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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 317.
Sonntag, den 28. Dezember.
1913.
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
ſchen Inſeln mit der Angelegenheit vergnickt worden iſt. lich, daß Abeſſinien wieder mehr in den Vordergrund des
Da Italien hierbei weſentlich in Mitleidenſchaft gezogen Intereſſes rückt, zumal jetzt innere Wirren nicht
ausge=
iſt, und bis zu einem gewiſſen Grade auch Oeſterreich= ſchloſſen ſind. Es fehlt vor allem an einem kraftvollen
Ungarn, ſo wollen die Dreibundmächte gemeinſam vor=
Das Wichtigſte vom Tage.
gehen, und es liegt auf der Hand, daß ſie dadurch imſtande und energiſchen Oberhaupte, das in der Lage wäre, die
ſind, notwendigenfalles einen größeren Druck auszuüben. Herrſchaft des Landes in feſten Zügeln zu halten. Dar=
Geſtern mittag iſt die Fürſtin Leopold von
Die Donaumonarchie ſelbſt ſteht wieder einmal über kann es leicht zu einer europäiſchen Intervention und
Hohenzollern im Alter von 68 Jahren nach län= im Zeichen innerer Wirren. Die unreine Wäſche, die vom damit aber auch zu Auseinanderſetzungen zwiſchen
Eng=
gerem Leiden geſtorben.
Polenklub wegen einiger Mitglieder gewaſchen werden
mußte, hat den Landsmannminiſter Dlugosz mit hinein= land, Frankreich und Italien kommen, bei denen Deutſch=
In Zabern gab eine unerkannt entkommene Zivilper= gezogen und da allem Anſcheine nach dieſer auch kein ganz land ſchließlich mit Rückſicht auf wirtſchaftliche Fragen
reines Hemd hat, mußte er ſeine Demiſſion geben: Es iſt nicht ganz unbeteiligt bleiben könnte.
ſon auf den Militärpoſten an der Kaſerne nicht ausgeſchloſſen, daß in dieſen Sturz auch das ganze
zwei Schüſſe ab.
Kabinett verwickelt wird, da die Stellung Stürgkhs ſchon
ſeit längerer Zeit ſtark erſchüttert iſt und mit ſeinem bal=
In Oberſtenfeld, Oberamt Marbach, vierletzle der
digen Rücktritt gerechnet wird.
ſchon ſeit längerer Zeit von ſeiner Frau getrennt
Herzte und Krankenkaſſen.
Allzu ſicher iſt auch die Poſition des
neuendfran=
lebende Wilhelm Kümmerlen ſeine Frau undzöſiſchen Kabinetts Doumergue keineswegs.
* Ueber die Einigungsverhandlungen
7 weitere Perſonen durch Schrotſchüſſe Dies hat ſich bereits bei einigen kleinen, wenn auch nichtzwiſchen Aerzten und Krankenkaſſen im
allzu ſehr ins Gewicht fallenden Gelegenheiten gezeigt, Reichsamt des Innern macht der Berliner Lokal=Anzeiger
teilweiſe ſehr ſchwer. Sodann tötete er ſich ſelbſt durch indem bei der Regelung der Heeresbeſoldung die
Regie=
einen Schuß.
rung einige Male mit ihren Anträgen in der Minderheit folgende Mitteilungen:
geblieben iſt. Dazu kommt, daß die Regelung der finan=
Die Beſprechungen, die vormittags um 11 Uhr
Der bulgariſche Miniſter des Aeußern Genadiew hat ziellen Seite der letzten Heeresvorlage ungemein ſchwierig begonnen hatten, zogen ſich in ununterbrochener
demiſſioniert.
iſt, und daß wirkliche Größen, wie ſie ongeſichts einer ſol= Folge bis 5 Uhr nachmittags hin. Nachdem eine Einigung
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
chen Aufgabe zur Stelle ſein müßten, im Miniſterium. erzielt war, wurde in einer beſonderen Sitzung, an der
Doumerque nicht vorkanden ſind, denn der Ehrgeiz allein, Staatsſekretär Dr. Delbrück, Handelsminiſter Dr Sydow,
wie ihn Caillaur beſeelt, genügt noch lange nicht. Be= Miniſterialdirektor Kaſpar und Geheimrat Laß vom
greiflicherweiſe ſind auch die Gegner des Kabinetts leb= Reichsamt des Innern, ſowie die Sanitätsräte Hartmann
Politiſche Wochenſchau.
haft an der Arbeit, um die Regierung bald wieder zu ſtür= und Mugdan und die Krankenkaſſenvertreter Heinemann
zen. Und Herr Barthon hat denn auch bereits in der und Meyer teilnahmen ein Protokoll aufgeſetzt, das
— Friede auf Erden und dem Menſchen ein Wohl= ſchärfſten Form einen Rachefeldzug angekündigt. Unter alle in Frage kommenden Punkte feſtlegte. In der
darauf=
gefallen! Feſtesſtimmung erfüllte in den Weihnachtstagen dieſen Umſtänden dürfte Frankreich in der nächſten Zeit folgenden allgemeinen Sitzung fand das
Proto=
die Menſchenherzen. Gern macht man einmal eine Pauſe einer recht bewegten inneren Politik entgegengehen.
koll, nach nochmaligen eingehenden Auseinanderſetzungen,
im Allagsgetriebe, der Lorgen des Lebens nicht geden=
Stürmiſch geht es noch immer in Meriko zu und ſchließlich die Zuſtimmung der Aerzte= und
Kaſſenvertre=
kend, die in dieſen ſchweren Zeiten faſt an jeden heran= die Lage daſelbſt iſt ungeklärter denn je. Es hat ſogar ter. Beſondere Schwierigkeiten verurſachten, wie hereits
treten. Frieden haben wir ja allenthalben; allerdings den Anſchein, als ob noch weitere Komplikationen aus der mitgeteilt, die von einzelnen Kaſſen mit einer kleineren
nur äußerlich. In Wahrheit herrſcht auf dem Gehiete Angelegenheit hervorgehen könnten. Wie jetzt bekannt Zahl „arbeitswilliger” Aerzte abgeſchloſſenen Verträge.
der Weltpolitik faſt alles andere, nur kein wirklicher wird, ſympathiſiert man mit den Mexikanern in — Japan. Beide Parteien einigten ſich ſchließlich, dahin zu wirken,
Friede. Man befehdet ſich im Innern und nach außen. Meriko hat dort große Waffenbeſtellungen gemacht und daß die bereits vorhandenen Verträge möglichſt gelöſt
Auch für uns in Deutſchland gilt das. Noch immer iſt es überdies eine Sondermiſſion entſandt, die dort eine fehr werden; die Regierung hat zu dieſem Zweck ihre Unter=
Zabern, deſſen Name dauernd nachhallt und wieder und warme Aufnahme gefunden hat. Man ſieht eben im Reiche ſtützung zugeſagt. Iſt die Löſung der Verträge mit
Geld=
wieder neue Erörterungen hervorruft Wegen der Vorgänge des Mikado den Differenzen der Vereinigten Staaten mit koſten verknüpft, ſo will der Leipziger wirtſchaftliche
in Dettweiler iſt Leutnant v Forſtner zu 43 Tagen Ge= Meriko mit großer Schadenfreude zu. — wenn zwei ſich Aerzteverband die Koſten aufbringen, aber nur unter der
fängnis verurteilt worden, weil er nach Anſicht des Ge= ſtreiten, freut ſich der dritte. Bei dem ſcharfen Gegenſatz, Bedingung, daß die Kaſſen allenthalben aufgefordert
wer=
richts nicht in Notwehr gehandelt, ſondern auf einen ber zwiſchen Japan und der nordamerikaniſchen Union den, zum Aerztehonorar einen Zuſchlag von 5 Pfg. auf
Wehrloſen losgeſchlagen habe. Das Urteil iſt verſchiedent=beſteht, kann es den Machthabern in Tolio nur angenehm den Kopf und das Jahr zu keiſten. Die Zahl der
ar=
lich als recht hart empfunden worden. Es wurde geltend ſein, wenn die Vereinigten Staaten darauf angewieſen beitswilligen” Aerzte, die ſich bisher den Kaſſen zur
Ver=
gemacht, daß der junge Offizier unter dem Eindruck der ſind, die Vorgänge in Mexiko genau zu verfolgen, denn fügung geſtellt haben, iſt übrigens — wie Staatsſekretär
von dem Oberſten von Reuter gegebenen Inſtruktionen während dieſer Zeit iſt Japan in der Lage, anderwärts Dr Delbrück nach einem von ihm eingeholten
telegraphi=
geſtanden und geglaubt habe die angegriffene Offitiers=ſeinen politiſchen und wirtſchaftlichen Einfluß zu ver=ſchen Beſcheid angeben konnie — außerordentlich klein.
ehre energiſch verteidigen zu müſſen. Leutnant von Forſt= ſtärken.
Wirklich gedeckt erſchien der Bedarf an Aerzten nur in
ner hat denn auch ſofort Berufung angemeldet und die
Düſſeldorf und Elbing: in Breslau hatten ſich im ganzen
ganze Angelegenheit wird daher nochmals vor dem ober=
52 praktiſche und 11 Spezialärzte gemeldet, während in
ſten Kriegsgericht aufgerollt werden. Da auch gegen Oberſt
Abeſſinien.
Stettin 9 an der vorgeſchriebenen Zahl fehlten. Eingehend
von Reuter ein Verfahren eingeleitet worden iſt, wird
— Der ſchon ſo oft totgeſagte Negus Menelik hat behandelt iſt in der Vereinbarung der Anſtellungsmodus.
man alſo noch mehrfach Gelegenheit haben, auf die Ange=
Von beſonderer Bedeutung iſt, daß für das ganze
legenheit zurückzukommen. Beſſer wäre es allerdings, nun nach neueren amtlichen Meldungen tatſächlich das
Reich ein paritätiſch zuſammengeſetztes
Zentral=
wenn das nicht notwendig wäre, da durch die ſich daran Zeitliche geſegnet, nachdem er in den letzten Jahren inſchiedsamt mit dem Sitze in Berlin geſchaffen wird,
anſchließenden Betrachtungen die allmählich doch eintre= die Oeffentlichkeit nicht mehr hervorgetreten war. Schwer deſſen Vorſitz ein vom Staatsſekretär des Innern
ernann=
tende Beruhigung der Gemüter wieder aufgehalten wird.
So wurden in dieſer Woche die Rechtsdarlegungen des krank, führte er nur noch ein Schattendaſein, die Re=ter Beamter führt. Die Vertragsdauer wird auf zehn
Berliner Polizeipräſidenten zum Straßburger Urteil einer gierung war ihm abgenommen und ſein noch in jngend= Jahre feſtgeſetzt. Von allen Seiten, ganz beſonders aber
von den Vertretern der Regierung, wurde die
Notwendig=
ſehr lebhaften Beſprechung unterzogen, die nicht immer lichem Alter ſtehender Sohn unter der Oberleitung einer feit betont, bei der Kürze der noch verbleibenden Zeit
ſehr ſchmeichelhaft für Herrn von Jagow ausflel und die Regentſchaft als Kaiſer eingeſetzt worden.
möglichſt raſch zu einer endgültigen
Re=
auch in den Reichslanden großes Aufſehen hervorgerufen
Im übrigen hat man im Laufe der letzten Jahre übergelung und damit zum Abſchluß befriedigender
Ver=
hat. Man weiß daß der Genannte aus ſeinem Herzen
träge zu gelangen. Beide Parteien, die zentralen
Aerzte=
keine Mördergrube macht und einige ſeiner bekannten Er=Abeſſinien im großen und ganzen nicht ſonderlich viel ge= organiſationen wie die Kaſſenverbände, müſſen
ſpäte=
laſſe waren bezeichnend für ſeinen Standpunkt. Er hat= hört, nachdem es früher Europa auf das lebhafteſte be=ſtens bis zum 29. Dezember das von ihren
jetzt nicht in amtlicher Eigenſchaft geſprochen, ſondern als ſchäftigt hatte. Eine Reihe von Jahren hatte Abeſſinien Vertretern in der Sitzung unterzeichnete Protokoll ge=
Dr. jur., freilich mit dem Erfolge, daß ſeine Darlegungen
in weiten Kreiſen auf Widerſpruch geſtoßen ſind. Herr unter dem Protektorat der Italiener geſtanden, bis es nehmigt haben. Der Handelsminiſter Dr. Sydow gab im
Hinblick darauf die Zuſage, bis zum 27. Dezember eine
von Jaaow hat in ſeinen in der Kreuzzeitung veröffent= Menelik gelang, durch den blutigen Sieg bei Adna dieſe Kundgebung der preußiſchen Regier ung zu
ver=
lichten Darlegungen ſich auf den Standpunkt geſtellt, daß Herrſchaft abzuſchütteln. Damals gelangte Menelik auf anlaſſen, daß ſie die Regelung der Angelegenheit nach
Leutnant von Forſtner ſtraffrei hätte ausgehen müſſen, den Gipfel ſeiner Macht, nachdem Italien im Vertrage Möglichkeit fördern werde: die gleiche Zuſicherung gab
Zweil er ſich in der Ausübung eines Aktes der
Staats=
ſhoheit befunden habe. Herr von Jagow beruft ſich dabei! von Addis Abeba die Unabhängigkeit Abeſſiniens! Staatsſekretär Dr. Delbrück für die Reichsregierung. Der
Geſchäftsausſchuß des Deutſchen
Aerztevereinsbundes=
auf ein preußiſches Geſetz aus dem Jahre 1854. Er ziehtanerkennen und ſich auf die Kölonie Erythräg hatte be= wird gemeinſam mit dem Aufſichts= und Beirat und den
daraus die Schlußfolgerung, daß gegen den Leutnant ſchränken müſſen. Leicht war es ihm nicht geworden, dieſe Vertrauensmännern des Leipziger Wirtſchaftlichen Ver=
Anklage nicht erhoben werden dürfe geſchweige denn Ver=Höhe zu erklimmen. Obwohl thronberechtigt, hatte er bandes am Sonntag, den 28. Dezember, zu
urteilung möglich wäre ein Geſichtspunkt, den das
riegsgericht nicht geprüft hat. Den Anregungen Herrn lange um ſein Erbe kämpfen müſſen, mehrere Gegenkaiſer der entſcheidenden Sitzung zuſammentreten. An der
Ge=
nehmigung der getroffenen Vereinbarungen iſt hier ebenſo
von Jagows dürfte daher von Seiten des Gerichts wohl waren im Beſitze der Macht, und Menelik mußte ſich mit wenig wie bei den Kaſſen zu zweiſeln. Alsdann werden
kaum Folge gegeben werden, da das preußiſche Geſetz Schoa begnügen. Erſt im Jahre 1889 ſah Menelik ſeinen auf beiden Seiten die erforderlichen Weiſungen ergehen
für Elſaß=Lothringen nicht gültig iſt.
Traum erfüllt, als der Gegenkaiſer Johannes im Kampfe! und die einwandfreien Verträge ſofort zum Abſchluß ge=
Wenig erfreulich ſind die Bemühungen Frankreichs
und Rußlands gegen die deutſche Militärmif=gegen den Mahdi gefallen war. Nun gelang es ihm, ſeine bracht werden. Da, wo Streitigkeiten oder
Schwierig=
keiten beſtehen, wird der Leipziger Verband dahin wirken,
ſion zu wühlen und ihre Poſition zu untergraben. Da Macht zu behaupten, und wenn es auch aufänglich an daß möglichſt raſch erträgliche Verhältniſſe bezüglich der
die Türkei feſt bleibt, iſt man namentlich in Paris ſehr inneren Wirren nicht fehlte, er blieb Herr der Lage, und ärstlichen Verſorgung geſchaffen werden, damit das vor
unwillig und ſucht den Türken das Leben recht ſchwer es gelang ihm, das Land einer ausſichtsreichen Entwick der Regierung angeregte Interimiſtikum fortfällt, d
zu machen. Ebenſo wenig fehlt es an Angriffen auf
Wenn es in ſpäter Abendſtunde nach zweitägigen an=
Deutſchland, dem man allerlei Abſichten unterſchiebt. Es lung entgegenzuführen.
Abeſſinien iſt ein teilweiſe noch wenig erſchloſſener geſtrengten Debatten und trotz der anfänglich wenig
fried=
ſteht außer Frage, daß in den plötzlich aufgetretenen
fertigen Stimmung ſchließlich zu einer Einiaung kam, ſo
Schwierigkeiten bei den Verhandlungen über die klein= Staat, der noch ungeahnte Schätze in ſich birgt, und es iſt das nicht zum wenigſten dem diplomatiſchen Geſchick
äſiatiſchen Bahnen eine Folge der Ränke Frankreichs und war begreiflich, wenn Italien danach trachtete, dort maß des Staatsſekretärs Dr Delbrück zu danken der die oft
Rußlands zu ſuchen iſt. Derartige Reibungen ſind reiht
bedauerlich, denn’ſie ſind geeignet, neue Schwierigkeitengebenden Einfluß zu gewinnen und wirtſchaftliche Vor recht lebhaften Verhandlungen mit glänzendem Geſchick
herbeizuführen, nachdem man eben auf dem beſten Wegeteile für ſich herauszuſchlagen. Italien erlitt dabei aber leitete. Unter Zuſtimmung aller Anweſenden dankten
da=
her Sanitätsrat Dippe im Namen der Aerzte und
Juſtiz=
war, alle Gegenſätze auszugleichen. Auf dem Balkan Fiasko und iſt faſt gänzlich herausgedrängt worden. Es rat Wandel im Namen der Kaſſenverbände dem
Staats=
ſelbſt iſt gleichfalls noch nicht alles in beſter Ordnung, ſteht außer Frage, daß mehrere Großmächte ſchon ſeit ſekretär. Dieſer übermittelte ſeinen Dank allen
Mitglie=
ſelbſt die albaniſche Frage iſt noch nicht gänzlich geregelt,
obwohl der neue Fürſt vorausſichtlich mitte Januar ſeinen langem ihr Auge auf dieſes zukunftsreiche Land geworfen dern der Konferenz, insbeſondere den Vertretern der Ber=
Einzug= halten wird. Der Vorſchlag Greys. betreffend haben, und man weiß, daß die Hauptſtadt des Landesliner mediziniſchen Faknltät. in deren Namen der Dekan,
Geheimrat Paſſow, einige Worte ſprach.
die Südgrenze. iſt nach Gegenſtand von Verhandlungen den Ort mancher diplomatiſcher Intrigen bildet, deren
zwiſchen den Großmächten: der Dreiverband hat natürlich Wirkung wohl erſt ſpäter in Erſcheinung treien wird. Nach
bereits zugeſtimmt aber ſeitens des Dreibundes findet
eine eingehende Prüfung ſtatt, zumal die Frage der Aegäi= dem jetzt erfolgten Tode Meneliks iſt es ſehr wohl mög=
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 28. Dezember
Seite 2.
ſtandsmitglied des Gemeindekollegiums beim Beſuche des
Kaiſers im Hauſe der Stadt München zugegen war, nur
Deutſches Reich.
eine mit dem übernommenen Amte zuſammenhängende
— Die Zaberner Affäre. Wie von maßgeben=
Verpflichtung erfüllt und ſich auch in dieſem Falle vorher
der Stelle erklärt wird, iſt die Unterſuchung gegen den mit dem Fraktionsvorſtand verſtändigt.
Oberſten v. Reuter noch nicht abgeſchloſſen, ſo daß es
Damit dürfte dieſer Fall, der mit komiſcher
Wichtig=
noch unbeſtimmt iſt, ob die Verhandlung am 5. Januar keit behandelt worden iſt, endgültig erledigt ſein.
ſtattfindet. Etwa 70 Zeugen ſind geladen. Die
Verhand=
lung vor dem Oberkriegsgericht gegen den Leutnant von
Ausland.
Forſtner findet in der zweiten Hälfte des Monats Ja=
Frankreich.
nuar ſtatt.
Gründung einer neuen paßlamentari=
— Das Mißtrauensvotum und die
Na=
tionalliberalen. Die Unzufriedenheit im national=ſchen Gruppe. 105 republikaniſche Senatoren und
Ab=
liberalen Lager über das Verhalten der Reichstagsfraktion geordnete hielten eine vorbereitende Verſammlung ab, um
gelegentlich der Beratung der Zaberner Vorgänge im die politiſche Lage zu beſprechen und ohne ſich einer der
Reichstage wächſt. Schon wieder liegt eine ganze An=beſtehenden Gruppierungen anzuſchließen, eine
Propa=
zahl Kundgebungen nationalliberaler Vereine, Ortsgrup=ganda= und Aktionsorganiſation zu gründen. Nach der
pen und Zeitungen vor, von denen die Nationalliberale Beratung erkannten die Teilnehmer einſtimmig die Not=
Korreſpondenz für Weſtfalen, die ſelbſt ihrer Unzufrieden= wendigkeit an, unter den republikaniſchen Elementen der
heit in kräftigen Worten Luft macht, u. a. folgende ver=Linken, die Anhänger der nationalen Verteidigung, der
geichnet: der Nationalliberale Bürgerverein Bochum, die Laienſchule, der ſteuerlichen Gerechtigkeit, des ſozialen
Vationalliberale Partei des Fürſtentums Birkenfeld und Fortſchritts und der Eintracht unter allen Bürgern ſind
der Nationalliberale Bürgerverein Fürth. Außerdem eine parlamentariſche und außerparlamentariſche
Ver=
meint der nationalliberale Märkiſche Sprecher, das füh=einigung zu gründen. Eine beſondere Kommiſſion,
rende Organ der Bochumer Nationalliberalen, daß die welche die Statuten vorbereiten und ein Programm aus=
Fraktion gut daran getan hätte, ſich dem „ſogenannten arbeiten ſoll, ſoll ſofort gebildet werden. Der Kommiſ=
Mißtrauensvotum” nicht anzuſchließen. In dem ſonſt ſion gehören beſonders Briand, Barthou, Joſephe
Rei=
zlemlich liberalen Roſtock hat eine nationale Pro=nach, Pierre Baudin und Cheron an. Die neue Gruppe
teſtverſammlung ſtattgefunden, die ſehr ſtark beſucht war wird wahrſcheinlich den Namen Union ſoziale et demo=
und mit überwältigender Mehrheit eine Entſchließung kratique annehmen. In radikalen Kreiſen erklärt man,
annahm. Ferner ſei noch folgende erfreuliche Tatſache daß die neue Gründung offenbar gegen die geeinigten
mitgeteilt: Der Kriegerverein Arnshagen (Kreis Stolp) Radikalen gerichtet ſei und natürlich auch nicht darauf
hat folgende Entſchließung an den preußiſchen Landes=rechnen könne, Anhänger in den Kreiſen der geeinigten
Sozialiſten oder der republikaniſchen Sozialiſten zu
fin=
verband eingereicht:
„Der Kriegerverein Arnshagen (Kreis Stolp) ſpricht den. Sie werde ſich alſo ausſchließlich aus den
Mitglie=
ſein tiefſtes Bedauern über die Behandlung der Zäbern= dern der Entente demokratique und der Alliance
demo=
ſäche im Reichstage aus. Für einen alten Soldaten und kratique rekrutieren und demzufolge keine einſchneidenden
für gute deutſche Patrioten iſt es unverſtändlich, daß auch
Aenderungen in den beſtehenden Parteigruppierungen des
ſich bürgerlich nennende Parteien des Reichstages ſich in
der Volksſtimmung ſo gründlich täuſchen und ſich zu Die= Parlaments herbeiführen.
nern berufsmäßiger Hetzer und zu Anhängſeln der vater=
Die Verwendung der franzöſifchen
landsloſen Sozialdemokratie machen konnten. Wir ſtehen Nationalflugſpende. Nach den Mitteilungen des
feſt hinter unſerer Armee und feſt hinter einer ſtarken
Monarchie, und hoffen uns hierin einig mit allen ver= Matin ſtehen für die franzöſiſche Militäraviatik
unange=
nehme Enthüllungen bevor. Auch in Frankreich iſt eine
ſtändigen, echt deutſchen Volkskreiſen.”
Reichstagserſatzwahl. Wie die Tägl. große Nationalflugſpende veranſtaltet worden, von deren
Rundſchau erfährt, beſchloß eine Verſammlung liberaler Erträgnis, das man dem Kriegsamt überreichte, 171 Flug=
Vertrauensmänner im Reichstagswahlkreiſe Roſenberg= maſchinen für die Armee angeſchafft werden ſollten. Es
Löbau in Deutſch=Eylau, von der Aufſtellung eines eige= ſcheint nun, daß man die Nationalflugſpende zum
größ=
nen Kandidaten für die Erſatzwahl an Stelle des ver=ten Teil dazu verwendete, um ſolche Flugmaſchinen dafür
ſtorbenen freikonſervativen Reichstagsabgeordneten Pfar=anzukaufen, für die bereits in den Etat der nötige Kredit
rer Zürn=Belſchwitz abzuſehen und den von den vereinig= eingeſtellt war. Wenigſtens berichten die
Flugzeugfabri=
ten konſervativen Parteien vorgeſchlagenen Kandidaten, ken, daß das Kriegsamt nur 76 Flugmaſchinen bei ihnen
Landrat Grafen v. Brünneck=Roſenberg, zu unterſtützen. beſtellt habe, anſtatt 171. 95 Flugzeuge fehlen noch. Je=
Damit wäre die Wahl des deutſchen Kandidaten, der ſich, des dieſer Flugzeuge ſollte 15000 Francs koſten. Der
wie berichtet, der freikonſervativen Partei anſchließen Matin, bekanntlich die Seele der Nationalflugſpende,
for=
wird, geſichert. Die Wahl ſelbſt findet am 21. Januar dert dringend Aufklärung.
Die ſchwarzen Truppen in Frankreich. Der
ſtatt.
Nochmalige Befragung der Bundes=Verſuch, ſchwarze Rekruten von den Antillen in ſüdfran=
Fec
regierungen wegen der Konkurrenzklau=zöſiſchen Regimentern unterzubringen, hat ſich als ein
ſél. Wie verlautet, hat die Reichsregierung eine noch= vollkommenes Unding herausgeſtellt. Die Sterblichkeit
malige Befragung der Bundesregierungen bezüglich ihrer unter den Schwarzen muß einen ziemlich hohen Satz er=
Stellungnahme zu der Konkurrenzklauſel angeordnet, und reicht haben, denn der Matin teilt mit, daß
durchſchnitt=
es iſt zu erwarten, daß dieſe Antworten bis zur nächſten lich täglich drei bis vier Rekruten beim Morgenappell
Sitzung der 12. Reichstagskommiſſion eingehen werden, fehlen und ins Krankenhaus geſchafft werden müſſen.
die im Januar ſtattfinden ſoll. In dieſer dürfte voraus= Man hat alles mögliche verſucht, um den Kolonialtruppen
ſichtlich die Entſcheidung über die Annahme des Geſetz= das Klima erträglich zu machen, und hat ihnen ſogar ihre
heimatliche Koſt gegeben, aber alles ohne Erfolg. Der
entwurfs fallen.
— Kein Scherbengericht. Die ſozialdemokra= Matin warnt die franzöſiſchen Militärbehörden, einen
tiſche Münchener Poſt, die bisher zu der Angelegenheit derartigen Verſuch zu wiederholen, der nur
Menſchen=
des Hofgängers Witti geſchwiegen hatte, veröffentlicht jetzt leben und Geld koſten würde.
eine Erklärung, in der es heißt:
Bulgarien.
Der Genoſſe Witti verſieht ſein Amt als zweiter Vor=
Demiſſion des Miniſters des Aeußern.
ſitzender des Gemeindekollegiums ſeit Januar 1911. Vor
Uebernahme dieſes Amtes gab er die Erklärung ab, daßf Die Neue Freie Preſſe meldet aus Sofia:
Miniſterpräſi=
er die mit dem Amte zuſammenhängenden Repräſenta= dent Radoslawow hat dem König die Demiſſion des
tionspflichten erfüllen werde. Dieſe Erklärung erfolgte Miniſters des Aeußern Genadiew überreicht. Der König
auf Grund eines Beſchluſſes der ſozialdemokratiſchen Rat= hat die Demiſſion angenommen. Der Miniſterpräſident
hausfraktion, der dem Sinne nach vor der Uebernahme
des Vorſtandspoſtens in der Münchener Poſt veröffentlicht wird die Geſchäfte des Miniſteriums des Aeußern ſelbſt
wurde und ohne jeden Widerſpruch geblieben iſt. Auch übernehmen. Man glaubt, daß Tontſchew, der bisherige
der Geſamtausſchuß des Sozialdemokratiſchen Vereins Finanzminiſter, das Portefeuille des Miniſters des
hat nach Darlegung der Gründe die Haltung der Rathaus=
Aeußern übernehmen wird.
fraktion einhellig gutgeheißen. Vor der Neuwahl der
Vorſtandſchaft des Gemeindekollegiums für das Jahr 1912
Serbien.
beſchäftigte ſich die Rathausfraktion neuerdings mit der
Kabinettskriſe? Während der Sitzung der
Frage, ob der Sitz im Vorſtand abermals verlangt
wer=
den ſoll, wegen der mit ihm verbundenen Repräſenta= Skupſchtina am Freitag verließ die geſamte Oppoſition
tionspflichten. Auch da beſchloß die Fraktion, den Ein unter Proteſt ihrer Führer gegen das verfaſſungswidrige
fluß der Partei der Repräſentationspflichten wegen nicht
Vorgehen der Regierung in der Budgetfrage
demonſtra=
preiszugeben. Genoſſe Witti hat alſo, da er als Vor=
Se u
Blumenkelchen nippten. Die Natur habe ihnen zudem
die Erniedrigung erſpart, wie andere Vögel die große
Zur Naturgeſchichte des
Erde berühren zu müſſen; ſie hätten zur Bewegung nur
ihre leuchtenden Flügel und keine Füße. Noch Linné
Paradiesreihers.
nannte aus dieſem Grunde den größten und ſchönſten der
** Die größte Sehnſucht der Modedame von Paradiesvögel „Paradiſea apodea” den fußloſen
Para=
heute iſt ein Paradiesreiher, ein Federbuſch von diesvogel. Es erklärt ſich dieſe Legende daraus, daß die
fenem märchenhaften, farbenſtrahlenden Vogel, der die Gefieder der Paradiesvögel lange Zeit nur nach Europa
Phantaſie ſeit ſeiner erſten Auffindung ſo viel beſchäftigt gelangten und man keine Ahnung davon hatte, daß dieſe
hat. Aus Legende und Geſchichte des „Göttervogels” wie „göttlichen Tiere” auch über recht ungraziöſe
Fußglied=
ihn auch ſeine Entdecker nannten, erzählt der ausgezeich= maßen verfügten. Ein Chroniſt verfiel ſogar zur
Er=
nete franzöſiſche Zoologe Edmond Perrier in den An= klärung dieſer Fußloſigkeit auf eine recht wenig galante
nales. Als 1522 ein Begleiter Magellans auf ſeiner Welt= Annahme; er meinte nämlich, die Paradiesvögel hätten
reiſe, Pigafetta, zwei dieſer in Europa unbekannten die bedenkliche Angewohnheit, ſich an Muskat zu be=
Vögel, die ihm im Dezember 1521 die Eingeborenen von rauſchen; völlig betrunken fielen ſie dann wie tot auf den
Tider, einer Inſel der Molukten, zum Geſchenk für den Boden, wo ihnen die Ameiſen ihre Füße abfräßen. Auch
König von Spanien mitgegeben hatten, in Sevilla öffent= fabelte man, daß ſie nicht wie andere Vögel ihr Neſt
be=
lich zeigte, da brach ein wahrer Sturm der Verwunderung reiteten, ſondern das auch in ſeinem Aeußeren beſcheidene
und Bewunderung los. Später unternahmen dann Na= Weibchen lege ſein einziges Ei im Fluge auf den Rücken
turforſcher eine große Reiſe allein zu dem Zweck, irgend ihres prächtigeren Gefährten.
ein unvollſtändiges Gefieder, das als größte Sehenswür=
Heute iſt man über die Naturgeſchichte des
Paradies=
digkeit gezeigt wurde, zu beſichtigten. Die ſeltſamſten vogels viel genauer unterrichtet; ja die Freunde der Mode
Fabeleien knüpften ſich an dieſe überirdiſch leuchtenden haben ſogar, um ſich gegen die Angriffe der Vogelſchutz=
Sonnenvögel. Sie ſebten, ſo erzählte man, nicht wie bewegung zu verteidigen, aus der Zugehörigkeit der
andere Tiere von irdiſcher Nahrung, ſondern ihnen ge= Paradiesvögel zum Rabengeſchlecht eine verächtliche
Be=
nüge zum Daſein das Einatmen des lichterfüllten Aethers, urteilung dieſer einſt ſo vergötterten Tiere abgeleitet.
ind ihren Durſt ſtillten ſie am Morgentau, den ſie aus Die Paradiesvögel ſeien, ſo ſagen ſie, dem Ackerbau ſchäd=
Nummer 317.
1913.
tio den Saal. Es ſole abgeſtimmt werden, dech war das
Haus beſchlußunfähig. Es erfolgte die Vertagung bis
Donnerstag. Wie verlautet, hat das Kabinett Paſitſch
im Zuſammenhang mit dieſen Vorgängen beſchloſſen,
wegen der Obſtruktion der geſamten Oppoſition zu
de=
miſſionieren.
Die Verluſte der Serben in den
Bal=
kankriegen. Das Kriegsminiſterium veröffentlicht
eine Liſte, die die Verluſte der Serben in den beiden
Balkankriegen enthält. Danach haben die Serben im
erſten Balkankriege 6500 Tote und 7500 Verwundete zu
verzeichnen gehabt. Im Kriege gegen Bulgarien hatten
ſie 16000 Tote und 17000 Verwundete. Der Cholera ſind
4700 zum Opfer gefallen.
Griechenland.
Erweiterung des Flottenprogramms.
Die Erkenntnis, daß die Erfolge Griechenlands im
Bal=
kankriege zum großen Teil der Seeherrſchaft im Aegäiſchen
Meere zu danken ſind, hat die griechiſche Regierung zu
einer ziemlich bedeutenden Erweiterung ihres
Flottenpro=
gramms veranlaßt, die in Uebereinſtimmung mit der
bri=
tiſchen Marinemiſſion ausgearbeitet worden iſt. So
be=
abſichtigt die griechiſche Marineverwaltung, dem
Parla=
ment demnächſt ein Flottengeſetz vorzulegen, in dem eine
Reihe großer Schiffsneubauten gefordert wird. Das
Flot=
tenprogramm, das etwa 240 Millionen Mark, die durch
eine Anleihe gedeckt werden ſollen, in Anſpruch nehmen
wird, ſoll bis zum Jahre 1915 durchgeführt ſein. Nach
vollendetem Ausbau ſeiner Flotte im vorgezeichneten
Rahmen wird Griechenland die viertſtärkſte
Mittelmeer=
macht ſein. Es wird bis dahin Spanien, deſſen ebenfalls
mit engliſcher Hilfe eingeleiteter Flottenausbau nur ſehr
langſam fortſchreitet, ſowie die Türkei, der es an innerer
Tüchtigkeit ſeiner Flotte ſchon im Kriege überlegen war,
überholt haben.
Rußland.
Die deutſche Militärmiſſion. Da Delcaſſé
vor ſeiner Abreiſe nach Paris dem ruſſiſchen Miniſter des
Aeußern Saſonow zugeſichert haben ſoll, die Auffaſſung
der franzöſiſchen Regierung über die deutſche
Militär=
miſſion in der Türkei genau feſtzuſtellen, ſo folgern
ruſ=
ſiſche diplomatiſche Kreiſe daraus, daß ruſſiſcherſeits in
der Miſſionsfrage bis zur Rückkehr Delcaſſés nach
Pe=
tersburg kein neuer Schritt erfolgen werde. Der ruſſiſche
Botſchafter in Konſtantinopel, v. Giers, wird bis dahin
keine neue Unterredung mit dem Großweſir in dieſer
Frage haben.
Mexiko und Japan.
Der Führer der mexikaniſchen Miſſion, Delabarra,
er=
klärte einem Vertreter des Matin, daß er abſolut nicht
mit einer beſonderen Miſſion beauftragt ſei. Das ſei auch
gar nicht nötig, da beide Länder, Mexiko und Japan,
durch die innige Freundſchaft der Bevölkerung zueinander
verbunden ſeien. Die mexikaniſche Militärmiſſion unter
General Velasquez hat eine große Anzahl Gewehre und
Munition, ebenſo Maſchinengewehre aufgekauft, um ſie
nach Mexiko transportieren zu laſſen. Die Militärmiſſion
weilt für unbeſtimmte Zeit in Japan. Die geräuſchvollen
Sympathiekundgebungen des japaniſchen Volkes
gegen=
über der mexikaniſchen Miſſion Delabarra ſcheint nun
der japaniſchen Regierung, einer Meldung des Matin
zu=
folge, unangenehm zu werden, da dieſe auf Mittel ſinnt,
die enthuſiaſtiſchen Manifeſtationen des Volkes
einzu=
ſchränken. Der Kaiſer ſelbſt hat Delabarra mit großer
Herzlichkeit empfangen und ihm den Orden der
aufgehen=
den Sonne mit der Blume verliehen. Der Miniſter des
Auswärtigen dagegen verhält ſich ſehr zurückhaltend.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 28. Dezember.
* Vom Hofe. Am Mittwoch nachmittag 4½ Uhr fand
im Neuen Palais Weihnachtsbeſcherung für die
Hofdienerſchaft ſtatt und Freitag nachmittag 4 Uhr im Alten
Palais diejenige für die Kinder der Hofdienerſchaft. Die
Großherzoglichen Herrſchaften beſuchten am
erſten Weihnachtsfeiertag früh 6 Uhr und um 10 Uhr den
Gottesdienſt in der Hofkirche. — Geſtern vormittag 9½
Uhr begaben ſich der Großherzog und die Großherzogin
mit dem Erbgroßherzog und dem Prinzen Ludwig im
Auto nach Lich. (Darmſt. Ztg.).
* Ordens=Verleihung. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben dem Ortsgerichtsmann Wilhelm Ganß in
Darmſtadt das Ritterkreuz 2. Plaſſe des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen verliehen.
lich wie alle Raben, und ihre Vernichtung ſei eine
Wohl=
tat für die Menſchheit. Das iſt aber eine arge
Vecleum=
dung dieſer ſtolz prangenden Tiere, die ſchon durch den
Juwelenglanz ihres Gefieders genug zu leiden haben.
Sie nähren ſich hauptſächlich von Inſekten, und müßten
aus dieſem Grunde eher als nützliche Tiere bezeichnet
werden. Und zudem iſt ihre Rabennatur durch die Sonne
des Südens mit einem leuchtenden Feengewand völlig
verdeckt worden. Auf einem Gebiet, etwa ſo groß wie
England, leben ſie in Neugzinea, und zwar iſt je nach
den verſchiedenen umliegenden Inſeln, auf denen ſie auch
hie und da vorkommen, ihr Gefieder ein wenig
von=
einander verſchieden. Gerade dieſe Nüancen tragen nun
zu ihrer Koſtbarkeit und Seltenheit bei. So kommt
der=
große Paradiesvogel nur auf den kleinen Aroé=Inſelt
im Süden von Neuguinea vor; der wundervolle rote P
radiesvogel lebt auf einem kleinen Archipel im Oſten der
großen Inſel. Der ſeltſamſte aller Paradiesvögel aber
iſt der „papuaniſche” deſſen Seiten= und Schwanzfedern
mehr als einen Meter groß werden und 4= oder 5mal die
Länge des Vogels ausmachen.
All dieſe Arten des Paradiesvogels ſind heute nahe
am Ausſterben, da es bisher nicht gelang, ſie wo
anders zu züchten. Nun aber hat Sir William Ingram
die Inſel Tabago der Antillen zur Paradiesvogelzucht
gekauft und ſo glückliche Reſultate erzielt, daß eine neu
Hoffnung für ihre Exhaltung aufblüht,
Nummer 317.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 28. Dezember
5 Emamt haben Ste. Königl. Hoheit der Groß=
2 Das Ergebnis der Krantentaſnwahlen, Die Baht.
herzog den Hofſtallbeiknecht Heinrich Maurer aus der Vertreter zur Krankenkaſſe hatte im zweiten Bezirk,
Gambach, Kreis Friedberg, mit Wirkung vom 1. Januar wo zwei Liſten, eine ſozialdemokratiſche und eine natio=
1914 an zum Hofkutſcher.
nale, aufgeſtellt waren, folgendes Ergebnis: Es wurden
* Freiherrlich von Weyheriſche Eleonoren=Stif= gewählt: 1. Kurz, Heinrich, Weißbinder Gräfenhauſen
kung. Aus der Freiherrlich von Weyheriſchen Eleonoren= (Liſte 1); 2. Caſpari, Philipp, Ortsdiener, Hahn
Stiftung ſind drei Penſionen zu vergeben. Es werden (Liſte 2); 3. Schydlowsky, Heinrich Lagerhalter,
daher alle diejenigen, welche auf Grund der Allerhöchſten Weiterſtadt (Liſte 1); 4. Beyer, Ludwig, Schriftſetzer,
Verordnung vom 19. Januar 1848 (Reg.=Bl. Nr. 3) um Nieder=Ramſtadt (Liſte 1); 5. Hofmann, Georg,
Ziegel=
eine ſolche Penſion nachſuchen wollen und nicht bereits brenner, Hahn (Liſte 2); 6. Andes, Heinrich,
Hilfs=
früher um eine ſolche eingekommen ſind, hiermit auf= arbeiter, Meſſel (Liſte 1); 7. Strauch, Georg,
Sor=
gefordert, ſpäteſtens bis zum 22. Januar 1914 ihre Geſuche tierer, Hahn (Liſte 1); 8. Klappig, Feldſchütz,
Schnep=
unter Anſchluß ihres Geburtsſcheines bei dem Miniſterium penhauſen (Liſte 2); 9. Heuß, Adam, Schreiner,
Nieder=
des Innern einzureichen. Die Geſuche ſind ſtempelfrei.
Beerbach (Liſte 1). Der Wahlvorſchlag 1 der Sozialdemo=
Regierungsrat Mayſche Schulunterſtützungs= kratie erhielt 6 Sitze und 12 Stellvertreter, der nationale
Stiftung. Stadtverordneter Lehr in Darmſtadt wurde! Wahlvorſchlag 2 3 Sitze und 6 Stellvertreter.
Ins=
auf ſein Nachſuchen von der Stelle des Rechners ent= geſamt wurden 479 Stimmen abgegeben, davon entfielen
hoben und der Kaufmann Johann Heinrich Möſer in auf die Liſte 1 310 und auf die Liſte 2 167 Stimmen,
Darmſtadt (Ruthsſtraße 24) zum Rechner beſtellt.
während zwei Stimmen ungültig waren. Die
natio=
n. Unzuläſſige Firmabezeichnung. Nach § 16 des Ge=nale Arbeiterſchaft kann mit dem auf Anhieb
er=
ſetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs kann, rungenen Erfolg ſehr zufrieden ſein; ſie hat den
Sozial=
wer im geſchäftlichen Verkehr Namen, Firma oder beſon= demokraten gezeigt, daß es mit ihrer Alleinherrſchaft die
dere Bezeichnung eines Erwerbsgeſchäfts oder gewerb= längſte Zeit gedauert hat, wenn ſich die Bürgerlichen nur
lichen Unternehmens in einer Weiſe benutzt, die geeignet aufraffen. Der Erfolg für die nationale Liſte wäre noch
iſt, Verwechſelungen mit Namen, Firma uſw. eines andern größer geweſen, wenn nicht die Sozialdemokratie es
ver=
hervorzurufen, von letzteren auf Unterlaſſung der miß= ſtanden hätte, eine ganze Anzahl Wahlberechtigter aus
bräuchlichen Benutzung verklagt werden. Wußte er oder dem erſten Bezirk in den zweiten hinüberzuſchieben und
mußte er wiſſen, daß die mißbräuchliche Art zu Ver= ſo ihre Chancen zu verbeſſern.
wechſelungen geeignet war, ſo iſt er ſchadenserſatzpflichtig.
* Ortskrankenkaſſe „Merkur” für Handlungs=
Auf Grund dieſer Beſtimmungen und des Handelsgeſetz= gehilfen und Lehrlinge in Darmſtadt. Auf die heutige
buchs hat die bekannte ſeit Jahrzehnten am hieſigen Platz Bekanntmachung, betreffend das Geſchäftszimmer, die
anſäſſige Firma Erſte Darmſtädter Herdfabrik und Eiſen= Dienſtſtunden, den Verkehr mit dem Publikum,
Mel=
gießerei Gebrüder Roeder gegen die vor zwei Jahren dungen, Leiſtungen der Kaſſe uſw., ſei beſonders
auf=
gegründete Konkurrenzfirma Darmſtädter Herdfabrik und merkſam gemacht.
Emaillierwerk G. m. b. H. eine Klage bei der Kammerfür
* Schießauszeichnung. Der Schirrmeiſter=Anwärter
Handelsſachen am Landgericht hier angeſtrengt, und Sergeant Braun von der 3. Kompagnie der
Flieger=
dieſer durch drei Inſtanzen gegangene Prozeß hat nun= truppe auf dem Truppenübungsplatz Darmſtadt hat im
mehr durch rechtskräftiges Urteil des Oberlandesgerichts Bereich der Verkehrstruppen des Deutſchen Reiches die
teilweiſſe Entſcheidung gefunden. Dieſes jetzige Urteil goldene Kaiſeruhr mit 161 Ringen errungen. Da mit
beruht auf einem Reviſionsurteil des Reichsgerichts, das ſieben Schuß nur 168 Ringe geſchoſſen werden können, ſo
im Gegenſatz zu der früheren klageabweiſenden Entſchei= iſt dies gewiß ein reſpektables Reſultat.
dung des Oberlandesgerichts die entſprechenden Richt=
Vorträge über religiöſe Fragen. Man ſchreibt uns
linien für Würdigung der prinzipiellen Fragen aufſtellte. Die reliöſen Vorträge, auf die ſchon kürzlich hingewieſen
Nunmehr wurde unter der Feſtſtellung, daß die Beifügung wurde, werden am 5., 6. und 26. Januar abends
ſtattfin=
des Wortes „Darmſtädter” in Verbindung mit Herdfabrik den. Die beiden erſten wird im hieſigen „Kaiſerſaal”
und im Hinblick auf den äußerlichen Eindruck der Klägerin (Grafenſtraße 18) der in wiſſenſchaftlichen Kreiſen
hoch=
eine bewußt mißbräuchliche und zur Irreführung geeig= geſchätzte Greifswalder Profeſſor D. Dunkmann
hal=
nete ſei, zu Recht erkannt die Beklagte habe die Bezeich= ten, der auch in unſerem Lande bei der Gießener
Vor=
nung „Darmſtädter” bei Strafe für jede Zuwiderhandlung tragstagung im Oktober 1907 viele Freunde gewonnen
zu unterlaſſen, dieſe Bezeichnung ihrer Firma im Han= hat. Damals hat er in ſeinen Ausführungen über die
delsregiſter löſchen zu laſſen und allen durch ihren Verſtoß Predigt des Paulus und das Evangelium Jeſu eine in
der Klägerin erwachſenen Schaden zu erſetzen. Ueber die
hohem Grade anziehende, gerechte Würdigung der man=
Höhe fraglichen Schadens nebſt den Koſten iſt der nahezu cherlei verſchiedenärtigen Anſichten über den wichtigen
zwei Jahre anhängige Rechtsſtreit demnächſt von der erſten Gegenſtand geboten und dadurch und durch Einfachheit
Inſtanz, der Kammer für Handelsſachen, fortzuſetzen.
Anſchaulichkeit und Klarheit ſeiner Darſtellung ebenſo bei
— Vom Großh. Hoftheater. Geſtern hat an der Tages= den anweſenden Theologen wie bei den in großer Zahl
kaſſe des Hoftheaters die Ausgabe der Extra=Abonnements erſchienenen Laien, Männern und Frauen, Beifall und
für die zykliſche Aufführung von Wagners Dank in reichem Maße geerntet. Jetzt wird er, nach Ab=
„Ring des Nibelungen” begonnen, die am kom= haltung mehrerer Vorträge in Wiesbaden, veranlaßt von
menden Samstag mit „Rheingold” bereits ihren Anfang der Kirchlich=poſitiven Vereinigung, auch hier über zwei
nimmt. Am Sonntag gelangt „Walküre” zur Aufführung. im Mittelpunkt des religiöſen Intereſſes ſtehende Fragen
Die Fortſetzung bildet am Mittwoch, den 7. Januar, reden. Das Thema ſeines erſten Vortrags lautet: „Der
„Siegfried” und Sonntag, den 11. Januar, geht als Ab=lebendige Gott”, das des zweiten: „Jeſus” (der
ſchluß „Götterdämmerung” in Szene. Die erſten beiden Richter im Gerichte der modernen Wiſſenſchaft). — Drei
Abende leitet Hofkapellmeiſter de Haan, die beiden letzten Wochen ſpäter, am 26. Januar, wird Profeſſor D. Bach=
Abende Hofkapellmeiſter Ottenheimer. Der „Ring” wirdmann aus Erlangen, der gleichfalls als Gelehrter und
erſtmalig geſchloſſen in der Inſzenierung der vorjährigen als Redner wohlbekannt iſt. im „Mathildenhöh=
Frühlings=Feſtſpiele wiederholt werden. Die vier Abendeſaal” (Dieburger Straße) über einen noch zu
beſtimmen=
fallen ſämtlich in den Rahmen der laufenden Abonne= den Gegenſtand ſprechen. Seine Darbietung wird
Dunk=
mentsvorſtellungen. Neben dem laufenden wird ein manns Darlegungen weiterführen und ergänzen. Hoffent=
Extra=Abonnement für den ganzen „Ring” zu kleinen lich werden dieſe Vorträge, über die näheres durch be=
Preiſen ohne Vorverkaufsgebühr aufgelegt werden, mit ſondere Anzeigen bekannt gemacht wird, recht vielen die
deſſen Ausgabe die Hoftheater=Tageskaſſe geſtern begonnen erwünſchte Aufklärung, Anregung und Förderung
ge=
hat und das bis einſchließlich Dienstag daſelbſt erhältlich währen.
ſein wird. Zu den Einzelvorſtellungen gelten die ge=
* Konzerte. Man ſchreibt uns: (Brauerei zum
wöhnlichen Preiſe der Plätze.
Hanauer Hof): Heute Sonntag veranſtaltet die Ka=
Am Montag gelangt als Volksvorſtellung zu er= velle des Großh. Actilleriekorps (Obermuſikmeiſter
Mick=
mäßigten Preiſen Rößlers Luſtſpiel „Die fünf Frank=ley) einen Operetten= und Wiener Walzer=Abend: (Näh.
furter” zur Aufführung. Den Vorverkauf beſorgt das ſiehe Anzeige.)
* Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer Ex=
Verkehrsbureau und die Hoftheater=Tageskaſſe. Als
B=Abonnementsvorſtellung geht am Dienstag „Die pedition (Rheinſtraße 23) ſind folgende Bilder neu aus=
Fledermaus” mit Kammerſänger Weber in der Par= geſtellt: Königin Eliſabeth von Rumänien (Carmen
tie des „Eiſenſtein” bei kleinen Preiſen in Szene Der Sylva) mit ihrer Großnichte, der Prinzeſſin Marie Eleo=
Vorſtellungsbeginn iſt auf 7½ Uhr angeſetzt. Mittwoch nore zu Wied. (Zum 70. Geburtstage der
Dichter=
nachmittags wird das Märchenſpiel „Aſchenbrödel” königin.) — Die Ausſtellung der wiedergefundenen „
Mona=
als Sondervorſtellung wiederholt werden. Zu dieſer Liſa” in Florenz. — Zu der Bluttat des Grafen Miel=
Vorſtellung ſindet kein Kartenverkauf ſtatt. Als Silveſter= zynski. — Porträts vom Tage: Kaiſer Menelik von
vorſtellung geht der erfolgreiche Schwank „Die ſpani= Abeſſinien †, Kaiſer Lidy Jeaſſu, deſſen Nachfolger.
ſche Fliege” erſtmalig bei aufgehobenem Abonnementj Der albaniſche Delegierte Nogga, zu ſeinen Beſprechungen
zu ermäßigten Voltsvorſtellungspreiſen in Szene. Am mit dem Prinzen zu Wied.
§ Selbſtmord eines Soldaten. Ein Dragoner des
Donnerstag wird „Filmzauber” zum erſten Male
Dragoner=Regiments Nr. 24 hat ſich am Mittwoch abend
wiederholt werden.
aber nie verſagender Situationskomik und etlichen Witzen,
anbei ohne alle Pikanterie, und das will was heißen,
er=
fochten ſie einen zufriedenſtellenden Sieg, voran Max
Feuilleten.
Reimann mit überwältigend ſympathiſcher Dümmlich=
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leden.
keit, und der echte Berliner Alois Großmann unter
C.H. Frankfurter Theater. Am erſten Weih= der Regie Eduard Hedings des gelungenen Krug= brachte das Schauſpielhaus die Erſtauf= wirts, der in der Nähe eines umſtrittenen Jagdgrundes
führung der großen Poſſe mit Geſang „Wie einſt im eine groteske Schar von Jagdenthuſiaſten an ſeine Tiſche
Mai” von Bernauer, Schanzer, Bredſchneider und Kollo, ſammelt; unter ihnen ſtachen noch Richard Senius
das Neue Theater zum erſten Male den Schwank: „Im und ſeine Partnerin Erna Frieſe, die eihrer Rolle
grünen Rock — Will denn die große Flut nicht eine freundliche Ueberlegenheit zu geben wußtenxhervdr.
* Verſchiedenes Herr Kammerſänger Otto
bald verebben? Oder iſt dieſe Frage ſchon müßig?
Wenn Städte, die als Kunſtzentren Anſprüche machen, ſo Wolf in München teilt uns mit, daß er bei ſeinem
rückhaltlos dem Kitſch offenſtehen, könnte man tiefere Ur= neulichene Gaſtſpielals=Lyonel mit=einerſtarken
ſachen für den Sachverhalt vermuten. Man frage, was körperlichen und ſtimmlichen Indispoſition,die
ertſich=
den Städten Berlin und Wien (der traditionellen Hüterin auf der Reiſe zugezogen, zu kämpſen hatte und die=Partie
der leichten Muſe) juſt an den Feiertagen geſpielt wurde! nur mit äußerſter Kraftanſtrengung durchführen konnte.
Die
— Mit wahrhaft epidemiſcher Expanſion wütet das anä= Eine Abſageſei nicht mehr möglich geweſen
miſche Produkt des Kompromiſſes zwiſchen der ſeichten Eliſabeth=Duncan Schule beachte in den letzten
„Müdigkeit” des Publikums, der ſchöpferiſchen Ohnmacht Tagen in der Neuen Oper zu Samburg das=Bällett
der Autoren und der Hilfloſigkeit der Theaterdirektoren.ulesbettsennzadie Sänze des
Wirllich befreindend iſt’s, wie immer wieder die größten Intermezzotragieo„Tiramoret Whisbes von Haſſe zur=
Anſpruchsloſigkeiten ihren dankbarſten Beifall erhalten. Vorführung= Das Präludium der Veranſtaltungsbeſtritt
Und hier ſelbſt, bei dem ſonſt ſo erfreuend nüchternen= ein von Max Merz für Knabenſtimmen und Blechbläſer
Frankfurter Publikum, das ſich ſo gern recht kritiſch ge=trefflichegeſetzterChor Der= Aufführungaing im Fohen
bärdet! — Doch halt! Es ſind bewährte Firmen, die zu der Neuen= Oper ein Tee voran, der die Milglieder und
Worie kamen: Das Autorenquartett betäubte ja ſchon Freunde der Hamburger=Ortsgruppelder Duncan=Schule
wirkſam mit dem gangbaren „Filmzauber”. Ueber densereingeMerzielteineeneenfür
neueſten Artikel zu ſprechen erübrigt ſich wohl. Und den die=Hilfe dankte, die der Schule durch Tat und Verſtänd=
„grünen Rock” ſchneiderten die guten alten Bekannten=lnis ſeitens ihrer= Hamburger Freunde bisber zuteilege=
Kadelburg und Skowronneck. Und: wie es alſo kommen=wordenWierſchon gemeldet worden iſtriſt Fules
mußte: Auffallend entgegenkommend war die allerdings=lCkaretie der langjährige=Leiter der Comädie
Fran=
kleine Geſellſchaft, die, vom „Mirakel” nicht abgezogen,eaiſe im Aiter von 3 Jahren in Paris geſtorhen. Der
den Weg zum Neuen Theater fand. Entgegen kam ihrl=Ruhm ſeines Namens war weit über die Grenzen
Frank=
dann freilich auch die animierte Schar der kampffrohen=reichs hinaus gedrungen. Mit=Claretie verlierte die Pa=
Künſtler, der ſich dem, ach, ſo abgetragenen „Stoff”dieſesriſer Litecaturegund Kunſtweltreinen ihrer märkanteſten
Vertreter. Jules Claretie, der eigentlich Arſeue Arnaud
„grünen Rockes” anpaſſen mußten. Und ihnen gebührt
Dank — oder uns der ihrige? — Mit Hilfe gewohnterihießar a. Dezember 1840 in Limoges als Sohn
1913.
Seite 3.
von dem Zuge 122 Uhr Darmſadt=Heidelberg eiwa 85
Meter unterhalb der Brücke der Stadtallee überfahren
laſſen. Der Tod iſt ſofort eingetreten.
— Firmenſchild entwendet. In der Nacht zum
Samstag zwiſchen 3 und 5 Uhr wurde das zirka 2,50
Meter lange und 1,50 Meter hohe Firmenſchild der
Firma Friedrich Händler, Ecke Heidelberger= und
Sand=
bergſtraße, entwendet. Das Schild war aus Holz und
ſehr ſchwer. Vielleicht liegt nicht Diebſtahl, ſondern ein
dummer Streich vor. Der Geſchädigte hat laut Anzeige
eine Belohnung ausgeſetzt für die Ermittelung der Täter
§ Fahrraddiebſtahl. Am Mittwoch mittag gegen 1 Uhr
iſt aus einer Torhalle in der Schulſtraße ein Fahrrad
ge=
ſtohlen worden. Das Fahrrad iſt Marke „Allright” hat
ſchwarzen Rahmenbau, ſchwarze Felgen, die
Polizeinum=
mer ſchwarz D. 1154 und die Fabriknummer 76857.
§ Kaminbrand. In der Nacht von Freitag auf
Sams=
tag gegen 1 Uhr hat im Hauſe Heidelberger Straße Nr. 89
ein Kaminbrand ſtattgefunden, welcher durch die
herbei=
gerufene Feuerwehrwache alsbald gelöſcht wurde.
Darmſtädter Wochenmarkt.
Marktpreiſe am 27. Dezember.
Butter, ½ kg
1,40 M.
Geflügel, Wildbret:
in Partien, ½ kg 1,30 M. Gänſe, ½ kg
85—90 Pf.
Eier, Stück.
8—13 Pf. Enten, Stück 3,50—4,00 M.
Schmierkäſe, ½ Lit. 20-22 Pf. Hahnen, Stück 1,20—2,50 M.
Handkäſe, Stück 4—11 Pf. Hühner, Stück 2,50—3,00 M.
Kartoffeln, Ztr. 2,00-2,25 M. Tauben, Stück 60—70 Pf.
Kumpf (10 Liter) 35—40 Pf. Haſen, Stück 2,50—4,00 M.
kg
3—4 Pf. Lapins, Stück 0,90—1,00 M.
Mäuschen, ½ kg 9—10 Pf. Ziegenfleiſch,½kg50—55 Pf.
Obſt u. dergl.:
Fiſche:
Aepfel, ½ kg 12—25 Pf.
90 Pf.
Zitronen, Stück . 4—5 Pf. Hecht, ½ kg .
Apfelſinen, Stück 4—8 Pf. Aal, ½ kg 0,90—1,00 M.
Birnen, ½ kg . 12—20 Pf. Karpfen, ½ kg 70—80 Pf.
Andere Rheinfiſche,
.35—40 Pf.
½ kg.
Salat, Gemüſe uſw.:
Kopfſalat, Stück . 5—15 Pf. Rotzungen, ½ kg 50 Pf.
Endivien, Stück 6—10 Pf. Schollen, ½ kg 30—40 Pf.
Feldſalat, Körbchen 10 Pf. Kabeljau ½ kg. 25— 27
Radieschen, Bündel 3 Pf. Schellfiſche ½ kg . 30 Pf.
Rettiche, Stück . 3—10 Pf. zum Braten ½ kg 25 Pf.
Meerrettich, Stück 10—30 Pf.
In den Fleiſchſtänden:
Roterüben, ½ kg 5—6 Pf
Zwiebeln, ½ kg 8—10 Pf. Rindfleiſch, ½ kg . 70 Pf.
Tomaten, ½ kg 20—25 Pf. Hackfleiſch, ½ kg . 76 Pf.
56 P
Spinat, ½ kg . 12—15 Pf. Rindsfett, ½ kg
Weißkraut, Stück 5—15 Pf. Rindswürſtchen, Stück 15 Pf.
Rotkraut, Stück 8—30 Pf. Schweinefleiſch, ½ kg 85 Pf.
Blumenkohl, Stück 10—50 Pf. Geſalzenes und Koteletts,
Wirſing, Stück . 3—10 Pf.
96 Pf.
„ kg . .
Grünkohl, Stück 5—6 Pf. Schwartemagen u. Fleiſch=
5 Pf.
Roſenkohl,
kg 20- 25
wurſt, ½ kg .
85 Pf.
Gelberüben, ½ kg
5 Pf. Leber= und Blutwurſt,
Schwarzwurz, ½ kg 30 Pf. ½ kg . . . . . 70 Pf.
Weihnachtsfeiern.
Unter
* Geſangverein „Liederzweig”
außerordentlich zahlreicher Beteiligung hielt der
Geſang=
verein „Liederzweig am erſten Feiertage im großen
Feſt=
ſaal der Turngemeinde ſein diesjähriges
Weihnachts=
feſt ab. Das Feſt begann mit dem feierlichen Chor „O
Schutzgeiſt alles Schönen” von Mozart. Das daran ſich
anſchließende, von Fräulein Helfmann wirkungsvoll
vorgetragene Melodram „Weihnachten” dann das lebende
Bild „Der Weihnachtsengel” des Fräulein Chriſt,
ſo=
wie ein Vortrag des Herrn Erbes: „Weihnachten in vier
Etagen”, ließen die Weihnachtsſtimmung der
Feſtverſamm=
lung immer höher anſchwellen, und es fanden nicht allein
dieſe, ſondern auch die nachfolgenden lebenden Bilder:
„Die Wilddiebin und der Waiſenknabe”, ſowie „Der gute
Kamerad” den ungeteilten Beifall der andächtig
ſchauen=
den und lauſchenden Feſtteilnehmer. Die Herren
Rieſin=
ger und Bauer ernteten al Soliſten, erſterer mit dem
ganz vorzüglich vorgetragenen „Zauberlied” und „Am
Rhein und beim Wein”; letzterer, trotz ſichtlicher
Indis=
poſition, für das Lied: „Ihm hat ein gold’ner Stern
ge=
ſtrahlt”, die wohlverdiente Anerkennung. Der Geſangschor
war mit vier Chören vertreten, davon nicht weniger als
drei zum erſtenmal und zwei davon von ſeinem beliebten
Dirigenten, Herrn Kammermuſiker Brückmann. Alle
Chöre kamen exakt und in ihrem zarteſten Piano, ſowie in
ihren Kraftſtellen ſtimmungsvoll zu Gehör. Die
humo=
riſtiſchen Duette: „Bei der Kartenſchlägerin”, „Auf dem
Steueramt”, das Terzett „Wer trägt die Pfanne weg?”
kamen in jeder Hinſicht wohlgelungen zum Vortrag und
brachten den Darſtellern jeweils die vollſte Anerkennung.
eines Fabrikanten geboren. Er ſtudierte in Paris die
Rechte. Von dem romantiſchen Dichter Alfred de Vigny
wurde er in die Kreiſe der Literatur eingeführt. Seine
bekannteſten Bücher, wie die auch dramatiſch bearbeiteten
Romane „Der Herr Miniſter” und „Prinz Zilah” ſtammen
aus den achtziger Jahren. Eine beſondere Note gaben
ſeinem Schaffen die hiſtoriſchen Studien. Auch die
Dra=
men, die ihn zuerſt auf den Pariſer Bühnen heimiſch
machten, behandeln hiſtoriſch patriotiſche Stoffe. Es ſind
Bilder aus der Zeit der großen Revolution. Mit
beſon=
derer Ausdauer behandelte er den Krieg 1870/71. Ee
ſelbſt hatte den Feldzug als Korreſpondent mitgemacht.
Die Titel der von Claretie verfaßten Schriften würden
Spalten füllen. Gegen ſechzig Romane ſind darunter,
zwanzig Bände mit geſchichtlichen Darſtellungen, vierzig
mit literarhiſtoriſchen Arbeiten. über zwanzig
Theater=
ſtücke und eine ungezählte Anzahl von geſammelten
Plau=
dereien. Im Jahre 1885 wurde Claretie zum
Ad=
miniſtrator der Comedie Frangaiſe ernannt und drei
Jahre ſpäter zum Mitglied der Akademie gewählt. 28
Jahre lang ſtand er an der Spitze des klaſſiſchen Theaters
der Franzoſen. Paris hat in ihm einen ſeiner
bedeutend=
ſten Geiſter verloren.
Das ſprechende Bild. Ediſons neueſte Erfindung
wurde im Admirals=Theater in Berlin einer geladenen
Geſellſchaft vorgeführt. Die Gäſte verfolgten mit Auge
und Ohr die überraſchenden Darbietungen. Die Voſſ.
Zig. berichtet darüber: Das, was Ediſon ſeit Jahren
vor=
ſchwebte: das bewegliche Tonbild, dieſe Verſchmelzung
von Phonograph und Kinematograph zu einer wirklichen
Einheit, iſt in vollkommenſter Weiſe erreicht. Durch das
Kinetophon, wie Ediſon ſeinen ſprechenden Film nennt,
iſt in die bisher ſtumme Welt des Kino Schall und Hall
gekommen, ſie ſpricht, ſie ſingt, ſie ſauſt und brauſt. Jetzt
erſt packt uns das Illuſionsbild des Kinos das bis jetzt
das Zuſtändliche, das Bewegliche, das Wirbelnde der
Er=
ſcheinungen ohne den belebenden Hauch der Sprache vor=
Nummer 317.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 28. Dezember 1913.
Seite 4.
Miſtet. 27. De,. Auf der Strorr. r.=
In Herm Erdes kernte man einen in Geſe und Vortrag ſGroßh. Hoſtheaters Darmſtadt: Frl. Maria Schot, als
ganz vorzüglichen Charakterdarſteller kennen, den man gern Liederſängerin, brachte die Arie aus „Freiſchütz” und Lie=ſtochen.) Als der 24jährige Adam Würtz von einer
öfters ſehen möchte. Den wirkungsvollen Schluß des der von Cornelius und Schumann prächtig zu Gehör und Feſtlichkeit heimkehrte, wurde er von den ihm feindlich ge=
Abends bildete unſtreitig das Theaterſtück „Der Finſter= erntete wie ihre Partnerin, Frl. Hedwig Jungkurth die ſinnten Söhnen des Küfermeiſters Ulrich überfallen. Im
walder Sänger Wiederkehr”. Sämtliche mitwirkenden als gewandte Pigniſtin die Pathetik=Sonate von Beetho= Verlaufe des Streites erhielt Würtz derartig ſchwere Ver=
Damen und Herren leiſteten Vorzügliches, und es war nur ven und den „Feuerzauber” aus „Walküre” zum Vortrag letzungen, daß er auf der Straße verſtarb. Die
eine Stimme der Anerkennung. Die Leitung des Ganzen brachte, reichen Beifall. Die Aufführung des von Herrn beiden Brüder Ulrich beſtreiten entſchieden, daß von einem
lag in den Händen des Vereinsdirigenten, der auch die Bernhard Eiſenhauer verfaßten Weihnachtsſpieles „Am von ihnen der tödliche Meſſerſtich geführt worden ſei,
ſon=
verſchiedenen Vorträge auf einem Arnoldſchen Flügel in heil'gen Abend”, in einem Aufzug, hinterließ tiefen Ein= dern behaupten, daß ein an der Schlägerei ebenfalls
betei=
dezenter Weiſe begleitete und zeigte, mit welcher Sorgfalt druck, und es wurde der Verfaſſer durch Ueberreichung ligter auswärtiger Bäckergeſelle der Täter ſei.
* Gießen. 27. Dez. (Einbruch.) In der Nacht
und Liebe, mit welchem Eiſer ſich alle Mitwirkenden der Leines prächtigen Blumentiſches und die Damen Frl.
Schott, Jungkurth, Geyer, M. Eiſenhauer und die im zum zweiten Feiertag wurde in der Südfrüchtehandlung
Sache zum Beſten des Vereins unterzogen hatten.
* Turngemeinde Darmſtadt. Wie alljährlich, Kindertheater mitwirkenden Kinder durch geeignete Ge= von Maſſé und einer daneben gelegenen Waffenhandlung
ein ſchwerer Einbruch verübt. In Betracht kommen drei
ſo hat auch in dieſem Jahre am zweiten Weihnachtsfeier= ſchenke geehrt.
* Herberge zur Heimat, Zu dem Bericht über Italiener, von denen einer in Haiger (Weſterwald)
ver=
tag die Turngemeinde Darmſtadt ihre Weihnachtsfeier
ab=
gehalten, die ſich eines ſehr guten Beſuches zu erfreuen die Weihnachtsfeier wird uns mitgeteilt, daß der Gottes= haftet wurde. Die beiden anderen ſind nach Köln
ebge=
reiſt. Ein weiterer Diebſtahl, den dieſelben Leute in der
hatte. Die Vortragsfolge eröffnete der gemiſchte Chor dienſt durch Herrn Pfarrer Memmertabgehalten wurde,
mit dem Sonnetſchen Chor Weihnachtsglocken”, dem ein und zwar am zweiten Feiertag. Eingeführt iſt der Gottes= katholiſchen Pfarrkirche verübten, verlief anſcheinend
er=
gebnislos.
Melodram: „Das klagende Lied”, vorgetragen von der Hof=dienſt ſchon ſeit Oktober.
* Butzbach, 27. Dez. (Entſprungener
Sträf=
ſchauſpielerin Ilſe Berka, folgte. Stabübungen der
* Sängerluſt=Pfungſtadt. Am 1. Feiertag ver=
Damenabteilung, die an Ausführung und Exaktheit nichts anſtaltete der Geſangverein Sängerluſt unter Leitung des ling.) Aus dem Zuchthauſe Marienſchloß entſprang der
zu wünſchen übrig ließen und den Turnerinnen wie deren Herrn Lehrers Schmidt im „Gaſthaus zum Schwanen” einen 20 Jahre alte Sträfling Klein. Bis jetzt hat man keine
Spur von ihm.
Leiter, Vorturner Biſchof, reichen Beifall brachten, war Weihnachtsabend mit Chriſtbaumverloſung. Faſt konnte
(*,
Obbornhofen, 26. Dez. (Trübe
Weihnach=
das nächſte. Fräulein Käthe Specht ſang dann zwei der geräumige Saal nicht die Zuſchauer faſſen. Einge=
Lieder für Sopran: „Liebesfeuer” und „Das Madel im leitet wurde die Feier durch den Chor: „Welche Freude ten) hatte die Familie Kammer, deren 17 Jahre alter
Tal”. Die junge Sängerin verfügt über eine ſehr an=Chriſtus iſt geboren” von A. Neff. Daran ſchloß ſich das Sohn auf dem Bergwerk bei Trais von einem
abſtürzen=
mutige Stimme. Nach dem Männerchor „Stern des Mee= Weihnachtsſpiel „Am Heiligenabend”, aufgeführt durch den Korb der Baggermaſchine erſchlagen wurde.
res”, von der Turnerſingmannſchaft geſungen, erfreute Knaben und Mädchen der zweiten Klaſſe. Reicher Beifall
nochmals Frl. Berka mit einigen lieblichen Rezitationen. helohnte die jugendlichen Darſteller Es war eine Luſt,
Reich und Ausland.
Dev ausbrechende Beifall nötigte ſie zu verſchiedenen Bei= den friſchen Kinderſtimmen zu lauſchen die mit
Verſtänd=
gaben. Wiederum trat die Turnerſingmannſchaft mit zwei nis Ernſt und Humor zum wirkungsvollen Ausdruck brach=
Aus der Reichshauptſtadt, 26. Dez. Der Abſchluß des
Chören: „Heimatrofen= und „Deine Wälder hör ich rau=ten. Nachdem der Verein den „Deſerteur von Wörth=
Lagerbuches der Stadt Berlin iſt jetzt fertiggeſtellt und
ſchen”, auf, denen das Sopran=Solo „Walzer=Rondo” von vorgetragen hatte, fand die Verloſung des Chriſtbaums zeigt abermals einen erfreulichen Stand des ſtädtiſchen
Frl. Käthe Specht folgte. Auch bei dieſem Solo zollten die unter die Kinder der Vereinsmitglieder ſtatt, die große Vermögens. Dieſes betrug am 1. April 1912 in run=
Zuſchauer Anerkennung, welche die Sängerin bewegte, Freude hervorrief. Beſonders von dem Verein beſchenkt der Summe 953,5 Milliönen Mark, und am 31. März 1913
weitere reizende Lieder zum Beſten zu geben. Die Turn= wurden die Darſteller des Weihnachtsſpiels.
1027.5 Millionen Mark; es hat ſomit zum erſten Male eine
mannſchaft war mit Marmorgruppen unter Leitung des
Milliarde überſchritten. — Als vorgeſtern nachmittag ein
erſten Turnwartes W. Hermany vertreten. Elf ver=
* Arheilgen, 27. Dez. (Im Silberkranz.) Der Zug, der ruſſiſche Auswanderer nach Ruhleben brachte,
ſchiedene Gruppendarſtellungen zeigten, wie die Turner
ſich Mut und Kraſt erwerben. Die Schlußgruppe: „Hul=Lackierer Heinrich Keller und Ehefrau Katharina, geb. die Strecke Sadowa-Karlshorſt paſſierte, bemerkten
digung Vater Jahns”, wie auch die übrigen Gruppen, fan= Heußel, feiern Montag, den 29. d. M., das Feſt der Sil=Bahnbeamte, daß ein Mann aus einem Abteil
herausſtürzte. Sie gaben ſofort dem
Lokomotiv=
den allgemeines Intereſſe. Mit den Chören: „Hab’ es bernen Hochzeit.
* Offenbach 27. Dez. (Feuer.) Die durch die führer ein Zeichen, der bald ſeinen Zug zum Halten brachte.
liebe und Dort, wo mein Mütterlein” endigte die erſie
Abteilung der Vortragsfolge. Herr Etzold, der erfola= Blätter gehende Nachricht von einem Schadenfeuer in Beim Abſuchen der Strecke fand man den zerſtückelten
reiche Dirigent der Turnerſingmannſchaft, hatte übrigens der Offenbacher Zelluloid= und Hartgummifabrik von Leichnam eines Mannes, der nur mit Rock und Hoſe
be=
auch die Begleitung der Soliſten, welcher er ſich in der ge= Reich, Goldmann u. Co, iſt, wie die Fabrikleitung mitteilt, kleidet war. Der Kopf und die Beine waren glatt vom
wohnten vorzüglichen Weiſe entledigte Den Schluß der nicht richtig. Es hat zu der angegebenen Zeit allerdings Rumpfe abgetrennt. Neben der Leiche lag ein grüner
Vortragsfolge bildete das Theaterſtück „Der Ehemann in derſelben Straße, in der die genannte Fabrik liegt, ein Sonnenſchirm mit weißem Seidenfutter. Der Tote,
zwei=
unterm Weihnachtstiſch” das von den Mitſpielenden ſehr größeres Geſchäftshaus mit verſchiedenen Werkſtätten ge= fellos ein Ruſſe, iſt etwa 35 Jahre alt und hat ein rundes,
gut aufgeführt wurde. Das Zuſammenſpiel. welches unter brannt, jedoch liegt dieſes Haus von dem Fabrikanweſen volles Geſicht; er trug einen engliſch geſchnittenen
Schnurr=
der Regie des Turners R. Hyronimus ſtand, war über 100 Meter entfernt und hat mit der Fabrik nicht das bart. Bei dem Verſtorbenen wurden weder
Legitimations=
papiere noch Wertſachen vorgefunden. Dieſer Umſtand und
muſtergültig und brachte allen Beteiligten reichen Beifall. mindeſte zu tun.
die mangelhafte Bekleidung des Toten laſſen die Annahme
Ein Tänzchen ſchloß die in allen Teilen wohlgelungene
Mainz, 27. Dez. (Der neue Theaterdirektor.) zu, daß der Unbekannte das Opfer eines Verbrechens ge=
und ſehr ſchön verlaufene Feier.
Die Mainzer Theaterdeputation hat in ihrer Sitzung am worden iſt. Die Oberſchöneweider Polizei hat ſofort eine
* Der Geſangverein Teutonia” veranſtal= Mittwoch vormittag einſtimmig beſchloſſen, der am näch= Unterſuchung eingeleitet. Am letzten Mittwoch
entdeck=
tete am erſten Feſttage ſeine Weihnachtsfeier im über= ſten Dienstag ſtattfinzenden Stadtverordnetenverſamm= ten Bahnarbeiter in der Nähe der Stelle, an der der
Leich=
füllten Feierabendſaale. Der Abend wurde durch den lung als Direktor des Mainzer Stadtlheaters den Kölner nam gefunden wurde, eine Viſitenkarte mit dem Namen
Chor: „Schäfers Sonntagslied” von C. Kreutzer eröffnet. Oberregiſſeur Jslaub vorzuſchlagen. Islaub gehörte einer deutſchen Dame. Die Kriminalpolizei iſt jetzt be=
Ihm folgten im weiteren Verlaufe noch mehrere Chöre früher ſchon einmal der Mainzer Bühne als beliebtes müht dieſe Dame zu ermitteln, um feſtzuſtellen, ob ſie mit
unter der vortrefflichen Leitung des Dirigenten Herrn Mitglied an. Islaub iſt im Jahre 1868 in Frankfurt am dem Tode des Ruſſen in Verbindung zu bringen iſt. Die
H. Becker. Dann folgte ein Gedicht: „Das Glöckchen von Main geboren. Er ging frühzeitig zur Bühne und genießt Perſonalien des Toten konnten bisher noch nicht ermittelt
Innisfähr”, welches ſehr ausdrucksvoll von Herrn Uſner den Ruf eines vorzüglichen Baſſiſten und Bühnenleiters. werden. — Ein furchtbarer Sturm, der am erſten
vorgetragen wurde. Sehr gut wurde das Quartett: „Die Nacheinander war er in Zürich, Dortmund und donn Feiertag in Berlin und Umgebung tobte, richtete mit ſei=
Sternennacht” von W. Schulken geſungen von den Herren vier Jahre am Stadttheater in Mainz tätig. Von Mainz nen orkanartigen Stößen von ganz ungewöhnlicher Stärke
Jährling, Grimm, Schwarz und Uſner. Das Theaterſtück: aus kam er an das Hoftheater in Stuttgart, wo er nur vielfach Schaden an. Es wurden Schaufenſterſcheiben ein=
Weihnachtsfeierklänge” von K. Rüth, geſpielt von den erſte Rollen kreierte. Von 1907 ab war er als Ober= gedrückt und Dachziegel losgeriſſen und auf die Straße
Damen Frau Reinheimer, Frl. Naas und den Herren regiſſeur zuerſt in Lübeck und dann bis jetzt am Stadt= geſchleudert. An der Ecke der Friedrich= und Jägerſtraße
Schnur, Geil, Roth und Maſſing, erntete ſtarken Beifall. theater in Köln tätig. Zwiſchenzeitlich leitete er auch die fiel ein faſt vier Meter langer Dachſimsdrachen auf den
Das Terzett: Die Liebe im Schilderhaus” wurde unter Gura=Oper in Berlin. Der Vertrag mit der Szdt Mainz, Bürgerſteig. Mehrere Paſſanten konnten ſich nur mit Mühe
allgemeinem Beifall von Frau Grimm, Herren Fuhrer der die Genehmigung fand wurde zunächſt auf die Dauer retten. Nicht weniger als fünf große Brände kamen an
und Uſner geſungen. Für den humoriſtiſchen Teil ſorg= von drei Jahren abgeſchloſſen.
den Feiertagen in Groß=Berlin zum Ausbruch. Die
Löſch=
ten die Herren Repp und Geil. Den Schluß des Abends
Hechtsheim, 27. Dez. (Verbrannt.) Ein recht arbeiten geſtalteten ſich ſtellenweiſe ſo ſchwierig, daß
bildete das Theaterſtück: „Der Ehrenpokal”. Es wurde trauriges Weihnachten war der Familie des Landwirts Feuerwehrleute dabei zu Schaden kamen.
flott von Frau Werling, Frl. Naſſau, Frl. Naas und den K Gläſer hier beſchieden. Am 19 Dezember nach=
27. Dez. Das Abkommen zwiſchen der Orga=
Herren Maſſing, Geil, Roth, Rohrer und Schnur geſpielt. mittags begab ſich deren 25jähriger Sohn Kaſpar aufs niſation der Aerzte ſieht verſchiedene Maßnahmen
* Bürgerverein Beſſungen. Am 1. Weih= Feld, um zu arbeiten und kehrte nicht mehr in das elter= vor, bei denen auf die Mitwirkung der Landes:
nachtsfeiertage veranſtaltete der Bürgerverein Beſſungen liche Haus zurück. Trotz aller Nachforſchungen konnten regierung gerechnet wird. Die dieſerhalb
vorbehal=
im Saale Zum Chauſſehaus” ſeine diesjährige Weih= über deſſen Verbleib keine Anhaltspunkte entdeckt werden. tens Zuſtimmung iſt nunmehr von der preußiſchen
Regie=
nachtsfeier, bei der die Abwickelung eines ſinnig zuſam= Erſt am Mittwoch morgen bemerkte ein Landwirt, der rung bereits ausgeſprochen worden.
mengeſtellten Programms dem zahlreich erſchienenen ſeinen im Felde ſitzenden Kohlſtrohhaufen abfahren
Straßburg i. E., 27. Dez. (Vom Spitzbergen=
Publikum herrliche Kunſtgenüſſe bot. Männerchöre und wollte, daß derſelbe niedergebrannt war. In der Aſche Obſervatorium.) Nach einem hier bei Profeſſor
Geſänge ernſter Art wechſelten mit humoriſtiſchen Vorträ= lag ein menſchlicher Körper, der bis zur Unkennt= Dr. Hergeſell am Weihnachtstage eingetroffenen
Tele=
gen ab, und es ſeien hier insbeſondere erwähnt Fräulein lichkeit verkohlt war. Man vermutete in dem Leichnam gramm befinden ſich ſämtliche Mitalieder desdeut=
Anna Geyer, die durch ihr bühnenſicheres Auftreten neben den vermißten Gläſer, was die auf dem Acker
herum=
ſchen wiſſenſchaft lichen Obſervatoriums
den Herren Karl Geyer, Huthmann und Merz viel zum liegenden Kleidungsſtücke des Unglücklichen auch beſtätig=aufspitzbergen in beſter Geſundheit und Stimmung.
Gelingen der Veranſtaltung beigetragen hat; ganz aller= ten. Offenbar hat ſich der junge Mann, der mit einem Die Beobachtungen nehmen ungeſtörten und erfolgreichen
liebſt waren ihre Vorträge: „Fiametta, das Blumenmäd= Kopfleiden behaftet war, teilweiſe entkkleidet, den Stroh= Verlauf. Außer den luftelektriſchen Arbeiten wurden
chen”, „s trotzige Dirndl” uſw., die ihr reichen Beifall ein= haufen entzündet und ſich in die Flammen geſtürzt, wo zahlreiche gerologiſche Unterſuchungen ausgeführt. Im
letz=
ſtrugen. Vorzügliches boten auch die Herren L. Müller, er einen ſchrecklichen Tod gefunden hat. Nachdem von der ten Monat wurden 25 Aufſtiege mit einer Marimalhöhe
2 Merz und Bernhard Eiſenhauer mit ihrem humoriſti= Gerichtsbehörde an der Unglücksſtelle der Tatbeſtand auf= von 4000 Meter und einer mittleren Höhe von 1600 Meter
ſchen Terzett „Die fidele Gerichtsſitzung”. Einen ganz be= genommen, wurde die Leiche in das Totenhaus über= unternommen. An 19 nacheinander folgenden Tagen
ge=
ſſonderen Kunſtgenuß verſchaffte der Bürgerverein ſeinen geführt und ſpäterhin beerdigt. Der ſchwer heimgeſuchten lang es, die Atmoſphäre der Polarnacht durch Feſſelballone
Zuhörern durch das Auftreten zweier Mitglieder des Familie wird großes Beileid entgegengebracht.
zu erforſchen Die Weihnachtsfeiertage, für welche die
Teil=
geführt hat, mit der erobernden Kraft völliger Lebens= noch ein ſo angenehmes Bouquet, daß er alle jungen Weine, kleine Heringsdampfer „Vera” der eine Ladung von über
wahrheit. Freilich haben neben Thomas Alwa Ediſon jener Weingegend aus dem Feld ſchlug und von dem 400 000 Fiſchen mit ſich führte. Es ſtellte ſich heraus, daß
ſauch andere verſucht, das bewegliche Bild und den Phono= Flaſcheninhalt nichts übrig blieb. Von dieſen vier Flaſchen die geſamte Bemannung des Fahrzeuges
graphen miteinander in Verbindung zu bringen. Aber iſt nun die eine, und zwar die mit der Inſchrift 1687, in tiefem Schlummer lag, als die Strandung
er=
eine ſolch völlige Gleichzeitigkeit bei der Wiedergabe von durch den Eigentümer des Grundſtücks dem Weinmuſeum folgte. Durch die heftige Erſchütterung erwachte der
Bild und Schall iſt wohl bisher von niemandem erreicht Speyer überwieſen worden, wo ſie neben der Glas= Maat Samuel Goffin und erkannte, daß er mitten in der
worden. Verſchiedene Inſtrumente ertönen. Neben den amphora römiſchen Weines und alten Pfälzer Flaſchen mit Arbeit des Netzeausſpannens auf Deck vor Uebermüdung
weichen Aktorden die der Bogen der Geige entloct, ver=Wein aus Grundſteinen des 18. Jahrhunderts einen eingeſchlafen ſein mußte Da ſich nichts um ihn her
nimmt man deutlich den ſchrillen Pfiff einer Hupe, das Ehrenplatz gefunden hat. Die vierkantige Flaſche, die rührte, eilte er ins Steuerhäuschen und fand dort den
flaute Gebell von Hunden, die ins Zimmer ſtürmen, ſelbſt durch das 2½ Jahrhunderte lange Lagern unter der Kapitän in aufrechter Stellung, den Kopf zwiſchen den
das Klirren der Teller, die auf den mit Teppichen beleg=1 Erde eine prächtige, an antike Gläſer erinnernde Opales= aufgeſtützten Armen, in feſtem Schlaf. Er hatte Mühe, den
ten Boden fallen. Man vergißt ganz, daß man nur Bilder zenz angenommen hat, bildet ſchon für ſich allein eine Mann wachzurütteln und ihm begreiflich zu machen, daß
auf der Leinwand ſieht. Sie gewinnen für den BeſchauerMertwürdigkeit, ebenſo der wohlerhaltene Originalver= der Dampfer aufgerannt war und die Ladung rechtzeitig
förmliches Leben, Man kann ihnen buchſtäblich die Worteſchluß; der bräunliche Inhalt füllt die Flaſche noch völlig. geborgen werden müßte. Auch alle übrigen Leute der Be= den Lippen ableſen. Die Wiedergabe des geſprochenen
ſatzung lagen, ſaßen und ſtanden in wahrem Dornrös=
und geſungenen Wortes ſtimmt haarſcharf mit den Be=
* Das Zwiebelkleid Dieſen ſchönen Ausdruck wandte chenſchlummer. Sie waren eingeſchlafen, wo ſie ſich
ge=
wegungen der handelnden Perſonen überein. Und —
neulich bei einer Modenſchau in Paris ein ſtolzer Schnei= rade befanden. Die Unterſuchung der ſonderbaren
An=
was noch erſtaunlicher iſt — der Ton nähert ſich und ent= der an. Vielleicht hätte er das von ihm geſchaffene und gelegenheit ergab, daß faſt alle Heringsfiſcher während
fernt ſich mit der Perſon zu der er gehört. Statt des bewunderte Kleid auch das Winterkleid „nach chineſiſcher der beſten Zeit des Heringsfanges bis zur äußerſten
Er=
ſtummen Mienenſpiels haben wir wirklich lebende Film=Art, aber für Zentralheizung berechnet” benennen können; ſchöpfung arbeiten, bevor ſie ſich eine Ruhepauſe gönnen.
ſgeſtalten auf der Leinwand.
das wäre aber zu lang geworden. Es handelt ſich um ein Die nun geſtrandete Vera” war ſeit faſt einer Woche
Gewand, das ſeine Teile lagenweiſe übereinander ſchichtet täglich mit einer Ausbeute von nahezu einer halben
— Eine Weinflaſche aus dem Jahre 1687. Das
wie die Häute einer Zwiebel. Ein Kleid dieſer Art be= Million Heringen in den Hafen von Yarmouth
einge=
pfälziſche Muſeum in Speyer hat in jüngſter Zeit einen ſteht aus einem Beinkleid einem kurzen Unterrock, einem laufen.
äußerſt wertvollen Zuwachs erhalten. Vor kurzem ging
durch die Preſſe die Nachricht, daß in Großjena an der Schleppenrock, einem Schürzchen, einem Ueberrock einer
* „Wackes” als Warenzeichen. Wie in der Rundſchau
Schärpenwicklung um die Hüften und die Knie, außerdem
Unſtrut bei Abbruch eines alten Weinbergshauſes im aus einen, Chemiſette einer Weſte, einem Mieder einer
für die Inſtallationzinduſtrie mitgeteilt wird, iſt der Re=
„Kalten Grunde” das 1688 von Chriſtian Steinauer
er=
daktion dieſes Fachblattes jüngſt die Frage vorgelegt
Jacke, einem Gürtel, einem Schal. Und dies alles wird
baut worden war, der die Jahreszahl 1683 tragende übereinandergezogen und bedeutet vollendet unter
Um=
worden, ob wohl die Bezeichnung „Wackes” als Waren=
Grundſtein aufgefunden wurde und darin vier eigentüm= ſtänden ein Hauskleid, unter andern ein Straßenkleid
zeichen ſchutzfähig ſei. Die Redaktion antwortete hierauf,
lich viereckig geformte mit Bleiverſchluß verſehzene
Wein=
daß der Anfragende reichlich ein halbes Jahr zu ſpät
wo ſeid ihr hin, ihr Tage des klaſſiſchen Schneiderkleides ?
flaſchen ſamt dem bräunlich ſchimmernden Inhalt; eine einen Geſellſchaftsanzug oder eine Ballrobe großen
kommt, um der Erſte zu ſein. Bevor nämlich Leutnant=
Flaſche trug die Inſchrift 1687. Es handelt ſich alſo um
v. Forſtner in Zabern den Ausdruck zu ſeiner heutigen
Stils. Es werden natürlich keine dicken, ſondern nur Weltberühmtheit gebracht hatte, iſt die Eintragung
1687er ſächſiſchen Wein eines Jahrgangs mittlerer Güte. ganz feine dünne Gewebe angewandt werden. Wolle iſt
Bei einer in Naumburg abgehaltenen Probe wurde eine
„Wackes” als Warenzeichen von einem elſäſſiſchen Fa=
Flaſche geöffnet, ſie zeigte unter dem Bleiverſchluß einen eigentlich ganz unmodern; man trägt außer Seide nur hrikanten beantragt worden. Das Zeichen iſt am 16. Mal
Kork. beim Oeffnen entwichen Gaſe, woraus ſich noch durchſichtige Stoffe in Sammet und Pelz.
dieſes Jahres angemeldet und an 30. September einges
andauerndes Leben von Weinbakterien und dergleichen er=
* Die ſchlafenden Heringsfiſcher. Wie aus London tragen worden.
geben dirſte, und beim Probieren entwickeſte der Wein mitgeteilt wird, ſtrandete dieſer Tage bei Darmonih der
Nummer 317.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 28. Dezember 1913.
Seite 5.
nehmer mit den lehzten Schiſfen zahlreiche Geſchente und ſSchwerin an, deren Ehef, Erſter Statsanwalt Siegfried, fſtieg, kehrie nach einem Fluge von drei
Kiko=
einen Weihnachtsbaum erhalten hatten, verliefen für ſie ſeit mehreren Tagen in Wismar weilte. Die Umſchläge metern ohne Unfall in den Hafen zurück. Die Leiſtung
in dem gemütlichen Raum des Obfervatoriums in fröh= der anonymen Schreiben waren mit gedruckten Adref=ſtelt einen Weltrekord dar.
licher Weiſe. Durch die Funkenſtation des Oberſervato= ſen verſehen. Dieſe waren, wie der Polizeichef Senator
riums konnten auch von hier aus Weihnachtsgrüße über= Roſenow feſtſtellte, nach ihrer Form und Faſſung den
ge=
ſandt werden.
druckten Kämmerei=Etats entnommen, die derzeit den Bür=
Metz, 27. Dez. (Einbrecher.) In Kluingen bei gerausſchußmitgliedern zugeſtellt worden ſind. Deshalb
Ein neuer Zwiſchenfall in Zabern!
Rombach verſuchten in der Weihnachtsnacht während der ließ die Polizei bei ſämtlichen Bürgerausſchußmitgliedern
* Straßburg i. E., 27. Dez. Wie aus Zabern
Chriſtmette Diebe einen Einbruch. Als Leute gerufen wur= Hausſuchungen nach den Schriftſtücken halten, um feſtzu= hierher gemeldet wird, wurde geſtern abend auf einen
den, um die Diebe zu vertreiben, ſetzten ſich dieſe mit Meſ.ſtellen, bei wem dieſe zerſchnitten wurden. Das Ergebnis im inneren Hof der Schloßkaſerne
ſtehen=
ſern und Revolvern zur Wehr und verletzten den Bürger= war, daß drei Stadtverordnete vorläufig feſtgenommen den Poſten des Wachtkommandos vom
Infanterie=
meiſter ſchwer und einen Bauunternehmer leichter. Sie wurden. Einer der Verhafteten gab bei der plötzlichen Regiment Nr. 105 zweiſcharfe Schüſſe von einer
wurden aber ſchließlich nach längerer Gegenwehr überwäl=Hausſuchung auf die Aufforderung, den Zuſtand des zer=außenſtehenden Zivilperſon abgegeben welch letzten
tigt und ins Gefängnis abgeführt.
ſchnittenen Kämmerei=Etats zu erklären, die Antwort: ſofort nach den Schüſſen weglief. Eine Feſtſtellung des
Karlsruhe, 27. Dez. (Falſchmünzer.) Laut „Das hat der Papagei gefreſſen”. Man nimmt an, daß die Täters konnte nicht erfolgen. Die Angelegenheit wurde
Polizeibericht wurde am 24. ds Mts, vormittags in einer 1 Sttaſſache in einigen Monaten die Strafkammer des ſogleich der Staatsanwaltſchaft übergeben. Der Kreis=
Wirtſchaft ein Modelleur und Maler aus Dresden wegen Landgerichts in Schwerin beſchäftigen wird.
direktor hat ſofort eine Belohnung von 600 Mark
Verausgabung eines falſchen Zweimarkſtückes ſeſtgenom=
Luxemburg, 26. Dez. (Die Großherzogin= auf die Ergreiſung des Täters ausgeſetzt.
men. Die weiteren Nachforſchungen führten zur Ent= Mutter Adelheid), die Witwe des Großherzogs
* Zabern, 27. Dez. Wie ſchon gemeldet, fielen
deckung einer Falſchmünzerwerkſtätte im Keller eines Adolph, beging geſtern ihren 80. Geburtstag im in= geſtern abend nach 6 Uhr zwei Schüſſe vom Kanal=
Hintergebäudes in der Friedensſtraße, welche die Feſt=timſten Familienkreiſe. Eine äußerliche Feier fand nicht baſſin her in den Schloßhof hinter der
nahme des 35jährigen Malers Kaiſer hier zur Folge hatte,ſtatt. Das badiſche Großherzogspaar war am Mittwoch Kaſerne, woſelbſt ein Poſten des ſächſiſchen
Infan=
welcher dringend der Mittäterſchaft verdächtig iſt.
hier eingetroffen. Das Regierungsgebäude trug Flaagen= terie=Regiments Nr. 105 auf= und abging. Mehrere Sol=
Oberſtenfeld (Oberamt Marbach) 26. Dez. (Untat ſchmuck. Im intimſten Familienkreiſe wurde ein Diner daten bekunden übereinſtimmend, daß ſie das Aufſchlagen
eines Wüterichs.) In der Nacht von Mittwoch auf gegeben. Eine äußere Veranſtaltung fand nicht ſtatt.
Donnerstag zwiſchen 3 und 4 Uhr früh kam der ſchon ſeit
eines Geſchoſſes gehört und den Feuerſchein der Schüſſe
Rom, 27. Dez. (Die verſchwundene Kaſſette geſehen haben. Eine Kugel hat man bisher nicht
gefun=
einiger Zeit von ſeiner Frau getrennt lebende Wilhelm Rampollas.) Die Morgenblätter beingen längere den. Verletzt iſt niemand. Unter allen Umſtänden
Kimmerlen von Beilſtein hierher und verletzte Artikel über das Verſchwinden der Kaſſette des Kardinals handelt es ſich um ein einzelnes Vorkommuts das von
durch Schrotſchüſſe ſeine Frau, ſeinen Schwiegervater Rampolla Einige deuten an, daß der Aufenthalt der Bevölkerung auf das ſchärfſte verurteilt wird.
Layer und zwei Schwägerinnen ſchwer. Zwei im Nach= der Kaſſette bekannt ſein dürfte, und daß auch den
* Zabern, 27. Dez. Wie ſich nach der inzwiſchen
barhauſe befindliche Männer im Alter von 30—35 Jahren, Behörden der Aufenthalt der Kaſſette nicht unbekannt
ge=
erfolgten gerichtlichen Unterſuchung herausgeſtellt hat, iſt
die auf die Schüſſe hin zum Fenſter hinausſchauten, ſchoß blieben iſt. Es ſei nicht unbekannt, daß Rampolla die die Annahme eines Anſchlages auf den Poſten an der
er ebenſalls an. Ein Schwager erhielt 18 Schrotſchüſſe in Kaſſette unter ſeinem Kopfkiſſen verborgen habe. Als Kaſerne durch ſcharfe Schüſſe ausgeſchloſſen. Es
die Bruſt. Im ganzen verletzte der Täter 8 Perſonen man nach Rampollas Tod den Leichnam entkleidete, ſiel ſcheint ſich lediglich um einen Bubenſtreich zu
han=
teilweiſe ſehr ſchwer. Nach der Tat kehrte Kimmerlen nach der Kopf des Toten auf das Kiſſen zurück, worauf die deln, darauf berechnet. die Wache zu foppen. Die Be=
Beilſtein zurück, wo er einige Schriſtſtücke aufſetzte. Es Kaſſette zum Vorſchein kam. Eine mit der Einkleidung lohnung von 600 Mark auf die Ermittelunng des
gelang ihm noch, ſich das Leben durch eine Kugel zu neh= der Leiche beſchäftigte Perſon ſtellte die Kaſſette auf den Täters wird aufrechterhalten.
men, als ihn eben ein Landjäger verhaften wollte.
Schreibtiſch. Kurze Zeit darauf war ſie verſchwunden und
Der Täter wird in einem weiteren Bericht Kuem= man fragt ſich, auf welche Weiſe die Kaſſette
verſchwun=
merlen genannt. Er lebte, ſeitdem er von ſeiner Frau den iſt.
getrennt war, in ſeinem Heimatsorte Beilſtein. Sofort,
London, 26. Dez. Durch den Todeines Schü= Der Entwurf des preußiſchen
Staats=
nachdem er in der Frühe des Chriſttages von dort in das llers in der bekannten Erziehungsanſtalt Harrow in
Haus ſeines Schwiegervaters gekommen war, ſchoß er London namens Anſell, der Erbe eines Vermögens von
haushaltsetats für 1914.
ſeine Frau in den Unterleib und verletzte ſie lebensgefähr= ſechs Millionen war, iſt eine Anzahl Londoner Hoſpitäler
* Berlin, 27. Dez. Nach dem von der Nordd. Allg.
lich. Dann richtete er die Waffe auf den herbeigeeilten und Wohltätigkeitsanſtalten in den Beſitz beträchtlicher Zu= Ztg. veröffentlichten Ueberblick über den Ent=
Schwiegervater, den Bauern Layer, desgleichen auf ſeinen wendungen im Geſamtbetrage von fünf Millionen wurf des preußiſchen Staatshaushalts=
Schwager und ſeine Schwägerin. Nachdem er das Haus gelangt. Anſell war vor 2 Jahren in der Schweiz beim etats für das Etatsjahr 1914 ſchließt der Etat
verlaſſen hatte, ſchoß er auf zwei Nachbarn, die Bauern Rodeln ſchwer an der Wirbelſäule verletzt worden. in Einnahme und Ausgabe mit 4846 239109 Mark ab.
Rieger und Käfer, und entfernte ſich dann aus dem Orte. und ſtarb erſt jetzt an den Folgen dieſes Unfalles. Der Von den Ausgaben entfallen 303357491 Mark — 6,3 Pro=
Plötzlich kehrte er um und gab auch noch einen Schuß in Knabe war nur 17 Jahre alt geworden, und ſein ſchon vor zent der Geſamtausgaben auf das Extraordinarium gegen
das Haus ſeines Schwagers, des Schreiners Layer, ab, Jahren verſtorbener Vater hatte teſtamentariſch angeord= 244986956 Mark = 5,6 Prozent der Geſamtausgaben im
den er aber nicht traf. Layer und ſeine Frau ergriffen die net, daß, falls ſein Sohn minderjährig ſterben ſollte, das Etat für 1913. Einnahmen und Ausgaben halten, wie
Flucht. Kuemmerlen ſchoß nochmals hinter ihnen her und Vermögen verſchiedenen Wohltätigkeitsanſtalten zufallen im Etat für 1913, ohne Anleihe das Gleichgewicht. Die
traf nunmehr den Schwager ſchwer, die Frau leicht. Dann ſollte. Das iſt jetzt geſchehen.
Abgrenzung im Eiſenbahnetat, wonach die
Rein=
verließ Kuemmerlen den Ort und begab ſich nach Beilſtein.
überſchüſſe der Eiſenbahnverwaltung nur bis zür Höhe
Den Selbſtmord verübte er in einem Gartenhaus. Die
Neu=York, 27. Dez. (Die Kataſtrophe bei dem von 2,10 Proz. des ſtatiſtiſchen Anlagekapitals der Eiſen=
Weihnachtsfeſt in Calumet.) Die letzten Einzel=
Landjägermannſchaft wurde ſofort aufgeboten; als ſie aber heiten über die furchtbare Kataſtrophe in Calumet beſagen,
bahnen zur Deckung allgemeiner Staatsausgaben
heran=
ankam war Kuemmerlen bereits tot. Die Unterſuchung daß dieſe im ganzen 72 Todesopfer gefordert hat, gezogen werden dürfen, hat für 1914 zur Folge gehabt,
iſt noch nicht abgeſchloſſen. Es ſteht noch nicht feſt, ob alle
baß ein Betrag von 79151981 Mark zur Verſtärkung des
Von verſchiedenen Seiten wird behauptet, daß das Wort Ausgleichsfonds etatiſiert worden iſt, gegen 93 482835
acht Perſonen, die ſich zum Teil im Krankenhaus befinden,
„Feuer” überhaupt nicht gefallen ſei. Man ſteht vor einem Mark im rorigen Etat. Andererſeits iſt zur Deckung der
mit dem Leben davonkommen werden.
Opladen, 27. Dez. (Gasvergiftung.) In einem Rätſel und kann es ſich nicht erklären, daß ſämtliche im Mittel für die über die Grenze von 1,15 Prozent des
Hauſe in der Viktoriaſtraße wurden der 67 Jahre alteSaale anweſenden Perſonen von der Halluzination derart ſtatiſtiſchen Anlagekapitals hinausgehenden
Baubedürf=
erfaßt wurden, daß ſie vollſtändig die Beſinnung verloren niſſe der Eiſenbahnverwaltung auf die Beſtände des Aus=
Geſchäftsführer Fließ, der 25 Jahre alte Schloſſer
Pintz und die 20 Jahre alte berufsloſe Thereſe See= und, ohne auf ihre Umgebung zu achten, nach den Aus= gleichsfonds zurückgegriffen und aus dieſen ein Betrag
gängen drängten, ſo daß viele Frauen und Kinder nieder= von 45000 000 Mark bei den außerordentlichen Einnahmen
mann erſtickt aufgefunden Von zwei Hähnen
getreten wurden. Präſident Wilſon hat perſönlich die der Eiſenbahnverwaltung eingeſtellt worden. Das
Etats=
der Gasleitung war Gas ausgeſtrömt. Die Einzelheiten Behörden beauftragt, eine ſtrenge Unterſuchung einzulei= geſetz enthält, wie im Vorjahre, die Ermächtigung, zur
ſind noch nicht aufgeklärr.
ten. Einige Perſonen behaupten, daß ein Mitglied der porübergehenden Verſtärkung der Betriebsmittel der
Hamburg, 27. Dez. (Der Unfallauf der Achter= Bürgerligg, der bei dem letzten Streik der Minenarbeiter Generalſtaatskaſſe, deren Betriebsfonds 133 497000 Mark
bahn.) Der Unfall zu Beginn des Hamburger
Dom=
die Ordnung in den Straßen aufrecht zu erhalten hatte, ſich beträgt, Schatzanweiſungen bis zur Höhe von
feſtes, über den ſeinerzeit berichtet wurde, iſt, wie man den Haß der Minenarbeiter dadurch zugezogen habe.
100 000 000 Mark ausgeben zu dürfen. An
Beſol=
uns feſtzuſtellen erſucht, nicht bei der Firma Haaſe
Neu=York, 27. Dez. (Schwerer Sturm an der dungsverbeſſerungen für einzelne Beamtenklaſſen
(Aktiengeſellſchaft) paſſiert. Das Unglück
ereig=
nete ſich weder auf einer Achterbahn noch auf einer Ge=atlantiſchen Küſte.) Ein ſchwerer Sturm, der im ſind 19300 000 Mark vorgeſehen, wovon 15 500 000 Mark
Nordoſten der atlantiſchen Küſte wütet, hat großen Scha= auf die Eiſenbahnverwaltung entfallen. Zu
Zuwendun=
birgsbahn, ſondern auf einer minderwertigen
Schleifen=
den verurſacht. In Searbridge ſind verſchiedene Häuſer gen an Beamte, die zu oder vor dem 1. April 1908 in
bahn, auf welcher keine Betriebsſicherungen für die
Fahr=
gäſte vorgeſehen waren, wie ſie die Firma Hugo Haaſe durch die Sturmflut vernichtet worden. Der
Material=
den Ruheſtand verſetzt ſind, und für Witwen und Waiſen
ſchaden wird auf 4 Millionen Dollar geſchätzt. Man dieſer und der vorher verſtorbenen Beamten ſind
einge=
berückſichtigt. Sämtliche Haaſeſche Bahnen ſind in vollem
nimmt an, daß auch einige Menſchen dem Sturme zum ſtellt 6 514000 Mark, gegen 1913 plus 1 000 000 Mark. Von
Betrieb.
der Verſtärkung entfallen auf die Eiſenbahnverwaltung
Leipzig, 27. Dez. (Automobilunglück.) Am Opfer gefallen ſind.
800000 Mark. Zu Zuwendungen an penſionierte
Volks=
erſten Feiertag geriet bei Zwenkau ein Automobil, das
ſchullehrer und =lehrerinnen, die zu oder vor dem 1. April
Luftfahrt.
aus Leipzig kant, auf der naſſen Straße ins Schleu=
1908 in den Ruheſtand verſetzt ſind, ſowie an Witwen und
dern rannte gegen einen Baum und überſchlug ſich.
* Hannover, 27. Dez. Heute nachmittag ging bei Waiſen dieſer Lehrer und der vor dieſem Zeitpunkt im
Der Beſitzer des Kraftwagens, Hauſchild, wurde ſo ſchwer ſtürmiſchem Wetter und heftigem Schneetreiben ein Amte verſtorbenen Volksſchullehrer ſind 2550 000 Mark in
verletzt daß er bald darauf ſtarb. Die drei anderen In=franzöſiſcher Freiballon im Walde bei Oſter= Anſatz gebracht, gegen 1913 plus 200 000 Mark. Die
ſaſſen wurden teils ſchwerer, teils leichter verletzt.
wald (Kreis Hameln) nieder. Der Ballon verfing ſich in Staatsſchuld beläuft ſich auf 10355537144 Mark,
Wismar, 25. Dez. (Verhaftete Stadtväter) Baumäſten und wurde zerſtört. Die Inſaſſen, zwei gegen 1913 plus 453 768 040 Mark. Von der Geſamtſchuld
In Wismar beſteht ſeit Jahren ein Streit zwiſchen Herren und eine Dame, wurden gereitet Der Ballon war entfallen auf die Eiſenbahnverwaltung 7810 792 695 Mark
Magiſtrat und Stadtverordneten wegen Wie=
und auf die Bergverwaltung 198731379 Mark.
heute nacht um 12 Uhr in Paris aufgeſtiegen.
derbeſetzung einer Ratsherrnſtelle. Eine neue Zuſpitzung
An Ausgaben erfordert die Staatsſchuld: zur Ver=
* San Raphael 27. Dez. Der Flieger
Legag=
hat dieſer Zwiſt dadurch erfahren, daß in der Stadt
ano=
nyme Schmähſchriften verbreitet wurden. Sie richteten neur ſtellte mit 6150 Metern, die er in 95 Minuten zinſung (einſchl der im Laufe des Etatsjahres neu
auf=
zunehmenden Anleihebeträge) 383526 275 Mark, gegen
ſich gegen die Bürgermeiſter Dr. Wildfang und Geh. Kom,erreichte, einen neuen Weltrekord auf.
1913 plus 17180 415 Mark: zur Tilgung (einſchl. eines
merzienrat Witte, gegen den Senator Dr. Koenig und den
* Petersburg, 27. Dez. Sikorſkis Rieſen= Betrages von 2376000 Mark zur Verſtärkung der geſetz=
Senator Puffpaff. Die genannten Herren ſtrengten
des=
flugzeug „Ilja Muromez”, das mit 10 Fahrgäſten und lichen Schuldentilgung durch erſparte Zinſen 65 907929
wegen Klage bei der Staatsanwaltſchaft des Landgerichts! Ballaſt insgeſamt mit 1100 Kilogramm Belaſtung auf= Mark, gegen 1913 plus 5965270 Mark, zuſammen
449 434 204 Mark, gegen 1913 plus 23 145 685 Mark. Von
Filmaufnahme der Völkerſchlacht bei Leipzig in parodiſti= dieſen Ausgaben entfallen: auf die
Eiſenbahnver=
ſchem Stile vorgeführt wird. Die Muſik iſt, wie die waltung 338 769 219 Mark, gegen 1913 plus 12 084 254
Großherzogliches Hoftheater.
Couplets, in dem leicht=gefälligen Operettenſtil gehalten.
Mark; auf die Vergverwaltung 9342205 Mark. gegen
Samstag, den 27. Dezember.
Der durchſchlagende Erfolg der Aufführung war nicht 1913 plus 567336 Mark. Der ungedeckte
Matrikularbei=
zum wenigſten der vortrefflichen Aufführung zu verdan= trag iſt auf Grund des Reichshaushaltsetat mit 33 898 138
Zum erſten Male:
ken. Neben Herrn Harprecht, der den Muſenfett mit Mark 84,40 Pfg. auf den Kopf der preußiſchen Bevöl=
Gewandtheit und Humor ſpielte, war es beſonders Frau kerung in Anſatz gebracht, gegen 1913 minus 587864 Mark.
Filmzauber.
Poſſe mit Geſang und Tanz in vier Bildern von Rudolph Gothe, die durch ihr munteres und friſches Spiel, das Als Anteil an der Zuwachsſteuer ſind ſtatt 1080 000 Mark
als Franz geradezu köſtlich war, ihre heitere Laune und nur noch 580 000 Mark eingeſtellt, mithin 500 000 Mark
Bernauer und Rudolph Schanzer.
ihre graziöſe und dezente Tanzkunſt zum Frohſinn ſtimmte weniger als vorausſichtliche Folge der durch das Reichs=
Muſik von Walter Kollo und Willy Bredſchneider.
und das Publikum zum Beifall animierte. Eine inter= geſetz über Aenderungen im Finanzweſen getroffenen Be=
W-l. Vor anſcheinend ausverkauftem Hauſe ging am eſſante und pikante Verkörperung verlieh auch Fräulein ſtimmungen. Die Geſamtſumme der ordentlichen
heutigen ſogenannten dritten Feiertage ein luſtiges Opus Schaub, die ebenſo ſchön ſpricht, wie ſingt, der Wanda. Einnahmen beträgt 4779550 209 Mark, die der
in Szene. Es nennt ſich ehrlich eine „Poſſe mit Geſang Ihr Partner, Herr Schneider als Max. aſſiſtierte ihr dauernden Ausgaben 4542881618 Mark, das ergibt im
und Tanz”, obwohl es nicht ſchlechter iſt. als die Operetten, ſingend und tanzend in ſtilvoller Weiſe. Die komiſchen Ordingrium einen Ueberſchuß von 236668591 Mark,
die wir in letzter Zeit kennen gelernt haben. Die Tänze, Rollen waren durch die Herren Jordan als Käſebier, gegen den Etat für 1913 ein Mehr von 11590035 Mark.
die meiſt modernen Charakters ſind, ſind bis auf den zu= Frau Müller=Rudolph als Eufemia, Frau Doſtal Die Geſamtſumme der einmaligen und außerordentlichen
letzt getanzten unſchönen Teddy=Bärentanz, der hier wohl als Frau Käſebier und Herrn Peterſen als Anaſtaſius Ausgaben beträgt 303357491 Mark, die der
außerordent=
zum erſten Male vorgeführt wurde, durchſchnittlich ſogar beſtens vertreten. Die italieniſche Kinodiva ſpielte Frl. lichen Einnahmen 66 688900 Mark. Es ergibt ſich alſo
gefälliger und dezenter als man von jenen Operetten Pils mit Temperament, den Hochſtapler v. Klemezinski ein Zuſchuß im Extraordinarium in der Höhe des
Ueber=
gewohnt iſt. An einzelnen Witzen und Couplets könnte Herr Jürgas mit vielem Humor, während Herr Hacker ſchuſſes im Ordinarium. Die Reinerträge der
der Rotſtift wohl noch eine wohltuende und berechtigte mit der kleinen Rolle des Geheimrats Papendieck eine direkten Steuern ſind veranſchlagt auf 450,7
Mil=
ſionen Mark (gegen den Etat für 1915 plus 27.6 Millio=
Zenſur ausüben; das Berliner Publikum iſt eben weniger feine Charakterſtudie ſchuf.
Sämtliche Einzelnummern (Couplets und Tänze) mit nen), die der Zölle und indirekten Steuern auf 72,1
Mil=
kritiſch, als ein anderes.
Daß das Thegter für ſeinen gefährlichſten und gefürch= Ausnahme von einer oder zweien, mußten auf den ſtürmi lionen (weniger 3,1 Millionen) die Reinerträge der
Do=
tetſten Konkurrenten, das Kino noch Reklame macht, iſt ſchen Beifall hin wiederholt werden. Am meiſten gefielen mänenverwaltung auf 15,9 Millionen (plus 0,2), der
For=
gewiß ein Beweis von Selbſtverleugnung; der Filmzau= die von Herrn Harprecht und Frau Gothe und von ſten auf 81,8 Millionen (plus 3,2), die der Lotterie auf
ber, der das Liebespaar mit den ſchönen Namen Muſenfett Herrn Schneider und Frl. Schaub getanzten gra= 12,4 Millionen, die der Berg= uſw. Verwaltung auf 18,0
und Papendieck zuſammenführt, ſpielt aber nur in die ziöſen Tänze, namentlich die erſteren, mehrfach variierten, Millionen (plus 3,3), die der Eiſenbahnen nach Abzug der
beiden erſten Akte hinein, in den beiden letzten geht die während der von Herrn Jordan und Frau Müller= Rücklage des Ausgleichsfonds 244,4 Millionen Mark (plus
Handlung auf ein anderes Gebiet und ganz ins Poſſen=Rudolph getanzte Tango mehr grotesker Art war. 10,3 Millionen Mark).
An wichtigeren Etatsveränderungen iſt hervorzuheben
hafte über. Das Stück hat einige ſehr dankbare Rollen, Nach dem zweiten Akte, nach dem auch der
temperament=
ſo namentlich die der Fränze, die in vier verſchiedenen volle Leiter der Aufführung, Herr Kleiber, erſchien, die Einſtellung von 500 000 Mark für Ar=
Rollen erſcheint, und die des Filmfabrikanten Muſenfett, mußte der Vorhang etwa fünfmal wieder aufgehen, ebenſo beiterwohnungen bei der
Domänenver=
die ſich darſtellend, ſingend und tanzend betäligen, was am Schluſſe der Vorſtellung. Die Regie hatte Herr waltung (plus 200 000 Markh), ſowie von 450 000 Mark
auch von den anderen größeren Rollen gilt. Der beſte Akt Harprecht. Die Inizenierung war geſchmack= und ſil= für Beſchaffung von Inſthäufern für Arbeiter bei der
Forſtverwaltung (plus 150000 Mark). Im Ordinarium
iſt ohne Zweifel der zweite, in dem uns eine köſtliche voll und dem Charakter de Operette entſprechend.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 28. Dezember
Seite 6.
der, Eifendahnwverwaltung ſind an Rehrausgaben vorge= im Gegenſatz zu anderen mit lobenswertem Talt
verſtan=
ſehen 15566000 Mark für Beſchaffung der Betriebsmate= den, ſich von allen Auswüchſen auf moraliſchem und
poli=
rialien, 18988000 Mark für Unterhaltung, Erneucrung tiſchem Gebiete fern zu halten und eignen ſich deshalb vor
und Ergänzung der baulichen Anlagen, 13692000 Mark allen anderen zur Familienlektüre. Ueber die prächtigen
für Unterhaltung, Erneuerung und Ergänzung der Fahr= Illuſtrationen braucht man kein Wort mehr zu verlieren.
zeuge, darunter 5 Millionen für Beſchaffung ganzer Manche heitere Stunde verdanken wir dieſen ausgezeichnet
Fahrzeuge. Der Anteil Heſſens und Badens redigierten Blättern. Mit dem 2. Januar beginnt ein
an den Ergebniſſen der Betriebe erhöht neuer Jahrgang. Die Fliegenden Blätter erſcheinen
ſich um 571000 Mark. Im Extraordinarium ſind wöchentlich. Der Preis beträgt vierteljährlich 3,50 Mark.
500000 Mark für Kleinwohnungen in den öſtlichen Grenz=
Der Deutſche Juriſten=Kalender 1914,
gebieten ausgeworfen. In den nächſten Eiſenbahn=
An=
leihe=Geſetzentwurf ſollen für die beſtehenden Bahnen ein= der einzige juriſtiſche Tages=Abreißkalender, iſt im
Ver=
geſtellt werden: 173 200000 Mark für Beſchaffung von lage von Otto Liebmann, Berlin, Verlag der Deutſchen
Fahrzeugen (gegen 1913 minus 16,8 Millionen Mark), Juriſtenzeitung, erſchienen. Auch in dieſem Jahrgange
etwa 176800000 Mark für die Herſtellung zweiter und will der wiederum von Rechtsanwalt Dr Arthur
Kall=
weiterer Gleiſe u. a. Im Etat der öffentlichen Schuld mann bearbeitete, inhaltlich erheblich verbeſſerte Kalender
iſt eine Mehrausgabe von 17180415 Mark zur Verzin= 1 der Erinnerung an hervorragende Juriſten und
Natio=
ſung vorgeſehen. Im Etat des Staatsminiſteriums er= nalökonomen dienen. Beſonderes Gewicht wurde in
die=
ſcheint eine Mehrausgabe von 121610 Mark für das ſem Jahrgange auf die Wiedergabe einer weit größeren
auf Grund des Waſſergeſetzes neu zu errichtende Landes= Zahl neuerer, grundſätzlich wichtiger Entſcheidungen des
Waſſeramt. Unter den Ausgaben des Extraordinariums Reichsgerichts gelegt. Der Kalender iſt mit etwa 60
Ab=
erſcheinen 500000 Mark als erſte Rate für den Neubau bildungen von bedeutenden Juriſten und Juſtizgebäuden
eines Dienſtgebäudes für das geheime Staats= geſchmückt und auch äußerlich elegant ausgeſtattet. Preis
archiv in Berlin. Das Extraordinarium der Bau=3,20 Mark.
verwaltung ſchließt in Ausgabe mit 24 114 100 Mark. Für
Binnenwaſſerſtraßen ſind angeſetzt 12676 200
Vom Balkan.
Mark, darunter 1800000 Mark zur Fortführung
* Belgrad, 27. Dez. Von maßgebender Stelle wird
der Mainkanaliſierung oberhalb
Offen=
bachs, zweite Rate; 450000 Mark zum Bau einer zwei= erklärt, daß die Regierung ihre Demiſſion noch
ten Mainſchleuſe bei Koſtheim, erſte Rate; nicht überreicht hat und auch vorläufig keine Urſache zum
250000 Mark zum Bau einer feſten Rheinbrücke bei Weſel, Rücktritt habe, da ſie über eine abſolute Mehrheit in
erſte Rate. Für Seehäfen ſind angeſetzt 8815000 Mark, der Skupſchtina verfüge; ſie warte die Sitzung der
darunter 750000 Mark zur Verbeſſerung der Schiffahrt= Skupſchtina am Montag ab. In politiſchen Kreiſen
ver=
ſtraße Stettin-Swinemünde, erſte Rate; 250000 Mark lautet, der geſtrigen Sitzung der Skupſchtina ſei die
De=
zum Bau einer Schutzmauer auf Helgoland, zweite Rate; miſſion des Kriegsminiſters vorangegangen, der wegen
1100000 Mark zum Grunderwerb für Erweiterung des der Forderung ſeiner Miniſterkollegen, das Kriegsbudget
Fiſchereihafens in Geeſtemünde, Reſt; 1500000 Mark zur weſentlich zu beſchränken, in Gegenſatz zu den übrigen
Landgewinnung weſtlich des Emder Außenhafens, dritte Miniſtern geraten ſei; dieſe partielle Kriſe habe die Oppo=
Rate. Unter anderen Ausgaben befinden ſich 500000 Markſition zu einem gemeinſamen Angriff gegen die Regierung
für den Neubau eines Königlichen Opern=veranlaßt.
hauſes in Berlin, erſte Rate, und 500000 Mark zur
* Sofia, 27. Dez. Die Sobranje wurde für den
Förderung des Luftfahrweſens.
nächſten Donnerstag einberufen.
Für gewerbliches Unterrichtsweſen wer=
* Sofia, 27. Dez. Während der letzten zwei
Mo=
den mehr gefordert 816204 Mark, beſonders als Zuſchüſſe nate ſind in dem Diſtrikt Kumanowo 18 Bulgaren
für Fortbildungsſchulen und Fachſchulen, ſowie zur
Hebung des Kleingewerbes. Unter den Mehrausgaben getötet, 6 ſind verſchwunden und 37 ſind verhaftet
wor=
des Ordinariums des Miniſteriums für Landwirtſchaft den. Im Diſtrikt von Ochrida iſt die Zahl der Opfer
uſw. ſind aufgeführt: 348377 Mark für landwirtſchaftliche noch größer. Drei Prieſter, fünf Lehrer und ungefähr
150 Bürger und Bauern bulgariſcher Abkunft ſind
Lehranſtalten, zur Förderung des ländlichen
Fortbil=
getötet worden. Die meiſten von ihnen hatten in
dungsſchulweſens, Winterſchul= und Wanderlehrweſens,
ihrer Eigenſchaft als Bürgermeiſter und Ortsoberhäupter
540000 Mark zur Förderung der Viehzucht, 202659 Mark der mazedoniſchen Organiſation den ſerbiſchen Truppen
für Landesmeliorationen, 50000 Mark zur Förderung des
Obſt=, Wein= und Gartenbaues. Das Extraordinarium bei ihren Operationen gegen die Türken wertvolle Dienſte
fordert 9711110 Mark, darunter 1045000 Mark für den geleiſtet.
* Saloniki, 27. Dez. (Wiener Korr.=Bureau.)
Weſtfonds und 1302000 Mark für den Oſtfonds, ſowie
1000900 Mark zur Förderung der inneren Koloniſation. Die Bemühungen, die ſüdalbaniſche Grenzange=
Für Förderung der Kultivierung der Niederungsmoorelegenheit zu einer nationalen Frage
auf=
werden verlangt 500000 Mark, von Oedländereien in lzuwerfen und breitere Schichten der griechiſchen Be=
Hannover 200000 Mark, in Schleswig=Holſtein 60000 völkerung dafür zu gewinnen, wurden in den letzten Ta=
Mark, in Weſtfalen 50000 Mark. Für Schaffung von gen mit größtem Eifer fortgeſetzt. Auch hier iſt die Bil=
Verſuchseinrichtungen für die Landwirtſchaftliche Hoch=dung eines nationalen Komitees veranlaßt worden,
wel=
ſchule in Berlin, erſte Rate, 200000 Mark. Unter den ches unter den Griechen bereits namhafte Geldbeträge
Ausgaben des Kultusminiſteriums befinden ſich 500000 zwecks Unterhaltung des Kampfes in dem Epirus gegen
Mark Beihilfen an Kirchengemeinden in den ehemals die albaniſche Regierung ſammelte. Dasſelbe Komitee
polniſchen Landesteilen, 6761320 Mark für Univerſitäten iſt bemüht, Freiwillige zu gewinnen, welche
und Charité, 730000 Mark zum Ausbau der Univerſitätnach dem Epirus als Kämpfer geſchickt
Münſter durch Errichtung einer evangeliſch=theologiſchen werden ſollen. Man trachtet überall für die Auf
Fakultät und einer vollen mediziniſchen Fakultät, nahme des nationalen Kampfes Pröpaganda zu machen
endlich 200000 Mark zum Ankauf von Radium
* Athen, 27. Dez. Von den durch die neue Or=
und Meſothorium; 5069430 Mark für das Elementar=ganiſation des Heeres geſchaffenen fünf Armee
unterrichtsweſen darunter 2000000 Mark zu Elementar= korps, die ſich aus 15 Diviſionen mit zuſammen 45
Re=
ſchulbauten in Poſen, Weſtpreußen und Oppeln; 5285104 gimentern Infanterie — ohne Evzonen — zuſammen=
Mark für Kunſt und Wiſſenſchaft, darunter 1000000 Mark ſetzen, werden zwei Armeekorps in Mazedonien, je eins
zu Erweiterungs= und Neubauten für die Muſeen in Ber= in Epirus, Athen und Lariſſa aufgeſtellt werden. Von
lin, ſiebente Rate, 1000000 Mark zum Neubau eines dem letztgenannten Armeekorps kommt eine Diviſion nach
Aſiatiſchen Muſeums in Dahlem, zweite Rate, 750000 Lariſſa ſelbſt, zwei nach Südmazedonien und eine wird
Mark als außerordentliche Verſtärkung des Sammlungs= auf Kreta und die ägäiſchen Inſeln verteilt werden.
fonds für die Kunſtmuſeen in Berlin, 130000 Mark zur
Fortführung der Ausgrabungen in Meſopotamien,
649074 Mark für den Neubau der Königlichen Bibliothek.
Letzte Nachrichten.
der Univerſitätsbibliothek uſw letzte Rate, 100000 Mark
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
als außerordentlicher Dispoſitionsfonds für Zwecke der
Denkmalspflege, 250000 Mark für den Neubau der Kunſt=
* Berlin, 27. Dez. Die Frankfurter Zeitung meldet
ſchule in Berlin, erſte Rate, 60000 Mark zur Beteiligung aus Berlin: Da die Neuregelung der Vorſchriften über
der Unterrichtsverwaltung an der Internationalen Aus= die Anwendung des Artikel 15 des franzöſiſchen
ſtellung für Buchgewerbe und Graphik in Leipzig und an Zolltarifgeſetzes vom 11. Januar 1892 noch nicht
der Deutſchen Werkbundausſtellung in Köln 1914. Für beendet iſt, hat die franzöſiſche Regierung beſchloſſen ellen
techniſches Unterrichtsweſen ſind angeſetzt 2035022 Mark. Importeuren, die bei der franzöſiſchen Zollbehörde darum
einkommen werden, die Erlaubnis zur Einfuhr ihrer Er=
zeugniſſe in der bisherigen Weiſe über den 31. Dezember
„ 4
Landwirtſchaftliches.
hinaus zu verlängern. Dieſe Verfügung erſtreckt ſich je=
* Maßnahmen gegen die Einſchleppung doch nicht auf Waren mit Aufſchriften, die von der
Ver=
der Maul= und Klauenſeuche. Das Großh. Mi= waltungsgerichtsbarkeit als unerlaubt anerkannt worden
niſterium des Innern macht bekannt: Infolge des Auf= ſind. Es dürfte ſich für die beteiligten Firmen empfehlen
tretens der Maul= und Klauenſeuche auf dem Magervieh= 1 umgehend direkt oder durch ihre Vertreter in Frankreich
hof zu Berlin=Friedrichsfeld haben zwar eine Reihe von Schritte in der angedeuteten Richtung zu unternehmen.
Seuchenverſchleppungen nach dem Weſten ſtattgefunden,
* Breslau, 27. Dez. Verſchiedene Zeitungen brach
hier jedoch zu einer größeren Verbreitung der Seuche bis ten die Meldung von einer ſchweren Erkrankung
jetzt nicht geführt, ſondern nur den Ausbruch der Seuchedes Kardinal=Fürſtbiſchofs Dr. Kopp. Wie
in einzelnen Gehöften zur Folge gehabt. Hiernach erſcheint die Schleſiſche Volkszeitung authentiſch erfährt, haudelte
die Unterlage des § 18 des Reichsviehſeuchengeſetzes (be=es ſich um akute Verdauungsſtörungen, die bei dem hohen
ſondere Seuchengefahr) nicht mehr allgemein gegeben. Wir! Alter des Kardinals nicht unbedenklich erſchienen, die
ſehen uns daher veranlaßt, die durch Ausſchreiben vom aber erfreulicherweiſe zurzeit in der Beſſerung be=
28. vorigen Monats zu Nr. M. d. J. II 6505 für das Vor= griffen ſind.
liegen einer allgemeinen Seuchengefahr getroffene Anord=
* Breslau, 27. Dez. Am Donnerstag abend ſtürzte
nung bis auf weiteres wieder außer Wirkſamkeitſich Juſtizrat Janauſchke aus Loebſchütz in die
zu ſetzen. In Wirkſamkeit haben zu bleiben die Vorſchrif= Oder. Ec wurde noch lebend aus dem Waſſer geholt
ten in I Ziffer 1 der Anlage zu unſerem Amtsblatt Nr. 15 ſtarb jedoch auf dem Transport nach dem Krankenhaus.
vom 30. Dezember 1911 mit den in unſerem lithographier=
* Königsberg i. Pr., 27. Dez. Heftige
Regen=
ten Ausſchreiben vom 28. Auguſt lf. Js. zu Nr. M. d. J. böen, die heute morgen plötzlich einſetzten, haben das
II 4569 in I—IV enthaltenen näheren Anordnungen. Die Waſſer des Pregels geſtaut und mit Macht landeinwärts
gleichen Vorſchriften ſind ferner anzuwenden für alle auf getrieben. Die Hochlut hat die tiefer gelegenen Straßen
heſſiſche Viehmärkte,
ausgenommen reine den unteren und oberen Fiſchmarkt, den Kohlmarkt
Schlachtviehmärkte, aufzutreibende Klauentiere. Klauen= und die angrenzenden Straßen völlig
tiere, die zu Zucht= und Nutzzwecken von nichtheſſi=überſchwemmt und den Verkehr teilweiſe
unter=
ſchen Viehmärkten in das Landesgebiet eingeführt brochen. Die Kellerräume ſtehen unter Waſſer. Der
werden, ſind der Quarantäne nach I Ziffer 1 obiger An= Sturm hält an. Eine Reihe von Fernſprechleitungen ſind
lage zu unterwerfen.
geſtört.
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine=
* Königsberg i. Pr., 27. Dez. Gegen 9 Uhr abends
markt am 27. Dez. Auftrieb durch Händler 49 Stück. lließ der Sturm nach. Ein weiteres Steigen des
Preiſe für 50 Kilogramm Schlachtgewicht: 1. Qualität Hochwaſſers iſt nicht zu befürchten.
75 Mk., 2. Qualität 74 M., 3. Qualität 73 Mk. Marktver=
* Wien, 27. Dez. In der heutigen Schlußſitzung
lauf mäßig, geräumt.
der ungariſchen Delegation wurde die
Ueber=
einſtimmung der Beſchlüſſe der beiden Delegationen feſt=
Literariſches.
geſtellt. Graf Berchtold übermittelte der Delegation der
* Von den allbeliebten Fliegenden Blättern Dank des Kaiſers für die ſeitens der Delegation be=
(Verlag von Braun und Schneider in München) liegt jetzt kundete Hingebung und Opferfreudigkeit und ſprach hier
der 139. Band (Nr. 3545—3570) in dem bekannten grünen auf namens der gemeinſamen Miniſter den wärmſten Danl
Einband vollſtändig vor. Der letzte Band iſt beſonders für das ihnen entgegengebrachte Vertrauen aus. Mit
be=
reichhaltig und amüſant. Den neueſten Stoff für Wit in geiſtert aufgenommenen Hochrufen auf den König ſchloß
Wort und Bild liefern die Futuriſten und der Regenſom= der Präſident die Sitzung.
mer 1913. Die Fliegenden Blätter ſind noch immer die
* Zwettel (Niederöſterreich), 27. Dez. Durch eine
beſten und geleſenſten von allen Witzblättern; ſie huben es: Gasexploſion ſtürzte ein Gaſthaus ein.
Nummer 317.
1913.
Zwei Perſonen wurden dabei getötet,
meh=
rere verletzt.
* Agram, 27. Dez. Unter Entfaltung des üblichen
Ge=
pränges iſt der neugewählte Landtag
mit=
telſt eines königlichen Reſkriptes durch den Banus
Ba=
ron Skerlecz eröffnet worden. Das Reſkript
kündigt u. a. ein Geſetz betr. Regelung des
Auswande=
rungsweſens an. Nach den Eröffnungsfoemalitäten
er=
eigneten ſich ſtürmiſche Szenen. Alterspräſident Mileus=
,nicz (Oppoſitioneller) beraumte die nächſte Sitzung auf
*Montag an. Die Majorität wünſchte daß heute
nach=
mittag eine neue Sitzung zwecks Wahl des Präſidiums
ſtattfinden ſolle. Als Mileusnicz die Anberaumung der
nächſten Sitzung am Montag erneut ankündigie, rief die
Majorität: Gehen Sie von der Präſidenteneſtrade,
dorthin gehört Tuskau. Hierauf verließ Mileusnicz den
Platz, den der Regierungsparteiler Tuskau, Zweitälteſter
n der Landtagsmitglieder, beſtieg. Tuskau verkündete daß
s die nächſte Sitzung heute nachmittag 2 Uhr ſtattfinden
ſolle Hierauf ſtürzten zwei Oppoſitionelle auf Tuskau und
wollten ihm den Stuhl wegziehen. Die Regierungspar=
§teiler ſuchten Tuskau zu ſchützen. Es kam zu einem
Handgenenge und einem Tumult. Plötzlich
erſchien Mileusnicz wieder auf der Tribüne und erklärte,
es bleibe dabei, daß die nächſte Sitzung am Montag
ſtatt=
finde. Unter Proteſtrufen der Rechten und unter Lärm
wurde die Sitzung geſchloſſen.
* Paris, 27. Dez. Der Miniſterrat unter dem
Vorſitz des Präſidenten beſchloß, in Würdigung der
Füh=
rung der gelegentlich der Einbehaltung ihres Jahrganges
rwegen Inſubordination beſtraften Soldaten
eine Anzahl Erleichterungen eintreten zu laſſen.
* Paris, 27. Dez. Der Kriegsminiſter beſchloß
auf den Bericht des Generalſtabsarztes, die gegenwärtig
in mehreren Städten, Südfrankreichs Dienſt tuenden
Kreolenkkontingente, die ſich nicht an das Klima
gewöhnen können, wieder nach den Kolonien
zu rückzuſchicken.
* Brüſſel, 27. Dez. Die hieſige
Börſenkom=
tmiſſion hat gegen eine Zeitſchrift, welche die
Beſchul=
digung der Korruption gegen ſie erhob
Verleum=
dungsklage angeſtrengt. Das Gericht beſchloß,
Erhebungen darüber anzuſtellen, ob die Beſchuldigung der
Korruption auf Wahrheit beruht. Die Börſenkommiſſion
entſcheidet in Belgien über die Zulaſſung von Werten zur
Kotieruna.
* Gibraltar, 27. Dez. Eingeborene gaben
geſtern abend auf den an der afrikaniſchen Küſte
geſtran=
rdeten engliſchen Dampfer „Ludgate‟
Schüſſeab. Der ſpaniſche Kreuzer „Pelayo”, der in der
Nähe kreuzte, richtete ſofort den Scheinwerfer auf die Küſte
und ſandte 40 Seeſoldaten mit Maſchinengewehren an
Bord des „Ludgate‟. Die Seeſoldaten feuerten auf die
Eingeborenen, die in die Berge entflohen. An Bord des
„Ludgate” iſt niemand verwundet. Die Verluſte der
Ein=
geborenen ſind unbekannt. Kriegsſchiffe bewachen das
=geſtrandete Schiff, an dem die Bergungsarbeiten fortgeſetzt
werden.
* Konſtantinopel, 27. Dez. Nach amtlicher Mitteilung
eiſt der Sultan wiederhergeſtellt und hat heute
den Großweſir empfangen.
* Waſhington, 27. Dez. Das Schatzamt der
Unionsſtaaten hat eine am 1. Januar 1914 in Wirkſamkeit
tretende Verfügung erlaſſen nach welcher für
Weizen=
mehl, Erbſen und Splißerbſen, die aus
.Deutſchland unmittelbar oder mittelbar zur Einfuhr
in die Unionsſtaaten gelangen und für die bei der Aus=
=fuhr aus Deutſchland Einfuhrſcheine erteilt würden,
Zu=
ſchlagzölle zu erheben ſind. Die Verfügung findet
keine Anwendung auf Artikel, die nicht deutſcher Herkunft
oder aus nicht deutſchem Rohmaterial hergeſtellt ſind, und
die ohne Erhebung oder unter Rückerſtattung der
deut=
ſchen Zollgefälle im Veredlungsverkehr aus Deutſchland
nach den Unionsſtaaten ausgeführt werden. Zwecks
Durchführung der Verfügung ſollen die amerikaniſchen
Konſularbeamten in Deutſchland die Weiſung erhalten,
bei der Ausfuhr der in Frage kommenden Artikel die
Vor=
lage von Urſprungszeugniſſen uſw. zu fordern,
die den Konſularfakturen beizufügen ſind.
Zur Ermordung deutſcher Forſcher auf Neu=Mecklenburg.
* Berlin, 27. Dez. Der Norddeutſche Lloyd
telegra=
phierte dem Reichskolonialamt: Der gleichfalls
ermor=
dete Begleiter des Oberförſters Deininger
war der Forſtaſſeſſor Kampf. Eine amtliche Beſtätigung
der Meldung liegt noch nicht vor. Unmittelbar nach dem
Eingang der erſten Nachricht von der Ermordung
Deinin=
gers wurde vom Reichskolonialamt bei dem
Gouverne=
ment telegraphiſch angefragt. Der Norddeutſche Lloyd
er=
fuhr dies durch ein Telegramm des Kapitäns vom
Lloyd=
dampfer „Prinz Waldemar” und er nannte als ſeinen
hGewährsmann den Landungsinſpektor Genten in Rabaul.
Forſtaſſeſſor Kampf war kürzlich aus dem bayeriſchen
=Forſtdienſt in den Kolonialdienſt übergetreten. Er ſollte
gjetzt von dem Oberförſter Deininger, der ſchon auf eine
emehrjährige Tropentätigkeit zurückblickt, in ein neues
Ar=
ebeitsgebiet eingeführt werden.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
K8 8 5 8 5 8 5 885 8 5 88 88 88585
K
88
K.
K
Ein
8
8
6
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K.
8.
Neujahrswunsch-
8.
8
8
K.
Inserat
8
8.
8
8
in dem „Darmstädter
Tagblatt” enthebt Sie
K
jeder mündlichen oder
8
schriftlichen Gratulation.
K
5
8
Mllu
Ihmmmmmmm
8
8
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Die Nummer mit den
8
8
Neujahrs-Wünschen er-
3
K
scheint am 1. Januar
*K
K
:: früh morgens ::
K.
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65
K
8
8
K5&RRRRKARKRRRRRRRRKK&
Nummer 317.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 28. Dezember 1913.
Seite 7.
Todes=Anzeige.
Dankſagung.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Für alle uns beim Hinſcheiden unſerer lieben
Hiermit die ſchmerzliche Nachricht, daß
Heimgegangenen
Heute morgen 5 Uhr verſchied ſanft nach
unſere liebe Mutter, Großmutter und
Schwie=
germutter
(26844
langem Leiden unſere liebe Mutter, Groß=
Frau Amelie Dosch
Frau
mutter, Schwiegermutter und Schweſter
erwieſenen Beweiſe herzlicher Teilnahme ſprechen
Frau
wir unſeren tiefgefühlten Dank aus.
Eva Scherf Witwe
Im Namen der Hinterbliebenen:
geb. Rettig
Elise Grünewald
Amélie Sammet, geb. Dosch.
heute nacht nach langem, ſchwerem Leiden
ver=
ſchieden iſt.
B26862)
Professor Wilhelm Sammet.
geb. Weber
Darmſtadt, den 26. Dezember 1913.
Darmſtadt, den 27. Dezember 1913.
im 78. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Um ſtille Teilnahme bitten
(26131
Kätchen Meinhardt, geb. Scherf,
Geh. Hofrat Prof. Henneberg
Johannes Scherf.
und Familie.
Danksagung.
Die Beerdigung findet am 28. Dezember d. J.
Darmſtadt, den 26. Dezember 1913.
3 Uhr nachmittags, von der Friedhofskapelle
aus, ſtatt.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 28. De=
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
zember, vormittags 11 Uhr, von der Friedhofs=
und Blumenſpenden bei dem ſo frühen Tode
kapelle aus, ſtatt.
(B26863
unſeres lieben Sohnes
Kondolenzbeſuche dankend abgelehnt.
Ludwig
Danksagung.
Für die Beweiſe der Teilnahme beim
Heim=
ſagen wir unſeren herzlichſten Dank.
gange unſeres teueren Entſchlafenen danken
Beſonderen Dank dem Kriegerverein Ger=
Anſtatt jeder beſonderen Anzeige.
herzlich
(26856
mania I für die Kranzſpende und die Beteiligung.
Heute früh 5 Uhr verſchied plötzlich und
die Familien
Familie Nikolaus Merkel.
ſchmerzlos in Ollioules (Südfrankreich) infolge
Schäfer und Petry.
eines Gehirnſchlages meine innigſtgeliebte Frau,
Familie Weißgerber.
unſere Mutter, Schwiegermutter und Großmutter
Darmſtadt, den 27. Dezember 1913.
(2686)
Tina Escher
Gottesdienſtliche Anzeigen.
geb. Götzenberg
Evangeliſche Gemeinſchaft (Kiesſtr. 43): Sonntag, der
Dankſagung.
28. Dez., nachm. um 5 Uhr: Weihnachtsfeier der Sonn
im Alter von 54 Jahren.
tagsſchule. — Dienstag, den 30. Dez., abends um 8¼ Uhr:
Predigt. Prediger A. Berner=Frankfurt a. M.
(Statt Karten.)
Der Tag der Beiſetzung in Darmſtadt wird
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
noch bekannt gegeben.
den 28. Dez., nachm. um 4 Uhr: Predigt. — Donners=
Für die Beweiſe herzlicher Teil=
Wilh. Escher, Reallehrer i. P.,
tag, den 1. Jan. (Neujahr) nachmittags um 4 Uhr
z. Zt. Ollioules,
Predigt. — Freitag, den 2. Januar, abends um ½ 9 Uhr
nahme bei dem Hinſcheiden unſerer
Predigt. Prediger Ekert aus Offenbach.
Else Escher, Darmſtadt,
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 27. Dez.,
nach=
lieben Mutter, Schwiegermutter, Groß=
Dora Brand, geb. Eſcher, Adrianopel,
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen
Hanna van der Mey, geb. Eſcher, und
mutter, Schweſter und Tante
heit zur heil. Beichte.
Söhnchen, Ollioules.
Sonntag, vorm. von 6½ Uhr an: Gelegenheit zur
Wilh. Brand, Regierungsbaumeiſter,
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe.
— Um 8 Uhr:
Adrianopel.
hl. Meſſe mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und
Frau Marie Rapp Ww.
Predigt. — Nachm. um 2 Uhr: Andacht.
Leo van der Mey, Grundbeſitzer, Ollioules.
Kapelle zu Arheilgen: Vorm. um ½10 Uhr: Amt
Ollioules, 17. Dezember 1913. (26846
und Predigt.
ſagen wir unſeren innigſten Dank.
Schneebericht.
B26864)
Die trauernden Hinterbliebenen.
Nonrod: 15 Zentimeter, lückenlos, locker, tauend.
Reichelsheim: 13 Zentimeter, lückenlos, locker. —
Linden=
fels: 12 Zentimeter, lückenlos, locker; Rodelbahn mäßig. —
Waldmichelbach: 20 Zentimeter, lückenlos, locker, tauend
Todes=Anzeige.
Rodelbahn gut. — Michelſtadt: 10 Zentimeter, lückenlos,
locker, tauend; Rodelbahn mäßig.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Danksagung.
Amtlicher Wetterbericht.
Heute verſchied mein lieber Mann, unſer
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
guter Vater, Sohn, Schwiegerſohn und Schwager
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
Ausläufer einer ſtarken Depreſſion über dem
Nord=
bei der Krankheit wie bei der Beerdigung meiner
meere verurſachten geſtern bei uns ſehr mildes, trübes,
unvergeßlichen Gattin, unſerer treubeſorgten Mutter,
regneriſches Wetter, das heute noch fortdauert. Wir
werden morgen auf die Rückſeite des Tiefdruckgebietes
Schweſter, Schwägerin, Tante und Nichte
kommen und etwas kälteres, vorwiegend trübes Wetter
Friearien Lngelbach
mit Regen= und Schneeſchauern und weſtlichen bis
nord=
weſtlichen Winden zu erwarten haben.
Frau Anna Waigel
Ausſichten in Heſſen für Sonntag, den 28. De=
Syndikus der
zember: Vorwiegend trüb, etwas kälter, Regen= und
Hessischen Handwerkskammer
Schneeſchauer, weſtliche bis nordweſtliche Winde.
ſage ich an dieſer Stelle, da es mir nicht möglich
im Alter von 45 Jahren.
iſt, jedem Einzelnen zu danken, meinen aufrichtig=
Tageskalender.
ſten Dank; beſonders danke auch den Stammgäſten
Sonntag, 28. Dezember.
Im Namen der Hinterbliebenen:
der Wirtſchaft „Zum Schloßkeller” dem Spar=
Großh. Hoftheater Anfang 2 Uhr, Ende sgegen
verein „Hofgarten”, für die überaus zahlreichen
Johanna Engelbach.
4½ Uhr (Sondervorſtellung): „Lumpacivagabundus
Abendvorſtellung: Anfang 6½ Uhr Ende nach 11¾ Uhr
und ſchönen Blumenſpenden.
(*18333
Darmſtadt, den 27. Dezember 1913.
(Ab. B): „Die Meiſterſinger von Nürnberg”.
Darmſtadt, den 27. September 1913.
Weihnachtsſeiern: Orthſches Männerquartett um
Die Beerdigung findet Montag nachmittag
4 Uhr in der Beſſunger Turnhalle. — Gabelsberger
3 Uhr vom Sterbehauſe, Kiesſtraße 133, ſtatt.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Stenographen=Verein (1861) um 7 Uhr im „
Kaiſer=
ſaal” — Geſangverein „Frohſinn” um 8 Uhr im
Es wird gebeten, von Beileidsbeſuchen
Christian Waigel und Kinder.
Bezirksverein Martinsviertel um 8½
(26896
„Schützenhof”
abzuſehen.
Uhr im „Mathildenhöhſaal”. — Kraft=Sportverein
O
Darmſtadt 1910 um 7 Uhr im Reſtaurant „Zur
Roſen=
höhe‟.
Fußball=Wettkampf um 2½ Uhr auf dem Sport=
platz an der Heidelberger Straße.
Für die vielen Beweiſe wohltuender Teilnahme
Dankſagung.
Sonnenwendfeier der Freireligiöſen Gemeinde um
anläßlich des Hinſcheidens meiner lieben Mutter
5 Uhr in der Freimaurerloge.
Für die liebevollen Beweiſe der Teilnahme
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Café „
Metco=
bei dem Hinſcheiden meiner unvergeßlichen Frau,
pole” um 4 und 8 Uhr. — Hanauer Hof. — „Perkeo”
unſerer lieben Mutter, Schwiegermutter,
Groß=
um 4 und 8 Uhr.
Frau Elisabeth Hilbert
mutter, Schweſter, Schwägerin und Tante
Drut und Berlags z. g. Bilihſche Soſluchunckenſ.
insbeſondere Herrn Pfarrer Vogel für die troſt=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
reiche Grabrede ſowie für die zahlreichen Blumen=
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
Frau Käthchen Becker
ſpenden, ſage ich herzlichen Dank.
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
geb. Schilling
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
A. Hülbert.
(26832
danken herzlich
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
die tieftrauernden Hinterbliebenen.
(*18334
Darmſtadt, den 27. Dezember 1913.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
Darmſtadt, den 25. Dezember 1913.
werden nicht zurückgeſandt.
220
(23801a
Das Bier für die Familie. — Unerreicht in seiner Wohlhekömmlichkeit.
4
[ ← ][ ][ → ]
Nummer 317.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 28. Dezember 1913.
Seite 8.
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(I.26842
Gasmotorenfabriſt A. 6, Güin-Ehrenfeid
Ueber 120000 P8 im Betrieb
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(vormals C. Schmitz),
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Verkcaufshüre Frankfurt s. imein. Sües, Kuhensstr. 28.
Gründlicher Unterricht im Tango, ſowie in allen
ee eenetnenenenhenernentenetetetee
modernen Rund= und Geſellſchafts=Tänzen jederzeit.
Zu dem im Januar beginnenden dritten Tanzkurſus
nehme noch Anmeldungen entgegen.
(26169a
Der Unterricht wird in meinem Privatſaal, Saalbauſtraße 13, erteilt,
Gefl. Anmeldungen erbeten Kranichſteinerſtr. 44, parterre.
Ou (früher Großh
Mannheimer Sageblatt
Hof=
Jondung Georg geh. el 2. Soleiäneri.
47. Jahrgang
* Beilagen: Der Erzähler, Unterhaltungsblatt (wöchentl. 5 mal) Binaus in die Welt, Beilagen für Wandern und
Reiſen (im Sommer wöchentlich 1 mal)
Schachzeitung (monatlich 1 mal)
Der Winterſport (im Winter wöchentlich 1 mal) 1
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Spiel und Sport (Früh= u. Spätjahr wöchentl. 1mal)
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Nummer 317.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 28. Dezember 1913.
Seite 10.
Am 31. Derember 1918:
Grosse Silvester-Feier
mit Fest-Souper.
(26857go
Am 1. Januar 1914, nachmittags und abends:
Künstler-Konzert
in sämtlichen oberen Festräumen.
Es wird höflichst gebeten, die Tische rechtzeitig reservieren zu fassen.
Verſonem
Hans Sachs,
Georg Weber
Schuſter .
Veit Pogner,
Fußballklub „olympia‟ Darmstadt
. Alfred Stephani
Goldſchmied
gegr. 1898
KunzVogelgeſang,
Otto Thomſen
Kürſchner .
Heidelbergerstrasse.
Sportpiatz
Konrad
Nachti=
gall, Spengler . Adolf Klotz
Sonntag, 28. Dezbr. 1913, 2½ Uhr:
Sixtus
Beck=
meſſer, Schreiber L. Schützendorf
Nochmaliges Antreten der Fussballmannschaft
Fritz Kothner,
Otto Semper
Bäcker .
Ltäie
Balthaſar Zorn,
Fritz Lang
Zinngießer
Der neue glänzende Spielplan
S. II. Schitt Wrosen
Ulrich Eißlinger,
A. Fleiſchmann
Würzkrämer:
Auguſtin Moſer,
Deutscher Flottenmeister
Br. Waigandt
Schneider .
21 Sensationsschlager (3
Hermann Ortel,
(26829
gegen Olympia I.
Seifenſieder . . Heinrich Geyer
Ganz besonders hervorzuheben ist der schwedische Kunstfilm
Hans Schwarz,
Vorverkauf: Verkehrsbüro.
Strumpfwirker . Auguſt Kräger
Der Ministerpräsident
Hans Foltz,
Kupferſchmied . Edm. Göllnitz
Ein erschütterndes Drama in 3 Akten.
Walther v. Stol=
Eine glänzend geführte Handlung voll dramatischer Effekte.
zing, ein ig. Rit=
Meisterhafte Darstellung in einem stilvollen szenischen Rahmen.
ter aus Franken Georg Becker
Kraft-Sportverein Darmstadt 1910
Spannende Handlung! Effektvolle Bilder! Tiefgehende Wirkung!
David, Sachſens
. Karl Bernhardt
Lehrbube .
II. Hauptstück:
Eva, Pogner’s
Sonntag, den 28. Dezember 1913
Gt. Geyersbach
Tochter . .
Der Kampf ums Glück
Magdalene, Eva’s
Anna Jacobs
Amme .
Ergreifendes Drama in 2 Akten.
Weinnachts-Feier Ein Nachtwächter Hans Vertram
Neuartige und von kühnen Bildern durchzogene
Chöre: Robert Preuß.
Handlung mit der Hauptszene
in ſämtlichen Räumen der Roſenhöhe
Preiſe der Plätze (Gew.
Der Todeskampf auf der Lokomotive
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
Rundeturmſtraße 16
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ, Par=
Zusammenstoß zweier Lokomotiven
beſtehend aus Verloſung, Konzert und humoriſtiſchen Vorträgenterre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ, 6.—8.
Motiv:
Reihe 2.35 ℳ Proſzeniumsloge
wozu freundlichſt einladet
Die längste und treueste Freundschaft kann nicht
6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Bal=
standhalteu, wenn die Leidenschaft für ein und
Der Vorstand.
konloge 5.20 ℳ, I. Rang 4.70 ℳ,
dieselbe Frau im Herzen der Männer entbrennt,
Anfang 7 Uhr! II. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ,
Eintritt frei!
(26837)
die sich bislang verstanden haben.
7. u. 8. Reihe 2.15 ℳ, I. Galerie
1.35 ℳ, II. Galerie 75 ₰.
III. Hauptstück:
Caie Metropole.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 10½ bis
Das Rosenwunder
1½ Uhr und eine Stunde vor Be=
Täglich grosse Künstler-Konzerte
Deutsche Legende aus dem Mittelalter in 2 Akten.
eeginn der Vorſtellung; im Ver=
Im Schatze der deutschen Legenden aus dem
Mittel-
kehrsbüro von 9 bis 1 Uhr.
des I. Pfälzischen Damen-Streichorchesters „Barbarossa‟
(Im Verkehrsbüro werden auch
alter, an denen die germanische Sagenwelt so reich
Direktion Jean Heimig, Militärkapellmeiſter a. D.,
telephoniſch Karten=Beſtellungen
ist, finden wir als Perle die Ueberlieferung der
ehemaliger Leibtrompeter Sr. Maj. Kaiſers Wilhelm I.
frommen Landgräfin von Thüringen, die ihr Leben
entgegengenom. — Tel. Nr. 1582.)
Anfang 4 Uhr nachmittags.
(*18343
Anf. 6½ U. Ende nach 11¾ U.
der wohltätigen Hilfe der Armen geweiht hatte
An gut. bürgerl. Priv.=Mittags= u. Faſſel, Oberknecht
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
und an deren Namen sich die Legende vom
2 Abendtiſchkönn. 10 Herr. u. Dam. in einer Brauerei Kurt Schüppel Montag, 29. Dez. Außer Abon.
„Rosenwunder” knüpft.
bill teilnehm. Kaſinoſtr. 21 I.(26807a Strudel, Gaſtwirt
Sechzehnte Volks=Vorſtellung zu
Herrlich koloriert.
(26839
Herren und Damen jed. Stand. zum „goldenen
ermäßigten Preiſen. „Die fünf
iſt ſtets Gelegenh. geb., ſ. glück= Nockerl” i. Wien Ludw. Hinkel Frankfurter.” Anf. 7½ Uhr.
Hierzu der übrige hochinteressante Spielplan.
lich zu verh. Keine vorher. Vergüt. Hobelmann, Tiſch=
Vorverkauf bis einſchl. Montag,
Versäumen Sie nicht, das herrliche Programm anzusehen.Kulante Beding. Off. unt. P 74 lermeiſter i. Wien Hs. Baumeiſter 29. Dez., nur im Verkehrsbüro,
(*18308 Peppi, ſ. Tochter EllenWidmann Ernſt=Ludwigsplatz. Verkauf der
an die Expd.
Annaſtaſia
Hobel=
etwa noch vorhandenen Karten
mann, ſ. Nichte. Agn. Wisthaler auch an der Tageskaſſe im Hof=
Großherz. Hoftheater.Signora, Palpiti Minna Müller=theater am Tage der Vorſtellung
lbevg
Rudolph
zu den üblichen Kaſſeſtunden.
Sonntag, den 28. Dezember 1913 Haura,
ihre Hede Schaub
Chsterstenungen im Grobh. Herthedter.
Dienstag, 30. Dez. 79. Ab.=Vſt.
Außer Abonnement.
VII. Sonder-Vorstellung. Camilla, Töchter Käthe Gothe
B 20. „Die Fledermaus.”
Als nächſte Volksvorſtellung iſt vorgeſehen:
Hackauf, Fleiſcher=
Kleine Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Lumpacivagabundus.
Sonntag, den 4. Januar 1914, nachm. 2 Uhr:
meiſter in Prag Frz. Herrmann
Mittwoch, 31 Dez. Nachm. 3 U.:
Zauberpoſſe mit Geſang in drei Gertrude, Haus=
Außer Ab. Sonder=Vorſtellung
„Der Raub der Sabinerinnen‟
Akten von Neſtroy.
hälterin b.
Hobel=
für hieſige Volksſchüler. „Aſchen=
Muſik von A. Müller.
mann
Vorausbeſtellungen bis Mittwoch, den 31. Dezember, Spielleiter: Heinrich Hacker.
V. Ungibauer brödel.”
(Zu dieſer Vorſtellung
mittags 12 Uhr.
Roſel, Magd daſ. Luiſe Kümmel findet kein Kartenverkauf ſtatt.)—
Muſikal. Leiter: Robert Preuß. Ein Hauſierer. . Otto Wolf
Verkehrsbureau.
26871)
Abends 7½ Uhr. Außer Abonn.
Perſonen:
Ein Maler
Herm. Knispel Silveſter=Vorſtellung zu Volks=
Stellaris, Feen=
Herr von Wind=
Vorſtellungspr, „Die
ſpani=
eikönig. .
. Johs. Heinz
wachel
Frz. Schneider Iſche Fliege.”
Brauerel „Zum Hanauer H0l Fortuna, Beberr=
Herr von Luftig. Paul Peterſen
Aus dem Spielplan.
ſcherin d. Glücks,
Heinheimerstrasse 8
Ein Tiſchlergeſelle Frd. Jachtmann Donnerstag, 1. Jan. 1914. Nach=
Mauerstrasse 7 eine mächtige Fee Eliſabeth HornEin Schneidergeſ. Adolf Braun
mittags 2½ Uhr: „Hänſel und
Heute Sonntag, den 28. Dezember a. c.:
Amoroſa, eineFee,
Ein Schneider=
(17. Volksvorſtellung
Greke!”
Beſchützerin der
lehriunge .
Aenn. Gerhardt
zu ermäßigt. Preiſen.) — Abends
wahren Liebe . Käthe Meißner Erſter
K. Enzörenner
½ Uhr: 80. Ab.=Vſt. C20. Zum
Lumpacivagabun=
Zweiter) Diener Br. Waigandt erſten Male wiederholt: „Film=
Grosser Operetten- und
dus, e. böſ. Geiſt Heinrich Hacker Eine Wirtin .
Paula Karſtedtzauber.”
Myſtifax, e. alter
Gewöhnliche Preiſe.
Erſter
Zweiter Herr: A. Fleiſchmann Anfang 7½ Uhr.
Zauberer .
Auguſt Kräger
Chriſt. Speer
Freitag, 2. Jan. 81. Ab.=Vſt.
Hilaris, ſ. Sohn . Ferd. Stauß
Eine Dame.
Käthe Müller
Brillantine, ſ. Ge=
D 21. Zum erſten Male wieder=
Wiener Walzer- Abend
Zu dieſer Vorſtellung findet holt: „König Karl”. Gew.
liebte, Fortuna’s
kein Kartenverkauf ſtatt.
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Tochter . .
ausgeführt
Frieda Herbach Anf. 2 Uhr. Ende gegen 4½ Uhr.
Samstag, 3. Jan. 82. Ab.=Vſt.
von der Kapelle des Großherzogl. Artillerie-Korps Nr. 25. Fludribus, Sohn
eines Magiers . Emil Kroczak
A 21. Der Ring des Nibelungen.
Eintritt frei.
Sonntag, den 28. Dezember 1913 Vorabend: „Das Rheingold”,
Leim, Tiſchlergeſ. Kt. Weſtermann 78. Abonnem.=Vorſtell. B 19.
Gleichzeitig empfehle ich anerkannt guten Mittagstiſch im Zwirn, Schneider=
Gew. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Abonnement ſowie nach der Karte.
Richard Jürgas In der neuen Inſzenierung:
geſelle
Sonntag, 4. Jan. Nm. 2 U.:
Die
Stets reichhaltige Speiſekarte, alle Saiſonſpeiſen, la Bier, Knieriem, Schuſter=
„Der Raub der
Sabine=
ff. Weine, Liköre in größter Auswahl.
(*18359 geſelle
Adolf Jordan Meiſterſinger von Nürnberg.rinnen” (18. Volksvorſtellung
Pantſch, Wirt in
zu ermäßigten Preiſen.) — Abends
Oper in 3 Aufzügen
Gg. Winter i. V.
Adolf Klotz
von Rich. Wagner.
Ulm .
7 Uhr: 83. Ab.=Vſt. D 22. Der
Pänt., Kleid., verſch. Möb. u. ſonſt.Kanarienhähne billig zu verk.Sepherl.) Kellne= Agnes KrägerMuſikal. Leiter: Willem de Haan. Ring des Nibelungen. Erſter Tage
Sach. zu vk. Roßdörferſtr. 75, p. (* St. Wilh. lleß, Waldſtr. 22, Stb. I. (*8131a Hannerl,) rinnen Claire Senten
Spielleiter: Otto Nowack.
„Die Walküre‟. Gew. Preiſe.
Der größte Detektiv-
26892
Har Noch enlige Tuge. schlager der Gegenwart:
nion-Nheate
C
tea
Abentenerliches Schauspiel in 5 Akten. Spieldauer ca. 2 Stunden.
.280
Nummer 317.
Darmſtädter Taglbatt, Sonntag, den 28. Dezember 1913.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polzeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Portemonnaie mit einem Zehnmarkſtück. 1 Bern=
Bekanntmachung.
Arbeitsvergebung.
ſteinhalskette. 1 ſchwarzes Lackhandtäſchchen mit Portemonnaie und Die Zahlung der rückſtändigen
Das Fahren und Schlagen der zur Unterhaltung der Kreis=
Kaſchentuch. 1 Gummiſchuh. 1 blaues Kinderkäppchen mit farbiger Beträge für erſteigertes Heugras ſtraßen des Kreiſes Darmſtadt für das Rechnungsjahr 1914 nötigen
Vorte. Eine Anzahl Schlüſſel. 1 Sparkaſſenbuch. 1 Patentſchlüſſel. von der ſtädtiſchen, in der Gemar=Deckſteine, ſowie des Walzmaterials für die Strecken Darmſtadt-
1. weißes Taſchentuch. 1 ſchwarzer Damenhandſchuh. 1 Damenſchirm! kung Griesheim belegenen Fürſten=Mörfelden und Ober=Ramſtadt-Rieder=Modau ſoll
mit gebogenem grünlichen Griff. 1 blaue Knabenſamtmütze. 2 ſchw. wieſe (Verſteigerung vom 24. Juni Montag, den 5. Januar 1914, und zwar das Fahren, ſowie
Pelze. 1 Kinderleiterwagen.
(26835 1913), ſowie der Runkelrübenernte das Taglohnfuhrwerk vormittags 9 Uhr und das Schlagen
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei= von der ſtädtiſchen Pallaswieſe
nachmittags 3 Uhr
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be= (Verſteigerung vom 26. Septemberl auf dem Chauſſeehaus dahier durch öffentliche Verſteigerung
ver=
finden ſich: 1 Spithund. Die Hunde können von den Eigentümern 1913) hat bei Meidung des Mahn=geben werden.
(26830
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der und Pfändungsverfahrens bis
Darmſtadt, den 23. Dezember 1913.
nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags längſtens Ende Dezember 1913
10 Uhr, ſtatt.
Der Großh. Kreisbauinſpektor.
(26843 an den Werktagen, vormittags
von 8½ bis 12½ Uhr, hierher
Gewerbelegitimationskarten für 1914.
zu erfolgen.
IIONAVAIG
(25804a
I. Nach § 44 der Reichsgewerbeordnung iſt derjenige, welcher ein! Darmſtadt, 3. Dezember 1913.
ſtehendes Gewerbe betreibt, befugt, auch außerhalb des Gemeinde=
Holzversteigerung
Die Stadtkaſſe.
bezirks ſeiner gewerblichen Niederlaſſung perfönlich oder durch in
Koch.
Dienstag, den 30. Dezbr., vormittags 10 Uhr,
ſeinem Dienſte ſtehende Reiſende für die Zwecke ſeines
Gewerbe=
betriebs Waren aufzukaufen und Beſtellungen auf Waren zu
verſteigere ich im Auftrag des Unternehmers auf der
Bekanntmachung.
ſuchen. Das Gleiche gilt für Handlungsagenten, die ein ſtehendes
In dem Konkursverfahren über Aktienziegelei am Karlshof zirka 100 Mtr. Kiefern=
Gewerbe betreiben, in Anſehung der Befugnis, als Vermittler oder den Nachlaß des Gaſtwirts Hein=und eichen Brennholz, Fichtenſtangen, Bord, Latten,
Vertreter des Geſchäftsherrn den Ankauf von Waren vorzunehmen rich Jakohy VIII. und ſeiner
Ehe=
oder Beſtellungen auf Waren zu ſuchen.
Bauholz und anderes mehr.
frau Philippine, geb. Beſt, zu
Hierzu iſt nach § 44a der Gewerbeordnung eine Legitimations= Darmſtadt, wird eine Gläubiger=*18298sg)
karte erforderlich, welche auf Antrag des Inhabers des ſtehen= verſammlung einberufen auf:
Kapp, Gerichtsvollzieher.
den Gewerbebetriebs (Antrag des Reiſenden ſelbſt genügt nicht) Montag, 5. Januar 1914,
von der für deſſen Niederlaſſungsort zuſtändigen Verwaltungsbehörde
vormittags 10 Uhr,
auf die Dauer eines Kalenderjahres und den Umfang des Reiches
Zimmer Nr. 201.
ausgeſtellt wird.
Verſteigerungs=Anzeige.
Tagesordnung: Erörterung des
II. Für Gewerbetreibende, welche in Darmſtadt eine gewerb= Vorſchlags des Konkursverwal=Mittwoch, den 31. Dezember 1913, vormittags
liche Niederlaſſung haben, iſt das Großh. Kreisamt Darmſtadt zu=ſters, mangels Maſſe das Verfah=
10 Uhr
ſtändig. Der Antrag iſt bei dem zuſtändigen Polizeirevier zuren einzuſtellen; Abnahme der perſteigere ich in Unter=Moſſau zwangsweiſe und im Auftrage des
ſtellen.
Schlußrechnung.
(26834
III. Die Legitimationskarte iſt zu verſagen:
Konkursverwalters, Herrn Rechtsanwalt Schäfer, öffentlich gegen
Darmſtadt, 18. Dezember 1913.
1. wenn Derjenige, für den ſie beantragt wird, entweder mit Großherzogliches Amtsgericht I.
Barzahlung an den Meiſtbietenden:
einer abſchreckenden oder anſteckenden Krankheit behaftet oder
Größere Mengen Korn, Gerſte und Hafer (friſch gedroſchen),
in abſchreckender Weiſe entſtellt iſt, oder
ſowie größere Mengen Korn=, Gerſten= und Haferſtroh.
Konkursverfahren.
2. unter Polizeiaufſicht ſteht, oder
Zuſammenkunft der Steigerer am 31. ds. Mts., 10 Uhr vor=
3. wegen ſtrafbarer Handlungen aus Gewinnſucht, gegen das
In dem Konkursverfahren über mittags au der Hofreite von G. J. Hörr in Unter=Moſſau.
Eigentum, gegen die Sittlichkeit, wegen vorſätzlicher Angriffedas Vermögen der Firma Holz=
Michelſtadt, den 27. Dezember 1913.
(26868
auf das Leben und die Geſundheit der Menſchen, wegen bau „Syſtem Meltzer”, Geſell=
Land= oder Hausfriedensbruchs, wegen Widerſtands gegen ſchaft mit beſchränkter Haftung,
Dicke,
die Staatsgewalt, wegen vorſätzlicher Brandſtiftung, wegen in Darmſtadt, iſt infolge eines von
Großherzogl. Gerichtsvollzieher.
Zuwiderhandlungen gegen Verbote oder Sicherungsmaß= der Gemeinſchuldnerin gemachten
regeln, betr. Einführung oder Verbreitung anſteckender Krank=Vorſchlags zu einem
Zwangsver=
heiten oder Viehſeuchen, zu einer Freiheitsſtrafe von min= gleiche Vergleichstermin auf
Montag, 5. Januar 1914,
deſtens drei Monaten verurteilt iſt, und ſeit Verbüßung
Hessische
vormittags 10½ Uhr,
der Strafe drei Jahre noch nicht verfloſſen ſind, oder
vor dem Großh. Amtsgericht I
wenn er
4. wegen gewohnheitsmäßiger Arbeitsſcheu, Bettelei, Land= in Darmſtadt, Zimmer Nr. 201,
Handeisſehranstalt
anberaumt.
(26833
ſtreicherei, Trunkſucht übel berüchtigt iſt.
Der Vergleichsvorſchlag und die
Die Legitimationskarte darf außerdem verſagt werden, wenn
derjenige, für den ſie beantragt wird, wegen einer der vorſtehend Erklärung des Gläubigeraus=
Fernspr. 923. Darmstadt. Rheinstr.6
unter 3 bezeichneten ſtrafbaren Handlungen zu einer Freiheitsſtrafe ſchuſſes ſind auf der
Gerichts=
von mindeſtens einer Woche verurteilt iſt und ſeit Verbüßung derſchreiberei des Konkursgerichts zur
Neue Kurse
Einſicht der Beteiligten nieder=
Strafe fünf Jahre noch nicht verfloſſen ſind.
IV Wer zum Zweck der Erlangung einer Legitimationskartegelegt.
beginnen Dienstag, den 6. Januar.
Darmſtadt, 18. Dezember 1913.
wiſſentlich unrichtige Angaben über die für die Erteilung der=
Prospekte und Aufnahmebedingungen durch
Der Gerichtsſchreiber
ſelben weſentlichen Tatſachen macht, hat Geldſtrafe bis zu
Diplomhandelslehrer Wilh. Siedersleben.
150 Mark und zim Unvermögensfalle Haftſtrafe bis zu 4 Wochen des Großherzogl. Amtsgerichts I.
verwirkt. (§ 148, 6 Gewerbeordnung.)
Schwellen=Verkauf.
Die oben bezeichnete Tätigkeit darf bei Meidung der gleichen Am Samstag, den 3. Januar
Strafe nicht früher begonnen werdeu, als bis der Gewerbe=1914, vormittags 10 Uhr,
wer=
ſtreibende im Beſit der Legitimationskarte iſt. (31418, 5 Gewerbe=den 750 alte Holzſchwellen auf
ordnung.)
Bahnhof Kranichſtein meiſtbietend
Wer ſeine Legitimationskarte einem Anderen zur Benutzung verſteigert.
Die Bedingungen
Zahnärztliche Praxis
überläßt, hat die gleiche Strafe verwirkt. (§ 148, 5 Gewerbeordnung.)liegen bei der Bahnmeiſterei 56 in
V. Da vor Erteilung der Legitimationskarte Ermittelungen Darmſtadt Nord zur Einſicht offen
über die Pexlönlichkeit desjenigen, für welchen ſie ausgeſtellt werden und werden im Termin bekannt
ſoll, insbeſchdere über ſeine etwaigen Vorſtrafen angeſtellt werden gegeben.
(IV,26345
müſſen (dies auch dann, wenn der betreffenden Perſon im ver=
Großh. Betriebsamt 1.
Zahn-Arzt Wolters
floſſenen Jahre eine Legitimationskarte ausgeſtellt war), fordern Wei der Weihnachts=Feier der
wir alle Beteiligten auf, ihre Anträge rechtzeitig auf dem zu=D Geſellſchaft „Allemania‟
17 Rheinstrasse 17, Ecke Grafenstrasse
ſtändigen Polizeirevier zu ſtellen, da ſie es ſich andernfalls ſelbſt (Hugenſchütz! Felſenkeller)
Telephon 1027
zuzuſchreiben haben, wenn die Ausſtellung der beantragten am 2. Weihnachtsfeiertag wurden
Legitimationskarten durch das Großh. Kreisamt nicht bis zu folgende Treffer gezogen: (26838
den ganzen Tag geöffnet, auch Sonntags vormittags.
dem gewünſchten Zeitpunkte erfolgen kann.
(25346a
198 106 13 17 73 87 98 200
Darmſtadt, den 2. Dezember 1913.
13 14 21 29 57 61 63 86 308 15
Behandlung aller Mitglieder von Kassen, die
16 22 24 41 46 47 50 54 59 64 73
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
— dem Krankenkassenverband angehören.
185 89 95 97 99 402 03 04 05 07
Gennes.
(14137a
08 13 22 27 31 35 51 60 61 68 96
90 544 50 56 72 92 97 636 41
Bekanntmachung.
42 44 51 53 55 61 65 77 81 89
Wir bringen in Erinnerung, daß das Schießen, ſowie das 705 07 09 14 22 37 46 49 69 70) Adturliche Mmnerdlwdsser.
Abbrennen von Feuerwerkskörpern innerhalb der Straßen und86 90 829 35 41 50 55 61 84 87
91 905 08 15 27 31 32 33 35 711Bilin, Sauerbrunnen; Brückenau, Wernazquelle; Carlsbad, Mühl-
Hofreiten der Stadt verboten iſt.
Zuwiderhandlungen ſind in § 367 und § 368 des Reichsſtraf=95 97 1002 11 13 21 26 69 80brunnen; Dürkheimer Mazquelle; Ems, Kränchen; Friedrichshalt
geſetzbuches mit Geld= oder Haftſtrafe bedroht. Auch tritt Wegnahme1100 11 20 21 34 40 42 48 67 69. Bitterswasser; Giesshübl, Sauerbrunnen; Levico: Marienbad
Die Gewinne können in der Kreuzbrunnen; Mergentheim, Karlsquelle; Neuenahr, Sprudel:
der Schußwafſe ein.
Gleichzeitig machen wir die Händler mit exploſiven Stoffen,Reſtauration von Georg Hoffer=Offenbach, Kaiser-Friedrich-Quelle: Ober-Salzbrunn, Kronenquelle
Feuerwerkskörpern uſw. wiederholt darauf aufmerkſam, daß das berth, Kiesſtraße 27, gegen Rück= und Oberbrunnen; Ofen Hunyjadi Janos: dto. Apenta; Salzschlirf
Abgeben ſolcher Stoffe an Perſonen, von welchen ein Mißbrauch der=gabe des Loſes abgeholt werden. Bonikaciusbrunnen; Kgl. Selters; Vichy, Gelestins u. Grande Grille;
Wildungen, Helönen- und Viktorlaquelle und andere.
ſelben zu befürchten iſt, insbeſondere an alle Perſogen unter OiclotoloioſolotoldiClotololo
Preisliste und Brunnenschriften bitte zu verlangen.
16 Jahren, verboten iſt (Verordnung, den Verkehr mit Spreng=
Pallas-
ſtoffen betreffend, vom 21. September 1905, § 26). Zuwiderhandlungen
(*8
Kalender 1914 & Teleion 305 Martin Jahn wiesenstr. 30
gegen dieſe Vorſchrift werden nach § 367 des Reichsſtrafgeſetzbuches
mit Geldſtrafe bis zu 150 Mk. oder mit Haft beſtraft.
Niederlage aller natürlichen Mineralwässer, (2688a
für Besitzer v. Wertpapieren.
(26793sgi
Darmſtadt, den 20. Dezember 1913.
praktisches Handbuch
2 fün jeden Kapitalisten:
Großherzogliches Polizeiamt.
9 wird gratis versandt vom
Gennes.
& Bankhaus E. Calmann, Hamburg
Aufſtellung der Rekrutierungsſtammrolle für die 8
— (Etabliert 1853).
(V02es=-
Hliolollolollolloliolollendnololold
Saht Dunſen ſit 191.
Alle im Jahre 1894 geborenen, hier wohnhaften oder ſich
Sti=Sport.
dauernd hier aufhaltenden Militärpflichtigen haben ſich in der Zeit
vom 2. bis 15. Januar 1914, vormittags von 9 bis 12 Uhr, Ein Poſten Skis wegen Aufgabe
Tüben
im ſtädtiſchen Saalbau (Eingang Riedeſelſtraße), zur Stammrolle ſpottbillig einzeln zuverkaufen. Off.
anzumelden. Die nicht in Darmſtadt geborenen Militärpflich= u. P 79 an die Exped. (*18319gif
ng bewährt ſich
nun=
tigen haben ihren Geburtsſchein vorzulegen und durch eine Be=
Jahre
mehrRettersHaar-
ſcheinigung des Arbeitgebers oder ein ſonſtiges Zeugnis
nachzu=
wasser (München), ſtaatl.
weiſen, daß ſie hier dauernden Aufenthalt genommen haben und
Benutzen Sie für Ihre Ankündigungen
gepr. u. begutacht. Z. h. um
die altangeſehenen
A
nicht nur vorübergehend anweſend ſind.
40 Pf. u. M. 1. 10 bei M. W.
Außerdem haben ſich in vorbezeichneter Zeit, unter Vorlage
„Lübecker Nachrichten”
Prassel, Schulstr. 10. (II,2811
ihres Loſungsſcheines und der vorerwähnten Aufenthaltsbeſchei=
Vorzüglich verbreitet in den kaufkräftigen
nigung, alle Militäroflichtigen früherer Jahre zu melden, die bisher
ſehrere Hähne (Langſchans u.
Kreiſen im Freiſtaat und Fürſtentum
weder einem Truppenteil überwieſen worden ſind, noch einen Aus=M Faverolles) zur Zucht zu verk.
Lübeck, Fürſtentum Ratzeburg.
Schleswig=
muſterungsſchein oder eine Ausſtandsbewilligung erhalten haben.
(*18321
Auf der Rückſeite des Loſungsſcheines muß die Abmel= Näh. Schuſtergaſſe 7.
Holſtein, Lauenburg und Mecklenburg.
dung von dem ſeitherigen Aufenthaltsorte beſcheinigt ſein.
Miltärpflichtige, die zur Zeit von hier abweſend ſind, müſſen
Rohlalterel u. Cufe
von ihrem geſetzlichen Vertreter oder Arbeitgeber angemeldet werden.
Spezialität:
Eine Unterlaſſung der Anmeldung wird mit Geldſtrafe
10
bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu 3 Tagen beſtraft.
* Baum- 8
Statiſche Berechnungen für Hoch= und Tiefbau
3 e
Darmſtadt, den 23. Dezember 1913.
Der Oberbürgermeiſter:
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n
Nummer 317.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 28. Dezember 1913.
Seite 12.
Der Wochenſchluß warſehr ruhig und die Veränderum=
Zu den Einzelheiten des werkehrs übergehend, haben
deutſche Anleihen unter den oben erwähnten Darlegungen gen auf allen Gebieten nicht nennenswert. Geld zeigte ſich
Bandel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 27. Dez. (Börſenwochen= nur wenig Einfluß ausgeübt, da die tägliche Nachfrage zu recht flüſſig bei billigerem Privatdiskont (4½ Prozent).
bericht.) Die letzte Berichtswoche geſtaltete ſich ſehr Anlagezwecken das beſtehende Angebot überwiegt. Auch Neue Kleyer=Aktien notieren zuletzt 353.
Ferner ſchließen: 4proz. Reichs 98.90, 4proz. Reichs
ruhig, zumal auch wegen der Weihnachtsfeiertage am Städteobligationen waren gut behauptet, dabei die ver=
Donnerstag und Freitag die Börſe geſchloſſen war. Derſchiedenen Darmſtädter im Preiſe anziehend. Ebenſo iſt (rückzahlbar bis 1918) 97.70, 3½proz. Reichs 85, 3proz.
Ultimo iſt ſoweit beendet, wobei allerdings für Prolonga= die beſſere Meinung für Hypothekenpapiere im Zunehmen. Reichs 75.80, 4proz. Heſſen von 1899 96.60, 4proz. Heſſen
tionszinſen bis 6½ Prozent berechnet wurden. Aber im So legte die Naſſaniſche Landesbank zwiſchen dem 22. De= von 1906 96.40 G., 4proz. Heſſen von 1908/09 97, 4proz.
allgemeinen bleibt der Geldmarkt ein günſtiger, und im zember und dem 10. Januar 5 Millionen Mark 4prozenti= Heſſen (rückzahlbar bis 1921) 98, 3½proz. Heſſen 83.50
ganzen blickt man mit großer Ruhe dem Jahreswechſel ger Schuldverſchreibungen zum Vorzugskurſe von 98,40 3proz. Heſſen 73.20, 4proz. Darmſtädter von 1913 95, 4proz.
entgegen. Man geht mit Ruhe und Beſonnenheit in den zur öffentlichen Zeichnung auf und erwähnt im Proſpekt, Darmſtädter 94.75 G., 3½proz. Darmſtädter 87, 4proz.
neuen Zeitabſchnitt hinüber, an den ſich unzweifelhaft ganz daß ſeit Beginn dieſes Jahres 21 Millionen Mark in Heſſiſche Land.=Hyp.=Pfdbr. (S 23—26) 97 G., 4proz.
Heſſiſche Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 27) 97.20 G., 3½proz
andere und berechtigtere Hoffnungen knüpfen laſſen, wie 4prozentigen Landesbankſchuldverſchreibungen abgeſetzt
an ſeinen Vorgänger. Die Tatſachen der außerordentlichen werden konnten. Ausländiſche Staatsfonds lagen ruhiger Heſſiſche Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 3—5) 84G., 3½proz.
Fortſchritte und Erfolge, die die verſchiedenen Syndikats= bei kleineren Veränderungen, doch konnten ruſſiſche und Heſſiſche Land.=Hyp.=Pfdbr. (S. 9—11) 84.10, 4proz.
bildungen bedeuten, ſind nicht hinwegzuleugnen. Auf ihrer ſerbiſche Renten etwas profitieren. Mexikaner haben ſich Heſſiſche Kom.=Pfdbr. (S. 13—14) 97 G., 4proz. Heſſiſche
Baſis iſt der Induſtrie zunächſt ein geordnetes Tätigkeits= ſchließlich von ihrem Kursſturz etwas erholen können. Kom.=Pfdbr. (S. 15—16) 97.20, 3½proz. Heſſiſche Kom. geſchaffen, und wir ſind vor den großen Kämpfen Von Transportaktien haben Orientbahnen infolge der Pfdbr. (S. 1—3) 84.20 G., 3½proz. Heſſiſche Kom.=Pfdbr.
(Serie 4) 84.10 G., 4proz. Naſſauiſche Landesbank=Pfdbr.
und Ueberraſchungen geſichert, die man unter anderen Be= Wiener Realiſationen bis 197½ nachgegeben. Die
Haupt=
dingungen in den Bereich der Möglichkeiten oder ſogar rolle ſpielten dieſe Woche Kanada, in denen die flaue Dis= 99, 3½proz. Naſſauiſche Landesbank=Pfdbr. 91.50, 3proz.
Wahrſcheinlichkeiten hätte einſtellen miſſen. Bleibt alſo poſition anhielt. Der Kurs war zuletzt etwa 218½. BeideNaſſauiſche Landesbank=Pfdbr 83 G Genug=Loſe 210,
die Frage, ob nun der Konſum ſich wieder zu beleben ver= Schiffahrtswerte vermochten ihren Preisſtand zu behaup= Meininger Loſe 34 B., Türkiſche Loſe 168, Ungariſche Loſe
mag, ob dies ängſtliche Zurückhalten der Beſtellungen ſei= ten. Daß die Einrichtung des oſtaſiatiſchen Frachtendien= 438.70, Venediger Loſe 66.50, Raab=Grazer Anrechtsſcheine
tens der Fabrikanten ſchwinden und vor allem, ob die ſtes des Lloyd im Einverſtändnis mit der Paketfahrt=Ge=33.50 G., Gothaer Präm. II 121, Donau=Regulierung
Bautätigkeit, auf die man die Blicke richtet, ſich jetzt end= ſellſchaft erfolgt iſt, will man bereits als ein Zeichen der 164.90, Bagdad=Türken 79.20 G., 4proz. konv. Türken 74,
lich einmal wieder reger entfalten kann. Man ſollte mei= Annäherung betrachten. Banken waren ruhig und be= 4½proz. Serben 87.10. Darmſtädter Bank 1152,
Süddeut=
nen, daß auch hierfür die Anzeichen günſtiger liegen. We= hauptet; ſpeziell Deutſche Effekten= und Wechſelbank und ſche Eiſenbahn=Geſellſchaft 121 G., South=Weſtafrika 1127a
nigſtens iſt die Zahl der „Gläubigen” um ein Erkleckliches Dresdener beſſer bezahlt. In Schaaffhauſenſcher Bankver= Otavi=Anteile 107, Otavi=Genußſcheine 81, Alkali Weſter
gewachſen, und mit den erhöhten Hoffnungen nimmt auch ein iſt die Abwärtsbewegung zum Stillſtand gekommen, egeln 186, Aluminium 280, Süddeutſche Immobilien=Geſ.
allmählich das Vertrauen zu. Der Geſchäftsverkehr an nachdem der Kurs durch Interventionen wieder 100½ er=Mainz 53.50 B., Adlerwerke Kleyer 368, Deutſche Gold=
und Silberſcheide=Anſtalt 594.50, Chemiſche Mühlheim
den Börfen ſelbſt war in den letzten Wochen ſehr beſchränkt reichen konnte.
a. M. 61.40, Lack= und Farbenfabriken Schramm=Offenbach
und die Spekulation in ihrer Tätigkeit empfindlich ge=
Montanaktien waren ziemlich geſchäftslos Ueber a M. 281 G., Holzverkohlung 297¾, Reiniger, Gebhard u.
hemmt. Der Störenfried „Mexiko” trug eben momentan „Phönix” verlautete indeſſen, daß der Oktober=Ausweis Schall 187.90 Rütgerswerke 193, Akkumulatoren 336.75,
die Schuld daran mit ſeinen ſich weiter verwirrenden Ver=im Vergleich zum entſprechenden Monat des Vorjahres Allgemeine Elektrizitäts=Geſellſchaft 234½, Brown Boveri
hältniſſen, denen gegenüber die Stellung Amerikas noch in eine Mindereinnahme von etwa 1400 000 Mark ergibt und u. Co. 140, Lederwerke vorm. Spicharz=Offenbach a. M.
ſchwankender Erſcheinung iſt. Die mexikaniſchen Fonds daß die Geſellſchaft zu lohnenden Preiſen bis zum März73.50, Ludwigshafener Walzmühle 171 B., Benz=Motoren
haben in den letzten Tagen neue Rückſchläge erlitten. Die nächſten Jahres beſchäftigt iſt. Aber man ſpricht auch zirka 183. Daimler=Motoren 317.50, Oberurſeler Motoren
Furcht vor der Unterbrechung des Zinſendienſtes drängt gleichzeitig in unverbindlicher Form, daß nur mit einer 158. Bielefelder Maſchinen Dürkopp 332.50, Faber und
ſich um ſo mehr auf, je mehr die finanziellen Kalamitäten Dividende von 15 Prozent gegen 18 Prozent im Vorjahre Schleicher A.=G., Offenbach a. M. 110. Waggonfabrik
der augenblicklichen Regierung wachſen. Es wäre ein gerechnet werden dürfte. Am Kaſſainduſtriegebiete war Fuchs=Heidelberg 141 G.
ſchwerer Schlag für den ſeit ſo langer Zeit und auch in vorwiegend beſſere Tendenz vorhanden, insbeſondere für
ſchwierigen Perioden ſo ſtandhaften Kredit und das An=Chemiſche Aktien. Albert avaneierten bis 435, um 428½
Luftfahrt.
ſehen des hart geprüften Landes, wenn ſich deſſen jetzige zu ſchließen; Höchſter Farbwerke 611 nach 612.60. Naphtha
Machthaber entſchließen müßten, die Sicherheiten für die waren in rückläufiger Bewegung, nach 386 zuletzt 390.
sr. Die deutſche Flugzeug=Induſtrie erobert ſich jetzt all=
Auslandsgläubiger anzugreifen. Aber die Schwierigkei= Gummi=Peter wurden mehr beachtet und bis über 88 ge=mählich den engliſchen Markt. So hat die engliſche
ten ſcheinen den Bedrängten derart über den Kopf gewach= handelt. Die billigen Preiſe für Rohgummi kommen der Heeresverwaltung neuerdings bei den Deutſchen
Flug=
ſen, daß man auch mit einer ſolchen Gefahr zu rechnen Fabrikationstätigkeit zugute, und ſo wird der Abſchluß zeug=Werken in Leipzig=Lindenthal nach den Vorſchriften
beginnt. Es wird daher den Beſitzern der merikaniſchen vielleicht etwas weniger ungünſtig ausfallen. Eine
Divi=
der deutſchen Militärverwaltung gebaute Doppeldecker er=
Schuldverſchreibungen nicht leicht, mit Kaltblütigkeit der denden=Ausſchüttung für 1913 iſt aber keineswegs in Aus= worben. Ein weiterer größerer Auftrag auf derartige
Entwickelung zuzuſehen. Auch auf die übrigen Wertpapier= ſicht zu nehmen, auch wenn in den letzten Monaten die Apparate wurde von der engliſchen Heeresverwaltung
er=
märkte werfen dieſe Umſtände ihren Schatten und ſie tra=Fabrikationsverhältniſſe ſich befriedigender geſtaltet haben. teilt. Während bereits deutſche Lenkballon=Firmen
Auf=
gen das ihrige zur allgemeinen Zurückhaltung und Ge= Die Badiſche Anilin= und Sodafabrik ſtellt jetzt einen träge von der engliſchen Heeresverwaltung früher
erhiel=
ſchäftsabneigung bei. Bezüglich der kommenden neuen Gerbſtoff unter dem Namen „Neradol” her. Dieſer Name ten, iſt dies unſeres Wiſſens der erſte Auftrag auf deutſche
Anleihen vom Reich und Preußen haben bereits Beſprech= iſt der Geſellſchaft als Warenzeichen ſeit Juli 1910, das Flugmaſchinen.
ungen über deren Begebung ſtattgefunden und ſind daher Verfahren durch Patent ſeit Februar 1912 geſchützt. Das
lange Entſchließungen kaum mehr erforderlich. Ueber die Verfahren beſteht darin, daß die tieriſchen Häute mit Löſ=
Literariſches.
Höhe des Bedarfes dürfte man ſich im klaren ſein, und für ungen von Kondenſationsprodukten behandelt werden, die
den Emiſſionskurs iſt die Baſis durch die neue bayeriſche man durch Erhitzen von Kreſolſulfo=Säuren oder deren
Wieſchreibe ich richtig deutſch? Leitfaden
Anleihe geſchaffen worden. Auf die zur Zeichnung auf= Salzen erhält. Das auf dieſe Weiſe erzeugte Leder hat der Stiliſtik von Dr. Konrad Michelſen. Anweiſung
gelegten 80 Millionen Mark bayeriſcher Anleihe wurden alle Eigenſchaften des in üblicher Weiſe mit vegetabiliſchen zur Ausarbeitung ſchriftlicher Aufſätze. Vierte Auflage,
nur etwa 55 Millionen Mark ſubſkribiert. Dieſer Miß= Gerbſtoffen hergeſtellten; insbeſondere iſt es nach dem neu bearbeitet von Friedrich Nedderich. In Ganzleinen
erfolg hat das bekannte Bankenkonfortium für die Reichs=Trocknen nicht brüchig. Das Verfahren iſt im Großbetrieb gebunden 2 Mk. Verlag von J. J. Weber (Illuſtrirte
und preußiſche Staatsanleihen zu dem Entſchluß veran= noch nicht völlig ausprobiert, und es iſt noch ein weiter Zeitung) in Leipzig. Die Katechismusform bringt in
kaßt, die bevorſtehenden neuen Emiſſionen des Reiches Weg, bis ſich die Gerberei allgemein des neuen Mittels ihrem Aufbau als Einleitung die intereſſanten Kapitel:
und Preußens nur unter Bedingungen zu übernehmen. bedienen wird, da ja auch die Geſtehungskoſten eine große Vom Stil, Arten der Aufſätze, Wichtigkeit der Aufſätze,
die mit Sicherheit eine ſchnelle und dauernde Plazierung Rolle ſpielen. Dieſer Verſuch, einen ſynthetiſchen Gerbſtoff Achtzehn Sätze zum ſprachrichtigen Ausdrucke‟ Der
drei=
der neuen Werte erwarten laſſen. Der Uebernahmepreis! an die Stelle der natürlichen zu ſetzen, iſt jedenfalls mit geteilte Inhalt des Buches behandelt dann das Sammeln,
und der Zeichnungskurs ſollen dem gegenwärtigen Kurs= Freuden zu begrüßen, da wir dem Auslande für den Be= Zurechtlegen und das Ausarbeiten des geſammelten
Stof=
ſtand der alten Anleihen gegenüber einen reichen Vorteil zug von Quebracho=Holz bekanntlich alljährlich bedeutende fes (Invention, Dispoſition, Kompoſition). Im Schluſſe
bieten, der wirklich zum Zeichnen anreizt. Dies erſcheint Summen zu bezahlen haben. Die Bank für Handel und kommen dann Reden, Geſpräche, Briefe, Geſchäftsaufſätze
dem Konſortium um ſo mehr geboten, als es noch über Induſtrie (Darmſtädter Bank) hat auf hieſigem Platze und der Satzbau zur Abhandlung, wichtige, in das
prak=
einen Beſtand alter 4prozentiger Anleihen im Betrag von außer ihren ſchon beſtehenden Depoſitenkaſſen eine weitere tiſche Leben eingreifende und aus dem Lehen gegriffene
rund 140 Millionen Mark verfügt.
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Nummer 317.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 28. Dezember 1913.
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berinſen auie, un nuch Fiaſer gerſchlchren, zie Mer= nge de bricden, Samtachrant bilter ſein
Zin=
ſchall Davout die Verfolgung Bagrations energiſch aufge= ten gen Mohilew. Jenſeits des Fluſſes wurden die Dächer
Anno dazumal.
nommen. Er gönnte ſeinen Truppen keine Raſt; bis nach eines Städtchens ſichtbar; dort lag Kopyts. Gar mancher
Mohilew, immer in der Hoffnung, den Feind doch noch zu Blick flog hinüber. Würde Davout Halt machen? Aus=
Familien=Roman aus den Jahren 1812 und 1813.
erreichen. Doch hatte er ſchließlich die Hoffnung aufgeben ruhen laſſen? Gar zu gern hätten die Sappeure eine Brücke
Von Oskar T. Schweriner.
müſſen. Der ſchlaue Ruſſe war ihm entwichen, und er über den Fluß geſchlagen.
Alle Rechte vorbehalten.
Das Ganze halt!
wußte nicht einmal wohin.
Copyright 1913 by Carl Duncker in Berlin.
So ſtand denn das achte Korps bei Mohilew und er=
Alſo doch! Die Köpfe richteten ſich höher; die Haltung
(Nachdruck verboten.)
23
wurde ſtraffer im Vorgeſchmack der Erholung. Aber das
Der Kaiſer ſitzt in ſeinem Zelt und wartet ungeduldig wartete die Befehle des Kaiſers.
Am 26. kam der erwartete Kurier. Der Befehl lau= erwartete Signal für die Sappeure ließ ſich nicht hören.
auf Meldungen von Murat, der die Nacht bei den
äußer=
tele, Marſchall Davout ſolle ſofort aufbrechen und in Eil=
Dagegen ging es bald durch die Reihen:
ſten Vorpoſten zugebracht hat.
Eine Stunde Ruhe!
Es iſt fünf Uhr morgens. Endlich meldet ſich der märſchen nach Witebsk kommen.
Das war alſo alles! Ja, — Marſchall Davout war
Unverzüglich gab Davout den Befehl zum Aufbruch.
Kurier beim Kaiſer. Kaum wagt er die ſchlechte Nachricht
Das Korps war unterwegs. Wie ein Lauffeuer hatte ſich nicht König Luſtik!
zu überbringen.
Leutnant von Müller war vom Pferd geſprungen;
Sire, die Ruſſen unter Barclay ſind ſpurlos ver= die Nachricht unter den Soldaten verbreitet: Der Kaiſer
ſchwunden. Sie ſind in drei Kolonnen auf Smolensk zu= ruft uns nach Witebsk; dort wird er eine große Schlacht hatte die Satteldecke über das feuchte Erdreich gebreitet
und ſich darauf geworfen. Da war ſein Burſche zu ihm
rückgegangen. Bagration iſt mit Platow ebenfalls einge= ſchlagen.
Leutnant von Müller ritt an der Spitze ſeiner Abtei= getreten. Unaufgefordert füllte der Mann einen Becher
troffen und hat ſeine Nachhut geſichert!
Starr, die Hände auf dem Rücken, ſteht der Kaiſer da. lung, hin und wieder, wenn ſein Pferd ſtrauchelte und mit Kognak und reichte ihn dem Offizier. Dieſer ſtürzte
Und die Wachtfeuer der letzten Nacht?! Die Wacht=zu fallen drohte, einen kernigen deutſchen Fluch aus= den Trank mit einem Zug hinunter.
Danke, Georg!
ſtoßend. Denn die Wege waren elend; ebenſo elend, wie
feuer uns gegenüber?!
Beide warfen einen ſchnellen Blick im Kreiſe herum.
Waren eine Kriegsliſt, Sire! Brannten, damit wir ſie die Hauptarmee zwiſchen Wilna und Witebsk gefunden
Sie befanden ſich etwas abſeits von der Maſſe der
La=
glauben ſollten, dort läge der Feind, während er längſt hatte.
Dabei brannte die Sonne glühend herab auf Menſchgernden. Lauſcher waren alſo nicht in der Nähe.
auf dem Wege nach Smolensk war. In dieſem Augenblick,
Noch immer keine Nachricht?
Sire, zieht der König von Neapel widerſtandslos in Wi= und Tier. Still und ermattet ſchleppte ſich die Mannſchaft
Der Soldat ſchüttelte den Kopf.
dahin, alle Kameraden beneidend, die noch einen kargen
tebsk ein.
Dabei entfernen wir uns immer weiter weg von der
— —Reſt in ihren Feldflaſchen übrig hatten.
2
Es war ſpät Nachmittags. Zur rechten Hand floß Grenze, ſagte der Leutnant bekümmert.
Seit dem Abend, an dem König Jéröme die Armee
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Nummer 317.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 28. Dezember 1913.
Seite 14.
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Um ſo wichtiger dürfte die Neuigkeit ſein, die Du mit übergebracht hatten, in der Hoffnung, hier Geld zu ver=
Ich habe Sie hier erwartet; ich war es, der die Bauern
zurücknimmſt.
dienen.
anſtiftete, mit dem Schnaps herüberzufahren. Hätten Sie
Eine Weile hing jeder ſeinen Gedanken nach.
Was wollt Ihr dafür haben? erkundigten ſich einige nicht halt gemacht, ſo hätte ich Ihren Truppenteil vorbei=
Wird es bei Witebsk gelingen?
Offiziere in franzöſiſcher Sprache.
ziehen laſſen und wäre Ihnen dann gefolgt. Zwei Tage
Georg ſchüttelte beſtimmt den Kopf.
Die Gefragten zuckten mit den Schultern und bezeich= und Nächte warte ich ſchon.
Nein, wenn die Ruſſen die Verabredung einhalten, neten durch Handbewegungen, daß ſie nicht verſtünden.
Sie wußten, daß wir hier hinaufkommen würden?
dann — nein!
Spricht denn niemand unter Euch franzöſiſch?
Ich wußte, daß Sie Bagration verfolgen; und da Na=
Statt jeder weiteren Antwort ließ der „Burſche” die
Weitere hilfloſe Handbewegungen waren die Antwort. poleon nördlich ſteht, und da vor allen Dingen Bagration
Augen angeſtrengt über den Dnieper ſchweifen, wobei er
Spricht denn keiner deutſch unter Euch? rief ein deut= hier durchgekommen iſt, mußten Sie wohl oder übel hier
die Hand ſchützend über die Augen legte.
ſcher Offizier.
am Dnieper hinauf marſchieren.
Da drüben haben ſich die Ortsbewohner am Ufer ein=
Da trat ein Mann aus der Gruppe hervor.
Sie kommen?
gefunden und winken zu uns hinüber.
Ich ſpreche deutſch!
Von General von Pfuel.
Der Offizier richtete ſich zu einer ſitzenden Stellung
Ah! Endlich
Mit dem Manne wurde man bald handelseinig; die
auf. Auch viele andere Soldaten waren bereits aufmerkſam Offiziere erwarben die gefüllten Krüge und verteilten den
Des Offiziers Augen leuchteten und haſtig, ſcheu blickte
geworden. Jetzt blickten alle hinüber.
köſtlichen Labetrunk unter die Soldaten. Auch Leutnanter ſich im Kreiſe um. Drüben im Weſten färbte bereits”
Was iſt denn das! Wahrhaftig, da kommen zwei von Müller hatte einen Krug genommen.
die Sonne den Horizont. Es wurde merklich dunkler; die
Boote mit Männern.
Wie kommt Ihr unter dieſe Leute, Landsmann? fragte Stunde der Raſt mußte bald vorüber ſein.
Und wirklich! Zwei Boote, in jedem ſechs Männer. er, während er ihm einige Silberſtücke in die Hand zählte.
Was bringen Sie für Nachricht? — Raſch!
Die Soldaten ſtellten ſich am Ufer auf, in Erwartung der
Ich bin Ruſſe und wohne dort drüben. Aber meine
(General von Pfuel läßt ſagen, es bleibe bei der alten
Dinge, die da kommen ſollten.
Eltern waren Deutſche. Jawohl, ſehen Sie; Deutſche wa= Abmachung. Wenn es ſich machen läßt, ſoll keine Schlacht
Jetzt waren die Boote angelangt; die Männer ſtiegen ren meine Eltern! Sie waren Deutſche!
geſchlagen werden.
aus.
Auch nicht bei Smolensk!
Der Offizier fixierte den Mann ſcharf. Ruhig hielt der
Was wollt Ihr hier?! Zum Marſchall mit ihnen! den Blick aus.
Auch dort nicht! Läßt es ſich nicht vermeiden, ſo ſoll
Bringt ſie zum Marſchall!
So erzählet mir von Euren deutſchen Eltern!
die Schlacht unentſchieden bleiben! Der Rückzug geht dann
Die Männer ſchienen ganz beſtürzt. Jeder hielt einen
Der Leutnant trat einige Schritte zurück, als wolle er bis Moskau.
irdenen Krug in der Hand, die ſie jetzt in die Höhe hoben. ſich wieder auf ſeine Decke legen. Und ſo konnten ſie ſich
Und dann?
Wutki! My cheemy wam wütki sprzedac!
beide unauffällig entfernen. Nur Georg, der „Burſche‟,
Der Mann, — der anſcheinende Bauer, — brachte ſei=
Niemand verſtand ſie; die Soldaten waren der pol= behielt ſie beide ſcharf im Auge.
nen Mund ganz dicht an das Ohr des Offiziers.
niſchen Sprache nicht mächtig. Aber ſie ſahen die Krüge,
Mit Gott
General von Pfuel läßt ſagen, daß ein Fackelzeichen
riſſen ſie den Leuten aus der Hand und rochen daran.
Für König und Vaterland!
das Signal ſein ſoll. Eine Fackel ſoll entzündet werden,
Schnaps! Bei allen Heiligen, Schnaps!
Herr Leutnant von Müller?
die hinaus leuchten ſoll bis zum Rhein. Und wenn die
Sie hätten auf der Stelle ſämtliche Krüge geleert, wenn
Der andere machte eine Handbewegung, als wolle er brennende Fackel ihren Widerſchein gefunden hat, dann,
die Offiziere nicht dazwiſchen getreten wären. Sie über= ſeinen Kragen in Ordnung bringen; flach legte er, den aber dann erſt, ſoll die Erhebung beginnen. Dann aber
zeugten ſich, daß man es in der Tat mit harmloſen polni= Daumen ſpreizend, die Hand an die Kehle.
beſtiua!
ſchen Bauern zu tun hatte, die ihre Schnapsvorräte her=
Der Bauer verneigte ſich.
(Kortſetzung folgt.)
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2 2.
Nummer 317.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 28. Dezember 1913.
Seite 15.
Den Poliziſten iſt allenthalben ein Trupp Soldaten bei=
El=Aſchura.
gegeben, die mit Gerten verſehen ſind. Nur durch ſtändige
Vermiſchtes.
Kaum ein Zwanzigſtel der Einwohner Kairos ſind Hiebe läßt ſich die Menge zurückhalten. Das ſchiebt vor=
C.K. Mit der Kurbel in der Schlacht. Aus ſeinen
Europäer, doch haben ſie der Stadt ihren jetzigen äuße= wärts, wird zurückgetrieben, kommt wieder nach vorne. jüngſten Kriegserinnerungen erzählt der bekannte
fran=
ren Charakter gegeben. Geteerte Straßen, elektriſche Stra= Ein paar ganzVorwitzige löſen ſich aus dergroßenMaſſe Die zöſiſche Korreſpondent Ludovio Naudeau im Journal von
ßenbahn, Bogenlampen, moderne Villen, großſtädtiſche Hüter der Ordnung geraten in Wut. Die Hiebe fallen dich= der Rolle, die der Kinematograph bisher geſpielt hat.
Mietspaläſte und Warenhäuſer, erſtklaſſige Hotels, ele= ter, rückſichtsloſer; die berittenen Poliziſten reiten einfach Während des Balkankrieges begegnete man überall
gante Reſtaurants, Varietés, Operettentheater, Oper, kurz: auf die zudringliche Menge los. Man fuchtelt, ſchreit,Kinooperateuren, die in großen, rötlich angeſtrichenen
alles, was ihm zu Hauſe ſelbſtverſtändlich iſt, findet der flucht, lacht gar und — beginnt das Spiel von neuem. Wagen ihre Apparate mit ſich führten und faſt wie
herum=
verwöhnte Reiſende hier wieder. Zeigte das Straßenbild. Und wir mußten mittun bei der Jagd, die Menge, die ziehende Komödianten ausſahen. Sie machten meiſt ſehr
nicht Menſchen von exotiſcher Hautfarbe, vom hellſten Soldaten überſchreien, daß man vor uns Halt machte, daß traurige Geſichter, denn die Kriegsleitung nahm ihnen jede
Braun bis zum dunkelſten Schwarz, grüßten nicht Pal= der Reiter ſein Pferd rechtzeitig zurückriß. Mein Stock Möglichkeit, mit der Kurbel ins Feuer zu kommen, und
men und wieder Palmen aus allen Gärten, hätten wir war mein einziger Schild. Was ſollte das werden, wenn was ſie ſchließlich auf den Film bekamen, waren nur Ver=
Dome ſtatt der unzähligen Minaretts wahrlich, wir ver= der Zug erſchien? Würde, wenn die Vorſtöße ſich verſtärk= wundetentransporte und aus dem Kampf zurückkehrende
gäßen, daß wir in Aegypten, daß wir in Kairo ſind.
ten, das Seil vor uns nicht uns zum Verhängnis werden? Truppen. Wo ſie aber näher an den eigentlichen Kampf=
Der aufmerkſame Reiſende vergißt es nicht. Er Würde das gebrechliche Sonnendach über uns, auf dem platz herankamen, da war die Arbeit für den Kinomann
braucht nur zum Baſar Chan=el=Chalil zu wandern, der waghalſige Weiber und Kinder ſich eingerichtet hatten, nicht höchſt ſchwierig und gefahrvoll. In was für ſchlimme
wie ein Ueberbleibſel aus den Zeiten von Tauſendund= vorher auf uns zuſammenbrechen?
Situationen ſolch ein Kinooperateur geraten kann, dafür
einenacht aumutet, oder auf den Mokattam zu ſteigen und
Da naht der Zug. Ich vergeſſe Angſt und Wut über erzählt Naudean ein Beiſpiel aus dem marokkaniſchen
niederzuſchauen auf die Gräberſtadt zu ſeinen Füßen, oder dem, was ich ſchaue. Voran Fackelträger. Flammen Kriege, wo den Kinoleuten viel mehr Freiheit geſtattet
hinaus zu den Pyramiden zu gehen oder den Nil entlang, lodern aus eiſernen Körben, die auf Stäben ſtecken.. .
wurde. Es war in der Gegend von Eaſablanca; die
Drup=
wenn die Sterne glühen vom violetten Himmel.
Ein Greis, ein Prieſter offenbar, ganz in Weiß, von zwei pen des Generals Drude waren mit den Marokkanern in
Aber die Bilder werden kaleidoſkopartig an ſeinem Männern geleitet. Schwarzgekleidete Männer folgen. ein heftiges Gefecht verwickelt. Einige Journaliſten wagten
Auge vorbeiziehen, ſie werden ihn, ſolange ſie ſichtbarAlle tragen Kerzen .. Zwei Knaben zu Pferd, blut=ſich ganz nahe heran, und da ſie in der Eile keine Pferde
ſind, bezaubern. Daß er in einer ganz fremden Welt ge=überſtrömt, blutig das Antlitz, blutig ihr Kleid, blutig das bereit hatten, mußten ſie zu Fuß gehen. Im letzten
Mo=
lebt hat, wird ihm kaum zum Bewußtſein kommen. So Pferd. Doch nein, es iſt nur Schein, es iſt Farbe nur, was ment hatte ſich ihnen ein Mann angeſchloſſen, der einen
ging es mir — bis geſtern.
mich erſchreckt, und der Widerſchein der Lichter machte ihre kinematographiſchen Apparat auf einem Eſel mit ſich führte
Am 10. Moharram, im 1. Monat des muslimiſchen Geſichter ſo geiſterhaft bleich.
und das ſtörriſche Tier nur ſchwer vorwärts brachte. Alles
Kalenders iſt das Aſchurafeſt. Urſprünglich ein hoher
Man hört Rufe: „Haſan! Huſen!” Männer ſind es, die ging zunächſt gut, aber plötzlich ſtürzten einige franzöſiſche
jüdiſcher Feiertag, gilt der Aſchura den Muhammedanern ſo ſchreien; kräftige Geſtalten, mit entblößtem Oberkörper. Offiziere auf die Gruppe zu und ſchrien, ſie möchten ſich
als der Tag des Märtyrertodes Haſans und Huſens, Sie ſchwingen Bündel von Ketten und laſſen ſie mit heife: möglichſt raſch retten, da arabiſche Reiter in großer
Ueber=
der Söhne Alis, des Schwiegerſohnes des Propheten.
rem Klirren auf die Bruſt, auf die Schultern. auf den zahl heranſprengten. Faſt zugleich pfiffen Kugeln wie
Rücken niederſauſen. Sie gehen rückwärts; die ihnen fol= ein eiſerner Regenſchauer ihnen um die Ohren und in der
Das Haupt des jugendlichen Huſan, der 680 im Kampfe
gegen die Gegner ſeines 661 ermordeten Vaters ſiel ſollgen, ſollen ſie anſehen, ſollen ſich anfenern laſſen.
Ferne tauchten feindliche Reiter auf. Die Journaliſten
Iſt es Wirklichkeit, was ich ſehe? Ich ſchließe einen mußten wohl oder übel die Beine in die Hand nehmen
in der Moſchee el=Haſanen zu Kairo beſtattet ſein. Dieſe Augenblick die Augen, es iſt zu abſtoßend, das Vild —
und im Eilmarſch hinter den Truppen Schutz ſuchen.
Moſchee iſt am Aſchuratage der Ausgangspunkt eines Ein ekler Schwaden ſchlägt mir ins Geſicht. Das iſt Blut=Jammernd und ſeufzend lief der Kinomann mit. Er hatte
feierlichen Umzuges. Den wollten wir uns anſehen. Dazu geruch! Und da, da fließt es auch. Blut. Blut, wohin ich ſeinen Eſel und ſeinen Apparat im Stich laſſen müſſen,
mußten wir nach der Muski, dem Brennpunkt arabiſchen
ſchaue, Blut. Jünglinge, Männer nahen, wankenden denn das Tier wollte nicht ſo wie er wollte, und jeder
Geſchäftslebens. Durch die eine Hälfte der ſtets mehr als Schrittes, ſeitwärts gehend, alle blutig, das Haupt eine Aufenthalt hätte ihn in die Gefangenſchaft des Feindes
belebten Straße kamen wir ungehindert. Dann gebot ein offene Wunde, die weißen Gewandungen blutgetränkt; in gebracht. Verzweifelt irrte er ſpäter im Lager umher,
Strick, der quer über die vielleicht zehn Meter breite Straße blutigen Händen halten ſie mühſam ein Schwert und heben denn er hatte nicht nur ſeinen koſtbaren Apparat eingebüßt,
geſpannt war Halt. Ein ſtarkes Aufgebot von Schutz= es und ziehen es über die rote, breige Fläche, wo ſonſt ſondern war auch ſelbſt völlig überflüſſig geworden und
leuten hielt Wache. Ein paar Engländer, die vor uns
gin=
gen, ſuchten offenbar ein beſtimmtes Haus; wir hielten das Haupthaar war.
dachte daran, mit ſchwerem Herzen nach Frankreich zurück=
Der Atem ſtockt mir, ich zittere vor Grauen. Erlebe ich zukehren. Da kam plötzlich der alte Eingeborene, der ihm
uns hinter ihnen und durſten ſo ebenfalls weiter vor. Es
das wirklich, können Jahrhunderte verſinken? Oder iſt es den ſtörriſchen Vierfüßler geliehen hatte, mit freudigen
war ein richtiges Spießrutenlaufen. Aus den Scharen der
Einheimiſchen die dicht gedrängt auf den Bürgerſteigen ein Traum, ein entſetzlicher, unerhörter, lähmender Traum?Gebärden angerannt: der Eſel, den man längſt in den
Ich weiß nicht, zog der Zug ſtumm vorüber, oder pries Händen der Araber glaubte, hatte, von einem trefflichen
ſaßen — welcher Orientale möchte im Stehen warten?
ſcholl uns ſchrilles Ziſchen und Pfeifen entgegen. Wir man die Heiligen, denen zu Ehren man ſich zerfleiſchte.
Futterinſtinkt geleitet, den Weg nach ſeinem Stall
zurück=
kamen nur bis zur nächſten Querſtraße. Ein unliebens= Ich ſchrak zuſammen, als meine Begleiter mich am Arm gefunden und ſtand nun an der Krippe, den unverſehrten
faßten. Ein Stehenbleiben bedeutete Gefahr. Alles ſchob Apparat noch auf dem Rücken . . .
würdiger, oder meinetwegen eifriger Polizeioffizier
ver=
nun hinter dem Zuge her: ſchon kamen die Autos und
bot uns das Weitergehen und zwang uns hinter das Seil,
Wagen der eleganten Welt, die rechtzeitig zu dieſem Schau=Hochzeitsturm. Turmzimmer und
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das die Seitengaſſe abſchloß.
Nur wer weiß, auf welche Weiſe im Orient bei Stra= ſpiel in Aegypten eingetroffen war.
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Alle Meldungen zu unſerer Kaſſe gehöriger verſicherungs=
Vockerodt, Fa. Theod. Kalbfuß, Fr. Geh. Rat Ackermann, Fr. Mary,
pflichtiger Handlungsgehilfen bis einſchließlich 2500 Mark Jahres= getr. Kleider, Stiefel, Bettwerk, Kraemer, Frl. Schad, Fr. Pfarrer Fuchs, Fr. Schader, Fr. Weil,
einkommen, ſowie von Lehrlingen — auch wenn ſolche ohne Entgelt
Zahngeb., Waffen. Poſtk. genügt. Fr. Rentner Dreſſel, Fr. Kaufm. Jöckel. Kaufm. Fr. Hebermehl,
beſchäftigt werden — alle Erſatzkaſſenmitglieder, alle Abmeldungen,
M. Obstfeld, (26583a Kaufm. J. Fr. Becker, Fr. A. Sturt, Frl. A. Sturt, Fr. Bäckermeiſter
alle Ummeldungen, alle Gehaltsveränderungen, alle Aende=Kl. Bachgaſſe 7 od. Telephon 2085.Finger, Frl. L. u. J. Fink, Frl. E. Albert, Frl. L. Beyler, Fr. Rechn. im Beſchäftigungsverhältnis — maßgebend iſt die tat=
Rat Ries, Fr. L. Korn, Fr. Gymn.=Dir. Dr. Boßler, Frl. Bartholomä,
ächliche Beſchäftigung, nicht der erlernte Beruf, ſind vom 2. Januar
Fr. Rechn.=Rat Eagert, Herr u. Fr. Prof. Dr. Schäffer, Fr. Geh. Ober=
1914 ab auf unſerem Geſchäftszimmer Rheinſtraße 47 direkt — nicht
baurat Klingelhöffer, Frau Geh. Rat Dr. Schäffer, Frl. M. Felſing,
mehr Waldſtraße 6 — zu erſtatten.
Oberkonſiſtorialrat Dr. Bernbeck, Häfnermeiſter H. Helfmann, Fr.
Nicht erneut anzumelden ſind die bereits bei unſerer Kaſſe
Auguſt Weicker. Fr. Metzgermeiſter Fiſcher, Fr. Harres, Fr. Kiſſel,
verſicherten Handlungsgehilfen und Lehrlinge.
1924
F. Schmidt Fr. K. Schüttler, Fr. W. Schüttler, Fr. Dahmer, Fr.
Familienhilfe: Die bei unſerer Kaſſe verſicherten verheirateten
Uhrmacher Beyer, Fr. Schuchmann, Fr. Metzgermeiſter Kilian, Fr.
Handlungsgebilfen werden gebeten, ihre unterſtützungsberechtigten
Wer dert? (26694a Ehrhardt, Fr. Rentner L. Nebling, Fr. Inſtallateur Schwarz, Fr.
Familienangehörigen wie die Ehefrau, die an ihrer Stelle den Haus=hier V. Schatz, Schloßgaſſe 23. Georg, Fr. Hofprediger Grein, Fr. Magnus, Fr.
Regierungsrat=
halt verſehende Tochter, Mutter oder Schweſter, die Zahl ihrer Ichkomme ſof. u. zahle Ihnen für Metzler, Fr. Gräfe, Fr. Herdt, Fr. Metzger, Fr. Pfarrer Kring, Fr.
Kinder bis zum 14. Lebensjahre unter Angabe deren Geburtsjahres, getrag. Kleid., Schuhe, Möbel, Zahn= Rechn.=Rat Rühl, Fr. Baſel, Frl. Wilh. Weinmann, Fr. Reinheimer,
die Eltern und Schwiegereltern, deren Unterhalt von ihnen ganz gebiſſe, alteFederbettſtetsdiehöchſt. Fr. Lenz, Fr. Gärtner Kuhn Fr. Seip, Fr. Keßler, Fr. K. Otto,
oder größtenteils beſtritten wird und die in ihrer häuslichen Gemein= Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt. Fr. Gehbauer. Freiin von Breidenbach zu Breidenſtein, Geſchäft
ſchaft leben, ſofort bei uns ſchriftlich anzumelden.
Geiger, Fr. Stelzer, Fr. Kirchenrat Sartorius, Fr. L. Hornung, Fr.
a
S.
Meldeformulare ſind in erforderlicher Anzahl vom 2. Januar
Beierer, Fr. Forſtmeiſter Dr. Urſtadt, Frl. Fritſch, Fr. Reblein, Fr.
1914 ab koſtenlos auf unſerem Geſchäftszimmer zu erhalten.
Müller, Heſſ. Lehrerinnenheim, Frl. Volkhardt, Frl. Rühle, Frl. Samm,
Es wird ebenſo freundlichſt wie dringend und im eigenſten
Für
VFr. Hofferberth, Bäckermeiſter Knauf, Olbert Koch, Finger, Wenner=
Intereſſe gebeten, alle Meldungen, insbeſondere die Neuanmeldungen W
u. Mitze, Konditor Brückner u. Hacker, Fr. Walter, Fr. Bartſch, Fr.
der bisher bei uns noch nicht verſicherten Angeſtellten von 2000
Lücken, Frl. Franke, Fr. Göbel, Fr. Metzgermeiſter Weisgerber, Frl.=
bis 2500 Mark Jahreseinkommen ferner der bisher zu unſerer Kaſſe
Friedrich, Hr. Oberpoſtaſſiſtent Lein, Frl. A. Knös. Allen freund=
W
noch nicht gemeldeten Erſatzkaſſenmitglieder und der Lehrlinge
W/
(26800
lichen Gebern herzlichen Dank.
ilvesten
ohne Entgelt in der erſten Januarwoche vorzunehmen.
W
Für den Vorſtand: Kleberger.
Auskünfte über alle die Reichsverſicherungsordnung
betreffen=
empfehle:
den Fragen werden den auskunftsberechtigten Intereſſenten unſerer
Alkoholfreie Weine
Kaſſe auf unſerem Geſchäftszimmer während der bekannt gegebenen
Dienſtſtunden bereitwilligſt erteilt.
Fur Silvester!
(26831W u. Schaumweine
Darmſtadt, den 28. Dezember 1912.
W Wormser Weinmost
Der Vorſtand:
, Burgunder .
2.−
J. A.: Wilhelm Schnellbächer, I. Vorſitzender.
Wormser Weinmost
W Riesling . . . . 1.30 W
Die Kleinkinderſchule zu Darmſiaht
(nalbonbons Scherzarike
Wormser Weinmost
wird, wie ſeither, Entſchuldigungskarten bezüglich der konventionellen
Portugieser . .
1.30
Neujahrsgratuiationen ausgeben und hofft auf eine recht zahlreiche
in grosser Auswahl
Samos . . .
1.50
Beteiligung zu Gunſten der ſegensreichen Anſtalt.
WApfelsekt . . . 1.40
Nachſtehende Herren werden die Güte haben, die Ausgabe der
Karten zu übernehmen: Staatsrat Dr. G. Beſt, Rechnungsrat Traubensekt . . 2.—
Koch-Schokoladen
Daub. Miniſterialreviſor Frank, Regierungsrat Gennes, General
1.30
,,.
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von Hartmaun, Sanitätsrat Dr. meck. A. Hoffmann, Rechts=
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Schilling, Miniſterialregiſtrator Vallbracht, Hofrat Winter, Kom=
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per Pfund Mk. 1.00, 1.20, 1.40, 1.60, 1.80, 2.00, 2.40
merzienrat E. Wittich, ſowie die Expedition des Darmſtädter
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Tagblatts.
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