Darmstädter Tagblatt 1914


N 35., Mittwoch, den 4. Februar.

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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 26 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.

Die Erſte Kammer tritt am 10. Februar zur Beratung
der Beſoldungsvorlage zuſammen.
Der Reichstag erledigte geſtern zunächſt kurze An=
fragen
und ſetzte dann die zweite Leſung des
Etats des Reichsamts des Innern fort.
Der Reichstagsabgeordnete Preuß (Zentr.) für den
Wahlkreis Königsberg 6, Braunsberg=Heilsberg, iſt ge=
ſtorben
.
Das neue Luftverkehrsgeſetz iſt dem Reichstag zu=
gegangen
.
Bei dem Ständigen Komitee zur Unter=
ſtützung
der durch das Hochwaſſer der
Oſtſee Geſchädigten ſind bis jetzt über
150000 Mark eingegangen.
Nach einer offiziöſen Meldung betrugen für Frankreich
die durch die Beſetzung Marokkos im Jahre 1912
entſtandenen Koſten 293977000 Francs.
Der griechiſche Miniſterpräſident Veni=
zelos
wurde vom Zaren in Audienz empfangen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.

Die Vollendung
der Tanganjikabahn.

** Die oſtafrikaniſche Tanganjikabahn,
dderen Gleisſpitze am 1. Februar an ihrem Endpunkt
in Kigoma am Tanganjikaſee angelangt iſt, bedeutet
einen erheblichen Fortſchritt im Verkehrsweſen unſeres
Oſtafrikaniſchen Schutzgebietes, welches damit in den Be=
itz
einer durchgehenden Ueberlandbahn von 1250 Kilo=
rneter
Länge kommt. Die Strecke Daresſalam=
Kigoma entſpricht etwa der Entfernung Berlin=Mailand
tund wird demnächſt in zwei Tagen zurückgelegt werden,
während die Karawanenreiſe bisher 42 Tage erforderte.
Der Bau der Bahn wurde durch Geſetz vom 31. Juli 1904
per Oſtafrikaniſchen Eiſenbahngeſellſchaft konzeſſioniert.
Nach Fertigſtellung der Strecke bis Morogoro erfolgte der
Weiterbau und die Verſtaatlichung der Stammſtrecke durch
Ulebernahme der Anteilſcheine auf den oſtafrikaniſchen
Schutzgebietsfiskus. Die Mittel wurden durch eine Schutz=
gebietsanleihe
unter Bürgſchaft des Mutterlandes be=
neitgeſtellt
. Am 1. Juli 1912 konnte die Strecke Dares=
ſaalam
=Tabora dem Betrieb übergeben werden.
Alſsachdem die Mittel zum Weiterbau nach Kigoma durch
lGreſetz vom 12. Dezember 1911 bewilligt worden waren,
üs die Strecke überraſchend ſchnell vollendet worden; ſie
llſtlte ſpäteſtens am 1. April 1915 betriebsfertig ſein,
de Eröffnung der ganzen Bahn kann aber ſchon in einigen
AAsonaten erwartet werden. In die Tanganjikabahn ſetzt
man bekanntEch hinſichtlich der Erſchließung des großen
Aseengebietes und des dadurch bewirkten wirtſchaftlichen
Allllufſchwungs unſeres Schutzgebietes viele Hoffnungen.
Der Schienenſtrang geht quer durch die Mitte der
Alniolonie, beginnend bei Daresſalam, der aufblühenden
beruptſtadt von Deutſch=Oſt, um dann über Morogoro,
alloſſa, Mpapua, Kilimatinde und Tabora bei Kigoma
hem Tanganjikaſee, einen der rieſigen mittelafrikaniſchen
Aimnenſeen, zu erreichen. Er hat eine Länge von 1270
Alltilometer und wird an ſeinem Endpunkt ergänzt und fort=
enührt
durch eine Anzahl von Dampfern von 100 bis 1200
Areinnen, für die in Kigoma bereits umfangreiche Hafen=
indagen
errichtet worden ſind. Die Bahn wird nicht nur
ie Mitte und den Weſten der Kolonie erſchließen, ſondern
Auch die Verbindung mit dem Belgiſchen Kongo,
eſoonders mit dem wirtſchaftlich wichtigen Katanga=
Allebiet, herſtellen und damit die Möglichkeit bieten, den
Heſamten Handel dieſer Gebiete nach dem deutſchen Ge=
We,, insbeſondere nach Daresſalam, zu lenken. Die neue
aion ſtellt auch eine ſchnelle Ueberlandverbin=
Humg mit Kamerun her, da man in 9 bis 10 Tagen
Ahn Daresſalam nach Stanleyville wird kommen können.
Aerrner bedeutet die Vollendung der Zentralbahn ein neues
Achtiges Glied in der Kette der Bahnen überhaupt, die
Umal unſere afrikaniſchen Kolonien miteinander in Ver=
nd
ung bringen und den Verkehr von Meer zu Meer er=
bellichen
werden. Es wird jetzt nicht mehr lange dauern,
Der erſte Eiſenbahnzug die Geſamtſtrecke von Daresſa=
An bis Kigoma durchlaufen wird.

Der badiſche Miniſter
des Innern und die Parteien.

* Wie geſtern bereits kurz mitgeteilt, hat ſich der
badiſche Miniſter des Innern, Frhr. v. Bod=
man
, über ſeine Stellung zur badiſchen Großblockpolitik
geäußert und dabei ſolgendes geſagt:
Die Unterſtellung, daß die Regierung eine andere
Stellung eingenommen hätte, wenn die Wahlen anders
ausgefallen wären, weiſe ich mit Entſchiedenheit zurück.
Im übrigen bin ich auch ein ſchlechter Politiker, wenn man
nach links hört, weil ich kein Großblockminiſter hin; wenn
man nach rechts hört, weil ich ein Großblockminiſter bin,
oder, wie die Zentrumspreſſe geſchmackvoll ſagt, ein Rot=
blockminiſter
bin. Ein Großblockminiſter iſt ein Mann,
der erſtens das Wahlabkommen der Linken
billigt und dann ausſchließlich oder doch einſeitig mit der
aus dem Wahlabkommen hervorgegangenen Mehrheit ar=
beiten
, will. Ich habe ſtets bekannt, ich billige dieſes
Wahlabkommen nicht, weil es viele Staatsbürger, die gut
monärchiſch, vaterländiſch und konſervativ, nicht in partei=
politiſchem
, ſondern im ſtaatserhaltenden Sinne geſinnt
ſind, verpflichtet, einer Partei ihre Stimme zu geben, die
in all dieſen Dingen auf einem ganz anderen Standpunkt
ſteht. Ich halte das Großblockabkommen für
widerſinnig, ich halte es für gefährlich. Ich
halte es für widerſinnig, weil den Anhängern der liberalen
Partei, vor allem der Nationalliberalen, nach links und
rechts Wähler abgehen. Die Gefährlichkeit beſteht darin,
daß die politiſchen Ziele der Sozialdemokratie ver=
ſchleiert
werden. Ich fürchte, daß aus dieſem Vorgehen
ein Zerreiben der Mittelparteien erfolgt, daß wir dann
nur zwei Parkeien haben: das Zentrum und die Sozial=
demokraten
. Dabei verkenne ich nicht, daß die national=
liberale
Partei, wenn ſie dem Großblockabkommen zu=
ſtimmt
, keineswegs die Geſchäfte der Sozialdemokratie be=
treibt
oder ſozialdemotratiſche Gefinnung hat Ich ver=
fenne
nicht die Gefahr, die von einem Anwachſen
des Zentrums für die freiheitliche Entwickglung des
Landes drohen kann. Ich verſtehe deshalb die Motive,
die Sie (zur Linken) leiten, aber ich halte den Weg, den
Sie gehen, nicht für den einzig möglichen und ich halte
ihn nicht für den richtigen. Ich glaube, daß man auf dem
Wege des Alleinvorgehens durch Organiſation und Ar=
heit
ſich auch eine Vertretung ſchaffen kann Wenn die
Liberalen auf die ſozialdemokratiſche Unterſtützung ange=
wieſen
ſind, ſo ſchließt das die Gefahr einer Abhängigkeit
von der Sozialdemokratie ein.
Was das Zuſammenarbeiten der Linken im Parlament
angeht, ſo verſtehe ich das durchaus, und ich erkenne durch=
aus
an. daß die Herren von der Linken, mit Einſchluß der
Sozialdemokratie, nützliche Arbeit für das Wohl’des Lan=
des
geleiſtet haben. Aber ich verwahre mich dagegen, daß
ich einſeitig mit Ihnen arbeiten will. Im übrigen ſind=
die
meiſten geſetzgeberiſchen Arbeiten zuſtande gekommen
durch ein Zuſammenwirken der Parteien. So
ergibt ſich die Stellung, die der Staatsminiſter als die
über den Parteien bezeichnet hat. Ich würde es für eine
Pflichtvergeſſenheit anſehen, wenn ich meine Anordnungen
von politiſchen Geſichtspunkten abhängig machen würde.
Daß ich aber über den Parteien ſtehe, das ſchließt nicht
aus, daß ich die Beſtrebungen einer Partei, die igegen die
Monarchie gerichtet iſt, bekämpfe. Ich begrüße die Er=
klärung
des Abgeordneten Kolb, die Sozialdemo=
kratie
ſtände auf dem Boden von Geſetz
und Verf aſſung. Die Tatſachen ſtehen mit dieſer
Erklärung aber nicht immer im Einklang. Sie (zu den
Sozialdemokraten) nehmen gegenüber dem Staatsober=
haupt
nicht immer die Haltung ein, die der Verfaſſung
entſpricht. Sie bleiben von der feierlichen Landtags=
eröffnung
fern, Sie lehnen die Zivilliſte ab. Sie lehnen
das Budaet ab. Wenn Sie für das Budget ſtimmen, dann
werden Sie von Ihrer Partei gerüffelt. Mit Ihrer Stel=
lung
zum Heere uſw. ſtehen Sie im Gegenſatz zur Bevöl=
kerung
. Der Miniſter erinnert an Aeußerungen von Roſa
Luxemburg, Liebknecht uſw. Ich unterſcheide nach wie
vor zwiſchen den Beſtrebungen zur Hebung des vierten
Standes und denen auf politiſchem und wirtſchaftlichem
Gebiete. Die Bekämpfung des modernen Staates der
Monarchie uſw. ſind für mich negative Ziele. Dadurch,
daß, Sie ſie verfolgen, bekommt Ihre poſitive Arbeit in
Ihrer Richtung einen negativen Charakter und iſt mit
Vorſicht zu verfolgen. Ihren Zielen muß eine Regierung
entgegentreten. Der Abg. Kolb hat geſagt, die Sozial=
demokratie
werde ſich trotz alledem durchſetzen Ich hoffe,
daß ſie überwunden wird durch Gerechtigkeit und den
geſunden Sinn des Volkes, wenn ſie aber den Boden des
Geſetzes verläßt, mit den Machtmitteln des Stgates.
Auf das Erſuchen des Zentrumsabgeordneten Kopp,
der zu wiſſen wünſchte, inwieſern das ſtarke Anſchwellen
des Zentrums eine Gefahr bedeuten könnte, da das
Zentrum immer einen freiheitlichen Standpunkt einge=
nommen
habe und mit der poſitivechriflichen Anſchauung
der Staat keine Gefahr laufe, erwiderte Miniſter v. Bob=
man
: Ich habe geſagt, daß das Anwachſen des Zen=
trums
eine Gefahr für die freiheitliche Entwicklung be=
deuten
könne. Dazu veranlaßt mich ein Blick auf andere
Länder und in die Geſchichte Ich erblicke eine Gejahr
in der fortſchreitenden konfeſſionellen Abſonderung und
eine Gefahr in dem Anſpruch des Zentrums gegenüher
den Angehörigen der katholiſchen Kirche. Das Zentrum
verlangt von den Katholiken, daß ſie zu ſeiner Partei ge=
hören
Ein Katholik könne nur auf Koſten der ewigen
Seligkeit einer anderen Partei angehören. Ich bekläge

dieſe konfeſſionelle Abſonderung ſehr, ich beklage auch,
daß die Herrſchaft der Geiſtlichkeit immer ſtär=
ker
wird. Ich möchte unſer Volk frei und ſelbſtändig
ſehen. Damit iſt nicht vereinbar, was von der Geiſtlich=
keit
bei den Wahlen geſchieht. Der Abg. Wittemann hat
es als einen Fortſchritt bezeichnet, daß die Verwaltungs=
beamten
ſich in der Politik zurückhielten. Die Mahnung
der Linken, die Geiſtlichkeit ſollte ſich an den Verwaltungs=
beamten
ein Vorbild nehmen, iſt ſehr berechtigt. Ich
glaube, daß die Geiſtlichen ihr ſegensreiches Amt mit viel
größerem Erfolg ausüben könnten, daß ſie beſſere Hüter der
Seele wären, wenn ſie ſich größerer Zurückhaltung beflei=
ßigen
würden.

Deutſches Reich.

Einheitliche Regelung des militäri=
ſchen
Waffengebrauchs. Die Blätter melden aus
München, die bayeriſche Staatsregierung habe auf Er=
ſuchen
der Reichsregierung ihre Zuſtimmung zu Verhand=
lungen
über eine einheitliche Regelung des militäriſchen
Waffengebrauchs im Reiche unter Fortfall der bayeriſchen
Sonderbeſtimmungen erklärt. Dieſe Meldung ſtimmt, wie
den Münch. N. Nachrichten an zuſtändiger Stelle mitgeteilt
wird, in dieſer Form nicht. Es iſt zwar richtig, daß zur=
zeit
vertrauliche Verhandlungen darüber ſchweben, ob und
wie nach den Vorgängen in den Reichslanden eine ein=
heitliche
Regelung dieſer Frage, etwa unter Aufhebung
der landesgeſetzlichen Beſtimmungen, fürs ganze Reich ge=
troffen
werden könnte. Es iſt aber gar kein Zweifel, daß
die bayeriſche Regierung und auch die bayeriſche Volks=
vertretung
es rundweg ablehnen, den Standpunkt zu ver=
laſſen
, der nach der Verfaſſung für Bayern gilt und den
bei der Beratung des Militäretats eben erſt Kriegsminiſter
Freiherr v. Kreß näher umſchrieben hat.
Das Petroleum=Monopol. Gegenüber
einer Meldung, daß die Reichsregierung entgegen der bis=
herigen
Annahme auch das Benzin in das Petroleum=
Monopol einzubeziehen beabſichtige, erfährt die Kuxen=
Zeitung von maßgebender Stelle, daß die Regierung le=
diglich
eine Benzin=Vertriebsgeſellſchaft errichten will, wo=
mit
einem Wunſche der Militärverwaltung entſprochen
werden ſoll. Eine Einbeziehung des Benzins in das Pe=
troleum
=Monopol iſt nicht beabſichtigt.
Kardinal Kopp und der Gewerk=
ſchaftsſtreit
. Das Weſtfäliſche Volksblatt veröffent=
licht
folgendes Extrablatt: Kardinal Kopp hat am 2. ds.
Mts. zur Berichtigung ſeines Brieſes an den Grafen
Oppersdorff folgende öffentliche Erklärung abgegeben:
Breslau, den 2. Februar 1914. Bei einer Vergleichung
der Akten des Herrn Biſchofs von Paderborn mit den
meinigen hat ſich ergeben, daß ich der mir nur zur Kennt=
nisnahme
am 20. November 1912 eingeſandten Interpre=
tation
am 1. November 1912 freiwillig beigepflichtet
habe und daß ich aus freier Entſchließung ſie am 22. No=
vember
1912 dem Biſchof von Paderborn gegenüber als
eine ſolche bezeichnete, von der die Gewerkſchaftsführer
in Eſſen erklären konnten, ſie wüßten ſich in bezug auf
ſie in Uebereinſtimmung mit den Biſchöfen. Bei dieſer
Sachlage erkenne ich nachträglich an, daß mein Brief an
den Herrn Biſchof von Paderborn vom 1. Dezember 1912
nicht die große Bedeutung haben konnte, die ihm in mei=
nem
Briefe an den Herrn Grafen von Oppersdorff bei=
gelegt
worden iſt. Es hätte einer Zurücknahme meiner
Entſchließung vom 22. November 1912 vor dem Epiſkopat
als ſolchem bedurft. Ich kann verſichern, daß ich mit
meinem Briefe an den Grafen von Oppersdorff den Herrn
Biſchof von Paderborn in keiner Weiſe habe verletzen noch
ihm irgendwelche Ungelegenheiten habe bereiten wollen.
gez. Kardinal Kopp.
Der Schutz Arbeitswilliger. Wie die
Nordb. Ztg. erfährt, erklärte auf Umfrage der Reichsregie=
rung
die bayeriſche Staatsregierung ſich für eine Aende=
rung
des Strafgeſetzbuches im Sinne des Schutzes Arbeits=
williger
.
Der Ludwig=Donau=Main=Kanal. Das
bayeriſche Verkehrsminiſterium hat der Kammer der Ab=
geordneten
eine Denkſchrift vorgelegt, in der die Entwicke=
lung
und der Verfall des Ludwig=Donau=Main=Kanals,
ſowie die Umſtände, die für eine Wiederbelebung des Ka=
nals
ſprechen, eine eingehende Unterſuchung erfahren.
Die Koſten die der Ausbau des Kanals zu einer
Waſſerſtraße für 200=Tonnen=Schiffe erfordern würde. ſind
veranſchlagt: 1. für die Erweiterung des ganzen Kanals
von Kelheim bis Bamberg auf 36 000 000 Mark. 2. für die
Erweiterung der Teilſtrecke Bamberg-Nürnberg allein
auf 15 200 000 Mark. Ein ſo beträchtlicher Geldaufwand=
ſtünde
mit dem beſcheidenen wirtſchaftlichen Nutzen, der ſich
aus der Zulaſſung von 200=Tonnen=Schiffen herleiten läßt,
nicht im richtigen Verhältnis. Ein Wettbewerb der Kanal=

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Nummer 35.-

ſchiffahrt mit der Eiſenbahn kann für Maſſengüter nur mit
Schiffen von 600 Tonnen Ladefähigkeit erfolgreich aufge=
nommen
werden. Hiernach dürfte es ſich kaum empfehlen,
bei einem Schiffahrtskanal, der als Bindeglied zwiſchen
Donau und Main dienen ſoll, unter die Grenze von 600
Tonnen Tragfähigkeit herabzugehen. Der Verkehr von
ſolchen Schiffen erfordert aber die vollſtändige Kanaliſie=
rung
des Mains und die Erbauung eines neuen Kanals
allenfalls unter Wahl einer anderen Linienführung. Die
Denkſchrift ſchließt: Die königliche Staatsregierung beob=
achtet
die Bedürfnisfrage für die beſſere Schiffbarmachung
der bayeriſchen Binnenwaſſerſtraßen mit großer Sorgfalt.
Die auf Jahrzehnte zurückgehenden Beſtrebungen, der
Großſchiffahrt das Vordringen nach Bayern herein zu er=
möglichen
, werden durch die Inangriffnahme der Main=
kanaliſierung
von Offenbach bis Aſchaffenburg der Er=
füllung
weſentlich näher gerückt. Hand in Hand mit der
Vollendung dieſer Bauarbeiten iſt die Bauwürdigkeit der
Weiterkanaliſierung des Maines von Aſchaffenburg auf=
wärts
nach der techniſchen und wirtſchaftlichen Seite ein=
gehend
zu unterſuchen. Vor der erſchöpfenden Klarlegung
dieſer Fragen dürfte es nicht förderlich ſein, durch koſt=
ſpielige
, vorausſichtlich aber unzulängliche Bauvornahmen
am Ludwigkanal der zukünftigen Geſtaltung der bayeri=
ſchen
Schiffahrtsſtraßen einſeitig vorzugreifen.
Aus Elſaß=Lothringen. Wie die Straß=
burger
Poſt erfährt, werden durch den Wechſel in den
leitenden Regierungsſtellen die Landtagsverhandſungen
vorausſichtlich eine Verzögerung erleiden, da die neuer=
nannten
Beamten ſchwerlich in der Lage ſein werden, ſich
ſofort an den Beratungen zu beteiligen. Da die Budget=
kommiſſion
ihre Beratungen abgeſchloſſen, die Steuer=
reformvorlage
noch nicht in erſter Leſung beraten iſt, wer=
den
auch keine Kommiſſionsſitzungen ſtatthaben können.
Die Wiederaufnahme der parlamentariſchen Verhandlun=
gen
dürfte auf einige Wochen hinausgeſchoben werden.
Wie verlautet, iſt dem Präſidenten des Oberlandesgerichts
Kolmar, Mitglied der Erſten Kammer, Dr. Molitor, der
Poſten eines Unterſtaatsſekretärs und Leiters der Ab=
teilung
für Juſtiz und Kultur im Miniſterium angeboten
worden. Dr. Molitor hat jedoch abgelehnt, und zwar
ſchon zu einer Zeit, bevor die Ernennung des neuen
Staatsſekretärs bekannt war. Auf ihrer 5. Jahresver=
ſammlung
, die in Straßburg ſtattfand, hat die Elſaß=
Lothringiſche Vereinigung folgende Reſolution ange=
nommen
:
Unbeirrt durch die bedauerlichen Ereigniſſe der
letzten Zeit iſt die Elſaß=Lothringiſche Vereinigung der
Auffaſſung, daß die gegenwärtige Kriſe in der Entwicke=
lung
. Elſaß=Lothringens auf kulturellem und ſtaatlichem
Gebiete nur dann überwunden werden kann, wenn alle
Elſaß=Lothringer im Gefühl ihrer Zuſammengehörigkeit
und ihrer gemeinſamen Aufgaben ſich in ſteigendem Maße
an dem geiſtigen und politiſchen Leben ihres engeren Hei=
matlandes
und des Deutſchen Reiches beteiligen. Sie be=
fürchtet
, daß kurzſichtiger Trotz und tatenloſes Zuſehen
wie ſie aus den Erlebniſſen der jüngſten Vergangenheit
entſpringen könnten, für unſere Zukunft ſehr gefährlich
würden, da die nächſten Jahre das Schickſal Elſaß=
Lothringens entſcheiden müſſen. Die Elſaß=Lothringiſche
Vereinigung erwartet gerade von den nationalen Kreiſen
Altdeutſchlands, daß ſie den berechtigten Beſtrebungen der
großen Mehrheit der Elſaß=Lothringer nach Behauptung
ihrer bodenſtändigen Stammesſonderart und nach bundes=
ſtaatlicher
Selbſtändigkeit mehr Verſtändnis entgegen=
bringen
als bisher. Auf der anderen Seite hält ſie es
aber auch für die unbedingte Pflicht aller Faktoren des
öffentlichen Lebens in unſerem Lande, jeder Aeußerung
deutſchfeindlicher Geſinnung und niedriger Verhetzung ſei=
tens
einer friedenſtörenden Minderheit, der jedes Gefühl
der Verantwortlichkeit abgeht, mit allem Ernſt und allen
geſetzlichen Mitteln entgegenzutreten und ſo endlich das
immer neu genährte Mißtrauen im übrigen Deutſchland
zu beſeitigen. Die Elſaß=Lothringiſche Vereinigung for=
dert
daher alle Einſichtigen im Lande dringend auf, jetzt
erſt recht ſich am deutſchen Staats= und Kulturleben, un=
beſchadet
der Kritik an einzelnen Vorgängen und Ein=
richtungen
, zu beteiligen, da Elſaß=Lothringen nur auf
dieſem Wege ein lebenskräftiges Gemeinweſen werden
kann.

Aus den Kolonien.

1½=Millionen=Anleihe für Windhuk.
Aus Windhuk wird der Poſt gemeldet: Durch erfolgreiche

Waſſererſchließungsarbeiten der Stadtverwaltung wurde
die Waſſerſchüttung der Windhuker Thermalquellen von
täglich 300 auf 1000 Raummeter Waſſer erhöht. Das neu
erſchloſſene, völlig reine Waſſer weiſt eine Temperatur von
70 Grad Celſius auf. Der Windhuker Gemeinderat be
ſchloß im Hinblick auf die gebeſſerten Waſſerverhältniſſe
einſtimmig die Aufnahme einer Anleihe in Höhe von 1½
Millionen Mark für den Bau einer ſtädtiſchen Kanaliſa=
tionsanlage
durch eine Berliner Geſellſchaft. Desgleichen
gelangten die Vorlagen über eine ſtädtiſche Beleuchtungs=
anlage
und den Bau eines großen Schlachthauſes einſtim=
mig
zur Annahme. Die Waſſererſchließungsarbeiten wer=
den
fortgeſetzt. Die Meldung von der ergiebigen Waſſer=
erſchließung
iſt für die weitere Entwickelung der Landes=
hauptſtadt
von Deutſch=Südweſtafrika von allergrößter
Bedeutung. Windhuk iſt auf das heiße Quellwaſſer an=
gewieſen
, das in beſonderen Kühlungsanlagen zunächſt
abgekühlt wird, bevor es in die Leitungen zum allgemei=
nen
Verbrauch gelangt. Bisher war es angeſichts der be=
ſchränkten
zur Verfügung ſtehenden Waſſermenge noch im=
mer
zweifelhaft, ob ſich die Landeshauptſtadt je zu einem
großen Anſiedelungszentrum und damit zu einem auf=
nahmefähigen
Inlandmarkt entwickeln würde. Nachdem
die Frage der Waſſerverſorgung nunmehr gelöſt iſt, er=
ſcheint
es begreiflich, daß die Stadtväter ſofort die Grund=
lagen
für eine großzügige Entwickelung der Stadt ſchaf=
fen
möchten. Abzuwarten bleibt freilich noch, ob die Re=
gierung
die Anleihe in der beſchloſſenen Höhe genehmigen
wird.

Ausland.

Italien.
Die neuen Finanzmaßnahmen. In einer
Note der Agenzia Stefani werden die Finanzmaßnahmen
aufgezählt, welche die Regierung der Kammer vorlegen
wird. Die Vorlage umfaßt u. a. Aenderungen der Erb=
ſchaftsſteuer
und der Stempelgebühren, indem ſie die Ein=
trittskarten
zu den beſſeren Plätzen der Kinematographen=
Theater einer Stempelgebühr unterwirft, ferner eine
Erhöhung der Beſteuerung von Privatautomobilen. Die
Geſamteinnahme aus dieſen Reformen wird auf 47 Mil=
lionen
beziffert.
Frankreich.
Der Budgetausſchuß hat die Prüfung des
Budgetentwurfes für 1914 beendet und die Regierung er=
mächtigt
, Schatzſcheine im Betrage von 800 Millionen
auszugeben. Ferner ſtimmte der Ausſchuß dem Grundſatz
zu, die marokkaniſchen Ausgaben in beſondere Rechnung
einzuſtellen unter dem Vorbehalt, daß die einzelnen Kre=
dite
genau geprüft werden können.
Die Putilow=Werke. Zu Beginn der Mon=
tagsſitzung
der Abgeordnetenkammer teilte der Vorſitzende,
Deschanel, mit daß die ſozialiſtiſchen Abgeordneten Jaurés
und Thomas die Regierung über die Zwiſchenfälle bei
den Putilow=Werken interpellieren wollten. Miniſter=
präſident
Doumergue erklärte, die Regierung beantrage
die Verweiſung dieſer Interpellation an das Ende der
anderen ſchon vorliegenden Interpellationen. Die Kam=
mer
beſchloß dagegen, dem Antrag Jaurés entſprechend,
dieſe Interpellation ſogleich nach denjenigen von Uenſa
und der Finanzpolitik zu erörtern.
Die Koſten für Marokko. Einer offiziöſen
Meldung zufolge, betrugen die durch die Beſetzung Ma=
rokkos
im Jahre 1912 verurſachten Ausgaben rund
293 977000 Francs, von denen auf das Kriegsminiſterium
264 430000 Francs, auf das Marineminiſterium 22 129000
und auf das Miniſterium des Aeußern 5418000 Francs=
entfallen
.
Balkanſtaaten.
Oeffentliche Arbeiten in Bulgarien.
Der bulgariſche Geſandte in Rom, Riſow, hat einem Re=

dakteur der Tribuna einige bemerkenswerte Mitteilungen
über geplante öffentliche Arbeiten in ſeinem Vaterlande
gemacht. Bulgarien habe den Wunſch, ſich nach allen Rich=
tungen
neu zu kräftigen und zu entwickeln. Auf drei
Hauptgebieten wird ſich dieſe innere aufbauende Arbeit
vollziehen: dem der Heeresorganiſation, dem des Baues
neuer Eiſenbahnlinien und dem der Anlage eines großen
Hafens am Aegäiſchen Meer, der gleichzeitig als Handels=
hafen
und als Stützpunkt für die Kriegsflotte gedacht iſt
und deshalb mit einem vollſtändigen Arſenal verſehen ſein
wird. Die geplante Eiſenbahnlinie würde eine unmittel=
bare
Verbindung der Donau mit dem Aegäiſchen Meer
herſtellen und die ganze Balkanhalbinſel von Norden nach
Süden durchlaufen, wobei das Gebirge durch ein weit=
ſchichtiges
Tunnelwerk überwunden werden würde. Die
Bedeutung dieſer Bahn würde nach Anſicht Riſows nicht
allein ſtrategiſcher, auch wirtſchaftlicher, und im Hinblick
auf die engen freundſchaftlichen Beziehungen, welche gegen=
wärtig
zwiſchen Bulgarien und Rumänien obwalteten,
politiſcher Natur ſein. Porto Lagos, das als Mündungs=
punkt
dieſer Hauptlinie gedacht iſt, würde jedenfalls zu
einer außerordentlichen Entwickelung als Handelsplatz be=
rufen
ſein.
Afrika.
Das ſüdafrikaniſche Parlament nahm
die Indemnitätsbill gegen die Stimmen der Arbeiter=
partei
in erſter Leſung an, nachdem ein Abänderungsan=
trag
Cresweels, der einem Mißtrauensvotum gegen die
Regierung gleichkam, ebenfalls gegen die Stimmen der
Arbeiterpartei abgelehnt worden war.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 4. Februar.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der Großher=
zog
den Lehramtsaſſeſſor Joſeph Friedrich aus
Mainz zum Oberlehrer.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde die Lehrerin an
der Volksſchule zu Pfungſtadt Anna Friedrich auf ihr
Nachſuchen, unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen
Dienſte.
* Die Erſte Kammer der Stände iſt zu ihrer 18. Sitzung
auf Dienstag, den 10. Februar, vormittags 10 Uhr,
einberufen worden. Auf der Tagesordnung ſteht als ein=
ziger
Punkt die Beratung über die Beſoldungsvorlage.
Frequenz=Rückgang der Techniſchen Hochſchule. Die
geſtrige Sitzung des Finanzausſchuſſes gab bei der Erörte=
rung
über den Einnahmerückgang von 10000 Mark an
Studiengeldern Gelegenheit zu längerer Ausſprache. Es
wurde dabei feſtgeſtellt, daß die Frequenz der Hochſchule
leider im Rückgange begriffen iſt. (1904 Sommerſemeſter:
1804 Studenten und Hörer; 1913 Sommerſemeſter: 1236;
1904 Winterſemeſter: 1834; 1913 Winterſemeſter: 1300
Studenten und Hörer). Die Regierung gab hier die Schuld
zweierlei Urſachen. Einmal dem Frequenzrückgang an
Techniſchen Hochſchulen im allgemeinen, dann aber den er=
ſchwerten
Aufnahmebedingungen und Anforderungen bei
den Examina für die Ausländer. Es würden zur Schluß=
prüfung
jetzt nur noch bis zum Oktober 1915 Studenten
mit ſiebenjähriger Realſchulbildung zugelaſſen, für ſpätere
Zeit ſei achtklaſſige Gymnaſialvorbildung Vorausſetzung
und dieſe Anforderung hätte ſchwächend auf den Beſuch
der Hochſchule eingewirkt. Dagegen ſei die Qualität der
ausländiſchen Studenten aber eine beſſere geworden.
Vom Großh. Hoftheater. Die heutige letzte Vor=
ſtellung
im Grillparzer=Zyklus: Die Jüdin von Ao=
ledo
die im B=Abonnement ſtattfindet, beginnt um 7½
Uhr. Es gelten die kleinen Preiſe. Am Donnerstag ge=
langt
Figaros Hochzeit von Mozart zur Auffüh=
rung
. Die Vorſtellung, die unter Leitung von Hofkapell=
meiſter
de Haan und Regiſſeur Nowack ſteht, gehört der
Serie C. In den Hauptpartien ſind beſchäftigt die Damen
Geyersbach (erſtmalig als Gräfin), Beling=Schäfer ( erſt=
malig
als Cherubin), Kallenſee (Suſanne), Jacobs
(Marzelline), Schaub (Bärbchen) und die Herren Kirch=
berg
van Eyck, der als zweite Gaſtpartie auf Engagement
den Grafen ſingt, Stephani (Figaro), Schützendorf
(Bartolo), Bernhardt (Baſilio), Hilsdorf (Curzio) und
Kräger (Antonio). Die Vorſtellung beginnt um 7 Uhr.
Am Freitag wird die erfolgreiche Poſſen=Neuheit Film=

Aus den Berliner Erinnerungen
der Prinzeſſin Radziwill.

** Die Prinzeſſin Radziwill ſetzt in der Revue ihre
Erinnerungen an den Berliner Hof fort und erzählt zu=
nächſt
von einer der ergreifendſten Kundgebungen
für den alten Kaiſer Wilhelm, der ſie nach dem
Attentat von Nobiling auf den Herrſcher in der Oper bei=
wohnte
. Als der Monarch nach ſeiner Heilung zum erſten
Male in ſeiner Loge erſchien, erwartete ihn ein feſtlich
gekleidetes Publikum. Sobald ſie den Herrſcher be=
merkte
, der ſich ganz ruhig auf ſeinen gewöhnlichen Platz
ſetzte, erhob ſich die ganze Verſammlung wie ein Mann,
und ein Begeiſterungsſturm brach plötzlich los, wie ich
niemals etwas ähnliches geſehen habe. Mehr als eine
Viertelſtunde lang erging ſich die Menge in immer ſtär=
keren
Freudenrufen; die Damen winkten mit ihren Ta=
ſchentüchern
, ihren Schals, mit allem was ſie in der Hand
hatten; die Herren ſchwenkten ihre Hüte und Mützen; ein
wilder Lärm erfüllte den ganzen Saal. Der Kaiſer näherte
ſich dem Rand ſeiner Loge und blieb während einiger
Augenblicke unbeweglich, auf die Menſchenmenge nieder=
blickend
, die zu ſeinen Füßen hin= und herbrandete. Er
machte ein Zeichen mit der Hand als ob er ſprechen wollte,
aber der Lärm wuchs nur noch an, anſtatt ſich zu be=
ruhigen
, bis er ſich endlich, wie wenn er vor Erregung
nicht mehr länger zuhören könnte, in den Hintergrund
ſeiner Loge zurückzog. Man konnte ſehen, während er
ſich ſetzte, daß ſeine weißbehandſchuhte Hand über die
Wange fuhr, wie um eine Träne abzuwiſchen.
Außerhalb des Hofes begegnete ſich die vornehme Ge=
ſellſchaft
damals in mehreren Salons, unter denen der
der Gräfin Schleinitz ſich durch eine beſondere Liebe zue
Kunſt auszeichnete. Hier war die Hochburg der Wag=
nerianer
und der Zukunftsmuſik. Die Vertreter der bil=
denden
Künſte fanden ſich in dem Salon der Frau des
bekannten Malers Richter zuſammen, die eine Tochter
Meyerbeers war. Dieſe beiden Salons aber ſtanden wie=
der
in Verbindung mit dem der Kronprinzeſſin, der der
eigentliche Mittelpunkt des künſtleriſchen Lebens in Berlin
war. Hier ſah die Prinzeſſin auch manchmal Menzel.

Das war ein drolliger, kleiner Mann, ein wahrer Zwerg,
der mit einer geſchäftigen Miene bei allen Bällen herum=
ging
und ſich nicht genierte, mit flüchtigem Bleiſtift irgend
eine Figur auf dem Papier feſtzuhalten, die ihm gefiel
und die er dann ſofort auf einer ſeiner Zeichnungen oder
einem ſeiner Bilder anbrachte. Unter den großen Ge=
lehrten
, die Berlin damals beherbergte, hat ſich die Ver=
faſſerin
am häufigſten mit Ranke unterhalten. Dieſer
ausgezeichnete Geiſt war beſonders merkwürdig durch die
Unparteilichkeit ſeines Urteils, der ich nie wieder begeg=
net
bin. Er war völlig frei von jeder Leidenſchaft und
jeder Voreingenommenheit; handelte es ſich um eine ge=
ſchichtliche
Tatſache, ſo unterſuchte er immer die Urſachen
bevor er die Wirkungen erörterte. Bewunderungswür=
dig
war ſein Tod und krönte ſo recht ein ſchönes Leben.
Als er ſein Ende nahe fühlte, zwar frei von Krankheit,
aber überwältigt von der Laſt ſeines Alters er war
95 Jahre bat er die, die ihn umgaben, ihm aus den
Pſalmen vorzuleſen und beſonders den vierten. Im
Augenblick, da die Leſende den Vers ſprach: Ich werde
mich niederlegen und ich werde ſchlafen in Frieden neigte
ſich das Haupt des edlen Denkers; er ſtieß einen Seufzer
aus, und ſeine Seele ſchwang ſich empor zu erhabeneren
Regionen, als denen, die ſie bisher bewohnt.
Unter den fremden Diplomaten, die damals zahlreich
nach Berlin kamen, weil der Hof durch Bismarck zum
diplomatiſchen Mittelpunkt geworden war, wurde die
Prinzeſſin am meiſten von Lord Beaconsfield be=
zaubert
. Als geborene Ruſſin haßte ſie ihn zunächſt wegen
ſeiner Politik, aber dann wurde ſie überwunden durch
den unbeſchreiblichen Reiz ſeines Weſens, durch den hin=
reißenden
Geiſt ſeiner Unterhaltung. Lord Beaconsfield
liebte die plötzlichen Schläge. Ich glaube, daß er ſich nie=
mals
beſſer amüſierte, als damals, da der Donnerſchlag
ſeines Geheimvertrages mit Rußland und mit der Türkei
niederfuhr. Ich erinnere mich, daß ich ihm damals auf
einer Geſellſchaft bei der Gräfin Karoly begegnete; ruhig
und rätſelhaft, wie eine Sphinx, promenierte er durch die
weiten Salons. Ich fragte ihn, woran er dächte: Ich
denke an gar nichts antwortete er, ich amüſiere mich,
und ich hoffe, daß Sie es auch tun, beeilte er ſich hinzu=
zufügen
, wie wenn er Furcht hätte, ſchon zu viel geſagt
zu haben

Feuilleten.

CK. Das Maskenkoſtüm der modernen Dame. Die
Frau von Welt ſteht in dieſen Faſchingstagen vor der
ſchwierigen Frage, auf den Maskenfeſten und Koſtüm=
bällen
in ebenſo aparter wie geſchmackvoller Toilette zu
erſcheinen. Es dürfte ihr gerade in dieſem Jahre nicht
ſchwer werden, in die Kleider vergangener Zeiten und
ferner Völker zu ſchlüpfen, denn die neueſte Mode ver=
wendet
ja ſo Vieles aus dem großen Kleiderſchrank der
Geſchichte ſchmückt die moderne Dame mit den Formen
des Rokoko und des Empire, mit dem Prunk des Orients,
Deshalb kann es wohl paſſieren, daß ſich die elegante Frau
in einem Maskenkoſtüm weniger verkleidet fühlt, als in
ihrer alltäglichen Toilette. Darauf aber wird die Dame
vor allem ſehen, daß ſie ſich heimiſch fühlt in der Tracht,
die ſie an dem feſtlichen Abend anlegt, daß ihre Perſön=
lichkeit
in eins verſchmilzt mit dem Weſen, das ſie dau=
zuſtellen
unternimmt. Und dann wird ſie Wert darauf
legen, daß jenes feine Gefühl für Harmonie der Farben
und Formen, das in unſerer Mode ausgeprägt iſt, auch
in ihrem Maskenkoſtüm zum Ausdruck kommt. Um jene
ſo notwendige Einheitlichkeit zwiſchen Kleid und Umgeſ=
ung
zu erzielen, wählt man daher bei den modernen
Maskenfeſten eine beſtimmte Epoche, deren Tracht alle
Gäſte anlegen müſſen, oder noch veſſer eine beſtimmte
Farbe, aus deren zahlloſen Nüancen eine wohlklingende
Sinfonie der koloriſtiſchen Töne entſteht. Bälle, die alll
das Leitmotiv einer einzigen Blume oder einer beſtimm=
ten
Maske, wie des weißen Pierrot, geſtimmt ſind, kom
men dieſem Streben nach Einheitlichkeit am meiſten ent
gegen. Die Intimität der Stimmung, die man bei den
ſtarren hiſtoriſchen Koſtümen vermißt, wird durch Masker
hervorgeruſen, die mit unſerem Erleben und Gefühl ſtärker
verwandt ſind, und das ſind die Figuren aus den alten
Märchen und Geſchichten. Taher haben einige Koſtüm=
bälle
großen Antlang gefunden, die ihre Motive aus La=
fontaines
Fabeln oder aus alten Märchen entnahmen
Die zwei Tauben, Der Fuchs mit den Trauben uſw.
und dann wieder Aſchenbrödel und Blaubart, Schnee=
wittchen
und Hans im Glück, der geſtiefelte Kater

[ ][  ][ ]

Nummer 35

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Seite 3.

zauber im D=Abonnement zur Wiederholung gelangen.
Am Samstag geht als Volksvorſtellung zu ermäßigten
Preiſen Lehärs Operette Die luſtige Witwe in
Szene. Der Vorverkauf findet im Verkehrsbureau ſtatt.
Am Sonntag abſolviert Mme. Charles Cahier ihr
einmaliges Gaſtſpiel als Dalila in der Neueinſtudie=
rung
und Neuinſzenierung von Saint=Saéns Samſon
und Dalila‟ Der Vorverkauf für das einmalige gaſtweiſe
Auftreten des berühmten Gaſtes wird täglich an der Tages=
kaſſe
des Hoftheaters und im Verkehrsbureau fortgeſetzt.
* Zahnärztliche Poliklinik für die Volksſchulkinder der
Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt, Waldſtraße 21,
Sprechſtunden von 912 und von 25 Uhr; Samstags
von 24 Uhr. Im Monat Januar wurden behandelt:
721 Kinder (411 Mädchen, 310 Knaben) mit 941 Konſul=
tationen
. Gefüllt wurden 668 Zähne, ausgezogen wurden
542 Zähne (453 Milchzähne, 89 bleibende Zähne). Die
Zahl der Tage, an denen Sprechſtunden abgehalten wur=
den
, waren 25.
§ Selbſtmorde und tödliche Unglücksfälle in
Darmſtadt. Während des Jahres 1913 ſind 42 Todes=
fälle
durch Selbſtmord und Unfälle vorgekommen. In
31 Fällen war der Tod durch Selbſtmord herbeigeführt,
und zwar töteten ſich 12 Perſonen durch Erſchießen,
11 durch Erhängen, 3 durch Ertränken, 2 durch Ueber=
fahrenlaſſen
von der Eiſenbahn, 1 durch Gasvergiftung,
1 durch Einnehmen von Gift und 1 durch Sturz aus dem
Fenſter. Verunglückt ſind 11 Perſonen, und zwar 2 durch
Ueberfahren von der Eiſenbahn, 2 durch Ueberfahren von
einem Fuhrwerk, 1 durch Ueberfahren von der elektriſchen
Straßenbahn, 1 durch Ueberfahren von einem Auto=
mobil
, 1 durch Erhängen an einer Vorhangſchnur, 1 in=
folge
einer Exploſion, 1 infolge Detonation eines Motors
und 2 durch Ermordung.
* Evangeliſche Konferenz. Am Montag fand im
Fürſtenſaale die diesjährige Darmſtädter Winterverſamm=
lung
der Evangeliſchen Konferenz (Friedberger Kon=
ferenz
) ſtatt, in der der Vorſitzende der Konferenz, Pro=
feſſor
am Predigerſeminar zu Friedberg D. Dr. Diehl,
den angekündigten Vortrag über Das neue Pfründen=
geſetz
und ſeine Bedeutung für die Weiterentwicklung
der heſſiſchen Landeskirche hielt. In klaren, überzeugen=
den
Ausführungen zeigte er, daß dieſes neue Geſetz eine
folgerichtige Fortſetzung der Ordnungen Philipps des
Großmütigen zur Gründung der heſſiſchen Landeskirche
iſt, und wies nach, welche Bedeutung das Geſetz nicht allein
für die Beſoldung der Pfarrer, ſondern auch für das Leben
der Gemeinden habe. An den Vortrag ſchloß ſich eine
rege Diskuſſion an, an der ſich Oberkonſiſtorialrat D. Bern=
beck
, Pfarrer Wagner=Stockſtadt, Pfarrer Velte, Pfarrer
D. Waitz, Zahnarzt Köhler und Profeſſor Lic. Matthes
beteiligten.
* Verein für Geflügel= und Vogelzucht Ornis,
Darmſtadt. Auf der in Reichelsheim i. O. abgehaltenen
Starkenburger Provinzial=Geflügelausſtellung erhielten
die Mitglieder Herr Gg. Geiger IV. auf Holländer Weiß=
hauben
einen Ehren= und einen zweiten Preis, Herr Gg.
Schleidt auf Peking=Enten einen Ehrenpreis und auf
Emdener Gänſe einen dritten Preis, was als ſehr guter
Zuchterfolg zu bezeichnen iſt.
* Deutſche Kolonialgeſellſchaft. Auf den von der
Abteilung Darmſtadt der Deutſchen Kolo=
mialgeſellſchaft
(unter Anſchluß der Kreisgruppe
DDarmſtadt des Deutſchen Flottenvereins) heute abend
mum 8 Uhr (ſiehe Anzeige) im Saale Zur Traube veran=
ktalteten
Lichtbildervortrag des Herrn Ober=
lleutnants
a. D. Dr. Schultze aus Berlin über Mit
Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg
vom Kongo durch Neu=Kamerun bis zum
Tſchadſee ſei hiermit nochmals aufmerkſam gemacht.
Es empfiehlt ſich, am Eingang des Saales ſich das Kar=
genblatt
über die deutſchen Kolonien mit erläuterndem
Text (für 10 Pfg.) geben zu laſſen: Zugleich weiſt man
Oarauf hin, daß jüngere Herren die außerordentliche Mit=
gliedſchaft
für den halben ordentlichen Jahresbeitrag er=
dangen
können, wogegen ſie die wöchentliche illuſtrierte
Kolonialzeitung beziehen und freien Eintritt zu den Vor=
nrägen
haben.
* Oeffentliche Hausbeſitzer=Verſammlung. Man ſchreibt
uns: Wie aus dem heutigen Anzeigenteil erſichtlich, hält
der hieſige Hausbeſitzer=Verein am Donnerstag dieſer
Woche abends halb 9 Uhr, nicht um halb 10 Uhr, wie
bereits irrtümlich angezeigt wurde, im Kaiſerſaal eine
iffentliche Verſammlung ab, in welcher der erſte Vorſitzende
ſderr A. v. Heſſert einen mit Lichtbildern ausgeſtatteten
Vortrag halten wird über: Gemeiner Wert und Ertrags=
wert
und deren Folgen für den Hausbeſitzer unter dem
EEinfluß der Steuerlaſten. Zahlenmäßiger Nachweis mit
ſeilfe von Lichtbildern über 6 821820 Mark Kapital. Das
mnit großer Mühe geſammelte und zuſammengeſtellte um=
ftangreiche
Material iſt außerordentlich geeignet, auch Nicht=
hausbeſitzern
Gelegenheit zu geben, einen klaren Einblich
in die heutigen wirtſchaftlichen Verhältniſſe des Haus=
beſitzerſtandes
tun zu laſſen. Das auf unanfechtbarer
Girundlage fußende Tatſachenmaterial wird diejenigen, die
ſiither etwas ungläubig die ſteten Klagen der Hausbeſitzer
u: den Zeitungen und Verſammlungen verfolgt haben,
überzeugen, daß dieſe ſtändigen Klagen leider nur zu be=
ſrachtigten
Grund haben. Die geſetzgebenden Körperſchaf=
tm
, die ihr Erſcheinen zugeſagt haben, werden nicht umhin
kannen, im Verein mit den Hausbeſitzer=Organiſationen

dieſen für den Steuerſäckel nicht zu entbehrenden Stand
Staat und Gemeinde erhalten zu helfen. Ein großer Teil
der Hausbeſitzer und die glücklichen Beſitzer von ſogen.
Bauplätzen können die Laſten und Abgaben, die dieſer
Beſitz mit ſich bringt, nicht mehr aus den Erträgniſſen
decken, ſie müſſen zur Deckung des Defizits ihre ſonſtigen
Einnahmen in Anſpruch nehmen; fallen dieſe Einnahmen
weg, ſo ſteht ein ſolcher Beſitzer unfehlbar vor der Zwangs=
verſteigerung
. Nun verliert ein ſolcher Beſitzer nicht allein
ſein ganzes im Grundbeſitz angelegtes, manchmal ganz
beträchtliches Vermögen, ſondern er geht in den meiſten
Fällen mit einer enormen Schuldenlaſt für ausgefallene
Hypotheken aus der Zwangsverſteigerung hervor. In die=
ſen
Fällen erleiden Staat und Gemeinde ganz erhebliche
Ausfälle an verſteuerten Vermögenswerten. Sucht dagegen
ein Beſitzer eines Bauplatzes durch deſſen Bebauung das
Grundſtück rentabel zu machen denn an ein Verkaufen iſt
zurzeit nicht zu denken , ſo wird er ſich damit nur noch=
eine
größere Laſt aufladen, da auch das bebaute Grund=
ſtück
ihm keine oder doch nur eine ganz geringe Rente ab=
werfen
wird. Ueber die Verhältniſſe auf dem Grundſtücks=
markt
geben die Zahlen aus Groß=Berlin ein getreues
Bild. Daſelbſt betrug der freiwillige Umſatz an
Grundbeſitz im Jahre 1907 931 524000 Mark und ging zu=
rück
auf 305 161000 Mark im Jahre 1913; dagegen betrugen
die Zwangsverſteigerungen in 1907 90917000 Mark und
ſtiegen auf 261530000 Mark im Jahre 1913. In Darm=
ſtadt
werden die Zahlen kleiner, das Verhältnis aber das=
ſelbe
ſein. Die Rentabilität des Hausbeſitzes nachzu=
weiſen
und ſo eine Grundlage für die dringend notwen=
dige
Beſeitigung der Mißſtände zu ſchaffen und Regierung
Kammern und Gemeindevertretung von der Notwendigkeit
eines Eingreifens zu überzeugen, ſoll der Zweck der Ver=
ſammlung
ſein. Es iſt Pflicht eines jeden Hausbeſitzers,
an der Verſammlung teilzunehmen, um auch der Oeffent=
lichkeit
zu zeigen, daß die Hausbeſitzer geſchloſſen hinter
ihrer Organiſation ſtehen. Nur dann wird der Zweck der
Verſammlung erreicht werden.
* Die Ortsgruppe Darmſtadt des Verbandes Mittel=
deutſcher
Induſtrieller ladet ihre Mitglieder und alle
Intereſſenten zu einem am Mittwoch, den 4. ds. Mts.,
abends im Hotel Heß ſtattfindenden Vortragsabend ein,
an dem der Syndikus des Verbandes, Herr Dr. Andres,
Frankfurt a. M., über eine Reihe zurzeit im Vordergrund
des Intereſſes ſtehender wirtſchaftspolitiſcher Tagesfragen
ſprechen wird. Dazu gehören u. a.: die Annäherung des
Zentralverbandes Deutſcher Induſtrieller an den Bund
der Landwirte, die von der Reichstagskommiſſion be=
ſchloſſene
Aenderung des Geſetzentwurfs über die Kon=
kurrenzklauſel
, der Stand der Frage des Arbeitswilligen=
ſchutzes
und die ſozialpolitiſche Seite der Reform des
Patentgeſetzes.
* Verein für Frauenſtimmrecht. Man ſchreibt uns:
Am Freitag, 6. Februar, wird im Fürſtenſaal Frl. Dr.
jur. Käthe Schirrmacher ſprechen und zwar über Kultur
und Frauenbewegung Sie iſt uns keine Fremde; ſchon
im Jahre 1910 hatten wir das Vergnügen, ſie in unſerer
Mitte zu ſehen. Und wer damals ihren klaren, ſachlichen
Ausführungen gefolgt iſt über Die politiſche Unmündig=
keit
der Frau, ihre Urſachen und Wirkungen, wird gern
die gebotene Gelegenheit benutzen und die ſympathiſche
Rednerin am Freitag wieder begrüßen. Schon das
Thema an ſich verbürgt einen intereſſanten Abend und
dies um ſo mehr, als die befähigte Rednerin durch ihre
eingehenden Studien und langjährigen Erfahrungen uns
vieles Neues zu ſagen haben wird über das angezeigte
Thema.
* Geſangverein Melomanen. Man ſchreibt uns:
Alt=Darmſtadt hat der Geſangverein Melomanen ſeinen
diesjährigen Maskenball betitelt, der am 7. Februar,
abends 8.11 Uhr im Schützenhofe abgehalten wird. Er
führt uns mit ſeiner Veranſtaltung in die Zeit des un=
verwüſtlichen
Datterich zurück und zeigt uns halbver=
geſſene
Geſtalten aus der Biedermeierzeit in der echten
Ausſtattung ſeiner bekannten Theateraufführungen. Will=
kommen
ſind insbeſondere originelle Masken im Bieder=
meierſtil
und alte Darmſtädter Originale, deren beſte und
originellſte mit Preiſen ausgezeichnet werden. Aber auch
andere Masken jeder Art ſind gern geſehene Gäſte. Für
Ueberraſchungen aller Art iſt in reichem Maße Sorge ge=
tragen
.
* Turngemeinde. Der einzige große Gala= Fa=
milien
=Maskenball des großen Rats der Turn=
gemeinde
findet Samstag, den 7. Febeuar, abends 8.11
Uhr, in ſämtlichen prächtig geſchmückten Räumen der
Turnhalle am Woogsplatz ſtatt. Die Maskenbälle der
Turngemeinde ſind zu einer der beliebteſten Erſcheinungen
im karnevaliſtiſchen Leben unſerer Stadt geworden und
erfreuen ſich wie allgemein feſtſteht, größter Beliebtheit
und lebhaften Zuſpruchs weiteſter Kreiſe unſerer Bürger=
ſchaft
. Man weiß, daß die Turner wirklich ungezwungene
Faſchingsfreuden bieten und freut ſich doppelt auf Mum=
menſchanz
, an dem die Freude ja ſeit alters her in unſerem
Volke ſteckt und der hier beſonders bei den Turnhallen=
Maskenbällen Ausdruck findet. Das reiche Maskentreiben,
das ſich, wie in den früheren Jahren, in den prächtig ge=
eigneten
Räumen der Turnhalle und beſonders in dem
feenhaft dekorierten großen Feſtſaal abſpielen wird, wird
für die Zuſchauer wie für die Beteiligten ſich beſonders
reizvoll geſtalten. Zwei Muſikkapellen ſorgen für die
muſikaliſche Unterhaltung. Lauſchige Niſchen, traulich ge=
ſtaltete
Sonderräume, Wintergärten uſw. bieten ange=

nehme Raſt nach dem flutenden Treiben. Ueber allem aber
wird der Geiſt des ureigenſten Narrentums ſchweben, das
ſich amüſiert in fröhlichſter ungezwungener, aber niemals
überſchießender echter Karnevalsfreude und Faſchingsluſt.
Der Kartenvorverkauf iſt wieder bei den bekannten Vor=
verkaufsſtellen
. (Siehe Anzeige.)
* Vogelsberger Höhenklub. An der letzten Wande=
rung
des Vogelsberger Höhenklubs nahmen, wie nicht
anders zu erwarten, wiederum über 100 Wanderluſtige
teil. Der Weg führte über Ober=Ramſtadt, Lichtenberg
nach Groß=Bieberau durch hübſche Winterlandſchaften.
Daß die V. H.C.=Schweſtern und Brüder auch das Rodeln
verſtehen, bewieſen ſie in Lichtenberg. Die Verpflegung
war ausgezeichnet. Friſch auf zur nächſten Wanderung
im März.
* Hotel Heß. Heute Mittwoch nachmittag findet im
Hotel Heß wieder ein großes Kaffee=Konzert mit
Tango=Réunion ſtatt. Zu dieſer Veranſtaltung haben
Miß Day und Mr. Knight, das preisgekrönte Kunſttänzer=
paar
, ihre Mitwirkung zugeſagt, und verſprechen die Dar=
bietungen
etwas wirklich erſtklaſſiges zu ſein.
Es ſei beſonders bemerkt, daß es ſich bei den letzten
Five o’clock Tees wiederholt gezeigt hat, daß es von gro=
ßem
Vorteil iſt, wenn das Publikum ſich rechtzeitig einen
Platz ſichert.

Strafkammer I.

-g. Der 43jährige Jakob K. von Erbach i. O. war
bereits wegen Vergehens nach §§ 166 und 183 des Straf=
geſetzbuches
zu Gefängnisſtrafen von 2 Monaten und 6
Wochen verurteilt worden. Geſtern hatte er ſich aber=
mals
wegen eines gleichen Vergehens zu verantworten
Da jedoch ein Beweis nicht erbracht werden konnte, er=
kannte
die Strafkammer auf Freiſprechung und bildete aus
jenen beiden Vorſtrafen eine Geſamtſtrafe von 3 Mo=
naten
Gefängnis.
Am Abend des 24. November wurden in der Nähe des
alten Bahnhofs zwei heimkehrende Frauen von einem be=
trunkenen
Individuum angefallen, das verſuchte, der einen
den Muff zu entreißen. Es gelang jedoch der vereinten
Gegenwehr, den Räuber in die Flucht zu ſchlagen. Durch
ihre Angaben gelang es der Polizei, den Mann in der
Perſon des 31jährigen Taglöhners Johann Philipp Götz
von hier zu ermitteln. Er gibt an, er ſei ſinnlos betrunz
ken geweſen und wiſſe nicht, was er da getan habe. Das
Gericht nahm einen Verſuch eines Straßenraubes nicht
als erwieſen an und verurteilte den Angeklagten nur
wegen groben Unfugs zu 6 Wochen Haft.
Der Transportarbeiter Peter Bauer von hier war
wegen fortgeſetzter Unterſchlagung zu
4 Wochen Gefängnis verurteilt worden, gegen welche
Verurteilung er Beruſung einlegte. Er hat in mehreren
Fällen Geld, das er als Angeſtellter der Firma erhielt, für
ſich behalten. So hat er Waren geholt und dieſe nicht be=
zahlt
, ſondern das Geld für ſich behalten. Als er einen
Transport nach Frankfurt gebracht hatte, erhielt er dort
70 Mark für den Transport. Dieſes Geld lieferte er nicht
ab. Nach ſeinen verſchiedenen Angaben will er es ver=
loren
haben. Er hat an dem Tage verſchiedene Lokale be=
ſucht
und zuletzt nur noch 20 Mark gehabt. Die Straf=
kammer
verwarf die Berufung=
Ein hieſiger Rechtsanwalt hatte im vorigen Sommer
in ſeinem Jagdpachtrevier in Höchſt i. O. zwei wildernde
Hunde erſchoſſen und dieſe dann verſcharrt. Er erhielt
einen Strafbeſcheid über 5 Marl, der auf ſeine Berufung
vom Forſtgericht Höchſt i. O. auf 2 Mark ermäßigt wurde.
Nach dem Forſtſtrafgeſetz iſt das Verſcharren von ge=
fallenem
Vieh ſtrafbar. Die Strafkammer ſprach den
Angeklagten nun geſtern frei, da es annahm, daß
Wild nicht unter den Begriff Vieh falle und wildernde
Hunde als Raubzeug gelten ebenfalls als Wild.
Der Kaufmann B. von Frankfurt hatte am 14. Auguſt
vorigen Jahres im Darmſtädter Tagblatt angekündigt,
daß er in ſeiner hieſigen Filiale, um Platz zu ſchaffen,
10 Prozent gewähre. Der Detailliſten=Verein erblickte in
der Anzeige die Ankündigung eines Ausverkaufs, der nicht
angezeigt war. Er wurde daraufhin mit einem Straf=
befehl
von 6 Mark belegt, den das Schöffengericht be=
ſtätigte
. In der geſtrigen Berufungsverhandlung vor der
Strafkammer gab der Angeklagte an, er habe keinen Aus=
verkauf
arrangieren, ſondern nur das Geſchäft beleben
wollen, da der Uebergang des Geſchäfts an eine G. m.
b. H. erfolgt war. Es ſei auch nicht der Ausverkauf einer
beſtimmten Gattung bezweckt worden. Die Strafkammer
verwarf die Berufung als unbegründet. Der
Angeklagte habe ſich des Vergehens nach § 9 des Geſetzes
zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes ſchuldig
gemacht, denn er hat aus Anlaß der Veränderung des
Geſchäfts einen Ausverkauf angekündigt, der der Handels=
kammer
anzuzeigen war.

Kunſtnotizen.

Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
O Konzerk Ida Baur=Egelhgaf- Wil=
lem
de Boer. Im Konzertſaal des Hotels Zur
Traube wird am Donnerstag, den 5. Februar, abends
8 Uhr, ein Konzert der berühmten Sängerin Ida Baur=
Egelhaaf und des Violinvirtuoſen Willem de Boer ſtatt=
finden
, das einen erleſenen Kunſtgenuß verſpricht. Das
ebenſo reichhaltige wie künſtleriſch intereſſante Programm
des Abends wird beherrſcht von Beethoven, Schumann,
J. S. Bach, J. Brahms, Cyril Scott, M. Schillings,
R. Strauß, M. Reger und N. Paganini. Am Klavier wirkt
Chr. G Eckel=Frankfurt a. M. (Karten bei G. Thies
Nachf. (L. Schutter), Eliſabethenſtraße 12, und an der
Abendkaſſe.)
C) Konzert Gertrude Foerſtel. Die be=
rühmte
Wiener Kammerſängerin Gertrude Foerſtel wird
am Montag, den 9. Februar, im Saale der Traube ein
Konzert veranſtalten. Um auf die Bedeutung dieſer Künſt=
lerin
hinzuweiſen, mögen einige Stimmen der Wiener
Preſſe wiedergegeben ſein, die den geradezu ſenſationellen
Erfolg der Künſtlerin bei ihrem jüngſt ſtattgefundenen
Liederabend in Wien beſprechen. Die Neue Freie Preſſe,
Oeſterreichs führendes Blatt, äußert ſich: Gleich in der
Mendelsſohnſchen Arie konnte man in dem Zauberklang
der meiſterhaft beherrſchten Stimme ſchwelgen, konnte
Atem, Anſatz und Reſonanzierung im ſtrahlenden Forte
vie im gehauchten und dennoch klingenden Piano bewun=
dern
. Neben ihrer Geſangskunſt iſt es bei der Foerſtel
erade das Nichterlernbare, Unnachahmliche: das untrüg=
liche
muſikaliſche und ſtiliſtiſche Gefühl, das ihr einen be=
ſonderen
Rang ſichert. Das Neue Wiener Journal ſagt:
Ihre vollendete Geſangtechnik mit dem weichen, zärtlichen
Legato der Kantilene und der tadellos blanken Koloratur,
die genaue Rhythmik, die intelligente Phraſierung müßte
jeden Kenner der Geſangskunſt ſchon aus artiſtiſchen Grün=
den
entzücken; dazu kommt die innigſte und wahrhaft
rührende Beſeelung des Tones. Nie würde man von die=
ſer
bezaubernden Sängerin eine übertriebene Betonung,

Dornröschen boten Szenen und Geſtalten von einem alt=
väteriſchen
und doch ganz modernen Reiz.
* Schutz gegen Bilderfälſchungen. Aus Paris wird
gu=meldet: Der Gerichtsarzt Bordes hat mehreren hervor=
ragenden
Malern und Bildhauern den Vorſchlag gemacht,
auf ihren Werken ihre Fingerabdrücke anzubringen, um
ſſie hierdurch gegen Fälſchungen zu ſchützen. Der Bild=
haruer
Rodin und die Maler Bonnat, Harpignies und
aledere haben dieſem Vorſchlage zugeſtimmt, da durch
dieſes Verfahren in der Tat dem Unweſen der Fälſcher
leimn Ende bereitet würde.
* Eine Stadt, die nicht auf dem richtigen Platz ſteht,
lſſt Graz, die Hauptſtadt der grünen Steiermark; ſie ſoll
ſächſtens mit Zuſtimmung des dortigen Gemeinderats
um ein Stück auf der Landkarte verſchoben werden.
Adie geographiſche Lage von Graz iſt nämlich bisher nicht
lanz richtig beſtimmt worden; ihre Lage in bezug auf die
Neeridiane der Karte erfordert daher eine Richtigſtellung.
Ullerdings iſt die Vornahme dieſer Korrektur nicht ganz
ſo einfach. Um die Größe der Korrektur möglichſt genau
u beſtimmen, bedient man ſich der hohen eiſernen Stan=
Uens, welche auf dem Dach des phyſikaliſchen Inſtituts
eheen, richtiger der von dieſen Stangen getragenen An=
enmen
, welche mit den Antennen des Eiffelturms
n Paris einen drahtloſen Veckehr ermöglichen.
diee Antennen des Eiffelturms verkehren wieder
nit der Sternwarte von Paris, welche die aſtro=
omiſch
beobachteten Zeitpunkte weitergibt. Durch
en Vergleich der irgendwo aſtronomiſch beobachteten
eirt mit der eines anderen Ortes (Paris) läßt ſich der

Längenunterſchied des erſteren Ortes genau ermitteln, da
man weiß, daß für je eine Stunde Zeitunterſchied ein
Längenunterſchied von 15 Graden in Rechnung zu brin=
gen
iſt.
ml. Ein Schreibmaſchinenfehler, der Tauſende koſtete.
Eine Londoner Gerichtsverhandlung brachte in dieſen
Tagen zu dem vielſeitigen Kapitel der Schreibfehler, die
von ſchweren Folgen begleitet ſind, einen intereſſanten
Beitrag. In einem Vertrage, den ein Bauunternehmer
mit einer Behörde abgeſchloſſen hatte, war der Schreib=
maſchiniſtin
inſofern ein Fehler unterlaufen, als ſie Kubik=
meter
anſtatt Kubikfuß geſchrieben hatte. Es bedurfte
langwieriger Erörterungen, bevor eine Verſtändigung in
der Weiſe zuſtande kam, daß der auf ſeinen Schein
pochende Bauunternehmer ſich mit der Hälfte der Summe,
die er nach dem Vertrage zu fordern hatte, begnügte.
* Paul Heyſe, der jetzt 84jährige Dichter, ſandte zu
dem Berliner Preſſeball folgende Verſe wehmütiger Re=
ſignation
:
Muſen ſind immer
Frauenzimmer,
Von kecker Jugend leicht zu verführen,
Aber von Alten
Mit Runzelfalten
Laſſen ſie nicht mehr ſich kommandieren.
Wenn ſie ſolchen noch Gunſt gewähren
Aus purem Erbarmen,
Können die Armen
Nur ein rhachitiſches Kind gebären.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914,

Nummer 35.

falſches Pathos hören. So, meint man, müßten die
Engelschöre eines Raffaelſchen Madonnenbildes ſingen, ſo
herzhaft und ſo hell in den Himmel hinein jubelnd.
* Michael Denggs Bauerntheater kommt!
Am Sonntag, den 8. Februar, eröffnet hier in
der Turnhalle am Woogsplatz das beſtens bekannte und
ſtets gern geſehene Dengg=Enſemble einen auf 10 Abende
berechneten Spielplan. Das Enſemble, das ſich hier ſtets
großer Beliebtheit erfreute, wird auch diesmal in der
Turnhalle auf einen regen Beſuch rechnen dürfen, zumal
die Eintrittspreiſe ſehr ermäßigt ſind, ſo daß ſich gewiß
jeder Theaterfreund und die unzähligen Freunde und
Gönner des Enſembles ein paar recht gemütliche Abende
gönnen können. Die Lücke des verſtorbenen Direktors
Dengg iſt bereits ſeit einem Jahre aufs beſte ausgefüllt;
das Enſemble ſteht jetzt unter der Direktion von Anna
Dengg Witwe und hat ein ſehr gutes, geſchultes Perſonal,
und ſomit wird es auch gewiß von der hieſigen Ein=
wohnerſchaft
die Unterſtützung durch einen guten Beſuch
finden. Der Billettvorverkauf für die erſten fünf Vor=
ſtellungen
beginnt am Donnerstag, den 5. d. M., im Ver=
kehrsbureau
am Ernſt=Ludwig=Platz. Die Originalaus=
ſtattung
an Dekorationen, Möbel, Requiſiten und Ko=
ſtümen
iſt bereits in der Turnhalle eingetroffen, und ſomit
wird ſich das Enſemble gewiß Mühe geben, jede einzelne
Aufführung ſtilvoll zur Darſtellung zu bringen.
* Reſidenztheater am Weißen Turm. Wir
machen an dieſer Stelle nochmals darauf aufmerkſam, daß
das entzückende Luſtſpiel Engelein mit Aſta Nielſen,
auf vielſeitigen Wunſch noch bis Freitag prolongiert
wurde. Der Anfang dieſes Werkes iſt jeweils täglich 3½.
6 und 8½ Uhr. Zu dieſer Vorführung kommt noch das
vollſtändig neue Programm mit dem Dreiakter Irrwege
der Liebe dem Wildweſt=Schlager Des Indianers
Treue der neuen Wochenchronik und den beiden Humo=
resken
Bumbke als Meſſenger=Boy und Bobbis Höhen=
rekord‟
. Eine reizende Naturaufnahme, ein maleriſcher
Teil Frankreichs, beſchließt das erſtklaſſige Programm.
* Weiterſtadt, 3. Febr. (Im Silberkranz.) Am
Donnerstag, 5. d. M., feiert das Mitglied des Geſang=
vereins
Sängerluſt Konrad Hahn mit ſeiner Frau
Katharina das Feſt der ſilbernen Hochzeit. Am Sams=
tag
, 7. d. M., feiert der Sangesbruder Ad. Petri IV.
mit ſeiner Ehefrau Margarete das Feſt der ſilbernen Hoch=
zeit
.
* Offenbach, 3. Febr. (Verein für Kunſtpflege.)
Am Dienstag, den 10. d. M., vormittags 11 Uhr, wird die
von dem Verein veranſtaltete Ausſtellung Gut und Böſe‟
eine Gegenüberſtellung guter und geſchmackloſer Ge=
brauchsgegenſtände
in dem Ausſtellungsſaal der Tech=
niſchen
Lehranſtalten eröffnet. Der letzte Jahresbericht des
Vereins iſt im Druck erſchienen und ſteht Intereſſenten zur
Verfügung.
Offenbach, 3. Febr. (Ein Bruderzwiſt) iſt im
Offenbacher Stadthaus ausgebrochen. In der letzten Stadt=
verordnetenſitzung
am Donnerstag ſtellte der ſozialdemo=
kratiſche
Stadtverordnete Dr. Katz die Behauptung auf,
daß in der ſtädtiſchen Verwaltung zu viel Beamte
angeſtellt wären und die Dezernenten vielfach unvorbereitet
in die Ausſchußſitzungen kämen, was ihm den Widerſpruch
ſeiner Fraktionskollegen eintrug. Es wird nun zu einer
dringlichen öffentlichen Stadtverordneten=
ſitzung
auf Montag nachmittag eingeladen. Als
einziger Punkt ſteht auf der Tagesordnung die Anſchul=
digungen
des Stadtverordneten Dr. Katz in der letzten
Stadtverordnetenſitzung. Zu der dringlichen Sitzung
wurde beantragt, gemäß dem inzwiſchen gefaßten Beſchluß
des Rechts= und Finanzausſchuſſes die Angelegenheit zu
ihrer Unterſuchung dem Kontrollausſchuß zu überweiſen
und dem Stadtverordneten Dr. Katz gegenüber die Er=
wartung
auszuſprechen, daß er ſeine Anſchuldigungen
ſchriftlich feſtlegt.
R. Heubach, 2. Febr. In dem Saale des Heſſiſchen
Hofes hier wird nächſten Sonntag, den 8. d. M., der
Männergeſangverein ſein Wintervergnügen abhal=
ten
. Das gut ausgeſtellte und ſehr reichhaltige Programm
enthält mehrere neue Chöre des Vereins. Auch für den
theatraliſchen Teil iſt hinreichend geſorgt.
Viernheim, 2. Febr. (Gemeindeſchweſter.)
Der evangeliſche Frauenverein, der ſich unter dem Vorſitz
der Frau Forſtmeiſter Groos und Frau Gutsbeſitzer Chr.

Bläß gebildet hat und ſich aus allen Schichten der Bevöl=
kerung
zuſammenſetzt, hat ſich zur Hauptaufgabe die Pflege
der Armen, Kranken und noch nicht ſchulpflichtigen Kinder
geſetzt. Zu dieſem Zweck wird auf ſeine Veranlaſſung
hin am heutigen Tage eine evangeliſche Gemeindeſchweſter
in Viernheim ihren Einzug halten. Vorläufig wohnt die
Schweſter im Privathauſe. Im Laufe des Jahres wird
eine Schweſterwohnung gebaut und in Verbindung mit der
neuen ſchönen Kirche ein Gemeindeſälchen hergerichtet,
das auch der Kinderpflege zur Verfügung ſteht.
Weißkirchen, 3. Febr. (Stiftung.) Der verſtorbene
Pfarrer Spreng hat der Gemeinde 5000 Mark für
einen neuen Kirchenbau hinterlaſſen.
Mainz, 3. Febr. (Ein Rehbock im Rhein.) Eine
ſeltſame Jagd ſpielte ſich geſtern unterhalb des hieſigen
Floßhafens ab. Vom Rheindamm her kam ein Rehbock,
auf den ſofort die zahlreich auf den zugefrorenen Kribben
ſich tummelnden Schlittſchuhläufer Jagd machten. Das
geängſtigte Tier wußte ſich zuletzt nicht mehr anders zu
helfen, als ſein Heil in der Flucht durch den offenen Rhein
zu ſuchen. Bald arbeitete ſich das Tier durch die Wellen
nach dem etwa 200 Meter entfernten Ufer der Morsau.
Leider ſollte auch die gefahrvolle Schwimmpartie dem ge=
hetzten
Wild nicht die Rettung bringen, denn als der Bock
eben das Ufer erklomm, krachten mehrere Schüſſe, die ihn
zu Boden ſtreckten. Eine Verkehrsſtockung gab es
am Sonntag abend. An der Ecke der Schillerſtraße und
Großen Bleiche hatte ſich infolge Lockerung einer Klammer
ein Leitungsdraht der Hochſpannungsleitung gelöſt. Wa=
gen
aus beiden Richtungen hielten an der Unfallſtelle, wo
ſich bald eine große Menſchenmenge angeſammelt hatte.
Nicht geringen Schreck verurſachte es bei den Zuſchauern,
als beim Losreißen eines Bügels der dort haltenden
Wagen unter einem Knall ein Funkenregen von der Hoch=
ſpannung
zur Erde niederging.
Worms, 3. Febr. (Feuer.) Heute früh kurz nach
4 Uhr begann die Sirene ein furchtbares Geheul anzuſtim=
men
, das nicht eher verſtummte, als bis der letzte Wormſer
aus dem Schlafe geweckt war. Viele erhoben ſich von dem
Lager und eilten der Brandſtätte zu, die ſie nach einigem
Umherirren auf dem Schweickhof ermittelten. Der
Schweickhof iſt bekanntlich jener Platz inmitten der Häuſer
Römerſtraße, Hagenſtraße und Hammelsgaſſe, und das
Feuer war in dem dort befindlichen alten dreiſtöckigen
Magazin ausgebrochen, das noch ein Ueberbleibſel aus
älterer Zeit iſt. Es diente früher als Fruchtlager. Zuletzt
hatte dort die Kunſtſchloſſerei Zilles einen Teil ihres Be=
triebes
untergebracht, während der Keller von der Firma
Valckenberg als Weinlager benutzt wurde. Da im Hauſe
eine elektriſche Leitung angebracht iſt, nimmt man an, daß
der Brand durch Kurzſchluß entſtanden iſt. Eine andere
Urſache iſt nicht zu erkennen. Der Polizeibericht
meldet: In dem ehemals Steinſchen Magazin am Schweick=
hof
, das kürzlich durch Herrn Karl Rauſch, Furnier= und
Kehlleiſtenhandlung, käuflich erworben wurde, entſtand
heute nacht gegen halb 4 Uhr Feuer. Das unbewohnte Ge=
bäude
diente im Erdgeſchoß ſeit einiger Zeit als Arbeits=
und Lagerraum der Schloſſerei Firma Gebr. Zilles; in
den oberen Räumen lagerten Gegenſtände verſchiedener
Art, die Eigentum der letztgenannten Firma waren. Der
Gebäudeeigentümer hatte das Magazin noch nicht in Be=
nützung
. Der Bau iſt faſt volländig ausgebrannt;
außer den Umfaſſungsmauern iſt nur noch das Deckenge=
bälke
zum Teil erhalten. Der Schaden am Gebäude mag
ſich auf 68000 Mark, derjenige an beweglichen Gegen=
ſtänden
auf etwa 1500 Mark belaufen. Ueber die Ent=
ſtehungsurſache
konnte noch nichts ermittelt werden.
Alsheim, 3. Febr. (Einen Mehrerlös von
über 20000 Mark) für die Jagdzeit erzielte unſere
Gemeinde bei der Neuverpachtung der etwa 6000
Morgen umfaſſenden Gemeindejagd. Die Jagd
wurde der hieſigen Jagdgeſellſchaft (Steigerer Gaſtwirt F.
Balz) zum jährlichen Pachtpreis von 6300 Mark zugeſchla=
gen
auf neun Jahre. Den Wildſchaden trägt die Gemeinde.
Der bisherige jährliche Pachtpreis betrug 4000 Mark.
Ockſtadt, 3. Febr. (Jagd=Ver pachtung.) Die
der Gemeinde Ockſtadt zuſtehende Feldjagd mit 678 Hektar
und die Waldjagd mit 227 Hektar iſt letzte Woche auf ſechs
bezw. neun Jahre neu verpachtet worden. Es wurde ein
Mehrerlös von 1485 Mark erzielt. Die Feldjggd
ſtieg von 1600 auf 2200 Mark, die Waldjagd von 3115 auf
4000 Mark. Die verhältnismäßig hohe Pachtſumme erklärt

ſich daraus, daß unſer Gemeindewald einen guten Hirſch=
ſtand
hat, dabei nur von Wald umgrenzt, die Jagd alſo
wildſchadenfrei iſt.
Vilbel, 3. Febr. (Freche Diebe.) Geſtern ſtellten
ſich zwei junge Leute in dem Gaſthaus Zur Krone als
Zigarettenreiſende vor. Dem Wirt kam aber die Sache
verdächtig vor, da dieſelben nur ein Muſterköfferchen bei
ſich hatten. Als der Wirt auf kurze Zeit die Gaſtſtube ver=
ließ
, benutzten die beiden den Augenblick, ſich ihren Muſter=
koffer
, der leer war, mit dem Vorrat des Wirtes an Zigar=
ren
und Zigaretten zu füllen. Der Wirt beobachtete ſie
durch eine Seitentür. Nachdem ſie erſt eine Tracht
Prügel erhalten hatten, wurden ſie der Polizei über=
geben
und in das hieſige Gefängnis eingeliefert.

Verband heſſiſcher Verkehrsvereine.

Auf Einladung des Vorortes des Verbandes Heſſi=
ſcher
Verkehrsvereine, als welcher zurzeit der Verkehrsaus=
ſchuß
der Bergſtraße im Amt befindlich iſt, traten die Mit=
glieder
des Arbeitsausſchuſſes in Frankfurt a. M. zu einer
Sitzung zuſammen. Der Vorſitzende, Herr Rentner=
Sieben=Auerbach, begrüßte die erſchienenen Herren aus den
drei Provinzen und eröffnete die Sitzung um halb 3 Uhr.
Die reichhaltige Tagesordnung galt in der Hauptſache
inneren, organiſatoriſchen Fragen, wie Finanzlage, Abſatz
des Heſſiſchen Verkehrsbuches, Verhältnis zum Bund
Deutſcher Verkehrsvereine, Unterſtützung lokaler Eiſen=
bahnwünſche
durch den Verband, Beteiligung an der Leip=
ziger
Ausſtellung für Buchgewerbe und Graphik 1914 und
an den beiden großen Ausſtellungen in Köln und Düſſel=
dorf
1915, ſowie an der permanenten Dioramen= Ausſtel=
lung
Heſſiſcher Städte und der Bergſtraße in Bad Nauheim,
Verleihung von Kliſchees aus dem Beſtand des Verbandes
an gewerbliche Unternehmen, Mitteilungen über die pro=
jektierte
Gründung eines Verkehrsverbandes im Oden=
wald
, Neckartal und der ſüdlichen Bergſtraße. Es wurde
feſtgeſtellt, daß der Bund Deutſcher Verkehrsvereine als
eine äußerſt ſegensreiche Einrichtung für die Förderung
der Deutſchen Verkehrs=Intereſſen anzuſehen iſt. Es wäre
ſehr wünſchenswert, wenn ſich die Mitglieder ausnahms=
los
zur Zahlung eines Extrabeitrages für den
Bund entſchließen würden, damit durch Ueberweiſung
eines größeren Betrages aus dem Großherzogtum Heſſen
unſer notwendiger Einfluß auf die Bundesleitung geſtärkt.
werden könnte. Von einer Beteiligung an der Bugra
Leipzig 1914 (Ausſtellung für Buchgewerbe und Graphik)
ſoll mit Rückſicht auf den zur Verfügung ſtehenden be=
ſchränkten
Raum abgeſehen werden; dagegen wurde an=, daß die einzelnen Vereine zu den Ausſtellungen in
Köln und Düſſeldorf 1915 in ihren heimatlichen Kreiſen.
heute ſchon Stellung nehmen möchten.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 2. Febr. An Kranzlers
Ecke waren heute nachmittag die Paſſanten, die dieſe ver=
kehrsreiche
Stelle der Linden bei dem frühlingsartigen
Wetter zahlreicher noch als ſonſt belebten, Zeugen eines
liebenswürdigen Schauſpiels. Vom Brandenburger Tor
her nahte ein kaiſerliches Automobil. Das bekannte
Hupenſignal ertönte, und die dort ſtationierten Schutz=
leute
hatten bereits Vorſorge getroffen, dem kaiſerlichen
Wagen freie Fahrt zu ſchaffen. Vor Kranzler hielt jedoch
das Auto plötzlich, und ſeine Inſaſſen, zwei Offiziere,
ſtiegen aus. Es war der Kronprinz mit ſeinem
Adjutanten. Er hatte einen Blumenhändler bemerkt,
der in ſeinem Korbe Veilchen feilhielt. Auf dieſen Mann
trat der Kronprinz zu, ſuchte mit ſcherzenden Worten ein
Sträußchen aus und händigte dem Händler ein Zwanzig=
markſtück
ein. Unter den lebhaften Grüßen der ſchnell
verſammelten Menge fuhr der Kronprinz dann nach
ſeinem Palais. Im Architektenheim veranſtaltete geſtem
abend der Architekten=Verein eine Gedenkfeier für
Otto March und Hans Schmieden. Geheimrat Hinkel=
beyn
hielt die Gedenkrede auf March, Oberhofbaurat
Geyer auf Schmieden. In ſeiner Wohnung, in der
Roſenthalerſtraße, wurde geſtern abend der Rechtsanwalt
Dr. Otto Herzfeld tot aufgefunden. Die Leiche
wies eine Schußverletzung an der rechten Schläfe auf
Man nimmt Selbſtmord an, doch beſtehen, wie dier

Das dritte Konzert des Muſikvereins.

(Montag, 9. Februar.)
(Arnold Mendelsſohns Pſalm 137 und Paria‟.
Beethovens IX. Sinfonie.)
Ein neues Werk von Arnold Mendels=
ſohn
! Pſalm 137 für Sopran, Solo Chor und Orcheſter.
Nicht auffallend durch äußeres Gepränge oder durch gro=
ßen
Umfang (die Aufführung beanſprucht eine Zeitdauer
von acht Minuten) zeichnet ſich dieſes Werk im Gegenteil
aus durch Knappheit der Form, zugleich aber auch durch
große Innigkeit und Charakteriſtik des Ausdrucks. Die ſchöne
Dichtung: An den Waſſern zu Babel ſaßen wir und wein=
ten
iſt ſchon oft komponiert worden, aber immer brach=
ten
die Komponiſten am Schluß die Anfangsworte wie=
der
und änderten dadurch den Charakter der Dichtung.
Denn, obwohl der Anfang weich und klagend iſt, ſo ſtei=
gert
ſich doch dieſe Klage gegen den Schluß hin bis zu
einem Racheſchrei, wie er grimmiger ſich wohl kaum den=
ken
läßt. Und in dieſem Sinne hat Arnold Mendelsſohn
ſeine Kompoſition angelegt und ausgeführt.
Ein wehmütig wogendes Motiv hebt leiſe im Orcheſter
an. Hören wir in dieſen Tönen die Waſſer Babels in der
Ferne rauſchen? Sind es die ſich ſchlängelnden Tränen
der Verbannten? Iſt es der Ausdruck des Jammers, der
in ihren Seelen auf= und abwogt? Wer wird die Viel=
deutigkeit
der Muſik erſchöpfen? Genug, dieſes ausdrucks=
volle
Motiv, das ſich ſo vortrefflich zu allen möglichen Ge=
ſtaltungen
und Umgeſtaltungen eignet, hält das ganze
Muſikſtück zuſammen und führt es in einer faſt ununter=
brochenen
Linie hinauf bis dahin, wo der verzweiflungs=
volle
Aufſchrei des Haſſes und der Rache losbricht: Wohl
dem, der dir (Babel) vergibt, wie du uns getan haſt, wohl
dem, der deine jungen Kinder nimmt und zerſchmettert
ſie an einem Stein. Nur die Worte: Vergeſſe ich dein,
Jeruſalem, ſo werde meiner Rechten vergeſſen geben dem
Komponiſten Veranlaſſung zu einem kurzen Zwiſchenſatz,
zu einem Sopran=Solo von wohltuender, kontraſtieren=
der
Lieblichkeit, während die beiden Stellen: Lieber,
ſinget uns ein Lied von Zion und der zitierte Ruf der
Feinde, die von Jeruſalem ſagten: Rein ab, bis auf
ihren Boden das erſte in Dur, das zweite charakteriſtiſch
in Moll umgeſtaltet, nur ritartierende Momente ſind, durch
die der Anlauf zum Schluß um ſo mächtiger wirkt.
Im Chorſatz kräftig und wohlklingend, im begleiten
den Orcheſter einfach und wirkungsvoll, nach Form und

Inhalt gleichmäßig ausgereift und vollendet, bekundet das
Werk die Hand des erfahrenen Meiſters; ja, es mutet uns
in ſeiner Schlichtheit, die jede Wichtigtuerei nach außen
verſchmäht, an, wie ein Werk aus der großen klaſſiſchen
Periode.
Sein älterer Bruder Paria wurde ſchon vor
ſieben Jahren im Muſikverein aufgeführt und hatte ſeit=
dem
in verſchiedenen deutſchen Konzertſälen einen unbe=
ſtrittenen
Erfolg. Dieſes Werk ſtellt an den Zuhörer und
an die Ausführenden bedeutend größere Anſprüche, als der
Pſalm. Schon Goethes wunderbare und tiefe Dichtung
verlangt ein eingehenderes Entgegenkommen, befaßt ſie ſich
doch mit einem tiefen Problem, und weiſt in ihrer Sprache
diejenige Knappheit des älteren Goethe auf, die nicht
jede Schönheit ſofort auf ein erſtes Leſen oder Hören offen=
bart
. Wie ich ſchon damals bei der erſten Aufführung in
Darmſtadt betonte, müſſen wir des Komponiſten Mut be=
wundern
, der vor einer ſo ſchweren Aufgabe, gerade dieſes
Gedicht zu vertonen, nicht zurückſchreckte. Zugleich müſſen
wir ihm dankbar ſein, daß er all ſeine Kraft aufbot, uns
die eigenartige Dichtung durch ſeine Töne näher zu brin=
gen
. Und je mehr man ſich mit ſeinem Werk befaßt, deſto
lieber muß man es gewinnen. Ich kann den Zuhörer nicht
beſſer auf das Werk vorbereiten, als indem ich, wie auch
damals, des Komponiſten eigene Worte zitiere, die er in
einer Erläuterung mit Notenbeiſpielen für die Ur= Auf=
führung
in Duisburg ſchrieb:
Der verachtete und verworfene Stamm des indiſchen
Volkes, Paria geheißen, empfindet in demütiger Zerknir=
ſchung
einen tiefen Drang nach einem höheren Leben; er
begehrt, ſich das Göttliche zuzueignen, oder doch durch einen
halbgöttlichen Mittler damit in Verbindung zu treten.
Dieſes iſt der Inhalt des Gebet des Paria (Die Dich=
tung
enthält drei Teile: Gebet des Paria, Legende und
Dank des Paria.)
Die Erhörung dieſes Gebetes wird in der Legende‟
erzählt. Eine Familie heiliger Brahmanen ſo heißt die
indiſche Prieſterkaſte führt uns der Dichter vor. Der
Vater, ſittenſtreng, durch aſketiſche Selbſtpeinigung ſein
Seelenheil erſtrebend, in ſelbſtgerechtem Tugendſtolz ein
unerbittlicher Richter ſittlicher Fehltritte. Seine Gattin,
rein und harmoniſch in ſich geſchloſſen, da ſie niemals die
Kraft der Leidenſchaft an ſich ſelbſt kennen gelernt hat. Ihr
ballt ſich, wenn ſie jeden Morgen, um Erquickung zu ſchöp=
fen
, an den Ganges, den heiligen Strom des Lebens, tritt,
das Waſſer freiwillig zu kriſtallener Kugel: ein herrliches
dichteriſches Symbol des inneren Gleichgewichtes der
Seele.

Doch Brahma, der höchſte Gott, hat die Prieſterin zu
Höherem beſtimmt, als zu einer etwas indifferenten, weil
faſt nur negativen Reinheit. Die weibliche Leidenſchaft
wird wach bei dem Anblick einer von Brahma geſandten
göttlichen Jünglingsgeſtalt. Dunkel unwiderſtehliches
Begehren erwacht in der Ueberraſchten und ach!, das heilige
Waſſer, ſtatt ſich, wie früher, zur Kugel zu ballen, weicht
vor ihren ſchöpfenden Händen in trüben Strudeln zurück.
Der ſtrenge Gatte zaudert nicht, die Verwirrte, die
nicht zu erklären, zu entſchuldigen weiß, mit demſelben
Schwert zu richten, mit dem er geſtern ein verbrecheriſches
Paria=Weib getötet hat. Doch er trägt die Konſequenz
ſeiner Strenge nicht, als ſein Sohn, der das Furchtbare
erfahren, der geliebten Mutter nach indiſchem Ritus in
den Tod folgen will. Des Vaters Herz erwacht, und reuig
gibt er dem Sohn das wunderbare Mittel an, die Mutter
wieder zu beleben. Der Jüngling aber, in leidenſchaftlich
ſehnſüchtiger Haſt verwechſelnd, fügt das göttlich ſchöne
Haupt der Mutter auf den unreinen Leib des Pariaweibes
und o Entſetzen! die Tote erſteht in gräßlicher Ver=
wandlung
!
So mußten die Brahmanen ſchuldig werden, damit den
Paria nach Brahmas Ratſchluß eine Mittlerin erſtehe, dien
den Göttern als Brahmanin vertraut, doch auch die dämd=
niſche
Natur des Paria verſteht, ja teilt: Und ſo muß ich
ſingt ſie, die Brahmane, mit dem Haupt im Himmel wei=
lend
, fühlen, Paria, dieſer Erde niederziehende Gewaltl
An dem mächtig ſich ſteigernden Schlußchor: Dank des
Paria nehmen die Brahmanen teil, ja, ſie ſtimmen ihn
zuerſt an, denn auch ſie hat Brahma gerade durch ihr ſitte
liches Fehlen zu einer höheren Stufe der Gotteserkenntnis
zugleich mit dem Paria erhoben. Die trennende Schranke
die bisher Paria und Brahmann, Sünder und Gerechte,
trennte, iſt gefallen, und ein neues Zeitalter der Gottes=
kindſchaft
und Bruderſchaft aller Menſchen wird durch die
neue Göttin verkündet. Leicht gewahrt man, wie in dem
wunderſam tiefſinnigen Gedicht des großen Heiden‟
Goethe durch die fremdartige indiſche Maske altvertraufe
echt chriſtliche Ideen durchſcheinen: ſo die Vorſtellung des
Mittlers, die Ablehnung phariſäiſcher Selbſtgerechtigkeih
Schätzung des demütigen herzlichen Verlangens nach Gott,
der Gedanke der allgemeinen Gotteskindſchaft und manches
andere.
So beſchreibt Arnold Mendelsſohn den Inhaltd
Gedichtes, und in demſelben Sinne ſchrieb er ſeine Muſil=
Sie iſt, wenn auch mit der Muſik ſeines Pſalmen verwandt
doch ganz anders als dieſe, reicher, vielſeitiger, und ver=
ſchmäht
bei dem Großartig=Grauſigen und Erſchütternden

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Nummer 35.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Seite 5.

Morgenpoſt ſchreibt, über die Urſache der Tat nur Ver=
mutungen
.
3. Febr. In dem Prozeß gegen den Kor=
vettenkapitän
a. D. Rüdiger Freih. von der
Goltz iſt heute nachmittag der Angeklagte der Anſtiftung
zum Vergehen gegen den Paragraphen 93 des Militär=
ſtrafgeſetzbuches
(diplomatiſche Spionage) für
ſchuldig befunden und zu drei Monaten Feſtungs=
haft
unter Anrechnung von einem Monat der erlittenen
Unterſuchungshaft verurteilt worden. Ein Vergehen
gegen den Paragraphen des Geſetzes, betreffend den Ver=
rat
militäriſcher Geheimniſſe nach dem Spionagegeſetz
hielt das Gericht nicht für feſtgeſtellt. In Abweſen=
heit
der Eltern ſpielten die beiden Kinder
eines Arbeiters in der Cranachſtraße in Schöneberg
mit Streichhölzern. Eine auf dem Tiſche ſtehende
mit Benzin gefüllte Flaſche geriet in Brand
und explodierte. Durch Stichflammen erhielten die
beiden Kinder ſchwere Brandwunden; der vier Jahre
alte Knabe iſt bereits geſtorben.
Weinheim, 3. Febr. (Rodelunfall.) Beim Ro=
deln
im nahen Lützelſachſen fuhr ein mit vier Perſonen
beſetzter Schlitten gegen einen Baum, wobei der
19 Jahre alte Schloſſer Gerſtner derartige Verletzungen er=
litt
, daß er kurz darauf ſtarb.
Oberſtein a. N., 3. Febr. (Der fingierte Raub=
mord
.) Die letzten Ermittelungen in Sachen des Raub=
mordverſuches
in dem Bingerbrück-Metzer
Perſonenzug ergaben, daß der angeblich überfallene
Schlicht ein von der Kriminalpolizei ſteckbrieflich ver=
folgter
Defraudant iſt, der als Angeſtellter der Allgemeinen
Elektrizitätsgeſellſchaft in Mainz 600 Mark unterſchlagen
hat.
München, 3. Febr. (Scheckſchwindel.) Hier wurde
ein großer Scheckſchwindel entdeckt. An dem Schalter der
Bayeriſchen Vereinsbank erſchien ein ſehr gut gekleideter
Mann, der einen Scheck über 24000 Mark zur Auszahlung
präſentierte. Das Papier wurde für echt gehalten und die
Summe ſofort bar ausbezahlt. Durch eine nachträgliche
Rückfrage ſtellte ſich aber heraus, daß der Scheck gefilſcht
war. Trotz aller ſorgfältiger Nachforſchungen der Polizei
iſt es dem Schwindler gelungen, mit dem Gelde zu ent=
kommen
.
Leipzig, 3. Febr. (Verhafteter Rechts=
anwalt
). Der zu acht Monaten Gefängnis veructeilte
und geflüchtete Rechtsanwalt Groſſe iſt in Mailand
verhaftet worden.
Königswuſterhauſen, 3. Febr. (Beim Rettungs=
werk
ertrunken.) Geſtern verſuchte der 14 Jahre alte
Schüler Roſenberg zwei Kinder, die auf dem Krüpelſee
beim Schlittſchuhlaufen eingebrochen waren, zu retten,
und fand dabei den Tod. Die beiden Eingebrochenen
ikonnten gerettet werden.
Hannover, 3. Febr. (Mordverſuch und Selbſt=
rmord
). Nach einem vergeblichen Sühnetermin ſchoß
ggeſtern vor dem Hauſe des Schiedsmannes der Viehhänd=
Aer Boecker=Großbuchholz auf die Frau des Hofbeſitzers
WWedemeyer viermal und verletzte ſie ſchwer. Er erſchoß
ſich dann ſelbſt.
Hamburg, 3. Febr. (Ermittelter Mörder.)
Wie ſich herausgeſtellt hat, iſt der Mörder des hie=
ſſigen
Kaufmanns Otto Henſel der Tiſchler
Max Unger, der hier in der Henriettenſtraße in ärmlichen
Werhältniſſen lebte und von ſeiner Frau vor einigen
Tagen als vermißt gemeldet worden war. Unger hatte
ſich als der Möbelfabrikant Haſe aus Jüterbog in einem
wieſigen Hotel einlogiert, und dort Henſel erwartet und
erſchoſſen.
Breslau, 3. Febr. (Mord.) Heute nacht wurde der
(8jährige Gärtnereibeſitzer Haaſe in ſeinem Hauſe Wein=
wergsweg
, das er mit einer alten Wirtſchafterin allein
bewohnte, überfallen und getötet. Haaſe galt als
jehr reicher Mann. Von dem Täter fehlt jede Spur.
Poſen, 3. Febr. (Mordprozeß gegen Graf
Mielzynski.) Gegen den Grafen Mielzynski, der ſich
noch immer im Amtsgericht in Grätz befindet, wird, nach=
dem
die Vorunterſuchung abgeſchloſſen iſt, von der Staats=
anwaltſchaft
in Meſeritz die Anklage erhoben werden.
Sie lautet auf Totſchlag in zwei Fällen. Die Anklage ſteht
auuf dem Standpunkt, daß der Graf die Tat in höchſter ſeeli=
ſcher
Erregung ohne Ueberlegung ausgeführt hat. Die Ver=
heandlung
wird vermutlich noch in der in dieſem Monat
beginnenden Schwurgerichtsperiode ſtattfinden. Ob die

nicht die Anwendung ſcharfer Harmonien und herber Diſ=
ſunanzen
. Aber auch ſie weiſt genug des leichter Faßlichen
autf, wie zum Beiſpiel in dem groß und breit angelegten
Eiingangs=Gebet; ferner im Anfang der Legende, wo die
ſanft anſteigenden Violinen ohne jegliche Begleitung die
Morgenſtimmung und die Seelenruhe der hohen Brah=
Imanin malen. Nach der Vollendung der Kataſtrophe ſind
dann die Reden der Mutter an den Sohn von großer Tiefe
und Schönheit, während das Ganze feierlich ausklingt in
dam Dankgebet der Parias und Brahmanen. Bei unſerer
uenrigen Aufführung (14. Oktober 1907) hatte das Werk
ſſeinten großen Erfolg, ſo daß die Wiederaufnahme desſelben
laufs freudigſte begrüßt werden wird.
Etwas Eingehendes über die IX. Sinfonie zu ſagen,
hieße Eulen nach Athen tragen. Schon das bloße Wort:
,Reunte Sinfonie verſetzt uns in eine ſonnige Stimmung,
n die Stimmung wie vor einem Muſikfeſt, bedeutet ſie doch
ln unſerer Kunſt ein hervorragendes unter jenen Werken,
hie ganz beſonders dazu berufen ſind, uns dem Alltag zu
Untrücken, uns zu erheben und zu beſeligen. Können wir
ſlie jetzt nicht in muſikfeſtlich ſtarker Beſetzung aufführen, in
ſtinger eigens dazu gebauten Feſthalle, ſo wird der kleinere
aralbau die numeriſch geringere Stärke der Ausführen=
ein
nicht empfinden laſſen, um ſo mehr, da der Chor des
Matſikvereins verſtärkt iſt durch den trefflichen Sängerchor
heis Lehrervereins. Tüchtige Soliſten von hier: Frau
ſchmidt=Illing, Fräulein Jacobs und Herr
loberger, ſowie Herr Bruno Bergmann aus
Perlin, werden die Sängerſchar anführen; die Hofkapelle,
llunchaus berufen, auch die tiefſten Geheimniſſe des Inſtru=
liemtalen
zu enthüllen, betrachtet einen ſolchen Tag als
nen Ehrentag. An Begeiſterung und Liebe wird es alſo
ſicot fehlen. Daher ſei unſere Aufführung jedem Freunde
ler Kunſt aufs wärmſte empfohlen unſere Aufführung, die
n der erſten Nummer die Religion einer alten Welt ver=
ſindigt
: Aug um Auge, Zahn um Zahn die in der zwei=
n
Nummer von der ſanften indiſchen Lehre ſpricht, die
Mit leid und Altruismus zum Fundament einer höheren
Nerral ausbildet, während wir in der dritten gleichſam
lle Menſchen vereinigt ſehen durch das Band der Freude,
iner Freude, die den großen Beethoven auf Grund von
ſchillers begeiſterter Ode zu ſeinem gewaltigen Dithy=
ſiml
bus hinriß:
Seid umſchlungen, Millionen,
dieſen Kuß der ganzen Welt!
Brüder, überm Sternenzelt
Muß ein lieber Vater wohnen!
Darmſtadt, Februar 1914.
W. d. H.

Verhandlung in Meſeritz, dem Sitz des zuſtändigen Land=
gerichts
, oder in Grätz ſtattfindet, iſt noch nicht endgültig
beſtimmt worden.
Radolfzell, 3. Febr. (Ertrunken.) Drei junge
Leute, die geſtern abend vom ſchweizeriſchen nach dem
badiſchen Ufer mit Schlittſchuhen fahren wollten, kamen
dabei an eine noch nicht tragfähige Stelle. Während der
eine noch zurückfahren konnte, brachen die beiden anderen
ein. Der eine derſelben, der aus Berlingen in der Schweiz
ſtammte, ertrank, während der andere, aus dem Badiſchen
ſtammend, gerettet werden konnte. Das Eis auf dem
Unterſee iſt jetzt bereits ſo ſtark, daß man mit Automo=
bilen
von Radolfzell nach der Reichenau fahren kann.
Mailand, 3. Febr. (Zu der Bluttat in San
Remo), bei der, wie gemeldet, der Leipziger Kaufmann
Sigall ums Leben kam, wird noch bekannt, daß die Be=
gleiterin
des verhafteten Hochſtaplers Longfield=
Wolff die Tochter einer angeſehenen Stuttgarter Fa=
milie
iſt und im Stuttgarter Konſervatorium ihre muſi=
kaliſche
Ausbildung erhalten hat. Das Mädchen lernte
vor einem halben Jahre den angeblichen Studenten Long=
field
kennen, der ſehr elegant auftrat. Kurze Zeit darauf
ließ ſich das junge Paar in London trauen. Der junge
Ehemann, der ſich als Sohn eines reichen Amerikaners
ausgegeben hatte, ließ durchblicken, daß ſein Vater am
20. Januar nach Berlin kommen werde, worauf ſich die
junge Frau mit ihrer Mutter nach Berlin begab, um
den Schwiegervater kennen zu lernen. Trotz mehrtägigen
Wartens kam dieſer nicht, und als die Mutter Zweifel an
der Exiſtenz des Vaters äußerte, reiſte der Mann mit
ſeiner jungen Frau nach San Remo unter dem Vorwand,
er müſſe dort eine Erbſchaft antreten und werde dann
nach Stuttgart zurückreiſen. Als das Paar längere Zeit
nichts von ſich hören ließ und auch nicht in Stuttgart ein=
traf
, wandte ſich die Mutter, da alle Nachforſchungen nach
dem Verbleib ihrer Tochter ohne Erfolg waren, an die
Behörden von San Remo, weil ſie befürchtete, daß ihre
Tochter einem Schwindler in die Hände gefallen wäre, der
auch die Korreſpondenz ihrer Tochter mit ihr unterſchlagen
haben mochte. Inzwiſchen traf die Nachricht über die
Mordtat in San Remo ein. Zu dem Morde wird noch
gemeldet, daß Wolff dem Sigall während der Fahrt die
Brieftaſche geſtohlen hatte. Sigall bemerkte das und
drohte mit Anzeige. Um den Diebſtahl zu verdecken, hat
er den Beſtohlenen niedergeſchoſſen. Die in der Leichen=
kammer
des Friedhofes von San Remo vorgenommene
Beſichtigung der Leiche Sigalls hat ergeben, daß der Ver=
brecher
Longfield alias Wolff den Revolverſchuß aus
nächſter Nähe abgegeben hat. Die Kugel hat den Rücken
und die Lunge durchbohrt und iſt im Bruſtbein ſtecken ge=
blieben
.
Waſhington, 3. Febr. (Verſchwundenes Unter=
ſeeboot
.) Von dem Unterſeeboot E. 2 das zum
Wintermanöver im mexikaniſchen Golf war, liegen ſeit
einer Woche keine Nachrichten vor. Man befürchtet ein Un=
glück
. Der E. 2 verließ mit drei Unterſeebooten am 27.
Januar Guatanamo auf Kuba und ſein nächſter Hafen
ſollte Galveſton ſein. Der Offizier, der die Flottille kom=
mandiert
, hat dem Marinedepartement mitgeteilt, daß der
E. 2 nirgends zu finden ſei.
San Franzisko, 3. Febr. (Die ruſſiſche Tänze=
rin
Frau Pawlowna) liegt hier ſchwer am Fieber
erkrankt im Hoſpital. Sie war in der letzten Woche im
Süden von Kalifornien aufgetreten und wurde mit anderen
Reiſenden in Santa Barbara durch die Ueberſchwemmung
abgeſchnitten. Die Ueberſchwemmung erzeugte alsbald
Fieber in der Stadt und auch Frau Pawlowna wurde da=
von
ergriffen. Trotz ihrer Erkrankung trat ſie in der letz=
ten
Woche in San Franzisko auf, brach aber am Schluſſe
der Vorſtellung zuſammen.

Parlamentariſches.

Der Hauptvoranſchlag im Finanzausſchuß der Zweiten
Kammer.
St. Den geſtrigen Beratungen im Finanzausſchuß
wohnten wieder die Herren Staatsminiſter Dr. von
Ewald, Finanzminiſter Dr. Braun, Miniſter des Innern
von Hombergk zu Vach, ferner die Staatsräte Dr.
Becker, Lorbacher, die Miniſterialräte Hölzinger, Dr. Kratz,
Schliephake, Geh. Oberfinanzrat Dr. Rohde und Re=
gierungsrat
Matthias bei. Die Beratungen wurden bei
Kapitel 12. Direkte Steuern uſw., fortgeſetzt. Der
Vorſchlag der Regierung geht dahin, die Steuern um
900000 Mark höher in das Budget einzuſtellen, weil die
Ergebniſſe der Veranlagung ein ſo großes Mehreinkom=
men
bei den Steuern rechtfertige. Bei dieſer Veranlagung
ſei ſelbſtverſtändlich das Ergebnis der Wehrſteuer, wie die
Regierung ausführte, noch nicht berückſichtigt. Es ſeien
aber über dieſe in der Preſſe denn doch unrichtige Angaben
enthalten, welche weit über das Ziel hinausſchießen. Eine
Darlegung des wirklichen Ertrages des Wehrbeitrages
könne erſt im Laufe des Februars, allerdings auch nur
vorläufig, ohne Berückſichtigung der Reklamationen, ge=
geben
werden. Richtig ſei, daß infolge der neuen Ver=
anlagung
bei der Gemeindeſteuer durch das Gemeinde=
ſteuergeſetz
und insbeſondere des Grundvermögens in dem
ganzen Lande ein Mehr an Verm ögen von 263
Millionen ſich ergeben habe, ſo daß ſich
wohl im Laufe des Jahres 1913 das Ver=
mögen
in Heſſen auf fünf Milliarden be=
laufe
. Die Beſprechung gab auch Anlaß, auf die Ge=
ſtaltung
des Reſtefonds, der bekanntlich zum erſten
Male im Jahre 1912 durch die Ueberſchüſſe des Jahres
1910 gebildet worden iſt, zurück zu kommen, und es wurde
auseinandergeſetzt, daß dieſer Reſtefonds keineswegs eine
abgeſchloſſene Sparkaſſe des Staates bedeute, ſondern daß
auch für die Folge noch erhebliche Beiträge dem Reſte=
fonds
zufließen müßten. Das hätten die letzten Jahre
gezeigt. in denen trotz Beſtreitung der Koſten für die Be=
amtenbeſoldung
erhebliche) Abführungen in den Reſte=
fonds
möglich geweſen ſeien. Darum ſtellt ſich auch die
Ueberführung in den Reſtefonds als dauernde Einnahme
heraus, die dann auch mit dauernder Ausgabe be=
laſtet
werden könne.
Eine eingehende Diskuſſion ergab ſich über die Ge=
ſtaltung
des neuen Ausgleichs= und Tilgungs=
fonds
, der ſeinen Beſtand mit 8 Millionen Mark im
Jahre 1913 bereits erreicht und ſogar einen Ueberſchuß von
762271 Mark ergeben hätte, und für den ein weiterer Zu=
ſchuß
im Budget 1914 um 2485016 Mark vorgeſehen ſei.
Die Regierung wies darauf hin, daß jedenfalls für das
Jahr 1915 ein Ausfall an Stempeleinnahmen in Höhe
von 438000 Mark zu berückſichtigen ſei, weil dieſe 438000
Mark dem Reiche zufließen würden. Demgegenüber wurde
im Ausſchuß darauf aufmerkſam gemacht, daß die Stem=
peleinnahmen
, welche zur Unterlage der Beſoldungsord=
nung
im Jahre 1912 geſchaffen worden ſeien, viel höhere
Ergebniſſe, als veranſchlagt, gehabt hätten.
Bei Kapitel 10, Einnahmen aus Staats=
eiſenbahnen
, wurde ſeitens der Regierung darauf
hingewieſen, daß die Mehreinnahmen gegenüber dem
Jahre 1913 nicht feſtſtehen (im Betrage von 551.000 Mark),
weil neuere Nachrichten über die Verkehrseinnahmen aus

den Eiſenbahnen hier einen Rückgang verzeichnen. Vom
Finanzausſchuß wurde darauf hingewieſen, daß dieſe
Mehreinnahmen dem preußiſchen Etat und deſſen Unter=
lagen
entſprechen und daß angeſichts der wirklichen
Betriebsergebniſſe der Vorjahre (1912: 18587019
Mark) ſich rechtfertigen laſſe, für 1914 in den Voranſchlag
17994000 Mark einzuſtellen. Seitens des Miniſteriums
wurde noch darauf hingewieſen, daß der Betriebs= Koeffi=
zient
(Verteilung von Einnahme und Ausgabe) in den
letzten Jahren eine Steigerung erfahren habe, wodurch ſich
die Einnahmeergebniſſe mindern.
Es wurden ſodann noch die Kapitel 37 und 38, Uni=
verſität
und Techniſche Hochſchule, mit der Re=
gierung
durchgeſprochen. Die Univerſität ergab in ihren
Ausgaben zu einer Beſprechung keine Veranlaſſung, wäh=
rend
die Techniſche Hochſchule mit einem Einnahme=
ausfall
an Studiengeldern in Höhe von 10000
Mark ſehr eingehenden Erörterungen unterzogen wurde.
(Siehe beſondere Notiz unter Stadt und Land.)
Die Beratung wird Mittwoch fortgeſetzt.
Zu dem Kapitel 89, Gerichte, ſtellen die Abgeord=
neten
Dr. Oſann, Dr. Stephan und Wünzer fol=
gende
Anträge: In das Budget 2 Stellen für Staatsan=
wälte
(Darmſtadt und Gießen), 7 Stellen für Amts=
richter
bei den Amtsgerichten Offenbach, Gießen, Mainz,
Darmſtadt I und II, Friedberg und Bad Nauheim
einzuſtellen. Ferner an Stelle 10 neuer Stellen für Hilfs=
gerichtsſchreiber
(Aktuariatsaſſiſtenten) 20 neue Stel=
len
einzuſtellen. Weiter den Betrag für Beihilfe zur
beſſeren praktiſchen Ausbildung von Rich=
tern
, insbeſondere auf dem Gebiete der Gefängniskunde,
ſowie für Teilnahme an Kurſen, Verſammlungen uſw. den
Betrag von 4000 Mark an Stelle von 2000 Mark
einzuſtellen. Dieſe Anträge werden zunächſt dem Finanz=
ausſchuß
unterbreitet.
Die Wirtſchaftliche Vereinigung
hielt Dienstag nachmittag ebenfalls eine längere Sitzung
ab, die ſich vornehmlich mit der Etatsbehandlung beſaßte.
Man einigte ſich im weſentlichen auf der Baſis der kürz=
lich
vom Bauernbund geſaßten Beſchlüſſe. Beſonders be=
ſchloß
man, den Antrag auf Erhöhung des Staatsbei=
trags
zur Landwirtſchaftskammer (Kap. 24)
zu unterſtützen. Weiter wurde beſchloſſen, gegen jed=
wede
weitere Belaſtung der ländlichen Bevölkerung durch
Erhöhung der Gebühren für die Kreisvermeſſungsgeo=
meter
Stellung zu nehmen. Die im vorigen Jahre von der
Erſten und Zweiten Kammer beſchloſſene Mehrforderung
für Hutweiden im Vogelsberg, die von der Regierung
nicht in das Budget eingeſtellt worden iſt, wurde be=
ſchloſſen
erneut anzufordern. Zum Schluß wurde ſehr
eingehend die Beſoldungsvorlage erörtert, und es wur=
den
von keiner Seite irgendwelche Einwendungen gegen
die Beſchlüſſe der Zweiten Kammer erhoben, vielmehr be=
ſchloß
man einſtimmig, auf dieſen Beſchlüſſen
zu beharren.
St.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 3. Febr. Präſident Dr. Kaempf er=
öffnet
die Sitzung um 2 Uhr. Das Andenken des heute
in Berlin verſtorbenen Abg. Preuß (Ztr.) wird in üblicher
Weiſe geehrt. Der Präſident richtet dann eine Anſprache
an das Haus. Er gedenkt dabei nochmals des
Unglücks auf Zeche Achenbach.
(Die Mitglieder erheben ſich.) Sodann gedenkt der
Präſident des Unglücks an der engliſchen Küſte,
bei dem ein ſtolzes Segelſchiff in ſtürmiſcher Nacht zer=
ſchellt
ſei und bei dem 19 brave Seeleute den Seemanns=
tod
gefunden haben und fährt fort: Welche Opfer an
Menſchenleben auch gefordert werden, trotz allem Mißge=
ſchick
ſchreitet die Kultur unaufhaltſam vorwärts. Die
deutſche Techtik hat in dieſen Tagen wieder erfreuliches
geleiſtet und Beweiſe ihrer Tüchtigkeit und Zuverläſſigkeit
erbracht, auf die wir ſtolz zu ſein alle Urſache haben. Von
Eilveſe bei Hannover aus hat der Kaiſer direkt drahtlos
an den Präſidenten der Vereinigten Staaten ein Tele=
gramm
geſandt. Räumliche Entfernungen ſind damit
überwunden und die Völker in einer bisher nicht ge=
ahnten
Weiſe einander näher gebracht worden. Ferner
iſt dieſer Tage ein großes deutſches Werk vollendet wor=
den
: der Tanganjika=See iſt mit der Eiſenbahn erreicht
worden. (Bravo.) Zunächſt werden
kurze Anfragen
erledigt. Abg. Gothein (Fortſchr. Vpt.) fragt: Zei=
tungsnachrichten
zufolge haben die Herren Profeſſor Dr.
Brieger und Chemiker Dr. Krauſe ein wirkſames
Heilmittel gegen die Maul= und Klauen=
ſeuche
entdeckt. Hat der Herr Reichskanzler deſſen Prü=
fung
veranlaßt, und iſt er falls dieſes den behaupteten
Heilwert beſtätigt bereit, das Mittel für das Reich zu er=
werben
und es den deutſchen Viehhaltern gegen Er=
ſtattung
der Selbſtkoſten überall zur Verfügung zu
ſtellen? Direktor im Reichsamt des Innern von
Jonquiéres: Dem Herrn Reichskanzler iſt bekannt,
daß die Herren Geheimer Medizinalrat Profeſſor Dr.
Brieger und Dr. Krauſe von der königlichen Hydrothera=
peutiſchen
Anſtalt der Univerſität Berlin ein chemiſches
Präparat mit trypanocider Wirkung hergeſtellt haben,
das nach einer Angabe in einigen Fällen auch bei der
Maul= und Klauenſeuche gute Erfolge gezeitigt hat. Aus
den bis jetzt hierüber erfolgten Veröffentlichungen läßt
ſich ein abſchließendes Urteil über die Brauchbarkeit die=
ſes
neuen Mittels zur Bekämpfung der Maul= und
Klauenſeuche nicht gewinnen. Die Reichsverwaltung
wird die geeigneten Schritte einleiten, damit weitere Ver=
ſuche
mit dem Mittel angeſtellt werden und ſich zu dieſem
Behufe mit dem königlich preußiſchen Herrn Miniſter für
Landwirtſchaft in Verbindung ſetzen. Zur Erwägung
wegen des Erwerbs des Heilmittels für das Reich hat
bisher, zumal es bereits fabrikmäßig hergeſtellt wird und
von der Fabrik erhältlich iſt, ein Anlaß nicht vorgelegen.
Abg. Kunert (Soz.) fragt: In der 117. Reichs=
tagsſitzung
vom 30. Januar 1911 alſo vor 3 Jahren er=
klärte
wiederholt der damalige preußiſche Kriegsminiſter
und zwar aus Anlaß der Beratung der dem Herrn
Reichskanzler zur Erwägung überreichten Petitionen des
Wirklichen Geh. Kriegsrats Uhlenbrock, daß die Reform=
bedürftigkeit
und Vereinfachung der Ver=
waltung
des Heeres insbeſondere der Militär=
intendanturen
nicht beſtritten werden könne. Er hob da=
bei
hervor, daß eine Kommiſſion bereits eingeſetzt ſei, die
ſich mit dieſer geplanten Reform zu befaſſen habe, und
daß ihre eingehenden und eifrigen Erwägungen und Ar=
beiten
mit Ablauf des Jahres 1911 ſoweit vorgeſchritten
ſein würden, daß man davon ausgehend zu weiteren
Reſultaten werde gelangen können. Gleichzeitig ver=
ſprach
er die Anfertigung einer Denkſchrift über die be=
abſichtigte
Reform und die Uebermittelung dieſer Denk=
ſchrift
an den Reichstag. In welchem Stadium der Er=

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Nummer 35.

wägung und Vorbereitung iſt die erwähnte dringend
nötige Reform zurzeit gelangt und wann wird die dem
Reichstag verſprochene Veröffentlichung der Denkſchrift
erfolgen? Oberſt Schéuch: Eine Beantwortung iſt
im Rahmen einer Anfrage heute noch nicht möglich. Die
Beantwortung wird bei Beratung des Militäretats er=
folgen
.
Abg. Dr. v. Lißt (Fortſchr. Vpt.) fragt: Iſt zu er=
warten
, daß dem Reichstag in dieſer Seſſion ein Geſetz=
entwurf
zur Beſeitigung der ſchweren Schäden vorgelegt
wird, welche der Grundkredit durch die übermäßige
Erſtreckung der Friſt für die Wirkung von Miete=Zeſſionen
in den Fällen der §§ 1024 des Bürgerlichen Geſetzbuches
und 57 des Zwangsverſteigerungsgeſetzes erleidet?
Direktor des Reichsjuſtizamts Delbrück: Namens des
Herrn Reichskanzlers habe ich die geſtellte Frage zu be=
jahen
. Ein Geſetzentwurf zur Einſchränkung der Ver=
fügungen
über die Miets= und Pacht=Zeſſionen iſt bereits
fertig geſtellt und wird dem Bundesrat bald vorgelegt.
Sodann wird die
zweite Beratung des Etats
des Reſchsamts des Innern fortgeſetzt. (10. Tag.) Es
liegen 23 Reſolutionen hierzu vor. Die Debatte beginnt
beim Kapitel Förderung der Seefiſcherei
Abg. Noske (Soz.): Die Fiſcherei iſt für die Volks=
ernährung
von größter Bedeutung, und doch geht es die=
ſem
Zweig des Wirtſchaftslebens ſehr ſchlecht. Geholfen
kann den Fiſchern nur werden, wenn ſie mit Fahrzeugen
ausgeſtattet werden, die ſie in den Stand ſetzen, zur Hoch=
ſeefiſcherei
überzugehiſ.. Es muß aber auch für einen mög=
lichſt
weitgehenden Schutz für die Fiſchereiſeeleute geſorgt
werden. Die Logisverhältniſſe an Bord ſind unbeſchreib=
lich
. Die Arbeitsbedingungen ſind nicht haltbar. Die Kon=
trakte
ſind wahre Sklavenkontrakte. Eine Sonntagsruhe
kennt man in dieſen Betrieben nicht. Abg. Schwa=
bach
(natl.): Die bisher für die von der Sturmflut Be=
tröffenen
gewährte Hilfe reicht nicht aus. Wie die Küſten=
bevölkerung
in Pommern und Weſtpreußen iſt auch jene
in Oſtpreußen betroffen worden. Für jene Bevölkerung
muß aber beſonders geſorgt werden, denn ſie ſchafft uns
den beſten Erſatz für die Handels= und Kriegsmarine und
iſt bei jeder Ausübung ihres Berufes der größten Lebens=
gefähr
ausgeſetzt. Auch aus volkswirtſchaftlichen Gründen.
haben wir alle Urſache, für dieſe Bevölkerung zu ſorgen,
denn ſie gewinnt uns eine außerordentlich wichtige Volks=
ernährung
. Der Etatstitel muß entſprechend erhöht wer=
den
. Abg. v. Böhlendorff=Kölpin (konſ.): Wir
beklagen die ſchweren Schäden auf das tiefſte. Mit der
Anregung der Nationalliberalen ſind wir einverſtanden.
Wie der Landwirtſchaft ſind wir auch der Seefiſcherei den
größten Schutz ſchuldig. Ganz beſonders iſt die Oſtſee=
fiſcherei
vernachläſſigt worden. Eine Hochſeefiſchereiſtation
in Swinemünde iſt dringend erwünſcht. Das Genoſſen=
ſchaftsweſen
muß auch für die Fiſcherei ſorgen. Insbe=
ſondere
ſind Verkaufsvereine nötig. Dafür daß die Arbeiter
beſſere Preiſe bekommen, wird ſtets geſorgt, nicht aber für
die braven Fiſcher. Hoffentlich können wir recht bald der
Regierung danken für eine große Fiſchereifürſorge. ( Leb=
hafter
Beifall.) Abg. Struve (Fortſchr. Vpt.): Wir
bedauern das Hinſcheiden des Kollegen Preuß, in dem die
Fiſcherei einen warmen Freund verloren hat. Will maf
den Fiſchern helfen, ſo muß mit Motorbooten, beſſeren
Seezeichen und Verkaufsgenoſſenſchaften geholfen werden.
Die Forderung eines Fiſchzolles ſollte bald verſchwinden.
Für die an der Oſtſeefiſcherei beteiligten Nationen muß
ein einheitliches Fiſchereirecht geſchaffen werden. Die
Zeeſenfiſcherei muß verboten werden. Sie iſt die ſchwerſte
Gefahr für die guten Fiſchgründe. Wie ſteht es mit der
Hebung der Fiſcherei in den kolonialen Gewäſſern?
(Bravo!) Abg. Frhr. v. Richthofen (natl.): In der
zur Debatte ſtehenden Materie herrſcht Einmütigkeit. Auch
ich halte einen Seefiſchzoll für gefährlich. Die Erhöh=
ung
diefes Etatstitels iſt unbedingt erforderlich.
Wir haben bereits im vorigen Jahre 600000 Mark ſtatt
500000 Mark gefordert. Insbeſondere muß die Herings=
fiſcherei
einer dauernden beſſeren Unterſtützung teilhaftig
werden. Der Verbrauch von Seefiſchen iſt ſtärker gewor=
den
, als der deutſche Fiſchfang zugenommen hat. Wir
müſſen für eine dauernde Verbeſſerung der Fiſchereiver=
hältniſſe
ſorgen.
Direktor im Reichsamt des Innern v. Jonquieres:
Auch die Reichsverwaltung bedauert auf das
tiefſte die ſchweren Sturmſchäden; was zur
Abhilfe und Milderung im Rahmen unſerer Verwaltung
geſchehen kann, wird geſchehen. Die Mittel zur Förderung
der Seefiſcherei im Reichsetat dienen aber grundſätzlich der
Förderung der Fiſchereibetriebe uſw. Alles,
was außerhalb dieſes Rahmens liegt, die Schädigungen,
die unſere Fiſchereien an Beſitz uſw. genommen haben, da=
für
einzutreten iſt und bleibt Sache der Landesregierung.
Darauf iſt der Reichsfonds nicht eingerichtet und auch viel
zu klein. Die heute gegebenen zahlreichen Anregungen
kann man als durchaus zweckmäßig anerkennen, aber das
Reich hat nicht die Aufgabe, ſie durchzuführen. Auch die
Anlage von Schutzhäfen und die Fürſorge für die See=

zeichen iſt Aufgabe der Landesregierung. Wir werden aber
gern die betreffenden Reſſortminiſterien darauf aufmerkſam
machen. Die Vorwürfe der preußiſchen Regierung gegen=
über
halte ich nicht für gerechtfertigt. Ich bin überzeugt,
daß ſie tun wird, was in ihren Kräften liegt. Die Ver=
hältniſſe
in der deutſchen Fiſcherei haben ſich weſentlich ge=
beſſert
. Das Ergebnis des Heringsfanges iſt beträchtlich
geſtiegen, ſo daß die Heringsfiſcherei keinen Grund hat,
unzufrieden zu ſein. In der Frage der Fiſchereipolizei iſt
eine Verſtändigung erzielt worden, vorläufig innerhalb
Deutſchlands. Aber es iſt zu hoffen, daß die Oſtſeekon=
vention
demnächſt zur Wirklichkeit wird. Vorſchriften über
Arbeitszeit und Verpflegung der Seemannnsordnung
laſſen ſich auf das Fiſchereigewerbe nicht übertragen, da
es eine ſolche Schematiſierung nicht verträgt. Der Beſatz=
ung
der Fiſchereifahrzeuge geht es aber nicht ſo ſchlecht,
wie es hier dargeſtellt worden iſt. Ich möchte zum Schluß
die Hoffnung ausſprechen, daß wir bald in der Lage ſein
werden, den betreffenden Fonds zu erhöhen.
An der weiteren Debatte beteiligen ſich noch die Abgg.
Körſten (Soz.), Fegter (Fortſchr. Vpt.) und Noske
(Soz.). Darauf wird der Titel bewilligt. Eine
Reſolution der Nationalliberalen auf Erhöhung
des Fonds noch für dieſen Etat wird einſtimmig
angenommen.
Der Titel Unterſtützung deutſcher Seemannsheime im
Auslande (28000 Mark) wird nach kurzer Debatte bewil=
ligt
. Beim Titel Subvention der Poſtdampfer nach Oſt=
aſien
und Auſtralien wünſcht der Abg. Gräfe (konſ.)
baldige Vorlage der zu erneuernden Verträge mit den
Reedereien. Beim Titel Maßregeln gegen die
Reblauskrankheit führte Abg. Peirotes (Soz.)
aus: Für die elſaß=lothringiſchen Weinbaugebiete beſtehen
ganz beſondere Verhältniſſe. Es ſind dort andere Maß=
nahmen
zu ergreifen, als am Rhein. Das Reblausgeſetz
muß abgeändert werden. Es war bisherimmer noch ein
Kräutlein Rührmichnichtan. Miniſterialdirektor von
Jonquieres: Eine Novelle zum Reblausge=
ſetz
liegt dem Bundesrat vor. Abg. Dr. Haegy
(Elſ.): Es müſſen mit den amerikaniſchen Reben mehr Ver=
ſuche
in den Reichslanden gemacht werden. Die Ausgaben
für die Reblausbekämpfung in Elſaß=Lothringen ſind bis=
her
durchweg vergeblich geweſen. Man mag das elſaß=
lothringiſche
Weinbaugebiet von der Reblausbekämpfung
frei laſſen. Wir haben keine Hoffnung mehr. Wie in
Frankreich und England, ſo wird man auch bei uns mit den
amerikaniſchen Reben gute Erfolge erzielen können. Abg.
Dr. Becker=Heſſen (Hoſp. der Natl.): Die Winzer meines
Wahlkreiſes wollen unbedingtes Feſthalten an dem Aus=
rottungsverfahren
gegenüber dem Reblausgeſetz. Daneben
müſſen aber die Verſuche mit den amerikaniſchen Reben
fortgeſetzt werden. Abg. Dr. Paaſche (natl.): Ich
ſtimme mit den Wünſchen des Vorredners überein. Wir
wollen, daß an dem Reblausgeſetz feſtgehalten werde.
Darauf wird vertagt. Nächſte Sitzung Mittwoch
1 Uhr: Zentrumsreſolution über die Handhabung des Ver=
eins
= und Verſammlungsrechts. Schluß 6 Uhr.

Das Luftverkehrsgeſetz.

* Berlin, 3. Febr. Das neue Luftverkehrs=
geſetz
iſt jetzt dem Reichstag zugegangen. Es zer=
fällt
in drei Abſchnitte. Der erſte enthält die Verkehrs=
vorſchriften
: Luftfahrzeuge (Freiballons, Luftſchiffe,
Flugzeuge), die zur Aufnahme von Menſchen beſtimmt
ſind, dürfen außerhalb der Flugplätze nur verkehren, wenn
die Behörde ſie zugelaſſen hat. Die Zulaſſung gilt für
das ganze Reich. Sie wird durch einen Zulaſſungsſchein
nachgewieſen. Wer außerhalb der Flugplätze ein Luft=
fahrzeug
führen will bedarf der Erlaubnis der Behörde,
Die Erlaubnis gilt für das ganze Reich und wird durch
einen Führerſchein nachgewieſen. Die Behörde kann die
Erlaubnis dauernd oder für beſtimmte Zeit entziehen.
Flugplätze dürfen nur mit Genehmigung der Behörden
angelegt werden. Vor der Erteilung ſind die Heeres= und
Marinebehörden zu hören. Erheben ſie aus Gründen der
Landesverteidigung Widerſpruch, ſo iſt die Genehmigung
zu verſagen. Luftfahrtunternehmen, die gewerbsmäßige
Beförderung von =Perſonen oder Sachen durch Luftfahr=
zeuge
bedürfen der Genehmigung der Behörden. Er=
ſtrecken
ſich die Fahrten über den Bereich mehrerer Bun=
desſtaaten
, ſo ſind zur Genehmigung die Behörden der
Bundesſtaaten gemeinſam zuſtändig, deren Gebiet bei Auf=
ſtieg
und Landung berührt wird. Beginnen oder enden
die Fahrten im Auslande, ſo iſt zur Genehmigung die
Zuſtimmung des Reichskanzlers erforderlich. Iſt ein
Luftfahrtunternehmen nach der Entſcheidung des Reichs=
kanzlers
der Verteidigung des Reiches dienlich, ſo kann
der Reichskanzler mit Zuſtimmung des Bundesrats den
Erwerb des Unternehmens für das Reich gegen Erſatz
des vollen Wertes beanſpruchen. Luftfahrtunternehmen,
die im Intereſſe der Verteidigung des Reiches oder im
Intereſſe des gemeinſamen Verkehrs für notwendig er=
achtet
werden, können vom Reichskanzler mit Zuſtimmung
des Bundesrats auch ohne Einwilligung der Bundes=
ſtaclen
, deren Gebiet ſie durchfahren, unbeſchadet der

Landeshoheitsrechte, für Rechnung des Reiches angelegt
oder Privatunternehmen übertragen werden. Der Bun=
desrat
erläßt die erforderlichen Anordnungen. Er erläßt
Vorſchriften über den Verkehr innerhalb der Flugplätze
und darüber, wie Ausländer die Berechtigung des Ge=
ſetzes
erwerben und ausüben können, ferner über die
Zulaſſung der vom Auslande kommenden Luftfahr=
zeuge
uſw.
Der zweite Teil regelt die Frage der Schaden=
erſatz
pflicht. Wird bei dem Betriebe eines Luftfahr=
zeuges
, das zur Aufnahme von Menſchen beſtimmt iſt,
jemand getötet oder verletzt oder eine Sache beſchädigt,
ſo iſt der Halter des Fahrzeuges verpflichtet, den Verletz=
ten
den Schaden zu erſetzen. Die Erſatzpflicht iſt ausge=
ſchloſſen
, wenn der Unfall weder durch Verſchulden des
Fahrzeughalters oder einer bei dem Betriebe beſchäftigten
Perſon, noch durch einen Fehler in der Beſchaffenheit des
Fahrzeuges oder durch ein Verſagen ſeiner Vorrichtungen
verurſacht worden iſt. Der Erſatzpflichtige haftet, wenn
ein Menſch getötet oder verletzt wird, nur bis zu einem
Kapitalbetrage von 50.000 oder bis zu einem Renten=
betrage
von jährlich 3000 Mark; wenn mehrere durch das=
ſelbe
Ereignis getötet oder verletzt werden, nur bis zu
150000 Mark oder 9000 Mark Rente; wenn Sachen be=
ſchädigt
werden, bis zu 10000 Mark.
Der dritte Abſchnitt enthält Strafvorſchriften
für Uebertretungen der Beſtimmungen des Geſetzes und
Schutzvorſchriften für die Luftfahrer.

Luftfahrt.

Landung deutſcher Fliegeroffiziere in Frankreich.
* Nancy, 3. Febr. Ein deutſches Flugzeug
mit zwei Leutnants landete heute nichmittag 12½
Uhr zwiſchen Chantcheux und Croismare. Die Offiziere
erklärten dem Unterpräfekten von Lunéville, daß ſie
von Straßburg nach Metz fliegen wollten. Nachdem Saar=
burg
paſſiert worden ſei, hatten ſie die Richtung ver=
loren
, ſo daß ſie landen mußten, ohne zu wiſſen, wo
ſie ſich befanden. Bei der Landung wurde das Flugzeug
beſchädigt.
* Straßburg, 3. Febr. Das Flugzeug, das
auf dem Fluge Straßburg-Metz die Richtung verlor und
in Frankreich zwiſchen Chantcheux und Crois=
mare
niederging, war mit dem Oberleutnant des Badi=
ſchen
Fußartillerie=Regiments Nr. 14 Preſtien und mit
dem Leutnant des Lothringiſchen Fußartillerie=Regiments
Nr. 16 Gerner beſetzt. Ein zweites Flugzeug, das unter
Führung des Leutnants Thelen gleichfalls nach Metz auf=
geſtiegen
war, iſt heute nachmittag auf dem Flugplatz
Frescaty bei Metz gelandet.
* Paris, 3. Febr. Aus Lunéville wird gemel=
det
: Einer der deutſchen Offiziere begab ſich ſofort
nach der Landung nach der Bürgermeiſterei von Crois=
mare
, um Beiſtand zu verlangen, da das Flug=
zeug
, ein Zweidecker, bei der Landung ſtark beſchädigt
worden war. Der Bürgermeiſter verſtändigte ſofort tele=
phoniſch
die Zivil= und die Militärbehörde von Lunéville.
Um 2 Uhr begaben ſich zwei Generäle der Garniſon von
Lunéville nach Croismare, um die beiden deutſchen Mili=
tärflieger
zu verhören. Croismare liegt etwa 9 Kilometer
von der deutſchen Grenze und 2 Kilometer von dem Ort
Maonvillers.
* Nancy, 3. Febr. Zu der Landung der deut=
ſchen
Flieger in Lunéville wird noch gemeldet: Diel
Flieger folgten auf dem Fluge Straßburg-Metz den
Eiſenbahn. Als ſie Saarburg erreicht hatten, flogen ſie
irrtümlich nach rechts und merkten den Irrtum erſt, als
ſie unter ſich im Tale Lunéville liegen ſahen. Sie gingen
ſofort nieder. Der Unterpräfekt ließ den Apparat, der
von Gendarmen und Artilleriſten bewacht wurde, demön=
tieren
, wobei Mechaniker des 8. Artillerie=Regiments Hilfe
leiſteten.
* Nancy, 3. Febr. Die beiden deutſchen
Offiziere wurden heute abend 6 Uhr vom Brigade=
Offizier Varin zum Bahnhof in Avricourt geleitet. Das
Flugzeug wurde abmontiert und wird mit der
Eiſenbahn nach Metz gebracht.

Neuer deutſcher Rekordflug.
* Johannisthal, 3. Febr. Der Flieger Lan=
ger
, der heute morgen 8 Uhr 8 Minuten mit einem Ro=
land
=Doppeldecker der Luftſchiffahrtsgeſellſchaft zu einem
Dauerfluge aufgeſtiegen war, brach heute abend
9 Uhr 30 Minuten den Weltrekord des Franzoſen Fourny
mit 13 Stunden 12 Sekunden.
* Johannisthal, 3. Febr. Der Flieger Lan=
ger
iſt 10 Uhr 15 Minuten glatt gelandet. Er überbot
den Rekord des Franzoſen Fourny bedeutend.

Internationale Ballonfahrten
* Straßburg, 3. Febr. Von Montag, den 2., bis
Samstag, den 7. Februar d. J., finden in den Morgen=

Konzerte.

mm. Ein ſehr erfreuliches Ereignis im Darmſtädter
Konzertleben iſt ſtets das Erſcheinen der Meininger
Hofkapell e. Durch ihr hieſiges ſechſtes Konzert wurde
der 222. Vereinsabend des Richard Wagner= Ver=
eins
zu einem eigentlichen Feſtabend, dem die Vereins=
leitung
auch äußerlich durch ſehr geſchmackvollen Schmuck
des Podiums einen würdigen Eindruck verlieh. Unter
Generalmuſikdirektor Dr. Max Regers Leitung iſt die Ka=
pelle
, die ja ihrer vorzüglichen Diſziplin halber ſchon lange
berühmt war, doch erſt das geworden, was ihr in unſerer
heutigen anſprüchsvollen Zeit einen Weltruf ſichert. Die
ungewöhnliche Einſicht ihres Leiters in das geſamte
Klangweſen, die außerordentliche Gewiſſenhaftigkeit in
der Ausarbeitung der Themen und die Beachtung von
Mittelſtimmen, die zur llanglichen Ergänzung der geſam=
ten
Tonwirkung weſentlich beitragen, ſind ſein Verdienſt.
Er hat darin ja wohl manches mit anderen berühmten
Kapellmeiſtern gemeinſam, aber in der Ruhe der Ausfüh=
rung
und in der Beſtimmtheit, mit welcher die heraus=
gearbeiteten
Feinheiten auch wirklich und ganz tadellos zu
Gehör kommen, dürften doch nur wenige ihm gleichkom=
men
. In ſeiner ganzen Perſönlichkeit liegt ja ein Etwas,
das angeboren ſein muß, das auch bei größtem Fleiß
nicht erreicht werden kann: Genialität. Erfreulich iſt da=
bei
, daß Reger jetzt auch immer mehr allzu originelle Züge,
die früher wohl etwas befremden mochten, abſtreifte. Heute
iſt er einer der bedeutendſten Dirigenten der Gegenwart,
ganz mit ſeinem Orcheſter organiſch verbunden, dem er ein
freundlicher und energiſcher Führer iſt und dem er gelegent=
lich
die Freude läßt, ohne den drohenden Taktſtab zu
ſpielen. Betrachtet und vergleicht man ſeine intereſſante
Direktionsweiſe mit den weit ausholenden und deshalb
nahezu wirkungsloſen (wie jeder praktiſche Muſiker weiß)

Armbewegungen, ſo teilt ſich dem Publikum ein wohltuen=
des
Gefühl der Ruhe und die Gewißheit ausgezeichneten
Gelingens unwillkürlich mit, denn ſeine manuellen Hilfen
bedürfen kaum größerer Handgelenkbewegungen, als ſie
etwas lebhafte Zuhörer mitzumachen pflegen.
Ein wenig Stimmung braucht wohl auch ein Künſtler=
orcheſter
zum Einſpielen. Im erſten Satz der D=Dur= Sin=
fonie
Nr. 35 von Mozart war von dem Fehlen derſelben
etwas zu verſpüren, obgleich die Tonreinheit nicht im min=
deſten
darunter litt. Herrlich klangen die übrigen Sätze,
in denen das Orcheſter bereits ſich den Raumverhältniſſen
entſprechend vollkommen eingeſpielt hatte. Die zweite
Nummer, das Siegfried=Idyll Richard Wagners, war zum
Gedächtnis des Meiſters (13. Februar) auf das Programm
geſetzt und wurde ganz wundervoll herausgearbeitet,
weihevoll zu Gehör gebracht. Dieſem Tonwerk, deſſen
Klänge ja oft genug im Freien in unpaſſender Inſtrumen=
tierung
zu hören ſind, begegnet man um ſo lieber in der
originalen farbenreichen und poetiſchen Klangwirkung.
Mit Spannung wurden Regers Vier Tondichtungen
Opus 128, nach Arnold Böcklins bekannten Bildern er=
wartet
. Gegenüber ſeinen erſten Orcheſterwerken liegt in
dieſem (allgemein) eine unendliche Tiefe von Empfindung
und eine ſo erſtaunliche Vollendung in der Inſtrumentie=
rung
, die man nach jenen Erſtlingen ſeiner Orcheſtermuſik
denn doch kaum hatte erwarten dürfen. Der große pathe=
tiſche
Zug einer breiten Melodie in freier Form, die reifſte
Frucht eines im geſchichtlichen Werden der tönenden Kunſt
aufgewachſenen Meiſters vermählt ſich hier freilich mit
einer anderen, ebenſo auf die (profanierende) Wirkung des
ſprachlichen Wortes verzichtenden edlen, ſich nur an das
Verſtändnis der Höchſtgebildeten wendenden Idealkunſt,
die ihre Ideen aus dunklen Gefühlen und ſchwermutvollen
Gedanken des Herzens nimmt, um ſie Geſtalt annehmen
und tönende Sprache werden zu laſſen; freilich nicht ohne
weiteres verſtändlich, ohne Kenntnis des Vorwurfs.

Reger, der als Chromatiker angefeindet war, weiß in
in ſeinem 1. Bild: Der geigende Eremit, in dem natur=
gemäß
Sologeige und Streichorcheſter die hauptſächlichſten
Farben geben müſſen, der alten Kirchentonart zaubervollg
Klänge abzugewinnen; ohne außergewöhnlich hohe Töne
iſt die Geigenmelodie, gregorianiſch mit häufigen Cäſuren
von ungemein lieblich=herbem Reiz, und der Meiſter mag
in ſeinen erſten Studienjahren dort in der bayeriſchen Prä=
parandenanſtalt
ſelbſt wohl beim Ueben ſeines Inſtru=
mentes
, in das Betrachten eines Bildes verſunken, ſich in
freier Phantaſie ergangen haben. Wohl haben auch nach
Liſzt, der ſie zuerſt wieder in die Muſik ausgedehnter ein=
führte
, andere der phrygiſchen Tonart ſchöne Wirkungen
abgewonnen, ſolche Tiefe der Empfindung und ſolche Kunſt
im Tonſatz war aber doch erſt Reger vorbehalten. Das
Spiel der Wellen und Bacchanal ſind Meiſterwerke
eines glänzenden Orcheſterſatzes; ohne den Vorwurf, den
die Malerei dem letzteren gibt, würden wir dieſes aller=
dings
mit Viktor Hugo einen koſtbaren Lärm nennen
müſſen, ſo exakt und im kleinſten ſicher auch die Ausfüh=
rung
war. Im Rahmen des Programm jedoch wirkt es der
Bezeichnung ganz entſprechend. Den Schluß machte die
C=Moll=Symphonie Beethovens, uns Darmſtädtern beſon
ders vertraut, weil ihr wuchtiges Anfangsmotiv in ſinni=
ger
Weiſe das Portal eines unſerer bekannteſten Muſik
ſäle ſchmückt. Regers Temponahme der ganzen, ſich in
allen Sätzen in heroiſcher Bewegung haltenden Symphonie
und ſeine ganze Auffaſſung iſt, wenn ſie auch von dem
Hergebrachten merklich abgeht, ſo organiſch und logiſch,
daß wir durch ihre Ausführung einen ganz neuen Eindruck
des Werkes erhielten und in Reger immer mehr eine Ur=
ſprünglich
tiefe, durch ungeheueren Fleiß beſonders
achtenswerte Perſönlichkeit ſchätzen lernten, auf die wir den
auf den älteren Meiſtern gedichteten Vers anwenden dürfen;
Hic ille Lassus, lassum qui recreat Orbem.

[ ][  ][ ]

Nummer 35.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Seite 7.

ſtunden internationale wiſſenſchaftliche
Ballonaufſtiege ſtatt. Es ſteigen Drachen, bemannte
oder unbemannte Ballons in den meiſten Hauptſtädten
Europas auf. Der Finder eines jeden unbemannten Bal=
lons
erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon
beigegebenen Inſtruktion gemäß den Ballon und die In=
ſtrumente
ſorgfältig birgt und an die angegebene Adreſſe
ſofort telegraphiſch Nachricht ſendet.

Fliegerabſturz.

* Paris, 3. Febr. Auf dem Fluge von St. Cyr nach
Compiegne ſtürzte geſtern nachmittag der Flieger Brodin
bei Pontoiſe mit ſeinem Zweidecker ab und zog ſich lebens=
gefährliche
Verletzungen zu. Sein Flugzeug war mit einer
Vorrichtung verſehen, durch die es automatiſch im
Gleichgewicht gehalten werden ſollte, doch ſcheint die
Vorrichtung verſagt zu haben.
Wie aus Bourges gemeldet wird, hatten die verun=
glückten
Offiziersflieger Delvert und Niquet die Auf=
gabe
gehabt, Bomben nach einem feſten Ziel zu ſchleudern.
Man glaubt, daß der Unglücksfall durch einen Konſtruk=
tionsfehler
verurſacht worden ſei. Schon vor einigen Ta=
gen
hat Delvert nach einem Fluge zu einem Kameraden
geäußert, daß er Mühe gehabt habe, ſein Flugzeug im
Gleichgewicht zu halten.
* Paris, 3. Febr. Der geſtern bei Pontoiſe
mit einem Zweidecker abgeſtürzte Flieger Brodin iſt heute
nachmittag ſeinen Verletzungen erlegen.

Erdbeben.

2. Jugenheim, Erdbebenwarte, 3. Febr.
Das aus Württemberg gemeldete Erdbeben am Nachmittag
des geſtrigen Tages wurde hier nur als geringfügige Stö=
rung
aufgezeichnet, ſehr zurücktretend gegen die ſeit drei
Tagen beſtehende ſtarke ſeismiſche Unruhe der Erdbeweg=
ung
. Man darf aus dieſen Erdſtößen am 2. Febr. keinesfalls
die Wahrſcheinlichkeit einer Wiederkehr der ſüddeutſchen
Bebenkataſtrophe von 1911 folgern. Vielmehr läßt die ab=
nehmende
Stärke der Bewegung vom 31. Mai und 31. Dez
1912, 20. Juli 1913 und 2. Febr. 1914 eine allmähliche Be=
ruhigung
der tektoniſchen Umlagerung in der Schwäbiſchen
Alb vermuten.

Vom Balkan.

* Valona, 3. Febr. Nach hierher gelangten Mel=
dungen
iſt es bei dem Dorfe Skrapar an der albaniſch=
griechiſchen
Grenze zwiſchen griechiſchen Banden
und albaniſcher Gendarmerie zu Kämpfen
gekommen, welche noch fortdauern. Um ernſten Verwicke=
lungen
vorzubeugen, erhielt die Gendarmerie den Befehl,
ſtreng in defenſiver Haltung zu verharren event. ſich bei
anhaltender Offenſive des Gegners zurückzuziehen.
* Konſtantinopel, 3. Febr. Tasvir=i=Efkiar be=
zeichnet
die Gerüchte, wonach die Türkei mit Bul=
garien
eine Allianz zwecks Aufteilung
Mazedoniens abgeſchloſſen habe und daß die Reiſen
des Geſandten Toſchew nach Sofia und des Geſandten
Feti Bei nach Konſtantinopel mit der Allianz zuſammen=
hängen
. als böswillig erfunden und ſetzt ihnen
ein formelles Dementi entgegen. Die Reiſen der beiden
Geſandten wurden notwendig infolge der Pomakenfrage,
ohne deren Löſung die Beziehungen zwiſchen Bulgarien
und der Türkei ſich nicht normal geſtalten könnten.

Literariſches.

In dem Verlage von Otto Nemnich, Leipzig, er=
ſcheint
demnächſt ein Werk von Friedrich Deſſauer,
Radium, Meſothorium und die harte
X=Strahlung, mit einem Beitrage aus dem Königl.
Inſtitut für experimentelle Therapie (Direktor Exz. Ehr=
lich
) und 90 Abbildungen im Text. Preis geb. 3 Mark.
Die große perſönliche Erfahrung, die der Verfaſſer durch
ſeine jahrelange Beſchäftigung auf dem Gebiete der Ra=
dium
= und Meſothoriumfrage, durch ſeine Informations=
reiſen
in faſt allen Produktionsſtädten gewonnen hat, die
genaue Kenntnis aller Prüfmethoden, ſein Bekanntſein
mit den im gegenwärtigen Augenblick im Gange befind=
lichen
Arbeiten und deren Ausſichten bürgen dafür, daß
ein wirklich wertvolles Buch geſchaffen wurde, das nicht
nur von größtem Intereſſe für die mediziniſche Wiſſen=
ſchaft
, ſondern auch für die Allgemeinheit ſein wird.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telege. Korreſp.=Bureau.)
* Straßburg, 3. Febr. Die Zweite Kammer des
elſaß=lothringiſſchen Landtages vertagte
ſich heute, ohne in die Tagesordnung einzutreten, nach
kaum dreiviertelſtündiger Sitzung auf Vorſchlag des Prä=
ſidenten
Dr. Ricklin entſprechend einem Beſchluſſe ihres
Seniorenkonvents bis kommenden Dienstag, den 10.
ds. Mts., um den neuen Reſſortchefs die Möglichkeit zu
geben, ſich in ihre Abteilungen einzuarbeiten und dann
den Etat zu vertreten. Vom Miniſterium war am Re=
ygierungstiſch
nur Unterſtaatsſekretär Köhler erſchienen.
* München, 3. Febr. Am letzten Samstag erſchien in
nder Bayeriſchen Vereinsbank ein junger Mann
umit einem Scheck über 24000 Mark und fünf
Wechſeln. Der Betrag von 24000 Mark wurde ihm
ſſſofort ausgezahlt. Eine Stunde ſpäter erſchien ein anderer
Mann bei der Bank mit einem Scheck über 9000 Mark, der
ggleichfalls eingelöſt wurde. Als dieſer Mann dann ſeinen
luftraggeber ſuchte, war dieſer bereits ſpurlos ver=
ſchwunden
, ſo daß er die 9000 Mark an die Bank zu=
trückgab
. Inzwiſchen lief von einer Firma bei der Bank
die Nachricht ein, daß Wechſel und Scheck gefälſcht
ſſeien: Der Täter iſt unbekannt, doch iſt er vermutlich der=
bſelbe
, der im Mai 1913 von der hieſigen Filiale der Pfäl=
iziſchen
Bank 18000 Mark erſchwindelte und im November
11913 in Augsburg einen ähnlichen Betrug verſuchte.
* Karlsruhe, 3. Febr. Ueber das Befinden der
Prinzeſſin Wilhelm wurde heute mittag folgen=
der
ärztlicher Bericht ausgegeben: In dem Befin=
den
der Frau Prinzeſſin iſt heute eine gewiſſe Beſſe=
1 ung eingetreten, doch iſt entſprechend dem hohen
Allter und dem bis jetzt herrſchenden Schwächezuſtand der
hohen Patientin die Lage noch immer als ernſt anzuſehen.
gez. Dr. Leo Müller. Die Herzogin von Anhalt,
die Tochter der erkrankten Prinzeſſin Wilhelm von Baden,

iſt heute in den erſten Morgenſtunden hier eingetrof=
fen
und hat im Palais ihrer Mutter Wohnung genom=
men
. Heute abend findet im Großherzoglichen Schloß
ein Hofball ſtatt, zu dem über 1000 Einladungen er=
gangen
ſind, der aber in Anbetracht der Erkrankung der
Prinzeſſin Wilhelm weſentliche Einſchränkungen erleiden
dürfte.
* Karlsruhe, 3. Febr. In der heutigen Vor=
mittagsſitzung
der Zweiten Kammer kam der
Miniſter des Innern Freiherr von und zu Bod=
man
nochmals auf ſeine Stellung zu den einzelnen Par=
teien
zu ſprechen und betonte, daß die nationalliberale
Partei eine gewiſſe Abhängigkeit von der Sozialdemo=
kratie
zeige. Es habe ihm ſerngelegen, die ſtaatsbürger=
lichen
Rechte des Zentrums beſchneiden zu wollen. Die
konfeſſionellen Abſanderungen bedauere er überall, wo
ſolche ſtattfinden, glaube aber, daß ſich hierin das Zen=
trum
ſehr von den anderen Parteien unterſcheide. Der
Miniſter verſicherte, ein entſchiedener Gegner der politi=
ſchen
Ziele der Sozialdemokratie zu ſein, deren Gefähr=
lichkeit
hauptſächlich darin beſtehe, daß ſie das Volk zu
radikaliſieren verſuche, wennſchon er anerkenne, daß die
Sozialdemokratie ſchon jetzt poſitive Arbeit geleiſtet habe.
* Leipzig, 3. Febr. Die offizielle Beteilig=
ung
Englands an der Buchgewerbeausſtel=
lung
in Leipzig 1914 iſt geſichert. Großbritannien errich=
tet
, ein eigenes Staatsgebäude von 2400 Quadratmeter
Grundfläche.
* Rendsburg, 3. Febr. Heute nachmittag erfolgte auf
dem Militärfriedhof die feierliche Einweihung des
Denkmals zum Andenken an die am 3. Februar 1864
bei Rendsburg im Kampfe gegen die Dänen gefallenen
öſterreichiſchen Offiziere und Mannſchaften.
An der Feier beteiligten ſich Abordnungen des öſterreichi=
ſchen
Infanterie=Regiments Nr. 36 in Pilſen unter Füh=
rung
des Oberſten Moſſig, des 4. öſterreichiſchen Regiments
der Tiroler Kaiſerjäger in Trient unter Führung des
Oberſtleutnants Edler von Lerch und des öſterreichiſchen
Infanterie=Regiments Nr. 30 in Lemberg unter Führung
des Oberſten von Rabel. Die Feier begann mit einem von
einer Militärkapelle geſpielten Choral. Darauf erfolgte
der Geſang der vereinigten Männergeſangvereine Rends=
burgs
. Die Weiherede hielt Landgerichtsdirektor Hahn=
Kiel. Nachdem die öſterreichiſche Nationalhymne geſpielt
worden war, nahm Generalmajor Freiherr von Troſchke
mit einer Anſprache das Denkmal unter ſeinen Schutz. Das
Lied Schleswig=Holſtein meerumſchlungen beſchloß die
eindrucksvolle Feier. Nunmehr legten zahlreiche Depu=
tationen
Kränze am Denkmal nieder. In der Stadthalle
vereinigten ſich die Teilnehmer Rendsburgs zu einem Feſt=
mahl
. Die öſterreichiſchen Deputationen waren vom
Bürgermeiſter von Rendsburg zum Eſſen geladen. Die
Stadt iſt von Flaggen der öſterreichiſchen, deutſchen und
ſchleswig=holſteiniſchen Farben prächtig geſchmückt. Die
Teilnahme an der Feier war eine außerordentlich große.
* Peſt, 3. Febr. In politiſchen Kreiſen wird allent=
halben
der vortreffliche Eindruck feſtgeſtellt, den
die Antwort des Miniſterpräſidenten Tisza auf die
Interpellation, betreffend das Interview des öſterreichiſch=
ungariſchen
Geſandten in Bukareſt Grafen Ezernin her=
vorgerufen
hat. Obwohl Tisza den ungariſchen Stand=
punkt
in den Verhandlungen mit Rumänien energiſch be=
tonte
und ſein Bedauern über die Interviews ausdrückte,
fügte er in ſeiner Erklärung ausdrücklich hinzu, daß er die
loyalen Intentionen Czernins, die ihn auch in dieſer An=
gelegenheit
leiteten, vollkommen zu würdigen wiſſe. All=
gemein
herrſcht die Anſicht, daß der Zwiſchenfall endgültig
erledigt iſt.
* Paris, 3. Febr. Die Kammer hat heute anſtelle des
zurückgetretenen Abbé Lemire den Sozialiſtiſch=Radikalen
Rabier mit 211 Stimmen zum Vize=Präſidenten gewählt.
210 Stimmen fielen auf André Lefevre. Miniſterpräſi=
dent
Doumergue wurde heute vom Kammerausſchuß
für auswärtige Fragen über die Angelegenheit der Puri=
low
=Werke vernommen. Doumerque erklärte, daß es
ſich am Anfang um einen privaten Intereſſen=
ſtreit
gehandelt habe, und daß die Angelegenheit nach
Einſchreiten der Regierung in einer den fran=
zöſiſchen
Intereſſen durchaus entſprechenden Weiſe geregert
worden ſei.
* Paris, 3. Febr. Die mit der genauen Abfaſſung des
franzööſiſch=ſpaniſchen Uebereinkommens
über die Eiſenbahnlinie Tanger-Fez be=
traute
Kommiſſion hat ihre Arbeiten beendet. Der
ſpaniſche Vertreter iſt nach Madrid abgereiſt, um ſeiner
Regierung den Wortlaut des Uebereinkommens, welches
nunmehr als endgültig angeſehen wird, zu unterbreiten.
* Paris 3. Febr. Nach einer Blättermeldung iſt die
ſeit einigen Tagen verſchwundene Tänzerin und angebliche

Deutsche Bank Darmstadt

Aufbewahrung und Verwaltung
von Wertpapieren.

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Der Stadtauflage unſeres heutigen Blattes
liegt ein Proſpekt des Reformgeſchäftes
Ariſta Anton Braunwarth, Darmſtadt, bei, worauf
(3571
wir unſere Leſer hinweiſen.

Prinzeſſin Meſterzi, deren Verſchwinden hier ein ſo
großes Aufſehen erregt hat, in Bandol (Dep. Vac) ein=
getroffen
.
* Liſſabon, 3. Febr. Bernardino Machado wird
morgen vom Präſidenten Arriaga empfan=
gen
und ſich dann mit den Führern der verſchiedenen
Parteien beſprechen.
* Belgrad, 3. Febr. Bei den Gemeindewahlen
wählten 632 Gemeinden für die Altradikalen, 254 für die
Jungradikalen, 96 für die Liberalen, 69 für die Pro=
greſſiſten
, 14 für die Sozialiſten und 19 für die Partei=
loſen
. Aus 407 Gemeinden iſt das Ergebnis noch unbe=
kannt
. Für die Altradikalen, die Regierungspartei, iſt die
Mehrzahl der Gemeinden geſichert.
* London, 3. Febr. Die Bankkommiſſions=
firma
Coulon, Berthold u. Co. zeigt an, daß ſie
ihre Zahlungen einſtellt. Wie berichtet wird, iſt
die Zahlungseinſtellung durch finanzielle Schwierigkeiten
einer großen Firma, die hauptſächlich Geſchäfte nach Bra=
ſilien
macht, veranlaßt worden.
* Petersburg, 3. Febr. Der Kaiſer hat den
griechiſchen Miniſterpräſidenten Venizelos in Audienz
empfangen.
* Petersburg, 3. Febr. Der griechiſche Miniſter=
präſident
Venizelos ſtattete heute dem Miniſterpräſi=
denten
Kockowtzoweinen Beſuch ab. Die Unterredung
der Miniſter dauerte etwa 1½ Stunden.
* Helſingfors, 3. Febr. Zum Präſidenten des
finniſchen Landtages wurde der frühere Sena=
tor
Stolberg ein gemäßigter Jungfinne, gewählt, zu
Vizepräſidenten der Sozialdemokrat Tokol und der Alt=
finne
Ingmann.
* Waſhington, 3. Febr. Präſident Wilſon be=
ſchloß
, das Waffeneinfuhrverbot nach Mexiko
aufzuheben.
* Saigon, 3. Febr. 200 mit Gewehren be=
waffnete
Leute, die ſich aus entlaſſenen chineſiſchen
Soldaten und ausgewieſenen Anamiten zuſammenſetzten,
drangen in die Gegend von Dugdany ein und beſetzten
zwei verlaſſene Blockhäuſer. Trotz des leb=
haften
Widerſtandes wurden ſie aus den Blockhäuſern
vertrieben. Sie ließen mehrere Fahnen im Stich. Kein
Franzoſe iſt verletzt worden. Die eingeborene Bevöl=
kerung
blieb ruhig.
* Peking. 3. Febr. In Kürze wird ein Erlaß ver=
öffentlicht
der die Pfovinzialvertretun=
gen
aufhebt.

Kronprinz und Reichskanzler.
* Berlin, 3. Febr. Der Kronprinz und die Kronprin=
zeſſin
werden, wie der Deutſche Kurier erfährt, im Laufe
dieſes Monats an einem Eſſen teilnehmen, das der Reichs=
kanzler
Herr von Bethmann Hollweg gibt. Man ſchreibt
dem Beſuch des Kronprinzen beim Reichskanzler eine große
Bedeutung zu, da durch die Teilnahme des Kronprinzen
gezeigt werden ſoll, daß zwiſchen ihm und Herrn v. Beth=
mann
Hollweg alle politiſchen Mißverſtändniſſe endgültig
beſeitigt ſind, die vielleicht noch von der Löſung der Wel=
fenfrage
und der Kronprinzen=Depeſche an den Oberſten
von Reuter zurückgeblieben waren. Jedenfalls hat die Art,
wie Herr von Bethmann Hollweg den Kronprinzen gegen
die Angriffe der Sozialdemokraten im Reichstage in Schutz
nahm, ſympathiſch berührt und die letzte Mißſtimmung be=
ſeitigt
. Am heutigen Dienstag abend wohnte das Kron=
prinzenpaar
einer Soirée auf der engliſchen Botſchaft bei.

Reichstagserſatzwahl.
* Offenburg, 3. Febr. Bei der heutigen Reichstags=
erſatzwahl
für den Abg. Stadtrat Kölſch=Karlsruhe der
bekanntlich ſein Mandat niedergelegt hatte, erhielt Pro=
feſſor
Wirth (Ztr.) 12259 Stimmen. Stadtrat Kölſch
(Liberal) 9616 Stimmen, Redakteur Geiler=Mülhauſen
i. E. (Soz.) 3032 Stimmen. Es hat ſomit Stichwahl zwi=
ſchen
Wirth (Ztr.) und Kölſch (Liberal) ſtattzufinden.

Die Beiſetzung Déroulédes.
* Paris, 3. Febr. Die Beiſetzung Dérouledes
fand heute unter ungeheurer Beteiligung ſtatt.
Als der Trauerzug an der Statue Straßburg vorbeikam,
erſchollen Rufe: Es lebe Frankreich! Es lebe Elſaß=
Lothringen! Hoch, Hoch, Dérouléde! Maurice Barres legte
an der Statue im Namen der Freunde Déroulédes einen
Strauß roter Nelken nieder. Nach der von dem Biſchof
von Angeuléne in der Kirche St. Auguſtin zelebrierten
Meſſe hielten Maurice Barres, Marcel Habert, Galli und
andere Perſönlichkeiten vor der Kirche Reden. Sodann
wurde die Leiche nach der Ortſchaft von St. Cloud über=
geführt
und dort beigeſetzt.

Erschlaffte Nerven
werden aufgefrischt
durch den täglichen Genuß des
ebenso leichtbekömmlichen wie
nährstoffreichen, altbewährten
Kasseler Hafer-Kakao
Tausendfach ärztlich empfohlen.
(Nur echt in blauen Kartons
für 1 Mark, niemals lose!)

VbEHEJCDE
ächte Sodener Wineral-Pastillen sind seit fast

Faus 3 Jahrzehnten bewährt bei Husten, Heiserkeit,
Ratarrh der buftwege etc.
ächte Sodener Wineral-Pastillen und nur
Fdus diese! werden aus den bekannten, von alters
her zur Kur verordneten Gemeinde-Heilquellen
Do. 3 u. 18 des Bades Soden a. Taunus gewonnen.
ächte Sodener Wineral-Pastillen müssen Sie
FGus verlangen, wenn Sie die wirksamen Salze der
genannten Heilquellen haben wollen.
Ueberall zum Preise von 85 Pfg. pro Schachtel zu haben.
aawawac
(I,3509)

[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Nummer 35.

Für Trauer

stets vorrätig:

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Mäntel
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Blousen
Hüte
Jupons
Schirme und Handschuhe (3234a
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Elisabethenstr. und Wilhelminenstr. Ecke.

Für die durch Sturm und Unwetter geſchädigten Be=
7 wohner der Oſtſeeküſte ſind weiter eingegangen:
Ungenannt 1 . S. P. 3 . N. N. 5 . Frl. M.
Herrmann 3 . E. D. 2 . Frl. Lindenſtruth 2 .
N. N. 1 . Zuſammen 18 , mit den bereits veröffent=
lichten
1056.35 zuſammen 1074.35 . Von obiger
Summe haben wir bereits 1000 an die Bank für
Handel und Induſtrie, Darmſtadt, zur Ueberweiſung an
das Hilfs=Komitee abgeliefert.
Wir danken im Namen der Betroffenen für alle
bislang eingegangenen Gaben herzlich und bitten um
gütige weitere Spenden.
Darmſtädter Tagblatt
Geſchäftsſtelle.

Dampfernachrichten.

Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: Bosnia von Baltimore kommend,
29. Jan. 11 Uhr 25 Min. morgens Lizard paſſiert.
Kaiſerin Auguſte Victoria nach Neu=York, 30. Jan.
7 Uhr morgens Dover paſſiert. Katharine Bark
29. Jan. 9 Uhr morg. in Galveſton. Preſident Lincoln,
von Neu=York kommend, 29. Jan. 5 Uhr 45 Min. nachm.
in Hamburg. Rugia nach Philadelphia, 30. Jan. morg.
in Rotterdam. Weſtindien, Mexiko: Conſtantia‟28. Jan.
von St. Thomas über Havre nach Hamburg. Franken=
wald
nach Havanna und Mexiko, 29. Jan. 1 Uhr
nachm. in Cadiz. Georgia nach Weſtindien, 29. Jan.
2 Uhr nachm. in Antwerpen. Schaumburg, oan Weſt=
indien
kommend, 29. Jan. 11 Uhr abends in Havre.
Spreewald 28. Jan. in St. Thomas. Virginia‟
28. Jan. nachm. von St. Thomas nach Neu=York.
Ypiranga 29. Jan. in Veracruz, ausgehend. Süd=
amerika
, Weſtküſte Amerikas: Hohenſtaufen nach
Mittelbraſilien, 28. Jan. 4 Uhr nachm. von Liſſabon.
König Wilhelm II. 29. Jan. 10 Uhr morgens von
Buenos Aires, heimkehrend. Sieglinde von Neu=York,
29. Jan. 5 Uhr nachm. von Pernambuco. Valencia‟
nach Nordbraſilien, 29. Jan. 1 Uhr morgens von Havre.
Verſchiedene Fahrten: Edea‟ 29. Jan. in Kotdnou.
Ekbarana von Perſien kommend, 29. Jan. 4 Uhr
nachm. von Antwerpen nach Hamburg. Vergnügungs=
dampfer
Meteor, erſte Mittelmeerfahrt, 29. Jan. 4 Uhr
nachm. von Tunis. Nicaria, von Perſien kommend.
28. Jan. nachm. von Djibouti. Nicomedia von Perſien
kommend, 29. Jan. 5 Uhr morgens in London. Perſe=
pplis
von Perſien kommend, 29. Jan. 8 Uhr 45 Min.
abends in Hamburg. Swakopmund 28. Jan. in
Moſſamedes. Windhuk nach Afrika, 29. Jan. morg.
von Neapel.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
Rotterdam 28. Jan. vorm. in Neu=York eingetroffen.
Nieuw. Amſterdam 28. Jan. 6 Uhr 30 Min. nachm.
von Plymouth abgegangen. Noordam 27. Jan. vorm.
von Neu=York abgegangen. Ryndam 2. Jan. nachm.
in Rotterdam eingetroffen. Potsdam 25. Jan. 9 Uhr
abends Lizard paſſiert.

Für die uns anläßlich unſerer Silbernen
Hochzeit erwieſenen Aufmerkſamkeiten ſagen wir
hiermit allen unſeren innigſten und herzlichſten
Dank.
Joſef Fuhr
und Frau Marie, geb. Sailer.
Darmſtadt, 4. Februar 1914.
(3586

Todes=Anzeige.
Heute nacht entſchlief nach langem, ſchwerem
Leiden meine liebe Frau, unſere gute Mutter
Elise Agate Abel
geb. Feldmann.
Um ſtille Teilnahme bitten
die Hinterbliebenen:
Philipp Abel u. Kinder,
Familie Gebhardt,
, Köhler.
Darmſtadt, Littenweiler, 3. Februar 1914.
Die Beerdigung findet am Donnerstag,
nachmittags 5 Uhr, vom Portale des ſtädtiſchen
Friedhofes aus ſtatt.
(3602

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Teilnahme
beim Hinſcheiden unſerer lieben Mutter, Schwieger=
mutter
, Großmutter und Tante
(B3560
Frau Heinrich Berth
Witwe des Großh. Bürgermeiſters i. P.
ſagen wir herzlichſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 3. Februar 1914.

Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Geſtern abend entſchlief nach kurzer, ſchwerer
Krankheit mein lieber, guter Mann, unſer
treuer Vater, Sohn, Bruder, Schwiegerſohn,
Enkel, Onkel und Schwager
(3568

Regierungsrat und Direktor des Ober=
verſicherungsamts
,
Hauptmann a. D. der Landwehr des
1. Garde=Feld=Artillerie=Regiments,
Rechtsritter des Johanniterordens.
Potsdam, den 1. Februar 1914.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Käte Freifrau Röder von Diersburg,
geb. Duden.
Die Trauerfeier findet ſtatt am Donnerstag,
den 5. Februar, 3¾ Uhr, im Hauſe Saalbau=
ſtraße
69, von da anſchließend die Beerdigung.

Statt beſonderer Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die
ſchmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem All=
mächtigen
gefallen hat, unſere innigſtgeliebte,
treubeſorgte, herzensgute Mutter, unſere
unvergeßliche Schwiegermutter, Großmutter,
Schweſter, Schwägerin und Tante
Frau
Katharina Hechler
geb. Hisserich, Wwe. des Hofbäckers
plötzlich und unerwartet infolge Herzſchlags im
Alter von 66 Jahren in die Ewig leit abzurufen.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen
J. d. N.:
Wilhelm Hechler.
Darmſtadt, Bingen, Berlin, Idſtein, den
3. Februar 1914.
(3605
Die Beerdigung findet ſtatt: Donnerstag, nach=
mittag
3 Uhr, vom Trauerhauſe Schloßgraben 11.

Kriegerverein
Darmſtadt.

(3587
Die Beerdigung unſeres Mit=
glieds
und Feldzugskameraden
Herrn Bankbeamten Johann Friederichs,
Hauptmann d. L. a. D., findet am Donners=
tag
, den 5. ds. Mts., nachmittags 2 Uhr, vom
ſtädtiſchen Krankenhaus aus, ſtatt.
Wir erſuchen die Kameraden von Schupp
bis Zöller ſich dort zu verſammeln.
Der Vorſtand.

Montag Abend 6½ Uhr entſchlief ſanft
nach langem, mit Geduld getragenem Leiden
unſer unvergeßlicher Gatte und Vater
Hans Friederichs
Hauptmann d. L. a. D.
Darmſtadt, Hameln, 3. Februar 1914.
Emilie Friederichs, geb. Haneſſe.
Ferdinand Friederichs, Ober=
leutnant
im 4. Hannov. Inf.=Regt.
Nr. 164.
Hanna Friederichs, geb. Meiſenzahl.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den
5. Februar, nachmittags 2 Uhr, vom ſtädtiſchen
Krankenhauſe aus ſtatt.
Trauerfeierlichkeit ¼ Stunde vorher daſelbſt.
Es wird gebeten, von Beileidsbeſuchen ab=
zuſehen
.
(3576

m 2. ds. Mts. verſchied zu Darmſtadt im
69. Lebensjahre
(3604
der Hauptmann d. L. a. D.
Herr Jchann Prioderiens
Ritter des Großh. Heſſ. Milit.=Verdienſt=
Kreuzes,
Mitkämpfer des Feldzuges 1870/71.
Mit ihm iſt ein braver, in Krieg und Frie=
den
bewährter Offizier aus dem Leben ge=
ſchieden
. Sein ritterlicher Sinn, ſeine hoch=
geſchätzte
treue Kameradſchaft ſichern ihm, dem
Mitbegründer unſerer Vereinigung, ein dauern=
des
und ehrenvolles Andenken.
Im Namen des Offizierkorps des Land=
wehrbezirks
I Darmſtadt
v. Falkenhayn,
Oberſt z. D. und Bezirks=Kommandeur.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
5. Februar ds. Js., 2 Uhr nachmittags, vom
ſtädtiſchen Krankenhauſe aus, ſtatt.

Am 2. ds. Mts. ſtarb unſer Beamter
Horr Ich. Friodericns,
Wir betrauern in dem Heimgegangenen,
welcher nahezu 50 Jahre in unſeren Dienſten
geſtanden hat, den Verluſt eines bewährten
und pflichttreuen Mitarbeiters, dem wir ein
ehrendes Andenken dauernd bewahren werden.
Darmſtadt, den 3. Februar 1914.
Direktion der Bank für Handel u. Induſtrie

Hauptniederlaſſung Darmſtadt.

(IV,3606

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte unſerer
lieben, unvergeßlichen Schweſter, Schwägerin und
Tante
(3547
Sophie Herrmann
ſagen innigſten Dank
die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 3. Februar 1914.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das kontinentale Hochdruckgebiet hat ſich ſeit geſtern
etwas verflacht. In ſeinem Bereich hatten wir geſtern
meiſt heiteres, vielfach nebliges, tagsüber mildes, nachts
kaltes Wetter, das ſich heute fortſetzt. Wir werden
morgen im Bereiche hohen Druckes keine weſentliche
Aenderung unſerer Witterung zu erwarten haben.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 4. Febr.;
Ziemlich heiter, vielfach nebelig, tagsüber mild, nachts
Froſt.

Tagestaltender.
Mittwoch, 4. Februar.

Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 10½ Uhr
(Ab. B): Die Jüdin von Toledo.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Lichtbilder=Vortrag von Oberleutnant a. D.
Dr. Schultze um 8 Uhr im Hotel Zur Traube ( Ko=
lonialgeſellſchaft
und Flottenverein).
Lichtbilder=Vortrag des Afrikareiſenden Oberleut=
nant
a. D. von Schilgen um 8¼ Uhr im Saalbau.
Hauptverſa mmlung des Kriegervereins um 8½
Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im Reſtau=
rant
Kaiſerſaal
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. Ludwigshöhe um
4 Uhr. Bürgerkeller um 8 Uhr.
Nachtlaufen mit Konzert von 811 Uhr auf dem
Woog und Eisbahn Klappacherſtraße.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 5. Februar.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Stamm= und Brennholz=Verſteigerung um
9 Uhr im Gräfenhäuſer Gemeindewald (Zuſammenkunſt
am Erzhäuſer Fahrweg an der Abtriebsfläche).
Bahnſchwellen=Verſteigerung um 2½ Uhr an
der Blockſtelle Stockſchneiſe (Strecke Darmſtadt- Weiter=
ſtadt
).
Jagdverpachtung um 1 Uhr im Rathaus zu Wie=
belsbach
.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts=
leben
: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren,
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträg=
iche
werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.

[ ][  ][ ]

Nummer 35.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Seite 9.

Speieschuhe

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veranlasst uns auch in diesem Jahre das Hauptgetriebe der
Ball-Saison für unseren
Inventur-Ausverkauf
zu benutzen. Für Konfirmation und Frühjahrs-Saison bietet
sich Gelegenheit, sehr günstige Einkäufe zu machen. Von
Jahr zu Jahr vergrössern sich unsere Läger und die Massen
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[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Nummer 35.

Der Ausſchank unſeres zu einer Weltberühmtheit gewordenen Spezialbieres

findet alter Sitte und Herkommen gemäß in München im März ſtatt.
Der waggonweiſe Verſand beginnt demnächſt.
Um ſicher zu ſein, auch wirklich Salvator und nicht etwa eine der
vielfachen Imitationen desſelben zu erhalten, wolle man auch auf die
nachſtehend abgebildete, auf jedem Gebinde angebrachte Schutz=
marke
achten, die wie die Bezeichnung Salvator ſelbſt uns patent=
amtlich
geſchützt iſt.
Metiengesellschaft Paulanerbräu
Salvatorbrauerei

München.

Für die Großh. Landes=Heil= und Pflegeanſtalt = Phlips=
hoſpital
bei Goddelau ſoll für das Rechnungsjahr 1914 auf
dem Wege des öffentlichen Anerbietens zur Lieferung ver=
geben
werden:

1. 36000 Kilo Kornmehl,
2. 18000 Kernmehl,
3. 36000 Schwingmehl,
Kornſtroh,
4. 4000
5. 2000 Liter Mohnöl,
6. 200 Kilo getrocknete Gemüſe=
Langſchnittbohnen,
7. 200 Julienne, Franzö=
ſiſche
Suppe,
8. 2200 dörre, weiße
Bohnen,
9. 2200 Erbſen, geſchälte,
geſpaltene,

B. Als Bedarf bis Ende März 1915.
a) Verzehrungsgegenſtände:

2500 Kilo Margarine,
Pfeffer, ſchwarz
21. 100

Vertretung und Niederlage: Brauerei Louis Hess, Darmstadt.
I,3508)

Merdkurch mache ich bekaunt, das ich
15. Februar eine
Zuschneideschule
für Damen- und Kinder-Garderobe
Grafenstrasse 27, III., rechts
eröffnen werde. Durch hinreichende Vorbildung
und Kenntnisse, erweitert in langjähriger praktischer
Tätigkeit, glaube ich in der Lage zu sein, alle in
der Branche gestellten Anforderungen erfüllen und
den mich beehrenden Schülerinnen eine vorzügliche
Ausbildung garantieren zu können.
Anmeldungen können jetzt schon erfolgen.
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Das neue Schuljahr beginnt am 21. April. Anmeldungen
neuer Schülerinnen werden jederzeit entgegengenommen. Proſpekte
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Die Vorsteherin.
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Neu: Schnakenvertilgung in Kellern.
(197a)

und weiß,
22. 20000 Kochſalz,
Latwerg und
Marmelade,
Kakao,
25. 50000 Stück Eier,
26. 12000 Liter Speiſeeſſig,
27. 6500 Kilo Kaffee, indiſcher, 34. 45 Tee,
geröſtet,
b) Verbrauchsgegenſtände und zwar:
35. Schreibmaterialien u. Druck=36. 90000 Stück Zigarren,
137. 450 Kilo Rauchtabak.
ſachen
Der Bedarf an Geräten:
38. Porzellan=, Email=, Steingut= und Glasgeräte,
39. 60 Stück Särge.

23. 8000
24. 400

28. 400 Kilo Kaffee=Eſſenz,
Malzkaffee oder
29. 6500
Kornkaffee,
130. 550
Hefe,
31. 80000 Stück Handkäſe,
32. 700 Kilo Limburger=, Ca=
membert
=, Edamer=
und Schweizerkäſe,
33. 1000
Käſematte,

40.
41.
42.
43.
44.
45.

Der Bedarf an Reinigungsgegenſtänden:

Sämtliche Bürſten= u. Beſen=
waren
,
300 Stück Fenſterputzleder,
100 Dutzend weite Kämme,
800 Kilo Makulatur,
Schwämme,
12
1600 Pack Kloſettpapier,

46. 6000 Kilo weiße Kernſeife,
47. 5000 Schmierſeife,
48. 2000 Waſchpulver,
49. 10000 Soda,
50. 1200 Formaldehydſeifen.
löſung,
51. Der Bedarf an künſtl. Dünger.

Die in Anlage A des Erlaſſes der Großh. Miniſterien vom
16. Juni 1893, das Verdingungsweſen betreffend, enthaltenen Be=
dingungen
ſowie die hieſigen Lieferungsbedingungen und Muſter
liegen auf dem Geſchäftszimmer des Unterzeichneten am 17., 18.
und 19. d. Mts., vormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmit=
tags
von 2 bis 5 Uhr offen.
Die Bedingungs= und Angebotsformulare können gegen Er=
ſtattung
der Selbſtkoſten bezogen werden. Ein Verſand von Muſtern
nach auswärts findet nicht ſtatt.
Angebote ſind verſchloſſen und verſehen mit der Aufſchrifr: An=
gebot
zu der am 2. Februar 1914 ausgeſchriebenen Lieferung, bis
zum Eröffnungstermin den 11. März d. Js., vormittags 10 Uhr
entweder durch die Poſt einzureichen oder in den Angebotskaſten ein=
zulegen
. In den Angeboren ſind die Bedingungen anzuerkennen.
Zuſchlagsfriſt 18 Tage.
Die einzureichenden Warenmuſter müſſen getrennt von den An=
geboten
verpackt und mit der Aufſchrift: Muſter zum Ausſchreiben
vom 2. Februar 1914 verſehen ſein.
(3477
Goddelau, am 2. Februar 1914.
Großh. Direktion der Landes=Heil= und Pflegeanſtalt
bei Goddelau.
J. A.: Stroh, Rechnungsrat.

Hormaniisches Msttar.
1Oklaſſige höhere Mädchenſchule
verbunden mit Sprachſeminar.
Die Anmeldung neuer Schülerinnen für Oſtern 1914 nimmt
wochentäglich zwiſchen 121 Uhr entgegen
die Vorſteherin:
Anne-Marie Tube
3526a)
Neckarſtraße 5.

Kurſe vom 3. Februar 1914.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

In Proz.
8f.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 87,90
78,40
do.
4 Preuß. Schatzanweifg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 87,40
78,40
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,80
92,70
do.
3½
84,25
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 97,20
86,10
do.

77,20
do.
4 Hamburger Staatsanl. 98,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 97,80
4 do. do. (unk. 1918) 97,30
85,80
do.
75,75
do.
3 Sächſiſche Rente . . . . 78,50
4 Württemb. (unk. 1921) 99,10
do. v. 1875 93,50
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 95,60
1½ Griechen v. 1887 . . 53,00
4 Italiener Rente . . . . 101,00
4½ Oeſterr. Silberrente 89,40
4 do. Goldrente . . . 91,75
4 do. einheitl. Rente . 85,00
3 Portug. unif. Serie I 62,30
3 do. unif. Serie III
3 do. Spezial . . . .
5 Rumänier v. 1903 . .
4 do. v. 1890 . .
4 do. v. 1905 . . 85,70
4 Ruſſen v. 1880
4 do. v. 1902
92,10
4½ do. v. 1905
. 99,20
3½ Schweden .
4 Serbier amort v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 77,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 86,00
4 Ungar. Goldrente . . . 87,60
1 do. Staatsrente . . 84,25

Bf.
In Proz.
5 Argentinier
.100,00
83,30
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 91,50
5 Chineſ. Staatsanleihe. 99,60
do.
4½
92,25
4½ Japaner . . . . . . . 92,50
5 Innere Mexikaner . . . 67,60
3
do.
45,00
4 Gold=Mexikanerv. 1904 69,00
5 Gold=Mexikaner . . . .
3½ Buenos Aires Prov. 70,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
.
. . . . 142,20
7 Nordd. Lloyd. . . . . 121,60
6½ Südd. Eiſenb.=Geſell. 127,75
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5½ Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . .
6 Baltimore und Ohio 98,25
7½ Schantungbahn . . . 133,25
8 Luxemb. Prince Henri 160½
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22,50
6 Pennſylvania R. R. .
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger. . . 67,00
28 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 593,00
14 Chem. Fabrik Gries=
heim
.
. . 269,00
30 Farbwerke Höchſt. . . 639,75
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 349,00
10 Cement Heidelberg . . 151,50
30 Chem. Werke Albert 449,00
15 Holzverkohl. Kon=
ſtanz
. . . . . . . 320,50
6 Lahmeyer . . . . . . . 125,00

Letzte
Znco,
Divid.
8 Schuckert, Nürnberg . 151,50
12 Siemens & Halske . 221,75
5 Bergmann Electr. . . 128,50
11 Deutſch. Ueberſee Electr. 177,30
0 Gummi Peter . . . . 89,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . . 375,00
9 Maſchinenf. Badenia 132,00
0 Wittener Stahlröhren
10 Steana Romana Petr. 150,80
15 Zellſtoff Waldhof . . 225,50
12.83 Bad. Zucker= Wag=
häuſel
. . . . . . . 208,00
0 Neue Boden=A. A.=Geſ. 96,00
0 Südd. Immobilien . 90,50
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede
.171,90
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 225,00
10 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
.144,00
10 Gelſenkirchener . . . . 1945
11 Harpener .
.185,90
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 244,50
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro .
75,50
8 Laurahütte . . . . . . 164,75
10 Kaliwerke Aſchersleben 150,50
13
Weſteregeln 192,75
5 South Weſt Africa . 123,75
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 84,30
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 91,00
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 87,70
3 Prag=Duxer . .
73,70
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 90,20
3
do.
76,75
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,40
4 Oeſt. Südb. (Lomb.) . . 74,00

In Pw.,
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 53,20
3 Raab=Oedenburg
77,50
4 Kronprinz Rudolfbahn 87,50
4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 87,70
4½ Moskau=Kaſan . . .
do.
88,00
4 Wladichawchas
88,10
-
4 Rjäſan Koslow
3 Portugieſ. Eiſenb. . . . 68,50
do.
87,00
24/0 Livorneſer . . .
71,60
3 Salonique=Monaſtir. . 63,00
4 Bagdadbahn . .
79,50
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,90
4 Miſſouri=Pacific
95,00
4 Northern=Pacific
4 Southern=Pacific
92,30
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 101,00
90,00
5 Tehuantepec .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 190,50
7½ Bergiſch= Märkiſche
Bank .
146,50
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 166,25
6½ Darmſtädter Bank . 122,80
12½ Deutſche Bank . . . 258½
6 Deutſche Vereinsbank . 122,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,25
10 Diskonto=Kommandit 195,50
8½ Dresdener Bank . . 158,20
10 Frankf. Hypoth.=B. 217,00
6½ Mitteld. Kreditbank 120,75
7 Nationalb. f. Deutſchl. 120,00
7 Pfälziſche Bank
128,00
6.95 Reichsbank . . . . . 139,25
7 Rhein. Kreditbank . . . 131,00
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 107,60
7½ Wiener Bankverein . 139,75
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
94,80
S. 16 u. 17 .

3.
Inſwo.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . 85,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 1519, 2126 94,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 26,59
85,50
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,40
84,50
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.Bank
S. 12, 13, 16 .
96,60
S. 14, 15, 17, 24/26
1823 .
36,60
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 68 . . . 84,50
84,50
S. 35
84,50
S. 911.
4 Meininger Hyp.=Bank 95,30
do.
85,50
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 94,00
31 do. (unk. 1914) . . 85,20
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 96,90
do.
3½
87,70
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . 95,50
3½ do.
86,50
4 Frankfurt.
95,80
3½ do.
4 Gießen
94,60
3½ do.
4 Heidelberg
94,00
3½ do.
4 Karlsruhe.
94,10
3½ do.
86,00
4 Magdeburg
4 Mainz
95,00
3½ do.
4 Mannheim
94,60
3½ do.
88,00
4 München
3½ Nauheim
84,10
4 Nürnberg.
95,40
3½ do.
85,00
4 Offenbach
93,50

Zu ben.
-
3½ Offenbach
-
4 Wiesbaden .
-
3½ do.
4 Worms .
94,00
3½ So.
4 Liſſabonner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 176,50
3½ Cöln=Mindner 100 141,00
3 Holl. Komm. . fl. 100 115,60
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
.
. . . 142,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe .
3 Oldenburger . .
. 128,50
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger.
. fl. 7 34,60
Braunſchweiger Tlr. 20
Fs. 15
Freiburger .
Fs. 45
Mailänder .
Fs. 10 39,10
do.
Meininger . . . . . fl. 7 34,10
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100
do. v. 1858 fl. 100 572,00
Ungar. Staats . . fl. 100 442,00
Venediger . . . . Fs. 30 73,10
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,60
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns
20,42
20 Francs=Stücke
16,22
4,20
Amerikaniſche Noten
Engliſche Noten
20,46
Franzöſiſche Noten .
81,35
169,50
Holländiſche Noten.
Italieniſche Noten .
81,00
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,20
Ruſſiſche Noten . . . . . 215,00
Schweizer Noten . . . . . 81,25
Reichsbank=Diskonto . . . 4½%
Reichsbank=Lombard 3sf. 5½%

[ ][  ][ ]

Nummer 35.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Seite 11.

Amtliche Nachrichten des Großh, Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 2 große Schlüſſel. 1 altes Frauenkorſett: 1 ſchw.
Slanzlederportemonnaie mit einigem Inhalt. 1 Büchſe mit Häkel=
nadeln
. 1 Düte mit Eiſenoxyd. 2 gelbe Portemonnaies mit einigen
Pfennigen. 1 Nickelbrille. 1 goldener Zwicker. 1 Milchkanne.
Kneifer mit Etui. 1 Automobil=Luftſchlauch. 1 Nickeluhr mit Kette.
(3504
Zugelaufen: 1 Rehpinſcher.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde! In polizei=
icher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Jagdhund. 1 Foxterrier, Ulmer Dogge (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
zusgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
jndet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt. (3505

Beſichtigung von Mietwohnungen und Feuerſtätten.

Die Wohnungs= und Feuerſtättenbeſichtigung findet gegen=
(3591mdf
wärtig im erſten Polizei=Revier ſtatt.
Darmſtadt, den 29. Januar 1914.
Das Baupolizeiamt.
Steinberger.

Brennholz=Verſteigerung Nr. 3.

(Harras.)
Freitag, den 6. Februar I. Js., vormittags 9 Uhr,
ſollen im Darmſtädter Hof zu Griesheim aus Diſtrikt Trieſch,
Abt. 4, 5, 6, 14, 18 u. Hohe Tanne, Abt. 3 u. 4 verſteigert werden:
Scheiter: 42 rm Kiefern, 10 rm Fichten;
Knüppel: 470 rm Kiefern, 19 rm Fichten;
Reiſigknüppel: 410 rm Kiefern (2,50 m lang), 42 rm Kiefern
(1,25 m lang);
Stöcke (fein): 151 rm Kiefern, 37 rm Fichten.
Das Holz trägt die laufenden Nummern 531919. Unter=
ſtrichene
Nummern werden nicht verſteigert.
Darmſtadt, den 28. Januar 1914.
(3185sm
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.

Autzholz=Verſteigerung Nr. 2.

(Harras).
Montag, den 9. Februar I. J., vormittags 9 Uhr,
ſilllen im Darmſtädter Hof zu Griesheim aus Diſtrikt Harras,
Abt. 17, 19, 23, 26 und 30, und Trieſch, Abt. 4, 6 und 14 118,04fm
Nutzholz verſteigert werden:
Stämme:
Eichen I. Kl. (glatt) 2 St. 3,46 fm
4,93
II. (glatt)
II. (gew.) 3 3,36
(glatt) 13 11,38
III.
(gew.) 9 9,06
III.
IV. (glatt) 27 13,66
IV. (gew.) 14 6,62
V.
17. 5,47
VI.
1 0,32.
Kiefer II. 9 St. 7,20 fm
III. 39. 24,60
IV. 6 2,51
Fichten V. 39 7,83
Derbſtangen:
Kiefer II. Kl. 200 St. 10,51 fm
Fichten I. (42
* 5,54
II.
1,59
30
Das Holz trägk die laufenden Nummern 11322. Unter=
lrichene
Nummern werden nicht verſteigert. Stammholzverzeichniſſe
varden an größere Abnehmer durch den Großh. Förſter Herrn
deecher, Forſthaus Harras, Poſt Darmſtadt, abgegeben.
Darmſtadt, den 28. Januar 1914.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
(3186sm

Brennholz=Verſteigerung Nr. 7.

(Stadtwald.)
dienstag, den 10. Februar 1914, vorm. 9½ Uhr,
lberden in der Wald=Reſtauration Einſiedel aus den Diſtrikten
hinterhecke 3, Weidenlache 8 und 9 und Eichelacker 13 und 14 der
korſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann) verſteigert:
Scheiter: 82 rm Buchen, 10 rm Hainbuchen, 177 rm Eichen;
Knüppel: 4 rm Kiefern, 11 rm Lärchen:
Reiſigknüppel: 34 rm Buchen, 71 rm Eichen, 3 rm Birken,
7 rm Lärchen;
Reiſig=Wellen: 13,5 Hdt. Buchen, 3,5 Hdt. Hainbuchen, 14,25 Hdt.
Eichen;
Stöcke (fein): 22 rm Buchen, 2 rm Hainbuchen, 92 rm Eichen
Das Holz iſt nach allen Richtungen gut abfahrbar und trägt
lſe laufenden Nummern 10661371. Unterſtrichene Nummern kom=
ſſſen
nicht zum Ausgebot.
Darmſtadt, den 2. Februar 1914.
(3503ms
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.

skamm= und Brennholz=Verſteigerung

aus dem Arheilger Gemeindewald.
ſienstag, 10. Februar, vormittags 9 Uhr anfangend
ſerden an Ort und Stelle im Diſtrikt Weiße Sandkaute, Zu=
m
menkunft am Eingang des Waldes, verſteigert:
14 Buchen=Stämme, enthaltend 8,47 fm, 105 Kiefern, ent=
haltend
61,55 fm, 71 rm Buchen=Scheiter, 31 rm Knüppel,
6,30 Hundert Wellen,14 rm Stöcke; Kiefern: 114 rm Scheiter,
69 rm Knüppel, 1480 Wellen, 36 rm Stöcke.
ſtitttwoch, 11. Februar, vormittags 10 Uhr anfangend
Ort und Stelle, Diſtrikt Totenberge Zuſammenkunft, das
ri lagernde, ſowie das in den Diſtrikten Bernhardstanne und
ulbcheshöhle lagernde Stammholz:
56 Kiefern, zuſammen 33,78 fm, 10 Fichten, zuſammen
5,42 fm.
Die in der Bernhardstanne und Täubcheshöhle lagernden
kärnme werden nicht vorgezeigt und ſind vorher einzuſehen.
Donnerstag, 12. Februar, vormittags 10 Uhr
Rathausſaal zu Arheilgen das Brennholz aus den vorge=
ſinmten
Diſtrikten:
Kiefern: 135 rm Scheiter, 168,7 rm Knüppel, 33,40 Hundert
ell en, 42 rm Stöcke; Pappel: 17 rm Scheiter.
Wegen vorheriger Einſichtnahme, ſowie näherer Auskunft wolle
(3490
ſn ſich an Forſtwart Büttner hier wenden.
Arheilgen, den 31. Januar 1914.
Großh. Bürgermeiſterei daſelbſt.
Benz.

Ueberſicht

der Durchſchnittspreiſe von folgen=
den
Früchten und Verbrauchsgegen=
ſtänden
in der Zeit
vom 16. bis 31. Januar 1914:
per Sack à 100 Kilo
Weizen von Mk. 19.50 bis 24.
Korn
18
16.
Gerſte
Hafer
19.50
Butter ½ Kilo Mk. 1.30
Butter in Partien Mk. 1.20
Eier per Stück 12 Pfg.
Eier in Partien per 25 Stück
Mk. 2.50
Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 5.50
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 1.37
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 2.75
Heu per 50 Kilo Mk. 3.75
Darmſtadt, 3. Februar 1914.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.

Bekanntmachung.

In dem Konkursverfahren über
das Vermögen des Heinrich
Kircher, Inhabers der Firma
Franz Kircher in Darmſtadt, iſt
Termin zur Prüfuug der nach=
träglich
angemeldeten Forderun=
gen
auf
(3512
Donnerstag, 19. Februar 1914,
vormittags 11 Uhr,
Zimmer 222
anberaumt.
Darmſtadt, 22. Januar 1914.
Großherzogliches Amtsgericht I.

Die Fuhrleiſtungen

zu den Unterhaltungsarbeiten des
Tiefbauamts im Verwaltungsjahr
1914 ſollen in 4 Loſen getrennt
vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Be=
dingungen
liegen bei uns, Zim=
mer
Nr. 4, zur Einſicht offen. Auch
werden dort die Angebotſcheine ab=
gegeben
.
Angebote ſind bis
Dienstag, 17. Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
reichen
.
(3518md
Darmſtadt, 3. Februar 1914.
Tiefbauamt.
Keller.

Rheinſand=Lieferung.

Die Lieferung von 1400 cbm
Rheinſand ſoll vergeben werden.
Lieferungs=Bedingungen liegen
bei uns, Zimmer Nr. 4, zur Ein=
icht
offen. Auch werden dort die
Angebotſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Dienstag, 17. Februar I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
reichen
.
(3519md
Darmſtädt, 3. Februar 1914.
Tiefbauamt.
Keller.

Thürmer
Salon-Pianino
ſchwarzes Gehäuſe mit reichen
Perlmutt= und Meſſingeinlagen,
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zu verkaufen.
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Darmſtadt, Rheinſtraße 14.

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rekt
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den Wald, frühzeitig durch die
Dieburgerſtraße, beſte Gelegenheit
die Milch früh zu bekommen)
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Verſteigerungs-Anzeige.
Freitag, 6. Februar I. J., vormittags 9½ Uhr,
verſteigere ich auf freiwilligen Antrag im Verſteigerungslokale
Zur Ludwigshalle‟, Obergaſſe
nachſtehend verzeichnete Gegenſtände:
1 Eckſofa mit Umbau in Mahagoni, 1 großer Spiegel (beide
Stücke eignen ſich für Ausſtattung von Sälen), 1 Sofa mit
Plüſchbezug, 1 Nachttiſch mit Marmorplatte, 1 Diwan ( Eichen=
holzgeſtell
), 1 Nußbaumbettſtelle mit Matratze und Bettwerk,
2 Bettſtellen mit Sprungfedermatratzen und Bettwerk,
1 Kinderbettſtelle mit Matratze, 1 eiſernes Kinderbett mit
Matratze, weiter verſchiedene Matratzen und Bettwerk,
1 Wellenbadeſchaukel, 1 Gasherd, 1 Schränkchen mit Aqua=
rium
, 1 Kinderwagen, 1 Kinderſtuhl, 2 Koffer, 1 Servier=
bock
, 1 Spiegel, 1 Waſchmaſchine, verſchiedene Bilder, ver=
ſchiedene
Holzaufſätze für Betten und Waſchkommode, eine
Partie Stühle und Arbeitstiſche, 1 Stehpult u. a. m.
1 Pianino in Nußbaum, 1 Flügel.
Die Verſteigerung findet gegen bare Zahlung an den Meiſt=
bietenden
ſtatt.
(3495
Darmſtadt, den 6. Februar 1914.
Ernst Wolff, Konkursverwalter,
Mühlſtraße 62.

Holz=Verſteigerung.

Samstag, den 7. Februar I. J., vorm. von 9 Uhr an
ſollen in der Turnhalle, Woogsplatz 5, dahier aus den Diſtrikten
Baſſinteil und Burgwald, ſowie aus den Hoſpitalwaldungen,
Diſtrikt Saufang, Eichbaumeck und Texas verſteigert werden:
Scheiter rm: 7 Buchen, 3 Eichen, 2 Birken, 169 Kiefern;
Knüppel rm: 11 Buchen, 5 Eichen, 9 Birken, 326 Kiefern;
Reiſig Hdt. W.: 2 Buchen, 5 Eichen, 11 Birken, 122 Kiefern;
Stöcke rm: 124 Kiefern, grob geſpalten.
Zur Verſteigerung kommen die Nummern 1 bis 431 in
Bafſinteil und Burgwald und die Nummern 1 bis 104 im Hoſpital=
wald
. Die blau unterſtrichenen Nummern, ſowie das fein geſpaltene
Stockholz kommen nicht zum Ausgebot.
Nähere Auskunft erteilt der Großh. Förſter Schimpf, Forſt=
meiſterſtraße
9, dahier.
Darmſtadt, 30. Januar 1914.
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
Daab.
(3373om

Stamm=und Stangenholz=Verſteigerung.

Montag, den 9. Februar I. J., vorm. 9½ Uhr beginnend,
werden im Roßdörfer Gemeindewald, Diſtrikt Mark (auf dem
Margarethenberg)
Stämme: Fichten 70 Stück 12,19 fm,
Derbſtangen:
56,00 6 u. 7 cm Durchm.,
1400
Reisſtangen:
8,46
an Ort und Stelle verſteigert.
Die Zuſammenkunft iſt auf der Kubig am Eingang des Waldes.
Roßdorf, den 2. Februar 1914.
(3501
Großh. Bürgermeiſterei Roßdorf.
Lorenz.

Holz-Verſteigerung.

Dienstag, den 10. Februar, vormittags 9 Uhr,
werden im Gaſthaus Zum goldnen Löwen in Nieder=Ramſtadt
aus den Diſtrikten Kohlberg 3, 4 und 6 und Hinterforſt 3 und 7
verſteigert
Scheiter, rm: 35 Buchen, 1 Eiche, 1 Birke.
Knüppel, rm: 160 Buchen, 14 Eichen, 21 Birken, 2 Aſpen,
104 Kiefern, 2 Fichten.
Stammreiſig, H. W.: 18,5 Buchen, 21,1 Eichen, 31,2 Kiefern,
5,5 Lärchen.
Aſtreiſig, H. W.: 47,2 Buchen, 2,5 Birken, 11,1 Kiefern,
1,5 Fichten.
Stöcke, rm: 23 Buchen.
(3497
Das mit F bezeichnete Holz kommt nicht zum Ausgebot. Nähere
Auskunft durch Forſtwart Harniſch=Emelinenhütte.
Ober=Ramſtadt, den 1. Februar 1914.
Großh. Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
Hoffmann.

Die Freie Zindentenſchaft Darmſtadtt iſt
am 1. Lebruar 1914 aufgelöſt worden.
Alle Forderungen an die obengenannte Organiſation oder ihre
Abteilungen und Aemter: Fechtabteilung, photographiſche Abteilung,
Schießabteilung, Tanzabteilung, Tennisabteilung, Bücheramt, Exkur=
ſionsamt
, Feſtamt, Vortragsamt, ſind bis zum 12. Februar einzu=
reichen
an
Wilh. Berger, cand. mach., Taunusstr. 3, II.
Spätere Forderungen können nicht berückſichtigt werden. Die Adreſſe:
Freie Studentenſchaft, Techniſche Hochſchule iſt mit dem 1. Februar
(*2550imd
aufgehoben.
Das Zeitungsamt iſt unverändert an den Freiſtudentiſchen
Gauverband für Heſſen und Heſſen=Naſſau, übergegangen.
Die Kommiſſion der aufgelöſten Freien Studentenſchaft
zur Regelung der Geſchäfte.

Schreibmaſchinen=Arbeiten.
Vervielfältigungen, Stenogramm=Uebertragungen
Zeugnisabſchriften, Diplomarbeiten, Diſſertationsabſchriften,
Schreibmaſchinen= und Stenographie=Unterricht (Gabelsberger).
Verkehrs= u. Redeſchrift. Gelegenheit zum Ueben.
Diplom= und techniſche Arbeiten auf mathematiſch=techn. Maſchine.
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[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Nummer 35.

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dieſelbe von dieſem Tage ab
Herrn Generalagenten Hermann Meier
in Darmstadt, Heidelbergerſtraße 61, übertragen haben.
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Im Anſchluß an die vorſtehende Mitteilung halte
ich mich zum Abſchluß von Lebens=, Invaliditäts=,
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beſtens empfohlen und erkläre mich zur Erteilung jeder
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[ ][  ][ ]

Nummer 35.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Seite 13.

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Das Tippfräulein.
Roman von Gertrud Stokmans.
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Inzwiſchen war es ſpät geworden, und um die Spu=
ran
ihrer Tätigkeit zu verwiſchen, verſuchte Gabi, das Bild
wenigſtens an die alte Stelle zurückzuſchieben. Indeſſen
auch dies mißlang. Es rückte und rührte ſich nicht, und
alle Anſtrengungen waren vergebens. Ganz verzweifelt
blickte Fräulein Flotts Stellvertreterin auf den klaffenden
Spalt.
Es betrat ja ſelten jemand das verrufene Gemach,
aber Fremden wurde das merkwürdige Bild mit der
Maske doch mitunter gezeigt, und wenn nun gerade mor=
zemm
jemand das Zimmer beſuchte, mußte die Veränderung
m bedingt auffallen. Welches Aergernis konnte daraus
Untſtehen, welche Verlegenheit. Andere nutzten dann ihre
Entdeckung aus, und der Verdacht, eigenmächtig und allzu
ühn vorgegangen zu ſein, fiel auf ſie. Die Baroneſſe
ſamnte zwar ihre Abſicht, dem Geheimnis nachzuſpüren,
ſber gerade ſie hatte Gabi ernſtlich gewarnt, und die
llaamſell wußte, daß ſie ſich zuweilen in dem gelben Zim=
Unrr aufhielt. An eine ſelbſtändige Verſchiebung des
Billdes würde wohl niemand glauben, und in ihr ſuchte
nan ſelbſtredend die Urheberin.
Krampfhaft dachte Gabin darüber nach, was ſie in der
ille tun könnte. Da fiel ihr ein, im Archiv ſtand noch
in Fläſchchen Oel mit einer Feder. Damit hatte man
ürzlich eine quietſchende Schranktür geſchmiert. Das holte
le ſchnell herbei und beſtrich mit größter Vorſicht oben

und unten das Stückchen des rinnenartigen freigewordenen
Falzes, in welchem der Rahmen des Bildes lief, ſowie
die nach links herausgeſchobenen Enden und verſuchte
nach einer Weile wieder, es an die alte Stelle zu ſchieben.
Sie mußte ihre ganze Kraft aufwenden und von links
mit dem Hammer nachhelfen, aber dasmal hatten ihre Be=
mühungen
den gewünſchten Erfolg, und ſie frohlockte, als
alles wieder in Ordnung war.
Für diesmal mußte ſie ſich natürlich beſcheiden, aber
die gemachte Entdeckung ließ ihr keine Ruhe, und zwei
Tage ſpäter, als die Gelegenheit wieder günſtig war, be=
gab
ſie ſich von neuem in das gelbe Gemach.
Diesmal hatte ſie eine gute elektriſche Taſchenlampe
mitgebracht und den Hammer, um den verräteriſchen Schall
zu dämpfen, mit einem weichen Tuche umwickelt. Auch
das Oelfläſchchen war wieder zur Stelle, und zur Vor=
ſicht
ſchloß ſie die Tür von innen ab.
Freudig erregt und doch mit ängſtlich pochendem
Herzen ſchlug ſie nun wieder wie das erſte Mal von rechts
gegen den Rahmen, und diesmal wich er ſchon etwas wei=
ter
zurück. Das machte ihr Mut. Mit hartnäckiger Ge=
duld
verwandte ſie, zollweiſe fortſchreitend, immer wie=
der
das glättende und löſende Oel, und ſchließlich wurde
der Zwiſchenraum ſchon ſo groß, daß ſie bequem die Hand
hineinſtecken konnte.
Die Luft, welche dem Spalt entſtrömte, war kühl, aber
durchaus nicht modrig und feucht. Irgendwie mußte für
Ventilation geſorgt ſein, und Gabi konnte ruhig daran
denken, ſpäter ſelbſt einmal durch die ſtetig wachſende Oeff=
nung
hindurchzuſchlüpfen, auch wenn hinter dem Bilde
nichts ſein ſollte als eine tiefe Niſche oder ein Schrank.

Sie ſah im Geiſte ſchon den koſtbaren Schmuck aus dem
Dunkel hervorblitzen und das Vermächtnis für die War=
denburgs
in greifbarer Nähe auftauchen. Vorläufig war
es aber noch nicht ſo weit. Sie mußte ihre Arbeiten wie=
der
einſtellen, und die nächſten Tage brachten Eindrücke
und Ereigniſſe, welche ihr Zeit und Gedanken in ganz an=
derer
Weiſe in Anſpruch nahmen.
Am folgenden Abend, gerade als Gabi ihren gewohn=
ten
Spaziergang antreten wollte, ſah ſie den Haſſelmann=
ſchen
offenen Wagen auf die Rampe hinauffahren und
vor dem Schloßportal halten. Graf Dietrich Treſſenſtein,
der in Geſchäften in Breslau geweſen war, ſtieg aus, und
ihm folgte ein ſtattlicher, blonder junger Herr, dem man
trotz des tadelloſen Zivils ſofort den aktiven Offizier
anſah. Sie erkannte ihn ſogleich. Es war ein Baron
Pechtold von den Gardefüſilieren, ein Kamerad ihres
Bruders Hans Hermann, der viel in ihrem Hauſe ver=
kehrte
, ein gewandter, amüſanter Menſch, der allgemein
beliebt, aber andererſeits wegen ſeiner ſcharfen Zunge
auch gefürchtet war. Er befand ſich zurzeit auf Urlaub
in Schleſien. Graf Dietrich, der von der Schule her be=
freundet
mit ihm war, hatte ihn zufällig unterwegs ge=
troffen
und ohne vorherige Anmeldung gleich mitgebracht.
Nun war er hier, zu Gräfin Gabis peinlichſter Ueber=
raſchung
, und wenn er ſie ſah und erkannte, trafen die
ſchlimmſten Prophezeiungen ihrer Brüder ein. Die ohne=
hin
gefährliche Situation konnte durch dieſen Zwiſchenfall
ganz unhaltbar werden.
Den erſten Abend war ſie noch ſicher. Da würde er
nicht auf die Rehpirſche gehen und ſie in Feld und Wald
Gefahr laufen, ihm zu begegnen. Darum machte ſie auch

[ ][  ][ ]

Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Nummer 35.

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auch diesmal mit unseren Angeboten an der
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der von uns geführten Qualitäten am
besten an dem von Jahr zu Jahr wachsenden
Umsatze unseres Hauses feststellen. Hervor-
zuheben
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ien beaſchigter Soaſernang und ſaf mennd als
Wardenburg, dem ſie von der neuen Gefahr erzählte. Bei
ihrer Rückkehr ſuchte ſie in unauffälliger Weiſe zu er=
fahren
, wie lange Pechtold zu bleiben gedenke, aber nie=
mand
von den Leuten wußte es, und ſie hatte infolge=
deſſen
eine ſchlechte Nacht. Erſt am nächſten Morgen hörte
ſie, wie einer der Diener zur Mamſell ſagte:
Das Zimmer wird bald wieder frei. Der Baron
muß nach zwei Tagen nach Berlin zurück. Sein Urlaub
iſt dann zu Ende.
Das war für Gabi ein großer Troſt, und da es ſich
nur um zwei Tage handelte, beſchloß ſie, während ihrer
freien Zeit unter irgendeinem Vorwand das Zimmer zu
hüten und ſo jeder Möglichkeit einer Begegnung aus dem
Wege zu gehen.
Das geſchah denn auch, aber Graf Dietrich, der das
reizende Tippfräulein ein paar Tage nicht ſah und immer
fürchtete, es könne unerwartet von Fräulein Flott abge=
löſt
werden, vermochte ſeine liebende Ungeduld nicht län=
ger
zu zügeln. Er beſchloß, ein Wiederſehen zu erzwin=
gen
, indem er zur Zeit des Vorleſens ſeine Stieftante,
die Baroneſſe beſuchte, und zwar unter dem Vorgeben,
ihr ſeinen Freund Pechtold vorſtellen zu wollen. Er hatte
auch dem neuen Gaſt ſo viel von Gabi vorgeſchwärmt,
daß dieſer, obgleich ſehr ſkeptiſch veranlagt, ſelbſt neu=
gierig
wurde und ganz einverſtanden mit dieſer Viſite
war. Einer freundlichen Aufnahme durften die beiden
Herren gewiß ſein. Seit die alte Dame leidend war,
nahm ſie an der großen Familientafel nur ſelten teil und
empfand es als angenehme Aufmerkſamkeit, wenn die
Gäſte des Hauſes ſie in ihrer Wohnung aufſuchten.
So ſaß denn Gabi laut leſend am offenen Fenſter,
als die beiden Herren ſich melden ließen und gebeten
wurden, einzutreten. Sie erſchrak nicht wenig und wollte

ſchnell durch das offene Nebenzimmer entweichen, aber
die Baroneſſe ſagte lächelnd: Nein, Kind, bleiben Sie,
wir leſen nachher weiter, und ſo gab es kein Entrinnen
aus der heiklen Situation.
Ein Glück, daß der grellen Sonne wegen die Mar=
kiſen
herabgelaſſen waren und im Zimmer ein mildes
Dämmerlicht herrſchte, an das die Eintretenden ſich erſt
gewöhnen mußten. Gabi ſchob auch ihren Stuhl noch=
ein
wenig zurück und hoffte, nicht bemerkt zu werden,
aber leider kam es ganz anders. Nachdem Graf Dietrich
ſeine Stieftante begrüßt und den Freund vorgeſtellt hatte,
ſtreckte er ihr ganz ungeniert mit einer herzlichen, impul=
ſiven
Bewegung die Hand hin. Während Pechtold in ver=
bindlicher
, reſpektvoller Weiſe ſich mit der alten Dame
unterhielt, plauderte er mit ihr lebhaft und unbefangen.
Plötzlich ſtockte dem fremden Offizier das Wort im
Munde. Gabi hatte trotz aller Vorſicht ihre Stimme er=
hoben
und gänz kurz einmal aufgelacht. Dadurch wurde
er aufmerkſam, ſtarrte wie hypnotiſiert zu ihr hinüber
und ſagte entſchuldigend:
Verzeihung, Baroneſſe, wenn ich mich ſelbſt unter=
breche
. Wie heißt doch das Fräulein, Ihre Vorleſerin?
Ich konnte zuerſt im Halbdunkel ihre Geſtalt kaum unter=
ſcheiden
und verſtand auch den Namen nicht recht.
Die alte Dame lächelte. Die Kleine heißt Schacht.
Sie iſt aus Berlin und arbeitet bei meinem Bruder im
Archiv. Erſcheint Ihnen der Name bekannt, lieber
Baron?
Nein, erwiderte er, der Name nicht, aber die ganze
Perſönlichkeit. Ich glaubte ſoeben, eine Dame der Ber=
liner
Geſellſchaft, eine Gräfin Gabi Gartenhauſen, vor mir
zu haben. Ausſehen und Organ ſind dieſelben, nur die
Friſur iſt eine ganz andere, aber die pflegen die Damen
ja mitunter zu wechſeln.

Gabi wurde ganz kalt vor Schreck. Sie hatte die
Gefahr unterſchätzt. Der Oberinſpektor konnte eine Weile
von ihr irregeführt werden, weil er ſie ſieben Jahre lang
nicht geſehen hatte, dieſer junge Mann aber war auf den
Bällen und Geſellſchaften des vorigen Winters häufig
ihr Partner geweſen und hatte ſie auch häufig in Haus=
und Straßentoilette geſehen. Auch war er durch die Be=
gegnung
nicht erregt wie ihr einſtiger Verlobter, ſondern
nur betroffen und überraſcht, und die nächſten Minuten
konnten eine Kataſtrophe herbeiführen. Da kam ihr ganz
unerwartet die Baroneſſe zu Hilfe.
Dieſe lächelte nämlich heiter und verſtändnisvoll zu
Pechtolds Worten und ſagte ruhig: Alſo, Sie finden auch
eine frappante Aehnlichkeit mit der Komteſſe Garten=
hauſen
, Baron? Das iſt ja ſehr amüſant. Herrn von
Wardenburg, unſerem Güterdirektor, war ſie auch gleich
aufgefallen, ja, ſie überwältigte ihn faſt.
Nun, und jetzt? fragte Pechtold geſpannt. Hat er
noch denſelben Eindruck?
Nein, meinte ſie, wir ſprachen zufällig noch geſtern
davon. Wardenburg ſieht Fräulein Schacht jetzt häufiger
und begreift nun gar nicht mehr, daß die Aehnlichkeit ſo
ſtark auf ihn wirkte. Vorhanden iſt ſie, wie er ſagt, natür=
lich
immer noch, aber ſie verblaßt bei öfterem Sehen mehl
und mehr, und wenn Sie länger hier bleiben, lieber Ba=
ron
, würden Sie gewiß denſelben Eindruck haben.
Nun fühlte Gabi ſich ſicherer, und der Uebermut be=
kam
wieder die Oberhand. Ja, meinte ſie ſchüchtern mit
gut geſpielter Beſcheidenheit, Fräulein Flott, als deren
Stellvertreterin ich hierher gekommen bin, kennt die junge
Gräfin auch, wohnt ſogar in einem Hauſe mit ihr. Ich
ſoll ihr wirklich auffallend gleichen und kann mir auf
dieſe Aehnlichkeit etwas einbilden.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 35.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

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[ ][  ][ ]

Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Nummer 35.

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Nummer 35.

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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

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[ ][  ][ ]

Nummer 35.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Seite 21.

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Dwen uFarfümenen.

Sport, Spiel und Turnen.

sr. Die Winterprüfungsfahrt des Allgemeinen Deut=
ſchen
Automobil=Klubs begann unter recht ſchwierigen
Vorbedingungen von Goslar aus. Der Schnee lag auf
den für die Fahrt vorgeſehenen Strecken noch reichlich
einen halben Meter hoch und bei den Probefahrten ſtell=
ten
ſich den Teilnehmern bereits ſo große Schwierigkeiten
entgegen, daß mehrere Bewerber auf den Start verzichte=
ten
. Von den 72 in drei Klaſſen gemeldeten Konkurrenten
fanden ſich 23 Motorradfahrer und 39 Bewerber mit drei=
und vierräderigen Fahrzeugen am Start ein. Die Motor=
räder
bewährten ſich verhältnismäßig am beſten. 20 Fah=
rer
erreichten das Ziel, 14 davon ohne Strafpunkte. Die
Wagen hatten unter den Schneeverhältniſſen hedeutend mehr
zu leiden. Die Oberleitung entſchloß ſich, bereits in Oſte=
rode
, nach 32 Kilometern von Goslar aus, die Fahrt ab=
zubrechen
und es den Teilnehmern anheimzuſtellen, außer
Konkurrenz auf dem nächſten Wege nach Goslar zurückzu=
fahren
. Nur wenige Konkurrenten erreichten ohne Straf=
punkte
das Ziel. Zwei Wagen, und zwar ein Sperber
und ein Reißig, ſchieden aus.

durch dieſen Vorgang fortgeſetzt ein recht bedeutender
Schaden zugefügt wird, der muß ſich wundern, daß ſei=
tens
der Stadtverwaltung hier gar nicht mal in Erwägung
gezogen wird, in welcher Weiſe dieſen unhaltbaren Zu=
ſtänden
ein Ende gemacht werden kann. Es ſoll hier an
der Bauweiſe der Wirtſchaftsräume eine Kritik nicht geübt
werden, aber ſoviel iſt auch jedem Laien klar, daß ſeiner=
zeit
an alles andere mehr gedacht wurde, als an die Be=
ſchaffung
von genügend Platz in geſchloſſenem Raum, was
auch im Sommer bei plötzlich eintretendem Regenwetter
den Gäſten ſchon recht oft naſſe Ueberraſchungen gebracht
hat. Es wird vorausgeſetzt, daß dieſe Zeilen genügen,
um die Herren Stadtväter, in deren Reſſort das Oberwald=
haus
gehört, von dieſen Mißſtänden recht bald zu über=
zeugen
und ſie dann an geeigneter Stelle zur Sprache zu
bringen.
Ein langjähriger Beſucher des Oberwaldhauſes.

Stimmen aus dem Publikum.

(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Wer am Sonntag nachmittag gelegentlich ſeines
Spazierganges der Meinung war, nach 3½ Uhr auf dem
Oberwaldhaus noch ein Plätzchen zu finden, um ſich eine
Taſſe Kaffee zu geſtatten, der hat ſich gründlich geirrt.
Sämtliche Räume waren derart überfüllt, daß die Kellner
ihre liebe Not hatten, die ſchmalen Gänge zu paſſieren,
um die Gäſte bedienen zu können, und es war jammer=
ſchade
, wie nicht Dutzende, nein Hunderte von Menſchen,
die gerne etwas genoſſen hätten, unbefriedigt wieder ab=
ziehen
mußten, weil, wie geſagt, kein Stuhl mehr frei war.
Wer, wie Einſender dieſes, die außerordentlich beengten
Verhältniſſe auf dem Oberwaldhaus kennt und ſeit Jah=
ren
beobachtet, wie es einem großen Teil der Beſucher
dieſes herrlichen Plätzchens fortgeſetzt in eben geſchil=
derten
Weiſe ergeht, wer ferner ſieht, wie dem Pächter

Unter Bezugnahme auf das Eingeſandt in Nr. 34
des Tagblatt will ich nicht verfehlen, die Hausfrauen
auf Folgendes aufmerkſam zu machen:
§ 418 der Reichsverſicherungsordnung, der auch für
Dienſtboten gilt, gibt dem Arbeitgeber die Möglichkeit,
für ſeinen Dienſtboten die Befreiung von der Krankenver=
ſicherungspflicht
zu beantragen, ſofern er dieſem bei Er=
krankung
den Rechtsanſpruch auf eine Unterſtützung ein=
räumt
, die den Leiſtungen der Krankenkaſſe gleichwertig
iſt. Bisher konnten die Dienſtherrſchaften ihre Fürſorge=
pflicht
für die erkrankten Dienſtboten auf private Ver=
ſicherungsvereine
übertragen. In Berlin z. B.
hat ſeither ſchon ein ſogenannter Abonnementsverein für
Dienſtboten beſtanden und er hat auch nach Inkraftreten
der R. V.O. ſein Daſein nicht beſchloſſen, allerdings ſtellt
ſich jetzt dort der Jahresbeitrag für jeden Dienſtboten auf
jährlich 36 Mark, mit Rückſicht auf die höheren Beiträge,
etwas höher gegen früher, aber die Hausfrauen ſollten
doch in Erwägung ziehen, ob ſie nicht auch hier einen
Abonnementsverein von Dienſtherſchaften für kranke
Dienſtboten auf Gegenſeitigkeit ins Leben rufen ſollten.
Civis.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
35 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 27. Jan.: dem Ingenieur Friedrich
Wilhelm Blum in Arheilgen eine Tochter, hier Gra=
fenſtraße
9. Am 30.: dem Schriftſetzer Ludwig Becker,
Neue Ireneſtraße 61, eine T. Erika Erna Adelinde Frieda.
Dem Landwirt Wilhelm Haag, Kaſtanienallee 71, eine
T. Chriſtine Antonie. Am 29.: dem Poſtboten Leonhard
Steinmetz, Lichtenbergſtraße 76, ein S. Karl Theodor.

Dem Eiſendreher Wilhelm Koch, Pankratiusſtraße 45,
eine T. Maria Katharina. Am 1. Febr.: dem Fabrikarbei=
ter
Georg Reibold, Wenckſtratze 48, eine T. Johanna.
Aufgebotene. Am 30. Jan.: Vizefeldwebel im Leib=
garde
=Infanterie=Regiment Nr. 115 Heinrich Weiß, hier,
mit Anna Braun, Unter=Schmitten. Koch Georg Wil=
helm
Hofmann, hier, mit Maria Johanna Lemke,
Bad Nauheim. Schuhmacher Karl Auguſt Klehm mit
Minna Armine Wilhelmine Koſt, beide in Nieder= Wöll=
ſtadt
. Bäcker Heinrich Bitſch, Erbacher Straße 13, mit
Eliſabethe Bräunig, Erbacher Straße 13. Am 31.: Re=
ſervelokomotivführer
Jakob Walter, Frankfurt a. M.,
mit Hausmädchen Alice Kämmerer, Herdweg 79. Inge=
nieur
Friedrich Walther Borchers, hier, mit Amalie
Auguſte Berta Dücker, Düſſeldorf. Am 2. Febr.: Eiſen=
bahnarbeiter
Chriſtian Heil mit Suſanne Karoline
Rochetti, beide in Zwingenberg. Fabrikarbeiter Chri=
ſtian
Hartmann, Höchſt a. M., mit Anna Maria Reu=
ter
, Stiftſtraße 83.
Eheſchließungen. Am 29. Jan.: Architekt Philipp
Hambach, hier, mit Eliſabeth Schmidt in Hirzenhain.
Am 30.: Fabrikarbeiter Georg Ehrhardt VII. mit Marie
Schuchmann, geb. Ackermann, beide in Ober=Ramſtadt.
Am 31.: Fabrikarbeiter Auguſt Weidmann mit Anna
Erzberger, beide hier. Bureaudiätar Hermann Röth
in Arheilgen mit Weißzeugnäherin Eliſabethe Horn,
hier. Kaufmann Gottlieb Scharpfenecker mit Wilhel=
mine
Graß, beide hier. Kaufmänniſcher Beamter Hein=
rich
Schröder in Worms mit Anna Körber, hier. Poſt=
bote
Heinrich Riedel, hier, mit Anna Gaubatz in
Dietzenbach. Schloſſer Heinrich Trautmann, hier, mit
Amalie Wolferſtädter in Sprendlingen. Vizewacht=
meiſter
Karl Strauch mit Eliſe Schäfer, beide in
Babenhauſen. Taglöhner Ludwig Möſer mit Katha=
rina
Koch, beide hier.
Geſtorbene. Am 29. Jan.: Eliſabeth Marie Men=
ninger
, Tochter des Bierbrauers, 1 J., kath., Lichtenberg=
ſtraße
89. Anna Muhl, geb. Willenbücher, Witwe des
Geheimen Regierungsrats, 72 J., ev., Kiesſtraße 89. Eli=
ſabeth
Zufraß, Tochter des Schneiders, 9 Mte., kath.,
Kaupſtraße 51. Am 30.: Anna Maria Weinerth, Priva=
tin
, ledig, 42 J., ev., aus Guntersblum, hier Erbacher
Straße 25. Am 29.: Karl Johann Steinbrecher, 19 Tge.,
ev., Neue Ireneſtraße 19. Am 30.: Johann Friedrich
Georg Luley, Schloſſer, 53 J., ev., Lauteſchläger=
ſtraße
42. Am 31.: Eliſabeth Schwarz, Tochter des
Rohrlegers, 4 Mte., ev., Kiesſtraße 81. Am 30.: Katharine
Barbara Berth, geb. Dingeldein, Witwe des Bürger=
meiſters
, 73 J., ev., Grafenſtraße 9. Am 2. Febr.: Bertha
Elſe Fein, Tochter des Zieglers, 10 Mte., ev., Fuhr=
mannſtraße
7. Otto Philipp Herling, Sohn des Fri=
ſeurs
, 5 Mte., ev., Liebfrauenſtraße 108. Am 1.: Roſine
Rohmig, geb. Majer, Witwe des Schneidermeiſters,
70 J., kath., Große Bachgaſſe 7.

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[ ][  ][ ]

Seite 22.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

Nummer 35.

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Samstag, den . Februar, abends 8 Uhr 11 Minuten
Einziger grosser Gala-
Fanter Huskenbatf
glänzendste Veranstaltung der Residenz.
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Wintergarten.e ss Chambre separé.
Im Vorverkauf 2.20 Mk. (inkl. Steuer) im Verkehrsbüro; Kling & Rettberg, Ludwigsplatz, Meyer’s Cigarren-Filiale (Inh. H. Brück),
Ecke Lauteschlägerstr. Studentenkarten à 1.65 Mk. beim Pedell der Hochschule Herrn Storck. Abends an der Kasse Ein-
Eintritt:
trittspreis 3.30 Mk. Mitglieder der Turngemeinde erhalten Karten zum ermässigten Preise beim Hausmeister.
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Der grosse Rat der Turngemeinde Darmstadt.

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Rachtlaufen
von 811 Uhr,
heute Mittwoch bei großem a- Militärkonzert.

Eintritt 30 Pfg.

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Die Eisbahn Klappacherstrusse

(Orangeriebahn) iſt eröffnet.
Mittwoch, den 4. Februar: Nachtlaufen

von 811 Uhr mit Militär=Konzert.

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Der gedrückte Ehemann. (Hiſtoriſch.)
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dem Verarbeiten dekatieren
laſſen, ſind praktiſch, haben
keinen Aerger mehr. Warum?
Durch Dekatieren bilden ſich
keine Regenflecken, auch gehen
die Gewebe durch Näſſe nicht
(1343a
mehr ein.
Aufdämpfen von Samt=
Koſtümen, Samt= u. Plüſch=
mänt
., auch zertrennte Stücke
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NB. Entferne Regenflecke auch
von fertigen Kleidern.

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Programm
zu dem am Mittwoch, den
4. Febr., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Großh. Art.=Korps (Nr. 25).
1. Armeemarſch Jung Born=
ſtädt
von Blon. 2. Fantaſie aus
La Bohéme v. Puccini. 3. Pol=
niſches
Lied von Kopinski. 4. Im
Zauber der Frühlingsnacht, Wal=
zer
von Geſſel. 5. Ballmuſik aus
Die Jüdin von Hallevy. 6. In
Wehr und Waffen, Marſch von
Teike.

ORPHEUN

Heute H u. folgende
Tage
Das prächtige (3458
NEUE
Variété-Proar. u. 1.-15. Fehr.
Eine auserlesene Serie
erster Kunstkräfte:
Weidmannsheil, Darstellung
künstl. Elfenbein-Gruppen
jagdgerechter Bilder‟
3 Sellon’s 3, Sensationeller
Gymsastikakt. Max Lampl,
Bayrisch. Bauern- Komiker.
Lueia Majorano, Italienische
Tänzerin. Ralph Bradley,
Handschatten -Silhouetten.
Miss Claire u. Gust. Bleckwenn,
Kunstradfahrer. Mod. Licht-
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Die Frauengarde‟. Clown
Peppos, kom. Dressur-Akt.
Vorverkauf und Preise wie bek.
Anfanr 7 Uhr.
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Hess‟

Mittwoch, 4. Februar
Grosses
Kaffee-
Konzert
mit
Tango-
Reunion
unter Mitwirkung
des
preisgekrönten
Tango-
Kunsttänzerpaares
Day und Knight.
3566

Landschafts-
Gärtner
empf. ſich in Anlegen u. Unter=
haltung
von Gärten. Billige u.
fachgemäße Bedienung. Rudolf
Hank, Moosbergſtr. 24. (B1186

Großherz. Hoftheater.
Mittwoch, den 4. Februar 1914.
104. Abonnem.=Vorſtellung. B 26.
Grillparzer-Zyklus.
Vierter Abend.
Neu einſtudiert:
Die Jüdin von Toledo.
Hiſtoriſches Trauerſpiel in 5 Auf.
zügen von Grillparzer.
Spielleiter: Hans Baumeiſter.
Perſonen:
Alfons der Edle
(VIII.), König
von Kaſtilien . Kurt Ehrle
Eleonore v. Eng=
land
, deſſ. Gem.
(Tochter Hein=
richs
II.) . . . Charlotte Pils
Der Prinz, beider
. Erna Jungkurth
Sohn .
Manrique, Graf.
von Lara, Al=
mirante
von Ka=
ſtilien
. . . . Johs. Heinz
Don Garceran, d.
Sohn
. Frz. Schneider
Donna Klara,
Ehrendame der
Königin
. Elſe Daniel
Die Kammerfrau
der Königin . . EllenWidmann
Iſaak, der Jude . Kt. Weſtermann
Eſther 1 deſſen . Herta Alſen
Rahel Töchter . Käthe Meißner
Reinero, d. Königs
. Emil Kroczak
Knappe .
Frd. Jachtmann
Erſter Bitt=
Zweiter!
Adolf Klotz
ſteller
Dritter
Frz. Herrmann
Diener des Königs Auguſt Kräger
Diener d. Standes=
Hans Debus
herren
Krank: Annemarie Liſchke.
Preiſe der Plätze (Kleine
Preiſe): Sperrſitz: 1.13. Reihe
3.70 , 14.20. Reihe 3.20 , Par=
terre
: 1.5. Reihe 2.35 , 6.8.
Reihe 1.95 , Proſzeniumsloge
5.20 , Mittelloge 5.20 , Bal=
konloge
4.70 , I. Rang 4.20 ,
II. Rang: 1.6. Reihe 2.15 ,
7. u. 8. Reihe 1.75 , I. Galerie
1.15 , II. Galerie 65 .
Kartenverkauf: an der Tages=
kaſſe
im Hoftheater von 911½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
von 81 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der Vor=
ſtellung
. (Im Verkehrsbüro wer=
den
auch telephoniſch Kartenbe=
ſtellungen
entgegengenommen.
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7½ Uhr. Ende 10½ Uhr.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Donnerstag, 5. Febr. 105. Ab.=
Vorſt. C 26. Figaro’s Hoch=
zeit
Gew. Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Freitag, 6. Febr. 106. Ab.=Vſt.
D 27. Filmzauber. Gew.
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Samstag, 7. Febr. Außer Ab.
25. Volksvorſtellung zu ermäßigten
Preiſen. Die luſtige Witwe.
Anfang 7½ Uhr. Vorverkauf bis
einſchl. Samstag, 7. Febr., im Ver=
kehrsbüro
(Ernſt=Ludwigsplatz).
Verkauf der etwa noch vorhand.
Karten am Tage der Vorſtellung
auch an der Tageskaſſe im Hof=
theater
zu den übl. Kaſſeſtunden.

[ ][  ][ ]

§8 33.

Mittwoch, 4. Februar.

1914.

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Empfehle mich im Anfertigen
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beſſern
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[ ][  ][ ]

Seite 26.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 4. Februar 1914.

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