vorbildung und pe=

kuniäre Verhältniſſe ſind von Fall zu Fall verſchieden
und bilden dabei doch die ausſchlaggebenden Faktoren bei
der Berufswahl und Vorbildung. Die Rednerin führt
nun, vom Handwerk und den hauswirtſchaftlichen Berufen
ausgehend, eine große Reihe von Berufsmöglichkeiten für
Frauen vor, wobei ſie in Kürze die Berufsausſichten und
die Wege der Vorbildung berührt. Die erſte Forderung
für das Handwerk iſt natürlich die gleiche Vorbildung und
gleiche Dauer der Lehrzeit, wie beim Manne. Friſeuſen,
die in etwa ſechs Wochen ihre Kunſt erlernt haben, Schnei=
derinnen
, die etliche Kurſe beſuchten, können keine Anſprüche
machen und nichts Tüchtiges leiſten. Für die Berufe der
Kindergärtnerinnen, Hort= und Jugendleiterinnen, für
Krankenpflegerinnen und Säuglingspflegerinnen ſind die
Vorbildungen meiſt ſchon feſt geregelt. Für Verkäuferin=
nen
fehlen noch die ſehr wichtigen Vorſchulen; Fachſchulen
und Fortbildungsſchulen ſind vorhanden. Für junge Mäd=
chen
mit beſſerer Vorbildung und Sprachkenntniſſen finden
ſich ſehr gute Stellen als Verkäuferinnen, ebenſo wie Da=
men
mit höherer Schulbildung und ausgeſprochenen Ta=
lenten
als Leiterinnen großer Modeſalons im Putz= und
Schneidergewerbe ausgezeichnet bezahlte Poſten erhalten
können. Ausſichtsreich iſt immer noch der Lehrerinnenbe=
ruf
. Durch Einführung der Fortbildungsſchulen für Mäd=
chen
gewinnen die techniſchen Lehrerinnen neue Stellen.
Für den mittleren Bibliothekendienſt können in Preußen
und im Elſaß Damen ausgebildet werden. Groß und
ausſichtsreich iſt das Gebiet der ſozialen Frauen=
berufe
, es erfordert jedoch reife Perſönlichkeiten. Vor je=
der
Berufswahl aber prüfe man wohl! Wer ſeinen Be=
ruf
richtig erfaßt, wer die Berufe richtig beurteilt und be=
wertet
, wird keinen höher ſtellen. Ueberall Tüchtigkeit.
Treue, Pflichterfüllung und Hingabe, das iſt, was alle
adelt, hoch ſtellt und gleichwertig macht.
Herr Profeſſor Kiſſinger ergänzte die Ausfüh=
rungen
der Rednerin durch Mitteilungen über heſſiſche Be=
rufsausbildungsmöglichkeiten
und wies beſonders auf den
Segen einer tüchtigen hauswirtſchaftlichen Vorbildung
hin, die jedes Mädchen vor der Berufsbildung haben ſollte
und durch unſere Fortbildungsſchulen haben kann. Herr
Bürgermeiſter Mueller beſprach noch die Ausſichten
und Ausbildung der Fraen als Wohnungsinſpektorinnen.
Herr Schrauth wies nochmals auf die Stellenvermitte=
lung
hin. Neben der Lehrſtellenvermittelung hat die Be=
rufsberatungsſtelle
auch eine Stellenvermittelung für kauf=
männiſch
angeſtellte Frauen übernommen. Alle Redner
betonten mit der Referentin, daß nur durch fleißige Be=
nutzung
der Berufsberatungsſtelle (zunächſt noch altes
Theater, Hochſchulſtraße) das angeſtrebte Ziel zu erreichen
ſein wird, nämlich für jede Frau den geeigneten Beruf
und für dieſen Beruf die beſte Ausbildung zu finden. So
allein werden berufstüchtige und damit berufsfreudige
Frauen im Leben ſtehen, ſo allein werden die Frauen.
denen ja auch die Ehe ſehr oft keine Verſorgung für alle
Zeit bietet, für den Kampf des Lebens gerüſtet fein.
Turnen, Spiele und Sport.
sr. Pferdeſport. Rennen zu Enghien, 9. März.
Prix du Ponthieu; 3000 Francs. Diſtanz 2800 Meter:
1. Monſ. J. Linkers Minas 2. Le Fou, 3. Dagmar. Tot.
13:10. Prir de la Somme; 5000 Francs. Diſtanz 3700
Meter: 1. Monſ. M. Descazeaur Saint Nom, 2. La
Brand, 3. Hiche. Tot. 14:10. Prix de la Canche: 3000

Francs, Diſtanz 3400 Meter:1. Monſ. Jean Lieux Chko=
al
, 2. Brididi II, 3. Gay Boy. Tot. 16:10. Prig
du Boulonnais; 4000 Francs, Diſtanz 4200 Meter: 1.
Monſ. T. Dugas Malefice, 2. Patrick, 3. Qui. Tot=
24:10. Prir de la Picardie; 6000 Francs, Diſtanz=8500
Meter: 1. Monſ. Pfizers Ekwanok 2. Valeria, 3. Henry'IV.
Tot. 28:10. Prix du Pas de Calais; 5000 Francs, Di=
ſtanz
2800 Meter: 1. Monſ. A. Kurz Biſe, 2. Huter, 3,
Puteaux. Tot. 36110

Dieſe Frau hatte ganz dürftiges Haar.
Jetzt reicht es beinahe zum Boden.

Sie beſchreibt, wie ſie das erreichte.
Vor einigen Monaten noch machten mir Kopfſchuppen
und Haarausfall große Sorge‟ ſchreibt Mme. Eliſabeth
Farlane ich verſuchte ſo ziemlich alle Haarmittel, die
mir zu Ohren kamen, aber keines brachte mir die erſehnte
Hilfe, im Gegenteil, mein Zuſtand verſchlimmerte ſich im=
mer
mehr. Meine Haare waren ſo dünn geworden, daß
mein Kopf ſtellenweiſe ſchon ziemlich kahl erſchien; ich glaube,
ich würde jetzt kein einziges Haar mehr auf dem Kopfel
haben, wäre ich nicht auf ein ganz einfaches Pflanzenrezept
aufmerkſam gemacht worden. Dieſes Rezept übt auf die
Haar eine ganz großartige Wirkung aus. Man braucht nur
37 Gramm Alkohol, 60 Gramm Dotiertrakt und 53 Gramm
Roſenwaſſer zu miſchen; alle dieſe Sachen kann man in
Apotheken und Drogerien bekommen. Nachdem ich das
Mittel nur wenige Tage angewandt hatte, hörte ſchon der
Haarausfall auf, die Schuppen verſchwanden völlig, das
Haar bekam wieder ein üppigeres, geſunderes Ausſehen. Ich
ſetzte die Anwendung der Miſchung fort und war erſtaunt)
zu ſehen, wie mein Haar wieder wuchs. Jetzt iſt es ſtark
und üppig und reicht ſchon beinahe bis zum Boden. Man
kann mich nicht gerade eine bildhübſche Frau nennen, ich
glaube aber, daß ich die Komplimente, die man mir über
meine äußere Erſcheinung macht, in der Hauptſache meinem=
ſchönen
Kopfhaar zu verdanken habe.
Anmerkung: Vor Veröffentlichung dieſes Artikelst
wurde das beſchriebene Haarrezept zehn Damen und zehni
Herren, die mehr oder weniger unter den gleichen oder ähn=
lichen
Störungen des Haarwuchſes litten, mit dem Erſuchen
übergeben, es 30 Tage an ſich ſelbſt zu probieren. Neunf
Damen kamen wieder zurück und erbaten eine größere
Quantität des Präparates das ſie dauernd anwenden
möchten: ihr Haar ſei ſo hübſch weich und geſchmeidig ge=
worden
, was das Friſieren ſehr erleichtere. Es wurdelbe=
richtet
, daß in neun Fällen die Schuppen und der Haaraus=
fall
ganz verſchwanden. Auch bei den zehn Herren zeigten
ſich ähnliche gute Wirkungen; alle verlangten ein weiteres
Quantum.
Nur eine Klage lief ein: eine ſchon ergraute Dame hatte die
Lotion gegen Schuppen angewandt; ſie gabtwohl zu,daß
die Miſchung in dieſer Hinſicht ſich als ganzlwirkſamyer=
wieſen
haben, ihrer Meinung nach müſſe ſie aber auch die
Haarfarbe beeinfluſſen, denn das ihre ſehe ſoraus, als wolle,
die urſprüngliche Farbe wiederkehren. Sie aber ziehe doch,
vor, jetzt grau zu bleiben. Eine genaue Unterſuchung ſtellte
denn auch feſt, daß einer der Beſtandteile das Doti=
Extrakt einen gewiſſen anregenden Einfluß= auf die)
Farbdrüſen des Haares hat, was mitunter zu dem von dert
Dame befürchteten Reſultat führen kann. (VIII,6324f

die Schar der Rotti- Bouillon-
freunde
täglich größer wird:
Keine teure, umständlich haus-
gemachte
Bouillon bietetihnen
mehr wie die echte

1 Würfel 5 Pfg., 5 Würfel 20 Pfg. Wo nötig, Verkaufsstellen-Nachweis durch die Rotti-G. m. b. H., München.
Vertreter: Ferdinand Joos, Agenturen und Kommissionen, Darmstadt.

(II,6425

(Schutzmarke Schwan)
spart Arbeit, Zeit, Geld.

Neu!
Neu!
½ Watt Lampen
von 4003000 Kerzen
Zweckmässigster Ersatz für Bogen-
Lampen
Nur erstklassige Fabrikate.
Bei billigsten Preisen sofort lieferbar.
L. Lange
Elektrot. Institut Grossh. Hoflieferant
Schulstr. 6. Fernruf 399.
(6483mfo

Dipl.-Schreibtisch
eichen, in jeder Farbe gebeizt,
kleiner Bücherſchrank, eichen,
mittel, ſehr billig.
(*6496mf
Uhland, Schreinerei, Hügelſtr. 29.
ehrere Zeniner Futer=Kar=
Mtoffeln zu verkaufen
*6455md) Weinbergſtraße 5.

Wezei biſchtſterſachr=
36 Hekt.=Apfelwein=
Fäſſer, Bütten
und was zum Wirtſchaftsbetrieb
gehört, billigſt abzugeben. (5480mdf
Reinrich Mlr, eaite
Nieder=Ramſtädterſtr. 64.

Fugenlose
Steinholzböden
Cabe
für Badezimmer, Küchen etc. der
beste Belag.
Linoleumunterlagen
in
(*6362
Kork, Holz, Bimbs, Asphalt
und Gyps.
Estriche‟
Ausgleichsmasse f. ausgetretene
Holzfussböden und Treppen.
Feuersich. Asbestplatten
für alle Zwecke.
Isolierungen aller Art.
Schuchmannsches
Steinholz-lsolierwerk
mit elektrischem Betrieb
Teleph. 2091. Artilierlestr. 10.

Motſtiel. Rhabarber, Schnittlauch,
Erdbeepflanz. u. Zierſträuch. zu
verk. Kleine Bachgaſſe 1. (*6385
Stehpult, Kopierpreſſe, Liegeſtuhl,
mehrere Fenſterflügel billig zu
verk. Näh. in der Exp. (*6403

Sabezteren, Rolles0 Pf. . leier,
Tapez., Lichtenbergſtr. 75. (*6477

uterh. Kandrmandenaurng bil zu
verk. Rhönring 131, I. (*6358ms

Die
Markefüralle:
o
Tan-Sinkadr
Mmaanaamwhu
HAETWid &VoGEL A-G.
Generalvertretung für Frankfurt am Main und
Umgebung: Wilhelm Mohr, Hartenſtraße 99.

[ ][  ]

S. ASNNTEFVVEr FerIE DEerEETT

Tüll-Gardinen

Tüll-Garnituren
Gen eneneten ante
Mk.
Tüll-Stores
Gerengntetner, at die Pelet, t.
Gardinen- Tülle zum Anfertigen von Gar-
dinen
, Stores, Bettdecken usw. . . . Meter Mk.
Breite Gardinen
ere er enr enter dante
. Meter
Scheiben-Gardinen
groe Auswahl in weib und eröme . . . Meter

Die letzten Neuheiten zu billigen Preisen.
Moderne reppiche
ereunenr uests . . . . . . rear mr. 2.20 ,15.50
Gertene ir Feite en Printen, . 1.

4.7 5 bis 26. 3.5 0h. 16 6.50 1.15 5 bis 2.75 35 bis 1.75 2 k. 1.25

Imit. Perser-Teppiche u. Vorleger

16.50 . 66.

Bettvorleger
neueste Master, soldle Webarten
Mk.
für
Kochelleinen-Tischdecken Speise-,
Wohn u. lereneimmeß bochwod. geurbettet, Mk.
Künstler-Tischdecken

Leinen-Garnituren
in aparten, Länsterichen Aufährtungen . Mk.

1.60 P. 16 6.50 1.40 jt. 7.25 3.25 p. 26 9 2.80 Pk. 18.- 5.25 u. 16.75

Rouleaux-Köper
Rouleaux-Damaste

in allen Breiten.

Delmenhorster Linoleum
bewährte, solide Marke, zum Auslegen von ganzen Zimmern. Ferner
Linoleum-Läufer, alle Breiten.

Messing-Garnituren
Galerie-Leisten

sowie sämtliche Zutaten.

6442

CDONUNSOAD
MARKT.
Beachten Sie bitte unsere Ausstellungen in der Marktpassage:

Sauikarioſein
Norddeutſche Kaiſerkrone
Frühroſen
Induſtrie
Ella u. Up to date
jedes Quantum zu billigſten Preiſen
Franz Thüsing
Kahlertſtr. 36. (*6457

Vertoren.
Dunkellila Ledertäſchchen
Samstag Abend nach dem Konzert
in der Turnhalle an einem Stuhle
hängen geblieben, Geldtäſchchen,
Schlüſſel uſw. enthaltend. Gegen
den Geldinhalt als Belohnung
abzugeben
6458
Fuchsſtraße 10, mittl. Stock.

Verloren
ſilberne Damenuhr mit goldener
Kette auf dem Wege Marktplatz,
Rhein=, Grafen= und Bleichſtraße,
Wiederbringer erh. gute Belohnung
*6479)
Bleichſtraße 41.

Conserven
Brechspargel, 4 Sorten
Stangenspargel, 6 Sorten
Spargel-Köpfe, 2 Sorten
Erbsen, deutsche, 3 Sorten
Erbsen, franz., 5 Sorten
Erbsen m. Carotten, 2 Sort.
Schnitt- u. Brechbohnen
7 Sorten
2 Pfd-Dose von 35 Pf. an
Princessbohnen, 3 Sorten
Dicke Bohnen, Flageolets
Gemischte Gemise, 2 Sort.
Cardons, Kohlraby,
engl. Céléris
Sellery in Scheiben
Spinat, Tomaten-Purée
Artischokenböden
Steinpilze, Morcheln,
Pfifferlinge,
Champignous, 5 Sorten
Trüffeln, 2 Sorten
A. Reichard
Colonialwarenhaus
Ecke Bleich- u. Casinostr.
Telephon 104.
00a

Zum 1. Juli ſchöne 5 6 Zimmer=Wohnung mit Gas,
elektriſchem Licht, Bad, oder kl. Haus, möglichſt nicht zu weit
vom Zentrum der Stadt, von klein. Familie zu mieten geſucht.
Off. m. Preisangabe unt. § 78 an die Exped.
(*6356

Achtung!
Billig! Billig! Bilig!
Ein großer Poſten friſcher ſchöner
Blumenkohl
trifft am Donnerstag, den 12., auf
dem Marktplatz ein. (*6491
Jedes Stück 18 Pfg.
M. Stier, Moosbergſtr. 70.

Laden
in dem ſeit 14 Jahren ein Kurz=
warengeſchäft
mit beſtem Erfolge
betrieben wird, mit o. ohne Wohn.,
per Juli zu vermieten. (*6504
Dieburgerſtraße 13, I.

KEiimiin

Ein Manſardenzimmer
mit Bodenkämmerchen ſof. z. vm.
Näh. Obergaſſe 17, Laden. (*478mdf

Zereue

Grafenſtr. 25, II., ſchön mbl.
Zimmer zu vermieten. (*6458mdf

Aliceſtraße 6 hübſch möbl. Zim.,
mit u. ohne Penſion, zu vm. (4513a

Etfe

Zwei Damen
ſuchen 45 Zimmerwohnung in
ruhigem Hauſe zum 1. Jutt, ſüd=
öſtlicher
Stadtteil bevorzugt.
Offerten mit Preisangabe unter
(*6382ms
§ 94 an die Exp.
Brautpaar ſucht 45 Z.=Wohn.
in g. Hauſe f. Mitte Auguſt. Südöſtl.
Stadtteil bevorz. Off. mit Preis=
angabe
u. P 93 a. d. Exp. (*5836sm

Dreundl. 3 Zimmerwohn. Nähe
Karlſtraße ſofort geſucht.
Offerten mit Preisangabe unter
§ 57 an die Exp.
(*6309im

Eine 3= u. 2 Zim.=Wohn. od. kl.
EHaus mit 56 Zim. u. etwas
Garten zu mieten geſucht. Offert.
unter § 92 an die Erp. (*6388

Meieres Shepaar ſuchtauf 1. Zuſt
eine ſchöne 3 oder kleinere 4 Zim=
merwohnung
, part. od. I. Stock, im
oberen Rhönring od. Dieburgerſtr.
Angebote unter R 26 an die Ex=
pedition
d. Bl.
(*5947sm

Kinderloses Ehepaar
ſucht per 1. Juli in gut. Hauſe u.
Nähe der alten Bahnhöfe ſchöne
34 Zim.=Wohn. mit Bad. Off.
unt. T 16 an die Exp. (*6480mm

A

ll. Dameſ. 2 Z.=W. m. Gas p. 1. Apr.
Off. m. Pr. R 62 Exp. (*6026sm

Cg. Ehepaar ſucht per 1. April od.
1. Mai2 Zim.=Wohn. Martins=
od
. Johannesviert. bevorz. Off. m.
Pr. unt. § 99 an die Exp. (*6424

n ſucht ung., gut möbl.
Akademiker Zim. (Schreibtiſch).
Gegend: weſtl. od. ſüdweſtl. Stadt=
teil
. Off. u. 8 81 a. d. Exp. (6351
Möbl. Zimmer ab 15. März
Nähe des Schlachthofes geſucht.
Off. unt. § 83 a. d. Exp. (6380md

Döbl. Zim. per 1. April geſucht.
M Angeb. mit Preisangabe unt.
§ 94 an die Exp. (*6425
2 gut möbl. Zimmer in d. Nähe
d. Hochſch. ab 1. Mai geſ. Off.
unt. § 95 an die Exp. (*6427

Wei ſaub. Leuten ruhig gelegenes
B Wohn= u. Schlafzimmer
von Beamten geſucht. Off. mit
Preisangebote u. T19 Exp. (*6503

Möbl. Zim. m. Penſ. z. 1. April ſ.
Dame m. einj. Kind. Off. m. Preis=
angabe
u. § 29 a. d. Exp. (*6223imd
Dipl.=Ingenieur ſucht per 15. März
2 gut möbl. großes Zimmer
mit ſep. Eing. in beſſerem Hauſe.
Offerten unter E. G. poſtl. Poſt=
(*6467
amt 4, Stiftſtraße.

Hn

eete
anſtalt wird
(6288im
Pension
in gebildeter evangel. Familie geſ.
Erwünſcht, daß ſich daſelbſt Schü=
lerinnen
derſelben Anſtalt beſinden.
Penſionat nicht ausgeſchloſſ. An=
gebote
unt. § 27 an die Exped.

Uerch

Mathematik
d. akadem. gebild. Lehrer. Vorbrtg.
a. Einj.=, Finanz=. Geom.=, Matur.. Vorexamen, Nachhilfe. Sorgfält.
ſchnelle Förderung. Mäß. Honorar.
Wittmannſtr. 30
(B1187

§ Sprachunterricht
durch nationale Lehrer
Privat Zirkel Klassen
von 8 Uhr morgens bis
10 Uhr abends.
Uebersetzungen
billigst und diskret.
Berlitz School.
Wilhelminenstr. 19, II.
(1805a)
0oec

Gebildeter Kaufmann
erteilt Unterricht in franzöſiſch und
ſpaniſch. Beide Sprachen im Aus=
lande
erlernt. Angeb. unt. § 74
an die Exped. ds. Bl. (*6376

Engliſchen u. franzöſiſchen Unter=
richt
, Sprache Ausland erl., ert.
Dame. Grüner Weg 17, pt. (6368a

Flaſchen
aller Art!
Ich zahle Ihnen bei pünktlicher
Abholung (6411a
die allerhöchſten Preiſe!
Rubin, Kaupſtraße 46.

werden zu allerhöchſt
Flaſchen Preiſen gekauft.
W. Feldmann, Lohndiener:
Karlſtr. 73, Gartenh., I. (4812a

Ein Gewehrſchrank
oder ein als ſolcher geeignete
Schrank zu kaufen geſucht. Off
mit Preisangabe unter R 19 an
die Expedition erbeten. (*5942sms

Zu kaufen geſucht eine noch ſchr=
O gut erhaltene emailliene
Badewanne. Off. mit Preisanz=
unt
. § 79 an die Exped. (*6355


14!
Wer dort? (6098a
hier V. Schatz, Schloßgaſſe 23.
Ichkommeſof. u. zahle Zhnenfür
getrag. Kleid., Schuhe, Möbel, Zahn=
gebiſſe
, alte Federbett ſtets diehöchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.

Mnkauf
v. getrag. Kleidern, Stiefeln, Bett=
federn
, Waffen, Uniformen, Zahn=
gebiſſen
. Zahle bis zu 20 Mark.
Kl. Bachgaſſe 7.
M. Obstfeld Poſtk. genügt.

Telephon 2085.

(6097a

Jut erh. Schlafzimmereinricht=
ung
zu kaufen geſucht. Offert.
unter § 91 an die Exp. (*6389

Wickelkommode geſ. Off. mit
1 Pr. unt. 8 85 an die Exp. (*6400

zu kauf. geſ.
Schwere Hantel Gefl. Off. mit
Preisang. u. T 18 a. d. Exp. (*6490

Kriefmarken, alte, loſe, u. a.
B Prief, ſow. Sammlung. kauft
Hügelstr. 6, II. Zu ſpr. nachm.
13 Uhr.
(6484a

Ich kaufe
getr. Herren= u. Damen=Kleider,
auch Stiefel, Bettfedern, Gold,
Silber ꝛc. Zahle Ihnen ſtets= kon=
kurrenzl
. Preiſe. Der erſte Verkauf
überzeugt Sie. Poſtkarte genügt.
Max Schnitzer, Schloßgaſſe 33.
(5303a
Telephon 2097.
Kaufe
getrag. Kleider, Schuhe, Stiefel,
Zahngebiſſe u. Bettzeug. Zahle
beſte Preiſe. Poſtk. gen. (*6260imd
M. Lemler, Obergaſſe 15, Laden.

M
antike Kannen, antike Vasen
ſuche zu kaufen. Offerten unter
§ 49 an die Expedition. (*6295im