Darmstädter Tagblatt 1913


29. Dezember 1913

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monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
176. Jahrgang
Inſerate

wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Daemſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 318.
Montag, den 29. Dezember.
1915.
Die heutige Nummer hat 8 Seiten.
Kundgebungn des Handwerks zur Frage der Arbeits= 40000 Menſchen. Die deutſche Einwanderung erhöhte ſick
loſenverſicherung aus jüngſter Zeit. Die Handwerkskam= noch mehr, als die Goldfunde bekannt wurden. So ent=
mer
für den Regierungsbezirk Düſſeldorf hat ſich nämlich
ſtand am Murrayfluß im Jahre 1866 eine hannoverſche
Kolonie, und als nach dem Kriege von 1870 ein wirt=
Das Wichtigſte vom Tage. in ihrer letzten Sitzung auf Grund der zumeiſt von den ſchaftlicher Niedergang einſetzte, ſchwoll der Zuzug deut=
ſozialiſtiſchen
Arbeiterorganiſationen bei den verſchiede= ſcher, namentlich bäuerlicher Koloniſten an. Dieſe ließen
Der franzöſiſche Senat nahm den Geſetzentwurf nen Stadtverwaltungen eingebrachten Anträge auf Ein= ſich in Queensland nieder, welches 1880 gleichfalls etwa
betr. die Erhöhung der Gehälter der Offi=
40000 Deutſche aufnahm. Daß das Fühlen und Denken
ziere einſtimmig an. Finanzminiſter Caillaur ſchil= führung der Arbeitsloſenverſicherung nochmals eingehend
der Anſiedler durchaus deutſch iſt, kann durch folgendes
derte die finanzielle Lage Frankreichs, wo= mit dem geſamten Problem beſchäftigt. Nach Anſicht der Beiſpiel erläutert werden: In dem rein deutſchen Dorfe
nach das Budget für 1915 ein Defizit von 450 Millionen! Handwerkskammer kann von einer Arbeitsloſigkeit Bismarck (Tasmanien) ſprachen nur noch die älteren Leute
aufweiſen werde.
ſpeziell im Handwerk überhaupt keine Redel deutſch, die Kinder hatten ihre Mutterſprache bereits voll=
Der ſerbiſche Miniſterpräſident Paſitſch überreichte dem ſein. Es wurde von allen Seiten darauf hingewieſen, ſtändig verlernt. Es wurden nunmehr mit großen Koſten
ein Paſtor und ein Lehrer angeſtellt, und die Kinder ge=
König die Demiſſion des Kabinetts, die der daß die Handwerksmeiſter ſogar übereinſtimmend den wöhnten ſich bald wieder daran, deutſch zu ſprechen. Die
König nicht annahm.
Mangel an Geſellen und Gehilfen beklagen. Es ſei nicht Zahl der Deutſchen, die deutſch bleiben wollen und deutſch
(Letzte Nachrichten ſiehe Seite 4.)
einmal möglich, alle verfügbaren Stellen zu beſetzen.
fühlen, wurde von dem Vortragenden auf mindeſtens
100 000 geſchätzt. So ſeien Dörfer vorhanden, in denen
Das Handwerk hat tatſächlich alle Veranlaſſung, die überhaupt kein Wort Engliſch zu hören ſei. Vor ſolcher
Einführung der Arbeitsloſenverſicherung rundweg abzu= deutſchen Treue und Anhänglichkeit an das alte Vaterland
Handwerk und Arbeitsloſen=
lehnen
. Wer die Verhältniſſe des praktiſchen Lebens müſſe man unbedingt den Hut ziehen. In Südauſtralien
kennt, kann dem nur beipflichten. Es gibt ſehr viele allein ſind 80 evangeliſche Kirchen, ebenſoviele Paſtoren,
verſicherung.
Krankenhäuſer, Schulen und ſogar ein Lehrerſeminar vor=
kleine
Handwerker, die am Zahltag für ihre eigenen Zwecke
handen. Echtes Deutſchtum tritt einem hier unverfälſcht
SR So ungeſtüm aus den Kreiſen der organiſierten oft weniger übrig behalten als den Lohn, den ſie den ein= entgegen in Zuverläſſigkeit, Fleiß und Treue. Die deut=
Arbeiterſchaft und im beſonderen der ſozialiſtiſchen Ge= zelnen Arbeitern zahlen müſſen. Der Arbeiter iſt gegen ſchen Anſiedler haben den Peizen, den Hafer= und den
werkſchaften gerade gegenwärtig wieder die Einführung die Folgen von Krankheit, Invalidität und Unfall ver= Mais in Auſtralien eingeführt, ſie haben Obſtgärten an=
der
Arbeitsloſenverſicherung gefordert wird, ſo entſchieden ſichert und hat einen Anſpruch auf ſtaatliche Hilfe. Dem gelegt und Plantagen für Apfelſinen, Zitronen, Bananen
und Ananas errichtet. Ein Pfälzer hatte zuerſt den Wein
bekennt ſich das Handwerk als Gegner eines ſolchen neuen Handwerker ſteht die ſoziale Fürſorge nur in ganz ge= ins Land gebracht. Heute iſt der Weinbau zu großer Blüte
Verſicherungszweiges. Grundlegend für die ablehnende ringem Umfange zur Seite, nämlich nur ſoweit die In= gelangt und wirft reichlichen Gewinn ab. In Queens=
Stellungnahme des Handwerks ſind in dieſer Hinſicht die validenverſicherung in Frage kommt. Für die Tage der land haben die deutſchen Anſiedler Brauereien gegründet,
Beſchlüſſe, die auf dem letzten Deutſchen Handwerks= und Krankheit, vollends für die Zeit der ungünſtigen Ge= ſie führten die Rohrzuckerinduſtrie ein und ſind die erſten
geweſen, die Zuckermühlen bauten. Ohne weiteres er=
Gewerbekammertag in Düſſeldorf gefaßt wurden. Die ſchäftskonjunktur, unter der ja das Handwerk mehr wie kennt der Engländer an, daß der Deutſche der beſte An=
offizielle
Vertretung des deutſchen Handwerks erklärte bei alle anderen Berufsſtände leidet, iſt für die ſelbſtändigen ſiedler iſt. Vor 20 Jahren wurden die Deutſchen, die bis
dieſem Anlaß, prinzipiell jede Arbeitsloſenver= Meiſter und Kleingewerbetreibenden nicht im entfernteſten zu dieſem Zeitpunkt keine politiſche Rolle ſpielten, zum
erſten Male politiſch zuſammengefaßt. Jetzt ſtellen ſie
ſicherung zu verwerfen, die auf einer anderen ſo geſorgt wie für den Arbeiter.
eine Macht dar, mit der gerechnet werden muß. Faſt in
Baſis als der der Selbſthilfe beruht. Beſonders lebhaft
jedem Staatsminiſterium ſitzt heute ein= Deutſcher. An
proteſtiert das Handwerk gegen die Verwendung kommu=
der
Spitze aller Induſtrien ſtehen ausſchließlich Deutſche.
naler Geldmittel zu Zwecken der Arbeitsloſenverſicherung,
So befindet ſich beiſpielsweiſe die größte Mine, die
weil ein ſolches Vorgehen eine ungerechtigkeit bedeutet Das Deutſchtum im Auslande, Brocken=Hill, in keutſchen Händen, ihr Präſident iſt ein
Deutſcher.
gerade gegenüber dem Handwerk und dem Kleingewerbe,
* Der langjährige deutſche Generalkonſul in Sydney,
Das auſtraliſche Deutſchtum leiſtet alſo Wertvolles
deſſen Angehörige noch ſchwerer um ihre Exiſtenz zu rin= Wirkl. Legationsrat Dr. Irmer, Hauptausſchußmitglied in kultureller, wirtſchaftlicher wie politiſcher Beziehung
gen haben als die gewerblichen gelernten Arbeiter. Ins= des Vereins für das Deutſchtum im Ausland, ſprach letzt= und verdient daher die freudigſte Förderung durch das
hin in der Abteilung Berlin der Deutſchen Kolonialgeſell= Mutterland.
beſondere verwerfen die führenden Kreiſe des Handwerks ſchaft beſonders feſſelnd und eindrucksvoll über Deut=
Aegypten, das Land des Nil, das alte Wunder=
die
Anwendung des ſogenannten Genter Syſtems, weilſche Arbeit und deutſche Politik in Auſtral= (and der Pyramiden, wird von Jahr zu Jahr ein ſtärker
es nicht nur eine einſeitige Bevorzugung der organiſier=aſien‟. Der Redner leitete ſeinen Vortrag mit einem erſtrebtes Ziel auch des deutſchen Vergnügungsreiſenden.
lurzen Rückblick über die Geſchichte der Erwerbung Neu= Die Zeiten, wo dem einzelnen Deutſchen eine Aegypten=
ten
Arbeiter bedeutet, ſondern auch eine direkte Förderung
Guinegs, Samoas, der Jaluit= und Marſchallinſeln ein fahrt faſt wie eine afrikaniſche Forſchungsreiſe vorkam
der den Arbeitgebern, alſo auch den Handwerksmeiſtern und ſchilderte die wirtſchaftlichen Verhiltniſſe und die und er ſich nur trüppchenweiſe unter Cookſcher oder
und den Kleingewerbekreiſen, ſchroff gegenüberſtehenden! Entwicklung dieſer Kolonien bis heute. Sehr ausführlich Stangenſcher Führung nach Kairo getraute. klingen heute,
Arbeiterorganiſationen mit ſich bringt. Den Schutz gegen verweilte der Vortragende dann bei dem auſtrali= wo Alerandrien von Berlin aus in vier Tagen mit ein=
maligem
Platzwechſel erreicht wird, wie eine verſchollne
Arbeitsloſigkeit und die Fürſorge für die Arbeitsloſen ſchen Deutſchtum,
Der Dichter Chamiſſo und der zweite Sohn des be= Sage. In gleichem Schritt mit der wachſenden Zahl der
ſehen die deutſchen Handwerksmeiſter durchgängig in an=
kannten
Dramatikers Kotzebue waren die erſten beiden reichsdeutſchen Vergnügungs= und Erholungsreiſenden
deren Maßnahmen, namentlich ſolchen, die einen vorbeu= Deutſchen, die 1814 nach Auſtralien kamen. Vorwiegend iſt die Zahl derjenigen Deutſchen angewachſen, die in
genden Charakter tragen und das Uebel an der Wurzel durch das Verdienſt der nach Auſtralien ausgewanderten Aegypten lohnenden und dauernden Erwerb ſuchen.
faſſen, und hierhin gehört in erſter Linie eine ſorgfältige Deutſchen iſt das Land zu einem gewichtigen Kulturträger Im engſten Zuſammenhange mit der Reiſewelt ſteht hier=
geworden
. Die erſten deutſchen Koloniſten ſiedelten ſich bei naturgemäß das Gaſthofsweſen. Ein Blick in die An=
Pflege und ein ſyſtematiſcher Ausbau des Arbeits=
in
den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts am Mur= kündigungen der großen Luruskarawanſereien zeigt, daß
nachweiſes. Von Intereſſe iſt namentlich noch eine rayfluß an. Ihre Zahl ſtieg von 1840 bis 1850 auf faſt faſt durchweg von Kairo bis Aſſuan deren Leitung in
Aber, wandten die Kameraden ein.
Du mußt fort! Gib mir noch einen Schluck!
Wir können die ganze Kolonne des einen Mannes
Georg machte ſich mit ſeiner Satteltaſche zu ſchaffen.
Anno dazumal.
Dabei bückte er ſich weit über das Pferd und hinüber zu wegen nicht aufhalten, beſtimmte der Leutnant. Laßt ihn
Familien=Roman aus den Jahren 1812 und 1813.
ruhig hier liegen, hier kann ihm nichts geſchehen. Wenn
dem Offizier.
Von Oskar T. Schweriner.
Aufgepaßt, Georg! Du mußt nach Tilſit! Mußt fol=alle Truppen vorbei ſind und die Proviantwagen kommen,
Alle Rechte vorbehalten.
dann wird es ihm ein Leichtes ſein, ſie durch Rufen auf
gende Nachricht überbringen.
Copyright 1913 by Carl Duncker in Berlin.
Und haſtig, aber deutlich wiederholte der Leutnant die ſich aufmerkſam zu machen.
(Nachdruck verboten.)
Aber ich werde hier zertreten werden, ſagte Georg.
merkwürdigen Worte, die jener angebliche Bauer ihm vom
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Der Leutnant ſchien einen Moment zu überlegen.
Der Offizier ſtrich ſich mit der Hand über die General von Pfuel überbracht hatte. Auch Georg ſagte:
So ſchafft ihn rüber zur anderen Seite des Weges.
Das verſtehe ich nicht!
Stirn.
Ich auch nicht, Georg! Aber ich zweifle nicht daran, Jedoch eine gehörige Strecke abſeits von der Straße. Aber
Das verſtehe ich nicht!
daß die dort oben es verſtehen werden! Behüt’ Dich Gott, ſchnell, ſchnell! Wir müſſen weiter!
Ich auch nicht! Aber geſagt hat er’s ſo.
Und ſo geſchah es. Unter Stöhnen und Wimmern
mein Junge!
Ganz beſtimmt?!
wurde Georg zur anderen Seite der Straße hinübergetra=
Gott ſei mit Ihnen!
Ganz beſtimmt!
Der Offizier hatte einen zweiten Schluck aus der Feld=gen und eine Strecke abſeits vom Wege niedergelegt. Dann
Ein Trompetenſignal ertönte. Ueberall erhoben ſich
die Mannſchaften ſchnell vom Boden und traten in Reih flaſche getrunken. Sein Burſche war wieder reſpektvoll ſchwang ſich der Leutnant wieder in den Sattel und die
-
und Glied; die Offiziere ſchwangen ſich auf ihre Pferde. einige Schritte hinter ſeinem Leutnant zurückgeblieben. Abteilung ſetzte ihren Weg fort.
-
Schnell! Eilen Sie zu den Ihrigen ans Ufer zurück, Plötzlich ertönte aus nächſter Nähe ein Schrei. Leutnant
Schon am nächſten Abend traf ein kaiſerlicher Kurier
ehe man etwas merkt. Ich danke Ihnen, Herr Kamerad! von Müller und die übrigen Soldaten blickten ſich um.
ein. Marſchall Davout ſollte nicht nach Witebsk, ſondern
Was iſt los, was iſt vorgefallen?
Sie drückten ſich nicht die Hände. Durften ſich keine
Dicht am Uferrand lag ein Mann, ſein Pferd ſtand rechts abſchwenkend, direkt nach Smolensk marſchieren.
Blöße geben. Nur ihre Blicke entboten einander ein letztes
Witebsk hatte ſich, wie die Nachricht lautet: den Feinden
neben ihm.
Mit Gott!
Der verdammte Gaul ſtolperte und warf mich ab. ergeben.
Bald befanden ſich die Bauern in ihren Booten wieder
Als Leutnant von Müller dieſe Nachricht hörte, da ſtieg
mitten auf dem Fluſſe, bald hatten ſich auch die Trup= Ich fürchte, mein Fuß iſt gebrochen!
Es war Georg. Mehrere Kameraden verſuchten, ihm ein Dankgebet auf aus ſeinem Herzen zu Gottes Thron.
pen wieder in Bewegung geſetzt.
Finſter war’s; die Finſternis einer mondloſen, ſterne= auf ſein Pferd zurückzuhelfen; doch der Mann ſchrie bei der Denn der Herr der Heerſcharen, ſo ſchien es ihm, hatte
den Franzoſenkaiſer mit Blindheit geſchlagen.
loſen Nacht. Dicht hinter Leutnant von Müller hielt ſich leiſeſten Berührung laut auf vor Schmerzen.
Und laß auch Georg glücklich Tilſit erreichen! mur=
Jetzt war auch der Leutnant herangetreten; einen kur=
ſein
Burſche‟.
melten ſeine Lippen.
zen Moment geriet die Kolonne ins Stocken.
Die Feldflaſche, Georg!
Zehntes Kapitel.
Am beſten iſt’s, wir laſſen ihn hier liegen, bis der
Dieſer näherte ſich ſogleich ſeinem Leutnant und reichte
Ganz Berlin atmete auf, als die franzöſiſchen Trup=
Troß kommt. Dann können ſie ihn auf einen Wagen
ihm den gewünſchten Trunk.
Gutes Getränk! lobte dieſer und leiſe fügte erlegen und mitbringen. Ihr ſeht ja, der arme Kerl kann pen die Stadt verlaſſen hatten. Nur Bankier Salomon
teilte die allgemeine Freude nicht; ſaß, ein gebrochener
nicht reiten!
hinzu:

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Nummer 318.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 29. Dezember 1913.
Seite 2.
reſchedeuſchen oder deutſchſchweizerſchen Händen liegt; begleitet dieſe Erlätrung mit einem Holnlarm. Mehrere flaſtung von 60 Milionen ins Auge ſaſſn. Galaug er=
verſönliche
Beobachtung lehrt das gleiche vom eigentlichen Abgeordnete eilen zur Eſtrade und rufen in den Saal: klärte ſodann im weiteren Verlaufe ſeiner Ausführungen,
Hotelperſonal. Der deutſche Hotelangeſtellte, ob Portier, 1 Wir laſſen Mileusnicz von hier nicht fort, denn er iſt die Einkommenſteuer werde 100 Millionen ergeben, für
Zimmer= oder Reſtaurationskellner, der den Winter in unſer Präſident! Trotz des ungeheuren Lärms, der faſt den Reſt müſſe man die erſten Opfer von den günſtig ge=
Kairo, den Sommer im ſchweizer Hochgebirge oder in eine Stunde andauerte, konnte es die Oppoſition nicht ſtellten Klaſſen verlangen. Er erinnerte daran, daß man
Oſtende tätig iſt, iſt eine typiſche Figur im internatio= verhindern, daß Tuskan den Vorſitz übernimmt und, in Deutſchland nicht zögerte, eine ſchwere Steuer beſonders
nalen Reiſeleben geworden. Dauernd anſäſſig im Pha= während Mileusnicz noch weiterhin auf dem Präſidenten= den wohlhabenden Klaſſen aufzuerlegen. Die Regierung
raonenlande iſt der deutſche Kaufmann und Handwerker, ſtuhl ſitzt, vor demſelben ſtehend und von ſämtlichen Ab= werde verlangen, daß zuerſt das Programm für die außer=
der
Arzt, Anwalt und Gelehrte. Insgeſamt dürften nach geordneten der Majorität ſtürmiſch begrüßt, die Erklärung ordentlichen Ausgaben genehmigt werde, weiterhin ſollten
den Mitteilungen des Vereins für das Deutſchtum im abgibt, daß er den Vorſitz übernommen habe und nunmehr die unvermeidlichen Steuern erörtert und endlich die er=
Auslande zurzeit etwa 2000 Reichsdeutſche in Aegypten zur Verleſung der Berichte des Verifikationsausſchuſſes forderliche Liquidationsanleihe geprüft werden. Die Re=
leben
, davon 800 in Kairo und 400 in Alexandrien. außer= geſchritten werde. Die einzelnen Referenten erſtatten in gierung zähle dabei auf den Senat, der ſtets den Finanzen
dem gibt es zahlreiche Deutſch=Oeſterreicher und Deutſch= dem ungeheuren Lärm ihre Berichte, die unter lautem des Landes ſeine Aufmerkſamkeit geſchenkt habe und es
Schweizer, von denen die letzteren unter dem amtlichen Beifall und Händeklatſchen der Majorität und toſendem verſtehen werde, daß der Kredit Frankreichs eine der
Schutz des Deutſchen Reiches ſtehen. Das Wüſtenbad Lärm der Oppoſition zur Kenntnis genommen werden. erſten Bedingungen für ſeine Größe ſei. Die Verhand=
Heluan, mit, Kairo durch eine am Mokattamgebirge hin= Sämtliche Mandate werden verifiziert mit Ausnahme von lungen wurden ſodann auf Montag vertagt.
führende Kleinbahn verbunden, iſt nach Patienten wie vieren, die als ſtrittig bezeichnet werden. Während die
Die Kammer nahm ohne Debatte einen Initiativ=
Aerzten überwiegend deutſch. Auch in Kairo gehören die Abgeordneten der Majorität den Referenten des Veri=
deutſchen
Aerzte zu den angeſehenſten, das deutſche Hoſpi= fikationsausſchuſſes Akklamation darbringen, ergehen ſich geſetzentwurf an, dem die Regierung zuſtimmte, in dem
tal genießt, den höchſten Ruf. Kairo wie Alerandrien die Mitglieder der Starcevie=Partei in Schmähungen dieſe aufgefordert wird, der Frage der Herſtellung des
haben deutſche Kirchengemeinden und blühende deutſche gegenüber der Majorität. Schließlich erklärt Tuskan, Einvernehmens mit den Nachbarſtaaten näher zu treten
Schulen. In Kairo und Alerandrien gibt es rund 40 daß die Sitzung bis auf weiteres unterbrochen iſt. Die
zwecks Schaffung internationaler Beſtimmungen auf dem
große deutſche Ein= und Ausfuhrfirmen, in Kairo be= Mitglieder der kroatiſch=ſerbiſchen Koalition ziehen ſich
ſteht eine vortreffliche deutſche Buchhandlung durchaus zu einer Konferenz in ihre Klubräume zurück; die Starce= Gebiete des Waſſerweſens, befonders bezüglich der Land=
großſtädtiſchen
Charakters. Der deutſche Verein in Kairo vie=Partei bleibt im Saal, und Mileusnicz hat noch bewäſſerung, der Nutzung von Waſſerkräften zur Elektri=
zählt
etwa 250 ſtändige Mitglieder und öffnet deutſchen immer den Präſidentenſitz nicht verlaſſen Nach 9 Uhr zitätserzeugung und der Schiffahrt.
Landsleuten gern gaſtlich ſeine Pforten. In deutſcher wurde die Sitzung von dem Alterspräſidenten Tuskan
Serbien.
Sprache erſcheinen die Aegyptiſchen Nachrichten. Der reiſe= wieder eröffnet. Mileusnicz rührt ſich nicht vom Präſi=
luſtige
Deutſche ſieht aus alledem, daß er im Aegypten= dentenſitz. Die Oppoſition ſetzt neuerlich mit Lärm ein.
Die Demiſſion des Kabinetts nicht an=
land
blühendes deutſches Leben genua findet, um ſich Der Alterspräſdent Tuskan erteilt dem Regierungspar=
teiler
Dr Duſchan Popowitſch das Wort, der zu ſprechen genommen. Der Miniſterpräſident Paſitſch berichtete
dort auch in der Fremde heimiſch zu fühlen.
begann, doch war er in dem allgemeinen Höllenlärm un= am Samstag vormittag dem König über den Verlauf der
verſtändlich. Die Szenen nahmen ſchließlich einen humo= Freitags=Sitzung der Skupſchtina und unterbreitete hier=
riſtiſchen
Charakter an, und man rief ſich allerlei Scherz=
Politiſche Tagesneuigkeiten.
worte zu. Die Lärmſzenen dauerten um 11 Uhr noch fort. bei die Demiſſion des geſamten Kabinetts. Der König
nahm die Demiſſion nicht an, ſondern verſicherte dem Mi=
Deutſchland.
Frankreich.
niſterpräſidenten vielmehr ſeines vollen Vertrauens. In
Die deutſch=engliſſchen Verhand=
Die Erhöhung der Offiziersgehälter der nachmittags abgehaltenen Sitzung der Regierungs=
lungen
. Der Londoner Vertreter der Birmingham
Poſt teilt Einzelheiten über die deutſch=engliſchen Ver= und die finanzielle Lage. Der Senat beriet partei erſtattete der Miniſterpräſident ein ausführliches
handlungen mit. Er erklärt, man könne annehmen, daß heute den Geſetzentwurf, betreffend die Erhöhung der Expoſé, indem er insbeſondere die ernſte auswärtige
eine allgemeine Revidierung der Grenzen zwiſchen deut= Gehälter der Offiziere und Unteroffiziere. Berard brachte Lage ſchilderte. Die Regierungspartei wird über das wei=
ſchen
und britiſchen Beſitzungen in Afrika ſtattgefunden einen Abänderungsvorſchlag ein, der die Beſtimmung tere Vorgehen angeſichts der Haltung der Oppoſition be=
habe
, ferner eine Erörterung der Fragen, betreffend die wieder einführen wollte, die von der Kammer angenom= ſchließen.
Das Regierungsorgan Samouprava führt aus, daß
Rekrutierung und Kontrolle der Arbeit durch Eingeborene, men, von der Senatskommiſſion aber abgelehnt worden
ſowie die Einrichtung und Erhaltung von verbeſſerten war, die die Generale von der Wohltat dieſes Geſetzes die Oppoſition in der geſteigen Sitzung der Skupſchting
Verkehrsmitteln zwiſchen den verſchiedenen Teilen des ausſchloß. Der Kriegsminiſter Noulens und Miniſter= einen Ueberfall gegen den Staat unternommen habe. Die
Oppoſition habe ſich durch innerpolitiſche Beweggründe
ofrikgniſchen Kontinents zu Lande und zu Waſſer. Da= präſident Doumergue bekämpften den Abänderungsvor= leiten laſſen und außer acht gelaſſen, daß der Sturz der
gegen ſei kein Vorſchlag zur Verteilung des einer dritten ſchlag, weil er die Annahme des Geſetzes verzögern würde, Regierung und die Auflöſung des Paclaments nicht vor
Macht gehörigen Gebietes in Afrika beſprochen worden, da er an die Kammer zurückgehen müßte. Der Senat der Löſung der noch offenen auswärtigen Fragen ange=
Doch habe Deutſchland in Anbetracht der Möglichkeit, daß lehnte den Berardſchen Vorſchlag mit 153 gegen 112 Stim= ſtrebt werden dürften. Die von der Oppoſition angeführ=
ten
Gründe ſeien nicht ſtichhaltig. Die Frage des Re=
über
dieſe Gebiete dereinſt Entſcheidungen zu treffen ſein men ab. Sodann wurde der Geſetzentwurf im ganzen gimes in den neuen Gebieten, ſowie die Frage des Bud=
könnten
, England unbeſchränkte Aktionsfreiheit, ſoweit einſtimmig mit 293 Stimmen angenommen.
getproviſoriums können nur Gegenſtand eingehender
die alrilaniſche Küſte in Betracht komme, gegen die gleiche
Der Senat trat dann in die Beratung des Geſetz= Diskuſſion, keineswegs aber Gegenſtand einer Obſtruk=
freie
Hand in Angola eingeräumt. Ehe man näher auf entwurfs, betreffend die beiden proviſoriſchen Budget= tion ſein. Auch ſei der Vorwurf unbegründet, daß die
Regierung die rechtzeitige Fertigſtellung des ordentlichen
dieſe Meldung, die zunächſt durch nichts verbürgt iſt, ein= zwölftel, ein.
Budgets verhindert habe. Die Urſache hierfür liege viel=
geht
und Stellung zu den darin behaupteten Vereinbarun=
Ribot übte heftige Kritik an der finanziellen Lage, von mehr in den anormalen, durch die Ereianiſſe des letzten
gen nimmt, wird man abwarten müſſen, ob eine Beſtä= der er ſagte, daß ſie mit einem einzigen Wort als Un= Jahres herbeigeführten Verhältniſſen. Die Regierungs=
ordnung
zu bezeichnen fei. Ribot verlangte ſodann von partei und die Regierung ſeien zu jeder Diskuſſion über
tigung eintrifft.
der Regierung, daß ſie den Schlendrian der jetzigen Ver= ihre Tätigkeit bereit, proteſtierten aber gegen eine Ver=
Oeſterreich=Ungarn.
waltung hindere, die fortfahre, Ausgaben zu machen, gewaltigung ſeitens der Minorität und machten letztere
Tumult im kroatiſchen Landtag. Am ohne dazu autoriſiert zu ſein. Er glaube, daß die Anleihe für die Folgen ihrer Haltung verantwortlich.
nicht auf eine beſtimmte Zeit verſchoben werden könne.
*
**
Samslag nachmittag ſollte nach dem Willen der Majo= Er halte es nicht für möglich, ſchnell eine Steuer auf das
rität der neueröffnete kroatiſche Landtag ſich zur Konſti= Vermögen zu bewilligen wie in Deutſchland, wo bereits
Zur Schwurgerichtspraxis. Das Amt
tüierung verſammeln.
eine Vermögensſteuer beſtehe und wo die Steuerzahler an des Geſchworenen war bekanntlich bisher ein Ehrenamt:
Der Alterspräſident Mileusnic der in der Vor=ein ſtreug kontrolliertes Steuererklärungsſyſtem gewöhnt! die Geſchworenen erhielten für ihre Dienſtleiſtung nur
mittagsſitzung erklärt hatte, die nächſte Sitzung finde am ſeien. Ribot warf Caillaux vor, daß er mehr Parteiführer Vergütung der Reiſekoſten. Nunmehr beziehen die Ge=
Montag ſtatt, hatte ſich noch vor der für den Beainn der als Finanzminiſter ſei. Er verurteilte ſodann die heftigen ſchworenen Tagegelder in der Höhe von 5 Mark, als Ent=
Sitzung anberaumten Stunde eingefunden und nahm auf perſönlichen Kämpfe, denn über den Parteien ſtehe die ſchädigung für Nachtquartier täglich 3 Mark, außerdem
dem Präſidentenſitz Platz. Er erölfnete die Sitzung jedoch Republik Frankreich. Darauf ſchilderte Finanzminiſter eine Reiſeentſchädigung, nämlich für den Kilometer des
nicht, vertichte ſich vielmehr in Zeitungslektüre und unter=Caillaux die finanzielle Lage und wies nach daß ein De= Hin= und Rückweges, ſoweit der Weg auf Eiſenbahn oder
hielt ſich mit ſeinen Freunden. Inzwiſchen hatte ſich fizit von 794 Millionen beſtehe. Das Budget für 1915 Schiffen zurückgelegt wird, 6 Pfg., ſonſt 20 Pfg. Welche
das Haus verſammelt, doch der Präſident blieb unerſchüt= würde ſich darſtellen mit einem Defizit von 450 Millionen, Beträge ſich da ergeben, veranſchaulicht Soergels Recht
terlich. So war die Lage bis ½8 Uhr. In dieſer Zeit nicht eingerechnet die Ausgaben für Marokko. Die außer= (Hannover, Helwing) an folgendem Beiſpiel: Die letzte
war die Majorität vollzählig im Saal. Der Quäſtor ordentlichen militäriſchen Ausgaben würden die Voran= Schwurgerichtsperiode in S. erſtreckte ſich über zwölf
forderte Milensnicz auf, den Präſidententiſch zu verlaſſen, ſchläge überſchreiten. Die Ausgaben zur Verſtärkung der Sitzungstage. Die erſchienenen 29 Geſchworenen erhſiel=
da
er ſich weigere, ſeinen Funktionen als Vorſitzender zu Rüſtungen, die nach dem erſten Entwurf auf 420 Mil= ten rund 3000 Mark ausbezahlt. Auf einen Geſchworenen
entſprechen und die Sitzung zu eröffnen. Radie (Bauern=lionen berechnet waren, würden auf 920 Millionen ſteigen. entfällt ein Durchſchnittsbetrag von 104 Mark. Bei der
partei) ruft in den Saal, er werde jeden erwürgen, der Ferner erklärte der Miniſter, daß für die noch ausſtehenden Berechnung wurden hierbei nur für die Tage der Dienſt=
ſich
an den Alterspräſidenten heranwage. Mileusnicz wei= Ausgaben zur Ausführung des Dreijahrgeſetzes und für leiſtung Tagegelder angeſetzt, nicht aber für die Tage der
gerte ſich, der Aufforderung des Quäſtors nachzukommen, die Marine eine Liquidationsanleihe unvermeidlich ſei. Hin= und Rückreiſe; für das Nachtquartier, das dem erſten
und erklärte, er bliebe auf ſeinem Platze. (Großer Lärm Die Regierung wolle eine ſolche in kurzfriſtiger Amorti= Sitzungstage vorausging, und für das dem letzten
ſeitens der Majorität.) Der Quäſtor begibt ſich direkt ſation aufnehmen und das Anleihegeſetz nach Aufſtellung Sitzungstage folgende Nachtquartier wurden keine Quar=
auf
die Präſidenteneſtrade und erklärt, da der bisherige des Programms für die Ausgaben einbringen. Man tiergklder bezahlt. Bei dem bezeichneten, vier Landge=
Vorſitzende ſeinen Funktionen nicht nachkomme, werde müſſe zu einem regelmäßigen Budget zurückkehren, um richte umfaſſenden Schwurgericht ſinden jährlich ſechs
Abg. Tuskan (Regierungsparteiler) als zweitälteſtes alle Unzuträglichkeiten für die Zukunft zu vermeiden. Die Schwurgerichtsperioden ſtatt. Man hat alſo mit einer
Landtagsmitglied aufgefordert, den Vorſitz zu überneh= Regierung ſei beſchäftigt, ein Programm für die notwen= jährlichen Summe von etwa 18000 Mark Geſchworenen=
men
. Die Oppoſition, namentlich die Starcewie=Partei, digen Ausgaben aufzuſtellen. Man müſſe eine neue Be= gebühren bei einem Schwurgericht zu rechnen. Zur Ver=
E
Greis, mit eingefallenen Wangen, mit erloſchenen Augen, wieſen hat. Hier iſt jetzt Dein Platz, bis er wieder geſund loskommen können. Er würde nun ſicher den Truppen
in ſeinem Wohnzimmer und blickte ſtarr und ſtumm vor ſich
iſt; hier an dieſem Bette. Denke nur immer, ich läge dort. folgen. Er, Fritz, würde aber den Leutnant im Auge be=
hin
. Und Schreckensbilder ſtiegen vor ihm auf.
Und noch mehr hatte er geſagt. Und der Lieſelotte war halten, bis er Ruth treffen würde, dann Ruth befreien
Vater Dögen war zu ihm gekommen; war ſofort von ein Zimmer eingeräumt worden, dicht neben dem Kranken= und dann
den Zelten aus nach der Heiligengeiſtſtraße geeilt. Ein zimmer. Wenn jemals ein Menſch einen anderen auf=
Was dann?! Er wußte es ſelbſt nicht. Es mußte von
ſtummer, fragender Blick hatte genügt, um ihm zu ſagen, opfernd gepflegt hat, ſo war es Lieſelotte am Krankenbett den Umſtänden abhängen. Jetzt hieß es vor allem na=
daß
Rut noch nicht zurückgekehrt ſei.
des alten Bankiers.
türlich, Ferdinand finden, ſchon der Verkleidung wegen.
Da hatte Dögen den Alten bewogen, mit ihm zum Po=
Und während Lieſelotte in dem abſichtlich dunkel ge=
Dieſer Gedankengang beruhigte ihn. So würde es
lizeidirektor zu gehen.
haltenen Krankenzimmer die Umſchläge auf der Stirn und gehen, ſo konnte er Ruth retten oder zu retten verſuchen
Wollen Sie behaupten, daß franzöſiſche Offiziere das den Schläfen des Patienten erneuerte, ritt ihr Bruder Fritz! und gleichzeitig das Vaterland nicht verraten.
Mädchen entführt hätten? hatte Monſieur Lecog ſtreng auf der Straße nach Küſtrin dahin und kämpfpte noch im=
So konnte er aber auch ſterben; Sterben für Ruth=
gefragt
.
mer den ſchweren innerlichen Kampf zwiſchen Pflicht und und mit ihr.
Die beiden Alten wagten es natürlich nicht.
Liebe und konnte zu keinem Ende kommen.
Ein Gefühl der Wolluſt überkam ihn; ein ſolcher Tod
Was wollen Sie dann alſo von mir? Ich kann doch
Es war Abend geworden; an dem Ort, an dem er Fer= hatte keine Schrecken; O nein!
nicht jedem Mädel nachrennen, das ſich in den erſten beſten dinand hätte treffen ſollen, waren ſie längſt vorüber. Me=
u
Burſchen vergafft und mit ihm wahrſcheinlich auf chaniſch, rein willenlos, war er bei ſeiner Truppe ge=
Die holprige, ſtaubige Landſtraße entlang raſſelte die
und davongegangen iſt! Glauben Sie mir, wenn der blieben; er hatte nicht genug Energie aufbieten können, Kaleſche. Vorn auf dem Bock kutſchierte der eine Soldat,
Burſche genug von ihr haben wird, ſchickt er ſie wieder nach laut Verabredung dort abzuſchwenken‟. Denn dieſer hinten im Wagen neben Ruth ſaß der andere, Gaſtonz
Hauſe zurück!
Schritt wäre für Ruth verhängnisvoll geworden. Und Ruth ſelbſt lag bewußtlos, noch immer in tiefſter Ohn=
Da waren ſie beide hinausgewankt. Noch lange hör= der Gedanke, nichts für ſie getan zu haben, hätte ihn macht, in ihrer Ecke.
ten ſie das höhniſche Lachen, das Monſieur Lecog hinter wahnſinnig gemacht.
Wohl Stunden fuhren ſie ſchon dahin. Aus dem Tier=
ihnen
her geſandt hatte. Draußen war der alte Bankier
Das empfand er ganz gewiß. Er wäre noch in dieſer garten waren ſie längſt hinaus; rechts und links der
zuſammengebrochen. Die Schmach auf dieſen Kummer ge= Nacht wahnſinnig geworden. Das war ſeine Entſchuldi= Chauſſee breiteten ſich weite Felder. Goldig glänzten die
häuft, glaubte er nicht überleben zu können. Mit Mühe gung.
Aehren in den letzten Strahlen der untergehenden Sonne.
und Not hatte Dögen ihn nach der Heiligengeiſtſtraße ge=
Alſo verriet er ſein Vaterland.?! Seine Sporen dran=
Wiederholt hatte ſich Gaſton an Ruth gewandt und
bracht. Dort mußte er ſich ſofort zu Bett legen. Ein Arzt gen in die Weichen des Pferdes ein, das ſich entſetzt auf= ſie angeſprochen.
war bald zur Stelle; der machte ein bedenkliches Geſicht, bäumte. Nein! Er war nicht wahr, dieſer Gedanke! Er
Mademoiſelle; Mademoiſelle!
Hier kann nur Pflege helfen! Aufopfernde Pflege, verriet nicht das Vaterland!
Aber Ruth hatte ſich nicht gerührt.
Da war Dögen nach Hauſe geeilt und hatte Lieſelotte
Und ruhig, verſuchte er, zu denken.
Da war es dem Franzoſen unheimlich geworden. Er
geholt; hatte ſie ans Bett des jetzt Bewußtloſen geführt.
Was würde jetzt geſchehen? Ferdinand würde war= hatte ihre Hand ergriffen; ſie war kalt wie Eis. Sollte
Siehſt Du dieſen Mann, Lieſelette: Er iſt ſchwer ten; er, Fritz Dögen, nicht erſcheinen. Da würde jener das Mädchen neben ihm tot ſein?
krank, weil er mir und unſerem Fritz einen Gefallen er=annehmen, daß er nicht habe unauffällig von der Truppe
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Mee
Nummer 318.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 29. Dezember 1913.
Seite 3.
Merneg erie unt e letenten 7
anderen, das Recht vor, auf die Spruchliſte ſtatt 30
ſanit ente 2 Pfer und er ernh ier neimn
Kunſtnotizen.
Einvernehmen mit dem Grafen Pladimir Bobrinsky. Prä=
(* 91 G. V. B.) nur 20 Hauptgeſchworene zu ſetzen. Hier= Ueber Werke Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nacht ſidenten des Volkswohlfahrtsvereins des ruſſiſchen Volks=
durch
würden, ohne an der Sache etwas zu ändern, die
ſtehenden Errähnung eeſchieht, behält ſich die Redartion iör ürteil vor.
Auslagen auf ein Drittel herabgemindert.
bundes, ferner im Einvernehmen mit den Ezernowitzer
Für das Konzert, das der Deſſoffſche Einwohnern, dem Arzt Roman Gerovsky, dem Advokaten
Frauenchor aus Frankfurt a. M. am 14. Januar zum Dr. Alexander Gerovsky und dem Ingenieur Georg Ge=
Beſten der Erbauung einer Reformationskirche in der rovsky, die von griechiſch=katholiſchen Ruthenen bewohn=
Stadt und Land.
hieſigen Stadtkirche gibt, iſt der Kartenverkauf be= ten Landgebiete unter ruſſiſche Herrſchaft zu bringen ſtreb=
reits
ein außerordentlich reger Weiß man in unſeren ten. Zu dieſem Zwecke ſollen ſie auf Märkten und auf
115
Darmſtadt, 29. Dezember. kunſtliebenden Kreiſen doch vom Frühjahre her, daß es Kirchweihfeſten der Komitate Marmaros, Ugocſa und
Großh. Hoftheater. Herr Walter Soomer ſich bei einem Auftreten dieſes Chors um ein muſikaliſches Bereg mit materieller Unterſtützung des Petersburger
vom Königl. Hoftheater in Dresden hat geſtern zugeſagt, Ereignis nicht gewöhnlicher Art handelt. Zum Beweiſe Vereins der galiziſchen Ruthenen verſchiedene Flugſchrif=
in
der Aufführung des Rheingold und der Weil= dafür ſei hier eine Kritik zum Abdruck gebracht, die Ru= ten und =blätter verbreitet haben, in denen der ruſſiſche
küre am Samstag, den 3. und Sonntag, den 4. Jan., dolf Louis anläßlich des Brahmsfeſtes in Wiesbaden in Nationalgedanke und die griechiſch nichtsunierte Kirche
den Wotan zu ſingen.
den Münchener Neueſten Nachrichten veröffentlichte: Ich geprieſen, die griechiſch=katholiſche Konfeſſion und deren
habe mir, ſo ſchreibt der bekannte Muſitſchriſtſteller, bis Prieſter, ſowie die ungariſche Nation und die Behörden
* Syndikus Engelbach 7. Am 27. Dezember verſchied zuletzt die Würdigung deſſen aufgeſpart, was für mich des ungariſchen Staates geſchmäht und zum Haß gegen
nach kurzem Krankenlager der geſchäftsführende Beamte und auch wohl für viele andere die eigentliche künſtleri= dieſe aufgereizt wurde. Den anderen Angeklagten wird
der Handwerkskammer zu Darmſtadt, Herr ſche Senſation des ganzen Feſtes war: der Leiſtungen des zur Laſt gelegt, daß ſie die erwähnten Schriften in große=
Friedrich Engelbach. Der Verſtorbene, ein in den von Fräulein Gretchen Deſſoff geleiteten Frauenchors aus ren Verſammlungen vorgeleſen, erläutert und unter der
Handwerkerkreiſen des Heſſenlandes allſeits bekannter und Frankfurt. Dieſe Darbietungen waren nicht nur aller= Bevölkerung verbreitet hätten.
gehrter Mann, hat die Geſchäfte der Handwerkskammer erſten Ranges, ſie hatten außerdem noch den köſtlichen
Die Anklageſchrift führt verſchiedene Stellen aus dieſen.
ſeit deren Errichtung geleitet. Allzeit ſtand er den Hand= Reiz des Seltenen. kaum jemals zuvor Gehörten. Fräu= Schriften an. So heißt es in der Zeitſchrift Glaube
werkern mit Rat und Tat zur Seite und war unermüdlich lein Deſſoff, die Tochter des früheren Kapellmeiſters derund Kirche: Der ruſſiſche Zar zürnt unſerem Kaiſer
tätig, wo es galt, zum Wohle des Handwerks zu wirken. Frankfurter Oper, verfügt über einen Chor von etwa 90 und er wird jetzt alles Gebiet, wo jetzt Ruthenen wohnen,
Sein Andenken wird bei all denen, die mit ihm in näheren Stimmen, den ſie ſich und zwar nicht nur muſikaliſch. bis zur Theiß, erobern. Ihr müßt daher zur Praveslav=
Verkehr getreten ſind, unvergeßlich bleiben.
ſondern vor allem auch geſanglich zu einem ganz wun= Kirche übertreten, damit, falls aus Rußland Hilfe kommt,
D Ortsſchnelldienſt und Eilabholungsdienſt. Die von derbar funktionierenden muſikaliſchen Apparat herange= der von Ruthenen bewohnte Teil Ungarns leicht unter
der Reichs=Poſt= und=Telegraphenverwaltung ſeit dem zogen hat. Die tadeloſe Reinheit der Intonation, die ruſſiſche Herrſchaft kommen könne. Die griechiſch=katholiſche
1. April 1911 getroffenen Einrichtungen des Ortsſchnell= wundervolle Belebtheit. ja Beſeeltheit der dynamiſchen Religion iſt korrumpiert, die griechiſch=katholiſchen Prieſter
und agogiſchen Nüancierung, der hochkultivierte Geſchmack ſind keine guten Menſchen; ſie halten die Religion nicht,
und Eilabholungsdienſtes ſind in weiten Kreiſen des und das nie fehlgreifende Stilgefühl im Vortrag, das wie ſie ſie ſollten; ſie haben aus dem Evangelium und aus
Publikums noch nicht genügend bekannt geworden. Es
wird deshalb auf die Vorteile der neuen Betriebseinrich= waren Vorzüge, die mir die Darbietungen des Deſſoff= dem Gottesdienſt vieles weggelaſſen. Die wahren Prieſter
ſchen Frauenchors mit zum tiefſt und nachhaltigſt Fort= ſind die griechiſch=orientaliſchen Prieſter! Weiter heißt es
tungen erneut aufmerkſam gemacht. Der Ortsſchnell= wirkenden gemacht haben, was ich je auf dem Gebiete des in den Schriften: Wer bei der griechiſch=katholiſchen Re=
dienſt
iſt dem Telegraphenamt übertragen; er umfaßt die Chorgeſanges hörte.
Abholung und unmittelbar daran anſchließend die
ligion beharrt, kommt in die Hölle. Die griechiſch=prien=
Beſtellung einer gewöhnlichen Briefſendung (Poſtkarte,
taliſche Religion, deren Haupt der Zar iſt, iſt die beſte und
Druckſache, Warenprobe) innerhalb der Stadt in der Zeit
M. Stockſtadt a. Rh., 27. Dez. (Vom Bahnhof.) die allein=ſeligmachende. Wenn Ihr nicht übertretet, wird
von 6 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends. An Gebühren Im Laufe des ganzen Sommers wurden hier im Bahnhof der ruſſiſche Zar, der ſehr bald im Lande erſcheinen wird,
werden erhoben; für die Eilabholung und gleichzeitige Stockſtadt große bauliche Veränderungen vor= die zur griechiſch=orientaliſchen Religion Uebergetretenen
Beſtellung einer Sendung 50 Pfg.; für jede weitere Sen= genommen. Durch die Anlage eines dritten Geleiſes war zu ſeiner Rechten ſtellen, die Nichtübergetretenen zu ſeiner
dung für denſelben Empfänger 10 Pfg. mehr; bei der aber auch eine Unterführung notwendig geworden, die Linken. Der Zar wird ſeinen Soldaten befehlen, daß die
gleichzeitigen Eilabholung und Beſtellung von zwei Sen= aber erſt jetzt in Betrieb genommen werden konnte, da zu ſeiner Rechten Stehenden diejenigen niederſchießen, die
dungen an zwei verſchiedene Empfänger: für die erſte das Grundwaſſer in ſtarken Quellen zutage drang.
zu ſeiner Linken ſtehen.
Sendung an den erſten Empfänger 50 Pfg., für die Sen= Einen zweiten, ſehr ernſten Typhusfall
In der ausführlichen Begründung der= Anklage=
dung
an den zweiten Empfänger 30 Pfg.; für eine von dem haben wir hier. Ein 17jähriger junger Mann wurde da= ſchrift wird darauf hingewieſen, daß dieſe Bewegung
Boten dem Abſender etwa zurückzubringende Antwort des von befallen, während der erſte ein Monteur, dieſe ge= ſchon ſeit vielen Jahren her datiert. Eines der wichtig=
Empfängers oder bei nachträglicher Zurückziehung eines fährliche Krankheit ſich in Serbien geholt hat, ſo weiß ſten Momente iſt die Verbindung zwiſchen Alerander Ge=
Auftrages, ſofern der Bote den Weg zum Auſtraggeber man nicht, wie ſich der zweite Mann infisziert hat. rovsky und Alerander Kabalyuk. Kabaluuk, der eintein=
inzwiſchen
bereits angetreten hat, je 25 Pfg. Die Antwort Strenge Iſolation iſt vom Kreis=Geſundheits=Amt ange= facher Walderbeiter geweſen, wurde Miſſionär, reiſte mit
kann auf Verlangen des Auftraggebers, falls dieſer einen ordnet worden. Der Monteur iſt im Städtiſchen Kranken=materieller Unterſtützung Geropskys nach Jeruſalem= und
Fernſprechanſchluß beſitzt, vom Boten auch zugeſprochen haus interniert, und iſt auf dem Wege der Beſſerung, auf den Berg Athos. Dort wurde er Mönch und durch=
werden
. Der Eilabholungsdienſt wird ebenfalls Lebensgefahr beſteht nicht mehr.
zog ſodann die Komitate Marmaros, Ugocſa und Bereg,
vom Telegraphenamt wahrgenommen. Er erſtreckt ſich auf
wobei er eine ſehr rege Tätigkeit entfaltete, um die grie=
die
Eilabholung gewöhnlicher Brief= uſw. Sendungen und
chiſch=katholiſche Bevölkerung zur orthodoren Kirche zu
Reich und Ausland.
Telegramme, die bei dem Poſtamt aufgeliefert werden
bekehren. Dieſe Bekehrungen waren ſo zahlreich, daß die
Bekehrten ſich an die volitiſche Behörde wandten und die
ſollen. Die Gebühr für die Eilabholung einer Sendunz
Rom, 26. Dez. (Exploſion einer Pulver=Genehmigung zur Bildung einer griechiſch=orthodoren
beträgt 25 Pfg.; für jede weitere Sendung 10 Pfg. mehr.fabrik.) Eine Pulverſabrik in Torre Annunziata Kirchengemeinde anſuchten. Sowohl die griechiſch=katho=
Etwaige Aufträge für den Ortsſchnelldienſt und für den iſt in der geſtrigen Nacht von einem ſchrecklichen Explo= liſche Geiſtlichkeit als die politiſchen Behörden, haben die
Eilabholungsdienſt ſind dem Telegraphenamt am zweck= ſionsunglück heimgeſucht worden. Eine große Anzahl Uebertrittszeugniſſe als den geſetzlichen Vorſchriſten nicht
mäßigſten mittels des Fernſprechanſchluſſes Nr. 0 (Null) Feuerwerkskörper geriet in Brand und brachte ein großes entſprechend erklärt, und der Oberſtuhlrichter des Huszter
zuzuſprechen; ſie können aber auch an den Poſtſchaltern Quantum in dem Gebäude aufgeſtapelter Pulvervorräte Bezirks hat in einem Beſcheid ausgeſprochen, daß dieſe
mündlich, oder unter Benutzung der Brieſtaſten ſchriftlich zum Explodieren. 24 Menſchen ſind dem Unglück zum kirchlichen Uebertritte die deutlichen Anzeichen einer poli=
geſtellt
werden.
Opfer gefallen und eine Anzahl mehr oder minder tiſchen Bewegung an ſich tragen und als Dokumente, für
* Freie Vereinigung heſſiſcher Nationalliberaler. Der ſchwer verletzt. Zur Rettung der Opfer, die zum Teil noch eine Agitation dienen, um die ruſſiſche Herrſchaft in den
Vorſtand der Freien Vereinigung heſſiſcher Nationalliber= unter den Trümmern begraben liegen, mußte die Feuer= Grenzgebieten Ungarns vorzubereiten.
aler lädt deren Mitglieder und die engeren Parteifreunde wehr von Neapel herbeigerufen werden. Torre Annun=
Die Anklageſchrift zitiert ſodann zahlreiche Zeugen
zu einer am Sonntag, den 4. Januar 1914, vormittags ziata iſt eine Stadt von 30 000 Einwohnern am Golf von dafür, daß die öſterreichiſchen Untertanen und Ezerno=
im
Hotel Prinz Heinrich in Frankfurt a. M. ſtattfinden= Neapel.
witzer Einwohner Brüder Geropsky, welche Enkel des be=
den
außerordentlichen Mitgliederverſammlung ein. Die
Paris, 28. Dez. (Deutſchfeindliche Demon= kannten panſlawiſtiſchen Agitatiors Adolf Dobransky ſind.
Tagesordnung lautet: Was lehrt uns die Landtagserſatz=ſtration im Kino.) In einem hieſigen Kinemato=dieſe Bewegung materiell unterſtützt hätten.
wahl Waldmichelbach? In Anbetracht der Wichtigkeit, graphen=Theater auf dem Boulevard St. Denis kam es
die der zur Verhandlung ſtehende Gegenſtand insbeſondere geſtern Abend zu einem Zwiſchenfall. In dem Augen=
auch
für die im Herbſt 1914 ſtattfindenden heſſiſchen Land= blick, als auf dem Filn Uebungen gezeigt wurden, die ein
Vermiſchtes.
tagswahlen hat, iſt ein ſtarker Beſuch aus allen Teilen der deutſches Infanterie=Regiment vornahm, riefen einige im
* Kino=Statiſtik. Trotz der Prophezeiungen, die
der Freien Vereinigung angeſchloſſenen Wahlkreiſe zu er= Kino anweſende junge Leute: Hoch lebe Frankreich,
warten.
nieder mit den Deutſchen! Im Saale entſtand ein großer einen Rückgang der Kinos und der mit ihnen zuſammen=
Orpheum. Die Direktion unſeres Varietee=Eta=Tumult und alle Anweſenden erhoben ſich, um die Schreier hängenden Induſtrien vorausſagten, iſt wieder ein gewal=
bliſſements
wartet für die kurze Zeit zwiſchen den Jahren zur Ruhe zu bringen, was ihnen jedoch nicht gelang. End= tiger Aufſchwung darin zu verſpüren. Iſt doch die Zahl
noch mit einem neuen intereſſanten und ſehr unterhalten= lich gelang es dem Inhaber des Kinos, die Schreier mit der Kinos in Deutſchland jetzt größer, als je zupor. Die
Gewalt aus dem Saale zu entfernen und an die Luft zu folgenden Zahlen geben ein klares Bild der heutigen Ver=
den
Programm auf, das allabendlich reichen Beifall ernten
darf. Les Courageux ſind ein paar Salon=Akroba= ſetzen. Die jungen Leute ließen ſich aber auch auf der hältniſſe:
. . 300 Kinos Karlsruhe . .
5 Kinos
ten, wie man ſie in gleichen Leiſtungen ſelten zu ſehen Straße noch nicht beruhigen und ſetzten dort ihr Schreien Berlin ca.
Mainz.
Breslau
40
bekommt. Ihr Auftreten iſt elegant und ſicher und ſie fort.,
..5
Mannheim . . 6
Belgrad, 28. Dez. (Gattenmord.) Auf dem hieſigen Elberfeld
bringen verſchiedentlich neue Tricks. Reſch und Feſch
Metz
nennen ſich die luſtigen Steirerbuam die ſich aber als Hauptbahnhofe ſpielte ſich geſtern ein blutiges Drama ab. Eſſen (Ruhr) . . 11
ein paar ebenſo ausgelaſſene wie feſche ſteiriſche Madeln Der Sekretär des ſerbiſchen Hofmarſchallamtes, Haupt= Frankfurt a. M. 40 Mülhauſen i. E. 9: .
Straßburg i. E. .
5
,
entpuppen, die ſich im Moment ihres Auftretens ſchon die mann Jovicic, hatte ſich geſtern nachmittag nach dem Freiburg i. B. . 4
Sympathien des Publikums erwerben. Sie jodeln und Bahnhofe begeben, um eine Auslandsreiſe anzutreten und Halberſtadt . . 6 Stutkgart . . . 23.½
juchzen und tanzen, daß es eine Luſt iſt und das Beifall= ſeine junge Gattin gab ihm das Geleit. Am Zuge verab= Hannover . . . 40 Stettin . . . . 20 (
5 Jena .
. .9
klatſchen ſchier kein Ende nehmen will. Die Exzentriks, ſchiedete ſich der Hauptmann von ihr und während ſie ihn Hildesheim
Die Geſamteinwohnerzahl dieſer 18 Städte beträgt
meiſt burleske oder groteske Akrobaten und Gymnaſtiker umarmte, ſtieß ſie ihm ein Meſſer in den Hals. Jovicic
gehören ſeit jeher zu den beliebteſten Nummern des ſank ſchwer verletzt zu Boden, während die Frau verhaftet rund 6 250 000, auf ſie entfallen 550 Kinos. Bedenkt man
Varietee=Programms. Arford und Otrka, die ſich wurde. Die Gattenmörderin gehört einer ſehr angefehenen dabei, daß dieſe Städte nur eine Auswahl aus der Ge=
zur
Abwechſelung einmal ebenſo ſchön deutſch Comödians= Belgrader Familie an und galt als ſehr exzeutriſch. Es ſamtheit unſerer deutſchen Städte bilden, da von den ande=
ren
kein amtliches Material zu beſchaffen war; bedenkt
am dreifachen Reck nennen, verdienen in beſonderem heißt, daß ſie die Tat aus Eiferſucht verübt hat.
Neu=York. 27. Dez. (Das Unglück in Calumet.) man weiter, daß Kinematographen bereits in den klein=
Maße den reichen Beifall, den das Publikum ihren Leiſtun=
gen
ſpendet. Sie verſtehen es, ihre zum Teil ganz her= Moyer, der Präſident der weſtlichen Vereinigung von ſten Landſtädtchen exiſtieren können, ſo muß man ſich fra=
vorragenden
künſtleriſchen Leiſtungen in ein ſo ausgelaſ= Grubenarbeitern, die an dem Ausſtand bei den Kupferberg= gen, wie gewiſſe Kreiſe von einer Notlage unſeres Volkes
ſen fideles, draſtiſch wirkſames Gewand zu kleiden, daß ſie werken in Calumet beteiligt war wurde gezwungen, das reden können.
Die Ergebniſſe des Preisausſchrei=
in
gleichem Maße Bewunderung erregen, wie ſie ſtürmiſche Ausſtandsgebiet zu. verlaſſen, weil er den Familien der
Heiterkeit auslöſen. Moderne Tänze in entzückenden Opfer des vorgeſtrigen Brandunglücks verbot, von bens in der Wohnungsfrage des=Schutzver=
Bildern voll Eleganz und Grazie bieten Léon und einem Bürgerkomitee geſammelte Gelder anzunehmen. bandesfür Deutſchen Grundbeſitz. Der Schutz=
Melly. Freilich, um den Tango ſo zu tanzen, muß man Das Bürgerkomitee bekämpfte den Ausſtand. Moyer wei= verband für Deutſchen Grundbeſitz hatte bald nach ſeinee
eben Varieteekünſtler ſein und auch dann noch gehören ein gerte ſich auch, die ihm zugeſchriebene Aeußerung zurück= Gründung ein Preisausſchreiben über die Frage: Wie
paar ſo entzückender, durch keinerlei Enge des Geſellſchafts= zunehmen, daß ein Mitglied des Bürgerkomitees den Ruf verſchafft man der minderbemittelten Bevölkerung die bil=
Tanzbeinchen dazu, die eben auch Feuer ausgeſtoßen habe. Die Frage, ob ein Betrunkener ligſte und zweckmäßigſte Wohngelegenheitzn erlaäſſen. Es
kleides verdeckte
nicht jeder aufzuweiſen hat. Die 3 Convallys mit Feuer gerufen habe, iſt nicht aufgeklärt. Eine Frau waren im ganzen 35 Arbeiten eingegangen, von denen bei
ihrem hübſchen ebenfalls viel Neues bringenden Equili= behauptet, ſie habe einen Knaben mit brennender Woll= der erſten Prüſung 7, bei der zweiten Prüſung 18 ausſchie=
briſtik
=Akt beſchließen das Spezialitätenprogramm. Der mütze im Saal geſehen. Verſchiedene Opfer wurden auf= den. Die übrigen Arbeiten wurden nach der architek=
zweite
Teil des Abends bringt zwei pikante Einakter des rechtſtehend im Gedränge erdrückt. Unter den Toten iſt eine toniſchen, verkehrstechniſchen und volkswirtſchaftlichen
Seite eingehend geprüft, und in der Sitzung vom 19. De=
Valberg=Enſembles, Bis hierher und nicht! Anzahl Säuglinge
zember konnte das Preisrichter=Kollegium die Entſchei=
weiter
eine Bondoirſzene von Brammer und Grüm=
dung
fällen. Das Preisrichter=Kollegium hat ſich aller=
wald
, und Der Haupttreffer Nr. 33, Schwank
dings entſchloſſen, auf Grund der Wettbewerbsvorſchriften
in 1 Akt von Vely und Mihalp, die beide durch das
Gerichtszeitung.
von der ungeteilten Hingabe des erſten Preiſes Abſtand
routinierte Spiel des Enſembles, beſonders der Haupt=
zu
nehmen, da keine der Arbeiten die Frage in ihrem gan=
Der Prozeß gegen Pater Alexius.
darſteller von Valberg, Vera Forſt, Reinhold
* Marmaroßziget, 28. Dez. Morgen beginnt zen Umfange gelöſt hat. Trotzdem können die preisge=
Schünzel Erich Dahl, Hertha Gea=Rügen uſw.
zu vollem Erfolge gebracht werden. Lichtſpiele hier die Verhandlung gegen Alexander Kabalyur krönten Arbeiten als überaus wertvoll und als Aus=
und 180 Genoſſen, die des Verbrechens des Auf= gangspunkt weiterer Vorſchläge und Arbeiten betrachtet
vervollſtändigen wie immer das Programm.
* Vom Unwetter. Welche Gewalten die Stürme derſtandes und des Vergehens der Aufreizung be= werden. 1. Der erſte Preis in Höhe von 6000 Mark iſt dem
letzten Nacht entwickelten, kann man am Neubau eines ſchuldigt ſind. Kabalyuk iſt flüchtig. Die Staatsanwalt= Miniſterialrat Dr. von Völker in München in Gemein=
hieſigen
Rechtsanwalts im Roquetteweg beobachten. Dort ſchaft veröffentlicht die Anklageſchrift in dem Pro= ſchaft mit Regierungsbaumeiſter Serini in München zuer=
kannt
worden, 2. der zweite Preis in Höhe von 3000 Mark
wurde eine ſchwere Balkonbrüſtung, die in Beton ausge= zeß, aus der folgendes zu entnehmen iſt:
Der Hauptangeklagte Alexander Kabalyul, auch Pater iſt dem Poſtbauinſpektor Wilh. Deetz in Kiel zugeteilt wor=
führt
war, vom Sturme heruntergefegt. Die maſſiven
Bankgurten fielen beinahe 2 Stock hoch und zerbarſten. Alexius genannt, iſt 36 Jahre alt, griechiſch=katholiſch, un= den, 3. den dritten Preis in Höhe von 2000 Mark hat der
Wahrſcheinlich hat auch der letzte Froſt hier noch ein Wort verheiratet, und war früher Waldarbeiter. Vier ſeiner Rechtsanwalt am Oberlandesgericht München Dr. jur.
Genoſſen, Georg Vorobeſuk, Michael Palkoniecz, Jvan Peſl erhalten.
B.B. 34 136 Aerzte und 195 Aerztinnen
mitgeredet.
Babinez und Jalob Vorkanyuk, beſinden ſich in Unter=
ſuchungshaft
, während die übrigen auf freiem Fuße ſind. gab es nach einer ſtatiſtiſchen Zuſammenſtellung im Reichs=
Dem Alexander Kabalyuk und 25 ſeiner Genoſſen wird Medizinal=Kalender für Deutſchland 1914 am 1. Novem=
zur
Laſt gelegt, ſich der Aufreizung und des Aufſtandes ber dieſes Jahres. Im vorigen Jakre waren es 33527

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 29. Dezember 1913.
Seite 4:
Aerzte die Zunahme beteng dennach 60. Zm Verlauf des 1.bar, und der Bärm begann nachzulaſſen. Schlieih=

letzten Jahrzehntes hat ſich die Zahl der deutſchen Aerzte lich konnte ſich Duſchan Popowitſch wieder verſtändlich
um 4500 vermehrt. Eingeſchloſſen in obige Zahl ſind 58 machen. Er hielt eine Rede, in der er den Standpunkt
in den deutſchen Schutzgebieten tätige Amtsärzte und der Regierungspartei bei den Abmachungen mit dem
Zivilärzte. Die Zahl der Spezialärzte in Deutſchland be= Miniſterpräſidenten verteidigte. Der Redner ſprach bis
ziffert ſich gegenwärtig auf 5312. Von den 195 Aerztinnen 1 ¼1 Uhr, worauf die Sitzung unterbrochen wurde.
* Agram, 28. Dez. Im Landtag wurde um 2 Uhr
praktizieren am meiſten in Berlin, nämlich 56, dann folgen
München mit 13, Breslau mit 10, Hamburg mit 9, Stutt= nachts unter ohrenbetäubendem Lärm von ſei=
gart
mit 4 und Leipzig mit 3 Aerztinnen. In einer gan= ten der Oppoſition die Konſtituierung vorgenommen.
zen Anzahl deutſcher Städte ſind nur zwei Aerztinnen oder Zum Präſidenten wurde Bogdan Medakowitſch gewählt,
auch nur eine Aerztin tätig. Der Zudrang von Frauen welcher auch in den zwei letzten Landtagen präſidierte.

zum Medizinalſtudium nimmt immer mehr zu. Gegen= Nach der Präſidentenwahl hörte die Oppoſition mit dem
wärtig gibt es im Deutſchen Reich nicht weniger wie 773 Lärm auf, da jetzt die ſtrenge Geſchäftsordnung in Kraft
weibliche Medizinalſtudierende, und für das nächſte Se= war. Um 3 Uhr früh wurde die Sitzung geſchloſſen.
* Hapre, 2. Dez. Die ſtreikenden Hafen=
meſter
dürfte dieſe Zahl aller Vorausſicht nach auf weit
arbeiter beſchloſſen, am Montag die Arbeit wieder
über 1000 ſteigen.
aufzunehmen.
Athen. 28. Dez. Amtlichen Mitteilungen zufolge ſind
die für 1914 geplanten olympiſchen Spiele ver=
Literariſches.
Bayern=Kalender 1914. Der bekannteſchoben worden.
Abreißkalender, der eine überaus vornehme und geſchmack=
Eiſenbahnunfall.
volle Propaganda für die zahlloſen landſchaftlichen
Schönheiten, die hiſtoriſchen und künſtleriſchen Sehens=
* Trier, 28. Dez. Geſtern abend ſtießen im Kaiſer=
würdigkeiten
Bayerns darſtellt, indem er dieſelben in Wilhelm=Tunnel zwei Güterzüge zuſammen.
tadelloſen, muſtergültigen Reproduktionen vor Augen Zwei Bremſer ſind tot, drei verletzt; 40 Wagen ſind zer= Handwerks geweſen iſt. Auch außerhalb ſeiner
führt, iſt ſoeben für das Jahr 1914 erſchienen. Auch
trümmert Der Verkehr iſt zwei Tage geſperrt.
dieſer neue Jahrgang (der vierte) reiht ſich würdig den
* Trier, 28. Dez. Infolge der Entgleiſung der
früheren Ausgaben an. Der Bayern=Kalender 1914 iſt ein Güterzüge im Cochemer Tunnel iſt die Strecke Cocheme
kleines Kunſtwerk geworden, das jedem Zimmer zum Eller für den Perſonen=, der Cochemer Tunnel und die
Schmuck dient. Verlag von Carl Gerber in München. Strecke Cochem-Eller für den Perſonen= und Güterver=
Preis 1,50 Mark.
kehr geſperet. Der Durchgangsverkehr Koblenz-Trier und
Unter den deutſchen Kalendern nimmt der umgekehrt muß über die Eifelſtrecke und Nahebahn um=
Lahrer Hinkende Bote wohl noch immer die geleitet werden, da ein Umſteigen an der Unfallſtelle nicht
volkstümlichſte Stellung ein. Noch iſt die alte kernhafte möglich iſt. Für den Ortsverkehr werden Pendelzüge von
Art des Betrachtens und Erzählens ihm zu eigen ver=Trier nach Eller und von Koblenz nach Eochem fahren.
blieben, doch wandelt er wie ſeine Aufrollung der Der Verkehr wird vorausſichtlich im Laufe des morgigen
Weltbegebenheiten beweiſt mit offenen Augen durch Tages wieder aufgenommen Durch den Unfall ſind zwei
die Zeit. Heiteres und Ernſtes wird ſo dem Leſer ver= Beamte tödlich und zwei Beamte leicht verletzt worden.
kraut, der ſicher von gewohnter und doch alljährlich neuer Als Urſache des Unglücks wurde bis jetzt ermittelt, daß
Weiſe ſich lebhaft angeſprochen fühlt. Auch der Bild= beim Auswechſeln einer ſchadhaften Schiene die vorge=
ſchmuck
ſtrebt mit Glück volkstümliche Einfachheit an.
ſchriebenen Sicherheitsvorſchriften nicht genügend be=
Weichers Kunſtbücher. Neue Folge. Die
achtet worden ſind.
Meiſter des 19. Jahrhunderts: 1. Watts, 2. Meiſſonier,
3. Roſſetti. Jeder Band mit 60 Meiſterbildern koſtet kart.
80 Pfg. (Berlin W. 50, Bernhard Thalacker.) Die vor=Bioſon kräftigt und erfriſcht!
liegenden Bände werden in Deutſchland beſonders will=
Meines Erachtens iſt Bioſon ein für eine geregelte Er=
kommen
ſein, da die Schöpfungen der drei hier behandel=
ten
hervoragenden Meiſter zum allergrößten Teil in nährung unbedingt notwendiges Mittel. Ich verdanke ihm
ihrem Vaterlande geblieben und nur ganz vereinzelt ins mein allgemeines Wohlbefinden ſowie ein friſches, geſundes
Ausſehen was die Folge von Bluterneuerung durch Bioſon
Ausland gelanat ſind.
Deutſche Heimkultur. Der hier vorliegende iſt. Joſ. Weigand, München, Lindwurmſtr. 5a, Unterſchrift
Band Heimkultur iſt im Auftrage der Geſellſchaft für beglaubigt:30 4. 13. Kgl. Notariat VIII. Bioſon, großes
Heimkultur Wiesbaden (Verlag Emil Abigt, Wiesbaden) Paket ſs. ½ kg) 3 Mk. in Apoth., Drog. Verlangen Sie vom
unter Mitwirkung führender Männer herausgegeben von Bioſonwerk, Frankfurt Main, Gratisprobe u. Broſch (III.26389
Profeſſor A. Wienkoop mit 380 Abbildungen. Preis
6,50 Mk. (Porto 50 Pfg.). Die berühmteſten Männer kom=
Geeeenenetenene
men hierin zu Wort und klären uns auf über künſtleriſche,

hygieniſche und techniſche Fragen der Heimkultur, und eine
(12965a
Fülle von Abbildungen vorbildlicher Hausbauten, Möbel
B-Jackenkleider
und Gärten uſw. erläutern ſie. Erziehungsfragen, Hei=
matkunſt
, Hausbaukoſten und Kulturhiſtoriſches wechſeln
-Taillenkleider
ab mit anderen intereſſanten Thematas. Wir lernen das
Eradel-ßlusen ...
künſtleriſche Schaffen eines Schultze=Naumburg und an=
-Röcke a
derer Führer verſtehen und werden zu hunderterlei Be=
in
grösster Auswahl, vom einkachsten bis
trachtungen und Beobachtungen angeregt.
4
Meine Heide. Gedichte von Hans Benzmann.
elegantesten Genre. Aenderungen sofort.
Neue veränderte und vermehrte Ausgabe. Mit des Dich=
ters
Bildnis und einer Selbſtbiographie Heſſes Volks=
G. m.
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D. Rebleid Lv. v. h.
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lein
, das in neuer vermehrter Ausgabe und in geſchmack=
Ludwigstr. 5 Darmstadt Teleph. 2539
voller Neuausſtattung erſcheint, hat ſeinem Verfaſſer,
1
Khannanaienenhansasnenann-Aiinhanrmnnangnansliaten
einem Sohne der altberühmten Feſtung Kolberg an der
Oſtſee in ſeiner Heimat und in weiten Volkskreiſen

Deutſchlands einen Namen gemacht. Mit dieſem etwa
hundert Seiten ſtarken Büchlein wird der erſte Verſuch
gemacht, ein modernes Gedichtwerk durch eine Volksaus=
Dampfernachrichten.

gabe weiteren Volkskreiſen zugängilich zu machen.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: Barcelona 22. Dez. 3 Uhr nachm. von
Neu=York nach Newport News. Bosnia nach Balti=
Letzte Nachrichten.
more, 23. Dez. 4 Uhr 35 Min. morrgens Eurhaven
(Wolffs telege. Korreſp.=Bureau.)
paſſiert. Cheruskia, von Neuorleans kommend, 22. Dez.
* Durch den geſtrigen Schneeſturm ſind ſämtliche 8 Uhr 30 Min. abends in Hambura. Graecia 22. Dez.
Telephonleitungen mit Berlin und anderen Zen=9 Uhr morgens in Boſton. Pennſylvania, nach Neu=
tralen
geſtört, ſo daß die telephoniſchen Meldungen York, 22. Dez1 0 Uhr 45 Min. morgens Lizard paſſiert.
Willesden von Neuorleans kommend, 23. Dez. 2 Uhr
heute früh ausfallen mußten. Die Red.
30 Min. morgens in Hamburg. Südamerika, Weſtküſte
Amerikas: Bethania von der Weſtlüſte Amerikas kom=
* Berlin, 28. Dez. Die Norddeutſche Allgemeine Zei= mend, 22 Dez. 9 Uhr 30 Min. morgens Dover paſſiert.
tung ſchreibt: Die Königin Eliſabeth von Blücher nach dem La Plata, 21. Dez. 10 Uhr abends
Rumänien geborene Prinzeſſin zu Wied, vollendet von Liſſabon. Illyria 20. Hez. in Eorral ausgehend.
am 29. Dezember ihr 70. Lebensjahr. Seit 44 Jahren an Karthago 22. Dez. 9 Uhr morgens in Bahia, aus=
der
Seite ihres erhabenen Gemahls den Thronſitz teilend, gehend; Nauplial nach der Weſtküſte Amerikas, 17. Dez.
iſt de hochbegabten, menſchenfreundlichen und einſichts= in Punta Arenas. Pontos 21. Dez. 9 Uhr morgens
vollen deutſchen Fürſtentochter eine bedeutſame Aufgabe in Bahia Blanca Verſchiedene Fahrten: Edea nach
zugefallen, der ſie ſich mit edler Hingabe unterzog DasWeſtafrika, 20. Dez. in Rotterdam. Ekbatang von
im beſten Sinne aneiſernde Wirken der erſten Königin Perſien kommend 22. Dez. in Suez. Kurmark: 21. Dez.
Rumäniens für die Wohlfahrt der Landesbevölkerung er= in Kalkutta. Nordmark 22. Dez. von Suez nach
weckte überall gerechte Anerkennung und Bewunderung. Bombay. Numantia, von Perſien kommend, 22. Dez. Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 9¾ Uhr
Feinſinnige Dichtergaben ſchufen dem Genius der =6 Uhr abends in Hamburg. Slavonia 20. Dez. in
nigin Eliſabeth zugleich Ruhm in der Geiſteswelt. So Kribi, ausgehend. Steiermark 20. Dez. in Libreville, Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
wird des feſtlichen Tages in Deutſchland wie in Ru= heimkehrend. Swakopmund nach Weſtafrika, 19. Dez. Generalverſammlung der Allgemeinen Orts=
mänien
freudig gedacht, mit vom Herzen kommenden in Antwerpen. Togo 21. Dez. von Freetown, aus=
Segenswünſchen für die weitere Lebensbahn der all= gehend. Valeſia 21. Dez. in Kotonou, ausgehend.
beliebten Herrſcherin.
* Straßburg, 28. Dez. Der Kommandierende General
Familiennachrichten.
des XV. Armeekorps, Generalleutnant v. Deimling,
iſt heute abend zur Neujahrsgratulation beim Kaiſer
nach Berlin abgereiſt.
* Zabern, 28. Dez. Mit Bezug auf den neueſten be=
kannten
Zwiſchenfall nimmt man jetzt allgemein an, daß
Danksagung.
es ſich am Freitag abend nicht um einen Anſchlag
auf einen Militärpoſten im Hofe der Schloßkaſerne, ſon=
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
dern lediglich um ein, Bubenſtückchen ohne beſtimmte
bei dem Hinſcheiden unſerer lieben Gattin, Mutter
Abſicht gehandelt hat. Leute, die am Kanal zu Haufe ſind,
wollen geſehen haben, wie um die kritiſche Zeit dort zwei
und Großmutter
junge Burſchen mit Feuerwerkskörpern, ſogenannten
Fröſchen hantierten. Ein definitives Ergebnis der Unter=
Elisabethe Schuchmann
ſunchung liege noch nicht vor.
* Karlsruhe, 28. Dez. Der Großherzog von
geb. Heydt
Baden iſt heute abend kurz nach 7 Uhr aus Luxemburg
ſagen wir allen, insbeſondere Herrn Dekan
wieder hier eingetroffen.
Schneider für die troſtreiche Grabrede, ſowie dem
Karlsruhe, 28. Dez. Seit geſtern früh herrſcht im
Schwarzwald ſchwexer Sturm, der an Telephon=
Geſangverein Sängerluſt für den erhebenden
und Telegraphenleitungen bereits großen Schaden
Grabgeſang, auf dieſem Wege unſeren innigſten
angerichtet hat. Auch die Licht= und Kraftleitungen ſind
Dank.
(26898
zum Teil erheblich geſtört.
Die trauernden Hinterbliebenen:
*. Sigmaringen. 28. Dez. Die Ueberführung der
ſentſchlafenen Fürſtin zur Gruftkirche wird am Diens=
Familie Philipp Schuchmann VI.
tag erfolgen. Die Berdigung findet am Samstag ſtatt.
Weiterſtadt, den 27. Dezember 1913.
Agram, 27. Dez. (Landtag.) Um 11 Uhr mach=
ten
ſich bei der Oppoſition Zeichen der Ermüdung bemerk=


Nummer 318.
Todes=Anzeige.
Am 27. Dezember, vormittags 11 Uhr, iſt
(26300
unſer geſchäftsführender Beamte
Herr Syndikus
Friedrich Engelbach
nach kurzem Krankenlager an einer Herzlähmung
ſanft verſchieden.
In dem Verſtorbenen, der ſeit Errichtung
der Handwerkskammer als geſchäftsleitender
Beamte tätig war, betrauern wir einen ge=
wiſſenhaften
und aufrichtigen Menſchen, der
neben vorzüglichen perſönlichen Eigenſchaften
allzeit ein treuer Förderer und Berater des
Amtstätigkeit iſt er ſtets mit Rat und Tat
eingetreten, wo es galt helfend und fördernd
zu wirken.
Die dem Handwerk geleiſteten Dienſte wer=
den
ihm unvergeſſen bleiben und werden wir
dem Verblichenen ein allzeit ehrendes Andenken
bewahren.
Darmſtadt, den 27. Dezember 1913.
Handwerkskammer zu Darmſtadt.
Falk.
J. V.: Schüttler.
Die Beerdigung findet ſtatt: Montag, 29. Dez.,
nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehauſe Kies=
ſtraße
133 ab.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Mitteilung.)
Freunden, Bekannten und Verwandten hier=
mit
die ſchmerzliche Nachricht, daß geſtern abend
(26899
um 10 Uhr meine liebe Tante
Betty Herbold
Hofopernſängerin i. R.
nach kurzem Krankſein im Alter von 84 Jahren
ſanft verſchieden iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Klara Heese
Königl. Bayr. Hofſchauſpielerin in München.
Die Beerdigung findet am Dienstag, morgens
um 11 Uhr, vom Portal des Friedhofs aus ſtatt.
Heute abend entſchlief ſanft im 91. Lebens=
jahre
unſere liebe Tante
Fräulein Julie Darapskr.
Für die Hinterbliebenen:
Frau Rosa Schlippe, geb. Bernard.
Sanitätsrat Dr. J. Darapsky, Mainz.
Darmſtadt, den 27. Dezember 1913
(26897
Aliceſtraße 11.
Die Beerdigung findet in aller Stille in
Mainz ſtatt.
e
Montag, 29. Dezember.
(Volksvorſtellung): Die fünf Frankfurter.
krankenkaſſe um 8 Uhr in der Krone.
Aufführung Das Mirakel um 8 Uhr in der Feſt=
halle
zu Frankfurt (Gaſtſpiel des Deutſchen Theaters zu
Berlin).
Bilder vom Tage (In der Auslage unſerer Ex=
pedition
Rheinſtraße 23): Königin Eliſabeth von Ru=
mänien
(Carmen Sylva) mit ihrer Großnichte der
Prinzeſin Marie Eleonore zu Wied. (Zum 70. Ge=
burtstage
der Dichterkönigin.) Die Ausſtellung der
wiedergefundenen Mona Liſa in Florenz. Zu der
Bluttat des Grafen Mielzynski.
Porträts vom Tage:
Kaiſer Menelik von Abeſſinien . Kaiſer Lidy Jeaſſu,
deſſen Nachfolger. Der albaniſche Delegierte Nogga,
zu ſeinen Beſprechungen mit dem Prinzen zu Wied.
Verſteigerungskalender.
Dienstag, 30. Dezember.
Holzverſteigerung um 10 Uhr auf der Aktien=
ziegelei
am Karlshof.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto zaldaeſtel: für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts=
leben
: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts
zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen: nachtrügs
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.

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Nummer 31
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Nummer 318.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 29. Dezember 1913.
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[ ][  ][ ]


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Nummer 318.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 29. Dezember 1913.
Seite 7.
Wandergewverbeſcheine für 1914.
Bekanntmachung.
Bekanntmachung
Nach § 60 der Gewerbeordnung für das Deutſche Reich ſind Montag, 12. Januar 1914,
Wandergewerbeſcheine (Gewerbeſcheine zum Hauſierhandel ꝛc.) nur
über den Verkehr mit Feuerwerkskörpern.
vormittags 10 Uhr,
Wir ſehen uns veranlaßt, die über den Verkehr mit Feuer=
für
die Dauer des Kalenderjahres gültig, für das ſie erteilt wordenſollen die dem Privatier Heinrich werkskörpern beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen nachſtehend zur
ſind. Unter Hinweis auf d ieſe Beſtimmung fordern wir daher alle Schäfer zu Darmſtadt und deſſen Kenntnis der Intereſſenten zu bringen.
dahier wohnhaften Intereſſenten, die den Gewerbebetrieb im nächſten Ehefrau Karoline, geb. Geiger,
Jahre fortzuſetzen oder zu beginnen beabſichtigen, hierdurch auf, ihredaſelbſt, in der Gemarkung Darm=
I. 1. Wer mit Feuerwerkskörpern Kanonenſchägen, Fröſchen,
Anträge auf Erteilung eines Wandergewerbeſcheines für das Jahr 1914ſtadt (Beſſungen) gehörigen Lie=
Schwärmern, Zündplättchen uſw. Handel treiben will.
alsbald bei dem zuſtändigeu Revier=Polizeikommiſſär zu ſtellen. genſchaften:
hat, falls er im Kaufladen nicht mehr als 2½ kg und
im Hauſe außerdem nicht mehr als 10 kg vorrätig
Nach den Vorſchriften der Ziffer III Abſatz 2 und 3 der Be=Flur Nr. qm
hält, ſolches dem Polizeiamt anzuzeigen.
kanntmachung des Reichskanzlers vom 4. März 1912 (R. G. Bl. S. 189)1 VI 487
77 Grasgarten
Auf Nachweis eines beſonderen Bedürfniſſes kann
betreffend die Ausführungsbeſtimmungen zur Gewerbeordnung, iſt
Moosberg=
ausnahmsweiſe
im Hauſe zeitweilig eine Lagerung bis zu
in Zukunft jedem Antrag auf Erteilung eines Wandergewerbeſcheines
ſtraße,
15 kg geſtattet werden.
die Photographie des Antragſtellers beizufügen. Bei gemeinſamen VI 487¾/10 193 Hofreite Moos=
Die Aufbewahrung muß in einem auf dem Dach=
Wandergewerbeſcheinen (§60 Abſatz 3 Gewerbe=Ordnung) genügt die
bergſtr. Nr. 94,
boden (Speicher) belegenen, mit keinem Schornſteinrohr in
Photographie des Unternehmers, wenn dieſer nicht vorhanden iſt, VI 487½, 95 Grasgarten
Verbindung ſtehenden abgeſonderten Raume erfolgen, welcher
die eines Mitglieds. Die Photographie muß von Viſtenkartenformat,
(Vorgarten)
beſtändig unter Verſchluß gehalten und mit Licht
unaufgezogen, ähnlich und gut erkennbar ſein, eine Kopfgröße von
daſelbſt,
nicht betreten wird. Die Behälter müſſen den Beſtim=
mindeſtens
1,5 cm haben und darf in der Regel nicht älter als VI 488
123 Grabgarten
mungen des § 6 Abſ. 1 und 2 der Verordnung, den Verkehr
5 Jahre ſein.
(Vorgarten)
mit Sprengſtoffen betreffend, vom 21. September 1905 ent=
Ferner ſind nach den Beſtimmungen der Reichsverſicherungs=
Heidelberger=
ſprechen
und mit feſtgeſchloſſenen Deckeln verſehen ſein.
ordnung vom 1. Januar 1914 ab alle im Wandergewerbe gegen
ſtraße,
2. Größere als die unter I., 1. angegebenen Mengen ſind
Entgelt beſchäftigten Perſonen
nicht die Mandergewerbe= VI 488/0 285 Hofreite Heidel=
außerhalb
der Stadt in beſonderen Magazinen aufzu=
treibenden
ſelbſt der Krankenverſicherung unterworfen. Die=
bergerſtraße

hewahren, die der Genehmigung der Polizeibehörde bedürfen.
jenigen Wandergewer etreibenden, welche ſolche verſicherungspflichtige
Nr. 130,
3. Die Abgabe von Sprengſtoffen an Perſonen, von denen
Perſonen in ihrem Wandergewerbe von Ort zu Ort mit ſich führen VI 489
103 Grabgarten da=
ein
Mißbrauch derſelben zu befürchten iſt, insbeſondere
wollen, haben daher in Zukunft vor Stellung des Antrags auf Er=
ſelbſt
,
an Perſonen unter 16 Jahren, iſt verboten. Dies gilt
teilung des Wandergewerbeſcheins die verſicherungspflichtigen Per=in unſerem Geſchäftszimmer, Witt=
insbeſondere
auch von ſolchen Feuerwerkskörpern, mit
ſonen ihrer Zahl nach (nicht einzeln dem Namen nach) bei der zu=mannſtraße 1, hier, zwangsweiſe
deren Verwendung eine erhebliche Gefahr für Perſonen
ſtändigen Krankenkaſſe, d. h. für Darmſtadt bei der Allgemeinen verſteigert werden
oder Eigentum verbunden iſt (Kanonenſchläge, Fröſche,
Ortskrankenkaſſe der Stadt anzumelden. Die Krankenkaſſe beſcheinigt Darmſtadt, 28. November 1913.
Schwärmer und dergl.). Dagegen findet dieſe Vorſchrift
dem Anmeldenden die empfangenen oder geſtundeten Beiträge, und Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
keine Anwendung auf Spielwaren, die ganz geringe
dieſe Beſcheinigung iſt dem zuſtändigen Polizeirevier bei Stellung
(Beſſungen.)
Mengen von Sprengſtoffen enthalten.
des Antrags auf Erteilung des Wandergewerbeſcheins mit ein= K74/13)
Frantz. (IX,24957
Zündplättchen (Amorces), die mehr als 7,5 Gramm
zureichen.
Sprengmiſchung (Knallſalz) auf 1000 Plättchen enthalten,
Die erteilten Wandergewerbeſcheine können nicht mehr auf dem
dürfen als Spielwaren nicht in den Verkehr gebracht werden.
Bekanntmachung.
Großh. Kreisamt in Empfang genommen werden, ſondern ſind von
Das Feilhalten von phosphorhaltigen Spreng=
den
Geſuchsſtellern bei dem Großh. Finanzamt I dahier abzuholen. Montag, 19. Januar 1914,
ſtoffen (Radankörner, Krawallſteine, Kracher uſw.) iſt
vormittags 11 Uhr,
Bei verſpätetem Antrag habendie Säumigen es ſich ſelbſt zuzu=
nach
§ 3 Ziff. 5, bee) genannter Verordnung verboten.
ſchreiben, wenn die Scheine nicht rechtzeitig ausgefertigt werden können.ſollen die dem Ludwig Wolff und
Hierbei bemerken wir ausdrücklich daß wir im Zuwider=
deſſen
Ehefrau Margarethe, geb
handlungsfalle gegen die erwähnten Vorſchriften nach Feſt=
Gründe, welche der Erteilung des Wandergewerbeſcheines Wolff, in Darmſtadt gehörigen
ſtellung der Uebertretung gegen die betreffenden Geſchäfts=
entgegenſtehen
oder entgegenſtehen können, ſind folgende:
Liegenſchaften:
inhaber unnachſichtlich auf Grund des § 35 der Reichs=
1. wenn der Nachſuchende mit einer abſchreckenden oder anſtecken=Flur Nr. am
gewerbeordnung vorgehen werden. Hiernach kann auf unſeren
den Krankheit behaftet oder in einer abſchreckenden Weiſe ent=
18 172 178 Hofreite Neue
Antrag den Gewerbetreibenden ſeitens des Provinzialaus=
ſtellt
iſt;
Niederſtr. Nr. 21,
ſchuſſes der fernere Handel mit Feuerwerkskörpern unterſagt
2. wenn er unter Polizeiaufſicht ſteht;
18 172¾/10 194 Hofreite Donners=
werden
, wenn Tatſachen vorliegen, welche die Unzuverläſſig=
3. wenn er wegen ſtrafbarer Handlungen aus Gewinnſucht, gegen
bergring Nr. 36,
keit des Geſchäftsinhabers in bezug auf den beabſichtigten
das Eigentum, gegen die Sittlichkeit, wegen vorſätzlicher An= 18 172¾/0 150 Hofreite Donners=
Gewerbebetrieb dartun.
griffe auf das Leben und die Geſundheit der Menſchen, wegen
bergring Nr. 34,
Abgeſehen von dieſem Vorgehen werden ſonſtige Zu=
Land= und Hausfriedensbruch, wegen Widerſtands gegen die in unſerem Geſchäftszimmer, Witt=
widerhandlungen
gegen die Beſtimmungen nach § 367 Ziff. 5
Staatsgewalt, wegen vorſätzlicher Brandſtiftung, wegen Zu=mannſtraße 1 dahier, zwangsweiſe
des R. St. G. B. mit Geldſtrafe bis zu 150 Mk oder mit
widerhandlungen gegen Verbote oder Sicherungsmaßregeln verſteigert werden.
(K86/13
Haft beſtraft, ſoweit nicht höhere Strafen Gefängnis
betreffend Einführung oder Verbreitung anſteckender Krankheiten
Die Verſteigerung wird nur
von 3 Monaten bis zu 2 Jahren nach § 9 des Reichs=
oder
Viehſeuchen zu einer Freiheitsſtrafe von mindeſtens drei dann genehmigt werden, wenn ein
geſetzes vom 9. Juni 1884 verwirkt ſind.
Monaten bezw. von mindeſtens einer Woche verurteilt der Schätzung entſprechendes Ge=
II. An bewohnten oder von Menſchen beſuchten Orten iſt
iſt und ſeit Verbüßung der Strafe 3 Jahre bezw. 5 Jahre
bot eingelegt iſt und ſandere recht=
das
Abbrenntn von Feuerwerkskörpern verboten.
noch nicht verfloſſen ſind;
liche Hinderniſſe nicht entgegen=
Zuwiderhandlungen werden nach § 367 Ziff. 8 des
4. wenn er wegen gewohnheitsmäßiger Arbeitsſcheu, Bettelei,ſtehen.
R. St. G. B. mit Geldſtrafe bis zu 150 Mk. oder mit
Landſtreicherei, Trunkſucht übel berüchtigt iſt;
Darmſtadt, 13. Dezember 1913.
Haft bis zu 6 Wochen beſtraft.
5. bei Geſuchen um Wandergewerbeſcheine für Muſikaufführungen,
Wenn Eltern, Vormünder oder andere Perſonen,
Schauſtellungen, theatraliſche Vorſtellungen oder ſonſtige Luſt=Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
deren Obhut Kinder unter 12 Jahren oder ſonſtige unzu=
(Beſſungen.)
barkeiter bei denen kein höheres Intereſſe der Kunſt oder der
rechnungsfähige Perſonen arvertraut ſind, es an der er=
Frantz. (IX,26108
Wiſſenſchaft obwaltet, ſobald einer den Verhältniſſen des Kreiſes
forderlichen Aufſicht haben fehlen laſſen und, wenn dieſe
entſprechenden Anzahl von Perſonen Wandergewerbeſcheine er=
Perſonen während der Zeit, in der ſie ohne ſolche Aufſicht
teilt oder ausgedehnt ſind;
Bekanntmachung.
waren, die vorgenannten Beſtimmungen übertreten haben,
6. wenn der Nachſuchende das fünfundzwanzigſte Lebensjahr
Montag, 2. Februar 1914,
ſo werden nach Art. 44 des Heſſ. Polizeiſtrafgeſetzes die zur
noch nicht vollendet hat. In dieſem Falle iſt dem Nachſuchen=
vormittags
11 Uhr.
Beaufſichtigung verpflichteten Perſonen beim erſten Falle
den der Wandergewerbeſchein zu erteilen, wenn er der Ernährer ſollen die der Ludwig Buß Ehe=
polzeilich
verwarnt, im Wiederholungsfalle mit der im
einer Familie iſt und bereits vier Jahre im Wandergewerbe frau, Margarete, geb. Menges,
Geſetz vorgeſehenen Strafe belegt.
(25393a
tätig geweſen iſt;
dahier zugeſchriebenen Liegen=
Darmſtadt, den 3. Dezember 1913.
7. wenn er blind, taub oder ſtumm iſt, oder an Geiſtesſchwäche leidet; ſchaften:
Großherzogliches Polizeiamt.
8. wenn der Nachſuchende im Inlande einen feſten Wohnſitz Ffur Nr.
qm
nicht hat;
Gennes.
VI 572
45 Grasgarten Tan=
9. wenn er wegen Verletzung der auf den Gewerbebetrieb im Um=
nenſtraße
,
herziehen bezüglichen Vorſchriften im Laufe der letzten drei VI 573 167 Hofreite Nr. 44
Bekanntmachung.
Jahre wiederholt beſtraft iſt:
daſelbſt,
10. wenn er ein oder mehrere Kinder beſitzt, für deren Unterhalt VI 573¾/10 43 Grasgarten
Für das Geſchäftsjahr 1914 ſind die Dienſtſtunden für den
und, ſofern ſie im ſchulpflichtigen Alter ſtehen, für deren Unter=
(Vorgarten) Verkehr des Publikums mit den Richtern auf jeden Dienstag, vor=
richt
nicht genügend geſorgt iſt.
daſelbſt,
mittags von 9 bis 12 Uhr feſtgeſetzt.
Wer zum Zwecke der Erlangung eines Wandergewerbeſcheines in unſerem Geſchäftszimmer, Witt=
Die Gerichtsſchreiberei iſt an jedem Werktage, vormittags von
in Bezug auf ſeine Perſon, oder die Perſonen, die er mit ſich zu mannſtraße 1, zwangsweiſe ver=10 bis 12 Uhr geöffnet.
führenbeabſichtigt, wiſſentlich unrichtige Angabenmacht, iſt ſtrafbar. ſteigert werden.
Zur Entgegennahme mündlicher Anträge und Erklärungen in
(K93/13
Grundbuchſachen ſind nachbenannte Dienſtſtunden feſtgeſetzt:
Darmſtadt, 27. Dezember 1913.
Der Gewerbebetrieb im Umherziehen darf unter keinen Um=
A. für die Gemarkungen Braunshardt, Erzhauſen, Schneppen=
ſtänden
eher begonnen werden, als bis der Gewerbetreibende Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
hauſen, Wirhauſen mit Sensfelder Hof:
im Beſitze des Wandergewerbeſcheines iſt.
(Beſſungen).
Montags, vormittags von 9 bis 12 Uhr;
Frantz. (IX,26886
Zuwiderhandlungen werden nach § 148 der Gewerbeord=
Zimnier Nr. 100.
nung beſtraft.
B. für die Gemarkungen Frankenhauſen, Neutſch, Nieder=Beer=
Weiter machen wir darauf aufmerkſam, daß nach dem Geſetze
bach, Nieder=Ramſtadt, Roßdorf, Traiſa, Waſchenbach:
Fichtenzapfen
über den Urkundenſtempel vom 12. Auguſt 1899 (in der vom 1. April 1910
Dienstags, vormitags von 9 bis 12 Uhr;
an geltenden Faſſung) Wandergewerbeſcheine der Stempelpflicht
Zimmer Nr. 100.
per Hektoliter Mk. O.45, bei
unterliegen. Die Stempeltare beträgt 3 Mark. Außerdem müſſen
10 Hektoliter Mk. O.40 frei
C. für die Gemarkungen Eich, Eſchollbrücken, Hahn, Malchen,
alle Wandergewerbetreibende für die Ausübung ihres Gewerbe=
Gräfenhauſen mit Gänswieſe und Meſſel:
(23239a
ins Haus.
betriebes die Wandergewerbeſteuer nach Vorſchrift des Geſetzes, die
Donnerstags, vormittags von 9 bis 12 Uhr;
Conrad Appel.
Beſteuerung des Gewerbebetriebes im Umherziehen betreffend, vom
Zimmer Nr. 100.
Bismarckſtr. 61, Tel. 91.
22. Dezember 1900, entrichten.
D. für die Gemarkungen Ober=Ramſtadt und Weiterſtadt:
Mittwochs, vormittags von 9 bis 12 Uhr;
Darmſtadt, den 21. November 1913.
eree
Zimmer Nr. 111.
Großherzogliches Polizeiamt.
Flaschen gas- kauft 6s
E. für die Gemarkungen Arheilgen und Griesheim:
24544a
Gennes.
W. Feldmann, Lohndiener,
Dienstags, vormittags von 9 bis 12 Uhr;
Karlſtr. 73, Gartenhaus. (25665a
Zimmer Nr. 102.
F. für die Gemarkungen Eberſtadt und Pfungſtadt:
Städtiſche Sparkaſſe.
Donnerstags, vormittags von 9 bis 12 Uhr;
Bei unſeren im unterſten Stockwerk gelegenen Kaſſen können Wüſche zum Waſchen
Zimmer Nr. 102.
im Monat Januar 1914 die Zinſen für das abgelaufene Jahr wird angenommen. Große Stücke
(26895
Darmſtadt, den 23. Dezember 1913.
erhoben werden. Nicht erhobene Zinſen werden dem Kapital zu=10 Pfg., kleine Stücke 4 Pfg.
Großherzogliches Amtsgericht II.
geſchrieben. Dieſes Zinſen=Beiſchreiben beginnt am 1. Februar24308a) J. Plößer I., Malchen
1914. Dabei iſt darauf zu achten, daß durch das Beiſchreiben der
G
Zinſen bei Ueberſchreitung des Betrages von Mk. 10 000. eine Ver=
in
hat eine langjährig
Bekanntmachung.
zinſung von nur 3% eintritt, und zwar für die ganze Einlage (nicht nur
Rino-Salbe hartnäcleipe Fiechte
schnell geheilt. Verbindl. Dank.
für den Ueberſchuß über Mk. 10 000.)
Der Voranſchlag der Gemeinde und des Waſſerwerks Traiſa für
Werde die jedermann empleiten.
In der Zeit vom 2. bis 15. Januar ſind die Kaſſen, außer
1914 liegt vom 30. Dezember 1913 bis einſchl. 6. Januar 1914 auf dem
E., 13, II. 11. E. P., Gärtner.
den ſonſt üblichen Zahlſtunden, vormittags von 8½12½ Uhr, aus=
hieſigen
Bürgermeiſterei=Geſchäftszimmer zur Einſichtnahme offen.
Feinen offenen Fuß hat Ihre
nahmsweiſe auch nachmittags von 35 Uhr geöffnet.
Traiſa, 27. Dezember 1913.
7I Rino=Salbeszehön gehteilt. Alles
andere hat nichts gekolfen, Ichwerde
Samstags nachmittags ſind die Kaſſen geſchloſſen.
Großh. Bürgermeiſterei Traiſa.
Kino=Salbe überäll emnſehlen.
C. K.
St. C., 8. 12, II.
Gleichzeitig wird bemerkt, daß wegen des außergewöhnlich
(26882
Walter.
ſtarken Andranges in der Zeit vom 2. bis 15. Januar die Aus=
bewährt bei Bein-
Rino-Salbe jeiden, Flechten,
zahlung der Jahreszinſen nur nachmittags von 35 Uhr ſtattfindet.
Hautleiden, offenen Wunden, auf.
gesprungenen kländen.
Städtiſche Sparkaſſe Darmſtadt.
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wird mit dem 31. Dezember 1913 aufgehoben. Von dieſem Tag an
Man verlange ausdrückl. Rino.
von 70 Pfg. an per Liter, bei Abnahme von 10 Liter Preis-
ſind
die Meldungen zu den Ortskrankenkaſſen in den Geſchäftszim=
(22337a
ermässigung, frei ins Haus geliefert.
Ge
mern dieſer Kaſſe zu bewirken.
Inh. Juan Prim, Weingutsbesitzer.
Die Geſchäftszimmer der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe be=
Kopfläuse
finden ſich Blumenthalſtraße 7, die der Ortskrankenkaſſe Merkur
(26633oo
Buchen und
1f. Aufpol. v. Möb.
verschwinden unfehlbar durch
Rheinſtraße 47.
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Darmſtadt, den 19. Dezember 1913.
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[ ][  ]

Nummer 318.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 29. Dezember 1913.
Seite 8.
SisoileoilsoieOmeohieSie Oiie eilſce Oiſe Oies Gino Oiſe Giues Gines GunieGulidsGud elle
26880)
Farkerr Sttz Nr. 10
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Anfertigung
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Gruck in kürze-
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