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177. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der wöchentlichen Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
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den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 28 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Bei der geſtrigen Stichwahl in Wald=
Michel=
bach wurde der nationalliberale Kandidat Amtsrichter
Wünzer gewählt.
Die Antwort der Dreibundmächte auf die
Note von Sir Edward Grey bezüglich der orientaliſchen
Frage iſt am 1. d. M. überreicht worden.
In Karlsruhe ſtarb geſtern im 55. Lebensjahr
Wirkl. Geh. Rat Exzellenz Eugen Becker, der vom
18 März 1904 bis 2. Okober 1906 Hadiſcher
Finanz=
miniſter geweſen war.
Bei der Strandung eines ruſſiſchen Seeminenbootes
bei Aranger ertranken der Kapitän und 4 Mann.
Der griechiſche Premierminiſter Venizelos wird eine
längere Reiſe nach Rom, Paris London, Petersburg
und Wien antreten, um für Griechenland, insbeſondere
in der Inſelfrage, günſtigere Bedingungen zu erlangen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Die deutſche Flotte im Jahre
1913.
Die vom Nachrichtenbureau des
Reichsmarine=
amts herausgegebene Marine=Rundſchau veröffentlicht in
ihrem Januarheft eine Ueberſicht über die Entwickelung
der deutſchen Flotte im Jahre 1913, der wir die
nach=
ſtehenden Angaben entnehmen: Auch das letzte Jahr ſtand
im Zeichen des planmäßigen Ausbaues unſerer
ſchwim=
menden Wehrmacht, die im Kriege die zweitgrößte
Han=
delsflotte der Welt zu ſchützen berufen iſt. Der
Schwer=
punkt lag dabei in der Schaffung des dritten
Geſchwaders, von welchem ſeit dem 1. Oktober fünf
Linienſchiffe des neueſten Typs zuſammenfahren; der Reſt
von drei Schiffen wird einzeln je nach der Fertigſtellung
hinzugefügt. Entſprechend der Vermehrung der
Linien=
ſchiffe wurde auch diejenige der Aufklärungsſchiffe
notwendig, und zum erſtenmal erhöhte ſich die Zahl der
kleinen Kreuzer von 6 auf 8, ſämtlich Turbinenſchiffe
neue=
ſter Bauart. Durch Austauſch des großen Kreuzers
„Yorck” gegen den neuen großen Kreuzer „Seydlitz” wuchs
die Zahl der dem Aufklärungsverbande zugeteilten Schiffe
von großem Kampfwert auf 4, die Hinzufügung eines
fünften, des „Derfflinger”, iſt für das kommende Jahr
geplant. Die Vergrößerung der Aufklärungsgruppe
be=
dingte die Kommandierung eines dritten Admirals.
In der Reſerveformation befand ſich nur ein
Linienſchiff. Die Bildung der Mittelmeerdiviſion
hat ſich durch die Ereigniſſe auf dem Balkan als
unum=
gänglich notwendig erwieſen. Die Anſtrengungen anderer
europäiſcher Staaten, jetzt nach dem Friedensſchluß an
Anſehen im öſtlichen Mittelmeer zu gewinnen, ſind in die
Augen fallend — man denke nur an die Anweſenheit der
beiden großen engliſchen und franzöſiſchen
Flottenabtei=
lungen dort. Um ſo mehr iſt die Vertretung des Reiches
auch durch die Anweſenheit deutſcher Schiffe im
Mittel=
meer zu begrüßen. Des weiteren kann es nur von
Vor=
teil ſein, wenn wir dem Auslande an neuen kampfkräftigen
Kriegsſchiffen zeigen, was die deutſchen Schiffswerften zu
leiſten vermögen. Aus ähnlichen Gründen iſt es zu
be=
grüßen, daß eine aus den Linienſchiffen „Kaiſer” und
„König Albert” ſowie dem kleinen Kreuzer „Straßburg”
beſtehende Diviſion der deutſchen
Hochſee=
flotte auf einige Monate in ſüdamerikaniſche und
weſt=
ofrikaniſche Häfen entſandt worden iſt. Die Schiffe
wer=
den auf der langen Reiſe Gelegenheit haben, ihre
tech=
niſchen Einrichtungen und See=Eigenſchaften einer
Dauer=
erprobung zu unterziehen.
Die Torpedoboots= und
Unterſeeboots=
ſtreitkräfte erhielten die planmäßigen Vermehrungen.
Im ganzen ſtellte die Marine rund 6000 Mann mehr gegen
das Vorjahr ein und zählt mit Jahresſchluß 72000
Mann an Kopfſtärke. Vom Stapel liefen: die
Linienſchiffe „König”, „Großer Kurfürſt”, „Markgraf”, die
großen Kreuzer „Derfflinger” und „Lützow”, ſowie der
kleine Kreuzer „Graudenz‟. Der Beſtand von Schiffen
auf den ausländiſchen Stationen iſt der gleiche
geblieben wie im Vorjahre. Zu bewaffnetem Einſchreiten
hatte nur S. M. S. „Emden” Veranlaſſung, welches
wäh=
rend der chineſiſchen Revolution das Feuer eines das
deut=
ſche Schiff beſchießenden Forts und einer Abteilung In=
fanterie zum Schweigen brachte. S. M. S. „Bremen”,
be=
reits auf der Heimreiſe begriffen, mußte nach Mexiko
zurückbeordert werden, dorthin gingen auch ein Kreuzer
der chineſiſchen Station, ſowie zwei Schulſchiffe.
Verluſte an Menſchenleben durch
Un=
glücksfälle ſind der Marine auch in dieſem Jahre
nicht erſpart geblieben. 69 Offiziere und Mannſchaften
ließen beim Untergang des Torpedobootes „S 178‟, 16
beim Untergang des Luftſchiffes „L 1" und 28 bei der
Ex=
ploſion des Luftſchiffes „L. 2‟ ihr junges Leben; 1
Offi=
zier und 1 Unteroffizier blieben mit dem von der
Pro=
vinz Weſtpreußen geſchenkten Flugzeug in der Danziger
Bucht, 1 Offizier und 2 Mann kamen bei dem Kentern des
Beibootes von „G 89” in der Nordſee um. Auch der
bra=
ven 7 Seeleute vom Hebefahrzeug „Unterelbe”, die, an der
Unglücksſtelle von „§ 178” beſchäftigt, den Seemannstod
erlitten, ſei an dieſer Stelle gedacht, wenn ſie auch nicht
der Kaiſerlichen Marine angehörten. Auch in Einzelfällen
büßte eine Reihe von Angehörigen der Marine im Dienſt
für Kaiſer und Reich ihr Leben ein.
Die Thronrede
des Königs Ferdinand.
* Die von König Ferdinand zur Eröffnung der
bulgariſchen Sobranje verleſene Thronrede
hat folgenden Wortlaut:
Nachdem im letzten Jahre das bulgariſche Volk der
Welt das Schauſpiel einer militäriſchen Kraftanſtrengung,
wie man es bisher noch nicht gefehen hatte, geboten und
durch ſeine Waſfen den unteriochlen Völklern die Freiheit
erworben hatte, wurde unſer Vaterland den neuen und
ſchrecklichen Prüfungen eines von den Armeen
der fünf Nachbarſtaaten gemeinſam unternommenen
An=
griffs unterworfen. Seine Söhne mußten kämpfen nicht
für Eroberungen und Erwerbungen, ſondern für die
Er=
haltung unſeres eigenen Landes. Aber wenn das
bul=
gariſche Volk im Laufe des Krieges ſich durch Taten
ohne=
gleichen mit Ruhm bedeckte, ſo zeigte es ſich noch größer
im Unglück und in den ihm auſerlegten Prüſungen.
Gezwungen, wider verbündete Gegner, deren Armeen
ſo=
gar bis zu den Toren der Hauptſtadt vorgedrungen waren.
zu kämpfen, ohne Verbindungen, verlaſſen von
allen, focht der bulgariſche Soldat bis zum letzten Tage,
bis zur letzten Stunde, und unterbrach den Krieg, ohne
beſiegt worden zu ſein. Im Namen Bulgariens verneige
ich mich vor der Aſche jener, die für das Vaterland gefallen
ſind, und ich entbiete den unbeſiegbaren Kämpfern meinen
Gruß. Später, als unſere Feinde ſich auf den Ausbruch
von Unruhen gefaßt machten, ertrug das Volk alle
Prü=
fungen mit Kaltblütigkeit und Feſtigkeit. Eigenſchaften,
welche wertvolle bürgerliche Tugenden bilden.
Die Thronrede begründet ſodann die
Auf=
löſung der früheren Sobranje, die vor dem
Ausbruch des Krieges nach dem alten Wahlſyſtem gewählt,
das Recht verloren hatte, ſich über Fragen zu äußern, die
während des Krieges und nach demſelben aufgetaucht
waren. Dann fährt die Thronrede fort:
Die Beziehungen Bulgariens zu den
Großmächten ſind gut, und die Regierung macht alle
Anſtrengungen, ſie noch freundſchaftlicher zu geſtalten.
Die Veziehungen zu Rumänien ſind mit dem gleichen
guten Willen auf beiden Seiten wieder aufgenommen
wor=
den. Angeſichts des neuen Standes der Dinge, der
Miß=
verſtändniſſe mit der Türkei ausſchließt, und in der feſten
Hoffnung, daß die vielſeitigen wirtſchaftlichen Intereſſen,
die Bulgarien und das benachbarte Reich verbinden, in
gut nachbarlichen und freundſchaftlichen Beziehungen der
beiden Staaten ihre Vöfung finden werden, iſt der
Ver=
kehr mit der Hohen Pforte durch die diplomatiſchen
Ver=
tretungen wieder aufgenommen worden, auch mit Serbien
ſind die diplomatiſchen Beziehungen auf dem Wege,
wiederhergeſtellt zu werden.
Die Thronrede ſchließt mit dem Ausdruck der
Ueber=
zeugung, daß das bulgariſche Volk nach ſeinen glorreichen
Waffentaten und nach den überſtandenen Prüfungen
ent=
ſchloſſen iſt, ſeine Kräfte in dauernder, friedlicher Arbeit
wiederherzuſtellen, und daß es nur daran denke, auf dem
Gebiete der friedlichen Entwicklung und des
Fortſchritts Siege davonzutragen, die geeignet ſind, ihm
den ihm zukommenden Ehrenplatz unter den Balkanvölkern
zu ſichern.
Deutſches Reich.
Die deutſch=engliſchen
Afrikaver=
handlungen ſind, wie bereits mitgeteilt, ſo gut wie
abgeſchloſſen. Sie dürften in ihren Einzelheiten aber erſt
in einiger Zeit bekannt werden. Als die deutſch=engliſchen
Beſprechungen vor einigen Monaten ihren Anfang
nah=
men, wurden vielfach übertriebene Erwartungen daran
geknüpft. Es wurden Gerüchte laut, die von einer be=
vorſtehenden Erwerbung portugieſiſcher Kolonien durch
Deutſchland wiſſen wollten; die Londoner Verhandlungen
ſollten angeblich die Zuſtimmung Englands zu dieſer
Ver=
mehrung des deutſchen Kolonialbeſitzes in Afrika
herbei=
führen. Derartige Beſprechungen haben aber, wie die
Tägl. Rundſchau erfährt, überhaupt nicht ſtattgefunden.
Die in London zwiſchen unſerem Botſchafter Fürſten
Lich=
nowsky und Lord Grey geführten Verhandlungen
bezweck=
ten eine Abgrenzung deutſcher und engliſcher
Intereſſen=
ſphären in den portugieſiſchen Kolonien in wirtſchaftlicher
Hinſicht. Man hat ſich darüber geeinigt, daß Angola als
in die deutſche, Moſambik als in die engliſche
Intereſſen=
ſphäre gehörig von beiden Regierungen angeſehen und
dementſprechend der wirtſchaftlichen Erſchließung durch
deutſches bezw. engliſches Kapital überlaſſen wird.
Fer=
ner ſind beide Regierungen übereingekommen, das im
Südoſten der Kongokolonie gelegene Vizegouvernement
Katanga als deutſche wirtſchaftliche Intereſſenſphäre zu
betrachten. Zu dieſem Zwecke wird deutſches Kapital in
hervorragendem Maße zu der ſogenannten Benquellabahn,
die, von der Lobitobai ausgehend, quer durch Angola
durch in das Katangagebiet führen ſoll, beteiligt werden.
Die Konzeſſion zu dieſem Bahnbau iſt ſeinerzeit einem
engliſchen Syndikat von der portugieſiſchen Regierung
er=
teilt worden. Infolge Kapitalmangels ſind aber die
Bahnarbeiten nur ſehr langſam vorgeſchritten, und heute
iſt erſt ein beſcheidener Teil des urſprünglichen
Bahnpro=
jekts im Bau. Die Benquellabahn, die unter deutſcher
Führung raſche Fortſchritte machen dürfte, iſt dazu
be=
ſtimmt, die an Mineralſchätzen, beſonders an Kupferminen
reiche Katangaprovinz wirtſchaftlich zu erſchließen und
ihre reichen Mineralprodukte dem Weltmarkt zuzuführen.
Die Benquellabahn ſoll ſpäter Anſchluß an die belgiſche
Kongobahn erhalten, die bei Sakania an der rhodeſiſchen
Grenze beginnt und bis Bukama am Lualabafluß weiter
ausgebaut werden ſoll. Ueber dieſe Frage dürften noch
Verhandlungen mit der belgiſchen Regierung notwendig
werden, die ebenfalls ſchon ſeit längerer Zeit die Abſicht
hat, die mineralreiche Katangaprovinz durch einen
direk=
ten Schienenſtrang von Bukama bis Leopoldville mit dem
Meere zu verbinden.
— Die Konkurrenzklauſel. Man ſchreibt
uns: Der Arbeitsausſchuß für das einheitliche
Angeſtell=
tenrecht hat am 30. Dezember zu dem Geſetzentwurf über
die Konkurrenzklauſel Stellung genommen. Die ihm
zu=
gehörenden kaufmänniſchen Vereine (Allgemeiner Verband
der Deutſchen Bankbeamten, Allgemeine Vereinigung
Deutſcher Buchhandlungsgehilfen, Verein der Deutſchen
Kaufleute, Zentralverband der Handlungsgehilfen)
prote=
ſtieren gegen die Anregung des Angeſtelltenausſchuſſes der
Geſellſchaft für ſoziale Reform an den Reichstag, ſich
da=
mit abzufinden, daß nur eine Gehaltsgrenze von 1500 Mk.
vorgeſehen und von der Schadenerſatzpflicht der
Prinzi=
pale für geheime Konkurrenzklauſeln abgeſehen werde. Die
in dem Arbeitsausſchuß vertretenen nichtkaufmänniſchen
Vereine (Bund der techniſch=induſtriellen Beamten,
Deut=
ſcher Technikerverband, Deutſcher Steigerverband, Verband
der Bureauangeſtellten, Verband der
Kunſtgewerbezeich=
ner, Verband techniſcher Schiffsoffiziere) ſchließen ſich
die=
ſem Proteſt an. Die gewerkſchaftlichen
Angeſtelltenver=
bände ſprechen jedoch erneut ihr Bedauern darüber aus,
daß ſowohl die Regierung als auch der Reichstag die
Re=
gelung der Konkurrenzklauſelfrage lediglich auf die
Hand=
lungsgehilfen beſchränkt haben. Sie erblicken darin eine
durch nichts begründete Zerſplitterung des heutigen
Ange=
ſtelltenrechtes.
Aerzte und Krankenkaſſen. Nach der
am 23. Dezember in Berlin zwiſchen den
Orga=
niſationen der Krankenkaſſen und Aerzte
zuſtandegekomme=
nen Vereinbarung ſollen die Aerzte, die von den
Kranken=
kaſſen während der Vertragsſtreitigkeiten von auswärts
herangezogen und feſt angeſtellt ſind, alsbald von der
kaſ=
ſenärztlichen Tätigkeit an dem Orte gegen eine Abfindung
der Anſprüche entbunden werden. In Düſſeldorf wurde
durch die zu dieſem Zweck unter der Leitung des
Regie=
rungspräſidenten geführten Verhandlungen eine Einigung
zwiſchen dem Aerzteverein und dem Krankenkaſſenverbande
erzielt, wonach die neuangenommenen Kaſſenärzte
über=
haupt nicht in Tätigkeit treten.
Der Zaberner Fall. Nach einem Berliner
Blatte ſollte Herr von Jagow auf Aufforderung des
Mi=
niſters des Innern dem Staatsminiſterium eine
ein=
gehende ſchriftliche Darlegung über ſeine Zuſchrift an die
Kreuzzeitung haben zugehen laſſen. Wie die Kreuzzeitung
inzwiſchen feſtgeſtellt hat, beſtätigt ſich dieſe Nachricht nicht.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Ausland.
Belgien.
Abänderung der Kolonialverfaſſung.
Bei dem Neujahrsempfange der Kammermitglieder im
königlichen Schloſſe ging der König in ſeiner Antwort auf
die Glückwunſchanſprache des Kammerpräſidenten auf die
Frage der Aenderung der Verfaſſung der Kongokolonie
ein und fführte dabei u. a. aus, die Erfahrung habe
ge=
lehrt, daß die Abänderung der Kolonialverfaſſung
unver=
meidlich ſei. Die Kongokolonie müſſe autonom regiert
werden. Die Vormundſchaft vom Mutterlande aus dürfe
nicht länger andauern. Der König erklärte noch, daß
finan=
zielle Opfer für die Kolonie gebracht werden müßten.
Rußland.
Dementi. Die Petersburger Telegraphen=Agentur
iſt ermächtigt, zu erklären, daß die in der Wetſchernaja
Wremja in einem Artikel, betitelt „Zur letzten
Zuſammen=
kunft Saſonows mit dem deutſchen Reichskanzler”,
neuer=
dings erſchienene Nachricht über eine Unterredung
zwi=
ſchen Saſonow und dem deutſchen Reichskanzler reinſte
Erfindung iſt. Wegen des genannten Artikels wurde die
betreffende Nummer der Wetſchernaja Wremja auf
An=
ordnung der Preßverwaltung beſchlagnahmt.
Neubau eines Hafens. Der Miniſterrat
be=
ſchloß, bei der Reichsduma eine Geſetzesvorlage über den
Bau eines Hafens nahe der deutſchen Grenze für die
Aus=
fuhr von Holz auf der Weichſel einzubringen.
Bulgarien.
Die Sobranje wählte in zwei Wahlgängen
Wa=
tſcheff (Regierungspartei) mit 88 Stimmen zum
Präſiden=
ten. Die Oppoſition gab leere Stimmzettel ab. In
poli=
tiſchen und diplomatiſchen Kreiſen mißt man dem
Zwi=
ſchenfall, der bei der Eröffnung der Sobranje durch den
König von den Sozialiſten hervorgerufen wurde, keinerlei
Bedeutung bei. Man hebt dagegen die ruhige und
wür=
dige Haltung der Gruppe der Agrarier hervor und ſieht
darin ein Zeichen, daß die Situation der Regierung ſich
gefeſtigt hat.
Serbien.
Die Kabinettskriſis. König Peter empfing
die Führer ſämtlicher politiſchen Parteien, um mit ihnen
über die Kriſis zu konferieren. Es iſt ſo gut wie ſicher,
daß ein Koalitionsminiſterium mit Einſchluß der
Jung=
radikalen gebildet wird. Seine Aufgabe wird es ſein, das
BBudget in der zweiten und dritten Leſung und mehrere
andere wichtige Fragen zu erledigen. Sodann ſoll die
Skupſchtina aufgelöſt werden.
Türkei.
Konzeſſion zum Bau einer Eiſenbahn.
Der Miniſterrat hat beſchloſſen, der Pariſer Finanzgruppe
Perrier, die der Türkei einen Vorſchuß von 100 Millionen
Francs gewährte, die Konzeſſion zum Bau der
Eiſenbahn=
linte Smyrna-Dardanellen zu erteilen.
Die deutſche Militärmiſſion. In offiziellen
Kreiſen wird erklärt, daß die Feſtlegung der Vollmachten
der deutſchen Militärmiſſion endgültig iſt. Alle
auswärti=
gen Nachrichten über eine angebliche Abänderung dieſer
Vollmachten werden dementiert.
* Die Verluſte der Griechen und ihre
Beute in den Balkankriegen. Eine
ausführ=
liche und intereſſante Statiſtik über die griechiſchen Verluſte
und die griechiſche Kriegsbeute in den Kriegen gegen die
Türkei und Bulgarien veröffentlicht der Meſſager
d’Athe=
nes. Danach wurden im Kriege gegen die Türkei 131
Offi=
ziere getötet und 189 verwundet, während 5031 tote
Sol=
daten und 23 313 verwundete oder kranke Soldaten,
insge=
ſamt 28671 Tote und Verwundete, gezählt wurden. Der
zweite Krieg koſtete die Griechen 186 tote und 425
ver=
wundete Offiziere, während 2397 Soldaten fielen und
18878 verwundet wurden oder erkrankten. Die
Geſamt=
verluſte in den beiden Kriegen betrugen an Toten und
Ver=
wundeten 50 341 Mann. Die Zahl der gefangenen Türken
belief ſich nur auf 50348 Mann, darunter 1501 Offiziere, von
denen 6 Generäle und 119 Sanitätsoffiziere waren. Die
Zahl der bulgariſchen Gefangenen betrug ohne die Komi=
tatſchis 4330. Die von den Türken gemachte Kriegsbeute
beſtand aus 325 Kanonen jeden Kalibers, 455 Proviant=
und Munitionswagen, 83 Mitrailleuſen, 100000 Mauſer=
Martinigewehren, 46 367 Granaten, 34657000 Patronen
8900 Ladungen rauchloſen Pulvers, 600 Faß Pulver, 101
Kochmaſchinen, 8 Pumpen, 2 vollſtändigen Ausrüſtungen
zum Brückenſchlagen, 2 Stationen für drahtloſe
Tele=
graphie und zwei Aeroplanen. Von den Bulgaren
wur=
den erbeutet 84 Geſchütze jeden Kalibers, 215 Proviant=
und Munitionswagen, 9 Mitrailleuſen, 709
Repetierge=
wehre, eine Anzahl Mauſergewehre, deren Zahl noch
nicht feſtſteht, 7910 Granaten, 12 Millionen Patronen, 1
Aeroplan, 2 Automobile, 7 große Ambulanzzelte.
Außer=
dem fiel den Griechen auch der Luruszug in die Hände,
den der Sultan ſeinerzeit von der Kaiſerin Eugenie zum
Geſchenk erhalten hatte, ferner zahlreiche Uniformen und
Lebensmittel.
Zeitungsſchau.
Ueber Kampfpolitik und Verſöhnungspolitik ſtellt
an=
knüpfend an das neue Buch Hermann Hofmanns „Fürſt
Bismarck 1890—1898‟ die Münchener Allgemeine Zeitung
folgende Betrachtungen an: Wenn wir heute auf die
Bis=
marckſche Zeit zurückblicken, dann begreifen wir wieder die
alte Wahrheit, wie ſchwer doch Menſchen und Völker ſich
auf der Höhe der Situationen zu halten pflegen! Wie
unſerer Staatskunſt nur zu bald der große geniale Zug
der Bismarckſchen Zeit verloren ging, ſo zeigt uns auch ein
heute völlig verwildertes Parteiweſen, daß auch das
deut=
che Volk nicht mehr dasſelbe geblieben iſt, wie in den
großen, idealen Jahren der Reichsgründung. Fürſt
Bis=
marck ſagte einmal zu Hofmann: „Keine Regierung iſt
für das Landesintereſſe ſo ſchädlich, wie eine ſchwache.
Eine Regierung muß vor allen Dingen feſt und energiſch
ſein, nötigenfalls ſogar mit Härte vorgehen. Das iſt zur
Erhaltung des Staates nach außen wie nach innen nötig.
Eine Regierung, die an der Neigung krankt. Konflikten
auszuweichen, notwendige Kämpfe zu unterlaſſen und
ſo=
gar ausländiſchen Wünſchen immerfort nachzugeben,
ver=
fällt unrettbar dem Untergang. Sie gelangt ſehr bald
dahin, ſich überhaupt nur noch durch Zugeſtändniſſe
erhal=
ten zu können, von denen das eine das andere nach ſich
zieht, bis von der Staatsgewalt überhaupt nichts mehr
übrig iſt.‟ Iſt es nicht, als wären dieſe Worte wie eine
Warnung für Zeiten. die Fürſt Bismarck nicht mehr erlebt
hat? Man lann Geſchehenes nicht ungeſchehen machen
Aber wie über dem Menſchen ſtets das göttliche Gebot
waltet, das fortwährend zur Selbſterkenntnis mahnt und
drängt, ſo ſoll man auch hier von den Ereigniſſen lernen;
man ſoll die Fehler und Irrtümer einſehen und begreifen
lernen, in welche die nachbismarckſche Zeit verfiel. Und
man ſoll aus dem Erkenntnis dieſer Fehler heraus
zurück=
ſtreben zu jener ernſten, ſtrengen und weitblickenden
Staatskunſt, für welche Fürſt Bismarck ſeinem Volke
im=
mer das hell leuchtende Vorbild ſein wird.”
Zur Kirchenaustrittsbewegung ſchreibt der
kirchlich=
liberale Zentralwahlverein in Berlin: „Dem Komitee
„Konfeſſionslos” haben vor einigen Wochen elf hieſige
liberale Geiſtliche erklärt, daß ſie ſich nichts von einer
Er=
örterung der gegen die Kirche erhobenen Vorwürfe in
öf=
fentlichen Volksverſammlungen mit ſogenannter „freier
Diskuſſion” verſprächen. Denn bei ſolcher Diskuſſion
tre=
ten der Reihe nach Vertreter der verſchiedenſten
Stand=
punkte auf, ſagen ihr Sprüchlein her, und zu einer
wirk=
lichen Erörterung des ſtrittigen Gegenſtandes mit
Grün=
den und Gegengründen kommt es in der Regel nicht. Die
genannten Geiſtlichen haben ſich aber bereit erklärt, in
ſolchen öffentlichen Verſammlungen die Kirche zu
vertei=
digen, wo ſie, je ein oder zwei, als Opponenten gegen je
ein oder zwei Referenten allein und ausſchließlich
dis=
kutieren können. Die Diskuſſion würde ſich dann alſo
le=
diglich in Rede und Gegenrede zwiſchen zwei Rednern
re=
ſpektive zwiſchen zwei Parteien von je zwei Vertretern
der entgegengeſetzten Standpunkte bewegen. Das Komitee
„Konfeſſionslos” hat geantwortet, daß es auf dieſes
An=
erbieten eingehen will; es ſteht zu erwarten, daß vielleicht
ſchon im Januar auf dieſe Weiſe ſachgemäßere
Auseinan=
derſetzungen zwiſchen den Konfeſſionsloſen und den
Ver=
tretern der Kirche erfolgen, als es bisher möglich war.” —
Gegen den „Kirchenaustritt in Hurraſtimmung wendet ſich
mit ſehr maßvollen, ſehr eindringlichen Worten in ſeiner
Ethiſchen Kultur Dr. Rudolf Penzig, ein Mann. der ſelbſt
ſchon vor 45 Jahren — damals etwas ganz
Ungewöhn=
liches — aus Gewiſſensgründen die Kirche verlaſſen und
dadurch ſein Amt verloren hat. In einem ausführlichen
Auſſatz über die jetzige unſaubere
Kirchenaustrittsbewe=
gung ſagt er u. a. folgendes: Ein Wort noch über die
Verquickung politiſcher Geſichtspunkte mit der im
weſent=
lichen doch rein religiöſen Angelegenheit. Zwar dürften
es nicht eben religiöſe Bewegaründe geweſen ſein, die in
das Erfurter Programm der Sozialdemokratie die
Forde=
rung aufnehmen ließen: „Religion ſolle Privatſache
wer=
den” aber ſachlich kam der Programmpunkt auf die voll=
ſtändige Ablehnung einer Vermiſchung politiſcher
Betäti=
gung mit dem religiöſen Innenleben der Genoſſen heraus.
Dies ſcheint ſich nun zu ändern. Die raſtloſe
Ar=
beit des „Komitee Konfeſſionslos” das immer wieder
dar=
auf hinwies, wie man der politiſchen Reaktion am
ſicher=
ſten Abbruch tun könne, wenn man die Verbündete des
Staats, die Kirche ſchwäche, hat endlich auch hervorragende
Führer der Sozialdemokratie zu Predigern des
Kirchen=
austritts gemacht. Uns intereſſiert hier aber zunächſt die
ſittliche Seite . . . . Je dringender man im Namen der
Wahrhaftigkeit den Bekennermut zum Unglauben fordern
muß, dort, wo innerſte Ueberzeugung dem Kirchenglauben
fremd gegenüberſteht, deſto ernſter muß davor gewarnt
werden, bloße Gleichaültigkeit höheren Lebensfragen
gegen=
über oder gar politiſche Verärgerung und Verbitterung
zu Ratgebern in ſolchen Entſcheidungen zu machen. Steht
den Tauſenden, die jetzt in einer gewiſſen Hurraſtimmung
die Austrittserklärung unterzeichnen, für die ſchweren
Stunden ihres Lebens wirklich eine feſtgegründete
Lebens= und Weltanſchauung zu Gebote? Wer will, wer
kann die Verantwortung übernehmen dafür, daß man
Lahmen die Krücken wegnahm. mit der Begründung. es
ſei viel menſchenwürdiger, auf eigenen Füßen zu ſtehen?
Hier liegen noch zentnerſchwere Fragen der Volksbildung
ungelöſt. . . Wer nicht auch den Elendeſten,
Bildungs=
unfähigen, kurz der Maſſe Sterbenstroſt und Lebensluſt zu
geben imſtande iſt, der ſollte es ſich überlegen, an die Maſſe
zu gehen.
Gegen die Forderungen der Altpenſionäre auf
Gleich=
ſtellung mit den Neupenſionären wurde die Finanzlage ins
Feld geführt. Der Berl. Lok.=Anz. wird aus Leſerkreiſen
ge=
beten, darauf hinzuweiſen, daß einmal das Vermögen
Deutſch=
lands in weit ſtärkerem Verhältnis als die Bevölkerung
geſtiegen ſei, daß es alſo mit der Finanzlage nicht ſo
chlecht ſtehen könne. Zum anderen aber mehrten ſich
überall — in den Landtagen. Gemeindevertretungen uſw.
— die Klagen über „zunehmende Verſchwendungsſucht”
über den Luxus bei Bauten, die oft als ſogenannte „
Kul=
turau gaben” bezeichnet würden, für die aber häufig ihrer
Beſtimmung durchaus unangemeſſene, viel zu hohe
Auf=
wendungen gemacht würden So ſeien, wie u. a. die
All=
gemeine deutſche Penſionärzeitung darlege, beiſpielsweiſe
für das Ausmalen nur der Aula eines Gymnaſiums
60000 Mark von der Stadt Berlin verwendet worden.
Folgten die Staatsbehörden den jetzt ergangenen
Weiſun=
gen der Miniſter um Rückkehr zur altpreußiſchen
Sparſam=
keit, werde das Geld für die Bezahlung der Ehrenſchuld
an die Altpenſionäre da ſein, welche auf blutiger
Wal=
ſtatt — manche in drei Feldzügen — dem deutſchen Volk
die Machtſtellung hätten erringen helfen, die zur
Grund=
lage des jetzigen Wohlſtandes geworden ſei.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 3. Januar.
Zum Wechſel im Kommando der heſſiſchen
Diviſion.
F.C. Einer der markanteſten und verdienſtvollſten
Offiziere des deutſchen Heeres iſt zweifelsohne der
ſeit=
herige Kommandeur der Großherzoglich Heſſiſchen (25.)
Diviſion, Generalleutnant v. Plüskow, der in der
gro=
ßen Wilhelminiſchen Zeit unter den Augen des großen
Kaiſers ſeine Ausbildung genoſſen und bereits von den
ſiegreichen Führern der letzten Feldzüge als einer ihrer
beſten Schüler und als vorzüglicher Offfzier anerkannt
worden iſt. Ihn beauftragte der oberſte
Kriegs=
herr an Stelle des bisherigen Kommandeurs des 11.
Armeekorps, v. Scheffer=Boyadel, mit der Führung dieſes
Korps in Kaſſel. — Exzellenz v. Plüskow trat im Jahre
1873 als Leutnant in das 1. Garde=Regiment zu Fuß ein,
in dem er bis zum 22. März 1902 ſtand, an welchem Tage
er vom Kaiſer an die Spitze der Schloßgarde=Kompagnie
geſtellt wurde, unter Beförderung zum Oberſtleutnant mit
gleichzeitiger Ernennung zum dienſttuenden
Flügeladju=
tanten. In dieſer Stellung hatte v. Plüskow vielfach
ſchon die Aufmerkſamkeit des Auslands auf ſich gelenkt,
da er bei beſonderen Miſſionen ſtets verwendet wurde, ſo
in Konſtantinopel, St. Petersburg, Paris und Madrid.
Seine umfaſſenden Sprachkenntniſſe haben hier ſein
An=
ſehen noch weſentlich vermehrt und ſeine rieſige
Erſchei=
nung — iſt Exzellenz v. Plüskow doch mit 2,05 Meter der
größte Offizier des deutſchen Heeres — zog bei dieſen
Anläſſen die Augen der Menge auf ſich. Im Mai 1908
erfolgte ſeine Ernennung, nachdem er als Oberſt und
Re=
gimentskommandeur das Kaiſer Alexander=Garde=
Grena=
dier=Regiment geführt, zum Kommandeur der 1. Garde=
Infanterie=Brigade und Kommandanten von Potsdam,
und Ende April 1911 ſeine Beförderung zum General=
Leutnant und Kommandeur der Großherzoglich Heſſiſchen
(25.) Diviſion in Darmſtadt. Am 1. Mai 1911 übernahm
er das Kommando der Diviſion, nachdem er bei einem
Liebesmahl im Kaſino des Leibgarde=Infanterie=Regiments
Wiener Muſikbrief.
Von Alfr. Jul. Boruttau.
Wien war bis zum Vorjahre die Stadt patriarchaliſcher
Muſikübung! Zahlreiche treffliche und hervorragende
Hausgeiſter ſchufen ein ungewöhnlich hohes
Durchſchnitts=
niveau, auf deſſen fruchtbarem Boden die Traditionen der
großen Meiſter, die hier wirkten, in froher Lebendigkeit
fortwirkten, und die auswärtigen Künſtler zog es,
nach=
dem ſie ſich in Berlin und Paris ihre Patente geholt
hatten, immer hierher, um an geheiligter Stätte die
Wei=
hen zu empfangen. So geſchah es, daß alles
Hervor=
ragende den weiten Umweg nicht ſcheute, um ſich hier
vor=
zuſtellen, und daß die Größen des Tages in langer Reihe
nacheinander, aber ohne die überſtürzte Gleichzeitigkeit wie
in Berlin, vor Aug’ und Ohr des Publikums
vorüber=
zogen, während Minderwertigkeiten aus begreiflicher
Scheu ſich meiſtens fernhielten.
Das iſt nun ſeit heuer gründlich anders geworden.
Seinen Anfang nahm — man iſt verſucht, zu ſagen:
das „Unheil”, als ſich aus Verkehrsrückſichten die
Not=
wendigkeit herausſtellte, den glorreichen, ehrwürdigen
Böſendorfer=Saal niederzureißen, und der Konzertverein,
der bis dahin nur das bekannte Konzertvereinsorcheſter
unter Ferdinand Löwes Leitung ſtützte, den Gedanken
auf=
griff, ſich zur „Konzerthausgeſellſchaft” zu erweitern und
Wien auf einen Schlag mit drei funkelnagelneuen
Kon=
zertſälen zu beſchenken. Mit ungewöhnlicher Energie
wurde das Werk gefördert — hauptſächlich dank der
Ini=
tiative Dr. Botſtiebers, des Generalſekretärs der neuen
Geſellſchaft —, ſo daß im vergangenen Herbſt alles fix und
fertig daſtand.
Aber der Beginn der neuen Saiſon ließ auf ſich
war=
ten. Als wollten die beiden Gegner, die alte, vorneyme
„K. K. Geſellſchaft der Muſikfreunde” und die mehr
bürger=
liche neue „Konzerthausgeſellſchaft”, ihre gegenſeitigen
Schwächen und Vorteile auskundſchaften. Faſt unheimlich
war’s. Wie die Ruhe vor dem Sturm. Superkluge
woll=
ten wiſſen, der neue Bau, der ſich äußerlich wenig günſtig
präſentiert, ſei akuſtiſch von vornherein unmöglich, da der
Donner der darunter hineilenden Stadtbahn ſich ſehr
be=
merkbar mache. Witzbolde prägten ſchon für das neue
Haus des großen Reſtaurationsbetriebes halber den
ſchö=
nen Namen „Konzertbräu” und die allgemeine Spannung
war ungeheuer, ſo daß einige Soliſtenkonzerte in den
vertrauten Muſikvereinsſälen nahezu unbeachtet blieben.
Im letzten Drittel des Oktober ging dann der Spektakel
los. Gleich mit vier Feſtkonzerten, zu deſſen erſtem bei
Rich. Strauß eigens ein feſtliches Präludium für Orgel
und Orcheſter um 10000 Kronen beſtellt worden war. Den
offiziellen Feſttagen folgten Schlag auf Schlag
Einzel=
konzerte der erleſenſten Namen. Das Publikum kam gar
nicht zur Beſinnung und war überrumpelt und geblendet
von dieſer energiſchen Sprache der Tatſachen. Kaum hatte
man ſich etwas erholt und darauf geeinigt, daß der große
Saal, der durch die aufdringliche Art der Beleuchtung wie
ein Rieſen=Kino wirkt, Maſſenentfaltungen ungünſtig, für
Soloſtimmen merkwürdiger Weiſe ſehr günſtig ſei, daß
die hinter ein goldenes Gitter geſperrte Orgel mehr ſchreie
als dröhne, daß der architektoniſch ſehr glückliche, weihevolle
mittlere Saal Kammermuſik und Sologeſänge erdrücke,
Chöre hingegen förmlich idealiſiere, daß der kleine Saal,
der wie ein Konditorei=Lokal anmutet, akuſtiſch dem
Böſen=
dorfer ähnele und daß man ſchließlich die Stadtbahn
wirk=
lich nicht höre — — —, da ward auch ſchon von der
Gegenpartei mit Macht in den großen Muſikvereinsſaal
gerufen. Galt es doch die Uraufführung der „
Frühlings=
feier” von Carl Prohaska (nach der Klopſtockſchen Ode),
dieſes mit dem Jahrhundert=Jubiläumspreiſe der K. K.
Geſellſchaft der Muſikfreunde bedachten Oratortums. Das
Werk, das unter Franz Schalks Direktion ſtand und bei
deſſen prächtig geſchloſſener Aufführung außer dem
Ton=
künſtlerorcheſter und dem Singverein neben dem Ehepaar
v. Kraus=Osborn und Fräulein Foerſtel auch der
Darm=
ſtädter Tenoriſt Globerger in erfreulichſter Weiſe
mit=
wirkte, fand bei dem tauſendköpfigen Publikum eine
widerſpruchslos warme Aufnahme, trotzdem a priori auf
ihm das bekannte Witzwort des alten Hellmesberger laſtete:
„Je preiſer ein Werk gekrönt iſt, deſto durcher fällt es”
Hingegen war das Urteil der Kritik extrem geteilt — teils
enthuſiaſtiſche Begrüßung, teils ſchroffſte Ablehnung. Die
Wahrheit dürfte, wie gewöhnlich, in der Mitte zu ſuchen
ſein: Bewundernswert iſt die ſouveräne Beherrſchung und
vornehme Verwendung der Ausdrucksmittel, insbeſondere
des real achtſtimmigen Chorſatzes; als ſtörend jedoch
empfindet man öfters ein Mißverhältnis zwiſchen Größe
der Gebärde und Geringfügigkeit des Gedankenmaterials
einerſeits, ſowie zwiſchen erzwungen moderner
Ausdrucks=
form und natürlicher Hinneigung zur vorwagneriſchen
Romantik andererſeits. — Bei dieſer einen Tat blieb aber
die nun einmal aus ihrer behaglicher Ruhe aufgeſcheuchte
„Geſellſchaft der Muſikfreunde” nicht ſtehen. Alsbald folgte
unter dem Aufgebot gewaltiger Maſſen eine ſehr
tempera=
mentvolle Aufführung von Berlioz’ „Damnation de
Faust” in franzöſiſcher Sprache und mit
franzöſi=
ſchen durchaus erſtklaſſigen Soliſten, und gleich danach
ein Richard=Strauß=Konzert, das ihr auch zum erſten
ent=
ſcheidenden Siege in dieſer Kampagne verhalf; denn —
o Ironie des Schickſals! — an eben jenem feſtlichen
Prä=
ludium, das die „Konzerthausgeſellſchaft” ſich 10000
Kro=
nen hatte koſten laſſen und das nun ſeine zweite
Auf=
führung erlebte, erwies ſich eklatant und unausweichlich
die akuſtiſche Ueberlegenheit des alten großen
Muſikver=
einsſaales. Damit iſt aber — wie die Wiener ſchon ſind
— der große Konzerthausſaal ein für allemal in die
zweite Reihe gedrängt und für entſcheidende muſikaliſche
Veranſtaltungen großen Stils ausgeſchaltet. Ein ſchwerer
Schlag für die Konzerthausgeſellſchaft! Denn mag ſie
auch große Ereianiſſe in ihrem Saale forcieren, ſo wird
es doch imwer heißen: Na — man weiß ja nicht, wie
Nummer 3.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Seite 3.
Nr. 115 willkommen geheißen. In dieſer Stellung hat
v. Plüskow die Diviſion planmäßig in allen
Dienſtzwei=
gen ausgebildet, dabei den gewichtigen Grundſatz nicht
außer Acht gelaſſen, daß eine Hauptſtärke der Truppen in
ihrer ſteten Bereitſchaft beruht, und ſich als Truppenführer
beſonders bewährt, ſo gelegentlich der Herbſtübungen bei
Zimburg im Jahre 1911, wo er keinen geringeren Gegner
als Exzellenz Liman v. Sanders, der damals mit den
Truppen der 21. Diviſion ihm den Austritt aus den
Tau=
nusbergen nach der Lahn hin verwehren ſollte,
gegenüber=
ſtand, den zu ſchlagen er allen Scharfſinn anzuſtrengen
hatte. Und er ſchlug ihn. Auch bei den letzten
Herbſt=
übungen warf er mit ſeinen Heſſen in der Schlacht bei
Ulmbach die 21. Diviſion. — Die nunmehr erfolgte
Er=
nennung v. Plüskows zum Führer des 11. Korps in
Kaſſel iſt der äußere Beweis für des Kaiſers Urteil
über ihn.
Generalleutnant v. Plüskow war der 17.
Komman=
deur der 25. Diviſion, die am 20. Dezember 1842 als
In=
fanterie=Diviſion errichtet wurde. Die Kommandeure der
Infanterie=Diviſion waren die Generale Prinz Auguſt zu
Sayn=Wittgenſtein=Berleburg von 1842—1848, Freiherr
Schäffer von Bernſtein bis 1858, von Weitershauſen bis
1864, Klingelhöffer bis 1866, während des Krieges dieſes
Jahres Freiherr Pergler v. Perglas. Ihm folgte im
Mo=
nat Auguſt Prinz Ludwig von Heſſen und bei Rhein, der
nachmalige Großherzog Ludwig IV., der das Kommando
der Diviſion auch unter den neuen Verhältniſſen bis Herbſt
1877 behielt. — Die weiteren Kommandeure waren die
Generalleutnants von Wichmann bis 1879, Prinz Heinrich
von Heſſen und bei Rhein bis 1887, von Wißmann bis
1890, von Bülow bis 1895, von Goßler bis 1896, von
Müller bis 1898, Freiherr Schilling von Canſtatt bis 1900,
von Perbandt bis 1902, Freiherr von Gall bis 1906 und
bis zum 7. April 1911 der dann zum kommandierenden
General des 5. Armeekorps ernannte General der
Infan=
terie von Strantz.
C Galatafel im Reſidenzſchloſſe. Aus Anlaß des
Neu=
jahrsfeſtes fand geſtern abend im Kaiſerſaal des
Reſidenz=
ſchloſſes Galatafel ſtatt, zu der an 100 Einladungen
ergangen waren. An der Tafel nahmen teil das
Groß=
herzogspaar und, wie üblich, die oberſten
Hofchar=
gen, der preußiſche Geſandte, der ruſſiſche Geſandte, der
engliſche Geſchäftsträger mit ihren Gemahlinnen, ſowie
die Attachés, die Miniſter v. Ewald, Braun, v.
Hom=
bergk zu Vach und viele Staatsräte und
Miniſte=
rialräte mit ihren Gemahlinnen, die Provinzialdirektoren,
die Generalität, Vertreter der evangeliſchen und
katholi=
ſchen Kirchenbehörden, der Oberhofprediger, Adjutanten,
Hofbeamte und Kammerherren. Die Tafelmuſik ſtellte die
Kapelle des Garde=Dragoner=Regiments unter
Obermuſik=
meiſter Mittelſtädt.
* Exequatur=Erteilung. Auf Grund Ermächtigung
Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs iſt dem Herrn
Gerhard Heinrich Schiffmacher das Exequatur als
Vizekonſul für die Vereinigten Staaten von Braſilien in
Mainz erteilt worden.
* Schulperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den Reallehrer Gottfried Kremer zu
Lindenfels zum Seminarlehrer an dem Vorſeminar zu
Lindenfels und den Schulamtsaſpiranten Philipp
von Stein aus Niedernhaufen, Kreis Dieburg, zum
Seminarlehrer an dem Vorſeminar zu Wöllſtein ernannt.
* Verſetzt wurde der Finanzamtsgehilfe bei dem
Finanzamt Heppenheim, Georg Schneiker zu
Heppen=
heim, in gleicher Dienſteigenſchaft an das Finanzamt
Mainz II.
* Erledigt ſind: 13 definitiv zu beſetzende Stellen an
der Volksſchule zu Mainz (Stadtbezirk und Vororte),
von denen 7 mit katholiſchen Lehrern, 2 mit evangeliſchen
Lehrern, 3 mit katholiſchen Lehrerinnen und 1 mit einer
evangeliſchen Lehrerin beſetzt werden ſollen. Eine mit
reinem evangeliſchen Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle an
der Volksſchule zu Schwabsburg, Kreis Oppenheim.
Eine mit einem katholiſchen Lehrer zu beſetzende
Lehrer=
ſtelle an der Gemeindeſchule zu Weinolsheim, Kreis
Oppenheim. Mit der Stelle iſt Organiſtendienſt
ver=
bunden.
O Von der Techniſchen Hochſchule. Der
außeretats=
mäßige außerordentliche Profeſſor an der Großherzoglichen
Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt, Herr Dr. Bernhard
Neumann, hat eine ehrenvolle Berufung als
ordent=
licher Profeſſor der anorganiſch=chemiſchen Technologie
ſan die Techniſche Hochſchule zu Breslau für 1. April 1914
erhalten und angenommen.
— Vom Großh. Hoftheater. Die heutige Vorſtellung
„Rheingold” mit Walter Soomer als Gaſt in der
Partie des „Wotan”, die im A=Abonnement ſtattfindet.
beginnt um 7½ Uhr. Morgen nachmittag geht als
Volks=
vorſtellung zu ermäßigten Preiſen der Schwank „Der
Raubb der Sabinerinnen” von Schönthan in
Szene. Die Vorſtellung beginnt um 2 Uhr. Den
Vorver=
kauf hat bis heute abend das Verkehrsburcau inne, am
Tage der Vorſtellung ſind Karten nur an der Tageskaſſe
des Hoftheaters erhältlich. Am Sonntag abend gelangt
„Die Walküre” mit Kammerſänger Walter Soomer
als Wotan zur Aufführung. Neben dem gefeierten Gaſt
ſind tätig die Damen Geyersbach (Sieglinde), Callwey
(Brunhilde), Jacobs (Fricka), Feiſtle (Gerhilde), Beling=
Schäfer (Ortlinde), Jacobs (Waltraute) Unger (
Schwert=
leite), Kallenſee (Helmwige), Sturmfels (Siegrune), Liſchke
(Grimgerde), Riethof (Roßweiße), und die Herren Becker
(Siegmund) und Stephani (Hunding). Dirigent Willem
de Haan, ſzeniſche Leitung Otto Nowack. Der Beginn der=
Vorſtellung, die dem D=Abonnement zufällt, iſt auf 7 Uhr
angeſetzt. Am Dienstag wird die Neuinſzenierung von
„Romeo und Julia” mit Kurt Ehrle, der erſtmalig
den „Romeo” ſpielen wird, im A=Abonnement zur erſten
Wiederholung gelangen. Zu dieſer Vorſtellung gelten die
kleinen Preiſe.
Das weitere Wochenrepertoire iſt: Donnerstag, den
8. Januar, 86. Abonnements=Vorſtellung, C 21: „Prinz
Friedrich von Homburg” Freitag, den 9. Januar. 87.
Abonnements=Vorſtellung, D 23: „Filmzauber”
Sams=
tag, den 10. Januar, außer Abonnement, 8. Sonder=
Vor=
ſtellung: „Robert und Bertram” Anfang 8 Uhr. Zu
dieſer Vorſtellung findet kein Kartenverkauf ſtatt.
Sonn=
taa, den 11. Januar, nachmittags 2 Uhr: „Die ſpaniſche
Fliege‟. (19 Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen.)
Abends 6 Uhr. 88. Abonnements=Vorſtellung, C 22: „Der
Ring des Nibelungen”. Dritter Tag: „Götterdämmerung”
Der Reſt des ſtädtiſchen Anlehens von acht
Millionen im Betrage von 4 Millionen wurde in der
letzten geheimen Sitzung der Stadtverordneten=
Verſamm=
lung an ein durch die Diskonto=Geſellſchaft zu
Frank=
furt a. M. vertretenes Bankkonſortium zu dem
Ueber=
nahmekurs von 93 Proz. begeben. Dieſer Kurs wurde
von ſämtlichen Herren, die um ihre ſachverſtändige
Aeußerung angegangen wurden, einmütig als ein der
derzeitigen Marktlage entſprechender relativ günſtiger
bezeichnet. Die Aufnahme des Anlehens iſt in erſter
Linie nötig geworden mit Rückſicht auf die großen
Bauten, die für militäriſche Zwecke beſchloſſen worden
ſind (die Kaſerne für das Infanterie=Bataillon); das
Disagio wird von dem Reich und für ein weiteres
Projekt von anderer Seite erſetzt. Das Anlehen wird im
übrigen für werbende Zwecke verwandt. Die Ausgabe
für ein neues Schulhaus mußte, dem Ernſt der Zeiten
entſprechend, noch zurückgeſtellt werden. Die
Stadtver=
waltung war in der Lage, das Anlehen aufnehmen zu
müſſen, da ſie den Ausgleichungsfonds, der z. Zt. eine
hohe Verzinſung erbringt, im Intereſſe der Steuerzahler
vor dem 1. April nicht angreifen durfte. Die von der
Stadtverwaltung dank ihrer Zurückhaltung bis jetzt
an=
geſammelten Reſervemittel betragen über 2 Millionen
Mark, davon iſt ein Betrag von ca. 1700000 Mark zu
dem Zinsfuß von 5,81 Proz. angelegt. Letztere Ziffer iſt
der Durchſchnittſatz des Jahres 1913.
* Zur Jahrhundert=Ausſtellung zur Erinnerung an
die Heſſiſchen Freiwilligen Jäger in dem ſtädtiſchen
Muſeum können jetzt noch Anmeldungen gerichtet werden
an Stadtbibliothekar Noack, Orangerieſtraße 13, von
Aus=
ſtellungsgegenſtänden: Bilder von Freiwilligen
Uniform=
ſtücke und Waffen, Tagebücher, Briefe uſw. Der
Eröff=
nungstag im Januar wird noch bekannt gegeben werden.
* Im Dienſte der Wohltätigkeit. Wie ſchon
wieder=
holt, ſo hat auch in dieſem Winter wieder der
Damen=
kranz des Profeſſorenkollegiums der
Tech=
niſchen Hochſchule hier dem Fonds zur Verabreichung eines
warmen Milchfrühſtücks an arme Schulkinder einen
nam=
haften Geldbetrag überwieſen. Möge dieſes edle Beiſpiel
Nachahmung finden.
* Die Zentralkaſſe der heſſiſchen landwirtſchaftlichen
Genoſſenſchaften (eingetragene Genoſſenſchaft mit
be=
beſchränkter Haftpflicht) hält eine außerordentliche
Generalverſammlung am Samstag, den 10.
Ja=
nuar 1914, nachmittags 2 Uhr, im Städtiſchen Saalbau
ab. Die Tagesordnung lautet: 1. Aenderung bezw.
Er=
gänzung des Statuts durch Annahme des aus vielfachen
Veröffentlichungen bereits bekannten Abkommens mit der
Großherzoglichen Regierung, betreffend ein Darlehen von
einer Million Mark und einen Kredit bis zu zwei
Millio=
nen Mark und die Aufſicht der Regierung über unſere
Zentralkaſſe. 2. Geſchäftliches: a) Mitteilungen des Vor
ſtandes, b) Anfragen aus der Verſammlung.
* Verein zur Verbreitung von Volksbildung.
Darm=
ſtadt. Prof. Dr. Pinder, Profeſſor der Kunſtgeſchichte an
der Techniſchen Hochſchule hier, wird am 8., 13. und 15.
ds Mts., das intereſſante Thema: „Stilſtrömungen im
13., 14. und 15. Jahrhundert” behandeln. In den 3
Vor=
trägen wird der geſchätzte Redner in Ergänzung der
vor=
jährigen Ausführungen des Herrn Prof. De. A. E. Berger
(Kulturgeſchichte im Mittelalter) ſprechen über die
Wand=
lungen und Einflüſſe welchen Kunſtmalerei, Plaſtik und
Architektur in den Hauptepochen der genannten
Jahehun=
derte unterlagen und wie die kirchlichen und weltlichen
Mächte und die Charaktere des damaligen Künſtlertums
Stilart und Weſen der verſchiedenen Künſte in den
ge=
nannten Jahrhunderten beeinflußt haben. Intereſſenten
ſeien jetzt ſchon darauf aufmerkſam gemacht, daß die Dis=
poſitionen für die einzelnen Vorträge bei Löſung der
Ein=
trittskarten am Verkehrsbureau und bei J. Mylius,
Herd=
weg 2, erhältlich ſind. (Weiteres ſiehe Anzeigenteil.)
* Das Weihnachtsfeſt des Heſſ. Fechtvereins
Waiſen=
ſchutz (Zweigverein Darmſtadt) im Städtiſchen Saalbau
verlief bei ſehr zahlreicher Beteiligung, in ſchönſter Weiſe.
Nach einleitendem Muſikſtück ergriff der erſte Vorſitzende,
Herr G. Burggraf das Wort, und entbot allen
An=
weſenden einen herzlichen Neujahrsgruß. Im weiteren
dankte er allen Gönnern und Förderern der guten Sache,
für ihre Mitwirkung im abgelaufenen Jahr, in der
Hoff=
nung, daß ſie auch fernerhin ihr Wohlwollen dem Verein
erhalten mögen. Das kleine Theaterſtück „Der
Verſöh=
nungsengel” wurde von den Damen A. und M. Maar,
Ch. Falk, den Herren Chriſtmann und Maar mit großer
Wärme geſpielt. Die von Frl. P. Kleiß mit ſchöner
klang=
voller Stimme geſungenen Lieder, fanden großen Anklang.
Herr Ph. Mechler ernteie mit ſeinen humoriſtiſchen
Vor=
trägen, wie immer, rauſchenden Beifall. Den Glanzpunkt
des Abends hildete die Poſſe „Ein Aufruhr im
Erholungs=
heim” von S. Guttmann. Sämtliche Mitwirkende
leiſte=
ten Vorzügliches. Der Verfaſſer, und der Regiſſeur Herr
F. Herrmann, wurden wiederholt gerufen. Auch der
„Tango” getanzt von Frl. Scheinpflug und Herrn Becker,
fanden lebhaften Beifall. Sehr exakt waren die
Zither=
vorträge des Zitherklubs Darmſtadt=Beſſungen.
Be=
fördert wurden zu Fechtwarten: Frau M. Vogel, die
Herren H. Becker, A. Chriſtmann, C. Crämer, K. Jordan,
Fr. Möller, W. Lehrbach, S. Nathan, Ch. Rückert, C.
Schneider, H. Spieß, F. Walther. Zu Oberfechtwarten:
W. Müller, J. Plaut, J. Unger. C. Winnemann. Zu
Hauptfechtwarten: L. Korte, Ph. Mechler. Ein kleiner
Tanz im Gartenſaale bildete den Schluß der ſchönen
Feier.
* Der Frauenverein der Schloßgemeinde hält am
Sonn=
tag, den 11. Januar, abends 8 Uhr, im Gemeindehaus,
Kiesſtraße 17, ſeinen Teeabend. Zu demſelben hat Herr
Profeſſor D. Dr. Diehl=Friedberg, der frühere Pfarrer
der Gemeinde, einen Vortrag zugeſagt über das Thema:
„Wrlche Aufgaben ergeben ſich für die Gemeindearbeit
aus der modernen Austeittsbewegung” Ihre
Mitwir=
kung haben weiterhin gütigſt zugeſagt: Herr Hch.
Falken=
ſtein (Violine), Herr Reallehrer Neff (Cello) und Herr
Lehrer Müller (Tenor), ſo daß ein intereſſanter Abend
bevorſteht, der für die Mitglieder wie für weitere Kreiſe
beſonders anziehend ſein dürfte.
* Burmeſter=Konzert. Man ſchreibt uns: Nach
Ein=
trittskarten zu dem am 21. d. M. ſtattfindenden
Burmeſter=
konzert herrſcht lebhafte Nachfrage, weshalb dringend
geraten wird, bei der Firma Heinrich Arnold,
Hof=
lieferant, Wilhelminenſtraße 9, Vorausbeſtellungen
erwir=
ken zu wollen.
* Turngemeinde Darmſtadt. Das von der
Turn=
gemeinde Darmſtadt am Neujahrstage veranſtaltete erſte
karnevaliſtiſche Konzert hat ſeine alte Anziehungskraft
be=
währt. Der närriſch dekorierte Feſtſaal war bis auf den
etzten Platz gefüllt von einer luſtigen Schar Närrinnen
und Narren. Meiſter Hauske mit ſeiner rührigen
Ka=
pelle verſtand es, durch ausgewählte, fein wiedergegebene
Konzertſtücke vie Beſucher in die richtige Stimmung zu
verſetzen. Die gemeinſchaftlich geſungenen Lieder wurden
dankbar aufgenommen und ernteten reichen Beifall. So
herrſchte ein froh bewegtes Leben und Treiben in dem
großen Feſtſaale, in dem ſich beſonders die zahlreich
er=
ſchienenen Damen mit ihrem ſchönen närriſchen Kopf= und
Haarſchmuck vorteilhaft abhoben. Ein flottes Tänzchen
bildete den Schluß dieſer erſten karnevaliſtiſchen
Veran=
ſtaltung, mit deren Erfolg die Turngemeinde wohl
zu=
frieden ſein darf.
Die offizielle Karnevalſaiſon wird, wie alljährlich,
durch die Karnevalgeſellſchaft „Narrhalla”
mit einer glanzvollen karnevaliſtiſchen
Konzertveranſtal=
tung in ſämtlichen Räumen des Städtiſchen
Saal=
baues am Sonntag, den 11. Januar, eröffnet
wer=
den. Es ſind für dieſe weit über den Rahmen eines
Kon=
zerts hinausgehende Veranſtaltung verſchiedene Schlager
und Neuheiten auf tanzkünſtleriſchem, muſikaliſchem und
vortraglichem Gebiete vorgeſehen, über die nähere
Mit=
teilungen demnächſt erfolgen werden. Schon jetzt ſei
darauf hingewieſen, daß die Eintrittskarten zu
dieſer erſten offiziellen Veranſtaltung der Karnevalſaiſon
1914 auch nachher noch erheblichen Wert behalten. Es iſt
nämlich die Einrichtung getroffen, daß die Beſucher des
Konzerts gegen Vorzeigung ihrer Eintrittskarte, die
natür=
lich aufgehoben werden muß, Anrecht auf bedeutend
er=
mäßigten Eintrittspreis zum großen Gala=Elite=
Geſellſchafts=Maskenball im Saalbau am
Faſtnachts=Samstag, dem Clou der ganzen
Kar=
nevalſaiſon, haben. Mitteilungen über Vorverkauf uſw.
folgen durch Anzeigen und Plakate.
Paketeinſammlung durch die Poſt. Es iſt noch
nicht genügend bekannt, daß die Poſt abzuſendende Pakete
auf Beſtellung aus den Wohnungen abholen läßt. Man
braucht nur ein offenes Schreiben, eine Karte oder einen
Zettel mit den Worten „Paket abzuholen bei (Name und
wirklich klingt — wahrſcheinlich macht ſich’s im
Muſik=
vereinsſaal ganz anders!
Auch hinter den Kuliſſen war inzwiſchen die
hundert=
ährige Geſellſchaft der Muſikfreunde ſehr mobil geweſen
lund hatte ſich in den „Tonkünſtlern” mit Oskar Nedbal an
der Spitze ein vortreffliches Hausorcheſter und in deren
geſchäftlichem Direktor Höllering eine ſchneidige und
ge=
ſürchtete kaufmänniſche Kraft geſichert. Ueber den beſſeren
Chor verfügt ſie ohnehin in ihrem „Singverein” mit dem
ſich die „Singakademie” des Konzertvereins in keiner
Weiſe vergleichen kann. — Kurz: Es mehren ſich die
An=
zeichen, als wäre die alte Geſellſchaft der jungen an
Kampfkraft mindeſtens ebenbürtig und als ſtünden die
rigentlichen Entſcheidungsſchlachten erſt noch bevor.
Zu=
wächſt geſchieht natürlich „alles in Liebe und Güte, Herr
Erbförſter‟. Eine Reihe amicaler Papierverträge
zwi=
ſchen beiden Geſellſchaften iſt vorläufig nur dazu da,
vor=
ſichtig und unter Wahrung der äußeren Form umgangen
zut werden. Bald aber dürkte die offene Fehde losbrechen
und ſie wird bis aufs Meſſer geführt werden, bis .
ja, bis beide Parteien genug geblutet haben, um
einzu=
ſehen, daß das klügſte ein Kartell ſei. Vorläufig iſt man
Allerdings noch weit entfernt von ſolcher Erkenntnis.
Dem Publikum möchte ein Konkurrenzkampf
theo=
retiſch ganz recht ſein —, könnte es doch von der
gegen=
ſeitigen Anſpannung der Kräfte nur profitieren. Aber
in der Praxis ſtimmt die Rechnung nicht, erſtens gemäß
dem alten Erfahrungsſatz, daß das Muſikbedürfnis
umgekehrt proportional der Gelegenheit zu ſeiner
Be=
friedigung iſt, und zweitens, weil unter dem
Trüm=
merſchutt des Böſendorfer Saales neben manch lieber
Er=
linnerung auch die reizvolle, an Hausmuſik gemahnende
Intimität der heimiſchen Muſikpflege begraben zu ſein
ſcheint. Der Amerikanismus beherrſcht ſeit
heuer auch das Wiener Konzertleben. Mag
ſer überall ſonſt ſeine guten Seiten hervorkehren — in der
Kunſt und insbeſondere in der Muſik iſt er
erwieſener=
maßen allemal vom Uebel. Und darum bedeutet hier
Gewinn — Verluſt! Das ziemlich engumgrenzte Wiener
Publikum ſpürt übrigens den Umſchwung ſehr genau
ſchon äußert es ſein Behagen und Mißbehagen
augen=
fällig durch gefliſſentliche Uebergehung mancher allzu
reklamehaften Veranſtaltung, und ſo ſteht zu hoffen, daß
dieſer uralte Kulturboden jene neueſte Errungenſchaft
bald aufgeſogen und ſich angepaßt haben wird.
Merkwürdig bleiben darum doch die beiden Männer,
die den Amerikanismus im muſikaliſchen Wien
repräſen=
tieren. Ihr Weſensunterſchied charakteriſiert ſich am beſten
durch einen Vergleich aus dem Sportjargon: Dr. Bot.
ſtieber — Amateur. Carl Höllering — Profeſſional. Dr.
Botſtieber iſt ſonſt ein ernſt zu nehmender
Wiſſenſchaft=
ler; er hat außer anderen Schriften eine fundamentale
„Geſchichte der Ouverture” geſchrieben und, wenn er jetzt
ererbte kaufmänniſche und organiſatoriſche Fähigkeiten in
die Praris umſetzt, ſo meint er es doch allemal mit dem
Muſikleben ſeiner Vaterſtadt Wien ehrlich und aufrichtig
gut. Höllering, ein geborener Egerländer, meint es
ge=
wiß auch gut — aber doch hauptſächlich mit ſich. Echt
amerikaniſch iſt ſein Werdegang. Vom kleinen Orcheſter=
Fagottiſten ſchwang er ſich zum Begründer und
Präſiden=
ten des öſterreichiſchen Muſiker=Verbandes — das iſt die
Organiſation der Mehrheit der Orcheſtermitglieder —
em=
por. Als ſolcher begründete er das bereits erwähnte
„Wiener Tonkünſtler=Orcheſter” begnügte ſich von da an
kluger Weiſe mit dem Vizepräſidenten=Poſten und heute iſt
dieſer Selfmademan eine Macht, von deren Wink das
ge=
ſamte Muſikleben nicht nur Wiens, ſondern ganz
Oeſter=
reichs abhängt.
Gegenüber dieſen hochintereſſanten Kampfſpielen
zwiſchen zwei mächtigen Geſellſchaften einerſeits und
zwiſchen Bodenſtändigkeit und importierter Moderne
an=
dererſeits treten ſelbſtverſtändlich kleinere Evolutionen
und Revolutionen etwas in den Hintergrund.
Bemerkens=
vert iſt vielleicht noch die Stellung unſeres Publikums
zu Richard Strauß. Jahrelang und unermüdlich hat er
um Wien geworben als Opernkomponiſt — doch ohne
rech=
tes Glück. Brachte es der „Roſenkavalier” auch auf eine
reſpektable Anzahl von Aufführungen, ſo iſt doch des
Wieners Inſtinkt viel zu fein, um nicht das Undramatiſche
ſeines innerſten Weſens zu wittern. Gewonnen hat der
Tauſendkünſtler der Orcheſterfarben die Wiener erſt als
Symphoniker. Da gehen ſie allerdings heutzutage durch
Dick und Dünn mit ihm und, wenn er gar ſelbſt den
Di=
rigentenſtab ergreift, ſo könnte er einen Saal der „
Fünf=
tauſend” oft und oft bis auf den letzten Platz füllen.
Von ſonſtigen, den Rahmen des lokalen Intereſſes
überſchreitenden Produktionen iſt etwa noch eine Richard
Wagner=„Ur”Aufführung zu erwähnen, die der Schreiber
ieſer Zeilen, dank dem Entgegenkommen Wahnfrieds und
des Verlages Breitkopf und Härtel zuſtande und zu
Ge=
ör brachte. In einem Konzert, das die bekannte
Zeit=
ſchrift „Der Merker” nach dem Vorbild der großen Revuen
es Auslandes ihren Abonnenten gab, erklangen zum
erſten Mal drei bisher unveröffentlichte Lieder aus
„Fauſt” die Wagner für das Leipziger Stadttheater, wo
„Schweſter Roſalie” als Gretchen gefeiert wurde,
kom=
vonierte — außerdem ein „Soupir” betiteltes, ebenfalls
handſchriftliches Lied nach einem Gedicht von Jean
Re=
voul (1796—1864). Während hier Holländer= und
Tann=
häuſer=Anklänge erſcheinen, iſt dort die Energie der
Dekla=
nation bemerkenswert.
Zum obligaten Schönberg=Skandal iſt es heuer noch
icht gekommen, hingegen ſucht eine wenig ſympathiſche
Klique deue jungen Genie Erich Wolfgang Korngold jede
Aufführung ſeiner jugend= und erfindungsfrohen Werke
yſtematiſch zu verbittern. Bisher gottlob vergebens!
Voilä tout! Nächſtens einiges von den Opern= und
Overettentheatern . . . . .
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Nummer 3
Wohnung)” unfrankiert in den nächſten Briefkaſten zu
werfen oder einem Briefträger mitzugeben und die
Sen=
dung wird bei der nächſten Paketbeſtellfahrt gegen eine
Gebühr von 10 Pfg. vom Hauſe des Abſenders abgeholt.
Das Verfahren iſt einfach und bequem und beſonders
ſolchen Perſonen zu empfehlen, denen kein Dienſtbote zur
Verfügung ſteht.
* Die Eisbahn am Böllenfalltor iſt bei dem herrlichen
Winterwetter außerordentlich ſtark frequentiert. Die Bahn
iſt in vorzüglicher Beſchaffenheit und die Lauffläche wird
nach Möglichkeit ſtändig vergrößert.
* Orpheum. Gaſtſpiel des „Max Walden=Enſembles”.
Die erfolgreiche Fliegerpoſſe „Parkettſitz Nr. 10"
geht am morgigen Sonntag zweimal in Szene und zwar
nachmittags präziſe um 4 Uhr als Volksvorſtellung bei
ermäßigten Preiſen und abends. (Siehe Anz.)
* Konzerte uſw. Hanauer Hof. Am kommenden
Sonntag, den 4. d. M., findet von abends 6.11 Uhr ab
humoriſtiſch=karnevaliſtiſches Konzert ſtatt. Punkt 6.11 Uhr
wird Prinz Karneval unter den Klängen des
Narrhalleſen=
marſches ſeinen Einzug halten. Herr Obermuſikmeiſter
Mickley, welcher ein urſideles Programm aufgeſtellt hat,
wird ſelbſt die Leitung übernehmen. Der Abend dürfte
bei Abſingen neuer urwitziger Karnevalslieder ſich zu
einem amüſanten geſtalten.
n. Jäher Tod. Als am Neujahrstag vormittags ein
hier im Ruheſtand lebender Beamter ſeine Wohnung in
der Sandſtraße zu einem Spaziergang verlaſſen hatte,
brach er wenige Schritte davon entfernt plötzlich
zuſam=
men. Wie ein herbeigerufener Arzt feſtſtellte, war er
einem Schlaganfall erlegen. Tot wurde er in das Haus
ſeiner Gattin zurückgebracht, mit der er im letzten
Som=
mer die goldene Hochzeit begangen hat. Er fühlte ſich
völlig wohl und hatte gerade vor jenem Ausgang noch
Hausgenoſſen Neujahrswünſche ausgedrückt.
* Der tödliche Unfall in der Silveſternacht. Wegen
des verhängnfsvollen Schuſſes, durch den in der
Silveſter=
nacht der Buchhalter Dörſam ums Leben kam, wurden
am Neujahrstag und geſtern vormittag an Ort und Stelle
gerichtliche Ermittelungen angeſtellt. Dieſe ergaben, daß
der Schuß anſcheinend nicht von der Straße abgegeben
wurde ſondern aus einer in ungefähr gleicher Höhe mit
dem Getroffenen gehaltenen Schußwaffe. Dörſam hatte
ſich zum Fenſter hinausgelehnt und das Geſchoß
durch=
bohrte ihm den Kopf in annähernd wagerechter Richtung.
Die Schußwaffe, dem Befund nach eine alte Piſtole, war
anſcheinend mit einer beträchtlichen Pulvermenge geladen
und mit mehreren Bleiſtücken, denn man fand im Zimmer
drei anſehnliche Bleiſtücke, die vom Schuß herrührten.
Durch ein Bleiſtück war auch ein Stück der Fenſterwand
herausgeſchlagen, ſo daß der Schuß leicht noch andere
Opfer hätte fordern können. Ob die beiden als verdächtig
Feſtgenommenen als Täter in Frage kommen, ſteht noch
dahin. Sie beſtreiten, geſchoſſen zu haben, und eine
Schußwaffe iſt nicht gefunden worden.
§ Polizeibericht. Am Donnerstag abend kurz nach
ſieben Uhr, kam es in der Obergaſſe, vor einer Wirtſchaft,
zwiſchen zwei Handarbeitern zu einem Wortwechſel, der
in Tätlichkeiten ausartete. Hierbei wurde ein
Hand=
arbeiter mit einem Raſiermeſſer an der einen Hand ſchwer
verletzt. Er mußte ſich im Garniſonlazarett verbinden
laſſen und ſich dann in das ſtädtiſche Krankenhaus
be=
geben. — In der Silveſternacht, kurz nach vier Uhr,
ent=
ſtand in der Langegaſſe zwiſchen zwei Taglöhnern eine
Schlägerei, wobei einer infolge Beilhiebe mehrere ſtarke
Wunden am Kopfe davontrug. Der Verletzte erhielt auf
der Revierwache einen Notverband und mußte ſich dann
nach dem ſtädtiſchen Krankenhaus begeben. — Während
der Silveſternacht und am Neujahrstage ſind
ſechs Perſonen wegen Schießens zur Anzeige gebracht
worden. Zwei Schußwaffen wurden konfisziert.
* Feuer. Die Feuerwache wurde Donnerstag abend
8,10 Uhr nach Sandſtraße 22 gerufen. In einem
Zim=
mer des erſten Obergeſchoſſes war durch die Feuerung
eines Porzellanofens das Gebälk und die Verſchalung einer
Zwiſchenwand im Innern in Brand gekommen. Durch
Wegnahme der Holzverſchalung wurde das Feuer
frei=
gelegt und alsbald abgelöſcht, womit die Gefahr
beſei=
tigt war. Um 9 Uhr rückte die Wache wieder ab.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., beren im Nacht
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil var.
— 4. Hofmuſik=Konzert. Eine künſtleriſche
Senſation erſten Ranges verſpricht das erſte Auftreten
des Violinvirtuoſen Hubermann nächſten Montag im 4.
Hofmuſik=Konzert zu werden. Die Prager Zeitung
Bo=
hemia ſchreibt über ein dortiges Konzert des Künſtlers:
Es genügt, zu ſagen, daß es ſtattfand. Alles andere
ver=
ſteht ſich dann von ſelbſt. Der volle Saal, in dem eine
Hörerſchaft aller Stände andächtig und ſchon verzückt
lauſcht; auf dem Podium der Künſtler, mit dem
unheim=
lichen Auge, dem grotesken Kopf, den zauberiſchen
Hän=
den; und die Luft durchzittert von den ſüßen, bangen,
dro=
henden oder nachdenklichen, immer von Leidenſchaft und
Gefühl des Innerſten, Geheimſten durchpulſten Klängen
einer Geige, die laut Impreſſario achtzigtauſend Kronen
gekoſtet: Hubermann=Konzert! Mag er ſpielen, was er
will, auf welcher Geige er mag, immer doch ſchlägt ſein
vom heiligen Geiſt der Muſik erleuchtetes Spiel jedwede
fühlende Menſchenbruſt in ſeinen Bann. Und am Schluß
kann man nicht anders als danken, mit feuchtem Blick und
aufgeregten Händen danken, bis man ſich die
Wieder=
holung des immer neuen Genuſſes erzwungen.‟ — Die
öffentliche Hauptprobe findet beſonderer
Um=
ſtände halber erſt um 11 Uhr Montag vormittag ſtatt.
— Gartenkunſtausſtellung. Ein erhöhtes
Intereſſe erhält der am Donnerstag, den 8. Januar, im
Auftrage des hieſigen Gartenbauvereins im Kaiſerſaal
(Graſenſtraße) veranſtaltete Lichtbildervortragsabend des
Herrn Gartenarchitekten Hans Gerlach über: „Die
Gar=
tenkultur des 20. Jahrhunderts und ihre ſoziale
Bedeu=
tung” durch eine gleichzeitig damit verbundene
Garten=
kunſtausſtellung der Firma W. Coßmann. Nachf. Wirtz
u. Eicke, Frankfurt a. M., Zweigbureau für Gartenkunſt
Darmſtadt, Neckarſtraße 11. Dieſe Gartenkunſtausſtellung,
welche im Frühjahr 1913 im Königlichen
Kunſtgewerbe=
muſeum in Berlin und dann im Sommer 1913 auf der
Gartenbauausſtellung in Forſt i. L. allgemeines
Inter=
eſſe wachrief, wird ſicher auch hier in Darmſtadt Anklang
finden, zumal dieſelbe durch den Lichtbildervortrag des
Herrn Gerlach, Mitarbeiter der Firma Wirtz u. Eicke,
er=
läutert wird. Der auf dem Gebiete des Gartenbaues und
der Gartenkunſt in Darmſtadt bekannte Redner wird nicht
nur die heutige Gartenkunſt, die Entwickelung derſelben,
ſondern auch die Schüler= und Schulgärten, ſowie die
neu=
zeitliche Vorgartengeſtaltung eingehend in Wort und Bild
behandeln. Der Kaiſerſaal wird für den freien Zutritt
des Publikums am Donnerstag, den 8. Januar, abends
7½ Uhr, geöffnet. Der Zweck dieſer Veranſtaltung iſt,
den neuzeitlichen Beſtrebungen der Gartenkunſt weitere
Kreiſe zu erſchließen, weshalb ein recht vielſeitiger Beſuch
ſehr zu wünſchen iſt.
* Das Reſidenztheater am weißen Turm
hat ſich das alleinige Erſtaufführungsrecht der neuen Aſta
Nielſen=Serie 1913/14 geſichert. Ab heute kommt der dritte
Film zur Vorführung, betitelt: „Die Filmprimadonna”
ein mimiſches Schauſpiel in 4 Akten von Urban Gad. Der
Film führt mitten hinein in das Milieu, das dem großen
Publikum bisher fremd war und das dennoch von
außer=
ordentlichem Intereſſe iſt. Wir erleben das ruheloſe
Rin=
gen und Kämpfen einer Schauſpielerin um die geſicherte
Exiſtenz, bis ſie endlich unterliegt und in den Armen
deſſen, der ſie aufrichtig liebt, ihre Seele aushaucht. Aſta
Nielſen hat in der Durchführung der Hauptrolle eine
un=
vergleichliche Leiſtung geſchaffen. Abgeſehen von der
grandioſen Kunſt der Nielſen und dem an ſich ſchon
inter=
eſſanten Thema liegt der Wert des Films in der
Schilde=
rung glaubwürdiger Erlebniſſe, die die übrigen Darſteller
ohne Uebertreibung überzeugend zum Ausdruck bringen.
* Union=Theater (Kunſtlichtſpiele,
Rhein=
ſtraße 6). Die Feiertage ſind vorüber und der graue
All=
tag hat wieder ſein Regiment angetreten. Um ſo
freudi=
ger wird man deshalb die Tatſache empfinden, daß man
im Union=Theater, dem größten und komfortabelſten
Licht=
ſpielhaus der Reſidenz, ein Programm zuſammengeſtellt
hat, das den Beſucher auf einige Stunden über die
Sor=
gen des Alltags hinwegzuſetzen vermag. Da iſt zunächſt
ein Dreiakter der bekannten Geſellſchaft Pathé Freres zu
nennen, der ſich „Treue Liebe” betitelt und das tragiſche
Schickſal zweier Menſchenkinder in ergreifender Weiſe
ſchildert. „Wiedergefunden” iſt eines jener dezenten
Dra=
men, in deren Auswahl die Leitung des Union=Theaters
ſtets eine glückliche Hand bat. Was an Humor geboten
werden kann, iſt zuſammengetragen worden in dem
zwei=
aktigen Luſtſpiel „Weh’ wenn ſie losgelaſſen” und den
Humoresken „Johanns Vermögen” und „Eine Trauung
auf dem Flugzeug‟. Der Zuſchauer kommt aus dem
Lachen nicht heraus und findet ſo die gewünſchte und
notwendige Abwechſelung. Dabei darf die ſtilvolle
künſt=
leriſche Begleitung der Bilder nicht vergeſſen werden, die
einen Beſuch des Theaters empfehlenswert macht.
* Roßdorf, 2. Jan. (Goldene Hochzeit.) Am
Sonntag, den 4. Januar, feiern der im Ruheſtand lebende
Waldarbeiter Heinrich Schumann und Frau das Feſt
der Goldenen Hochzeit.
Aus dem Gorxheimertal, 2. Jan. (Recht
unange=
nehme Feiertagsüberraſchung) brachte der
Autoverkehr unſeren Talbewohnern, denn beide
Autowagen wurden derart defekt, daß der Verkehr
vollſtändig eingeſtellt werden mußte und
vor=
ausſichtlich leider auch in den nächſten Tagen noch nicht
aufgenommen werden kann, was unſeren ſo zahlreich in
Weinheim beſchäftigten Arbeitern bei dieſem Schneewetter
und bei dieſer Kälte recht empfindlich iſt.
Offenbach, 2. Jan. (Selbſtmordverſuch.) Aus
einem höchſt eigenartigen Grund verübte der 16jährige
Lehrling Franz Dirietz hierſelbſt einen
Selbſtmordver=
ſuch. Er brachte ſich in einer am Bieberberg gelegenen
Feldhütte einen Schuß in die rechte Schläfe bei und
ſchleppte ſich in ſchwerverletztem Zuſtande in die in der
Nähe liegende Kaſerne der Maſchinengewehrabteilung,
von wo aus er in das ſtädtiſche Krankenhaus verbracht
wurde. Als Grund der Tat gibt er an, daß er
wegen-
großer Zahnſchmerzen beabſichtigt habe, ſeinem
Leben ein Ende zu machen. — (Die Silveſternacht)
war reich an Unfällen, die namentlich durch den Unfug
mit Schießwaffen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern
hervorgerufen wurden. Ein zwölfjähriger Schulknabe
verbrannte ſich mit Feuerwerkskörpern am ganzen Geſicht,
ſo daß auch das Augenlicht gefährdet wurde. Der
Vor=
ſteher Leonhard Marſchall zog ſich erhebliche
Brandwun=
den am Arm zu. Der in der Auſtraße 7 wohnende
Hein=
rich Boo zog ſich erhebliche Brandwunden an den Augen
zu, während die 25jährige Eliſe Sippel auf bisher
unauf=
geklärte Weiſe durch einen Streifſchuß am Halſe verletzt
wurde. In den übrigen Fällen handelt es ſich um
gering=
fügige Verletzungen.
Gonſenheim, 2. Jan. (Leichtſinniger Poſten.)
Ein Soldat der 3. Kompagnie des Infanterie=Regiments
Nr. 87, der ſeinen Wachtpoſten am Gonſenheimer Tor
widerrechtlich verließ und ſich mit aufgepflanztem
Seiten=
gewehr in der Finther Straße umhertrieb, wurde
feſtge=
nommen und der Wache der hieſigen Artillerieabteilung
zugeführt.
Worms, 2. Jan. (Bei dem Todesſturz eines
Offiziersburſchen) handelt es ſich um einen
Un=
glücksfall, was die W. Ztg. ausdrücklich feſtellt. Der Mann
hatte den Schlüſſel zu einem Zimmer verlegt, und er
klet=
terte, um in das Zimmer zu gelangen, aus einem Fenſter
eines anderen Zimmers auf das Dach, um ſo durch das
Fenſter in das verſchloſſene Zimmer zu gelangen. Auf
dem in der Nacht gefallenen Schnee iſt er ausgerutſcht und
in den Hof geſtürzt. Auch geſchah das Unglück nicht Nachts,
ſondern früh um halb 8 Uhr.
Nierſtein, 2. Jan. (Großfeuer.) Geſtern früh kurz
nach 7 Uhr brach hier auf bisher unaufgeklärte Weiſe in
der Putzanlage der Malzfabrik Gebrüder Veitel
Groß=
feuer aus. Die Flammen ergriffen ſofort das ganze
Ge=
bäude, ſo daß die Nierſteiner Feuerwehr, die zudem bei
der ſtarken Kälte durch das Zufrieren der Schläuche beim
Spritzen ſehr behindert war, nur verſuchen konnte, das
Feuer auf ſeinen Herd zu beſchränken, was ihr nach
ſtar=
ken Anſtrengungen und durch Unterſtützung der
Feuer=
wehren der benachbarten Orte Oppenheim und
Schwabs=
burg gelang. Auch eine Automobildampfſpritze der Firma
Opel in Rüſſelsheim war zur Stelle, ſie brauchte indeſſen
nicht mehr in Tätigkeit zu treten. Der Schaden iſt durch
Verſicherung gedeckt. Der Betrieb erleidet keine
Unter=
brechung. Der rechte Seitenflügel iſt gänzlich
nieder=
gebrannt.
Spiesheim, 2. Jan. (In der
Totſchlags=
affäre), der am letzten Sonntag abend der 24 Jahre
alte Landwirt Ernſt Diefenthäler zum Opfer fiel, ſind bis
jetzt drei Verhaftungen vorgenommen worden. Der
Bauernburſche Fr. K. Heſſinger, der als Haupttäter von
Anfang an in Betracht kam, hat die Tat bereits
ein=
geſtanden. Außer dem Dolche, mit dem er den
töd=
lichen Stich führte, war er auch noch mit einem ſogen.
„Totſchläger” bewaffnet. Dazu kommt, daß er mit dem
Erſtochenen verfeindet war und ſich in den Streit
ein=
niſchte, in den Diefenthäler mit anderen jungen Burſchen
verwickelt war. Der mit furchtbarer Gewalt geführte
Dolchſtich hat das Herz durchbohrt, ſo daß der Tod auf
der Stelle eintrat. Das Mordinſtrument, das der Täter
beſeitigte, konnte noch nicht aufgefunden werden. Neben
dem 19jährigen Fr. K. Heſſinger wurden auch deſſen
Bru=
der Wilhelm Heſſinger und der Hausdiener Johann
Rath=
geber als Mittäter verhaftet.
Bingen, 2. Jan. (Opfer der Pflicht.) Im
be=
nachbarten Kempten hat vorgeſtern abend um 5½ Uhr
der Hilfswärter Heimen aus Gaulsheim die
Signal=
lichter angezündet und wollte feſtſtellen, ob dieſe richtig
ängen. Er trat zu dieſem Zweck zurück und wandte dem
Gleis den Rücken zu. In dieſem Augenblick erfaßte ihn
ine Leermaſchine. Es wurde ihm der Kopf und beide
Beine abgefahren. — (Ein luſtiges
Schifferſtück=
ein vom Rhein) wird aus Rüdesheim berichtet: Ein
Bäuerlein von „über der Höh” ließ ſich im Nachen von
einem Fährmann überfahren. Als beide inmitten des
Rheins waren, paſſierte ein Schleppſchiff die gleiche Stelle,
wobei der Nachen ins Schaukeln kam. Aengſtlich ſchrie
Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Parſifalaufführungen. Die
Erſtauffüh=
rung von Richard Wagners Bühnenfeſtſpiel Parſifal
im Deutſchen Opernhaus zu Charlottenburg war
des gewaltigen Werkes und des bedeutungsvollen Tages
würdig und machte auf das ausverkaufte Haus einen
tiefgehenden, zum Teil überwältigenden Eindruck. Am
Schluß der Vorſtellung, die nahezu ſechs Stunden
dauerte, wurden die Darſteller Paul Hanſen (Parſifal),
Robert Blaß (Gurnemanz), Julius Röther (der im
letz=
ten Augenblick für den erkrankten Ernſt Lehmann den
Am=
fortas übernommen hatte) und Frau Melalie Curt
(Kundry) und ebenſo der ſzeniſche Leiter, Direktor Georg
Hartmann, immer wieder ſtürmiſch gerufen. Auf die
Wandeldekoration war verzichtet. Das Bühnenbild des
Gralstempels war von prachtvoller Wirkung, die ganze
Inſzenierung außerordentlich ſorgfältig und gediegen.
Das Orcheſter unter Leitung von Eduard Möhrike war
ausgezeichnet. — Außer in Charlottenburg fanden am
1. Januar noch Erſtaufführungen von Parſifal in
Bres=
lau (Stadttheater), in beiden Landestheatern in Prag,
in der Peſter Volksoper, in Rom und Bologna
ſtatt Auch in der Großen Oper in Paris fand die
Erſt=
aufführung in Form einer Generalprobe ſtatt. Bei dieſer
fand das Werk eine begeiſterte Aufnahme. Zum Schluß
bereitete das Publikum dem Direktor der Oper, Meſſager,
der die Aufführung einſtudiert hatte und das Orcheſter
dirigierte, lebhafte Ovationen. — Ueber die Aufführung
in Madrid wird gemeldet: Die Uraufführung von
Par=
ſifal fand am 1. Januar, nachmittags um 5 Uhr, im
Theatre Royal vor vollbeſetztem Hauſe ſtatt. Beſonders
das Vorſpiel und der erſte Akt wurden mit nicht
enden=
wollender Begeiſterung aufgenommen. Die Aufführung
war zugleich ein Erfolg für die äußerſt prunkvolle und
künſtleriſche Ausſtattung. Während der Abendpauſe
wurde im Foyer des Theaters ein Diner ſerviert. Um
9 Uhr abends begann der dritte Akt. Kurz nach
Mitter=
nacht war die Vorſtellung zu Ende. — Die Uraufführung
des Parſtfal im Lyzeumtheater in Barcelona begann
merkwürdigerweiſe erſt um 10 Uhr abends und war gegen
5½ Uhr morgens beendet.
Die Geſchäftigkeit, mit der in allen Ländern die
Opern=
inſtitute in dieſen Tagen die Erſtaufführung des Parſifal
als „Senſation” und großes „geſellſchaftliches
Theater=
ereignis” auszubeuten ſuchen, beginnt auch in
Frank=
reich bei den Verehrern der Wagnerſchen Kunſt
wachſen=
des Unbehagen zu erwecken. Im Temps ergreift Pierre
Lalo das Wort, um noch einmal die Parſifalfrage
einer melancholiſchen Betrachtung zu unterziehen; bitter
beklagt er es, daß das große Weiheſpiel, das Wagner
mit der ganzen Inbrunſt ſeines Weſens vor dem
allge=
meinen Opernbetriebe zu verteidigen ſuchte, nun dem
Ge=
ſchäftsſinn der Theaterunternehmer preisgegeben ſei.
„Freuen wir uns nicht zu ſehr, daß wir vom 1. Jan. ab in
der Pariſer Großen Oper den Parſifal haben werden, denn
gewiß iſt es nicht, daß die Schöpfung bei dieſer
Verbrei=
tung ebenſo viel gewinnen wird, wie unſere Neugier.
Der religiöſe Geiſt, von dem der Parſifal erfüllt iſt,
for=
dert von den Zuſchauern, wenn Werk und Betrachter ſich
finden ſollen, eine ebenſo religiöſe Geiſtesverfaſſung Und
um dazu zu gelangen, iſt eine weite Reiſe nicht zu viel,
eine Pilgerfahrt zu dem heiligen Orte, wo ein genialer
Menſch ſein Werk vollbrachte. Ich zweifle nicht, daß ihr alle
zu den erſten Aufführungen des Parſifal den feſten Vorſatz
des Reſpektes, der Aufmerkſamkeit, des Schweigens, ja
faſt der Ehrfurcht mitbringen werdet. Aber ſpäter wird
durch die nackte Gewalt der Tatſachen auf einer Bühne,
für die dieſes Weiheſpiel nicht geſchrieben wurde, der
Parſifal Operncharakter annehmen. Er wird eine Oper
ſein wie andere, ſobald man ihn auf allen beliebigen
Theatern vor einem gewöhnlichen Publikum vorführt;
ſtellt ihn Euch nur in dem Kaſino eines faſhionablen
Badeortes vor. Und das iſt der ſchlimme Zuſammenbruch,
zu dem die Aufführungen der Großen Oper die erſte
Etappe bilden. Der Meiſter des Gral hatte recht
geſpro=
chen: Parſifal mußte in Montſalvat bleiben. . .
* Frau Anna Schramm, Mitglied des
König=
lichen Schauſpielhauſes in Berlin, iſt am 1. ds. in
den Ruheſtand getreten. Sie wird in dieſem Jahre
80 Jahre alt. Mehr als 70 Jahre gehörte ſie der Bühne
an, da ſie als Kind zum erſten Male aufgetreten iſt. Am
Königlichen Schauſpielhaus in Berlin wirkte ſie 22 Jahre.
Vor Jahren gaſtierte ſie auch in Darmſtadt. Sie beſaß
einen köſtlichen Humor und eine unvergleichliche Komik.
* Ueber eine moderne Reiſe nach dem Mond leſen wir
in der Rheiniſch=Weſtfäliſchen Zeitung: „Die Mathematiker
ſtellen ihre Kunſt zuweilen auch in den Dienſt von
Gebur=
ten der Einbildungskraft, vielleicht um den Nachweis zu
erbringen, daß ihre ſchwierige Wiſſenſchaft auch
unterhalt=
ſam ſein kann. Dieſer Veranlagung iſt wenigſtens der
franzöſiſche Mathematiker Esnault=Pelterie gefolgt, indem
er die Möglichkeit eines Verkehrs zwiſchen den Körpern
des Sonnenſyſtems in Berechnung gezogen hat. Er knüpft
an die Kanonenkugel von Jules Verne an, die er in eine
Rakete mit ununterbrochenem, motoriſchem Betrieb,
ver=
wandelt. Ein ſolches Geſchoß müßte nach der Berechnung
des Mathematikers eine Geſchwindigkeit von 11
Kilo=
metern in der Sekunde erhalten, um aus der
Ge=
walt der Anziehungskraft der Erde zu entrinnen. Dieſe
Geſchwindigkeit würde genügen, die Entfernung von
Ber=
lin nach Königsberg in 55 Sekunden zurückzulegen,
wäh=
rend zur Umkreiſung des ganzen Aequators etwas mehr
als eine Stunde nötig wäre. Die Frage iſt, wie eine
ſolche Kraftleiſtung hinreichend lange aufrecht erhalten
werden ſoll, und die Antwort fiel natürlich wieder auf das
Radium, den Allerweltshexenmeiſter. Man braucht nur
ein Geſchoß von einer Tonne (20 Zentner) Gewicht mit 27
Kilogramm Radium zu laden, um bei einer geeigneten
Konſtruktion ſicher zu ſein, daß es die Reiſe von der Erde
nach dem Mond in 49 Stunden zurücklegt. Es iſt ein
wah=
res Glück daß das Radium ſo teuer iſt, daß alles Geld der
Erde nicht dazu ausreichen würde, ein Bombardement
des Mondes zu bezahlen. Vielleicht würde ſonſt ein
ſol=
ches zur Volksbeluſtigung veranſtaltet werden, und wer
Nummer 3.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Seite 5.
das Bäuerlein: „Oh weh, der Nache kippt um, mer
ver=
ſaufe! Mache Se ſchnell, daß mer enniwer kumme!” Trocken
erwiderte der Schiffer: „Ei, wolle Se es bische mithelfe,
dann gehts ſchneller, ich mache Ihne e Seil an und dann
ſtelle Se ſich in de Nache und ziehe an dem Seil, ſo feſt ſe
kenne!‟ Das Bäuerlein zog aus Leibeskräften in der
Mei=
nung, es gehe jetzt ſchneller; die Angſt war vorbei und
wohlbehalien kam man am anderen Ufer an.
* Gießen, 2. Jan. (Landesuniverſität.)
Pro=
feſſor Dr. Körte, der Ordinarius für klaſſiſche Philologie
an der hieſigen Univerſität, hat einen Ruf nach Freiburg,
wo er Eduard Schwartze erſetzen ſoll, zum 1. April ds. Js
angenommen. Durch den Weggang Körtes wird auch das
hieſige Rektorat erledigt.
Gießen, 2. Jan. (Einen Selbſtmordverſuch)
unternahm am Silveſterabend der Metzgergeſelle Heinrich
Stein. Gegen 7 Uhr fand man ihn bewußtlos auf einem
Abort im Hauſe Weſerſtraße 6. Es wurde feſtgeſtellt, daß
er ſich ſelbſt mit einem Revolver eine Verletzung am Kopfe
beigebracht hatte. Die Kugel war in die Schädeldecke
ein=
gedrungen und mußte auf operativem Wege entfernt
wer=
den. Da das Gehirn nicht verletzt worden iſt, beſteht
keine Lebensgefahr. Der Lebensmüde, der aus
Hungen ſtammt, ſoll ſich Verfehlungen im Geſchäft haben
zuſchulden kommen laſſen.
(*) Klein=Linden, 1. Jan. (Verunglückt) iſt
heute der Poſtſchlitten, welcher von Gießen nach Klein=
Linden, Allendorf und Lützellinden fährt. Als dec
Poſtillon Friedrich die Lützellinderſtraße herunter kam,
ſcheute ſein Pferd und ging durch. Der Schlitten ſchlug
um und brach auseinander. Das Pferd rannte mit dem
vorderen Teil des Schlittens durch die belebten
Orts=
ſtraßen. Am Ortsausgang konnte es eingefangen werden.
Das Tier hat ſich erheblich verletzt. Die Verletzungen des
Poſtillons ſind nicht unbedeutend, er mußte nach Hauſe
ge=
fahren werden.
(*) Büdingen, 1. Jan. (Sein 40jähriges
Ju=
biläum) als Stadtvorſtandsmitglied feierte
Gemeinde=
rat Wittekind. Bürgermeiſter Fendt feierte den Jubilar
und überreichte namens der Stadt einen prächtigen
Blumenſtrauß. Wittekind war Alterspräſident des
Stadt=
vorſtandes, 40 Jahre hat er im Dienſte der Stadt
geſtan=
den. Mit Rückſicht auf ſein hohes Alter lehnte er eine
Wiederwahl ab.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 1. Jan. Ex=Schah
Mehemed Ali weilt in Berlin. Während alle Welt den
entthronten Herrſcher Perſiens im Exil zu Odeſſa glaubte,
wohnt er mit Gattin und Kindern bereits ſeit vielen
Mo=
naten in einem hieſigen Penſionat. Anfang dieſes
Mo=
nats war er nach der in der Oranienburger Straße
ge=
legenen Klinik des Dr. Kahn übergeſiedelt um ſich dort
einer Kur zu unterziehen, die ihm als Diabetiker von
eorg Klemperer vorgeſchrieben war. Geſtern
konnte Mehemed Ali die Klinik wieder verlaſſen und nach
ſeinem Penſionat zurückkehren. Selbſtverſtändlich weilt er
in der Reichshauptſtadt in ſtrengſtem Inkognito, zu deſſen
Durchführung er ſich als Ruſſe namens Machmudoff
an=
gemeldet hat. Unter dieſem Namen machte er von hier
aus auch mehrere größere Reiſen. So war er als Touriſt
nach Skandinavien gegangen und vor einigen Wochen
nach Wien gereiſt. Sein Exil teilt er mit ſeiner Gattin,
einer dreizehnjährigen Tochter und einem ſiebenjährigen
Sohne. Daß der geſtürzte „König der Könige” trotz ſeiner
Zurückgezogenheit noch mit gekrönten Häuptern in
Ver=
bindung ſteht, beweiſt ein Telegramm des ruſſiſchen
Za=
ren, das ihm vor wenigen Tagen zuging. — Durch den
geſtrigen Schneefall wurde auch der
Geſchäfts=
gang der Berliner Gerichte ſehr ſtack beeinflußt.
In dem Moabiter Kriminalgericht liefen fortgeſetzt
tele=
phoniſche und telegraphiſche Meldungen von Zeugen und
Angeklagten ein in denen ſie mitteilten, daß ſie irgendwo
feſtſäßen und keine Möglichkeit hätten, nach dem Gericht
zu gelangen. Insbeſondere geriet der Betrieb bei den
Schöffengerichten in Unordnung. An der einen Stelle
fehlten die Schöffen, an der anderen Stelle wiederum der
Richter oder der Protokollführer, an der dritten konnte
wieder nicht verhandelt werden, weil die Akten nicht zur
Stelle waren, da die Aktenwagen im Schnee ſtecken
ge=
blieben waren. Zahlreiche Termine mußten aufgehoben
werden, da ſich bei Aufruf der Sache überhaupt niemand
meldete. Mehrere Zeugen, die unter ſchweren Geldopfern
ein Gefährt aufgetrieben hatten und ſchließlich mit
zwei=
ſtündiger Verſpätung im Gericht anlangten, machten
ſchimpfend wieder Kehrt, nachdem ſie erfahren hatten, daß
der Termin inzwiſchen aufgehoben worden war.
Mannheim, 2. Jan. (Enthüllung des
Ruſſen=
denkmals.) Am Neujahrstag fand anläßlich der 100.
Wiederkehr des Tages des Rheinüberganges des
ruſſi=
ſchen Korps von Sacken von der Armee Blüchers bei
Mannheim auf der Frieſenheimer Inſel in Anweſenheit
von Militär und Zivil die feierliche Enthüllung
eines Gedenkſteins ſtatt. Dieſer Gedenkſtein,
er=
ichtet vom Militärverein Mannheim, beſteht aus einer
dreikantigen Steinſäule, gekrönt von Kanonenkugeln und
trägt die Aufſchrift: „1. Januar 1814, Rheinübergang des
uſſiſchen Korps von Sacken von der Armee Blüchers.”
Ludwigshafen, 2. Jan. (Eiſenbahnunfall.)
Amtlich) Geſtern nachmittag 12.40 Uhr iſt auf der freien
Strecke zwiſchen den Stationen Kindsbach und
Land=
ſtuhl der Arbeiterzug Nr. 49 mit einer leer fahrenden
Lo=
omotive zuſammengeſtoßen. Der Lokomotivführer
und Heizer der letzteren wurden ſchwer, das
Lokomotiv=
erſonal des Arbeitszuges leicht verletzt. Beide
Lokomo=
tiven entgleiſten und wurden nebſt zwei Wagen beſchädigt.
Das Gleis der Fahrtrichtung Kaiſerslautern-Landſtuhl
war vier Stunden geſperrt, doch konnte der Betrieb auf
dem anderen Gleis der Doppelbahn mit geringen
Ver=
ſpätungen aufrecht erhalten werden. Urſache des Unfalls
iſt vorzeitiges Ablaſſen des Arbeitszuges in Landſtuhl.
Kaiſerslautern, 2. Jan. (Begnadigt.) Der
Tag=
ner Emil Klingel, der im Auguſt vergangenen Jahres
den Gendarmen Linder erſchoſſen hatte und deshalb in
der letzten Schwurgerichtsperiode zum Tode verurteilt
wor=
den war, wurde zu lebenslänglichem Zuchthaus
begnadigt.
Stuttgart, 2. Jan. (Verbot eines
Witz=
lattes.) Wie der Schwäbiſche Merkur erfährt, ſind die
Luſtigen Blätter wegen ihrer „
Zabernnum=
mer” für den Bereich des 13. (württembergiſchen)
Armee=
korps verboten worden.
Raſtatt, 2. Jan. (Fahrläſſige Tötung eines
Rekruten.) Geſtern nachmittag hantierten in der
Lud=
wigsfeſte zwei Rekruten der 7. Kompagnie des 111.
Inſanterie=Regiments mit ihren Gewehren. Sie hatten
ſich eine Platzpatrone verſchafft und legten im Scherz
auf=
einander an. Der eine traf den anderen in den Kopf,
ſo=
daß dieſer ſofort tot zu Boden ſank. Die
Unter=
ſuchung iſt eingeleitet. Das Regiment gibt folgende
amt=
liche Darſtellung: Geſtern ſaßen einige Musketiere der 7.
Kompagnie des 111. Infanterie=Regiments beim
Karten=
ſpiel, als der Musketier Dittmann, der vor einiger Zeit
eine alte Hülſe gefunden hatte, dieſe in der Meinung, daß
ſie leer ſei, in ein altes Geſchoß lud, um damit den
An=
weſenden Schrecken einzujagen. Dittmann drückte ab und
ſchoß dem Infanteriſten Rux, der aus Chemnitz ſtammt
und 21 Jahre alt war, durch den Hals. Rux war ſofort
tot.
Salmünſter, 2. Jan. (Schreckenstat eines
Wahnſinnigen.) Der Gymnaſiaſt Wolf von hier
wurde am Silveſterabend plötzlich irrſinnig. Er
zog einen Revolver und ſchoß auf ſeine Angehörigen. Die
Mutter, der eine Kugel in den Kopf eindrang, brach
ſchwer=
verletzt zuſammen. Ebenfalls ſchwer verletzt wurde eine
Tante. Der Bruder, der ihm den Revolver entriß, trug
einen Streifſchuß am Halſe davon. Der Gymnaſiaſt
ver=
folgte dann eine Schweſter, die ſich ins Freie rettete. Er
lief dann weiter, unter furchtbarem Schreien, durch die
Straßen herum und drana ſchließlich in die Kirche ein,
wo er — anſcheinend vollſtändig wahnſinnig —
feſtge=
nommen werden konnte.
Münſter (Weſtfalen), 2. Jan. (Der Weihbiſchof
der Diözeſe Münſter, Illigens,) iſt heute mittag
geſtorben.
Wiedenbrück, 2. Jan. (Muttermörder.) In der
Neujahrsnacht geriet der Sohn des Wegmeiſters a. D.
Schauerte mit ſeiner Mutter wegen Geldangelegenheiten
in Differenzen. Er ergriff ein Brotmeſſer, tötete damit
ſeine Mutter und die ihr zu Hilfe eilende Schweſter und
verletzte ſeinen Bruder ſchwer. Der Täter iſt geflüchtet.
Weimar, 2. Jan. (Feuer im Hoftheater.)
Geſtern abend entſtand hier im Hoftheater während der
Auführung des „Freiſchütz” in der Wolfſchluchtſzene ein
Kuliſſenbrand. Die linke vordere Soffitte wurde
durch einen Blitzſtrahl entzündet und brannte lichterloh.
Die Szene mußte abgebrochen werden und der Vorhang
mußte fallen. Die Flammen drangen unter dem Vorhang
hervor. Einige erſchreckte Zuſchauer wollten das Theater
verlaſſen, wurden aber zurückgehalten. Das Feuer wurde
bald gelöſcht und die Vorſtellung konnte ohne Störung zu
Ende geführt werden.
Leipzig, 2. Jan. (Die Leipziger Löwenjagd
vor Gericht.) Die Leipziger Löwenjagd, die in der
Nacht zum 20. Oktober vorigen Jahres ſtattfand und viel
Anlaß zu guten und ſchlechten Witzen bot, hat, wie ſchon
mitgeteilt, ein gerichtliches Nachſpiel gezeitigt, das vor
dem hieſigen Schöffengericht verhandelt wurde. Wie noch
erinnerlich, war beim Transport der Tiere des Zirkus
Barnum nach dem Bahnhofe der Bärenwagen mit dem
Löwenwagen zuſammengeſtoßen. Letzterer, der ſchon
etwas morſch war, ging teilweiſe aus dem Leim und die
Tiere gewannen die Freiheit. Es waren insgeſamt 8
Löwen, die aber in der Gefangenſchaft geboren waren und
daher von beſonderer Wildheit nichts merken ließen. Die
Tiere ſtürzten ſich zunächſt auf die Pferde, deren Geruch ſie
anzog, da ſie mit Pferdefleiſch gefüttert wurden, richteten
aber zunächſt keinen weiteren Schaden an und wandten
ſich auch nicht gegen Menſchen. Durch einen Schutzmann
wurde ſchließlich die Wache alarmiert, die dann ein
regel=
rechtes Feuergefecht aus den Dienſtrevolvern auf die Tiere
eröffnete. Eines von ihnen ſoll nicht weniger als 160
Schüſſe erhalten haben, ehe es tot war. Von den acht
aus=
gebrochenen Tieren wurden ſechs erſchoſſen und zwei,
allerdings verwundet, ihrem Beſitzer, dem Zirkusdirektor
Kreiſer, der ſich auf dem Schauplatz der Löwenjagd
ein=
geſunden hatte, zurückgegeben. Dieſem iſt durch den
Ver=
luſt der Tiere ein Schaden von über 40000 Mark
er=
wachſen. Er behauptete bald nach dem Vorfall, daß das
Blutbad unter den Tieren völlig unnötig geweſen ſei, da
die in der Gefangenſchaft aufgewachſenen großen Katzen
in der ungewohnten Freiheit mehr Angſt vor den
Men=
ſchen gehabt hätten als umgekehrt nötig geweſen ſei. Zu
alledem erhielt Direktor Kreiſer noch ein Strafmandat
über 100 Mark weil der Transport der Tiere inſofern in
fahrläſſiger Weiſe vor ſich gegangen ſei, als der betreffende
Wagen morſch und ſeine Nägel zum Teil verroſtet waren.
Der Führer des Bärenwagens, Schmelzer, wurde mit einem
Strafmandat über 10 Mark bedacht, weil er ſeinen Wagen
unbeaufſichtigt auf der Straße hatte ſtehen laſſen. Beide
erhoben gegen das Strafmandat Einſpruch. In der
Ver=
handlung vor dem Schöffengericht behauptete Direktor
Kreiſer, daß der Transportwagen der Löwen nach ſeiner
Meinung feſt genug geweſen ſei. Den Transport habe
eine Leipziger Firma übernommen, der er ausdrücklich
ge=
ſagt habe, man ſolle vorſichtig ſein, da ſich die Tiere in
dem Wagen befänden. Als er auf dem Schauplatz ankam
und ſeinen Löwen „Polly” ſah, der ſich in das „Hotel
Blücher” geflüchtet hatte, habe dieſer direkt ein „
freude=
ſtrahlendes Geſicht” gemacht und ſich dann ruhig einladen
laſſen. Der Angeklagte Schmelzer beſtritt jede Schuld; er
habe nicht gewußt, was ſich in dem von ihm geführten
Wagen befand; betrunken ſei er nicht geweſen. Der
Ge=
richtshof ſah bei beiden Angeklagten eine Fahrläſſigkeit
als vorliegend an und beließ es bei Direktor Kreiſer bei
der Strafe von 100 Mark. Gegen Schmelzer wurde
da=
gegen auf die erhöhte Geldſtrafe von 25 Mark erkannt.
Plauen, 1. Jan. (Das Recht der Züchtigung.)
Gewöhnlich beſteht der Grundſatz, daß nur Eltern und
Lehrer ein Züchtigungsrecht gegen Kinder, aber auch nur
in beſchränktem Maße haben. Abweichend von dieſem
Grundſatz iſt ein Urteil des hieſigen Schöffengerichts
ergangen, das auf eine Anzeige hin gegen ein
Kinder=
fräulein verhandelte. Das junge Mädchen befand ſich in
Begleitung ſihrer vier Schutzbefohlenen auf einem
Spazier=
gange, als der kleinen Geſellſchaft ein anderes
Kinder=
fräulein entgegenkam, in deſſen Obhut ſich ein reizender
Junge mit langen blonden Locken befand. Die Angeklagte
machte ihre kleinen Begleiterinnen auf den Jungen
auf=
merkſam, der zum Dank für die bewundernden Worte der
Kinder dieſen die Zunge herausſtreckte. Als ihm das von
der Angeklagten verwieſen wurde, gebrauchte er ein
Schimpfwort. Die Angeklagte ermahnte den Jungen, ſich
anſtändig zu benehmen, und als das nichts nutzte, gab
ſie ihm eine leichte Ohrfeige, (die jedenfalls verdient
war). Der Vater des Geſchlagenen ließ durch einen Arzt
bei ſeinem Jungen eine leichte Schwellung konſtatieren
und reichte gegen das Mädchen eine Anzeige ein. Das
Schöffengericht kam aber zu einer Freiſprechung der
An=
geklagten, indem es ſich auf den Standpunkt ſtellte daß
die Angeklagte berechtigt geweſen ſei, mit Rückſicht auf
ihre Schutzbefohlenen die Schimpfereien des Jungen mit
einer leichten Züchtigung zu beantworten.
Schwerin a. d. Warthe, 2. Jan. (Selbſtmord.)
In Rokitten ertränkte ſich die 21jährige
Landwirts=
tochter Schulz, weil ihrer Heirat unüberwindliche
Hinder=
niſſe entgegenſtanden. Als ihr Bräutigam dies erfuhr,
wurde er wahnſinnig.
Breslau, 2. Jan. (Profeſſorv. Haaſe f.) Der
Schleſiſchen Zeitung zufolge ſtarb in der Neujahrsnacht
der Oberkonſiſtorialrat Profeſſor v. Haaſe im Alter von
72 Jahren.
Rönne (Bornholm), 2. Jan. (Strandung eines
ruſſiſchen Seeminenbootes.) Ein neues
ruſ=
ſiſches Seeminenboot, das in England gebaut
worden war und ſich auf der Fahrt von Middlesborough
nach Libau befand, ſtrandete geſtern abend bei
Aran=
ger. Die Beſatzung beſtand aus ſechs Engländern und
einem ruſſiſchen Offizier. Sie ging an Bord eines
Ret=
tungsbootes, das kenterte. Der ruſſiſche Offizier und ein
Maſchinenmaat wurden gerettet, während der Kapitän
und die übrigen vier Mann ertranken. Vier Leichen
wur=
den bereits an Land getrieben.
Zürich, 2. Jan. (Bebels Vermögen.) Nach
einer der Oſtpreußiſchen Zeitung aus Zürich zugehenden
Privatmeldung haben die Erben Bebels nunmehr
die ſchweizeriſche Erbſchaftsſteuer bezahlt. Das von dem
deutſchen Sozialiſtenführer hinterlaſſene Vermögen iſt
be=
deutend größer, als man bisher angenommen hatte.
300000 Mark hatte der Vorwärts angegeben, nun ſind es
aber 995000 Mark, die Bebel im Laufe ſeines Lebens
angeſammelt hat. Es fehlen alſo nur noch 5000 Mark zuc
vollen Million. 3 Prozent davon, nämlich 30000 Mark,
hat er der Partei zugewendet.
Paris, 2. Jan. (Hochwaſſergefahr.) Einem
Telegramm aus Reims zufolge ſteigt die Aube
außer=
ordentlich ſchnell, trotzdem die Kälte in den letzten Tagen
zugenommen hat. Man befürchtet, daß es zu ähnlichen
Ueberſchwemmungen wie im Jahre 1910 kommen wird.
Marſeille, 2. Jan. (Unwetter auf Korſika.)
Wie von Korſika gemeldet wird, herrſchte dort ſeit zwei
Tagen ein ſurchtbares Schneetreiben. Der
Zug=
verkehr auf der Inſel iſt zum Stocken gebracht und alle
Verhindungen ſind unterbrochen. In Ajaccio und auf
der Bahnſtrecke nach Baſtia liegt durchſchnittlich eine 42
Zentimeter hohe Schneedecke.
könnte die Folgen davon vorausſehen? — In dieſer Form
iſt aber die Rechnung noch nicht richtig, oder wenigſtens
nicht vollſtändig Die Strahlungsfähigkeit des Radiums
müßte ſelbſtverſtändlich die Triebkraft für das Geſchoß
abgeben, und könnte die verlangte Leiſtung nur zuſtande
bringen, wenn ſie ſich in der Zeit von 49 Stunden reſtlos
entlüde. Nach den Beobachtungen der Phyſiker würden
aber 2800 Jahre dazu gehören, um ſämtliche Energie
aus dem Radium zu gewinnen. Anderenfalls könnte man
mit 400 Kilogramm Radium eine Reiſe von der Erde nach
der Venus hin und zurück machen.”
** Das Glashaus von Köln. Die großen
Möglich=
keiten, die in einer Verwendung des Glaſes als
Baumate=
rial ſchlummern, haben die Dichter ſchon oft inſpiriert; nun
wird man in Deutſchland binnen kurzem Gelegenheit
haben, zum erſten Male ein faſt ausſchließlich aus Glas
hergeſtelltes Gebäude zu ſehen und ſich ein Bild von den
mannigfachen reizvollen Licht= und Farbenwirkungen
zu=
machen, die durch Glasbauten erzielt werden können Es
handelt ſich um das von dem Architekten Bruno Taut
ent=
worfene große Glashaus, das bei der
Werkbundausſtel=
lung in Köln erſtehen wird und über das die Bauwelt in
ihrer neueſten Nummer einige intereſſante Mitteilungen
macht. Das Kölner Glashaus repräſentiert ſich als ein
von einer mächtigen Kuppel gekrönter großer Pavillon; die
Kuppel, die in der Form eines Rhomboids an
Kriſtall=
formen erinnert, iſt aus Glastafeln zuſammengeſetzt, die
durch ein Eiſengerippe geſtützt werden Als Sockel des
Baues dient Beton; im übrigen aber herrſcht überall das
Glas vor, bildet in Form von gläſernen Bauſteinen die
Wände, ſelbſt der Fußboden iſt aus Glas konſtruiert. Der
große Glasſaal wird eine Breite von 10,5 Meter und eine
Höhe von 7.5 Meter aufweiſen und durch die Tönung des
Glaſes werden hier ganz eigenartige und reizvolle
Licht=
abſtufungen erzielt werden. Ein beſonderer
Ornamenten=
raum wird dann noch zeigen, in wie vielfältiger Weiſe das
Glas im modernen Hausbau zu künſtleriſchen Farben= und
Lichtwirkungen verwendet werden kann.
* „Wie man die Welt betrügt” Aus Halle wird
mit=
geteilt: Ein drolliger Vorfall hat ſich an einem der letzten
Sonntage in einem Dörfchen im Saalekreis zugetragen.
Mit vielem Geſchrei und grellbunten Plakaten hatte eine
Schmieren=Theatergruppe eine Vorſtellung angekündigt;
gegeben werden ſollte das große Senſationsſchauſpiel „Wie
man die Welt betrügt” Zur rechten Zeit ſtellten ſich die
Kunſtkräfte (fünf Perſonen) ein und konnten mit
Genug=
tuung konſtatieren, daß der Vorverkauf im Gaſthaus, dem
Muſentempel, flott im Gange ſei. Am Abend ſtrömten
dann auch die kunſtbegeiſterten Bauern in hellen Scharen
ins „Theater”, ſo daß im Saale bald nicht einmal der
be=
rühmte Apfel zur Erde fallen konnte. Erwartungsvoll
harrte das große Auditorium der Dinge, die da kommen
ſollten, und als die Bühne erhellt wurde, dunkle Schatten
hinter dem Vorhang hin= und hereilten, da rückte man
noch andächtiger zuſammen. Aber die Geduld ſollte hart
in Anſpruch genommen werden: Der Vorhang ging nicht
in die Höhe. Eine geſchlagene Stunde wartete man, bis
dann das männliche Publikum mit ohrenbetäubendem
Lärm ſeiner Ungeduld Luft machte. Endlich teilte ſich der
Vorhang und der — Hausknecht (der Wirt hatte ſich vor
Angſt in den dunkelſten Tiefen ſeines Kellers verkrochen)
erſchien mit ſchreckensbleicher Miene und gab den
troſt=
loſen Beſcheid, daß die Theatertruppe ſamt der Kaſſe im
Dunkel der Nacht verſchwunden ſei. Auf einem
zurückge=
laſſenen Zettel war die Erklärung zu leſen, daß man ſo die
Welt betrüge!
* 385000 Mark „Verdienſt” in vier Jahren! Die
Flensburger Nachrichten ſchreiben: „Bramfeld, den 22.
Auguſt. Vor ungefähr vier Jahren kaufte ein hieſiger
Landmann eine Koppel in Größe von 12—13 Hektar für
den Preis von 1200 Mark pro Hektar. Er zahlte alſo im
ganzen etwa 15000 Mark für die ganze Koppel. Bei den
in letzter Zeit erfolgten großen Hamburger
Geländeankäu=
fen für Friedhofszwecke wurde dem Beſitzer für dieſe
Kop=
pel ein Preis von 32000 Mark pro Hektar geboten. Der
Geſamtpreis beträgt mithin etwa 400000 Mark!”
Zeppelin=Muſeum in Friedrichshafen.
— Aus Anlaß der Feier des 75. Geburtstages des
Grafen Zeppelin beſchloſſen die Gemeindekollegien der
Stadt Friedrichshafen, ein Zeppelin=
Mu=
ſeum zu gründen. Innerhalb der Mauern des idylliſchen
Bodenſeeſtädtchens, deſſen Namen Graf Zeppelin weithin
bekannt machte, in dem er die bedeutſamſten Jahre ſeines
Lebens in Arbeit, Kampf und Sorgen verbrachte, wo er
ſein Luftſchiff ſchließlich entſtehen und ſich vollenden
ſah, dort wollte man mit dieſer Gründung eine Stätte
ſchaffen, die ſpäteren Geſchlechtern lebendig erhalten ſoll
die Erinnerung an die Geſtalt und das Wirken eines
gro=
ßen Sohnes unſeres Volkes, die Erinnerung an die
ver=
floſſenen bewegten und begeiſterten „Friedrichshafener
Tage”, die unſerem deutſchen Nationalempfinden und
Fühlen ſo ſchöne Bereicherung und altem
Menſchheits=
traum eine ernſte, verheißungsvolle Erfüllung brachten.
Graf Zeppelin hat ſeine Zuſtimmung zur Errichtung
eines ſolchen Muſeums gegeben und gütigerweiſe
verſpro=
chen, es durch Zuwendungen aus ſeinem eigenen Beſitz zu
fördern. Ein Komitee hat die Ausführung des Gedan=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Nummer 3.
kens in die Hand genommen. Es ergeht die öffentliche
Bitte an alle, die Zeppelin=Erinnerungen
irgend welcher Art beſitzen, ſolche zum Beſten des Muſeums
hergeben zu wollen. Alles, auch das Unſcheinbarſte, ſei es
techniſcher, ſei es literariſcher oder bildlicher Art; ſei es
zum Preiſe oder Ruhme; ſei es als Satire oder
Karikier=
ung oder als harmloſe Spielerei gemeint, jede Gabe iſt
willkommen. Was in ſeiner Vereinzelung belanglos und
nichtig erſcheint, gewinnt oft Wert und Bedeutung im
Rahmen des Ganzen. Und was dem Einzelnen ein
Beſitz=
ſtückchen beſcheidenen Stolzes war, kann in einem Muſeum
Ungezählten zur Freude werden. Sollte der eine oder
andere dem Zeppelin=Muſeum eine Geldſpende zukommen
laſſen wollen, ſo wird auch eine ſolche ſehr dankbar
ange=
nommen werden zur Erwerbung von Gegenſtänden, die
auf andere Weiſe nicht erhältlich ſind. Wer in der Lage
und Willens it, der ausgeſprochenen Bitte zu willfahren,
wird freundlichſt erſucht, ſeine Zuwendungen an das
Ko=
mitee zu Händen des Stadtſchultheißen Mayer in
Fried=
richshafen übermitteln zu wollen.
Luftfahrt.
* Paris, 2. Jan. Wie aus Kairo gemeldet wird,
iſt der franzöſiſche Flieger Bonnier, der von Beirut
nach Jeruſalem flog, geſtern früh daſelbſt mit ſeinem
Ma=
ſchiniſten aufgeſtiegen und nach einer Zwiſchenlandung in
Port Said abends 5 Uhr 20 Minuten auf dem Flugfelde
von Heliopolis bei Kairo gelandet.
* Dayton (Ohio), 2. Jan. Orville Wright führte
geſtern einer Kommiſſion des amerikaniſchen Aeroklubs
und einer größeren Anzahl in= und ausländiſcher
Gelehr=
ter ein neues ſturzſicheres Flugzeug vor. Die
Leiſtungen des Apparates waren ſo bewunderungswürdig,
daß die Zuſchauer überzeugt waren, ein vollkommenes
Flugzeug vor ſich zu haben.
Zabern.
* Zabern, 2. Jan. Der Zaberner Anzeiger erhebt
in einer längeren Ausführung neuerdings ſchwere
An=
ſchuldigungen gegen die Leutnants Böttge
und v. Forſtner, dann gegen den Sergeanten Höflich
vom Infanterie=Regiment Nr. 99, betr. ſchwere
Soldaten=
mißhandlung bezw. Mißhandlung von Zivilperſonen,
letz=
tere begangen am Freitag, den 28. November,
gelegent=
lich der bekannten Straßenvorfälle, und weiter
Anſchul=
digungen, betr. Mißbrauch der Dienſtgewalt, die ſich
der Hauptmann v. Kiſtowski von der 5. Kompagnie des
genannten Regiments gegenüber Untergebenen durch
Ge=
brauch oder Duldung beleidigender Worte und Anreden
habe zuſchulden kommen laſſen.
Die Wetterlage.
* Berlin, 2. Jan. Die Wetterlage zeigt ein
verſchie=
denartiges Bild. Aus dem deutſchen Mittelgebirge und aus
dem Südweſten werden erneute ſtarke Schneefälle und
teils ſtrenge Kälte gemeldet, die vielfach Störungen im
Eiſenbahnverkehr hervorriefen. An anderen Stellen
da=
gegen war das Wetter völlig umgeſchlagen, ſo außer in
Berlin in Hamburg und Hannover. In Weſtfalen herrſcht
Tauwetter und Regen.
* Berlin. 2. Jan. Nach erneuten ſtarken
Schnee=
fällen iſt heute in den frühen Morgenſtunden
Tau=
wetter eingetreten. Durch den gleichzeitig einſetzenden
Regen wurden die Straßen mit Glatteis überzogen. Aus
allen Stadtteilen werden Verkehrsſtörungen gemeldet.
* Hamburg, 2. Jan. Geſtern abend trat nach
leich=
tem Schneefall Sprühregen ein, der die ganze Nacht
andauerte. Die Temperatur ſtieg auf 2 Grad Wärme. Es
herrſcht Tauwetter.
* Madrid, 2. Jan. Aus dem ganzen Norden von
Spanien werden Schneeſtürme und außerordentliche
Kälte gemeldet. Die Landverbindungen mit
verſchie=
denen Gegenden ſind unterbrochen.
Großfeuer in Montreal.
* London 2. Jan. Die Daily Mail meldet aus
Montreal unter dem 1. Januar: Heute nachmittag
brach in St. Louis Square in der Mitte des vornehmen
franzöſiſch=kanadiſchen Viertels in nächſter Nähe des
dicht=
bevölkerten Juden= und Arbeiterviertels ein Feuer aus.
Um 5 Uhr waren drei große Privathäuſer verbrannt und
das Feuer breitete ſich, noch weiter gegen Weſten und
Süden aus. Zur Zeit des Brandes ſtand die Temperatur
unter dem Gefrierpunkt. Die Feuerwehr hatte nur zwei
Schlauchleitungen zur Bekämpfung des Feuers zur
Be=
nützung.
Landwirtſchaftliches.
. — Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
markt am 31. Dezember 1913. Auftrieb durch Händler 67
Scheine. Preiſe: 1. Qual. (Schlachtgewicht 50 Kg.) 75 Mk.,
* Qugl. 74 Mk., 3. Qual. 73 Mk. Marktverlauf: lebhaft.
geräumt — Schweinemarkt am 2. Januar 1914. Auftrieb
durch Händler 106 Schweine. Preiſe: 1. Qual. (
Schlacht=
gewicht 50 Kg.) 75 Mk., 2. Qual. 74 Mk., 3. Qual. 73 Mk.
Marktverlauf: flott, geräumt.
Handel und Verkehr.
* Peking, 2. Jan. Die Zolleinnahmen
be=
trugen im Jahre 1913 43 960000 Haikuan Taels zum
Durchſchnittskurſe von 3½ Prozent Schilling. Die
Mehr=
zahl der Zollbezirke wies eine Steigerung in den
Ein=
nahmen auf. Schanghai, Tientſin, Hankau und Kanton
zeigten einen Rekord, hingegen verzeichnen Chinkiang,
Wuhu, Kiaukiang und Amoy eine Abnahme. Die
Ein=
nahmen reichen aus, um allen auf den Zöllen
ruhenden Verpflichtungen zu genügen, unter
Einſchluß der geſamten, für 1913 fälligen Entſchädigung
aus dem Boxeraufſtand.
Vermiſchtes.
Die Verkehrsorganiſation für das
Neckartal, den Odenwald und die
Berg=
ſtraße. Die Eberbacher Propaganda=Verſammlung zur
Schaffung eines Verkehrsausſchuſſes für die Neckargegend,
den Odenwald und die Bergſtraße war vom ſchönſten
Er=
folg begleitet. Schon jetzt haben 50 Intereſſenten ihre
Zuſtimmung zum Beitritt der Organiſation auf der
vor=
geſchlagenen Grundlage gegeben, darunter viele
Gemein=
den und Vereine. Am Zuſtandekommen der Vereinigung
im Anſchluß an den Heidelberger Verkehrs=
verein iſt alſo nicht mehr zu zweifeln. Nicht nur die
Verkehrsintereſſenten des Neckartals und des Odenwalds
wünſchen den Anſchluß an Heidelberg, auch im
badi=
ſchen Frankenland, dem ſogenannten „Hinterland”
ſind zahlreiche Stimmen laut geworden, die die
Ausdeh=
nung des Verkehrsausſchuſſes auch auf dieſe
Landesge=
biete verlangen. Der Heidelberger Verkehrsverein kommt
dieſen Wünſchen ſelbſtverſtändlich gerne entgegen, ſo daß
ſich die neue Verkehrsvereinigung von Schwetzingen-
Speyer bis nach Tauberbiſchofsheim und Wertheim und
von Bruchſal bis Weinheim erſtrecken wird. Da die
be=
nachbarten Verkehrsvereinigungen, vor allem der
Ver=
kehrsverein Mannheim und der
Verkehrs=
ausſchuß der Bergſtraße, der Heidelberger
Or=
ganiſation ihre Sympathie und ihre Unterſtützung bei der
Schaffung von Verkehrserleichterungen in dem
Verbunds=
gebiete in Ausſicht geſtellt haben, iſt eine erfolgreiche
Ar=
beit im Intereſſe der Verkehrsförderung für das ganze
badiſche Unter= und Hinterland ſichergeſtellt. Für
Ent=
faltung einer ſchriftſtelleriſchen Propaganda haben ſich dem
Verband namhafte Schriftſteller und Journaliſten zur
Verfügung geſtellt, auch wurde eine Anzahl Kliſchees
be=
ſchafft, um Artikel und Schilderungen aus dem
Verbands=
gebiet illuſtrieren zu können. Weiter ſoll ein Verzeichnis
der Unterkunftsmöglichkeiten herausgegeben werden, das
den Beſuchern die Auswahl von Sommerfriſchen für
kür=
zeren oder längeren Aufenthalt ermöglichen und
erleich=
tern ſoll. Nach Neujahr ſollen auch an der Bergſtraße
und im Odenwald weitere Propaganda=Verſammlungen
ſtattfinden.
— Eine Falſchmeldung aus Jeruſalem.
Zu der von uns veröffentlichten Meldung des W. T.=B.
aus Jeruſalem, wonach „zioniſtiſche Agitatoren in den
Schulen des Hilfsvereins der deutſchen Juden
in Jeruſalem und Jaffa den geordneten Betrieb
zu ſtören” ſuchten, teilt das Zioniſtiſche
Zentral=
bureau (Berlin) mit: Die offenbar vom Hilfsverein der
deutſchen Juden ausgehende Meldung ſtellt eine
Irrefüh=
rung der öffentlichen Meinung dar. Wahr iſt vielmehr,
daß der ganze gegenwärtig in Paläſtina herrſchende
Kampf vom Hilfsverein ſelbſt dadurch heraufbeſchworen
wurde, daß er ſein bisheriges hebräiſches Schulprogramm
zu modifizieren begann, indem er anſtelle der hebräiſchen
Unterrichtsſprache das Deutſche zu ſetzen verſuchte.
Da=
gegen wendeten ſich ſowohl die Lehrer des Hilfsvereins
ſelbſt, wie die geſamte produktive jüdiſche Bevölkerung
Paläſtinas. Faſt ſämtliche Lehrer des Hilfsvereins haben
ihre Demiſſion gegeben, und die Schüler der oberen
Klaſ=
ſen der Hilfsvereinsſchulen in Jaffa und Jeruſalem ſind
in einen Proteſtſtreik eingetreten. Die jüdiſche
Bevölke=
rung der Städte und Kolonien hat in Verſammlungen
und Eingaben an den Hilfsverein gegen deſſen neue
Be=
ſchlüſſe proteſtiert. Gewalttätigkeiten ſind bisher nur von
einem Beamten des Hilfsvereins begangen worden, der
mit Polizeigewalt die Lehrer aus dem Unterricht jagen
ließ, wobei es auch zu argen Mißhandlungen der Lehrer
kam. Es verſteht ſich von ſelbſt, daß der bei den Juden
Paläſtinas bisher ſehr beliebten und gebräuchlichen
deut=
ſchen Sprache mit dem täppiſchen Vorgehen des
Hilfsver=
eins, der ſie ohne jede Veranlaſſung zu einem Kampfobjekt
machte, ein ſchlechter Dienſt erwieſen wird.
* Eine Exploſion von Papierſtaub wurde in
einer Papierſpulenfabrik Tourcoings (Frankreich) Ende Mai
beobachtet. Sie hatte den Tod zweier Männer zur Folge.
Herr Alb. Bonn, Direktor des Städtiſchen Laboratortums
in Lille, wurde vom Unterſuchungsrichter beauftragt, die
Urſachen dieſer Exploſion, für die man bisher keine
Vor=
gängerinnen hatte, zu beſtimmen. Das Ergebnis der
nterſuchungen des ſachverſtändigen Chemikers Bonn liegt
jetzt auch in deutſcher Sprache vor und darf wohl auch die
Beachtung der deutſchen Papierfabrikanten beanſpruchen.
Direktor Bonn hat ſich behufs genauer Unterſuchung mit
der Verſuchsſtation in Liévin in Verbindung geſetzt. Dieſe
wurde vom Zentralausſchuß der Steinkohlengruben
Frank=
reichs nach dem ſchrecklichen Grubenunglück in Courriöres
geſchaffen, um die Kohlenſtaubexploſionen planmäßig zu
erforſchen. Bei den Unterſuchungen in Liévin zeigte ſich
daß der Papierſtaub in hohem Maße entzündbar iſt und
bei der Vermiſchung mit Luft und bei Berührung mit
einer Flamme in einem abgeſchloſſenen Raume eine
Ex=
ploſion verurſachen kann. Der Grad der Entzündbarkeit iſt
ungefähr derſelbe, wie der des ſehr feinen Kohlenſtaubes
von Liévin, der 30 v. H. flüchtige Stoffe enthält.
Unzwei=
felhaft entſtand die Exploſion in Tourcoing, als in der
Staubkammer der aus Luft und Papierſtaub gebildete
Nebel mit einer Flamme — man arbeitete in der Kammer
mit Laternenlicht — in Berührung kam. Die Entzündung
durch einen elektriſchen Funken (der vielleicht durch das
Reiben einer Schaufel an den Ziegeln des Bodens der
Staubkammer entſtanden ſein könnte) iſt ausgeſchloſſen.
Man hat vergeblich verſucht, die mit Getreide= oder
Mehl=
ſtaub geladene Luft durch elektriſche Funken zur
Entzünd=
ung zu bringen. Der Getreide= oder Mehlſtaub iſt aber in
weit höherem Grade entzündbar, als Papierſtaub. Dir.
Bonn empfiehlt bei Reinigung von Staubkammern, anſtatt
gewöhnlicher Laternen tragbare elektriſche Lampen zur
Beleuchtung.
Literariſches.
— Heſſiſche Chronik, Monatsſchrift für
Fami=
lien= und Ortsgeſchichte in Heſſen und Heſſen=Naſſau.
Be=
gründet und herausgegeben von Dr. Herm. Bräuning=
Oktavio und Prof. D. Dr. Wilh. Diehl. Zweiter
Jahr=
gang. Heft 12, Dezember 1913, hat folgenden Inhalt:
Mitteilung an unſere Leſer. Alfred Bock: Aus drei
Ge=
nerationen, mit 2 Abbildungen. Dr. Karl Knetſch:
Bei=
träge zur Geſchichte der Stadt Felsberg, mit 2
Stamm=
tafeln. Otto Jung: Eine Verordnung aus der guten alten
Zeit. Franz Altheim: Aus der Geſchichte von
Eſchers=
heim. Profeſſor D. Dr. Wilhelm Diehl: Der erſte
Schul=
meiſter von Rumpenheim, Kleine Mitteilungen: Der
Kiſſeltag in Groß=Umſtadt. Die Großherzogliche
Land=
wirtſchaftsſchule in Groß=Umſtadt. Dr. Karl Oßwald 7.
Bücherſchau. Aus Zeitſchriften. Austauſch. Auskünfte. Der
Bezugspreis beträgt vierteljährlich 1,50 Mk., jährlich 6
Mark. Preis des Einzelheftes 60 Pfg.
— Grundzüge der Differential= und
In=
tegralrechnung von Franz Bendt. Fünfte
Auf=
lage, durchgeſehen und verbeſſert von Dr. phil. Georg
Ehrig, Oberlehrer an der Königl. Bauſchule in Leipzig.
Mit 39 Abbildungen. In Ganzleinen gebunden 3 Mark.
Verlag von J. J. Weber (Illuſtrirte Zeitung) in
Leip=
zig. Der Verfaſſer hat in dem vorliegenden Buch den
Verſuch gemacht, die wichtigſten Methoden und
Anwen=
dungen der Infiniteſimalrechnung in durchaus elementarer
Weiſe zur Darſtellung zu bringen. Sein Buch iſt nicht
für Mathematiker von Fach geſchrieben, es wendet ſich
vielmehr an Leſer, welche die Mathematik nur als Mittel
für ihren beſonderen Zweck betreiben, an Techniker,
Phy=
ſiker, Chemiler uſw. Es ſteht zu erwarten, daß ſich das
ausgezeichnete Buch in der neuen Ausgabe einen fortwäh=
rend wachſenden Leſerkreis erobern wird und ſeine
Auf=
gabe, ein Mathematikbuch für den Praktiker zu ſein, immer
mehr zu erfüllen imſtande iſt.
— Tom und die Welt. Roman von J. Philipp
Heergeſell. Berlin W. 15, bei Oſterheld u. Co. Preis
4 Mk. (5 Mk.). Der Roman „Tom und die Welt” den der
junge Berliner Schriftſteller J. Philipp=Heergeſell vor die
Kritik ſchickt, ſucht die Atmoſphäre jener merkwürdigen
Zeit wiederzugeben, da ſich in Berlin die erſten Anzeichen
der neuen deutſchen Kunſtbewegung bemerkbar machten.
Die beſten Geiſter jener Tage ſuchten der politiſchen und
wirtſchaftlichen Wiedergeburt des Deutſchen Reiches auch
eine geiſtig=kulturelle hinzuzufügen. Das Buch wird
zweifellos als Schilderung eines Menſchenſchickſals aus
einer nahen und doch ſchon fremden Zeit in weiteſten
Kreiſen von ſich reden machen. Der Verlag hat es auch
hübſch ausgeſtattet.
— Bund für Schulreform, Arbeiten VII. Die
vergleichende Jugendkunde der Geſchlechter auf dem
drit=
ten Kongreß für Jugendbildung und Jugendkunde.
Führer redigiert von William Stern. Mit einer
Abbildung im Text und einer Tafel. (IV u. 54 S.) gr. 8.
geh. 1 Mk. Verlag von B. G. Teubner, Leipzig und
Berlin. — Säemann=Schriften für
Erzieh=
ung und Unterricht. Heft 7. Entwicklung und
Er=
ziehung der Jugend während der Pubertätszeit. (91 S.)
gr. 8. geh. 1,60 Mk., geb 2 Mk. Verlag von B. G.
Teub=
ner, Leipzig und Berlin. Die beiden Schriften bieten
wertvolle Beiträge zu zwei in der Gegenwart beſonders
viel behandelten Fragen der Erziehung. Sie ſind nicht nur
für Erzieher im engeren Sinne beſtimmt. Väter und
Müt=
ter werden ihre heranwachſenden Söhne und Töchter
mit=
anderen Augen anſehen, werden ſie verſtehen und richtig
behandeln lernen. Von nicht geringerer Wichtigkeit iſt ſie
für Leiter und Mitarbeiter von
Jungdeutſchlandsverbän=
den. Jugendwehren, Wandervögelvereinen, Lehrlings=,
Jünglings= und Jungfrauenvereinen, von Volksheimen,
von Turn= und Sportvereinen aller Art.
— Schmids naturwiſſenſchaftliche
Schü=
lerbibliothek 20. Hervocragende Leiſtungen der
Tech=
nik. Erſter Teil. Von Prof. Dr. K. Schreber, Aachen,
Techniſche Hochſchule. Für reife Schüler. Mit 56
Abbil=
dungen im Text. (IV und 216 S.) 8. geb. 3 Mark.
Ver=
lag D. G. Teubner, Leipzig und Berlin. Angeſichts der
hervorragenden Fortſchritte der techniſchen Wiſſenſchaften
in den letzten Jahren erübrigt es ſich wohl, die
Darſtel=
lung dieſer Fortſchritte gerade in einer Schülerbibliothek
beſonders zu rechtfertigen. Zahlreiche Abbildungen
ver=
anſchaulichen die Darlegungen aufs wirkſamſte. Das
Büchlein dürfte ſeine Aufgabe, die Schüler in das
Ver=
ſtändnis der wichtigen, modernen techniſchen
Errungen=
ſchaften einzuführen und zugleich zum Beobachten und
Schauen anzuleiten, aufs beſte erfüllen.
Die Landtagswahl in Wald=Michelbach.
1. Wald=Michelbach, 2. Jan. Bei der heutigen
Stichwahl im 4. Wahlkreis der Provinz Starkenburg
Wald=Michelbach erhielt der nationalliberale Kandidat
Amtsrichter Wünzer 1942 Stimmen, der
ſozialdemo=
kratiſche Reichstagsabgeordnete Haſenzahl 1475
Stim=
men. Wünzer iſt ſomit gewählt. In der
Haupt=
wahl am 18. Dezember erhielt Wünzer 868, der
Fort=
ſchrittler Rechtsanwalt Carnier 434, der Kandidat des
Zentrums, Sekretär Hofmann, 855 und Haſenzahl
945 Stimmen. Bei der Hauptwahl wurden demnach 3102
Stimmen abgegeben, bei der Stichwahl dagegen 3417
Stimmen.
Vom Balkan.
Die Antwort der Dreibundmächte.
* London, 1. Jan. Reuter erfährt, die Antwort
des Dreibundes auf die Note Sir Edward
Greys ſei heute in einer Kopie durch die deutſchen und
italieniſchen Botſchafter und den öſterreichiſch=ungariſchen
Geſchäftsträger überreicht worden.
* London, 2. Jan. Zur Ueberreichung der
Ant=
wort des Dreibundes auf die Note Sir Edward
Greys erfährt das Reuterſche Bureau, daß die drei Mächte,
wie vorauszuſehen war, ihre Zuſtimmung erteilt hätten,
daß das Datum für die Räumung Albaniens durch die
Griechen hinausgeſchoben würde, unter ſicheren Garantien
dafür, daß Griechenland ſeinen durch Vertrag
übernom=
menen Verpflichtungen nachkommt. Es wird erklärt, daß
der Teil der britiſchen Note, betreffend die Inſeln, zur
Diskuſſion ſtehe und daß die Entſcheidung ſpäter getroffen
würde.
* London, 2. Jan. Die Times ſchreibt: Die
Ant=
wort der drei Mächte des Dreibundes auf die
diplomatiſche Note über die orientaliſche
Frage enthält nichts, was unſere Erwartungen
beein=
trächtigt, daß alle Mächte fortfahren werden, dieſe
bedeut=
ſame Frage in dem europäiſchen Sinne zu behandeln, der
ihr Vorgehen bisher ausgezeichnet hat. Es wäre vielleicht
taktvoller geweſen, wenn die unterzeichneten Mächte den
Anſchein vermieden hätten, Europa in zwei Gruppen zu
teilen, den die Tatſache, daß das Dokument unter ihnen
verabredet war, hervorrufen könnte. Aber die Subſtanz
der Antwort, die am Dienstag überreicht wurde. gibt
keinen Anlaß zu der Annahme, daß die drei Mächte
wün=
ſchen, eines der Probleme, die noch der Löſung harren,
dem Fortgang und der Entſcheidung Europas als eines
Canzen zu entziehen. Das Blatt ſtellt feſt, daß in der
Frage der Inſeln der Weg für eine weitere Erörterung
offen gelaſſen ſei. Wenn die Verhandlungen in dem
Sinne wieder aufgenommen werden, in dem ſie bei der
Zuſammenkunft der Botſchafter vor einem Jahre geführt
wurden, ſo könne man hoffen, daß ſie letzten Endes nicht
weniger ergebnisreich ſein würden. Alles hängt davon
ab, daß alle Mächte ein gemeinſames Pflichtgefühl gegen
Europa beibehalten, und daß ſie bereit ſind, dieſem
Pflichtbewußtſein ihre beſondere Aſpirationen als
in=
dividuelle Macht oder zugunſten der Macht der
Mächte=
gruppe, der ſie angehören, unterzuordnen. Das
weit=
gehende Vertrauen, an dem Fortſchritt der
Verhandlun=
gen, das ſowohl der deutſche Reichskanzler als auch der
italieniſche Miniſter des Aeußern in den letzten Wochen
ausgeſprochen haben, und beſonders die Gründe, die Herr
von Bethmann für ſein Vertrauen angegeben hat, laſſen
uns hoffen daß die Mächte des Dreibundes ebenſowohl
wie die Mächte der Tripel=Entente erkennen, daß die Ziele
des Konzertes auf keine andere Weiſe erreicht werden
können.
Erneute Demiſſion des bulgariſchen Kabinetts.
* Sofia, 2. Jan. Miniſterpräſident Radoslawow.
überreichte dem König die Demiſſion des
Kabi=
netts. Es wird allgemein für gewiß gehalten, daß Ra=
Nummer 3.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Seite V.
Keihen nier en e Zluneg e eninte ent
wird.
* Belgrad, 2. Jan. Der König berief heute
nochmals die oppoſitionellen Parteiführer
ins Palais und erklärte, daß Neuwahlen
gegenwär=
tig mit Rückſicht auf die Militärleiſtungen zahlreicher als
Reſerviſten unter den Fahnen ſtehender Wähler, ſowie
aus techniſchen Gründen nicht zweckmäßig erſcheinen. Die
Parteiführer beharrten auf dem Standpunkt, den ſie bei
ihrer erſten Berufung ins Palais dargelegt hatten. In
politiſchen Kreiſen wird erwartet, daß der König Paſitſch
die Bildung eines altradikalen Kabinetts anvertrauen
wird.
* Sofia, 2. Jan. (Agence Bulgare.) Die
Nach=
richt aus Paris, Griechenland habe den von Bulgarien
gewünſchten Schiedsſpruch des Präſidenten
Poincaré zur Regulierung der Streitfragen über die
Grenzen zwiſchen Griechenland und Bulgarien
angenom=
men, iſt unrichtig. Bulgarien wünſcht den
Schieds=
ſpruch nur wegen der Freilaſſung der bulgariſchen
Kriegs=
gefangenen, die die griechiſche Regierung trotz wiederholt
gegebener Verſprechungen gefangen hält. Das bulgariſche
Kahlnett bemüht ſich beim Kabinett in Athen um die
Freilaſſung, um nicht gezwungen zu ſein, zu
Repreſſiv=
maßregeln zu greifen.
* Athen, 2. Jan. (Agence d’Athenes.) In der
heu=
tigen Sitzung der Kammer richteten mehrere Deputierte
an die Regierung Anfragen betreffend den Ankauf des
Dreadnoughts „Rio de Janciro” durch die
Türkei. Miniſterpräſident Venizelos beſtätigte die
Nach=
richt über dieſen Ankauf und erklärte, er fei nicht in der
Lage, mitzuteilen, welche Maßnahmen die Regierung zu
ergreifen gedenke, um die Oberherrſchaft der
grie=
chiſchen Marine im Aegäiſchen. Meere aufrecht
zu erhalten, oder die in dieſer Abſicht bereits
getrof=
fenen Maßnahmen bekannt zu geben. Der
Miniſterpräſi=
dent erklärte ſchließlich: Ich glaube, daß der gegenwärtige
Stand der nationalen Fragen es nicht geſtattet, über
be=
reits erfolgte Schiffsbeſtellungen oder über Verhandlungen
wegen weiterer Aufträge zu berichten. Ich kann der
Kam=
mer lediglich verſichern, daß Griechenland entſchloſſen iſt,
die Suprematie zu behaupten; ich kann weiter verſichern,
daß die oberſten Spitzen der griechiſchen Marine nicht im
geringſten beunruhigt ſind. (Beifall.)
* Konſtantinopel, 2. Jan. Taswir=i=Efkiar
äußert ſein Befremden über die von dem Blatte Utro=
Roſſij aufgeworfene Idee einer Wiederbelebung
des Balkanbundes durch eine Entſchädigung
Bul=
gariens. Durch ſolche Vorſchläge könne die mazedoniſche
Frage nicht gelöſt werden, weil Mazedonien ein Ganzes
bilde, welches auch Saloniki, Monaſtir und Köprülü
um=
faſſe. Nur die Autonomie Mazedoniens könne die
maze=
doniſche Frage aus der Welt ſchaffen. Die Erneuerung
des Balkanbundes ſei vielleicht Rußlands Wunſch, aber
vom Wunſche bis zur Verwirklichung ſei ein langer Weg.
* Konſtantinopel, 2. Jan. Die geſamte Preſſe
betont die große Bedeutung des nunmehr hier und in den
Provinzen bekannt gegebenen Ankaufs des
Kriegs=
ſchiffes „Rio de Janeiro‟. Die Erwerbung des
Dreadnoughts ruft hier lebhafte Freude hervor
und bietet Gelegenheit, die Subſkription für die
Aus=
geſtaltung der Flotte kräftig zu fördern. Dem Tanin
zu=
folge wird das Schiff Mitte Juni hier erwartet. Von
dem Kaufpreiſe iſt noch annähernd ein Drittel zu bezahlen.
** Konſtantinopel, 2. Jan. Die offiziöſe Preſſe
erklärt jetzt ganz entſchieden, daß die Löſung der
Inſelfrage in dem Sinn, wie ſie England vorſchlage,
niemals angenommen werden könne. Tanin
be=
hauptet, die leitenden Männer müßten wiſſen, daß, ſolange
die Inſelfrage nicht gemäß dem türkiſchen
Stand=
punkt geregelt ſei, die Beziehungen zwiſchen der Türkei
und Griechenland normal blieben. Die Türkei werde alles
aufbieten, um die Inſeln zurückzugewinnen. Von
Grie=
chenland hänge es ab, die gegenſeitigen Beziehungen nicht
zu verſchlimmern. Morgen, wenn das Schickſal gefällt ſei,
könnte ſich die Lage ändern, denn das Schickſal ſei nicht
immer blind.
* Konſtantinopel, 2. Jan. Der frühere
Inſpek=
teur des vierten Armeeinſpektionsbezirks, Marſchall Tata
OsmanPaſcha, wurde zum Inſpekteur des erſten
Kon=
ſtantinopeler Korps ernannt.
* Valona, 2. Jan. 300 Gendarmen ſind mit
ihren Offizieren in voller Ausrüſtung an die
griechiſch=
albaniſche Grenze abgegangen. Sie führen
drei Maſchinengewehre mit ſich.
Zur Lage in Mexiko.
* Neu=York, 2. Jan. Wie eine Depeſche aus
Preſidio meldet, zeigten die Bundestruppen
von Ojinaga, nachdem ſie drei Tage heftig von den
Re=
bellen angegriffen wurden, geſtern abend Neigung, auf
amerikaniſches Gebiet zu fliehen. Die Verluſte auf beiden
Seiten betragen mindeſtens 1000 Tote und Verwundete.
Zahlreiche Verwundete der Bundestruppen gingen auf
das andere Flußufer, wo ſie vom Roten Kreuz verbunden
rete eteteneret. e
den Fluß überſchritten, wurden trotz ihres Widerſpruches
von den Amerikanern entwaffnet und gezwungen, ſich auf
mexikaniſches Gebiet zurückzuziehen. Das Rote Kreuz
be=
nutzt eine kleine Kirche als Hoſpital.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin 2. Jan. Der Kaiſer iſt heute nachmittag
3 Uhr vom Potsdamer Bahnhof mit Gefolge im
Sonder=
zug nach Sigmaringen abgereiſt, wo die Ankunft
morgen früh 8.55 Uhr erfolgen dürfte.
* Straßburg, 2. Jan. Der außerordentliche Profeſſor
Dr. Hans Kniep von der hieſigen Univerſität iſt, wie die
Straßburger Poſt hört, als ordentlicher Profeſſor der
Bo=
tanik nach Würzburg berufen worden.
* Sigmaringen, 2. Jan. Zur Teilnahme an den
Beiſetzungsfeierlichkeiten ſind in den letzten
Tagen hier ſämtliche Mitglieder des Hohenzollernſchen
Fürſtenhauſes und die Prinzen und Prinzeſſinnen des
rumäniſchen Königshauſes, ſowie der König und die
Königin von Portugal hier eingetroffen. Als Vertreter
der rumäniſchen Regierung traf heute nachmittag
Ex=
zellenz von Beldiman hier ein. Ferner kamen um
4 Uhr 34 Minuten hier an der König von Sachſen mit der
Prinzeſſin Mathilde von Sachſen, die Prinzeſſin Thereſe
von Bayern, Prinz Franz von Bayern, ſowie der Fürſt
und die Fürſtin von Thurn und Taxis. Der Großherzog
von Baden trifft um 8 Uhr 5 Minuten hier ein und gegen
Mitternacht der Fürſt von Hohenlohe=Langenburg.
Außer=
dem ſind im Laufe des Nachmittags mehrere Vertreter
von Bundesfürſten und Abordnungen des 1. Garde=
Dra=
gonerregiments, des Füſilierregiments Fürſt Karl Anton
von Hohenzollern und des Hohenzollernſchen
Fußartillerie=
regiments Nr. 13 angekommen. Morgen früh 7.50 Uhr
wird der König der Belgier und Herzog Robert von
Würt=
temberg als Vertreter des Königs von Württemberg
ein=
treffen, ferner gegen 10 Uhr der Fürſt von Fürſtenberg,
Prinz Mar von Sachſen, Biſchof von Keppler=Rothenburg,
Erzabt Hildefons Schober von Beuron und eine
Abord=
nung des 6. Badiſchen Infanterieregiments Nc. 114. —
Der König der Belgier iſt mittags zu den
Bei=
ſetzungsfeierlichkeiten von Brüſſel nach Sigmaringen
abgereiſt.
* Gotha, 2. Jan. Herzog Karl Eduard iſt an
Rheumatismus erkrankt, ſo daß die große Hofcour
und der Beſuch aller ſonſtigen Veranſtaltungen abgeſagt
werden mußte.
* Pilſen, 2. Jan. Heute vormittag ſtieß ein
Ar=
beiterzug mit einer Rangierlokomotive zuſammen.
Vier Wagen und die Lokomotive ſtürzten um. Sieben
Verſonen wurden ſchwer, vierzig leicht verletzt.
Der Weichenſteller, der das Unglück durch falſche
Weichen=
ſtellung verſchuldet haben ſoll, wurde ſeines Dienſtes
ent=
hoben.
* Rom, 2 Jan. Der Miniſter des Aeußern
richtete anläßlich des Jahreswechſels ein
Zirkular=
ſchreiben an die ausländiſchen
diplomati=
ſchen und konſulariſchen Vertreier, in dem
darauf hingewieſen wird, daß die wirtſchaftliche Kraft der
Nation die Nachwirkungen des Krieges mit der Türkei
und des darauffolgenden Balkankrieges mit einer die
all=
gemeine Erwartung übertreffenden Leichtigkeit
überwun=
den habe. Die Staatsfinanzen und die Wirtſchaftslage
dürften zu den beſten Europas zählen. Zuſammen mit
der moraliſchen Stärke, von der das italieniſche Volk ſo
beredte Beweiſe gegeben habe, trug das zur Steigerung
des politiſchen Anſehens Italiens bei, die öfters in den
Parlamenten und in der führenden Preſſe Rußlands
Aus=
druck gefunden habe. Der Miniſter führt ſodann die jüngſt
auch im Parlament mitgeteilten Ziffern des
Staatshaus=
haltes als ſprechenden Beweis dafür an, daß der Krieg
und ſeine Folgeerſcheinungen die Entwickelung Italiens
nicht im mindeſten aufzuhalten vermochte.
* Rom, 2. Jan. Giornale d’Italia zufolge ordnete
die Staatsanwaltſchaft auf das Erſuchen der Baronin
Pezzana an, die Siegel von der Wohnung
Ram=
pollas zu entfernen. Gleichzeitig erſuchte die
Prin=
zeſſin Altieri den Staatsanwalt, zur Inventaraufnahme
des Nachlaſſes zu ſchreiten.
* Madrid 2. Jan. Der König unterzeichnete das
Dekret über die Auflöſung der Kammern. Die
Wahlen finden Anfang März ſtatt. Die neuen Kammern
werden am 30. März zuſammentreten.
* Mentone, 2. Jan. In einem Steinbruch bei
Roque=
brune ereignete ſich eine Exploſion. Mehrere
Per=
ſonen wurden verletzt, einige ſind tot.
* Paß Chriſtian (Miſſiſſippi) 2, Jan. Der
amerika=
niſche Sondergeſandte Lind iſt hier eingetroffen. Er
konferiert heute mit dem Präſdenten Wilſon.
— Stuttgart, 2. Jan. In Salach bei Göppingen iſt
ein Polizeidiener von zwei Italienern, die er
wegen Ruheſtörung zurechtgewieſen hatte, erſtochen
worden.
— Kaiſerslautern, 2. Jan. Zwiſchen Landſtuhl und
der Station Kindsbach ſtieß am 31. Dezember eine von
hier abgelaſſene Lokomotive auf einen in
demſel=
ben Geleiſe ſtehenden ſogen. Arbeiterzug, einen
Ma=
terialzug, deſſen Maſchine total zertrümmert wurde. Auch
die andere Maſchine wurde ſtark beſchädigt. Das
Perſo=
nal beider Maſchinen, die Lokomotivführer Becht und
Ehriſch, ſowie die Heizer Heinrich und Häberle, alle von
hier, erlitten zum Teil recht erhebliche Verletzungen, keine
jedoch, ſoweit zu beurteilen, lebensgefährlicher Natur.
Briefkaſten.
Filmzauber. Ihre Fremdwörterbeanſtandungen ſind
eine dilettantiſche Spielerei.
W. Wenden Sie ſich an die Landwirtſchaftskammer.
So allgemein läßt ſich die Frage nicht beantworten.
Wetter.
Wetterausſichten in Heſſen für Samstag, den 3.
Januar: Vorwiegend trüb, zeitweiſe Schneefälle, tagsüber
etwas milder, Nachtfroſt, weſtliche Winde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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entwickeln sehen wollen, so geben Sie ihm
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(26918
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[ ← ][ ][ → ] BoDEferf
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
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Walderſee”, von Philadelphia kommend, 29. Dez. 2 Uhr
morgens 14 Meilen weſtlich Lands End paſſiert.
„Patricia”, von Neu=York kommend 29. Dez. 5 Uhr
30 Min. morgens in Hamburg. „Pretoria” 28. Dez.
9 Uhr morgens von Neu=York direkt nach Hamburg.
Südamerika, Weſtküſte Amerikas: „Habsburg” nach
Mittelbraſilien, 27. Dez. 10 Uhr morgens von Funchal.
„Illyria” 23. Dez. in Valparaiſo, ausgehend. „König
Friedrich Auguſt” von Buenos Aries komm., 25. Dez.
10 Uhr abends von Montevideo. „Pruſſia” 27. Dez.
morgens in Rio de Janeiro, ausgehend. „Rugia” von
Santos kommend, 26. Dez. 8 Uhr abends von Rio de
Janeiro nach Bahia. — Verſchiedene Fahrten: „Almeria”
nach Perſien, 24. Dez. von Djibouti. „Ekbatana” von
Perſien und der Malabarküſte, 28. Dez. vdn Malta.
„Ninive‟ 28. Dez. in Maskat, heimkehrend. „Nordmark”
nach Indien, 26. Dez. nachm. Perim paſſiert. „
Perſe=
polis” von Perſien kommend, 26. Dez. nachm. Perim
paſſiert. „Rhenania” 25. Dez. in Durban.
Nordd. Lloyd, Bremen. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter: Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
„Wittekind” 28. Dez. 2 Uhr nachm. in Bremerhaven.
„Neckar” 30. Dez. 2 Uhr nachm. in Bremerhaven. „Großer
Kurfürſt” 30. Dez. 5 Uhr vorm. Lizard paſſiert. „Prinzeß
Alice‟ 28. Dez. 11 Uhr vorm. in Singapore. „Prinz
Ludwig” 28. Dez. 6 Uhr vorm. in Colombo. „Derfflinger”
29. Dez. 2 Uhr nachm. von Antwerpen. „Roon” 30. Dez.
7 Uhr vorm. von Pori Said. „Königin Luiſe” 30. Dez.
1 Uhr nachm. von Adelaide. „Seydlitz” 30. Dez. 12 Uhr
mittags von Fremantle. „Zieten” 29. Dez. 11 Uhr
vorm. in Genua. „Schleſien” 29. Dez. 6 Uhr nachm.
von Albany. „Sierra Nevada” 29. Dez. Queſſant paſſiert.
„Franken” 29. Dez. von Bremerhaven. „Norderney”
29. Dez. Kap Henry paſſiert. „Durendart” 26. Dez.
von Oporto. „Erlangen” 29. Dez. von St. Vincent.
„Prinz=Regent Luitpold: 29. Dez. 6 Uhr vorm. in
Marſeille. „Manila” 35. Dez. von Stephansort.
Die glückliche Geburt
eines
prächtigen Jungen
zeigen hocherfreut an
Louis Hein, Hofmetzgermeister,
und Frau Marie,
geb. Wörner.
Darmstadt, 1. Januar 1914.
(324
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Todes=Anzeige.
Hiermit die traurige Nachricht, daß unſere
liebe Mutter und Schweſter
Frau Kathd Krick Wae.
geb. Jung
im Alter von 57 Jahren plötzlich und
uner=
wartet verſchieden iſt.
Im Namen der Kinder und Geſchwiſter:
Hermann Jung, Hofbrunnenmeiſter.
Darmſtadt, den 1. Januar 1914.
Die Einſegnung findet Sonntag, 4. Januar,
um 3 Uhr in der Friedhofskapelle ſtatt, daran
anſchließend die Beerdigung.
(824
Nachruf.
Auf tragiſche Weiſe kam in der
Neujahrs=
nacht unſer lieber Kollege der Kaufmann (*148
Herr Peter Dörsam
im 27. Jahre ums Leben.
In dem ſo plötzlich Abgerufenen verlieren
wir einen treuen und äußerſt liebenswürdigen
Mitarbeiter, dem wir jederzeit ein ehrendes
Angedenken bewahren werden.
Die Beamten der techniſchen Abteilung
der Firma E. Merk.
Darmſtadt, den 2. Januar 1914.
Dankſagung.
Für die Beweiſe inniger
Teil=
nahme bei dem Hinſcheiden unſerer
guten Mutter ſagen wir herzl. Dank.
Geschwister Werner.
Darmſtadt, den 2. Januar 1914.
(B859
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner lieben Gattin, Tochter,
Schweſter, Schwägerin und Tante
Frau Rechnungsrat
Mathilde Rühl
geb. Kring
(791
danken herzlich
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 2. Januar 1914.
Danksagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines lieben, unvergeßlichen
Gatten, unſeres guten Bruders, Schwagers
(823
und Onkels
Herrn Friedrich Kraft
ſagen wir unſern innigſten Dank.
Dorothea Kraft,
geb. Wenz.
Darmſtadt, den 2. Januar 1914.
Tageskalender.
Samstag, 3. Januar.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 10 Uhr
(Ab. A.): „Das Rheingold”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Weihnachtsfeier des Vereins für naturgemäße
Le=
bens= und Heilweiſe um 8½ Uhr im „Fürſtenſaal”.
Verſammlung früherer Leibgardiſten um 8½ Uhr in
der „Stadt Coburg”
Konzert um 8 Uhr im Café „Metropole”.
Bilder vom Tage. (In der Auslage unſerer
Ex=
pedition Rheinſtraße 23): Königin Eliſabeth von
Ru=
mänien (Cacmen Sylva) mit ihrer Großnichte der
Prinzeſſin Marie Eleonore zu Wied. (Zum 70.
Ge=
burtstage der Dichterkönigin.) — Die Ausſtellung der
wiedergefundenen „Mona Liſa” in Florenz. — Zu der
Bluttat des Grafen Mielzynski. — Porträts vom Tage:
Kaiſer Menelik von Abeſſinien † Kaiſer Lidy Jeaſſu,
deſſen Nachfolger. — Der albaniſche Delegierte Nogga,
zu ſeinen Beſprechungen mit dem Prinzen zu Wied.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
ASTRACHAN- und PL.Usch-
Jacken u. Paletots
früher bis Mk. 70.−
jetzt 5.- 7.- 8.- 10.- 15.- etc.
Paletots
Kindermäntel
früher bis Mk. 80.−
jetzt 2.- 4.- 7.- 11.- 14.
früher bis Mk. 30.−
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früher —
Auf nicht zurückgesetzte Konfektion geben wir einen Rabatt von
Den größten Teil uns. Lagers
haben wir bedeutend im Preise
zurückgesetzt. Die jetzigen
Preise sind mit Blaustift neben
den seither. vermerkt. Nicht.
zurückgesetzte Kleiderstoffe
verkaufen wir mit . . . . . .
Unter vielem Beachtenswertem heben wir besonders hervor folgende
Kleiderstoffe
Kostümstoffe
früherer Preis bis Mk. 4.70 p. Mtr. früherer Preis bis Mk. 6.30 p. Mtr.
Blusenstoffe
früherer Preis bis Mk. 2.50 p. Mtr.
Ludwigsplatz 9
Ludwigsplatz 9
Mitglied des Rabatt-Sparvereins
Nummer 3.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Seite 9.
[ ← ][ ][ → ]Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Palang des Waſſerroheneher.
In der Zeit von Samstag, den 3. Januar, bis Donnerstag, den 15. Januar 1914
wird das ſtädtiſche Waſſerrohrnetz geſpült.
Dabei läßt ſich eine Trübung des Leitungswaſſers nicht vermeiden, auch muß abteilungsweiſe in den gemäß nachſtehender
Tabelle betroffenen Straßen die Waſſerlieferung von abends 10 Uhr bis morgens 5 Uhr unterbrochen werden. Den Waſſerabnehmern wird
deshalb empfohlen, ſich rechtzeitig vorher mit Waſſer zu verſorgen.
Bei den Druckrohrſpülungen wird die Waſſerlieferung nur vermindert.
Spülplan.
Hauptdruckrohr I Samstag, den 3. Januar
Abteilung A
Montag, den 5. Januar
Abteilung B
Mittwoch, den 7. Januar
von abends 10 Uhr av
Abteilung C
Samstag, den 10. Januar
Abteilung D
Montag, den 12. Januar
Abteilung E
Mittwoch, den 14. Januar
von nachmittags 4 Uhr ab
Hauptdruckrohr II Donnerstag, den 15. Januar
Aus dem nachſtehenden alphabetiſch geordneten Straßenverzeichnis iſt zu erkennen, zu welcher Spülabteilung (A—E) die
einzelnen Straßen oder ihre Teile gehören.
Dabei iſt zu bemerken, daß Eckhäuſer öfters zu einer andern Spülabteilung gehören als die Straße, zu der ſie zählen.
Einige Straßen müſſen teilweiſe an zwei Spülabenden ohne Waſſer bleiben, nämlich die Frankfurterſtraße, Heidelbergerſtraße,
Ludwigshöhſtraße und Wilhelminenſtraße, was aus dem Verzeichnis zu erſehen iſt.
Straßen=Verzeichnis.
Namen
Abt.
Adolf=Spießſtraße .
Ahaſtraße
Alexanderſtraße Haus Nr. 17½
19, 21, 23 und 25
Alexanderſtraße Haus Nr. 22
(Infanterie=Kaſerne) . . D
Alexanderſtraße (Die andern
Häuſer ſind an das
Haupt=
druckrohr I angeſchloſſen.) .
Alexandraweg . .
Aliceſtraße .
35
Allee
Annaſtraße zwiſchen Karls= und
Wilhelminenſtraße
Annaſtraße zwiſchen
Wilhelmi=
nen= und Artillerieſtraße . . (B
Arheilgerſtraße
Artillerieſtraße
Bachgang
Große Bächgaſſe . .
Kleine Bachgaſſe
Bahnhofsplatz (Alter
Haupt=
bahnhof) .
Bahnhofsplatz (Neuer
Haupt=
bahnhof)
Ballonplatz Haus Nr. 1, 3, 9,
10 und 11
Ballonplatz Haus Nr. 4 .
Ballonplatz (Die andern Häuſer
ſind an das Hauptdruckrohr I
angeſchloſſen.)
Beckerſtraße . . . . . . . . D
Beckſtraße, ausgenommen Haus
Nr. 89 und 91.
Beckſtraße Haus Nr. 89 und 91 D
Beſſungerſtraße Haus Nr. 2 bis
60, jedoch ohne Nr. 1 u. 33 D
Beſſungerſtraße Haus Nr. 1 u.
33, ſowie Haus Nr. 61—140 E
Beſſunger=Weg (Artill.=Kaſerne) E
Bismarckſtraße, ausgenommen.
Haus Nr. 59
Bismarckſtraße Haus Nr. 59 . B
Bleichſtraße.
Blumenthalſtraße . . .
Brandgaſſe .
, ,
Am Breitwieſenberg . . . .
Bruchwieſenſtraße . . .
D
Bruſtſtraße .
.,
Clemensſtraße . .
Darmſtraße
Dieburgerſtraße Haus Nr. 18
bis 255
D
Dieburgerſtraße (Die andern
Häuſer ſind an das
Haupt=
druckrohr I angeſchloſſen.)
Döngesborngaſſe
Donnersbergring
Dornheimer=Weg
Dreibrunnenſtraße . .
Eckhardſtraße .
Eichbergſtraße .
E
Eliſabethenſtraße zwiſchen
Lud=
wigsplatz u. Wilhelminenſtr. B
Eliſabethenſtraße zwiſchen
Wil=
helminenſtraße u. Landgraf
Philipps=Anlage .
Emilsſtraße zwiſchen Moller= u.
Frankfurterſtraße
Emilsſtraße zwiſchen Frank=
B
furter und Liebigſtraße
Erbacherſtraße ausgenommen
Haus Nr. 50
Erbacherſtraße Haus Nr. 50 . L.
Am Erlenberg
Ernſt=Ludwigsplatz .
Ernſt=Ludwigsſtraße .
B
Eſchollbrückerſtraße .
Feldbergſtraße . .
. B
Felſingſtraße . .
E
Fiedlerweg . . . .
. D
Forſtmeiſterplatz . . .
E
Forſtmeiſterſtraße .
E
Frankenſteinſtraße
Frankfurterſtraße zwiſchen
Bis=
marck= und Kahlertſtraße
(wird 2mal geſpült)
Frankfurterſtraße zwiſchen
Bis=
marckſtraße und Arheilger
Grenze . . . ..
. . B
Abt.
Namen
. . A.
Friedrichsſtraße
Fuchsſtraße zwiſchen Bleich= u.
Bismarckſtraße .
Fuchsſtraße zwiſchen Bismarck=
B
und Lagerhausſtraße .
. D
Fuhrmannsſtraße
Gardiſtenſtraße .
. A.
Gartenſtraße . . .
Im Geißenſee .
Geiſtberg
Georgenſtraße . . . . . .
6
Gervinusſtraße
Goetheſtraße
Gräfenhäuſer Weg .
Grafenſtraße
Griesheimer Weg
Groß=Gerauer Weg
Grüner Weg zwiſchen Kies= u.
Heinrichsſtraße
Grüner Weg zwiſch. Heinrichs=
und Schießhausſtraße . . . I
D
Gutenbergſtraße .
Heidelbergerſtratze Haus Nr. 1
bis 17½ ſowie 19, 21, 23 u. 25
(wird 2 mal geſpült) .
..
Heidelbergerſtraße Haus Nr. 1
bis Nr. 177
. . E
Heidenreichſtraße . . . . . .
d
Heinheimerſtraße.
Heinrichsſtraße zwiſchen
Heidel=
berger= u. Wilhelminenſtraße A.
Heinrichsſtraße zwiſchen
Wil=
helminen= und Karlsſtraße . B
Heinrichsſtraße zwiſchen Karls=
und Heidenreichſtraße ohne
Haus Nr. 63, 69 und 136 . C
Heinrichsſtraße. Hausnummer
63, 69 und 136 . . . . . . D
Heinrichwingertsweg . . . . D
. B
Helfmannſtraße .
Herderſtraße
. .D
Herdweg .
. . D
Hermannsſtraße . .
.E
Herrngartenſtraße . . . . .
Hinkelsgaſſe
.. . 6
,
Hobrechtſtraße .
Hochſchulſtraße
Hochſtraße Haus Nr. 2 bis 37 C
desgl. zwiſch. Heinrichsſtraße
und Herdweg obne Nr. 37 . D
Hoffmannſtraße zwiſchen Nied.=
Ramſtädter= u. Heinrichſtraße C
Hoffmannſtraße zwiſchen
Hein=
richs= und Hobrechtſtraße . . D
Hofgartenſtraße
Hofſtallſtraße .
Hoftheaterplatz Haus Nr. 1 u. 2 D
desgl. das Haus Nr. 3 (Großh.
Hoftheater) iſt an das
Haupt=
druckrohr I angeſchloſſen).
Hohler=Weg.
Hölgesſtraße
Holzhofallee Haus Nr. 11, 13, 25
und 30
Holzhofallee Haus Nr. 1, 2. 10
und 32.
Holzhofallee Haus Nr. 8. . .
Holzſtraße
Hügelſtraße zwiſch. Karlsſtraße
und Wilhelminenplatz
Hügelſtraße zw.
Wilhelminen=
platz und Landgraf=Philipps=
Anlage .
Inſelſtraße .
Ireneſtraße .
Neue Ireneſtraße .
Kahlertſtraße .
Kapellſtraße.
Große Kaplaneigaſſe
Kleine Kaplaneigaſſe
Karlsſtraße zwiſchen Schul=u
Heinrichsſtraße.
Karlsſtraße zwiſchen Heinrichs=
und Hermannsſtraße
Kaſinoſtraße
Kaſtanienallee .
Kaupſtraße .
Kiesbergſtraße. . . .
Kiesſtraße, ausgenommen Haus
.C
Nr. 2
Abt.
Namen
Kiesſtraße Haus Nr. 2 . . . B
Kirchſtraße . . .
. . B
Kirſchenallee . .
B
Klappacher=Straße . . .
5
Kranichſteiner=Straße .
Lagerhausſtraße .
B
Landgraf=Georgs=Straße . .
Landgraf=Philipps=Anlage . . A
Landskronſtraße . . . . . . E
Landwehrſtraße, ausgenommen
Haus Nr. 1 und 2
Landwehrſtraße, Haus Nr. 1
und 2
Langegaſſe .
Lauteſchlägerſtraße . . . .
Lichtenbergſtraße . . .
. D
D
Liebfrauenſtraße .
Obere Liebfrauenſtraße .
„ B
Liehigſtraße:
Lindenhofſtraße .
Löffelgaſſe .
.F
Lucasweg
Ludwigshöhſtraße,
ausgenom=
men Haus Nr. 11, 13, 31 u.55 D
Ludwigshöhſtraße (wird
noch=
mals ganz geſpült) . . .
Ludwigsplatz
Ludwigsſtraße
Louiſenplatz Haus Nr. 1 bis 5
B
dgl. Haus Nr. 6 und 7
Louiſenſtraße zwiſch. Bismarck=
und Rheinſtraße
Louiſenſtraße zwiſchen Rhein=
und Eliſabethenſtraße .
Magdalenenſtraße
Marienplatz (Dragonerkaſerne) A
Marktplatz Haus Nr. 1 bis 7 B
dgl. Haus Nr. 8 bis 12 .
Marktſtraße.
Martinspfad
75
Martinsſtraße. .
.
Mathildenhöheweg . .
Mathildenplatz
Mathildenſtraße
Mauerſtraße
Mollerſtraße
Moosbergſtraße zwiſch. Goethe=
und Ludwigshöhſtraße
Moosbergſtraße zwiſchen
Lud=
wigshöh= und Heidelberger=
Straße .
Moſerſtraße.
Mühlſtraße, ausgenommen
Haus Nr. 12, 32 und 78 . . B
Mühlſtraße Haus Nr. 12, 32
und 78
Müllerſtraße .
Neckarſtraße
..:
Neugaſſe
5
Niebergallweg.
Nieder=Ramſtädter=Straße
zwi=
ſchen Karls= und Hochſtraße
(ohne Hirſchapotheke) . . . B
Nieder=Ramſtädter=Straße
zwi=
ſchen Hochſtraße u.
Heinrichs=
ſtraße (mit Hirſchapotheke) C
Nieder=Ramſtädter=Straße
zwi=
ſchen Heinrichsſtr. u. Böllen=
. D
falltor
Niederſtraße
Neue Niederſtraße . .
Nikolaiweg
. „
Obergaſſe
Große Ochſengaſſe . . .
Kleine Ochſengaſſe . . . . .
Ohlyſtraße .
. . .
Olbrichweg
Orangerieallee. .
. 1
Orangerieſtraße .
Pädagogſtraße
Pallaswieſenſtraße zwiſch.
Mol=
ler= und Frankfurter=Straße D
Pallaswieſenſtraße zwiſchen
Frankfurter=Straße uud
Kir=
ſchenallee .
Pankratiusſtraße .
Paradeplatz.
Parkusſtraße .
Paulusplatz. . .
1
Pfründnerhausſtraße . . . . D
Namen
Abt.
Prinz Chriſtians=Weg,
ausge=
nommen Haus Nr. 2 und 4 D
Prinz Chriſtians=Weg Haus
Nr. 2 und 4
Großh. Reſidenzſchloß..
(
Rheinſtraße, ausgenommen
Haus Nr. 2, 4, 6 und 8 . .
Rheinſtraße Haus Nr. 2, 4, 6 u. 8 B
Rhönring, ausgenomm. Haus
Nr. 1
Rhönring Haus Nr. 1
Riedeſelſtraße
Riedlingerſtraße
Riegerplatz
Leußere Ringſtraße.
Roquetteweg
. D
Roßdörferſtraße
B
Rößlerſtraße
Rückertſtraße
D
Rundeturmſtraße
Ruthsſtraße
Saalbauſtraße zwiſchen Rhein=
und Heinrichsſtraße.
A
Saalbauſtraße zwiſchen
Hein=
richs= und Annaſtraße .
Sackgaſſe
Sandbergſtraße
Sandſtraße zwiſchen Steinſtr.
und Wilhelminenplatz
Sandſtraße zwiſchen
Wilhelmi=
nenplatz und Haus Nr. 42
Schießhausſtraße
Schillerplatz
Schloßgarten .
Schloßgartenplatz
Schloßgartenſtraße
Schloßgaſſe .
Schloßgraben.
Schuchardſtraße
Schuknechtſtraße .
Schulſtraße .
Schulzengaſſe . .
Schuſtergaſſe .
115
Schützenſtraße . .
Schwanenſtraße .
Seekatzſtraße .
Seeſtraße
Seitersweg . .
Soderſtraße . . .
Speſſartring .
Stadtallee
Steinackerſtraße
Steinſtraße .
Stiftsſtraße . .
Stirnweg
Tannenſtraße .
Taunusſtraße .
Teichhausſtraße
Viktoriaplatz
Viktoriaſtraße . .
Waldſtraße . .
Weinbergſtraße
Weiterſtädter=Weg .
Wenckſtraße.
D
Wendelſtadtſtraße,
ausgenom=
men Haus Nr. 1 .
Wendelſtadtſtr. Haus Nr.
Weyprechtſtraße .
Wienersſtraße .
Wieſenſtraße.
Wilhelminenplatz Haus Nr. 1,
2, 4 und 7
Wilhelminenplatz Haus Nr. 8 .
bis 18 . .
Wilhelminenſtr. zwiſchen
Bis=
marck= u. Heinrichsſtraße . . A
Wilhelminenſtr. zwiſch.
Hein=
richs= u. Karlsſtraße. (Wird
2mal geſpült.) . . . . D u. E
Wilhelmsplatz . . .
Wlhelmsſtraße .
Wingertsbergſtraße
Wingertsgäßchen . .
Wittmannſtraße
Woogsplatz
Woogsſtraße
Zeughausſtraße .
Zimmerſtraße . .
(361sf
Darmſtadt, den 31. Dezember 1913.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung
Rudolph.
Willter Unne
S1e!
Keil Schoner
Nächſter Zuchtviehmarkt in Darmſtadt:
Dienstag, den 6. Januar 1914.
Darmſtadt, den 27. Dezember 1913.
(27049ms
Der Oberbürgermeiſter
I. V.: Schmitt.
Skis, Skistocke, Bindungen
werden wegen Geſchäftsaufgabe zu jedem Preiſe abgegeben.
An=
bringen der Bindungen wird fachgemäß ausgeführt. (*18483mds
Näheres Lauteſchlägerſtraße 9, I. und
Arheilgerſtraße 72, parterre.
Von Millionen im Gebrauch
gegenHusten, Heiserkeit,
Krampf- und Keuch-
Husten, Brust-Katarrh.
Bekömml., köſtl. ſchmeckendes
(IX,356
Huſtenmittel.
not. begl. Zeugniſſe
6100 von Aerzten und Priv.
Paket25 Pf. Dose 50 Pf.
zu haben in Darmſtadt bei:
Chr. Schwinn, Drogerie, Ludw.
Zink, Drogerie, Weinbergſtr. 2,
Fr. Seibert, Drog.,
Pallas=
wieſenſtr. 44, Karl Steinhäuser,
N.=Ramſtädterſtr., Fr.
Becken-
haub, Ecke Schul= u. Kirchſtr.,
C. Watzinger, Drogerie,
Wil=
helminenſtr. 11, Adler-Drogerie,
Frankfurterſtr. 12/14, Fr.
Schä-
fer, Emanuel Fuld, Peter Keil,
Gg. Petry, Roßdörferſtr. 52,
Ph. Huwert, Ecke Wieners= u.
Roßdörferſtr. 21, Gg. Held,
Roßdörferſtr. 35, Ant. Braunwarth
Ernſt=Ludwigſtr. 3, Wilh. Ritsert
jr., Grüner Weg 30, Otto Erb.
H. Wagenbr nner,
Heidelberger=
ſtr. 17, Carl Block in Nied.=
Ram=
ſtadt, Adam Hartmann in Fränk
Crumbach, G. L. Friedrich in
Brensbach, Friedrich Becker II.
u. G. H. Stühlinger, Reinheim.
Freunianuchtel
hI 85 Pfg., bei 10 hI 80 Pfg.
Fichtenzapfen
hI 45 Pfg., bei 10 hI 40 Pfg.
Heinrich Keller Sohn
Heidelbergerſtr. 28. Tel. 101. (B786
Aquarienliebhaber.
Zirka 30 Arten exotiſche u. and.
Tiſche, weiße Axolotl, Laubfröſche,
Salamander, Schildkröten,
Daph=
nien, Futter, Glasaquarien,
Waſſer=
pflanzen. Zrenner, größte
Zier=
fiſchhandlung, Karlſtr. 16. (213a
Wer Rheumatism, G cht, Iſchias,
Gelenk=, Geſichts=,
Genick=
ſchmerzen uſw. hat, verl. gratis
Prob. v. J. Zahns Salbe, Ober=
(785a
Ingelheim.
Rodernsie Reste
f. Herren=Anzüge, Knaben=Anzüge
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Ludwigsplatz 2, 2. Stock.
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T 94 an die Exped. (*18367ms
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Bekanntmachung.
Die nachſtehende Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 8. Dezember d. Js.
(Reichsgeſetzblatt Seite 777) betreffend Beſtimmungen über die Beſchäftigung von
Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Ziegeleien und Anlagen zur
Her=
ſtellung von Dinasſteinen, Schamotteſteinen und anderen Schamotteerzeugniſſen
bringen wir hiermt zur Kenntnis der Beteiligten. Wir weiſen darauf hin, daß dieſe
Beſtimmungen mit Wirkung vom 1. Januar 1914 an die Stelle der durch
Be=
kanntmachung des Reichskanzlers vom 15. November 1903 (Reichsgeſetzblatt Seite 286)
verkündeten Beſtimmungen treten und daß die letzteren mit dieſem Zeitpunkte
ihre Geltung verlieren.
Die neuen Beſtimmungen enthalten mehrere Abweichungen von den ſeitherigen
Vorſchriften, auf die hiermit hingewieſen wird:
1. Die neuen Beſtimmungen ſind nicht mehr auf Grund der §§ 139a, 154 Abſ. 2,
ſondern auf Grund des § 120e der G.O. erlaſſen, da ſie lediglich dem Schutze des
Lebens und der Geſundheit dienen ſollen. Dadurch wird zugleich einem von
verſchie=
denen Seiten ausgeſprochenen dringenden Wunſche Rechnung getragen und das
An=
wendungsgebiet der Beſtimmungen auf ſämtliche Z egeleien erſtreckt, während die
derzeitigen Vorſchriſten nur für Ziegeleien mit mindeſtens 5 Arbeitern gelten.
2. Im Abſchnitt I ſind an Stelle der Worte zeinſchließlich der
Schamotte=
fabriken” die Worte „und Anlagen zur Herſtellung von Dinasſteinen,
Schamotte=
ſteinen und anderen Schamotterzeugniſſen: getreten. Die Aenderung war erforderlich,
weil der Fabrikbegriff durch die Novelle zur G.O. vom 28. Dezember 1908 aus der
Arbeiterſchutzgeſetzgebung beſeitigt worden iſt und weil die neuen Beſtimmungen auf
alle Betriebe Anwendung finden ſollen, nicht nur auf die, welche als Fabriken in
dem früher gebräuchlichen Sinne bezeichnet werden können.
Ferner ſoll durch Erſatz des Wortes „verwendet” durch „beſchäftigt” im Eingang
von I zum Ausdruck gebracht werden, daß die unter la bis d bezeichneten
Beſchäf=
tigungen für Arbeiterinnen und jugendliche Arbeiter gänzlich verbaten ſein ſollen.
*3 In la ſind unter die für Arbeiterinnen und jugendliche Arbeiter verbotenen
Beſchäftigungsarten auch die „Abraumarbeiten” aufgenommen worden. Sie gehören
eigentlich mit zur „Gewinnung der Rohſtoffe.‟ Da ſie jedoch in § 10 der
Bekannt=
machung, betreffend die Einrichtung und den Betrieb von Steinbrüchen und Stein=
31. Mai 1909 (R. G. Bl. S. 471)
hauereien, vom
neben der Steingewinnung geſondert
20. Nov. 1911 (, „. „ 955)
genannt ſind, ſo erſchien es zweckmäßig, um jeden Zweifel auszuſchließen, ſie auch in
den neuen Beſtimmungen für Ziegeleien beſonders aufzuführen.
4. Ie enthält das Verbot, Arbeiterinnen und jugendliche Arbeiter zu allen Arten
von Arbeiten in den Oefen, einſchließlich der Erdringöfen, heranzuziehen. Der
Be=
trieb dieſer Erdringöfen (Syſtem Bock und dergl., die im letzten Jahrzehnt ein
gewiſſe Verbreitung gefunden haben, bringt die Abdichtung der abzubrennenden
Steine mit einer ziemlich dicken Schicht von Sand, Ziegelmehl und dergl. mit ſich,
die beim nachfolgenden Entleeren des warmen Brennkanals zu einer erheblichen
Staub=
entwicklung Anlaß gibt, welche die Geſundheit der Ausräumenden gefährdet!
Das in le weiter aufgenommene Beſchäftiaungsverbot bei der Beförderung
von Kohlen in Schiebkarren auf die Oefen entſpricht der unter Id vorgeſehenen
Ein=
ſchränkung.
5. In Id iſt vorgeſehen, daß Arbeiterinnen und jugendliche Arbeiter bei der
Beförderung geformter Steine nur noch beſchäftigt werden dürfen, ſoweit dieſe nicht
darch Abtragen von Hand oder mittels Tragbrettern oder in Rollwagen, die auf
einem feſtverlegten, wagrechten Geleiſe oder auf einer Hängebahn laufen, erfolgt.
Hierdurch ſol den vielfach beobachteten Mißſtänden bei der Beförderung von Steinen
in Schiebkarren und ähnlichen Transportmitteln vorgebeugt werden, die durch den
häufigen Mangel einer wirklich harten ebenen Fahrbahn verurſacht wurden.
*6. In Abſchnitt II iſt ausdrücklich darauf hingewieſen, daß die zuſtändigen
Behörden (Kreisamt, in Gemeinden mit Städteordnung Bürgermeiſterei oder
ſtaat=
liche Polizeiverwaltung) befugt bleiben, im Weg der Verfügung gemäß § 120d, § 120f
der G.O. für einzeine Anlagen weitergehende Vorſchriften, als die neuen
Beſtim=
mungen enthalten, zu treffen.
7. Durch die in Abſchnitt III angeordnete Verpflichtung zum Aushang eines
Abdrucks der Bekanntmachung wird die dem Arbeitgeber nach § 138a Abſ. 2 im
Zuſammenhang mit § 154 Abſ. 2 der G. O. obliegende Verpflichtung nicht berührt.
Werden alſo in Ziegeleien mit in der Regel mindeſtens 5 Arbeitern Arbeiterinnen
oder jugendliche Arbeiter beſchäftigt, ſo ſind neben dem Abdruck der Beſtimmungen
vom 8. Dezember 1913 der im § 217 der Ausführungsverordnung zur G. O.
vorge=
ſchriebene Auszug aus den allgemeinen Beſtimmungen über die Beſchäftigung der
Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter und, ſofern jugendliche Arbeiter beſchäftigt
werden, außerdem das ebenda erwähnte Verzeichnis der jugendlichen Arbeiter
aus=
zuhängen.
Darmſtadt, den 23. Dezember 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Beſtimmungen über die Beſchäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen
Arbeitern in Ziegeleien und Antagen zur Herſtellung von Dinasſteinen,
Schamotte=
ſteinen und anderen Schamotterzeugniſſen. Vom 8. Dezember 1913.
Auf Grund des § 120s der Gewerbeordnung hat der Bundesrat die
nach=
ſtehenden Beſtimmungen über die Beſchäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen
Arbeitern in Ziegeleien und Anlagen zur Herſtellung von Dinasſteinen,
Schamotte=
ſteinen und anderen Schamotteerzeugniſſen erlaſſen.
In Ziegeleien und Anlagen zur Herſtellung von Dinasſteinen,
Schamotte=
ſteinen und anderen Schamotteerzeugniſſen dürfen Arbeiterinnen und jugendliche
Arbeiter nicht beſchäftigt werden:
a) bei den Abraumarbeiten, bei der Gewinnung, der Verladung und der
Be=
förderung der Rohſtoffe einſchlie tlich des eingeſumpften Lehmes,
b) bei der Handformerei (dem Streichen oder Schlagen der Steine mit
Aus=
nahme von Dachziegeln (Dachpfannen) und von Bimsſandſteinen (
Schwemm=
ſteinen),
c) bei der Beförderung von Kohlen in Schiebkarren auf die Oefen, beim
Be=
feuern der Oefen und bei allen Arbeiten in Hefen einſchließlich der
Erdring=
öfen, jedoch mit Ausnahme des Füllens und Entleerens der oben offenen
Schmauchöfen,
d) bei der Beförderung geformter (auch getrockneter und gebrannter) Steine,
ſoweit dieſe nicht durch Abtragen von Hand oder mittels Tragbrettern, oder
in Rollwagen, die auf einem feſtverlegten, wagerechten Gleiſe oder auf einer
Hängebahn laufen, erfolgt.
II.
Unberührt durch die vorſtehenden Beſtimmungen bleibt die Befugnis der
zu=
ſtändigen Behörden, im Wege der Verfügung für einzelne Anlagen gemäß § 120d,
§ 1201 Abſ. 2 der Gewerbeordnung weitergehende Anordnungen zum Schutze des
Geſundheit der Abeite, beſonders derülbeitermnnen und
derſugend=
lichen Arbeiter, zu treffen.
III.
In den unter I bezeichneten Anlagen muß an einer in die Augen fallenden
Stelle ein deutlicher Abdruck dieſer Bekanntmachung aushängen.
IV.
Dieſe Beſtimmungen treten am 1. Januar 1914 in Kraft und an die Stelle der
durch die Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 15. November 1903 (Reichs=
Ge=
ſetzbl. S. 286) verkündeten Beſtimmungen.
Berlin, den 8. Dezember 1913.
Der Stellvertreter des Reichskanzlers
Delbrück.
27769is
Bekanntmachung.
Nachdem die Abſtimmungsliſte über den Antrag der Friſeure und
Perücken=
macher in den Landgemeinden des Kreiſes Darmſtadt auf Erlaß einer Anordnung
gemäß § 41 b der Gewerbe=Ordnung für die Gemeinden Arheilgen, Eberſtadt,
Eſcholl=
blücken, Griesheim und Pfungſtadt geſchloſſen iſt, wird die Liſte vom 5. bis 18. Januar
1914 einſchließlich zur Einſicht und Erhebung etwaiger Einſprüche in den
Dienſt=
räumen des Großh. Kreisamts, Neckarſtraße 3, 1. Stock, Zimmer Nr. 19, für die
Beteiligten offengelegt.
(731
Einſprüche, die nach Ablauf des 18. Januar 1914 erhoben werden, bleiben
un=
berückſichtigt=
Darmſtadt, den 30. Dezember 1913.
Der Kommiſſär:
Wagner, Kreisamtsbureaugehilfe.
Bekanntmachung.
Wir bringen nachſtehend das endgültige Ergebnis der Viehzählung vom
1. Dezember d. Js. für die Gemeinden des Kreiſes zur Kenntnis.
Darmſtadt, den 27. Dezember 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
(306
I. Ergebnis der Viehzählung vom 1. Dezember 1913 (Kreis Darmſtadt):
Num. Gemeinden Rind=
vieh dar=
unter
Kühe Schweine e
unter
Zucht=
ſauen Schafe Ziegen Kanin=
chen Arheilgen . 571 1297 31 3 1324 910 Braunshardt 185. 110 325 15 152 90 Darmſtadt 488 395 1038 40 177 442 4879 Eberſtadt . 267 181 927 45 692 1082 Eich 40 16 82 44 33 Erzhauſen 340 176 728 500 82 Eſchollbrücken 165 75 438 15 315 45 Gräfenhauſen 500 320 878 42 484 106 Griesheim 413 176 1656 91 1249 1737 Hahn 275 131 918 49 482 48 Malchen 42 22 83 38 Meſſel 500 276 665 144 92 13 Nieder=Beerbach 267 148 364 249 10 Nieder=Ramſtadt 1 203 124 473 388 231 Ober=Ramſtadt 570 361 1051 3 691 948 Pfungſtadt 712 316 1862 686 704 Roßdorf
,, 622 330 1099 692 634 Schneppenhauſen 194 109 410 5 172 71 Traiſa 112. 66 203 182 140 20 Waſchenbach. 101 51 165 *72 44 21 Weiterſtadt. 552 358 887 50 711 375 22 Wixhauſen . 329 182 716 22 560 156 Zuſammen 1913 7415 4275 16 265 604 234 10 269 1342t 1 1912 6867 4210 12 278 175 9513
II. Rindvieh und Schweine nach der Zählung vom 1. Dezember 1913 verteilen ſich
wie folgt:
unter 6 Wochen alt .
315
Kälber 1 6 Wochen bis unter 3 Monate alt .
458
Jungvieh 3 Monate bis unter 2 Jahre alt
2259
Bullen
Stiere 2 Jahre alt und älter . . . . . . .
141
Ochſen
Kühe
4275
Zuſammen 741s
unter ½ Jahr alt . .
In
½ bis unter 1 Jahr alt . .
Schweine
6697
11 Jahr alt und älter
791
Zuſammen 1625
Darunter:
Zuchteber (½ Jahr alt und älter)
165
Zuchtſauen (½
486
Fekanntmachung.
Der Planentwurf über die Errichtung von Halteſtellen der elektriſchen
Straßenbahn auf der Strecke Landskronſtraße-Eberſtadt in der Gemarkung
Eberſtadt liegt in der Zeit von Samstag, den 3. Januar bis Samstag, den
10. Januar 1914 einſchließlich auf dem Bureau Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt
zur Einſicht der Intereſſnten offen.
(305
Etwaige Einwendungen gegen den Entwurf ſind innerhalb dieſer Frift
daſelbſt bei Meidung des Ausſchluſſes vorzubringen.
Darmſtadt, den 30. Dezember 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Broſche mit Herrenphotographie. 1 evangel.
Geſangbuch. 1 Portemonnaie mit einigem Inhalt. 1 brauner
ge=
ſtrickter Handſchuh. 1 brauner gefütterter Handſchuh mit Leder
be=
ſetzt. 1 Kinderknopfſtiefel. 2 neue Ofenwiſcher. 1 Paket Kaffee,
Ge=
bäck ꝛc. 1 grauer Damenhandſchuh. 1 Taſchenmeſſer mit Hornſtiel.
Zugelaufen: 1 Dogge. 1 Dobermann. — Zugeflogen:
(334
1 Briektaube.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
lſinden ſich: 2 Pinſcher, 1 Foxterrier, 1 Boxer. 1 deutſche Dogge,
ſchottiſcher Schäferhund, 1 Pinſcher, 2 Dobermänner (zugelaufen).
die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
(347
lſindet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 4. Jan.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Merckſche Engel=Apotheke, Rheinſtraße, und
Weſſunger Apotheke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von
Uhe ab geſchloßfen:
An gut birgerl. Priv.=Mitans= u. wriarterst. Se ial vs, Kammermuſit,
Abendtiſch könn. 10 Herr. u. Dam.A Herderſtr. 11 Auftr. b. Frl. Walther.
ill. teilnehm. Kaſinoſtr. 21, I. (313a Leihbiblioth., Wilhelminenstr. 13. (363a
Bauarbeiten.
Die bei Errichtung eines Seuchen=
und Sperrviehſtalles im
ſtädti=
ſchen Schlachthof vorkommenden
Maurer=. Eiſenkonſtruktions=,
Be=
ton=, Steinhauer=, Zimmer=,
Dach=
decker=, Spengler=, Weißbinder=,
Schreiner= und Schloſſerarbeiten
ſollen vergeben werden.
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Montag, 12. Januar 1914,
vormittags 10 Uhr,
(224ds
einzureichen.
Darmſtadt, 2. Januar 1914.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
„äriefmarken, alt, loſe, u. a. Prieſ,
ſow. Sammlung. kauft
Hügel=
ſtr. 6, II. Z. ſpr. nachm. 1-3 U. (275a
Eeilde herpachut.
Dienstag, 6. Januar 1914,
vormittags 11 Uhr.
wird das ſtädtiſche Gelände, früher
Schubkegelſcher Garten, Flur TXI,
Nr. 2—7, Gemarkung Durmſtadt,
entlang dem alten Bahndamm der
Main= Neckarbahn, zunächſt der
Pallaswieſenſtraße, an Ort und
Stelle öffentlich meiſtbietend ver=
(210dso
pachtet.
Znſammenkunft an dem
frühe=
ren Bahnviadukt der
Pallas=
wieſenſtraße.
Nähere Auskunft erteilt
Feld=
ſchütz Vierheller,
Pallaswieſen=
ſtraße 119.
Darmſtadt, 29. Dezember 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
Hohlen Holz und Briketts
It empfiehlt ins Haus geliefert
VIII,21021) J. Müller, Kiesſtr. 20.
eee Dienstag,
Aden 5. und 6. Januar 1914,
von vormittags 9 Uhr ab,
fin=
det in dem Verſteigerungsraume
unſeres Fundbureaus in
Frank=
furt (Main), Poſtſtraße Nr. 6
— Nebengebäude —, öffentliche
Verſteigerung von Fundſachen
ſtatt.
(302
Königliche Eiſenbahn=Direktion
Frankfurt (Main).
e
Deines Fernſprech=Erdkabels
von km 12,35 der Landſtraße
Roßdorf-Ober=Ramſtadt bis zur
Einmündung dieſer Straße in die
Straße Darmſtadt-Ober=
Ram=
ſtadt liegt bei dem Kaiſerlichen
Poſtamt in Ober=Ramſtadt von
heute ab 4 Wochen aus. (328
Darmſtadt, 31. Dezember 1913.
Kaiſerliche Ober=Poſtdirektion.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Nummer 3.
Straßenreinigung.
Indem wir die nachſtehende Polizeiverordnung erneut
ver=
öffentlichen, empfehlen wir allen Grundſtücksbeſitzern, die mit der
Erfüllung der in den §§ 1 und 3 dieſer Polizeiverordnung feſtgeſetzten
Verpflichtungen eine andere Perſon beauftragt haben oder dies zu tun
beabſichtigen, die beauftragte Perſon, Geſellſchaft oder Anſtalt alsbald
gemäß § 8 namhaft zu machen, falls dies noch nicht geſchehen iſt.
Zur Entgegennahme ſolcher — mündlicher oder ſchriftlicher —
Er=
klärungen iſt außer uns auch das zuſtändige Polizeirevier befugt.
Im Intereſſe der Grundbeſitzer liegt es, ſelbſt dafür zu ſorgen, daß
möglichſt gleichzeitig mit dieſen Erklärungen auch die Bereiterklärungen
der verantwortlichen Vertreter eingehen.
Darmſtadt, den 30. Dezember 1913.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Polizeiverordnung,
die Reinigung der Straßen betreffend.
Auf Grund des Artikel 56 Abſ. 2 Ziffer 1 des Geſetzes, die
Städteordnung für das Großherzogtum Heſſen betreffend, vom
13. Juni 1874, wird nach Anhörung der
Stadtverordnetenverſamm=
lung der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt mit Genehmigung
des Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 9. Dezember
1008 zu Nr. M. d. J. 20529 die nachſtehende Polizeiverordnung erlaſſen:
§ 1. Die allgemeine Reinigung der Straßen liegt den Beſitzern
(unmittelbaren und mittelbaren — §§ 854 ff. B. G. B. —) der
an=
grenzenden Grundſtücke ob, ſoweit nicht die ſtädtiſche
Reinigungs=
anſtalt gemäß den Beſtimmungen des Statuts vom 14. September
1886 betreffend: „Die Reinigung der Straßen und öffentlichen Plätze
in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt” die Reinigung
über=
nommen hat. Die Pflicht zur Reinigung erſtreckt ſich nur auf den
Teil der Straße, der an dem Grundſtücke des Verpflichteten herzieht,
und nicht über die Mitte der Straße hinaus. Sind mehrere Beſitzer
vorhanden, ſo trifft jeden die volle Verantwortlichkeit; ein Mieter oder
Pächter iſt jedoch nur dann als Beſitzer im Sinne dieſer Verordnung
anzuſehen, wenn er allein das betreffende Grundſtück benutzt.
Iſt eine Geſellſchaft, Gewerkſchaft, Genoſſenſchaft, Stiftung, ein
Verein oder eine Anſtalt oder eine ſonſtige juriſtiſche Perſon Beſitzer
des Grundſtücks, ſo liegt die Verpflichtung zur Reinigung den
Mit=
gliedern des Vorſtands ob; bei Grundſtücken, die ſich im Beſitze oder
in der Verwaltung einer ſtaatlichen oder kommunalen Behörde befinden,
trifft die Verpflichtung den Vorſtand dieſer Behörde. Der Inhaber
einer Dienſtwohnung ſteht einem Mieter gleich.
Auf die Abfuhr des Hauskehrichts finden die Beſtimmungen
der Abſ. 1 und 2 entſprechende Anwendung. Die Kehrichtgefäße ſind
von den Grundſtücksbeſitzern zur Abholung des Kehrichts durch die
Straßenreinigungsanſtalt bereit zu halten, ſie dürfen aber nicht auf
der Straße aufgeſtellt werden.
§ 2. Jede Verunreinigung der Straßen, insbeſondere auch durch
Fuhrleute beim Fahren von Bauſchutt, Dung, Sand, Lehm, Erde
und anderem loſen Material iſt verboten.
Jede Zuwiderhandlung bedingt, abgeſehen von der verwirkten
Strafe, die Verpflichtung zur ſofortigen Reinigung der Straße.
§ 3. Den Grundſtücksbeſitzern liegen außerdem bezüglich der
Reinigung der Fußſteige von Eis und Schnee folgende
Verpflich=
tungen ob:
1. Die Fußſteige, gleichviel ob befeſtigt oder nicht, ſind in ihrer
ganzen Breite bis zum Rande der Fahrbahn, und Fußſteige
von größerer Breite auf mindeſtens 3 Meter in der
meiſt=
begangenen Fläche ſtets von Schnee und Eis freizuhalten.
Der über Nacht gefallene Schnee iſt bis ſpäteſtens 8 Uhr
mor=
gens abzuräumen.
Iſt wegen andauernden ſtarken Schneefalls die völlige
Freihaltung nicht möglich, ſo muß die Abräumung in der
Zeit von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends mindeſtens alle
drei Stunden erfolgen. Der von den Fußſteigen abgeräumte
Schnee iſt auf der Fahrbahn tunlichſt nahe dem Rande
der=
ſelben zu lagern, wobei Straßenrinnen, Straßenbahngleiſe,
ſowie Hydranken und, falls anderweit Platz vorhanden iſt,
Straßenecken, Straßenausgänge und Hauseingänge freizuhalten
ſind.
Das Lagern von Schnee, welcher von Hofreiten abgeräumt
wurde, iſt auf den Straßen und Plätzen unterſagt.
2. Sofern auf den Fußſteigen Glatteis oder infolge
andau=
ernden Schneefalls, Froſteinwirkung oder aus anderen Urſachen
eine gefährlich zu begehende Schneedecke oder Schnee= und
Eis=
buckel ſich gebildet haben, oder die Fußſteige ſonſtwie ſchwer
zu begehen ſind, müſſen dieſe in einer Breite von 1,50 Meter
mit Sand, Kies, Sägeſpänen oder ſonſt geeignetem
Streu=
material ausgiebig beſtreut werden. Das Aufſtreuen iſt zu
wiederholen, ſobald auf den Fußſteigen wieder glatte Stellen
entſtanden ſind. Dieſe Verpflichtung erſtreckt ſich auf die Zeit
von morgens 7½ Uhr bis abends 8 Uhr.
Das Aufſtreuen von Abfällen oder ſonſt ungeeignetem
Streumaterial iſt verboten.
§ 4. Beſchädigungen der Straße bei der Reinigung ſind ſorgfältig
zu vermeiden, insbeſondere iſt es verboten, bei Reinigung der
Fuß=
ſteige ſcharfe Geräte, wie Beile, Pickel, Stoßeiſen und dergleichen zur
Entfernung des Schnees oder Eiſes zu verwenden.
§ 5. Bei Froſtwetter iſt das Ausſchütten von Flüſſigkeiten in
die Straßenrinnen unterſagt.
§ 6. Bei Froſtwetter iſt. das Schleifenziehen auf den
Fuß=
ſteigen verboten.
§ 7. Das Schneeballwerfen mit naſſem oder verunreinigtem
Schnee iſt verboten.
§ 8. Der Beſitzer eines Grundſtücks kann mit der Erfüllung der
in den §§ 1 und 3 feſtgeſetzten Verpflichtungen eine andere Perſon,
wie z. B. einen Hausverwalter oder eine Geſellſchaft oder Anſtalt,
die ſich die Reinigung von Straßen zur Aufgabe geſtellt hat,
beauf=
tragen. Die Beauftragten, bei Geſellſchaften oder Anſtalten deren
Vorſtandsmitglieder, ſind für die Einhaltung der Vorſchriften
aus=
ſchließlich verantwortlich, wenn die beauftragte Perſon, Geſellſchaft
oder Anſtalt dem Polizeiamte als verantwortliche Vertreter durch
den Grundſtücksbeſitzer ausdrücklich namhaft gemacht worden ſind,
dieſe zur Uebernahme der Verpflichtung ſich bereit erklärt haben und
das Polizeiamt binnen einer Friſt von 14 Tagen nach erfolgter
Namhaftmachung Einſpruch gegen die Vertretung nicht erhoben hat.
Mehrere Beſitzer eines Grundſtücks können nach Maßgabe der
Vorſchriften des Abſatz 1 die Erfüllung der Verpflichtungen auf einen
von ihnen übertragen.
§ 9. Zuwiderhandlungen gegen dieſe Verordnung werden auf
Grund des § 366 Poſ. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuchs mit Geldſtrafe
bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
§ 10. Dieſe Verordnung tritt mit dem Tag der Veröffentlichung
in Kraft.
Mit dem gleichen Tage wird das Polizeireglement vom
8. November 1856 aufgehoben.
(136ds
Darmſtadt, den 9. Januar 1909.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Der Plan über die Herſtellung
ober= und unterirdiſcher
Te=
legraphenlinien auf der
Land=
ſtraße Darmſtadt-Eberſtadt von
der Landskronſtraße bis zur
Ke=
ramiſchen Mankfaktur liegt bei
dem Kaiſerlichen Telegraphenamt
hier von heute ab 4 Wochen
27
aus.
Darmſtadt, 31. Dezember 1913.
Kaiſerliche Ober=Poſtdirektion
Biderleislen,
Bilderglas
billigſt bei
Franz Langheinz,
Karlſtr. 25, (Ecke Hölgesſtr.). (22891a
Zur Beschleunigung des
Robkurb-Ausverkaufeb
der Firma
Ludwig Schwab, Inh. Robert Blum
23 Ernst-Ludwias-Strasse 23
wurden die Preise nochmals ganz
bedeutend herabgesetzt. Es sind
noch grosse Vorräte vorhanden von:
Metall-Betten für Erwachsene u. Kinder, Babykörbe.
Matratzen, Schoner, Koltern, Steppdecken, Federn u.
Daunen, Inlette und Drelle. Bett-Satins,
Bett-
zeuge. Weisse und rote Damaste in allen Breiten,
Piqués, Satins. Halbleinen und Leinen in 80 und
160cm breit, Bettuch-Kretonne, fertige Bettwäsche,
darunter elegante Garnituren, Tischwäsche in soliden
Gebrauchs- und feinen Ausstattungs-Qualitäten.
Tisch-
zeuge am Stück. Tischdecken jeder Art.
Hand-
tücher, abgepasst und vom Stück. Küchenwäsche.
Elegante Damen-Wäsche (Wiener u. Brüsseler Garnituren).
Kinder-Wäsche jeder Grösse. Baby-
Ausstat-
tungen. Herren-Wäsche, Kragen, Manschetten,
Krawatten. Trikotagen für Herren, Damen
und Kinder. Sweater, Rodel-Garnituren, Strümpfe,
gestr. Westen. Gardinen, abgepasst und vom Stück
in Tüll und Leinen. Künstler-Garnituren, Rouleaux und
Rouleaux-Stoffe.
(323
Der Verkauf findet statt
Der Konkursverwalter
von 9-1 u. 3-7 Uhr.
Ernst Wolff.
In unſer Handeis=Regierz,
Ab=
teilung B, wurde heute
einge=
tragen hinſichtlich der Firma:
Landwirtſchaftliche
Ge=
noſſenſchaftsbank
Darm=
ſtadt.
Das ſeitherige
Vorſtandsmit=
glied, Direktor Valentin Zobel,
ebenſo das ſtellvertretende
Vor=
ſtandsmitglied, Dr. Peter
Gott=
ſchämmer, ſind aus dem Vorſtande
ausgeſchieden.
Direktor Heinrich Moll in
Darm=
ſtadt iſt zum Vorſtandsmitglied
beſtellt.
(827
Die Prokura des Bankbeamten
Hans Döhler in Darmſtadt iſt
er=
loſchen.
Darmſtadt, 24. Dezember 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I
Bekanntmachung.
Montag, 19. Januar 1914,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Schloſſermeiſter Georg
Friedrich Rettig Eheleuten dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
V 972 258 Hofreite
Nieder=
ſtraße Nr. 23,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
(K89/13
Darmſtadt, 19. Dezember 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (IX,26543
Eliſabethenſtr. 4, Penſtion
Mittag= und Abendtiſch. 258a
Wegen Abreiſe ſofort
zu jed. annehmb. Preiſe z. verkauf.:
1antike Kommode
3 kompl. Betten
4 Tiſche, 2 Küchenſchränke
Küchengeſchirr, Stühle
Spiegel, Pfeilerſchränkchen
Hackklotz und Beil
Fleiſch=Hackmaſchine
Tiſchdecken, verſchiedenes
Wirtſchafts=Inventar wie
Gläſer, Geſchirr,
Gläſer=
bänkel, Vorhänge, Teller
Kleiderſtänder, 1 großer
Verſchlag zur Abteilung
eines Collegs, Schlittſchuhe
und anderes mehr
Fr. Jacobi
Liebfrauenstr. 91. I. (*145
Junger beſſerer Herr
wünſcht Briefwechſel mit
beſſ. jg. Fräulein zu näh.
Bekanntſchaft zwecks ſpät.
Heirat. 01f. u. U 71 Exp. (*140
eſchaftsmann, 27 Jahre alt,
vermögend, wünſcht mit einem
Dienſtmädchen mit etwas Vermög.
zwecks Heirat bekannt zu werden.
Off. unter U 84 an die Exp. (*159
Koſtenl., ſtr. reell. Diskr. erſtk.,
Ehe=
verm. f. gebild. verm. Damen. Off.
u. U 53 an die Exp. (*55so
Nummer 3.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Seite 45.
DARMSTADT.
Ab heute bringe ich den vorjährigen Lagerbestand zu ganz
außergewöhnlich billigen Preisen zum
Ausverkauf
und offeriere:
engl. Tüll-Gardinen
früher Mk. 4.−
6.25 10.50 16.−
Ausverkaufs-Preis Mk. 3
5 5.25 9.− 14.-
Spachtel- und Crochet-Gardinen
früher Mk. 42.−
30.−
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19.-
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früher Mk. 27.-
33 50 35.− 45.−
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Juch- und Gobelin-Dekorationen
früher Mk. 20.-
22.− 37.50 57.-
65.−
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Mohair-, Velvet- und Seiden-Dekorationen
früher Mk. 52.— 40.− 80.− 125.− 90.− 100.− 59.−
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Ronleauz-Damast
80 cm früher . . Mk. 1.35
1.35
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Kalbseidene Kouleauz-Stoffe
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Ausverkaufspreis Mk. 2.-
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Ssowie einzelne Fenster
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Vitragen, Halb- und Lang-Stores
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Dal-,Mull-„Maaras-u. Kohleaugston-Keste.
Auf dieses Angebot mache ich ganz besonders aufmerksam.
Einen Teil der hier angeführten Artikel habe ich in meinen Schau-
Menstern mit Preisangabe ausgestellt. Bei Kasse-Zahlung gewähre ich
lauch auf alle Ausverkaufsware 3%.
(780
Brennholz=Verſteigerung Nr. 4.
(Stadtwald.)
Montag, den 5. Januar 1914, vorm. 9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5), hier, aus den Diſtrikten
Franzoſenberg (14), Steckertswieſenſchlag (28), Dieterſchlag (2, 3 u. 4)
der Forſtwartei Beſſunger Laubwald (Förſter Lehr) verſteigert:
Scheiter: 435 rm Buchen, 5rm Eichen, 2,1rm Eſchen, 3 rm Birken;
Knüppel: 127rm Buchen, 9 rm Eichen, 5 rm Eſchen, 5 rm Birken,
2 rm Erlen, 2 rm Kiefern;
Reiſigknüppel: 2 rm Buchen, 7 rm Eichen, 16 rm Erlen;
Gew. Reiſig: 41,2 Hdt. Wellen Buchen;
Stöcke: 95 rm Buchen (fein), 2 rm Eichen (fein), 19 rm Fichten
(grob).
Das Holz ſitzt am Kirchenweg, Eiſenweg und Grenzweg (am
Spieß), ſehr gut für die Abfuhr, insbeſondere nach Roßdorf,
Gun=
dernhauſen, Klein= und Groß=Zimmern hin, und trägt die laufenden
Nummern 1 bis 317. Unterſtrichene Nummern werden nicht
ver=
ſteigert. Um vorherige Einſichtnahme wird gebeten.
Darmſtadt, den 29. Dezember 1913.
(27007ms
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Holzverſteigerung.
Donnerstag, den 8. Januar, vormittags von 9 Uhr an
wird in der Turnhalle dahier (Woogsplatz Nr. 5) aus der
Forſt=
wartei Böllenfalltor das zerſtreut ſitzende und Dürrholz (Abzählungs
Nummern 60—637) verſteigert und zwar:
Scheiter Rm.: 353 Buchen, 42 Eichen, 3 Birken, 12 Kiefern;
Knüppel Rm.: 360 Buchen, 42 Eichen und Birken, 28 Kiefern;
Reiſig Hdt. Wellen: 53 Buchen, 6 Eichen, 3 Kiefern;
Stöcke Rm.: 72 Buchen, 17 Eichen, 3 Kiefern.
Steigliebhaber werden erſucht, das Holz vorher einzuſehen.
Nähere Auskunft erteilt der Gr. Förſter Klipſtein zu Böllenfalltor.
Darmſtadt, den 20. Dezember 1913.
(26908is
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
Daab.
Darmstädter Pädagogium
Schulhaus: Martinstr. 34 Internat: Kiesstr. 95.
Staatl. konzess. Privatschule mit den Klassen
Sexta bis Oberprima aller Schulen.
Vorbereitung zum Einjährigen-, Primaner-
und Abiturienten-Examen.
6sAbltur., 56 Priman., 141 Einfätr.;
WE ausserdem bestanden 70 Schüler die
erige E
Aufnahmeprüf. für andere Klassen.
Anmeidungen werden nach Kiesstr. 95 erbeten, Tel. 2501.
Herbst 1913 bestanden wiederum sämtliche Kandidaten die
Abiturienten-Prüfung.
(B173
Holz=Verſteigerung.
Montag und Dienstag, den 12. und 13. Januar
1914, jedesmal vormittags von 9 Uhr ab,
werden in der Günther’ſchen Gaſtwirtſchaft zu Roßdorf aus der
Forſtwartei Traiſa aus verſchiedenen Diſtrikten und Gebrannter
Schlag 3 und 4 verſteigert:
Stämme: Eiche 6 St. IV. Kl. — 3,72 cbm, 2 St. V. Kl. — 0,99 cbm,
2 St. VI. Kl. — 0,55 cbm; Buche 2 St. III. Kl. — 2,63 cbm.
Derbſtangen: Lärche 6 St. I. Kl. — 0,83 cbm, 2 St. II. Kl. — 0,09 cbm:
Fichte 44 St. I. Kl. — 5,41 cbm, 74 St. II. Kl. — 3,37 cbm.
Scheiter, rm: 290 Buchen, 15 Eichen, 2 Birken, 32 Erlen (rund),
2 Kiefer, 9 Weymouthskiefern.
Knüppel, rm: 338 Buchen, 8 Eſchen, 2 Ahorn, 55 Eichen, 2 Birken,
29 Erlen, 26 Kiefern, 14 Lärchen, 58 Fichten, 11 Weym.=Kiefern.
Reiſig, H. W.: 76,4 Buchen, 7,0 Eichen, 0,5 Birken, 3,5 Erlen,
2,6 Kiefern, 3,7 Lärchen, 4,1 Fichten, 1,0 Weymouthskieſar.
Stöcke, rm: 116 Buchen, 19 Eichen, 9 Erlen, 2 Kiefer.
Am erſten Tag kommt das Nutzholz, das zerſtreut ſitzende und
das Holz aus Gebrannter Schlag 3 zum Ausgebot, Nr. 1—220.
Das mit F bezeichnete Holz kommt nicht zum Ausgebot.
Nähere Auskunft durch Förſter Hoffmann zu Eiſernhand.
Ober=Ramſtadt, den 30. Dezember 1913.
(304
Großh. Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
Hoffmann.
KonleerVatorium lur Musik
Mühlstrasse 70
(26970is
Direktor Wilhelm Süss.
gegründet 1878.
Anmeldungen für 5. Januar vormittags erbeten.
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Stenographie (Gabelsberger)
Verkehrs= und Redeſchrift
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Neue Kurſe beginnen am 6. Januar
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Diner Mk. 1.50 (im Abonn. Mk. 1.25)
Souper Mk. 1.50. — Pilsner Urquell vom Faß.
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werden zu jedem annehmbaren Preise verkauft(822sg
Anna Weiner, Modes, Schulstr. 9
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Nummer 3.
Mein
Snbentar=Ausverkauf
beginnt heute.
Um eine vollständige Räumung der Läger zu erzielen, sind sämtliche Waren ganz bedeutend im Preise herunter gesetzt,
zum Teil unter die Hälfte des früheren Preises. Ich habe mein ganzes Lager in Serien eingeteilt und sind die
früheren regulären Preise auf jedem Etikett sichtbar, so daß sich jeder von den eminent großen Vorteilen überzeugen kann.
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Anzüge
Junglings-Paletots
Ulster
SEREE A
SERIE B
SERIE C
SEREE D
SEREE E
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früh. Wert 10—16ℳ früh. Wert 16—21ℳ früh. Wert 22—32ℳ früh. Wert 28—38₰
SEREE I
Anzüge
Khaber-Pyjacks
Ulster
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5
SERIE II
SEREE III
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SEREE IV
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früh. Wert 33— 48ℳ
SERLE V
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früh. Wert 5—8 ℳ früh. Wert 9—14ℳ früh. Wert 13—20ℳ früh. Wert 19—28ℳ früh. Wert 26—38ℳ
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Serie I II III IV
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Tierren-Joppen jetzt ℳ 2.40 4.50 7.50 12 16 IThaben-Joppen emäsist westen jetztℳ 2 3. 4. 5
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Allgemeine Ortskrankenkasse Darmstadt.
Der unterzeichnete Vorſtand bringt nachſtehend die ab 1. Januar 1914 zur Erhebung gelangenden
Beiträge, ſowie die Leiſtungen der Kaſſe zur Kenntnis.
Die Beiträge betragen 4¼% des Grundlohns. In Klaſſe:
1. mit einem ſolchen von ℳ 1.— per Woche 26 ₰
2.
3. „
4. „
5. „
6. „
7. „
8. „
Der tägliche Arbeitsverdienſt wird ermittelt:
1. bei Wochenlöhnen durch Teilung mit 6,
2. bei Monatslöhnen durch Teilung mit 25,
3. bei Jahreslöhnen durch Teilung mit 300.
Bei Mitgliedern, die regelmäßig Sonntags arbeiten, erfolgt die Teilung durch 7, 30 und 365. Die
Beiträge werden aber in dieſen Fällen ſtatt für 6 für 7 Tage die Woche erhoben, (§ 43 d. Satzung).
Für Lehrlinge aller Art, die ohne Entgelt beſchäftigt werden, betragen die Beiträge ½ derienigen der
erſten Stufe.
Leiſtungen:
Seikens der Kaſſe wird gewährt:
1. bei Pflichtmitgliedern vom Tage des Eintritts, bei Freiwilligen nach 6wöchiger
Mitgliedſchaft=
freie ärztliche Behandlung, Medizin und ſonſtige Heilmittel auf die Dauer von 26 Wochen.
2. Im Falle der Erwerbsunfähigkeit bei mindeſtens 13wöchiger Mitgliedſchaft, vom 3. Tage nach
dem Tage der Erwerbsunfähigkeit, bei Betriebsunfällen vom 2. Tage, auf die Dauer von 13 Wochen
für jeden Wochentag (bei Kellnern, Dienſtboten ꝛc. auch für die Sonntage) ein Krankengeld von 60 ₰
in Klaſſe 1, 90 Z. in Kl. 2, ℳ 1.20 in Kl. 3, ℳ 1.50 in Kl. 4, ℳ* 1.80 in Kl. 5. ℳ 2.40 in Kl. 6,
ℳ 300 in Kl. 7. ℳ 3.60 in Kl. 8, für die weiteren 13 Wochen und bei geringerer Mitgliedſchaft als
13 Wochen 50, 75 ₰, 1.—, 1.25, 1.50, 2.—, 2.50, 3.— ℳ.
3. Hoſpitalpflege und Behandlung in einer Klinik bis zu 26 Wochen.
4. Angehörigenunterſtützung in Höhe von ” des genannten Krankengeldes.
5. Wo keine Angehörigen vorhanden, ein Taſchengeld von 10, 15, 20, 25, 3, 40, 50, 60 ₰ für den Tag.
6. Wochengeld bei 26wöchiger Mitgliedſchaft auf die Dauer von 8 Wochen und in Höhe des
Krankengeldes.
7. Wo nötig ärztliche Geburtshilfe.
8. Zahnpflege, Beihilfe zu künſtlichen Gebiſſen.
9. Erholungsaufenthalt in Walderholungsſtätten.
Die Geſchäftsräume der Kaſſe befinden ſich Blumenthalſtraße und ſind geöffnet an allen
Wochen=
tagen (mit Ausnahme des Samstags nachmittags) vormittags von 8—1 und von 3—6 Uhr.
Meldezeit vormittags von 10—1 Uhr, nachmittags von 3—5 Uhr.
(385
Zahlſtunden vormittags von 9—1 Uhr, nachmittags von 3—5 Uhr.
Der Vorſtand
der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt.
Knoblauch, Vorſitzender.
e
Bruchleidende
nehmen oft ihr Leiden zu leicht und tragen kein Bruchband, weil der
Federdruck zu läſtig iſt. Mein Bruchband ohne Feder „Prtra:
bequem‟, eigenes Fabrikat, Tag und Nacht tragbar, hat ſich auch
bei veralteten Fällen glänzend bewährt. Zahlreiche Zeugniſſe. Leib=
und Vorfalbinden, Geradehalter. Mein Vertreter iſt mit Muſtern
anweſ. in Darmstadt, Donnerst., 8. Jan., 9—3 Hotel Merz. (II,382
Schwabstr.
Bruchb.-Spez. L. Bogisch. Erben. Stuttgart, as 3 .
Modernes (*13
Tanzſtundenkleid
in hellblauer Seide, Jacken=
Koſtüm, ſchwarz, mit echtem
Pelz=
kragen, Tuchkoſtüm für junges
Mädchen, weiße Tüllſpitzen=Bluſe
(echte Spitzen), ſchwarzer Tuch=
Koſtüm=Rock, alle Toiletten wie
neu, modern u. erſtklaſige
Ver=
arbeitung, ſehr billig abzugeben
Orangerie=Alle 17, I.
Prima Landbutter
. Pfd. 1.
ſolange Vorrat reicht, bei Ballen .
Delikat.-Sauerkraut
Gänse-Pökeifleisch
Pfd.
Pfd.
Fertig’s
Karlstr. 47, Telephon
(III 816
Aufruf und Warnung!
Wir erſuchen die Intereſſenten der Reinhard’ſchen
Erbange=
legenheit, der von Herrn Reinhard in Darmſtadt auf kommenden
Sonntag, den 4. Januar, im „Alexandereckt einberufenen Verſammlung
keine Folge zu leiſten. Dieſe Obſtrukion wurde von Herrn
Reinhard ins Leben gerufen. Ein Abſchluß in dieſer Angelegenheit
(*117
ſteht uns unmittelbar bevor.
Der notariell Generalbevollmächtigte:
Heinrich Benz, Mannheim S. 2, 16.
„Filmzauber‟.
Grammophon-
Neuaufnahmen
gesungen von Herrn Bruno Harprecht:
„Kind, ich schlafe so schlecht‟
„Haben wir uns nicht schon mal kennen gelernt‟
„Nlachen wir zusammen eine Firma auf‟
und andere.
Vorrätig bei:
Ludwigstr.
Gg. Karb
— 20 —
Offizieits Verkaufsstelle der Deutschen
Grammophon-A.-G.
(259fs
Nummer 3.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Seite 15.
Mein diesjähriger
Eison-Ausverkauf
beginnt heute.
Um eine radikale Räumung zu erzielen, wird das gesamte
umfangreiche Lager in
Moderher Herren- und Khdsch- Bektoldung
ohne Rücksicht auf den Einkaufspreis zu
Schleuder-
preisen ausverkauft.
früherer Preis Mk. 56.— bis Mk. 22.−
Herren-Uister
jetzt nur Mk. 36.— bis 12Mk.
früherer Preis Mk. 56.— bis 22.—
Herren-Paletots
jetzt nur Mk. 33.— bis SMk.
früherer Preis Mk. 62.— bis 20.−
Herren-Anzuge
jetzt nur Mk. 35.— bis 10 Mk.
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Loden-Joppell mit und ohne Palten . . .
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Serie III.
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nur 9Mk.
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Inhenn Deuster
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2
Markts.raße.
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Ia Schweinefleiſch
Ia Wurſtwaren
Ia Würſtchen .
Ia Sackfett, ausgelaſſen
Achtung!
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70 Pfg.
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mieten geſucht. Offerten mit Größenangabe und Preis unter U 62
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(367
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Wirtſchaft mögl. i. Zentr. d. Stadt;
am liebſten auf Hekto evtl. Miete.
Off. unt. U 77 an d. Exp. (*105so
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Wilhelm Mitze, Hoflieferant.
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Eisa Lange, Landwehrstr. 1½.
Allgemeine Ortskraukenkaſſe Darmſtadt
Unſeren Mitgliedern, insbeſondere den neu hinzukommenden
werden hiermit die Namen der gegebenenfalls zur Verfügung
ſtehen=
den Herrn Aerzte zur Kenntnis gebracht:
Augenärzte:
„ Buchhold, Viktoriaſtraße 56 Dr. Appel, Luiſenplatz 7, neben
Hotel Traube.
Sprechſtunden:
„ Hammer, Beſſungerſtraße 3 An den Wochentagen von 9—1 Uhr
vorm. und 2—5 Uhr nachm.
Dr. Brückner, Bismarckſtraße 29
Sprechſtunden:
An den Wochentagen von 10—1 Uhr
Langsdorf, Hügelſtraße 11 vorm. u. von 2½—4 Uhr nachm.
Loeb, Ernſt=Ludwigsſtr. 20Dr. Ollendorf, Frankfurterſtr. 42
Sprechſtunden:
Mayer, Eliſabethenſtraße 70 Anden Wochentagen von 10—1 Uhr
Nahm, Heidelbergerſtraße 83 vorm. und von 2—4 Uhr nachm.
Orth IV., Landwehrſtr. 12Dr. Schmidt, Heinrichsſtraße 38
Sprechſtunden:
Schiffer, Hoftheaterplatz 2 An den Wochentagen v. 10—12 Uhr
vorm. u. von 2—4 Uhr nachm.
Für Orthopädie.
Dr. Mayer, Eliſabethenſtraße 70
Sprechſtunden:
An den Wochentagen von 8—9 Uhr
Dr. Bodenheimer,
Heidelberger=
ſtraße 6
„ Degen, N. Klappacherſtraße 1
„ Gutenberg, Waldſtraße 1
„ Heyer, Hügelſtraße 57
Hor, Roßdörferſtraße 19
„ Holländer, Ludwigsplatz 6
„ Kautzſch, Bismarckſtraße 62
„ Kayſer, Hügelſtraße 6
Markel, Waldſtraße 14
„. Quetſch, Bleichſtraße 7
Schneider, Wenckſtraße 10
Vidal, Stiftsſtraße 11
„ Wißmann, Gutenbergſtr. 14
Sprechſtunden:
An den Wochentagen von 2—4 Uhr
nachmittags.
Beſtellungen
ſind möglichſt morgens vor 8 Uhr vorm. u. von 2—4 Uhr nachm.
zu machen.
Spezialärzte
Zahnärzte.
für Hals, Naſen und Ohren: H. Thümmel, Schulſtraße 3
Sprechſtunden:
Dr. Buß, Steinſtraße 20
„ Brüning, Wilhelminen= Anden Wochentagen von8—12 Uhr
vorm. u. von 2—5 Uhr nachm.
platz 15
„ Oppenheimer, Caſinoſtr. 2
Zahntechniker.
für Hautleiden:
K. Grab, Rheinſtraße 8
Dr. Jſaak, Caſinoſtraße 6
C. F. Lips, Karlsſtraße 97
Sprechſtunden:
K. Krüger, Hügelſtraße 4
An den Wochentagen v. 10—12 Uhr Wilh. Bauer, Wilhelminenſtr. 33
vorm. u. 2—4 Uhr nachm.
W. Rechel, Luiſenplatz 1
Gg. Viel, Rheinſtr. 12¾
für Frauenleiden:
Wilh. Weidner, Landwehrſtr. 14
Dr. Quetſch, Bleichſtraße 7
„ Machenhauer, Riedeſelſtr. 52 Gg. Winkler, Riedlingerſtr. 39
Sprechſtunden:
Sprechſtunden:
An Wochentagen v. 2—4 Uhr nachm. Anden Wochentagen v. ½ 9—12 Uhr
vorm. u. von 2—6 Uhr nachm.
Frl. Dr. Schmidt, Saalbauſtr. 60
Sprechſtunden:
Heilgehilfe.
An Wochentagen von 3—½5 Uhr
nachm.
Ludwig Scharff, Mauerſtraße 21
Erkrankte Mitglieder, hieſige wie auswärtige haben ſich vor
In=
anſpruchnahme eines Arztes, Zahnarztes oder Zahntechnikers mit
einem in den Geſchäftsräumen der Kaſſe erhältlichen Ausweis zu
ver=
ſehen. Notfälle ſind ausgenommen. In dieſen Fällen iſt der
Aus=
weis nachzuliefern. Derſelbe iſt nur für diejenigen Perſonen gültig,
auf deren Namen er lautet. Abgabe an andere Perſonen iſt ſtrafbar.
Spezialärztliche Behandlung wird nur nach vorheriger
Ueber=
weiſung durch einen Kaſſenarzt gewährt, ausgenommen hiervon ſind
Notfälle, ſowie Entfernen von Fremdkörpern aus den Augen und
Ausziehen von Zähnen.
Das Büro der Kaſſe befindet ſich Blumenthalſtraße 7 und iſt
geöffnet an allen Wochentagen (mit Ausnahme des Samstag
nach=
mittags) vormittags von 8—1 Uhr und nachmittags von 3—6 Uhr.
Meldezeit vormittags von 10—1 und nachmittags von 3—5 Uhr.
Zahlſtunden vormittags v. 9—1 und nachmittags von 3—5 Uhr.
Der Vorſtand
der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt.
Knoblauch, Vorſitzender.
(386
aurerarbeit gegen Schreiner=
M arbeit zu vergeben. Offerten
unter U 75 an die Expedition
dieſes Blattes.
(B832
ebr. guterh. Kinderwagen zu
kaufen geſucht.
(*125sm
Geider, Erbacherſtr. 16, Hths.
Kurſe vom 2. Januar 1914.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
In Proz.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,0.)
3½ Deutſche Reichsanl. . 85,40
75,90
do.
Preuß. Schatzanweiſg. 99.50
85,60
½½ do. Conſols
76,00
do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,40
91,40
do.
3½
82,10
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 97,40
84,10
do.
75,00
do.
4 Hamburger Staatsanl. 97,00
4 Heſſ. Staatsanleihe 97,75
4 do. do. (unk. 1918) 97,00
do.
3½
73,30
do.
76,10
3 Sächſiſche Rente .
Württemb. (unk. 1921) 97,50
3½ do. v. 1875 92,40
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1½ Griechen v. 1887 . . 54,0
4 Italiener Rente . . . . 97,5
½ Oeſterr. Silberrente
do. Goldrente . . . 88,20
do. einheitl. Rente 82,60
3 Portug. unif. Serie I 62,00
3 do. unif. Serie III 64,25
do. Spezial .
9,80
Rumänier v. 1903 . . 99,10
do. v. 1890 . . 94,00
do. v. 1905 . . 85,25
Ruſſen v. 1880 . . . . 87,80
90,70
do. v. 1902
99,90
½ do. v. 1905
½ Schweden . .
Serbier amort v. 1895 79,70
Türk. Admin. v. 1903 78,20
Türk. unifiz. v. 1903 85,80
Ungar. Goldrente . . . 84,10
* do. Staatsrente . . 82,00
In Proz
Zf.
5 Argentinier
. . . 100,00
80,80
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 90,0.
5 Chineſ. Staatsanleihe. 97,60
do.
90,60
90,20
4½ Japaner . . . .
5 Innere Mexikaner. . . 66,00
do.
4 Gold=Mexikaner v. 1904 72,00
5 Gold=Mexikaner . . . 86,50
3½ Buenos Aires Prov. 67½
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 133,80
3 Nordd. Lloyd . . . . . 117,00
6 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 121,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 117,00
8 Baltimore und Ohio . 925
6 Schantungbahn . . . . 128,80
6½ Luxemb. Prince Henri 158,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22,25
Pennſylvania R. R. . 110,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . . 64,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 560,00
14 Chem. Fabrik Gries=
. 244,00
heim
27 Farbwerke Höchſt. . . 617,00
20 Verein chem Fabriken
Mannheim . . . . 331,00
Cement Heidelberg . . 147,75
32 Chem. Werke Albert 451,00
12½ Holzverkohl.
Kon=
ſtanz . . . . . . . 300,50
Bahmeyer . . . . . . . 118,50
Letzte
Mnsem
Divid.
7 Schuckert, Nürnberg . . 152,00
12 Siemens & Halske . 221,75
12 Bergmann Electr. . . 125,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 166,30
25 Gummi Peter . . . . 87,75
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . . 360,00
12 Maſchinenf. Badenia 130,00
16 Wittener Stahlröhren 163,00
8 Steana Romana Petr. 147,50
15 Zellſtoff Waldhof . . 219,00
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel: . . . . . . 201,80
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 93,25
3 Südd. Immobilien 59,60
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 158,00
12 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 210,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 132,25
10 Gelſenkirchener . . . . 183,80
7 Harpener . . . . . . . 174,50
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 235,10
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro
61,50
4 Laurahütte .
.151,00
10 Kaliwerke Aſchersleben 148,00
)
Weſteregeln 186,00
5 South Weſt Africa . 114,25
Prioritäts=
Obligationen.
½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 84,00
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 98,50
4 Eliſabethbahn, freie . .
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 85,60
3 Prag=Duxer . . . . . . 72,20
Oeſterr. Staatsbahn .
Oeſterr. Staatsbahn . 88,00
do.
74,90
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,70
4 Oeſt. Südb. (Lomb). . 72,50
Gee eeee
(3
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,00
76,30
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 85,10
86,80
4 Ruſſ. Südweſt . .
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,20
86,30
do.
88,30
4 Wladichawchas
86,20
4 Rjäſan Koslow
69, 10
3 Portugieſ. Eiſenb..
83,50
do.
4½
69,70
2¾/10 Livorneſer
3 Salonique=Monaſtir . . 63,00
78,75
4 Bagdadbahn .
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,80
91,00
4 Miſſouri=Pacific
94,60
4 Northern=Pacific
89,00
4 Southern=Pacific
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 201,00
5 Tehuantepec . . . . . . 88,00
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 184,50
8½ Bergiſch=Märkiſche
Bank
143,10
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 155,75
6½ Darmſtädter Bank . 115,60.
12½ Deutſche Bank . . . 249,50
6 Deutſche Vereinsbank . 118,30
5½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 113,40
10 Diskonto=Kommandit 186,75
8½ Dresdener Bank. . . 150,70
9½ Frankf. Hypoth.=B. 207,40
6½ Mitteld. Kreditbank 115,00
7 Nationalb. f. Deutſchl. 117,00
5½ Pfälziſche Bank. . . 121,50
6.48 Reichsbank . . . . . 137,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 126,20
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 101,00
7½ Wiener Bankverein . 134,25
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 94,00
In Proz
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . 84,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 83,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
24,00
3½
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
84,20
31
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16 . . . . 56,60
S. 14, 15, 17, 24/26
26,60
18—23 . . .
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20
S. 3—5
84,00
S. 9—11.
84,10
4 Meininger Hyp.=Bank 95,00
do.
84,00
3½
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 93,20
3½ do. (unk. 1914) . . 82,90
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 96,90
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4 Darmſtadt . . . . . . 94,50
86,50
3½ do.
4 Frankfurt . . . .
. 95,80
96,25
3½ do.
4 Gießen
94,00
3½ do.
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3 Holl. Komm. . fl. 100 114,00
3 Madrider . . Fs. 100 73,00
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 140,90
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 177,00
127,00
3 Oldenburger . . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 —
Unverzinsliche
Anlehensloſc.
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Augsburger . .
Braunſchweiger Tlr. 20 —
Fs. 15 —
Freiburger .
Fs. 45 —
Mailänder
do.
Fs. 10 —
ſt. 7
Meininger . .
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 606,00
do. v. 1858 fl. 100 527,00
Ungar. Staats . . f. 100 445,00
Venediger . . . . Ft. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,60
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20 Francs=Stücke
16,15
Amerikaniſche Noten . . . 4, 19½
Engliſche Noten
20,51
Franzöſiſche Noten
81.00
Holländiſche Noten.
169,25
Italieniſche Noten .
80,70
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,95
Ruſſiſche Noten . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,05
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Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
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morgens u. 2 Std. nachm.
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Mädchen morg. u. 2 Std. nachm.
(*111
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w. z. H. ſchl. ſ. St. zu 1—2 Kind.
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2 Stdunde Laufſtelle.
(*132
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(*162
ſucht Laufdienſt
Wienersſtraße 49, 3. St. Jge. Frau ſucht für morg. Lauf=
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morgens Holzſtr. 26, 1. St. r. (*110 Kinderl. Frau ſucht vormitags
einige Stund. Arbeit als Lauffrau.
Näh. Gutenbergſtr. 22, 3. St. (*82 Männien Junger Maun ſircht ſchriſtliche
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abzu=
geben, anderſeits folgt Anzeige. (*
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matt=
goldnes Kettenarmband auf dem
Wege Frankfurter=, Wilhelminen=,
Anna=, Steinacker=, Martinſtraße,
Herdweg. Wiederbringer Belohn.
(*90
Abzugeben Ohlyſtr. 30.
Verloren ein Trauring
mit Inſchrift H. G. 15. 5. 10. am
Rhönring entlang. Abzug. geg.
Be=
lohn Biumenthalſtr. 107, II. (*103
Uerch
Telrerin mit Abitur. des Beal
gelernt. Off. u. E31 Exp. (811a
Unglischen Unterricht erteilt
Miss Kathieen Mackimr
Herdweg 61. (B812
Zu ſprechen: 11½0—1250 Uhr.
Schwarzes led. Mäppchen,
Inhalt Freimarken, verloren.
Ab=
zugeben geg. Belohnung
Tannen=
ſtraße 27, 1. St.
(*116
Verloren
goldenes Armband
auf dem Weg nach dem Einſiedel,
durch Kernſchneiſe und
Dieburger=
ſtraße. Gegen 10 Mk. Belohnung
abzugeben Heinrichſtr. 95, III. (*81sg
Am 2. Feiertag,
Verloren. abds. 9 Uhr, wurde
im Hauptbahnhof, in der Nähe der
Warteſäle, ein neuer brauner
Pelz=
kragen verloren. Es wird höfl.
ge=
beten, denſelben gegen Belohnung
Karlſtraße 24 abzugeben. (*55
Junge, rotgelbe (*163
Boxerhündin
entlaufen, gegen Belohnung
ab=
zugeben, vor Ankauf wird gewarnt.
Heidelbergerſtr. 40, (Wirtſchaft).
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt f.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 24. Dez.: dem Lithographen Auguſt
Wilhelm, Arheilger Straße 50, ein S. Dem Maler und
Lackierer Peter Fett, Ruthsſtraße 23, ein S. Konrad
Auguſt. Am 31.: dem Maler und Lackierer Wilhelm
Schmidt, Feldbergſtraße 60, eine T. Käthe Loni Luiſe.
Aufgebotene. Am 30. Dez.: Kaufmann Ernſt Heinrich
Alexander Bohnſack, Kranichſteiner Straße 51 und Marie
Katharina Lamp, Wenckſtraße 8. Am 31.: Schloſſer Karl
Kaltwaſſer II, in Bickenbach und Katharina
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Luiſe Horn, Arheilger Straße 5.
Geſtorbene. Am 27. Dez.: Johann Friedrich
Sonn=
thal, Inſtallateur, 55 Jahre, ev., Heinheimerſtraße 48.
Julie Wilhelmine Marie Darapsky, ledig, Privatin, 90
Jahre, kath., Aliceſtraße 11. Eliſabeth Kathar. Helene
Herbold, Opernſängerin i. P., 83 J., ev., ledig,
Wieners=
ſtraße 83. Am 28.: Friedrich Kraft, Kaufmann, 62 J.,
ev., Langgaſſe 6. Am 29.: Guſtav Bernhard Lenz,
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zeit Kanonier im Feldartillerie=Regt. Nr. 25, ledig, 21 J.,
ev., Alexanderſtraße 27. Marie Luiſe Spohr, Dienſtbote,
ledig, 24 J., ev., aus Arheilgen, hier Grafenſtraße 9. Eliſe
Sofie Neff, T. des Fahrburſchen, 1 J., ev.,
Feldberg=
ſtraße 58. Eliſabethe Florſchütz geb. Heß, Ehefrau des
Agenten, 46 J., apoſtoliſch=kath., Alexanderſtr. 2 Sophie
Engel, geb. Benner, Witwe des Gerichtsvollziehers, 64
Jahre, ev., Wendelſtadtſtraße 28. Karoline Helfmann
geb. Hefmann, Witwe des Bildhauers, 77 Jahre, ev.,
Soderſtraße 22. Am 30.: Franziska Claudine Säemann.
geb. Wunder, Ehefrau des Taglöhners, 36 J., kath.,
Feld=
bergſtraße 84. Eliſabeth Gilbert geb. Hahn, Witwe des
Lehrers, 92 J., ev., Nieder=Ramſtädter Straße 13.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Beöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
B — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 20. Dez.: dem Aushilfsbahnwärter
Johann Leo Carl, Heidelberger Straße 40, ein S. Joſeph
Leo. Am 16.: dem Buchdruckereihilfsarbeiter Johann
Karl Duckheim, Hochſtraße 43, eine T. Margarete Auguſte
Helene. Am 17.: dem Bankbeamten Georg Jayme,
Moosbergſtraße 32, ein S. Ernſt Joſeph. Am 21.: Ein
unehelicher Sohn Arthur. Am 23.: dem Bautechniker
Georg Stumpf, Kiesbergſtraße 44, ein S. Auguſt. Dem
Kutſcher Joſeph Baſinskj, Sandbergſtraße 25, eine T.
Anna Marie. Dem Bildhauer Hermann Scholl,
Nie=
der=Ramſtädter Straße 37, eine T. Am 28.: dem
Kauf=
mann Maximilian Soring, Beſſungerſtraße 2, ein S.
Richard. Am 29.: dem Taglöhner Karl Hermann Kees
Forſtmeiſterſtraße 3, ein S. Hermann Joſeph.
Aufgebotene. Am 2. Jan.: Verlagsbuchhändler
Hof=
rat Joſeph Alexander Koch, Annaſtraße 23, und
Eliſa=
beth Marie Friederike Emma Juliane Sichart von
Sichartshofen zu München. Rechtsanwalt Richard
Ben=
der zu Oſthofen und Marie Bopp, Mathildenſtraße 15.
Eheſchließungen. Am 22. Dez.: Architekt Adolf
Jakob Müller, Frankfurt a. M., und Amalie Helene
Emilie Gottſchald, Frankenſteinſtraße 36. Am 27.:
Betriebsingenieur Wilhelm Eduard Pitſch zu Gröba
(Sachſen) und Dorothea Margarete Friederike Schmitt,
Schießhausſtraße 120. Straßenbahnſchaffner Johannes
Dörr, Heidelberger Straße 38, und Margarete
Kab=
bes zu Groß=Gerau. Sergeant beim Traindepot 18.
Armeekorps Heinrich Georg Greiner,
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ſtraße 24, und Anna Maria Wick zu Straßburg i. Elſ.
Ingenieur Philipp Heinrich Wilhelm Kleiß zu
Gelſen=
kirchen und Eliſabethe Bert, Beſſungerſtraße 14. Am
31.: Zimmermann Jakob Weber, Frankenſteinſtraße 52,
und Elifabethe Bochard, Sandbergſtraße 35. Landwirt
Philipp Schweitzer zu Eſſelborn und Anna Maria
Schäfer zu Kettenheim.
Sterbefälle. Am 19. Dez.: Suſanna Meß, geb.
Horn, Witwe des Gaſtwirts, 65 Jahr, ev.,
Orangerie=
ſtraße 7. Am 22.: Marie Rapp, geb. Geyer, Witwe des
Schreiners, 75 Jahre, ev., Herdweg 20. Am 23.: Amalie
* Doſch, geb. Schöndörffer. Witwe des Großh.
Schul=
kats, 78 Jahre, ev., Steinackerſtraße 10. Am 25.: Quirin
Wilhelm Hock. Dragoner, Garde=Drag.=Regt. Nr. 23,
22 Jahre, ev., Wilhelminenſtraße 59. Am 24.: Paul
Dreßler, Gefreiter, Leib=Drag.=Regt. Nr. 24. 22 Jahre,
ev., Kaſerne. Am 11.: Invalide Thomas Bockard, 72
Jahre, ev., Sandbergſtraße 35. Am 27.: Syndikus der
Handwerkskammer Friedrich Engelbach, 45 Jahre, ev.,
Kiesſtraße 133. Am 28.: Margaretha Womer. geb.
Amelung, Witwe des Privatiers, 79 Jahre, ev.,
Martin=
ſtraße 15. Am 29.: Mathilde Rühl, geb. Kring. Ehe=
Frau des Rechnungsrats, 47 Jahre, ev., Heinrichſtraße 105.
Am 31.: Elſa Pauline Kraemer, Tochter des Schreiners,
9 Jahre, ev., Forſtmeiſterſtraße 5.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden
Sonntag nach Neujahr, den 4. Januar 1914
Hofkirche: Kein Gottesdienſt.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel. —
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Velte. — Abends um 6 Uhr: Kandidat Lindenſtruth.
Stadtkapelle: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Beringer..
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr.
— Vorm. um 10½ Uhr: Kindergottesdienſt (Steinſtr. 24,
Muſikſaal).
Johanneskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Marx.
— Kein Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Widmann. Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung.
Anmeldung von ½10 Uhr an in der Sakriſtei. — Um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den Weſt bezirk.
Pfarrer D. Waitz. — Nachm. um 4 Uhr: Bibelſtunde
im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Eliſabethenſtift: Samstag, den 3. Januar, abends um
8 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 4. Januar, vormittags
um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit heil. Abendmahl.
ſPfarrer Lenz. — Vormittags um 11¾ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
4 Pfarrer Wagner. — Abends um 6 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lic. Adolph.
Pauluskircke: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Rückert.
Großh. Schloßkapelle zu Kranichſtein: Caunta: der
4. Jan., vorm. um 11¼ Uhr: Gottesdienſt. Pfarraſ iſtent
Bönning.
Evang. Gemeinde in Eberſtadt: Sonntag, den 4. Ja.,
vorm. um 10 Uhr: Cottesdienſt. Pfarrer Paul.
Abends um 5 Uhr: Gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Köppler.
Evang. Gemeinde in Nieder=Ramſtadt: Vormittags um
10 Uhr: Gottesdienſt. Kandidat Fiedler. — Nachm.
um 1½ Uhr: Gottesdienſt. Kandidat Pfaff.
Stadtmiſſion (Mul lſtraße 24): Sonntag, den 4. Jan.,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nay=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Von Montag bis
Samstag, jeden Abend um 8½ Uhr: Gebetsvereinigung
(Allianzgebetswoche). — Zweig der Stadtmiſſion
(Beſſungerſtraße 88, Hth.). Sonntag, den 4. Januar
vorm. um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
Evangeliſche C emeinſchaft (Kiesſtr. 43): Sonntag, den
4. Jan., nachm. um 2½ Uhr: Sonntagsſchule. — Abends
im 8¼ Uhr: Predigt. Prediger A. Berner=Frankfurt
a. M. — Mittwoch, den 7. Januar, abends um 8¼ Uhr:
Bibelſtunde. Prediger A. Berner=Frankfurt a. M.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachm. um 4 Uhr. — Mittwoch,
abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 4. Januar, vormittags um
9½ Uhr: Bibel= und Gebetſtunde. — Um 10½ Uhr:
Sonntagsſchule. — Nachm. um 4 Uhr: Gottesdienſt und
Predigt. — Von Montag, den 5. Jan., bis Freitag, den
9. Jan., findet allabendlich um 8½ Uhr:
Gebetsver=
ſammlung ſtatt.
Katholiſche Gemeinden
Sonntag nach Neujahr, den 4. Januar 1914
St. Ludwigskirche: Samstag, den 3. Jan.,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur
hl. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
hl. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Austeilung der hl Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militär=
gottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit
Predigt. — Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. — Nachm. um
3 Uhr: Roſenkranz=Bruderſchaftsandacht mit Predigt und
Prozeſſion.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle der Engliſchen Jräulein: Sonntag, vorm. um
7 Uhr: hl. Meſſe. — Dienstag, vorm. um 8 Uhr:
Segen=
meſſe mit Predigt.
Kapelle zu Nieder=Ramſtadt: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
Singmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 3. Jan.,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und
Predigt. — Nachm. um 2 Uhr: Andacht und Segen.
Kapelke zu Arheilgen: Vorm. um ½10 Uhr: Amt
und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
3. Jan., nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm, um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr: Am
mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Herz=Jeſu=Andacht.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 3. Jan.,
nachmit=
tags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Beicht=
gelegenheit.
Sonntag, den 4. Jan., vorm. um ½ 6 Uhr: Beichte.
— Um ½ 7 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. — Um
¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachm. um ½2 Uhr:
Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht. — Werktags um
¾8 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichte. — Um ½ 8 Uhr: Amt und Predigt. — Nachm.
um ½2 Uhr: Andacht.
The Church of England Service
2nd Sunday after Christmas, 4th January 1914
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. A. W. Smyth, British Chaplain at
Heidel-
berg, will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 14. Dez.: Dem Schreiner Jakob
Mangold T. Karoline Marie, geb. 12. Nov. Dem
Elek=
trotechniker Friedrich Hofmann S. Kurt, geb. 9. Nov.
Dem Schriftſetzer Georg Ludwig Kilian T. Wilhelmine,
geb. 23. Nov. 25. Dez.: Dem Fuhrmann Heinrich Schmidt
T. Luiſe, geb. 11. Nov. Dem Fabrikarbeiter Johann
Ludwig Neff S. Georg Philipp Chriſtian, geb. 28. Sept.
26. Dez.: Unehelicher S. Heinrich Wilhelm, geb. 22. Nov.
Dem Former Robert Geider T. Juliane Marie Auguſte,
geb. 23. Nov. 27. Dez.: Dem Mechaniker Peter
Kalt=
waſſer 2 S. Jakob Walter und Hermann Philipp, geb.
5. Dez. 29. Dez.: Uneheliche T. Liſelotte, geb. 5. Sept.
Lukasgemeinde: 21. Dez.: Dem Bäcker Ludwig
Balſer S. Ludwig Heinrich Georg, geb. 31. Okt. 25. Dez.:
Dem Fabrikarbeiter Johannes Brunner S. Georg Karl,
geb. 16. Okt. Dem Kammacher Ludwig Creter S. Georg
Richard, geb. 24. Nov. 26. Dez.: Dem Friſeur Karl Alois
Holeſchack S. Karl Alois, geb. 1. Nov.
Kaplaneigemeinde: 12. Dez.: Dem Dachdecker
Heinrich Schütz T. Marie Lina, geb. 10. Nov. 1912. Dem
Taglöhner Wilhelm Engelhardt T. Wilhelmine, geb. 19. März.
14. Dez.: Dem Hausburſchen Hermann Merz T. Frieda
Walda, geb. 4. Nov. 21. Dez.: Dem Friſeur Karl Klöß
S. Karl, geb. 16. Sept. 25. Dez.: Dem Eierhändler Jakob
Breitwieſer T. Marie Eliſabethe, geb. 18. Nov. 26. Dez.:
Dem Taglöhner Wilhelm Peter Wenz S. PhilippChriſtian,
geb. 15. Nov. 1. Jan. 1914: Dem Schleifer Guſtav. Hugo
Hofrichter S. Jean, geb. 11. Dez.
Schloßgemeinde: 25. Dez.: Dem
Porzellanofen=
bauer Karl Heinrich Schwarz S. Karl Heinz, geb. 2. Nov.
Dem Kohlenfuhrmann Georg Schmidt T. Dora, geb. 24. Okt.
26. Dez.: Dem Weißbinder Ludwig Schöffer T. Emilie,
geb. 26. Nov. Dem Kaufmann Johann Ludwig Kolb
S. Hans Robert, geb. 6. Dez. 28. Dez.: Dem Poſtboten
Heinrich Kirſchner T. Bertha Lina Luiſe, geb. 28. Dez.
Martinsgemeinde: 21. Dez.: Dem Bankbeamten
Karl Guſtav Eck T Käthe, geb. 2. Nov. Dem Kellner
Georg Bauer T. Maria Mathilde Katharine, geb. 8. Nov.
25. Dez.: Dem Verbandsreviſor Wilhelm Knörzer T.
Luiſe Hedwig Ruth, geb. 22. Okt. Dem Maurer Ludwig
Schmidt T. Amalie Karoline Eliſabeth, geb. 9. Nov.
26. Dez.: Dem Großh. Amtmann Johann Ludwig Richard
Freiherr Schenk zu Schweinsberg S. Egenolf Kurt Adolf
Max, geb. 26. Nov. Dem Bierbrauer Adam Kreſſel S.
Philipp, geb. 1. Dez. 27. Dez.: Dem Fabrikarbeiter Heinrich
Ehrhardt T. Elſa, geb. 18. Nov. 25. Dez.: Dem Glaſer
Max Friedrich S. Walter, geb. 4. Okt. Dem Kutſcher
Georg Spuck S. Georg, geb. 8. Okt. Dem
Magazinar=
beiter Karl Geyer T. Anna Eliſabeth, geb. 16. Okt. Dem
Zigarrenhändler Johann Michael Treuſch S. Willi, geb.
2. Nov. Dem Bahnarbeiter Heinrich Hausmann S.
Fried=
rich, geb. 9. Nov. 26. Dez.: Dem Gaſtwirt Heinrich Speier
T. Suſanne Katharine Margarethe, geb. 15. Nov. Dem
Glaſer Hermann Weber T. Lina, geb. 21. Nov. Dem
Bäcker Johannes Gerhard T. Anna Eliſabeth, geb. 2. Dez.
Dem ſtädt. Gartenarbeiter Adolf Ruppel S. Theodor Karl
Friedrich, geb. 2. Dez. 28. Dez.: Dem Metzger Ludwig
Banyai S. Albert, geb. 7. Okt. Dem Elektrotechniker Karl
Wolf T. Eva Katharine Margarethe Liſelotte, geb. 3. Nov.
Uneheliche T. Margarethe, geb. 14. Nov.
Johannesgemeinde: 25. Dez.: Dem Hausburſchen
Georg Allendorf S. Georg Anton, geb. 12. Nov. 26. Dez.:
Dem Oberpoſtſchaffner Jacob Schmidt T. Chriſtine, geb.
24. Nov. Dem Hilfsſchaffner Alois Stark T. Emma
Eliſa=
beth, geb. 21. Sept. Dem Schriftſetzer Karl André T.
Margarete, geb. 16. Sept. 28. Dez.: Dem Lokomotivheizer
Peter Brunner S. Peter, geb. 4. Dez. Dem Kaufmann
Wilhelm Falck T. Marianne Wilhelmine, geb. 10. Nov.
1. Jan. 1914: Dem Schloſſer Leonhard Seip S. Georg
Wilhelm, geb. 19. Dez. Dem Schriftſetzer Ludwig Glaſer
T. Johanna Wilhelmine, geb. 16. Dez. Dem Dreher
Balthaſer Kimpel T. Anna Eva Erna, geb. 27. Nov.
Petrusgemeinde: 21. Dez. Dem
Handlungs=
gehilfen Bernhard Eberhard S. Adolf Erwin, geb. 1. Dez.
25. Dez.: Dem Glaſer Karl Julius Hoffner S. Ernſt,
geb. 13. Sept. 26. Dez.: Dem Drogiſt Hugo Hermann
Wilhelm Haſtenfeld T. Lizzie Doris, geb 1. Okt. Dem
Hilfsſchaffner Otto Emil Karn S. Rudi Georg Wilhelm,
geb. 1. Nov. 1. Jan. 1914: Dem Hilfsſchaffner Philipp
Bender S. Adam, geb. 5. Dez. 1913. Dem Poſtaſſiſtent
Friedrich Siegfried Paul Landskron S. Walter Friedrick
Karl, geb. 13. Dez. 1913.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 20. Dez.: Architekt Jakob
Zeiß=
ler VII. aus Bickenbach und Alma Emilie Ella Rieſenſtahl
aus Heppenheim. 21. Dez.: Handlungsgehilfe Adam
Helm=
ſtädter und Eliſabeth Anna Luiſe Berſch.
Lukasgemeinde: 18. Dez.: Gärtner Heinrich
Wil=
helm Adolf Wegerth und Sabine Marie Koch. 24. Dez.:
Buchdrucker Wilhelm Oswald und Margarete Knos, geb.
Hoffmann. 25. Dez.: Kaufmann Joſef Ludwig Gammel
in Stuttgart und Chriſtiane Suſanne Franziska Kugler.
27. Dez.: Eiſenbahn=Oberſekretär Rechnungsrat Phi ipp
Haller und Katharina Luiſe Keller. 28. Dez.: Muſik=
Inſtrumentenmacher Leonhard Janſen in Dresden und
Frieda Gertrud Niederlag.
Martinsgemeinde: 25. Dez.: Kaufmann Wilhelm
Franz Heinrich Ganßmann in Köln und Eliſabeth
Henne=
mann.
Johannesgemeinde: 24. Dez.: Schloſſer Heinrich
Münd und Auguſte Möſinger von hier. 27. Dez.:
Schrift=
ſetzer Johannes Köth von hier und Katharine Köth von
Dienheim. Bäcker Heinrich Lehr und Helene Zeiß vön
hier. Bahnarbeiter Jacob Riedel und Anna Schwamb
von hier.
Petrusgemeinde: 13. Dez.: Dreher Friedrich
Wilhelm Karl Röhrig zu Langen und Barbara Hecheld
dahier. 27. Dez.: Straßenbahnſchaffner Johannes Dörr
und Margareta Kappes zu Groß=Gerau. 31. Dez.:
Land=
wirt Philipp Schweitzer zu Eſſelborn und Anna Marie
Schäfer zu Kettenheim.
Brerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 24. Dez.: Eliſabeth Hilbert,
geb. Emich, 77 J., 6 Mon., ſtarb 22. Dez. 26. Dezbr.:
Schreiner i. P. Johannes Schäfer, 75 J., 3 Mon., ſtarb
23. Dez. 1. Jan. 1914: Privatin Karoline Helfmann, geb.
Hofmann, 77 J., 9 Mon., ſtarb 29. Dez.
Lukasgemeinde: 17. Dez.: Erneſtine Stirn, geb.
Korndörfer, Witwe des Großh. Oberförſters Ludwig
Stirn, 70 J., ſtarb 15. Dez. 27. Dez.: Oberlehrer i. P.
Wilhelm Konrad Werner, 73 J., ſtarb 25. Dez. 28. Dez.:
Eliſe Grünewald, geb. Weber, Witwe des Kaufmanns
Juſtus Grünewald, 77 J., ſtarb 26. Dez. 30. Dez.:
Opern=
ſängerin i. P. Betty Herbold, 84 J., ſtarb 27. Dez.
1. Jan. 1914: Mathilde Rühl, geb. Kring, Ehefrau des
Rechnungsrats Heinrich Rühl, 47 J., ſtarb 29. Dez. 1913.
2. Jan.: Eliſabeth Gilbert, geb. Hahn, Witwe des Lehrers
Georg Gilbert, 92 J., ſtarb 30. Dez. 1913.
Kaplaneigemeinde: 18. Dez.: Anna Raab, geb.
Bretſch, Ehefrau des Spezereihändlers Jakob Raab,
69 J., ſtarb 16. Dez. 25. Dez.: Anna Marie Waigel,
geb. Hindelang, Ehefrau des Schreiners Chriſtian
Maxi=
milian Waigel, 25 J., ſtarb 22. Dez. 31. Dez.: Kaufmann
Friedrich Kraft, 62 J., ſtarb 28. Dez.
Schloßgemeinde: 28. Dez.: Eliſe Kling, geb.
Wamboldt, Ehefrau des Hofkammachers Philipp Kling,
ſtarb 26. Dez.
Martinsgemeinde: 24. Dez.: Käthchen Becker,
Ehe=
frau des Rentners Georg Becker, 56 J., ſtarb 21. Dez.
28. Dez.: Eva Scherf, Witwe des Kanzliſten i. P. Anton
Scherf, 63 J., ſtarb 26. Dez. 30. Dez.: Inſtallateur
Fried=
rich Sonnthal, 55 J., ſtarb 27. Dez. Heizer Georg Schnabel,
60 J., ſtarb 28. Dez.
Johannesgemeinde: 31. Dez.: Sophie Engel,
geb. Benner, Witwe des Gerichtsvollziehers Heinrich
Engel, 64 J., ſtarb 29. Dez. 1. Jan. 1914: Franziska
Säemann, geb. Wunder, Ehefrau des Taglöhners Johann
Säemann, 36 J., ſtarb 30. Dez.
Beerdigte aus Anſtalten: 31. Dez.:
Dienſt=
mädchen Marie Spohr, 24 J., ſtarb 29. Dez.
Petrusgemeinde: 14. Dez.: Heizer Johannes
Bockard, 72 J., ſtarb 11. Dez. 31. Dez.: Elſa Pauline
Krämer, T. des Schreiners Valentin Krämer, 1 Jahr,
ſtarb 31. Dez.
Trauungen auswärt. Paare: Pfarrer Velte.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
Zimmermann.
Nummer 3.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Seite 19.
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Samilien=Roman aus den Jahren 1812 und 1813.
Von Oskar T. Schweriner.
Alle Rechte vorbehalten.
Copyright 1913 by Carl Duncker in Berlin.
(Nachdruck verboten.)
23
Es wurde heller; ſelbſt dorthin, wo die Flüchtlinge
ſaßen, drang das Licht.
Wenn ſie doch erſt aufbrächen! flüſterte Fritz. Jetzt
müßten wir doch ſchon Signale hören!
Gleichſam als Antwort auf ſeine Worte ſchallten aus
der Ferne Trompetenſignale bis in den Wald hinein.
Gott ſei Dank!
Und noch angeſtrengter lauſchten ſie; — lauſchten auf
taas Geräuſch von Pferdehufen und Soldatentritten, das
jetzt kommen mußte.
Ich kann ſie nicht finden, mon lieutenant.
Aber wir marſchieren ja gleich ab! Da müſſen ſie doch
lei ihren Truppenteilen ſein.
Sie ſind aber nicht da!
Einen Moment zogen ſich die Augenbrauen des
Leut=
nants finſter zuſammen. Dann plötzlich, als er die Worte
begriffen, zuckte ein Schein teufliſcher Freude über ſein
Geſicht. Ohne den Burſchen weiter zu beachten, ſprengte
er auf den Oberſt zu. In demſelben Augenblick ertönte
das Signal, das zum Aufbruch rief.
Un moment, mon colonel!
Der blickte überraſcht in die funkelnden Augen und
das blaſſe Geſicht ſeines Leutnants.
Ich melde, mon colonel, — zwei Deſerteure!
Der Oberſt machte eine ärgerliche Bewegung.
Soldaten?
Nein, Offiziere!
Da richtete ſich der Oberſt in den Steigbügeln auf
und beugte ſich weit über den Kopf ſeines Pferdes.
Offiziere?! — Beſtimmt?!
Ganz beſtimmt.
Die wollen wir finden!
Die Männer im Walde fuhren auf. Was war das?
Ein zweites Signal war zu ihnen hinübergedrungen.
Aber das lautete nicht „Vorwärts, marſch!”, ſondern das
bedeutete einen Widerruf des erſten Signals.
Erſchreckt blickten ſie ſich an. Inſtinktiv ahnten ſie.
was vorgefallen. Sie waren im Moment des Aufbruchs
bei ihren Truppenteilen vermißt worden, als fehlend
ge=
meldet und ſollten nun geſucht werden.
Hier durften ſie nicht länger weilen.
Haſtig weckten ſie Ruth, die der Schlaf recht erquickt
hatte. Die beiden Uniformen mit ſich nehmend, ſchlichen
ſie vorſichtig tiefer in den Wald hinein.
War das nicht Pferdegetrappel, das von der Landſtraße
hinübertönte? Raſchelte da hinten nicht das Laub?
Der Angſtſchweiß trat ihnen auf die Stirn. Sie
rich=
teten ſich auf und liefen ſo ſchnell ſie ihre Füße tragen
konnten immer gerade aus, — immer gerade aus —. Aber
fürſorglich ſo, daß Ruth ſtets um einige Schritte voraus
war. Auf dieſe Weiſe deckten ſie ihr den Rücken.
Fünf Minuten lieſen ſie ſchon ſo. Da, ein leiſer
Schrei, und Ruth ſchien vom Erdboden verſchwunden.
Be=
ſtürzt eilten ſie zur Stelle: Ruth war in einen Graben ge=
faer und machte von unten berauf Zeichen, daß ihr nichis
geſchehen ſei.
Dieſen Weg hat Gott uns geführt! flüſterte Fritz
Dö=
gen und ſprang hinterher. Franz folgte ihm. Ferdinand
blieb einen Moment überlegend am Rande ſtehen.
Der Graben war ziemlich tief; zum Glück jetzt in der
trockenen Jahreszeit waſſerfrei. Ueberall herum lagen
Haufen welken Laubes; wahrſcheinlich noch vom letzten
Jahr. Auch Aeſte mit friſchem grünen Laub lagen hier
und da zerſtreut.
Vergrabt Euch ſo tief wie möglich in dem Laub, rief
er hinunter. Wenn Ihr Euch flach auf den Boden legt und
das Laub gut über Euch verteilt, ſo fällt das nicht viel
auf.
Sie folgten ſeinem Ratſchlag.
Ferdinand aber brach noch weiteres friſches Reiſig ab
und ſtreute es über die Verſteckten. Dann erſt ſprang er
ſelbſt in den Graben.
Nicht einen Moment zu früh. Stimmen ließen ſich
vernehmen.
Es iſt Unſinn, hier weiter zu ſuchen! Ich habe gleich
geſagt, ſie werden nicht ſo dumm ſein und ſich im Walde
verſtecken! Wer deſertiert, der tut es nicht fünf Minuten
vor dem Aufbruch! Der tut es fünf Minuten nach der
Ankunft! Und dann bleibt er nicht die Nacht hindurch im
Walde oder in der Stadt! Dann iſt er vorbereitet; hat
Kleider und Päſſe und Pferd und Wagen. Und iſt um
dieſe Zeit längſt in Berlin oder ſonſt wo!
Haſt ganz recht, Kamerad! Kommt; kehren wir um!
Trotzdem ſuchten ſie noch eine ganze Weile. Kamen
auch weiter unten an den Graben, der in gerader Linie da=
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Nummer 3.
Unser diesjähriger
Wir machen darauf aufmerksam, daß wir ganz besondere Vorteile bieten werden.
Wir weisen noch besonders auf unsere Sonntag-Annonce hin.
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hin lic, ſo laß die Sehein benten der iſren
Siand=
punkt aus ſeinen ganzen Lauf überblicken konnten.
Ich glaube, da iſt auch kein Menſch!
Langſam verhallten die Stimmen. Die Flüchtlinge
im Graben wagten wieder zu atmen.
Eine Viertelſtunde verging und eine halbe; und dann
wie eine Erlöſung, drang ein Signal gedämpft bis zu
ihnen hinunter. Das Signal, das zum Aufbruch rief.
Fritz wollte auſſpringen; der beſonnenere Ferdinand
jedoch hielt ihn zurück.
Es kann eine Falle ſein! raunte er ihm zu.
Und ſo verharrten ſie noch weiter in ihrer Lage.
Doch jetzt ertönte ein zweites Signal und gleich darauf
vernahm man das bekannte Geräuſch der abziehenden
Truppen. Doch auch jetzt noch bewog Ferdinand die
an=
deren, vorläufig noch in ihrem Verſteck zu bleiben.
Erſt eine Stunde ſpäter wagten ſie ſich hervor. Die
Sonne ſtand ſchon recht hoch am Himmel. Weit und breit
war kein Menſch zu ſehen.
Zwölftes Kapitel.
Tage waren verſtrichen. Es war ein weiter Weg
ge=
weſen von Küſtrin nach Tilſit; mit manchen
Beſchwerlich=
keiten verknüpft. Aber, er war doch zurückgelegt worden;
— teils zu Fuß, teils zu Pferde, teils in Poſtkutſchen; je
nachdem die Gelegenheit ſich bot.
Dann war Fritz Dögen, gleich Leutnant von Roſen
— und zwar zwölf Stunden nach ihm —, an der einen
Torwache vorbei nach Tilſit einpaſſiert und hatte auf der
anderen Seite, an der anderen Torwache vorbei, die
Stadt wieder verlaſſen. Und hatte, gleich ſeinem
anbimen de hin, der Bes und paunih und ur
Si=
teral von Grawert gefunden.
Und wieder hatte ſich jenes merkwürdige Spiel mit
der Krawatte, jenes Greifen nach der Kehle, zugetragen.
Und wieder hatten ſie ſich daran erkannt als
Bundes=
brüder.
Mit Gott!
Für König und Vaterland! erwiderte General von
Grawert. Ich gebe den Gruß zurück zum Zeichen des
Erkennens, aber nicht zum Zeichen des Einverſtändniſſes.
Noch immer nicht, Exzellenz?
Noch immer nicht! Ich muß bei meiner Antwort vom
letzten Male bleiben; ich kann mich nicht anders
ent=
ſchließen!
Fritz Dögen blieb einen Moment ſtill. Blickte auf die
ſtaubbedeckten Stiefel, auf die ſchon ſchäbig ausſehende
Kleidung. Er war vor den General getreten, wie er in
Szawly angelangt war. Kaum, daß er ſich Zeit
genom=
men hatte, Geſicht und Hände ein wenig zu reinigen.
Tot=
müde war er vor den General getreten. Sein Leben hatte
er eingeſetzt, um hierher zu gelangen. Und gleich ihm
wa=
ren Tauſende bereit, es zu tun. Gleich ihm arbeiteten
wei=
tere Tauſende Tag und Nachi raſtlos an der heiligen
Sache.
Und hier ſtand ein preußiſcher General und ſagte:
Ich kann nicht anders!
Wie Wut ſtieg es in ihm auf. Er bedurfte ſeiner
ganzen Willenskraft, ſich zu beherrſchen.
Iſt Kamerad von Roſen ſchon eingetroffen, wenn ich
fragen darf, Exzellenz?
Eer der aeſten beimtr.
Fritz blickte raſch auf.
Wiſſen Exzellenz, wo er zu finden iſt?
Ich weiß es.
Dann bitte ich, mir zu ſagen, wo er abgeſtiegen iſt.
Es gibt hier nicht viel Unterkünfte, lächelte der Ges
fragte, er wohnt im Gaſthof.
So will ich zu ihm gehen.
Haben Sie mir ſonſt keine Nachricht zu überbringen
Doch, Erzellenz! Aber ich glaube, das bleibt am beſten
bis morgen. Oder bis übermorgen. Denn ich erwarte
bis dahin noch einen Kameraden, — Georg Sander. Oden
— iſt der etwa auch ſchon hier?
Noch nicht.
Auch ich werde im Gaſthof wohnen, Exzellenz. Weun
Kamerad Sander eintrifft, dann werden wir alle
zuſam=
men hierher kommen. Denn unſere Nachrichten ergänzen
ſich. Inzwiſchen dürfen wir doch hoffen, daß wir unter
Ihrem Schutze ſtehen, Exzellenz?
Jawohl, mein Herr.
Fritz verneigte ſich tief und ging.
Längere Zeit blickte General von Grawert auf die Tün
durch die der Mann gegangen war. Bewegt und ein wenig
betrübt ſchüttelte er den Kopf.
Feuerköpfe! Feuerköpfe! murmelte er. Und dan
machten ſich die Zweifel, die ſein Herz beſchwerten, in dem
Ausruf Luft:
Hier ſoll der Teufel wiſſen, was recht iſt!
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 3.
Darmſtädter Taglbatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Seite 21.
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Dr. Carl Knetſch: Beiträge zur Geſchichte der Stadt Felsberg. Mit
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Seite 24.
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I9Ik
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Beſſentliche Verſammlung,
Ver einmalige außerordentliche Wehrbeitrag unter gleichzeitiger
Berückſichtigung der künftigen Vermögenszuwachsſtener.
Vortrag des Herrn Handelskammerſyndikus Dr. Human
am Montag, den 5. Januar 1914, abends 8½ Uhr,
im Mathildenhöhſaal, Dieburgerſtraße 26.
Unſere Mitglieder wie alle ſonſtigen Intereſſenten,
Damen und Herren, ſind hierzu freundlichſt eingeladen.
Die Vorſtände
293fs
der Bezirksvereine Nordoſt und Mathildenhöhviertel, ſowie
des Handelsvereins und Kaufmänniſchen Vereins Darmſtadt.
Zweisverein
Hessischer Fechtverein Weisenschuch Darmstadt.
Donnerstag, den 15. Januar 1914, abends ½9 Uhr
im Vereinslokal Brauerei Hessischer Hof.
Generalversammlung
Tagesordnung: 1. Jahresbericht, 2. Rechnungsablage, 3. Anträge,
4. Wahl des Rechners, 5. Vorſtandswahl, 6. Wahl der Vertrauens=
Anträge müſſen bis zum 10. Januar ſchriftlich bei unſerem 1. Vorſitzenden
Herrn G. Burggraf, Caſinoſtraße 28, eingereicht ſein.
(853
Um zahlreiches und pünktliches Erſcheinen bittet Der Vorſtand. der Grossh. Hess. Weinbau-Domäne u. Hess. Winzergenossenschaften
Darmstadt, Montag, den 5. Januar 1914,
abends 7 Uhr:
Viertes Konzert
im Grossherzoglichen Hoftheater
Res
zum Besten
des Witmon- u. Waisonfonds der Grossh. Hofmusik
unter Leitung des Hofkapellmeisters
Herrn Geh. Hofrat W. de Haan
und unter Mitwirkung
des Herrn Bronislaw Hubermann.
PROGRAMM.
Erste Abteilung.
1. Tragische Ouvertüre (op. 10).
E. Böhe
2. Violinkonzert
Zweite Abteilung.
3. Zwei Stücke für Violine mit Orchester
Adagio in E-dur
W. A. Mozart
La cloche .
N. Paganini
J. Brahms
4. Zweite Sinfonie in D-dur
usw.
Hauptprobe vormittags 10 Uhr.
Karten zur Hauptprobe à Mk. 1.50: An der Hoftheater-
Tageskasse 9½—10½ Uhr und im Vorverkauf in der Musikalien-
und Instrumenten-Handlung von Gg. Thies Nachf.,
Elisabethen-
strasse 12.
(27002ms
NB. In dieser Hauptprobe werden alle Nummern des Programms
zu Cehör gebraht.
Richard Wagner-Verein Darmstadt
Samstag, 10. Januar 1914, abends 8 Uhr
im Festsaale der Turngemeinde:
KONZERT
von
Franz von Vecseyifioline)
anter Mitwirkung von Professor Hermann Lafont (Klavier).
Programm: 1. Konzert in E-moll für Violine, op. 64 von
Felix Mendelssohn. 2. Chaconne für Violine allein aus der
4. Sonate in D-moll von Johann Sebastian Bach, 3. Symphonie
Espagnole für Violine, op. 21 von Eduard Lalo. 4. Vier Stücke
für Viollne: a) Adagio aus dem 11. Violin-Konzert von Ludwig
Spohr, b) Valse mignonne (zum erstenmale) von Paul Juon, c)
Noc-
turne Des-dur von Friedrich Chopin, d) Caprice (zum erstenmale)
(379
von Franz von Veczey.
Der Schiedmayer-Konzertflügel ist aus dem Lager der
Piano-
fortefabrik von Karl Arnold (Mühlstraße 12).
Eintrittskarten für Nichtmitg ieder: Sperrsitz im Saal zu
5 Mk., Saalkarten zu 3 Mk., Numerierter Balkon zu 3 Mk. und
Galerie zu 1.50 Mk.; Studentenkarten zu 1 Mk. und Schülerkarten
zu 50 Pfg. bei Heinrich Arnold, im Verkehrsbüro und abends
an der Kasse. — Beitrittserklärungen für das am 1. Januar
begonnene neue Vereinsjahr, die noch vor dem obigen Konzerte
erfolgen, berechtigen zu dessen freiem Besuche. Der Jahres-
Der Vorstand.
beitrag beträgt 12 Mk.
(für Nichtmitglieder)
männer, 7. Wahl der Vergnügungskommiſſion, 8. Verſchiedenes. Ecke Rhein- und Neckarstrasse (Eingang Neckarstr.)
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Münchener Augustinerbräu
NB. Weinpreisliste gratis. Lieferung aller Weine Telephon 358. H.
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(782a
Zur Abhaltung von Festlichkeiten, Hochzeiten usw. stehen entsprechende Säle zu
kulanten Bedingungen zur Verfügung.
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Sonntag, den 4. Januar d. Js.
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Anfang 4 Uhr.
Eintritt frei.
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wozu freundlichſt einladet (302
Der Obige.
Pretag, den 2. Januar 1914,
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F. Mendelssohn feſte Röschen, Mainzer
Schwarzwurzel per Pfd. 22Pfg,
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Ein Wurf raſſereiner—
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(Rauhhaar), mit la Stammbaum,
ſteht zum Verkauf. Vater iſt Rolf
v. d. Riedburg, beſt. Polizeihund
Darmſtadts, vielfach mit erſten
Preiſen gekrönt:; Mutter: Nell
v. Meerbach (nach Champion Ruſh
von Grafenſtaden), auf Ausſtellung
und bei Polizeiunghundprüfung
prämiert. Die Welpen ſind gut
entwickelt und bei Herrn
Reſtau=
rateur Katzenbach, Kaſtanienallee
(hinter der Ziegelei Karlshof) zu
(338a
beſichtigen.
Kanarienhähne
tiefe fleißige Sänger,
zu verkaufen.
Bismarck=
ſtraße 28, 1. St. (791a
ORPHEUNM
(848
Gastspiel:
Max Walden-
Ensemble.
Samstag,
Heute
3. Januar
und folgende Tage:
Novität: Die erfolgreiche
Flieger-Posse:
Gketteitz Ma. 10
Im 2. Akt:
Grosses Gesangs-und
Tanztinale
(Bärentanz und Schieber)
Sonntag,
4. Januar
Vorstellungen
Nachm. 4 Uhr:
Volks-
Vorstellung
beikleinen Preisen
sowie abends 8¼ Uhr:
zu üblichen Preisen.
In beiden Sonntags-
Vorstellungen:
Varerkauf und Preoise ui bek.
Im Residens-Automat
während d. ganzen Sonntags
ununterbrochen.
Gebr. guterhalt. Schlitten
billig zu kaufen geſ. Offerten mit
Preisangabe unter U 47 an die
Expd. d. Bl.
(*47sg
Programm
zu dem am Samstag, den
3. Jan., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Art.=Regts. Nr. 61.
1. „Pexpetuum mobile‟, Marſch
von F. v. Blon. 2. Ouvertüre zur
Oper „Cosi fan tutti” von W. A.
Mozart. 3. Angereihte Stücke aus
Fr. v. Flotows Oper „Aleſſandro
Stradella” von A. Schreiner.
4. „Kind, ich ſchlafe ſo ſchlecht”,
aus „Filmzauber” von W. Kollo=
Bredſchneider. 5. „Gri=Gri”, Walzer
aus der gleichnamigen Operette
von P. Lincke. 6. „In der Heimat
da gibt’s ein Wiederſeh’n”,
Lieder=
marſch von W. Lindemann.
Tiſche bille
A zuvert. Arhellgenſtr. 54. (*123
Großherz. Hoftheater.
Samstag, den 3. Januar 1914.
32. Abonnem.=Vorſtellung. A 21.
In der neuen Inſzenierung:
Der Ring des Nibelungen.
Bühnenfeſtſpiel in 3 Tagen und
einem Vorabend von Richard
Wagner.
Gaſtſpiel des Kammerſängers
Walter Soomer vom Kgl. Hofe
theater in Dresden.
Vorabend:
Das Rheingold.
Muſikal. Leiter: Willem de Haan,
Spielleiter: Otto Nowack.
Perſonen:
Rieſen
. Robert Perkins
. Aug. Globerger
Georg Becker
. Franz. Callwey
. Gt. Geners Ich
. Anna Jachss
. Georg Weber
. Alfred Stephani
Alberich, Nibe= L. Schützendorf
Wotan,
Donner,
Froh,
Loge,
Fricka, Z. 2
Kreia,
Erda,
Faſolt,
Fafner,
Mime, 7 lungen Karl Bernhardt
Woglinde, S 2 Olga Kallenſee
Wellgunde,
I. Becker=Gerder
Floßhilde, 82 Anna Jarobs
Wotan: Kammerſ. Walter
Soomer.
Es findet keine Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze (Gew)
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
Par=
terre: 1.—5. Reihe. 2.90 ℳ, 6.—84
Reihe 2.35 ℳ, Proſzeniumslogel
6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Bai=
konloge 5.20 ℳ, I. Rang 4.70 ℳ,
II. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ,
7. u. 8. Reihe 2.15 ℳ, I. Galeriel
1.35 ℳ, II. Galerie 75 ₰.
Kartenverkauf: an der Tages4
kaſſe im Hoftheater von 9½1
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbürgl
von 8—1 Uhr und von 2½ Uhll
bis kurz vor Beginn der Vor
ſtellung. (Im Verkehrsbüro
wer=
den auch telephoniſch Kartenbe
ſtellungen entgegengenommen.
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7½ Uhr. — Ende 10 Uhr
Vorverkauf f. die Vorſtellungen
Sonntag, 4. Jan. Nchm. 2 Uhn
Außer Ab. 18. Volksvorſtellung
zu ermäß. Preiſen. „Der Raubl
der Sabinerinnen.‟ Vorl
verkauf bis einſchließl. Samstag
3. Jan., nur im Verkehrsbüren
Ernſt=Ludwigsplatz. Verkauf der
etwa noch vorhandenen Karteil
auch an der Tageskaſſe im Hofl
theater am Tage der Vorſtellungn
vorm. von 11 Uhr ab. — Abends
7 Uhr. 83. Ab.=Vſt. D 22. Dei
Ring des Nibelungen. Erſter Tags
„Die Walküre‟ Wotan
Walter Soomer.: Gew. Pil
Dienstag, 6. Jan. 84. Ab.=Vſtll
A 22. „Romeo und Julig
Kleine Preiſe. Anfang 7½ Uhr
Mittwoch, 7. Jan. 85. Ab.=Vſtt
B 21. Der Ring des Nibelungen
Zweiter Tag: „Siegfried
Gew. Preiſe. Anfang 6 Uhr.
Montag, 5. Jan. Viertes
Kon=
zert der Hofmuſik. Anfang 7 Uhr=
Soliſt des Abends: Bronislaw
Hubermann (Vieline).
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Nu mmer 3.
Eichen=Scheitholz Mk. 1.—
Buchen=Scheitholz „ 1.30
Tannen=Klötzchen „ 1.30
per Zentner frei Keller.
la. trocken, kurz geſchn. u. geſpalt.
Bei Abnahme v. 5 Z. an billiger.
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Brennholz=Dampfſchneiderei
Pallaswieſenſtr. 30. — Tel. 305.
am Böllenfalltor ist
Zu verkaufen:
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Trauer=
hut mit Schleier; 1 eich.
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ſchrank Kaſinoſtraße 18. (862
Novitäten I. Ranges
Safe mefropore.
Die grosse Komödie
Täglich große Künſtler=Konzerte
6
ausgeführt vom 1. Pfälziſchen Damen=Streich=Orcheſter
7 Damen
„BARBAROSSA‟
3 Herren
unter perſönl. Leitung des Direktors Jean Heimfg,
Militärkapell=
meiſter a. D., ehemaliger Leibtrompeter Sr. Maj. Kaiſer Wilhelm I.
Anfang nachmittags 4 Uhr.
27
Eineheitere Abenteuergeschichte des un verwüstlichen Moritz
in 2 Akten.
Ein wunderbares humorvolles Bild, das dem deutlichen
Geschmack in jeder Weise entspricht und bei jedem
Be-
schauer wegen der einzigartigen Pointen große Lacherfolge
hervorruft.
Auf ganz besonderen Wunsch das große Drama
Unter schwerem Verdacht
weiß. Turm
Telephon 2099
Aülkter Schauspiel von 60 Bildern von Frau v. Kolm. Akter
Von hervorragenden Künstlern wird hier
ein Lehensdrama von hinreißender Kraft 6
und packender Lebendigkeit dargestellt, das bis in die
kleinsten Einzelheiten von realistischer Wirkung ist.
Ein Bild von höchster Vollendung.
Erinnerungen an Waterloo
Aeußerst spannendes Drama.
Akter
Ein Film, der höchste Kunst der Dar- Fükfe
stellung und allererste technische
Voll-
kommenheit in sich vereinigt.
Wir haben uns für schweres Geld das
alleinige Erstaufführungsrecht
gesichert, und kommt ab heute der 3. Film, betitelt:
Ein packendes realistisches Drama aus dem Amerikanischen.
1! Wunderbare Naturaufnahmen!!
Der kluge Detektiv
Ein Kriminal-Roman aus dem Wilden Westen.
1! Spannend von Anfang bis zu Ende!! (826
mimisches Schauspiel in 4 Akten von Urban Gad, mit
Hierzu der übrige hochinteressante
und abwechslungsreiche Spielplan
Ein vorzüglich zusammengestelltes Programm!
in der Hauptrolle, zur Vorführung. — Wir machen
nochmals darauf aufmerksam, daß alle von den
anderen Theatern hier am Platz gezeigten Asta
Nielsen-Films alte Bilder sind. Sämtliche bis
jetzt erschienenen Asta Nielsen-Films sind in unserem
Theater schon vorgeführt worden. Wir legen
stets Wert darauf, in unserem Programm keine
Wiederholungen zu bringen, sondern nur solche
Films aufzuführen, welche in Darmstadt noch
nirgends gezeigt wurden.
366
Rheinstrasse 6 Telephon 173
bringt ab heute in der I. Abteilung
Wehl, wenn sie losgelassen
werden!
Lustspiel in 2 Akten.
Greue Hiebe
grosses Drama in 3 Akten.
Wiedergefunden
Drama in 2 Akten.
Johannes Vermögen
Köstliche Humoreske.
Frauung auf dem Flugzeug
Darmſtadt
2 Rheinſtraße 2
Inhaber:
Georg Brand.
Programm für Samstag, Sonntag und Montag.
Grosser Riesen-Schlager!
Ein ſpannendes und ergreifendes Drama in 3 Akten.
Komödie von ganz besonderem Humor.
Geschieden vom Glück Sehrſpannend
und ergreifend
Ein Flieger=Drama in 3 Akten, aus den höheren Kreiſen.
herrliche Naturaufnahme.
U.-T.-Wochen-Bericht
das Nereste aus aller Welt.
Welche ist es Bubi gewährt Gastfreundschaft
Großer humoriſt. Schlager.
Komödie zum Wälzen.
Dieses Programm kommt am Sonntag vollständig zur Vorführung.
Samstag, den 3. Januar
Chaussee Darmstadt-Griesheim
Telephon Nr. 877
— Haltestelle der Strassenbahn: „Brauerei‟
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Vorzügl. Speisen und Getränke. — Guten Kaffee, Kuchen etc.
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(330 [ ← ][ ]
Seite 28.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Januar 1914.
Nummer 3.
Unser
Inventur-Ausverkauf
beginnt Montag
den 5. Januar
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Frankfurt a. Main
Goethestrasse 9 u. 11.
In dieser Woche, vom 5.—10. Januar, ist das Geschäft von 1—5 geschlossen.
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Klassen-Lotterie
Zichung 1. Kl. am 12. und 13. Januar 1914
Lose zu den amtlichen Preisen:
Achtel Viertel Halbe Ganze
Mk. 20.— Mk. 40.—
Mk. 10.—
Mk. 5.—
in jeder Klasse, haben noch abzugeben: (797a
Die Königl. Preussisch. Lotterie-Einnehmer
in Darmstadt
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Ludwigstrasse 1
Wilhelminenstr. 9
Elisabethenstr. 2
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O. Petrenz, Elisabethenstr. 5
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