Darmstädter Tagblatt 1913


18. Dezember 1913

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n 15

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9
Inſerate
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176. Jahrgang
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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
1913.
N 309.
Donnerstag, den 18. Dezember.
deſſen wird man auf ſozialdemokratiſcher Seite aus dieſer beſchloß das Unternehmen in Libyen nach vielem Zögern,
Die heutige Nummer hat 32 Seiten.
Tatſache ſchwerlich die entſprechenden Folgerungen ab= da man überzeugt war, daß ein endgiltiger Verzicht auf
Libyen ein wirtſchaftliches und politiſches Unglück ſein
leiten,
würde. Die Regierung wolle mit friedlichen Mitteln vor=
gehen
, und ſie habe das Vertrauen, daß ſie auch mit ge=
Das Wichtigſte vom Tage.
ringen Opfern die Pazifizierung der Bevölkerung durch=
Fürſt Bismarck
Der deutſche Botſchafter in Paris, Freiherr von
führen könne.
Schoen, iſt geſtern hier eingetroffen.
Bei der Wiederaufnahme der parlamentari=
und das Reichstagswahlrechteſchen Arbeiten werde ſie ein proviſoriſches Budget
Das Kaiſerpaar iſt geſtern mittag 12 Uhr 20 Min.
* In einem neuen Buche Regierung und Volks= für Libyen vorlegen, ebenſo Vorſchläge für eine ſoziale
von München kommend auf der Wildparkſtation
Geſetzgebung. Giolitti ging im weiteren Verlaufe
eingetroffen.
wille entwickelt Profeſſor Hans Delbrück eingehend
ſeiner Rede ausführlich auf innere Fragen ein. Er
Auf der Schichauwerft in Danzig erfolgte geſtern ſeine bekannte und haltloſe Auffaſſung, wonach Bismarck wiederholte die Erklärungen, die in der Thronrede über
in Anweſenheit des Kronprinzenpaares der Stapellauf ſeinerzeit entſchloſſen geweſen ſei, ſich von dem Reichstag, die Beziehungen zwiſchen dem Staat und
des Paſſagier= und Poſtdampfers Columbus.
mit dem er nicht mehr regieren konnte, ohne ſich vom der Kirche abgegeben wurden. Was die Einmiſchung
Der öſterreichiſche Thronfolger, Erzherzog Zentrum ganz abhängig zu machen, auf dem Wege der des Klerus in die Wahlen anbetrefſe, ſo hätten die Geiſt=
lichen
, wenn ſie auch das Recht hätten, als Bürger ihre
Franz Ferdinand, vollendet heute ſein 50. Le=
Gewalt zu befreien. Die Berliner Neueſten Nachrichten Stimme abzugeben, jedenfalls nicht das Recht, die Auto=
bensjahr
.
haben den Geſandten z. D. Raſchdau, der zur fraglichen rität ihres geiſtlichen Amtes zu gebrauchen, um einen
In der italieniſchen Kammer gab Miniſterpräſi=
dent
Giolitti eine Erklärung über die Politik Ita= Zeit in unmittelbarer Nähe Bismarcks tätig war, um Einfluß auf den Willen der Wähler auszuüben. Das
Wahlgeſetz betrachte dieſe unſtatthaften Einmiſchungen als
liens ab.
ſeine Meinung gefragt und veröffentlichen nun deſſen ein Vergehen. Zahlreiche Prozeſſe dieſer Art ſchwebten
Kardinal Rampolla iſt geſtern nacht im 71. Lebens= Antwort, in der es heißt:
vor den Gerichten. Was die religiöſen Gemein=
jahre
in Rom geſtorben.
Fürſt Bismarck hat ohne Zweifel in ſeinen An=ſchaften anbetreffe, ſo müſſe man es ſich ſehr über=
Das Heim der Heilsarmee in Cineinnatiſſchauungen über das allgemeine gleiche legen, ehe man den Grundſatz der Vereinsfreiheit an=
wurde
durch Feuer zerſtört. 8 Perſonen ſind um: Stimmrecht, das er geſchaffen (das geheime Ver=taſte. Er erinnere daran, daß das Parlament beſtändig
fahren rührt urſprünglich nicht von ihm her), ſich nicht jedes Geſetz zurückgewieſen habe, das das Vereinsrecht
gekommen, 20 wurden verletzt.
immer auf der gleichen Linie bewegt. Er hat bei Ge= beſchränken wollte. Die Regierung werde indeſſen prü=
Bei einer Exploſion in der Vulkangrube bei legenheit die Anſicht vertreten, daß er mit dieſem großen fen, ob die Geſetze, betr. die tote Hand, genau angewandt
Newcaſtle (Colorado) kamen 38 Bergleute ums Mittel die ihm urſprünglich feindlichen Elemente hat ver= würden und ſie werde dem Geſetze gemäß Fürſorge
Leben.
ſöhnen und ſie ſogar übertrumpfen wollen. Er hat er= treffen. Es dürfte jedoch nicht vergeſſen werden, daß
klärt, daß er gegenüber den namentlich in Süddeutſchland Italien durch die Freiheit geſchaffen worden ſei und daß
Tageskalender zur Geſchichte der
beſtehenden Sympathien für Oeſterreich den Wind der das Volk die Freiheit über alles kiebe. Er glaube noch
Befreiungskriege.
öffentlichen Meinung in ſeine Segel fangen wolle, und er nicht, daß die Maforität im Lande für die Einführung
18. Dezember 1813: Beginn der Einſchließung von Weſel. hat andererſeits in ſeinem politiſchen Teſtament geſchrie= der Eheſcheidung ſei. Er behalte ſich vor, einen Entwurf
Die franzöſiſche Beſatzung behauptet ſich bis Friedens=ben, daß, wenn dieſer Weg zum Unheil des Reiches aus= über die Priorität der Ziviltrauung einzubringen.
Was die innerpolitiſche Lage anbetreffe, ſo
ſchlagen ſollte, das deutſche Volk die Mittel finden werde,
ſchluß (Mai 1814).
ſich von einer ſchädlichen Einrichtung frei zu machen. Es betone er, daß, wo immer die klerikale Partei zu ſiegen
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
wäre merlwürdig geweſen, wenn dieſe Herrennatur, die l hoffte, ſie einen Kandidaten aufſtelte, der den Re=
mit
ihrem durchgreifenden Willen ſich gegen die aus der gierungskandidaten lebhaft bekämpfte. Diejenigen, welche
Mitwirkung parkamentariſcher Einrichtungen entſtehenden den Pakt unterzeichneten, durch welchen ſie ſich mit der
Monarchie und Demokratie, Reibungen innerlich auflehnte, nicht an die Möglichkeit katholiſchen Wahlorganiſation verbanden, ſeien keine Libe=
gedacht
hätte wie er des zunehmenden Widerſtandes des ralen. Infolge der Einführung des allgemeinen Stimm=
C Man ſchreibt uns: Bekanntlich erblickt die Sozial= Reichstages Herr werden könne. Darüber liegen mannig= rechts müßten jetzt die Fragen welche das Proleta=
faltige
Aeußerungen des großen Staatsmannes vor. Aus riat intereſſieren, an die erſte Stelle treten. Das Schick=
demokratie
in der Erſetzung des ſtehenden Heeres durch
die Miliz die wichtigſte Aufgabe volksfreundlicher Po= ſolchen Aeußerungen aber, die zuweilen in ärgerlicher ſal des Proletariats iſt mit demjenigen der Nation ver=
Stimmung, gelegentlich aber mit der Abſicht einer ſofor= knüpft. Die lebhafte wirtſchaftliche Konkurrenz der an=
litik
. So haben ſich in Uebereinſtimmung mit den tigen perſönlichen Wirkung auf das Gegenüber geſchahen, deren Völker hat ihren höchſten Ausdruck in dem politi=
ſozialdemokratiſchen
Rednern des Reichstags die Ge= den Schluß auf einen reifen Plan des Fürſten ſchen Kampfe des Proletariats gefunden. Ein beſiegtes
tnoſſen Groß=Berlins in den Proteſtverſammlungen aus=zu ziehen, wie dies jetzt wieder durch Prof. Delbrück! Volk wird niemals ein glückliches Proletariat haben. Das
geſprochen, die wegen der Zaberner Vorgänge einberufen geſchieht, der ſich auf einen Brief des Herrn v. Helldorff hat das italieniſche Volk erfahren, als es begeiſtert dem
beruſt, heißt denn doch das Weſen und die Be= Aufſchwung Italiens Beifall zollte. Für den Augenblick
waren. Dieſe Schwärmer für die Miliz werden aus derdingungen hiſtoriſcher Kritik verkennen, ſind die wirtſchaftlichen Kämpfe eng mit den politiſchen
SSonntagsnummer des Vorwärts, ſoweit ſie dieſelbe nicht Ich ſelbſt bin in der Lage ßeweſen, den Ereigniſſen des Kämpfen verbunden und kommen erſt viel ſpäter. In
kritiklos laſen, zu ihrer Ueberraſchung erſehen haben, daß Jahres 1890 in unmittelbarer Nähe, ich darf wohl ſagen dem gegenwärtigen Zuſtand würden wir eine Vilicht ver=
Tag für Tag. zu folgen, und ich kann danach auch meiner= ſäumen, wenn wir mit den wirtſchaftlichen Intereſſen
rdie ſchweizeriſchen Genoſſen über den Militaris= ſeits die beſtimmie Verſicherung abgeben, daß für die nicht auch die politiſchen Intereſſen des Vaterlandes ener=
rmus
der Schweitz trotz des dort beſtehenden Miliz= oben angeführten Behauptungen des Herrn Delbrück jeder giſch verteidigten.
fſyſtems genau dasſelbe Urteil fällen, wie die deutſchen tatſächliche Anhalt fehlt. Ich kann dieſe Verſicherung ab=
Die Miniſter und zahlreiche Abgeordnete beglück=
=Sozialdemokraten über den Militarismus in geben im Einvernehmen mit Perſönlichkeiten, die in der wünſchten Giolitti.
fraglichen Zeit in höchſten ſtaatlichen Stellungen an den
Deutſchland. Auch in der Schweiz beklagt die Sozial= Ereigniſſen beteiligt waren. Perſönlichkeiten, die von einer
idemokratie uferlos ſteigende Militärausgaben, auch dort ſolchen Abſicht des Fürſten, wie Prof. Delbrück ſie ihm
Deutſches Reich.
beſchwert ſie ſich wegen Ueberanſtrengung der Truppen, heute unterlegt, früher oder ſpäter hätten Kenntnis er=
Die deutſch=engliſchen Verhandlun=
lharter
Diſziplinarſtrafen und Verletzung der Gewiſſens= halten müſſen. Nichts iſt ihnen von einem ſolchen Plan
des ſcheidenden Kanzlers bekannt. Und ſo muß nicht nur
gen über Afrika ſollen, nach einer Londoner Mel=
ffreiheit
der Soldaten, auch dort wirft ſie den leitenden im Intereſſe der hiſtoriſchen Wahrheit, ſondern
Militärkreiſen vor, planmäßig einen immer größeren auch im Hinblick auf die tendenziöſe Ausnutzung dung des Temps, ſo weit vorgeſchritten ſein, daß mit der
Gegenſatz zwiſchen dem Militär und der Demokratie zur der jetzt erhobenen Anklage die von Herrn Prof Delbrück Veröffentlichung des Vertrages in den nächſten Wochen
Unterjochung des Volkes ſchaffen zu wollen, auch dort gebracht Enthüllung als jeder ernſteren Grundlage gerechnet werden könne. Dieſer Vertrag ſoll im Gegenſatz
entbehrend bezeichnet werden.
zu dem Vertrag von 1898 öffentlich bekannt gegeben wer=
klehnte
ſie im Nationalrat das Militärbudget ab. Ange=
Damit dürfte die von vornherein unglaubwürdige den, nachdem natürlich vorher die portugieſiſche Regierung
ſichts dieſer Haltung der ſchweizeriſchen Genoſſen muß Behauptung Delbrücks abgetan ſein.
von ſeinem Inhalt in Kenntnis geſetzt wurde.
es ſozialdemokratiſche Selbſttäuſchung ſein, wenn die Er=
ſetzung
des ſtehenden Heeres durch die Miliz als die wich=
Aerzte und Krankenkaſſen. Der Be=
ttigſte
Aufgabe volksfreundlicher Politik bezeichnet wird.
ſchluß des Leipziger Verbandes der Aerzte, alle Verhand=
Die demokratiſche Schweiz enttäuſcht aber die Sozialiſten Sfolittiüber die Politik Italiens. lungen der lokalen Vereine mit den Krankenkaſſen abzu=
nicht
nur im Punkte der Heeresverfaſſung, ſondern auch
* Nachdem San Giuliano geſprochen hatte, er= brechen, hat zur Folge gehabt, daß die Aerzte in mehreren
auf dem Gebiete des Steuerweſens; denn die Ein= griff Miniſterpräſident Giolitti in der Kam= weſtdeutſchen Städten die Verhandlungen eingeſtellt ha=
ben
. Sie erklären jedoch vielfach, daß der Abbruch der
nahmen derEidgenoſſenſchaft, aus denen vor allem der mer unter lebhafter Aufmerkſamkeit das Wort.
militäriſche Aufwand zu decken iſt, werden größtenteils
Erverklärte, die Regierung habe ein Recht, zu wiſſen. Verhandlungen nicht als Kampfanſage zu betrachten ſei;
rdurch Zölle, alſoldurch indirekte Steuern, aufgebracht, ob ſie auf die Unterſtützung einer feſten Majorität bei ſie würden auch jeden Kranken nach dem 1. Januar 1914
Dabei verſchlechtert ſich, heißt es im Vorwärts von den der Verwirklichung ihres Programms zählen könne, für behandeln, aber nicht als Mitglicd einer Krankenkaſſe,
das die Wähler zu den Urnen gerufen worden ſeien. San
ſchweizeriſchen Arbeitern, die Lage der Arbeiter fortwäh= Giuliano habe namens des Kabinet’s in würdiger und ſondern als minderbemittelten Privatpatienten, wie es
erend, und Tauſende ſind gegenwärtig arbeitslos, aber umfaſſender Weiſe über die auswärtige Politik geſprochen, bisher auch üblich geweſen ſei. Der Verband zur Wah=
der
Bund hat kein Geld für Arbeitsloſen=, Alters= und Die militäriſche Politik hänge mit der auswärti= rung der Intereſſen der deutſchen Betriebskrankenkaſſen
gen=Politik zuſammen. Er, Giolitti, erkläre, die Re=hielt unter dem Vorſitz von Juſtizrat Wandel von der
Invalidenverſicherung.
gierung wolle, daß die militäriſche Macht des Landes eine
In letzterer Beziehung ſteht es bei uns anders als ſolche ſei, wie ſie es zur Auslegung ſeiner Politik und Friedrich=Krupp=Geſellſchaft eine Verſammlung ab, in der
in der Schweiz= Zwar haben wir aus guten Gründen zum Schutze ſeiner Intereſſen ſein müſſe Die italie= über die Aerztebewegung und die Stellungnahme der Kaſ=
ikeine
Reichs=Arbeitsloſenverſicherung, doch zu jederniſche Politik ſei im weſentlichen eine Friedens=ſen verhandelt wurde. Die Verſammlung billigte das
AAlters= und Inbalidenrente zahlt das Reich einen Zu=politik. Aber der Friede könne einzg und allein Verhalten der Geſchäftsleitung während der Einigungs=
gewahrt
werden, indem man eiferſüchtig das Gleichgewicht verhandlungen und drückte einmütig die Anſicht aus, daß
ſchuß von 50 Mark, die die Grundlage jeder Rente bil= der internationalen Kräſte aufrechterhalte. Die Opfer.
den. Was dieſer Zuſchuß für die Arbeiter bedeutet, ver=welche die Aufreckterhaltung des Gleichgewichts erfordere, den Kaſſen nichts übrig bleiben werde, als den Kampf
tanſchaulicht die Tatſache, daß der Zuſchuß des Reiches in ſeien gering, wenn man die ſchrecklichen wirtſchaftlichen mit Entſchiedenheit durchzuführen.
den Jahren 1891 bis 1909 einen Betrag von mehr als Folgen eines Krieges bedente. Auch die italieniſche Ma=
Für die Reichstagsfahrt nach Deutſch=
rine
müſſe ſo ſein, wie ſie die geographiſche Lage des
587 Millionen Mark ausmacht. Die oben wiedergegebene Landes und der Schutz der Intereſſen ſeiner Bürger ver= Oſtafrika zum Beſuch der deutſchoſtafrikaniſchen Lan=
Auslaſſung des Vorwärts iſt geeignet, die Sozialdemo=lange.Was die libyſche Frage anbetreffe ſo habe desausſtellung 1914 in Daresſalam iſt nach der Voſſiſchen
kratie an den Vorſprung zu erinnern, den das monarchi= Italien ſich nach der Erledigung der Marokkofrage vor Zeitung von der deutſchen Oſtafrika=Linie die Entſendung
der Alternative befunden, Libyen gemäß dem Recht, wel=
ſſche
Deutſchland auf dem Felde der Sozialverſicherung
des noch im Bau befindlichen größten Schiffes der Linie
ches internationale Abmachungen ihm zuerkannt hätten,
ſelbſt der ſchweizeriſchen Demokratie gegenüber hat. In= zu beſetzen oder für immer darauf zu verzichten. Man in Ausſicht genommen. Die Dauer der Reiſe dürfte ſich

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Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember
Seite 2.
Meient
mit Einſchluß eines 14tägigen Aufenthaltes in Deutſch=
Oſtafrika auf etwa ſechs Wochen bis zwei Monate ſtellen.
Polenpolitik. Der ruſſiſche Geſetzesvorſchlag, in
der Städteordnung für Polen die polniſche Verhandlungs=
ſprache
zuzulaſſen, iſt bekanntlich vom ruſſiſchen Reichs=
Ausland.
rat abgelehnt worden. Dieſes Abſtimmungsergebnis hat
Oeſterreich=Ungarn.
beſondere Aufmerkſamkeit aus dem Grunde erregt, weil
Annahme des Marinebudgets. Die öſter= es die Verſöhnungspolitik durchkreuzte, die Kokowtzow
reichiſche Delegation hat das Budget der Kriegsmarine an= den Polen gegenüber anſcheinend mit jener Vorlage be=
genommen
. Der Marinekommandant Haus führte meh= tätigen wollte. Das ruſſiſche Einlenken in den Kurs einer
rere Beiſpiele aus den jüngſten Kriegen an, um die große Verſöhnungspolitik aber mußte inſofern Aufſehen er=
Bedeutung der Seeherrſchaft für den Ausgang des Krie= regen, als es nach der unwiderſprochen gebliebenen Dar=
ges
darzutun. Welche unheilvollen Folgen eine Ver=ſtellung des Golos Moskwy Wünſchen des franzöſiſchen
nachläſſigung der Seerüſtungen haben könne, habe ſich Generalſtabes entſpricht. Dieſer ſoll in einer Denkſchrift
im jüngſten Balkankrieg gezeigt. Unterſeeboote und Minen die Verſtändigung Rußlands mit den Polen gefordert und
allein genügte, keineswegs zum Schutze der Küſte und damit begründet haben, daß es notwendig ſei, einerſeits
des Handels. Auf die Anfrage, warum die Flotte mobi= im Falle eines deutſch=franzöſiſchen Krieges den Ausbruch
liſiert worden ſei, erklärte der Marinekommandant, die einer das ruſſiſche Heer lähmenden polniſchen Erhebung
Flotte ſei überhaupt nicht mobiliſiert worden, ſondern zu verhüten, andererſeits die Polen Preußens und Oeſter=
nur
in Dienſt geſtellt. Drei Reſervejahrgänge ſeien ein= reichs für den Anſchluß an Rußland zu gewinnen. Ob
berufen und ein Jahrgang zurückbehalten worden. Der die ruſſiſche Regierung in der Tat die Wünſche Frank=
Marinekommandant dankte ſchließlich den Delegierten, na= reichs erfüllte, als ſie den eingangs erwähnten Geſetzent=
mentlich
den Rednern des Deutſchen Nationalverbandes wurf vorlegte, muß dahingeſtellt bleiben. Hätte ſie es
für die anerkennenden Worte für die Marine. Die Dele=aber getan, ſo würde ſie wenigſtens in gewiſſem Sinne
gation begann darauf die Verhandlung des Kriegs= an die Polenpolitik Kaiſer Alexanders II. angeknüpft ha=
budgets
.
ben. Denn dieſer iſt für eine polenfreundliche Verwal=
tungspolitik
eingetreten, um die Stimmung der außer=
Italien.
Eine offiziöſe Verlautbarung zur In=halb Rußlands lebenden Polen auf alle Fälle für Ruß=
ſelfrage
. Die Tribuna antwortet dem Temps mit Be=land zu gewinnen. Kaiſer Alexander II. hat hierbei zwar
zug auf ſeine Meldung von einer engliſchen Note über die 1861 den einflußreichſten Teil der ruſſiſchen Geſellſchaft
hinter ſich gehabt, ſpäter aber allein geſtanden.
albaniſche und die Zwölfinſelfrage, Sir Edward Grey teile
2
den italieniſchen Standpunkt, daß die albaniſche Frage
nicht mit der ägäiſchen verknüpft werden dürfe, und habe
* Prinz Heinrichs Londoner Beſuch.
daher vorgeſchlagen, daß die zwölf Inſeln der Türkei un= Prinz Heinrich von Preußen hat nach einwöchigem Auf=
ter
gewiſſen Garantien für die griechiſche Bevölkerung zu= enthalt London wieder verlaſſen und die Rückreiſe nach
rückgegeben werden, ſobald Italien die Inſeln aufgeben Deutſchland angetreten. Der rein private Beſuch des
deutſchen Prinzen ſchloß auch, wie jetzt bekannt wird,
werde, nachdem der Friedensvertrag von Lauſanne von mehrere Porträtſitzungen bei dem bekannten Maler Philip=
der
Türkei vollſtändig erfüllt iſt.
de Laszlo ein. Während ſeiner Sitzungen ſoll der Prinz,
wie de Laszlo einem Journaliſten verriet, ſich mit vielem
Frankreich.
Vergnügen über England und über die Aufnahme, die
Der Senat und die Regierungser= ihm das engliſche Volk bei jedem ſeiner Beſuche bereitet
habe, geäußert haben. Er wünſche, ſo ſoll Prinz Heinrich
klärung. Im Senat wurde über die Regierungserklä=
geſagt
haben, daß das engliſche Volk einſehen möge, daß
rung interpelliert.
die Deutſchen den aufrichtigen Wunſch hätten, in freund=
Clemenceau erklärte, er habe in keiner Weiſe an der ſchaftliche Beziehungen zu dem ſtammverwandten Lande
Bildung des Miniſteriums Doumergue Anteil genommen zu treten.
und ebenſo wenig irgendeinen Politiker ausgeſchloſſen.
Miniſterpräſident Doumerque nahm in ſeiner Antwort
auf die Vorwürfe der Interpellanten, die ſämtlich der
Stadt und Land.
Rechten angehören, die Erklärung Clemenceaus auf und
Darmſtadt, 18. Dezember.
beſtätigte ſeinerſeits, daß er ihm bei der Bildung des Ka=
binetts
weder ab= noch zugeraten habe. Ueber die Frage
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Großher=
der
Wiederherſtellung verſchiedener Verhältniſſe erklärtezog empfingen am Mittwoch den Oberſt von Friede=
Doumerque weiter, er wolle Friede und Duldung, aber! burg, Flügeladjutant Sr. Maj. des Kaiſers und Königs
nicht Abdankung. Er wünſche ein ſtarkes Heer und eine und Kommandeur des 1. Garde=Regiments zu Fuß in
ſtarke Flotte und werde das Geſetz über die dreijährige Potsdam, den Oberbürgermeiſter Köhler von Worms;
Dienſtzeit in loyaler Weiſe zur Anwendung bringen. zum Vortrag den Vorſtand des Kabinetts, Geheimerat
Was die auswärtige Politik betreffe, ſo werde er kein Römheld.
Vaſall ſein, wie ein Interpellant behauptet hätte. Die Re=
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
gierung ſei vor allem patriotiſch, aber ſie werde ihre Po=Großherzog haben dem Oberlehrer an dem Real=
litik
treiben mit den Republikanern der Linken. Er wiſſe gymnaſium zu Mainz Profeſſor Dr. Auguſt Nies aus
nichts davon, daß eine Anleihe von mehreren Millionen Anlaß ſeiner Verſetzung in den Ruheſtand die Krone zu
franzöſiſchen Geldes der türkiſchen Regierung zugeſtanden dem Ritterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps
worden ſei. Die Regierung wünſche die nationalen Hilfs= des Großmütigen verliehen, und dem Regierungsbau=
quellen
für nationale Bedürfniſſe zu behalten. Doumer= meiſter Carl Bitſch zu Cöln die Erlaubnis zur An=
gue
erinnerte dann an das Rundſchreiben Caillaux’, in nahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem deut=
welchem
er ſeine Weiſungen von 1907 präziſiert und den ſchen Kaiſer und König von Preußen verliehenen Kronen=
Bankinſtituten einſchärft, in gewiſſen Geſchäften von na= ordens 4. Klaſſe erteilt.
tionalem Intereſſe den Rat der Regierung einzuholen.
Schulperſonalien. Uebertragen wurde dem Schul=
amtsaſpiranten
Karl Bernhard aus Darmſtadt die er=
England.
ledigte Lehrerſtelle an der’ Volksſchule zu Sichenhauſen,
Kreis Schotten. In den Ruheſtand verſetzt wurde die Leh=
Die engliſche Admiralität kündigt an, daß
rerin an der Volksſchule zu Mainz=Kaſtel Katharine We=
die
Schiffe des erſten Geſchwaders der Heimflotte im näch=
ber
auf ihr Nachſuchen, unter Anerkennung ihrer lang=
ſten
Jahre ihre Manöver in den ſpaniſchen Gewäſſern jährigen treuen Dienſte.
vornehmen werden. Die Schiffe verlaſſen Portland am
* Erledigt. Eine Lehrerſtelle an der katholiſchen
10. Februar und dampfen nach Vigo ab, wo ſie einen Schule zu Dieburg, eine mit einem evangeliſchen Leh=
Monat bleiben werden, um ihre gewöhnlichen Uebungen rer zu beſetzende Lehrerſtelle zu Trebur.
Anläßlich des Namensfeſtes Sr. Maj. des
durchzuführen, die ſonſt in den ſchottiſchen Gewäſſern ab=
Kaiſers von Rußland findet laut Darmſt. Ztg. am
gehalten wurden, beſonders während der letzten fünf Freitag, den 19. Dezember, vormittags 11 Uhr, in der
Jahre. Am 17. März werden die Schiffe Vigo wieder ver= Ruſſiſchen Kapelle auf der Mathildenhöhe Gottes=
laſſen
und nach Cherbourg gehen, wo ſie bis zum 23. März dienſt mit anſchließendem feierlichen Tedeum ſtatt.
Von der Techniſchen Hochſchule. Die Diplom=
verbleiben
. Zu den Oſterfeiertagen kehrt das Geſchwader Ingenieure Einar Bergve aus Fyresdal und Mathias
in die engliſchen Häfen zurück.
Sem aus Skien haben ſich am 16. Dezember d. Js. an
gar zu angenehm. Wir haben heraus geſpeiſt, und blei=
Aus neuen Mozart=Briefen. ben alſo noch bis abends 8 oder neun uhr. und nach
einer kurzen Mitteilung, nach der er ſich von Peyſer eine
** Wenn die wachſende Kenntnis der Perſönlichkeit Adreſſe an den Bankier Schefler habe geben laſſen,
eines Meiſters zur Vertiefung des Verſtändniſſes für ſeine ſchließt er: Wegen mehrere ſchreiben, und der varierten
Kunſt beiträgt, wird die große kritiſche Publikation der arie müſſen Sie ſchon heute gedult haben im Prater
Briefe Mozarts und ſeiner Familie, die der bekannte Bon= läßt ſich das natürlicherweiſe nicht thun und das ſchöne
ner Muſikhiſtoriker Ludwig Schiedermair im Verlage von Wetter kann ich wegen mein lieben Weiberl nicht verloren
Georg Müller in München erſcheinen läßt, den Bewunde= gehen laſſen. Comotion iſt ihr geſund, ich habe ihnen
rern Mozartſcher Muſik als eine willkommene Gabe gel= heute alſo nur im wenigen geſchrieben, daß wir beyde
ten, denn in den jetzt fertiggeſtellten erſten beiden Bänden gott lob geſund ſind, und ihren letzten brief richtig erhal=
legt
der Bonner Gelehrte der Oeffentlichkeit eine ganze ten haben. Nun leben ſie recht wohl. wir küſſen ihnen
Anzahl von Mozart=Briefen vor, die bisher unbekannt! 1000 mal die hände und unſere liebe ſchweſter umarmen
und ungedruckt geblieben waren.
wir im Herzen und ſind ewig dero gehorſame kinder
Die Zahl der übermütigen Kinderbriefe, die der junge W. A. und C. Mozart.
Mozart, der jugendliche Triumphator des Konzertſaales,
Spricht hier der junge, von frohen Erwartungen er=
an
ſeine Lieben richtet, wird durch einen charakteriſtiſchen füllte Ehemann, ſo äußert ſich in einem anderen ebenfalls
frohgelaunten Brief bereichert, den der Vierzehnjährige bisher unveröffentlichten Briefe der neugebackene glück=
während
ſeiner erſten Italienfahrt aus Rom an die zu= liche, aber auch ſchon der Sorge nicht mehr fremde Vater;
rückgebliebene Mutter und Schweſter richtet als Nach= am 17. Juni hat ihm ſein liebes Weib einen großen
ſchrift zu einem Briefe des Vaters. Meine Schweſter küſſe ſtarken und kugelrunden Buben beſchert aber die Pflich=
ich
ins geſicht ſchreibt der junge von neuen Eindrücken ten und Geſchäfte gönnen dem jungen Vater keine Raſt, und
und Erfolgen elektriſierte Wolfgang, und die mama die vier Tage ſpäter, am 21. Juni, ſchreibt er bereits an ſeinen
händ: ich habe noch keine ſkorpionen und ſpinen geſehen, trés cher Pére‟: Ich muß dermalen ganz kurz ſeyn, und
man redet, und höret gar nichts davon, die mama wird nur das Nothwendigſte ſchreiben, weil ich gar zu viel zu
wohl meine ſchrift könen, ſchreibt die mama mies ge= thun habe, indem eine Neue Wälſche oper aufgeführt wird,
ſchwind, dan ſonſt ſeze meinen namen darunter. Ein worinnen zum erſtenmale 2 Teutſche auftretten, welcht ſind,
zweiter bisher unbekannter Brief ſtammt von Mozart, dem meine Schwägerin die Lange, und der Adamberger, und
jungen Ehemann, der 1782 die Braut heimgeführt hat und wozu ich für die Langin 2 Ariens und für den Adamberger
nun in den Maitagen des folgenden Jahres ſtrahlend ein Rondean zu machen habe. Ich hoffe, ſie werden
Vaterfreuden entgegenſieht, ſein junges Weiberl ſorglich letzten Jubel=Brief richtig erhalten haben. Meine Frau
behütet und die gelinde Mailuft benutzt, um mit ihr hat nun die 2 kritiſchen täge als geſtern und vorgeſtern
hinaus in den Prater und in die Natur zu ziehen. Mon gott lob gut überſtanden, und befindet ſich für ihre Um=
trés
cher Pere, ſchreibt er in dieſem vom 3. Mai 1783 ſtände ganz gut; wir hoffen auch, daß alles gut gehen
aus dem Prater datiertem Briefe ich kann mich ohnmög= wird. das Kind iſt auch ganz friſch und geſund, und hat
lich entſchlüſſen ſo frühe in die Stadt hinein zu fahren.
entſezlich vielle geſchäften welche beſtehen im teinkn,
Das Wetter iſt gar zu ſchön und im Prater iſt es heute ſchlaffn, ſchreyen. . . es küßt dem Groß=Papa und der

Nummer 309.
1913.
der hieſgen Techniſchen Hochſchule der mündlichen
Doktor=Ingenieur=Prüf ung im Elektrochemiſchen
Fach unterzogen und mit Auszeichnung beſtanden.
* Der deutſche Botſchafter in Paris Freiherr v. Schoen
iſt mit Familie geſtern früh hier eingetroffen und im
Hotel Zur Traube abgeſtiegen.
Neuerungen bei der Staatslotterie. Die Preu=
ßiſch
=Süddeutſche Klaſſenlotterie hat im
Laufe der letzten zehn Jahre die Zahl ihrer Loſe und
Gewinne um mehr als das Doppelte vermehrt. Die Lot=
terie
umfaßt nunmehr 428000 Stammloſe, ſowie 214000
Gewinne und 2 Prämien, die im Geſamtbetrag von üher
71 Millionen Mark zweimal alljährlich bar ausgeſpielt
werden. Die enorme Ausdehnung dieſer größten aller
beſtehenden ſtaatlichen Klaſſenlotterien hat naturgemäß
Neuerungen im Gefolge gehabt. Dabei hat die Lotterie=
verwaltung
in erſter Linie die Intereſſen der Spieler
wahrgenommen. So iſt vor allem das frühere Mitſpiel
der Freiloſe für Rechnung der Staatskaſſe in Wegfall ge=
bracht
worden, wodurch den Spielern jetzt an Gewinnen
eine halbe Million Mark mehr in jeder Lotterie zufließen.
Ferner iſt bei der Plangeſtaltung auf immer weitere Ver=
mehrung
der ſogenannten mittleren Gewinne geſehen wor=
den
, entſprechend der anerkennenswerten Bemühung der
preußiſchen Lotterieverwaltung, möglichſt vielen Spielern
einen wirklich nennenswerten Gewinn zukommen zu laſ=
ſen
. Um die umfangreiche Lotter’e mit der bisherigen
unbedingten Sicherheit zur Durchführung bringen zu kön=
nen
, iſt die Einrichtung getroffen worden, daß die Loſe
in zwei Abteilungen (I und II) ausgegeben werden, ſo
daß auf jedes gezogene Los der gleichen Nummer in den
beiden Abteilungen ein gleich großer Gewinn fällt. Le=
diglich
Gründe der Geſchäftsvereinfachung und der Ge=
währleiſtung
unbedingter Sicherheit ſind es geweſen, die
neuerdings dazu geführt haben, von der bevorſtehenden
4. Preußiſch=Süddeutſchen (230. Königlich Preußiſchen)
Klaſſenlotterie ab die Achtelloſe in einem etwas kleineren
Format als bisher auszugeben. Dabei iſt aber auf Er=
haltung
einer gefälligen Form beſonderer Wert gelegt
worden, ſo daß das neue Achtellos ſich ſicherlich bald die
Beliebtheit der Spieler erwerben dürfte. Im Intereſſe
der Spieler iſt ferner von der 4. (230.) Lotterie ab die be=
ſtimmungsgemäße
Friſt zur Abforderung der Loſe
Klaſſe der neuen Lotterie von bisher 15 auf nunmehr
20 Tage nach beendigter Ziehung 5. Klaſſe der zuletzt ab=
gelaufenen
Lotterie erſtreckt worden. Dieſe Friſt läuft für
die Loſe 1. Klaſſe der bevorſtehenden 4. (230.) Lotterie
am 23. Dezember ab, ſo daß jedem Spieler empfohlen
werden muß, ſich ſein Los b’s zu dieſem Zeitpunkte zu
ſichern, da die Nachfrage nach Loſen recht lebhaft eingeſetzt
haben ſoll.
g. Wahlen zum Kreistag für den Kreis Darmſtadt,
Bei der geſtern nachmittag erfolgten Wahl für den Kreis=
tag
wurden die Ende 1913 ausſcheidenden Abaeordneten
des Kreistages: 1. Herr Kommerzienrat Jean Diſchin=
ger
zu Darmſtadt, 2. Herr Kommerzienrat Louis Röder
daſelbſt, 3. Herr Bierbraucreibeſitzer Wilhelm Rummel
daſelbſt, 4. Herr Kommerzienrat Louis Trier daſelbſt
ſämtlich wiedergewählt und an Stelle des verſtorbenen
Herrn Geh. Kommerzienrats Dr. Louis Merck zu Darm=
ſtadt
und des verſtorbenen Herrn Kommerzienrats Karl
Schenck zu Darmſtadt Herr Dr. Willy Merck zu Darm=
ſtadt
und Geh. Oberiuſtizrat v. Heſſert neugewählt.
* Ortskrankenkaſſenwahlen. Die Dienstag abend auf
Veranlaſſung des Ortsgewerbevereins im Für=
ſtenſaale
abgehaltene allgemeine Verſammlung der ver=
ſchiedenſten
Korporationen hatte einen überaus guten Be=
ſuch
zu verzeichnen. Vertreten waren die Großh. Handelss
kammer, Handwerkskammer, Landwirtſchaftskammer, ſo=
wie
34 Korporationen (gewerbliche, Handels= und Frauen=
organiſationen
, ſowie der ärztliche Kreisverein Darm=
ſtadt
). Namens des Ortsgewerbevereins begrüßte Herr
Stadtverordneter Sames die zahlreiche Zuhörerſchaft
und gab zunächſt einen kurzen Ueberblick über die wich=
tigſten
Beſtimmungen des Krankenverſicherungsgeſetzes,
die Kaſſenleiſtungen uſw., um dann auf die im Vorder=
grund
des Intereſſes ſtehenden Wahlen der Arbeitgeber=
ausſchußmitglieder
, die Pflichten und Rechte derſelben des
näheren einzugehen. Auf Antrag aus der Verſammlung
heraus wurde beſchloſſen, einen gemeinſchaftlichen Wahl= einzureichen; es erübrigt ſich dann jede per
ſönliche Abſtimmung, da nur ein Wahlvorſchlag als kuk=
zer
Hand gewählt gilt. Nachdem ſich noch die Verſamm=
lung
über die Art der Vertretung in dem Ausſchuß ent=
ſprechend
der Zahl der Verſicherten der einzelnen Grup=
pen
geeinigt hatte wurden die verſchiedenen Wahlvol=
ſchläge
für 30 Mitglieder, 30 1. Erſatzmänner und 302a
Erſatzmänner entgegengenommen. Von beſonderer Er=
wähnung
iſt hierbei, daß für die Folge u. a. in dem Auss=
ſchuß
der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt 9
Frauen, 3 Aerzte und 1 Rechtsanwalt als Mitalieder be=
ziehungsweiſe
1. und 2. Erſatzmitglieder vertreten ſein
werden. Für die endgültige Feſtſtellung der Wahlvor=
ſchlagsliſte
wurde noch eine fünfgliedrige Kommiſſion ges
wählt und die lebhaft verlaufene Verſammlung alsdann
von dem Vorſitzenden unter Dankesworten geſchloſſen.
tante die hände. Dann aber fährt er fort: Nun wegen
dem Varesco. Der Plan gefällt mir ganz gut; Nun
muß ich gleich mit dem graf Roſenberg ſchprechen, um dem
Poeten die belohnung zu verſichern. daß aber hr.
varesco an dem incontro der opera zweifelt, finde ich
ſehr beleidigend für mich daß kann ich ihm ver-ſichern,
daß ſein Buch gewiß nicht gefällt, wenn die Muſique nicht
gut iſt. die Muſique iſt alſo die hauptſache bey der
opera; und wenn es alſo gefallen ſoll (und er folglich
belohnung hoffen will) ſo muß er mir ſachen verändern
und umſchmelzen ſo viel und oft ich will, und nicht ſeinem
Kopfe zu folgen, der nicht die geringſte Pracſis und
theaterkenntnüß hat.
Von dem Kampfe um ſeine Kunſt und zugleich von dem
Kampfe um ſeinen Lebenserwerb berichtet dann ein ande=
rer
, bisher unbekannter Brief vom 20. März 1784, in dem
Mozart ſeinem Vater eine genaue Liſte der Subſkribenten
zu ſeinen Konzerten ſchickt und mit ſichtlichem Stolze mit=
teilt
, daß er allein um 300 abbonenten mehr als Richter
und Fiſcher verzeichnen kann. Sein erſtes Konzert ſei
glücklich abgelaufen, der Saal war angeſteckt voll ſein
neues Konzert hat außerorentlich gefallen. Allein das
folgende hat er verſchieben müſſen, morgen hätte meine
erſte akademie im theater ſeyn ſollen fürſt Louis Lich=,
tenſtein giebt aber bey ſich opera entführt mir nicht allein
den Kern der Nobleſe, ſondern debauchiert mir auch die
beſten leute aus dem orcheſtre. Bis nach der Faſtenzeit
bittet er den Vater, mit ihm Geduld zu haben; er iſt mit
Verpflichtungen und Arbeiten überhäuft, gibt eine Liſte,
nach der er vom 1.31. März allein 19 Konzerte abſol=
vieren
muß; Nun können Sie ſich leicht vorſtellen, daß
ich nothwendig neue Sachen ſpielen muß und da muß man
alſo ſchreiben. Der ganze Vormittag iſt den Scholaren ge=
widmet
. Habe ich nicht genug zu tun? Ich glaube
nicht, daß ich auf dieſe Art aus der Uebung kommen kann,

[ ][  ][ ]

5


a

Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember
2 Land= und forſtwirtſchaftliche Veruſsgensſenſchaſtſ werden die Ghauſſedecken wieder ſahrdar gemacht,
für das Großherzogtum Heſſen. Es wird uns von der ſo daß in ein bis zwei Tagen die Sperrung dieſer
land= und forſtwirtſchaftlichen Berufs= Straßen aufgehoben werden kann. Im Pfründnerhaus
genoſſenſchaft in Darmſtadt mitgeteilt, daß die garten iſt man auch ſchon mit dem Mauern des
neuen Rentenquittungen vom 30. Dezember Kanals beſchäftigt.
1913 ab bei den Bürgermeiſtereien des Wohn=
§ Unfall. Am Dienstag nachmittag kurz nach 4 Uhr
orts koſtenlos erhältlich ſind. Es wird den kam an der Ecke Schillerplatz und Landgraf=Georgſtraße
Rentenempfängern empfohlen, ſich rechtzeitig in den Be= ein Schüler durch eigene Unvorſichtigkeit unter einen
ſitz der neuen Formulare zu ſetzen, damit unnötige Gänge Motorwagen der elektriſchen Straßen=
an
die Poſt vermieden werden.
bahn. Der Wagenführer brachte den Wagen ſofort
* Wohnungsſtatiſtik. Vom Darmſtädter Haus= zum Stehen und es iſt der Geiſtesgegenwart desſelben
beſitzerverein werden wir um Aufnahme folgender zu verdanken, daß weiteres Unglück verhütet wurde. Der
Erklärung erſucht: Seitens eines hieſigen Stadtver= Schüler erlitt keinerlei Schaden.
ordneten wird zurzeit eine Statiſtik über leer=
§ Fahrraddiebſtahl. Am Dienstag nachmittag
ſtehende Wohnungen verſandt, der amtliches Ma=zwiſchen 3 und 4 Uhr iſt aus dem Flur eines Hauſes
terial zugrunde liegen ſoll. Wir ſtellen hiermit feſt, daß in der Schuchardſtraße ein Fahrrad geſtohlen
dieſe Statiſtik auf Grund uns vorliegenden, unanfecht= worden. Das Fahrrad iſt Marke Saalburg, hat
baren Materials keinerlei Anſpruch auf Richtigkeit und ſchwarzen Rahmenbau und ſchwarze Felgen.
Vollſtändigkeit erheben kann.
Kunſtverein Heſſen. Die Weihnachtsaus=
ſtellung
heſſiſcher Künſtler in der Kunſthalle
Strafkammer II.
am Rheintor erfreut ſich nach wie vor eines regen Zu=
g
Wegen Vergehens gegen die Beſtimmungen des
ſpruches und Beifalls. Verkauft wurden bisher 21
Werke, von denen der Verein zu Verloſungszwecken 11,Geſetzes zur Berämpfung des unlauteren
die Stadt Darmſtadt für ihre geplante Galerie 3 Wettbewerbs verhandelte geſtern die Strafkam=
in
ihren Beſitz brachte. Von den nicht aus dieſer Aus= mee II gegen den Schuhwarenhändler Chriſtian Kauf=
ſtellung
herrührenden Vereinsgaben veranſtaltet die Ge=mann und den Maler Karl Fiſcher, beide von Offen=
ſchäftsführung
für Sonntag, den 21. d. M., und die bei= bach. Kaufmann, der früher die Schuhfabrik Chattia‟
den folgenden Tage eine kleine Sonderausſtellung betrieb, war Eigentümer der Schuhgeſchäfte in der Bie=
im
Geſchäftszimmer (Oberſtock), zu deren Beſichtigung bererſtraße und am Marktplatz. In erſterem Geſchäft wur=
jeder
Beſucher der Kunſthalle freundlichſt eingeladen iſt. den beſonders billigere Qualitäten geführt. In der Zeit
Die Verloſung ſelbſt erfolgt am Dienstag, den 23. vom 15. März bis 19. April dieſes Jahres veranſtaltete
d. M., um 3 Uhr nachmittags, im großen Oberlichtſaal; Kaufmann einen ordnungsmäßig angemeldeten Räu=
der
Schluß der Ausſtellung findet am 24. Dezember, mit= mungsausverkauf in der Filiale in der Biebererſtraße
tags ein Uhr, ſtatt.
wegen Aufgabe dieſer Filiale. In den Bekanntmachungen
Ornis. Die Dezemberverſammlung eröffnete der wurde angelündigt, daß ein Preisnachlaß bis zu 50 Pro=
erſte
Vorſitzende. Herr Rechnungsrat Schömer, unter zent erfolgt ſei. Es wird dem Angeklagten Kaufmann
dem Ausdruck des Dankes an die Anweſenden für ihr nun zur Laſt gelegt, daß die in dem Ausverkaufe verlang=
zahlreiches
Erſcheinen Die vom erſten Schriftführer, Herrn ten Preiſe kein beſonders günſtiges Angebot darſtellten,
Wenz. verleſenen Niederſchriften wurden genehmigt. Zu ſondern die Bekanntmachungen nur den Anſchein eines
Punkt 1 der Tagesordnung, Ausſtellung in Pfungſtadt, ſolchen hervorrufen ſollten. Ferner ſollen Nachſchübe wäh=
erſtattete
der zweite Vorſitzende einen eingehen= rend des Ausverkaufs aus dem Hauptgeſchäft am Markt=
den
Bericht, der eine lebhafte Ausſprache hervorrief. All= platz erfolgt ſein. Fiſcher iſt der Beihilfe angeklagt. Die
gemein wurde über die fehlerhafte Prämiierung der Tiere Angeklagten beſtreiten beide Anklagepunkte. Der als
geklagt. Auch ihre Verpflegung habe zu wünſchen übrig Sachverſtändiger vernommene Fabrikant Wallerſtein
gelaſſen. Ueber die Wahl der Preisrichter für 1914 re= bekundet, die von ihm vorgefundenen Waren ſeien meiſt
ferierte der zweite Vorſitzende. Er empfahl, den vom Vor= einfache Schuhwaren geweſen und die verzeichneten Preiſe
ſtand vorgeſchlagenen Herrn Artur Wulf in Leipzig, der waren normal, ein Ausverkaufspreis ſei nicht verzeichnet
als hervorragender Preisrichter allgemein bekannt ſei, ein=! geweſen, doch wurde ihm von den Verkäuferinnen mitge=
ſtimmig
zu wählen. Die Verſammlung beſchloß dem Vor= teilt, daß ihnen die Feſtſetzung der Verkaufspreiſe über=
ſchlag
entſprechend. Nun wurde zur reichhaltigen Weih= laſſen ſei. Die Herabſetzung durfte bis zu 50 Prozent
nachtsverloſung von lebenden Hahnen, Tauben, betragen, wie ihm mitgeteilt wurde. Ob eine ſolche Her=
ſowie
Gerſte und Weizen geſchritten. Viele der Anweſen= abſetzung erfolgte, konnte er nicht feſtſtellen. Frau Geh=
den
trugen zwei und drei Gewinne nach Hauſe. Um fret jetzt Eigentümerin des Geſchäfts in der Bieberer=
11½ Uhr ſchloß der erſte Vorſitzende mit den beſten Wün= ſtraße, gibt an, daß Waren aus dem Geſchäft am Markt=
ſchen
zum Weihnachtsfeſte die Verſammlung.
platz geholt worden ſeien. Eine weitere Zeugin bekundet,
m. Aus der Johannesgemeinde. In dem kirch= daß Kaufmann ſelbſt Schuhe vom Marktplatz nach dem
lichen Voranſchlag für das Jahr 1914 iſt der elek= Geſchäft in der Biebererſtraße im Ruckſack gebracht habe.
triſche Antrieb beim Glockenläuten, beim! Die Angeklagten behaupten, die Waren, die nachträglich
Aufziehen der Uhr, ſowie dem Ziehen der Orgelbälge geholt worden ſeien, kamen aus dem Lager in der Auſtraße.
vorgeſehen worden. Der Motor, der dieſe Arbeit zu Auch die Schuhwaren, die K. ſelbſt hineingebracht habe,
leiſten hat, findet im Turm Unterkunft. Die Koſten für ſtammten aus dieſem Lager. Wenn doch etwas aus dem
dieſe Einrichtungen belaufen ſich auf 2420 Mk. Die Geſchäft am Marktplatz geholt worden ſei, ſo ſei dies
Einnahmen und Ausgaben berechnen ſich auf ie gegen ſein Wiſſen und gegen ſein ausdrückliches Verbot
22 340 Mk. Trotz mancher Mehrausgaben für einzelne geſchehen. Der Staatsanwalt ließ die Anklage gegen
Poſten, wie der zuerſt genannte, findet eine Er=Fiſcher fallen und beantragte gegen Kaufmann wegen
höhung der Steuer nicht ſtatt. Die Ver=
Vergehens gegen § 4 des Geſetzes zur Bekämpfung des
größerung des Gemeindeſaals, ſowie die Vermehrung unlauteren Wetibewerbs 200 Mark und gegen § 8 400
der Zimmer für die Schweſtern im Gemeindehaus in Mark Geldſtrafe, evtl. für je 5 Mark einen Tag Gefäng=
der
Kahlertſtraße iſt für die nächſten Jahre vorgeſehen.
nis. Das Gericht ſprach den Angeklagten Fiſcher
Weihnachtsfeier. Die vor etwa 25 Jahren unter frei und verurteilte Kaufmann nur wegen des Wa=
dem
Protektorat der Prinzeſſin Alix begründete Strick= rennachſchubes zu 200 Mark Geldſtrafe evtl. 40 Tagen Ge=
ſſchule
des Evangel. Bundes in Beſſungen
fängnis.
rmodern Kinderhort genannt beging geſtern ihre
Die 18jährige Luiſe Hedwig Wöhl von Eichenberg
Weihnachtsfeier. Ueber 200 Kinder waren im
Saale des Gemeindehauſes um den Chriſtbaum ver= hat am 4. Juni 1912 in Offenbach ihrem unehelichen Kinde
ſſammelt und zeigten durch Geſang und Deklamation von gleich nach der Geburt eine Schnur um den Hals gelegt
Liedern und Weihnachtsſpielen, wie ihnen die tiefe Be= und es dann in einem Karton im Keller unter den Holz=
ideutung
der Weihnacht zum Bewußtſein gebracht worden vorräten verſteckt. Die Leiche wurde erſt kürzlich aufge=
war
. Die unter der Leitung von Freifrau v. Stein funden. Die Angeklagte gibt an, bei der Tat von Sinnen
rund Frl. de Weerthſtehende Schule erfüllt an ihrem geweſen zu ſein, ſo daß ſie nicht wiſſe, ob das Kind gelebt
Teil für dieſen Stadtteil dieſelbe dankenswerte Auſgabe, hat. Kreisarzt Medizinalrat Dr. Königer hält es für
twie die Strickſchule in der Rundeturmſtraße, die in möglich, daß das Kind zurzeit der Tat gar nicht gelebt
hat, weshalb das Gericht die Angeklagte nur wegen eines
idieſen Tagen ihr 25jähriges Beſtehen feiern darf.
Kanarienausſtellung. Man ſchreibt uns: Vom Verſuchs des Kindesmordes zu 9 Monaten
u3. bis 15. Dezember hielt der Verein Züchter! Gefängnis abzüglich 1 Monat der Unterſuchungs=
eedler
Kanarien Darmſtadt ſeine Ausſtellung haft, verurteilte.
Zwei junge 15jährige Offenbacher Bürſchchen hatten
mmit Prämiierung und Verloſung in dem feſtlich
dekorierten Mathildenhöhſaal ab. Daß der Verein mit! in Frankfurt Fahrraddiebſtähle begangen und deshalb
gan der Spitze marſchiert, zeigte das ſchöne Reſultat von Strafe zu gewärtigen. Sie beſchloſſen deshalb, zu fliehen
40 erſten und 20 zweiten Preiſen nebſt 12 Ehrenpreiſen. 1 und erbrachen die Kaſſette eines bei der Mutter des
Die Ausſtellung erfreute ſich eines recht zahlreichen Be= einen Burſchen wohnenden Logisherrn, um Geld zur
ſſuches und es entwickelte ſich ein reger Verkauf von Reiſe zu erhalten. Es fielen ihnen 12 Mark bares Geld,
Kanarienvögeln. Der Abſatz der gelben Loſe war ſo ein ſilbernes Armband und Kette und eine goldene Kette
fſſtark, daß am zweiten Ausſtellungstage keines mehr zu in die Hände. Sie gelangten bis nach Saarlouis, wo
verhalten wor. Mit dieſer ſeiner Ausſtellung hat der ihnen das Geld knapp wurde. Sie erhalten jeder drei
Werein aufs neue ſeine Leiſtungsfähigkeit bewieſen. Be= Wochen Gefängnis.
ſtellungen für Weihnachtsbedarf an Vögeln ſind im
Die 16jährige Dienſtmagd Roſa Röder aus Obers=
Wereinslokal, Dieburgerſtraße 26, abzugeben.
feld hat am 24. Oktober in Offenbach auf einen Kranken=
m
. Die Kanalarbeiten in der Ireneſtraße und ſchein ihrer Freundin 5,44 Mark bei der Krankenkaſſe er=
Frankfurter Straße ſind beendet. Eben hoben und mit deren Namen quittiert. Sie wurde wegen

e
wurden. Aber nun wandelte ſich mit einem Schlage die
Szene. Ein blühendes, glückliches Land nahm ſie auf,
Feuilleton.
und die 200 malayiſchen Eingeborenen der Inſel hegten
C.K. Ein Seemannsidyll auf der Oſterinſel. Qualen und pflegten ſie. Ich muß ſagen, ſo erzählte Benſon,
lund Entbehrungen wie aus der Hölle und idylliſche Freu= daß wohl Gott niemals beſſere Herzen in menſchliche
den in einem irdiſchen Paradies das waren die roman= Weſen geſenkt hat, als in dieſe braunen Männer und
tiſchen Gegenſätze, die die Mannſchaft des viermaſtigen Frauen, die uns mit ihren Ochſen auf ihren alten Holz=
Schoners Eldorado im ſüdlichen Stillen Ozean durch= karren wie verlorene Kinder in ihr Vaterhaus brachten
Ulebte. Der Kapitän des Schiffes, der mit zwei Matroſen in und uns pflegten, wie nur Mütter ihre Babys. Sie koch=
San Franzisko landete, gab eine ausführliche Schilderung ten uns nährende Suppen und ſtärkende Kräutertees; die
Der Abenteuer, die die Phantaſie eines Romandichters in Frauen badeten unſere Füße und Hände in heilendem
wen Schatten ſtellt. Die Leute der Eldorado waren. Oel. Die Oſterinſel wurde für ſie zu einem Seemanns=
am
13. Juni gezwungen, das Schiff, das in einem furcht= idyll, in dem ſie 101 Tage in Freude und Wonne verbrach=
Garen Sturm leck geworden war, zu verlaſſen, und retteten ten. Nicht nur der Körper, auch das Herz fand Erquickung,
ſſich mit geringem Proviant in ein Boot. Es waren zehn die braunen Frauen ſchenkten den rauhen Seebären ihre
Leute mit dem Kapitän Benſon an der Spitze; ihre ein= Liebe; ſechs von ihnen heirateten und die anderen ver=
zige
Hoffnung beſtand darin, daß ſie die faſt 1500 Kilo= lobten ſich; ſie beſchloſſen, nie mehr ihr Geſchick den trü=
nneter
weſtlich gelegene Oſterinſel erreichen könnten. So geriſchen Wellen anzuvertrauen, ſondern in dieſem Para=
hange
noch Speiſe und Trank reichten, waren ſie guter dies heimiſch zu werden. Sieben haben dies Gelübde ge=
Dinge, erzählten ſich Geſchichten, ſangen und beteten jede halten und ſind heut glückliche Bewohner und Familien=
Stunde. Aber als dann das grauſige Geſpenſt des Hun= väter der Oſterinſel. Der Kapitän und zwei andere aber
ggers ſie immer grimmiger packte, als die Hoffnung, die bekamen Sehnſucht nach der Ziviliſation, kamen in einem
Oſterinſel zu erreichen, nur noch als ein ungewiſſes Irr= offenen Boot mehr als 3000 Kilometer weit bis Tahiti
licht vor ihren Augen ſtand, da ergriff ſie allmählich und von dort nach Amerika zurück.
* Kaiſer und Sozialdemokratie. Beim Beſuch des
dumpfe Verzweiflung. Neun Tage verbrachten ſie in dem
Boot, allen Unbilden des Wetters ausgeſetzt. Da endlich Münchener Rathauſes wurde dem Kaiſer auch der ſozial=
kam
die Oſterinſel in Sicht. Sie waren alle ſo ſchwach, demokratiſche Gemeindevorſtand Witti vorgeſtellt. Der
o zermürbt, faſt ſtimmlos, Hände und Füße von dem j Kaiſer ſchüttelte dem Sozialdemokraten die Hand und
Meerwaſſer geſchwollen, daß ſie ſich nicht mehr auf den ſprach zu ihm: Walten Sie hier Ihres Amtes? worauf
Füßen halten konnten; ſelbſt zum Landen an der Inſel der Sozialdemokrat erwiderte: Jawohl. Majeſtät.
wwaren ſie bei dem rauhen Wetter zu ſchwach, ſo daß ſie erſt! Auch die Kaiſerin zog den Sozialdemokraten in ein länge=
am
elften Tage von den Eingeborenen an Land gefiſcht res Geſpräch und erkundigte ſich bei dieſer Gelegenheit nach

1913.
Seite 3.
Arkundentäſchung und Betrugs zu 10 Wochen Ge=
fängnis
, abzüglich 3 Wochen, verurteilt.
Der 29jährige Fuhrmann Otto Friedrich Diether
von Offenbach hat am 15. Oktober zwei Kohlenſchippen
von einem Wagen weggenommen, angeblich zur vorüber=
gehenden
Benutzung. Da jedoch auf dem einen Stiel das
Eigentumszeichen ausgekratzt worden iſt erſcheint dies
wenig glaubhaft. Das Gericht verurteilt den Angeklag=
ten
wegen Rückfallsdiebſtahls zu der Mindeſt=
ſtrafe
von 3 Monaten Gefängnis.
Zu der Berufungsverhandlung gegen Karl Gores
von Egelsbach wegen Nichterſcheinens zu Feuerwehr=
übungen
werden wir erſucht, mitzuteilen, daß Gores nicht
Kaufmann, ſondern Uhrmacher iſt.
Eberſtadt, 17. Dez. (Hausbeſitzerverein.) Man
ſchreibt uns: Hier wurde unter zahlreicher Beteiligung der
hieſigen Hausbeſitzer unter Vorſitz des Herrn Heyum
und unter Teilnahme der Herren v. Heſſert, Dr. Bopp,
Haury und Geſchäftsführer Ziegler vom Darmſtädter
Hausbeſitzerverein nach ausführlichen Referaten über Zweck
und Ziele der Organiſation ein Hausbeſitzerver=
ein
gegründet. Es traten an demſelben Abend eine
ſtattliche Anzahl Mitglieder bei. Der Verein hat, wie alle
anderen Hausbeſitzervereine den Zweck, die Intereſſen der
Hausbeſitzer zu vertreten und den Hausbeſitz vor weite=
ren
ungerechten Belaſtungen zu ſchützen. Die Behauptung,
als bezwecke ein Hausbeſitzerverein eine Steigerung der
Mieten, gehört ins Reich der Fabel, eine derartige Maß=
nahme
läge, ſelbſt, wenn ſie gewollt würde, gar nicht in
der Macht eines Hausbeſitzervereins. Die Wohnungs=
preiſe
regulieren ſich lediglich nach Angebot und Nach=
frage
. Das Netz der Hausbeſitzervereine im Großherzog=
tum
Heſſen erſtreckt ſich über alle Städte und iſt zu hof=
fen
, daß auch die übrigen größeren Gemeinden dem Bei=
ſpiele
Eberſtadts folgen. Mögen auch in Eberſtadt alle
dem jüngſten heſſiſchen Hausbeſitzerverein noch fernſtehen=
den
Hausbeſitzer die Notwendigkeit der Organiſation er=
kennen
und ſich alsbald dem Verein anſchließen, ſo daß
bis zur nächſten Verſammlung kein Eberſtädter Hausbe=
ſitzer
ſeinem Verein mehr fernſteht.
* Griesheim, 17. Dez. (Todesfall.) Im Kran=
kenhauſe
zu Darmſtadt verſchied heute Herr Lehrer J.
Muth von hier. Der Verſtorbene, der interimiſtiſch die
Stelle des Hauptlehrers verſah, hat es verſtanden, durch
ſein ſehr leutſeliges Weſen ſich die Sympathie unſeres
ganzen Ortes zu erwerben, und wird ſein früher Heim=
gang
allgemein bedauert.
M. Groß=Zimmern, 16. Dez. (Von der Jagd.)
Die hieſige und Gundernhäuſer Jagd war bis zum letzten
Jahre in Händen des ruſſiſchen Kammerherrn Baron
Bioncourt vereinigt. Bei der letzten Verſteigerung wurde
aber beim Nachgebot für letztere Jagd von Herrn Likör=
fabrikant
Ludwig Palmy=Gundernhauſen ein Mehrgebot
von 1 Mark abgegeben, den ſie nun alljährlich nahezu auf
4000 Mark zu ſtehen kommt. Da dieſe Jagd hauptſäch=
lich
Durchgangswild hat aus hieſigem Walde, ſo iſt es
nicht verwunderlich, daß bei der letzten Gundernhäuſer
Waldtreibjagd, die den weitaus größten Teil reſp. Wert
der Geſamtjagd ausmacht, gerade 11 Rehe, 11 Häs= und
Füchslein von einer großen beteiligten Jägerſchar ge=
ſchoſſen
wurden. Vom Herrn Jagdbeſitzer da ein Wild=
pret
zum Selbſtkoſtenpreis zu beſtellen, gäbe einen koſt=
ſpieligen
Weihnachtsbraten!
Offenbach, 17. Dez. (Ein Schiffsunfall) er=
eignete
ſich am Dienstag im Offenbacher Hafen dadurch,
daß ein dem Schiffseigentümer Schreck gehöriges Kohlen=
ſchiff
in der Mitte barſt. Das Schiff wurde durch
zwei Kräne über Waſſer gehalten. Der Unfall iſt offen=
bar
darauf zurückzuführen, daß die Entladung ungleich=
mäßig
vorgenommen wurde. (Zur Linderung
der Arbeitsloſigkeit), ſowie zur Hebung des
Baugewerbes ſoll mit der Ausführung der grö=
ßeren
Kanalarbeiten bereits in den nächſten
Wochen begonnen werden. Da mit Rückſicht auf die Hoch=
waſſerperiode
mit dem anfänglich vorgeſehenen Bau des
Hauptſammelkanals nicht begonnen werden kann, ſoll zu=
nächſt
die Neukanaliſation einer Anzahl Straßen zur Aus=
führung
gelangen. Der Spezereihändler Friedrich
Haſchert ſtieß in Offenbach, als er auf ſeinem Fahr=
rad
einem Straßenbahnwagen ausweichen wollte, mit
einem Fuhrwerkzuſammen und wurde über=
fahren
. Er erlitt neben ſchweren Rippenbrüchen er=
hebliche
innere Verletzungen, die ernſter Natur ſind, doch
hofft man, ihn am Leben zu erhalten.
Biſchofsheim, 17. Dez. (Zweite Hypotheken.)
Der hieſige Gemeinderat beſchloß, für die zweiten Hypo=
theken
der Gemeinnützigen Baugenoſſenſchaft, die für die
jetzt im Bau befindlichen neun Häuſer 28000 Mark aus=
machen
, die Bürgſchaft ſeitens der Gemeinde zu über=
nehmen
.
Geinsheim, 17. Dez. (Ertragreiche Jagd.) Die
diesjährigen Jagden im Ried, im Gebiet Geinsheim= Lee=
heim
, die rund 12000 Morgen umfaſſen und zu den er=
tragreichſten
der ganzen Provinz zählen, ſind jetzt be=
endet
. Es wurden von den acht Teilnehmern im ganzen
1300 Haſen, 8 Rehe und etliche Faſanen erlegt. (Der
Petroleumſtreik) iſt jetzt beendet, die Händler
verkaufen wieder das Leuchtmaterial. Letztere beſtreiten
den Kindern, die dem Kaiſerpaare beim Eintritt in den
Sitzungsſaal den Choc: Lob ſei dem Herrn als Be=
grüßung
geſungen hatten.
* Das Erkennungszeichen. Wie das Wolfenbütteler
Kreisblatt erzählt, hatte ein Geſchäftsmann in Braun=
ſchweig
einen Freund beſucht und aus deſſen Garten zwei
noch blühende Roſen mitgenommen, um ſie ſeiner Gat=
tin
zu ſchenken. Als der Mann in Braunſchweig umſtieg
und dabei die Blumen recht ſorgſam vor ſich hielt, wurde
er plötzlich von zwei weichen Frauenarmen umſchlungen
und ein ſüßer Mund flüſterte ihm Liebesworte zu. Der
alſo Ueberraſchte wehrte ſich entſchieden gegen djeſe Lieb=
koſungen
und bat die Dame um Aufkläruna. Das ent=
fachte
aber nur den Zorn der Schönen. Sie bedeutete ihm,
daß er ja das verabredete Erkennungszei=
chen
, zwei Roſen, in der Hand halte, und wenn er ſie
nicht mehr lieb haben könne, ſo fordere ſie wenigſtens die
Reiſekoſten nach Hannover zurück. Dieſe Epiſode ſoll aus
dem Blumenfreund einen Blumenfeind gemacht haben.
* Die Furcht vor Bleiſoldaten. Der Vorwärts eifert,
wie alljährlich, an der Spitze der zweiten Beilage ſeiner
Nr. 329 gegen die Weihnachtsſoldaten weil ſie als
Spielzeug geeignet ſeien, ſchon die Jugend mit mili=
tariſtiſchem
Geiſte zu erfüllen. Der Humor dabei iſt, daß
in der 5. Beilage derſelben Nummer eine fette Anzeige
ſteht, in der man Trompeten, Trommeln, Soldaten,
Feſtungen anpreiſt, und die Verlockung zum Kauf von
Bleiſoldaten noch durch eine recht verfängliche Abbildung
erhöht. Die Abbildung ſtellt nämlich ein beſpanntes Ge=
ſchütz
dar anſcheinend eine Krupp=Kanone!

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember
Seite 4.
übrigens, die Abſicht gehabt zu haben, mit den Peiro, den Stabtſackel zu zahen haben. Die Zahl der beſiener=
leumverkauf
zu ſtreiken, die Kalamität ſei vielmehr da=ten Hunde iſt ſtändig zurückgegangen. Während ſie
durch entſtanden, daß die Petroleumlieferung ausgeblie= noch im Jahre 1909 39926 betrug, ſank ſie 1910 auf 37 631
und 1911 auf 35 560, um im letzten Etatsjahr ſogar auf
ben war.
W. Lorſch, 17. Dez. (Brand eines Automo=34443 zurückzugehen. Da jetzt jeder Hund jährlich 30 Mark
bils.) Geſtern abend 8½ Uhr entſtand auf der Chauſſee koſtet, ſo iſt über 1 Million Mark Hundeſteuer in die Ber=
nach
Bensheim ein großes Brandunglück. Das Auto liner Stadtkaſſe gefloſſen. Die Zahl der ſteuerfreien Hunde
eines Darmſtädter Herrn, das von Mannheim iſt in den letzten Jahren ſtändig geſtiegen. Sie wuchs
kam, geriet in Brand, der noch 30 Liter enthaltende Ben= von 6055 im Jahr 1909 auf 6518 im Jahre 1911 und auf
zinbehälter explodierte und im Augenblick ſtand der ganze 6740 im letzten Jahre. Für die große Liebe der Hunde=
Wagen in Brand. Die Flammen ſchlugen haushoch beſitzer zu ihren Tieren ſpricht auch die Tatſache, daß viele
ſogar nach erfolgloſer Pfändung die Hundeſteuer bezah=
empor
. Mit Mühe konnten ſich die Inſaſſen noch retten.
Lampertheim, 17. Dez. (Die Vereinigten len, wenn der vierbeinige Liebling zwangsweiſe dem
Landwirte) hielten ihre diesjährige Generalver= Tierſchutzverein überwieſen werden ſoll.
17. Dez. Der frühere Forſtauſſeher und ſtellvertre=
ſammlung
ab, in der auch über den Zuckerrüben=Anbau
und den Ankauf von Saatkartoffeln verhan= tende Gutsvorſteher Groß wurde wegen verſuchter Ver=
delt
wurde. Es iſt den Mitgliedern freigeſtellt, ihre leitung zum Meineide und Beleidigung zu 26
Zuckerrüben an jede der für den hieſigen Platz in Frage Monaten Zuchthaus unter Anrechnung von zwei
kommenden Zuckerfabriken (Waghäuſel=Offſtein und Monaten Unterſuchungshaft verurteilt. Auf der Wann=
Rheingau=Worms) zu verkaufen. Lebhafte Klage wurde ſeebahn wurde heute nacht zwiſchen Berlin- Zehlendorf=
über
die in dieſem Herbſt durch die Zuckerfabrik Gerns= Weſt einem Fabrikanten eine goldene Uhr im Werte
heim den Landwirten zuteil gewordene Behandlung ge= von 1000 Mark und eine Brieftaſche mit 1500
führt und gefordert, daß bei der Abnahme der Rüben Mark geraubt.
Frankfurt, 17. Dez. (Für die Mirakel= Auf=
auch
ein Vertrauensmann der Landwirte zugezogen werde.
Hierauf ſei ſchon jetzt bei Abſchluß der Akkorde Rückſichtführungen) die in der Feſthalle unter perſönlicher
zu nehmen. Der Ankauf der Saatkartoffeln ſoll im kom= Leitung von Max Reinhardt am 23., 25., 26. Dezember
menden Jahre bei der deutſchen Landwirtſchaftsgeſellſchaft als Gaſtſpiel des Deutſchen Theaters Berlin ſtattfinden,
getätigt werden. Der Verein zählt zurzeit 170 Mitglieder, iſt der dekorative Einbau nunmehr vollendet. Das
Innere der Halle wird ſich in gänzlich veränderter Geſtalt
Das Vereinsvermögen beträgt 206 Mark.
Mainz, 17. Dez. (Selbſtmordverſuch.) Ein in präſentieren. Gegenüber dem Haupteingang iſt ein Kir=
einem
hieſigen Hotel bedienſtetes Mädchen ſprang geſtern cheneinbau errichtet worden, der in einer Breite von nicht
mittag von der Eiſenbahnbrücke in ſelbſtmörderiſcher Ab= weniger als 56 Metern die ganze Südfront der Halle ein=
ſicht
in den Rhein. Nachdem es eine größere Strecke ge= nimmt. Mit einer Höhe von 24 Metern erreicht dieſer
trieben war, wurde es mittels Nachen gerettet und in das Monumentalbau die Maßverhältniſſe eines fünfſtöckigen
St. Rochusſpital verbracht. Als Beweggrund der Tat Hauſes. Das Seitenſchiff der eingebauten Kirche wird
kommt Liebeskummer in Frage. Das kürzlich in der durch Fenſter von 8 Meter Breite und 18 Meter Höhe ab=
geſchloſſen
. In dieſen Dimenſionen gleicht jedes Fenſter
Stadthalle vom hieſigen Journaliſten= und Schriftſteller=
verein
und vom Krippenverein veranſtaltete Nikolaus= der Bühnenöffnung eines Normaltheaters. Die öſtlichen
Wohltätigkeitsfeſt hat einen Ueberſchuß von und weſtlichen Fenſter der Halle ſind gleichfalls zu rieſigen
9000 Mark erbracht. Die Summe wied zu gleichen Kirchenfenſtern umgeſtaltet worden. Um die Aufſtellung
Teilen den Wohltätigkeitseinrichtungen beider Vereine zu= dieſer Einbauten zu ermöglichen, mußten Gerüſte mit
einem Flächeninhalt von 2542 Quadratmeter aufgeſtelkt
geführt.
Nierſtein, 17. Dez. (Hochkonjunktur im Muſi= werden. Zur Beleuchtung des Einbaues dienen 8 große
kantengewerbe.) Der Nierſteiner Schifferverein er= Marineſcheinwerfer zu je 80 Ampere, 7 Linſenapparate
klärt, daß in ganz Rheinheſſen zwiſchen Mainz und zu je 50 Ampère, 10 farbige Eſſektlampen zu je 30 Ampére
Worms keine Muſikkapelle mehr für die Weih= und eine neue Glühlichtanlage von 5400 50kerzigen Lam=
nachtsfeiertage
zu finden iſt; alle ſind bereits ſeſt ver= pen. Die Anlagen wurden von Rudolf Dworsky, dem
geben. Der Verein, der am zweiten Feiertag ſeinen ge= techniſchen Oberinſpektor des Deutſchen Theaters, errichtet,
wohnten Schifferball abhalten wollte, mußte dieſen des= der auch den techniſchen Teil der Londoner und Wiener
halb auf einen ſpäteren Tag verſchieben. Aufführungen leitete. Die Frankfurter Aufführungen ſind
Ob dieſer Mißſtand auf zu große Feſtesfreudigkeit der die einzigen in Deutſchland, bei denen das Werk in dem
Rheinheſſen oder auf Mangel an Muſikern zurückzufüh= gleichen Stile als ſeinerzeit in London bei der Urauffüh=
rung
zur Darſtellung gelangen wird. Selbſt in Berlin
ren iſt?
Gau=Bickelheim, 17. Dez. (Jagdergebniſſe.) wird es nicht möglich ſein das Mirakel in ähnlicher Art
Die aus Franzoſen und Holländern beſtehende Nieder= aufzuführen, da man ſelbſt dort über keinen Raum von
ländiſche Jagdgeſellſchaft, die auch in unſerer Gegend der Größe und Eignung der Frankfurter Feſthalle verfügt.
mehrere Jagden gepachtet hat, erlegte auf ihrer in letzter
Mannheim, 17. Dez. (Familientragödie.)
Woche abgehaltenen Treibjagd über 3000 Haſen.
Der Mannheimer Polizeibericht meldet: Wegen ehelicher
K. Nieder=Saulheim. 17. Dez. (Bürgermeiſter= Zwiſtigkeiten verſuchte am 15. d. M. im Laufe des Nach=
wahl
.) Zum fünften Male ſchreiten demnächſt die hie= mittags die Ehefrau eines Fabrikarbeiters ſich mit
ſigen Bürger zur Wahlurne, um ſich ein Ortsoberhauptihren fünf Kindern im Alter von ſechs vier, drei,
zu wählen, ob zum letzten Male, zumal jetzt Winter iſt, einem und einem Vierteljahre in ihrer verſchloſſenen Woh=
wo
die Bauern viel beſſer Zeit haben zum wählen, nung durch Einatmen von Leuchtgas zu ver=
bleibt
abzuwarten. Kandidaten zum Bürgermeiſteramt giften. Durch den ſtarken Gasgeruch wurden die Leute
ſind in dem beinahe zweijährigen Wahlkampfe verloren der Nachbarſchaft auf den Vorgang aufmerkſam und er=
gegangen
, neue beſetzen wieder die vakanten Poſten und brachen die Eingangstür der Wohnung. Sie fanden die
zu einer Kandidatennot iſt noch keine Ausſicht.
Mutter und Kinder in bewußtloſem Zuſtande vor. Durch
Aus Rheinheſſen, 17. Dez.
(Dem Elektrizi= einen ſofort herbeigerufenen Arzt wurden Wiederbeleb=
tätswerk
Rheinheſſen) hat ſich in den letzten ungsverſuche angeſtellt, die von Erfolg begleitet waren.
Tagen mit Ober=Saulheim die 140. Gemeinde an=
Straßburg, 16. Dez. (Ein großes Schaden=
geſchloſſen
. Von dieſen liegen 132 links des Rheins und feuer) kam heute früh gegen 5 Uhr in dem Hauſe Alter
8 auf der rechten Stromſeite in Starkenburg. Sie zählen Weinmarkt 11, gegenüber dem Hotelreſtaurant Continen=
insgeſamt
136000 Einwohner. Die Geſamtlänge der tal, aus. Das fünfſtöckige Haus war binnen einer Stunde
Fernleitungen beträgt rund 400 Kilometer, die Zahl der ausgebrannt; bei dem ſtarken Südweſt beſtand anfangs
jetzt eingeſtellten Glühlampen etwa 61500, die in dem große Gefahr für die angrenzenden Wohn= und Geſchifts=
Rieſenwerk angelegten Vermögenswerte erhöhen ſich mit häuſer, die aber durch das zielbewußte Arbeiten der Feuer=
den
letzten Anſchlüſſen auf über 4 Millionen Mark. Der wehr, die mit zwei Motorwagen alsbald zur Stelle war,
im erſten Geſchäftsjahr erzielte Reingewinn ſtellte bald beſeitigt wurde. Das Feuer, das in dem Blumen=
ſich
auf 34 417 Mark, die zur Verteilung gelangte Divi= geſchäft des Erdgeſchoſſes ausgekommen zu ſein ſcheint,
dende auf 4 Prozent.
griff in kürzeſter Zeit durch Stiegenhaus und Lichtſchacht
(*) Büdingen, 16. Dez. Ein Zuſammenſtoß! auf ſämtliche Stockwerke über. Die Bewohner der oberen
mit Wilddieben trug ſich in unſeren Waldungen zu. Stockwerke, darunter ein 70jähriger Mann, mußten von
Die Wilderer ſind aus Wittgenborn. Dort konnten ſie der Feuerwehr mittels Maſchinenleiter gerettet werden.
bis auf einen verhaftet werden.
München, 17. Dez. (Verhafteter Defrau=
dant
.) Der Defraudant Glaſer, der der Braunſchwei=
ger
Kunſtmühle 80000 Mark unterſchlagen hat, wurde
Reich und Ausland.
verhaftet. Er wollte im Augenblick ſeiner Verhaftung
Selbſtmord begehen, wurde aber daran gehindert. Bei
Aus der Reichshauptſtadt, 16. Dez. Mit einem Koſten= dem Defraudanten wurden noch 25000 Mark gefunden.
aufwand von 800000 Mark wird die Omnibus=Ge=
S. Pforzheim, 16. Dez. (Der gekränkte Mime.
ſellſchaft 50 Autoomnibuſſe mit neuen Achſen Vor dem hieſigen Schöffengericht hatte ſich der 26 Jahre
verſehen, die einen geräuſchloſen Gang bewirken. Das alte Schauſpieler Dr. Mederow wegen Beleidigung
Gerücht von einem Mord, das geſtern nachmittag des Redakteurs Dr. Glück zu verantworten. Dr. Mederow
im Weſten verbreitet war entſtand dadurch, daß der Por=hatte in einem Stück einen jungen Edelmann geſpielt, und
tier eines Hauſes in der Regensburger Straße nach einem zwar in einer Weiſe, die Dr. Glück Anlaß zu einer Kritik
Streit mit Lumpenſammlern tot aufgefunden wurde. Die in ſeinem Blatte gab. Der Kritiker hatte vor allem be=
eingeleitete
Unterſuchung ergab, daß der Portier, ein mängelt, daß Dr. Mederow eher einen Bohèmien als einen
zwar kräftiger aber ſeit Monaten ſchwer leidender Mann, jungen Edelmann gemimt habe, denn er habe, gegen die
infolge der Aufregung einem Herzſchlage erlegen iſt.
geſellſchaftlichen Gepflogenheiten, ſeinem Partner den
Im Hinblick auf die Hundeſperre dürften einige Mittei= Zigarettenrauch direkt ins Geſicht geblaſen. Dr. Mederow
lungen über die Zahl der Berliner Hunde und las hieraus den Vorwuef, daß er nicht über die Kenntnis
die Höhe der Steuern intereſſieren, die ihre Beſitzer an geſellſchaftlicher Formen verfüge (!) und ſchickte an Dr.
Glück einen groben Brief, der die inkriminierten Aus=
drücke
enthält.
In dieſem Briefe erklärte Dr Mederow
Großherzogliches Hoftheater.
zunächſt, er verbiete Dr. Glück und deſſen Mitarbeitern,
ihn, Dr. Mederow, überhaupt noch einmal in ihren Berich=
Mittwoch, den 17. Dezember.
ten zu erwähnen. Weiter waren in dem Briefe dem Kri=
Fidelio.
tiker mehrere beleidigende Bezeichnungen an den Kopf ge=
W-l. In der heutigen Aufführung von Beethovens worfen worden. In der Verhandlung mußte Dr. Mede=
Fidelio ſetzte Herr Lohalm aus Kolmar als Jaquino row zugeben, daß ſein Verlangen, Dr. Glück ſolle ſich nicht
ſein Gaſtſpiel fort, das keine Veranlaſſung zur Ergänzung mehr mit ſeiner Perſon beſchäftigen, juriſtiſch unhaltbar
unſeres erſten Urteils bot, vielmehr war er heute in Ge= ſei. Er habe aber, ſo führte er aus zunächſt geglaubt,
ſang und Spiel matter als am erſten Abend. Eine gewiſſe daß jedermann dieſes Recht beſitze. Der Gerichtshof ver=
Mattigkeit lag überhaupt über der Aufführung. Die urteilte Dr. Mederow zu 50 Mark Geldſtrafe even=
Marzelline ſang erſtmalig Frau Beling=Schäfer, die tuell fünf Tagen Haft und bürdete ihm die Koſten des Ver=
die
ſchwierige Partie mühelos beherrſchte und in ihrem fahrens auf. Es wurde als ſtrafmildernd angenommen,
entzückenden ſtummen Spiel vorbildlich für andere Sän= daß er durch den Vorwurf, er könne ſich nicht geſellſchaft=
gerinnen
und auch für Schauſpielerinnen ſein kann. Für lich benehmen, gereizt worden ſei, deshalb habe das Ge=
die
Partie des Pizarro reicht Herr Perkins jetzt noch richt trotz der Schwere der Beleidigung nicht auf eine
nicht aus, abgeſehen davon, daß ſeine ausländiſche Aus= höhere Strafe erkannt.
Neuſtadt a. d. H., 17. Dez. (Zur Zahlungs=
ſprache
des Deutſchen in einem ernſten Dialog nicht wohl
möglich iſt. Frau Callwey, die die Leonore ſchon in ſeinſtellung des Weinkommiſſionsgeſchä f=
voriger
Saiſon gaſtweiſe geſungen hat, hatte ſich wegen tes E. Roſenſtiehl) meldet der Pfälziſche Kurier, daß
Indispoſition entſchuldigen laſſen; wenn ihre Stimme in der heutigen Gläubigerverſammlung ein Vergleich
auch nicht ganz frei war, ſo ſang ſie die Partie doch mit auf der Baſis von 33½ Prozent zuſtande gekommen iſt.
vielem Geſchmack und ſeinem Verſtändnis und erntete nach
Eiſenach, 17. Dez. (Entgleiſter Schlafwa=
der
eindrucksvoll vorgetragenen großen Arie im 1. Aktgen.) Amtlich.) Heute morgen 5.01 Uhr entgleiſte bei
lebhaften Beifall bei offener Szene. Den Floreſtan und der Einſahrt in den Bahnhof Mechterſtädt=Sättelſtädt vom
den Rocco ſangen, wie früher, die Herren Becker und D=Zuge 189 Aachen-Eger der Schlafwagen Köln 074 mit
Stephani.
einer Achſe. Der Zug hielt vor dem Bahnhof, weil das
Die Inſzenierung der Oper, die von allen bisherigen Einfahrtsſignal infolge einer Blockſtörung nicht auf Fahrt
Neuinſzenierungen am weniaſten geglückt iſt und am frei geſtellt werden konnte. Bei der Weiterfahrt des
wenigſten gefallen hat, war geblieben.
Zuges wurde die Weiche vorzeitig umgeſtellt, wodurch die

Nummer 309.
1913.
Engleiſung berbeigeführt wurde. Perſonen wurden nicht
verletzt. Der Materialſchaden iſt gering. Der D=Zug 189
fuhr mit einer Stunde Verſpätung weiter, nachdem die
Reiſenden aus dem Schlafwagen umgeſtiegen waren. Das=
durchgehende
Hauptgleis iſt nicht geſperrt.
Kalau, 11. Dez. (2 Kinder verbrannt.) In
dem Dorfe Buchholtz iſt das Scheunengebäude der Schnie=
gelmühle
niedergebrannt. Zwei Kinder im Alter von=
drei
und vier Jahren, die vermutlich mit Feuer geſpielt
hatten, ſind verbrannt.
Hamburg, 17. Dez. (Begnadigt.) Der in dem
Wandervogel=Prozeß im vorigen Monat zu drei
Monaten Gefängnis verurteilte Primaner Brandt
iſt geſtern vom Senat begnadigt worden. Bei einer
Nachtgeſechtübung in der Nähe von Kuxhaven hatte der=
Primaner gegen die Anordnung ſcharf geladen und durch
ſeine Fahrläſſigkeit zwei Schüler erſchoſſen.
Kiel, 17. Dez. (Schiffszuſammenſtoß.) Auf
der Außenförde wurde heute morgen der von Hamburg
nach Norrkoeping beſtimmte ſchwediſche Dampfer Union
von dem belgiſchen Dampfer Belgica angerannt. Der
Dampfer iſt geſunken. Der zweite Steuermann
iſt ertrunken. Die Mannſchaft wurde von der Bel=
gica
gerettet.
Stettin, 17. Dez. (Der erſte deutſche Turs
binen=Schnelldampfer.) Am Samstag ſoll von
der Werft des Stettiner Vulkan der erſte große
Turbinen=Schnelldampfer vom Stapel laufen,
mit dem Transformatorenſyſtem des Profeſſors Föttingen
verſehen und für die Fahrt durch den Panamakanal für
Rechnung der Hamburg-Amerika=Linie erbaut. Das
Schiff ſoll eine Mindeſtgeſchwindigkeit von 19 Seemeilen
in der Stunde entwickeln und zur Aufnahme von 2000
Paſſagieren eingerichtet ſein. Es wird den Namen des
Staatsſekretärs Großadmiral von Tirpitz führens
Fräulein von Tirpitz wird die Taufe vollziehen, während
Konteradmiral Dähnhardt die Taufrede halten dürftel
Bis zur Eröffnung des Panamakanals wird das Schiff
in der Fahrt zwiſchen Hamburg und Südamerika beſchäf
tigt werden.
Landsberg a. d. W., 17. Dez. (Mord.) Bei Erd=
arbeiten
zur Erweiterung des Bahnhofes Neudamm
wurde ein Menſchenſkelett gefunden. Ein Taub=
ſtummer
, der Ortsarme Trappehl, der vor 30 Jahren ſpur
los verſchwunden iſt, iſt, wie die Polizei feſtſtellte, ermor
det und hier begraben worden. Die Staatsanwaltſchaft
iſt mit dieſer Angelegenheit beſchäftigt.
Liebenwalde, 17. Dez. (Ertappte Einbrecher)
Als heute nacht drei Diebe bei dem Juwelier Richten
einen Einbruch verſuchten, ſchoß er mit ſeinem Jagd=
gewehr
und verletzte einen der Einbrecher anſcheinend
ſchwer. Seine Komplizen ſchleppten ihn weg und en
kamen mit ihm.
Wien, 16. Dez. (Eine Arbeiterkolonne von
Eiſenbahnzug überjahren.) Unweit Darnop
in Galizien auf der Strecke von Krakau nach Lemberg er=
eignete
ſich heute früh ein furchtbares Eiſenbahn=
unglück
. Ein Perſonenzug, der 800 galiziſche Saiſon=
arbeiter
aus Kreuz in Niedergalizien an die Arbeitsſtätten
befördern ſollte, wurde kurz vor der Station Darnow
durch Notſignal aufgehalten. In einem Waggon war eine
Benzinſlaſche durch Unvorſichtigkeit eines Paſſagiers ex=
plodiert
. Die Arbeiter eilten aus dem Zug und wollten
das zweite Gleis überſchreiten, als plötzlich der Kra=
kau
-Wiener Schnellzug herangebrauſt kam und
in eine Schar von über hundert Arbeitern hineinfuhr
25 bis 30 Arbeiter wurden überfahren und blieben auf
der Stelletot; etwa 35 ſind ſchwer verletzt und wur=
den
nach dem Krankenhauſe in Darnow gebracht. Die
Unglücksſtelle bietet einen furchtbaren Anblick.
Troppau, 17. Dez. (Der Buchdruckerſtreik.)
Infolge des allgemeinen Druckerſtreiks haben ſämt=
liche
Zeitungen ihr Erſcheinen eingeſtellt.
Neapel, 16. Dez. (Maler Diefenbach .) Auf
der Inſel Capri iſt geſtern der deutſche Maler und
Naturmenſch Diefenbach im 62. Lebensjahre plötzlich
geſtorben. Die Münchener der 80er Jahre nannten ihn
Kohlrabi=Apoſtel‟. Die Polizei wies ihn wegen ſeiner
zu vielen Wunderlichkeiten aus. Sein älteſter Sohn ſeht
als Maler in München.
Nancy, 17. Dez. (Verhaftung von Anal=
chiſten
.) Im Bahnhof wurden geſtern zwei Anarchiſten
verhaftet, Francois und Ome, bei denen mehrere Re=
volver
, ſowie angeblich vergiftete Raſiermeſſer gefunden
wurden. Die beiden Verhafteten, die zahlreiche Einbruchs=
diebſtähle
verübten, ſollen ſich auch für Geheimpoliziſten
ausgegeben und zahlreichen Leuten, die eine gerichtliche
Verfolgung zu befürchten hatten, Gelder entlockt haben
unter der Vorſpiegelung, daß ſie die Einſtellung der gegen
ſie eingeleiteten Unterſuchung durchſetzen könnten.
Brüſſel 16 Dez. (Prozeß der Prinzeſſin
Luiſe.) Die Vergleichsverhandlungen zwie=
ſchen
der Prinzeſſin Luiſe von Belgien und deren Gläu=
bigern
haben heute zu dem Ergebnis geführt, daß die
Widerſprüche gegen den Vergleich zurückgezogen wurden
ſo daß das gerichtliche Verfahren damit hinfällig wird.
Die Gläubiger haben die vorgeſchlagenen Vertrauensleute
angenommen, die eine Verteilung von 4½ Millionen
Francs aus Staatsmitteln vornehmen werden, ſo daß jetzt
etwa 50 Prozent zur Auszahlung gelangen. Die Höhe
der Schuld wird mit 11 Millionen angegeben, doch dürften
einzelne Gläubiger ihre Anſprüche herabſetzen.
Genf, 17. Dez. (Verhafteter Mörder.) Als
Mörder des geſtern in der Grand Rue am hellen lichten
Tage ermordeten Greiſes wurde ein 23jähriger Chauffeul
namens Perriard verhaftet. Er legte ein volles Ge=
ſtändnis
ab. Gleichzeitig wurden zwei Bürſchchen im
Alter von 16 und 17 Jahren als Mitſchuldige verhaftet.
London, 17. Dez. (Einträglicher Verkauf)
Der Herzog von Bedford veräußerte ſeinen ge
ſamten Covent Garden=Grundbeſitz an das unioniſtiſche
Unterhausmitglied Mallaby Deely Auf dem etwa
Morgen großen Grundbeſitz, der mit den geſamten darau
ſtehenden Bauwerken dem Herzog von Bedford gehörte
beſindet ſich unter anderem das königliche Opernhaus, das
Drury=Lane=Theater, das Bowſtreet=Polizeigericht, der
Nationalſporting=Klub und mehrere andere erſtklaſſige
Theater und Geſchäftshäuſer. Es war der kleinſte der
drei Grundbeſitz=Komplere des Herzogs von Bedford in
London. Der Kauſpreis beträgt, wie verlautet, 200 Mil=
lionen
Mark. Es iſt dies bei weitem die höchſte
Kaufſumme, die jemals zwiſchen Privatleuten gezahlt
worden iſt.
Bloemfontein, 16. Dez. (Burendenkmal.) Frau
Steyn, die Gattin des früheren Präſidenten enthüllte
heute bei Bloemfontein ein Denkmal für di
Burenfrauen und=Kinder die im ſüdafrika=
niſchen
Kriege umkamen. Botha, Dewett, Delares und
Hertzog hielten eindrucksvolle Reden. Botha ſagte, die
Feierlichkeit lenke die Gedanken der Teilnehmer mit Stolz,
Wehmut und Trauer auf die dunkelſte Periode ihrer Ge
ſchichte zurück. Es ſei ihre Pflicht, nicht der Bitterkeit
oder dem Haß Raum zu geben. Sie ſollten jedoch ihre

[ ][  ][ ]

r darb

Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember
Kinder kehren, ihrer Miter, denen das Dentnak geweiht Stromung des Gopper=Kiwer hier, troß der Verengung,
ſei, wert zu werden und damit dem Rat zu folgen, den nicht ſo ſtark, daß ſie Eisſtücke mit fortreißen könnte.
Präſident Krüger ſeinem Volke gab, das Vergangene zu Trotz des anſcheinenden Stillſtandes jedoch iſt der Glet=
prüfen
und aus ihm alles Schöne zu nehmen und klar in ſcher keineswegs tot ſondern ſchreitet, wenn auch mit
die Zukunft zu ſchauen.
unmerklicher Langſamkeit, vorwärts. Die ſtarken Schnee=
fälle
im Gebirge und die Spalten im Innern des Glet=
ſcherplateaus
beweiſen dies. Doch hofft man, daß die Be=
Stapellauf eines deutſchen Rieſen=
wegung
nicht bis zum Rande der Oſtrundung vordringt,
und die Bahn vor ihr ungefährdet bleibt
dampfers.
Im Jahre 1909 hatte man den Schienenſtrang auf
* Danzig, 17. Dez. Auf der Werft von F. Schi= eine Art Damm aus Moränenſchutt verlegt, für welchen
chau fand heute mittag 12 Uhr der Stapellauf des für den man mittelſt Dynamits in dem Eiſe einen Bett ausge=
Norddeutſchen Lloyd in Bremen erbauten Paſſagier= ſprengt hatte. Im Jahre 1910 ſtellte ſich heraus, daß ſich
und Poſtdampfers Columbus ſtatt. Eine infolge Schmelzens des Eiſes, die geſamte Anlage ziemlich
nach vielen Tauſenden zählende Menſchenmenge umſäumte bedeutend geſenkt hatte. Das Eis iſt hier noch ſehr dick;
die Werft, auf deren Helgen das Schiff einen ebenfalls es dehnt ſich, wie eine Unterſuchung ergab, noch weit tie=
dort
im Bau befindlichen ruſſiſchen Kreuzer weit über= fer als das Bett des Copper=River aus.
Nirgends anders in der Welt exiſtiert eine Eiſenbahn,
ragte. Außer Vertretern der provinzialen und ſtädtiſchen
Behörden, ſowie der Militärbehörden und vielen anderen die über das Eis eines lebenden Gletſchers geführt iſt;
prominenten Perſönlichkeiten aus Danzig, waren aus einige Kilometer nördlich, am Heney=Gletſcher, läuft der
Bremen erſchienen: Der Präſident des Senats, Bürger= Schienenſtrang über eine ſtabilierte Moräne. Die Bahn
meiſter Dr. Barkhauſen, ferner vom Aufſichtsrat und über den Allen=Gletſcher ſteht denn auch ihrer Gefahren
Vorſtand des Norddeutſchen Lloyd die Herren Präſident wegen unter ſteter ſoraſamſter Aufſicht. Bald ſinkt durch
Achelis und Philipp Heinecken. Kurz vor 12 Uhr die Eisſchmelze die Strecke ein, bald führen neue Waſſer=
trafen
der Kronprinz und die Kronprinzeſſin fälle eine Stützſäule mit ſich fort; einmal wanderte ſogar
nebſt Gefolge auf der Werft ein an deren Eingang ſie ein Brückenpfeiler 42 Zentimeter weit nach dem Fluſſe zu
von Herrn Bürgermeiſter Dr. Barkhauſen aus Bremen,! Da ſich ſolche Schwierigkeiten in jedem Sommer wieder=
Präſident Achelis und Direltor Heineken vom Norddeut= holen, ſtellt ſich der Betrieb ſehr koſtſpielig und die Ge=
ſchwind
gkeit der Züge kann nur eine ſehr beſchränkte ſein;
ſchen Lloyd ſowie durch Herrn Geh. Kommerzienrat Zieſe
empfangen wurden. Die hohen Herrſchaften begaben ſich die Reiſenden hingegen ſind niemals in Gefahr, weil ja
ſofort zur Taufkanzel, von wo aus Herr Bürgermeiſter Dr. der Ueberwachungsdienſt ſo gründlich und mit großer
Vorſicht geübt wird.
Barkhauſen die Taufrede hielt.
Die immerhin gefahrvolle Trace über den Gletſcher=
Während des Taufaktes herrſchte auf dem
rand haben die Ingenieure aus dem Grunde gewählt, weil
weiten großen Platze der Werft eine lautloſe Stille, ſo
daß jedes Wort der Taufrede des Bürgermeiſters Bark= ſie ſich dadurch zwei koſtſpielige Brücken über den Copper=
hauſen
auf der Taufkanzel von den Zuſchauern überall River, einen Tunnel und verſchiedene Durchſtiche durch
vernommen werden konnte. Als der Bürgermeiſter das Felsgeſtein erſparten. Doch haben ſie beim Beginn des
Baues einen Fehler begangen, indem ſie an dieſer Strecke
Hoch auf die Kronprinzeſſin ausbrachte, hallte die Werft
die ganze Vegetation zerſtörten. Hätte man die Erlen
von den Zurufen der Zuſchauer wider. Die Kronprin= unmittelbar an den Schienenſtrana wachſen laſſen, ſo wäre
zeſſin zog än einer Schnur, durch welche die Champagner= die Gefahr der Eisſchmelze im Sommer beträchtlich ver=
flaſche
in Bewegung geſetzt und dann mit großer Ge=
mindert
geweſen. In der Erkenntnis dieſer Tatſache wird
nauigkeit an dem Bug des Schiffes zerſchellte. Dabei man ſich wahrſcheinlich dazu entſchließen, die Koſten einer
ſagte die Kronprinzeſſin: Ich taufe Dich auf den Namen Neuanpklanzung auf ſich zu nehmen. Die Erd= und Vege=
Columbus und wünſche Dir allezeit eine glückliche tationsdecke bildet dann einen wirkſamen Schutz für das
Fahrt! Hierauf begaben ſich die hohen Herrſchaften. be= Eis des Gletſchers.
gleitet von dem Präſidenten Achelis, Bürgermeiſter Bark=
hauſen
und Geheimrat Zieſe, nach dem unteren Ende der
Sporf, Spiel und Turgen.
Werft, um von dort den Ablauf des Schiffes zu ſehen,
der mit großer Präziſion unter dem Jubel der tauſend=
* Fußballſport. Darmſtädter Sportklub
köpfigen Menge ſich vollzog. Lebhaft wurde das Kron=1905. Am Sonntag ſpielt die 1. Mannſchaft des
prinzenpaar beim Verlaſſen der Werft von der D. S.=C.05 in Pfungſtadt. Die Einheimiſchen waren
Menge begrüßt. Das Kronprinzenpaar beſichtigte ſchließ= in den letzten Spielen nicht in der gewohnten Form und
lich im Werftgebäude das Modell des Schiffes und die mußten ſich ſo auch in Ludwigshafen mit 211 Toren ge=
Entwürfe ſeiner Ausſtattung, die den ungeteilten Beifall ſchlagen bekennen. Der Spielausſchuß hat jedoch für das
der hohen Herrſchaften fanden. Sodann verließ das Verbandsſpiel gegen Germania=Pfungſtadt ſeine eben
Kronprinzenpaar unter vielem Dank an die Werftverwal= zur Verfügung ſtehende beſte Mannſchaft aufgeſtellt. Sport=
tung
und an den Norddeutſchen Lloyd die Werft. An dem klub Elf hat eine kleine Aenderung erfahren, wodurch man
Stapellauf des Columbus nahmen u. a. noch teil der eine größere Schnelligkeit und Durchſchlagskraft des Stur=
Generalinſpekteur Generaloberſt von Prittwitz und mes erhofft. Es wird ſich deshalb für die Darmſtädter
Gaffron, der kommandierende General des 17. Armeekorps, Sportanhänger ein Beſuch des Sportplatzes an der Born=
von
Mackenſen, der Oberpräſident der Provinz Weſt= mühle bei Pfungſtadt lohnen. Die 2. Mannſchaften
preußen, von Jagow, Oberbürgermeiſter Scholtz=Danzis beider Vereine treffen ſich zum fälligen Rückſpiel in Darm=
und Oberwerftdirektor Konteradmiral von Holleben.
ſtadt auf dem Sportklubplatz. Hier dürfte die D. S.=C.=
Der Dampfer Columbus iſt ein Schweſterſchiff
Mannſchaft, die vor kurzem die gleiche Kaſtels mit 1411
des Dampfers George Waſhington des Norddeutſchen Toren ſchlagen konnte, die Oberhand behalten. Außerdem
Lloyd, den es jedoch um rund 10000 Br. Reg.=Tons an fährt die 4. Mannſchaft nach Griesheim, um dort ein
Größe übertrifft. Der Dampfer Columbus hat eine Wettſpiel gegen die 3. Mannſchaft des dortigen Sport=
Länge von 236 Meter, eine Breite von 25,30 Meter, eine vereins auszutragen.
Seitenhöhe von 16,50 Meter. Bei einem Maximaltief=
* Pferdeſport. Rennen zu Auteuil, 17. Dez.
gang von 10,36 Meter beträgt ſein Deplacement in See Prir Rouble. 3000 Francs. 1. A. Harduins Fribourg
41800 Tonnen. Der Dampfer iſt imſtande, in der erſten
Klaſſe 536, in der zweiten Klaſſe 444, in der dritten Klaſſe! (J. Bara). 2. Zacharie, 3. Harry de Windt. 352:10; 93.
Prix de Vaucreſſon. 5000 Francs. 1. A.
678 und in der vierten Klaſſe 1110 Paſſagiere zu beför= 26, 43:10.
Kurz’ Saint Marcet (F. Williams), 2. La Villetertre, 3.
dern. Die Beſatzung ſetzt ſich aus 764 Köpfen zuſammen, Boſton IV. 52:10; 27. 27110.
Prix Bouaie. 10000
ſo daß das Schiff bei voller Beſetzung 3532 Perſonen
Francs. 1. A. Veil=Picards Siva II (Parfrement). 5
an Bord hat. Der in jeder Beziehung auf das bequemſte
Annibal VII., 3. Demon II. 39:10; 15. 32, 23:10. Prix
und vollendetſte eingerichtete Dampfer wird im Auguſt
nächſten Jahres auf der regelmäßigen Poſtdampferlinie de Bellevue. 4000 Francs. 1. M. Descazeaur' Tour du
des Norddeutſchen Lloyd zwiſchen Bremen und Neu=York Monde (A. V. Chapman). 2. Oilſkin, 3. Serventeau. 92:10;
verkehren. Das Schiff iſt nicht als Schnelldampfer im 53. 19. 34:10 Prir Silverſmith. 4000 Francs. 1. A.
eigentlichen Sinne gebaut, wird aber immerhin den Ozean Henriquets Saint Avertin (Bertcaux) 2. Libérateur, 3.
innerhalb acht Tagen durchqueren können. Seine beiden Baladeur II. 33:10; 15. 19. 14:10. Prir de Paſſv. 4000
dreifachen Erpanſionsmaſchinen mit einer Geſamtſtärke Francs. 1. G. Lepetits Lynr Eyed (Powers), 2. Sarba=
cane
II, 3. Uſurier. 19110; 13, 14, 13110.
von 28000 Pferdeſtärken verleihen ihm eine Geſchwindig=
keit
von 20 Knoten.
Handel und Verkehr.
Eine Eiſenbahn über einen Gletſcher.
* Berlin, 17. Dez. Der Aufſichtsrat der
Ni,
Deutſchen Bank beſchloß die Errichtung von Zweig=
Sk. Es iſt bekannt, daß die transſibiriſche Eiſenbahn ſtellen in Darmſtadt, Hanau und Offenbach und
in den ſtrengen ſibiriſchen Wintern quer über das Eis ernannte Hofrat Paul Sander zum Direktor der Zweig=
des
Baikalſees gelegt wird, während ſie im Sommer den ſtelle in Darmſtadt.
See in weitem, zeitraubendem Bogen umziehen muß.
* Frankfurt a. M., 17. Dez. Ein aus der Deut=
Einer noch intereſſanteren Bahnanlage können ſich die ſchen Effekten= und Wechſelbank, Frankfurt a M der K.
Amerikaner rühmen. Sie befindet ſich in Alaska und führt K. Privileaierten Oeſterreichiſchen Länderbank Wien, und
über den Allen=Gleiſcher. Sie bildet eine der kühnſten, um der Galiziſchen Landesbank. Lembera, beſtehendes Kon=
nicht
zu ſagen verwegenſten Taten amerikaniſchen Unter=ſortium hat ſoeben mit dem Lande Galizien ein
nehmungsgeiſtes, doch darf man ſich nicht verhehlen, daß 4½prozentiges, in 50 Jahren amortiſables in Mark ver=
die
Anlage große Gefahren birgt.
zinsliches und rückzahlbares Anlehen von etwa
Der Allen=Gletſcher kommt von den unerforſchten
11 Millionen Mark abgeſchloſſen.
Schneefeldern des Chugach=Berges, weſtlich vom Copper=
River, herab. In ſeinem bekannten Teil mißt er über
16 Kilometer, und im ganzen wahrſcheinlich 23 bis 32
Landwirtſchaftliches.
Kilometer. Sein unteres Ende drängt ſich, in Form einer
Reſenrundung von 8 Kilometern nordſüdlicher, und 6
Frankfurt a. M., 17. Dez. Schlachtvieh=
Kilometern Querausdehnung in das Tal des Copper=markt. (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: 1541 Schweine.
River, deſſen Bett dadurch vollkommen an die Oſtwand Marktverlauf: Gedrückt, bleibt Ueberſtand. Fettſchweine
gedrängt wird. Die dadurch entſtehende Einſchnürung, über
Zentner 5658 Lebendgewicht.
7174
2
Baird Canyon, iſt gleichwohl nicht ſo eng, daß vor dem Schlachtgewicht vollfleiſchige Schweine über 2½ Zentner
Gletſcher Stromſchnellen entſtehen könnten, und im Jahre 5557,50 (7072), vollfleiſchige Schweine über 2 Zentner
1909 war, wie Lawrence Martin, der Chef der von der 55,5058 (7173), vollfleiſchige Schweine bis zu 2 Zent=
National Geographic Society zu Waſhington nach Alaska ner 5557,50 (7173).
entſandten Expedition, berichtet, auch dieſer Flußteil von
Dampfſchiffen befahren. Der öſtliche, dem Fluſſe benach=
barte
Teil des Gletſchers iſt mit Moränen und Vegetation
Vermiſchtes.
bedeckt zwiſchen denen jedoch das nackte Eis häufig vor=
D. Naumann: Zum Geburtenrückgang.
ſcheint. Auf dieſem ſeinem Rande iſt im Jahre 1909 eine
normalſpurige Eiſenbahn erbaut worden, die 88 Kilo=Gelegentlich einer Aeußerung über die Geburtenfrage
meter auf Eis läuft, und auf der gegenwärtig täglich Züge ſchreibt D Naumann: Vor einer Art von Beratern hütet
euch: Vor den lauen Tröſtern, die zu euch ſagen, daß das
verkehren. im Winter wie im Sommer.
Die Vegetation dieſes ſtagnierenden, moränenbedeck= alles jetzt noch nicht ſchlimm und dringend ſei. Wenn wir
ten Außengürtels des Gletſchers beſteht hauptſächlich aus warten, bis wir in dieſer Sache Franzoſen geworden ſind
lanageſtreckten Erlendickichten, und am Rande des Fluſſes dann iſt es zu ſpät. Die Ueberwindung der ſchleichenden
verſtreuten kanadiſchen Pappeln. Die älteſten Erlen wa= Krankheit kann, wenn überhaupt, nur in den Anfängen er
ren, nach einer Schätzung im Jahre 1910, 50 bis 67 Jahre folgen, ſo lange noch eine lebendige Erinnerung an gute
alt. Daher muß die, vor 24 Jahren von dem Offizier Elternhäuſer vorhanden iſt. Später helfen alle Klagelie=
Allen angeze’ate Ausdehnung des Gletſchers durch das Tal der, Aufforderungen und Prämien nichts mehr. Die Fran=
mindeſtens
1843, wahrſcheinlich aber noch früher, ſtattge= zoſen mögen machen, was ſie wollen; es wird zu ſpät ſein,
funden haben. Seitdem iſt offenbar der Gletſcher in kei= ſie werden keinen neuen Aufſchwung erleben. Ihr Bei=
ner
Weiſe vorgerückt; auch die Schiffahrt durch den Baird ſviel ſoll uns warnen. Auch bei ihnen hieß es immer, die
Canyon kann ungehindert vonſtatten gehen, denn gerade Sache ſei gar nicht ſo ſchlimm man ſolle nicht übertreiben,
dadurch, daß der Geltſcher an den in Betracht kommenden ſolle Ruhe halten. So tröſtete man ſich in die Kraftloſig=
Stellen mit Moränen und Vegetation bedeckt iſt, löſen keit hinein. Dieſe Mahnungen ſind nur zu berechtigt.
ſich niemals Schollen von ſeinem Rande los. Auch iſt die Wollen wir die Kriſis überwinden, in der unſer Volk

1913.
Seite 5.
angenblicklich in der Geburtenfrage ſtelt, ſo muß einerſeitz
das ſittliche Verantwortlichkeitsgefühl aller Kreiſe des
Volkes geſtärkt werden, andererſeits muß allerdings auch
die Geſetzgebung und die öffentliche Wohlfahrtspflege an
der gründlichen Ueberwindung der aus einer falſchen kul=
turellen
Entwickelung hervorgehenden Hinderniſſe für den
Kinderreichtum arbeiten. Solche Hemmniſſe ſind leider in
der Tat zahlreich vorhanden. Ein Volk kann auf geſunder
religiös=ſittlicher Grundlage ſelbſt geſund bleiben.
* Die Briefkäſten Europas. Wenn man
von einigen älteren Verſuchen abſieht, denen ein dauern=
der
Erfolg nicht beſchieden war, ſo muß der Briefkaſten
gleich der Briefmarke als eine Schöpfung der neuzeitlichen
Verkehrsentwickelung gelten. Für die Kulturhöhe eines
Volkes bildet heute der Umfang ſeines Poſtverkehrs einen
kaum weniger zuverläſſigen Gradmeſſer als ſein Verbrauch
an Seife. Unter dieſem Geſichtspunkt iſt eine vom Reichs=
poſtamt
veröffentlichte Statiſtik der europäiſchen Brief=
käſten
bemerkenswert. Den Ruhm, das briefkaſtenreichſte
Land Europas zu ſein, darf hiernach das Deutſche Reich
einheimſen, denn es biegt in ſeinen Grenzen nicht weniger
als 153 187 Stück dieſer nützlichen Einrichtungen. An
zweiter Stelle ſteht Frankreich mit 83 100, an dritter Groß=
britannien
und Irland mit 69332 Briefläſten; dann fol=
gen
Oeſterreich mit 43317, Italien mit 36 270 und Ruß=
land
mit 27769 Briefkäſten. Am Ende der langen Liſte
finden wir Griechenland mit 913, das kleine Luxemburg
mit 818 Briefkäſten und ſchließlich die Türkei, die in ihren
ſämtlichen unmittelbaren Beſitzungen in Europa, Aſien und
Afrika ganze 486 Briefkaſten aufzuweiſen hat. Für ganz
Europa ergibt ſich eine Geſamtzahl von etwas über 510 000
Briefläſten. Das Bild verändert ſich ein wenig, wenn wir
die Zahl der in den einzelnen Staaten vorhandenen Brief=
käſten
jeweils auf die Bevölkerung dieſer Länder umrech=
nen
. Jetzt rückt Deutſchland an den vierten Platz, da bei
uns im Durchſchnitt erſt auf je 424 Einwohner ein Brief=
kaſten
enträllt. An der Spitze ſteht das kleine Dänemark,
wo nur 234 Menſchen ſich in den Beſitz eines Briefkaſtens
zu teilen brauchen, auch die Schweiz und Luremburg, wo
ein Briefkaſten auf je 286 und 320 Einwohner kommt, über=
treffen
noch das Deutſche Reich. Geradezu den Rang einer
Sehenswürdigkeit erlangt aber der unſcheinbare Brief=
kaſten
in der Türkei, denn hier kommt ein ſolcher erſt auf
je 69300 Menſchen.
Literariſches.
Im Dezember iſt es üblich, daß die Zeitſchriften
auf die Weihnachtszeit abgeſtimmte Artikel bringen, weil
ſie wiſſen, daß die Leſer in dieſer Zeit beſonders gern nach
derartigem Leſeſtoff greifen. Für die Redaktionen wird
es aber von Jahr zu Jahr ſchwerer, geeignete Themata zu
finden, die ſich nicht bloß von aller Sentimentalität fern=
halten
, ſondern auch auf dieſem Gebiet etwas Beſonderes
und Neues bringen. Solchen Anforderungen entſpricht
in ganz beſonderer Weiſe ein Artikel in Nr. 50 der Gar=
tenlaube‟
. In ihm berichtet Rudolf Cronau, ein ſehr
bekannter Deutſch=Amerikaner, über eine Weihnachts=
konferenz
. die Segen brachte Zwar die Konferenz wurde
nicht heute und geſtern abgehalten, ſondern liegt weit zu=
rück
Aber das. was die Männer jenſeits des großen
Waſſers damals zu der Konferenz zuſammenführte, das
ſind Gedanken und Empfindungen, die noch heute unter
uns fortleben. Um was es ſich hier handelt, möchten wir
lieber nicht verraten, wir ſind aber überzeugt, daß es ſich
um eine Angelegenheit handelt, die jeden Leſer ſtark inter=
eſſieren
wird.
In dieſem Jahre ſind im Verlag der Deutſchen
Dichter=Gedächtnis=Stiftung, Hamburg=Großborſtel, wie=
der
einige Werke bedeutender lebender Schriftſteller in der
Hausbücherei erſchienen: Bauernland von
Alfred Huggenberger, dem Schweizer Dichter=
bauern
, eine Sammlung der ſchönſten Novellen mit Zeich=
nungen
von Rudolf Münger. (1 Mk.) Ferner ein Band
von Müller=Guttenbrunn: Deutſcher Kampf
(300 Seiten für 2 Mk., in Leder 4 Mk.), der die Nöte und
Kämpfe deutſcher Stammesbrüder in Ungarn ſchildert.
Endlich der 7. Band der beliebten Deutſchen Humo=
riſten
der fröhliche Erzählungen von bekannten leben=
den
Dichtern wie Enking. Thoma, Greinz enthält und mit
luſtigen Zeichnungen von Berwald geſchmückt iſt. (1 Mk.)
Von älteren Werken erſchien eine illuſtrierte Volksaus=
ausgabe
von Hebbels Nibelungen (2 Mk.) und ein
Volksbuch Vaterländiſche Dichtung (0,50 Mk.)
Empfohlen ſei auch in dieſem Jahre das beliebte
Deutſche Weihnachtsbuch (2 Mk., bisherige
Auflage 30000 Exemplare). Ein beſonderer Fortſchritt
iſt in der Ausſtattung der neuen Bände zu bemerken.
18131815. Illuſtrierte Geſchichte
der Befreiungskriege. Ein Jubiläumswerk zur
Erinnerung an die große Zeit vor 100 Jahren. Von Pro=
feſſor
Dr. J. v. Pflugk=Harttung. 414 Seiten
Tert mit 343 Abbildungen, 40 Kunſtbeilagen und 15 Fakſi=
miledrucken
. In Prachtband gebunden 20 Mark. Auch
in 40 Lieferungen zum Preiſe von je 40 Pfg. zu beziehen.
Union. Deutſche Verlagsgeſellſchaft, Stuttgart, Berlin,
Leipzig. Jeder Satz beweiſt, daß hier ein ſachverſtärdi=
ger
und mit den Vorgängen und Perſönlichkeiten des Be=
freiungskrieges
vertrauter Hiſtoriker die Feder führte, der
den Mut hatte, die Dinge ſtets beim rechten Namen zu
nennen. Das feſſelnde Wort wird unterſtützt durch eine ge=
diegene
und formvollendete bildliche Ausſchmückung, bei
der beſonderer Wert gelegt iſt auf geſchichtliche Treue und
künſtleriſch vollendete Darſtellung. Ein Schatz für die
Hausbibliothek, deſſen Anſchaffung wir unſeren Leſern
aufs wärmſte empfehlen.
Ums Vaterland. Eine Geſchichte aus der Zeit
der Befreiungskriege. Nach alten Familienpapieren er=
zählt
von S. Gräfin Wolf=Baudiſſin. 2. Aufl. Mit
Farbendruckbildern nach Aquarellen von Hans G.
Jentzſch (Verlag A. Thienemann in Stuttgart). Zur Zeit
der tiefſten Schmach unſeres deutſchen Vaterlandes, zur
Zeit der Franzoſenherrſchaft ſpielt die ſo hinreißend und
lebenswahr geſchriebene Erzählung. Das Weſtfalen
Jerömes iſt der Schauplatz. Das reine, opferfreudige
Deutſchtum und die durch eigennützige, ehrſüchtige Lands=
leute
geſtützte Franzoſenherrſchaft kämpfen einen harten
Kampf. Das Buch, das alten Familienpapieren ſeine
Entſtehung verdankt, iſt eine auch für Erwachſene geeignete
Lektüre; die Jugend aber wird es begeiſtern.
Heſſes Volksbücherei. Nr. 831838. 841
bis 842. 847850. Preis jeder Nummer 20 Pfg. Leipzig,
Heſſe u. Becker Verlag. Der Humor herrſcht vor und führt
an mit Nicolais (Scharlings) Prachtſtücke Zur Neu=
jahrszeit
im Pfarrhauſe von Nöddebo (Nr. 831834).
Gerſtäcker erzählt ſpannende und fröhliche Indianer=
und Jagdaeſchichten: Der Dampfbootkapitän, Ein Pirſch=
gang
auf Bären (Nr. 835), während in der nächſten Num=
mer
Freiherr v. Schlicht. der Spezialiſt für übermütige
Militär=Humoresken, zu Worte kommt. Ergänzend tritt
zu all dieſen Humoren noch Otto v. Leirners humo=
riſtiſche
Erzählung Der Stipendiat des Freiherrn von
Erck (Nr. 849850). Ernſt ſind die zwei ruſſiſchen Er=

[ ][  ][ ]

Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
Seite 6.
Aühlungen Herbſiſchen= und Ein Fragment: (Nr. 271
Vom Balkan.
Letzte Nachrichten.
bis 838) von Martha Willkomm=Schneider. Die
Erzählung R. Plattenſteiners Die Wirtin zum
Die engliſchen Vorſchläge betr. Albanien und die
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
goldenen Hirſchen (Nr. 841842) iſt eine prächtige Ge=
Aegäiſchen Inſeln.
* Berlin, 17. Dez. Gegenüber anderslautenden Blät=
ſchichte
aus dem öſterreichiſchen Volksleben.
* London 16. Dez. Wie das Reuterſche Bureau
Für den Weihnachtstiſch bringt das ſoeben erſchie= erfährt, wurde die britiſche Zirkularnote über termeldungen ſei feſtgeſtellt, daß im Kriegsminiſterium
nene Weihnachtsheft der Wiener Mode in Wort und Albanien und die Aegäiſchen Inſeln amnichts davon bekannt iſt, daß das Infanterie=
Bild eine Auswahl delikater Schüſſeln, unter denen eine Samstag den Mächten überreicht. Sir Edward Greys Regiment Nr. 167 in Kaſſel marſchbereit=
modern
garnierte Wildgans das beſondere Entzücken jeder Anſicht war dabei, nicht neue Fragen aufzuwerfen, ſon= nach Zabern ſei,
* Berlin, 17. Dez. Die Norddeutſche Allgemeine Zei=
Hausfrau erregen dürfte. Einzig in ſeiner Art iſt der ge= dern nur den Regierungen, die auf der Botſchafterkonfe=
deckte
Eßtiſch, den Herr Profeſſor Otto Prutſcher in dem renz vertreten waren, konkrete Vorſchläge für eine unpar= tung ſchreibt: Zurzeit werden die Ausführungsvorſchrif=
gleichen
Heſte zeigt und der ſo ſauber und gemütlich aus= teiiſche und ſchleunige Liquidation der noch nicht entſchie= ten ausgearbeitet, betreffend die Aufwandsentſchä=
ſieht
, daß ihn jeder nachahmen wird. Wie gewöhnlich iſt denen Details zu machen, die zu Reibungen und Schwie= digungen an Familien, von denen drei Söhne dee
auch dieſes neue Heft der Wiener Mode wieder einerigkeiten führen könnten, wenn ſie unerledigt blieben. Die geſetzlichen zwei= oder dreijährigen Dienſtpflicht als Uns
goldene Fundgrube für jede Frau und kein Haushalt ſolltebritiſche Notebeſteht aus 10 Paragraphen, teroffiziere oder Gemeine genügten oder genügen. Augens
ohne dieſe populäre Zeitſchrift ſein. Man abonniert ſie die unter drei Rubriken fallen: 1. Epirus und die Friſt blicklich könne daher über die zahlreichen Anträge hierzu
in jeder Buchhandlung oder direkt beim Verlage, Wien VI., 1 der Räumung des Gebietes durch die Griechen, die an noch nicht entſchieden werden. Die Beträge ſollen nachs
Gumpendorferſtraße 87, zum Preiſe von 3 Kronen 50 Hel=Albanien fallen, 2. die Aegäiſchen Inſeln, die von Grie= träglich in Halbjahresraten, und zwar die erſte Halbiah=
chenland
okkupiert worden ſind, und 3. die Aegäiſchen In= resrate von 120 Mark anfangs April 1914, gezahlt werden,
lern für das ganze Quartal.
* Berlin 17 Dez. Die gemiſchte Deputation zur Be=
Kriſtallmodelle aus Karton ſelbſt herzu= ſeln, die von Italien okkupiert ſind. Die Demarkierung
ſtellen. Modellbogen zur Anfertigung von 70 der haupt= der griechiſch=albaniſchen Grenze bleibt der internationa= ratung von Maßnahmen gegen die Lebensmittels
ſächlichſten Kriſtallformen mit kurzem, erläuterndem Text len Kommiſſion überlaſſen. Die Räumung durch die Grie= teuerung beſchloß in ihrer heutigen Sitzung unter dem
für die reifere Jugend, von A. Czepa (Spiel und Arbeit, chen hätte nach dem Beſchluß der Mächte bis zum 31. Vorſitz des Oberbürgermeiſters Wermuth, mit Rückſicht
Band 61). Preis 80 Pfg. Verlag von Otto Maier, Dezember ſtattfinden ſollen aber Vorausſetzung war, daß auf den derzeitigen hohen Preisſtand von der Fortſetzung
Ravensburg. Für unſere Jugend dürfte dieſes Bändchen die Arbeiten der Kommiſſion am 30. November abge= der Einfuhrruſſiſchen Fleiſches abzuſtehen
ebenſo wie die früher erſchienenen vielfach von Intereſſe ſchloſſen wären. Da dies nicht der Fall iſt, ſo wird jetzt und den Verkauf von Anfang nächſten Monats ab einzu=
vorgeſchlagen
, daß die Räumung Mitte Januar ſtellen.
ſein.
* Wildpark bei Potsdam, 17. Dez. Das Kaiſer=
vollendet
ſein ſoll. Was die Aegäiſchen Inſeln
betrifft, die von Griechenland okkupiert ſind, ſo weiſt die paar iſt heute mittag 12.20 Uhr, im Sonderzuge von
Note darauf hin, daß die Konzeſſionen, die von Griechen= München kommend auf der Wildparkſtation ein
Kardinal Rampolla 7.
land mit Bezug auf Epirus verlangt wurden, durch eine getroffen und hat ſich in das Neue Palais begeben,
* Paris, 17 Dez. Wie aus Rom telephoniſch ge= Kompenſation in den Aegäiſchen Inſeln
* München, 17. Dez. Die Kammer der Reichs=
meldet
wird, iſt Kardinal Rampolla heute nacht kurz ausgeglichen werden ſollten. Der frühere Vorſchlag, daßräte wählte anſtatt des zurückgetretenen zweiten Präſi=
nach
Mitternacht plötzlich geſtorben.
Griechenland Chios und Mythelene aufgeben ſoll. wird denten v. Auer den Staatsminiſter a. D. Grafen von
* Rom, 17. Dez. Bei dem verſtorbenen Kardinal jetzt fallen gelaſſen, und es wird nur eine Garantie ver= Crailsheim zum zweiten Sekretär anſtelle des ver=
Rompolla wurden bereits im Sommer Symptome derlangt, daß Griechenland auf den Inſeln keine Befeſtigun= ſtorbenen Freiherrn v. Franckenſtein den Grafen von
Angina plorotis feſtgeſtellt, die abſolute Ruhe erheiſchte. gen und keine Flottenſtationen aufführen ſoll, und fernerStauffenberg und nahm ſodann den Etat des
Seit kurzem klagte der Kardinal über Kältegefühl und eine Garantie gegen Konterbande von der gegenüber= Königlichen Hauſes einſchließlich der Erhöhung der pers
Fröſteln. Am Montag machte er noch den gewohnten liegenden Küſte. Mit Ausnahme von Imbros und Tene= manenten Zivilliſte in Uebereinſtimmung mit der Kam=
Spaziergang. Am Dienstag früh fühlte er ſich nicht wohl dos ſollen alle dieſe Inſeln im griechiſchen Beſitze blei= mer der Abgeordneten an.
und las die Meſſe nicht mehr. Am Nachmittag ſand der ben. Mit Bezug auf die Aegäiſchen Infeln, die von
* Altenburg, 17. Dez. Der Landtag von Sach=
Arzt noch keine ernſten Symptome. Als er ſich abends Italien okkupiert ſind, wird vorgeſchlagen, daß ſie derſen=Altenburg nahm mit 17 gegen 15 Stimmen
ins Bettt gelegt hatte, trat Atemnot ein; der ſofort hee=Türkei zurückgegeben werden ſollen, wenn einen Geſetzentwurf an, wonach vom Kohlenberg=
beigerufene
Arzt fand den Kardinal tot infolge eines An= der Friedensvertrag von Lauſanne ausgeführt iſt. Die bau eine Abgabe von 2½ Pfennig für die ge=
falles
der Angina. Der Kardinal=Staatsſekretär Merry del Inſeln ſollen dann eine gewiſſe Selbſtändigkeit unter dem förderte Tonne zu entrichten iſt. Die Regierung=
Val wurde ſofort benachrichtigt. Die Leiche iſt mit dent Sultan erhalten. Da die Pforte Verfügungen erlaſſen vorlage forderte urſprünglich 5 Pfennig.
Kardinalsornat bekleidet; Verwandte, ſein Sekretär und hat, wonach die Militär= und Zivilbehörden aus Tripo=
* Bremen, 17. Dez. Den beim Rettungswerk bei der
die Kammerdiener halten die Leichenwache. Der Zere=lis zurückberufen worden ſind, ſo könnte der Friedens=
monienmeiſter
Mſgr. Ricci übernimmt heute vormittag vertrag von Lauſanne jetzt im weſentlichen als ausge= Volturno=Kataſtrophe beteiligten Offizieren und Mann=
die
Leiche, welche bis zum Begräbnistage öffentlich auf= führt betrachtet werden, obwohl ſich einige wenige tür= ſchaften des Norddeutſchen Lloyd hat der Kaiſer fol
kiſche Ofiziere entſchloſſen haben, ſich mit den Arabern zu gende Orden und Ehrenzeichen verliehen: den Kapitänell
gebahrt wird.
Hagenmeyer und Spangenberg den Kronei
identifizieren.
* München 17. Dez. Staatsminiſter Dr. Freiherr
* London, 17. Dez. Die Times bedauert, daß die orden vierter Klaſſe, den erſten und zweiten Offizien
v. Hertling ſtattete heute vormittag dem päpſtlichen britiſche Note über Albanien und die das Verdienſtkreuz in Gold, den dritten und vierten Oſfſe
Nuntius Monſignore Frühwirth einen Beſuch ab, um
Aegäiſchen Inſeln in der franzöſiſchen Preſſe, und zieren das Verdienſtkreuz in Silber, den Mannſchaften
ihm die wärmſte Teilnahme der bayeriſchen Regierung zwar in einer unvollſtändigen Form, ver=das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens bezw die Rots
beim Ableben des Kardinals Rampolla auszudrücken. öffentlicht worden iſt. Die Frage, die in der Adlerorden=Medaille bezw. Kronenorden=Medaille.Im
Note behandelt worden iſt, wäre an ſich delikater Natur ganzen wurden 68 Auszeichnungen verliehen.
* Sternberg, 17. Dez. Der mecklenburgiſche Landtag
Mariano Rampolla, Marcheſe del Tindaro, war und wäre zunächſt beſſer den diplomatiſchen Erwägun=
am
17. Auguſt 1843 in Polizzi auf Sizilien geboren. Er gen vorbehalten geblieben. Die Ueberreichung der Note, nahm gegenüber dem ſogenannten Fehmarn Arog
wurde auf der päpſtlichen Adelsſchule in Rom zum Geiſt= fährt das Blatt fort, bezeichnet den Beainn eines neuen jekt (Bahn= und Fährverbindung von Hamburg über
lichen ausgebildet und 1869 von Pius IX. zum Hilfs= Stadiums in den mühſamen diplomatiſchen Verſuchen, Fehmarn nach Kopenhagen) den von der Kommiſſiön des
arbeiter im Sekretariat für kirchliche Angelegenheiten er= die verwickelte Hinterlaſſenſchaft der Balkankriſe zu ent= Landtags vorgeſchlagenen Antrag an die Regierung au,
nannt. Im Jahre 1875 wurde er Uditore bei der Nun=wirren. Die Engländer teilen mit einer gewiſſen Zuver=daß die Stände bereit ſind, die größten Opfer zu brin=
tiatur
in Madrid; nach Rom zurückberufen, wurde er zum ſicht die Hoffnung, die der deutſche Reichskanzler kürzlich gen, um die Linie Warnemünde-Gjedſer zu erhalten
Prälaten und zum Sekretär der Propaganda ernannt. ausgeſprochen hat, daß die übriggebliebenen Schwierig= bezw. auszubquen und ſo die ſchnellſte Verbindung mit
Im Jahre 1880 ernannte ihn Leo IIII. zum Setretär der keiten nicht ſchlimmer ſein würden, als die bisher ge=dem Norden zu bieten
* Wien, 17. Dez. In der ungariſchen Delega
Kongregation für außerordentliche kirchliche Angelegen= löſten. Gegenſeitiges Vertrauen iſt eine weſentliche Vor=
heiten
. Im Jahre 1882 ginger als Nuntius nach Madrid bedingung für die Wirkſamkeit des Konzertes und das tion beantwortete der Miniſter des Aeußern Gräf
Am 4. März 1887 machte ihn Leo XIII. zum KardinalVertrauen muß über die Gegenſtände, die augenblicklich Berchtold die Interpellation des oppoſitionellen Grau
fen Karolyi bezüglich einer gemeinſamen Aktion
und noch in demſelben Jahre ernannte er ihn als Nach= zur Erörterung ſtehen, hinaus ausgedehnt werden,
folger Jacobinis zum Staatsſekretär. Die Politik Ram=
IIB. Berlin, 17. Dez. Die deutſche Regie=der Signatarmächte des Berliner. Ver=
pollas
war dem Dreibund feindlich und deshalb legte derrung, der der engliſche Vermittelungs=Vor=trages hinſichtlch der Gleichberechtigung der
Kaiſer von Oeſterreich gegen die Wahl Rampollis zumſchlag am 13. Dezember übermittelt wurde, hat eine Ent= Juden in Rumänien. Graf Berchtold erklärte, in
Papſt nach Leos XIII. Tode Proteſt ein, und die Mehr= ſcheidung bisher nicht getroffen. Dieſe ſoll erſt erfolgen, dieſer Angelegenheit könnten nur ſämtliche Signatal
zahl der Kardinäle wählte den Kardinal=Patriarchen wenn der Meinungsaustauſch abgeſchloſſen iſt, der in die= mächte im Einvernehmen mit Erfolg vorgehen. Er alaule
nicht, daß ein ſolcher gemeinſamer Schritt zuſtandee=
Sarto zum Papſt.
ſer Frage mit Wien und Rom eingeleitet wurde.
bracht werden könnte. Er ſei der Anſicht, daß Oeſterleiche
* Belgrad 17 Dez. (Meldung des Serbiſchen Ungarn trotz der Sympathien für religiöſe Gleichberecht=
Zur Wiederauffindung der Mona Liſa‟.
Preſſebureaus.) Der Miniſterrat hat den von öſter= gung kein Intereſſe habe, in dieſer Angelegenheit
* Paris, 17. Dez. Die bei den Brüdern Lace=reichiſch=ungariſchen Blättern erhobenen Vorwurf. Serbien Initiative zu ergreifen. Er beſitze von einer direkten
lotti vorgenommene Hausſuchung ergab keinerlei habe die Konventionn quatre verletzt, geprüft tiative der engliſchen Regierung keine Kenntnis. Dieen=
Anhaltspunkte für den Verdacht, daß die Brüder in und folgenden Tatbeſtand feſtgeſtellt: Der Verkehr auf den liſche Regierung habe ſich in dieſer Frage nicht an Deſtels
irgend einer Weiſe an dem Verbrechen Perugias beteiligt Schienenſträngen iſt durch die Kriegsereigniſſe und den reich=Ungarn gewandt. Er bezweifle auch ſehr,
geweſen ſeien. Die Brüder erklären, ſie hätten Perugia Einbruch der Albaneſen unterbrochen worden. Später er= den Iſraeliten Rumäniens zum Vorteil gereichen könn
bei ſeiner Abreiſe geholfen, ſein Gepäck aufzugeben, jedoch hoben ſich Hinderniſſe gegen die direkte Verbindung mit wenn dieſe Frage international aufgeworfen undven
keine Ahnung gehabt, daß ſich unter dieſem das Bild Saloniki, da die Geſelſchaft der Orientbahnen, die die handelt würde, zumal die rumäniſche Regierung dieſe Ai
gelegenheit immer ausſchließlich als eine innere Frags=
Gioconda befand. Nach einer Blättermeldung aus Linie Gumendie-Saloniki baut. Wagenwechſel für Rei=
Rom ſoll der holländiſche Antiquar Jakob van Perdonk ſende und Waren in Gumendje forderte. Ferner war der betrachtet habe. Die Antwort des Miniſters wurde mit
erklärt haben, ihm ſei vor einigen Monaten durch Verkehr zwiſchen Semlin und Belgrad infolge von Sa= überwiegender Majorität zur Kenntnis genommen,
* Paris, 17. Dez. Die Kammer beſchloß, einen
einen Londoner Vermittler eine Gioconda zum nitätsmaßnahmen unterbrochen, die Oeſterreich=Ungaun
Kauf angebotenworden, die in allen Einzelheiten wegen der Choleragefahr getroffen hatte. Dieſe Maßnah= Geſetzentwurf, betr. Schaffung eines militärt
eine verblüffende Aehnlichkeit mit dem aus dem Loupre men waren noch vor einer Woche in Kraft. Infolgedeſſenſchen Pulveringenieurkorps, eines Korps milie
entwendeten Bilde aufwies, gleichwohl aber eine Fal= war die Serbiſche Eiſenbahndirektion genötigt, neue täriſcher Pulvertechniker und Beamtenſtellen für dieüll
ſchung war. Er glaube annehmen zu dürfen, daß dieſes Frachtbriefe für Waren nach Saloniki zu verlangen. Zu ververwaltung, einzubringen.
* Paris, 17. Dez. Vor der Kommiſſion des
Bild dasſelbe ſei, das Perugia dem Florentiner Antiquar gleicher Zeit wurde bei der Direktion der Orientbahnen
ein Schritt in der Frage des Wagenwechſels unternommen. Senates für die Einkommenſteuer erklärte Finanz=
verkaufen
wollte.
Ebenſo wurde die öſterreichiſch=ungariſche Regierung um miniſter Caillaux, die Regierung werde vor dem Se=
Aufhebung der Sanitätsmaßnahmen erſucht. In der Zwi= nat die Grundgedanken des von der Kammer angenom=
ſchenzeit
ſetzte die Serbiſche Eiſenbahndirektion, ohne den menen Entwurfes befürworten. Die Kommiſſion be=
Grubenexploſion.
Durchgangstarif zu ändern. einen Lokaltarif zwiſchenſchloß, ihre früher gefaßten Beſchlüſſe aufrecht zu erhal=
* Neweaſtle (Colorado), 16. Dez. Durch eine Riſtovatz und Dievdjeli für ſolche Waren feſt, deren Fracht= ten und nächſtens Bericht darüber zu erteilen.
Exploſion in der hier in der Nähe liegenden Vulkan= briefe ausgewechſelt werden mußten. Nachdem ein Ab=
* Brüſſel, 17. Dez. Die ſtändige Kommiſſion der In=
grube
wurden heute früh 30 Bergleute eingeſchloſſen.
kommen mit der Orientbahngeſellſchaft erzielt und durch ternationalen Zuckerkonferenz iſt heute zu ihrer=
Newcaſtle, 16. Dez. Zu der Exploſion auf der Aufbebung der Sanitätsmaßnahmen der Verkehr mit üblichen Tagung zuſammengetreten. Sie hat ſich mit den
Vulkangruße wird noch gemeldet: Bis jetzt ſind 38 Lei= Semlin wieder möglich geworden war, hat die Serbiſche geſetzgeberiſchen Beſtimmungen der einzelnen Länder be=
chen
geborgen und nur zwei Bergleute gerettet wor= Eiſenbahndirektion der Ungariſchen mitgeteilt. daß ſie vom ſchäftigt. im beſonderen wurde das in Italien gültige Re=
den
. Die meiſten Leichen ſind ſchrecklich verſtümmelt und 15. laufenden Monats an den regelmäßigen in= gime geprüft und morgen ſoll die Konferenz, da Italien,
verkohlt. Die Urſache der Exploſion ſoll Kohlenſtaub ſein, Inernationalen Verkehr, wie ihn die Konvention bekanntlich nicht mehr der Union angehört beſchließen,
à quatre vorſieht, in der Richtung nach Saloniki wieder ob die dortige Lage beſondere Maßnahmen notwendig
aufnehmen werde.
macht.
* Belgrad, 17. Dez. Dem Regierungsorgan Sa=
* Brüſſel, 17. Dez. Die Kammer hat heute be=
Zur Lage in Mexiko.
mouprava zufolge regte der Minſſter für Volkswirtſchaftſchloſſgn. Ende dieſer Woche die Beratungen über das
behufs Hebung des Verkehrs beim Finanzmini= Schulgeſetz zu unterbrechen, um wichtige Etats=
* Neu=York, 17. Dez. Wie aus Juarez ge=
meldet
wird, ordnete General Villa offieiell an daß ſterium die Herabſetzung der Tarife für Waren und Per= titel noch vor den Weihnachtskerien zu beraten. Erſt nach
das geſamt: Eigentum Luis Terrazos und ſeiner Neffen ſonen auf der Haupteiſenbahnſtrecke Belgrad-Saloniki an. Neujahr ſoll mit der Weiterberatung des Schulgeſetzes
* Saloniki, 17. Nov.Achtzehn Moham= fortgefahren werden.
Enrique und Inan Ereel konfisziert wird. Terra=
* Madrid, 17. Dez. Amtlich wird aus Tetuan ge=
zos
iſt nach den Vereinigten Staaten geflüchtet. Seinmedaner, die beſchuldiat waren, por der Einnahme
Eigenium in Chihnahna und das der Brüder Ereel wird von Serfidſches durch die Griechen an den Maſſakres teil= meldet: Eine ſponiſche Abteilung hatte einen dreiſtün=
genommen
zu haben und vom Kriegsgericht zum Tode digen Kampf gegen ſtarke feindliche Streikräfte. Die Ma=
auf
viele Millionen Dollar geſchätzt.
* Mexiko, 17. Dez. Tauſende von Perſonen ſtan= verurteilt worden waren, wurden auf. Grund des rokkaner wurden durch Artilleriefeuer zurückgetrieben und
F=
Friedensvertrages in Freibeitgeſetzt Ein Verur= erlitten große Verluſte. Spaniſcherſeits wurden fünf
den geſtern vor den Türen der Banco Central, da alle
Mann getötet und acht verwundet.
anderen Banken die Einlöſung von State teilter iſt im Gefängnis geſtorden
* Konſtantinope
* Barcelona, 17. Dez. Das engliſche Mittel=
Dez. Jeune Turc will
Bank Notes ablehnten. Die Zentral=Bank bildet
After in Berlin. Ge=meergeſchwader iſt heute hier eingetroffen.
den Mittelpunkt des Bankſyſtems, das die meiſten Staats= wiſſen derkürkäſche
g, werde auf einen höheren
banken umfaßt. Sie ſehnte bereits die Hono= neral MahnndMuſth
* London, 17. Dez. Premierminiſter Asquith
er Bey erſetz
rierung der Wechſel von ſechs außenſtehenden Banken Poſten berufen und
Empfing eine Abordnung der Liberalen, die
* Konſtanting
ab. da dieſe Inſtitute bei ihr keine Fonds für Kredit=
Wie aus armenis=auf die Beruhigung in der liberalen Partei angeſichts der
7. Dez
gewährung hätten. Es wird angenommen, daß auch die ſcher Suelle Verlauts
eins Abordnungdes armes Lzu erwartenden Erhöhung in den Voranſchlägen für die
Beckſtel anderer Banken urückgewieſen werden, ſodald=miſchen Waitigrats
froßweſir, daß Armenzen
Marine hinwies. Die Unterjedung war vertraulich. Dem
die Depoſiten erſchöpft ſind. Die Leiter der llich mächstce
en bekenligenwerde=Vernehmen nach verſicherte Asquith der Abordnung, er
Zentraf Bank erklären mit Nachdruck, daß die Zentral=adiegiehllenderungenzugeſtendenlwiſſe von keinen anderen Mehrausgaben, als den bereits
Bank ſelbſt zahlungsfähig fei.
habe.
genehmigten, die ſelbſttätig in Wirkung treten.

[ ][  ][ ]

Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
Seite 7.
2 London, 1r. Dez. Frau Pankhurſt iſt heute
vormittag freigelaſſen worden.
* Petersburg, 17. Dez. Miniſterpräſident Kokowtzow
it heute nach Livadia abgereiſt.
* Rabat, 17. Dez. Eine Verfügung des General=Reſi=
Allen, die mir in meinem Schmerze ihre treue Teilnahme gezeigt
henten, die in Kürze erſcheint, wird die Aufhebung
ter Militärverwaltung in der Provinz
haben, sage ich auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank.
Schauja anordnen. Die Provinz wird faſt gänzlich
Inter die Zivilverwaltung kommen, nachdem zunächſt ein
Frau v. Homeyer, geb. Nahl.
Broviſorium geſchaffen wird.

H. B. Berlin, 17. Dez. Die in Berlin geführten
26332)
eutſch=franzöſiſchen Unterhandlungen
uber die von der Türkei zu gewährenden Eiſenbahn=
M
Konzeſſionen ſtehen vor dem Abſchluß. Die einzige
e
Dauptfrage, die noch der Erledigung harrt, betrifft den


Se
ſanzöſiſchen Wunſch, außer dem Hafen Jaffa noch einen
underen Bahnausgangspunt am Mitelmeer, weiter
wördlich, zu erhalten. Das erkluſiv deutſche Konzeſſions=
Todes=Anzeige.
gebiet umfaßt die ganze Küſtenſtrecke zwiſchen Merſina
und Syriſch=Tripoli. Die Verhandlungen ſtehen in engem
Heute vormittag entſchlief ſanft nach langem,
Anstatt jeder anderen
Zuſammenhang mit den Beſprechungen, die Dſchawid
ſchwerem, mit großer Geduld getragenem Lei=
Sey ſeit mehreren Wochen mit der deutſchen Großfinanz
den mein lieber Mann, unſer guter Vater,
Anzeige.
Mihrt.
Großvater und Schwiegervater
(26367
Nachſpiele zur Schröder=Strantz=Expedition.
Die kirchliche Feier für den ver-
* Hamburg, 17. Dez. Unter den Ueberlebenden
Christian Schäfer
her auf Spitzvergen verunglückten Expedition Schrö=
storbenen

er=Strantz waren Zwiſtigkeiten ausgebrochen, die
im 74. Lebensjahre.
fur Folge hatten, daß Kapitän Ritſcher, der Führer
des Expeditionsſchiffes, gegen den Marinemaler Rave
Darmſtadt, Neues Schießhaus, 17. Dez. 1913.
Leutnaut
und Dr. Rüdiger Beleidigungsklage an=
ürengte
. Das Schöffengericht VI in Hamburg wies die
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Zeleidigungsklage zurück, inſoweit die Beleidigungen in
inem Artikel der Neuen Hamburger Zeitung vom 19.
Vineenz von Alvensleben
Ottilie Schäfer, geb. Kring,
Juli 1913 ſtanden, weil wegen dieſer Beleidigung der
Familie Schäfer,
Strafantrag zu ſpät geſtellt war. Ueber die Beleidigun=
Familie Steinheimer.
nen, die in den Artikeln des Hamburger Fremdenblattes
findet Donnerstag, 18. ds., nachmit-
vom
3. Juli und 8. Auguſt enthalten ſein ſollen, wird erſt
Die Beerdigung findet am 19. Dezember, nach=
Beſchluß gefaßt, nachdem der erſte Beſchluß, betr. die Be= tags 2 Uhr, in der Kapelle des städt.
mittags 4 Uhr, vom Portale des Griesheimer
beidigung in der Neuen Hamburger Zeitung, Rechtskraft
Friedhofes aus, ſtatt.
Prlangt hal.
Friedhofes statt und daran an-
Amtlicher Weiterbericht.
schliessend die Beisetzung.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das ausgebreitete Tiefdruckgebiet über Nordeuropa
(*17855
hat ſich geſtern verflacht und ſeinen Kern ſüdoſtwärts ver=
Dankſagung.
hagert, ſo daß ſich ganz Norddeutſchland in ſeinem Be=

neich befindet: trübes, regneriſches Wetter bei verhältnis=
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
mäßig hoher Temperatur iſt die Folge. Wir werden unter
an dem ſchmerzlichen Verluſt, der uns durch das
deem Einfluß eines ſtarken Hochs, das ſich bereits über
Hinſcheiden unſerer lieben, guten Mutter und
ganz England und Skandinavien ausgebreitet hat, Beſſe=
Schwiegermutter
(26347
ung des Wetters erwarten können.
Frau
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, 18. Dezem=
Statt beſonderer Anzeige.
ber: Allmähliche Abnahme von Niederſchlägen und Be=
wölkung
, kälter, nordweſtliche Winde.
Elise Schäfer Witwe
Geſtern abend entſchlief nach kurzem,
(Schluß des redaktionellen Teils.)
ſchwerem Leiden mein lieber Gatte, unſer guter
geb. Pfeffer
Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder
an kann’s gar nicht oft genug wiederholen, daß
betroffen hat, ſagen wir hiermit herzlichſten Dank.
(*17829
M Fays ächte Sodener Mineral=Paſtillen in keinem und Onkel
Insbeſondere danken wir Herrn Pfarrer Widmann
Haushalt fehlen ſollten. Mit ihnen hat manſtets die ſicher
für ſeine troſtreichen Worte am Grabe und den
is wirkendeHilfe beiallen Erkältungserſcheinungen der Luſt=
Schweſtern des Martinſtifts für ihre liebevolle
is wege, bei Katarrhen, Heiſerkeit, Indiſpoſition ze zur Hand
Pflege.
Herr Julius Muth
z2 u. man kann dieſes ausgezeichnete Produkt, das die mine=
Die trauernden Hinterbliebenen:
Kraliſchen Beſtandteile der im Kurgebrauch befindlichen
Lehrer
Sodener Heilquellen enthält, mit der Zuverſicht des Er=
Jean Houth u. Frau Eliſabeth, geb. Schäfer.
folges bei neuauſtretenden wie bei veralteten Katarrhen
im 58. Lebensjahre.
§ anwenden. Beſonderes Kennzeichen: Amtliche Beſchei.
nigung des Bürgermeiſter=Amtes Bad Soden a. T. auf
& weißem Kontrollſtreifen. Man verlange ausdrücklich
Die trauernden Hinterbliebenen.
Fays ächte Sodener zum Preiſe von 85 Pfg., weiſe
Dankſagung.
(128616
aber alle Nachahmungen entſchieden zurück.
Griesheim bei Darmſtadt, Sprendlingen
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
heil ſparſam, ge=
(Kreis Offenbach), Friedberg und Darmſtadt,
Elektra=Kerzen, ruchlos. Paf. 65.
bei dem Hinſcheiden unſerer lieben, unvergeßlichen
den 17. Dezember 1913.
Mutter, Schwiegermutter und Großmutter
Hier: F. B. Grodhaus, Seifenf. a. w. Turm. (V,18308
Luasasassusesalsannsnsssssassasasanssnasnnasensasensossanssssnssensg
Die Beerdigung findet am Freitag, nachmit=
Frau Margarete Nahr
tags 2½ Uhr, vom Portale des Darmſtädter
ROBERT MULLER
Friedhofes aus, ſtatt.
geb. Burger
Juwelier
Kranz= und Blumenſpenden ſind nicht im Sinne
ſprechen wir hiermit Allen unſeren tiefgefühlten
Luisenplatz 4 Ecke der Wilhelminenstrasse
Dank aus.
des Verſtorbenen.
(26305
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Juwelen
Werkstätte
Traiſa und Büdingen, 16. Dezember 1913.
für
Goldwaren
Silberwaren Neuarbeiten
Me

Geee e
Umarbeiten
Patenlöffel
Donnerstag, 18. Dezember.
Todes=Anzeige.
Trauringe Reparaturen
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 10 Uhr
(Ab. C): Krieg im Frieden
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Reelle, fachmännische Bedienung.
Krippenſpiel um 5 Uhr im Kloſter der Barmher=
(26074a
zigen Schweſtern.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
KefAe
meine liebe Frau, unſere gute, treubeſorgte
Generalverſammlung des Verſchönerungsvereins
Mutter und Großmutter
um 5 Uhr im Reſtaurant Sitte.
(26363
S 8
Sig-Ra
Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer Ex=
2
4

Frau
pedition (Rheinſtraße 23) ſind folgende Bilder neu aus=
(80
28
geſtellt: Die deutſche Militärmiſſion für die Türkei.
Zur Zabern=Affäre: Kaiſer Wilhelm im Geſpräch mit
Trauer-Kleider Trauer-Lostumg 8
dem Reichskanzler in Donaueſchingen, General der In=
Henriette Scheuren
(
fanterie Freiherrn von Lyncker und Generalleutnant von
Trauer-Blausen,Trauer-Röcke
Deimling, Oberſt von Reuter mit ſeiner Frau auf dem
geb. Noell
Zaberner Bahnhof das neue Quartier der 99er auf
Trauer-Mäntel, Trauer-Stoffe 812
heute nachmittag 2 Uhr nach langem, ſchwerem
6
dem Truppenübungsplatz. Zu der Etatsberatung im
Leiden durch einen ſanften Tod zu erlöſen.
deutſchen Reichstag. Zur bevorſtehenden Löſung der
In reicher Auswahl!
albaniſchen Frage: Die deutſchen Beſatzungstruppen in
Darmſtadt (Aliceſtr. 27), Worms, Königs=
Skutari.
berg, den 16. Dezember 1913.
Hnderungen sofart!
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. Bürgerkeller um
=
8 Uhr.
In tiefer Trauer:
Verſteigerungskalender.
Gebr. Höslein.
Johann Scheuren,
Freitag, 19. Dezember.
Helene Scheuren, geb. Kaiſer,
Ludwigsplatz. z. M.
Hofreite=Verſteigerung des Karl Richard Buſch
Ella Scheuren,
Sch 50
(Wienersſtraße 77) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Ludwig Scheuren,



Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Agathe Scheuren, geb. von Olszyuski.

Turnhalle am Woogsplatz.
4464a
Die Beerdigung findet Freitag, den 19. Dez.,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des Bessunger
Aus dem Geſchäftsleben.
Druck und Verlag: L. C. Witlich’ſche Hofbuchdruckerei.
Friedhofs aus, ſtatt.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Eine reiche Auswahl von Weihnachtsgeſchenken hat
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
vie Fabrik F. Soennecken, Bonn (Berlin, Tauben=
redaktionellen
Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
ſttraße 1618 und Leipzig, Markt 1) in ihrem neuen Weih=
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Samstags von 111 Uhr gegen Eintrittsgeld. Das Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Wunſch koſtenlos zugeſandt wird. Die Soennecken=
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berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
Münzkabinett iſt geöffnet: Sonntags von 11
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zurückgeſandt
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Uhr, Mittwochs von 24 Uhr.
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[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
Nummer 309.
Seite 8.
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Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
Seite 9.
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Südwester
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2.45, 2.60, 2.75, 2.90
1.45, 1.15, 95 , 80 , 58
Darunter Röcke im Wert bis 7.
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Weiße u. farbige Anstandsröcke
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alle Grössen, schwere Qualität
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in weiss, rot, blau und braun
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Gestrickte Damen-Lätzchen
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Lammfell-Häubchen
Tuch- und Moire-Unterröcke
in weiss, weiss-rosa, weiss-hellblau, hübsche Ausführ.
schwarz und farbig, nur moderne Macharten
Herren-Krawatten
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Regattes mit Band für Stehkragen, hübsche Aus-
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Gestrickte Kindermützen
in weiss, farbig und zweifarbig, in nur modernen
85, 70, 55, 40 Damen-Handtaschen
Farbenzusammenstellungen
Regattes ohne Band für Umleg- u. Stehumlegkragen in schwarz, guter Verschluss
1.25, 1.00, 80 , 55
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Seite Fs.
Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
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[ ][  ][ ]

Olbgdg

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
§ 140.
Donnerstag, 18. Dezember.
1913.
Nach 3 1r1, 123 der Ausſührungeverordnung zur Gewerbeordnung machen
An die Großh. Burgermeiſtereien der Landgemeinden des Rreiſes. wir hiermit öffentlich bekannt, daß wir den Kreisamtsbureaugehilfen Wagner zum
Wir verweiſen Sie auf die in dem Regierungsblatt Nr. 27 vom 11. d. Mts. Kommiſſar für die Abſtimmung der beteiligten Gewerbetreibenden beſtellt haben.
Darmſtadt, den 12. Dezember 1913.
erſchienene Bekanntmachung, die Vergütungen für vorwiegend im Intereſſe Privater
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
erfolgende Amtsgeſchäfte der Bürgermeiſter der Landgemeinden betreffend.
Die in dieſer Bekanntmachung beſtimmten Gebührenſätze ſind vom 1. Januar
I. V.: Piſtor.
(26315
1914 zu erheben.
Im Anſchluß an obige Bekanntmachung des Großherzoglichen Kreisamts Darm=
Darmſtadt, den 11. Dezember 1913.
ſtadt vom 12. Dezember l. Js. mache ich hierdurch bekannt, daß die Liſte der betei=
ligten
Gewerbetreibenden bei mir offen liegt und Einwendungen gegen deren Voll=
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
ſtändigkeit und Richtigkeit, ſowie Aeußerungen für und gegen den oben mitgeteilten
Z. V.: von Starck.
Antrag ſchriftlich bis zum 28. Dezember ds. Js. einſchließlich oder mündlich in der
Zeit vom 20. Dezember bis 28. Dezember l. Js. einſchließlich bei mir abzugeben ſind.
Bekanntmachung.
Die Abgabe der mündlichen Erklärungen kann während des angegebenen Zeit=
Die freie Innung der Friſeure und Perückenmacher in den Landgemeinden des raumes werktäglich von 11 bis 12 Uhr vormittags in den Dienſträumen des Groß=
Kreiſes Darmſtadt hat bei uns den Antrag geſtellt, für die Gemeinden Arheilgen, Eber= berzoglichen Kreisamts, Neckarſtraße 3, 1. Stock, Zimmer Nr. 19, erfolgen.
Ich fordere daher alle Gewerbetreibenden, die in den Gemeinden Arheilgen,
ſtadt, Eſchollbrücken, Griesheim und Pfungſtadt gemäß § 41 b der Gewerbeordnung
Eberſtadt, Eſchollbrücken, Griesheim und Pfungſtadt das Friſeur= oder Perücken=
folgendes
anzuordnen:
Der Gewerbetrieb im geſamten Friſeur=, Barbier= und Perückenmacher= machergewerbe ausüben, zur Abgabe ihrer Aeußerungen mit dem Bemerken auf, daß
gewerbe iſt ſowohl innerhalb als auch außerhalb der Betriebsſtätte am nur ſolche Erklärungen, die erkennen laſſen, ob der Erklärende dem oben mitgeteilten
zweiten Weihnachts=, Oſter= und Pfingſtfeiertage gänzlich, an den übrigen! Antrag zuſtimmt oder nicht, gültig ſind und daß die nach Ablauf des obigen Zeitpunkts
eingehenden Aeußerungen unberückſichtigt bleiben.
(26170ids
Feſttagen und an den Sonntagen nach 2 Uhr nachmittags verboten.
Darmſtadt, den 12. Dezember 1913.
Ausgenommen ſind diejenigen Arbeiten, welche an dieſen Tagen zur
Der Kommiſſar.
Vorbereitung von öffentlichen Theatervorſtellungen und Schauſtellungen er=
forderlich
werden.
Wagner, Kreisamtsbureaugehilfe.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Weſhinderarteien.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
Verſteigerungs-AAnzeige.
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be= Die bei Errichtung eines Ein=
finden
ſich: 1 Dachshund, 1 Kriegshund. 1 Spitzhund, 1 Jagdhund, itrittsgebäudes des Stadtkranken=
Wolfshund, 1 Dobermann (zugelaufen). Die Hunde können von den hauſes vorkommenden inneren Donnerstag, den 18. Dezbr. 1913, nachm. 3 Uhr,
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Ver=Weißbinderarbeiten ſollen vergeben verſteigere ich im Saale Rundeturmſtraße 16
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk= werden.
(26302) Bedingungen liegen bei demſöffentlich zwangsweiſe gegen Barzahlung:
tag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
a) Fortſetzung der Zigarren=Verſteigerung gemäß
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Bekanntmachung
§§ 1228 bis 1249 B6B.
Angebote ſind bis
über die Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen.
(reſtlich noch 130 Kiſtchen);
Samstag, 27. Dezember 1913,
Als Ausnahmetage im Sinne der §§ 139d Ziffer 3 und 139e
b) um 4 Uhr vorausſichtlich: 8 Vertikos, 6 Diwans,
vormittags 10 Uhr,
Abſ. 2 Ziff. 2 der Reichsgemerbeordnung werden hiermit beſtimmt einzureichen.
4 Sofas, 4 Seſſel, 1 Büfett, 1 Pianino, 4 Kleider= 2 Spiegel=
(26312ds
I. Für alle offenen Verkaufsſtellen die letzten 7 Weritage
und 2 Bücherſchränke, 2 Kommoden, 2 Waſchtiſche, 3 Tru=
Darmſtadt, 16. Dezember 1913.
vor dem 24. Dezember 1913 (Dienstag, der 16. bis
meaux, 2 Spiegel, 1 Landauer, 1 Halbverdeck, 1 Stück
Stadtbauamt.
Samstag, den 20. Dezember, ſowie Montag, der 22. und
Leinen, 1 Partie Korſetts, Kravatten und Hemden, 1 Klei=
Buxbaum.
Dienstag, der 23. Dezember), mit einer Verkaufszeit bis
derſchrank (Altertum), 1 Fahrrad, 1 Nähmaſchine pp.
In unſer Handels=Regiſter, Ab=
10 Uhr abends.
Darmſtadt, den 17. Dezember 1913.
(26319
II. Für die offenen Verkaufsſtellen der Metzger und Fleiſch=a) teilung A, wurden folgende Ein=
verkäufer
auch der 24. Dezember 1913, mit einer Ver=träge vollzogen:
Thüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
Am 19. November 1913.
kaufszeit bis 9 Uhr abends.
Bleichſtraße 9.
III. Für die offenen Verkaufsſtellen der Bäcker und Kon= Hinſichtlich der Firma:
Sophie Duft, Darmſtadt.
ditoren auch der 30. und 31. Dezember 1913 mit einer
Die Prokura der Hedwig Roſen=
Verkaufszeit bis 10 Uhr abends.
Verſteigerungs-Anzeige.
An den vorgenannten Tagen finden für die einſchlägigen hain in Darmſtadt iſt erloichen.
Am 6. Dezember 1913.
Geſchäfte die Beſtimmungen über die Mindeſtruhezeit und
Donnerstag, den 18. Dezbr. 1913, vorm. 11 Uhr,
die Mittagspauſen der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter! Hinſichtlich der Firma:
in offenen Verkaufsſtellen keine Anwendung.
Fried. Hartter Nachf.,verſteigere ich in der Landgraf Philipp=Anlage zwiſchen Rhein= u.
Darmſtadt.
(26023a
Darmſtadt, den 2. Dezember 1913.
Waldſtraße (Zuſammenkunft der Steigerer am Hotel Köhlerd
Geſchäft und Firma iſt auf In=
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
genieur Heinrich Gebauer in Darm=
3 Arbeitspferde
Gennes.
ſtadt übergegangen.
Der Uebergang der in dem Be=zwangsweiſe öffentlich meiſtbietend gegen Barzahlung.
Verſteigerung beſtimmt.
triebe des Geſchäfts begründeten
Die ſtädtiſche Krankenanſtalt für Dienſtboten
Verbindlichkeiten und Forderungen
wird mit dem 31 Dezember 1913 aufgehoben. Die Dienſtboten iſt bei dem Erwerbe des Geſchäfts
Kapp, Gerichtsvollzieher zu Darmſtadt
gehören vom 1. Januar 1914 ab der Allgemeinen Ortskranken= durch Heinrich Gebauer ausge=26344)
Georgenſtraße 1.
kaſſe in Darmſtadt an. Die An= und Abmeldungen ſind von dieſem
nanen
ſchloſſen.
(26307
Tage ab durch die Arbeitgeber bei der genannten Kaſſe, Blumenthal=
Hinſichtlich der Firma:
ſtraße 7, zu bewirken.
Peter Chriſt, Darmſtadt. 2 Ahhateller Carl
Drautz
Die Allgemeine Ortskrankenkaſſe wird im Laufe dieſes Monats Die Firma iſt erloſchen.
jedem Arbeitgeber und jedem Verſicherten einen Abdruck ihrer
Darmſtadt, 11. Dezember 1913.
DENTIST
Satzung zuſtellen, aus der die Rechte und Pflichten der Verſicherten
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
und der Arbeitgeber, insbeſondere auch die Höhe der zu zahlenden
früher Ernst-Ludwigstrasse 3
(25284a
Beiträge zu erſehen ſind.
In unſer Handele=Regiſter Ab=
Darmſtadt, den 5. Dezember 1913.
teilung B wurde heute eingetragen
ze Plarſetpfate 1ſ.
hinſichtlich der Firma: Bauverein
Verſicherungsamt der Stadt Darmſtadt.
Fast schmerzloses Zahnziehen Mk. 1..
(22956a
für Arbeiterwohnungen, Darm=
Kröll.
ſtadt:
(26 36666666
Kommerzienrat Louis Roeder
In unſer Handeleregiſter, Abtelung B, wurde heute unter Nr. 194
Achtung!
Melener
iſt aus dem Vorſtande ausgeſchie=
die
Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung unter der Firma:
Künstliche Blumen
den und an ſeiner Stelle Philipp
Wolf Strauß, Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung,
(*17316
Brillant=
für

Roeder, Ingenieur in Darmſtadt,
und mit dem Sitz in Darmſtadt eingetragen.
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Gegenſtand des Unternehmens iſt die Uebernahme und Fort=zum Vorſtandsmitglied beſtellt.
ring, Doppelſchlange m. Brillant
führung des von dem verſtorbenen Kaufmann Heinrich Strauß unter
Darmſtadt, 15. Dezember 1913. und Saphir, für 30 Mk., ſoauch Marktplatz, 1. Reihe
der Firma Wolf Strauß zu Darmſtadt betriebenen Handelsunter=Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.ein Paar prima Brillant= Ohr=
neben
der
nehmens und insbeſondere der Handel mit Rohprodukten, Abfällen
Waffelbäckerei Säng.
In unſer Handels=Regiſter Ab=ringe ſehr billig zu verkaufen.
und Altmetallen aller Art, ſowie der Betrieb der hierzu erfordeklichen
teilung A wurde heute eingetragen Offerten unter § 71 an die Ex=
Hilfsgeſchäfte.
hinſichtlich der Firma: Wolfpedition ds. Bl.
(*1787Prakriſche Weihnachtsgeſchenket
Das Stammkapital beträgt 76000 Mark.
Neue mod. Vertikos von 30 M. an,
Geſchäftsführer iſt: Leovold Juda, Kaufmann in Darmſtadt.Strauß, Darmſtadt:
Diwans,Auszug., Frieß, kl. Tiſche,
Die Firma iſt durch Uebergang
Der Geſellſchaftsvertrag iſt am 11. Dezember 1913 feſtgeſtellt.
billig zu Kleider=, Waſch= Nacht=, Küchen=
Die Vertretung der Geſellſchaft erfolgt in dem Falle, daß mehr auf die Firma Wolf Strauß, Ge=
als
ein Geſchäftsführer beſtellt iſt, durch zwei Geſchäftsführer gemein=ſellſchaft mit beſchränkter Haftung, 1 ſehr gut erh. Sofa verkauf.ſchränke, mod. Schlafz., Wohnz.,
(26343*17813) Juhrmannſtr. 16. Htb. pt. Kücheneinrichtungen zu ſtaunend
in Darmſtadt erloſchen.
ſchaftlich oder durch einen Geſchäftsführer in Gemeinſchaft mit einem
Darmſtadt, 15. Dezember 1913.
eue Moven=Garnitur (Barett, billigen Preiſen bei langi. Garant.
Prokuriſten.
Gebrauchte Möbel aller Art u.
Die Dauer der Geſellſchaft iſt unbeſtimmt; es ſteht jedoch jedem Großh Amtsgericht Darmſtadt I. N Kragen, Muff) für Mädchen
Nußbaum pol. Sekretar, Tiſche,lvon 69 Jahren, ſehr fein und zu jedem Preis abzugeb. Wendel=
der
Geſelſchafter das Recht zu, zum erſten Male ſpäteſte is am
(*17830
1. Oktober 1922 und alsdann wieder in Abſtänden von fünf Jahren,Blumenkrippe, weiß, und Verſch e=apart, billig zu verkaufen Karl=ſtadtſtraße 2.
neues Puppenbettchen zu verk.
(*17852
alſo am 1. Oktober 1927. 1932 u. ſ. f., die Kündigung mit der Wirkung denes. Neue Ireneſtr. 21, III. (*17857ſtraße 30, 3. St. rechts.
auszuſprechen, daß der Vertrag ein Jahr ſpäter, zum erſten Male am Gut gearbeitete Ottomane, neu, (Eine gebr., noch gut erh. Harfen= 1 *17802) Rundeturmſtraße 14.
1. Oktober 1923, alsdann immer am 1. Oktober 1928, 1933 u. ſ. f. ſein
luter Feldſtecher zu kauf. geſ.
ſehr preiswert zu nerk (*17817 Zither zu kaufen geſucht. Off.
Ende erreicht. Dieſe Kündigung muß am letzten Tage der Friſt der
(*17812 Mathildenſtr. 17. (VIII,26362
Müllerſtr. 21, 1. Stock links. unter § 76 an die Exp.
Geſellſchaft zu Händen eines Geſchäftsführers durch eingeſchriebenen
Geeene een ereeeeereeeeteeeeeeeeteeteteg
1Brief oder durch den Gerichtsvollzieher zugeſtellt ſein.
Die Geſellſchafter bringen in die Geſellſchaft ein die nachfolgen= (
den Aktiven der Firma Wolf Strauß in Darmſtadt:
a) das geſamte Warenlager ohne jede Ausnahme,
einſchließlich aller auswärts befindlichen Be=
ſtände
im Werte von
. Mk. 173378,75
b) die Außenſtände im Werte von
122017,85
annkeimer Tagebiatt
c) die geſamte Geſchäftseinrichtung und Utenſilien
innerhalb und außerhalb des Kontors und
47. Jahrgang
Lagers, ſowie das dem Fuhrwerksbetrieb
Beilagen: Der Erzähler, Unterhaltungsblatt (wöchentl. 5 mal) Zinaus in die Welt, Beilagen für Wandern und
dienende Inventar im Werte von
10000,
Reiſen (im Sommer wöchentlich 1 mal)
d) den auf den Namen des verſtorbenen Heinrich
Schachzeitung (monatlich 1 mal)
Strauß angemeldeten Geſchäftsanteil bei der
Literariſche Rundſchau (alle 25 Wochen) Der Winterſport (im Winter wöchentlich 1 mal)
Rohprodukten=Handelsgeſellſchaft mit beſchränk=
Spiel und Sport (Früh=u. Spätjahr wöchentl. 1mal)
ter Haftung zu Berlin im Nennbetrage von
Mk. 20 000,, auf welchen der vierte Teil ein=
Täglich über 20000 Exemplare.
2 5000.
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Beilagen nach Uebereinkunft. Bei Wiederholungen Rabatt.
Oeffentliche Bekanntmachungen der Geſellſchaft erfolgen im
Deutſchen Reichs=Anzeiger.
Telephon: Expedition Nr. 1659, Redaktion Nr. 985, Derlag Nr. 4
probenummern koſtenlos.
(26341
Darmſtadt, den 15. Dezember 1913.
E
ts
Großherzogliches Amtsgericht Darmſtadt I.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
Nummer 309.
Seite 12.
Einladung zur Zeichnung
auf
EKld Uilige
nom. Ml. 7,700,000. 5ige zu pari ab 1. Juli 1920 rückzahlbare Anleihe
der
Elektrizitats-Actien-Gesellischaft Vorm. u. Lahmeyer & C0.
in Frankfurt a. M.
Weinachts
eingeteilt in
1500 Stück Lit. A von je Nom. M. 2000. No. 11500
4000 B 1000. 14000
500. 12000
2000
C
6
60
auf den Namen lautende Teilschuldverschreibungen.
Auslosung und Kündigung vor 1920 ausgeschlossen.
.. Preise.
Die Elektrizitäts-Actien-Gesellschaft vorm. W. Lahmeyer & Co. hat, veranlasst durch
die laufenden Geldbedürfnisse der verschiedenen Tochtergesellschaften sowie zur Bereitstellung der Mittel für
neue Unternehmungen, in der ausserordentlichen Generalversammlung vom 10. Dezember 1913 eine Erhöhung des
Aktienkapitals um M. 5,000,000. beschlossen, sodass das Grundkapital der Gesellschaft nunmehr M. 30,000,000.
beträgt. Die Durchführung dieses Beschlusses wurde unter dem 13. Dezember 1913 in das Handelsregister des
Königlichen Amtsgerichts zu Frankfurt a. M. eingetragen. Auf die jungen Aktien sind 25% zuzüglich 10%
Aufgeld einbezahlt. Gleichzeitig wurde die Ausgabe einer 5%igen zu pari rückzahlbaren Obligationenanleihe
von M. 8,000,000. genehmigt. Die Gesellschaft ist jedoch verpflichtet, von diesen nom. M. 8,000,000. den
Plasch fschdecken
Betrag von M. 291,500., um den die Gesamtsumme der z. Zt. noch im Umlauf befindlichen Anleihen der
rot, grün, blau, modern gestickt und gepresst 695
Gesellschaft den Betrag von M. 22,000,000. überschreitet, noch solange nicht auszugeben, als sich die Gesamt-
summe
der bereits im Umlauf befindlichen Anleihen auf über M. 22,000,000. beläuft. Die Gesellschaft hat in
Extra-Preis
den letzten 5 Jahren 6%, 5%, 4 %, 5%, 6% Dividende ausgeschüttet.
Die Teilschuldverschreibungen werden auf Grund von Auslosungen vom 1. Juli 1920 ab unter Mitver-
wendung
der ersparten Zinsen zur Kapitalstilgung allmählich in 30 Jahren zum Nennwert zurükgezahlt. Es ist
der Gesellschaft gestattet, vom 1. Juli 1920 ab die Auslosung beliebig zu verstärken, oder auch die jeweilige
Restanleihe mit dreimonatlicher Frist zur Rükzahlung zu kündigen.
Tuch-Tischdecken
Die Teilschuldverschreibungen sind eingeteilt in:
1500 Stück Lit. A von je M. 2000.
rot, grün, blau, reich bestickt
50
4000
B 1000.
Extra-Preis
500.
2000
Sie lauten auf den Namen der Filiale der Bank für Handel und Industrie, Frankfurt a. M., sind auf Order
gestellt und mittels Blankogiro übertragbar.
Die Filiale der Bank für Handel und Industrie wird den Inhabern aus den Teilschuldverschreibungen
nicht verhaftet.
Steppdecken
Den Teilschuldverschreibungen sind halbjährige Zinsscheine per 2. Januar und 1. Juli beigegeben erster
Zinsschein am 1. Juli 1914 fällig , die gleich wie die rückzahlbaren Stücke bei der Kasse der Gesell-
Tot, grün, blau, handgesteppt, Satin mit Trikot- 405
schaft sowie bei folgenden Zahlstellen:
in Frankfurt a. M. bei der Filiale der Bank für Handel und Industrie,
Rückseite
Extra-Preis 6
Dresdner Bank in Frankfurt a. M.,
,
Firma Joh. Goll & Söhne,
,
Grunelius & Co.,


D. & J. de Neufville,
Berlin
Bank für Handel und Industrie,
Blbundecken
Dresdner Bank
.
150/300 cm groß
und ausserdem bei den übrigen deutschen Niederlassungen der beiden Banken
zahlbar sind.
fürkisch 2seitig mit Fransen, Estra-Preis 975
Alle auf die Anleihe bezüglichen Bekanntmachungen erfolgen ausser im Deutschen Reichsanzeiger in
mindestens zwei Berliner und einer Frankfurter Zeitung.
Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, vor vollständiger Tilgung der Anleihe von M. 8,000,000. keine
weiteren Schuldverschreibungen auszugeben, die ihren Inhabern eine bessere Sicherstellung als den Gläubigern
dieser Anleihe gewähren. Die Zulassung der Anleihe an den Börsen in Berlin und Frankfurt a. M. wird be-
Wonkoltern
antragt werden.
ausgesucht weithe Qualitäten 140/195 cm groß
495
Auf diese Anleihe werden Zeichnungen unter nachstehenden Bedingungen
neueste Muster
. Extra-Preis 6.75
Dienstag, den 23. Dezember ds. Js.
ausser in Berlin
bei der Bank für Handel und Industrie,
Dresdner Bank,
chmes. Ziegen Fele
Frankfurt a. M. Filiale der Bank für Handel und Industrie,
Dresdner Bank in Frankfurt a. M.,
grau, schwarz, weiß, ca. 70/145 cm groß
Firma Joh. Goll & Söhne,

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D. & J. de Neufville,
u. A. auch Darmstadt . Bank für Handel und Industrie,
während der bei jeder Stelle üblichen Geschäftsstunden auf Grund des daselbst erhältlichen Anmeldeformulars
entgegengenommen.
Teppiche
1. Der Zeichnungspreis ist auf 99%/% zuzüglich 5 % Stückzinsen vom 1. Januar 1914 ab und
zurückgesetzte Muster, haltbare gute Qualitäten
halben Schlussnotenstempel festgesetzt.
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3. Die Zuteilungen, deren Höhe dem Ermessen der Zeichenstelle überlassen ist, werden nach Schluss der
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Zeichnung sobald wie möglich schriftlich erfolgen.
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Nummer 399

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Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
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werde ich es fertig bekommen, die ſchöne Jüdin dorthin
von mir, obwohl Ihr ihn kaum brauchen werdet ſofort
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zu ſchaffen, wohin ich ſie haben will.
auf die Straße nach Küſtrin zu halten. Den genauen
(Nachdruck verboten.)
15
Und wo ich dann warten ſoll, nicht wahr. mon Weg werde ich Euch noch angeben. Daß das Mädel unter=
Da kannſt Du ruhig ſein, Gaſton. Diesmal iſt eslieutenant?
wegs keinen Skandal macht! Nötigenfalls ſtopft Ihr ihm
nicht ſo gefährlich. Diesmal haſt Du keinen tollen, eifer=
Selbſtverſtändlich. Du warteſt dort mit einem bedeck= den Mund.
ſüchtigen Spanier zu befürchten. Die einzige Beſatzung ten Wagen. Am beſten und ſicherſten nimmſt Du wohl
iſt ein alter Mann, noch dazu ein Jude.
Der Offizier machte eine bezeichnende Handbewegung
einen von unſerer Kompagnie.
Alſo eine Jüdin?
Gaſton nickte verſtändnisinnig.
Einen Munitionswagen?
Richtig! Und eine bildſchöne dazu.
Mach keine dummen Witze. Einen von den Wa=
Nun iſt es ja nicht ausgeſchloſſen, daß wir Euch ein=
Und welches iſt der Plan?
gen, wie ſie uns überall, und namentlich hier in Berlin holen. In dem Falle tut, als ſähet Ihr mich nicht, und
Die beiden richteten ſich auf ihren Stühlen ſtraffer auf, von den Bürgern, die Vorſpanndienſte leiſten müſſen, zur fahrt ruhig Eures Weges mit dem Troß. Es gibt ſoviel
als wollten ſie dadurch auch die Nerven ſtraffer ſpannen. Verfügung geſtellt werden. Du weißt, einen, der eigent= andere Wagen gleicher Art und wohl auch gleichen In=
Der Plan iſt ebenſo einfach wie leicht durchführbar. lich dazu dienen ſoll, Proviant, der vor Regen geſchützt halts, daß es mit dem Teufel zugehen müßte, wenn Ihr
Im Laufe des morgigen Vormittags werden wir wahr= werden muß, zu befördern. Da ſind manche ganz hübſche
auffallt.
ſcheinlich ſchon wiſſen, ob wir morgen noch oder erſt über= Wägelchen dabei; ſuche den ſchönſten aus.
In Küſtrin kehrt Ihr in dem Hauſe ein, deſſen Be=
morgen
aufbrechen. Ich rechne darauf, daß es früheſtens
Ich werde den kleinen leichten nehmen, in welchem ſchreibung ich Euch geben werde. Dort ſagt Ihr, daß die
übermorgen ſein wird. Ich werde alſo morgen nachmittag eine Dame dem Herrn Oberſten von Halle hierher Ge= Dame hier ihren Gatten erwarte, um von ihm einen letz=
das
hübſche Kind bitten, mit mir eine kleine Spazierfahrt ſellſchaft geleiſtet hat.
ten Abſchied zu nehmen, ehe er ſich der großen Armee an=
mindeſtens aber einen Spaziergang zu unternehmen.
Sehr gut. Ich ſehe, Du verſtehſt Dein Geſchäft. Einen ſchließe, und bringt ſie auf ihr Zimmer. Die Frau, die
Warum nicht einen Ritt?
Kumpan wirſt Du doch noch finden?
Ihr im Hauſe vorfindet, wird Euch verſtehen. Wie Ihr
Hundert für einen.
Ich habe auch ſchon daran gedacht, aber ich kann mich
mit der Aufgabe fertig werdet, iſt mir gleich aber ge=
Nicht zu viel! Einer genügt! Ihr werdet mich alſo lingen muß es Euch!
inicht entſinnen, eine Jüdin jemals reiten geſehen zu
haben; das wird ſie wohl nicht können. Alſo, wie geſagt, an verabredeter Stelle erwarten. Es wird wohl nicht
Es wird uns gelingen! verſicherte Gaſton beſtimmt.

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Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
Nummer 309.
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den Frühſtückstiſch geſetzt, der Oberſt und der Leut=
ſcheinlich
werde ich wenn ich nicht ſchon zuerſt in dem kiers? Wird er Dir helfen?
Er hat’s verſrochen, und ich bin überzeugt, daß er nant, der Hausherr und ſeine Tochter.
bewußten Hauſe bin bald nach Euch eintreffen. Dort
Und wie haben Mademoiſelle zu ſchlafen geruht? er=
ſein
Verſprechen halten wird. Eben will ich zu ihm. Du
ſagt Ihr mir Beſcheid.
kundigte ſich der Leutnant und biß in die Semmel, die
Ferdinand
Der Leutnant hielt einen Moment inne.
Er hielt inne, wie jemand, der eine plötzliche Ein= ihm Ruth mit friſcher, gelber Butter eben recht appetitlich
Das iſt alles. Eure weiteren Inſtruktionen erhaltet
hergerichtet hatte.
gebung hat.
Ihr in Küſtrin. Und nun wollen wir nachdenken, an
Ruth fuhr ſich mit der Rechten über die Stirn.
Komm mit zum Bankier!
Stelle Ihr uns am beſten erwartet.
Dank für die gütige Nachfrage; ich fühle mich krank,
Ferdinand war überraſcht.
Auf dem großen Exerzierplatz rechter Hand am Tier=
Hältſt Du das für richtig? Ich glaubte doch, daß wirklich und wahrhaftig krank. Ich fürchte, es iſt ein
garten, dort, wo die Zelte ſtehen, hatten die Truppen Auf=
Fieber im Anzuge.
meine Perſon immer aus dem Spiel bleiben ſollte.
ſtellung genommen. Es war ihnen bekannt gemacht wor=
Der Vater blickte ängſtlich auf die Tochter.
Soll ſie auch! Hier handelt es ſich um etwas anderes.
den, daß ſie nachmittags um 4 Uhr wieder anzutreten
Davor behüte uns Gott! murmelte er.
Und plötzlich ſtellte er ſich dicht vor den Freund hin,
hätten.
Aber Mademoiſelle ſehen, ich konſtatiere es mit großer
ſo daß dieſer nicht weitergehen konnte. Feſt blickte er
Das konnte verſchiedenes bedeuten. Es konnte ſich ihm in die Augen, während eine Blutwelle durch ſeine Freude, nicht ſo ſehr angegriffen aus. Im Gegenteil; die
einerſeits um einen gewöhnlichen Appell, andererſeits aber Wangen ſchoß.
Augen blitzen, und die Farbe der Wangen iſt friſch. Eine
auch um den Aufbruch handeln. Genaues darüber wußten
Migräne, Mademoiſelle, und dagegen gibt es kein beſſeres
Haſt Du ſchon einmal geliebt, Ferdinand?
ſelbſt die Offiziere nicht, folglich auch weder Fritz Dögen
Ueber dieſe Wendung geriet dieſer einigermaßen außer Mittel, wie den Aufenthalt in friſcher Luft.
noch Franz Schwabe, noch der Leutnant im Hauſe des Faſſung. Komiſche Frage! Selbſtverſtändlich! Mehrere
Ja, ja, ſtimmte der Oberſt bei, Monſieur hat recht.
Bankiers Salomon.
Gar manche Krankheit iſt ſchon durch friſche Luft geheilt
Male! Und er lachte.
Sehr zum Leidweſen aller drei. Gar zu gern hätten
Es iſt mir blutiger Ernſt; bitte, lache nicht. Ich bin worden.
ſie gewußt, woran ſie ſeien. Franz, weil er ſich für den in das ſchönſte, beſte Mädchen verliebt, das ich in meinem
Und ſelbſt der Vater meinte:
letzten Moment noch einen zärtlichen Abſchied von Lieſe=Leben kennen zu lernen das Glück hatte: die Tochter des
Ruth, mein Kind, ich glaube faſt ſelbſt, Du haſt mir
lotte zurechtgelegt hatte. Denn es war mächtig über die= Bankiers. Und ich muß bald fort, morgen, übermorgen zu viel zu Hauſe geſeſſen. Wir wollen nachher eine Spa=
ſen
jungen Offizier gekommen, und ſchon befand er ſich in ſpäteſtens. Dann iſt ſie allein, allein mit ihrem Vater. zierfahrt unternehmen.
dem Stadium, wo er glaubte, ohne das blonde deutſche Du kennſt die Zeiten, Ferdinand, kennſt auch die Fran=
Haſtig griff der Leutnant das Wort auf.
Mädchen nicht mehr leben zu können. Die beiden anderen, zoſen. Ich werde keinen ruhigen Tag, keine ruhige Stunde
Ich bin überzeugt, Monſieur, Sie würden Mademoi=
weil
der Erfolg ihrer Pläne von der Zeit des Abmarſches mehr haben.
ſelle damit nur ein Opfer bringen; mir dagegen würde es
abhängig war.
Er ſtreckte dem anderen die Hand entgegen.
ein ganz beſonderes Vergnügen bereiten, wenn ich mit
Nach dem Dienſt unternahm Fritz einen anſcheinend
Biſt Du mein Freund, Ferdinand, dann komm mit, Mademoiſelle ein Stündchen im Freien verbringen dürfte=
zielloſen
Spaziergang in den Tiergarten hinein, und an= ich will Dir Ruth zeigen. Und wenn ich fort bin, dann Laſſen Sie mich Vaterſtelle vertreten. Sie dürfen mir
ſcheinend ganz zufällig traf er auf ſeinen Freund Fer= wache über ſie wie über Deine Schweſter, bis ich zurück glauben, ich bringe Ihnen Mademoiſelle völlig geſundet
Hinand.
komme und ſie von Dir fordere.
wieder zurück.
Alſo wann brecht Ihr auf? war deſſen erſte Frage.
Schweigend ſtanden ſie ſo einen Moment. Und dann,
Fritz Dögen mußte geſtehen, daß er keine Ahnung da=
ohne
ein weiteres Wort zu perlieren, machten ſie kehrt
(Fortſetzung folgt.)
von habe. Der andere machte ein bedenkliches Geſicht.
und ſchritten dem Brandenburger Tor zu.

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Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
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Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
Seite 24.
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Geld könnte noch geſpart werden durch Einſchränkung der ausdrückliche Feſtſtellung, daß ich die Leiſtungsfähigkeit
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Beſetzung der Notariatsſtellen, Ueber die Wiederbeſetzung und das Pflichtbewußtſein des Lehrerſtandes rückhaltlos
der Notariatsſtelle Groß=Gerau herrſcht vielfach Unwillen. anerkenne. Aber, meine Herren, hier handelt es ſich um
Auf weiteres behalte ich mir vor, bei der Spezialberatung Finanzfragen, und in Finanzfragen gilt es klar und

gerecht und kühl abzuwägen, und das iſt die Regierung
3 zurückzukommen.
e
Vizepräſident Korell erteilt dem Redner nachträg= ſich bewußt, getan zu haben. Der Abg. Bach hat darauf
lich einen Ordnungsruf, weil er geſagt hat, daß ein hingewieſen, daß wir bei den Vergleichungen aneinander
Mee
Teil der Ordensverleihungen nur vorgeſchlagen werde, vorbeigeritten ſind, indem wir andere Staaten zugrunde
Mundwasser

weil die Betreffenden Kreaturen der Vorſchlagenden ſind. gelegt hatten, als er. Ich habe einfach die Vergleichungen
Staatsminiſter Dr. von Ewald: Ich möchte nur der Regierungsvorlage benützt, und bei den Vergleichun=
zweife
kammer der Stände. auf die letzten Bemerkungen des Vorredners kurz eingehen. gen mit den einzelnen Staaten habe ich mich bezogen auf
Wir haben nie erklärt, daß wir durch den Tod erledigte eine im Auftrage des Deutſchen Lehrervereins heraus=
Notariatsſtellen nicht mehr beſetzen werden; ſondern wir gegebene Schrift, der geſetzliche Beſtimmungen zugrunde
83. Sitzung.
haben nur erklärt, daß die Stellen nicht beſetzt werden liegen.
St. Darmſtadt, 17. Dezember.
Abg. Buſold: Es hat keinen Zweck mehr, neue
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Dr. v. Ewaldſollen, wo es unnötig iſt. Wo ſich aber ein Bedürfnis
Finanzminiſter Dr. Braun, Miniſter des Innern gezeigt hat, miſſen die Notariatsſtellen ſelbſtredend wieder Wünſche zu äußern, weil wir überzeugt ſind, daß zurzeit=
beſetzt
werden. So ſteht der Fall auch in Groß=Gerau, nicht mehr zu erreichen iſt. Nur auf das Geſetz betr. die
von Hombergk zu Vach, Staatsräte Dr. Becker,
Dr. Beſt, Süffert, Miniſterialräte Hölzin=Hier ſetzte aus landwirtſchaftlichen Kreiſen eine Bewegung höheren Schulen möchte ich noch eingehen. Den Vorwurf=
ger
, Dr Weber, Geh. Oberfinanzräte Dr. Rohde, gegen die Wiederbeſetzung der Stelle ein. Die Induſtrie des Abg. Bähr daß die Stadt Friedberg ſich von ihren,
aber, an der Spitze die Firma Opel, hat dringend gebeten, Leiſtungen drücken wolle, muß ich zurückweiſen. Rur=
Seip, Oberfinanzrat Balſer, Geh. Legationsrat Dr. die Stelle wieder zu beſetzen. Ich habe wiederholt, auch gegen eine einſeitige Mehrbelaſtung wehrt ſich Friedberg.
Neidhart, Finanzrat Dr. Michel.
in neuerer Zeit, die Wünſche auf Errichtung von Notaria= Daß die Bemerkung, daß das Haus feſtbleiben müſſe, ge=
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 9 Uhr ten abgelehnt, weil wir kein Bedürfnis dafür feſtſtellen rade vom Zentrum kam, iſt auffallend, da dieſe Partei doch
20 Minuten. Die Generaldebatte über die Regie=konnten. So zum Beiſpiel in Vilbel, in Bingen, in Mainz, die Umfallpartei iſt. (Unruhe.)
Abg. Dr. Oſann: Ich möchte doch eine Aeußerung
rungsvorlage, betreffend die
in Dieburg, in Büdingen uſw. Dort können die Notariats=
geſchäfte
ſehr wohl durch einen Richter mit verſorgt wer= des Herrn Buſold rektifizieren, nämlich die, daß ich nur
Beſoldungsordnung
den. Es lag alſo kein Bedürfnis vor. Andererſeits muß hören würde wenn tüchtig geſchrien würde. Davon
wird fortgeſetzt.
aber doch dort wo ein Bedürfnis beſteht, dem Rechnung iſt gar keine Rede geweſen. Ich habe vielmehr das Gegen=
Abg. Bähr: Ueber die Vorlage iſt ſchon ſo viel ge=getragen werden. Die Juſtizverwaltung iſt nicht dazu da, teil geſagt. Schmerzlich vermißt habe ich ein Eingehen
ſprochen worden, daß man kaum noch etwas Neues ſagen Geld zu verdienen oder Ueberchüſſe zu erzielen ſon= der Regierung auf Vorwürfe des Abg. Buſold, daß ein=
kann
. Es muß anerkannt werden, daß der Finanzausſchuß dern ſie iſt da, um der Bevölkerung ein bequemes Recht zu zelne Beamte morgens um 9 Uhr aufs Bureau kommen
große Mühe und Arbeit gehabt hat, die Vorlage ſo durch= verſchaffen. An dieſem Grundſatz werden wir feſthalten. und um 11 Uhr ſchon wieder mit der Flinte auf dem=
Rücken auf die Jagd gehen. Durch ſolche allgemeine Be=. Aber bezüglich der Ausgaben kann ich nicht (Beifall.)
in allen Punkten zuſtimmen. Es ſind wohl die verſchiedenen
Abg. Uebel beſpricht eingehend die Verhältniſſe derhauptungen wird die Beamtenſchaft herabgeſetzt. Weis=
Klaſſen eingeſchränkt worden, doch geht mir das noch nicht Volksſchullehrer und meint, die Stellung der Regierung ter hat Herr Buſold behauptet, daß es Beamte gebe, die
weit genug. Die Einſchränkung der Klaſſen darf auch dieſen gegenüber ſei befremdend. Es kann gefordert wer=Trinkgelder annehmen. Auch das hätte die Regierung
nicht Geld koſten, wie der Herr Staatsrat Becker feſtſtellte, den, daß die Lehrer mindeſtens den mittleren Beamten zurückweiſen müſſen. Mit ſo allgemeinen Behauptungen,
ſondern ſie ſoll Erſparung bringen. Eine Steuererhöhung gleichgeſtellt werden. Empfehlenswert wäre es geweſen, die gar nicht nachzuprüfen ſind, verletzen und beleidigen
durchzuführen, iſt völlig ausgeſchloſſen. Ich hätte vom die Lehrer in den ſtaatlichen Beſoldungstarif einzureihen. Sie eine ganze Reihe von Beamten unſchuldig. Es muß=
Herrn Finanzminiſter eine bindende Erklärung darüber Dadurch wäre eine differenzierte Behandlung vermieden verlangt werden, daß ſolche Vorwürfe durch tatſächliche
gewünſcht, und hoffe, daß er dieſe noch abgibt. Erfreulich worden. Daß die Lehrer ſelbſtdarauf verzichtet haben, iſteine Beweiſe belegt werden, damit eventl. Remedur eintreten
iſt, daß unſere Wünſche, betr. Gleichſtellung der Beamten anerkennenswerte Nachgabe. Inder Regierungsvorlageſind kann. Wenn der Abg. Bähr ſich über die merkwürdige
mit gleicher Vorbildung, weitgehend befriedigt wurden, die Lehrer weit hinter den Sätzen der mittleren Beamten Behandlung von Anträgen im Finanzausſchuß aufgehals
wenn auch noch nicht ganz. Ein Fortſchritt iſt, daß das zurückgeblieben. In der Tatſache, daß die Spannung zwi= ten hat, ſo möchte ich doch darauf hinweiſen, daß es ſich
Wohnungsgeld an ſich gefallen iſt. Die Ortszulage halte ſchen Lehrern und mittleren Beamten verringert wurde, hier meiſt um Anträge handelt, über deren Materie wir
ich für bedenklich, weil aus dieſer das Wohnungsgeld wie= haben die Lehrer eine Erfüllung ihrer Wünſche erblickt, uns ſchon früher ſtundenlang unterhalten und beſchloſſen
der erſtehen könnte, und die alten Zuſtände wären wieder und ſie ſind aus dieſem Grunde auch mit der Neuordnung haben. Das erklärt die ſchnelle Erledigung. Es iſt kein
da. Die Unterſcheidung zwiſchen Beamten in der Stadt der Dinge meiſt zufrieden. Das verdiente Anerkennung Antrag im Finanzausſchuß quillotiniert worden. Wil
und auf dem Lande müſſen noch beſeitigt werden. Wenn auch ſeitens der Regierung. Um ſo mehr mußten die geſtri= haben für alle Beamtenwünſche im Finanzausſchuß unſen
geſagt werde, man dürfe keine Bauſteine herausnehmen, gen Ausführungen des Miniſters des Innern befremden, warmes Herz und unſer Wohlwollen durch die Tatſachen
um das ganze Gebände nicht zu Fall zu bringen, ſo möchte die von einer Verkennung der ganzen Situation zeugen. bewieſen. Es iſt allerdings leichter, das warme Hent
ich dem hinzuſügen, daß das Haus auf einem falſchen Ich hoffe daß das Haus an den Beſchlüſſen des Ausſchuſ= hier im Hauſe zu zeigen, wenn man nicht mit dem Erreicht
Fundament aufgebaut iſt. Die Vorlage durfte nicht auf ſes bezüglich der Lehrerbeſoldung unter allen Umſtänden baren rechnet. Wir haben uns im Ausſchuß ſehr wohl au
das Proviſorium, ſondern auf die alten Gehaltsſätze auf= feſthält. Findet es die Regierung oder die Erſte Kammer mit der Deckung der Mehrforderung von 180000 Maik
gebaut werden. Ich bin auch nicht ſo ängſtlich mit dem für gut, dem mühſam zuſtandegekommenen Kompromiß beſchäftigt. Auch wenn man von dem Reſtefonds abſieht,
Herausnehmen von Bauſteinen. Die Anträge haben im nicht zuzuſtimmen, ſo mögen dieſe beiden Faktoren die haben wir mehrfache Ausſichten auf Deckung. So durch
Ausſchuß eine etwas merkwürdige Behandlung gefunden. Verantwortung dafür tragen, wenn die Vorlage wiederum die Mehrerträgniſſe an Steuern. die in den letzten Jahren
750 000 Mark betrugen. Angeſichts dieſer Tatſache und
Ich hoffe, daß im Laufe der Beratungen im Plenum noch in die Brüche geht.
einige Aenderungen eingebracht werden können. Die
Abg. Molthan: Der Herr Abg. Bähr hat ausge= weiter der, daß ſeit dem Unglücksjahr 1908 unſere Ein=
Nebenbeſchäftigung der Beamten müßte ganz abgeſchafft führt, daß die Beamtenklaſſen noch mehr vereinfacht wer= nahmen fortgeſetzt ſteigen, kann man nicht einſehen daß
werden. Die gehobenen Stellen müßten mehr einge= den müſſen. Dem kann ich nicht zuſtimmen, nachdem die ein Betrag von 180000 Mark das Budget gefährden kann.
ſchränkt werden. Die Feldbereinigungsgeometer ſind erſt Beamtenklaſſen von 81 auf 50 herabgeſetzt wurden. Daß Eine Aenderung des Schuldentilgungsgeſetzes iſt ausge=
jetzt
durch die Ausſchußbereinigungen dahin gekommen, Herr Bähr in der Spezialberatung eine Einzelverhandlung ſchloſſen. Der Reſtefonds hat ſich aus einem Nichts auf
wohin ſie gehören. Die ſchwierige Stellung dieſer Beam= der Skala wünſcht, halte ich für ſehr gefährlich, nicht nur89 Millionen Mark behoben. Solange die Finanzen
ten berechtigt ſie dazu, mit den Beamten gleicher Kategorie weil die Vorlage dadurch gefährdet wird, ſondern auch aus ſo ſtehen, halten wir an den Beſchlüſſen des Finanzaus=
gleichgeſtellt
zu werden. Was die Endgehalte anlangt ſo dem Grunde, weil dann nicht daran zu denken iſt, daß die ſchuſſes feſt.
Abg. v. Brentano weiſt ſcharf und energiſch die
ſind die einzelnen Klaſſen ſehr verſchieden behandelt wor= Vorlage vor Weihnachten erledigt werden kann. Nicht zu=
den
. Um nur einiges herauszugreifen, haben die Gen=ſtimmen kann ich den Ausführungen des Abg. Joutz, daß durch nichts berechtigten Vorwürfe des Abg. Buſold= gegen
darmen und Steueraufſeher ein Mehr von 9 Mark, andere die Vereinſachungskommiſſion noch nichts getan hat. Sie ſeine Partei zurück. (Bravo!) Er ſei überzeugt, daß die
Beamte 600 Mark, die mittleren ſogar ein Mehr von 1000 iſt natürlich noch nicht in alle Zweige der Verwaltung ein= Vorwürfe ſogar von den Fraktionskollegen des Herrn
Mark. Bei dem Futtermeiſter am Landgeſtüt wäre eine gedrungen, hat aber ſchon jetzt 300 000 Mk. Erſparniſſe er= Buſold als Beſchimpfung empfunden würden, gegen dier
Gehaltsaufbeſſerung ſehr am Platze geweſen. Ich glaube, zielt. Mit der Reviſion der Bauordnung hat ſich die Ver= wir auf das energiſchſte proteſtieren müſſen. Durch ſolche
daß ſchon dieſe Beiſpiele beweiſen, daß es falſch wäre, einfachungskommiſſion kürzlich beſchäftigt, und es iſt zu unbegründete Ausführungen wird die Einigung höchſtens
die Vorlage en bloc anzunehmen; ſie muß Punkt für hoffen, daß im nächſten Jahre das neue Geſetz eingebracht gefährdet. Redner polemiſiert dann gegen den Abc=
Punkt durchberaten werden. Wünſchenswert wäre die Er=wird Mit der Frage, ob durch die Annahme eines Man= Ulrich bezüglich der Fürſorge der Sozialdemokratie für die
höhung der Witwenpenſion geweſen, und es iſt bedauer= telgeſetzes auch ein vorher abgelehntes Geſetz angenom= Beamten und verlieſt einen Artikel der Karlsruher Volls= daß die Finanzlage das nicht zuläßt. Zur Gehalts=men wird, muß der Finanzausſchuß ſich noch beſchäftigen. ſtimme, der ſehr ſcharf die Beamten angreift. Er ſtellt=
erhöhung
der Volksſchullehrer wäre es gerecht geweſen. Die geſtrige Stellungnahme der Regierung zu den Vor= feſt, daß ſeine Partei unter allen Umſtänden an den Auss
dieſe ſo zu ſtellen, wie die mittleren Beamten. Wenn die ſchlägen des Ausſchuſſes bezüglich der Lehrergehalte be= ſchußbeſchlüſſen feſthält.
Finanzen das nicht geſtatten, hätte man die mittleren Le=dauere auch ich. Die Regierung ſollte nicht mit dem Feuer
Staatsminiſter Dr. von Ewald: Der Herr Abg
amten etwas niedriger halten ſollen. Herr Korell=Ingel= ſvielen. Die Summe von 160 000 Mark iſt nicht ſo erheb= Dr. Oſann hat der Regierung den Vorwurf gemacht, ſie
heim hat geſtern mit zur Galerie gehenden Worten feſt=lich, daß ſie unſer ganzes Budget über den Haufen werfen habe die Angriffe des Abg. Buſold auf die Beamten nich
geſtellt, daß er der einzig wahre Vertreter der Volksſchul=kann. Ich bitte alſo, die Ausſchußanträge anzunehmen. genügend ſcharf zurückgewieſen. Soweit der Abg. Buſold
lehrer ſei. Er hat ſogar dem Herrn Aba, Bach vorgewor=
Abg. Bach möchte noch einmal auf die geſtrigen Re=den Beamten den Vorwurf der Beſtechlichkeit gen
fen, daß er daran ſchuld ſei, daß die Volksſchullehrer zu gierungsausführungen eingehen, ſo namentlich auf die macht hat, ſo iſt die Regierung der Meinung, daß die
wenig Geld bekommen, und dem Miniſter des Innern, inneren Gründe. Der Herr Miniſter hat erklärt, daß es Ehre unſerer Beamten zu hoch ſteht, als daß ſie durch
daß er kein warmes Herz für die Voltsſchullehrer habe. nicht angängig ſei, die Lehrer den mittleren Beamten ſolche durch nichts belegte Angriffe beeinträchtigt werden
ach meine, das ſtimmt nicht. Herr Bach und auch Hergleichzuſtellen, weil ſie für ihre Vorbildung nicht die glei= kann. (Lebh. Bravo) Soweit der zweite Vorwurf in
Münch haben die Intereſſen der Lehrer ſehr gut vertreten. chen Anforderungen zu machen haben. Er hat den Leh= Frage kommt, daß Beamten während ihrer Dienſtſtunden
Und ich glaube, das Herz des Herrn Miniſters des Innern rern auch ein gewiſſes Lob ausgeſprochen, aber er hat es auf die Jagd gehen, ſo kann die Regierung doch auf ſo
und das des Herrn Korellſind ganz verſchiedene Dinge, nicht über ſich gebracht, das Wort auszuſprechen, auf das allgemein gehaltene Vorwürſe nicht eingehen. Solane
(Heiterkeit.) Zur Zivilliſte des Großherzogs halte ich es die Lehrer ſeit Jahren warten und das man in ſo vielen uns nicht geſagt wird, wo wir ſolche Beamte zu ſuchen
für ſelbſtverſtändlich, daß, wenn die Staatsbeamten auf= Parlamenten neuerdings offen ausgeſprochen hat, näm= haben, können wir keine Remedur eintreten laſſen müſſen
gebeſſert werden, auch die Hofbeamten aufgebeſſert werden lich daß er die Stellung der Lehrer im Kulturleben ſo hoch aber auch gegen ſo allgemein gehaltene Vorwürfe auft
müſſen. Wir haben alſo in dieſer Beziehung gegen diebewertet, wie die der mittleren Beamten. Dieſe Aner=das Entſchiedenſte Verwahrung einlegen. (Bravo!)
Erhöhung der Zivilliſte nichts einzuwenden. Wenn man kennung vermiſſen die Lehrer noch ſchmerzlich. Daß die
Vizepräſident Dr. Schmitt rügt nachträglich eine
die Einnahmen aus den Krongütern dazu in Betracht Funktionszulage der Hauptlehrer als Nebeneinkommnen Aeußerung des Abg. v. Brentano, ſoweit dieſer dem Abg=
zieht
, iſt die Erhöhung ſogar ſehr gering. Wenn ich nun gilt, iſt eine neue Auffaſſung, die wir nicht teilen können. Buſold vorgeworfen, daß er nicht anſtändig gehandelt
trotzdem mit meinem Kollegen Korell für die Streichuna Es darf feſtgeſtellt werden, daß die Lehrer, wenn auch nicht habe. (Der genaue Wortlaut iſt bei der Unruhe des Hau=
der
Ordenskoſten mit 11 000 eintrete, ſo begründe ich das die gleichartige, ſo doch die gleichwertige Vorbildung ſes nicht zu verſtehen.)
damit, daß ich es nicht für richtig halte, ſo viel Geld für haben, wie die mittleren Beamten. Die Stimmung, die
Abg. Hauck (ſchwer verſtändlich) beſpricht das Geſetz
Orden in Heſſen auszugeben. Gegen Titelverleihungen jetzt, nach den geſtrigen Erklärungen des Miniſters, bei der Beiträge der Städte zu den Koſten der höheren Schu=
habe
ich nichts einzuwenden, nur müßten ſie noch höher den Lehrern eingeriſſen iſt, möchte ich Ihnen nicht ſchil= len und die Reſolution Stephan, der zuzuſtimmen er für
beſtemvelt werden. Aus den Titeln könnte ganz gut nach dern, ſicher iſt, daß ſie kein ſchönes Weihnachtsfeſt wer= bedenklich hält. Namentlich die Frage der Deckung würde
mehr herausgeſchlagen werden, ſo daß daraus die Ordens= den feiern können. Wenn Herr Korell geſtern geſagt hat, dadurch ſehr gefährdet. Bezüglich der Lehrergehälter ſcheint
koſten gedeckt werden können. Gegen Orden, die tatſäch= ich habe dem Antrag Henrich das Genick gebrochen, ſo muß die Regierung durch die Stellungnahme der Erſten Kama
lich verdient ſind, habe ich auch nichts einzuwenden, z. B. ich das zurückweiſen. Ich ſtelle feſt, daß die Lehrerſchaft mer geſtärkt zu werden. Es wird alſo das gleiche Schau=
gegen
die Rettungsmedaille, gegen Auszeichnungen im ſich über den Antrag Henrich herzlich freute, weil er die ſpiel einſetzen, wie beim Proviſorium. Wir halten unter
Kriege uſw. Auch im Frieden können Orden verliehen beſte Löſung der Aufgabe bedeutete. Aber bei der Sach=allen Umſtänden feſt an der Forderung, daß die Lehrer=
werden
, gegen die nichts einzuwenden wäre; z. B. an dielage des Hauſes mußte ich mich damit beſcheiden, das vom beſoldung mit der Regierungsvorlage zuſammen erledigt
Herren Miniſter nach den Landtagsſitzungen. (Heiterkeit.) Ausſchuß Vorgeſchlagene anzunehmen, weil mit dem Er=wird.
Ich werde meinen Antrag zu den Ordenskoſten auch im reichbaren den Lehren beſſer gedient iſt. (Sehr richtig!)
Vizepräſident Dr. Schmitt mahnt dringend, die
Plenum aufrecht erhalten. Nicht zuſtimmen kann ich dem
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach: Schleuſen der Beredſamkeit doch einzuſchränken. Es ſeien
Geſetz, betr. die Beiträge der Städte zu den höheren Schu=Es iſt nicht angängig, die Lehrergehalte in die Beam=noch 5 Redner gemeldet:
ken. Büdingen muß zum Beiſpiel anſtatt 900 Mark über tenſtala einzureihen, wie der Abg. Uebel es gewünſcht
Abg. Lutz beſpricht die Penſionen und meint, es
8000 Mark zahlen. Das macht auf den Kopf der Bevöl=hat da doch die Lehrer keine Staatsbeamten ſind. Von wäre beſſer geweſen, hier nicht ſo weit zu gehen, da hätte
kerung über 2 Mark. Das iſt natürlich viel zu hoch und vielen Rednern iſt geſtern die Wärme vermißt worden. man Geld ſparen können. Herr Dr. Oſann ſei etwas gar
um ſo mehr unrecht, als Büdingen ſchon über 300 Jahre Die Herzenswärme, die ich für die Lehrer empfinde, laſſe zu optimiſtiſch geweſen, wenn er meinte, daß die Vorlage
ſein Gymnaſium hat. Etwas anderes iſt es bei den Städ= ich mir von keiner Seite beeinträchtigen. Ich glaube das ohne Steuererhöhung zuſtande kommen würde. Auch den
Nur auf ein Wort
müssen Sie beim Einkauf achten:,Osrammußauf
der Lampe stehen. Dann nur dann ist sie echt!
Uberall erhälilich. Auergesellschaft, Berlin O.17

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Nummer 309.
Seite 25.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
Optimisuns kaur ich nicht teilen, daß wir die Dedung ſtaſſe zu Langs dorf beireſſnd. ) Beſprechung derfner verbreitet ſich dann ſehr eingehend über die biſse=
aus
den Steuererträgniſen beſtreiten können. Den Beam=dringlichen Anfrage der Abgeordneten Dr. v. Helmolt und altion. Der Antrag Reh zeigt, wie man es nicht machen
ten ſei doch anzuraten, ihre Wünſche nicht zu hoch zu Genoſſen, den Zuſammenbruch von Genoffen= ſoll. Die ganze Frage hat überhaupt mertwürdige An=
ſchrauben
. Bei etwas beſcheideneren Anſprüchen müßtenſchaftskaſſen betreffend. 1) Beſprechung der dring= ſchauungen gezeitigt. Die Hauptrolle ſpielt immer die
die Beamten ſehr wohl auskommen können.
lichen Anfrage des Abgeordneten Wolf=Stadecken, die Bemerkung, daß die Zentralkaſſe ſelbſt nicht mehr wie
Abg. Lang (ſchwer verſtändlich) findet die Belaſtung Tätigkeit des Kommerzienrats Ihrig bei 1 Million verlangt hat. Das iſt nur ſehr bedingt richtig.
der ſchon ohnehin ſehr in Anſpruch genommenen Stadt der landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsbank betreffend.
Sie war mit 1 Milion nur zufrieden, weil ſie die Ange=
Michelſtadt durch die Vorlage betr. die Koſten der höheren
legenheit noch vor dem 1. Januar erledigt ſehen wollte.
Der Präſident verlieſt zunächſt die
Schulen für zu hoch.
Ich bin von den beiden Direktoren der Zentralkaſſe,
Anträge zu der Vorlage.
Abg. Bähr polemiſiert gegen den Abg. Dr. Oſann.
Becker und Mager, ermächtigt, zu erklären, daß ſie 1 Mil=
Der Ausſchuß beantragt einſtimmig: 1. die Re=lion nicht für ausreichend halten können. Der Vorſitzende
Den Beamten iſt anzuraten, daß ſie, da ſie doch ihr Gehalt
in Heſſen verdienen, auch ihre Einkäufe in Heſſen decken, gierungsvorlage nebſt den Beſchlüſſen der Erſten Kammer der Reviſionskommiſſion hat den notwendigen Kredit auf
und nicht in Frankfurt. Es muß erwartet werden, daß abzulehnen; 2. den Geſetzentwurf, die Hingabe eines Dar=5 Millionen auf 2030 Jahre berechnet. Den weitaus
die Beamten das berückſichtigen, wenn ſie jetzt ſo aufge= lehens und die Eröffnung eines Kredits an die Zentral= größten Teil der Mittel hat die Zentralkaſſe von der
beſſert werden. In einem Fall iſt mir ſogar mitgeteilt kaſſe der Heſſiſchen landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften, Preußenkaſſe erhalten. Dafür gebührt der Preußenkaſſe
worden, daß der Lehrer einer Gemeinde die Schulkinder e. G. m. b. H., zu Darmſtadt als Initiativantrag des Ab= und ihrem Direktor Heyligenſtädt der wärmſte Dank.
im Ort herumſchickt. um Aufträge zu Einkäufen in Frank= geordneten Dr. Weber und Genoſſen in der vorgelegten Ohne dieſe Hilfe wäre Heſſen nicht über die Schwieria=
furt
ſammeln zu laſſen. Redner iſt bereit, der Regierung Faſſung anzunehmen; 3. zur Ausführung des unter Nr. 2 keiten hinweggekommen. Bei der beantragten Staats=
den
Namen des Beamten zu nennen.
erwähnten Geſetzes dem als Anlage II zur Druckſache hilfe verliert der heſſiſche Staat keinen Pfennig an Zinſen
Abg. Buſold begründet ſeine Auffaſſung daß die Nr. 478 beigeſchloſſenen Entwurf eines Abkommens mit und er riskiert auch nichts. Der Staat ſoll einzig und
Beamten laut ſchreien müßten, um von Dr. Oſann ge= der Zentralkaſſe zuzuſtimmen, und die Großh. Regierung allein einen geringen Teil ſeines großen Kredits an Hilfs=
hört
zu werden. Den Vorwurf der Beſtechlichkeit habe zu erſuchen, auf der Grundlage dieſer Beſtimmungen ein bedürflige übertragen. Wenn die Staatshilfe gewährt
er den Beamten nicht gemacht. Es ſeien aber Fälle vorge= Abkommen mit der Zentralkaſſe zu treffen; 4. a) die Vor= wird und die Staatsaufſicht eingeführt wied, wird auch
kommen, in denen Beamte Trinkgeld nahmen. Er debat= ſtellung der Spar= und Darlehnskaſſe in Framersheim und das Vertrauen zu den Genoſſenſchaften zurückkehren. Ich
tiert dann in perſönlichen Ausführungen gegen den Abg. 13 anderer Gemeinden, b) die Vorſtellung der landwirt= bitte alſo, dieſen Anträgen zuzuſtimmen.
v. Brentano und meint, es ſei bedauerlich, was das Karls=ſchaftlichen Genoſſenſchaftskaſſe in Biblis und 37 anderer
Abg. Dorſch: Der Weg iſt der beſte, der am ſchnell=
ruher
Blatt geſchrieben habe aber das Zentrum könne Genoſſenſchaften in Rheinheſſen, c) die Vorſtellung der ſten zur Geſundung der Genoſſenſchaften führt. Ich ſtimme
doch nicht verlangen, daß alle Eſel in ſeiner (des Spar= und Darlehnskaſſe Stockſtadt a. Rh. und 5 anderer dem Abg. Winkler zu in ſeiner Anſicht, daß das Vertrauen
Zentrums) Partei ſitzen. (Heiterkeit. Unruhe. Abg. Gemeinden für erledigt zu erklären.
zu den Genoſſenſchaften erſt dann wiederkehren wird, wenn
Abg. Dr. Winkler beantragt, den betreffenden die Genoſſenſchaften durch die Staatsaufſicht die Garantie
Uebel: Nein, die ſitzen mehr bei Ihnen. Dafür ſind Sie
der beſte Beweis. Große Heiterkeit und Unruhe.) Aba, Paſſus in Art. 1 dahin zu ändern, daß ein Kredit bis zu haben daß nicht wieder Gewaltmenſchen auf finanz=
Buſold fortfahrend: Auch in Ihren Reihen finden Sie 2 Millionen Mark gewährt wird, und weiter, einige Aen= techniſchem Gebiete, wie der Kommerzienrat Ihrig es
ähnliches. Er verlieſt zum Beweiſe deſſen einen Artitel derungen zu Art. 4 und zu 5 Strich der Beſtimmung, war, mit den Vermögen der Genoſſenſchaften ſchalten und
daß der Staatskommiſſär berechtigt ſein ſoll, die Gene= walten. Here Ihrig hat unverantwortlich mit den Gel=
aus
einem katholiſchen Blatt.
Abg. Molthan vertritt nochmals ſeinen Standpunkt ralverſammlung eventuell ſelbſt auf Koſten der Genoſſen= dern der kleinen Leute gewirtſchaftet. Der Zuſammen=
der
Regierung gegenüber und bittet dringend, ihren ſchaften einzuberufen. Dieſen Strich beantragt auch Abg. bruch mußte kommen. Wenn jetzt den Genoſſenſchaften
v. Brentano.
Widerſtand bezüglich der Lehrerbeſoldung aufzugeben und
nicht geholfen wird, wird es noch zu ſchweren Finanzkriſen
Den Ausſchußbericht erſtattet Abg. Dr. Weber. Red= in Heſſen kommen. Mit Privatbanken können die Ge=
dem
Ausſchußantrag zuzuſtimmen.
Abg. Dr Schmitt ſtellt feſt daß Herr Buſold aus ner betont vor allem, daß man, wenn man den Genoſſen= noſſenſchaften nicht arbeiten, das haben einzelne Verſuche
einem ſozialdemokratiſchen Flugblatt zitiert habe. Ich ſchaften wirklich helfen will, dies ſo ſchnell als möglich gelehrt. Ein ſchwerer Fehler ſind die G. m. u. H. Es
habe mir das Flugblatt verſchaffen wollen, um den Titel tun müſſe. Dabei ſollte man alles Kleinliche beiſeite laſ= ſei ſeine perſönliche Anſicht, daß es richtiger ſei, Genoſſen=
ſen
. Die Not der Genoſſenſchaften muß allgemein und
des betreffenden theologiſchen Blattes feſtzuſtellen. Es
ſchaften mit beſchränkter Haftung zu gründen.
rückhaltlos anerkannt werden. Die Erſte Kammer hat nun
war mir das beim Abg. Buſold nicht möglich. (Hört!)
Abg. v. Brentano möchte von vornherein erklären,
Abg. Ulrich iſt bereit, das Material zu beſchaffen. zu dieſer Frage bereits Beſchluß gefaßt, dem ſich die Re=
gierung
angeſchloſſen habe. Darin liegen gewiſſe Schwie= daß er ſich für den Antrag Winkler erklären werde, Ich
Es iſt ſicher, daß das Zentrum es oft an Feſtigkeit fehlen rigkeiten für die Zweite Kammer, über die man aber hin= halte es für eine an ſich recht gefährliche Sache, an die wir=
laſſe
, daher auch die große Aufregung. Abg. Molthan wegkommen müſſe Der Antrag des Ausſchuſſes beruhe heute herantreten, der Konſequenzen wegen. Es können
habe immer noch nicht begriffen, daß die Sozialdemokra= im weſentlichen auf den Beſchüſſen der Erſten Kammer auch einmal andere Teile des Volkes, andere Genoſſen=
ten
, ſolange ſie von der Regierung nicht als gleichberech= und weicht davon nur inſofern ab, als man uns ein Dar=ſchaften, mit oder ohne Schuld in Schwierigkeiten gera=
tigt
angeſehen werden, kein Budget bewilligen können. lehen von 1 Willion zu 3½ Prozent gewähren und dazu ten, und ſie werden dann mit dem Hinweis auf dieſe vor=
Daß es unter den Beamten viele politiſch Wankelmütige einen Kredit bis zu gleicher Höhe bei der Hauptſtaatskaſſe liegende Sache ebenfalls nach Staatshilfe rufen. Das=
gibt
, iſt doch richtig.
einräumen will. anſtatt wie die Erſte Kammer 2 Millionen. muß man im Auge behalten. Als alter Genoſſenſchafter
Damit ſchließt die Generaldebatte. Es Was die Anleihe betrifft, ſo hat der Ausſchuß beſchloſ= wünſche ich, daß die genoſſenſchaftlichen Verhältniſſe wie=
folgt
die
ſen, dies der Regierung zu überlaſſen, ob und unter wel= der zur Geſundung gelangen. Darum bin ich für ausrei=
Spezialberatung.
chen Bedingungen ſie eine Anleihe aufnehmen will. Im chende Hilfe. Ich warne aber auch vor einer zu weit ge=
Zur Geſchäftsordnung wird nach längerer Debatte übrigen hat der Ausſchuß auseinandergezogen, was durch henden Staatsaufſicht, die den Gedanken der Selbſthilfe
beantragt, die Verhandlungen hier abzubrechen um zu=Geſetz zu regeln iſt und was auf dem Wege des Ablom=iluſoriſch macht. Die Frankfurter Zeitung hat gar nicht
nächſt feſtzuſtellen, ob und wie etwa bei der Abſtimmung mens. Die Genehmigung zur Anleihe iſt gleichfalls aus= ſo unrecht, wenn ſie ſagt, daß das Prinzip der Genoſſen=
ein
einzelnes Geſetz aus dem Ganzen herausgenommen geſprochen und die Staatsaufſicht erſcheint als eine freie ſchaften unter allen Umſtänden die Selbſthilfe bleiben
werden kann, oder ob durch das Mantelgeſetz dann doch l Vereinbarung zwiſchen Regierung und Dentrallaſſe ge= muß. Ich ſtimme da dem Herrn Breidenbach nicht zu. Ich
auch ein vorher abgelehntes Geſetz angenommen iſt. Der legentlich einer Darlehnsgewährung. Die Dauer der glaube, Herr Dorſch hat den Herrn Ofenloch nicht richtig
Aufſicht kann nicht vorher feſtgelegt werden. Die Frage verſtanden. Er hat ausdrücklich erklärt, daß er die Staats=
Vertagungsantrag wird angenommen.
Darauf wird die Sitzung geſchloſſen. Nächſte des Staatskommiſſars wird in der Praxis ſchwer zu löſen aufſicht wohl nicht fürchtet, doch hat er klar ausgeſprochen,
ſein. In Württemberg hat man den Staatskommiſſar daß er ſie nicht gerade wünſcht. Der bayeriſche Bauern=
Sitzung nachmittags ½4 Uhr.
zum Direktor der Kaſſe gemacht und iſt dabei gut gefahren. verein z. B. lehnt jede Staatsaufſicht durchaus ab. Drin=
*
Alle unſere Beſchlüſſe werden aber nicht ändern können, gend warnen möchte ich, dem Staatskommiſſar zu weit=
Antrag betr. Arbeitsloſenverſicherung.
daß die Genoſſenſchaften Herr der Situation bleiben, Ich gehende Rechte zu geben. Ich habe daher beantragt, zu
Die Abgg. Adelung und Genoſſen haben den An=glaube, es empfiehlt ſich, den Ausſchußantrag anzuneh= ſtreichen, daß der Staatskommiſſar das Recht haben ſoll,
trag eingebracht: Die Kammer wolle beſchließen, die men. Die Anträge Winkler und Brentano ſind nicht von eine Generalverſammlung gegen den Willen des Aufſichts=
rats
einzuberufen. Ich bitte dieſen Antrag anzunehmen,
Großh Regierung zu erſuchen, 1. im Bundesrat für die entſcheidender Bedeutung.
Miniſterialrat Schliephake: In den Verhand= den auch Herr Winkler gleichlautend geſtellt hat.
Einführung der Reichsarbeitsloſenverſicherung. zu wirken;
Abg. Hauck: Es iſt richtig, daß man den Gedanken
2. im nächſten Budget den Betrag von 50 000 Mark bereit= lungen des Ausſchuſſes ſind Zweifel darüber entſtanden,
zuſtellen, aus dem denjenigen Gemeinden ein Zuſchuß ge= in welcher Höhe die Zentralkaſſe überhaupt ein Darlehn der Selbſthilfe hochhalten muß, doch iſt heute die Selbſt=
nachgeſucht
hat. Ich möchte hierzu feſtſtellen, daß die Zen= hilfe aber nicht mehr möglich. Schuld an der Kataſtrophe
währt wird, die eine Arbeitsloſen=Unterſtützung zur Ein=
tralkaſſe
um ein Darkehn von
Million nachge= ſind doch einzelne Perſönlichkeiten. Die heſſiſchen Ge=
führung
bringen.
ſucht hat, weiter um ein unverzinsliches Darlehn von noſſenſchaften an ſich haben durchaus ſegensreich gear=
1 Million für in Not geratene Genoſſenſchaften, und wei= beitet. Trotzdem iſt naturgemäß das Vertrauen zu den
(84. Sitzung.)
ter um ein Staatsdarlehn, das notwendig iſt, um weitere Ge= einzelnen Darlehenskaſſen durch den Zuſammenbruch er=
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Dr. v. Ewald, noſſenſchaftskonkurſe zu verhindern. Die Höhe dieſes Dar=ſchüttert worden. Das gefährliche der Situation iſt, daß
Finanzminiſter Dr. Braun, Miniſter des Innern v. Hom= lehns konnte natürlich nicht vorher feſtgeſtellt werden, wieder Leute im Lande herumreiſen und Darlehen an=
bergk
zu Vach. Miniſterialrat Schliephake, Geh. Ober=ſollte aber mehrere Millionen betragen. Die Regierung bieten. Dadurch kann es kommen, daß die Bauern wie=
hat
dann dem einſtimmigen Beſchluſſe der beiden Kam= der in die Situation hineinkommen, aus der die Genoſſen=
finanzrat
Dr. Rohde, Finanzrat Dr. Michel.
mern entſprochen und die Vorlage eingebracht, nach der ſchaften ſie herausgearbeitet haben, aus Wuchererhänden.
Die Nachmittagsſitzung wird um 4 Uhr durch den Genoſſenſchaften ein Darlehn bis zu einer Million Die Staatsaufſicht iſt an ſich etwas unangenehmes, aber
Präſident Köhler eröffnet. Auf der Tagesordnung ſteht Mark gewährt werden ſoll. Die Zentrallaſſe war hamit es iſt Tatſache, daß man im Lande nach der Staatshilfe
zunächſt die Regierungsvorlage,
einverſtanden. Erſt ſpäter hat ſie gebeten, das Darlehn ruft, weil man zum Staat mehr Vertrauen hat. Wir
Hingabe eines Darlehens von einer Mil=auf 2 Millionen zu erhöhen. Dies zur Klärung der Sache. bitten, für den Antrag Winkler zu ſtimmen.
lion Markan die Zentralkaſſe der heſſi=
Abg. Winkler: Die Auffaſſung der Regierung der
Finanzminiſter Dr. Braun: Es hätte etwas ge=
ſchen
landwirtſchaftlichen Genoſſen=
Vorlage gegenüber war durchaus keine glückliche. Sie fehlt, wenn nicht in einer ſo wichtigen Sache damit an=
ſchaften
,
entſprach nicht der Wucht der Ereigniſſe, und im Lande gefangen wäre, daß durch diellngeſchicktheit der Regierung
2. G m b. H., betreffend. In Verbindung hiermit: war man überall der Anſicht, daß die Regierung trotz des die ganze Sache gründlich verdorben wurde. Das iſt
a) Vorſtellung der Spar= und Darlehnskaſſe in Erſuchens beider Kammern nichts tun wollte Dann kam man ſeit jeher ſo gewohnt. So mußte es auch heute
Framersheim und 13 anderen Gemeinden. b) Vor= die Vorlage. Ich muß abſolut verneinen, daß die Vor=kommen. Dieſe Anſicht des Herrn Winkler wurde ge=
ſtellung
der landwirtſchaftlichen Genoſſen=lage dem kataſtrophalen Charakter der Affäre entſpricht. ſteigert wurde den Abg. Dorſch, der direkt geſagt hat,
ſchaftskaſſe in Biblis und von 37 anderen Ge= Die Haltung der Regierung war auch aus rein fiskaliſchen warum die Regierung nicht ſchon vor dem Zuſammenbruch
noſſenſchaften in Rheinheſſen. e) Vorſtellung der Spar= Gründen unverſtändlich. Denn ſie hätte doch ein Intereſſeeingeſchritten war. Das konnte die Regierung natürlich
und Darlehnskaſſe Stockſtadt a. Rh. und an= daran haben müſſen, die Steuerkraft der Genoſſenſchaften nicht, weil ihr dabei durch die Geſetzgebung enge Grenzen
derer Gemeinden. a) Dringliche Anfrage des Abgeord= ſich zu erhalten. Die Haltung der Regierung war ein gezogen ſind Verſichern kann ich aber Herrn Wintler, daß
neten Dr. Winkler die Zentralkaſſe heſſiſcher landwirt= Kompromiß von Wollen und Nichtwollen. Ein Unglück wir von vornherein mit größtem Ernſt an die Frage
ſchaftlicher Genoſſenſchaften betreffend. e) Dringliche An=war es, daß die Erſte Kammer zuerſt ſich mit der Sache herangetreten ſind, deren Tragweite ſofort von uns rich=
frage
der Abgeordneten Fenchel Lutz, Korell=beſchäftigte. Eegen die Vorwürfe der Frankfurter Zeitung tig erkannt worden iſt. Uns war ſofort klar, daß es hier
Angenrod und Genoſſen, das Genoſſenſchaftsweſen be= müſſe er die heſſiſchen Genoſſenſchaften in Schutz nehmen. gilt, das Beſte und Höchſte einzuſetzen, wenn man Hilfe
treffend. k) Beſprechung der dringlichen Anfrage des Ab= Die Genoſſenſchaften ſind in der Mehrzahl mit großer bringen wollte. Für uns erſtand dann die Frage, wie auf
geordneten Fenchel, die Spar= und Darlehns= Energie an die Deckung der Verluſte herangetreten. Red= ſchnellſtem Wege geholfen werden kann. Aber die erſte
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sorgfältig gepflegt nacheigenem bewahrten Verfahren.

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Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
Seite 26.
Rütcſicht muſten wir auf die Finanzen des Landes neh= ſerleiden wird. Bei dem keuren Gebſand iſt das ſehr f zur eigenen Kraſt ſchwinden wird durch die Staalshiſe
men, und es war auch uns ſofort klar, daß es ein gefähr= wohl zu erwarten. Die Tatſache, daß man ſich gegen den teilen wir nicht. Wir verlangen den Staatskommiſſar,
licher Schritt war den wir tun mußten, wie der Abg. von verhältnismäßig nebenſächlichen Punkt der Staatsaufſicht, weil der Reviſionsverband der landwirtſchaftlichen Ges
Brentano ſehr richtig auch erkannt hat. Wer ſo weit geht, der Einberufung der Generalverſammlung wehrt, beweiſt noſſenſchaften vollſtändig verſagt hat. Ich ſage offen, daß
daß er auch einen Betrag von 300 Mark für eine Exiſtenz mir, daß ich mit meinen Feſtſtellungen recht habe, daß der Reviſionsverband die Hauptſchuld an der Kataſtroßhe
gefährdung Einzelner anſieht, der könnte bald dazu kim= man von der Staatsaufſicht etwas anderes erwartet. Sie trägt. Die Darlehenskaſſen auf dem Lande ſind faſt alles
men, daß wir zu einer Verſtaatlichung der Einzelſchulven dürfen das Vertrauen in die Regierung ſetzen, daß ſie über ihren urſprünglichen Geſchäftsbetrieb hinausgegan
überhaupt kommen. Das können wir natürlich nicht mit= weitere Hilfe nicht verſagen wird, wenn ſie notwendig gen. Ich habe das Gefühl, daß das Vertrauen niemals
machen. Was die Grenze der Hilfe betrifft, ſo gingen wir werden ſollte. Zudem haben Sie es ja ſtets in der Hand, in dem Maße zurückkehren wird, wie es früher war.In
den praktiſch einzig gangbaren Weg. Man war ſich über eine weitgehende Hilfe zu beantragen, und Sie dürfen der Staatsaufſicht iſt keinesnegs eine Knebelung des ges
die Summe durchaus nicht einig. Man ſprach von 1 bis 5, ſicher ſein, daß keine Regierung ſie verſagen wird. Neh= noſſenſchaftlichen Gedankens zu erblicken.
ia ſogar von 8 Millionen. Das beweiſt, wie weit die men Siedie Ausſchußanträge möglichſt un=
Abg. Ulrich: Der Grundſatz, daß der Staat die
Meinungen auseinandergehen. Niemand kann genauverändert an. Die geringfügigen Abänderungs=
Pflicht hat, da einzugreifen, wo es gilt, den Schwachen
ſagen welche Summe eigentlich erforderlich iſt. Es iſt alſo anträge halte ich nicht für irgendwie bedeutungsvoll. Vor gegen den Stärkeren zu ſchützen, rechtfertigt die Forderung
zwecklos, hier über Zahlen zu ſtreiten, die Hauptſache iſt, allem ſollte die Beſtimmung der Einberufung der Gene= der Staatshilfe, um weiteres Unglück zu verhindern
die notwendigſte Hilfe ſchnell zu bringen. Wir ſollten alſo ralverſammlung keinen Anlaß geben zu Auseinander= Schon bei der Kataſtrophe in Nieder=Modau hätte die
uns nicht jetzt feſtlegen auf beſtimmte Zahlen, und abwar=ſetzungen, da Sie ja der weit ſchwerwiegenderen Beſtim= Regierung in ihrem Aufſichtsrecht weiter gehen müſſen,
ten, wie die Dinge ſich entwickeln werden. Wenn wir mung zugeſtimmt haben, daß eventl. das Darlehen ge= als es geſchehen iſt. Heute iſt Staatshilfe unvermeidlich
ſehen, daß es nicht langt, werden wir weiter ſehen, was kündigt werden kann.
Herr v. Brentano hat recht, wenn er ſagt, daß das auch
zu tun unſere Pflicht iſt. Es hat alſo keinen Sinn, der
Abg. Henrich: Es iſt tatſächlich eine ziemlich lange in anderen Kreiſen paſſieren kann, was den landwitt=
Regierung Vorwürfe zu machen darüber, daß ſie vorerſt Zeit verſtrichen, bis die Regierung ihre Vorlage einge= ſchaftlichen Genoſſenſchaften paſſiert iſt. Wir würden ges
überhaupt nicht von einem Kredit geſprochen hat und daß bracht hat. Der Vorwurf des Abg. Dorſch, daß auch die gebenenfalls die Parität der Klaſſen hier im Hauſe reſpell
ſie ſich ſpäter zu einem Kredit von 500 000 Mark bereit Kammer nicht energiſch genug gehandelt hat, iſt nicht ſtich= tieren und tun dies ſchon in unſerem Antrag (der oben
fand. Es iſt durchaus menſchlich, wenn die Bedürfniſſe haltig, denn die Zweite Kammer war es doch, die zuerſt mitgeteilt), betreffend die Arbeitsloſenverſicherung. Was
nach einem billigen Kredit wachſen, wo man weiß, daß einen Antrag an die Regierung richtete. Wie die Hilfe die Vorlage ſelbſt anlangt, ſind wir der Meinung, daß der
er zu haben iſt. Dadurch aber wächſt die Gefahr, daß das einzuſetzen hat, konnte man damals noch nicht beſtim= Ausſchuß in ſeinen Anträgen wohl das richtige getroffen
Vertrauen in die eigene Kraft immer mehr ſchwindet. Das men, weil man die Verhältniſſe ja noch gar nicht kannte. hat. Eine volle Befriedigung des Kreditbedürfniſſes kau
war ein Hauptgrund für uns, in der Summe zurückhal=Unſere Stellung iſt nicht beeinflußt durch irgendeine Zei= auch die Summe von 3 Millionen nicht gewähren. Wil
tender zu ſein. Es durften keine Hoffnungen erweckt wer= tung. Für uns iſt die Hauptſache, den genoſſenſchaftlichen können nicht gut verantworten, mehr zu geben, als die
den, die ſpäter die Finanzen des Staates nicht erfüllen Gedanken zu ſtärken. und nicht etwa durch die Hilfsaktion bewilligte Million da wir doch immerhin tatſächlich m
können. Was die Staatsaufſicht betrifft, ſo iſt doch ſicher, zu töten. Was die Regierungsvorlage bot, war uns inſo= der Gefahe des Verluſtes rechnen müſſen obwohle
daß es für den überzeugten Genoſſenſchafter außerordent= fern nicht ausreichend, als nichts geboten wurde zur Stär= ſichere Garantien als die vorgeſehenen gar nicht gibt. Wenn
lich ſchwer iſt, ſich mit dieſem Gedanken abzufinden. Wenn kung der Zentralkaſſe. Selbſtredend denkt niemand daran, man nicht auskommen kann, hat ja die Regierung jeder=
er
nun aber ſelbſt nach der Staatsaufſicht ruſt, ſo kann daß mit dem Staatskredit eine andere Bank irgendwie zeit die Möglichkeit, mehr zu geben. (Es ſind nur noch
man ſich das pſychologiſch doch nur ſo erklären, daß man, geſtärkt werden ſolle, mit der die Zentralſtelle in Verbin= 12 Abgeordnete anweſend.)
wenn man ein ſolches Opfer bringt, auch wiſſen will, dung ſteht. Mit der Staatsaufſicht können wir uns nur
Abg. Schott (auf der Tribüne ſchwer verſtändlich)
warum es geſchieht. Der Genoſſenſchafter kann die einverſtanden erklären, ſoweit ſie notwendig iſt, die ſtaat=
Staatsaufſicht nur als eine Art Unfallverſiche= lichen Mittel zu ſichern, die in den Genoſſenſchaften orbei= verbreitet ſich eingehender über die Verhältniſſe in Rhein=
rung
betrachten. (Zuſtimmung.) Man wird die Staats= ten. Für eine dauernde Staatsaufſicht ſind wir nicht zu heſſen, wo viele Genoſſenſchaften direkt an den Randdes
aufſicht nur wollen in der Erwägung, daß damit, wenn haben. Die freie Tätigkeit der Genoſſenſchaften wünſchen Ruins gebracht wurden. Die Staatshilfe iſt unbedingt
wieder einmal ein Fehlſchlag paſſiert, man ſagen wird, wir nicht beſchränkt zu ſehen. Auf die Beſtimmung, daß notwendig. In der Verwendung des Darlehns und
das geſchah zurzeit der Staatsaufſicht, alſo iſt der Staat der Kommiſſar die Generalverſammlung einberufen kann, Staatskredits muß ein Unterſchied gemacht werden.
ſchuldig, regreſſoriſch Erſatz zu leiſten. (Zuſtimmung und ſollte man verzichten, zumal es eine ſehr ſtumpfe Waffe
Abg. Finger hält es für ſeine Pflicht, einerBe=
Widerſpruch.) Es iſt auch der Name Nieder=Modau vrn iſt, die aber das Selbſtbewußtſein der Genoſſenſchafter fürchtung entgegenzutreten, die der Abg. Ulrich geäußen
einigen Vorrednern genannt worden. Wenn man heute empfindlich trifft. Die von der Erſten Kammer eingeſetzte! hat, nämlich, daß das Geld gefährdet iſt oder doch die
lieſt, wie der Ort ſich aus der ſchweren Kriſis erholt hat, Ziffer von 3 Millionen iſt wohl nur eine Art Brücke zu Zinſen. Dieſe Befürchtung iſt grundlos. Auch in Rhein=
muß
man das anerkennen und zugeben, daß doch noch dem weitergehenden Antrag Heyl. Wir ſind grundſätzlich heſſen werden die Verhältniſſe ſich ſofort wieder beſſern,
eine erfreuliche Kraft unſerem Volke innewohnt. Wenn die bereit, eine Hilfe des Staates zu befürworten, der die wenn das Vertrauen wieder hergeſtellt iſt.
Heren der Zentrallaſſe heute erklären laſſen, daß ſie eineSelbſthilſe ſtützt. Die Hauptſache iſt, daß jetzt raſch etwas
Nach weiterem Bemerken der Abgg. Dorſch und
Million nicht für ausreichend halten, ſo ändert das nichts geſchieht.
Winkler ſchließt die Beſprechung. Die Abſtimmung
an der Tatſache, daß man früher ſich ſehr wohl mit die=
Abg. Wolf=Stadecken beantragt zur Geſchäftsord=
ſer
Summe begnügen zu können glaubte. Dem Dank der nung, die Poſition a von der Tagesordnung abzuſetzen, wird auf Donnerstag vormittag nach der Pauſt
verlegt. Darauf wird die Sitzung geſchloſſen.
Preußenkaſſe gegenüber ſchließen auch wir uns an. Nicht Er ſtellt dann feſt, daß der Staat ja faſt nichts riskiert.
Nächſte Sitzung Donnerstag 10 Uhr.
richtig aber iſt es, daß der Staat keinen Zinſenausfall Die Befürchtung des Finanzminiſters, daß das Vertrauen
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Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.

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Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
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Krieg im Frieden.
Ee2
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Se äe
Se e
von Schönthan und G. v. Moſen
ſtatt. Hierzu laden wir unſere Mitglieder, die Eltern, ſowie Turn=
Spielleiter: Heinrich Hacker.
(26314
freunde freundlichſt ein.
Perſonen:
Der Vorstand.
Heindorf, Rentier Adolf Jordan
Mathilde, ſ. Frau Sophie Doſtal
Ilka Etvös, ſeine
Eungeneinde Darmſaht.
Verwandte . . Käthe Gothe
Agnes Hiller, ihre
Je größer
Protektor: Se. Kgl. Hol
it der Großherzog.
Geſellſchafterin . Charlotte Pils
esssnassaasses sanasnnusassanne gonasnananannn susonannge
Henkel, Stadtrat Rich. Jürgas
das Verſtändnis
Zu unſerer am
Sophie, d. Frau. Minna Müller=
Rudolf
für gute Mulik
Elſa, der. Tochter Eliſabeth Horn
Zweiten Weihnachts=Feiertag
deffo höher
von Sonnenfels,
abends 7 Uhr
Johann. Heinz
General. .
Sunde
ſchäfzt man die
Kurt von Folgen,
ſtattfindenden
Leutn. bei den
hochküinffleriſchen
Drag., deſſ. Adj. Kurt Ehrle
Darbiefungen des
Ernſt Schäfer,
Hs. Baumeiſter
Stabsarzt:
Weihnachts-Jeier
v. Reif=Reiflingen,
laden wir unſere Mitglieder herzlichſt ein.
Leutn. b. d. Inf. Br. Harprecht
Gramola‟
Paul Hofmeiſter,
Als Ausweis dient die 4. Quartalskarte.
Apotheker . . Frz. Schneider
Vorfühnung chne Kaufzvang
Ortsfremde können gegen vorherige Einzeichnung in die
Franz Konnecy,
beim Hausmeiſter aufgelegte Liſte durch Mitglieder eingeführt wer=
Burſche b. Folgen Paul Peterſen
den. Die hierfür ausgeſtellten Karten können am zweiten Feier-
Martin, Diener b.
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Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
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Seite 30.
S
K


15
S2
J.


Der deutſche Arbeitsmarkt
im November 1913.
der Berichte für das Reichsarbeitsblatt zeigt die Lage des Schauturnen herzlichſt eingeladen.
gewerblichen Arbeitsmarktes im November gegenüber dem
Vormonat eine weitere Abſchwächung. Gegenüber dem
gleichen Monat des Vorjahres iſt ſie ebenfalls im allge=
meinen
etwas ſchlechter. Die an das Reichsarbeitsblatt
v. H. zu.
gen Jahre nur eine Erhöhung von 1,7 v. H. im Oktober
vember beträchtlicher.
männlicher wie weiblicher Arbeitſuchenden erheblich zu=
ſuchenden
deutlicher als ſonſt bemerkbar.
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Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
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Roheiſenerzeugung, Tertil=, Holzinduſtrie und das Bau=E. Meiſenzahl u. Co., Darmſtadt. 17, I1. 13. M. 48 810
H. Frankfurt a. M., 16. Dez. ( Fruchtmarkt=
gewerbe
.
Von 347 Firmen iſt die Arbeiterzahl angegeben, bericht.) Am Wochenmarkt waren einheimiſche Brot=
und zwar mit 355525 zu Ende November 1913 gegen früchte wieder reichlich vorhanden, aber der Verkehr blieh
351 201 zu Ende November 1912. Es iſt alſo eine Ver= ruhig und die Preiſe unverändert gegen die Vorwoche,da
mehrung um 1,23 v. H. eingetreten, während für den Okto= auch die Mühlen nur wenig kauften. Ausländiſche Bro
ber eine ſolche gegenüber dem Vorjahre um 2,83 v. H. und früchte ſind jetzt ſtärker angeboten, doch wurden die Offee
für den September eine ſolche von 3,97 v. H. zu verzeichnen ten nicht ermäßigt. Gerſte und Mais ſtill. Hafer lag
war. Die Zunahme hat alſo im Laufe der letzten Monate flau, bei geringem Bedarf. Futtermittel feſt. Für Mehl
an Umfang eingebüßt. An der Erhöhung ſind nur drei bleiben die Forderungen unverändert
Gewerbegruppen beteiligt: die chemiſche Induſtrie mit
Der Mannheimer Getreidemarkt zeigie
10,45 v. H. der Bergbau und das Hüttenweſen mit 2,11 wenig Leben, ohne nennenswerte Preisänderung. A
v. H. und die Maſchineninduſtrie mit 1,21 v. H. Alle übri= der Berliner Produktenbörſe war die Tendenz
gen Gewerbegruppen erlitten eine Einbuße, die beſonders für Getreide luſtlos und ſchwach, bei ganz geringfügigen
groß bei der elektriſchen Induſtrie (6,79 v. H.) iſt. Un= Kaufluſt; auch vom Rhein her zeigte ſich kein Aufnahmen
gefähr gleich bedeutend iſt die Abnahme beim Bekleidungs= begehr mehr. Mairoggen war gedrückt durch ruſſiſches
gewerbe ( 3,98 v. H.), bei der Induſtrie der Nahrungs= Angebot auf Frühjahrsabladung, jedoch ſchließlich wieden
und Genußmittel (3,52 v. H.) und bei der Holzinduſtrie erholt. Hafer iſt behauptet, bei kleiner Nachfrage. Nach
(
3,71 v. H.). Weniger anſehnlich ſtellte ſie ſich bei der den letzten Kabelnachrichten von den Getreidemärkten
Metallinduſtrie (2,07 v. H.) und bei der Textilinduſtrie (Neu=York und Chikago) waren Weizen und Mais an
0,46 v. H.) dar.
fangs ſchwach auf größere Zufuhren, ferner auf einen
günſtigen Saatenſtandsbericht aus Miſſouri und vorteils

hafte Berichte aus Argentinien über den Ernteſtand; auch
Sport, Spiel und Turnen.
drückten Abgaben der Firma Armour. Später entwickelte
ſich jedoch feſtere Tendenz auf Meldungen über Schädige
* Jugend=Turnen. Am kommenden Samstag, ungen der Ernte durch die Heſſenfliege, ſodann noch auf
abends 6½ Uhr, werden die Jugend=Abteilungen beträchtliche Verſchiffungen von den Seeplätzen und den
der Turngemeinde Darmſtadt das diesjjährige dieswöchentlichen Ausweis der ſichtbaren Weizenvorräeg
Weihnachtsturnen veranſtalten, das ein Zeugnis
die von 72,13 Mill. Buſh. auf 70,69 Mill. Buſh. zurückge=
22.
davon ablegen ſoll, wie Schülerinnen und Schüler in den
Leibesübungen unterrichtet werden und welche Fort= gangen ſind.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt
ſchritte die Abteilungen während des verfloſſenen Jahres
gemacht haben. Das Turnen umfaßt allgemeine Frei= Weizen hieſiger und Wetterauer, 19,2019,30, norddeut=
55
übungen, Turnen am Barren und Schwingſeil der Schü= ſcher 19,2019,30, kurheſſiſcher 19.2019,30, ruſſiſcher
lerinnen, Stufenturnen der Schüler, ein Menuettreigen bis 23,50. Kanſas 22,2523, rumäniſcher 22,2523,50 Red=
der
älteren Schülerinnen, ſowie allgemeines Riegenturnen winter 22.2523, Manitoba 21,7522.25, La Plata 22,25
und Turnſpiele. Ein Theaterſtückchen bildet den Schluß bis 23, Walla Walla 22,2522,75; Roggen, hieſiger, 16
der Vorführungen. Die Eltern der Kinder wie auch die bis 16,25, bayeriſcher 1616,25, ruſſiſcher , amerikani=
Nach vorläufiger Mitteilung des Kaiſerlichen Sta= Mitglieder der Turngemeinde Darmſtadt, ebenſo Freunde ſcher , rumäniſcher ; Gerſte Pfälzer 1717,25, hieſige
tiſtiſchen Amtes im Reichs= und Staatsanzeiger auf Grund der deutſchen Turnſache und Jugend, werden zu dieſem und Wetterauer 1717,10, Riedgerſte 17,7518, fränkiſche
17,7518, ungariſche ; Hafer, hieſiger, 16,5016.75,
bayeriſcher 16.50 16,75. ruſſiſcher 16,5018, amerikaniſchen
1718, rumäniſcher 16,5017,75; Mais, mixed, 14,40 bis
14,60, ruſſiſcher 14,6014,80, Donaumais 14,5014,75
Handel und Verkehr.
rumäniſcher 14,60 14.70, La Plata 14,5015, weißen
Heſſiſche Erfinder. (Mitgeteilt von Dipl.= Mais 14,5014,75; Weizenmehl (Baſis ab Mannheim
berichtenden Krankenkaſſen hatten am 1. Dezember 1913 Ingenieur Klemens Herszberg u. Co., Patent= und In= hieſiges Nr. 0 30,5030,75, feinere Marken 3131,
5 327495 beſchäftigte Mitglieder (3651 525 männliche und genieur=Burcau, Darmſtadt, Rheinſtr. 19.) Patent= Nr. 1 29,5029,75, feinere Marken 3030,25, Nr. 2 282
1675 970 weibliche) oder 19 264 weniger, als am 1. Nov. Anmeldungen: 8p F. 37170. Verfahren zur Her=bis 28,50, feinere Marken 28,7529, Nr. 3 26,5026,5
1913 und zwar hat die Zahl der männlichen Mitglieder ſtellung von Drucken auf Geweben, Zuſ. z. Anm. P36054. feinere Marken 2727,25, Nr. 4 23,5024, feinere Marken
um 24 786 oder 0,67 v. H. abgenommen, die der weiblichen Karl Groß, Bingen, Gauſtr. 9. 2. 9. 13. 42h. E 19 463. 24,2524,50; Roggenmehl hieſiges Nr. O 24,5025, Nr
um 5522 oder 0,33 v. H. zugenommen. In der Regel tritt Apparat zur Vorführung des Aſtigmatismus bei Augen= 22,5023, Nr. 2 2020,50; Weizenſchalen 9,509,75, Wei
vom. 1. November zum 1. Dezember für die männlichen gläſern. Leopold Ehrenſtein, Mainz, Ludwigſtr. 7. 13. 8. zenkleie 8,759, Roggenkleie 1010,25, Futtermehl 12
Perſonen ein Rückgang, für die weiblichen eine Vermeh= 13. 71c. II 61488. Mehrteiliger Leiſten für Schuh= Biertreber, getrocknet, 12,5013, Futtergerſte 1313,75,
rung der Beſchäftigung ein. Im Vorjahr nahm im No= werk. Joſef Hofſtaedter, Worms a. Rh., Römerſtr. 40.
vember die Zahl der männlichen verſicherungspflichtigen 18. 2. 13. 816, II. 64022. Saugkammer bei Saugluft=
Stimmen aus dem Publikum.
Mitglieder um 0,62 v. H. ab, die der weiblichen um 0,57 förderern für feuchtes Schüttgut. Wilhelm Hartmann,
Offenbach a. M. 16. 10. 13. Patent=Erteilung:
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
Nach den Berichten von 16 größeren Arbeiterfachver= 45a. 268730. Einrichtung zum Betriebe ſelbſtfahrender keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
bänden mit zuſammen 1,78 Millionen Mitgliedern waren landwirtſchaftlicher Maſchinen mit elektriſchem Antrieb.
Schon ſeit vielen Jahren bemühen ſich die Bewohner
Ende November d. J. 51 303 oder 3,0 v. H. der Mitglieder Wilh. Wortmann, Mainz, Walpodenſtr. 5. 11. 11. 10.
arbeitslos gegenüber 2,7 v. H. Ende Oktober 1913. Von W. 36025. Gebrauchsmuſter=Erteilungen; des Südweſtviertels um eine Verſchönerung ihrer Gegend,
Ende Oktober auf Ende November pflegt eine Steigerung 21c. 579324. Verſtellbarer Zugſchalter. Karl Guſtav Ger= wie ſie auch anderen Stadtteilen durch Anlegen von
der Arbeitsloſigkeit einzutreten. Während aber im vori= hart, Offenbach a. M., Kaiſerſtr. 64. 8. 11. 13. G. 34 874. Schmuckplätzen und vor allem durch Inſtandhalten der
21 k. 579 614. Straßenlampen=Armatur für Glühlicht= Fahr= und Fußwege zugute kommt. Die Wege der Stadt=
auf
1,8 v. H. im November erfolgte, iſt, abgeſehen von den beleuchtung ohne Schutzglas, mit geſchloſſener Metallkapfel Allee ſind ſo grundlos, daß faſt jeder Verkehr ſowohl für
weſentlich höheren Verhältniszahlen, in dieſem Jahre auch zur Aufnahme der Glühlampenfaſſung. Dr. Aug. Krätzer, Fußgänger wie auch für Fuhrwerk ausgeſchloſſen iſt. Der
die Zunahme der Arbeitsloſenziffer von Oktober auf No= Bingen a. Rh. 17. 11. 13. K. 60 733. 30 a 580 057. In= große Platz, der durch Zuſammenlaufen der Eſchollbrücker
ſtrumenten= und Gerätekaſten. Weintraud u. Co., G. m. Straße, der Stadt=Allee und der Holzhof=Allee gebildet
Bei 309 öffentlichen Arbeitsnachweiſen mit 109997 b. H., Offenbach a. M. 13. 11. 13. W. 41876. 30h. wird, befindet ſich in einem Zuſtand, daß ein Anlegen des=
Vermittelungen kamen im November auf 100 offene Stel= 579195. Gipsmodell=Beſchneidemaſchinen. Georg Küm= ſelben unbedingt wünſchenswert iſt. Jahrelang wurden
die Anwohner auf die zu verlegende Bahnlinie und die
len bei den männlichen Perſonen 219, bei den weihlichen mel, Darmſtadt, Eliſabethenſtr. 35. 5. 11. 13. K. 60 581.
139 Arbeitsgeſuche. Die entſprechenden Ziffern des Vor=33c. 580 191. Spritzkork, deſſen Metallteile teils mit Stahl= damit verbundene Verbeſſerung und Verſchönerung der
blech, teils mit Zinn plattiert ſind. Gebrüder Seidel, Wege und des Platzes verwieſen. Nunmehr iſt die Bahn=
monats
waren 178 und 122. Hiernach hätte der Andrang Marbura (Heſſen). 15. 11. 13. S. 31975. 41 a. 579862. linie ſeit nahezu zwei Jahren verlegt, aber zur Verſchö=
genommen
. Auch hier macht ſich die alljährlich zu Ende Hutbügeleiſen. Weintraud u. Co., G. m. b. H., Offenbach nerung der Gegend ſind noch keine Schritte getan worden,
am Main. 15. 11. 13. W. 41 906. 42 k. 579 421. Brief= Während in anderen Stadtteilen die ſchönſten Plätze an=
des
Jahres eintretende Steigerung der Zahl der Arbeit= wage. Weintraud u. Co., G. m. b. H., Offenbach a. M. gelegt wurden ich erinnere nur an die prachtvollen An=
13. 11. 13. W. 41875. 52a. 579654. Einfädelvorrich=lagen an der Pauluskirche , iſt der Südweſtbezirk imme
Die Berichte von induſtriellen Firmen und Verbänden tung für Nähnadeln u. dergl. Weintraud u. Co., G. m. noch das in der Beziehung vernachläſſigte Stiefkind. Ställt
über die Lage des Arbeitsmarktes im November lauten b. H., Offenbach a. M. 13. 11. 13. (W 41877. 58h. der verſprochenen Beſſerung wird nun der Straßenkehrich
verſchieden. Ueberwiegend günſtig, wenn auch zum Teil 580151. Hydrauliſche Preſſe zum Zuſammenpreſſen von bei Schneefall der Schnee, diesſeits der alten Bahnlinie
mit Abſchwächungen verbunden, ſind die Berichte aus dem faſerförmigen Stoffen in Form von Ballen. Karl Lud= der Stadt=Allee abgeladen. Gerade jetzt bei dem gepla
Kohlenbergbau mit Ausnahme des Ruhrkohlenmarktes, wig Becker, Oppenheim a. Rh. 16. 11. 13. B. 40 210.
ten Kirchenbau, erſcheint es dem Einſender an der Zei
aus dem Erzbergbau, ferner aus der Kali=, Maſchinen=, 67c. 579630. Vorrichtung zum Schleifen von Meſſern aller dieſe Gegend in Erinnerung zu bringen. Der oben erwähnte
elektriſchen und chemiſchen Induſtrie. Schwächer als im. Art. Marie Mölbert, geb. Selzer, Darmſtadt, Irene= Platz dürfte ſich vorzüglich zur Errichtung der Refor=
Vormonat war die Roheiſenerzeugung beſchäftigt, deren ſtraße 13. 20. 11. 13. M. 48807. 70 d. 579552. An=mationskirche eignen (es brauchte ja nicht gerade eine um
Ausbeute nach Mitteilung des Vereins Deutſcher Eiſen= feuchtvorrichtung für Marken, Briefumſchläge u. dergl. Mitternacht 24mal ſchlagende Uhr die Nachtruhe der An=
induſtrieller
auf 1587288 Tonnen gegen 1651 447 Tonnen! Weintraud u. Co., G. m. b. H., Offenbach a. M. 17. 11. 13. wohner zu ſtören), und ſchöne Anlagen könnten die nächſte
im Vormonat und 1537205 Tonnen im November 1912 ſich W. 41915. 79b. 579410 Zigarette mit Holzeinſatz. Umgebung der Kirche zieren. Hier würde ein ungepflegter
bezifferte. Mäßig waren die Stahlwerke (der Verſand der Hugo Wolf und Georg Weber III., Ober=Klingen im Platz eine Zierde der Stadt, während die Erbauung der
Werke des Stahlwerksverbandes betrug 462195 Tonnen Odenw. 6. 11. 13. W. 41 769. 81c 579 645. Verpackung Kirche in der Landgraf=Philipp=Anlage einen beträcht=
Rohſtahlgewicht, und war um 62690 Tonnen niedriger, für Haarnetze. Ernſt Dremling, Gießen. 8. 11. 13. D.lichen Teil derſelben mit den älteſten und ſtärkſten Bäumen
als im Vormonat, und um 30 452 Tonnen geringer. als 26128. 81c. 579 196. Dreh= und fahrbarer Haufwerks= zum Opfer forderte. Wir hoffen, daß die zuſtändige Stelle
im November 1912) und die Tertilinduſtrie beſchäftigt; transporteur mit elektriſchen Antrieben und verſtellbarer Veranlaſſung nehmen wird, auch dieſem Stadtteile ihre
auch die Holzinduſtrie und das Baugewerbe haben noch Ausſadung. Roos u. Elbert, Rheiniſche Maſchinenfabrik, Aufmerkſamkeit zu ſchenken und, entſprechend anderen, euch
83 a. 580 195. Arre=der füdweſtlichen Außenſtadt eine ihrer würdige Ausſtatl
gegen das Vorjahr melden nahezu alle Induſtrie, nament= tierungshebel zum Umſchalten von Doppelſchlägen auf tung zu geben.
w.
Nur eine Hautpflege, die den Kern trifft
kann einen vollen und dauernden Erfolg bringen, das heisst eine solche, die sich nicht nur auf
die Oberfläche beschränkt, sondern bewirkt, dass auch Hautorganismus, Haut-Nerven und
-Gefässe wohltätig beeinflusst werden. Zu diesem Zweck sind häufige Vollbäder oder Ganz-
waschungen
mit Lecina-Seife nötig. Denn Lecina-Seife hat ausser ihrer feinen äusseren
Wirkung als Toilette-Seife noch einen ganz besonderen hygienischen Einfluss auf die inneren Haut=

organe durch ihren Gehalt an Lecithin, mit dem sie nicht nur die ganze Hauttätigkeit neu belebt
und natürlich steigert, sondern in weiterer Folge auch erfrischend auf den gesamten Hautorganismus
wirkt. Schon nach kurzem regelmässigen Gebrauch künden eine blendend-reine, elastische Haut und
ein blühender, rosiger Teint von dieser verjüngenden Wirkung der Lecina-Seife.

Cchäicfe

Mit.

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Aner 300
8
uchtmar
Ge 2

Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
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5 Tehuantepec . . . . . .
A do. do. (unk. 1918) 96,403 Nordd. Lloyd . . .
12 Bochumer Bergb. u.

83,30 Augsburger . . . . .
3½ do. (unk. 1914)
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12½. Deutſche Bank. . . 249,60 4 Frankfurt . . . . . . . 95,80 Ungar. Staats . . fl. 100 440,20
Caro . . . . . . . 62,50 6 Deutſche Vereinsbank . 118,003½
do. Goldrente . . . 88,100 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22,25
96,10 Venediger . . . . Fs. 30
do.
44
4 Laurahütte . . . . . . 150,50 1 5½ Deutſche Effekt.= und
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5 South Weſt Africa .
Dresdener Bank . . 149,903½ do.
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6½ Mitteld. Kiditbank 114,403½
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v. 1890 . . 93,50
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3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 84,00 5½ Pfälziſche Bank. . . 121,75
½ Nordd. Lloyd=Obl.
Mainz . . . . . . . .
. . . 246,00
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heim . . . .
44 Ruſſen v. 1880 . . . . 87,90
6.48 Reichsbank . . . . . 136,00 3½ do.
602,004 Eliſabethbahn, freie . .
87,00 Holländiſche Noten . . . . 169,20
44 do. v. 1902 . . . . 89,90 127 Farbwerke Höchſt.
7 Rhein. Kreditbank . . . 126,20
4 Franz=Joſefs=Bahn . .
Mannheim . . . . . . 94,70 Italieniſche Noten . . . . 80,65
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München . . . . . . . 96,40 Ruſſiſche Noten . . . . .
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Schweizer Noten . . . . . 80,95.
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3½ do.
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85,30 Reichsbank=Diskonto .
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Reichsbank=Lombard 3sf. 6%
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Nummer 309.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 18. Dezember 1913.
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