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1777. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 26 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Reichstag erledigte geſtern zunächſt eine kurze
An=
frage und ſetzte dann die Spezialberatung des
Etats des Reichsamts des Innern fort.
*
Der Entwurf einer neuen deutſchen
Wech=
ſelordnung iſt, der Poſt zufolge, dem
Bundes=
rat zugegangen.
Der deutſche Botſchafter in Paris Freiherr
v. Schoen und Gemahlin gaben geſtern abend zu
Ehren des Präſidenten der Republik und
deſſen Gemahlin ein Diner.
*
Die internationale Konferenz für die
Si=
cherheit des Lebens auf dem Meere trat
Montag nachmittag in London zur Unterzeichnung des
Vertrages zuſammen.
Der griechiſche Miniſterpräſident
Veni=
zelos trifft am Montag, von Paris kommend, in
Ber=
lin ein.
Im Staate Puebla befinden ſich die dort
wohnen=
den Indianer wieder auf dem
Kriegs=
pfade. Man befürchtet, daß die Verbindung zwiſchen
Vergeruz und den Hafenſtädten abgeſchnitten werden
könne.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Neue preußiſche Anleihe.
S Man ſchreibt uns: Preußen hat an das
be=
kannte Konſortium am 16. Januar eine neue Anleihe
von 400 Millionen Mark begeben, wovon am 29. Januar
350 Millionen Mark zur öffentlichen Zeichnung gelangen.
Der Zeichnungskurs iſt auf 97 vom Hundert feſtgeſetzt bei
einem Uebernahmepreis von 96½ v. H. Infolge der
we=
nig günſtigen Erfahrungen mit den letzten Emiſſionen
war verſchiedentlich der Verſuch mit einem neuen, und
zwar zugkräftigen Typus, angeregt worden. Die
preußi=
ſche Regierung iſt auf dieſe Vorſchläge eingegangen und
bringt ein kurzfriſtiges, auszuloſendes Anlehen
heraus. Damit wendet ſich ein Staat erſtmals wieder
dem Ausloſungszwang zu, der bei Staats= und
Reichs=
anlehen völlig verlaſſen worden war. Von größeren
Bundesſtaaten hatten nur Baden und Württemberg
frü=
her auslosbare Schuldverſchre bungen emittiert, in deren
Kurs — ſoweit die Pari=Rückzahlung ſchon in die Nähe
gerückt iſt — ſich dieſe Ausſicht heute natürlich ausprägt
(z. B. 3½prozentige alte Badener am 17. Januar in
Frankfurt 92,10, 3½prozentige von 1907 dagegen nur 85,50
v. H.). Preußen hat ſeine neue Anleihe in 16 Serien
zu je 25 Millionen Mark eingeteilt, von denen jährlich eine
durch Pari=Rückzahlung getilgt werden ſoll. Die
Heim=
zahlung wird ſich alſo innerhalb des kurzen Zeſtraumes
von 16 Jahren zu vollziehen haben. Die erſte Ausloſung
findet bereits im Oktober 1914 zur Rückzahlung der
ver=
loſten Serie am 1. April 1915 ſtatt.
Ausſchlaggebend für die Entſchließung zur
Amortiſa=
tion in ſo kurzer Zeit iſt zweifellos der Wunſch geweſen,
dem Publikum eine Anlage zu bieten, bei der es gegen
unliebſame Kursverluſte geſchützt iſt. Bei dem
neuen Typ iſt dies ſicherlich der Fall. Denn, mögen ſich
die Verhältniſſe auf dem Effektenmarkte wie immer
ent=
wickeln, die Gewähr der nicht ſehr weit hinausgerückten
Pari=Einlöſung muß den Kurs zuletzt in die Nähe von
100 heben. Der in Ausſicht ſtehende Ausloſungsgewinn
von 3 v. H. verbeſſerte aber auch das Erträgnis recht
er=
heblich. Eine amtliche Verlautbarung gibt die Rente im
Falle der Ausloſung nach der Durchſchnittslaufzeit von
8 Jahren auf etwa 4½ v. H. an. Nach unſerer Berechnung
beträgt ſie, falls die Ausloſung erfolgt, im 1. Jahr 7,09
v. H., im 2. Jahr 5,58 v. H., im 3. Jahr 5,07 v. H., im
5. Jahr 4,67 v. H., im 8. Jahr 4,45 v. H., im 10. Jahr
4,37 v. H., im 12. Jahr 4,32 v. H., im 14. Jahr 4,28 v. H.,
im 16. Jahr 4,26 v. H., iſt alſo ſelbſt im ungünſtigſten
Falle für ein Papier von dem Range der preußiſchen
Staatsanleihe, die — was die Fundierung angeht — von
keinem Papier der Welt übertroffen wird, noch reizvoll
genug.
Trotzdem kann die Frage, ob der neue Typ vom
Standpunkt des Erwerbers vor den 4prozentigen, längere
Zeit unkündbaren Anleihen (z. B. der letzten preußiſchen
Anleihe, bei der auf die Kündbarkeit und damit die
Mög=
lichkeit einer Konverſion bis zum Jahre 1935 verzichtet
wurde) unter allen Umſtänden den Vorzug verdiene, nicht
bedingungslos bejaht werden. Es iſt ſehr wohl der Fall
denkbar, daß ſich ſpäterhin der Kauf von bis 1935
unkündbaren 4prozentigen Schuldverſchreibungen als die
günſtigere Anlage erweiſe. Die Rückzahlung des
neuen Typs braucht nur in eine Zeit zu fallen, wie wir
ſie 1904 hatten, eine Zeit, in welcher 3½prozentige
Staats=
fonds über pari notierten. Die Wiederanlage des
Erlöſes könnte dann nur in einem niedriger
verzins=
lichen Papier erfolgen, während dem Beſitzer von vor
1935 nicht konvertierbaren Stücken ein Zinsgenuß von
4. v. H. noch für längere Zeit geſichert bleibt. Tritt
aller=
dings der umgekehrte Fall, nämlich eine weitergehende
Verſchlechterung mit der Folge eines demnächſtigen
Ueber=
gangs zum 4½prozentigen Typus ein, dann iſt natürlich
der Vorteil auf Seiten des Erwerbers der neuen Anleihe.
Denn, er kommt dann demnächſt in die Lage, ſeinen
Be=
ſitzſtand nach aufwärts zu konvertieren.
Für die ſtaatliche Finanzverwaltung bedeutet der
neue Typ keine erfreuliche Bereicherung. Denn er hat doch
nur den Charakter eines Schatzſcheinanlehens und muß
erſt noch in eine fundierte Schuld übergeführt werden.
Deutſchland und England.
— Vor einigen Tagen tauchten, wie gemeldet, in
Parlamentskreiſen neben Gerüchten von einer
angeb=
lichen Kanzlerkriſis auch Meldungen auf, die von
Unſtim=
migkeiten im Auswärtigen Amte zu berichten wußten,
und ſeltſamerweiſe ſollten dieſe ihren Grund in den
ſchwebenden Verhandlungen mit England haben, obwohl
gleichzeitig verſichert wurde, daß dieſe dem Abſchluſſe
ſehr nahe ſeien. Eine etwas ſeltſame Motivierung, denn
eine Verſtändigung mit England kann jedem deutſchen
Staatsmanne nur recht ſein, und man weiß ja auch, daß
man bei uns im Auswärtigen Amte alles tut, um zu
die=
ſem Ziele zu gelangen. Hierbei finden unſere leitenden
Stellen eine tatkräftige Unterſtützung durch den
Botſchaf=
ter Lichnowsky, den man auf engliſchem Boden bald hier,
bald dort auftauchen ſieht, überall bemüht, für
Deutſch=
land zu werben. Bemerkenswert iſt dabei, daß aber auch
der deutſche Botſchafter vielfach der Umworbene iſt, und
gerade die engliſchen Handelskreiſe ſind es, die es ſich
angelegen ſein laſſen, mit dem Vertreter Deutſchlands in
nähere Berührung zu kommen. Das iſt echt kaufmänniſch,
indem man ſich ſagt, daß eine wirtſchaftliche
Verſtändi=
gung mit Deutſchland auch dem engliſchen Handel nur
zum Vorteile gereichen kann, und aus dieſem Grunde
ha=
ben ja mehrfach Deputationen der engliſchen
Geſchäfts=
welt zu offiziellen Beſuchen in Deutſchland geweilt.
Dies=
mal hatte, wie ſchon gemeldet, die Handelskammer von
Bradford den Fürſten Lichnowsky zu einem Bankett
ein=
geladen, bei dem ſelbſtverſtändlich der Botſchafter auch
das Wort ergriff. Er betonte dabei, daß er mehr und
mehr zur Ueberzeugung gelange, daß es keinen ſtärkeren
Anhänger guter und freundſchaftlicher Beziehungen) zu
allen Nachbarländern gäbe, als die engliſche Handelswelt.
Der enorme Wert des engliſch=deutſchen Handels bilde
ein wertvolles Bindeglied zwiſchen beiden Ländern, und
die fortſchreitende Entwicklung beider Nationen mache
die Fortdauer ungeſtörter freundſchaftlicher Beziehungen
notwendig. Weiter kam der Botſchafter auch auf die
bei=
derſeitige Rivalität kurz zu ſprechen, indem er bemerkte,
das Wachstum der deutſchen Induſtrie und des deutſchen
Handels ſei kein Hindernis für freundſchaftliche
Be=
ziehungen beider Länder, und die deutſche Induſtrie habe
keine ſolche Konkurrenz und Eiferſucht erregt, daß die
Beziehungen unter der Handelsrivalität leiden müßten.
Das iſt eine alte Wahrheit, und es wäre
wünſchens=
wert, wenn man ſie auch in England endlich erfaßte,
ſo=
weit Deutſchland in Frage kommt. Auf gutem Wege
ſchei=
nen wir ja zu ſein, aber Störungen ſind nicht
ausge=
ſchloſſen, und die politiſchen Treibereien gewiſſer Glieder
der Tripel=Entente ſind emſig bemüht, ein gutes
Verhält=
nis zwiſchen Deutſchland und England zu hintertreiben.
Es wäre dringend zu wünſchen, daß die Engländer
feind=
ſeligen Einflüſterungen gegenüber Deutſchland ihr Ohr
verſchlöſſen und ſich zu der Ueberzeugung aufſchwingen
würden, daß von Deutſchland nicht nur keine Gefahr
drohe, ſondern daß eine engere Anlehnung der engliſchen
Politik an die deutſche nur von Vorteil für das britiſche
Reich ſein könnte
Deutſches Reich.
— Die Miniſterkriſe im Reichslande.
Die Poſt läßt ſich aus Straßburg melden, es ſtünde ein
Wechſel in den leitenden Stellen des elſaß=lothringiſchen
Miniſteriums bevor. Als Nachfolger des Statthalters
werde Freiherr von Heiningen=Hüne genannt. Von
an=
derer Seite wird gemeldet: Es iſt ſicher, daß die
elſäſſi=
ſchen Unterſtaatsſekretäre Mandel und Petri ihren
Ab=
ſchied nehmen oder erhalten werden. Der letzte Zweifel
daran iſt durch ihre Erklärung in der elſäſſiſchen Kammer,
daß die Zivilverwaltung im Zaberner Falle ihre
Schul=
digkeit getan habe, beſeitigt worden. Dieſen Widerſpruch
gegen die kriegsgerichtlichen Feſtſtellungen läßt man in
Berlin unter keinen Umſtänden gelten. Ob auch der
Staatsſekretär Zorn von Bulach durch eine andere
Per=
ſönlichkeit erſetzt wird, iſt wahrſcheinlich, aber noch nicht
entſchieden.
— Eine allgemeine Beamten=
Kranken=
verſicherung. Der engere Vorſtand des Verbandes
deutſcher Beamtenvereine, dem nahezu 300000 Mitglieder
angeſchloſſen ſind, hat eine Kommiſſion eingeſetzt, um die
Vorbereitungen für eine allgemeine Krankenverſicherung
ſämtlicher Beamten der Reichs=, Staats= und
Kommunal=
verwaltung durchzuführen. Der Kommiſſion gehören an:
der Vorſitzende des Verbandes, Miniſterialdirektor a. D.
Juſt, Regierungsrat Dr. Aurin und Geheimer
Ober=
regierungsrat Damman vom Reichsamt des Innern,
Re=
gierungsrat Dr. Klein=Münſter, Regierungsrat Dr. Rang=
Koblenz, Regierungsrat Rettig=Berlin, Geh. Rechnungsrat
Röſeler=Berlin und Geh. Regierungsrat Schmidt=
Düſſel=
dorf. Die Kommiſſion hat ihre Tätigkeit bereits
begon=
nen und ſich über die weſentlichen Geſichtspunkte, ſowie
über die Richtlinien für die weitere Behandlung der Frage
durch den Verband geeinigt. Vorausſichtlich wird bereits
auf dem nächſten Verbandstage eine erſchöpfende und zu
greifbaren Ergebniſſen führende Erörterung der wichtigen
Frage möglich ſein.
Schutz der Arbeitsfreiheit. Die
konſer=
vative Entſchließung zum Schutz der Arbeitsfreiheit gegen
den zunehmenden Mißbrauch des Koalitionsrechtes iſt jetzt
im Reichstage eingegangen.
Der Fall Kracht und die
konſerva=
tive Preſſe. Die konſervative Preſſe erhebt ſcharfen
Proteſt gegen die Mißdeutungen, welche die Aeußerungen
des Generals von Kracht erfahren haben. Die Deutſche
Tageszeitung ſtellt die Worte des Generals, die in
Süd=
deutſchland Anſtoß erregt haben, wie folgt richtig und
ſchreibt:
In Wirklichkeit hat Generalleutnant von Kracht
er=
zählt, daß ein bayeriſches Bataillon in ſo ſchwere
Be=
drängnis geriet, daß es Deckung ſuchen mußte und daß
jeder Soldat, der auch nur den Kopf erhob, ſofort dem
überlegenen feindlichen Feuer zum Opfer fiel; aus dieſer
Lage ſei die bayeriſche Abteilung durch vier preußiſche
Bataillone befreit worden. Daß der Mut der Bayern in
keiner Weiſe dadurch herabgeſetzt erſcheinen kann, und daß
ſie nicht dasſelbe leiſten konnten, wie eine viermal
ſtär=
kere preußiſche Abteilung, iſt wohl klar Der Redner hat
aber nicht nur mit keiner Silbe ſeiner Darſtellung die
Leiſtungen dieſer bayeriſchen Truppen angegriffen,
ſon=
dern er hat im Gegenteil noch durch die Mitteilung, daß
an Bayern ebenſo wie an preußiſche Truppen wegen ihrer
Haltung in dieſer Angelegenheit Eiſerne Kreuze verteilt
wurden, den Zuhörern beſonders deutlich gemacht, daß
ſich auch die kleine bayeriſche Abteilung außerordennich
brav gegen die große feindliche Uebermacht geſchlagen
ha=
ben muß. Wenn er in ſeinen Schlußworten die
Nutz=
anwendung aus dieſer Kriegserinnerung zog, daß die
überlegene Stärke Preußens den anderen überall gegep”
die Demokratie Luft und Mut machen ſolle, ſo lag has
tertium eomparationis hier klarerweiſe nur noch dokrin,
daß eben Preußen die ſtärkſte Macht in Deutſchland iſt.
Kein Zuhörer hat die Worte des Generals ander's
ver=
ſtanden oder anders verſtehen können.
— Die Fortſchrittliche Fraktioln des
württembergiſchen Landtages hat in
Be=
ziehung auf den Fall Zabern eine Anfrage an die
Staats=
regierung gerichtet, in der auf die Möglichkeit hingewieſen
wird, daß auch in Württemberg die Ausübung der
bür=
gerlichen Polizeigewalt von dem Militär an ſich geriſſen
werden könnte.
— Aus dem „roten Landtag” Bei der
Land=
tagserſatzwahl in Frankenhauſen=Land wurde der
Guts=
beſitzer Kämmerer mit 596 gegen 410 ſozialdemokratiſche
Stimmen gewählt. Die Sozialdemokraten verlieren damit
die Mehrheit in dem viel beſprochenen Landtag von
Schwarzburg=Rudolſtadt. Aber eine Mehrheit beſitzen
auch die bürgerlichen Parteien noch nicht, da im Landtage
jetzt 8 bürgerlichen 8 ſozialdemekratiſche Abgeordnete
gegenüberſtehen.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Nummer 21.
Ausland.
Frankreich.
Der Rücktritt des Abbé Lemire. In
ſei=
nem Demiſſionsſchreiben erklärt Lemire, die Kammer habe
durch ſeine Wahl zum Vizepräſidenten der Kammer die
Achtung vor den Rechten aller franzöſiſchen Deputierten
bekräftigt. Er hege die Ueberzeugung, daß ihm das
ein=
mütige Wohlwollen ſeiner Kollegen ſeine Aufgabe
er=
leichtert hätte, aber er fühle, daß ſein Amt angeſichts der
ihm bereiteten peinlichen Lage nicht in den Augen aller
den ihm gebührenden Charakter bewahren könne und er
lege deshalb dieſes Amt nieder. Seine Wähler, die ihm
ſeit 20 Jahren ihr Vertrauen geſchenkt hätten, würden
jedenfalls in der Kundgebung der Kammer eine Stärkung
und Genugtuung finden. In der Preſſe wird der Rücktritt
des Abbés Lemire von ſeinem Amt als Vizepräſident
leb=
haft erörtert.
Der Gaulois meint, dieſer Rücktritt ſei noch keine
Be=
ſtätigung aufrichtiger Reue. Abbé Lemire möge auch ſeine
Demiſſion als Deputierter geben und wieder den von
ihm verlaſſenen Weg einſchlagen. Dann werde man
ver=
geſſen, daß eines Tages ſein Hochmut ſtärker geweſen ſei,
als ſein chriſtlicher Glaube. Der Radical ſagt: Abbé
Le=
mire will zu keiner Polemik Veranlaſſung geben und dieſe
Zurückhaltung ſei ſehr achtenswert. Die radikale
De=
peche de Toulouſe, welche die Wahl Lemires zum
Vize=
präſidenten getadelt hatte, erklärt: Die Moral dieſer
Ge=
ſchichte iſt, daß Abbé Lemire ſeine Wähler in der Kammer
im Stiche gelaſſen hat, als ob er fürchte, ſich in ihrer
Ge=
ſellſchaft bloßzuſtellen. Man darf ſich da fragen, ob er
ſich nunmehr nicht auch dem Biſchof von Lille unterwerfen
werde.
Die Angriffe gegen Caillaux. Der
Fi=
garo hat die angekündigte Artikelreihe begonnen, die
be=
weiſen ſoll, daß Agadir die Folge der von Caillaux
begangenen Fehler ſei, der von ſich behauptete, daß er
Frankreich Marokko gegeben habe. Der erſte Artikel
ent=
hält kaum etwas neues und wiederholt zumeiſt die gegen
Caillaux von deſſen Widerſachern ſchon im Jahre 1911
er=
hobenen Angriffe. Ein anderes konſervatives Blatt
be=
hauptet, daß Caillaux, deſſen Wiederwahl in ſeinem
bis=
herigen Wahlkreiſe ſehr zweifelhaft geworden iſt, die
Ab=
ſicht habe, ſich in Corſika um ein Abgeordnetenmandat
zu bewerben.
Venizelos hielt auf einem ihm zu Ehren von
der griechiſchen Kolonie gegebenen Bankett eine Rede, in
der er Frankreich für die Griechenland gewährte
Freund=
ſchaft und moraliſche Hilfe, ſowie für die von der
fran=
zöſiſchen Militärmiſſion geleiſteten Dienſte in wärmften
Worten dankte. Venizelos erklärte weiter, Griechenland
träume nicht von Eroberungen, aber es verlange für ſich
dieſelbe Achtung, welche es vor dem Gute der anderen
hege. Dem auf Recht und Würde begründeten Frieden
feſt zugetan, werde Griechenland im nahen Orient ein
ernſter Faktor der Ordnung, des Fortſchritts und der
Zi=
biliſation werden.
Norwegen.
Eine Reorganiſation des
diplomati=
ſchen Dienſtes. Als im Jahre 1905 die Trennung
der ſchwediſch=norwegiſchen Union erfolgte, ergab ſich für
Norwegen die Notwendigkeit, ein eigenes Miniſterium des
Aeußeren zu bilden und für diplomatiſche Vertretungen
im Auslande zu ſorgen. Die leitenden Perſönlichkeiten
ſcheinen damals eine wenig glückliche Hand gehabt zu
ha=
ben, denn von Anfang an ſind die Klagen nicht
ver=
ſtummt, daß ſich die Diplomatie viel zu ſehr von
bureau=
kratiſchen Prinzipien leiten laſſe und eine freiere
Aus=
geſtaltung des diplomatiſchen Dienſtes eine
Notwendig=
keit ſei. Vor einigen Jahren wurde dieſe Kritik ſo ſcharf,
daß die Regierung ſich genötigt ſah, eine Kommiſſion von
elf Mitgliedern zu berufen, die eine Reform und
Reorga=
niſation des diplomatiſchen Dienſtes erörtern, und Vor=
ſchläge unterbreiten ſollte. Die Kommiſſion hat jetzt ihre
Arbeiten abgeſchloſſen. Sie befürwortet vor allem eine
Vereinigung der diplomatiſchen und Konſulats=Geſchäfte.
Die Generalkonſulate in den europäiſchen Hauptſtädten
ſollen fernerhin völlig aufgehoben werden. Ueber die
außereuropäiſchen ſollen noch nähere Beratungen gepflogen
werden. Jedenfalls aber iſt es nach Anſicht der
Kom=
miſſion nötig, daß für eine beſſere Vertretung auf dieſen
Auslandspoſten geſorgt wird.
Serbien.
Die Gründung einer neuen
konſerva=
tiven Partei wurde in einer Konferenz einer
außer=
halb der Partei ſtehenden Gruppe von Politikern
be=
ſchloſſen. Der Parteiführer, Profeſſor Peritſch, ſprach ſich
in ſeiner Programmrede für die Einführung des
Zwei=
kammerſyſtems und die Aenderung der bisherigen
aus=
wärtigen Politik aus, die in dem ausſchließlichen
An=
ſchluß an Rußland beſtehe. Er hob die Notwendigkeit
der Anlehnung der ſerbiſchen Politik an den Dreibund
hervor, insbeſondere die Herſtellung freundſchaftlicher
Be=
ziehungen zu Oeſterreich=Ungarn. Die Ausführungen des
Redners wurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 21. Januar.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen
Herr=
ſchaften folgten Montag abend 8 Uhr einer Einladung
des Kaiſerlich Ruſſiſchen Miniſter=Reſidenten, Wirklichen
Staatsrats van der Vliet Exzellenz und Gemahlin zum
Abendeſſen. (Darmſt. Ztg.).
* Ordensverleihungen. Bei dem Krönungs= und
Ordensfeſt in Berlin ſind u. a. noch dekoriert worden mit
dem Königl. Kronenorden 3. Klaſſe Geheimer Baurat
Kirchhoff in Mainz, mit dem Roten Adlerorden
4. Klaſſe die Regierungsräte Schmidt und Lorenz
und der Regierungs= und Baurat Tcenn in Mainz, mit
dem Königl. Kronenorden 4. Klaſſe Gütervorſteher
Auer=
hahn in Mainz, mit dem Verdienſtkreuz in Gold
Be=
triebsſekretär Reiske in Mainz, mit dem Verdienſtkreuz
in Silber Kanzleiinſpektor Sartor in Mainz und
Lo=
komotivführer Georg Schäfer in Mainz=Kaſtel und mit
dem Allgemeinen Ehrenzeichen (in Silber) Lademeiſter
Born in Oberlahnſtein, Packmeiſter Lauterbach in
Bingerbrück, Unteraſſiſtent Pabſt in St. Goar,
Rangier=
meiſter Schmidt I (Peter) in Oberlahnſtein und
Weichenſteller 1 Klaſſe Walldorf in Trechtingshauſen.
Se. Majeſtät der König von Preußen haben
die Erlaubnis zur Anlegung nichtpreußiſcher Orden erteilt
und zwar: des Königl. Bayeriſchen Militär=
Verdienſt=
ordens 2. Klaſſe mit dem Stern dem Generalleutnant von
Plüskow, beauftragt mit der Führung des 11.
Armee=
korps. — Des Großkreuzes des Großh. Heſſiſchen
Ver=
dienſtordens Philipps des Großmütigen dem Leutn.
Lud=
wig Friedrich Prinzen zu Solms=
Hohen=
ſolms=Lich im Kurheſſ. Jäger=Batl. Nr. 11. — Das
Ritterkreuz 1. Klaſſe desſelben Ordens dem Rittmeiſter
v. Platen im Jäger=Regt. zu Pferd Nr. 13.
Se. Königl. Hoh. der Großherzog haben dem
Poſtſekretär Joſeph Kämmerer in Darmſtadt das
Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des
Großmütigen verliehen. — Das Ehrenzeichen für
Mit=
glieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch
Entſchließung Se. Königl. Hoheit des Großherzogs an
Mathias Nauth I. in Ebersheim.
Vom Großh. Hoftheater. Heute gelangt als 23.
Vorſtellung des B=Abonnements Mascagnis „Cavalleria
ruſticana” und Leoncavallos „Bajazzo” zur Aufführung.
Die muſikaliſche Leitung beider Opern hat Kapellmeiſter
Lert. Den Silvio ſingt Paul Wieſendanger vom
Stadttheater in Poſen als zweite Gaſtpartie auf
Engage=
ment. Es gelten die gewöhnlichen Preiſe. Der
Donners=
tag bringt als C 23 die erſte Wiederholung der
erfolg=
reichen Luſtſpiel=Novität Der Feldherrnhügel” von dem
Mitverfaſſer der „Fünf Frankfurter” Karl Rößler, und
dem gerade auf dem Gebiet des Soldatenhumors
beſon=
ders heimiſchen Humoriſten Roda Roda. Am Freitag
wird der Grillparzer=Zyklus mit einer
Neuein=
ſtudierung der „Ahnfrau” unter Spielleitung von
Regiſ=
ſeur Baumeiſter fortgeſetzt. Herr Heinz ſpielt den Grafen
Borotin, Fräulein Pils die Bertha, Herr Baumeiſter den
Jaromir, Herr Weſtermann den Boleslaw, Herr Knispel
den Kaſtellan Günther. Die Vorſtellung findet im
Abonnement D bei kleinen Preiſen ſtatt. Ausnahmsweiſe
bringt auch der Samstag eine Abonnementsvorſtellung,
und zwar für die C=Abonnenten als Erſatz für die am
erſten Gaſtſpielabend Baklanoffs ausgefallene Vorſtellung.
Es gelangt Wolzogens Drama „König Karl” als C 24
bei gewöhnlichen Preiſen zur Aufführung.
* 4prozentige Preußiſche Schatzanweiſungen. Wie
aus dem Inſeratenteil erſichtlich, findet am 29 ds. Mts.,
die öffentliche Zeichnung auf die neuen nom. 350000000
Mark 4prozentigen Preußiſchen Schatzanweiſungen zum
Kurſe von 97 Prozent am hieſigen Platze bei der Bank
für Handel und Induſtrie, der Deutſchen Bank. Zweigſtelle
Darmſtadt, ſowie der Deutſchen Vereinsbank, Filiale
Darmſtadt, ſtatt. Die Tilgung der Schatzanweiſungen
er=
folgt durch Ausloſung von jährlich einer Serie im Betrage
von 25000000 Mark im Oktober jeden Jahres zur
Rück=
zahlung mit 100 Prozent am 1. April des darauffolgenden
Jahres. Die erſte Ausloſung findet im Oktober 1914 ſtatt.
Wie wir hören, nehmen auch die anderen hieſigen Banken
und Bankgeſchäfte Zeichnungen auf die neuen Preußiſchen
Schatzanweiſungen zu Originalbedingungen entgegen.
O Benachrichtigungszettel im Poſtauftragsdienſt. Bei
Poſtaufträgen mit dem Vermerk „Sofort zurück” oder
„Sofort an N. in N.” oder „Sofort zum Proteſt”, ſowie
bei Poſtproteſtaufträgen, die ſchon nach dem erſten
Ver=
ſuche der Vorzeigung zu proteſtieren ſind, laſſen die
Brief=
träger künftig einen gedruckten Benachrichtigungszettel
zurück, wenn ſie weder den Empfänger des Poſtauftrages
oder deſſen Bevollmächtigten antreffen, noch eine der
ſon=
ſtigen, zur Bareinlöſung von Poſtaufträgen berechtigten
Perſonen über das Vorliegen des Auftrags mündlich
ver=
ſtändigen können. In dem Benachrichtigungszettel ſind
die Poſtaufträge näher bezeichnet mit dem Zuſatz, daß
ihre Anlagen bis zum Abend am Poſtſchalter unter
Vor=
legung des Benachrichtigungszettels noch eingelöſt oder
angenommen werden können.
Einlieferungsbeſcheinigungen bei Poſtagenturen.
Die Poſtagenten können fortan nach eigenem Ermeſſen,
jedoch unter ihrer Verantwortlichkeit, einen oder mehrere
ihrer von der Poſtverwaltung zugelaſſenen ſtändigen
Ver=
treter ermächtigen, Poſteinlieferungsſcheine ſelbſtändig zu
vollziehen, ſowie in Poſteinlieferungsbüchern zu
quit=
tieren.
* Ortskrankenkaſſenwahl. Man ſchreibt uns: Am
Samstag, den 24., und Sonntag, den 25. Januar, ſind
die Verſicherten in Darmſtadt vor eine ſehr wichtige
Frage geſtellt, nämlich zu entſcheiden, wer in den nächſten
vier Jahren ihre Intereſſen in der hieſigen Allgemeinen
Ortskrankenkaſſe vertreten und über Beiträge und
Leiſtun=
gen der Kaſſe entſcheiden ſoll. Die Höhe der von den
Kaſſenmitgliedern zu leiſtenden wöchentlichen Beiträge,
das im Krankheitsfalle des Verſicherten zu beziehende:
Krankengeld, die Dauer des Krankengeldbezuges, alles)
das iſt für die Mitglieder einer Krankenkaſſe von ſehr
großer Bedeutung, weil alle dieſe Fragen die
wirtſchaft=
lichen und ſozialen Beziehungen der Kaſſenmitglieder
ganz außerordentlich beeinfluſſen. Die bevorſtehende
Wahl dürfte beſonderem Intereſſe begegnen, da die neu
in die Verſicherungspflicht einbezogenen Perſonen,
Dienſt=
boten, Hausangeſtellte, Lehrerinnen, Heimarbeiterinnen,
zum erſtenmal mitwählen. Da auch in ſonſtiger Beziehung
das neue Geſetz manche Aenderung gebracht, dürfte es im
Intereſſe der Wähler liegen, vor der Wahl über die neuen
Beſtimmungen orientiert zu ſein. Der bürgerliche
Wahl=
ausſchuß hat auf Donnerstag, den 22. Januar, eine
Wäh=
lerverſammlung einberufen, in welcher dieſe
Beſtimmun=
gen ausgiebig zur Erörterung gelangen werden. Näheres
ſiehe Anzeige.
* 5. Ziel Gemeindeſteuer. Wir machen unſere Leſsk
wiederholt darauf aufmerkſam, daß das 5. Ziel der
Ge=
meindeſteuer für 1913 bis Ende laufenden Monats an die
Stadtkaſſe zu zahlen iſt.
O. Am Geburtstag Sr. Majeſtät des Kaiſers ſind die
Poſtſchalter bei dem Poſtamt 1 (Rheinſtraße) und
beim Poſtamt 2 (Bahnhof) von 8—9 Uhr vormittags und
11 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags geöffnet. Die
Zweigſtellen in der Hermann= und Stiftſtraße bleiben
ge=
ſchloſſen. Die Beſtellung aller Poſtſendungen findet
ein=
mal (vormittags) und die Briefkaſtenleerung tagsüber
ſechsmal in angemeſſenen Zwiſchenräumen ſtatt.
* Ortsgewerbeverein. Man ſchreibt uns: Mit zu den
bedeutendſten Ereigniſſen des Jahres 1913, das dem
deut=
ſchen Volke die Erinnerungsfeier an den vor 100 Jahren
erfolgten Schlußakt des großen Dramas der Völkerſchlacht
brachte, die endgültig mit der Weltherrſchaft des großen
Korſen aufräumte, dürfte die Einweihung des
monumen=
talen Völkerſchlachtdenkmals und die
Internatio=
nale Baufachausſtellung in Leipzig zählen.
Ganz beſonders kam den beiden Ereigniſſen noch zu
ſtat=
ten, daß der neue Hauptbahnhof, der größte des
Konti=
nents, faſt vollendet dem Verkehr übergeben werden
konnte. Ein Vortrag wird uns die Stadt Leipzig,
die vor 100 Jahren noch 30000, heute jedoch 650000 Ein=
Wie der Schlittſchuh nach
Deutſchland Ram.
2 Wie der Name des Erfinders des Schlittſchuhes
nach Klopſtocks Wort in ſeiner berühmten Ode „Der
Eislauf” „begraben iſt in ewiger Nacht” ſo reichen
auch die Anfänge dieſes winterlichen Vergnügens in das
Dunkel der Vorgeſchichte zurück. Schon in prähiſtoriſchen
Gräbern hat man Reſte von Schlittſchuhen aus Knochen
und Holz gefunden, und wie die primitiven Menſchen der
Etszeit ſchwebten auch Götter und Helden der
altgerma=
niſchen Vergangenheit auf „Eisſchuhen” über die weiten
Sweißen Flächen. Der „Schrittſchuh” — ſo lautet die
ur=
ſprüngliche althochdeutſche Form — war eben in den
kal=
ten Ländern des Nordens ein notwendiges
Fortbewe=
gungsmittel, und ſo haben ihn auch ſchon die Deutſchen
des Mittelalters, wie wir aus ſpärlichen Erwähnungen
wiſſen, hie und da benützt. Das eigentliche
Schlittſchuh=
fahren uls Sport aber kam bei uns erſt im 18.
Jahrhun=
dert auf, und zwar bot das fröhliche Holland des 17.
Jahrhunderts das Vorbild, von wo aus der Schlittſchuh
auch in England unter Karl II. eingeführt worden war.
„Die Holländer liebe ich vor allen,” ſchreibt einmal
Klov=
ſtock, „weil ſie ihre Tyrannen verjagt haben und die beſten
Eisläufer ſind, von denen wir dieſe Kunſt gelernt haben.”
Wie ſich der Eislauf in Deutſchland einbürgerte und
wie er zu einem wichtigen Element des Winterſports und
der Winterfreude wurde, das wird in einem Aufſatz der
Zeitſchrift Deutſchland ausführlich dargeſtellt.
Ausgelaſ=
ſenes Wintertreiben iſt ſtets die Luſt der Jugend geweſen,
und ſie hat dem Schlittſchuhlauf ſchon gehuldigt, lange
bepor er Mode wurde. Der Dichter Bodmer lief als
Knabe ſchon um 1715 auf Eisſchuhen über den Jüricher
See und Brockes erwähnt, wohl zum erſtenmal in
deut=
ſcher Dichtung den Schlittſchuhlauf. Geſtrenge Behörden
und eifrige Schullenher duldeten aber ſolch kindliches
Ver=
grügen nicht. Immer wieder begegnen wir harten
Ver=
boten, die der Jugend unterſagen, aufs Eis zu gehen oder
ſich zu ſchneeballen. Die Mansfelder Schulordnung von
1580 z. B. verbietet bei hoher Strafe „jenes unnatürliche,
geradezu närriſche Hin= und Herlaufen auf Eisflächen”
In einem „Patent” des Herzogs Ernſt von Gotha iſt
ſelbſt das Schlittenfahren nur auf Grund eines
beſonde=
ren Erlaubnisſcheines geſtattet. Noch 1785 erließ der
Kur=
fürſt von Trier ein Verbot, aufs Eis zu gehen. Wie
un=
bekannt der „Schritt=Schuh” in Deutſchland noch im erſten
Viertel des 18. Jahrhunderts war, geht aus den Angaben
im Lexikon des Amaranthes hervor, das ein ſo
leben=
diges Bild aller geſellſchaftlichen Vergnügungen jener
Zeit bietet. Hier wird nur berichtet, daß man ſich in
Holland „Schrittſchuhe an die Füße anbindet und darmit
über das Eis zu Luſt und Zeitvertreib zu fahren pfleget”
Die erſte Verherrlichung des Schlittſchuhes als eines
nännlichen Sports finden wir in einer Ode Ramlers
der 1744 ſingt: „Dann ſchwimmt der Jüngling nicht mehr
durch reißende Fluten, / Dann ſchweift er auf hartem
Waſſer laut jauchzend umher, * Die Füße beſchuhet mit
dem Stahl, und überwindet den Reiter, / Der am Geſtade
den Wettlauf waget!‟ Den Schlittſchuh recht eigentlich
nach Deutſchland gebracht hat aber erſt Klopſtock, der
ſich für die bei Holländern und Schweizern beobachtete
prächtige Leibesübung in Lied und Tat begeiſterte. Der
Eislauf erſchien ihm als die geſündeſte und zugleich
poe=
tiſchſte Bewegung. Alle Bahnen und Bähnlein wußte er
im Winter aufzuſpüren und liebte ſie nach der Ordnung,
wie ſie früher oder ſpäter zufroren. Alle Fineſſen der
neuen Kunſt hatte er durchprobiert und fuhr nur auf „
nied=
rigen, breiten, flachgeſchliffenen Stählen mit langen
Schnä=
beln” wie ſie in Holland üblich waren; ſolche empfahl er
z. B. dem jungen Goethe als die einzig brauchbaren und
warnte ihn vor den „hohen, hohlgeſchliffenen”. „Es gibt
für mich gar keine Leibesbewegung, die meiner
Geſund=
heit ſo vorteilhaft iſt, als dieſe”, ſchreibt er an ſeinen
öſter=
reichiſchen Verehrer Denis; ja er pries den Eislauf, weil
er ihm dichteriſche Gedanken eingäbe und ſeine Poeſie
be=
flügele. Für den ſo oft leidenden Stubenhocker Gleim
weiß er ein treffliches Rezept: „Es iſt doch ewig ſchade,
liebſter Gleim, daß Sie, wenn Sie kränkeln, ſich nicht durch
Schlittſchuhlaufen kurieren können. Es iſt eine von den
beſten Kuren; Ricipe, drei helle Stunden des Vormittags,
zwei des Nachmittags, gute Geſellſchaft! Viel Frühſtück.
Item ein wenig Nordwind zum Trunke bei der Arznei.
Treib dieſes acht Tage hintereinander! Probatum est!“
Ueberallhin brachte er als ein eifriger Apoſtel die frohe
Botſchaft von dem „Tanz auf dem Waſſerkothurn”. „
Eis=
lauf predigt er mit der Salbung eines Heidenbekehrers
und nicht ohne Wunder zu wirken”, ſo erzählt Sturz
von ihm.
Wirklich ſind denn auch die Männer und Jünglinge,
die dann die Mode des Schlittſchuhlaufens über ganz
Deutſchland verbreiteten, alle Klopſtocks Jünger, unter
ihnen auch Goethe. Er hat in Dichtung und Wahrheit
erzählt, wie er durch Klopſtocks Oden für die „Bahn des
Kriſtalls” gewonnen wurde, und bald war er einer der
verwegenſten und prächtigſten Läufer, der in Frankfurt
und Darmſtadt, in Wetzlar und Weimar den „
Eis=
lauf=Taumel” wie es Herder nennt, entfeſſelte. In
Weimar nahm dann der Hof den Sport mit Eifer auf und
führte ihn ſo gleichſam in die höchſten Kreiſe ein. Nicht
nur hier, ſondern auch in vielen anderen Reſidenzſtädten
wurde „die Schlittſchuhbahn der Verſammlungsort der
guten Geſellſchaft” Zugleich erlöſten nun die
fortgeſchrit=
tenen Pädagogen den Eislauf von dem Fluch des
Unge=
ſunden und Tadelnswerten, der auf ihm gelaſtet. Sie
forderten vielmehr ſeine Uebung als ein treffliches Mittel
geſunder Erziehung. Die „Philantropiniſten” weiſen
nachdrücklich auf den Schlittſchuhlauf hin; Vieth hielt 1788
eine ganze „Vorleſung über den Wert des
Schlittſchuh=
laufens” und der eigentliche Lehrer der deutſchen Jugend
im Eisſport wurde der „Erzväter der Turnkunſt”, Guts=
Muths, der den Eislauf eine Bewegung nannte, „die alles
übertrifft, was Bewegung heißt.” Jahn ſchloß ſich ihm an
und zählt den Schlittſchuhlauf in ſeinem weithin
wirken=
den „Deutſchen Volkstum” unter den körperlichen
Bewe=
gungen auf, die jeder betreiben müßte. So war denn
gegen Ende des 18. Jahrhunderts der Schlittſchuh in
Deutſchland völlig heimiſch geworden. Groß und Klein,
Hoch und Niedrig lief auf dem Eis, und beſonders die
Ju=
gend widmete ſich mit Leidenſchaft dem Sport, deſſen
ge=
ſunde Körperſtählung dazu beigetragen hat, die kräftige
Generation der Freiheitskriege heranzuziehen,
Nummer 21.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Seite 3.
wohner zählt, vor Augen führen. Den neuen Bahnhof,
ſer mit einem Koſtenaufwand von faſt 120 Millionen
Nark erbaut wurde, das alte und neue Rathaus, das
ſteichsgerichtsgebäude, kurz alle die gewaltigen
Bau=
werke, die ſchönen Denkmäler, die prachtvollen Anlagen,
die neue ruſſiſche Kapelle, das neue Krematorium und
s alles überragende Völkerſchlachtdenkmal, an deſſen
Fuß ſich das Baugelände anſchließt, und die
Baufach=
ausſtellung ſelbſt werden uns die Bilder zeigen und
er=
laren. Die hervorragendſten Männer und
Körperſchaf=
ſen auf den Gebieten der Kunſt und Wiſſenſchaft hatten
ſich zur Verfügung geſtellt, um mit zu dem Gelingen des
gewaltigen Unternehmens beizutragen; die
hervorragend=
lten Firmen der deutſchen Bauinduſtrie hatten ſich hier
uuſammengefunden, wie ſie wohl kaum wieder
zuſammen=
ommen werden. Auch hier wird uns der Vortrag Bericht
mſtatten und in Wort und Bild von manch Schönem und
Fitereſſantem erzählen. Die Mitglieder und
Angehöri=
en mögen es nicht verſäumen, dem Vortrage
beizuwoh=
n. Gäſte willkommen. Beſonders erwähnt ſei noch,
daß mit Rückſicht auf die Fülle des Materials ein
pünkt=
llicher Anfang des Vortrages unbedingt notwendig iſt
ſund deshalb ein frühzeitiges Erſcheinen geraten ſein
pürfte. (Näheres ſiehe in den Anzeigen.)
* Muſikverein. Der Muſikverein ladet die
Mitwir=
lenden des Winterfeſtes, ſowie die inaktiven Mitglieder
mit eingeführten Gäſten zu einer Zuſammenkunft mit
Lanz für Sonntag, den 25. Januar, abends 7 Uhr, ins
Haus, Steinſtraße, ein. Es wird beſonders gewünſcht,
daß die Mitwirkenden im Koſtüm des Feſtabends
er=
ſcheinen. (Siehe Anz.)
* Nationalliberale Partei Darmſtadt. Die für heute,
Mittwoch, abends 8½ Uhr, in den „Kaiſerſaal”
einge=
ladene Verſammlung verſpricht durch die Behandlung
altueller Fragen der Reichs= und bundesſtaatlichen Politik
ſihr intereſſant zu werden. Der Referent, Herr
Referen=
dar Eduard Dingeldey, hat ſich in den politiſchen Kreiſen
Darmſtadts durch ſeine gehaltvollen Ausführungen auf
verſchiedenen politiſchen Gebieten hohes Anſehen
erwor=
ben und wird auch ſicherlich den ihm gegebenen
Gegen=
ſtand in ausgezeichneter Weiſe behandeln. Zudem ſind
gerade die finanziellen Fragen durch die Beſprechung im
preußiſchen Abgeordneten= und Herrenhaus wieder in den
Pordergrund getreten, und man kann der Behandlung mit
Intereſſe entgegenſehen. Die Verſammlung iſt öffentlich
und iſt jedermann, auch Damen, herzlich willkommen.
* Zu dem Konzert Werner S. von Siemens mit der
Großh. Hoſkapelle, das am Freitag ſtattfindet, haben,
glleichwie die in Frage kommenden Vereine, auch die
Abonnenten der Hofmuſikkonzerte
Preisermäßig=
un g.
* Proteſtverſammlung. Am Freitag, den 23.
Ja=
nuar, abends 8¾ Uhr, veranſtalten die Kaufmänniſchen
Verbände im Kaiſerſaal eine Verſammlung, welche ſich
mrit dem Geſetzentwurf der reichsgeſetzlichen Regelung der
Eonntegsruhe beſchäftigen wird. Die Verbände erheben
ernmütig Proteſt gegen den Entwurf, denn wird dieſer
Geſetz, ſo tritt die völlige Sonntagsruhe in Darmſtadt
eußer Kraft. Für den leider verhinderten
Reichstags=
ebgeordneten Marquart wird Herr Fecht=Frankfurt a. M.,
Geſchäftsführer des 58er Vereins, ſprechen. Weiter ſind
alls Redner die Herren Stadtverordneter Dr. Noellner
und Pfarrer Lic. D. Waitz gewonnen. Alle
Geſchäfts=
imhaber, Angeſtellte, Käuſer und ſonſtige Intereſſenten
ſind zu dieſer Verſammlung freundlichſt eingeladen.
* Schneewanderung. Der Gabelsberger
Stenogra=
ſhhen=Verein 1861 veranſtaltet am kommenden Sonntag,
den 25. Januar, eine Schneewanderung nach dem
Fels=
berg. Die Wanderung geht über Eberſtadt, Oberbeerbach
feäch dem Felsberg, daſelbſt Mittagsraſt. Die Heimkehr
rfolgt von der Bergſtraße aus.
* Orpheum. „Nu ſchlägt’s 13!!!”, die neue
Geſangs=
noſſe des Max=Walden=Enſembles geht heute Mittwoch
bend erſtmalig in Szene und wird in den Hauptrollen
eine glänzende Beſetzung erfahren. Auch der Modetanz,
her Tango, ausgeführt von Reſi Krizek und Heinz
Oeler=
ling, ſowie als Finale des zweiten Aktes durch das ganze
Enſemble, iſt vertreten. Den Mittelpunkt der Handlung
fildet natürlich Max Walden als Korſettfabrikant Anton
annemann, der bei jeder paſſenden und unpaſſenden
Gelegenheit die ſchöne Redensart, die den Titel hergeben
mußte, anwendet und dabei ſtets einen Heiterkeitsſturm
beraufbeſchwört. Den Gipfel der Komik erklimmt der
be=
liebte Künſtler indeſſen im zweiten Akt als Tangotänzer.
Als beſondere Originalität ſei hervorgehoben, daß an
wei Stellen auch in überaus launiger Weiſe das Spiel
nitten ins Publikum hineingetragen wird — ähnlich wie
im „Parkettſitz Nr. 10‟ — wodurch die animierte
Stim=
mung eine erhebliche Steigerung erfährt. (Siehe Anz.)
* Kaffeekonzert mit Tango=Reunion im Hotel Heß.
Morgen nachmittag 4 Uhr findet der zweite Five=o’elock=
Tee im Hotel Heß ſtatt. Wie bekannt, wird dieſe
Ver=
anſtaltung in den Parterrelokalitäten ſtattfinden, da die
großen Feſtſäle ſich als zu klein erwieſen haben. Da der
Beſuch wieder ſehr groß werden wird, iſt das frühzeitige
Belegen von Tiſchen zu empfehlen.
* Auf der Eisbahn am Oberwaldhaus findet
Mittwoch Konzert ſtatt (Näheres ſ. Anz.)
§ Unfälle. Beim Schlittſchuhlaufen auf dem Woog
hat am Montag nachmittag kurz nach 4 Uhr ein 11 Jahre
alter Schüler das rechte Bein gebrochen. Der Junge
wurde durch die Sanitätswache alsbald mittels
Kranken=
automobils nach dem Städtiſchen Krankenhauſe gebracht.
— An demſelben Nachmittag kurz nach 5 Uhr hat
eben=
falls beim Schlittſchuhlaufen auf dem Woog ein 13 Jahre
alter Schüler den linken Arm gebrochen. Nach Anlegung
eines Notverbandes hat ſich der Junge in ſeine Wohnung
begeben.
§ Feſtgenommen. Ein 45 Jahre alter Taglöhner von
hier iſt geſtern wegen Diebſtahls feſtgenommen worden.
Unzuläſſiger Zuſatz eines Konſervierungsmittels
zum Pflaumenmus.
(Urteil des Reichsgerichts vom 19. Januar 1914.)
Nachdrug verpoten
sk. Nachdem ein früher ergangenes Urteil vom
Reichsgericht aufgehoben worden war, hat das
Land=
gericht Darmſtadt am 8. Oktober 1913 wegen
Beihilfe zur Nahrungsmittelfälſchung (Vergehen
gegen § 49 Strafgeſetzbuch, § 10, 1 und 2 des
Reichsnahrungsmittelgeſetzes) den Kaufmann Paul
Auguſt Hirſch zu 20 Mark Geldſtrafe verurteilt. Hirſch
ſtand nach dem Ausſcheiden des früheren Geſchäftsleiters
Rößler als Geſchäftsführer im Dienſte der chemiſchen
Fa=
brik Dr. Hoffmann, G. m. b. H., die u. a. auch ein
Kon=
ſervierungsmittel „Bazidolin” aus Benzolſäure und
Sulfiten beſtehend, vertreibt. Vom 16. März 1911 an
verſchickte Hirſch zahlreiche Proſpekte dieſes Präparats an
Konſervenfabriken, ſo auch an die Firma L. in
Frank=
furt a. M., die darauf eine größere Beſtellung machte.
Das Konſervierungsmittel wurde zu Pflaumenmus
hin=
zugeſetzt, und zwar in Doſen von 150 Gramm auf 100
Kilogramm, zu dem Zweck, die Gärung des
Pflaumen=
muſes im Sommer zu verhüten. Der Verkauf erfolgte
ohne Deklaration des Zuſatzes, obwohl dieſer in der
Kon=
ſerveninduſtrie nicht üblich war und ſich geeignet erwies,
dem Pflaumenmus das Ausſehen einer beſſeren Sorte zu
verleihen. Das Publikum ließ ſich auch ſoweit täuſchen,
daß es die längere Haltbarkeit des L.ſchen Pflaumenmuſes
nicht auf den unzuläſſigen Zuſatz, ſondern auf eine durch
ein ſorgfältiges Herſtellungsverfahren erzielte beſſere
Qualität zurückführte. Der Leiter der Firma L. hatte
ſomit Pflaumenmus, ein Nahrungsmittel, durch Zuſatz
von Bazidolin wiſſentlich verfälſcht und das verfälſchte
Produkt in den Verkehr gebracht. Hirſch hatte ihm
hier=
zu Beiſtand geleiſtet, da er das Konſervierungsmittel
lie=
ferte, obwohl er Verwendungszweck und Wirkung
des=
ſelben kannte und in einem Briefe ſelber zugeſtand daß
ein derartiges Konſervierungsmittel bei der Zubereitung
des Pflaumenmuſes unter ſpäterer Verſchweigung beim
Verkauf als auf Täuſchung des Publikums berechnet,
ver=
boten ſei. Die Handlungsweiſe Hirſchs erfüllte ſomit den
ſtrafrechtlichen Tatbeſtand der Beihilfe. Hirſchs Reviſion,
die eine angebliche Verletzung der Prozeßnormen rügte
und geltend machte, daß es am Nachweis der
Fälſchungs=
abſicht fehle, daß ferner das Mittel nur die Verhütung
einer Qualitätsminderung infolge Fäulnis bezweckt habe,
hat entſprechend dem Antrage des Reichsanwalts der
1. Strafſenat des Reichsgerichts als
unbegrün=
det verworfen.
Strafkammer II.
g. Der Fuhrmann Krug und ſeine Ehefrau hatten
an den Möbelhändler Deines Möbel verkauft die auf
Abzahlung gekauft und noch nicht ganz bezahlt waren.
Als die Sachen in das Geſchäftslokal des D. gebracht
wur=
den, ging die Schwiegermutter des Krug, die Witwe Roth,
vorbei und bemerkte zu ihrer Begleiterin, dieſe Möbel
ge=
hörten ihrer Stieftochter, und ſie hätten die Sachen
weiter=
verkauft, ohne ſie bezahlt zu haben. Dieſe Aeußerung
hörte Deines. Die Witwe Roth, die mit ihrer Stieftochter
nicht gut ſtand, erſtattete Anzeige wegen Unterſchlagung.
Das Schöffengericht verurteilte den Angeklagten Krug zu
6 Wochen, die Ehefrau Krug zu 3 Wochen, die Witwe Roth
zu 2 Tagen und den Angeklagten D. zu 2 Wochen
Gefäng=
nis. Letzere beiden legten Berufung gegen ihre
Ver=
urteilung ein. Das Gericht erkannte auf Freiſprechung,
da bei der Witwe eine ausreichende Aufklärung nicht mehr
zu ſchaffen war und dem Angeklagten D. Glauben
ge=
ſchenkt werden mußte, daß er die Sachen bereits
weiter=
verkauft hatte.
Der Bauanſchläger Auguſt Hellene von hier war
vom Schöffengericht wegen Nötigung und Beleidigung
zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Die Sektion
der Bauanſchläger des Holzarbeiterverbandes hatte im
letzten Sommer eine Verſammlung, in der der Angeklagte
und der nichtorganiſierte Anſchläger H. erſchienen war.
Nach der Verſammlung wurde in einem andern Lokal
von einem Kollegen ein kleines Gelage gegeben, bei dem
ſich der Angeklagte gütlich tat. Er fing ſchließlich mit H.
Streit an, er ſolle in den Verband gehen, ſonſt würde er
kalt geſtellt und beleidigte ihn durch Schimpfworte. Der
Verurteilte legte Berufung gegen ſeine Verurteilung ein.
Er ſei betrunken geweſen, nur ſo ſei es zu erklären, daß
er den H. zum Beitritt zum Verbande aufforderte, denn es
ſei beſchloſſen worden, den H. nicht aufzunehmen. Das
Gericht kann eine Nötigung im Sinne des § 251 der
Ge=
werbeordnung nicht als erwieſen anſehen, und verwarf
die Berufung der Staatsanwaltſchaft. Es erkannte gegen
den Angeklagten wegen der öffentlichen Beleidigung auf
die gleiche Strafe von 10 Tagen. Es hätte auf eine
ge=
ringere Geldſtrafe erkennen können, wenn nicht der
An=
geklagte nach der Schöffengerichtsverhandlung den H.
einen ſcheppen Hund genannt hätte und auch angeſichts der
Vorſtrafen wegen Beleidigung konnte die Strafe nicht
herabgeſetzt werden.
Der 38jährige Schneider Peter Hepp von Dieburg
hat trotz ſeiner Jugend bereits zweimal Zuchthausſtrafen
von 10 Jahren 10 Monaten und 5 Jahren, alſo beinahe
16 Jahre Zuchthaus verbüßt. Er wurde am 8. Februar
1913 aus dem Zuchthaus Marienſchloß entlaſſen und fand
nach ſeiner Ausſage trotz lebhafter Bemühungen keine
Arbeit. In der Nacht vom 16. auf 17. Oktober hat er nun
in Dieburg in zwei Fällen Wäſche im Werte von 60 und
40 Mark geſtohlen. In einem dritten Falle hatte er
einem Leutnant in Babenhauſen drei wertvolle
Pferde=
decken geſtohlen. Als er dieſe in Frankfurt verſetzen
wollte, wurde er feſtgenommen. Die Strafkammer
ver=
urteilte den Angeklagten zu 1 Jahr 3 Monaten
Zuchthaus abzüglich 1 Monat der Unterſuchungshaft.
Der 26jährige Maurer Mathias Schmidt von
Ar=
negg, der erſt im September 1913 nach Verbüßung einer
Zuchthausſtrafe von 1 Jahr 3 Monaten entlaſſen wurde,
kam am 7. Dezember mittellos nach Darmſtadt. Er
be=
trat ein Haus in der Frankfurter Straße, um zu betteln.
Als ſich auf ſein Klingeln niemand meldete, ging er in die
offenſtehende Wohnung, nahm von zwei auf dem Tiſch
liegenden Uhren die größere, ferner aus einer
verſchloſſe=
nen Schublade einen Ring und ein Taſchentuch und
ver=
ſchwand. Er wurde jedoch gleich darauf noch auf der
Straße erwiſcht. Er iſt geſtändig und wird wegen
Rück=
fallsdiebſtahls zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis
verurteilt.
Zur Regulierung der Nahe
werden im Hauptvoranſchlag des heſſiſchen
Finanz=
miniſters angefordert 23300 Mark. Für die Ausführung
der Regulierung der Nahe von Kreuznach bis Bingen
ſtanden an Mitteln im ganzen zur Verfügung 452 400
Mark, wovon 240080 Mark auf Preußen und 212320 Mark
auf Heſſen entfielen. Es waren vorgeſehen: für 1907:
43 182 Mark, für 1908: 43 182 Mark, für 1909: 43 183 Mark,
für 1911: 12000 Mark, zuſammen 141547 Mark. Die
be=
teiligten heſſiſchen Gemeinden hatten zu erſetzen: 70773
Mark; insgeſamt 212320 Mark. Die wirklichen Koſten
werden vorausſichtlich rund 533000 Mark betragen, wovon
Preußen 285800 Mark und Heſſen 247 200 Mark zu
tragen hat. Von dem Mehraufwand von 80600 Mark
entfallen auf die preußiſche Strecke 45600 Mark und auf
die heſſiſche Strecke 35000 Mark. Die
Ueber=
ſchreitung iſt hauptſächlich begründet durch Koſten für
Rodungsarbeiten im Vorgelände und auf den
Abtrags=
flächen, wofür ſeinerzeit im Voranſchlag Mittel nur
des=
wegen nicht vorgeſehen waren, weil die Beſeitigung
der=
artiger, die Vorflut beeinträchtigenden Hemmniſſe nach
Feuilleton.
(2 Hinter den Kuliſſen des Louvre. Wohl die
wenig=
ſdoen Muſeumsbeſucher, die in Betrachtung verſunken durch
die ſauberen und wohlgeordneten Säle der großen
Kunſt=
ſammlungen und Galerien wandern, werden ſich eine
Vor=
ſpellung davon machen, welch gewaltiger und
weitverzweig=
ter Betrieb dazu gehört, ein großes Muſeum inſtand zu
halten. Nicht immer herrſcht in den der Kunſt geweihten
Räumen jene feierliche Stille, die den Beſucher empfängt,
Ehe die Pforten ſich dem Publikum öffnen, erfüllt Tag um
Tag der Lärm und das Getriebe der Arbeit die langen
Reihen von Sälen und Korridoren, und ſelbſt zur
Nacht=
ſtunde ſtirbt das Leben nicht völlig aus; dumpf hallt der
Schritt der Wächter durch die im Dunkel ſchlummernden
Räume. Ein Aufſatz der „Lectures pour tous” gewährt
einen feſſelnden Einblick in dieſen weitverzweigten
Orga=
mismus, der ſich hinter den Kuliſſen des Pariſer Louvre=
Muſeums den Blicken des Publikums entzieht. Während
wer Nacht herrſcht gleichſam Belagerungszuſtand; Feuer,
Diebe und Einbrecher ſind die Feinde, gegen die man auf
ſoer Hut ſein muß. Den Browning=Revolver im Gürtel,
ſoie kleine Blendlaterne in der Hand, machen die
Nacht=
wächter ihre Rondengänge, von Hunden begleitet; der
Loupre unterhält zwei eigene Polizeihunde, die Nacht um
Macht durch die Säle ſtreifen und nach Eindringlingen
ſpü=
iren. Jeder Rondengang iſt ein hübſcher Marſch, muß der
Wächter doch treppauf, treppab eine Strecke von nicht
wveniger als 6 Kilometer abſchreiten, und in jedem Saal
vie Stechuhr bedienen, die am Morgen kontrolliert wird
und genau aufzeigt, ob der Wächter auch alle Säle beſuchte
rind wie oft das geſchah. Die koſtbarſten Kunſtwerke er=
Halten vielfach für die Nacht einen beſonderen Verſchluß;
ſo bringt nach Schluß der Beſuchsſtunden ein ſinnreicher
Mechanismus die ausgelegten Krondiamanten, die einen
Juwelenwert von gegen 40 Millionen darſtellen, in einen
diebesſicheren Stahlſchrank; und auch die Venus von
Milo hat ihre eigene Schlafkammer: ein eiſerner
Vorhang ſteigt aus dem Erdboden empor und verhüllt
bis zur Morgenſtunde das Marmorbild der Göttin. Um
7 Uhr morgens aber wird die Stille jäh durch Lärm
ab=
gelöſt: eine ganze Armee von Aufſehern und Wärtern
er=
gießt ſich über alle Säle, und die Reinigung beginnt. Rund
150 Mann ſind dann mit Beſen, Staubwedeln und Par=
kettreinigern an der Arbeit; denn Tag um Tag muß das
Parkett der Säle zu neuem Glanze erſtehen.
Zahlen werden am beſten illuſtrieren, wieviel der
Louvre zu ſeiner Toilette braucht, ehe er ſeine Pforten den
Gäſten öffnet. Allein für Wachs werden jährlich über 1400
Francs ausgegeben, für rund 600 Pfund Wachs; damit
beim Fegen und Bohnern der Staub nicht aufwirbele,
ſtreuen die Wärter Sägeſpäne: und an Sägeſpänen
ver=
ſchlingt der Loupre im Jahre nicht weniger als 600
Hekto=
liter. Am größten aber iſt doch die Kohlenrechnung; hier
beläuft ſich die Jahresrechnung auf eine ſtattliche
ſechs=
ſtellige Summe; umfaßt der Verbrauch doch gegen 200
Ku=
bikmeter Holz, etwa 450000 Kilogramm Steinkohlen,
450000 Kilogramm Anthrazit und gegen 400 Hektoliter
Koks. Das Wärterperſonal erreicht faſt eine kriegsſtarke
Kompagnie, die einen Chef, drei Unterchefs, 27
Oberauf=
ſeher und 148 Aufſeher zählt. Dazu treten dann noch die
Arbeiter des Louvre, denn das Muſeum hat natürlich
eigene Werkſtätten, ja beinahe eine eigene Induſtrie. Die
Zahl der Gipsabgüſſe, die alljährlich hergeſtellt und
ver=
kauft werden, beläuft ſich auf viele Tauſende; daneben
arbeitet die Druckerei, die Kunſtblätter und
Reproduktio=
nen nach den großen Meiſterwerken herſtellt; in der
Mar=
morwerkſtatt ſind fünf Arbeiter tätig, vorwiegend an
Re=
paraturen; eine keramiſche Reparaturwerkſtatt fehlt nicht,
und dazu treten noch die großen Tiſchlerwerkſtätten und
die Einrahmungsateliers, ſo daß ſich hinter dem
Kunſt=
muſeum eine ganze Induſtrie und Betriebsorganiſation
verbirgt, von deren Wirken der Laie faſt nie etwas erfährt.
* Eine koſtbare Porzellanſammlung. Die Sammlung
altchineſiſchen Porzellans von Henry Sampſon, die
her=
vorragendſte Privatſammlung dieſer Art in Amerika, iſt
von dem Londoner Händler Edgar Correr erworben
wor=
den. Der Preis iſt nicht bekannt geworden, doch wird
der Wert der Sammlung auf 4 400000 Mark
berech=
net. Die Sammlung enthält 943 ausgewählte Stücke,
unter denen ein großer Becher allein 400000 Mark wert
iſt. Zu den ſeltenſten Arbeiten gehören auch die
zahlrei=
chen Exemplare, die die ſogen. „Ochſenblut”=Färbung
auf=
weiſen, eine Reihe von pfirſichblütenfarbenen Käſtchen,
mehrere Gruppen weißer und blauer Porzellane und ein
ſeltenes Erzeugnis der Hung=Periode aus dem 10.
Jahr=
hundert. Die Sammlung kommt nun nach Europa.
* Blaue Katzen. Seit vielen Jahren bemühen ſich
die engliſchen Katzenzüchter und Katzenzüchterinnen, die
namentlich in der hohen Geſellſchaft ſehr zahlreich
vertre=
ten ſind, die rein blaue Katze zu züchten, und das ſcheint
ihnen jetzt gelungen zu ſein: bei der großen
Katzenaus=
ſtellung, die dieſer Tage in der Londoner Horticultural
Hall eröffnet wurde, haben verſchiedene bunte Katzen
Preiſe davongetragen, und darunter waren auch rein
blaue, die weder gefärbt waren noch das leiſeſte Abzeichen
anderer Färbung aufwieſen. Eine Frau Simpſon
ver=
fiel vor dreißig Jahren darauf, blaue Katzen zu züchten;
dieſen Farbenton des Felles glaubte ſie durch Kreuzung
von ſchwarzen Katzen mit weißen erzielen zu können, und
dieſe Annahme hat ſie nicht getäuſcht: die erſten Miſchlinge
waren zwar meiſtens geſcheckt, aber im Laufe vieler
Ge=
nerationen von Katzen wurden die Schecken ausgemerzt,
und der Stamm blauer Katzen iſt heute ſo „blaublütig”,
wie man vielleicht ſagen könnte, daß blaue Katzen
regel=
mäßig blaue Katzen zur Welt bringen und Rückſchläge
von Schecken ſelten ſind. Die Farbenreihe bunter Katzen
iſt alſo endgültig um ein weiteres Glied bereichert
wor=
den, und die letzte Londoner Katzenausſtellung war die
erſte, die neben rauchfarbenen, ſilberfarbigen und roten
Katzen rein blaue aufwies. — Die Meldung kommt
aus=
nahmsweiſe nicht aus Amerika.
** Gedanken von Carmen Sylva über die Frau
wer=
den in den Annales mitgeteilt: „Die Frau muß ſich der
Liebe unterwerfen, leiden um ihrer Kinder willen, Eure
Sorgen teilen, Euren Haushalt führen, muß freundlich
und liebenswürdig ſein trotz aller häuslichen Mühen. Wie
könnt Ihr da von ihrer Schwäche ſprechen? — Eine Frau
wird um einer Handlung willen geſteinigt, die ein
hoch=
anſtändiger Mann ungeſtraft begehen darf. — Verachtet
einen Mann der ſich den Anſchein gibt, als zweifle er an
Eurem häuslichen Glück. — Es gibt Frauen, die
majeſtä=
tiſch geſchmückt ſind wie der Schwan. Verletzt ſie: Ihr
werdet ſehen, wie ſich ihre Federn einen Augenblick
ſträu=
ben; dann werden ſie ſich ſchweigend umwenden, um in
die Mitte der Wellen zu flüchten.
* Ein „Dichterchef‟. Ein Frankfurter Blatt bringt
die Nachricht, daß am Montag „der Seniorchef der
nord=
deutſchen Dichter, Heinrich Zeiſe, im Alter von 92 Jahren
geſtorben iſt” Welche Funktionen einem Dichterchef
ob=
liegen, möchte man gerne erfahren.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Nummer 21.
Artikel 106 des Geſetzes die Bäche und die nicht ſtändig
fließenden Gewäſſer betreffend, vom 30. September 1899
den Uferanliegern obliegt. Die Beſeitigung dieſer
Hemmniſſe mußte jedoch zu Laſten des
Naheregulierungs=
fonds erfolgen, da alle diesbezüglichen Aufforderungen der
Verwaltungsbehörden an die Uferanlieger erfolglos
blie=
ben und gegen letztere auch um deswillen nicht mit
Zwangsmaßregeln vorgegangen werden konnte, weil dieſe
Anpflanzungen auf Anordnung und mit Unterſtützung der
Verwaltungsbehörden zum Schutze der Vorlandsflächen
durch die Uferbeſitzer ſelbſt in der Mitte des vorigen
Jahr=
hunderts angelegt worden waren. Weiter wurden noch
Mehrkoſten dadurch erforderlich, daß an einzelnen
Bau=
ſtellen erheblich mehr Material notwendig war, als zurzeit
der Aufſtellung des Projekts vorgeſehen worden iſt, weil
ſich das Flußbett in der Zeit zwiſchen Aufnahme und
Bau=
ausführung an jenen Stellen weſentlich verändert hatte.
Abgebote, die einen Teil dieſer Ueberſchreitungen hätten
decken können, waren nicht erzielt worden. Durch den
Mehraufwand an Baukoſten erhöhte ſich naturgemäß auch
der Aufwand für Vorarbeiten und Bauleitungskoſten. —
Zu dem auf die heſſiſche Strecke entfallenden Mehrbetrag
von 35000 Mark haben die beteiligten
heſſi=
ſchen Gemeinden ein Drittel zu erſetzen mit
11667 Mark; es verbleiben daher für die Staatskaſſe
23 333 Mark, die, abgerundet mit 23300 Mark, gefordert
werden.
St.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Hermann W. von Waltershauſen, der
Komponiſt des „Oberſt Chabert” iſt mit einer neuen Oper
beſchäftigt, die Anfang nächſter Saiſon den deutſchen
Bühnen zugehen wird. Bei dem am Donnerstag
den 22. Januar, im Saalbau ſtattfindenden Konzert
Kammerſängerin Hedy Jracema=Brügelmann,
Werner F. von Siemens unter gütiger Mitwirkung
des Großh. Hoforcheſters Darmſtadt werden die acht
Orcheſtergeſänge zum erſtenmale geſchloſſen zur
Auffüh=
rung gebracht. Der Komponiſt iſt bereits in Darmſtadt
eingetroffen und wird der Erſtaufführung in Darmſtadt
verſönlich beiwohnen. — Vorverkauf der Karten bei
Hof=
muſikalienhandlung Gg. Thies Nachf., Leopold Schutter.
* Union=Theater (Kunſtlichtſpiele Rheinſtr. 6.)
Das Kino ſoll nicht nur der Unterhaltung dienen, ſondern
es kann verlangt werden, daß auch Films belehrenden
In=
halts gezeigt werden. Dieſer Forderung wird die
Lei=
tung des Union=Theaters gerecht, wenn man ſich von den
Naturaufnahmen die herrlichen Bilder vom Fluß Grand
Morin beſieht. Doch darf auch nicht vergeſſen werden, daß
das Lichtſpieltheater genau ſo wie das reguläre Theater
des Vergnügens halber aufgeſucht wird, und Vergnügen
wird diesmal im Union=Theater bereitet mit der Neuheit
„Tango=Zauber” einer prächtigen Komödie zum
Tot=
lachen. In zwei Akten wird gezeigt, wie eine reſolute
Frau ihren Gatten, der dem Tango=Zauber erlegen iſt,
heimlicherweiſe ins Ballokal folgt, ohne daß er es merkt
und dort den ganzen Abend mit ihm Tango tanzt,
eben=
falls ohne daß er ahnt ſeine Frau in den Armen zu
haben. Bis dann natürlich am Schluß die Entdeckung
kommt. Die Mitwirkenden verſtehen den Tango zu tanzen
und wird das Werkchen ſehr gefallen. Ein dezentes
Drama, frei von jeder Senſation, iſt „Mut eines Weibes”
und als Speiſe für die Lachmuskeln kommen die
einzig=
artigen Humoresken „Karsline, hol den Regenſchirm”
„Der Erbhund” und „Der leckere Putenbraten” in
Be=
tracht. Das „Journal” und die Künſtlerkapelle bringen
beide das Neueſte.
* Reſidenztheater am weißen Turm. Der
Anfang Dezember im Kaiſerſaal mit ſo großem Beifall
aufgenommene Kunſtfilm „Die Herrin des Nils,
Kleo=
patra” wird auf vielſeitigen Wunſch ab geſtern bis
inklu=
ſive Freitag im Reſidenztheater gezeigt. Die Vorſtellungen
ſind ununterbrochen. Der Anfang dieſes Rieſenfilms iſt
jeweils nachmittags 6½ und 9 Uhr. „Kleopatra, die Herrin
des Nils,” iſt ein Ausſtattungsdrama, grandioſer als
Quo vadis, und von beſonderem ethnographiſchem Wert.
In der „Herrin des Nils” ſehen wir Kleopatra und Mark
Anton, ſehen den römiſchen Imperator an dem üppigen
Hof der ägyptiſchen Königin, ſehen ihn von den Reizen der
liebeglühenden Herrſcherin gefangen. Die Bilder, die auf
der Leinwand vorüberziehen, ſind oft von faſzinierender
Schönheit, manchmal aber auch die Nerven etwas
auf=
peitſchend. Rein ſchauſpieleriſch bedeutet vielleicht der Tod
Kleopatras den Höhepunkt des Dramas.
— Wixhauſen, 20. Jan. (Sanitätskolonne.)
Am Sonntag, den 25. Januar, abends, wird im Uebungs
lokal der Freiw. Sanitätskolonne Wixhauſen im
Gaſt=
haus „Zur Traube” (Bitter) ein Lichtbildervortrag über
„Das deutſche Rote Kreuz im italieniſch=türkiſchen Kriege‟
unter Ueberlaſſung der Bilderſerie vom Zentralkomitee
der deutſchen Vereine vom Roten Kreuz (Berlin), ſowie
Theateraufführung ſtattfinden. Die Veranſtaltung ſoll
dem Publikum zeigen, wie in uneigennütziger Weiſe das
deutſche Rote Kreuz ſeine Ehrenſchuld von 1870/71,
wo das Ausland 7 Millionen Mark für die
ver=
wundeten deutſchen Krieger aufbrachte, vergelte. Bei
dieſer Gelegenheit ſoll vor Augen geführt werden, daß
heute das Rote Kreuz bei dem Aufſchwung der
wirt=
ſchaftlichen Verhältniſſe mit dem Volke eng verwachſen iſt.
— Sandbach, 20. Jan. (Neues Schulhaus.)
Eine durch Großh. Kreisamt abgehaltene Sitzung des
Gemeinderats und Schulvorſtandes erkannte die
Not=
wendigkeit eines neuen zweiklaſſigen Schulhauſes an.
Die Errichtung eines Neubaues, der ein dringendes
Be=
dürfnis iſt, dürfte hiermit in greifbare Nähe gerückt ſein.
Offenbach, 20. Jan. (Mißbrauch des Amtes.)
Mit dem ſtädtiſcherſeits gegen den bisherigen
Hafen=
meiſter Armbr uſter eingeleiteten
Diſziplinarverfah=
ren wird ſich der Kreisausſchuß in ſeiner nächſten Sitzung
in erſter Inſtanz zu beſchäftigen haben. Armbruſter hatte
ſich während ſeiner Dienſttätigkeit ſchon wiederholt
Unbot=
mäßigkeiten gegen ſeine Vorgeſetzten zuſchulden kommen
laſſen. Bei einer Vernehmung über ein derartiges
Vor=
kommnis machte er Angaben, die Anlaß dazu gaben, die
Diſziplinarunterſuchungen auch auf andere Gebiete
aus=
zudehnen. Hierbei ſtellte es ſich heraus, daß er ſeine
Stel=
lung zur Erlangung finanzieller Vorteile
von den Geſchäften, die im Hafen Kohlenlager unterhalten,
fortgeſetzt mißbraucht hat. Auch iſt er ſeinen
Dienſtpflich=
ten zuwider wiederholt als Schiffsmakler tätig geweſen.
Wegen dieſer Dienſtvergehen wurde ſtädtiſcherſeits zur
Herbeiführung der Dienſtentlaſſung Klage bei den
Ver=
waltungsgerichten erhoben. — (Durch ein
Schaden=
feuer) wurde die große Wärme= und Aufbewahrungshalle
des Offenbacher Schlittſchuhklubs am Iſenburgring völlig
zerſtört. Der Brand dürfte durch Ueberhitzen eines Ofens
hervorgerufen ſein. (M. J.)
Neu=Iſenburg, 20. Jan. (Selbſtmordverſuch.)
Montag nachmittag verſuchte der verheiratete 22jährige
Schloſſer St. von hier in ſeiner Wohnung in der
Hirten=
gaſſe ſeinem Leben durch Erhängen ein Ende zu
machen. Hausbewohner bemerkten dies und konnten den
ſchon Halberſtarrten noch rechtzeitig abſchneiden. — (Ein
frecher Einbruch) wurde in der vorigen Woche in
der Filiale der Firma Schade & Füllgrabe verübt. Außer
größeren Mengen Eßwaren fiel den Dieben noch die
Wech=
ſelkaſſe in die Hände. Vermutlich ſind die Diebe hier zu
ſuchen, denn ſämtliche in letzter Zeit ausgeführten ähnlichen
Einbrüche laſſen auf genaue Ortskenntnis ſchließen. Um
nicht durch Polizeihunde entdeckt zu werden, ſtreuten die
Diebe große Mengen Pfeffer aus.
* Lampertheim, 19. Jan. (Konzerte.) Geſtern
fanden hier unter Mitwirkung namhafter Soliſten und
geſchätzter Dilettanten zwei beachtenswerte Konzerte ſtatt
Der Männergeſangverein „Sängerroſe” hatte ſich von
Darmſtadt Herrn und Frau Kammerſänger Weber, ſowie
Herrn Hauptlehrer Adam Klingler (Klavier) kommen
laſſen, um ſeinem Konzert, zu dem übrigens bereits Tags
zuvor ſämtliche Zutrittskarten ausverkauft waren, ein
be=
ſonderes Relief zu geben. Die vorbenannten Künſtler
ernteten reichen Beifall, ebenfalls wurde ſolcher der
vor=
züglich geleiteten Sängerſchar für die ſaubere Wiedergabe
der von ihnen gebrachten Männerchöre in berechtigter
Weiſe zuteil. Der Männergeſangverein Lampertheim
ver=
zeichnete auf ſeinem Programm als ſoliſtiſch Mitwirkende
Frl. Katz, Konzertſängerin von Mannheim, Herrn W.
Hoffmann, Konzertſänger von Mannheim, ſowie Fel.
Keilmann und Herrn Lehrer Moos beide aus
Lampert=
heim. Dieſe ſowohl als auch die Sänger, die zum Teil
recht ſchwierige Chöre mit beſtem Erfolg zum Vortrag
brachten, wurden durch dankbaren Beifall ausgezeichnet.
Mainz, 20. Jan. (Ein aufregender
Augen=
blick.) Bei der geſtrigen „Geiſha”=Aufführung im
Stadt=
theater hatte der Partner von Fräulein Geißler dieſe in
einer Rikſcha von der Bühne zu fahren. Er brachte den
Wagen im Sturm auf die kleine Anhöhe im Hintergrund
der Bühne; als er aber eine Schwenkung machte, fiel das
Gefährt um und Frl. Geißler ſtürzte zum Schrecken der
Zu=
ſchauer hinab. Sie verſchwand zwiſchen Emporen und
Kuliſſen. Natürlich bemächtigte ſich des Publikums eine
gewiſſe Aufregung; einzelne klatſchten, offenbar in der
Ab=
ſicht, die Dame zum Wiedererſcheinen zu bewegen, falls ſie
unverletzt geblieben ſei. Mehrere Augenblickte ſtockte die
Handlung, dann aber traten zwei Geiſhas auf — ein
kur=
zes Zwiegeſpräch, und dann erſchien heil und munter Frl.
Geißler. Stürmiſcher Beifall verkündete ihr, daß man ſich
im Publikum über ihr Wohlbefinden freute. — (Vom
Rhein.) Das Waſſer des Rheines und ſeiner
Neben=
flüſſe geht bei der anhaltend trockenen Witterung von Tag
zu Tag ſtärker zurück. Der Rhein iſt hier vollſtändig
eisfrei, da ſich das Maineis bei Koſtheim geſtaut hat.
Das Schleppgeſchäft ruht gänzlich. Es iſt ein ganz
eigen=
artiges und ungewohntes Bild, den Strom ſo verödet zu
ſehen.
Gimbsheim, 20. Jan. (Die Schilfrohrernte
des Altrheins), die in den Gemarkungen Gimbsheim
und Eich auf einer Fläche von 1 200000 Quadratmetern
vorgenommen wird, iſt jetzt nahezu beendet. Der Ertrag
war in dieſem Jahre ein guter und wurden in beiden
Ge=
markungen rund 30000 Zentner Schilfrohr geerntet.
(*) Gießen, 19. Jan. (Der Obſtbauverein für
die Provinz Oberheſſen) hielt geſtern im
Felſen=
keller eine außerordentliche Hauptverſammlung ab. Da
der bisherige 1. Präſident, der frühere Kreisrat
Schliep=
hake=Friedberg, ins Miniſterium nach Darmſtadt berufen
wurde, ſo mußte Neuwahl erfolgen. Auf Vorſchlag wurde
einſtimmig Kreisrat Freiherr von Schenck=Friedberg zum
1. Präſidenten gewählt. Der 2. Präſident,
Landtagsab=
geordneter Breidenbach=Dorheim, wollte wegen
Ueber=
häufung mit Arbeiten ſein Amt niederlegen. Er behielt
es auf dringenden Wunſch bis zur nächſten
Ausſchuß=
ſitzung. Ein weiterer Redner ſchildert dann die
hiſtoriſche Entwickelung der Zeitſchrift des Verbands.
Regierungsrat Langermann=Gießen berichtete über
Ver=
handlungen, die ſeitens der Landwirtſchaftskammer zwecks
Gründung einer neuen Zeitſchrift für Wein=, Obſt= und
Gartenbau gepflogen wurden Die Verſammlung lehnte
den Antrag der Landwirtſchaftskammer ab und wünſcht
unbedingt Beibehaltung des Verbandsorgans des
Ver=
eins, das für die Mitglieder zweckentſprechender und
bil=
liger ſei, als eine neue Zeitſchrift werden würde.
Schotten, 20. Jan. (Schadenfeuer.) Kaum iſt der
Brand vom 14. d. M. gelöſcht, da ertönte geſtern morgen
9¾ Uhr ſchon wieder Feuerlärm. Es brannte in der
Werkſtatt des Schneidermeiſters Louis Zeunges. Die
Feuerwehr war ſofort zur Stelle und der Brand wurde
im Keime erſtickt. Da niemand in der Werkſtatt war,
mußten die Fenſter von außen eingeſchlagen werden,
wor=
auf dichter Qualm dem Hauſe entſtrömte.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 19. Jan. Das 93.
Stiftungs=
feſt, das der Verein zur Förderung des
Ge=
werbsfleißes beging, wurde zugleich eine Feier zur
Ehrung für den Geh. Rat Profeſſor Frank der heute
ſeinen 80. Geburtstag beging. Unterſtaatsſekretär im
Reichsamt des Innern Richter hielt an das ehrwürdige
Geburtstagskind, der in weiteren Kreiſen als der
Begrün=
der der Kaliinduſtrie bekannt iſt, eine Anſprache und
über=
reichte ihm die goldene Denkmünze des Vereins. Die
Glückwünſche der preußiſchen Regierung überbrachte
Han=
delsminiſter Sydow. — Im Sommer vorigen Jahres
wur=
den mehrere Attentate auf Eiſenbahnzüge
ver=
übt, die Beunruhigung im Publikum hervorriefen. Wie
der Lokalanzeiger erfährt, iſt es gelungen, den Täter der
beiden gefährlichen Attentate, von denen ſich eins im
Be=
reich der Eiſenbahndirektion Hannover, das andere in dem
der Direktion Halle verübt wurde, in der Perſon des 53
Jahre alten Tiſchlers Maſchinski aus Neukölln zu
ermit=
teln. Der Genannte befindet ſich ſeit längerer Zeit in Haft.
Die gegen ihn geführte Unterſuchung hat jetzt angeblich
ihren Abſchluß damit gefunden, daß der gefährliche
Ver=
brecher als geiſteskrank erklärt wurde. — Mit einer
Kin=
desausſetzung eigener Art hatte ſich die Polizei in
Köpenick zu beſchäftigen. In einem Hauſe der
Garten=
ſtraße erſchien am Samstag eine Frau mit ihren drei
Kin=
dern im Alter von zwei bis zu fünf Jahren. Sie ließ die
Kleinen bei einem Mieter unter dem Vorwand zurück, ſie
werde nur in der Nachbarſchaft etwas beſorgen, worauf
ſie ſich entfernte. Vergeblich warteten die
Zurückgeblie=
benen auf die Rückkehr der Mutter. Dieſe hatte inzwiſchen
Köpenick wieder verlaſſen und war nach Berlin gefahren.
Geſtern wurde ſie hier feſtgenommen. Sie gab zu, ihre
drei Kinder vorſätzlich ausgeſetzt zu haben, und erklärte,
ſie habe es aus großer Not getan. Sie ſei von Graudenz
nach Berlin gekommen und habe ſchon hier vergeblich
ver=
ſucht, die Kleinen loszuwerden, damit ſie nicht hungern
brauchten.
20. Jan. Prinz Hubertus, der dritte Sohn des
Kronprinzen, iſt an Keuchhuſten erkrankt und
wird heute vom Berliner Kronprinzenpalais nach dem
Potsdamer Stadtſchloß überſiedeln. Das Befinden gibt
zu keinerlei Beſorgniſſen Anlaß. — Der Magiſtrat ha
beſchloſſen, für die Veranſtaltung der olympiſchen
Spiele im Jahre 1916 in Berlin einen Zuſchuß von
50000 Mark zu bewilligen. Die Beitragsleiſtung iſt nicht
von der Vorausſetzung abhängig gemacht, daß das Reich
und die Vororte Berlins Beiträge bewilligen. Der
Ma=
giſtrat hat lediglich der beſtimmten Erwartung Ausdruck
gegeben, daß alle anderen beteiligten Faktoren ebenfalls
die Veranſtaltung der Olympiade unterſtützen werden.
Brandmeiſter Grabow, der bei dem Großfeues
auf dem Lehrter Güterbahnhof durch abſtürzendes
Mauer=
werk ſchwer verletzt wurde, iſt heute nacht im Auguſta=
Hoſpital ſeinen Verletzungen erlegen.
Frankfurt a. M., 20. Jan. (Vom Hopfprozeß.)
Wie jetzt bekannt wird, haben die Geſchworenen im Hopf=
Prozeß für die ganze Dauer der Verhandlungen auf ihre
Diäten zugunſten von Hopfs dritter Frau verzichtet, die
ſich in ſehr ungünſtigen Verhältniſſen befindet, und deren
Geſundheit durch die Arſenvergiftung gebrochen iſt.
Wetzlar, 20. Jan. (Automobilunfall.) Auf
der Strecke zwiſchen Wetzlar und dem benachbarten
Stein=
dorf ereignete ſich geſtern abend ein Automobilunfall.
wo=
bei der Lenker des Kraftwagens der Werkführer Heinrich
Prechtel, derartige Verletzungen erlitt, daß er nach
Ein=
ieferung in das Krankenhaus in Gießen verſtarb.
Straßburg, 20. Jan. (Verſetzung des 99.
In=
fanterie=Regiments.) Wie der Elſäſſer aus gut
informierter Quelle erfährt, wird das Infanterie=Regiment
Nr. 99, das auf die Truppenübungsplätze Bitſch und
Hagenau verteilt iſt, bis Oktober d. Js. dort verbleiben.
Darauf wird das Regiment nach Straßburg in Garniſon
kommen. Ueber die Verlegung eines anderen Regiments
nach Zabern ſchweben noch Verhandlungen.
München, 19. Jan. (Das Pech des Hoteldiebs.)
In einem der vornehmſten Münchener Hotels verſuchte
vor einigen Tagen ein internationaler Gauner einen
frechen Diebſtahl, der ihm nur durch ein eigenartiges
Miß=
geſchick mißlang. Er erſchien, elegant gekleidet, im
Schreibzimmer des Hotels legte Mantel und Hut ab und
ließ ſich, ſcheinbar wartend, an einem Schreibtiſch nieder.
Nach kurzer Zeit begab er ſich in den erſten Stock. Das
Perſonal war der Meinung, daß er einem Gaſt eine
Be=
ſuch abſtatten wolle. Unbehindert drang er in das im
erſten Stock gelegene Zimmer eines Amerikaners ein, der
abweſend war, ſtahl einen verſchloſſenen Handkoffer
und trug ihn ins Badezimmer, um ihn dort
aufzu=
ſchneiden. Bei dieſer Arbeit glitt ihm das Meſſer
aus und drang ihm in den Oberſchenkel. Der Verletzte
wollte den brennenden Schmerz verwinden, er konnte aber
ein Stöhnen nicht unterdrücken das vom Hotelperſonal
vernommen wurde; man hielt Nachſchau und entdeckte den
Dieb. Die Polizei brachte ihn in einem Auto in die
Chirurgiſche Klinik, aus der er alsbald in das
Gerichts=
gefängnis Neudeck transportiert wurde. Der Verhaftete
gibt ſich als Ruſſe aus.
Jena, 20. Jan. (Ballon und Hochſtrom
lei=
tung.) Beim Niedergehen des mit drei Inſaſſen beſetzten
Freiballons „Limbach” verfing ſich das Schlepptau
des Ballons in der Maſtſpitze der elektriſchen
Hochſpan=
nungsleitung, wobei Kurzſchluß entſtand. Aus dem
Maſte ſprühten Flammen empor. Die Ueberlandzentrale
Dobritzſchen wurde telephoniſch erſucht, den Strom
aus=
zuſchalten. Die Luftſchiffer ließen das Gas aus dem
Ballon entweichen. Durch Unterſtützung von Paſſantel
gelang es ſchließlich, den Korb zur Erde zu bringen.
Tremeſſon, 20. Jan. (Großfeuer.) In der
ver=
gangenen Nacht iſt das Schloß des dem Oberleutnant
Kretſchmer gehörenden Rittergutes Skubatſchewo ſamt dem
wertvollen Mobiliar abgebrannt.
Poſen, 20. Jan. (Das Blutbad von
Dako=
wymokre.) Der Tecmin zur Verhandlung gegen den
Grafen Mielzynski iſt auf den 23. Februar anberaumt.
Die Vechandlung ſoll in Graetz ſtattfinden.
Wien, 20. Jan. (150000 Kronen
unter=
ſchlagen.) Der Verwalter der fürſtlich erzbiſchöflichen
Güterdirektion, Rudolf Schernhordt, iſt heute verhaftet
worden, weil er im Laufe der letzten 10 Jahre 150000
Kronen veruntreut hat. Von der veruntreuten Summe
ſollen allein 100000 Kronen im kleinen Lotto verloren
ge=
gangen ſein.
Prag, 20. Jan. (Mord.) Im Karolinenthal wurde
die Gaſtwirtin Schamel von ihrem Sohne, einem
Café=
hausbeſitzer, durch zwei Revolverſchüſſe getötet, weil ſie
ihm einen geforderten Geldbetrag nicht zur Verfügung
ſtellte.
Wallis, 20. Jan. (Das Spielen mit
Spreng=
ſtoffen.) Als ein ſechsjähriger Knabe in dem Dorfe
Orſiéres eine Dynamitkapſel mit Stecknadeln zu reinigen
verſuchte, platzte die Kapſel. Der Knabe wurde ſo ſchwer
verletzt, daß er bald darauf ſtarb.
Paris, 20. Jan. (Ein furchtbares
Liebes=
drama) ſpielte ſich geſtern in der Station Odeon der
Städtiſchen Untergrundbahn ab. Als der Zug einfuhr,
ſtürzte ſich ein junges Paar unter die Räder und wurde
vollſtändig zermalmt. Aus den bei den Beiden
vorge=
fundenen Papieren erſah man, daß die beiden ein eben
eingerückter Soldat namens Mignon und eine
Kranken=
pflegerin namens Paſteur, Selbſtmord verübt hatten, weil
ihre Eltern ſich ihrer Heirat widerſetzt hatten.
Kopenhagen, 20. Jan. (Prinz Aage von
Däne=
mark morganatiſch vermahlt.) Großes
Auf=
ſehen erregt in der däniſchen Hauptſtadt die Nachricht von
der morganatiſchen Eheſchließung des Prinzen Aage,
des Vetters des Königs von Dänemark und älteſten
Sohnes des Prinzen Waldemar, der beim Kopenhagener
Leibgarde=Regiment als Oberleutnant aktiv Dienſt tut. Der
Prinz hatte vor einigen Tagen ſein Regiment mit Urlaub
nach der Inſel Fünen verlaſſen. Er trat jedoch die Reife
nach Italien an, wo er ſich geſtern zu Turin ohne Wiſſen
ſeines Vaters mit der Gräfin Mathilde Calvi
di Bergolo, der Tochter des früheren italieniſchen
Ge=
ſandten am däniſchen Hof, Grafen Calvi, heimlich
ver=
mählte. Die Vermählung fand im engſten Kreiſe ſtatt.
Die offizielle Mitteilung, mit der die morganatiſche
Ver=
mählung des Prinzen vom hieſigen Hofe bekannt gemacht
wird, hat folgenden Wortlaut: „Seine Majeſtät der
König und Seine Königliche Hoheit Prinz Waldemar
haben gewünſcht, zur Kenntnis der Oeffentlichkeit zu
brin=
gen daß Seine Königliche Hoheit Prinz Aage am 17. d.
Mts. bei Turin mit Komteſſe Calvi di Bergolo die Ehe
ge=
ſchloſſen hat.‟ Die Gemahlin des Prinzen hat während
ihres Kopenhagener Aufenthalts durch ihre ungewöhnliche
Schönheit und ihre liebenswürdigen Eigenſchaften in der
Geſellſchaft eine Rolle geſpielt. Der Prinz dürfte mit
ſeiner Gemahlin vorläufig nicht nach Dänemark kommen;
er hat eine längere Reiſe nach Frankreich und Nordafrika
angetreten.
Bukareſt 20. Jan. (Schneeſturm.) Im ganzen
Lande herrſcht Schneeſturm.
Nummer 21.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Seite 5.
Neu=York, 20. Jan. (Ein Vortrag Dr. Rieſers.)
Der Präſident des deutſchen Hanſabundes, Geh. Juſtizrat
Dr. Rieſer hielt geſtern abend auf einem Bankett der
Bankier=Aſſoziation einen Vortrag in engliſcher Sprache
über das Thema: „Die deutſchen Banken und die deutſche
Induſtrie.”
Mac Alaſtar (Oklahama), 20. Jan (
Ausbruchs=
verſuche von Gefängnisinſaſſen.) Drei
In=
ſaſſen des Strafgefängniſſes unternahmen einen
Aus=
bruchsverſuch. Nachdem ſie ſich in den Beſitz von
Revol=
vern geſetzt und der Schlüſſel des Wächters bemächtigt
hatten, ſtürzten ſie auf die Gefängnistore zu,
indem ſie Schüſſe auf die herbeieilenden Wächter
ab=
gaben und dabei ein Telephonmädchen als lebendes
Schutzſchild gebrauchten. Sobald ſie die Tore
aufge=
ſchloſſen hatten, ließen ſie das Mädchen los, das durch den
Schuß eines Wächters verwundet wurde. Vier Wächter
wurden von den Verbrechern niedergeſchoſſen, die ſodann
in einen Wagen ſprangen. Während einige Wächter auf
die Fliehenden feuerten, verfolgten ſie undere zu Pferde.
Es entſpann ſich ein lebhaftes Feuergefecht. Schließlich
wurden alle Ausbrecher erſchoſſen. Bei dem Kampfe
wurde auch das frühere Mitglied des Kongreſſes Thomas
aus Illinois getötet, der gerade das Gefängnis beſichtigte.
Kaus 20. Jan. (Ein neuer politiſcher
Mord, wurde geſtern abend hier verübt. Ein
Unter=
direktor der Kriminalpolizei wurde beim Abſteigen von der
Trambahn erſchoſſen. Es wurden zwei Verhaftungen
vor=
genommen.
Parlamentariſches.
Die Etatsberatungen im Finanzausſchuß.
St. Der Finanzausſchuß der Zweiten Kammer
be=
gann geſtern die Beratung des Hauptvoranſchlags für
1914. Zu Beginn der Beratung gab der Vorſitzende des
Ausſchuſſes, Abg. Dr. Oſann, eine allgemeine Ueberſicht
über die finanziellen Verhältniſſe des Großherzogtums,
wie ſie ſich auf Grund des Etats darſtellen. Er
bezeich=
nete die Finanzlage als eine recht
erfreu=
liche, da ſich die Einnahmen aus Steuern, Eiſenbahnen
und den Betrieben des Landes, insbeſondere dem
Forſt=
betriebe, erheblich günſtiger geſtaltet haben. Die günſtige
Geſtaltung bei den Steuern beruht im weſentlichen auf
der Erhöhung von Einkommen= und Vermögensſteuern
im Jahre 1910, aber auch auf einer inneren Kräftigung
gerade dieſer Quellen. Auch die Eiſenbahneinnahmen
haben ſich im Laufe der Jahre ſehr günſtig geſtaltet. Sie
betrugen 1910: 15526800 Mark, 1911: 17852300 Mark,
1912: ſogar 18587000 Mark. Dieſes ſind die wirklichen
Ergebniſſe, während für 1913 der Voranſchlag nur
17443000 Mark vorgeſehen hatte. Dieſer
Ueberſchuß=
werde aber ſicherlich erheblich überſchritten werden. Wenn
nunmehr bei den Eiſenbahnen mit einer Einnahme von
17994000 Mark, alſo 551000 Mark mehr als wie 1913,
in 1914 gerechnet werde, ſo entſpräche das nicht einmal
den günſtigen Ergebniſſen des Vorjahres. Daß hier mit
Vorſicht vorzugehen ſei, iſt angeſichts der rückläufigen
Konjunktur begreiflich, wenn auch manche Stimmen ſich
dahin ausſprechen, daß dieſe rückläufige Konjunktur
nun=
mehr beſſeren Verhältniſſen Platz machen dürfte.
Das günſtige Steuerergebnis der letzten drei Jahre
habe die Regierung veranlaſſen können, ein Plus von
900000 Mark allein an Einkommen= und Vermögensſteuer
für 1914 vorzuſehen. Dieſes überaus günſtige Ergebnis
iſt ſicherlich auch auf die Deklaration bei der
Gemeinde=
ſteuer zurückzuführen und läßt ſich vorausſichtlich noch
ſteigern durch die Ergebniſſe des Wehrbeitrags,
insbe=
ſſondere durch die Wirkung des Generalpardons.
Die Fondsbildung in dem heſſiſchen Etat, die,
durch die Ueberſchüſſe von 1910 gegründet, im Jahre
1912 zum erſtenmal in die Erſcheinung getreten iſt, ſei
außerordentlich günſtig geworden, ſo daß der
Reſerve=
fonds (Kapitel 1) einen Rückſtand von 9411708 Mark
er=
reicht hat. Dabei ſind aus dieſem Fonds bereits die
Be=
amtengehälter uſw. beſtritten, für 1912 mit 2 425000 Mk.,
für 1913 mit 2540 230 Mark und für 1914 mit 3095 990
Mark, an welchen allerdings 70000 Mark vorausſichtliche
Erſparniſſe in der Verwaltung abzuſetzen ſeien. Wenn
die Regierung meint, daß in 1914 der Reſtefonds zu den
Beamtengehältern einen Zuſchuß von 39492 Mark zu
leiſten habe, ſo ſei dabei nicht berückſichtigt, daß
voraus=
ſichtlich das Geſetz über die höheren Schulen einen
Er=
trag von etwa 230000 Mark liefern werde und daß damit
die angeblichen Zuſchüſſe aus dem Reſtefonds nicht allein
beſeitigt, ſondern noch ein Ueberſchuß von etwa 200000
Mark vorhanden ſei. In gleicher Weiſe erfreulich habe
ſich der Ausblick des Tilgungsfonds geſtaltet, der jetzt
ſchon, 1913, über ſeinen Beſtand von 8000000 Mark einen
Ueberſchuß von 762271 Mark aufzuweiſen habe. Wenn
für 1914 die Reineinnahmen aus den Eiſenbahnen mit
4 485016 Mark dieſem Fonds zuzufügen, ihm dagegen
2 Millionen Mark für die laufende Verwaltung zu
ent=
nehmen ſind, ſo habe alſo der Ueberſchuß über den Be=
ſtand von 8 Millionen die Summe von 3 247287 Mark
erreicht. Richtig iſt allerdings, daß mit dieſem aus dem
Ueberſchuß gebildeten zweiten Reſtefonds abzuwarten ſei
ob er Ende 1914 wirklich das Ergebnis von 3 247 287 Mk.
habe. Aber ſchon 1913 habe hier bereits ein Ueberſchuß
von 762271 Mark ſich ergeben. Intereſſant ſei auch die
Wirkung der Mittel für die Beſoldungsordnung auf die
Voranſchläge zu ſehen. 1912 ſei in dem Finanzplan
der Regierung eine Entnahme aus dem Reſteſonds von
1537760 Mark vorgeſehen geweſen. Es ſind aber
ge=
braucht worden nur 49732 Mark. 1913 ſollten nach dem
Finanzplan 655 770 Mark entnommen werden, in
Wirk=
lichkeit habe ein Zuſluß in den Reſtefonds, nachdem die
Beamtengehälter erledigt worden ſeien, ſtattgeſunden in
Höhe von 1358302 Mark. Für 1914 ſei eine Entnahme
aus dem Reſtefonds in dem Finanzplan vorgeſehen
ge=
weſen von 1300990 Mark, in Wirklichkeit ſollten jetzt nur
39 492 Mark aus ihm beigeſteuert werden, welcher
Be=
trag aber, wie oben dargelegt worden iſt, durch das
Ge=
ſetz über die höheren Schulen wettgemacht ſei. Sonach
verfüge der Etat über den Reſtefonds I mit einem
Be=
ſtand Ende 1914 von 9411708 Mark, der Reſtefonds II
mit einem Beſtand von 3 247280 Mark, der
Aus=
gleichs= und Tilgungsfonds mit einem Beſtand
von 8 Millionen. Erfreulich ſei, daß auch für
1914 nicht vorgeſehen werde, eine Anleihe
auf=
zulegen, weil dieſe auf dem Geldmarkt ſicherlich
erheb=
lichen Schwierigkeiten begegnen würde.
Die einzelnen Mitglieder des Finanzausſchuſſes
ſtimmten dem erfreulichen Bilde im allgemeinen zu. Ein
Mitglied wies darauf hin, daß bei der Geſtaltung der
Fonds und dem Umſtand, daß auch für die Zukunft die
Fonds ſich doch auch weiter auffüllen werden, die in
Ausſicht genommene Regelung der Gehälter der
Beamten und Lehrer, wie ſie von der Zweiten
Kammer beſchloſſen worden ſei, ſich durchaus
recht=
fertigen laſſe. Ein anderes Mitglied wollte, daß die
Ausgaben nichtwerbender Art (302000 Mark) nicht aus
Anleihen genommen, ſondern in die Verwaltung
überge=
führt und damit aus laufenden Mitteln beſtritten werden.
Dem entgegneten andere Mitglieder, daß hier im Laufe
der Jahre ſchon eine weſentliche Beſſerung eingetreten ſei
und daß man in der Belaſtung des Verwaltungsteiles
nicht zu weit gehen dürfe. Ueber die Verwendung des
Reſtefonds II ergab ſich eine allerdings mehr theoretiſche
Diskuſſion. Ein Mitglied wollte den Reſtefonds zur
Er=
höhung des Ausgleichs= und Tilgungsfonds von 8 auf
10 oder 12 Millionen verwenden, während dem von
an=
derer Seite durch den Hinweis auf die Unmöglichkeit,
ſolche Vorſchläge in der Erſten Kammer durchzubringen,
begegnet wurde. Ein anderes Mitglied wollte, daß nur
die Ausgaben für die Eiſenbahnen, wie in Baden, aus
dem Vermögen beſtritten würden.
Nach dieſen allgemeinen Darlegungen ging der
Fi=
nanzausſchuß zur Beratung der einzelnen Kapitel über,
bei welchen ſich keine großen Schwierigkeiten
heraus=
ſtellten. Zu Kapitel 2. Ordenskoſten, beſtand man
darauf, daß die Erhöhung um 11857 Mark auf 17000
Mark nur in Verbindung mit der Beſoldungsvorlage ſich
rechtfertigen laſſe, und daß dann die Ordenskoſten in dem
Betrage der Zivilliſte einzurechnen ſeien, die dann von
1265000 Mark auf 1410000 Mark durch die Beſchlüſſe
der Zweiten Kammer erhöht würde. Bei den
Weinbau=
domänen wies der Referent darauf hin, daß die
Ein=
ſtellung von 30000 Mark mehr als 1913 als eine zu
ge=
ringe angeſehen werden müſſe, weil bei dem Verkauf der
1911er Weine weit höhere Erlöſe zu erzielen ſein würden.
Die Kapitel Holzmagazine, Kameral= und Forſtdomänen,
ſowie Braunkohlenwerk und Kraftwerk Ludwigshoffnung
gaben zu beſonderen Erörterungen keine Veranlaſſung
insbeſondere das Kraftwerk befindet ſich erſt im
An=
fangsſtadium ſeiner Leiſtungen und werde hoffentlich für
die Zukunft mehr abwerfen als im erſten Jahre. Die
Kapitel Bad Nauheim und Bad Salzhauſen, welche
zu=
ſammen einen Zuſchuß von 200000 Mark zu der
Staats=
kaſſe geben, ſind auf alter Höhe geblieben. Salzhauſen
wird ſich noch in ſeinen Ergebniſſen heben, wenn zu der
kaufmänniſchen Kuranſtalt noch eine zweite für die
Poſt=
beamten hinzukommt. Bei den Staatseiſenbahnen wird
es für richtig gehalten, angeſichts des geringen
Etatsan=
ſatzes von 1913 gegenüber den wirklichen Ergebniſſen,
insbeſondere für 1912, auf den Vorſchlag der Regierung,
ein Plus von 551000 Mark einzuſtellen, zu beharren,
wenn auch in dem Finanzvortrag des Finanzminiſters die
Lage der Staatseiſenbahn als etwas ungünſtig infolge
der allgemeinen wirtſchaftlichen Verhältniſſe dargelegt
wurde. Die Lotterie mit einer Reineinnahme von
804830 Mark wurde als eine erfreuliche Einnahme des
Staates bezeichnet. Die Beratung wird bei Kapitel 12
morgen fortgeſetzt.
Zur Abänderung des heſſiſchen
Ge=
meindeſteuergeſetzes haben verſchiedene
Mit=
glieder der Erſten Kammer eine Anfrage an die
Re=
gierung gerichtet, in der ſie um Auskunft gebeten wird,
wie es mit dem von der Erſten Kammer geſtellten
Er=
ſuchen auf Schaffung eines Geſetzentwurfs zur
Vermei=
dung der Doppelbeſteuerung uſw. ſteht. — Der
Finanz=
ausſchuß der Erſten Kammer wird am 28.
Ja=
nuar über die neue heſſiſche Beamtenbeſoldungsvorlage
beraten und nach der in der letzten Woche erfolgten
ver=
traulichen Ausſprache auf der Wiederherſtellung der
Re=
gierungsvorlage beſtehen, ſo daß die ganze
Geſetzesvor=
lage gefährdet iſt, wenn beide Teile ſich nicht zur
Nach=
giebigkeit verſtehen.
Gerichtszeitung.
Der dritte Krupp=Prozeß.
* Berlin, 20. Jan. In der heutigen Sitzung des
Tilian=Prozeſſes wurde zunächſt allſeitig auf die
Ver=
nehmung des Zeugen von Metzen verzichtet. Die
Ver=
handlung erſtreckt ſich nochmals auf den Etatsauszug des
Kriegsminiſteriums, der u. a. auch der Firma Krupp
zu=
gängig geweſen ſein ſoll. Der Angeklagte Pfeiffer
bearbei=
tete, ſo ſagen im Verlaufe der Verhandlung mehrere
ge=
heime Rechnungsräte des Kriegsminiſteriums als
Zeu=
gen aus, einen Teil der Auszüge den Firmen, die mit dem
Kriegsminiſterium in Verbindung ſtänden; ihnen ſei auf
An=
frage über die Etats Auskunft erteilt worden. Major v.
Wei=
tershauſen vom Kriegsminiſterium ſtellt die Berechtigung
hierzu laut Vorſchrift feſt. Zeuge Grünwald,
Bureau=
vorſteher der Firma Krupp in Eſſen, erklärte, daß die
Kenutnis der Konkurrenzpreiſe für die Direktion gewiß
nicht ohne Wert war, aber niemals dazu benutzt wurde,
die Preiſe in die Höhe zu ſetzen. Die Kenntnis der
Kon=
kurrenzpreiſe hätte lediglich dazu gedient, die Preiſe zu
regulieren. Der Handelsbevollmächtigte Zeuge von
Dewitz ſchließt ſich im weſentlichen den Ausführungen
des vorherigen Zeugen an; auch er bekundet, daß die
Firma Krupp auf Grund der Kenntnis der
Konkurrenz=
preiſe niemals die Preiſe erhöht habe. Es gebe übrigens
auch eine Beſtimmung, wonach der Firma Krupp
gleich=
zeitig mit der Einladung zur Beteiligung an den
Liefe=
rungen die Mindeſtpreiſe mitgeteilt werden ſollen, jedoch
müſſe dann der Firma Krupp ein Teil der Lieferungen
ge=
geben werden. Dies wird auch von den militäriſchen
Sachverſtändigen beſtätigt. Ueber die Perſon des Herrn
Brandt kann der Zeuge Dewitz wenig Auskunft geben.
Fähig einer Schurkerei hält er ihn jedoch nicht. Der Zeuge
wird vereidigt, im Gegenſatz zu der Vorverhandlung, in
welcher von einer Vereidigung Abſtand genommen
wor=
den war, da inzwiſchen das gerichtliche Verfahren auf
Mittäterſchaft eingeſtellt worden iſt. Ferner wird noch
Direktor Dreger als Zeuge vernommen. Obwohl dem
Zeugen der intime Verkehr Brandts mit den
Zeugoffi=
zieren nicht geſiel, zumal er wußte, daß die Zeugoffiziere
zur Geheimhaltung angewieſen ſind, hatte er doch nicht den
Gedanken daran, daß Brandt den Offizieren Gelder gab;
er machte auch Brand darauf aufmerkſam. Der Zeuge,
der in der Vorverhandlung wegen der gegen ihn
ſchweben=
den Unterſuchung auf Anſtiftung und Mittäterſchaft nicht
vereidigt worden war, wird nach einer Beratung des
Ge=
richtshofes vereidigt. Für den Reſt des
Verhandlungs=
tages wird die Oeffentlichkeit
ausgeſchloſ=
ſen. Nächſte öffentliche Sitzung Mittwoch.
Die bayeriſche Kammer zu den
Heußerungen auf dem Preußentage.
* München, 20. Jan. In der Kammer der
Ab=
geordneten proteſtierte bei der Beratung des
Militär=
etats der Abg. Leibl (Zentr.) gegen die Aeußerung des
Generals v. Kracht auf dem Preußentag über das
Verhalten der bayeriſchen Truppen bei Orleans und
er=
klärte, derartige Angriffe ſtänden viel zu niedrig, als daß
ſie das Anſehen und den Ruhm des bayeriſchen Heeres
irgendwie beſchmutzen könnten. Der Abg. Dirr (liberal)
gab im Namen ſeiner Partei folgende Erklärung ab:
Wir empfinden die auf dem ſogenannten Preußentage
ge=
fallene Aeußerung eines preußiſchen Militärs a. D. gegen
die bayeriſche Armee als eine durch nichts gerechtfertigte
Herabſetzung der bayeriſchen Armee und ihrer ruhmreichen
Geſchichte und als eine ganz unerhörte Schmähung der
Verdienſte, welche ſich die bayeriſche Armee um die
Einig=
ung Deutſchlands und die Wiederaufrichtung des
Deut=
ſchen Reiches auf den Schlachtfeldern Frankreichs erworben
hat. Ich weiß nicht, ſoll man ſich bei dieſer Aeußerung
mehr wundern über die Unkenntnis hoher Offiziere über
die einſchlägigen kriegeriſchen Verhältniſſe oder über die
unglaubliche Anmaßung, mit der der Herr über die
bay=
riſche Armee zu ſprechen ſich erlaubte. (Zuſtimmung.) Der
Kriegsminiſter erklärte: Die durch die Preſſe
ge=
gangene Nachricht, nach der General von Kracht
ge=
äußert habe, daß die bayeriſche Armee ſich bei Orleans
zu=
rückgezogen habe, die Preußen aber flott angriffen, muß
mindeſtens in tendenziöſer Abſicht entſtellt erſcheinen. Wenn
Großherzogliches Hoftheater.
Dienstag, 20. Januar.
Medea.
W-l. Als erſtes Stück des Grillparzer=Zyklus gelangte
heute das Trauerſpiel „Medea” zur Aufführung. Es
bildet den dritten Teil der Trilogie „Das goldene
Vließ” die Laube ſo hoch einſchätzte, daß er ſie neben
Schillers Wallenſtein=Trilogie ſtellte. Die beiden erſten
Teile, „Der Gaſtfreund” und „Die Argonauten” werden
ſeltener aufgeführt, während ſich die „Medea” dauernd auf
dem Spielplan erhalten hat.
Zur Einleitung ſei uns geſtattet, früher Geſagtes hier
zu wiederholen:
Die Figur der Medea hat Euripides aus der
griechi=
ſchen Sage entnommen und in die Literatur eingeführt.
Nachdem ſie ſo einmal feſte Geſtalt angenommen hatte,
konnte ſie aus der Literatur nicht wieder verſchwinden; ſie
wurde Gemeingut der gebildeten Welt und ein typiſcher
Begriff. Euripides, der unter den griechiſchen Dramatikern
eine Art von „moderner” Stellung einnahm, ſpürte mit
Vorliebe den finſteren Regungen der menſchlichen Seele
nach; ſein Intereſſe wendete ſich nicht den Licht=, ſondern
den Schattenſeiten des Lebens und ſeinen Erſcheinungen
zu, und namentlich waren es weibliche und hier wieder
entartete Charaktere, die ſeinen grübelnden und
philoſo=
phierenden Geiſt beſchäftigten und deren Behandlung ſeiner
herben, von der negierenden und zerſetzenden Sophiſtik
beeinflußten Individualität entſprachen. So mußte die
Geſtaltung eines Charakters wie desjenigen der
haßerfüll=
ten und rachedurſtigen Medea für ihn eine verlockende
Auf=
gabe ſein. Daß er dieſe im idealen Sinne gelöſt hat,
wer=
den ſelbſt Bewunderer des klaſſiſchen Dramas nicht
be=
haupten wollen. Neben mancherlei Trivialitäten
durch=
zieht ſeine Tragödie „Medea” ein nüchterner, proſaiſcher
Zug; es fehlen ihr die ſittliche Größe und der große Ge=
ſichtspunkt, der eigentliche Konflikt und jedes verſöhnliche
Element. Zur Grillparzerſchen „Medea” verhält ſich die
Euripideiſche wie eine Skizze zu einem ausgeführten
Ge=
mälde.
Grillparzers gewaltige Tragödie baut ſich auf der
ſitt=
lichen Schuld auf, mit der Medea und auch Jaſon belaſtet
ſind; ſie wirft ihre düſteren, unheilverkündenden Schatten
auf den eben erſt geſchloſſenen Liebesbund, ſie verfolgt
Jaſon und Medea auf ihrer Fahrt über das Meer nach
Griechenland, ſie ſtellt ſich mit drohend erhobener Hand
zwiſchen die Gatten und zerreißt das letzte Band der
Achtung und verwandelt Liebe in Haß und Abſcheu. Dem
Fluche der böſen Tat fällt Medea zum Opfer und mit ihr
Jaſon und ſein ganzes Haus. Dieſer die Tragödie wie
ein roter Faden durchziehender Grundgedanke der ſich
fort=
erbenden Schuld, mit dem Grillparzer zugleich einen
gro=
ßen ſittlichen Geſichtspunkt für ſeine Tragödie gewonnen
hatte, greift auch mildernd und verſöhnend in das Leben
und Handeln Jaſons über, und hierin erkennt man den
richtigen künſtleriſchen Takt und den äſthetiſchen Sinn des
Dichters, der die Notwendigkeit herausfühlte, die
Trieb=
federn für Jaſons Untreue bloßzulegen und dem allgemein
menſchlichen Empfinden näher zu rücken. Noch glänzender
hat ſich ſein dichteriſcher Genius bei der Löſung der faſt
unlösbar erſcheinenden Aufgabe bewährt, für die Motive
des Kindermordes der Medea einen ſolchen Geſichtsvunkt
zu gewinnen, daß ſie uns nicht mit bloßem Entſetzen erfüllt,
ſondern daß hinter dem Bewußtſein der Schuld und der
verdienten Strafe das Gefühl des Abſcheus zurückbleibt.
Die Titelrolle, die Frl. Alſen ſpielte, ſtellt der
Dar=
ſtellerin ſehr hohe Aufgaben. Sie ſoll mit den warmen
Tönen einer liebenden Gattin und Mutter das
hochdra=
matiſche Pathos eines Heldenweibes vereinigen und dabei
die Gefahr hochtrabender Deklamation, zu der die
Grill=
parzerſche Sprache und ſeine reflektierenden Exkurſe leicht
verleiten, mit Geſchick vermeiden. Aus den Grillparzerſchen
Charakteren, denen „des Gedankens Bläſſe angekränkelt iſt”
und die oft von der Leidenſchaft zum Reflektieren und
Philoſophieren umſchlagen, iſt es doppelt ſchwer, ein
ein=
heitliches Gebilde zu geſtalten. So iſt die Rolle der Medea
wohl kaum zu erſchöpfen, und die größte Künſtlerin findet
in ihr noch eine Aufgabe, deren Löſung ihr zu ſchaffen
macht. Frl. Alſens Medea iſt wohl die beſte Leiſtung,
die wir hier von ihr kennen gelernt haben, und ſie
über=
raſchte uns durch die intelligente und einheitliche
Auffaſ=
ſung, die den Dualismus des Charakters als etwas
Natür=
liches und in ſich Begründetes erſcheinen ließ und die
Ver=
wandlung der liebenden Mutter zur Rächerin und
Mör=
derin wahrſcheinlich zu machen geeignet war. Trotz der
Leidenſchaft, die ſie in den hochdramatiſchen Szenen
ent=
faltete und in der nur ihre Stimme einige Male verſagte,
wirkte ſie nicht abſtoßend und zum Schluß, nach der
furcht=
baren Kataſtrophe, fand ſie auch die rechten Töne tragiſcher
Reſignation.
Mit echtem und ſchönem Temperament, ohne jedes
theatraliſches Pathos und in dem hohen Stil der klaſſiſchen
Tragödie ſpielte Herr Baumeiſter die Rolle des Jaſon;
in ſchönem und wirkſamem Kontraſte zu der
leidenſchaft=
lichen, dunkelhaarigen Kolchierin ſtand die ſanfte, blonde
Gricchin Kreuſa des Frl. Meißner, während das
Pathos der grimmſchnaubenden Gora der Frau Doſtal
kaum erträglich war. Mit Vornehmheit und Würde
ver=
körperte Herr Heinz den König Kreon; ſchön und
ein=
drucksvoll ſprach Herr Weſtermann die Rolle des
Herolds.
Die Regie führte Herr Hacker. Schöne Szenenbilder
waren die griechiſche Landſchaft des erſten Aktes, die wohl
noch aus einer Zeit ſtammt, wo man ſo malte, wie man
ſieht, und das Zimmer im Königspalaſt. Das Publikum
nahm die Vorſtellung ſehr beifällig auf und rief nach der
großen Szene des zweiten Aktes Frl. Alſen und Herrn
Baumeiſter mehrere Male hervor.
Zum Schluſſe möchten wir noch bemerken, daß es falſch
iſt, den Namen Jaſon zweiſilbig auszuſprechen, da die
griechiſche Sprache den Jod=Laut nicht kennt.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Nummer 21.
ſich aber die Nachricht als richtig erweiſen ſolle, konnte ich
eine ſo unerhörte Aeußerung nicht ſcharf genug
brandmar=
ken. Sie würde eine Verunglimpfung der glorreichen
Er=
innerungen der bayeriſchen Armee enthalten, die gerade in
den Kämpfen bei Orleans ſich auf das heldenmütigſte
ge=
ſchlagen hat und ſich mit unvergleichlichem Ruhme bedeckte.
Ich müßte eine ſolche Aeußerung aus dem Munde eines
ſo hohen Offiziers auf das tiefſte bedauern und einen
ſol=
chen Anwurf gegen die bayeriſche Armee auf das
entſchie=
denſte zurückweiſen. (Allſeitiger Beifall im ganzen Haus.)
Die Rede des Generalleutnants v. Kracht
auf dem Preußentage.
* Berlin, 20. Jan. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung bringt folgenden Brief des Generalleutnants
p. Kracht an den Kriegsminiſter: „Bei der
Hoch=
achtung, die ich für meine braven alten Waffengefährten
von der Loire bis an mein Lebensende empfinden werde,
iſt es ganz unmöglich, daß ich etwas geſagt haben ſollte,
das die Bayern deren Ritterkreuz mit Schwertern zu
tra=
gen ich mir zur höchſten Ehre anrechne, verletzen könnte.
Es muß eine völlige Entſtellung meiner Worte
vorge=
nommen norden ſein. Ich hatte mich über den von dem
Vorrerner gebrauchten Ausoruck „Hegemonte” geargert,
weil ich lein Freund von ſolchen Schlagworten bin.
Daran anknüpfend, ſchilderte ich ganz kurz den Verlauf
der Schlacht bei Loigny am 2. Dezember. Daß ein Teil
der Bayern dabei zurück mußte, war nichts beſonderes,
da ſie auf zu ſtarke Kräfte geſtoßen waren. Das iſt uns
ebenſo paſſiert (ſiehe 9. Dezember). Ich wollte nur an
dem Vorſtoß der Brigade Kottwitz zeigen, daß wir ſtets
zu treuer Waffenbrüderſchaft bereit ſind und uns
gegen=
ſeitig helfen, und daß derjenige, der in der Lage iſt,
hel=
fend einzugreifen, dies auch tun muß. Wenn man das
als Hegemonie betrachten wolle, dann wäre ich damit
einverſtanden. Das war ſo ungefähr der Sinn meiner
Worte. Am 7. Dezember ging es uns, dem Regiment 7,
bei Langlochere ſo ähnlich, da halfen uns wieder die
Bayern in treueſter Weiſe. So ging es an der Loire
ſtets abwechſelnd. Ich bin ein beſonders treuer Verehrer
unſerer bayeriſchen Waffenbrüder, die ſtets bereit waren,
zu helfen. Ich bin daher im höchſten Grade empört, daß
durch ungenügende Berichterſtattung der Sinn meiner
Worte anders gedeutet werden könnte. Die Dankbarkeit
und Anerkennung für eunſere braven tüchtigen
Waſfen=
brüder, von der ich auch heute beſeelt bin, wird von der
ganzen 17. Diviſion geteilt und lebt noch heute in jedem
alten Soldaten. Meine alte 6. Kompagnie ſandte bis
jetzt noch an jedem Schlachttage bei Loigny dem
hoch=
ſeligen Prinz=Regenten einen Huldigungsgruß in
Er=
innerung an die gemeinſam verlebten ſchweren, aber
ſieg=
reichen Kämpfe an der Loire. Die von mir erwähnte
Tat=
ſache iſt in der Geſchichte des 1. Bayeriſchen Armeekorys
von der Tann (von Oberſt Hellwig) genau beſchrieben
worden; auch in der Geſchichte des Regiments Nr. 76.
Ich habe noch im vergangenen Sommer bei der
Burgen=
fahrt der Bayern in Landshut Veranlaſſung genommen,
gerade auf die damals betätigte feſte Waffenbrüderſchaft
einige Worte zu ſprechen, die bei der großen
Verſamm=
lung einen Sturm der Begeiſterung erweckten. Wie ſollte
ich jetzt dazu kommen, etwas anderes zu ſagen, das
mei=
nem Herzen und meiner Erinnerung vollkommen fern
liegt? Wenn man die ganzen Kämpfe für Deutſchlands
Einheit mitgemacht, dafür gelitten und geblutet hat, dann
iſt man im Grunde des Herzens ein guter Deutſcher. Es
wäre geradezu frevelhaft, ſolche treuen Mithelfer, wie die
Bayern es waren, verletzen zu wollen. Ich bitte, von
dieſer meiner aufrichtigen Erklärung jeden Gebrauch
machen zu wollen. In aller Eile ſchreibe ich dieſe Worte,
und Eure Exzellenz können verſichert ſein, daß mir nichts
ferner gelegen hat, als jemand zu verletzen. Meine ganze
Geſinnung den braven Kameraden gegenüber ſpricht
da=
gegen. — Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung ſchreibt
dazu: Wir glauben, daß durch dieſe Erklärung des
Gene=
rals v. Kracht die nach der erſten Zeitungsmeldung
be=
rechtigte Erregung nicht nur in Bayern, ſondern im
gan=
zen Reiche beſeitigt iſt. Die in vielen Schlachten
be=
wieſene Tapferkeit der Bayern braucht keinen Vergleich
zu ſcheuen. Sie Zweifeln auszuſetzen, wäre ein Verſtoß
gegen den Geiſt der Waffenbrüderſchaft, in der die
Deut=
ſchen aller Stämme die ſtaatliche Einigung der Nation
mit ihrem Blute erkämpften.
Die Ablehnung des Reichszuſchuſſes
für die olympiſchen Spiele 1916.
* Berlin, 20. Jan. Nach dem Bekanntwerden des
ablehnenden Beſchluſſes der Budgetkommiſſion
des Reichstages betr. des Reichszuſchuſſes
für die olympiſchen Spiele 1916 gingen dem
Präſidenten des deutſchen Reichsausſchuſſes und dem
Ge=
neralſekretariat aus allen Teilen Deutſchlands
Zuſchrif=
ten zu, die die Hoffnung ausdrücken, daß der deutſche
Reichstag den Beſchluß der Budgetkommiſſion nicht zu
ſeinem eigenen machen wird. Ein bekannter Berliner
Kommerzienrat ſandte an Exzellenz v. Podbielski 200 Mk.
mit dem Bemerken, daß in den weiteſten Kreiſen die
un=
faßliche und unverſtändliche Ablehnung des
Reichszuſchuſ=
ſes für die kommende Olympiade wohl viele ſäumige
Bür=
ger auf den Plan rufen wird, damit die ſo überaus
wich=
tige Olympiaſache nicht ſcheitert. (Einzahlungen ſind zu
leiſten auf das Poſtſcheckkonto des deutſchen
Reichsaus=
ſchuſſes Nr. 12890 bei dem Poſtſcheckamt Berlin NW 7,
oder auf das Konto: Deutſcher Reichsausſchuß an die Kaſſe
des Union=Klubs, Schadowſtraße 9.) — Eine eingelaufene
Poſtanweiſung über 1000 Mark iſt von den
Worten begleitet: „Antwort einer deutſchen Frau auf den
bedauerlichen Beſchluß der Budgetkommiſſion des
Reichs=
tages.‟ Der Senat in Bremen gewährte eine
Bei=
hilfe von 3000 Mark. Der Senat in Lübeck beſchloß,
zur Förderung der Beſtrebungen des Reichsausſchuſſes auf
fünf Jahre eine jährliche Beihilfe von 200 Mark zu
be=
willigen.
Luftfahrt.
* Berlin, 20. Jan. Die Zielfahrt des
Ver=
eins für Luftſchiffahrt, die am Samstag
ſtatt=
fand, nahm einen flotten Verlauf. Das Ziel war der
92 Kilometer entfernte Ort Milten an der Bahnlinie
Tangermünde-Stendal. Den erſten Preis gewann der
Ballon „Berlin”, der 40 Kilometer vom Ziele entfernt
niederging.
* Johannisthal, 20. Jan. Auf dem Flugplatz
hatte geſtern der Flieger Ballod mit ſeiner
Jeannin=
ſtahltaube mehrere Aufſtiege gemacht. Bei einbrechender
Dunkelheit landete er, droſſelte jedoch den Motor ſo ſtark
ab, daß er ſtehen blieb. Um nicht den ſchweren Eindecker
ſiber das Feld ſchieben zu müſſen, ſtieg Ballod aus und
warf den Motor wieder an. Da jedoch der Gashebel auf
Halbgas ſtand, ſetzte ſich der Apparat mit großer
Schnellig=
keit in Bewegung‟ Der Flieger hatte gerade noch Zeit,
ſich auf die Seite zu werfen, um nicht von dem Schlitten
getroffen zu werden, als das Flugzeug mit großer
Ge=
ſchwindigkeit davon ſauſte. Nach 10 Minuten geriet der
Eindecker in eine Grubenvertiefung. Ballod ſchwang ſich
jetzt auf den Führerſitz und konnte ſein Flugzeug
unver=
letzt in den Schuppen bringen.
* Frankfurt a. M., 20. Jan. Die Gothaer
Waggonfabrik, welche bekanntlich ſeit vorigem
Jahre mit großem Erfolge den Flugzeugbau
aufgenom=
men und von den großen Preiſen der Nationalflugſpende
den zweiten und dritten Preis erhalten hat, hat dem
Meteorologiſch=Geophyſikaliſchen
In=
ſtitut des Phyſikaliſchen Vereins hier in Anerkennung
der bei dieſen Flügen gegebenen meteorologiſchen
Aus=
künfte eine erhebliche Summe für das Taunus=
Obſer=
vatorium überwieſen.
Vermiſchtes.
— Schädliche Wirkung des Mondlichts.
Der Aberglaube vieler Völker ſchreibt dem Mondlichte
ſchädliche Wirkungen auf Menſch und Tier zu, und ſogar
die Bibel deutet im 121. Pſalm etwas ähnliches an, wo es
heißt: „Daß dich des Tages die Sonne nicht ſteche, noch
der Mond des nachts” Neue wiſſenſchaftliche
Unterſu=
chungen haben nun zu dem unerwarteten Ergebniſſe
ge=
führt, daß an den abergläubiſchen Vorſtellungen über die
Schädlichkeit des Mondlichtes etwas Wahres iſt. Es iſt zwar
nicht bewieſen worden, daß jemand, der im Mondlicht
ſchläft, „mondſüchtig” wird, wohl aber, daß die Strahlen
des Mondlichtes eine beſondere Eigenſchaft haben. Die
gewiß ernſt zu nehmende mediziniſche Zeitſchrift Lancet
(London) berichtet nämlich über die Unterſuchung, die
E. G. Bryant ausgeführt hat. Er wollte nachweiſen, ob
Eßwaren im Mondlicht wirklich raſcher verderben, als
in anderer Beleuchtung, wie der Volksglaube will, und
hat feſtgeſtellt, daß dies ſeine Richtigkeit hat: das Licht
des Mondes iſt reflektiertes, mithin zum großen Teile
polariſiertes Licht, das nicht mehr in allen Richtungen
zur Fortpflanzungsrichtung ſchwingt. Daher kann es
ſehr wohl beſondere chemiſche Wirkungen ausüben. Bryant
hat nun nicht das Mondlicht ſelbſt zu ſeinen Verſuchen
benutzt, ſondern künſtlich hergeſtelltes polariſiertes Licht.
Er bewahrte Fiſchfleiſch auf, das dieſem polariſierten
Lichte ausgeſetzt war, und es zeigte ſich, daß die Probe
bedeutend raſcher verdarb, als eine andere, die dem
glei=
chen Stücke entnommen war und unter ſonſt gleichen
Be=
dingungen aufbewahrt wurde. Bei anderen
Nahrungs=
mitteln zeigte ſich genau das gleiche, ſo daß die
verderb=
liche Wirkung des „Mondlichtes” auf Eßwaren als
eini=
germaßen ſicher bewieſen gelten kann.
C.K. Eine Statiſtik der Briefkäſten. Die
meiſten Briefkäſten hat nach einer Zuſammenſtellung des
Weltpoſtvereins Deutſchland, nämlich 155 700, während die
ganzen Vereinigten Staaten nur 144600 Briefkäſten
auf=
weiſen. In allen anderen Ländern erreicht die Zahl nicht
100000. Frankreich ſteht mit 79700 an erſter Stelle, dann
kommt Britiſch Indien mit 75000, Großbritannien mit
71900, Japan mit 67000, Oeſterreich mit 44 400, Italien
mit 39700, Rußland mit 31700, Ungarn mit 15000 und die
Schweiz mit 13 400, Dänemark mit 12000 und Belgien mit
11 100. Unter 10000 Briefkäſten haben Spanien, das 9000
beſitzt; Holland weiſt 6200 auf, Portugal 6100, Norwegen
5200, Rumänien 4800, Südafrika 4000, Bulgarien 2300 und
Argentinien 2600. In Perſien zählt man 17 Briefkäſten
und in Abeſſinien 6.
Erdbeben.
* Hohenheim, 20. Jan. Die Erdbebenwarte
ver=
zeichnete heute nachmittag ein mittelſtarkes
Erd=
beben. Der Herd befindet ſich in einer Entfernung von
8500 Kilometer. Der erſte Vorläufer traf um 1 Uhr 12
Min. 10 Sek. ein.
Zum Untergang des engliſchen
Unterſeebootes.
* London, 20. Jan. . Die Bemühungen, das
geſunkene Unterſeeboot „A. 7” aufzufinden,
wurden geſtern in der Whiteſandbei wiederholt, aber
eben=
falls ohne Erfolg, obwohl 16 Schiffe zehn Stunden
an der Suche beteiligt waren. Kurz vor Schluß ſtießen
die Kabeltaucher auf ein Hindernis und die Zerſtörer
er=
hielten Befehl, an der Stelle liegen zu bleiben, damit dort
heute das Tauchen wieder aufgenommen werden kann.
Eine amtliche Veröffentlichung liegt nicht vor.
Zur Beendigung des Ausſtandes
in Südafrika.
* Johannesburg, 19. Jan. Die Lage in den
Gruben war heute kurz folgende: In der Barnadogrube
wurde ein mäßiger Betrieb aufrechterhalten. Die Lage in
llen Gruben der Neumanngruppe beſſert ſich täglich. Die
Grand=Fontain=Eſtates=Grube iſt im Betrieb mit
Aus=
nahme eines Werkes, das morgen ſeine Arbeit wieder
auf=
nehmen wird. Die Lage bei der Goldfieldgrube iſt normal
und die Bergleute kehren langſam zur Arbeit zurück. Eine
Anzahl von Bergleuten in der Neu=Kleinfonteingrube iſt
auf Leitern zur Arbeit gegangen. Die Abweſenheit der
Maſchiniſten hindert die Mehrzahl der Bergleute am
Arbei=
ten. In Benoni iſt das Wochenende ruhig verlaufen.
Die Arbeiter der Vogelſtruis=Eſtates=Grube ſind
angewie=
ſen worden, ihre Wohnungen auf dem Grund und Boden
der Geſellſchaft zu verlaſſen. Vor der Gewerkſchaftshalle
in Johannesburg iſt immer noch ein bewaffneter Poſten
aufgeſtellt.
* Johannesburg, 20. Jan. Amtlich wird
mit=
geteilt: Die Lage im Eiſenbahnbetrieb iſt faſt
überall im Lande normal.
Franzöſiſche Kammer.
* Paris, 20. Jan. Kriegsminiſter Noulens
er=
bat von der Kammer die Bewilligung eines
Kredits von 20000 Mark für die Beiſetzung
des Generals Piequart auf Staatskoſten. Er ſagte,
der Entwurf wolle den früheren Kriegsminiſter ehren, der
in einer ſchweren Stunde dem nationalen Gewiſſen
Aus=
druck verliehen habe. (Lebhafter Beifall auf der Linken
und der äußerſten Linken; Lärm auf der Rechten und im
Zentrum. — Denais (Rechte) rief dazwiſchen: Und der
ſeine militäriſche Pflicht vernachläſſigte! Tumult auf der
Linken und der äußerſten Linken; man ruft Denais zu:
Oberſt Henry! Von der Rechten lebhafte Erwiderungen.)
Schließlich ſtellte der Präſident Deschanel die Ruhe wieder
her, ſo daß Noulens ſeine Rede beendigen konnte. Er ſagte
roch, daß Picquart keiner Erwägung nachgegeben habe,
wo er der Idee der Gerechtigkeit dienen konnte. (Beifall
links, Lärm in der Mitte und rechts.) Der Entwurf wurde
mit 358 gegen 114 Stimmen angenommen.
Die Kammer nahm das ganze Geſetz über den
Schul=
beſuch und die Verteidigung der Laienſchule mit 424 gegen
131 Stimmen an.
* Paris, 20. Jan. Der Senat nahm den
Geſetz=
entwurf über die Bewilligung eines Kredits zur
Beiſetz=
ung des Generals Picquart auf Staatskoſten nach
längerer Debatte mit 221 gegen 30 Stimmen an.
Im Senat brachte geſtern abend Feio Torenas
einen von mehreren Senatoren unterſtützten Antrag ein,
in dem die Miniſter aufgefordert werden, die Verfaſſung
zu befolgen, die ihnen die Teilnahme an den Sitzungen
vorſchreibt. Der Antrag gelangt heute zur Abſtimmung.
Vom Balkan.
Enver Bey.
* Konſtantinopel, 20. Jan. Die Zeitungen
veröffentlichen zwei Erlaſſe des
Kriegsmini=
ſters. Der erſte Erlaß legt den muſelmaniſchen und
chriſtlichen Truppen ſtrenge Erfüllung der religiöſen
Pflichten auf, denn eine Armee ohne Religion habe keinen
Wert; der zweite Erlaß unterſagt den Offizieren bei
Strafe der Entlaſſung oder der Stellung zur Dispoſition,
an öffentlichen Orten zu trinken. — Die türkiſch=
bul=
gariſchen Delegierten ſetzten geſtern nachmittag in einer
Plenarverſammlung die Verhandlungen über den
Han=
delsvertrag fort. Der türkiſche Geſandte in Sofia, Fethi
Bei, iſt hier eingetroffen, wie es heißt, um Bericht zu
er=
ſtatten.
* Sofia 20. Jan. General Holzam fällte in der
ſerbiſch=bulgariſchen Grenzſtreitfrage
ſeinen Schiedsſpruch, in dem der bulgariſche
Stand=
punkt faſt vollſtändig anerkannt wird.
* Konſtantinopel, 20. Jan. Der griechiſche
Geſandte Panas iſt hier eingetroffen.
Die amerikaniſche Antitruſtgeſetzgebung.
* Waſhington, 20. Jan. Präſident Wilſon
verlas heute im Kongreß eine Botſchaft über die
Geſetzgebung mit Rückſicht auf die Truſts.
Die Botſchaft enthält folgende Vorſchläge: 1. Die
Verkettung von Auſſichtsratsſtellen in großen
Korporatio=
nen, Banken Eiſenbahnen, induſtriellen, kommerziellen und
der Allgemeinheit dienenden Körperſchaften zu verbieten.
2. Die Interſtate Commerce Commiſſion zu ermächtigen,
ſolche Finanzoperationen zu regulieren, durch welche die
Eiſenbahnen künftighin die Mittel erhalten, die ſie zu
ihrer angemeſſenen Entfaltung benötigen. 3. Den Begriff
„ſchädliche Beſchränkung des Handels” genau zu
definie=
ren. 4. Eine Interſtate Trade Commiſſion zu ſchaffen,
die den Gerichten behilflich ſein und ein Glaaringhouſe zu
Informationen bilden ſoll, welche geeignet ſind, der
Ge=
ſchäftswelt dazu zu helfen, ſich dem Geſetz anzupaſſen.
5. Sicher zu ſtellen, daß die Strafen die verantwortlichen
Perſonen treffen, aber die ſogenannte Holding Company zu
verbieten und das Stimmrecht von Perſonen zu
beſchrän=
ken, welche Anteile in einer Anzahl von Korporationen
be=
ſitzen. 7. Es zu ermöglichen, daß Perſonen auf
Schaden=
erſatz klagen können, auf Grund von Tatſachen und
Ur=
teilen, welche in von der Regierung geführten Prozeſſen
er=
wieſen bezw. ergangen ſind. Der Präſident wandte ſich
am Schluß ſeiner Botſchaft mit einem Appell an den
Kon=
greß, im Geiſte freundſchaftlichen Zuſammenarbeitens an
den Gegenſtand heranzugehen, da der Antagonisnis
zwiſchen den Geſchäftsleuten und der Regierung vorüber
ſei. Die Geſchäftsleute und die Regierung ſeien bereit,
ſich auf halbem Wege in dem Beſtreben
entgegenzukom=
men, die Geſchäftsmethoden der öffentlichen Meinung und
den Geſetzen anzupaſſen.
Zur Lage in Mexiko.
* Mexiko, 19. Jan. In dem Staate Pueblo
be=
finden ſich die Sarano=Indianer wieder auf
dem Kriegspfade. Man befürchtet, daß die
Verbin=
dung zwiſchen Veracruz und der Hauptſtadt
abgeſchnit=
ten werden könnte. Die Revolte der Indianer ſoll im
Zu=
ſammenhang mit der Bewegung der Konſtitutionaliſten
ſtehen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 20. Jan. Der Kaiſer hat im Schloſſe den
Vortrag des Reichskanzlers entgegengenommen.
* Berlin, 20. Jan. Der Kaiſer nahm außer dem
gemeldeteten Vortrag des Reichskanzlers
Vor=
träge des Chefs des Militärkabinetts, des Generals der
Infanterie Freiherrn v. Lyncker und des Chefs des
Ma=
rinekabinetts, Admirals v. Müller, entgegen und frühſtückte
bei dem Wirkl.=Geh. Rat und Geſandten v. Dirkſen. Heute
abend findet im Schloß große Courfür Zivil ſtatt.
* Straßburg, 20. Jan. Am 16. Februar kommt vor
der Strafkammer des Landgerichts die vom
Staatsanwalt erhobene Beleidigungsklage gegen
den Redakteur Lucien Mink vom Journal
d’Alzace zur Verhandlung, die ſeinerzeit am 31. v. Mts.
ausgeſetzt worden war. In dem unter Klage ſtehenden
Artikel war bekanntlich behauptet worden, die preußiſche
Heeresverwaltung benutze die Elſaß=Lothringer als
Kanonenfutter.
* Stuttgart, 20. Jan. Ueber die neuerdings
viel=
erörterte Frage, unter welchen Vorausſetzungen die
mili=
täriſchen Befehlshaber zur Unterdrückung
innerer Unruhen einzuſchreiten befugt ſind,
iſt der Staatsanzeiger nachſtehendes mitzuteilen in der
Lage: Die Beſtimmungen über die Verwendung des
Mili=
tärs bei inneren Unruhen ſind im Reiche keine
einheit=
lichen. In Württemberg darf ein Eingreifen des
Mili=
tärs nur nach vorangegangener Aufforderung der
zuſtän=
digen Behörde erfolgen. Dieſe Vorſchrift, die ſich auf das
württembergiſche Geſetz vom 28. Auguſt 1849, betreffend
das Aufgebot der bewaffneten Macht gegen
Zuſammen=
rottungen und Aufruhr, gründet, iſt für alle in
Württem=
berg dienenden Offiziere — alſo auch für die hierher
kom=
mandierten Offiziere anderer Kontingente — ausſchließlich
maßgebend.
* Chemnitz, 20. Jan. Der bekannte Herrenreiter
Kirſten vom 21. ſachſiſchen Ulanenregiment, der
kürz=
lich zum Major ernannt worden iſt iſt mit Genehmigung
des Kaiſers und Königs von Sachſen als Mitglied
der deutſchen Militärmiſſion in
Kon=
ſtantinopel berufen. Durch Jrade des Sultans iſt
Kirſten zum Oberleutnant befördert und ihm das
Kom=
mando des erſten türkiſchen Kavallerie=Regiments
über=
tragen worden. Anfangs Februar wird der Major die
Ausreiſe nach Konſtantinopel antreten.
* Wien, 20. Jan. Im Abgeordnetenhaus
er=
klärte vor Eintritt in die Tagesordnung der tſchechiſche
Nummer 21.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Seite 7.
Agrarier Stensk, ſeine Partei obſtruiere nicht gegen den
kleinen Finanzplan, ſie ſei für die Beſchlüſſe des
Herrenhauſes und werde auf dieſer Stellung verharren,
damit der kleine Finanzplan erledigt werde. Die Schuld
an der Verzögerung des Finanzplans trage der
Zuſatz=
antrag der Chriſtlich=Sozialen. Wenn das Haus wolle,
ſei die Abſtimmung über den Finanzplan heute möglich,
aber die nächſte Sitzung des Hauſes und des
Budgetaus=
ſchuſſes dürfe erſt am nächſten Dienstag ſtattfinden.
Hier=
auf wurde zur Tagesordnung, d. h. zum Bericht der
ge=
meinſamen Konferenz, übergegangen.
Die bürgerlichen Parteien des
Abgeordneten=
hauſes mit Ausnahme der Chriſtlich=Sozialen haben
nach längerer Erörterung beſchloſſen, dem
Kompro=
miß mit dem Herrenhauſe, Erhöhung des
Steuerſatzes für Einkommen unter 10000
Kronen, definitiv zuzuſtimmen. Die
Chriſt=
lich=Sozialen wollen an dem Abänderungsantrag
feſt=
halten, wonach der Steuerſatz unverändert bleibt. Die
heutige Sitzung des Abgeordnetenhauſes wurde durch
eine zehnſtündige Obſtruktionsrede des
tſchechiſch ſprechenden Abgeordneten Rychtera ausgefüllt.
9 Uhr abends wurde die Sitzung abgebrochen.
* Rom, 20. Jan. Zu Ehren des Admirals
Souchon, der nach Rom gekommen iſt, um ſich beim
König zu melden, fand heute auf der deutſchen
Bot=
ſchaft ein Eſſen ſtatt, an dem auch der italieniſche
Ma=
rineminiſter Konteradmiral Millo teilnahm.
* Paris 20. Jan. Heute nacht iſt hier der ehemalige
ſozialiſtiſche Deputierte und Obmann der
Menſchenrechts=
liga Francis de Preſſenſé im Alter von 60 Jahren
geſtorben. Preſſenſé war während der Dreyfußaffäre
der eifrigſte Freund und Verteidiger des verſtorbenen
Generals Picquart. Er hat ſich als Journaliſt,
insbeſon=
dere durch ſeine Artikel über Fragen der auswärtigen
Politik, einen bekannten Namen gemacht. — Nach einer
Blättermeldung ſoll die Regierung die Abſicht haben, in
der heutigen Kammerſitzung für den verſtorbenen
ehema=
ligen Kriegsminiſter General Picquart
ein nationales Leichenbegängnis zu
bean=
tragen. Ein anderes Blatt regt an, daß die Aſche Picquarts
gleich der Zolas im Pantheon beigeſetzt werde.
* Paris, 20. Jan. Der Miniſterrat beſchloß
unter dem Vorſitz des Präſidenten Poincaré, das
Par=
lament um den notwendigen Kredit zu erſuchen, um den
verſtorbenen General Picquart auf Staatskoſten
beizuſetzen.
* Paris, 20. Jan. Der griechiſche Miniſterpräſident
Venizelos iſt heute nachmittag nach London
ab=
gereiſt.
* Liſſabon, 20. Jan. Die
Eiſenbahnange=
ſtellten kehren allmählich zur Arbeit zurück. Geſtern
ver=
kehrten mehrere Züge der Nord= und Südlinie. Die Strecke
auf der der Südexpreß verkehrt, iſt zwiſchen Mangualde
und Pampilhoſa böswillig beſchädigt worden. Ein Zug
aus Oporto iſt geſtern abend mit einem Reiſenden, mit
zahlreichem Gepäck und der Poſt eingetroffen.
* Bukareſt, 20. Jan. Prinz=Thronfolger
Ferdinand iſt mit dem Prinzen Carol nach
Ber=
lin abgereiſt.
* Ottawa, 20. Jan. Im Unterhauſe erklärte
Premierminiſter Borden bei der Adreßdebatte in
Er=
widerung auf die Ausführungen Wilfrid Lauriers
daß die Ablehnung der Flottenvorlage durch
den Senat Kanada in Mißkredit gebracht habe,
und daß der der Vorlage feindlichen Mehrheit des Senats
keine andere Gelegenheit gegeben werden würde, ihre
Leiſtung zu wiederholen. Borden betonte wenn die
Mächte irgendwelchen Einſchränkungen der Rüſtungen
zu=
ſtimmten; würde Kanada gern ſeine Stellung einer
er=
neuten Prüfung unterziehen, andernfalls zur gegebenen
Zeit die drei Kriegsſchiffe bauen. Am Schluß wiederholte
Borden ſeine frühere Zuſage, Kanadas dauernde
Flotten=
politik durch allgemeine Wahlen entſcheiden zu laſſen.
* Petersburg, 20. Jan. Die Vertreter der
Semſt=
wos von ganz Rußland ſind zum 50jährigen
Be=
ſtehen der Semſtwos hier eingetroffen.
* Leven (Fifeſhire), 20. Jan. Heute früh brach auf
dem deutſchen Dampfer „Venus” aus Flensburg
Feuer aus, während das Schiff Kohlen einnahm. Es
waren zur Zeit bereits 1200 Tonnen Kohlen an Bord. Alle
Bemühungen, das Feuer zu löſchen, waren vergebens.
Es wird befürchtet, daß das Schiff unter Waſſer geſetzt
werden muß.
* Waſhington, 20. Jan. Der Marineſekretär
Da=
niels erklärte ſich bereit, zu erlauben, daß ausländiſche
Schiffbauer Angebote für amerikaniſche
Kriegs=
ſchiffe machen. Es ſoll dadurch ein größerer Wettbewerb
unter den privaten amerikaniſchen Werften hervorgerufen
werden.
* Bogota, 20. Jan. Joſé Antonie L’Horente iſt
zum Finanzminiſter ernannt worden.
Die badiſche Geſandtſchaft in München.
* Karlsruhe, 20. Jan. Die Budgetkommiſſion
der Zweiten Kammer verhandelte in ihrer heutigen
Sitzung über die eventuelle Bewilligung der
Mittel für die Geſandtſchaft in München.
Be=
kanntlich war der Poſten vom letzten Landtage für das
Jahr 1913 geſtrichen worden, wurde aber von der
Regie=
rung in den diesjährigen Etat wieder eingeſtellt, um, wie
es in der Begründung heißt, den Landſtänden Gelegenheit
zu geben, zu der Frage nochmals Stellung zu nehmen.
Bei der Abſtimmung in der Budgetkommiſſion wurde die
Forderung der Regierung mit 13 gegen 4
Stimmen angenommen. Dafür ſtimmten das
Zentrum, die Nationalliberalen und das konſervative
Kommiſſionsmitglied, dagegen die Sozialdemokraten und
die Fortſchrittler.
Ein Diner in der deutſchen Botſchaft zu Paris zu Ehren
des Präſidenten der Republik.
* Paris, 20. Jan. Der deutſche Botſchafter Freiherr
v. Schoen und Gemahlin gaben heute abend zu Ehren
des Präſidenten der Republik und deſſen
Ge=
mahlin ein Diner, welchem beiwohnten: der
Miniſter=
präſident und Miniſter des Aeußern Doumergue, die
Botſchafter Oeſterreich=Ungarns und Italiens, die
Sena=
toren Ribot und Pichyu mit ihren Gemahlinnen, der
Deputierte Jules Rochet, der Großkanzler der
Ehren=
legion General Florentin mit Gemahlin und Tochter, der
neuernannte franzöſiſche Botſchafter in Petersburg
Pa=
leologue, General Beaudenoulin mit Gemahlin, Fürſtin
Lynar und Tochter, der deutſche Botſchafter in
Konſtanti=
nopel Freiherr v. Wangenheim, der Kanzleichef des
Mini=
ſteriums des Aeußern Margeois mit Gemahlin, Frau
v. Mutius, der Direktor des Protokolls William
Mar=
tin, Marineattaché Freiherr v. Bibra, Legationsrat Graf
Bray und Legationsſekretär Prinz zu Oettingen. An
das Diner ſchloß ſich ein Empfang an, zu welchem die
Mitglieder des diplomatiſchen Korps, ſowie zahlreiche
hohe Beamte, Senatoren und Deputierte, Mitglieder der
Akademie Frangaiſe, der Geſellſchaft, der deutſchen
Ko=
lonie und Vertreter der Preſſe geladen waren.
Engliſche Kabinettskriſe.
* London, 20. Jan. Der Daily Telegraph kündigt eine
ſchwere Kriſe im engliſchen Kabinett an. Das aus
Regierungskreiſen ſehr gut informierte Blatt erfährt, daß
die Frage des Flottenbudgets der Hauptgrund für die
Uneinigkeit im engliſchen Kabinett iſt. Auf der einen Seite
ſteht der Schatzkanzler Lloyd George und mit ihm die
Mehrheit ſeiner Kollegen, die ſich dem
Flottenbaupro=
gramm Winſton Churchills, des Erſten Lords der
eng=
liſchen Admiralität, widerſetzen. Am Donnerstag ſoll der
Miniſterrat ſtattfinden, in dem über die Frage der
zu=
künftigen engliſchen Flottenbaupolitik die Entſcheidung
fallen ſoll. Das Blatt fügt hinzu, daß die Demiſſion Lloyd
Georges oder Churchills wahrſcheinlich ſei. Sollte
Chur=
chill in der Donnerstagſitzung eine Niederlage erleiden, ſo
wird mit ihm das ganze Direktorium der Admiralität den
Abſchied einreichen.
* London. 20. Jan. Eine Mitteilung des erſten Lords
der Admiralität Winſton Churchill beſagt: Alle
Nach=
richten der Blätter über Debatten im Kabinett
beruhen auf Vermutungen und Geſchwätz und müſſen mit
Mißtrauen behandelt werden. Die Behauptung, daß der
Admiralitätsrat die Abſicht ausgedrückt habe, ſeine
Ent=
laſſung zu geben, iſt falſch.
Politiſches Attentat in Indien.
* Kalkutta, 20. Jan. Geſtern abend ereignete ſich ein
neues politiſches Attentat. Der Unterinſpektor
der Kriminalpolizei wurde auf offener Straße durch
Revolverſchüſſe getötet und zwar in Gegenwart
von Hunderten von Paſſanten. Niemand verſuchte, den
Mörder zu ergreifen. Nach langer Jagd, auf welcher der
Mörder mehrere Schüſſe abgab und zwei Perſonen
ver=
wundete, konnte er von einem Ordonnanzoffizier
feſt=
genommen werden.
Briefkaſten.
L. N. Wir haben Ihre Beſchwerde an das Polizeiamt
weitergegeben.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Aus dem Geſchäftsleben.
Ein Beweis der Wertſchätzung! Bioſon
wird von vielen Krankenkaſſen, Wohlfahrtsinſtituten
ſtän=
dig verabreicht als das billigſte, verläßlichſte,
kraftſpen=
dende Auffriſchungsmittel für Schwache aller Berufe. Das
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Drogerien. Verlangen Sie vom Bioſonwerk Frankfurt
(Main) 28 Gratisprobe und Broſchüre M.
Rundſchrift und Kunſtſchrift. Die
Han=
noverſche Schulzeitung ſchreibt in Nr. 12 vom Dezember
1913 über Soennecken’s Rundſchrift: Rundſchrift und
Kunſtſchrift werden neuerdings häufig als etwas
Gegen=
ſätzliches einander gegenübergeſtellt: die eine wird als
ver=
altet, die andere als modern und lernenswert bezeichnet.
Das iſt irreführend und auch unrichtig. Denn die
Rund=
ſchrift iſt eine Kunſtſchrift erſten Ranges, die nie wieder
verdrängt werden kann. Wer die modulationsreiche und
künſtleriſch ausgebaute Rundſchrift mit ihren mannigfachen
Anpaſſungen wirklich beherrſcht, der erlernt jede andere
Kunſtſchrift ſehr ſchneil. Ja, was ſich heute oft als
Kunſt=
ſchrift ausgibt, iſt nichts als eine verkappte Rundſchrift. —
Die vorliegenden 4 Hefte führen den Lernenden vom
Leichten zum Schweren ſicher und ſchnell zum Ziele und
machen ihn mit dem wichtigſten Kunſtſchriftwerkzeug, den
verſchiedenen Rundſchriftfedern und ihrer Anwendung
vertraut.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Amerika” von Neu=York kommend,
meldet drahtlos, am 14. Jan. nachm. in Southampton
zu ſein. „Dortmund” 13: Jan. 2 Uhr morgens in
Neu=
orleans. „Preſident Grant”, von Neu=York kommend,
12. Jan. 11 Uhr 20 Min. abends von Plymouth —
Weſtindien, Mexiko: „Georgia” von Weſtindien
kom=
mend, 13. Jan. 8 Uhr 10 Min. abends Lizard paſſiert.
„Sachſenwald” 13. Jan. in Pto. Columbia. „
Spree=
wald, nach Weſtindien. 14. Jan. 3 Uhr morgens Dover
paſſiert. — Südamerlka, Weſtküſte Amerikas: „Abeſſinia‟
11. Jan. in Guayaquil, ausgehend. „Bethania” nach
der Weſtlüſte Amerikas, 12. Jan. in Antwerpen. „
Kar=
thago” 13. Jan. 6 Uhr morgens in Roſario. „König
Friedrich Auguſt”, von dem La Plata kommend, 13. Jan.
9 Uhr abends von Southampton. Liguria” 12. Jan.
in Valparaiſo ausgehend. „Nauplia” 11 Jan. von
Guayaquil, heimkehrend. — Verſchiedene Fahrten:
„Ninive‟ 13. Jau. von Buſhire. „Parthia” von
Neu=
orleans nach Aarhus, 13. Jan. von Portland (England)
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
„Rotterdam” 9. Jan. nachm. in Rotterdam eingetroffen.
„Nieuw Amſterdam” 12 Jan, vorm. in Neu=York
ein=
getroffen. „Noordam” 11. Jan, 6 Uhr 50 Min. nachm.
Lizard paſſſert. „Ryndam” 2. Jan. nachm. in Rotterdam
eingetroffen. „Potsdam” 6. Jan. vorm. von Neu=
York abgegangen.
Todes=Anzeige.
Freunden und Bekannten die traurige
Mit=
teilung, daß
(2476
Fradtein Marte Lacas
heute früh 6 Uhr ſanft entſchlafen iſt.
Darmſtadt, den 20. Januar 1914.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Beerdigung am 22. Januar, vormittags 11 Uhr,
vom Friedhof ab.
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die
traurige Mitteilung, daß heute nacht unſere
liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter,
Schweſter und Tante
(2410
Frad Kauharina Getewaln
geborene Hornung
nach längerem Leiden im 78. Lebensjahre ſanft
entſchlafen iſt.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 19. Januar 1914.
Die Beerdigung findet am Mittwoch,
nachmit=
tags um 3 Uhr, vom Friedhofsportal aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Heimgang unſerer guten Mutter,
Schwieger=
mutter und Großmutter ſagen wir herzlichſten
Dank.
(2485
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Wagner,
Architekt und Baunnternehmer.
Darmſtadt, den 21. Januar 1914.
Tageskalender.
Mittwoch, 21. Januar.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 10½ Uhr
(Ab. B): „Cavalleria ruſticana” hierauf: „Der Bajazzo”
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Konzert von Geh. Hofrat Prof. Burmeſter um 8 Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz.
Vortrag von Prediger Dr. Ohr um 8½ Uhr im
Reſtau=
rant „Kaiſerſaal” (Freireligiöſe Gemeinde).
Oeffen tliche Verſammlung der
Nationallibe=
ralen Partei um 8½ Uhr im „Kaiſerſaal”.
Tiſchdeck= und Servierkurſus um 3 und 8½
Uhr im Reſtaurant „Kaiſerſaal”.
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im Reſtaurant
„Kaiſerſaal”
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß
um 4 Uhr.
Ausſtellung zum Kampf gegen den Schmutz und
Schund in Wort und Bild im Ausſtellungsgebäude auf
der Mathildenhöhe.
Verſteigerungskalender,
Donnerstag, 22. Januar.
Abbruchsmaterialien=Verſteigerung um 10
Uhr (Zuſammenkunft Gutenbergſtraße 16).
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Stammholz=Verſteigerung um 10¼ Uhr im
Rathaus zu Nauheim.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Nummer 21.
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os-Ausverkauf
Beginn: Mittwoch, den 21. Januar 1914, morgens 8 Uhr
Noch in keinem Jahre war es mir möglich gewesen, meinem Inventur-Ausverkauf solch enorm billige Partien zu unterstellen, wie es
dieses Mal der Fall ist. Durch Ueberproduktion in den Fabriken der Damen- und Kinder-Konfektion konnte man in den letzten Monaten grosse
Posten, namentlich neuester Herbst- und Winter Konfektion, zu Preisen erstehen, wie solche noch in keinem Jahre vorher geboten worden
sind. — Durch meinen riesigen Konsum, den ich in meinem hiesigen Geschäfte, sowie in meinen auswärtigen Verkaufsstellen habe, machte ich von diesen
Angeboten den ausgiebigsten Gebrauch und kaufte ich Tausende und Abertausende Piécen zu Preisen, wie es mir nie zuvor möglich war.
Aber nicht nur obige Partien, sondern mein gesamtes enormes Lager in allen Artikeln der Damen- und Kinder-Konfektion im Werte von mehr als
300.000 Mark
kommt zu noch nie dagewesenen billigen Preisen zum Verkauf.
Bei meinem gesamten Lager habe ich grosse Preis-Ermässigungen eintreten lassen, viele Konfektionsstücke
gelangen zum Einkauf, ein sehr grosser Teil weit unter Einkaufs- und Herstellungswerten zum Verkauf. — Jedes Stück trägt
mit deutlichen Zahlen den streng festen, weit reduzierten Ausverkaufspreis. — Da erfahrungsgemäss mein Inventur-Ausverkauf sich seit Jahren eines
so ausserordentlichen Zuspruchs erfreute, dass ich gezwungen war, öfters meine Lokalitäten wegen Ueberfüllung zu schliessen, so bitte ich, auch
die Vormittagsstunden nach Möglichkeit zum Einkauf zu benutzen.
Sehr billige Blusen
Ein Posten weisser u. farbig. Blusen für
Frauen u. Kinder, früher bis 2.— jetzt per Stück 30 ₰
Ein Posten weisser Batistblusen
jetzt per Stück 55
50 Blusen aus guten Wasch- und Baumwoll-
Flanell-Stoffen .
. jetzt per Stück 70₰
Ein grosser Posten farbige Seidenblusen,
hochmodern gearbeitet, regul. Preis bis 10.—
jetzt per Stück 4.25 u.
Ein grosser Posten farbige Seidenblusen,
in schönen modernen Farben sortiert, regul.
Preis bis 15.—, jetzt per Stück 7.50. 6.50 u.
Ein Posten farbige Crépon-Blusen
moderne Geisha-Fassons . . jetzt per Stück
Ein Posten Samt-Blusen, früher bis 12.—
jetzt per Stück 5.— und
Eine Partie lange, weisse Cheviot-Mäntel
etwas trüb geworden, früherer Preis bis 30.−
jetzt per Stück
Ein grosser Posten weisse Batistblusen mit
Stickerei- u. Tüll-Einsätzen, regul. Preis bis 3.—
jetzt per Stück 1.50, 1.25, 1.— und 75
Ein grosser Posten weisse Voile-Blusen mit
ele-
ganter, bunter Stickerei, regulärer Preis bis 5.—
jetzt per Stück 1.95, 1.85 und 1.60
Ein kleiner Posten defekte seidene Blusen
jetzt per Stück 50 ₰
Ein grosser Posten moderne Tüllblusen in écru
und weiss, regulärer Preis bis 5.—
jetzt per Stück 2.25 und 1.50
Ein grosser Posten farbige, seidene
Japon-
blusen mit Rüschengarnitur . jetzt per Stück 1.50
Weit unter Preis:
1000 Batist-Blusen etwas trüb geworden,
früherer Preis bis 10.−
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Curlstofen, regul. Preis bis 24.—, jetzt per Stück 11.—
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 21.
Darmſtädter Tagblatt, Mitrwoch, den 21. Januar 1914.
Seite 9.
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artigen Stoffen
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stoffen, früher bis 8.— . . . jetzt per Stück 2.00
Posten Kinderkleider aus guten Waschstoffen,
für das Alter von 8—14 Jahren, früher bis 10.−
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kleider, früher bis 20.− . jetzt 9.— u.
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kleider, früher bis 28.— jetzt per Stück
8.-
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früher bis 20.−
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Foulard-Kleider,
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Stoffen engl. Art, regulärer Preis 5.—
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Röcke, modern gearbeitet und aus Stoffen
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röcke, regulärer Wert bis 18.—, jetzt per Stück
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Batist und Mullstoffen, regul. Wert bis 20.−
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Ein Posten reinseidene Matineés,
früherer Preis bis 20.—, jetzt per Stück
Ein Posten weiße Batist-Morgenröcke,
etwas trüb, früherer Preis bis 25.—,
jetzt per Stück
Schr Uiinge Unterrocke
Ein Posten guter Alpacca-Unterröcke
jetzt per Stück 2.25 und 1.75
Ein Posten farbige Trikot-Unterröcke
mit Moirs-Volants
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Farben .
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Ein Posten Trikot-Unterröcke mit seidenem
Volant . . . .
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früherer Preis bis 18.—, jetzt per Stück 4.—
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in Seide, Trikot, Alpacca, Moiré und Waschstoffen,
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Bandschleifen
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jetzt per Stück
Ein Posten Mouflon-Kolliers
jetzt per Stück 4.—
Ein Posten Wallaby-Kolliers
jetzt per Stück 4.—
Ein Posten lange Seal-Kanin-Krawatten
jetzt per Stück 4.50
Ein Posten Kid-Astrachan-Kolliers
jeint per Slit 7. 50 md 3.50
Ein Posten Skunks-Opossum-Kolliers
jeizt per Stück 8.50
Ein Posten Pahmis-Kolliers, chin. Marder‟
jetzt per Stück 12.50
Ein Posten Maulwurf-Krawatten
jetzt per Stück 13.-
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Frankfurts größtes Damen- und Kinder-Konfektionshaus vII 2100
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Nummer 21.
Nr. 350950000 Pungtosbare Prenßiſche Schahanweiſungen
Es gelangen zur Ausgabe Mark 400 Millionen
4% zum Nennwert auslosbare Preußiſche Schatzanweiſungen von 1914
Eingeteilt in 16 Serien zu je Mark 25 Millionen und in Stücke von 100000, 50000, 20000, 10000, 5000, 2000, 1000,
500, 200 und 100 Mark; Zinslauf April/Oktober, der erſte Zinsſchein iſt am 1. Oktober 1914 fällig. —
Tilgung durch Ausloſung von jährlich Einer Serie zu Mark 25000000.
— Die Ausloſungen finden im Oktober jedes Jahres, beginnend im Oktober 1914, die Rückzahlungen am 1. April des folgenden
Jahres ſtatt. Welcher Serie die einzelne Schatzanweiſung angehört, iſt aus ihrem Texte erſichtlich. —
Von dieſen Schatzanweiſungen ſind Mark 50 Millionen bereits feſt begeben worden. Der Reſt von
Mark 350000000
wird namens des Uebernahme=Konſortiums zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt.
Bedingungen
1. Zeichnungen werden bis einſchließlich
Donnerstag, den 29. Januar d. J., mittags 1 Uhr
entgegengenommen bei: dem Kontor ver Reichshauptbank für Wertpaviere, der Königlichen Seehandlungs=Hauptkaſſe und der
Preußiſchen Central=Genoſſenſchafts=Kaſſe, bei allen Reichsbank=Hauptſtellen, Reichsbankſtellen und den Reichsbank=
Neben=
ſtellen mit Kaſſeneinrichtung, bei der Königlichen Hauptbank in Nürnberg und ihren ſämtlichen Zweiganſtalten, ſowie bei den
nachſtehenden Stellen:
in Berlin: Bank für Handel u. Induſtrie.
— Berliner Handelsgeſellſchaft. — S.
Bleichröder. — Commerz= u. Disconto=
Bank. — Delbrück Schickler & Eo. —
Deutſche Bank. — Direction der
Dis=
conto=Geſellſchaft. — Dresdner Bank.
Hardy & Co., Geſ. mit beſchränkter
Haftung. — F. W. Krauſe & Co
Bank=
geſchäft. — Mendelsſohn & Co. —
Mit=
teldeutſche Creditbank. — Nationalbank
für Deutſchland. — A. Schaaffhauſen’ſcher
Bankverein. — Gebrüder Schickler.
Aachen: Bergiſch=Märkiſche BankAachen.
— Rheiniſch=Weſtfäliſche Disconto=
Ge=
ſellſchaft Actiengeſellſchaft.
„ Barmen: BarmerBank=Verein Hinsberg,
Fiſcher & Comp. — Bergiſch=Märkiſche
Bank Barmen.
Braunſchweig: Braunſchweigiſche Bank
u. Kreditanſtalt A.=G. — Magdeburger
Bank=Verein Filiale Braunſchweig.
Bremen: Bremer Bank Filiale der
Dresd=
ner Bank. — Deutſche Bank Filiale
Bremen. — Deutſche Nationalbank,
Kommandit=Geſellſchaft auf Aktien.
Direction der Disconto=Geſellſchaft.
Breslau: Bank für Handel u. Induſtrie
Filiale Breslau vorm. Breslauer
Die=
conto=Bank. — Dresdner Bank Filiale
Breslau. — Eichborn & Co. — E.
Hei=
mann. — G. v. Pachaly’s Enkel.
Schleſiſcher Bank=Verein.
Caſſel: Dresdner Bank Filiale Caſſel.
L. Pfeiffer.
Chemnitz: Chemnitzer Bank=Verein.
Deutſche Bank Depoſitenkaſſe Chemnitz.
— Dresdner Bank Filiale Chemnitz. —
Filiale der Allgemeinen Deutſchen
Cre=
dit=Anſtalt. — Mitteldeutſche Privat=
Bank Aktien=Geſellſchaft Filiale Chemnitz.
Coblenz: Bergiſch=Märkiſche Bank
Cob=
lenz. — Mittelrheiniſche Bank. —
Rhei=
niſch=Weſtfäliſche Disconto=Geſellſchaft
Actien=Geſellſchaft.
„ Cöln: Barmer Bank=Verein Hinsberg,
Fiſcher & Comp. Cöln. — Bergiſch=
Mär=
kiſche Bank Cöln. — Deichmann & Co.
— M. Levy. — Sal. Oppenheim jr. & Co.
— Rheiniſch=Weſtfäliſche Disconto=
Geſell=
ſchaft Cöln A.=G. — A.
Schaaff=
hauſen’ſcher Bank=Verein. — J. H. Stein.
in Dresden: Allgemeine Deutſche Credit=
Anſtalt Abteilung Dresden. — Gebr.
Arnhold. — Deutſche Bank Filiale
Dresden. — Dresdner Bank. — Philipp
Elimeyer. — Mitteldeutſche Privat=Bank
Aſtiengeſellſchaft.
„ Elberfeld: Bergiſch=Märkiſche Bank.
von der Heydt=Kerſten & Söhne.
„ Eſſen: Direction der Disconto=
Geſell=
ſchaft Filiale Eſſen. — Eſſener Credit=
Anſtalt. — Simon Hirſchland. —
Mit=
teldeutſche Creditbank Filiale Eſſen. —
Rheiniſche Bank.
Frankfurt (Main): Allgemeine Elſäſſiſche
Bankgeſellſchaft Filiale Frankfurt a. M.
— Deutſche Bank Filiale Frankfurt a. M.
— Deutſche Effekten= u. Wechſelbank. —
Deutſche Vereinsbank. — D rection der
Disconto=Geſellſchaft. — Dresdner Bank
in Frankfurt a. M. — Filiale der Bank
für Handel u. Induſtrie. — Frankfurter
Bank. — Mitteldeutſche Creditbank. —
Pfälziſche Bank. — Lazard Speyer=
Elliſſen. — Jacob S. H. Stern. —
L. & E. Wertheimber.
„ Halle a. S.: Bank für Handel u.
In=
duſtrie Filiale Halle a. S — Halleſcher
Bankverein von Kuliſch, Kaempf & Co.
Commandit=Geſellſchaft a. Actien.
H. F. Lehmann. — Mitteldeutſche
Pri=
vat=Bank Akt.=Geſ. Filiale Halle a. S.
— Reinhold Steckner.
„ Hamburg: Bank für Handel und
In=
duſtrie Filiale Hamburg. — L. Behrens
& Söhne. — Joh. Berenberg.
Goß=
ler & Co. — Commerz= und Disconto=
Bank. — Deutſche Bank Filiale
Ham=
burg. — Conrad Hinrich Donner. —
Dresdner Bank in Hamburg. —
Mittel=
deutſche Privat=Bank Aktiengeſellſchaft.
— Norddeutſche Bank in Hamburg. —
Schröder Gebrüder & Co. —
Vereins=
bank in Hamburg. — M. M.
War=
burg & Co.
„ Hannover: Bank für Handel und In=
* duſtrie Filiale Hannover. — Commerz=
und Disconto=Bank Filiale Hannover.
— Dresdner Bank Filiale Hannover.
— Hannoverſche Bank. — Ephraim
Meyer & Sohn. — Mitteldeutſche
Cre=
ditbank Filiale Hannover vormals Heinr.
Narjes. — Vereinsbank in Hamburg
Filiale Hannover.
in Karlsruhe: Veit L. Homburger.
Rheiniſche Creditbank Filiale Karlsruhe.
— Straus & Co. — Süddeutſche
Dis=
conto=Geſellſchaft A.=G.
„ Königsberg i. Pr.: Norddeutſche
Credit=
anſtalt. — Oſtbank für Handel u. Gewerbe.
„ Leipzig: Allgemeine Deutſche Credit=
Anſtalt. — Bank für Handel u. Induſtrie.
Filiale Leipzig. — Commerz= u. Disconto=
Bank Filiale Leipzig. — Deutſche Bank
Filiale Leipzig. — Dresdner Bank in
Leipzig. — Hammer & Schmidt. —
Mittel=
deutſche Privat=Bank Aktiengeſellſchaft.
„ Ludwigshafen (Rh.): Bank für Handel
und Induſtrie Depoſitenkaſſe
Ludwigs=
hafen (Rhein). — Pfälziſche Bank.
Magdeburg: Magdeburger Vank=Vekein.
— Mitteldeutſche Privat=Bank
Aktien=
geſellſchaft. — F. A. Neubauer.
„ Mannheim: Bank für Handel und
In=
duſtrie Filiale Mannheim. — Dredner
Bank Filiale Mannheim. — Pfälziſche
Bank. — Rheiniſche Creditbank. —
Süd=
deutſche Disconto=Geſeſllſchaft A.=G
„ München: Bank für Handel und Induſtrie
Filiale München. — Bayeriſche
Handels=
bank. — Bayeriſche Hypotheken= und
Wechſelbank. — Bayeriſche Vereinsbank.
— Deutſche Bank Filiale München.
Dresdner Bank Filiale München.
Mitteldeutſche Creditbank Niederlaſſung
München. — Pfälziſche Bank Filiale
München.
„ Nürnberg: Bank für Handel und
In=
duſtrie Filiale Nürnberg. — Bayeriſche
Disconto= & Wechſelbank A.=G. —
Baye=
riſche Vereinsbank Filiale Nürnberg.—
Deutſche Bank Filiale Nürnberg.
Dresdner Bank Filiale Nürnberg. —
Anton Kohn. — Mitteldeutſche
Credit=
bank Filiale Nürnberg. — Pfälziſche
Bank. — Vereinsbank.
„ Poſen: Norddeutſche Creditanſtalt. —
Oſtbank für Handel und Gewerbe.
Straßburg (Elſaß): Allgemeine
Elſäſſi=
ſche Bankgeſellſchaft. — Bank für Handel
und Induſtrie Filiale Straßburg i. Elſ.
— Rheiniſche Creditbank Filiale
Straß=
burg i. Elſ.
„ Stuttgart: Dresdner Bank Filiale
Stutt=
gart. — Württembergiſche Vereinsbank
und bei den in Deutſchland belegenen ſonſtigen Zweigniederlaſſungen dieſer Firmen.
2. Der Zeichnungspreis iſt auf
970/
unter Verrechnung von 4% Stückzinſen bis zum Abnahmetage feſtgeſetzt.
3. Bei der Zeichnung hat jeder Zeichner eine Sicherheit von 5% des gezeichneten Nennbetrages in bar oder ſolchen nach dem Tageskurſe
zu veranſchlagenden Wertpapieren zu hinterlegen, die die betreffende Zeichnungsſtelle als zuläſſig erachtet. Die vom Kontor der
Reichs=
hauptbank für Wertpapiere ausgegebenen Depotſcheine ſowie die Depotſcheine der Königlichen Seehandlung (Preußiſche Staatsbank)
vertreten die Stelle der Wertpapiere.
Den Zeichnern ſteht im Falle einer geringeren Zuteilung die freie Verſügung über den überſchießenden Teil der geleiſteten
Sicherheit zu.
Zeichnungsſcheine ſind bei allen Zeichnungsſtellen unentgeltlich zu haben. Es können aber die Zeichnungen auch ohne Verwendung
von Zeichnungsſcheinen erfolgen, und zwar brieflich mit folgendem Wortlaut:
„Auf Grund der öffentlich bekanntgemachten Bedingungen zeichne ich von den zum Kurſe von 97% jetzt
aufgelegten 4% zum Nennwert auslosbaren Preußiſchen Schatzanweiſungen von 1914
nom. Mark
und verpflichte mich zu deren Abnahme oder zur Abnahme desjenigen geringeren Betrages, der mir auf Grund dieſer Anmeldung zugeteilt wird.
Als Sicherheit hinterlege ich
Zeichner, die ſich für die ihnen zugeteilten Stücke einer Sperrverpflichtung von 6 Monaten zu unterziehen beabſichtigen, haben dies
in dem Zeichnungsbriefe anzugeben.
Solche Zeichnungsbriefe können nach Belieben an jede der obigen Zeichnungsſtellen gerichtet werden.
4. Die Zuteilungen, deren Höhe dem Ermeſſen der Zeichnungsſtellen überlaſſen iſt, werden nach Schluß der Zeichnung ſo bald wie möglich
erfolgen. Zeichnungen, für die ſich der Zeichner einer Sperrverpflichtung von 6 Monaten unterwirft, werden vorzugsweiſe
berückſichtigt werden. Beſtimmte Serien können nur inſoweir zugeteilt werden, als dies mit den Intereſſen der anderen Zeichner
verträglich erſcheint.
5. Die Zeichner können die ihnen zugeteilten Beträge vom 14. Februar d. J. ab jederzeit voll bezahlen, ſie ſind jedoch verpflichtet:
30% des zugeteilten Betrages.
am 14. Februar d. J.
40%
ſpäteſtens „ 23. März d. J.
30% „
„ 15. April d. J.
zu bezahlen. Zeichnungsbeträge bis 3000 Mark einſchließlich ſind am 14. Februar d. J. ungeteilt zu berichtigen. Die Abnahme muß an
derſelben Stelle erfolgen, die die Zeichnung angenommen hat.
6. Soweit nach erfolgter Vollzahlung nicht ſogleich Schatzanweiſungen verabfolgt werden können, erhalten die Zeichner von der Königlichen
Seehandlung (Preußiſchen Staatsbank) ausgeſtellte Zwiſchenſcheine, über deren Umtauſch in Schatzanweiſungen das Erforderliche öffentlich
bekanntgemacht werden wird. Soweit eine Sperrverpflichtung eingegangen iſt, werden die Zwiſchenſcheine und Schatzanweiſungen den
Erwerbern erſt nach Ablauf der Sperre ausgehändigt.
Berlin, im Januar 1914.
(IV,2382
Königliche Seehandlung (Preußiſche Staatsbank).
Kartoffeln
und Aepfel!
Induſtrie per Ztr. 2.50 M., gelbe
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Nummer 21.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 brauner Pelzmuff mit dunklen Streifen (Ende
Dezember gefunden). 1 brauner Pelzmuff mit weißem Seidenfutter.
1. Zwanzigmarkſchein. 1 Fünfmarkſchein. 1 Automobil=Deckmantel
1 Damenuhr in Lederarmband. 2 kleine Schlüſſel an einem Kettchen.
1 Päckchen Verbandwatte. 1 brauner Kinder=Pelzkragen. 1 ſchwarz.
Portemonnaie mit einigem Inhalt. 1 ſchmaler brauſer Pelz mit
Kopf und 3 Schwänzchen. 1 ſilberne Nadel mit blauem längl. Stein.
1 ſchwarzer Damenpelz. 1 graues kariertes Kopfruch. — Zugelaufen:
1 kleiner brauner Dackel.
(2406
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher. 1 deutſcher Schäferhund, 1 Spitzhund,
1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der
nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags
10 Uhr, ſtatt.
(2411
Seite 11.
Verkauf von Faſelvieh.
Der auf den 17. d. Mts. anberaumte Verkauf des fetten
Zucht=
bullen aus dem Faſelſtall, Beſſungerſtraße 60, iſt nicht genehmigt.
Es wird daher nochmaliger Verkaufstermin auf
Freitag, den 23. d. Mts., vormittags 11
Uhr=
feſtgeſetzt.
Angebote für das Tier in einer Summe ſind bis dahin an
die unterzeichnete Stelle abzuliefern. Im Zimmer Nr. 39 des
Stadt=
hauſes liegen die Bedingungen während der Dienſtſtunden zur
Ein=
ſicht offen.
Darmſtadt, den 17. Januar 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
2341im)
J. V.: Jaeger.
Bekanntmachung.
Die ſtädtiſche Sparkaſſe iſt für die Folge — Samstag
nach=
mittag ausgenommen — auch nachmittags von 3—5 Uhr geöffnet.
Darmſtadt, den 13. Januar 1914.
Netz, Direktor.
(1874msm
Vergebung
von 1. Fuhrleiſtungen innerhalb der Gemarkung Darmſtadt
2. Schreiner=, Zimmermann= und Schloſſerarbeiten für die
Tore der Wagenhalle in Eberſtadt.
Angebote ſind bis Dienstag, den 27. Januar 1914,
vor=
mittags 9 Uhr, mit entſprechender Aufſchrift verſehen und verſchloſſen
bei der unterzeichneten Stelle einzureichen. Daſelbſt können die
Zeich=
nungen eingeſehen und Angebotsformulare abgegeben werden.
Darmſtadt (Luiſenſtraße 22), den 20. Januar 1914.
Heſſiſche Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft.
2419)
Holz-Verſteigerung.
Montag, 26. Januar l. J., vormittags ½9 Uhr,
wird in der Brücher’ſchen Wirtſchaft zu Arheilgen das Dürr= und
Windfallholz aus Faſanerie und Tiergarten der Forſtwartei Faſanerie
(Nr. 1—147 und 729—909), ſowie das Durchforſtungsholz aus Diſtrikt
Blumenheeg 65 der Forſtwartei Kranichſtein verſteigert:
Scheiter, rm: 149 Buchen I. Kl., 366 Buchen II. Kl.,
6 Hainbuchen, 97 Eichen, 3 Birken; Knüppel, rm: 169 Buchen,
23 Hainbuchen, 55 Eichen, 17 Birken, 10 Fichten, 5
Wey=
mouthskiefern: Reiſig, Wellen: 3060 Buchen, 110
Hain=
buchen, 480 Eichen; Stöcke, rm: 122 Buchen, 77 Eichen.
Der Durchforſtungshieb liegt an der Feldſchneiſe in der Nähe
des Kranichſteiner Schloſſes. Auskunft erteilen Forſtwart Schmidt
zu Faſanerie und Förſter Karn zu Kranichſtein.
Darmſtadt, den 19. Januar 1914.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
van der Hoop.
(2379
Holzverſteigerung.
Freitag, den 30. Januar l. J., vorm. von 9 Uhr an
ſollen in der Turnhalle, Woogsplatz 5, dahier aus den Diſtrikten
Moosberg und Herrgottsberg verſteigert werden:
Scheiter rm: 282 Buchen, 13 Eichen;
Knüppel rm: 225 Buchen, 16 Eichen;
Reiſig Hdt. W.: 47 Buchen, 1 Eiche:
Stöcke rm: 17 Buchen, fein geſpalten,
41 desgl., grob „
14 Eichen,
Zur Verſteigerung kommen die Nummern 975 bis 1279.
Nähere Auskunft erteilt der Großh. Förſter Klipſtein zu
Böllen=
falltor.
Darmſtadt, am 16. Januar 1914.
Großh. Oberförſterei Beſſungen.
Daab.
(2383ms
Stammholzverſteigerung
Montag, den 26. Januar 1914, vormittags 9 Uhr
anfangend, werden im Pfungſtädter Gemeindewald, Diſtrikt Malcher=
217 Kiefernſtämme
tanne,
von 70—53 cm mittlerem Durchmeſſer und 3—16 m Länge an Ort
und Stelle meiſtbietend verſteigert.
Zuſammenkunft am Seeheimerweg (Bahnwärterhaus).
Forſtwart Weingärtner iſt zur Auskunfterteilung beauftragt.
Bemerkt wird, daß ſich ſehr ſchönes Schnſttholz darunter befindet.
Pfungſtadt, am 19. Januar 1914.
(2381md
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
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(7461
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Nummer 21
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des
geht aus einer grossen Anzahl ärztlicher Zuschriften
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Kreisarzt Dr. med. R. in L. Unaufgefordert gebe ich Ihnen
die Erklärung ab, dass meine Erfahrungen am eigenen Körper, wie
bei meinen Patienten, mir seit 12 Jahren gezeigt haben, dass der
Bonifaciusbrunnen bei Gicht alle anderen Heilwässer weit an
Wirk-
samkeit übertrifft, Ich wende als Brunnen nur Bonifacius an.
Dr. med. R. in H. Der Brunnen macht nicht nur den Körper
frei und elastisch, sondern er übt auch auf das Gemüt und die
Stimmung einen günstigen Einfluss aus.
Dr. med. M. in E. Die Wirkung des Bonifaciusbrunnens gegen
die Gallensteine ist so ausgezeichnet, dass die Kolikanfälle nunmehr
ganz beseitigt sind. Jedoch gehen seit dem Gebrauch des Brunnens
noch öfter Steine und deren Trümmer mit dem Stuhlgang ab.
Stadtarzt Dr. med. B. in N. Ich bin durch den vorjährigen
Gebrauch des Brunnens vollständig von meinem gichtisch
rheu-
matischen Leiden befreit worden.
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EE
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Iei-
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Das Tippfräulein.
Roman von Gertrud Stokmans.
(Nachdruck verboten).
11
Schließlich wurde ihr ein Ultimatum geſtellt.
Ueberzeuge Dich ſelbſt, ſagte die Mutter eines Tages
zu ihr. Frage Werner auf Ehrenwort, ob er Dich zur
Frau begehrt und ſich mit Dir verlobt hätte, wenn Du
ein armes Mädchen geweſen wäreſt. Laſſe Dich aber
nicht auf Erörterungen ein, verlange nur ein einfaches
Ja oder Nein. Er ſoll ſich ſelbſt ſein Urteil ſprechen.
Gabi lächelte ungläubig und ſiegesgewiß. Sie war
von dem guren Ausgang der Sache überzeugt. Als ſie
aber nach vorangegangener Erklärung die
verhängnis=
volle Frage tat, antwortete Wardenburg mit einem
lau=
ten, harten, kurzen Nein.
Das enttäuſchte und empörte ſie über die Maßen.
Sie glaubte nun auch, alles ſei von Anfang an
Berech=
nung und Komödie geweſen, und empfand ihre
eigene=
heiße Liebe daraufhin wie einen Makel, eine tiefe
Herab=
würdigung. In einer Flut von Vorwürfen machte ſie
ihrem leidenſchaftlichen Empfinden Luft, und unter
zor=
nigen Tränen gab ſie ihm ſein Wort und ſeinen Ring
zurück.
Wardenburg verzichtete auf jede Erklärung und
Ver=
ſtändigung. Totenbleich, aber erhobenen Hauptes ſchritt
er ſchweigend zum Hauſe hinaus, und wenige Tage
ſpä=
ter verließ er Berlin.
Die Entlobung machte viel von ſich reden, aber Gabi
merkte nichts davon. Vorſichtig und ſchonend wie eine
Kranke wurde ſie behandelt. Die Eltern machten, um ſie
zu zerſtreuen, Reiſen mit ihr, und als ſie nach einem
hal=
ben Jahre zurückkehrten, nahm das Leben der großen
Welt, das verwöhnte Mädchen wieder ſanft in ſeine
Ame Es bachte ihr Abwehſclung, Vergutgen und
Vergeſſenheit, und ihre Elaſtizität der erſten Jugend
be=
währte auch bei Gabi ihre große ſchöne, wunderwirkende
Kraft.
Werner von Wardenburg bedeutete keine Gefahr mehr
für ſie. Als ein Sieger war er in ihr Leben getreten, als
ein Beſiegter daraus verſchwunden. Ihre Angehörigen
triumphierten. Die Ereigniſſe gaben ihnen recht. Bald
nach der Entlobung war ihr einſtiger Verlobter vollſtändig
zuſammengebrochen. Einer der Nachbarn hatte den
väter=
lichen Beſitz, das ſchöne Hansdorf, gekauft. Wieviel
War=
denburg von dem einſtigen Vermögen geblieben war,
wußte kein Menſch. Wenig genug mochte es ſein. Die
einen meinten dann, er ſei nach Argentinien gegangen, die
anderen, nach Transvaal. Gewiſſes erfuhr man nicht,
aber man pries Gabis Glück, weil ſie noch rechtzeitig dem
traurigen Schickſal entgangen war, die Frau eines ſo
leicht=
ſinnigen Menſchen zu werden. Sie ſelbſt hielt dieſe
Epi=
ſode in ihrem jungen Leben für völlig abgeſchloſſen. Nur
im Sinne einer Warnung wirkte ſie dauernd fort.
Ja, vollſtändig verſchollen, ſchien Wardenburg, wenn
nicht geſtorben und verdorben, und nun war er in der
Heimat geblieben, in dem abgelegenen Hellborn, wo keiner
ihn ſuchte und vermutete, hatte ein ungewöhnlich nützliches
und tätiges Leben geführt, und genoß Achtung und
Be=
wunderung nach jeder Richtung hin. Dabei gedachte er
ihrer noch und jener fernen ereignisreichen Zeit, aber nicht
Schuldbewußtſein ſprach aus ſeinen Worten, ſondern der
berechtigte Groll eines ehrlichen Mannes, dem man
bitte=
res Unrecht zugefügt hatte. Wie war das zu verſtehen, wie
zu erklären?
Gabi konnte ſich nicht zurechtfinden unter all dem
Neuen, das ſo plötzlich auf ſie einſtürmte und ſich in ſo
wunderbarer Weiſe mit dem Alten verband. Nur ſo viel
wnie ſereine Sait, di ſchet Schte ing deſinmnt
g=
weſen, begann wieder zu ſchwingen und zu klingen, und
zum erſtenmal kam ihr der Gedanke, daß es, neben der
ſchlimmen Erfahrung, vielleicht doch eine Art von
unbe=
wußter Treue geweſen war, welche ihr Herz bisher vor
jedem neuen nachhaltigen Eindruck bewahrt hatte.
Der Wunſch, das Rätſel zu löſen, das in
Warden=
burgs Vergangenheit ruhte, war nun größer als die
Angſt, ihm hier zu begegnen und von ihm erkannt zu
wer=
den. Je mehr ſie über ihn nachdachte, um ſo mehr regte
ſich auf dem Untergrund ihrer Seele ein taſtendes
Zwei=
feln und heimliches Verlangen, welches das Gewand der
Neugier trug und ihr ganzer Aufenthalt in Hellborn
ge=
wann mit einm Male ein ganz anderes Ausſehen. Er war
gefahrvoller, aber auch intereſſanter geworden als bisher
und verſprach eine Fülle von Abwechſelung, die ihr ſtets
willkommen war.
5.
Mein liebes Kind, ſagte die Baroneſſe mit ihrem
gütigen Lächeln, Sie ſind heute zum erſten Male zerſtreut,
Was Sie ſoeben vorlaſen, habe ich geſtern ſchon gehört.
Gabi errötete ſchuldbewußt. Ich bitte ſehr um
Ver=
zeihung, entgegnete ſie, es ſoll nicht wieder vorkommen.
Meine Gedanken irrten unwillkürlich ab. Ich werde jetzt
um ſo aufmerkſamer ſein.
Nein, meinte die alte Dame, Sie ſind heute nicht
dis=
poniert und ſollen ſich meinetwegen keinen Zwang antun.
Erzählen Sie mir lieber, was Sie ſo lebhaft beſchäftigt,
vorausgeſetzt, daß es kein Geheimnis iſt.
Fräulein Flotts Stellvertreterin war von ſo viel
Nach=
ſicht gerührt. Sie hatte ſchon wiederholt zeitweiſe
plau=
dern dürfen, ſtatt zu leſen, und es gern getan, aber heute
wußte ſie nicht, inwieweit ſie von der gegebenen Erlauh=
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Nummer 21.
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ferner bei Schnupfen, Erkältungen, Folgen von Influenza
usw. ist Dr. Hentschel’s Anhalator D. R. G. M. 392 288.
Dr. Hentschel’s Inhalator verwandelt die lösenden, von
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stoffen befreienden Medikamente in denkbar feinsten Arzneinebel
welcher durch einfaches Einatmen völlig reizlos in die Luftwege und
Lungenbläschen eindringt, um unmittelbar am Herd der Krankheit
seine volle Wirkung auszuüben. Kein Anheizen! Keine
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gegen mein seit ca. 25 Jahren schon bestehendes Asthmaleiden geworden.
O. P. in Halfe a. 8.‟
„Ihr Dr. Hentschel’s Inhalator hat mir, der ich schon lange Zeit
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die besten Dienste getan und den besten Erfolg gebracht, so daß ich
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nis Gebrauch machen ſollte, und ſchwieg in momentaner
Befangenheit. Die Baroneſſe kam ihr zu Hilfe.
Geſtehen Sie es nur, ſagte ſie gut gelaunt, der
Ge=
danke an die ſchlimme Gräfin und das geheimnisvolle
Bild läßt Sie nicht ruhen. Sie wollen es durchaus
ergrün=
den. Haben Sie durch meinen Bruder zufällig etwas
darüber erfahren oder ſind Sie aus lauter Eifer neben
das Archiv gezogen?
Gabi hatte in den letzten Tagen wenig oder gar nicht
an die ſchöne Frau in der ſchwarzen Maske gedacht und
auch das gelbe Zimmer nicht mehr betreten, aber als
Uebergang war, ihr das Thema gerade jetzt ſehr
will=
kommen, und ſie griff es mit ſolchem Eifer auf, daß die
Baroneſſe glauben mußte, ſie habe wirklich das Richtige
getroffen.
Nein, ſagte ſie lebhaft, ich wohne noch immer im
Wirtſchaftsflügel, und der Herr General iſt jetzt mit einem
früheren Abſchnitt der Familiengeſchichte ſo ausſchließlich
beſchäftigt, daß ich es nicht wagte, eine Frage nach der
ſchlimmen Gräfin zu tun, aber die Mamſell, deren Mutter
ſchon hier im Hauſe war, hat mir allerlei von ihr erzählt.
Daher weiß ich auch, daß es ein Schmuck iſt, den ſie in
ſtürmiſchen Nächten ſo eifrig ſucht. Es ſoll derſelbe ſein,
den ſie auf dem Bilde trägt. Sie hat ihn verſteckt, und
niemand kann ihn wiederſinden. — Eine wundervolle
Ge=
ſchichte nicht? Irgend eine alte Kindermuhme hat ſie
wahrſcheinlich erfunden. Möglicherweiſe verhält es ſich
aber wirklich ſo, was das Verſtecken anbelangt. Darum
gebe ich den Gedanken an eine Ueberſiedelung in das gelbe
Zimmer auch nicht auf. Fräulein Flott ſchrieb mir heute,
die Krankheit ihrer Mutter könne ſich noch wochenlang
hinziehen und mein hieſiger Aufenthalt ſich
dementſpre=
chend verlängern. Da brauche ich mich mit meinen
pri=
vaten Nachforſchungen nicht zu übereilen.
Wenn Sie Ihre Nachforſchungen nicht lieber ganz
unterlaſſen, meinte die alte Dame. Die Hauptſache iſt, daß
Sie noch eine Weile hier bleiben. Sie haben ſich
erſtaun=
lich ſchnell eingearbeitet, und ein baldiger Wechſel wäre
meinem Bruder und mir wenig willkommen. Er rühmt
Ihre Sorgfalt, Umſicht und Findigkeit, und ich bin mit
meiner Vorleſerin auch ſehr zufrieden. Perſönliche
Sym=
pathien ſprechen noch mit, und ſchließlich werden Sie uns
ſo unentbehrlich ſein, wie der gute Wardenburg, der auch
nur kurze Zeit zur Aushilfe herkam und nun ſchon ſeit
ſieben Jahren bei uns iſt.
Gabi horchte hoch auf, als der Name fiel, der
neuer=
dings wieder im Vordergrund ihres Denkens und
Emp=
findens ſtand, aber ſie mußte vorſichtig ſein zum ſich nicht
zu verraten. So küßte ſie nur ihrer Gönnerin die Hand,
und lächelnd zu ihr aufſchauend, ſagte ſie: Baroneſſe ſind
zu gütig. Ich bin auch ſehr gern hier in Hellborn, aber
ſieben Jahre ſind eine lange Zeit, und zu der
Vortrefflich=
keit und Leiſtungsfähigkeit des Herrn Oberinſpektors werde
ich mich niemals aufſchwingen. Er ſoll ja überhaupt ein
ganz merkwürdiger Menſch ſein. Alle rühmen und
reſpek=
tieren ihn, aber ein bißchen Angſt haben ſie auch alle.
Kennen Sie ihn denn ſchon? fragte die alte Dame.
Nein, ich habe bisher nur von ihm gehört und ihn
von weitem geſehen, aber ich bin etwas neugierig von
Natur, und da fragte ich mich: Wie kommt es, daß dieſer
Mann ſich hier in Arbeit und Einſamkeit vergräbt und von
den Freuden des Daſeins nichts mehr wiſſen will? Er
iſt doch noch jung und ſieht ſehr gut aus. Auch ſoll er
aus feiner, vornehmer Familie ſein. Iſt das wahr?
Die Baroneſſe nickte. Vollkommen wahr, mein liebes
Kind. Er iſt durch ſeine Mutter mit Treſſenſteins
ver=
wandt, und auch zu unſerer Familie hat er
verwandtſchaft=
liche Beziehungen. Ehe er zu uns kam, war er ein
ver=
wöhnter, ſorgloſer eleganter Menſch, der in der
Geſell=
ſchaft eine hervorragende Rolle ſpielte und, wie es ſchien,
einer glänzenden Zukunft entgegenging.
Dann begreife ich um ſo weniger, daß er ſich jetzt mit
einer untergeordneten, abhängigen Stellung begnügt,
meinte Gabi. Hat er Unglück gehabt, iſt er plötzlich
ver=
armt?
Ja, Kind, und zwar nicht durch eigene Schuld,
ſon=
dern durch ein unglückliches Zuſammenwirken
verhäng=
nisvoller Umſtände, die ſich ſtärker erwieſen als er. Wenn
man die Wahrheit kennt wie ich, kann man ihn nur
be=
wundern und bedauern.
Und wie kam er hierher?
Er ſuchte Arbeit und Vergeſſenheit, wollte mit dem
Reſt ſeines Vermögens ins Ausland gehen und bat meinen
Nefſen Treſſenſtein, der damals bei der Geſandtſchaft in
Buenos=Aires war, um Auskunft über die Verhältniſſe in
Argentinien. Der wollte ihm auch gern behilflich ſein, bat
ihn aber dringend, zu warten, bis er etwas Gutes,
wirk=
lich Paſſendes für ihn gefunden habe, und riet ihm,
in=
zwiſchen zu ſeinem Schwiegervater nach Hellborn zu
gehen. Der hatte nämlich ein Jahr vorher den ſchönen
Beſitz in einem ziemlich verwahrloſten Zuſtande
über=
nommen, bedurfte dringend einer geſchulten Kraft und
einer Vertrauensperſon zu ſeiner Hilfe und hatte ſie bis
dahin vergeblich geſucht. Zugleich ſchrieb Treſſenſtein an
uns, um Wardenburg zu empfehlen, und da letzterer der
Sohn meiner lieben Jugendfreundin war, freute ich mich
nicht wenig, als er kam. Zuerſt betrachtete er ſeine
hie=
ſige Tätigkeit nur als Uebergang, griff aber gleich alles
richtig und energiſch an, fand den neuen Wirkungskreis
lohnend und intereſſant und hatte ſchließlich ſelbſt den
Wunſch, das einmal begonnene Werk auch weiter
fortzu=
ſetzen. Der Gedanke an das Ausland trat mit der Zeit bei
ihm mehr und mehr zurück, und Treſſenſtein riet ihm auch
dringend, zu bleiben, wo er war. Nicht nur um meines
Bruders willen, der Wardenburg um jeden Preis
be=
halten wollte, ſondern auch um ſeiner ſelbſt willen. Hier
konnte er ſeine Kenntniſſe und Erfahrungen am beſten
ver=
werten, brauchte kein Riſiko zu übernehmen und kein
Lehr=
geld zu zahlen. Auch ſein Wunſch nach Zurückgezogenheit
ließ ſich erſüllen. Mein Bruder richtete das Schlößchen
in Degenfeld, das lange leer geſtanden hatte, wohnlich für
ihn ein, und nur wenige ſeiner alten Freunde und
Ge=
noſſen ahnten, daß der vielgeprieſene Oberinſpektor von
Hellboren identiſch ſei mit dem verſchwundenen und
ver=
ſchollenen Baron Werner von Wardenburg
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 21.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Seite 15.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 20. Jan. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 1 Uhr. Er erbittet und erhält die
Ermächtigung, Seiner Majeſtät dem Kaiſer zu deſſen
allerhöchſtem Geburtstage die Glückwünſche
des Reichstags darbringen zu dürfen. — Auf der
Tagesordnung ſteht zunächſt folgende
Anfrage
des Abg. Erzberger (Zentr.): Am 28. November 1913
iſt zu Berlin eine Vereinigung Berliner
Schutzmänner gegründet worden mit den
ſatzungs=
gemäßen Zwecken: Pflege einer königstreuen Geſinnung,
Pflege der Kameradſchaft, Förderung des
Standes=
anſehens, Ehrung unſerer Jubilare, Erweiſung der
letz=
ten Ehren für die verſtorbenen Kameraden, Hilfe für
Witwen und Waiſen. Die Behandlung politiſcher und
dienſtlicher Angelegenheiten war ſatzungsgemäß
grund=
ſätzlich ausgeſchloſſen. Am 2. Dezember 1913 erließ der
Berliner Polizeipräſident folgenden Tagesbefehl: Am
20. vorigen Monats haben verſchiedene Verſammlungen
von Schutzleuten ſtattgefunden, in denen eine Vereinigung
aller Schutzmänner gegründet worden iſt. Ich verbiete
ſämtlichen Beamten der Schutzmannſchaft im Landbezirk
Berlin, eine Einladung zu ſolchen Verſammlungen zu
er=
laſſen oder ſich an derartigen Verſammlungen zu
beteili=
gen. Verfügung vom 2. Dezember 1913. gez. v. Jagow.
— Auf das am 8. Dezember eingereichte Geſuch um
Ge=
nehmigung der Vereinsſatzungen erfolgte am 24.
De=
zember der Beſcheid: Die Genehmigung zur Gründung
des Vereins Berliner Schutzmänner wird nicht erteilt.
gez. v. Jagow. — Gründe der Verſagung der
Genehmi=
gung ſind nicht angegeben und aus den ſatzungsgemäßen
Zwecken der geplanten Vereinigung gewiß nicht zu
ent=
nehmen. Bereits unter dem 16. Dezember wurde der
Vorſitzende des Vereins unter ſchwerer Schädigung ſeiner
perſönlichen Intereſſen gegen ſeinen Wunſch nach Zabrze
verſetzt. Was gedenkt der Herr Reichskanzler zu tun,
um der durch das Reichsvereinsgeſetz auch den
Schutz=
männern gegebenen Vereinigungsfreiheit gegenüber
die=
ſer Maßnahme preußiſcher Behörden Geltung zu
ver=
ſchaffen?
Direktor im Reichsamt des Innern Lewald: Es
handelt ſich um eine Angelegenheit, die ihrer Natur nach
nicht dem Vereinſs= ſondern dem Beamtenrecht
ange=
hört. Ich verweiſe in dieſer Hinſicht auf die
Ausführun=
gen des damaligen Herrn Staatsſekretärs des Innern
in der Reichstagsſitzung vom 9. Dezember 1907, nach
denen es dem Staate vermöge der Beamtendiſziplin in
ſeinen privatrechtlichen Beziehungen und vermöge des
Privatrechtes unbenommen bleibt, Beamte und
vertrags=
mäßig beſchäftigte Perſonen von der Teilnahme an
be=
ſtimmten Verſammlungen und Vereinigungen
fernzu=
halten. einen Standpunkt, den auch die Kommiſſion geteilt
hat und dem der jetzige Herr Staatsſekretär des Innern
in der Sitzung vom 10. Dezember 1912 wiederum
Aus=
druck gegeben hat. Unter dieſen Umſtänden liegt für die
Reichsleitung kein Anlaß zu irgendwelchen
Maßnah=
men vor.
Ergänzend fragt Abg. Erzberger (Zentr.): Der
Herr Staatsſekretär des Innern hat im Jahre 1908 bei
Beratung des Vereinsgeſetzes nach dem
Kommiſſions=
bericht erklärt, daß auch den Beamten die Vereinigungs=
und Verſammlungsfreiheit zuſtehe und man ſich, nur das
Recht vorbehalte, ſie von Vereinen und Verſammlungen
ferszuhalten, die dem Weſen des Beamtentums
wider=
ſprechen. — Präſident Dr. Kaempf: Das iſt keine
er=
gänzende Anfrage. — Abg. Erzberger: Ich komme
gleich dazu und bitte, mir jetzt das Wort zur Ergänzung
der Anfrage zu erteilen. — Präſident Dr. Klaempf:
Das hätten Sie von vornherein tun ſollen. — Abg.
Erz=
berger: Ich frage als Ergänzung: Was gedenkt der
Herr Reichskanzler zu tun, um dieſer von ihm ſo
ent=
ſchieden gegebenen Zuſage Geltung zu verſchaffen?
Direktor im Reichsamt des Innern Lewald: Ich
würde empfehlen, dieſe Frage, da gerade der Etat des
Reichsamt des Innern zur Debatte ſteht, mit zur
Be=
ſprechung zu ſtellen. Meinen vorhin abgegebenen
Er=
klärungen habe ich nichts hinzuzufügen.
Darauf ſetzt das Haus die
Spezialberatung des Etats für das Reichsamt des Innern
fort. — Abg. Krätzig (Soz.): Die Konſervativen müſſen
von allen guten Geiſtern verlaſſen ſein, daß ſie die Not
der ländßchen Arbeiter beſtreiten. Beſonders laſſen die
Wohnungsverhältniſſe der ländlichen Arbeiter noch viel
zu wünſchen übrig. Herr v. Heydebrand irrt ſich, wenn
er meint, daß die Sozialdemokratie ſich in die Revolution
treiben laſſen würde. Die Sozialdemokratie wird im
Gegenteil dafür ſorgen, daß es gewiſſen Kreiſen nicht
ge=
lingen wird, die Volksmaſſen vor die Maſchinengewehre
zu bringen. Die Arbeitgeber üben den Arbeitern
gegen=
über den ſchwerſten Terrorismus aus. In der
Textil=
induſtrie werden die Arbeiter mit ſchweren Geldſtrafen
belegt, ſobald ſie ſich nur das geringſte Verſehen
zuſchul=
den kommen laſſen. Von ſeiten der Konſervativen wird
erklärt, jeder Arbeiter könne derjenigen Organiſation
beitreten, die ihm zuſage. In Wirklichkeit geht aber ihr
ganzes Streben dahin, die Arbeiter in die gelben
Ge=
werkſchaften zu preſſen. Den Landarbeitern vollends
ver=
ſagt man das Koalitionsrecht überhaupt. Man will dieſe
Arbeiterklaſſe rechtlos erhalten, und daher kommt auch
die Leutenot auf dem Lande. Das ſchlimmſte aber iſt,
daß der ländliche Arbeiter, wenn er plötzlich zu Unrecht
entlaſſen iſt, nicht einmal immer vor den Gerichten Recht
bekommt; wenn er aber infolge ſchlechter Behandlung
den Dienſt verläßt, dann wird er zu hohen Geldſtrafen
verurteilt. Für die ländlichen Arbeiter müſſen
Mietwohn=
häuſer erbaut werden, damit ſie Gelegenheit haben, ſich
ſelber eine Wohnung zu ſuchen. Die Wohnungen auf
den Gütern laſſen in jeder Beziehung zu wünſchen übrig,
ſie ſind nur dazu da, die Freizügigkeit zu unterbinden.
Die Gutwohnungen ſind keine guten Wohnungen. (Sehr
gut! bei den Soz.) Unter dieſen Umſtänden nimmt die
Tuberkuloſe immer mehr zu, auch die Sittlichkeit wird
aufs ſchwerſte gefährdet. Wir Sozialdemokraten haben
ſeit langem die Gleichſtellung der ländlichen Arbeiter mit
den Induſtriearbeitern gefordert in ſozialpolitiſcher
Hin=
ſicht. Dazu gehören Aufhebung der Geſindeordnung und
das Koalitionsrecht. Das Anſehen Deutſchlands
ver=
langt eine ſchleunige Beſeitigung aller dieſer Zuſtände.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Als ich mich für die
Beratung meines Etats vorbereitete, habe ich 197 Fragen
bearbeitet, die mir in ſozialpolitiſcher Beziehung
unter=
breitet worden ſind. Damit erledigt ſich der Vorwurf, wir
gäben uns nicht die geringſte Mühe, auf die Wünſche des
Reichstages einzugehen. Dieſe Zahl hat ſich jetzt noch um
twa 20 vermehrt. Fürchten Sie nicht, daß ich auf alle
dieſe Fragen jetzt eingehe. (Heiterkeit.) Ich will mich
be=
ſchäftigen mit Fragen unſerer Sozialpolitik und mit
unſerer Wirtſchaftspolitik. Ich behalte mir vor, auf
zahl=
reiche Einzelheiten, insbeſondere die
Mittelſtands=
politik, in beſonderer Rede einzugehen.
Die wirtſchaftspolitiſchen Fragen ſtehen im Vordergrunde
des Intereſſes, und das aus ſehr guten Gründen. Durch
die Verabſchiedung der Reichsverſicherungsordnung ſind
wir in unſerer Sozialpolitik jetzt zu einem gewiſſen
Ab=
ſchluß gelangt. (Unruhe links. Hört, hört! Unerhört!
bei den Sozialdemokraten.) Die
Reichsverſicherungsord=
nung hat uns eine erhebliche Ausdehnung unſerer
Ver=
ſicherung gebracht. In eine neue geſetzgeberiſche Aktion
können wir nicht eher eintreten, ehe die eben erſt zu Ende
geführte Aktion durchgeführt und zu einem glatten
Ab=
ſchluß im Lande gebracht worden iſt. Die
Krankenver=
ſicherung, die Unfallverſicherung und die Invaliditäts= und
Altersverſicherung ſind zu einem gewiſſen Abſchluß
ge=
bracht, und neu hinzugetreten iſt die
Hinterbliebenenver=
ſicherung, die noch in der Durchführung begriffen iſt und
deren Erfolge wir noch nicht überſehen können. Bei der
Ausdehnung der Krankenverſicherung ſind wir annähernd
an die Grenze des Möglichen gegangen. (Sehr richtig!
rechts.) Dies iſt nicht auf Grund einer oberflächlichen
Vorbereitung geſchehen, im Gegenteil, es iſt vielleicht nie
ein Geſetz ſo ſorgſam vorbereitet worden wie dieſes, auch
hinſichtlich der Krankenverſicherung für land= und
forſtwirt=
ſchaftliche Arbeiter und das Geſinde. Die Schwierigkeiten,
die hier noch vorhanden ſind, werden ſich beſeitigen laſſen.
Auf dem Gebiete der Sozialpolitik hat es alſo keinen
Still=
ſtand gegeben; im Gegenteil, es hat oft genug
Anſtrengun=
gen und Eile bedurft, um alle Vorlagen rechtzeitig
fertig=
zuſtellen. Für die Durchführung des Geſetzes haben wir
in allen Verwaltungsbehörden Beamte ſitzen, die auf dem
Gebiete der Sozialpolitik Spezialiſten ſind. Auch auf dem
Gebiete der Fürſorge für Leben und Geſundheit der
Arbeiter iſt ein Fortſchritt zu verzeichnen. Hier iſt den
einzelnen Bundesſtaaten und deren Verwaltungsbehörden
bis hinunter zur Ortspolizeibehörde die Möglichkeit
ge=
geben, diesbezügliche Anordnungen zu treffen, und zwar
auf Grund der Baſis von allgemeinen Grundſätzen, die
unter Mitwirkung des Reichsgeſundheitsamtes feſtgelegt
ſind.
Augenblicklich bleibt uns alſo nicht geſetzgeberiſche
Arbeit, ſondern Detailarbeit der einzelnen Beamten und
einzelnen Behörden. Wir haben jetzt geſchulte Beamte bei
der ſozialpolitiſchen Durchführung, und die einzelnen
Bun=
desſtaaten ſind andauernd bemüht, ihr Beamtenperſonal
in dieſer Hinſicht zu vervollſtändigen. Auf die vielen
Ein=
zelfragen gehe ich nicht ein, das überlaſſe ich meinen
Kom=
miſſaren, die im Laufe der Debatte ausreichend
Gelegen=
heit haben werden, auf dieſe Fragen einzugehen. Die
Syn=
dikatsgeſetzgebung, die Forderung der Verſtaatlichung der
Rüſtungen, die Monopoliſierung des Kalibaues und das
Kaliſyndikat, die Verſtaatlichung des Kohlenbergbaues und
die Einflußgewinnung auf die Preisgeſtaltung der
über=
mächtigen Syndikate — alle dieſe Fragen wachſen auf
dem=
ſelben Boden. Das freie Spiel der Kräfte iſt
nicht mehr ſo wie früher zu beobachten; nicht
die Konkurrenz vieler Unternehmer treibt die Preiſe,
ſon=
dern einige wenige Unternehmer. Auf das Koalitionsrecht
gehe ich nicht ein. Ich habe meinen früheren Ausſagen
nichts hinzuzufügen, auch dem, was der Reichskanzler über
den Arbeitswilligenſchutz geſagt hat, habe ich nichts mehr
hinzuzufügen. Dagegen will ich eingehen auf die Frage
der Tarifverträge. Die Vorausſetzung dieſer Frage
iſt die Regelung der Rechtsfähigkeit der Berufsvereine
Hierzu iſt aber wieder eine Einigung zwiſchen der
Regie=
rung und dem Parlament nötig, die die Einhaltung des
Tarifes ſicherſtellt und andererſeits den Staatsbehörden
die Möglichkeit gibt, einen Mißbrauch der wirtſchaftlichen
und moraliſchen Kräfte der Organiſation zum Schaden
der Allgemeinheit oder des Einzelnen zu verhindern. Ob
dieſes Ziel erreicht werden kann, iſt mir in hohem Maße
zweifelhaft; aber dennoch muß dieſes Problem gelöſt
wer=
den. Alle Kulturſtaaten beſchäftigen ſich mit dieſem
Pro=
blem, ohne eine Erledigung gefunden zu haben. Wenn
auch die Vorausſetzungen auf Grund des beſtehenden
ge=
ſetzlichen Untergrundes in Auſtralien, Frankreich und
Eng=
land uſw. verſchieden ſind, ſo iſt der allgemeine Effekt der
gleiche negative geweſen. Eine Denkſchrift wird dem
Reichstage über dieſe Frage zugehen. Dann werden wir
uns auch über das Problem des Koalitionsrechtes
der Arbeitgeber und Arbeitnehmer
unterhal=
ten. Mit der Frage der Tarifverträge hängt eng
zuſam=
men die Forderung eines Reichseinigungsamtes.
Dieſe Forderung hängt von der Vorfrage: Wie iſt das
Recht der Berufsvereine zu geſtalten, ab. Hierzu iſt nötig
die Schaffung eines Verhandlungsweges unter
Mitwir=
kung der Behörden durch die Einſetzung eines paritätiſchen
Schiedsgerichtes. Typiſch hierfür iſt die Einigung zwiſchen
Aerzten und Krankenkaſſen. Ich hoffe, daß es mir
gelun=
gen iſt, dieſen Streit rechtzeitig zu dämpfen. (Lebhaftes
Bravo! rechts und im Zentrum.) Wenn unſere
Sozial=
politik auch zu einem gewiſſen Abſchluß gekommen iſt, ſo
fallen uns doch noch erhebliche Aufgaben zu, die noch zu
löſen ſind. In ein gedankenloſes Vorwärtsdrängen
dür=
fen wir uns aber nicht einlaſſen. Das bedeutet nicht einen
Abbau unſerer Sozialpolitik; im Gegenteil, eine gut
ge=
ſtellte Arbeiterſchaft iſt eine ſtarke Säule für unſere
natio=
nale Kraft. (Bravo!) Auch den Arbeitgebern muß die
wirt=
ſchaftliche und moraliſche Freiheit gegeben werden, um die
hohen Aufgaben zu erfüllen, die unſere Induſtrie bisher
erfüllt hat und noch erfüllen muß, wenn ſie die führende
Stellung in der Welt behalten will, auf die wir ſtolz ſind.
Eine verſtändige Sozialpolitik muß ſich in den Grenzen
des wirtſchaftlich Möglichen halten; ſie muß im Einklang
ſtehen mit der allgemeinen Wirtſchaftspolitik. (Rufe bei
den Sozialdemokraten: Phraſe!) Das iſt keine Phraſe.
Es iſt doch die Pflicht der Regierung, die Dinge anders
zu beurteilen. als eine einzelne Partei. (Bravo!) Sie
muß das Geſamtwohl im Auge haben. (Unruhe bei den
Sozialdemokraten. Ruf: Knecht der Unternehmer!)
Delbrück (fortfahrend): Mögen Sie mich Knecht der
Unternehmer nennen oder nicht, das iſt mir gleichgültig.
(Lebhaftes Sehr gut!) Das hindert mich nicht, zu tun,
was mir obliegt. (Lebhaftes Bravo! bei der Mehrheit.)
Im Zuſammenhang beſteht der wirtſchaftliche
Auf=
ſchwung, der auch den Arbeitnehmern, was ſie immer
be=
ſtreiten, Vorteile gebracht hat. Im Jahre 1893 ſtand
Deutſchland bezüglich des Außenhandels mit Frankreich
und Amerika auf einer Stufe, aber bedeutend hinter
Eng=
land zurück. Heute hat Deutſchland die beiden erſten
Länder bedeutend überflügelt und iſt dem
engliſchen Geſamthandel nahegerückt. Dieſer
Entwicklung unſeres Außenhandels entſpricht auch
die=
jenige unſeres Inlandmarktes, ſo bezüglich der
landwirt=
ſchaftlichen Produktion des Viehſtandes, der
Kohlenförde=
rung, der Roheiſenproduktion. Der Güterverkehr hat ſich
in den letzten 20 Jahren verdreifacht. Auch der
Kapital=
markt hat ſich bedeutend gehoben. An dieſem Aufſchwung
des nationalen Kapitalvermögens ſind auch die mittleren
und arbeitenden Klaſſen ſtark beteiligt. Redner weiſt dies
an der Hand von ausführlichem Zahlenmaterial unter
Hin=
weis auf die Veranlagung der Einkommenſteuer und der
Steigerung der Sparkaſſeneinlagen nach. Ein ſchlagender
Beweis für die günſtige Situation unſerer geſamten
Wirt=
ſchaftspolitik iſt die Tatſache, daß wir während 2½ Jahre
ſchwerer finanzieller Weltkriſen ſtärker daſtehen als je
vorher. An dieſem Aufſtieg haben auch die Arbeiter
teil=
genommen. Es heißt immer, das Steigen der
Arbeiter=
löhne habe nicht Schritt gehalten mit der Steigerung der
Lebensmittelpreiſe. Man überſieht aber dabei, daß die
Lebenshaltung, die Wohnungen uſw. für die Arbeiter ſich
beſtändig gebeſſert haben. Das haben auch
ſozialdemo=
kratiſche Fachorgane zugegeben. (Zurufe bei den
Sozial=
demokraten.)
Wenn ich nicht einmal Ihre (zu den
Sozialdemo=
kraten) Zeitſchriften zitieren darf, was ſoll ich da machen?
(Sehr gut! rechts.) Die Preisſteigerung hat verſchiedene
Gründe. Sie liegt teils an der Dürre, die in den letzten
Jahren in unſerem Vaterlande geherrſcht hat, andererſeits
daran, daß die Beſſerung der Lebenshaltung in den
Ar=
beiterkreiſen zu plötzlich geſtiegen iſt.
Der Rückgang im Viehbeſtand im Jahre 1912
iſt zurückzuführen auf eine Mißernte und
ver=
heerende Viehſeuche. (Sehr richtig! rechts.) Jetzt
ſind wir aber wieder im Aufſteigen begriffen. Auf unſere
Wirtſchaftspolitik war jener Rückgang nicht
zurückzu=
führen. Falſch iſt es auch, daß die Vermehrung des
Körner=
baues auf die Rückvergütung durch die Einfuhrſcheine, alſo
auf die ſogenannte falſche Wirtſchaftspolitik zurückzuführen
ſei. Die Einfuhrſcheine waren notwendig im
Inter=
eſſe unſerer Oſtſeehäfen und im Intereſſe der oſtdeutſchen
Landwirtſchaft, die ohne Verbindung mit dem übrigen
Deutſchland und nicht im Genuſſe des Zollſchutzes ſtand.
Dieſes Syſtem hat den Zweck, dem Produzenten die
Mög=
lichkeit zu geben, ſein Getreide auf die billigſte Weiſe da zu
verkaufen und zum Weltmarktpreiſe anzubieten, wo es
ge=
braucht wird. Dazu kommt, daß weite Teile unſerer
Land=
wirtſchaft infolge der Bodenverhältniſſe auf den
Roggen=
bau angewieſen iſt, während wir Bedarf an Weizen haben.
Unſere Wirtſchaftspolitik hat zweifellos eine Förderung
faſt aller produzierenden Stände zur Folge gehabt. Ohne
ſie wäre eine Durchführung unſerer Sozialpolitik
über=
haupt nicht möglich.
Die Reichsleitung vertritt den Standpunkt nach wie
vor, daß unſer bisheriger Zollſchutz im allgemeinen genügt
hat, 'daß er aber auch aufrechterhalten werden muß, und
daß die Richtlinien unſerer Vertragspolitik im
weſent=
lichen dieſelben bleiben müſſen. (Bravo!) Insbeſondere
muß der Landwirtſchaft der Zollſchutz nach wie vor
erhal=
ten bleiben. Bei der außerordentlich ſchnellen
Entwick=
lung der Weltwirtſchaft war unſer Zolltarif in manchen
Punkten der heimiſchen Produktion nicht mehr entſprechend.
Mehrfach wird die Forderung nach Herabſetzung der
Tarifſätze und Einräumung von Zugeſtändniſſen gefordert.
Auch iſt der Reichsleitung nicht unbekannt, daß fur einige
Unebenheiten ein Ausgleich erwünſcht erſcheint und daß die
Entwicklung der Technik eine Reihe von Ergänzungen nahe
legt. Im großen und ganzen entſpricht der gegenwärtige
Zuſtand durchaus den Bedürfniſſen der deutſchen
Volks=
wirtſchaft und ich meine, daß die bisherige Handelspolitik
in ſicheren Bahnen fortzuführen iſt. Soweit ſich überſehen
läßt, wird keine Veranlaſſung vorliegen, durch Kündigung
der Tarifverträge zur Neuregelung der
Handelsbeziehun=
gen den Anſtoß zu geben. Es beſteht daher einſtweilen nicht
die Abſicht, dem Reichstag eine Novelle zum Zolltarif
vor=
zulegen, wenn die Vertragsſtaaten ſich mit uns auf die
Verlängerung der Handelsverträge einigen. Wird aber
das Vertragsverhältnis gekündigt, oder von den übrigen
Staaten eine Aenderung in ihren Tarifen vorgenommen,
dann werden die verbündeten Regierungen nicht zögern,
diejenigen Maßnahmen zu treffen, die erforderlich ſind, um
die wirtſchaftlichen Intereſſen Deutſchlands zu verteidigen
und dann die Verbeſſerung des geltenden Tarifes
durch=
zuſetzen. Wir ſind uns des Ernſtes dieſer Aufgabe voll
bewußt. Die Reichsverwaltung iſt damit befaßt, die in
Betracht kommenden Verhältniſſe unter Würdigung des
vorliegenden Materials durchzuſehen und auch
Anregun=
gen aus den beteiligten Erwerbsſtänden zum Zolltarif
einer eingehenden Prüfung zu unterwerfen. Dieſes
Ma=
terial iſt zu ergänzen und auf dem Laufenden zu halten.
Die Bundesſtaaten werden den ſachverſtändigen Herren
und dem Wirtſchaftsausſchuß rechtzeitig das Matertal
unterbreiten. Die Sozialpolitik und die Wirtſchaftspolitik
ſind annähernd zur gleichen Zeit entſtanden und auf
dem=
ſelben Boden gewachſen. Die Fortführung des einen
ver=
langt die Aufrechterhaltung des anderen. Beide haben ſich
bewährt; ſie fortzuführen wird daher unſere Aufgabe ſein.
(Lebhafter wiederholter Beifall.)
Abg. Chryſant (Ztr.): Mit der Vorlage
betref=
fend die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe ſind wir nicht
einverſtanden. Wir verlangen, daß nicht eine
Erſchwe=
rung, ſondern eine Erleichterung des Mittelſtandes
ein=
tritt. Nötig iſt die Schaffung einer Vermittelungsſtelle bei
Submiſſionen. Die Forderungen des Mittelſtandes müſſen
mehr als bisher berückſichtigt werden. Der Mittekſtand
muß bleiben eine Geſellſchaft im nationalen Sinne. (
Bei=
fall.) Miniſterialdirektor Caſpar: Die Einſchränkung
des heimlichen Warenhandels iſt Sache der Einzelſtaaten.
Auf Verlangen der Reichsregierung iſt es den Behörden
unterſagt, zur Vermehrung derartiger Waren Räume zur
Verfügung zu ſtellen. Damit dürfte die Ausdehnung
die=
ſes Warenhandels beſeitigt ſein. — Miniſterialdirektor
Lewald: Auf die Frage der Handwerkerausſtellungen
werde ich zurückkommen, wenn dieſe Frage in der
Budget=
kommiſſion erörtert ſein wird. — Abg. Böhme (Ntl.
Bauernbund): Die Entwicklung unſeres Welthandels iſt
durchaus zufriedenſtellend, ſo daß wir auf dieſe
Entwick=
lung ſtolz ſein können. Daß die Landwirtſchaft die Folgen
der Maul= und Klauenſeuche ſo glänzend überſtanden hat,
iſt erfreulich. Mit der inneren Koloniſation wird nicht ſo
vorgegangen, wie es erwünſcht wäre. Im Vordergrund
muß dabei die Bauernanſiedlung ſtehen. Die
Arbeiter=
anſiedlung iſt nichts als ein Schlagwort, mit der die
Bauernanſiedlung totgeſchlagen werden ſoll. (Bravo.) Der
Import ausländiſcher Arbeitskräfte liegt in erſter Linie
im Großgrundbeſitzerintereſſe. Gibt man den Poſtbeamten
das Koalitionsrecht, ſo darf man es den Landarbeitern
nicht verſagen. Unſer Streben muß dahin gehen, einen
geſunden Bauernſtand zu erhalten.
Damit wird die Weiterberatung auf Mittwoch 1 Uhr
vertagt. Schluß nach ¼7 Uhr.
* Berlin, 20. Jan. Die
Budgetkommiſ=
ſion des Reichstages beriet den Etat der
Reichsjuſtizverwaltung. Für das Reichsgericht
werden drei Räte und ein Rechtsanwalt mehr angefordert.
Nach längerer Debatte wurden die Räte genehmigt und
der Reichsanwalt abgelehnt.
* Berlin, 20. Jan. Die zwölfte
Kommiſ=
ſion des Reichstages zur Beratung des
Geſetzent=
wurfes, betreffend die Konkurrenzklauſel hat die
von der Regierung nach Schluß der erſten Leſung
vorge=
legten umgearbeiteten Entwürfe nach dem von ſamtlichen
bürgerlichen Parteien angeſtellten Kompromißantrag
an=
genommen mit der Aenderung, daß die
Gehalts=
grenze, bis zu der das Wettbewerbeverbot nichtig ſein
ſoll, von 1500 auf 1800 Mark erhöht wird. Die
Regierung ließ erklären, ſie habe gegen die Faſſung große
Bedenken, könne aber erſt morgen dazu Stellung nehmen,
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Nummer 21.
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Winterſports werden darauf aufmerkſam gemacht, daß ſich
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ſport bietet. Die Schneehöhe beträgt etwa 35 bis 40
Zentimeter.
sr. Zur Ablehnung des Reichszuſchuſſes für die
Olym=
piſchen Spiele. Nach Bekanntwerden des ablehnenden
Beſchluſſes der Budgetkommiſſion des Reichstages betreffs
eines Reichszuſchuſſes für die Olympiſchen Spiele 1916
ſind Exzellenz von Podbielski, dem Präſidenten des
Deut=
ſchen Reichsausſchuſſes, und dem General=Sekretariat aus
allen Teilen Deutſchlands Zuſchriften zugegangen, die der
Hoffnung Ausdruck geben, daß der Deutſche Reichstag den
Beſchluß ſeiner Budgetkommiſſion nicht zu ſeinem eigenen
machen wird Ein bekannter Berliner Kommerzienrat,
deſſen Geſchäftslokal Unter den Linden zuweilen von dem
Kaiſer aufgeſucht wird, hat an Exzellenz von Podbielski
200 Mark geſandt mit dem Bemerken, daß die weiteſten
Kreiſen unſaßliche und unverſtändliche Ablehnung des
Reichszuſchuſſes für die kommende Olympiade wohl viele
ſäumige Bürger auf den Plan rufen wird, damit dieſe ſo
überaus wichtige Olympia=Sache nicht zum Scheitern
kommt. (Einzahlungen ſind zu leiſten auf das Poſtſcheck=
Konto des Deutſchen Reichsausſchuſſes Nr. 12890 bei dem
Poſtſcheckamt in Berlin NW. 7, oder auf das Konto
Deut=
ſcher Reichsausſchuß an der Kaſſe des Union=Klubs,
Ber=
lin, Schadowſtraße 9.) Eine eingelaufene Poſtanweiſung
über 1000 Mark iſt von den Worten begleitet: „Die
Ant=
wort einer deutſchen Frau auf den bedauerlichen Beſchluß
der Budgetkommiſſion des Reichstages!” Ein Bravo der
ungenannt ſein wollenden gütigen Spenderin! Die Freien
Hanſeſtädte gehen den übrigen Bundesſtaaten mit gutem
Beiſpiel voran: Der Senat von Lübeck hat beſchloſſen, zur
Förderung der Beſtrebungen des Reichsausſchuſſes auf
fünf Jahre eine jährliche Beihilfe von 200 Mark zu
be=
willigen und der Senat von Bremen hat dem Deutſchen
Reichsausſchuß eine Beihilfe von 3000 Mark gewährt.
Literariſches.
„Was du ererbt von deinen Vätern
haſt . . .‟ Ein deutſcher Roman von Guido Kreutzer.
(Guſtav Moritz, Herzogl. Hofverlagsbuchhandlung, Halle.)
„Ein deutſcher Roman” nennt ſich das Buch — und
wahr=
lich mit Recht; denn flammende Liebe zur Heimat iſt es,
die den Grafen Hans Scharrehn den Kampf um die
väter=
liche Scholle aufnehmen und glücklich durchführen läßt.
Mit gleicher Meiſterſchaft ſchildert Guido Kreutzer das
Leben und Treiben auf pommerſchen Gütern, wie die
Kreiſe des vornehmen Kavallerie=Regiments und die
Exi=
ſtenzen vernichtenden Nächte Berliner Spielklubs.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Die hohen Milch= und Fleiſchpreiſe
betreffend möchte ich dem geſtrigen vortrefflichen
Einge=
ſandt noch hinzufügen, daß es beſonders die darin
erwähn=
ten Pächter und Großbauern in unſerer Nähe ſind, welche
ein Sinken der Milchpreiſe dadurch zu verhindern ſuchen,
daß ſie bei einem etwaigen Milchſtreik die nicht abgeholte
Milch auf dem Lande alle einkaufen und ſonſtwie
verwirt=
ſchaften oder wegſchütten würden — Leute mit ſolch
ren=
tablem Betriebe können ſich das erlauben. Es ſollte auch
von Staatswegen, gerade wie bei Gaſtwirtſchaften, eine
Konzeſſion zum Milchhandel eingeholt werden müſſen,
da=
mit nicht jeder Tbeliebige anfangen kann. Danach ſtreben
die Milchhändler ſchon lange. Den Bauern iſt es egal;
ſtreiken heute ihre Milchabnehmer, ſo kommen morgen
andere und handeln damit. — Was die unverhältnismäßig
hohen Fleiſch= und Wurſtpreiſe anbelangt, ſo ſind, wie ich
höre, ſeitens der Frauenvereine und ſonſtigen kompetenten
Stellen Schritte eingeleitet.
Nahtichten de Standerante Darnſadt .
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 12. Jan.: dem Friſeur Karl Lang,
Sandbergſtr. 45, ein S. Erich Hugo. Am 14.: dem
Rechts=
anwalt Oslar Colin, Dieburgerſtr. 56, ein S. Am 15.:
dem Schreiner Konrad Volk, Steinſtr. 6, eine T. Ida
Eva. Am 12.: dem Ofenſetzer und Plattenleger Gg.
Feick, Dieburgerſtr. 36, ein S. Georg. Am 17.: dem
Fuhrmann Phil. Schäfer, Langegaſſe 37, e. T. Eliſabeth.
Am 19.: dem Fabrikarbeiter Gg. Kurr,
Pankratius=
ſtraße 48, eine T. Marie Anita. Am 18.: dem
Güterboden=
arbeiter Wilhelm Huthmann, Eliſabethenſtr. 62, ein S.
Am 16.: dem Schaffner bei der Staatsbahn, Otto
Huch=
ſtedt, Feldbergſtr. 32, ein S. Herbert Otto Andreas Karl.
Aufgebotene. Am 16. Jan.: Geometer Albert Otto
Blöcher, Alexanderſtr 22, mit Johanna Margareta
Henriette Schmidt, Fuhrmannſtr. 13. Fabrikarbeiter
Auguſt Weidmann, Heinheimerſtr. 82, und Dienſtbote
Anna Maria Eyberger, Lichtenbergſtr. 72. Heizer
Kon=
rad Lindenmeyer und Pauline Karoline Wagner,
Hausmeiſterin, beide Weiterſtädter Weg 42. Am 17.:
Bahnarbeiter Wilhelm Nöſinger in Stockſtadt und
Dienſtmagd Anna Eliſabetha Porſt, hier. Am 19.:
Rot=
tenarbeiter Friedrich Rißla III. in Oſthofen und Marie
Petri, hier. Eiſenbahnarbeiter Heinrich Saul und
Taglöhnerin Katharina Frey, beide in Lengfeld.
Eheſchließungen. Am 15. Jan.: Maſchinenſchloſſer
Johannes Adam mit Anng Heiſt, beide hier. Am 17.:
Fabrikarbeiter Johannes Trumpfheller mit Katharina
Geier, beide hier. Kaufmann Ernſt Bohnſack mit
Marie Lang, beide hier. Hauptſteueramtskontrolleur
Georg Bolbach mit Leonore Bender, geb.
Schellen=
berg, beide hier.
Geſtorbene. Am 14. Jan.: Georg Kaiſer,
Bäcker=
meiſter, 47 J., ev., Woogſtr. 2. Am 15.: Johannes
Ham=
mel III Maſchinenputzer, 56 J., ev., aus Goddelau, hier
Grafenſtr. 9. Franz Veit, Färber, 66 J., kath.,
Pan=
kratiusſtr. 49. Am 16.: Anna Margarete David, geb.
Bechtold. Ehefrau des Oberbahnaſſiſtenten, 75 J., ev.,
Grafenſtr. 35. Karl Joſeph Schmitt, Kaplan, 33 J.,
kath., Erbach i. O hier Grafenſtr. 9. Luiſe Hiſſerich,
Privatin, ledig, 64 J., ev Gutenbergſtr. 27. Margarete
Zeßler, geb. Kircheis, Witwe des Kaufmanns, 69 J.,
ev., Marktſtr. 5. Am 18.: Luiſe Schäfer, geb. Hörle,
Witwe des Bohrers 69 J., ev., Taunusſtr. 40. Am 17.:
Amalie Luiſe Aug. Helene Johanna Erneſtine von
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lenius, geb. Moller, Witwe des Majors, 71. J., ev.,
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Seite 18.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 21.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
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im Dezember 1913.
* Berlin, 19. Jan. Nach vorläufiger Mitteilung
des Kaiſerlich Statiſtiſchen Amtes im Reichs= und
Staats=
anzeiger auf Grund der Berichte für das Reichsarbeitsblatt
zeigt die Lage des gewerblichen Arbeitsmarktes im
De=
zember gegenüber dem Vormonat und dem gleichen Monat
des Vorjahres eine weitere Verſchlechterung. Die
Nach=
weiſungen der Krankenkaſſen über den Beſchäftigungsgrad
ergeben diesmal wegen der organiſatoriſchen
Veränderun=
gen in der Krankenverſicherung und der dadurch bedingten
Neuerungen in der Statiſtik kein zuverläſſiges Bild. Nach
den Berichten von 15 größeren Arbeiterfachverbänden mit
zuſammen 1,72 Milionen Mitglieder waren Ende
Dezem=
ber 1913 79345 oder 4,7 v. H. der Mitglieder arbeitslos
gegenüber 3,1 v. H. Ende November 1913. Die alljährlich
von Ende November auf Ende Dezember ſteigende
Ar=
beitsloſigkeit erreichte in dieſem Jahre einen beſonders
hohen Stand und übertraf ſogar die des Dezember in dem
Kriſenjahre 1908 (4,4 v. H.). Von November bis Dezember
1912 war die Verhältniszahl der Arbeitsloſen von 1,8 auf
2.9 v. H. geſtiegen.
Bei 338 öffentlichen Arbeitsnachweiſen mit 104684
Vermittelungen kamen im Dezember auf 100 offene Stellen
bei den männlichen Perſonen 214, bei den weiblichen 120
Arbeitsgeſuche. Die entſprechenden Ziffern des
Vor=
monats waren 219 und 143. Hiernach hätte der Andrang
männlicher wie weiblicher Arbeitſuchenden etwas
abge=
nommen, was zum Teil auf die zahlreicheren Einſtellungen
zur Bewältigung der Weihnachtsarbeiten
zurückzufüh=
ren iſt.
Die Berichte von induſtriellen Firmen und Verbänden
über die Lage des Arbeitsmarktes im Dezember lauten
verſchieden. Ueberwiegend günſtig, wenn auch von
Ver=
ſchlechterung betroffen, ſind danach die Verhältniſſe im
Kohlenbergbau, mit Ausnahme des Ruhrkohlenmarktes
und teilweiſe des mitteldeutſchen Braunkohlenbergbaues,
ferner im Erzbergbau, ſowie in der Kali=, der Maſchinen=
und der elektriſchen Induſtrie. Ueber Verſchlechterung
klagen die Berichte namentlich aus der Roheiſenerzeugung,
deren Ausbeute allerdings nach Mitteilung des Vereins
Deutſcher Eiſeninduſtrieller von 1587288 Tonnen im
No=
vember auf 1609 680 Tonnen im Dezember 1913 ſtieg und
auch der des vorjährigen Dezember (1566025 Tonnen)
überlegen war; ferner die Berichte über die Stahlwerke
(der Geſamtverſand blieb mit 457 472 Tonnen
Rohſtahl=
gewicht um 4733 Tonnen hinter dem des November
zu=
rück) und die Tertilinduſtrie. Auch die mit dem
Bau=
gewerbe, das auch im Berichtsmonat vollſtändig
darnieder=
lag, zuſammenhängenden Gewerbe, wie Holz=,
Glasindu=
ſtrie uſw., klagen über ungenügende Beſchäftigung.
Ver=
ſchlechterung gegen das Vorjahr berichten nahezu ſämtliche
Induſtrien, namentlich der Ruhrkohlenbergbau, die Eiſen=
und Stahlinduſtrie, die Tertil=, die Holzinduſtrie und das
Baugewerbe.
Von 323 Firmen iſt die Arbeiterzahl angegeben, und
zwar mit 411703 zu Ende Dezember 1913 gegen 402879 zu
Ende Dezember 1912. Es iſt alſo eine Vermehrung um
2,19 v. H. eingetreten, während für den November eine
ſolche gegenüber dem Vorjahre um 1,21 v. H. und für den
Oktober eine ſolche von 2,83 v. H. zu verzeichnen war. Die
Steigerung hat alſo gegenüber dem Vormonat an Umfang
gewonnen, wenn ſie auch noch hinter der des Oktobers
zurückbleibt. An der Erhöhung ſind mit erheblichen
An=
teilſätzen nur die chemiſche Induſtrie (—. 9,38 v. H.) und die
Maſchineninduſtrie (—— 3.66 v. H.) beteiligt. Auf den
Berg=
bau und das Hüttenweſen entfällt die geringe Zunahme
von 1.95 v. H. Auch die Eiſen= und Metallinduſtrie und
das ſonſtige Gewerbe konnten ihre Beſchäftigtenziffer
etwas erhöhen (— 0,82 bezw. —- 0,59 v. H.).
Handel und Verkehr.
* Die ſchon angekündigte Anleihe
Preu=
ßens wird nach Maßgabe des im Inſeratenteil
abge=
druckten Proſpektes mit 350 Milionen Mark nunmehr zur
Zeichnung aufgelegt. Es handelt ſich dabei aber nicht um
Anleihen oder um Schatzanweiſungen in der bisher
übli=
chen Form, ſondern um eine Art von Zwiſchenglied,
näm=
lich um auslosbare Schatzanweiſungen mit
verhältnis=
mäßig langer Laufzeit — ein neuer Typ, der am beſten
vielleicht Schatzanweiſungsanleihe genannt werden könnte
Während die bisherigen Schatzanweiſungen ſchon nach
etwa vier Jahren fällig wurden ſieht der neue Typ
ähn=
lich den Anleihen, die in Preußen langfriſtig amortiſiert
werden, eine 16jährige Laufzeit vor. Andererſeits erfolgt,
wie bei den Schatzanweiſungen und im Gegenſatz zu den
Anleihen, die Rückzahlung zum Nennwerte. Eine
Eigen=
art des neuen Typs iſt die Serieneinteilung und die
Aus=
loſung je einer Serie von 25 Millionen Mark in jedem
Jahre. Hierdurch wird eine tunliche Stetigkeit des
Kur=
ſes gewährleiſtet. Verzinſt wird der neue Typ mit
nomi=
nal 4 Prozent. In Rückſicht auf den Aufgabekurs von 97
Prozent und den Ausloſungsgewinn ſtellt ſich die
Durch=
ſchnittsverzinſung tatſächlich aber auf faſt 4½ Prozent.
Die Zeichnung findet bis zum 29. Januar ſtatt. Wegen
der Bezahlung der gezeichneten Beträge ſind geräumige
Friſten vorgeſehen. Indem wir wegen der Einzelheiten
auf den Proſpekt Bezug nehmen, bemerken wir noch, daß
im Jahre 1913 die Schatzanweiſungen zum Kurſe von 99
Prozent, die Anleihen zum Kurſe von 98 60 und 97.90
auf=
gelegt wurden. Der Reichsbankdiskont, der ſich bei den
Anleihebegebungen des Jahres 1913 auf 6 Prozent ſtellte,
notiert zurzeit 5 Prozent und zeigt überdies ſtarke
Nei=
gung nach unten. Der Privatdiskont, der nur 3½ Prozent
beträgt, deutet auf Geldflüſſigkeit.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 13. bis 19. Januar.
Die kalte Witterung, die bei dem Mangel einer
ſchützenden Schneedecke nicht ohne Gefahr für die Saaten
iſt, hat im Getreidehandel allgemein eine feſtere
Stim=
mung zum Durchbruch kommen laſſen. Was zunächſt
Wei=
zen anlangt, ſo war für die feſtere Haltung außer den
Witterungsverhältniſſen der Umſtand maßgebend, daß die
Exportländer ihre Forderungen erhöht hatten, daß die
Nachrichten über die argentiniſche Ernte wieder
ungünſti=
ger lauteten und daß neuere Schätungen des
auſtrali=
ſchen Exportüberſchuſſes merklich hinter den früheren
Er=
wartungen zurückblieben. Angeſichts dieſer Verhältniſſe
macht ſich in Weſteuropa allgemein mehr Kaufluſt geltend.
Neben England traten Frankreich und Italien mit
An=
ſprüchen hervor; auch Oeſterreich=Ungarn beginnt ſich
neuerdings für ausländiſchen Weizen zu intereſſieren. In
Deutſchland blieb das Angebot verhältnismäßig ſchwach.
Die Hoffnung, daß die Aufnahme der Dreſcharbeiten
ſtär=
kere Zuſuhren mit ſich bringen dürfte, hat ſich bisher nicht
erfüllt, und da andererſeits die Exportfirmen ſich
an=
dauernd aufnahmefähig erweiſen, ſo konnten für Weizen
allgemein beſſere Preiſe erzielt werden. Im
Zuſammen=
hang damit war Lieferung gleichfalls feſt und höher, doch
vermochten die Preiſe den Gewinn nicht zu behaupten,
da die Käufer infolge großer Weltverſchiffungen zuletzt
etwas vorſichtiger wurden. In Roggen fand das ſchwache
Angebot teils an der Küſte, teils zum Verſand nach der
ruſſiſchen Grenze Verwendung, ſo daß die Mühlen, die
gleichfalls mehr Begehr zeigten, höhere Preiſe bewilligen
mußten. Rußland war wohl mit Offerten am Markte,
ſtellte aber höhere Forderungen. Für Lieferung beſtand
wenig Unternehmungsluſt und die Preiſe ſchließen nach
zeitweiſer Befeſtigung etwas niedriger als vor acht Tagen.
Für Hafer beſteht zwar andauernd Nachfrage ſeitens des
Auslandes, aber nur zu wenig lohnenden Preiſen.
Immer=
hin waren die Exporteure Käufer für beſſere Qualitäten,
und auch Mittelware hatte zeitweiſe beſſeren Abſatz.
Futtergerſte war namentlich aus zweiter Hand billiger an=
geboten; das Geſchäft iſt bei geſchloſſener Schiffahrt ſehr
ſtill. Dagegen war Mais infolge ungünſtiger
Wetter=
berichte von La Plata höher gehalten und mehr beachtet.
Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am
letzten Markttage wie folgt:
Roggen Hafer
152½ (—1 ) 160 (—2
Königsberg. . 200 (—
153 (—
Danzig
162
Stetin
154
180 (*2
153
Poſen
149
184
150
151
Breslau.
181
)144
Berlin
190 (4-1 ) 156½(
178
Magdeburg
169
188 (*3 ) 157
Halle
)180
187 (*2 ) 161
Leipzig
182 (—
161
165
Dresden
188 (*1 ) 157
161
Roſtock
183 (42 ) 154
152
Hamburg
158
195 (*1
170
Braunſchweig . 183 (43 ) 158 (4-
161
Hannover
161
182 (43 ) 158
Düſſeldorf
194 (42 ) 163 (4
178
Köln
191½4½) 157
167
Frankfurt a. M. 195 (*2½) 163
170
Mannheim.
200 (*1
162½
177½
Straßburg . . 205 (*-2½) 170
175
Mi nchen
200 (*2) 165
164
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 198,50 (—0,25),
Peſt April 198,55 (*4.1.20), Paris Jan. 214,20 (4.3,65),
Liverpol März 162,20 (*0.70), Chikago Mai 142,50
(*1,35). Roggen: Berlin Mai 161,75 (—0,50), Hafer=
Berlin Mai 156,75 (—). Futtergerſte Südruſſ. frei
Ham=
burg unverzollt ſchwim. 111,50 (—1,50), Januar 111,50
(—1,50), Mais Argent. ſchwim. 108 (* 1), Donau Jan.)
Febr. 106½ (* 1) Mark.
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
markt am 19. Januar: Auftrieb durch Händler 158
Schweine, durch die Bezugsvereinigung 88 Schweine.
Preiſe 1. Qual., pro 50 Kilogramm Schlachtgewicht 73
Mark, 2. Qual. 72 Mark, 3. Qual. 71 Mark.
Markt=
verlauf: flott, geräumt.
— Frankfurt a. M., 19. Jan.
Schlachtvieh=
markt. (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: 1430 Rinder,
darunter 479 Ochſen, 69 Bullen, 882 Färſen und Kühe,
ferner 296 Kälber 113 Schafe, 2429 Schweine. Preiſe
für 1 Zentner Lebendgewicht (Schlachtgewicht): Ochſen:
vollfleiſchige, ausgemäſtete höchſten Schlachtwertes im
Alter von 4 bis 7 Jahren 50—54 (90—93), junge fleiſchige,
nicht ausgemäſtete und ältere ausgemäſtete 46—49 (83—89),
mäßig genährte junge und gut genährte ältere 43—45
(79—83); Bullen: vollfleiſchige, ausgewachſene höchſten
Schlachtwertes 48—50 (80—83), vollfleiſchige jüngere
44—47 (76—81): Färſen und Kühe: vollfleiſchige,
ausgemäſtete Färſen höchſten Schlachtwertes 47—50
(84—90), vollfleiſchige, ausgemäſtete Kühe höchſten
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 44—47 (82—84), wenig
gut entwickelte Färſen 43—47 (83—90) ältere,
ausge=
mäſtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe
39—42 (72—78). mäßig genährte Kühe und Färſen 33—38
(66—76), gering genährte Kühe und Färſen 25—30
(57—67); Kälber: mittlere Maſt= und beſte Saugkälber
60—64 (102—108), geringere Maſt= und gute Saugkälber
56—59 (95—100) geringe Saugkälber 52—55 (88—93);
Schafe: Maſtlämmer und Maſthammel 44 (96);
Schweine: vollfleiſchige von 160—200 Pfd.
Lebend=
gewicht 54½—57 (68—71), vollfleiſchige unter 160 Pfd.
Lebendgewicht 54—56 (68—70), vollfleiſchige von 200/*240
Pfund Lebendgewicht 54½—57 (68—71) vollfleiſchige von
240—300 Pfd Lebendgewicht 54—56 (68—71).
Markt=
verlauf: Am Rindermarkt wird langſam gehandelt:
geringer Ueberſtand. Bei Schafen ruhiger, bei Kälbern
und Schweinen flauer Geſchäftsgang. Schweine
hinter=
laſſen Ueberſtand.
F.C. Frankfurt a. M., 20. Jan. (Heu= und
Strohmarkt.) Bezahlt wurden für Heu 2,80—3,20
Mark; Stroh fehlte. Das Geſchäft war mittelmäßig. Die
Zufuhren waren aus den Kreiſen Friedberg, Dieburg und
Hanau.
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getanzt v. Resi Krizek und
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geführt v. ganzen Personal.
Donnerstag, 22. Jan.
und folgende Tage:
„Nu schlägt’s 13"
Vorverkauf und Preise wie bek.
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C.=Abonnement, für den Reſt der
Spielzeit abzugeben. Zu erfragen
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Großherz. Hoftheater.
Mittwoch, den 21. Januar 1914.
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Cavalleria rusticana.
Melodrama in 1 Aufzug.
Muſik von Pietro Mascagni.
Muſikal. Leiter: Richard Lert,
Spielleiter: Otto Nowack.
Perſonen:
Santuzza, e. junge
Bäuerin . . Franz. Calwer
Turriddu, e junger
Bauer
. Aug. Globerger
Lucia, ſ. Mutter . Anna Jacobs
Alfio, Fuhrmann Otto Semper
Lola, ſeine Frau. Hede Schaub
Hierauf:
Der Bajazzo.
Drama in 2 Aufzügen u. einem
Prolog von R. Leoncavallo,
Deutſch von Ludwig Hartmann.
Muſikal. Leiter: Willem de Haan.
Spielleiter: Otto Nowack.
Perſonen:
Canio-Bajazzo . . Georg Becker
Nedda-Colombine Olg. Kallenſee
Tonio-Taddeo . . Hs Bertram
Beppo-Harlekin . K. Bernhardt
Silvio, e. jg. Bauer Paul
Wieſen=
danger, vom
Stadttheater
i. Poſen, a. G.
Ein Bauer.
. . Heinr. Geyer
Chöre: Robert Preuß.
Nach =Cavalleria rusticana‟
findet eine längere Pauſe ſtatt.
Krank: Annemarie Liſchke.
Preiſe der Plätze (Gew.
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
Parterre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ,
6.—8. Reihe 2.35 ℳ,
Proſzeniums=
loge 6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Balkonloge 5.20 ℳ, 1. Rang 4.70 ℳ,
2. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ, 7. u.
8. Reihe 2.15 ℳ, 1. Galerie 1.35 ℳ,
2. Galerie 0.75 ℳ.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
von 8—1 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der
Vor=
ſtellung. (Im Verkehrsbüro
wer=
den auch telephoniſch
Kartenbe=
ſtellungen entgegengenommen. —
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7½ Uhr. — Ende 10½ Uhr.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Donnerstag, 22. Jan. 94. Ab.=
Vorſt. C 23. Zum erſten Male
wiederholt: „Der
Feldherrn=
hügel‟. Gewöhnl. Preiſe.
An=
fang 7½ Uhr.
Freitag, 23. Jan. 95. Ab.=Vſt.
D 25. Grillparzer=Zyklus. Zweiter
Abend: „ Die Ahnfrau” (neu
einſtudiert). Kleine Preiſe.
An=
fang 7½ Uhr.
Samstag, 24. Jan. 96. Ab.=Vſt.
C 24. „König Karl.” Gew.
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
finden angenehm. diskr.
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Programm
zu dem am Mittwoch, den
21. Jan., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Garde=Dragoner=
Regiments Nr. 23.
1. „Unſere Grenadiere‟ Marſch
von H. Blankenburg. 2. Fantaſie
aus der Oper „Tannhäuſer” von
R. Wagner. 3. Intermezzo und
Barcarole aus der Oper „
Hoff=
manns Erzählungen” von J.
Offen=
bach. 4. Mauriſche Romanze aus
der Oper „Das Nachtlager zu
Granada”v. C. Kreutzer. 5.,
Schatten=
ſpiele‟, Intermezzo von H. Finck.
6. Parademarſch zu Fuß d. Garde=
Dragoner=Regiments Nr. 23.
Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Nummer 21.
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Freitag, den 23. Januar, abends pünktlich 8 Uhr, in
der Aula der Großh. Landesbaugewerkschule, Neckarstr. 3,
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Leipzig und die Internationale Baufachaussstellung.
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Die ordentliche Hauptversammlung
für das Jahr 1914 wird
Mittwoch, den 28. Januar 1914, abends 6¼ Uhr.
im „Kaisersaal‟ (Grafenstrasse 18) mit folgender
Tagesord-
nung abgehalten werden:
1. Verlesung des Protokolls der vorjährigen
Hauptversamm-
lung. 2. Jahresbericht des Vorsitzenden. 3. Rechnungsablage und
Entlastung des Schatzmeisters. 4. Beratung und Beschlussfassung
über die vorliegenden Anträge. 5. Neuwahl des Vorstandes.
Der Vorstand.
2383)
Algemeine Griskraukenkaſſe Darmſtadt
Bezüglich der Ausſchußwahlen weiſen wir auf folgendes hin:
Die Wahlen für die Arbeitnehmer finden am Samstag, den
24. Januar, von 3—8 Uhr, und Sonntag, 25. Januar, von 9—1 Uhr
vormittags, in den Räumen des Verwaltungsgebäudes der Kaſſe,
Blumenthalſtraße 7 ſtatt, und zwar für alle Verſicherte, die nicht
in den Orten Eberſtadt, Pfungſtadt, Griesheim, Arheilgen,
Roß=
dorf, Nieder=Ramſtadt und Ober=Ramſtadt wohnen. Die
Mit=
glieder, die in den letztgenannten Orten wohnen, können nur am
Sonntag, den 25. Januar, vormittags von 9—1 Uhr, auf dem für
ihren Ort zuſtändigen Rathaus wählen. Während dieſe ſich eine
von ihrem Arbeitgeber unterſchriebene oder geſtempelte Beſcheinigung
ausſtellen laſſen müſſen, bedürfen die übrigen Mitglieder einer
der=
artigen Beſcheinigung nicht, weil ſie ihre Stimme nach den Büchern
der Kaſſe abgehen.
Dieſe Beſcheinigungen werden auf der Kaſſe unentgeltlich
ab=
gegeben und können vom Verſicherten ſelbſt ausgefüllt werden, ſo daß
der Arbeitgeber nur ſeinen Stempel oder ſeinen Namen unter dieſen
Wahlausweis zu ſetzen braucht.
Es können jedoch auch Verſicherte ohne dieſen Ausweis zur
Wahl zugelaſſen werden, wenn der Wahlausſchuß einſtimmig die
Ueberzeugung erlangt, daß die betreffende Perſon wahlberechtigt iſt.
Wahlberechtigk iſt jedes Mitglied (männlich oder weiblich), das
das 21. Lebensjahr zurückgelegt hat.
Eine Wahl der Arbeitgeber findet nicht ſtatt, da ſeitens
dieſer Gruppe nur ein Wahlvorſchlag eingereicht wurde, der
geſetzlicher Beſtimmung gemäß, als gewählt zu gelten hat.
Darmſtadt, den 20. Januar 1914.
Der Vorſtand.
Knoblauch, Vorſitzender.
2479)
Ortskrankenkaſſenwähl.
Donnerstag, den 22. Januar, abends 8½ Uhr,
im „Feierabend”, Stiftſtraße 51:
Wähler=Verſammlung
Tagesordnung:
„Das neue Krankenverſicherungsgeſetz und
die bevorſtehende Krankenkaſſenwahl”.
Redner: Arbeiterſekretär Karl Laufer.
Zu dieſer Verſammlung ſind alle bürgerlichen
Wähler freundlichſt eingeladen.
(2474
Der bürgerliche Wahlausſchuß.
Horusee
Angel-Schellfische
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Donnerstag, Freitag.
Zuſendung frei Haus.
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Sprach., Muſ., Geſ., Lit. Proſp. d. d.
ſtaatl. gepr. Koch= u.
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Magdalenenſtraße 3. (*1532 kaufen. Liebigſtr. 46, II. (*1443
Der Kampf um den freien Sonntag.
Am Freitag, den 23. Januar ds. Js., abends 8¾ Uhr,
findet im Kaiſerſaal, Grafenſtraße,
eine große öffentliche Proteſt-Verſammlung
ſtatt. Referent: Herr W. Fecht, Frankfurt a. M.,
Geſchäftsführer des 58er Vereins.
Als weitere Redner ſind gewonnen die Herren
Stadtverord=
neter Sanitätsrat Dr. Nöllner u. Pfarrer Lic. D. Waitz, Darmſtadt.
Geſchäftsinhaber, Angeſtellte, Käufer, wenn Ihr wollt, daß
dem Darmſtädter Kaufmannsſtand der freie Sonntag erhalten bleibe,
dann beſucht dieſe Verſammlung.
(2380mf
Soziale Arbeitsgemeinſchaft:
Kaufmänniſcher Verein E. V. Darmſtadt.
Verein für Handlungskommis von 1858, Bezirk Darmſtadt.
Verband deutſcher Handlungsgehilfen Leipzig, Darmſtadt.
Kaufmänniſcher Verein Frankfurt a. M., Darmſtadt=
Unübertroffen
in
Qualität
sind
aus der Brauerei
Gebrüder Wiener
Darmstadt
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Kinder-Bettstellen
Mk. 8.50, 12.50, 16, 18, 22 bis 44
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Mk. 9.75, 14.50, 17.50 bis 21
Woll-Matratzen, 4teilig
Mk. 22.50, 24, 27, 30
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Mk. 44, 48, 52, 58
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Näheres in der Expedition ds. Bl.
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Ehepaar. Näheres Karlſtraße 30,
3. Stock, Hinterhaus. (*1554ms
uie, keiſt. Mltbdchen, beiches
ſchon gedient hat, ſucht Stelle per
1. Febr. Näh. Kiesſtr. 11. (*1524
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Büro zu reinigen.
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oder Bauſtelle. Gefl. Angeb. unt.
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Jg. Mann (g. Führ) ſ. ſof. Stelle,
einerlei welche Branche. Offert. u.
C 41 an die Expedition. (*1557
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Lageriſten oder ähnlichen Poſten
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der ſeine Lehre beendet und die
Gehilfenprüfung beſtanden hat,
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bei hohem Lohn per 1. Februar
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Mädchen
das gut bürgerlich kochen kann, in
guten kleineren Haushalt für
dauernde Stellung per 1. Februar
nach Mainz geſucht. Näheres durch
die Expedition ds. Bl. (2376md
Zur Führung des Haushalts bei
einem alten Herrn eine erfahrene
Perſon geſucht. Näheres Schloß=
(*1500
gartenſtraße 41, part.
Jg. ſauberes Mädchen geſucht.
Heidenreichſtr. 21, part. (*1517
Schon-wieder ein neuer Hatl
*1558
Tücht. Arbeiterin, die feineren
Genre zu arbeiten verſteht, geſ.
E. Hohmann, Eliſabethenſtr. 16.
Angehende
Putzarbeiterinnen
per 1. März geſucht. (2383ms
Adolf Geiger.
Lehrträulein gesucht
gegen ſofortige Vergütung. (B1364
Papierhandl. Hipfel, Karlſtr. 67.
Lehrmädchen
in Ladengeſchäft geſucht gegen
ſo=
fortige Vergütung. Off. unt. B 18
an d. Exped. d. Bl.
(2028a
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durch zusammengespart, daß ich unseren
täglichen Kaffeee der Dip, immer so gut
schmeckt,mit
Weber’s Carlsbader Kaffeegewürz
zubereitet und werbilligt-habe‟.
Durch Weber’sCatlsbader Kaffeegewürz
bekommen auch billigere Kaffeesorten den
Geschmack von feinem Edelkaffeg. Man
Spark vor allem eine erhebliche Menge
Kaffeebohnen, sowie an Zucker, weil die
Bestandteile von Weber’s Carlsbader
Kaffeegewürz bereits Süßstoffe enthalten.
geſucht (2493
Putz-Lehrmadchen Hochſtr. 23, I.
Lehrmädchen geſucht
Konfektion (2446a
Schuchardſtraße 8, II.
Ein reinliches Mädchen mittags
1 Stunde zum Spülen geſucht.
Näheres Expedition.
(*1534
Tagsüber ein
zuverl. fleiß. Mädchen
geſucht. Luiſenplatz 1, II. I. (*1573
Braves, ordentliches Mädchen
tagsüber geſucht Schäfer,
Gar=
diſtenſtraße 6.
(*1561
Braves, ehrliches Mädchen
ge=
ſucht Aliceſtr. 3, part. (*1598md
Saub. Laufmädchen ſofort geſ.
Näh. Konditorei, Schulſtr. 4. (2483
Unabh. Mädchen oder Frau,
die bürgerl. kochen kann und
alle Hausarbeit, verrichtet,
tagsüber und Sonntags geſ.
Näh. Kiesſtr. 66, 2. St. (2492a
Mädchen für Küche u.
Haus=
haltung ſof. geſucht. (*1585md
Alexanderſtraße 18.
Köch, Hausmädch., Stühze,
Sulcht w. f. b. koch. k., Alleinmädch.,
Kindermädch., Mädch. in
Geſchäfts=
häuſ. f. ſof., 1. Februar u. 1. März.
Frau Minna Dingeldein,
gewerbs=
mäßige Stellenvermittlerin,
Eliſa=
bethenſtr. 5, Telephon 531. (*1580
Zum 1. Februar
(oder früher) ſuche ich in
Küche u. Hausarbeit
gründ=
lich erfahrenes (*1544md
Mädchen.
Dasſelbe muß gute Zeugniſſe
beſitzen.
Frau Oberſtlt. Collmann,
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Zuverläſſiges Alleinmädchen
das bürgerlich kochen kann, in
Haushalt ohne Kinder geſucht.
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Verlag Joh. H. Schultz, Cöln 101. (II,2394
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 21. Januar 1914.
Nummer 21.
Unparteiischer Arbeitsnachweis Darmstadt.
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1. Gewerbliche Abteilung, phon Nr. 371). —
Geſchäfts=
ſtunden von 8—12½ Uhr und von 2½—6 Uhr.
Allgemeiner unentgeltlicher Nachweis für Arbeitgeber
und Arbeitnehmer.
Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 6
2. Dienſtboten=Abteilung, (Telephon Nr. 371).—
Geſchäfts=
ſtunden von 9—12 Uhr und von 3—6 Uhr.
(2431a
Von den Herrſchaften wird eine Einſchreibgebühr von
20 Pfg. und eine Vermittlungsgebühr von 1 Mk. erhoben.
Für Dienſtboten iſt die Benutzung der Abteilung koſtenlos.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.
auf feldgraue Waffenröcke geſucht. Auch
Unife
chneid
habe ich die Anfertigung großer Poſten
Schulterklappen für Waffenröcke zu vergeben.
(*1540mf
Emil Sander, Herrenkleider=Fabrik, Bismarckſtraße 54.
Streng Sondes Angeber
Leiſtungsfähige Firma ſucht einen geeigneten Herrn zur
Uebernahme ihrer Filiale für den dortigen Bezirk per ſofort.
Be=
ſondere Vorkenntniſſe ſind nicht Bedingung, jedoch kommt nur
ſtreb=
ſamer, fleißiger Herr in Betracht, dem an ſolider Exiſtenz gelegen
iſt, da feſter Gehalt, Bürozuſchüſſe und Proviſion gewährt werden.
Zur Uebernahme ſind 600 Mk. erforderlich. Angebote unter S. P. 957
an Rudolf Moſſe, Stuttgart.
(I,2395
Jüngerem, verheirateten
.
Beamren
iſt durch Uebernahme eines flott
gehenden Geſchäftes Gelegenheit
geboten, ſich einen ſehr guten
Nebenverdienst
zu verſchaffen.
(*1555
Erforderl. Kapital ca. 3—5 Mille.
Off. unt. C 35 an die Exped.
d. Bl. erbeten.
Friseurgehilfe
flott. Kabinettier, bei gutem
Ver=
dienſt geſucht. Off. unt. C 40
an die Expedition ds. Bl. (*1563
Friſeurgehilfe, nicht unter 18
Jahren, geſucht. Näheres in de
Expedition ds. Blattes. (*1564
Selbſtändiger
Elektromontenn
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ge=
wöhnt iſt, ſofort für dauernde
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Heppenheim a. d. B.
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Lehrling
mit guter Schulbildung und
hübſcher Handſchrift. Offert.
unt. B 17 a. d. Exp. (*1172fms
Buchbinderlehrling
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Buchbinderei und Liniieranſtalt,
Nieder=Ramſtädterſtr. 11.
m. gut. Schulbild.
Lehrling geg. ſteig. Vergüt.
in flott. Herren=Artikel=Geſchäft
ge=
ſucht. Selbſtgeſchriebene Offert. unt.
A 54 an die Exped. d. Bl. (1862a
Junger Mann aus guter
Fa=
milie, mit Berechtigung zum
Ein=
jährigen, findet Stellung als
Lehrling
für Kontor gegen Vergütung, für
Oſtern. Ihrig’s Kontor,
Futter=
artikel=Großhandlung, Hügel=
(*1549mfg
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Ein=
richtg. u. Beitragen moderner
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Schillerplatz 2. 1. Stock. S
Meirnt.
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wünſcht ſich mit einer Dame, die
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Briefe verbeten. Off. unt. A. S. M.
poſtlagernd Darmſtadt. (*1542
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abzugeb. Caſinoſtr. 12, I., r. (2469
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Alt. Ring m. ſchwarz., rot. u. grün.
Steinen verlor. am 19. Jan. abends
auf dem Wege Heidelbergerſtr. 79,
Anna=, Eichberg=, Hermann= und
Wittmannſtraße. Geg. Belohnung
abzug. Wittmannſtr. 25, I. (*1599
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leischw. u. Schwarkenmagen 86 ₰
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70 ₰
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Prof. Bleuler, Dr. Albu, Dr.
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Kurſe vom 20. Januar 1914.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
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Staatspapiere.
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3½ Deutſche Reichsanl. 85,50
76,10
do.
4 Preuß. Schatzanweiſo 99.70
3½ do. Conſols 85,50
76,10
3. do. do.
4 Bad. Staatsanleihe 97,40
92,10
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 96,75
83,80
do.
3½
75,00
do.
4 Hamburger Staatsanl.
4 Heſſ. Staatsanleihe 97,75
4 do. do. (unk. 1918) 96,70
do.
3½
73,25
3
do.
76,30
3 Sächſiſche Rente .
4 Württemb. (unk. 1921) 98,60
. v. 1875 92,50
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 95,60
1½ Griechen v. 1887 .
4 Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente 86,80
4 do. Goldrente . . . 88,50
4 do. einheitl. Rente . 83,00
3 Portug. unif. Serie I 62,00
3 do. unif. Serie III 63,80
3 do. Spezial
9,60
5 Rumänier v. 1903 .
4 do. v. 1890 .
4 do. v. 1905 . . 85,40
87,50
4 Ruſſen v. 1880 .
90,50
4 do. v. 1902
99,10
4½ do. v. 1905 .
3½ Schweden
4 Serbier amort v. 1895 78,90
4 Türk, Admin. v. 1903 77,50
4 Türk, unifiz. ve1903 85,50
4 Ungar. Goldreste . . . 84,20
4 do. Staatsrente . . 82,40
In Proz.
Bf.
5 Agentinier . . . . . . . 99,60
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 90,00
5 Chineſ. Staatsanleihe. 98,80
do.
90,80
4½ Japaner . . . . . . . 91,40
5 Innere Mexikaner . . . 60,90
40,50
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 65,75
5 Gold=Mexikaner . . . . 79,40
3½ Buenos Aires Prov. 67,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
. . . . 137,00
7 Nordd. Lloyd. . . . . 118,00
6½ Südd. Eiſenb.=Geſell. 122,30
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5½ Anatol. Eiſenb. 600
Einz. Mk. 408 116,00
6 Baltimore und Ohio 92,50
7½ Schantungbahn . . . 127,30
8 Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22,25
6 Pennſylvania R. R. . 110,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger. . . 67,00
28 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 578,80
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.. 252,00
30 Farbwerke Höchſt. . . 624,25
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 349,00
10 Cement Heidelberg . . 152,00
33 Chem. Werke Albert 449,50
12 Holzverkohl.
Kon=
ſtanz . . . . . . . 315,75
6 Lahmeyer . . . . . . . 120,50
Letzte
ZuPpot.
Divid.
8 Schuckert, Nürnberg . 146,00
12 Siemens & Halske 214,00
5 Bergmann Electr. . . 129,00
11 Deutſch. Ueberſee Electr. 168½
0 Gummi Peter . . . 91,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . 365,75
9 Maſchinenf. Badenia 131,00
0 Wittener Stahlröhren
10 Steana Romana Petr. 148,70
15 Zellſtoff Waldhof 224,10
12.83 Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . 210,00
0 Neue Boden=A. A.=Geſ. 91,00
0 Südd. Immobilien . 56,25
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 162,60
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 219½
10 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 136,90
10 Gelſenkirchener
.191½
11 Harpener . . . . . . . 184,90
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 240,00
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro . . . . . . . 63,50
8 Laurahütte . . . . . . 157,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 189,00
13
5 South Weſt Africa .
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 84,20
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 98,10
4 Eliſabethbahn, freie . . 88,80
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 85,00
3 Prag=Duxer
. 71,80
5 Oeſterr. Staatsbahn . 102,30
4 Oeſterr. Staatsbahn . 87,80
3
do.
75,10
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 98,80
4 Oeſt. Südb. (Lomb.) . .
Zf.
In Proz
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 51,80
3 Raab=Oedenburg
76,30
4 Kronprinz Rudolfbahn 85,30
4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 86,10
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,10
85,80
do.
4 Wladichawchas .
86,50
4 Rjäſan Koslow .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . . 68,50
do.
85,50
24/10 Livorneſer . . . . . 71,50
3 Salonique=Monaſtir. . 62,70
4 Bagdadbahn . . . . . . 79,90
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,80
4 Miſſouri=Pacific
94,10
4 Northern=Pacific
4 Southern=Pacific . . . 91,25
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 101,00
86,50
5 Tehuantepec . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 186,80
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bank . . . . . . . 145,00
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 158,10
6½ Darmſtädter Bank . 119,10
12½ Deutſche Bank . . . 251,15
6 Deutſche Vereinsbank . 121,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 113,80
10 Diskonto=Kommandit 189,90
8½ Dresdener Bank . . 153,75
10 Frankf. Hypoth.=B. 213,00
6½ Mitteld. Kreditbank 118,25
7 Nationalb. f. Deutſchl. 107,30
7 Pfälziſche Bank
123,50
6.95 Reichsbank . . . . . 139,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 128,50
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein .
101,70
7½ Wiener Bankverein . 135,10
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 94,00
In Proz.
Bf.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
84,50
S. 19 . . . .
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 93,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank 95,00
84,00
do.
31
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
84,20
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
96,50
S. 12, 13, 16 .
S. 14, 15, 17, 24/26
96,50
18—23 .
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20
84,00
S. 3—5
S. 9—11.
84,10
4 Meininger Hyp.=Bank 95,00
84,00
do.
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 93,40
3½ do. (unk. 1914) . . 83,20
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 96,90
86,50
do.
3½
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt .
94,30
3½ do.
4 Frankfurt.
95,80
3½ do.
97,30
4 Gießen
3½ do.
84,00
4 Heidelberg
3½ do.
84,50
4 Karlsruhe.
3½ do.
85,00
4 Magdeburg
4 Mainz
95,00
3½ do.
4 Mannheim
94,10
3½ do.
84,80
4 München
96,30
3½ Nauheim
83,00
4 Nürnberg.
95,30
do.
84,60
4 Offenbach
In Proz.
3½ Offenbach
4 Wiesbaden
3½ do.
4 Worms .
3½ do.
4 Liſſabonner v. 1888 .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 176,70
3½ Cöln=Mindner 100 141,70
3 Holl. Komm. . fl. 100 117,40
3 Madrider . . Fs. 100 75,50
4 Meininger Pr.=Pfand=
. . 141,60
briefe .
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 178,50
3 Oldenburger . . . . . . 128,00
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 35,00
Braunſchweiger Tlr. 20 207,40
Freiburger .
Fs. 15 109,60
Mailänder
Fs. 45
do.
Fs. 16 38,50
Meininger . . . . . fl. 7 34,80
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100
do. v. 1858 fl. 100 565,00
Ungar. Staats fl. 100
Venediger . . . . Fs. 30 —
Türkiſche . . . . Fs. 400 169,60
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,45
20 Francs=Stücke . . . . 16,20
Amerikaniſche Noten . . . 4, 19½
Engliſche Noten . . . . . 20,51
Franzöſiſche Noten . . . . 81,25
Holländiſche Noten . . . . 169,65
Italieniſche Noten . . . . 80,90
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,15
Ruſſiſche Noten . . . . . 215,00
Schweizer Noten . . . . . 81,20
Reichsbank=Diskonto . . .
Reichsbank=Lombard Zsf. 6%