Darmstädter Tagblatt 1914


Nr. 45., Samstag, den 14. Februar.

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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 28 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.

Die Kaiſerin wird am 25. Februar in Braun=
ſchweig
zu einem vierwöchigen Beſuch erwartet.
Der Reichstag erledigte geſtern zunächſt kurze An=
fragen
und ſetzte dann die zweite Leſung des
Etats des Reichsamts des Innern fort.
*Der Direktor des Pariſer gerichtlichen Erkennungs=
dienſtes
, Bertilkon, iſt geſtorben.
Nach einem Telegramm aus Mexiko haben die Aufſtän=
diſchen
bei Los Canoas in der Nähe Cardenas einen
Perſonenzug in die Luft geſprengt. 50
Bundestruppen und eine Anzahl Reiſender wurden
getötet.
Der frühere Miniſterpräſident Goremykin, Mitglied
des Reichsrats, iſt definitiv zum ruſſiſchen Mi
niſterpräſidenten ernannt worden. Kokow=
tzow
wurde der Grafentitel verliehen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.

Der Miniſterwechſel in Rußland.

** Das Ausſcheiden des Miniſterpräſi=
ſenten
Kokowtzow aus dem Amte war ſchon
geit einiger Zeit angekündigt worden. Sein gemäßigtes
Regime fand in den extremen Kreiſen der ruſſiſchen Natio=
naliſten
wenig Anerkennung, man ſehnte ſich nach einer
ſchärferen Tonart und nach einer ſtärkeren Hervorkehrung
wer panſlawiſtiſchen Intereſſen. Wenn dieſe Argumente
nur Verabſchiedung Kokowtzows beigetragen haben, ſo iſt
matürlich der Miniſterwechſel von hoher politiſcher Be=
deutung
, ſelbſt wenn er nur eine Veränderung der inneren
Bolitik Rußlands bringen würde. Aus der Ernennung
Goremykins laſſen ſich in dieſer Hinſicht noch keine
beſtimmten Schlüſſe ziehen, denn wenn der Genannte auch
ſchon einmal den Vorſitz im Miniſterrate führte, ſo hatte
er doch damals zu wenig Gelegenheit, hervorzutreten. Be=
kanntlich
löſte er im Mai 1906 den Grafen Witte ab, er
near früher einmal Miniſter des Innern geweſen und galt
lals eine Autorität auf dem Gebiete der Bauernfrage. Man
nahm an, ſeine Ernennung zum Nachfolger Wittes ſei in
der Hoffnung erfolgt, die wichtige Agrarfrage leichter
liöſen zu können. Wie noch erinnerlich ſein wird, gingen
vor acht Jahren im Zarenreiche die Wogen der Erregung
fähr hoch; an leitender Stelle ſchwankte man noch hin und
her, welche Konzeſſionen man dem Volke in politiſcher
Kinſicht machen ſolle; der Verfaſſungsgedanke hatte noch
incht recht Wurzel geſchlagen, und namentlich ſtand man
lnoch unter dem erſten Eindruck der Folgen des oſtaſia=
lltiſchen
Krieges. Goremykin war der ſchweren Aufgabe,
iſdde politiſchen Verhältniſſe zu ſanieren, wohl nicht ge=
llwachſen
, denn ſchon nach elf Wochen trat er von ſeinem
ſPooſten zurück, nachdem die Duma aufgelöſt worden war,
lund Stolypin, der ſpäter ermordet wurde, kam an Gore=
Amykins Stelle.
Was den unmittelbaren Anlaß zum Ausſcheiden Ko=
lkowtzows
betrifft, ſo dürfte derſelbe in den geringen Er=
folgen
zu ſuchen ſein, welche der bisherige Miniſterpräſi=
Ildemt bei der Beſchaffung der letzten Anleihen in Frank=
reich
hatte, wo er ziemlich ungünſtige Bedingungen be=
Iolilligen mußte. Auch im Reichsrat und in der Duma er=
Mint er mehrfach Niederlagen, welche die Stellung der
Ullngegierung ſtark erſchütterten und beim Zaren unangenehm
Ahherührten, zumal man geglaubt hatte, in die Erfahrungen
Alſmkowtzows als Finanzpolitiker beſondere Anforderungen
eizen zu können. Kokowtzow war bekanntlich erſt kürzlich
uf der Rückreiſe von Paris in Berlin eingekehrt, wo er
hem beſten Eindruck hinterließ. Auf die äußere Politik
atte er in ſeiner Stellung als Vorſitzender des Miniſter=
Aats keinen entſcheidenden Einfluß, ſo daß mit dem
buechſel in der Leitung des ruſſiſchen Kabinetts keine Ver=
noerung
in der internationalen Politik des Zarenreiches
Aenknüpft zu ſein braucht. Jedoch laſſen ſich in dieſer Hin=
Michtt noch keine beſtimmten Schlüſſe ziehen. Ueberhaupt
Abird die Bedeutung des Perſonenwechſels erſt zu über=
heen
ſein, wenn die Rekonſtruktion der Regierung, die
linen ſehr großen Umfang anzunehmen ſcheint, beendet
ein wird.

Die Birſchewija Wjedomoſti ſchreibt: Kokowtzows
ücktritt wird offiziell damit begründet, daß das in=
uſtrrielle
Leben Rußlands in den letzten Jahren eine

Entwicklung angenommen hat, die eine Vereinigung der
Pflichten des Finanzminiſters mit dem Amte des Mi=
niſterpräſidenten
nicht zuläßt. Daher wurde es für not=
wendig
erkannt, die beiden Aemter zu trennen. Außer=
dem
wurde beſchloſſen, an die Spitze des Finanzminiſte=
riums
eine energiſchere und jüngere Perſönlichkeit zu
ſtellen, ſo wie es Bark iſt. Die Ernennung Gore=
mykins
zum Miniſterpräſidenten wurde für
notwendig gehalten, um die Tätigkeit der Regierung zu
vereinheitlichen. Kokowtzow wurde für ſeine Arbeit be=
ſondere
Dankbarkeit ausgeſprochen.
Ein kaiſerlicher Erlaß an Kokowtzow er=
wähnt
ſeine Verdienſte in ſeiner Eigenſchaft als Finanz=
miniſter
während der letzten zehn Jahre, welche die be=
ſchwerlichen
Zeiten des Krieges und der inneren Wirren
umſaßten und während deren dank der Sparſamkeit
Kokowtzows die Budgets immer mit einem Ueberſchuß
der Einnahmen über die Ausgaben abſchloſſen, was ein
enormes Anwachſen der Mittel des Staatsſchatzes hervor=
rief
. Auf ſeine Tätigkeit als Miniſterpräſident übergehend,
weiſt der Kaiſer darauf hin, daß Kokowtzow ſeine Be=
fähigung
in der höchſten politiſchen Verwaltungsſtelle
des Landes durch ſeine reiche Erfahrung und weiſe Um=
ſicht
bewieſen habe. Der Kaiſer erteile Kokowtzow aus
Geſundheitsrückſichten mit Bedauern den Abſchied und
verleihe ihm aus Dankbarkeit für die bedeutenden Dienſte
den Grafentitel. Der Kaiſer hofft, daß er von den
Ratſchlägen Kokowtzows in allen ſchwierigen Fragen
Nutzen ziehen werde, deren Aufklärung durch die Kennt=
niſſe
und die Erfahrung ſowie der erprobten Ergebenheit
Kokowtzows erreicht werden könnte. Der Erlaß trägt fol=
gende
kaiſerliche Unterſchrift: Sie aufrichtig ſchätzend in
voller Dankbarkeit. Nikolaus.
Ein kaiſerlicher Erlaß an den neuen
Finanzminiſter Bark, erinnert an die perſönlichen
Beobachtungen des Kaiſers während ſeiner jüngſten Reiſe,
die es dem Kaiſer ermöglicht habe, die Lebensbedürfniſſe
der Bevölkerung direkt kennen zu lernen. So ſehr der
Kaiſer mit Genugtuung die produktiven Kräfte und die
Arbeitskraſt des Volkes feſtſtellte, ſo weiſt er doch zu glei=
cher
Zeit auf die traurige Tatſache der
Schwäche und Armut und der ökonomiſchen
Zerrüttung hin, die unleugbaren Folgen der Trunk=
ſucht
ſowie auch des Fehlens eines regelmäßigen und
allen zugänglichen Kredits. Seit dieſer Zeit hätten die
Gedanken des Kaiſers bei dieſen Beobachtungen geweilt,
und er ſei ſchließlich zu dem Entſchluß gekommen, daß es
dringend nötig ſei, radikale Reformen in der
Finanzverwaltung und im ökonomiſchen
Leben des Landes durchzuführen. Es ſei un=
zuläſſig
, die günſtige Situation des Staatsſchatzes auf die
Zerrüttung der moraliſchen und ökonomiſchen Kräfte der
großen Mehrheit der ruſſiſchen Bürger zu gründen. Da=
her
ſei es von Wichtigkeit, Finanzpolitik in dem Sinne zu
betreiben, Einnahmen ausfindig zu machen, die herrühr=
ten
aus den unerſchöpflichen Reichtümern des Landes
und der produktiven Arbeit der Bevölkerung. Unter Wah=
rung
eines vernünftigen Sparſamkeitsprinzips müſſe ſich
zugleich die Sorge, die produktiven Kräfte des Landes
zu vermehren, vereinen mit der Sorge, die Bedürfniſſe
des Volles zu befriedigen. Dieſes ſeien die beabſichtigten
Ziele der wünſchenswerten Reform, von deren dringen=
der
Notwendigkeit der Kaiſer überzeugt ſei, um ſo mehr,
als er dabei ein lebhaftes Echo in den geſetzgebenden
Kammern gefunden habe. Der Kaiſer erinnert Bark an
den Beginn ſeines Dienſtes unter dem Finanzminiſter
Vychnegradsky und beauftragt den neuen Miniſter mit der
Verwirklichung der geplanten radikalen
Reformen und verſpricht ihm, noch weitere Anwei=
ſungen
zu geben. Der Kaiſer ſpricht ſchließlich die Hoff=
nung
aus, daß die Erfahrungen, die Bark ſich erworben
habe, und ſeine Kenntniſſe das in ihn geſetzte Vertrauen
würden rechtfertigen laſſen zum Wohle Rußlands und des
ruſſiſchen Volkes ſowie zur Zufriedenheit des Kaiſers.

Deutſches Reich.

Die Wirkungen der ſozial= politi=
ſchen
Geſetzgebung. Man ſchreibt den Berl. N.
Nachrichten: Das Reichsamt des Innern hat die Bear=
beitung
einer Denkſchrift in Angriff genommen, in der
die Wirkungen unſerer ſozialpolitiſchen Geſetzgebung dar=
geſtellt
werden ſollen. Die Anregung dazu iſt im vorigen
Jahre aus Reichstagskreiſen ergangen, ſie wurde veran=
laßt
durch die Erörterungen über die Schrift des National=
ökonomen
Profeſſor Bernhard über die ſozialpolitiſche

Belaſtung unſerer Induſtrie. Die Denkſchrift wird ſich
nicht darauf beſchränken, die Wirkungen der Sozialpolitik
auf wirtſchaftlichem Gebiete zur Darſtellung zu bringen,
ſondern ſie ſoll ſich erſtrecken auch auf das ſittliche und ge=
ſundheitliche
, ſowie auf alle anderen Gebiete, auf denen
die Einflüſſe der ſozialpolitiſchen Geſetzgebung in die
Erſcheinung treten. Hieraus geht hervor, daß es ſich um
eine außerordentlich umfaſſende Arbeit handelt, an der
neben dem Reichsamt des Innern auch das Reichsver=
ſicherungsamt
, das Reichsgeſundheitsamt und andere nach=
geordnete
Behörden beteiligt ſein werden.
Das Automobilgeſetz. Seit der vergangenen
Woche finden, wie Berliner Blätter erfahren, zwiſchen
Vertretern der Reichsregierung und der preußiſchen Ra=
gierung
Beratungen über eine Abänderung der Ausfüh=
rungsbeſtimmungen
des Bundesrats zum Automobilgeſetz
ſtatt. Das Geſetz iſt bekanntlich im Jahre 1909 und die
Ausführungsbeſtimmungen dazu ſind im Jahre 1910 er=
laſſen
. Inzwiſchen ſind naturgemäß ausgiebige Erfah=
rungen
mit der Durchführung des Geſetzes gemacht und
es iſt bei den zuſtändigen Stellen eine ganze Reihe von
Wünſchen auf Aenderung der geltenden Beſtimmungen
eingegangen. Es ſcheint daher angebracht, nachdem die
Ausführungsbeſtimmungen jetzt drei Jahre lang in Kraft
geweſen ſind, in eine Prüfung einzutreten, ob ſie ſich in
allen Teilen bewährt haben. In erſter Linie kommen da=
bei
die Vorſchriften über die zuläſſige Geſchwindigkeit, die
Beſchaffenheit der Fahrzeuge, ihre Kennzeichnung, Be=
leuchtung
, die Ausbildung der Führer ſowie die Be=
nutzung
der öffentlichen Wege in Betracht. Man darf
damit rechnen, daß der Bundesrat eine Reihe von Vor=
ſchriften
in ſeinen Ausführungsbeſtimmungen ändern
wird.
Der Kampf der Kölner. Die Kölner wol=
len
ihre günſtige Stunde nutzen. In dieſem Sinne erläßt
die Köln. Volksztg. folgende Kundgebung:
Anläßlich der jüngſten Vorgänge welche eine ſo leb=
haſte
Bewegung im Lager der deuiſchen Katholken und
der deutſchen Zentrumspartei hervorgerufen haben, gehen
uns fortgeſetzt zahlreiche Zuſchriften aus allen Teilen
Deutſchlands und aus allen Kreiſen der Bevölkerung zu,
weiche unter dieſem oder jenem Geſichtspunkte die Vor=
gänge
erörtern. Von dem Abdruck der Zuſchriſten möch=
ten
wir in dieſem Augenblicke abſehen, und zwar nicht
nur, weil es an dem Raum fehlt, ſie alle unterzubringen.
Es will uns ſcheinen als müßten jetzt die Zeitungserör=
terungen
an denen es ja nie gefehlt hat, zurücktreten vor
den Kundgebungen aus der Mitte der Organiſationen und
der großen Verſammlungen. Für die organiſierten ka=
tholiſchen
Arbeiter hat bereits die Verſammlung in
Bochum, für die Organiſationen der deutſchen Zentrums=
partei
der in Berlin zuſammengetretene Reichsausſchuß
geſprochen. Für nächſten Sonntag, den 15. Februar vor=
mittags
11 Uhr, iſt eine allgemeine Zentrumsverſammlung
in den großen Saal des ſtädtiſchen Saalbaues in Eſſen
einberufen. In dieſer Verſammlung werden die Herren
Reichstags= und Landtagsabgeordneter Oberlandesgerichts=
rat
Marr aus Düſſeldorf und Stadtpfarrer Geiſtlicher Rat
Wacker aus Zähringen in Baden ſprechen.
Reform der ſächſiſchen Erſten
Kammer. Gegenüber den nationalliberalen und fort=
ſchrittlichen
Anträgen auf zeitgemäße Reform der ſächſi=
ſchen
Erſten Kammer erklärte, nachdem der Abg. Nitzſchke
den nationalliberalen Antrag begründet hatte, Staats=
miniſter
Graf Vitzthum, er habe den Wunſch der Indu=
ſtrie
, ſtärker in der Erſten Kammer vertreten zu ſein, ſtets
anerkannt. Er habe aber vorläufig den Eindruck, daß
die Stellungnahme der Fortſchrittlichen Volkspartei nicht
derart ſei, daß auf das Zuſtandekommen einer Zwei=
drittelmehrheit
gerechnet werden könne. Die Regierung
würde ſich aber aufrichtig freuen, wenn ihr in den Ver=
handlungen
ein Fingerzeig für die weitere Behandlung
der Angelegenheit gegeben würde. Der ſozialdemokrati=
ſche
Antrag auf Aufhebung der Erſten Kammer ſei nur
eine Demonſtration gegen die Erſte Kammer. Wenn heute
die Erſte Kammer geſchaffen würde, ſo würde die Zuſam=
menſetzung
natürlich anders ſein, als ſie 1831 beim Erlaß
der gegenwärtigen Verfaſſung geſchaffen wurde. Die
Autorität der Erſten Kammer müſſe geſchützt werden durch
Hinzuführung von Perſonen, die ſich in der Induſtrie Er=
fahrung
erworben haben. Dieſe Induſtrievertreter müß=
ten
auf Lebenszeit gewählt werden. Es handle ſich aber
nicht um eine Frage von beſonderer Dringlichkeit. Die
Regierung werde den Ausfall der nächſtjährigen Land=
tagswahlen
und überhaupt abwarten, ob in der Zweiten
Kammer die verfaſſungsmäßige Zweidrittelmehrheit für
die Reformvorſchläge zuſtande komme; ſie wolle ſich den
Zeitpunkt für die Einbringung einer entſprechenden Vor=
lage
ſelbſt wählen.

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Nummer 46

Ausland.

Frankreith.
Gegen die Einkommenſteuer. Der gegen
den Einkommenſteuerentwurf gefaßte Beſchlußantrag des
republikaniſchen Komitees für Handel, Induſtrie und
Landwirtſchaft, das ſogenannte Komitee Mascuraud, wird
von der geſamten Preſſe erörtert.
Die konſervative Preſſe gibt ihrer Befriedigung über
die Reſolution lebhaften Ausdruck. Der Figaro meint,
noch niemals habe ein Regierungsentwurf einen ſo ſchar=
fen
Widerſpruch und ſolche Entrüſtung hervorgerufen. Fi=
nanzminiſter
Caillaux, der eine ſolche einmütige Miß=
billigung
gegen ſich heraufbeſchworen habe, ſei für den
Sturz reif und es ſei nur mehr eine Frage des geeigneten
Augenblicks. Falls aber die Kammer trotzdem den Fi=
nanzminiſter
, welcher in der Welt der Arbeit und der
Sparſamkeit dieſe Empörung hervorgerufen habe, bis zu
den Wahlen halten ſollte, dann würde die Republik ſelbſt
in Gefahr geraten. Die gemäßigte Republique Fran=
caiſe
ſchreibt: Es iſt möglich, daß die gegenwärtige Hal=
tung
des Komitees Mascurauds hauptſächlich von der
Furcht eingegeben iſt, aber der Furcht vor den Torheiten
einer kleinen aber wichtigen Gruppe von Politikern.
Das Blatt der geeinigten radikalen Partei, der Radical
ſchreibt: Die Kundgebung des Komitees Mascurauds
war ein klägliches Manöver, welches den Gegnern zu
einer grauſamen Ironie Anlaß gibt, und von den An=
hängern
der Demokratie einſtimmig verurteilt wird.
Dieſe Leute, welche ſich als Opfer der Inquiſition hin=
ſtellen
möchten, gleichen vielmehr eingebildeten Kranken
oder Geizhälſen. In Frankreich iſt es ein ſchwerer Feh=
ler
, ſich lächerlich zu machen.
Der Geſundheitszuſtand der Trup=
pen
. Mehreren Blättern zufolge hat der Geſundheits=
zuſtand
der Truppen, namentlich in den Garniſonen an
der Ortsgrenze, eine Verſchlimmerung erfahren. In den
Militärkrankenhäuſern in Nancy befinden ſich gegenwär=
tig
500, in Toul 800 und in Lunéville 125 Kranke. Die
France Militaire meldet, daß das Kriegsminiſterium ver=
ſchiedene
Maßnahmen zur Hebung des Geſundheitszu=
ſtandes
in der Armee beſchloſſen hat, darunter beſſere
Heizung der Kaſernen und wärmere Bekleidung der Mann=
ſchaften
. Ueberdies ſollen zahlreiche Beurlaubungen er=
folgen
und die ſchwächeren Soldaten ausgemuſtert wer=
den
. Aus Algier wird gemeldet, daß die Rekruten von
den Antillen, die nach Algier verſetzt worden waren, weil
ſie in Südfrankreich maſſenhaft erkrankten, auch das al=
geriſche
Klima nicht vertragen.
Die Verteidigung der atlantiſchen
Küſten. Auf die an dem Marinebudget geübten Kritiken
eingehend, erklärte der Marineminiſter in der Kammer,
daß die Verteidigung der atlantiſchen Küſten durch Unter=
ſeeboote
, Küſtentelegraphen, Flugzeuge und Luftſchiffe ge=
ſichert
werden müßte, denn die Konzentration der Kräfte
im Mittelmeer ſei eine ſtrategiſche Notwendigkeit, ſolange
die Verhältniſſe ſich nicht änderten. Marineminiſter Mo=
nis
führte weiter aus: Ich bin der Anſicht, daß das ein=
zige
Mittel zur Verteidigung der Küſten des atlantiſchen
Ozeans, ſobald die Seeſtreitkräfte im Mittelmeer zuſam=
mengezogen
ſind, die Verwendung des Angriffs der Unter=
ſeeboote
iſt. Aber es iſt unumgänglich notwendig, daß
das Unterſeeboot eine Zuflucht finden kann. Wenn alle
Zufluchtshäfen an der Küſte entfeſtigt werden, wird eine
Verteidigung dieſes Gebiets unmöglich werden. Er werde,
führ der Marineminiſter fort, ſich mit dem Kriegsminiſter
wegen der Errichtung von Stützpunkten, die durch Artil=
lerie
gedeckt werden würden, in Verbindung ſetzen. Ein
in Uebereinſtimmung beider Miniſter ausgearbeitetes
Programm werde dem Oberſten Rat für die Nationalver=
teidigung
unterbreitet werden und den Gegenſtand eines
an das Parlament gelangenden Geſetzes bilden. Die
erſten Kapitel des Marinebudgets wurden ſodann ange=
nommen
.
Die Eiſenbahn Tanger-Fez. Die France
Militaire meldet: Die Vorlage, betreffend ein Ueberein=
kommen
über die Eiſenbahn Tanger-Fez, die von der
Generalreſidenz und der ſpaniſchen Regierung angenom=
men
worden war, iſt endgültig feſtgeſtellt worden und
wird dem franzöſiſchen und dem ſpaniſchen Parlament
alsbald vorgelegt werden. Die franzöſiſche und die ſpa=
niſche
Regierung haben die endgültigen Vorarbeiten für
den Bau und Betrieb der Eiſenbahn Tanger-Fez, der
Wege und der Kais im Hafen von Tanger zwei Finanz=
geſellſchaften
übertragen, der Compagnie Généralle du

Maroe in Paris und der Compagnie Générale Eſpanole
du Maroc in Madrid. Binnen drei Monaten, von der
Genehmigung des Uebereinkommens durch die Parla=
mente
ab, wird eine Aktiengeſellſchaft nach franzöſiſchem
Recht mit einem Kapital von 15 Millionen Francs unter=
dem
Namen Franzöſiſch=Spaniſche Eiſenbahngeſellſchaft
Tanger-Fez als Tochtergeſellſchaft der beiden vorge=
nannten
errichtet werden mit dem Sitz in Mekines und
der Hauptverwaltung in Paris, ſowie einem Vertreter
in Madrid. Vierzig Prozent des Kapitals werden die
ſpaniſche, ſechzig Prozent die franzöſiſche Muttergeſell=
ſchaft
zu übernehmen berechtigt ſein. Im Verwaltungs=
rat
werden ſechs Spanier und neun Franzoſen ſitzen. Die
Tracierung der Linie wird von beiden Endpunkten zu=
gleich
begonnen und ſchleunigſt durchgeführt werden.
England.
Die Adreßdebatte. Bei der Fortſetzung der
Adreßdebatte warfen Mitglieder der Arbeiterpartei die Frage
der Deportation aus Südafrika auf. Ramſay Mac Donald
ſtellte einen Zuſatzantrag zur Adreſſe, dem Generalgouver=
neur
der Südafrikaniſchen Union die Anweiſung zu geben,
die Genehmigung zu der Indemnitätsbill zurückzuhalten,
bis eine gerichtliche Unterſuchung aller in Betracht kom=
menden
Umſtände, beſonders der Deporſation, ſtattge=
funden
habe, und erklärte, die Verhängung des Kriegs
rechts ſei ungerechtfertigt. Er ſtellte die Behauptung auf,
die ſüdafrikaniſche Bundesregierung hätte beabſichtigt
die Gewerkſchaftsbewegung am Rand zu zerſchmettern.
Der Kolonialſekretär Harcourt erwiderte, es würde ohne
Präzedenzfall und ein falſch gewählter Kurs ſein, der
Indemnitätsbill eine Mißbilligung oder ein Veto ent=
gegenzuſetzen
. Die Bundesregierung Südafrikas ſei dem
Bundesparlament verantwortlich. Wenn das Bundes=
parlament
die Bill annähme, wäre es höchſt unpolitiſch
und unklug, zu verſuchen, dieſen Beſchluß ſeitens des
Mutterlandes umzuſtoßen. Der Antrag der Arbeiterpartei
zum Adreßentwurf wurde mit 214 gegen 50 Stimmen
abgelehnt. Die Adreßdebatte bewegte ſich im Oberhauſe
in derſelben Richtung wie im Unterhauſe. U. a. erklärte
Lord Roberts es für undenkbar, daß die britiſche Armee
zum Kampfe gegen die Freiwilligen von Ulſter aufgerufen
werden könne. Eine ſolche Aktion würde den Ruin der
britiſchen Armee bedeuten. Der Zuſatzantrag wegen
Homerule wurde ebenſo wie der Adreßentwurf angenom=
men
. Der Antrag Middleton, die Homerulefrage durch
allgemeine Wahlen dem Lande zu unterbreiten, wurde
mit 243 gegen 55 Stimmen angenommen. Der Beſchluß
des Oberhauſes hat keine politiſchen Folgen.
Die Rüſtungsausgaben. Pfremierminiſter
Asquith empfing eine Abordnung des Parlamentarier=
Komitees des Gewerkſchaftskongreſſes. Asquith erklärte,
er habe ſeine Meinung, betreffend die ſchweren Bürden
der Rüſtungsausgaben der engliſchen und der anderen
ſogenannten ziviliſierten Völker, bereits deutlich ausge=
drückt
. Niemand, wäre ängſtlicher beſorgt, dieſem Zu=
ſtand
ein Ende zu machen, als die engliſche Regierung (?),
aber das wahre Heilmittel läge in einer gemeinſamen
Aktion der Völker ſelbſt.
Balkanſtaaten.
Militärabkommen zwiſchen Bulgarien
und der Türkei. Das Petersburger Blatt Wetſchar=
naja
Wremja veröffentlicht das am 12. Januar unter=
zeichnete
Militärabkommen zwiſchen Bulgarien und der
Türkei. Beide Mächte verpflichten ſich danach zur Wah=
rung
ihrer gegenſeitigen Intereſſen und verbürgen ſich
die Unverletzlichkeit ihrer Grenzen. Die Gebiete weſtlich
von der Struma werden als Einflußbereich Bulgariens
anerkannt. Der Ueberfall auf eine der beiden Mächte
durch mindeſtens zwei Balkanſtaaten gelte als casus
belli. Bei einem etwaigen Krieg haben die türkiſchen
Truppen freien Durchzug durch das bulgariſche Thrazien.
Gebietserwerbungen ſollen zwiſchen der Türkei und Bul=
garien
gemäß ihren wirklichen militäriſchen Erfolgen ver=
teilt
werden. Bulgarien verzichtet danach auf die Gel=
tendmachung
ſeiner Anſprüche auf die Aegäis. Strei=
tigkeiten
zwiſchen beiden Mächten ſollen durch ein aus der
gleichen Zahl Vertreter der beiden Mächte beſtehendes
Schiedsgericht geſchlichtet werden.

Der zukünftige Fürſt von Albanien in
Wien. Prinz Wilhelm zu Wied iſt am Freitag mor=
gen
aus Rom in Begleitung des Vizekonſuls Buchberger
am Weſtbahnhofe in Wien eingetroffen. Zum Empfange
waren erſchienen der ihm als Ehrendienſt zugeteilte
Oberſt des Generalſtabes Mietzl, der Kabinettschef des
Miniſters des Aeußern, Legationsrat Graf Hoyos und
der Geheimſekretär des Prinzen, Kapitän Heaton= Arm=
ſtrong
, ferner einige Mitglieder der albaneſiſchen Kolo=
nie
mit 20 albaneſiſchen Knaben, die in Wien ihre Er=
ziehung
genießen. Nach Verlaſſen des Zuges begrüßte
der Prinz die ihn erwartenden Herren und die albaneſi=
ſchen
Zöglinge, die ihm eine lebhafte Ovation bereiteten.
Hierauf begab ſich der Prinz mit Oberſt Mietzl mit dem
bereitſtehenden Hofwagen nach dem Hotel Imperial, wo
r als Gaſt des Kaiſers Wohnung nimmt. Die Blätter
begrüßen den Prinzen mit aufrichtiger Sympathie. Sie
weiſen darauf hin, daß den Prinzen eine ſchwere Auf=
gabe
erwarte und wünſchen, daß ihn die Miſſion, Alba=
nien
auf dem Wege des Fortſchrittes einer glücklichen
Zukunft entgegenzuführen, im vollſten Maße gelingen
möge.
China.
Die Standard Oil Corporation hat mit
der chineſiſchen Regierung einen Vertrag geſchloſſen, wo=
nach
ſie das Recht erwirbt, Oelfelder im nördlichen China,
hauptſächlich in der Provinz Shenſi, zu erforſchen. Soll=
ten
die Ergebniſſe eine Ausbeute rechtfertigen, ſo wird
die Standard Oil Corporation eine chineſiſch= amerikani=
ſche
Geſellſchaft gründen, an der die chineſiſche Regierung
beteiligt ſein wird. Das chineſiſche Anlagekapital ſoll
Anteile erwerben dürfen, vorausgeſetzt, daß die Stan=
dard
Oil Corporation ein kontrollierendes Intereſſe be=
hält
.
Japan.
Das Unterhaus nahm das Budget mit einer
Streichung von drei Millionen Pfund Sterling an, wie
ſie die Budgetkommiſſion beſchloſſen hatte und einem fer=
neren
Abſtrich von 4600000 Pfund Sterling, die zur
Wiederauffüllung des ſtändigen Marinefonds in den Etat
eingeſtellt waren, deren Streichung die Budgetkommiſſion
einſtimmig beſchloß.

* Der Rückgang der Viehpreiſe. Im
Laufe der letzten zwei Jahre ſind die Fettviehpreiſe un=
ter
vorübergehenden Schwankungen nach und nach nicht
unerheblich heruntergegangen. Für Ochſen betrug der
Rückgang in beſter Ware in: Köln und Chemnitz 9 M.,
Bremen 8 M., Frankfurt a. M. und Breslau 7 M., Leip=
zig
und Elberfeld 6 M., Berlin, Hamburg und Mainz
5 M., Dresden, Dortmund und Hannover 4 M. uſw. für
50 Kg. Schlachtgewicht. Kühe fielen wie folgt im Preiſe:
Breslau 11 M., Köln 10 M., Chemnitz 9 M Berlin und
Dresden 8 M., Leipzig 7 M., Hamburg und Bremen 6 M.,
Frankfurt a. M., Eſſen und Hannover 5 M., Dortmund
und Mainz 4 M. uſw. Ganz außergewöhnlich ſind dier
Schweinepreiſe gefallen, nämlich um 10 bis 16 M.r
50 Kg. Schlachtgewicht. Das Fallen der Viehpreiſe in
Deutſchland übt auch ſeinen Einfluß in Dänemark aus
* Deutſcher Induſtrieſchutzverbande
Sitz Dresden. In der letzten unter dem Vorſitz des
Landtagsabgeordneten Dr. Zöphel=Leipzig abgehaltenen
Vorſtandsſitzung des Deutſchen Induſtrieſchutzverbandes,
Sitz Dresden, wurden die Entſchädigungen für die Mit=
glieder
ſeſtgeſetzt, die im vorigen Jahre von einem Streil
betroffen wurden. Es wurden von den Mitgliedern im
Jahre 1913 insgeſamt 440 Arbeiterbewegungen gemeldet.
In 231 Fällen gelang es den betreffenden Mitgliedern,
geſtützt auf den Rückhalt des Verbandes, die entſtandenen
Differenzen beizulegen, für die 209 Fälle, in denen es zum
Ausbruch eines Streiks kam, wurden vom Vorſtand rund
140000 M. als Entſchädigung bewilligt. Der Vorſtand
genehmigte weiter einige Verträge mit Arbeitgeberver=
bänden
über den Anſchluß dieſer Verbände an den Deut=
ſchen
Induſtrieſchutzverband.
* Wien, 12. Febr. Die Neue Freie Preſſe meldet?
Der Miniſter des Aeußern Graf Berchtold wird mit
ſeiner Gemahlin anfangs März zu einem zweitägl=
gen
Aufenthalt in München eintreffen,
um dem König und der Königin ſeine Aufwartung zud
machen und dem Miniſterpräſidenten Grafen Hertling=
den
Gegenbeſuch abzuſtatten, der ſchon im vorigen Jahre=
beabſichtigt
war, aber wegen der damaligen akuten Bal=
kankriſe
unterbleiben mußte.

Auf dem Pariſer
Lumpenſammler=Markt.

** Die Romantik, die in den Tagen Victor Hugos und
des genialen Zeichners Gavarni den Pariſer Lum=
penſammler
umwob, iſt längſt dahin geſchwunden.
Dieſer düſtere Philoſoph der Gaſſe, mit dem ſchweren Sack
auf dem gebeugten Rücken und dem tiefen Weltſchmerz im
zerriſſenen Herzen hat einem gut bürgerlich gekleideten
Handelsmann weichen müſſen, der ſeinen Gewerbeſchein
hat, wie jeder andere Kaufmann, der keine lichtſcheuen Ge=
heimniſſe
mehr in den Katakomben des Seine=Babel
ſucht, ſondern ſein Geſchäft unter Aufſicht einer hohen Po=
lizei
am hellichten Tage betreibt. Die Pariſer Lumpen=
ſammler
haben ſich natürlich zu einem Syndikat
organiſiert, entwickeln ein ſehr ausgeprägtes Standes=
bewußtſein
und veranſtalten große Märkte, zu denen nur
die Kameraden vom Syndikat Zulaß haben, und ſcharf
aufgepaßt wird, daß kein Bönhaſe etwa ſeine Waren
zwiſchen die der Lumvenſammler=Innung einſchmuggeln
will. Solch ein Eindringling wird unbarmherzig aus
dieſem wahren Lumpenparadies herausgetrieben. Auf
dem Lumpenſammler=Markt vor den Toren von Paris,
der zweimal wöchentlich, am Sonntag und Montag, ſtatt=
findet
und offiziell Markt von Saint=Ouen heißt, führt
uns eine intereſſante Schilderung, die Laurent Saint= Ray=
mond
im Gaulois veröffentlicht.
Auf einem weiten Raum, der ſich in unregelmäßigen
Erhebungen, zum Teil über eine dürftige Grasfläche, er=
ſtreckt
, haben 150 oder 200 Lumpenſammler ihre unwahr=
ſcheinlich
mannigfahen und vielgeſtaltigen Gegenſtände

ausgebreitet, um die ſich eine nicht minder verſchieden=
artige
Kundſchaft verſammelt. Da ſieht man alte Inva=
liden
, die von ihrem Recht, abgenutzt und ſchwerfällig zu
ſein, in ihrer ganzen Erſcheinung reichlichen Gebrauch
machen, Arbeiter, die mit einem wahren Hochgenuß ihren
Blick über die ganze Herrlichkeit der tauſendfältigen Reſte
und Abfälle ſchweifen laſſen; dazwiſchen fahren eilfertig
und geſchäftig Hauſierer in ſchmutzigen Jacken daher, voll=
geſtaubte
Trödler, kleine Händler, die eine ſchäbige Ele=
ganz
zur Schan tragen, und mit einer bewunderungswür=
digen
Ausdauer ſtehen Frauen, ſehr viele Frauen, umher,
die bei der Auswahl der Gegenſtände und beim Feilſchen
um den Preis den größten Eifer an den Tag legen. Sie
alle ſind gekommen, um ein paar Stoffreſtchen zu erhaſchen,
alte Knochen, Metallabfälle, Ueberreſte von Schmuck, Split=
ter
und Stücke irgend welchen einſt koſtbaren Materials,
das ſie nun wieder nutzbringend verwenden wollen.
Das unanſehnliche Gerümpel, das ſchlechte Gelump,
den wertloſen Abfall, den ſie hier für wenige Centimes
einhandeln, wiſſen ihre geſchickten Hände mit Geduld und
Fleiß zu neuen Werten zu geſtalten, zu nützlichen Gegen=
ſtänden
, luſtigem Spielzeug, zu vielen hübſchen und ele=
ganten
Sachen, denen man dann, wenn ſie wieder in den
gefälligen Auslagen erſcheinen, ihre Herkunft aus dem
Mülleimer und dem Schutthaufen nicht anſieht. Der Alt=
warenhändler
, der Raritätenverkäufer, ſie haben ihren
Ehrgeiz darauf gerichtet, irgend einen alten Möbelteil zu
entdecken, der ihnen bei einer Reſtauration oder einer Fäl=
ſchung
gute Dienſte tut; ſie ſpionieren umher nach dem
verräucherten und zerriſſenen Gemälde, das, gereinigt und
auf eine neue Leinwand gezogen, wohl gar als Rubens
oder Rembrandt in den Handel kommen ſoll und von dem
ſich der glückliche Finder phantaſtiſche Reichtümer erhofft;

ſie ſuchen nach dem alten Zinnteller, der zerbrochenen
Fayence, die der ſchlimme Lauf der Zeiten zu dieſer tief=
ſten
Erniedrigung verdammt hat und die ſie zu einen
neuen Glanz und Anſehen auferſtehen laſſen wollen. Der=
Uhrmacher ſucht nach wertvollen Gehäuſen, nach Federn=
Rädchen und tauſend Kleinigkeiten, die ihm gute Dienſte=
leiſten
werden; der Händler mit Schmuck findet gar vieler=
lei
, was er trefflich brauchen kann, von der ſchmutzſtarren=
den
, aber ſeinem ſcharfen Blick eine gute alte Arbeit ver=
ratenden
Faſſung einer Broſche bis zu der ausgedienten
Bürſte, die noch ein paar Haare hat. Da hat ſich einerin
einem Gewimmel von alten Schuhen vertieft, deren es un=
zählige
auf dem Lumpenmarkt gibt. Gelb und ſchwalz
noch lackglänzend oder ſchmutzüberzogen, ſind ſie in lan=
ger
Reihe aufmarſchiert oder zu einem Berg übereinander=
getürmt
. Einen nach dem andern muſtert er mit gebeug=
tem
Haupt, langſam, lange prüfend, die Wahl wird ihnt
ſchwer und ſtundenlang arbeitet er als Kenner, bis es
ſchließlich eine ganze Menge gefunden und um ein Gerin=
ges
erſtanden hat. Dieſe alten Schuhe, die aber alle noch
gutes Leder haben, werden in neuen prächtigen Fußbeklei
dungen, für die ſie das Material liefern, eine glänzend=
Auferſtehung erleben. Ein anderer, ein Greis mit einen
Charakterkopf, der viele Stunden lang auf dem Markt um
herwandert, hat eine Leidenſchaft für alle kopfloſen Pu
pen. Seine Liebhaberei hat ihren praktiſchen Hintergrund
denn er gibt den armen Dingen zu Hauſe ihre Köpfe wie
der und verkauft ſie dann als neu. Ein zweiter Puppen
freund ſucht nur Köpfe, denn ihm iſt es vor allem um die
Haare zu tun. Und ſo geben ſich die ſeltſamſten Geſtal
ten, die merkwürdigſten Berufe und die wunderlichſten
Wünſche ein Stelldichein auf dem Lumpenmarkt von Saiſt
Ouen.

[ ][  ][ ]

Nummer 45.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Seite 3.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 14. Februar.
g. Strafkammer II. In der Nacht zum 13. November
ſtieg der 17jährige Lehrling Karl Hauß von Mühlheim
am Main in Gemeinſchaft mit einem Komplizen in eine
Wirtſchaft der Bahnhofſtraße in Mühlheim ein. Sie war=
rteten
im Hausflur, bis die Wirtsleute ſchlafen gegangen
waren und eigneten ſich dann etwa 400 Zigaretten und
Pfund Schokolade an. Die Zigaretten warfen ſie zum
Teil fort. Die Strafkammer verurteilte geſtern den Hauß
zu 4 Wochen Gefängnis, die durch die Unterſuch=
mngshaft
als verbüßt gelten. Er befindet ſich jetzt in der
Erziehungsanſtalt, ebenſo ſein Komplize, der wegen Un=
Zurechnungsfähigkeit nicht belangt werden kann. Der
Frühere Bürgermeiſter Ludwig Lorenz Kohl von Heppen=
hheim
a. d. B., der im vorigen Monat wegen der von
ihm begangenen Unterſchlagungen von Stiftungsgeldern
Zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, hatte ſich
ggeſtern wegen Unterlaſſung der Bilanzziehung in ſeinem
Geſchäft vor der Strafkammer zu verantworten. Kohl be=
Krieb ein ſchon ſeit 1833 beſtehendes Kolonial= und Eiſen=
warengeſchäft
, das anfänglich einen jährlichen Umſatz von
25000 Mark hatte, in den letzten Jahren aber auf 6 bis
8000 Mark herunterging. Wie der Angeklagte zugibt, hat
er ſeit 1912 unterlaſſen, Bilanzen zu ziehen, ſo daß er
einen Ueberblick über ſein Vermögen mehr hatte. Die
Forderungen an die Konkursmaſſe belaufen ſich auf 163000
Mark, die Aktiven betragen nur 3000 Mack nebſt Haus
und Grundſtücken. Unter den Paſſiven befinden ſich 83 500
Mark der Hypothekargläubiger, außerdem ſind 11000
Mark bevorrechtigte Forderungen vorhanden. Die
übrigen Forderungen dürften ganz ausfallen. Die Straf=
blammer
verurteilte Kohl zu 100 Mark Geld=
ttrafe
eventl. 20 Tage Gefängnis. Um ſeine Ver=
ſpätungen
zu verdecken und die Strafen zu erſparen, hat
ſoer Bureaugehilfe Emil Keipper von Mainz, der in
den Opelwerken in Rüſſelsheim in Stellung war, in etwa
10 Fällen die Regiſtrierungen der Kontrolluhr gefälſcht.
Das Schöffengericht hatte ihn freigeſprochen. Die Straf=
dammer
verurteilte ihn wegen Betrug zu 1 Woche
Befängnis.
Vom Hoftheater. Albert Heine vom k. k. Hof=
wurgtheater
in Wien, der am Dienstag als Shylok ſein
nuf zwei Abende anberaumtes Gaſtſpiel am Hoftheater
gröffnen wird, trifft Samstag in Darmſtadt ein und wird
an ſämtlichen Proben zu Kaufmann von Venedig und
Don Carlos teilnehmen. Der Künſtler verabſchiedet ſich
heereits am Donnerstag wieder als Philipp in Schillers
DDon Carlos‟ Die Neuinſzenierung des Kaufmann
ſeht unter der Leitung von Regiſſeur Baumeiſter. Das
erſte Gaſtſpiel Albert Heines am Dienstag fällt ausnahms=
weiſe
dem Mittwoch=Abonnement B zu. Die A= Abonnen=
nen
erhalten als Erſatz die Mittwoch=Vorſtellung Zau=
berflöte
in welcher ſich zwei Engagementsbewerber,
gearl Waſchmann von der Neuen Oper in Hamburg in der
Cartie des Tamino und Steffi May=Favre vom Stadt=
HHheater in Königsberg als Papagena dem Publikum
roorſtellen werden. Die heutige Volksvorſtellung Wilhelm
Dell beginnt um 7½ Uhr. Lohengrin der am
Sonntag im C=Abonnement in Szene geht, beginnt um
6½ Uhr.
Der weitere Spielplan iſt: Freitag, den 20.
Februar. 115. Abonnements=Vorſtellung. D 29. Der
eldherrnhügel‟ Gewöhnliche Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
amstag, den 21. Februar. Außer Abonnement. Fi=
delio
. Anfang 8 Uhr. (28. Volksvorſtellung zu ermäßig=
ltm
Preiſen.) Sonntag, den 22. Februar. Nachmit=
to
gs 3½ Uhr: Außer Abonnement. Die ſpaniſche Fliege‟.
(29. Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen.) Abends
* Uhr: 116. Abonnements=Vorſtellung. D. 30. Die Fle=
duermaus
. Gewöhnliche Preiſe.
Militäriſche Geländeankäufe. Geſtern ſind umfang=
raüche
Geländeankäufe durch den Militärfiskus in der Ge=
markung
Weiterſtadt zum Abſchluß gelangt. Es handelt
ich um Gelände, das an den Weiterſtädter Exerzierplatz
genzt und für die in Ausſicht ſtehenden Luftſchiffhallen=
ba
uten uſw. benötigt wird. Für den Quadratmeter wur=
dan
37 Pfg. gezahlt. Gegen einige Beſitzer, mit denen eine
Ernigung nicht erzielt werden konnte, ſoll das Enteig=
ungsverfahren
eingeleitet werden.
* Spitzenkunſt=Ausſtellung. Im Gewerbemuſeum
ward am Sonntag, den 15. d. Mts., vormittags 11 Uhr,
ime Ausſtellung alter und neuer Spitzen=
uinſt
eröffnet. Der Eintritt iſt frei. Näheres über die
Oſeffnungszeiten beſagen die Plakate. In Verbindung
nat dieſer Ausſtellung ſoll am Sonntag, den 1. März,
darrmittags, ein Vortrag über die Geſchichte und die
Tochnik der Spitze an Hand von Lichtbildern ſtatt=

finden, woran ſich eine Führung durch die Ausſtellung
anſchließen wird.
* Kunſtverein Heſſen. Wie vorauszuſehen war, iſt es
dem Verein in den letzten Tagen gelungen, ſein Ausſtel=
lungsmaterial
in der wünſchenswerten Weiſe zu vervoll=
ſtändigen
. Im Erdgeſchoß haben 34 Werke der Schelle‟,
einer Vereinigung von Berliner Malerhumoriſten, ihren
Platz gefunden. Das Obergeſchoß füllen umfangreiche Be=
ſtände
franzöſiſcher, belgiſcher, ſchwediſcher und deutſcher
Graphik. Auch die Plaſtik hat durch eine Anzahl z. T.
lebensgroßer Arbeiten der Bildhauerin Cäcilie Schmidt=
Riſſe= Florenz eine erhebliche Bereicherung erfahren.
Die Ausſtellung bleibt vorausſichtlich bis Sonntag, den
8. März, geöffnet.
* Der Kirchengeſangverein der Johannesgemeinde
wird bei dem vom Frauenverein zum Beſten der Kinder=
anſtalten
der Gemeinde morgen Sonntag, den 15. Februar,
nachmittags um 5 Uhr, in der Johanneskirche veranſtal=
teten
Konzert mitwirken und dabei drei Chöre zum
Vortrag bringen: eine Kompoſition des 130. Pſalms von
J. Sittard, ein Lied im Volkston: Gott iſt treu von V.
Schurig und einen figurierten Chor von Fr. W. Trautner:
Lobt den Herrn. ihr Heiden! Der Organiſt des Abends,
der auch die Begleitung der Soliſten freundlichſt übernom=
men
hat, Herr Reallehrer Heinrich Müller von hier, wird
zwei Solonummern ſpielen, ein Alegro mit Fuge von F.
Mendelsſohn=Bartholdy und Präludium nebſt Fuge in
A-moll von J. Seb. Bach. Bach wird auch von den üb=
rigen
Soliſten des Abends bevorzugt. So ſpielt Fräulein
Gertrud Schäfer außer Stücken von Händel und Tartini
das Adagio aus dem E=dur=Violinkonzert von Bach, ſowie
das bekannte Air auf der G=Saite und Fräulein Elſe
Diefenthäler ſingt auf beſonderen Wunſch die herrliche
Solokantate für eine Altſtimme von Bach: Schlage doch,
gewünſchte Stunde‟.
* Allg. Verein für deutſchen Gruß E. V. Dem
neuen Jahresbericht entnehmen wir folgendes von all=
gemeinem
Intereſſe: Ortsgruppen beſtehen jetzt 30:
zu Baſel, Baſſum, Bensheim, Bernburg, Berlin, Bremen,
Deggendorf, Elberfeld-Barmen, Frankfurt a. M., Göt=
tingen
, Groß=Gerau, Groß=Zimmern, Halle a d. S., Hei=
delberg
, Heppenheim, Herford, Hersfeld, Köln, Limburg,
Mainz, Neubrandenburg i. M., Nienburg a. d. S., Pfung=
ſtadt
, Poſen, Saarbrücken, Seeheim, Stargard i. M., Star=
ganrd
i. P., Trier, Worms. Der Verein hat einen bedeu=
tenden
Verluſt erlitten. Herr Eiſenbahninſpektor Leut=
nant
a. D. Scheyrer mußte leider krankheitshalber ſein Amt
als Vorſitzender niederlegen. Den Vorſitz übernahm an
ſeiner Stelle Herr von Pfiſter=Schwaighuſen,
Major und Dozent der Techniſchen Hochſchule. Herr
Scheyrer wurde zum Dank für ſeine Verdienſte zum Ehren=
mitglied
des Vereins ernannt. Der Jahresbericht kann
von den Mitgliedern im Verkehrsbureau, Ernſt= Ludwigs=
platz
, unentgeltlich entgegengenommen werden. Es ſei
wiederholt darauf hingewieſen, daß der Verein drei wei=
tere
Verkaufsſtellen zum Beſten des Vereins Waiſen=
ſchutz
hat: bei Koch, Markt 3, Leichtweis, Beſſungerſtr. 41,
und Simon, Grafenſtr. 15. Von dem dort eingehenden
Eintrittsgeld (einmal 2 Mark für außerord. Mitgl.)
fließen 1,40 Mark direkt in die Kaſſe des Waiſenvereins.
Auch die Ortsgruppen haben vielfach ähnliches. So wur=
den
z. B. in Stargard i. P. der Auguſta=Viktoria= Waiſen=
ſtiftung
, laut Mitteilung des Vorſitzenden Herrn Baurats
Sonnabend, auf dieſe Weiſe 330 Mark zugeführt.
* Bezirksverein Martinsviertel. Die Hauptverſamm=
lung
des Bezirksvereins Martinsviertel findet am Mon=
tag
, den 16. d. M., im Saal von Golling, Pankratiusſtraße,
ſtatt. Da u. a. auch die elektriſche Bahn nach dem Mar=
tinsviertel
eingehend beſprochen werden ſoll, dürfte wohl
ein zahlreicher Beſuch zu erwarten ſein. (Näh. ſiehe Anz.)
J. Eine intereſſante Wette. Man teilt uns mit: Geſtern
nachmittag um 3 Uhr kam eine intereſſante Wette zum
Austrag. Der Faßhändler Weber wettete, mit einem
Bottich, hochkant gerollt, von der Heidelberger Straße, Ecke
Landskronſtraße, durch die Heidelberger=, Neckar=, Rhein=
ſtraße
, um den Paradeplatz, Hochſchulſtraße bis zur Re=
ſtauration
Spitz Arheilgerſtraße 1, in dem Zeitraum von
30 Minuten zu rollen. Der tapfere Wetter vollführte die
Wette in 28 Minuten. Die Strecke beträgt rund 3 Kilo=
meter
.
* Karnevaliſtiſches Künſtlerfeſt im Saalbau. Die
Karnevalgeſellſchaft Narrhalla ſchreibt uns:
Zu dem karnevaliſtiſchen Künſtlerfeſt, das morgen Sonn=
tag
abend im Städtiſchen Saalbau ſtattfindet, werden die
Sterne unſerer Hofbühne nicht nur die beſten und wirk=
ſamſten
Schlager aus den neueſten Operetten und Poſſen
bringen, auch eine Reihe ganz neuer Geſangs= und Tanz=
Duette werden zur Aufführung, bezw. zum Vortrag ge=
langen
. So wird uns vor allem Frau Schneider=
Gothe eine Reihe neuer Chanſons bringen, und Herr

Leo Schützendorf, der ſeine Vielſeitigkeit als Vor=
tragskünſtler
erſt auf dem Künſtlerfeſt am 31. Januar glän=
zend
bewieſen, einige zündende Solo=Vortrage. Duette
bringen weiter Frau Müller=Rudolph-Herr Jor=
dan
, Frau Schneider=Gothe-Herr Harprecht,
Soli die Herren Peterſen und Jordan. Herr Franz
Schneider hat außerdem das Amt des Conferen=
ciers
übernommen, das bei ſeinen künſtleriſchen Qualitä=
ten
zu einer beſonderen wirkſamen Nummer zu werden
verſpricht. Die Klavierbegleitung hat Herr Kapellmeiſter
Sautier, ebenfalls vom Hoftheater, übernommen. Die
Neuerung in dem Arrangement des Abends wird u. a.
auch darin liegen, daß die Tanzluſtigen alsbald in Aktion
werden treten können, nicht erſt nach Schluß des künſtleri=
ſchen
Programms wie es ſonſt üblich iſt. Es wird alſo
kein Beſucher in ſeinen Wünſchen zu kurz kommen. Ge=
ſang
, Tanz, Spiel und Konzert in bunter Folge, alles auf
heitere Kunſt geſtimmt, das berechtigt ſicher zu der Feſt=
ſtellung
, daß eine echt karnevaliſtiſche gediegene Veranſtal=
tung
in Ausſicht ſteht, deren Beſuch allen Kreiſen
empfohlen werden darf. (Näh. ſ. Anz.)
* Bürger=Verein und Fechtklub. Man ſchreibt uns:
Der heutige Maskenball des Bürger=Vereins und
Darmſtädter Fechtklubs im Kaiſerſaal dürfte nach den
ausgegebenen Maskenkarten ſehr zahlreich beſucht werden,
ſo daß es für die Mitglieder empfehlenswert iſt, frühzeitig
zu erſcheinen. Die glanzvolle Veranſtaltung der Vorjahre
(Rokokofeſt, Zigeunerfeſt uſw.) iſt noch in beſter
Erinnerung. Auch dieſes Jahr wird der Maskenball ſich
würdig ſeinen Vorgängern anreihen und einige beſondere
Vorführungen bringen. Da diesmal kein beſtimmtes Cha=
rakterkleid
vorgeſchrieben iſt, wird ſich den Beſuchern ein
recht buntfröhliches Bild darbieten.
* Liederzweig. Man ſchreibt uns: Der beliebte
Maskenball des Liederzweig findet am 21. Februar in
der Turnhalle am Woogsplatz ſtatt. Wie ſeit Jahren, iſt
auch diesmal der Verein bemüht, Unterhaltung zu bieten.
Unter anderen Ueberraſchungen ſei beſonders das Auftre=
ten
einer Ringkämpfertruppe erwähnt, die auf der Reiſe
nach Berlin zu den olympiſchen Spielen begriffen iſt, und
es iſt dem Vorſtand gelungen, ſie für dieſen Abend zu ver=
pflichten
. Heute Samstag, 14. Februar, hält der Verein im
Kneipfaale der Turngemeinde einen karnevaliſtiſchen
Herrenabend ab. (Näheres ſiehe Anzeige.)
Orpheum. Am morgigen Sonntag, 15. Februar,
treten die Kunſtkräfte des laufenden Spielplans in zwei
Vorſtellungen letztmalig auf. Nachmittags 4 Uhr ſind für
groß und klein die bekannt niedrigen Preiſe gültig.
In den Tagen von Montag, 16. ds., bis Ende Februar
werden die regelmäßigen Vorſtellungen unterbrochen, da
das Etabliſſement zum Karneval anderweitigen Zwecken
dient. Am 1. März beginnt der beſtens renommierte
Burlesken=Komiker Haskel nebſt Enſemble ſein hieſiges
Gaſtſpiel.
* Konzerte etc. Rummelbräu. Man ſchreibt
uns: Am kommenden Sonntag, den 15. ds. Mts., wird in
obigen Räumen wieder auf dem Gebiete des Humors
und der Satire ganz bedeutendes geboten werden. Zu
Grunde liegt ein Sommerfeſt. Das Publikum wird ge=
beten
, in diesbezüglicher Toilette zu erſcheinen, auch die
kleidſamen Damenmaskenhüte würden dem Abend ſein
buntes Gepräge verleihen. Herr Obermuſikmeiſter Mickley
wird wieder durch ein gut zuſammengeſtelltes Programm
die Zuhörer mit allerlei Abwechslungen in heiterer
Stimmung erhalten. Noch zu bemerken iſt, daß zu die=
ſem
Abend eigene Lieder mit durchaus humorvollem Text
zum allgemeinen Chorgeſang herausgegeben werden.
Ludwigshöhe. Im morgigen Sonntagskonzert
der Kapelle des Art.=Regiments Nr. 61 hat Herr Ober=
muſikmeiſter
Weber außer einigen gewählten Stücken, wie:
Ouvertüre zue Die Stumme von Portici La Tosca,
Der Zigeunerprimas Berlins größte Schlager der Sai=
ſon
: Wie einſt im Mai von Kello=Bredſchneider und
Die Reiſe um die Erde in 40 Tagen von J. Gilbert
aufgenommen. Die oberen Räume ſind für Nichtkonzertbe=
ſucher
reſerviert. (Siehe Anzeige.)
Hanauer Hof. Am Sonntag findet im großen
Saale die karnevaliſtiſche Sitzung des Staatseiſenbahn=
Verbandes ſtatt, während die vorderen Lokalitäten den
übrigen Gäſten des Hanauer Hofes reſerviert bleiben.
Dafür findet heute, Samstag abend, ein großes kar=
nevaliſtiſches
Kappen=Schlachtfeſt bei hu=
moriſtiſchem
Konzert der Kapelle des Großh. Artillerie=
korps
(Obermuſikmeiſter Mickley) ſtatt, das, den Vorbe=
reitungen
nach zu urteilen, ſehr ſchön und einzig in ſei=
ner
Art zu werden verſpricht.
* Darmſtädter Faſtnachtszeitung. Die heute erſchei=
nende
4. Nummer darf wohl als beſonders gelungen be=
zeichnet
werden. Neben erbaulichen Aeußerungen des
Leutnants Reim von Reimlingen über das Kaiſerpreis=
ſingen
bringt die Nummer einige ausgezeichnete Darm=

Feuilleton.

** Ein Beſuch in der Schule des Rabindranath Tagore.
kun engliſcher Parlamentarier, der vor kurzem eine Stu=
in
nreiſe durch Indien unternahm, hat die Gelegenheit
emutzt, um auch der berühmten Schule des Rabindranath
lchgore, des indiſchen Nobelpreisträgers, einen Beſuch ab=
uttatten
, und gibt nun einen feſſelnden Bericht ſeiner Ein=
nicke
. Die Schule des Dichters liegt zwiſchen Delhi und
allkutta in der Nähe von Bolpur und führt den Namen
Fantiniketan, das Heim des Friedens Auf freiem
ſellde liegt hier, von prächtigen Bäumen umſäumt, das
rieße Haus Rabindranath Tagores. Vor etwa 50 Jah=
en
hatte ſich der Vater des Dichters, ein Weiſer und ein
lihet, in dieſe Einſamkeit geflüchtet, um in der Stille hei=
gen
Betrachtungen obzuliegen und Zwiegeſpräche mit
ottt zu ſuchen. Noch heute erzählen einige Inſchriften
oir dem Leben dieſes frommen Einſiedlers und verkün=
er
,, daß ihm dieſe Stätte die Ruhe ſeines Herzens, der
rbeden ſeines Geiſtes und die Freude ſeiner Seele ge=
hehlen
iſt. Auch der Sohn, der heute als Dichter welt=
erjühmt
iſt, hatte ſich hierher zurückgezogen; er aber ließ
hier ein großes, ſtattliches Haus erbauen, pflanzte
äume und legte große Gärten an. Die Schule, die jetzt
ee ihr Heim gefunden hat, geht auf das Jahr 1901 zu=
id
.. Sie verfügt über ihre Unterrichtsſäle, ihre Aula, ihre
allaffäle, über Zimmer für die Lehrer und ſtattliche
a enflächen, die dem Sport und dem Spiele dienen. Im
Peiore 1913 zählte man nach dem im Marzocco erſchiene=
n
Berichte 190 Schüler und 20 Lehrer. Die Anſtalt iſt
on der engliſchen Regierung vollkommen unabhängig,
ſaloindranath Tagore hat ſie aus eigenen Mtiteln geſtiftet
Ind jede Beihilfe abgelehnt. Die Lehrer ſind Indier, in=
ſch
ſind die Lehrmethoden, indiſch der ganze Zuſchnitt
Lebens. Am Morgen, vor Beginn des Unterrichtes,
rhammeln ſich die Schüler im Garten und ſtimmen hier
ynninen an, die Rabindranath Tagore gedichtet hat und
lſe aauch am Abend wieder geſungen werden. Zweimal in
r Woche kommen Lehrer und Schüler in einer Kapelle

zuſammen, und hier ſpricht dann während der Andacht
Rabindranath zu ſeinen Hörern und erteilt ihnen ethiſche
und moraliſche Aufklärungen. Die Schüler verrichten alle
häuslichen Arbeiten ſelbſt, reinigen die Zimmer, waſchen
ihre Wäſche, beſſern ihre Kleider aus. Bis vor kurzem
waltete auch ein Inſpektor ſeines Amtes, aber dieſe Stelle
iſt jetzt beſeitigt und die Ueberwachung liegt in den Hän=
den
eines von den Schülern gebildeten Komitees. Dieſe
Selbſtregierung der Schüler, die ſich auf alle Einrichtungen
der Anſtalt erſtreckt, hat ſich nicht nur praktiſch bewährt und
ſtarke Erſparniſſe gebracht, ſondern ſich auch als ein außer=
ordentlich
fruchtbares pädagogiſches Erziehungsmittel er=
wieſen
. Die Lehrer wählen unter ſich einen Rektor, der
nur ein Jahr lang im Amte bleibt; die Diſziplin wird
außerordentlich ſtreng gehandhabt, alle Uebertretungen
und Vergehen werden von den Schülergerichten, die aus
Schülern gebildet ſind, geahndet. So bildet die Schule
des Rabindranath Tagore eine ideale Jugendrepublik, die
von Anfang an die Zöglinge zu einem ſtark ausgeprägten
Gefühl der Selbſtverantwortung führt.
C.K. Sardinenfiſcherei im See Genezareth. Die ſtillen
Gewäſſer des See Genezareth im heiligen Lande werden
binnen kurzem der Schauplatz eifriger Erwerbstätigkeit
werden: Nach den Mitteilungen der Jeruſalemer Zeitung
Truth iſt zurzeit eine Geſellſchaft im Entſtehen, die ſich
das Ziel geſetzt hat, im See Genezareth in größerem Stile
Fiſchzucht, insbeſondere aber Sardinenfiſcherei und Sar=
dinenfabrikation
, zu betreiben. In den letzten Jahren
tauchten in dem See Sardinenſchwärme auf, und ſie gaben
den Anſtoß zu dem nun erwachſenen Plan einer großzügi=
gen
Sardinenfiſcherei im See Genezareth. Die Bevölke=
rung
von Tiberias, die ungewöhnlich arm iſt, wird da=
mit
einen lohnenden Erwerbszweig gewinnen, und man
rechnet auf gute Erfolge, da man annimmt, daß ſowohl die
chriſtliche wie die jüdiſche Bevölkerung den Genezareth=
Sardinen den Vorzug geben wird. Ja man hofft ſogar
auf einen größeren Verſand nach Europa, wo die Herkunft
der Sardinen aus dem heiligen Lande und aus dem See
Genezareth der Ware beſondere Anziehungskraft verleihen
ſolle.

* Nur meine Frau! Ein luſtiges Stückchen hat ſich
wie von zuverläſſiger Seite erzählt wird dieſer Tage in
Braunſchweig zugetragen. Steht da vor einem ab=
gelegenen
Teil des herzoglichen Schloſſes ein braver 92er
auf Poſten. Menſchen verirren ſich ſelten in dieſe Gegend,
und ſo wird dem wartenden Krieger die Zeit ein wenig
lang. Nichts, aber auch gar nichts, bringt etwas Abwech=
ſelung
in die Eintönigkeit des Auf= und Niederſchreitens.
Und hier an dieſer einſamen Stelle ließe ſich doch ſonſt ſo
gut ein bißchen klönen. Da endlich kommt jemand vor=
über
. Eine allerliebſte, nette, junge Perſon. Ob man ſie
wohl mal nach dem Wetter fragt? Sie ſieht allerdings
nicht ſo aus, als ob ſie antworten würde. Aber vielleicht
wird ſie grob, und eine Grobheit aus reizendem Munde
iſt beſſer als tödliches Schweigen. Pſt macht der Poſten.
Die junge Perſon geht ruhig weiter. Pſſſt macht der
Poſten und winkt heftig mit dem Kopfe. Die andere geht
ungerührt weiter, aufs Schloß zu. Pſſſſt macht der
Poſten zum drittenmal, er winkt mit dem Kopf und mit
der Muskete da iſt die andere aber ſchon im Schloſſe
verſchwunden. Unſer Freund iſt wütend, aber er kommt
nicht dazu, ſich auszutoben, denn die Ablöſung naht. Zwan=
zig
Minuten ſpäter ſteht der Redſelige vor dem Her=
zog
Ernſt Auguſt. Der nimmt ihn ſcharf ins Gebet.
Mit Zittern und Zagen wird die Beichte abgelegt, und
da das ſehr treuherzig geſchieht, ſo folgt die Abſolution auf
der Stelle: Diesmal ſoll’s noch ſo hingehen, denn es war
nurmeine Frau! Wenn’s aber eine andere Dame aus
Braunſchweig geweſen wäre, dann.
* 15000 Francs für einen Gimpel. Vor kurzem be=
richteten
franzöſiſche Zeitungen, daß ein junger Nimrod
in Labouheyre bei Mont de Marſan im Departement Lan=
des
einen Gimpel geſchoſſen hätte, der ein feines Gold=
halsband
trug. Eine Inſchrift an dem Halsband verhieß
dem, der den Vogel gefangen oder erlegt einem Herrn
Therſites in Tanger bringen würde, eine Belohnung von
15000 Francs. Der Jägersmann machte ſich ſofort auf
die Reiſe nach Marokko und kehrte dieſer Tage mit dem
netten Sümmchen in der Taſche heim. Mit dem goldenen
Halsreif des getöteten Vogels batte es folgende Bewandt=

[ ][  ][ ]

ſtädter Vorträge und Lieder, u. a. auch die Schilderung
einer Galavorſtellung des Zirkus Carré im Jahre 2000
(mit Illuſtration).

nis: Monſieur Therſites iſt ein in Tanger lebender ameri=
kaniſcher
Millionär, der von Afrika aus häufig weite Rei=
ſen
unternimmt. So befand ſich der Nabob im vergange=
nen
Dezember in Sibirien. Dort ſtieß er eines Morgens
auf einen anſcheinend toten Gimpel, der mit Schnabel und
Krallen an einen eisbedeckten Felſen gefroren war. Vor=
ſichtig
befreite Therſites den Vogel, als er bemerkte, daß
noch Leben in dem Tierchen war. Es gelang ihm auch,
den farbenprächtigen Gimpel aus ſeiner Erſtarrung zu
erwecken. Einige Tage lang beſchäftigte er ſich mit dem
munteren Tier und ließ das Halsband mit der Inſchrift=
anfertigen
. Dies legte er ſeinem gefiederten Findling um
und gab ihm die Freiheit zurück. Etwa fünf Wochen ſpä=
ter
fiel der Vogel in Frankreich jenem Weidmann zur
Beute.
** Unfaßbar. Ein Herr hat einen neuen Roman ge=
kauft
und übergibt das Buch ſeinem Burſchen, es aufzu=
ſchneiden
. Der macht ſich auch ans Werk und befolgte forg=
lich
alle ihm gegebenen Weiſungen, kann ſich aber nicht
enthalten, bei jedem neuen Schnitt verwundert zu rufen:
Aber wie haben ſie das nur gemacht?! Wie iſt ſo etwas
nur möglich? Ja, was iſt denn los?, fragte der Herr end=
lich
. Ich verſtehe nicht erwidert der Burſche, wie ſie
es fertig gebracht haben, da drinnen zu drucken, ohne die
Blätter aufzuſchneiden!
** Ein ſchöner Lohn. In einem römiſchen Blatt las
man kürzlich folgende Anzeige: Geſucht wird eine tüch=
tige
Wäſcherin, die Wäſche einer kleinen Familie zu
waſchen. Als Lohn würde Klavierunterricht erteilt.
** Der anſtellige Burſche. Ein Offizier ſagt zu ſei=
nem
Burſchen: Geh zu Signor B. und ſage ihm, ich ließe
mich nach dem Befinden der gnädigen Frau erkundigen,
die geſtern abend mit dem Tode rang. Sollte die Aermſte
geſtorben ſein, ſo frage, wann das Leichenbegängnis ſein
wird. Der Soldat kehrt zurück und eerklärt ganz ſtolz:
Sie haben mir geſagt, es ginge der gnädigen Frau heute
beſſer, und wann das Leichenbegängnis wäre, konnten ſie
noch nicht ſagen.

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Nummer 45.

Beſprechungen der leitenden Herzte der Be=
ratungsſtellen
der Großh. Zentrale für Mutter=
und Säuglingsfürforge in Heſſen.

2 Man ſchreibt uns verſpätet: Bei der diesjährigen
Zuſammenkunft der Beratungsſtellenärzte in Darm=
ſtadt
am 20. Januar, in Gießen am 24. Januar und
in Mainz am 3. Februar hatte Dr. Sell=Lindenfels i. O.
das Referat übernommen. Er ſprach über Wichtige Er=
nährungsfragen
im Lichte der fortſchreitenden Wiſſen=
ſchaft
und erörterte in ſeinem Vortrage eingehend die ver=
ſchiedenen
Anſchauungen, die über die Rolle des Eiweißes
und der Mineralſtoffe ſich in den modernen Ernährungs=
formen
gebildet haben. Der Vortragende äußerte ſeine
Meinung in bezug auf das Eiweiß dahin, daß im allge=
meinen
zu viel Wert auf einen hohen Eiweißgehalt der
Nahrung, ſpeziell an animaliſchem Eiweiß, gelegt wird;
er findet in den neueren Unterſuchungen den Beweis, daß
im allgemeinen der Körper mit viel weniger Eiweiß aus=
kommen
kann, als bisher gerechnet wurde. Mehr Berück=
ſichtigung
ſollte das vegetabile Eiweiß finden, das zurzeit
(z. B. das von den Cerealien) ſo gut wie gar nicht ver=
wertet
wird. Die Beſtrebungen, das geſamte Korn zum
Brot zu verbacken, verdienten Beachtung. Proben ſolcher
Bäckereien wurden vorgezeigt und gekoſtet. In engem
Zuſammenhang mit der Frage des Eiweißbedarfs ſteht
die Beurteilung der Bedeutung der Mineralſtoffe für die
Ernährung. Während für die Eiweißzufuhr ein Zuviel
angenommen wird, iſt der Mineralſtoffgehalt unſerer Nah=
rung
zu gering; ſpeziell bei der vegetabilen Nahrung
werden bei der Zubereitung die Mineralſtoffe eliminiert,
und dafür müſſe durch Kochſalz (Chlornatrium) ein über=
großer
Erſatz ſtattfinden. Die Folge der übermäßigen
Eiweiß= und mangelhaften Mineralſtoffzufuhr ſei eine
Reihe von Schädlichkeiten, die mit dazu beitrügen, die Wi=
derſtandskraft
des modernen Menſchen herabzuſetzen. Eine
Rückkehr zu einfacher, ungekünſtelter Nahrung ſei zu emp=
fehlen
. Weiter erörterte der Vortragende die verſchiedenen
Theorien zur Erklärung der in dieſen Rahmen fallenden
Beobachtungen und Verſuchsergebniſſe. Eine angeregte,
eingehende Diskuſſion ſchloß ſich jedesmal an den Vortrag
an, ſo daß erſt in ſpäter Stunde die Teilnehmer an der
Konferenz auseinander gingen, ein deutlicher Beweis für
das Intereſſe, das die Aerzte den Tagesfragen im Er=
nährungsproblem
entgegenbringen. Seine. Abſicht, die
Aufmerkſamkeit der Kollegen auf dieſe Frage zu lenken,
hat der Vortragende in allen drei Städten vollkommen
erreicht und ſich gebührenden Dank erworben. An ſonſti=
gen
, die Beratungsſtellen angehenden Fragen wurde be=
ſprochen
, ob die Mütter bei der kalten Witterung die Säug=
linge
lieber nicht zu den Beratungsſtunden bringen möch=
ten
, oder nur die älteren. Allgemein äußerten ſich die Kol=
legen
dahin, daß das Verbringen der Säuglinge an die
Luft und zur Beratungsſtunde ungefährlich, ja nützlich ſei,
da ſie auf dieſe Weiſe doch wenigſtens einmal in der Woche
ins Freie kämen. Man dürfe nicht zu ängſtlich ſein, reich=
licher
Aufenthalt in freier Luft, auch im Winter und an
kalten Tagen, tue den Säuglingen bitter not. Eine wei=
tere
Anfrage bezog ſich auf das nach der Reichsverſiche=
rungsordnung
von den Krankenkaſſen zu gewährende
Stillgeld. Eine allgemeine Regelung dieſer Angelegenheit
unter Berückſichtigung der Organiſation der Großh. Zen=
trale
für Mutter= und Säuglingsfürſorge in Heſſen und
ihrer Hilfskräfte iſt durch Verhandlungen mit den Kranken-
kaſſen
angebahnt. Da jetzt ungefähr ein Drittel aller heſſi.
ſchen Mütter (zirka 10000) die Einrichtungen der Mutter=
und Säuglingsfürſorge in Heſſen benützt, ſo iſt die Grund=
lage
für die Zuſammenarbeit mit den Krankenkaſſen in der
Stillbeihilfenfrage gegeben.

Kunſtnotizen.

Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Das fünfte Hofmuſikkonzert, das am
nächſten Montag, den 16. Februar, unter Leitung von
Hofkapellmeiſter Ottenheimer im Hoftheater ſtattfindet,
ſteht im Zeichen der Programmuſik. Den erſten Teil füllt
die Symphonie phantaſtique: Epiſode de la
vie d’un artiſte von Hektor Berlioz, dem konſe=
quenteſten
und geiſtreichſten Vorkämpfer der neuen Kunſt=
gattung
; den Abſchluß des Abends bildet die ſymphoni=
ſche
Dichtung Mazeppa von Franz Liſzt, dem eifrigſten
deutſchen Verehrer und ebenbürtigen Mitſtreiter ſeines
genialen franzöſiſchen Freundes, deſſen Werken er zunächſt
in Uebertragungen ſür Klavier, dann aber auch in der
Originalgeſtalt als erſter in Deutſchland Eingang ver=
ſchaffte
. Obwohl es ſich um ältere und hier nicht unbe=
kannte
Tondichtungen handelt, ſei eine kurze Darſtellung

der ihnen zu Grunde liegenden Idee geſtattet, denn erſt
nach deren Erfaſſung wird man über die Bewunderung
und wohl auch Verwunderung hinaus zum tieferen Ein=
dringen
in die Intentionen der Komponiſten und zum
eigentlichen Verſtändnis ihrer Schöpfungen gelangen.
Berlioz’ Werk iſt im Jahre 1829 als op. 14a geſchrie=
ben
und fand ſeine Erſtaufführung in dem Abſchiedskon=
zert
, das der 27jährige mit dem Rompreis gekrönte Mu=
ſiker
im Jahre 1830 vor ſeiner Abreiſe nach Italien gab.
In Italien erhielt es eine Fortſetzung in Lelio, ou
le retour de la vie einem lyriſchen Monodrama für
Soli, Chor, Orcheſter und Deklamation, das die Opuszahl
14b trägt. Nach den Hinweiſen in den Partituren beider
Werke dachte Berlioz in erſter Linie an eine ſzeniſche Auf=
führung
, doch ſchmeichelt er ſich mit der Hoffnung, daß
die Symphonie auch an und für ſich, und abgeſehen von
aller dramatiſchen Abſicht, ein muſikaliſches Intereſſe dar=
bieten
kann Heutzutage begegnen uns die beiden Schöp=
fungen
natürlich nur noch im Konzertſaal. In der Dar=
ſtellung
des Verlaufs der Geſchehniſſe in der phantaſtiſchen
Symphonie folgen wir im allgemeinen der vom Kompo=
niſten
herrührenden Vorrede zur Partitur. Ein junger
Muſiker von krankhafter Empfindſamkeit und glühender
Phantaſie hat ſich in einem Anfall verliebter Verzweif=
lung
mit Opium vergiftet. Zu ſchwach, den Tod herbei=
zuführen
, verſenkt ihn die narkotiſche Doſis in einen lan=
gen
Schlaf, den die ſeltſamſten Viſionen begleiten. Der
erſte Satz, Träumereien, Leidenſchaften, überſchrieben,
ſchildert den unruhvollen, unglücklichen Seelenzuſtand vor
dem Erſcheinen der Geliebten und die erwachende heiße
Liebe mit ihrer Seligkeit und den Qualen der Eiferſucht,
Im 2. Satz begegnet er der Geliebten Auf dem Ball
den ein berühmter Walzer in A=dur illuſtriert. Im 3.
Satz hat er Auf dem Lande in der Stille der Natur
bei den friedlichen Weiſen zweier Hirten kaum die Ruhe
wiedergefunden, als das Erſcheinen der Geliebten aber=
mals
Zweifel und Qualen in ſeiner Seele weckt. Im
4. Bild wähnt er ſich als Mörder der Geliebten auf dem
Gang zum Hochgericht und im 5. endlich ſieht er ſie
beim Hexenſabbat inmitten grauſiger Erſcheinungen, zu
deren entſetzlichen Reigen ihr Motiv, zu einer trivialen
grotesken Tanzweiſe entſtellt, die Begleitung abgibt. Da
ertönt Sterbegeläute, und das Dies irge miſcht ſich mit
dem Hexenrundtanz zu einem ſchauerlichen Tongemälde.
Die Aufführung des ungeheuer ſchwierigen Werkes wird
unſerer verſtärkten Hofkapelle Gelegenheit geben zu zei=
gen
, daß der echte Künſtlergeiſt, den Berlioz ſelbſt bei
einer Konzertreiſe im Jahre 1843 ihr nachrühmte, auch
heute noch in ihr lebendig iſt.
Auch Liſzts ſymphoniſche Dichtung Mazeppa
die6, unter ſeinen 12, verleiht nicht alltäglichen Emp=
findungen
und Gefühlen Ausdruck. Einem feſſelloſen
Orkan gleich dahinſtürmend, interpretiert ſie mit allen Mit=
teln
eines grandioſen Realismus das Gedicht Viktor
Hugos, das in der Ueberſetzung von Peter Cornelius der
Partitur vorangeſtellt iſt. Schon frühe fühlte ſich Liſzt
von der romantiſchen Geſtalt Mazeppas angezogen und
künſtleriſch inſpiriert. 1826, als 15jähriger, komponierte
er eine Etude Mazeppa, die er 1837 zur Grande Etude
Mazeppa erweiterte, 1841 nochmals revidierte, und dann
endlich in die ſymphoniſche Form umgoß. Die Erſt=
aufführung
fand 1854 in Weimar ſtatt. Das Gedicht ſchil=
dert
das wunderbare Geſchick des jungen Mazeppa, der
am Hofe des Polenkönigs Johann Kaſimir die Eiferſucht
eines Edlen erregte, und von dieſem nackt auf ſein Roß
gebunden wurde, das ihn nach der Ukraine entführte, wo
er von Koſaken gerettet und zum Hetman erhoben
wurde. Im engen Anſchluß an dieſen dichteriſchen Vor=
wurf
malte Liſzt den raſenden, ſich immer ſteigernden
Lauf des geängſteten Roſſes, die Qualen des Todgeweih=
ten
, die Schrecken der Landſchaft, die er durchbrauſt, das
entſetzliche Raubtiergefolge, das, des Opfers harrend, ihm
nachſtürmt, und ſchließlich die glückliche Wendung des Ge=
ſchicks
, die der triumphale Koſakenmarſch am Schluß des
Werkes ankündigt. Die ſekundäre Frage, ob Liſzt gleich
Viktor Hugo eine Parallele zwiſchen Mazeppa und dem
verfolgten, geknechteten, zum Schluß aber ſiegreichen
Künſtlergenius beabſichtigte, möchten wir mit der Liſzt=
biographie
Ling Ramann verneinen. Der Größe und Be=
deutung
der Ecknummern des Programms fügen ſich die
übrigen Vorträge des Abends würdig ein. Sie bringen
das Rondino für Blasinſtrumente von L. van Beethoven
und eine Anzahl Lieder und Duette, in denen das Meiſter=
ſingerpaar
Felix und Adrienne von Kraus ſich nach lan=
ger
Abweſenheit wieder einmal ſeinen Bewunderern
vorſtellen wird.
* Reſidenztheater am Weißen Turm. Das
Rieſenprogramm ab heute umfaßt nicht weniger als 9
Nummern. Hervorragend in Photographie und Handlung
iſt unſtreitig der große Kriminalroman in 3 Akten Der
Grenzbrunnen‟ Der Film iſt herrlich koloriert, äußerſt
ſpannend vom Anfang bis zum Ende. Ein weiteres
Drama führt uns nach Wild=Weſt, Der Weihnachtstraum
beim Scheriff Der Ausreißer Der Alte vom Berge‟
Der Plan des dicken Peter, Es wär’ ſo ſchön geweſen
ſind teils Humoresken, teils Komödien, während die
Naturaufnahme der Hohlönigsburg, die Wochenchronik und
Das kleinſte Auto den aktuellen Teil des Programms
beſtreiten. (S. Anz.)
* Union=Theater (Rheinſtraße 6). Henny
Porten, die die Beſucher des Union=Theaters ſchon ſo oft
entzückte, wird in dem aus dem Leben gegriffenen großen
Drama Der Weg des Lebens die Hauptrolle ſpielen.
Früh um ihr Glück betrogen, widmet ſie ſich dem Beruf
einer Rechtsanwältin, um nach einigen Jahren den einſt
ſo geliebten Mann, der eine andere nahm, um ſich dann
an dieſer des Totſchlags ſchuldig zu machen, vor den Ge=
ſchworenen
zu verteidigen. Die Szenen ſind hochdrama=
tiſch
geſtaltet und wird das Intereſſe des Zuſchauers bis
zum letzten Augenblick wachgehalten. Außer dieſem Vier=
akter
verzeichnet das Programm noch einen nicht weniger
ſpannenden Film in dem kleineren Drama Das Brand=
mal
dem eine reizend geſvielte Komödie Liebesbriefe‟
folgt. Eine Burleske zum Totlachen iſt Chriſtian unter=
ſucht
die Gasleitung, und Frau Schmidt lieſt gerne Ro=
mane
iſt eine Humoreske, bei der jeder lachen muß, ob
er will oder nicht. Außer den diverſen Einlagen vervoll=
ſtändigt
das Journal mit ſeinen prächtigen Bildern von
den Winterſportplätzen der Schweiz und eine herrliche
Naturaufnahme, Ausflug in Südöſterreich, das reichhal=
tige
Großſtadtprogramm.

* Nieder=Ramſtadt, 12. Febr. (Der hieſige
Turnverein D. T.), hielt am 18. Januar ds. Js.
ſeine Hauptverſammlung ab die ſich eines ſtacken Beſuchs
erfreuen konnte. Der Verſitzende erſtattete den Jahres=
bericht
über das abgelaufene Jahr, aus welchem hervor=
ging
, daß das Jahr 1913 ſowohl in turneriſcher Be=
ziehung
, als auch hinſichtlich der Mitgliederzunahme und
der Vermögenslage des Vereins ein gutes genannt wer=
den
kann. Der Verein veranſtaltete im Frühjahr zwei
wohlgelungene Lichtbildervorträge, die von Mitgliedern
des Vereins gehalten wurden und die eine Reiſe ins
Berner Oberland und eine Oſtaſienreiſe behandelten.

Die ſeit einigen Jahren eingeführten Wanderungen er=
freuen
ſich einer immer ſtärker werdenden Beteiligung; der
für genannten Zweck gewählte Wanderausſchuß hat ſeine
Aufgabe im verfloſſenen Jahre ganz vorzüglich gelöſt.
Das Programm des Jahres 1913 wird mit einer März=
wanderung
und einer im Anſchluß hieran ſtattfindenden
Dekorierungsfeier auf dem Frankenſtein ſeinen Abſchluß
erreichen. Große Erfolge brachte dem Verein ſeine Be=
teiligung
an verſchiedenen turneriſchen Veranſtaltungen,
wie Gauturnfahrt nach Goddelau, Feldbergfeſt, Gauturn=
feſt
in Sprendlingen, Spichererbergfeſt und Zöglingswett=
turnen
in Neu=Iſenburg. Die Singmannſchaft des Ver=
eins
errang unter vorzüglicher Leitung auf dem Wettſtreit
in Traiſa den zweiten Preis der 3. Landklaſſe und den
Ehrenpreis. Im Anſchluß an das Schauturnen im Herbſt=
hielt
Mitglied Dr. med. Heid einen ſehr intereſſanten Vor=
trag
über Den Nutzen des Turnens für den
menſchlichen Körper Zum Gauturnfeſte des
Main=Rhein=Gaues, das in dieſem Jahre in Nieder=
Ramſtadt abgehalten wird, übergehend, erſtattete der Vor= Bericht über alle bis jetzt geleiſteten Vorarbeiten
der einzelnen Ausſchüſſe; das Feſt wird am 4., 5. und
6. Juli d. J. ſtattfinden. Höchſtwahrſcheinlich wird ein
großes Militärwetturnen der Garniſon Darmſtadt damit
verbunden werden.
B. Gernsheim, 13. Febr. (Bärenelend.) Als ſich
geſtern ein Bärenführer mit ſeinem Tiere auf unſeren
Straßen produzierte, brach das Tier vor Hunger und
Schwäche elend zuſammen. Nun ſuchte der rohe Menſch
den Bären durch Treten, Schlagen und Ziehen an dem
Naſenring, ſo daß das Blut floß, zum Aufſtehen zu brine
gen, aber vergebens. Mitleidige Menſchen, welche dieſem
rohen Treiben nicht länger zuſehen konnten, verſtändigten
die Gendarmerie, welche den Tierquäler nach dem hieſigen
Arreſtlokale abführte und das Tier in Pflege gab.
* Auerbach, 13. Febr. (Maskenball.) Man
ſchreibt uns: Nach Wochen eingehendſter Beratung und
emſigſten Wirkens naht der Tag des erſten großen Berg=
ſträßer
Maskenballes. Man kann ruhig ſagen: da wird
etwas geboten, was keine Großſtadt aufzuweiſen hat! Ein
12 Seiten umfaſſendes Programmheft iſt ausgearbeitet
und zeigt genau nach Minutenzeitangabe die ohne Unter=
brechung
folgenden Momente an, die das Konzert und der
Ball bieten. Originell in jeder Beziehung, vornehm und
ſehenswert ſind alle dieſe Attraktionen; wir erwähnen
bloß: Tango, Tanz, Vorführungen im Conferencierſtil
während der Pauſe von 121 Uhr in allen Sälen, Kon=
fettiſchlacht
, Luftſchlangenbombardement, Orangenpoloz
näſe, Prämiierung, Sekt=Salon, lauſchige Räume und an=
deres
mehr. Es wird beſonders hervorgehoben, daß kein
Maskenzwang und kein Demaskierungszwang herrſcht
Der bisherige Kartenverkauf zeigt, daß eine ungemein
rege Beteiligung ſeitens aller Schichten der Bevölkerung
zu erwarten iſt. Bemerkt ſei noch, daß die Eintrittskarten
zu den vorderen Sälen auch für den Schweizerſaal zu
freiem Eintritt berechtigen. Die herrlichen Dekorationen
verſetzen die Beſucher in ein Märchenland.
Birkenau, 13. Febr. (Ein ſchwerer Unfall) hat
ſich geſtern im nahen Porphyrwerk ereignet. Ein älterer,
verheirateter italieniſcher Arbeiter war mit dem Laden
eines Schuſſes beſchäftigt, als ſich dieſer plötzlich entlud=
Der Arbeiter wurde unter dem Steingeröll förmlich be=
graben
; ſchwer verletzt kam er ins Krankenhaus.
K. Sandbach, 13. Febr. (Ein bedauerlicher
Unglücksfall) ereignete ſich geſtern abend auf der hie=
ſigen
Station. Ein junger Fabrikarbeiter wollte auf einen
fahrenden Zug ſpringen, kam unter die Räder und wiär
ſofort tot. Das Zugperſonal trifft keine Schuld.
Offenbach, 13. Febr. (Stadtverordnelens
ſitzung.) Aus dem Rechenſchaftsbericht, den der Ober=
bürgermeiſter
geſtern der Stadtverordnetenverſammlung
erſtattete, geht hervor, daß ein Ueberſchuß von 443000 Mk
gegen den Voranſchlag erzielt werden konnte. Die Betriebe
erbrachten eine Mehreinnahme von 140000 Mark. Das
Vermögen der Stadt iſt auf 56 719000 Mark, alſo um rund
3 Millionen angewachſen, was in der Hauptſache auf die
größere Anſammlung der Fonds zurückzuführen iſt. Der
Errichtung von ſieben neuen Beamtenſtellen bei der Direk=
tion
des Elektrizitätswerks wurde zugeſtimmt, ebenſo er=
klärte
man ſich damit einverſtanden, eine ſtädtiſche Säug=
ingspflegerin
anzuſtellen. Für die Beſchäftigung der Ar=
beitsloſen
wurden weitere 10000 Mark bewilligt.
Außerhalb der Tagesordnung richtete Stadtv. Dr. Katz
an den Oberbürgermeiſter die Anfrage, wie weit die Ver=
handlungen
über den Ankauf der Lokalbahn gediehen ſeien.
Oberbürgermeiſter Dr. Dullo gab zur Antwort, daß er
geſtern in dieſer Angelegenheit eine dringende Anfrage an
die Frankfurter Eiſenbahndirektion gerichtet habe.
Heuſenſtamm, 12. Febr. (Der Gemeinderat)
hat beſchloſſen, den Voranſchlag für 1914 um 1500 Mark
zu erhöhen. Der ganze Voranſchlag balanziert in
Einnahme und Ausgabe über 77000 Mark. Wegen Her=
ſtellung
verſchiedener Straßen muß die Gemeinde eine
neue Anleihe von 20000 Mark vorausſichtlich ins Auge=
faſſen
. Die Arbeitsloſen werden wieder ſeitens der Ge=
neinde
unterſtützt und ihnen neue Arbeiten durch Abhol=
zungen
von Bäumen und Sträuchern im Woog über=
wieſen
. Dieſer Tage trafen Herren vom Altertumsver=
ein
und der Denkmalpflege aus Darmſtadt hier ein, um
Einſicht von der Stelle zu nehmen, wo einſtens der Gal=
gen
ſtand. Es wurde beſchloſſen, eine Bedachung zu er
richten und einen Weg zu bahnen, damit dieſes Altertum
aus dem 16. Jahrhundert der Nachwelt erhalten bleibe
Oppenheim, 13. Febr. (Eingebrochen.) Das fünf=
jährige
Söhnchen des Tünchers Jakob Bingenheimer
ſpielte am Hafen und wagte ſich ſchließlich auf die mürbe
Eisdecke. Der Knabe brach ein, und ehe Hilfe zur Stelle
war, ertrank er. Die Leiche konnte bis jetzt noch nicht
gefunden werden.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 13. Febr. Die Stadte
verordnetenverſammlung nahm unter Ableh=
nung
des ſozialdemokratiſchen Antrags auf Einführung
einer Arbeitsloſenverſicherung den Ausſchuß=
antrag
auf Gewährung zinsfreier Darlehen bis zum Ge=
ſamtbetrage
von 300000 Mark an vorübergehend in Not=
geratene
Perſonen an. In Sachen der Luſtbarkeits=
ſteuer
der Stadt Berlin hat der Bezirksausſchuß
die Klage des Zirkus Buſch und des Wintergartens abge=
wieſen
und damit die Steuerordnung der Stadt Berlin
für gültig erklärt. Die Kläger werden beim Oberverwal=
tungsgericht
Berufung einlegen. Eine Wolfsjagd=
im
Güterwagen gab es Mittwoch nachmittag auf dem
Anhalter Güterbahnhof. In einem mit Eilgütern belade=
nen
Wagen befanden ſich u. a. vier Käfige mit Wölfen und
Hyänen für die Menagerie Fernandé. Von dieſen Käſten
ward einer ſchadhaft, ſo daß zwei Wölfe entſchlüpften und
ſich nach Herzensluſt im Wagen tummelten, auch etliche
Kartons zerriſſen und deren Inhalt Kleider zu=
grunde
richteten. Auf dem Bahnhof ward van dene=

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Nummer 45.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Seite 5.

amten ſchleunigſt der Tierbändiger der Menagerie zu Hilfe
gerufen. Er erſchien mit Hilfskräften und brachte nicht
ohne Mühe die freiheitsdurſtigen Grauhunde in den in=
zwiſchen
raſch ausgebeſſerten Käfig zurück.
13. Febr. Heute vormittag wohnte der Kaiſer im
Luſtgarten einer Vorführung der Berliner Feuer=
wehr
bei. Es hatten ſich u. a. eingefunden Polizei=
präſident
v. Jagow, Oberbürgermeiſter Wermuth, Gene=
raloberſt
v. Keſſel und höhere Offiziere der techniſchen Re=
gimenter
und Bataillone. Die Kaiſerin ſah von einem
Fanſter der erſten Etage, desgleichen die Mitglieder des
diplomatiſchen Korps der Vorführung zu. Der Kaiſer
ſchritt die Front der im Luſtgarten aufgeſtellten Kom=
pagnie
ab, den Mannſchaften einen Guten Morgen wün=
ſchend
. Es folgten die Schulübungen des zweiten und
fünften Automobillöſchzuges, zuſammen 40 Aulomobile,
die Uebung am Dome, weitere Vorführungen und Beſich=
tigungen
. Der Kaiſer ließ ſich mehrfach eingehende Er=
klärungen
geben. Nach Schluß der Uebungen drückte der
Kaiſer gegenüber den Mannſchaften, die im Carré auf=
geſtellt
waren, ſeine hohe Zufriedenheit über das Ge=
ſehene
aus, worauf die Mannſchaften mit einem dreifachen
Hurra antworteten. Der Kaiſer zog den Oberbürgermeiſter
ins Geſpräch. Es wurde eine Reihe Ordensauszeich=
nungen
verliehen. Der Magiſtrat iſt dem Beſchluſſe
der Stadtverordnetenverſammlung über die Verwendung
von 300000 Mark zur Gewährung unver=
zinslicher
Darlehen an Perſonen beigetreten,
die infolge des wirtſchaftlichen Niederganges
vorübergehend in Not geraten.
Lüneburg, 13. Febr. (Der Vorteil des Gene=
ralpardons
.) Der Nutzen des Generalpardons erhellt
ſehr aus einer Bekanntmachung des Landrats des Kreiſes
Iſenhagen, wonach in dieſem Jahre annähernd das dop=
pelte
Kapital zur Verſteuerung deklariert worden iſt,
wie im Vorjahre. Es dürften ſich noch weitere Vermögens=
reſp
. Steuerhinterziehungen herausſtellen.
Mailand, 13. Febr. (Ein edler Selbſtmörder.)
In einem Hotel in Rapallo erſchoß ſich der Edelmann
Franco Villa wegen unglücklicher Liebe. Er hat
dem Mailänder Krankenhaus 3 Millionen Lire und ver=
ſchiedenen
Perſonen Jahresrenten von zuſammen 60000
Lire hinterlaſſen.
Brüſſel, 12. Febr. (Das Königspaar und die
Bittſtellerin.) Als das Königspaar zur Par=
ſifal
=Vorſtellung nach der Oper fuhr, warf ſich eine ärm=
liche
Frau vor das Automobil, welches rechtzeitig zum
Stehen gebracht wurde. Während ſie die Hände der Köni=
gin
faßte, warf die Frau dem König eine Bittſchrift zu.
*Die Königin war anfangs erſchrocken, redete dann aber der
Frau begütigend zu. Die aufgeregte Frau geriet beim
Nachhauſegehen unter einen Wagen und wurde erheblich
erletzt.
Neu=York, 12. Febr. (Sturm.) Auf dem atlantiſchen
Ozean herrſcht ſeit einigen Tagen ein heftiger Sturm.
Ein unbekannter Dampfer iſt in der Nähe von Princetown
ggeſcheitert und konnte bisher von Rettungsſchiffen nicht er=
reicht
werden.

Das Urteil
im Prozeß Grünewald=Winkler.

* Gießen, 13. Febr. In dem Prozeß des Land=
Tagsabgeordneten Juſtizrat Dr. Grünewald gegen den
Landtagsabgeordneten Rechtsanwalt Dr. Winkler
wurde heute in Gießen das Urteil gefällt:
1. Der Angeklagte Dr. Winkler wird der ihm zur
Laſt gelegten Vergehen gegen die §§ 186 und 203 des
Reichsſtrafgeſetzbuches in zwei Fällen für ſchuldig er=
hannt
und zu einer Geſamtgeldſtrafe von 600
Mark, an deren Stelle im Falle der Nichtbeitreibung eine
Gefängnisſtrafe von 60 Tagen tritt, verurteilt. Dem Pri=
watkläger
wird das Recht zuerkannt, den entſcheidenden
Teil des Urteils innerhalb 14 Tagen nach der Zuſtellung
jee einmal im Gießener Anzeiger, Darmſtädter Tagblatt,
DDarmſtädter Täglicher Anzeiger, Mainzer Tagblatt und
Landskrone in Oppenheim auf Koſten des Angeklagten zu
weröffentlichen.
2. Der Angeklagte Dr. Winkler wird der ihm wei=
ner
zur Laſt gelegten Vergehen gegen die §§ 185. 186, 187
und 200 des R.=St.=G.=B. nicht ſchuldig erachtet und
Kieſerhalb freigeſprochen.
3. Die angeklagten Redakteure des Darmſtädter
Tagblattes, des Darmſtädter Täglichen Anzeigers, des
Mainzer Tagblatts und der Oppenheimer Landskrone ſind
der ihnen zur Laſt gelegten Vergehen gegen die §§ 185. 186,
1837, 200 des R.=St.=G.=B., und des § 20 des Preßgeſetzes
nicht ſchuldig und werden frei geſprochen. Die
motwendigen Auslagen dieſer Angeklagten fallen dem Pri=
vatkläger
zur Laſt.
4. Der Landtagsabgeordnete Dr. Grünewald wird
des Vergehens gegen § 186 des R.=St.=G.=B. in einem
Falle für ſchuldig erklärt und in eine Geldſtrafe
von 100 Mark, an deren Stelle im Falle der Nichtbei=
teibung
10 Tage Gefängnis treten, verurteilt.
5. Die Gerichtskoſten der Privatklage und der
Widerklage tragen der Angeklagte und der Widerbeklagte
zur Hälfte. Die notwendigen Auslagen fallen ihnen
fllbſt zur Laſt.
In der Urteilsverkündigung wurde hervorgehoben, daß
Dr. Winkler den Wahrheitsbeweis in keinem Falle er=
bracht
habe.

Der § 186 des Preßgeſetzes, auf Grund deſſen die
Verurteilungen erfolaten, lautet: Wer in Beziehung auf
eimen anderen eine Tatſache behauptet oder verbreitet,
ppelche denſelben verächtlich zu machen oder in der öffent=
lichen
Meinung herabzuwürdigen geeignet iſt, wird. wenn
nicht dieſe Tatſache erweislich wahr iſt, wegen Beleidie
gung mit Geldſtrafe bis zu ſechshundert Mark oder mit
Haft oder mit Gefängnis bis zu einem Jahre und, wenn
die Beleidigung öffentlich oder durch Verbreitung von
Scchriften. Abbildungen oder Darſtellungen begangen iſt,
mit Geldſtrafe bis zu eintauſendfünfhundert Mark oder
mtit Gefängnis bis zu zwei Jahren beſtraft.
Der § 203 handelt vom Zweikampf und ſetzt für die=
lemnigen
, welche den Auftrag zu einer Herausforderung
llübzernehmen und ausrichten, Feſtungshaft bis zu 6 Mo=
Mnattten feſt.
Die Privatklage gegen die Redakteure wurde abgewie=
lent
und die Redakteure wurden freigeſprochen, da ihnen
lichht nachzuweiſen war, daß ſie bei Aufnahme des Artikels
hass Bewußtſein ſeines beleidigenden Charakters hatten.
Der Abg. Dr. Winkler teilt dem Gießener Anzeiger
Anitt, daß er unter allen Umſtänden Berufung gegen das
Mnteil erheben wird.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 13. Febr. Vizepräſident Dr. Paaſche
eröffnet die Sitzung um 1,02 Uhr. Auf der Tagesordnung
ſtehen zunächſt
kurze Anfragen.
Abg. Freiherr v. Richthofen (natl.) fragt: Zei=
tungsnachrichten
zufolge hat die amerikaniſche Regierung
das bisher beſtehende Verbot der Waffenaus=
fuhr
nach der Republik Mexiko aufgehoben. Es dürfte
zu befürchten ſein, daß dadurch die Revolution gegen den
auch deutſcherſeits anerkannten gegenwärtigen Präſidenten
der mexikaniſchen Republik bedeutend geſtärkt und die Wie=
derherſtellung
der Ruhe entſprechend erſchwert wird. Iſt
der Herr Reichskanzler in der Lage, Auskunft darüber zu
geben, ob der kaiſerlichen Regierung mit Rückſicht auf die
durch die dauernden Unruhen in Mexiko ſchwer geſchädig=
ten
deutſchen Intereſſen Mitteilung über dieſe Maßregel
ſeitens der amerikaniſchen Regierung gemacht worden ſind?
In Verbindung damit fragte Abg. Dr. Blunck (Fortſchr.
Vpt.): Nach Zeitungsmeldungen hat der Präſident der
Vereinigten Staaten von Nordamerika das bisherige Ver=
bot
der Einfuhr von Waffen nach Mexiko aufgeho=
ben
. Dadurch dürfte vorausſichtlich die revolutionäre Be=
wegung
im Norden Mexikos wieder an Stärke und Aus=
dehnung
gewinnen. Was gedenkt der Herr Reichskanzler
bei dieſer Sachlage zum Schutze der deutſchen Intereſſen
zu tun?
Unterſtaatsſekretär Zimmermann: Die Regierung
der Vereinigten Staaten hat uns amtlich mitgeteilt, daß
vorläufig niemand in der Lage iſt, die Angelegenheiten der
Republik Mexiko zu ordnen. Sie meint, daß die Macht=
haber
vorläufig nicht in der Lage ſein würden, im Norden
des Landes ſich die nötige Autorität zu verſchaffen. Die
amerikaniſche Regierung hat deshalb das Waffenverbot
aufgehoben, nachdem auch die Staatsangehörigen anderer
Länder in die Lage verſetzt worden ſind, nach Mexiko zu
verkaufen was ihnen beliebt. Soweit die Mitteilung der
amerikaniſchen Regierung. Der Schutz der deutſchen Inter=
eſſen
in Mexiko iſt den verbündeten Regierungen ein Ge=
genſtand
ernſter Sorge. Als ſich im Herbſt vorigen Jahres
die Lage wieder bedrohlicher geſtaltete, haben ſie nach Ve=
racruz
das Schulſchiff Hertha beordert, das bis zum
Eintreffen des kleinen Kreuzers Bremen dort blieb. Nach
der Weſtküſte wurde der kleine Kreuzer Nürnberg ent=
ſandt
, der am 12. November dort eintraf. Durch das Vor=
handenſein
unſerer Kriegsſchiffe ſind unſere Staatsange=
hörigen
wenigſtens an den Küſten geſchützt. Auf den
Schiffen können im äußerſten Notfalle die aus dem Innern
des Landes Flüchtenden Unterkunft finden. In dankens=
werter
Weiſe hat ſich auch die Hamburg=Amerika=Linie
bereit erklärt, auf heranzuziehenden Handelsdampfern
ihrer Flotte den Deutſchen ebenfalls Unterkunft zu gewäh=
ren
. Die Regierung iſt allerdings außerſtande im Innern
des Landes Schutz zu gewähren. Es iſt deshalb den in
Durango und Torreon lebenden Deutſchen geraten wor=
den
, ſichere Orte aufzuſuchen. Da einige Familien nicht
über die nötigen Geldmittel verfügten, um fortreiſen zu
können, ſo ſind ihnen von amtlicher deutſcher Seite aus
gegen Schuldſcheine Unterſtützungen gewährt worden. Auch
ſind deutſcherſeits amtliche Expeditionen in das Innere
gemacht worden, um die Flüchtlinge an ſichere Orte zu ge=
leiten
. Glücklicherweiſe ſind die Verluſte deutſcher Staats=
angehöriger
an Leben nicht allzu groß, dagegen ſind na=
türlich
die Verluſte an Hab und Gut groß. Es geht ihnen
aber in dieſer Beziehung nicht ſchlechter oder beſſer als
den Angehörigen anderer Nationen. Selbſtverſtändlich
wird die mexikaniſche Regierung nach völkerrechtlichem
Grundſatz dazu angehalten werden, für den entſtandenen
Schaden aufzukommen.
Abg. Schulz=Erfurt (Soz.): In einer Verſammlung
des Berliner Philologen=Vereins im Dezember 1913 hat
der preußiſche Miniſterialdirektor v. Bremen mitgeteilt,
daß in kürze ein pädagogiſches Zentralinſti=
tut
errichtet werden ſolle. Kann der Herr Reichskanzler
darüber Auskunft geben, ob es ſich bei dieſem Plane um
eine Zentralſtelle für Preußen oder um ein pädagogiſches
Zentralinſtitut für das Deutſche Reich handelt?
Miniſterialdirektor im Reichsamt des Innern Dr. Le=
wald
: Das von der preußiſchen Unterrichtsverwaltung
ins Leben gerufene Zentralinſtitut hat die Aufgabe, alles
auf dieſem Gebiet vorhandene Material zu ſammeln und
die Einrichtungen zu ſtudieren, es durch Kurſe und andere
Dinge weiteren Kreiſen zugänglich zu machen und ſo die
weitere Entwicklung zu fördern. Wenn auch das Inſtitut
nur ein preußiſches ſein wird, ſo wird es doch ſeine Wirk=
ſamkeit
nicht nur innerhalb der Grenzen Preußens finden.
Abg. Colshorn (Welfe) fragt: Die Klagen ſind all=
gemein
, daß in Ausführung der Reichsver=
ſicherungsordnung
auch Eltern, die ſich in durch=
aus
geſicherten Vermögensverhältniſſen befinden, gezwun=
gen
werden, ihre im eigenen Betriebe mitarbeitenden und
bei ihnen wohnenden Kinder in den Landkrankenkaſſen zu
verſichern. Man verlangt ſolches beiſpielsweiſe im Land=
ratskreiſe
Stolzenauer (Hannover) von wohlhabenden
Hofbeſitzern, die zur Wehrſteuer herangezogen ſind, oder
fordert den Nachweis eines baren Kapitals von mindeſtens
3000 Mark für jedes betreffende Kind. Da eine derartige
Handhabung der Reichsverſicherungsordnung unſerer Auf=
faſſung
dieſes Geſetzes nicht entſpricht, ſo richten wir die
Anfrage an den Herrn Reichskanzler, ob er eine derartige
Interpretation des Geſetzes für die richtige hält.
Direktor im Reichsamt des Innern Dr. Caſpar: Bei
den Verhandlungen über die Reichsverſicherungsordnung
iſt dieſe Frage eingehend erörtert worden und man ging
von der Erwägung aus, ob die Kinder, die gegen Entaelt
in den elterlichen Betrieben tätig ſind, verſicherungspflich=
tig
ſind oder nicht. Wieweit hier eine Verſicherungs=
pflicht
beſteht, das muß von Fall zu Fall entſchieden
werden.
Die Anfrage des Abg. Dr. Müller=Meiningen
(Fortſchr. Vpt.) nach Maßnahmen zur Verhütung der fort=
geſetzten
ſchweren Unglücke auf dem Flugplatz Johannis=
thal
wird, wie Vizepräſident Dr. Paaſche mitteilte, auf
Wunſch der Regierung ſpäter beantwortet werden. Dann
wird die
Beratung des Etats des Innern
fortgeſetzt, und zwar werden zunächſt die geſtern zurückge=
ſtellten
Abſtimmungen vorgenommen. Das Kapitel
Reichsverſicherungsamt wird bewilligt und die dazu ge=
ſtellten
Anträge werden angenommen. Das Kapitel Phy=
ſikaliſch
=Techniſche Reichsanſtalt paſſiert ohne Debatte.
Bei Kapitel Kanalamt klagt Abg. Legien (Soz.) über
zu lange Arbeitszeit der Arbeiter bei den Kanalbauten;
auch reichten die Löhne nicht aus, um den Arbeitern eine
einigermaßen angemeſſene Lebenshaltung zu ermöglichen.
Abg. Hoff (Fortſchr. Vpt.): Der Kaiſer=Wilhelm=
Kanal ſollte zwar zunächſt ſtrategiſchen Zwecken dienen,
daneben aber auch den Zwecken des Verkehrs und der
Kultur. Das iſt bei der Beratung der Kanalvorlage mit
Recht hervorgehoben worden. Erfreulich iſt es, daß der
Verkehr der Handelsſchiffe in aufſteigender Linie ſich be=

findet. Leider genügt der Kanalbetrieb dort keineswegs.
Es ſcheint in der Organiſation ein Fehler vorhanden zu
ſein, der die volle Ausnützung des Kanalmaterials un=
möglich
macht.
Miniſterialdirektor v. Jonquiéres: Die Zahl
der ausländiſchen Arbeiter beim Kanalbau iſt bereits um
25 Prozent geſunken. Von irgendeiner Mogelei, wie es
Herr Legien nannte, der Kanalverwaltung gegen Arbeiter
und Schiffsmannſchaften iſt keine Rede. Der Verkehr im
Kanal unterliegt ſelbſtverſtändlich den verſchiedenen Wind=
verhältniſſen
. Wenn hinſichtlich der Bereitſchaft von
Schleppdampfern bei Brunsbüttel Unzulänglichkeiten ſich
ergeben haben, ſo dürfte darin inzwiſchen ſchon Abhilfe
geſchaffen worden ſein. Bei uns beſteht leider kein
Schleppmonopol. Wir ſetzen jährlich eine halbe Million
am Schlepptarif zu. Da kann man nicht verlangen, daß
wir unter allen Umſtänden jede beliebige Zahl von
Schleppern ſtellen; wir wollen uns aber bemühen, mit
einer neuen Tarifierung eine Aenderung zu erreichen.
Nach nochmaligen kurzen Ausführungen der Abgg.
Legien (Soz.) und Hoff (Fortſchr. Vpt.) wird das Kapitel
Kanalamt bewilligt.
Vor Eintritt in die Beratung des Kapitels Aufſichts=
amt
für Privatverſicherung gibt Abg. Giesberts
(Ztr.) im Namen ſeiner Purtei die Erklärung ab, daß
die geſtrigen Ausführungen ſeines Parteigenoſſen Aſtor
hinſichtlich des Ausſcheidens der auf dem Wege zur Ar=
beitsſtätte
erlittenen Unfälle von der Entſchädigungs=
pflicht
nicht im Namen der Fraktion gemacht worden ſeien.
Das Zentrum ſtehe auf dem Standpunkt, daß dieſe Un=
fälle
als Betriebsunfälle zu entſchädigen ſeien, ſoweit ſie
den Arbeiter bei ſeiner Betriebstätigkeit treffen. Zu dem
zur Debatte ſtehenden Kapitel ſelber führt Abg. Giebel
(Soz.) aus: Was mein Freund Bauer ausgeführt hat,
hat er im vollen Einverſtändnis mit der ſozialdemokrati=
ſchen
Fraktion geſagt. (Heiterkeit.) Die Verſicherungs=
pflicht
von Privatangeſtellten ſollte ſich weniger nach der
jeweiligen Beſchäftigungsart richten, die allgemeine Stel=
lung
des Betreffenden ſollte ausſchlaggebend ſein. Ein
außerordentlicher Uebelſtand beſteht darin, daß dem An=
geſtellten
, der einen Antrag auf Einleitung eines Heilver=
fahrens
ſtellt, der dritte Teil der Koſten auferlegt wird.
Dann bitte ich um Auskunft, wie viel Anträge auf Heil=
verfahren
bisher geſtellt worden ſind. Die Anſtalten ſoll=
ten
ihren Beſitz nicht unſozial anlegen, ſondern ſich von
kapitaliſtiſchen Geſchäften fernhalten. Bei Hypothekenge=
ſchäften
nehmen ſie ſogar recht erhebliche Abſchlußprovi=
ſionen
. Die Beamtenverhältniſſe der Reichsverſicherungs=
anſtalt
ſind völlig ungenügend.
Miniſterialdirektor Dr. Caſpar: Die Reichsver=
ſicherungsanſtalt
für Angeſtellte beſitzt das Selbſtverwal=
tungsrecht
. Wir können deshalb nur Ratſchläge erteilen.
Die Entſcheidung zum Beiſpiel auch über die Anlegung
der Gelder liegt aber bei der Verwaltung. Auch die übri=
gen
Klagen des Redners können hier nicht zur Erledigung
gebracht werden, ſondern im Aufſichtsrat der Anſtalt. Ein
Drittel der Beamtenſchaft ſoll mindeſtens Militäranwär=
ter
ſein, aber weshalb ſollte darüber hinaus es aus=
geſchloſſen
ſein, tüchtige Leute anzuſtellen, bloß weil ſie
Militäranwärter ſind. In der erſten Zeit der Verſiche=
rung
waren Ueberſtunden erklärlich, ja verſtändlich. Daß
die räumlichen Verhältniſſe im Verſicherungsamt nicht
ausreichen, liegt daran, daß bei Errichtung des Amtes
in aller Eile Privathäuſer gemietet werden mußten.
Abg. Wallenborn (Zentr): Auch die öffentlich=
rechtlichen
Verſicherungsunternehmungen, deren Geſchäfts=
betrieb
ſich über mehrere Bundesſtaaten oder Provinzen
eines Staates erſtreckt, müſſen, wie in einer der vorliegen=
den
Reſolution gefordert wird, der Aufſicht des Aufſichts=
rats
für Privatverſicherung unterſtellt werden. Mg.
v. Winterfeld=Menkin (konſ.): Es iſt erklärtich,
daß die Privatverſicherungen zornig ſind über die Ge=
fährdung
ihres Beſitzſtandes durch die Volksverſicherun=
gen
. Auswüchſe bedauern auch wir. Abg. Dr. Door=
mann
(Fortſchr. Volkspt.): Um der Gerechtigkeit wil=
len
muß ich zugeben, daß die Privatverſicherungsanſtalten
in ihrem Kampfe nicht immer in den angemeſſenen Gren=
zen
geblieben ſind. (Hört! hört! rechts.) Wir ſind nicht
Gegner der öffentlichen Verſicherungsanſtalten, wir for=
dern
nur, daß ſie ſich derſelben Mittel bedienen, wie die
Privatverſicherungen. Abg. Dr. Junck (natl.): Das
Aufſichtsamt muß eine ſtrenge Kontrolle auch auf das
ganze Reich hin ausüben. Auch die Volksverſicherung iſt
kein humanitäres Werk, ſondern eine geſchäftliche Inſti=
tution
.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Bei dem dieſer Debatte
zu Grunde liegenden Konkurrenzkampf zweier Arten von
Verſicherungen ſind leider Ausſchreitungen vorgekommen.
Die öffentlich=rechtlichen Verſicherungen unterſtehen dem
preußiſchen Miniſter des Innern, die Volksverſicherungen
dem Reichsamt des Innern. Die Vorſtellung, daß von
dieſen Miniſterien die eine oder die andere Partei be=
günſtigt
worden ſei, iſt falſch. Der Miniſter und ich ſind
ſtets in enger Fühlung miteinander geblieben. Wir wa=
ren
uns darüber einig, daß eine energiſche Propaganda
der Volksverſicherung eine ſehr wichtige Aufgabe ſei und
gefördert werden müſſe. Wir waren uns einig, daß für
beſtimmte Gegenden Volksverſicherungen die geeignetſte
Verſicherungsform ſeien, in anderen die andere Form.
Auf Wunſch der großen chriſtlichen Arbeiterorganiſationen
habe ich die Beteiligung der Reichsregierung an der Ver=
waltung
geſichert. Auch waren wir uns einig, daß es
nicht erwünſcht ſei, wenn beide Unternehmen ſich bekämp=
fen
, ſie ſollten vielmehr in gemeinſchaftlicher Front ſchla=
gen
. Eine Einigung rechtzeitig herbeizuführen, iſt mir
leider nicht gelungen. Wenn ſich der Rauch des Kampfes
verzogen hat, wird ſich dieſe Vereinbarung gut erreichen
laſſen. Wir ſind uns einig darüber geworden, daß jeder
Teil dafür zu ſorgen hat, daß ſein Kampf künftig in an=
gemeſſenen
Formen ſich abſpielt. Von Anfang an hat
volle Uebereinſtimmung zwiſchen den preußiſchen und den
Reichsbehörden beſtanden. Sie haben ihrerſeits Anlaß
genommen, die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, die
Sicherheit biete, daß der Konkurrenzkampf in Zukunft
beiderſeits ſich in angemeſſenen Formen abſpielt. Nun
hat man geglaubt, daß dieſe Vorkommniſſe Anlaß geben
ſollten, eine Aenderung unſerer geſetzlichen Beſtimmungen
über die Beaufſichtigung der Verſicherungsunternehmun=
gen
in dem Sinne eintreten zu laſſen, daß die öffentlichen
Anſtalten in dem Bundesſtaat, ſo weit ſich ihre Tätigkeit
über den Bezirk eines Bundesſtaates erſtreckt, der Auf=
ſicht
des Aufſichtsamtes unterſtellt werden. Demgegen=
über
muß ich meinen Bedenken Ausdruck geben, eine Aen=
derung
der jetzt geltenden geſetzlichen Beſtimmungen her=
beizuführen
. Durch ein Uebergreifen der preußiſchen
öffentlich=rechtlichen Verſicherungen über die Grenzen des
preußiſchen Staates tritt keine Rechtsverſchiebung ein.
Außerdem ſind zwiſchen einzelnen Bundesſtaaten, zum
Beiſpiel Preußen und Bayern, auch Abmachungen recht=
licher
Natur über die Zuſtändigkeit bei Prozeſſen uſw. ge=
troffen
worden. Die Befürchtung, daß die öffentlich=
rechtlichen
Verſicherungsanſtalten ſich dem ordentlichen
Gerichtsſtand entziehen könnten, iſt grundlos. Es iſt ſelbſt=
verſtändlich
, daß alle Klagen aus Verſicherungsverträgen,

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Nummer 45.

die öffentlich=rechtliche Anſtalten abgeſchloſſen haben, im
ordentlichen Rechtsweg zum Austrag zu bringen ſind.
Ausſchreitungen im Konkurrenzkampf ſeitens der einen
oder anderen Partei werden nach den gleichen Grund=
ſätzen
und mit der gleichen Schärfe geahndet werden.
Abg. Rupp=Marburg (Wirtſch. Vgg.): Die verteil=
ten
Flugblätter der beiden Verſicherungsarten beweiſen.
daß ein ganz ungehöriger Kampf ſich entſponnen hat. Um
dieſen zu beenden, iſt es nötig, die beiden Reſolutionen
anzunehmen. Abg. Hildenbrand (Soz.): Die
Reichsregierung kommt mit ihren ſozialen Maßnahmen
immer hinterher. Anſtatt daß ſie die tatkräftige Selbſt=
hilfe
der Arbeiter freut, verſucht ſie, dieſe zu ſtören und,
wenn möglich, zu vernichten. Der Staatsſekretär fordert
ja ſelber auf, eine einzige Front zu bilden, um gegen die
Sozialdemokratie losſchlagen zu können. Tatſächlich han=
delt
es ſich für Hern Dr. Kapp nur darum, ſeine agrari=
ſchen
Wünſche zu erfüllen hinſichtlich der Regelung der
landwirtſchaftlichen Kredite. Damit iſt aber nicht der Ver=
ſicherungszweck
erreicht. Wir verlangen, daß unſerer
Volksverſicherung gegenüber die gleichen Waffen angewen=
det
werden. Die Grundlage der Volksverſicherung iſt
nicht anfechtbar. Weshalb bezeichnet man ſie als eine
Gründung der ſozialdemokratiſchen Partei. Damit be=
ginnt
der unlautere Kampf. Wir haben uns gegen die ge=
meinſame
Front zu verteidigen und fordern in dieſem
Kampfe die gleichen Waffen auch für uns. Abg.
Schwarz=Schweinfurt (Ztr.): Es iſt von Führern der
Sozialdemokratie anerkannt worden, daß die Volksfür=
ſorge
zugunſten der freien Gewerkſchaften und ſomit in=
direkt
der Sozialdemokratie gegründet worden iſt. (Sehr
unrichtig! bei den Sozialdemokraten.) Abg. Götting
(natlb.): Die öffentlich=rechtlichen Verſicherungen können
den Privatverſicherungen nicht gleichgeſtellt und deshalb
auch der Aufſicht des Aufſichtsamts nicht unterſtellt wer=
den
. Es wäre auch ſtörend für dieſe großen nationalen
Unternehmungen, wie aus dem Widerhall bei der ſozial=
demokratiſchen
Partei erſehen werden kann. Die Volks=
verſicherung
iſt nur eine erhöhte Form des Sparens. Ich
bitte, die Reſolutionen abzulehnen. Abg. v. Winter=
feldt
(konſ.): Die deutſche Volksverſicherung hat lediglich
den Zweck, den Intereſſen des deutſchen Volkes zu dienen
Wenn von ſeiten der Privatverſicherungsgeſellſchaften die
enormen Ueberſchüſſe nur in den großen Städten ange=
legt
werden, ſo iſt es lediglich ein Akt der Billigkeit, wenn
man ſich bemüht, auf anderem Wege dem ländlichen Beſitz
die Möglichkeit zu geben, Geld aufzunehmen. Abg.
Heine (Soz.): Staatsſekretär Dr. Delbrück und der preu=
ßiſche
Miniſter des Innern ſind völlig einig in dem Be=
ſtreben
, häßliche Formen in dem Konkurrenzkampf auszu=
ſchalten
. Nur die Volksfürſorge bleibt vogelfrei. Die
Behauptung, daß die Volksfürſorge politiſche Zwecke ver=
folgt
, iſt ungeheurer Schwindel. (Glocke. Präſident Dr.
Kaempf ruft den Redner zur Ordnung.) Dies iſt ein fal=
ſcher
Schluß, wenn es nicht eine Lüge iſt.
Präſident Dr. Kaempf: Sie haben im Laufe Ihrer
Rede von einer Lüge geſprochen, dies aber in eine ge=
ſchickte
Form gekleidet, ſo daß ich Sie nicht zur Ordnung
rufen konnte. Dieſe Art von Redewendungen, die zwar
den Anſchein erwecken, als ob ſie lediglich auf außerhalb=
des
Hauſes Befindliche gemünzt ſeien, tatſächlich aber An=
weſende
verletzen müſſen, iſt unparlamentariſch. (Bravo!)
bei der Mehrheit.) Abg. Dr. Pfleger (Ztr.): Es iſt
ſehr wohl möglich, neben einer ſtaatlichen Aufſicht auch
eine ſolche des Reiches zu unterhalten. Daß in Preußen
ein unzuläſſiger Einfluß bei einer gewiſſen Art von Ver=
ſicherungen
beſteht, iſt nicht zu leugnen. Wir verlangen
gleiche Waffen. Abg. Siebenburger (konſ.): Das
Aufſichtsamt für Privatverſicherung hat nicht mit der genü=
genden
Objektivität ſeines Amtes gewaltet.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Gegen den Vorwurf,
den der Abg. Siebenbürger gegen das Aufſichtsamt er=
hoben
hat, daß es ſeine Pflicht nicht erfüllt habe, muß ich
entſchieden Verwahrung einlegen. Die hier vorgebrach=
ten
Fälle werden nachgeprüft werden. Das eine aber
kann ich feſtſtellen, daß das Aufſichtsamt in einer großen
Zahl von Fällen, wo ich Gelegenheit hatte, einen Einblick
in ſeine Arbeiten zu tun, mit großem Fleiß, Sorgfalt und
Zuverläſſigkeit gearbeitet hat.
Damit ſchließt die Debatte. Die Abſtimmungen wer=
den
auf morgen verſchoben. Hierauf wird die Weiter=
beratung
auf Samstag 10 Uhr vertagt. Schluß
nach ¼8 Uhr.

Blutapfelſinen?

* Im Reichstage und im preußiſchen Land=
tage
haben in der letzten Woche ſozialdemokra=
liſche
Abgeordnete mehrfach die Werkvereinsmit=
glieder
als Blutapfelſinen bezeichnet, d. h. als Leute,
die nur außen gelb, innerlich aber rot ſeien. Man kann
es durchaus begreifen, daß die Sozialdemokratie den
Uebergang ſo vieler Tauſender von Arbeitern aus dem
Lager der roten Gewerkſchaften in das der
Werkvereine durch dergleichen Scherze zu verhüllen
trachtet. Aber berechtigt iſt die vorliegende Behauptung,
daß ein großer Teil der Werkvereinsmitglieder heimlich
noch der Sozialdemokratie anhänge, durchaus nicht. Das
beweiſen am beſten die letzten Wahlen zu den Verwal=
tungskörpern
der Krankenkaſſen, an denen die Berliner
Werkvereine teilgenommen haben. Da hier unter dem
geheimen Wahlrecht gewählt wird, ſo zeigen dieſe Wahlen
am beſten die wahre Geſinnung der Arbeiterſchaft. Bei
den Betriebskrankenkaſſenwahlen in den Siemens=Werken
am 30. Januar haben die Werkvereine einen unbeſtrittenen
Erfolg davongetragen. In den Abteilungen Blockwerk,
Glühlampenwerk und Zentralverwaltung iſt überhaupt
nur eine einzige Liſte, nämlich die Werkvereinsliſte, einge=
reicht
worden, ſo daß in dieſen Werken eine Wahl über=
haupt
nicht ſtattfand. Aber auch in den übrigen Wahl=
abteilungen
haben die Werkvereinsmitglieder durchaus
ihre Pflicht getan, denn es wurden in dieſen Werken ins=
geſamt
10625 Stimmen für die Werkvereinsliſten und nuc
5677 für die Liſten der ſozialdemokratiſchen Gewerkſchaften
abgegeben. 82 Prozent der wahlberechtigten Werkver=
einsmitglieder
haben für die Werkvereinsliſten geſtimmt.
Insgeſamt wurden 34 Werkvereinler gegenüber 15 Ro=
ten
und einem katholiſchen Arbeitervereinler zu Ausſchuß=
mitgliedern
gewählt.
Auch das Ergebnis der Ausſchußwahl der Neuen
Maſchinenbauer=Krankenkaſſe zu Berlin am 2. Februar,
an der die Werkvereine zum erſten Male ſich beteiligten,
ergab ein Reſultat, aus dem man erſieht, daß die Redens=
art
von den Werkvereinsmitgliedern als Blutapfelſinen
durchaus unberechtigt iſt. Dieſe Wahlen fanden in 45 der
Kaſſe angeſchloſſenen Betrieben Groß=Berlins ſtatt, und
obgleich die Werkvereinler des Berliner Kartells nur in
5 von dieſen 45 Betrieben als Wähler in Betracht kamen,
haben ſie 1276 Stimmen gegen 7531 der freien Gewerk=
ſchaften
erzielt und es ſind von ihrer Liſte 6 Ausſchußmit=
glieder
gegenüber den 39 der Sozialdemokratie gewählt
worden. Auch hier hat ſich gezeigt, daß die Werkvereins=
mitglieder
bei geheimer Wahl geſchloſſen hinter ihren

Vereinen ſtehen. Das Märchen von den Blutapfelſinen
ſollte alſo endlich von der Bildfläche verſchwinden.

Die Krankenverſicherung der
Dienſtboten.

* Berlin, 13. Febr. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung veröffentlicht einen Erlaß des Handelsminiſters
v. Sydow an die ſämtlichen Oberverſicherungsämter in
der Frage der Krankenverſicherung der
Dienſtboten, in welchem es heißt: Bei der Entſchei=
dung
über die Anträge auf Befreiung von Dienſtboten von
der Verſicherungspflicht (Paragraphen 435 und 418 der
Reichsverſicherungsordnung) iſt davon auszugehen, daß
das Geſetz dem Dienſtherrn bei Erfüllung der geſetzlichen
Vorausſetzungen einen Rechtsanſpruch auf die Genehmi=
gung
eines Antrages verleiht, der nicht durch eine mit
der Abſicht des Geſetzgebers unvereinbare Auslegung
und Handhabung der geſetzlichen Vorſchriften geſchmälert
werden darf. Die Vorausſetzungen des Paragraphen
418 Abſatz 2 Nr. 1 der Reichsverſicherungsordnung ſind
auch gegeben, wenn der Antragſteller bei einer Ver=
ſicherungsgeſellſchaft
einem Dienſtbotzen=
abonnementsverein
oder einer ähnlichen Ein=
richtung
eine Rückverſicherung genommen hat,
ſofern er den Verſicherungsbeitrag aus eigenen Mitteln
deckt. Den an die Leiſtungsfähigkeit der Dienſtberechtig=
ten
zu ſtellenden Anforderungen ſind nicht die höch=
ſten
Anſprüche zugrunde zu legen, die an ihn
unter äußerſt ſelten eintretenden Vorausſetzungen erhoben
werden können, ſondern die Unterſtützungsfälle, die zwar
ſchwerer Art, aber doch öſters vorzukommen pflegen.
Eine allgemeine Norm dafür, bei welchem Einkom=
men
die Leiſtungsfähigkeit des Antragſtellers genügend
verſichert iſt, läßt ſich nicht aufſtellen, weil dieſe Frage nach
der Lage des einzelnen Falles beantwortet werden muß.
Eine von dem Antragſteller nachgewieſene Rückverſiche=
rung
muß bei Beurteilung ſeiner Leiſtungsfähigkeit berück=
ſichtigt
werden. Wenn ein Antragſteller bei einer zuver=
läſſigen
Verſicherungsunternehmung, welche die gleichen
Leiſtungen wie die zuſtändige Krankenkaſſe gewährt, rück=
verſichert
iſt, wird es ſich in der Regel nicht rechtfertigen,
außerdem hinſichtlich der Höhe ſeines Einkommens oder
ſeines Vermögens weitgehende Anforderungen zu ſtellen.
Dem Antragſteller, der die Leiſtungsfähigkeit ſonſt nicht
darzulegen vermag, kann die Stellung einer Sicherheit an=
heimgegeben
werden, bei deren Bemeſſung aber nicht über
den Betrag hinausgegangen werden darf, der zur Sicher=
ſtellung
der Krankenkaſſe unbedingt erforderlich iſt. Han=
delt
es ſich um eine Mehrzahl zu befreiender Dienſtboten,
ſo iſt der auf jeden von ihnen zu berechnende Sicherheits=
betrag
entſprechend der bei zunehmender Anzahl eintre=
tenden
Minderung des Riſikos herabzuſetzen.

Franzöſiſche Kammer.

* Paris, 13. Febr. Die Kammer verhandelte
über die Interpellationen, betreffend den Geſund=
heitszuſtand
der Truppen im Oſten. Dr. Lachaud
ſuchte an Hand des ſtatiſtiſchen Materials nachzuweiſen,
daß nach Einführung des neuen Militärgeſetzes ſtets bei
der Armee Epidemien vorgekommen ſeien, namentlich bei
den Soldaten des erſten Jahrgangs. Lachaud erinnerte
daran, daß im Januar die Maſern in 76 Garniſonen
herrſchten, beſonders in Epinal, Nancy und Staie, und
Scharlachfieber in 69 Garniſonen. An den Maſern ſeien
31, am Scharlachfieber 34, an der Genickſtarre 20 und an
anderen Krankheiten auch eine Anzahl Soldaten geſtorben;
übrigens ſei der Winter außerordentlich hart geweſen.
Lachaud bemängelte weiter die Bauart der niemals ge=
lüfteten
und nie gereinigten und ſtets bewohnten Kaſernen
und beklagte die Ungewißheit, in der man ſich betreffs des
Zuſtandes der neuen Kaſernen befände. Er kritiſierte
weiter gewiſſe Hoſpitäler und Lazarette. Laut einer vom
Redner angeführten Statiſtik zählte man im Januar bei
einem Mannſchaftsbeſtande von 717415 Mann 194052 Re=
vierkranke
, 44192 Lazarettkranke, und 21570 Hoſpital=
kranke
, weiter 280 Todesfälle und 1489 zeitweilig wegen
Dienſtunfähigkeit Entlaſſene.

* Paris, 13. Febr. Der im Senat verteilte Be=
richt
Lucien Huberts empfiehlt die Annahme der ma=
rokkaniſchen
Anleihe von 170 Millionen Francs.

Literariſches.

Von Frauenkauf und Frauenpreiſe handelt ein
intereſſanter Artikel in dem neueſten 13. Heft der illu=
ſtrierten
Zeitſchrift Zur Guten Stunde‟ (Deutſches
Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57, Preis des Vier=
zehntagsheftes
40 Pfg.), die ja immer außerordentlich viel
Neues und Wiſſenswertes aus allen Gebieten der For=
ſchung
publiziert. Auch das vorliegende Heft enthält wie=
der
viele beachtenswerte Feuilletons. Dr. Carthaus plau=
dert
über die Gifte im Haushalt. Dr. J. Wieſe gibt an
der Hand wundervoller Bilder eine umfaſſende Schilde=
rung
aus dem Reiche des Weißen Elefanten‟. Ein an=
derer
Aufſatz iſt dem Kaiſer=Wilhelm=Inſtitut in Dahlem
gewidmet. Felir Linke bringt eine feſſelnde Plauderei
von fliegenden Tieren und fliegenden Menſchen. In die=
ſer
Nummer finden wir weiter die Fortſetzungen der bei=
den
großen Romane Gegen den Strom von Helene
Aeckerle und Das häßliche Fräulein von Hans Haupt=
mann
. Novellen und Gedichte ſchließen ſich an. Von den
zahlreichen Bildern heben wir den ſchönen Holzſchnitt
Judenhochzeit in Krakau und die reizende farbige Kunſt=
beilage
Eine Koſtprobe hervor.

Konzerte.

mm. Der 223. Vereinsabend des Richard Wag=
ner
=Vereins brachte uns zwei junge Künſtler, die
zum Beſten der Richard Wagner=Stipendienſtiftung einen
Violinſonatenabend veranſtalteten. Herr Konzertmeiſter
Adolf Buſch, mit Herrn Städtiſchem Muſikdirektor Fritz
Buſch am Flügel, verſtand es durch ſein techniſch vollende=
tes
Spiel und reife Auffaſſung, die Hörer zu feſſeln. Das
Programm war reichhaltig und abwechſelungsreich, ohne
durch allzu große Länge zu ermüden, eine Gefahr, die bei
ſolchen gleichartigen Werken nicht ganz leicht zu vermeiden
iſt. Mit der C=moll=Sonate op. 30 Nr. 2 von Ludwig van
Beethoven begann der Abend. Im einzelnen genau durch=
dacht
und durchgearbeitet, kam ſie muſtergültig zu Gehör.
Der zweite Vortrag, die A=dur=Sonate op. 162 von Franz
Schubert, gehört nicht zu den beſonders ausgedehnten
Werken dieſes Komponiſten; ſie erfreut durch ihre formale
Gewandtheit und melodiſche Friſche in höherem Maße,
als Beethovens Werk. Reizend iſt bei Schubert das An=
dantino
(3. Satz) und das belebte Schlußallegro. Aber
beide ältere Komponiſten haben doch nicht ganz das Inter=
eſſe
wie Brahms, deſſen Demoll=Sonate op. 108 am

Schluſſe des Programms ſtand. Mag es nun an dem rei=
cheren
Klavierſatz des jüngeren Meiſters gelegen ſein, oder
an der neueren harmoniſchen Arbeit, oder an dem geſang=
volleren
, im Verhältnis zu Beethoven weniger inſtrumen=
talen
Geigenfiguren, in dieſer Sonate konzentrierte ſich
eigentlich erſt die ganze Aufmerkſamkeit. Mit beſonders
gutem Gelingen erklang das ſchmelzende Adagio. Mit
Glanz entledigten ſich beide Künſtler des letzten Satzes
Preſto agitato.
Vor dieſer Sonate war dem Programm zu Richard
Wagners Gedächtnis (er ſtarb am 13. Februar 1883) deſſen
Albumblatt eingefügt.
Am Schluſſe des Konzertes wurden beide Herren mit
anhaltenden Beifallskundgebungen ausgezeichnet, ohne ſich
jedoch zu Zugaben verleiten zu laſſen, was wir deshalb
beſonders loben müſſen, weil ſolche in die Einheit des
Programms allzu häufig Fremdartiges bringen.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 13. Febr. Die Kaiſerin beſuchte heute
nachmittag Frau von Bethmann Hollweg.
* Wiesbaden, 13. Febr. Der langjährige Kaſſierer
des Bau= und Sparvereins in Biebrich a. Rh. Karl Bal=
zer
wurde heute von der Wiesbadener Strafkammer we=
gen
Unterſchlagung von 3000 Mark und verſchiedener
weiterer Schiebungen zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt=
* Karlsruhe, 13. Febr. Nachdem die Zweite Kammer
der Landſtände am 9. Februar die Wahl des Abgeordneten
Franz Hauſer im 29. Wahlkreis (Stadt Offenburg) für
ungültig erklärt hat, wurde ſeitens des Miniſteriums des
Innern die Nachwahl auf Samstag, den 28. Februag
feſtgeſetzt.
* Memel, 13. Febr. Wie das Dampfboot melden
iſt es den auf dem Skirwiethſtrome arbeitenden Dampfern
gelungen, die Memelmündung frei zu machen
und bis Ruß vorzudringen, ſo daß dieſer Teil der Memel
von Ruß bis zur Mündung eisfrei iſt. Der Waſſerſtand
ſinkt infolgedeſſen. An der Weſtſeite des Kuriſchen Haffs
drängen ſich infolge des Oſtwindes geoße Maſſen von Eis
in der Niddener Bucht zuſammen. Mehrere Regierungs=
vertreter
ſind in Heydekrug eingetrofen und werden ſich
morgen auf das Haff begeben.
* Wien, 13. Febr. Im Laufe des Vormittags haben
die Hofwürdenträger ihre Karten für den Prinzen zu
Wied abgegeben. Der Botſchaftsrat der deutſchen Bot=
ſchaft
, Prinz zu Stolberg=Wernigerode, ſtattete dem Prin=
zen
einen einſtündigen Beſuch ab.
* Wien, 13. Febr. Der Prinz zu Wied erſchien
heute abend 5½ Uhr in den Privatgemächern des Kaiſers
in Schönbrunn zur Audienz und blieb bis 6 Uhr Im
Anſchluß an die Audienz fand beim Kaiſer Hoftafel ſtatt
zu der erſchienen waren: Der Prinz zu Wied mit dem
Kapitän Armſtrong und Oberſt Mietzl, der deutſche Bot=
ſchafter
von Tſchirſchky und Bögendorff, Graf Berchtold,
Fürſt Montenuovo, die oberſten Hofchargen, die Generäls
adjutanten, der Kabinettsdirektor, Kriegsminiſter von
Krobatin, Miniſterpräſident Graf Stürgkh, der ungariſche
Miniſter a latere von Burian, der künftige öſterreichiſch=
ungariſche
Geſandte in Albanien, Legationsrat Freiherr
von Löwenthal, Vizekonſul Buchberger und der Hofſtagk.
* Wien, 13. Febr. Der Landſchäftsmaler Franz Alf
iſt im Alter von 93 Jahren geſtorben.
* Karlsbad, 13. Febr. Prinz Wilhelm
Schaumburg=Lippe, der zurzeit hier zur Kur weü
erkrankte an einer Blinddarmentzündunget
unterzog ſich in Komotau einer Operation. Derer=
lauf
iſt günſtig.
* Paris, 13. Febr. Mehrere hervorragende katholiſche
Perſönlichkeiten, darunter der Oberſt des Ruheſtandes
Keller und der Beſanconer Univerſitätsprofeſſor Gui=
raud
, haben beſchloſſen, im Hinblick auf die bevorſtehen=
den
Kammerwahlen eine große katholiſche Par=
tei
zu gründen, welche an die Stelle des katholiſchen
Wahlvereins Action liberale treten ſoll, weil dieſelbe bei
hrer Propaganda allzu große Rückſicht auf die republika=
niſche
Verfaſſung des Landes nähme. Oberſt Keller hat=
ſich
bemüht, die päpſtliche Genehmigung für die von ihm
geplante Partei zu erlangen, doch wurde ihm erklärt, daß
er nur dann auf eine wirkſame Unterſtützung des Vatikans
rechnen könne, wenn er die einmütige Zuſtimmung des
franzöſiſchen Epiſkopats erhalte. Es heißt jedoch, daß die
Mehrheit des Epiſkopats, insbeſondere der Erzbiſchof von
Paris, Kardinal Amette, ſich gegen die Grün=
dung
dieſer neuen katholiſchen Partei ausgeſprochen
habe. Gleichwohl ſoll am 28. Februar in Paris eine Ver=
ſammlung
ſtattfinden, in welcher das Programm der Par=
tei
und die Aufſtellung des Wahlfonds erörtert werden
ſollen. An ſämtliche franzöſiſche Biſchöfe iſt eine Ein=
ladung
zur Teilnahme an dieſer Verſammlung ergangen.
* Paris, 13. Febr. Zu der Verhaftung des Lon=
doner
Bankiers Fenner wird gemeldet, daß derſelbe
bereits vor mehreren Monaten mit Hinterlaſſung von
Paſſiven im Betrage von 140000 Pfund Sterling die
Flucht ergriff und ſich ſeither in Paris aufgehalten hat.
* Paris, 13. Febr. Aus Troyes wird gemeldet,
daß heute nachmittag drei Schulmädchen beim Be=
treten
eines Bahnüberganges von einer Lokomd=
tive
erfaßt und getötet wurden.
* Belgrad, 13. Febr. Der König empfing heute
vormittag den griechiſchen Kronprinzen.. Dem
griechiſchen Miniſterpräſidenten Venizelos verlieh der
König ſeine Photographie.
* London, 13. Febr. Der Landgraf von Heſ=
ſen
beſuchte heute das Königspaar im Buckingham
Palaſt und nahm das Frühſtück mit den Majeſtäten ein.
* Petersburg, 13. Febr. Zu dem Abgang des
Miniſterpräſidenten ſchreibt die Nowoje Wremja:
Für Rußland iſt der Wechſel der leitenden Perſonen ohne
Bedeutung. Wichtig iſt der Wechſel des Kurſes, der jetzt
anbricht in dem Zeitalter grundlegender Umbildungen.
Rjetſch ſchreibt: Wenn Kokowzow auch einen guten Nach=
ruf
hat, ſeinen Abgang beklagt niemand. Die Verände=
rung
wird begrüßt, weil ſie einen Schritt bedeutet, ſtatt
des Tretens auf einer Stelle. Unter Goremykin wird die
Auflöſung der ſtaatlichen Gewalt noch ſchneller vorwärts=
ſchreiten
. Die Birſchewija Wjedomoſti meint: Kokow=
zow
hat den Rückſchrittlern nicht genügt, da er keine
rechtsnationaliſtiſche Politik der Tat führte. Die Erbſchaft=
Goremykins iſt noch unbeſtimmter als die, die Kokowzoſ
übernahm.
* Neu=York, 13. Febr. Nach einem Telegramm
aus Mexiko haben die Aufſtändiſchen bei Los=
Canoas in der Nähe Cardenas einen Perſonenzug in dies
Luft geſprengt. 50 Bundestruppen und eine Anzahl Reiss
ſender wurden getötet. Im Falle eines entſcheidendens
Sieges der Aufſtändiſchen bei Torreon werden in den=
Hauptſtadt Unruhen befürchtet. Die euroväiſchen Kolonien=

[ ][  ][ ]

Nummer 45.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Seite 7.

haben Verteidigungsmaßnahmen eingeleitet. Flinten und
Maſchinengewehre wurden auf die engliſche Geſandtſchaft
geſchafft.
* Waſhington, 13. Febr. Staatsſekretär Bryan und
der ſchweizeriſche Geſandte Dr. Ritter haben einen Ver=
trag
unterzeichnet, durch welchen die Vereinigten Staaten
und die Schweiz ſich für ein Jahr verpflichten, alle
Streitigkeiten, die auf diplomatiſchem Wege nicht
geregelt werden können einem Schiedsgericht zu
tunterbreiten.
Berlin, 13. Febr. Die im Inſtitut für mediziniſche
Diagnoſtik entwendeten, mit Tuberkel=Bazillen geimpf=
ten
Meerſchweinchen und Kaninchen ſind heute
rnachmittag im Hofe des Hauſes Madaiſtraße 14 gefunden
rworden. Die Tiere waren alle tot und in einen Sack ein=
egeſchnürt
. Die Spur der Einbrecher konnte noch nicht er=
mmittelt
werden.
Preußiſch=ſüddeutſche Klaſſenlotterie.
* Berlin, 13. Febr. In der heutigen Vormittags=
Ziehung der Preußiſch=ſüdd. Klaſſenlotterie
Fielen 3000 Mark auf die Nr. 183383. In der Nachmittags=
Ziehung fielen 3000 Mack auf die Nr. 79096. (Ohne Ge=
rwähr
.)
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Kronprinzeſſin Cecilie 10. Febr. 1 Uhr nachm. von
Bremerhaven abgegangen Derfflinger 10. Febr. 6 Uhr
vorm. von Schanghai abgegangen. Seydlitz 10. Febr.
11 Uhr vorm. in Colombo angekommen. Zieten
9. Febr. 10 Uhr vorm. in Sydney angekommen. Pfalz
9. Febr. 8 Uhr vorm, in Fremantle angekommen.
Sierra Ventana 9. Febr. von Vigo abgegangen.
Gotha 10. Febr. in Rotterdam angekommen. Coblenz
10. Febr. 2 Uhr nachm. von Brisbane abgegangen.

Familiennachrichten.

Statt beſonderer Mitteilung.

Gott dem Allmächtigen hat es
gefallen, heute mittag 12½ Uhr
meinen innigſtgeliebten Mann, unſern
unvergeßlichen Onkel

im Alter von 64 Jahren plötzlich,
infolge Herzſchlag, zu ſich zu nehmen.
In tiefſter Trauer:
Catharina Rodberg.
Darmſtadt, 13. Februar 1914.
Die Beerdigung findet Sonntag, 15. Februar,
nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhauſe, Frank=
furterſtraße
36, aus ſtatt. Die Seelenmeſſe
Montag, 16. Februar, vormittags 7 Uhr, in
(*3939
der Eliſabethenkirche.

Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Heute nachmittag 5 Uhr verſchied ruhig
nach kurzer Krankheit unſer lieber Bruder,
Onkel und Schwager
(4349

im 58. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Grünewald,
Wilh. Haas.
Roßdorf, Darmſtadt, 12. Februar 1914.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. Febr.,
nachmittags ½4 Uhr, vom Sterbehauſe Hinter=
gaſſe
aus, ſtatt.

Statt jeder beſonderen Anzeige.
Heute abend 8½ Uhr entſchlief ſanft nach
kurzem Leiden unſere liebe Mutter, Großmutter,
Urgroßmutter und Tante
(4427
Frau
Dorothe Friedrich Wwe.
geb. Jakobi
im 88. Lebensjahre.
Um ſtille Teilnahme bitten
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Julie Friedrich,
Sophie Kottler Wwe., geb. Friedrich.
Darmſtadt, den 12. Februar 1914.
Adolf=Spießſtr. 23.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. Febr.,
nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehauſe aus ſtatt.

Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Am 11. ds. Mts. entſchlief nach langem
ſchweren Leiden mein Mann
Jarr Felet
früherer Schauſpieler und Theaterdirektor.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Julie Tiefel-Herzlinger.
Jugenheim a. d. B., Cöln, München, Düſſel=
dorf
, den 13. Februar 1914.
Die Einäſcherung findet in aller Stille in
Offenbach ſtatt.
(4422

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe inniger
Teilnahme bei dem Hinſcheiden unſerer
teuren Entſchlafenen, ſowie für die zahl=
reichen
Blumenſpenden, ſagen wir auf
dieſem Wege unſeren herzlichſten Dank.
Darmſtadt, 13. Febr. 1914.
In tiefer Trauer:
E. Heusslein
Professor.
(4424

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Unter dem Einfluß von Randwirbeln der nördlichen
Depreſſion hatten wir geſtern bei wechſelnder Bewölkung
meiſt trübes, etwas regneriſches Wetter. Die Wetterlage
hat ſich ſeit geſtern wenig verändert, ſo daß wir morgen
mit Fortdauer der beſtehenden Witterung zu rechnen
haben werden.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 14. Febr.:
Keine weſentliche Aenderung der beſtehenden Witterung,
meiſt trüb, Regenfälle, mild, weſtliche Winde.

Tageskalender.
Samstag, 14. Februar.

Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende gegen
11 Uhr (Volksvorſtellung): Wilhelm Tell.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Maskenbälle: Bürgerverein Darmſtadt und Fecht=
klub
um 8¾ Uhr im Kaiſerſaal Geſangverein Sän=
gerluſt
um 8.11 Uhr im Mathildenhöhſaal Geſang=
verein
Frohſinn um 8.11 Uhr im Schützenhof Ge=
ſangverein
Olympia um 8½ Uhr auf Hugenſchütz Fel=
ſenkeller
. Stammtiſchgeſellſchaft Die Ungewiſſen um
8.11 Uhr im Konkordiaſaal
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr, Ludwigshöhe um
4 Uhr. Café Metropole um 8 Uhr. Bürgerkeller um
8 Uhr. Perkeo um 8 Uhr.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts=
leben
: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen nachträg=
liche
werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Nummer 45.

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durch das Portal vom Kapellplatz aus)
Mittwoch, den 18. und Donnerstag, den 19.
dieſes Monats
vormittags von 101 Uhr, entgegengenommen. Geburts= und Impf=
ſchein
ſind dabei vorzulegen.
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Großh. Direktion des Realgymnaſiums.
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Das Hommerſemeſter

beginnt Dienstag, den 21. April ds. Js.,
die Rochſchule15
Mittwoch, den 1. April.
Auskunft wird Freitags, nachmittags von 35 Uhr, im Vor=
ſtandszimmer
der Alice=Schule, Friedrichſtraße 4, erteilt. (4304
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der obligatorischen Fortbildungsschule.
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findet im
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die ordentliche Mitgliederverſammlung ſtatt,
Tagesordnung.
1. Erſtattung des Geſchäftsberichts für das Jahr 1913
2. Beſprechung der in Ausſicht ſtehenden weiteren Tätiglelt
Die Mitglieder des Hanſa=Bundes ſind freundlichſt eingeladen
Die Bezirksgruppe Darmſtadt des Hanſa=Bundes=
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Die ordentliche Hauptversammlung
findet am
Montag, den 16. Febr. 1914, abends 8½ Uhr,
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Seite 10

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Nummer 45.

Schnaken=Vertilgung.

Die Stadtverordneten=Verſammlung hat in ihrer Sitzung am
29. Januar 1914 beſchloſſen, zur Bekämpfung der Schnakenplage die
Keller in den Gebäuden des Stadtbezirks, ſoweit nötig, auf Koſten
der Stadt mit Inſektizid beſpritzen zu laſſen. Dabei ſollen nicht die
geſamten Kellerwände beſpritzt werden, ſondern nur die Stellen, an
denen überwinternde Schnaken feſtzuſtellen ſind.
Mit dieſer Arbeit wird in den nächſten Tagen begonnen. Es
empfiehlt ſich, Gefäße, in denen Nahrungsmittel aufbewahrt werden,
ſowie die offen lagernden Lebens= und Genußmittel in den Kellern
mit Tüchern, Säcken, Holzdeckeln oder ſonſtigen geeigneten Gegen=
ſtänden
vor Beginn der Arbeiten vorſorglich zu bedecken.
Die geſamte Leitung der Winterbekämpfung iſt dem Stadtbau=
amt
übertragen. Zur Ausführung der Arbeit werden nur zuver=
läſſige
, ältere Leute verwendet. Die Arbeiter werden mit Ausweis=
ſcheinen
verſehen, die vor Beginn der Arbeiten vorzuzeigen ſind.
Unter Hinweis auf die nachſtehend abgedruckte Polizeiverordnung er=
ſuche
ich die Grundſtückseigentümer und die Mieter von Kellern, ihre
Keller den mit der Schnakenvertilgung beauftragten Perſonen zu=
gänglich
zu machen.
Darmſtadt, den 9. Februar 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.

Polizeiverordnung.

Auf Grund des Artikel 64 der Kreis= und Provinzialordnung
vom 8. Juli 1911 wird nach Zuſtimmung des Kreisausſchuſſes mit
Genehmigung des Großh. Miniſteriums des Innern vom 29. Januar
1913 zu Nr. M. d. J. II. 464 für den Kreis Darmſtadt verordnet,
was folgt:
§ 1.
Wenn die Gemeindeverwaltungen die Bekämpfung der Schnaken=
plage
beſchließen und vornehmen, ſind die Grundſtückseigentümer
oder, falls die Grundſtücke vermietet oder verpachtet ſind, die Mieter
oder Pächter, ſoweit ſie nicht nachſtehend zu einer unmittelbaren
Mitwirkung hierbei berufen ſind, zur Duldung der gemeindepolizei=
lichen
Maßnahmen verpflichtet.
§ 2.
Jeder Verpflichtete hat auf Aufforderung der Ortspolizei=
behörde
in ſeinen Kellern mindeſtens einmal in der dazu geeigneten,
von der Ortspolizeibehörde bezeichneten Zeit und zwar bei Froſt=
wetter
, die überwinterten Schnaken durch Ausbrennen oder, wo dies
nicht angängig iſt, durch Ausräuchern zu vernichten.
§ 3.
Jeder Verpflichtete hat auf Aufforderung der Ortspolizeibehörde
in den von ihr bezeichneten Orts= und Gemarkungsteilen in den
Monaten April bis September einſchliezlich mindeſtens einmal
monatlich die auf ſeinem Grundſtück befindlichen Jauchen= und Abort=
gruben
mit einem zur Vernichtung der Schnakenbrut geeigneten
Mittel (Saprol, Petroleum oder dgl.) zu übergießen.
§ 4.
Falls die Verpflichteten ungeachtet der Aufforderung der Orts=
polizeibehörden
die ihnen nach den §§ 2 und 3 obliegenden Maß=
nahmen
nicht ausführen, ſo ſind die Ortspolizeibehörden berechtigt,
das Erforderliche auf Koſten der Säumigen zu veranlaſſen.
§ 5.
Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften der §§ 2 und 3
können nach geeigneter Verwarnung auf Grund des Artikel 64 der
Kreis= und Provinzialordnung vom 8. Juli 1911 mit Geldſtrafe bis
zu 30 Mark beſtraft werden.
§ 6.
Dieſe Verordnung tritt mit dem Tag ihrer Verkündigung in Kraft.
Mit dem gleichen Tage iſt die Polizeiverordnung, betr. die
Bekämpfung der Schnakenplage, vom 11. März 1911 aufgehoben.
Darmſtadt, den 6. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart. (4367sgo

Lieferung von Schlachtſcheinen.

Die Lieferung des Bedarfs an Schlachtſcheinen für den ſtädti=
ſchen
Schlachthof für das Verwaltungsjahr 1914 ſoll vergeben werden.
Die Lieferungsbedingungen liegen im Stadthaus, Zimmer 52, zur
Einſicht offen. Eine Verſendung dieſer Bedingungen findet nicht ſtatt.
Angebote ſind unter Beifügung von Papiermuſtern bis längſtens
Montag, den 23. Februar ds. Js., einzureichen. (4395sg
Darmſtadt, den 12. Februar 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Mueller.

Vergebung von Kabelverlegungs=Arbeiten.

Auf der Strecke Griesheimer Landſtraße bis Griesheim ( weſt=
licher
Ortsteil) ſollen Starkſtromkabel verlegt werden.
Angebote hierauf ſind bis zum 1. März d. J. nach hier einzu=
reichen
. Bedingungen über die Verlegung und Ausführung ſind auf
unſerem Büro, Luiſenſtraße 22, erhältlich.
(4299fs
Heſſiſche Eiſenbahn=Akt.=Geſ. Darmſtadt.

Vergebung von Bauarbeiten.

Die nachſtehenden Arbeiten für den inneren Ausbau des Hof=
diener
=Wohnhauſes in der Pankratiusſtraße zu Darmſtadt werden
unter Hinweis auf den Miniſterialerlaß vom 16. Juni 1893 und
deſſen Nachtrag vom 24. Februar 1911 zum Wettbewerb ausgeſchrieben:
Glaſerarbeiten (78 qm Fenſter, 12 qm Verglaſung), Weißbinder=
arbeiten
(452 qm Deckenputz, 1200 qm Wandputz, 824 qm Kalk= und
Leimfarbenanſtrich, 756 qm Oelfarbenanſtrich, 363 qm Fußboden=
anſtrich
, 293 qm äußerer Wandputz), Schreinerarbeiten (356 qm Fuß=
böden
aus ſchwediſchen Riemen, 87 qm Fußböden aus Pitſchpine=
Riemen, 40 Türen, 17 qm Glasabſchlüſſe, 23 qm Fenſterbrüſtungen,
328 Ifdm Fußſockel, 22 lkdm Treppengeländer), Schloſſerarbeiten
(Anſchlagen von 51 Türen und 4 Glasabſchlüſſen, 80 kg Lichtſchacht=
abdeckungen
.
Die Verdingungsunterlagen liegen vom 16. d. Mts. ab während
der Dienſtſtunden auf unſerem Amte, Zimmer Nr. 6, zur Einſicht=
nahme
offen; die Angebotsformulare werden, ſolange der Vorrat
reicht, gegen Erſtattung der Selbſtkoſten daſelbſt abgegeben.
Die Angebote ſind verſchloſſen, portofrei und mit deutlicher
Aufſchrift verſehen bis Donnerstag, den 26. d. Mts., vormittags
10 Uhr, an uns einzureichen, worauf deren Eröffnung im Beiſein
der erſchienenen Bewerber erfolgt. Zuſchlagsfriſt 3 Wochen.
Darmſtadt, den 11. Februar 1914.
Großherzogliches Hochbauamt Darmſtadt.
Diehl.
(P4348

Die Lieferung
von Betriebs= und Werkſtätten=Materialien pro 1914/15
für unſere Bahnen ſoll auf dem Submiſſionswege vergeben werden.
Angebote mit der Aufſchrift
Submiſſion auf Betriebs= und Werkſtätten=
Materialien
ſind bis ſpäteſtens am 2. März er., vormittags 10 Uhr, an unſer
Maſchinen=Techniſches Bureau hier einzureichen, bei welchem auch die
Lieferungsbedingungen eingeſehen reſp. gegen portofreie Einſendung
von 80 Pfg. bezogen werden können.
(4188ds
Darmſtadt, im Februar 1914.
Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft.

A
MTeambardisene Stadtsaien0
rückzahlbar im Jahre 1955 und bis dahin unkündbar.
Die unterzeichneten Banken sind offizielle Zeichnungsstellen für die
am 18. ds. Mts. zum Kurse von
96½%
stattfindende Subscription auf nominal M. 85,000,000. obiger Staatsanleihe,
Die Anleihe ist eingeteilt in Stücke zu Mark 10,000, Mark 5000,
Mark 2000, Mark 1000 und Mark 500. Die Zinsen laufen ab 1. April.
Die näheren Bedingungen stehen bei uns zur Verfügung.
Darmstadt, den 13. Februar 1914.
Bank für Handel und Industrie
Wilhelminenstrasse 14.
Landgraf Philipps-Anlage 6.
Deutsche Bank Zweigstelle Darmstadt
Luisenplatz 6.
Deutsche Vereinsbank Filiale Darmstadt

Mennhoh=Berſteigerung Nr. 3.

(Stadtwald.)
Dienstag, den 17. Februar I. Js., vorm. 9 Uhr,
ſollen in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus den Diſtrikten
Franzoſenberg, Abt. 12, 14, 15 und 16, Ständige Weide, Abt. 19, und
aus verſchiedenen Abteilungen der Forſtwartei Beſſunger Laubwald
(Förſter Lehr) verſteigert werden:
Scheiter: 60 rm Buchen, 45 rm Eichen, 53 rm Kiefern;
Knüppel: 655 rm Buchen, 116 rm Eichen, 70 rm Kiefern:
Reiſigknüppel: 28 rm Buchen, 16 rm Eichen, 7 rm Kiefern;
Reiſig=Wellen: 41,5 Hdt. Buchen;
Stöcke (fein): 14 rm Eichen;
Stöcke (grob): 30 rm Buchen, 2 rm Eichen, 20 rm Fichten.
Das Holz trägt die laufenden Nummern 318897 und iſt
ſämtlich gut abzufahren.
Unterſtrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot.
(4044ms
Darmſtadt, den 9. Februar 1914.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.

Stammholz-Verſteigerung.

Montag, den 16. Februar ds. Js., werden im Eberſtädter
Gemeindewald, Diſtrikt Klingsackertanne
337 Stück Kiefern=Stämme
von 315 m Länge und 2541 cm Durchmeſſer
öffentlich, meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert.
Die Zuſammenkunft der Steigerer findet vormittags 9½ Uhr
auf der Neuen Darmſtädterſtraße, Halteſtelle Schirmſchneiſe der
Dampfſtraßenbahn ſtatt.
Nähere Auskunft erteilt Forſtwart Kirſchner, Müllerſtr. 11,
in Eberſtadt.
Eberſtadt, den 3. Februar 1914.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.
(3983is

Mämkme= und Mennhoh=Berſteigerung.

Montag, den 16. und Dienstag, den 17. Februar,
ormittags 9 Uhr anfangend, werden im Ober=Ramſtädter Ge=
meindewald
, Diſtrikt Günkelbach, nachbenannte Holzſortimente an
Ort und Stelle verſteigert:
16 Kiefern=Stämme v. 2738 cm mittl. Durchm., 59 m Länge
820
2035
54 Lärchen=
1741
128 Fichten=
1022
Scheiter, rm: 2 Buchen, 2 Eichen, 86 Kiefern, 4 Fichten;
Knüppel, rm: 4 Buchen, 4 Eichen, 48 Kiefern, 8 Lärchen, 35 Fichten;
Reiſig: 1590 Stück Lärchen= und Fichten=Wellen;
Stöcke, rm: 22 Kiefern, 3 Lärchen, 36 Fichten.
Die Stämme (meiſtens Schnittholz) werden am erſten, das
Brennholz am zweiten Tag verſteigert.
Zuſammenkunft an beiden Tagen am Diſtrikt Günkelbach auf
dem alten Nieder=Modauerweg.
Ober=Ramſtadt, den 9. Februar 1914.
(4158dsg
Großh. Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Rückert.

Berſteigerdng von Aatten.

Montag, 2. März ds. Js., nachmittags 2 Uhr,
werden auf hieſigem Rathaus zwei der Spar= und Darlehnskaſſe
Griesheim, e. G. m. u. H., verpfändete Aktien des Gas= und Elektri=
zitätswerks
Eberſtadt (Nr. 113 und 114) im Nominalwert von je
1000 Mk. nebſt Dividendenſcheinen öffentlich verſteigert. (4335
Griesheim, am 12. Februar 1914.
Großherzogliches Ortsgericht Griesheim.
Kunz.

Karlstr. 25, Tel. 1782
H. Lohr,
Flaschenbier-Depöt Brauereifüllung empfiehlt
Groß-Gerauer Union-Bräu, Hildebrand Pilsener und Kaiserbräu,
Fay- und Kaiserbier, Kulmbacher, Köstritzer, Fürstenberg- und
Spatenbräu, Ia Speierling, Export- und Gesundheits-Apfelwein,
sowie sämtliche Mineral- und Tatelwasser. (7991
Vertreter des Namedysprudel. Prompte Bedienung zugesichert.

Einspänner-Fuhren
werden angenommen. (*3443ms
Schydlowski, Schulzengaſſe 3.

Gut
brennende Mußkohlen
liefert 1.50 Mk. pr. Ztr. fr. Keller
Fr. Schydlowski, Schulzengasse 3. (*8444

Belannmagung.,

In unſerem Handelsregiſten
wurde heute die Firma Au
Dörner in Nieder=Ramſtadt
(4404
löſcht.
Darmſtadt, 10. Februar 1914a
Großherzogliches AmtsgerichtI

Danarienweibchen (St. S.) M
N. Zucht zu verk. St. 1 Mk.
*3862) Brunner, Kiesſtr. 270f
Danarienhähng 9 zu veriſt
Bismarckſtr. 28, I., Truffel (1685a

Eingemachte
Frachfe!
Pflaumen, ¼ Fr. m. St.
2 Pfd. 55 , 1 Pfd. 35
Pflaumen, ½ Frucht
2 Pfd. 75 und 80
Pflaumen, ſüß=ſauer
2 Pfd. 60
Mirabellen
II
4 Pfd. 2 Pfd. 2 Pfd. 1 Pfd.
155 78 76 45
Mirabellen ohne Stein
2 Pfd. 120
Birnen ½ Frucht geſchält
2 Pfd. 1 Pfd. 2 1 4 Pfd.
120 70 80 45 150
Erdbeeren, naturell
II
2 Pfd. 1 Pfd. 2 Pfd.
140
150 80
Kirſchen rot mit Stein
II
2 Pfd. 1 Pfd. 2 Pfd. 1 Pfd.
110 60 90 50
Weichſelkirſchen oh. St.
2 Pfd. 150 1 Pfd. 80
Kaiſerkirſchen rot oh. St.
2 Pfd. 140 1 Pfd. 75
Dunſtkirſchen für Kuchen
4 Pfd. 240
Reineelauden
2 Pfd. 130 1 Pfd. 70
Pfirſiche ½ Frucht geſch.
2 Pfd. 180 1 Pfd. 100
Aprikoſen ¼ Fr. ungeſch.
2 Pfd. 125
Aprikoſen ½ Fr. ungeſch.
2 Pfd. 160 1 Pfd. 85
Aprikoſen frz. ½ Fr. geſch.
2 Pfd. 240 1 Pfd. 125
Ananas
Doſe 250, 180, 125, 65
Stachelbeeren
2 Pfd. 120
Gemiſchte Früchte
(I. Sortierung)
2 Pfd. 140 1 Pfd. 75
Preiſelbeeren
2 Pfd. 100 1 Pfd. 55
Apfelpourée tafelfertig
2 Pfd. 80 1 Pfd. 45

Kolonialwarenhaus
Ecke Bleich-u. Casinostr.
Telefon 104. (4426

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Nümmer 45

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Seite 11.

Große Posten Reisenluster In Damen-Wüsche

Ich hatte Gelegenheit, von einem der ersten Fabrikanten eine Reise-Kollektion
feiner Leibwäsche zu enorm billigen Preisen zu erwerben. Darunter befinden
sich Taghemden, Beinkleider, Nachthemden, Nachtjacken, Garnituren, Untertaillen,
Prinzess-Unterröcke, Stickereiröcke etc. etc., sowohl in solider, eleganter, wie auch
in feiner Ausführung

alles

2o

unter Preis!

Große Posten Corsets

aus guten Stoffen,
in modernen Formen,
teils mit Strumpfhalter

225
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95
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WBlusen-Schürzen besetzt:
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aus guten Siamosen, mit Volants
Haus-Schürzen und Tasche

mit Träger, weiß und farbig, aus
Zier-Schürzen neuesten Stofen . . . ..
mit Träger, aus guten Stoffen,
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Bervier-Schürzen mit Stickerei-Einsatz

in hell- und dunkelgestreift Siamosen, Einheitspreis Stück
Blusen-Schürzen mit farbigen Blenden

aus guten Siamosen, volle
Reform-Kittelschürzen weiten

mit Träger, weiß und farbig, reizende
Zier-Schürzen Macharten
aus Ia Siamosen, mit Volants und
Haus-Schürzen Tasche

aus guten Stoffen, mit Stickerei- Einheitspreis Stück
Servier-Schürzen Einsatz und Spitze garniert . .
extra weit, aus la Stoffen, mit bun-
Blusen-Schürzen ten Borden garniert
aus uni Siamosen, m. gestreift.
UReform-Kittelschürzen Borde versiert. .
aus getupftem Mull, reizend ver-
Weiße Zierschürzen arbeitet, Blusenform

uni Siamosen, mit Blenden reich Einheitspreis Stück
Reform-Kittelschürzer
garniert, extra weit:
hell- und dunkelgetreifte Siamosen,
Blusen-Schürzen besonders reich garniert
,,
mit Träger, Blusen- u. Prinzeßform,
Servier-Schürzen hübsche Verarbeitungen
mit Träger, aus Ia Satin, in herr-
Farb. Zierschürzen lichen Austührungen

Für Karneval.

Schaufenster-Auslage.

in bunten Farben
Meter

Clown-Stoffe
Dirndl-Stoffe, reizende Blumenmuster,
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hell und dunkel . . . . . . . Meter
Atlas
schöne Qualität, in vielen Farben, Meter 75
Stoffe für Geisha-Kostüme
hübsche japanische Muster . . . Meter 62
Samt
Meter 65
in hübschen Farben
Tarlatan
Satin, glanzreiche Qualität, in vielen
in grossen Farben-Sortimenten . Meter 17
Mete 58
Farben . . . . . .
Gelegenheitskauf!
doppelbreit, für Ueberkleider, in verschiedenen
Ein Posten Tarlatan rarben
Meter 8

arven
mit und ohne Behang

.. 2.1510
(wpfbedeckungen
Mc.35
aller Art
.7.
tüischen
mit Ponpons und Schellen . . . 90, 65,58

lerren-Kravatten
ganz neue, sehr originelle Sachen 1.10, 95,75

eersteck-Blumen i. verschiedenen
.Arten und diversen Farben . . 18, 25, 10

Clown-Anzüge
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Münchener Kindl
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Seppll-Anzug
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echte Tiroler Tracht.

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sowie gemusterten Stoffen . 3.75, 325, 2.75
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glatt, in hellen Ballfarben
Damenstrümpfe

Paar

durchbrochen, in hellen Ballfarben Paar

30
90

Damenhandschuhe weiss, 12 Knor
lang, durchbrochen, mit Finger . . Paar 75
Damenhandschuhe weiss, 12 Knopf
lang, in glat, sowie gemustert . Paar 1.25
Sämtliche Besatz-Artikel
wie: Lahnband, Ponpons, Fransen, Tressen in
Gold und Silber imit., Schellen, Quasten, Ohrringe,
Haarschmuck, Perl-Ketten, Atias-Band in allen
Karneval-Farben, Fächer in allen Preislagen.
(4374

Garhaus

Darmstauf
T Scheider Lndwigstrasse, Ecke Kirchstrasse.

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Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Nummer 45

Altere Leute bleiben rüſtig
wenn ſie die nötige Sorgfalt
auf Erhaltung ihrer Körperkräfte
verwenden und zum Beiſpiel
täglich morgens und abends das
altbewährte Kräftigungsmittel
Raſſeler hafer=Rakao
trinken. (Nur echt in blauen
Kartons für 1 M., niemals loſe!)

Sport, Spiel und Turnen.

* Fußball. Morgen, Sonntag, treffen ſich auf dem
Sportplatze des F.=V. Olympia Arheilgen, an der Main=
Neckarbahn, der Fußballklub Wormatia Worms und F.=
V. Olympia Arheilgen im Entſcheidungsſpiel um die
Gaumeiſterſchaft des Mittelrheingaues der
Klaſſe B, I.
* Der Velociped=Klub Darmſtadt, deſſen rühriger
Sportbetrieb weiteſten Kreiſen bekannt iſt, ſah ſich zum
drittenmal zur Anſchaffung von 8 Nickel=Saalmaſchinen ge=
zwungen
. Der Saalſport, einer der vornehmſten Sport=
zweige
, hat beim Velociped=Klub die eifrigſte Pflege;
auch die dem Junddeutſchlandbunde angegliederte Ju=
gendabteilung
huldigt eifrigſt dem Reigenfahren, Radball=
und Poloſpiele; naturgemäß gehört zur regen Ausführung
dieſer Sportzweige erſtklaſſiges Maſchinenmaterial. Die
neuen Saalmaſchinen, die auch beſonders für den ſchwieri=
gen
Kunſtreigen gebaut ſind, ſind von der bekannten Firma
Göricke durch die Firma Benz u. Co., Grafenſtraße, ge=
liefert
und in den nächſten Tagen im Schaufenſter dieſer
Firma ausgeſtellt. Die ſchmucken, blitzenden Räder machen
einen eleganten, gefälligen Eindruck und werden hoffent=
lich
recht oft die Mannſchaften des Velociped=Klubs zum
Siege führen.

Handel und Verkehr.

* 47 Hamburgiſche Staatsanleihe. Wie
aus dem Inſeratenteil erſichtlich, findet am Mittwoch, den
18. ds. Mts., die öffentliche Zeichnung auf nominal 85
Millionen Mark 4% Hamburgiſche Staatsanleihe zum
Kurſe von 96¼ 7 am hieſigen Platze bei der Bank für
Handel und Induſtrie, der Deutſchen Bank und der Deut=
ſchen
Vereinsbank ſtatt. Die Schuldverſchreibungen ſind
ſeitens des Hamburgiſchen Staates und ſeitens
der Gläubiger unkündbar und werden am 1. April
1955 zum Nennwert zurückgezahlt. Eine allmähliche Til=
gung
der Anleihe durch Ausloſung findet nicht ſtatt. Die
Anleihe wird an den Börſen zu Hamburg, Berlin und
Frankfurt a. M. eingeführt werden. Wie wir hören,
nehmen auch die anderen hieſigen Bankgeſchäfte Zeichnun=
gen
auf die Anleihe zu Originalbedingungen entgegen.
H. Frankfurt a. M., 13. Febr. ( Börſen=
wochenbericht
.) Die abgelaufene Berichtswoche zeigte
nicht mehr das ſeitherige Leben, vielmehr beſchränkte ſich
die Spekulation auf vereinzelte Käufe in zukunftsreichen
Unternehmungen, wovon in erſter Linie Schantung bevor=
zugt
waren; es wurde neuerdings auf die geplante Er=
richtung
eines Hüttenwerkes verwieſen, wobei eine Er=
höhung
des Aktienkapitals verknüpft iſt, und auf die gün=
ſtige
Entwickelung des Kohlenbetriebs bei dem der Ge=
ſellſchaft
angegliederten Unternehmen. Ferner erörterte
man die Chancen, die in der Erbauung der beiden An=
ſchlußbahnen
zu erblicken ſeien, und ſchließlich den Vorteil,
den die chineſiſche Valutareform für die Geſellſchaft, die
ſeither ſtets über die ſchwankenden Währungsverhältniſſe
geklagt hatte, bringen dürfte. Sodann entwickelte ſich in
den beiden Schiffahrtswerten (Hamburger Paketfahrt und
Norddeutſcher Lloyd) ein recht lebhafter Verkehr zu ſtei=
genden
Kurſen, nachdem bekannt wurde, daß eine Inter=
eſſengemeinſchaft
beabſichtigt ſei; auch ſei der Lloyd in der
Lage, 8 Prozent Dividende verteilen zu können, zumal der
Poolzwiſt beigelegt iſt. Am Geldmarkt hält die Flüſſig=
keit
an, ſo daß der Privatſatz in Berlin bereits auf 2½
Prozent zurückgehen konnte. Seit einigen Tagen macht

ſich jedoch ein Angebot unſerer Anleihen bemerkbar, das
einerſeits mit der Abnahme der neuen preußiſchen Schatz=
anweiſungen
, dann aber auch mit Realiſierungen ſeitens
der Spekulation zuſammenhängt, welche die erſte große
Aufwärtsbewegung mitgemacht hatte. Es zeigt ſich jetzt,
daß doch recht anſehnliche Beträge älterer An=
leihen
verkauft werden, um die neuen amortiſablen
Schatzanweiſungen zu kaufen. Daß ſich trotzdem der
Blockbeſtand der noch im Beſitze des Konſortiums befind=
lichen
Anleihen in den letzten Tagen nicht weſentlich wie=
der
vermehrt hat, liegt daran daß das Publikum weiter
im Markte iſt und den größten Teil des flottanten Ma=
terials
aufnimmt. Obgleich man ſich die größte Mühe
gegeben hat, bei der Zuteilung der Schatzanweiſungen die
ſogenannten Konzertzeichner auszuſchließen, ſind
ſolche natürlich doch immer wieder mit untergelaufen, die
nun, wo es ſich bald um die Abnahme handelt, ihre Stücke
zum Verkauf bringen. Es iſt ſogar von einigen Seiten
der Verſuch gemacht worden, Zuteilungsbriefe mit Sperr=
verpflichtung
an den Markt zu geben, und es dürften
ſolche auch wohl gehandelt worden ſein. Es wäre nun
ſehr angebracht, gerade derartige Verkäufer feſtzuſtellen,
damit ſie bei zukünftigen Zuteilungen entſprechend be=
handelt
werden können.
Die neuen Schatzanweiſungen ſollen am 17.
Februar zum erſten Male zur Notiz gelangen. Was
die Subſkription auf die Schutzgebietsanleihe be=
trifft
, ſo iſt es immerhin bcachtenswert, daß auch dieſe
wieder einen vollen Erfolg hatte. Von den Sperrſtücken
dürfte der größte Teil zugeteilt werden, während auf Zeich=
nungen
ohne Sperre kaum mehr als 5 bis 6 Prozent ent=
fallen
werden. Mit einer gewiſſen Spannung ſieht man
der am 18. Februar ſtattfindenden Emiſſion von 85 Mil=
lionen
Mark vierprozentiger Hamburger Staatsanleihe
entgegen, deren Preis auf 95¼ Prozent feſtgeſetzt wurde,
denen man ebenfalls einen recht günſtigen Erfolg ver=
ſpricht
, nachdem die preußiſchen Schatzanweiſungen unter=
gebracht
ſind und der Geldmarkt ſich wieder etwas mehr
konſolidiert haben wird. Zu den Einzelheiten des Ver=
kehrs
übergehend, haben die 4prozentigen deutſchen Gat=
tungen
nur Bruchteile eingebüßt, hingegen 3prozentige
Reichs= und preußiſche Konſols faſt ¾ Prozent.
Von den ausländiſchen Staatsfonds waren die un=
gariſchen
ſchwächer, auf die Ausgabe einer neuen Renten=
emiſſion
mit 4½prozentigem Typus, in Höhe von 500 Mil=
lionen
Kronen, die zu etwa 90¾ herauskommen dürften.
Es wurden deshalb die älteren Gattungen, welche nicht
die ähnlichen Zinschancen bieten, vielfach abgegeben, um
dafür gegen die neuen einzutauſchen. Bulgaren ſowie die
5prozentigen Chineſen (Tientſin=Pukow) haben etwa ein
Prozent profitiert, während ruſſiſche im Preiſe nachgaben,
da die in Paris demnächſt ſtatthabende große ruſſiſche ſo=
genannte
Eiſenbahn=Anleihe doch einigermaßen drückte.
Mexikaner blieben behauptet und es beruhigte einiger=
maßen
, daß die Zinseinlöſung der am 1. Januar fälligen
Koupons auf Tamaulipas doch nachträglich erfolgt.
Am Bahnenmarkt waren Oeſterreicher Staatsbahn
und Südbahn niedriger, Orientbahnen notierten 199 G.
Auf Bankaktien ſtimulierte die enttäuſchende Dividende=
Erklärung der Deutſchen Nationalbank, welche 6 Prozent
gegen 7 Prozent im Vorjahre, deklarierte; doch ſind nur
Berliner Handelsgeſellſchaft weſentlich niedriger, während
hingegen Darmſtädter Bank mehr beachtet waren und
höher ſchließen. Die Deutſche Vereinsbank iſt in der Lage,
wieder 6 Prozent, wie ſeit 14 Jahren, zu verteilen. Das
Montangebiet zeigte uneinheitliche Stimmung; während
Bochumer, Gelſenkirchener und Harpener recht animiert
und höher verkehrten, letztere beſonders auf ein günſtiges
Jahresergebnis, waren Luxemburger, Phönix und Laura=
hütte
ſchließlich matter. Oberſchleſiſche Eiſen=Induſtrie
(Caro) gingen auf 72½ zurück. Großes Geſchäft fand in
Chemiſchen Aktien ſtatt, wovon Badiſche Anilin am ſtärk=
ſten
ſchwankten, zwiſchen 620650627632. Die ſtarke
Aufwärtsbewegung regte die Phantaſie der Spekulation
an, doch teilt die Verwaltung bezüglich der Bilanz mit,
daß ſolche noch nicht fertiggeſtellt und die Verwaltung
ſich daher mit den Fragen der Gewinnverteilung und
eines etwaigen Kapitalbedarfes bisher nicht befaßte. In
Börſenkreiſen hält man zuverſichtlich daran ſeſt, daß im
Anilinkonzern beſondere Transaktionen bevorſtehen. Höch=
ſter
Farbwerke lagen ebenfalls recht feſt, wogegen Gries=
heim
, Holzverkohlung und Scheideanſtalt etwas einbüß=
ten
. Adlerwerke Kleyer unterlagen gleichfalls
ſtärkeren Variationen, um indes höher zu ſchließen. Eine
Berliner Zeitungsmeldung beſagte, daß infolge der un=
günſtigen
Wirtſchaftslage der Abſatz gegenüber dem Vor=

jahre zurückgegangen ſei. Infolge Ueberfüllung der
Lager bei einzelnen Automobilgeſellſchaften ſeien außer=
dem
die Preiſe ſtark herabgedrückt. Es mache ſich das ins=
beſondere
beim Detailverkauf bemerkbar. Es zeige ſich,
daß die Produktion in der Branche dem Bedarf ſtark vor=
ausgeeilt
ſei. Eine Mitteilung der Verwal=
tung
ſagt darauf, daß die Lage für viele kleine Fabriken
der Branche zurzeit wohl eine prekäre ſein mag und daß=
vorausſichtlich
auch manche der neuentſtandenen Fabriken
unter dem Druck der Verhältniſſe eingehen werden. Dieſe
Verhältniſſe aber zu verallgemeinern und Schlüſſe daraus
auch für die Adlerwerke zu ziehen, ſei nicht gut angängig.
Die Geſellſchaft ſei immer noch ſtark beſchäftigt und habe=
teilweiſe
ſogar mit Macht zu arbeiten. Der Abſatz ſei ein
flotter, beſonders in einzelnen Fabrikaten, wie in Auto=
mobilen
und Schreibmaſchinen. In Fahrrädern bewege
ſich der Abſatz auf dem gleichen Niveau, wie ſchon ſeitt
längerer Zeit. Uebrigens dürfte die in etwa 8 Tagen
zur Veröffentlichung gelangende Bilanz ausführlicheren
Aufſchluß über die Verhältniſſe geben. Ueber die Benz
Geſellſchaft hört man, daß der Geſchäftsgang in letzter
Zeit wieder ſtark belebt ſei, namentlich die Ausfuhr nach
Südamerika und Rußland bedeutender geworden iſt.
Auch hat die Betriebsgeſellſchaft, die Rheiniſche Automo=
bil
=Geſellſchaft, größere Aufträge für Luxuswagen aus
Norddeutſchland hereingenommen. Daimler, Dürkopp,
Fahrzeug Eiſenach haben indes Kurseinbußen zu ver=
zeichnen
. Faber und Schleicher gaben bis 106½ nach;
ebenſo wurden Elektrizitätsaktien, in denen das Geſchäft
nachgelaſſen hat, billiger abgegeben. Gute Stimmung
beſtand für die Zuckerfabriken Waghäuſel und Franken=
thal
, ſowie für Metall Bing (Nürnberg), die ihren Kurs
auf 208 erhöhten, da die Dividende, trotz der Vermehrung
des Aktienkapitals, unverändert auf 12 Prozent, wie im
Vorjahre, beſtehen blieb.
Die Freitagsbörſe geſtaltete ſich bei recht feſter Ten=
denz
ziemlich lebhaft; angeregt durch günſtiges London,
wo das Steigen des Konſolskurſes auf 77½ gerne be=
achtet
wurde. Montanmarkt und Schiffahrtsaktien waren
ruhiger, aber gut behauptet. Kaſſainduſtriewerte reger
gehandelt, beſonders wieder Kleyer und Badiſche Anilin,
Von Bahnen ſind Schantung weiter höher. Neue Kleyer
notierten zuletzt 374½.
Ferner ſchließen: 4proz. Reichs 99 G, 4proz. Reichs
(rückzahlbar bis 1918) 98,50, 3½proz. Reichs 87,30, 3proz
Reichs 77,60, 4proz. Heſſen von 1899 97,50 B, 4proz. Heſt
ſen von 1906 96,80 B, 4proz. Heſſen von 1908/09 96,60
4proz. Heſſen (unkündbar bis 1921) 97,80, 3½proz. Heſſen
85,40, 3proz. Heſſen 75,80, 4proz. Darmſtädter (neue)
96,80 G, 4proz. Darmſtädter 94,75, 3½proz. Darm=
ſtädter
86,25, 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfandbr. (Serie
2326) 97,30 G. 4proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfandhr
(Serie 27) 97,40 G. 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfandbe
(Serie 35) 85,20 G, 3½proz. Heſſ. Land.=Hyp.=Pfand
briefe (Serie 911) 85,20 G, 4proz. Heſſ. Kommungl
Pfandbr. (Serie 1314) 97,30 G, 4proz. Heſſ. Kommu=
nal
=Pfandbr. (Serie 1516) 97,40 G, 3½proz. Heſſ
Kommunal=Pfandbr. (Serie 13) 85,50 G, 3½proz. Heſl
Kommunal=Pfandbr. (Serie 4) 85,50 G, 4proz. Näſſ
Landband=Pfandbr. 99, 3½proz. Naſſ. Landbank= Pfand=
briefe
91,50, 3proz. Naſſ. Landbank=Pfandbr. 88
Genua=Loſe 215. Meininger=Loſe 34.70, Türkiſche Loſſ
170,40, Ungariſche Loſe 439,50, Venediger Loſe
Raab=Grazer=Anr.=Sch. 33,50, Donau=Regulierung 167,50
Gothaer Prämie II 123,50, Bagdad=Türken 79 G,
proz. konvert. Türken 73,40 G, 4½proz. Serbe
88 B. Darmſtädter Bank 123½, Südd. Eiſ.=Geſellſchafl
128 G, South=Weſt=Afrika 119¾, Otavi=Anteile 115,5
Otavi=Genußſcheine 92, Alkali=Weſteregeln 198.
minium 289,90, Südd. Immob.=Geſ. 60,75, Aber
werke Kleyer 389¾4, Deutſche Gold= und Silber=Scheide=
Anſtalt 620½, Chemiſche Mülheim a. M. 66,50,Lacks
und Farbenfabrik Schramm, Offenbach a. M.,4B
Holzverkohlung 315,10, Reiniger, Gebhard und Schall
189,90, Rütgers 204, Akkumulatoren 345, Allgemeine
Elektrizitäts=Geſellſchaft 246½, Brown Boveri u. Co,
143½, Lederwerke vorm. Spicharz, Offenbach
86,50, Ludwigshafener Walzmühle 176 G, Benz= Mo=
toren
195½, Daimler=Motoren 347, Oberurſeler Mos
toren 158, Bielefelder Dürkopp 337,50, Faber und
Schleicher, A.=G., Offenbach a. M., 106½ B. Waggon=
fabrik
Fuchs, Heidelberg 138.
F. C. Frankfurt, 13. Febr. (Heu= und Stroh
markt.) Man notierte: Heu 2,803,20 Mk., Stroh fehlte
Alles per 50 Kilo. Geſchäft: flau. Die Zufuhren waren
aus den Kreiſen Dieburg und Hanau und aus Ober=
heſſen
.

Masken- und Kostüm- Auf-
nahmen
in künstlerischer
Ausführung.
Abendaufnahmen bei elek-
trischem
Licht, genau wie
Tageslicht.

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Der vielen Nachfragen wegen geben wir Jedem, der sich in der Zeit
vom 15. Februar bis 16. März
bei uns eine Aufnahme bestellt, ohne irgend eine Bedingung, wie Kaufzwang von Rahmen u.s.w.
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Atelier nur von
morgens 11 bis
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geöffnet.

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Eine Vergrösserung seines eigenen Bildes (einschl. Karton 30X36 cm)

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[ ][  ][ ]

§ 20.

Samstag, 14. Februar.

1914.

Bekanntmachung.

Betreffend: Das Erſatz=Geſchäft im Jahre 1914, insbeſondere Anträge auf Zurück=
ſtellung
und Befreiung Militärpflichtiger vom Militärdienſt auf Grund
häuslicher Verhältniſſe ꝛc.
Es wird hierdurch zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß diejenigen Angehörigen
von Militärpflichtigen oder Militärpflichtige ſelbſt, welche glauben, die nachſtehend ab=
gedruckten
Vergünſtigungen des § 32,2 der W.=O. in Anſpruch nehmen zu können, ihre
besfallſigen Anträge alsbald und ſpäteſtens bis zum Erſatz=Geſchäft im laufen=
den
Jahr bei den Großherzoglichen Bürgermeiſtereien vorzubringen haben, und wird
pierbei ausdrücklich darauf aufmerkſam gemacht, daß Anträge, welche nach dem Erſatz=
Seſchäft eingehen, keine Berückſichtigung mehr finden können, es ſei denn, daß die
Verhältniſſe, welche einen Antrag rechtfertigen, erſt nach dieſer Zeit eingetreten ſind.
Darmſtadt, den 11. Februar 1914.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatzkommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart, Regierungsrat.
ꝛc.
ꝛc.
Abdruck
2. Es dürfen vorläufig zurückgeſtellt werden:
a) die einzigen Ernährer hilfloſer Familien, erwerbsunfähiger Eltern, Großeltern
oder Geſchwiſter;
b) der Sohn eines zur Arbeit und Aufſicht unfähigen Grundbeſitzers, Pächters
oder Gewerbetreibenden, wenn dieſer Sohn deſſen einzige und unentbehrliche
Stütze zur wirtſchaftlichen Erhaltung des Beſitzes, der Pachtung oder des
Gewerbes iſt;
c) der nächſtälteſte Bruder eines vor dem Feinde gebliebenen, oder an den er=
haltenen
Wundengeſtorbenen, oder infolge derſelben erwerbsunfähig gewordenen
oder im Kriege an Krankheit geſtorbenen Soldaten, ſofern durch die Zurück=
ſtellung
den Angehörigen des letzteren eine weſentliche Erleichterung gewährt
werden kann;
d) Militärpflichtige, welchen der Beſitz oder die Pachtung von Grundſtücken durch
Erbſchaft oder Vermächtnis zugefallen, ſofernihre Lebensunterhaltung auf deren
Bewirtſchaftung angewieſen und die wirtſchaftliche Erhaltung des Beſitzes oder
der Pachtung auf andere Weiſe nicht zu ermöglichen iſt
e) Inhaber von Fabriken und anderen gewerblichen Anlagen, in welchen mehrere
Arbeiter beſchäftigt ſind, ſofern der Betrieb ihnen erſt innerhalb des dem
Miltärpflichtjahre vorangehenden Jahres durch Erbſchaft oder Vermächtnis
zugefallen und deren wirkſchaftliche Erhaltung auf andere Weiſe nicht möglich
iſt. Auf Inhaber von Handelshäuſern entſprechenden Umfangs findet dieſe
Vorſchrift ſinngemäße Anwendung;
t) Militärpflichtige, welche in der Vorbereitung zu einem beſtimmten Lebensberufe
oder in der Erlernung einer Kunſt oder eines Gewerbes begriffen ſind und
durch eine Unterbrechung bedeutenden Nachteil erleiden würden.
g) Militärpflichtige, welche ihren dauernden Aufenthalt im Auslande haben.
2a.
ꝛc.
Darmſtadt, den 11. Februar 1914.
Betreffend: Das Erſatz=Geſchäft im Jahre 1914, insbeſondere Anträge auf Zurück=
ſtellung
und Befreiung Militärpflichtiger vom Militärdienſt auf Grund
häuslicher ꝛc. Verhältniſſe.
Der Zivil=Vorſitzende der Großh. Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Indem ich Sie auf meine Bekanntmachung vom Heutigen in obigem Betreff hin=
peäſe
, beauftrage ich Sie zugleich, die aufgenommenen Reklamationsprotokolle, gehörig
ervollſtändigt und erläutert, ſtets alsbald hier vorzulegen. Sie wollen auch, ſoweit
Patlich, für die Verbreitung der Bekanntmachung in Ihren Gemeinden Sorge tragen
Ano namentlich ſolche Leute, von denen Ihnen aus eigener Erfahrung bekannt iſt, daß
ſte Verhältniſſe einen Antrag rechtfertigen, auf dieſelbe aufmerkſam machen.
(4331a
Dr. Reinhart, Regierungsrat.

egrlings= und Lehrſtellenvermittlung für die Provinz Starkenburg.

Die unterzeichnete Anſtalt hat ſich im beſonderen auch die Aufgabe geſtellt,
ſetorlinge und Lehrſtellen zu vermitteln. Ihre Tätigkeit iſt hierbei nicht nur auf
barmſtadt beſchränkt. Mit Zuſtimmung der Großh. Provinzialdirektion erſtreckt ſie
h auch auf den übrigen Bezirk der Provinz Starkenburg. Sie iſt für dieſen

Bezirk Hauplausgleichſtelle. Koſten entſtehen durch die Inanſpruchnahme der
Anſtalt nicht, weder den Lehrherren noch den Lehrlingen. Beim Ausgleich von
Angebot und Nachfrage wird den örtlichen, alſo ganz beſonders auch den ländlichen
Verhältniſſen und Intereſſen in weitgehendem Maße Rechnung getragen. Die Ver=
mittlung
erfolgt in Fühlung mit den vorhandenen örtlichen und Bezirks= Arbeits=
nachweisſtellen
unter ſtrenger Beobachtung des Grundſatzes, daß Angebote und
Nachfragen erſt dann entfernter gelegenen Orten und Bezirken zugut kommen
dürfen, wenn ſie am Orte der Herkunft und in der nächſten Umgebung mit ent=
ſprechenden
Nachfragen und Angeboten nicht ausgeglichen werden können. Sollte
ausnahmsweiſe die Vermitlung einer außerhalb der Provinz gelegenen Lehrſtelle
gewünſcht werden, ſo iſt dies beſonders anzugeben. Dahingehende Wünſche werden
ſelbſtverſtändlich berückſichtigt.
Merkblätter mit Anmeldeformularen für die Herren Gewerbetreibenden ſowie
für die Eltern und Vormünder ſind bereits in der ganzen Provinz verteilt. Eine
monatlich erſcheinende Vakanzenliſte, die alle jeweils noch unerledigten Stellen= und
Lehrlinsgeſuche aus der Provinz enthält, wird in den Geſchäftsräumen der Großh.
Bürgermeiſtereien und der nachgenannten öffentlichen Arbeitsnachweiſe offen
gelegt und kann dort von jedermann koſtenlos eingeſehen werden; ſie wird auch
auf Wunſch allen Intereſſenten regelmäßig koſtenlos zugeſtell.
Es wird ebenſo dringend wie höflich gebeten, nunmehr Stellen und Lehrlinge
bei einer der folgenden Vermittlungsſtellen, am zweckmäßigſten bei der nächſt=
gelegenen
, umgehend anzumelden.
1. Darmſtadt, Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis, Haupt=
nachweisſtelle
, Grafenſtraße 30, Fernruf 371,
2. Bensheim a. d. B., Kreisarbeitsnachweis, Fernruf 9,
3. Dieburg, Kreisarbeitsnachweis (Ortskrankenkaſſe). Fernruf 252.
4. Gernsheim, Oeffentlicher Arbeitsnachweis (Großh. Bürgermeiſterei), Fern=
ruf
25,
5. Langen, Oeffentlicher Arbeitsnachweis (Großh. Bürgermeiſterei), Fernruf 2,
6. Offenbach a. M., Städtiſcher Arbeitsnachweis, Domſtraße 12, Fernruf 342.
Wird der ſchriftliche Weg bevorzugt, ſo genügt, wenn ein beſonderes Anmelde=
formular
nicht zur Hand iſt, die Ueberſendung einer einfachen Poſtkarte, auf der zu
beantworten ſind, ſofern anmelden:
a) Lehrherren: die Fragen, nach 1. dem Namen des Lehrherrn, 2. ſeiner Kon=
feſſion
, 3. ſeinem Wohnort, 4. der Art des Gewerbebetriebes, 5. Dauer der
Probe= und Lehrzeit, 6. Anzahl der gewünſchten Lehrlinge, 7. etwa von den
Eltern geforderten Leiſtungen, 8. evtl. Vergütung und 9. ſonſtigen Beding=
ungen
, über die der Anmeldende im voraus keinen Zweifel laſſen möchte;
b) Eltern oder Vormünder: die Fragen nach: 1. dem Namen des Lehrlings,
2 ſeinem Alter, 3. ſeiner Konfeſſion, 4. ſeinem Wohnort, 5. der beſuchten
Schule, 6. dem gewählten Beruf und 7. ſolchen Bedingungen, die die An=
meldenden
im voraus klargeſtellt wiſſen möchten, ſchließlich 8. die Frage, ob
Wohnung und Verköſtigung ſelbſt geſtellt werden können.
Es liegt im eigenſten Intereſſe der Angehörigen der Provinz, zuerſt die
Arbeitsnachweisſtellen in der Provinz in Anſpruch zu nehmen, bevor ſie aus=
wärts
Umſchau halten. Die Vermittlungstätigkeit wird ſich in ſtetem Benehmen
mit den maßgebenden gewerblichen und Schulbehörden halten.
Darmſtadt, den 15. November 1913.
Die Hauptausgleichſtelle der Provinz Starkenburg.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.
Mueller, Bürgermeiſter, Vorſitzender.

Bekanntmachung.

Die vorſtehende Aufforderung empfehlen wir der Beachtung und Unterſtützung
durch die gewerblichen Kreiſe, die Eltern, Vormünder, Geiſtlichen und Lehre und alle
in Betracht kommenden Behörden.
Es liegt außerordentlich im wirtſchaftlichen Intereſſe der Provinz und im Inter=
eſſe
ihrer gewerblichen Entwickelung, daß die Lehrlings= und Lehrſtellenvermittlung
nicht zerſplitert und abgeleitet, ſondern an eine kräftige und leiſtungsfähige Einrich=
tung
in der Provinz, wie ſie die Zentralanſtalt iſt. angeſchloſſen und von dieſer in
Verbindung mit den anderen öffentlichen Arbeits=Nachweiſen, den gewerblichen und
Schulorganen in den richtigen Bahnen erhalten wird.
Darmſtadt, den 24. November 1913.
(148a
Großherzogliche Provinzialdirektion Starkenburg.
Fey.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 Stück weißen Tüll und 1 Blatt Schablone.
ſchwarzer Damen=Samtgürtel. 1 ſilbernes Bleiſtift. 1 gelbes Porte=
llonnaie
mit einigem Inhalt. 1 vergoldete geſchweiſte Broſche (in
Ur Mitte eine Roſette). 1 Herrenſchirm mit braunem Rohrgriff.
b) au und rotgeſtreiftes Taſchentuch mit einem Geldſtück. 1 Taſchen=
ieſſer
mit braunem Stiel. 1. kleines blaues Körbchen mit Kinder=
ſchentuch
, Stauchen und Handſchuhen. 1 goldene Halskette mit
Undem Medaillon. 1 Paar lange durchbrochene ſchwarze Damen=
noſchuhe
. 1 altes Portemonnaie mit einigem Inhalt. 1 Perlen=
üder
mit blauen Perlen. Zugelaufen: 1 Kriegshund. 1 graue
Umer Doge. 1 Huhn.
(4337
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
Iher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
Uten ſich: 1 Jagdhund. 2 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können
IIn den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
le Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
erktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(4351
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den
Februar, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends
aunde Apotheken geöffnet: Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße, und
Aſſtunger Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von
flüchr ab geſchloſſen.

Ausſchreiben.

Die Stelle eines Aushauers bei der Freibank in Darmſtadt iſt
vergeben.
Dienſtbezüge: eine Gebühr von 4 Pfg. für das Kilogramm
verkauften Fleiſches.
Vorausſetzungen: gelernter Metzger, Gewandtheit im Rech=
nungsſtellen
, Kaution von 500 Mark.
Bewerbungen mit ſelbſtgeſchriebenem Lebenslauf und Zeug=
en
: bis 1. März ds. Js. an Großh. Polizeiamt Darmſtadt, Hügel=
iie
31/33. Nähere Auskunft daſelbſt.
(4350smg
Darmſtadt, den 11. Februar 1914.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.

harmſtädter Frühjahrsmeſſe 1914.

Für die in der Zeit vom 3. bis 12. Mai 1914 ſtattfindende
Athahrsmeſſe werden auf Grund eines neuen Belegungsplans
Neven:
Auf dem Wege des ſchriftlichen Angebots die
latze für Karuſſells und Schaubuden ꝛc. und zwar:
1. für ein Karuſſell oder eine Schaukel (ohne Dampfbetrieb)
bis 15 m Durchmeſſer,
2. für ein Karuſſell (ohne Dampfbetrieb) bis 12m Durchmeſſer,
3. für ein Hippodrom oder großes Schaugeſchäft bis 22 m
Durchmeſſer,
4. für ein großes Schaugeſchäft bis 24 m Front und 10 m Tiefe
(einſchl. Stützen),
5. für mehrere Schaubuden in verſchiedenen Größen,
6. für mehrere Schießbuden und
7. für eine Photographiebude.
Die Bedingungen mit Angebotſchein und Plan ſind gegen
undung von 50 Pfg. von mir zu beziehen. Sie liegen nebſt dem

ee ſchiſchen Martineſte Rachauts an Martplah
zur Einſicht offen.
Allen Angeboten ſind genaue Angaben über die Größe und
die einzelnen Abmeſſungen der Geſchäfte beizufügen. Angebote auf
Schaubudenplätze müſſen außerdem eingehende Angaben über die Art
des Unternehmens enthalten.
Angebote ſind, unter Verwendung der vorgeſchriebenen An=
gebotsſcheine
und mit der Aufſchrift Angebot auf Meßplätze verſehen,
bis ſpäteſtens
Freitag, den 20. Februar

bei dem Unterzeichneten einzureichen.
II. Die ſämtlichen übrigen Plätze werden
öffentlich verſteigert und zwar:
1. mehrere Plätze für große Zuckerbuden von 8 m Front und
2½m Tiefe,
2. ein Platz für eine Waffelbude von 8 m Front und 4½ m Tiefe,
z. die ſämtlichen Plätze für Verkaufsbuden und
4. die Plätze für Geſchirr, Glas und Porzellan.
Bemerkt wird, daß die am Hallenſchwimmbad gelegenen Plätze
von 3: 2,20 m und 2:2,20 m bei der Verſteigerung ebenfalls zum
Ausgebot gelangen.
* Die Verſteigerung findet ſtatt am Dienstag, den 7. April,
vormittags 9½ Uhr, im oberen Lokale der Turnhalle am Woogsplatz.
Der Meßplan und die Verſteigerungsbedingungen liegen bei
dem ſtädtiſchen Marktmeiſter zur Einſicht offen.
Darmſtadt, den 17. Januar 1914.
(3179sss
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.

Nächſter Zuchtviehmarkt in Darmſtadt

Dienstag, den 17. Februar 1914.
Darmſtadt, den 7. Februar 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
(4115ms
J. V.: Schmitt.

Konatskarten für das Hallenſchwimmbad.

Mit Zuſtimmung der Stadtverordneten=Verſammlung gelangen
vom 1. k. Mts. ab Monatskarten für die Männerſchwimmhalle des
Hallenſchwimmbades zum Preiſe von 3 Mk. zur Einführung.
Von demſelben Tage ab werden die billigen Monatskarten für
das Schwimmbad zum Preiſe von 2,25 Mk. auch für die Schüler und
Schülerinnen ſämtlicher ſtaatlichen, gemeindlichen und geſetzlich aner=
kannten
Privatſchulen ſowie für die Beſucher der Fortbildungsſchulen
ausgegeben.
Darmſtadt, den 12. Februar 1914.
(4306ss
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Ekert.

SpeditienMonnard, Feldbergstr. An- u. Abholunz v. Gütern
u. Reise-Effekten etc. Prompte Bedienung. Teleph. 555.

(800a

Keichtes Laufpferd, ſehr auver=
Tläſſic billig abzugeben. (*3708fs
Schröder, Karlſtraße 27.

ſ. Kinderbett mit Matratze 1.
E1 Sofa, gut erh. zu verk.
*3522ms) Liebfrauenſtr. 104, III., r.

Lieferung v. Schläuchen
f. d. Geſchäftsjahr 1914.

Bedingungen liegen in dem Ge=
ſchäftszimmer
, Waldſtraße Nr. 19,
während der Dienſtſtunden zus
Einſicht offen, auch werden ſie
gegen Entrichtung von 50 Pfg.
abgegeben.
Eine Abgabe der Bedingungen
nach auswärts findet nicht ſtatt.
Angebote ſind bis
Mittwoch, 25. Februar 1914,
vormittags 11 Uhr,
daſelbſt einzureichen. (4211dso
Darmſtadt, 5. Februar 1914.
Städt. Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.

Fuhrleiſtungen
im Geſchäftsjahr 1914.

Bedingungen liegen in dem Ge=
ſchäftszimmer
, Waldſtraße Nr. 19,
während der Dienſtſtunden zur
Einſicht offen, auch werden dort
die Angebotsformulare abgegeben.
Angebote ſind bis
Mittwoch, 25. Februar 1914,
vormittags 10 Uhr,
daſelbſt einzureichen. (4212dso
Darmſtadt, 5. Februar 1914.
Städt. Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.

Erdarbeiten im
Geſchäftsjahr 1914.

Bedingungen liegen in dem Ge=
ſchäftszimmer
, Waldſtraße Nr. 19,
während der Dienſtſtunden zur
Einſicht offen, auch werden dort
die Angebotsformulare abgegeben.
Angebote ſind bis
Mittwoch, 25. Februar 1914,
vormittags 10½ Uhr.
daſelbſt einzureichen. (4210dso
Darmſtadt, 5. Februar 1914.
Städt. Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.

Belanntmachung.

Die heute in der Turnhalle
abgehaltene Holzverſteigerung iſt
genehmigt.
(4334
Erſter Fahrtag: Donnerstag, den
19. Februar l. Js.
Darmſtadt, 12. Februar 1914.
Großh. Oberförſterei Beſſungen.
Daab.

[ ][  ][ ]

Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Fehruar 1914.

Nummer 45.

Oee

Weiblich

Gewandte Kontoriſtin
die 5 Jahre praktiſch tätig iſt, ſucht
ſich per 1. April zu verändern. Off.
u. H. 17 a. d. Exp. erbeten. (3815a.

von Fräulein geſetzten
Filiale Alters, per 1. April, od.

eventuell ſpäter, zu füh
Off. u. J 77 an die

n geſucht.
Tp. (*3769si

Aelt. Fräulein, beſcheiden u. ge=
wiſſenhaft
, ſucht Vertrauenspoſten.
Off. u. J 76 an die Exp. (*3770si

Fräulein, durchaus bewand. in
Stenographie, Schreibmaſchine u.
Regiſtratur, welches bereits über
3 Jahre praktiſch tätig iſt, wünſcht
ſich per 1. April zu verändern.
Off. u. J 98 an die Exp. (*3775

Durchaus tüchtige und gewandte
Verkäuferin der Lebensmittelbr.,
die läng. Jahre eine Filiale ſelbſt.
gel. hat, ſucht p. 1. April gl. Stell.,
übern. ev. auch einen Kaſſierpoſten.
Off. u. J 97 an die Exp. (*3777sg

Fräulein, perf. in Stenogr. und
Maſchinenſchreiben, ſowie mit allen
Büroarb. vertr., ſucht per 1. März
Stell. Off. u. K 29 Expd. (*3855

Perf. Weißzeugnäherin, die
auch ausbeſſert, nimmt noch einige
Kunden an. Off. unt. K 28 an
die Exped. d. Bl.
(B4385

Perſ. Schneiderin h. noch einige
Tage frei Gartenſtr. 18, III. (4360a

empfiehlt ſich für Ball=
Frlſeuſe friſuren, nimmt auch
noch einige Kunden an. (*3863sg
Dornheimerweg 31, II. r.

Jg. tücht. Schneid. nimmt Kundn
ſchaft an in und außer dem Hauſe=
Eberſtadt, Luiſenſtr. 41, pt. (*8315sm.

Fräulem empfiehlt ſich im
Namensticken. Näh. Moller=
ſtraße
6, part. r.
(*3474ms

Jg. ſaub. Frau ſ. abends Büro
od. Lad. putzen Schäfer, Kahlert=
ſtraße
30, 3. Stock. (*3658dfs

Jung. Mädch., das ſchon ged.,
ſucht Stell. Fuhrmannſtr. 8, pt. (*3671s

Mädchen, in allen Zweigen des
Haush. erfahr., ſucht St. zu Dame
od. Herrn nach ausw. Gefl. Off.
unt. J 46 an die Exp. (*3597ds

16 J. alt. Mädch. ſ. ſ. d. ganz. Tag
Laufd. Krämer, Dieburgerstr. 42. (*3789

Laufdienſt f. morg. geſ. (*3793
Ruthsſtr. 6, I. a. d. Schloßgartenſtr.

Saub Waſchfrau hat n. Tage
frei. Pankratiusſtr. 30½. (*3772

Saub. Waſchfrau hat n. Tage
frei. Dieburgerſtr. 69, I. (*3779ss

Für gebildetes Fräulein aus der
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Seite 15.

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Vorträge.

Vor einer dichtgedrängten, geſpannt lauſchenden
Zuhörerſchaft behandelte am Donnerstag abend auf Ver=
anlaſſung
des Vereins für Verbreitung von
Wolksbildung im Kaiſerſaal Herr Dozent Für=
ſenberg
=Berlin das ſo überaus zeitgemäße Thema:
Der Panamakanal, ſeine Entſtehung und
Bedeutung für Handel und Verkehr.
Der zweiſtündige, durch eine große Reihe anſchaulicher
Lichtbilder unterſtützte Vortrag begann mit der Zeit der
gspanier, als vor jetzt 400 Jahren das Weltreich Kacls V.
Abes zu den fernen Küſten des Stillen Ozeans ausgedehnt
n urde und damit den Wunſch nach einer Kanalverbindung
dunrch Mittelamerika nahelegte. Das Beſtreben, ſich den
lurngeſtörten Beſitz jener Kolonien allein zu ſichern und
landere Nationen nach Möglichkeit abzuhalten, ließen
janen Gedanken ſchon unter dem Nachfolger Philipps zu=
räcktreten
, ja es waren nun im weiteren Verlauf der
Jahrhunderke ſpaniſcherſeits derartige Pläne verboten, und
ahs Spanien ſie ſpäter in beſſerer Erkenntnis wieder auf=
geseifen
wollte, war es inzwiſchen zu ſchwach geworden.
Asährend des 19. Jahrhunderts kamen zuerſt für eine
Tuurchſtechung des Iſthmus von Panama, dieſer an der
ſcomalſten Stelle nur 55 Kilometer breiten Landenge, nur
Ungland und die Vereinigten Staaten von Nordamerika
in Betracht, doch einigten ſich beide Rivalen in dem Ver=
ſtag
von 1850 dahin, daß keiner der beiden Staaten das Werk
arsführen dürfe. Es ſollte privater Unternehmung vor=
ahalten
bleiben; und dieſe erſtand, nachdem 1869 der
Zuuezkanal durch Frankreichs Tatkraft und Kapital vollen=
deit
war, in einer franzöſiſchen Geſellſchaft unter Leſſeps
mit einem Koſtenvoranſchlag von 873 Millionen Franken.
Inn Jahre 1855 war bereits eine Eiſenbahn über den
Inthmus erbaut worden und zwar unter ſo ungeheuren,
durch die fieberſchwangere Gegend verurſachten Menſchen=
lorfern
, daß jede Schwelle ein Leben gekoſter haben ſoll.
Die 1881 begonnene Ausführung des franzöſi=
cgen
Projektes ſcheiterte bekanntlich an mangelhaf=

M e e c
ſation, Kapitalmangel uſw., insbeſondere ließ ſich die Idee
eines Nivcaukanals, vor dem ſchon auf dem internatio=
nalen
Kongreß die amerikaniſchen Sachverſtändigen ge=
warnt
hatten, nicht verwirklichen. Wenn auch der ge=
wählte
Weg von Kolon nach Panama der beſte und durch
Waſſerläufe begünſtigſte war, ſo erhebt ſich doch als Ge=
birgsrippe
eine Hügelkette von 82 Meter Höhe, ſo daß
auf dieſer Strecke nicht weniger als 72 Millionen Kubik=
meter
Felſen beſeitigt worden ſind. Statt des von den
Franzoſen projektierten Kanals mit Tunnel durchs Ge=
birge
ſchufen die Amerikaner das einzig Richtige, einen,
auch für die größten Schiffe benutzbaren offenen Waſſer=
weg
mit Gebirgsſchleuſen in koloſſalem Maßſtab. Nach
dem Scheitern des franzöſiſchen Unternehmens beſeitigte
die nordamerikaniſche Regierung, während England durch
den Burenkrieg lahmgelegt war, jene vertragliche Hem=
mung
vom Jahre 1850, beſchloß den ſtaatlichen Bau, er=
warb
den Beſitz und die Rechte der franzöſiſchen Geſell=
ſchaft
, veranlaßte, als die Vereinigten Staaten von Co=
lumbien
auf die Abtretung der Kanalzone nicht eingehen
wollten, die Loslöſung des Staates Panama, ſowie dann
den Erwerb der Zone von jenem und bereitete dan auf
dieſem ihm neuen Boden die Ausführung in großzügigſter
Weiſe durch Bekämpfung der ſeuchenverbreiteten Moskito=
plage
, ſonſtige hygieniſche, organiſatoriſche, techniſche und
andere Maßnahmen zwei Jaahre lang aufs beſte vor.
Dann begann 1906 mit etwa 50 000 Arbeitern und den
ſinnreichſtem, gigantiſchen Maſchinen das Werk um in
ſieben Jahren beendigt zu werden. Das letzte Stück jenes
Felsriegels, der Ausſchnitt Kolebra, wurde durch eine
vom Präſidenten Wilſon aus ſeinem Arbeitszimmer in
Waſhington elektriſch (mittels Telegraphenleitung von
mehr als 6000 Kilomotern) entzündete Mine am 16. Ok=
tober
vorigen Jahres geſprengt.
Der Leiter des Baues ein amerikaniſcher Ingenieus=
oberſt
, iſt jetzt der erſte Zivilgouverneur des amerikaniſchen
Kanalgebiets. Eines der wichtigſten Glieder des Werks
iſt die zur elektriſchen Krafterzeugung, Waſſerverſorgung
der Schleuſen uſw. geſchaffene rieſige Talſperre, ein da=
durch
erreichter See von etwa 400 Quadratkilometer
Flächs von 30 Meter Tiefe. Die beiden Schlußmauern,
deren Zwiſchenraum Erdmaſſen ausfüllen, ſind im Grunde
etwa 300 Meter, an der Krone noch 30 Meier dick. Dieſer
See bietet für die Kanalſchiffahrt noch eine beträchtliche
Strecke, während außerdem zwei Flußläufe benutzt ſind.
So entſteht eine Geſamtlänge des Kanals von 80 Kilo=
metern
gegen 160 Kilometern des weit ſchmäleren und
weniger tiefen Suezkanals, dier an ſechs Punkten der
Ausweichſtellen bedarf, und von den ſeit 1907 üblichen
großen Schiffstypen überhaupt nicht befahren werden
kann. Der Pangmakanal iſt mit ſeiner Mindeſtbreite von
100 Metern, 20 Meter Tiefe und den 200 Meter langen
Schleuſen für etwa 94 Prozent aller Schiffe (nur die
wenigen Rieſendampfer ausgenommen) paſſierbar, und die
Durchfahrt an ſich erfordert nicht mehr als etwa 12 Stun=
den
. Da vorläufig nur Tagbetrieb eingeführt werden ſoll,
und der Andrang Wartezeit bedingt, wird man mit 24
Stunden für die Durchfahrt rechnen müſſen. Was in den
ſieben Jahren des Baues an Tatkraft, Erfindungsgeiſt
und zäher Arbeit geleiſtet wurde, iſt erſtaunlich, und es
wurden etwa 1400 Millionen Kapital aufgewendet. Eine
ungemein zweckmäßige Benutzung größter Maſchinen, aus=
gedehnter
Schienenſtränge, Gebrauch von Waſſerkraft,
Elektrizität, Dampf. Sprengſtoffen (etwa 30 Millionen
Killogramm Dynamit uſw.) u. a. m. ermöglichten das
Werk. Die nach Durchſprengung des Kolebrado noch üb=
rige
Höhendifferenz wird auf jeder Seite durch drei Paare
Rieſenſchleuſen überwunden, deren Füllung oder Leerung
trotz ihres ungeheuren Waſſerinhalts nur acht Minuten
erfordert. Sie werden durch ſtählerne Doppeltore von 20
zu 24 Metern im Geviert verſchloſſon, die elektriſch beweg=
bar
ſind. Jede Schleuſe hebt das Schiff um 8,37 Meter,
das Ziehen der Fahrzeuge durch den Kanal wird mittels
elektriſcher Lokomotiven der Begleitbahn beſorgt. Im
ganzen Kanalgebiet iſt für Wohnungen, Krankenhäuſer,
Schulen uſw. aufs beſte geſorgt; auch die durch die Re=
gierung
bewirkte Lebensmittelverſorgung der Arbeiter=
maſſen
und Angeſtellten war tadellos und billig. Natür=
lich
iſt auch der militäriſche Schutz des Kanals durch Be=
feſtigungen
uſw. umſaſſnd durchgeführt, wie es der
politiſchen Bedeutung dieſes Werkes für die Union ent=
ſpricht
, wenn auch der freie Friedensverkehr für alle Na=
tionen
gewährleiſtet iſt.
Beſtimmend war für die nordamerikaniſche Regierung
die politiſch=militäriſch=ſtrategiſche Wich=
tigkeit
des Kanals, der den Weg von Neu=York,

S
Stützpunkt des Geſchwaders im Stillen Ozean, um 6000
Seemeilen verkürzt, die raſcheſte Vereinigung der ganzen
amerikaniſchen Seeſtreitkräfte an einer Stelle ermöglicht
und ſo eine ganze Flotte erſpart. So bereitet ſich die
Union weitblickend und zielbewußt in ihrer Weltmacht=
ſtellung
zur Entſcheidung im Stillen Ozean mit Japan
uſw. vor und gewinnt gleichzeitig ſtarken Einſluß in Zen=
tralamerika
und in den nordweſtlichen Teilen Südameri=
kas
. Ferner fällt für die Vereinigten Staaten gegenübet
der durch den Eiſenbahntruſt erſchwerten und verteuerten
Verbindung des Oſtens mit dem Weſten, insbeſondere dem
fruchtbaren Frankreich an Größe gleichkommenden, aber
nur 5 Millionen Einwohner zählenden Kalifornien, die
künftige Erleichterung des Verkehrs, der Beſiedelung und
der Erſchließung weiter Gebiete (auch des weſtlichen, ganz
dünn bevölkerten Kanada) ſchwer ins Gewicht. Aber auch
für die ganze übrige Welt, die ſpätere Entwickelung der
Weltmachtgruppierung und des Welthandels iſt der Pa=
namakanal
, der im Mai d. J. der Schiffahrt geöffnet wird,
von allergrößter Bedeutung. Er wird mit dem Suez=
kanal
wetteifern, ihn ergänzen und kann hinſichtlich der
Verbindung mit Oſtaſien, Auſtralien uſw. dieſen Wett=
bewerb
aufnehmen. Er wird Auſtralien intenſiver in den
Brennpunkt des Weltverkehrs hereinziehen und damit
dort neue Kulturmöglichkeiten, Abſatz= und Produktions=
gebicte
Bevölkerungsgelegenheiten uſw. ſchaffen.
Unſer Einfluß iſt noch gar nicht abzuſehen, und es
wird für deutſche Politik, deutſche Schiffahrt deutſchen
Handel gelten, rechtzeitig am Platze zu ſein, ſich auf dieſe
Ausſichten vorzubereiten und ſie dann tatkräftig auszu=
nutzen
, damit Deutſchland ſeine Weltmachtſtellung nicht
nur behauptet, ſondern auch immer ſicherer ausgeſtaltet,
und ſo ſeinerſeits ebenfalls reiche Früchte aus dieſem be=
wundernswerten
amerikaniſchen Kulturwerk, dem Pa=
namakanal
, zieht. Lebhafter Beifall war der wohlverdiente
Dank für den Redner des Abends.

Luftfahrt.

sr. Der Rekordverſuch Bruno Langers mißglückt. Der
von dem Johannisthaler Flieger Bruno Langer unter=
nommene
Verſuch auf einem Stahl=Pfeil=Doppeldecker der
Luftfahrzeug=Geſellſchaft den bſtehenden Dauer= Welt=
rekord
zu verbeſſern und den Flug Ingolds von 16 Stun=
den
20 Minuten zu überbieten, um auf dieſe Weiſe die
Rente der Nationalflugſpende wieder an ſich zu bringen,
iſt mißglückt. Langer war von Johannisthal aus zunächſt
nach Küſtrin und dann über Schneidemühl nach Königs=
berg
i. P. geflogen, wo er um ½6 Uhr nachmittags eine
Meldung abgeworfen hatte. Er hatte dann die Abſicht
nach Johannisthal zurückzukehren, infolge Benzinmangels
mußte er aber nachts 11 Uhr 45 Minuten nördlich von
Schneidemühl bei Kreutz landen, nachdem er 16 Stunden
1 Minute in der Luft geblieben war. Esfehlten ihm
allſo 20 Minuten zur Wiedereroberung der Flug=
ſpendenrente
.
sr. Offiziersflüge in Johannisthal verboten. Der
Flugzeug=Zuſammenſtoß in Johannisthal, bei dem kürz=
lich
ein Flugſchüler tödlich verunglückte und ein Offiziers=
flieger
verwundet wurde, hat die General=Inſpektion des
Militär=Verkehrsweſens veranlaßt die Uebungen der
nach Johannisthal kommandierten Offiziersflieger ſo lange
einſtellen zu laſſen, bis durch eine geeignete Flugplatzord=
nung
und ſonſtige Maßnahmen Garantien dafür geboten
werden, daß ähnliche Unfälle ſich nicht mehr ereignen kön=
nen
. Die Zahl der zurzeit in Johannisthal übenden
Offiziers=Piloten iſt im Verhältnis zum Vorjahre gering,
ſo daß das zeitweiſe Verbot nicht zu allzu ſchweren Kon=
ſequenzen
führt. Die Militärverwaltung hatte zur Ent=
laſtung
des Flugplatzes Johannisthal ſchon eine große
Zahl von Fliegern auswärtigen Flugſchulen zur Aus=
bildung
überwieſen, und außerdem ſind Maßnahmen ge=
troffen
worden, daß im Laufe des Jahres möglichſt nur
noch eine Flugſchule zur Ausbildung von Offiziers=
Fliegern berückſichtigt zu werden braucht.

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Nummer 45.

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Wardenburg wurde ganz blaß vor Erregung. Wenn
das bedenke, Ihre Brüder waren hier, hier in Hell=
In, in meiner nächſten Nähe.
Sie lachte. Ja, und zwar vorwiegend Ihretwegen.
ſrem Pechtold hat, ohne es zu ahnen, den Brei ange=
rt
. Ihre Anweſenheit flößt ihnen die größte Beſorg=
ein
und macht, daß das Maß ihres Unmutes gegen
überfließt.
Was glauben Sie denn?
Daß Sie mich erkennen und verraten könnten.
Sie halten mich alſo immer noch für einen ſchlechten
ft
Nein, aber der Umſtand, daß wir zuſammen hier ſind,
bpfiziert die ohnehin ſchon etwas peinliche Lage. Ich
Ile IIhnen aber geſagt, daß ſie ſich ganz unnötig beun=
Ullgen. Ihre Nähe bringt mir keine Gefahr, ſondern
Amir im Gegenteil Hilfe und Troſt.
Iſt das wahr?
B=uchſtäblich wahr.
und man wollte Sie entführen?
Aso ungefähr. Wenn ich darauf eingegangen wäre,
ſſtzen Sie am Montag ſtatt meiner Fräulein Flott vor=
Aſinden.
Er erſchrak ſichtlich, blieb aber ſtumm, und Gabi fuhr
Ich erklärte indeſſen, Treſſenſteins wegen noch nicht
ltiſen zu können, und blieb einfach hier.

Weil Sie ihn lieben?
Gabi lachte. Meine Brüder nehmen das wenigſtens
an, und ſie ſind ſehr damit einverſtanden, wenn ſie auch
eine Fortſetzung unſerer Zeziehungen unter meinem
waren Namen vorziehen werden. Ich meinerſeits beſtehe
aber auf meiner Forderung. Nicht als Gräfin Garten=
hauſen
, ſondern als Fräulein Flotts Stellvertreterin will
ich ſeine Werbung und das Geſtändnis ſeiner Liebe ent=
gegennehmen
. Dann hat es für mich erſt den rechten
Wert.
Oder Unwert, ergänzte Wardenburg ſchnell und in=
grimmig
. Ich ſagte Ihnen ſchon einmal, daß Treſſen=
ſteins
Liebe eine Macotte iſt und nur den Tippfräulein,
dem ſchlichten Bürgermädchen, gilt. Vor der Wahrheit
wird ſie verfliegen wie Spreu vor dem Winde, und Sie
werden nichts davon haben, wie das Nachſehen.
Wardenbürgs Erregung gefiel Gabi, wie es ſchien.
Tauſend Teufelchen ſchauten aus ihren dunklen Augen
heraus, und mit ſcheinheiliger, betrübter Miene ſagte ſie:
Wie ſchade, Herr von Wardenburg. Um eine ſolche Nie=
derlage
zu vermeiden, wär es am Ende beſſer, ich gäbe
dem Grafen gleich als Tippfräulein einen Korb. Dann
hätte er das Nachſehen und nicht ich.
Er ſah ſie ſtrafend an und ſagte unwillig: Scherzen
Sie nicht mit ſo ernſten Dingen, Gräfin, und laſſen Sie
dieſes grauſame, kolette Spiel. Der Dietrich Treſſenſtein
iſt wirklich zu gut dazu.
Zu gut? wiederholte ſie ganz erſtaunt. Soeben be=
haupteten
Sie doch, ſeine Liebe ſei nur eine Marotte und
keinen Schuß Pulver wert. Er wird alſo unter meiner

Abweiſung keinen Augenblick leiden. Wenn Sie aber mei=
nen
, daß ich den jungen Mann ſchonen ſoll, laſſe ich den
Dingen ihren Lauf, und wir werden dann ſehen, was ge=
ſchieht
.
Seine Geduld war zu Ende. Sie ſind ein ſphinxarti=
ges
Weſen, ſagte er, und ich glaube, Sie haben kein Herz.
Meinetwegen heiraten Sie den Treſſenſtein, oder laſſen
Sie ihn laufen, mir ſolls egal ſein. Ich meine nur, man
darf nicht abſichtlich Gefühle ſteigern, die man weder an=
nehmen
kann, noch will. Man tut dem Betreffenden da=
mit
ſchweres Unrecht.
Gabi lachte. Wer ſagt Ihnen denn, daß ich ſie nicht
annehmen will?
Nun, Sie ſprachen doch eben von einem Korb.
Ah, meinte ſie, das war nur eine flüchtige Idee, eine
Art von Erwägung, aber ich ſehe, wir verwickeln uns
beide in Widerſprüche und müſſen uns trennen. Es iſt auch
ſchon ſpät. Auf Wiederſehen, Herr von Wardenburg, und
vielen Dank. Ihre Entrüſtung hat mir einen tiefen Ein=
druck
gemacht, und ich will darüber nachdenken, wie ich
meine Würde und mein Lebensglück gleichzeitig ſichern
kann.
14.
Fräulein Flott kämpfte einen ſchweren Kampf. Sie
wollte Gräfin Gabi, ihre gütige Gönnerin, nicht erzürnen
und gab ſchließlich doch dem Drängen ihrer Brüder nach,
weil dieſe ein weiteres Zögern von ihrer Seite für un=
verantwortlich
erklärten. Ihre Stellvertreterin war nun
ſchon über fünf Wochen in Hellborn, und ein längeres
Verweilen bedeutete ihrer Meinung nach für die erzen=

[ ][  ][ ]

Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Nummer 45.

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chen
ſich denn wirklich zu reiſen, ſchrieb an Gabi und
den General zu gleicher Zeit und kündigte ihre Ankunft
für den nächſten Sonntag an.
Am Mittwoch nachmittag trafen die Briefe ein, Gabi
hatte alſo noch volle drei Tage Zeit, ehe ſie abgelöſt
wurde. Alles drängt zu einem Abſchluß hin, das erkannte
ſie jetzt ſelbſt, aber dieſe letzten Tage wollte ſie noch recht
ausnützen und ihre Rolle bis zum Schluß mit zielbewuß=
ter
Klugheit durchführen. Nicht nur die Tätigkeit, auch
ihre Fähigkeiten ſteigerten ſich noch in dieſer Zeit, und
ein beſonderer Glanz von Reiz, mit einem Hauch von Weh=
mut
gemiſcht, lag über ihrem Weſen, das dadurch noch
anziehender und verführeriſcher erſchien als ſonſt.
Der General von Haſſelmann und ſeine Schweſter, die
Baroneſſe, beklagten aufrichtig den bevorſtehenden Wech=
ſel
. Obgleich ſie von Anfang an darauf vorbereitet wa=
ren
, empfanden ſie ihn doch als unangenehme Ueber=
raſchung
. Auch das Perſonal im Wirtſchaftsflügel ſah
Gabi ungern ſcheiden, weil man durch ihre Abreiſe einen
Gegenſtand intereſſanter Beobachtungen verlor, und Graf
Dietrichs Gefühle für das kleine Tippfräulein ſchnellten
unter dem Hochdruck der nahe bevorſtehenden ſchmerzlichen
Trennung zu einer gefährlichen Höhe empor. Was ſeine
zagende Liebe und kluge Vorſicht bisher nicht gewagt hat=
ten
, erſchien berechtigt und notwendig, und Worte dräng=
ten
ſich ihm auf die Lippen, welche zum erſten Male ſeinen
Hoffnungen und Wünſchen eine ganz beſtimmte Prägung
gaben.
Gabi ſelbſt machte ihm die bedeutungsvolle Mit=
teilung
.
Er hatte ſie wieder einmal in dem altmodiſchen
Krautgärtlein aufgeſucht, in dem ſie ſo gern weilte, und
ſaß ihr auf einem alten, wackligen Stuhle, am Tiſche
gegenüber, als ſie ſcheinbar ſorglos ſagte: Haben Sie

ſchon gehnt, der Grafe Meine heſigerAuſenhart geht
nun ſchnell zu Ende. Sonntag nachmittag kommt Fräulein
Flott und Sonntag früh reiſe ich ab.
Ganz beſtürzt blickte er ſie an. Sie wollen alſo wirk=
lich
fort, fragte er, und ſchon ſo bald? Ich glaubte mit=
unter
, Sie drohen nur, aber es ſcheint leider ernſt zu ſein.
Wo gehen Sie jetzt hin?
Nach Hauſe natürlich.
Das heißt nach Berlin?
Ja, genau geſagt, Berlin=Wilmersdorf.
Und Sie haben kein neues Engagement?
Nein, vorläufig nicht.
Dann folge ich Ihnen, ſagte er aufſpringend mit
ſchnellem Entſchluß, und zwar ſofort. Sie müſſen mir
Ihre Adreſſe geben.
Gabi lächelte kokett. Wirklich? Mir ſcheint, Herr Graf,
damit eilt es nicht ſo ſehr. In nächſter Zeit können Sie
Hellborn ja doch nicht verlaſſen.
Weshalb denn nicht, wenn ich fragen darf?
Weil Sie, wie Sie mir ſelbſt erzählten, Anfang näch=
ſter
Woche einige Herren erwarten, die nur Ihretwegen
kommen und mehrere Tage hier bleiben wollen. Außer=
dem
plant Ihre Frau Mutter ein großes Gartenfeſt, das
zugleich ein Rokokokoſtümfeſt werden ſoll, und bei den
Vorbereitungen kann ſie Ihre Hilfe gewiß nicht entbehren.
Das ſtimmt, meinte er, aber gerade dieſes Feſtes we=
gen
muß ich Ende der nächſten Woche nach Berlin und
in ſpäteſtens acht Tagen trete ich bei Ihnen an. Bis da=
hin
wird mir die Zeit allerdings lang genug werden.
Sie lachte ſpöttiſch. Gut, daß Sie dann dieſe Beſor=
gungen
als Vorwand haben, Graf Treſſenſtein. Sonſt
würde man ſich doch wundern, wenn ſie einem ärmen
Tippfräulein ſo ohne weiteres nachreiſen. Mein guter Ruf
würde ſicher darunter leiden.
Wer denſelben anzutaſten wagte, bekäme es mit mir

zu tun, ſagte er, erregt vor ihr ſtehen bleibend. Glaubes
Sie mir, Fräulein Schacht, meine Abſichten ſind die aller
reinſten und beſten, und meine Familie weiß das auch
Mein Schickſal liegt vollkommen in Ihrer Hand, und
Ihnen iſt es vorbehalten, mich zum glücklichſten oder un
glücklichſten Menſchen zu machen.
Gabi ſchüttelte ernſthaft den Kopf. Mit nichten
Herr Graf. Eine ſolche Verantwortung lehne ich vo=
vornherein
ab. Sie iſt mir viel zu groß.
Er erblaßte. Wie meinen Sie das, Fräulei=
Schacht?
Nun, ſagte ſie zögernd, Sie ſind ein verwöhnter, von
nehmer, feinfühlender Menſch, und mir ſcheint, ein ſoll
cher Menſch kann auf die Dauer nur glücklich werden
wenn ſein Leben ſich innerhalb der gegebenen Verhäl=
niſſe
harmoniſch entwickelt. Ein Fräulein Schacht, da
dem Mittelſtande angehört und ſich ihr Brot durchdi
Schreibmaſchine verdient, ſteht außerhalb der Anſprüch=
zu
denen Sie berechtigt und erzogen ſind. Es würd
einen nie verſtummenden Mißklang in Ihr Leben bringes
wenn Sie mich heirateten, und was Ihnen jetzt als heiß
begehrtes Glück erſcheint, könnten Sie ſpäter als verhäng
nisvolle Torheit bereuen.
Er hob in lebhafter Abwehr die Hand.
Nein, ſagte er feurig, das würde ich nun und nimme
mehr. Sie gehören ja, ich möchte ſagen: Gott ſei Dan
durch Geburt und Verhältniſſe nicht unſeren exkluſive
Kreiſen an, aber mit Ihren tadelloſen Manieren, Ihre
vorzüglichen Bildung und Ihrem ſicheren Taktgefüh
paſſen Sie ganz vortrefflich hinein, und ich liebe und veg
ehre Sie wie keine andere Frau auf Erden. Als mein
Gattin würden Sie mir in des Wortes ſchönſter und ede
ſter Bedeutung immer ebenbürtig ſein und meine Inte
eſſen im weiteſten Umfange mit mir teilen.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 45.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Seite 21.

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Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

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Nummer 45.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Nummer 45.

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[ ][  ][ ]

Nummer 45.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Seite 25

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
35 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 9. Febr.: Dem Fabrikarbeiter Phil.
Schnur, Langgaſſe 4, ein S. Georg. Am 10.: dem Hand=
arbeiter
Peter Chriſt, Langgaſſe 29, eine T. Magdalena
Katharina. Am. 8.: dem Braumeiſter Peter Eitenmüller,
Stiftſtraße 11, eine T. Berta Monika Käthchen. Am 6.:
dem Poſtboten Johann Seitz, Fuhrmannſtraße 12, eine
T. Klara. Dem Kaufmann Oskar Pfau in Auerbach,
hier Lagerhausſtraße 24, eine T. Martha Margareta Klara.
Am 7.: dem Konditor Eugen Göbel, Fuhrmannſtraße 4,
ein S. Friedrich Ludwig Eduard Trudo. Am 10.: dem
Maſchinenſchloſſer Phil. Rueß, Liebfrauenſtraße 43, ein
S. Franz Adam. Dem Schloſſer Friedrich Fey, Riedeſel=
ſtraße
72, eine T. Katharina. Dem Schloſſer Guſtav
Albrecht, Pallaswieſenſtraße 54. ein S. Guſtav Karl.
Am 6.: dem Kaufmann Heinrich Baßmann, Grafenſtraße
31, eine T. Helene Maria Gertrude. Am 9.: dem Aus=
hilfsſtationsſchaffner
Michael Mahla, Kranichſteiner
Straße 7, ein S. Richard Michael. Am 6.: dem Kaufmann
Georg Aberle, Erbacher Straße 17, ein S. Rudolf Georg.
Dem Taglöhner Phil. Schreiner, Erbacher Straße 13,
eine T. Sofie. Am 10.: dem Maſchiniſten Adolf Veit,
Gräfenhäuſer Weg 75, eine T. Marie. Dem Weißbinder
und Lackierer Friedrich Petri, Müllerſtraße 5, ein S.
Friedrich Wilhelm. Dem Kaufmann Franz Kattwinkel,
Karlſtraße 36, ein S. Fritz Ernſt. Am 7.: dem Lehrer Hch.
Becker, Dieburger Straße 118, ein S.
Aufgebotene. Am 9. Febr.: Buchdrucker Hermann
Anton Gallert hier und Haustochter Henriette Eliſe
Becker, Jever. Schreinerei= und Möbeltransportgeſchäfts=
inhaber
Wilhelm Ferdinand Sparr, Schloßgartenſtr. 51,
und Marg. Schehlmann, Pankratiusſtraße 29. Am 10.:
Wirt Johann Adam Bertſch, Kahlertſtraße 1, und Schnei=
derin
Wilhelmine Klemmer in Worms. Fabrikarbeiter
Friedr. Selinger, Liebfrauenſtr. 72, und Sophie Emilie
Krach, Hochſtraße 10. Am 11.: Metzger Johann Georg
Mutz, Schillerplatz 4, und Marie Viktoria Margaretha
Andres, Schießhausſtraße 63. Chemiker Dr. Otto Johs.
Mar Wolfes, hier, und Maria Bäuer in Vaihingen
a. Enz. Bäcker Georg Otterbach in Hirſchfelden und
Lina Lohfink in Bingenheim. Hilfsbahnwärter Valen=
itin
Renhel, Pankratiusſtraße 14, und Dienſtbote Eliſab.
Rieß, Liebigſtraße 2. Elektrotechniker Oskar Julius
Wilhelm, Luiſenſtraße 32, und Marie Ottilie Schür=
fffeld
in Lüdenſcheid.
Geſtorbene. Am 9. Febr.: Heinrich Wilh. Reidel,
Zimmermann, 25 J., ev., Soderſtr. 30. Am 10.: Gertrude
Haag geb. Müllmann, Ehefrau des Ziegeleiverwalters,
383 J., kath., Kaſtanienallee 2. Eliſabethe Scherer, ohne
Beruf, ledig, 72 J., ev., Marktſtraße 1. Am 11.: Johann
Udam Bernius, Diener, 69 J., ev., Nieder=Ramſtädter
Straße 54. Heinrich Michel, Schuhmacher, 31 J. ev.,
Feldbergſtraße 70. Anna Eliſabeth Greulich geb. Roß=
nnann
, Witwe des Landwirts, 69 J., ev., Landwehrſtraße
(17. Otto Max Gall, Kutſcher, 33 J., ev., Friedrichſtr. 9.
KKarl Tiefel, Theaterdirektor, 69 J., ev., aus Jugenheim
(a. d. B., hier Grafenſtraße 9.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.

(Beöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
3 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 24. Jan.: dem Schloſſer Anton Beh=
ninger
, Moosbergſtraße 52, ein S. Alexander Anton. Am
30.: dem Kammacher Friedrich Heinrich Karl Holtmann,
Moosbergſtraße 71, ein S. Karl. Am 31.: dem Miſſions=
rnrbeiter
Gottlob Friedrich Jakob Zollmann, Herdweg
Nkr. 19, ein S. Kurt. Am 28.: dem Unterzahlmeiſter Hein=
nich
Albert Uhl, Moosbergſtraße 88, eine T. Sophie
Eliſabeth. Am 31.: dem Bankbeamten Karl Friedrich Chr.
Fitting, Schießhausſtraße 78, ein S. Rudolf Karl Fried=
roch
. Am 1. Febr.: dem Schreiner Ludw. Dechert, Moos=
bergſtraße
24, eine T. Anna Maria Katharina. Am 2.:
dem Diener Guſtav Schade, Annaſtraße 8, eine T. Maria
Selene Wilhelmine. Dem Bureauvorſteher Hch. Grimme,
Hiesbergſtraße 9, eine T. Johannette Maria. Am 7.: dem
Vierbrauer Andreas Müller, Wilhelmſtraße 51, eine T.
Tchereſe Maria.
Aufgebotene. Am 3. Febr.: Rottenarbeiter Heinrich
) Gimbel, Neue Niederſtraße 15, und Eliſe Kath. Kohl=
mann
, daſelbſt. Rottenarbeiter Nikolaus Bitſch, Beſſun=
grr
Straße 87, und Anna Maria Beſt, daſelbſt. Am 10.:
Tapezier Heinrich Adam Zeiß, Sandbergſtraße 18. und
Ehliſe Luiſe Anna Maria Hoffmeiſter, Sandbergſtraße 29.
Eheſchließungen. Am 31. Jan.: Schreiner Heinrich
Zalman, Beſſunger Straße 88, und Marg. Franziska
KKopp, daſelbſt.
Sterbefälle. Am 31. Jan.: Güterexpeditionsvorſteher
P. Peter Jockel, 71 Jahre, ev., Klappacherſtraße 6. Am
Febr.: Eiſenbahn=Oberſekretär Friedrich Guſtav Ludwig
5Strack, 44 Jahre, ev., Inſelſtraße 32. Am 7.: Privatin
nereſe Heußlein, 59 Jahre, kath., ledig, Kiesſtraße 123.
lim 9.: Valentin Kartſcher, S. des Schreiners, 5 Mon.,
v. Wingertsgäßchen 12.

Gottesdienſtliche Anzeigen.

Evangeliſche Gemeinden
Sonntag Sexageſimae, den 15. Februar 1914
Hofkirche: Kein Gottesdienſt. Mittwoch, den
18. Febr., abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Velte.
Abends um 6 Uhr: Pfarrer Kleberger.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Beringer.
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Donnerstag,
den 19. Februar, abends um 8¼ Uhr: Bibelſtunde.
Pfarrer Zimmermann.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Kein Gottesdienſt.
Vorm. um 8½ und 9½ Uhr Gottesdienſt auf dem
Truppenübungsplatz. Vormittags um 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt (Steinſtr. 24, Muſikſaal).
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Widmann. Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt
für den Weſt bezirk. Pfarrer D. Waitz. Abends um
6 Uhr: Pfarrer D. Waitz. Nachm. um 4 Uhr: Bibel=
ſtunde
im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Eliſabethenſliſt: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Hickel. Vorm. um 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Pfarrer Wagner. Vorm. um 11¼ Uhr: Kinder=
gottesdienſt
. Pfarrer Wagner. Abends um 6 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lic. Adolph.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Rückert.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Rückert. Abends um 5 Uhr: Kirchenkonzert zum
Beſten einer Krippe.

Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 15. Febr.,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nach=
mittags
um 4 Uhr: Bibelſtunde. Abends um 8½ Uhr:
Bibliſcher Vortrag. Montag, den 16. Februar, abends
um 8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde. Dienstag, den
17. Februar, abends um 8½ Uhr: Jungfrauen= und
Blaukreuz=Bibelſtunde. Mittwoch, den 18. Febr., nach=
mittags
um 2 Uhr: Bibelſtunde für Mädchen. Um
4 Uhr: Bibelſtunde für Knaben. Donnerstag, den
19. Februar, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde. Zweig
der Stadtmiſſion (Beſſungerſtraße 88, Hth.). Sonn=
tag
, den 15. Febr., vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottes=
dienſt
. Nachm. um 3 Uhr: Bibelſtunde für Jünglinge.
Um 4½ Uhr: Bibelſtunde für Jungfrauen. Freitag,
en 20. Februar, abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.

Evangeliſche Gemeinſchaft (Kiesſtr. 43): Sonntag,
den 15. Febr., nachm. um 2½ Uhr: Sonntagsſchule.
Abends um 8¼ Uhr: Predigt. Prediger A. Berner=
Frankfurt a. M. Dienstag, den 17. Februar, abends
um 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Prediger A. Berner= Frank=
furt
a. M.

Altkatholiſche Gemeinde: Sonntag, den 15. Februar,
vorm. um 10 Uhr, im evang. Gemeindehauſe, Kahlert=
ſtraße
26: Deutſche Meſſe mit Predigt. Pfarrverwalter
Johnen von Heßloch.

Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde ( Lagerhaus=
ſtraße
4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. Mitt=
woch
, abends um 8½ Uhr.

Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Waptiſten), Maner=
ſtraße
17: Sonntag, den 15. Februar, vorm. um
9½ Uhr: Bibel= und Gebetſtunde. Um 10½ Uhr:
Sonntagsſchule. Nachm. um 4 Uhr: Gottesdienſt und
Predigt. Mittwoch, den 18. Febr., abends um 8½ Uhr:
Bibelbeſprechung.

Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 15. Februar, nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule.
Um 4 Uhr: Predigt. Prediger Baches aus Frank=
furt
. Freitag, den 20. Februar, abends um ½9 Uhr:
Predigt und Abendmahl. Prediger Ekert aus Offenbach.

Katholiſche Gemeinden
Sonntag Sexageſimae, den 15. Februar 1914
St. Ludwigskirche: Samstag, den 14. Februar, nach=
mittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. Um
7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. Um 8 Uhr:
Militärgottesdienſt mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hoch=
amt
mit Predigt. Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottes=
dienſt
. Nachmittags um 3 Uhr: Sakramentaliſche
Bruderſchaftsandacht mit Predigt. Freitag, abends
um 6 Uhr: Kreuzwegandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. Abends um 6 Uhr: Roſen=
kranzandacht
.
Kapelle der Engliſchen Sträulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle zu Ober=Ramſtadt: Sonntag, vormittags um
9 Uhr: hl. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 14. Febr., nach=
mittags
um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte.

Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt und Generalkommunion der So=
dalität
. Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Sakramentaliſche Andacht.
Sodalität fällt aus.
Kapelle zu Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10 Uhr:
Amt und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
14. Febr., nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte. Um 7 Uhr: hl. Meſſe. Um 9 Uhr:
Amt mit Predigt. Nachm. um ½3 Uhr: Sakramen=
taliſche
Bruderſchaftsandacht
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 14. Febr., nachm.
um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Beichte. Um
¼7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion, gemeinſame
hl. Kommunion der Jünglinge und Jungfrauen. Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. Nachm. um ½ 2 Uhr:
Chriſtenlehre. Um 2 Uhr: Andacht und Prozeſſion.
Werktags um ¼8 Uhr: Singmeſſe.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt bei
Eberſtadt: Sonntag, vorm."um ¾8 Uhr: heil. Meſſe
mit Predigt.
Kapelle zu Pſungſtadt: Sonntag, nachm. um 4 Uhr:
Andacht, Segen und Predigt.

The Church of England Service
Séxagesima-Sunday, 15th February 1914
Divine Service followed by Holy Communion will be
held in the Hofkirche at 11,30 a. m.
The Rev. W. Sydney, British Chaplain from Heidel-
berg
. will officiate.

Getaufte, Getraute und Beerdigte.

Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 8. Febr.: Dem Chemiker
Dr. Ernſt Friedrich Bartha T. Anna Lieſelotte, geb.
23. Dez. 1913.
Lukasgemeinde: 8. Febr.: Dem Schneider
Jakob Leffringhauſen S. Artur Ludwig, geb. 24. Jan.
Dem Kaufmann Friedrich Roth T. Emmy Hedwig, geb.
8. Jan. Dem Kaufmann Karl Ohnacker S. Georg Lud=
wig
, geb. 27. Dez. Dem Kaufmann Karl Hofmann S.
Georg Karl, geb. 1. Nov.
Martinsgemeinde: 8. Febr.: Dem Kammacher
Johann Georg Friedrich Rohrbach T. Wilhelmine Eliſa=
beth
Anna, geb. 1. Okt. 1913. Dem Lithographen Auguſt
Heinrich Wilhelm S. Johann Georg Leonhard, geb.
24. Dez. 1913. Unehelicher S. Heinz Wilhelm, geb.
25. Dez. 1913. Dem Eiſendreher Wilhelm Koch T. Marie
Katharine, geb. 29. Jan. 3. Febr.: Dem Lokomotivführer
Adam Knell S. Adolf Jakob, geb. 10. Jan.
Johannesgemeinde: 8. Febr.: Dem Schaffner
Otto Huchſtedt S. Herbert Otto Andreas Karl, geb.
16. Jan. Dem Kaufmann Ernſt Hermes S. Ernſt Lud=
wig
Joſef, geb. 30. Dez. 1913. Dem Eiſendreher Chriſtian
Kögel S. Valentin Chriſtian, geb. 13. Dez. 1913. Dem
Fabrikant Georg Wilhelm Göbel S. Georg Albrecht,
geb. 25. Dez. 1913. 11. Febr.:Dem Kaufmann Johann Adam
Hartmann S. Wilhelm Alexander, geb. 22. Jan.
Paulusgemeinde: 8. Febr.: Dem Herrſchafts=
kutſcher
Peter Heinrich Schnur T. Marie Eliſabeth Re=
bekka
, geb. 13. Jan. Dem Kaufmann Maximilian Loring
S. Richard, geb. 28. Dez. 1913.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Martinsgemeinde: 7. Febr.: Spengler und
Inſtallateur Heinrich Lücker und Anna Marie Bieber,
beide hier.
Johannesgemeinde: 7. Febr.: Heizer Friedrich
Klenk und Witwe Johanna Preis, geb. Emmer, von hier.
12. Febr.: Heizer Konrad Lindenmeyer und Witwe Pauline
Wagner, geb. Gall, von hier.
Paulusgemeinde: 7. Febr.: Schreibgehilfe Karl
Philipp Böhm zu Groß=Bieberau und Margarete Reichert,
ebenda.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 12. Febr.: Zimmermann Hein=
rich
Wilhelm Reidel, 25 J., 5 Mon., ſtarb 9. Febr.
Lukasgemeinde: 8. Febr.: Sofie Jordan, geb.
Lind, Ehefrau des Rentners Carl Jordan, 63 J., 9 Mon.,
ſtarb 6. Febr.
Martinsgemeinde: 11. Febr.: Dem Kellner
Adam Ihrig T. Henriette, 4 J., ſtarb 8. Febr. 4. Febr.:
Otto Philipp Herling S. des Bürodieners, ½ J., ſtarb
2. Febr. 9. Febr.: Maria Schmidt, Witwe des Lehrers,
63 J., ſtarb 6. Febr.
Johannesgemeinde: 13. Febr.: Schuhmacher
Heinrich Michel, 31 J., ſtarb 10. Febr. Kutſcher Otto Gall,
33 J., ſtarb11. Febr.
Petrusgemeinde: 11. Febr.: Valentin Kartſcher,
S. des Schreiners Adam Kartſcher, dahier, 5 Mon., ſtarb
9. Febr.
Paulusgemeinde: 4. Febr.: Eiſenbahn= Ober=
ſekretär
Friedrich Guſtav Ludwig Strack, 43 J., ſtarb 2. Febr.
Beerdigte aus Anſtalten: 9. Febr.: Witwer
Adam Jochim, 73 J., ſtarb 6. Febr.

Trauungen auswärt. Paare: Pfarrer Beringer.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
Vogel.

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[ ][  ][ ]

Seite 26.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Nummer 45.

Montag, den 16. Februar 1914, abends 7 Uhr
Fanſtes KorlzerC
(mit verstärktem Orchester)
im Grossherzoglichen Hoftheater
zum Besten des Witwen- und Waisenfonds der
Grossherzoglichen Hofmusik
unter Leitung des
Hofkapellmeisters Herrn Paul Ottenheimer
und unter Mitwirkung des
Ehepaares Kammersänger Felix und
Kämmersängerin Adrienne von Kraus
aus München.
PROGR A MM.
Erste Abteilung:
H. Berlloz.
1. Fantastische Sinfonie.
Zweite Abteilung:
2. Drei Lieder für Bariton
R. Schumann.
3. Drei Duette für Alt und Bariton . R. Schumann.
4. Rondino für acht Blasinstrumente . L.v. Beethoven.
5. Drei Lieder für Alt
J. Brahms.
6. Mazeppa, Sinfonische Dichtung
F. Liszt.
Der Ibach-Transponierflügel nach Erfindung des Herrn
Prof. Dr. Felix von Kraus ist aus dem Lager der Firma
Hoflieferant Heinrich Arnold, hier, Wilhelminenstrasse 9
und Mühlstrasse 13.
Vormittags 10½ Uhr. Karten zur Haupt-
Hauptprobe: probe à Mk. 1.50 sind an der Hoftheater-
Tageskasse, sowie in der Musikalienhandlung von Leopold
Schutter, Elisabethenstrasse 12, und im Verkehrsbureau zu
haben.
NB. In dieser Hauptprobe werden alle Nummern des Pro-
gramms
zu Gehör gebracht.
(4100ms
Sonntag, den 15. Februar 1914, nachm. 5 Uhr

Mur bis 15. Februar

Süßrahm Tafel=

Math. Rosenstock
Ludwigſtraße 18
und Filialen

zum Besten der Kinderanstalten der Gemeinde
unter gütiger Mitwirkung von Fräulein Elſe Diefen=
thäler
(Alt), Konzertſängerin von hier, Fräulein
Gertrud Schäfer (Violine) aus Frankfurt a. M.,
Herrn Hoforganiſt Reallehrer H. Müller (Orgel) von
hier u. dem Kirchengeſangverein d. Johannesgemeinde
unter Leitung des Herrn Hofmuſiker Guſtav Adam.
Eintrittskarten zu 3,30 Mk., 2,20 Mk., 1,65 Mk., 1,10 Mk. die
numerierten und 55 Pfg. die unnumerierten Plätze ſind im Ge=
meindehaus
, im Verkehrsbüro, in der Muſikalienhandlung
von H. Arnold (Wilhelminenſtraße) und im Laden von P. März
(Ecke Landwehrſtraße) zu haben.
(4125ms

Täglich nachmittags

Kanee=Kenzert

Ze
Hoflieferant (1330a
Telephon 203 Markt 5.
Kudsigslche!
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in Saathafer=Siegeshafer
Morgen Sonntag, den 15. Febr., nachm. 4 Uhr
prima Qualität, per Ztr. 14 Mk.

Innar=konzert
Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regts. Nr. 61
Leitung: Obermusikmeister M. Weber.
Im Programm: Auber: Ouvertüre zu Die Stumme von
Portici. G. Puccini: La Tosca‟. Kalman: Der Zigeuner=
primas
. Suppé: Boccacio‟
II. Teil
(B4413
Stücke aus: Wie einſt im Mai Kollo Bredschneider
Die Reiſe um die Erde in 40 Tagen .J. Gilbert.
Eintritt 30 Pf. Programme an der Kasse.
Obere Ränme für Nichtkonzertbeſucher.

Heute Samstag
Grosses humoristisch-karnevalistisches Programm.
Schlager auf Schlager!
Morgen Sonntag
Gross. Kölnischer Kappenabend.
Konzert von der berühmt. Damen-Künstlerkapelle Geschw. Eberle.
Zum ersten Mal in Darmstadt.
(*3850)
Kappen gratis.
Eintritt frei.

Stadr Harnperg, gasse 38.

Ober-
Sonntag, den 15. Februar
von mittags 3 Uhr 71 Minuten ab

ſehr ſtückreich,
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mit Militür-Konzert.
Karnevalistische Vorträge, Ulk und sonstigen Fez (*3919
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Heute

Samstag,
14. Februar

Familien-Abend

Sonntag,
15. Februar

Morgen
Vorstellungen

Du Kaut. Aunſchum
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Roaſtbeef
getrüffelt Wildſchweinskopf
getrüffelt Geflügelgalatine
Schweinsleberpaſtete
Schinkenpaſtete
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Samstag, den 14. Februar 1914,
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Schiller.
Spielleiter: Hans Baumeiſter,
Perſonen:
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Reichsvogt . . K. Weſtermann
Werner, Frhr. v.
Attinghauſen . . Herm. Knispel
Ulrich v. Rudenz Frz. Schneider
Werner Stauf=
facher

Johannes Heinz
Konrad Hunn
Chriſtoph Speen
Itel Reding
Rich. Jürgas
Hans a. d. Mauer Frd. Jachtmanſ
Ludwig Hinkel
Jörg im Hofe
Ulrich der Schmid Adolf Braun
Joſt von Weiler . Alexand. Mon

Walter Fürſt
Wilhelm Tell
Röſſelmann,
Pfarrer .
Petermann,
Sigriſt .

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Werni, der Jäger Hans Bertram
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Meier v. Sarnen Edm. Göllnitz
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Arnold v. Sewa. Jean Sautie
Jenni, Fiſcher=
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Seppi, Hirten=
knabe

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Gertrud, Stauf=
fachers
Gattin Herta Alſen
Hedwig, Tells
Gattin
Sofie Doſtal
Walther,1 Tells Erna Stoffer
Wilhelm,Knaben Erna Jungkut
Berta v. Bruneck Eliſabeth Horſl
Armgard, ) Bäue= Charlotte Pils
Mechthild,rinnen Paula Karſte)l
Frießhardt, Söld= Adolf Klotz
Leuthold, ner Adolf Jorda
Rudolf d. Harras Emil Kroczak
Johs. Parricida . Heinrich Hachl
Stüßi, der Flur=
ſchütz
.
Paul Eisner
Wanderer
Br. Waigand
Meiſter Steinmetz Franz Sylvan
Heinrich Geyer
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Ein alter Mann. Julius=Bogler
Preiſe der Plätze: Sperr=
ſitz
: 1.13. Reihe 1.65 , 14.20.
Reihe 1.15 , Parterre 1.15 ,
Proſzeniumsloge 2.15 , Mittel=
loge
2.15 , Balkonloge 2.15 c
I. Rang 2.15 , II. Rang 1.15 4
I. Galerie 55 , II. Galerie 45
Kartenverkauf: an der Tages=
kaſſe
im Hoftheater von 9½
Uhr und eine Stunde vor Beginml
der Vorſtellung; im Verkehrss
büro bis kurz vor Beginndm
Vorſtellung. (Im Verkehrsbürchll
werden auch telephoniſch Kartell
Beſtellungen entgegengenom
Telephon Nr. 1582).
Anf. 7½ Uhr. Ende gegen11
Vorverkauf f. die Vorſtellungena
Sonntag, 15. Febr. 111. Ab.=
C 28. Lohengrin.Ge
Preiſe. Anfang 6½ Uhr.
Dienstag, 17. Febr. 112.
Vorſt. B 28. Erſtes Gaſtſpioll
Albert Heine. Neue
ſtudiert und neu inſzeniert:
Kaufmann von Venedi
Shylok: Albert Heine. Gewöhn
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Mittwoch, 18. Febr. 113. Ab.
A 29. Die Zauberflöt
Gew. Preiſe. Anfang 7 Uhr

Montag, 16. Febr. Fünſte
Konzert der Hofmuſ
Anf. 7 Uhr. Soliſten des Abeidgl
Felix v. Kraus u. Adrieſſ
v. Kraus=Osborne.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 19. Febr.114
Vorſt. C 29. Zweites u.
Gaſtſpiel Albert Heine
einſtudiert und neu inſzen
Don Carlos. Philippg
Albert Heine. Gewöhnl.
Anfang 7 Uhr.
Programm
zu dem am Samstag,
14. Febr., von 12 Uhr mittags
vor dem Neuen Palais
findenden Konzert der Kan
des Großh. Art.=Korps (Nr=
1. Parademarſch der Kava
von Seiner Königl. Hoheit
Prinzen Heinrich von Prei=
2. Liebeslied und Feuerzaubel
Die Walküre von R. Wa=
3. Im Zauber der Früh
nacht, Walzer von Jeſſel.4a
und Prieſterchor aus Zauben
von Mozart. 5. Melodien
Der Graf von Luxemburg
Fetras. 6. Untern Linden,
aus Filmzauber von Kolla

[ ][  ][ ]

Nummer 45.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Seite 27.

Liederzweig=Maskenball
Samstag, 21. Februar 1914, abends 8 Uhr, in der Turnhalle, Woogsplatz.
Verschiedene Ueberraschungen. 68

Eintritts-Karten für Fremde im Vorverkauf Mk. 1.10 zu haben im Verkehrsbüro, bei K. Koch, Markt 3, A. Gehring, Pankratiusstrasse, H. Nau,
ustergasse. Abends an der Kasse Mk. 1.65. Maskenkarten für Mitglieder nur bei Herrn A. Schneider.
(4332sf
N. Die NACHFEIER findet am Sonntag, den 22. Februar, in ARHEILGEN bei Mitglied Rapp statt. Abmarsch ½3 Uhr Mathildenplatz.

Gesellschaft Harmlose‟
Sonntag, den 15. Februar 1914:
Damen- u. Herrenstzung
mit BAL.
in sämtlichen Räumen des Kaiser- u. Fürstensaales.
Leitung: Julius Simon.
Darmstädter Redner und Liederdichter,
Solo-Vorträge.
Grossartige Dekoration.
Kapelle: Art.-Reg. Nr. 61, M. Weber.
Anfang 611 Uhr. Kassenöffnung 511 Uhr.
Karten im Vorverkauf 80 Pfg. bei: Verkehrsbüro, Ernst-Ludwigsplatz,
L. Simon, Buchdruckerei, Grafenstrasse 15. Abendkasse Mk. 1.50.
Seeeesee66ee

Hetel Krone, Auerbach

Sonntag. 15, Februgr 1914, Ze nachmitags:
Großes karneval. KONZERT
von der ganzen Kapelle d. Garde=Drag.=Rgts. Nr. 23.,
mit ſehr ſtimmungsvollem Programm.

sends 8. 33 in den farbig elektr. fenhaſt dekoriert. Sälen ꝛe.=
1. großer
nergaträßer Maskenball und Kostümfest
in den Sälen des Hotelneubaus, den Fremdenzimmern
des 1. Stocks und im Schweizerſaal.
Original-Tango One u. Two Step, Boston,
eranzk v. Herrn Tanzmeiſter Schrimpff u. Gemahlin, Darmſtadt.
Masken=Prämiierungen (25 u. ein allererſter Preis).
Arnenfettiſchlacht. Luftſchlangenbombardement. Orangen=
Pielonaiſe. Vorführungen im Confereneierſtyl. GWTanz frei.
Kein Maskenzwang. Kein Demaskierungszwang.
Päkt=Salon. 5 Umkleideräume u. Friſier=Salon im Hotel.
Koſtüme und Karneval=Artikel
lind am Ballabend im Hotel zu verleihen und zu haben.
ſarten im Vorverkauf zu ermäßigten Preiſen bei Herrn
Pngen Semler=Auerbach, Telefon 431, welcher auch jede ge=
Winſchte Auskunft erteilt, ſowie bei den durch Plakate erkennt=
esen
Verkaufsſtellen. In Darmſtadt im Verkehrsbureau,
Irnſt=Ludwigplatz und beim Pedell der Techn. Hochſchule.
Eintrittspreiſe. Konzert: 30 Pf., Maskenball: a) Vordere Säle
Anchließlich Schweigerſaal, im Vorverkauf 2 Mk., an der Tages=
de
2.50 Mk.,; b). Schweizerſaal 1 Mk., Tageskaſſe 1.25 Mk.
mit Muik
Abends
11 Grosser Maskenumzug durch den Ort.
Alle Närrinnen u. Narren ſind höfl. eingeladen.
Das Ball-Kom-mit-Tee.
ugverbindungen: Richtung Darmſtadt 12½ (Eilz.) 10 410
Heppenheim 1250 450.
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roßer Saal mit buhne
ſartnachtsſonntag, 22. Februar, noch frei.
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Konkordiaſaal, Waldſtraße 33.

Maasken-Kostume
für Herren und Damen
in großer Auswahl, von den einfachſten bis
eleganteſten Neuheiten.
(3221a
Dominos in großer Auswahl
empfiehlt die Verleihanſtalt von
A. Getrost, Rheinstr. 5.
Gehrock, Frack u. Smoking zu verleihen.

von Ginfachten de uen
Eleganteſten. Herren= u.
Damen=Dominos j. größt.
Mskenkestume
Auswahl bill. zu verleihen.
voorragende Neuheiten wie Tango- u. Puppchen-Kostüme etc.
Maßanfertigung, auch leihweiſe. Wa (4134a
n. d. Turnh.,
Konfektion, Mühlſtraße 40, I. Moogspl.

e
ſüh. Damenmasken
uchf. ſ. ſchicke Koſt. bill. zu verl.
LieMamnſtädterſtr. 49, I. (4380a

Hübſches Maskenkoſtüm
faſt neu, billig zu verleihen oder
(*3900sgo
zu verkaufen.
Kranichſteinerſtr. 35, I.

Zurſtenauer Hof‟
Heute Samstag
Metzel=

ſuppe
wozu freundlichſt einladet (*3844
Franz Buttler.

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Gut enbergſtraße 2
Samstag
Reſteluppe
ee
Kappenabend
mit humoriſtiſchen Vorträgen
wozu freundlichſt einladet (*3801
Johann Dreja i. V.

Heute Samstag
Metzel=
luppe

wozu freundlichſt einladet (IIII,4415
Gg. Hofferberth
Kiesſtraße 27.

Heute Samstag
Metzel=
ſuppe

mit Konzert
Restr. zum Thüringer Hof
Jean Gessner
Saalbauſtraße 65. (*3857

unt nit chen
Metzel=
Suppe
wozu freundlichſt einladet (*3890
Aug. Englert
Ballonplatz 4.

ſi er eienreien Alneit 1 ch.
Heute Samstag, den 14. Februar
Metzelsuppe.

Sonntag, den 15. Februar
Kappen-Abend mit Frei-Konzert
wozu höfl. einladet
(*3891
Peter Bessinger.

Restaurant Schmitt
Inhaber: Gustav Ganßmann, am alten Bahnhof.
Samstag
Schlachtfese.

Sonntag

Grosser Fastnachtsrummel mit Tanz
Anfang 4 Uhr.
(*3854
Es ladet freundl. ein Gustav Ganssmann.

Restauration z. grünen Laub.
Heute Samstag, den 14. Februar
großes Schlachtfest
Morg. früh Wellfleiſch mit Kraut, abends Bratwurſt mit Rotkraut.
Sonntag, den 15. Februar
Grosser Kappenabend.
Anfang 5 Uhr 11 Min.
Zu recht zahlreichem Beſuche ladet ergebenſt ein
(*3880
Heinrich Eisenhauer, Gr. Bachgasse 16.

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Heinheimerstr. 8 Mauerstr. 7.
Heute Samstag Metzelsuppe.
Abends:
Grosses karnevalistisches Kappen-Schlacht-Fest
bei humor, Konzert der Kapelle Mickley. (*3907

Wirtschaft zur Rösenhöhe, Rundeturmstrasse 16
Samstag, den 14. Februar
(*3827

Metzelsuppe

Morgens Wellfleiſch
mit Kraut.

Wozu freundlichſt einladet

mit
Freikonzert
Gg. Hansel.

Heute Samstag, den 14. Februar (*3826

Metzelsuppe.

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H. Woelfing, Besitzer.
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Kranichſteinerſtr. 8, part. (*3812sg

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u. Herzdame, zu verleihen, auch
zu verkaufen.
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[ ][  ]

Telephon 173

Rheinstrasse 6

Hohkönigsburg
Natur.

Wochenchronik
Natur.

Teler
SEelE--AKKIe

Seite 28.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 14. Februar 1914.

Nummer 45.

Olympia=

Inhaber:
Georg Brand.

Sheater
Darmſtadt
2 Rheinſtraße 2

Programm für Samstag, Sonntag und Montag, 16. Febr.
Groß. See=Räuber=
In Not und Gefahr Drama in 2 Akten
Dieſes Drama bringt eine Reihe von Verfolgungen über faſt
unüberwindliche Felſen und Klüften. Außerſt ſpannend!
Das neue Mädchen Pumpel als Suffragette
Eine Komödie aus dem 1 Großer humoriſtiſcher Schlager
Alles lacht!
wilden Weſten
Großer Indianer=Schlager ſpannend!
Außerſt
Die Indianer auf dem Kriegspfade
Ihre Nummer fällt durch Großer humoriſt. Schlager
Einlagen nach Bedarf. . III. Platz 19 Pfg.
Ab Dienstag Der Todesfelsen
Ein ganz gewaltiger Schlager in 3 Akten.
(*3849

Von heute der 4 Autoren-Film
der
Henny Porten-Serie
Ver wes des Lebele

rama in 3 Akten, in der Hauptrolle

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Jahren meine Tätigkeit als Tanzlehrerin unverändert ausüben werde.
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verloren Magdalenenstr., an der Hochschule.
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goldenem Bier= und Weinzipfel. AEöntlaufen jg., ſchwarze perſiſche
Gegen gute Belohnung abzugeben Katze. Gegen gute Belohnung
bei W. Pulver, Kranichſteiner=abzugeben Engl. Geſandtſchaft,
ſtraße 36, 1. Stock.
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getragen, zu verkaufen, event.
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Zigeunerin, Würfel, Pierrette.
Kaupſtr. 51, 2. St. lks.
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Am Donnerstag Vormittag
auf dem Wege Wilhelminen=,
Karl=, Hermannſtraße, Poſt, Eich=
bergſtraße
eine ſilberne Uhr mit
Kette, gez. S G und Krone ver=
loren
. Abzugeb. gegen Belohnung,
Heinrichſtr. 39.
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Frinzen=Anzug u. blauer Elotn
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Hinkelsgaſſe 7.

Eine Shsatioh ohne Gleichen
ist der Welt=Schlager
9
Feßit
Lie eiserne zen
Grosses Kriegsschauspiel in 3 Akten.
Eine Episode aus dem serbisch-bulgarischen Krieg. Eine
Episode zwar nur, aber darum nicht minder tragisch als
der Ausgang eines grossen Ringens dieser beiden Völker.
Glänzende dramatische und szenische Effekte.
Zwei weitere Schlager:
Zwecklos geopfert
Aeusserst spannendes Lebensbild in 2 Akten.
Grosszügiges Drama, das in technischer u. künstlerischer
Hinsicht von hervorragender Bedeutung ist.
Erna Morena in der Hauptrolle.
Der sieger im kennen
Grosses Drama in 2 Akten, prachtvoll koloriert.
In Nord-Amerika hat die Wettleidenschaft einen grossen
Umfang angenommen, besonders die grossen Rennen
begeistern Jung und Alt zum Abschluss von Wetten.
Auch die Jockeys spielen eine angesehene Rolle und oft
gewinnt der Sieger des Tages mit dem Preis auch die
Hand der Besitzerin des Pferdes.
Hochinteressant, sehr spannend.
Ferner: 3 glänzende Humoresken
und eine Anzahl Neuheiten erlesener Lichtspielkunst
in seltener Reichhaltigkeit und Abwechslung.

Nur vom Besten das Beste.

(4416

Grosseres Vereinslokal (Parterk

für Samstags abends zu vergeben.
Näheres Expedition.

am
weiß. Turm
Telephon 2099.
Iimmmmm
Immam
Der grosse Kriminalroman in 3 Akten
Grenzbrunnen
herrlich koloriert, kommt ab heute zur Vorführung

ausserdem

Der
Ausreisser
Grosse Komödie.
Der Alte vom
Berge
Amerik. Komödie.

Es wär so schön
gewesen
Humoreske.

Weihnachts-
beim

schmaus sherift
Wild-Westdrama.

Der Plan
des dicken Peter
Humoreske.
Das
kleinste Auto
Interessant.

1 Paar ſchwarze u. ein Paar
rote Kröpfer
fortgeflogen. Ablieferung
gegen Belohnung (4418sg
Roßdörferſtraße 87, 1. St.

Thenter- und Masken-Gerder

Verfeih-Institnt.

Grösstes Kostümlager
am Platze.
Hervorrag. Neuheiten
für Damen, Herren
und Finder
Dominos
Atelierf. Neuanfertigung
und Verleih-Institut.

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Luisenstrasse 10.

Tel. 2173.

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105 Tarz-Kontroll.
500 Num. Eintrittsbie
35
1000 Tombola-Los
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Cerevismützen, Konfs
Luftschlangen,
Nebelhörner, Pritsch
Karnevalsorden.

Alle A ten v. Vereins-Artikeln, Kostüme, Kulissen, Fahnen,