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Inſerat
1777. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der wöchentlichen Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstag
8 un
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Kronprinz hat, wie der Berliner Lokalanzeiger
von maßgebender Stelle erfährt, anläßlich der
Zaber=
ner Vorgänge ein Telegramm mit dem
mitgeteil=
ten Wortlaut an General v. Deimling nie gerichtet.
Geſtern wurde die zweite Tagung des
elſaß=
lothringiſchen Landtages eröffnet.
In Frankfurt a. M. iſt die ſtädtiſche
Arbeits=
loſenverſicherung eingeführt worden.
Seſtern nachmittag erfolgte vom Garniſonlazarett in Metz
aus die feierliche Ueberführungder Leichen
der ſieben Opfer des Eiſenbahnunglücks
bei Woippy in ihre Heimat.
Madoslawow wurde vom König von Bulgarien mit
der Kabinettsbildung betraut. Das
Miniſte=
rium wurde in der bisherigen Zuſammenſetzung wieder
ernannt.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Der Zweibund.
— Der Abrüſtungsvorſchlag Lloyd
Seorges hat, wie bereits gemeldet, in Frankreich recht
unliebſames Aufſehen hervorgerufen, und nicht nur die
nationaliſtiſche Preſſe äußert ihre Entrüſtung, ſondern
auch ſonſt gemäßigte Blätter fallen über den engliſchen
Staatsmann her. Der Temps ſchreibt, daß Lloyd George
ſich nicht genügend Rechenſchaft darüber gebe, welcher
Machteil für England aus einem Stillſtand in den
fran=
öſiſchen Marinerüſtungen erwachſen könnte. Der
Schatz=
aanzler hätte daran denken ſollen, daß Frankreich fortan
Gerufen iſt, den Hauptanſturm im Mittelmeer zu beſtehen.
In dieſer Aufgabe Frankreichs erblicke doch England ſein
weſentlichſtes Intereſſe und den Fortbeſtand der Entente
aordiale. Ein anderes Blatt führt gegen England eine
Sprache, wie man ſie ſeit den Tagen von Faſchoda hier
nicht vernommen hat. Das Blatt verlangt u. a. die
Aus=
treitſchung und Brandmarkung des Schatzkanzlers im
biffenen Parlament; im anderen Falle wäre die Entente
nordiale tot und begraben und der alte, geſunde Haß
ge=
den Albion würde wieder guter Ton in Frankreich
werden.
Man erſieht daraus, daß im Dreiverbande
keines=
twegs alles ſo klappt, wie man es namentlich in
Frank=
leeich wünſcht, das dieſe Mächtekonſtellation ganz und gar
vor ſeinen Wagen ſpannen möchte. Man hat dies in
Lon=
don und Petersburg wohl einige Zeitlang getan, bis
ran aber während der letzten Ereigniſſe auf dem Gebiete
der Weltpolitik genugſam erſehen mußte, daß die
Inter=
ſſſen der Angehörigen der Tripel=Entente ſich keineswegs
völlig deckten und zum Teil direkt gegeneinanderliefen.
Die Gegenſätze platzten zum Teil ſo ſcharf aufeinander,
daß es nicht möglich war, ſie vor aller Welt zu
ver=
ſchleiern, wobei insbeſondere eine Abſonderung Englands
lon ſeinen bisherigen Freunden zu beobachten war. Nicht
bloß auf dem Balkan, ſondern auch in Kleinaſien gehen
die Mächte des Dreiverbandes ziemlich getrennt ihre
Wege und ſuchen ſich insbeſondere mit Deutſchland zu
verſtändigen. Mit England ſind die Sachen ſchon
ver=
hältnismäßig weit gediehen, und auch zwiſchen Rußland
und Deutſchland iſt durch die Beſprechungen der
leiten=
den Staatsmänner gelegentlich ihres Berliner Beſuches
eäne Verſtändigung angebahnt worden.
In dieſer Situation kommt wohl nicht ohne Abſicht
die Nachricht von einer für den Sommer geplanten
Staatsviſite Ponncarés in Petersburg.
Es iſt bezeichnend, daß dieſe Meldung ihre Quelle in
Waris hat, und nicht in Petersburg, woraus ſehr
deut=
luch hervorleuchtet, daß man an der Seine den
dringen=
den Wunſch hat, dieſen Beſuch zu inſzenieren, um auf
täeſe Weiſe die Intimität der franzöſiſch=ruſſiſchen
Be=
zehungen darzutun. Man fühlt die Notwendigkeit einer
ſolchen Demonſtration namentlich angeſichts der
deutſch=
erigliſchen Annäherung und erhofft von einer Reiſe des
Staatsoberhauptes der Republik nach der Newa eine
Stärkung des Bündniſſes. Ob dieſe Hoffnung in
Er=
füllung gehen wird, iſt freilich eine andere Sache, zu einer
Zeit, wo man aus Gründen der realen Politik ſich auch
um die beſten Freunde nicht kümmert, wenn es die eigenen
Intereſſen gilt.
Frankreich
und der Zeppelin=Cyp.
Gewiſſe Unſtimmigkeiten in der Organiſation
des franzöſiſchen Militärluftfahrweſens (die mangelnde
Selbſtſtändigkeit des Generalinſpekteurs, das Fehlen
ent=
ſprechend vorgebildeter höherer Offiziere in den großen
Luftfahrbezirken u. ä.) hat deutſche Beurteiler zu der
Auf=
ſaſſung geführt, daß der Wert der franzöſiſchen Flieger
ſehr übertrieben werde. Gegenüber dieſer Anſicht rät
ein ungenannter Fachmann, der im Januarheft der
Deut=
ſchen Rundſchau (Berlin, Gebr. Paetel) den Stand des
Militärluftfahrweſens bei den Großmächten erörtert,
zur Vorſicht. Auch er jedoch erkennt an, daß die
Fran=
zoſſen im Vergleich mit den Flugzeugen den Bau von
Luftſchiſſen ſeit einiger Zeit vernachläſſigt haben. Auf
dem Papier ſtehen allerdings 16 Luftſchiffe als im Beſitz
der Heeresverwaltung befindlich, und dazu kommen 5
Privat=Luftſchiffe. Von jenen 16 werden aber ſelbſt in
franzöſiſchen Blättern nur 7 einigermaßen
kriegsbrauch=
bar gehalten. Ob das Spieß=Modell, mit dem man ſich
anlangs brüſtete, überhaupt weiter entwickelt werden ſoll,
iſt zweifelhaft. „Nach franzöſiſchen Berichten ſoll
näm=
lich”, ſo ſchreibt der Gewährsmann der Deutſchen
Rund=
ſchau, „die Firma Schneider=Creuzot beabſichtigen, eine
eigene Luftſchifſwerft zum Bau ſtarrer Luftſchiffe vom
Zeppelintyp zu errichten; die Luftſchiffe ſollen wie
die deutſchen Zeppelin=Schiffe ein Aluminiumgerüſt
er=
halten und nach den Angaben des Ingenieurs
Ca=
pazze gebaut werden, der mehrere Fahrten
auf den Zeppelin=Schiffen in
Deutſch=
land mitgemacht hat.”
Es bedarf der Aufklärung, ob Ingenieur Capazze
wirklich in der Lage war, in Deutſchland auf Zeppelin=
Schiffen Fahrten mitzumachen und dabei Erſahrungen
zu ſammeln, die er zugunſten der franzöſiſchen Luftſchiffe
verwerten kann. Sollte derartiges möglich geweſen ſein,
ſo dürfte die öffentliche Meinung Deutſchlands in dem
Wunſche übereinſtimmen, daß der Fall Capazze ein
ein=
zelnes Vorkommnis bleibe, gegen deſſen Wiederholung
Vorkehrungen getroſfen werden müſſen.
Deutſches Reich.
Aerzte und Krankenkaſſen. Die am
4. ds. Mts. unter dem Vorſitz des Miniſterialdirektors
Dr. Caſpar im Reichsamte des Innern zwiſchen den
Vertretern der Aerzteſchaft und denen der Krankenkaſſen
mehrerer Städte geführten Verhandlungen haben ſich bis
weit in den Nachmittag hinein hingezogen. Vor allem
ſtößt die Regelung der Beſtimmung Nr. 11 des
Abkom=
mens, die von der Entfernung und Abfindung der von
auswärts zugezogenen Aerzte handelt, auf Hinderniſſe.
Für eine Anzahl von Orten haben die Verhandlungen
ſchon zu einem günſtigen Ergebniſſe geführt, und unter
den Teilnehmern an der ſehr gründlichen Ausſprache
herrſcht die Anſicht vor, daß die noch vorhandenen
Schwie=
rigkeiten in einigen Tagen beſeitigt ſein werden. Zu
die=
ſem Behufe werden zunächſt am Montage in Stettin und
am Donnerstag in Breslau weitere Verhandlungen
ſtatt=
finden.
— Der Fall Jagow. Wie das führende
konſer=
vative Organ in Pommern zuverläſſig erfährt, darf der
Fall Jagow als erledigt angeſehen werden. Das
Staats=
miniſterium habe ſich mit der Sache überhaupt nicht
be=
ſaßt, der Miniſter des Innern aber habe keine
Veran=
laſſung, gegen Herrn v. Jagow dienſtlich vorzugehen, da
ſeine publiziſtiſche Auslaſſung eine rein private Aeußerung
geweſen ſei.
Erzbiſchof und Gewerkſchaften. Die
Erklärung des Erzbiſchofs Dr. von Hartmann in der
Gewerkſchaftsfrage hat in Gewerlſchaftskreiſen ſowohl als
in den Kreiſen der ſogen. Kölner Richtung eine
nieder=
ſchmetternde Wirkung ausgeübt. Weder die
Zentrums=
preſſe noch die Gewerkſchaftskreiſe haben bisher zu der
völlig überraſchend kommenden neuen Interpretation der
biſchöflichen Rede durch den Erzbiſchof ſelbſt Stellung
ge=
nommen und werden es vorausſichtlich auch vorerſt nicht
tun. Eine Gegenerklärung von ſeiten der
Gewerk=
ſchaften iſt ſchon aus dem Grunde nicht zu
er=
warten, als ſich die Ausführungen des Kölner
Erz=
biſchofs nicht an die Adreſſe der Gewerkſchaften richten.
Letztere werden erſt dann ſich verteidigen, wenn, was zu
befürchten ſteht, ſeitens der Berliner Richtung im
Rhein=
land Fachabteilungen gegründet werden ſollten.
Aus den Kolonien.
Strafexpedition nach Neu=Kamerun.
Der ſtellvertretende Kommandeur der Kameruner
Schutz=
truppe, Major Fabricius, hat zu Anfang Dezember v. J.
eine auf etwa ſechs Monate berechnete Expedition nach
Neu=Kamerun unternommen. Um möglichſt jeden
Wider=
ſtand der Eingeborenen auszuſchließen und ihnen eine
eindrucksvolle militäriſche Macht vor Augen zu führen,
wurde die Stammkompagnie des Hauptquartiers der
Ka=
meruner Schutztruppe zu Soppo zur Begleitung
heran=
gezogen. Die Expedition iſt in zwei Zügen von Kribi
und von Edea aus in ſüdöſtlicher Richtung nach Neu=
Ka=
merun vorgedrungen. Sie wird zunächſt die Standorte
der 10. Kompagnie in Wolö=Ntem und weiter öſtlich der
11. Kompagnie in Iwindo nebſt Umgebung einer
ein=
gehenden militäriſchen Beſichtigung unterziehen. Im
Be=
reiche des Poſtens Nola am Sanga wird eine Beſtrafung
der auſſtändiſchen Stämme erforderlich ſein, die unter
Führung des Häuptlings Nguku der deutſchen wie auch
früher der franzöſiſchen Herrſchaft Widerſtand
entgegen=
geſetzt haben. Der führende Häuptling hat kürzlich durch
ſeinen Angriff auf eine franzöſiſche Faktorei von ſich reden
gemacht. Oberleutnant von Raven und der Bezirksrichter
Dr. Seger waren auf die erſte Kunde von dem Ueberfall
ſogleich zur Hilfe herbeigeeilt, fanden aber angeſichts der
geringen zur Verfügung ſtehenden Streitkräfte den Tod
im Kampfe mit den an Zahl überlegenen und mit
Schuß=
waffen wohlausgerüſteten Eingeborenen. Die Expedition
ſoll nach Beſtrafung dieſes Häuptlings weiter öſtlich in
den Bezirk Mittel=Sanga=Uham vordringen, wo das Lager
der 6. Kompagnie der Schutztruppe zu Mbaiki vor einigen
Monaten einer böswilligen Brandſtiftung der
Eingebore=
nen zum Opfer fiel.
Um die nicht ganz unbegründete Beſorgnis wegen
des Ausganges der Expedition zu beſchwichtigen, ſchreibt
anſcheinend offiziös die Kamerun=Poſt: „Da der Marſch
der Expedition Fabricius zum Teil durch Gebiete führt,
die außerordentlich geringe natürliche Hilfsmittel beſitzen,
wird die geſamte Verpflegung derſelben durch ſieben
Ver=
pflegungsniederlagen in Ojem, Akoafim, Ngoila,
Mo=
lundu, Lomie, Jukaduma und Nola ſichergeſtellt. Dieſe
Magazinverpflegung, die den bisherigen franzöſiſchen
Be=
ſatzungen der fraglichen Gebiete nichts Unbekanntes war,
ſtellte nicht nur die ſonſt unmögliche Verpflegung der
Ex=
pedition ſicher, ſondern bietet auch die beſte Gewähr
da=
für, daß eine Beunruhigung der bereits regierungstreuen
Stämme durch Beitreibungen von Verpflegungen uſw.
vermieden wird.”
Ausland.
Frankreich.
Die Kritik des Abrüſtungsvorſchlages
Lloyd Georges. Anläßlich der jüngſten
Aeußerun=
gen Lloyd Georges über die Einſchränkung der
Flotten=
rüſtungen, die von einem Teile der franzöſiſchen Preſſe
lebhaft kritiſiert wurden, ſchreibt der Senator Henry
Beranger in der Action: Die Wahrheit, die alle
Fran=
zoſen kennen müſſen, iſt die, daß die gegenwärtige engliſche
Regierung im Begriffe iſt, ihre Politik gegenüber
Deutſch=
land gründlich zu ändern. Seit Monaten verhandeln
England und Deutſchland über wichtige Abkommen,
be=
treffend Zentralafrikas, Kleinaſiens und des
amerikani=
ſchen Handels. Die Aera des britiſchen Imperialismus,
welche einſt mit ſolchem Lärm von Chamberlain eröffnet
wurde, iſt nunmehr vom Miniſterium Asquith mit
Ver=
luſt endlich abgeſchloſſen, und durch einen enthaltſamen
Radikalismus a la Lloyd George erſetzt worden.
Bulgarien.
Das Kabinett Radoslawow. Radoslawow
wurde mit der Kabinettsbildung betraut und trat mit
allen parlamentariſchen Gruppen, ausgenommen der
Par=
tei Geſchows und Danews, gegen welche alle anderen
Parteien die Einleitung einer parlamentariſchen
Unter=
ſuchung verlangen, in Fühlung. Die zu Rate gezogenen
parlamentariſchen Gruppen lehnten den Vorſchlag ab, in
das Kabinett einzutreten. Die agrariſchen und
ſozialiſti=
ſchen Abgeordneten erklärten, daß ſie es ablehnen, an
jed=
weder Kabinettsbildung teilzunehmen. In einer
einſtün=
digen Audienz nahm der König die Ratſchläge des
Ob=
mannes der ſtärkſten parlamentariſchen Gruppe entgegen
und unterzeichnete die Ukaſſe, mit welchen ſämtliche
Mit=
glieder des Kabinetts Radoslawow wieder zu Miniſtern
ernannt werden, und ihre Portefeuilles behallten. Das
Miniſterium des Aeußern wird weiterhin von Rados=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Nummer 7.
lawow geleitet, der mit der gegenwärtigen Sobranje
ar=
beiten zu können hofft, vorausgeſetzt, daß die verſchiedenen
Parteien in patriotiſcher Weiſe hierzu geneigt ſind.
Rumänien.
Die innere Politik. In Erwiderung auf eine
Interpellation erklärte der Miniſterpräſident Majorescu:
Die gegenwärtige Regierung iſt gebildet und das
gegen=
wärtige Parlament gewählt worden zu dem Zwecke, die
durch die internationale Lage Rumäniens während der
Balkankriſe geſtellten Probleme zu löſen. Da die Miſſion
erfüllt ſei, werde die Regierung demiſſionieren und es dem
König anheimſtellen, aan das Land einen neuerlichkn
Appell zu richten, um ſich durch Neuwahlen über die
Probleme der inneren Politik zu äußern.
Türkei.
Das Programm des neuen
Kriegs=
miniſters. Der Kriegsminiſter Enver Paſcha erklärte
dem Konſtantinopeler Korreſpondenten des Temps, er
habe beſchloſſen, bei dem gegenwärtig vorbereiteten
Kriegsbudget Erſparungen von wenigſtens 60
Millionen=
vorzunehmen. Die Umgeſtaltung der Armee müſſe unter
Berückſichtigung der finanziellen Hilfsquellen des Landes
durchgeführt werden. Man könnte durch vernünftige
Ver=
wendung der verfügbaren Kredite ſehr viel für die
Ver=
beſſerung der Armee tun gemäß dem ſo häufig im
Aus=
land angerufenen Grundſatz: Um den Frieden zu ſichern,
muß man die Verteidigung des nationalen Bodens
ſi=
chern. Dieſen Boden, fuhr Enver Paſcha fort, wollen wir
erhalten, deshalb habe ich die verantwortungsvolle
Auf=
gabe übernommen, meine Tätigkeit der Reorganiſation
der Armee zu widmen. Ich bin überzeugt, daß meine
Bemühungen von Erfolg gekrönt ſein werden, denn ich
habe zu dem Heroismus und der Opferwilligkeit unſerer
Armee das größte Vertrauen.
Afrika.
Die Eiſenbahnkriſe in Südafrika. Der
Sekretär des Eiſenbahnverbandes betonte, wie aus
Pre=
toria gemeldet wird, in einem Interview, daß die
Eiſen=
bahnkriſe ernſt ſei, obwohl man die Hoffnung auf
einen Ausgleich nicht aufgegeben habe. Alle
Zweigver=
eine des Verbandes würden auf dem Laufenden gehalten
und ſeien angewieſen worden, ſich für den Streik auf
ein gegebenes Zeichen bereit zu halten. Nächſtens werde
eine Maſſenverſammlung ſtattfinden, um die
Eiſenbahner=
frage und die Frage eines Generalſtreiks zu erörtern.
* In Sachen Kilian und Genoſſen wird
am Freitag, den 16. d. M., vormittags 9 Uhr, vor dem
Oberkriegsgericht des Gouvernements Berlin
un=
ter dem Vorſitz des Oberkriegsgerichtsrats Dr. Glaſewald
über die Berufung der Zeugleutnants Kilian, Hoge.
Hinſt und Schleuder, ſowie des Oberintendanturſekretärs
Pfeiffer und des Feuerwerksfeldwebels Schmitt gegen das
Urteil des Kommandanturgerichts der Reſidenz Berlin
vom 5. Auguſt v. J. verhandelt werden. Die
An=
klage vertritt Kriegsgerichtsrat Tſchierſchke, die
Verteidi=
gung liegt bei denſelben Anwälten wie in erſter Inſtanz.
Im weſentlichen werden dieſelben Zeugen vernommen.
Die Hauptfrage iſt die, ob das Oberkriegsgericht die
Ver=
urteilung wegen Verrats militäriſcher Geheimniſſe noch
aufrecht erhalten wird, nachdem dieſe Frage von der
Strafkammer in Sachen Brandt und Eccius verneint
worden iſt.
* Frankfurt a. M., 6. Jan. Die ſtädtiſche
Arbeitsloſenverſicherung iſt hier jetzt
einge=
führt worden. Als Vorausſetzung für die Gewährung
der Arbeitsloſenunterſtützung wird gefordert, daß der
Ar=
beitsloſe ſeit mindeſtens einem Jahre ununterbrochen in
Frankſurt gewohnt hat und nicht nur vorübergehend als
Arbeitnehmer in Stellung geweſen iſt, ferner muß der
Ar=
beitsloſe einem Gewerbe angehören, demzufolge ihm die
Verrichtung von ſtädtiſchen Notſtandsarbeiten nicht
zu=
gemutet werden lann. Die tägliche Unterſtützung beträgt
70 Pfg. für Unverheiratete und 1 Mark für Verheiratete
und kann bei letzteren für jedes von dem Arbeitsloſen
verſorgte Kind unter 16 Jahren um 15 Pfg. bis zum
Betrag von 1,60 Mark heraufgeſetzt werden.
* Neuwied, 6. Jan. Lügenmeldung. Das
Pariſer Journal veröffentlichte am 31. Dezember einen
Bericht über eine Unterredung, die Prinz
Wil=
helm zu Wied einem Korreſpondenten des Pariſer
Journals gewährt haben ſoll. Die Neuwieder Ztg.
iſt ermächtigt, zu erklären, daß der Prinz den betreffenden
Journaliſten, der um eine Unterredung nachſuchte, nicht
empfing. Alle Angaben des franzöſiſchen Blattes über
eine angebliche Unterredung beruhen auf freier
Erfin=
dung. (!) Wie das genannte Blatt erfährt, lehnte es der
Prinz ſtets ab, über die Fragen, betreſfend die
Thron=
landidatur in Albanien, Nachrichten an die Preſſe
ge=
langen zu laſſen.
* Athen, 5. Jan. Heute mittag fanden ſich der die
deutſche Generalfeldmarſchallsuniform tragende König
Konſtantin, ſowie die Königin Sophie mit dem=
Kronprinzen Georg, dem Prinzen Alexander und der
Prinzeſſin Helene als Gäſte auf dem deutſchen
Kreuzer „Göben” im Piräushafen ein.
Marine=
miniſter Demergis konferierte eine Stunde mit dem
Ge=
ſandten Graffen Quardt in der deutſchen Geſandtſchaft.
Generalſtabschef Dusmanis teilt entgegen Pariſer
Preſſe=
gerüchten mit, daß die franzöſiſche Militärmiſſion mit
dem in der deutſchen Schule ausgebildeten griechiſchen
Generalſtab im beſten Einvernehmen zuſammenarbeite.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 7. Januar.
g. Hofball. Geſtern abend fand im Alten Palais der
erſte diesjährige Hofball ſtatt, zu ’dem über 300
Per=
ſonen geladen waren. Der Ball wurde um 8 Uhr mit
dem feierlichen Einzug der hohen Herrſchaften eröffnet.
Gegen 10 Uhr wurde in den verſchiedenen Sälen das
Souper eingenommen. Die Tafel= und Ballmuſik ſtellte
die Kapelle des Leibgarde=Infanterie=Regiments Nr. 115
unter Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters Hauske.
* Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog werden heute weder Audienzen erteilen, noch
Meldungen entgegennehmen. Die Vorträge der
Mi=
niſter pp. finden vormittags im Neuen Palais ſtatt.
* Eiſenbahnperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben nachſtehenden Beamten der
Heſ=
ſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaſt aus Anlaß ihrer
Verſetzung in den Ruheſtand folgſende Auszeichnungen
verliehen: dem Zugführer Johann Vomweg zu Koblenz
das Silberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps des
Großmütigen; dem Schaffner Johannes Walter zu
Darmſtadt, dem Weichenſteller Philipp Berger zu
Als=
heim und dem Weichenſteller Johannes Petermann
zu Weiſſenau das Allgemeine Ehrenzeichen mit der
In=
ſchrift „Für treue Dienſte‟
* Militärdienſtnachricht. Moeller, Major und
Ab=
teilungskommandeur im 2. Großh. Heſſ. Feld=Art.=Regt.
Nr. 61, vom 5. Januar bis 10. Februar zur Teilnahme
am I. (91.) Lehrgang zur Feldartillerie=Schießſchule
kom=
mandiert.
g. Strafkammer I. Der 23jährige Kaufmann Anton
Rudolf Wächter aus Frankfurt, wohnhaft hier, iſt
be=
ſchuldigt, in der Zeit vom 2. bis 14. Oktober 1913 in dem
damals herrenloſen Hauſe Neue Niederſtraße 23 aus einem
verſchloſſenen Raum zwei Behälter mit Farbe geſtohlen
zu haben. Dadurch, daß man in der Nähe des Ortes
die Papiere des Angeklagten fand, kam Wächter als Täter
in Betracht. Dieſer beſtreitet jedoch den Diebſtahl. Seine
Papiere hätte er beim Turnen verloren. Dieſe müßte
der Dieb gefunden haben und dort an Ort und Stelle mit
Abſicht hingelegt haben. Das Gericht kann den
ſchlüſſi=
gen Beweis für die Schuld des Angeklagten nicht als
ge=
führt erachten und erkennt deshalb auf
Freiſpre=
chung. — Der 27jährige Schmied Friedrich Wilhelm
Max Krüger von hier wurde nach der unter Ausſchluß
der Oeffentlichkeit geführten Verhandlung wegen
Verbre=
chens nach § 176,3 Str.=G.=B. in zwei Fällen zu 2
Jah=
ren Gefängnis und 5 Jahren Ehrverluſt verurteilt.
7 Wochen der Unterſuchungshaft werden ihm auf die
Strafe angerechnet. — Der 20jährige Hausburſche
Leon=
hard Becher von Margelsheim (Bayern), der erſt im
Juni 1913 nach Verbüßung einer ſiebenmonatigen
Gefäng=
nisſtrafe in Freiheit kam, verübte bereits am 12. November
wieder einen Diebſtahl. Er war bis zum 6.
No=
vember bei einem Bäckermeiſter in der Frankfurter Straße
in Stellung. Am 12. November, gegen 8 Uhr, ging er in
das Schlafzimmer der Bäckergeſellen, angeblich, um ſeine
dort noch befindlichen Kleider zu holen. Er fand die
Ge=
ſellen ſchlafend und benutzte dieſe Gelegenheit, um dem
einen Bäckergeſellen die Schlüſſel aus der Taſche zu
neh=
men und damit den Koffer zu öffnen. Dieſem entnahm
er ein Käſtchen mit 45 Mark Inhalt. Außerdem nahm
er ein Paar Stiefel mit ſich. Das Gericht nahm nur einen
einfachen Diebſtahl im Rückfall an und verurteilte den
An=
geklagten zu 1 Jahr Gefängnis, abzüglich 6 Wochen
der Unterſuchungshaft. — Der 25jährige Spengler
Wil=
helm Müller aus Wetzlar wurde wegen Verbrechens
nach § 181a Abſ. 2 zu 1 Jahr 6 Monaten
Gefäng=
nis und 5 Jahren Ehrverluſt verurteilt.
* Zur Sitzung des Provinzial=Ausſchuſſes der
Pro=
vinz Starkenburg am Samstag, den 10. Januar 1914, vor=
mittags 9½ Uhr, iſt folgende Tagesordnung feſtgeſetzts
1. Geſuch des Georg Hartmann zu Lengfeld um
Erlaub=
nis zum Betriebe einer Schankwirtſchaft. 2. Geſuch des
Georg Mayer aus Offenbach um Erlaubnis zum Betriebe
einer Schankwirtſchaft. 3. Geſuch des Franz Kohl in
Roſengarten um Erteilung der Erlaubnis zum Betrieba
einer Wirtſchaft in dem Hauſe an der Straße Bürſtadt=
Worms (Flur XXIX Nr. 3).
* Viehzählung vom 1. Dezember 1913. Wie in
Rhein=
heſſen, ſo hat auch in der Provinz Starkenburg der
Vieh=
ſtand im letzten Jahre erheblich zugenommen. Der
Rind=
viehbeſtand iſt von 98846 Stück am 2. Dezember 1912 auf
106 209 Stück am 1. Dezember 1913 gewachſen. Die
Schweine ſind von 125701 Stück auf 159605 Stück
ge=
ſtiegen. Die Zahl der Kaninchen (Stallhaſen) beträgt
58 296 gegen 31731 in Rheinheſſen. (Darmſt. Ztg.)
D Praktiſche Meiſterkurſe in Damenſchneiderei. Ein
dreiwöchiger Meiſterkurſus für Damenſchneider und
Schneiderinnen wird unter Leitung des Herrn
Damen=
ſchneidermeiſters Proeſer=Darmſtadt in den
Dienſt=
gebäuden der Großh. Zentralſtelle für die Gewerbe mn
Darmſtadt, Neckarſtraße 3, bei ausreichender Beteiligung
in der Zeit vom 2. bis einſchließlich 21. Februar 1914, und
zwar an den Wochentagen von 8 bis 12 Uhr und von
bis 6 Uhr mit Ausnahme der Samstag=Nachmittage
ab=
gehalten. Die Beteiligung an dieſem Kurſus iſt
insbe=
ſondere den Gehilfinnen, aber auch denjenigen Meiſtern
und Meiſterinnen zu empfehlen, welche ihren Schnitt
ver=
ändern wollen. Der Unterricht erſtreckt ſich auf folgend
Gegenſtände: 1. Geometrie. 2. Erläuterungen über den
Bau und die Oberflächengeſtaltung des menſchlichen
Kör=
pers. 3. Ausmeſſen und Austragen der Oberfläche des
menſchlichen Körpers nebſt den erforderlichen Berechnun
gen. 4. Maßnehmen, Grundmodell=Zeichnen und Zus
ſchneiden nach einem auf wiſſenſchaftlicher und praktiſchen
Grundlage beruhenden Syſtem. 5. Umänderung des
Grundmodells in Modelle der jetzigen Mode entſprechend
6. Stoffeinteilung und Berechnung des Selbſtkoſtenpreiſes
eines fertigen Kleidungsſtücks. 7. Abänderung
ſchlecht=
ſitzender Kleidungsſtücke. 8. Beſprechung der
Rohmate=
rialien und deren Verarbeitung. In dieſem Kurſus kann
je nach Wahl ein vollſtändiges Kleid angefertigt werden
Die hierzu erforderlichen Stoffe uſw. ſind mitzubringen
Winkel, Metermaß, Bleiſtift und Schere ſind von jedem
Teilnehmer mitzubringen. Die während des Unterrichts
benötigten Zeichenpapiere werden geſtellt. Zu dieſem
Kurſus werden bis zu 15 Teilnehmer zugelaſſen.
W-l. Großh. Hoftheater. Bei der geſtrigen
Wieder=
holung von Shakeſpeares „Romeo und Julia” ſpielten
Herr Ehrle erſtmalig den Romeo, zwar nicht mit der
raffinierten Technik und den Pointentrümpfen Moiſſis,
aber dafür mit deſto mehr innerer Wärme des Empfindens
und echtem Temperament, das „von Herzen geht und
Herz zu Herzen ſchafft”; denn nur mit dem Herzen, nicht
mit dem Verſtande kann man die Rolle des heißblütigen
Jünglings ſpielen. Mit dem Wollen ſtand das
Vollbrin=
gen heute aber nicht ganz in Einklang, da Herr Ehrle ſtarl
erkältet war und ſich wegen Indispoſition hatte
entſchul=
digen laſſen. Er erntete mit ſeiner Darſtellung der Rollel
reichen Beifall. Die Beſetzung der übrigen Rollen a
bis auf die des Bruders Lorenzo, die Herr
Weſter=
mann ſehr ſchön ſprach, dieſelbe, wie bei der erſten Aufs
führung vor vier Wochen.
Der Zug ins Theater iſt erfreulich, der Zug
Theater aber nicht.
— Vom Großh. Hoftheater. Kammerſäng
Georg Baklanoff, der von ſeinem zweimalige
Gaſtſpiel am Hoftheater in der vergangenen Spielzel
hier noch unvergeſſen iſt, wird am Donnerstag, 15. Ja
nuar, als „Figaro” im „Barbier von Sevilla” und am
Sonntag, 18. Januar, als „Scarpia” in „Tosca”
gaſt=
weiſe auftreten. Dem Gaſtſpiel begegnet man bereits jetzt
mit dem ſtärkſten Intereſſe. Details über
Kartenvorver=
kauf wird die Hoftheaterleitung in den nächſten Tagen
bekannt geben.
Die heutige B=Abonnements=Vorſtellung „
Sieg=
fried” beginnt bereits um ſechs Uhr. Am
Donners=
tag gelangt Kleiſts „Prinz von Homburg” in der
neuen Inſzenierung als C=Abonnements=Vorſtellung bei
kleinen Preiſen zur Wiederholung. Die Vorſtellung
be=
ginnt um 7½ Uhr. Als nächſte Volksvorſtellung zu
er=
mäßigten Preiſen erſcheint am Sonntag (erſtmalig als
Nachmittagsvorſtellung) die erfolgreichſte Neuheit dieſer
Spielzeit, „Die ſpaniſche Fliege” von Arnold und Bach,
Der Vorverkauf findet bis einſchließlich Samstag nün
im Verkehrsbureau ſtatt. Am Sonntag abend findet die
zykliſche Aufführung des „Ringes des Nibelungen” mit
„Götterdämmerung” ihren Abſchluß. Das Wehl
wird in der dekorativen Neueinrichtung der Feſtſpiele in
Szene gehen. Hoſſtarfellmeiſter Ottenheimer hat die
muſi=
kaliſche Leitung. Im Abonnement fällt die Vorſtellung
der Serie C zu. Die Vorſtellung beginnt um ſechs Uhn
* Schulferien. Man ſchreibt uns: Hierüber leſen will
in Nr. 48 der Allgemeinen Deutſchen
Lehrer=
zeitung vom 26. Dezember 1913 aus Preußen: Soviele
Die chineſiſche Kaiſerfamilie
im Exil.
** Wohin haben die Wogen der chineſiſchen
Revolution die Angehörigen des Kaiſerhauſes
getragen? Was wurde das Schickſal jener mächtigen
Prin=
zen, die einſt in der chineſiſchen Kaiſerſtadt eine ſo große
Rolle ſpielten? Denn das Los des armen kleinen
Kai=
ſers Pu Yi, der nun glücklich ſein achtes Jahr erreicht
hat, iſt in ſeinen Grundzügen bekannt; man weiß, daß
er tief im Herzen der verbotenen Stadt in einem einſamen
Pavillon, den eine beſondere große Mauer wiederum von
den Nachbarbauten trennt, ſeine Kinderjahre verbringt:
ohne Geſpielen, ohne die tauſend bunten Freuden und
Er=
lebniſſe, die einem jungen Menſchenkinde Glück und Freude
bedeuten. Der gegenwärtig in China weilende
franzö=
ſiſche Journaliſt Jean Rodes hat an Ort und Stelle
ein=
gehende Erkundigungen nach dem Leben des Kaiſerkindes
und ſeiner Angehörigen angeſtellt und veröffentlicht nun
im Temps die intereſſanten Ergebniſſe ſeiner
Nach=
forſchung.
Zu Anfang ward der kleine Kaiſer von der jungen
Kaiſerin=Witwe Long Yu betreut und gehütet, aber vor
etwa einem Jahre raffte eine rätſelhafte Krankheit dieſe
Pflegerin hinweg, und nach langen Palaſtintrigen
ent=
ſchied das Machtwort Juanſchikais daß zwei ehemalige
Nebenfrauen des verſtorbenen Kaiſers Kwangſü fortan
die Pflege des Kindes übernähmen. Drei Lehrer ſorgen
für den Unterricht, zwei Chineſen und ein Mongole, und
die Oberaufſicht über den Haushalt führt der Mandſchu
Tſche Tſcheſu, der einſt als einflußreicher Berater des
Kaiſerhauſes eine große Rolle ſpielte und damals als
einer der reaktionärſten Hofmänner galt. Die Außenwelt
ſerfährt wenig von dem Leben des kleinen Kaiſers; es
ſcheint, daß der Knabe noch nichts von den Umwälzungen
ahnt, die ſeiner Familie die Macht über das große Reich
der Mitte raubten. In der Verlaſſenheit der verbotenen
Stadt wächſt er zwiſchen Mauern auf, die ihm den Blick
auf die Mitwelt ſperren. Noch vor ihrem Tode erhob die
Kaiſerin Long Yu bitter Einſpruch gegen dieſe
erzwun=
gene Einſamkeit; die kaiſerlichen Prinzen überließen ſie
und den kleinen Kaiſer dem Schickſal und bald waren die
Verhältniſſe im Palaſte ſo verwirrt, daß die Eunuchen
das ganze Schloß regelrecht plünderten, aller
Koſtbar=
keiten beraubten und erſt durch Juanſchikai von weiteren
Verwüſtungen abgehalten wurden.
Die Prinzen des Kaiſerhauſes hatten ſich
längſt von dem ſinkenden Schiffe gerettet. Die meiſten
zogen es vor, den heiß gewordenen Boden Pekings
zu=
verlaſſen; zwei aber gehören der jetzigen Regierung an
und bekleiden hohe Beamtenſtellen. Der Fürſt Tſai Tſeh,
einſt Finanzminiſter, iſt zum Hüter der Kaiſergräber
er=
nannt; der andere, Prinz Pulun, hat ſeinen Yamen in
der Tartarenſtadt nicht verlaſſen, zählt zu den zahlreichen
Ratgebern Juanſchikais und vertritt bei ihm die „acht
Banner‟. Er war es, der am 10. Oktober, in der neuen
blauen Uniform, mit Käppi und Federbuſch, die
Zere=
monie leitete und dem Präſidenten Juanſchikai offiziell
die Glückwünſche der kaiſerlichen Familie übermittelte.
Längſt hat Prinz Pulun die chineſiſche Tracht abgelegt;
in eleganter europäiſcher Kleidung kann man ihn oft in
einem Hotel im Geſandtenviertel ſehen, bei einer
abend=
lichen Partie Billard, ihn, den einſt die Kaiſerin Tuſi zum
Thronfolger Chinas machen wollte. Die übrigen Prinzen
ſind zum größten Teil nach Tientſin gezogen und wohnen
dort in der deutſchen Konzeſſion. Der junge Prinz
Tſai Tao, der während der letzten Jahre des
Kaiſer=
tums Oberbefehlshaber der Armee war und den man im
Jahre 1910 an der Spitze einer militäriſchen Miſſion in
Europa ſah, iſt ſcheinbar ganz Sportmann geworden,
jedenfalls ſieht man ihn kaum anders als im europäiſchen
Sportdreß, im Reitanzug: Cutaway und Reithoſe. So
tauchte er kürzlich auch in Peling im Tatterſall auf, aber
der Anblick der dort ſtehenden, gerade fertiggeſtellten
Amtsequipage des Präſidenten ſchien ihm doch peinlichg
er blickte traurig weg und meinte: „Der Wagen iſt
wahl=
haftig ſcheußlich” worin er übrigens recht hatte. Der
Prinz Tſing, der einſt der mächtigſte Mann Chinas war,
lebt in Tientſin in ſtrengſter Zurückgezogenheit. Den
„Old Gentleman” nennt man ihn dort; aber er empfängt
niemanden, und ſeine einzige Beſchäftigung iſt die
Ver=
waltung und Anlegung ſeines rieſenhaften Vermögens,
das in den Treſſors europäiſcher Banken ruht. Allein bei
zwei Banken hat er für rund 25 Millionen Goldbarren
liegen; und das iſt nur ein kleiner Teil ſeines Beſitzes=
Seine Söhne leben nur dem Vergnügen; allabendlich ſiehtl
man ſie in Tientſin im tadelloſen Smoking oder Frach
ihre Begeiſterungen für die Amüſements Europas
ſchei=
nen unbegrenzt, und bald wird man ſie wohl auch einmall
in London, Paris oder Berlin an jenen Stätten
auftan=
chen ſehen, an denen man ſich nicht langweilen ſoll. Alle
dieſe Prinzen ſcheinen endgültig jedem Intereſſe an deg
Politik entſagt zu haben, ſie geben willig zu, daß
Juan=
ſchikai der rechte Mann am rechten Orte ſei; erſt kürzlich
äußerte der alte Prinz Tſing: „Juanſchikai iſt ein unges
wöhnlich kluger Mann, nur er kann unter den
gegenwäl=
tigen ſchwierigen Verhältniſſen China regieren; aber eines
ſchönen Tages wird man ihm doch eine Taſſe ſchlechten
Tee geben” Nur einer der Prinzen gilt als energiſch
ehrgeizig und gewillt, die Macht des Kaiſerhauſes wien
derherzuſtellen: Prinz Kong. Er — und der Prinz Su
wohnen in der deutſchen Kolonie in Tſingtau; von ihm
wird behauptet, daß er ſogar bei der Revolution des
Sü=
dens die Hand im Spiele gehabt habe und daß er im Falle
des Erfolges Präſident der chineſiſchen Republik gewon
den wäre.
Nummer 7.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Seite 3.
Fittſchriften und Eingaben ſind bei der Staatsregierung
lunrd dem Landtage eingebracht worden, um die Ferien an
höheren und Volksſchulen einheitlich zu geſtalten, aber es
vollte nicht gehen. Jetzt endlich wird ein Erlaß des
Unterrichtsminiſters bekannt, der beſtimmt, daß die Ferien
on den Volksſchulen gleiche Länge haben ſollen wie an
Den höheren Lehranſtalten. Damit werden die Ferien
er Volksſchüler und deren Lehrer um zehn Tage, von
ſſielbzig auf achtzig, jährlich verlängert. So
ſelbſtverſtänd=
ich ein ſolches Gleichmaß für jeden ſachlich und gerecht
enkenden war, ſo hartnäckig haben ſich die bisherigen
Aurtterrichtsminiſter dagegen geſträubt. Durch dies
Ver=
halten iſt viel Mißſtimmung im Volke und der
Volks=
ſcrullehrerſchaft geſät und gepflegt worden; aber als ob
die Verſchiedenheit ein höchſtes Heiligtum wäre, ſo wurde
r bisher feſtgehalten. Nun wird von Oſtern nächſten
Jahres ab die neue Ordnung in Kraft treten, und das
eußiſche Volksſchulweſen wird an den zehn Ferientagen
tehr ſicher nicht zugrunde gehen. Dies Entgegenkommen
Armnte man aber ſchon vor zehn und mehr Jahren gezeigt
ſoben.” — Wann wird man in Heſſen endlich einmal zu
er gleichen Einſicht kommen wie in Preußen? Auf
lreußen wird doch hier immer Bezug genommen, d. b.
ro es gerade paßt.
* Die Ausſtellung von G. von Bellersheim, umfaſſend
bälder und Studien, iſt bis zum 9. Januar im Hauſe
Eichbergſtraße 28I noch geöffnet. Es handelt ſich hier
ert eine ſehr bemerkenswerte Ausſtellung von Porträts
und Landſchaften. Frl von Bellersheim iſt zweifellos
ſtire ernſt ſtrebende Künſtlerin, deren techniſches Rüſtzeug
luf hoher Stufe ſteht. Namentlich die Landſchaften ſind
ſien höchſtem Intereſſe; ſie zeichnen ſich durch feine Natur=
Anapfindung und warme Farbengebung aus und tragen
lin durchaus eigenes Gepräge. Bei den lebensvollen
Por=
räts beachte man die charakteriſtiſche Durchführunng der
bande, die bekanntlich immer einen Prüfſtein für das
ſönnen des Künſtlers bilden. Man darf wohl der Hoff
lung Ausdruck geben, der geſchätzten Künſtlerin des
öſte=
ert zu begegnen.
* Zum Vortrag über den Wehrbeitrag. Im Anſchluß
In unſere geſtrige Veröffentlichung über den Vortrag des
derrn Handelskammerſyndikus Dr. Human über das
Uhema „Der einmalige außerordentliche
ehrbeitrag” ſehen wir uns zu folgenden
Ergän=
ungen veranlaßt: Es werden bei der Veranlagung des
Lehrbeitrags die Vermögen der Ehegatten zuſammen
ſeranlagt, ſofern dieſelben nicht dauernd voneinander
ge=
rennt leben. Weiter wird durch die nunmehr zur
Ver=
f entlichung gelangte Bekanntmachung der
Veranlagungs=
ommiſſion über die Abgabe der Vermögenserklärungen
ſſir die Veranlagung des Wehrbeitrags — es wird bekannt
emacht, es ſei jeder, der ein Vermögen von mehr als
10000 Mark, oder jeder, der bei mehr als 4000 Mark
Ein=
ommen mehr als 10000 Mark Vermögen hat, zur
Ab=
lſahe einer Vermögenserklärung verpflichtet — der
eigent=
iche Wehrbeitrag nicht berührt. Es werden die
Ver=
nögen unter 10000 Mark überhaupt nicht herangezogen.
beiter bleiben die Vermögen bis 30000 Mark frei, wenn
ſſer betreffende nicht mehr als 4000 Mark Einkommen hat,
ind es bleiben ſogar Vermögen bis 50 000 Mark frei, wenn
ler Betreffende nicht mehr als 2000 Mark Einkommen hat.
Udie amtliche Aufforderung zur Deklarierung der
Ver=
niegen von über 10000 Mark bezw. 20000 Mark dient
azu, das deutſche Nationalvermögen möglichſt genau
feſt=
ustellen. Wie wir geſtern geſchrieben haben, ſind
ver=
i gensſteuerpflichtig die Haushaltungskoſten, unter
wel=
lhen zu verſtehen ſind die Koſten für Wohnung, Heizung,
Aelleuchtung, Ernährung, Bekle dung, Biedienung,
Aus=
ſidung uſw. Nicht vermögensſteuerpflichtig ſind aber
be=
ſeits vorhandene Möbel, Hausrat, Kleidungsſtücke,
lschmuck, Autos, Sammlungen uſw. Für die kommende
Wermögenszuwachsſteuer iſt wichtig, daß der Deklaration
li Grundſtücke nach § 30 des Beſitzſteuergeſetzes die „
Ge=
evungskoſten” zugrunde gelegt werden können, wodurch
er Grundbeſitzer als Vermögenszuwachs nur die in das
Anundſtück hineingeſteckten Kapitalaufwendungen zu ver=
Aerern braucht. Durch die Feſtſtellung des
Vermögens=
andes am 31. Dezember 1913 werden auch alle möglichen
Auffallseinkommen mitbeſteuert. Fallen dieſe Einkommen
B. durch Todesfall. Penſionierung, geſchäftliche
Ver=
hiſte, plötzliche Stellenloſigkeit, Ungückskälle uſw. nach dem
Il. Dezember weg, ſo werden die fälligen Beiträge, falls
s ſich um eine Einkommenverminderung von mindeſtens
0 Prozent handelt, entſprechend ermäßigt.
— Die Oberwaldfichten. Von zuſtändiger Seite wird
lns geſchrieben: Die Mitteilungen in dem unter „
Ver=
tiſchtes” ſtehenden Artikel: „Ein kranker Wald” in
Ubrem Blatte vom Sonntag, den 4. d. M., paſſen
diagno=
lſſch genau auf die bekannten und viel bewunderten
Uterwaldfichten längs der Dieburger Straße zwi=
ſchen Hirſchköpfen und Oberwaldhaus. Auch
hier iſt der Fichtenwald krank an der Rotfäule und ſeine
Fällung geſchieht nicht aus finanziellen Gründen,
ſon=
dern ſie iſt geboten durch die Gefahr, die für Fußgänger
und Wagen vorliegt, wenn der Sturm weht. Die Anker
der Bäume (die Wurzeln) und der Stützpunkt der Stämme
(die unteren Stammteile) ſind faul und hohl und die
Stämme würden umfallen, wenn ſie die Forſtbehörde jetzt
nicht rechtzeitig fällen würde. Es darf alſo, ſieht man hier
die Art angelegt, nicht etwa an eine äſthetiſche
Rückſichts=
loſigkeit der Forſtbehörde — die, nebenbei bemerkt,
die=
ſen Vorwurf überhaupt nicht verdienen würde — gedacht
werden, ſondern an einen Verfall durch Krankheit bezw.
durch den Zahn der Zeit, denn die Fichten ſind überalt,
da ſie 32 Jahre über ihre normale Lebensdauer ſtehen:
Es iſt dankenswert, daß das Publikum über den
Grund der Fällung jener Fichten, durch die das herrliche
Landſchaftsbild des Oberwaldes ſo beeinträchtigt worden
iſt und die deshalb Beunruhigung hervorgerufen hat, eine
authentiſche und befriedigende Aufklärung erhält.
Der Kreisverein Darmſtadt im Verband deutſcher
Handlungsgehilfen zu Leipzig hielt ſeine Weihnachtsfeier
im Reſtaurant Sitte, die ſehr zahlreich beſucht war und
einen würdigen Verlauf nahm. Neben gemeinſchaftlichen
Geſängen und muſikaliſchen Darbietungen wechſelten
Vor=
träge ernſten und heiteren Inhalts mit Tänzen ab, und
als in vorgerückter Stunde das Feſt ſeinen Abſchluß fand,
trennte man ſich in dem Bewußtſein, einen genußreichen
und unterhaltenden Abend verbracht zu haben.
* Gartenbau=Verein. Man ſchreibt uns: „Zurück zur
Natur” iſt ein Leitſatz unſerer Zeit geworden, und aus
dieſem Satz folgert das rege Intereſſe, das heute das
große Publikum an der Gartengeſtaltung unſerer Zeit
genommen hat. In der Hauptverſammlung des
Garten=
bau=Vereins am 8. d. M. wird Herr Gartenarchitekt
Ger=
lach, den wir bereits in mehreren öffentlichen Vorträgen
als gut unterrichteten Fachmann haben kennen lernen, das
Thema Gartenkultur des 20. Jahrhunderts und ihre
ſoziale Bedeutung” an der Hand einer ausgewählten
Sammlung künſtleriſcher Lichtbilder behandeln. Weiter
hat die Firma Coßmann Nachfolger in dankenswerter
Weiſe zugeſagt, eine Gartenkunſtausſtellung, welche im
Jahre 1913 im Königl. Kunſtgewerbemuſeum zu Berlin
und auf der Gartenbauausſtellung in Forſt in der Lauſitz
das beſondere Intereſſe der Fachkreiſe erregte, hier
wie=
derholt der Oeffentlichkeit zugänglich zu machen. Der
Beſuch der geſamten Veranſtaltung darf hiernach allen
Intereſſenten aufs wärmſte empfohlen werden.
* Die Kammermuſikvereinigung der Herren de Haan,
Schmidt, Raſche, Sprenger, Andrege ladet in der heutigen
Anzeige zu ihrer zweiten Matinee ein, die kommenden
Sonntag ſtattfindet und Schubert gewidmet iſt. Das
Pro=
gramm bringt das erſte Streichquartett in A=Moll, das
Forellenquintett und außerdem fünf Lieder für Sopran,
deren Auswahl ſich vortrefflich dem Rahmen der
Kam=
mermuſikveranſtaltung einfügt.
* Teeabend. Man ſchreibt uns: Auf den in heutiger
Nummer angezeigten Teeabend des Frauenvereins der
Schloßgemeinde am nächſten Sonntag abends 8 Uhr im
Gemeindehaus wird hiermit nochmals hingewieſen. Der
ſeit einer Reihe von Jahren ſtill und ſegensreich für das
Gemeindeleben wirkende Verein hat zum Ziel den Aufbau
und Ausbau evangeliſchen Gemeindelebens, ſoweit es
Beruf der Frauenwelt iſt. Daß dieſe gegenüber der
auf=
flackernden Austrittsbewegung nicht gleichgültig ſein
kann, ergibt ſich aus dieſer Aufgabe. So dürfte der von
Herrn Profeſſor D. Dr. Diehl=Friedberg in Ausſicht
geſtellte Vortrag bei ſeiner aktuellen Bedeutung für die
Mitglieder und Freunde des Vereins eine beſondere
Anziehungskraft haben. Umrahmt wird derſelbe von
Vorträgen einiger Trios: Frau M. Sturmfels (Klavier),
die Herren Hch. Falkenſtein (Violine) und Hch. Pfaff (Cello),
ſowie durch Lieder, die Herr Ludwig Müller gütigſt
zu=
geſaat hat.
* Der Frauenverein der Paulusgemeinde veranſtaltet
am nächſten Sonntag einen Teeabend, bei der Herr
Pfr. Schneider von hier einen Vortrag über „Die
be=
rufliche Mitarbeit der Frau in der Gemeinde” halten wird.
Da das zeitgemäße Thema ſicherlich ſeine Anziehungskraft
ausübt, ſei darauf aufmerkſam gemacht, daß der Beſuch
des Abends auch Nichtmitgliedern freiſteht. (Näheres ſiehe
Anzeige.)
Einziehung von Fernſprechgebühren. Am 8. d. M.
wird mit der Einziehung der Fernſprechgebühren
begon=
nen werden. Es empfiehlt ſich, die fälligen Beträge
be=
reit zu halten.
§ Brande. In der Autogarage Heidelbergerſtraße
Nr. 25 iſt Montag abend gegen 6 Uhr ein Brand aus=
gebrochen, welcher durch die Hausbewohner alsbald
wieder gelöſcht wurde. Die herbeigerufene
Feuerwehr=
wache hatte nicht mehr in Tätigkeit zu treten. — Am
gleichen Abend kurz nach 6 Uhr iſt im Hauſe
Beſſunger=
ſtraße Nr. 118 ein Kaminbrand ausgebrochen, der durch
die herbeigerufene Feuerwehrwache alsbald gelöſcht wurde.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nacht
ſtehenden Ermähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Darmſtädter Streichquartett. Die in
dieſem Winter nur 3 Abende veranſtaltende Vereinigung
der Herren Mehmel und Genoſſen ſchließt ihre Saiſon
ſchon Montag, den 12. dieſes Monats. Außer einem
weniger bekannten Haydnſchen Streichquartett, Opus 20,
Nr. 4, einer wahren Perle aus des Meiſters früher
Schaffenszeit, enthält das Programm zwei Novitäten,
ein Streichquartett, Opus 106 in G von Dvorak, das ein
glänzendes Zeugnis von der reichen Erfindung, dem
wunderbar entwickelten Klangſinn und der techniſchen
Meiſterſchaft des böhmiſchen Tondichters ablegt, und die
püéce de resistance des Abends, Regers Opus 86.
Variationen und Fuge über ein Thema (B=dur=Bagatelle,
Opus 119) von Beethoven. Die Variationen, ganz
beſon=
ders die am Schluſſe ſtehende Fuge, gehören zum
Bedeu=
tendſten, was auf dem Kompoſitions=Gebiete für 2
Kla=
viere je geſchaffen wurde. Das Werk hat in einer geoßen
Anzahl von Aufführungen, an denen häufig der Komponiſt
aktiv ſich beteiligte, u. a. auf verſchiedenen Muſikfeſten,
ſeinen hohen Kunſtwert glänzend dargetan. Die hieſige
Wiedergabe liegt in den Händen zweier in Mainz
woh=
nender Künſtler, Fred. M. Voß, des Direktors des
Schu=
macherſchen Konſervatoriums und Ludw. Sternitzki, des
Lehrers der Oberklaſſen für Klavier an genanntem
In=
ſtitut. Dem Vernehmen nach haben die beiden Herren in
monatelangem Studium das eminent ſchwierige Werk
ſorgfältig vorbereitet und werden es auf zwei großen
Konzertflügeln der berühmten Firma Steinway u. Sons,
Neu=York=Hamburg, zu Gehör bringen, ein Umſtand, der
bezüglich auserleſener klanglicher Wirkung ſchon im
vor=
aus die weitgehendſten Garantien gewährleiſtet.
— Union=Theater (Kunſtlichtſpiele Rheinſtr. 6).
Dieſe Woche ſteht an der Spitze des ausgezeichneten
Pro=
gramms das tiefergreifende dreiaktige Drama „Die Hand
des Schickſals” mit den erſten Darſtellern in den
Haupt=
rollen, ein zweiaktiges prächtig koloriertes Drama betitelt
ſich „Abſeits vom Wege” während die Einlagen noch
mannigfache Ueberraſchungen bringen. An der Spitze
des humoriſtiſchen Teils ſteht die Humoreske „Lehmann
als Maurergeſelle”, deſſen zwerchfellerſchütternder
Wir=
kung die beiden anderen „Stümper und Konzertkünſtler”
und „Wie Frau Betty ihren Mann kuriert” in keiner Weiſe
nachſtehen. Das Journal bringt wieder das Neueſte im
Bilde und die Naturaufnahmen verlohnen ſchon allein
einen Beſuch.
* Weiterſtadt, 6. Jan. Die Turngemeinde hielt
ihre Generalverſammlung mit Jahresſchluß ab. Der
Vor=
ſitzende Storm begrüßte die zahlreich erſchienenen
Mit=
glieder und erſtattete in einer längeren Anſprache den
Bericht über das Vereinsjahr 1913. Sodann wurde dem
Schriftführer das Wort erteilt, welcher die Protokolle des
vergangenen Jahres verlas, und dem Rechner, der den
Kaſſenbericht über das Jahr 1913 erſtattete. Beiden wurde
von der Mitgliedſchaft großes Lob zugeſprochen. Hierauf
ging man zur Neuwahl über, wobei folgende Perſonen
ge=
wählt wurden: Ph. Storm erſter Vorſitzender, Jacob
Schuchmann, zweiter Vorſitzender Friedrich Römer,
Rech=
ner, Michael Bangert, Schriftführer, Franz Danz und
Heinrich Bender I., Kontrolleure, Heinrich Hirſch und Joh.
Vetter, Turnwarte.
Mörfelden, 6. Jan. (Unaufgeklärter
Auto=
mobilunfall.) Der Schulknabe Jouran von hier, der
vor Weihnachten von einem fremden Auto das in
raſen=
der Fahrt die Ortsſtraßen durchjagte, überfahren und
ſchwer verletzt wurde, iſt jetzt außer Lebensgefahr; doch
hat der arme Junge den einen Fuß vollſtändig verloren.
Trotz der von der Staatsanwaltſchaft und der
Kriminal=
polizei angeſtellten genaueſten Ermittelungen iſt es
bis heute noch nicht gelungen, den rückſichtsloſen Autler
feſtzuſtellen, der das Unglück verſchuldete und ſich nicht im
geringſten um ſein Opfer kümmerte.
* Stockſtadt a. Rh., 6. Jan. (Der Geſangverein
Sängerbund) feiert am 20., 21. und 22. Juni ſein
goldenes Jubiläum, verbunden mit einem nationalen
Ge=
ſangswettſtreit. Die Vorbereitungen hierzu ſind in vollem
Gange, und iſt ſoeben auch das zweite Rundſchreiben,
Feuilleton.
* Parſifal=Aufführung in Berlin. Im Königlichen
hpernhauſe zu Berlin wurde am Montag zum erſtenmale
lichard Wagners Bühnenweihfeſtſpiel „Parſifal”
ge=
kben, unter der muſikaliſchen Leitung des
Generalmuſik=
ſrektors Blech. Die Hauptrollen ſind doppelt und
drei=
ſich beſetzt. Am erſten Abend ſangen die Herren Forſell
Iin Amfortas, Schwegler den Titurel, Knüpfer den
urnemanz, Kirchhoff den Parſifal, Habich den Klingſor,
fau Leffler=Burckard die Kundry, die Herren Sommer
und Bachmann die Gralsritter, die Damen Manski und
eisner, ſowie die Herren Henke, Philipp die Knappen und
le Damen Dux, Alfermann, Manski, Andreijewa=
Ski=
lnds, Engell und Rothauſer die Zaubermädchen. Das
litze Proſzenium war durch die Dekoration verdeckt, die
me Halle darſtellte, die in dunklem Grau gehalten nach
Ir Bühne zu mit einem ſchönem Bogen abſchloß, von
Ung eine tiefblaue Gardine niederfiel. Die Perſpektive
eſer Kuliſſen kam dem Bild des Gralstempels ſehr
zu=
ktten. Das Haus war von einem feſtlich gekleideten
ſublikum gefüllt. In der großen Hofloge verſammelten
h die Umgebungen der Majeſtäten. Um 6½ Uhr erſchien
s Kaiſerpaar und das Kronprinzenpaar.
tas Vorſpiel zum erſten Akt dauerte etwa 2 Stunden.
lrcheſter und Darſteller vereinigten ſich zu ganz
hervor=
ſigenden Leiſtungen Die Wandeldekoration wie die
Tem=
lhalle boten herrliche Bilder. Der zweite Akt brachte
Mirigſors Zaubergarten, ein ſonniges leuchtendes
Mär=
ſenbild: Rote, weiße und gelbe Roſen, die
Blumenmäd=
len, in hellen, feingetönten Gewändern, dazu die
hervor=
ſgenden Leiſtungen Kirchhoffs, Frau Lefflers und
urckards. Der letzte Akt vertiefte den Eindruck des
brigen. Der Karfreitagszauber war von erhabener
Ein=
ſchheit; die Schlußſzene ſteigerte ſich zu einer ergreifen=
In Symphonie von Farben und Tönen. Das Publikum
lgte der großzügig geleiteten und in jedem Betracht
hrtrefflich gelungenen Aufführung in ernſter Stimmung.
ſinige Verſuche, beim Schluß der Vorſtellung zu klatſchen,
ſurden abgelehnt,
— Der Menſch mit dreizehn Bruſtrippen. Lebhaftes
Aufſehen erregt in Londoner wiſſenſchaftlichen Kreiſen die
Entdeckung Charles Dawſons, der bei einem beſtimmten
Eskimoſtamme die überraſchende Feſtſtellung gemacht hat,
daß alle Angehörigen dieſes Stammes einen dreizehnten
Bruſtwirbel und zwei beſondere kleine Rippen aufweiſen.
Dawſon, der erſt kürzlich durch die Auffindung des
prä=
hiſtoriſchen Menſchenſchädels von Piltdown Aufſehen
machte, ſucht das merkwürdige Phänomen, das der
Wiſ=
ſenſchaft bisher nur als ſeltener Ausnahmefall bekannt
geworden iſt, in Zuſammenhang mit der Anpaſſungstheorie
der Deutbarkeit zu nähern. Der menſchliche Körper weiſt
bekanntlich normal nur 12 Bruſtwirbel auf, die die
Bruſt=
rippen tragen; ſchon oft hat die Wiſſenſchaft ſich mit dem
Problem beſchäftigt, weshalb die Zahl der Wirbel beim
Menſchen nicht ebenſo variabel iſt, wie das nicht ſelten
bei Affen und anderen Tieren zu beobachten iſt. Daß
gerade bei den Eskimos die Erſcheinung eines
dreizehn=
ten Bruſtwirbels und dazu gehöriger kleiner Rippen ſo
allgemein auftaucht — und in der Tatſache, daß nicht etwa
nur einzelne Individuen, ſondern der ganze Stamm dieſe
Erſcheinung zeigt, liegt das Ueberraſchende der
Dawſon=
ſchen Entdeckung — ſucht der Gelehrte durch die
Eigen=
tümlichkeit des Eskimolebens zu deuten. Sie leben im
Kajak die Führung dieſes ſchmalen Eskimobootes
erfor=
dert beſondere Beweglichkeit der Wirbelſäule, und ſo kann
die Natur bei dieſem Volke unter dem Druck der
Zweck=
mäßigkeit die Entwickelung eines weiteren Wirbels
ge=
fördert haben. (2)
B. Was Könige rauchen. In der Summe, die
Mo=
narchen alljährlich für ihren perſönlichen Bedarf an
Zi=
garren und Zigaretten ausgeben, ſteht wohl, ſo erzählt
eine engliſche Wochenſchrift, der Zar an der Spitze, denn
er und der junge König von Spanien ſind unter den
Fürſten Europas wohl die leidenſchaftlichſten Raucher.
Der Zar raucht faſt ausſchließlich türkiſche Zigaretten, die
beſonders für ihn hergeſtellt werden und von denen das
Stück ihn etwa auf 8 Pfennig zu ſtehen kommt. Aber der
Kaiſer aller Reußen verwandelt dafür auch täglich 40 bis
50 dieſer Zigaretten zu Aſche. Zigaretten=Liebhaber iſt
auch König Alfons, abeg er it in ſeinem Geſchmack kosmo=
politiſcher: er raucht ſo ziemlich alle Arten: Türken,
Aegyp=
ter Ruſſen und bisweilen auch Havanna=Zigaretten.
Für ihn werden die Zigaretten bei einem Londoner
Ta=
bakhändler angefertigt und 2400 Mark im Jahre iſt das
Minimum, was der König für dieſe Leidenſchaft opfert.
Der deutſche Kaiſer, ſo will das engliſche Blatt wiſſen,
raucht mit beſonderer Vorliebe ſehr große lange Havanna=
Zigarren und von ihnen im Tage nahezu 10 Stück; der
Preis von dieſen Zigarren ſoll zwiſchen 1,50 und 2 Mark
ſchwanken. Allein in ſeiner Vorliebe für ſtarke würzige
Importen wurde er von dem verſtorbenen König Eduard
übertroffen, der wahre Ungetüme an Havanna=Zigarren
rauchte: beſonders für ihn hergeſtellte Exemplare von
nahezu 30 Zentimeter Länge und 5 Zentimeter „Taille‟
Dieſe Import=Zigarren koſteten Stück um Stück 5 Mark
und nur ein kräftiger Raucher konnte in etwa fünf
Viertel=
ſtunden aus einer ſolchen Rieſenzigarre einen Stummel
machen. Kaiſer Franz Joſef bleibt ſeiner einfachen
Vir=
ginia treu, aber er raucht beſonders ſtarke Exemplare.
Früher genoß er täglich gegen 20 dieſer „Giftnudeln” aber
in letzter Zeit haben die Aerzte ihr Veto eingelegt und
eine Reduzierung der Tagesration durchgeſetzt. Der
ein=
zige König, der neben Zigarren auch gern die Pfeife
raucht, iſt der jetzige Herrſcher Großbritanniens, König
Georg.
* Das Oberhemd als Scheck. Bei einer amerikaniſchen
Bank iſt jüngſt ein Scheck vorgelegt und angenommen
worden, wie er vorher noch nirgends dageweſen iſt: er
war nämlich auf einem blütenweißen, ſorgfältig
geplätte=
ten Oberhemd ausgeſtellt. Er ſtammte von dem Inhaber
einer großen Wäſcherei, der aufgefordert worden war, für
einen wohltätigen Zweck eine Summe zu ſtiften. Er tat
dies auch und ſchrieb einen Scheck über 2000 Dollars auf
ein Oberhemd und verband ſo das — Unangenehme mit
dem Nützlichen, indem er eine gute Reklame für ſich
ein=
leitete, denn das Ereignis wurde durch die Preſſe in den
Vereinigten Staaten — natürlich mit einer Abbildung des
zum Scheck gewordenen Plätthemdes — verbreitet und
hat jetzt auch Europa erreicht.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Nummer 7.
welches die näheren Bedingungen enthält, ausgegeben
worden. Neben zahlreichen Geldpreiſen ſind noch
Kunſt=
gegenſtände als Auszeichnung für die wettſtreitenden
Ver=
eine vorgeſehen. Jeder Verein erhält ein Ehrendiplom,
wie auch ſämtliche Vereine mit Preiſen bedacht werden.
M. Stockſtadt, 5. Jan. (Vortrag.) Veranlaßt durch
den hieſigen Frauenverein, hielt der als guter Redner
bekannte Anſtaltsarzt der Eleonorenheilſtätte bei
Win=
terkaſten, Herr Dr. Sell, im Rothſchen Saale einen
Vor=
trag über Tuberkuloſe. An der Hand von 120
Licht=
bildern ſchilderte er dieſe Volkskrankheit, gab die Arten
der Tuberkuloſe an, zeigte dieſe an verſchiedenen
Licht=
bildern und ſprach über Verhütung und Heilung
derſel=
ben. Zahlreiche ſtatiſtiſche und graphiſche Darſtellungen
erläuterten in klarer Weiſe ſeine Behauptung, daß
Tuber=
kuloſe durch Alkohol und ſchlechte Wohnungen ſehr
begün=
ſtigt wird, und daß allein durch den Segen der Kranken=
und Invalidenkaſſen, Heilſtättenbehandlung,
Wohnungs=
fürſorge und Aufklärung dieſe tückiſche Krankheit
erfolg=
reich bekämpft wird.
sd. Hofheim (Ried) 6. Jan. (Treibjagd.) Bei
der hier veranſtalteten Treibjagd wurden 160 Haſen
er=
legt. Bei den letzten und vorletzten Treiben, die im
Sep=
tember waren, wurden einmal 200 und einmal 310 Haſen
erlegt. Die hieſige Jagd ſoll im Februar neu verpachtet
werden.
Offenbach, 6. Jan. (Fiſchſterben infolge der
Mainkanaliſierung.) Die Berufsfiſcher und
ſchiffer vom Main beſchloſſen in einer in Aſchaffenburg
abgehaltenen Verſammlung, gegen die
Verunreinig=
ung des Mains und ſeiner Nebenflüſſe vorzugehen,
um der Vergiftung des Mains durch Fabrikabwäſſer und
der dadurch bedingten Fiſchverminderung in ihm und in
ſeinen Nebengewäſſern einen Damm vorzulegen. Es
wurde betont, daß der Fiſchbeſtand des Fluſſes ſeit der
Kanaliſation ſeines Laufes von Koſtheim bis
Offen=
bach ganz außerordentlich und in geradezu
beſorgniser=
regenderWeiſe abgenommen habe. Die bevorſtehende weitere
Kanaliſierung dürfte, wenn dabei nicht die allergrößte
Vorſicht und Aufmerkſamkeit obwalte, eine noch größere
Verringerung des Fiſchbeſtandes im Gefolge haben. Der
Abfluß der Fabrikabwäſſer im Main von Aſchaffenburg
bis zur Mündung ſtelle den Kardinalpunkt der
Fiſchab=
tahme dar. Es wurde beſchloſſen, eine Petition dieſerhalb
an die Bayeriſche Abgeordnetenkammer, nachdem eine
ähn=
iche bereits dem Preußiſchen Abgeordnetenhaus
zugegan=
gen, zu richten und zu beantragen, geſetzlich zu beſtimmen,
daß alle Abwäſſer, die in den Main und deſſen Nebenflüſſe
eingelaſſen, unverzüglich an der Einlaſſung gehindert
wer=
den, daß die in Frage kommenden Induſtrien Kläranlagen
zu bauen haben, die von Beamten fortgeſetzt kontrolliert
werden, und eventuell Beſtrafung und Haftbarmachung
für den entſtandenen Schaden eintritt, die Schonreviere
an Wehr= und Schleuſenanlagen aufgehoben werden und
entſprechende Mittel zur Hebung der Fiſcherei im Main
bereitgeſtellt werden.
Sprendlingen, 6. Jan. (Das Spielen mit
Sprengſtoffen.) Geſtern wollte ſich der 14 Jahre alte
Schüler Joh. Schwarz eine kleine Bombe dadurch
herſtel=
len, daß er eine leere Meſſingpatrone mit
Pulver lud und das Geſchoß zuletzt mittels einer
Eiſenſtange gegen die Wand ſtieß. Da erfolgte unverſehens
ein gewaltiger Schlag. Die Patrone entlud ſich und ging
em unvorſichtigen Jungen in den Unterſchenkel, wo ſie
ſtecken blieb. Der leichtfertige Kanonier mußte nach dem
Krankenhaus verbracht und dort einer Operation
unter=
zogen werden.
* Lindenfels, 6. Jan. (Schlachtungen.) Im
ver=
floſſenen Jahre wurden von den hieſigen Metzgern
ge=
ſchlachtet: 56 Stück Rindvieh, 69 Kälber und 421 Schweine.
Wenn man in Betracht zieht, daß Lindenfels 1500
Ein=
wohner hat, im Sommer über 2000 Kurgäſte zählt
außerdem Tauſende von Touriſten hier Raſt halten, ſo
erſcheint die Zahl, beſonders des geſchlachteten Rindviehs,
äußerſt gering. Dieſe Erſcheinung iſt darin begründet,
daß unſere Metzger eine ſtarke Konkurrenz von auswärts
zu beſtehen haben. Beſonders ſind es Reichelsheimer
Metzger, die das Fleiſch oft bis zu 10 Pfennig das Pfund
billiger liefern, als die hieſigen. Für Abnehmer größerer
Fleiſchmengen iſt dies eine bedeutende Erſparnis.
H Lampertheim, 5. Jan. (Geburtenrückgang.)
Beim hieſigen Standesamt ſind im Jahre 1913 376
Gebur=
ten eingetragen worden, gegen 429 im Jahre 1912, ſo daß
alſo auch hier ein Geburtenrückgang zu verzeichnen iſt.
Die Sterbefälle betrugen 187, in 1912 185. Weiter fanden
87 Eheſchließungen ſtatt, gegen 71 in 1912. Die Anzahl
der beantragten Aufgebote betrug 118.
H Lampertheim, 5. Jan. (Holzverſteigerung.)
Bei der heute hier abgehaltenen 1. Holzverſteigerung aus
em Domanialwald wurden folgende Preiſe erzielt: Für
Scheiter pro Rm. Buchen 10 Mk., Eichen 7.50 Mk.,
Kie=
fern 7 Mk.; für Knüppel Buchen 8 Mk., Eichen 6 Mk.,
Tannen 4 Mk., und für Stöcke 4 Mk. pro Rm.
Mainz, 6. Jan. (Der Bevölkerungsſtand der
Stadt Mainz.) Der Geburtenrückgang hat auch im
Jahre 1912 in Mainz Fortſchritte gemacht, was aus dem
Verwaltungsrechenſchaftsbericht hervorgeht. Die
Einwoh=
nerzahl der Stadt iſt trotzdem — wohl infolge von Zuzug
— im Kalenderjahre 1912 gewachſen; die mittlere
Ein=
wohnerzahl der Stadt Mainz betrug 1912 113 200 gegen
111500 im Jahre 1911. Die Zahl der Geburten in der
Stadt Mainz iſt von 2544 im Jahre 1911 auf 2391 im Jahre
1912 geſunken. Die Zahl der unehelich geborenen Kinder
iſt im Jahre 1912 mit 375 um eine größer, als im Vorjahr,
dagegen bei den totgeborenen 11 unehelichen Kindern um
1 gegen das Vorjahr geſunken. In der Stadt Mainz iſt
m Jahre 1912 erfreulicherweiſe kein Rückgang der
Ehe=
ſchließungen zu verzeichnen, vielmehr iſt die Zahl der Ehen
von 792 im Jahre 1911 auf 847 im Jahre 1912 geſtiegen.
Bemerkenswert iſt, daß gerade die Ehen zwiſchen Ledigen
— alſo die erſten — von 642 auf 702 ſtiegen, während
die Ehen zwiſchen Verwitweten und Geſchiedenen — die
zweiten Ehen — durchweg ſich verringerten. Im ganzen
genommen entfielen auf je 1000 Perſonen mittlerer
Bevöl=
kerung im Jahre 1912 7,48 Eheſchließungen gegen 7,10 im
Jahre 1911. — Trotz der raſtlos tätigen Aufklärung und
der ſtets wachſenden ſtädtiſchen und ſtaatlichen Fürſorge
für die geſundheitlichen Verhältniſſe der Bevölkerung iſt
im Jahre 1912 ein kleines Steigen der Sterblichkeitsziffer
in der Stadt Mainz zu verzeichnen; in der Stadt ſtarben
1912 1628 Perſonen gegen 1607 im Jahre 1911. Dieſes
Steigen iſt an und für ſich ziemlich unbedeutend, aber
er=
klärlich, da bekanntlich gerade 1912 im Sommer die
Wit=
terungsverhältniſſe gegen das Vorjahr direkt abnorm
waren; und gerade auch im Juni 1912 waren mit 148 die
meiſten Sterbefälle von allen Monaten im Jahre zu
ver=
zeichnen. Die”meiſten Todesfälle, 564 an der Zahl, trafen
die Altersgruppen von 3—60 Jahren, dann folgen mit 465
Todesfällen Kinder unter einem Jahr. Die
Säuglings=
ſterblichkeit im Berichtsjahre 1912 war am größten im
Monat Auguſt, in dem 39 Kinder ſtarben, dann folgen die
Monate Juni mit 37, Juli mit 31, Januar mit 27, März
mit 23, Februar und Mai mit je 21, September, Oktober
und Dezember mit je 20, April mit 17 und November mit
13 Todesfällen im Säuglingsalter.
Mainz=Mombach, 6. Jan. (Fabrikerweiterung.)
Die hieſige Chemiſche Fabrik kaufte von der Familie
Got=
tron ein zwiſchen der Fabrik und der Bahn gelegenes
Ge=
lände zum Preiſe von 35000 Mark. Dieſes Gelände liegt
direkt neben den Anſchlußgleiſen der Waggonfabrik und
wird gelegentlich des Gleisumbaues der Binger Bahnlinie
vor Herſtellung eines eigenen Bahnanſchluſſes verwendet
werden. Ein weiteres größeres Gelände, ebenfalls der
Familie Gottron gehörig, im Werte von ungefähr 50000
Mark, hat ſich die Chemiſche Fabrik ebenfalls durch
Feſt=
haltungsakt ſichergeſtellt und ſich die Entſcheidung über den
Kauf bis Anfangs Februar vorbehalten. — Nahezu
15000 Mark Steuernachlaß hat der hieſige Haus=
und Grundbeſitzerverein für hieſige Steuerpflichtige durch
ſeinen beim Miniſterium und den beiden Kammern
einge=
legten Proteſt gegen die Beſteuerung der Grundſtücke nach
dem ſogen. Spekulationswert erzielt. Der Verein ſetzte es
durch ſeine begründeten Eingaben durch, daß die
Beſteuer=
ung der Grundſtücke nach dem Mittelwert (aus
Spekulg=
tions= und Ertragswert berechnet) erfolgt. Von dieſer
Vergünſtigung haben hier nahezu 200 Steuerzahler
Ge=
brauch gemacht und dadurch den obigen Steuernachlaß
er=
zielt. Einige Grundbeſitzer ſind dadurch in ihrer Steuer
um mehrere hundert Mark pro Jahr herabgeſetzt worden
Ein gleicher Vorteil wird den Reklamanten nun auch bei
der Veranlagung zur Wehrſteuer zuteil werden, die nun
ebenfalls nach dem Mittelwert berechnet wird.
Worms, 6. Jan. (Stadtverordnetenſitzung.)
In der geſtrigen Sitzung erfolgte zunächſt die Einführung
der neugewählten Stadtverordneten. Oberbürgermeiſter
Köhler gedachte der weggezogenen Herren Heim,
Engel=
mann und Dr. Weidenhammer, der verſtorbenen Stadtv
Reinhart, Trumpler und Weber; ferner der Herren Dr.
Salzer und Rauch, die eine Wiederwahl abgelehnt hatten.
Hierauf gab er ſeiner Freude Ausdruck, die
wiedergewähl=
ten Stadtverordneten Becker, Bender, Kranzbühler,
Neun=
dörfer, Raſor. Schneider und Schönfeld wieder begrüßen
zu dürfen. Es erfolgte nunmehr die Verpflichtung der
neuen Mitglieder Binnefeld, Baron Ludwig v. Heyl, Dr.
Raiſer, Ph. Schmidt, Heinrich Schneider, J. G. Siegel,
Heinrich Stauffer und Winkler. In ſeiner Neujahrsrede
kennzeichnet der Oberbürgermeiſter die in den letzten drei
Jahren bewältigten Arbeiten der Stadtverwaltung und
warf einen Blick auf die kommenden Arbeiten der Stadt.
An erſter Stelle ſteht die Einführung der
Schwemmkana=
liſation, mit der die Beſeitigung der Fabrikabwäſſer
ver=
bunden iſt und worüber im Laufe des Jahres eine
Vor=
lage erfolgen ſoll. Ferner ſind zu erwähnen die
Weiter=
führung der elektriſchen Straßenbahn; ſpäteſtens am
1. April 1915 ſollen die neuen Linien in Betrieb genommen
werden.
Gimbsheim, 6. Jan. (Ein Einbruch) wurde in
der Nacht in den Ziegelhütten der Backſteinfabrik von
Balz=
häuſer Witwe verübt. Die Täter erbrachen die
Arbeiter=
wohnräume und ſtahlen faſt alles was nicht niet= und
nagelfeſt war: Decken, Kleider, Werkzeuge, Kochvorräte
und anderes mehr.
Eich, 6. Jan. (Spurlos verſchwunden) iſt ſeit
Freitag die 13jährige Tochter des Landwirts J. Fiſcher.
Das Mädchen war wegen eines kleinen Vergehens von
ſeiner Mutter beſtraft worden. Kurz darauf entfernte es
ſich und iſt bis jetzt noch nicht geſehen worden. In der
Nähe des Rheines, direkt am Ufer, wurden Spuren eines
Mädchenfußes im Schnee bemerkt, die direkt in den Strom
führen. Man befürchtet, daß das Kind den Tod im Rhein
geſucht und auch gefunden hat.
(*) Lauterbach, 4. Jan. (Fichtenſamen.) In den
Waldungen bei Eiſenbach und Blitzenrod ſind Männer aus
Thüringen mit dem Pflücken der Fichtenzapfen beſchäftigt.
Die Zapfen gehen in Eiſenbahnwagen nach Thüringen.
Für den Zentner Fichtenſamen werden dort 300 Mark
be=
zahlt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 5. Jan. Wie die Tägliche
Rundſchau erfährt, trifft der Herzog von
Braun=
ſchweig am 16. Januar in Berlin ein, um als
Lan=
desfürſt den Antrittsbeſuch am deutſchen Kaiſerhof
abzu=
ſtatten. Die Herzogin wird ihn begleiten. Es wird
feſt=
licher Empfang und feierliche Einholung ſtattfinden. —
Der Magiſtrat wird ſich demnächſt mit der Prüfung
der Frage beſchäftigen, ob es möglich iſt, für die
Elek=
trizitätsverſorgung Berlins die Grundlage
für ein gemiſcht wirtſchaftliches Syſtem zu finden, oder
ob es praktiſcher iſt, die Verteilung des Stromes in eigene
Regie zu übernehmen. — Wie die Bauwelt mitteilt, ſind
35 neue Kirchen in Groß=Berlin im Bau oder
pro=
jektiert. — Die einzige Tochter des Geh. Rats Fritz von
Friedlaender=Fuld in Berlin, Fräulein Marie=
Anne von Friedlaender=Fuld, wird am 6. Januar dem
Honourable John Mitford dem Sohne des Lord
Rodesdale, des bekannten Diplomaten, Gelehrten und
Philanthropen, aus deſſen Ehe mit Lady Helen Ogilvy,
die dem Hauſe der Grafen von Airlie entſtammt, vermählt.
Im Palais des Herrn von Friedlaender=Fuld am Pariſer
Platz fand geſtern abend eine Polterabendfeier ſtatt. 300
Perſonen aus den Kreiſen der Diplomatie, Hofgeſellſchaft
und Hochfinanz wohnten der Feier bei, darunter der
Staatsſekretär Dr. Delbrück, die Miniſter v. Dallwitz und
v Breitenbach, Oberpräſident v. Rheinbaben, der Chef des
Generalſtabes v. Moltke, Polizeipräſident v. Jagow.
fer=
ner die Botſchafter Englands. Oeſterreich=Ungarns,
Ruß=
lands, der Türkei und Japans. Unter Leitung von Prof.
Reinhardt führten Mitglieder des Deutſchen Theaters
einige Szenen aus dem Sommernachtstraum auf. — Bei
Regulierung einer Straße in der Villenkolonie
Hohenberge bei Klein=Schönebeck im Kreiſe Niederbarnim
ſind unter der Erdoberfläche maſſenhaft Tonſcherben und
dunkel gefärbte Erdſtellen gefunden worden, die für alte
Brandgräber angeſehen werden. — Vor einem
Re=
ſtaurant am Dönhoffsplatz waren Paſſanten unfreiwillige
Zeugen eines verhängnisvollen
Unglücksfal=
les. Ein Bierwagen hielt dort, und der Bierfahrer Kaul
ſchaffte mit dem Kutſcher die vollen Fäſſer nach dem Keller
der Wirtſchaft. Der Zeiterſparnis halber rollten ſie die
Fäſſer die Treppe hinab. Dabei glitt Kaul auf dem naſſen
Boden aus und ſtürzte rücklings die Treppe in den Keller
hinab. Das ſchwere Faß fiel ſo unglücklich auf ihn, daß
der Tod faſt augenblicklich eintrat.
6. Jan. Aus dem gegenwärtig von der Gräfin von
Heinz bewohnten Humboldtſchlößchen in Tegel erbeuteten
Einbrecher eine größere Anzahl von ſilbernen
Be=
ſtecken und andere ſilberne Geräte, die ſämtlich das
Bülowſche Wappen tragen; ferner neun wertvolle
Elfen=
beinfiguren, welche die Form von Kegeln haben und ein
heliebtes Unterhaltungsſpiel der Gebrüder Humboldt
dar=
ſtellten. — Der Schriftſteller Julius Freund Verfaſſer
der im Metropoltheater aufgeführten Revuen und
Operet=
ten. iſt heute mittag im Alter von 51 Jahren in
Parten=
kirchen geſtorben.
Frankfurt, 6. Jan. (Die Anklage gegen Hopf.
Die Anklage gegen den Fechtlehrer Karl Hopf hat aben
mals eine Erweiterung erfahren. Hopf wird nach der
A=
klageſchrift jetzt auch beſchuldigt, ſeinen Vater
ermordet=
haben, ſo daß die Anklage gegen ihn jetzt wegen vie
Mordtaten und drei Mordverſuchen erhoben iſt. Hopf
beſchuldigt des Mordes an ſeinem Vater, an ſeiner erſten
Frau, ſeinem Kind aus zweiter Ehe und ſeinem unehe
lichen Kinde. Mordverſuche werden ihm zur Laſt gele
gegen ſeine Mutter, ſeine zweite und ſeine dritte Fra
Mit Ausnahme der dritten Frau iſt niemand mehr voſ
ihnen am Leben. Der urſprünglich auf den 19. Janua
anberaumte Termin iſt auf den Beginn der Schwurge
richtsperiode, den 12. Januar, zurückverlegt worden.
das Geſtändnis des Angeklagten fehlt und die Hauptzeu
gen nicht mehr am Leben ſind, liegt, wenn auch der Ve
dacht gegen Hopf erdrückend iſt, noch keineswegs ein übe
führender Beweis vor.
Frankfurt a. M., 6. Jan. (In der Vollverſamn
lung der Handelskammer) wurde Geh.
Kon=
merzienrat A. Haurand, der ſeines hohen Alten
wegen auf eine Wiederwahl zur Handelskammer, der
89 Jahre lang angehörte, verzichtete, zum
Ehrenmit=
glied der Handelskammer ernannt. Geh. Ra
Andrege überreichte Herrn Haurand ein von Herrn Otto
Linnemann verfertigtes künſtleriſches Diplom und gab in
ſeiner Begrüßungsrede einen kurzen Abriß der Verdienſth
die ſich Herr Haurand um die Kammer und um die För
derung des kommerziellen Lebens erworben hat. Haurand
ſtand an der Spitze derer, die das Tabakmonopol im Jahr
1878 und ſpäter bekämpften mit dem Erfolge, daß dieſ
Beſtrebungen aufgegeben wurden. Im Anfang der 80c
Jahre fungierte er als Handelsrichter; er gehörte fernet
dem Bezirkseiſenbahnrat von 1886 bis 1897, dem Großh
Heſſiſchen Eiſenbahnrat und 15 Jahre lang, von 1883 bis
1897, dem Preußiſchen Landeseiſenbahnrat an, in deſſen
engerem Ausſchuß er lange Jahre tätig war. Auch als
Mitglied des Ehrengerichts der Frankfurter Börſe, eine
Zeitlang als deſſen ſtellvertretender Vorſitzender, war e
tätig. In warmen Worten ſtattete ſodann Geh. Rat An
drege dem neuen Ehrenmitglied den Dank der Kammer für
ſeine Tätigkeit in ihrem Dienſte ab. In ſeiner Erwide
rung hob Herr Haurand hervor, daß das hohe
Verſtänd=
nis, das die Handelskammer für die Förderung des
ge=
werblichen Lebens ſtets bewieſen habe, ihm immer eit
leuchtendes Vorbild geweſen ſei, und daß er die kollegial
und freundſchaftliche Mitarbeit der Handelskammermit
glieder ſtets in dankbarer Erinnerung bewahren werd
Der Alterspräſident, Geheimer Kommerzienrat Henrich
begrüßte ſodann die neu eingetretenen Mitglieder, Herr
Karl Funck, ſowie die Herren W. Hofmann=Bang und
Simon Bock, und ſchloß daran eine kurze Ueberſicht über
das abgelaufene Wirtſchaftsjahr. — Bei der darauf vor
genommenen Wahl des Präſidiums wurde das
bisherige Präſidium, Geh. Rat Andrege als Vorſitzenden
Geh. Rat R. v. Paſſavant als erſter, Kommerzienrat E
Ladenburg als zweiter Vizepräſident, einſtimmig wieder
gewählt.
Frankfurt a. M., 6. Jan. (Schneefall.)
Heut=
nachmittag gegen 4 Uhr ſetzte bei 4 Grad Wärme ein ſtar
kes Schneetreiben ein.
Heidelberg, 6. Jan. (Todesfall.) Oberbürgen
meiſter a. D. Wilckens iſt an einer Lungenentzündun
heute nacht halb 2 Uhr geſtorben.
Mannheim, 6. Jan. (Beiſetzung Geheimrat
Dr. Reiß.) Heute vormittag halb 12 Uhr fand die feier
liche Beſtattung des Geheimrats Dr. Reiß im ſtädtiſchm
Krematorium in Mannheim ſtatt. Es nahmen daran
die Spitzen der ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden, ſone
zahlreiche prominente Perſönlichkeiten. Beinahe alle Ver
eine von ganz Mannheim hatten Abordnungen mit Fahnen
entſandt. Die Beſtattung war eine überaus bedeutend
Kundgebung für die Beliebtheit des Verſtorbenen.
Metz, 6. Jan. (Die Opfer von Woippy.) De
ſofort eingeleiteten bahnamtlichen Unterſuchung des Eiſen
bahnunfalles in Woippy iſt die gerichtliche Unterſuchun
gefolgt. Sämtliche bei dem Eiſenbahnunglück getöteten
Soldaten wurden in ihre Heimat übergeführt, und zwat
erfolgte die Ueberführung heute Dienstag, nachmittag
2 Uhr, mit der Bahn. Die Schuldfrage bei den
Unglück ſcheint noch nicht geklärt. Die unmittelbar
Urſache iſt, daß der Urlauber=Sonderzug, um einen
Eilzu=
vorbeizulaſſen, auf ein totes Gleis geführt wurde, währen?
der Lokomotivführer ſich in dem Glauben befand, auf freie
Strecke zu ſein. Am Ende des toten Gleiſes fuhr der
Zu=
mit vollem Dampf auf den Prellblock, und das Unglüd
geſchah. Die Anſichten von Bahnbeamten gehen darübet
auseinander, ob die Schuld den Lokomotivführer oder den
Stationsdienſthabenden trifft. Nach der einen Lesar
ſoll das Einfahrtsſignal für den Militärzug gezogen
ge=
weſen ſein, dagegen hätken drei grüne Lichter auf dem
toten Gleiſe den Führer zum Halten veranlaſſen ſollen
Die anderen ſagen, man hätte den Lokomotivführer, der in
der Gegend fremd war, überhaupt nicht ohne nähere
Orientierung auf das tote Gleis fahren laſſen dürfen
Gerügt wird auch, daß die Bahnbeamten durch Einlage
der Sonderzüge zu ſehr überlaſtet ſeien, zumal auf den
kleinen Stationen und während der Nacht. Die
Unter=
ſuchung muß darüber Klarheit ſchaffen. Gemildert wurde
der Anprall des Zuges dadurch, daß der Zugführer in
letzter Minute die Notbremſe zog. was ein zu ſtarkes
Auf=
laufen der hinteren Wagen verhindert haben mag.
Da=
gegen blieb lautes Schreien und Blaſen des im Stellwer!
befindlichen Beamten (150 Schritt vom jetzigen Standpunkt
der Maſchine) wirkungslos. Als ein Glück im Unglück zu
betrachten iſt, daß der Zug nur mit 60 Soldaten beſetz
war; die meiſten waren in Diedenhofen
ausge=
ſtiegen. Infolgedeſſen war der vorderſte Wagen nun
mit zehn Soldaten beſetzt. Ein Soldat wurde wie durch
ein Wunder gerettet. Er ſtand am Fenſter, eben
beſchäf=
tigt, ſeinen Mantel und Seitengewehr anzuziehen, als das
Unglück ſich ereignete. Durch den gewaltigen Stoß wurden
ihm beide Ausrüſtungsſtücke aus der Hand geriſſen,
zu=
gleich aber auch die Türe aufgeſprengt und er
hinausge=
ſchleudert, wo er unverſehrt liegen blieb.
Augsburg, 6. Jan. (Selbſtmordverſuch mit
ſchrecklichen Folgen.) Der frühere Redakteur des
Korreſpondent für Deutſchlands Buchdrucker, Ludwig
Rexhäuſer aus Radolfzell am Bodenſee, der durch ſeine
leidenſchaftlichen Polemiken gegen die Sozialdemokratiel
ſeinerzeit in den weiteſten Kreiſen bekannt wurde, lebte
ſeit einigen Tagen mit ſeiner Geliebten, der Gattin ſeines
Chefs, in Pfronten. Auf einem Ausfluge faßten ſie den
Entſchluß, ſich im Walde mit Opium zu töten. Nach
mehreren Stunden erwachte aber Rexhäuſer wieder und
machte nun den Verſuch, ſich mit ſeinem vollſtändig erſtarke
ten Händen die Pulsadern zu öffnen, was ihm jedoch nicht
gelang. Mittlerweile kam auch die Frau wieder zum
Be=
wußtſein. Sie irrten lange Zeit im Walde umher und
traten ſchließlich unter unſäglichen Schmerzen den Rück= mit vollſtändig erfrorenen Füßen al=
In Pfronten wurden ſie ins Krankenhaus gebracht, wo
ihnen die Füße jedenfalls abgenommen werden müſſen.
Nummer 7.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Seite 5.
Hamburg, 6. Jan. (Ausgelieferter Verbre
Her.) Der von England ausgelieferte frühere
Stadtſekre=
tär Rieſe von Charlottenburg und deſſen Frau ſind in
Hamburg eingetroffen. Rieſe war im Jahre 1913 nach
Anterſchlagung von 200000 Mk. privater Gelder geflüchtet.
Der Weitertransport erfolgt nächſtens.
Wiedenbrück, 6. Jan. (Tot aufgefunden) wurde
der 24jährige ſtellenloſe Schauerte, der in der
Neu=
jahrsnacht in Wiedenbrück nach einem erregten
Wortwech=
ſel ſeine Mutter und ſeine 7jährige Schweſter ermordete,
ſinen 20jährigen Bruder verwundete und dann flüchtete,
im der Nähe des Rittergutes Lötzen bei Leipzig.
Flensburg, 6. Jan. (Mord.) Der bei den
Erweite=
rungsbauten des Kaiſer Wilhelm=Kanals angeſtellte
Wäch=
r Liberra überraſchte heute früh zwei Einbrecher. Es
helang ihm zunächſt, ſie in einer Baubude einzuſperren.
Sie brachen aber aus und ſchlugen dem Wächter
wen Schädel ein. Die Mörder ſind entkommen.
Königsberg i. Pr., 6. Jan. (Ertrunken.) Geſtern
ſind der Fiſcher Unruh und 2 erwachſene Söhne, als
ſie bei Zimmerbude das Eis mit einem Schlitten
überſchrit=
gen, durch das morſche Eis gebrochen und er
irunken.
Paris, 5. Jan. (Der Tod auf der Bühne.) Ein
ungewöhnlicher Unfall ereignete ſich geſtern
labend, wie ſchon mitgeteilt, während der Vorſtellung in
kinem kleinen Varieté=Theater. Der Darſteller der
Haupt=
rolle wollte gerade von der Bühne abtreten, als ſich
plötz=
lich aus den oberen Soffitten ein Brett löſte und ihn mit
mer Kante ſo unglücklich an der Schläfe traf, daß der
Schauſpieler ſofort tot zuſammenbrach. Das Blut ſpritzte
aus der getroffenen Arterie hoch auf und beſpritzte die
ieben dem Unglücklichen auf der Bühne beſchäftigten
Schauſpieler. Des Publikums bemächtigte ſich ſofort eine
ungeheuere Verwirrung, da die meiſten glaubten, die
Oecke des Theaters ſtürze ein. Alles drängte nach den
Aus=
vängen und eine Reihe von Zuſchauern erlitt in dem
Ge=
vränge ſchwere Verletzungen. Nur mit Mühe
ge=
laung es einigen beherzten Schauſpielern, durch energiſches
Zureden von der Bühne herab das Publikum ſo weit zu
heruhigen, daß das Theater ſich in aller Ruhe leeren konnte.
Die Vorſtellung wurde jedoch ſofort abgebrochen.
Paris, 5. Jan. (Der Einſturz in der
Unter=
ſrundbahn.) Von den bei dem Einſturz der
Unter=
grundbahn verſchütteten Perſonen iſt heute eine ſechſte
als Leiche geborgen worden.
London, 6. Jan. (Vordem Polizeigericht in
Bow=Street) werden demnächſt die Verhandlungen
ggegen 29 Perſonen, darunter 12 Ziviliſten, wegen der
Skan=
wale im Armeeverpflegungsamt, beginnen. Die
Un=
gegelmäßigkeiten ſollen große Ausdehnung angenommen
haben; größer, als man vermutete. Bekanntlich waren
am 8. Dezember kriegsgerichtliche Verhandlungen gegen
ſünf Offiziere angeſetzt. Das Verfahren wurde aber
nie=
vergeſchlagen, da die Jurisdiktion des Kriegsgerichts nicht
weit genug geht.
Petersburg, 5. Jan. (Verlobung im
Kaiſer=
hauſe.) Die bereits angekündigte Verlobung der
Wrinzeſſin Irene mit dem jungen Fürſten
Juſſu=
vow hat jetzt feierlich in Petersburg ſtattgefunden. Die
Braut iſt die älteſte Tochter des Großfürſten Alexander
Michailowitſch und der älteſten Schweſter des Zaren, der
Großfürſtin Tenia. Der Bräutigam iſt der einzige, am
11. März 1887 geborene Sohn des Fürſtenpaares
Juſſu=
now, Graf Felix Sumarokow=Elſton, der reichſte ruſſiſche
Magnat. Die Kaiſerinwitwe, die Töchter des Kaiſers,
nie Großfürſten und die Großfürſtinnen, ſowie die Eltern
des jungen Paares wohnten der prunkvollen Feier bei.
Gerichtszeitung.
Prozeß gegen den Oberſten von Reuter.
* Straßburg, 6. Jan. In dem Prozeß gegen
deen Oberſten v. Reuter wurden heute vormittag um
0 Uhr die Verhandlungen mit der Fortſetzung der
Zeugenverhöre wieder aufgenommen. Die
Geſamt=
ahl der von heute ab noch zu vernehmenden Zeugen
be=
nrägt 58. Zeuge Leutnant Boettob deponiert über die
Vorgänge am 9. und 10., bezw. am 28. November, ohne
neue Momente zu bringen. Zeugin Frau Ewere,
In=
teaberin eines Zigarrengeſchäftes in Zabern, gibt u. a. an,
wie ein Arbeiter in jenen kritiſchen Tagen in ihrem
Laden geäußert habe: „Von Mülhauſen kommen uns jetzt
die dortigen Genoſſen zu Hilfe!” Sie gibt eine Reihe von
Schimpfworten wieder, die in jenen Tagen zu hören
waren, wie z. B. „Dreckſchwob” Als Zeugin geäußert
hatte, es werde offenbar gegen die Offiziere gehetzt, wurde
ſie von dem Oberbürgermeiſter Knöpfer zur Zurücknahme
dieſer Erklärung veranlaßt. Die Radaumacher ſind nach
Unſicht der Frau Ewers Leute aus der Umgegend geweſen,
wazu halbwüchſige junge Leute aus Zabern. Was die
beeſſeren Leute in Zabern anlange, ſo ſeien dieſe zweifellos
micht auf Seiten der Unruheſtifter. Im übrigen ſchildert
die Zeugin den Oberſten von Reuter als einen begeiſterten
Elſaß=Freund, der auch mehrfach ſeine Freundlichkeit durch
Werke ſtiller Teilnahme an dem Leid, das kleine Leute
beetroffen, bewieſen habe. Zeuge Leutnant Brunnewick
weiß ſich einer Szene zu erinnern, wo ſieben Arbeiter,
jedenfalls auswärtige, am 29. November in den „Karpfen”
kamen, ſich dicht neben die Offiziere ſetzten, Vive
'Alsace!” riefen und herausfordernde Reden führten. Wie
dem Wirt bekannt ſein müſſe, hatten die Leute vor, das
Sas herunterzureißen und Skandalſzenen zu
improvi=
ſüeren; das Erſcheinen des Oberſten von Reuter habe aber
deie Radaubrüder auf andere Gedanken gebracht.
Um 10 Uhr zieht ſich der Gerichtshof zurück, um gegen
deie Berichterſtattung der Frankfurter
Zei=
tung Stellung zu nehmen. Die ſchlechten akuſtiſchen
Wechältniſſe in dem großen Saale erſchweren die
Bericht=
erſtattung ſehr. Der Vertreter der Frankfurter Zeitung
wurde zur Rede geſtellt, weil er den Ausdruck: „Der Hund
hgöhnt uns” als angebliche Aeußerung des Oberſten
wie=
dergegeben hat. Der Vertreter, der mit der ſchlechten
Werſtändigung das Mißverſtändnis erklärt, ſagt
Berichtig=
ung zu. Der Verhandlungsführer erſucht um möglichſt
vobjektive Berichterſtattung. Auf Grund des
Vor=
kommniſſes werden der Preſſe beſſere Plätze angewieſen.
Kreisdirektor Mahl beſchwert ſich über die unrichtige
Berichterſtattung. Er beſtreitet, daß der Statthalter ihm
verboten habe, zu dem Oberſten zu gehen. Der
Verhand=
lungsführer ſtellt dagegen feſt daß jener fragliche
Aus=
druck gefallen ſei, dasſelbe ſtellt der Anklagevertreter feſt.
Der Kreisdirektor berichtigt nunmehr ſeine Ausſage.
Zeuge Unteroffizier Nolde, der auf dem Kaſernenhof
Wache hatte, kann nur wenig bezeugen. Zeuge
Mus=
ketier Bock war einer der Begleiter v. Forſtners. Er
be=
richtet, daß am 28. November 16 bis 18 junge Burſchen
gerufen haben: „Ihr Dreckſchwobe, geht nach Hauſe‟
Als die Turnſtunde aus war, rief ein Burſche: „Do geht
der Lump der Dreckſack”, worauf dieſer den Mann
ver=
haftete. Bei dieſer Gelegenheit hatten ſich wohl 100
Wenſchen angeſammelt. Später nahm Zeuge noch eine
Verhaftung vor. Musketier Jaquet äußert ſich über die
Vorgänge bei der Turnhalle. Einer der Schreier namens
Kiefer, wurde, als er Lump und Dreckſack rief, verhaftet.
Zeuge Kiefer äußert gegenüber den beiden Soldaten, die
bei ihren Ausſagen bleiben, er habe nichts getan.
Mus=
ketier Freis äußert ſich in ähnlicher Weiſe wie die beiden
anderen Soldaten über die Vorgänge vor der Turnhalle.
Zeuge Schloſſerlehrling Habermann wurde am 28.
No=
vember verhaftet weil er dem verhafteten Kiefer
zuge=
rufen haben ſoll: „No, ſo ne Gemeinheit! denen werden
wir’s ſchon zeigen.” Zeuge will den Grund ſeiner
Ver=
haftung nicht kennen. Zeuge Musketier Jeruſalem wurde
von einem Verhafteten, der rief: „Du Dreckſack, laß mich
los” gekratzt. Musketier Kronen will bei der gleichen
Verhaftung von einem Arbeiter geſchlagen worden ſein.
Eiſenbahnarbeiter Aron iſt auf dem Wege zur Apotheke
verhaftet worden. Er will nichts getan haben.
Leut=
nant Tigöhr und ein Musketier behaupten das Gegenteil.
Zeuge Kolb ſagt aus, daß er, als er an dem Kanal entlang
ging, verhaſtet und in den Pandurenkeller geſperrt wurde.
Er habe einen Haufen von 40 bis 50 Menſchen geſehen,
darunter den Verleger des Zaberner Anzeiger, Wibecke, die
laut johlten. Musketier Braun hat auf Befehl v.
Forſt=
ners und Schadts zwei Schreier verhaftet. Einen Schreier
hätten ſie in das Haus Heyls verfolgt. Eiſenbahnarbeiter
Lill einer der Verhafteten, will nichts getan haben.
Maſchiniſt Fritſch hat geſehen, wie Kaliſch und
Bemel=
mann mit mehreren Soldaten diskutierten. Er wurde
von einem Soldaten, der ihn dutzte, verhaftet. Er habe
ſich an den Demonſtrationen nicht beteiligt. Er werde den
Oberſten verklagen, weil er ſich in dem Keller
Rheumatis=
mus geholt habe.
Im weiteren Verlaufe der heutigen
Vormittagsver=
handlung wurden noch weitere Zeugen verhört, die am
Abend des 28. November durch eine Militärpatrouille
feſt=
genommen und in den Pandurenkeller geſperrt worden
waren. Sie erklärten — zunächſt unvereidigt-, daß ſie
nichts ſtrafbares getan hätten. Die Aufforderung,
weiter=
zugehen, hätten ſie nicht gehört. Auch ſei, von
Kinder=
geſchrei abgeſehen, nicht gejohlt worden. Ein Zeuge
er=
klärt, daß es in dem Pandurenkeller ſehr finſter war, ein
anderer, daß er ſeine Notdurft im Keller verrichten mußte.
Morgens erhielten ſie Kaffee und im Laufe des
Vor=
mittags wurden ſie vor den Amtsrichter geführt. Ein
dritter Zeuge erzählte, Leutnant Schadt habe den Degen
gezögen, als wenn es in den Krieg ginge. Im Gegenſatz
zu dieſen Zeugen ſagen die Unteroffiziere und Musketiere
aus, daß Gruppen beieinanderſtanden, johlten und
ſchimpf=
ten. Darauf gab Leutnant v. Schadt den Befehl, die
Schreier feſtunehmen. Sodann werden die Einzelheiten
erörtert, die zu der Anklage wegen Hausfriedensbruchs
gegen Leutnant Schadt geführt haben. Es handelt ſich um
die Feſtnahme des Schreiers Levy auf der Treppe des
Heylſchen Hauſes. Der Zeuge weiß nicht, warum er
ver=
haftet wurde. Weiterhin ſtellte Verteidiger Rechtsanwalt
Dr. Groſſart als charakteriſtiſch feſt, daß, wenn Rufe fielen
und man auf die Leute zuging, dieſe taten, als wenn
nichts geſchehen wäre. Leutnant v. Forſtner und Frau
Ewers beſtätigten dieſe Wahrnehmung.
Kreisdirektor Mahl gibt unter Bezugnahme auf
ſeine geſtrige Zeugenausſage dem Inhalte nach folgende
Erklärung ab: Meine Angaben wegen des
Subordi=
nationsverhältniſſes zu dem Herrn Oberſt von Reuter und
mir bedürfen einer Berichtigung, da meine Ausſagen
falſch ausgelegt worden ſind. Ich habe am 11. November
am Bahnhofe dem Herrn Statthalter vorgetragen, daß
Herr Oberſt von Reuter mir ſoeben in ſehr lautem Tone
Vorwürfe gemacht habe, daß ich auf ſeine Aufforderung
nicht zu ihm gekommen ſei. Nach Anführung ſämtlicher
Gründe und Darlegung der geſamten Situation hat der
Herr Statthalter erklärt, daß gegen meine Antwort, daß
ich nicht zum Herrn Oberſt hinginge nichts einzuwenden
ſei. Er hat nicht geſagt, ich ſolle nicht zum Herrn Oberſten
gehen. Der Herr Statthalter war vielmehr der
Auf=
faſſung, daß ich als Jüngerer zum Herrn Oberſt hätte
hingehen müſſen, wenn er mich in einer Form darum
er=
ſucht hätte, die mir das ohne Bedenken für meine
amt=
liche Stellung und mich möglich gemacht hätte. Nach der
Art, wie es aber geſchah, konnte ich nicht hingehen. Das
haben der Herr Statthalter und der Heer Kommandierende
General gebilligt. Um 1 Uhr wurde die
Verhand=
llung auf 4 Uhr vertagt.
In der Nachmittagsverhandlung wurde mit
der Vernehmung der Zeugengruppe: Musketiere und
Zivilleute fortgefahren, die am 28. November abends an
der Belegung des Pandurenkellers aktiv oder paſſiv
be=
teiligt waren. Es kam bei der Gegenüberſtellung der
verhaftenden Mannſchaften mit den damals Verhafteten
mehrfach zu draſtiſchen Auseinanderſetzungen. Trotz
Vor=
haltung des Zeugeneides will keiner der Verhafteten
Aeußerungen, wie „dreckiger Schwob” und dergleichen,
ge=
tan haben, was die meiſten Soldaten zeugeneidlich
be=
ſtätigen. Halbwüchſige Jungen, Lehrlinge uſw., die
da=
mals im Moment der Verhaftung gepfiffen hatten, geben
heute an, nur höchſt harmloſe Lieder gepfiffen zu haben,
wie „Morgenrot” „Muß i denn” uſw. Einer gibt
aller=
dings zu, auf zwei Fingern gepfiffen zu haben. Ein
Ge=
freiter leugnet nicht, bei einem Verhaftungsakt geſagt zu
haben: „Ich renne Ihnen mein Bajonett durch den Leib,
wenn Sie fliehen.” Kurz vor 6 Uhe verkündet der
Gerichts=
hof einen durch den Anklagevertreter veranlaßten Beſchluß,
die Zeugen ſämtlich, bis auf ſechs, zu vereidigen,
alſo auch die Soldaten und Unteroffiziere, die ſofort den
Eid leiſten. Bei den ſechs Nichtvereidigten, darunter
zwei der jugendlichen Pfeifkünſtler, wurde wegen der
vielfachen Widerſprüche in ihren Ausſagen
Unglaub=
würdigkeit angenommen. Wenn die Verhandlung im
gleichen Tempo wie heute fortſchreitet, rechnet man damit,
daß nach Schluß des Zeugenverhörs morgen gegen Mittag
der Anklagevertreter mit dem Plädoyer beginnen kann
und daß vielleicht noch am Abend der Urteilsſpruch
er=
folgen dürfte. — Die Vereidigung der vielen Zeugen
nahm längere Zeit in Anſpruch. Von den ſechs von der
Vereidigung Ausgeſchloſſenen wurde nachträglich noch
einer vereidigt, da er ſeine Ausſagen widerrief. Auf
An=
trag des Anklagevertreters werden noch Rechtsanwalt
Vetter und Gerichtsaſſeſſor Gärtner aus Zabern geladen
und hierauf die Weiterverhandlung auf
Mitt=
woch, vormittag 9 Uhr, vertagt.
* Straßburg, 6. Jan. Aus dem erſten Teil
der heutigen Sitzung iſt noch zu melden, daß der
Haupt=
mann Voigt auf das entſchiedenſte erklärte, am 28.
No=
vember habe die Menge gebrüllt, gejohlt und gepfiffen.
Der Anklagevertreter wies auf den ſchroffen Widerſpruch
zwiſchen den Ausſagen dieſes Zeugen und denen des
Staatsanwalts Krauſe hin. Hauptmann Voigt
wieder=
holte, es ſei ein regelrechtes Gejohle und Gepfeife
ge=
weſen. Der Staatsanwalt erwiderte, eine Erklärung
die=
ſer Widerſprüche nicht geben zu können. Angeklagtee
Oberſt von Reuter ſagte aus, der Gegenſatz in den
Zeugenausſagen ſei verſtändlich, denn alles ſei ſehr ſchnell
gegangen.
* Mülhauſen i. E., 6. Jan. In der heutigen
Ver=
handlung der Beleidigungsklage des ſozialdemokratiſchen
Stadtrats und Gewerkſchaftsſekretärs Wicky gegen den
Redakteur der Oberelſäſſiſchen Landeszeitung Hängy
wurde letzterer zu 30 Mark Geldſtrafe und zur Publikation
des Urteils in der Volkszeitung und Oberelſäſſiſchen
Lan=
deszeitung verurteilt. Die heutige Verhandlung bildete
das Nachſpiel zu den Mülhauſener Streikkrawallen. Die
Landeszeitung hatte ſeinerzeit behauptet, daß Wicky an
offizieller Stelle einen Stundenlohn von 56 Pfg. als hoch
bezeichnet hätte und daran die Bemerkung einer gewiſſen
Doppelzüngigkeit geknüpft. Das Gericht hielt es den
Zeu=
genausſagen nach für nur erwieſen, daß Wicky den 56
Pfg.=Stundenlohn als verhältnismäßig hoch bezeichnet
habe; alle anderen Behauptungen müßten als
unrich=
tig bezeichnet werden.
Die Miſſion als Lebensfrage
für unſer Volk.
* Man ſchreibt uns: Im vergangenen Jahr hat das
deutſche Volk eine Art von Offenbarung erlebt: die
Nationalmiſſionsſpende bei Anlaß des
Kaiſer=
jubiläums. Wer hätte es vor zehn oder zwanzig Jahren
geglaubt, daß in der Preſſe verſchiedenſter Richtungen
Politiker, Kolonialbeamte, Naturforſcher, Sprachgelehrte,
Kaufleute je von ihrem Standpunkt aus der chriſtlichen
Miſſion warme Anerkennung zollten, und daß auf dieſem
Weg nahezu 5 Millionen Mark an Gaben für dieſelbe
zu=
ſammenkommen würden? Lange Zeit hat man in der
breiten Oeffentlichkeit die Arbeit der chriſtlichen
Glaubens=
boten als eine Winkelſache angeſehen, um die ſich zu
intereſſieren nicht der Rede wert iſt, oder auch als einen
religiöſen Sport, der unverantwortliche Opfer an Geld und
Menſchen koſte und die Kreiſe vernünftiger Intereſſen in
den überſeeiſchen Ländern nur ſtören könne. Nun iſt
vielen zu ihrer eigenen Ueberraſchung die Erkenntnis
auf=
gegangen, daß die Eingeborenen der größte Reichtum
unſerer Kolonien ſind, und daß für die Erforſchung ihrer
Sprache und ihres Seelenlebens, für ihre Schulung, für
ihre Erziehung zur Arbeit und Geſittung, ja ſelbſt für die
Durchführung ſanitärer Maßnahmen unter ihnen der
chriſtliche Miſſionar gar nicht zu entbehren iſt. Außerdem
ringt ſich mehr und mehr die Einſicht durch, welche
Förde=
rung, auch abgeſehen von unſeren Schutzgebieten „Der
deutſche Gedanke in der Welt” von der deutſchen
Miſſionsarbeit genießen und erwarten darf. Haben doch
die Ereigniſſe der letzten Zeit den Blick dafür geſchärft,
welch hervorragendes Verdienſt an dem überwiegenden
Einfluß Frankreichs und Englands im nahen Orient und
der angelſächſiſchen Völker in China den franzöſiſchen
Ordensanſtalten und dem engliſch=amerikaniſchen
Miſ=
ſionsſchulſyſtem zugeſchrieben werden muß, während
Deutſchland infolge ſeiner verhältnismäßig gering
ent=
wickelten Miſſionsarbeit in dieſen Gebieten zurückſteht. So
hat ſich die ſtille religiöſe Tätigkeit der chriſtlichen
Glau=
bensboten als Faktor von weltgeſchichtlicher Bedeutung
erwieſen, und dieſe Wahrnehmung darf als eine Wegmarke
in unſerer deutſchen Geiſtesgeſchichte angeſehen werden.
Allein es wäre doch bedauerlich, ja verhängnisvoll für
die Miſſionsarbeit wie für unſer Vaterland, wenn die
Ausbreitung des Evangeliums in der heidniſchen Welt
ausſchließlich unter dem nationalen, wirtſchaftlichen und
kulturellen Geſichtspunkt gewürdigt würde. Das hieße
ſchließlich die Religion zum Mittel für weltliche Zwecke
herabſetzen, den Glaubensboten ihre beſte Kraft, den
Miſ=
ſionsgemeinden ihre Opferfreudigkeit, dem deutſchen Volk
den höchſten Gewinn nehmen, den es von der Mitarbeit
an der Chriſtianiſierung der Völker haben ſoll. Den
durch=
ſchlagenden Beweggrund zur Miſſionsarbeit muß nach wie
vor die Verpflichtung bilden, daß wir den farbigen Raſſen
das beſte zu bringen haben, was wir ſelbſt beſitzen: die
Kräfte der Wiedergeburt, welche im Glauben an Chriſtus
geſchloſſen ſind. Das erwachte Miſſionsintereſſe in
Deutſch=
land bedarf noch einer entſchiedenen Vertiefung in dieſem
Sinn. Nur was in die Tiefe geht, das bleibt. Je treuer
wir aber jener edelſten Dienſtpflicht genügen, deſto mehr
werden ſich die heilſamen Kräfte des Evangeliums auch
wieder an unſerem eigenen Volksleben bewähren, deſto
mehr wird der Weltverkehr, der immer häufiger
Deut=
ſche nach Afrika und Aſien und immer zahlreichere
Studen=
ten aus heidniſchen und mohammedaniſchen Ländern zu
ins führt, beiden Teilen zum wirklichen Segen dienen,
att die traurige Beobachtung aufs neue zu beſtätigen,
aß zwei zuſammenſtoßende Kulturen einander vor allem
hre Schattenſeiten mitteilen. So verſtanden, iſt es
ge=
radezu eine Lebensfrage für unſer deutſches Volk, daß wir
uns mit allem Nachdruck an der großen Miſſionsaufgabe
der Gegenwart beteiligen.
Die Kataſtrophe des Dampfers
„Oklahomge.
* Neu=York 5. Jan. Die Ankunft zweier Schiffe,
die dem Dampfer „Oklahoma” geholfen haben, wird
heute erwartet. Der Dampfer „Bavaria” mit dem
Kapi=
tän des „Oklahoma” und ſieben Mann Beſatzung wird
morgen in Boſton fällig. Man hofft, daß noch Leute von
der Mannſchaft ſich auf anderen Schiffen befinden.
* Neu=York 5. Jan. Der verunglückte
Tankdampfer „Oklahoma” gehörte der Gulf
Re=
fining Company an. Sein Wert wird auf 700000 Dollar
angegeben. Er befand ſich mit Ballaſt auf der Fahrt nach
Texas, um dort eine Fracht Oel an Bord zu nehmen.
Ueber das Schickſal der vermißten Mannſchaft des
„Oklahoma” — wie man annimmt, 3 2 Mann — iſt noch
nichts beſtimmtes bekannt. Kapitän Graalf vom Dampfer
„Bavaria” meldete funkentelegraphiſch die Namen der
Ge=
retteten und fügte hinzu, die übrigen 32 Mann ſeien
an=
ſcheinend mit dem Hinterteil des Schiffes geſunken. Das
Unglück paſſierte am Sonntag früh 8 Uhr. Ein Teil der
Mannſchaft wurde heute früh gerettet. Kapitän Gunter
meldet funkentelegraphiſch vom Dampfer „Bavaria” daß
der „Oklahoma” als er aufgegeben wurde, mit dem Heck
voraus ſank und daß der Bug faſt ſenkrecht aus dem
Waſ=
ſer ragte.
* Neu=York, 6. Jan. Im hieſigen Hafen trafen
heute früh fünf Vermißte von der Mannſchaft
des verunglückten Dampfers „Oklahoma”
ein, die am Sonntag nachmittag von dem Dampfer „
Gre=
gory” der Boothline in einem Rettungsboot aufgefunden
vurden. Die Geretteten wurden ſechs Stunden bei
bit=
terer Kälte auf dem Meere umhergetrieben. In einem
inderen Rettungsboot wurden von einem Zollkutter drei
Mann tot aufgefunden, ſo daß mit den acht von der „
Ba=
varia” Geretteten das Schickſal von 16 Mann von der 38
Mann ſtarken Beſatzung des Dampfers „Oklahoma”
feſt=
geſtellt iſt.
* Neu=York, 6. Jan. Die fünf Geretteten
vom Dampfer „Oklahoma” berichten, daß der Dampfer
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Nummer 7.
ohne vorherige Anzeichen mitten durchbrach. Das
Wetter war ſehr ſtürmiſch und das Schiff ſchwankte ſtark,
als plötzlich das Schiff in ſeinen Fugen krachte und ſich
mitten durchbog. Anſcheinend hatten zwei ungleiche
Wel=
len den Bug und das Heck in die Höhe gehoben. Die
Maſchinen arbeiteten mit voller Kraft und konnten nicht
angehalten werden. Alles ſtürzte an Bord, ſoweit es
mög=
lich, war. Zwei Rettungsboote wurden herabgelaſſen;
eins ſchlug um, wahrſcheinlich das Boot, in dem das
Zoll=
boot drei Leichen fand. Ein anderes Boot mit fünf Mann,
das ſpäter vom Dampfer „Gregor” aufgenommen wurde,
war mit elf Mann abgefahren und verlor durch
wieder=
holtes Kentern ſechs Mann; die übrigen fünf konnten
ge=
rettet werden. Die Geretteten befinden ſich in einem
be=
jammernswerten Zuſtande.
Vermiſchtes.
— Die Frage der Errichtung einer
öffentlich=rechtlichen
Lebensverſiche=
rungsanſtalt wird vorausſichtlich den
Provinzial=
landtag der Provinz Sachſen in ſeiner nächſten Tagung
beſchäftigen. Die in der Provinz Sachſen anſäſſigen
Lebensverſicherungsgeſellſchaften Thuringia in Erfurt,
Iduna in Halle a. d. S., Magdeburger
Lebensverſiche=
rungsgeſellſchaft und Wilhelma in Magdeburg haben
des=
halb dem Provinziallandtag eine Denkſchrift unterbreitet,
in der eingehend die maßgebenden wirtſchaftlichen,
poli=
tiſchen und verſicherungstechniſchen Geſichtspunkte erörtert
werden. Die Denkſchrift führt aus, daß ein Bedürfnis
nach Errichtung einer neuen Verſicherungsanſtalt
ange=
ſichts des in rechtlicher wie techniſcher Beziehung auf hoher
Stufe ſtehenden Lebensverſicherungsweſens nicht vorliege,
insbeſondere auch nicht für die Provin; Sachſen, in der
vier angeſehene und große Lebensverſio
erungsgeſellſchaf=
ten domiziliert und wichtige Steuerträger ſind. In der
Denkſchrift wird deshalb gebeten, die Gründung einer
Provinzialanſtalt Sachſen abzulehnen.
— Eine neue italieniſche Expedition
izum Karakorum. Der bekannte fialieniſche Geograph
Filippi, der ſich ſchon durch ſeine früheren Arbeiten um
die Erforſchung des Himalaja große Verdienſte erworben
hat, iſt zu einer neuen Forſchungsreiſe nach dem
Kara=
korum aufgebrochen. Der Gelehrte wird von Prof.
Mari=
nelli und mehreren anderen wiſſenſchaftlichen Mitarbeitern
begleitet. Die Expedition, die zwei Jahre dauern wird,
iſt von der italieniſchen Regierung mit allen notwendigen
wiſſenſchaftlichen Inſtrumenten ausgeſtattet worden. Die
Koſten wurden durch eine Subſkription aufgebracht, bei der
der König von Italien 10000 Francs zeichnete. Auch die
indiſche Regierung unterſtützt das Unternehmen; ſie hat
ihm eine Subvention von 25000 Fres. bewilligt, gibt der
Expedition einen erfahrenen Topographen bei und wird
ihr alle möglichen Erleichterungen zuteil werden laſſen.
Das engliſche Geſetz über die
Lohn=
ämter hat in dieſen Wochen eine Erweiterung erfahren,
indem fünf neue Gewerbe, die Hemdennäherei, die
Her=
ſtellung von Konſerven und Süßigkeiten, die
Leinen=
ſtickerei, die Hohlwarenerzeugung (Herſtellung von Eimern,
Töpfen, Teekeſſeln uſw.), das Rollen und Bügeln in
Dampfwäſchereien, neu einbezogen ſind. Im Jahre 1009
wurde das Geſetz zunächſt für die Kettenſchmiederei, die
Spitzenausrüſterei, die Schachtelfabrikation und die
Kon=
fektion geſchaffen. Es ſieht die Errichtung von
Lohn=
ämtern vor, die ſich aus der gleichen Zahl von
Vertre=
tern von Arbeitnehmern und Arbeitgebern unter einem
unparteiiſchen Vorſitzenden und mehreren Beiſitzern
zu=
ſammenſetzen und die Mindeſtlöhne für einige beſonders
ſchlecht bezahlte und unorganiſierte Induſtrien feſtlegen
ſollen. Die Lohnämter haben nach den
übereinſtimmen=
den Berichten der Arbeiterorganiſation und der
Sozial=
politiker gut gewirkt; auf die Lage des Gewerbes, wie ſie
ſich nach den Berichten des engliſchen Arbeitsblattes
dar=
ſtellt, haben ſie keinen ungünſtigen Einfluß gehabt. Die
Preiſe für die Waren ſind, zum Teil dank der erhöhten
Aufmerkſamkeit, die man der Technik geſchenkt hat, nicht
merklich geſtiegen. Die Stundenlöhne ſchwanken, je nach
den Gewerben, zwiſchen 20 und 28 Pfennig für Frauen
und 50 bis 60 Pfennig für Männer. Uebertretungen des
Geſetzes ſind zwar öfters vorgekommen, aber nicht ſo
häu=
fig, daß ſie die Wirkſamkeit des Geſetzes in Frage geſtellt
hätten. In neueſter Zeit haben die Londoner
Bäcker=
meiſter die Unterſtellung unter das Geſetz gefordert, weil
ſie hofften, ſich dadurch von der Schmutzkonkurrenz einer
Anzahl kleinerer Meiſter, die die tariflichen
Vereinbarun=
gen nicht innehielten, zu befreien, und einem erneuten
Streik, welcher aus Anlaß verſchiedentlicher Tarifbrüche
entſtanden war, ſchneller zu begegnen.
Literariſches.
Schulfragen haben immer großes Intereſſe für
alle, die ſelbſt mit ihren Kindern die Leiden und Freuden
der Schulzeit durchzukoſten haben, und für jene, die der
eigenen Schulzeit gedenken. Wenn nun ein alter
erfahre=
ner Schulmann zu ſolchen Fragen ſich äußert, ſo darf er
ſicher auf ein großes Leſepublikum rechnen, das dann von
ſich aus wiederum dazu Stellung nimmt. Ein Schulmann
mit einem Namen von gutem Klang iſt der Geheimrat
Matthias, deſſen bekanntes Buch „Wie erziehen wir
un=
ſeren Sohn Benjamin?” in vieler Hände iſt. Er nimmt
in Heft 52 der „Gartenlaube” das Wort zu dem
vielerörterten Thema „Der Schulauſſatz”. Wir wollen
natürlich nicht verraten, wie er das in ſeinem Artikel
Sturm und Drang im deutſchen Aufſatz” behandelt, aber
wir ſind ſicher, daß nicht bloß die Lehrerkreiſe ihn mit
Intereſſe leſen und ſich mit ſeinen kritiſchen Worten
aus=
einanderſetzen werden.
„Der Weggefährte‟ Jahrbuch für 1914.
Herausgegeben von H. Corray. Druck und
Ver=
lag von A. Trüb u. Cie., Aarau=Zürich. Preis
geh. 3 Mk. „Der Weggefährte”, den Herr Corray
nun=
mehr im zweiten Jahrgange herausgibt, wird das Buch
dieſe frühere Bedeutſamkeit wieder gewinnen helfen. Ein
Jahrbuch von ſo eigenartigem Charakter dürften nur
wenige Sprachgebiete aufzuweiſen haben. Es erzählt uns
nichts von den Tagesereigniſſen des vergangenen Jahres
und nichts von dem, was der Augenblick über den Alltag
hinaus in die ſcheinbare Höhe der Senſation hebt, und
doch iſt es aktuell bis in die letzte Zeile und ſein Inhalt
lebendig für unſere Zeit. Das Kalendarium das dem
Buche vorangeſtellt iſt, iſt ebenfalls künſtleriſch reich
ver=
ziert. Dieſem Weggefährten kann man ſich anvertrauen.
— Als Ergänzung der vor kurzem erſchienenen
Text=
ausgabe ſowohl, wie zur Rheinſtromſchen erläuterten
Ausgabe des Wehrbeitraggeſetzes gibt die C. H.
Beckſche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck in München
ſoeben ein Nachtragsheft zum Preiſe von 40 Pfg. heraus,
welches die Ausführungsbeſtimmungen des
Bundesrats vom 8. November 1913 zum Geſetze über einen
einmaligen außerordentlichen Wehrbeitrag (Wehrbeitrag=
geſetz) vom 3. Juli 1913 enthält. Das Heftchen umfaßt
62 Seiten im Format der Hauptbändchen und kann dieſen
leicht eingefügt werden.
Eröffnung des elſaß=lothringiſchen
Landtages.
* Straßburg, 6. Jan. Die feierliche
Er=
öffnung der zweiten Tagung des Landtages
er=
folgte um 11 Uhr im Kaiſerpalaſt durch eine Rede des
Kaiſerlichen Statthalters Grafen von Wedel, in der er
u. a. ausführte, daß die finanzielle Lage der Reichslande
eine Beſchränkung der Ausgaben notwendig mache, die
auch auf die Beſſerſtellung der nichtetatsmäßig
Angeſtell=
ten, für die im Nachtragsetat Vorſchläge gemacht werden,
nicht ohne Einfluß blieb. Zur Beſſerung der finanziellen
Lage iſt die baldige Reform der direkten Steuern in
Er=
wägung zu ziehen. Der betreffende Entwurf werde
un=
verzüglich dem Landtage vorgelegt werden. Die
Erheb=
ungen anläßlich des Wehrbeitrages würden ein Urteil
dar=
über bilden laſſen, ob eine Vermögensſteuer einzuführen
ſein wird. Ohne weiteres werde das
Einkommenſteuer=
geſetz zur alsbaldigen Beratung geſtellt werden. Neben
anderen Fragen, wie betreffend die Wiederverleihung
rechtlicher Fähigkeiten (Angleichung der betreffenden
Vor=
ſchriften des „Code Poenale” an die Vorſchriften des
Rei=
ches), die ſtaatlichen Kultusausgaben uſw., die Verfaſſung
der Kirche augsburgiſcher Konfeſſion und der reformierten
Kirche, betreffend die Losgeſellſchaften uſw., iſt die
be=
drängte Lage des Winzerſtandes für die Regierung
Gegen=
ſtand ernſter Aufmerkſamkeit. Neben dem
Grundſteuer=
nachlaß ſind Maßnahmen vorgeſehen zur Bekämpfung der
Rebſchädlinge. Weiter wird auf die abgeſchloſſenen und
noch vorzunehmenden Arbeiten der Rheinregulierung und
des Kanalnetzes hingewieſen. Schließlich äußert ſich der
Statthalter zu dem Wunſche der Volksvertretung nach
Ver=
einfachung der Verwaltung dahin, daß die
Bezirksvräſi=
dien nicht beſeitigt werden können und die Bezirke als
Selbſtverwaltungskörper beſtehen bleiben ſollen. Doch
wäre es möglich, die Befugniſſe der Bezirkspräſidien auf
dem Gebiete der allgemeinen Landespolizei und
Geſetzes=
aufſicht zwiſchen den Miniſterien und der unteren
Verwal=
tung aufzuteilen. Bezüglich der Verwaltung des
Forſt=
weſens und des niederen Unterrichtsweſens ſind die
Er=
wägungen angeſichts der gegen eine Zentraliſierung
be=
ſtehenden Bedenken noch nicht abgeſchloſſen. Erwünſcht iſt
ſerner die Regelung des Forſtſchutzdienſtes und der
Be=
ſoldung der Gemeindeforſtbeamten, worüber ebenfalls dem
Landtage eine Zuſchrift zugehen wird. Darauf erklärte
Statthalter Graf Wedel die Tagung mit einem Hoch auf
den Haiſer für eröffnet.
Straßburg, 6. Jan. Die beiden Kammern
des Landtages hielten heute nachmittag Sitzungen
ab zwecks Bildung ihrer Bureaus und Kommiſſionen.
Hierbei konnten die Kommiſſionen der Zweiten Kammer
nicht gebildet werden, da ein Antrag der Lothringiſchen
Gruppe vorlag, welcher die Beratung des Etats in zwei
Kommiſſionen vorſchlägt, worüber noch beraten werden
ſoll. In der Zweiten Kammer betonte der Alterspräſident
Bourger in ſeiner Eröffnungsrede die politiſchen
Schwierigkeiten, die zurzeit in Elſaß=Lothringen
herrſch=
ten. Er wies beſonders darauf hin, daß Elſaß=Lothringen
als Glacis betrachtet werde. Bei der Erwähnung der
Zaberner Vorfälle ſtellt er zunächſt das Beſtehen
einer militäriſchen Nebenregierung feſt. Dem
Reichstag müſſe man deshalb dankbar ſein für ſeine
Stel=
lungnahme zur Wahrung der elſaß=lothringiſchen
Inter=
eſſen. Die Schuld an der Zuſpitzung der Verhältniſſe trage
allein die unzulängliche Verfaſſung. Eine Aenderung könne
erſt dann eintreten, wenn Elſaß=Lothringen mit den
übri=
gen Bundesſtaaten vollſtändig gleichberechtigt ſei.
Die Rede wurde öfters von Beifall unterbrochen.
* Straßburg, 6. Jan. In der heutigen Sitzung
der Zweiten Kammer wurde das alte
Präſi=
dium: Ricklin, Labroiſe und Böhle,
wiederge=
wählt. Die nächſte Sitzung findet morgen nachmittag
3 Uhr ſtatt,
Vom Balkan.
* Berlin, 6. Jan. Die Nachricht von der
Er=
nennung des Generals Markow zum
bul=
gariſchen Geſandten in Berlin, iſt geſtern in
den ſpäten Abendſtunden auch der Geſandtſchaft ſelbſt
zu=
gegangen. Die Entſendung des Generals Markow iſt auf
direkten Einfluß des Königs Ferdinand zurückzuführen.
Beneral Markow iſt zuſammen mit dem König, den er
auf ſeinen Reiſen nach Europa zu begleiten pflegt, ſchon
wiederholt in Berlin geweſen und hat hier viele Freunde
gewonnen.
* Sofia, 6. Jan. Die Meldung von einer
bevor=
ſtehenden Abreiſe des Königs und einem längeren
Aufenthalte im Auslande iſt vollkommen falſch.
* Sofia, 6. Jan. (Agence Bulgare.) Die Meldung
aus Athen, die griechiſche Regierung nehme die angebliche
Anweſenheit von bulgariſchen Freiſchärlern in
Mazedo=
nien zum Vorwand für den Entſchluß, für
Mazedo=
nien das Bandengeſetz ſofort in
Anwend=
ung zu bringen, erzeugt in allen Kreiſen tiefe
Er=
regung, weil man überzeugt iſt, daß dieſe Maßnahme
bezweckt, alle bulgariſchen Elemente in Mazedonien zu
beſeitigen. Aus allen Kreiſen werden Repreſſivmaßregeln
verlangt.
* Athen, 6. Jan. Die Kammer iſt in die
Weih=
nachtsferien gegangen und wird erſt nach den auf
den 22. Februar feſtgeſetzten Gemeinderatswahlen
zuſam=
mentreten. Der Miniſterpräſident Venizelos iſt nach
Rom abgereiſt.
* Saloniki, 6. Jan. Das epirotiſche Komitee ſandte
weitere 200 Freiwillige über Florina nach Koritza.
Zahl=
reiche Offiziere und Soldaten melden ſich gleichfalls als
Freiwillige nach Epirus.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telege. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 6. Jan. Die Norddeutſche Allgemeine
Zei=
tung ſchreibt: König Ludwig von Bayern
be=
geht am 7. Januar die Feier ſeines 69.
Geburts=
tages. Zum erſtenmale ſeit ſeiner Thronbeſteigung
er=
ſcheint dem Monarchen dieſer feſtliche Tag. Mit dem
bayeriſchen Volke gedenkt ganz Deutſchland in
aufrich=
tiger Verehrung des nationalgeſinnten Herrſchers und
ſeiner unabläſſigen Tätigkeit im Dienſte der ihm
obliegen=
den hohen Pflichten. So erhebt ſich von neuem der
Wunſch in den Herzen, daß König Ludwig noch ein
langes, ſegensreiches Wirken beſchieden ſein möge zum
Wohle Bayerns und des geſamten Vaterlandes.
* Berlin, 6. Jan. Immer erneut tauchen in den
Zei=
tungen Mitteilungen auf, daß Zabern anſtelle des
In=
fanterie=Regiments Nr. 99 einen anderen Infante=
rietruppenteil als Garniſon erhalten ſollen
Während bisher in letzter Hinſicht die Infanterie=
Regimen=
ter Nr. 105 und 167 genannt wurdg, wird neuerdings auch
das Infanterie=Regiment Nr. 173 erwähnt. Wir können
erklären, das alle dieſe Gerüchte in das Reich der Fabe
zu verweiſen ſind.
* Metz, 6. Jan. Die Moſel fängt jetzt an zu ſtel
gen. Sie iſt ſeit geſtern um 48 Zentimeter auf 2,70 Meten
geſtiegen. — Aus Frankreich wird weiteres Steigenes
Waſſers gemeldet.
* Karlsruhe, 6. Jan. Die Großherzogin Luiſ
von Baden hat den Oberſthofmeiſter Grafen v. Andlen
mit ihrer Vertretung bei der Beiſetzungsfeier der
Königinmutter von Schweden in Stockholm
beauftragt. — Nachdem das am Sonntag abend eingetre
tene Tauwetter bis heute mittag angehalten hatte
trat in den Nachmittagsſtunden auch hier leichte
Schneefall ein. Im Schwarzwald herrſcht
Blätter=
meldungen zufolge ſeit Sonntag vormittag andauerndes
Schneegeſtöber, in den Regionen über 1000 Metern heftizen
Schneeſturm. Die Schneedecke hat eine erhebliche Verſtärl
ung erfahren und beträgt im Gebiete der Hornisgrind
80—100 Zentimeter, im Feldberggebiet über dreivierte
Meter.
* Kaſſel, 6. Jan. Rittmeiſter Mühlmann, del
Adjutant des Chefs der deutſchen Militärmiſ
ſion in Konſtantinopel, ſchreibt dem Kaſſeler Tagblattg
Von verſchiedenen deutſchen Firmen ſind dem Chef den
deutſchen Militärmiſſion in Konſtantinopel, General
Liman von Sanders, wiederholt Offerten zugegan
gen. Durch die deutſche Preſſe wurden Meldungen ven
breitet, General Liman von Sanders habe von deutſchen
Firmen Waren für die türkiſche Militärverwaltung gekauft
Dies trifft nicht zu. General Liman von Sanders
hat allen Firmen, die ſich an ihn gewandt haben, geſchrien
ben, daß ſie ſich an die zuſtändige Stelle, das iſt das tür
kiſche Kriegsminiſterium, wenden ſollen.
* Halberſtadt, 6. Jan. Eine Witwe, Frau Wulff in
Halberſtadt, vermachte der Stadt 200000 Mark
zur Errichtung eines Waiſenhauſes.
* Kiel, 6. Jan. Vor dem Marine=Kriegsgericht hatten
ſich wegen militäriſchen Aufruhrs zu verant
worten, die Matroſenartilleriſten Köpke, Weberl
Langenbeck und Beckfeld Sie verweigerten auf
dem Fort Stoſch am Kieler Hafen mit anderen nicht ers
mittelten Kameraden einem Oberfeuerwerker, der Offil
ziersdienſt tat, den Gehorſam und ſkandalierten. Köpla
wurde zu 3 Jahren 4 Monaten, Weber zu 2 Jahl
ren 9 Monaten und die beiden anderen Angeklagten
zu je 2 Jahren 8 Monaten Gefängnis ver
urteilt.
* Görlitz, 6. Jan. Heute mittag fuhr der Burſche des
Majors von Troilo eines hieſigen Inf.=Regts. mit einem
zweiſpännigen Wagen in Moys in das hochgehende
Rotwaſſer. Mann und Pferd ertranken.
* Peſt, 6. Jan. In der Gauzſchen
Waggon=
fabrik ſind von neuem ſämtliche Arbeiter
aus=
geſperrt worden, weil ein Teil der Eiſendreher ſich
weigerte, die neue Arbeitsordnung anzunehmen.
* Paris, 6. Jan. Aus Tanger wird gemedei
Raiſuli, der ſich an die Spitze einer Abteilung des auft
ſtändiſchen Djebalaſtammes geſtellt hat, ſoll die Abſicht
haben, die Spanier bei Elkſar anzugreifen.
Nach einer Madrider Meldung des Journal des Debat
iſt es wahrſcheinlich, daß die Frage des internatie
nalen Statuts von Tanger eine neue Bie
ſprechung und vielleicht ſogar den Zuſammenta
einer beſonderen Kommiſſion notwendig machen werde.
* Paris, 6. Jan. Der konſervative Depu
tierte Herzog von Rohan iſt heute nachmittag im Alte
von 69 Jahren geſtorben.
* Teheran, 6. Jan. Die hier eingetroffene Nachrich
von dem bevorſtehenden Abgange ruſſiſchen
Truppen aus Kaswin wo nur einige
Sotnien Koſaken zurückbleiben, hat bei der perſiſchen Rea
gierung großen Eindruck gemacht und wird in einem
Ruß=
land ſehr günſtigen Sinne ausgelegt.
* San Juan (Puerto Rico), 6. Jan. Im Stadttheaten
ſollte eine Weihnachtsbeſcherung für arme
Kinder ſtattfinden; als die Tür geöffnet wurde,
ent=
ſtand ein Gedränge, wobei vier Kinder tot ges
treten und 18 ſchwer verletzt wurden.
Ein Dementi.
* Berlin, 6. Jan. Wie der Lokalanzeiger von
maß=
gebender Stelle erfährt, iſt ein Telegramm des
Kronprinzen an den General von Deimling
an=
läßlich der Zaberner Vorgänge mit dem Inhalte: Immer
feſte drauf! Bravo! Friedrich Wilhelm, Kronprinz, nien
gerichtet worden.
Das Eiſenbahnunglück in Woippy.
* Metz, 6. Jan. Heute nachmittag erfolgte die
feierliche Ueberführung der Leichen der ſieben
Opfer des Eiſenbahnunglücks bei Woippy vom
Garniſonslazarett I aus nach dem Hauptbahnhof, von wo
die Soldaten mittels Sonderzuges zur letzten Ruhe in ihre
Heimat Barmen=Hagen verbracht wurden. Eine große
Menſchenmenge ſäumte die Straßen und verharrte in
er=
griffener Stille. In der Leichenhalle des
Garniſons=
lazaretts fand eine kurze kirchliche Feier ſtatt, bei der den
evangeliſche und der katholiſche Diviſionspfarrer feierliche
Gebete ſprachen. Hierauf wurden die Särge, denen
zahl=
reiche Kränze, darunter ein ſolcher des Prinzen Joachim
von Preußen vorangetragen wurden, zu den Leichenwagen
getragen, und nun ſetzte ſich der große Leichenzug nach
dem Bahnhof in Bewegung. An dem Leichenzug nahmen
die Generalität, zahlreiche Abordnungen ſämtlicher ing
Metz liegenden Truppenteile, Vertreter der
Eiſenbahnver=
waltung und Abordnung der Eiſenbahner teil. Auf dem
Bahnhof wurde nochmals von beiden Geiſtlichen ein
kur=
zes Gebet geſprochen, und dann wurden die Särge in die
Wagen des Extrazuges gehoben, der die Verunglückten
nach ihrer Heimat verbrachte.
Familientragödie.
* Mannheim, 6. Jan. Der Metallarbeiter Ludwic
Freyler erwürgte ſeinen 1jährigen Sohn
und ſchoß ſich dann auf dem Friedhof am Grahe
ſeiner Frau ſelbſt eine Kugel in den Kopf. Die Tah
iſt dadurch um ſo tragiſcher, als die verſtorbene Frau des
Freyler im Herbſt 1913 ihre beiden Kinder zu ermorden
verſuchte. Bei einem Kinde iſt ihr damals der Mord
ge=
lungen; das andere konnte von ſeinen Verletzungen geheilt
werden. Eben dieſes Kind wurde nun vom Vater
er=
mordet.
Erdbeben.
* Athen 6. Jan. In Elis (Poleponnes) richtete ein
ſtarker Erdſtoß großen Schaden an.
Nummer 7.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Seite 7.
Die Unruhen auf Haiti.
* Berlin, 6. Jan. Von der Geſandtſchaft der Republik
kiei geht dem Wolffſchen Telegraphen=Bureau folgende
Aireilung zu: Es iſt unrichtig, daß auf Haiti die
Nevolution ausgebrochen iſt. Wahr iſt, daß am 10.
hruar im ganzen Lande die Wahlen zur geſetzgebenden
iperſchaft ſtatifinden und daß, wie in allen Ländern bei
Acher Gelegenheit, die Gemüter mehr oder weniger
er=
t ſind. Der Irrtum, den das Neu=Yorker Telegramm
t ält, erklärt ſich wahrſcheinlich aus dem Vorfall, der ſich
geſtern in Thomaſeau, einem kleinen Orte bei Port=
Prince, ereignete, wo nach den letzten offiziellen
hrichten im Laufe eines Tumultes ein Anführer von
hir Anzahl Agitatoren getötet wurde. Der Zwiſchenfall
ſist keine größere Bedeutung als in Europa ein
Zu=
ſrmenſtoß zwiſchen Polizei und Manifeſtanten zur Zeit
Wahlen.
Briektaiten.
W. H. Sie finden das doch in der Ziehungsliſte.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Tiefdruckgebiet, das geſtern Nordeuropa bedeckte,
weiter oſtwärts vorgeſchritten; gleichzeitig hat es ſeinen
frfluß nach Süden und Südoſten ausgebreitet, während
iſie hohe Druck zurückgewichen iſt. Auf ſeiner Rückſeite iſt
England und Skandinavien der Druck ſtark geſtiegen.
werden morgen auf der Rückſeite des Tiefdruck=
Aletes im Bereich nordweſtlicher Winde etwas kälteres
ſarter und Schnecfälle zu erwarten haben.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, 7. Januar:
biwiegend wollig, kälter, Schneefälle, lebhafte weſtliche
P nordweſtliche Winde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Auf kaum über 1 Pfennig ſtellt ſich eine Taſſe
SANGROJEE
lieſe vorzügliche und durch ihre Ausgiebigkeit im
Ge=
hich ſo= billige Teemiſchung ausſchließlich
britiſch=
daſcher Teeſorten iſt zum täglichen Genuß ganz
onders geeignet. Das 125 Gr.=Paket 90 Pfg.
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ohne Vorbestellung.
(864a
Aus dem Geſchäftsleben.
Sparen ohne zu entbehren. Bei den heutigen
lu en Lebensbedingungen muß unſere Hausfrau mehr
un je darauf bedacht ſein, ſparſam zu wirtſchaften.
as iſt eine ſchwierige Aufgabe, beſonders dann, wenn
heißt, „Sparen, ohne ſich und der Familie
Ent=
hrungen aufzuerlegen‟. Es dürfte deshalb angebracht
ſh. an dieſer Stelle wiederum an die Margarine zu
lit nern, deren Verwendung jeder Hausfrau eine große
Harnis bietet. Margarine iſt kein Notbehelf, ſondern
h vollgültiges Nahrungsmittel, welches der Butter in
lner Beziehung nachſteht, aber weſentlich billiger iſt.
Rheinperle=Margarine” und „Cocoſa‟Pflanzenbutter=
Frgarine ſind erſtklaſſige Marken.
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empfiehlt ſich zur Anfertigung ſämtlicher
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Illuſtrations= u. Tehrfarbendrucke
Maſſenauflagen
Darmſtadt : Bheinſtraße 25
Sernſprecher 1 und 426
Kirchliche Nachrichten.
T onnerstag, 8. Januar, abends 8¼ Uhr, im
Gemeinde=
ſüs, Kiesſtraße 17: Bibelſtunde: Pfarrer Zimmermann.
Tageskalender.
Mittwoch, 7. Januar.
Proßh. Hoftheater, Anfang 6 Uhr, Ende 11¼ Uhr
(Ab. B): „Siegfried‟
orſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Fremdſprachlicher Vortrag von Herbert
Wright um 5½ Uhr in der Turnhalle der Liebigs=
Oberrealſchule.
ſenzerte: Ludwigshöhe um ½4 Uhr. — Bürgerkeller
um 8 Uhr. — „Perkeo” um 8 Uhr.
ſtrsſtellung (Vilder und Studien) von G. v.
Bellers=
heim, Eichbergſtraße 28 (geöffnet von 11—1 Uhr).
Pilder vom Tage. (Auslage unſerer Expedition
Rheinſtr. 23): Die deutſche Militärmiſſion in
Konſtan=
tnopel; Admiral A. H. Limpus, der engliſche
Reorgani=
ſator der türkiſchen Flotte. — Richard Wagners „
Par=
ſiſal” im Königlichen Opernhaus zu Berlin. —
Inter=
eſſante Momentbilder vom Veckehrsleben der
Reichs=
hauptſtadt während der letzten Schneefälle. —
Winter=
ſport in Chamonix.
Zunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 8. Januar.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute früh 2½ Uhr entſchlief ſanft nach
kurzem, ſchwerem Leiden mein lieber Mann,
unſer guter Vater, Schwiegervater, Großvater,
Urgroßvater und Schwager
(*468
Herr Reutner
Balthasar Gehbauer
im 81. Lebensjahre.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Schönebeck a. E., Biedenkopf i. O.
und Mainz, den 6. Januar 1914.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 8. Jan.,
nachmittags 3 Uhr, ſtatt. Einſegnung eine
Viertelſtunde vorher im Sterbehauſe
Hoffmann=
ſtraße 34.
Am 3. Januar 1914, nachmittags 3½ Uhr,
entſchlief ſanft nach längerem, ſchwerem Leiden
mein innigſtgeliebter Gatte, unſer treubeſorgter
Vater, Sohn, Schwager, Onkel und Neffe
Herr
Heinrich Baumbach
Rentner
in noch nicht vollendetem 52. Lebensjahre.
Im Namen der tieſtrauernden Hinterbliebenen:
1297) Pauline Baumbach.
Darmſtadt, den 6. Januar 1914.
Die Beerdigung hat auf Wunſch des lieben
Entſchlafenen in aller Stille ſtattgefunden.
Für die vielen Beweiſe herzlichſter
Teilnahme an dem ſchmerzlichen Verluſt
unſerer lieben, unvergeßlichen Mutter,
Schwiegermutter, Großmutter und Tante
Frau
ſagen
Dank.
Großh. Kammersängerin i. P.
wir hiermit unſeren innigſten
(1099
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Familie Wilhelm Frank.
Darmſtadt, den 6. Januar 1914.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
von nah und fern bei dem Hinſcheiden unſeres
lieben, unvergeßlichen Sohnes und Bruders
Georg
ſagen wir Allen, ganz beſonders Herrn Pfarrer
Draudt für die troſtreichen Worte am Grabe, dem
Militär= und Geſangverein, ſeinen Kameraden,
für die vielen Blumenſpenden, ſowie Allen, die
ihn während der Krankheit beſuchten und zur letzten
Ruheſtätte begleiteten, unſeren tiefgefühlten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Schönig.
Gundernhauſen, den 5. Januar 1914. (*420
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe liebevoller Teilnahme
bei dem ſchmerzlichen Verluſte unſerer
innigſt=
geliebten Gattin und Mutter
(994
Frau Magdalene Bassenauer
geb. Gerhard
ſagen wir allen Freunden und Bekannten hiermit
herzlichen Dank.
Griesheim, am 3. Januar 1914.
Buchdruckereibesitzer Bassenauer
und Familie.
Heute morgen entschlief in Rom sanft infolge Herzschlag unsere
innigst-
geliebte Mutter und Grossmutter
(I,1035
geborone de Senarclons de Grauch
im fast vollendeten 62. Jahre ihres reichgesegneten Lebens.
Alexander Freiherr von Senarclens-Grancy, Korvettenkapitän,
Marine-Attaché an der kaiserlichen Botschaft in Rom,
Louise Freifrau Schenck zu Schweinsberg-Rulfenrod,
geborene Freiin von Seuarclens-Grancy,
Friedrich Freiherr Schenck zu Schweinsberg-Rulfenrod,
Hauptmann a. D.,
und 5 Enkelkinder.
Die Beisetzung findet in Rom statt.
Rom, via liguria 17, und Kirtorf (Oberhessen).
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Stellung. Offerten erbitte u. V 73
(*409
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morgens u. 2 Std, nachmittags.
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unter K. 810 an die
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expedition von Chr. Kullmann,
Wilhelminenſtraße 9. (IV,1294
Jg. perf. Schneiderin empfiehlt
ſich in und außer dem Hauſe
*440) Pankratiusſtraße 6, II.
perf. in fein. Damen=
Schneiderll, u. Kindergarderobe,
nimmt noch Kundſch. an in u. auß.
d. H. Rhönring 123, III. (*381mf
Tücht. Schneiderin empfiehlt ſich
in u. außer dem Hauſe (*290im
Eliſabethenſtr. 49, Hths., II.
Perfekte Schneiderin empfiehlt
ſich in u. außer dem Hauſe
Gartenſtr. 18, III.
*57a)
Perfekte Weißzeugnäherin,
im Ausbeſſern und
Maſchinen=
ſtopfen geübt, nimmt Kunden an.
Zu erfragen Riedlingerſtraße 43,
(314a
2. Stock, links.
Saub. Mädch. ſuchttagsüb. Laufſt.
Lauteſchlägerſtr. 42, I. (*303im
Witwe, alleinſteh., ſ. Stelle als
Haushälterin. Off. u. V31 an die
(*328im
Expedition d. Bl.
Kath. Mädchenſchutz=Verein
Nieder=Ramſtädterſtr. 30,
tägl. 3—5, ſucht Stelle für
beſſ. 22 jähr. Mädchen zur
Er=
lernung d. Haushaltes ohne
gegenſeit. Vergütung, in kath.
Familie, auch auswärts. (*393
Stellen suchen:
Nette Landmädchen, welche
ge=
dient haben, gute Zeugn. beſitzen,
ſowie verſchiedene Frauen und
Mädchen zur Aushilfe od.
tage=
weiſe. Frau Berta Neßling,
ge=
werbsmäßige Stellenvermittlerin,
Ludwigſtraße 8.
(*320im
Eine fein bürgl. Köch. u. beſſ.
Haus=
mädch., welche ſchneid., büg. u. ſerv. k.
m. gt. Zeugn ſuch. i. gr. Herrſchaftsh.,
eine Haushält. i. kl. Haush., ein tücht.
Hausmädch. m. gut. Zeugn. ſ. Stelle
n. ausw. (am liebſten auf ein Gut).
Gertrude Hartmann,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Nieder=Ramſtädterſtr. 31. (1284
Mädchen geht für ganze Tage
als Stütze, perf. im Bügeln, Flicken
u. Stopfen, übern. a. Koch. Off. u.
V 90 an die Expedition. (*65
Geſucht für ein jung., kräftiges
Mädchen Stellung in beſſ. Hauſe
Mauerſtraße 8, I.
*441)
Jg. Frau geht halbe Tage waſch.
u. putzen. Luiſenſtr. 8, Hths. pt. (*370
Fräulein ſucht Stelle als
Haus=
hälterin, geht auch zu mutterl. Kind.
Off. unt. V 52 an die Exped. (*372
Männion
Für einen jung. Mann wird ſofort
Anfangsſtellung als Kaufmann
od. Korreſpondent geſucht. Offert.
unter V 81 an die Exped. (*445
30 Mark
zahle ich demjenigen ſofort, der mir,
einem jungen verheir. Mann, eine
dauernde Stelle als Ausläufer Bote
oder dgl. verſchafft. Kaut. vorhand.
Off. u. V 27 a. d. Exp. (*262im
Fahrburſchen, Hausburſchen
aller Art, Dienſtmädch., Köchinnen,
ſuchen Stellen. Hilarius Reiz,
ge=
werbsmäßiger Stellenvermittler,
Hetſchbach bei Höchſt i. O. (*319im
Jung. Mann, 18 J., ſucht Stell.
als Hausburſche, Packer, gleich welch.
Art. Näh. Exped. ds. Bl. (*456
20jähr. Mann ſ. Stelle jeder Art.
Pr. Zeugn. Sandbergſtr. 46, I. (B12
J., verhstrat., ſucht
Gärtner Beſchäft. gleich welcher
Art.
Fuhrmannſtr. 12, I., r. (*40
100 Mk. Belohnung
demjenigen, welcher einem älteren
Kaufmann dauernde ſchriftl. Arbeit
auf halbe Tage oder Heimarbeit
verſchafft. Offert. unter V51 an
die Expedition ds. Bl. (*374mds
Tücht. junger Schreiner
Sohn achtbarer Eltern, ſucht
Stel=
lung. Gefl. Offerten unter M. 100
poſtlagernd Bensheim a. d. B. (1288
Reinl., gut empfohlene Frau
ſucht für nachmittags Laufſtelle,
geht auch zu Kindern. Näheres
Frr. Butterfad, Mühlſtr. 3. (*450
Für Unterſekundaner ſuche auf
1 Oſtern Lehrſtelle in kleinerer
Maſchinenfabrik. Gefl. Off. unter
U 25 an die Exped. (*18498msm
Lehrling.
Für ein. im Zeichnen gut veranl.
Jungen, der zu Oſtern die
Mittel=
ſchule verläßt, wird in einem techn.
Büro Lehrſtelle geſucht. Offerten
unter V 57 an diel Exp. (*361
Lehrſtelle geſucht bei
Damen=
ſchneid. Pankratiusſtr. 12, p. (*400
Oehle
Wolblich
Tüchtige Lauffrau od. Mädchen
geſucht Soderſtraße 56, II (*326im
Per 1. Februar
ſuchen tücht. Verkäuferinnen
für unſer Trikotagen= u.
Weiß=
warenlager. Offerten mit
Zeugnisabſchriften erbitten
Gebr. Rothschild
Markt. (179a
Kontoriſtin
(Anfängerin)
perf. i. Stenographie u.
Maſchinenſchreibrn geſ.
Off. u. V 46 a. d. Expd. (B1094
Per 1. März
Ou
ſuchen tüchtige
Verkadterm
für unſere Putz=Abteilung.
Offert. mit Zeugnisabſchriften
u. Gehaltsanſprüchen erbitten
Gebr. Rothschild
(164a
Markt.
Angehende
Putzarbeiterinnen
per 1. März geſucht. (935gms
Adolf Geiger.
Perſelite Einlegerin
(*424
ſofort geſucht
Buchdruckerei Ed. Roether,
Bleichſtraße 24.
ge
II. Putzarbeiterin ſucht.
Gg. Heckmann-Schmidt
Darmſtadt. (1175mdf
ſegen Erkrankung meines jetzigen
10 Mädchens ſuche für ſofort ein
für die Haus=
Mädchen arbeit. (177a
L. Graßmann, Wilhelminenſtr. 6.
Einzelne Dame ſucht ein braves, 1 *428)
oder
un=
tüch
tüch=
tiges Mädchenabhängige
Frau für den ganzen Tag. Näh.
in der Exped. ds. Bl. (B841
Mädchen, das kochen kann,
tags=
über geſucht. Näheres Pankratius=
(*338im
ſtraße 2½, Laden.
Aelt. alleinsteh. Frau
zur Führung eines
kl. Haushalts ſof. geſucht. arfr.
Lichtenbergſtr. 68, Laden. (1063imd
Suche zum 15. 1. oder 1. 2.
braves Mädchen
für Küche und Haus. (991ims
Fr. Löhlein, Heinrichſtr. 64, I.
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von 8—10 Uhr geſucht. (1051imd)
Hölgesſtr. 9, Hinterh.
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Kasinostr. 18.
1286)
Jüng. ſaub. Mädch. mit nur gut.
Empfehl. in kl. Haushalt geſucht
*307im) Mühlſtr. 26, III. I.
Jg. ſaub. Mädchen
das kochen kann, tagsüber
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Bismarckſtraße 31, I.
*373)
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für 2—3 Stunden morgens u.
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St
uub. Lauffrau vorm. 1½ Std.
geſucht. Waldſtr. 15, II. (*392
Ein ält. ordentl. Mädch. tagsüber
geſ. Heinheimerſtraße 69, part. (*371
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Nummer 7.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Seite 9.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
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fgel und einem Taſchentuch. 1 ſchwarzer Damenlackgürtel. 1 großer
Klüſſel. 2 Doppelſchlüſſel. 1 Kohlenſäureflaſche. 1 evang.
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Prrenphot graphie. — Zugeflogen: 1 Brieftaube, gehammert, mit
Eigen Flügeln, gez. K. E. Darmſtadt.
(1102
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
cer Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
ni en ſich: 1 Windhund (zugelaufen). Die Hunde können von den
ſeentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
vormittags 10 Uhr ſtatt.
(1173
Ausverkäufe.
Nachdem in letzter Zeit wiederholt Verſtöße gegen die geſetzliche
ſſſerpflichtung zur Anmeldung der Ausverkäufe feſtgeſtellt worden
ſhe, bringen wir nachfolgend die maßgebenden Beſtimmungen
er=
mk zur Kenntnis der Beteiligten mit dem Anfügen, daß wir in
pim Fall der Uebertretung Strafanzeige erheben werden.
Darmſtadt, den 3. Januar 1914.
(1012im
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Ptr. Ausführung des Reichsgeſetzes vom 7. Juni 1909 gegen
den unlauteren Wettbewerb.
Bekanntmachung.
Auf Grund der Beſtimmungen des § 7 Abſatz 2 und des § 9
bſatz 2 des= Geſetzes vom 7. Juni 1909 gegen den unlauteren
Wett=
herb und des § 1 der Vollzugsbekanntmachung vom 2. September
p wird für den Kreis Darmſtadt nach Anhörung der Großh.
hadelskammer und Handwerkskammer Folgendes mit Wirkung
ſtt 1. Januar 1910 angeordnet:
I. Wer in öffentlichen Bekanntmachungeu oder in Mitteilungen,
für einen größeren Kreis von Perſonen beſtimmt ſind, den
Ver=
he von Waren unter der Bezeichnung eines Ausverkaufs wegen
ſuifgabe des Geſchäfts oder wegen Aufgabe einer Warengattung oder
Lpen Umbau oder Umzugs oder wegen eines elementaren
Ereig=
ſes ankündigt, hat drei Tage vor der Ankündigung bei der Großh.
hadelskammer Darmſtadt Anzeige über den Grund des Ausverkaufs
t den Zeitpunkt ſeines Beginns zu erſtatten und ein Verzeichnis
auszuverkaufenden Waren einzureichen.
Der Ankündigung eines Ausverkaufs im Sinne des Abſatzes 1
ſh- jede ſonſtige Ankündigung gleich, welche den Verkauf von Waren
ſſeen Beendigung des Geſchäftsbetriebs, Aufgabe einer einzelnen
ſerengattung oder Räumung eines beſtimmten Warenvorrats aus
m vorhandenen Beſtande betrifft.
Auf Saiſon= nnd Inventurausverkäufe, die in der
Ankündig=
als ſolche bezeichnet werden und im ordentlichen Geſchäftsverkehr
ſlich ſind, finden die vorſtehenden Anordnungen keine Anwendung.
II. Saiſon= und Inventurausverkäufe, die in der Ankündigung
ſolche bezeichnet werden und im ordentlichen Geſchäftsverkehr
ſlich ſind, dürfen in einem Geſchäft innerhalb eines Kalenderjahres
Ganzen nur zweimal, und zwar in der Dauer von je vier Wochen
gehalten werden.
Der eine dieſer Ausverkäufe darf nur in die Zeit vom 2. Januar
lf. Februar, der andere nur in die Zeit vom 1. Juli bis 15. Auguſt
hegt werden.
Darmſtadt. den 27. Dezember 1909.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Ausnahmen vom Verbot
Sonntagsarbeit in handwerksmäßigen Betrieben.
Nachdem in letzter Zeit wiederholt in Betrieben des Handwerks
rtöße gegen die Vorſchriften über die Sonntagsruhe feſtgeſtellt
Ed zur gerichtlichen Anzeige gebracht worden ſind, bringen wir die
die in nachfolgender Tabelle bezeichneten Gewerbebetriebe
zuge=
ſimen Ausnahmen von dem Verbot der Sonntagsarbeit erneut zur
hmtnisnahme und Nachachtung.
Bezeichnung
ſrr der Betriebe
Bedingungen
der zugelaſſenen Arbeitszeit
Schneiderei im 1 Der Betrieb iſt geſtattet an Werden 10 Arbejter
hendwerksmäßi= 6 nach Wahl des Arbeit= oder mehr in dem
en Betrieb
gebers zu beſtimmenden Betriebe regelmäßig
Sonn= und Feſttagen bis 1 beſchäftigt, ſo dürfen
12 Uhr mittags. Dieſe Be= jugendliche Arbeiter
fugnis findet auf das Weih= 1 (Perſonen unter 16
nachts=, Neujahrs=, Oſter=, 1 Jahren) zur Sonn=
Himmelfahrts= u. Pfingſt=tagsarbeit nicht
her=
feſt keine Anwendung. 1 angezogen werden.
Damenkonfek= Wie zu 1
Für jugendliche
Ar=
ion und
Putz=
beiter verboten.
nacherei
Schuhmacherei 1 Wie zu 1
Mie zu 1.
Kürſchnerei,
Wie zu 1.
Wie zu 1
herſtellen von 1 Wie zu 1
* Wie zu 1.
Scrohhüten
emiſche
Wie zu 1
Für jugendliche Ar=
W.äſcherei und
beiter verboten.
Schönfärberei f.
Rleidungsſtücke
Wenn Arbeitgeber von dem Recht der Sonntagsarbeit nach
h obigen Vorſchriften Gebrauch machen wollen, müſſen ſie dies
hr dem Beginn der Beſchäftigung der Ortspolizeibehörde (Großh.
lizeiamt) anzeigen, ſowie innerhalb der Betriebsſtätte an geeigneter,
m Arbeitern zugänglicher Stelle eine Tafel aushängen, welche in
dillicher Schrift die für die Beſchäftigung von Arbeitern an
Sonn=
hen geltenden Vorſchriften enthält, wie ſie ſich nach dieſer
Bekannt=
lchung (auf Grund der Bundesratsbekanntmachung vom 5. 2. 1895)
Uhre Betriebe ergeben. (Solche Tafeln ſind in L. Kunzes Druckerei
hhieer, Nieder=Ramſtädterſtraße 35, zum Preiſe von 30 Pfennig
er=
trich).
Wer den vorſtehenden Beſtimmungen zuwider Arbeiter an
Enn= und Feſttagen beſchäftigt, wird gemäß § 146a der R.=
Ge=
rbeordnung mit Geldſtrafe bis zu 1000 Mark, im
Unver=
ſigensfalle mit Haft beſtraft.
Darmſtadt, den 3. Januar 1914.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
(1011im
lnäßb. Bettſt. nebſt Sprungſ.= u.
Roßhaarmatr. iſt bill. zu verk.
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1202a) Nied.=Ramſtädterſtr. 34, I.
Bekanntmachung.
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Nr. 4 vom 5. Janur l. Js. iſt
genehmigt. Ausgabe der
Abfuhr=
ſcheine am 12. ds. Mts., Tag der
Ueberweiſung und erſter Abfuhrtag
aml2. Januar 1914. (1104
Darmſtadt, 5. Januar 1914.
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in Darmſtadt, Bleichſtraße 28, I.
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Montag, den 12. Januar l. Js., vorm. 9 Uhr,
ſollen im „Darmſtädter Hof” zu Griesheim aus Diſtrikt Harras,
Abteilung 17, 19, 23, 26 und 30 verſteigert werden:
Scheiter: Eichen 62 rm (rund), 356 rm (geſpalten); Kiefern 34 rm;
Knüppel: 57rm Buchen; Eichen 51rm (lang), 262rm (kurz); 41rm
Kiefern;
Reiſigknüppel: 22 rm Buchen; 153 rm Eichen; 37 rm Kiefern;
Gew. Reiſig: 3,8 Hdt. W. Buchen;
Stöcke (fein): 230 rm Eichen; 72 rm Kiefern.
Das Holz trägt die laufenden Nummern 1—530. Unterſtrichene
Nummern werden nicht verſteigert.
Darmſtadt, den 5. Januar 1914.
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Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Nummer 7.
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Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
In Proz.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,10
3½ Deutſche Reichsanl. . 85,25
76,10
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99.00
85,40
3½ do. Conſols
76,00
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,40
92,10
do.
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 97,10
83,80
do.
3½
74,80
do.
4 Hamburger Staatsanl. 97,40
4 Heſſ. Staatsanleihe 97,75
4 do. do. (unk. 1918) 97,00
83,50
do.
73,50
do.
3 Sächfiſche Rente . . . . 76,40
4 Württemb. (unk. 1921) 98,20
do. v. 1875 92,50
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1‟ Griechen v. 1887 . .
4 Italiener Rente . . . . 97,50
4½ Oeſterr. Silberrente 86,30
do. Goldrente . . . 88,75
do. einheitl. Rente . 82,90
3 Portug. unif. Serie I 62,00
3 do. unif. Serie III 64,10
3 do. Spezial . . . . 9,60
5 Rumänier v. 1903 . . 100,50
do. v. 1890 . . 94,00
do. v. 1905 . . 85,50
87,80
4 Ruſſen v. 1880
90,40
4 do. v. 1902
99,10
4½ do. v. 1905 .
3½ Schweden .
4 Serbier amort v. 1895 79,00
4 Türk. Admin. v. 1903 78,25
4 Türk. unifiz. v. 1903 85,70
4 Ungar. Goldrente . . . 84,30
4 do. Staatsrente . .
In Proz
Bf.
5 Argentinier . . . . . . 99,60
do.
4½ Chile Gold=Anleihe.
5 Chineſ. Staatsanleihe. 97,90
do.
91,20
4½
90,90
4½ Japaner . . . . .
5 Innere Mexikaner . . . 66,90
do.
3
4 Gold=Mexikaner v. 1904 73,50
5 Gold=Mexikaner . .
3½ Buenos Aires Prov. 67,25
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 133,30
3 Nordd. Lloyd . . . . . 116,50
6 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 122,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 117,00
8 Baltimore und Ohio . 92½
6 Schantungbahn . . . 128,90
6½ Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 229
6 Pennſylvania R. R. . 110,00
Letzte Induſtrie=
Divib. Aktien.
3 Brauerei Werger. . . 67,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 571,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . . 247,50
27 Farbwerke Höchſt. . . 627,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 331,00
8 Cement Heidelberg . . 150,20
32 Chem. Werke Albert 441,00
12½ Holzverkohl.
Kon=
ſtanz . . . . . . . 304,25
4 Lahmeyer . . . . . . . 118,00
Letzte
In Proz.
Divid.
7 Schuckert, Nürnberg . . 154,00
12 Siemens & Halske . 222½/
12 Bergmann Electr. . . 127,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 168,40
25 Gummi Peter . . . . 90,10
30 Adler=Fahrradwerke
.. 362,00
Kleyer . . .
12 Maſchinenf. Badenia 130,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 149,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 219,70
12½ Bad. Zucker=Wag=
„ 218,00
häuſel . .
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 92,50
I 3 Südd. Immobilien 58,00
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 159,00
12 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 212½
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. .
.133,50
10 Gelſenkirchener .
.186,75
7 Harpener .
.175,80
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 236,25
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro
62,00
4 Laurahütte . . . . . . 154,00
10 Kaliwerke Aſchersleben 150,00
10
Weſteregeln 187,50
5 South Weſt Africa . 114,25
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 84,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 89,00
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 85,50
3 Prag=Duxer . . . . . . 72,10
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 88,10
do.
3
75,00
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 98,00
4 Oeſt. Südb. (Lomb.) . .
In Pto).
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,00
76,10
3 Raab=Oebenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn
86,50
4 Ruſſ. Südweſt . .
96,30
4½ Moskau=Kaſan
86,30
do.
86,30
4 Wladichawchas
4 Rjäſan Koslow
3 Portugieſ. Eiſenb. . . . 68,80
83,50
do.
70,20
2%0 Livorneſer . .
3 Salonique=Monaſtir. . 63,20
78,75
4 Bagdadbahn .
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,75
4 Miſſouri=Pacific
93,00
4 Northern=Paciſic
89,50
4 Southern=Paciſic
5 St. Louis und San
101,00
Francisco .
87,50
5 Tehuantepec .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 188,00
8½ Bergiſch Märkiſche
Bank . . . . . . . 142,50
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 157,00
6½ Darmſtädter Bank . 116,20
12½ Deutſche Bank . . . 250½
6 Deutſche Vereinsbank . 118,75
5½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 113,75
10 Diskonto=Kommandit 187,60
8½ Dresdener Bank . . 153,00
3½ Frankf. Hypoth.=B. 208,50
6½ Mitteld. Kreditbank 116,50
7 Nationalb. f. Deutſchl. 117½
5½ Pfälziſche Bank. . . 121,75
6.48 Reichsbank . . . . . 137,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 126,40
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 102,00
7½ Wiener Bankverein . 134,25
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 24,00
In Pros
3½ Frankf. Hypoth.=Ban!
S. 19 . . . . . . 84,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 93,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
84,00
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
84,20
do.
1 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
36,60
S. 12, 13, 16 .
S. 14, 15, 17, 24/26
96,60
18—23 .
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
84,20
S. 1 u. 2, 6—8 .
84,00
S. 3—5
84,10
S. 9—11
4 Meininger Hyp.=Bank 95,00
84,00
do.
3½
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 93,00
3½ do. (unk. 1914). . 83,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 196,90
do.
(86,00
3½
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt .
. . 94,50
3½ do.
87,00
4 Frankfurt . . .
. 95,80
3½ do.
97,00
4 Gießen
94,00
3½ do.
86,50
4 Heidelberg
93,50
3½ do.
84,50
4 Karlsruhe.
94,20
do.
85,30
4 Magdeburg
4 Mainz
do.
86,80
4 Mannheim
94,00
do.
86,80
4 München
96,40
Nauheim
83,00
4 Nürnberg .
95,60
do.
84,70
4 Offenbach
-
Iu 99
f.
3½ Offenbach
84,5
95,0
4 Wiesbaden
860
3½ do.
4 Worms.
85,3
3½ do.
4 Liſſabonner v. 1888 .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
-
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner , 100 14145
3 Holl. Komm. . fl. 100 1115
3 Madrider . . Fs. 100 755
4 Meininger Pr.=Pfand=
. 141,0
briefe ..
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 1776
12765
3 Oldenburger . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 1105
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
.. ſl. 7 —
Augsburger . .
Braunſchweiger Tlr. 20 2075
Fs. 15 —
Freiburger .
Fs. 45
Mailänder .
Fs. 10,.
.ft. 7
Meininger .
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 6080
do. v. 1858 fl. 100 —
Ungar. Staats . . fl. 100 4450
Venediger . . . . Js. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 1709
Gold, Silber und
Banknoten.
204
Engl. Sovereigns
16,1
20 Francs=Stücke
4,1
Amerikaniſche Noten.
205
Engliſche Noten
81,1
Franzöſiſche Noten .
1693
Holländiſche Noten.
808
Italieniſche Noten
Oeſterr.=Ungariſche Noten 850
2150
Ruſſiſche Noten
81C
Schweizer Noten .
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Nummer 7.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Seite 13.
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Familien=Roman aus den Jahren 1812 und 1813.
Von Oskar T. Schweriner.
Alle Rechte vorbehalten.
Copyright 1913 by Carl Duncker in Berlin.
(lachen vrbeten
Und dann kam jener denkwürdige Tag, der dritte De=
Aber, an dem Napoleon ſein neunundzwanzigſtes
Bulle=
n Der großen Armee von Malodecco in die Welt hinaus=
Uhen ließ. Dieſes Bulletin gehört der Geſchichte an. Kein
Apeites Dokument hat die Weltgeſchichte aufzuweiſen, das
ſſum ſo tiefen, welterſchütternden Eindruck gemacht hat
ſie dieſes. Für Napoleon bedeutete es die Totenglocken
nes Ruhmes. Für Deutſchland läutete es jenen brau=
Iin en Sturm ein, der unſere Väter über die blutgetränk=
Felder von Dennewitz, von der Katzbach, von Leipzig,
n La Rothiére, von Laon bis zu den Ufern der Seine
hrte. Die Augen der Völker verſchlangen dieſes Bulle=
, und alle ſagten, daß die Zeit gekommen, endlich
ge=
mnen ſei, das drückende Joch abzuſchütteln.
Soll ich jetzt nach Berlin?! fragte Fritz Dögen, als
Ge=
ſtra l von York das inhaltreiche Bulletin durchgeleſen hatte,
as dem zwiſchen jeder Zeile die verzweifelte Notlage, die
Prlegenheit, das Elend ſprach.
Abwarten! antwortete York. Mit jedem Tage, den
e e e e e
napeleon, was die Ruſen weiter un werden
Dann kam die Nachricht:
Napoleon iſt in Warſchau; dann, er befindet ſich in
Schleſien. Dann, am vierzehnten Dezember — er iſt in
Dresden angelangt.
Soll ich noch immer warten? fragte Fritz ungeduldig.
Noch ein wenig, mein Sohn. Bald werde ich mich
entſcheiden.
Es war der neunzehnte Dezember.
In Tilſit wimmelte es auf den Straßen von
Sol=
daten; hatte doch Marſchall Macdonald den Befehl erteilt,
die Stadt zu verlaſſen; nach Berlin zurück zu marſchieren.
Und York, der noch immer in Mitau ſtand, hatte den
gleichen Befehl erhalten.
Was nun, Exzellenz? hatte Fritz gefragt.
Jetzt, mein Sohn, kommen Sie mit! Ihre Arbeit
beginnt.
Und ſo waren auch die Preußen unter York
aufge=
brochen. Hinter Macdonalds Truppen her. Aber doch ſo,
daß dieſer mit ſeinen Truppen bereits Tilſit verlaſſen
hatte, ehe York die Stadt erreichte. Der preußiſche General
hatte vielmehr jenſeits der preußiſchen Grenze bei
Tau=
roggen halt gemacht.
Marſchall Macdonald mochte ſich wundern, wo ſeine
preußiſchen Hilfstruppen blieben. Den achtundzwanzigſten,
neunundzwanzigſten, ſelbſt den dreißigſten Dezember,
war=
tete er noch ohne Argwohn ab. Da wurde ihm am
ein=
unddreißigſten gemeldet, daß der preußiſche Generalmajor
von Maſſenbach ſoeben mit ſeiner Brigade von einem
wei=
teren Regiment preußiſcher Infanterie die Diviſion
Grandjean — eine Diviſion ſeines eigenen Armeekorps —
verlaſſen habe und über den Niemen zurückgegangen ſei.
Konnte ihm über die Bedeutung dieſes Schrittes noch
ir=
gendein Zweifel übrig bleiben, ſo wurde der durch
folgen=
des Schreiben zerſtört, das er unmittelbar darauf
empfing.
Tauroggen, den 30. Dezember 1812.
Monſeigneur!
Nach äußerſt beſchwerlichen Märſchen iſt es mir nicht
möglich geweſen, ſie fortzuſetzen, ohne auf meinen
Flan=
ken und im Rücken entamiert zu werden. Dies hat mein
Zuſammentreffen mit Ew. Exzellenz verzögert und, da
ich mich in die Lage verſetzt ſah, wählen zu müſſen, ob ich
den größten Teil meiner Truppen und ſämtliches
Mate=
rial, das meine Verpflegung ſicherte, verlieren oder das
Ganze retten wollte, ſo habe ich es für meine Pflicht
ge=
halten, eine Konvention abzuſchließen, nach der ſich die
preußiſchen Truppen in einem Teile von Oſtpreußen
ſam=
meln ſollten, der durch den Rückzug der franzöſiſchen Armee
in der Gewalt der Ruſſen iſt.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Nummer 7.
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Die preußiſchen Truppen werden ein neutrales Korps
bilden und ſich keine Feindſeligkeiten gegen eine der
bei=
den Parteien erlauben. Die kommenden Ereigniſſe, die
durch die Unterhandlungen zwiſchen den kriegführenden
Mächten herbeigeführt werden, mögen ihr ferneres
Schick=
ſal beſtimmen.
Ich beeile mich, Ew. Exzellenz von einem Schritle
zu unterrichten, zu dem mich die dringendſten Umſtände
genötigt haben.
Was auch die Welt für ein Urteil über mein Betragen
fällen mag, ich bin ohne Sorgen deshalb; die Pflichten
gegen meine Truppen und die reifliche Ueberlegung
ſchrei=
ben es mir vor; es ſind, was auch der Schein ſein möge,
die reinſten Beweggründe, die mich leiten.
Indem ich Ihnen dies eröffne, habe ich meine
Pflich=
ten gegen Sie erfüllt und bitte Sie, die Verſicherung der
tiefſten Ehrfurcht zu genehmigen, mit der ich die Ehre habe
zu ſein
Ew. Exzellenz
gehorſamſter Diener
Generalleutnant von York.
Bis zu ſeiner Todesſtunde hat Fritz Dögen nicht
ver=
geſſen, was ſich am Abend zuvor in Tauroggen abgeſpielt
hatte. In einer elenden Bauernſtube war es geweſen.
Balken an der niedrigen Decke, rechts ein kleines Fenſter,
daneben an der Wand ein buntes Bild. Kahle Wände,
ringsherum Holzbänke. In der Mitte ein hölzerner Tiſch,
ungehobelt; dazu zwei plumpe hölzerne Stühle. Und auf
dieſen Stühlen hatten York und Diebitſch geſeſſen. Zwei
ruſſiſche und zwei preußiſche Offiziere hatten daneben
ge=
ſtanden. Und er, Fritz Dögen, hatte auch dabei ſein dürfen.
dier heſten Pent und diediſch ir ubtmnen
gtref=
fen zur Vereinigung; war der Grundſtein gelegt worden
zur Befreiung von der Fremdherrſchaft, — zur
Wiederge=
burt des Vaterlandes.
Und als York dann in ſein Quartier zurückgekehrt war
und Fritz mit ihm, da hatte ſich der preußiſche General
hingeſetzt und einen langen Brief geſchrieben. Den hatte
er Fritz gegeben.
Jetzt iſt die Stunde gekommen, mein Sohn! Keinen
beſſeren Kurier könnte ich mir denken, dieſes Schreiben
un=
ſerem geliebten König zu überbringen, als Sie. Nehmen
Sie dieſen Brief; überreichen Sie ihn, als von mir
kom=
mend, unſerem erhabenen Monarchen. Und dann, Freund
Fritz Dögen, an die Arbeit!
Losſchlagen?! rief dieſer begeiſtert. Seine Wangen
glühten und ſeine Augen leuchteten.
Ja, mein Sohn, losſchlagen!
Da konnte Fritz ſich nicht länger beherrſchen. Er fiel
dem General um den Hals. Einen Moment lang hielten
ſie ſich eng umſchlungen; — Schulter an Schulter, Bruſt
an Bruſt.
Noch in dieſer Nacht verließ Fritz Tauroggen. Daß er
Berlin glücklich erreichte, erhellt daraus, daß der König
den Brief des Generals von York erhielt. Denn dieſer
Brief iſt Weltgeſchichte geworden. Er lautet:
An Se. Majeſtät den König.
Tauroggen, den 30. Dezember 1812.
Mein ſpäter als der des Herrn Marſchalls erfolgte
Abmarſch, der Befehl, von Mitau nach Tilſit zu
marſchie=
ren, in der einzigen Abſicht gegeben, den Rückzug der
ſie=
benten Diviſion zu decken, die ſchlechten Wege und endlich
die ungünſtige Witterung hatten meine Lage ſo verzweifel
gemacht, daß ich gezwungen geweſen bin, mit
demGe=
neralmajor von Diebitſch, im Dienſte Se. Majeſtät des
Kaiſers Alexander, die Konvention abzuſchließen, die ich
anliegend Ew. Majeſtät zu Füßen zu legen die Ehre habe
In der vollen Ueberzeugung, daß ich bei dem Fortman
ſchieren die Exiſtenz des ganzen Armeekorps auf das Spicl
geſetzt und den Verluſt ſeiner Artillerie und
ſeinese=
päcks herbeigeführt hätte, wie die Erfahrung es bei der
großen Armee gezeigt hat, glaubte ich, als treuer Unterta
Ew. Majeſtät, nur Ihren Vorteil zu Rate ziehen zu
dür=
ſen, ohne Rückſicht auf den Ihres Alliierten, für den ich
das ganze Armeekorps aufgeopfert hätte, ohne ihm in ſei
ner jetzigen Lage eine Hilfe zu leiſten.
Ew. Majeſtät lege ich willig meinen Kopf zu Füßen
wenn Sie mein Verfahren tadelnswert finden ſollten. Ich
werde dann noch in dem letzten Augenblick die
ſüßeBe=
ruhigung haben, zu denken, daß ich als treuer Untertan
ſterbe, als wahrer Preuße, als ein Mann endlich, der nu
das Beſte des Vaterlandes gewollt. Jetzt oder nie iſtde
Zeitpunkt, wo Ew. Majeſtät ſich von den übermütigen
Forderungen eines Alliierten losreißen können, deſſen
Pläne mit Preußen in ein mit Recht Beſorgnis erregende
Dunkel gehüllt ſind, wenn das Glück ihnen treu geblieben
wäre. Dieſe Anſicht hat mich geleitet; gebe der Himme
daß ſie zum Heile des Vaterlandes führt. von York.
Abends vorher hatte Marſchall Macdonald mit ſeinen
Truppen Tilſit verlaſſen; er hatte es nicht mehr gewagh
York oder Maſſenbach zur Verantwortung zu ziehen.
(Fortſetzung folgt.)
Kummer 7.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Seite 15.
ächte Sodener Wineral-Pastillen sind seit fast
aus 3 Jahrzehnten bewährt bei Husten, Helserkeit,
Katarrh der huftwege etc.
ächte Sodener Wineral-Pastillen — und nur 6
*Gus diese! — werden aus den bekannten, von alters
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Gesduuaua
I,1142
Vorträge.
— Vortragskurſus für praktiſche
Land=
te in Darmſtadt. Der am Dienstag vormittag
fUhhr von dem Vorſitzenden der Landwirtſchaftskammer,
him Oekonomierat Walter, eröffnete Vortrags=
Arſ us iſt überaus zahlreich von Landwirten und
ſon=
ſen Intereſſenten aus dem ganzen Großherzogtum
be=
pbl. Der Gartenſaal des Saalbaues war vollſtändig
ſtüllt. In ſeiner Eröffnungsrede wies der Vorſitzende
Rauf hin, daß dieſe Kurſe im Laufe der Jahre ſich zu
ßier recht ſegensreichen Einrichtung zur Förderung der
lniſchen Landwirtſchaft entwickelt hätten und
vorbild=
für andere Landwirtſchaftskammern geweſen ſeien.
Alls erſter Redner behandelte Herr Geh. Rat Profeſſor
Edler=Jena das Thema: „Ueber einige wichtige
ſriebswirtſchaftliche Fragen.” Redner behandelte
ins=
hondere die Frage über Zweck und Ziele im
Gutsbe=
lte, das Verhältnis über die Abhängigkeit des
Rein=
ſlages vom Rohertrag und die Faktoren, die auf beide
mtruß haben. Ferner ſprach er über den Einfluß der
eitskoſten und des Preiſes der Produkte auf den Er=
. Bezüglich der Ausdehnung der Nutzviehhaltung kam
Air dem Reſultat, daß dieſelbe im allgemeinen den land=
Mtchaftlichen Betrieb rentabler mache, daß aber die Aus=
Anung von Fall zu Fall zu entſcheiden ſei. Das gleiche
e für die Frage, ob intenſiv oder extenſiv zu
wirtſchaf=
ſei. Reicher Beifall lohnte die lehrreichen
Ausführun=
des Referenten.
Den zweiten Vortrag hielt Profeſſor Dr.
Kraemer=
henheim über das Thema: „Ueber die Ziele in der
uidviehzucht.‟ Der Redner berührte in dem Thema eine
lnge praktiſcher Tagesfragen aus dem Gebiete der
Mrviehzucht. Im allgemeinen ſtellte er feſt, daß das
Pächtziel ſich aufbauen müſſe auf der Grundlage, die im
Aiſe von Jahrzehnten geſchaffen ſei; ob die Wahl dieſer
Mundlage bezüglich der Raſſe damals richtig geweſen ſei,
Ane heute nur geſchichtlich betrachtet werden. Das Zucht=
ziel müſſe beſtimmt werden durch die gegebenen
wirtſchaft=
lichen, Abſatz= und betriebstechniſchen Verhältniſſe des
be=
treffenden Landes. Die Rindviehzucht Heſſens müſſe aus
der Zucht des Simmentaler Rindes oder des Landſchlages
das Tier herauszüchten, das den Anforderungen der
klein=
bäuerlichen Betriebe entſpreche. Die Zucht des
ſchwarz=
bunten Niederungsſchlages ſei unbedingt ein Fehler.
Leb=
hafter Beifall wurde auch dieſem Vortrage zuteil.
Geſtern nachmittag von 3 Uhr ab fand eine
Beſprech=
ung der von den Referenten behandelten Thematas ſtatt.
Luftfahrt.
sr. Der Prinz Heinrich=Flug 1914 wird nach der nun
endgültig feſtgelegten Flugſtrecke am 17. Mai in
Darm=
ſtadt beginnen und über Mannheim, Pforzheim, Speyer
und Worms nach Frankfurt a. M. führen. Am zweiten
Flugtage haben die Konkurrenten dann die Strecke
Frank=
furt a. M., Wiesbaden, Koblenz, Köln a. Rh.,
Frank=
furt a. M. zurückzulegen; die dritte Etappe berührt von
Frankfurt a. M. aus Marburg, Kaſſel und Braunſchweig
und endet in Hamburg. Die vierte Tagesetappe geht von
Hamburg über Hannover, Minden, Herford, Bielefeld,
Münſter, Osnabrück und Bremen wieder nach Hamburg
zurück. Am fünften Tage wird dann zwiſchen Hamburg
und Köln eine ſtrategiſche Aufklärungsübung veranſtaltet;
eine weitere Aufklärungsübung iſt noch für den 25. Mai
in der Umgebung von Köln vorgeſehen.
sr. Ein 100000 Kronen=Preis für einen
Rundflug durch Oeſterreich=Ungarn iſt dem
k. u. k. Oeſterreichiſchen Aeroklub von der Firma G. Schicht
geſtiftet worden. Der Aeroklub hat die Ausſchreibung für
den Wettbewerb bereits vorbereitet und wird ſie nach
Anerkennung durch die Oeſterreichiſche Aeronautiſche
Kom=
miſſion veröffentlichen. Der Rundflug ſoll drei Etappen
umfaſſen. Der Start ſoll in Wien=Aſpern erfolgen. Der
Flug wird dann über Prag, Thereſienſtadt, Brünn,
Preß=
burg und Budapeſt nach Wien zurückführen. Es beſteht
die Abſicht, außer öſterreichiſch=ungariſchen Piloten auch
ausländiſche Flieger zuzulaſſen, falls bis 15. März nicht
mindeſtens ſechs Nennungen abgegeben ſind.
Konkurrenz=
berechtigt ſind zweiſitzige Apparate, die gleich den Motoren
öſterreichiſch=ungariſchen Urſprunges ſein müſſen. Als
Termin für den Flug wurde die Zeit vom 19. bis 26. April
angeſetzt.
Vermiſchtes.
— Aus der Geſchichte der Viſitenkarte. Es gibt
Er=
findungen, die ſelbſtverſtändlich erſcheinen und doch erſt
verhältnismäßig ſpät gemacht werden. Dazu gehört die
Viſitenkarte, deren Alter höchſtens bis ins 17.
Jahr=
hundert zurückreicht. Wie in einer Plauderei der Annales
mitgeteilt wird, tauchten Viſitenkarten zuerſt im
Zeit=
alter Ludwigs XIV. auf und waren in der zweiten Halfte
des 17. Jahrhunderts ſo ziemlich über ganz Europa
ver=
breitet. Dieſe erſten Viſitenkarten waren nichts anderes
als einfache Spielkarten, auf deren Rückſeite man ſeinen
Namen ſchrieb und die man ins Schlüſſelloch ſteckte, wenn
man bei einem Beſuch niemanden zu Hauſe antraff. Sehr
verbreitet muß aber dieſſe Einrichtung damals noch nicht
geweſen ſein; ſie kann ſich auch nicht der Gunſt der
vor=
nehmen Kreiſe erfreut haben, denn weder in den
Me=
moiren der Zeit, noch in den Briefen der Frau von
Sé=
vigné, die ein ſo ausführliches Sittenbild des „großen
Jahrhunderts” darbieten, wird die Viſitenkarte erwähnt.
Zur „großen Mode” wurde ſie jedenſalls erſt um die
Mitte des 18. Jahrhunderts. Bis dahin gehörte es zum
guten Ton, ſich bei Beſuchen durch ſeinen Laſkaien
anmel=
den zu laſſen und keine Karte abzugeben. In der
Hoch=
blüte des Rokoko aber bemächtigte ſich die Kunſt des bis
dahin noch wenig beachteten Gegenſtandes und ſchuf ſo
entzückende, reichgeſchmückte Karten, daß die Sitte nun
raſch in Aufnahme kam. Berühmte Meiſter des
Buch=
ſchmuckes, wie Cochin, Eiſen, Fragonard, Moreau,
Gra=
velot u. a., zauberten köſtliche Zeichnungen auf die
ver=
gänglichen Blättchen, und es macht einem großen Herrn
Vergnügen, ſeinen Geſchmack durch eine zartornamantierte
Karte zu bekunden, in deren Mitte er ſeinen Namen
ge=
ſchrieben hatte. Wer ſich keine Originalzeichnung eines
Meiſters auf ſeiner Karte leiſten konnte, benutzte doch
wenigſtens ein mit eeiner Radierung verziertes Blatt.
Solche Arbeiten einer vollendeten Schſmuckkunſt haben ſich
erhalten. In der Zeit des Kaiſerreiches verlor die
Viſi=
tenkarte ihre Eleganz und ihre Anmut. Große ſtrenge
Formaſte erſchienen mit mythologiſchen Emblemen und
antikiſierenden Motiven. Man zeigte ſeinen Namen
in=
mitten einer klaſſiſchen Landſchaft, pompöſer Tempel und
ſentimentaler Ruinen. Die Stimmung der napoleoniſchen
Kriege kommt darin zum Ausdruck, daß die Namen auf
eine Trommel oder auf einen Küraß gedruckt ſind. Die
Viſitenkarte verfiel nun dem Schickſal aller Moden, die
in die breite Maſſe dringen; ſie erſchien als gewöhnlich
und banal, wurde ein einſaches Stück Papier. Anſtatt
wie bisher eine Ecke umzubiegen, riß man eine Ecke ab.
Um 1845 trat dann als Neuheit die Karte aus ſtarkem
Glanzpapier auf, die wie Porzellan ausſah und auch
Porzellankarte genannt wurde. Sie machte kurze Zeit
großes Auſſehen und wurde dann durch verſchiedene
an=
dere Verſuche abgelöſt, der Viſitenkarte durch ein
beſon=
deres Material einen neuen Reiz zu verleihen, indem
man ſie aus Holz, Celluloid uſw. herſtellte. Mit dem
Auſkommen der Photographie erſchienen die Karten, die
das Porträtmedaillon ihres Beſitzers zeigen; Karten im
Buntdruck tauchten auf. Doch allmählich hat man ſich zu
der Erkenntnis durchgerungen, daß eine Viſitenkarte um
ſo würdiger ihre Dienſte erfüllt, je weniger auffällig
ſie iſt.
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Aionsmaler in der Bemalung von Wand= und Deckenflächen
verſchiedenen Techniken vom 12. bis 31. Januar. Unterrichtsgeld
Mk. Nebenher läuft ein Kurs in Holz= und Marmormalen in
Alſierter Weiſe. Unterrichtsgeld 15 Mk.
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Alligen und Gewichten, unter Mitwirkung der Großh.
Eichungs=
ektion, zu Anfang des Monats Februar. Der Unterricht
zer=
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Nchämtern. Unterrichtsgeld 20 Mk.
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Seite 16.
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[ ← ][ ][ → ]35 7.
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Nummer 7.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Seite 21.
. Er. h
smmetwreiel d. Gebrauch d. alein chten Fllenmliehe
Crean„ Daha‟
V. Bergmann & Co., Radebeul. Tube50 Pf. Überall erhiltl.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
her Preidberichtsſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 23. Dezember bis 5. Januar 1914.
Wie gewöhnlich zum Jahresſchluſſe, ſo hielt ſich auch
tiesmal das Getreidegeſchäft zwiſchen Weihnachten und
Neujahr in ſehr engen Grenzen. Indes machen ſich ſeit
(änigen Tagen Anzeichen einer Belebung bemerkbar, und
die Stimmung iſt ſichtlich feſter geworden. Man hat in
den letzten Wochen des alten Jahres überall
Zurückhal=
nung beobachtet und die Anſchaffungen auf das Notwen=
Figſte eingeſchränkt, ohne die Warenbeſitzer dadurch zu
iregend welchem Entgegenkommen zu veranlaſſen, und ſo
krann es nicht überraſchen, daß ſich der Bedarf allmählich
wieder zu regen beginnt. Allerdings übten zuletzt auch
tie Nachrichten aus Argentinien einen befeſtigenden
Ein=
ſauß auf das Getreidegeſchäft aus, und zwar war es
be=
ſonders die Schätzung des argentiniſchen
Ackerbauminiſte=
niums, die etwas mehr Kau neigung auf dem Weltmarkte
lgervorrief. Die amtliche Schätzung der Plataernte von
z. 580 000 Tonnen gegen 5 400 000 bezw. 4 525 000 Tonnen
int den beiden Vorjahren iſt noch niedriger als man in
Handelskreiſen erwartet hat, und es fällt dabei noch
be=
ſonders ins Gewicht, daß die Qualitäten, wie
eingetrof=
fene Muſter erlennen laſſen, ſtark gelitten zu haben
ſchei=
nen. Die damit zuſammenhängende Erhöhung, der
ar=
ggentiniſchen Forderungen batte auch eine Befeſtigung der
emerikaniſchen und nordruſſiſchen Preiſe zur Folge. Die
Asbeftürchtung, daß der Weizenanbau Indiens eine ſtarke
Lserminderung aufweiſen dürfte, hat durch die inzwiſchen
lekannt gewordenen amtlichen Zahlen ihre Beſtätigung
ge=
funden, was gleichfalls zur Beſeſtigung der Tendenz
bei=
tug. In Deutſchland finden die Preiſe außerdem eine
Estütze in dem andauernd ſchwachen Angebot. Namentlich
euter Weizen iſt knapp und zum Export geſucht. In
Ber=
lin fehlte es für die Dezember=Abwickelung ſchließlich
auch an lieferfähigem Weizen ſo daß am letzten Tage
ene Preisſteigerung von 4 Mark eintrat. Für Roggen
keſtand im allgemeinen wenig Unternehmungsluſt, indes
legt auch in dieſer Getreideart nur wenig Angebot vor,
reährend der Abzug über die ruſſiſche Grenze andauert.
am Hafergeſchäft machte ſich etwas mehr Begehr geltend,
ter der Konſum mit Anſprüchen hervortrat und auch der
Export für gute Ware Intereſſe zeigte. Futtergerſte blieb
Mſtzſt, da Rußland mit Offerten zurückhält, während ſich
Rais infolge günſtiger argentiniſcher Ernteausſichten
riedriger ſtellen mußte. Das Geſchäft in dieſen beiden
Ar=
tieln hatte nur geringen Umfang. Es ſtellten ſich die
reiſe für inländiſches Getreide am letzten Markttage wie
follgt:
Weizen Roggen Hafer
154
Königsberg.
165 (*2
Hanzig
185 (*1½) 154½ (42 ) 161
153
Stetin
178
153
1
183.
149
ſpoſen
152
180.
150
Pareslau
144
Ferlin
188.
156
178 (4
185
Tragdeburg
157
169
183
180 (*2
Falle.
161
182
)161
Deipzig
164 (—
185
Tresden.
155
15
179
155
Fwſtock
151 (—
158 (*3
193 (*2
169
Famburg
-
157
181
fannover
161
Tüiſſeldorf
194
162
2 ) 176 (34
189
157
IInöln
) 168
16½½
Krankfurt a. M. 192½
170
annheim . . 197½(
) 165
175
175
)170
Straßburg
. 202½
) 164
164
ünchen
199
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 198.50 (F 2,50,
Peſt April 193,25 (*0,35), Paris Jan. 211,50 (—0,40),
Arverpol März 161,80 (—0.25), Chikago Mai 142,25
1,15). Roggen: Berlin Mai 162,50 (4- 1), Hafer: Berlin
lai 157,25 (—0,75). Futtergerſte Südruſſ. frei Ham=
burg unverzollt ſchwim. 11530 (—650), Jauar 11975
(—0,25), Mais Argent. ſchwim. 109 (— 2,50), Donau Dez.
107 (—2.50) Mark.
— Schlachtviehmarkt Daarmſtadt.
Schweine=
markt am 5. Januar. Auftrieb durch Händler 181, durch
die Bezugsvoreinigung 94 Schweine. Preiſe für 50 Kg.
Schlachtgewicht: 1. Qualität 75 Mk., 2. Qualität 74 Mk.,
3. Qualität 73 Mk. Marktverlauf: rege, Ueberſtand.
— Frankfurt a. M., 5. Jan. Schlachtviehmarkt.
(Amtlicher Bericht.) Auftrieb: Rinder 1247 Stück, darunter
392 Ochſen, 70 Bullen, 785 Färſen und Kühe; Kälber 318,
Schafe 188, Schweine 2424 Stück. Preiſe für 50
Kilo=
gramm Lebendgewicht: 1. Rinder. Ochſen:
vollflei=
ſchige, ausgemäſtete höchſten Schlachtwertes im Alter von
4—7 Jahren 50—55 Mark (Schlachtgewicht 91—96 Mary:
junge fleiſchige, nicht ausgemäſtete und ältere ausgemäſtete
48—50 Mark (87—91 Mk.); mäßig genährte junge, gut
genährte ältere 43—47 Mark (79—87 Mk.). Bullen:
voll=
fleiſchige, ausgewachſene höchſten Schlachtwertes 48—51
Mark (80—85 Mk.); vollfleiſchige, jüngere 44—47 Mark
(76—81 Mk.); mäßia genährte junge und gut genahrte
ältere 41—43 Mark (74—78 Mk.). Färſen und Kühe:
voll=
fleiſchige, ausgemäſtete Färſen höchſten Schlachtwertes
47—50 Mark (84—90 Mk.); vollfleiſchige, ausgemäſtete
Kühe höchſten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 45—48 Mk.
(84—86 Mk.); wenig gut entwickelte Färſen 41—46 Mark
(79—88 Mk.); ältere, ausgemäſtete Kühe und wenig gut
entwickelte jüngere Kühe 40—45 Mark (74—84 Mk.);
mäßig genährte Kühe und Färſen 32—39 Mark (64—78
Mark); gering genährte Kühe und Färſen 26—31 Mark
(55—70 Mk.). 2. Kälber: Mittlere Maſt= und beſte
Saug=
kälber 63—68 Mark (107—115 Mk.), geringere Maſt= und
gute Saugkälber 58——62 Mark (98—105 Mk.), geringe
Saugkälber 52—55 Mark (88—93 Mk.) 3. Schafe:
Maſtlämmer und Maſthammel 43—44 Mark (90—92 Mk.).
4. Schweine: vollfleiſchige Schweine von 80—100 Kilo
Lebendgewicht 56,5—58 Mark (72—75 Mk.), vollfleiſchige
Schweine unter 80 Kilo Lebendgewicht 56,5—58 Mark
(72—75 Mk.), vollfleiſchige Schweine von 100—120 Kilo
Lebendgewicht 56—58,5 Mark (72—75 Mk.), vollfleiſchige
Schweine von 120—150 Kilo Lebendgewicht 56—58,5 Mark
(7274 Mk.). — Marktverlauf: Der Rindermarkt
hinter=
läßt bei belebtem Handel etwas Ueberſtand. In Kälbern
gedrückter und in Schafen ruhiger Geſchäftsgang; es wird
ausverkauft. Am Schweinemarkt in leichter Ware
lebhaf=
tes, in fetten und ſchweren Schweinen, die Ueberſtand
hin=
terlaſſen, flaues Geſchäft.
H. Frankfurt a. M., 6. Jan. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt waren einheimiſche
Brot=
früchte reich offeriert, aber die Kaufluſt blieb geringfügig,
da die Mühlen wegen des geringen Mehlkonſums nur
mäßiges Material aufnahmen. Landroggen war in etwas
beſſerer Frage: aber die im allgemeinen ſchwach
gehal=
tenen ausländiſchen Brotfrüchte waren feſter wegen den
er=
höhten Forderungen des Auslandes. Gerſte und Mais
ruhig. Hafer in guten Qualitäten gefragt, mindere
Sor=
ten hingegen angeboten. Futtermittel anziehend. Mehl
ſehr ſtill und eher williger.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt feſt.
An der Berliner Produktenbörſe war Getreide
höher auf ſchlechtere Ernteberichte aus Argentinien und
größere Erporinachfrage. Hafer ruhiger bei kleinem
Konſum. Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerikanſiſchen Getreidemärkten (Neu=York
und Chikago) waren Weizen und Mais nach zeitweiſer
Be=
feſtigung ſchließlich in ſchwacher Haltung auf den
baiſſe=
lautenden Wochenausweis der Weltverſchiffungen, die
überaus großer Zufuhren, die matteren Lokomärkte, ſowie
auf Abgaben der Firma Armour, insbeſondere für
Mai=
termin. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer
Woche von 74,73 Mill. Buſh. auf 74,26 Mill. Buſh.
zurück=
gegangen, hingegen die Maisvorräte von 7.92 Mill. Buſh.
auf 12,13 Mill. Buſh. geſtiegen. In Kanada erhöhten
ſich die Weizenvorräte in dieſer Woche von 23,61 Mill.
Buſh. auf 23.00 Mill. Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Weiterauer 19—192 Nordd.
19,30— 19, 40, Kurheſſiſcher 19,30— 19,40, Ruſſiſcher 22.50
bis 2350. Laplata 21,5—2250, Numäniſcher 22 60—23,
Kanſas 21, 75—22,25. Manitoba 2225—2275, Redwinter
21,75—22,50, Walla Walla 21,75—22,25. Roggen, hie=
ſiger, 15,85—16 Bayeriſcher 15,90—16. Gerſte Pfälzer,
17—17,50, hieſige und Wetterauer 17—17,25, Riedgerſte
17—17,50, Fränkiſche 17—17,25. Hafer hieſiger, 15.50
bis 16.50, Bayeriſcher 15,75— 16,50, Ruſſiſcher 16.50—1750,
Amerikaniſcher 15,75—16,25, Rumäniſcher 16,50—17,25.
Mais mixed 14,70—14,80, Ruſſiſcher 14,80—15,
Donau=
mais 14,75—15. Rumäniſcher 14,80—15, Laplata 14,70 bis
14.75, Weißer Mais 14,75—14,90, Weizenſchalen 9,75—10
Weizenkleie 9,25—9,50, Roggenkleie 10—10,50, Futtermehl
12—14. Biertreber, getrocknet, 12,75—13, Futtergerſte 13
bis 13,75. Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim):
Nr. 0 30,75—30,25, feinere Marken 31,50—31,75, Nr. 1
29,50—29,75, feinere Marken 30—30,25, Nr. 2 28—28,25,
feinere Marken 28,50—28,75, Nr. 3 26,50—26,75 feinere
Marken 27—27,25, Nr. 4 22,50—22,75, feinere Marken 23
bis 23,25. Roggenmehl. hieſiges, Nr. 0 24,50—25, Nr. 1
22,50—23, Nr. 2 20—20,50.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 30. Dez.: dem Kreisamtsgehilfen
Georg Fuchs, Eliſabethenſtraße 28, eine T. Liſelotte.
Am 27.: dem Schneidermeiſter Rudolf Geſtrich,
Lud=
wigsplatz 3, ein S. Guſtav Wilhelm. Am 30.: dem
Kauf=
mann Ernſt Hermes, Aliceſtraße 16, ein S. Ernſt
Lud=
wig Joſeph. Am 1. Jan.: dem Hofmetzgermeiſter Ludwig
Hein, Schuſtergaſſe 19, ein S. Ludwig Jakob Adam.
Am 30. Dez.: dem Fahrburſchen Otto Strauch,
Ober=
gaſſe 44, ein S. Karl. Am 1. Jan.: dem Laternenwärter
Johannes Schnellbächer, Geiſtberg 6, ein S. Peter Am
30. Dez.: dem Taglöhner Heinrich Nothnagel,
Ober=
gaſſe 24, eine T. Eliſabeth Käthe. Am 2. Jan.: dem
Rechtsanwalt Ernſt Langenbach, Rheinſtraße 32, eine
T. Annalieſe Antonie Karoline. Am 29. Dez.: dem
Bäckereibeſitzer Heinrich Frutig, Arheilgerſtraße 37, eine
T. Auguſte. Am 30.: dem Inſtallateur Hugo Trunk,
Wilhelminenſtraße 10, ein S. Erich Karl. Am 1. Jan.:
dem Schuhmacher Joſeph Huber, Gutenbergſtraße 66,
eine T. Ida Landolin. Am 30. Dez.: dem Ingenieur
Rudolf Garternicht, Eckhardtſtraße 21, ein S. Richard
Theodor. Dem Gärtner Peter Schmitt,
Heinheimer=
ſtraße 22, eine T. Elſa. Am 31.: dem
Oberbahnaſſiſten=
ten Anton Sturm, Kranichſteinerſtraße 59/10, eine T.
Eliſabeth. Am 30.: dem Glaſer Arno Müller,
Wenck=
ſtraße 12, ein S. Max Chriſtian Jean.
Aufgebotene. Am 1. Jan.: Chauffeur Wilhelm
Auguſt 2 Geyer Waldſtraße 17 mit Margarete e Heß,
Nieder=Ramſtädter Straße 45. Am 2.: Schloſſer Johann
Kapitain, hier, mit Anna Ludwig, Weinähr.: Am
3.: Ingenieur Heinrich Karl Kirſten, hier, mit Anna
Martha Rottmann, Ilmenau. Am 5.: Schreiner
Niko=
laus 5 Stadter mit Luiſe Marie Fiſcher, beide in
Rum=
penheim. Zigarettenfabrikant Peter o Kadel,
Soder=
ſtraße 62, mit Buchhalterin Eliſabethe Margarethe
An=
tonie Hill, Viktoriaſtraße 98. Metzger Wilhelm Ludwig
Fuchs, Holzſtraße 2, mit Margaretha Krauß,
Soder=
ſtraße 52.
Eheſchließungen. Am 2. Jan.: Königl.
Regierungs=
baumeiſter Hans Müller in Oderberg i. d. Mark mit
Annie Hallwachs, hier. Am 3.: Sekretär Ludwig
Schrauth mit Katharina Kreiter, beide hier.
Sani=
täts=Sergeant Adam König, hier, mit Margarete Hock
in Nauheim. Am 5.: Lokomotivheizer Valentin
Wer=
ner, hier, mit Katharina Dickeſcheid in Dromersheim.
Geſtorbene. Am 31. Dez.: Johannes Berth,
Weiß=
binder, 71 J., ev., Dieburger Straße 40. Katharing
Kom=
penhaus, geb. Rack, Ehefrau des Schreiners, 51 J., kath.,
Lauteſchlägerſtraße 18. Am 1. Jan.: Katharina Krick,
geb. Jung, Witwe des Kunſt= und Handelsgärtners, 57 J.,
ev., Bleichſtraße 11. Peter Dörſam, Kaufmann, 26 J.,
ev., Liebfrauenſtraße 107. Amalie Friederike Peters,
ledig, ohne Beruf, 66 J., ev., aus Jugenheim a. d. B., hier
Grafenſtraße 9. Am 2.: Johanna Schön, Tochter des
Kunſtgewerbezeichners, 16 Tage ev., Wenckſtraße 5. Am
1.: Heinrich Höper, Geh. Rechn.=Rat i. P., 80 J., ev.,
Sandſtraße 24. Am 2.: Margarete Neumann, geb.
Hart=
mann, Witwe des Fuhrknechts, 40 J., ev., aus
Pfung=
ſtadt, hier Erbacherſtraße 25. Am 3. Marianne
Wilhel=
mine Falck, Tochter des Kaufmanns, 1 Monat, ev.,
Bleichſtraße 19.
2 2
Eade
S
2
ederlagen: Ernst Schmidt, Feldbergstr. 21, Wilh. Haack, Wendelstadtstr. 51, Ioh. Heil, Kahlertstr. 15 und in allen durch Plakate gekennzeichneten Geschäften. (II,1193
i m m is eu B. M. t. 1. S.,
ine Wohltat für die Menschhelt bei Husten. Asthma,
Katarrhen, wie Rachen-,
Nasen-, Kehlkopf-, Bronchial-, Luftröhrenkatarrhen,
ferner bei Schnupfen, Erkältungen, Folgen von Influenza
usw. ist Dr. Hentschel’s Inhalator D. R. G. M. 392 288.
Dr. Hentschel’s Inhalator verwandelt die lösenden, von
Ansteckungs-
stoffen befreienden Medikamente in denkbar feinsten Arzneinebel.
welcher durch einfaches Einatmen völlig reizlos in die Luftwege und
Lungenbläschen eindringt, um unmittelbar am Herd der Krankheit
seine volle Wirkung auszuüben, Kein Anheizen! Keine
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und bei Aerzten im Gebrauch.
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So urteilt man über Dr. Hentschel’s Inhalator:
„Ihr Apparat ist mir in der kurzen Zeit ein fast unentbehrliches Mittel
gegen mein seit ca. 25 Jahren schon bestehendes Asthmaleiden geworden.
O. P. in Halle a. 8
„Ihr Dr. Hentschel’s Inhalator hat mir, der ich schon lange Zeit
WIKO-WERKE mit Katarrh behaftet bin und schon alles mögliche gebraucht habe.
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die besten Dienste getan und den besten Erfolg gebracht, so daß ich
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morgen aus dem Krankenhause entlassen werde. F. N. in Cannstatt.
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alle Buchhandlungen.
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Januar 1914.
Nummer 7.
Aartenkaust-Ausstenung.
Auf Wunſch des Gartenbauvereins veranſtalten wir, anſchließend
an den Lichtbildervortrag des
Herrn Gartenarchitekten Hans Gerlach
über die Gartenkultur des 20. Jahrhunderts und ihre ſoziale Bedeutung
am Donnerstag, den 8. Januar 1914
im Kaiſerſaal (Grafenſtraße), abends 8 Uhr,
eine Gartenkunſt=Ausſtellung
und laden hiermit zum Beſuche dieſer Veranſtaltung ergebenſt ein.
Eintritt frei.
W. Cossmann Nachf.
Wirtz & Eicke, Gartenarchitekten,
Darmſtadt, Neckarſtraße 11.
(844a
Verein für Verbreitung von Volksbildung.
Donnerstag, den 8., Dienstag, den 13. und Dounerstag, den
15. Januar 1914, abends 8¼ Uhr,
im Hörſaal 330 der Techn. Hochſchule (Eing. Weſtportal)
3 Vorträge
von Herrn Professor Dr. Pinder, Darmstadt:
„Stilſtrömungen in der Kunſt des 13., 14. und
15. Jahrhunderts”.
Die Vorträge ſind Ergänzungen der vorjährigen Ausführungen
von Herrn Profeſſor Dr. A. E. Berger: „Ueber mittelalterliche
Kulturgeſchichte‟
Eintrittskarten für die 3 Vorträge zu 80 Pfg., für
Mit=
glieder zu 50 Pfg. am Verkehrsbüro und bei J. Mylius, Herd=
(870gmd
weg 2. Einzelvortrag 40 und 30 Pfa.
Udenwaldklus, Urisgruppe Darmstaat.
(E. v.)
Dienstag, den 13. Januar 1914,
abends 8½ Uhr (pünktlich)
im Gartenſaal des ſtädt. Saalbaus
Eichtbliderverkug
des Herrn
Geheimen Forſtrats Kullmann
über:
„Der Vogelſchutz nach Freiherr v. Berlepſch und ſeine
Anwendungin Wald und Feld der Stadt Darmſtadt‟
Die Mitglieder und Freunde des Klubs nebſt Damen ſint
(1109mgi
hierzu herzlichſt eingeladen.
Der Vorstand.
Gartenbauverein Darmstadt.
Hauptverſammlung
Donnerstag, den 8. Januar, abends 8 Uhr,
im Kaiſerſaal (Grafenſtraße).
Tages=Ordnung:
1. Geſchäftliche Mitteilungen (Ergänzungswahlen).
2. Rechnungsablage für 1913.
3. Lichtbildervortrag des Herrn Gartenarchitekten Gerrach
über: Die Gartenkultur des 20. Jahrhunderts und ihre
ſoziale Bedeutung‟.
(1105
Der Vorstand.
Frauenverein der Paulusgemeinde.
Sonntag, den 11. Januar 1914, abends 8 Uhr
im Gemeindeſaal
Kauptversammlung und Jecabend
Vortrag
des Herrn Pfarrers Schneider
über:
(1174
„Die berufliche Mitarbeit der Frau in der Gemeinde‟
Muſikaliſche Darbietungen.
Teekarten beim Kirchendiener.
Grösseres Vereinslokal (Parterre)
für Samstags abends zu vergeben.
Näheres Expedition.
(796a
Bayern=Verein.
Donnerstag, den 8. ds. Mts., abends 9 Uhr
im Lokal „Zur Sonne”, Luiſenſtr. 6
Geburtstags=Feier
S. M. König Ludwig III.
Die Mitglieder werden erſucht, recht zahlreich mit ihren
An=
gehörigen zu erſcheinen. Ferner ſind ſämtliche Landsleute,
Freunde u. Gönner des Vereins beſtens willkommen.
Der Vorſtand.
1176)
Frauenverein ger Schlossgemeinde
Sonntag, 11. Januar 1914, abends 8 Uhr
im Gemeindehaus Kiesſtraße 17:
Teeabend
Vortrag: Herr Prof. D. Dr. Diehl=Friedberg:
Welche Aufgaben erwachſen aus der modernen
Austrittsbewegung für das Gemeindeleben?
Muſikaliſche Darbietungen: Frau M. Sturufels; die
Herren: H. Falkenſtein, Hch. Pfaff, L. Müller.
Die Mitglieder und Freunde des Vereins ſind herzlich eingeladen.
Teekarten à 25 Pfg. ſind bei Herrn Kirchendiener Göriſch erhältlich=
Der Vorſtand:
Zimmermann, Pfarrer.
1172)
Fr. Mehmel, A. Diedrich, F. Brückmann, E. Andrä.
III. Kammermusik-Abend
Montag, 12. Januar 1914, 8 Uhr, im Hotel „zur Traube‟.
Mitwirkende: Die Herren Fr. M. Voss, Klavier, und Ludw. Sternitzky,
Klavier, beide aus Mainz.
Programm: Streichquartette op. 106, G-dur v. Dvorak u. Op. 20,
Nr. 4, D-dur v. Haydn u. Var. u. Fuge f. 2 Klaviere über ein
Thema von Beethoven, op. 86 v. M. Reger.
Karten zu Mk. 3.30 und Mk. 2.20.; für Studierende u. Schüler:
Mk. 2.20, Mk. 1.65 u. Galerie Mk. 1.10 bei Thies Nachf. (L. Schutter),
Elisabethenstraße 12.
2 Konzertflügel: Steinway & Sons, New-Vork-Hamburg. Hiesiger
Vertreter: Hoflieferant A. W. Zimmermann.
(1267ms
Kammermusik-vereinigung.
Geh. Hofrat W. de Haan, Hofkonzertmeister E. Schmidt
Hofmusiker W. Rasche, R. Sprenger und H. Andreae.
Sonntag, den 11. Januar 1914, vormittags11¼ Uhr
im Musikvereinssal, Steinstrasse 24
2. (Schubert)-Matinee:
1. Streichquartett op. 29.
Vier Lieder für Sopran (Frau Sophie Schmidt-IIling).
Forellen-Quintett op. 114.
(1255ms
Karten zu 4.—, 3.— 2.—, 1.— Mark bei Georg Thies
Nachf., Elisabethenstrasse 12.
Ankeunts 2. Ie
Krnzorrzs9
Gastsplel: Max
Walden-Ensemble.
Mittwoch,
Heute
7. Januar
und folgende Tage:
Nur noch wenige
Aufführungen!
Die erfolgreiche Flieger-Posse:
Im 2. Akt:
Gross. Gesangs- u. Tanzhinale
(Bärentanz und Schieber)
Nächste Novität:
Daskarmermadchen
Operette in 3 Akten.
Num. Park. bei Hugo de Waal,
Rheinstrasse 14. (1282)
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Anfang 8 Uhr.
Großherz. Hoftheater
Mittwoch, den 7. Januar 1914a
85. Abonnem.=Vorſtellung. B 21
In der neuen Inſzenierung:
Der Ring des Nibelungen,
Bühnenfeſtſpiel in 3 Tagen und
einem Vorabend von Richard
Wagner.
Zweiter Tag:
Siegfried
(in 3 Aufzügen).
Muſikal. Leiter: P. Ottenheimer
Spielleiter: Otto Nowack.
Perſonen:
Siegfried
. Georg Becker
Karl Bernhardt
Mime.
Der Wanderer . Röbert Perkins
Alberich
Fafner
Erda
Brünnhilde .
.L. Schützendorft
. Alfred Stephani
. Anna Jacohs
. Franz. Callweh
Unübertroffen
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Balkonloge 5.20 ℳ, 1. Rang 4.70
2. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ₰,
8. Reihe 2.15 ℳ, 1. Galerie 1.35
2. Galerie 0.75 ℳ.
Kartenverkauf: an der Tages
kaſſe im Hoftheater von 9½—
Uhr und eine Stunde vor Begin
der Vorſtellung; im Verkehrsbürd
von 8—1 Uhr und von 2½ Uhl
bis kurz vor Beginn der Vor
ſtellung. (Im Verkehrsbüro wen
den auch telephoniſch Kartenha
ſtellungen entgegengenommen.
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 6 Uhr. — Ende 11¼ Uhn
Vorverkauf f. die Vorſtellungen
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Homburg.” Kleine Preiſe. An
fang 7½ Uhr.,
Freitag, 9. Jan. 87. Ab.=Vor
D 23. „Filmzauber.” Gey
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Samstag, 10. Jan. Außer
VIII. Sonder=Vorſtellung. „Ri9l
bert und Bertram.” Anfand
8 Uhr. (Zu dieſer Vorſtellun
findet kein Kartenverkauf ſtatt)
Sonntag, 11. Jan. Nchm. 2
Auß. Abon. 19. Volksvorſtellun
zu ermäß. Preiſen. „Die ſpa
niſche Fliege.” Vorverkal
bis einſchl. Samstag, 10. Jaſia
nur im Verkehrsbüro, Ernſt=Lud
wigspl. Verkauf der etwa noch
vorhandenen Karten auch and
Tageskaſſe im Hoftheater am Tag
der Vorſtellung, vorm. von 11 Uh
ab. — Abds. 6 Uhr. 88. Ab.=Vſtl
C 22. Der Ring des Nibelungen
Dritter Tag: „Götterdäm
merung‟. Gew. Preiſe.
Programm
zu dem am Mittwoch, de
7. Jan., von 12 Uhr mittagsa
vor dem Neuen Palais ſtatl
findenden Konzert der Kapelll
des Inf.=(Leibgarde=)Regts. Nr. 115
1. „Blau=weiß”, Marſch von
Schmitt. 2. Ouvertüre zur Opel
„Ein Feldlager in Schleſien” von
G. Meyerbeer. 3. Fantaſie au
„La Tosca” von G. Puccihil
4. „Wo die Zitronen blüh’n”, Wal
zer von Job. Strauß. 5. Steuen
mannslied und Matroſenchor alll
„Der fliegende Holländer” von R
Wagner. 6. „Volldampf voraus
Marſch von E. Oberſtätter.
Nummer 7.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Jauuar 1914.
Seite 23.
Rheinstr. 6 Tel. 178
bringt für die nächsten
3 Tage ein ganz
hervorragendes Programm.
tiefergreifendes grosses Drama
in 3 Akten.
In den Hauptrollen:
Tatjanna Jrrah und
Georg von Antalffy.
koloriertes Drama in 2 Akten.
gutgespielte Komödie
André Deed in der Hauptrolle.
Humoreske.
Varietéakt.
BiobEferf
FRANKFURT a. M.
Donnerstag, 8. Januar
Beginn unseres grossen
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Jahres-
usverkaufs
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Lktwoch, den 14. Januar, abends 8 Uhr, in der Stadtkirche
zu Darmstadt
Konzert des Dessoffschen Frauenchors
aus Frankfurt a. M.
(1263
Dirigentin: Gretchen Dessoff.
Mlistwirkende: Wilhelm Bauer aus Frankfurt a. M. und Wilhelm
Borngässer aus Darmstadt (Orgel), Adam Hahn aus
Wies-
baden und Alfred Heinichen aus Frankfurt a. M. (Harfe).
Eintrittskarten zu 3.30 Mk. Empore, gegenüber der
rrel, 2.20 Mk. Mittelschiff u. Seitenschiff, gegenüber der Orgel,
Eie Mk. im Chor und unter der Orgel, in der Hofbuchhandlung
hn Johs. Waitz, Elisabethenstrasse 16 und im Verkehrsbureau.
Ii Reinertrag wird dem Bauverein für die Reformationskirche zugewendet.
am weissen Turm.
Alle Welt tanzt
Tang
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Hanni Weisse
ab heute in
Tango-Königin‟
Lustspiel in 3 Akten.
Als Einlage nur einmal täglich, nachm. 5 Uhr:
Die Film-Primadonna
mit Asta Nielsen.
Ausserdem noch 3 Humoresken, 2 Dramen,
Wochenchronik und Natur.
1285
Heute neues Programm!
Nur 3 Tage! Bis Freitag!
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König Gold
Akter. Ein Filmschauspiel, das an Spannung 9Akter.
dem Besten gleichzustellen ist, das
je auf dem Filmmarkt erschienen ist.
Auf allgemeinen Wunsch! Die grosse Komödie:
Der Liebe Wandlungen
9Akter. Verlobungs- u. Ehegeschichten, voll 9Akter.
übersprudelnder Heiterkeit, in bester 2
Darstellung.
Das Findeikind
9Akter. Wohl selten gab es einen Film, 9Akter.
dessen Handlung so packte und &
dessen Schluss so überwältigte.
(1265
Erhabenes Opfer
Sehr ergreifendes Drama.
sind die Humores-
Unübertroffen ken, Komödien,
herrl. Naturaufnahmen
des gegenwärtigen Elite-Spielplans.
Sinngemässe, künstlerische Musikbegleitung.
Ein Besuch lohnt!
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Mk.
1 Posten
englisch Tüll-Bettdecken
für 2 Betten 200/300 cm
jetzt 6.50, 9.50, 12.25 M.
1 Posten
Erhstüll-Betidecken
220,330 cm, für 2 Betten
jetzt9.25, 10.-, 18.-, 22., 24.- A.
1 Posten
Allovernet-Bettdecken
und Volant
für 2 Betten, 220/330 cm
jetzt 20.−, 22.− M.
100 Leinen-Dekorationen
bedruckt, mit Kurbelstickerei und Bordenbesatz, in sohr geschmackvollen Ausführungen
49.− Mk.
45.−
33.50
früher: 27.
35.−
Ausverkaufspreis:
15.− 18.− 23.− 28.− 32.-
Mk.
1 Posten
Tuch- und Gobelin-Dekorationen
früher: 20.−
Ausverkaufspreis: 3.−
22.
37.50 57.−
65.− Mk.
25.-
55.-
41.
Mk.
1 Posten
Modell-Dekorationen
in Seide, Velvet, Mohair und Mull in ganz reizender Ausführung. Ein Teil der-
selben ist in meiner Werkstatt gefertigt
früher: 40.−
52.
90.−
80.−
100.
Ausverkaufspreis:
25.− 40.− 50.− 65.-
20.
1 Posten
Rouleaux-Damast
mit farbigen seidenen Effekten
130 cm breit
früher: 5.75
Ausverkaufspreis:
Einzelne Dekorationen in
Allovernet-Tüll, Madras,
Leinen, Rips, Gobelin
und Seide
zu bekannt billigen Preisen.
Auf dieses Angebot mache ich ganz besonders aufmerksam.
Einen Teil der hier angeführten Arlikel habe ich in meinen
Schau-
fenstern mit Preisangabe ausgestellt. Bei Kasse-Zahlung gewähre ich
auch auf alle Ausverkaufsware 3%.
(1296
Des Wergens
in der Frühe
wünſcht jeder ein Frühſtück, das nicht
allein eine vorübergehende Beſeitigung
des Hungers, ſondern auch das für
die Tagesarbeit unerläßliche Behagen
herbeiführt. Das ſchmackhafteſte Brot!
mit beſter Butter oder feinſtem
Schmalz, ja ſelbſt mit würzigem
Frucht=
mus muß ſich erſt mit einem paſſenden
Getränk vereinen, um Behagen zu
bewirken, die Ausnutzung der Speiſen
zu ſichern und die erwünſchte
Kräfti=
gung des Körpers zu erzielen. Hier
iſt Kakao vor allem geeignet, weil er
ſich, wie kein anderes Getränk,
ent=
ſprechend der jeweiligen Beſchaffenheit)
der Verdauungsorgane der Einzelnen
genau abſtimmen läßt. Sagt er dem
Geſchmack und den Organen des
Haus=
herrn recht ſtark und mit Waſſer zu,
ſo wird er der Hausfrau und den
Kindern ganz oder teilweiſe mit
Milch zubereitet beſſer bekommen=
Kakao iſt in ſeiner vollendeten
Ver=
arbeitung beſonders berufen, dem
Idealgetränk neue Freunde zu
er=
werben. Reichardt=Schokolade
kenn=
zeichnet geradezu einen Markſtein in
der Geſchichte der deutſchen
Schoko=
laden=Induſtrie. Reichardt=Konfitüren
ſind Edelprodukte im beſten Sinne
des Wortes. Dieſe Marken ſind in
den eigenen Verkaufsſtellen zu den
gleichen Einzelpreiſen wie in der
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