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177. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
dar Reichstag hat als Beitrag des Deutſchen Reiches
zu den Koſten der Olympiſchen Spiele die
Summe von 46000 Mark als erſte Rate
be=
willigt.
der Reichstag erledigte geſtern zunächſt eine
An=
frage, ſodann wurden Abſtimmungen zum Etat
Des Reichsamts des Innern vorgenommen und hierauf
Die zweite Leſung des Juſtizetats fortgeſetzt.
die Budgetkommiſſion des Reichstags
lehnte die als erſte Baurate im Etat des Innern
an=
geforderten 145800 Mark für das in Verbindung mit
Dem königlich preußiſchen Geheimen Staatsarchſv in
Berlin zu errichtende Reichsarchiv gegen die
Stim=
nnen der Konſervativen ab.
Räönig Albert von Belgien erlitt einen Unfall.
Sein Pferd ſtolperte und kam zu Fall. Der König er=
Mitt einen Bruch des linken Armes.
as neue ſchwediſche Miniſterium
Hammar=
ſkjoeld iſt ernannt worden.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Die deutſch=franzöſiſchen
Verhandlungen.
— Wie nunmehr amtlich mitgeteilt wurde, iſt das
Dautſch=franzöſiſche Bagdadbahn=
Abkom=
men fertiggeſtellt worden. Am Sonntag mittag iſt im
Auswärtigen Amte der Entwurf zu der deutſch=
franzöſi=
ſſch en Abmachung über türkiſche Eiſenbahnen und
Finanz=
fragen von den beiderſeitigen Unterhändlern paraphiert
rorden. Der Entwurf iſt in der Form eines Abkommens
ſwoiſchen der Deutſchen Bank, die gleichzeitig die
Anato=
ſſioche und die Bagdadbahn=Geſellſchaft vertritt, und der
fnniſerlich Ottomaniſchen Bank, die gleichzeitig für die
ſy=
lleiche Eiſenbahngeſellſchaft und die noch zu gründende
Eiſenbahngeſellſchaft für das Schwarze=Meer=Becken
han=
dillt, abgeſchloſſen worden. Nach endgültiger Prüfung
das Abkommens ſoll, um dieſem gewiſſermaßen einen
ſſtaatlichen Charakter zu geben, offiziell Akt von ſeinein
Inihalt durch einen Notenwechſel genommen werden.
Damit iſt ein Werk vollendet, das mancherlei
Schwie=
rigkeiten durchzumachen hatte. Man entſinnt ſich wohl
anch, daß von gewiſſer franzöſiſcher Seite alles mögliche
in Bewegung geſetzt wurde, um die in Berlin geführten
Verhandlungen zu ſtören. Von einigen Hetzblättern,
hin=
terr denen intereſſierte Gruppen ſtehen, wurden allerlei
Aeldungen in die Welt geſetzt, die lediglich den Zweck
ver=
fellgten, Mißſtimmung hervorzurufen. So wurden u. a.
noch in den letzten Tagen ſcharfe Angriffe gegen die
fran=
zi ſiſche Regierung gerichtet, weil dieſe in den
Orient=
fnagen nicht voll auf dem Platze ſei, ſondern ſich
zurück=
drängen laſſe, Deutſchland und England brächten ihr
Schäfchen ins Trockene und Frankreich würde infolge der
Lrſſigkeit der leitenden Stellen das Nachſehen haben.
Da=
mit ſollte noch in letzter Stunde ein Stein über den Weg
ge=worfen werden, indem man hoffte, auf dieſe Weiſe die
Bevölkerung gegen Deutſchland aufzuſtacheln.
Erfreu=
litcherweiſe ſind dieſe Treibereien ohne Erfolg geblieben,
unnd der Vertrag zwiſchen den in Frage kommenden
Fi=
nanzgruppen iſt nunmehr abgeſchloſſen worden.
Nach den getroffenen Abmachungen verzichtet
Frank=
räich, wie bereits kürzlich mitgeteilt wurde, auf ſeine
Intereſſen an der Bagdadbahn, die urſprünglich durch 30
Arozent des Baukapitals vertreten waren; Deutſchland
ſchinerſeits hat mit Frankreich über den Anſchluß der
Bragdadbahn an das Bahnnetz am Schwarzen Meere
Ver=
ennbarungen getroffen, deſſen Bau die Türkei Frankreich
zugeſtanden hat. Dieſes Netz dürfte ungefähr dieſelbe
Ausdehnung haben, wie die deutſche Bagdadbahn; als
Gsegenleiſtung verzichtet Deutſchland außerdem zugunſten
rankreichs auf den Bau von Bahnlinien in Syrien, auf
nelches Frankreich ſchon ſeit Jahrzehnten Anſprüche
machte. Es iſt damit eine gewiſſe Teilung der
beider=
ſtitigen Intereſſenſphären erzielt und man darf
an=
nehmen, daß dadurch manche Reibungsflächen aus der
Welt geſchafft ſind. Andererſeits wäre es verfehlt, an
dem Abſchluß dieſes Abkommens die Erwartung
auszu=
drrücken, daß dadurch in der Stimmung Frankreichs
gegen=
über Deutſchland eine Aenderung eintreten könnte, es
heandelt ſich hier lediglich, wenn man ſo ſagen darf, um
einn Handelsgeſchäft wirtſchaftlichen und politiſchen
Cha=
rakters, aber auch um weiter nichts, was gegenüber etwai=
gen optimiſtiſchen Regungen von vornherein betont
wer=
den muß.
In einem Leitartikel über das deutſch=franzöſiſche
Ab=
kommen über die kleinaſiatiſchen Bahnen ſchreibt
der Temps:
Die Grundlagen dieſes Abkommens bilden die
Aus=
ſchaltung Frankreichs aus der Bagdadbahn, alſo aus dem
einzigen, großen, transaſiatiſchen Schienenweg. Dieſes
Ergebnis bildet ein entſchiedenes Dementi aller
derjeni=
gen Reden, in welchen die franzöſiſchen Miniſter ſeit zwölf
Jahren behauptet haben, daß Frankreich an der Löſung
dieſer Frage teilnehmen werde. Die franzöſiſchen
Unter=
händler in Berlin hatten die undankbare Aufgabe, den für
uns noch übrig bleibenden Reſt halbwegs annehmbar zu
geſtalten. Jedenfalls bezahlen wir die von dem
reich=
beſetzten Tiſch gefallenen Broſamen, die man ſonſt
un=
entgeltlich erhält, ſehr teuer. Lange Jahre
beklagens=
werter Irrtümer haben uns in dieſe Lage gebracht.
Frank=
reich, das ausgeſchaltet, verringert und expropriiert iſt,
kann die Schuld an dieſem kläglichen Ergebnis nur jenen
beimeſſen, die in ſeinem Namen geſprochen haben. Es
bleibt uns allerdings der Vorteil, daß ein Streitfall
ge=
regelt, und zwar mit Deutſchland, geregelt wurde.
Ge=
wiß, dadurch wird die Konfliktsgefahr beſeitigt und wir
beſitzen eine, glücklicherweiſe in der Minorität
be=
ſindliche Schule von Diplomaten, die jedes
Abkom=
men mit Deutſchland. mag es, um welchen Preis auch
immer erkauft ſein, für einen Sieg hält. Es iſt dieſelbe
Schule, welche 1911 erklärte: Geben wir Deutſchland
ein=
fach den ganzen Kongo, das hat keine Bedeutung. Und
da wir diesmal kein franzöſiſches Gebiet abtreten, werden
unſere Triumphatoren noch leichteres Spiel haben. Dieſe
Geiſtesverfaſſung entſpricht keineswegs der der Nation.
Das franzöſiſche Volk fühlt ſich noch nicht ſo
herabge=
kommen.
Der Petit Pariſien ſchreibt: Das wirtſchaftliche
Intereſſe des Abkommens iſt beträchtlich, noch beträchtlicher
iſt aber ſein politiſches Intereſſe. Dieſes Abkommen muß
mit den zwiſchen England und Deutſchland, ſowie zwiſchen
Deutſchland und Rußland über denſelben Gegenſtand
ge=
troffenen Abmachungen in Zufammenhang gebracht
wer=
den. Wenn in Europa eine Kriſis politiſcher Natür
be=
ſtände, wenn die Beziehungen zwiſchen dieſen
Großmäch=
ten, von denen die eine dem Dreibund, die andere der
Tripel=Entente angehört, unangenehme wären, ſo wären
derartige Verhandlungen unmöglich geweſen. Sie
konn=
ten nur dank der cvurtoiſievollen Beziehungen und dem
beiderſeitigen guten Willen zum Ziele führen. Vielleicht
iſt in dieſem Abkommen ein Unterpfand der Beruhigung
zu erblicken. Es handelt ſich darum, ein ungeheures
Ge=
biet, deſſen Reichtum im Altertum berühmt war,
wirt=
ſchaftlich zu verwerten. Das deutſch=franzöſiſche
Abkom=
men erlangt einen beſonderen moraliſchen Wert, wenn
man es als einen Teil der geſamten neuen aſiatiſchen
Ab=
machungen betrachtet. — Der Figaro ſagt: Das
gegen=
wärtige Abkommen bietet für uns eine Liquidation, und
zwar eine verſpätete und deshalb ſchlechte Liquidation. Der
weſentliche Punkt iſt unſer Verzicht auf die Bagdadbahn.
Nirgends erſcheint der Mangel an Folgerichtigkeit und
eines zielbewußten Planes deutlicher als in unſerer
Orientpolitik während der letzten zwanzig Jahre. Man
wird vielleicht einwenden, daß gebieteriſche Pflichten uns
von unſerer Orientpolitik abgelenkt haben, daß wir uns
Maroko zuwenden mußten. Dieſer Einwand iſt nicht
ſtichhaltig, denn ſchon 1904, als die marokkaniſche Frage
durch die Abmachungen mit England und Spanien in den
Vordergrund trat, haben wir im Orient Fehler
began=
gen, deren Folgen ſich heute ſchwer fühlbar machen. — Der
Gaulois fragt: Steht die Entſchädigung, die wir
erhal=
ten, im Verhältnis zu den verlorenen Vorteilen? Darüber
iſt eine Selbſttäuſchung nicht möglich. Die
Bahnkonzeſſio=
nen, die uns erteilt werden., haben im Vergleich zur
Bag=
dadbahn nur eine nebenſächliche Bedeutung, aber wir
woll=
ten uns gegen die Möglichkeit einer fremden Konkurrenz
ſchützen, und wenn das das Ziel der franzöſiſchen
Unter=
handlungen war, ſo kann man ſie darum nicht tadeln.
Wir haben uns die Vorteile eines Rückzuges geſichert,
welchen wir hätten vermeiden können, wenn unſere
Diplo=
matie vorausblickend und tatkräftig geweſen wäre.
Sachſen und das Reich.
* In der Zweiten ſächſiſchen Kammer
kri=
tiſierte bei der Beratung des Etatskapitels „Sächſiſche
Vertretung im Bundesrat” der Nationalliberale Zöphel
die Haltung der ſächſiſchen Regierung zur Frage der
lau=
fenden Deckung der neuen Heeresvorlage. Die ſächſiſche
Regierung habe, nachdem ſie im Bundesrat überſtimmt
worden war, einen Appell an die
Oeffentlich=
keit gerichtet. Dies widerſpreche den Traditionen, die
unter Bismarck gepflogen worden ſeien, nämlich, daß der
Bundesrat als geſchloſſene Einheit der Bevölkerung
gegenübertreten ſolle und daß Meinungsverſchiedenheiten
im Bundesrat nicht an die Oeffentlichkeit kommen ſollen.
Es wagten ſich ſonſt partikulariſtiſche Beſtrebungen
her=
vor, die die Grundlagen der Reichsverfaſſung erſchüttern
könnten. Der Einfluß, den die preußiſche Politik in den
letzten Jahren auf die Reichspolitik gewonnen habe, ſei
eine höchſt unerfreuliche Erſcheinung. Staatsminiſter
Graf Vitzthum von Eckſtädt ging des längeren
auf die Ausführungen des Vorredners ein und erklärte,
die ſächſiſche Regierung habe durch Fragen aus der Mitte
des Hauſes wiederholt Gelegenheit genommen, ihre
Stellung zur Frage der Reichsvermögensſteuer und
der Reichserbſchaftsſteuer hier im Landtage
dar=
zulegen, und habe nur ihr gutes Recht
wahr=
genommen. Durch dieſe Erklärungen der Regierung ſei
die Oeffentlichkeit in Kenntnis geſetzt worden von dem
Kampfe, den die ſächſiſche Regierung gegen die Vorſchläge
im Bundesrat geführt habe. Er (Redner) müſſe aber
entſchieden in Abrede ſtellen, daß die ſächſiſche Regierung
irgendwelchen Appell an die Oeffentlichkeit gerichtet habe
oder irgendwie gegen den Bundesrat öffentlich
aufge=
treten ſei. Selbſtverſtändlich habe die ſächſiſche Regierung
ſtets die Grenze gewahrt zwiſchen den Beſtimmungen der
Reichsverfaſſung und dem Rechte der
ein=
zelnen Bundesſtaaten. Und von dieſem
Stand=
punkt aus könne er auch, ohne dabei partikulariſtiſchen
Tendenzen zu huldigen, die Wahrung der Intereſſen eines
jeden Volksſtammes im Rahmen einer deutſchnationalen
Politik billigen. Er räume dieſes Recht den Bayern
ſowohl wie den Preußen ein, nehme es aber auch für
Sachſen in Anſpruch, und zwar in der Ueberzeugung, daß
der deutſche Gedanke in allen Kreiſen des deutſchen
Vol=
kes ſo feſte Wurzel gefaßt habe, daß er durch die Pflege
des Volkscharakters der einzelnen Stämme nicht
gefähr=
det, ſondern nur gefeſtigt werden könne.
Deutſches Reich.
Der Geſundheitszuſtand in der
deutſchen Armee. Franzöſiſche Zeitungen
berichte=
ten kürzlich über zahlreiche Erkrankungen in der
franzö=
ſiſchen Armee. Der Berliner Korreſpondent des Pariſer
Journal meldete daraufhin Einzelheiten über den
der=
zeitigen, angeblich mangelhaften Geſundheitszuſtand des
deutſchen Heeres. Er ſprach von 12000 Lazarettkranken!
Beſonders in Mitleidenſchaft ſeien die Garde, das 4., 6.,
14., 15. und 16. Armeekorps gezogen. Einige Regimenter
und Garniſonen waren namentlich bezeichnet. Von
zu=
ſtändiger Seite erfährt das Wolffſche Bureau hierzu
fol=
gendes:
Tragen dieſe Mitteilungen des franzöſiſchen
Korre=
ſpondenten auch an und für ſich ſchon den Stempel der
Unwahrheit an der Stirn, ſo lohnt es ſich dennoch, ſie im
einzelnen zu widerlegen. Der Krankenzugang — Lazarett
und Revier — der preußiſchen Armee einſchließlich Sachſen
und Württemberg betrug im Januar 1914 53,7 vom
Tau=
ſend der Iſtſtärke gegen 55,9 im Januar 1913. Die in
der franzöſiſchen Meldung als beſonders ungünſtig
bezeich=
neten Armeekorps haben folgenden Geſamtkrankenzugang
zu verzeichnen gehabt: Gardekorps im Januar 1914 471
pro Mille gegen 65,6 pro Mille im Januar 1913, 4.
Ar=
meekorps im Januar 1914 49,0 pro Mille gegen 50,8 pro.
Mille im Januar 1913, 6. Armeekorps im Januar 1914
59,3 pro Mille gegen 599 pro Mille im Januar 1913,
14. Armeekorps im Januar 1914 549 pro Mille gegen
63,5 pro Mille im Januar 1913. 15. Armeekorps im
Ja=
nuar 1914 56,1 pro Mille gegen 50,7 pro Mille im Januar=
1913, 16. Armeekorps im Januar 1914 46,7 pro
Mille=
gegen 48,8 pro Mille im Januar 1913. Das Gardekorps.
und das 4. und 16. Armeekorps ſtehen noch unter dem
Durchſchnitt des Geſamtkrankenzugangs der Armee. Wenn
von dem franzöſiſchen Berichterſtatter Angaben über das=
Auftreten von anſteckenden Krankheiten im deutſchen
Heere gemacht worden ſind, ſo trifft dies in keiner Weiſe
zu. Von Anfang Januar bis 13. Februar ſind, abgeſehen
von 9 Scharlachfällen beim Feldartillerie=Regiment Nr. 46 Wolfenbüttel, 6 Diphtherie=Erkrankungen beim
Jäger=
bataillon Nr. 7 in Bückeburg und einigen leichten
Er=
krankungen an Grippe auf dem Truppenübungsplatz
Ham=
merſtein beim Trainbataillon Nr. 20, von anſteckenden,
als Epidemie aufzukaſſenden Krankheiten in der
preußi=
ſchen Armee nur noch im Bexeiche des 14. Armekorps
3 bis jetzt vereinzelt gebliebene Genickſtarrefälle zur
Mel=
dung gekommen. — Der Geſundheitszuſtand iſt demnach,
heißt es weiter, in den zurückliegenden Wochen und
zur=
zeit beſſer als je zuvor. Das deutſche Volk braucht ſich
alſo nicht beunruhigen zu laſſen,
— Die Bayeriſche Staatszeitung über
den Partikularismus. Die Bayeriſche
Staats=
zeitung bemerkt in ihrer Montagsſchau zur inneren Lage
des Reiches:
In der inneren Politik des Reiches iſt die im
Inter=
eſſe der ungeſtörten Wirkſamkeit der nationalen Kräfte
erwünſchte Ruhe allmählich wieder zurückgekehrt. Die
vortrefflichen Worte, welche der Reichskanzler beim Mahl
des Deutſchen Landwirtſchaftsrates ſprach, werden dazu
beitragen, dieſen Geſundungsprozeß zu beſchleunigen.
Was der Reichskanzler über die Verkehrtheit einer gewiſſen
Sorte von Partikularismus ſagte, wird jeder in
Deutſch=
land, der den Reichsgedanken und ſeine Bedeutung für
un=
ſere innere Geſchloſſenheit richtig erſaßt hat, mit Genug=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Februar 1914.
Nummer 49.
tuung vernommen haben. Wir haben einen wirtſchaftlichen
Aufſchwung zu verzeichnen, der die Bewunderung und das
Staunen des Auslandes erregt. Mit dieſem Staunen iſt
aufs engſte der Neid verbunden. Dieſer Neid beobachtet
mit geſpannter Aufmerkſamkeit die Symptome der
Eigen=
brödelei, wie ſie in jüngſter Zeit im Norden des Reiches
zu verzeichnen waren. Es mag ſein, daß er ſie überſchätzt
Es wäre aber des Geſchlechtes, das die Früchte der Opfer
der Väter genießt, würdiger, jede Gelegenheit
partikula=
riſtiſcher Inſeltion ſorgſam zu meiden. Mit Befriedigung
kann das deutſche Volk auch den Stimmungsumſchwung
verzeichnen, der ſich in den Reichslanden geltend macht
Die ſympathiſche Art, mit der die neuen Männer ſich in
Straßburg einführten, läßt erwarten, daß die Ruhe, die
in Elſaß=Lothringen einkehrt, ſich zu einer dauernden
ge=
ſtalten wird. Der erfreuliche, maßvolle Ton, den die
reichsländiſche Preſſe in der jüngſten Zeit anſchlägt, ſcheint
eine gewiſſe Bürgſchaft für die Verwirklichung derartiger
Wünſche zu bieten. Notwendig iſt es aber, daß nunmehr
auch die übrige deutſche Preſſe der weiteren Entwickelung
ber Dinge in Elſaß=Lothringen Wohlwollen und
Ver=
ſtändnis bezeigt und den aufrichtigen Willen bekundet, an
der Befeſtigung des inneren Friedens in den Reichslanden
in Ruhe und Beſonnenheit mitzuarbeiten.
— Reichskolonialamt und Neu=Guineg=
Expedition. Von der Leitung der Vermeſſungs=
Luftſchiff=Expedition nach Neu=Guinea geht uns folgende
offizielle Erklärung mit der Bitte um Veröffentlichung zu:
„Die Leitung der Vermeſſungs=Luftſchiff=Expedition
nach Neu=Guineg erklärt auf die durch die Preſſe
gegange=
nen Artikel, daß die Leitung der Expedition zurzeit
außer=
ſtande iſt, ſich dazu erſchöpfend zu äußern. Zunächſt muſt
die Leltung Wert darauf legen, die dem Reichstag
zuge=
gangenen Erklärungen des Reichskolonialamtes
vollſtän=
dig kennen zu lernen. Wenn jetzt in der Preſſe Bruchſtücke
aus den leider bisher uns unbekannten Ausführungen des
Reichskoloniglamtes erſcheinen, ſo iſt dies geeignet, ein
ſchieſes Bild von dem Aufbau der Expedition, ihren
tech=
niſchen Zielen und ihren Schwierigkeiten zu geben. Würde
die Leitung nur auf dieſe Bruchſtücke der Erklärungen des
Reichskolonialamtes eingehen, dann wäre kaum die
Mög=
lichkeit vorhanden, Zweck und Ziele der Expedition, ihre
wiſſenſchaftlichen und techniſchen Grundlagen zu entwickeln.
Die Leitung der Expedition glaubt noch heute, auf die ihr
ſeinerzeit geneigteſt gegebene Zuſicherung des
Reichskolo=
niglamtes vertrauen zu dürfen, welche dahin ging, daſ
das Reichskolonlalamt den Abſichten der
Expeditions=
leitung nicht hinderlich ſein will. Schließlich bemerken
die Unterzeichneten, daß ſie ſelbſtverſtändlich in Wahrung
der Intereſſen der Expedition, der Intereſſen ihrer hohen
Protektoren, ihres Geſamtkomitees den Herren
Reichs=
tagsabgeordneten, welche dem Komitee angehören,
Kennt=
nis von dem Sachverhalt geben werden. Paul Graetz,
Prof. Dr. Richarb Neuhauß, Dr. Max Gaſſer.”
Zu dem Abkommen zwiſchen Aerzten
und Krankenkaſſen, das am 23. Dezember v. J. im
Reichsamt des Innern vereinbart wurde, ſind jetzt
Aus=
führungsbeſtimmungen getroffen worden, auch dieſe
wie=
der nach eingehenden Beſprechungen, an denen die
Ver=
treter aller beteiligten Behörden und Parteien
teilgenom=
men haben. Die Feſtlegung dieſer Beſtimmungen erfolgte
am 10. Februer in einer Konferenz, zu der das preußiſche
Miniſterium des Innern endlich auch einen mediziniſchen
Sachverſtändigen, den Geh. Medizinalrat Prof. Dr.
Kirch=
ner, entſandt hatte. In den Ausführungsbeſtimmungen
werden die Eintragungen in das Regiſter und die
etwai=
gen Streichungen geregelt, ebenſo die Tätigkeit des
Aus=
ſchuſſes für die Wahl eines Kaſſenarztes. In den
Aus=
führungsbeſtimmungen befindet ſich zum erſten Male das
Wort „Freie Arztwahl”. Geregelt wurden weiter die
Be=
ſtimmungen über den Vertragsausſchuß, der den
Wort=
laut der einzelnen Kaſſenarztverträge feſtzuſtellen hat, über
das Schiedsamt uſw. Die Aerzte haben ſich dabei zu
wei=
teren Zugeſtändniſſen bereit erklärt, aber andererſeits
da=
für die endgültige Anerkennung ihrer Organiſation
durch=
geſetzt, die bei der Beſetzung des Zentralausſchuſſes in
Berlin zum Ausdruck kommt, dem als höchſte Inſtanz die
Entſcheidung über Streitfragen zuſteht. Den Vorſitzenden
ernennt der Staatsſekretär des Innern, je einen Beiſitzer
ernennen der preußiſche Handelsminiſter und der
preu=
ßiſche Miniſter des Innern, fünf Beiſitzer werden von den
an dem Abkommen beteiligten Kaſſenverbänden ernannt
(darunter vom Ortskaſſenverband), fünf von den
Aerzte=
organiſationen, und zwar zwei vom Aerzteverein und drei
vom Leipziger Verband. Außerdem ſoll die mediziniſche
Fakultät zu Berlin erſucht werden, eines ihrer Mitglieder,
das beratende Stimme erhält, zu den Verhandlungen zu
entſenden.
Die bayeriſchen Induſtriellen zur
Reform der Erſten Kammer. In der kürzlich
ab=
gehaltenen Sitzung der Geſamtvorſtandſchaft des
bayeri=
ſchen Induſtriellenverbandes erklärte der Verband es als
ein Gebot der Gerechtigkeit, daß der ſeit der
Zuſammen=
ſetzung der Kammer der Reichsräte eingetretenen
Aen=
derung der Verhältniſſe im Erwerbsleben Rechnung
ge=
tragen wird, indem durch eine Aenderung der Verfaſſung
die Möglichkeit eröffnet werde, daß eine größere Anzahl
von Perſönlichkelten aus Handel, Induſtrie und Gewerbe
in die Reichsratskammer berufen werden kann. Die
durch eine Rundfrage ermittelten Wünſche der bayeriſchen
Induſtrie bezüglich der Neuregelung der Handelsverträge
ſeien vom Verband zuſammengeſtellt worden und ſollen
den maßgebenden Stellen demnächſt mit entſprechender
Begründung unterbreitet werden.
Ausland.
Frankreſch.
Die neuen Heeresverſtärkungen.
Kriegs=
miniſter Noulens hat in der Kammer einen Geſetzentwurf,
betreffend die Errichtung der Kaders und der
Mannſchafts=
beſtände der verſchiedenen Waffengattungen vorgelegt.
Demnach werden 2 neue Regimenter der berittenen
Chaſ=
ſeurs d’Afrique und andere errichtet und in allen
Kaval=
lerie=Regimentern des Mutterlandes die Zahl der
Mann=
ſchaften auf je 740 Reiter und die Zahl der Pferde auf
770 erhöht werden. Dieſe Maßnahmen, ſo führt der
Mo=
tivenbericht aus, werden es geſtatten, die Kavallerie in
einigen Stunden und ausſchließlich auf Grund ihrer
eige=
nen Hilfsmittel zu mobiliſieren. Ferner ſoll die
Artil=
lerie der zehn Kavalleriediviſionen auf je drei Batterien
erhöht werden, was die Errichtung von 14 berittenen
Batterien zur Folge haben werde. Weiter ſollen fünf
Re=
gimenter Artillerie errichtet werden. Den Artillerie=
Re=
gimentern werde überdies eine gewiſſe Anzahl von
Auto=
mobilen zugeteilt werden, die zur Beſchießung der
Luſt=
ſchiffe und Flugzeuge ausgerüſtet werden ſollen. Was
die Infanterie anlangt, ſo ſollen u. a. zwei neue Zuaven=
Regimenter errichtet werden.
Schweden.
Das neue Miniſterium. Dagens Nyheder
und Svenska Tagbladet enthalten die Miniſterliſte, die
dem Vernehmen nach vom Landeshauptmann
Hammar=
ſkjoeld vorgelegt und vom König genehmigt worden ſei,
Die Liſte enthält folgende Namen: Landeshauptmann
Hammarſkjoeld Miniſterpräſident und Kriegsminiſter,
Bankdirektor Wallenberg Miniſter des Aeußern,
Oberge=
richtspräſident Haſſelrot Juſtizminiſter, Fabrikbeſitzer.
Vennerſten Finanzminiſter, Landeshauptmann von Sydow
Miniſter des Innern, Profeſſor Weſtman Kultusminiſter,
Schiffsreeder van Boſtroem Marineminiſter,
Gutsbe=
ſitzer Freiherr J. Beck=Frits Ackerbauminiſter, die
Expe=
ditionschefs Stenberg und Linner, ſowie Oberſt Moercke
Miniſter ohne Portefeuille. Von offizieller Seite wird
dieſe Liſte weder beſtätigt noch dementiert.
Rumänien.
Kammerwahlen. Am Montag fanden die
Wah=
len zur Kammer der erſten Wählerklaſſe ſtatt. Gewählt
wurden 56 Liberale, 5 Konſervative und 5 Demokraten.
13 Stichwahlen ſind erforderlich.
Balkanſtaaten.
Die Inſelfrage. Die Voſſiſche Zeitung meldet
aus Rom: Beſtem Einvernehmen zufolge iſt zwiſchen der
Türkei und Italien eine volle Elnigung über die von
Italien in Kleinaſien verlangten Konzeſſionen erzielt
worden. Die 12 Inſeln werden unmittelbar nach
Unter=
zeichnung des Einigungsprotokolls geräumt werden. Der
Abſchluß der Verhandlungen iſt in wenigen Tagen zu
erwarten.
Handelsverträge Griechenlands. In der
nächſten Woche trifft der öſterreichiſche Geſandte in Athen
ein, um mit dem Finanzminiſter den griechiſch=
öſterreichi=
ſchen Handelsvertrag abzuſchließen. Die Verhandlungen
zum Abſchluß eines griechiſch=rumäniſchen
Handelsver=
trages auf der Grundlage der Klauſel der Meiſtbegün=
ſigung beginnen demnüichſt. Wahrſcheinlich wird bieſch
Vertrag ſpäter zu einer Balkanzollunion zwiſchen Gries
chenland, Rumänien und Serbien erweitert werden.
Die neue Regierung in Albanien.
Berliner Lokalanzeiger meldet aus Rom: Sureya Bey
Flora, der eigentliche Leiter der albaneſiſchen Politik, ſos
weit ſie von Albaneſen gemacht wird, erklärte, Eſſad
Paſcha, ein naher Verwandter von ihm, beſitze allerdings
große Prätenſionen, aber ſei zu klug, um ſich nichtmit
einer vollendeten Tatſache abzuſinden. Eſſad ſei ſchon
wegen ſeines großen Grundbeſitzes ein Element der
Ord=
nung. Allerdings laſſe ſich Eſſad Paſcha nicht bei einen
Kabinettsbildung übergehen. Eſſad habe zahlreiche
jung=
türkiſche Drohbriefe erhalten. Der neue Fürſt werde nach
Sureyas Meinung mit der erſten Kabinettsbildung große
Schwierigkeiten haben, weshalb Sureya ſeine eigene
Kan=
didatur noch zurückhalte. Der Fürſt werde wegendes
ſchlechten Zuſtandes des Konaks in Durazzo alsbald nach
Tirana überſiedeln. Die Beteiligung des deutſchenag
pitals in dem neugeſchaffenen Albanien werde ſichim
Anſchluß an die öſterreichiſche Balkanpolitik halten.
reyas Sohn, Ekrem Bey, halte ſich ſeit geraumer Zeit
der Umgebung des Prinzen zu Wied auf, deſſen beſon
deres Vertrauen er genießt.
Amerika.
Die Vereinigten Staaten und
Beſuchern im Weißen Hauſe gegenüber erklärte Präſiden
Wilſon, die Anerkennung der gegenwärtigen Regieru
Perus durch die Unionſtaaten ſei in Uebereinſtimmu
mit ſeiner vor ungefähr einem Jahre dargelegten Polll
gegenüber dem lateiniſchen Amerika erfolgt. Die Um
ſtände in Peru ſeien völlig verſchieden von denen
Mexiko, wo die Unionſtaaten mit der Anerkennung
Regierung Huertas zurückhielten. Die Vorgänge bei
Einrichtung der neuen Regierung ſeien nach den amtlichen
Berichten in jeder Weiſe verfaſſungsmäßig. Der Stu
Billinghurſts hätte die Billigung des Kongreſſes vo
Peru, der im Grunde der Oberſte Gerichtshof des Land
ſei, gefunden.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 18. Februar
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hohelt
Großherzog haben dem ordentlichen Univerſitäte
profeſſor Dr. med. et phil. R. O. Neumann
Gießen die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen
des ihm von Sr. Maj. dem König von
Rumänieſ=
verliehenen Kommandeurkreuzes des Ordens
Rumäniſchen Krone erteilt.
* Erledigt, iſt eine mit einem katholiſchen Lehn
zu beſetzende Lehrerſtelle zu Horchheim, mit
Organiſtendienſt verbunden iſt.
* Fahrpreisermäßigung. Vom 1. April I.
wird im Bereich der deutſchen Staatseiſenbahn
waltungen die Fahrpreisermäßigung für Mitglieder
Krankenkaſſen (halber Fahrpreis 3. Klaſſe für die
Hint=
ind Rückfahrt) bei Reiſen zur Aufnahme in Heilſtätten
und Kliniken, bei Beſuchsbehandlung in öffentlichen,
Krankenhäuſern und bei dem Beſuch von Kur= und
Erholungsorten auch für Reiſen zur Beſuchsbehandlung
durch Spezialärzte oder zum Gebrauch mediziniſcher
Bäder gewährt. (Darmſt. Ztg.)
— Vom Großh. Hoftheater. Die heutige Vorſtellung
„Zauberflöte”, die im A=Abonnement ſtattfindet,
be=
ginnt um 7 Uhr. Am morgigen Tage verabſchiedet ſich
Albert Heine in der Neuinſzenierung von „Don Carlos”.
Die ſzeniſche Leitung hat Regiſſeur Baumeiſter. In den=
Hauptrollen ſind nen die Damen Pils als Königin, Doſtall
als Olivarez, Horn als Mondecar, Meißner als Ebolit
und die Herren Ehrle als Carlos, Jannings als Domingoh
und Weſtermann, der diesmal den „Großinquiſitor” in
den nächſten Aufführungen den „Philipp” ſpielen wird.=
Herr Baumeiſter als Poſa, Herr Heinz als Alba. Herl=
Hacker als Medina Sidonia, Herr Schneider als Parma
und Herr Peterſen ſind im Beſitz ihrer Rollen geblieben=
Die Vorſtellung, die im C=Abonnement ſtattfindet,
be=
zinnt um 7 Uhr. Am Freitag geht der „
Feldherm=
hügel” im D=Abonnement in Szene. Samstag gelan
als Vollsvorſtellung „Fidelio” mit Karl Waſchmann l
„Floreſtan” und Steffi May=Favre als „Marzelline” zum
Aufführung. Am Roſenmontag wird ein heiteren
Abend mit buntem Programm veranſtaltet werden,
welchem erſte Soliſten des Hoftheaters mit humoriſtiſche
Darbietungen mitwirken.
Ein unbekannter Brief
Bismarcks über die Abrüſtung.
C2) Großes Auſſehen erregt in Paris ein bisher
un=
bekannter Brief Bismarcks über die Abrüſtungsfrage, der
in der Revne de Paris veröſſentlicht wird. In den erſten
Tagen des Jahres 1870 wandte ſich die franzöſiſche
Re=
gierung, die davon unterrichtet war, daß Bismarck an
eine Wiederherſtellung des deutſchen Kaſſerreſches dachte,
an die engliſche Regierung, um ſie als Vermittler bei
einem Abrüſtungsvorſchlage zu beuntzen. Der engliſche
Staatsſekretär Lord Charendon wandte ſich
darauf=
hin ganz vertraulich an Bismarck, um ſeine Anſicht über
eine zwiſchen Preußen und Frankreich zu vereinbarende
Hergbſetzung ihrer Jahreskontingente einzuholen.
Bismarck gab in einem vom 9. Februar 1870 datierten
Driefe an den Botſchafter des Norddeutſchen Bundes
am britiſchen Hofe, den Graſen Bernſtorff, eine
ausführlſche Antwort, in der er, um ſeinen guten Willen
zu zeigen, ſich bereit erklärte, das Jahreskontingent um
10000 Mann zu verringern, aber das ſei alles, was er
tun könne. Indem er des Königs Friedensliebe und
ſeine eigene beteſerte, gab er zu bedenken, daß eine
weiter=
gebenbe Abrüſtung nur erörtert werden könnte, wenn maſ
Preußen Garantien gäbe, die geeignet wären, die
Ver=
minderung ſeiner Streitkräfte aufzuwiegen. „Uinſere
geo=
graphiſche Lage,” fährt er dann fort, „iſt völlig
verſchie=
den von der irgend einer andern Macht des Kontinents
und kann in keiner Welſe mit der inſularen Lage
Groß=
britanniens verglichen werden. Wir ſind auf allen
Sei=
ten von Nachbarn umgeben, deren Heereskraft ein
wich=
tiges Elemeſit bet allen politiſchen Kombinationen bildet.
Jeba dieſer drei anderen Großmächte des Kontinents iſt
lm Gegenſatz zu uns ſo gelegen, daß ſie an mindeſtens
einer ihrer Grenzen einem ernſthaften Angriff nicht
aus=
geſetzt iſt, und unter ihnen iſt Frankreich auf drei Seiten
vor Gefahren geſchützt. Dieſe drei Mächte haben in den
letzten Jahren ihre Streitkräfte beträchtlich vermehrt, und
das in einem ſtärkeren Maße als wir. Oeſterreich und
Frankreich haben ihre Heeresſyſteme vollſtändig
umgeſtal=
tet, ſo daß ſie uns in jedem Augenblick mit vermehrten
Kräften angreifen können. Oeſterreich, Frankreich,
Ruß=
land haben jedes ein Heer, das auf Friedensfuß dem
unſeren an Zahl überlegen iſt. Zudem iſt unſer
Heeres=
ſyſtem in mancher Hinſicht ſo durchſichtig, daß jede
Ver=
mehrung unſerer Streitkräfte ſofort abgeſchätzt werden
kann; die Bedeutung jeder Vermehrung oder
Verringe=
rung unſerer Streitkräfte kann alſo auf das Genaueſte
berechnet werden. Die Heeresſyſteme anderer Nationen
ſind verſchieden. Selbſt in dem Fall einer nominellen
Verringerung haben ſie die Möglichkeit der Erhaltung
oder Erneuerung aller ihrer Kräfte; ſie haben ſogar die
Möglichkelt einer Verſtärkung ihrer Kräfte, ohne daß ſie
dadurch die Aufmerkſamkeit auf ſich ziehen oder jedenfalls.
ohne daß man ihnen etwas beweiſen kann, Bei uns dagegen
wird das ganze Heeresſyſtem, das ſchon ſeiner Natur nach
eine öſfentliche Angelegenheit iſt, es noch mehr auf Grund
der Natur unſerer Inſtitutionen. Unter dieſen Umſtänden
und in dem Fall einer eingehenden Erörterung von ſo
wichtigen Maßnahmen, müſſen wir uns fragen, welche
Garantien man uns geben kann daß unſere Stellung
gegenüber den anderen Mächten nicht in ungünſtiger Weiſe
verändert wird wenn wir unſere Zuſtimmung zu einem
ſcheinbar gerechten und unparteliſchen Syſtem geben, das
aber nichtsdeſtoweniger eine ungleiche Behandlung für
die in Betracht kommenden Parteien in ſich ſchließen
würde. Jede Schwächung der Macht Preußens, jede
Störung des europäiſchen Gleichgewichtes können für
England durchaus keinen Nutzen haben. Die Rüſtungen
der großen Mächte für einen Krieg ſchaffen zweifellos
einen Zuſtand der Unruhe, wie es Lord Clarendon ſehr
richtig auseinanderſetzt; aber man muß geſtehen, daß ſie
auch als eine wirkſame Garantie dafür angeſehen werden
können daß jeder Angriff oder jeder Verſuch einer
Be=
einträchtigung der beſtehenden Rechte einen feſten und
wirlſamen Widerſtand ſinden würde. Ich meine, daß
das verfloſſene Jahr davon neue Beweiſe gegeben ha
und Lord Clarendon iſt bei ſeiner genauen Kennink
der Ereigniſſe dieſer Zeit, beſſer als irgendein anderer
in der Lage, die Wahrheit meiner Benrkungen zu be
urteilen. Die Aufrechterhaltung des Friedens iſt nich
nun von den friedſertigen Abſichten der Regierenden ab
hängig: die Macht und der Rüſtungszuſtand der benach
barten Staaten haben viel dazu beigetragen, die öffent
liche Meinung zu leiten und die gefaßten Entſchlüſſe
diktieren. Die Beſtrebungen eines Volkes können durck
aus friedliebend ſein, ſie können begründet ſein al
einem richtigen Verſtändnis ſeiner Intereſſen; aber ſt
ſind nichtsdeſtoweniger einem plötzlichen Wechſel unten
worſen, infolge eines unvorhergeſehenen Zufalles odiel
einer künſtlichen Erregung. Unter dieſen Umſtände
könnten weder der mächtigſte Monarch, noch der ein
flußreichſta Miniſter die Dauer friedlicher Neigungen garau
tieren.” Auf dieſe ablehnende Antwort Bismarcks hil
konferierte Lord Clarendon noch einmal mit dem Grafe
Darn über die franzöſiſchen Vorſchläge und machte
Bi=
marck in einem zweiten Brief einen neuen Antra
Es erſolgte aber nur das vage Verſprechen, daß de
Herabſetzung der Eſfektivſtärke „in ein oder zwd
Jahren” dem preußiſchen Parlament vorgelegt werdue
ſolle. Das war im März. Wenige Monate ſpäter brad
der deutſch=franzöſiſche Krieg aus.
Nummer 46.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Februar 1914.
Seite 3.
2 Führungen in Landesmuſeum. Die 10. Führung
t Sonntag, den 22. Febr., vormittags von 8¾—934
rſtatt. Thema: Möbel und Zimmereinrichtungen der
gotik und der italieniſchen Renaiſſance. Karten ſind
Werkehrsbureau von Donnerstag bis Samstag um
jUhr unentgeltlich zu haben.
I. . Dienſtjubiläum. Am heutigen Tage ſind es 25 Jahre,
§ Herr Lokomotivführer Wilhelm Stößel bei der
heren Main=Neckar=Eiſenbahn in Dienſt trat.
— Das Kirchenkonzert in der Johanneskirche am letz=
Sonntag bot den Beſuchern einen auserleſenen Genuß.
ſräächſt ſchien ein Unſtern über der Veranſtaltung zu
ſhen. Fräulein Anna Jacobs, die zuerſt als Sängerin
ſſonnen war, hatte, höherem Befehle folgend, abſagen
Uſzen. Fräulein Elſe Diefenthäler, die bereitwillig an
ſie Stelle getreten war, erkrankte und mußte noch am
Urmtag vormittag abſagen. Doch wurde das
Zuſtande=
ſmnmen des Konzertes gerettet durch die
Liebenswürdig=
ſſtrvon Frau Schmidt=Illing, die, in allerletter
ſſuride angegangen, ſich ſofort bereit erklärte,
einzuſprin=
lſt. Und ſie ließ denn ſehr bald alle vorangegangenen
Ahwierigkeiten vergeſſen und führte durch ihre reife,
lſtarliche Kunſt die Hörer zu den Höhen reinſter Freude.
Ure Arien aus „Paulus” und „Meſſias” und das
wun=
ſtnolle Arnold Mendelsſohnſche: „So hoch der Himmel
lte: der Erde iſt” kamen ſo glockenrein und ſeelenvoll zum
rtrag, daß eine ſichtliche Ergriffenheit durch die
Scha=
ſn der Hörer ging. Der Organiſt, Herr Reallehrer
Hein=
h Müller, der auch durch zwei Orgelſoli erfreute,
räährte ſich als zuverläſſiger und geſchmackvoller
Be=
ſti er. Eine intereſſante Bekanntſchaft machten wir in
Violinkünſtlerin Fräulein Gertrud Schäfer aus
ſſarnkfurt a. M., die ſich unſeres Wiſſens bei dieſer
Ge=
hemheit zum erſten Male hier in Darmſtadt hören ließ,
den Wunſch erweckte, ſie noch öfters zu hören. Mit
me und verſtändnisvoller Empfindung trug ſie Stücke
Bach und Händel vor. Den Höhepunkt bildete das
I ſchmerzlich klagende, bald leidenſchaftlich bewegte
ſrghetto von Tartini. Der Kirchenchor der
Johannes=
neinde zeigte ſich unter der ſicheren Leitung ſeines
be=
lürrten Dirigenten, des Herrn Hofmuſikers Guſtav
ſdaam, auf der Höhe ſeiner Leiſtungsfähigkeit.
** Der Familienabend des Frauenvereins der
evange=
lſcheen Kaplaneigemeinde, welcher am Sonntag abend im
ſmeindehaus in der Kiesſtraße ſtattfand, erfreute ſich
Ines ſo zahlreichen Beſuches, daß viele an den reich
ge=
ſſch en Tiſchen keinen Sitz mehr finden konnten und ſich
it einem Stehplatz begnügen mußten. Nach einleitenden
ſorten des Vorſitzenden, Pfarrers Beringer, welcher die
biſtände in der Kaplaneigemeinde und die Notwendigkeit
rOOrganiſation der Gemeindeglieder betonte, hielt
Pfar=
r Memmert, Vereinsgeiſtlicher des Landesvereins der
ſimeren Miſſion, ſeinen Vortrag über das Thema: „Die
friſtliche Frau als Glied der Familie, der
ſermeinde und des Volkes” In packender und
attiſcher Weiſe beleuchtete er die Pflichten der Frau als
fartin, Mutter und Erzieherin, als Gehilfin des
Man=
s und als Herrin der Dienſtboten, und ging dann
wei=
rauf die ſoziale Stellung der heutigen Frau ein, die
haals Glied der Kirche und der Gemeinde in Werken der
epe betätigen und damit zugleich dem Volke dienen
üiſe. Nach der Teepauſe folgten muſikaliſche Vorträge
r: Damen Fräulein Morell (Klavier) und Fräulein M.
az.z (Violine), ſowie Geſangsduette der Fräulein H. und
Walz, welche als Zeugniſſe feinſinniger Hausmuſik
den dankbaren Zuhörern beifällig aufgenommen
wur=
n Große Freude bereitete die prächtig gelungene
Auf=
hrung: „Deutſche Frauen und Mädchen zur
ſſeitt der Befreiungskriege” vorgetragen von
nar größeren Anzahl entſprechend koſtümierter
Schüle=
ſhmen des Hofmänniſchen Inſtituts, unter denen ſich
be=
mioers die Darſtellerin der Hauptrolle (Frl. L.
Engel=
rot) auszeichnete. Mit Dankesworten des Vorſitzenden
dem Geſang des Lutherliedes ſchloß die anregend
ver=
ſuh ene Feier.
nn. Der Martinsviertel=Verein Darmſtadt hielt in der
eſtauration Golling ſeine diesjährige
Hauptver=
mmlung ab, die von den Mitgliedern ſehr zahlreich
ſucht war. Als Vertreter des Ausſchuſſes der Vereinig=
Bezirksvereine war Herr Sanitätsrat Dr. Kolb
er=
ſin nen. Der Vorſitzende, Herr Kaufmann J. H. Möſer,
ſſtattete den Jahresbericht, aus dem hervorging, daß ein
beitsreiches Jahr des Vereins vollendet iſt. Der Verein
innte auf ſein 20jähriges Beſtehen zurückblicken. Mit 24
liygliedern gegründet, iſt die Zahl heute auf 234 geſtiegen.
e Vereinsgeſchäfte wurden in 15 Vorſtandsſitzungen,
mauptverſammlungen und 2 Proteſtverſammlungen
er=
diggt. Eine rege Tätigkeit mit Erfolg hat der Vorſtand
fridie Durchführung der elektriſchen Bahn nach dem
Mar=
ni viertel entfaltet und die Beleuchtung und
Gangbar=
ſachung des Dornheimer Weges für die
Arbeiterbevölke=
ing durchgeſetzt. Die Errichtung eines Wochenmarktes
uf dem Riegerplatz hat ſich als lebensfähig erwieſen und
ſds der Stadtverwaltung eine gute jährliche Einnahme
ſichert. Bezüglich der Abhaltung eines Martinimarktes
kanen die Meinungen geteilt, doch ſoll an der jährlichen
ic derholung desſelben feſtgehalten werden. Mit Dank
nd Anerkennung gedenkt der Vorſitzende der finanziellen
Förderung der Stadtvertreung für die Verbreiterung der
Pankratiusſtraße behufs Durchführung der elektriſchen
Straßenbahn. Die Herſtellung des Trottoirs ſoll erſt nach
deren Bauvollendung erfolgen. Bei der Beſprechung des
Jahresberichts regt Herr Roth die Abhaltung des
Wochenmarktes am Montag an. Dieſem Wunſche ſoll
ver=
ſuchsweiſe entſprochen werden. Verſchiedene Redner
wen=
den ſich in ſcharfer Weiſe gegen die Abhaltung eines
Mar=
tinimarktes, der nur von neuem Gelegenheit zu
Geldaus=
gaben biete. Herr Bornmann tritt im Intereſſe der
finanziellen Hebung des Viertels für Beibehaltung des
Jahrmarkts ein, um auch die Bewohner anderer Stadtteile
nach dem Martinsviertel zu führen. Redner fordert die
endliche Weiterführung der elektriſchen Bahn vom
Schloß=
gartenplatz nach dem Riegerplatz und die Beleuchtung der
Durchgangs= und Verbindungswege im Herrngarten. Er
rügt ferner den ſchlechten Zuſtand der vorderen Beckerſtraße,
des Liebfrauenplatzes und das unſchöne Straßenbild an
den Bauten der Pankratiusſtraße. Herr Sanitätsrat Dr.
Kolb widmet dem Verein für ſeine 20jährige
erſprieß=
liche Arbeit herzliche Glückwünſche und regt eine
Wieder=
vereinigung mit dem neugegründeten Bezirksverein Nord=
Oſt an. Herr Hedwig regt die Aufſtellung von
Ruhe=
bänken auf dem Taunusplatze an, während Herr Stadtv.
Hammann die Abhaltung belehrender Vorträge anſtelle
der Weihnachtsfeier anregt. Die Abhaltung des
Martini=
marktes wurde ſodann für dieſes Jahr beſchloſſen. Der von
dem Rechner Herrn Werner erſtattete Kaſſenbericht
er=
gibt in Einnahme 895 Mark, in Ausgabe 856,70 Mark. Das
Vereinsvermögen beträgt 1291 Mark 18 Pfg. Nach dem
Bericht des Herrn Lorenz ſind Kaſſe und Bücher in beſter
Ordnung und wird dem Rechner mit Dank Entlaſtung
er=
teilt. Ein Antrag des Vorſtandes, die Begrenzung des
Martinsviertelvereins nach derjenigen der Kirchengemeinde
feſtzulegen, fand einſtimmige Annahme. Bei der
Vor=
ſtandswahl wurde der langjährige verdienſtvolle
Vor=
ſitzende Herr Kaufmann J. H. Möſer wiedergewählt;
ebenſo Herr Baureviſor Werner als Rechner. Als
Vor=
ſtandsmitglieder wurden gewählt die Herren Hammann,
Diefenbach, Barth, P. Walther, Klingler, Kern, Neurohr,
Bornmann, Weber und Drechsler. Zu Delegierten für
den Ausſchuß der Vereinigten Bezirksvereine wurden die
Herren Werner und Hammann gewählt.
* Verein für Handlungs=Kommis von 1858 (
Kauf=
männiſcher Verein, Hamburg), Bezirk Darmſtadt. Man
ſchreibt uns: In der Sitzung des Geſamtvorſtandes des
Bezirkes Darmſtadt wurde beſchloſſen, die Vorſtände der
Vereine der S. A. G., welche bekanntlich in Deutſchland
350000 Mitglieder umfaßt, aufzufordern, den gegenwärtig
in der Reichstags=Kommiſſion zur Beratung ſtehenden
Geſetzentwurf grundſätzlich abzulehnen. Der Vorſtand
des 58er Vereins iſt der Meinung, daß es für die
kaufmän=
niſchen Angeſtellten richtiger ſei, vielleicht noch einige Zeit
mit der reichsgeſetzlichen Regelung zu warten, als daß ein
Geſetz zuſtande kommt, welches im weſentlichen keine
Ver=
beſſerungen aufzuweiſen hat. Die Zwiſchenzeit müſſe von
den Vereinen benutzt werden, um ſtatt der jetzt im
Geſetz=
entwurf vorgeſehenen Sonntagsarbeit ein vollſtändiges
Verbot der Sonntagsruhe in allen Städten
herbeizu=
führen. Der Vorſtand wird auch den bürgerlichen
Par=
teien dieſe Reſolution zur Kenntnis bringen. Als
wei=
terer Verhandlungspunkt war die Not des alternden
Handlungsgehilfen vorgeſehen. Bekanntlich hat die
ſozial=
politiſche Abteilung des 58er Vereins eine beſondere
Auf=
klärungsſchrift mit dieſer Ueberſchrift herausgegeben,
welche in der Geſchäftsſtelle des Bezirkes Darmſtadt,
Rheinſtraße Nr. 33, koſtenlos erhältlich iſt. Es wurden
verſchiedene Beſchlüſſe in dieſer Angelegenheit gefaßt, die
auch den geſetzlichen Vertretungen von Handel und
In=
duſtrie in der nächſten Zeit übermittelt werden ſollen.
* Johannesgemeinde. Die inaktiven Mitglieder und
Freunde des Kirchengeſangvereins der Johannesgemeinde
werden auf den am Donnerstag abend um 8 Uhr im
Für=
ſtenſaal ſtattfindenden Familienabend des
Kirchengeſang=
vereins aufmerkſam gemacht.
* Hausfrauenverſammlung. Auf Veranlaſſung der
Ortsgruppe Darmſtadt des Allgemeinen Deutſchen
Frauen=
vereins fand eine Beſprechung zahlreicher hieſiger
Frauen=
vereine ſtatt, in der beſchloſſen wurde, um den Wünſchen
vieler Hausfrauen entgegenzukommen, für Freitag, den
20. d. M., abends 8¼ Uhr, im Kaiſerſaal eine
Verſamm=
lung der Darmſtädter Hausfrauen — reſp. der
Haushal=
tungsvorſtände — einzuberufen. Fräulein v. Roy=
Frank=
furt a. M. wird über die neuen Beſtimmungen der
Dienſtbotenverſicherung und der
Ortskran=
kenkaſſe einen aufklärenden Vortrag halten. Da dieſe
Fragen im Augenblick alle Haushaltungsvorſtände
Frauen ſowohl wie Männer — lebhaft beſchäftigen, wird
der Beſuch der Verſammlung aufs wärmſte empfohlen.
Karten ſind im Vorverkauf im Verkehrsbureau zu haben.
Des zu erwartenden Andranges wegen empfiehlt es ſich.
von dieſer Einrichtung Gebrauch zu machen. (Näheres
ſiehe Anzeige.)
* Ausflug nach Darmſtadt. Der Frankfurter
Bezirksverein des Vereins Deutſcher
In=
genieure veranſtaltet Samstag, den 21. Februar,
nach=
mittags einen Ausflug nach Darmſtadt zur Beſichtigung
des Flußbau=Laboralorſund und des Kraſtwers der
Tech=
niſchen Hochſchule. Die Teilnehmer treffen in Darmſtadt
(Hauptbahnhof) 2 Uhr 26 Min. ein und begeben ſich nach
einem Spaziergang durch die Stadt nach der Techniſchen
Hochſchule. Hier iſt von 3—4 Uhr einleitender Vortrag
des Herrn Geheimrat Profeſſor Koch über „Die Zwecke
und die Einrichtungen des Flußbau=Laboratoriums” Von
4—5 Uhr: Beſichtigung der vorgenannten
Einrich=
tungen und Vorführung von Verſuchen (Strömungen über
eine Grundſchwelle und Gezeitenſtröme). (Herr Geheimrat
Profeſſor Koch.) Von 5—6 Uhr:
Lichtbildervor=
trag über die geſamten Einrichtungen des Flußbau=
Laboratoriums und die Ergebniſſe der ſyſtematiſchen
Un=
terſuchungen. (Herr Geheimrat Profeſſor Koch) und von
6—7 Uhr: Beſichtigung des Kraftwerks der
Techniſchen Hochſchule unter Führung von Herrn Geh.
Rat Profeſſor Gutermuth. Abends halb 8 Uhr iſt
gemein=
ſames Abendeſſen im Reſtaurant „Zur Oper”. Um 10 Uhr
25 Min. oder 11 Uhr 22 Min. erfolgt die Rückfahrt nach
Frankfurt a. M.
* Turngemeinde. (Kabarett=Abend.) Man ſchreibt
uns: Den diesjährigen glanzvollen karnevaliſtiſchen
Ver=
anſtaltungen der Turngemeinde ſchließt ſich nächſten
Sonn=
tag ein Kabarett=Abend mit Tanz an. Erſte Darmſtäster
Künſtler haben für den Abend ihre Mitwirkung zugeſagt,
und ſteht zu erwarten, daß die Veranſtaltung einen
beſon=
deren künſtleriſchen Genuß bieten dürfte. (Näheres durch
ſpätere Notizen und durch die Anzeigen.)
* Die Kaufmänniſche Stenographen=Geſellſchaft
Gabelsberger veranſtaltet in den Räumen des „Kaiſer=
und Fürſtenſaales,” Grafenſtraße, am Faſtnachtſonntag,
den 22. d. M., ein närriſches Volksfeſt. Die ſämtlichen
Lokalitäten des genannten Reſtaurants ſind durch
Waldes=
grün feenhaft dekoriert, zwei Bauernkapellen ſpielen zum
Tanze auf, während im „Fürſtenſaal” ein Jahrmarkt
ſtatt=
findet. Hier finden ſich ein neben einer bayeriſchen
Bier=
halle ein Karuſſell, Schau= und ſonſtige Buden; es iſt nichts
verſäumt, um dem Charakter des Feſtes vollen Ausdruck
zu verleihen. Das Feſt findet bei Bier ſtatt und werden
die Beſucher gebeten, in Maskenkoſtümen zu erſcheinen.
(Näh. ſ. Anzeigen und Plakate.)
* Liedertafel. Man ſchreibt uns: Der am 28. Februar
in der Turnhalle am Woogsplatz ſtattfindende große
Mas=
kenball wird unter dem Titel „Im Reiche der
Zigeuner=
braut” abgehalten. Die geſchmackvolle Dekoration iſt
durch=
aus dem Charakter des Feſtes angepaßt und verſetzt die
Beſucher ganz in das Leben und Treiben des halbwilden
Stammes, welcher durch den Einzug der Zigeunerbraut,
des Zigeunerhauptmanns, ſowie als Gefolge Zigeuner
und Zigeunerinnen verkörpert wird. Ein ſtürmiſcher
Rei=
gen wird zur fidelen Stimmung des Feſtes beitragen.
Auch unſere vielbeliebten 61er unter Leitung ihres Ober=
Primas Ma=Thias werden in zwei Abteilungen wie
im=
mer ihr Möglichſtes leiſten. In einer wilden Sekthöhle
können die Durſtigen ſich erquicken. Die Einzelheiten des
Abends ſollen als Ueberraſchung übrig bleiben, denn der
Ruf der Liedertafel=Maskenbälle, die immer den
Glanz=
punkt der Saiſon bilden, iſt derart bekannt, daß weiteres
überflüſſig iſt. (Näheres noch in der Anzeige.)
* Konzerte uſw. Rummelbräu, Allee 61. Es wird
nochmals auf das am Karneval=Samstag im
Feſt=
ſaal, Allee 61, ſtattfindende erſte Darmſtädter Tanzturnier
und Tango=Koſtümfeſt hingewieſen. Das Arrangement
liegt in den beſtbewährten Händen des Herrn A. Schrimpff,
unter deſſen Zepter alle Narren und Närrinnen am
Kar=
neval=Samstag beim Tanzturnier um die Tango=
Meiſter=
ſchaft tanzen werden. (Näheres ſ. Plakate und Anz.)
Strafkammer I.
g. Die Abgabe von Waren an Kunden nach
dem Ladenſchluß iſt auch nicht ſtatthaft, wenn die
Waren während der Geſchäftszeit beſtellt worden waren,
ſo entſchied geſtern die Strafkammer I, was von
Ge=
ſchäftsleuten beachtet zu werden verdient. Der
Milch=
händler H. A. von hier hatte an einem Samstag nach
9 Uhr einem Konditor beſtellten Schlagrahm geſchickt. Der
Bote war jedoch von einem Beamten beobachtet worden,
und der Milchhändler wurde zur Anzeige gebracht. Das
Schöffengericht erkannte auf Freiſprechung mit Rückſicht
darauf, daß die Ware vorher beſtellt war. Die
Straf=
kammer hob jedoch auf die Berufung der
Staatsanwalt=
ſchaft das Urteil auf und verurteilte den Angeklagten zu
3 Mark Geldſtrafe, da es gleichgültig ſei, ob die
Ware beſtellt war oder nicht.
Am 15. Mai 1913 erfolgte an der Ecke der
Bismarck=
ſtraße und Kaſinoſtraße ein Zuſammenſtoß zwiſchen einem
Automobil und einem Wagen der elektriſchen
Straßen=
bahn. Der Führer des Automobils, der Chauffeur
Schmidt, wurde deshalb wegen Gefährdung eines
Eiſenbahntransports angeklagt. Durch die
Beweisauf=
nahme wurde jedoch feſtgeſtellt, daß weder der Führer des
Automobils noch der des Straßenbahnwagens eine
Schuld an dem Zuſammenſtoß trägt, ſo daß das Gericht
auf Freiſprechung erkannte.
Ein mehrfach vorbeſtrafter Kellner, der 34jährige
Köhler aus Görlitz, hat in der Neujahrsnacht in der
Rheinſtraße einem Mädchen eine Handtaſche mit 18 Mark
Feuilleton.
C.K. Erinnerungen an die erſte Parſifal=Probe.
wereſſante Erinnerungen an die Tage, da unter der
Lei=
fung Wagners in Bayreuth die erſten Parſifal=Proben
ſegannen, veröffentlicht ein engliſcher Muſikſchriftſteller in
nem Londoner Blatt. Obwohl das Werk am 25. April
Pig bereits abgeſchloſſen war, wurde die
Inſtrumentie=
ſug bekanntlich erſt im Januar 1882 in Palermo vol=
Unoet; und im Juni des gleichen Jahres begann in
lagreuth die erſte Parſifal=Probe Das Bild wird allen
eillnehmern unvergeßlich ſein. Mitten auf der Bühne
and der Flügel; an ihm nahm Rubinſtein Platz, ein
leitter des berühmten Pianiſten gleichen Namens, und
Lchtt daneben ließen ſich Wagner, Frau Coſima, Levi und
ſotges nieder. Schon ſchwebte über Porges Haupte der
littel des „Blumenvaters” der ihm ſpäter allgemein
ge=
leben wurde, weil er es war, der die Blumenmädchen des
räiten Aktes inſtruierte und drillte Auf der einen Seite
Bühne ſah man die Mitglieder des Männerchores;
ihnen aber nahmen die Soliſten Platz, die Darſteller
ſer männlichen Hauptrollen. Für jede Rolle waren zwei
ſänger vorgeſehen; für den Parſifal Gudehus aus
Dres=
ſen und Winkelmann aus Wien; für den Gurnemanz
Scnrio und Siehr, für den Klingſor Fuchs und Hill,
wäh=
end für die Rolle des Amfortas als einzige Ausnahme
mur ein Sänger in Ausſicht genommen war,
Reich=
hannn, der Bariton. Auf der anderen Seite der Bühne
ſth man den Frauenchor und vor ihm die weiblichen
So=
ſten, die für die Kundry in Ausſicht genommen waren;
heer waren es drei: die Brandt, die Materna und die
Mallten aus Wien und Dresden. Wagner war von
ſöchſter Nervoſität erfüllt. Er vermochte ſich keinen Augen=
blick ruhig zu verhalten, bewegte ſich immerfort, und es
war ihm eine Erlöſung, als er anfangen konnte, den
Sängern und Sängerinnen zu zeigen, wie er ſich die
Ein=
zelheiten in der Ausgeſtaltung der Rolle gedacht hatte.
Er machte ihnen die entſcheidenden Bewegungen vor, aber
dabei blieb er nicht ſtehen; es war wunderbar, wie er die
geringfügigſten Einzelheiten erörterte und vornahm. Von
Zeit zu Zeit verſchwand er auf einen Augenblick und man
wußte dann, daß er ſeine Aufregung und ſeine Nervoſität
mit einem Schluck Kognak zu bändigen ſuchte, um dann
ſofort die Arbeit wieder aufzunehmen. — Die Zeit, die
dann vom Tage der erſten Probe bis zur erſten
Auffüh=
rung verſtrich, war für ihn eine ununterbrochene innere
Aufreibung. 40 Tage vergingen und dann mußte der
Tag der Aufführung noch eine bittere Enttäuſchung
bein=
gen. Denn der König von Bayern hatte verſprochen, der
Uraufführung beizuwohnen; kurz vor der Vorſtellung aber
erhielt Wagner die Nachricht, daß der König infolge
Un=
päßlichkeit ſeine Abſicht nicht ausführen könne. Wer
Wag=
ner in jenen Stunden und in dem Augenblick nach
Emp=
fang dieſer unerfreulichen Nachricht ſah, wird es nicht
vergeſſen: wohl nie gewahrte man den Meiſter ſo
nieder=
gedrückt und ſo entmutigt. Denn er nahm die Abſage des
Königs als ein übles Vorzeichen und dieſes
deprimie=
rende Gefühl verließ ihn auch nicht während der ganzen
Vorſtellung. Nur einmal teilten ſich die Wolken in ſeinen
Mienen auf eine kurze Weile, und das war nach der Szene
der Blumenmädchen, nach der er an der Stelle Levis den
Platz am Dirigentenpulte einnahm: ein Wechſel, den
übrigens nur ſehr wenige der Anweſenden bemerkten.
— Die moderne Helmfriſur. Die moderne Frau
ſchmückt ſich gern mit einem Helm, der aber nicht, wie der
der alten Minerva aus ſtarrem Golde ſein darf, ſondern
leicht, locker und wellia aufgebaut aus weichen Maſſen
ſchmiegſamen Haares. Alles Starre und Feſte muß bei
dieſen modernen Helmfriſuren vermieden ſein, und um ſo
entzückender erſcheinen ſie, je mehr ſie ſich aus maleriſcher
Unordnung zu ihrer Höhe erheben. Man trifft hier die
pikanteſten Unfregelmäßigkeiten an; ſo wird das Haar
durch einen Scheitel geteilt, und während die Flechten auf
der einen Seite weich niederriefeln, heben ſie ſich auf der
andern empor, um am Hinteropf die Helmform nur eben
gerade anzudeuten; dann wieder ſind über Stirn und
Vorderkopf widerſpenſtige Locken in einer künſtlich
zer=
zauſten Wirrnis gezogen; darüber erhebt ſich dann der
Helm in einem fein berechneten Gegenſatz. Breite
Bän=
der helfen, dieſe komplizierten Haararchitekturen zu
for=
men und feſtzuhalten. Dieſe vielgeſtaltigen Helme
er=
ſcheinen nur bei der Abendtoilette, während die Friſur
am Morgen und zur Promenade in der jetzigen Mode
ſehr einfach und ſchlicht gehalten iſt.
* 2895 Mark für eine Eiche. Einen Rekordpreis
er=
zielte kürzlich bei einer Verſteigerung im Speſſartwald
eine Eiche bezw. ein Eichenſtamm von 5¾ Kubfkmeter
In=
halt; wie die Holzwelt mitteilt, wurde für dieſen Stamm
die ſtattliche Summe von 2895 Mark bezahlt. Die Speſſart=
Eichen gelten als die beſten Eichen Deutſchlands; die beſten
Arten finden ſich im Forſtbezirk Rothenbruch bei
Rohr=
brunn und in dem ſogenannten „Metzgerſchlag” wo noch
heute Eichbäume ſtehen, deren Alter zwiſchen 700—900
Jahren ſchwankt. Wahrſcheinlich werden dieſe
altehr=
würdigen Baumrieſen binnen kurzem der Axt des
Holz=
fällers zum Opfer fallen. Die Geſuche des Speſſart=
Ver=
eins an die Behörden, dieſe alten Stämme als
Natur=
denkmäler zu erhalten, wurden abſchlägig
be=
ſchieden, da die bayeriſche Forſtverwaltung nicht
zu=
gunſten der Naturfreunde und der Touriſten ein ſo
wert=
volles Kapital in den Wäldern brach liegen laſſen will.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Februar 1914.
Nummer 49.
Inhalt entriſſen. Das Schöffengericht hatte den
Ange=
klagten, der zurzeit eine neunjährige Zuchthausſtrafe
ver=
büßt, zu 1 Jahre Gefängnis verurteilt. Seine
Be=
rufung wurde geſtern von der Strafkammer verworfen.
In frecher Weiſe ſtahlen der 28jährige Taglöhner
Jo=
hann Gernand von Gernsheim und der 47jährige
Taglöhner Ludwig Stumpf von hier gemeinſam am
31. Dezember 1913 am hellen Tage aus einer Waſchküche
zwei Kupferkeſſel. Gernand allein ſtieg über einen Zaun
in einen Lagerplatz und ſtahl dort einen größeren
Waſſer=
behälter. Zum Transport benutzte er einen zufällig
da=
ſtehenden Wagen. Den Waſſerbehälter verkauften ſie in
Pfungſtadt für eine Mark, wobei Gernand noch mit einem
falſchen Namen unterſchrieb. Die Kupferkeſſel, die einen
Wert von 60 Mark haben, und den Handwagen konnten
ſie nicht verkaufen. Sie entſchuldigen ſich mit Not, da ſie
damals arbeitslos geweſen ſeien. Das Gericht verurteilte
Gernand zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis,
abzüglich 1 Woche der Unterſuchungshaft, und Stumpf
zu 6 Monaten Gefängnis, abzüglich 3 Wochen der
Unterſuchungshaft.
Der 45jährige Taglöhner Jakob Nungeſſer von
Schneppenhauſen hat ſeit September vorigen Jahres bis
Januar dieſes Jahres von einem Lagerplatz 1500 leere
Weinflaſchen und 200 Kognakflaſchen nach und nach
ge=
ſtohlen. Er kannte die Gelegenheit genau, da er dort
ge=
arbeitet hatte. Die Diebſtähle beging er durch
Ueber=
ſteigen der Einfriedigung. Die Flaſchen, die einen Wert
von 100 Mark repräſentierten, hat er zum Teil verkauft.
Für 300 Stück erhielt er nur 12 Mark. Das Gericht
ver=
urteilte ihn zu 6 Monaten Gefängnis.
Der 23jährige Schiffer Auguſt Weber von
Neckar=
ſteinach war vom Schöffengericht wegen
Körperver=
letzung zu 30 Mark Geldſtrafe verurteilt worden
Er hatte ſich an einer nächtlichen Schlägerei beteiligt, bei
der er ſelbſt einen Stich in den Rücken erhalten hatte.
Er verfolgte Berufung und gibt an, daß er erſt
drein=
geſchlagen habe, als er den Stich in den Rücken erhalten
hatte. Da dieſe Angabe nicht widerlegt werden konnte,
erkannte die Strafkammer auf Freiſpreſchung, da
Notwehr anzunehmen ſei.
Der Vorſtand des Deutſchen
Dachdeckerver=
bandes erſucht uns, zu berichtigen, daß der am
Don=
nerstag, den 12. Februar wegen des Diebſtahls von
Bauholz Verurteilte nicht Dachdecker, ſondern
Ofen=
ſetzer iſt.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Uniontheater (Kunſtlichtſpiele, Rheinſtr. 6).
Wenn man einen Blick auf das von morgen ab
vorzu=
führende Programm wirft, muß man anerkennen, daß
hier wieder einmal etwas geboten wird, was ſich ſehen
laſſen kann und jeder Kritik ſtandzuhalten vermag. Außen
dem prachtvollen Henny=Porten=Film „Der Weg des
Lebens” der vielfachen Wünſchen entſprechend noch
ein=
mal prolongiert wurde und täglich zweimal, um ½4 und
6 Uhr, gezeigt wird, brilliert die Leitung mit zwei
rei=
zenden Luſtſpielen: „Die Macht der Liebe” und „Vater
und Sohn”. In dem erſtgenannten begegnen wir den
bekannten Darſtellern Elſe Fröhlich und Herrn Aſtrup,
zwei Namen, die uns dafür bürgen, daß das Publikum
nicht aus dem Lachen kommen wird, und was die zweite
Komödie anlangt, verraten wir nichts, um die Spannung
größer werden zu laſſen. Neben dieſen prachtvollen
Dar=
bietungen finden wir noch ein hochintereſſantes Drama:
„Die verlaſſene Braut” verzeichnet, und die luſtigen
Streiche Moritz Princes belachen wir in der Komödie
„Moritz geht zum Ball‟ Eine glänzende Naturaufnahme,
die ihrer Seltenheit halber überall Aufſehen erregt,
be=
wundern wir im „Dachsfang” und das „Journal” führt
uns nach Frankfurt, wo wir das Leben und Treiben auf
dem Maineiſe beobachten können, ein Schauſpiel, das ſeit
dem Jahre 1895 in dieſem Jahre erſtmalig wieder zu
ſehen war.
* Den im Reſidenztheater am weißen
Turm gezeigten dreiaktigen Selig=Film „In der
Wildnis tiefſtem Grauen” kann man als einen der
wenigen Films bezeichnen, welche überall, wo ſie
vor=
geführt wurden, eine große Anziehungskraft auf das
Publikum ausgeübt haben. Der Film läßt eine Fülle
reichbewegter, farbenſchöner Bilder aus dem
amerikani=
ſchen Urwald vor unſeren Augen erſtehen, und die
Hand=
lung des Films ſteht in ihrer großzügigen Aufrollung
menſchlicher Leidenſchaften und an packendem Reiz weit
über jedem Senſationsdrama. Der Humor iſt in der
großen Militärburleske „Fröhliche Stunden im bunten
Rock” (drei Akte) ſehr ausreichend vertreten, während
einige kleinere Films für angenehme Abwechſelung
ſorgen.
* Eberſtadt, 17. Febr. (Zum erſten
karneva=
liſtiſchen Tanzfeſt mit Kaffeekonzert und
Réunion der modernen Tänze) im Gaſthaus
„Zum Schwanen”=Eberſtadt ſchreibt man uns: Allen
Wün=
ſchen Rechnung zu tragen, wird kommenden Faſtnachts=
Sonntag, den 22. Februar, um 4 Uhr nachmittags ein
kar=
nevaliſtiſches Tanzfeſt, verbunden mit einem Kaffeekonzert
und Réunion der modernen Tänze, ſtattfinden. Die
ver=
ehrlichen Familien ſeien darauf aufmerkſam gemacht, daß
der bekannte Tanzlehrer Herr F. Meiſinger=Darmſtadt in
dem Konzertſaale das Arrangement perſönlich leitet. Dazu
iſt eine vorzügliche Salonmuſik gewonnen. Dem
elegante=
ſten Tänzerpaare ſteht hierbei eine beſondere Ueberraſchung
bevor. Die Veranſtaltung verſpricht einen ſchönen Verlauf
und einen vornehmen Charakter an ſich zu tragen. Es ſind
alle tanzluſtigen Damen und Herren, ſowie alle geübten
Tango=Tänzerinnen und Tango=Tänzer Darmſtadts nebſt
Angehörigen freundlichſt eingeladen, ſich an dieſer
Veran=
ſtaltung zu beteiligen. (Siehe Anz.)
Groß=Gerau, 17. Febr. (Der gefährliche
Tauſendmarkſchein.) In der vorigen Woche
wurde gemeldet, nach einer Mitteilung des Amtsgerichts
Groß=Gerau ſei von einem Unbekannten in Nauheim ein
fallſcher Tauſendmarkſchein in Verkehr
ge=
bracht worden. Wie wir erfahren, verhält ſich die Sache
nun aber weſentlich anders: Ein Herr aus Nauheim
hatte bei dem Kanzleirat Herbert in Groß=Gerau einen
Tauſendmarkſchein in Zahlung genommen, deſſen Papier
rauher war, als dasjenige derartiger Scheine zu ſein
pflegt. Der Schein wurde zunächſt der Bezicksſparkaſſe
vorgelegt, welche konſtatierte, daß das Papier tatſächlich
rauher und auch der Schein ſelbſt 2 Millimeter länger
war, als andere Scheine. Geſetzlicher Vorſchrift gemäß
wurde der Inhaber des Scheines protokollariſch
ver=
nommen und das Protokoll mit dem Schein dem Großh.
Amtsgericht überſandt. Dieſes legte die Akten der Großh.
Staatsanwaltſchaft Darmſtadt vor, der Tauſendmarkſchein
kam auf die Reichsbank und dieſe beſtätigte deſſen
Echt=
heit trotz des Unterſchiedes in der Länge.
Leeheim, 17. Febr. (Die Diebesbande mit dem
Kinderwagen.) Dem Gaſtwirt G. Schorſch von
hier, Beſitzer der Wirtſchaft „Zur Leimpfanne”, ſtatteten
Diebe nachts einen Beſuch ab und hießen 30 Flaſchen
Spirituoſen, diverſe Kleider und alle Hühner des gut
be=
ſtellten Hühnerhofs mitgehen. Die reiche Beute fuhren
die unbekannten Diebe, nach den Spuren zu ſchließen, im
mitgebrachten Kinderwagen davon.
* Neuſtadt i. Odw., 16. Febr. (
Bürgermeiſter=
wahl.) Heute war hier Bürgermeiſterwahl;
wahlberech=
tigt waren 167 Einwohner. Kandidaten waren zwei
auf=
geſtellt, unſer bisheriger Bürgermeiſter Koch und
Bäcker=
meiſter Karl Schäfer. Es erhielten Bürgermeiſter Koch 115
und Karl Schäfer 36 Stimmen. Dieſe Wahl zeigt, daß
unſer Bürgermeiſter in ſeiner erſten Wahlperiode ſeine
Pflicht erfüllt hat, denn es war hier noch keine
Kommunal=
wahl, wo ſo viele Wähler zur Wahl gingen.
H Lampertheim, 16. Febr. (Im Zweigverein
des Evangeliſchen Bundes) ſprach geſtern Herr
Arbeiterſekretär Laufer aus Darmſtadt über das
Kranken=
verſicherungsgeſetz. In trefflichen Ausführungen gab der
Redner einen Ueberblick über die ganze ſoziale
Geſetz=
gebung, ausgehend von der Einführung bis zur jetzigen
Geſtaltung, die ein Kulturwerk erſten Ranges darſtelle, um
das Deutſchland von anderen Staaten beneidet werde.
An=
geregt war der Vortrag durch die vom Evangeliſchen
Män=
nerverein hier ſeit einiger Zeit eingerichtete
Rechtsaus=
kunftsſtelle, in der Herr Sekretär Laufer allmonatlich
Sonntags Beſprechungen abhält. Die Einrichtung hat
ſich=
recht gut eingeführt. Den Dank an den Redner ſtattete der
Vorſitzende des Zweigvereins, Herr Pfarrer Eckel, ab.
Mainz, 17. Febr. (Meſſerſtecherei.) Der
Tag=
löhner Aug. Perske aus Idſtein war hier bei einer
Schweſter in Koſt und Logis Der Geliebte ſeinen
Schweſter, der Dachdecker Erich Quiſſer, forderte
vor=
geſtern von dem Perske Geld, wobei die beiden in Streit
gerieten. Dabei verſetzte Perske dem Qu. einen ſchwen
ren Meſſerſtich in den Hals, während Qu. dem
P. eine Kopfverletzung beibrachte. — (Myſteriöſen
Vorfall.) Ein hier wohnender Taglöhner, der in
Weiſezau auf der Zementfabrik arbeitet, kam in der
Sonntagnacht ins Rochushoſpital und gab an, daß er auf
der Weiſenauer Straße, als er zur Arbeit gehen wollte,
plötzlich durch einen Schuß getroffen worden ſei.s
ſeien zwei Schüſſe gefallen, den Schießenden habe er nicht
geſehen. Tatſächlich hatte der Mann eine Kugel inden
Bruſt. Er ließ ſich verbinden, blieb aber nicht im
Hoſp=
tal, ſondern ging trotz ſeiner erheblichen Verletzung wie
der fort. — (Selbſtmordverſuch.) Aus
Liebeskum=
mer verſuchte ſich ein Artilleriſt in der Kaſerne zu erhän
gen. Der Lebensmüde wurde noch rechtzeitig abe
geſchnitten.
Worms, 17. Febr. (Feuer in der Kaſerne
Gegen 10 Uhr geſtern abend brach im Dachſtock dese
bäudes der 4. Kompagnie Feuer aus, das ſehr raſch
großen Umfang annahm. Da Großfeuer gemeldet wurd
fand eine Alarmierung ſämtlicher Feuerweh
ſtatt, die raſch in Bereitſchaft und am Brandplatz
ſchienen waren. Auch die Dampfſpritze der Firma C. Hell
war zur Stelle. Bis etwa 11 Uhr war es gelungen,
Weiterverbreitung des Feuers Einhalt zu tun. Ueberdie
Entſtehungsurſache und die Höhe des Schadens iſt noch
nichts bekannt. Der Brand ſelbſt war im Dachſtuhlde
Gebäudes der 4. Kompagnie entſtanden, das ſich an dem
Bahngelände befindet. Gegen ½10 Uhr wurde das Feue
bemerkt, und ſofort trat die Militärfeuerwehr in
Tätig=
keit. Der Bau wurde geräumt und es gelang in verhält
nismäßig kurzer Zeit, den Brand auf ſeinen Herd zu
be=
ſchränken, nachdem auch die freiwillige Feuerwehr tatkräß
tig eingegriffen hatte. Die außergewöhnliche Stärle
der Brandmauer verhütete ein Uebergreifen auf den Bay
der 3. Kompagnie, ſie bewährte ſich glänzend. In den
Dachkammern befanden ſich ältere Gebrauchsgegenſtände
ſowie Gewehre und Platzpatronen, deren Geknatter
dem=
lich vernehmbar war. Der Materialſchaden iſt nicht hoch
dagegen muß der Gebäudeſchaden als bedeutend
bezeich=
net werden. Die Mannſchaften der oberen Räumedes
brandbeſchädigten Baues wurden auf die anderen
Kon=
pagnien verteilt. — (Ein zweiter Brand) kam nach
1 Uhr nachts in dem Schuhgeſchäft Friedrich Lebbin=
Speyererſtraße 44, zum Ausbruch. Zwei Schutzleute
hatten auf ihrem Patrouillengang bemeckt, daß dieg
Rauch aus dem Schaufenſter hervorquoll. Beim
Ein=
dringen in den Laden fand man, daß ein mit Schuhen
gefülltes Regal brannte. Mit Hilfe der inzwiſchen
herbe=
gerufenen Löſchſektion gelang es bald, das Feue
unterdrücken.
Gimbsheim, 17. Febr. (Ein ſchwerer
glücksfall) iſt heute vormittag dem 23jährigen
bahnarbeiter Traub von hier zugeſtoßen, der in der Eiſen
bahnwerkſtätte in Worms beſchäftigt iſt. Traub wal
heute früh nach Waldhof geſchickt worden, um dort bei
Vornahme von elektriſchen Montierungsarbeiten behilflich
zu ſein. Aus bis jetzt noch nicht feſtgeſtellten Urſachen
kam er der elektriſchen Hochſpannung zu nahe. Es gelang
allerdings, ihn wieder loszubringen, doch iſt er bis jetzt
noch bewußtlos; er hat ſchware
lebensgefähr=
liche Verletzungen erlitten.
Kunſthalle am Rheintor.
II.
Die Ausſtellung in der Kunſthalle am Rheintor hat
inzwiſchen eine erfreuliche Ergänzung erfahren. Im
Erd=
geſchoß hat die Berliner Vereinigung
„Die Schelle‟
eine Geſellſchaft von Künſtlechumoriſten, ihren Einzug
gehalten. Der Mangel jeglicher Unterlage in der
Be=
zeichnung der Bilder und der Künſtler erſchwert es
un=
gemein, einzelne Werke der umfangreichen Kollektion
herauszugreifen. Es iſt aber auch wohl kaum eine
künſt=
leriſche Notwendigkeit, dieſen Bildern einzeln eine
Be=
ſprechung zu widmen. Sie brauchen bis auf wenige
Aus=
nahmen keine Definition ihrer Vorwürfe, und ihre
Schöp=
fer ſind durchweg gute, teilweiſe auch hervorragende
Zeichner und Maler, wenn die Größe ihrer Kunſt auch faſt
ausnahmslos in der Charakteriſtik ihres Vorwurfes liegt,
in der Art, wie ſie dieſen humoriſtiſch erſchöpfen. Wer
den derben und oſt rückſichtsloſen Humor der Berliner
kennt, der mit einer gewiſſen, für den Durchſchnitts=
Berliner ja typiſchen Schnoddrigkeit ſich über viel
hin=
wegſetzt, auch über Aeſthetik, der wird ſeine Freude an
dieſen Bildern haben. Der wird auch die geniale Fre—
i=
heit verſtehen, die z. B. aus der Familienbadeſzene ſpricht
die, von einigen Uebertreibungen abgeſehen, eine köſtlich
karikierte Milieuſchilderung darſtellt. Dieſer Derbheit
gegenüber wirken die Gemälde in der nächſten Koje, die
das geheimnisvolle Waldweben in liebenswürdigem
ſonnigem Humor feſthalten, oft ſchön und ſtimmungsreich.
Der künſtleriſche Wert der Kollektion iſt wohl nicht immer
unbeſtritten, aber als ganzes genommen iſt ſie doch recht
intereſſant.
Künſtleriſch wertvoller iſt die Kollektivausſtellung
franzöſiſcher und belgiſcher Radierer,
die auf die verſchiedenen Räume verteilt iſt. Ihr erſter
Repräſentant iſt J. L. Raffaeli=Paris, der eine ſehr
um=
fangreiche Kollektion farbiger Radierungen ausſtellt,
viel=
ſeitig im Vorwurf, in der künſtleriſchen Ausdrucksform
aber ziemlich einheitlich. Er iſt natürlich Impreſſioniſt
und löſt ſeine Aufgaben ganz im Sinne dieſer
Forde=
rungen. Aber ſeine feine Zeichnung iſt von erfreulicher
Kraft im Ausdruck, und er kennt als Meiſter feiner
Zeichenkunſt natürlich die Wirkung der Linie, die er
ſou=
verän beßerrſcht. Das Kolorit iſt in einigen Blättern
gewagt, da es aber nie Selbſtzweck iſt, ſondern nuc zur
Betonung der Zeichnung dient, iſt es auch in dieſen
Blättern nur als Relief zu bewerten. Er iſt ein
ausge=
zeichneter und temperamentvoller Schilderer. Eine nur
etwas andere und zwar freiere Auffaſſung wigen die
farbigen Radierungen von Marten von der Loo=Belgien,
er im übrigen der gleiche feine und flotte Zeichner iſt und
das Kolorit noch zurückhaltender behandelt. Doch möchte
ich, beſonders auch in techniſcher und zeichneriſcher
Be=
ziehung, A. Delſtanche=Belgien höher einſchätzen. Sein
öſtliches Blatt „Jardin en Juin” zum Beiſpiel iſt von ſo
unendlichem Reichtum in der Darſtellung, ſchildert die
üppige Blütenfülle des Gartens, vor der die im Schauen
verſunkene Geſtalt ſitzt, ſo überzeugend, daß man kaum
die fehlende Farbe vermißt. Weniger reich, aber von
gleich ſtarker Schilderung iſt das Bild „Matinee” und die
toten Vögel, die im Treppenhaus hängen, ſind ganz
meiſterhaft in der Technik und Zeichnung. Mehr den
Stimmungsgehalt betont in ſeinen ſehr feinen
Radie=
rungen A. de Mayeur=Belgien, und er weiß mit wenig
Mitteln viel zu geben, gleichwie A. Daux, deſſen feines
und ſtimmungsreiches braungekröntes Bild „Hiver a
Cal=
voet” eines der beſten der ganzen Kollektion iſt. Auch
Ar=
mand Heinz=Belgien iſt in ſeinen kleinen Landſchaften
ſehr zart im Ausdruck und weiß ſtimmungsvoll zu
ſchildern.
Hingegen iſt Marcel Roux in ſeinen durchweg ſehr
realiſtiſch aufgefaßten Darſtellungen, die beſonders in den
vielfach variierten Kreuzigungsſzenen von dramatiſcher
Wucht ſind, von gewaltiger Kraft in ſeinen künſtleriſchen
Ausdrucksformen. Er betont ſcharf das Charakteriſtiſche
ſeiner Schilderungen in den Einzelheiten, wie auch in
der Kompoſition. Er bevorzugt ſcharfe Kontraſte in den
Licht= und Schatten=Wickungen, doch weiß er darin ſo
weiſe Maß zu halten, daß nie der künſtleriſche
Geſamtein=
druck darunter leidet. Wieder von anderer Art iſt der
Schwede Ernſt Hallgren. Herber in der Zeichnung und in
der Technik iſt er doch ein eindrucksvoller Schilderer und
ſein Blatt „Am Herd” iſt ſehr gut beobachtet und
charak=
teriſiert ausgezeichnet.
Blieben von Malern noch zu nennen Eva Beve, die
in ihrem ſchönen farbigen Holzſchnitt „Abend in Holland”
ſtarkes Talent zur charakteriſtiſchen Schilderung und
feines Empfinden verrät, Eliſabeth Gegenbauer=
Heidel=
berg, die eine Anzahl Aquarelle in farbenfreudigem
Ko=
lorit und erfriſchender Darſtellung ausſtellt. Die köſtlichen
Karikaturen von W. Thielmann=Willingshauſen, der
den Meininger Generalmuſikdirektor Profeſſor Reger in
geradezu meiſterhafter Weiſs ſchildert, waren bereits
Gegenſtand rückhaltloſer Anerkennung bei Gelegenheit der
Beſprechung der Mappenausgabe. Wir können das gern
geſpendete Lob nur wiederholen.
Die Plaſtik.
Von Anna Locher=Darmſtadt, war erſt vor kurzem an
dieſer Stelle die Rede. Die begabte Künſtlerin iſt heuer
vertreten mit einem gut gezeichneten Porträtceljef einer
Porträtbüſte eines Knaben und einem großen weiblichen
Akt. Dieſer letztere iſt wohl die bedeutendſte Arbeit der
Künſtlerin, wenn ſie — ſchlicht als Aktſtudie bezeichnet —
auch nicht mehr iſt, als die Modellierung eines
form=
ſchönen, weiblichen Körpers in enger Anlehnung an die
Natur. Als ſolche aber iſt dieſe Arbhit ganz
ausgezeich=
net.
Weſentlich andere Ziele hat Cäcilia C. Schmidt=
Riſſe ſich geſtellt. Ziele die weit über ein mehr oder
weniger gewolltes Nachahmen der Natur hinausgehen
wenn ſie meiſt dieſe auch nicht verleugnen, d. h., realiſtiſche
Grundprinzipien verfolgen. In Cäcilia Schmidt=Riſſe
(leider fehlen auch bei ihren Skulpturen jegliche Bezeicht
nungen), tritt uns ohne allen Zweifel eine in ſich gefeſtigte
reife Künſtlerin entgegen, die in ihren Skulpturen Kraft
des Wollens mit weiblicher Anmut zu ſeltener
Vollen=
dung vereint. Es bedarf angeſichts ſolcher Werke, wieſie
die großen, im Oberlichtſaal ſtehenden drei
Skulpturendag=
ſtellen, nicht mehr der Feſtſtellung, daß die Künſtlerin ihr
„Handwerk” verſeht, daß ſie die Formen des menſchlichen
Körpers anatomiſch ſtudiert hat und beherrſcht. Sie
be=
ſchränkt ſich nicht mehr darauf, die Formen wiederzugeben
ſondern ſie ſucht kompoſitoriſch zu wirken. Und dieſe Ver
ſuche führen bei ihr, weil ſie eben über ein reiches
Kön=
nen verfügt, zu überraſchend guten Reſultaten. Was an
dieſen Plaſtiken ſofort bezwingend für ſich einnimmt, iſt
die Schönheit, in deren Verkörpern die Künſtlerin
ſoets ihre Aufgabe ſucht, und die ſie darum jedem
Mate=
rial, jedem Vorwurf einhaucht. Daß ſie es dabei
ver=
ſtanden hat, in allem die Gefahr ſüßlich zu wirken, z
umſchiffen, iſt ein Beweis mehr für ihre Reife für
ihren=
künſtleriſchen Ernſt. Wie iſt z. B. der halb lebensgroße
weibliche Akt in Marmor ſo wunderbar weich und zarl
Die anmutvolle Schönheit belebt den Stein, dem alles
Harte Spröde dadurch und durch die meiſterliche techniſche
Bearbeitung ganz genommen iſt. Dabei liegt doch eine
ſo große Fülle gewollten Gefühls in dieſer Arbeit, ein ſo
ſtarkes Ausdrucksvermögen, daß man den Eindruck, als
haben ſchwache Frauenhände dieſes Werk geſchaffen, ganz
verliert. Nicht ganz von gleicher Klarheit iſt die
Kom=
poſition des großen männlichen Aktes. Dieſer
Muskel=
rieſe kann ebenſowohl in Erſchöpfung zuſammengebrochen
ſein, als auch zu neuer Tat den Stein zu heben begriffen
ſein. Letzten Endes iſt das aber gleichgültig. Auch die
Bewegung dieſes Körpers iſt ebenſo wie der zweite groß
weibliche Akt ausgezeichnet ſtudiert. Die im
Treppen=
hauſe ſtehenden Kleinplaſtiken ſind ebenfalls Beweiſe
ernſten künſtleriſchen Schaffens. Beſonders liegt in dee
ſcharf herausgearbeiteten Wachsmaske Charakter und
Feſtigkeit. Der Marmorkopf iſt in ſeiner Schönheit und
Weichheit echt weiblich, kraftvoll im formalen Ausdruch
wie der männliche Kopf in Gips. In der kleinen Bronce
La Roſée feſſelt wieder die Bewegung des ſchönen
Körpers.
An die Leitung des Kunſtvereins ſei wiederholt die
Bitte gerichtet, die Ausſtellungen in bezug auf
Bezeich=
nung, Namensverzeichnis der Ausſteller ꝛc. ſorgfältiger
vorzubereiten. Es liegt das im Intereſſe des Publikums
und erleichtert der Kritik die Arbeit.
M. St
Heidesheim, 17. Febr. (Zugentgleiſung.)
aäm Rangieren des Güterzuges 7555 entgleiſten heute
Pülh 7 Uhr auf dem hieſigen Bahnhof drei Güterwagen,
hr durch beide Hauptgleiſe nach der Richtung Mainz und
irigen geſperrt waren. Der vor Bahnhof Heidesheim
lie=
kude Perſonenzug Koblenz-Mainz mußte nach
Ingel=
erm zurückfahren, woſelbſt die Paſſagiere in den dort
ngekommenen Eilzug nach Mainz umſtiegen, welcher nach
iner Stunde Aufenthalt durch das gegen ½9 Uhr erſt
nägewordene Gleis fahren konnte. Auch der Schnellzug
Mminz-Saarbrücken erlitt eine Stunde Verſpätung.
Per=
ſral der Betriebswerkſtätte Mainz hatte mit der
Frei=
laffung des zweiten Gleiſes bis gegen 10 Uhr zu tun.
Der Unfall ſoll durch Steckenbleiben eines Hemmſchuhs
Weichenherzſtück entſtanden ſein.
Bingen, 17. Febr. (Wieder entwiſcht.) Bei
ſer Verhaftung in einem hieſigen Hotel gelang es dem
ang geſuchten Pferdehändler Jakob Forſt aus
Kaſtel=
ann im Hunsrück, zu fliehen. Forſt war im
vergange=
ham Jahre vom Landgericht Aachen zu 3 Jahren
Gefäng=
tiss verurteilt worden und bei einer Vorführung im
Ge=
ichtsgebäude zu Koblenz ſeinem Transporteur im
Ja=
ſuar d. J. entſprungen.
* Friedberg, 17. Febr. (Jungdeutſchland.) Am
Nättwoch, den 4. März, veranſtaltet der Heſſiſche
Landes=
deaband Jungdeutſchland in Friedberg im Saale des
§ otel Trapp” in Verbindung mit der Jahresverſammlung
emen zweiten Heſſiſchen Jugendtag in ähnlicher Weiſe
vre den erſten Jugendtag, welcher im Februar vor. Js.
m Darmſtadt ſtattfand. Von wichtigen Fragen ſollen
dies=
nal behandelt werden: Die Jugendwanderungen (Referent
Pofeſſor Kiſſinger), Die Bedeutung des Turnunterrichts
n der Fortbildungsſchule (Referent Lehrer Saum) und Die
Rechtsberatung der jugendlichen Mitglieder der
Jung=
utſchlandvereine (Referent Bürgermeiſter Mueller). Die
Verhandlungen fangen um 10 Uhr an. Am Vorabend, am
März, veranſtaltet die Ortsgruppe Friedberg unter
Lei=
ung ihres Vorſitzenden Direktor D. Dr. Schoell im
Saal=
ba u einen Jugendabend der Friedberger Vereine.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 16. Febr. Der Plan der
p ojektierten Hoch= und Untergrundbahn
Ber=
n — Neukölln iſt jetzt im Berliner Polizeipräſidium
— allgemeiner Einſicht ausgelegt worden. Die Bahn
niird bekanntlich von der Allgemeinen
Elektrizitätsgeſell=
ſſcgaft in Berlin gebaut. Eine Verlängerung der Bahn
nach beiden Seiten hin iſt für ſpäter geplant. — Der
Um=
baau älterer Wohnhäuſer in Berlin wird
im=
wer mehr durchgeführt, um die Mieter zu halten und ſie
ncht in die Vororte zu drängen. Die Abwanderung von
Herlin erfolgt bekanntlich nicht nur allein wegen der
hohen Wohnungsmieten, ſondern vor allem auch deshalb.
weil die Neubauten in den Vororten den Mietern mehr
Amnehmlichkeiten wie in Berlin bieten. Hierzu gehören
vor allem Badeeinrichtung, Balkon, Hausgarten,
Warm=
mraſſerverſorgung und die mitunter auch recht
unzuver=
lſſige Zentralheizung. In den Berliner
Hausbeſitzer=
vereinen wurde in den letzten Jahren die Frage des
Aus=
baues der Wohnungen mehrfach erörtert, und einige
Bau=
meiſter haben auch wertvolle Winke gegeben, alten
Woh=
nungen unter Aufwendung verhältnismäßig geringer
Aittel ein ganz neues Ausſehen zu geben und ſie
wohn=
licher wie bisher zu machen. Nach dieſem Rezept ſind
bereits viele Hunderte von Wohnungen in Berlin
umge=
ſtaaltet worden. Selbſt der Fernſprecher iſt in den
moder=
niſierten Wohnungen, die man auch in den Hinterhäuſern
fmdet, vorhanden. Die Zentrale iſt beim Portier
einge=
rochtet; jeder Mieter hat einen Anſchluß. All dieſe
Um=
ſrnde ſollen auch dazu beigetragen haben, daß die Zahl
der leerſtehenden Wohnungen in Berlin merklich
zurück=
gegangen iſt. — Heute fand vor dem Landgericht die
Ver=
haandlung in der Klageſache der
Gewerkſchaft=
lich=genoſſenſchaftlichen Verſicherung
L..=G. für Volksfürſorge in Hamburg gegen die
Loeutſche Volksverſicherung A.=G in Berlin ſtatt. Als
ertreter der Klägerin iſt der ſozialdemokratiſche
Reichs=
tngsabgeordnete Rechtsanwalt Wolfgang Heine, für die
Weklagte Rechtsanwalt Ulrich erſchienen. Die Klage
grün=
deete ſich darauf, daß die Deutſche Volksverſicherung in
verſchiedenen Rundſchreiben die Behauptung aufſtellte, bei
der Volksfürſorge würden die Gelder der Verſicherten
letzten Endes dazu dienen, der Umſturzpartei einen
ſtar=
hen Kriegsſchatz im Kampfe gegen den Gegenwartsſtaat
uut ſchaffen. Die Klägerin verlangte nach § 14 des
Ge=
ſetzes gegen den unlauteren Wettbewerb die Unterſagung
der Behauptung und der weiteren Verbreitung der betr.
felugblätter. Nach längeren Ausführungen der beiden
Anwälte fällte die Kammer das Urteil: Die Klage wird
bgewieſen, und die Koſten des Verfahrens werden der
Klägerin auferlegt
17. Febr. Auf Einladung des
Nachrichten=
ureaus des Reichsmarineamts fand ſich
heute vormittag eine große Anzahl von
Preſſever=
retern am Hauptportal des neuen Dienſtgebäudes der
berſten Marinebehörden in der Königin=Auguſta=Straße
Ein, um unter dem Kapitän Loehlein und dem
Kapitän=
leutnant v. Janſon einen zweiſtündigen
Rund=
ang durch die wichtigſten Räume des gewaltigen
Ge=
häudes auszuführen, das in aller Schlichtheit unſere
rroßgewordene Flotte und die Marineverwaltung mächtig
und eindrucksvoll repräſentiert. Der Bauleiter, Baurat
Schubert, gab die techniſchen Erläuterungen. In den
Finzelnen bezogenen Abteilungen übernahmen deren
Vor=
ſtände die Führung. Von der Größe des Baues erhält
man ein gewiſſes Bild, wenn man ſich vorſtellt, daß ſich
1 360 heizbare Räume um 25 Höfe gruppieren. Die Länge
der Korridore beträgt etwa eine deutſche Meile, die der
Heizungsröhren 26 Kilometer.
Fulda, 17. Febr. (Ein Großfeuer) brach heute in
Burghaun aus, das zwei Scheunen des Beſitzers
Malk=
mus, das Anweſen des Produktenhändlers Adler, die
Saſtwirtſchaft „Zum Roß” und die Brennerei von Hode
rgriff. Der Brand, der mit großer Heftigkeit tobte, hat
tnicht unbeträchtlichen Schaden angerichtet.
Karlsruhe, 17. Febr. (Temperaturſturz.) Im
auſe des heutigen Tages trat in der Rheinebene ein
ſolötzlicher Temperaturſturz ein Das Thermometer, das
geſtern nachmittag noch 16 Grad Wärme gezeigt hatte,
ſteht heute auf 1 Grad über Null. Im Schwarzwalde
und in den Vogeſen hat ſich bereits wieder teilweiſe
lleichter Schneefall eingeſtellt, aber auch im Flachlande iſt
der Regen zum Teil in Schnee übergegangen. Gegen
Albend hat ſich das Wetter aufgeklärt.
Eſſen a. d. Ruhr, 17. Febr. (Im Fieberwahn.)
Der Metzger Haas verſuchte im Fieberwahn ſeine
Kran=
kenpflegerin aus dem Fenſter des dritten Stockwerks
hin=
abzuſtürzen. Die Pflegerin befreite ſich im letzten
Mo=
ment. Haas ſprang auf die Straße hinab und war
ſo=
fort tot.
Münden, 17. Febr. (Unmenſchlicher Vater.)
In Volkmarshauſen überfiel heute früh der Fa=
brikarbeiter und Schmied Franke ſeine Frau und ſeine
drei Kinder und ſchlug mit einem Beile derart auf ſie
ein, daß alle vier ſchwer verletzt wurden. Es beſteht keine
Hoffnung, das jüngſte, fünf Monate alte Kind am Leben
zu erhalten. Franke, der infolge Arbeitsloſigkeit
ſchwer=
mütig wurde, wurde verhaftet.
Gera, 17. Febr. (Ein entlaufener Bär.) Im
hieſigen Reſidenztheater gaſtiert zurzeit eine
Artiſten=
truppe, die zwei Bären mit ſich führt. Eines der Tiere
entkam aus dem Käſig und gelangte ins Freie. Das Tier
durcheilte einige Straßen der Stadt und verurſachte unter
der Bevölkerung eine große Panik. Ein Fleiſcherlehrling,
der ſich dem Tier entgegenſtellte, wurde erheblich verletzt,
ebenſo ein Schutzmann, der den Bär einzufangen
ver=
ſuchte. Nach einigen Stunden gelang es, den Bär im
Walde zu ſtellen und zu feſſeln.
Grätz (Poſen), 17. Febr. (Graf Mielzynski)
wird am Mittwoch aus dem hieſigen Gerichtsgefängnis
nach Meſeritz übergeführt, wo am Freitag und Samstag
die Schwurgerichtsverhandlung gegen ihn
ſtattſindet.
Kaaden (Böhmen), 17. Febr. (Tragiſche
Fol=
gen jugendlichen Leichtſinns.) Beim
Kriegs=
ſpielen lockerten Schuljungen einen mehrere Zentner
ſchweren Felsblock und ſtürzten ihn zu Tal. Ein
drei=
zehnjähriger Knabe konnte nicht ausweichen und wurde
unter dem Felsblock begraben Der Felsblock
wurde mit Pulver geſprengt, um die Leiche zu bergen.
Aalborg, 17. Febr. (Unterſchlagungen.) In
der Laans= und Diskontbank in Aalborg haben zwei
Be=
amte, die privat an der Börſe ſpielten, 641 000
Kro=
nen im Laufe der letzten acht Monate unterſchlagen. Das
Aktienkapital, die Reſerven und der Garantiefonds der
Bank decken die Unterſchlagungen, ſo daß die Kundſchaft
keinen Schaden erleidet.
Paris, 17. Febr. (Schmuckſachendiebſtahl.)
Der Gemahlin des hieſigen Bankiers Triqueros wurden
geſtern aus einem Koffer in ihrer Wohnung
Schmuck=
gegenſtände im Werte von über 80000 Francs geſtohlen.
London, 17. Febr. (Ein eigenartiges
Er=
lebnis) mit einem offenbar Wahnſinnigen hatte am
Samstag und Sonntag ein Chauffeur, der ſeinen
Fahr=
gaſt faſt 30 Stunden lang von einer Stadt zur anderen
fahren mußte. War der Benzinvorrat erſchöpft, ſo wurde
er bei dem nächſten Gutshauſe oder bei einem Händler
unter Drohung mit dem Revolver ergänzt. Nur mit
großen Schwierigkeiten gelang es ſchließlich, die
Feſt=
nahme des Wahnſinnigen zu erreichen.
Cambridge (Maſſachuſetts), 17. Febr. (Die
Aus=
tauſchprofeſſur.) Profeſſor Vendell von der
Harvard=Univerſität hat aus Geſundheitsrückſichten die
Ernennung zum Austauſchprofeſſor in Berlin abgelehnt.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 17. Febr. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 1 Uhr 5 Minuten. — Auf der
Tages=
ordnung ſteht zunächſt eine
Anfrage
des Abg. Deichmann (Soz.): Auf die Anfrage Nr. 42
vom 14. Januar 1913 (Reichstagsdruckſache Nr. 65) wurde
am 18. Januar 1913 vom Stellvertreter des Reichskanzlers
die ſchriſtliche Antwort erteilt, daß ein Entwurf der zu
erlaſſenden weiteren Beſtimmungen über die
Erricht=
ung und die Zuſammenſetzung der
Fachaus=
ſchüſſe, ſowie über das Verfahren nach § 24 des
Haus=
arbeitsgeſetzes vom 20. Dezember 1911 im Reichsamt des
Innern ausgearbeitet worden ſei und daß die Beratungen
mit den anderen Reſſorts im weſentlichen abgeſchloſſen
ſeien, ſo daß die Vorlage vorausſichtlich bald an den
Bun=
desrat werde gelangen können. Der Bundesrat habe zu
der Frage der Errichtung von Fachausſchüſſen nach § 18
des Hausarbeitsgeſetzes noch nicht Stellung genommen.
Inzwiſchen ſind Beſtimmungen über
Haus=
arbeit in der Tabakinduſtrie vom 17. November
1913 erlaſſen worden. Die Tabakarbeiter verſchiedener
Gebiete der Tabakinduſtrie haben nun, durchdrungen von
der Notwendigkeit von Fachausſchüſſen, wie auch für
Durchführung und Wirkſamkeit der vorgenannten
Verord=
nungen, die erlaſſen ſind, an den Bundesrat Eingaben
gerichtet mit der Bitte, für Bezirke mit ſtarker
Tabakindu=
ſtrie Fachausſchüſſe baldigſt zu errichten. Hat der
Bundes=
rat zu dieſen Eingaben bereits Stellung genommen und
kann der Reichskanzler Auskunft darüber geben, ob der
Bundesrat beſchloſſen hat, Fachausſchüſſe nach § 18 des
Hausarbeitsgeſetzes für die Tabakinduſtrie zu errichten?
Direktor im Reichsamt des Innern Caſpar: Die
Eingaben an den Bundesrat, in denen die Errichtung von
Fachausſchüſſen nach § 18 des Hausarbeitsgeſetzes für die
Hausarbeiter in der Tabakinduſtrie angeregt worden iſt,
ſind, wie alle derartigen Geſuche, den für den Sitz der
frag=
lichen Induſtrie zuſtändigen Landesregierungen zur
Prü=
fung der Verhältniſſe und gutachtlichen Aeußerung
vorge=
legt worden. Die Vorarbeiten hierfür bieten beſondere
Schwieriakeiten und haben deshalb noch nicht beendet
werden können, ſo daß der Bundesrat noch nicht in die
Lage gekommen iſt, zu dieſen Anträgen Stellung zu
neh=
men. In Preußen ſind nach den eingezogenen
Erkundig=
ungen die Vorarbeiten dem Abſchluß nahe; indeſſen läßt
ſich noch nicht überſehen, ob für die Hausarbeiter in der
Tabakinduſtrie die Errichtung von Fachausſchüſſen
befür=
wortet worden iſt.
Hierauf werden die beim Etat des Reichsamts des
Innern zurückgeſtellten
Abſtimmungen über den Titel „Olympiſche Spiele‟,
ſowie über die zu dieſem Etat vorliegenden, noch nicht
er=
ledigten Reſolutionen vorgenommen. Der Titel
Beitrag des Reiches zu den Koſten der Olympiſchen
Spiele, erſte Rate 46000 Mark”, wird gegen die Stimmen
der Sozialdemokraten, der Dänen, der Polen, der Elſäſſer
und etwa der Hälfte des Zentrums entgegen den
Beſchlüſ=
ſen der Kommiſſion bewilligt. (Beifall.) —
Ange=
nommen wird ferner die Reſolution der
Nationallibe=
ralen auf Erhebungen, betr. den Geſundheitszuſtand der
Arbeiter in der Großeiſeninduſtrie. — Abgelehnt wird
die Reſolution der Sozialdemokraten, betr. die
Erwei=
terung des Schutzes der Jugendlichen und Arbeiterinnen.
— Ueber eine Reſolutien der Freiſinnigen, betr. Grundſätze
für die Arbeitsverhältniſſe der in Reichs= und
Staatsbe=
trieben beſchäftigten Arbeiter und Angeſtellten wird
ge=
trennt abgeſtimmt. Bei dem Abſatz, der die Betätigung in
den Berufsorganiſaionen, welche von Arbeitern und
An=
geſtellten der Staatsbetriebe keine gemeinſame Kündigung
und Arbeitseinſtellung verlangt, nicht hindern will, iſt
Hammelſprung nötig. Gegen dieſen Abſatz ſtimmen die
äußerſte Rechte und die Sozialdemokraten. (Heiterkeit.)
Die Auszählung ergibt, daß 148 Abgeordnete für und 111.
gegen dieſen Abſatz ſtimmten. Der Abſatz iſt angenommen.
Die übrigen Teile der Reſolution werden bei der
Einzel=
bſtimmung angenommen. Bei der ſchließlich notwendig
verdenden Geſamtabſtimmung iſt abermals
Hammel=
ſprung notwendig. Es ſtimmen für die Reſolution 127,
dagegen 139 Abgeordnete. Die Reſolution iſt damit
ab=
gelehnt. Drei Reſolutionen der Sozialdemokraten, betr.
Koalitionsrecht, Arbeitszeit für Angeſtellte im
Gaſtwirts=
gewerbe und Arbeitsverhältniſſe der Binnenſchiffer,
wer=
den abgelehnt. — Eine Reſolution, betr. Förderung
der zentralen Beratungsſtellen für die Verdingungsämter
der Handwerkskammern und die Bewilligung von 30000
Mark für die Beratungsſtellen, wird angenommen.
Sodann wird die
zweite Leſung des Etats des Reichsjuſtizamtes
fortgeſetzt. — Staatsſekretär Dr. Lisco: Die Schaffung
einer ſechſten Reichsanwaltsſtelle entſpricht einem
dringen=
den Bedürfnis des Reichsgerichts, das ſich mit einer
Hilfs=
richterſtelle für dieſen Poſten begnügen muß. Dies
ent=
ſpricht aber nicht der Würde des Gerichts. Ich bitte, den
Kommiſſionsbeſchluß, durch den dieſe Stellung wiederum
geſtrichen wurde, aufzuheben und die Stelle zu bewilligen.
Was die Arbeitsverhältniſſe der Rechtsanwaltsgehilfen
anbelangt, ſo müſſen wir zunächſt die Stellungnahme des
Anwaltstages abwarten. Auch hinſichtlich der Erhöhungen
der Anwaltsgebührenordnung müſſen wir die ſtatiſtiſchen
Erhebungen abwarten. Die Einführung einer neuen
Wech=
ſelordnung unterliegt der Prüfung im Bundesrat. Der
Entwurf iſt zur Information der Intereſſenten kürzlich im
Reichsanzeiger veröffentlicht worden. Ein Geſetzentwurf
zur Neuregelung des Zwangsverſteigerungsweſens
hin=
ſichtlich der Verfügung über den Miet= und Pachtzins den
Hypothekengläubigern gegenüber ſteht bevor und wird
bald dem Reichstag zugehen, ebenſo ein Geſetz zum Schutze
Jugendlicher. Die Haftpflicht der Eiſenbahnen dürfte zum
Herbſt geſetzlich geregelt werden. Die Verhältniſſe im
Irrenweſen werden vom Reichsjuſtizamt ſtändig verfolgt.
Für den erforderlichen Schutz ſolcher Perſonen, die in
gutem Glauben mit Geiſteskranken einen Geſchäftsabſchluß
vollzogen haben, ſind Erhebungen veranſtaltet worden, und
dieſe haben ergeben, daß nur in Berlin ein Bedürfnis nach
einem ſolchen Geſetz vorhanden iſt. Sonſt iſt ein
dringen=
des Bedürfnis nicht zu erkennen geweſen. Eine geſetzliche
Regelung dieſer Frage dürfte alsbald nicht erfolgen. Eine
Beſchleunigung des Verfahrens bei Zivil= und
Strafpro=
zeſſen iſt im gewiſſen Umfange ſchon herbeigeführt, doch
ſind die Mißſtände mit einzelnen Vorſchriften kqum aus
der Welt zu ſchaffen. Dazu bedarf es tief eingreifender
Aenderungen des geltenden Rechts. Der Abg. Belzer hat
geſtern auf Oeſterreich als Vorbild hingewieſen. Auch ich
bewundere die dortige Rechtſprechung; aber bei dem
Unter=
ſchiede der Verhältniſſe muß man doch Bedenken tragen.
dieſe öſterreichiſchen Vorſchriften auf unſere Geſetzgebung
zu übertragen. Hinſichtlich der Prozeßverſchleppung läßt
ſich auch ſchon an Hand der jetzigen Zivilprozeßordnung
manches beſſern. Bei den einzelnen Landgerichten ergeben
ſich koloſſale Unterſchiede. Auf der einen Seite wird mit
außerordentlicher Schnelligkeit gearbeitet, die ein anderer
Bezirk vermiſſen läßt. Am beſten arbeitet in dieſer
Be=
ziehung der Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart und am
ſchlechteſten derjenige von Zweibrücken. Die neue
Straf=
rechtsnovelle funktioniert gut; das gleiche wird von vielen
kleinen Geſetzen, die ich angedeutet habe, der Fall ſein. Alle
dieſe kleinen Novellen bitte ich recht wohlwollend
aufzu=
nehmen und mit größter Beſchleunigung zu verabſchieden.
(Bravo!)
Abg. Dr. Ablaß (Fortſchr. Vpt.): Die Haltung des
Zentrums gegenüber dem ſechſten Reichsanwalt verſtehe
ich nicht. Im Intereſſe unſerer Rechtſprechung liegt es,
dieſe neue Stelle ſchleunigſt zu ſchaffen. Unſere Anregung,
betr. den Zwangsvergleich außerhalb des Konkurſes, wird
noch eine geſetzliche Regelung zur Folge haben. Bezüglich
der Rechtsverhältniſſe der Rechtsanwaltsgehilfen wünſchen
wir, daß es gelingt, im Wege des Tarifvertrages eine
Einigung herbeizuführen, und nicht auf geſetzlichem Wege.
Die Gebührenordnung der Rechtsanwälte ſollte bald
ge=
ändert werden. Einigermaßen befremdend war der
Stand=
punkt des Staatsſekretärs gegenüber den Geſchäften mit
unheilbar Geiſteskranken. Wenn in Berlin Mißſtände
vorhanden ſind, ſo beſtehen eben dieſe Mißſtände und
müſſen geſetzlich beſeitigt werden. Bezüglich der
Prozeß=
verſchleppung bin ich der Meinung, daß wir die
öſterrei=
chiſche Zivilprozeßordnung nicht auf unſere Verhältniſſe
übertragen können. Auch da kann ſich das Wort „ſchnell und
ſchlecht” verwirklichen, wenn wir auch eine Beſchleunigung
für wünſchenswert und möglich halten. Die Heranziehung
des Arbeiterſtandes zu Schöffen iſt unſere alte Forderung.
Auch die Volksſchullehrer ſollten zu dieſem Amt
heran=
gezogen werden, und jetzt angeſichts der
Jugendgerichtsbar=
keit auch endlich die Frauen. Die Mißbilligung des
Juſtiz=
miniſters gegenüber dem Richter im Knittelprozeß
halten=
wir für angebracht. Auch das Verhalten des erſten
Staats=
anwalts hätte gemißbilligt werden müſſen. Unverſtändlich
iſt die Ablehnung des Dortmunder Staatsanwalts, gegen
einen Anwalt wegen unlauteren Machenſchaften
vorzu=
gehen. Der Anwaltſtand braucht eine ſolche Erörterung
von Mißſtänden nicht zu ſcheuen; im Gegenteil dient man
mit einer ſolchen Klarſtellung der Allgemeinheit. Auch das
Juſtizminiſterium hat es abgelehnt, den Anwaltſtand
gegen Angriffe durch die Preſſe zu ſchützen. Wann liegt
denn überhaupt ein öffentliches Intereſſe vor, wenn nicht
hier? Wegen eines Artikels „Bauernfang” in einer
frei=
ſinnigen ſchleſiſchen Zeitung erhob zum Schutze des
Bun=
des der Landwirte der Staatsanwalt im öffentlichen
In=
tereſſe die Anklage. (Hört, hört!) Das iſt die Folge
da=
von, daß der Bund der Landwirte als nichtpolitiſcher
Ver=
ein in das Vereinsregiſter eingetragen worden iſt. Die
geſtrigen Zirkusreden laſſen doch die Annahme, daß der
Bund unpolitiſch iſt, ſehr bedenklich erſcheinen. In dieſet
Hinſicht iſt eine Nachprüfung notwendig.
Die Zahl der Anwälte beim Reichsgericht muß
ver=
mehrt werden. Das Exiſtenzminimum für Privatangeſtellte
muß erhöht werden. Die Pfändbarkeit der
überſchießen=
den Summe führt zum Abſchluß von Scheinverträgen
zu=
gunſten der Frau und das Reichsgericht hat dieſe
Schein=
verträge ſoaar für gültig erklärt. Man ſollte dieſe nicht
pfändbare Summe beiſpielsweiſe bei unverheirateten auf
1800 Mark anſetzen und für Familienväter entſprechend
der Größe ihrer Familien erhöhen. Dankenswert iſt das
Vorgehen der vereinigten Rechtsauskunftsſtellen gegen die
Schwindelfirmen. Die Reichsregierung ſollte dieſe
Rechts=
auskunftsſtellen durch Mitteilungen über ſolche
Schwindel=
firmen unterſtützen, wie es ſeitens der preußiſchen
Regie=
rung geſchieht. Die Verhältniſſe im Plakatweſen und die
Rechtſprechung bezüglich des öffentlichen Verteilens von
Flugblättern führen zu Unzuträglichkeiten, die mit unſerer
modernen Anſchaunng in direktem Widerſpruch ſtehen.
Beſonders das preußiſche Preſſegeſetz iſt ein reines
Aus=
nahmegeſetz Wir fordern deshalb eine Vermehrung dieſer
Materie nach modernen, vernünftigen Grundſätzen. In
der Frage des konfeſſionellen Eides habe ich bereits vor
mehreren Jahren einen Antrag eingebracht, daß
demjeni=
gen, der aus religiöſen Gründen die Eidesformel nicht
ſprechen will, erlaubt ſein ſoll. eine andere Formel zu
ge=
brauchen. Wir wollen die religiöſe Eidesformel nicht
ab=
ſchaffen, ſondern denen, die ſie nicht anwenden wollen, die
Möglichkeit geben, eine religiöſe Beteuerungsformel au
deren Stelle zu benützen. Bei der Frage des Schutzes der
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Februar 1914.
Nummer 49,
Jugend gegen den Schmutz in Wort und Bild muß ein
Unterſchied gemacht werden zwiſchen künſtleriſchen und
rein unzüchtigen Darſtellungen. Der Geiſt einer
krankhaf=
ten Prüderie beherrſcht weite Kreiſe des Volkes. Man
nimmt Anſtoß an den nackten Armen eines jungen
Mäd=
chens, an den Wadenſtrümpfen eines Knaben und auch an
der Nationaltracht der bayeriſchen Aelpler. (Widerſpruch
und Sehr richtig!) Deshalb erheben wir den Ruf nach
der Freiheit der Kunſt und nach Erziehung der Menſchen
zu einem höheren Grade der Sittlichkeit. (Beifall.)
Abg. Holtſchke (konſ.): Wir bedauern, daß der
alt=
preußiſche Brauch außer Uebung gekommen iſt, einen
Aus=
tauſch zwiſchen Rechtsanwälten und Richtern vorzunehmen.
Die Verhandlungen zwiſchen Anwälten und
Anwaltsan=
geſtellten müſſen wir abwarten. Einen ſechſten
Reichsan=
walt werden wir gemäß unſerer Haltung im vorigen Jahr
bewilligen. Die Klagen der Sozialdemokratie über
Klaſ=
ſenjuſtiz haben ſich ſchon weſentlich abgeſchwächt. Jetzt
wird es ſo dargeſtellt, als ob die Richter auf Grund ihrer
Erziehung unbewußt zur Klaſſenjuſtiz kommen und ſo nicht
die Fähigkeit beſitzen, ſich in die Seele eines Arbeiters zu
verſetzen. Auch dieſer Vorwurf iſt nicht berechtigt. Die
Wahl der Richter aus dem Volke wäre kein gutes Mittel,
Dadurch würden wir erſt recht zur Klaſſenjuſtiz kommen.
Wir ſind bereit, alles zu tun, um unſere Richter ſo weit
als möglich unabhängig zu ſtellen. Eine unparteiiſche
Rechtſprechung iſt eine Staatsnotwendigkeit, für die wir
ſtets eingetreten ſind und eintreten werden. (Beifall.)
Abg. Mertin (Rchpt.): Wir ſtimmen für den ſechſten
Reichsanwalt. Wir ſind keine Feinde der
Novellengeſetz=
gebung. Für die Jugendgerichte iſt die Zuziehung der
Lehrer ſehr angebracht. Wenn ſie nicht Schöffen und
Ge=
ſchworene werden können, ſo ſind die Lehrer in der guten
Geſellſchaft der Miniſter, Anwälte und Richter. Es liegt
darin ſogar eine ſchmeichelhafte Anerkennung der hohen
Stellung der Schule. Die nationalliberale Reſolution auf
Vereinheitlichung der Rechtſprechung iſt praktiſch nicht
durchführbar. Die beſchränkte Zahl der beim Reichsgericht
zugelaſſenen Anwälte beruht auf früheren Wünſchen der
Anwaltſchaft. Tatſächlich haben ſich aber im Laufe der
Zeit Unzuträglichkeiten herausgeſtellt. Der Prozeß Knittel
zeigt, daß die Richter unter allen Umſtänden danach ſtreben,
unabhängig Recht zu ſprechen. (Widerſpruch im Zentrum.)
Wenn im Brand=Prozeß der Oberſtaatsanwalt auf Grund
eines Zeitungsartikels eine pathetiſche Erklärung
abge=
geben hat, ſo halten wir das für ungehörig. Der
Vertei=
diger Juſtizrat Gordon hat das Richtige getroffen, wenn
er es prinzipiell ablehnte, ſich mit dem Prozeß zu
beſchäf=
tigen. Die Nichtvereidigung des Landrats Rötger mußte
einen unberechtigten Makel auf dieſen einwandfreien
Zeu=
gen werfen. In unſerem Volke beſteht noch das Vertrauen
zu unſerem Richterſtand, daß er beſtrebt iſt, der
Gerechtig=
keit zum Siege zu verhelfen. Wir wollen alles tun, um
dieſes Vertrauen zu ſtärken.
Abg. Werner=Hersfeld (Deutſche Refpt.): Mit der
nationalliberalen Reſolution auf Beſchleunigung und
Ver=
einheitlichung der Rechtſprechung ſind wir einverſtanden.
Die Heranziehung der Arbeiter zum Schöffenamt wünſchen
auch wir. Dann ſollten aber auch die Gaſtwirte nicht
ver=
geſſen werden, da es ſich oft um Fragen handelt, bei
denen ſie Sachverſtändige ſind. Falſche Prüderie
verurtei=
len auch wir. Vor allem ſollte man die ſchmucken
Trach=
ten der bayeriſchen Aelpler vom Standpunkte der Schönheit
und nicht vom Standpunkte der Sittlichkeit betrachten. Die
Sittlichkeit hat mit dieſen Dingen gar nichts zu tun. Der
Forderung auf reichsgeſetzliche Regelung des Irrenweſens
kann ich mich nur anſchließen. Die jetzige Irrenfürſorge
zeitigt die ſchlimmſten Folgen. Die Privatirrenanſtalten
nehmen derartig große Honorare, daß nur die
Wohlhaben=
den dort Aufnahme finden können. Daraus erklärt ſich
auch, daß ſich die Gemeinden ſo lange ſträuben, einen
Geiſteskranken in ein Irrenhaus zu ſchicken. Hier muß
das Reich eingreifen. (Beifall.)
Abg. Dr. Landsberg (Soz.): Im Intereſſe der
guten Qualität der Anwaltſchaft iſt die freie Advokatur
unbedingt erforderlich. (Sehr richtig! bei den Soz.) Die
nationalliberale Reſolution auf Beſchleunigung und
Ver=
einheitlichung der Rechtſprechung bedeutet eine nicht
beab=
ſichtigte Herabwürdigung der unteren Inſtanzen, da die
Anſicht darin vertreten wird, daß dieſe Inſtanzen lediglich
für den Papierkorb arbeiten. Wir können dem Antrage
nicht zuſtimmen. Der anderen Reſolution können wir nur
inſoweit zuſtimmen, als es ſich um die Behandlung der
Geiſteskranken im Prozeßverfahren, um Ausdehnung der
ſchöffengerichtlichen Zuſtändigkeit, der Volksſchullehrer zum
Schöffen= und Geſchworenenamt und die religiöſe
Erzieh=
ung der Kinder aus gemiſchten Ehen handelt. Ueberflüſſige
Eidesabnahmen halten auch wir für verkehrt. Wenn
Zeu=
gen mit Recht unvereidigt geblieben ſind, dann iſt dies im
Krupp=Prozeß geſchehen. Die Frau Ewers in Zabern, die
Anwartſchaft hat, von den Altdeutſchen zu einer Art
Jung=
frau von Orleans gemacht zu werden (Große Heiterkeit)
wird natürlich für abſolut glaubwürdig erachtet. Nur ein
Menſch in Deutſchland kann ſich gewiſſermaßen gegen die
Verſchleppung ſeines Prozeſſes nicht beſchweren, das iſt
Fürſt Eulenburg. (Große Heiterkeit.) Auf die Fixigkeit
kommt es nicht ſo an, wie auf die Richtigkeit, und deshalb
möchte ich auch die öſterreichiſche Prozeßordnung mit der
unſeren nicht vertauſchen. Die Oeffentlichkeit iſt für die
Gerichtsbarkeit ſo nötig, wie das liebe Brot. Die
ſozial=
demokratiſche Preſſe hat ſich von Senſationen ſtets
fern=
gehalten. Auswüchſen der Preſſe zu begegnen, können wir
nur zuſtimmen. Ueber den Begriff der Schmutzliteratur
werden wir uns ſchwer einigen. Gewiſſe ſüßliche
Traktät=
chen ſind für den religiöſen Wahnſinn mehr verantwortlich
zu machen, als Gerichtsberichte für Verbrechen. Mit der
geplanten Bekämpfung des Schmutzes in der Literatur
wird nicht erreicht werden können, daß nicht gewiſſe
Men=
ſchen durch Aſtlöcher gucken. (Heiterkeit.) Daß unſere
Rich=
ter teilweiſe bemüht ſind, auch Arbeitern zu ihrem Recht
zu verhelfen, beſtreite ich nicht. Dies Wohlwollen hört aber
auf, wenn es ſich um Arbeiterorganiſationen handelt.
Außerordentlich hart ſind die Urteile wegen Beleidigungen
bei Streiks, ſoweit es ſich um Streikende handelt. Die
Richter müſſen auch innerlich unabhängig und frei von
Vorurteilen ſein. Daß in Deutſchland eine Klaſſenjuſtiz
beſteht, iſt eine traurige Tatſache. Der ſchönſte Tag meines
Lebens würde es ſein, wenn ich erklären könnte, es gibt
hier keine Klaſſenjuſtiz mehr. (Beifall bei den Soz.)
Abg. Dr. Bell (Zentr.): Es iſt zuzugeben, daß es
eine Reihe von Urteilen gibt, die bedenklich erſcheinen.
Daraus kann man aber doch nicht den Vorwurf
Klaſſen=
juſtiz herleiten. Im Volke verſteht man unter
Klaſſen=
juſtiz aber ganz etwas anderes, als der Abg. Heine hier
ausgeführt hat. (Sehr richtig! Wiederſpruch bei den Soz.)
Von dem Wort Klaſſenjuſtiz bis zum Klaſſenhaß iſt nur
ein Schritt. (Sehr richtig!) Deshalb ſollten die Herren
von der äußerſten Linken, die im Ernſt eine Beſſerung
unſerer Rechtsverhältniſſe erſtreben, mit dem Vorwurf
Klaſſenjuſtiz recht ſparſam ſein. Die theoretiſche und
prak=
tiſche Ausbildung unſerer jungen Juriſten muß einen
ſtärkeren ſozialen und wirtſchaftspolitiſchen Einſchlag
er=
halten, damit ſie ſich als Richter ſpäterhin beſſer in die
See=
len der Angeklagten hineindenken können. Die
national=
liberale Reſolution auf Beſchleunigung und
Vereinheit=
lichung der Rechtspflege iſt praktiſch undurchführbar. Für
Schimpffreiheit der Preſſe bin ich keineswegs. Kann aber
ein Redakteur, der in ſcharfen Worten tatſächlich Mißſtände
gegeißelt hat, den Wahrheitsbeweis antreten, ſo darf er
nicht verureilt werden. Die Entſchädigung unſchuldig
Ver=
urteilter muß möglichſt liberal vorgenommen werden. Der
Staatsanwalt ſollte es ſich angelegen ſein laſſen, auch den
Rechtsanwaltsſtand in ſeinen Schutz zu nehmen. Die
Ge=
richtsurteile und Verfügungen müſſen einfach, klar und
dem gewöhnlichen Mann verſtändlich ſein. Das Verhalten
des Vorſitzenden im Knittelprozeß legt den Wunſch nahe,
daß in Zukunft zu Strafkammervorſitzenden nur Perſonen
gewählt werden, die die nötige Objektivität beſitzen. Die
ſkandalöſe Senſationsberichterſtattung über
Gerichtsver=
handlungen muß wegen der demoraliſierenden Wirkung
vermieden und mit allen Mitteln bekämpft
wer=
den. Bei dem im Intereſſe unſeres deutſchen Volkes
notwendigen Kampf gegen Schmutz in Wort und Bild
wer=
den wir uns auch durch Beſchimpfungen nicht beeinfluſſen
laſſen. Wir wollen die wahre, edle Kunſt, nicht aber eine
Scheinkunſt, die wir energiſch bekämpfen, und ich hoffe,
daß alle, die die wahre Volksgeſundung anſtreben, Schulter
an Schulter mit uns gegen die Senſationslüſternheit
kämp=
fen werden. (Beifall im Zentrum.)
Hierauf wird vertagt. — Nächſte Sitzung
Mitt=
woch 1 Uhr: Fortſetzung. — Präſident Dr. Kaempf gibt
der Hoffnung Ausdruck, daß der Reichsjuſtizetat morgen
erledigt werden kann, auch ohne Inanſpruchnahme einer
eventuellen Abendſitzung. — Schluß nach ¾8 Uhr.
* Berlin, 17. Febr. Die Kommiſſion des
Reichstages zur Beratung des Geſetzentwurfes,
betr. die Sonntagsruhe, hat in dem Antrag Mumm
(Wirtſch. Vgg.) und in dem Antrag Bender (Soz.) die
geforderte allgemeine Sonntagsruhe mit
gegen 11 Stimmen abgelehnt.
* Berlin, 17. Febr. Die Budgetkommiſſion
des Reichstages lehnte heute vormittag die als erſte
Baurate im Etat des Innern angeforderten 145800=Mark
für das in Verbindung mit dem Königlich Preußiſchen
Ge=
heimen Staatsarchiv in Berlin zu errichtende
Reich’s=
archiv gegen die Stimmen der
Konſervati=
ven ab.
Elſaß=Lothringiſcher Landtag.
* Straßburg i. E., 17. Febr. Die Zweite
Kammer beſchäftigte ſich in ihrer Nachmittagsſitzung
mit dem Etat des Statthalters, wobei Abg=
Emmel (Soz.) an die Regierung die Frage ſtellte was
der Statthalter getan habe, um den Irrtum des
Reichs=
kanzlers im preußiſchen Herrenhauſe richtig zu ſtellen, daß
der Kaiſer die elſaß=lothringiſchen Bundesratsſtimmen
inſtruiere. Dies würde mit den tatſächlichen
verfaſſungs=
mäßigen Beſtimmungen in Widerſpruch ſtehen. Redner
vertrat die Anſicht, daß dem Landtage auf Grund ſeines
Kontrollrechtes eine Ueberſicht über die Stellungnahme
der Bevollmächtigten zum Bundesrat vorzulegen ſei. Die
Regierung ſolle ſich ferner darüber äußern, ob ſie zu den
Ausnahmegeſetzen (Beſchränkung der Preß= und
Vereing=
freiheit) ebenſo Stellung nehmen wolle wie die alte=
Re=
gierung. Als Redner noch eine größere Reihe weitern
Fragen aufgeworfen hatte, wurde er vom Präſidenten
aufgefordert, zur Sache zu ſprechen. Nach längerere
ſchäftsordnungsdebatte und nachdem Abg. Emmel geen
hatte, ergriff Staatsſekretär Graf v. Roedern
Wort. Er verwies auf den § 2 der elſaß=lothringiſch
Verfaſſung, wonach der Statthalter die
Bunde=
ratsbevollmächtigten ernennt und in
ſtruiert. Es ſei ihm erinnerlich, daß der Reichskanzien
nur meinte, in der Praxis würde ſich eine Divergen
nicht ergeben können. Wer die Fälle, die den Bundeska
beſchäftigen, kenne, der wird zugeben, daß eine
Ueber=
ſicht der Inſtrultionen der Bundesratsbevollmächtigten
praktiſch nicht möglich iſt. Bei großen wirtſchaftlichen
und allgemein politiſchen Fragen werde die Regierung
ſtets über die Richtlinien ihrer Politik Auskunft geben
Die Frage der Aenderung reichsgeſetzlicher Beſtimmungen
auf dem Gebiete des Preß= und Vereinsrechtes ſei an
die Regierung nicht herangetreten. An den Grundzügen
unſerer Wirtſchaftspolitik ſoll nichts geändert werden
Der Waſſerwirtſchaft unſeres Landes und den
Reichs=
eiſenbahnen wird die Regierung volle Aufmerkſamkeit
wenden. Abg. Hauß (Ztr.) findet es erfreulich, daß ſich
auch die neue Regierung auf den Paragraphen 2der
elſaß=lothringiſchen Verfaſſung beruft. Es werde daher
im Gegenſatze zu der Meinung des Reichskanzlers ſehr
häufig der Fall ſein, daß eine Divergenz zwiſchenden
preußiſchen und den elſaß=lothringiſchen Stimmen
ein=
treten muß; denn unſere Landesintereſſen haben dochden
preußiſchen voranzugehen. Wenn der Herr Staatsſekrei
geſagt haben wollte, daß er ſich in Zukunft gegen
nahmegeſetze wehren würde, dann wird er die geſamte
Zweite Kammer hinter ſich haben. Das, was die alte
gierung getan habe, dürfe nicht in allem der neuene
gierung als Maxime dienen. Es ſei zu berückſichtigen, daß
der Antrag auf Ausnahmegeſetze unter dem derzeitign
Statthalter geſtellt würde. In der weiteren Debatte
tonte der Abg. Wolf (lib.), daß die wichtigſte Errung
ſchaft unſerer Verfaſſung eben die ſei, daß der Statthie
einem Souverän gleichgeſtellt würde, hinſichtlich desRe
tes, Bundesratsbevollmächtigte zu ernennen und zu
in=
ſtruieren. — Abg. Mayer (Soz.) fordert eine
Ver=
tretung der Arbeiterſchaft in der Erſten Kammer=—
Darauf wurden die Repräſentationskoſten des Statthalters
bewilligt unter Aufrechterhaltung des früheren
Be=
ſchluſſes, daß bei dem künftigen Statthalter 100000 Mark
wegfallen ſollen. Die betreffende Etatspoſition
beträgt=
bisher 200000 Mark. Den Titel „Dispoſitionsfonds des
Stathalters 100000 Mark” beantragen die Sozialdemon
kraten gleichfalls zu ſtreichen. Auf Antrag des Abg=
Hauß (Ztr.) wurde die Abſtimmung über dieſe Poſition
ausgejetzt, bis der Bericht der
Rechnungsprüfungs=
kommiſſion vorliegt.
Luftfahrt.
— Berlin, 17. Febr. Um die letzte
Probe=
fahrt des für die Militärverwaltung beſtimmten Z
perſönlich zu keiten, traf geſtern Graf Zeppelin in
Pots=
dam ein. Gegen 3½ Uhr beſtieg er die Führergondel
Der „Z. 7” erreichte in 17 Minuten Berlin. Hier ließ
der Graf das Luftſchiff ſeine Schleifen ziehen, wobeies
Höhen von 1200 bis 1500 Metern inne hatte. Aufeder
Rückfahrt nach Potsdam wurde der Wannſee in etwa
2000 Meter Höhe überflogen.
* Johannisthal, 17. Febr. Heute morgen un
7½ Uhr ſtartete in Johannisthal der Flieger Breſſel
auf einer Rumplertaube um den Städtepreis der
Nationalflugſpende. Er hat 450 Liter Benzi
mit ſich und hat die Abſicht, 10 bis 12 Stunden zu fliegen=
Breſſer hat den Flugplatz in der Richtung nach Frankfun
am Main verlaſſen.
Tödlicher Fliegerabſturz.
* London, 17, Febr. Wie aus Neu=York gemeldet
wird, unternahm geſtern Leutnant Murray in
Penſa=
cola im Staate Florida mit ſeinem Waſſer=Aeroplan
einen Höhenflug. Plötzlich neigte ſich der Apparat zur
Seite und ſtürzte aus 800 Fuß Höhe ins Waſſer. Die ſofor
unternommenen Rettungsverſuche hatten keinen Erfolg=
Man konnte nur die Leiche des unglücklichen Fliegers aus
dem Waſſer bergen. Dem Fluge wohnten Tauſende von
Zuſchauern bei.
Der König der Belgier verunglückte
* Brüſſel, 17. Febr. Der König der Beld
gier, der heute vormittag einen Spazierritt im Walder
von Loignies in der unmittelbaren Umgebung von
Brüſſel unternahm, ſtürzte mit ſeinem Pferde und trug
einen Bruch des linken Armes davon.
— Brüſſel, 17. Febr. Ner Unfall des=Köe
nigs geſchah dadurch, daß das Pferd über einen Stein
ſtolperte, hierdurch zu Fall kam und den Reiter mit ſich
zog. Der König wurde eiligſt ins Schloß gebracht, wol
zwei Aerzte einen Bruch des linken Armes feſtſtellten.
* Brüſſel, 17. Febr. Ein um 4 Uhr ausgegebenes
Bulletin beſagt, der König hat außer einem
ſchie=
fen Bruch des linken Armknochens eine Zers
rung des rechten Knies davongetragen. Der Arm
wurde heute vormittag eingeſchient. Der allgemeine
Zu=
ſtand iſt ſehr befriedigend.
Großherzogliches Hoftheater.
Dienstag, 17. Februar.
Der Kaufmann von Venedig.
W-l. Vor ausverkauftem Hauſe ging heute abend
Shakeſpeares „Kaufmann von Venedig” in neuer
Ein=
ſtudierung und Inſzenierung in Szene. Die Aufführung
war eine der intereſſanteſten dieſer Saiſon. Die Rolle
des Shylok ſpielte Herr Albert Heine vom
Hofburg=
theater in Wien, der ſie in einer von der herkömmlichen
abweichenden Auffaſſung darſtellte. Es war nicht der
heimtückiſche und hinterliſtige, ſeinen Grimm und ſeine
Rachegedanken bis zur Kataſtrophe ſchlau und tückiſch in
ſich verſchließende alte Jude, ſondern ein von maßloſer
Leidenſchaft erfüllter Haſſer, deſſen Rachegedanken ſich mit
unverhohlener Leidenſchaft Luft machen, ein Fanatiker des
Haſſes, deſſen wilde Temperamentausbrüche mehr in
ſeiner ganzen Handlungsweiſe gegenüber ſeinem
Tod=
feinde, dem Chriſten Antonio, als in ſeinem Alter
be=
gründet erſcheinen. Durch das leidenſchaftliche Tempo,
mit dem er einſetzte, beraubte er ſich der Möglichkeit
einer Steigerung in der Gerichtsſzene, die ſonſt als den
Höhepunkt der Darſtellung betrachtet wird. Als
ſchau=
ſpieleriſche Leiſtung, namentlich auch hinſichtlich der
Her=
ausarbeitung der Details, des Mienenſpiels und der
ſprachtechniſchen Behandlung, iſt ſein Shylok als ganz
hervorragend zu bezeichnen, der das Publikum vom
An=
fang bis zum Schluſſe in Spannung hielt und begeiſterte.
Nach dem 4. Akte wurde er ſechs= bis ſiebenmal
hervor=
gerufen.
Mindeſtens ebenſo intereſſant wie das Gaſtſpiel war
die Neuaufmachung des Stückes, die in einzelnen Szenen
einer Umbildung gleichkam. Namentlich gilt dies von
dem der Tragödie des Antonio in Venedig eingefügten
und mit ihr meiſterhaft zu einer Handlung verſchlungenen
Luſtſpiel von Belmonte, das auf einen ganz neuen Ton
geſtimmt war. Man hat dabei wohl an den Stil der
Shakeſpeareſchen Zeit gedacht. War ſchon aus der
vor=
nehmen und geiſtig überragenden Patrizierin Porzia ein
naives und lebensluſtiges, verliebtes Mädchen gemacht
worden, ſo war die Werbeſzene auf Porzias Landſitz zu
einer Shakeſpeareſchen Burleske voll Leben und
Ausge=
läſſenheit umgeſtaltet worden, in welcher der liebestolle,
von der Kultur unbeleckte Prinz von Marokko und der
närriſche Trottel Prinz von Aragon die Hauptrollen
ſpiel=
ten. Dieſe Burleske diente als Folie zu der wundervoll
herausgearbeiteten, von dem Geſang eines Damenterzetts
begleiteten ernſten Werbeſzene Baſſanios, die durch dieſen
Kontraſt erſt in das rechte Licht gerückt wurde und deſto
prächtiger wirkte. Das anfängliche Befremden über das
burleske Spiel wich, nachdem man die Abſicht erkannt
hatte, einer herzlichen Freude an dieſem neuen
Shake=
ſpeare, und man mußte alle Bedenken niederſchlagen und
ſich für beſiegt erklären. Auch das Begleitſpiel des zweiten
Liebespaares, das früher oft aufdringlich wirkte, war
viel natürlicher und hübſcher herausgearbeitet.
In der Gerichtsſzene erſchienen nun Porzia und
Neriſſa endlich, nachdem wir immer wieder und noch das
letzte Mal das Beibehalten der unveränderten Maske als
unſinnig bezeichnet hatten, in Verkleidung. Porzia trug
eine dunkle Perücke und beide eine Brille. Außerdem
ſprach Porzia mit verſtellter Stimme. Jetzt endlich
be=
kam die Ringſzene mit ihren Liebhabern erſt Sinn.
Die neuen Szenenbilder boten viel Schönes
Be=
ſonders hervorzuheben iſt das Straßenbild vor Shyloks
Hauſe mit der anſteigenden Treppe im Hintergrund, die
ein wirkungsvolles Auf= und Abtreten der Perſonen
er=
möglichte, ferner die ſtimmungsſchöne Mondnacht auf
Porzias Landſitz, in der die wundervollen Verſe über
die Muſik zum erſten Male auch eindrucksvoll geſprochen
wurden. Die Gerichtsſzene hatte den früheren
Anachro=
nismus der Oeffentlichkeit beſeitigt, durch die lebhaftere
Anteilnahme Antonios und ſeiner Freunde an der
Hand=
lung und den zur Schau getragenen Triumph über die
verdiente Strafe Shyloks geſtaltete ſich die Szene aber
nicht weniger lebendig und dramatiſch als früher.
Dies ſind die wichtigſten Punkte, die aus der ſo vieles
Intereſſante bietenden Neuinſzenierung hervorzuheben
wären; von weiteren Einzelheiten können wir abſehen.
Zum Schluß noch ein Wort über die Darſteller. Frau
Meißner paßte ſich als neue Porzia der neuen
Auf=
faſſung gut an; in das Belmonte früheren Stils würde
ſie nicht hineingepaßt haben. Sehr nett war die Neriſſa
der Frau Gothe. Die Rolle des Antonio ſpielte Herr
Heinz mit vieler Wärme; ein temperamentvoller und
liebenswürdiger Liebhaber als Baſſanio war Herr
Bau=
meiſter, der auch die Regie führte. Der jugendliche und
friſche Graziano des Herrn Ehrle verdient noch
beſon=
ders lobend erwähnt zu werden. Frl. Pils als Jeſſika
und Herr Schneider als Lorenzo füllten ihre Rollen
gut aus; anfangs ſprach Frl. Pils zu haſtig. Neben den
Herren Jannings als dunkelfarbiger und Jürgas
als närriſcher Prinz verdienen noch die Herren
Peter=
ſen als Lanzelot und Eisner als Gobbo welche die
Begegnungsſzene vor Shyloks Hauſe mit wohlgelungener
derbkomiſcher Charakteriſtik ſpielten, lobende Erwähnung.
Nummer 49.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Februar 1914.
Seite 7.
Schnee und Sturm in Amerika.
* Neu=York, 16. Febr. Die
Winter=
me die vorige Woche begonnen haben, dauern
und verurſachen auf allen Bahnen große
Verkehrs=
ungen. Die Poſtzüge aus Chikago kommen mit
zehn=
jSiger Verſpätung an. Bei den Untergrundbahnen und
Deren hieſigen Verkehrsſyſtemen ſtaut ſich der Verkehr
Der Feuerwehrkommiſſar teilte mit, daß die Feuer=
Alrſtationen ſo gut wie eingeſchneit ſeien und fordert
Bürgerſchaft auf, beſondere Vorkehrungen gegen den
Abbruch von Feuer zu treffen.
— Neu=York, 16. Febr. Der heftige Sturm der
bien Tage hält noch immer an. 40 Dampfer unter
in zehn große Paketdampfer, ſind in Neu=York
über=
fllig. Der engliſche Dampfer „Campania” der
nzöſiſche Dampfer „Savoye” und der deutſche Dampfer
Nuerika” die geſtern mit den Poſtſendungen aus
Eng=
ſie, Frankreich und Deutſchland hier eintreffen ſollten,
ſiden vorausſichtlich erſt heute abend oder morgen früh
Hafen von Neu=York eintreffen. Das heftige
c neetreiben hat geſtern nachgelaſſen, idoch itt der
Reerichtete Schaden recht erheblich. Die Bezeitigung der
ße enmaſſen niedergegangenen Schnees wir der Stadt
üs=York nicht weniger als 500000 Dollar Koſten
ver=
uchen.
* Neu=York, 16. Febr. Der furchtbare Sturm,
ſr in den letzten Tagen die Oſtſeeküſte der Vereinigten
ſſaten entlangfegte, hat auch eine Reihe ſchwerer
ſtäffsunfälle im Gefolge gehabt. Der Sechsmaſter
Mavahoe” ein Petroleumtankſchiff der Standard Oil
ſbmtpany, wurde von dem Sturm von der Ankerkette
ge=
ſſen und gegen den Strand geworfen. Die
Ha=
ien, die das Schiff erlitten hat, ſind bedeutend.
* St. John (Neu=Fundland), 16. Febr. Der
glepper „Potomac” von der amerikaniſchen
ſſatte, der an der Weſtküſte von Neu=Fundland im Eiſe
gehalten iſt, iſt am Samstag aufgegeben worden.
füziere und Mannſchaften, zuſammen 36 Mann, haben
ſſe Küſte ohne Unfall erreicht.
* Woods Holl (Maſſaſſuchetts), 17. Febr. Dee
anzſiſche Dampfer „Roma” von der Fabre=Linße
ſe det drahtlos, daß er bei der Inſel Nomansland in der
ſäse der Inſel Marthas Vineyard auf Grund
ge=
aben ſei. Es herrſche heftiger Schneeſturm, doch
ildas Schiff nicht leck geworden und es beſtehe keine
un=
kirtelbare Gefahr.
* Neu=York, 17. Febr. Der Dampfer „Roma”
bei der Inſel Nomansland aufgelaufen war, iſt
ieder flott.
Vom Balkan.
Die Beziehungen Bulgariens und Serbiens.
* Sofia 17. Febr. Heute überreichte der
neu=
rnannte ſerbiſche Geſandte Tſcholck Antitſch
lent Könige in feierlicher Audienz ſein
Beglaubig=
r gsſchreiben mit folgender Anſprache: „Ich
ane die dankbare Erinnerung an das Wohlwollen
be=
bahrt, das Eure Majeſtät geruhten, mir während meines
tühheren Aufenthaltes in Eurer Majeſtät Hauptſtadt zu
lezeugen, und die ſchmeichelhafte Sendung, die mir ſoeben
mnvertraut wurde, iſt mir daher um ſo angenehmer. Meine
niſſion hat zum Ziele, die guten Beziehungen
Ur iſchen Bulgarien und Serbien
wieder=
lerzuſtellen und zu pflegen. Ich werde gemäß
e Abſichten meiner königlichen Regierung alle meine Be=
Milhungen darauf richten, die Beziehungen und die ſo
Mühlreichen gemeinſamen Intereſſen zwiſchen beiden Nach=
Aa ſtaaten auszugeſtalten. Ich werde beſonders glücklich
ein, wenn es meinen Bemühungen, die mir zugefallenen
hoenvollen Aufgaben zu erfüllen, gelingt, mir die mächtige
funtterſtützung Eurer Majeſtät zu erwerben und die
wert=
olle Mitwickung Eurer Majeſtät Regierung zu ſichern.”
imig Fardinand erwiderte: „Ich danke Ihnen für
ſi liebenswürdigen Worte, mit denen Sie Ihres frühe=
: Aufenthaltes in Bulgarien gedachten, an den auch ich
beſte Erinnerung bewahrte und für die Gefühle die
ie mir in dem Augenblicke ausdrücken, da Ihre Miſſion,
Ihnen ſoeben anvertraut worden iſt, Sie in meine
hauptſtadt zurückführt. Dieſe Gefühle ſind eine
Garan=
ſie für die Sorgfalt die Sie anwenden werden um die
ſucken Beziehungen zwiſchen Serbien und Bulgarien
ſeederherzuſtellen und zu pflegen, und für die
Be=
shungen, die Sie gemäß den Abſichten Ihrer königlichen
lnggierung der Entwicklung der Beziehungen und der ſo
Aahlreichen gemeinſamen Intereſſen zwiſchen den beiden
Aſſaechbarſtaaten widmen werden. Indem ich Sie vom
heu=
ſie en Tage an meiner Unterſtützung und der Mitwirkung
näiner Regierung verſichere in allem, was Ihnen die
Er=
üllung dieſer Aufgabe wird erleichtern können, heiße ich
Ede, Herr Geſandter, unter uns willkommen.”
Die Antwortnote Griechenlands.
* Athen, 17. Febr. Die Antwort
Griechen=
ands auf die Note der Mächte wird
wahrſchein=
llich bis Samstag den Mächten überreicht werden.
Nan glaubt, daß Griechenland erklären werde, die
ge=
llaßten Beſchlüſſe loyal auszuführen und anzuwenden;
bech werde Griechenland hinzufügen, die Bedingung der
Müchtbefeſtigung der Inſeln ſchließe die
Not=
riendigkeit der ſeitens der Mächte zu gebenden Gacantien
n ſich, daß die Inſeln nicht angegriffen werden. Deshalb
rerdd Griechenland dementſprechende Verſicherungen
gettens der Mächte erwarten. Ferner werde Griechenland
iblären, daß es die Rechte der Minoritäten achten,
anderer=
leits die perſönliche, nationale religiöſe und Schulfreiheit
ür Griechen, die albaniſche Staatsangehörige werden,
ſo=
rie für jene griechiſchen Inſelbewohner, die türkiſche
Umtertanen werden, verlangen. Endlich werde
Griechen=
land fordern, daß die Küſte gegen Korfu nicht befeſtigt
ſrärde, angeſichts des Umſtandes, daß Griechenland Korfu
in Beachtung der Verträge niemals befeſtigt habe. Die
AAnttwortnote tut auch der Verbeſſerung der Südgrenze
Al baniens Erwähnung.
* Berlin, 17. Febr. Der Prinz zu Wied reiſte
haute mittag 1 Uhr nach London ab. Er wird den
Rückweg über Paris nehmen.
* Berlin, 17. Febr. Die Nordd. Allg. Ztg. meldet:
Ter Reichskanzler empfing geſtern nachmittag den
Prinzen zu Wied und heute vormittag den
Ge=
ſamdten in Belgrad, Freiherrn v. Grieſinger.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 17. Febr. Der Kaiſer gedenkt ſich morgen
abend nach Karlsruhe zu begeben, um an den
Beiſetzungs=
fererlichkeiten der Prinzeſſin Wilhelm von Baden
teilzu=
ne hmen.
7 Zabern, 17. Febr. As ſeinerzeit, am 24. Januar
der Rekrut Henck vom Infanterie=Regiment Nr. 99 vor
Ablauf ſeiner Strafe (42 Tage Mittelarreſt), aus der
Haft entlaſſen wurde, ging die Nachricht durch
die Preſſe, daß der Kaiſer ihm einen Teil der Strafe (13
Tage) im Gnadenwege erlaſſen habe. Jetzt ſtellt ſich
heraus, daß Henck damals lediglich wegen ſeines
Geſundheitszuſtandes die Arreſtſtrafe
unterbrechen durfte. Ein am 7. Januar von
ſeinem Vater eingereichtes Gnadengeſuch iſt nicht
befür=
wortet worden und Henck muß jetzt den Reſt ſeiner Strafe
abbüßen.
* Kiel, 17. Febr. Heute nachmittag ſtieß im Kaiſer=
Wilhelm=Kanal der von der Nordſee kommende Stettiner
Dampfer „Hiſpania” mit einer geſchleppten
Bagger=
ſchute zuſammen. Der Dampfer wurde mehrfach
beſchädigt. Der Rumpf wird propiſoriſch in Kiel
repariert.
* Wien, 17. Febr. Miniſterpräſident Stürgkh
empfing heute die deutſchen Abgeordneten zu
einer Ausſprache über das Vorgehen bei den
Aus=
gleichsverhandlungen. Die Abgeordnsten
er=
klärten ſich einverſtanden mit der Bildung dreier
Sub=
komitees nämlich für die Landesordnung nebſt der
Landeswahlordnung, für den Sprachengebrauch bei den
autonomen Behörden und für die nationale Abgrenzung.
Die Abgeordneten erklärten jedoch ausdrücklich, die
deut=
ſchen Vertreter hielten daran feſt, daß die nationale
Ab=
grenzung die Grundlage aller Ausgleichsarbeit bilde und
daß die Deutſchen lediglich auf der Grundlage ihrer
eige=
nen Entwürſe in Verhandlungen eintreten könnten und
nicht auf der Grundlage der von der Regierung
vorge=
legten Behelfe.
* Paris, 17. Febr. Die Kammer hat das
Marine=
budgetangenommen. Bei der Beratung des
Bud=
gets der Schönen Künſte erklärte der Unterſtaatsſekretär
auf eine Anfrage wegen der Ausgrabungen in den
De=
partements Gers und Dordogne unter der Leitung eines
deutſchen Profeſſors, daß die Schätze ſichergeſtellt und die
in Betracht kommenden Grundſtücke vom Staate angekauft
worden ſeien. — Bei der Beratung des Kriegsbudgets
erklärte der Kriegsminiſter auf eine Anfrage: Das
Lebel=
gewehr befriedigt uns vollſtändig. Wir denken nicht daran,
ein anderes Modell einzuführen; aber wenn andere Mächte
ihr Gewehr verbeſſern und ein automatiſches Gewehr
ein=
führen, können wir von einem Tage zum anderen mit der
Herſtellung eines ſolchen beginnen. Die Erklärung des
Miniſters fand den Beifall des Hauſes. Das Kriegsbudget
wurde angenommen.
Paris, 17. Febr. Im Senat erklärte bei der
Er=
örterung des Entwurfes einer Einkommenſteuer Ribot,
die Finanzlage geſtatte es nicht, daß die
Einkommen=
ſteuer als eine Fackel der Zwietracht im Lande
wirke. Dann erklärte er die Steuer auf die Rente
ausländiſcher Fonds für ſtatthaft mit Ausnahme
der Steuer auf die franzöſiſche Rente.
* Paris, 17. Febr. Der Miniſter des Innern brachte
in der heutigen Kammerſitzung einen
Geſetzent=
wurf über das von 26 weiblichen Orden vor längerer
Zeit geſtellte Anſuchen um behördliche Anerkennung ein.
Die Regierung hat bezüglich dieſes Anſuchens ein
durch=
weg ablehnendes Gutachten abgegeben. Von dieſen 26
Orden haben ſich übrigens 19 freiwillig aufgelöſt. Da am
7. Juli d. J. die den Schulanſtalten gewährte zehnjährige
Friſt abläuft, hat der Miniſter des Innern die Präfekten
erſucht, ihm die Zahl dieſer in ihren Departements
gegen=
wärtig noch beſtehenden Schulanſtalten bekannt zu geben.
* Paris, 17. Febr. Gegenüber der Behauptung eines
bonapartiſtiſchen Blattes, wonach die Regierung die von
dem Prinzen Viktor Napoleon anläßlich der Geburt
ſeines Sohnes den Pariſer Armen gemachte Spende
von 10000 Francs abgelehnt habe, wird in einer
amtlichen Note erklärt, daß die Spende keineswegs
zurück=
gewieſen worden ſei. Ihre Annahme ſei lediglich
aufgeſchoben worden bis zu dem Tage, wo ſie nicht
mehr den Charakter einer politiſchen Kundgebung trage.
* Paris, 17. Febr. Aus Angers (Departement Maine
et Loire) wird gemeldet: In der höheren
Staatsge=
werbeſchule iſt heute nacht unter den Zöglingen eine
Meuterei ausgebrochen, weil mehrere ihrer Kameraden,
denen ein Urlaub verweigert worden war, über die Mauer
ſpringen wollten und dabei feſtgenommen wurden. Der
Direktor der Schule, ſowie zwei Lehrer wurden arg
miß=
handelt. Bei mehreren Zöglingen, die an der Meuterei
teilgenommen hatten, wurden Revolver gefunden.
* Madrid, 17. Febr. Nachdem ein franzöſiſches Blatt
gemeldet hat, daß Spanien die Vorſchläge Frankreichs
hin=
ſichtlich der Aenderung des Status von Tanger
zurückgewieſen habe, erklärte Miniſterpräſident Dato heute,
daß die Nachricht jeder Begründung entbehre.
* Barcelona, 17. Febr. Eine Anzahl jugendlicher
An=
hänger des Prätendenten Don Jaime drang
geſtern in die Räume des Blattes El Nerei ein und gab
vier Schüſſe auf den Direktor und den Redakteur
ab, die leicht verletzt wurden. Den Anlaß zu dem
Ueber=
fall gab eine Karikatur, die in dem Blatte erſchienen war
und die den Sohn des Führers der Jaimiſten Arm in
Arm mit dem Führer der Radikalen Lerroux darſtellte.
* Petersburg, 17. Febr. Zu dem Antrag des Grafen
Olſufjew wurde vom Reichsrat einſtimmig als
Amende=
ment zu dem Artikel 3 des Antialkoholgeſetzes die
Beſtimmung angenommen, daß in dem Bereich der
Ort=
ſchaften, deren Bevölkerung das Verbot des Verkaufs
geiſtiger Getränke beſchloſſen hat, weder die Krone noch
Privatleute Verkaufslokale geiſtiger Getränke eröffnen
dürfen.
* Melbourne, 17. Febr. Die Schlächtergeſellen
haben die Arbeit wieder aufgenommen. Die
Stadtbehörden ſind bemüht, den Streit zu ſchlichten. Die
Angeſtellten der Schlächter verlangen 70 Schilling für 48
Stunden wöchentlich. Da es faſt als ſicher gilt, daß die
Schlächtermeiſter die Forderung ablehnen, dürften die
An=
geſtellten am Freitag in den Ausſtand treten.
* Buenos=Aires, 17. Febr. Das neue Kabinett
iſt wie folgt gebildet: Ortiz Inneres. Mirature
Auswär=
tiges, Carbo Finanzen, Tomaſullen Juſtiz und Unterricht,
Calderon Ackerbau, Moyano öffentliche Arbeiten, Velez
Krieg, Saenz Valionti Marine.
* Rio de Janeiro, 17. Febr. Eine Zeitung in Rio de
Janeiro veröffentlichte ein Interview mit dem
Admi=
ral von Rebeur=Paſchwitz, dem Kommandanten
des deutſchen Geſchwaders, nach welchem der Admiral
er=
klärt haben ſollte, daß mit der Diviſion im änßerſten
Oſten und der Mittelmeerdiviſion die atlantiſche Diviſion
die dritte ſein würde, die Deutſchland ſtändig in fremden
Gewäſſern aufrecht erhalten wolle. Amtliche deutſche
Kreiſe ſtellen in Abrede, daß der Admiral eine ſolche
Aus=
ſage gemacht und daß Deutſchland die Abſicht habe, die
tlantiſche Diviſion aufrecht zu erhalten. — Wie das W.
T.=B. auch auf Erkundigung bei den zuſtändigen Stellen in
Berlin erfährt, wird die atlantiſche Diviſion nach der
Rück=
kehr der Schiffe in die Heimat nicht weiter beſtehen bleiben.
* Panama, 17. Febr. Die Stadt Esmeraldas in
Ecuador befindet ſich nach einem eingetroffenen Telegramm
nach in den Händen der Infurgenten. Ste iſt
bei den Kämpfen mit den Regierungstruppen zum größten
Teile niedergebrannt. Die Ausländer retteten ſich
wäh=
rend des Bombardements in die neutrale Zone und
befin=
den ſich alle in Sicherheit. Nur fehlen Lebensmittel.
* Port=au=Prince, 17. Febr. Zwiſchen
Polizei=
beamten und Soldaten fand ein ſcharfes
Ge=
fecht ſtatt, das eine Panik unter der Bevölkerung
hervor=
rief. Trotz der angeſtrengten Bemühungen der Behörden,
die Ordnung wiederherzuſtellen, dauern die Unruhen fort.
* Tokio, 17. Febr. Das Abgeordnetenhaus
nahm den das Steuergeſetz abändernden
Entwurf mit einem Zuſatzantrag der Seiyukwai=Partei
an, der eine Ermäßigung im Betrage von 18 Millionen
Yen bei den Steuern mit ſich bringt.
HB. Karlsruhe, 17. Febr. Die Wahl des
Zen=
trumsabgeordneten Dr. Wirth im
Reichstags=
wahlkreiſe Offenburg-Kehl wurde wegen Verſtößen
gegen die Wahlordnung von den Nationalliberalen
an=
gefochten.
Reichstagserſatzwahl.
* Köln, 17. Febr. Bei der heutigen
Reichstags=
erſatzwahl im Kreiſe Köln=Land wurde
Kuck=
hoff (Zentrum) mit 35648 Stimmen gewählt. Der
ſozialdemokratiſche Kandidat Redakteur Sollmann
er=
hielt 24630 Stimmen und der nationalliberale Kandidat
Schloſſer Scaruppe 6563 Stimmen; 148 Stimmen
waren zerſplittert.
Das neue ſchwediſche Miniſterium.
* Stockholm, 17. Febr. Die Entlaſſung des
Mini=
ſteriums Staaff iſt bewilligt und das neue
Mini=
ſterium ernannt worden. Dieſes ſetzt ſich
folgender=
maßen zuſammen: Miniſterpräſident und Krieg: von
Hammarſkjoeld; Aeußeres: Knut Wallenberg, Mitglied
der Erſten Kammer; Juſtiz: Haſſelrot, Präſident des
ſüd=
ſchwediſchen Hofgerichts: Marine: Broſtroem,
Schiffs=
reeder in Gothenburg und ehemaliger Abgeordneter;
In=
neres: Landeshauptmann von Sydow; Finanzen:
Ven=
nereten, Fabrikbeſitzer und Abgeordneter; Unterricht:
Weſtmann, Univerſitätsprofeſſor; Ackerbau: Baron
Jo=
hann von Beck=Friis, Mitglied der Erſten Kammer; drei
Miniſterien ohne Portefeuille erhalten: Oberſt Mercke und
die Expeditionschefs Stenberg und Linner. Der neue
Miniſterpräſident iſt im Auslande als Mitglied des
Haa=
ger Schiedsgerichts und als Präſident des Schiedsgerichts
in der Caſablanca=Angelegenheit bekannt. Der neue
Finanzminiſter Vennereten iſt einer der ſchwediſchen
Unterhändler für den neueſten Handelsvertrag zwiſchen
Schweden und Deutſchland geweſen. Wie das Svenska
Telegrambyran hervorhebt, iſt es gelungen, geſchickte und
erfahrene Männer mit politiſch gemäßigten
Anſchauun=
gen zu ſammeln. Das hauptſächlichſte Ziel des
Mini=
ſteriums wird offenbar die Löſung der
Landesver=
teidigungsfrage ſein.
In der kalten Jahreszeit
iſt es ſehr wichtig, ſich gegen Bruſt= und Halsleiden zu
ſchützen, und dadurch ſchlimmere Folgen zu verhüten.
Es iſt daher ratſam, im Freien 1—2 Laboda
Dragées im Munde zergehen zu laſſen; dieſelben
ver=
hindern Huſten und Katarrhe und ſichern freie
Atmung; zugleich Schutz gegen Influenza. Preis
Mk. 1.50 die Blechdoſe, bequem in der Taſche zu
tragen, in Apotheken erhältlich.
(I,4539
Ferromanganingeſellſchaft, Frankfurt a. M.
ächte Sodener Mineral-Pastillen sind seit fast
Taus 3 Jahrzehnten bewährt bei Husten, Heiserkeit,
Katarrh der huftwege etc.
ächte Sodener Mineral-Pastillen — und nur
GuS diese! — werden aus den bekannten, von alters
her zur Kur verordneten Gemeinde-Heilquellen
No. 3 u. 18 des Bades Soden a. Taunus gewonnen.
ächte Sodener Wineral-Pastillen müssen Sie
Tdus verlangen, wenn Sie die wirksamen Salze der
genannten Heilquellen haben wollen.
Ueberall zum Preise von 85 Pfg. pro Schachtel zu haben.
Saca
(I3509)
Was bringt die neueſte Mode? Hierzu
machen wir die geſchätzten Leſer auf die
heutige Beilage des weltbekannten Tuchverſandhauſes
von Lehmann & Assmy in Spremberg, N. L.,
auf=
merkſam und genügt die vorgrdruckte 3 Pf.=Karte, um
ſofort koſtenlos die Muſter zu erhalten.
(I,4682
Für die uns anläßlich unserer
Sil-
bernen Hochzeit zugegangenen
Glück-
wünsche und Geschenke sagen hiermit
ihren herzlichsten Dank
Lambert Gelée
und Frau Dorothea.
(*4210.
Statt beſonderer Anzeige.
Heute entſchlief nach längerem, ſchwerem
Leiden mein lieber Mann, unſer guter Vater,
Schwiegervater und Großvater
(*4186
Heinrich Kessler.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Düſſeldorf, Leipzig,
den 17. Februar 1914.
Die Beerdigung findet am Donnerstag,
nach=
mittags 3½ Uhr, vom Portale des Friedhofs
aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe inniger
Teil=
nahme bei dem Hinſcheiden unſeres
teuren Entſchlafenen, ſowie für die
zahl=
reichen Blumenſpenden, ſagen wir auf
dieſem Wege unſeren herzlichſten Dank.
Darmſtadt, den 17. Februar 1914.
In tiefer Trauer:
4697)
Frau Anna Bernius.
Wetter.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 18. Febr.:
Vorwiegend wolkig, keine weſentliche Temperaturänderung,
geringe Niederſchläge.
Tageskalender.
Mittwoch, 18. Februar.
Großh. Hoftheater. Anfang 7 Uhr, Ende 10¼ Uhr
(Ab. A): „Die Zauberflöte‟
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Gaſtſpiel von Michael Denggs Bauerntheater um 8.10
Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz („Der Pfarrer
von Kirchſeld).
Vortrag von Dr. Risſom um 8½ Uhr im „
Kaiſer=
ſaal” (Allgemeiner Studentenverband).
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im
Reſtau=
rant „Kaiſerſaal”.
Konzerter Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heh un
4 Uhr. — Rummelbräu um 4 Uhr. — Perkeo um 8
Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 19. Februar.
Stammholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Zumdalte ant egee Goſtucdrackeiſt
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Mar Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mittelungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren,
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
600 Mk.
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Geserzliehe Gesehenprt
fung.
Die diesjährigen Geſellenprüfungen finden im Monat März
ſtatt. An derſelben können alle jungen Handwerker unſeres
Ge=
werbes teilnehmen, deren Lehrzeit ſpäteſtens am Schluß der Prüfungen
beendet iſt.
Anmeldungen zur Prüfung ſind unter Benutzung des
vorge=
ſchriebenen Formulars (bei dem Unterzeichneten erhältlich) bis zum
25. Februar an den unterzeichneten Ausſchuß zu richten. Die
Prüſungsgebühr beträgt 3 Mark und iſt mit der Anmeldung an den
Unterzeichneten einzuſenden.
Wir machen insbeſondere darauf aufmerkſam, daß die
Ab=
legung der Geſellenprüfung zwingende Vorbedingung für die
Zulaſſung zur Meiſterprüfung iſt, künftig aber nur durch das
Beſtehen der letzteren die Beſugnis zum Anleiten von
Lehr=
lingen erworben werden kann. Die Verſäumnis der
Geſellen=
prüfung hat alſo ſpätere empfindliche, nicht mehr nachzuholende
(4692
Nachteile im Gefolge.
Darmſtadt, drn 17. Februar 1914.
Der Prüfungsausſchuß
der freien Tapezierer=Innung zu Darmſtadt.
Georg Blum, Kaſinoſtraße 7
Isttur tur Moderle Tunzkunst.
Gründllcher Unterricht in Tango, Maxixe, Boston, One Step ꝛc.
ſowie allen Rund- und modernen Gesellschaftstänzen.
— Privat=Unterricht jederzeit.
Der Unterricht wird in meinem Privat=Saal Saalbauſtr. 13 erteilt.
(früher Großh. Hof-
Johanna Georg geb. merz Solo-Tänzerin)
Kranichsteinerstrasse 44.
3032a)
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Jeden Mittwoch Abend
Deli.
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Plannkuchen
Reform-Restaurant
Alexanderstrasse 4, 1. Stock.
(200
I
Großh. Realgymnaſium zu Darmſtadte
Die Anmeldungen neuer Schüler für das Schuljahr 1914/15
werden im Realgymnaſialgebäude auf dem Direktorzimmer (Eingang
durch das Portal vom Kapellplatz aus)
Mittwoch, den 18. und Donnerstag, den 19,
dieſes Monats
vormittags von 10—1 Uhr, entgegengenommen. Geburts= und Impf
ſchein ſind dabei vorzulegen.
(4069a
Großh. Direktion des Realgymnaſiums.
Münch, Geh. Schulrat.
v. äünderode- Gosensches Damenstill
zu Frankfurt a. M.
Es wird hierdurch bekannt gemacht, daß in dem allen Anſprüchen
genügenden Stiftshaus Niddaſtraße 12 noch Damen aus guten
chriſt=
lichen (auch bürgerlichen) Familien Aufnahme finden können, welche
das vierzigſte Lebensjahr überſchritten haben und in der Lage ſind,
monatlich wenigſtens hundert Mark zu bezahlen, oder ſich mit einer
entſprechenden Summe einzukaufen.
(II,3901
Der Vorſtand: Justizrat Dr. Alexander Dietz
Große Gallusſtraße 18.
Glosseres Oereinstokal (Parterre)
für Samstags abends zu vergeben.
(796a
Näheres Expedition.
Kurſe vom 17. Februar 1914.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
In Proz.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,90
3½ Deutſche Reichsanl.. 87,40
780
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,70
3½ do. Conſols . . . 87,30
78,00
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,60
92,00
do.
3½,
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 97,25
* 85,50
do.
3½
760
do.
4 Hamburger Staatsanl. 97,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 97,80
4 do. do. (unk. 1918) 97,25
85,60
do.
* 74,90
do.
77,90
3 Sächſiſche Rente .
4 Württemb. (unk. 1921) 98,10
ko. p. 1875 94,50
5 Lulgaren=Tabak=Anl.
1½ Griechen v. 1887 . . 52,50
99,70
4 Italiener Rente . .
4½ Oeſterr. Silberrente 87,90
4 do. Goldrente . . . 90,25
4 do. einheitl. Rente . 83,80
3 Portug. unif. Serie I
3 do. unif. Serie III 64,70
3 do. Spezial . . . . 9,60
5 Rumänier v. 1903 . .
4 do. v. 1890 . .
4 do. v. 1905 .
4 Ruſſen v. 1880 .
4 do. v. 1902
. 91,30
4½ do. v. 1805
99,00
3½ Schweden .
4 Serbier amort v. 1895 79,50
4 Tärk. Admin. v. 1903 77,20
4 Türk. unißiz. v. 1903 86,50
4 Ungar. Goldrente . . . 84,40
4 do. Staatsrente . . 82,80
In Proz.
Bf.
5 Argentinier .
. 99,00
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 91,75
5 Chineſ. Staatsanleihe. 99,40
do.
91,70
4½
4½ Japaner . . . . . .
5 Innere Mexikaner. . . 65,50
3
do.
44,50
4 Gold=Mexikanerv. 1904 69,00
5 Gold=Mexikaner . . .
3½ Buenos Aires Prov. 68,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 143,70
..126,70
7 Nordd. Lloyd.
6½ Südd. Eiſenb.=Geſell. 131,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5½ Anatol. Eiſenb. 60% .
Einz. Mk. 408 . 117,75
6 Baltimore und Ohio 95%
7½ Schantungbahn . . . 138,50
8 Luxemb. Prince Henri 163,00
O Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22½
6 Pennſylvania R. R. .
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger. . . 67,00
28 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 628,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim .
. 266,00
30 Farbwerke Höchſt. . . 655,25
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 345,50
10 Cement Heidelberg. . 150,0a
30 Chem. Werke Albert 451,00
15 Holzverkohl.
Kon=
ſtanz . . . . . . . 319,50
6 Lahmeyer . . . . . . . 125,50
Ein
In Proz.
Stofs.
8 Schuckert, Nürnberg . . 153,50
12 Siemens & Halske . 221½
5 Vergmann Eletr. . . 127,00
11 Deutſch. Ueberſee Electr. 179,60
0 Gummi Peter . . . 88,00
30 Adler=Fahrradwerke
*390,60
Kleyer.
9 Maſchinenf. Badenia 138,00
0 Wittener Stahlröhren
10 Steana Romana Petr. 150,90
15 Zellſtoff Waldhof . . 227,20
12.83 Bad. Zucker=Wag=
.213,00
häuſel. .
0 Neue Boden=A. A.=Geſ. 95,00
0 Südd. Immobilien . 61,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 168,50
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 226,75
10 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. ..
..144,50
10 Gelſenkirchener . . . . 1947)
11 Harpener
. 188,50
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 244½
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro
. 72,50
.165,50
8 Laurahütte .
10 KaliwerkeAſchersleben 156,00
13 „
Weſteregeln 195,25
5 South Weſt Africa . 120,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 85,30
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie ..
4 Franz=Joſefs=Bahn . .
3 Prag=Duxer . . . . . . 73,40
5 Oeſterr. Staatsbahn.
4 Oeſterr. Staatsbahn 90,10
3
do.
76,40
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,00
4 Oeſt. Südb. (Lomb.). .
ontden
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,60
. 78,00
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 87,00
.86,50
4 Ruſſ. Südweſt..
4½ Moskau=Kaſan
. 95,60
do.
87,00
4 Wladichawchas
87,50
4 Rjäſan Koslow
70,80
3 Portugieſ. Eiſenb.:
do.
86,00
4½
2¾/10 Livorneſer
70,30
3 Salonique=Monaſtir. . 62,90
78,70
4 Bagdadbahn .
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,70
94,00
4 Miſſouri=Pacific
4 Northern=Pacific
96,00
.92,70
4 Southern=Pacific
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 101,00
5 Tehuantepec
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 193,50
7½ Bergiſch Märkiſche
Bank . . . . . . . 152,00
9½ Berlin. Handelsgeſ.. 163,50
6½ Darmſtädter Bank . 123,00
12½ Deutſche Bank. . . 260,00
6 Deutſche Vereinsbank . 122,50
6 Deutſche Efſkt.= und
W.=Bank . . . . . 118,90
10 Diskonto=Kommandit 198,70
8½ Dresdener Bank . . 158.75
10 Frankf. Hypoth.=B. 217,00
6½ Mitteld. Kreditbank 120,50
7 Nationalb. f. Deutſchl. 117,75
7 Pfälziſche Bank
129,00
6.95 Reichsbank . . . . . 141,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 133,00
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 105,00
7½ Wiener Bankverein . 139½
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 94,80
Sunen
3½ Frankf. Hypoth.=Band
S. 19 . . . . . . 86,40
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 94,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 96,50
85,50
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,40
84,80
do.
4 Heff. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16 . . . . 96,70
S. 14, 15, 17, 24/26
. 96,70
18—23 . . . . .
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
84,80
S. 1 u. 2, 6—8.
S. 3—5
84,80
84,80
S. 9—11.
4 Meininger Hyp.=Bank 95,60
do.
3½
86,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 94,00
3½ do. (unk. 1314) . . 86,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 96,90
do.
3½
88,00
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt
95,30
3½ do.
14 Frankfurt .
96,60
3½ do.
96,50
4 Gießen
95,10
3½ do.
85,50
4 Heidelberg
94,50
3½ do.
86,00
4 Karlsruhe.
3½ do.
86,60
4 Magdeburg
14 Maing
95,20
3½ do.
87,10
4 Mannheim
95,40
3½ do.
88,00
4 München .
96,70
3½ Nauheim
3,
4 Nürnberg
95,40
3½ do.
86,30
4 Offenbach
-
S mn
3½ Offenbach . . . . . . —
4 Wiesbaden . . . . . . —
3½ do.
4 Worms .
94,50
3½ do.
4 Liſſabonner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 176,20
3½ Cöln=Mindner 100 142,50
3 Holl. Komm. . fl. 100 —
3 Madrider . . Fs. 100 —
4 Meininger Pr.=
Pfand=
brieſe .
142,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 181,00
3 Oldenburger . .
. 129,70
2½ Raab=Grazer fl. 150 110,75
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 —
Braunſchweiger Tlr. 20 —
Freiburger .
Fs. 15 112,00
Fs. 45 —
Mailänder .
Fs. 10 —
do.
Meininger . .
.ſl. 7 34,70
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 —
do. v. 1858 fl. 100 554,00
Ungar. Staats . . fl. 100 438,00
Venediger . . . . Fs. 30 —
Türkiſche . . . . Fs. 400 169,60
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns
20,41
20 Francs=Stücke
16,23
Amerikaniſche Noten.
4,19½
Engliſche Noten
20,44
Franzöſiſche Noten
80,10
Holländiſche Noten.
.169,45
81,05
Italieniſche Noten .
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,10
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,15
Reichsbank=Diskonto : . . 4¾
Reichsbank=Lomhard 3sſ. 5½
Nummer 49.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Februar 1914.
Seite 9.
Schlusstat
unserer
Heute Mittwoch
Weissen-Salt
Gobrrhomnsenn
Markt
(4694)
Markt
Woiblich
Tüchtige Schneiderin
bangj. Direktrice, empfiehlt ſich im
Anfertigen von Kleidern, Bluſen,
(Röcken; auch Aenderungen w. tadel=
Los geliefert Bismarckstr. 27, II. (*4190
Kontoriſtin, geübt in Maſchin.=
Schreiben, Stenographie, ſowie
aallen ſonſt. Kontorarb., ſ. ſich z.
1. April zu verändern. Off. unt.
L 35 an die Exped. (*4223
Aelteres Frl. empfiehlt ſich im
Weißzengnähen u. Ausbeſſern
on Wäſche u. Kleidern.
Kar=
ſtraße 58, Hth. 1. St. r. (*4188ms
Junger Hann
Berechtig. z. Einj., der in
Engros=
geſchäft ſeine Lehrzeit beſtanden,
eine Handelsſchule beſ. hat, mit
allen kaufm. Büroarbeiten vertraut,
auf der Schreibm. u. in Stenogr.
bewand., ſucht Stellung p. 1. April Suche ordentliches, tüchtiges
auf kaufm. Büro. Gefl. Off. unt.
L 17 an die Exped. (*4137mds
O
Weiblich
Für die
Schneiderin nimmt Kunden an
in u. außer dem Hauſe.
(*4014ms)
Kiesſtraße 62.
Perſ. Schneiderin h. noch einige
Tage frei Gartenſtr. 18, III. (4360a
Jg. tücht. Schneid. nimmt
Kund=
ſſchaft an in und außer dem Hauſe=
OEberſtadt, Luiſenſtr. 41, pt. (*2818zm.
Trau ſucht Kund. zum Waſchen.
Kaſinoſtr. 16, Stb., II. (*4116im
Alleinſt. Frl., ev., 40 J., a. g. F.,
ji. a. Zw. d. Haush. durchaus erf.,
ſucht paſſ. Wirkungskreis in klein.
frauenloſem Haushalt (Beamten)
wo Hilfe f. grobe Arb. verh., zum
1 1. April. Such. ſieht mehr a. ang.
Wirkungskreis a. auf. hoh. Gehalt.
Off. u. L 12 an die Exp. (*4152
Frau ſucht Büro od. Laden zu
putz., morg. o. abends. Zu ſpr. v.
3 Uhr ab. Orangerieallee 7. (*4145
Fräulein, im Kochen u. allen
Hausarb. erf., ſucht Stellung zum
1. März oder auch früher. Off.
unter L. 20 an die Exp. (*4138
Jg. Frau geht waſch. u. putzen
*4245) Pankratiusſtr. 16, part.
Einf. Mädch., w. läng. Jahre
einen frauenloſen Haush. geführt
hat, ſucht Stellung bei einzelnem
Herrn. Nähere Auskunft erteilt
Marthahaus.
(*4253
Frau ſ. Laufd. f. morg. 2—3 St.
*4254) Rhönring 35, 1. St.
Aelteres Mädchen das kochen
kann, ſucht Stelle zum 1. März
tn kleinen Haushalt. Offerten u.
L 34 an die Exped.
(*4224
Aeltere alleinſteh. Frau, welche
Liebe zu Kindern hat, ſucht
Be=
ſchäftigung geg. geringe Vergütung.
Off. u. L. 45 an die Exp. (*4258
Sauberes
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Zu erfr. Ballonplatz 6, Vdh. (*4230
Hausm. u. mehr. ig. Mädch., ſch.
ged., ſ. St. Karolina Beck,
gewerbs=
mäßige Stellenvermittlerin,
Eliſa=
bethenſtraße 22, 2. St. (*4176
ſucht tagsüb. Lauf=
Mädchen dienſt. (4645dss
Näh. in der Expedition.
Jg.ſb. Mäch. m. d. Ausſchn. i. Schw.=
Metzg. erl. Karolina Beck, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Elisabethenstr. 22, II. (*
Männlich
Chauffeur
verheir., zuverl., mit allen
Repa=
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oder junges Mädchen tagsübert
zu einem Kinde geſucht. Vorzuſt.
r11—12 Uhr. Frau Joſeph May,
(4607mds
Landwehrſtr. 12. Gebldetes Praufen
od. auch junge, unahängige Witwe,
tatkräftig u. arbeitsfreudig, das
bürgerl. kochen kann u. nötigenfalls
auch Hausarbeit übernimmt, tags=
über zum 1. März geſucht. Haus=
1mädchen u. Putzfrau vorhanden.
Zu erfr. in der Exped. (*4163 Krankheitshalber
meines jetzig. Mädchens, jüngeres
braves Dienſtmädchen i. kl. Haus=
halt geſucht. Mühlſtr. 26, 3. I. (*4168 furt a. M. Monatsfrau
amorgens 3 Std. geſucht. (*4172
Wünſche, Aliceſtr. 25, III. per 15. März zu einz.
Gesucht Dame ein junges
Mädchen für Küche u. Hausarb.
Näheres bei Meyer, Ireneſtr. 5, I.,
an der Frankfurterſtr. (*4136ms Reinl. Lauffr. f. morg. u. mitt. z.
Spül. geſ. Neckarſtr. 15, 1. St. (*4255 ſtraße 45, wird ein fleißiges
(4675md
Mädchen geſucht.
Beſſeres Mädchen
das bereits in herrſchaftlichem
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Fehruar 1914.
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Mmmmer 49.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Februar 1914.
Seite 11.
lrmtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Paar weiße Kinderhandſchuhe. 1 Damen=
Doublé=
kette. Eine Anzahl verſchiedene Schlüſſel. 2 kleine braune Damen=
De mit Schwänzchen. 1 großes ſchwarzes Portemonnaie mit
igem Inhalt. 1 Hundehalsband mit Marke Nr. 384. 1 blauweißes
Eechen mit Loſenummern. 1 Bund Schlüſſel. 1 Spannkette.
iwwarzer Damenſchirm. 1 Zwanzigmarkſtück. 1 Kette mit 3 kl.
hrliſſeln. 3 mittelgroße Schlüſſel.
(4601
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
ſter Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
hrn ſich: 1 Spitzhund. 1 Boxer (zugelaufen). Die Hunde können von
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
reigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Liktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(4603
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten
die Neue Ireneſtraße zwiſchen der Moller= und der
Schuknecht=
ſthe vom 18. Februar bis zum 25. März 1914 für den Fuhrwerks=
Radfahrverkehr geſperrt.
(4604
Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wird die
Moller=
utze zwiſchen der Neuen Irene= und der Emilſtraße vom 18. Febr.
zzum 4. März ds. Js. für den Fuhrwerks= und Radfahrverkehr
berrt.
(4605
Bekanntmachung,
das Spielen in außerheſſiſchen Lotterien betreffend.
Die Beſtimmungen des nachſtehenden Geſetzes vom 14. Februar
bringen wir mit dem Anfügen erneut zur Kenntnis, daß von großen
afſenlotterien nur die Königlich Preußiſche Klaſſenlotterie im
UrBherzogtum Heſſen zugelaſſen iſt.
Im übrigen iſt, abgeſehen von unbedeutenderen Ausſpielungen,
3. nur der Loſevertrieb von folgenden außerheſſiſchen Lotterien
Großherzogtum erlaubt:
— Rennverein für Mitteldeutſchland zu Gotha.‟)
2. Deutſches Zentral=Komitee zur Bekämpfung der Tuberkuloſe
zu Berlin W. 9.‟)
3. Komitee zum Ausbau der Feſte Koburg.‟)
4. Zentralausſchuß des Vogeſenklubs zu Straßburg i. Elſ.
5. Verein für Wiederherſtellung der St. Lorenz=Kirche in
Nürn=
berg, E. V.‟)
S. Magiſtrat der Königlichen Bayer. Stadt Rothenburg ob der
Tauber.‟)
Alle übrigen Lotterien, insbeſondere die Hamburger
Stadt=
ſtverie, die Königl: Sächſiſche Landeslotterie, die Ungariſche
cfſſenlotterie und die Däniſche Koloniallotterie ſind im
Groß=
rzogtum Heſſen nicht zugelaſſen, ſodaß ſowohl der Vertrieb
ür betreffenden Loſe, als auch das Spielen in den letztgenannten
iterien verboten und ſtrafbar iſt.
*) Anm. Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit dem
heſſi=
ten Zulaſſungsſtempel verſehene Loſe gelangen. Während der Zeit
s Vertriebes der Loſe zur erſten Klaſſe einer Königl. Preuß.
ſeſſenlotterie iſt Ankündigung, Ausgabe und Vertrieb der Loſe in
eien nicht geſtattet.
(4531im
Darmſtadt, den 13. Februar 1914.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Geſetz,
das Spiel in außerheſſiſchen Lotterien betreffend.
Vom 14. Februar 1906.
MNST LuDWIG von Gottes Gnaden Großherzog
von Heſſen und bei Rhein ꝛc. ꝛc.
Wir haben mit Zuſtimmung Unſerer getreuen Stände verordnet
nt verordnen hierdurch, wie folgt:
Artikel 1. Wer in außerheſſiſchen Lotterien, die nicht
it ſtaatlicher Genehmigung im Großherzogtum zugelaſſen ſind,
ichlt, wird mit Geldſtrafe bis zu 600 Mark beſtraft; eine nicht
eizutreibende Geldſtrafe iſt in Haft umzuwandeln.
Artikel 2. Wer ſich dem Verkauf oder der ſonſtigen
Ver=
niserung eines Loſes, eines Losabſchnittes oder eines Anteils an
mem Loſe oder Losabſchnitte der im Artikel 1 bezeichneten
Lotte=
tein unterzieht, insbeſondere auch, wer ein Los, einen Losabſchnitt
ber einen Losanteil dieſer Art zum Erwerb anbietet oder zur
eräußerung bereit hält, wird mit Geldſtrafe bis zu 1000 Mk.
ſtraft. Die gleiche Strafe trifft denjenigen, welcher bei einem ſolchen
eichäft oder einer ſolchen Handlung als Mittelsperſon mitwirkt.
Iſt die Zuwiderhandlung durch eine Perſon begangen, die
Loſe=
andel gewerbsmäßig betreibt, oder bei ihm gewerbsmäßige
bif fe leiſtet, oder iſt ſie durch öffentliches Auslegen, Ausſtellen
dar Aushängen oder durch Verſenden eines Loſes, eines
Los=
bachnitts, eines Bezugsſcheins, eines Anteilſcheins, eines
An=
eh ots, einer Anzeige oder eines Lotterieplans oder durch Einrücken
nes Angebots, einer Anzeige oder eines Lotterieplans in eine in
beſſen erſcheinende Zeitung erfolgt, ſo tritt Geldſtrafe von 100
is zu 1500 Mark ein.
Jede einzelne Verkaufs= oder Vertriebshandlung, namentlich
des einzelne Anbieten, Bereithalten, Auslegen, Ausſtellen,
Aus=
ingen, Verſenden eines Loſes, eines Losabſchnitts, eines
Bezugs=
hains, eines Anteilſcheins, eines Angebots, einer Anzeige oder eines
otterieplans wird als beſonderes ſelbſtändiges Vergehen beſtraft, auch
denn die einzelnen Handlungen zuſammenhängen und auf einen
nHeitlichen Vorſatz des Täters oder Teilnehmers zurückzuführen ſind.
Artikel 3. Wer, nachdem er wegen eines der im Artikel 2
zeichneten Vergehen rechtskräftig verurteilt worden iſt, abermals
ne dieſer Handlungen begeht, wird in den Fällen des Artikels 2
v. 1 mit Geldſtrafe von 100 bis zu 1500 Mark, in den Fällen des
rrikels 2 Abſ. 2 mit Geldſtrafe von 200 bis zu 2000 Mark beſtraft.
Artikel 4. Jeder fernere Rückfall nach vorausgegangener
kästskräftiger Verurteilung im erſten Rückfalle zieht Geldſtrafe von
bis zu 3000 Mark nach ſich.
Artikel 5. Die Beſtimmungen der Artikel 3, 4 finden
Anwen=
ng, auch wenn die früheren Geldſtrafen noch nicht oder nur teilweiſe
ahlt oder ganz oder teilweiſe erlaſſen ſind; ſie bleiben jedoch
aus=
eſthloſſen, wenn ſeit der Zahlung oder dem Erlaſſe der letzten
Geld=
afe oder der Verbüßung der an ihre Stelle getretenen Freiheitsſtrafe
ie zur Begehung der neuen Zuwiderhandlung drei Jahre verfloſſen ſind.
Artikel 6. Wer Gewinnergebniſſe der im Artikel 1
bezeich=
ten Lotterien in einer in Heſſen erſcheinenden Zeitung
veröffent=
det, oder durch öffentliches Auslegen, Ausſtellen oder
Aus=
ämgen bekannt gibt, wird mit Geldſtrafe bis zu 50 Mark beſtraft.
5ehört der Täter oder Teilnehmer zu den im Artikel 2 Abſ. 2
bezeich=
jetzen Perſonen, ſo tritt Geldſtrafe von 100 bis zu 600 Mark ein.
Artikel 7. Den außerheſſiſchen Lotterien ſind alle außerhalb
iſſens öffentlich veranſtalteten Ausſpielungen beweglicher oder
nbeweglicher Gegenſtände gleich zu achten. Der Artikel 1 findet
dooch keine Anwendung, wenn der Preis des einzelnen Loſes drei
ark, einſchließlich des Reichsſtempels, nicht überſteigt.
Artikel 8. Die in den einleitenden Beſtimmungen und im
ſtren Teile des Strafgeſetzbuchs für das Deutſche Reich enthaltenen
arſchriften finden auf die in dem gegenwärtigen Geſetze mit Strafe
terohten Handlungen Anwendung, ſoweit nicht durch dieſes Geſetz
weichende Beſtimmungen getroffen ſind.
Artikel 9. Auf Anteilſcheine von Anleihen, deren Verzinſung
nd Tilgung mit einer Verloſung und mit Prämien verbunden iſt,
nden die Beſtimmungen dieſes Geſetzes keine Anwendung.
Artikel 10. Das vorſtehende Geſetz tritt gleichzeitig mit dem
tcaatsvertrage zwiſchen den Heſſiſch=Thüringiſchen Staaten und
neußen vom 17. Juni 1905 in Kraft.
Gleichzeitig treten außer Kraft:
1. Die Artikel 234, 235 des Polizeiſtrafgeſetzes vom 30. Oktober
1855, ſoweit ſie den Vertrieb von Loſen ꝛc. außerheſſiſcher
Lotterien und Ausſpielungen betreffen;
2. das Geſetz, die Einführung einer ſtaatlichen Klaſſenlotterie
betreffend, vom 12. Auguſt 1899.
Arkundlich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift und beigedrückten
Großherzoglichen Siegels.
Darmſtadt, den 14. Februar 1906.
(L. 8.)
ERNSxT LuDWJG.
Ewald. Gnauth.
Schnakenvertilgung.
Auf Grund des § 1 der Polizeiverordnung über die Bekämpfung
der Schnakenplage vom 6. Februar 1913 hat die
Stadtverordneten=
verſammlung der Stadt Darmſtadt in ihrer Sitzung am 29. Januar
1914 beſchloſſen, die Winterbekämpfung der Schnakenplage durch das
Stadtbauamt vornehmen zu laſſen. Die Grundſtückseigentümer,
Pächter und Mieter ſind zur Duldung der Arbeiten des
Stadtbau=
amts verpflichtet.
Das Stadtbauamt wird zur Ausführung der Arbeiten
zuver=
läſſige ältere Leute verwenden. Die Arbeiter werden mit
Ausweis=
ſcheinen verſehen, die vor Beginn der Arbeiten vorzuzeigen ſind.
Die Arbeiten erfolgen auf Koſten der Stadt und beſtehen
darin, daß die Keller in den Gebäuden des Stadtbezirks mit
Inſekt=
izid beſpritzt werden.
Mit dieſer Arbeit wird in den nächſten Tagen begonnen werden.
Es empfiehlt ſich, Gefäße, in denen Nahrungsmittel aufbewahrt
werden, und die offen lagernden Lebens= und Genußmittel in den
Kellern mit Tüchern, Säcken, Holzdeckeln oder ſonſtigen geeigneten
Gegenſtänden vor Beginn der Arbeiten vorſorglich zu bedecken.
Unter Bezugnahme auf die §§ 1 und 5 der Polizeiverordnung
über die Bekämpfung der Schnakenplage vom 6. Februar 1913 richten
wir an alle Grundſtückseigentümer, Mieter und Pächter das Erſuchen,
den Arbeitern des Stadtbauamts bei ihrer Tätigkeit keine
Schwierig=
keiten zu bereiten, ſondern die von der Stadtverwaltung beſchloſſenen
Maßnahmen wegen des allgemeinen öffentlichen Intereſſes nach jeder
Richtung hin zu dulden und zu unterſtützen.
(4502oi
Darmſtadt, den 13. Februar 1914.
Großherzogliches Polizeiamt
Gennes.
Ausſchreiben.
Die Stelle eines Aushauers bei der Freibank in Darmſtadt iſt
zu vergeben.
Dienſtbezüge: eine Gebühr von 4 Pfg. für das Kilogramm
verkauften Fleiſches.
Vorausſetzungen: gelernter Metzger, Gewandtheit im
Rech=
nungsſtellen, Kaution von 500 Mark.
Bewerbungen mit ſelbſtgeſchriebenem Lebenslauf und
Zeug=
niſſen bis 1. März ds. Js. an Großh. Polizeiamt Darmſtadt,
Hügel=
ſtraße 31/33. Nähere Auskunft daſelbſt.
(4350smg
Darmſtadt, den 11. Februar 1914.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Bekanntmachung.
Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung während der
Faſtnachtszeit betreffend.
Nachdem in den letzten Jahren wiederholt Ausſchreitungen an
den Faſtnachtstagen vorgekommen ſind, haben wir uns gleichwie im
verfloſſenen Jahre veranlaßt geſehen, den Polizeiaufſichtsdienſt in
den verkehrsreichſten Straßen der Stadt an den Faſtnachtstagen
zu verſtärken.
Die Beamten ſind mit ſtrengſter Weiſung verſehen, gegen alle
Ausſchreitungen unnachſichtlich vorzugehen.
Alle Verkleidungen, ſowie das Anheften und Verteilen von
bildlichen Darſtellungen, Liedern, Zetteln und dergleichen, welche
gegen die guten Sitten verſtoßen, ſind verboten.
Ebenſo iſt das unbefugte Tragen von Militär= und
Beamten=
uniformen unterſagt.
Aus feuerpolizeilichen Gründen muß das Tragen von Laternen,
die mit Spiritus, Petroleum oder ähnlichen leicht entzündlichen
Flüſſigkeiten geſpeiſt werden, bei Maskenbällen, Aufzügen oder
ähn=
lichen Gelegenheiten verboten werden. In öffentlichen
Verſamm=
lungen, wie insbeſondere Ballſälen und Wirtſchaften, iſt in
an=
betracht der Feuersgefahr das Werfen mit Papierſchlangen,
Papierſchnitzeln oder ſonſtigen feuergefährlichen Gegenſtänden
unzuläſſig. Außerdem müſſen ſämtliche Ein= und Ausgänge,
ſowie die Korridore im Innern der Räume freigehalten werden
und dürfen nicht durch Tifche, Stühle, Bänke oder dergleichen
verſtellt werden.
Auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen, ſowie aus den
Häuſern darf nicht mit Orangen, Aepfeln oder ſonſtigen harten
Gegen=
ſtänden geworfen werden. Beim Werfen mit Papierſchlangen iſt
darauf zu achten, daß die Leitungsdrähte der elektriſchen
Straßenbahn nicht damit behängt werden.
Aus geſundheitspolizeilichen Gründen iſt das Aufheben und
Anſammeln von Konfetti oder Papierſchlangen von der Straße,
des=
gleichen das Werfen mit aufgehobenem Konfetti oder Papierſchlangen
nicht zuzulaſſen. Ebenſo iſt der Verkauf und Gebrauch von
Pfauen=
federn und Federwedeln zu beanſtanden. Sollten in letzterer
Rich=
tung Beläſtigungen des Publikums hervortreten, ſo iſt die
Beſchlag=
nahme der Gegenſtände zu gewärtigen.
Zuwiderhandlungen gegen dieſe Vorſchriften werden auf Grund
der beſtehenden geſetzlichen und verordnungsmäßigen Beſtimmungen
geahndet werden.
Indem wir dies zur Kenntnis des Publikums bringen, richten
wir an die Einwohnerſchaft die Bitte, unſere Polizeiorgane in der
Durchführung der getroffenen Maßnahmen nach Möglichkeit
unter=
ſtützen zu wollen.
Darmſtadt, den 13. Februar 1914.
(4602md
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Jagdverpachtung.
Mittwoch, den 25. Februar I. Js., nachm. 1 Uhr,
wird im Gaſthauſe „Zum Ochſen” dahier die der Standesherrſchaft
zuſtehende, ſeither zum größten Teil in Selbſtverwaltung betriebene
Jagd in den Gemarkungen Geisrain, Scheuerberg, Sandbach und
Neuſtadt auf 9 Jahre öffentlich verpachtet.
Das Jagdgebiet erſtreckt ſich nördlich der Kreisſtraße Höchſt-
Neuſtadt von der Gemarkungsgrenze Höchſt bis zum Breuberg,
be=
ſteht aus 193ha Wald und 55ha Feld, iſt durch Schutzjagden
arron=
diert und direkt an den Bahnſtationen Sandbach und Neuſtadt gelegen.
Beſtand: Rehe, Haſen und insbeſondere Faſanen; Auerwild
als Wechſelwild.
Nähere Auskunft durch die unterzeichnete Stelle oder Förſte
Hartmann, Burg Breuberg, der das Revier auf Wunſch vorzeigt.
Neuſtadt (Odenwald), den 14. Februar 1914.
(4530im
Fürſtlich Erbach=Schönbergiſche Oberförſterei.
Pferde-Verkauf.
Freitag, 20. Februar 1914, vormittags 10 Uhr,
wird auf dem vorderen Hofe der Kavallerie=Kaſerne am Marienplatz
in Darmſtadt ein nicht zum Dienſtgebrauch geeignetes Reitpferd
öffentlich meiſtbietend gegen Barzahlung verſteigert.
(4618
Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23.
mod. Kohrattsbäukchen bill. abzg.
Niederramſtädterſtr. 51, II. (*2815gm
Kute alte Geige f. 60 M. zu verk.
G-4uMohr, Ernſt=Ludwigſtr. 3, III.
Ueberſicht
der Durchſchnittspreiſe von
folgen=
den Früchten und
Verbrauchsgegen=
ſtänden in der Zeit
vom 1. bis 15. Februar 1914:
per Sack à 100 Kilo
Weizen von Mk. 19.— bis 23.50
16.− „ 17.50
Korn
Gerſte
16.50 „ 18.50
Hafer
18.— „ 18.50
Butter ½ Kilo Mk. 1.30
Butter in Partien Mk. 1.20
Eier per Stück 12 Pfg.
Eier in Partien per 25 Stück
Mk. 2.50
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 6.—
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 1.50
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 2.75
Heu per 50 Kilo Mk. 3.75
Darmſtadt, 17. Februar 1914.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
Schloſſerarbeiten.
Die bei Erbauung eines
Ver=
walterhauſes und eines
Krema=
toriums beim neuen Friedhof
vor=
kommenden Schloſſerarbeiten (
An=
ſchlagarbeiten, Geländer und eiſerne
Türen) ſollen vergeben werden.
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Donnerstag, 26. Februar 1914,
vormittags 10 Uhr,
einzureichen.
(4549im
Darmſtadt, 16. Februar 1914.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
Schulgeld=Erhebung.
Das Schulgeld für das Großh.
Realgymnaſium, die Größh.
Liebigs=und die Großh. Ludwigs=
Oberrealſchule, die Vorſchule der
Großh. Gymnaſien, die
Vik=
toriaſchule und das
Lehrerinnen=
ſeminar, die Eleonoren= und
Frauenſchule, ſowie die
Mittel=
ſchulen für das I.
Kalender=
vierteljahr 1914 iſt — bei
Mei=
dung des Beitreibungsverfahrens
— bis Ende Ifd. Mts. an den
Werktagen, vormittags von 8½ bis
12½ Uhr, hierher zu entrichten.
Darmſtadt, 3. Februar 1914.
Die Stadtkaſſe.
(3707a
Koch.
Pferde=Verkauf.
Freitag, 20. Februar 1914;
vormittags 11‟ Uhr,
werden auf dem Hofe der
Train=
kaſerne Darmſtadt,
Eſchollbrücker=
ſtraße 24, drei überzählige
Dienſt=
pferde öffentlich meiſtbietend gegen
Barzahlung verſteigert. (4526im
Train=Bataillon Nr. 18.
Mannannsungann
Geiegenheits
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P Abschluss ist es mir
möglich,
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den Wald, frühzeitig durch die
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Staats Kenten-Aileme Vom- Sahre 1e1g
Auslosbar mit 100%.
Auf Grund des bei mir aufliegenden Proſpekts nehme ich Zeichnungen
(um Originalkurſe von
90,75%
bis zum 21. Februar d. J. ſpeſenfrei entgegen.
Hermann Wertheinn, Bankgeſchaft
4676
Filiale Darmſtadt, Rheinſtraße 33.
Königlich Ungarische steuerfreie 4½00
unertisatie Stauts Kenten-Amleie
vom Jahre 1914.
Wir ſind beauftragt, auf die zur Subſkription gelangenden Nom. Mk. 340000 000.−
obiger Anleihe Zeichnungen bis
Samstag, den 21. Februar 1914
zum Kurſe von . . . .
peſenfrei entgegenzunehmen.
90,75%
Die Zeichnung findet ſtatt:
a) in der Weiſe, daß an Zahlungsſtatt zum Nennwert die ungariſchen 4½% Staatskaſſenſcheine vom
Jahre 1912 eingereicht werden. Bei der Zuteilung werden ſolche Zeichnungen voll berückſichtigt;
b) gegen Barzahlung.
(4652
Darmſtadt, im Februar 1914.
Nauheim & Co.
Königlich Ungarische steuerfreie &½ Prozentige
amorrisabie Stauts Kenten-Anlemle Von 1914
Zeichnungskurs 90%%
Anmeldungen nehme auf Grund des offiziellen Proſpekts bis inkl. 20. Februar cr.
koſtenfreientgegen.
J. Lehmann, Bankgeſchäft, Georgenſtr. 7.
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Sanierungen. Moratorien.
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Aussergerichtliche Arrangements.
Allgemeines Handels-Institut
Heinrich Moeller.
Liquidationen.
Revisionen von Büchern und Bilanzen. :: Bilanzaufstellungen.
Beratung in Steuerangelegenheiten.
Vermögens- und Nachlassverwaltung. :: Testamentsvollstreckung
Auseinan dersetzungen.
Uebernahme von Treuhandfunktionen aller Art.
Ankauf. :: Beleihung.
Einziehung von Forderungen (ohne Kostenvorschuss).
Bankkommission.
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Jelepfion 476.
Rheinstrasse 4.
Evangeliſches Arbeiter=Sekretariat
Darmſtadt, Stiftſtraße 51, I.
Unentgeltliche Auskunftsſtelle
in Fragen des Arbeiterſchutzes, der
Arbeiterverſiche=
rung, in Miets=, gewerblichen Streitigkeiten und
Privatangelegenheiten.
Die Inanſpruchnahme des Sekretariats iſt für
Jedermann koſtenlos.
Das Bureau des Sekretariats iſt geöffnet Montag,
Mittwoch, Freitag, Samstag von 12—1 Uhr
vor=
mittags, von 5—7 Uhr nachmittags.
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1 braucht, zu verkaufen. (*4203
Näheres in der Exv.
Nachſtehende Verkehrsbeſtimmungen des
Stadt=
krankenhauſes Darmſtadt werden hiermit zur
allgemeinen Kenntnis gebracht.
1. Aufnahmezeiten für Kranke ſind: Vormittags von 9 bis 11 Uhr=
und nachmittags von 3 bis 5 Uhr. Kaſſennachweis oder
Ein=
weiſungsſchein iſt mitzubringen. Außerhalb dieſer Zeit, beſonders
aber abends nach 5 Uhr, erfolgt die Aufnahme nur, wenn
ſie=
von der Direktion nach ärztlichem Urteil für dringend gehalten
wird. Krätzekranke werden zur Kur Samstag mittags und am=
Sonntag nicht aufgenommen.
2. Aerztliche Sprechſtunden, die unentgeltlich nur für die
Stadt=
armen ſind: wochentags nachmittags von 4 bis 4½ Uhr. In
wirk=
lichen Not= und Unglücksfällen findet jederzeit Behandlung ſtatt.
(Kaſſennachweis iſt mitzubringen). Während der
Sprechſtunden=
zeit wird von den Aerzten Auskunft über die im Krankenhaus
aufgenommenen Kranken gegeben; im übrigen erfolgen Auskünfte
nur bei Schwerkranken und in dringenden Fällen
3. Telephoniſche Anfragen über den Zuſtand eines Kranken
wer=
den nicht beantwortet.
4. Kaſſenſtunden: Wochentags, vormittags von 9 bis 12 Uhr. Bei
der Aufnahme ſoll, ſofern nicht die Dauer des vorausſichtlichen
Aufenthaltes eine geringere Sicherheit zuläßt, der
Verpflegungs=
koſtenbeitrag für 15 Tage im voraus bezahlt und von 15 zu 15.
Tagen weitere Vorlagen geleiſtet werden.
5. Beſuchszeiten:
a) Die Kranken der I. Verpflegungsklaſſe können täglich
Be=
ſuche empfangen, und zwar vormittags von 11 bis 12 Uhr,
nachmittags von 3 bis 6 Uhr.
b) Die der II. Verpflegungsklaſſe täglich nachmittags von 3 bis
5 Uhr.
c) Die der III. Verpflegungsklaſſe Mittwochs nachmittags von
3 bis 4 Uhr und Sonntags vormittags von 11 bis 12 Uhr
Kindern unter 6 Jahren iſt der Beſuch überhaupt nicht ge
ſtattet. Bei den im Ueberwachungsgebäude untergebrachten
Kranken iſt der Beſuch nur mit ausdrücklicher Genehmigung
des Arztes erlaubt. Der Beſuch auf der Kinderabteilung
iſt nur den Eltern oder deren Stellvertreter geſtattet.
werden immer nur 2 Perſonen zu einem Kinde zugelaſſen
Perſonen unter 14 Jahren iſt der Beſuch aufe
Kinderabteilung nicht geſtattet.
Herrſcht eine Epidemie, ſo kann die Beſuchserlaubnig
überhaupt aufgehoben werden.
6. Geſuche um Ueberführung von Kranken ins Krankenhaus ſind
an die Sanitätskolonne — Wachgebäude Bismarſtraße 28 — zu
richten. Sie führt alle Transporte von Erkrankten ohne Unten
ſchied aus.
7. Anträge auf Wohnungsdesinfektionen, desgleichen auf Abholen
zu desinfizierender Gegenſtände ſind an das Polizeirevier zu rich
ten, in deſſen Bezirk der Antragſteller wohnt — nicht an das
Krankenhaus.
Darmſtadt, den 6. Februar 1914.
Die Direktion des Stadtkrankenhauſes.
(4071a
Dr. Fiſcher.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 18. Februar 1914, nachm. 3 Uht.
verſteigere ich im Verſteigerungslokale „Zur Ludwigshalle‟ (Obe
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Holzverſteigerung.
Donnerstag, den 26. Februar d. J., vorm. 9 Uhr,
werden in der Schneider’ ſchen Gaſtwirtſchaft zu Waſchenbach
aus den Diſtrikten Hainberg, Raueberg, Birkenwald und Billerſtein
der Forſtwartei Waſchenbach verſteigert:
Stämme, Eichen: 1 St. II. Kl. — 2,06fm; 1 St. IV., Kl. — 0,49fm;
7 St. V. — 3,51 fm; 2 St. VI. Kl. — 0,79 fm;
Buchen: 7 St. III. Kl. — 6 82fm; 3 St. IV. Kl. — 2,18fm.
Scheiter, rm: 250 Buchen, 10 Eichen.
Knüppel, rm: 146 Buchen, 20 Eichen.
Reiſig, H. W.: 59,6 Buchen, 2,5 Eichen.
Stöcke, rm: 89 Buchen, 9 Eichen.
Unter den Buchenwellen befinden ſich 27,6 Stammwellen im
Hainberg. Der größte Teil des Stamm= und Brennholzes lagert
auf der Abtriebsfläche im Billerſtein, an der Straße Waſchenbach=
Frankenhauſen, und iſt ſehr gut abzufahren. Nähere Auskunft durch
Forſtwart Roß=Nieder=Ramſtadt.
Ober=Ramſtadt, den 16. Februar 1914.
(4614
Großh. Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
Hoffmann.
Holz=Verſteigerung.
Montag, den 23. Februar 1914, vorm. 9 Uhr,
werden im Gaſthaus zur Sonne in Weiterſtadt aus dem
Gemeinde=
wald daſelbſt verſteigert:
175,5 rm Kiefern=Scheitholz,
183,5 rm Kiefern=Stöcke,
43 Stück Stämme (Ober=
„ Knüppel,
301
ſtänder) 50 fm Inhalt.
97,1 Hdt. „ Wellen,
Sämtliches Holz lagert im Diſtrikt Täubcheshöhle und kann
durch Forſtwart Becker vorgezeigt werden.
(4517im
Weiterſtadt, 14. Februar 1914.
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Das Tippfräulein.
Roman von Gertrud Stokmans.
(Nachdruck verboten).
(29
Gabi ließ ſich ihre Ueberzeugung nicht rauben. Das
alles kann ſein, meinte ſie, aber wenn die ſchlimme
Grä=
ſin keine Erſparniſſe für die Wardenburgs hinterlaſſen
honnte, hätte ſie ſicher das Teſtament geändert.
Vielleicht wollte ſie es und ſchob es immer wieder
aruf, vielleicht hoffte ſie auch auf beſſere Zeiten, und dieſe
hamen nicht. Alte Leute beſchäftigen ſich nicht gerne mit
Worbereitungen für ihren Tod, und Sie wiſſen ja, die
ſchlimme Gräfin ſtarb ganz plötzlich. Mag dem nun
bein, wie ihm wolle, ich perſönlich knüpfe keinerlei
Hoff=
mungen an Ihre Nachforſchungen an. Der Mann im
Monde kann ebenſogut etwas erben wie ich.
Gabi ſchüttelte den Kopf über ſeinen Unglauben und
ſieß das Thema fallen. Haben Sie heute ſchon die
Zei=
nung geleſen? fragte ſie.
Nein, war die Antwort, ich komme erſt immer am
AAlbend dazu.
Sie zog ein Zeitungsblatt aus der Taſche und reichte
es ihm. Das iſt die zweite Neuigkeit, die ich für Sie
ſhabe. Im Inſeratenteil iſt eine Anzeige, die Sie
inter=
teſſieren wird. Der jetzige Beſitzer Ihres väterlichen
Gu=
ites, der Herr von Nellenburg auf Hausdorf, iſt
ge=
tſtorben.
Wirklich? fragte er überraſcht. Ich ahnte gar nicht,
ddaß er krank war, aber hier ſteht es ſchwarz auf weiß,
tund dabei: nach langem Leiden. Was ihm nur gefehlt
chaben mag? Vor drei Jahren traf ich ihn einmal
zu=
ffällig in Breslau, da machte er noch einen ſehr rüſtigen
Eindruck.
Er ſcheint Junggeſelle geweſen zu ſein, meinte Gabi.
Ja, erwiderte Wardenburg, und ein Sonderling
wbendrein, aber dabei ein vornehmer Charakter und ein
gütiger und kluger Menſch.
Sie grollen ihm nicht?
(Wardenburg blickte erſtaunt zu ihr hin. Weshalb
ſollte ich das, Gräfin? Er war immer unſer Nachbar
ge=
weſen, und daß er die gute Konjunktur benutzte und das
Gut kaufte, als es verkäuflich war, konnte man ihm
un=
möglich zum Vorwurf machen. Die Abwicklung ging auch
ganz glatt von ſtatten, und wenn es mir auch bitter
ſchwer wurde, den Beſitz, an dem mein Herz hing,
her=
geben zu müſſen, ſo ſah ich ihn doch lieber in Nellenburgs
Händen, der ein vorzüglicher Landwirt war, als in denen
eines anderen. Nach dem, was er mir damals in
Bres=
lau erzählte, hat er auch ſeinerſeits viel dafür getan, und
auch für mich und mein Geſchick zeigte er ſtets ein reges
Intereſſe. Sein Tod betrübt mich aufrichtig.
Und was geſchieht jetzt mit dem Gut?
Das weiß ich nicht, Gräfin. Höchſtwahrſcheinlich wird
es wieder verkauft werden. Er hatte keine direkten
Er=
ben, aber eine ganze Schar entfernter Nichten und Neffen,
und wenn die ſich in den Nachlaß teilen, muß er vor
allem zu Geld gemacht werden.
Erregt, mit ſtrählendem Antlitz ſprang Gabi empor.
O, ſagte ſie lebhaft, das iſt eine gute Gelegenheit. Ich
werde gleich Erkundigungen einziehen, und wenn
Haus=
dorf zu haben iſt, kaufe ich es auf jeden Fall.
Seine Stirn zog ſich finſter zuſammen. Und was
wollen Sie, ein unerfahrenes junges Mädchen, mit einem
ſochen Beſitz anfangen? fragte er.
Gabi wurde rot. Das — das weiß ich noch nicht,
ſagte ſie ſtockend, aber das findet ſich ſpäter. Ich kann
es bewirtſchaften laſſen oder — verpachten, an Herrn
Werner von Wardenburg zum Beiſpiel.
Glauben Sie, daß ich ein ſolches Opfer annehmen
würde von Ihnen, gerade von Ihnen, Gabi? fragte er
mit flammendem Blick. Nein, nie und nimmermehr!
Eher würde ich mich als Arbeiter verdingen!
Aber es braucht doch gar kein Opfer zu ſein, meinte
ſie kleinlaut und doch innerlich beglückt, daß er ſie, ohne
es zu wiſſen, einmal Gabi genannt hatte. Viele
Men=
ſchen kaufen Güter und verpachten ſie, und der Pächter
macht gar nicht immer ein gutes Geſchäft. Außerdem
habe ich Ihnen gegenüber eine Schuld abzutragen, Herr
von Wardenburg, nicht nur eine ideelle, ſondern auch eine
reelle.
Er machte eine Bewegung der Abwehr, und ſeine
Stimme klang kalt und hart, als er ſagte: Ich wüßte
wirklich nicht inwiefern, Gräfin.
Gabi ließ ſich nicht einſchüchtern. Sie wiſſen es ganz
gut, ſagte ſie. Denken Sie nur an die großen Summen,
welche die Renovation des Schloſſes verſchlungen hat und
die doch nur meinetwegen ausgegeben wurden, von allem
anderen zu ſchweigen. Es iſt kein angenehmes Gefühl,
ſo hoch in eines anderen Schuld zu ſtehen, und Sie
dür=
fen mich nicht der Gelegenheit berauben, ſie abzutragen.
Doch, ſagt er, das darf ich, denn die Umſtände
berech=
tigen mich dazu. Was Ihnen als ein Ausgleich erſcheint,
wäre für mich nur ein neuer Schmerz, eine neue
Demüti=
gung, glauben Sie mir. Kein Menſch kann Sie
verhin=
dern, eine neue Torheit zu begehen und Hausdorf zu
kaufen, aber daß ich nie einen Fuß dahin ſetzen würde, das
iſt gewiß.
Gabi ſtand auf und ging erregt hin und her. Mir
ſcheint, ſagte ſie ſcharf, Sie ſind noch viel eigenſinniger
als ich. Der Unterſchied iſt nur der, was bei mir
kindi=
ſcher Unverſtand genannt wird, heißt bei Ihnen
berech=
tigter Stolz. Die Frauen kommen eben immer zu kurz.
Und die Männer müſſen ſich ihrer Haut wehren, ſonſt
gewinnt weibliche Herrſchſucht und Kurzſichtigkeit Macht
über ſie.
Sie blieb plötzlich vor ihm ſtehen, ihr Zorn verflog
und ſie lachte. Iſt es nicht merkwürdig, ſagte ſie, ſobald
wir beide einmal längere Zeit zuſammen ſind, zanken
wir uns. Das war früher ſo und widerholt ſich jetzt mit
erſtaunlicher Treue. Woher mag das wohl kommen, Herr
von Wardenburg? Mir iſt es ein Rätſel.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Februar 1914.
Nummer 48
Masken- und Kostüm-Auf-
Masken- und Kostüm-
Auf-
nahmen in künstlerischer
nahmen in künstlerischer
Ausführung.
Ausführung.
Abendaufnahmen bei elek-
Abendaufnahmen bei eiek 6 6 Gf atistuf
trischem Licht, genau wie
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Der vielen Nachfragen wegen geben wir Jedem, der sich in der Zeit
Tageslicht.
vom 15. Februar bis 16. März
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Schön, meinte ſie ein wenig befangen, denn ſein Blick
ruhte ſo zwingend und eigentümlich auf ihr, daß ihr das
Blut heiß in die Wangen ſtieg, bewahren Sie es, ſolange
Sie können. Dem Geheimnis der ſchlimmen Gräfin aber
wollen wir morgen noch einmal, und zwar zum letzten
Male, nachſpüren, und, wie ich hoffe, mit Erfolg. Nicht
nur ich habe etwas gutzumachen, auch das Schickſal iſt
Ihnen einen Ausgleich ſchuldig.
Aber es löſt ſeine Schulden nicht immer ein, meinte
er bitter. Ja, zuweilen ſcheint es ſogar zu ſpotten, indem
es uns das Unerreichbare in verlockender Nähe zeigt.
Man möchte ſchnell die Hand danach ausſtrecken, aber der
erhobene Arm ſinkt gelähmt zurück, und das Elend iſt
fühlbarer, als vorher. Gehen Sie jetzt nach Haus, kleine
Gabi, und reiſen Sie recht bald ab. Es iſt die einzige
Wohltat, die Sie mir noch erzeigen können.
15.
Eine Nachfolgerin der Wolden, der berühmten
Tanz=
meiſterin aus Berlin, war in Hellborn eingetroffen, um
den jungen Leuten eine Quadrille und ein Menuett
ein=
zuüben, und Baron Buſch, der Freund des alten Grafen,
übernahm mit Eifer und Verſtändnis die Regie eines
franzöſiſchen Luſtſpiels. Dazwiſchen wurden lange
Be=
ratungen wegen der Koſtüme gehalten und Einladungen
verſandt. Briefe und Telegramme flogen nach allen
Richtungen hin und her. Die Gräfin ſtand den halben
Tag am Telephon, und alles wurde von ihr aufs
ge=
naueſte beſtimmt. Indeſſen nicht nur ſie, als Hausfrau
und Anſtifterin des Ganzen, wurde von den
Vorberatun=
gen zum Feſt in Anſpruch genommen, auch die Gäſte des
Hauſes mußten es ſich gefallen laſſen, daß man nach
Gut=
dünken über ihre Zeit verfügte, und ſo kam es, daß Graf
Dietrich ſich gerade am letzten Tage von Gabis
Anweſen=
heit zur gewohnten Stunde nicht freimachen konnte. Nur
ein ganz kurzes Zuſammenſein mit dem jungen Mädchen
war ihm noch vergönnt, und dieſe Gnadenfriſt benutzte
er, um ihr noch einmal in gedrängter Form ſeine
Ge=
fühle und Abſichten zu ſchildern und vor allem ihre
Adreſſe zu erbitten. Sie verſprach, dieſelbe aufzuſchreiben,
wollte aber von einem letzten Abſchied am anderen
Mor=
gen durchaus nichts wiſſen und entſchlüpfte ihm ſo ſchnell,
daß er ganz betroffen ihr nachblickte. Immerhin blieb
ihm der Troſt, Gabi in Berlin bald wiederzuſehen und
mit Fräulein Flott über die reizende Kollegin zu reden.
Außerdem hoffte er, wenn er ſeiner Mutter vor dem Feſt
eifrig und willig zur Hand ginge, ſie nach dem Feſt ſeinen
eigenen Wünſchen geneigter ſein und ſich mit ſeiner Wahl
ſchneller ausſöhnen werde. Fräulein Schacht verlangte
ja geradezu ein Entgegenkommen von ihrer Seite. Das
Mißtrauen der Gräfin war zwar noch immer wach, und
die Exzellenz in Berlin hatte für ihre Nachforſchungen
neue Anweiſungen bekommen, aber die Gegenwart mit
ihren geſteigerten Anforderungen verwiſchte für Wochen
jeder andere Sorge, und ſelbſt Margot, das kleine
Kam=
merkätzchen, fand keine Zeit mehr zu gelegentlichen
Be=
obachtungen und Klatſchereien. Alles drängte dem einen
alles überſtrahlenden Punkt zu, welcher das ſommerliche
Rokokokoſtümfeſt hieß, und Gabi wurde aus den
Gedan=
ken der meiſten Schloßbewohner ſchon ausgeſchaltet, ehe
ſie noch wirklich abgereiſt war. Die Befürchtungen, welche
ſich an ihre Perſon knüpften, traten für eine Weile völlig
in den Hintergrund, und ihr Gehen oder Bleiben erſchien
nicht mehr ſo wichtig wie zuvor.
Gabi empfand das zu ihrer Freude und Beruhigung
ſelbſt. Außerdem erfuhr ſie es durch die Baroneſſe, die
ihr bis zuletzt ihr Wohlwollen bewahrte und diskret den
Wunſch durchblicken ließ, ſie ſpäter noch einmal an War=
benbirge Seite wegerzuſchen. den her Beſchout
zu Graf Dietrich Treſſenſtein ſchien ſie nichts zu wiſſent
oder wiſſen zu wollen, aber die Aehnlichkeit des kleine
Tippfräuleins mit Wardenburgs einſtiger Braut erſchie
ihrem frommen Sinn wie ein Wink des Himmels, und
die Kluft zwiſchen dem adligen Oberinſpektor und dem
feinen, taktvollen Mädchen war in ihren Augen durcha
nicht unüberbrückbar. Sie wünſchte ihm von ganzem
Herzen ein Glück, das ſeiner tiefen Erbitterung mit einen
Male ein Ende machte, und glaubte bei ihm ſchon einige
günſtige Anzeichen bemerkt zu haben. Gewiß war
ihrer Sache jedoch nicht, und bei ſeiner ſchroff ablehnen
den Art hatte ſie ihm gegenüber auch keine direkte
deutung gewagt.
Um ſo mehr freute ſie ſich des Umſtandes, daß
denburg dem kleinen Tippfräulein bei ihren letzten
Nach=
forſchungen im Schloß zur Hand gehen wollte. Gabi
zählte ihr davon, und der alten Dame erſchien dieſes
Zu=
ſammenarbeiten der beiden jungen Leute wundervoll,s
Mittel zum Zweck. Das Vorhandenſein eines Schatze
bezweifelte ſie nach wie vor, aber an die beredte Macht
der Abſchiedsſtunde glaubte ſie um ſo mehr, und wenn
Fräulein Flotts Stellvertreterin abgereiſt war, hoffte ſie
aus Wardenburgs Stimmung und Verhalten allerlei
Gu=
tes erraten zu können.
So ſchieden die beiden Damen im beſten Einvernehl
men, und Gabi konnte ihrerſeits kaum den Augenblick
erwarten, in dem ſie mit ihrem einſtigen Verlobten im
Archiv zuſammentreffen ſollte.
Der Hausherr, der ſie ſehr ungern entließ und ſeiner
Zufriedenheit mit ihren Leiſtungen zum Schluß mündlich
und ſchriftlich noch Ausdruck verlieh, hatte ſie ahnungslos
auf eine neue Spur geleitet, und Gabi brannte nun dal
auf, dieſe Spur zu verfolgen.
(Fortſetzung folgt.)
ſtammer 49.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Februar 1914.
Seite 15.
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Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
Teinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Griesheim. 15. Febr. Mehr als intereſſant
ſänd die Vorgänge, mit denen hier verſucht wird das
wirtſchaftlich ſchwächere Gaswerk beiſeite zu
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Starkenburg beteiligt ſind, beabſichtigt nämlich, unter
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gehung beſtehender Rechte des Gaswerkes, in hieſigem
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wer geſtern ſtattgehabten Gemeinderatsſitzung, woran der
Derr Oberbürgprmeiſter der Stadt Darmſtadt und der
Vorſtand der Gasgeſellſchaft teilgenommen haben.
Dem Gas= und Elektrizitätswerk Griesheim iſt nach
ſeem vor zirka 15 Jahren mit der Gemeinde abgeſchloſſenen
Vertrage das alleinige Recht eingeräumt, auf die Dauer
von 30 Jahren die Straßen, Plätze uſw. der Gemeinde
rum Verlegen von Gas= und Elektrizitäts=Leitungen zu
jeenutzen und Gas und Elektrizität zu verkaufen. Gebaut
wurde ſeinerzeit nur das Gaswerk. Die Gemeinde hat
s übernommen, die Anlagen des Gas= und
Elektrizitäts=
werks Griesheim, woran ſie und ihre Einwohnerſchaft
mit bedeutendem Kapital beteiligt ſind, ſo zu ſchützen,
uls wenn ſie ihr Eigentum ſeien, und iſt außerdem die
Verpflichtung eingegangen, mit allen ihr zu Gebote
ſtehen=
nen Mitteln jede Konkurrenz aus Staats= und ſonſtigen
Straßen fernzuhalten. Dieſer Vertrag, der eine wort=
getreue Wiedergabe des mit der Gemeinde Eberſtadt
ein=
gegangenen Vertrages iſt, hat ebenfalls auch anſtandslos
die Genehmigung des Großh. Kreisamts Darmſtadt
ge=
funden, weil der Eberſtädter Vertrag mit Unterſtützung
dieſer Behörde und im Beiſein derer Vertreter
abge=
ſchloſſen worden iſt.
Die Heag hat nun im vorigen Jahre vom Großh.
Kreisamt die Genehmigung zur Legung von Kabeln in
den Kreisſtraßen erhalten und will jetzt in der Gemeinde
Strom verkaufen. Veranlaſſung zu dieſ,m Vorgehen iſt
wohl der Umſtand, daß das Gaswerk mit der Stadt
Mainz einen Vertrag über Lieferung von Elektrizität
ab=
geſchloſſen hat. Das will nun Darmſtadt vereiteln.
Aus der geſtrigen Gemeinderatsſitzung hat ſich
ein=
wandfrei ergeben, daß die Gas= und Elektrizitätswerke
Griesheim und Eberſtadt, die als Vorſtand ein und
die=
ſelbe Perſon haben, ſich frühzeitig genug in Darmſtadt
zum Strombezug gemeldet haben. Dieſe Bemühungen
datieren ſchon längere Zeit zurück. Vorlage von Briefen
aus der Mitte des vorigen Jahres, die mir der Heag
ge=
wechſelt worden ſind, geben Beweis dafür. Da keine
Zu=
ſage zur Stromlieferung trotz wiederholter Anfragen
er=
folgt iſt, hat das Gaswerk ſich nach einer anderen
Be=
zugsquelle umgeſehen, damit es ſpäter gegen ein
Vor=
gehen der Heag geſichert ſei.
Die Gasgeſellſchaft iſt hiernach in vollſtändig richtiger
Weiſe vorgegangen. Sie konnte es nicht über ſich ergehen
laſſen, mit offenen Augen zuzuſehen, wie ſie einfach außer
Acht gelaſſen werden ſollte. Die Heag hat nicht liefern
wollen, ſonſt hätte ſie ihre Bereitwilligkeit dazu
ausge=
ſprochen. Richtig iſt ferner, daß die Intereſſen
Gries=
heims mehr nach Darmſtadt liegen als nach Mainz, aber
wenn Darmſtadt bezw. die Heag es nicht verſteht, die
ge=
botene Hand zu nehmen, ſo trägt ſie ganz allein die
Schuld an ihrer Ausſchaltung. Beſtehende Rechte müſſen
reſpektiert werden, nicht aber ſteht es an, daß der Kleinere
dem Größeren einfach Platz machen muß, wenn er im
Wege iſt.
Weiter muß ein Mißverſtändnis vorliegen, wenn erſt
das Gaswerk das alleinige Recht zur Benutzung der
Kreisſtraßen durch die Genehmigung des Vectrages vom
Großh. Kreisamt erhält und ſpäter bekommt die gleiche
Berechtigung die Heag. Die Einwohnerſchaft kann dies
nicht verſtehen. Die öffentliche Meinung kann nur
zu=
gunſten des Gaswerks ausfallen, denn ſeine Sache liegt
klipp und einwandfrei. Die Gemeinde muß nun
ihrer=
ſeits auch die Augen offen halten. Sie und ihre
Einwoh=
nerſchaft müſſen geſchloſſen hinter dem Gaswerk ſtehen
und dies nach Kräften und beſonders nach außen hin
unterſtützen, dann wird das erreicht, was nur im
In=
tereſſe dier Gemeinde liegt.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 12. Febr.: dem Reſervelokomotivführer
Auguſt Müller, Weiterſtädter Weg 14, ein S. Johannes
Auguſt Heinrich. Dem Grundarbeiter Chriſtian
Wag=
ner, Magdalenenſtraße 4, ein S. Heinrich. Am 13.: dem
Diener Auguſt Eckert, Arheilger Straße 19, ein S.
Theo=
dor Fritz. Dem Aushilfsſchaffner Georg Klein,
Kaup=
ſtraße 49, eine T. Anna Maria Thereſia. Am 11.: dem
Heizer im Landesmuſeum Friedrich Huthmann,
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platz 1, eine T. Erika. Am 15.: dem Fabrikarbeiter
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rich Hirz, Erbacher Straße 59, ein S. Karl Adam
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rich. Am 12.: dem Schloſſer Peter Mittelſtädter,
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bacher Straße 59, ein S. Georg. Am 14.: dem Uhrmacher
Johannes Leußler, Pankratiusſtraße 44, ein S. Wilhelm
Johannes Friedrich.
Aufgebotene. Am 10. Febr.: Buchhalter Siegfried
Weil, Neckarſtraße 20, mit Chriſtina Kaffenberger,
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Techniker Paul Richard Rudolf Rautenberg,
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mühle, mit Helene Knöppel, Roſenthal. Techniker
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bert Artur Baumann, hier, mit Karoline Auguſte Elſe
Degenhard, Bochum. Poſtaſſiſtent Otto Vogel, hier,
mit Anna Dorothea Spieß, Nieder=Ramſtadt.
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warenfabrikant Otto Ernſt Schröder, Offenbach a. M.,
mit Marie Chriſtine Eliſabethe Winter,
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lautern, mit Dienſtmagd Eliſabethe Dietz, Neuſtadt i. O.
Am 16.: Schuhmacher Nikolaus Schmitt IV. mit Eva
Katharina Sauer, beide in Rimbach.
Eheſchließungen. Am 10. Febr.: Prakt. Arzt Dr. Ernſt
Senn in Frankfurt a. M. mit Hilma von Kahlden in
München. Am 12.: Heizer Konrad Lindenmaher mit
Pauline Wagner, geb. Gall, beide hier. Am 14.:
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halter Ludwig Lorenz in Offenbach=Bürgel mit Anna
Barthel, hier. Schloſſer Karl Rühl mit Schneiderin
Luiſe Naas, beide hier. Aushilfsweichenſteller
Johan=
nes Hartmann mit Roſina Ehrhardt, beide hier.
Weiß=
binder Georg Stork Xl. mit Anna Hey, beide in
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hauſen. Am 16.: Bäcker Heinrich Bitſch mit Eliſabethe
Bräunig, beide hier. Drogeriebeſitzer Paul Finke
mit Opernſängerin Wally Lehmann, beide hier.
Geſtorbene. Am 12. Febr.: Katharine Ahl. geb.
Waſenmüller, Witwe des Taglöhners, 73 J., ev.,
Laute=
ſchlägerſtraße 24. Am 13.: Friedrich Mathias,
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wirt, zurzeit Gardiſt im J.=R. 115, 21 J., ev.,
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ſtraße 27. Am 12.: Suſanna Dorothea Friedrich, geb.
Jakobi, Witwe des Schuldieners, 87 J., ev., Adolph=Spieß=
Straße 23. Am 13.: Friedrich Mangold
Straßenreini=
ger, 45 J., ev., Arheilger Straße 52. Jean Theodor
Arthur Rodberg, Fabrikdirektor a. D., 64 J., kath.,
Frankfurter Straße 36. Am 14.: Helena Maria Gertrude
Baßmann, Tochter des Kaufmanns, 8 Tge., kath.,
Gra=
fenſtraße 31. Am 13.: Juſtine Wengler, Privatin, ledig,
57 J., kath., Wittmannſtraße 6. Am 14.: Seraphine
Molzberger, ohne Beruf, ledig, 20 J., ev.,
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Februar 1914.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 49.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 18. Februar 1914.
Seite 21.
Esport, Spiel und Turnen.
—. Pferdeſport. Achtes Turnier deutſcher
Ade. Auch das Programm des dritten Tages
ſuke ſich am Montag wieder vor vollbeſetztem Hauſe
In der Hofloge ſah man u. a. den Erbprinzen von
heinzollern, Kriegsminiſter von Falkenhayn,
Landwirt=
ſttsminiſter von Schorlemer, Herzogin Ernſt Günther
Schleswig=Holſtein, Fürſt zu Dohna, Herrn von
ewitz=Wedern und Landſtallmeiſter Graf S. Lehndorff.
ärkſten beſtritten war der Preis von Alldeutſchland,
Materialprüfung für Reitpferde, an der nicht
weni=
ſals 41 Konkurrenten teilnahmen. Der Sieg fiel an
u von Gottberg, die Dr Kunheims 6jährigen Schim=
=Wallach Vaſall II. ſteuerte. Im Damenſpringen
Ieen Frau von Moers und Frau von Funcke im toten
ſigen auf den erſten Plätzen. Der Ehrenpreis fiel durch
Los an Frau von Funcke. In der Deutſchen
Armee=
ſtr=Prüfung für alte Remonten ſah man acht von
egeren der betreffenden Regimenter gerittene oſtpreu=
Ih. Pferde von ſchönem Exterieur. Im Springen
ver=
cen jedoch die meiſten von ihnen. Der „
Pianoforte=
ung” ſchien für ſie ein zu ungewohntes Hindernis zu
ſt. Eine Sondervorführung von Geſpannen des
Kaiſer=
e Marſtalles, die vom Prinz von Thurn und Taxis
llinet wurde und viel Beifall fand, beſchloß den Tag.
Reſultate waren: Silberner Schild, Eignungs=Prü=
Iſig für Chargen= und Dienſtpferde. 1. Oberlt. v.
Krö=
lß Teufel (Beſ.), 2. Oberlt. v. Haugks Nektar (Beſ.),
eberlt. Frhrn. v. Gagerns Edelmann (Lt. v. Stud=
I) 16 Konkurrenten. — Damenſpringen. 1. — Oberlt.
repuis Bravo (Frau von Mörs), 1.— Lt. Frhrn. von
Ie=Eberſteins Iskanda (Frau von Funcke), 1— Rittm.
Megeſterleys Pepita (Frau von Moers); 7 Konkurren=
— Preis von Alldeutſchland, Materialprüfung für
toferde. 1. Hrn. Dr. Kunheims Vaſall II (Frau von
ßtbberg). 2. Zeremonienmeiſter von Hardts Ben Cherif
lſſör elt. F. v. Zobeltitz), 3. Oberlt. v. Chappuis Liebling
Ifeſ.), 41 Konkurrenten. — Deutſche Armee=
Deeſſur=
fürung. 1. 4. Esk. Gd.=Kür.=Regt. Harald (Lt. v. Stud=
I) 2. 2. Gd.=Drag.=Regt. Hoheit (Oberlt. v. Heyden),
2 Gd.=Ul.=Regt. Hannibal (Oberlt. F. v. Zobeltitz),
unkurrenten. — Verkaufs=Jagdſpringen. 1. — Lt. Frhr.
Clller=Eberſteins Iskanda, 1.— Lt. Prinz Krafft zu
Ehenlohe=Oehringens Reinhardt, 1. — Lt. v Keudells
ſiriger, 1. — Rittm. v. Oeſterleys Pepita, 1. — Lt. von
Libliſchs Junker 18 Konkurrenten. — Verkaufs=Mate=
El=PPrüfung für Wagenpferde. 1. — Dogcart=Geſpann des
rin G. Haeußler (Othello), 1. — Viererzug des
Bent=
ſemer Tatterſalls, 1. — Zweiſpänner des Bentſchener
teerſalls, 8 Konkurrenten.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
ſie Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 10. bis 16. Februar 1914.
IIm Gegenſatz zu der ſtetigen Haltung des Auslandes
ſſregte ſich auf den deutſchen Märkten in der Berichtswoche
ne Abſchwächung bemerkbar, zu der die im Roggen.
ſchräft herrſchenden Verhältniſſe den Anlaß gaben. Seit
niger Zeit ſtockt nämlich der Abſatz über die ruſſiſche
berize, und das macht ſich um ſo mehr fühlbar, als das
ſrgebot ſtärker geworden iſt, im Inlande aber nur wenig
iffneigung beſteht. Auch die Küſte klagt über
ſchwie=
tuess Geſchäft. Zwar benötigt man draußen den
deut=
fen Roggen, zumal Rußland nur wenig und teuer
offe=
ltrz, aber die gebotenen Preiſe waren zuletzt ſo niedrig,
iß neue Abſchlüſſe kaum bewerkſtelligt werden konnten.
vielfach vorkommenden geringen Qualitäten tragen
t dazu bei, das Geſſchäft zu erſchweren, während an=
bererſeits die ungewiſheit bezitglich der ruſchen
Holl=
maßnahmen lähmend auf die Unternehmungsluſt
ein=
wirkt. Angeſichts dieſer Umſtände ſahen ſich die
Provinz=
firmen vielfach veranlaßt, gegen ihren Warenbeſitz
Lie=
ferungsabgaben vorzunehmen, wodurch zeitweiſe ein
Preisdruck von 2 bis 3 Mark herbeigeführt wurde. Zu
den ermäßigten Preiſen zeigte ſich zum Schluß indes
wieder mehrſeitig Deckungsgebühr und infolgedeſſen eine
leichte Befeſtigung. Immerhin war Mai=Lieferung zum
Schluß noch 2 Mark, Juli=Lieferung noch 1¼ Mark
nied=
riger als vor acht Tagen. Im Anſchluß an Roggen machte
ſich auch für Weizen eine ſchwächere Tendenz geltend
ob=
zwar die Forderungen von Nord= und Südamerika höher
lauteten und Rußland überhaupt nur wenig mit Offerten
im Markte war. Das Angebot vom Inlande, wenigſtens
ſoweit es ſich um gute Qualitäten handelt iſt recht mäßig.
Die Exporteure intereſſieren ſich weiter für Weizen,
zu=
mal noch viel alte Abſchlüſſe zu erledigen ſind, wollen
aber nur gute Ware kaufen, während Schleſien meiſt
ge=
ringere Qualitäten anbietet. Im Lieferungsgeſchäft
be=
ſtand nicht viel Unternehnungsluſt, aber auch die
Ab=
geber waren mit Rückſicht auf die weſentlich höheren
Preiſe des Weltmarktes ſehr vorſichtig, ſo daß die
Kurs=
verluſte nicht erheblich waren. Im Hafergeſchäft konnten
die Exporteure die zur Erledigung früherer Verkäufe
er=
forderliche Ware diesmal etwas billioer eindecken,
nament=
lich mitlere Qualitäten mußten ſich niedriger ſtellen.
Ruſſiſche Gerſte behielt ſchleppenden Abſatz; die Preiſe
waren wenig verändert. Ebenſo hatte Mais bei leicht
ermäßigten Forderungen ruhiges Geſchäft. Es ſtellten ſich
die Preiſe für inländiſches Gtreide am letzten Markttage
wie folgt:
Weizen
Roggen
Königsberg. . 195
147 (—3½) 158
Stettin
148 (—
179
148
Poſen
182
150
142
181
Breslau.
146
144
Berlin
189
175
151½ (-
187
Magdeburg
170
153
Halle .
188
156
175
183
Leipzig
157
166
Dresden.
186
153
161
Roſtock
152
150
181
194
Hamburg
155
170
Hannover
157
186
164
190
Düſſeldorf
156
171
. 190
Köln
153
166
Frankfurt a. M. 199
164
172½(
Mannheim . . 205
180
165
Straßburg . . 205
175
172½
. 200
München
166
) 165
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 199 (—0,25),
Peſt April 205,70 (* 2,90), Paris Febr. 213,40 (—1,60),
Liverpool März 163,45 (—), Chikago Mai 144,65 (- 0,65).
Roggen: Berlin Mai 158,75 (—2), Hafer: Berlin Mai
154,50 (—1.75), Futtergerſte Südruſſ. frei Hamburg
unverzollt ſchwim. 110 (—0,50), Febr. 109,25 (—0,25),
Mais Argent. ſchwim. 107,50 (—0,50), Donau Jan., Febr.
105 (—050) Mark.
H. Frankfurt a. M., 17. Febr. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt war wieder eine feſte
Stim=
mung vorherrſchend und beſonders Landweizen in beſſerer
Qualität gefragt bei ſtärkerer Kaufluſt. Sonſt blieb der
Verkehr im allgemeinen beſchränkt. Landroggen konnte
ebenfalls etwas profitieren. Hafer war reichlich offeriert,
aber nur prima Ware fand ſchlanken Abſatz. Die
Forde=
rungen für Mehl und Futtermittel ſind unverändert
gegen=
über der Vorwoche.
Der Mannheimer Getreidemarkt ſchließt
ohne Preisänderung. — An der Berliner
Produk=
tenbörſe war Getreide feſter, da das Inlandsangebot
ſich mehr zurückhält, die Zufuhren noch mäßig eintreffen
und die Auslandsoſerten kuaßper geworden ſnd. Auch
Hafer leicht befeſtigt auf Platzdeckungen.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerika=
niſchen Getreidemärkten (Neu=York und
Chi=
kago) waren Weizen und Mais in feſter Haltung, beſonders
für Mai= und Juli=Termin, da die Ernteberichte aus
Texas ungünſtig lauteten, ferner die kleineren Zufuhren
beeinflußten und die Firma Armour Deckungen vornahm.
Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche
von 66,11 Millionen Buſhels auf 64,74 Mill. Buſh.
zurück=
gegangen, hingegen die Maisvorräte von 16,89 Mill. Buſh.
auf 17,59 Mill. Buſh. geſtiegen. — In Kanada
reduzier=
ten ſich die Weizenvorräte in dieſer Woche von 24,74 Mill.
Buſh. auf 23,82 Mill. Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 18,85—20,
Norddeut=
ſcher 19,85—20, Kurheſſiſcher 19,90—20, Ruſſiſcher 21,50 bis
22,25, Laplata 21,75—22,25, Rumäniſcher 22,25—22,50,
Kanſas 22,75—23,25. Manitoba 22—22,50, Redwinter 22,75
bis 23,25, Walla Walla 22—22,75; Roggen, hieſiger
16,30—16,40, Bayeriſcher 16,30—16,40, Ruſſiſcher —
Ru=
mäniſcher — Amerikaniſcher —; Gerſte, Pfälzer 17,25 bis
17,75, hieſige und Wetterauer 17—17,50, Fränkiſche 17,25
bis 17,75, Ungariſche —, Riedgerſte 17,25—17,75; Hafer,
hieſiger 16—17, Bayeriſcher 16,25—17, Ruſſiſcher 17—19,
Amerikaniſcher 17—17,75, Rumäniſcher 17,25—18,75; Mais
mixed 14,70—14,80, Ruſſiſcher 14,75—14,90, Donaumais
14,75—14,85, Rumäniſcher 14,80—14,90 Laplata 14,75—15,
Weißer Mais 14,75—14,85: Weizenſchalen 10,25—10,50,
Weizenkleie 10,25—10,50, Roggenkleie 10—10,50,
Futter=
mehl 12—14, Biertreber getrocknet 12,60—13, Futtergerſte
13,50—14: Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab
Mann=
heim) Nr. 0 30,25—30,50, feinere Marken 30,75—31, Nr. 1
29,25—29,50, feinere Marken 29,75—30, Nr. 2 28
bis 28,25, feinere Marken 28,50—28,75, Nr. 3
26,25—26,50, feinere Marken 26,75—27, Nr. 4 22.25
bis 22,50, feinere Marken 22,75—23; Roggenmehl,
hieſiges Nr. 0 25—25,25, Nr. 1 22,50—23, Nr. 2 20—20,50.
F.C. Frankfurt a. M., 17. Febr. (Heu= und
Strohmarkt.) Man notierte Heu 2,80—3,10 Mark.
Stroh fehlte. Alles pro 50 Kilo. Geſchäft: ruhig. Die
Zufuhren waren aus den Kreiſen Friedberg, Hanau, Dieburg.
Handel und Verkehr.
* Der Geſchäftsbericht der Deutſchen
Vereinsbank in Frankfurt a. M. für 1913 iſt im Druck
erſchienen. Es heißt darin u. a.: Die günſtige
Konjunk=
tur, deren ſich unſer Wirtſchaftsleben in den Vorjahren zu
erfreuen gehabt hatte, hielt trotz der im Gefolge der
Bal=
kanwirren entſtändenen Unſicherheit noch während der
grö=
ßeren Hälfte des Jahres 1913 auf induſtriellem Gebiete
an, wogegen unter der Nachwirkung der politiſchen
Ver=
hältniſſe und der durch die Geldknappheit verurſachten
hohen Zinsraten der Effektenmarkt ſtark zu leiden hatte.
Das Geſchäft auf letzterem blieb faſt bis Ende des Jahres
ein überaus ruhiges, und erſt im Dezember 1913 belebte
ſich das Börſengeſchäft unter dem Eindruck niedrigerer
Geldſätze. Auch die Emiſſionstätigkeit blieb nicht
un=
weſentlich gegen die Vorjahre zurück. Die Zins= wie
Pro=
viſions=Erträgniſſe haben ſich weiter nicht unweſentlich
er=
höht. Der Reingewinn per 31. Dezember 1913 ſtellt
ſich auf 2 730 636,87 Mark, gegen 2752855,11 Mark per 31.
Dezember 1912, zeigt ſomit unter Berückſichtigung des
ver=
minderten Gewinn=Vortrages aus dem Vorjahre eine
Zu=
nahme von rund 76 000 Mark.
Der Aufſichtsrat hat die Jahresrechnung des
zweiundvierzigſten Geſchäftsjahres 1913 geprüft, die Bücher
in Ordnung und die von der Direktion vorgelegte Bilanz
mit denſelben in allen Teilen übereinſtimmend befunden.
Er beantragt u. a., eine Geſamtdividende von 6
Prozent — 36 Mark für jede Aktie zu 600 Mark und
* 72 Mark für jede Aktie zu 1200 Mark zu verteilen.
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Erſte Dienſten Franz. Callm
Zweite der Köni=Clement. Fellſe
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Nacht
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Erſter
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Dritter
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Balkonloge 5.20 ℳ, 1. Rang 4.70
2. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ, 7aI
8. Reihe 2.15 ℳ, 1. Galerie 1.35
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Uhr und eine Stunde vor Begi
der Vorſtellung; im Verkehrsbü
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Der Weg des Lebens
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III. Vortrag: Prof. Dr. Fr. Limmer a
Bilder von der Insel Bornholm
(unter beſonderer Betonung der photogr. Geſichtspunkte).
Montag, den 9. März 1914, pünktl. 8½ Uhr
im großen phyſikal. Hörſaal (Ende 10½ Uhr)
IV. Vortrag: Prof. Dr. Fr. Limmer
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Eberstadt!
Ein Salon-Orchester wird hierbei ein dem Charakter
der Veranstaltung entsprechend ausgewähltes Tanz-
Programm bringen und wird das Arrangement so
getroffen werden, dass dieses mit einer
Reunion der modernen Tänze
verbunden ist. Diese durchaus vornehme Familien-
Veranstaltung soll zeigen, wieviel Damen und Herren
jetzt schon die so berühmt gewordenen Modetänze
beherrschen und geübte Tänzerinnen und Tänzer
Darmstadts finden somit Gelegenheit, im internen
Kreise Tango usw. zu tanzen. Dem elegantesten.
Tango-Tänzer-Paare steht hierbei noch eine
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