Darmstädter Tagblatt 1914


Nr. 68., Montag, den 9. März.

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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 8 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.

In Rom haben die Arbeiter den Generalſtreik pro=
klamiert
. Die Zeitungen kündigen an, daß ſie heute
nicht erſcheinen werden.
In der Nähe der Station Apt wurde ein Attentats=
verſuch
auf einen Eiſenbahnzug verübt, indem eine
Wagenachſe mit Rädern kurz vor der Durchfahrt des
Zuges auf die Schienen geſchoben wurde.
Der Polizeioffizier Iwanow drang in Peters=
burg
in der vergangenen Nacht in das Bureau ſeines
Vorgeſetzten, des Oberſten Thebaiew, ein und tötete
ihn durch einen Revolverſchuß.
In der Orlow=Grube in Jelenowski (Südrußland)
wurden durch eine Exploſion 24 Arbeiter getötet.
(Letzte Nachrichten ſiehe Seite 4.)

Der Kampf
um den Auswanderer.

8 Als vor etwa einem Jahre die erſten Nachrichten
auftauchten, daß der ſogenannte Schiffahrts=Pool
auf den Ozeanen in die Brüche gehen könne, da glaubte
man, das zunächſt nicht beſonders tragiſch nehmen zu
müſſen. Man wußte, daß eine neue Regelung der Pool=
beſtimmungen
bevorſtehe, und ſah deshalb die Drohung
mit einem Austritt aus dem Pool von ſeiten der einen
oder anderen Schiffahrtsgeſellſchaft nur als Geſellſchafts=
manöver
an, das die Anſprüche für die künftige Betei=
ligung
am Frachten= und Perſonenverkehr verbeſſern ſollte.
Nun ſcheint es aber doch wirklich ernſt zu werden mit dem
Kampfe. Die beteiligten Schiffahrtslinien rüſten ſich ſchon
mit aller Energie auf einen rückſichtsloſen Wettbewerb.
Man kann geſpannt ſein, was für Umwälzungen das im
Seeperkehr und namentlich für die Auswandererbeför=
derung
haben wird. Einerſeits wird die Konkurrenz dem
reiſenden Publikum mancherlei Vorteile bringen. Denn
natürlich wird die eine Linie die andere durch geringere
Preiſe, durch beſſere Einrichtung ihrer Schiffe, durch
beſſere Verpflegung und Behandlung der Paſſagiere zu
überbieten ſuchen. Andererſeits liegt die Gefahr vor, daß
der Anreiz zur Auswanderung hierdurch mächtig verſtärkt
wird.
Man möchte es in dieſem Zuſammenhange faſt als
ein Glück bezeichnen, daß Oeſterreich in den ver=
gangenen
Monaten den ſchweren Kampf gegen die Aus=
wanderungspropaganda
erlebt hat. Wurden
doch bei dieſer Gelegenheit ſehr dunkle und zweifelhafte
Mittel aufgedeckt, mit welchen ganze Gegenden entvölkert
wurden, bloß um die Rente der Auswandererſchiffe mög=

lichſt zu ſteigern. Man darf hoffen, daß die Lehren dieſes
Prozeſſes noch ſo viel nachwirken, daß ſich die Schiffahrts=
geſellſchaften
trotz ſcharfer Konkurrenz keiner ſo direkten
Provokation der Auswanderung mehr bedienen werden.
Nachdem man einmal auf dieſe Möglichkeiten und ihre
Gefahren aufmerkſam gemacht worden iſt, wäre es doch
wohl zu gefährlich, ſich gleich wieder auf ähnliche Mittel
einzulaſſen. Die Gefahr darf trotzdem nicht unterſchätzt
werden, denn die lockenden Bedingungen, die jetzt dem
Auswanderer geſtellt werden, wirken letzten Endes in der=
ſelben
Richtung wie jene Beſtechungen, Verſprechungen
und Prämien, mit denen man ſeither im Verborgenen
arbeitete. Es wird ſich ſchon im Lande herumſprechen,
daß bei einem wirklichen Konkurrenzkampf der Schiff=
fahrtslinien
die Gelegenheit zur Ueberfahrt nach Amerika
beſonders günſtig und billig ſein wird. Und da werden
ſich auch die Intereſſenten finden, die von einer ſolchen
Gelegenheit gern Gebrauch machen.
Die Sache iſt deshalb ſo wichtig, weil die Auswan=
dererſcharen
es in erſter Linie ſind, die die Ueberſeeſchiff=
fahrt
rentabel machen. Es iſt da genau wie bei der Eiſen=
bahn
. Die Paſſagiere der teuerſten Klaſſen würden den
Betrieb niemals rentabel machen, weil ſie an Zahl zu
wenig ſind, und das kann auch durch die Höhe des Fahr=
preiſes
niemals ausgeglichen werden. Wie die dritte und
vierte Klaſſe bei der Eiſenbahn, ſo iſt es das Zwiſchendeck
auf den großen Seedampfern, das die Ueberſchüſſe bringt.
Hieraus erklärt ſich das Ringen der einzelnen Schiffahrts=
linien
um möglichſt ſtarke Berückſichtigung bei einer er=
neuten
prozentualen Verteilung der Auswandererbeför=
derung
. Schon werden ganz neue Linien eingerichtet,
um den Auswandererſtrom auch da an der Quelle ab=
fangen
zu können, wo er bisher für eine andere Linie
reſerviert war. Für Europa bedeutet dies die Gefahr
einer zu weitgehenden Entvölkerung. Wir haben heute
ſchon, bei Licht betrachtet, zu wenig rüſtige Arme im
Lande. Die Hunderttauſende von ſlawiſchen Arbeitern,
die ſchon längſt nicht mehr bloß in die oſtelbiſche Agrar=
wirtſchaft
, ſondern auch in die weſtelbiſche Induſtrie hin=
einfluten
, füllen die Lücken aus, die durch die deutſche
Auswanderung entſtanden ſind. Werden die Lücken, nach=
dem
ſie in den letzten Jahren faſt ganz geſchloſſen waren,
künftig wieder erweitert, ſo wird auch das Nachſtrömen
der Fremden in entſprechendem Maße zunehmen. Ge=
rade
das Deutſche Reich und Oeſterreich ſind da in be=
ſonders
kritiſcher Lage. Wir können deshalb nur wün=
ſchen
, daß der Konkurrenzkampf der großen Reedereien
nicht allzu lange bis zur Entſcheidung brauche, damit mög=
lichſt
raſch wieder mit ſtabilen Verhältniſſen gerechnet
werden kann, damit vor allem die Jagd auf den Aus=
wanderer
nicht allzu lange mit angeſtrengteſter Leiden=
ſchaftlichkeit
betrieben werde.

Eine Erhöhung
der Warenhausſteuer

wurde im preußiſchen Abgeordnetenhauſe bei der Etats=
beratung
neuerdings angeregt, und der Handelsminiſter
gab die Erklärung ab, daß diesbezügliche Verhandlungen
ſchwebten und vorausſichtlich zu einer Vorlage führen
würden. Der Gedanke einer ſtärkeren Heranziehung der
Warenhäuſer kehrt immer wieder, und bekanntlich hat
man auch ſchon die Frage erörtert, aus den Warenhäuſern
etwas für das Reich herauszuſchlagen. In Preußen und
einzelnen anderen Bundesſtaaten beſteht bereits eine
Warenhausſteuer. Eine weſentliche Verſchärfung der=
ſelben
hatte die Kommiſſion für Handel und Gewerbe
des preußiſchen Abgeordnetenhauſes auf Grund eines
Antrages der Rechten vorgenommen und die untere
Steuergrenze von 400000 auf 200000 Mark feſtgeſetzt, auch
die Steuer nach der Zahl der Warengruppen weiter er=
höht
. Nicht nur die Nationalliberalen und die Frei=
ſinnigen
belämpften den Antrag, auch die Regierung er=
klärte
ihn für unannehmbar, er erhielt aber im Abgeord=
netenhauſe
eine Mehrheit, ſcheiterte jedoch ſchließlich im
Herrenhauſe. Die Gegner des Antrages wieſen u. a. dar=
auf
hin, daß das Oberverwaltungsgericht eine allzu hohe
Sonderſteuer als eine Beſchränkung der durch Reichsrecht
garantierten Gewerbefreiheit angeſehen habe und daß
überhaupt dieſe Steuer eine Ungerechtigkeit ſei. Das be=
ſtehende
Warenhausſteuergeſetz bedeute lediglich eine un=
gebührliche
Belaſtung von Handel und Induſtrie, es
habe die Erwartungen, die man in dasſelbe für den ge=
werblichen
Mittelſtand ſetzte, nicht erfüllt, und auch eine
Erhöhung der Steuer vermöge dem Mittelſtande nicht auf
die Beine zu helfen.
Man darf geſpannt ſein, wie die Vorlage ausſehen
wird, welche der Miniſter ankündigte, und ob die preußi=
ſche
Regierung von ihrem früheren Standpunkte, der ſie
gegen jenen Antrag Stellung nehmen ließ, zurückgewichen
iſt. Es kann zugegeben werden, daß die Warenhäuſer
ſeitdem eine weitere größere Ausdehnung angenommen
haben, wobei das Großkapital, die Banken uſw. erheblich
beteiligt ſind. Inwieweit dieſe Erſcheinung aber eine Er=
höhung
der Sonderbelaſtung rechtfertigt, bedarf einer ſehr
reiflichen Prüfung. Man muß auch nicht außer acht laſſen,
daß auf der Leiſtungsfähigkeit der beſtehenden Waren=
häuſer
die Exiſtenz Hunderttauſender beruht und daß letz=
tere
mitbetroffen werden, wenn jene Leiſtungsfähigkeit
erſchüttert oder beſchränkt wird. Dieſer Erwägung kann
ſich auch die preußiſche Regierung nicht entziehen, wenn
ſie, wie es ſcheint, gewillt iſt, ihre früheren Bedenken auf=
zugeben
und den Wünſchen der Konſervativen nachzu=
kommen
.

Die Erbſchaft.
Roman von Adeline Genke.
(Nachdruck verboten.)
14)

Der kleine, dicke, grauhaarige Poſamentenkaufmann
hatte das bartſtoppelige Kinn etwas vorgeſchoben, was
ihm den Ausdruck brutaler Energie gab, und deutete mit
dem kurzen, ſetten Zeigefinger nacheinander auf ein hal=
bes
Dutzend Stellen in den auf dem Pult liegenden
Schriftſtücken.
Hier und hier und hier da haben Sie ſich
abermals gröblich verſchrieben! Und da iſt die Adreſſe
falſch: die Firma heißt Gebrüder Thiel wie Gewit=
tergrollen
klang dies langgezogene Gebrüder aus Herrn
Knickermanns Mund da wieder fehlt das Datum
da geben Sie einem Kunden im Kontoauszug ſogar eine
verkehrte Zahl! Glauben Sie etwa, daß ich mir mein
Geſchäft von Ihnen ruinieren laſſen will, Fräulein?!
Und außerdem kamen Sie heute morgen wieder volle
zehn Minuten nach acht! ergänzte er mit durchbohrendem
Blick.
Aber dieſen durchbohrenden Blick, der den erfahrenen
Heinrich Gruber ſeines Prinzipals unheilkündende Ge=
mütsſtimmung
erkennen und für Mizzi Arnold zittern ließ,
erwiderte dieſe mit einem reſpektwidrigen, ſchnippiſchen
Achſelzucken: Ich hatte mich eben verſpätet.
So, meinte Herr Knickermann langſam. Nun merken
Sie ſich eins, Fräulein: Geben Sie mir noch einmal
Grund zu ſolchem Tadel, ſo können Sie ſich nach einem
anderen Platz umſehen. Sprach’s und verſchwand in ſei=
nem
Privatkontor.
Pah! machte Mizzi gleichgültig mit einer ſpottenden
Geſte nach der geſchloſſenen Tür.

Wder, Srhileie MAni ſone Derich änder er=
ſchrocken
. Herr Knickermann pflegt mit dergleichen nicht zu
ſcherzen. Sie können ſich darauf verlaſſen, daß er bei der
erſten Gelegenheit ſein Wort wahrmacht und Ihnen kün=
digt
.
Nun, ſo mag er doch kündigen, antwortete Mizzi nach=
läſſig
. Glauben Sie, daß ich mich um ſeine Gunſt ſorge
und darum abrackern mag, wie Sie?
Ich kann mir’s denken, warum Sie Ihre Arbeit nicht
mehr mögen und überhaupt in letzter Zeit ſo ganz anders
ſind, Fräulein Mizzi, erwiderte Heinrich Gruber leiſer
und ein wenig traurig. Ich hab’s geſtern morgen im An=
zeiger
geleſen.
So, Sie haben’s geleſen?
Mit geſchmeicheltem Triumph erklang’s, und das
dunkle Krausköpfchen reckte ſich höher.
Er nickte. Ja, natürlich. Aber ſehen Sie, Fräulein
Mizzi, Ihr Benehmen iſt doch ein unvorſichtiges, das Sie
möglicherweiſe ſehr bereuen könnten. Noch halten Sie
die Erbſchaft nicht in Händen, ſie iſt Ihnen vom Gericht
noch gar nicht einmal zugeſprochen.
Aber ſie wird es! fiel Mizzi ihm mit hochmütiger
Sicherheit in die Rede.
Doch, Heinrich Gruber, der vorſichtige Geſchäftsmann
mit dem nüchternen kalkulierenden Verſtand zeigte ſich zu
ihrem Aerger keineswegs völlig überzeugt.
Das vermag man bei dergleichen Gelegenheiten nie=
mals
mit Gewißheit zu ſagen. Es kann Ihnen möglicher=
weiſe
nicht gelingen, völlig ausreichenden Beweis zu füh=
ren
- die Erbſchaftsämter nehmen’s damit ſehr genau
es kann auch aus Ihren Nachweiſen ſich ergeben, daß viel=
leicht
noch andere erbberechtigte Verwandkſchaft unbe=

landen Mtathelit erſiet, deren Shiren des Grige
dann erſt lange und umſtändlich nachgeht. Oder
Oder es kann auch einer ganz direkt vom Himmel
herunterfallen und ſagen: Die Erbſchaft gehört mir!
ſchnitt Mizzi ſpottend mit gereizt funkelnden Augen die
bedächtige Auseinanderſetzung ab. Das wäre dann ja
wohl ſo recht ein Triumph und Vergnügen für Sie, Herr
Gruber!
Aber Fräulein Mizzi! Erregt rückte Heinrich Gru=
ber
an ſeiner Krawatte. Ich meine ja doch nur
Daß es dem kleinen Kontormädel, der Mizzi Arnold,
viel geſünder wäre, wenn ſie bei ihren achtzig Mark Mo=
natsgehalt
in dieſem Kontor ſitzen bleiben und nach wie
vor demütig und beſcheiden zu dem Poſamentenkaufmann
en gros und ſeinem Buchhalter, Herrn Gruber, aufblicken
müßte! Damit Sie ihr immer ſo weiter Ihre weiſen Leh=
ren
und Ermahnungen zuteil werden laſſen könnten, mit
denen Sie ſich in letzter Zeit ſo angeſtrengt haben!
Aber Fräulein Mizzi!
Wollen Sie gefälligſt meine Hand loslaſſen, Herr
Gruber! Ich liebe es nicht, von Fremden berührt zu
werden, ſagte Mizzi hochmütig und ungerührt von dem
Flehen ſeiner gutmütigen Augen. Und überhaupt habe
ich zu arbeiten und keine Zeit mehr zu irgendwelcher Un=
terhaltung
. Herr Knickermann muß zufrieden geſtellt wer=
den
, wie Sie mir ja ſelbſt angeraten haben, ſchloß fie
ſpöttiſch, ihm kurz den Rücken kehrend.
Einen Augenblick ſchien es, als wollte angeſichts die=
ſer
deutlichen Nichtachtung auch Heinrich Gruber ſich zu
einer ſcharfen Erwiderung hinreißen laſſen; ſein freund=
liches
, ehrliches Antlitz war dunkelrot bis zur Stirn, und
in ſeinen Augen blitzte es ſekundenlang. Sich bezwingend,

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Politiſche Tagesneuigkeiten.

Deutſchland.
Deutſche Geſellſchaft für Welthandel.
Wie der Kölniſchen Zeitung aus Düſſeldorf geſchrieben
wird, ſcheint es feſtzuſtehen, daß der vielfach mit Genug=
tuung
begrüßte Gedanke, die ganze deutſche Induſtrie in
der ſie für die Pflege der Beziehungen mit allen Abſatz=
gebieten
Deutſchlands zuſammenſaſſenden Deutſchen Ge=
ſellſchaft
für Welthandel zu vereinigen, von den Urhebern
aufgegeben oder doch weſentlich eingeſchränkt wird. Dieſes
iſt der Erfolg der bekannten Quertreibereien verſchiedenen
Urſprungs und eines einſeitigen Vorgehens mit neuen
Gründungen. Durch dieſe Art von vielfachen Vereins=
gründungen
in der letzten Zeit, die in ihrer Zahl, ihrer
Zuſammenſetzung und ihren Motiven für die von allen
Seiten um Geld und Mitwirkung Angegangenen nicht
mehr recht überſehbar waren, entſtand eine Verwirrung,
die zu einer weitgehenden Zerſplitterung der Kräfte der
Induſtrie zu führen drohte. Dieſe Sachlage ließ es einer
Anzahl von Induſtriellen zweckmäßig erſcheinen, ſich in
dieſen Tagen ihrerſeits zu einer Auslandsgeſellſchaft
m. b. H. zuſammenzuſchließen, um in Anknüpfung an die
inzwiſchen zurückgeſtellten älteren Beſtrebungen den Ge=
danken
an eine ruhige, ſtille und praktiſche Arbeit auf dem
angedeuteten Gebiete mit Heranziehung der dazu geneig=
ten
Kreiſe ſelbſt weiter zu verfolgen.
Beſſerſtellung der Altpenſionäre.
Eine Aufbeſſerung der Bezüge der Altpenſionäre des Rei=
ches
über die Grenze von 3000 Mark hinaus iſt, wie Ber=
liner
Blätter hören, in dem neuen Geſetzentwurf zur
Beſſerſtellung der Altpenſionäre und Althinterbliebenen in
Ausſicht genommen. Bisher wurde ſtets angenommen,
daß die Mittel zur Aufbeſſerung der jetzigen Penſions=
ſätze
nur den Empfängern der niederen Penſion bis zur
Höchſtgrenze von 3000 Mark zugute kommen ſollen. Man
iſt alſo den Wünſchen der Altpenſionäre nunmehr doch
weiter entgegengekommen, als man nach allem, was bisher
bekannt wurde, annehmen konnte. Eine Aufbeſſerung der
Bezüge aller ehemaligen Feldzugteilnehmer einſchließlich
der Regimentskommandeure, die von einigen Seiten an=
gekündigt
wurde, iſt nicht vorgeſehen, da dieſe bereits
Berückſichtigung gefunden haben. Die Vorlage, die ſoeben
dem preußiſchen Staatsminiſterium zur Durchberatung
zugegangen iſt, dürfte in einiger Zeit, vorausſichtlich noch
vor Oſtern, an den Bundesrat gelangen. Die geſamten
Mittel zur Beſtreitung der entſtehenden Mehrkoſten für die
Beſoldungsnovelle ſowie für die Aufbeſſerung der Altpen=
ſionäre
und Althinterbliebenen, die durch Beſteuerung nach
der Totaliſatorgeſetznovelle aufgebracht werden ſollen,
dürften zuſammen etwa 12 Millionen Mark betragen, von
welcher Summe 6 bis 7 Millionen auf die Bezugserhöhun=
gen
der Altpenſionäre entfallen.
Die Novelle zum Kaligeſetz. Die Mit=
teilung
der Blätter, daß die Novelle zum Kaligeſetz be=
reits
dem Reichstag zugegangen ſei auch die Norddeut=
ſche
Allgemeine Zeitung brachte die Meldunß , beruht
auf einer Verwechſelung. Die Novelle hat den Bundesrat
noch nicht verlaſſen, dagegen iſt dem Reichstage ein Nach=
trag
zu den Ausführungsbeſtimmungen zum bisherigen
Kaligeſetz zugegangen.
Balkanſtaaten.
Der Einzug des Fürſtenpaares von Al=
banien
in Durazzo vollzog ſich am Samstag nach=
mittag
3 Uhr bei ſtrahlendem Sonnenſchein in Anweſen=
heit
einer vieltauſendköpfigen Menge, die dem Fürſten=
paare
begeiſterte Ovationen bereitete. Eſſad Paſcha und
eine Deputation der proviſoriſchen Regierung gingen in
Durazzo an Bord des Taurus‟ Das italieniſche Mit=
glied
der Kontrollkommiſſion begrüßte den Souverän an
dem Landungsſtege. Gendarmen mit aufgepflanztem Ba=
jonett
und Berittene mit gezogenem Säbel bildeten Spa=
lier
. Dem Fürſten wurden die Gendarmeriekommandan=
ten
, die Kommandanten des internationalen Detache=
ments
von Skutari, das Konſularkorps und die Geiſtlich=
keit
vorgeſtellt. Der Fürſt ſagte: Ich freue mich, gekom=
men
zu ſein! Es lebe Albanien! Die Stationäre feuerten

Salutſchüſſe ab, die Glocken läuteten, und die Muſikkapellen
ſpielten nationale Lieder, welche die Volksmenge ſang.
Der ganze Weg war mit Blumen beſtreut. Das Fürſten=
paar
winkte noch lange vom Balkon des Schloſſes der
Menge zu. Es herrſcht große Begeiſterung.
Die neuen Aufgaben Serbiens. In der
Skupſchtina führte der Finanzminiſter weiter aus:
Außer den normalen laufenden Staatsbedürfniſſen
werde Serbien bereits in kürzeſter Zeit zur Befriedigung
großer ſtaatlicher, nationaler und kultureller Bedürfniſſe
ſchreiten müſſen, wozu es beſonderer materieller Mittel
bedürfe. In erſter Linie werde der Ausbau des Kommu=
nikationsnetzes
in den neuen Gebieten, ſowie die Ver=
vollſtändigung
der Armee in Angriff genommen werden
Behufs der Löſung der äußerſt wichtigen Agrarfrage in
den neuen Gebieten verfügte die Regierung die Vornahme
der erforderlichen Vorarbeiten. Die beiden Kriege hätten
Serbien ſchwere Laſten aufgebürdet, dafür aber das ganze
Serbentum moraliſch geſtärkt und das ſerbiſche National=
bewußtſein
erhöht. Wenn auch die gegenwärtige Gene=
ration
ſchwere Aufgaben zu erfüllen habe, ſo könne ſie ſich
nur glücklich ſchätzen, daß ihr dieſe Miſſion zugefallen ſei.
Der König unterzeichnete das Statut, betreffend die
Koloniſation in den neuen Gebieten. Danach haben An=
ſpruch
auf Anſiedelung in unbewohnten Gegenden der
neuen Gebiete ſerbiſche Bürger aus dieſen Gebieten, ſo=
dann
jene aus dem alten Staatsterritorium, ſchließlich
Serben und Slawen aus dem Auslande. Den einzelnen
Koloniſtenfgmilien wird Land von wenigſtens 5 Hektar zu=
gewieſen
, außerdem jedem männlichen Familienmitgliede
je 2 Hektar.
Amerika.
In Haiti fanden neue revolutionäre Unruhen ſtatt.
Das Schlachtſchiff Southcarolina, wurde von Guan=
tanamo
nach Port=au=Prince beordert.

* Hamburg, 7. März. Das oſtaſiatiſche
Liebesmahl fand heute, wie alljährlich, im Hotel
Atlantic ſtatt. Unter den zirka 340 Teilnehmern befun=
den
ſich der Prinz Heinrich von Preußen mit
ſeinem Sohne Prinz Waldemar, die beiden Bürgermeiſter
Predöhl und v. Melle, Botſchafter a. D. Freiherr Mumm
v. Schwarzenſtein, die Admirale v Coerper, Graf Bau=
diſſin
und v. Truppel. Im Laufe des Abends nahm
Prinz Heinrich das Wort und erklärte u. a., daß alle
Kombinationen, die ſich an ſeine demnächſtige Reiſe
nach Südamerika knüpfen, unzutreffend ſeien. Er
fahre von dem perſönlichen Wunſche geleitet, Südamerika
kennen zu lernen, hinüber. Wenn ſeine Anweſenheit und
ein Auftreten dort dazu beitragen würde, die ohnehin
guten Beziehungen zwiſchen den ſüdamerikaniſchen Staaten
und Deutſchland noch mehr zu heben, ſo ſei das nur eine
erfreuliche Nebenwirkung, aber nicht der einzige Zweck der
Reiſe. Botſchafter a. D. Freiherr Mumm v. Schwarzenſtein
toaſtete auf die in Oſtaſien lebenden Deutſchen.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 9. März.
D. Von der Techniſchen Hochſchule. Das Winter=
ſemeſter
iſt am vergangenen Freitag geſchloſſen worden.
Die Einſchreibungen für das Sommerſemeſter 1914 finden
vom 17. April bis zum 18. Mai ſtatt. Nach dieſem Termin
wird eine beſondere Gebühr erhoben und zwar von Stu=
dierenden
10 Mark, von Hörern 5 Mark und von Gäſten
2 Mark. Die Vorleſungen und Uebungen beginnen am
Dienstag, den 21. April. Während der Oſterferien ſind alle
Hör= und Zeichenſäle geſchloſſen bis auf die Zeichenſäle
Nr. 355 für den 1. Jahreskurſus, 264 für den 2. Jahres=
kurſus
für den 3. und 4. Jahreskurſus: Architektur 317,
Ingenieurweſen 123 und Maſchinenbau 220. Die An=
meldungen
zu der im Mai ſtattfindenden Diplom= Haupt=
rüfung
im Maſchinenbaufach und Papierfabrikation ſind
bis zum 18. April an den Abteilungsvorſtand, Herrn Geh.
Baurat Prof. Gutermuth, einzureichen unter Beifügung
der Quittung über bezahlte Unterrichtsgelder. Auf Be=
ſchluß
der Maſchinenbau=Abteilung kann in Zukunft von
den für die Klauſurprüfung in Betracht kommenden Ge=
bieten
(1. Dampfmaſchinen, 2. Gasmaſchinen 3. Waſſer=
kraftmaſchinen
, 4. Laſthebemaſchinen) nicht mehr dasjenige
Fach gewählt werden, aus welchem die Diplom=Arbeit
entnommen war. Im übrigen ſind die drei Klauſurauf=
gaben
aus den vorbezeichneten Fächern ſo zu wählen, daß
in erſter Linie jene Gebiete berückſichtigt ſind aus denen
Studienarbeiten nicht angefertigt wurden. Die Klauſur=
prüfung
findet am 4., 5. und 6. Mai ſtatt, die mündliche
Prüfung beginnt vorausſichtlich am 18. Mai. Für das
Sommerſemeſter 1914 wurden in den Ausſchuß des All=
gemeinen
Studentenverbandes folgende Herren gewählt:

1. Vorſitzender Schuſter (Haſſiae) 2. Vorſitzender Kuba.
(Germaniae), 1. Schriftführer Grobe (V. D. St.), 2. Schrifts
führer Hinrichſen (Wingolf), Kaſſenwart Bergmann ( Naſ=
ſovia
). Die Ferienvertretung beſteht aus den Herren
Schuſter (Haſſiae), Schwab (Germaniae) und Bergmann
(Naſſoviae). Zu Beginn des Sommerſemeſters 1914
ſind an Studierende der Techniſchen Hochſchule zu vergeben:
1. 810 Studiengeld=Erlaſſe. Dieſe können nur an ſolce
Studierende vergeben werden, welche die Großherzoglich=
Heſſiſche Staatsangehörigkeit beſitzen, und welche nach
Vermögensverhältniſſen, Betragen und Leiſtungen dazu
geeignet erſcheinen. 2. Drei Stipendien an drei deutſche
Studierende aus der Stiftung der Bank für Handel und
Induſtrie und der Bank für Süddeutſchland zu Darmſtadt.
Bei Vergebung dieſer Stipendien iſt erfolgreiches wiſſen=4
ſchaftliches Streben und geſittete Aufführung der Bewerber
entſcheidend. Heſſiſche Staatsangehörige werden in erſter
Linie berückſichtigt. 3. Ein Stipendium aus der Heinrigg
Eckſtein=Stiftung. Dieſes Stipendium wird an eineg
fleißigen, materieller Unterſtützung bedürftigen, heſſiſche
Studierenden vergeben. 4. Einige Stipendien aus de
Stiftung von Induſtriellen des Großherzogtums Heſſa
und benachbarter Gebiete. Das Stipendium ſoll hervo
ragend befähigten Studierenden, die Angehörige des Deu
ſchen Reiches ſind, die Mittel zur Erweiterung und Fort=
ſetzung
ihrer Studien gewähren. Die als Bewexber auf
tretenden Studierenden wollen ihre Geſuche in vorſchrifts
mäßiger Form bis ſpäteſtens Freitag, den 8. Mai, an das
Rektorat einliefern. Später einlaufende Geſuche könne
nicht berückſichtigt werden. Bewerbungsformulare ſind i
Sekretariat erhältlich.
Vom Hoftheater. Heute abend iſt das Hoftheater
geſchloſſen da, wie bereits bekannt, das Schauſpiel=
Enſemble mit Bahrs Phantom in Frankfurt gaſtiert und
das Hoforcheſter unter Leitung von Hofkapellmeiſter Otten=
heimer
zwei Konzerte in Schotten veranſtalten
Morgen wird im Abonnement A bei kleinen Preiſen Der
lachende Ehemann gegeben, am Mittwoch mit der
Erſtaufführung von John Gabriel Borkman
der Ibſen=Zyklus fortgeſetzt. Am gleichen Abend gibt die
Oper auf Einladung des dortigen Theatervereins ein
Enſemble=Gaſtſpiel in Gießen wobei unter Leitung
von Richard Lert Mozarts Hochzeit des Figaro in Szene
geht.
* Saalbautheater. Abſchiedsgaſtſpiel von
Alma Saccur in der Keuſchen Suſanne
Heute Montag abend 8 Uhr verabſchieden ſich Alma
Saccur und das beliebte Operetten=Enſemble, das mit
ſeinen trefflichen Aufführungen während ſeines diesmali=
gen
Gaſtſpiels ſo großen Beifall fand, von dem hieſigen
Publikum mit der überaus erfolgreichen dreiaktigen Ope=
rette
Die keuſche Suſanne von Jean Gilbert, worauf
wir hiermit hinweiſen. Daher verſäume niemand, ſich
dieſe letzte glänzende Operettenvorſtellung anzuſehen.
* Hoflieferant. Prinz Andreas von Griechenland hat
die Herren Thiele und Boettinger (Fa. L. Witt=
mer
) zu Hoflieferanten ernannt.
C) Verbandstag der Militäranwärter. Unter zahl=
reicher
Beteiligung der Vertreter der Vereine Darmſtadt,
Mainz, Offenbach, Worms, Friedberg, Bingen und Gie=
ßen
, hilt am Sonntag vormittag der Landesverband für
as Großherzogtum Heſſen des Bundes Deutſcher Militär=
nwärter
ſeinen Verbandstag im Reſtaurant Perkeo
ab, zu dem auch Vertreter der Verbände von Baden, Elſaß=
Lothringen, Heſſen=Naſſau und Frankfurt erſchienen waren.
Die Verbände von Württemberg und Bayern hatten tele=
graphiſche
Grüße geſandt. Vor Eintritt in die Tagesord=
nung
begrüßte der Verbandsvorſitzende, Eiſenbahnſekretär
Rößler=Darmſtadt, die zahlreiche Verſammlung und brachte
auf Kaiſer Wilhelm II. und den Großherzog ein dreifaches
Hurra aus. Die Verbandsverhandlungen betrafen die nach
dem Geſetz feſtgelegte Verwendung der heſſiſchen Militär=
anwärter
im Staats= undKommunalweſen, ſowie der Zu=
gang
zu den mittleren Beamtenſtellen und Schaffung einer
Prüfungsordnung hierzu. Ferner Anrechnung der Militär=
dienſtzeit
auf die Beamtendienſtzeit und Penſionszeit.
Eine Unterſtützung der Militärverwaltung für dieſe
Wünſche ſei nötig. Die wohlwollende Stellung der Regie=
ung
bei der Beratung der Beſoldungsreform im heſſiſchen
Landtag wurde lebhaft anerkannt. Der Verband zählt
zurzeit über 1500 Mitglieder und zahlreiche Vereine ſind
demſelben im Verbandsjahr beigetreten. Im Odenwald
ſoll eine lebhafte Propaganda entfaltet werden. Eine
ſegensreiche Einrichtung, die Sterbekaſſe hat ſich gut
bewährt und viele Sorge und Not ſeit ihrem Beſtehen
gemildert. Mehr als 300 Eingaben und ſchriftliche An=
fragen
hat die Verbandsleitung im laufenden Jahre er=
ledigt
. Die Errichtung einer Dienſtberatungsſtelle ſoll dem=
nächſt
ins Auge gefaßt werden. Die von dem Verbands=
rechner
erſtattete Jahresrechnung ergab in Einnahme
1070 Mark in Ausgabe 970 Mark. Demſelben wurde mit
Dankesworten Entlaſtung erteilt. Der von dem Verein
Mainz geſtellte Antrag an den Bundestag: im Reichstag
und Bundesrat dahin zu wirken, daß den Beſtrebungen der
Poſtzivilanwärter auf Umgeſtaltung der Perſonalreform
von 1900 entgegengetreten wird und für Beibehaltung der
Titel Anwärter und Gehilfen für jetzt und ſpäter einzu=

bepuligie er ſch ſedech mit einem enſten göbpſchlieln
und beugte ſich wieder über ſeine Bücher.
Das Pfarramt in Vorberg ſchien ebenſo wie das dor=
tige
Amtsgericht dem Grundſatz zu huldigen: Gut Ding
will Weile haben. Wieder verſtrich eine ganze Reihe von
Tagen, in denen mit einem jeden die aufreibende Span=
nung
der Erwartung ſich mehr und mehr ſteigerte eine
Spannung, die ſich jetzt viel ſchwerer ertragen ließ als
ehedem, wo es ſo hell und heiter im einfachen Heim von
Mama Arnold und ihrer drei Mädel zugegangen war, und
die die Häufigkeit und Schärfe der gereizten Ausfälle wi=
dereinander
noch erhöhte, zu denen es nun ſo leicht kam.
Wie in einem Gewäſſer, deſſen trüber Grund beſtändig
neu aufgewühlt wird, ſtieg der ſorgende Verdruß über
den erlittenen empfindlichen Verluſt in Lotte immer auf’s
neue empor, wenn ſie ſich zu ihrer groben, ſchlecht bezahl=
Näharbeit ſetzte, und Mama Arnold, die von ihrem
Schuldbewußtſein ohnehin hart bedrückt umherſchlich, duckte
ſich dann kummervoll und ſcheu ganz in ſich zuſammen,
wenn ſie die finſtere Stirn und die zuſammengepreßten
Lippen ihrer Zweiten ſah. Mizzi ward in ihrem Erbin=
nenſtolz
täglich anſpruchsvoller und unzufriedener, und
Thea, von jeder abfälligen Bemerkung über Doktor Hell=
dorf
auf’s äußerſte erbittert, zeigte ſich in ihrem Weſen
immer kälter und zurückhaltender gegen die Ihrigen.
Dazu kamen von dieſer und jener Seite, wo man die
glücklichen Erben insgeheim heftig beneidete oder an ein

prahleriſches Uebertreiben glaubte, allerhand ſpöttiſche
und ſpitzige Bemerkungen und Anzüglichkeiten, die ihnen
direkt ins Geſicht geſagt oder von Dritten ſchadenfroh zu=
getragen
wurden und bei der vorhandenen Reizbarkeit
empfindlicher trafen, als ſie es ſonſt getan haben würden.
Immer inbrünſtiger wiederholte Mama Arnold ihren
Stoßfeufzer: Ach Gott, wenn ſie nur erſt da wäre, die
Erbſchaft!
Vorläufig aber war eines Tages die Sendung des
Pfarramts Vorberg da. Nachnahme und Porto insge=
ſamt
fünf Mark und vierzig Pfennig, hatte der freundlich
grinſende, trinkgelderhoffende Poſtbote gefordert, der den
dicken amtsgeſiegelten Brief natürlich auch mit der Ar=
noldſchen
Erbſchaft zuſammenkombinierte.
Fünf Mark vierzig es gab der ſparſamen Lotte, die
ſonſt jeden Pfennig vor dem Ausgeben dreimal herum=
drehte
, trotz aller Gegengründe etwas wie einen Stich bei
dieſer erſten größeren Barauslage, die nur ein paar
Stücke beſchriebenes Papier ins Haus brachte. Und bei
näherem Zuſehen erwies ſich der Inhalt des dickleibigen
Kuverts ſogar nur als ein Bruchteil des erhofften Gan=
zen
. Soweit die Urkunden den Großvater und Urgroß=
mutter
Kaſimir betrafen, waren ſie vollzählig zur Stelle,
ebenſo jene, die durch die Beſcheinigung ſeines Eintritts
in dieſe Welt das tatſächliche einſtmalige Vorhandenſein
eines Urgroßonkels Gottfried Kaſimir feſtſtellte, der das
oberſte Kettenglied der verwandtſchaftlichen Verbindung
zwiſchen dem die Erbſchaftswitwe hinterlaſſenden ſeligen
Kaufmann Johann Kaſimir und Mama Arnold und ihren

drei Mädeln bilden mußte. Dann aber klaffte eine fürch=
terliche
Lücke.
Fraglicher Gottfried Kaſimir Arnold hat den hie=
ſigen
Gemeindebezirk bereits in jüngeren Jahren verlaſ=
ſen
, meldete das Pfarramt Vorberg mit dem Hinzuſetzen,
daß jedoch Gründe für die Vermutung beſtänden, Gott=
fried
Kaſimir habe einen der nahegelegenen Orte, wahr=
ſcheinlich
Wüſtehauſen oder Katzenloch, zu ſeinem ferneren
Domizil erwählt.
So mußte Lotte denn heute wieder zu ihrem Rechtsan=
walt
gehen, um ſich mit ihm wegen weiterer Nachfor=
ſchungen
in Wüſtehauſen und Katzenloch zu beſprechen. Ein
wenig von der enttäuſchten Ungeduld, die infolge des
mangelhaften Reſultates daheim bei ihnen im dritten
Stock der Mietkaſerne zum lauten Ausdruck gekommen
war, klang dabei noch aus ihrer Berichterſtattung.
Der Doktor juris Bauer dagegen ſchien es weit we=
niger
eilig zu haben mit dem Zuendebringen der Erb=
ſchaftsſache
und ſeiner Raterteilung; er lachte Lotte, die
heute wieder in der hellblauen Bluſe ihm gegenüber ſaß,
mit ſeinem netten, gemütlichen Lachen an.
Ja, daß die Geſchichte ſich nicht ſo glatt und ohne
weiteres abwickeln würde, ließ ſich mit ziemlicher Sicher=
heit
vorausberechnen, Fräulein Arnold. So werden wir
denn jetzt einmal nach Katzenloch und Wüſtehauſen ſchrei=
ben
. Hoffentlich iſt die Auskunft, die wir kriegen, ver=
heißungsvoller
, als es die Namen dieſer lieblichen Ort=
ſchaften
ſind.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

ſusten, fand einſtimmige Annahme. Desgleichen der An=
nag
auf Umänderung des Titels Diener in Hausbeamter
hine neue Denkſchrift über die Lage der heſſiſchen Militär=
Maawärter ſoll der Regierung und den Ständekammern
Nunterbreitet werden. Bei den Vorſtandswahlen
ſnrurde der ausſcheidende 1. Vorſitzende, Kamerad Rößler
lm Ehrenvorſitzenden ernannt. Die übrigen Vorſtands=
Anf itglieder wurden einſtimmig wiedergewählt. Neu ge=
A ählt wurden die Kameraden Lenz und Stephan. Mit
Aennem Hoch auf den Bund Deutſcher Militäranwärter
ſin urden die Verhandlungen um 4 Uhr geſchloſſen.
* Vortrag über Kinematographie. Als vierten Vortrag
zutgunſten des Photographiſchen Inſtituts der Großh. Tech=
niſchen
Hochſchule findet am Dienstag, den 10. März
ebends 8 Uhr 15 Min., im großen Phyſikaliſchen Hörſaal
n Vortrag über Kinematographie ſtatt. Profeſſor
immer wird die Grundlagen der Kinematographie be=
gandeln
und hauptſächlich die Projektionsvorrichtungen für
nematographiſche Zwecke erklären. Einige Demonſtra=
dnen
und Filmvorführungen werden den Vortrag illu=
rieren
. Im Intereſſe des guten Zweckes iſt ein zahlreicher
teſuch des Vortrages ſehr erwünſcht.
** Die Fortſchrittliche Volkspartei beginnt am nächſten
ienstag, den 10. ds. Mts., mit einem Zyklus von politi=
ugen
Vorträgen, die auf die Agitation der Landtags=
wahlen
vorberesten ſollen. Zunächſt hält morgen abend
um Hotel Prinz Karl Herr Parteiſekretär Kuhl=
mann
einen Vortrag über Unſere Stellung zur Sozial=
gemokratie
und zur Arbeiterbewegung‟. Die Mitglieder
verden hierauf aufmerkſam gemacht und zu vollzähligem
Jeſuche eingeladen. An den Vortrag ſoll ſich eine Dis=
ruſſion
anſchließen. Auswärtige Mitglieder ſind hierzu
(nuch eingeladen.
Verbotener Vortragsabend. Der für Sonntag abend
vorgeſehene Vortrags= und Rezitationsabend, der Vor=
räge
von Helene Odilon und Experimentalvorführungen
Uhres Gatten Dr. K. v. Radwan bringen ſollte, mußte
unfolge polizeilichen Verbots abgeſagt werden.
K. Deutſche Turnerſchaft Main=Rheingau. Am
Sonntag, den 8. März, fand in Groß=Gerau die dies=
jjährige
1. Uebung für Leiter und Leiterinnen von Frauen=
gabteilungen
ſtatt. Zurzeit haben 21 Vereine des Gaues
idas Frauenturnen in ihren Arbeitsplan aufgenommen.
Von dieſen Vereinen traten um 10 Uhr vormittags 17
Leiter und Leiterinnen und 18 Turnerinnen und Vor=
kturnerinnen
an. Der nunmehrige Leiter dieſer Uebungen,
*2. Gauturnwart Stroh=Sprendlingen, ließ die für das
ldiesjährige Gauturnfeſt beſtimmten allgemeinen Stab=
rübungen
eingehend durchturnen werden doch dieſe
Uebungen von ſämtlichen Turnern, Turnerinnen und Zög=
lingen
beim Gauturnfeſt gleichzeitig nach dem Takte der
Muſik ausgeführt. Hieran anſchließend führte der Leiter
der Frauenabteilung des Turnvereins Groß=Gerau mit
12 Turnerinnen eine Muſterriege an zwei Barren vor und
fanden dieſe Uebungen die zum Teil recht anſtrengend
waren, ungeteilten Beifall. Als weiterer Punkt wurden
dann die als Sondervorführung der Turnerinnen
beim Gaufeſt beſtimmten und von Gauturnwart Stroh
zuſammengeſtellten allgemeinen Keulenübungen durchge=
turnt
. Dieſe Uebungen, die durchaus dem Turnen der
weiblichen Jugend angepaßt ſind, erfordern aber, gleich
wie die allgemeinen Stabübungen, ſchon ein gewiſſes Maß
von Fertigkeit und Energie, und mit Recht wies der
Leiter darauf hin, daß nunmehr in den Vereinen fleißig
geübt werden müſſe, damit beim Gauturnfeſt ſich auch die
Frauenabteilungen mit ihren Uebungen ſehen laſſen könn=
ten
. Den Schluß der turneriſchen Uebungen bildete ein
allgemeines Geräteturnen und auch hier wurde mancher
beachtenswerte Hinweis gegeben. Gegen 1 Uhr war die
Uebung beendet und die Teilnehmer vereinigten ſich dann
zum gemeinſamen Mittageſſen im Gaſthaus Zur goldenen
Krone. Während des Eſſens fand wie üblich eine Be=
ſprechung
ſtatt, und wurde, nach Turnerart, alles erwähnt,
was beſſerungsbedürftig ſei, aber auch des Guten lobend
gedacht. Es ſoll nicht unerwähnt bleiben, daß der Be=
ſitzer
des Gaſthauſes Zur goldenen Krone bei wirklich
zivilen Preiſen einen ganz vorzüglichen und reichhaltigen
Mittagstiſch bot, ſo daß man bei Gelegenheit gerne wieder
dort einkehren wird.

Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.

Richard Wagner=Verein. Ueber Hugo
Kauns Fantaſieſtück für Violine und Klavier, das auf
dem heutigen Novitäten=Abend des Vereins ſeine Erſtauf=
führung
in Darmſtadt erlebt, ſchrieb der Komponiſt dem
Vorſtande: Mein Fantaſieſtück trägt die Opuszahl 66 und
hieß bei der Uraufführung Es war einmal in welchem
Titel die Märchenſtimmung ausgedrückt werden ſollte.
Der Erzähler beginnt (Balladenton), dann folgt etwa eine
Dornröschen=Geſchichte. Der Erzähler bricht ab in dem
Augenblick, als er die Schönſte befreite und alles frägt:
Und dann? Nun, dann heiraten ſie. Schluß: Hochzeits=
marſch
! Um es der Kritik nicht zu leicht zu machen, habe
ich den Titel geändert, und ich freue mich, daß es heute
ſchon ſehr viele Menſchen gibt, die ſich an dem Stück er=
freuen
und ihr eigenes Märchen konſtruieren. In Berlin
wurde es neulich in einer Woche dreimal geſpielt, und zwar
mit großem Erfolg.

Lilly Hafgren=Waag, die gefeierte Sängerin,
hat ſich in Berlin bereits eine feſte Poſition errungen. Ihrer
Kundry waren jüngſt wahre Triumphe beſchieden. Allge=
mein
iſt Frau Hafgren=Waag ja durch ihre Bayreuther
Elſa und ihr Evchen bekannt geworden. Auch als Lieder=
ſängerin
leiſtet ſie Hervorragendes, und namentlich mit
der Muſe Hugo Wolfs iſt die Künſtlerin innig vertraut.
Während ihrer Tätigkeit in Mannheim, wo Wolf einſt in
der Perſon des Landgerichtsrats Dr. Grohe ſeinen erſten
deutſchen Freund fand, und wo der Wolfſchen Kunſt ſchon
früh eine Pflegeſtätte bereitet war, hatte Frau Hafgren die
beſte Gelegenheit, die Geſänge des Schöpfers des neudeut=
ſchen
Liedes zu ſtudieren. Am Mittwoch, den 11. März,
wird die Künſtlerin unter Mitwirkung des Herrn Glober=
ger
, der ebenfalls ein vortrefflicher Wolf=Sänger iſt, in dem
von der Freien Literariſch=Künſtleriſchen Geſellſchaft zu
veranſtaltenden Wolf=Goethe=Abend eine Reihe der herr=
lichſten
Lieder zu Gehör bringen. (Vergl. Anzeigenteil.)

Schotten, 7. März. Am Montag, 9. März, findet in
Schotten ein für den Beſuch vom Lande berechnetes Kon=
zert
des Geſamtorcheſters des Großh. Hof=
theaters
zu Darmſtadt, unter Leitung des Hof=
kapellmeiſters
Paul Ottenheimer ſtatt. Durch dieſes Kon=
zert
ſoll den breiteſten Volksſchichten auf dem Lande Ge=
legenheit
gegeben werden, klaſſiſche Muſik in vollendeter
Darſtellung zu hören. Die Eintrittspreiſe ſind niedeig ge=
halten
damit der Beſuch des Konzerts auch dem einfach=
ſten
Manne möglich iſt. Das Konzert findet in der Turn=
halle
zu Schotten, die etwa 700 Sitzplätze enthält, am Nach=
mittag
um 4 Uhr ſtatt, und, da infolge des über Erwarten
großen Andrangs ſämtliche Plätze für das geplante Kon=
zert
bereits drei Wochen vorher ausverkauft geweſen ſind
und die Nachfrage nach Karten in reichlichem Maße fort=
dauert
, wird das Konzert am gleichen Tage abends 8 Uhr
wiederholt.

Hofchor=Konzert.

* Im großen Saale der Turngemeinde veranſtaltete
am Samstag abend der Großh. Hoftheaterchor
unter Leitung des Herrn Hofchordirektors Robert Preuß
ein größeres Konzert zum Beſten der Penſions= und
Sterbekaſſe ꝛc., das trotz vieler anderer Veranſtaltungen an
demſelben Abend ſehr gut beſucht war.
Der Großherzog wohnte dem Konzert bis zum
Schluſſe bei.
Eröffnet wurde der Abend mit dem unter Leitung des
Herrn Preuß von der Großh. Hofkapelle prachtvoll ge=
ſpielten
Meiſterſinger=Vorſpiel. Der Hoftheaterchor
der ein für den Zweck des Abends paſſendes Programm
aufgeſtellt hatte, ſang gemiſchte Chöre von Auber (Gebet
aus der Oper Die Stumme von Portici), Wiltberger,
eine hübſche Barcarole von Doppler und ein anſprechendes
Tanzlied von Cromer und erntete reichen Beifall. Als
Soliſten wirkten Fräulein Geyersbach, die drei Lieder
für Sopran ſang, Herr Schützendorf, der ſich mit dem
Vortrag des Schubertſchen Erlkönig und Promotheus
ſchwierige Aufgaben geſtellt hatte; ferner Frau Viky
Baum die eine Paraphraſe für Harfe von Schubert=
Trnececk vortrug, und Herr Andreae der Konzert in
A=Moll für Cello mit Orcheſterbegleitung ſpielte, in erfolg=
reichſter
Weiſe mit. Die Klavierbegleitung hatten die Her=
ren
Chordirektor Preuß und Kapellmeiſter Fr. Sautier
übernommen. Von einer Kritik im einzelnen ſehen wir,
getreu dem Grundſatz, eine ſolche bei Wohltätigkeitsver=
anſtaltungen
auszuſchalten, ab und fügen hinzu, daß alle
Darbietungen mit rauſchendem Beifall aufgenommen wur=
den
und Fräulein Geyersbach, Herr Schützendorf und Frau
Baum ſich zu Zugaben bereitfinden ließen und der Chor
das letzte Lied wiederholen mußte.
Den zweiten Teil des Konzerts bildete die Aufführung
der Schillerſchen Glocke von Romberg, der älteſten,
heute ſtark veralteten Kompoſition des populären Gedichtes,
in der der Schwerpunkt in die Chöre, und Soli verlegt iſt
und das Orcheſter nur die Begleitung übernimmt. In den
dramatiſch gearteten Stellen des Gedichtes nimmt auch die
Muſik einen höheren Schwung und erweckt dementſprechend
ein ſtärkeres Intereſſe. Im übrigen war es nicht leicht,
em Werke am Schluſſe des dreiſtündigen Programms ohne
Pauſe noch volle Aufmerkſamkeit zu widmen. Die Soli
wurden von Fräulein Geyersbach den Herren
Schützendorf und Hilsdorf und Frau Müller
geſungen. Die Aufführung, die Herr Hofchordirektor
Preuß leitete, muß als ſehr gelungen bezeichnet werden.
Dem gedruckten Programm fehlte offenbar die letzte
Feile, denn es war überreich an Fehlern und Textentſtel=
lungen
. U. a. war das bekannte Gedicht von Heinrich
Heine Die Grenadiere als ein Gedicht von Carl Rems=
hardt
bezeichnet. Allerdings rührte dieſer Text nicht
von Heine her.
In den oberen Räumen des Saales waren eine Tom=
bola
und ein holländiſches Café eingerichtet, die ſehr leb=
haften
Zuſpruch fanden. Um 12 Uhr begann bei ſtarker Be=
teiligung
der Ball, und gegen 1 Uhr wurde der mit Span=
nung
erwartete Tango getanzt, und zwar auf dem durch
elektriſchen Scheinwerfer beleuchteten Konzertpodium von
acht Damen des Ballettkorps zu vier Paaren. Die dezente
und graziöſe, wirklich künſtleriſche Ausführung des ſchwie=
rigen
und pointenreichen Tanzes fand ſtürmiſchen Beifall

und Bewunderung, und der Tanz mußte wiederholt wer=
den
.
Ueber die Garderobenverhältniſſe wurden wieder laute
und berechtigte Klagen geführt. Um 8¼ Uhr, bei Beginn
des Konzerts, ſtand das Publikum in ſieben Reihen hinter=
einander
wie eine Mauer vor den Garderobenſtänden, und
eine Viertelſtunde nach Beginn des Konzertes harrten noch
viele der Abfertigung. Dabei ſetzt man ſich auf dem zugigen
Flur, zumal wenn nach Beendigung des Konzertes alle
Türen geöffnet ſind, der Gefährdung ſeiner Geſundheit aus.
Unter dieſen Umſtänden iſt das Publikum gezwungen, die
Garderobe mit in den Saal zu nehmen.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 8. März. Heute mittag
wurde der mit einem Koſtenaufwande von 757000 Mark
errichtete Neubau des elektriſchen Labora=
toriums
der Phyſikaliſch=Techniſchen
Reichsanſtalt in Charlottenburg, March=
ſtraße
, feierlich eröffnet. Es waren zahlreiche hervor=
ragende
Perſönlichkeiten geladen, Beamte der verſchiede=
nen
Miniſterien, darunter Geh. Oberregierungsrat Albert
vom Reichsamt des Innern, Wirkl. Geh. Rat Exzellenz Dr.
Naumann vom Kultusminiſterium, eine Reihe Mitglieder
des Kuratoriums der Anſtalt, der Oberbürgermeiſter von
Charlottenburg, der Generalarzt der Armee Dr. v. Schjer=
ning
, Exzellenz v. Olshauſen und zahlreiche Profeſſoren
und Ingenieure. Als Präſidnt des Kuratoriums und
Vertreter des Staatsſekretärs des Innern Dr. Delbrück
begrüßte der Direktor im Reichamt des Innern Dr. Le=
wald
die Erſchienenen und ging dann näher auf die Ge=
ſchichte
der Anſtalt ein. Darauf nahm der Präſident der
Anſtalt, Wirkl. Geh. Oberregierungsrat Prof. Dr. War=
burg
das Wort und führte u. a. aus, der Dank für den
Neubau gebühre in erſter Linie dem Staatsſekretär Dr.
Delbrück. Der Bau ſei eine Notwendigkeit geworden da=
durch
, daß Aufgaben an die Anſtalt herangetreten ſeien,
die in den alten Räumen nicht bearbeitet werden konn=
ten
. Redner gab dann einen Ueberblick über die Entwicke=
lung
der Elektrotechnik, die Notwendigkeit der Anſtalt
und ihre Tätigkeit und Aufgaben auf dem Gebiete der
Elektrotechnik. Es folgte ein längerer Rundgang mit De=
monſtrationen
durch das Gebäude, wodurch man einen
Einblick in die Arbeiten des Starkſtromlaboratoriums
erhielt.
Mannheim, 7. März. (Dieb im Poſtgebäude.)
Heute abend gegen 8 Uhr wurde einem Mädchen, das für
ihren Arbeitgeber 200 Mark auf der Poſt einzah=
len
wollte, von einem 18jährigen Arbeiter der Betrag
vom Zahlbrett weggeriſſen. Der Dieb ſuchte mit ſeinem
Raub ins Freie zu kommen, wurde aber durch eine zahl=
reiche
Menſchenmenge verfolgt, die ihn ſchließlich ſtellte.
Er gab die geſtohlene Summe dem Mädchen zurück und
wurde dann verhaftet. Auf dem Transport zur Wache
verſuchte die Menge ihn zu lynchen und es gelang nur mit
großer Mühe, ihn zur Wache zu bringen.
Jekaterinoslaw, 7. März. Grubenexploſion.)
In der Orlow=Grube in Jelenowski im Diſtrikt
Slawianoſerbsk öffnete ein Arbeiter eine Sicherheitslampe,
um ſich eine Zigarette anzuzünden. Im gleichen Augenbilck
erfolgte eine Exploſion, wodurch 24 Arbeiter getötet
urden. Zwei wurden gerettet, einer wird vermißt.

Ankunft des Fürſten von Albanien
in Durazzo.

* Durazzo, 8. März. Den Abſchluß der
geſtrigen Feſtlichkeiten bildete eine allgemeine
Illumination der Stadt, während am Strande ein Feuer=
werk
abgebrannt wurde. Die lebhafte Bewegung in der
Stadt dauerte bis in die ſpäte Nacht.
* Durazzo, 8. März. Ueber die Ankunft und
den Empfang des Fürſten und der Fürſtin
von Albanien werden noch folgende Einzelheiten
mitgeteilt: Um 1½ Uhr erſchien der Taurus, an deſſen
Bord ſich das Fürſtenpaar befand, am Horizont; es folg=
ten
die Schiffe Quarto Bruix und zum Schluß Glou=
ceſter‟
. Eſſad Paſcha, der Generalgouverneur, der Bür=
germeiſter
von Durazzo und der holländiſche Gendar=
meriekommandant
fuhren in einer Schaluppe an den
Taurus und begaben ſich an Bord. Eſſad Paſcha be=
grüßte
das Herrſcherpaar mit folgenden Worten: Ich
freue mich, Ihnen meinen Willkommensgruß entbieten
zu können. Zum Fürſten gewandt, fuhr Eſſad Paſcha
fort: Sie werden ein zweiter Skanderbeg ſein. Alle
Albanier haben das Vertrauen, daß Sie Albanien groß
machen und unſer Vater ſein werden. Die internationale
Kontrollkommiſſion ſowie der engliſche Oberſt Philip und
die Offiziere der internationalen Truppenabteilungen hat=
ten
am erſten Triumphbogen bei der Landungsbrücke Auf=
ſtellung
genommen. Als die Schaluppe angelegt hatte,
trat Meſchid Bei an das Fürſtenpaar heran und ſtellte
die zur Begrüßung erſchienenen u-niichkeiten vor. So
hatten ſich u. a. das Konſularkorps die Vertreter der ein=
zelnen
Landesteile und die Offiziere der auf der Reeds
ankernden Schiffe eingefunden. Am Abend fanden ein
Konzert und ein großes Feuerwerk ſtatt. Die albaniſchen
Abordnungen, die aus dem ganzen Lande herbeigeeilt
waren, brachten dem Herrſcherpaar im Schloßgarten Hul=
digungen
dar; es wurden begeiſterte Anſprachen gehalten.
Die ganze Stadt ergeht ſich in Freudenkundgebungen, die
insbeſondere auch vor den Konſulaten Oeſterreich=Ungarns
und Italiens veranſtaltet werden.

Deutſcher Flottentag in Buenos Hires.

* Buenos Aires 8. März. Der Beſuch der
deutſchen Flottendiviſion war trotz der Un=
gunſt
der Witterung, die manche Veranſtaltung ſtörte, ein
großes Ereignis für die angelaufenen Häfen, die Bevölke=
rung
der Hauptſtadt und die deutſche Kolonie. Am 3. d. M.
brachten ſämtliche Blätter überaus herzliche, vielfach illu=
ſtrierte
Begrüßungsartikel. Daran ſchloß ſich eine ausführ=
liche
laufende Berichterſtattung, ebenfalls mit zahlreichen
Illuſtrationen. Die Ankunft in Mar=del=Plata war, wie
ſchon gemeldet, durch unſichtiges Wetter verzögert worden.
Starker Seegang machte eine Verbindung mit dem Land un=
möglich
, ſo daß die geplanten Feſte ohne die Offiziere ab=
gehalten
werden mußten, die in ihrem Mittelpunkte ſtehen
ſollten. Auch am 4. und 5. März war jeder Verkehr mit
dem Lande und den Schiffen unmöglich. Am 5. März
abends fuhr Konteradmiral v. Rebeur=Paſchwitz auf dem
Kreuzer Straßburg hierher, das Linienſchiff König
Albert blieb in Mar=del=Plata zurück. Am 6. März nach=
mittags
lief die Straßburg im hieſigen Hafen mit aus=
gezeichnetem
Manöver ein, das lebhaft bewundert wurde.
Zur Begrüßung hatte ſich der deutſche Geſandte Freiherr
von dem Busſche=Haddenhauſen und eine Abordnung der
argentiniſchen Marine eingefunden. Die deutſchen und die
argentiniſchen Gäſte folgten einer Einladung des Geſand=
ten
zu einem Frühſtück im Deutſchen Klub. Nachmittags

Großherzogliches Hoftheater.

Sonntag, den 8. März.
Triſtan und Jſolde.
W.l. In der neuen Inſzenierung, die beſonders im
zweiten Akte ein herrliches Szenenbild geſchaffen hat, ge=
langte
heute unter Leitung des Herrn Hofkapellmeiſters
Ottenheimer Richard Wagners Triſtan und Iſolde‟
zur Aufführung. Die Hauptpartien wurden hier zum
erſten Male von Herrn Becker und Frau Callwey ge=
ſungen
, und beide boten achtunggebietende, wenn auch
noch nicht ganz ausgeglichene Leiſtungen. Der erſte Akt,
in dem ſich Frau Callwey durch Intelligenz der Auf=
faſſung
. Vornehmheit der Darſtellung und ſtilgerechte ge=
ſangliche
Ausführung der alle Kräfte aufs höchſte an=
ſpannenden
Partie und Herr Becker durch verſtändnis=
volles
Spiel und ſtimmlichen Glanz auszeichneten, über=
traf
die Erwartungen bei weitem, während der zweite
Akt, wie ſo oft, weniger gut gelang. In dem großen Duett
ließen beide anfangs die bei den hochgehenden Wogen des
Orcheſters erforderliche Energie und Leidenſchaft des
Tones vermiſſen, ſo daß ſie vom Orcheſter faſt übertönt
wurden, und in dem ganz auf den lyriſchen Ton geſtimm=
ten
Duett O ſink hernieder, Nacht der Liebe uſw. hätte
man mehr Wärme des Tones und Harmonie gewünſcht
Erfahrungsgemäß bereitet den Sängern dieſes Duett
große Schwierigkeiten. Herr Becker ließ es hier im be=
ſonderen
an der Leichtflüſſigkeit des Vortrages und der
rechten Tonverbindung efehlen, ſo daß das ganze Duett

etwas Zerhacktes bekam. Auch das Lagelied der Bran=
gäne
differierte, wie ſo oft, im Ton mit dem Orcheſter,
wodurch in dieſer wundervoll abgetönten Stimmungs=
nuſik
das Ohr empfindlich getroffen wird. Dagegen
konnte Herr Becker in dem den dramatiſchen Sängern
beſſer liegenden dritten Akte ſich wieder eines vollen Er=
folges
erfreuen. Hier kamen ihm auch ſeine ihn faſt nie
verlaſſende geſangliche Sicherheit und ſtimmliche Ausdauer
zu ſtatten. Auch Frau Callwey ſang den Liebestod,
der den grandioſen Abſchluß des Tondramas bildet, mit
echtem künſtleriſchem Empfinden und in dem hohen Stil
der Richard Wagnerſchen Kunſt. Da auch Herr Weber
als Kurwenal höchſten Anforderungen entſpricht, ſo hinter=
ließ
der letzte Akt einen durchaus befriedigenden Eindruck.
Frl. Jacobs Brangäne verdient warmes Lob.
Spiel und Geſang ſtehen in ſchönem Einklang zueinander,
und die Leiſtung als Ganzes ſtand auf durchaus achtung=
gebietender
Höhe. Herr Stephani ſang die Partie des
Marke prachtvoll. Die kleineren Partien waren durch
die Herren Bertram (Melot) und Thomſen (Hirt)
vertreten. Das von Herrn Globerger geſungene See=
mannslied
mißlang. Daß Herr Globerger in neueſter Zeit
die hohen Töne preßt, wird hoffentlich eine vorüber=
gehende
Erſcheinung ſein.
Herr Ottenheimer leitete die Aufführung mit
ganzer künſtleriſcher Hingabe und Energie und zutage
liegendem Erfolge und wurde von dem ſeiner Rieſenauf=
gabe
in glänzender Weiſe gerecht werdenden Orcheſter in
verſtändnisvoller Weiſe unterſtützt. Die Regie lag bei
Herrn Nowack in bewährten Händen.

[ ][  ][ ]

empfing der Vizepräſident von Argentinien den Admiral
und ſeine Offiziere, die abends einer Einladung des Ma=
rineminiſters
in den Jockeiklub folgten. Auf die äußerſt
herzliche Anſprache des Miniſters antwortete v. Rebeur=
Paſchwitz mit einer ausgezeichneten ſpaniſchen Rede, die
großen Eindruck machte. In Mar=del=Plata trat inzwi=
ſchen
beſſeres Wetter ein, das die Verbindung mit dem
Lande ermöglichte. Der Kommandant und die Offiziere
des Kaiſer gingen an Land. Später begaben ſich die
argentiniſchen Marineoffiziere und andere Herren an Bord
des Kaiſer der abends nach Montevideo abdampfte. Am
7. März beſuchten Konteradmiral v. Rebeur=Paſchwitz und
der Komamndant der Straßburg Fregattenkapitän Rettz=
mann
, mit dem Geſandten den Gouverneur der Provinz
La Plata. Abends fand ein Ballfeſt im Deutſchen Klub
ſtatt.
Buenos Aires, 8. März. Konteradmiral von
Rebeur=Paſchwitz, der Kommandant und die Offi=
ziere
des Kreuzers Straßburg ſind nach La Plata ab=
gereiſt
, um die Stadt zu beſichtigen. Zahlreiche Mitglieder
der deutſchen Kolonie ſind nach Montevideo gefahren, um
die deutſchen Linienſchiffe Kaiſer und König Albert zu
ſehen.
* Buenos Aires, 8. März. Dem Feſt im Deut=
ſchen
Klub wohnten außer der deutſchen Kolonie die
Behörden und die Spitzen der Geſellſchaft bei. Es herrſchte
große Begeiſterung.
* Montevideo, 8. März. Die Panzerſchiffe Kai=
ſer
und König Albert ſind von Mar=del=Plata
kommend hier eingetroffen und haben auf der Höhe von
Maldonado Anker geworfen.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Rom, 8. März. Die radikale Parla=
mentsgruppe
nahm eine Tagesordnung an, in der
erklärt wird daß mit Schluß der Diskuſſion über Libyen
eine politiſche Periode beendet ſei, in der es der Erfah=
rung
der Regierung, vervollſtändigt durch die wirkſame
Mitarbeit der radikalen Vertreter gelungen ſei, nutz=
bringende
demokratiſche und nationale Ideen zu verwirk=
lichen
. Gegenwärtig müſſe die parlamentariſche Lage
ſchleunigſt den immer deutlicher hervortretenden poli=
tiſchen
Verſchiedenheiten Rechnung tragen, damit das Par=
lament
durchaus demokratiſche Reformen vorbereiten und
durchführen könne. Die Tagesordnung entſcheidet, daß
man nicht länger bei der gegenwärtigen parlamentariſchen
Gruppierung bleiben dürfe. Wie die Tribuna meldet,
wurde dieſer Beſchluß der radikalen Gruppe mit 19 bei
14 Stimmenthaltungen angenommen, jedoch würden ſich
die Vertreter, welche ſich der Stimme enthielten, aus Par=
teidiſziplin
der Entſcheidung der Mehrheit fügen. Es
bleibt nunmehr abzuwarten, welche Wirkung der Beſchluß
auf die radikalen Minißter und die parlamentariſche Lage
im allgemeinen haben könne. Man glaubt, fügt die Tri=
buna
hinzu, daß die wahrſcheinliche Demiſſion der beiden
radikalen Miniſter die Demiſſion des geſamten Kabinetts
zur Folge haben dürfte.
* Madrid, 8. März. Wie die Blätter melden, dankte
die deutſche Regierung der ſpaniſchen Ma=
rine
für die Bemühungen ſpaniſcher Kriegsſchiffe um
die Flottmachung des an der ſpaniſchen Küſte aufgelaufe=
nen
Hamburger Dampfers Zanzibar
* Veracruz, 8. März. Aus den Vereinigten Staaten
ſind 1000 Gewehre und eine große Menge Muni=
tion
eingetroffen. 250 Gewehre ſind zur Bewaffnung der
Amerikaner im Falle eines Aufſtandes nach der Haupt=
ſtadt
geſchickt worden, die anderen wurden zur Verfügung
des Admirals auf das Flaggſchiff gebracht.
* Rio de Janeiro, 8. März. Der Kreuzer Bar=
ros
iſt in Fortaleca eingetroffen. Präſident Hermes
da Fonſeca und der Kriegsminiſter beſuchten mehrere
Truppenabteilungen in Rio de Janeiro und richteten
patriotiſche Anſprachen an die Offiziere. Unruhen wur=
den
nicht gemeldet.
* Kairo, 8. März. Die Berliner Liedertafel
gab heute abend im Geziereh=Palaſthotel in Anweſenheit
des deutſchen Geſandten v. Miquell, des Konſuls von
Falkenhauſen und zahlreicher Mitglieder der Deutſchen
Kolonie ein Feſtmahl, dem ſich ein großes Gartenfeſt an=
ſchloß
. Die Deutſche Kolonie erhielt als Ehrengeſchenk
der Liedertafel einen Bronzeabguß des Ungerſchen Frith=
jof
=Denkmals. Sonntag früh verläßt der Verein Kairo
und begibt ſich nach Alexandrien, wo er ebenfalls ein
Wohltätigkeitskonzert veranſtaltet, und kehrt abends mit
dem Lloyddampfer Schleswig nach Deutſchland zurück.
* Caſablanca, 8. März. Im Mittelpunkt der Stadt
wütete geſtern eine heftige Feuersbrunſt die fünf
Geſchäftshäuſer zerſtörte und beträchtlichen Schaden an=
richtete
. Das Gebäude der Staatsbank konnte mit Mühe
gerettet werden.
(Schluß des redaktionellen Teils.)

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Lohengrin-Fantasie . . . . . v. Wagner
a) Lied an Abendstern . . v. Wagner
b) Cavotte Nr. 2 . . . . v. Popper
Herr Horn
Bekannt vorzüglicher Kaffeer Aus-
wahl
in Kuchen und Torten.
(6264

Wonntag, den 8. März, verſchied ſanft nach
kurzem, ſchwerem Leiden mein lieber Mann,
unſer guter, treubeſorgter Vater, Schwieger=
vater
und Großvater
(6262
Geheimer Oberbaurat
Heinrich Kilian
Vortragender Rat im Gr. Miniſterium
der Finanzen.
Darmſtadt, Hannover, 9. März 1914.
Emilie Kilian, geb. Wiegand
Wilhelm Kilian
Mily Denk, geb. Kilian
Karl Denk
Karl Heinz Denk.
Die Beerdigung findet ſtatt: Dienstag, den
10. März, nachmittags 2½ Uhr, von der Fried=
hofskapelle
aus.
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.

Todes=Anzeige.
Heute entſchlief unſere liebe Mutter, Groß=
mutter
, Schwiegermutter, Schweſter, Schwä=
gerin
und Tante
(6263
Frau Sehrer Bandschan N 10
geb. Guyot.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Katharine Hattemer, geb. Bundſchuh,
Frz. Hattemer, Kunſt=u. Handelsgärtner,
Ludwig Bundſchuh, Juſtizſekretär,
Emilie Bundſchuh, geb. Stiegeler.
Darmſtadt, den 7. März 1914.
Die Beerdigung findet Dienstag, den 10. März,
nachmittags ½3 Uhr, von der Kapelle des Fried=
hofs
aus, ſtatt.

Todes=Anzeige.
Allen Freunden und Bekannten zur Nach=
richt
, daß unſere liebe Schwägerin und Tante
Frau
Wilhelm Gilbert Wwe.
geb. Steil
in Wiesbaden verſtorben iſt.
(6265
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Montag, nachmittags
3½ Uhr, von der Leichenhalle des Darm=
ſtädter
Friedhofes aus, ſtatt.

Nachruf.
Am 6. ds. Mts. verſchied plötzlich und un=
erwartet
infolge Herzſchlags der Leutnant a. D.
Herr
Heinrich Monnard.
Mit dem Verblichenen ſank eine der treueſten
Stützen des Großherzoglichen Leib=Eskadron=
Garde=Dragoner=Regiments Nr. 23, der er
24 Jahre als Wachtmeiſter in aufopfernder
Pflichterfüllung angehört hatte, ins Grab.
Die Eskadron wird ſein Andenken ſtets in
(6266
Ehren halten.
Darmſtadt, den 9. März 1914.
Thon
Rittmeiſter und Chef der Großherzoglichen Leib=
Eskadron=Garde=Dragoner=Regiments Nr. 23.

Tageskalender.

Montag, 9. März.
orſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Saalbautheater, Anfang 8 Uhr: Die keuſcht
Suſanne.
Moderner Tondichter=Abend von den Konzert=
ſängern
Gmeiner und Kaufmann um 8 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz (Richard Wagner=Verein).
Vortrag von Frl. Steinthal um 8½ Uhr im Saale der
Landesbaugewerkſchule (Neckarſtraße).
Lichtbilder=Vortrag von Pfarrer D. Waitz um
8 Uhr Mollerſtraße 23 (Frauenverein der Martins=
gemeinde
).

Verſteigerungskalender,

Dienstag, 10. März.
Nutz= und Brennholz=Verſteigerung um
9½ Uhr im Eberſtädter Gemeindewald ( Zuſammen=
kunft
am Hotel Waldfriede).
Nutz= und Brennholz=Verſteigerung um
9 Uhr im Nieder=Beerbacher Gemeindewald ( Zuſammen=
kunft
oberhalb dem Hof Breitenloch).
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr im Rat=
haus
zu Pfungſtadt.
Nutz= und Brennholz=Verſteigerung um
9½ Uhr im Ober=Ramſtädter Gemeindewald ( Zu=
ſammenkunft
auf der Straße Nieder=Modau- Franken=
hauſen
am Eingang des Waldes).
Holzverſteigerung um 9½ Uhr in der Oberförſterei
Meſſel (Zuſammenkunft auf der Chauſſee Meſſel-
Urberach an der Buchenhügelſchneiſe).

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts=
eben
: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren,
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträg=
liche
werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.

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Abt. II Mauer Nr. 28 (Brenner, Karl Friedrich, Dr., Hof=
gerichtsrat
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II Buchſt. J Nr. 103 (Dietz, Eliſabethe)
L 9 (Schüler, Valentin, Dr., Stabs=
II
veterinärarzt)
63 (Ewald, Joh., Hofpoſtillon
II
D
17 (Drumcaſhel, Macan)
eran die Stadt zurückgefallen ſind, ſollen weiter vergeben werden.
Anſprüche an die Plätze ſind bis 15. April 1914 auf dem
ſureau für Friedhofsangelegenheiten, Marktplatz 8 (Rathaus) geltend
ſt machen, widrigenfalls ihre Einziehung und Weitervergebung erfolgt.
(6244
Darmſtadt, den 4. März 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Mueller.

Matratzenſtreu=Verkauf.
Mittwoch, den 11. März 1914, 9 Uhr vorm., wird auf
em Hofe der Artilleriekaſerne, Heidelbergerſtraße 47, die Matratzen=
riu
der 1. Batterie meiſtbietend verkauft.
(6243
II. Abteilg. Art.=Regts. 25.

Holz-Verſteigerung.

Donnerstag, den 12. März, vormittags von
9 Uhr an
blllen in der Turnhalle, Woogsplatz 5 dahier, aus den Diſtrikten
Idachsberg und Grabenſtück als letzte Brennholzverſteigerung in
lſer Forſtwartei Böllenfalltor verſteigert werden:
Scheiter, rm: 208 Buchen, 1 Eiche, 3 Kiefern;
Knüppel, rm: 124 Buchen, 7 Kiefern;
Reiſig, 100 Wellen: 27,2 Buchen, 1 Kiefer;
Stöcke (grob), rm: 51 Buchen.
Zur Verſteigerung kommt die Nummernfolge 1873 bis 2048
Ntühere Auskunft erteilt der Großh. Förſter Klipſtein zu Böllen=
alltor
.
Darmſtadt, den 4. März 1914.
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
Daab.
(5916fo

Hardrwen -Versteigeran

Die
Großherzoglich Hessische Weinbaudomäne
versteigert Freitag, den 27. März 1914, mittags 12 Uhr,
im Domänengebäude zu Mainz, Ernst-Ludwigstrasse 9:
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auis den Gemarkungen Bodenheim, Nackenheim, Oppenheim, Dienheim,
Ludwigshöhe, Bingen, Büdesheim und Kempten.
Die Proben werden verabreicht im Domänengebäude zu Mainz
Mättwoch, den 18. März und Mittwoch, den 25. März, je von vormittags
9 Uhr an, sowie vor der Versteigerung.
Großherzoglich Hessische Weinbaudomänenverwaltung.
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Die Ausſtellung in der Kochſchule findet Dienstag, den 10.
und Mittwoch, den 11. März, vorm. von 101 Uhr und nachm. von
26 Uhr ſtatt.
(5831do
Die Ausſtellung der Arbeiten des Handarbeitslehrerinnen=
Seminars Dienstag, den 10., nachm. von 26 Uhr und Mittwoch,
den 11. März, vorm. von 101 Uhr und nachm. von 25 Uhr.
Der nächſte Kurſus in der Kochſchule beginnt am 1. April 1914.
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