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177. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 36 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Nach eingetroffenen Meldungen iſt der Beſuch des
Kaiſersauf Helgoland aufgegeben worden.
Die Kaiſerin iſt in Braunſchweig zum Beſuche
des Herzogspaares eingetroffen.
Der Reichstag erledigte geſtern zunächſt kurze
An=
fragen, hierauf wurde die zweite Leſung des
Poſtetats beendet und dieſer ſowie der Etat
der Reichsdruckerei bewilligt.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Eine neue Novelle
zur Gewerbeordnung.
*⁎* Der ſchon angekündigte Geſetzentwurf, betr.
Aen=
derungen einzelner Paragraphen der Gewerbeordnung,
welcher ſoeben dem Reichstage zugegangen iſt, bezieht ſich
auf Schankwirtſchaften und Lichtſpieltheater. Hinſichtlich
der erſteren ſind die geplanten Aenderungen weniger
er=
heblich, da eine Konzeſſionspflicht ohnehin ſchon beſtand
und von den Landeszentralbehörden geregelt werden
kann. Auch die Gründe, wegen derer die Erlaubnis zum
Betriebe einer Gaſtwirtſchaft oder Schankwirtſchaft
ver=
ſagt werden kann, bleiben ziemlich dieſelben, erweitert
wird hauptſächlich die Beſchränkung des Kleinhandels mit
Branntwein oder Spiritus. Einſchneidender ſind dagegen
die Vorſchriften über die Lichtſpieltheater und über die
gewerbsmäßigen Muſikaufführungen in
Schankwirtſchaf=
ten oder an anderen öffentlichen Orten.
Die Konzeſſionspflicht der Kinotheater wurde
be=
kanntlich von dem Deutſchen Bühnenverein dringend
ge=
fordert. Auch innerhalb der Regierung konnte man ſich
der Auffaſſung nicht länger entziehen, daß eine gewiſſe
Einſchränkung in der Etablierung der Kinotheater im
Intereſſe dieſes Gewerbes ſelbſt und der Allgemeinheit
entſchieden geboten ſei. Die Einführung der
Konzeſſions=
pflicht wird von den Behörden als ein wirkſames Mittel
angeſehen, den Auswüchſen des Kinoweſens zu begegnen.
Die Gründe, aus denen eine nachgeſuchte Konzeſſion
ver=
ſagt werden kann, ſind etwa die gleichen, aus denen die
Erlaubnis zum Betriebe von Gaſtwirtſchaften verweigert
werden kann. In Frage kommt beſonders das
Bedürf=
nis, es wird die Hauptrolle bei der Erteilung der
Kon=
zeſſion ſpielen und in erſter Linie imſtande ſein, das wilde
Kinoweſen zu unterdrücken. Von einer Beſchränkung der
Reklame, wie ſie gleichfalls angeregt worden war, enthält
der Geſetzentwurf nichts, in dieſer Hinſicht ſtehen ja ſchon
jetzt den Landespolizeibehörden genügende Befugniſſe zu
Gebote. Den Kinotheatern werden hinſichtlich der
Kon=
zeſſionspflicht gleichgeachtet gewerbsmäßig betriebene
Sing=
ſpiele, Geſangs= und deklamatoriſche Vorträge,
Vorführun=
gen von Perſonen oder Tieren oder theatraliſche
Vor=
ſtellungen, ohne daß ein höheres Intereſſe der Kunſt oder
Wiſſenſchaft dabei obwaltet. Bedeutungsvoll iſt noch die
Beſtimmung, daß ſolchen Perſonen, welche eines dieſer
Gewerbe bereits betrieben, als die Erlaubnispflicht noch
nicht beſtand, der Betrieb unterſagt werden kann, wenn
die Annahme gerechtfertigt iſt, daß die Veranſtaltungen
den Geſetzen oder guten Sitten zuwiderlauſen, oder wenn
der betreffende Gewerbetreibende die erforderliche
Zuver=
läſſigkeit nicht beſitzt.
Eine Beſtimmung, welche geeignet iſt, zu mancherlei
Schikanen Anlaß zu geben, iſt die Vorſchrift, daß
gewerbs=
mäßige Muſikaufführungen in Schankwirtſchaften und an
anderen öffentlichen Orten, wenn dadurch die
Nachbar=
ſchaft erheblich beläſtigt wird, verboten oder beſchränkt
werden können. Betroffen werden dadurch hauptſächlich
auch die Gartenkonzerte im Sommer. Hier wird ſich ſehr
oft das Sprichwort bewahrheiten, daß auch der Frömmſte
nicht im Frieden leben kann, wenn es dem böſen
Nach=
barn nicht gefällt.
Deutſchland und Rußland.
Man ſchreibt uns: Ein Petersburger Bericht der
Köln. Ztg., daß Rußland ſich darauf vorbereite, in zwei
bis drei Jahren Krieg gegen Deutſchland zu führen, iſt
von dem Organ des ruſſiſchen Finanzminiſteriums
for=
mell (d. h. wohl: in aller Form) für jeder Begründung
entbehrend erklärt worden, und Petersburger Blätter
rech=
nen jene energiſche Kölner Darſtellung zu den Vorberei=
tungen, die Deutſchland für die Erneuerung des
deutſch=
ruſſiſchen Handelsvertrages treffe.
Indeſſen — die Frage der künftigen Erneuerung des
deutſch=ruſſiſchen Handelsvertrages iſt zuerſt von
ruſſi=
ſcher Seite in einem kriegeriſchen Zuſammenhange
erörtert worden. Es war am 8. Februar ds. Js., als im
Haushaltsausſchuß der Duma Abg. Schingarew die
Be=
fürchtung äußerte: Deutſchland könne Rußland bis zum
Jahre 1917 äußere Verwickelung, wie im Jahre 1904,
be=
reiten, um ſich beſonders günſtige
Handelsvertragsbedin=
gungen zu ſichern. Dieſe Anſpielung auf die
Vergangen=
heit bedeutete auch im Munde eines Mitgliedes der Duma
eine kaum zu überbietende Verdrehung der Tatſachen.
Der anweſende ruſſiſche Miniſter des Auswärtigen
Sa=
ſonow aber hat weder jene Verdrehung berichtigt noch
die Verdächtigung der künftigen deutſchen Politik
zurück=
gewieſen, ſondern im Gegenteil die Beſorgnis des Abg.
Schingarew als nicht grundlos bezeichnet und
entſpre=
chende Erwägungen des Kabinetts für notwendig erklärt.
Es bedurfte einer Anfrage des deutſchen
Bot=
ſchafters in St. Petersburg, um Herrn Saſonow
zur formalen Ableugnung ſeiner — ſtenographiſch
feſtge=
legten — auffallend unfreundlichen Aeußerungen zu
ver=
anlaſſen und damit eine Art Gegenſtück zu der
Angelegen=
heit des früheren engliſchen Botſchafters in Wien
Cart=
wright zu ſchaffen.
Der Hinweis auf dieſe Tatſachen läßt erkennen, in
welchem Grade von ruſſiſcher Seite die
Handelsvertrags=
frage zu Bluffverſuchen benützt worden iſt. Erheben jetzt
Petersburger Blätter wegen des Artikels der Köln. Ztg.
den gleichen Vorwurf gegen Deutſchland, ſo haben ſie
damit ein Urteil über die ruſſiſche Politik geſprochen!
Im übrigen wird eine deutſchfreundlichere Haltung des
Petersburger Kabinetts in Deutſchland eine wirkſamere
Erläuterung der militäriſchen Vorkehrungen Rußlands
bilden, als Druckerſchwärze auf Papier.
*
Die oft offiziös bediente Neue Politiſche
Korreſpon=
denz ſchreibt hierzu: Die ſchwarzſeheriſchen Vermutungen
eines Petersburger Briefes der Kölniſchen Zeitung über
die Entwickelung der deutſch=ruſſiſchen
Beziehungen werden in unſeren politiſchen Kreiſen
nicht geteilt. Auf die Tatſache, daß Rußland eifrig
ar=
beitet, um ſein Heer und ſeine Flotte möglichſt ſtark zu
machen, war man in unſeren politiſchen Kreiſen
aufmerk=
ſam geworden, bevor in der Preſſe die zum Teil
über=
triebenen Hinweiſe auf ruſſiſche Rüſtungen erſchienen
ſind. Von allen Sachverſtändigen wird zugegeben, daß
bis zur Vollendung dieſer Rüſtungen noch mehrere
Jahre vergehen dürften. Ob dann politiſche Gründe
oder eine diplomatiſche Konſtellation vorliegen werden,
die es Rußland rätlich erſcheinen laſſen würden, einen
Angriff gegen Deutſchland zu richten, läßt ſich für jetzt
von niemandem mit Sicherheit beurteilen. Ohne die
Be=
deutung der militäriſchen Tätigkeit Rußlands
abzuſchwä=
chen oder aus dem Auge zu laſſen, wird man in dem
bisher Geſchehenen keinen Anhaltspunkt dafür gewinnen
können, daß Rußland beabſichtigen ſollte, die von ihm
angeſtrebte Verſtärkung ſeiner Land= und Seeſtreitkräfte
im Kampf mit einer wehrfähigen Großmacht von neuem
aufs Spiel zu ſetzen und gerade mit Deutſchland einen
Zuſammenſtoß herbeizuführen.
Caillaux‟
Einkommenſteuergeſetz.
* Finanzminiſter Caillaux teilte in der
Senats=
kommiſſion für die Einkommenſteuer den Text des
neuen Artikels über die franzöſiſche
Rente mit. Er beſagt folgendes: Die Inhaber oder
Träger von Rententiteln, Obligationen oder anderen
vom franzöſiſchen Staate ausgegebenen öffentlichen
Effek=
ten müſſen, wenn ſie in Frankreich wohnen, auf die
Ein=
nahmen, die ſie aus den Renten, Obligationen oder
Effek=
ten ziehen, eine Steuer zahlen. Ueber dieſe Einnahmen
müſſen ſie in den erſten drei Monaten jeden Jahres eine
Erklärung unterſchreiben. Eine gewiſſe Anzahl Inſtitute,
die nationale Sparkaſſe, Penſionskaſſen uſw., ſind von
dieſer Steuer befreit. Die Inhaber oder Träger, welche
nachweiſen, daß ihr Renteneinkommen 625 Francs und
ihr geſamtes Einkommen 1250 Francs nicht überſteigt,
werden gleichfalls befreit. Beim Fehlen der Erklärung
wird eine Ergänzungsſteuer von wenigſtens 50 Francs
zu zahlen ſein. Eine falſche Erklärung zieht eine Geld=
ſtrafe im dreifachen Betrage der nicht bezahlten Summen
im Mindeſtbetrage von 500 Francs nach ſich. Eine
Ver=
ordnung der Verwaltung beſtimmt die Art der Erhebung
der Steuer, die nicht vom Kupon direkt erhoben werden
kann.
Die Haltung Caillaux’ in der Frage der
Rentenbe=
ſteuerung gibt den oppoſitionellen Blättern
Anlaß zu neuen heftigen Angriffen.
Die gemäßigte République Francaiſe ſchreibt: Der
Finanzminiſter iſt nicht mehr Herr ſeines Willens und
ſeiner Entſcheidungen. Er iſt mit ſeinen
Kabinettskolle=
gen nur ein Spielball in den Händen der Sozialiſten,
welche die Mehrheit beherrſchen. — Der Figaro meint
bezüglich der neuen Vorlage, welche Caillaux dem
Se=
natsausſchuß unterbreitet hat, daß es ſich nur um eine
neue Komödie handle, denn der Senat werde zweifellos
die Beſtimmung, durch welche die Rente beſteuert wird,
aus dem Einkommenſteuerentwurf ausſcheiden oder
ab=
lehnen, die Kammer wieder werde dieſe Beſtimmung in
das Geſetz aufnehmen und von neuem dem Senat
über=
weiſen. Damit werde jedoch die Sache erledigt ſein,
denn inzwiſchen werde die gegenwärtige Kammer ihr
Daſein beendet haben. — Auch Jaures tadelt in der
Hu=
manité den Finanzminiſter und ſchreibt u. a.: Die
Regie=
rung irrt ſich, wenn ſie glaubt, daß ſie durch ihr Vorgehen
ſelbſt nur für die kurze Friſt bis zu den Kammerwahlen
ihren Beſtand ſichern kann; indem ſie zwiſchen dem
Pa=
lais Bourbon und dem Palais Luxembourg manöveriert,
werde ſie das Vertrauen der Kammer verlieren, ohne den
Senat zu entwaffnen.
In der Kammer interpellierte Jaurés über
die Steuerfreiheit der Rente, welche durch die neuen
Vor=
ſchläge des Finanzminiſters Caillaux über die beweglichen
Werte bekräftigt zu werden ſcheine.
Die Rente ſei in den letzten Tagen geſtiegen (
Zwi=
ſchenruf Barthous: Nicht jeder hat verloren! Bewegung.
Lärm.) Jaurés forderte, daß jede Zweideutigkeit
auf=
höre. Barthou erklärte ſodann, er habe mit ſeinem
Zwiſchenruf keineswegs Caillaux direkt beſchuldigen
wol=
len. Er ſei überzeugt, daß der Juſtizminiſter den
Ur=
ſprung und die Tragweite der Spekulationen in
franzö=
ſiſcher Rente, die in den letzten Tagen ſtattgefunden hat,
unterſuchen werde. Aus dem dem Senate von Caillaux
unterbreiteten Terte ſchließe er, daß die Rente nicht
be=
laſtet werden ſolle. Barthou fragte, warum Caillaux nicht
kund tat, daß er die franzöſiſche Rente der
Einkommen=
ſteuer unterwerfen wolle. Caillaux erinnerte daran,
daß er vor kurzem gegen den Willen der Regierung
pro=
teſtierte, die Rente für immer freizulaſſen; obwohl er die
Nente nicht unter den beweglichen Werten nannte, denen
die Steuer aufzuerlegen ſei, müſſe doch die
Einkommen=
ſteuer alle Einkommen ohne Unterſchied treffen. Der
Mi=
niſterpräſident forderte die republikaniſche Majorität auf,
die Regierung bei ihrer ſchwierigen Aufgabe zu
unter=
ſtützen. Jaurés beſtand darauf, daß die Steuer auf die
Rente deutlich in dem Titel der beweglichen Werte
ange=
zeigt werden müſſe, aber er und ſeine Freunde würden die
Schwierigkeiten der Regierung nicht noch vermehren.
(Ironiſche Zurufe im Zentrum.) Caiklaux ſetzte
aus=
einander, daß die Rente von dem Titel der beweglichen
Werte abgetrennt ſei, weil die Steuer auf die Rente in
anderer Weiſe eingerichtet werden müſſe. Caillaux
wieder=
holte, es ſei ſein feſter Wille, die Rente wie alle anderen
beweglichen Werte zu beſteuern. Die Senatskommiſſion
werde nächſtens mit dem Tert beſaßt werden, der an den
Titel der beweglichen Werte angefügt werden würde.
So=
dann zog Jaurés die Tagesordnung, die er bezüglich der
Rente eingebracht hatte, zurück, worauf die Debatte ohne
Abſtimmung geſchloſſen wurde
Deutſches Reich.
— Die deutſche und die franzöſiſche
Heeresſtärke im Frieden. Die Nachrichten des
Deutſchen Wehrvereins ſchreiben: Im Reichstage iſt in
dieſen Tagen darauf hingewieſen worden, daß der
Iſt=
ſtand der deutſchen Armee 731000, der der Franzoſen
717000 Mann beträgt. Dieſe Frankreich betreffende Zahl
bedarf einer weſentlichen Erweiterung. In den 717000
Mann ſind nicht enthalten die Offiziere, ebenſowenig wie
in der deutſchen Zahl. Es müſſen aber, wenn wir den
Mannſchafts= und Unteroffiziersbeſtand beider Heere
ver=
gleichen wollen, auf franzöſiſcher Seite noch rund 28000
Kolonialtruppen im Mutterlande hinzugezählt werden,
die, im Frieden bereits feſt organiſiert, im Ernſtfalle
ge=
gen uns unter allen Umſtänden in Front treten; ferner
mindeſtens 80000 weißer Truppen, ſowie Araber= und
Berbertruppen in Nordweſtafrika, die zweifellos für den
europäiſchen Kriegsſchauplatz beſtimmt ſind, und ebenſo
wie die Kolonialtruppen im Mutterlande in der
Front gegen uns erſcheinen werden. Rechnen wir
die oben bezeichneten Nordafrikatruppen und die
Kolonialtruppen mit, ſo erhalten wir eine
Iſt=
ſtärke von 825000 Mann ohne Offiziere in
Frank=
reich gegenüber einer Iſtſtärke von rund 730000
Mann ohne Offiziere bei uns! Hieraus ergibt ſich die
Tatſache, die der Wehrverein ſchon mehrfach feſtgeſtellt hat,
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Nummer 60.
daß die franzöſiſche Armee der unſerigen zurzeit um rund
100000 Mann in der Iſtſtärke überlegen iſt.
— Scharfe Maßnahmen in
Invaliden=
renten=Angelegenheiten. Die
Verſicherungs=
anſtalten wenden ſeit einiger Zeit in Invalidenrenten=
Angelegenheiten äußerſt ſcharfe Maßnahmen an. Bei der
Erlangung einer Invalidenrente iſt von den
Verſiche=
rungspflichtigen u. a. auch nachzuweiſen, welche Höhe der
Verdienſt an den verſchiedenen Arbeitsſtellen gehabt hat.
Es kann dies oft nur durch Rückfragen bei den
verſchiede=
nen Arbeitgebern feſtgeſtellt werden, ſcheitert jedoch
viel=
fach daran, daß dieſe Auskünfte entweder gar nicht oder
ſehr mangelhaft gegeben werden. Gegen ſolche läſſige
Auskunft wird jetzt von den Verſicherungsanſtalten (u. a.
auch Berlin) ein neues Mittel in Anwendung gebracht. Iſt
von Arbeitgebern eine Auskunft abſolut nicht zu erlangen,
dann rufen die Verſicherungsanſtalten die Hilfe des
Ge=
richtes an. Wer der Vorladung keine Folge leiſtet, wird
einfach zwangsweiſe vorgeführt. Natürlich fallen den
be=
klagten Arbeitgebern auch ſämtliche durch das
Gerichts=
verfahren entſtandenen Koſten zur Laſt. Die
Verſiche=
rungsanſtalten wollen durch dieſe ſcharfe Maßnahme
ledig=
lich eine Beſchleunigung in der Erledigung der Renten
Angelegenheit, insbeſondere im Intereſſe des
Arbeitneh=
mers, herbeiführen.
— Das neue Totaliſatorgeſetz wird ſchon
in der folgenden=Woche an den Bundesrat gelangen. Der
Fertigſtellung des Geſetzentwurfs ſind eingehende
Ver=
handlungen zwiſchen dem Reichsſchatzamt und den
betei=
ligten preußiſchen Reſſorts vorausgegangen, da eine
Reihe wichtiger zivilrechtlicher und ſtrafrechtlicher Fragen
der Neuregelung bedurften. In der Hauptſache bringt
das Geſetz die Zulaſſung von konzeſſionierten Buchmachern
nach öſterreichiſchem Muſter, denen das Recht verliehen
wird, für ſämtliche in= und ausländiſche Pferderennen
Wetten entgegenzunehmen. Den mit den konzeſſionierten
Buchmachern abgeſchloſſenen Wettverträgen wird
Rechts=
fähigkeit verliehen, das heißt, daß Anſprüche aus Wetten
im ordentlichen Klagewege geltend gemacht werden
kön=
nen. Das Wetten bei unbefugten Perſonen, ſogenannten
Winkelbuchmachern, bleibt nach wie vor verboten und
un=
ter Strafe geſtellt.
— Die Wahl eines neuen Fürſtbiſchofs
von Breslau geht in der Weiſe vor ſich, daß das
Breslauer Domkapitel der preußiſchen Regierung eine
Reihe von Kandidaten vorlegt, aus der die Regierung
drei benennt, zwiſchen denen dann die engere Wahl
ſtatt=
zufinden hat. Dieſe Wahl muß vom König und vom
Papſt beſtätigt werden, daher wegen der Kandidatur
di=
rekte Verhandlungen zwiſchen der Regierung und dem
Va=
tikan der Wahl vorausgehen. Da Preußen den weitaus
größeren Teil der Diözeſe Breslau beſitzt, kann der
Kai=
ſer von Oeſterreich von ſeinem Ernennungsrecht (mit
nach=
heriger päpſtlicher Beſtätigung) keinen Gebrauch machen;
der neuerwählte Fürſtbiſchof wird von ihm einfach
an=
erkannt.
Aus den Schutzgebieten.
Der Ueberfall auf die
Forſtexpedi=
tion in Neu=Mecklenburg wird vom Amtsblatt
für das Schutzgebiet Neuquinea entweder auf reinen
Ueber=
mut oder auf den Widerſtand der Eingeborenen gegen die
beginnende Angliederung an die Verwaltungsorganiſation
zurückgeführt. In Frage kommen von den Eingeborenen
hauptſächlich die Hingo, die Lam= und die Waſch=Leute,
eine verhältnismäßig wenige Köpfe zählende
Bergbevöl=
kerung kleinen, aber kräftigen Schlages, die von Kultur
noch nicht berührt iſt und halbnomadiſierend in den
Ber=
gen umherzieht. Die Strafexpedition unter Hauptmann
Prey, 92 Mann mit drei weißen Polizeimeiſtern, iſt am
19. Dezember vorigen Jahres in Hilalon eingetroffen und
hat die Aufſtändiſchen in die Weſtabhänge des
Hahlgebir=
ges, unweit des Platzes des Häuptlings Waſch,
erfolg=
reich zurückgedrängt, ohne andere Verluſte zu erleiden,
als ſie durch Erkältungs= und Erſchöpfungskrankheiten,
ſowie durch Verwundung infolge von Fußangeln
verur=
ſacht werden. Ueber das ganze Gebiet wurden fliegende
Poſten verteilt, ſo daß die Aufſtändiſchen nirgends feſten
Fuß faſſen können, und an den gefährdeten Küſtenpunkten
ſind Lager errichtet worden. Eine unmittelbare Gefahr
beſteht kaum mehr. Es wird aber noch mehrere Monate
dauern, bis der Widerſtand der Aufſtändiſchen vollſtändig
gebrochen iſt und die flüchtigen Kangken in feſten Plätzen
angeſiedelt ſind. In das Aufſtandsgebiet ſind inzwiſchen
Verſtärkungen nachgeſchoben worden. Durch Leute der
Häuptlinge Waſch und Lam wurde am 20. Dezember 1913
auch die Chineſenanpflanzung Kandarn überfallen und
ausgeplündert. Die ſtark zerklüftete Landſchaft im Gebiet
der Aufſtändiſchen ſteigt bis zu 1800 Meter auf und bietet
prachtvolle Szenerien. Die Ortſchaften ſind auf faſt
un=
zugänglichen Höhen angelegt und haben an den Hängen
umfangreiche Taro= und Maispflanzungen. Als Haustiere
halten die Kanaken halbwilde Schweine, und in den
Ge=
birgsflüſſen fangen ſie Aale und andere Fiſche.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
ZZur parlamentariſchen Lage. In der
Seniorenkonferenz betonte der Miniſterpräſident, die
Ver=
abſchiedung der Wehrvorlage ſei eine unerläßliche
Not=
wendigkeit. Ihre Erledigung ſei ein Maßſtab für die
Beurteilung der Leiſtungsfähigeit des Hauſes. Die Neue
Freie Preſſe meldet: Wie aus informierten
parlamen=
tariſchen Kreiſen verlautet, ſtellt die Regierung, falls ſie
durch die parlamentariſche Situation zu einer neuerlichen
Vertagung des Hauſes gezwungen werden ſollte, die
Be=
ſchaffung der erforderlichen Geldmittel im Wege des § 14
ſicher. In der betreffenden kaiſerlichen Verordnung dürfte
die Regierung ermächtigt werden, eine ſchwebende Schuld
aufzunehmen, und zwar ſollen langfriſtige Schatzſcheine
ausgegeben werden. Dieſe Maßnahme wird früheſtens
nach Oſtern verwirklicht.
Frankreich.
Die Ordensſchwindelaffäre. Wie aus gut
informierter Quelle verlautet, beginnt man in der
Ordens=
ſchwindelaffäre des Barons Moſer von Weiga alias
Roth=
ſchild an die Möglichkeit der Unſchuld des verhafteten
Hans Branco zu glauben. Dieſer behauptet, ſelbſt ein
Opfer des angeblichen Barons zu ſein. Er erklärte, die
30 in ſeinem Beſitz gefundenen Orden ſelbſt von Moſer
erworben und den Opfern des Moſer dieſen in gutem
Glauben als einflußreiche Perſönlichkeit geſchildert, ihm
alſo unbewußt und gegen ſeine Abſicht als Schlepper
ge=
dient zu haben. Brancos Bruder, Curt Branco, iſt in
Paris eingetroffen und hat für die Haftentlaſſung ſeines
Bruders eine Kaution von 50000 Mark angeboten. Es
iſt anzunehmen, daß dieſem Erſuchen entſprochen werden
wird.
England.
Die Oppoſition und Home=Rule.
Wohl=
informierte Kreiſe ſind zur Ueberzeugung gelangt, daß in
der konſervativen Partei in der Ulſterfrage wie im
Bud=
getkampf die extremen Elemente wieder die Oberhand
gewonnen haben, und daß die Konzeſſionen für Ulſter
die Asquith am Montag anzeigen wird, und die jeder
iriſchen Grafſchaft erlauben, ſich durch Majoritätsbeſchluß
auf eine beſtimmte Zahl von Jahren, wahrſcheinlich drei,
von Home=Rule auszuſchließen, verworfen werden. Die
Oppoſition iſt entſchloſſen, den letzten großen Verſuch zu
machen, die Auflöſung des Parlaments zu erzwingen und
ſomit den Parlamentsakt nichtig zu machen, der die Macht
des Oberhauſes zerſtörte. Den erneuten Verſuchen, den
König in den Konflikt hereinzuziehen, wird keine
Bedeu=
tung beigelegt. Dagegen findet das Gerücht Glauben,
daß die Oberhausmajorität bereits beſchloſſen habe, die
Annual=Army=Bill zu verwerfen, ohne deren
Verabſchie=
dung die ſtehende Armee ungeſetzlich würde.
Schweden.
Die Auflöſung des Reichstags. In
bei=
den Kammern des Reichstags wurde folgendes
Schrei=
ben des Königs verleſen: „Da ich aus Sorge für die
Sicherheit des Reiches heraus, die meine königliche Pflicht
iſt, mich veranlaßt geſehen habe, dem Volke Gelegenheit
zu geben, durch Neuwahlen zur Zweiten Kammer ſeine
Anſicht über die Verteidigungsfrage auszuſprechen, habe
ich beſchloſſen, den Reichstag aufzulöſen und im ganzen
Reiche Neuwahlen zur Zweiten Kammer anzuordnen. Ich
verde ſpäter die Zeit beſtimmen, wann der Reichstag
aufs neue zuſammentreten ſoll.”
Rußland.
Die Abwanderung ruſſiſcher Arbeiten
Nach Prüfung einer vom Handelsminiſter vorgelegten
Geſetzesvorlage über den Abgang ruſſiſcher Feldarbeiter
ins Ausland hat der Miniſterrat beſchloſſen, den
Han=
delsminiſter zu beauftragen, in der Reichsduma eine
Ge=
ſetzesvorlage einzubringen über die auf dem Seewege
ab=
gehenden Arbeiter. Der zweite Teil der urſprünglichen
Geſetzesvorlage, betr. die Arbeiter, die auf dem Landwege,
beiſpielsweiſe nach Deutſchland und Dänemark, abgehen,
ſoll von einer Sonderkommiſſion des
Ackerbauminiſte=
riums einer Vorprüfung unterworfen werden. Der
Mi=
niſterrat ſprach dann den Wunſch aus, es möge in beiden
Fällen dafür geſorgt werden, daß durch den Abgang
ruſſi=
cher Arbeiter während der Feldarbeiten die Intereſſen
er ruſſiſchen Landwirtſchaft nicht leiden.
Griechenland.
In der Kammer griffen die Führer der
Oppoſi=
tion die Politik der Regierung, betr. Nordepirus, heftig
an und betonten, die Regierung dürfe nicht 150000
Grie=
chen zugunſten Albaniens preisgeben. Miniſterpräſident
Venizelos antwortete, er ſei verpflichtet, die
Entſcheidun=
gen der Botſchaftervereinigung in London auszuführen
und Fraſſeri den Albaniern zu übergeben. Zwiſchen
grie=
chiſchen und albaniſchen Offizieren ſind Verhandlungen
im Gange wegen Uebergabe der Dörfer des Bezirks
Ko=
lonia.
Vereinigte Staaten.
Die Botſchaft Wilſons. Der Verleſung der
Botſchaft des Präſidenten im Kongreß wohnten auch der
eutſche Botſchafter und Wilſons Töchter bei. Die
Tri=
bünen waren dicht beſetzt. Der Präſident, der mit großem
Beifall empfangen wurde, verließ ſofort nach der
Ver=
leſung ohne weitere Zeremonien wieder das Haus, Zehn
Minuten ſpäter brachte Chilton im Senat einen
Geſetz=
entwurf ein, der den Präſidenten ermächtigt, die Klauſel
über die Befreiung der amerikaniſchen Küſtenſchiffe von
den Panamakanalgebühren aufzuheben. Als Präſident
Wilſon im Weißen Hauſe gefragt wurde, was er mit der
Bemerkung in ſeiner Botſchaft gemeint habe, daß Fragen
von noch heiklerer Natur und die Vereinigten Staaten
näher angehenden Folgen von der die Aufhebung der
Be=
ſtimmungen, betr. die Befreiung von den Kanalgebühren
abhängen, erwiderte er, er habe nur gemeint, daß es
miß=
lich ſei, mit fremden Nationen zu verhandeln, welche
glaubten, daß die Vereinigten Staaten ihre Verſprechen
nicht halten würden. Der Präſident wiederholte, daß die
europäiſchen Nationen allgemein der Anſicht ſeien,
daß=
der Hayn=Pauncefote=Vertrag verletzt worden ſei. Der
Präſident fügte hinzu, daß nichts Kritiſches in der
Schwebe ſei.
Braſilien.
Die politiſche Lage im Staate Rio de
Janeiro droht einen revolutionären Charakter
anzu=
nehmen. Eine Verſammlung des Militärklubs veranlaßte
regierungsfeindliche Kundgebungen. Einige Exoffiziere
ſind kompromittiert. Beides veranlaßte die Erklärung
des Belagerungszuſtandes bis Ende März, ſowie die
Ver=
haftung beſonders hervorgetretener Agitatoren. Durch
beide Maßregeln ſollen die konſervativen
Bevölkerungs=
ſchichten beruhigt und ernſteren Zwiſchenfällen vorgebeugt
werden. Die Regierung erklärt jedoch, ſie werde mit
größ=
ter Mäßigung handeln und nur die für die öffentliche
Ordnung unentbehrlichen Maßregeln treffen. Die Armee
und Marine ſind durchaus zuverläſſig.
* Rom, 5. März. Ueber die Bevölkerung der
Hauptſtadt werden von der ſtädtiſchen Behörde
An=
gaben gemacht, wonach die Seelenzahl gegenwärtig unge=
Ein deutſcher Märchenhafen.
() Von dem großen deutſchen Kolonialreich in der
fernen Südſee, deſſen Meeresfläche ſich über 45 Längen=
und 30 Breitengrade erſtreckt, haben wir zumeiſt keine
rechte Vorſtellung, und doch bietet dieſer Teil unſeres
„Vaterlandes” eine ſchier unbeſchreibliche tropiſche
Schön=
heit, die an wilder Ueppigkeit und lieblicher Anmut alles
übertrifft, was die Phantaſie ſich ausmalen kann. Von
einem beſonders unbekannten Gebiet dieſes exotiſchen
Paradieſes, von den Pallau=Inſeln und ihrem
Märchenhafen” entwirft Philipp Berges in einem
Aufſatz der „Dame” farbenreich anſchauliche Bilder.
Dieſe Gruppe der Palau=Inſeln, die ethnogcaphiſch zu
den Karolinen gehören, iſt wohl die merkwürdigſte
Na=
turſzenerie, die auf unſerem Planeten anzutreffen iſt.
„Eines Morgens ſteht der Reiſende auf dem Verdeck ſeines
Schiffes wie feſtgenagelt. Unzählige Inſeln, an denen
das Schiff vorüberſteuert, liegen da wie eine unendliche
Reihe von Schlachtſchiffen, die zur Parade aufgeſtellt ſind.
In doppelter, dreifacher, ja fünffacher Reihe liegen die
Inſeln da, hunderte und aberhunderte; manche von
mei=
lenweitem Umfang, andere, die meiſten, nur wie
unge=
heure, aus dem Meere aufragende Blumenvaſen. Alle
ſind grün bewaldet, mäßig hoch und aufs ſeltſamſte
ge=
formt. Unten brandet mit weißlichem Giſcht die See.
Rings umher hat ſie an den kleinen Inſeln den
Ufer=
rand weggefreſſen und ihn viele Meter hoch ausgehöhlt,
ſo daß die Eilande nun großen Blumenſträußen gleichen,
von einer geheimnisvollen Rieſenfauſt aus dem blauen
Meere emporgehalten. Die Inſeln ſind gleichſam mit
Stielen verſehen. Und rings umher die große ſchweigende
Einſamkeit der äußerſten Weltferne. Keine Hütte
ſchim=
mert am Strand, kein Rauch ſteigt aus den blumigen
Dickichten — überall lebloſes Schweigen, denn alle dieſe
Koralleninſeln ſind unbewohnt. Eine Szenerie aus
Tau=
ſend und einer Nacht. Die Horizontlinien der größeren
Eilande ergehen ſich in phantaſtiſchen Formen. Eine mit
ſcharf ausgezacktem Rücken gleicht einem ruhenden,
vor=
weltlichen Tier, einer Rieſenechſe. Aus anderen ſtreben
Türme und Baſteien empor, ſcheinbare Vulkankegel
er=
heben ſich in der Ferne zwiſchen Kuppeln, Pyramiden
und grotesken Formationen, für die die Mathematik keine
Namen hat.”
Mitten im Herzen dieſer unbewohnten, weltenfernen
Inſel=Blumenſträuße liegt nun jener deutſche
Märchen=
hafen, nach dem nur ſelten der Zufall einen Reiſenden
verſchlägt. Auf keiner Karte iſt er zu finden; ein
Bre=
mer Südſeehandelsherr forſchte, weil es für dieſes
Ge=
biet keine geſchützte Reede gab, nach einem Zufluchtsort in
dem Inſelgewirr und entdeckte ſchließlich einen Port, der
vermeſſen und abgelotet wurde. Nach ſeinem Entdecker
nannte man ihn Schönianhafen. Nur ungern
be=
ſuchen ihn die Kapitäne, denn Einfahrt und Ausfahrt
ſind durch enge, von Korallenriffen umſäumte Kanäle
höchſt gefährlich. Wenn aber doch einmal ein Schiff die
Not zwingt, Schönianhafen aufzuſuchen, dann muß ein
lundiger Pilot an Bord genommen werden, der das
Fahr=
waſſer zwiſchen den Korallen kennt. Nur bei Tiefſtand
der Sonne iſt die Einfahrt möglich, denn ſonſt tauchen
die Sonnenreflexe das Waſſer in eine ſo glühend
blau=
goldene Färbung, daß das Auge geblendet iſt. Iſt man
aber glücklich im Hafen, dann kann man ſich an der
un=
vergleichlichen Schönheit dieſes weltentlegenen Fleckens
erfreuen. „In rings umſchloſſenem Kreis liegen die
In=
ſeln da, alle blumenüberſät, voll wehender Palmenkronen
und wild wachſender Pieusbäume, jedes Eiland von der
See unterwaſchen und nur die größeren mit kleinem,
ſan=
digen Vorland, alle nie betreten, voll träumeriſcher Ruhe,
überhaucht von dumpfen, ſüßen Blütendüften, immer und
ewig beſtrahlt von der kochenden Sonne des Aequators.”
Feuilleton.
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Ueber einen
Liederabend mit eigenen Kompoſitionen, den
Arnold Mendelsſohn mit Tilly Koenen in
Ham=
burg gegeben hat, ſchreiben die Hamburger Nachrichten:
Eine ſinngerechte Deklamation, tonmaleriſch reiche
Be=
tätigung des Klaviers, kundige und ſtets maßvolle
Ver=
wendung aller neueren harmoniſchen Errungenſchaften
und eine nicht auf ein begrenztes Gebiet beſchränkte
Charakteriſierungskunſt, der das Pathetiſche ſo wenig
wie das Anmutige, das Heitere ſo wenig wie das
Melan=
choliſche fremd iſt, erwieſen ſich als die weſentlichen
Kenn=
zeichen der Mendelsſohnſchen Lyrik. Ich müßte das
Pro=
gramm asſchreiben, wenn die bedeutendſten Lieder
nam=
haft gemacht werden ſollten, denn Wertloſes fand ſichnicht
umter der Ausleſe. Nur auf die ſchönſten kann kurz
hin=
gewieſen werden. Es ſind der Hymnus „O Welt, du
gibſt mir Schauer und Wonne” das höchſt originelle
allerdings fabelhaft ſchwere „Unkenlied” (Gedicht von
Gottfried Schwab), der wie Goethes Worte vornehme und
dabei volkstümliche „Tanz unter der Linde” aus dem
zweiten Akt des Fauſt, das aller ſüßen und bangen
Schauer volle „Nachtlied Zarathuſtras” und nicht zuletzt
die muſikaliſchen Illuſtrationen einiger Texte von
Her=
mann Wette, wie der düſter geheimnisvolle „
Helwä=
grüter” und das ergreifende „Rotbörſteken” Vom
Kom=
poniſten begleitet, ſang Tilly Koenen dieſe inhaltlich ſehr
verſchiedenen Lieder mit einer aus tief eindringendem
Verſtändnis und mitempfindender Begeiſterung
quellen=
den Meiſterſchaft, die ihresgleichen ſuchen dürfte. Die
Kraft und Ausdauer ihres Organs, das ſie jetzt in weiſer
Mäßigung zu beherrſchen gelernt hat, wurde in den Dienſt
mannigkaltigſther Ausdrucksmöglichkeiten geſtellt.
Wohl=
verdienter, reicher Beifall belohnte den Komponiſten und
Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Seite 3.
hhr 600000 betragen muß. Für den Schluß des Jahres
s war nämlich durch das Statiſtiſche Amt eine
Ein=
ponerzahl von 596 463 feſtgeſtellt, d. h. 39863 mehr als
i der letzten Volkszählung 1911. Seit 1870 mit etwa
9000 hat ſich die Einwohnerzahl Roms demnach
ver=
le facht; keine andere Stadt Italiens dürfte in dieſem
Pirraum ſo ſtark angewachſen ſein. Wie ſich die geſund=
Millichen Verhältniſſe Roms ſeitdem gebeſſert haben,
er=
fſltt aus der erheblich geringeren Sterblichkeitszahl;
be=
ſinders die Kinderſterblichkeit, die um 1873 noch 37 v. H.
Ur Todesfälle betrug, iſt andauernd zurückgegangen und
ſuerdings unter 12 v. H. geſunken. Weniger erfreulich
dagegen die Tatſache, daß 1913 unter den 4134
Ehe=
hläeßungen nicht weniger als 78 Paare waren, die nicht
ſun noch ſchreiben konnten, außerdem 56 Männer, die
ſph) Analphabeten waren, und gar 284 Frauen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 7. März.
* Vom Hofe. Der Großherzog empfing
Don=
eestag vormittag 10.30 Uhr im Neuen Palais den Kaiſer=
Japaniſchen Konſul von Paſſavant aus Frankfurt
Main. (Darmſt. Ztg.)
* Uebertragen wurde dem Lehrer Jakob Knöll zu
baubach, Kreis Dieburg, eine Lehrerſtelle an der
Volks=
kltle zu Kelſterbach, Kreis Groß=Gerau; dem Lehrer
tchard Walter zu Dauernheim, Kreis Büdingen, eine
chrerſtelle an der Volksſchule zu Stadecken, Kreis Mainz;
em Schulamtsaſpiranten Philipp Hofmeyer aus
Echwanheim, Kreis Bensheim, eine Lehrerſtelle an der
Velksſchule zu Stadecken, Kreis Mainz.
* Erledigte Stelle. Eine mit einem katholiſchen
echrer zu beſetzende Schulſtelle zu Viernheim.
g. Schwurgericht. Das Schwurgericht verhandelte
ertern gegen den 28jährigen Schloſſer Julius Boos von
ir wegen Raubes und eines gleichzeitig verübten
Sitt=
ſichkeitsverbrechens. Der Angeklagte, der in den
Zentral=
verkſtätten beſchäftigt war, hat am 29. Januar an der Ecke
ur Ohlyſtraße und des Herdweges eine alleingehende
dame überfallen und ihr die Handaſche geraubt. Die
Ge=
ſchworenen billigten ihm mildernde Umſtände zu. Das
Gericht erkannte auf eine Geſamtſtrafe von vier Jahren
Befängnis, abzüglich einem Monat der
Unterſuchungs=
he ft. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte
alf die Dauer von fünf Jahren aberkannt.
-g. Kriegsgericht. Wegen Hehlerei, begangen vor
dem Dienſteintritt, hatte ſich geſtern der Musketier
Wil=
helm Ferrecke aus Heidelberg vom Infanterie=
Regi=
ment Nr. 118 in Worms vor dem Kriegsgericht der 25.
Tiviſion zu verantworten. Ferrecke, der von Beruf
Bau=
ſchloſſer iſt, hatte ein Verhältnis mit der Tochter eines
Koonditors, die in Ludwigshafen auf der Meſſe einen
Verkaufsſtand des Vaters verwaltete, während der
An=
geklagte bei einem Schauſteller beſchäftigt war. Der
An=
geklagte hat nun in der Zeit vom 5. bis 9. Oktober
vori=
gen Jahres viermal von dem Mädchen Geldbeträge im
C eſamtbetrage von 80 Mark, die ſie aus der Ladenkaſſe
entwendete, erhalten. Wie F. angibt, habe das Mädchen
inn fortwährend gebeten, mit ihr nach Luxemburg zu
gehen, da ſie ſich mit den Eltern nicht gut vertragen könne.
Er habe dies jedoch abgelehnt, da er zum Militär müſſe.
Er habe nicht gewußt, daß das Geld geſtohlen war.
Nach=
tem der Angeklagte die letzte Summe erhalten hatte,
klei=
tete er ſich vollſtändig neu ein und machte dann mit dem
Mädchen eine zweieinhalbtägige Hochzeitsreiſe nach
Lruxemburg, wonach der Angeklagte in Luxemburg dem
teutſchen Konſulat ſich völlig mittellos ſtellte und einen
Freifahrtſchein nach Diedenhofen erhielt. Das Mädchen,
das wegen Diebſtahls verfolgt wird, befindet ſich noch in
Quxemburg. Der Angeklagte wird wegen Hehlerei
u 10 Tagen Gefängnis verurteilt.
D Vom Großh. Hoftheater. Die erſte diesjährige
Aufführung von Wagners „Triſtan und Iſolde‟
die morgen, Sonntag, in der neuen Inſzenierung unter
Leitung von Hofkapellmeiſter Ottenheimer ſtattfindet, fällt
hem Abonnement B zu und beginnt um 6 Uhr.
Beſon=
eres Intereſſe erregt die Neubeſetzung der Titelrollen,
wa Herr Becker den Triſtan zum erſten Male ſingt und
Frau Callwey, die gerade durch ihre Verkörperung der
großen Wagner=Partien raſch die Gunſt des Darmſtädter
Publikums errungen hat, die Iſolde zu ihren beſten
Rol=
den zählt. Die anderen großen Partien weiſen dieſelbe
Beſetzung auf, die bei den Feſtſpielen allgemeine
Aner=
nennung fand: Anna Jacobs ſingt die Brangäne, Georg
Weber den Kurwenal, Alfred Stephani den Marke; den
Melot hat Hans Bertram übernommen. Am Montag iſt
das Theater geſchloſſen, da das Schauſpielperſonal mit
Phantom” in Frankſurt gaſtiert und das Hoforcheſter ein
Konzert in Schotten gibt. Der Dienstag bringt im
A=Abonnement eine Wiederholung der Eyslerſchen
Ope=
rette „Der lachende Ehemann” der Mittwoch die
Erſt=
aufführung von Ibſens „John Gabriel Borkman” im
Rahmen des Ibſen=Zyklus Zu beiden Vorſtellungen
gelten die kleinen Preiſe. Die erſte Wiederholung der
meueinſtudierten „Madame Butterfly” die in der
Be=
ſſetzung der Hauptrollen mit Gertrud Geyersbach und
Auguſt Globerger bei der erſten Aufführung ſtarken Ein=
druck machte, iſt nunmehr auf Freitag, den 13. März,
angeſetzt worden.
Das weitere Programm der nächſten Woche lautet:
Donnerstag, 12. März. 129. Abonnements=
Vorſtel=
lung. C 32. „Der Evangelimann” Gewöhnliche Preiſe.
Anfang 7½ Uhr. — Freitag, 13. März. 130.
Abonne=
uents=Vorſtellung. D 33. „Madame Butterfly‟
Ge=
wöhnliche Preiſe. Anfang 7½ Uhr. — Samstag,
14. März. Außer Abonnement. „Alt=Heidelberg”.
An=
ſang 7½ Uhr. (33. Volksvorſtellung zu ermäßigten
Prei=
ſen.) — Sonntag, 15. März, nachmittags 2½ Uhr.
Außer Abonnement. „Die weiße Dame” (34.
Volksvor=
ſtellung zu ermäßigten Preiſen.) Abends 7½ Uhr.
141. Abonnements=Vorſtellung. C 33. Neueinſtudiert:
„Die Dollarprinzeſſin” Gewöhnliche Preiſe.
— Konzert des Hoftheaterchors. Nach Beendigung
des Konzertprogramms wird ein großer Feſtball
veran=
ſtaltet, deſſen Höhepunkt wohl der von acht Damen des
Großh, Hofballetts getanzte Tango ſein dürfte, den die
Hofballettmeiſterin Hedwig Ehrle einſtudiert hat. Die
Tombola, die von erſten Firmen der Stadt und
kunſtbe=
geiſterten Mitbürgern mit koſtbaren Geſchenken reich
aus=
geſtattet wurde, dürfte gleichfalls große Anziehungskraft
ausüben. Für Beſucher des Balles werden an der
Abend=
kaſſe Billetts erhältlich ſein, die jedoch nicht zum Eintritt
während des Konzerts berechtigen. Dieſe Herrenkarten
ſind zum Preiſe von 1 Mark bei Hoffriſeur Hermes.
Luiſenſtraße, und an der Abendkaſſe erhältlich. Nach dem
glänzenden Vorverkauf zu ſchließen, wird es den
Veran=
ſtaltern des Konzerts gelingen, eine beträchtliche Summe
dem wohltätigen Zweck zuzuführen.
* Ueber die Tätigkeit der Arbeitsnachweisſtelle im
ſtädtiſchen Hauſe Grafenſtraße 30 werden für den Monat
Februar folgende Zahlen mitgeteilt: 667 offene Stellen,
darunter 96 Lehrſtellen, 1180 Arbeitſuchende, darunter 416
Lehrlinge, 264 Vermittelungen, darunter 41 Lehrlinge und
100 Dienſtboten.
* Der Verband der Heſſiſchen Landwirtſchaftlichen
Genoſſenſchaften Darmſtadt teilt bezüglich des bei der
Vorſchuß= und Kreditkaſſe Hungen
feſtgeſtell=
ten Fehlbetrages zur Aufklärung mit, daß dieſe Kaſſe
weder dem Verband angehört hat, noch von dieſem
revi=
diert worden iſt. Die Reviſionen fraglicher
Genoſſenſchaf=
ten wurden durch einen gerichtlich beſtellten Reviſor
vor=
genommen.
* Die Kochſchule des Alice=Vereins für
Frauenbil=
dung und Erwerb, Friedrichſtraße 4, veranſtaltet am
10. und 11. März eine Ausſtellung, welche Zeugnis
ablegen ſoll von dem, was dort gelehrt und gelernt wird.
Es werden die einfachſten und die feineren Speiſen zu
ſehen ſein; man wird Gelegenheit haben, durch Ankauf
die Güte derſelben zu prüfen. Die Alice=Kochſchule beſteht
ſeit dem Jahre 1889, eine große Anzahl junger Mädchen
wurde dort unterrichtet, von denen die meiſten im eigenen
Haushalt ſich ihrer Lehrzeit mit Dank erinnern. Ein ſtets
gut beſetzter Mittagstiſch iſt mit der Schule verbunden.
Im ſchön geſchmückten Speiſeſaal wird man ſich gern die
Ausſtellung anſehen und in der großen luftigen Küche
ſich durch eine gute Taſſe Kaffee mit friſchem Gebäck
ſtär=
ken. In der Ausſtellung findet auch eine Verloſung ſtatt;
die Loſe ſind daſelbſt zu haben. Wir wünſchen der
Koch=
ſchule beſten Erfolg zu dieſer Veranſtaltung.
* Schutz den Hecken und dem Buſchwerk. Nach
der Polizeiverordnung über den Schutz der Hecken und
des Buſchwerks vom 31. 3. 1913 iſt mit Rückſicht auf
den Vogelſchutz das Abbrennen von Hecken
und Buſchwerk völlig verboten. Hecken und
Buſch=
werk dürfen nur geſchnitten werden, und zwar nur in
der Zeit vom 1. Oktober bis 28. Februar jeden Jahres.
Wer alſo jetzt noch an Hecken und Buſchwerk ſchneidet,
macht ſich ſtrafbar.
* Der Vogelſchutzverein für das Großherzogtum Heſſen
macht auf § 3 des am 1. September 1908 in Kraft
ge=
tretenen Vogelſchutzgeſetzes aufmerkſam, der
lau=
tet: „In der Zeit vom 1. März bis zum 1. Oktober iſt das
Fangen und die Erlegung von Vögeln, ſowie der Ankauf
der Verkauf und das Feilbieten, die Vermittelung eines
hiernach verbotenen An= und Verkaufs, die Ein=, Aus= und
Durchfuhr von lebenden ſowie toten Vögeln der in Europa
einheimiſchen Arten überhaupt, ebenſo der Transport
ſol=
cher Vögel zu Handelszwecken unterſagt. — Dieſes
Ver=
bot erſtreckt ſich für Meiſen, Kleiber und Baumläufer auf
das ganze Jahr.”
— Kriegerverein Darmſtadt. Die
Monatsver=
ſammlung des Vereins fand am Mittwoch abend im
Vereinslokal, der Turnhalle am Woogsplatz, ſtatt. Der
erſte Vorſitzende Herr Hauptmann a. D. Waldecker
er=
öffnete die Verſammlung mit Begrüßung der erſchienenen
Kameraden. Das Protokoll der letzten Verſammlung
wurde genehmigt. Sodann berichtete der erſte Vorſitzende
über die Tätigkeit des Vorſtandes im abgelaufenen Monat.
Das Andenken der in dieſer Zeit verſtorbenen Kameraden
ehrt die Verſammlung durch Erheben von den Sitzen.
Einen überaus lehrreichen Vortrag, betitelt „Die
kon=
ſtitutionelle Monarchie und ihre Vorzüge vor anderen
Regierungsformen” hielt hierauf Herr Hauptmann a. D
Waldecker. Redner ging von der Gründung des neuen
Deutſchen Reiches auf den Schlachtfeldern von 1870/71 aus.
ils einer Frucht gemeinſamer Arbeit. Er gedachte der
großen Männer neben Kaiſer Wilhelm I.: Bismarck,
Moltke, Roon. Die Vorzüge der monarchiſchen
Regierungs=
form der republikaniſchen gegenüberſtellend, kam Redner
zu dem Ergebnis, daß die Monarchie die einzig richtige ſei;
dies beweiſe die Geſchichte, indem letztere Einrichtung
immer die langandauerndſte und blühendſte geweſen ſei.
Redner beleuchtete nacheinander die inneren
Verwaltungs=
einrichtungen des Staates, das Verkehrsweſen,
Unterrichts=
weſen, die Geſundheitspflege uſw.; alles ſegensreiche
Ein=
richtungen unſerer monarchiſchen Regierungsform, welche
Segnungen hoffentlich für immer dem deutſchen Volke
er=
halten bleiben möchten. — Ueber die am 18., 19. und 20.
Juli im Orangeriegarten ſtattfindenden 40jährigen
Jubelfeiern des Kriegervereins in Verbindung
mnit noch weiteren Jubelfeiern von hieſigen
Kriegerver=
einen macht der erſte Vorſitzende in großen Umriſſen
Mit=
teilung. Es iſt bis jetzt geplant am Samstag abend
Kon=
zert mit Aufführung eines Feſtſpieles. Sonntag morgens
Feſtakt für die Vereine, welche auf ein 40jähriges Beſtehen
zurückblicken. Am Nachmittag Feſtzug, hieran anſchließend
auf dem Feſtplatz Militärkonzert und Vornahme der Feiern
der drei jüngeren Vereine. Montag nachmittags Volksfeſt
und abends Wiederholung des Feſtſpieles und Beleuchtung
des Gartens. Die Vorarbeiten ſind ſchon in vollem Gange
und werden die Vereine alles daran ſetzen, den
Teilneh=
mern an den Jubelfeiern ſchöne Stunden in dem herrlich
gelegenen Orangeriegarten bieten zu können. — Die übliche
Bücherausgabe bildete den Schluß der Verſammlung.
— Vortrag über Kinematographie. Als 4. Vortrag
zugunſten des photographiſchen Inſtituts
der Großh. Techniſchen Hochſchule findet am
Dienstag, den 10. März, abends 8¼ Uhr, im großen
phy=
ſikaliſchen Hörſaal ein Vortrag über
Kinemako=
graphie ſtatt. Herr Profeſſor Limmer wird die
Grundlagen der Kinematographie behandeln und
haupt=
ſächlich die Projektionsvorrichtungen für
kinematographi=
ſche Zwecke erklären. Einige Demonſtrationen und
Film=
vorführungen werden den Vortrag illuſtrieren. Im
Inter=
eſſe des guten Zweckes iſt ein zahlreicher Beſuch des
Vor=
trages ſehr erwünſcht.
* Darmſtädter Turnerſchaft. Einem Wunſche des
Vorſtandes der Darmſtädter Turnerſchaft folgend, hielt
Herr Bürgermeiſter Mueller am vergangenen
Don=
nerstag abend im Hauſe der Turngemeinde Darmſtadt
einen Vortrag über „Jungdeutſchlandbund und
Deutſche Turnerſchaft‟ Der Beſuch ſeitens der
hieſigen Turnerſchaft ließ allerdings viel zu wünſchen
übrig, doch fanden die Erſchienenen, auch die von
aus=
wärtigen Vereinen, durch die Ausführungen des
Vor=
tragenden volle Befriedigung. An den Vortrag ſchloß ſich
ine freie Ausſprache, die auch recht lebhaft, aber
durchaus ſachlich geführt wurde. Durch dieſen Vortrag,
für den die Turnerſchaft dem Herrn Bürgermeiſter Mueller
herzlichſt dankt, wurden verſchiedene ſeither beſtandene
Mißverſtändniſſe geklärt und mancher Zweifel behoben.
* Lichtbildvorführung. Im Lichtbildſaale Ecke
Rhein= und Grafenſtraße erfolgte geſtern die Vorführung
von Lichtbildern nach der Gemäldeſerie „Die
Gleichniſſe Jeſu” von Eugen Burnand. Die
Bilder des Waadtländer Künſtlers zeigen ein tiefes
reli=
giöſes Verſtändnis, und die Wiedergabe durch den
Licht=
bildapparat war ganz vorzüglich, ſo daß die etwa 70 fein
kolorierten Bilder eine gute Anſchauung von den Werken
dieſes gottbegeiſterten Künſtlers bieten. Die Vorführung
wird heute abend wiederholt.
* Der dritte Vortragsabend des Frauenvereins
der Martinsgemeinde findet am nächſten Montag, den
9. März, abends 8 Uhr, im Gemeindehauſe, Mollerſtraße,
ſtatt. An dieſem Abend wird der 1. Vorſitzende des
Frauenvereins, Herr Pfarrer D. Waitz, einen
Licht=
bildervortrag halten über ſeine im vergangenen
Jahre gemachte „Italienreiſe von Rom nach Neapel”.
Sicher wird dieſem Vortrage von ſeiten der Mitglieder
des Frauenvereins, ſowie der vielen Freunde des
ge=
ſchätzten Redners großes Intereſſe entgegengebracht
werden. Es ſei hierzu bemerkt, daß auch Nichtmitglieder
Zutritt haben.
* Gabelsberger=Feier. Wie aus dem Anzeigenteil
er=
ichtlich, feiert die Gabelsberger Stenographen=
Vereinigung heute Samstag die Wiederkehr von
Ga=
belsbergers 125. Geburtstag. Der Vergnügungsausſchuß
hat ſich diesmal die erdenklichſte Mühe gegeben, das Feſt
aufs Würdigſte auszugeſtalten und glaubt, allen Beſuchern
einige recht gemütliche Stunden bereiten zu können.
§ Unfälle. Am Donnerstag vormittag 9 Uhr wurde
in Mädchen in der Großen Ochſengaſſe von einem
Radfahrer derart überfahren, daß es zu Fall
kam und anſcheinend innere Kopfverletzungen
davon=
getragen hat. Das Mädchen iſt durch die
Sanitäts=
wache mittelſt Krankenautomobil alsbald in das Städtiſche
Krankenhaus gebracht worden. — Am gleichen Tage
nachmittags gegen 4 Uhr iſt ein 10 Jahre alter Knabe
n der Magdalenenſtraße durch einen Radfahrer ſo
ingefahren worden, ſo daß er zu Fall kam und
ſich dabei eine Verrenkung am linken Ellenbogen zuzog.
on ſeiner herbeigerufenen Mutter wurde er in das
Städtiſche Krankenhaus gebracht.
ſſeine kongeniale Interpretin. — Die Zugkraft des
„Parſifal” hat immer noch nicht nachgelaſſen. Für die
Aprilvorſtellungen im königlichen Opernhaus zu Berlin
ſſind bei der Generalintendantur der königlichen
Schau=
fſpiele auf die Bekanntmachung bereits in den erſten Tagen
gegen 9000 Zuſchriften eingegangen. Die
Generalinten=
fdantur ſieht ſich daher genötigt, um einen möglichſt großen
Kreis der Bewerber zu befriedigen, den Antragſtellern nur
einen Teil der geforderten Eintrittskarten zu bewilligen.
* Eine halbe Million Kronen zur Hebung der
Renn=
tierzucht. Aus Stockholm wird geſchrieben: Im
ſchwediſchen Reichstag iſt ſoeben eine Vorlage eingebracht
worden, in der zur Hebung der Renntierzucht die
Be=
willigung von einer halben Million Kronen gefordert
wird. Dieſe Summe ſoll derart verteilt werden daß auf
Norbotten 200000 und auf Weſterbotten 300000 Kronen
entfallen. In der Begründung heißt es, daß dieſe Mittel
unumgänglich notwendig ſind, einmal, um dem völligen
Ausſterben des Renntiers vorzubeugen, dann aber auch,
um den umherziehenden Lappen, deren Elend ziemlich
groß iſt, unter die Arme zu greifen.
** Die Erfindung eines feuerfeſten Anzuges. Aus
Neu=York wird berichtet: Mit einer eigenartigen
Erfin=
dung, die beſtimmt erſcheint, im Feuerlöſchweſen eine
nützliche Rolle zu ſpielen, tritt der amerikaniſche
In=
genieur Martin Pannian an die Oeffentlichkeit. Seine
Erfindung beſteht in einem feuerfeſten Anzug, den er in
dieſen Tagen in Eincinnati in Ohio vor einer Reihe von
Sachverſtändigen praktiſch vorführte. Mit dieſem Anzug
bekleidet ſprang Pannian mitten in einen für dieſen
Ver=
ſuch entzündeten brennenden Holzſtoß und blieb eine
Minute lang in den Flammen, die den Erfinder den
Blicken der Zuſchauer völlig entzogen. Bei den Zeugen
ntſtand eine gewiſſe Unruhe, man fürchtete bereits, daß
der kühne Verſuch eine tragiſche Wendung genommen
haben müſſe, als Pannian wieder aus den Flammen
zurückkehrte. Der feuerfeſte Anzug, deſſen er ſich bei dem
Experiment bediente, und der auch Kopf und Geſicht
ſchützt, beſteht aus einer Reihe feuerſicherer Gewebe,
zwiſchen denen kühlendes Waſſer zirkuliert. Die
Einzel=
heiten der originellen Erfindung hält Pannian einſtweilen
och geheim.
Tango for ever! Die Sonne ſcheint wieder über
Neu=York, der Schnee ſchmilzt, der Blizzard iſt
vor=
über und die Berichte über die erlebten Abenteuer
be=
ginnen ihre Runde. Schlimm erging es den
Reiſen=
den, die beim Ausbruch des Schneeſturmes im
Zuge ſaßen, im Schnee ſtecken blieben und Stunde um
Stunde hungernd in der Kälte ausharren mußten, ehe
Hilfe kam oder die Strecke wieder frei gemacht werden
konnte. Der Zug, der am Sonntag abend von Neu=York
nach Atlantic City auslief und etwa 100 Paſſagiere mit
ich führte, blieb 24 Stunden hindurch auf offener Strecke
im Schneetreiben liegen. Die Lokomotive fuhr feſt in
einer über 6 Meter hohen Schneewelle in der Nähe von
Redbank in Neu=Jerſey und an ein Weiterkommen war
nicht zu denken. Eine Anzahl Paſſagiere organiſierte eine
Expedition, die verſuchen ſollte, von der nächſten Station
Hilfe zu holen. Aber nachdem die Männer zwei
Stun=
den lang mit den gewaltigen Schneemaſſen gekämpft
atten, betrug die zurückgelegte Entfernung kaum 200
Me=
er, und eine neuer Schneeſturm zwang zu ſchleuniger
Flucht und Rückkehr in die Wagen. Erſt nach vielen
Stunden erreichte die Hilfsmannſchaft den vereiſten Zua
und brachte den hungernden und frierenden Paſſagieren
Stärkungsmittel. Nicht anders erging es dem
Expreß=
zug, der Montag abend von Neu=York nach Philadelphia
abging. Auch er geriet in ein Schneewehen und blieb 25
Stunden liegen. Unter den Paſſagieren befand ſich der
Vizepräſident Marſhall. Aber hier entdeckten die
Paſſa=
giere bald ein Heilmittel gegen Trübſal und Kälte. In
den Pullman=Wagen entſtand plötzlich ein reges Treiben,
das Stunde um Stunde fortdauerte. Während draußen
die Elemente wüteten, und die Schneemaſſen ſich immer
höher auftürmten, tanzten die Inſaſſen des Zuges kurz
entſchloſſen mit Feuereifer Tango. Eine Theatertruppe,
die auf der Reiſe nach Boſton war, machte den Anfang,
und ſo erlebte der Vizepräſident der Vereinigten Staaten
verwundert den Ausbruch eines echten akuten
Tango=
fiebers mit, das erſt nachließ, als die Fahrt endlich
fort=
geſetzt werden konnte.
** Die kraſſeſte Submiſſionsblüte, die bisher
dage=
weſen iſt, zeitigte ein Ausſchreiben des
Stadtbau=
amtes Düren zur Herſtellung eines Exerzierplatzes. Von
den 32 Bewerbern erbot ſich zur Uebernahme der Arbeit
der Höchſtfordernde für 598000 Mark, während die Summe
des Mindeſtfordernden etwa den neunten Teil, nämlich
31333 Mark, ausmachte. Der Unterchied der beiden
Offerten betrug demnach über eine halbe Million Mark
(536 667 Mark).
B. B. Zum zweiten Male ſilberne Hochzeit gefeiert hat
der Kantor emer. Auguſt Hübner in Grünberg (Schleſien).
Der jetzt 82jährige Mann konnte in den achtziger Jahren
mit ſeiner erſten Frau die ſilberne Hochzeit feiern. Nach
dem Tode der Frau heiratete H. zum zweiten Male, und
dieſer Ebebund beſtand dieſer Tage ebenfalls 25 Jahre.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. Marz 1914.
Nummer 66.
— Orpheum. Haskel=Gaſtſpiel. Man ſchreibt
uns: Heute, Samstag, findet die letzte Aufführung des
tollen Schwankes Son frecher Kerl” ſtatt. Für morgen,
Sonntag, ſtehen die Erſtaufführungen zweier weiterer
Schlager bevor, womit Haskel als Autor wie als
Dar=
ſteller das Feld des Humors ſowie die Lachmuskeln
ſei=
ner Mitmenſchen gleich erfolgreich bearbeitet. Die
famo=
ſen Schwänke „Exzellenz kommt” und „Der Muſterpapa”
ſind Perlen des Haskelſchen Repertoires und haben
be=
reits mehrere hundert Aufführungen in den deutſchen
Großſtädten mit ungeheurem Beifall erlebt; „Exzellenz
kommt” darf geradezu eine Lachbombe genannt werden.
Zweifellos wird das übermütige Werk auch hier die große
Zahl ſeiner Kaſſenerfolge fortſetzen, zumal die Aufführung
durch das Haskel=Enſemble eine glänzende iſt. Zur
Sonn=
tagnachmittagsvorſtellung haben die volkstümlichen
klei=
nen Preiſe Gültigkeit. (S. Anz.)
* Perkeo. Am 1. März iſt im Perkeoſaal Martin
Carello mit ſeinem Kometen=Enſemble eingezogen.
Nachdem die Hauskapelle einige Muſikſtücke zum Vortrag
gebracht hatte, wurde das Programm mit einem
Enſemble=
chor, beſtehend aus vier Damen und vier Herren, eröffnet.
Die Geſchwiſter Etoil, Damen=Geſangs= und Tanzduett,
ſind zwei feſche Kinder, welche ihrem Namen alle Ehre
machen. Franz Samſon iſt ein Humoriſt, der ſeine
Chan=
ſons und Kabarettſzenen voll und ganz zur Geltung bringt
und dadurch die Zuhörer ganz auf ſeiner Seite hat. Les
Favo=
ritas, akrobatiſches Damen=Geſangs= und Tanz=Enſemble,
ſind in ihren Leiſtungen wirklich erſtklaſſig; die
Verwand=
lungen, ſowie Pyramiden klappen wie am Schnürchen. Die
Muſikpiécen, ſowie die Begleitung der auftretenden
Künſt=
ler liegt in den Händen des Kapellmeiſters Holborn,
wel=
cher zum Gelingen das Ganzen tatkräftig mit Fleiß und
Ausdauer beiträgt. Nach des Tages Müh’ und Haſt
findet jeder im Perkeo einige Stunden angenehmer
Zer=
ſtreuung.
* Konzerte. Ludwigshöhe. Für das morgige
Konzert, welches das Muſikkorps des Leibgarde=Regiments
ausführt, iſt ein auserleſenes Programm aufgeſtellt, in
dem außer einer Reihe klaſſiſcher und beſſerer Tonwerke
auch die modernſte und heitere Muſe nicht unberückſichtigt
blieb. (S. Anz.)
Rummelbräu. Am Sonntag, den 8. März, findet
wie bisher von nachm. 4 Uhr ab Künſtlerkonzert
bei freiem Eintritt ſtatt. Von abends 8 Uhr ab konzertiert
die Kapelle des Großh. Artilleriekorps. Herr
Obermuſik=
meiſter Mickley hat für dieſen Abend ein beſonderes
Pro=
gramm aufgeſtellt. Mehrere Soliſten der Kapelle werden
in ihren Virtuoſenvorträgen vor die Rampe treten. Aus
dem Programm ſei hervorgehoben: Ouvertüre aus
Zigeu=
nerbaron von Strauß; Große Fantaſie aus Traviata von
Verdi; Präludien aus „Das Penſionat” von Suppé. Im
dritten Teil des Programms werden aus dem
Repertoire=
ſtück des Berliner Theaters „Wie einſt im Mai” einige
Auszüge geſpielt werden. Hierzu wird jeder
Konzert=
bſſucher ein Exemplar in Noten, Text und Bild gratis
er=
halten.
Monatsverſammlung des Gartenbauvereins.
— Am Donnerstag, den 5. ds. Mts., fand im
Fürſtenſaal die Molnatsverſammlung des
Gartenbauvereins ſtatt, die von 111 Mitgliedern
und zahlreichen Gäſten beſucht war. Herr Prof.
Völ=
ſing eröffnete dieſelbe mit einigen geſchäftlichen
Mit=
teilungen. Der Kreis=Obſtbau=Verband wird in nächſter
Zeit die Gewächshäuſer im Orangeriegarten beſuchen.
Obgleich der Gartenbauverein als Mitglied das Recht
hätte, ſich demſelben anzuſchließen, bat Herr
Garteninſpek=
tor Weigold, dies nicht zu tun, indem er verſprach, für die
Mitglieder eine beſondere Führung zu veranſtalten,
wann, wird noch bekannt gegeben. Der Verband gedenkt
auch im Juli eine Ausſtellung von Frühobſt zu
veranſtal=
ten. Die Firma Coßmann hatte für die Verloſung eine
Anzahl wurzelechter Roſenſtöcke zur Verfügung geſtellt.
Sechs neue Mitglieder ſind dem Verein beigetreten; das
ſollte ein Anſporn ſein für die Mitglieder, recht fleißig zu
werben.
Hierauf ergriff Herr Obſtbau=Inſpektor Pfeiffer
das Wort zu ſeinem Vortrag über: „Die jetzt nötigen
Ar=
beiten im Obſt= und Gemüſegarten”. Vor allem ſoll der
Grund und Boden unterſucht werden, ein Teil der
ver=
brauchten Erde entfernt und durch Düngung die nötigen
Nährſtoffe zugeführt; durch Torfmull, der mit
Feuchtig=
keit gut zerſetzt, ſei es mit Jauche, ſei es mit Waſſer, der
Erde und den Wurzeln die nötige Feuchtigkeit
zuge=
führt, bei ſtarkwüchſigen Bäumen ein Teil der
Wur=
zeln abgeſtochen, und auch vor allem unterſucht werden, ob
Wühlmäuſe vorhanden ſind, und dieſe vertilgen, ſei es mit
Fallen oder Gift oder durch Abſchießen. Man muß jetzt
die Leimgürtel abnehmen und die noch darunter ſitzenden
Schädlinge vernichten, auch nachſehen, ob nicht Bänder
oder Drähte einſchneiden oder Pfähle reiben, Fruchtgürtel
müſſen angelegt werden, Edelreiſer müſſen geſchnitten
oder beſorgt werden, damit die Veredlung nicht
auf=
gehalten oder zu ſpät vorgenommen wird. Was den
Baumſchnitt anbelangt, ſo rät Redner, das Kernobſt nicht
zu ſchneiden, ſondern nur abzukürzen. Anders iſt es mit
dem Steinobſt. Starkwüchſige Bäume ſollen nicht zu kurz
geſchnitten werden. Bei Spalierobſt iſt es gut, zu lange
Triebe lieber zu binden ſtatt zu ſchneiden. Bei
ſchwach=
triebigem kann man warten bis zur Blüte, dann das
Köpfchen der Knoſpe abbrechen, wonach ein Holztrieb folgt.
Iſt Froſtplatte oder Gummifluß aufgetreten, empfiehlt ſich
das Schröpfen. Gegen Krebs und Blutlaus und Schildlaus
muß energiſch vorgegangen werden. Redner empfahl
Kaliforniſche Brühe und Kupferkalkbrühe, auch
Schwefel=
kalkbrühe. Als Düngung wurde vor allem Stallmiſt und
Jauche empfohlen, die durch nichts zu erſetzen ſeien. Von
künſtlichem Dünger wurde Thomasmehl. Superphosphat und
ſchwefelſaurer Ammoniak, ſowie Chiliſalpeter empfohlen.
Sehr gut iſt auch Peru=Guano der hauptſächlich auch
für Gemüſezucht ſehr gut iſt. Schweinedünger iſt nicht
viel wert, beſſer Tauben= und Schafdünger. Pferdedünger
ſoll erſt gelagert oder kompoſtiert werden. Was den
Ge=
müſebau anbelangt, muß der Züchter ſich genau über die
Anſprüche und die Wachstumszeit unterrichten: ob die
Pflanzen friſche Düngung verlangen oder nicht, ob
ſonnige oder ſchattige Lage bevorzugt wird und dergleichen
mehr. Jedenfalls iſt Reihenſaat der weitwürfigen Saat
vorzuziehen. Zum Schluß erwähnte Redner noch die
Reben und riet, den Anbau nicht zu unterlaſſen, weil in
den letzten paar Jahren die Pilzkrankheiten viel Schaden
ge=
bracht hätten. Reicher Beifall lohnte den Redner. Herr
Handelsgärtner Schneider gab noch einige ſehr
be=
herzigenswerte Winke über die Blumenpflege,
hauptſäch=
lich über das Begießen derſelben. Herr Kötter führte
einige Neuheiten vor: die ſogenannten Liegnitzer
Papp=
töpfe und die Exzelſior=Pflanzenkörbe und
Metallgitter=
töpfe zum Anpflanzen von Stecklingen oder Aus= und
Umpflanzen von allen Arten Gewächſen von der Firma
Lauckhardt in Kaſſel. Die Großgärtnerei Henkel führt
dieſelben und ſind ſie von dort zu beziehen. Die übliche
Gratisverloſung ſchloß die Verſammlung.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Alma Saccur als „keuſche Suſanne” im
Saalbautheater. Wie ſchon berichtet, finden heute
Samstag, morgen Sonntag und übermorgen Montag,
bends 8 Uhr, drei Operettengaſtſpiele mit Alma Saccur
im Saalbautheater ſtatt, wobei die berühmte dreiaktige
Operetten=Novität „Die keuſche Suſanne” von G.
Okonkowski, Muſik von Jean Gilbert, zur Aufführung
ge=
angt. Einen durchſchlagenden Erfolg hat dieſer bereits
von den meiſten deutſchen und öſterreichiſchen Bühnen
auf=
geführte prächtige Operetten=Schlager erzielt. Gelegent
lich der glänzend verlaufenen 400. Aufführung kürzlich in
Berlin ſpendete das Publikum nach den Aktſchlüſſen und
auch bei offener Szene jubelnden Beifall, und manche der
reizenden Geſangsnummern mußte wiederholt werden.
luch dieſe Operette enthält — ſo urteilt die geſamte
Preſſe — Schlager, die überall populär geworden ſind
Der Librettiſt G. Okonkowski benutzte den bekannten
fran=
öſiſchen Schwank „Ganz der Papa” der ſich für
Operet=
enzwecke prächtig verwenden ließ. Jean Gilbert hat es
verſtanden, das luſtige Textbuch mit echter, volkstümlicher
Muſik zu vertonen und ihm eine muſikaliſche Faſſung zu
geben, die nach Fröhlichkeit ſingt und klingt. Ein flotter,
fortreißender Schwung macht die „Keuſche Suſanne” zu
einer echten, lebensfähigen Operette. Das Operetten=
Enſemble iſt auf das beſte eingeſpielt und kommt die
Ope=
rette flott und lebendig zur Darſtellung. Wiederholt ſei
beſonders darauf aufmerkſam gemacht, daß der alleinige
Vorverkauf im Verkehrsbureau begonnen hat,
nd werden jetzt ſchon die Karten für alle drei
Gaſtſpiel=
tage ausgegeben.
* Töchterkonzert. Der in Darmſtadt und auch
außerhalb erfolgreiche Pianiſt Herr Friedrich Roth wird
am 12. März im Feſtſaal der Turngemeinde ein
Kon=
zert veranſtalten, deſſen Reinertrag wiederum verwaiſten
Töchtern von Poſtbeamten und Unterbeamten zufließen
ſoll. Wie beim vorjährigen Edvard Grieg=Feſt, wird er
dabei durch Fräulein Gertrud Geyersbach und ein
ſtarkes Orcheſter unterſtützt werden. Den Kern des
letz=
teren bilden unſere 115er, deren Streichkörper wird durch
weitere künſtleriſche Kräfte bedeutend verſtärkt werden
(Dirigent: Herr Obermuſikmeiſter Hugo Hauske). Das
Programm enthält nur Werke neuzeitlicher Tonſetzer:
Tſchaikowski, Liſzt, Weingartner, Pfitzner, Rich. Strauß,
. Mendelsſohn. Der Abend bringt auch eine
Erſtauf=
führung, ein noch ungedrucktes Lied A. Mendelsſohns
deſſen Dichtung von Frau Dr. Willy Merck ſtammt.
Freunde unſeres heimiſchen Tonſetzers ſeien hierauf
be=
ſonders hingewieſen. Von größeren Werken wird das
im letzten Jahrzehnt hier nicht gehörte 1. Klavierkonzert
mit Orcheſter von Tſchaikowski aufgeführt werden, ein
groß angelegtes Werk, das in techniſcher und muſikaliſcher
Beziehung die höchſten Anforderungen an die
Ausführen=
den ſtellt. Der Vorverkauf iſt der Muſikalienhandlung von
Schütter übertragen. Der Blüthnerſche Konzertflügel
iſt von der Firma Julius Blüthner in Leipzig in
liebens=
würdiger Weiſe zur Verfügung geſtellt worden. (Siehe
Anzeige.)
* Reſidenz=Theater am Weißen Turm. Freunde
des guten Humors werden darauf aufmerkſam gemacht, daß
ab heute Moritz Prince, der König der Humoriſten, in
„Max und die Familie Rumpelmeier” gaſtiert. Ein
dra=
matiſches Lebensbild in drei Akten Die Ehre des Hauſes
von Gaumont” zeigt eine hochintereſſante Handlung. Der
hervorragend ſchöne Naturfilm „Die Bananenernte”
inter=
eſſiert gewiß alle Kreiſe, da ſpeziell durch den rieſig
an=
gewachſenen Import in den letzten Jahren dieſe nahrhafte
Frucht allen Kreiſen zugänglich geworden iſt. Die
hoch=
intereſſante Wochenchronik und „Dalmatien” als
Natur=
aufnahme, zuſammen mit einer amerikaniſchen Komödie
„Die geſtörte Premiere” bilden den Schluß des geſchickt
zu=
ſammengeſtellten Programms. (S. Anz.)
* Union=Theater (Kunſtlichtſpiele Rheinſtr. 6).
Wer ſich einmal herzlich auslachen will, der muß in den
nächſten Tagen einmal in das U. T. gehen, um ſich die
zwerchfellerſchütternde Humoreske „Der vielbegehrte Moritz”
mit Moritz Prince in der Hauptrolle anzuſehen. Aber auch
der große Schlager „Mamell Nitouche‟ Luſtſpiel in
drei Akten, dürfte ſehr zur Erheiterung des Publikums bei
tragen. Neben dieſen erſtklaſſigen Humoresken laufen noc
eine Anzahl prächtiger Dramen mit den erſten Darſtellern
nebenher, und an wiſſenſchaftlichen und belehrenden Films
iſt kein Mangel, ſo daß bei Beſuch des Theaters jedermann
auf ſeine Rechnung kommt. Das „Journal” bringt das
Neueſte aus aller Welt, und in den Naturaufnahmen findet
jeder Beſucher etwas Intereſſantes. Daneben iſt noch das
Künſtlerkonzert zu erwähnen, auf deſſen Beſetzung die
Lei=
tung des U. T. große Sorgfalt verwendet.
Lampertheim, 6. März. (Die Straßenbahn
nach Worms.) In der geſtrigen Gemeinderatsſitzung
ſtand auf der Tagesordnung die Frage eines Zuſchuſſes
zur elektriſchen Bahn Worms-Lampertheim. Ein
end=
gültiger Beſchluß iſt noch nicht gefaßt worden. Der
Ge=
meinderat hat angeregt, die Leiſtung von Zuſchüſſen der
Gemeinde zu dem Bahnbau von der Waſſerabgabe aus
dem Wormſer Waſſerwerk zu einem entgegenkommenden
Preiſe für die Gemeinde abhängig zu machen.
Neckar=Steinach, 6. März. (Die Eröffnung der
neuen Neckarbrücke) zwiſchen Ziegelhauſen und
Schlierbach wird bereits morgen erfolgen, vorausgeſetzt;
daß die Probebelaſtung, welche heute vorgenommen wird,
nichts Nachteiliges ergibt. Von einer feierlichen
Ein=
weihung wurde in letzter Stunde Abſtand genommen, da
man allgemein im ganzen unteren Neckartal auf die
Frei=
gabe der Brücke drängt. Die Fähre wird heute zum
letzten Male den Verkehr zwiſchen beiden Ufern bewerke
ſtelligen. Eine eigentliche Einweihungsfeierlichkeit ſoll
nachträglich Sonntag, 22. März, veranſtaltet werden.
Mainz, 6. März. (Unfall in der Kaſerne.)
Der Gefreite Schröder aus Saarbrücken, der im dritten
Jahre in der 4. Eskadron des Dragoner=Regiments Nr. 6
dient, erlitt einen Unfall. Da gegenwärtia unter den
Remonten der 3. und 4. Eskadron die Rotlaufſeuche
herrſcht, mußten die jungen Pferde in der Reitbahn
um=
hergeführt werden. Hierbei bäumte ſich das von dem
Ge=
freiten geführte Tier auf und ſchlug aus. Es traf ihn
mit ſolcher Heftigkeit auf die Magengegend, daß er
be=
wußtlos zuſammenbrach. Der Verunglückte wurde nach
dem Militärlazarett gebracht; ſein Befinden hat ſich
geſtern weſentlich gebeſſert.
Nierſtein, 6. März. (Auf eigenartige Weiſe
verunglückte) der in den Sironawerken beſchäftigte=
Arbeiter Spindler von Dalheim. Spindler war in den
großen Bottich getreten, um einen Balken wegnehmen zu
können. Dabei löſte ſich die Sicherung aus. Sp. wurde
von dem Werk ergriffen und mit voller Wucht ſo lange hin
und her geſchleudert, bis endlich ſeine gefahrvolle Lage
bemerkt und die Maſchine abgeſtellt wurde. Spinder hat
ſchwere Kopf=, Arm= und Beinverletzungen erlitten.
* Gießen, 6. März. (Verurteilte
Gift=
miſcherin.) Die 18 Jahre alte Dienſtmagd Anna
Schönfeld, die am 29. Dezember vorigen Jahres
einen Giftmordverſuch an dem Ehepaar Heuſer in
Ock=
ſtadt verübte, weil dieſes das Liebesverhältnis
der=
ſelben mit einem Knecht nicht dulden wollte, wurde von
dem hieſigen Schwurgericht zu einer
Gefängnis=
ſtrafe von 1 Jahr 4 Monaten 15 Tagen
ver=
urteilt. Der Staatsanwalt hatte zwei Jahre Zuchthaus
beantragt; das Gericht hat aber wegen der großen Jugend
der Angeklagten davon Abſtand genommen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 5. März. Von der Schönes
erger Polizei wurde ein aus mehreren Perſonen
beſtehen=
des Schwindlerkonſortium unſchädlich gemacht,
das zahlreiche Kaufleute mit wertloſen Lizenzen, nach dem
Berliner Lokalanzeiger um mehr als 100000 Mark, nach
der Morgenpoſt um 300—400000 Mark, betrogen hat. —
Im Prozeß gegen den Unteroffizier Auſt wurde das
Urteil heute in der ſiebenten Abendſtunde geſprochen.
Entſprechend dem Antrag des Vertreters der
Anklagebe=
hörde wurde Auſt wegen Tötung auf ausdrückliches und
ernſtliches Verlangen und wegen unerlaubter Entfernung
aus dem Dienſt zu drei Jahren ſechs Monaten und 1 Tag
Gefängnis verurteilt. Ferner hat das Gericht auf
Degra=
dation erkannt. In der Urteilsbegründung wird hervor=, daß das Gericht davon überzeugt ſei, daß der
An=
geklagte und das Mädchen den Entſchluß gefaßt hatten,
gemeinſam aus dem Leben zu ſcheiden. Das Gericht
ge=
langte aber auch zu der Ueberzeugung, daß das Mädchen
ſich nicht ſelbſt erſchoſſen habe, ſondern der Angeklagte der
Täter ſei. — Ein frecher Raubanfall wurde abends
in der Koppenſtraße verübt. Als die 70 Jahre alte Witwe
eines Eiſenbahnbeamten die Straße entlang ging, ſprang
ihr ein Mann entgegen, warf ihr Schnupftabak in dier
Augen, griff dann nach ihrer Handtaſche und riß daran ſo
ſtark, daß der Trageriemen in Stücke ging. Während die
Frau laut aufſchrie, eilte der Räuber mit der Beute dier
Koppenſtraße hinunter. Ein Verfolger, ein junger Schloſe
ſer, ſprang auf einen Wagen, der gerade des Weges kam,
überholte den Räuber und nahm ihn mit Hilfe anderer
Leute feſt. Auf dem Polizeipräſidium wurde der
Verhaf=
tete feſtgeſtellt als ein 28 Jahre alter Kaufmann Dambrot
aus Rußland. Die geraubte Taſche beſaß er bei der
Feſt=
nahme noch.
6. März. Aus einem Privatlaboratorium im Chemi,
ſchen Inſtitut der Univerſität wurden heute nacht Pla= im Werte von etwa 1000 Mack geſtohlen.
Potsdam, 6. März. (Zum Raubmord am
Teufelsſee.) Der Mann der ermordeten Frau Witt
hat das bei dem verhafteten Landſtreicher vorgefundener
Portemonnaie nicht als dasjenige ſeiner Frau erkannt.
Saarbrücken, 6. März. (Raubmor d?) Anſcheinend
einem Raubmord zum Opfer gefallen iſt der
penſionierte Grubenſchmied Peter Marx aus Ottenhauſen.
Der Ermordete, der in der Waſchküche ſeines Wohnhauſes
in Ottenhauſen aufgefunden wurde, wurde ſeit
Diens=
tag vermißt, bis geſtern nachmittag ſeine Leiche gefunden
wurde. Als Täter kommt ein junger Mann in Frage, der
am Sonntag und am Dienstag in dem Hauſe Marx
ge=
ſehen wurde. Bisher fehlt jede Spur von ſeinem
Ver=
bleib
Rottweil, 6. März. (Fabrikunfall.) In einem
Werk der hieſigen Zweigniederlaſſung der Vereinigten
Köln=Rottweiler Pulverfabriken geriet heute früh
Pul=
ver in Brand. Von den beiden im Werk beſchäftigten
Ar=
beitern konnte ſich der eine ins Freie retten. Der andere,
dier 35 Jahre alte verheiratete Karl Müller aus Belſen
bei Möſſingen, kam ums Leben.
Bad Brückenau, 6. März. (Der verſchwundene
Bürgermeiſter.) Außer der ſtädtiſchen Gemeindekaſſe
ſollen auch viele Bürger der Stadt, namentlich kleine Leute,
erhebliche Verluſte durch den verſchwundenen
Bürger=
meiſter erlitten haben. Wohin ſich dieſer begeben hat,
iſt=
unſicher. Es heißt, er ſei mit ſeiner Frau nach Amerika
entkommen; andererſeits verlautet auch, daß er ſich bei
Verwandten in Frankfurt a. M. aufhalte.
Koburg, 6. März. (
Hochwaſſerüberſchwem=
mungen.) Der andauernde Regen verurſachte in den
waldreichen Gegenden des Gebirges Schneeſchmelze.
In=
folge des Hochwaſſers trat die Itz über die Ufer und
über=
flutete von Meſchenbach an das Gelände.
Leipzig, 6. Mäcz. (Geldſchrankknacker an
der Arbeit.) In der vergangenen Nacht drangen
ver=
mutlich dieſelben internationalen Einbrecher, die bereits in
der vorigen Woche in ein hieſiges Bankgeſchäft
einge=
drungen waren, in ein Gold= und Partiewarengeſchäft und
raubten aus dem Geldſchrank für 160000 Mark
Bril=
lanten Uhren, Ketten und Armbänder.
Der Beſitzer hatte nur für 60000 Mark Waren verſichert.
Von den Dieben hat man bisher keine Spur.
Merſeburg, 6. März. (Provinzial=
Lebens=
verſicherungsanſtalt.) Der Provinziallandtag
der Provinz Sachſen beſchloß mit großer Majorität die
Errichtung einer Provinzialanſtalt für öffentliche
Lebens=
verſicherung.
Gera, 5. März. (Ein bemerkenswerter
Pro=
zeß) fand vor dem hieſigen Landgericht ſtatt. Vor der
Straflammer hatten ſich acht Einwohner aus Triebes zu
verantworten, die ſich zur ſozialdemokratiſchen
Parteibekennen und ihre Kinder von der Schulfeier
zum 100jährigen Gedenktag der Schlacht bei
Leipzig ferngehalten hatten. Der
Gemeindevor=
ſtand hatte die Väter deshalb in eine Geldſtrafe von je
2 Mark genommen. Die Betroffenen beantragten jedoch
richterliche Entſcheidung. Das Schöffengericht in
Hohen=
leuben beſtätigte die polizeiliche Strafverfügung, ſetzte aber
die Geldſtrafe auf 1 Mark oder 1 Tag Haft herab. Die acht
Verurteilten legten gegen dieſe Entſcheidung Berufung ein.
Die Strafkammer des Landgerichts Gera hat jedoch das
ſchöffengerichtliche Urteil beſtätigt, indem es feſtſtellte, daß
die betreffende Feier als eine der Schuldiſziplin
unter=
ſtehende Anordnung zu betrachten ſei, die der Rektor ohne
weiteres verfügen konnte und der alle Schulkinder ohne
Ausnahme Folgen zu leiſten hatten.
Duisburg, 6. März. (Durch giftige Gaſe
ge=
tötet.) In der Friedrich=Alfred=Hütte bei dem
benach=
barten Rheinhauſen wurden heute vormittag bei der
In=
betriebnahme einer neuen Gebläsmaſchine acht Mann
durch Ausſtrömen giftiger Gaſe betäubt. Sechs wurden
ins Leben zurückgerufen; der Obermonteur Adam und der
Maſchiniſt Berger waren bereits tot.
Münchberg, 6. März. (Tödlicher Unfall.) In
der Transformatorenſtation Röslau wurde der Monteur
Kueh durch den elektriſchen Strom getötet.
Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Seite 5.
Kreuzburg, 6. März. (Hochwaſſer.) Die Werra
führt ſeit heute nacht infolge eines wolkenbruchartigen
begens und Schneewetters im Thüringer Walde
Hoch=
beſſer. Weite Strecken des unteren Werratales ſtehen
Unter Waſſer. Das Hochwaſſer ſteigt.
Osnabrück, 6. März. (Die Beiſetzung des
Weihbiſchofs Voß.) Heute fand mit großem
Ge=
hänge im Dom zu Osnabrück die Beiſetzung des
Weih=
ſiſchofs Hubertus Voß ſtatt. Als Vertreter des
ſtaiſers war Oberpräſident von Wentzel anweſend.
„Rom, 6. März. (Vom Zuge überfahren.)
Eint Bahnwärterfrau, welche in Abweſenheit ihres
Nannes den Dienſt verſah, wollte ihre hochbetagte
ſchwach=
ſinnige Mutter, die ſich beim Herannahen eines
Schnell=
ſüuges auf den Schienen befand, retten. Beide Frauen
wuerden überfahren und ſchrecklich verſtümmelt.
Danzig, 6. Mäcz. (Selbſtmord.) Hier hat ſich in
her vergangenen Nacht der als Inſpektionsoffizier zur
riegsſchule kommandierte Oberleutnant Mieze in einem
botelzimmer durch einen Schuß in die Schläfe getötet.
dars Motiv zur Tat iſt ein nervöſes Leiden. Er gehörte
dan 3. Sächſiſchen Ulanen=Regiment Nr. 21 an.
Wien, 6. März. (Der „Bauernſchreck” erlegt?)
us Wallenſtein in Kärnten traf ein Telegramm ein,
lvonach „endgültig” auf den Jagdgründen des Fürſten
benckel der ſogenannte „Bauernſchreck” erlegt wurde. Das
ſtaubtier ſoll ein ausgewachſener Wolf ſein.
Paris, 6. März. „Irrtümliche
Mobiliſie=
rung”.) Wie eine Note des Kriegsminiſteriums erklärt,
if: die irrtümliche Mobiliſierung der
Reſer=
prſten von Montbéliard dadurch entſtanden, daß der
Unnſchlag, der die Mobiliſierungsbefehle enthielt, zerriß.
Ladurch ſeien dann dieſelben unter die anderen
Brief=
ſchaften geraten und irrtümlich zugeſtellt worden.
Paris, 6. März. ((Vor dem Pariſer
Zucht=
polizeigericht) begann geſtern der Prozeß gegen die
hieſigen Helfershelfer der Brüder Chevalard die
gegenwärtig vom Straßburger Gericht verfolgt werden,
weil ſie von einer amerikaniſchen Dame in Baden=Baden
200000 Mark erpreßt hatten. Das Zuchtpolizeigericht
be=
ſchloß, den Prozeß zu vertagen, bis das Straßburger
Ge=
ſicht ſein Urteil gefällt habe.
Petersburg, 5. März. (Das Bezirksgericht)
verurteilte den Bürgermeiſter von Wiborg
Zim=
nermann und die Ratsmänner Godelhelm und
Wuolinen, die des Widerſtandes gegen das Geſetz,
be=
reffend die Gleichberechtigung der Ruſſen mit den Finnen
in Finnland, angeklagt waren. zu acht Monaten Gefängnis
und erkannte ihnen die Berechtigung zur Bekleidung
öffent=
lcher Aemter auf die Dauer von zehn Jahren ab. Als
Wuolinen dem Gericht vorgeführt wurde, erklärte er, auf
keine Frage antworten zu wollen, da die Angelegenheit
nicht einem ruſſiſchen Gericht unterliege. Die anderen
An=
geklagten waren nicht erſchienen. In einer ähnlichen
An=
gelegenheit, in welcher der Wiborger Bürgermeiſter
Ehr=
vom und dieſelben Ratsmänner angeklagt waren, fällte
das Bezirksgericht ein gleiches Urteil.
Deutſcher Reichstag.
* „Berlin, 6. März. Erſter Vizepräſident Dr.
Paaſche eröffnet die Sitzung um 1.03 Uhr. —
Einge=
gangen iſt die Novelle zum Geſetzüber den
Ab=
atz von Kaliſalzen. Auf der Tagesordnung ſtehen
zunächſt vier
Anfragen.
Abg. Lévéque (Lothr.) fragt: Kann der Herr
Reichs=
kanzler Auskunft darüber geben, ob die Verhandlungen
zwiſchen der Reichseiſenbahnverwaltung und der
Landes=
egierung von Elſaß=Lothringen ſoweit gediehen ſind, daß
der Bau einer Eiſenbahn von Vic über Bourdonnaye nach
Saarburg baldtunlichſt in Angriff genommen wird?
Dirigent im Reichseiſenbahnamt Dr. Leeſe: Der
Bau einer Eiſenbahn zur Herſtellung einer kürzeren Ver=
Hindung zwiſchen Vie und Saarburg wird als eine
er=
wünſchte Ergänzung des Reichseiſenbahnnetzes anerkannt
und iſt von der Reichseiſenbahnverwaltung in Ausſicht
genommen. In dem letzten Jahre iſt nun aber neben den
chon im Bau begriffenen Linien eine Reihe dringlicher
Bauten bereits eingeleitet oder in beſtimmte Ausſicht
ge=
nommen. Die Koſten dieſer Aufgabe bedingen einen
Auf=
wand von weit über 200 Millionen Mark und nehmen die
Finanzen des Reiches wie die Kräfte der
Reichseiſenbahn=
verwaltung noch auf Jahre hinaus in Anſpruch. Unter
dieſen Umſtänden konten Verhandlungen über die in Rede
ſtehenden Linien zwiſchen den beteiligten Reichs= und
Lan=
desbehörden überhaupt noch nicht eingeleitet werden. Sie
müſſen vielmehr zurückgeſtellt werden, bis die vorhandenen
Bauaufgaben ſoweit gefördert ſind, daß neue in Angriff
genommen werden können.
Abg. Dr. Becker=Heſſen (bei keiner Fraktion) fragt:
Durch die politiſche Tages= und mediziniſche Fachpreſſe
geht die Nachricht, daß durch die Behandlung
Syphi=
litiſcher mit Salvarſan bereits mehrere
Hun=
dert Todesfälle vorgekommen ſeien und daß dieſe
Behandlungsweiſe ſchwere, teils dauernde, teils
vorüber=
gehende Geſundheitsſchädigungen im Gefolge gehabt
haben. Iſt der Herr Reichskanzler in der Lage und bereit
darüber Auskunft zu geben: 1. ob dieſe Nachrichten auf
Wahrheit beruhen; 2, ob das Salvarſan ſich im freien
Verkehr befindet; 3. ob die im Salvarſan enthaltene
Arſenmenge um das mehrfache die Maximaldoſis für
Ar=
ſen, wie ſie in der Pharmakopöe feſtgelegt iſt, überſteigt;
4. ob die Todesfälle und Geſundheitsſchädigungen auf das
im Salvarſan enthaltene Arſen zurückzuführen ſind?
Miniſterialdirektor v. Jonquiéres: Für
Todes=
fälle oder Fälle ſchwerer Geſundheitsſchädigungen, die nach
der Anwendung von Salvarſan vorkommen, beſteht nach
dem Reichsgeſetz keine Anzeigepflicht. Infolgedeſſen fehlt
es auch der Reichsverwaltung an amtlichen Mitteilungen
darüber, wie oft derartige Fälle nach
Salvarſanbehand=
lung eingetreten ſind. Die in der mediziniſchen Literatur
mitgeteilten Schädigungen werden von ärztlicher Seite
teils auf unrichtige Auswahl der zu behandelnden
Per=
ſonen, auf Fehler und Unvbllkommenheiten in der
An=
wendung oder auf die Sonderheiten des Verlaufes der
Krankheit, teils, namentlich bei arſenüberempfindlichen
Kranken, auf den Arſengehalt des Salvarſans
zurückge=
führt. Hiernach können die Schäden nur zum Teil durch
die unmittelbare Giftwirkung des Salvarſans verurſacht
worden ſein. So bedauerlich ſolche Fälle an ſich ſind, ſo iſt
doch zu bedenken, daß das Salvarſan bei einer ſehr großen
Anzahl von Kranken ohne Schädigungen angewendet
wor=
den iſt, und daß vereinzelte Unglücksfälle auch bei anderen
Heilmitteln nicht ausgeblieben ſind. Die Aerzte, welche
Salvarſan dauernd angewendet und ſich über ihre
Erfah=
rungen ausgeſprochen haben, ſind weit überwiegend der
Anſicht, daß es, richtig angewendet, eine ſehr wertvolle
Bereicherung des Heilmittelſchatzes gegenüber der Syphilis
gebracht hat. Bisher war für die Reichsverwaltung kein
Anlaß gegeben, einſchränkende Maßnahmen gegenüber dem
Salvarſan zu ergreifen und ſeine Anwendung Aerzten und
Kranken zu erſchweren. Nach den beſtehenden
Beſtimmun=
gen unterliegt das Heilmittel Salvarſan dem
Apotheken=
zwang und dem Rezeptzwang. Die Einzelgabe des
Sal=
varſans beträgt 0,1 bis 0,6 Gramm, die darin enthaltene
Arſenmenge 0,03 bis 0,2 Gramm und überſteigt die der
Maximaldoſis für arſenige Säure entſprechende Arſenmenge
0,004 Gramm) ſomit um ein vielfaches. Hierbei iſt aber
zu berückſichtigen, daß der Fachliteratur zufolge das Arſen
im Salvarſan in einer erheblich ungiftigeren Form
vor=
iegt, als in der arſenigen Säure. Die Reichsverwaltung
wird der wichtigen Frage wie bisher die größte
Aufmerk=
ſamkeit zuwenden und die geeigneten Feſtſtellungen
tref=
fen, um prüfen zu können, ob etwa weitere
Schutzvorſchrif=
ten erforderlich ſind.
Abg. Baumann (Zentrum) fragt: Iſt dem Herrn
Reichskanzler bekannt, a) daß aus dem Auslande Weine
eingeführt werden, die einen nach unſerem Weingeſetz nur
für Deſſertweine zuläſſigen Zuſatz von Alkohol (
Weindeſtil=
lat) haben, im Inland zumeiſt als naturreine Weine
ange=
prieſen und als ſolche in den Verkehr gebracht werden;
b) daß aus Samos Deſſertweine eingehen, die nicht der
Grundlage des Weingeſetzes im § 1: „Wein iſt das durch
Alkoholgärung aus dem Saft der friſchen Weintrauben
hergeſtellte Getränk”, entſprechen, indem dieſe Samosweine
bei ihrer Herſtellung mittels Alkohol ſtumm gemacht und
nicht zur Gärung kommen. Nachdem die ungehinderte
Ein=
fuhr ſolcher Getränke Erbitterung im Weinbau und
Ver=
wirrung in Weinhändlerkreiſen hervorbringen, fragen wir
an, was der Herr Reichskanzler zu tun gedenkt, um der
Umgehung des Weingeſetzes vorzubeugen?
Direktor im Reichsamt des Innern v. Jonquiöres:
Die mit der Ueberwachung des Weinverkehrs betrauten
Stellen ſind verpflichtet, dem Feilhalten und Verkauf
ge=
ſpriteten Weines als naturreines Erzeugnis
entgegenzu=
treten und Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen.
Dem Reichskanzler iſt nicht bekannt, daß ſich auf dieſem
Gebiete bei ausländiſchen Weinen ein Mißſtand von
be=
ſonderem Umfang ergeben hat. Dem Reichskanzler iſt
be=
kannt, daß ein Teil der als Samoswein eingeführten
Er=
zeugniſſe unter Zuſatz erheblicher Alkoholmengen zu
unver=
gorenem Traubenmoſt hergeſtellt iſt. Bei der Einfuhr hat
ſich eine verſchiedenartige behördliche Beurteilung dieſe
Erzeugniſſe ergeben und ſie ſind je nachdem eingelaſſen oder
von der Einfuhr zurückgewieſen worden. Soweit es ſich
um den Verkehr im Inland handelt, ſind für die endgültige
Entſcheidung in der Frage die Gerichte zuſtändig. Es ſteht
zu erwarten, daß es bald zu einem mittelbaren auch über
die Einfuhrfrage entſcheidenden letztinſtanzlichen
Richter=
ſpruch kommen wird, da ein zur Klärung der Frage in
Frankfurt a. M. eingeleitetes Strafverfahren demnächſt das
Reichsgericht beſchäftigen wird. Vor weiteren
Maßnah=
men wird daher die Entſcheidung des Reichsgerichts
abzu=
warten ſein.
Abg. Dr. Quarck=Frankfurt a. M. (Soz.) fragt: Iſt
dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß eine dem mehrfach
ausgeſprochenen Wunſch des Reichstages widerſprechende
und einſeitige Regelung der Arbeitsverhältniſſe der
Stra=
ßenbahner, bei der außerdem lediglich die Unternehmer,
nicht aber die Angeſtellten zur Vorberatung zugezogen
wurden, vor kurzem mit Giltigkeit vom 1. April 1914 ab
für Preußen allein vorgenommen worden iſt? Was gedenkt
der Herr Reichskanzler zu tun, um eine der einheitlichen
Entwickelung der Straßenbahnen im Reiche entſprechende
einheitliche Regelung der Dienſtvorſchriften für
Straßen=
bahner herbeizuführen und die Zuziehung der Angeſtellten
und ihrer Verbände neben derjenigen der Unternehmer für
die Vorberatung ſolcher Vorſchriften zu ſichern?
Direktor im Reichsamt des Innern Dr. Caſpar: Auf
den Gewerbebetrieb der Eiſenbahnunternehmen, zu denen
auch die Straßenbahnunternehmen gehören, finden die
Vorſchriften der Gewerbeordnung keine Anwendung (§ 6 a
a. o.). Die Regelung der Arbeiterverhältniſſe der bei
dieſen Unternehmungen angeſtellten Perſonen iſt Sache der
Landesregierungen. Der Reichsleitung ſteht daher eine
Einwirkung auf dieſe Angelegenheiten nicht zu.
Darauf wird die Spezialberatung des
Poſtetats
fortgeſetzt. — Abg. Erzberger (Ztr.): In größerem
Umfange als bisher ſollte im Poſtverkehr der automatiſche
Betrieb eingeführt werden. — Der Reſt der
fortdauern=
den Ausgaben wird bewilligt. Bei den einmaligen
Aus=
gaben fordert ein Titel: Erwerbung eines Grundſtückes in
Berlin=Weißenſee und Herſtellung eines neuen
Dienſtge=
bäudes daſelbſt. Die Poſition wird nach kurzer Debatte
bei ganz ſchwach beſetztem Hauſe gegen die Stimmen der
Sozialdemokraten bewilligt. (Heiterkeit.) — Der Reſt der
Ausgaben wird bewilligt. Die Einnahmen werden
geneh=
migt und die zu dieſem Etat vorliegenden Petitionen
ent=
ſprechend den Kommiſſionsbeſchlüſſen erledigt. Damit iſt
der Poſtetat in zweiter Beratung erledigt.
Es folgt die
zweite Beratung des Poſtſcheckgeſetzes.
Die Budgetkommiſſion (Berichterſtatter Abg. Beck=
Heidel=
berg) hat an dem Entwurf u. a. folgende Aenderungen
vorgenommen: a) Die Stammanlage ſoll auf 50 Mark
be=
meſſen werden (die Sozialdemokraten und die
Wirtſchaft=
liche Vereinigung beantragten dagegen 25 Mark); b) die
Gebühren für die Zahlkarten ſollen auf 5 Pfg. ſtatt auf
10 Pfg. bemeſſen und vom Zahlungsempfänger (nicht vom
Einzahler) entrichtet werden. (Die Mehrheitsparteien
be=
antragen bei Einzahlungen bis 25 Mark 5 Pfg. und
dar=
über 10 Pfg.; die Sozialdemokraten bis 100 Mark 5 Pfg.
und darüber 10 Pfg.)
Abg. Vogtherr (Soz.): Der ganze Poſtſcheckverkehr
iſt in weiten Kreiſen noch unbekannt. Hätten wir ſtatt einer
verknöcherten Bureaukratie eine geſchäftsſinnige
Verwal=
tung, ſo häten wir auch eine mindeſtens zehnfache
Konten=
zahl. Trotz aller Ungeſchicklichkeit der Verwaltung hat ſich
dieſer Vekehr erheblich weiter geſteigert. Bei der
Renta=
bilitätsberechnung bleibt eine weitere Einnahmezunahme,
namentlich an Zinſen, außer Anſatz. Um den kleinen
Ge=
ſchäftsleuten die Benutzung des Scheckverkehrs zu
erleich=
tern, werden wir die Stammeinlage, die bisher 100 Mark
betrug, nicht, wie die Kommiſſion beſchloſſen hat, auf 50
Mark, ſondern auf 25 Mark herabſetzen, zumal der
Staats=
ſekretär ſich damit einverſtanden erklärt hat. Eine neue
Ueberſchußquelle ſoll dieſe Einrichtung nicht werden,
ſon=
dern ſie ſoll lediglich dem Verkehr dienen. Am beſten wäre
ein einheitlicher Satz von 5 Pfg. für jede Beſtellung. (Abg.
Hebel (Ztr.), der von ſeinem Unfall wiederhergeſtellt iſt
betritt in Begleitung vieler ſeiner Freunde den Saal, von
allen Seiten herzlichſt beglückwünſcht. Ihm wird von
Zentrumsabgeordneten ein ſchöner Blumenſtrauß
über=
reicht.) Ein Vorteil wird nur geſchaffen für die großen
Geſchäftshäuſer, bei denen große Beträge hin= und
her=
fließen. Ihnen wird auf Koſten der kleinen Geſchäftsleute
eine Verbilligung bereitet. Wir halten an den Beſchlüſſen
der Kommiſſion feſt, lehnen aber das ganze Geſetz ab,
wenn es verſchandelt wird. (Beifall bei den Soz.)
Abg. Nacken (Ztr.): Die Sozialdemokraten ſtehen
wieder einmal auf dem Alles= oder Nichts=Standpunkt.
Daß die Kommiſſionsbeſchlüſſe undurchführbar ſind, weiß
der Vorredner ebenfalls. Wir nehmen das Erreichbare.
Die Entwickelung des Poſtſcheckverkehrs iſt ein glänzender
Erfolg der Verwaltung. Unrichtig iſt es, daß dieſe
Ein=
richtung in weiten Kreiſen des Volkes noch unbekannt iſt.
Am längſten wurde mit der Einführung des leichten
Zah=
lungsmittels, des Poſtſchecks für Behörden, abgeſehen von
den Reichs= und Staatsbehörden, gezögert. Es iſt ein
Vor=
teil wenn die Stammanlage auf 50 Mk. herabgeſetzt wird.
Auch iſt es notwendig, daß die Formulare zu Zahlkarten
und die hierzu notwendigen Briefumſchläge von der
Privatinduſtrie hergeſtellt und bezogen werden können. Der
Poſtſcheckverkehr würde aber noch mehr gewinnen, wenn
die Poſtverwaltung ſich dazu entſchließen könnte, den von
der Mehrheit des Hauſes geäußerten Wünſchen Rechnung
zu tragen. (Beifall im Zentrum.) — Abg. Roland=Lücke
(natl.): Die geſetzliche Regelung, wie ſie jetzt vorgeſchlagen
iſt, iſt lediglich geeignet, die weitere Entwickelung des
Poſt=
ſcheckverkehrs zu fördern, im Intereſſe von Handel und
In=
duſtrie wie auch der Landwirtſchaft. Auch durch den
An=
trag der bürgerlichen Parteien wird das Geſetz weſentliche
Verbeſſerungen erhalten. Dahin gehört vor allen Dingen
die Ermäßigung der Stammeinlage auf 50 Mark. Um
etwaige Ausfälle, die die Poſtverwaltung bei der
Verwal=
tung ſo großer Kapitalien, wie ſie im Poſtſcheckverkehr in
den Händen der Poſt liegen, womöglich erleiden kann zu
decken, wäre die Schaffung eines Reſervefonds notwendig
Für die fortlaufende Weiterentwickelung des
Poſtſcheck=
weſens wie auch für Beſchwerdefälle, iſt die Errichtung
eines Beirates für die Poſtſcheckämter nötig. Wir wollen
das Poſtſcheckweſen möglichſt fördern, und dazu bietet die
Vorlage mit dem Kompromißantrag die beſte Möglichkeit.
(Beifall.) — Abg. Frommer (konſ.): Die Poſtſcheckämter
müſſen an Zahl vermehrt werden. Die Wirkung des
Scheck=
verkehrs iſt vorzüglich geweſen, und wir ſtehen nicht an,
wie für dieſen, ſo auch für den ganzen, trefflich arbeitenden
Organismus der Poſtverwaltung dem Staatsſekretär
unſere volle Anerkennung zu zollen, der es dahin gebracht
hat, daß die deutſche Poſt in der Welt voran iſt. (Beifall.)
Abg. Schweickhardt (Fortſchr. Vpt.): Wir
ſtim=
men dem Geſetz und dem Kompromißantrag zu, nicht um
den Verkehr zu ſchädigen, ſondern zu heben. Der große
Er=
folg des Poſtſcheckverkehrs iſt nicht zu leugnen. Die
Be=
rechnung des Staatsſekretärs iſt zu niedrig gehalten. Der
Kreis der Intereſſenten wird weiter ausgedehnt durch die
Zulaſſung von Geſellſchaften und Vereinigungen, die
bis=
her von dieſem Verkehr ausgeſchloſſen waren. Wir
ſtim=
men dem Satz von 5 Pfg und 10 Pfg. zu in der
Voraus=
ſetzung, daß bei einem günſtigen Abſchluß die Sätze weiter
ermäßigt werden. Daß der Frankierungszwang aus dem
Geſetz herauskommt, iſt ein großer Fortſchritt. Alle
öffent=
lichen Kaſſen, Steuer= und Gerichtskaſſen, ſollten ſich dem
Poſtſcheckverkehr anſchließen. Dem ſozialdemokratiſchen
Antrage würde die Regierung ein „Unannehmbar”
entgegenſetzen. Wir wollen dem Fortſchritt dienen,
und den ſehen wir in dem Geſetz und unſeren Anträgen,
(Beifall.) — Abg. Behrens (Wirtſch. Vgg.): Auch wir
begrüßen das Geſetz als einen Fortſchritt. Wir beantragen
aber die Herabſetzung der Stammeinlage auf 25 Mark. Wir
verſprechen uns davon eine weſentliche Vermehrung der
Konten. Hinſichtlich des Gebührentarifs ſtimmen wir dem
Kompromißantrag zu. Ich hoffe, daß durch dieſes Geſetz
das Poſtſcheckweſen volkstümlich wird. (Beifall.)
Staatsſekretär Krätke: Die Ausführungen des Abg.
Vogtherr waren nicht zutreffend. Er ſelbſt hat ja
ſchließ=
lich zugegeben, daß in den letzten Jahren der
Poſtſcheck=
verkehr einen geradezu eminenten Aufſchwung genommen
hat. Eine Erhöhung der Gebühren iſt notwendig. Es iſt
aber auch unbedenklich, da der Bundesrat zu jeder Zeit
berechtigt ſein ſoll, ohne Aenderung des Geſetzes, die
Ge=
bühren herabzuſetzen, wenn es die Verhältniſſe erlauben.
Die Herabſetzung der Stammeinlage auf 50 Mark iſt eine
Maßnahme, durch die der Anſchluß an das Poſtſcheckweſen
ſehr erleichtert wird. — Abg. Vogtherr (Soz.): Wir
bleiben bei unſerem Antrag und werden eventuell gegen
das Geſetz ſtimmen.
Damit ſchließt die Diskuſſion. Unter Ablehnung der
übrigen Anträge wird das Geſetznach der Faſſung
der Kommiſſion, unter Berückſichtigung der Anträge
der Kompromißparteien, gegen die Stimmen der
Sozial=
demokraten angenommen. — Es folgt der
Etat der Reichsdruckerei.
Abg. Irl (Ztr.): Je mehr die Staatsbetriebe ſich
aus=
dehnen, deſto mehr werden die Privatbetriebe geſchädigt,
und dazu ſollte die Reichsdruckerei nicht die Hand bieten.
Solche Aufträge ſollte die Reichsdruckerei ablehnen, die
von der Privatinduſtrie hergeſtellt werden können. — Abg.
Dr. Böttger (natl.): Gegen eine weitere Ausdehnung
des Betriebes der Reichsdruckerei haben auch wir unſere
ſchwerſten Bedenken. Die Privatinduſtrie darf nicht
ge=
fährdet werden. — Abg. v. Winterfeldt (konſ.): Auch
ich kann mich namens meiner Partei den hier vorgebrachten
Bedenken gegen die Ausdehnung des Betriebes der
Reichs=
druckerei anſchließen. — Staatsſekretär Krätke: Die hier
vorgebrachten Bedenken ſind nicht begründet. Eine
Erwei=
terung der Reichsdruckerei iſt notwendig. 1907 hatten wir
2,2 Prozent Privataufträge von unſerem geſamten
Auf=
tragsbeſtand, 1912 nur noch 1,8 Prozent. Es iſt alſo nur
noch ein ganz geringer Bruchteil, und es beſteht nicht die
Abſicht, der Privatinduſtrie Konkurrenz zu machen. — Abg.
Fiſcher=Berlin (Soz.): Für die Steuerzahler und die
Arbeiter iſt die Ausdehnung des Reichsdruckereibetriebes
nur erwünſcht. Die Reichsdruckerei muß aber auch die
Buch=
druckerorganiſation und die Tarife anerkennen. — Abg.
Kiel (Fortſchr. Vpt.): Eine Konkurrenz für die
Privat=
induſtrie wollen wir nicht haben. Die Reichsdruckerei ſoll
nur die Bedürfniſſe der Reichsbehörden befriedigen.
Damit ſchließt die Diskuſſion. Der Etat
wirdunver=
ändert bewilligt.
Darauf wird vertagt. Nächſte Sitzung
Sams=
tag 11 Uhr: Kolonialetat. — Schluß 6 Uhr.
* Berlin, 6. März. Die 16. Kommiſſion des
Reichstages trat zuſammen, um die endgültige
Formulierung des dem Plenum vorzulegenden
Kom=
miſſionsbeſchluſſes zur Löſung der Duellfrage
vorzunehmen. Ein Antrag Tr. van Calker (natl.) und
Gröber (Ztr.) ſchlug folgende Faſſung vor: Hat der
Herausfordernde oder der Annehmende der
Herausforde=
rung, oder hat in Fällen der Paragraphen 205 bis 208
(Zweikampf mit tödlichem Ausgang unter Uebertretung
der vereinbarten Regeln des Zweikampfes oder ohne
Sekundanten) der Täter den Zweikampf freventlich
ver=
ſchuldet ſo tritt anſtelle der Feſtungshaft Gefängnisſtrafe
von gleicher Dauer. Neben der Gefängnisſtrafe kann auf
Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden. Das
Zentrum ließ alſo die Forderung fallen, bei dem
Vor=
liegen einer ehrloſen Handlung die bürgerlichen
Ehren=
rechte obligatoriſch abzuerkennen, um die einheitliche
Stellung der Kommiſſion zu erleichtern. Ein
ſozialdemo=
kratiſcher Rekner beantragte die Aufrechterhaltung der
geſtern angenommenen und heute vom Zentrum fallen
ge=
laſſenen Beſtimmung. Der Antrag der Sozialdemokraten
wurde gegen deren drei Stimmen abgelehnt und der An=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Nummer 66,
trag van Calker und Gröber einſtimmig angenommen.
An das Plenum ſoll ein mündlicher Teilbericht erſtattet
und der angenommene Antrag nicht in Verbindung mit
der Duellinterpellation, ſondern nach derſelben, als
ein=
ſtimmiger Kommiſſionsantrag dem Plenum vorgelegt
werden.
Aus dem elſaß=lothringiſchen Landtag.
* Straßburg, 6. März. Die Zweite
Kam=
mer des Landtags hat heute den
Dispoſitions=
fonds des kaiſerlichen Statthalters in Höhe
von 100000 Mark mit 25 gegen 13 Stimmen
angenom=
men. Die Zentrumsabgeordneten Hackſpill und
Wet=
terlé enthielten ſich der Abſtimmung. Der Abg. Drumm
richtete im Mülhauſer Dialekt an den Staatsſekretär die
Anfrage, ob ihm bekannt ſei, daß Abgeordnete der
Kam=
mer bei ihrer Ankunft und Abfahrt auf dem Bahnhof
durch die Polizei beobachtet würden. Darauf erwiderte
Miniſterialdirektor Cronau, daß der Zentralverwaltung
und der Polizeidirektion hiervon nichts bekannt ſei. Im
weiteren Verlaufe der Verhandlungen erklärte der
Re=
gierungsvertreter jedoch, daß die Polizeibeamten auf dem
Bahnhof den Auftrag hätten, jeden Tag eine beſtimmte
Zahl von Reiſenden zu melden, damit ihre
Aufmerkſam=
keit wachgehalten würde; wenn dabei Uebertreibungen
vorkämen, ſo würden ſie abgeſtellt werden.
Gerichtszeitung.
* Berlin, 6. März. Morgen findet ein zweiter
Prozeß wegen Beleidigung des Kronprinzen
ſtatt. Die Anklage richtet ſich gegen den verantwortlichen
Redakteur des Vorwärts, Ernſt Meyer in Steglitz, der
be=
ſchuldigt wird, durch einen am 23. Januar im Vorwärts
unter der Ueberſchrift „Abſchied vom Regiment”
erſchie=
nenen Artikel den Kronprinzen beleidigt zu haben.
* Marburg, 6. März. Das Schwurgericht
verurteilte heute nach langer Verhandlung den
Zigeu=
ner Ernſt Ebender, der in Marienſchloß bei
Butz=
bach eine 6½jährige Zuchthausſtrafe verbüßt und kürzlich
in Hanau wegen Beteiligung an der Schießerei bei
Käm=
merzell zu 4½ Jahren Zuchthaus verurteilt worden war,
wegen verſuchten Totſchlags, begangen dadurch,
daß er in der Nacht zum 21. Auguſt 1910 in Gemeinſchaft
mit ſeinem Bruder Wilhelm Ebender und zwei
unbe=
kannten Genoſſen auf die Zigeuner Karl Weiß und Peter
Reinhardt bei Bißhauſen geſchoſſen hat, zu 3½
Jah=
ren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverluſt.
* Graudenz, 6. März. Das Schwurgericht
verurteilte die Rentiersfrau Luiſe Haß in Marienwerder
wegen Giftmordes zum Tode. Sie tötete ihren
49jährigen Mann durch Klöße mit Rattengift, um den
Lieb=
haber heiraten zu können.
* Wien, 6. März. Der ehemalige Fähnrich
Johann Reich der der Spionage zugunſten
Ruß=
lands angeklagt iſt, wurde zu drei Jahren
ſchwe=
ren Kerkers verurteilt.
Zum Ableben des Kardinals Dr. Kopp.
— Troppau, 6. März. Geſtern iſt die Leiche
des Kardinals Kopp die mit dem roten Talar
be=
kleidet iſt, eingeſargt und der Sarg geſchloſſen
wor=
den. Am geſtrigen Nachmittag erfolgte die Ueberführung
nach der Kloſterkirche und die Aufbahrung vor dem
Hoch=
altar. Tauſende von Menſchen defilierten geſtern
nach=
mittag vor der Leiche. Der Sonderzug, der die Leiche des
Kardinals Kopp von Troppau nach Breslau bringt, traf
heute nachmittag 4.39 Uhr dort ein. Das Domkapitel und
die Geiſtlichkeit erwarteten die Leiche am Bahnhof und
ge=
leiteten ſie im feierlichen Zuge nach der fürſtbiſchöflichen
Reſidenz, wo die Aufbahrung in der Hauskapelle erfolgte.
Die Ueberführung der Leiche vom Palais nach dem Dom
erfolgt am Dienstag vormittag. Die
Beiſetzungsfeierlich=
keiten beginnen vormittags 10 Uhr. Bei der Feier
amtie=
ren Erzbiſchof Dr. v. Hartmann=Köln, Biſchof Schmidt=
Fulda und Weihbiſchof Likowski=Poſen. Die
Gedächtnis=
rede hält Domprediger Domherr Berling. An den Stufen
des Hochaltars, direkt vor dem Geſtühl, in dem er dem
Gottesdienſt beiwohnte, findet der Kardinal ſeine letzte
Ruheſtätte.
Das Lawinenunglück in Tirol.
* Innsbruck, 5. März.: Es iſt wahrſcheinlich, daß
die Lawine, die eine Breite von 800 Metern hatte,
durch abgebrochene Schneebretter losgelöſt wurde.
Zweifellos konnte das Unglück nur deshalb einen ſo kata=
ſtrophalen Umfang annehmen, weil ſich die Skifahrer
ent=
gegen der Vorſchrift ſehr eng beiſammen hielten, ſtatt in
größeren Abſtänden zu fahren. An der Unglücksſtelle
ar=
beiten mehrere Bergführer und die Gendarmen der
um=
liegenden Ortſchaften. Der unverletzt gebliebene
Leut=
nant Gaidof erlitt einen Nervenchok. Die Leichen der
bei=
den Offiziere Loeſcher und Gärtner ſind bereits
ausge=
raben.
Die Bergungsarbeiten ſind wegen der
außer=
ordentlichen Lawinengefahr ſehr erſchwert. Von Meran,
Schlanders und anderen umliegenden Garniſonen ſind
große Militärabteilungen ausgeſchickt worden. Alle
ver=
fügbaren Bergführer und eine über 100 Mann ſtarke
Gen=
darmerieabteilung ſind auf dem Weg nach der
Unglücks=
ſtätte, die ſie vorausſichtlich am Freitag früh erreichen
werden.
* Innsbruck, 6. März. Heute früh wurden von
der Rettungsmannſchaft von den am Ortler von
einer Lawine verſchütteten Soldaten zehn
Leichen geborgen, darunter die der Führer der
Skipatrouille, Oberleutnant Löſchner, Leutnant
Gün=
ther und Fähnrich Kaiſer. Vier Leichen befinden ſich
noch unter den Schneemaſſen. Der Korpskommandant iſt
mittags nach Trafoi abgereiſt. Die Leichen wurden mit
großen militäriſchen Ehren beſtattet.
Eröffnung des rumäniſchen Parlaments.
* Bukareſt, 6. März. Das Parlament wurde
vom König durch Verleſung der Thronrede
feierlich eröffnet. Der König, der vom Erbprinzen
begleitet war, wurde bei ſeinem Erſcheinen von den
ver=
ſammelten Deputierten und Senatoren mit Ovationen
be=
grüßt. Die Rede beſagt u. a.: Die Ereigniſſe des letzten
Jahres insbeſondere taten allgemein die Wichtigkeit
unſe=
rer internationalen Stellung dar und hoben
noch mehr die Pflicht hervor, die unſere geſunde ſtändige
Entwicklung uns auferlegt. Die ſich ſtändig entwickelnde
Organiſation der Armee und die Konſolidierung der
Staatsfinanzen durch den Aufſchwung der Arbeit und der
Volkswirtſchaft werden es geſtatten, die Stellung, auf
die wir ſtolz ſind, nicht nur aufrecht zu erhalten, ſondern
zu verbeſſern. Ich bin glücklich, die ausgezeichneten
Be=
ziehungen des Königsreichs zu allen Staaten neuerlich
feſtzuſtellen. Rumänien würde nicht zögern, den Frieden,
zu welchem es mächtig beigetragen habe,
aufrechtzuerhal=
ten und zu ſichern. Dank dieſem Vertrauen iſt es in der
Lage, in dieſem Teile Europas eine wohltätige
Beruhig=
ung auszuüben. Die Armee erhöhte dank ihren
Eigen=
ſchaften und dem glänzenden Aufſchwung, von dem ſie im
vergangenen Jahre den Beweis geliefert habe, ihr
Preſtige und erwarb unſere volle Dankbarkeit. Ihre
Be=
dürfniſſe machen neue Vermehrungen notwendig, die Sie,
deſſen bin ich gewiß, bewilligen, denn das Schickſal des
Landes iſt mit der Militärmacht innig verknüpft. Die
budgetären Geſetze werden trotz der notwendigen
Ver=
mehrungen der Kredite unſer finanzielles Gleichgewicht
nicht beeinträchtigen. Die Regierung wird auch ein
or=
ganiſches Geſetz über die Dobrudſcha unterbreiten, welches
dort eine gute Verwaltung ſichert. Die Thronrede wurde
wiederholt von lebhaftem Beifall unterbrochen. Eine
dichte Menſchenmenge bereitete dem König und dem
Kron=
prinzen Kundgebungen.
Aus Mexiko.
* Waſhington, 6. März. Staatsſekretär Bryan
erklärte in einer Konferenz mit der Kommiſſion des
Re=
präſentantenhauſes für auswärtige Angelegenheiten, eine
Erörterung über Mexiko ſei augenblicklich
un=
ratſam. Beiläufig bemerkte er, daß nicht nur England,
ſondern alle Nationen die amerikaniſche Mexikopolitik auf
Entſchädigung unterſtützten. Er betonte, daß in allen
Fällen, wo Ausländer Verluſte erlitten hätten, alle
Schul=
digen beſtraft werden müßten und ſprach das Vertrauen
in die Unterſuchung des Falles Benton aus, die General
Carranza angeordnet hat.
* Juarez, 5. März. Die von den Rebellen
einge=
ſetzte Kommiſſion zur Unterſuchung des Todes
Bentons und Buſchs hat ihre Tätigkeit begonnen.
* El Paſo 6. März. General Terrazas, der
Vater des vom General Villa gefangen genommenen
Louis Terrazas, hatte ſich an den Konſul der United
States in Chihuahua um die Rettung ſeines Sohnes
ge=
wandt. Der Konſul antwortete tief ergriffen, daß er
nicht helfen könne. Der 80jährige General äußerte
den Wunſch, ſelbſt nach Chihuahua zu reiſen, damit
Gene=
ral Villa ihn anſtatt ſeinen Sohn töte. Der General galt
als der reichſte Mann in Mexiko. Sein Vermögen wurde
auf 40 Millionen Golddollars geſchätzt, bevor es
beſchlag=
nahmt wurde.
* Mexiko, 6. März. Das Gerücht iſt wieder aufs
getaucht, General Huerta werde in Kürze von der
Prä=
ſidentſchaft zurücktreten und den Oberbefehl gegen
die Inſurgenten im Norden übernehmen, um bei den
Wahlen im Juli neuerdings für die Präſidentſchaft zu
kandidieren.
Literariſches.
In neuer Auflage erſcheint ſoeben die in weiteſten
Kreiſen bereits bekannte Verkehrskarte der
Rheinlande, Maßſtab 1:600000, Preis 40 Pfg.
Ver=
lag C. Schaffnit, Düſſeldorf. Dieſe Karte iſt bis zur
Gegenwart ſorgfältig ergänzt. Sie reicht im Norden von
Bocholt bis Gütersloh, im Süden bis Landau und Metz,
im Oſten bis Paderborn, Marburg und Offenbach, im
Weſten bis Lüttich und Arlon. Sie enthält die kleinſten
Orte, teilweiſe ſogar die Gehöfte und iſt in
Vierfarben=
druck hergeſtellt. (C. Schaffnit, Verlag, Düſſeldorf.)
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Karlsruhe, 6. März. Aus Anlaß des 50jährigen
Beſtehens des Naturwiſſenſchaftlichen
Ver=
eins und zur Feier des 25jährigen Jubiläums der Ent= von Heinrich Hertz fand heute abend in der Aula
der Techniſchen Hochſchule eine Feſtſitzung ſtatt, der
das Großherzogspaar beiwohnte. Geheimer
Hof=
rat Dr. Otto Lehmann hielt die Feſtrede.
* Braunſchweig, 6. März. Die Kaiſerin iſt heute
nachmittag gegen 1 Uhr von Berlin abgereiſt und 4 Uhr
3 Min. hier eingetroffen. Auf dem Bahnhof hatte
ſich das Herzogspaar mit Gefolge zum Empfang
ein=
gefunden. Nach kurzer Begrüßung fuhren die Herrſchaften
unter freudigen Zurufen des zahlreichen Publikums im
Automobil langſam nach dem Schloſſe. In Begleitung der
Kaiſerin befanden ſich die Hofdame Gräfin Rantzau und
Kammerherr Freiherr von Spitzenberg.
* Jena, 6. März. Die Saale führt infolge der
an=
haltenden Niederſchläge Hochwaſſer. Der
Hochwaſſer=
dienſt hat bereits ſeine Tätigkeit aufgenommen. Vom
Oberlauf der Saale wird heute vormittag: Hochwaſſer
wachſend, 1,40 Meter, gemeldet.
* Helgoland, 6. März. Der Kaiſerbeſuch iſt abges
ſagt worden. Linienſchiff Deutſchland liegt auf Reede=
Skillighoern.
* Wilhelmshaven, 6. März. Das Linienſchiff
„Deutſchland” mit dem Kaiſer an Bord verließ
heute morgen 1 Uhr 30 Minuten bei ſtürmiſchem Wetter
den Hafen und ankerte kurz vor 3 Uhr in der Jademündung
auf der Schilligreede,, wo es um 9 Uhr noch lag.
* Wilhelmshaven, 6. März. Das Linienſchiff
„Deutſchland” mit dem KaiſeranBord hat heute
nachmittag 2 Uhr 15 Minuten die Schillings=Reede
ver=
laſſen und iſt nach Bremerhaven in See
ge=
gangen.
* Bremerhaven, 6. März. Der Kaiſer iſt an Bord
des Linienſchiffes „Deutſchland” um 6 Uhr abends auf
der Reede eingetroffen. Die „Deutſchland” ein
leiner Kreuzer und zwei Torpedoboote gingen vor Anker=
Das Wetter iſt regneriſch und ſtürmiſch. Der Kaiſer ſprach
den Wunſch aus, morgen vormittag 10 Uhr die
Krieger=
vereine des Untetweſergebietes in der Lloydhalle in
Parade zu begrüßen.
* Rom, 6. März. Im weiteren Verlaufe der Debatte
in der Kammer über die Ausgaben in Libyen wurde
auf Antrag von Giolitti in namentlicher Abſtimmung
mit 239 gegen 41 Stimmen, bei 2 Stimmenthaltungen, die
Tagesordnung del Felice und anderen Sozialiſten
abge=
lehnt, in der die Regierung aufgefordert wurde, zur
Unterſuchung der Ausgaben für Proviant eine Kommiſſion
einzuſetzen.
* Paris, 6. März. Wie aus Breſt gemeldet wird,
ſind unter den 3000 Mann der Geſchwadermannſchaft
über 400 an Scharlach, Grippe und anderen Krankheiten
erkrankt.
* Petersburg, 6. März. In der Reichsduma
wurde angekündigt, daß die vom Reichsrat abgelehnte
Re=
gierungsvorlage über das Verhältnis der Angeſtellten in
Handel und Induſtrie zu den Arbeitgebern ausVeranlaſſung
der Progreſſiſten und Oktobriſten wieder in der Duma
ein=
gebracht werden wird.
* Petersburg, 6. März. Anläßlich eines Artikels in
der Militäriſchen Rundſchau über eine angeblich
be=
vorſtehende Probemobiliſation in Rußland
iſt die Petersburger Telegraphen=Agentur ermächtigt,
feſt=
zuſtellen, daß die Nachricht den Tatſachen
nichtent=
ſpricht da eine allgemeine Probemobiliſation gar nicht
ins Auge gefaßt ſei und daß ſich auch die diesjährigen
militäriſchen Uebungen dem Umfange nach von denjenigen
früherer Jahre durch nichts unterſcheiden werden.
* Neu=York, 6. März. Joſeph Albers der ſich
unter der Arbeitermenge befand, die ein Recht auf
Spei=
ſung und Unterbringung in den Kirchen beanſpruchte, jüngſt
in eine katholiſche Kirche während des
Gottesdien=
ſtes eindrang und großen Lärm verübte, wurde zu
30 Tagen Gefängnis verurteilt. Das iſt das erſte
Urteil, das in dieſer Angelegenheit gefällt wurde. Weitere
200 Perſonen ſehen ihrer Aburteilung noch entgegen.
* Waſhington, 6. März. Die Handelskommiſſion des
Repräſentantenhauſes ſprach ſich mit 17 gegen 4 Stimmen
für den Geſetzentwurf zur Aufhebung der Klauſel
über die Befreiung der amerikaniſchen Küſtenſchiffe
von den Panamakanalgebühren aus.
* Tokio, 6. März. Ooka der Präſident des
Unter=
hauſes, iſt zum Unterrichtsminiſter ernannt
worden an Stelle von Okuda, der den verſtorbenen
Mat=
ſuda als Itſtizminiſter erſetzen ſoll.
Das engliſche Budget.
— London, 6. März. Es iſt ſo gut wie ſicher, diß das
diesjährige engliſche Budget ſichauf 4
Milliar=
den Mark ſtellen wird. Die bereits
veröffentlich=
ten Zahlen zeigen eine Mehrausgabe von 80 Millionen
Mark. Das Marine=Budget ſoll erſt noch kommen. Für
dieſes wird ebenfalls noch eine Mehrausgabe von
min=
deſtens 80 Millionen gefordert werden, ſo daß der
Schatz=
kanzler Lloyd George für eine geſamte Mehrausgabe von
mindeſtens 160 Millionen Mark Fürſorge treffen muß.
Telephoniſche Verbindung Frankfurt-Mailand.
* Frankfurt a. M., 6. März. Heute mittag fand das
erſte telephoniſche Geſpräch zwiſchen Frankfurt
und Mailand ſtatt. Die Verſtändigung war ſehr deutlich.
Nach dieſen gelungenen Verſuchen ſoll die telephoniſche
Verbindung von Mailand über Frankfurt nach Berlin
ver=
längert werden.
Großherzogliches Hoftheater.
Freitag, 6. März.
Die Stützen der Geſellſchaft.
Ml. Als zweites Stück im Ibſen=Zyklus gelangte
heute in neuer Einſtudierung das vieraktige Schauſpiel
„Die Stützen der Geſellſchaft” zur Aufführung. Man
kann ſich eigentlich darüber wundern, daß gerade
das=
jenige Stück Ibſens, das des Problematiſchen und
Kom=
plizierten ſo wenig enthält und ſich vom Myſtizismus,
Symbolismus und anderen für den ſpäteren Ibſen
be=
zeichnenden „ismen” fernhält, ſo ſelten auf dem Spielplan
erſcheint. Auch bei ſeiner heutigen Wiederaufführung
er=
zielte es einen ſtarken und nachhaltigen Eindruck und
er=
wies ſich wieder als ſehr bühnenwirkſam, trotzdem ja der
erſte Akt, deſſen übertrieben geſchilderte Kleinſtädtereien
ſtellenweiſe an Kotzebueſche Witze erinnern, kaum erwarten
läßt, daß ſich das Stück zu einem ſo hohen ſittlichen
Stand=
punkt aufſchwingen wird. Die Art und Weiſe, wie der
ſittliche Läuterungsprozeß in dem eine geſellſchaftliche und
ſittliche Scheinexiſtenz führenden Bernick entwickelt wird,
iſt pſychologiſch meiſterhaft und trotz der Kühnheit ſeines
Ausganges innerlich logiſch und überzeugend. Neben dem
ſittlichen Ernſt Ibſens, an den man zu glauben gezwungen
wird, iſt bezeichnend für ihn die Hochſchätzung der Frau,
ein Erbteil des germaniſchen Stammes. Die ſtarken
Cha=
raktere ſind bei ihm die Frauen, welche die Männer zu
ſich emporziehen, ſie ſind ebenſo groß in der Liebe wie
im Entſagen und Verzeihen, groß im Denken und
Han=
veln und ſittlich ſtärker, wahrer und freier als die Männer.
Hand in Hand damit geht ſeine hohe ſittliche Auffaſſung
von der Ehe. Im Mittelpunkte der Handlung ſtehen die
in der Liebe und der Entſagung ſtarken und großen
Frauencharaktere, die dem Stücke ſeinen hohen Wert
ver=
leihen und zu dem Beſten gehören, was wir den
Ibſen=
ſchen Dramen verdanken; denn er hat ſpäter kaum wieder
ſolche Charaktere geſchaffen wie dieſe. Auch eine ſo
herr=
liche, von rein menſchlichem Empfinden eingegebene Szene
wie die Abſchiedsſzene Johanns und Dinas von den
Ihnigen im letzten Akte iſt ihm ſpäter nie wieder gelungen.
Innerlich verwandt iſt das Stück mit Björnſons „
Falliſſe=
ment”.
Die gute Aufführung trug zu dem ſtarken Erfolge des
Stückes weſentlich bei. Die Hauptſtütze der Geſellſchaft,
den Konſul Bernick, der ſeine Exiſtenz auf einer großen
Lüge aufgebaut und durch ſie ſich emporgeſchwungen hat,
pielte Herr Heinz mit ſcharf ausgeprägter Charakteriſtik
und Lebenswahrheit, wenn ihn ſein Organ auch im Affekt
bisweilen im Stiche ließ. Die Trägerin der Rolle der
Lona Heſſel, die Klugheit und Charaktergröße mit
männ=
licher Energie vereinigt, muß auf äußere Reizmittel
ver=
zichten und um ſo mehr zeigen, was bloße
Darſtellungs=
kunſt zu leiſten vermag. Frl. Alſen wurde ihrer
Auf=
gabe, durch ihre Charakterfeſtigkeit und Energie der
Wahr=
heit zum Siege zu verhelfen und ihren früheren Geliebten
or dem moraliſchen Untergang zu retten, in
anerkennens=
werter Weiſe gerecht. Die beiden herrlichen Rollen der
entſagenden Marta und der ihren Platz im Herzen ihres
früheren Geliebten einnehmenden Dina wurden von den
Damen Pils und Horn geſpielt; jene traf den Ton
der Reſignation gut, dieſe verkörperte die jugendlichſte und
ſchönſte der weiblichen Rollen, die darzuſtellen freilich auch
eine verlockende Aufgabe ſein muß, mit Anmut und
ſchöner Wärme. Friſch, natürlich und ſehr ſympathiſch,
ihrem Charakter entſprechend, ſpielte Herr Baumeiſter
die Rolle des Johann.
Die übrigen Rollen treten hinter dieſen mehr zurück.
Für die der Frau Bernick war Frau Müller=
Ru=
dolph eine geeignete Vertreterin, die etwas gehäſſig
und kraß gezeichnete Rolle des Hilfspredigers ſpielte Herr
Weſtermann. Außerdem ſind doch zu erwähnen der
für Humor ſorgende nervöſe Vetter des Herrn Jürgas,
der charakteriſtiſche Auler des Herrn Jannings, der
muntere Olaf der Frau Gothe, der Krapp des Herrn
Knispel und das Freundetrio der Herren
Peter=
fen, Jordan und Waſſermann. Vortrefflich war
auch die Klatſchbaſe Rummel der Frau Doſtal.
Die Regie hatte Herr Harprecht. Das Zimmer
Bernicks, in dem ſich alle vier Akte abſpielen, verriet
einen auserleſenen Geſchmack und machte einen ſehr
an=
heimelnden Eindruck.
Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Seite 7.
Die repolutionſtre Bewegung in Braſtien.
* Berlin, 6. März. Die braſilianiſche
Geſandt=
aft übermittelt dem Wolffſchen Telegraphen=Bureau
Plgende Erklärung: Die in Deutſchland über die
Gevolutionäre Bewegung in Braſilien
ver=
r iteten Nachrichten ſind durchaus unbegründet. Im
Haizen Lande herrſcht vollkommenſte Ordnung, außer im
inate Ceara, wo ſich ſeit einiger Zeit Unruhen, aber rein
Urlicher Natur, bemerkbar machen.
* Paris, 6. März. Die hieſige braſilianiſche
ſandtſchaft teilte mit, daß unter den verhafteten
ffizieren ſich die Generale Azeveda, Barreto und
orges befinden.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
haltbar, naturgetreu, Dr. Kuhn’s
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(864a
erdem Bebürinis entſprechend ſecht ſich die Verwaltung
der K. Mineralbäder Kiſſingen und Bocklet
ver=
amlaßt, die Kurmittel Kiſſingens heuer ſchon zeitiger den
Kurgäſten zugängig zu machen. Zu dieſem Zwecke wird
das K. Prinzregenk Luitpold=Bad ſchon ab 1. März in
Betrieb genommen und gleichzeitig Gelegenheit zur
Trinkkur gegeben.
Geſchäftliches.
Mk. 5000000 4½ proz. reichsmündelſichere
Mannheimer Stadtanleihe 1914. Das
Bank=
k=aus Hermann Wertheim, Filiale Darmſtadt, macht
ſurch Inſerat bekannt, daß es ſich einen Betrag dieſer
Anleihe geſichert hat, welcher zum freihändigen Verkauf
gelangt. Eine offizielle Zeichnung findet angeſichts der
ſtarken Nachfrage nicht ſtatt. So wurden allein 2
Mil=
ſionen von Stiftungen als Anlage übernommen. Es wird
den Kapitaliſten erſtmalig Gelegenheit geboten, flüſſige
Kapitalien in einer 4½vroz. reichsmündelſicheren
Stadt=
nnleihe anzulegen.
Billige, empfehlenswerte Geſellſchaftsreiſen
nach Italien, Dalmatien, Montenegro, Bosnien,
Herze=
gowina, Dänemark, Norwegen, Belgien. Holland, Paris,
London, Wien, Budapeſt, an die franzöſiſche Riviera und
öſterreichiſche Adria, ferner in die öſterreichiſchen,
ſchwei=
zer und bayeriſchen Alpen veranſtaltet im Laufe dieſes
Jahres das Reiſebureau Siemer u. Co. in München
Näheren Aufſchluß über Siemers Geſellſchaftsreiſen gibt
eine hübſch illuſtrierte Schrift, welche koſtenlos vom
Deutſch=Oeſterreichiſchen Verkehrsbureau Siemer u. Co.,
München, Bayerſtraße 13, verſandt wird.
Am 20. und 21. März findet garantiert die Vierte
Eiſenacher Muſeumslotterie ſtatt. In dieſer
Lotterie werden Gewinne in Höhe von 45000 Mark
aus=
ggeſpielt. Sowohl die Haupttreffer von 20000 und 5000
Mark wie auch die vielen anderen Gewinne ſind nur bares
Geld und werden ohne Abzug ausbezahlt. Das Los
kkoſtet nur 1 Mark und ſind ſelbige bei allen durch Plakate
kemntlichen Verkaufsſellen ſowie beim Generalbebit
Lotteriebank, G. m. b. H., Eiſenach, zu haben.
Familiennachrichten.
Die glückliche Geburt eines
S SOHNES 1
zeigen sehr erfreut an
Paul Wertheimer
u. Frau Helene Wertheimer,
geb. Kahn.
Bielefeld, den 5. März
Kastanienstrasse 4.
1914.
(6044
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Heute entſchlief ſanft nach langem, in
Ge=
duld getragenem Leiden unſere gute Mutter,
Schwiegermutter, Großmutter und Schweſter
geb. Haußmann
im 85. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
E. E. Hoffmann,
Großh. Forſtmeiſter in Butzbach.
Darmſtadt, den 6. März 1914.
Die Beerdigung findet hier am Sonntag, den
8. März, nachmittags 4¾ Uhr, vom
Eliſabethen=
ſtift (Erbacherſtraße 25) aus, ſtatt. Einſegnung
½ Stunde vorher.
Von Kondolenzbeſuchen bittet man abſehen zu
wollen.
(6067
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme,
ſowie für die zahlreichen Kranz= und
Blumen=
ſpenden bei dem Hinſcheiden meines lieben Gatten,
unſeres Vaters, Sohnes, Schwiegerſohnes,
Schwa=
gers und Onkels
Hans Schönert
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
Lindenſtruth für die troſtreichen Worte, dem
Krieger=
verein Darmſtadt, der Firma J. Schröder, ſowie
den Beamten und Perſonal der Firma, dem
Ver=
band reiſender Kaufleute für die
Kranznieder=
legung, den Schweſtern der Martinsgemeinde für
die liebevolle Pflege unſeren herzlichſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 5. März 1914. (6136
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute entſchlief ſanft meine liebe Frau,
unſere Schweſter, Schwägerin und Tante
Antonie Rech
geb. Ihlow.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
A. Rech.
Darmſtadt, den 6. März 1914.
Grafenſtraße 10.
Die Beerdigung findet am Sonntag, den
8. März, nachmittags 3½ Uhr, vom Portale
des Friedhofes aus, ſtatt. (6129
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das nördliche Tiefdruckgebiet hat ſich ſüdoſtwärts
be=
wegt und in ganz Deutſchland verbreitete Regenfälle
ver=
urſacht. Von Weſten her iſt eine neue Depreſſion
heran=
gezogen und liegt geſtern mit ihrem Kern nördlich von
England. Wir werden Samstag unter Tiefdruckeinfluß
bleiben und bei lebhaften weſtlichen Winden keine
Aende=
rung unſerer Witterung erwarten dürfen.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, 7. März:
Keine weſentliche Aenderung, meiſt trüb, Regenfälle, mild,
lebhafte weſtliche Winde.
Tageskalender.
Samstag, 7. März.
Großh. Hoftheater, Anfang 8 Uhr, Ende 10½ Uhr
(Sonder=Vorſtellung): „Die verſunkene Glocke‟.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Saalbautheater, Anfang 8 Uhr: „Die keuſche
Suſanne‟
Konzert des Opernchors des Großh. Hoftheaters um
8¼ Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Konzert von Geſchwiſter Reemy und Walter Georgit
um 7½ Uhr im Saale des Muſikvereins.
Milchkränzchen um 8¼ Uhr im „Chauſſeehaus”.
Dekorierungsfeſt des Vogelsberger Höhenklubs
um 8½ Uhr im „Schützenhof”.
Lichtbildervorführung „Die Gleichniſſe Jeſu”
um 8½ Uhr im Lichtbilderſaale (Ecke Rhein= und
Grafen=
ſtraße).
Gabelsbergerfeier der Stengraphen=
Vereinig=
ung Gabelsberger um 9 Uhr im „Kaiſerſaal”
Bibelſtunde um 5 Uhr im Reſtaurant „Kaiſerſaal”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß
um 4 Uhr — Bürgerkeller um 8 Uhr. — Perkeo um
8 Uhr. — Café „Metropole” um 8 Uhr.
Großh. Landes muſe um. Sonniags und Freiags
von 10—1 Uhr ſowie Mittwochs und Sonntags von
2—4 Uhr eintrittsfrei: Dienstags Donnerstags und
Samstags von 11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld. — Das
Münzkabinett iſt geöffnet: Sonntags von 11—1
Uhr, Mittwochs von 2—4 Uhr.
drick und Verag: Z. 6. Piticſche Hoſbucdruchereſ.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Mar Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
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(5633ids
[ ← ][ ][ → ]Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914
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Knie-Damenhosen
hochelegante Fassons, Ia Stoffe
mit höher Stickerei . . * 95 ₰
1 Posten
Untertaillen
sol. Stoff, mit guter Stickerei,
moderne Fassons, in allen
Weiten . . . 1.20, 95, 75, 45 ₰
Weisse Zierschürzen
mit Träger, sehr elegant
Farbige Zierschürzen
in schönen Mustern . Stück
Knaben-Schürzen
. Stück
mit Tasche
Blusen-Schürzen
voll gross und weit Stück
Satin-Blusen-Schürze
in neuesten Mustern, als weit
unter Preis
1 Posten Tapisserie
als: Tischläufer, Milleux,
Ueberhand-
tücher, Beuteischürzen, Wäschesäcke,
Tablett-Deckchen, Besen-Vorhänge
etc., während der „WOHEFEILE
. . mit
Woché‟. . .
1 Posten Kinder- und
Mädchen-Schürzen
bis 100 cm gross, in besserer u. bester
Qualität, während der „Wohlfeilen
Woche‟ mit . . . . .
Posten Einsatz-Nemden
voll lang, gross, mit neuesten Einsatzmustern,
als Gelegenheitskauf .
nur neueste Muster, in verschiedenen Grössen und Hals-
. . . . . . . 3.75 und
weiten, enorm billig .
Für diese Veranstaltung erhielten wir
Kompottschalen. Butterdosen, Käseglocken,
Körbchen, Honigdosen, Tortenplatten, Teller,
1 Waggonladung
Likörservice mit Tablette, Wasser-Karaffen,
GLAS-WAREN, enth.: Wasser-, Wein- und Biergläser etc.,
welche zu noch nie gekannten enorm billigen Preisen zum Verkauf kommen.
Waren
[ ← ][ ][ → ]Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Nummer 66.
Dann tur-Jander und ohuusfrie
(Darmstädter Bank).
Bericht über das 61. Geschäftsjahr 1913.
Die für das Bankgewerbe ungünstigen, in unserem
vor-
jährigen Geschäftsbericht geschilderten Umstände bestanden im
grösseren Teile des Berichtsjahres fort. Die bis zum Spätsommer
andauernde Kriegslage auf der Balkanhalbinsel führte wiederholt
Situationen mit sich, aus denen sich europäische Verwicklungen
zu bilden drohten, wodurch die Geschäftslust weiter gelähmt
wurde, dem Geldmarkt bedeutende Mittel entzogen blieben und
der Konsum grösseren Einschränkungen unterlag. Diesen
Ver-
hältnissen entsprachen die hohen, von den Centralnotenbanken.
Europas gehaltenen Diskontsätze und die steigende Richtung des
Privatdiskonts an den grossen Börsenplätzen. Als im letzten
Drittel des Jahres mit dem Friedensschluss auf dem Balkan eine
Reihe der wichtigsten Fragen der äusseren Politik endlich eine
Lösung fand und die Hoffnung auf eine Regelung der noch
ver-
bleibenden Punkte berechtigt erschien, trat eine grössere
Ent-
spannung auf dem Geldmarkt ein, die bemerkenswerter Weise die
Deutsche Reichsbank zu der in der Geschichte ihrer Diskontsätze
seltenen Massnahme einer zweimaligen Herabsetzung der Rate
während der letzten Monate des lahres veranlasste. Eine
ge-
schäftliche Belebung hatte diese Gestaltung der Geldverhältnisse
indess zunächst nicht zur Folge, da das Publikum unter dem Druck
der neuen, zur Erhaltung und Stärkung der Wehrkraft dienenden
Steuern stand und vor allem die im Laufe des Jahres immer
deut-
licher in die Erscheinung getretene Tatsache einwirkte, dass die
industrielle Hochkonjunktur ihr Ende erreicht hatte. Der
indu-
strielle Rückgang fand besonders in dem scharfen Weichen der
Preise wichtiger Erzeugnisse seinen Ausdruck, während dank der
energischen Bearbeitung des Auslandsgeschäftes und der
an-
dauernden Aufträge der Staatseisenbahn-Verwaltungen der
Be-
schäftigungsgrad nicht im gleichen Masse sank. Die Zahlen
un-
serer Ausfuhrstatistik und Handelsbilanz geben hierfür Zeugniss.
Nachdem durch die Wiederherstellung friedlicher Verhältnisse auf
dem Balkan die Voraussetzungen neuer Betätigung auch für die
deutsche Industrie gegeben sind und sich die Verhältnisse auf dem
Geldmarkt gebessert haben, steht zu erhoffen, dass der industrielle
Niedergang, dessen Wirkungen eine gute Ernte abschwächte,
keine besondere und verheerende Stärke zeigen und vielleicht
bald einem neuen Aufschwung Platz machen wird. Dass unter
allen diesen Verhältnissen die Eingehung neuer bankgeschäftlicher
Engagements eine beschränkte blieb, die Abwicklung bestehender
Engagements langsamer vor sich ging und besonders die Umsätze
auf dem Effektenmarkt, dem die kaufkräftigen Kreise fernblieben,
gering waren und keinen erheblichen Nutzen liessen, erscheint
begreiflich. Nur für billige, fest verzinsliche, mündelsichere Werte
machte sich gegen Jahresschluss ein mässiges Begehren geltend.
Im neuen Jahre hat diese Bewegung erfreulicher Weise weitere
Ausdehnung gewonnen, bei lebhaftem Geschäft und steigenden
Preisen die Nachfrage nach fest verzinslichen Werten gesteigert
und schliesslich eine allgemein freundlichere Börsenlage
herbei-
geführt.
Der Abschluss unseres Instituts zeigt ein dem Vorjahr
ähn-
liches Ergebniss. Das Konsortialgeschäft erbrachte nur mässige
Erträgnisse, ebenso das Effekten-Konto. Die rückläufige
Be-
wegung der Börsenkurse während des grösseren Teils des Jahres
führte bedeutende Einbussen am Effektenbesitz herbei,
insbeson-
dere an unserem erheblichen Bestand von Staats- und anderen
fest verzinslichen Papieren. Dagegen hat wiederum das laufende
Geschäft, dem der durchschnittlich hohe Zinsfuss des Jahres
zu-
gute kam, ein befriedigendes Resultat ergeben und die Ausfälle
der anderen Sparten ausgeglichen, wobei freilich die
Provisions-
ergebnisse von dem Rückgang des Effektengeschäftes nicht völlig
unberührt geblieben sind. Die Veränderungen im Bilanzbilde
so-
wie in der Gewinn- und Verlust-Rechnung sind durch die im
Be-
richtsjahre durchgeführte Uebernahme der Geschäfte der
vor-
maligen Breslauer Disconto-Bank beeinflusst. Diese brachte eine
Vermehrung der Zweiganstalten um 19 neue Niederlassungen, zu
denen noch ie eine neue Depositenkasse in Frankfurt a. M. und
Biebrich treten. Unser langjähriges Kommanditverhältniss mit
dem Bankhause Rümelin & Co., Heilbronn, fand im Wege
freund-
schaftlicher Uebereinkunft eine Lösung, ebenso das gleiche
Ver-
hältniss zu dem Bankgeschäft Schmitz, Heidelberger & Co. in
Mainz, dessen Geschäfte auf unsere mit dem 1. Januar ds. Js.
errichtete neue Filiale in Mainz übergegangen sind. — Die
Um-
sätze der Bank von einer Seite des Hauptbuches betrugen rund
ℳK 62 Milliarden; das Personal bezifferte sich auf 3384 Köpfe.
Von der durch die Abschlüsse der letzten Jahre angesammelten
Talonsteuer-Reserve ist im Berichtsjahr ein Betrag von
ℳ 1 303 000.− an die Steuerbehörde gezahlt worden.
Wir schlagen der Generalversammlung vor, wiederum eine
Dividende von 6½ % auszuschütten, wobei sich folgende
Rech-
nung ergibt.
Der Bruttogewinn beläuft sich (
ein-
schliesslich des Vortrages von ℳ 475 300.03
. . ℳ27213708.90
aus dem Jahre 1912) auf .
davon ab:
a) Handlungs-Unkosten
(einschliesslich, der
Tantiémen an den
Vorstand und die
Oberbeamten im
Be-
trage von
ℳ 1 120 748.58) . . ℳ6 11 191717.55
„ 1 336910.78
b) Steuern . . . .
c) Zuwendungen an die
Beamten (
Weihnach-
ten, Abschluss),
Inva-
liden- und
Kranken-
versicherung,
Reichs-
versicherung,
Ehren-
gaben an Beamte,
Zu-
wendung an die
Pen-
sionskasse und für
gohltätige Zwecke . „ 2282 395,34
d) Abschreibungen auf
Immoblien und Mo-
618 973.18
bilien
zu übertragen ℳ 15 420 90.85 ℳ 2r 215 105.00
Uebertrag ℳ15 429996.85 ℳ 27 213 708.90
e) Rückstellung für die
160 000.−
Talonsteuer . .
f) Rückstellung für die
Wehrsteuer
464 225.− 16054 221.85
4 1150 1f.0b
davon sind zu zahlen die statutenmässigen
Tantiemen für den Aufsichtsrat (7%
der ℳ 4000000.− betragenden Super-
280000.−
dividende) . .
* 10 5i0 19705
verbleibt ein Ueberschuss von . . .
aus welchem die beantragte Dividende von
10 400000 —
6½% zu entnehmen ist mit .
10 M.0b
während der Rest von . . . . . .
auf neue Rechnung übergeht.
Die bei diesem Vorschlag erfolgte Rückstellung für die
Wehr-
steuer umfasst den ganzen während der Jahre 1914 bis 1916 zu
zahlenden Betrag.
Es würden somit ℳ 65.— auf die Aktien von ℳ 1000.− und
ℳ 27.85 auf die Aktien von fl. 250.— zur Verteilung kommen.
Zu einzelnen Posten unserer Bilanz haben wir noch folgende
Erläuterungen zu geben:
Grundkapital und Reserven.
Das Grundkapital setzte sich am Anfang des Berichtsjahres
Zusammen aus 4263 Stück Aktien à fl. 250.− —— nom.
ℳ 1827 000.− und aus 158 173 Stück Aktien à ℳ 1000.− —
nom. M 158 173000.—. Im Jahre 1913 haben Inhaber von alten
Guldenaktien von der Befugnis, dieselben in Aktien à ℳ 1000.−
umzutauschen, zu einem Betrage von 70 Stück — nom.
ℳ 30 000.− Gebrauch gemacht.
Das gesamte Grundkapital bestand sonach Ende 1913 aus:
4 193 Aktien à f. 250.− . . — nom. ℳ 1 797000.−
158 203000.−
158203 „ à ℳ6 1000.−
zuammen nom. ℳ4 10 0000.-
Die Reserven unseres Instituts stellen sich per 31. Dezember
1913 wie folgt:
1. Die Allgemeine Reserve (gesetzliche
Reserve, gemäss § 262 H. G. B.) be-
. . „ 19000000.−
ziffert sich auf .
2. Die Besondere Reserve (früher Haupt-
13000 000.−
reserve) beträgt . . . .
ℳ 32 0000.—
Eigene Wertpapiere.
Am 31. Dezember 1913 enthielt der Effektenbestand in den
ein-
zelnen Hauptrubriken:
a) Anleihen und verzinsliche
Schatz-
anweisungen des Reichs und der
ℳ22 418 988.18
Bundesstaaten . .
b) sonstige bei der Reichsbank und
anderen Zentralnotenbanken
beleih-
bare Wertpapiere . .
„ 4 914 061.32
c) sonstige börsengängige Wertpapiere
und zuart
1. festverzinsliche Werte ℳ 4508453.87
2. Aktien von
Eisen-
bahnen und Banken „ 6847097.70
3. Aktien von
Industrie-
gesellschaften .
„ 779631458 „ 19 151 866.15
7 961 167.58
d) Sonstige Wertpapiere
zusammen 5t 416005gs
Konsortialbeteiligungen.
Von den vor dem Jahre 1913 eingegangenen Geschäften sind
unter anderen die folgenden abgewickelt und die darauf bis zum
Schluss des Jahres 1913 zur Ausschüttung gelangten Gewinne
ver-
rechnet worden:
4 % Deutsche Reichsanleihe und 4% Preussische konsolidierte
Staatsanleihe von 1912, 4% Württembergische Staatsanleihe
von 1912, 4½ % Anleihe der Anatolischen Eisenbahn-
Gesell-
schaft Serie III, Aktien der Deutsch-Luxemburgischen
Berg-
werks- und Hütten-Aktien-Gesellschaft von 1912, Aktien
der Eduard Lingel Schuhfabrik Aktien-Gesellschaft, Erfurt,
Aktien der Filter- und brautechnischen Maschinenfabrik
Akt.-Ges. vorm. L. A. Enzinger, Aktien der Russichen
Ge-
sellschaft „Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft‟, Aktien
der Bensberg-Gladbacher Bergwerks- und Hütten-Aktien-
Gesellschaft „Berzelius‟, Aktien der Württembergischen
Vereinsbank von 1912.
Die grösseren Finanzoperationen, an denen wir uns im Jahre
1913 durch Uebernahme oder Beteiligung interessiert haben, und
die grösstenteils bereits abgewickelt wurden, sind im wesentlichen
die nachstehenden:
4% Deutsche Reichsanleihe und 4% Preussische konsolidierte
Staatsanleihe, unkündbar bis 1935, 4% Baverisches Staats-
Eisenbahn-Anlehen und 4% Bayer. Allgemeines Staats-
An-
lehen, unkündbar bis 1930, 5% Chinesische Reorganisations-
Staatsanleihe in Gold von 1913, 4% Hamburgische
Staats-
anleihe von 1913, 4 % Württembergische Staatsanleihe von
1913, 4% Anleihen der Städte Bochum, Dortmund,
Düssel-
dorf, Magdeburg, Essen, Stettin, Flensburg, Crefeld,
Mül-
heim a. d. Ruhr, Barmen, Cöln, Leipzig, Karlsruhe,
Strass-
burg i. Els., 4½ % Landesherrlich genehmigte
Hypothekar-
anleihe Seiner Durchlaucht Fürst Max Egon zu Fürstenberg
und der fürstlichen Standesherrschaft Fürstenberg zu
Do-
naueschingen, 4% Anleihe der Emschergenossenschaft, 4 %
mündelsichere Pfandbriefe des Brandenburgischen
Pfand-
briefamts für Hausgrundstücke in Berlin, 4½ % von den
Kreisen Gardelegen und Stendal garantierte
Teilschuldver=
schreibungen von 1912 der Altmärkischen Ueberland-
Cen-
trale eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haft‟
pflicht zu Gardelegen, 5% Anleihe von 1913 der Märkisches
Elektrizitätswerk Aktiengesellschaft zu Berlin, 5% Teile
schuldverschreibungen Serie VII der Deutsch-Ueberseeischen
Elektrizitäts-Gesellschaft, 5% Allgemeine Elektrizitäts-
Ge-
sellschaft Obligationen von 1913, 4½ % Anleihe des
Ge-
meindeverbandes für das Elektrizitätswerk Leipzig-Land,
4½ % Grosse Berliner Strassenbahn-Obligationen, 5%
Obligationen der Elektrizitätswerke Schlesien Akt.-Ges.,
4 % Hannoversche Landes-Kredit-Anstalt Obligationen, 4%
Schuldverschreibungen der Calenberg-Göttingen-
Gruben-
hagen-Hildesheim’schen Ritterschaftlichen Credit-Casse.
Neue Aktien der Rheinischen Aktiengesellschaft für
Braunkohlen-
bergbau und Brikettfabrikation, neue Anteile der Deutsch-
Ostafrikanischen Gesellschaft, neue Aktien der Gesellschaft
für elektrische Unternehmungen zu Berlin, der Gustav
Gen-
schow & Co. Aktiengesellschaft, der Vereinigte Kunstseide:
Fabriken A.-G., der Norddeutschen Cellulosefabrik Altien
gesellschaft, der Brauerei Ernst Engelhardt Nachf., der
Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft
(Hamburg-Amerika-Linie), neue Aktien des Crédit
Anver-
sois, der Schlesischen Elektrizitäts- und Gas-Act.-Ges., neue
Anteile der „Isarwerke‟ G. m. b. H., neue Aktien des
Rhei=
nisch-Westfälischen Elektrizitätswerks, neue Aktien und 5%
Obligationen der Main-Kraftwerke Akt.-Ges., neue Aktien
der Holzverkohlungs-Industrie Act.-Ges., der Reiniger,
Geb-
bert & Schall Akt.-Ges., Aktien der Baverischen
Woll-
decken-Fabrik Bruckmühl A.-G., neue Aktien der
Adler=
werke vorm. Heinrich Kleyer Aktien-Gesellschaft.
Neuc Aktien der Russischen Handels- und Industrie-Bank, der
Wechselstuben Actiengesellschaft „Mercur‟, Budapest, der
Amsterdamschen Bank, der Banca Marmorosch, Blank
& Co.
Dauernde Beteiligungen bei anderen
Banken und Bankfirmen.
Die unter obiger Ueberschrift laufenden Engagements
beziffer-
ten sich Ende 1913 auf:
ℳ 4 346 300.05 Aktien von Banken,
3 680 000.— Kommanditistische Beteiligung bei Bank-
ℳ4 5 025 3005 geschäten
Bankgebäude.
Dieses Konto umfasst unsere Bankgebäude (inkl. Mobiliar und
Einrichtung) in Berlin, Darmstadt, Frankfurt a. M., Halle a. S.,
Hannover, Leipzig, München, Nürnberg, Bamberg, Frankfurt a. O.,
Freiburg, (Breisgau); Giessen, Neustadt (Haardt), Quedlinburs,
Breslau, Beuthen, Gleiwitz, Görlitz, Kattowitz, Oppeln und Ratibor,
welche unter Berücksichtigung der bisherigen und der per 31.
De-
zember 1913 vorgenommenen
ℳ21 513 686.79
Abschreibungen mit . . .
abzüglich Hypotheken und
Restkauf-
gelder auf Berlin, Werderscher Markt
2—4, Schinkelplatz 5, Niederlagstrasse
4—5 auf Hannover, Aegidientorplatz3,
auf Breslau, Ring 30 und
Ohlauer-
strasse 85—86, auf Beuthen, Gleiwitz,
Görlitz und Oppeln im Gesamt-
3 499 600.−
betrage von
d. h. per Saldo mit . . .
*4 180105675
in der vorliegenden Bilanz erscheinen.
Zweiganstalten.
Unser Institut besass am 1. Ianuar 1914 neben seinen
Haupt-
sitzen in Berlin und Darmstadt Zweigansalten in folgenden Städten,
und zwar:
Filialen in: Breslau, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Halle
(Saale), Hamburg, Hannover, Leipzig, Mainz,
Mannheim, München, Nürnberg, Stettin,
Strassburg i. Els.
Niederlassungen in: Bamberg, Beuthen O.-S., Cottbus, Forst (
Lau-
sitz), Frankfurt a. O., Freiburg (Breisgau),
Fürth (Bayern), Giessen, Glatz, Gleiwitz.
Görlitz, Guben, Jauer, Kattowitz, Landau
(Pfalz), Leobschütz, Neustadt (Haardt),
Neu-
stadt O.-S., Offenbach a. M., Oppeln,
Qued=
linburg, Ratibor, Rybnik, Wiesbaden, Zabrze.
Depositenkassen in: Bamberg, Berlin und Vororten (30), Biebrich
a. Rh., Breslau (7), Darmstadt, Frankfurt a.
M. (4), Greifswald, Habelschwerdt, Hannover
(3), Krappitz, Kreuzburg O.-S., Lauban,
Leip-
zig (5), Ludwigshafen a. Rh., Myslowitz,
Prenzlau, Senftenberg, Sorau N.-L.,
Sprem-
berg-L., Stargard i. P., Stettin (2),
Ziegen-
hals.
Agenturen in: Alsfeld (Oberhessen), Butzbach, Herborn
Kehl, Pasewalk, Sangerhausen.
Die Direktion.
Durch die von uns bestellte Kommisson ist die in den Anlagen
des gegenwärtigen Berichts wiedergegebene Bilanz, sowie die
Ge-
winn- und Verlust-Rechnung eingehend geprüft worden; wir finden.
gegen dieselben nichts zu erinnern und erklären uns mit dem
vor-
stehenden Bericht der Direktion, welchem wir nichts hinzuzufüges
haben, in allen Teilen einverstanden.
Der Aufsichtsrat.
Dr. Kaempf.
(I,6014
Vorsitzender.
NAU 3
mit gutgehender Wirtſchaft, an der
Hauptſtraße einer
Amtsgerichts=
ſtadt geleg., Eckhaus, iſt ſof. preisw.
zu verkaufen, nehme kleines Haus
in Zahlung. Offert. unter R 75
an die Exp. d. Bl.
B6126
Ein 2), ſtöckiges
Haus
jeder Stock 5 Zimmer, Bad uſw.,
nebſt Vor= und Hintergarten, mit
vielen Obſtbäumen, in angenehmer
Lage Darmſtadts, iſt durch mich
außerordentl. billig zu verkaufen.
Käufer erhalten nähere Auskunft
durch C. W. Braun,
Martin=
ſtraße 74.
(B6128
Werlante der derteniche meit
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gelegenes
Geſchäftshaus.
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Reſtkaufſchil=
linge in Zahlung. Offerten unter
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zu verkauf.
Mllchgeschalt Offert. unt.
R 59 an die Exvedition. (*6035
Linder=Klappftuht zu verkaufen.
K Heidenreichſtr. 37, III. (6096
Bekanntmachung.
Die Lieferung der Schreibmaterialien für die unterzeichneten Behörden im
Pinnungsjahr 1914 ſoll im Wege des öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden.
Angebote ſind bis zum 20. ds. Mts. dahier einzureichen.
Zuſchlagsfriſt 3 Tage.
Die miniſteriellen Vorſchriften finden Anwendung, insbeſondere ſind für die
genſchaften des Papiers die in der Bekanntmachung des Großh. Staatsminiſteriums
Mrr 17. Januar 1907 (Reg.=Bl. Nr. 7 von 1907) vorgeſchriebenen Beſtimmungen
sgebend.
(6066
Darmſtadt, den 4. März 1914.
Großherzogliche Provinzial=Direktion Starkenburg
und
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
Bekanntmachung.
Unter Hinweis auf Artikel 33 des Geſetzes vom 24. März 1910 wird hiermit
n öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Stempel:
1. für Verkaufs= oder Waagautomaten,
2. für automatiſche Kraftmeſſer,
3. für Automaten, die zur Unterhaltung des Publikums dienen,
4. für alle in öffentlichen Wirtſchaftslokalen aufgeſtellten Klaviere oder ſonſtige
Muſikwerke,
5. für Luxuswagen und Luausreitpferde,
Aten Verſteuerung am 31. März 1914 abläuft, wenn die Abgabepflicht fortdauert,
In Monat März zu entrichten iſt.
Die Entrichtung des Stempels erfolgt an allen Wochentagen des Monats
ärz, vormittags von 9—12 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde im
Regierungs=
ekeäude (Neckarſtraße Nr. 3, Zimmer Nr. 9) dahier.
Darmſtadt, den 2. März 1914.
(5841a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
In Vertr.: Dr. Michel.
Bekanntmachung.
Am 2., 3., 5., 9., 10., 12., 16., 17., 19., 23., 24., 26., 30. und 31. März 1914, von
Uhr vormittags bis zum Eintritt der Dunkelheit, wird Schießen mit ſcharfer Munition
ot Truppenteilen des XVIII. Armeekorps auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten
Aparden.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Rchtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
„ Weſten: Dammweg-=Brunnersweg ausſchließlich,
Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
„ Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung, über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
vird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (Pollzei=
Verordnung Kreisamt Darmſtadt, 25. September 1909.)
Darmſtadt, den 20. Februar 1914.
(5340a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Sehrlüng, ud eirieienvernitieng in Parnſtedt und in
ie eier er Mune atmeint.
Die unterzeichnete Anſtalt hat ſich im beſonderen auch die Aufgabe geſtellt,
Lehrlinge und Lehrſtellen zu vermitteln. Ihre Tätigkeit iſt hierbei nicht nur auf
Darmſtadt beſchränkt. Mit Zuſtimmung der Großb. Provinzialdirektion erſtreckt ſie
ſich auch auf den übrigen Bezirk der Provinz Starkenburg. Koſten entſtehen
durch die Inanſpruchnahme der Anſtalt nicht, weder den Lehrherren noch den
Lehrlingen. Beim Ausgleich von Angebot und Nachfrage wird den örtlichen, alſo
ganz beſonders auch den ländlichen Verhältniſſen und Intereſſen in weiteſtgehendem
Maße Rechnung getragen. Die Vermittlung erfolgt in Fühlung mit den vorhandenen
örtlichen und Bezirks=Arbeitsnachweisſtellen unter ſtrenger Beobachtung des
Grund=
ſatzes, daß Angebote und Nachfragen erſt dann entfernter gelegenen Orten und
Bezirken zugute kommen dürfen, wenn ſie am Orte der Herkunft und in der
nächſten Umgebung mit entſprechenden Nachfragen und Angeboten nicht
aus=
geglichen werden können. Sollte ausnahmsweiſe die Vermittelung einer außerhalb
der Provinz gelegenen Lehrſtelle gewünſcht werden, ſo iſt dies beſonders anzugeben.
Gewerbetreibende und Eltern, ſowie Vormünder werden gebeten, Stellen und
Lehrlinge umgehend bei unſerer Geſchäftsſtelle, Grafenſtraße Nr. 30, Fernſprecher
Nr. 371, anzumelden. Wird der ſchriftliche Weg bevorzugt, ſo genügt die
Ueber=
ſendung einer Poſtkarte, auf der zu beantworten ſind, wenn anmelden:
a) Lehrherren: die Fragen nach 1. dem Namen des Lehrherrn, 2. ſeiner
Kon=
feſſion, 3. ſeinem Wohnort, 4. der Art des Gewerbebetriebes, 5. Dauer der
Lehrzeit, 6. den Koſten der Lehre und 7 ſonſtigen Bedingungen, über die
der Anmeldende im voraus keinen Zweifel laſſen möchte;
b) Eltern oder Vormünder: die Fragen nach 1. dem Namen des Lehrlings,
2. ſeinem Alter, 3. ſeiner Konfeſſion, 4. ſeinem Wohnort, 5. der beſuchten
Schule, 6. dem gewählten Beruf und 7. ſolchen Bedingungen, die die
An=
meldenden im voraus klargeſtellt wiſſen möchten, ſchließlich 8. die Frage, ob
Wohnung und Verköſtigung ſelbſt geſtellt werden können.
Es liegt im eigenſten Intereſſe der Angehörigen der Provinz, zuerſt die
Arbeitsnachweisſtellen in der Provinz, an deren Spitze die unterzeichnete
An=
ſtalt, in Anſpruch zu nehmen, bevor ſie auswärts Umſchau halten. Die Anſtalt
wird ſich mit den maßgebenden gewerblichen und Schulbehörden bei ihrer
Vermitt=
lungstäigkeit in ſtetem Benehmen halten.
Darmſtadt, am 15. November 1913.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnnngsnachweis.
Mueller, Bürgermeiſter, Vorſitzender.
Bekanntmachung.
Die vorſtehende Aufforderung der Zentralanſtalt für Arbeits= und
Wohnungs=
nachweis in Darmſtadt, welche auch die Lehrlings= und Lehrſtellen=Vermittelung
übernommen hat und in geeigneter Weiſe auszugeſtalten beſtrebt iſt, empfehlen wir
der Beachtung und Unterſtützung durch die gewerblichrn Kreiſe, die Eltern,
Vormün=
der, Geiſtlichen und Lehrer und alle in Betracht kommenden Behörden.
Es liegt ganz außerordentlich im wirtſchaftlichen Intereſſe der Provinz und im
Intereſſe ihrer gewerblichen Entwickelung, daß die Lehrlings= und
Lehrſtellenvermitte=
lung nicht zerſplittert und abgeleitet, ſondern an eine kräftige und leiſtungsfähige
Einrichtung in der Provinz, wie ſie die vorgenannte Zentralanſtalt iſt, angeſchloſſen
und von dieſer, in Verbindung mit gewerblichen und Schulorganen, in den richtigen
Bahnen erhallen wird.
Darmſtadt, den 2. März 1914.
(5867a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 ſchwarzwollenes gehäkeltes Kopftuch. 2 Gas= u.
Bummiball. 1 Brille mit Futeral. 1 dunkles Portemonnaie mit
tinigem Inhalt. 1 großes braunes Portemonnaie mit einigen
Prennigen und Briefmarken. 1 Hundeleine. 1 Peitſche. 1 Trauring.
doppelter Trauring mit Monogramm. 1 Werkzeug für Motorrad.
Tulauhr an Nederarmband. 1 braune Joppe und 1 grauer
Stoff=
h t. — Im Monat Februar im Großh. Hoftheater liegen
ge=
üblieben und bei der dortigen Verwaltung in Verwahr: 1 filbernes
rmband 1 grüner Autoſchleier. 1 Stock, 1 bunte Mütze. 1
Brillen=
ſenui. 1 Opernglas. 1 ſchwarzer Kragenſchoner. 1 Manſchettenknopf
Ekürnberg). 1 Opernglasfutteral. 2 Regenſchirme. 2 kleine
Porte=
inwonnaies. 2 goldene Broſchen. 2 Haarpfeile. 12 Paar farbige
Hand=
ſcouhe. 16 Taſchentücher, gez. L., S. A., J., E. G. u. 12 ohne Zeichen.
(6024
Zugeflogen: 1 Kanarienvogel.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 8. März,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Hof=Apotheke, Ballonplatz und Adler=Apotheke,
Wilhelminenplatz. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.
Schutz den Hecken und dem Buſchwerk.
Untenſtehende Polizei=Verordnung über den Schutz der Hecken
und des Buſchwerks bringen wir wiederholt zur öffentlichen Kenntnis.
Darmſtadt, den 4. März 1914.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Polizei=Verordnung
über den Schutz der Hecken und des Buſchwerks.
Auf Grund der Artikel 64 unb 48, III Ziffer 1 der Kreis= und
Provinzialordnung vom 12. Juni 1874, in der Faſſung der
Bekannt=
machung vom 8. Juli 1911, wird mit Zuſtimmung des
Kreisaus=
ſchuſſes und mit Genehmigung Großh. Miniſteriums des Innern
rom 18. März 1913 zu Nr. M. d. J. 3380 für den Kreis Darmſtadt
verordnet:
§ 1. Das Abbrennen von Hecken und Buſchwerk iſt verboten.
§ 2. Das Beſchneiden von Hecken und Buſchwerk in der Zeit
nom 1. März bis 1. Oktober eines jeden Jahres iſt verboten.
§ 3. Außerhalb der in § 2 angegebenen Zeit dürfen Hecken
und Buſchwerk nur mittels der von der Ortspolizeibehörde zum
ord=
nungsmäßigen Gebrauch beſtimmten Werkzeuge (Heckenſchere uſw.)
geſchniten werden.
§ 4. Hecken und Buſchwerk, deren Zweige auf öffentliche Fahr=
und Fußwege hinausragen, ſind von den Beſitzern zurückzubinden
üder während der nach § 2 erlaubten Zeit zurückzuſchneiden.
§ 5. Zuwiderhandlungen werden, inſoweit nicht nach
geſetz=
lichen Vorſchriften eine höhere Strafe verwirkt iſt, auf Grund des
Tlrt. 64 der Kreis= und Provinzialordnung mit Geldſtrafe bis zu
30 Mk. beſtraft.
a. Die vorſtehenden Beſtimmungen treten mit dem Tage
ührer Verkündigung im Amtsverkündigungsblatt in Kraft.
Mit dem gleichen Tage treten die Beſtimmungen der
Polizei=
verordnung vom 14. Februar 1905, betreffend das Beſchneiden der
(6043
Hecken, außer Wirkung.
Darmſtadt, den 31. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Da in letzter Zeit wiederholt über Beläſtigungen des Publi=
Eums durch Ball= und andere Spiele auf der Straße Beſchwerde
geführt worden iſt, ſehzen wir uns veranlaßt, darauf hinzuweiſen, daßt
nach Art. 292 des Polizeiſtrafgeſetzbuches und § 366,7 des
Reichsſtrafgeſetzbuches derienige mit Geldſtrafe bis zu 60 Mk.
oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft wird, der auf Straßen
oder öffentlichen Plätzen mit Steinen oder anderen Gegenſtänden
wirft, wodurch Menſchen beſchädigt oder verunreinigt werden
Können. Unter dieſen Tatbeſtand fallen insbeſondere auch Spiele
mmit Hartgummibällen.
Z e ee
worden, ſo werden nach Art. 44 des Polizeiſtrafgeſetzbuches die
Eltern oder andere aufſichtspflichtige Perſonen, die es an der
er=
forderlichen Aufſicht haben fehlen laſſen, beim erſten Fall
poli=
zeilich verwarnt, im Wiederholungsfalle mit Geldſtrafe bis zu
einem Drittel der auf die Uebertretung ſelbſt angedrohten
Strafe belegt.
Bei eintretenden Körperverletzungen können außerdem nach
§§ 923 ff. 832 des Bürgerlichen Geſetzbuches für den Täter und
auf=
ſichtspflichtige dritte Perſonen (Eltern uſw.) weitgehende
zivilrecht=
liche Schadenerſatzverpflichtungen entſtehen.
Darmſtadt, den 3. März 1914.
(5809fs
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Bekanntmachung,
Häufige, in letzter Zeit zu unſerer Kenntnis gelangte
Zuwider=
handlungen veranlaſſen uns, darauf hinzuweiſen, daß die zahlreichen
Gewerbtreibenden erlaubte Erlaubnis zum Kleinhandel mit
Brannt=
wein nicht auch zum Ausſchank von Branntwein zum ſofortigen
Genuß an Ort und Stelle berechtigt; zu letzterer ſind vielmehr nur
die Inhaber einer Erlaubnis zum Wirtſchaftsbetrieb beſugt.
Unſere Beamten ſind erneut angewieſen, die Beachtung dieſer
Vorſchriften ſtreng zu überwachen und jede Zuwiderhandlung zur
Anzeige und Beſtraſung zu bringen.
(6042sg
Darmſtadt, den 3. März 1914.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Großherzogliches Hoftheater.
Abonnement für 1913/14.
Die Erhebung der 4. Rate des Abonnementsgeldes für die
Spielzeit 1913/14 findet
Dienstag, den 10. bis Donnerstag, den 12. März 1914,
nachmittags von 3 bis 5 Uhr
(6113
ſtatt. Zahlſtelle: Veſtibüle im Hoftheater.
Die Abonnenten werden freundlichſt gebeten, die erhaltenen
Zahlzettel bei der Zahlung zur Quittierung vorlegen zu wollen.
Darmſtadt, den 7. März 1914.
Großherzogliche Hoftheater=Hauptkaſſe.
Aah= und Demaiſch Parteigang.
Montag, den 9., und Dienstag, den 10. März,
vormittags 9½ Uhr anfangend,
werden im Ober=Ramſtädter Gemeindewald, Diſtrikt Hainböhl (
Ge=
markung Ober=Modau) verſteigert:
Nutzholz:
Stämme: Lärchen 37 St. 12—32 cm Durchm., 6—18 m lang,
10—22 „
Fichten 104 „ 14—36 „
12—16 „
Derbſtangen: Lärchen 36 „ 8—12
10 „
13 „
Fichten 4 „
Brennholz:
Scheiter, rm: 36 Buchen, 25 Kiefern=
Knüppel, rm: 369 Buchen, 2 Eichen, 1 Eſpe, 20 Kiefern,
12 Lärchen, 21 Fichten;
Wellen: 50 Buchen, 50 Kiefern;
Stöcke, rm: 16 Buchen, 15 Kiefern, 13 Fichten.
Zuſammenkunft an beiden Tagen jedesmal auf der Kreisſtraße
Nieder=Modau-Frankenhauſen am Eingang des Waldes.
Ober=Ramſtadt, den 2. März 1914.
(5671mfs
Großh. Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Rückert.
Stüdiſches
Hallenſchwimmbad.
Darmstadt
Mühlſtraße Nr. 33.
Schwimmbäder, Wannenbäder,
Brauſebäder, Heißluft=, Dampf=,
Maſſage= und Duſchbäder,
Elek=
triſchlichtbäder und
Kohlen=
ſäurebäder.
Die Anſtalt iſt zur Zeit
ge=
öffnet
I. an Werktagen:
von morgens 8 Uhr bis avends
8 Uhr ununterbrochen.
Samstags bis 8½ Uhr.
II. an Sonn= und Feiertagen:
von morgens 8 Uhr bis
12½ Uhr. (1398a
Kaſſenſchluß:
für die Schwimm=, Wannen= und
Brauſebäder ½ Stunde
für die Schwitzbäder 1½ Stunde
vor Ablauf der Badezeit.
Die Badeverwaltung.
Bekanntmachung.
Am 12. März 1914,
vormittags 9 Uhr,
findet im Geſchäftszimmer des
Proviantamts Darmſtadt (
Eſcholl=
brückerſtraße 25) die öffentliche
Ver=
dingung von 130 t
Steinkohlen=
briketts ſtatt.
Lieferungsbedingungen liegen
im Geſchäftszimmer zur
Einſicht=
nahme von 8 Uhr vormittags bis
6 Uhr nachmittags aus.
Schriftliche und verſiegelte
Angebote, mit der Aufſchrift ,
An=
gebot auf Lieferung von
Stein=
kohlenhriketts” verſehen, ſind vor
Beginn des Termins auf dem
Ge=
ſchäftszimmer abzugeben. (J5414
Großherzogliches Proviantamt
Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Die heute in der Turnhalle
abgehaltene Holzverſteigerung iſt
genehmigt.
(6011
Erſter Fahrtag: Donnerstag, den
12. ds. Mts.
Darmſtadt, 5. März 1914.
Großh. Oberförſterei Beſſungen.
Daab.
Dünger und Pfuhl
jedes Quantum billigſt.
Schlachthof.
6005a)
eimehen Zuit
zu kauf. geſucht (Nußb.) (5739mds
Berens Hufnagel, Traiſa.
Für 30—40 Liter Milch
Kundſchaft geſucht. Off. unter
R 41 an die Expedition. (*5963
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Nummer 66.
eine Spezialität meiner Firma, bei deren Anfertigung die größte
Sorgfalt verwandt wird, empfehle ich in grosser Auswahl
in tiefschwarz, dunkelblau und marengo, I und IIreihig,
fertig und nach Maß
(6013
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Ludwigstr.
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Auswahlsendungen bereitwilligst.
Schwarz-weisse Rabattmarken.
In der ſtädtiſchen Armenpflege
ſind neu beſtellt worden:
a) Als Bezirkspfleger die Herren:
1. Für den 8. Bezirk: Maurermeiſter Philipp Möſer, Dieburgerſtr. 11,
Kaufmann Konrad Koch, Marktplatz 3.
2. „ „ 14.
Lehrer Adam Weiß, Hoffmannſtraße 1,
3. „ „ 16.
Tapeziermeiſter Jakob Luckhaupt, Mühlſtr. 62,
4. „ „ 21.
Lehrer Karl Saum, Moosbergſtraße 37.
5. „ „ 39.
Schuhmachermeiſter Friedrich Dillmann,
6. „ „ 55.
Magdalenenſtraße 3,
Lehrer Wilhelm Reeg, Dieburgerſtraße 64.
7. „ „74.
b) Als Pflegerinnen:
1. Für den 62.—68. Bezirk: Frau Eiſenbahnbetriebsſekretär Schreiber,
Mollerſtraße 13,
2. „ „ 54.—56. und 75. Bezirk: Frau Schreinermeiſter Oeſterling,
Lauteſchlägerſtraße 10.
z. „ „ 1., 3.—6. Bezirk: Frnu Friſeur Einsfeld, Große
Ochſen=
gaſſe 28.
4. „ „ 69.—74. Bezirk: Frau Lehrer Mergler, Obere
Liebfrauen=
ſtraße 40.
(6058
Darmſtadt, den 3. März 1914.
Städtiſches Armen= und Fürſorgeamt.
Krapp.
Letzte
Autz= und Brennholz=Verſteigerung.
Montag, den 9. März d. Js., werden im Eberſtädter
Ge=
meindewald, Diſtrikt Kirchtanne, nachverzeichnete Holzſortimente
öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert. Es gelangen
zum Ausgebot:
a) Nutzholz
15 Stück Kiefern=Stämme von 25—42 cm Durchm. u. 4—12 m Länge,
Derbſtangen bis 10 m Länge,
25 „
Bohnenſtangen,
1950 „
Zaunpfoſten, 2,20 m lang;
31 rm
b) Brennholz
5 rm Kiefern=Scheitholz,
70 rm Kiefern=Stockholz,
Knüppel,
128 rm
4800 Stück „ Wellen.
Ferner bei Anfang der Verſteigerung nicht an Ort und Stelle,
aus dem Diſtrikt Schleifberg:
9 rm Eichen=Rundſcheiter,
280 Stück Kiefern=Wellen,
1,25 m lang,
5 Loſe Buchen= und Eichen=
13 rm Kiefern=Knüppel,
Reiſig.
Dienstag, den 10. März d. Js., aus dem Diſtrikt
Klings=
ackertanne:
130 rm Kiefern=Scheitholz,
Knüppel,
35 rm
120 Stück „ Wellen,
219 rm „ Stockholz,
10 rm Buchen=Scheitholz,
10 rm
Knüppel,
510 Stück „ Wellen,
4 rm
Stockholz.
Die Zuſammenkunft der Steigerer findet vormittags 9½ Uhr,
und zwar am Montag an dem Eberſtädter Friedhof, am Dienstag
an dem Hotel Waldfriede ſtatt.
Nähere Auskunft erteilt der Forſtwart Pfeiffer, Schulſtraße
Nr. 5 in Eberſtadt, für die am erſten Tag, der Forſtwart Kirſchner,
Müllerſtraße Nr. 11, für die am zweiten Tag ſtattfindende Verſteigerung.
Eberſtadt, den 28. Februar 1914.
(5670mds
Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.
Aus dem Gemeindewald Weiterſtadt
Diſtrikt Täubcheshöhl, werden 43 Stämme mit 50 Feſtmeter Inhalt
auf dem Submiſſionsweg vergeben. Die Stämme ſind lauter
Schnitt=
holz=Oberſtänder.
(5982sg
Intereſſenten wollen ihre Angebote bis 12. März I. Js. auf
der Bürgermeiſterei Weiterſtadt einreichen.
Weiterſtadt, den 5. März 1914.
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
Becker.
Müinzer Fruhjahrspferoemarkt 1914.
Der Frühjahrspferdemarkt, verbunden mit Prämiierung,
Ver=
loſung und einer Ausſtellung von landwirtſchaftlichen Geräten
findet am
Donnerstag, den 19. März 1914
im ſtädtiſchen Viehhofe ſtatt. Marktprogramm nebſt
Prämiierungs=
plan, ſowie weitere Auskünfte ſind durch die Schlacht= und
Viehhof=
verwaltung erhältlich.
(Fr5980
Mainz, im März 1914.
Die ſtädtiſche Pferdemarktkommiſſion.
Dr. Külb, Beigeordneter.
Reuhenfen
in Saathafer=Siegeshafer
prima Qualität, per Ztr. 14 Mk.
Saatkartoffel
prima Marktware, ſehr
wohl=
ſchmeckend, 1 Ztr. Ausſaat, über
20 Ztr. Ernte, per Ztr. 6, 7 und
8 Mk., auch Poſtkolli erhältlich,
(4358a
hat zu verkaufen
Johs. Wesp
Weiterſtadt.
Landwurt und Leiſchwaren
in echter Qualität empfiehlt (2632a
Oberhess. Wursthalle, Schustergasse 10.
Derjenige Herr
welcher am Mittwoch abend im
Café Metropole ein
Hundertmark=
ſchein wechſeln lies, wird gebeten,
ſeine Adreſſe anzugeben oder
perſön=
lich dort vorzuſprechen. (*6036
In beſter Geſchäftslage Bad
Nauheims, nächſt Kurhaus,
moderner Laden
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Bad Nauheim.
Hemmer
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Trockenboden, per 1. April billig
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Vorder=
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Zimmer zu vermieten. (6102ms
Mathildenplatz 3, Stb, II., I.,
frdl. möbl. Zimm. zu verm. (*6069
Ich habe mir einen Betrag dieſer Anleihe ges
ſichert. Eine öffentliche Zeichnung findet angeſichts
der kleinen Anleihe von Mk. 5000000 und der
ſtarken Nachfrage nicht ſtatt.
Die Placierung geſchieht durch freihändigen
Ver=
kauf und nehme ich Anmeldungen entgegen.
(6120
Die Abnahme der Stücke kann
vom 15. März bis 15. April a. cr. geſchehen.
Hermann Wertheim
Bankgeschäft
Filiale Darmstadt, Rheinstrasse 33.
Verkauf von Matratzenſtreu.
Samstag, den 14. März
wird die Matratzenſtreu einer Eskadron auf dem Hofe der
Kavallerie=
kaſerne an der Holzhofallee verſteigert.
(6101
Der Verkauf beginnt um 9 Uhr 30 Minuten vormittags.
Leib=Dragoner=Regiment (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24.
Gottfried Proeser
Feine Damen-Mass-Schnelderel
Elisabethenstr. 44. Telephon 1553.
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Sämtliche tonangebenden
Reit- u. Schneider-Kleider
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Kostüme f. jed. Sportzweig
0000
Ball- und Gesellschafts-
Moderne Musterkollek-
Toiletten, Reform-Kleider
tionen stehen gerne zur
Verfügung. (5881a
ähmaſchine ſehr billig.
N wehſtr. 31, III., r.
Land=
(4672a
Dirigentengesuch.
Hieſiger Arbeiter=Geſangverein
ſucht tücht. energiſchen Dirigenten.
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Exvedition d. Bl. erbet. (*6019so
Aelterer Geſangverein
ca. 40 Sänger, ſucht geeignetes
Wirtslokal für Samstag abends
zum Abhalten ſeiner Singſtunde,
möglichſt im Zentrum der Stadt.
Offerten unter R 43 an die
Expedition d. Bl.
(6045
ſangverein ſucht kleines Lokal.
Off. u. R 57 a. d. Exped. (6071
Fleisch u. veg. Kost von
60 Pf. b. M. 1.— im Abonn.
bendtisch
Fleisch u. veget. Kost v.
50 Pf. bis 70 Pf. im Abonn.
Ausschank des berühmten
:: Wormser Weinmostes::
Kein Trinkzwang. (114
— Damenzimmer.
Reform-Restaurant
4 Alexanderstrasse 4. 1. Stock
INummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Seite 13.
Me
Mannarter Karsbericht vom. C. Marz 14.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
Staatspapiere.
. Reichsschatzanw.
100,00
. Reichsanleihe p. 1918.
98,45
S. . . . . p. 1925
41 9000
o. . . . .
.3½ 86,30
D.
1750
Denßische Schatzanw.
99,80
Staffelanleihe..
90,05
onsols .
86/5
ſo..
77.50
.
Msische Staats-Anleihe. 4 96,85
o. v. 92/94 .
3½ 89,50
L.o. . .
. . . . 3 86,50
erische Ablös.-Rente . 4 97,00
iz.-B.-Anl. kdb. ab 1906) 4 1 97,00
co. unkdb. p. 1918 . . . 4 97.00
Lo. unkdb. p. 1920 . . . 4 97,00
—.-B.- u. Allgem. Anl.
unkdb. p. 1930 .
4 97,10
L.o. Anleihe .
3½ 85,00
o.
3 75,70
Miamburger Staats-Anl. . 4 96,70
Mo. v. 1887/94
3½ 88,90
. .........
3 79,80
De sische Staats-Anleihe
97,30
Ao. unkdb. p. 1921 .
97,30
1o. . . . . .
84,40
Mo. . . . . . . . . . . . . . 3 7460
älhsische Staats-Rentel 3 77.60
rttembg. Staats-Anl.
(unkdb. v. 1921)..
97,70
Ao. v. 79/80 . . . .
88,10
Mo. . . . . . . . . . . . . ..
77,00
u garische Gld.-Anl. . . 5
rsch. Anl. v. 1890 . . . . 1,6
Ho. v. 1887 Monopoll1% 53,50
ilienische Rente. .
serr. Staats-R. v. 1913 4½ 92,50
Jo. Silber-Rente . . . .4½ 80,80
Jo. Papier-Rente . . .4½
Jo. Gold-Rente . . . . . 4 89,00
Jo. einheitl. Rente . . 4 82,80
ostug. Tab-Anl. 1891 . .4½97,10
Jo. inn. amort. 1905 . .41
Ho. unif. Serie I
3‟ 62,00
Ho.
III, . 3 64,50
do. Spezial Titel. . . .
9,55
Rimänen v. 1903 . .
.. . 5 100,20
do. Gold v. 1913.
4½ 91,50
do. Schatzsch.w. 19134½100,20
do. conv.
8500
do. v. 1890
4 94,00
-do. v. 1891
4 87,70
do. v. 1905
4 85,65
do, v. 1908
do. v. 1910
86,10
Zussische St.-Anl. v. 190514½ 98.90
do. kons. v. 1880
87,85
do. Gold v. 1890 .
do. v. 1902 .
90,60
Schweden v. 1880. .
do. v. 1886 .
(27.
Schweden v. 1890. . . . . .3½
Serben steuerfrei . . . . . 4½ 88,00
do. amort. v. 1805
79/10
Türk. Egypt. Tribut . . .3
85,00
do. kons. steuerfreie .
76,80
do. Admin. v. 1903 . .
85,80
do. unif. v. 1903 . .
73,00
do. v. 1905. .
.
Ungarische Staats-Rente
1913 unkdb. bis 1923 . . 4½ 90,80
Ungar Staatsk.-Scheine
V. 1913. . . . . . . . . . . .4½ 98,90
do. Gold-Rente . . . . . 4 83,10
do. Staats-Rente 1910₰ 4 82.00
do.
Kr. 4 82,20
Argent. innere Gold-Anl.
v. 1887
do. äußere v. 1890 . . .
99,50
do. innere v. 1888 . . . 4½
do. äußere v. 1888
do. v. 1897
94,60
Chile Gold-Anl. v. 1911
do. v. 1889 .
do. v. 1906 .
Aae
Chines. St.-Anl. v. 18
98,50
do. V. 1896
88,20
do. Reorg. Anl.
do, v. 1898
91,75
91,60
Japaner . . . . . .
Innere Mexikaner .
6170
81,50
Kußere do.
69,00
Mexikav. Gold v. 1904
do, cons. .
43,00
do, Irrigat.-Anleihe .4½I 69.00
Buenos-Aires Prov.:
3½ 67,20
Tamaulipas . .
5 65,00
e)-
Sao Paulo E.-B.
5
do. v. 1913 .
5 98,40
Siam v. 1907. .
4½ 96,20
Prioritäts-
Obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
v. 18051973½
v. 19043½
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadkt
Darmstadt . . . . . . . . 4 94,00
Nordd. Lloyd-Obligat.
½ 99,40
Donau-Dampfschiff. v. 82
Elisabethbahn . .
90,60
Franz-Josef-Bahn.
Kaschau-Oderberger v. 89
Prag-Duxer
3 72,50
Osterreich. Staatsbahn
do. .
90,00
do.
76,00
do. Südbahn (Lomf
98,60
do. do.
51,80
d0. Ao.
Raab-Oedenburg
* 77,80
Kronprinz Rudolfbahn
4 85,90
Russ. Südwest
ete
Moskau-Kasan . . . . . . . 4½
do. . . . . . .
86,70
Wladikawkas. .
86,00
Räsan-Koslow.
Portugies. Eisenb
68,80
do. . . . .
Livorneser .
210 70,00
Salonique Monastir.
62,90
Bagdadbahn .
78,80
Anatolische Eisenbahn 4½ 91,20
Missouri-Pacific I.
do. do. v. 1905
61,00
Northern-Pacific.
94,70
Southern-Pacitie.
91,80
St. Louis & San Francisco
Tehuantepec
Ungar. Lokalbahn.
5
Provinz-Anleihen.
96,20
Rheinprov. Obl. Em. 20/2
86,25
do. Em. 10 .
3 83,30
do. „ 9. .
3½ —
Posen Prov.. .
4 96,00
Westfalen Prov. V. .
Hess. Prov. Oberhessen I 4 I 96,50
3½ 86,30
do. Starkenburg.
Städte-
obligationen.
Darmstadt.
94,80
. . .
do. . ..
...3½—
Frankfurt .
. . . . . 4% 96,40
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 89,00
Gießen . . . . . . . . . . . . 4 94,50
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 20
Heidelberg . . . . . . . . . . 4 95,00
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 86,00
Karlsruhe . . . . . . . . . . 4 94.70
do. . . . . . . . . . . . ..3½ 87,50.
. . . . 4 —
Magdeburg
. . . . 4 95,00
Mainz . .
do. . . .. ..
. 3½
4 3475
Mannheim . .
3½ 86,50
do.
97,70
München .
Nauheim . .
95,20
Nürnberg.
86,30
do. .
95,50
Offenbach
do. v. 1914 .
do. . .
96,30
Wiesbaden.
do. .
Worms ..
87,34
do. ..
74.50
Lissabon v. 1888
93,60
Moskau v. 1912 .
Stockholm v. 1880 . . . . .
Wien Komm. . .
98,80
Wiener Kassenscheine
Zürich v. 1889 . .
Bnenos Stadt v. 1892 . . . 6 101,50
(
Pfandbriefe.
Berliner Hyp.-Bk.-Pf. . . 4½ 1100,00
93,25
do. unkäb. 1918 . .
1919. .
9400
do.
9450
1921. .
do.
9500
do.
1922. . .
3½ 83,50
do. ..
. „
95,25
do. Komm.-Obl. unk. 1918)
Frankf. Hyp.-Bk.
95,00
do. unkdb. 1910
1915
96,00
do.
1920
do.
4 96,50
do. Ser. 12—19.
.3½ 86,40
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
unkdb. 1910
.. 3½ 86,50
Frankf. Hyp.-Kred.-Ver.
Ser. 15—42
94,00
48—49
94,90
do. . . . .
do, unk. 1922
52.
96,00
88,60
do. „ 1913.
do. Ser. 45
3½ 86,50
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
96,70
Ser. 12, 13, 16
96/70
.14, 15, 17
do. . . . .
97,30
do. unkdb. 1920 . . . .
97,40
do,
1923 . . . .
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½ 84,20
do. „ 3—5 . . . . . . . 3½ 84.20
. . . 3½ 81,20
do. kündb. 1915
do. Komm. unk. 1913) 4 96,70
„ 1914) 4 96,70
do.
„ 1916) 4 96,90
do. „
do.
„ 1920) 4 97,30
1923) 4 97,40
do.
do. verlosb. u. kündb. . 3½ 84.65
do.
unkdb. 1915) 3½ 84,65
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb.) 4 94,50
do. unkdb. 1922. . . . . 4 95,80
. . 3½ 86,00
do. „.
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
unkdb. 1917
94,50
1919
do. . . . .
94,50
94,40
1921
do. . .
do. . . .
1924
96,20
do. . . . .. .
3½ 85,30
95.20
do, Komm. unk. 1923 .
„ 1924
do.
96,00
Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr. .
96,40
do.
88,00
Bank-Aktien.
Div.
Bank für elektr.
Unter-
nehmungen Zürich . . 10 (195,00
(15320
Berg.-Märkische Bank. .
Berliner Handelsges. . . . 9½ 162,50
Darmstädter Bank . . . . 6½ 123,50
Deutsche Bank. . . . . . .12½259,00
Deutsche Vereinsbank. . 6 123,00
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 (118,00
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 197,50
Dresdner Bank.
8½ 158,50
Frankf. Hypothek.-Bank 10 (217.00
(16150
do. do. Kred.-Ver.
Mitteldeutsche Kred.-Bk.l 6½ 1124,50
Nation.-Banke f. Deutschl.
116.90
Pfälzische Bank . . . . 1 (12850
Reichsbank . . . . . . . . . 6.95 140.79
(13300
Rheinische Kredit-Bank.
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver. .
105½
Wiener Bank-Verein . . . 7½ 140,25
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 142,80
Norddeutscher Lloyd.
7 (125.50
116,00
Frankfurt. Schleppschiff.
Südd. Eisenb.-Gesellsch. . 6½ 1129,80
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½
Baltimore .
91½
10 213½
Canada. . . .
140/70
Schantung.
161.00
Prinz Heury:
Lombarden . .
20
Pennsylvania.
6 111,50
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik . 28 1649,50
Chem. Fabrik Griesheim 14 265,50
Farbwerke Höchst . . . . 30 1679,00
Ver. chem. Fabr. Mannh., 20 (343.00
Zement Heidelberg . . . . 10 (15280
Chemische Werke Albert 30 460.00
Holzverkohl. Konstanz . 15 31950
Lahmeyer . . . . . . . . . 6 (127,70
Schuckert, Nürnberg . . . 8 152.30
Siemens & Halske . . . . . 12 218,25
Bergmann Elektr. . . . . . 5 1125,50
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 (247,30
25 332,50
Hagen Akkum. . . .
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (177.50
Gummi Peter . . . . . . . . 0 81,00
Adler-Fahrradwerke . . . 30 370,75
Maschinenfabr. Badenia . 9 1128,00
Wittener Stahlröhren . . 0
Gasmotoren, Oberursel .8½ 1161,00
Gasmotoren, Deutz . . . . 9 1124,00
Siemens Glas-Industrie . 15
23 1321,50
Enzinger Filter ..
Steaua Romana
.. 10 ſ15025
. . 15 226,00
Zellstoff Waldhof
Bad. Zucker-Waghäusel .12,831213.50
Neue Boden-Aktien-Ges. . 0 1*87,75
Süddeutsche Immobilien 0 61,50
Bergwerks-Aktien.
12 167.00
Aumetz-Friede .
Bochum. Bergb. u. Gußst.! 14 2247
ILeonhard, Braunkohlen: 9 (157.75
Konkordia Bergbau . . . 23 349,50
Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 142,40
10 221.80
Eschweiler . .
for
Gelsenkirchen Bergw. . . 10 (193,50
Harpen Bergbau.
11 (186.,75
Kaliwerke Aschersleben , 10 1159,00
Kaliwerke Westeregeln . 13 203.75
Königin Marienhütte
6 86,00
Laurahütte .
8 1161,00
Oberschles. Eisenbed.
6 89,00
Oberschl. Eisen-Industrie 3 69,00
Phöniz Bergbau:
18 (241,50
Rheinische Braunkohlen 10 210,00
Riebeck Montan .
12 199,00
South-West.-Afr. Shares *5 1117.75
Verzinsliche
Anlehenslose.
Zf.
Badische
Tr. 100 4
Cöin-Mindener . Tlr. 1003½
Holländ. Komm. . H. 100) 3 118,70
Madrider
. . . Frs. 1003
Meininger Präm.-Pfdbr.
141,50
Osterreicher 1860er Lose . 4 180,40
Oldenburger . . . . TIr. 40 3 129.60
Raab-Grazer . . . . H. 150/2½110,50
Unverzinsliche
Mk.
Anlehenslose.
p. St.
Augsburger
A. 7 36,00
Braunschweige
TIr. 20 203,00
Mailänder
Fs. 45
(o.
Fs. 10
Meininger
.. A.7 35,90
Osterreicher v. 1864 . H. 100 35₰
do. v. 1858 . H. 100 —
Ungar. Staats.
H. 100 438,50
Venediger
(
Fs. 30
Türkische . . . . . . Fs. 400 1168,00
Gold, Silber und
Banknoten.
20,41
Engl. Sovereigns. . . .
20-Franks-Stücke . . . . . . . 16,26
Amerikanische Noten .
4.19¾/
Englische Noten . . . . . . . . 20,46
Französische Noten. . . . . . 81,25
169,45
Holländische Noten . . . .
8105
Italienische Noten . . . .
Osterr.-Ungarische Noten, .1 85,10
Russische Noten . . .
Schweizer Noten . . .
81,10
Reichsbank-Diskont .
do. Lombard Zsf.
Tendenz:
Nicht einheitlich.
Handel und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 6. März. (Börſe.) Die
Aeldungen, daß die Bewegung in Braſilien einen
revolu=
ionären Charakter angenommen hat, ließen die heutige
örſe in äußerſt zurückhaltender Tendenz eröffnen.
Spe=
iell Montanwerte lagen unter Druck auf die Nachricht, daß
f der Zeche Nordſtern des Phönix auf ſämtlichen vier
2chächten gefeiert wird. Das Angebot war indeſſen nicht
dingend und die Verſtimmung über alle dieſe Nachrichten
b wirkte mehr eine verſtärkte Unluſt, als größere
Kursrück=
gange. Nur Gelſenkirchen mußten nicht allein ihre geſtrige
kursſteigerung wieder hergeben, ſondern büßten noch ein
Prozent darüber ein, weil heute mit größerer Beſtimmtheit
die Anſicht laut wurde, daß in der heutigen
Aufſichtsrats=
ſſisung die Dividende in unveränderter Höhe vorgeſchlagen
frürde. Elektriſche Werte lagen behauptet, ebenſo
Schiff=
fahrtswerte. Am Bahnenmarkte waren Schantung beſſer
anf die Mehreinnahme von 100000 mexikan. Dollars im
geebruar; ferner Orientbahn auf Wiener Anregung zirka
3 Prozent gebeſſert. Im weiteren Verlauf konnten ſich die
Frurſe unter geringer Beteiligung der Spekulation ein
wenig befeſtigen. Die Börſe ſchließt bei kleinen
Schwan=
kungen in behaupteter Tendenz. Der Kaſſamarkt war
teil=
n eiſe erholt. Feſt lagen beſonders chemiſche Werte. Es
rotierten höher u. a. Albert 3 Prozent, Anilin 4½ Prozent,
Coldenberg 2½ Prozent, Scheideanſtalt 6½ Prozent. Eine
Eteigerung von 22 Prozent erfuhren Höchſter Farbwerke
auf erneut auftauchende Gerüchte über eine bevorſtehende
Faapitalserhöhung. Niedriger waren u. a. Akkumulatoren
6 Prozent, Kleyer 2¼ Proz., Lothringer Zement 1½ Proz.
Heimiſche Fonds lagen etwas feſter.
Benzaktien wurden an der heutigen Mannheimer Börſe
efffiziell eingeführt. Die erſte Notiz ſtellte ſich auf 195
be=
jahlt und Geld.
H. Frankfurt a. M., 6. März. (
Börſenwochen=
l ericht.) Das Ereignis der abgelaufenen
Berichts=
woche war die Bekanntgabe der Bilanzergebniſſe mehrerer
unſerer Großbanken, wobei die regere Geſchäftstätigkeit
als beſonders befriedigend hervorzuheben iſt. Die Deutſche
Jank übernimmt die Bergiſch=Märkiſche Bank und erhöht
ihr Aktienkapital auf 250 Millionen Mark. Die Dividende
wurde, wie in den letzten Jahren, wieder auf 12½
Pro=
zent feſtgeſetzt; ferner deklarierten die Bank für Handel
und Induſtrie 6½ Prozent, die Dresdner Bank 8½
Pro=
gentt die Disßonto=Gpſellſchaft 10 Prozent und die
Deutſche Effekten= und Wechſelbank 6 Prozent Die Börſe
rahm dieſe Publikationen recht günſtig auf; umſomehr
als das vergangene Jahr allerdings hohen Zinsfuß hatte,
aber immerhin ein noch höchſt unſicheres in der Induſtrie
und in landwirtſchaftlicher Beziehung war. Der Rückfluß
in die Kaſſen der Deutſchen Reichsbank iſt in den erſten
Tagen des März, entſprechend der ſtacken vorherigen
In=
anſpruchnahme ziemlich umfangreich geweſen. Man hat
matürlich Lombardgeld, für das bei der Bank 5 Prozent
wezahlt werden muß, an der Börſe billiger mit 4½
Pro=
ent bis ſogar etwas unter 4 Prozent echalten. Jetzt
ſcheint ſich eine kleine Erleichterung geltend zu machen, die
hauptſächlich dadurch unterſtützt wird, daß die
Seehand=
ung andauernd dem Markt ſehr große Summen zur
Ver=
fügung ſtellt. Man glaubt allgemein, daß die Abgaben
von Geld auf lange Zeit (bis 25. Juni) ein Zeichen von
wolitiſcher Ruhe ſind auch folgert man daraus, daß man
an eine ruhige Geſtaltung des Geldmacktes glauben
Lann. Beides iſt jedoch nur bedingt als richtig
anzu=
erkennen, denn die Geldabgaben hängen naturgemäß
da=
nit zuſammen, daß die Seehandlung ihre ganz
bedeu=
tenden Geldbeſtände nutzbar anlegt und gab Geld zu den
werſchiedenſten Terminen bis 25. Januar zu 3¾
Pro=
gent. Diskonten bleiben andauernd reichlich angeboten,
und wenn man nach dieſem Angebot ſchließen darf, muß
angenommen werden, daß von einem Herabgehen des
Diskontſatzes keine Rede ſein könnte. Der Rückgang der
Deviſen deutet darauf hin, daß man ſchon jetzt anfängt,
ffür den Quartalsbedarf Vorſorge zu treffen. Für die
Einzahlung auf die ungariſche Anleihe iſt bereits geſorgt,
ſſo daß dieſe nicht in Frage kommt während ſonſtige
Kon=
fortial=Verpflichtungen in allernächſter Zeit nicht beſtehen.
Mahrſcheimich wird nur auf die neue Budapeſter Anleihe
bald die erſte Anzahlung geleiſtet werden müſſen. Gegen
den Medio März beginnen vorausſichtlich die Anſprüche.
Zunächſt werden die Hypothekenbanken die ausſtehenden
Gelder kündigen, wegen der zu leiſtenden Zinszahlungen.
Sodann werden auch die Banken ſich für Zahlung der
eigenen und der Dividenden der verſchiedenen Induſtrie=
Geſellſchaften kräftig machen müſſen. Allerdings hat
man die Generalverſammlungen und damit die Zahlung
der Dividenden zumeiſt in den April verlegt. Ebenſo
werden die durch die Kapitalserhöhungen der Banken
nötigen Gelder erſt im April gebraucht. Wir haben alſo
keine Ausſicht, daß die Reichsbank den offiziellen Satz
vorerſt ermäßigen wird. Auch das Ausland iſt in der
letzten Zeit nicht mehr als Geldgeber aufgetreten und ſo
wird man im allgemeinen gut daran tun, alle
Dispoſitio=
nen für den März und anfang April ſo zu treffen, daß
eine größere Zurückhaltung der Geldgeber nicht
über=
raſchen wird. Zu Beginn der Woche wurde ein Artikel
der Köln. Ztg. über ruſſiſche Rüſtungen ſehr beachtet, doch
verlautete ſpäter, daß es keine offiziöſe Auslaſſung ſei
und auch ruſſiſcherſeits erfolgte ein Dementi.
Immerhin wurde man an der Börſe etwas
zurückhal=
tender; dazu geſellten ſich weitere unbeſtimmte Meldungen
aus Mexiko, und ſchließlich ſoll es auch in Braſilien zu
Un=
ruhen gekommen ſein. Wenn unſere Börſen dabei eine
feſte Grundſtimmung behaupteten, ſo liegt dies vorwiegend
in der Unabhängigkeit unſeres Geldmarktes von den
aus=
wärtigen Plätzen, wo die Geldlage zeitweiſe viel zu
wün=
ſchen übrig läßt, und ſelbſt das ſonſt ſo geldmobile Paris
hat jetzt zu laborieren, um den dort aufgetretenen
immen=
ſen Geldwünſchen entſprechen zu können.
Eine erfreuliche Beobachtung kann man bei unſeren
Großbanken machen, die in ihrer Liquidität ganz
vorzüg=
lich daſtehen und dadurch die Erſtarkung unſerer geldlichen
Selbſtändigkeit zum Auslande weſentlich unterſtützen.
Zu den Einzelheiten des Verkehrs übergehend, haben die
3½prozentigen und die 3prozentigen Deutſchen Renten um
Bruchteile nachgegeben; anſcheinend erfolgten
Tauſch=
operationen gegen 4prozentige Gattungen und auch Käufe
in den zuletzt aufgelegten billiger erhältlichen neuen Städte=
Obligationen. Von den ausländiſchen Staatsfonds waren
die öſterreichiſch=ungariſchen weiter niedriger da nunmehr
auch Oeſterreich mit einer Anleihe von 380 Millionen Kr
an den Markt kommt. Ruſſiſche Staatsfonds blieben gut
behauptet, während Mexikaner ſtark ſchwankten und nach
vorübergehender Erholung wieder ſchwächer ſchließen
Transportaktien ſind überwiegend matter; auch in
Schan=
tung hat das Geſchäft weſentlich nachgelaſſen. Am
Ban=
kenmarkte haben die veröffentlichten Gewinnpublikationen
wenig Eindruck gemacht, da ſolche ſchon im voraus
es=
omptiert waren; doch verkehrten zeitweiſe Diskonto=
Kom=
mandit, Deutſche, Darmſtädter und Dresdener etwas reger
Am Montangebiet war durchweg mattere Haltung
vorherr=
ſchend, da die Meldungen aus der Induſtrie verſtimmten;
man hörte auch wieder von Preisermäßigungen, und die
Verhandlungen im Kohlenſyndikat ſeien nach der
Ver=
ärgerung Kirtorffs ſchwieriger als je. Nur Gelſenkirchen
lagen recht feſt, da angeblich 11 Prozent ſicher zu erwarten
ſeien. Der Kaſſainduſtriemarkt wurde durch größere
Ge=
winſtrealiſationen ſtärker beinflußt, wovon jedoch
Che=
miſche Werte weniger berührt wurden. So konnten
Höch=
ſter bis 660 ſteigen; ferner Bielefelder Dürkopp etwas
pro=
fitieren. Sonſt wären faſt überall Einbußen zu verzeichnen.
Naphtha gingen um 10 Prozent, Kleyer und Daimler um
je 7 Prozent zurück; hingegen Motorenfabrik Oberurſel
etwa 4 Prozent gewannen. Auf Elektrizitätsaktien drückto
die Befürchtung, daß geſetzgeberiſche Schritte unternommen
werden könnten, um die angeſtrebte Vorherrſchaft der
gro=
ßen Elektrizitätsgeſellſchaften im Inſtallationsweſen zu
brechen. Auch beeinflußte die Meldung von einem
Rück=
gang des Fabrikate=Exportes (im Januar von 78000
Dop=
pelzentner auf 56000 Doppelzentner). Von Kaliwerten
waren Weſteregeln ziemlich lebhaft und feſt. In der
letz=
ten Geſellſchafter=Sitzung des Kaliſyndikats wurde
be=
ſchloſſen, für die eingeleitete Selbſthilfeaktion (Stillegung
von Werken) zwecks Vermeidung geſetzlicher Eingriffe
einen Betrag von 10 Millionen Mark bereitzuſtellen.
Der Wochenſchluß war im allgemeinen weniger
zuver=
ſichtlich geſtimmt, da die Nachrichten aus Amerika
ungünſti=
gen Einfluß ausübten; auch iſt man wegen der Politik
vieder etwas nervöſer geworden. Die Spekulation war
daher weſentlich zurückhaltender, und es ſind faſt überall
Kurseinbußen zu verzeichnen, nur einzelne, wie
Schan=
tung, konnten höher ſchließen. Elektrizitätswerte waren
mäßig erholt, jedoch ſehr ſtill. Höchſter Farbwerke konnten
weiter ſteigen auf die Meldung, daß die Geſellſchaft das
neue Mittel von Profeſſor Spieß zur Bekämpfung der
Tuberkuloſe zur Fabrikation übernommen habe, wobei
in=
deſſen zu bemerken iſt, daß die Verſuche ſich noch im
An=
fangsſtadium befinden und ein abſchließendes Urteil bis
heute noch nicht möglich iſt. Neue Kleyer=Aktien notieren
zuletzt 356.
Ferner ſchließen: 4proz. verlosb. Preußiſche
Schatz=
ſcheine 98.10 4proz. Reichs 996 4proz. Reichs (rückzahlb.
1918) 98.40 G., 3½proz. Reichs 86.20, 3proz. Reichs 77.50,
4proz. Heſſen von 1899 97.20, 4proz. Heſſen von 1906 97.30,
4proz. Heſſen von 1908/09 97, 4proz. Heſſen (rückzahlb. 1924)
97.80, 3½proz. Heſſen 84.60, 3proz. Heſſen 74.80 B., 4proz.
Darmſtädter Neue 95 G., 4proz. Darmſtädter 94.80 G 3
½=
proz. Darmſtädter 88, 4proz. Heſſiſche Landes=Hyp.=Pfdbr.
(S. 23—26) 97.30 G., 4proz. Heſſiſche Landes=Hyp.=Pfdbr.
(S. 27) 97.40 G., 3½proz. Heſſiſche Landes=Hyp.=Pfdbr.
(S. 3—5) 84.10 G., 3½proz. Heſſiſche Landes=Hyp.=Pfdbr.
(S. 9—11) 84.10 G., 4proz. Heſſiſche Kommunal=Pfdbr.
(S. 13—14) 97.30 G., 4proz. Heſſiſche Kommunal=Pfdbr.
(S. 15—16) 97.40 G., 3½proz. Heſſiſche Kommunal=Pfdbr.
(S. 1—3) 84.65, 3½proz. Heſſiſche Kommunal=Pfdbr.
(Serie 4) 84.65, 4proz. Naſſauiſche Landesbank=Pfdbr. 99,
3½proz. Naſſauiſche Landesſbank=Pfdbr. 91.50, 3proz.
Naſſauiſche Landesbank=Pfdbr. 88 G., Genua=Loſe 220,
Meininger Loſe 34.95, Türkiſche Loſe 167.40, Ungariſche
Loſe 438.50, Venediger 73.10, Raab=Grazer Anrechtsſcheine
33.50, Donau=Regulierung 170.10, Gothaer Präm. II 125.40,
Bagdad=Türken 79.20 4proz. konvert. Türken 73 G., 4
½=
proz. Serben 87.90, Darmſtädter Bank 123½, Süddeutſche
Eiſenbahn=Geſellſchaft 129.50, South=Weſtafrika 119. Otavi=
Anteile 115 G., Otavi=Genußſcheine 92. Alkali=Weſteregeln
203.50, Aluminium 296, Südd. Immobilien=Geſ. (Mainz)
61.50, Adlerwerke Kleyer 3703 Deutſche Gold= und
Silber=
ſcheideanſtalt 636, Chemiſche Mühlheim a. M. 69.60, Lack=
und Farbenfabriken Schramm=Offenbach 268 G.,
Holzver=
kohlung 319.50, Reiniger, Gebhardt und Schall 186,
Rüt=
gers 203, Akkumulatoren 332.50, Allgemeine Elektrizitäts=
Geſellſchaft 248. Brown=Boveri 149.70, Lederwerke vorm.
Spicharz=Offenbach a. M. 85.20, Ludwigshafener
Walz=
mühle 175.50, Benz=Motoren 195, Daimler Motoren 356.50,
Oberurſeler Motoren 161.75. Bielefelder Dürkopp 339,
Faber und Schleicher A.=G., Offenbach a. M. 102 G.,
Wag=
gonfabrik Fuchs=Heidelberg 138.50.
— Odenwälder Hartſtein=Induſtrie,
A.=G., Darmſtadt. Die in der letzten
Aufſichtsratſitz=
ung vorgelegte Bilanz ergibt nach Abſchreibung von
155 947,65 Mark. gegen 148 349,06 Märk, einen Reingewinn
von 137654,51 Mark, gegen 135090,49 Mark, aus dem 7½
Prozent Dividende, wie im Vorjahre, der am 18. April
1914 einzuberufenden Generalverſammlung vorgeſchlagen
werden.
* Berlin, 5. März. In der Sitzung des
Aufſichts=
rats der Dresdener Bank wurde die Bilanz pro 1913
vorgelegt. Der Bruttogewinn beträgt einſchließlich
276 598,55 Mark Vortrag aus dem Vorjahre 43 447 490,45
Mark (im Vorjahre 41 297977,75 Mark). Nach Abzug
von 16 624 795,20 Mark (im Vorjahre 15841515,45 Mark)
Handlungs=Unkoſten und Steuern, von 543 942,65 Märk
(im Vorjahre 340633,65 Mark) Abſchreibung auf
Mobi=
lien=Konto verbleibt ein Reingewinn von 26 278 752,60
Mark (im Vorjahre 25115828,65 Mark). Der auf den 28.
März d. J. einzuberufenden Generalverſammlung ſoll
vor=
geſchlagen werden, 600000 Mark auf Bankgebäude
abzu=
ſchreiben, 351 955,25 Mark dem Penſionsfonds zuzuführen,
der dadurch auf die Höhe von 4400000 Mark gebracht
wvird 892 100 Mark als vollen Wehrbeitrag, ſowie 200000
Mark als Jahresanteil für die Talonſteuer zu
reſervie=
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Nummer 66.
Seite 14.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Seite 15.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
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llgemeiner Deutſcher
Frauenver=
i (Ortsgruppe Darmſtadt). Am Donnerstag ſprach im
Mart=Saal vor einem ziemlich zahlreichen Publikum
Aifeſſor H. Kißner über Frauen der Roman=
Mk. Die ſeeliſche Stärke der Frauen der Romantik war
auffallendſte Unterſchied gegenüber dem Weſen der
aut in früheren Zeiten. Die Frauen, welche unſere
gro=
hrDDichter des 18. Jahrhunderts darſtellen, ſind der
Wirk=
hieit mehr entnommen, die Frau jener Zeit ſollte aus
Aſen dichteriſchen Geſtalten Anregung empfangen. Das
kisben nach innerer Bildung der Perſönlichkeit fand in
Romantik ſeinen Höhepunkt. Bildung iſt das höchſte
ſr., ſagt Schlegel. In dieſer Welt des Strebens nach
ſidung ſtand die Frau der Romantik. Der Geſchlechts=
Aterſchied war für die Romantiker von nebenſächlicher
ſheutung; die Frau wird ebenbürtig neben den Mann
Aſellt und ſpielte in den Salons eine große Rolle Eine
ſſpiſche Frauengeſtalt jener Zeit iſt Karoline Schlegel,
ſſärer die Frau Schelling, in deren Perſönlichkeit, in de=
Schickſal ſich das Weſen der Romantik kriſtalliſierte.
ſte andere charakteriſtiſche Geſtalt jener Zeit iſt
Doro=
ſea Schlegel, die Gattin Friedrich Schlegels, die in ihrem
Piſen von ihrer Schwägerin völlig verſchieden war. Sie
Pillangt, daß die Frau ſich auch um die Geſchäfte des
Rannes kümmere; die Frau ſoll ſo viel Verſtand beſitzen,
Pte ſie mal an einer anderen Stelle ihrer Tagebücher,
ſs ſie den des Mannes verſtehe, was darüber iſt, iſt von
lbel. In Berlin ſpielten im geſellſchaftlichen Leben
ſeiche jüdiſche Familien die führende Rolle und geiſtreiche
ſidiſche Frauen wußten ſich in den bunt belebten Berliner
Erlons jener Zeit Bedeutung und Anſehung zu ſchaffen.
Urter ihnen ragt Rahel Levin, die ſpätere Rahel
Varn=
ſägen, hervor. ausgezeichnet durch Schönheit, durch einen
läinzenden Verſtand und durch eine bewundernswerte
Unterhaltungsgabe. Ihre Briefe mit einer Fülle von
Beiſt ſind wohl das Eigenartigſte, was die Romantik
ge=
ſchaffen hat. Grillparzer war von ihren Worten wie
ſtunken, nie habe er ſchöner und intereſſanter reden hören.
Ein Zug iſt dieſen Frauengeſtalten der Romantik bei
al=
ler Verſchiedenheit gemeinſam, ſie beſitzen im allgemeinen
ſnicht das weiche Weſen der Frau, ſie ſind mehr
inter=
ſante als harmoniſche Figuren, ſie alle betrachten ihr
Leben als ein gewiſſes Wagnis und verfölgen ihr
Lebens=
el mit großer Rckſichtsloſigkeit und ſuchen ihre
Indivi=
dualität um jeden Preis, zu wahren. Was ihnen ſehlt,
iſt ein eigentliches objektives Ziel, es fehlt ihnen auch das
ziale Gefühl. Was ſie auszeichnet, iſt ihr Sinn und
iebe zu Poeſie und Philoſophie. Sie haben zweifellos
der Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts vorgearbeitet
dadurch, daß ſie die Frau auf ſich ſelbſt zu ſtellen ſuchten.
Frau Lieſe Ramſpeck dankte dem Redner und ſchloß den
Abend mit der Mitteilung, daß der letzte Vortrag in der
Folge: „Die Stellung der Frau im Wandel der Zeiten”
am Donnerstag, den 17. März, ſtattfindet. Fräulein Dr.
Bernayer=Heidelberg wird ſprechen über: „Teilnahme
der modernen Frau am deutſchen Geiſtesleben”.
Turnen, Spiele und Sport.
* Fußballſport. Um die Süddeutſche
Meiſter=
ſchaft. Von den beiden am kommenden Sonntag, den
8. März cr., ſtattfindenden Kreisſpielen um die ſüddeutſche
Meiſterſchaft iſt das in Mannheim zwiſchen dem
Weſt=
kreismeiſter V. f. R. und dem Südkreis und
Süddeut=
ſchen Meiſter, Stuttgarter Kickers entſchieden das
wich=
tigſte und ſein Ausgang von folgenſchwerer Tragweite
für den endgültigen Ausgang des großen ſechswöchigen
Ringens. Siegt V. f. R., ſo befeſtigen ſich dadurch ſeine
Meiſterſchaftsausſichten ganz bedeutend, während Kickers
bei einer Niederlage wohl als Anwärter auf dieſe Würde
ausſcheiden müſſen.
sr. Internationale Ski=Konkurrenz in Davos. Das
große Davoſer Skimeeting wurde bei prächtigem Wetter
auf der Höhe von Bolgen abgehalten. Den Dauerlauf,
an dem ſich 12 Läufer beteiligten und der bei einer
Höhen=
differenz von 150 Meter über 15 Kilometer führte,
ge=
wann Adolf Atenhofer=Davos in 1 Stunde 18 Minuten
50 Sekunden, Zweiter wurde Lucas=Elberfeld in 1.19.05.
Dritter Padrun=Campfer in 1119:31, Vierter Capaul=St.
Moritz in 1:19:38. Den Dauerlauf für Junioren
beſtrit=
ten 14 Läufer. Die Diſtanz betrug hier nur 7 Kilometen
bei 100 Meter Höhendifferenz. Sieger blieb Pirringer=
Davos 52149 zweiter wurde Rudolf Engi=Davos nach
56357. Den Slalomlauf der Klaſſe A für Läufer unter 30
Jahren gewann E. Bichtold=Davos unter 33
Konkurren=
ten. In Klaſſe B für Läufer über 30 Jahre ſiegte unter
8 Teilnehmern M. Punz=Davos. Der Damenlauf wurde
unter 7 Teilnehmerinnen von Frl. Helene Stricker=Davos
gewonnen. Am Sprunglauf beteiligten ſich in der Klaſſe
der Senioren 18 Konkurenten. Sieger blieb Anton
Mau=
rer=Davos. Außer Konkurrenz ſprang Ottenhofer=Davos
40 Meter. In der Klaſſe für Junioren ſiegte unter 25
Konkurrenten Melchior Engi=Davos.
sr. Pferdeſport. Rennen zu Auteuil, 5. März.
Prix Cotentin; 3000 Francs, Diſtanz 3500 Meter: 1. Monſ.
Ch. Broſſettes Ondee II, 2 Brididi II, 3. Urbino. Tot
25:10. — Prir Hypotheſe; 6000 Francs; Diſtanz 4200
Me=
ter: 1. Monſ. Descazeauxs Hoche. 2. La Topaze. 2.
Ser=
penteau. Tot 82:10. — Prix Emilius; 10000 Francs,
Diſtanz 4500 Meter: 1 Monſ. P. Artonnes Aveyron 2. La
Canche, 3. Napo. Tot. 31110. — Prir Chimere: 4000
Fraucs, Diſtanz 3100 Meter: 1. Monſ. M. Descazeaurs
Babette II, 2. Continental, 3. Le Tremblay. Tot. 35110.
Prix Perſano; 4000 Francs, Diſtanz 2800 Meter:
1. Monſ. Sol Joels Prince de Normandie, 2. Moonſhine,
Dot. Suresnes:
Franes, Bſtanz 350 Meter: 1 Monſ. Eomte Lairs
Her=
minette, 2. Netar III 3. La Villetertre. Tot. 60310.
Die teuerſte Stürmerreihe der Welt
be=
ſitzt der bekannte engliſche Liga=Klub Blackburn=Rovers
Der kürzlich übernommene Mittelſtürmer Dawſon koſtete
den Klub die ſtattliche Summe von 50 000 Mark. Der
rechte Flügel, Simpſon und Shea, repräſentiert einen
Wert von ca. 80 000 Mk. und die linke Hälfte, Latheron und
Hodkinſon, 20500 Mark, ſo daß die ganze Stürmerreihe
nicht weniger als 150500 Mark gekoſtet hat. Zur
Erklä=
rung muß man hinzufügen, daß bei den engliſchen
Be=
rufsſpielermannſchaften die Spieler von den
einzelnen, meiſtens auf Aktiengeſellſchaften
be=
ſtehenden Klubs aus anderen Berufsſpielermannſchaften
aufgekauft werden. Da die einzelnen Vereine, namentlich
wenn ſie an führender Stelle ſtehen, durch ihre
Rieſenein=
nahmen an Eintrittsgeldern über große Summen
ver=
fügen, ſo ſpielen 10 000 Mark mehr oder weniger für den
„Kauf” eines Spielers keine Rolle. Dazu kommen dann
noch die Koſten für den Unterhalt.
Landwirtſchaftliches.
— Frankfurt a. M., 5. März.
Schlachtvieh=
markt. (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: 92 Stück Rinder,
darunter 32 Ochſen, 1 Bulle, 59 Färſen und Kühe, 780
Kälber, 132 Schafe 929 Schweine. Preiſe für 1 Zentner
Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark: 1. Kälber:
a) feinſte Maſt= (Vollm.=Maſt) und beſte Saugkälber 66
bis 68 (110—113), b) mittlere Maſt= und gute Saugkälber
58—62 (98—105), c) geringere Saugkälber 52—56
(88 bis 95). 2. Schafe: a) Maſtlämmer und
jün=
gere Maſthammel 41—42 (90—92) b) ältere Maſthammel
und gut genährte Schafe 37 (88). 3. Schweine: a)
Fett=
ſchweine über 3 Zentner Lebendgewicht 48½—52 (63—66),
b) vollfleiſchige Schweine über 2½ Zentner Lebendgewicht
48½—51 (62—64), c) vollfleiſchige Schweine über 2
Zent=
ner Lebendgewicht 49—52 (62—65), d) vollfleiſchige
Schweine bis zu 2 Zentnern Lebendgewicht (49—52) 63
bis 64). Marktverlauf: Kälber lebhaft, ſpäter abflauend,
Schafe rege, Schweine gedrückt; ausverkauft.
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Bilanz per 31. Dezember 1913.
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Mitgliederbewegung:
Im Laufe des Jahres iſt ein Mitglied eingetreten.
Drei Mitglieder ſind ausgeſchieden.
Zahl der Mitglieder am 31. Dezember 1913 — 21.
Die Geſchäftsguthaben der Mitglieder betrugen am 31.
Dezem=
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Der Betrag der Haftſumme iſt zur Zeit abzüglich der
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Die Erbſchaft.
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(Nachdruck verboten.)
12
Aber gewiß geht es, verſetzte der Doktor Hans Bauer
Anoch lebhafter, Lottes Gründe unabſichtlich oder abſichtlich
mißverſtehend. Man wird Ihnen den Steckling ſehr gern
Ageben, da ich mich der beſonderen Gewogenheit der Haus=
Abeſitzerin, die gleichzeitig meine Vermieterin iſt, erfreue.
Sie wird ſich noch geſchmeichelt fühlen, daß Sie den
Gar=
ten ſehen wollen.
Ehe ſie nur ihre Ablehnung wiederholen konnte, hatte
er ſchon die Tür geöffnet und ein paar Worte über den
Korridor hinübergeworfen, worauf alsbald eine ältere
Frau erſchien, die eifrig und gefällig den begehrten
Gar=
tenſchlüſſel aushändigte und nicht nur den erbetenen
Steckling gern gewährte, ſondern ihrem Mieter auch
an=
empfahl, das Fräulein doch ja von dem reifen Frühobſt
koſten zu laſſen.
So vieler Freundlichkeit konnte Lotte unmöglich mit
kränkender Zurückweiſung begegnen; ſie ging alſo durch
den Garten, und der Doktor Hans Bauer zeigte ſich hier
als Führer ebenſo gewiſſenhaft, wie er es als juriſtiſcher
Berater war. Bei jeder Blume, jedem Pflänzchen blieb er
ſtehen und machte Lotte Arnold auf irgendeine beſondere
Eigenſchaft derſelben aufmerkſam, ſo daß die
Geſamtbe=
ſichtigung eine bedeutende Spanne Zeit in Anſpruch nahm.
Und ſchließlich mußte ſie für ein Weilchen auf der Bank
in der Laube Platz nehmen, um die ſüßduftenden Beeren
zu verſpeiſen, die er auf einem Kohlblatt für ſie
geſam=
melt hatte.
Natürlich ſaßen ſie dabei nicht ganz ſtumm; Stoff zu
lebhafter Unterhaltung war genug vorhanden, wenn ſie
ſich auch jetzt einmal nicht um die Erbſchaft drehte. Als
Lotte endlich ging, da wußte der junge Rechtsanwalt Hans
Bauer ganz genau Beſcheid in Mama Arnolds ſchlichtem
Heim und dem einfachen, ſparſamen Leben, das ſie mit
ihren drei Mädeln führen mußte. Und von ihm hatte
Lotte als Ergänzung ihrer bereits im ſtillen gezogenen
Schlüſſe noch erfahren, daß ſein Vater ein zur Ruhe
ge=
ſetzter Oberförſter war, der in einem abgelegenen
Städt=
chen nur von ſeiner Penſion lebte.
Ob ſie dieſe Schlüſſe und Mitteilungen über die
Ver=
mögensverhältniſſe des Doktor Bauer auf irgendwelche
Weiſe in irgendwelchen Zuſammenhang mit der erhofften
Erbſchaft brachte?
Denn ſie, Mama Arnolds ſtets ſo klardenkende,
grund=
vernünftige Zweite, gab dem dicken, nach Vorberg
adreſſier=
ten Brief, als ſie ihn am nächſten Tage bei ihrem
Rechts=
anwalt geholt hatte und am Poſtſchalter aufgab,
heim=
lich einen ganz abergläubiſchen Gegenſpruch als Geleit
auf ſeinen vielbedeutenden Weg.
Dann wanderte ſie mit dem großen Paket, das ſie
von daheim mitgenommen hatte, nach dem Wäſcheladen
ihrer Arbeitgeberin, um das Fertiggewordene
hinzubrin=
gen und ſich das Material für den ihr verſprochenen
wei=
teren Verdienſt zu holen.
Genauer und mißtrauiſcher als ſonſt prüfte die
Ge=
ſchäftsinhaberin in dem trüben Licht des kleinen
Kontor=
raumes jedes abgelieferte Stück, und weniger freundlich
als ſonſt zählte ſie Lotte ihr verdientes Geld hin, ſo daß
dieſe unwillkürlich eine Frage tat: Haben Sie Verdruß
gehabt, Frau Hofmann?
Nein, ich habe keinen Verdruß gehabt, antwortete
Frau Hofmann mürriſch. Quittieren Sie mal erſt,
Fräu=
ein. — Und von heute an habe ich nichts mehr für Sie;
die feinen Hemden habe ich der Lehrerstochter droben im
Haus zu nähen gegeben. Die hat’s nötiger wie Sie und
quält mich ſchon lange um feinere, beſſer bezahlte Arbeit.
Und Sie werden ja wohl auch gar keine mehr wollen.
Aber Frau Hofmann! Lotte war ganz bleich vor
Schrecken. Ich ſollte keine Arbeit mehr wollen?! Ich
ſollte das Verdienen nicht mehr nötig haben?!
Nun ja, wenn einer ſo ein Glück hat wie Sie!
er=
widerte die Ladenbeſitzerin neidiſchen Tones.
Was für ein Glück?!
Nun, Ihre Erbſchaft! Eine großartige Villa und
Hundertachtzigtauſend!
Die Hundertachtzigtauſend, da klangen ſie wieder, aber
jetzt trieben ſie faſt Tränen in die Augen der armen Lotte.
Wer — wer hat denn ſo was geſagt?
Gott, tun Sie doch nicht bloß noch, Fräulein! Wenn’s
ſchon in der Zeitung ſteht!
In der Zeitung? —
Ja doch, im Anzeiger! Und jetzt habe ich weiter keine
Zeit mehr für Sie.
Aber die verſtörte, um ihren Verdienſt gebrachte Lotte
ging nicht.
Das kann ja doch nicht ſein, Frau Hofmann! Wenn
Sie mich’s doch nur erſt ſehen laſſen wollten!
Da. Mürriſch ſchob die Geſchäftsinhaberin das am
ſelben Morgen erſchienene Blatt des Anzeigers herüber,
das in Mama Arnolds beſcheidenes Heim erſt des Abends
gelangte infolge des mit der dicken Müllern im
Papier=
lädchen drunten geteilten und dadurch billigeren
Abonne=
ments.
Ja, da ſtand’s im Neugier weckenden Reporterſtil
und mit reporterhafter Uebertreibung: Ein ſeltenes und
unverhofftes Glück iſt einer hieſigen Familie, der
Regi=
ſtratorswitwe A. und ihren drei anmutigen Töchtern, auf
wunderbare Weiſe in den Schoß gefallen.
Vom Zufall wurde ihnen die Bekanntmachung einer
auswärtigen Behörde in die Hände geſpielt, die für eine
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gehende Hinterlaſſenſchtft zum letzten Male etwaige
un=
bekannte Erben aufrief, welche Erben die Frau
Regiſtra=
torin A. und ihre drei Töchter laut Verwandtſchaftsgrad
faſt zweifellos ſind. Ein angeſehener Rechtsanwalt hat
ſich der Angelegenheit bereits tatkräftig angenommen. Die
Uebergabe der beträchtlichen Erbſchaftsmaſſe, die, wie wir
aus ſicherer Quelle erfahren, aus einem Barvermögen von
hundertachtzigtauſend Mark, einer den verwöhnteſten
An=
ſprüchen genügenden Villa und bedeutendem Grundbeſitz
beſteht, dürfte demnach in Kürze erfolgen.
Ja, da ſtand’s, und wer von der Exiſtenz der Mama
Arnold und ihrer drei Mädel überhaupt etwas wußte,
der mußte ſie aus dieſer Andeutung des Neuigkeiten
erja=
genden Repotters unbedingt herauserkennen.
Lotte weinte beinahe über die Ausplauderei, von der
ſie die erſten ſchlimmen Folgen ſoeben bereits verſpürt
hatte und weitere vorausahnte. Mit langer, grenzenloſer
Mühe und Ueberredungskunſt nur gelang es ihr, die
nei=
diſche Geſchäftsinhaberin von der Uebertreibung des
Be=
richterſtatters und der noch völligen Unſicherheit des
Erb=
antritts einigermaßen zu überzeugen und ſich wenigſtens
einen Teil von deren verlorener Gunſt zurückzuerobern,
ſo daß ſie nicht ganz ohne Auftrag heimkehren mußte. Aber
es war grobe, ſchlechtbezahlte Arbeit, die ſie erhielt; die
ihrer Geſchicklichkeit entſprechende hatte ſie eingebüßt und
konnte nicht hoffen, ſie wieder zu bekommen.
VVoll Zorn und Bitterkeit ging ſie der Erledigung ihrer
übrigen Beſorgungen in der Stadt nach, und voll
Er=
regung trat ſie daheim in das Wohnzimmer, wo Mama
Sueid ſaunt der beleſen und Zünaſien ihrer Rickehr
und des gemeinſamen Abendbrotes harrten.
Wer von euch hat den Mund nicht halten können?!
Wer hat die Erbſchaftsgeſchichte haarklein ausgeſchwatzt,
daß ſogar in der Zeitung davon die Rede iſt? rief ſie
heftig, mit raſchen Worten von ihrem Erlebnis berichtend.
Eins von euch war es, es kann nur eins von euch geweſen
ſein! Und natürlich warſt Du’s! fuhr ſie Mizzi an, die
ſich’s auf dem bis vor kurzem noch ſo ängſtlich geſchonten
Kattunſofa bequem gemacht hatte und gerade wieder mit
einem kleinen Naſerümpfen die auf dem Tiſch ſtehende
frugale Mahlzeit muſterte.
Ich ſoll’s geweſen ſein? Was fällt Dir denn ein?!
verteidigte ſich Mizzi aufſpringend voll Entrüſtung.
Aber die erbitterte Lotte hörte nicht. Leugne nur auch
noch! ſagte ſie verächtlich. Es ſieht Dir ja ganz ähnlich,
mit der Erbſchaft zu prahlen und Deine werte Perſon
da=
mit vor den Leuten herauszuputzen. Du weißt ja
ohne=
hin vor lauter Hochmut ſchon bald nicht mehr, wie Du
noch aus den Augen gucken ſollſt.
Wie ich aus den Augen gucken will, iſt allein meine
Sache! ſchrie Mizzi nun ebenfalls völlig wütend. Und
es ſieht mir ähnlich, ſo! Ich ſoll natürlich der Sündenbock
ſein! Nun erfahre ich wenigſtens einmal deutlich, wie
ihr über mich denkt! Aber leider irrſt Du Dich trotzdem!
So? erwiderte Lotte mißtrauiſch. Wer ſollte es denn
ſonſt geweſen ſein?
Als ich, nicht wahr? Aber frag doch lieber einmal
Thea, verſetzte die beleidigte und gereizte Mizzi höhniſch.
Sie wird das Geſchichtchen von den Hundertachtzigtauſend
wohl dem ſchönen Oberlehrer erzählt haben, um ſich ſei=
ner Roſenſpenden und ſeiner Geneigtheit auch für die
Zu=
kunft zu verſichern.
Fängſt Du ſchon wieder an mit Deinen häßlichen
Ver=
dächtigungen? rief Thea empört. Und überhaupt ſollteſt
Du Dich ſchämen! Kein Wort habe ich über die
Erbſchafts=
geſchichte und am allerwenigſten zu Doktor Helldorf
da=
von geſprochen. Dazu bin ich mir denn doch zu gut, um
mir die Wertſchätzung eines Mannes durch mein Geld zu
erkaufen. Und Helldorf iſt von viel zu vornehmer
Geſin=
nung, um ſie von Geld und Beſitz abhängig zu machen!
Natürlich! Ich ſoll mich ſchämen, und der ſchöne
Artur wird in den Himmel erhoben, bemerkte Mizzi
ſpot=
tend. Aber ich wette, ſeine vornehme Geſinnung hindert
ihn nicht, die Zeitungsnachricht ſehr ſorgfältig
nachzuprü=
fen und ſein Benehmen genau danach zu regulieren.
Thea trat mit dem Fuß auf. Schweig mit Deinem
boshaften Gerede! Ich will nichts mehr hören!
Ach, laßt doch! unterbrach Lotte in gereizter
Unge=
duld. Wer hat denn nun eigentlich in ſo
unverantwort=
licher Weiſe ausgeſchwatzt?
Zufällig traf ihr Blick die ſtill und kummervoll in
ihren Seſſel gekauerte Mama Arnold, die ſchon ein
paar=
mal vergebens zum Reden angeſetzt hatte und nun in
Angſt und Schuldbewußtſein zuſammenzuckte. Ach Gott,
und die Müllern hat mir doch ſo heilig verſprochen, kein
Wort davon weiter zu erzählen!
Mutter, Du?!
Aus drei Kehlen klang’s gleichzeitig, und das kleine,
dürftige Frauchen ward noch kleiner und ſchmaler vor
lau=
ter Bedrücktheit und zu ſpäter Reue.
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Ecke Moosberg= u. Ludwigshöhſtr
Samstag, den 7. März
Metzel=
Suppe
wozu freundlichſt einladet (5983
Familie Geiß
Gaſthaus zur Stadt Darmſtadt
Blumenthalſtraße.
„Fürſtenauer Ho
Heute Samstag
den 7. März
Metzel=
ſuppe
wozu freundlich einladet (*5980
Franz Buttler
Roßdörferſtr. 1.
Samstag, den 7. März
Metzelsuppe
Smorgens Wellfleiſch
mit Kraut.
Im Ausſchank das vorzügliche
Fay=Bier. — Hierzu ladet
freund=
lichſt ein Anguſt Hartmann
(*5960)
Alexanderſtr. 19.
Samstag, 7. März
Metzel-
luppe
mit Konzert.
Reſtauration Kehres
Heidelbergerſtr. 29. (*6119
Gasthaus zum Ichsen
Bessungerstrasse 28
Samstag, Sonntag und Montag
Muſik einer Abteilung der Kapelle Weber, 61er
Samstag, den 7. März
wozu freundlichſt einladet
B5878)
Gg. Volle Wwe.
Zu verk.; Kl. Schreibtiſch,
Bet=
ſtelle m. Stahlmatratze, Tiſch,
Bücherbrett, Handtuchhalter,
Fuß=
ſchemel uſw. Arheilgerſtr. 54. (*6085
Neu
Neu!
Café Friedrichs
Ecke Kasinostrasse.
Friedrichstrasse 24
Guten Kaffee, per Tasse 20 Pfg.
: Erstklassiges Kaffee-Gebäck :
Guntrums Bier Guntrums Wein,
6042)
Mit aller Hochachtung:
W. Friedrichs.
Hotel Fension Waldtriede
Eberstadt bei Darmstadt
schöner Ausflugsort
Café-Restaurant.
(*5588ms
Prima Weine, vorzügliche Küche.
Biere aus der Aschaffenburger Brauerei A.-G.
Samstag, den 7. März 1914:
Metzel=
uppe
wozu freundlichſt einladet
Heinrich Speier
5866fs
Rhönring 1.
Stachel- u.
Johannisbeeren-
sträucher, Zwetschen-,
Pflaumen-,
Pfirsichbäum-
chen, Weinreben, Flieder
gefl. zu verkaufen
(*6038
Pankratiusſtr. 6, I.
Schw. Gehrockanzug
faſt neu, n. mod. Schnitt gearb., bill.
zu verk. Klappacherſtr. 40. I. (*6032
Die wegen ihrer günſtig. Gewinn=
Ausſichten ſo ſehr beliebten
Gießener Pferde=Loſe
à Mk. 1.— (5082a
ſind bei allen Loſe=Verkäufern zu
haben. Ziehung am 26. März d. J.
Hentefrischeingetrofent
Mainzer dicken Sellerie,
Mainzer Roſenkohl,
Mainzer Schwarzwurz.,
Spinat, gelb. Endivien u. Feldſalat
Gemüſe=
geſchäft —. Stilling Wwe.
Hochſtraße 4. (*6084
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Nummer 66,
Odenwaldkelub
Ortsgruppe Darmſtadt
Odenwälder Volksfeſt
(Dekorierungsfeſt)
Kerbin
enwald
am Samstag, den 14. März 1914,
von abends 8 Uhr an, in ſämtlichen, feſtlich geſchmückten Räumen des
ſtädtiſchen Saalbaues.
(Reichhaltiges, originelles Programm, u. a. Aufführung eines
Volks=
ſtücks, Kerbezug, Spinnſtube, Ausſtellung von Erzeugniſſen der
Oden=
wälder Heiminduſtrie und Verkauf dieſer Erzeugniſſe, Waldwirtſchaft,
Tanzbeluſtigung uſw.)
Erſcheinen in „Odenwälder Tracht”, mindeſtens aber in Touriſten=
Kleidung erwünſcht.
Eintrittspreis: a) für Mitglieder aller Ortsgruppen des
Oden=
waldklubs 1 Mk., für ihre Damen 50 Pfg.; b) für
Nichtmitglieder 2 Mk., für ihre Damen 1 Mk.
Das Programm iſt für 10 Pfg. erhältlich.
Kartenverkauf ſchon jetzt: a) für Mitglieder und ihre Damen
nur bei Klubgenoſſe Robert Bergmann, Wilhelminenſtr. 19; b) für
Nichtmitglieder bei Gg. Hof Nachf., H. Bankwitz, Papierhandlung,
Eliſabethenſtr., Engen Thomaſius, Papierhandlung, Wittmannſtr. 2
und Aug. Cellarius, Zigarrenhandlung, Ludwigsplatz und im
Ver=
kehrsbüro, Ernſt=Ludwigsplatz; c) außerdem werden am Feſtabend
Karten ausgegeben an der Kaſſe.
Die Mitgliedſchaft muß den Ausgabeſtellen durch Vorzeigen der
Mitgliedskarte nachgewieſen werden.
Beitrittserklärung vor dem Feſt berechtigt noch zum Eintritt
gegen die Mitgliedspreiſe.
(5844a
Zu recht zahlreichem Beſuch ladet ein Der Vorſtand.
Zi
Hargu
an
„125
Die beliebten
Kaffee-Konzerte
finden täglich nachmittags von 4—6 Uhr
statt.
(6109
Samstag
nachmittags konzertiert:
Salon-Orchester
J. Schmiedel.
Legie IV v. Mendelssohn.
Diverdisement aus der Zigeunerin v. Balzi,
Potpourri aus der Oper Carmen v. Bizet.
Salvator im Anstich.
Konzert-Agentur: Georg Thies Nachf. (Leop.
Schutter), Darmstadt, Elisabethenstrasse 12.
Musikvereinssaal, Steinstrasse 24.
Sonnabend, den 7. März, abends ½8 Uhr:
KONZERT
(5453gms
Taldu. Har la Recm (2Violinen)
Walter Georgll Glanier)
Programm: Brahms: Ballade G-moll, Intermezzo E-dur,
C-dur, H-moll: Rhapsodie Es-dur. — Hans Huber: Sonate
für 2 Geigen in B-dur. — Liszt: „Bénédiction de Dieu
dans lasolitude” aus „Harmonies poétiques et réligieuses‟
— Sinding: Suite für 2 Geigen in A-dur. — Chopin: Prélude
E-dur; Nocturne Cis-moll; Etude C-moll.
Konzertflügel Ibach aus dem Magazin der Firma
Heinrich Arnold, Darmstadt, Mühlstrasse 1—3.
Karten im Vorverkauf zu 2.80, 1.70, 0.90 Mk. in der Hof-
— musikalien- und Pianohandlung Gg. Thies
Nachf. (Leop. Schutter), Elisabethenstr. 12.
An der Abendkasse zu 3.30. 2.20, 1.10 Mk.
Direktion: Willy Roemheld.
Empfehle junge Hahnen, Poularden,
Kapaunen, Enten, Suppen= u.
Brat=
hühner zu billigſten Preiſen. (*6090
Schröder
Karlstraße 22. Hof.
Perkeo-Saal.
Monat März täglich abends 8 Uhr (5652a
Carellos 8 Kometen.
Best existierendes Musik-, Gesang- und Tanz-Ensemble.
ältere Waſchtiſche u. Bettſtelle (Ein faſt neuer Kinder= und
2m. Matratzen billig abzugeben Klappwagen zu verk. (*5972
Gartenſtr. 21, III. (6025sm
Schuchardſtr. 4, 1. St., I.
Samstag, 7. März, 8 Uhr
Sonntag, 8. März, 8 Uhr
Montag, 9. März, 8 Uhr
3 Gastspiele
Ailu Saccht
Berliner Operette
Keusche
Mimlimimimmmi
Dasamne
Operette in 3 Akten von
G. Okonkowsky. Musik von
Jean Gilbert
Preise (inkl. Steuer):
3.30, 2.20. 1.70, 1.10 Mk.
Vorverkauf: Verkehrsbüro.
Buſchroten
10 Stück in 10 neuen Prachtſorten
2,50 Mk., darunter Neuheiten, wie
Mac Arthur, dunkelrot, und Prinz
(6019a
von Bulgarien, gelb.
Schneider
Niederhöchſtadt, Taunus.
D 69, Sperrsitz
4. Reihe, für den Reſt der Spiel=
(5959fs
zeit abzugeben
Eliſabethenſtraße 5, 1. St.
Großherz. Hoftheater.
Samstag, den 7. März 1914.
Außer Abonnement.
XI. Sonder-Vorstellung.
Die verſunkene Glocke.
Ein deutſches Märchendrama in
5 Akten von Gerh. Hauptmann.
Perſonen:
Heinrich, der
Glockengießer . Hs. Baumeiſter
Magda, ſ. Weib Herta Alſen
Kinder beider
Der Pfarrer
Der Schulmeiſter Paul Peterſen
Der Barbier . . Herm. Knispel
Die Nachbarin . Agn. Wisthaler
Die alte Wittichen Minna Müller=
Rautendelein, ein
(Rudolph
elbiſches Weſen. Käthe Meißner
Der Nickelmann,
e. Elementargeiſt Emil Jannings
Ein Waldſchrat,
fauniſcher Wald=
Kt. Weſtermann
geiſt
Elfen
3
Krmont
Der Gipfel der Heiterkeit!
Lachstürme in Permanenz!
305
Spiel
zeinem
Ausker
Heute, Samstag, 7. März,
Familien-Abend
Zum
letzten
Male!
Son
frecher Kerl.
Zum
letzten
Male!
66
Hannemann und seine Tochter.
Morgen, Sonntag, 8. März,
Nachm. 4 Uhr
Nachm. 4 Uhr
abends 8½ Uhr z Vorstellungenl abends 8¼ Uhr
Zum I. Male:
Der Muster-Papa
Hierauf:
„
Exzellenz kommt!
Burleske in 2 Akten, v. L. HASKEL.
— Dynamitartiger Lacherfolg!
Dazu der brillante neue Varieté-Teil.
Montag, 9. März u. folgende Tage,
„Exzellenz kommt!
sowie dieselbe Vorstellung.
Ermässigter Vorverkauf im Verkehrsbureau und
bek. Stellen! Numerierte Parketts ausschliesslich b.
Hugo de Waal, Rheinstrasse 14.
Im Residenz-Automat, am weissen Turm, auch
Sonntags ununterbrochener Karten-Verkauf. (6107
Erna Stoffer
Ern. Jungkurth.
.Johann. Heinz
Käthe Gothe
. Hede Schaub
. . Eliſabeth Horn
. EllenWidmann
Nach dem 2. Akte längere Pauſe.
Zu dieſer Vorſtellung findet kein
Kartenverkauf ſtatt.
Anfang 8 U. — Ende 10½ U.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Sonntag, 8. März. 126. Ab.=Vſt.
B 31. In der neuen Inſzenierung:
Triſtan und Iſolde‟
Ge=
wöhnliche Preiſe. Anfang 6 Uhr.
Montag, 9. März. (Keine Vorſt.)
Dienstag, 10. März. 127. Ab.=
Vorſt. A 33. „Der lachende
Ehemann.” Kleine Preiſe.
An=
fang 7½ Uhr.
Mittwoch, 11. März. 128. Ab.=
Vorſtell. B 32. Ibſen=Zyklus.
Dritter Abend: John
Ga=
briel Borkmann” (zum 1.
Male). Schauſpiel in 4 Akten.
Kleine Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 12. März. 129. Ab.=
Vorſt. C 32. „Der
Evangeli=
mann.‟ Gew. Pr. Anf. 7½ U.
Sonntag, den 8. März 1914, abends 8 Uhr, im
Gemeindehaus, in Gestalt eines
Mozart-Abends.
Lieder und Arien (Hofopernsängerin Fräulein Unger), Vortrag
über Mozarts Leben und Schaffen (Herr Pfarrer Marx), Klavier
vorträge (Herr Delp), Streichquartett, Violinsoli, Deklamation
Eintritt frei. (6028) Eintritt frei.
bihmpli=
Inhaber:
Georg Brand.
Darmſtadt
2 Rheinſtraße 2
Programm för Samstag, Sonntag und Montag.
Der große Schlager!
Schrecken der Tſchungeln
— ſpannendes Tier=Drama in 2 Akten.
Der Seufzerpark
Eine Komödie zum Totlachen.
(*6061
Die Erhebung der 4. Rate des
Abonnementsgeldes für die
Spiel=
zeit 1913/1914 findet Dienstag,
den 10., bis Donnerstag,
den 12. März 1914, nachmittags
von 3 bis 5 Uhr, ſtatt. Zahlſtelle:
Veſtibüle im Hoftheater.
Abgeſchieden
Leuchtturmdrama.
Die Sklavin
Ganz hervorragendes Drama.
Arzt wider Willen
Humoriſtiſch, zum Wälzen.
Die Vagabunden
Humoriſtiſcher Schlager.
Einlage nach Bedarf.
III. Platz 19 Pfg.
imprägniert wasserdichte
Regen-Ulster in allen mod. Farben
(Marke „Immertrocken‟)
Bozener Mäntel in den neuesten Fassons
Gummi-Mäntel u.-Capes.
Während meines Reklame-Verkaufs gebe ich
auf diese Artikel
C
Asfer
Prozent
Rabatt.
Markt 11½, Ecke Marktstrasse.
zummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Kauenvorenn der Martinsgemeinue.
III. Vortragsabend
Montag, den 9. März 1914, abends 8 Uhr,
im Gemeindehaus, Mollerstraße 23
ervortrag von Herrn Pfarrer D. Waitz, hier
2
Rom u. Neapel‟
(Reiseerinnerungen).
Eintritt für Mitglieder und deren Angehörige frei. Für
ſätmitalieder 19 Pfg.
(6026
Seite 23.
Zur Aufklärung!
Wir machen unsere Mitglieder, Freunde und Gönner
darauf aufmerksam, daß unsere Gabelsbergerfeier
Heute, den 7. März, abends 9 Uhr
im Kaisersaal stattfindet.
(6100
Stenographen-Vereinigung Gabelsberger
(Verein für Geschäfts-Stenographie).
Der Vorstand.
reinigung früherer Leibgardiſten
Darmſtadt und Umgegend.
feler des Stiftungsfestes des Leibgarde-Inf.-Regts.
Mittwoch, 11. März, abends 8½ Uhr
im Gartenſaal des Städtiſchen Saalbaus.
Wir laden alle Mitglieder und frühere Angehörige des
Regi=
hents freundlichſt ein, zu erſcheinen.
(5989
Mit kameradſchaftlichem Gruß
Der Vorstand.
Mestsdarderrarngenleilde
(Woogsplatz) Darmstadt.
Donnerstag, den 12. März 1914, abends 8 Uhr
TONEERE
Lum Besten verwaister Töchter von Postbeamten
und-Unterbeamten (Töchterhort).
Gesang: Fräul. Gertrud Geyersbach
Klavier: Herr Friedrich Roth
Großes Orchester (die erheblich verstärkte Kapelle der 115er,
Dirigent Herr Obermusikmeister Hugo Hauske).
Tschaikowsky, Klavierkonzert B-moll;
Franz Liszt, Les Préludes, Ungarische Fantasie;
Programm:
Lieder von A. Mendelssohn, Weingartner, Pfitzner,
(6018
R. Strauß.
Eintrittskarten zu Mk. 3.30, 2.20 u. 1.10 (einschl. städt.
Billett-
steuer) in der Hofmusikalienhandlung von Leopold Schutter.
Kudwigstiche!
Sonntag, den 8. März 1914
Konzert
der Kapelle des Leibgarde-Regiments
(B6121
(grösserer Teil)
unter Leitung des Obermusikmeister H. Hauske.
Aus der Vortragsordnung: Schubert:
Ouver-
türe zu „Rosamunde‟ Puccini: Motive aus „Madame Butterfly‟.
Wagner: Chor der Friedensboten aus „Rienzi”.
Rubin-
stein: Toreador et Andalouse. Lehar: Lustige Witwe u. a. m.
Eintritt 30 Pfg.
Anfang 4 Uhr.
NB. Obere Räume für Nichtkonzertbesucher.
Zur
Nehmmaten un
Für die Lieferung von Diners, Soupers, ſowie
Einzelplatten, wolle man ſich der Einteilung wegen
gefl. frühzeitig melden, gleichzeitig empfehle gemiſchte
kalte Platten, garniert, in geſchmackvoller Ausführung,
ſowie einen als vorzüglich anerkannten Salat, ital., ꝛc.
Stadtküche Carl Berger
Hölgesſtraße 1, I. — Telephon 1144. (5990
trösseres Vereinslokal (Parterre)
für Samstags abends zu vergeben.
Näheres Expedition.
(796a
Grosses Lager sämtlicher erstklassiger
Matter-Arak0
en detail und en gros.
6114
Spratt’s: Kückenfutter. Geflügelfutter, Prärie-Fleisch-Grissel.
Gemahlene Austernschalen. Knochenmehl.
Spratt’s Hundekuchen,
Phosphorsauren Kalk und Knochenschrot als Beigabe zum Hühnerfutter.
Original Liebig-, Fleischfuttermehl‟ 90% Protein und Fett.
Geflügel-, Kraft-, Mast- und Milchfutter.
Pfund 28 Pf., 10 Pfund Mk. 2.30, 100 Pfund Mk. 20.−, Orig. Sack 140 Pfund Mk. 24.50.
Geschälten Hirsen Pfund 16 Pf.
Bruch-Reis Pfund 14 Pf.
10 Pf.d Mk. 1.30. 100 Pfd. 12.50.
10 Pfund Mk. 1.50. 100 Pfund Mk. 14.-
100 Pfund
200 Pfund ohne
1 Pfund 10 Pfund
Hühner-Gerste
Mk. 15.50 Sack
Mk. 8.—
9 Pf.
85 Pf.
Weizen. Weizen-Schalen. Weizen-Kleie. Hafer. Gesch. Hafer. Kleines Mais. Welsch-Korn.
Gemahlenen Leinsamen usw.
Mohnsaat.
Wicken. Hanfsaat. Kanariensaat.
Muskator, gemahlenes Hühner- und Taubenfutter Pfund 20 Pf. 10 Pfund Mk. 1.80.
Viehsalz-Lecksteine. Grobes und feines Viehsalz.
Echt englischen Ravgras-Samen, hochkeimend
Pfund 30 Pf.
25 Pfund Mk. 6.−
Düngartikel: Superphosphat, Kali usw.
Düngsalz
Chilisalpeter, Peru-Guano, Thomasmehl, Kainit,
ab Lager hier oder Waggonweise ab Saline, bei Abschluss
Vorzugspreise.
Enanderruld
Morgen auf dem Wochenmarkt
friſch geſchoſſene Lapins
zu Mk. 1.— u. Mk. 1.10 zu verk.
Hch. Wörtge II.
Groß=Zimmern.
*5968)
asherd, beſtes Syſtem, 1 gr.
Küchenſchrank zu verk.
Land=
graf Georgſtr. 62, part. (*6077
GuterhaltenerKinderwagen
(*6034
zu verk. Karlſtr. 51.
Kohlen, Holz, Briketts,
auch Sackzentner, billigſt. (2136a
K. Koch, Eliſabethenſtr. 49.
ut erhaltenes Mädchenrad für
15 M. ſof. z. verkauf. (*5739ds
Mauerſtraße 22, I.
uterh. Bettſt. m. Matr. u. Keilk. zu
Gy. Pallaswieſenſtr. 15, II (*6095ss
abzugeben
Eier (*5559ms
Wendelſtadtſtraße 45
Krenst-F
Tel. 137
Wegzugshalb. ſpotibill.
ſol. gebautes Haus, 3X5 Zimmer,
große Manſarde, verkehrsreiche
Lage, bei 10000 Mark Anzahlung
zu verkaufen. Offerten unter
O. 80 an die Exped. (6004a
Gut erh. gr. Küchenſchrank weg.
Platzmang
Näh. Exp. (*5851sid
Fahrrat
Freil., bill.
Landwehr=
ſtraße 31, III., r. (4671a
Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Nummer 66.
Deyreoseerahſanroſſtede!
Wir bringen darin ene Auswahl, welche nach Hunderten zählt vom
ein-
fachsten bis zum elegantesten Genre. Nachstehend einige Beispiele:
Maids-Jackenkleider
passend für das Alter von 13—16
Jahren in vielen modernen Farben
27.00 22.00
Jackenkleider
aus solidem blauem Cheviot und
Stoffen engl. Art, reizende
Mach-
arten . . . . . . . .
Jackenkleider
aus blau und schwarz Cotelé, blau
und schwarz Cherlot
Jacke auf Seide
. „ „
Jackenkleider
für Backfische in den mod.
uni Farben, wie Tango, gelb,
grün, die moderne
Gürtel-
fasson . .
Jackenkleider
für Backfische,
schwarz-
weiss c und in mod. uni
Farben mit Schleifengarnit.
und Blusenform
Besondere Kaufgelegenheit
1 Posten
Jackenkleider
engl. Art,
fast alle auf Seide
Jackenkleider
aus blau, grün, braun und schwarz
Cotelé, sowie aus solidem
Kamm-
garn, Cheviot . . . . . . .
Jackenkleider
entzückende Fassons, die neue
Kimono- und Blusenform . . .
Jackenkleider
aus eleganten Stoffen, wie
Gaba-
dine, Cotelé, Seiden-Mohair und
aparte engl. Stoffarten
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins.
(6055
Oa
Weiblich
Frinkein, 27 Z. alt, ſucht ver ſof.
Stellung in Konfektionsgeſch. Off.
unt. P 26 an die Exped. (*5568ms
Abſolventin d. Handelsturs=Alie=
Aſchule (Schreibmaſchine und
Stenographie) ſucht per 1. April
Anfangsſtellg. Bureau od. Geſchäft.
Angebote unt. O 22 Exp. (*5182sms
(Anfängerin), welche
Kontoriſtin d. Handelsk. d.
Alie=
ſchule beſ. hat, in all. kaufm. Arb.
bew., ſ. Stell. p. 1. April. Off. u. R39
an die Exped. d. Bl. (*5975
Tüchtige Geſchäftsfrau ſucht
Stellung als Filialleiterin oder
ſonſt. Vertrauenspoſten. Off. unt.
O. 81 an die Exped. (*5429ids
Perf. Näherin nimmt noch
Heimarbeit im Wäſchenähen an.
Garantie für ſaub., prompte Arbeit.
Off u. P 71 a. d. Exped. (*5702ds
Im Ausbeſſern von Kleidern
und Weißzeug nehme noch Kunden
in und außer dem Hauſe an;
da=
ſelbſt werden Strümpfe,
Bein=
längen, ſowie Anſtricker angefertigt
*5954) Beckerſtr. 33, 1. St. r.
Schneiderin nimmt noch Kund.
an in u. auß. dem Hauſe. (*5930sm
Kiesſtraße 63.
Flickerin ſucht noch Kunden, beſſ.
auch Herrenkleider gut aus.
*5833) Schuchardſtr. 13, 3. St.
Schneiderin ſucht noch einige
Kunden für Konfirmanden= und
Kinderkleider. Näh. Exp. (*6023
Zu Flickarbeit
empfehle ich mich halbe Ta
tige auch Knabenkleider an.
Liebfrauenſtraße 90, III. r. (54
Wert. Schnelde in empf. . in
Hauſe. Gartenſtr. 18, 3. (*
Jg. Mädch. aus gut. Fa
tagsüb. Stell. bei Kind.
O. 82 an die Exped. (*
Junger Mann.
ſucht für 1. April Stellung als
Kaſſenbote, Bürodiener oder
ſonſtig. Vertrauenspoſten.
Kau=
tion kann geſtellt werden. Offert,
unter R 56 an die Exp (*6049ss
3g. Kaurmahn
in all. Büroarb. bewandert ſowie
Stenographie u. Maſchinenſchreib.,
ſucht Stellung auf Büro und
Reiſe per 1. April oder ſpäter. —
Gefl. Offerten an Poſtlagerkarte
Nr. 64, Darmſtadt. (*5765dfs
Kaummann
(Drogiſt), 21 J., mit der
Schreib=
maſchine vertr. u. der Stenographie
kundig, ſucht Stellung in einem
Engros=Geſchäft oder kaufm. Büro.
Off. u. R 40 an die Erp. (*58605s
Junger Laborant ſucht
Stel=
lung bei beſcheidenen Anſprüchen.
Offerten unter P 55 an die
Exvedition de Blattes. (*5695ds
Ze eee ee
Alters, ſucht Stella, als
Haus=
meiſter. Portier Diener oder
ſonſt ähnlichen Poſten. Gefl.
Offerten unter R 60 an die
Expedition erbeten. (*6064
Junger Kaufmann
welch. einen Kurſus f. Stenographie
(Gabelsb.) u. Schreibmaſch. (Adler)
beſucht hat, ſowie Vorkenntniſſe der
franzöſiſchen Sprache beſitzt, ſucht p.
1. April Stellung. Off. erb. unt.
B 46 an die Exped. (*5999sm
Zung.Mann.,gelernt Schreiner,
20 Jahre alt, ſucht Beſchäftigung.
Off. u. R 73 an die Exv. (*6083
Sohnschtbarer ilern
welch. Tal. zum Malen hat, ſucht
Lehrſtelle bei Dekorationsmaler.
(*6043
Näh. Wittmannſtr. 3.
Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Seite 25.
Ausstellung
stilger., einfach bürgerlicher,
sowie vornehmer
Wohnungs-Einrichtungen
für jeden Geschmack, in
allen Holz- und Stilarten,
sowie Preislagen.
IVISSEE-F1Us
Neu eingeführt!
Zwei Preise-System
Differenz
zwischen
Bar- und
Zielpreis
nur 10 %
Ziel-
Preis
Besuch meiner Ausstellungsräume ohne
— jede Kaufverpflichtung.
2 1DAl NriRrt
Darmstadt, Bleichstrasse 51.
Uebervorteilung hierdurch
ausge-
schlossen, da jeder Gegenstand mit
zwei Preis-Auszeichnungen, Bar-
Preis und Ziel-Preis, versehen ist
(5138a
Arbeiter, fleißig u. ſolid, mehr.
Jahre in der Lebensmittelbranche
tätig, durchaus gewandt, ſucht
Stellung als Magazinarbeiter od.
Packer uſw. Schriftliche Offerten
unter R 66 an die Expedition
d. Bl. erbeten.
(*6020
Lehrmädchen
zum baldigen Eintritt geſucht.
Louis Noack, Hofl.,
Eliſabethenſtr. 12. (5697ms
Lehrmädchen, weiches Oſtern
die Schule verläßt, gegen ſofortige
Vergütung geſucht. A. Anton,
Küchenmagazin, Glas und Porzellan,
Eliſabethenſtraße 1. (5342a
Lehrmadchen zum ſofort. Eintr.
gegen monatl. Vergüt. auf Büro
geſucht. Offert. unt. R 49 an die
Exped. d. Bl.
(*6015
Suche zum 1. April ein zuverl. tücht.
Alleinmädchen
welches kochen kann und alle
Haus=
arbeit verſteht. Näh. Exp. (6027sgo
Tücht. Mädchen mit guten
Zeugniſſen erhalten recht gute
Stellen durch Frau Bickel,
ge=
werbsmäßige Stellenvermittlerin
Stiftſtraße 56, 2. St. (*6088si
Beſſ. tücht. Alleinmädchen
geſucht bis 1. April I. Js. zu
allein=
ſtehendem älteren Ehepaar
6134)
Steinackerſtraße 6, I.
zum 1. April ein gut
Geſuchtempfohlenes Mädchen,
das ſelbſtändig kochen kann.
Freifrau von Schenk
in Dieburg.
Näheres auch durch Fräuklein
Schneider, Dieburgerſtr. 235. (5654a
Für die Helfmannſchule,
Stift=
ſtraße 45, wird ein fleißiges
Mädchen
geſucht.
(5815dfs
Sucheper 1. April 1914 Mädchen
od. alleinſtehende Frau zur
ſelbſt=
ſtändigen Führung des Haushalts
von 4 Perſ. Kochen erforderl. Gute
Zeugn. Beding. Näh. Exp. (5857dfs
Tüchtiges Alleinmädchen, das
auch koch, kann, per 15. März oder
ſpäter zu kleiner Familie geſucht.
Näh. Hölgesſtr. 16, part. (5651a
Geſucht
(
Tüchtige
zum ſofortigen Eintritt geſucht
Kaufhaus M. Schneider
Lehrmädchen
von achtbaren Eltern per ſofort
od. ſpäter geg. Vergütung geſucht
Schuhhaus Neptun
Marktplatz. (5622ids
eine tüchtige, in jeder Hinſicht
ſelbſtändige Köchin. Eintritt
ſofort. Vorzuſtellen zw. 4—5 Uhr.
Frau Miniſterialrat Weber
Heinrichſtraße 47. (*5593mfs
Für Profeſorenhaus in
Heidel=
berg wird erfahrenes u. zuverläſſig.
Mädchen
das kochen kann und auch
Haus=
arbeit übernimmt, zum 1. April
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Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Nummer 66.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Seite 31.
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weite Kammer der Stände.
95. Sitzung.
St. Darmſtadt, 6. März.
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Dr. v. Ewald,
irazminiſter Dr. Braun, Miniſter des Innern von
n bergk zu Vach, Staatsräte Wilbrand, Lor=
Mher, Geh. Legationsrat Dr. Neidhart,
Ober=
ffünzrat Balſer.
Bräſident Köhler eröffnet die Sitzung um 9¼ Uhr.
Haus ſetzt die Spezialberatung des
Hauptvoranſchlags für 1914
— Zu Kapitel 8:
Bad Nauheim und Bad Salzhauſen,
ſrcht Abg. Damm (ſchwer verſtändlich) die dringend
lrendige Verbeſſerung der Theaterverhältniſſe in Bad
Iheim, die eines Weltbades nicht würdig ſeien, und
Gehaltsreform der Kurmuſik. Er rügt weiter, daß
1 dem Poſtament vor dem Kurhauſe noch immer der
llliſche Löwe fehlt. Das Publikum behaupte, der Grund
nkt, daß der zweite Schweif des Löwen nicht fertig
läte. — Abg. Buſold klagt über die mangelhaften
ſſtände im Forſthaus Winterſtein, das durchaus
ver=
lſhäſſigt ſei. Die Waſſerleitung, die der Etat vorſieht,
iſche nicht aus; es ſind hier dringende Reformen
not=
fdig. Die Unterkunftsräume reichen bei weitem nicht
IW. — Abg. Joutz kritiſiert abfällig die Leiſtungen der
ſrkapelle. Die Muſik ſei meiſt ſehr ſchlecht, jedenfalls,
ſil. um Gehalt zu ſparen, nur geringe Kcäfte engagiert
ſrden. Auch über den derzeitigen Kurdirektor wird ge=
. Er faſſe ſeine Aufgabe nicht richtig auf. Die
Kur=
e müßte vom 1. Mai und vom September ab nicht 25,
iſtern 15 Mark betragen. Den Aerzten ſollten für ſich
ihre Familien Freikarten gewährt werden. Man
lſweigere den Abgeordneten den Zutritt zur Terraſſe,
aber andererſeits Karten an Leute ab, die gar nichts
ſt dem Bade zu tun haben. — Abg. Dorſch fragt, ob
Pacht für Kurhaus und Konzertſaal in Salzhauſen
ſſämmen oder geſondert vergeben werde und wünſcht,
in Salzhauſen hin und wieder Konzerte ſtattfinden. —
g Breidenbach unterſtützt die Klagen über
Forſt=
lus Winterſtein. Die Muſik der Kurkapelle zei im Ge=
Ahtſatz zu der Anſicht des Abg. Joutz ſehr gut; ſie würde
Aſenthalben gelobt. Auch über den Kurdirektor habe er
Une Klagen gehört, das Gegenteil ſei vielmehr der Fall.
e Freikarten für Abgeordnete befürworte auch er.
es ſei bei Abgeordneten doch eher angebracht, als bei
m ausländiſchen Studenten der Hochſchule. — Abg.
utz ſtellt dem Abg. Breidenbach gegenüber feſt, daß er
Möſtverſtändlich Abgeordneter für Bad Nauheim ſei. Die
Magen über den Kurdirektor werden durch den
Verkehrs=
rein beſtätigt. Im übrigen halte er ſeine Anſtände
auf=
ht. — Abg. Urſtadt möchte unterſtützen, was der
pr. Damm über das Theater ausgeführt hat. Die
Lei=
lungen des Theaters, das in Gießen und Nauheim ſpielt,
In anerkannt vorzüglich, aber die finanziellen Verhält=
Uſſe verſchlechtern ſich leider, ſo daß ohne Zuſchuß ein
Iortbeſtehen in gleicher Güte nicht gewährleiſtet werden
Ani. — Der Ausſchußantrag wird hierauf angenommen.
Anſo ohne Debatte Kapitel 9: Samenklenganſtalt
Gammelsbach.
Zum Kapitel 10:
Staatseiſenbahnen
Aßert zunächſt Abg. Korell=Ingelheim Wünſche
be=
glich einer Bahn Bingen oder Gau=Algesheim-
Wörr=
idt-Oppenheim, und bittet die Regierung, dem Projekt
Wohlwollen entgegenzubringen. Die Selztalbahn biete
Anz ungenügende Bahnverbindungen, weil zu ſehr
ge=
art werden ſoll. Bezüglich des neuen Winterfahrplans
übe er für die Arbeiter Wünſche zu äußern. Es müſſe
al=
s daran geſetzt werden, die Arbeiter wenigſtens mit der
kamilie, mit ihrem Wohnſitz auf dem Lande feſtzuhalten
as kann aber nur geſchehen, wenn die Bahnverbindungen
t Arbeitsſtätte ſo günſtig, wie möglich geſtaltet werden.
as iſt aber vielfach nicht der Fall. Redner kommt nach
Inigen weiteren Eiſenbahnwünſchen auf den „Fall
einrich” zu ſprechen, und rügt, daß die
Eiſenbahn=
ſirektion dieſen Mann entlaſſen hat und ihn nach der
Antlaſſung noch fortgeſetzt überwacht und drangſaliert.
die Direktion gehe jetzt ſogar ſo weit, auch Abgeordnete
überwachen, die auf Eiſenbahnerverſammlungen ſpre=
chen und ſie zur Rede ſtellt. Man ſollte dem
Eiſenbahner=
verband, der doch auf väterländiſchem Boden ſteht, mehr
Vertrauen entgegenbringen. Durch ſo rigoroſes
Vor=
gehen werde die wahre Autorität nicht gefördert. — Abg.
Adelung übt ebenfalls Kritik an dem
Eiſenbahner=
verband und deſſen Organiſation. Derartige
Organiſa=
tionen, die auf jedes Kampfmittel verzichten, haben faſt
gär keinen Wert, und ihre Vorſitzenden werden ſtets das
Los Heinrichs teilen, wenn ſie einmal in Konflikt mit
ihrer vorgeſetzten Behörde kommen. Redner äußert dann
ebenfalls einige Eiſenbahnwünſche. U. a. bittet er, eine
Halteſtelle Dietesheim zu errichten. — Abg. Beſt führt
Klage über den mangelhaften Zuſtand des Bahnhofes
Oſthofen. Die Gemeinden Monzerheim, Blödesheim und
Hangenweinsheim ſollten berückſichtigt werden bei
even=
tuellen elektriſchen Bahnbauten. Den jüngſten
Automobil=
unfall bei Rheindürkheim bittet er möglichſt genau zu
unterſuchen. — Abg. Wünzer beſpricht den Bahnbau
Bensheim-LLindenfels und die ganze Eiſenbahnpolitik
im Odenwald. Auch fehlen noch die Verbindungen
zwi=
ſchen Reichelsheim-Fürth und Wahlen-Beerfelden.
Es ſollte unter allen Umſtänden das Automobil mehr
zu Verbeſſerungen der Verkehrsverhältniſſe
herange=
zogen werden. Die badiſche Regierung iſt in dieſer
Beziehung mit gutem Beiſpiel vorangegangen.
Red=
ner beſpricht weiter die induſtriellen und
Erwerbsverhält=
niſſe in einigen Orten des Odenwaldes die ebenfalls
unter den mangelhaften Verkehrsverhältniſſen leiden und
dauernd zurückgehen. Es müſſen neue
Induſtriemöglich=
keiten geſchaffen werden, um einer Abwanderung
vorzu=
beugen. Zahlreiche Winterſportler gehen trotz der guten
Schneeverhältniſſe lieber nach dem Taunus und dem
Schwarzwald, weil die Verbindungen dorthin beſſer ſind.
Die erſte und beſte Abhilfe können in erſter Linie die
be=
antragten Automobillinien bieten. Dann ſollten die längſt
reifen Projekte Bensheim-Lindenfels und Reichsheim-
Fürth möglichſt ſchnell zur Ausführung kommen. (
Leb=
hafter Beifall.)
Abg. Singer bleibt auf der Tribüne unverſtändlich.
Abg. Mergell plädiert für den einheitlichen
Aus=
bau der Odenwaldbahnen. Der Ausbau des
Nebenbahn=
netzes ſei gegenwärtig auf einem toten Punkte angelangt.
Da erſcheinen als Retter in der Not die
Elektrizitäts=
eſellſchaften. Es wäre wünſchenswert, daß die
Regie=
rung bald mit dem Namen der Geſellſchaft herausträte,
die die Bahn Bensheim-Lindenfels zu bauen ſich bereit
erklärt hat. Man müßte notwendigerweiſe auch die
we=
niger rentablen Bahnen bauen.
Finanzminiſter Dr. Braun:
Einzelne Wünſche in bezug auf Anſchlüſſe,
Herſtellun=
gen von Schranken uſw. ſind ſchon in reicher Fülle auf
uns niedergeraſſelt, und da noch 10 Redner gemeldet ſind,
werden wir noch lange nicht am Ende angelangt ſein. Ich
möchte dazu doch fragen, ob es gar nicht möglich iſt, dieſe
Einzelwünſche vorher die Regierung wiſſen zu laſſen. Es
iſt doch ſonſt unmöglich, ſich gleich darüber zu äußern. Es.
wird doch mehr oder minder jeder Wunſch hier vorges
bracht, um von der Regierung eine Antwort zu erhalten.
Ueber alle Verhältniſſe der Bahnen ganz Heſſens genau
unterrichtet zu ſein, iſt ſelbſt dem Finanzminiſter nicht
möglich. Ich kann daher nur auf einige Wünſche
ein=
gehen. Ich bin mit den Abgg. Korell und Adelung damit
einverſtanden, daß der Fall Heinrich einer beſonderen
Be=
ſprechung unterzogen wird. Das kann ſöfort nach der
Etatsberatung geſchehen. Hierbei wird auch die Frage
des Koalitionsrechts mit zu verhandeln ſein. Ich möchte
dazu nur bemerken: Nach § 1 des Reichsvereinsgeſetzes
ſteht allen Deutſchen das Recht zu, Vereine zu bilden und
ſich zu verſammeln. Dieſes Geſetz berührt aber nicht die
Beſchränkungen, die einzelnen Staatsbürgern oder ganzen
Kategorien in dieſer Beziehung auferlegt ſind. Sie hebt
alſo die Beſchränkungen nicht auf, die zwiſchen Behörden
und Beamten und Staatsarbeitern auferlegt ſind. Zu
dieſen Beſchränkungen gehört das Verbot. an
ordnungs=
feindliche Vereine ſich anzuſchließen. Zu den Vereinen
ge=
hören alle, die das Recht der Arbeitseinſtellung als
zu=
läſſig erachten. Sonſt iſt den Staatsarbeitern völlige
Ver=
einsfreiheit gewährt. Die Eiſenbahner machen auch den
ausgedehnteſten Gebrauch davon, es ſind 150000 dem
Ver=
vand angeſchloſſen. Die Eiſenbahndirektion nimmt von
dieſen Organiſationen alle berechtigten Wünſche entgegen
und prüft ſie durchaus ſachlich und wohlwollend. Der Fall
Heinrich berührt in keiner Weiſe dieſes
Organiſations=
recht im allgemeinen. Heinrich iſt mehrfach zu ſachlichem
Kampfe ermahnt worden. Er hat trotzdem fortgefahren,
der Direktion die ſchärfſten Vorwürfe zu machen, den
Beam=
ten vorgeworfen, ſie ließen ſich ſchmieren uſw.
Aufgefor=
dert, ſeine Behauptungen zu beweiſen, hat Heinrich ſo
mangelhaftes Material beigebracht, daß er ſelbſt
anerken=
nen mußte, daß ſeine Vorwürfe unbegründet ſeien. Er
hat dann trotzdem in der ausgeſprochenen Abſicht, es zur
Entlaſſung zu treiben, die Vorwürfe wiederholt und iſt
nochmals den Wahrheitsbeweis ſchuldig geblieben. Erſt
hierauf hat die Direktion dem Mann gekündigt und unter
Vorauszahlung des ganzen Lohnes auf ſeine weitere
Tätigkeit verzichtet.
Auf Wunſch des Präſidenten verläßt der Herr
Mini=
niſter dann den Fall Heinrich und geht auf die
Einzel=
wünſche der Abgeordneten ein. Was den Bahnhof
Oſt=
hofen betrifft, ſo ſei ein neuer Entwurf eines
Rangier=
bahnhofes in Worms in Arbeit, durch den die vom Abg.
Beſt gerügten Mißſtände wohl beſeitigt werden. Auf die
Linie Hammelbach=Wahlen iſt zurzeit leider nicht zu
rech=
nen, da der preußiſche Eiſenbahnminiſter es abgelehnt
hat, darauf weiter einzugehen. Der Abg. Wünzer hat auf
Automobillinien hingewieſen. Ich beſchränke mich dazu
auf den Hinweis, daß das Automobilgeſetz ſchon lange
dem Landtag zugegangen iſt, daß aber der Ausſchuß wohl
noch keine Zeit gefunden hat, es zu beraten, weil er durch
die Beſoldungsordnung in Anſpruch genommen war.
Weiter wurde auf elektriſche Bahnen hingewieſen. Auch
hierzu darf ich auf meine früheren Mitteilungen zu dem
Projekt Bensheim-Lindenfels verweiſen. Wenn dieſes
geſchaffen worden iſt, wird auch Reichelsheim-Fürth
fol=
gen. Ich darf auf Ihr Vertrauen rechnen, daß ich es an
einer Förderung des Odenwaldes in dieſer
Beziehung=
nicht fehlen laſſen werde.
Nach der Pauſe bemerkt der Abg. Dr. Boxheimer,
daß bei der Straße Lampertheim-Neuſchloß eine
Ueber=
führung nötig ſei, da dort 170 Züge täglich verkehrten,
und erſt kürzlich ein Unglücksfall paſſierte. Die
Eiſenbahn=
direktion Mainz habe die Forderung auch für berechtigt
erklärt. Die Arbeiter Lampertheims wünſchten
Mehrein=
ſtellung von Wagen in den Frühzügen nach Mannheim.
Auch fehle noch die Güterverladeſtelle in Bobſtadt, die
dringend nötig ſei. Die Fahrgelegenheit von Gau=
Odern=
heim nach Worms für Schüler ſei dringend
reform=
bedürftig.
Abg. Wolf=Stadecken führt die hohen Koſten der an
der Selztalbahn gelegenen Gemeinden an, die dafür nur
vier Züge täglich bekommen hätten. Die Linie
Unden=
heim-Armsheim ſei dringend notwendig. An eine
un=
gerechte Behandlung der Arbeiter glaube er nicht, jedoch
müſſe der Abgeordnete ſtets auf dieſe Verhältniſſe ein
wachſames Auge haben, und zu weitgehenden Wünſchen
entgegentreten. Auf der Selztalbahn fehle ein Frühzug
für die Schulkinder, und der im Auguſt eingelegte
Abend=
zug ſollte im ganzen Jahr kurſieren.
Abg. Urſtadt bedauert, daß der Eingang zu den
Warteſälen in Gießen innerhalb der Sperre liege, was
der Bevölkerung eine ungerechte Steuer auferlege.
Gie=
ßen bedürfe ferner eines Nordbahnhofes, ein gewiß altes
Projekt, das aber immer an den übertriebenen
Forderun=
gen der Eiſenbahnverwaltung geſcheitert ſei. Da ſollte
die Regierung das ihrige tun, zumal Gießen in
ungünſti=
ger wirtſchaftlicher Lage ſei, wozu noch die Konkurrenz
der Frankfurter Univerſität kommen werde. Eine
elek=
triſche Bahn nach Wieſeck ſei unabweisbar. Indes mache
der Kreis große Schwierigkeiten durch übertriebene
An=
ſprüche. Er wiſſe nicht, ob das vom Kreisausſchuß oder
vom Kreisamt ausgehe. Sollte letzteres der Fall ſein,
ſo ſollte die Regierung nach dem richtigen ſehen. Dazu
komme die Befürchtung der Verlegung eines großen Teiles
des Rangierbahnhofes nach Wetzlar. Die Direktion habe
wohl beruhigende Aufklärungen gegeben, jedoch mache die
Verwaltung neuerdings bei Garbenheim wieder große
Geländeankäufe, was wiederum beuntruhigend auf die
Bevölkerung wirke. Redner beſpricht dann die Reviſion
des Eiſenbahnvertrages, die ſich nicht auf die
Teilungs=
ziffer beſchränken dürfe. Heſſen müſſe auch mehr
Ein=
fluß auf die innere Verwaltung gewinnen. Beſonders in
Beamtenfragen, bei Anſtellungen uſw. müßte Heſſen
Ein=
fluß haben. Die Lohnverhältniſſe in der
Eiſenbahnver=
waltung ſind nicht ſchlecht, man muß anerkennen, daß die
Eiſenbahnverwaltung in dieſer Beziehung viel tut. Aber
bei einzelnen Gruppen ſind die Löhne doch gar zu gering.
Zumal wenn man in Betracht zieht, daß die
Eiſenbahn=
arbeiter doch ausgeſuchte Leute, Elite=Arbeiter, ſind. Das
Lohnſyſtem bei der Eiſenbahn hat ſeine Nachteile. Die
Zulagen zum Beiſpiel ſind kein feſter Lohn, ſie können
jederzeit genommen werden. Sie ſind nur geeignet, die
Arbeiter immer an der Strippe zu halten. Das führt zu
Mißhelligkeiten in der Behandlung der Arbeiter. Das
Akkordſyſtem ſollte abgeſchafft und durch das
Zeitlohn=
fyſtem erſetzt werden. Auch das Prämienſyſtem ſollte
ab=
geſchafft werden. Daß die Eiſenbahnbehörde das
Akkord=
ſyſtem auf Wunſch und im Intereſſe der Arbeiter geändert
hat, ſoll anerkannt werden. Weiter beſpricht Redner
An=
ſtellungsverhältniſſe der einzelnen Kategorien der
Eiſenbahnangeſtellten u. v. a. Den Zuſammenſchlüſſen
der Eiſenbahner in Verbände ſollte die Regierung
wohl=
wollend gegenüberſtehen und das Koalitionsrecht nicht
illuſoriſch machen.
Abg. Raab findet, daß die Ueberfüllung der
Ar=
beiterzüge immer noch ſtattfindet, beſonders auf der
Linie von der Bergſtraße nach Frankfurt, wobei auch die
Pfungſtädter Arbeiter in Mitleidenſchaft gezogen würden.
Dagegen könnten direkte Züge nach und von Pfungſtadt
Abhilfe gewähren. Pfungſtadt habe immer noch keinen
ſeiner Bedeutung entſprechenden Bahnhof. ja derſelbe ſei
kaum zu erkennen. Ferner herrſchten Mißſtände auf dem
Bahnhof Klein=Gerau, wo der Bahnſteig zu kurz ſei. Der
Bahnhof Nieder=Ramſtadt entbehre immer noch des ſo
notwendigen electriſchen Lichts. Die Behandlung der
erkrankten Streckenarbeiter laſſe zu wünſchen übrig. Bei
den Zulagen ſcheine die Geſinnungstüchtigkeit mehr in
Betracht gezogen zu werden, als die Arbeitstüchtigkeit.
Der Anerkennung, die Abg. Urſtadt teilweiſe der
Ver=
valtung ausgeſprochen, könne er, Redner, nur bedingt
zuſtimmen. Im weiteren erwähnt Redner Spezialfälle,
nochmals die Anſtellungs= und Lohnvechältniſſe der
Ar=
beiter uſw.
Darauf wird die Sitzung geſchloſſen. — Nächſte
Sitzung Dienstag 10 Uhr.
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Nummer 66.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 1914.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.
öffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 27. Febr.: dem Milchhändler Johan=
* Kraft, Gutenbergſtraße 37, eine T. Erna. Am 3.
ſirz: dem Kaufmann Ludwig Schömbs, Große
Bach=
ſe 14, ein S. Karl Theodor. Dem
Druckereihilfsarbei=
r Ludwig Reubold, Mühlſtraße 62, ein S. Kurt
Lud=
ig Ernſt. Am 27. Febr.: dem Schaffner bei der Staats=
An Phil. Röhm, Parcusſtraße 19, ein S. Walter. Am
.- dem Schreiner Andreas Scherer, Liebfrauenſtraße 75,
he T. Anna. Am 3. März: dem Kutſcher Georg
Kam=
irer, Liebfrauenſtraße 78, eine T. Anna. Dem Schaffner
Wagenführer bei der elektriſchen Straßenbahn
Leon=
ſued Ihrig, Soderſtraße 93, ein S. Georg.
Aufgebotene. Am 2. März: Schneider Joh. Ignaz
Jäger, Heinheimerſtraße 13, mit Kätharina Trütſchel,
Dnheimerſtraße 22. Am 3.: Weißbinder Georg
Hall=
ein, Offenbach a. M., mit Eliſabethe Oberle, hier.
einſtmaler Karl Max Schultheiß, München, mit Alice
ſtrier, Riedeſelſtraße 17. Schmied Peter Keller,
Kah=
ertſtraße 40, mit Emilie Mori, Roquetteweg 24. Am 4.:
härtner Gerold Reſch, Frankfurt a. M., mit Eliſabethe
nhanna Flander, hier. Bureaugehilfe Joh. Adam
Körner, Rhönring 97, mit Katharina Schloßer,
Eli=
ſabethenſtraße 10. Ingenieur Otto Guſtav Langanke,
Oefenbach a. M., mit Chriſtine Schneider,
Kirſchen=
alee 7. Am 5.: Maſchiniſt Friedrich Helfmann mit
ath. Wilhelmine Michelſen, beide in Hamburg.
Shauffeur Karl Wilhelm Wirtz, Duisburg, mit Alma
Schollenbruch, Dahlhauſen.
Geſtorbene. Am 2. März: Georg Müller,
Brem=
r i. P., 71 J., ev., Blumenthalſtraße 56. Georg
Mar=
im Creter, Dachdecker, 60 J., ev., aus Weiterſtadt, hier
rafenſtraße 9. Jakob Roßler, Taglöhner, 62 J., ev.,
srafenſtraße 9. Am 3.: Anna Katharina Flot, geb.
Stammler, Ehefrau des Schneiders, 84 J., ev.,
Ballon=
latz 9. Wilhelm Johann Spatz, Schloſſer, 42 J., ev.,
Liebfrauenſtraße 54. Am 4.: Philipp Dickler,
Fuhr=
echt, 29 J., ev., ledig, aus Eich, hier Grafenſtraße 9.
Georg Heinrich Leopold Dippel, Profeſſor der
Bota=
ik i. R., 86 J., ev., Seitersweg 14. Am 5.: Ludwig
Schneider, Landwirt, 51 J., ev., ledig,
Kranichſteiner=
raße 69.
Seite 35.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden
Sonntag Reminiſzere, den 8. März 1914
Hofkirche: Vormittags um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. — Mittwoch, den 11. März, abends um 6 Uhr:
3. Paſſionsandacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte.
— Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Velte. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx. —
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kleberger. — Mittwoch, den 11. März, abends um
6 Uhr: 3. Paſſionsandacht. Pfarrer Kleberger.
Gemeindehaus. Kiesſtraße 17: Montag, den
9. März, abends um 8 Uhr: Vortrag des Pfarrer
Welte in der Gemeindekonferenz über das Thema: „Der
evangeliſche Gemeindegedanke und der Entwurf für die
Darmſtädter Reformationskirche‟
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr.
— Vorm. um 10½ Uhr: Kindergottesdienſt (Steinſtr. 24,
Muſikſaal).
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. — Mittwoch, den 11. März, abends um 8 Uhr:
3. Paſſionsandacht. Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Widmann. — Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt
für den Oſt bezirk. Pfarrer Widmann. — Abends um
8 Uhr: 2. Paſſionsandacht. Pfarrer D. Waitz —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde im Martinsſtift.
Pfarrer Veller.
Pfarraſſiſtent Lindenſtruth wohnt jetzt
Rhön=
ring 143.
Pfründnerhaus: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Lenz. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. — Donnerstag, den 12. März,
nach=
mittags um 3 Uhr: 3. Paſſionsandacht.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Kollekte für die
Reformationskirche. — Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lic. Adolph. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Lic. Adolph. — Abends um
6 Uhr: 3. Paſſionsgottesdienſt. Pfarrer Wagner. Feier
des hl. Abendmahls mit vorangehender Beichte.
Anmel=
dung von ½ 6 Uhr ab in der Sakriſtei.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Sann. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarraſſiſtent Sann. — Abends um 6 Uhr:
2. Paſſionsandacht. Pfarrer Rückert.
Evang. Gemeinde in Eberſtadt: Sonntag, den 8. März,
vormittags um 10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Köppler. — Abends um 5½ Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer
Paul.
Evang. Gemeinde in Nieder=Ramſtadt: Sonntag, den
8. März, vormittags um 10 Uhr: Gottesdienſt.
Pfarr=
vikar Weik.
Evang. Gottesdienſt in Fraiſa: Sonntag, den 8. März,
nachmittags um 2 Uhr: Gottesdienſt im Rathausſaal.
Pfarrvikar Weik.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 8. März
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Miſſionsverſammlung von
Miſſions=
inſpektor M. Urban=Hausdorf (Schleſien). — Abends
um 8½ Uhr: Bibliſcher Vortrag. — Montag, den
9. März, abends um 8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde. —
Dienstag, den 10. März, abends um 8½ Uhr:
Jung=
frauen= und Blaukreuz=Bibelſtunde. — Mittwoch, den
11. März, nachmittags um 2 Uhr: Bibelſtunde für
Mäd=
chen. — Um 4 Uhr: Bibelſtunde für Knaben. —
Donners=
tag, den 12. März, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde von
Herrn Prediger Hauſer=Heidelberg. — Zweig der
Stadtmiſſion (Beſſungerſtraße 88, Hth.). Sonntag,
den 8. März, vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Freitag, den 13. März, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 7. März., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Beichte. — Um
½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachm. um ½2 Uhr:
Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht. — Werktags um
¼8 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vormittags um
7 Uhr: Beichte. — Um ½8 Uhr: Amt und Predigt. —
Nachm. um 4 Uhr: Andacht.
The Church of England Service
2th Sunday in Lent, 8th March 1914
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. A. W. Smyth, British Chaplain from
Heidel-
berg, will officiate.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Kiesſtr. 43): Sonntag,
den 8. März, nachm. um 2½ Uhr: Sonntagsſchule. —
Abends um 8¼ Uhr: Predigt. Prediger A. Berner
aus Frankfurt a. M. — Dienstag, den 10. März, abends
um 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Prediger A. Berner=
Frank=
furt a. M.
Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 8. März, vorm. um 9½ Uhr:
Bibel= und Gebetſtunde. Prediger Wienhold=Hersfeld.
— Um ½11 Uhr: Sonntagsſchule. — Nachm. um 4 Uhr:
Gottesdienſt und Predigt. Prediger Wienhold=
Hers=
feld. — Mittwoch, den 11. März, abends um ½9 Uhr:
Bibelbeſprechung.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 8. März, nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule. —
Um 4 Uhr: Predigt. Prediger Gregoyeff aus
Frank=
furt. — Freitag, den 13. März, abends um ½9 Uhr
Bibel= und Gebetſtunde.
Katholiſche Gemeinden
2. Faſten=Sonntag, den 8. März 1914
Beginn der öſterlichen Zeit
St. Ludwigskirche: Samstag, den 7. März, nachm.
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte.
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um
7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militärgottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr:
Hoch=
amt mit Predigt. — Um 11 Uhr: Akademiſcher
Gottes=
dienſt. — Nachmittags um 3 Uhr: Katachetiſche Predigt
und Faſtenandacht. — Mittwoch, abends um 6 Uhr
Faſtenpredigt, gehalten von dem Oblatenpater Färber.
— Freitag, abends um 6 Uhr: Kreuzwegandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag,
vormit=
tags um ½7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um 5 Uhr:
Verſammlung des Vereins chriſtlicher Mütter. — Abends
um 6 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe. — Montag, nachm. um 4 Uhr:
Sakramentaliſche Betſtunde.
Kapelle in Griesheim: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
Singmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 7. März,
nach=
mittags um ½ 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und
Predigt. — Nachmittags um 2 Uhr: Faſtenandacht. —
Abends um 8 Uhr: Faſtenpredigt eines Kapuzinerpaters.
— Donnerstag, um ½ 6 Uhr: Faſtenandacht.
Kapelle zu Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10 Uhr:
Amt und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
7. März, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr:
Amt mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Herz=Jeſu=
Andacht. — Montag, abends um 6 Uhr: Faſtenandacht.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 1. März: Dem Gaſtwirt Adam
Keil S. Philipp, geb. 29. Nov. 1913. Dem
Bauunter=
nehmer Adam Hechler T. Katharine Anna Marie
Char=
lotte, geb. 10. Dez. 1913.
Lukasgemeinde: 1. März: Dem
Straßenbahn=
ſchaffner Jakob Becker S. Karl Otto, geb. 19. Febr.
Un=
ehelicher S. Kuno Willi, geb. 7. Febr.
Martinsgemeinde: 27. Febr.: Dem Diener
Auguſt Karl Ludwig Eckert S. Theodor Fritz, geb. 13. Febr.
1. März: Dem Lehrer Heinrich Becker S. Heinz Rudolf
Adam Friedrich, geb. 7. Febr.
Johannesgemeinde: 4. März: Unehelicher S.
Otto Georg, geb. 27. Febr.
Petrusgemeinde: 1. März: Dem Gärtner Georg
Ludwig Conſtantin Beck T. Liſette Luiſe, geb. 1. Jan.
Uneheliche T. Anna, geb. 13. Jan. Dem Kammacher
Karl Heinrich Friedrich Holtmann S. Karl, geb. 30. Jan.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 5. März: Reſtaurateur
Wil=
helm Gunder und Frieda Hohlfeld, geb. Schütz.
Lukasgemeinde: 4. März: Kaufmann Auguſt
Peter Joſef Schneider aus Auerbach und Marie Buchert,
geb. Reuther.
Petrusgemeinde: 28. Febr.: Telegraphenarbeiter
Valentin Kropp und Agnes Fiſchlein, dahier.
Rotten=
arbeiter Heinrich Gimbel und Eliſe Katharine Kohlmann,
dahier.
Paulusgemeinde: 3. März: Metzger Johann
Georg Mutz und Marie Victoria Andres.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Lukasgemeinde: 2. März: Oberlehrer i. P.
Pro=
feſſor Johannes Leonhard, 68 J., ſtarb 28. Februar.
3. März: Willi Bülow, S. des Chauffeurs Otto
Hein=
rich Paul Bülow, 10 Mon., ſtarb 1. März.
Kaplaneigemeinde: 2. März: Anna Miſchlich,
T. des Weißbinders Johann Bernhard Miſchlich, 7 Mon.,
ſtarb 27. Febr. 3. März: Privatin Nannette Roſier, 84 J.,
ſtarb 28. Febr. 4. März: Dienſtmann Jakob Roßler,
62 J., ſtarb 2. März.
Martinsgemeinde: 28. Febr.: Margarethe Braun,
geb. Seipel, Witwe des Bergmanns Philipp Heinrich
Braun, 81 J., ſtarb 25. Febr. 1. März: Dem Diener
Auguſt Karl Ludwig Eckert S. Theodor Fritz, 14 T., ſtarb
28. Febr. 4. März: Dem Schuhmacher Johannes Will
S. Fritz, 16 J., ſtarb 1. März. 28. Febr.: Anton
Wil=
helm Vonderſchmitt, S. des Packers Anton Wilhelm
Vonderſchmitt, 2 J., ſtarb 26. Febr. Anna Katharina
Vonderſchmitt, T. d. Packers Anton Wilhelm Vonderſchmitt,
1 J., ſtarb 25. Febr. 1. März: Kaufmann Friedrich
Wil=
helm Johannes Schönert, 39 J., ſtarb 27. Febr.
Johannesgemeinde: 4. März: Bremſer i. P.
Georg Müller, 71 J., ſtarb 2. März. Marie Rummel,
ledig, 88 J., ſtarb 28. Febr.
Petrusgemeinde: 3. März: Eiſenbahnſekretär
Peter Dexheimer, 62 J., ſtarb 2. März. Georg Spöhrer,
S. des Schreiners Heinrich Spöhrer, 17 J., ſtarb 1. März.
Paulusgemeinde: 26. Febr.: Apotheker Adolf
Keil, 45 J., ſtarb 24. Febr. 28. Febr.: Ingenieur
Wil=
helm Hofmann, 82 J., ſtarb 26. Febr. 3. März: Pauline
Baſting, geb. Suhl, Ehefrau des Apothekers, 53 J., ſtarb
1. März. Sophie Eliſabeth Schmitt, T. des
Straßen=
kehrers, 1¼ J., ſtarb 28. Febr. 4. März: Margarete
Dingeldei, geb. Melzer, Witwe des Rentners, 60 J., ſtarb
. März.
Trauungen auswärt. Paare: Pfarrer Kleberger.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 7. März 19
Nummer 70.
Heute
Das Theater des guten Geschmackes.
Ein dramatisches Lebensbild in 3 Akten:
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am weissen Turm.
Die Enre ues Hauses.
Moritz in der Familie Rumpelmeier
in der
Horkz Frmnee Hauptrolle.
grosses Lustspiel
in 2 Akten:
Dalmatien, Naturaufnahmen.
Das Missverständniss
gestörte Premiere, Komödie.
Wochenchronik.
Hochinteressanter, sehr lehrreicher Film, zeigt das Wachstum,
. (6061
Ernte und Trausport der Bananen.
Bei der hohen Bedeutung, die die Banane heute bereits als Volksnahrungsmittel besitzt, dürfte dieser Film
allseitig grosses Interesse erregen.
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Ein Spiel aus der Mythologie, bearbeitet von Daniel Riehl.
In der Hauptrolle die berühmte franzöſiſche Schauſpielerin
Frl. Napierkowska.
Ein durch Handlung und Darſtellung hervorragender Film.
Prachtvoll koloriert!
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Programm
zu dem am Samstag, den
7. März, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Garde=Dragoner=
Regiments Nr. 23.
1. „Deutſchlands Ruhm” Marſch
von M. Schröder. 2. Fantaſie
aus „Rigoletto” von G. Verdi.
3. „Aubade printaniere” von
Le=
combe. 4. Divertiſſement aus „
Ba=
jazzo” von Leoncavallo. 5.
Marſch=
lied aus „Wie einſt im Mai” von
Walter Kollo. 6. Hagenbeck=Marſch
aus der Operette „Puppchen” von
Jean Gilbert.
Ein weiteres Zugſtück
Die Nilbraut
Ein äußerſt ſpannendes Schauſpiel aus dem Leben.
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(6078