16.50
(In.
II. I.
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Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen= verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der wöchentlichen Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47.
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
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Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 310.
Freitag, den 19. Dezember.
1913.
Pebenſtehend abgedruckte Ueberſicht ermög=
Il licht es einem jeden Staatsbürger, mit
Leich=
tigkeit herauszufinden, was er an Wehrbeitrag
Was zahle ich als Wehrbeitrag?.
zu zahlen hat.
Als Vermögen gilt auch hier alles, was der
Befreif vom Wehrbeifrag Sind: z. Einkommen (Verdiensf, Zinser) unfer 5000 M.
regulären Beſteuerung unterliegt. Steuerpflichtig
ſind alle natürlichen Perſonen des Deutſchen
b. Vermögen H unter 10000 Mf.
Reiches, von den nichtphyſiſchen Perſonen aber
B
2) bis 30000 M., wemn das Einkommen 4000 Pf. richf überschweifel.
nur die Aktiengeſellſchaften und Kommanditgeſell=
3) bis 50000 M., ₰ „ 3
2000M.
ſchaften auf Aktien, und zwar nur mit ihren Re= E
ſerveſonds. Maßgebend für den Stand des Ver=
Die Abgebe vom Vermögen befrägt:
Die Abgabe vom Einkommen befrägt:
mögens iſt der 31. Dezember 1913, auf Tauſende
nach unten abgerundet, alſo 17750 Mark bis 17000
2
farssſaoft. st,ott
fr Suo m. b.= Zln. (2120
ir Renſt. weſt. (rwetec)
Mark. Für Grundſtücke gilt im allgemeinen der
11000 A. 16,50
502900 M. 2867,- N
2
52M. (52.20
20000M. StoMl. (300x 4,80)
gemeine Wert, Ausnahmen bilden Grundſtücke zu
12000 M. 18.−
5300h.
53 M. (5327)
u. S.w. für je 1000M stets
WUm fürdiehöheren Enſommen den Steier-
Wohn= oder gewerblichen Zwecken, ſowie alle
13000M. 19,50
M. 8.50 mehr bis 7oooogod. Nusw. 400 bis 70000M, elso
setz zu finden, maltiplizierf man den 100.
Grundſtücke, die dauernd zu Land=, Forſt= oder
100 M. (40029
für 1000 000 M. 7100 für 10000M.
Tleil des Einkommens
Gärtnereizwecken dienen. Für dieſe wird, falls
1004000M. Tittk
vonhiersbwerden 42'erhoben bis 15000 14.: Aznischen 30000 P.u. 35000 N. mit 2 N.
der Beſitzer nicht Veranlagung nach dem gemeinen ſ‟5 5 2½
124,20 M. (01 x4,20)
für 10100 M.
1002000 M. 11225N.
25100 N. u. 40000 N. 2,50 M.
Wert verlangt, der Ertragswert (das Fünfund= 230000/ 7ℳ
51000 78.50
40200M.
us.w. für je 1000M sfets
122toM (102.* 4,20)
zwanzigfache des Miet= oder Pachtertrages) be=
10100 Mu 50000M. 3 M.
520000 82,
rechnet nach Abzug von 20 Prozent für Inſtand=
M. 44 mehr-bis 20000oof. N also für je 700 M. M. 4,20
50100 M. u. 60000 N. 3.50 M.
haltungskoſten. Für Wertpapiere gilt der Kurs= 2Sp /6/000/ Stefs vann 473 mehr%o
für 45000 M.
180 M. (450 x4,20)
60tooM u. 70000 Mf.s FM.
wert des 31. Dezember 1913, für ſolche ohne A/ 3.30metr 5§ 70000/.
bis Sowoocom. Wionhiersbwerden 1.4 0 erboben bis 2ocolle,
10100 P. u. 80000 M. 4,50M
Börſenkurs der Verkaufswert.
fürW00oh. Zoſ. ( damn Mitmer 70o für Btoh.
30100 M. u.760000 1f.) 5 M.
211,to M. (45f * 4,t0)
Beim Einkommen kann bei den kleineren
101000 M. 255 M.
biswocooooh. W alsofürje 100 M. M. 7,50
700100 N. u. 200000 M. 6N.
Einkommen beim Vorhandenſein von drei oder
102000N. 260 M.
212,80N (452,X 4,10)
ena M ömeir Wrjede Wrür 1s2on.
200100 M u 500000 N. 7M.
mehr Söhnen, die bereits gedient haben, eine Er=
7/
1000 M.
280 L. (300 à 4,40)
20000M.
500100 M. u S.f.
mäßigung eintreten, ſonſt finden keine Ermäßi= Tesk gee
Kionherab werden 46 Poerhoben bis 25000 P
gungen ſtatt. Iſt neben dem Einkommen Ver= 1½3e7 s 200000/
die Soſung kammereilieten g.
Nelso für je 400 M. M.7,60
mögen vorhanden, ſo wird vom Einkommen ein r20coc 25/
J216oM. (207à 450) W folgen, daserste Dritel muss binnen
201000 M. 757 M.
Betrag abgezogen, der einer 5prozentigen Ver=
Nfür 20100 M.
323,20 M. (202 à 4.6o) N drei Pionsten nach Zustellung der ler.
zinſung des Vermögens entſpricht.
202000M. 764 N.
202000.
25000 M. 400 M. (250 x ℳ,80) N anlegung, das zweite Drittel bis 15. F-
Wer mehr als 20000 Mark Vermögen hat
oder wer bei mehr als 4000 Mark Einkommen 5 30/
Wion hierab nerden 4 3 20erhoben bis S00oohf N bruer 1915, der Rest bis 45. Februar
1916 gezahlt werden.
mehr als 10000 Mark Vermögen hat, iſt verpflich= 00000/ 20/
.Welso für ie 100M. M.7so
tet, in der Zeit vom 4. bis 20. Januar 1914 eine
beſondere Vermögenserklärung abzugeben, ſonſt durch allerdings die einſtweilige Zahlung hinausgeſchoben Veranlagung zu wenig angegeben haben, erhalten
erfolgt ein Zuſchlag von 5 bis 10 Prozent.
wird. Zuviel gezahlte Beträge werden indeſſen mit Generalpardon, wenn ſie jetzt richtige Angaben
Gegen eine zu hohe Veranlagung kann bei der Be=4 Prozent verzinſt. Wiſſentlich falſche Angaben ziehen machen, werden alſo wegen ihres früheren Verhaltens
rufungskommiſſion Berufung oder beim Oberverwal= Beſtrafung (eventuell Gefängnis) nach ſich. Alle nicht mehr beſtraft.
tungsgericht Beſchwerde eingelegt werden, ohne daß da=diejenigen, die bislang bei der Einkommenſteuer=
Die heutige Nummer hat 24 Seiten. Armeekorps unter einem franzöſiſchen General mit durch= ſein mag, die Wirkung muß unfehlbar die „Verägyptung”
weg franzöſiſchen Offizieren aufgeſtellt werden. Außerdem Konſtantincpels durch Deutſchland fördern. Rußlands
Einwürfe ſind nicht zu verwundern, doch vielleicht wird
ſoll die Artillerie durch franzöſiſche Inſtruktoren vollſtän=
Wachſamkeit für die Folge mehr nützen als gegenwärtig
dig neu ausgebildet werden. Ein entſprechender könig= übermäßige Hartnäckigkeit. Auf deutſcher Seite war der
Das Wichtigſte vom Tage.
licher Befehl wird, wie wir erfahren, in Athen in kür= Schritt gewiß nicht aus Uebereilung getan worden.
Die Zweite Kammer nahm geſtern die
Beamten=
zeſter Zeit erwartet. Betreffs des ruſſiſchen Proteſtes
2.
beſoldungsvorlage und die Geſetzentwürfe, betr. die
Unterſtützung der Heſſiſchen Landwirtſchaftlichen Ge= gegen die deutſche Militärmiſſion heißt es weiterhin: Man
Bei dieſer Gelegenheit ſei unſere neuliche Mitteilung
noſſenſchaften und die Beteiligung des Staates an der kann die Vermutung nicht von der Hand weiſen, daß über den Schwiegervater des Generalleutnants Liman
Heſſiſchen Landeshypothekenbank, an.
Rußland lediglich in der Hoffnung gehandelt hat, auf die= von Sanders, Herrn Oberſt von Sanders, in
Die geſtrige Landtagserſatzwahl im Wahlkreis ſem Wege von der Pforte andere Kompenſationen heraus= einem Punkte richtig geſtellt. Wie man uns mitteilt, war
Waldmichelbach macht eine Stichwahl zwiſchen ſchlagen zu können.
Oberſtleutnant von Sanders in England geboren und trat,
dem nationalliberalen Kandidaten, Amtsrichter Wün=
In England bewahrt man der Angelegenheit nachdem er kurze Zeit in öſterreichiſchen Dienſten ſich
be=
zer, und dem ſozialdemokratiſchen
Reichstagsabgeord=
gegenüber eine kühle Zurückhaltung.
neten Haſenzahl erforderlich.
ſunden, am 11. Dezember 1844 als Kadett in das Großh.
Der Daily Graphiec ſchreibt: Wir haben uns in Heſſ. Garde=Regiment Chevauxlegers ein, dem er bis
Die Stadtverordneten=Verſammlung
be=
dieſen Streit ſoweit hineinziehen laſſen, daß wir mit den zum 13. April 1872 angehörte. An dieſem Tage wurde
willigte geſtern einen Beitrag von 15 000 Mark Ententegenoſſen an einer Anfrage bei der türkiſchen
Re=
für den Prinz=Heinrich=Flug 1914, der in gierung teilgenommen haben. Es iſt nicht leicht, zu ſagen,er in das Küraſſier=Regiment Königin (Pommerſches)
Darmſtadt ſeinen Anfang nimmt.
wieweit das die Freiheit unſeres Handelns beeinträchtigt, Nr. 2 verſetzt, nahm bald darauf ſeinen Abſchied und
Prinz Heinrich von Preußen iſt geſtern nacht aber der gemeine Mann wird ſich des Gedankens freuen, wohnte bis zu ſeinem Tode in Darmſtadt, Eichbergſtr. 20.
in Berlin eingetroffen und hat im Schloß Wohnung daß unſere Hände noch frei ſind. Wir können es uns
In engliſchen Dienſten hat Herr von Sanders nie
ge=
genommen.
in dieſer Frage nicht leiſten, Rußland blindlings zu
unter=
ſtützen in der Vorausſetzung, daß der Geiſt der Entente ſtanden.
Der Staatsſekretär des Auswärtigen von Jagow iſt dieſe Unterſtützung erheiſcht. Wir glauben nicht, daß die
geſtern von München in Stuttgart eingetroffen undEntente eine ſo weittragend e Bedeutung
vom König empfangen worden.
Deutſches Reich.
hat, und wenn dies der Fall wäre, ſo wären wir ge=
Das deutſche Komitee für die Weltausſtel= neigt, ſie zu widerrufen, denn wir haben unſere
— Deutſch=türkiſche Verhandlungen.
lung in San Franzisko beſchloß, mit Rückſicht eigenen Intereſſen zu berückſichtigen, und dieſe ſind weder
Von autoritativer Seite wird mitgeteilt, daß der türkiſche
auf die ablehnende Haltung der Regierung, ſich auf= mit einer Verkürzung der ſouveränen Rechte der Türkei
zulöſen.
vereinbar, noch mit einem Handel, der Rußland eine Vor=Finanzminiſter Dſchawid Bei vorausſichtlich Ende der
zugsſtellung im Bosporus einräumt. Die Aufgabe Sir Woche für einige Tage nach Konſtantinopel reiſt, vermutlich,
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Edward Greys, ſagt das Blatt, ſei, nicht Partei zu er= um die aktuellen Finanzfragen mit den anderen
Kabinetts=
greifen, ſondern ſoweit wie möglich als ehrlicher Makler
zu handeln. England befinde ſich mit allen ſtreitenden mitgliedern zu beſprechen. Die türkiſch=deutſchen Ver=
Der Streit um die deutſche
Parteien in beſtem Einvernehmen, und es ſollte daher handlungen über die kleinaſiatiſchen Fragen werden durch
leicht ſein, ein annehmbares Kompromiß vorzuſchlagen. dieſe Reiſe nicht berührt. Ihre Fortſetzung erfolgt nach
Militärmiſſion.
Das miniſterielle Daily Chroniele ſchreibt über der Rückkehr des Miniſters.
* Der Berliner Lokalanzeiger ſchreibt: Die Unter= denſelben Gegenſtand: Die Dreiverbandmächte ſcheinen ge=
Die Weltausſtellung in San
Fran=
neigt ſich nach den Einſprüchen in die Uebergabe
Kon=
ſtützung des ruſſiſchen Proteſtes gegen die von
ſtantinopels in die Hände deutſcher Offiziere zu fügen, zisko. Wie der deutſchen Zentralſtelle für die
Weltaus=
der Türkei gerbetene deutſche Militärmiſſion Die Pforte hat ihren Botſchaftern die Verüicherung erteilt, ſtellung in San Franzisko aus Neu=York gekabelt wird,
durch Frankreich hat angeſichts des engen Bundes= daß die Dienſte des deutſchen Generals und ſeines Stabes wandte ſich nunmehr eine Reihe der führenden
Per=
verhältniſſes der beiden Länder nirgends überraſcht. Man eine reine Unterrichtsſache ſeien. Wenn das jedoch der ſönlichkeiten des amerikaniſchen Bildungsweſens, darunter
Fall wäre, würde es nicht nötig ſein, ihn an die Spitze
würde dies Verhalten wahrſcheinlich für weniger ſelbſt= eines Korps zu ſtellen und die unter ihm ſtehenden Offi= der Kommiſſar für das öffentliche Bildungsweſen, der
verſtändlich gehalten haben, wenn man gewußt hätte, ziere zu Regimentskommandeuren zu machen, noch weniger Präſident der Columbig=Univerſität in Neu=York, ſowie
daß in Athen auf= Drängen Frankreichs die Bildung einer aber dazu gerade das Korps zu wählen, das die Be=der Ehef der Bueros Carnegie Foundation for the
Ad=
der deutſchen Miſſion in Konſtantinopel ganz analogen ſatzung der Hauptſtadt bildet. Die Idee der Jungtürken vancements of tcaching mit einer Adreſſe an den
deut=
wär ohne Zweifel, ſich gegen Militärputſche zu ſichern;
ranzöſiſchenMilitärmiſſion für Grie= ſie könnten ſich beſſer auf die Treue der deutſchen Offiziere ſchen Kaiſer, ſeinem bisher bezeugten Intereſſe an den
chenland vorbereitet wird. Auch dort ſoll ein Modell= als der türkiſchen verlaſſen. Doch, was immer der Grund kulturellen Wechſelbeziehungen zwiſchen Deutſchland und
33.
Nummer 310.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 19. Dezemper 1913.
Seite 2.
Lander kurch den Beſuch eines englſchen Geſchwaders in zum Beſuche des Fürſten und der Fürſtin zu Iſenburg=
Anerie durch ein= Ausſelung des deuſchen Untericht=
Toulon neuerdings Gelegenheit gefunden hatte, offenbar Birſtein nach Birſtein. (Darmſt. Ztg.)
weſens in San Franzisko Ausdruck zu geben.
* Ordens=Verleihung. Se. Königl. Hoheit der Groß=
Für die Reichstagserſatzwahl im zu werden.
-
Deckung der Militärausgaben. Das Echofherzog haben der Anna Strecker zu Mainz die Er=
Wahlkreiſe Roſenberg=Löbau an Stelle des
laubnis zur Annahme und zum Tragen der ihr von Sr.
verſtorbenen Abgeordneten Pfarrer Zürn=Bellſchwitz iſt de Paris will wiſſen, daß Finanzminiſter Caillaur die Maj, dem deutſchen Kaiſer, König von Preußen,
verliehe=
als Termin jetzt der 21. Januar 1914 beſtimmt worden. Abſicht habe, die durch das Militärgeſetz notwendig ge=nen Königlich Preußiſchen Roten Kreuz=Medaille 3. Klaſſe
Die Verhandlungen zwiſchen den deutſchen Parteien we= wordenen Ausgaben auf drei Jahre zu verteilen. Er ver= erteilt.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
gen Aufſtellung eines gemeinſamen Kandidaten ſchweben anſchlage die Ausgaben des erſten Jahres auf etwa 600
herzog dem Vorſtand des Eiſenbahn=Betriebsamts 2 zu
zwar noch, doch dürfte ſchon in den nächſten Tagen eine Millionen, zu deren Deckung Schatzſcheine in dieſem Be= Darmſtadt, Regierungsbaumeiſter Paul Rothamel,
Einigung auf den von den Konſervativen präſentierten trage ausgegeben werden ſollen. Der weitere Bedarf ſoll und dem Vorſtand des Eiſenbahn=Werkſtättenamts 2 zu
Landrat des Kreiſes Roſenberg, Grafen v. Brünneck, er= durch die von Caillaux geplante „Steuer auf den erwor= Darmſtadt, Regierungsbaumeiſter Robert Cramer, den
folgen, Dieſer hat ſich zur Annahme des Mandats bereit benen Reichtum” gedeckt werden, die jedoch erſt ſechs Mo=Charakter als „Regierungs= und Baurat”.
* Entlaſſen wurde der Schreibgehilfe bei dem Finanzz
erklärt und wird ſich, ebenſo wie es der verſtorbene Ab=nate nach der Bewilligung durch das Parlament in Kraft
amt Alsfeld Ludwig Bender zu Alsfeld auf ſein
Nach=
geordnete Pfarrer Zürn tat, für den Fall ſeiner Wahl, der treten würde. Die Grundlage dieſer Steuer würde eine ſuchen aus dem Staatsdienſt.
freikonſervativen Partei anſchließen. Bei einem geſchloſſe= alljährlich zu erneuernde Erklärung der Steuerträger über
— Vom Hoftheater. Das Hoftheater hat die neue
nen Vorgehen aller Deutſchen iſt der Sieg des Deutſch= die Höhe ihres Einkommens bilden.
Oper Felix von Weingartner’s „Kain und
Abel” zur alleinigen Uraufführung erworben,
tums geſichert. Bei der letzten Wahl ſiegte der deutſche
England.
die am 17. Mai unter perſönlicher Leitung des Kom=
Kandidat mit 11119 Stimmen über den Polen, der nur
voniſten im Rahmen der Frühlings=Feſtſpiele 1914 ſtatt=
Zur Reiſe Churchills. In derſelben Zeitung, finden wird.
8787 Stimmen auf ſich zu vereinigen vermochte.
Außer=
dem wurden 309 ſozialdemokratiſche und 35 Zentrums= in der das engliſche Dementi über Churchills Reiſe nach
Heute gelangt Offenbachs phantaſtiſche Oper „
Hoff=
ſtimmen abgegeben. Der Wahlkreis war mit Ausnahme Deutſchland verbreitet wurde, wird jetzt in einem zuſam= manns Erzählungen” im D=Abonnement zur
Auf=
von 1890 bis 1898 ſeit dem Jahre 1867 von Deutſchen menfaſſenden Bericht über engliſche Miniſterreiſen kon= führung. Der Vorſtellungsbeginn iſt auf 7½ Uhr
an=
geſetzt, Samstag geht als erſte Kindervorſtellung „Hänſel
ſtatiert, daß Churchill, der am Freitag London verlaſſen
vertreten.
und Gretel” von Humperdinck und das Balltt
— Die Zivilprozeßordnung. In der wird, zunächſt auf 14 Tage nach Deutſchland reiſt (!), und „Hurra, unſere Soldaten”, von Hedwig Ehrle in
Sitzung der bayeriſchen Kammer gab der Juſtizminiſter dann zu einem zweitägigen Beſuch nach Paris kommen Szene. Der Vorverkauf zu ermäßigten
Bolksvor=
ſtellungspreiſen findet im Verkehrsbureau ſtatt. Leiter
wird.
anläßlich der Beratung des Juſtizetats ſolgende Erklärung
der Aufführung ſind Kapellmeiſter Lert und Regiſſeur
Türkei.
ab: Er könne beſtimmt verſichern, daß die Reform der
Nowack. Die Vorſtellung beginnt um 6 Uhr. Als
Zivilprozeßordnung nicht auf die lange Bank geſchoben
Die Finanzlage. Nach einer Meldung aus Kon=nächſte Volksvorſtellung iſt der Schwank Im
weißen=
werden dürfe. Es ſei für die deutſche Juſtiz eine Exiſtenz=ſtantinopel erklärte der Großweſir, die Pforte habe an= Rößel” für Sonntag nachmittag angeſetzt. Am
Sonntag=
abend findet das einmalige Gaſtſpiel des
Kammer=
frage geworden, möglichſt bald zu einer Verbeſſerung der geſichts der ſchlimmen Finanzlage die Möglichkeit finan= ſängers Otto Wolf von München als Lyonel” in
Zivilprozeßordnung zu kommen. An die Abſchaffung des zieller Ausnahmemaßregeln ins Auge gefaßt, für deren Flotows Martha” ſtatt, zu welcher Vorſtellung der
landgerichtlichen Anwaltszwanges glaube er aber nicht, Durchführung man an die Einſicht der Mächte appellieren Vorverkauf bereits begonnen hat. Entgegen den Ans
trotzdem dahingehende Anträge auch in anderen Bundes= müſſe. Angeblich ſoll dieſe Aeußerung auf die Nichtein= kündigungen der Straßenplakate wird bekannt gegeben,
daß der Beginn der zweiten Kindervorſtellung
ſtaaten geſtellt wurden.
löſung oder Verkürzung der nächſten Kupons vorbereiten.
„Aſchenbrödel” auf fünf und nicht, wie irrtümlicht
— Die Zaberner Vorfälle. Berliner Blätter
angezeigt, auf ſechs Uhr am Dienstag, den 23. Dezember,
Ckina.
melden aus Straßburg: Zurzeit ſchweben zwiſchen allen
angeſetzt iſt. Die Tageskaſſe des Hoftheaters wird am erſten
Reviſion des Zolltarifs. Juanſchikai er= Weihnachtsfeiertag von 10—1 Uhr vormittags für den
Landtagsparteien Verhandlungen über die Einreichung
klärte in einem Interview mit dem Korreſpondenten des Vorverkauf offen gehalten werden.
einer Interpellation wegen der Haltung der Regierung in
40jähriges Dienſtjubiläum. Die Vorſitzende des
Zabern. Die Parteien beabſichtigen noch nicht, der Re= Reuterſchen Bureaus, er halte den pſychologiſchen
Augen=
blick für eine Reviſion des Zolltarifs für gekommen. Hebammenvereins Stadt= und Landkreis Darmſtadt, Fran
gierung ein Mißtrauensvotum zu geben, man hofft aber,
Eliſe Weichſel=Brohm, Alexanderſtraße 16, felete
daß die Regierung rückhaltlos Rede ſteht, ob ſie alles ge= Während der Revolution hätten die ſüdchineſiſchen Führer, am 23. Dezember ihr 40jähriges Dienſtjubiläum in hieſe
tan hat, was ihr unter den verfaſſungsrechtlichen Zuſtän= um Popularität zu gewinnen, zahlreiche Likinſtationen ger Stadt in voller Geſundheit und Rüſtigkeit.
Der=
aufgehoben, und dieſe ſeien nicht wiederhergeſtellt worden. bilarin wurde ſchon vor zwei Jahren von Sr. Königl.
den Elſaß=Lothringens zu tun möglich war.
Die Regierung hätte den Mächten Vorſtellungen darüber Hoheit dem Großherzog die Verdienſt=Medaille des
— Der oldenburgiſche Landtag genehmigte gemacht. Juanſchikai halte die Finanzlage für hoffnungs= Ludewigsordens am Bande verliehen.
— Straßenbahnen und Fuhrwerksverkehr. In letzter
eine Vorlage, die eine Aenderung der Gemeindeordnung poll. Die Zolleinnahmen für das Jahr 1913 reichen aus,
Zeit mehren ſich wiederum die Klagen darüber daß die
derart vorſieht, daß den Frauen, die das 24. Lebensjahr um alle Anleiheverpflichtungen zu decken, die garantiert Leiter von Fuhrwerken die polizeilichen
Vor=
vollendet haben, Sitz und Stimme in den Armen= und wurden, und auch die Einnahmen der Salzſteuer ſeien be= ſchriften über den Straßenverkehr nicht befolgen und
ins=
ſonſtigen Ausſchüſſen der Gemeinde gegeben werden kann. friedigend.
beſondere die Warnungsſignale der Motorwagen und der
Lokomotiven der Straßenbahn außer acht laſſen. Des
*
*
öſteren verſuchen die Fuhrleute, noch im letzten Augenblick
Ausland.
vor den Motorwagen oder den Lokomotiven über die
Italien.
* Dortmund, 17 Dez. Das Kgl. Konſiſtorium hat Gleiſe zu kommen, ſo daß die Straßenbahn plötzlich zum
Die Inſelfrage. Die Agenzia Stefani meldet dem von der Reinoldi=Gemeinde gewählten Liz. Pfar= Stehen gebracht werden muß. Das Polizeiamt ſieht ſich
rer Fuchs die Beſtätigung verſagt, weil er deshalb veranlaßt, erneut auf die Polizeiverords
aus London, daß die Nachrichten einiger Zeitungen, unter wegen ſeiner Stellungnahme gegen das Spruchkollegium nung, betreffend Maßregeln zur Verhütung
ihnen die Times, unrichtig ſind, nach denen die engliſche aus Anlaß des Falles Jatho für den Dienſt in der preu=von Unglücksfällen und Verkehrsſtöruns
Regierung die italieniſche davon verſtändigt haben ſoll, ßiſchen Landeskirche nicht geeignet ſei. Die Gemeinde hatte gen aus Anlaß des Betriebes der Straßenbahn in der
ſchon vor längerer Zeit zum Nachfolger des abgeſetzten! Stadt Darmſtadt hinzuweiſen, und zwar namentlich auf
daß nach einer Mitteilung die türkiſche Regierung den Lau= Pfarrers Traub den Pfarrer Liz. Fuchs aus Rüſ= die §§ 7 und 8 dieſer Verordnung, welche u. a. beſtimmen,
ſanner Vertrag bereits erfüllt habe, ſo daß für Italienſelsheim in Heſſen gewählt. Da der Gewählte aus daß die Leiter von Fuhrwerken aller Art an den
Straßen=
jetzt der Augenblick gekommen ſei, die beſetzten Inſeln zu einer anderen Landeskirche kam, konnte das Konſiſtorium kreuzungen der von Straßenbahnlinien durchzogenen
räumen. In politiſchen Kreiſen Englands weiß man, daß zur Prüfung ſeiner Befähigung darauf beſtehen, daß ein Straßen auf alle Fälle die Gangart ſo zu verkürzen haben.
Kolloquium ſtattfand, ehe es die Beſtätigung erteilte. Das daß ein Halten vor dem Gleis noch möglich iſt. ſowie, daß
die engliſche Regierung daran feſthält, der italieniſchen Konſiſtorium richtete nun, wie früher mitgeteilt, an Pfar= die Leiter von Fuhrwerken, wenn eine Straßenhahn
Regierung zu erklären, daß das nicht die Bedeutung ihres rer Fuchs am 4. September die Anfrage ob er ſeinerzeit kommt, ſo rechtzeitig zu halten haben, daß die Bahnih
Vorſchlages ſei. Dieſer ſtehe im Einklang mit den Lon= die Erklärung heſſiſcher Geiſtlicher gegen das ihrer Fahrt nicht gehindert wird. Die
Schutzmannſchaſt=
doner Beſchlüſſen und beſchränke ſich darauf, feſtzuſtellen, Spruchkollegium und ſein Verfahren im Falle Jatho mit= iſt angewieſen, auf das ſtrengſte auf die Befolgungder
unterzeichnet habe und — bejahendenfalls — ob er etwas Vorſchriſten der Verordnung zu achten.
daß von dem Augenblick an, wo gemäß dem Lauſanner
getan habe, um dieſe Erklärung zu widerrufen. Von ſei=
* Verein für Verbreitung von Volksbildunge
Vertrag die Italiener die Inſeln geräumt haben würden, ner Antwort ſolle es abhängen, ob ein Kolloquium über= Der erſte Vorſitzende des Vereins für Verbreitung von
dieſe der Türkei und nicht Griechenland zugewieſen wer= haupt ſtattfinde. Pfarrer Fuchs hat auf dieſes Schreiben Volksbildung, Herr. Reallehrer Lerch, ſieht ſich infolge
den ſollen, wie England und die anderen Großmächte die Antwort gegeben, daß er nicht widerrufe, und die einer ernſtlichen Erkrankung und Nervendepreſſion zu
Folge iſt jetzt die oben gemeldete Verſagung ſeiner Be=allſeitigem Bedauern gezwungen, vorübergehend ſeiner
früher gewünſcht haben. Im Gegenteil hätte es Italien ſtatigung durch das Konſiſtorium.
ihm lieb gewordenen Vereinstätigkeit zu entſagen.
immer unterſtützt, ebenſo wie der engliſche Vorſchlag jetzt,
Hoffentlich iſt es dem verdienſtvollen Mann vergönnt,
daß die Inſeln ſeinerzeit an die Türkei fallen ſollen.
recht bald wieder in alter Rüſtigkeit die Leitung des
Darmſtädter Volksbildungsvereins zu übernehmen. Für
Stadt und Land.
Frankreich.
die Dauer ſeiner Erkrankung wird Herr Profeſſor Dr.
Darmſtadt, 19. Dezember.
Franzöſiſch=engliſche Freundſchafts=
Gaul, der zweite Vorſitzende, die Vereinsgeſchäfte
Vom Hofe. An der Frühſtückstafel im Neuen Pa=leiten. Alle Schriftſtücke uſw. bittet man bis auf
kundgebungen. Der König von England und
Prä=
ſident Poincaré haben Telegramme ausgetauſcht, in denen lais nahmen am Mittwoch der deutſche Botſchafter in weiteres an die Vereinsgeſchäftsſtelle (Gutenbergſtraße 68)
Paris Freiherr von Schoen, nebſt Gemahlin teil. Die zu richten.
ſie ſich dazu beglückwünſchen, daß die franzöſiſch=engliſche Großherzoglichen Herrſchaften begaben Sich
— Was ſollen wir unſerer Jugend hu Weihnachten
Freundſchaft und die Intimität der Beziehungen beider am Mittwoch 1 Uhr 50 Minuten nachmittags im Auto geben? Eine Heimſparbüchſe der Städtiſchen Spar=
Sein ſtarker Humor iſt nicht gerade zartfühlend, aber einem
alten echten Soldaten ſteht er beinahe wohl an. Er hat
Vietoriano Huerta.
Feuilleton.
Sinn für einen Scherz, wenn er auch manchmal darin über
* Bildende Kunſt in München. Die Kölniſche Zeitung
— Durch den dicht beſetzten Saal des Abgeord= die Stränge ſchlägt. In einer engliſchen Geſellſchaft riet
netenhaufes von Meriko geht leichten Schrites,er lächelnd einer jungen Dame ſich zu verheiraten, und ſchreibt: Bei der Einrichtung des Brallſchen Kunſthauſes
zum Dank für die grüßenden Zurufe die eine erklärte ſich bereit, ihr jeden Inſurgenten=General zu ver= in München, das in dieſem Sommer eröffnet wonden iſt,
Hand erhoben, ein großer, kräftig gebauter Sol=ſchaffen, den ſie zu dieſem Zwecke begehren würde. Bei iſt man von dem Beſtreben ausgegangen kleinere
Bildaus=
dat, deſſen Friſche und Beweglichkeit ſeine 69 einem Diner, dem viele fremde Diplomaten beiwohnten, ſtellungen ihrer Muſeenhaftigkeit zu enikleiden und ihnen
Jahre Lügen ſtraft. Dieſer Mann, der wie die anderen pries er die britiſche Raſſe über den grünen Klee, nannte den Raum zu ſchaffen, in dem ſie betrachtet ſein wollen,
im Frack erſchienen iſt, und ſich von den anderen nur durch Shakeſpeare, Wellington und Nelſon die größten Men=In dieſem Sinne hat der Münchener Architekt Emanuel
die breite, über ſeine Hemdbruſt gezogene Schärpe in den iſchen, die die Erde ie hervorgebracht habe, und tauſte von Seidl das Bratlſche Kunſthaus geſchaffen. Die
kleie=
merikaniſchen Nationalſarben unterſcheidet, iſt Vietoriano Rooſevelt den „Zapata der Vereiniaten Staaten” wobei neren und größeren, miteinander verbundenen Näume,
Huerta, ſeit einem halben Jahre einer der meiſt genann= man wiſſen muß, daß Zapata ein Inſurgentenführer iſt, das ovale Beſtibül, die obere Galerie tragen den
Charak=
ten Männer der Welt, und von ihm entwirft der gegen= deſſen Name ein Beiwort für Plünderei und Unbedenk= ter eines vornehmen Wohnhauſes. Das Letzte, was
wärtig in Mexiko weilende engliſche Korreſpondent Ha=lichkeiten geworden iſt. Dabei iſt Huerta gutmütig; man Brakls Kunſthaus brachte, iſt eine reiche Ausſtellung ron
milton Fyfe in der Daily Mail ein lebendiges, an charak= muß ihn geſehen haben, wie er kürzlich bei einem Beſuche Rombildern des Malers Willy Preetorius, der
teriſtiſchen Einzelzügen reiches perſönliches Bild. Sein im Klub einen Haufen Kinder in ſeinem Automobil ſpa= mit dieſer Kollektion beweiſt, daß es noch immer neue
hoher haarloſer Schädel leuchtet unter dem Lichte; nur am zieren fuhr, und dann jedes einzelne beſchenkte. Aber zwei Betrachtungsmöglichkeiten auch der meiſtgeſehenen Land=
Nacken und an den Seiten ſieht man die Spuren militä= Eigenſchaften fehlen ihm: Taktgefühl und Würde. „G’est
ſchaften gibt. Der erſte Eindruck, den dieſe Bilder geben,
riſch kurz geſchnittenen grauen Haares. Seine Geſichts= un nalk”, urteilt kopfſchüttelnd ein Franzoſe, der kürzlich iſt Ruhe und Licht. In einer ganz beſonderen und
per=
farbe iſt gewiß dunkel, aber erſt, wenn man neben der über Hafenbauten mit ihm verhandelte. Und „naiv” iſt es ſönlichen Weiſe deutet Preetorius das Weſen dieſer ewigen
weißen Manſchette die bräunlich=rote Hand ſieht, entſinnt von ihm auch, vergnügt zu erklären, daß im Falle eines
Stadt aus den Reſten ihrer einſtigen Größe und Pracht.
man ſich ſeiner reinen indianiſchen Abſtammung. Als er Krieges die Mexikaner in die Vereinigten Staaten ein= In einer unbelebten, aber lebendigen Landſchaft malt er
in der Kammer ſeine Botſchaft verlieſt, ſetzte er zu der marſchieren würden; naiv war es, mit Lind, dem Abge= die rötlichen Steinhaufen von Ruinen, er gibt dem Grün
Brille, die er trägt, noch eine zweite auf; aber ungleich ſandten Wilſons ein Rendezvous zu verabreden und dann der Umgebung, dem Steinton der Ruinen dem Blau des
den meiſten Kurzſichtigen leuchten ſeine Augen ſcharf und dasſelbe nicht einzuhalten. Er kennt keine Umſtände, Himmels ein Licht ohne die grelle Leuchtkraft, in der ſich
nehmen in ihrer ſchnellen Beweglichkeit dem etwas groben, haßt überflüſſige Worte, wird nie einen Knoten löſen, ſon= etwa der italieniſche Himmel auf Anſichtskarten darſtellt.
ſtarrſinnigen Antlitz allen Eindruck von Schwere. So ſieht dern ihn durchſchneiden, und der ganze Menſch mit all Seine Luft hat etwas zart Frühlinghaftes, in dem die
dieſer Mann aus, den die Amerikaner für einen Abenteurer ſeinen Vorzugen und Mängeln liegt in der Anekdote, die Konturen der Mauerreſte und ſernen Hügel fitimmern Er=
und Verbrecher halten, und den die Merikaner, mit einem heute in Mexiko von Mund zu Mund geht. Als der raſt= iſt weit davon entfernt, in ſeinen Bildern archäologiſchs
Unterton unwillkürlicher Achtung, einen „in verguenza”,loſe Miniſter des Aeußern ihn fragte, was er auf die erſte! Illuſtrationen zu liefern, und hierin ſteht Preetorius iün
einen Mann ohne Scham, nennen.
Note Linds antworten ſollte, meinte Huerta lapidariſch: Gegenſatz zu dem über ein Jahrhundert älteren Piraneſt=
Er ſorbit iſt ein glühender Patriot und will von ſeinem „Antworten Sie, er möge ſich zum Teufel ſcheren!” Und mit den er verſchiedentlich verglichen wird Der moderiſ
Amtg nicht weichen, weil er ſich für den einzigen Mann erſt, als er die ratloſe Miene ſeines Miniſters fah, fügte er Maler legt auf die maleriſchen Elemente: Farbe undLich
hält. der gegenwärtig imſtande iſt, das mexikaniſche Vater=beſänftigend hinzu: „Meinetwegen in diplomatiſcher Ton= das Hauptgewicht. Er überſieht die Details und aibt m
land zu regieren. Perſönlich iſt er ein jovialer Geſelle, art .: ‟
die Stimmung und Atmoſphäre des Ganzen. Die ein=g
1efil
iuf
Nummer 310.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 19. Dezember 1913.
Seite 3.
Raſein Darmſtadt. Sientſpricht alle Winſchen, ibt nich, einem Falle zu 2 Wochen Gefängnts und wegen
B Herpenkeim a. d. D., 12. Dez. (Zur
Dürger=
wie manche andere ungeeignete Gabe, nachteiligen Ein=Bettelns zu 2 Wochen Haft; die Haftſtrafe gilt als ver=meiſterwahl.) Wir haben vor einiger Zeit berichtet,
ſfluß auf unſere Kinder aus, ihr Gebrauch wirkt vielmehr büßt.
daß, nachdem man ſich wieder für einen
Ehrenbürger=
verzieheriſch. Die Beſchaffung einer Heimſparbüchſe ſei
Der Schloſſermeiſter Jacobi betreibt ſeit etwa 1½ Jah= meiſter entſchloſſen habe, die Kandidatur des Herrn
daher allen denen aufs angelegentlichſte empfohlen, die reu in der Karlſtraße eine Bauſchloſſerei, über deren Be= D. gegenſtandslos geworden ſei. Wie wir nunmehr von
zim Zweifel über eine zweckmäßige Gabe an ihre Kinder, trieb noch nie Klagen laut wurden. Anfang dieſes Jah= gut unterrichteter Seite erfahren, war an maßgebender
Weſchwiſter, Enkel, Neffen und Nichten oder Paten ſind. res beſchwerten ſich gegenüberwohnende Perſonen über Stelle von einer ſolchen nie die Rede, da Herr D. ganz un=
* Der 3. neuſprachliche Vortrag, den Mr. Smith ruheſtörenden, übermäßigen Lärm, worauf J. eine poli= bekannt dort iſt.
lhielt, behandelte an der Hand von Lichtbildern zeiliche Verwarnung erhielt. Auf dieſe Verwarnung hin
— Sandbach, 17. Dez. (Einen prächtigen
beine Reiſe durch England. Die Fahrt ging ließ J. eine Tafel in der Werkſtatt anbringen, daß nur bei Familienabend) veranſtaltete der hieſige
Zweig=
kvon Dover nach London. Dieſe Rieſenſtadt wurde einer geſchloſſenen Türen gearbeitet werden dürfe und jedes verein vom „Evangeliſchen Bund” ſeinen Mitgliedern.
zeingehenden Beſichtigung unterzogen, worauf es weiter übermäßige Geräuſch vermieden werden ſolle. Im April Zwei geſchmackvolle Weihnachtsſtücke, geſpielt von den
Ang nach Stratford v. Avon, der Heimat Shakeſpeares, und Mai erhielt J. nun zwei Strafbefehle über 6 und Kindern der 1. Klaſſe, wurden mit großem Beifall
auf=
rund nach Edinburg. Der Vortragende brachte hier präch= 10 Mark wegen ruheſtörenden Lärms. Jacobi verfolgte genommen. Auch die reizenden Gedichte und ſchönen
ttige Vertreter der Hochland= und Fiſcherbevölkerung. Berufung beim Schöffengericht, das die Strafen auf ie Liedervorträge der Kinder wurden gut zu Gehör ge=
Ueber die Inſel Staffa mit Fingals cave ging es nach Ir=
5 Mark feſtſetzte. Auch gegen dieſe Entſcheidung legte J. bracht. Geſpannt lauſchten die Zuhörer auch der von
land, deſſen Küſte bei den Giants Canſeway erreicht Berufung ein, da er alles getan habe, was er tun konnte, Herrn Pfarrer Zimmermann geſchmackvoll
vorge=
wurde. Nach kurzem Verweilen in Dublin, bei welcher um übermäßigen Lärm zu verhindern. Dies wurde in tragenen Weihnachtsgeſchichte. Der bis zum letzten
Gelegenheit der Vortragende die Gründe der großen Ar= der geſtrigen Verhandlung vor der Strafkammer auch von Stehplatz gefüllte Saal legte Zeugnis ab, von welch'
mut der Iren erläuterte, wurde die Weſtküſte der „Grünen Zeugen beſtätigt. Die Strafkammer gab der Berufung regem Intereſſe man hier fur die Sache beſeelt iſt.
Inſel”, und nach einem Ausflug nach dem ſagenumwobe= ſtatt und ſprach den Angeklagten frei.
Mainz, 18. Dez. (Der neue
Theaterdirek=
nen Killarney endet die Reiſe in Queenſtown an der
tor.) Das M. Journ. ſchreibt: Der, wie anzunehmen, an
Südküſte. Der Redner, der recht gut auch von weniger
erſter Stelle vorgeſchlagene Direktor Berg=Ehlert (Königs=
Geübteren verſtanden werden konnte, fand bei den Zu=
Kriegsgericht.
berg) iſt ein Schwiegerſohn des Geh. Hofrats A. Varena,
hörern reichen Beifall.
g. Wegen Diebſtahls unter Verletzung eines mili=eines geborenen Mainzers, der von 1892—1912 die Kö=
Religiöſe Vorträge. Man ſchreibt uns: Um täriſchen Dienſtverhältniſſes ſtand geſtern der Flieger der nigsberger Bühne erfolgreich geleitet hat. Königsberg
Suchenden und Forſchenden Gelegenheit zu bieten, über Reſerve Richard Karl Chriſtian Weſtphal von Stral=genießt einen hervorragenden Ruf in der Theaterwelt.
wichtige Lebensfragen zu größerer Klarheit zu gelangen, ſund vor dem Gericht der 25. Diviſion. Der Angeklagte, Aus der letzten Zeit ſeien von Mitgliedern des Enſembles
ſollen im Monat Januar mehrere allgemeinver=der beim Infanterie=Regiment Nr. 54 diente, war zur u. a. genannt: Frk Charlote Uhr=Frankfurt, nunmehr der
ſtändliche Vorträge von zwei namhaften Theo= Fliegertruppe auf dem hieſigen Truppenübungsplatze kom= Dresdner Hofbühne verpflichtet, ſowie der lyriſche Tenor
logen, bekannten Univerſitätslehrern, hier gehalten mandiert. Es wird ihm zur Laſt gelegt, als Burſche am W. Fapre, den ab 1914 die Wiesbadener Hofbühne
gewon=
werden. Es werden dazu alle freien Zutritt haben. 4 Februar (Faſtnacht) ſeinem Leutnant ein Armband mit nen hat. Direktor B.=E. leitet auch die Sommerbühne zu
Genauere Mitteilung und Anzeige werden in kurzem Uhr entwendet und daraufhin ein Darlehen von 5 Mark Bad Kranz und die Zoppoter Operetten=Feſtſpiele. — Der
erfolgen.
erhalten zu haben. Ferner ſoll er im April oder Mai Gedanke einer Teilung zwiſchen Oper= und Schauſpiellei=
* Turngemeinde Darmſtadt. Die zur Weihnachtszeit eine im Gewahrſam des Leutnants befindliche große fis= tung, der ja, wie gemeldet zur Erörterung ſtand, ſchiene
von den Turnmannſchaften veranſtaltete Weihnachtskneipe kaliſche Fliegeruhr geſtohlen haben. Dieſe Uhr verſetzte uns unangebracht; das hieße neben die gewiſſermaßen
ne=
findet am Samstag abend im Kneipſaale ſtatt. Für an= er bei einem Friſeur und erhielt darauf 3 Mark als Dar=beneinander geordneten Inſtanzen von Theaterdirektor
lehn. Schließlich hat er am 24. Februar ein dem Leut=lund Städt. Kapellmeiſter gar noch eine dritte einſchieben
regende Unterhaltung iſt beſtens geſorgt.
nant gehöriges Fahrad geſtohlen und gleichfalls bei und damit die Abgrenzung der Zuſtändigkeit noch ſchwie=
* Aerzte und Krankenkaſſen. Am Dienstag, den 23. einem Wirt für 20 Mark verſetzt. Der Angeklagte beſtritt, riger zu geſtalten. Herr Otto, Intendant des Straßbur=
Dezember, nachmittags 2 Uhr, findet in Darmſtadt im im erſten Falle die Abſicht des Verſetzens gehabt zu haben, ger Theaters, teilt einem Frankfurter Blatte mit, daß er ſich
Fürſtenſaal, Grafenſtraße 20, eine allgemeine Verſamm= wird aber in allen drei Fällen durch die Zeugen überführt. nicht um die Mainzer Direktorſtelle beworben habe. —
lung ſämtlicher Krankenkaſſen im Großherzogtum Heſſen Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Diebſtahls (Die Errichtung eines Bahnhofes
Mainz=
ſtatt, zwecks Berichterſtattung über die Einigungsver= in drei Fällen zu 6 Wochen Mittelarreſt und Ver=Nord,) die von der Handelskammer angeregt und von
handlungen mit den Aerzten und Beratung des mit ihnen ſetzung in die zweite Klaſſe des Soldatenſtandes.
der Eiſenbahndirektion befürwortet worden war, wurde
vereinbarten Vertrags.
Wegen Veranlaſſung eines Untergebe=geſtern von der Straßenbahndeputation abgelehnt.
§ Unfälle. Ein Bierbrauer iſt am Mittwoch abendnen zur Erſtattung einer unrichtigen
Bobenheim, 18. Dez. (Tödlicher Unfall.) Der
gegen 8 Uhr in angetrunkenem Zuſtande in der Grafen=dienſtlichen Meldung hatte ſich der 25jährige 50 Jahre alter Ackerer Ph. Schmidt glitt, als er
Stroh=
ſtraße zu Fall gekommen und hat ſich dabei eine Sergeant Ernſt Auguſt Hach von der 8. Kompegnie des bündel von der Scheune herabwarf aus und ſtürzte auf
Verletzung am Hinterkopf zugezogen. Er wurde mittelſt! Infanterie=Regiments Nr. 168 in Offenbach zu verantwor= den Tennenboden, wo er das Genick brach. Der Tod trat
Räderbahre in das Städtiſche Krankenhaus gebracht. —ten. Der Angeklagte, der am 1. Oktober 1909 als Unter= ſofort ein. Er hinterläßt drei unmündige Kinder.
An demſelden Tage, nachts kurz nach 12 Uhr, wurde in ofſizierſchüler in das Regiment eintrat, hat am 14. Oktober
Pfeddersheim, 18 Dez. (Ueberfahren.) Auf dem
der Rheinſtraße ein Maler auf dem Pflaſter liegend dem Musketier Hofmann, der auf Befehl des FeldwebelsUebergang in der Nähe unſeres Bahnhofs überfuhr
ge=
aufgefunden. Er iſt ebenfalls mittelſt Räderbahre in nach ihm in der Kantine ſehen ſollte. geſagt: „Scheren Sie ſtern früh eine Lokomotive ein Fuhrwerk der Firma Kuhn
das Städtiſche Krankenhaus gebracht worden.
ſich weg, ich bin nicht da”, was dieſer dem Feldwebel in Worms. Das Fuhrwerk wurde vollſtändig
zertrüm=
meldete. Hach gibt an, er habe dem Musketier keinen Auf= mert, ein Pferd ſchwer verletzt. Der Kutſcher erlitt zum
trag gegeben, ſondern nur im Unmut über die ihm merk= Glück nur leichte Verletzungen.
würdig ſcheinende Art der Kontrolle jene Aeußerung
Strafkammer I.
Aus Rheinheſſen, 18. Dez. (Beerenkultur) Die
hervorgeſtoßen. Der Angeklagte hatte wegen dieſes De= guten Erfahrungen, die man in einzelnen rheinheſſiſchen
—. Der 22jährige Kaufmann Ludwig Ernſt Sch. hat liktes diſziplinariſch drei Tage Arreſt erhalten und auch Gemeinden mit dem Anbau von Erdbeeren und
Beeren=
ſich nach der Entlaſſung vom Militär mehrere Wochen hier verbüßt. Später war das Urteil wegen Unzuſtändigkeit obſt aller Art macht, veranlaßt gegenwärtig viele
Land=
in Darmſtadt beſchäftigungslos herumgetrieben und hier der Diſziplinargerichtsbarkeit aufgehoben worden. Unter wirte in Orten mit ausſchließlichem Feld= und Weinbau
in mehreren Fällen ſich durch falſche Vorſpiegelungeni Verückſichtigung dieſes Umſtandes verurteilte das Gericht zur Rodung ſchlechter Weinbergslagen, um es daſelbſt
Geldmittel und Gebrauchsgegenſtände verſchafft. So kam den Angeklagten zu 1 Taggelinden Arreſt.
ebenfalls mit dieſer Kultur zu verſuchen. So hat man ſich
er ohne Mantel und Hut zu einem Zeugen und erzählte
Der erheblich vorbeſtrafte, 1889 zu Flonheim geborene
in der Gegend von Nieder=Olm zu dem Anbau von
Erd=
dieſem ihm ſei ſein Mantel mit 200 Mark geſtohlen wor= Musketier Auguſt Albert von der 3. Kompagnie des beeren entſchloſſen, während man es in der Gemarkung
den. Dieſer Zeuge gab ihm dann auch 2 Mark, damit Infanterie=Regiments Nr. 168 in Butzbach hat ſich am
Ockenheim u. a. Orten mit der Kultur der Johannis=und
Sch. nach Frankfurt zu Verwandten fahren könne. Einen Morgen des 7. November von ſeinem Truppenteil entfernt
Schneider veranlaßte er zur Lieferung eines Anzuges, den und unterwegs von ſeiner Litewka die Spiegel und Achſel=Stachelbeeren verſuchen will. Vieſe Tauſende von
Qua=
er nicht bezahlte, und auch trotz wiederholten Erſuchens klappen entfernt. Er wurde nach einigen Tagen vom dratmeter ehemaliger Weinberge werden dort eben mit
den Anzug nicht zurückgab. Das Gericht verurteilte den Forſtwart bei Neu=Iſenburg im Walde aufgegriffen Der jungen Setzlingen der verſchiedenen Beerenobſtarten
ange=
baut. Aus genaueren Aufzeichnungen ſchließt man bei
Angeklagten wegen Betrugs in 12 Fällen und Angeklagte gibt an, er ſei durch die Verbüßung der
Straf=
einer Urkundenfälſchung zu 1 Jahr 4 Monaten Ge= haft ſehr geſchwächt geweſen und glaubte, den Anforderun= der Beerenkultur mit einem jährlichen Reinertrag von
fängnis und wegen Angabe eines falſchen Namens bei; gen des Dienſtes nicht gewachſen zu ſein. Deshalb babe etwa 600 Mark pro Morgen, eine Ernte die beim
Wein=
der Polizei in zwei Fällen zu vier Wochen Haft, er ſich nach Frankreich und von dort nach Amerika zu ſei= bau im Durchſchnitt wenigſtens ſicher nicht erreicht wird.
Die Haftſtrafe gilt durch die Unterſuchungshaft für ver= nen Eltern begeben wollen. Das Gericht verurteilte den Dadurch werden viele ſchlechte Weinbergslagen, die von
büßt.
Angeklagten wegen Fahnenflucht und Beſchädigung vornherein nicht zum Weinbau geeignet waren, verſchwin=
*Der 39jährige Pfläſterermeiſter Adam Rückert in eines Dienſtgegenſtandes zu einer Geſamtgefängnisſtrafe den. In vielen Orten trägt man dieſer Erkenntnis ſchon
Roßdorf hatte ſich im Frühjahr 1912 bei dem Kreisbau= von 6 Monaten 1Tag und zur Verſetzung in die zweite. ſeit einigen Jahren durch vermehrten Anbau von Obſt,
inſpektor edarüber beſchwert, daß ihm Arbeiten, um die Klaſſe des Soldatenſtandes.
Spargeln oder auch Zuckerrüben Rechnung.
er ſich beworben hatte, nicht erteilt worden waren. Im
Der Dragoner Jakoh Schnellbacher geboren 1889
(*) Butzbach, 17. Dez. (Ein Einbruch) wurde
Frühjahr dieſes Jahres beſchwerte er ſich abermals und zu Lützelwiebelsbach, der ſeit 1911 beim Dragoner=Regi= bei Uhrmacher Lotter verübt. Dem Spitzbuben ſind
ſprach hierbei die Vermutung aus, daß der Kreisſtraßen= ment Nr. 23 dient, kann ſich noch immer nicht an die mili= Wertgegenſtände und Geldbeträge in Höhe von
meiſter der Schuldige ſei da dieſer von anderer Seite täriſche Diſiplin gewöhnen. Nachdem er ſchon einmal 1300 Mark in die Hände gefallen. Der Polizeihund
geſchmlert werde. Das Schöffengericht verurteilte ihn wegen unerlaubter Entfernung beſtraft worden war, hat verfolgte die Spur bis zum Hauptbahnhof.
wegen dieſer Beleidigung unter Verſagung des Schutzes er am 30. November abermals über den Zapfen geſtrichen
des § 193 zu 20 Mark Geldſtrafe. Er verfolgte gegen dieſe und iſt erſt morgens um 3 Uhr in die Kaſerne zurückge=
Verürteilung Beruſung die er jedoch nach dem völlig mißz= kehrt. Am 1. Dezember fuhr er ohne Urlaub nach Groß=
Reich und Ausland.
glückten Verſuch des Wahrheitsbeweiſes zurücknahm.
Zimmern und am 2. Dezember entfernte er ſich abermals
Aus der Reichshauptſtadt, 17. Dez. Die Erſtauffüh=
Der 52jährige Zimmermann Valentin Strauß von von ſeinem Truppenteil. Er trieb ſich nach ſeiner Angabe=
Groß=Zimmern treibt ſich vielfach arbeitslos umher und in Darmſtadt umher und nächtigte in Heuſchobern. Am nung von Wagners Parſifal im Königlichen
ſoll im Sommer und Herbſt dieſes Jahres an verſchiede= 14. Dezember wurde er feſtgenommen. Das Gericht ver= Opernhauſe wird am 4. Januar ſtattfinden. Das
Kai=
nen Orten Kleinigkeiten, wie ein Handtuch, Beil, uſw. ge= urteilte den Angeklagten wegen zweier unerlaubter Ent=ſerpaar und der geſamte Hof werden der Vorſtellung
bei=
ſtohlen haben. Das Gericht nahm Noldiebſtahl als vor=fernungen und einer erſchwerten unerlaubten Entfernung wohnen, die unter Leitung von Generalmuſikdirektor Blech
liegend an und da nur in einem Falle Strafantrag vor= zu 2 Monaten Gefängnis.
ſtehen wird. — In ſeiner geſtrigen Sitzung hat der
Be=
liegt, verurteilte es den Angeklagten wegen Diebſtahls in
zirksausſchuß Berlin auf die Klage von 6 Berliner und
Schöneberger Brauereien gegen den Berliner Magiſtrat
fache Schilderung wird durch Preetorius’ Pinſel zu groß=ſtändigung ſind in dieſen Räumen des Schweigens die die klägeriſchen Brauereien von der Bierſteuer freigeſtellt
artiger Wirkung erhöht, und es iſt beruhigend, vor dieſer Geſten, die auch genügen müſſen für den Verkehr mit den und die ganze Berliner Bierſteuerordnung für
Kunſt feſtſtellen zu können, wie reich ſie iſt gegen die Kellnern in den Speiſezimmern; denn auch die Kellner lungültig erklärt. Die Koſten werden dem beklagten Ma=
Farborgien der unfreiwilligen Karikaturiſten. Und man ſind dem Schweigegebot des Klubs unterworfen und dür= giſtrat auferlegt. Der Magiſtrat will gegen das Urteil
kommt zu der Ueberzeugung, daß die Malerei von heute fen die Beſtellungen nur mit Hilfe der ſchriftlichen Ver=des Bezirksausſchuſſes Verufung beim
Oberverwaltungs=
für zwei Betrachtungsweiſen der Dinge zeugt: das Welt=zeichniſſe, die ſie führen, entgegennehmen.
gericht einlegen. — Nach Unterſchlagungen von
bild im Hirn des Künſtlers, und das im Hirn der Narren.
30 000 Mark iſt der 25jährige Buchhalter und Hausverwal=
* Wie 226 Jahre alter Wein ſchmeckt. Ein im Wein= ter Hermann Heß aus der Halleſchenſtraße mit ſeiner 9½,
* Der Kampf um den zahnärztlichen Doktortitel. Der berge zum „Steinernen Stammbuch” bei Naumburg a. S. jährigen Frau geflüchtet. Heß war ſeit längerer Zeit als
Vertretertag der Studierenden der Zahnheilkunde der aufgefundener 226 Jahre alter Wein wurde dieſer TageBuchhalter bei einer hieſigen Großfirma angeſtellt. Er
deutſchen Univerſitäten in Berlin beſchäftigte ſich mit der einer Probe unterzogen. Der jetzige Beſitzer des Berges verwaltete viele Grundſtücke, die dieſer Firma gehören und
Frage, ob die bayeriſchen Univerſitäten vom Streik zurück= hatte eine der koſtbaren Flaſchen zur Probe geöffnet,
treten ſollten, da ſie von ſeiten ihrer Behörden weit= wozu eine Anzahl Herren geladen war. Man war genoß volles Vertrauen.
Frankfurt, 18. Dez. (Ein Volks=
Geſundheits=
gehende Zugeſtändniſſe erhalten hatten. Der Vertreter= natürlich äußerſt geſpannt, zu was ſich der die Jahreszahl
tag ſtimmte einſtimmig dem zu daß die Studierenden 1687 tragende Wein entwickelt hatte Es ergab ſich, daß Muſenm.) Als erſtes Muſeum ſeiner Art wurde heute
an den bayeriſchen Univerſitäten den Beſuch der Vor= der Wein eine ganz erſtaunlich ſtarke firnige Bume von in den Räumen des Ausſchuſſes für Volksvorleſungen mit
leſungen wieder aufnehmen ſollten. Der Dekan der Ber=überraſchender Feinheit zeigte, einerſeits den etwas wei= Unterſtützung der Stadt und zahlreicher wiſſenſchaftlicher
liner mediziniſchen Fakultät, Geheimrat Paſſow, bat eine chen, ſüßen Geſchmack des Gutedel, etwas an ſüdliche Körperſchaften ein Volks=Muſeum eröffnet. Die erſt im
Abordnung der Studierenden der Zahnheilkunde zu ſich, Weine erinnernd, andererſeits war die firnige Herbheit Werden begriffene Anſtalt ſoll an der Hand mediziniſcher
um ihnen den Fakultätsbeſchluß mitzuteilen. Die Fakultät ſtark entwickelt. Eine Wenigkeit des Weines genügte, um Präparate und hygieniſcher Anſchauungsmittel ein
Füh=
mißbillige ſcharf den Streik und gebe den Studierenden einem Glaſe jungen Naumburger Weines denſelben vollen rungs Muſeum ſein, in dem den breiteſten Volksmaſſen
den dringenden Rat, nach den Weihnachtsferien alsbald kräftigen Charakter zu verleihen. Auch war eine gewiſſe unter der Leitung von Medizinern und Sachverſtändigen
den Beſuch der Vorleſungen wieder aufzunehmen. Der Verwandtſchaft mit dem jetzigen Wein der Gegend zu er=Gelegenheit zum Einblick in die Kompliziertheiten der Na=
Sprecher der Studierenden erwiderte, er könne keinerlei kennen, troßdem gegen den ſtarten Firngeſchmack der jetzige turerſcheinungen und Vollskrankheiten gegeben werden
ſoll. Das Muſeum umfaßt vorläuſig Anatomie und ver=
Zuſagen machen, da ſich die Berliner Studierenden den Wein völlig erblaßte.
gleichende Anatomie, Mikroſkopkunde, Fortpflanzung uſw.,
Beſchlüſſen des preußiſchen Vertretertages unterordnen
Eine einzigartige Münze iſt, wie aus London
be=
eine Ausſtellung über Kurpfuſchereiweſen,
Volkskrankhei=
müßten.
richtet wird mit Hilfe einer privaten Subſkription für das
B Der Klub der Schweiger. Das Neueſte auf dem Britiſche Muſeum erworben worden. Das koſtbare Stück ten und Antialkoholismus. — An dem Feſtakt nahmen
Vertreter der Stadt und zahlreiche wiſſenſchaftliche Kor=
Gebiete der ſeltſamen Klubs ſtellt ein Klub der Schweiger iſt eine Goldmünze, das einzige bekannte Beiſpiel eines
porationen und des Aerztevereins teil.
dar, deſſen Statuten ſoeben von der Moskauer Polizei= goldenen Geldſtückes das von dem angelſächſiſchen König
Köln, 18. Dez. (Konkursverfahren.) Ueber
behörde beſtätigt wurden. Die wichtigſte Vorſchrift der Offa (757—796) geſchlagen wurde. Dieſer berühmteſte
Klubgeſetze iſt, daß die Mitglieder zu unverbrüchlichem unter allen Fürſten des altbritiſchen Königreiches Mercia das Vermögen des Grafen Alexander von
Schweigen verpflichtet ſind, ſo lange ſie ſich in den Klub= war ein Freund Karls des Großen. Die Münze iſt nicht Hachenburg iſt heute der Konkurs verhängt
wor=
räumen aufhalten. Jede Uebertretung dieſes Schweige= nur als Unikum bemerkenswert, ſondern auch deshalb, den. Graf Alexander von Hachenburg, der jetzt 66
Jahr=
gebots wird mit einer Geldſtrafe geahndet. Der Klub iſt weil ſie, obwohl von einem chriſtlichen König geſchlagen, alt iſt, iſt ein Mitglied des Fürſtengeſchlechtes Sayn=
Witt=
höchſt lururis eingerichtet und hat in ſeinen Räumen Bil= eine mohammedaniſche Inſchrift in arabiſcher Sprachegenſtein=Sayn, verzichtete aber 1883 ugunſten ſeines
Soh=
nes Stanislaus auf das Saynſche Fideikommiß und die
lards, Schachſpiele. Karten und andere Spiele zur Unter= träat. Das Stück iſt vorzüglich erhalten.
Rechte des hohen Adels. Der Graf iſt in zweiter Ebe
haltung ſeiner Mitglieder. Das einzige Mittel der Ver=
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 19. Dezember 1913.
Nummer 310.
Seite 4.
meſters nur auf die in fübiſchen Betrieben beſchäftigen
mit Heleng von Krolikowsta aus Warſchau verheiralet.
Er iſt Beſitzer der Schlöſſer Friedewald bei Kahlen und Stadltverordnetenverſammlung. Arbeiter Bezug hat oder auch auf die bei privaten
Unter=
nehmern. — Stadtv. Dr. Vaubel hält eine Aufklärung
Ludwigsburg bei Berleburg.
17. Sitzung.
für notwendig und bittet, die Sache eingehend im ſozial=
Hannover, 18. Dez. (Arbeiterentlaſſungen.)
g. Darmſtadt, 18. Dezember.
politiſchen Ausſchuß zu prüfen. — Stadtv. Dr. Noellner
Die Hannoverſche Maſchinenbau=A.=G. hat für den 1. Ja=
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing eröffnet die Ver= weiſt ebenfalls die Bemerkung des Stadtv. Dr. Fulda
zu=
nuar 850 Arbeitern gekündigt, nachdem ſchon
vor=
rück, er möchte nur auf den Bericht des Forſtmeiſters
Kull=
her umfangreiche Einſchränkung der Arbeitszeit ſtattgefun= ſammlung um 3¾ Uhr mit folgenden
mann hinweiſen, aus dem hervorgeht, daß die Koſten
den hat.
Mitteilungen:
laufenden Meters bei der Herſtellung des Schnampelwegs
Hamburg, 18. Dez. (Beleidigung der Offi=
Die aus dem Militäranwärterſtande hervorgegangenen bei geübten Arbeitern 2,50 Mark betragen, bei den
Not=
ziere und Unteroffiziere der deutſchen
Armee.) Die Strafkammer des Hamburger Landgerichts Beamten haben für, die anderweitige Regelung ihrer
Be=
ſtandsarbeitern 5 Mark bis 5,30 Mark. — Auch Stadtv,
verurteilte den verantwortlichen Redakteur Peter= ſoldungsvordienſtzeit gedankt.
Schäfer weiſt den Vorwurf des Stadtv. Dr. Fulda
Die verſtorbene Jakobine Auguſte Hardt hat der
zurück. — Stadtv. Aßmuth gibt ſeiner Freude darüher
ſohn vom Hamburger Echo wegen Beleidigung
des Kriegsgerichts der zweiten Marine= Schweſternkaſſe des ſtädtiſchen Kranken= Ausdruck, daß ſich das Bild in der Beſchäftigung der
Aes=
inſpektion in Wilhelmshaven und wegen Beleidi=hauſes letztwillig 100 Mark vermacht. Das beitsloſen erheblich gebeſſert hat. — Der
Oberbürger=
gung ſämtlicher Offiziere und Unteroffiziere der deutſchen Vermächtnis wird unter dem Ausdruck des Dankes an= meiſter bittet, die Einzelfragen in der bald anzuberau=
Armee, begangen durch zwei einzelne ſelbſtändige Artikel, genommen.
menden Sitzung des ſozialpolitiſchen Ausſchuſſes ein=
Der Vorſtand der Kaufmänniſchen Fortbildungsſchule gehend zu erörtern. Der Oberbürgerneiſter widerlegt des.
zu insgeſamt 1400 Mark Geldſtrafe bezw. 140 Tagen
Ge=
fängnis. Ein Artikel beſchäftigt ſich mit einem kriegs= für Mädchen hat um Bewilligung einer jährlichen Unter= weiteren eine Behauptung des Stadtv. Dr. Fulda,
daß=
gerichtlichen Urteil und behauptet, daß die Anklage ſtützung zur Unterhaltung der Schule nachgeſucht.
den Arbeitern, die am Woog beſchäftigt waren, eine ihnen
zurechtkonſtruiert geweſen ſei. Der andere Artikel, in
zuſtehende zehnprozentige Zulage vorenthalten worden.
Aufhebung des Fiſchverkaufs.
welchem von Deutſchlands Schande, Henkern,
Schinder=
ſei Nach eingehender Erwägung ſtehe ihnen dieſe Zulage
Der ſozialpolitiſche Ausſchuß hat, dem Antrage der
dienſten, betreßten Schinderknechten uſw. geſprochen war, Verwaltung entſprechend, die Aufhebung des ziſch= nicht zu. — Nach weiteren Bemerkungen der Stadtvy,
Schäfer, Nodnagel und Saeng wird in die
war anläßlich der Wehrvorlage geſchrieben worden. Inverkaufs unter ſtädtiſcher Kontrolle
be=
letzterem Falle ſtellte der Kriegsminiſter Strafantrag.
ſchloſſen, da ein Notſtand, wie er ſeinerzeit Anlaß Tagesordnung eingetreten.
Chemnitz, 18. Jan. (Zum Tunneleinſturz.) für die Hilfsaktion war, nicht mehr vorliegt und auch an=
Aufſtellung eines Bebauungsplanes.
Geſtern iſt es endlich gelungen, die
Aufräumungs=
genommen werden kann, daß eine Preisſteigerung infolge
Die Stadtverordneten=Verſammlung hat am 29. Mai
arbeiten am Harrasfelſen ſoweit zu fördern, daß ein
Durchgang durch den Tunnel geſchaffen werden konnte, der Konkurrenz der Fiſchgeſchäfte und Marktverkäufer un= dieſes Jahres einen Zuſatz zu dem § 10 der
Baupplizei=
terbleiben wird. Die Propaganda zugunſten einer Stei= oednung beſchloſſen, der die Anordnung doppelter Flucht=
Unter den Trümmern wurden keine Leichen mehr
ge=
funden. Da aber ein älterer Herr aus Chemnitz von ſeinen gerung des Fiſchverbrauchs wird fortgeſetzt werden, auch linien bei der Aufſtellung von Bebauungsplänen zum Ges
Verwandten vermißt wird, iſt es nicht ausgeſchloſſen, daß finden weiter Seefiſchkochkurſe in der hauswirtſchaftlichen genſtand hatte. Das Großh. Miniſterium hat einige Anz
derungen dieſes Zuſatzes gewünſcht denen der
Hochbüu=
unter den Schuttmaſſen noch ein Leichnam begraben liegt. Fortbildungsſchule ſtatt.
Ausſchuß zugeſtimmt hat. Die Verſammlung ſtimmt nach
Einer der im Krankenhauſe liegenden Schwerverletzten, der
Die Maßnahmen gegen die
Arbeits=
dem Bericht des Stadtv. Sames ebenfalls zu.
loſigkeit.
Reiſende Kloß aus Dresden, dürfte kaum mit dem Leben
davonkommen.
Auf die Anfrage wegen der Maßnahmen Eine unterirdiſche Bedürfnisanſtalt auf
Peſt, 18. Dez. (Ein Irſinniger im Theater.)für die Arbeitsloſigkeit habe ich das Folgende
dem Marktplatz.
Während des dritten Aktes von „Lohengrin” erſchien zu bemerken:
Die Bedürfnisanſtalt an der Schloßgrabenmauer am
geſtern abend im Opernhauſe ein völlig unbe=
Die Stadt hat in ihrer Fürſorge für die Arbeitsloſen Marktplatz muß aus Anlaß des Betriebs der
Straßen=
kleideter Menſch. Er drängte ſich eilends durch
die Reihen, ſchwang ſich über die Barriere in den Or=ſtets eine große Anzahl von Straßen= und Kanalbauarbei= bahn entſernt und ſoll durch eine neue, unterirdiſch in der
ten für den Winter zurückgeſtellt, um den Arbeitsloſen Be=
Mitte des Marktplatzes zu errichtende Anſtalt erſetzt
wer=
cheſterraum, entriß dem Dirigenten den Taktſtock und
wandte ſich dem Publikum zu und begann zu dirigieren, ſchäftigung bieten zu können. Würde ſie dieſe Arbeiten den. Das Vorhandenſein einer Bedürfnisanſtalt auf dem
Beſonders unter den Damen im Publikum entſtand eine im Sommer zur Ausführung bringen, ſo würde ſie wirt= Marktplatz iſt ein unbedingtes Erfordernis. Die
Ermilles=
ſchaftlich verfahren, d. h. die Arbeiten würden um 30 bis lungen haben ergeben, daß die in geringer Entfernung
Panik. Mit Mühe gelang es, den Mann feſtzuhalten, ihm 40 Prozent billiger werden. Statt deſſen geht die Stadt= auf dem Ernſt=Ludwigsplatz errichtete Anſtalt ſo ſtark in
eine Hülle umzuwerfen und für ſeine Fortſchaffung aus
verwaltung in der Sorge für die Arbeitsloſen ſo weit, Anſpruch genommen wird daß ſie für die Mitbenutzung
dem Saale zu ſorgen. Es ſtellte ſich heraus, daß der
Veranlaſſer des Zwiſchenfalles ein irrſinnig gewordener daß ſie dieſe Verteuerung der Arbeiten im Intereſſe der durch die Marktbeſucher keinesfalls in Frage kommen
Beſchäftigung der Arbeitsloſen zuläßt. Die hier zurückge= kann. Die Bemühungen der Verwaltung, durch Ermie
Chauffeur war, der dann in eine Irrenanſtalt ge= ſtellten Straßenbau= und Kanalarbeiten bedingen eine tung geeigneter Räume in Privathäuſern die Möglichkeil
bracht wurde.
Ausgabe von zirka über 220 000 Mark.
zue Einrichtung einer Bedürfnisanſtalt zu ſchaffen, ſind
Mailand 18. Dez. (Eine neue Erfindung
Die Vergütungen für die Notſtandsarbeiter wurden erfolglos geblieben. Die vorgeſchlagene Löſung erſchent
Marconis.) Marconi erfand eine Vorrichtung, welche por noch nicht langer Zeit erhöht, trotzdem feſtſtand, daß daher die einzig mögliche. Sie wird auch, wie dase
die Feſtſtellung der Richtungsherkunft der
die Stadt Darmſtadt an der Spitze aller heſſiſchen Städte ſpiel in anderen Städten, z. B. Elberfeld, zeigt, kein
drahtloſen Wellen ermöglicht.
Paris, 18. Dez. (Schaffung einer Welt=ſteht in der Höhe der Vergütung der Notſtandsarbeiten, wegs mißſtändig wirken. Die Errichtung der Anſtalt,
karte.) Die zweite internationale Konferenz zur Unwahr iſt es, daß für die Arbeiten am Orpheum ein deren über Erde gehende Teile — Gaskandelaber und
Zuſchlag bezahlt werden mußte. Die hier geltende Be= Schutzgeländer mit Bankanlage — eine maſſive Ausgeſtals
Schaffung einer Weltkarte im Maßſtab von 1:1 000 000 hat
in ihrer heutigen und letzten Sitzung mehrere Anträge an: ſtimmung des Lohntarifs iſt niemals für Notſtandsarbei= tung erfahren werden, erfordert nach dem Projekt des
genommen, darunter den des deutſchen Generalmajors ten angewendet worden. Ein Lohn von 52 Pfg. für die Stadtbauamts einen Koſtenaufwand von 8500 Mark,
wo=
von Bertrab, der als Ort der Tagung für die Stunde iſt ſeither nur den gelernten Grundarbeitern le= zu vorhandene Mittel in Anſpruch genommen und 1900
dritte Konſerenz im Jahre 1914 Berlin zahlt worden von Unternehmern. Hier handelt es ſich Mark aus Ergänzungsmitteln nachbewilligt werden ſollen.
feſtſetzt. Ferner gelangte der Vorſchlag des engliſchen um ausgeſuchte gelernte Arbeiter. Die ſtädtiſche Verwal= Die Tiefbau=Deputation und der Finanz=Ausſchuß haben
Delegierten, daß im amtlichen Landesvermeſſungsamt in tung befolgt dagegen den Grundſatz, daß ſie jeden zur Ar= das Projekt gutgeheißen. Berichterſtatter: Stadtv. Sas
London ein ſtändiges Bureau geſchaffen werden nöge beit zuläßt, der einen guten Willen hat, auch wenn er nichtmes. — Stadtv. Kahn bittet, den Antrag abzulehnen,
zur Annahme. Sodann erklärte der Vorſitzende, General körperlich leiſtungsfähig iſt. Sie kann daher niemals zu= — Der Oberbürgermeiſter bemerkt, daß man aus
Ver=
geben daß die Löhnung gelernter leiſtungsfähiger Arbei= kehrsrückſichten gezwungen ſei, das alte Häuschen zu be=
Bourgeois, die diesjährige Tagung für beendet.
Nancy, 18. Dez. (Zu der Verhaftung der ter Anwendung finden muß auf die Leiſtungen der Not= ſeitigen, da bei dieſem ſich ſchwere Gefahren ergeben haben
durch die dicht daneben vorbeifahrende Straßenbahn. —
Anarchiſten) Franeois Mauriee und Ome wird ge= ſtandsarbeiten.
Der Grundſatz, daß mit der Beſchäftigung von Not= Stadtv. Friedrich fragt, wie es mit dem Häuschen in
meldet, daß der erſtgenannte in der Tat gleichzeitig im
Dienſt der Geheimpolizei ſtand und auch Spionagedienſte ſtandsarbeitern abgewechſelt werden muß, entſpricht nur der Landwehrſtraße ſtehe. — Der Oberbürgermeiſter
ant=
leiſtete. Auf einer ſeiner Reiſen nach Metz habe Franeois der Gerechtigkeit. Wenn Leute, die ſeither bei der Stadt wortet, daß im nächſten Jahre die Sache ſpruchreif ſein,
Mauriee die Bekanntſchaft eines aus ſehr guter Familie nicht beſchäftigt wurden, um Arbeit bitten, ſo ſoll auch die= werde. — Die Anlage wird hierauf genehmigt.
ſtammenden jungen Mannes namens B. gemacht, den er ſen Beſchäftigung zuteil werden. Im übrigen wird hier
Einlegung eines Kanals.
unter der Maske des Patriotismus in eine Spionage= nicht alle vier Wochen abgewechſelt, die Beſchäftigungs=
Vor der Ausführung des für den Winter vorgeſehenen
affäre verwickelte, die mit der Verhaftung und der Verur= dauer iſt durchſchnittlich eine größere.
Die Verwaltung hat ſtets alles aufgeboten, um Ar= Umbaues der Pallaswieſenſtraße zur Beſeitigung der
Un=
teilung des B. endete. Die Familie des jungen Mannes
habe Metz verlaſſen müſſen und ſei nach Nancy überge= beiten im Winter möglich zu machen. Sie hat vor allen terführungen der Main=Neckar=Bahn ſoll ein Kanal in die
ſiedelt. Dort habe Maurice unter der Vorſpiegelung, daß Dingen für eine Vermehrung der öffentlichen Bautätigkeit umzubauende Straßenſtrecke eingelegt werden, um ſpälere
er den B. aus dem Gefängnis befreien könne, den Eltern geſorgt. Der Umfang der öffentlichen Bautätigkeit iſt, Aufbrüche zu vermeiden. Die Ausführung erfordert einen
was die in Zukunft für Rechnung des Reiches und an= Koſtenaufwand von 2800 Mark, deſſen Bewilligung von
des Häftlings ſehr bedeutende Summen entlockt.
London, 18. Dez. (Einträgliches Geſchäft.) derer öffentlicher Korporationen zu errichtenden Bauten den zuſtändigen Ausſchüſſen empfohlen wird. Die Summe=
Der Londoner Grafſchaftsrat beſchloß die Aufſtellung anlangt, außergewöhnlich groß. Keine Stadt in der wird nach dem Bericht des Stadtv. Sames bewilligt,
von Schokoladeautomaten in den ſtädti Größe von Darmſtadt iſt in der Lage, eine derartige Ver=
Grundſätze für Einlegung von Gas= und
ſchen Straßenbahnwagen, was einen jährlichen ſtärkung der öffentlichen Bautätigkeit aufzuweiſen, wie das
Waſſerleitungen.
jetzt und in Zukunft bei der Stadt Darmſtadt glücklicher=
Gewinn von 50 Mark pro Wagen bedeutet.
Für die Einlegung von Gas= und Waſſerverſorgungs=
Beirut, 18. Dez. (Schiffbruch.) Bei den in den weiſe möglich ſein wird.
Sollten die Fälle ſich leider häufen, in denen augen=leitungen und für die Aufſtellung von Gaslaternen
außer=
letzten Tagen an der ſyriſchen Küſte herrſchenden heftigen
Stürmen iſt der öſterreichiſche Petroleumdampfer „Caſſiou= blicklich eine Beſchäftigung im Wege der Notſtandsarbeiten halb des Bebauungsplans und in nicht ausgebauten
nicht möglich iſt, ſo weiſt die ſtädtiſche Verwaltung darauf Straßen innerhalb des Bebauungsplans ſind neue
Grund=
bina” zwiſchen Jaffa und Haifa untergegangen.
hin, daß Arbeiter auf dem Gute der Meierei und in der ſätze aufgeſtellt worden.
Die zuſtändigen Ausſchüſſe haben die Grundſätze gut=
Waldkultur jederzeit angenommen werden können. Hier
fehlt es an Arbeitern. Auch iſt mir die Mitteilung ge= geheißen. Dieſe werden nach dem Bericht des Stadtv.
Großherzogliches Hoftheater.
worden, daß nicht alle Arbeiter, die für die Notſtands= Lindt gutgeheißen.
Donnerstag, den 18. Dezember.
arbeiten eingeſchrieben waren, ſich zur Arbeit wirklich ge= Organiſation der Arbeitsvermittelung.
meldet haben.
Nachdem der Verband zur Pflege des Arbeitsnach=
Krieg im Frieden.
Nach wie vor wird die Stadtverwaltung ſich derjenigen weiſes in Darmſtadt am 20. Oktober d J. gegründet wor=
W-l. Zur Erinnerung an den am 2. Dezember ver= Arbeitsloſen annehmen, die wirklich arbeiten wollen, d. h. den iſt, hat die Stadtverordneten=Verſammlung nach den
ſtorbenen fruchtbaren Bühnendichter Franz von Schön=eine ihnen angebotene Arbeit nicht abgeſchlagen haben. Vorſchriften der Satzungen des Verbandes den
Vorſitzen=
than gelangte heute deſſen früher viel gegebenes Luſtſp.el In dieſem Sinne wird ſie auch in Zukunft nach Feſtſtellung den des neuen Arbeitsamts und ſeinen Stellvertreter, den
„Krieg im Frieden” zur Aufführung. Es war gewiß in der einzelnen Verhältniſſe ſich der Arbeitsloſen anneh= Geſchäftsführer und den Rechner zu ernennen. Es
wer=
ſeinem Sinne, daß dieſe Erinnerungsfeier eine fröhliche men. Dieſe letztere Erklärung gebe ich insbeſondere ab den vorgeſchlagen die Herren Bürgermeiſter Mueller als
war. Das Publikum fand an dem alten Stück in moder= mit Rückſicht auf einen Antrag des Herrn Stadtverord= Vorſitzender, Beigeordneter Schmitt als Stellvertreter des
nem Rahmen und den altbekannten und beliebten Luſt= neten Aßmuth, bezüglich der Unterſtützung an Arbeitsloſe. Vorſitzenden, Sekretär Schrauth als Geſchäftsführer und
ſpielfiguren des jovialen und gutmütigen Leutnants von
In dieſem Zuſammenhang darf aber zum Schluſſe Kaſſier Löwe als Rechner. Der ſozialpolitiſche Ausſchuß
Reif=Reiflingen, des vielbeſchäftigten und wichtigtuenden noch feſtgeſtellt werden, daß, wie bei jeder Stadt, auch hier und der Finanz=Ausſchuß haben dieſe Vorſchläge gutge=
Stadtrats Henkel und des linkiſchen, verliebten Appthe= Leute ſich zur Unterſtützung bei der Stadt melden, von heißen. Dasſelbe geſchieht ſeitens der Verſammlung nach
kers, ſowie an dem Liebesſpiel der jungen Siebenzehn= denen bereits früher im Wege der Unterſtützung der Ar= dem Bericht des Stadtv. Dr. Kolb. — Ueber den
jährigen von neuem großen Gefallen und amüſierte ſich menpflege bekannt war, daß ſie nicht gearbeitet haben.
Abſchluß der Stadtkaſſe und der
höchlichſt, obwohl die Herren in den ihnen ungewohnten Die Stadtverwaltung muß mit allem Nachdruck erklären,
daß ſie es ablehnt, durch Unterſtützung dieſer Leute die ſtädtiſchen Nebenkaſſen für das Rechnungs=
Uniformen nicht alle eine gute Figur machten,
Den in der Liebe vom Pech verfolgten Leutnant von Unterſtützungsmöglichkeiten für diefenigen zu verringern,
jahr 1912
Reiſ=Reiflingen ſpielte Herr Harprecht ſehr gewandt die den guten Willen haben, zu arbeiten.
berichtet für den verhinderten Stadtv. Henrich Stadtv. Dr.
und mit Humor, wenn ihm die Rolle individuell auch nicht
Stadtv. De. Fulda bringt zur Sprache, daß von Noellner: Die vorläufigen Handbuchsabſchlüſſe für
ganz zuſagt, den von Gott Amor und vom Glück mehr einem auswärtigen Unternehmer der Standpunkt durch= 1912 weiſen folgende Kaſſenergebniſſe auf:
bevorzugten Kameraden von der Kavallerie von Folgen geführt wird, er ſei nicht verpflichtet, ſich bei der Verwen=
Stadtkaſſe. Für die Verwaltung: Die
Ein=
verkörperte Herr Ehrle ſympathiſch; dasſelbe gilt von dung der Nolſtandsarbeiter an die Vereinbarungen mit nahme beträgt 7 769 686,39 M., die Ausgabe 7 694 814,44 M.,
dem durch Herrn Baumeiſter dargeſtellten Stabsarzt, den Arbeitern bezüglich der Arbeitszeit zu halten. Ferner, verglichen. bleiben Reſt 74 871.95 M. Hiervon ſind in
Ab=
deſſen etwas untergeordnete Rangſtellung den heutigen daß Notſtandsarbeitern, die längere Zeit arbeitslos waren, zug zu bringen: 1. die in das Rechnungsjahr 1913 zu
über=
gehobenen Verhältniſſen der Stabsärzte nicht mehr ent= nach der erſten Arbeitswoche die Steuerrückſtände im gan= tragenden, in 1912 unverwendet gebliebenen Kredite, laut
ſpricht. Frau Gothe als temperamentvolle Ungarin, zen Umfange in Abzug gebracht worden ſeien, ſo daß ein beſonderer Nachweiſung 32 150 M. 2. die liquidierten Aus=
Frl. Horn als verliebte Stadtratstochter und Frl. Pils Arbeiter von ſeinem Verdienſt von 11—12 Mark nur ſtände 10 047.11 M. 3. das Betriebskapital 30 000 M. zu
als empfindſame Fräulein Frau bildeten das jugend= 89 Pfennig erhielt. — Stadtv. Sames weiſt darauf hin,
ſammen 72197,11 M. Es bleiben ſomit verfügbar 2674,84
liche Enſemble des ſchönen Geſchlechtes, während Herr daß nach den Submiſſionsbedingungen die Unternehmer Mark. Die im Voranſchlag für 1912 vorgeſehene Entnahme
Schneider als höchſt ergötzlicher Apotheker den vier= ſich an die feſtgeſetzten Bedingungen zu halten haben. —
von 170 000 M. aus dem Ausgleichsfonds wurde infolge
ten im Bunde der männlichen Liebhaber ſtellte. Die älte= Der Oberbürgermeiſter teilt mit, daß im Einver= dieſes Abſchluſſes nicht erforderlich. Zur
Erzie=
ren Jahrgänge waren durch Herrn Jordan und Frau ſtändnis mit dem Finanzamt bereits im Juni die Anord= lung größerer Gleichmäßigkeit in den Voranſchlagsab=
Doſtal als Rentier Heindorf und Frau, Herrn Jür=nung getroffen wurde, daß die rückſtändigen Steuern in ſchlüſſen werden im Einverſtändnis mit der
Stadtverord=
gas und Frau Müller=Rudolph als Stadtrat ſolchen Fällen nur wöchentlich mit 1 Mark in Abzug ge=neten=Verſammlung die Kaſſenreſte nicht mehr in die Vor=
Henkel und Frau, und Herrn Heinz als General beſtens bracht werden dürfen. Sollte dagegen verſtoßen worden anſchläge aufgenommen, ſondern dem Ausgleichsfonds
zu=
vertreten. Eine ſchmucke Köchin war die Anna des Frl. ſein, ſo ſolle das unterſucht werden. Der Oberbürger=gewieſen Der verzinslich angeleate Ausgleichsſonds hat
Widmann Herr Peterſen als dummer Burſche meiſter weiſt eine Bemerkung des Stadtv. Dr. Fulda nach dieſer Ueberweiſung einen Beſtand von 192470,0
Franz und Herr Kroczak als Diener Martin füllten energiſch zurück, daß die Notſtandsarbeiten nur Gelegen=
Mark, der zur Deckung von Fehlbeträgen bei künſtigen
ihre Stellen gut aus. Spielleiter war Herr Hacker, der heit ſind, um an dem Arbeitslohn zu ſparen. — Stadtv. Voranſchlagsabſchlüſſen herangezogen werden kann.
„Es
früher ſelbſt einer der ſchneidigſten Leutnants war.
Nodnagel frägt, ob die Anordnung des Oberbürger= wird beantragt: 1. von der Entnahme
S
we zei
ime
Nummer 310.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 19. Dezember 1913.
Seite 5.
trages von 17000 M. aus dem Ausgleichs=1des Ueberſchuſſs von 19 99075 M. an die Stadſlaſſe 4. Klugzengſahrikanten, Flugpaſagiere uſw.) in größerer
fonds abzuſehen. 2. Ablieferung des Ende 1912 Verwendung des Schlachthofbaufonds mit zuſammen Zahl vorübergehend Aufenthalt in Darmſtadt nehmen
verbleibenden Barvorrats von 2764,84 M. an den Aus= 60909,43 M. zur Deckung von Anlagekoſten 5. Bewilligung werden. Auch iſt zu erwarten, daß der allgemeine
Ver=
gleichsfonds.
eines außerordentlichen Zuſchuſſes aus Anlehensmitteln kehr ein ſehr lebhafter werden wird, zumal auch dafür
Für das Vermögen. Die Einnahme beträgt der Stadtkaſſe von 210568,46 M.; zu Fleiſchbeſchau: 6. geſorgt wird, daß die Zeiten, zu denen geflogen wird,
2084 150,20 M., die AAusgabe 1626615,15 M., verglichen, Deckung des Fehlbetrags von 693,41 M. in der oben an= günſtig gelegen ſind und eine möglichſt große Zahl
billi=
ger Plätze zur Verfügung ſteht. In Anfehung der
Vor=
bleiben Reſt 457535,05 M. Hiervon ſind in Abzug zu gebenen Weiſe.
Die teile, die der Stadt aus der Veranſtaltung erwachſen
bringen: die liquidierten Ausſtände mit 826,20 M., ver=
Kaſſe des Hallenſchwimmbades.
bleibt an Kaſſevorrat 456708,85 M. Die in das Rech= Betriebsausgaben betragen 156 676,57 M., die Betriebsein= werden, hat der Finanz=Ausſchuß beantragt, dem Geſuche
nungsjahr 1913 zu übertragenden Kredite, deren teilweiſe nahmen 102 649,90 M., mithin Wenigereinnahme 54026,67 ſtattzugeben und dem Verein die Summe von 15000 Mark
Deckung aus obigem Vermögensbeſtand erfolgt, ſtellen ſich Mark. Dieſem Betrage gehen die Abſchreibungen an den zinslos zur Verfügung zu ſtellen mit der Maßgabe, daß
auf 710526,48 M. (laut beſonderer Nachweiſung).
Anlagewerten zu mit 16 785,03 M ergibt einen Fehlbetrag hiervon zunächſt 3000 Mark als à fonds perdu eingezahlt
Gaswerkskaſſe. Die Betriebseinnahmen, mit von 70811,70 M. (gegen voranſchlagsmäßige 77000 M.), gelten ſollen, während die reſtliche Summe nach der Ab=
Ausſchluß des aus dem Vorjahr übergegangenen Be= der durch einen Zuſchuß aus der Stadtkaſſe in gleicher rechnung demnächſt zurückzuzahlen iſt. Die
Flugveran=
triebsfonds von 137300,26 M. und nach Abzug der Aus= Höhe zu decken iſt. Es wird beantragt: 1. Feſtſetzung des ſtaltung findet zur gleichen Zeit wie die Eröffnung der
ſtände von 252,72 M., betragen 1939 282,32 M. Die Be= Zuſchuſſes aus der Stadtkaſſe auf 70811,70 M.; 2. Ver=nächſtjährigen Ausſtellung ſtatt. Berichterſtatter Dr.
triebsausgaben (ohne Schuldentilgung und ohne Rücklage wendung der Abſchreibungen von 16 785,03 M. zur Schul= Noellner. Der Oberbürgermeiſter bemerkt, daß bei
für den Erneuerungsfonds) betragen 1345 407,43 M., mit= dentilgung mit 12984 M. und zur teilweiſen Deckung der der vorjährigen hieſigen Veranſtaltung, die nur einen
hin Ueberſchuß 593 874,89 M. Aus dieſem Betrag ſind die 5603,33 M betragenden Anlagekoſten mit 3801,03 M.; 3. Tag dauerte allein 20000 Mark eingekommen ſeien. Die=
Abſchreibungen an den Anlagewerten zu beſtreiten und Verwendung des aus 1911 reſervierten Erneuerungsfonds ſes Jahr ſollen hier an drei Tagen Veranſtaltungen ſein.
demnach hier zu kürzen 145 463,56 M. Verbleibt ein reiner, von 8202.79 M. zur Deckung des Reſtes der Anlagekoſten Allein die Einnahmen der Straßenbahn haben im
Vor=
an die Stadtkaſſe abzuliefernder Betriebsüberſchuß mit 1802,30 M. und Uebertragung der verbleibenden 6400,49 jahr die hergegebenen 2000 Mark ausgeglichen, ſo daß
hier ein wirtſchaftlich ſehr günſtiges Ergebnis zu
erwar=
von 448 411,33 M. (gegen 508 722.93 M. des Vorjahres und Mark als Erneuerungsfonds in das Rechnungsjahr 1913.
438000 M. laut Voranſchlag.) Der verbleibende Reſt von
Kaſſe der Knaben=Arbeits=Anſtalt. Die ten iſt, zumal viele Flugzeug= und Motorfabrikanten und
164958,61 M. iſt als verfügbarer Erneuerungsfonds nach Ausgaben betragen 23 504,09 M., die Einnahmen 18 624,67 Vertreter anderer Induſtrien hier Wohnung nehmen wer=
— Stadtv. Sames bemerkt, daß er ſich der
1913 zu übertragen. Es wird beantragt: 1. Feſt= Mark. Verglichen, erſcheint eine Mehrausgabe von 4379,43 den.
ſetzung der Ablieferung an die Stadtkaſſe aus dem Be= Mark, auf welche Höhe ſich die aus der Stadtkaſſe erfor= Stimme enthalten werde. — Die Summe wird dem
An=
triebsüberſchuſſe auf die Summe von 448 411,33 M.: 2. Ver= derliche Zuſchußleiſtung ſtellt, ſtatt des in dem Voranſchlag trag gemäß bewilligt.
Die öffentliche Sitzung wurde um 6½ Uhr
ge=
wendung der Abſchreibungsmittel mit 30 419 M. zur vorgeſehenen Zuſchuſſes von 6200 M.
ſchloſſen.
Schuldentilgung und mit 115 044,56 M. nebſt dem aus 1911
Uneinbringliche und niedergeſchlagene
verbliebenen Erneuerungsſonds von 130 995,48 M. zur Poſten. Infolge nachgewieſener Zahlungsunfähigkeit
Deckung der in 1912 entſtandenen Anlagekoſten von 81 081,43 uſw. ergaben ſich uneinbringliche Poſten im Betrage von
Landtagserſatzwahl in Wald=
Mark: 3.Uebertragung des verbleibenden Reſtes von 75 726.71 M. Es wird beantragt, die Niederſchlagung und
michelbach.
164 958,61 M. als verfügbarer Erneuerungsfonds nach ausgäbliche Verrechnung dieſer Poſten von zuſammen
1913.
75 726,71 M gutzuheißen, vorbehaltlich der noch vorzuneh=
* Waldmichelbach, 18. Dez. Bei der heutigen
Waſſerwerkskaſſe. Die Betriebseinnahmen mit menden Prüfung der Verzeichniſſe über uneinbringliche Landtagserſatzwahl im 4. Wahlkreis der Provinz
Ausſchluß des aus dem Vorjahr übergegangenen Be= Gemeinde= und Kirchenſteuern. — Liquidierte Aus= Starkenburg, Waldmichelbach, erhielt der nationalliberale
triebsfonds von 30 000 M. und nach Abzug der Ausſtände ſtände. Die Ausſtände betragen zuſammen 12229,75 M.
von 199,52 M. betragen 686 412,28 M., die Betriebsaus= Es wird Genehmigung zur Liquidation dieſer Beträge be= Kandidat, Amtsrichter Wünzer, 870 Stimmen, der
ſo=
gaben (ohne Schuldentilgung) betragen 370577,10 M., mit= antragt. — Vorlagen. Die im Rechnungsjahr 1912 zialdemokratiſche Reichstagsabgeordnete Haſenzahl
hin Ueberſchuß 315835,18 M. An dieſer Summe ſind die unerſetzt gebliebenen und in das Rechnungsjahr 1913 zu 928, der Zentrumskandidat Sekretär Hofmann, 856, der
Abſchreibungen an den Anlagewerten in Abzug zu bringen übertragenden Vorlagen bei der Stadtkaſſe betragen laut Kandidat der Fortſchrittlichen Volkspartei, Rechtsanwalt
mit 50 703,11 M., verbleibt reiner, an die Stadtkaſſe ab= beſonderer Nachweiſung nebſt Erläuterung 159307,85 M.
zuliefernder Betriebsüberſchuß von 265132.07 M.
Carnier, 436 Stimmen. Es findet ſomit Stichwahl
Kreditergänzungen. Stadtkaſſe. Im Rech=
(gegen 294325.47 M. des Vorjahres und 209000 M. laut
nungsjahr 1912 ſind zur Deckung unzureichender Kredite zwiſchen Wünzer und Haſenzahl ſtatt.
Voranſchlag). Die für Neuanlagen aufgewendeten Koſten
und für unvorhergeſehene Ausgaben Kreditergänzungen zu
betragen 184 275,68 M. An Deckungsmitteln ſtehen die Laſten des 126832,19 M. betragenden Reſervefonds
vor=
oben berechneten Abſchreibungen von 50703,11 M.,
abzüg=
lich der für die Schuldentilgung in 1912 verwendeten genommen worden von zuſammen 94 299,33 M. Nicht be= Das Komitee für die Deutſche Ausſtellung
89 292,76 M. zur Verfügung mit 11410,35 M. Zur rückſichtigt iſt hierbei der Mehrbedarf für Gehalte,
Vergü=
in San Franzisko.
Deckung der obigen Anlagekoſten ſind ſomit noch erforder= tungen und Löhne infolge der durch Beſchluß der
Stadt=
lich 172 865,33 M., die aus Anlehensmitteln zu decken ſind. verordneten=Verſammlung vom 31. Oktober 1912 mit Wir=
* Berlin, 18. Dez. Das Komitee für die
Es wird beantragt: 1. Feſtſetzung des an die Stadt= kung vom 1. Juli 1912 ab erfolgten Gehalts= und Lohn= Deutſche Ausſtellung in San Franzisko
kaſſe abzuliefernden Betriebsüberſchuſſes auf die Summe erhöhung im Geſamtbetrag von rund 260000 M. Die hielt unter dem Vorſitz des Staatsminiſters a. D
Hen=
von 265 132,07 M.; 2. Verwendung der Abſchreibungsmit= Deckungsmittel für die hierdurch entſtandene, im Voran= tig eine Sitzung ab. Nachdem die Geſchäftsführung der
tel mit 39 292,76 M. zur Schuldentilgung und mit 11410,35 ſchlag nicht vorgeſehene Mehrausgabe, ſollten zufolge Be=
M. zur Deckung von Anlagekoſten; 3. Bewilligung eines ſchluſſes der Stadtverordneten=Verſammlung dem Aus= Zentralſtelle für die Deutſche Ausſtellung in San
Fran=
zisko zunächſt über die Ergebniſſe der bisherigen Tätigkeit
außerordentlichen Zuſchuſſes aus Anlehensmitteln der gleichsfonds entnommen werden. Da jedoch nach demoben konferiert und beſonders darauf hingewieſen hatte, daß
verzeichneten Abſchluß der Stadtkaſſe, trotz der vorſtehen=
Stadtkaſſe von 172865,33 M.
den Mehrausgaben von rund 260000 M. eine Entnahme die ſogenannte Ausſtellungsmüdigkeit der deutſchen In=
Polizeikaſſe. Die Ausgaben betragen 441 247,68 aus dem Ausgleichsfonds nicht nötig, auch der zur Balan=duſtrie nicht in ſolchem Umfange beſtehe, daß dadurch
Mark, die Einnahmen 32 063,80 M., es erſcheinen hiernach zierung des Voranſchlags eingeſtellte Betrag von 170000 eine würdige deutſche Ausſtellung unmöglich werde ains
ungedeckr 409 183,88 M. Es wird beantragt, den Zuſchuß Mark aus dem Ausgleichsfonds nicht beanſprucht wurde, Generaldirektor Ballin näher auf die in der
Bud=
der Stadtkaſſe (laut Voranſchlag 380090 M.) auf 409 183,88 wird hiermit beantragt. die Deckungsmittel für den Mehr=getkommiſſion und im Reichstag von den
Mark feſtzuſetzen.
bedarf an Gehalten uſw. allgemein den in 1912 erzielten Regierungsvertretern vorgebrachten Ein=
Krankenhauskaſſe. Die Ausgaben betragen Mehreinnahmen oder Ausgabe=Erſparniſſen zu entnehmen, wände ein und wies insbeſondere auf die Unrichtigkeit
der Behauptungen über die Transportſchwierigkeiten und
415 577,38 M., die Einnahmen 328821,79 M., hiernach er=
Kreditübertragungen. Für die Verwal=die mangelnde Zeit für eine erfolgreiche Vorbereitung der
ſcheinen ungedeckt 86755,59 M. Es ſind im ganzen zutung. Für die in geſonderer Zuſammenſtellung nachge= Ausſtellung hin. Bei den Transportſchwierigkeiten ſeien
decken 91664,67 M. Es wird beantragt Feſtſetzung des wieſenen Arbeiten und Lieferungen, die in 1912 nicht oder die Verkehrswege nach San Franzisko unrichtig und un=
Zuſchuſſes aus der Stadtkaſſe auf 91664,67 M. (gegen nicht vollſtändig zur Ausführung kamen, wird Uebertra= vollkommen dargeſtellt. Nicht der Weg über Baltimore,
89 950,93 M. im Vorjahr und 120000 M. nach dem Vor= gung der Kredite in das Rechnungsjahr 1913 hiermit
be=
ſondern die Wege über Neu=Orleans und die
Southern=
anſchlag für 1912).
antragt: 1. Stadtkaſſe 32 150 M., 2. Krankenhauskaſſe 500
Armenkaſſe. Die Ausgaben betragen 423 129,63 Mark, zuſammen 32650 M. — Für das Vermögen. Pacificbahn, über die Tehuantepecbahn und über die
Pa=
namaeiſenbahn kämen für den Fall eines übrigens doch
Mark, die Einnahmen abzüglich Ausſtände von 5,60 M., Der oben nachgewieſene, bei dem Abſchluß der Stadtkaſſe noch keineswegs ſicheren Verſagens des Panamakanals in
betragen 175873,76 M., es erſcheinen hiernach ungedeckt für 1912 verbliebene Reſt an Vermögensmitteln von
24725587 M. Es wird Feſtſetzung des Zuſchuſſes aus der! 456 708,85 M. wird beantragt. zur teilweiſen Deckung der erſter Linie in Frage und der Transport über dieſe Vee=
Stadtkaſſe auf 247255,87 M. gegenüber den voranſchlags= in beſonderem Verzeichnis zuſammengeſtellten Kredite von kehrswege werde je nach der Wahl des Weges nur etwa
35 bis 50 Tage beanſpruchen. Damit entfalle auch die
mäßigen 241790 M. beantragt.
zuſammen 710 526.48 M. im Verwaltungsjahr 1913 zur Araumentation inbezug auf den Mangel an Zeit, um ſo
Pfandhauskaſſe. Die Ausgaben für die laufende Verfüauna zu ſtellen.
In der Beſprechung gibt Stadtv. Gretzſchel der mehr, da der Regierungskommiſſar die Vorbereitungsar=
Verwaltung betragen 21353,61 M., die Einnahmen für die
laufende Verwaltung 19620,69 M. Verglichen, erſcheint Anſicht Ausdruck, daß der Grunderwerbskaſſe nicht die beiten des Komitees in San Franzisko gar nicht beachtet
eine Mehrausgabe von 1732,92 M., in welcher Höhe ein Bedeutung beigelegt werde, zu der eine vorſichtige Stadt= habe. Dieſe mehrmonatige Arbeit hat Reſultate ergeben,
Zuſchuß von der Stadtkaſſe zu leiſten iſt. Die Ausgaben verwaltung verpflichtet ſei. Andernfalls könnte Darm= wie ſie keine Nation bisher aufzuweiſen hat und wie kein
für das Vermögen betragen 194 202,47 M., die Einnahmen ſtadt mit dem großen Grundbeſitz nicht ſolche Ausgaben Regierungskommiſſar ſie beſſer erzielen könnte. Trotzdem
für das Vermögen 188857,48 M. Verglichen, erſcheint eine haben. Dem tritt der Oberbürgermeiſter entgegen; ge= kam Ballin zu dem Schluß, daß er dem Komitee
Mehrausgabe von 5344,99 M., die von der Stadtkaſſe zuzu= rade das Gegenteil ſei der Fall. Aber unter der gegen= die Auflöſung empfehlen müſſe. Aus den
Er=
ſchießen ſind. Es wird beantragt: Feſtſetzung des von wärtigen rückläufigen Konjunktur leiden auch größere klärungen der Regierung gehe evident hervor, daß ſie
ihren prinzipiellen Widerſtand gegen die Deutſche
Aus=
der Stadtkaſſe zu leiſtenden Zuſchuſſes für die laufende Städte wie Darmſtadt, und gerade die Städte mit gro=
Verwaltung auf 1732,92 M. und für das Vermögen auf ßem Grundbeſitz beſonders ſchwer. — Es entſteht ſodann ſtellung nicht aufgeben werde. Gründe des nationalen
eine längere Debatte über die Schlachthofkaſſe an der ſich Taktes und die Erwägung, daß die geplante kulturelle und
5344,99 M.
Grunderwerbskaſſe. Die Ausgaben für die die Stadtvv. Aßmuth, K. und L. Lautz, Saeng und ſozialpolitiſche Städteausſtellung ohne Unterſtützung aus
öffentlichen Mitteln nicht möglich ſei, ließen es nicht ange=
Verwaltung betragen 138 214,05 M., die Einnahmen für die Bürgermeiſter Mueller beteiligen.
meſſen erſcheinen, die Tätigkeit des Komitees noch fortzu=
Verwaltung 6619,74 M. Verglichen, erſcheint eine Mehr=
Die zu dem Abſchluß geſtellten Anträge werden an= ſetzen. Der Redner begrüßte unter dieſen Umſtänden den
ausgabe von 131594,31 M. Deckung dieſes Betrags findet genommen.
Gedanken der Regierung, ein großes Geſchwader
durch eine mit 3½ Prozent zu verzinſende Zuſchußleiſtung
unter Führung des Prinzen Heinrich oder des Prinzen
Die Rechnung der Ludwigs=
Oberreal=
aus der Stadtkaſſe ſtatt. Durch den Verkauf von drei
Adalbert zur Eröffnung des Panamakanals
ſchule für 1912
Bauplätzen im Herdwegviertel ſind der Kaſſe zugefloſſen
zu entſenden um damit den Beweis zu erbringen,
88877 M., für den Ankauf von Immobilien wurden ver= ſchließt in Einnahme und Ausgabe mit 143 439 Mk. daß die deutſche Nation an der ewig denkwürdigen
Kul=
ausgabt 3400 M., ſo daß als Einnahme aus Immobilien 72 Pfg. und einem ſtädtiſchen Zuſchuß von 51554 Mk. turarbeit, die die Vereinigten Staaten mit dem Bau des
35 477 M. verbleiben, die zur Abtragung auf die Darlehen 20 Pfg, die der Liebigs=Oberrealſchule mit Panamakanals leiſte, freudigen Anteil nehme.
der Stadtkaſſe an der Grunderwerbskaſſe von insgeſamt 127224 Mk. 84 Pfg. Geſamt=Einnahme und =Ausgabe und
Die Verſamlung beſchloß eine Reſolution, in der
3 747 711,69 M. Verwendung finden. Es wird beantragt: einem ſtädtiſchen Zuſchuß von 47135 Mk. 39 Pfg. ab. Die es heißt: „So wenig ſtichhaltig die Argumentation des
1 Feſtſetzung der 3½prozentigen Darlehensſchuld der Rechnungen ſind, vorbehaltlich der Prüfung durch die Regierungsvertreters bei näherer Prüfung erſcheint, ſo
Grunderwerbskaſſe an die Stadtkaſſe zur Beſtreitung der Großh. Ober=Rechnungskammer, von dem Finanz=Aus= ergibt ſich doch aus den daneben von drei Staatsſekretären
Verwaltungsausgaben in 1912 auf die Summe von ſchuß gutgeheißen worden. Der Abſchluß wird ebenfalls in der Budgetkommiſſion, ſowie von dem Reichskanzler
131 594,31 M.; 2. Feſtſetzung der als Abtragung auf die
nach dem Bericht des Stadtv. Bormet gutgeheißen.
und Vertretern des Auswärtigen Amtes einzelnen Reichs=
Darlehen der Stadtkaſſe zur Verwendung kommenden
tagsabgeordneten gegenüber abgegebenen Erklärungen mit
Summe auf 35 477 M.
Eine Ehrung von Profeſſor Meſſel.
vollſter Deutlichkeit, daß die Regierung an ihrem prin=
Saalbaukaſſe. Die Ausgaben betragen 60615,92
In der Vorhalle unſeres Landesmuſeums ſind die zipiell ablehnenden Standpunkt und an ihrer Verſtändig=
M., die Einnahmen 45 893,18 M. Verglichen. erſcheint eine
Mehrausgabe von 14722,74 M. Es wird Feſtſetzung des Büſten von Profeſſor Meſſel, dem Schöpfer unſeres Mu= ung mit England, betr. die Nichtbeſchickung der Ausſtel=
Zuſchuſſes aus der Stadtkaſſe auf 14722.74 M. gegenüber ſeums, und des Barons v. Hüpſch, des hervorragenden lung, feſtzuhalten und die Verantwortung für das Schei=
Stifters, aufgeſtellt worden. An Mitteln hierfür und für tern des Ausſtellungsplanes, ſowie für die Folgen, die
den voranſchlagsmäßigen 14500 M. beantragt.
die würdige Ausſtattung des Eingangs zum Muſeum ſind daraus für Deutſchland auf wirtſchaftlichem, politiſchem
Schlachthofkaſſe. Die Einnahmen betragen von den Freunden und Angehörigen Meſſels über 50000 und kulturellem Cebiete entſtehen könnten, zu tragen
ge=
unter Ausſchluß des ſtändigen Betriebsfonds von 10000
Mark 318 776,79 M., die Ausgaben (ohne Schuldentilgung) Mark geſtiftet worden. Es handelt ſich nunmehr darum, ſonnen iſt. Angeſichts deſſen ſieht ſich das Komitee zu
betragen 212082.38 M. Verglichen, bleibt ein Ueberſchuß die zu Ehren Meſſels begonnene räumliche Ausſchmückung ſeinem Bedauern gezwungen, die Tätigkeit für die
der Vorhalle durch die Auſſtellung zweier Vaſen zu voll= Organiſation der Deutſchen Ausſtellung
von 106 694,41 M. Es verbleibt ein wirklicher Einnahme=
Ueberſchuß von 79950,76 M. Die Anlagekoſten für Er=enden, wofür ein Koſtenbeitrag von der Stadt erbeten einzuſtellen. Einerſeits war es nicht möglich, ein
worden iſt. Der Finanz=Ausſchuß hat die Bewilligung Vorrecht für die ſehr günſtig gelegenen Plätze für das
weiterung des Schlachthofes (Schweine= und Kälberſtall
uſw.) ſtellen ſich auf 271477,89 M., die teilweiſe durch den eines Beitrages in Höhe von 1000 Mark beantragt. Die! Deutſche Haus und für die deutſchen Ausſteller, die das
60 909,43 M. betragenden Schlachthofbaufonds gedeckt ſind. Summe wird nach dem Bericht des Stadtv. Dr. Noell= Komitee bis jetzt in der Hand hatte länger aufrecht zu
er=
halten, andererſeits hält es das Komitee aus Gründen
Der Reſt mit 210568,46 M. iſt aus Anlehensmitteln der ner bewilligt.
des nationalen Taktes nicht für angemeſſen, bei der von
Stadtkaſſe zu decken. — Fleiſchbeſchau. Die Aus=Beitragfür den PrinzHeinrich=Flug 1914. der Regierung eingenommenen ablehnenden Haltung die
gaben betragen 17370,41 M., die Einnahmen 16677 M.,
Der Verein für Luftfahrt in Darmſtadt hat um Ge= Arbeit fortzuführen, um ſo mehr, als die geplante
kul=
mithim Wenigereinnahme 693,41 M. Zur Deckung dieſes
Fehlbetrags iſt ein Betrag in gleicher Höhe aus dem Ueber= währung eines ſtädtiſchen Beitrages für den nächſtjähri= turelle und ſozialpolitiſche Städteausſtellung ohne
Unter=
ſchuß des Schlachthofes in Anſpruch zu nehmen. Es wird gen Prinz Heinrich=Flug nachgeſucht. Die Veranſtaltung ſtützung aus öffentlichen Mitteln nicht durchzuführen iſt.
beantragt: Zu Schlachthof: 1. Zur Deckung des Fehlbe=hat für Darmſtadt diesmal inſofern eine beſondere Be= Das Komitee beſchloß deshalb die ſofortige
Auf=
trags unter „Fleiſchbeſchau” 693,41 M. dem Ueberſchuß deutung, als unſere Stadt zum Ausgangspunkt der Flug=löſung und Aufhebung der von ihm eingerichteten
deut=
von 106 694,41 M. zu entnehmen; 2. Verwendung der Ab= veranſtaltung beſtimmt worden iſt. Dies hat zur Folge, ſchen Zentralſtelle für die Weltausſtellunge in San
Fran=
ſchreibungsmittel von 26 050,24 M. mit 12564 M. zur Schul= daß während dreier Tage Flugveranſtaltungen aller Art zisko nach der Abwickelung der ſchwebenden Arbeiten.”
dentilgung und mit dem Reſtbetrag von 13 486,24 M. zur hier ſtattfinden und daß ſowohl die Herren der Oberlei=
Abführung an den Ernenerungsfonds; 3. Ueberweiſung tung, als auch ſonſtige Intereſſenten (Flieger, Monteure,
Nummer 310.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 19. Dezember 1913.
Seite 6.
Feriece erehitre ener ettie eht en en nenetcene e te entenein
Die Lage und die Ausſichten des
(92—105). Schafe: a) Maſtlämmer und jüngere Maſt= vom Deutſchnationalen Handlungsgehilfen=Verbande ges
hämmel 42 (88), b) ältere Maſthämmel und gut genährte gründete Volksverſicherungs=Aktiengeſellſchaft im Deutſchen
Diamantenmarktes.
* Berlin 18. Dez. Die am 1. Januar 1914 in Schafe 34 (80), e) mäßig genährte Hämmel und Schafe Reiche nebſt Kolonien und im Auslande zum Geſchäfts=
Kraft tretende Verordnung des Reichskanzlers über die (Merzſchafe) 31 (73—74). Schweine: a) Fettſchweine betriebe zugelaſſen. Die Geſellſchaft hat ein Stammkapital
Beſchränkung der Diamantenverwertung iſt das Ergebnis über 3 Zeniner Lebendgewicht 55—58 (72—74), b) voll= von einer Million Mark und wird Verſicherungen bis zu
umſangreicher Feſtſtellungen über die jetzige Lage und fleiſchige Schweine über 2½ Zentner Lebendgewicht 55 2000 Mark ohne ärztliche Unterſuchung gegen
Monatsbei=
die Ausſichten des Diamantenmarktes. Die bis 57 (70—72), c) vollfleiſchige Schweine über 2 Zent= träge abſchließen. Die Tarife und Verſicherungsbedingung
Notwendigkeit, Maßnahmen zu treffen, iſt von den För= ner Lebendgewicht 55—58 (71—74), d) vollfleiſchige gen ſind weſentlich günſtiger als die der alten
Volksver=
derern in mündlicher Beſprechung mit dem Staatsſekretar Schweine bis zu 2 Zentnern Lebendgewicht 55—57½ (71 ſicherungsgeſellſchaften und der ſozialdemokratiſchen
Volks=
des Reichskolonialamts anerkannt worden. Die Verord= bis 74). Marktverlauf: Kälber und Schweine lebhaft, fürſorge. Die Einrichtungen der Geſellſchaft ſind
beſon=
ders äuf die Bedürfniſſe der Handlungsgehilfen
zuge=
nung berührt den laufenden Vertrag mit dem Antwer= Schafe ruhig. Alles ausverkauft.
ſchnitten.
pener Konſortium überhaupt nicht, weil die von dieſem
gekaufte Menge Diamanten bereits 1913 gefördert war.
e
Literariſches.
Handel und Verkehr.
Die mit jeder Kontingentierung notwendigerweiſe
ver=
bundenen Nachteile treffen den Fiskus und die Förderer
Beethoven. Von Prof. Dr. Herm. Freiherr
* Bremen, 18. Dez. Der Norddeutſche Lloyd
gemeinſchaftlich, weil an der Steigerung der Geſtehungs=eröffnete am 17. Dezember einen neuen Frachtdamp= von der Pfordten. 2. Auflage, 6.—10. Tauſend. 146
koſten der Fiskus mit 70 vom Hundert, die Förderer mitferdienſt nach Oſtaſien. Der kürzlich auf dem Bre= Seiten mit 1 Porträt von Prof. Stuck. (Wiſſenſchaft und
30 vom Hundert beteiligt ſind. Um die Förderer zu ſcho= mer Vulkan in Vegeſack erbaute mit allen modernen La= Bildung, Bd. 17.) In Originalleinenband 1,25 Mk.
Ver=
nen, nimmt die Regie mehrere hunderttauſend Karat Dia= deeinrichtungen verſehene Dampfer „Mark”, der als erſter lag von Quelle u. Meyer in Leipzig. 1913. Es war zu
manten auf Lager gegen Ge=cährung von Vorſchüſſen an Frachtdampfer in den neuen Dienſt eingeſtellt wird, geht erwarten, daß von dieſem trefflichen Büchlein nach kurzen
die Förderer, trotzdem die Verwertung für abſehbare Zeit über Antwerpen nach Oſtaſien.
Zeit eine neue Auflage notwendig werden würde. Denn
nicht wahrſcheinlich iſt. Ohne dieſes Eintreten der Regie
* Bremen, 18. Dez. Anſchließend an die Raten= mit ſeltenem Geſchick iſt es dem Verfaſſer gelungen, in
hätte die Kontingentierung mit Rückſicht auf die
Markt=
lage weit ſchärfer ſein müſſen. Bei der Kontingentierung herabſetzung nach Nordamerika der kontinentalen knappem Rahmen ein abgerundetes Bild von Beethovens
iſt auf die ſchwächeren Geſellſchaften beſonders Rückſicht Reedereien wurde nunmehr auch die Kanada rate er= menſchlichen und künſtleriſchen Eigenſchaften zu zeichnen,
genommen worden, die groß und billig arbeitenden Geſell=mäßigt. Der Preis für die Ueberfahrt von den kontinen= das ohne die üblichen Phraſen einer überſpannten
Künſt=
ſchaften tragen die Hauptlaſt. Der Regie ſtehen über das talen Häfen nach Kanada beträgt ab 1. Januar ſtatt 140 lervergötterung getragen wird von einer echten und tiefen
Beethovenbegeiſterung, den Beſchauer feſſelt und innerlich
kontingentierte Höchſtmaß hinaus genügend Diamanten! Mark 120 Mark.
* Berlin, 18. Dez. Wir werden um Veröffent= für den großen Meiſter gewinnt.
zur Verfügung, ſo daß, falls die Konkurrenz verſuchen
— Buchführung und Abſchlüſſe der
Han=
ſollte, die Vorteile der deutſchen Kontingentierung für ſich lichung folgender Meldung erſucht: Die Eiſenbahndirek= delsgeſellſchaften nach Geſetz und Technil
auszunutzen, eine Schädigung deutſcher Intereſſen durch tion Altona erklärt in den Kieler Zeitungen, die
Reiſe=
von R. Beigel. Teil I: Die ſtille Geſellſchaft, die offene
den Verluſt von Abſatzgebieten nicht zu beſorgen iſt.
dauer Hamburg-Kopenhagen betrage auf der Handelsgeſellſchaft, die Kommandit=Geſellſchaft, die Ge=
Da die Regie, wie von den Förderern anerkannt wor=verbeſſerten Kiel=Korſoer=Route (135 Kilometer
See=
ſellſchaft mit beſchränkter Haftpflicht Gebund. 2,75 Mk;
den iſt, in ihrer bisherigen Zuſammenſetzung die ord= reiſe) 7 Stunden, auf der projektierten Fehmarn=Route
Teil II: Die Aktien=Geſellſchaft, die Kommandit=
Geſell=
nungsmäßige Verwertung der Diamanten ge=(18 Kilometer Seereiſe) 6 Stunden 10 Minuten. Das
fährdete, war das Eingreifen der Kolonialver=Fehmarnbahnkomitee führt dies auf irrtümliche Voraus= ſchaft auf Aktien. Gebund 5,50 Mk. Verlag der modernen
waltung notwendig. Die Uebernahme der Regie= ſetzungen zurück, hält an dem Unterſchied von rund 2 Stun= kaufmänniſchen Bibliothek, G. m. b. H. Leipzig=R. Mit
anteile nach § 51 der Regieſatzung ſtellte den ſchonendſten den feſt und will dies durch neues Sachverſtändigenmate: dieſen Neuigkeiten bietet der in Fachkreiſen beſtens
be=
kannte Verlag der kaufmänniſchen Praxis zwei ungemein
Weg und die nächſtliegende Möglichkeit der weiteren Betei= rial beweiſen.
wertvolle Handbücher. Sämtliche, in das ſpezielle Gebiet
ligung der Förderer in dem neuen Aufſichtsrate der Regie
der Handelsgeſellſchaften fallenden Probleme, die
bekannt=
dar. Gleichzeitig ermöglichte die Uebernahme die weitere
lich beſonders bei den Aktiengeſellſchaften, aber auchhe
Zur Geſchäftslage in Amerika.
Benutzung der an ſich erprobten Regieeinrichtung. Nach
den Geſellſchaften m. b. H. ſehr zahlreich, und oft. komplis
Ausübung des Erwerbsrechts des Fiskus durfte die Be=
** Die wirtſchaftlichen Zuſtände, wie ſie ſich zierter Natur ſind, werden in dem Werke theoretiſch und
ſchlußfaſſung über die Auflöſung der Geſellſchaft nicht in den Einnahmen der Bahnen, dem Anla= an Hand praktiſcher Beiſpiele erſchöpfend behandelt.
mehr ſtattfinden, weil durch die Liquidation die Auflöſung gemarkt und der Arbeiterbewegung widerſpie=
— Der Gartenlaube=Kalender fürdes
notwendig geworden war. Ueber etwaige Zweifel der geln, erſcheinen außerordentlich bedrückt. Mit Ausnahme
Jahr 1914 iſt erſchienen und präſentiert ſich wiederum
Auslegung des § 51 der Regieſatzung wird eine Entſchei= der weſtlichen Staaten ſind mehr Arbeitsloſe vorhanden als ein erſtaunlich reichhaltiges Buch. Dem künſtleri
dung der ordentlichen Gerichte herbeizuführen beabſichtigt. als in irgend einem Jahre ſeit 1907. Das bezieht ſich ausgeſtatteten Kalendarium iſt eine Abteilung angenlie
hauptſächlich auf die Eiſenbahnen, die infolge der bei ihnen dert, die alle Angaben enthält über Verkehrsweſen,
Mſt=
eingeriſſenen ungünſtigen Verhältniſſe eine große Zurück= und Telegraphengebühren, Münzen, Feſte Zeitbeſtimmm=
Luftfahrt.
haltung bei ihren Unternehmungen zeigen. Dieſe Arbeits= gen uſw. Gerade dieſer Teil in der vorliegenden eis
Sitzung des Kuratoriums der Nationalflugſpende.
loſigkeit zieht die Aufmerkſamkeit der beteiligten Kreiſe im ſchöpfenden Vollſtändigkeit macht den Gartenlaube=Kalen=
* Berlin, 18. Dez. Das Kuratorium der hohen Grade auf ſich. Aus Chikago wird berichtet, daß in der zu einem unentbehrlichen Nachſchlagebuch für das
Nationalflugſpende trat heute nachmittag im den letzten zwei Wochen 6000 Arbeiter in den Stahlwerken, tägliche Leben. Reich iſt auch der Inhalt an belletriſti=
(Reichstag zu einer Sitzung zuſammen. Prinz Hein= Brauereien und anderen Etabliſſements entlaſſen worden ſchen Beiträgen Vier ganzſeitige farbige Kunſtblätter
rich von Preußen, als Protektor, übernahm den ſind, während andere Induſtriezweige halbe oder verrin= erſter Künſtler ſchmücken das handliche und geſchmackvoll
Vorſitz mit einer Anſprache, in der er zunächſt darauf gerte Tageszeit eingeführt haben. Dagegen ſind bei gebundene Kalenderbuch, das für 1 Mk. durch alle
Buch=
hinwies, daß der vor 1½ Jahren an das deutſche Volk den Wohltätigkeitsinſtituten viele Tauſende mehr Unter= handlungen zu beziehen iſt. (Verlag von Ernſt Keil
ergangene Appell, das deutſche Flugweſen mit geldlichen ſtützungsgeſuche eingegangen als ſonſt, die ſelbſtverſtänd= Nachf. (Aug. Scherl) in Leipzig.
Mitteln zu unterſtützen, Ergebniſſe gehabt habe, auf die lich nur in geringem Grade berückſichtigt werden können.
— Chriſtaller, Helene. Die Wege des
Will=
wir ſtolz ſein dürften. Prinz Heinrich dankte dem Präſi= Es kann daher nicht überraſchen, wenn die Geſchäftswelt im
denten Exzellenz Graf von Poſadowsky=Wehner allgemeinen ſehr peſſimiſtiſch geſtimmt iſt. Sie tadeltfried Holm. Roman. Verlag von Friedrich Rein=
und den Herren des Reichsamts des Innern, Wirkl. Geh. vor allem den Präſidenten Wilſon, der die Zollverhält; hardt in Baſel. Gebunden 5 Mk. Es wird für einen
Oberregierungsrat Dr. Lewald und Geh. Oberregierungs= niſſe in Verwirrung gebracht hat, ohne dafür Sorge zu Proteſtanten immer ein gewiſſes Rätſel bleiben, wie ein
rat Albert für ihre tatkräftige Unterſtützung eines Werkes tragen, daß damit gleichzeitig eine Verbilligung der un= moderner Menſch dazu kommen kann. zum Katholizismus
von nationaler Bedeutung. Prinz Heinrich erinnerte dann gemein teuren Lebensverhältniſſe eintritt. Es wird ihm überzutreten. Wie dies pfychologiſch möglich iſt erzählt
an die Fortſchritte im Flugweſen ſeit dem 29=Sekunden= äuch vorgeworfen, daß durch ſeine Schuld die Finanzen in uns Helene Chriſtaller in „Willfried Holm‟ Das Buch
flug der Gebrüder Wright in Amerika im Jahre 1903 bis Unordnung geraten ſeien wegen ſeiner zaudernden Hal= paßt in erſter Linie für gebildete Leſer. Es iſt ſnannend
zu dem 21=Stundenflug Viktor Stöfflerstung in Bezug auf die mexikaniſche Kriſis und weil er geſchrieben, mit bezaubernden Naturſchilderungen die den
in dieſem Jahre. Wenn Deutſchland die Periode des nicht genügend Energie aufgewandt habe, um gegen die Herrlichkeit der umbriſchen Landſchaft mit ihrer ſüdlichen
Taſtens im Flugweſen überwunden und nunmehr dieſes Truſts vorzugehen, die mit mehr Erfolg als je arbeiten. Glut ebenſo gerecht werden, wie den ſtillen winterlichen
Eine Beſſerung der Zuſtände kann allerdings eintreten, Wäldern der Heimat. Es bringt eine Fülle intereſſanfer
nationale Gut ſelbſtändig entwickeln könne, ſo habe zu
dieſem Gelingen die Nationalflugſpende in hervorragen= wenn der Präſident endlich die Währungshill unterzeich= Geſtalten, Künſtler und Künſtlerinnen, deutſche Gelehlts
der Weiſe beigetragen. Nach Eintritt in die Tagesord=net, ſo daß es möglich iſt, einen größeren Kredit zu geben und armes, verkommenes Volk, und zeugt ſo voſlidam
nung erfolgte zunächſt die Rechnungslegung. Ausals bisher. Es wird erwartet, daß dieſe Unterzeichnung Reichtum und der Reife der Verfaſſerin, ſowie völldgl
dieſer ergibt ſich: Nach dem unter dem 15. Dezember 1912 kurz vor Weihnachten geſchehen wird, und das iſt bis jetzt! Höhe ihrer Warte, von der aus ſie ſo Entgegengeſitztes
veröffentlichten Abſchluß betrug das Sammelergebnis der verhindert worden, weil die Bankiers fürchten, daß das mit ihrem verſtehenden Frauenherzen ſieht und beuele
— Der „Kalender des Deutſchen Flotten
Nationalflugſpende 7234506 Mark. Hiervon ſtanden zur neue Geſetz der Regierung eine große politiſche Kontrolle
freien Verfügung des Kuratoriums der Nationalflug=über den Markt geben würde. Ob ſich dieſe Erwartungen Vereins” liegt, geſchmückt mit zwei reizenden Bilden
ſpende zuzüglich der bis 15. Dezember 1913 hinzugetre= erfillen werden, bleibt allerdings abzuwazten, aber ſoviel im Vierfarbendruck, ſowie mit einer Anzahl weitelel
tenen weiteren Spenden und Zinſen insgeſamt 5601 135 liſt ſicher, daß vor dem Inkraftreten der Währungsbill es Illuſtrationen, für das Jahr 1914 vor. Der Kalender,=Auf
Mark. Hiervon ſind in der Zeit vom 16. Dezember gar nicht abzuſehen iſt, wie Unternehmungsgeiſt und Ver= deſſen Titel, Kalender des Deutſchen Flotten=Vereinsu
man genau achten wolle, wird für jeden Flottenfreund
1912 bis 15. Dezember 1913 verausgabt wor= trauen wiedererwachen ſollen.
hochwillkommen ſein, zumal da der Preis, 50 Pfg. — bei
den: für Fliegerausbildung (erſte Ausbildungsperiode)
10 und mehr Stück 35 Pfg. — für das Gebotene erſtaunlich
586 272 Mark, für Fliegerprämien (Renten) 479513 Mark,
niedrig iſt. Zu beziehen von der Präſidialgeſchäftsſtelle
Vermiſchtes.
für Fliegerverſicherung 80 429 Mark, für Ehrengaben für
des Deutſchen Flotten=Vereins, Berlin W., Karlsbad= 4.
Hinterbliebene abgeſtürzter Flieger 24504 Mark, für
— Preisausſchreiben, betreffend Milderung
Heſſiſcher Hof=Almanach nebſt Adreſſen=
Wettbewerb 213000 Mark, für Flugſtützpunkte 125013 der Klaſſengegenſätze. Auf Antrag des Württemberz
Mark, für die wiſſenſchaftliche Geſellſchaft für Flugtechnikgiſchen Goethebundes und mit Mitteln, die von Verzeichnis der Reſerve= und Landwehr=Offiziere im
Be=
reich des 18. Armeekorps. Das Werkchen enthält den
zur Prüfung von Erfindergeſuchen 50 000 Mark, für ver= dieſem zur Verfügung geſtellt worden ſind, hat der 13. Großherzogl. und Landgräfl. heſſiſchen Hof, die Adreſſen
ſchiedene Verwendungszwecke 132036 Mark, für allge= Delegiertentag der deutſchen Goethebünde 1913 die
fol=
meine Unkoſten und dergleichen 24574 Mark, zuſammen gende Preisausſchreibung beſchloſſen: „Was hat zur Mil= ſämtlicher Reſerve= und Landwehr=Offiziere im 18. Armee==
1715344 Mark. Mithin verbleiben 3885791 Mark. Dem derung der Klaſſengegenſätze zu geſchehen, welche heute korps, ſowie die Geſchäftszimmer und Standorte der zum
Schatmeiſter, Bankier Franz von Mendelsſohn, wurde die aufeinander angewieſenen Kreiſe unſeres Volkes weit 18. Armeekorps zählenden Truppenteile und iſt auf Grund
des offiziellen Materials nach dem Stand vom 1. Oktober
Entlaſtung erteilt.
mehr trennen, als in den natürlichen Verhältniſſen
be=
dieſes Jahres redigiert. Verlag von Löber u. Co, in
gründet iſt?”
Es werden drei Preiſe ausgeſetzt: 5000,
* Berlin, 18. Dez. Die diesjährige Hauptver=2000 und 1000 Mark. Die Arbeiten ſind in deutſcher Frankfurt a. M.
ſammlung des Vereins Deutſche Verſuchsan= Sprache abzufaſſen; im übeigen iſt die Preisbewerbung
ſtalt für Luftfahrt e. V. in Berlin fand geſtern unter unbeſchränkt. Der Umfang der Schrift ſoll im Intereſſe
Vom Balkan.
dem Vorſitz des Präſidenten, Generalleutnant z D. Rieß der Verbreitung in weite Kreiſe ein mäßiger ſein. Die
* Konſtantinopel, 18. Dez. Der Miniſter
v. Scheurnſchloß, ſtatt. Nach Beſichtigung der Anſtalt Ad= Arbeiten ſind bis ſpäteſtens 31. Dezember 1914 an den des Innern, Talagt Bey, wurde auch interimiſtiſch
lershof unter Führung des Profeſſors Dr. Bendemann Vorſitzenden des Württembergiſchen Goethebundes in
mit dem Miniſterium der Finanzen betraut, da nach einer
wurde in der Sitzung im Reichsamt des Innern unter Stuttgart einzuſenden. Jede Einſendung iſt mit einem offiziellen Auslaſſung der Finanzminiſter eine Reiſe an=
Teilnahme von Vertretern der beteiligten Reichsämter und Kennwort zu verſehen und ihr ein verſiegelter Briefum= treten muß.
Miniſterien der Jahresbericht erſtattet und der Abſchluß ſchlag beizufügen, welcher außen dasſelbe Kennwort trägt
* Belgrad, 18. Dez. Der König verlieh dem
genehmigt ſowie der weitere Ausbau der Anſtalt beraten. und innen Namen und Adreſſe des Einſenders enthält.
Da der Anſtalt auf allerhöchſten Befehl die Prüfung der Ferner iſt bei der Einſendung diejenige Adreſſe anzugeben, Prinzen Georg die höchſte Kriegsauszeich=
Motoren im Wetkbewerb um den Kaiſerpreis 1914 über= an welche die Arbeit für den Fall, daß der Preis nicht er=nung, den Stern des Karageorgs=Ordens mit
Schwer=
tern. Dieſelbe Auszeichnung erhielten 15
Regimentsfah=
tragen worden iſt, ſind umfangreiche Vorbereitungen hier= teilt wird, zurückzuſenden iſt.
nen: 25 Fahnen erhielten die goldene und 7 die ſilberne
zu erforderlich.
— Die Gemeinderatswahlen in Sachſen=Tapferkeitsmedaille. Gleichzeitig wurden zahlreiche höhere
Weimar, die in Weimar, Jena und Ilmenau mit einem Offiziere dekoriert und über 2000 Ofitziere und Unteroffie
Landwirtſchaftliches.
Sieg der bürgerlichen Parteien über die Sozialdemokratie ziere des Beurlaubtenſtandes befördert.
geendet haben, haben vielen Frauen Veranlaſſung gegeben,
* Florenz, 18. Dez. Die internationale Kom=
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine= das ihnen dort zuſtehende Wahlrecht auszuüben. Nicht
markt am 17. Dezember. Auftrieb durch Händler 128 weniger als 335 Frauen haben ſich in Jena, wie uns ge=lmiſſion zur Abgrenzung Südalbaniens
Schweine. Preis (50 Kilogramm Schlachtgewicht) 1. Qual. ſchrieben wird, nach Eintragung in die Bürgerliſten und hat ihre Arbeiten beendet.
74 Mk., 2. Qual. 73 Mk., 3. Qual. 72 Mk. Marktver= Erwerbung des Bürgerrechts an der Wahl beteiligt.
Frei=
lauf: Rege, Ueberſtand. — Am 18. Dezember. Auftrieb lich konnten ſie nach dem geltenden Recht ihre Stimme
Unruhen in Perſien.
durch Händler 184 Schweine. Preis (Schlachtgewicht 50 nicht ſelbſt abgeben. Trat der Ehemann als Wähler an
Kilogrämm) 1. Qual. 74 Mk., 2. Qual. 73 Mk., 3. Qual. die Stelle der Frau, ſo bedurfte es keiner formellen Ueber=
* Täbris 18. Dez. (Meldung der Petersburger
72 Mk. Marktverlauf: Mäßig, Ueberſtand.
Käl=tragung der Stimme, der fernerſtehende Mann mußzte je=Telegraphen=Agentur.) Die hieſige Geiſtlichkeit erhoblin,
bermarkt am 18. Dezember. Auftrieb durch Händler doch eine Vollmacht von der wahlberechtigten Frau erhal=Teheran auf telegraphiſchem Wege Proteſt gegen die dor=
193 Kälber Preis (Lebendgewicht 50 Kilogramm) 58 bis ten. Das rege Intereſſe der bürgerlichen Frauen an dertige Preſſe, die beſtrebt ſei, in Aſeribeidian Unruhen
65 Mk. Marktverlauf: Lebhaft.
politiſch bedeutungsvollen Wahl iſt ein Gegenbeweis gegen hervorzuruf en. Die Geiſtlichkeit erklärt, ſie werde
Frankfurt a. M., 18. Dez. (Schlachtvieh= die oft gehörte Behauptung in Jena, daß die Sozialdemo= ein Spiel mit der Verfaſſung nicht zulaſſen. — Aus
markt.) Amtlicher Bericht. Auftrieb: 146 Stück Nin= kratie den größten Vorteil von dem Stimmrecht der Frau Sendjan ſind Meldungen eingetroffen über eine Gärung
der, darunter 29 Ochſen 9 Bullen, 108 Färſen und Kühe, haben würde. Die Wahl iſt übrigens von der Sozial=unter der Bevölkerung, die mit Teheran unzu=
1029 Kälber, 245 Schafe, 973 Schweine. Preiſe für 1 demokratie angefochten worden.
frieden iſt, das auf die friedliche Bevöllerung gewaltſam,
Zentner Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark: Käl=
Volksverſicherungs=Aktiengeſell=einwirken will, um die Wahlen durchzuſetzen.
ber: a) feinſte Maſt= (Vollm.=Maſt) und beſte Saugkäl=ſchaft des Deutſchnationalen Handlungs=
* Teheran, 18. Dez. Die Regierung iſt äußerſt
ber 68—70 (113—117), b) mittlere Maſt= und gute Saug=gehilfen=Verbandes. Das Kaiſekliche Auſſichts=beſorgt wegen heftiger, an Aufruhr grenzene
m ſete
Laufend.
5
5 Mar z.
ſer 3
Nummer 310.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 19. Dezember 1913.
nruhen in Kurdiſtan. Zur Unerdrückung der ſanlählich der Debatte ülber das Budgehpropfſoritm eine
UUmruhen iſt Sordar Muh zum Gouverneur in Kurdiſtan Erörterung der Finanzpolitik der Regie=
Lernannt worden, doch wagt er zurzeit nicht, ſich dorthinrung herbeizuführen, falls der Budgetausſchuß
izu begeben.
nicht bis dahin vom Finanzminiſter Cailaur die
erfor=
derlichen Aufklärungen erhalten haben ſoll.
* Paris, 18. Dez. Einer halbamtlichen Mitteilung
Zur Lage in Mexiko.
zufolge empfing der Miniſterpräſident und der Miniſter
* Mexiko 17. De: Heute früh verſammelte ſich des Aeußern, Doumergue, heute den hieſigen
ſer=
nieder eine,große Menſchenmenge mehrere Stunden vor biſchen Geſandten Wesnitſch, der ihm
mit=
der Eröffnung vor der Zentralbank, um die Staats=teilte, daß die ſerbiſche Regierung die ihr von Frankreich
banknoten gegen bares Geld einzuwechſeln. Es war be= und England in betreff der Anleihe geſtellten
Bedin=
nnt gemacht worden, daß die Zentralbank nur die Hälfte, gungen annehme, daß es ihr jedoch unmöglich ſei, in eine
dar von einem jeden Beſitzer vorgelegten Staatsbanknoten Verſchiebung der Durchführung der Anleihe einzuwilligen.
inrückkaufe. Auf dieſe Weiſe ſollte möglichſt vielen Be=
Haag, 18. Dez. Zu den Nachrichten über die Zahl
ſitzern ſolcher Noten zu ihrem Recht verholfen werden. der an der dritten Friedenskonferenz teilneh=
Auch war der Rückkauf der Noten davon abhängig, ob menden Staaten wird mitgeteilt, daß bis jetzt an keinen
die Zentralbank genügend Depoſiten an barem Geld der Staat eine Einladung zur Teilnahme an der Konferenz
betr. Staatsbanken beſaß, um die vorgelegten Noten zu ergangen iſt.
decken. Der Betrag der Staatsbanknoten hat durch die
* Brüſſel, 18. Dez. Die ſtändige Kommiſſion der In=
Ankunft neuer Flüchtlinge aus dem Norden des Landesternationalen Zuckerkonferenz hat geſtern und
zagenommen. Heute ſind wieder zahlreiche Flüchtlinge heute hier getagt. Sie hat Vorkehrungen genehmigt, die
engetroffen, die natürlich beſorgt waren, ihr Papiergeld getroffen wurden, um den Austauſch des ſtatiſtiſchen
Ma=
gegen bares einzutauſchen. In den meiſten Fällen ſind terials zwiſchen der Union und England, das bekanntlich
die Noten unzweifelhaft gut, aber die Notenbanken ſind nicht mehr der Union angehört, auch fernerhin zu
garan=
rücht imſtande geweſen, Silber zur Auffüllung ihrer Depo= tieren. Außerdem wurde gemäß Artikel 4 der
Konven=
ſiten zur Zentralbank zu ſenden, da ſich die Paketpoſtgeſell= tion beſchloſſen, daß der aus Italien mit Exportprämie
ſhaften weigern, das Riſiko durch ein von den Aufſtän= ausgeführte Zucker den vorſchriftsmäßigen Einfuhrzoll zu
hüſchen unſicher gemachtes Gebiet zu übernehmen.
zahlen hat.
* Neu=York, 18. Dez. Wie dem Neu=York=He=
* Madrid, 18. Dez. Der bevollmächtigte Miniſter
An=
tald aus Mexiko gemeldet wird, erhielt das dortige tonio Ferraz iſt zum Unterſtaatsſekretär im
Miniſterium des Aeußern eine Note der Unionſtaaten, die, Miniſterium des Aeußern ernannt worden.
wie vermutet wird, eine neue Politik der Unionſtaaten
tegen Mexiko ankündigt.
Die Note werde heute von
Zu dem Streit zwiſchen Aerzt= und Krankenkaſſen.
puertas Kabinett erörtert.
* Berlin, 18. Dez. Der Staatsſekretär des
Innern empfing heute im Beiſein des preußiſchen
Han=
delsminiſters des Landwirtſchaftsminiſters und des Mi=
Letzte Nachrichten.
niſters des Innern die Herren Geheimen Medizinalräte
und Profeſſoren Dr. Päſſow, Dr. Orth und Dr.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Kraus von der Berliner Unüverſität, welche
* Stuttgart, 18. Dez. Der Staatsſekretär des Aus= namens der mediziniſchen Fakultäten der deutſchen
Univer=
wärtigen Amtes, v. Jagow, iſt in der vergangenen ſitäten der Regierung den dringenden Wunſch ans Herz
Kacht aus München hier eingetroffen und im Hotel Mar= legten, bei dem Streit zwiſchen den Aerzten
uardt abgeſtiegen. Heute vormittag 11 Uhr machte der1 und Krankenkaſſen ſich ſtets des ärztlichen Stan=
Staatsſekretär dem Miniſterpräſidenten Dr. v. Weizſäcker des im Rahmen der beſtehenden Geſetze wohlwollend an=
Einen Beſuch. Um ½1 Uhr wurde Herr v. Jagow vom zunehmen. Mit den Vertretern der Fakultäten wurde das
König in Audienz empfangen. Hieran ſchloß ſich ein Für und Wider der Standpunkte der Krankenkaſſen und der
Frühſtück im Wilhelm=Palais an, an dem auch der Mi= Aerzte durchgeſprochen und ſeitens des
Staats=
ſriſterpräſident Dr. v. Weizſäcker und der preußiſche Ge=ſekretärs des Innern die
Vereitwillig=
ſrndte v. Below=Rutzau teilnahmen. Heute abend ½8 Uhr keit erklärt, Ausgleichsverhandlungen
zwi=
ſolgte Staatsſekretär v. Jagow einer Einladung des Mini= ſchen den Aerzten und den Krankenkaſſen herbeizu=
Verpräſidenten zum Diner.
führen, ſofern beide Teile damit einverſtanden ſeien. Es
* Stuttgart, 18. Dez. Staatsſekretär v. Jagow reiſte wurde den Vertretern der Fakultäten eine Skizze vorgelegt,
eute abend 10 Uhr 32 Minuten nach Karls ruhe ab. die nach Anſicht der Regierung als Grundlage für ſolche
* Karlsruhe, 18. Dez. Der Großherzog hat, dem Verhandlungen dienen könnte. Falls die Beteiligten be=
Staatsanzeiger zufolge, den Direktor des Waſſer= und reit ſind, in dieſe Verhandlungen einzutreten, müßte über=
Straßenbaues, Geh. Rat Dr. Karl Krems, zum Vor=all, wo es zu Vertragsabſchlüſſen zwiſchen Aerzten und
itzenden des Diſziplinarhofes für nichtrich= Kaſſen noch nicht gekommen iſt, zunächſt mit Geltung vom Morgengottesdienſt 9 Uhr. Sabbatausgang 5 Uhr 15 Min.
1 Januar 1914 ab, ein dreimonatiges
Interi=
verliche Beamte ernannt.
* Köln, 18. Dez. Die Kölniſche Volkszeitung meldet den Aerzten gegenwärtig geltenden Vereinbarungen
ge=
aus Rom: Dem Vernehmen nach hat ſich der Heilige ſchaffen werden, damit Zeit zur Verſtändigung gewonnen
Stuhl mit der italieniſchen Regierung dahin geeinigt, daß wird. Die Vertreter der mediziniſchen Fakultäten
über=
gegen eine jährliche Zahlung von 60 000 Lire an den ita= nahmen es, in dieſem Sinne mit den ärztlichen Organiſa= Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
ieniſchen Staat keiner der im Dienſte des Heiligen tionen in Verbindung zu treten.
Stuhles in Rom beſchäftigten vatikaniſchen Beam=
(Schluß des redaktionellen Teils.)
en und Prälaten zur Entrichtung der
Staats=
ſteuer herangezogen werden kann.
* Miteſſer, Pickel, Sommerſproſſen.
* Detmold, 18. Dez. Der König von Sachſen Flechten Aerzte empfehlen Dr. Kuhns Wochengottesdienſt von Sonntag, den 21. Dezember, an:
iſt, wie bereits gemeldet, begleitet vom Flügeladjutanten
Major von Metzſch, heute früh in Detmold zueinem Glyzerin=Schwefel=Milch=Seife, 80 u. 50, Treme
—. F. Kuhn, Kr.=Prf., Nürnberg. Hier: Grod=
Jagdbeſuch beim Fürſtenpaar zur Lippe einge=
Proffen und hat im Reſidenzſchloß Quartier genom= haus, Seifenf. a. w. Turm u. i. Apoth., Drog. u. Parf. (V.9198
men. Fürſt Leopold holte ſeinen hohen Gaſt perſönlich=nanangannanessnnenansunesenssaranenannsuanennasansassesannsssssenssener
vom Bahnhof ab. Um ½10 Uhr früh fand ſodann
Hof=
lagd auf Sauen im Teutoburger Wald ſtatt. Die
Geſamt=
ſtrecke betrug 107 Stück. Hiervon erlegte der König 421; RUßEKr IULLER
Sauen. Um ¾7 Uhr abends fand Galadiner im
Juwelier
Ahnenſaal des Reſidenzſchloſſes zu 26 Gedecken ſtatt.;
Wegen 9 Uhr abends wird der König an der Seite des
Luisenplatz 4 — Ecke der Wilhelminenstrasse
FFürſten an der Weihnachtsfeier des Offizierkorps des
Re=
iments Nr. 55 teilnehmen, dem Fürſt Leopold als Chef
Juwelen
Werkstätte
des dritten Bataillons beſonders naheſteht. Um 11 Uhr
abends reiſt König Friedrich Auguſt wieder von Detmold
für
Goldwaren 3
Zurück.
Silberwaren Neuarbeiten
* Kuxhaven, 18. Dez. Die vermißten neun
Mann der geſtern bei Borkum geſtrandeten norwegi=
Patenlöffel
Umarbeiten
iſchen Bark „Amazone” wurden ſämtlich gerettet.
* Wien, 18. Dez. Das Abgeordnetenhaus
Trauringe § Reparaturen
mahm in dritter Leſung die Novelle zum Perſonalſteuer=
Reelle, fachmännische Bedienung.
wgeſetz in der Faſſung der zweiten Leſung an.
* Wien, 18. Dez. Die Ungariſche Delegation
z.
Ingersassssseebe
rnahm, das Budget des Miniſteriums des
Aeu=
ißern im allgemeinen an. Bei Verkündigung des Be=
Aus dem Geſchäftsleben.
ſchluſſes erklärte der Präſident der Delegation, er ſpreche
Die Entwickelung der kaufmänniſchen Verbände iſt keo um 8 Uhr.
rdem Miniſter des Aeußern ſein Vertrauen und ſeine
An=
in den letzten Jahren außerordentlich ſchnell vor ſich ge= Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer
Ex=
terkennung aus. Im Laufe der Spezialdebatte erklärte
gangen. Der Verein für Handlungs=Kommis
Graf Apponyi, die Oppoſition halte ſich der Abſtimmung von 1858 (Kaufmänniſcher Verein) in Hamburg hat
ffern; ſie würde, wenn ſie daran teilnähme, gegen den
Dis=
in dieſen Tagen eine Mitgliederzahl von 125000 Köpfen
poſitionsfonds ſtimmen, aber nur aus Mißtrauen gegen
erreicht, nachdem er erſt vor knapp 3½ Jahren die 100000
die ungariſche Regierung, denn für die Perſon des
Mi=
überſchritten hatte. 75 000 waren Anfang 1907
vorhan=
niſters des Aeußern, Grafen Verchtold, hede die
Oppoſi=
den und 50 000 im Jahre 1896. Der Verein beſchäftigt
tion vollſtes Vertrauen und Bewunderung. Alsdann
wurde das Budget im einzelnen angenommen. Sodann gegenwärtig mit den ihm angeſchloſſenen
Wohlfahrtsein=
richtungen rund 250 Angeſtellte. Er unterhält 700
Ge=
nahm die Delegation das bosniſche Budget an, ſowie den
Voranſchlag des gemeinſamen Finanzminiſteriums, womit ſchäftsſtellen in allen Teilen der Welt.
die monitoriſchen Beratungen der Delegation erledigt
ſind.
Dampfernachrichten.
* Rom, 18. Dez. Miniſterpräſident Giolitti erklärte
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem Großh. Landesmuſeum. Sonntags und Freitags
ſich in der Kammer mit der von dem Deputierten Car=Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
cano vorgeſchlagenen einfachen Tagesordnung Nordamerika: „Bavaria” nach Philadelphia, 16. Dez.
einverſtanden, mit der Bedeutung, daß die Abſtimmung 11Uhr 30 Min. abends Cuxhaven paſſiert. „Belgia” nach
als Vertrauen in das Werk der Regierung ausgelegt Boſton und Baltimore, 16. Dez. 4 Uhr 20 Min. nachm.
werde.
Lizard paſſiert. „Borderer” 16. Dez. 1 Uhr nachm. von
* Paris, 18. Dez. In der Kammer trat Grouſ=Newport News nach Hamburg. „Hamburg”, von Boſton Beſichtigung des Großh.
Reſidenzſchloſ=
ſier, Berichterſtatter über die Wahlreformvorlage, für kommend, 16. Dez. 6 Uhr 30 Min. abends in Hamburg.
einen Antrag ein, durch den die drei vorhergegangenen Patrieig” 16. Dez. 3 Uhr nachm. von Neu=Yorf direkt
Abſtimmungen der Kammer bekräftigt und die Regierung
nach Hamburg. — Oſtaſien: „Altmark” 16. Dez. in
aufgefordert wird, die Liſtenwahl für die Minoritätenver= Schanghai, heimkehrend. „Andaluſia” 14. Dez von
tretung zu verteidigen, wie es von den acht vorhergegan= Seattle nach Portland „Goldenfels” 15. Dez. 3 Uhr Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
genen Miniſterium gepflogen worden ſei. Doumerque nachm. von Yokohama nach Kobe „Iſtria” 16. Dez.
erklärte, die Regierung werde die Abſtimmungen der Kam=12 Uhr mittags von Schanghai nach Hongkong. „Scandia”
mer achten und den Senat bitten, ſich baldmöglichſt nach Antwerpen, 16. Dez. 3 Uhr 15 Min. nachm.
Gux=
darüber auszuſprechen. Die Regierung werde nach Mög= haven paſſiert. „Senegambia‟ 17. Sept. 8 Uhr 45 Min. Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
lichkeit bemüht ſein, zwiſchen Senat und Kammer einen morgens von Hamburg nach Port Said. „Sithonia” Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
Ausgleich zu ſchaffen. Wenn der Antrag Grouſſiers keinen 16. Dez. in Yokohama, ausgehend. „Spezia” 16. Dez. redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Hintergedanken verberge, habe er nichts dagegen einzu= 6 Uhr abends von Rotterdam nach Port Said. „Suevia” Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
wenden. (Beifall.) Darauf fügte Doumerque hinzu, daß 16. Dez. von Malta nach Port Said. — Verſchiedeneleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt. — Für den
es in den nächſten Wochen möglich ſein werde, einen Aus= Fahrten: Duala” von Weſtafrika kommend, 16. Dez. redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die=
gleich zu ſinden.
* Paris, 18. Dez. Die Kammergruppe der Entente nach Perſien, 16. Dez. 1 Uhr morgens in Antwerpen. Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
démoeratique, welcher zahlreiche offene und verſteckte Geg= „Windhuk”, von Afrika kommend, 16. Dez. 5 Uhr nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht.
ner des Miniſteriums Doumergue angehören, beſchloß, morgens in Hamburg.
Seite 7.
Dankſagung.
(Statt Karten.)
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
an dem ſchmerzlichen Verluſt meiner
innigſtge=
liebten Gattin, unſerer treubeſorgten Mutter,
Schwiegermutter, Schweſter und Tante (26419
Frau Annd Hadb
der uns betroffen hat, ſagen wir hiermit
herz=
lichſten Dank, insbeſondere dem Herrn Pfarrer
Kleberger für ſeine troſtreichen Worte am Grabe.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Jacob Raab,
Wilh. Raab,
Marie Raab, geb. Aberle.
Darmſtadt, den 19. Dezember 1913.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer lieben
(26405
Frau Oberförster Stirn
ſagen wir herzlichen Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Ludwig Stirn.
Gotiesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinze.
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 19. Dezember:
Vorabendgottesdienſt 4 Uhr 30 Min.
Samstag, den 20. Dezember:
Dienstag, den 23. Dezember:
miſtikum auf der Baſis der zwiſchen den Kaſſen und Beginn des Chanukkufeſtes. Gottesdienſt:
Nach=
mittags 4 Uhr. Morgens 7 Uhr 30 Min.
geſellſchaft.
Samstag, den 20. Dezember:
Vorabend 4 Uhr. Morgens 8 Uhr. Nachmittags 3 Uhr
30 Min. Sabbatausgang 5 Uhr 15 Min.
Morgens 7 Uhr Nachmittags 4 Uhr.
NB. Dienstag, den 23. Dezember, nachmittags 4 Uhr:
Beginn des Chanukkohfeſtes.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Hoher Druck hat ſich über die Nordſee, Skandinavien
und Norddeutſchland ausgebreitet und aufheiterndes
Wet=
ter und tiefere Temperaturen gebracht. Wir werden
mor=
gen in ſeinem Vereich bleiben und vorwiegend heiteres,
kaltes Wetter und ſtarke nächtliche Abkühlung erwarten
können.
Ausſichten in Heſſen für Freitag, 19. Dezember:
Vorwiegend heiter, kalt, euhig, ſtarke nächtliche Abkühlung.
eee
Freitag, 19. Dezember.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende gegen
10½ Uhr (Ab. D): „Hoffmanns Erzählungen”
Krippenſpiel um 4½ Uhr im Kloſter der Barmhere
zigen Schweſtern
74ai Vortrag von Profeſſor Mendelsſohn um 5 Uhr im
Saale der Akademie für Tonkunſt (Eliſabethenſtraße).
Konzerte: Café „Metropole” um 5 und 8 Uhr. —
Per=
pedition (Rheinſtraße 23) ſind folgende Bilder neu
aus=
geſtellt: Die deutſche Militärmiſſion für die Türkei. —
Zur Zabern=Affäre: Kaiſer Wilhelm im Geſpräch mit
dem Reichskanzler in Donaueſchingen, General der
In=
fanterie Freiherrn von Lyncker und Generalleutnant von
Deimling, Oberſt von Reuter mit ſeiner Frau auf dem
Zaberner Bahnhof das neue Quartier der Mer auf
dem Truppenübungsplatz — Zu der Etatsberatung im
deutſchen Reichstag. — Zur bevorſtehenden Löſung der
albaniſchen Frage: Die deutſchen Beſatzungstruppen in
Skutari.
von 10—1 Uhr, ſowie Mittwochs und Sonntags von
2—4 Uhr eintrittsfrei: Dienstags, Donnerstags und
Samstags von 11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld. — Das
Münzkabinett iſt geöffnet: Sonntags von 11—1
Uhr Mittwochs von 2—4 Uhr.
ſes: Dienstags und Freitags von 3—4 Uhr,
Sonn=
tags von 11—1 Uhr. Eintrittskarten werden beim
Schloßinſpektor abgegeben: Einzelkarte 50 Pfg.,
Fa=
milienkarten (3 Perſonen) zu 1 Mk.
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wruig’ſche Hofbuchdruckerei.
1 Uhr 30 Min. nachm. Dover paſſert. „Markomannia: Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
zurückgeſandt.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 19. Dezember 1913.
Nummer 310.
A
Ze
(26695III
Weihnachts-Wünsche
zu erfüllen,§ verurſacht vielen
Kopfzerbrechen, zumal wenn die
Wünſche nicht bekannt ſind,
Geu
Zuhe
ſondern erraten werden müſſen.
Wer ſichers gehen will, etwas
Willkommenes zu ſpenden,
ver=
sollte mindestens einen Versuch machen und sich die Vorteile meines
geſſe nicht, ſein Geſchenk durch
Beigabe von Schokoladen oder
Konfitüren zu ſchmücken, die
heute längſt für Jung und
Alt untrennbar zu einer
Feſt=
ſtimmung gehören. Freilich darf.
Weinlnachis Verkaufs
man, um echte Freude zu
be=
reiten, nicht Fabrikate wählen,
an denen der ſchöne
Papp=
nicht entgehen lassen.
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engwa
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3½
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In Proz. Zf.
3f.
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86,50 3½
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84,20
do.
3½
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S. 12, 13, 16 . . . . 96,60
do.
3½ Cöln=Mindner 100 141,00
76,255 Innere Mexikaner . . . 69,50 8 Steana Romana Petr. 148,25 ge
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96,60
18—23 . . . . . . .
do.
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91,80 14 Gold=Mexikanerv. 1904 74,00 12½ Bad. Zucker=Wag=
79,10 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
do.
3½
Bagdadbahn . . . .
häuſel . . .
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20 4 Meininger Pr.=
Pfand=
do.
195,25 4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,80
.. 139,70
80,60 5 Gold=Mexikaner . . . 92,0010 Neue Boden=A. A.=Geſ. 93,25 4 Miſſouri=Pacific . . .
briefe . . .
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 97,703½ Buenos Aires Prov.
S. 3—5 . . . . . . . 84,00
S. 9—11. . . . . . . 84,10 4 Oeſterr. 1860er Loſe . 177,00
3 Südd. Immobilien 55,254 Northern=Pacific . . . 92,30
3½
do.
83,801 Aktien inländiſcher
Oldenburger . . . . .
75,00
do.
4 Southern=Pacific . . . 88,40 4 Meininger Hyp.=Bank 95,00
Transportanſtalten.
Bergwerks=Aktien.
½ Raab=Grazer fl. 150 —
do.
84,00
3½
4 Hamburger Staatsanl. 97,50 8 Hamb.=Amerika=Paket=
5 St. Louis und San
Unverzinsliche
— 4 Rhein. Hypothek.=Bank
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,00
Francisco . . . . . .
. . . . . 132,10 10 Aumetz=Friede . . . . 156,00
fahrt
Anlehensloſe.
(unk. 1917) . . 93,20
5 Tehuantepec . . . . . .
4 do. do. (unk. 1918) 96,253 Nordd. Lloyd . . . . . 117,00 12 Bochumer Bergb. u.
3½ do. (unk. 1914). . 83,30 Augsburger . . . . . ft
do.
3½
Gußſt. . . . . . . 207,75
84,006 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 121,00
Bank=Aktien.
73,50
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,20 Braunſchweiger Tlr. 20 206,00
do.
11 Deutſch=Luxemburg.=
10 Bank für elektriſche
76,30 Aktien ausländiſcher
3 Sächſiſche Rente .
86,20 Freiburger . . . . Fs. 15
do.
3½
Bergb. . . . . . . 131,00
Transportanſtalten.
Untern. Zürich . . 185,00
Mailänder . . . . Fs. 45 —
4 Württemb. (unk. 1921) —
10 Gelſenkirchener . . . . 179,50 8½ Bergiſch Märkiſche
Städte=
do. v. 1875 92,505 Anatol. Eiſenb. 60%
do. . . . . Fs. 10 —
3½
Harpener . . . . . . . 173,20
Einz. Mk. 408 . . 118,75
Bank . . . . . . . 143,10
Obligationen.
Meininger . . . . . fl. 7 —
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 96,50
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,608 Baltimore und Ohio . 91,00 15 Phönix Bergb. und
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 155,20 4 Darmſtadt . . . . . . —
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 —
6 Schantungbahn . . . . 124,75
Hüttenbetrieb . . . 234,00 6½ Darmſtädter Bank . 115,90(3½ do.
do. v. 1858 fl. 100 518,00
4 Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente 86,80 6½ Luxemb. Prince Henri 160,00 0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
12½) Deutſche Bank . . . 249,80 4 Frankfurt. . . . . . . 95,80 Ungar. Staats . . fl. 100
Caro . . . . . . . 62,50 6 Deutſche Vereinsbank . 117,50
do. Goldrente . . . 88 200 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22½
96,10 Venediger . . . . Fs. 30—
do.
4 do. einheitl. Rente . 82,306 Pennſylvania R. R. . 107,00 4 Laurahütte . . . . . . 150,00 5½ Deutſche Effekt.= und
Türkiſche . . . . Fs. 400 168,00
4 Gießen . . . . . . .
10 Kaliwerke Aſchersleben
W.=Bank . . . . . 112,40 3½ do.
3 Portug. unif. Serie I 61,50 Letzte Induſtrie=
85,301 Gold, Silber und
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Weſteregeln 188,20 10 Diskonto=Kommandit 185½
do. unif. Serie III
Heidelberg . . . . . . 94,25
Aktien.
Divid.
Banknoten.
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8½ Dresdener Bank . . 149,50 31
.
3 do. Spezial . . . .
60,00
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Engl. Sovereigns . . . . 20,44
Prioritäts=
8½ Frankf. Hypoth.=B. 207,25 4 Karlsruhe . . . . . . . 94,00 20 Francs=Stücke . . . . 16,16
5 Rumänier v. 1903 . . 98,80 25 Bad. Anilin= u. Soda=
6½ Mitteld. Kreditbank 114,403½ do.
Obligationen.
4
do. v. 1890 . . —
Fabrik .
.. . 552,50
85,50 Amerikaniſche Noten . . . —
7 Nationalb. f. Deutſchl. 116,40
4 do. v. 1905 . . —
Magdeburg . . . . . . —
14 Chem. Fabrik Gries=
Engliſche Noten . . . . . —
½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 84,00 5½ Pfälziſche Bank. . . 121,50 4 Mainz . . . . . . . . —
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 87,70
. 244,90 4½ Nordd. Lloyd=Obl.
heim . . .
Franzöſiſche Noten . . . . 80,85
6.48 Reichsbank . . . . . 136,003½ do.
4 do. v. 1902 . . . . 90,1027 Farbwerke Höchſt. 600,254 Eliſabethbahn, freie . .
87,00 Holländiſche Noten . . . . 169,20
Rhein. Kreditbank . . . 126,20
Franz=Joſefs=Bahn . . 85,75
½ do. v. 1905 . . . . 99,90 20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . . . 95,00 Italieniſche Noten . . . . 80,70
3½ Schweden . . . .
Mannheim . . . . 331,003 Prag=Duxer . . . . . . 71,90 7½ A. Schaaffhauſen.
3½ do.
84,50 Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,95
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Bankverein . . . . 100,204 München . . . . . . . 96,401 Ruſſiſche Noten . . . . .
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½ Nauheim . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,95
Türk. unifiz. v. 1903 87,50 112½ Holzverkohl.
Kon=
do.
Pfandbriefe.
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Nürnberg . . . . . . . 95,80
4 Ungar. Goldrente . . . 84,50
.
do.
ſtanz . . . . . . . 296,50 5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,101 4 Frankf. Hypoth.=Bank
85,30 Reichsbank=Diskonto . . .
4 do. Staatsrente . . 82,404 Jahmeyer . . . . . . . 121,504 Oeſt. Südb. (Lomb.). . 72,10
H. 16 u. 17 . . . 94,0014 Offenbach . . . . . .
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Nummer 310.
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Singer=, Hand u. Fußzbetr.,gebr,
57, 68, 70, 75, 80, 83, 85, 94, 305, 13, 15, 25, 27, 30, 32, 35, 49, 50, 58, 63,
Wer dort? (25828a
1Kaiſernähmaſch., unt. Garant.,
67, 76, 78, 82, 85, 86, 88, 412, 24, 27, 29, 35, 40, 55, 58, 67. 82, 96, 98, 505,
hier V. Schatz, Schloßgaſſe 23.
ſehr bill. Hölgesſtr. 3, part. (*17916
10, 17, 20, 32, 35, 42, 48, 49, 50. 51, 57, 61, 64, 67, 68, 76, 79, 82, 87, 93, 97a
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gebiſſe, alte Federbett.ſtets diehöchſt.
20, 24, 29, 43, 44, 45, 50, 52, 58, 59, 68, 70, 73, 75, 77, 89. 91, 96, 97
Bleichſtr. 25, Mittelb., II., b. Erbes.
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1002, 13, 25, 36, 40, 41, 45, 59, 62, 76, 77, 80, 82, 83 1102, 12, 14, 16.
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36, 49, 52, 53, 71, 78, 84, 95, 96, 1303, 10, 35, 37, 43, 49, 62, 66, 68, 82)
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89, 91, 96, 1400, 03, 05, 17, 19, 21, 23, 27, 28, 38, 43, 47, 54, 55, 59, 61, 70,
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25, 30, 31, 37, 47, 53, 62, 63, 68, 81, 82, 93, 94, 1701, 04, 05, 10, 12, 13, 15,
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Weihnachts-Geſchenk=
A. Hochmann
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Airedale=Terrier
2103, 04, 10, 11, 21, 39, 43, 45, 52, 54, 55, 57, 64, 65, 67, 70, 78, 87, 96. 98.
(Rauhhaar), mit la Stammbaum,
2203, 04, 17, 22, 35, 36, 41, 54, 59, 73. 76, 78, 79, 86, 94, 2305, 09, 10, 11,
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22, 31, 39, 53, 61, 65, 66, 67, 68, 72, 74, 87, 91, 92, 93, 94, 95, 2900, 08, 20,
gebiſſe, alte Waffen uſw. kauft
von Grafenſtaden), auf Ausſtellung
23, 32, 33, 39, 42, 53, 69, 78, 83, 89, 92
S. Zarnicer, kleine Bachgaſſe 1.
und bei Polizeijunghundprüfung
3012, 16, 17, 23, 32, 35, 37, 46, 48, 49, 50, 57, 61, 85, 94, 3101, 16, 22;
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33, 39, k0, 52, 58, 63, 77, 82, 85, 90, 94, 97, 3203, 25, 44, 55, 59, 64, 65, 86,
8 Wochen alt, gut entwickelt und
91, 99, 3301, 14, 34, 40, 63, 64, 68, 69, 71, 77, 96, 3401 13, 17, 18, 25, 33,
bei Herrn Reſtaurateur Katzen=
35, 74
„80, 85, 87, 3501, 03, 04, 07, 14, 21, 24, 26, 32, 38, 42, 43, 44, 46, 51,
bach, Kaſtanienallee (hinter der
68, 79, 88, 99, 3600, 02. 03, 08, 10, 16, 18, 22, 33, 38, 40, 60, 79 80, 85, 98.
Ziegelei Karlshof) zu beſichtigen.
3708, 11, 22, 43, 47, 52, 54, 55. 63, 66, 69, 71, 72, 85, 93, 95, 3600, 05, 11, 19.
Näheres bei Seitz, Saalbauſtr. 42
26, 27, 46, 48, 56, 59, 63, 68, 69, 76, 92, 96, 97, 99, 3900, 05, 13, 23, 25, 36
Ml
ur
(Mitglied des Heſſiſchen Polizei=
38, 53, 60 65, 74, 77, 83, 85, 90, 94
und Schutzhundvereins, Sitz Darm=
Getragene Herren= und Damen=
4009 19 24 42, 43, 48, 51, 55, 57, 59, 62, 66, 82, 86, 92, 94, 4100.
ſtadt.)
kleider, Stiefel, Wäſche, Bettfedern,
(25961
14, 18, 20, 24, 31, 35, 36, 42, 45, 50, 51, 59. 63, 65, 72, 81, 95, 96, 4205, 07.
Waffen, Zahngebiſſe, Fahrräder,
10, 15, 35, 41, 50, 61, 78, 85, 87. 88, 94, 4300, 02, 11. 12, 13, 16, 21, 22, 39
17 Zim
Uni=
50, 64, 65, 68, 72, 73, 74, 94, 4415, 26, 29, 33, 43, 44, 61, 72, 73, 75, 77, 78.
Wolfshund, alt, ſchänes
formen, alte Militärſtiefel,
99, 4505, 40, 50, 55, 66, 71, 74, 75, 79, 85, 86, 92, 98, 99, 4600, 08, 14, 2.
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44, 53, 56, 67, 69, 76, 82, 84, 86, 90, 93, 99, 4800, 02, 04, 07, 13, 16, 20, 21,
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310.
Nummer 310.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 19. Dezember 1913.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizekiamts Darmſtadt.
Motorwagen und der Lokomotipen der Straßenbahn außer Acht
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=laſſen. Des öfteren verſuchen die Fuhrleute noch unmittelbar vor den
cher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be= Motorwagen oder den Lokomotiven über die Geleiſe zu kommen,
ſo=
ſnden ſich: 1 Pinſcher, 1 Kriegshund. 1 Spitzhund, 1 Jagdhund, daß die Straßenbahn zum Stehen gebracht werden muß. Wir ſehen
Wolfshund (zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern uns daher veranlaßt, erneut hinzuweiſen auf die nachſtehend
abge=
hei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung derdruckte Polizeiverordnung vom 15. Auguſt 1899, insbeſondere auf
nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags deren §§ 7 und 8. Die Schutzmannſchaft iſt angewieſen, auf das
10 Uhr, ſtatt.
(26371 Strengſte auf die Befolgung der Vorſchriften der Verordnung zu achten.
Darmſtadt, 16. Dezember 1913.
Straßenreinigung.
Großherzogliches Polizeiamt.
Indem wir die nachſtehende Polizeiverordnung erneut ver=
Gennes.
fffentlichen, empfehlen wir allen Grundſtücksbeſitzern, die mit der
Polizei=Verordnung,
Erfüllung der in den §§ 1 und 3 dieſer Polizeiverordnung feſtgeſetzten
Verpflichtungen eine andere Perſon beauftragt haben oder dies zu tun betreffend: Maßregeln zur Verhütung von Unglücksfällen und
Ver=
eabſichtigen, die beauftragte Perſon, Geſellſchaft oder Anſtalt alsbald
kehrsſtörungen aus Anlaß des Betriebs der
Straßen=
emäß § 8 namhaft zu machen, falls dies noch nicht geſchehen iſt.
bahnen in der Stadt Darmſtadt.
Zur Entgegennahme ſolcher — mündlicher oder ſchriftlicher — Er=
Zur Verhütung von Unglücksfällen und Verkehrsſtörungen aus
llärungen iſt außer uns auch das zuſtändige Polizeirevier befugt. Anlaß des Betriebs der Dampfſtraßenbahn und der Elektriſchen Bahn
Im Intereſſe der Grundbeſitzer liegt es, ſelbſt dafür zu ſorgen, daß auf den öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen der Haupt= und
miöglichſt gleichzeitig mit dieſen Erklärungen auch die Bereiterklärungen Reſidenzſtadt Darmſtadt wird für deren Bezirk nach Anhörung der
der verantwortlichen Vertreter eingehen.
Stadtverordneten=Verſammlung und mit Genehmigung des Groß=
Darmſtadt, den 16. Dezember 1913.
herzoglichen Miniſteriums des Innern d. d. 31. Juli 1899 zu Nr. M.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
J. 21958 auf Grund des Art. 56 Abſ. 2 Ziff. 1 der Städte=Ordnung
hierdurch verordnet, was folgt:
Gennes.
1. Beladenen Laſtfuhrwerken, ſowie ſolchen, welche wegen
ihrer Beſchaffenheit oder Ladung ſchwer lenkbar ſind, iſt das Befahren
Polizeiverordnung,
der Schienen der Straßenbahnen in ihrer Längsrichtung, ſoweit der
die Reinigung der Straßen betreffend.
Auf Grund des Artikel 56 Abſ. 2 Ziffer 1 des Geſetzes, die Fahrdamm neben dem Gleiſe genügende Breite hat, um den Bahn=
Städteordnung für das Großherzogtum Heſſen betreffend, vom körper vermeiden zu laſſen, verboten,
§ 2. Soweit die Gleiſe der Straßenbahnen in der Mitte der
3. Juni 1874, wird nach Anhörung der
Stadtverordnetenverſamm=
ung der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt mit Genehmigung Straße liegen, haben die in der Bewegung befindlichen Reiter, Rad=
Des Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 9. Dezember fahrer, Fuhrwerke, Handwagen und ſonſtigen Fahrzeuge, ſowie Vieh=
L908 zu Nr. M. d. J. 20529 die nachſtehende Polizeiverordnung erlaſſen: transporte ſich ſtets rechts zu halten, es ſei denn, daß die rechte Seite
§ 1. Die allgemeine Reinigung der Straßen liegt den Beſitzern des Fahrdamms auf irgend eine Art geſperrt iſt.
Bei dem Ertönen der Signalglocke haben Fußgänger,
§ 3
unmittelbaren und mittelbaren — §§ 854 ff. B. G. B. —) der
an=
grenzenden Grundſtücke ob, ſoweit nicht die ſtädtiſche Reinigungs= Fuhrwerke, Reiter, Radfahrer und Viehtransporte ſich rechtzeitig von
anſtalt gemäß den Beſtimmungen des Statuts vom 14. September den Gleiſen zu entfernen und den Straßenbahnwagen vollſtändig
4886 betreffend: „Die Reinigung der Straßen und öffentlichen Plätze auszuweichen.
Solange ein Zug bzw. ein elektriſcher Straßenbahnwagen ſich
n der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt” die Reinigung
über=
ommen hat. Die Pflicht zur Reinigung erſtreckt ſich nur auf den in Bewegung befindet, iſt das Ein= und Ausſteigen und der Verſuch
Teil der Straße, der an dem Grundſtücke des Verpflichteten herzieht, dazu verboten.
Es iſt verboten, Fuhrwerke oder Vieh in denjenigen Straßen,
rund nicht über die Mitte der Straße hinaus. Sind mehrere Beſitzer
worhanden, ſo trifft jeden die volle Verantwortlichkeit; ein Mieter oder durch welche die Straßenbahnen fahren, ohne Aufſicht oder unter
Wächter iſt jedoch nur dann als Beſitzer im Sinne dieſer Verordnung Aufſicht unerwachſener Perſonen frei ſtehen zu laſſen. Fuhrwerke
oder Vieh dürfen auch bei gehöriger Aufſicht nur dicht an der Kante
anzuſehen, wenn er allein das betreffende Grundſtück benutzt.
Iſt eine Geſellſchaft, Gewerkſchaft, Genoſſenſchaft, Stiftung, ein des Fußſteiges und müſſen mindeſtens ſo weit von dem Gleiſe der
Verein oder eine Anſtalt oder eine ſonſtige juriſtiſche Perſon Beſitzer Straßenbahn ſtehen bleiben, daß der Betrieb der letzteren nicht
ge=
ßes Grundſtücks, ſo liegt die Verpflichtung zur Reinigung den Mit=ſtört wird. Andernfalls iſt das Anhalten in der Straße überhaupt
gliedern des Vorſtands ob; bei Grundſtücken, die ſich im Beſitze oder unzuläſſig.
Es iſt ferner unterſagt, Vieh frei auf dem Bahnkörper laufen
In der Verwaltung einer ſtaatlichen oder kommunalen Behörde befinden,
ſtrifft die Verpflichtung den Vorſtand dieſer Behörde. Der Inhaber zu laſſen, und es ſind Perſonen, welchen die Aufſicht über die
auf der Straße oder ſonſt in der Nähe der Bahn befindlichen
einer Dienſtwohnung ſteht einem Mieter gleich.
Auf die Abfuhr des Hauskehrichts finden die Beſtimmungen Tiere obliegt, dafür verantwortlich, daß der Bahnkörper von den
der Abſ. 1 und entſprechende Anwendung. Die Kehrichtgefäße ſind Tieren nicht betreten wird, ſowie daß dieſelben vorkommenden Falls
won den Grundſtücksbeſitzern zur Abholung des Kehrichts durch diealsbald wieder von jenem weggetrieben werden.
Die Polizeibeamten, ſowie die Bahnbedienſteten ſind befugt,
Straßenreinigungsanſtalt bereit zu halten, ſie dürfen aber nicht auf
aufſichtslos daſtehendes Fuhrwerk und Vieh, ſowie ſonſtige
Gegen=
dder Straße aufgeſtellt werden.
§ 2. Jede Verunreinigung der Straßen, insbeſondere auch durch ſtände, welche die Gleiſe verſperren, zu entfernen.
§ 4. Das Hinüberſchaffen von Pflügen, Eggen und anderen
FFuhrleute beim Fahren von Bauſchutt, Dung, Sand, Lehm, Erde
Geräten, ſowie von Baumſtämmen, Bauholz und anderen ſchweren
mind anderem loſen Material iſt verboten.
Jede Zuwiderhandlung bedingt, abgeſehen von der verwirkten Gegenſtänden über die Schienen der Straßenbahnen darf, ſofern
ſene Gegenſtände nicht getragen werden, nur auf Wagen oder unter=
Strafe, die Verpflichtung zur ſofortigen Reinigung der Straße.
§ 3. Den Grundſtücksbeſitzern liegen außerdem bezüglich der legten Walzen erfolgen.
Es iſt verboten, die Bahnanlagen, ſowie die Betriebsmittel zu
(Reinigung der Fußſteige von Eis und Schnee folgende
Verpflich=
beſchädigen, feſte Gegenſtände auf die Fahrbahn zu legen oder ſonſtige
ſtungen ob:
1. Die Fußſteige, gleichviel ob befeſtigt oder nicht, ſind in ihrer Fahrthinderniſſe anzubringen, Weichen umzuſtellen, falſchen Alarm
ganzen Breite bis zum Rande der Fahrbahn, und Fußſteige zu erregen, Signale nachzuahmen oder andere betriebsſtörende
Hand=
von größerer Breite auf mindeſtens 3 Meter in der meiſt=lungen (wie insbeſondere auch das Anhäufen oder Abwerfen von
begangenen Fläche ſtets von Schnee und Eis freizuhalten. Schnee, Eis uſw. auf das Bahnplanum) vorzunehmen.
Der Gebrauch ähnlicher Signalglocken wie diejenigen der
Der über Nacht gefallene Schnee iſt bis ſpäteſtens 8 Uhr mor=
Straßenbahnen, iſt verboten. Per onen, welche beim Herumfahren
gens abzuräumen.
Iſt wegen andauernden ſtarken Schneefalls die völlige von Verkaufswagen ſich durch beſondere Signale dem Publikum be=
Freihaltung nicht möglich, ſo muß die Abräumung in der merklich machen, haben hierzu vorher polizeiliche Genehmigung zu
Zeit von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends mindeſtens alleerwirken und die dabei geſtellten Bedingungen einzuhalten.
§ 5. Das Klettern auf die für die elektriſche Bahn aufgeſtellten
drei Stunden erfolgen. Der von den Fußſteigen abgeräumte
Schnee iſt auf der Fahrbahn tunlichſt nahe dem Rande der= Maſten, das Behängen der zu dieſer Bahn gehörigen Drähte mit
ſelben zu lagern, wobei Straßenrinnen Straßenbahngleiſe, irgend welchen Gegenſtänden, ſowie das Anfaſſen der elektriſchen
ſowie Hydranten und, falls anderweit Platz vorhanden iſt, Leitungen iſt verboten.
§ 6. Fahnen dürfen an Gebäuden oder an Maſten nur ſo
Straßenecken, Straßenausgänge und Hauseingänge freizuhalten
angebracht werden, daß ſie die Drähte der elektriſchen Bahn oder der
ſind.
Das Lagern von Schnee, welcher von Hofreiten abgeräumt Telegraphen= und Telephonleitungen nicht berühren können.
§ 7. An Straßenkreuzungen oder Abzweigungen haben
wurde, iſt auf den Straßen und Plätzen unterſagt.
2. Sofern auf den Fußſteigen Glatteis oder infolge andau Perſonen, Fuhrwerke. Handwagen und ſonſtige Fahrzeuge,
ernden Schneefalls, Froſteinwirkung oder aus anderen Urſachen Reiter, Radfahrer, Viehtransporte uſw., welche das Gleis
eine gefährlich zu begehende Schneedecke oder Schnee= und Eis=lüberſchreiten wollen, ſo rechtzeitig zu halten, daß die Wagen
buckel ſich gebildet haben, oder die Fußſteige ſonſtwie ſchwer der Straßenbahnen in ihrer Fahrt nicht gehindert werden.
Fuhrwerke, Fahrzeuge, Reiter, Radfahrer,
Viehtrans=
zu begehen ſind, müſſen dieſe in einer Breite von 1,50 Meter
mit Sand, Kies, Sägeſpänen oder ſonſt geeignetem Streu=vorte uſw. haben, ſobald das Signal der Straßenbahnen ertönt,
material ausgiebig beſtreut werden. Das Aufſtreuen iſt zu wenn nicht beſondere Tafeln den Haltepunkt bezeichnen,
min=
wiederholen, ſobald auf den Fußſteigen wieder glatte Stellen deſtens 5 Meter vor der Straßenkrenzung bezw. Abzweigung
entſtanden ſind. Dieſe Verpflichtung erſtreckt ſich auf die Zeit! Halt zu machen.
§ 8. An den Straßenkreuzungen der von
Straßenbahn=
von morgens 7½ Uhr bis abends 8 Uhr.
linien durchzogenen Straßen haben Leiter von Fuhrwerken,
Das Aufſtreuen von Abfällen oder ſonſt ungeeignetem
Automobilen und ſonſtigen Fahrzeugen, Reiter, Radfahrer uſw.
Streumaterial iſt verboten.
§ 4. Beſchädigungen der Straße bei der Reinigung ſind ſorgfältig die Gangart derart zu verkürzen, daß ein Halten vor dem
Gleis noch möglich iſt und der Straßenbahnwagen ungehindert
zu vermeiden, insbeſondere iſt es verboten, bei Reinigung der
Fuß=
ſteige ſcharfe Geräte, wie Beile, Pickel, Stoßeiſen und dergleichen zur weiterfahren kann.
§ 9. Es iſt verboten, Kinder in oder unmittelbar neben den
Entfernung des Schnees oder Eiſes zu verwenden.
Gleiſen der Straßenbahnen ſpielen zu laſſen. Ebenſo iſt verboten,
§ 5. Bei Froſtwetter iſt das Ausſchütten von Flüſſigkeiten in
zwiſchen dem Bahngleiſe mit Kinderwagen entlang zu fahren.
die Straßenrinnen unterſagt.
§ 10. Entſtehen Verkehrsſtörungen oder Gefährdungen durch
§ 6. Bei Froſtwetter iſt das Schleifenziehen auf den Fuß= Zuſammentreffen der Straßenbahnen mit Fuhrwerk, größeren
Menſchen=
ſteigen verboten.
anſammlungen oder dergleichen, ſo iſt jedermann, insbeſondere auch
§ 7. Das Schneeballwerfen mit naſſem oder verunreinigtem das Bahnperſonal gehalten, ſich den Anweiſungen der einſchreitenden
Schnee iſt verboten.
§ 8. Der Beſitzer eines Grundſtücks kann mit der Erfüllung der Polizeibeamten unverzüglich zu fügen.
§ 11. Zuwiderhandlungen gegen die vorſtehenden Vorſchriften
in den §§ 1 und 3 feſtgeſetzten Vexpflichtungen eine andere Perſon, werden, ſofern nicht im gegebenen Fall Strafvorſchriften des
Reichs=
wie z. B. einen Hausverwalter oder eine Geſellſchaft oder Anſtalt,
die ſich die Reinigung von Straßen zur Aufgabe geſtellt hat, beauf=ſtrafgeſetzbuchs, des Polizeiſtrafgeſetzbuchs oder der Bahn=Ordnung
tragen. Die Beauftragten, bei Geſellſchaften oder Anſtalten deren für die Nebeneiſenbahnen Deutſchlands Anwendung zu finden haben,
Vorſtandsmitglieder, ſind für die Einhaltung der Vorſchriften aus= mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
§ 12. Gegenwärtige Polizei=Verordnung tritt am Tag ihrer
ſchließlich verantwortlich, wenn die beauftragte Perſon, Geſellſchaft
Verkündigung in Kraft. Gleichzeitig wird die Polizei=Verordnung
oder Anſtalt dem Polizeiamte als verantwortliche Vertreter durch
den Grundſtücksbeſitzer ausdrücklich namhaft gemacht worden ſind,gleichen Betreffs d. d. 23. 12. 1897 aufgehoben.
Darmſtadt, den 15. Auguſt 1899.
(26372fsg
dieſe zur Uebernahme der Verpflichtung ſich bereit erklärt haben und
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
das Polizeiamt binnen einer Friſt von 14 Tagen nach erfolgter
Namhaftmachung Einſpruch gegen die Vertretung nicht erhoben hat.
Mehrere Beſitzer eines Grundſtücks können nach Maßgabe der
Vorſchriften des Abſatz 1 die Erfüllung der Verpflichtungen auf einen Berſtrigerangs=Aiczeige.
von ihnen übertragen.
§ 9. Zuwiderhandlungen gegen dieſe Verordnung werden auf Freitag, den 19. Dezember 1913, vorm. 11 Uhr.
Grund des § 366 Poſ. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuchs mit Geldſtrafe verſteigere ich im Verſteigerungslokal „Zur Ludwigshalle‟,
bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
(Obergaſſe), gemäß § 383 pp. BGB.:
§ 10. Dieſe Verordnung tritt mit dem Tag der Veröffentlichung
Palpferd mit Wagen
in Kraft.
Mit dem gleichen Tage wird das Polizeireglement vom
und vollſtändigem Geſchirr
(26373fs
8. November 1856 aufgehoben.
öffentlich meiſtbietend gegen Barzahlung.
Darmſtadt, den 9. Januar 1909.
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(26409
Straßenbahnen und Fuhrwerksverkehr.
Verſteigerung vorausſichtlich beſtimmt.
In letzter Zeit mehren ſich wieder die Klagen darüber, daß die
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Leiter von Fuhrwerken die polizeilichen Vorſchriften über den
Straßen=
verkehr nicht befolgen und insbeſondere die Warnungsſignale der!
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Seite 11.
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Freitag, den 30. Januar 1914,
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Nummer 310.
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Nummer 310.
Seite 13.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 19. Dezember 1913.
Arikel 1. Unſere Reglerung wird erntüchtigt, der
angeben. Darmſtadt war vor 1912 mit 12200 Mark für
Tweite Kammer der
Ständs=
die höheren Schulen belaſtet, nach 1912 wurden es 190000 Zentralkaſſe der Heſſiſchen Landwirtſchaftlichen Genoſſen=
Mark. Dazu ſollen weiter 65000 Mark nach dem Geſetz ſchaften, E. G. m. b. H., zu Darmſtadt, nach Maßgabe eines
85. Sitzung.
kommen, und ſchließlich hat die Stadt 40000 Mark Ausfall beſonders zu treffenden Abkommens ein zu 3½ Prozent
St. Darmſtadt, 18. Dezember.
an Gemeindeſteuern von den Eiſenbahnen. Das macht jährlich verzinsliches Darlehen von einer Million Mark
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Dr. v. Ewald,
270 000 Mark Mehrbelaſtung aus ſtaatlichen Maßnahmen aus den Beſtänden der Großh. Hauptſtaatskaſſe zu
gewäh=
inanzminiſter Dr. Braun, Miniſter des Innern von
in einem einzigen Jahre. Dafür kann ich bei der ganzen ren und ihr bei der Großh. Hauptſtaatskaſſe einen Kredit
ß ombergk zu Vach Staatsräte Dr. Beſt, Dr. wirtſchaftlichen Lage und den finanziellen Verhältniſſen „bis zu 2 Millionen” zu eröffnen.
ecker, Süffert, Miniſterialräte Hölzinger, Dr. der Stadt Darmſtadt nicht ſtimmen. Die Urſache der un=
Entnahmen auf Kredit ſind mit 1 Prozent unter
Weber, Geh. Oberfinanzräte Dr. Rohde, Seip, Geh.
gerechten Mehrbelaſtung liegt darin, daß in Darmſtadt Reichsbankdiskont, aber nicht unter 4 Prozent zu ver=
Legationsrat Dr. Neidhart, Oberfinanzrat Balſer, biele ältere Lehrer mit höheren Gehalten wohnen. Ich zinſen.
inanzrat Dr. Michel.
Artikel 2. Unſere Regierung wird ermächtigt, die zur
ſuchte deshalb einen gerechten Ausweg und verlangte, die
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um halb 11 Durchſchnittsgehalte zu Grunde zu legen. Der Gedanke Hingabe des Darlehens oder zur Entnahme auf Kredit
1 hr. — Die Beratung zur
wurde als berechtigt anerkannt; aber als es ans Abſtim= notwendigen Mistel erforderlichenfalls durch Aufnahme
Beſoldungsordnung
men ging, da wurden andere Anträge zugunſten der kleinen einer den Marktverhältniſſen entſprechenden Staatsanleihe
tird fortgeſetzt.
Städte angenommen, und für mich hatte man ein Achſel= oder durch Begebung von Schatzſcheinen zu beſchaffen.
Artikel 3. Die Zentralkaſſe unterliegt der Aufſicht
Abg. Dr. Oſann als Berichterſtatter des Finanzaus= zucken. Daran habe ich geſehen, was poſitive praktiſche
ſchuſſes berichtet über die letzten Beſchlüſſe des Ausſchuſſes, Arbeit in der Politik bedeutet, wenn man keine Mehrheit Unſerer Regierung nach Maßgabe des in Artikel 1
erwäh=
ſie dahin gehen, daß ſämtliche Geſetze zuſam= hat. Die Mehrheit aber braucht nicht zu arbeiten. Der ten Abkommens.
Der Ausſchuß beantragt drittens, zur Ausführung
men berat en werden und daß man ſich einſtimmig Abg. Korell=Angenrod hat kein Recht, mir Vorhalt zu
jut einem Mantelgeſetz entſchloſſen habe, doch können machen, da er ſicher nicht anders handeln würde, wenn eine des Geſetzes dem vom Ausſchuß gegebenen Entwurf eimes
zut den einzelnen Geſetzen Vorbehalte gemacht werden. Der Belaſtung der Landgemeinden in Frage ſtände. Ich nuß Abkommens mit der Zentralkaſſe zuzu=
Ausſchuß hat weiter beſchloſſen, zu beantragen, das Geſetz alſo bei meinem ablehnenden Votum bleiben, werde aberſtimmen, und die Großh. Regierung zu erſuchen, auf
i ber den Zuſchuß der Städte zuden Koſten der ſelbſtverſtändlich für das Mantelgeſetz ſtimmen, auch wenn der Grundlage dieſer Beſtimmungen ein
1öheren Schulen zuerſt nach dem Wohnungsgeld es dann das Geſetz über die Koſten der höheren Schulen Abkommen mit der Zentralkaſſe zu treffen.
Die Beſtimmungen, ſoweit ſie geändert ſind, lauten in
jut beraten, da, falls dieſes Geſetz fällt, für eine ganze An= in ſich einbezieht.
jahl von Abgeordneten die Notwendigkeit erwächſt, die
Abg. Stephan begründet nochmals eingehender dieſem Entwurf wie folgt:
Artikel 3. Das Darlehen iſt mit 3½ vom Hundert
ſanze Vorlage fallen zu laſſen. — Dieſer Antrag wird ſeine Reſolution. — Abg. Bähr wird trotz der
Reſolu=
engenommen.
tion gegen das Geſetz ſtimmen, weil er von der wohlwol= jährlich zu verzinſen und nach einem von der Zentcalkaſſe
zu entwerfenden und von der Großh. Regierung zu ge=
Es wird dann in die Einzelberatung eingetreten.
lenden Erwägung nicht viel hält.
Staatsrat Süffert: Ich muß nochmals ausdrücklich nehmigenden Tilgungsplane derart innerhalb 20 (früher
Zum Geſetzentwurf, betreffend den
erklären, daß die Regierung grundſätzlich die Berechtigung 12!) Jahren von dem Beginne des auf die Hingabe fol=
Wohnungsgeldzuſchuß
der Reſolution anerkennt und daß ſie dieſelbe tatſächlich genden Kalenderjahres ab zu tilgen, daß die Zentralkaſſe
und den Wegfall der Entſchädigung für die Dienſtwohnun= mit dem für die Städte notwendigen Wohlwollen prüſen in den zwei erſten Kalenderjahren von jedem
Tilgungs=
zwange befreit bleibt.
gen der Staatsbeamten, wird der Ausſchußantrag und in Erwägung ziehen wird.
Die Zins= und Tilgungsraten ſind am 15. Januar und
bebattelos einſtimmig angenommen. Der Ausſchuß
Abg. Lang begründet den von ihm mit unterſchrie= 15. Juli jeden Jahres an die Großh. Hauptſtaatskaſſe
ab=
beantragt einſtimmig: 1. Den Geſetzentwurf, betreffend
nen Wohnungsgeldzuſchuß und den Wegfall der Entſchädi= benen Antrag Hauck, den er anzunehmen bittet.
zuführen.
Abg. Ulrich iſt nach wie vor gegen das Mantelgeſetz.
Der Zentralkaſſe ſteht es frei, jederzeit
außerordent=
gung für die Dienſtwohnungen der Staatsbeamten,
abzu=
ſehnen: 2. ſämtliche Anträge und Vorſtellungen wegen Er möchte alles vermeiden, eine Gefahr heraufzubeſchwö= liche Kapitalrückzahlungen zu leiſten.
Entnahmen auf Kredit ſind mit 1 Prozent unter
Einreihung in andere Ortsklaſſen für erledigt zu erklären. ren, die das Ganze in Frage ſtellt. Er kann aber ſeinen
ablehnenden Standpunkt gegen das vorliegende Geſetz Reichsbankdiskont, aber nicht unter 4 Prozent zu ver=
Es folgt Beratung des Geſetzentwurfes über
nicht ändern. Die Reſolution ſei gut und das Wohlwol= zinſen.
die Koſten der höheren Schulen.
len der Regierung ſogar ſehr gut; aber man weiß nicht,
Artikel 4. Die Zentralkaſſe unterwirft ſich ffür die
Hierzu beantragt der Ausſchuß in ſeiner Mehrheit: wie das Gefühl ſich da äußert. Er werde aber unter allen Dauer des ihr gewährten Darlehens und
Annahme des Artikels 1 nach der Regierungsvorlage An= Umſtänden für die Reſolution ſtimmen. — Abg. Dr. We=des ihr eingeräumten Kredits) (dieſes
einge=
nahme des Artikels 2 desgleichen, Annahme des Artikels zber begründet nochmals die heutigen Ausſchußanträge, klammerte wird geſtrichen), der Aufſicht der Großh.
Re=
betreffend das Mantelgeſetz, dem zuzuſtimmen er auch dem gierung. Dieſe Aufſicht erſtreckt ſich auf den ganzen
Ge=
in folgender Faſſung:
„Von den laufenden Ausgaben haben die Gemeinden. Abg. Ulrich rät. Es wird damt erreicht, daß ſämtliche Ge= ſchäftsbetrieb der Zentralkaſſe und dauert auch nach deren
zu beſtreiten: 1. die ſachlichen Ausgaben nach Abzug ſetze zu gleicher Zeit in Kraft treten. — Abg. Bähr bleibt etwaigen Auflöſung bis zur völligen Rückzahlung des
Stwaiger zu ihrer Deckung verwendbarer Einnahmen; nach wie vor auf ſeinem ablehnenden Standpunkt. — Abg. Darlehens oder einer Kreditentnahme fort.
2. von den durch Schulgeld, Mieteinnahmen für Dienſt= Korell=Angenrod tritt für das Geſetz ein, da ſonſt die
Artikel 5. Den Generalverſammlungen und den
Sitz=
vohnungen, Zuſchüſſen Dritter und ewaigen ſonſtigen hier= ganze Vorlage ſicher fällt.
ungen der Verwaltungsorgane der Zentralkaſſe, ſoweit
Her gehörigen Einnahmen nicht gedeckten perſönlichen Aus=
Staatsrat Dr. Beſt: Es iſt nicht zutreffend, daß ein ihm nicht weitergehende Befugniſſe zuſtehen, mit beraten=
Naben, 20 Prozent, wenn die Zahl der einheimiſchen Geſetz, das abgelehnt wird, durch das Mantelgeſetz wieder der Stimme beizuwohnen, die Berufung der General=
Schüler am 15. Mai des vorhergehenden Jahres weniger angenommen wird. (Sehr richtig!) Das Mantelgeſetz hat verſammlung, die Anberaumung von Sitzungen der
Ver=
als 30 Prozent der Geſamtſchülerzahl beträgt, 25 Pro= nur die Bedeutung, daß die Geſetze ſämtlich zu gleicher waltungsorgane, ſowie die Ankündigung von
Gegen=
ßent, wenn die Zahl der einheimiſchen Schüler am 15. Mai Zeit in Kraft treten. Jede vorher beſchloſſene Aenderung ſtänden zur Beſchlußfaſſung zu verlangen ſund wenn
des vorhergehenden Jahres 30 bis 40 Prozent beträgt, wird natürlich reſpektiert auch durch die Annahme des dem Verlangen nicht entſprochen wird die
Beruſung Anberanmung oder Ankün=
80 Prozent, wenn ſie 40 bis 50 Prozent beträgt, 35 Pro= Mantelgeſetzes.
gent, wenn ſie 50 bis 60 Prozent beträgt, 40 Prozent, wenn
Finanzminiſter Dr. Braun: Wenn nunmehr erneut digung auf Koſten der Zentralkaſſe ſelbſt
ſie 60 bis 70 Prozent beträgt, 45 Prozent, wenn ſie 70 bis die Gefahr auftaucht, daß die Deckungsmittel gekürzt wer=vorzunehmen; (dieſes eingeklammerte wird ge=
*30 Prozent beträgt, 50 Prozent, wenn ſie 80 Prozent und den, ſo kann ich nur auf das eindringlichſte davor warnen, ſtrichen!)
Endlich beantragt der Ausſchuß: 4. a) die Vorſtellung
mehr beträgt. Der nach Abſatz 1 der Gemeinde für 1914 Ich habe bereits erwähnt, daß von keinem der Vorredner
Zur Laſt fallende Beitrag wird indes auf den Betrag poſitive Vorſchläge zur Deckungsfrage gemacht wurden, der Spar= und Darlehenskaſſe in Framersheim und 13
hherabgeſetzt der nach dem Ausſchlag der Gemeindeumlagen Es läuft alles nur darauf hinaus, daß man auf eine Beſ= anderer Gemeinden, b) die Vorſtellung der
landwirt=
ffür das Jahr 1912 einen Zuſchlag von 13 Prozent zu den ſerung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe rechnet. Eine ſchaftlichen Genoſſenſchaftskaſſe in Biblis und 37 anderer
Genoſſenſchaften in Rheinheſſen, e) die Vorſtellung der
Hdoppelten Grundzahlen und der ganzen ſtaatlichen Ein= Sicherheit dafür beſteht aber keineswegs Weitere Del=
Kommenſteuer in Gemeinden mit Rklaſſigen Schulen und kungsmittel, als wir vorgeſehen haben, haben wir nicht Spar= und Darlehenskaſſe Stockſtadt a. Rh. und 5
ande=
zeinem Zuſchlag von 11 Prozent zu den doppelten Grund= mehr. Sicher iſt nur eine weitere Steigerung der Ausgaben. rer Gemeinden für erledigt zu erklären. Der An=
Zählen und der ganzen ſtaatlichen Einkommenſteuer in Ge= Es ſtehen da in Ausſicht: Erhöhung der Vergütung für trag wird angenommen. Damit iſt das Geſetz erledigt.
meinden mit nur6= oder 7klaſſigen Schulen entſpricht. Um die Staatsdienſtanwärter, eine weitere Erhöhung der Be=
Die Regierungsvorlage, Geſetzentwurf.
idie Summe der hiernach für 1914 eintretenden Ermäßigung züge der Penſionäre und Hinterbliebenen, Erhöhung der
Beteiligung des Staats an der Heſſiſchen
Landes=
fiſt der Beitrag auch für jedes folgende Jahr zu ermäßigen, Tagegelder für die Mitglieder dieſes Hauſes. Alles das
hypothekenbank
ſo lange nicht eine andere geſetzliche Regelung erfolgt. iſt ſicher vorauszuſehen, bedeutet aber nur eine weitere
Die in den Hauptvoranſchlägen veranſchlagten Gemeinde= Steigerung der Ausgaben. Die Regierung kann alſo unter betreffend wird debattelos angenommen.
lbeiträge ſind an die Kaſſe der betreffenden Schulen vor= keinen Umſtänden verzichten auf die zur Deckung unbedingt
Es wird dann in der Spezialberatung der
behältlich der Abrechnung am Schluſſe des Rechnungsjah= nötige Heranziehung der Städte zu den Koſten der höheren
Beſoldungsordnung
tres in Viertellahreszielen im voraus zu entrichten.
Schulen. Die Regierung hat das Aeußerſte getan, als ſie
Der Ausſchuß beantragt weiter: Annahme desArt. 4 nach im Ausſchuß zuſtimmte, auf die Summe von 190000 Mk. fortgefahren und die Debatte nach einigen kurzen
Be=
der Regierungsvorlage, Annahme des Art. 5 desgleichen, herabzugehen. Das hat ſie getan unter Verzicht auf eine merkungen geſchloſſen. Der Geſetzentwurf, die Beſol=
Annahme des Art. 6 desgleichen mit demfolgenden Zuſatz Steuererhöhung, die früher vorgeſehen war. Ich wuß dungen, Ruhegehalte und die
Hinterblie=
zu Abſ. 2: Den Gemeinden iſt es freigeſtellt, ein Drit=dringend bitten, den Bogen nicht zu überſpannen. Einmaf benenverſorgung der Staatsbeamten
be=
tel dieſer höheren Schulgeldſätze ganz oder teilweiſe zu muß doch bei Ihrem Vorgehen das immer dahin geht, treffend, wird mit den vom Ausſchuß
bean=
übernehmen”; Annahme des Art. 7 nach der Regierungs= die Deckung zu verkürzen und die Ausgaben zu erhöhen, tragten Aenderungen angenommen.
Staatsrat Dr. Becker ſtellt feſt, daß für die
Regie=
vorlage, Annahme des Art. 8 desgleichen, mit der Aende= eine Grenze eintreten, die Sie ſelbſt als nicht mehr
über=
rung, daß das Geſetz am 1. April 1914 in Kraft tritt; ſchreitbar anſehen. Auf dieſem Punkte ſind wir jetzt an= rung die Erhöhung der Ortszulage für die Klaſſe 24—36
ferner: den Antrag des Ybg. Henrich durch dieſe Beſchlüſſe gelangt, und ich kann jedem der Herren, denen es nicht nur auf 100 Mark, anſtatt 80 Mark der Regierungsvorlage
un=
für erledigt zu erklären; die Vorſtellungen der Bürger= um Worte, ſondern um die Tat zu tun iſt, das große Verk annehmbar ſei.
Abg. Henrich: Dieſe Beſtimmung war aber ein
meiſter von Friedberg und Büdingen und des Oberbür= zuſtande zu bringen, aufs dringendſte bitten, laſſen Sie
germeiſters von Darmſtadt für erledigt zu erklären.
es bei den Vorſchlägen und Vereinbarun= Teil des Kompromiſſes, auf den wir nicht verzichten
Die Reſolution Stephan hierzu lautet: „Diegen, wie wir ſie jetzt getroffen haben, und können.
Es folgt Beratung des Beſoldungstarifes.
Kammer erkennt die Richtigkeit des Grundſatzes an, daß ſuchen Sie der Regierung die Deckung nicht
bei der Bemeſſung der von den Städten zu den Koſtennoch weiter zu verkürzen. Es kann ſonſt Abg. Dr. Oſann beantragt Annahme des
Beſol=
der höheren Schulen zu leiſtenden Beiträge die von ein= dazu kommen, daß das Ganzefällt. Dieſen dungstarifs en bloc.
zelnen Städten durch Stellung von Gebäuden, Gelände Fall aber wollen Sie doch wohl alle im
Abg. Lutz wird mit einigen ſeiner Freunde gegen
oder durch Kapitalbeträge zur Erbauung von Gymna=Hauſe nicht herbeiführen. (Lebh. Bravo!)
den Beſoldungstarif, wie er jetzt vorliegt, ſtimmen, aus
ſialgebäuden geleiſteten Zuſchüſſe zu berückſichtigen ſind.
dem hauptſächlichen Grund, weil ihr Antrag, die Pen=
Es folgt Abſtimmung. Die Reſolution ſionsſätze auf die preußiſchen herabzuſetzen, nicht angenom=
Sie erſucht daber die Großherzogliche Regierung, den
Ständen eine Vorlage zu machen des Inhalts, daß mit Stephan wird angenommen gegen 2 Stimmen. men worden iſt. — Abg. Ulrich: Wir ſind entſchloſſen,
dem Inkrafttreten des Geſetzes über die Koſten der höhe= Der Zuſatzantrag Hauck wied abgelehnt.
den Beſoldungstarif anzunehmen, obwohl wir in
Einzel=
ren Schulen die in Betracht kommenden Städte wegen der
Der Ausſchußantrag wird angenommen. heiten ſchwere Bedenken haben, um dazu beizutragen, daß
für Gymnaſien geleiſteten Zuſchüſſe in angemeſſen erſche: etwas erreicht wird. — Abg. Henrich begründet
Dagegen ſtimmen die Sozialdemokraten, die Abgg.
Hen=
nender Weiſe entſchädigt werden.”
die Stellungnahme des Ausſchuſſes und ſtellt feſt, daß
Zu vorſtehender Reſolution wird beantragt, hinter rich und Oſann, Bähr u. A.
ſämtliche neuen Anträge für den Ausſchuß gar keine neuen
dem Worte Gymnaſialgebäuden die Worte einzufügen:
Dann tritt eine Pauſe ein. Nach der Pauſe folgt zu= Geſichtspunkte erbracht haben. Auch ich bin in der Lage,
und Realſchulen”, von den Abgg. Hauck, Fr. Lang, nächſt die Abſtimmung über die Regierungsvorlage,
zu ecklären, daß mir manches in dem Tarif nicht gefällt,
Kredel.
Hingabe eines Darlehens von einer Million Mark an di= doch mußte ich mich überzeugen, daß tatſächlich nichts=
an=
deres zu erreichen war, als der Ausſchuß jetzt vorſchlägt.
Die Reſolution Stephan wird mitberaten; ebenſo der Zentralkaſſe der Heſſiſchen Landwirtſchaftlichen Genoſſen=
Zuſatzantrag der Abgg. Hauck und Gen.
Daß wir uns über den preußiſchen Penſionsſätzen
befin=
ſchaften,
Staatsrat Süffert: Die Regierung wird die in der
den, iſt nicht richtig. — Abg. Molthan: Der Tarif ſtellt
Reſolution des Abg. Dr. Stephan gegebenen Anregungen E. G m. b. H. betreffend.
das Reſultat großer und langwieriger Arbeit dar. Ich
in Erwägung ziehen. Das kann ſich aber nur beziehen auf
Das Geſetz wird mit folgenden Aenderungen ange= möchte dringend bitten, doch die Ausſchußvorſchläge, die
die Gemeinden mit Gymnaſien. Denn es beſteht ein Un= nommen, nach den Ausſchußanträgen bezw. den Anträgen alles berückſichtigen, was irgend möglich war, nunmehr
terſchied zwiſchen dieſen und Realſchulen, weil die Städte Winkler: 1. die Regierungsvorlage nebſt den anzunehmen. — Abg. Dr. Oſann: Es muß doch
feſtge=
die Gymnaſien ſelbſt gebaut haben, die Realſchulen aber Beſchlüſſen der Erſten Kammer wird abgelehnt.
ſtellt werden, daß in dem Tarif eine ganz erhebliche
Auf=
teilweiſe vom Staat erbaut ſind. Ich bitte den Antrag
Angenommen wird der Initiativ=Antrag Weber beſſerung der Beamtenbezüge erfolgt iſt. Das ſollte man
Hauck alſo abzulehnen. Soweit ſich die Reſolution hierauf in folgender Faſſung der wichtigſten Artikel, wobei die ge=doch in den Vordergrund ſtellen und nicht die Tatſache,
bezieht, iſt ſie für die Regierung gar nicht diskutabel.
ſperrten Sätze die Aenderung durch den Antrag Wink= daß eine Reihe von zu weit gehenden Wünſchen nicht be=
Abg. Henrich: In der Kammer iſt meine ablehnende ler bedeuten, bezw. die Striche dieſes Antrages, ſoweit friedigt werden konnte. Die Befriedigung darüber, daß
Haltung verurteilt worden, darum muß ich meine Gründe ſie angenommen, berückſichtigt wurden!
der Tarif das Höchſterreichbare darſtellt, ſollte man doch
IIII
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Experimente! Nehmen Sie gleich das Richtige:
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8
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Iimmmmmhe umimmlahn
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Nummer 310.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 19. Dezember 1913.
Seite 14.
er netgeteiner erſtrenehe enhene u peilite Sietene es gnret . r et in
auch in den Kreien der Beauton und Lehrer enpfinden.—
Abg. Dr. Winkler ſtellt ebenſalls ſeſt, daß noch einige erſuchen, bei dem Kreis Bingen darauf hinzuwirken, deren Grundprinzipien feſtgehalten werden ſoll. Man war
Ungerechtigkeiten beſtehen, doch dürfe man darunter die daß dieſer dem Weinbautechniker bei der Wein= und Obſt=mit einer Ausnahme der Anſicht, daß man einer
geſetz=
übrigen Beamten nicht leiden laſſen. Darum werde erbauſchule zu Oppenheim eine jährliche Zulage von 300 Mk. geberiſchen Maßnahme in dem von der Regierung in ihrer
Antwort angedeuteten Umfange wohl unbedentlich zu
zuſtimmen. Sicher enthalte der Tarif ſoviel ſchreiende gewährt.
Zur Vereinfachung der Staatsverwal=ſtimmen könne. Drei Mitglieder des Ausſchuſſes erklars
Ungerechtigkeiten, daß er zu einer Reform ja
gerade=
zu herausfordert. (Widerſpruch, große Unruhe.) —tung. Der Ausſchußantrag: Die Zweite Kammer wolle ten ſich auch bereit, die darüber hinausgehenden Wünſch
Abg. Molthan: Gegen dieſe letzte Bemerkung muß doch beſcießen, Großyerzogliche Regierung zu erſuchen nach= der Antragſteller zu unterſtützen.
Es wurde wiederholt betont, daß der religiöſe
Frie=
drücklicher wie bisher dahin zu wirken daß die
Verein=
auf das energiſchſte proteſtiert werden. (Lebh. Bravo.)
Abg. Bähr (bleibt in der herrſchenden Unruhe unver= fachung der Staatsverwaltung durchgeführt, um die Mittel den unter allen Umſtänden durch geſetzgeberiſche
Maß=
ſtändlich). — Abg. Joutz verlieſt einen ihm zugegangenen für Durchführung der Beſoldungsreform tatſächlich zu er= nahmen auf dem kirchenpolitiſchen Gebiere nicht gefährdet
werden dürfe. Ein Mitglied des Ausſchuſſes vertrat den
Proteſt von Geſchäftsleuten gegen die Beſoldungsvorlage. halten.
Zu den Nebenbezügen der Staatsbeam=Standpunkt, daß die Krankenpflege ganz abgelöſt von jeder
Abg. Korell=Angenrod beantragt, die Reſolution,
betreffend die Vereinfachung der Staatsverwaltung, mit=ten. Der Ausſchußantrag: Die Kammer wolle be=religiöſen Beziehung Pflicht des Staats ſei; auch die
zuberaten. — Der Antrag wird abgelehnt. — Die Debatteſchließen, Großherzogliche Regierung zu erſuchen, nach= Schule ſei Staatsanſtalt und müſſe als ſolche unbeding
wird geſchloſſen. Der Antrag, über den Tarif im ganzen drücklich dahin zu wirken, daß Nebenbezüge für Staats=erhalten werden. Dem wurde entgegengehalten, daß dei
Staat dieſer Pflicht auf dem Gebiete der Krankenpflege
beamte nicht mehr gewährt werden.
abzuſtimmen, wird angenommen.
Zu der Beſetzung der Stellen an den Lo=nicht in dem Umfange nachkommen könne und daß desu
Abg. Dr. Oſann beantragt namentliche Ab=kalkaſſen: Der Ausſchußantrag: Die Großherzogliche halb hier von anderer Seiie ergänzend eingegriffen
wer=
ſtimmung über den Antrag des Ausſchuſſes, Regierung zu erſuchen, die Stellen der Kontrollbeamten den müſſe. Der Ausſchuß war in ſeiner übergroßen
Mehr=
den Tarif mit den vorgeſchlagenen Aenderungen im ganzen der Lokalkaſſen in Zukunft mit mittleren Beamten zu be=heit der Anſicht, daß die von der Regierung vorgeſehenen
anzunehmen und die Vorſtellungen für erledigt zu er=ſetzen, bzw. die Stellen als ſelbſtändige Stellen ganz in Erleichterungen auf dem Gebiet der Ordenstätigkeit den
Wegfall kommen zu laſſen; ebenſo die Stellen des Haupt=religiöſen Frieden wohl kaum gefährden könnten, daßes
klären, wird gegen die Stimmen der Abgg.ſtaatskaſſierers der Staatsſchuldenkaſſe und der Gerichts= aber im übrigen auch aus dem Geſichtspunkt der Gerech=
Dorſch, Lutz, Joutz und Wolf=Stadecken ange=ſchreiber bei den Kollegialgerichten mit mittleren Beamten tigkeit und Billigkeit nicht abgelehnt werden könne, den
Wünſchen der Antragſteller entgegenzukommen.
nommen. — Abg. Joutz gibt ſpäter zu Protokoll, daß zu beſetzen.
Die Regierung hat ſich in manchen Punkten entgegen=
Endlich zu der Bewilligung von 125000
er mit Ja geſtimmt habe.
Mark für die Altpenſionäre und die Wit=kommend zu den Wünſchen verhalten. Der Ausſchuß hal
Es folgt Beratung des Geſetzentwurfs, betr. Aende= wen folgende Reſolution der Abgg. Dr. Oſann und betont, daß durch Annahme des Antrags eine Störung
rung des Geſetzes über
Henrich: Die Kammer erſucht unter Anerkennung eines des religiöſen Friedens nicht eintreten dürfe. Das köne
Rechtsanſpruchs der Altpenſionäre und Witwen die Groß= nicht geſchehen, wenn man ſich darauf beſchränke,
den=
die Gehalte der Volksſchullehrer uſw.
Abg. Henrich befürwortet ſeine Reſolution berzogliche Regierung um die alsbaldige Einbringung den ihre caritative Tätigkeit ausgedehnter zu geſtatten,
einer Vorlage, wonach bei Feſthaltung einer beſtimmten und den krankenpflegenden Orden die: Aufnahme Neuer
hierzu:
Zu Artikel 2 Abſatz 1 beantragt der Ausſchuß Mindeſtaufbeſſerung allen vor dem 1. April 1912 in den Mitglieder zu geſtatten. Was die Engliſchen Fräuleinbe=
Ruheſtand getretenen Beamten und den Witwen der vor trifft, ſo wolle man die Anſtellung weiterer Lehrkräfteges
folgende Faſſung:
dieſem Termin verſtorbenen Beamten eine allgemeine, nach ſtatten, ſoweit das Bedürfnis dazu in der Schulabteilung
Die definitiv angeſtellten Lehrer an Volksſchulen der Höhe der Penſion abgeſtufte prozentuale Aufbeſſerung anerkannt wird. An dem Charakter der Simultanſchule
haben:
müſſe feſtgehalten werden. Tatſächlich nehmen die
Eng=
zuteil wird.
im 1.— 3. Dienſtjahr ein Gehalt von 1500 Mk.
liſchen Fräulein auch Angehörige anderer Konfeſſionen
Endlich wird auch das
„ 4.— 6.
„. 1600 „
,
,
auf. Redner bittet, den Antrag änzunehmen, damit werde
Mantelgeſetz
„ 7.— 9.
„ „ 1750 „
,
dem konfeſſionellen Frieden ein Dienſt erwieſen.
„ 10.—12.
„ 1900 „
„
angenommen, deſſen 4 Artikel folgenden Wortlaut haben:
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vachs
„ 13.—15.
„ 2100 „
,
Artikel 1. Die Anlagen, nämlich: 1. Geſetz, betref= Ihr Ausſchuß iſt in ſeiner übergroßen Mehrheit der An
„ 16.—18.
„ 2300 „
,
,,
fend die Beſoldungen Ruhegehalte und die Hinterblie= ſicht der Regierung beigetreten und hat anerkannt,daß
„ 19.—21.
„ . „ 2500 „
,
benenverſorgung der Staatsbeamten, 2. Geſetz, betreffend die von der Regierung vorgeſehenen Erleichterungen auft
„ 22.—24.
, „ 2800 „
,
Aenderung des Geſetzes über die Gehalte der Volksſchul=dem Gebiete der Ordenstätigkeit den religiöſen Frieden
„ 3000 „
25.—27.
,
lehrer, ſowie die Abänderung des Geſetzes über Penſionie= wohl kaum gefährden können.
„ 28.—30.
„ „ 3200. „
,
*
rung und Hinterbliebenenverſorgung der Lehrer, 3. Ver=
Die von dem Herrn Abg. Dr. Schmitt vorgebrachten
„ 31.—33.
„ 3500 „
,
,
einbarung über die Zivilliſte Seiner Königlichen Hoheit weiteren Wünſche wird die Großherzogliche Regierung bel
vom 34.
„ ab „ „ „ 3800 „
des Großherzogs, 4. Geſetz, betreffend die Koſten der höhe= Abſaſſung der Geſetzesanlage in Erwägung ziehen, nach
zu beziehen.
ren Schulen, treten mit der zum Beſoldungsgeſetz gehöri= dem auch das andere Haus Gelegenheit gehabt hat,da
Hierzu wird namentlich abgeſtimmt. Der Antrag gen Beſoldungsordnung am 1 April 1914 gemeinſam Stellung zu nehmen.
wird einſtimmig angenommen.
in Kraft. Mit demſelben Tage iſt das Geſetz, betref=
Wenn die Großh. Regierung am Schluſſe der auf
Die Reſolution Henrich hierzu lautet:
fend den Wohnungsgeldzuſchuß der Staatsbeamten, vom Antrag Schmitt erteilten Antwort erklärt hat, daß ſie
abſichtige demnächſt eine Geſetzesvorlage bei den Stänn
„Die Kammer erkennt die Berechtigung der Forderung 28. März 1907, aufgehoben.
der Volksſchullehrer auf Gleichſtellung in ihren Geſamt=
Artilel 2. Die Regierung iſt ermächtigt: 1. Die den einzubringen, in der ſie eine Abänderung der
beſtehen=
bezügen mit den mitleren Beamten an. Der volſtändi= Bezüge der Staatsdienſtanwärter vom 1. April 1914 an ſo den Ordensgeſetzgebung in der vorher angedeuteten Richs
gen Erfüllung dieſer Forderung ſteht zurzeit neben dem zu erhöhen, wie dies auf den Seiten 3—5 der Regierungs= tung vorſchlagen wird, ſoweit nicht etwa die landſtändie
Mangel an dauernd verfügbaren Mitteln namentlich die vorlage (Druckſache Nr. 155) vom 30. März 1912 dargeſtellt ſchen Erörterungen über den vorliegenden Antrag die
derzeitige geſetzliche Regelung der Beitragspflicht von iſt. Dabei darf kein Staatsdienſtanwärter in ſeinen Be=Ausſichtsloſigkeit eines geſetzgeberiſchen Vorgehens ergeben
Staat und Gemeinde zu den Koſten der Schule und die f zügen deshalb ſchlechter geſtellt werden weil er ſeinerſollten, ſo hat ſie ſich bei dieſer Zuſicherung einzig und
daraus reſultierende ſcharfe Scheidung zwiſchen ſtädtiſchen Militärpflicht genügt hat, 2. für die Aufbeſſerung der Be=allein von der Abſicht leiten laſſen, damit dem religiöſen
züge der vor dem 1. April 1912 in Ruheſtand verſetzten Frieden zu dienen. Sie iſt beſtrebt, diejenigen Beſtim=
Lehrern und Landlehrern hindernd im Wege.
Die Kammer erſucht daher die Großherzogliche Re= Beamten und Volksſchullehrer und der Hinterbliebenen mungen des 1875er Geſetzes, welche von den katholiſchen
gierung um alsbaldige Vorlage eines Geſetzes über eine ſolcher Beamten und Lehrer vom Etatsjahr 1914 an 125000 Mitbürgern als Härten empfungen werden, nach
Möglich=
keit zu beſeitigen oder doch wenigſtens abzuſchwächen. Die
anderweite Regelung der Beiträge zu den perſönlichen Mark jährlich bereitzuſtellen.
Artikel 3. Soweit die ſich aus Artikel 1 und 2 er= Regierung iſt ſich bewußt, bei den in der Regierungsant=
Koſten der Schule, und zwar in dem Sinne, daß eine
all=
gemeine Schulkaſſe errichtet wird, aus der — unbeſchadet gebenden Ausgaben nicht aus den laufenden Einnahmen wort entyaltenen Nachgaben den Rechten des Staats nichts
der zuzulaſſenden Ortszulagen — für Stadt und Land der Staatsverwaltung gedeckt werden können, iſt der Reſte= zu vergeben, da wir an dem Grundſatz des 1875er Ges
gleichmäßige Gehälter bezahlt werden und in welche, neben fonds (vgl. Erläuterung zu Kapitel 1 des Hauptvoran= ſetzes, welcher die Staatsaufſicht über die Orden
ſchlags der Staats=Einnahmen und=Ausgaben für 1912) und die ordensähnlichen Kongregationen ausſpricht und
anderen Witragspflichtigen, Staat und Eſemeinden
an der Regel des Artikel 1 des Geſetzes, wonach neue
Nie=
letztere tunlichſt unter Mitberückſichtigung ihrer ſteuer= zur Deckung heranzuziehen.
Artikel 4. Die Regierung iſt ermächtigt die Texte derlaſſungen oder Anſtalten von religiöſen Orden oder
lichen Leiſtungsfähigkeit und ihrer Einwohnerzahl —
Bei=
der in Artikel 1, Ziffer 1 und 2. bezeichneten Geſetzes in ordensähnlichen Kongregationen im Großherzogtum
träge zu leiſten haben.”
den abgeänderten Faſſungen im Regierungsblatt mit dem grundſätzlich verboten ſind, feſthalten werden.
Die Reſolution wird angenommen.
Abg. Dr. Schmitt: Man war ſich darüber klar, daß
Der Artikel 11, Abſatz 1 und 2, wird in folgender Datum dieſes Geſetzes zu veröffentlichen, dabei die
Num=
merbezeichnung der Abſchnitte und Artikel in der Weiſe nicht eine völlige Aufhebung des Geſetzes von 185
Faſſung angenommen:
„Die definitiv angeſtellten Lehrerinnen erhalten jeden= zu ändern, wie es ſich aus der jetzigen Reihenfolge ergibt, erlangt werden ſollte, man wollte nur eine Beſſerung und
falls den nach Maßgabe der Beſtimmungen im Artikel 1 und die einzelnen Abſätze der Artikel mit fortlaufenden Milderung der beſtehenden Zuſtände, um damit den
und folgende dieſes Geſetzes für einen definitiv angeſtell= Nummern zu verſehen. Iſt in den abgeänderten Geſetzen feſſionellen Frieden zu dienen. Wenn. man objektivia
ten Lehrer der betreffenden Gemeinde ſich ergebenden ge= auf Vorſchriften verwieſen, die ebenfalls abgeändert ſind, die Prüfung der Wünſche herantritt, wird man ſich über
ſo iſt auf deren künftigen Wortlaut zu verweiſen. — Bei zeugen müſſen, daß tatſächlich der konfeſſionelle Frieden
ringſten Gehalt.
Die definitiv angeſtellten Lehrerinnen an Volksſchulen Veröffentlichung der Beſoldungsordnung kann die Regie= daduech gefördert wird. Auch Preußen hat ſeit 1875 ſeine
rung in der äußeren Form Aenderungen eintreten laſſen. Ordensgeſetze weitgehend abgebaut, und wenn Heſſen alles
haben:
Präſident Köhler ſpricht ſeine Genugtnung über einführt, was gewünſcht wird, bleibt es noch immer hinter
im 1.— 3. Dienſtjahr ein Gehalt von 1300 Mk.
Preußen zurück. Ich erkenne an, daß das, was die
Re=
das endliche Zuſtandekommen des großen Werkes aus.
, 4.— 6.
, 1500 „
Darauf wird die Sitzung um 2¼ Uhr nach längerer gierung zugebilligt hat, ſehr weitgehendes Entgegenkom=
7.— 9.
„ 1650 „
„
ehalt
:
Geſchäftsordnungdebatte geſchloſſen. Nächſte Sitzung men iſt. Was ich im Ausſchuß noch mehr gefordert haben
„ 10.—12.
„ „ 1800 „
,
iſt formell wenig, ſachlich aber von großer Bedeutung. Es
nachmittags 3½ Uhr.
„ 13.—15.
,
„ „„ 1900 „
iſt das erſtmals der Wunſch, daß die männliche Krauken=
„ 16.—18.
, „ 2000 „
,
(86. Sitzung.)
pflege in ihrer Tätigkeit nicht mehr beſchränkt wird, als
„ 19.—21,
5
„ 2200 „
,
,
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Dr. v. Ewald, die weibliche. Es ſind hier die gleichen Geſichtspunkte zu
„ 22.—24!
„
„ 2400 „
,
Finanzminiſter Dr Braun, Miniſter des Innern von berückſichtigen, als es bei den weiblichen Krankenſchweſten
„. 25.—27.
2600 „
,
der Fall war. Bei der Bemeſſung des Bedürfniſſes kommt
Hombergk zu Vach, Staatsrat Lorbacher.
vom 27. „ an „
„ 2700 „
,
Vizepräſident Korell eröffnet die Sitzung um 4 Uhr, es doch darauf an, ob der Teil der Bevölkerung dieſe
ei=
zu beziehen.”
Auf der Tagesordnung ſteht der Antrag der Abge= erkennt, der Pflege durch Ordensangehörige wünſcht. Int
Die übrigen Artikel werden, teilweiſe mit
redak=
dieſer Beziehung bitte ich alſo, über die
Regierungsvor=
ordneten Dr. Schmitt und Genoſſen, betreffend:
tionellen Aenderungen, angenommen.
lage hinauszugehen. Unſere zweite Bitte geht dahin, daß
die religiöſen Orden und ordensähnlichen Kongrega=
Die übrigen Geſetze
den in Heſſen noch nicht zugelaſſenen Ordensniederlaſſungen
tionen.
werden in der Folge unter ſo erheblicher Unruhe
dieſe Niederlaſſung ermöglicht wird. Die Regierung hat ſich
des Hauſes zur Abſtimmung gebracht, daß es den Preſſe=
Der Antrag lautet: Die Zweite Kammer wolle be= hierzu auf den Standpunkt geſtellt, daß der
Kapuziner=
vertretern mangels genügender Unterlagen nicht möglich ſchließen, an Großherzogliche Regierung das Erſuchen zu orden für die Zwecke der Seelſorge genügt. Das iſt tats
iſt, dem Gang der Abſtimmung genau zu folgen. Im richten, den Landſtänden eine Geſetzesvorlage zukommen zu ſächlich nicht der Fall, denn dieſer Orden iſt nicht in der
weſentlichen werden die Ausſchußanträge angenom=laſſen, durch welche die Geſetze vom 20. April 1875 und Lage die Seelforgertätigkeit in erwünſchtem Umfange
men. Auch zum Geſetzentwurf, die Zivilliſte betref= 1. Juni 1895, die religiöſen Orden und ordensähnlichen auszuführen. Wir wollen nur die geſetzliche Möglichkeit
fend. Hierbei wird ein Antrag Bähr, die Ordenskoſten Kongregationen betreffend, abgeändert werden und na= der Neuniederlaſſungen. Die Genehmigung ſoll ja von
zu ſtreichen, abgelehnt, desgleichen ein Antrag Reh, mentlich die ſchweren Ausnahmen von dem Grundſatz glei= der Regierung abhängig ſein. Die zahlenmäßige Bes
die Regierungsvorlage wiederherzuſtellen, damit die Or=ches Recht für alle beſeitigt oder doch inſoweit gemildert ſchränkung der Schweſtern der ewigen Anbetung wird als
denskoſten im Budget verbleiben
werden, daß den Ordensleuten eine freiere Tätigkeit in durchaus ungerecht empfunden. Die katholiſche Bevöl=
Angenommen werden weiter:
religiöſer, caritativer und ſozialer Richtung ermöglicht kerung erwartet ſehnlichſt hier eine Milderung. Eine
Ge=
wird.
fahr, daß Heſſen verklöſtert werde, von der in den Zeitun=
Zu Artikel 24 des Beſoldungsgeſetzes:
Abg. Reh als Berichterſtatter verbreitet ſich zunächſt gen die Rede war, iſt keineswegs vorhanden. Unſere
Der Ausſchuß beantragt, dem Artikel 24 folgenden (6.)
Ab=
eingehend über die derzeitige Sachlage der zur Verhandlung Bitte iſt einzig eine Folge der ſozialen Bewegung, wie
ſatz anzufügen:
ſtehenden Materie und über die mehrfachen Aenderungen wir ſie ſeit 30 Jahren haben. Das Hauptbedürfnis nach
Iſt eine bisher mit Höchſtgehalt ausgeſtattete Stelle der Geſetze. Der Antrag ſei zunächſt allgemein gehalten Krankenſchweſtern entſpricht den großen Spitälern, die
in=
in eine ſolche mit aufſteigendem Gehalt umgewandelt wor= geweſen, doch haben die Antragſteller der Regierung und zwiſchen erbaut wurden.
den, ſo ſoll der in einer ſolchen Stelle beim Inkrafttreten dem Ausſchuß gegenüber ihre Wünſche dahin präziſiert,
Abg. Dr. Stephan möchte, bevor er die
Stellung=
des Geſetzes angeſtellte Beamte nicht ungünſtiger geſtellt 1, daß die männlichen krankenpflegenden Orden genau ſo nahme ſeiner Partei präziſiert, auf einen
werden, als dies nach Artikel 25 der Fall wäre, wenn behandelt werden, wie die weiblichen krankenpflegenden
ſeine Stelle auch fernerhin mit einem Höchſtgehalt ausge=Orden, und daß neue Niederlaſſungen nicht mehr von dem
bedauerlichen Vorgang
ſtattet worden wäre, der dem Endgehalt der neuen Stelle Nachweiſe abhängig gemacht werden, daß die vorhandenen zurückkommen, der ſich heute vormittag vor Schlußder
entſpricht.
bürgerlichen Anſtalten und Einrichtungen des Kranken= Sitzung zugetragen hat. Nachdem der Abg. Dr. Sſann
Zuſatz zu Abſatz 1 (als Satz 2) des Artikels 24: Als dienſtes nicht genügen. 2 Daß die Zulaſſung des einen heute vormittag wegen der vorgerückten Stunde beantragt
Beſoldungsdienſtalter im Sinne dieſer Vorſchrift gilt die oder anderen weiteren Ordens zum Zwecke der Aushilfe hatte, die Nachmittagsſitzung ausfallen zu laſſen, hat Herr
Zeit, die der Beamte nach den allgemeinen Grundſätzen in der Seelſorge ermöglicht wird. Der Kapuzinerorden Aba. v. Brentano ſich veranlaßt geſehen, uns mehemals
des bisherigen Beſoldungsgeſetzes in ſeinem Amte ver= ſei nicht in der Lage, für die in Ausſicht genommenen mit lauter Stimme das Wort „Verrat” entgegenzus
bracht haben müßte, um das ſeitherige Gehalt ſo lange zu neuen Niederlaſſungen in Mainz, Bensheim und Offen= ſchleudern. Damit kann Herr v. Brentano doch nur ge
beziehen, als er es tatſächlich bezogen hat.
bach a. M. die Leute zur Verfügung zu ſtellen. Der Regie= meint haben, daß wir uns mit dem Antrag, die Nachmit=
Zu Artikel 7 Abſatz 2: Einzufügen hinter dem erſten rung ſoll ja das Recht verbleiben zu prüfen, welche Nieder= tagsſitzung abzuſetzen, der Beratung des vorliegenden An=
Satz: Für Beamte, für deren Anſtellung das Beſtehen der laſſung und welchen Orden ſie zukaſſen will. 3. Daß auch trags entziehen wollten. Das muß ich zurückweiſen und
Prifung als Geometer 1. Klaſſe notwendig iſt, gilt im die Schweſtern der ewigen Anbetung neue Mitglieder auf= ich darf wohl bitten, daß der Abg. v. Brenſano ſeine=
Sinne dieſer Vorſchrift als Zeitpunkt. in dem die Fähig= nehmen dürfen.
leidigung, die er uns zugefügt hut, zurücknimmt.
Leit zur Anſtellung erlangt iſt, das „Beſtehen dieſer Prü=
Im Ausſchuß hat man aus dieſen Erklärungen der
Zur Sache ſelbſt erkläre ich, daß die Erklärungen des
fung‟. Die Wartezeit uſw.
Antragſteller feſtgeſtellt, daß ein Vorſtoß gegen die kirchen= Abg. Schmitt uns die Stellungnahme wekentlah erleichtert
elichet
ter 310.
aig
ie a
den Wing
eligzloſt 5.
eliſcht 2.
icht gei
5 vertrat
elöſt von jc
aulch
ce unlehg,
lten, da
Krau
in best
eariſen
ohen e
Olgeſch=
atigleit
4, daß
Gan
Nummer 310.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 19. Dezember 1913.
Seite 15.
her ſie uns ermöglichen, an unſerem Prinzip ſeſt=Aluch gegen die Zulaſung der Orden, die rein religiöſen f kiſchen Fräulein eine Konſeſtonsſchule ſet im Sinne des
ſalten, daß die Frage nur durch Staatsgeſetz geregelt Zwecken dienen, iſt grundſätzlich nichts einzuwenden. Wir Volksſchulgeſetzes. Dies iſt nicht der Fall, ſondern dieſes
Leden kann, daß der Staat die Aufſicht behält uſw. Wir verlangen aber, wie geſagt, die Ausübung des Aufſichts= Inſtitut iſt eine reine Privatanſtalt, die nach Artikel 28
liſſen aber verlangen, daß die Regierung von dieſem Auf= rechts. Damit ſoll natürlich nicht gewünſcht ſein eine des Volksſchulgeſetzes zugelaſſen iſt. Es iſt alſo als eine
ttsrecht auch Gebrauch macht. Ich kann nicht verhehlen, ſchikanöſe Ausübung der Aufſicht. (Brapo.)
konfeſſionelle Privatanſtalt anzuſehen und als ſolche
zu=
ſſtre die Regierung das in letzter Zeit nicht immer getan
Abg. Adelung: Der Antrag Schmitt bezweckt keine gelaſſen.
r. Eine Zuſtimmung zu dem einzelnen können wir erſt
Aufhebung, ſondern nur eine Aenderung des Geſetzes.
Abg. v. Brentano kommt zunächſt auf die
Ausfüh=
en, wenn die Vorlage vorliegt. Wir müſſen dazu die Dieſen Standpunkt können wir nicht teilen. Wenn der rungen des Abg. Stephan zu ſprechen. Er ſtellt feſt, daß
litherheit haben, daß die Regierung ihr Aufſichtsrecht
aus=
religiöſe Friede nicht geſtört wird, möge man das Ge= die Vorlage jetzt zwei Jahre alt iſt und daß ſeine Partei
Was die Krankenſchweſtern betrifft. ſo ſolle man dieſe
ſetz, dieſe Trümmer aus der Zeit des Kulturkampfes, ganz die größten Anſtrengungen gemacht hat, die Vorlage
end=
weit als möglich einſchränken. Ob aber ein Bedürfnis
Lſeht, die männlichen Krankenpfleger dieſen gleichzuſtel= aufheben. Gehindert haben ſie die Entwickelung des Or=lich zur Beratung zu bringen. Wir haben alſo eine große
densweſens ohnehin nicht. Der verſtorbene Papſt Leo XIII. Geduld an den Tag gelegt. Morgen wäre das Haus ſicher
r. möchte ich nicht unbedingt bejahen. In der vom Abg.
cmitt angeführten Schrift iſt feſtgeſtellt, daß die männ= und auch Kardinal Rampolla haben wiederholt anerkannt, gähnend leer geweſen, uns lag eben daran, daß das
daß die katholiſche Kirche ſich der größten Freiheiten in Haus beſetzt iſt, damit die Regierung, ihrem Wunſche
ſſche Krankenpflege treibenden Ordensleuten auch in anderen Deutſchland erfreue. Den Standpunkt der Regierung re= entſprechend, die Stimmung des Hauſes kennen lerne.
tziehungen beſchäftigt werden, was ihnen geſetzlich ver= ſpektieren wir, wir wünſchen aber daß er weiter gehen Es hat uns Mühe gemacht, die Poſition auf die
Tages=
oren iſt, darin liegt eine wiſſentliche Geſetzesverletzung. würde Wir gehen weiter wie die Herren vom Zentrum ordnung zu bekommen. Nun wurde beantragt, die Sache
im ſtimme ich nicht zu, doch empfiehlt es ſich, durch ein und wünſchen die völlige Beſeitigung der Ausnahmege= wieder zu vertagen. Herr Dr. Oſann hat dann, als der
ſenes Geſetz die Genehmigung zur Verwendung dieſer ſetze Die Schule der Engliſchen Fräulein iſt unter allen Antrag abgelehnt wurde, etwas nervös erklärt, er komme
Idensleute da zu geſtatten, wo ſie auf Grund ihrer Aus=
Umſtänden eine Konfeſſionsſchule. Daran iſt nicht zu zwei= heute nachmittag nicht. Die Nervoſität muß Herr Oſann
ſildung beſonders geeignet ſind. Den Orden, die ſich mit
ſeln. Ich möchte alſo nicht, daß durch die Beſtimmung, aber auch anderen Leuten zugeſtehen, und ſo habe er
ler Krankenpflege beſchäftigen, ſollte man ſchon aus
ethi=
daß die Lehrkräfte vermehrt werden können, wenn das (Redner) das Wort „Verrat” gebraucht, das, er erkläre
hen Gründen nicht mehr Beſchränkung auferlegen, als Bedürfnis vorliegt die Simultanſchule in Gefahr gebracht das jetzt offen, nicht ſo ſchlimm gemeint war.
: Erhaltung des Friedens nötig iſt. (Bravo.) Die Frage wird. An dem Prinziv der Simultanſchule wollen wir Zur Sache ſelbſt nimmt Redner aber den gleichen
Stand=
e Engliſchen Fräulein gehört nach unſerer Anſicht in nicht rütteln laſſen. Das Zwangserziehungsrecht durch punkt ein, wie der Abg. Schmitt. — Damit ſchließt die
Be=
las Schulgeſetz, ſteht alſo heute nicht zur Erörterung.
So=
die Orden genügt nicht. Hier hat der Staat ſelbſt die ſprechung.
lurge die Zulaſſung dieſer Privatſchulen geſtattet iſt, iſt Pflicht, einzugreifen.
Der Ausſchußantrag, den Antrag Schmitt
ſicht einzuſehen, daß man ihnen die Berufung der
not=
lbndigen Lehrkräfte verbieten ſoll. Man möge dabei aber
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach: Ichlanzunehmen, wird einſtimmig
angenom=
ſſerückſichtigen, daß dadurch unſeren katholiſchen Schulver= möchte nur einen Irrtum des Abg. Adelung feſtſtellen, men.
balterinnen in gewiſſem Sinne Konkurrenz gemacht wird. Herr Adelung hat gemeint, daß das Inſtitut der Eng=
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