Darmstädter Tagblatt 1913


16. Dezember 1913

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176. Jahrgang

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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Tarmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
1913.
Dienstag, den 16. Dezember.
307.
alſo kein Intereſſe an der Zugehörigkeit ihres Perſonals Schickſalsgenoſſen. Denn wie Bongparte als Gene=
Die heutige Nummer hat 26 Seiten.
zu einer Erſatzkaſſe.
ral unter der Direktorial=Regierung die wertvollſten Ge=
Beſondere Vorſchriften waren nötig für die Beitrags=
mälde
, Kunſtſchätze, Manuſkripte uſw. aus Italien nach
leiſtung der ſogenannten unſtändigen Arbeiter. Als
ſolche gelten Perſonen, deren Annahme zur Arbeit ent= Paris hat ſchleppen laſſen, um die ſchauluſtigen und eitlen
Das Wichtigſte vom Tage.
weder deren Natur nach oder laut Arbeitsvertrag auf we= Pariſer zu ergötzen, ſo iſt er ſpäter in Deutſchland
Das Kaiſerpaar iſt geſtern vormittag zum Beſuche niger als eine Woche erfolgte. Unſtändige Arbeiter ſind und in Preußen auf die gleiche Weiſe vorgegangen.
des Königspaares in München eingetroffen.
u. a. Aufwärterinnen, Wäſcherinnen, Näherinnen, Plätte= Es iſt lehrreich, ſich dieſen Sachverhalt an der Hand H.
*
rinnen, Aushilfskellner uſw. Wollte man für ſie die Bei=
Die Verſetzung des deutſchen Kronprinzen tragsleiſtung wie bei den anderen Verſicherten fordern, ſo von Treitſchkes zu vergegenwärtigen, der im 1. Bande ſei=
in
den Generalſtab tritt bereits mit dem 1. Ja= wäre dies höchſt unsweckmäßig, da der einzelne Arbeit=ner Deutſchen Geſchichte u. a. folgendes ſchreibt:
geber nur wenige Pfennige zu zahlen hat Deshalb ſind
Friedrich Wilhelm nahm, wie ſein treues Volk, als
nuar 1914 in Kraft.
die Arbeitgeber der unſtändigen Arbeiter ſowohl von der ſelbſtverſtändlich an, daß die mit Verhöhnung alles Völker=
**
Anmelde=, wie der Beitragspflicht befreit. Die unſtändi= rechts zuſammengeraubten Kunſtſchätze jetzt (nach dem Ein=
Durch den Einſturz eines Tunnels über einem gen Arbeiter müſſen ſich vielmehr ſelbſt anmelden und zuge der Verbündeten in Paris. Red.) zu ihren recht=
Zuge in der Nähe von Braunsdorf wurden 4 Perſonen felbſt ihre Beitragsanteile (zwei Drittel) an die Kranken= mäßigen Eigentümern zurückkehren würden; er forderte
kaſſe bezahlen. Den Beitragsanteil der Arbeitgeber for= alles zurück, was ſeinem Staate an Büchern, Kunſtwerken
getötet, 7 ſchwer und 27 leicht verletzt.
dert die Krankenkaſſe von der Gemeinde ein und dieſer und Trophäen abgenommen war und erreichte in der Tat
*
bleibt es überlaſſen, ob ſie dieſe Summen aus Gemeinde= eine mündliche Zuſage. Als aber Humboldt den franzöſi=
In Clydebank lief der neue engliſche Schlacht=mitteln decken oder von den Arbeitgebern zurückfordern ſchen Miniſter ernſtlich über das Wann und Wie zur Rede
will.
kreuzer Tiger vom Stapel.
ſtellte, wurde Tallehrand ſichtlich verlegen und meinte: er
Auch die Hausgewerbetreibenden haben glaube wohl, daß ſein Herr alles wieder herausgeben
bei der Krankenkaſſe ſich ſelbſt anzumelden und ihre Bei= wolle: König Friedrich Wilhelm möge noch einmal mit
Am Sonntag fand die feierliche Einverleibung tragsanteile zu bezahlen. Ihre Arbeitgeber haben 2 Pro= dem Monarchen ſprechen; wahrſcheinlich habe der premier
der Inſel Kreta in Griechenland durch den zent des ihnen gezahlten Lohns als Beitragsanteil an die gentilhomme du Roy dieſe Sache zu beſorgen Auf er=
König Konſtantin ſtatt.
Krankenkaſſe abzuführen und müſſen allmonatlich Liſten neutes Drängen kam endlich die Berliner Viktoria
der beſchäftigten Hausgewerbetreibenden einreichen. Das aus ihrem Schuppen hervor; wie jubelte Jakob Grimm,
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Hilfsperſonal im Wandergewerbe muß von ſeinem als er ſich eines Morgens auf die eherne Quadriaa ſetzte
Arbeitgeber angemeldet werden, und zwar bei der Land= und dort ſein Frühſtück verzehrte. Auch der Degen
krankenkaſſe (wenn eine ſolche nicht beſteht, bei der Orts= Friedrichs des Großen ſand ſich wieder, und=
Die wichtigſten Neuerungen
krankenkaſſe) des Orts, deſſen Polizeibehörde den Wan= Grimm entdeckte mit dem Spürſinne des Sammlers noch
des am 1. Januar 1914 in Kraft tretenden dergewerbeſchein ausſtellt. Für deſſen Geltungsdauer ſind einige Schätze der Kaſſeler Bibliothek in ihrem
auch die geſamten Krankenkaſſenbeiträge in der Regel im Verſteck. Das war alles. Freiherr von Oellſen, den der,
Krankenverſicherungsgeſetzes.
voraus zu entrichten. Auch Leiſtungen der Kranken=König zur Abholung der preußiſchen Kunſtwerke nach
kaſſen ſind mehrfach erweitert worden. Sie werden be= Paris ſendete, wurde monatelang mit Ausflüchten und
Von Syndikus G. Stier, Weimar.
meſſen nach dem ſogenannten Grundlohn; als ſolcher leeren Reden hingehalten. Da die anderen drei Mächte
II. (Schluß.)
gilt je nach dem Kaſſenſtatut entweder der durch= für Preußens Anſprüche kaum einen Finger regten. ſo
Auch die Kaſſenbeamten werden in ähnlicherſchnittliche Tagesverdienſt bis zu 5 M., oder der hielt ſich König Ludwig ſeines Wortes entbunden. Sein
Weiſe durch den Vorſtand gewählt und müſſen die Stim= wirkliche Tagesperdienſt bis zu 6 M. Dieſe Maximal= geſamtes Volk ſtand hinter ihm wie ein Monn: rein
menmehrheit aus beiden Gruppen erhalten. Erfolgt keine leiſtungen waren bisher um je 1 M. geringer. Land= Franzoſe, der nicht die Zurückforderung des völkerrechts=
Einigung, ſo beſtellt das Verſicherungsamt auf Kaſſekoſten krankenkaſſen können allerdings ſtatt deſſen als Grundlage widrigen Raubes für ein himmelſchreiendes Unrecht ge=
ebenfalls
interimiſtiſche Beamte. Im übrigen kann die für ihre Barleiſtungen den ortsüblichen Tagelohn halten hätte. Mit erſchreckender Klarheit trat zutage, wie
Genehmigung des Verſicherungsamtes zur Anſtellung der ungelernter Arbeiter, alſo erheblich weniger, feſtſetzen, von Grund aus die Plünderungszüge des Kaiſerreichs das
gewählten Beamten verſagt werden wegen Tatſachen, die alsdann müſſen ſie aber doch wenigſtens für die gelernten Rechtsgefühl in dieſer Nation verwüſtet hatten und wie
den Vorgeſchlagenen die erforderliche Fähigkeit und Zu= ſogenannten Facharbeiter ſowie die Werkmeiſter, Be= notig es war, ſie durch eine ſtrenge Züchtigung wieder an
verläſſigkeit, beſondes auch betreffs unparteiiſcher triebsbeamten uſw. ſtets den Grundlohn, wie bei der die ſittlichen Grundgedanken jeder friedlichen Staaten=
Wahrnehmung ſeines Amtes abſprechen.
Ortskrankenkaſſe, annehmen.
gefellſchaft zu erinnern.
Militäranwärtern darf kein Vorrecht bei der Stel=
Wenn ein Arbeitgeber einen Verſicherungspflichtigen
Die von der Haager Friedenskonferenz
lenbeſetzung gewährt werden. Die vorgeſchriebene Dienſt= nicht rechtzeitig anmeldete und dieſer wurde vorher krank,
ordnung der Kaſſenbeamten kann vom Oberverſicherungs= ſo beſtand dafür bisher die u. a. ſehr drückende Vor= im Jahre 1899 angenommenen Beſtimmungen, betreffend
amt verworfen werden, wenn Zahl und Beſoldung der ſchrift, daß der ſäumige Arbeitgeber von der Kaſſe die Geſetze und Gebräuche des Landkrieges, unterſagen
Angeſtellten in auffälligem Mißverhältnis zu ihren Auf= um Erſatz der von ihr aufgewendeten Krankheitskoſten an= im Artikel 23 die Zerſtörung oder Wegnahme feindlichen
gaben ſtehen. Mißbrauchen Angeſtellte trotz Verwarnung gegangen werden konnte. Dieſe Härte iſt beſeitigt; künf= Eigentums, es ſei denn, daß die Gebote des Krieges dies
wiederholt ihre Dienſtſtellung zu politiſcher oder religiöſer tig kann in ſolchen Fällen der ſäumige Arbeitgeber nur
dringend erheiſchen. In bezug auf Kunſtgegenſtände kann
Tätigkeit, ſo müſſen ſie ſofort entlaſſen werden, jedoch noch in eine mäßige Geldſtrafe verurteilt werden.
bedarf dies der Genehmigung des Verſicherungsamtes.
Wochengeld in Höhe des Krankengeldes iſt jetzt dieſer Vorbehalt natürlich niemals geltend gemacht
Solche Betätigung außerhalb des Dienſtes bildet da= acht Wochen lang, ſtatt bisher nur für ſechs Wochen, an werden.
gegen keinen Entlaſſungsgrund, es ſei denn, daß ſie geſetz= ſolche Wöchnerinnen zu zahlen, die im letzten Jahre vor
wvidrig iſt
ihrer Niederkunft mindeſtens 6 Monate lang krankenver=
Landkrankenkaſſen ſind nur zu errichten, wenn ſichert waren. 6 von dieſen 8 Wochen müſſen auf die Zeit
Deutſches Reich.
ſie mindeſtens 250 Pflichtmitglieder haben werden; als= nach der Niederkunft fallen. Nur für die nicht der Ge=
Die Verſetzung des deutſchen Kron=
dann
gehören ihnen als Mitglieder an: 1 die in der Land= werbeordnung unterſtehenden Mitglieder der Land=
und Forſtwirtſchaft Beſchäftigten. 2. die Dienſtboten, 3. das krankenkaſſen iſt Beſchränkung auf insgeſamt 4 Wochen zu=prinzen in den Generalſtab. Der Berliner
Hilfsperſonal im Wandergewerbe, 4. die Hausgewerbe= läſſig. Das Geſetz geſtattet über dieſe Mindeſtleiſtung hin= Lokal=Anzeiger teilt mit, daß die Verſetzung des Kronprin=
rreibenden
, die ſonſt auch der Ortskrankenkaſſe angehören aus den Krankenkaſſen noch Mehrleiſtungen in großem
rnüſſen.
Umfange, je nach den Verhältniſſen und Mitteln: ihre zen am 1. Januar kommenden Jahres in Kraft tritt. Die
Das Selbſtverwaltungsrecht der Landkrankenkaſſen iſt Aufzählung würde indes zu weit führen, hätte auch we= vorzeitige Abberufung des Danziger Kommandos, um
gegenüber den Ortskrankenkaſſen weſentlich beſchnitten, gen des weitgehenden Selbſtbeſtimmungsrechts der Kaſſen deſſen Verlängerung der Kronprinz bis nach
Henn nicht die Arbeitgeber und die Verſicherten wählen wenia Zweck.
den nächſtjährigen Manövern erſt im Spätſommer
den Ausſchuß, den Vorſtand und den Vorſitzenden; dies
Die Beſtellung von Kaſſenärzten und die freie
geſchieht vielmehr durch die Vertretung des betreffenden Aerztewahl ſind in dem neuen Geſetz als gleichberechtigt gebeten hatte, dürfte, wie die Blätter melden, auf einen
GBemeindeverbandes. Im übrigen ſind die Vorſcheiften nebeneinander anerkannt. Außer Zahnärzten können auch beſonderen Wunſch der Kaiſerin zurückzuführen ſein. Der
betreffs der Kaſſenbeamten, der Dienſtordnung uſw. im Zahntechniker zur Behandlung von Kaſſenmitgliedern zu= Kronprinz wird zunächſt, wie verlautet, im Generalſtabe
weſentlichen wie bei den Ortskrankenkaſſen.
gelaſſen werden. Falls es die Kaſſe nicht erheblich mehr unter direkter Leitung des Chefs des Generalſtabes, Ge=
Betriebskrankenkaſſen können nur noch er= belaſtet, ſoll den Mitgliedern die Auswahl zwiſchen min=
richtet
werden für Betriebe mit mindeſtens 150 Ver= deſtens 2 Aerzten freiſtehen. Gelingt es nicht, mit aus= neral von Moltke, informatoriſch tätig ſein. Das Kron=
ſicherungspflichtigen
(in Land= und Forſtwirtſchaft mit 50 reichend vielen Aerzten Verträge abzuſchließen, ſo daß prinzenpaar wird bereits zu Weihnachten nach Berlin
ſolcher). Weitere Bedingung iſt, daß ihre Leiſtungen denen die ärztliche Verſorgung der Mitglieder gefährdet wird, ſo überſiedeln und bis auf weiteres im kronprinzlichen Pa=
der
maßgebenden Krankenkaſſe mindeſtens gleich und auf kann die Kaſſe mit widerruflicher Genehmigung des Ober=lais Wohnung nehmen. Die Söhne des Kronprinzen ſind
die Dauer ſicher ſein müſſen, ſowie daß ſie Beſtand und verſicherungsamts den Kranken bis zu zwei Dritteln des
bereits übergeſiedelt. Nachfolger im Kommando des
Leiſtungsfähigkeit der maßgebenden Krankenkaſſe nicht gefähr= Krankengeldes als Barleiſtung gewähren.
Hen dürfen, d. h. dieſe muß trotzdem noch mehr als 1000 Mit=
Den Apothekern ermöglicht das Geſetz die Her=1. Leibhuſaren=Regiments wird der Kommandeur des
glieder behalten. Bereits beſtehende Betriebskrankenkaſſen beiführung der freien Apothekerwahl, ſie müſſen aber den 1. Dragoner=Regiments in Tilſit, Major v. Eickel=Polwitz.
werden unter gleichen Bedingungen weiter zugelaſſen, Krankenkaſſen Rabatte gewähren.
Fünf Milliarden Reichsſchuld. Im
wenn ſie mindeſtens 100 (in der Landwirtſchaft 50) Mit=
laufenden
Haushaltsjahr hat, wie Berliner Blätter mel=
glieder
haben. Der Arbeitgeber führt den Vorſitz und
hhat in Vorſtand und Ausſchuß ſoviel Stimmen, als er
den, die Reichsſchuld die Höhe von 5 Milliarden erreicht,
Frankreich und Stalien.
Beitragsanteil im Verhältnis zu den Verſicherten zahlt.
nachdem ſie am Ende des Jahres 1912 auf 4,8 Milliarden
Für die Beamten gelten die gleichen Grundſätze wie bei
Der italieniſche Miniſter des Auswärtigen hat angewachſen war. Es kamen 1913 hinzu an vorhandenen
der Ortskrankenkaſſe.
begreiflicherweiſe den Botſchafter Frankreichs in Rom von offenen Krediten und neuen Anleihekrediten zuſammen
Auch Innungskrankenkaſſen werden weiter
zugelaſſen nur, wenn ihre Leiſtungen der maßgebenden der Wiederauffindung der Mona Liſa bal=369 Millionen Mark, wodurch die fünfte Milliarde über=
Krankenkaſſe gleich und dauernd ſicher ſind und ſie deren digſt in Kenntnis geſetzt und ſeiner Genugtuung darüber ſchritten wurde. Durch den Haushalt für 1914 ſind An=
Beſtand nicht gefährden. Eine Mindeſtmitgliederzahl iſt Ausdruck gegeben, daß Italien das Werk des großen ita=leihen in Höhe von 17,6 Millionen vorgeſehen, die Reichs=
dagegen
nicht vorgeſchrieben. Den Vorſitzenden beſtellt
lieniſchen Meiſters Frankreich zurückerſtatten könne. Wenn ſchuld könnte alſo im nächſten Rechnungsjahr einen Höchſt=
die
Innung ſelbſt, nicht der Vorſtand der Kaſſe. Für
dieWahlen zum Ausſchuß, dem Vorſtand und zu den der Dieb des berühmten Gemäldes den Glauben hervorzu= ſtand von rund 5,2 Milliarden erreichen. An Ausgaben
Kaſſenbeamten aber gelten ebenfalls dieſelben Beſtimmun= ruſen ſuchte, daß er die Mona Liſa nur geſtohlen habe, für nicht werbende Zwecke iſt nur noch der auf Grund der
gen wie bei den Ortskrankenkaſſen.
um an Napoleon und Frankreich die Brandſchatzungen zu älteren Flöttengeſetze zu leiſtende Zuſchuß zu den Koſten
Als Erſatzkaſſen werden die eingeſchriebenen rächen, die Italien ohnmächtig habe erdulden müſſen, ſo iſt! der Schiffsbauten mit 29 Millionen im außerordentlichen
Hilfskaſſen nur zugelaſſen, die bereits vor dem 1. April
1909 genehmigt waren, mindeſtens 1000 Mitglieder haben das ſelbſtverſtändlich nichts weiter als eine faule Ausrede. Haushalt enthalten, nachdem die außerordentlichen Aus=
und das gleiche wie die Ortskrankenkaſſen leiſten. Nur die Immerhin wird das italieniſche Volk durch ſie daran er= gaben für die Heeresverwaltung zum letzten Male im
Mitalieder der Erſatzkaſſe ſelbſt, die Arbeitnehmer, alſo, innert, wie vieler Kunſtſchätze es noch in neueſter Zeit von Haushalt 1912 erſchienen. Vom Jahre 1917 ab dürften
everden auf beſonderen Antrag von der Mitgliedſchaft zur der Lateiniſchen Schweſternation beraubt worden iſt. auch die Koſten der Flotte vom außerordentlichen Haus=
Zwangskaſſe befreit . Ihre Arbeitgeber aber müſſen trotz=
dem
ihr Hrittel Beitrag zur Zwangskaſſe zahlen, haben Italiener und Deutſche ſind auch in dieſer Beziehung halt verſchwunden ſein. In Zukunſt werden Anleihen

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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember
Seite 2.
nür noch zu werbenden Zwecken aufgenommen. Dei der kein verſaſungemähiges Hindernis beſiehe, einen ihm von
Haushaltsaufſtellung für 1912 war in Ausſicht genommen, einem Staatsoberhaupt abgeſtatteten Beſuch zu erwidern.
vom Jahre 1914 ab mit der tatſächlichen Schuldentilgung Es ſcheine, daß ein ſolches Hindernis nicht vorhanden ſei
Delcaſſé auf Urlaub. Delcaſſé iſt von Peters=
zu
beginnen. Vorausſetzung war dabei, daß die Aus=
gaben
für werbende Zwecke der Poſt= und Eiſenbahnver= burg abgereiſt, um ſeinen ſeit langem angekündigten
waltungen, die mit 35 Millionen veranſchlagt waren, über Urlaub anzutreten. Selbſtverſtändlich werden mit dieſer
dieſen Betrag nicht hinausgehen. Dieſe Vorausſetzung Abreiſe wieder Gerüchte verbunden, nach denen Delcaſſe
hat ſich für das Jahr 1914 noch nicht erfüllt, denn die in verſchiedenen politiſchen Fragen, ſo in der deutſchen
werbenden Ausgaben für Poſt und Eiſenbahn ſind gegen Militärmiſſions=Angelegenheit, beſondere Aufträge ſeitens
das Vorjahr noch um 7 Millionen angewachſen. Dieſe der ruſſiſchen Regierung überbringt.
werbenden Ausgaben, ſowie die für Wohnungsfürſorge
Rußland.
angeſetzten 4 Millionen Mark im Geſamtbetrage von 63,3
Zu den deutſch=ruſſiſchen Handels=
Millionen erreichen aber den aus allgemeinen Reichsmit=
teln
zur Schuldentilgung bereitgeſtellten Betrag von 63,4ſbeziehungen. Wie die Nowoje Wremja meldet, hat
Miniſterpräſident Kokowtzow in einer Unterredung mit
Millionen Mark noch nicht ganz.
dem Dumaabgeordneten Demtſchenko erklärt, er halte es

Aufbeſſerung für Beamte und Alt=
penſionäre
. Es iſt bekannt, daß die Reichsregierung in Anbetracht der bevorſtehenden Durchſicht des Handels=
beabſichtigt
, für gewiſſe Beamtenklaſſen und für Altpen= vertrages mit Deutſchland nicht für wünſchenswert, eine
Herabſetzung des Zolles auf Maſchinen anzuregen.
ſionäre Aufbeſſerungen zu fordern. Wie dazu die Tägl.
Rundſchau berichtet, wird das Reichsſchatzamt vorausſicht=
Griechenland.
lich am Anfang des nächſten Jahres zu dieſem Zweck
Die Einverleibung Kretas. Am Sonntag
einen Nachtragsetat an den Reichstag gelangen laſſen. Die vormittag hißte der König unter dem Jubel der Bevölke=
Regitrung plane keine allgemeine Gehaltsregulierung, rung eigenhändig die griechiſche Fahne auf dem Fort
ſondern nur einen Ausgleich für einzelne Beamtenklaſſen Firka bei Kandia. Dem feierlichen Akt, bei dem 101 Ka=
dafür
, daß Poſtaſſiſtenten und Poſtſchaffner im Vorjahre nonenſchüſſe abgefeuert wurden, wohnten die Konſuln der
Aufbeſſerungen erhalten haben. So ziehe beiſpielsweiſe fremden Mächte bei. Der König und der Miniſterpräſi=
die
Aufbeſſerung der Poſtaſſiſtenten eine Aenderung in dent, ſowie das Kammerpräſidium kehren Dienstag nach
den Bezügen der Reichseiſenbahnaſſiſtenten nach ſich, und Athen zurück.
es werde die Frage zu entſcheiden ſein, wie man künftig=
Türkei.
hin in bezug auf die Zulagen der Eiſenbahnaſſiſtenten im
Die deutſche Militärmiſſion. Der Groß=
Reichslande vorgehen wird. Die ganze Frage dürfte nun
weſir hatte eine anderthalbſtündige Unterredung mit Ge=
in
einer Sitzung des preußiſchen Staatsminiſteriums ent= neral Liman von Sanders. Der Schritt der Tripel=
ſchieden
werden, die vorausſichtlich im Laufe des Monats Entente hat in türkiſchen politiſchen Kreiſen große Miß=
Januar ſtattfinden werde. Es werde Beſchluß darüber ſtimmung erregt. Obgleich der Schritt keinen Proteſt be=
gefaßt
werden, welche Beamtenklaſſen in Preußen und im deute, empfinden die Türken ihn als eine verletzende Ein=
Reiche infolge der vorjährigen Reichstagsbeſchlüſſe eine miſchung in die inneren Angelegenheiten der Türkei. Meh=
Gehaltserhöhung bekommen ſollen. Zu gleicher Zeit mit rere hohe türkiſche Offiziere verſichern, die deutſche Miſ=
dem
Nachtragsetat werde dem Reichstag eine Deckungs= ſion ſei von der großen Mehrheit des türkiſchen Offizier=
vorlage
zugehen. Darüber ſchweben jetzt Erwägungen. korps freudig begrüßt werden. Alle Gerüchte von Pro=
Es müſſe aber als feſtſtehend angenommen werden, daß teſten osmaniſcher Offiziere gegen die Berufung der Deut=
die
Zuſtimmung des Bundesrats zu den Erhöhungen der ſchen ſeien Erfindungen. Der Miniſterrat hat beſchloſſen,
Gehälter beſtimmter Beamtenklaſſen und die Aufbeſſerung den Botſchaftern der Tripel=Entente zu antworten, die
der Altpenſionäre abhängig gemacht werde von der Be=deutſche Militärmiſſion ſolle die Armee reorganiſieren und
reitwilligkeit des Reichstages, Deckungsvorſchlägen zuzu=
keinen
politiſchen Charakter tragen.
ſtimmen. An zuſtändiger Stelle werde übrigens ſchon jetzt
hervorgehoben, daß es verfehlt wäre, an die Vorlagen
Vereinigte Staaten.
der Regierung zu weitgehende Hoffnungen zu knüpfen. Es
Zur Erhöhung der Eiſenbahnfrachten.
werde mit Rückſicht auf die Finanzlage nur ein beſchei= Der Vorſitzende der Interſtate Commerce Commiſſion
dener Teil der Beamten und Altpenſionäre befriedigt wer= ſprach ſich in ſeiner Rede, die er anläßlich eines Diners
den können.
hielt, dahin aus, die Regierung werde nur dann ihre Zu=
Aus der Angeſtelltenverſicherung. ſtimmung zur Erhöhung der Eiſenbahnfrachtraten geben,
Der ſtändige Ausſchuß der Landesverſicherungsanſtalten wenn die Wertpapieremiſſionen der Eiſenbahnen unter
hat mit der Reichsverſicherungsanſtalt für Angeſtellte der Aufſicht der Regierung ſtattfänden, und wenn es den
Grundſätze über die Heilbehandlung der doppelt, in der Eiſenbahngeſellſchaften nicht länger möglich wäre, die
Angeſtellten= und in der Invaliden= und Altersverſiche= Geldmittel für andere Zwecke aufzuwenden als für die
rung, Verſicherten vereinbart, welche die ſchleunige Ein= Zwecke der Eiſenbahn ſelbſt.
leitung erforderlicher Heilverfahren ſoweit als möglich=
ſichern
. Es beſteht die beſtimmte Erwartung, daß die
einzelnen Landesverſicherungsanſtalten dem Abkommen
Zeitungsſchau.
beitreten werden.
Ueber die Haltung der Nationalliberalen Fraktion
nach dem Mißtrauensvotum ſchreibt die Altnationallibe=
Ausland.
rale Reichskorreſpondenz: Die Nationalliberale Fraktion
Frankreich.
glaubte, und nach den Unbegreiflichkeiten in der Haltung
des Kanzlers wohl auch nicht ohne Grund, an ihrem
Ein Beſuch Poincarés beim Präſiden=Abſtimmungsbeſchluß feſthalten zu müſſen. Sie verzich=
ten
Wilſon? Der Matin will wiſſen, daß der Pa=tete aber leider darauf, in einer weiteren Rede, die von
riſer amerikaniſche Botſchafter, Myron Herrick, vor einiger dem würdeloſen Parlamentsſpektakel der Sozialdemo=
Zeit in privater Weiſe an den Präſidenten Poincaré die kratie und des Freiſinns weit abrückte und jede Gemein=
Anfrage gerichtet habe, ob dieſer geneigt ſei, dem Präſi= ſchaft mit den Motiven und Zielen der Antragſteller von
ſich wies, dem Reichstage und dem Lande eine Erklärung
denten Wilſon einen Beſuch in Waſhington abzuſtatten. ihrer Gründe zu geben! Das hat im Lande Verwirrung
Dieſer habe die Angelegenheit mit dem damaligen Mi=angerichtet, in der Armee Betroffenheit erzeugt und die
niſter des Aeußern, Pichon, erörtert, doch ſei keinerlei Sozialdemokratie einen Augenblick in den törichten Wahn
gewiegt, ſie könnte bei ihrem angekündigten Verſuche der
Entſcheidung getroffen worden, weil man ſich die Frage Demokratiſierung des Heeres und der Ausgeſtaltung der
zunächſt vorgelegt habe, ob für den Präſidenten Wilſon Rechte des Parlaments gegenüber der Krone auf die Mit=
KäE
len Jahren beim Pharaoſpielen in Chikago ſtark verloren;
ein anderer Spieler, der glücklicher war als er, lieh ihm
Romantiſche Bilderſchickſale.
2000 Mark, obgleich die beiden einander völlig fremd
** Die Wiederauffindung der Mona Liſa von waren. Sheedy hatte den Vorfall längſt vergeſſen, als
Leonardo bringt einen der abenteuerlichſten Romane zum er in Konſtantinopel von einem Griechen angeſprochen
Abſchluß, die je mit einem Gemälde verknüpft waren. Die wurde, der ihm ſagte, ein alter Bekannter wünſche ihn zu
ganze gebildete Welt hat an dem Schickſal dieſes Meiſter= ſehen. Es war ſein früherer Wohltäter, der von Seeräu=
werkes
den regſten Anteil genommen; ſein Verſchwinden bern gefangen worden war, Sheedy bezahlte das Löſe=
hat
die Phantaſie unzähliger beſchäftigt. Dennoch wird geld und blieb ſeitdem mit ihm in guter Kameradſchaft.
dieſes Ereignis noch von einem andern ähnlichen über= Nicht wenig erſtaunt war er, als er nun eines Tages von
troffen wenn auch nicht im Wert des Kunſtwerkes, um das einem Detektiv Pinkertons aufgeſucht wurde, der ihm
es ſich handelte denn die Mona Liſa gehört zu jenen Wun= mitteilte, ſein Freund ſei der Dieb des Bildes von Gains=
dern
der Kunſt, die unvergleichlich ſind , ſo doch in der borough. Der Spieler war mit dem koſtbaren Werk in
Seltſamkeit der Ereigniſſe.
einem falſchen Boden ſeines Koffers durch die ganze Welt
Im Mittelpunkt dieſes romantiſchſten Bilderſchickſals gereiſt, ohne daß jemand wußte, was er für einen Schatz
ſtand das berühmte Porträt der Herzogin von De= verborgen hatte. Für ihn handelte es ſich darum, die Be=
vonſhire
von Gainsborough.
Ein Viertel=lohnung zu bekommen und als man ihm Strafloſigkeit
jahrhundert lang hat dies Werk, eins der ſchönſten des eng= zuſicherte und auch Stillſchweigen über ſeine Perſönlichkeit
liſchen Großmeiſters der Malerei, die Kunſtfreunde in verſprach holte er den koſtbaren Raub unbeſchädigt aus
Spannung gehalten. Im Jahre 1876 hatten die Kunſt= dem Kofferboden. Das Bild iſt dann ſpäter von Agnew
händler Agnew das Bild für den Preis von 217000 Mark für eine Rieſenſumme an Pierpont Morgan verkauft
auf einer Auktion bei Chriſtie gekauft und in ihrem Salon worden.
in Old Bond=Street ausgeſtellt. Als im Mai des Jahres
Nicht minder romantiſch war das Schickſal eines be=
eines
Morgens der Portier den Ausſtellungsſaal auf= rühmten Werkes von Fra Angelico, einer Darſtellung
ſchloß, entdeckte er, daß das große Bild, von deſſen Schön= des jüngſten Gerichtes, die von dem Bilderreſtaurator
heit damals ganz London ſprach, verſchwunden war. Der Motti in Mailand erworben und dem Britiſchen Muſeum
vergoldete Rahmen hing allerdings noch an derſelben angeboten wurde. Der Dicektor Eaſtlake kam ſelbſt her=
Stelle, aber aus ihm gähnte eine ſchreckliche Leere: die über und ſicherte ſich ſchließlich die herrliche Arbeit für
Leinwand war herausgeſchnitten. Trotz der ſofort aus= den geringen Preis von 2500 Scudi. Aber auf der Fahrt
geſetzten Belohnung von 20000 Mark gelang es nicht, des nach London erlitt das Schiff Schiffbruch, und das Bild
Diebes habhaft zu werden. Die ſeltſamſten Gerüchte ſchien für immer von den Wellen begraben. Da wurde
liefen wie jetzt wieder bei der Mona Liſa, um; man ſchob einige Jahre ſpäter dem Kunſthändler Ponzoni in Genua
dem Dieb alle möglichen Beweggründe unter; er ſollte ſich von einem Seemann zufällig ein Bild gezeigt, das die=
in
die ſchöne Frau auf dem Bilde verliebt haben, ſollte dasſer aus den Wellen aufgefiſcht hatte. Der Mann
Werk geſtohlen haben, um dadurch die Befreiung eines hatte den goldenen Rahmen auf den Wellen hin= und her=
Gefangenen zu erzwingen uſw. Allmählich gewann man ſchaukeln ſehen und das Ding an Land gebracht. Es war
Anhaltspunkte dafür, daß das Porträt nach Amerika ge= der untergegangene Fra Angelico zwar ſtark beſchädigt,
bracht worden ſei, und die bekannte Detektivfirma Pinker= aber immer noch in ſolchem Zuſtand, daß er für eine große
ton ſetzte nun in der neuen Welt alle Hebel in Bewegung. Summe nach Amerika verkauft werden konnte.
Unter den merkwürdigſten Umſtänden gelang dann 1901
Manch aufregendes Abenteuer wird auch durch die
die Wiederentdeckung. Die Hauptrolle ſpielte dabei ein ſtrenge Kontrolle der italieniſchen Regierung hervorge=
Berufsſpieler namens Sheedy. Er hatte einmal vor vie= rufen, die keine geheimen Bilderverkäufe zulaſſen wil.

1913.
Nummer 307,
hilfe eines großen Teiles des Reichstages, vielleicht auch
der Nationalliberalen, rechnen. All dem iſt hoffentlich
jetzt durch die Etatsrede des Abgeordneten Baſſermann
und die in ihr enthaltene Begründung der Fraktions=
abſtimmung
ein Ende bereitet. Es iſt zu hoffen, daß auch
die anderen bürgerlichen Parteien durch den unverhüllten
ſozialdemokratiſchen Vorſtoß gewahr werden, daß ſie hier
für die Herren Scheidemann und Ledebour zu fechten be=
ſtimmt
waren. Die Nationalliberale Partei aber mag aus
dem Gang der Dinge entnehmen, daß jede Gemeinſchaft,
die ſie mit der Demokratie eingeht, für ſie eine societas
leonina iſt. Selbſt, wo ihr äußere gewichtige Gründe den
Platz zu Seiten der Demokratie zu weiſen ſcheinen ſollten,
wird der geſunde nationale Inſtinkt ihr immer von neuem
die warnende und mahnende Frage vorlegen, ob ſie an
der richtigen, ihr durch Tradition, durch Parteicharakter
und durch nationale Intereſſen gewieſenen Stelle ſteht.
Die Welfen. Die Köln. Ztg. ſchreibt: Die Erklärung,
die der Welfe Alpers über die Beſtrebungen und Ziele ſei=
ner
Partei im Reichstag abgegeben hat, ignoriert man am
beſten; denn ſonſt müßte man einigermaßen grob werden,
Wenn Polen im Oſten und Französlinge im Weſten an
dem eiſernen Gefüge des Reiches rütteln, ſo iſt das im=
merhin
verſtändlich; ſie handeln aus einem National=
empfinden
heraus, das die Urteilsſprüche der Geſchichte
nicht anerkennen will, aber von Hauſe aus berechtigt iſt.
Die Welfen aber ſind eine winzige Gruppe niederdeutſcher
Querköpfe, deren Nationalempfinden durch nichts gekränkt
iſt, und die nur aus hinterwäldleriſchem Partikularismus
in dem geſunden Leibe des Deutſchen Reiches einen aller=
dings
kaum noch ſtörenden Fremdkörper bilden. Sie =
gen
mit dem Schickſal, das in dem von Hannover ſelbſt her=
ausgeforderten
Waffengang gegen das ehemalige Könia=
reich
entſchieden hat, hadern, ſo viel ſie wollen; wenn ſie
aber ihr Mißvergnügen in politiſche Agitation umſetzen,
ſo handeln ſie antinational und ſtaatsfeindlich und können
nur darum ertragen werden, weil ihr Gekläff den ruhigen
Lauf des großen preußiſchen Staatsweſens nicht um einen
Millimeter zu verrücken vermag. Man geht darum üben
die neuliche Kundgebung am beſten zur Tagesordnung
über und vertraut auf den geſunden Sinn des deutſchen
Volkes und die eiſerne Mühle der geſchichtlichen Ent=
wickelung
, daß ſie auch dieſen ſonderbaren Ueberreſt aus
trüber Vergangenheit allmählich, aber ſicher zum Ver=
ſchwinden
bringen werden.
Ueber ungeſunde Sinnlichkeit in unſerer Literatu
klagt Dr. Ernſt Wachler im Hammer: Wagen wir es, die
Lebensanſchauungen unſerer Zeit als eine utilitariſche zu
bezeichnen, d. h. als eine ſolche, die den Nutzen und Genußl
obenan ſtellt, im ſinnlichen Behagen und Glück der Maſſe
das ethiſche Ziel ſieht, ſo iſt deutlich, wie weit dieſe An
ſchauung abſteht von jener ideal=heroiſchen, die allein als
Mutterſchoß aller großen Kunſt und Dichtung gelten kann
Denken wir an die Kampf= und Siegesgeſänge des Tyr=
taios
und Pindar, denken wir an Shaleſpeare, denken
wir an Goetbe und Schiller: welch anderem Geiſte ſind
ihre Dichtungen entſproſſen! Und ſetzet Ihr nicht das
Leben ein, nie wird Euch das Leben gewonnen ſein,
das iſt in Wahrheit der Atem, der dieſe Werke beſeelt, jene
todverachtende Geſinnung, die ſolche Werke großen Völ=
kern
zur lauteren Quelle immerwährender Erhebung
macht . An ihrer Stelle nun die trüben Rinnſale, der
Schlamm, der viele literariſche Erzeugniſſe der Gegen=
wart
ſo unerquicklich macht. Erſt dadurch, daß ſich menſch=
liche
Weſen über das bloße Triebleben des Tieres er=
hoben
, erſt dadurch wurden ſie zum Menſchen, wurden ſie
dem Dichter wert als Gegenſtände ſeiner Kunſt. Sähen
die Meiſter der Vorzeit, zu welchen Triebgeſchöpfen eine
überfeinerte Verfalls=Literatur ihre reinen und erhabenen
Geſtalten verzerrte, ſie würden mit Schaudern ſich abwen=
den
. Nicht den Geiſt der Zeit ſpiegeln ſolche Erzeuaniſſe,
ſondern den dumpfen Abgrund kranker Seelen. Es iſt
alte müde Raſſe, die daraus ſpricht, nicht jugendliche. Ver=
trauen
wir aber, daß die eingeborene Anlage und Kraft=
unſeres
Volkes noch ſtark genug iſt, um all dieſe Hemmun=
gen
zu überwinden.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 16. Dezember.
* Schulperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben den Oberlehrer an dem Real=
gymnaſium
zu Mainz Profeſſor Dr. Auguſt Nies auſ.
ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner lan jjährigen
treuen Dienſte in den Ruheſtand verſetzt und den Lehr=
amtsaſſeſſor
Karl Diemer aus Darmſtadt zum Ober=
lehrer
an dem Realgymnaſium zu Mainz ernannt.
Der Händler Ponzoni erzählt ſo von einem wundervollen
Tizian, den ihm die Mönche einer venezianiſchen Kirche
verkauft hatten. Eine Kopie konnte im Dunkel der Kirche
gut die Stelle des Meiſterwerkes vertreten. Bei Nacht und
Nebel war man dabei, dieſen Umtauſch vorzunehmen, als
plötzlich an der Kirchentür gepocht und im Namen des
Geſetzes Einlaß gefordert wird. Während die Prieſter
die Eindringenden aufhielten, ſchnitt Ponzoni reſolut die
koſtbare Leinwand aus dem Mauerbalken, der ſie durch
die Jahrhunderte getragen, hängte die Kopie an die=
Stelle, und brachte das echte Bild zuſammengerollt unter
ſeinem Mantel glücklich heraus. Sehr zahlreich ſind die
Fälle, in denen koſtbare Gemälde auf irgend einem Bo=
den
, in irgend einem Winkel, in dem ſie achtlos vermodern,
gefunden und nur durch einen Zufall in ihrem wahren
Wert erkannt werden. So ſind z. B. mehrere der ſchön=
ſten
Arbeiten Gainsboroughs auf ſolch romantiſche Weiſe
ans Licht gekommen. Eine arme Witwe brachte einem
Trödler eine ſchmutzige Leinwand und dankte dem Manne
mit Freudentränen für die wenigen Schillinge, die er ihr
dafür gab. Der Mann aber ließ das Bild ſorgfältig rei=
nigen
und entdeckte einen echten Gainsborough, der für
70000 Mark verkauft wurde. Ein ander Mal zahlte ein
Händler 30 Mack für ein Bild des engliſchen Meiſters,
das einen Wert von 100000 Mark hatte. Bei einem
Pfandleiher in Eaſt Ham waren ſieben alte Bilder mit
300 Mark beliehen, die aber nur für die vergoldeten Rah=
men
gegeben waren. Der Pfandſchein verfiel, die Prunk=
rahmen
wurden verkauft, doch ſchnitt man vorher die
Bilder heraus und warf ſie achtlos in eine Ecke, wo ſie
ein Trödler als Lumpen kaufte, einem Sachverſtändigen
vorlegte und ſo der glückliche Beſitzer klaſſiſcher Meiſter=
werke
, darunter eines Rubens und eines Gainsborough,
wurde. In Paris hat vor kurzem ein herumſchlendernder
Antiquitätenfreund bei einem fahrenden Händler für 50
Centimes eine Zeichnung erworben, die ſich als eine Stu=
die
Raffaels zur Disputa herausſtellte, und ein an=
derer
eine Variante von Raffaels berühmtem Porträt der
ſchönen Gärtnerin aufgeſtöbert. So ſterben die roman=
tiſchen
Bilderſchickſale nicht aus.

[ ][  ][ ]

1o0f

Nummer 307.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember
4 Zn den Ruheſtand verſetzt wurden der Rangier= ſeine Kammermuſt=Matine des durch ſein Mitwirken in
meiſter Rudolf Muth zu Worms, der Schaffner Johannes den Kammermuſik=Konzerten in Auerbach hochgeſchätzten
Walter zu Darmſtadt, die Weichenſteller Johannes Quartetts Rebner aus Frankfurt a. M. Der Beſuch dieſer
Betermann zu Weiſenau und Philipp Berger zu Veranſtaltung wurde leider durch andere zu gleicher Zeit
Alsheim, ſowie der Bahnwärter Ludwig Raiß zu Groß= in Darmſtadt ſtattfindende muſikaliſche Veranſtaltungen
Serau, ſämtlich in der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahn= gleicher Bedeutung ungünſtig beeinflußt. Eine unter die=
gemeinſchaft
, vom 1. Januar 1914 an.
ſen Umſtänden immerhin als recht zahlreich anzuſehende
* Verleihnng der Staatsmedaille für Aus= Zuhörerſchar genoß denn auch die wahrhaft vornehmen
ſtellungen. Das Großh. Regierungsblatt meldet: Durch Darbietungen der Frankfurter Künſtler in vollen Zügen.
Entſchließung Großh. Miniſteriums des Innern wurden Die vier Künſtler brachten das A=Moll=Quartett, Op. 51
auf Vorſchlag des Preisgerichts der Internationalen Nr. 2, von J. Brahms und Schuberts D=Moll=Quartett
Baufach=Ausſtellung mit Sonder=Ausſtellungen Leipzig zum Vortrag. Die meiſterhafte Ausführung der beiden
1913 der Stadt Darmſtadt und der Verlags=! Werke, unterſtützt durch die vorzügliche Akuſtik des Saales,
(nſtalt Alexander Koch zu Darmſtadt die Silberne 1 boten einen hohen künſtleriſchen Genuß, für den die be=
Staatsmedaille für Ausſtellungen verliehen.
geiſterten Zuhörer den Künſtlern durch reichen Beifall und
Zulaſſungen zur Rechtsanwaltſchaft. Am 17. Ok= mehrfachen Hervorruf dankten.
tober wurde der Gerichtsaſſeſſor Karl Dingeldey zu
Die Adventsfeier der Johannesgemeinde am
Darmſtadt zur Rechtsanwaltſchaft bei dem Oberlandes= Abend des 3. Advents verlief ſehr ſtimmungsvoll. Im
ericht, am 7. Nov. wurde der Regierungsaſſeſſor Karl Saal des Gemeindehauſes, der ſich wieder einmal als zu
Selzer zu Offenbach zur Rechtsanwaltſchaft bei der eng erwies, begrüßte die große Schar der Gekommenen
Kammer für Handelsſachen in Offenbach und dem Amts= der Adventskranz mit ſeinen Lichtern und weihnacht=
ericht
Offenbach, der Rechtsanwalt und Notar Karllichem Grün. Gemeinſame Aventsgeſänge wechſelten
Kleinſchmidt wurde nach Aufgabe der Zulaſſung bei mit prächtig=friſchen Liedern des Kirchengeſangvereins,
dem Amtsgericht Alsfeld zur Rechtsanwaltſchaft bei dem der unter Leitung des Herrn Hofmuſikers Adam ſich
Amtsgericht Groß=Gerau zugelaſſen; am 29. November auf der Höhe zeigte, um die Adventsgemeinde in frohe
wurde dem bei dem Amtsgericht Friedberg zugelaſſenen Hoffnungsſtimmung zu verſetzen. Ganz beſonders aber
Rechtsanwalt Theodor Schröder die gleichzeitige Zu= trugen dazu die ſchön ausgewählten und vortrefflich vor=
aſſung
bei dem Landgericht der Provinz Oberheſſen,
getragenen Lieder von Frau Pfarrer Fiſcher aus
am 1. Dezember wurde dem bei dem Landgericht der Goddelau bei, die in Fräulein Brückner eine ſichere Be
Provinz Starkenburg zugelaſſenen Rechtsanwalt Dr. gleiterin gefunden hatte. Die ſüßen Klänge der Merg=
Friedrich Knöpfel die gleichzeitige Zulaſſung bei dem nerſchen Lieder: Schlaf Kind, ſchlaf in Deiner Krippen
Almtsgericht Darmſtadt I erteilt.
und Kennſt Du den lichtumfloſſenen Baum deren
Großh. Regierungsblatt. Die Beilage Nr. 27 Texte übrigens von dem Seeheimer Dichter=Pfarrer
vom 15. Dezember hat folgenden Inhalt: 1. Oeffent= Georg Vogel ſtammen, werden von den Hörern ſobald
iche Anerkennung, 2. Ordensverleihungen. 3. Ver nicht vergeſſen wrden. Zwiſchen den Geſängen erzählte
eihung der Staatsmedaille für Ausſtellungen. 4. Er= Herr Pfarrer Marx von alten Advents= und Weihnachts=
mächtigung
zur Annahme und zum Tragen fremder bräuchen, ſo daß der ganze Abend ein einheitliches
Orden. 5. Namensveränderung. 6. Zulaſſungen zur Ganzes bot.
Rechtsanwaltſchaft.
Aufgabe der Zulaſſung zur
* Zur Wahl der Arbeitgebervertreter zum Ausſchuß
Rechtsanwaltſchaft. 8. Berufung in die Erſte Kammer
der Stände. 9. Dienſtnachrichten. 10. Dienſtentlaſſungen. der Allgemeinen Ortslrankenkaſſe Darmſtadt. Zwecks Auf=
11. Errichtung von Kirchengemeinden und Pfarreien, ſtellung einer Wahlvorſchlagsliſte für dieſe Wahlen hat
ſoowie Aenderung der Bezirke derſelben. 12. Exequatur= der Ortsgewerbeverein auf heute Dienstag abend in den
rteilung. 13. Charaktererteilungen. 14. Ruheſtandsver= Fürſtenſaal des Reſtaurants Kaiſerſaal (Grafenſtr. 20)
eine allgemeine Verſammlung einberufen und hierzu die
ſetzungen. 15. Sterbefälle.
in Betracht kommenden gewerblichen und Handelskorpo=
* Die Erſte Kammer der Stände tritt zu ihrer 17. rationen, ſowie Frauenvereinigungen eingeladen. Der
Sitzung am Freitag, den 19. Dezember, vormittags 11 Uhr, Beſprechung voraus geht ein Vortrag des Heren Stadt=
uſammen
. Auf der Tagesordnung ſteht als einziger Ge=
verordneten
Sames über Die wichtigſten Beſtimmun=
genſtand
Beratung und Abſtimmung über: Rückäußeruns gen des Krankenverſicherungsgeſetzes und die Wahlen.
der Zweiten Kammer zur Regierungsvorlage, betreffend Alsdann kommen die verſchiedenen Wahlvorſchläge zur
Hingabe eines Darlehens von einer Mil= Beratung. Zu wählen ſind 30 Arbeitgeber und 60 Erſatz=
ion
Mark an die Zentralkaſſe der heſſi= männer. Handel und Induſtrie, Gewerbe und die Dienſt=
chen
landwirtſchaftlichen Genoſſſenſchaf= berrſchaften werden hierbei entſprechend ihrer verſicherten
en, e. G. m. b. H., ſowie Anträge hierzu.
Arbeitnehmer berückſichtigt. Bei dem Intereſſe, das allent=
* Die Bergſtraße im Bilde. Man ſchreibt uns: Am halben für die Ortskrankenkaſſenwahlen ſich kund gibt, iſt
Sonntag wurde im Städt. Ausſtellungsgebäude auf der ein guter Beſuch der Verſammlung ſicher zu erwarten.
Mathildenhöhe eine Ausſtellung geſchloſſen, die ſich in der (Siehe auch Anzeige.)
nurzen Zeit, in der ſie hier in Darmſtadt zu ſehen war,
* Hoher Beſuch. Die Firma Carl Sans, Leder=
großer
Sympathie des Publikums erfreute, und erfreu= waren= und Reiſeartikel=Spezialhaus, teilt uns mit, daß
licherweiſe bei täglich geſteigertem Beſuch die günſtigſte das Großherzogspaar wiederum größere Weih=
Ilufnahme gefunden hat. Die Heimat wurde im Bilde
rezeigt, und zwar von einem Verkehrsverein, deſſen Stre= nachtseinkäufe bei ihr gemacht hat.
* Bankbeamten=Verein. Auf die heute abend im
wen dahin geht, dem zügelloſen Reiſen in die Ferne ein
Halt zu bieten, dem Deutſchen zuzurufen Lerne erſt dein Reſtaurant Sitte ſtattfindende Verſammlung des deut=
igenes
Vaterland kennen, bevor du das Ausland ſiehſt! ſchen Bankbeamten=Vereins, in der Herr Dr. Human
Der Verkehrsausſchuß der Bergſtraße hat mit der Aus= über: Der Hanſabundgedanke und ſeine bisherige Ver=
ſcellung
ſein Gebiet, Darmſtadt und die Bergſtraße, ein= wirklichung ſprechen wird, wird nochmals verwieſen.
ſchließlich Lindenfels im Odenwald, zeigen wollen. Daß (Siehe Anzeige.)
* Ein Schaufriſieren mit Schönheitspflege wird dieſen
es ſich wohl der Mühe lohnt, darum zu ringen, die wirt=
cchaftlichen
Verhältniſſe dieſes Gebietes mit allen zu Ge= Mittwoch für Privat=Damen im Hotel Prinz Karl veran=
bote
ſtehenden Mitteln zu fördern, dafür zu ſorgen, daß ſtaltet. (Siehe Anzeige.)
* Sparverein Kapp Man ſchreibt uns: Am Sams=
die
unerſchöpflichen Naturſchönheiten und landſchaftlichen
teize dieſer Gegend Gemeingut aller Deutſchen werden tag abend verſammelten ſich in der Reſtauration Ludwig
mögen, dafür hat die Ausſtellung den Beweis erbracht. Frank, Ecke Gutenberg= und Liebfrauenſtraße, die Mit=
Die zahlreichen Bilderankäufe laſſen erkennen, daß herz= glieder des vor Jahresfriſt von alten treuen Stammgäſten
liche Liebe die Bevölkerung mit der ſchönen Bergſtraße der Alten Kapp gegründeten Sparvereins zwecks Ver=
und dem herrlichen Lindenfels verbindet, daß gerne das teilung ihrer Weihnachtsſpareinlagen. Es wurden an zirka
(ine oder andere Bild dieſer ſchönen Gegend in das eigene 35 Einleger ungefähr 1500 Mark ausbezahlt, eine hübſche
Heim übernommen worden iſt. Zum weihevollen Abſchluß Summe, die nur aus kleinen Einlagen zuſammenkam
ſeiner Ausſtellung veranſtaltete der Verkehrsausſchuß der und jetzt den Sparern eine willkommene Hilfe am Vor=
Bergſtraße geſtern vormittag in den ihm ſeitens der Stadt abend des Weihnachtsfeſtes iſt. Dem Rechner, Herrn
Darmſtadt in entgegenkommendſter Weiſe zur Verfügung Creter, der ſeine Kräfte in liebenswürdiger Weiſe dem
geſtellten herrlichen Sälen des Ausſtellungsgebäudes Verein zur Verfügung ſtellte, wurde ſeitens der Mitglie=
O
Keulee
Montag, 22.: Geſchloſſen. 2. Schauſpielhaus. Diens=
tag
, 16. Dez: Othello‟ Mittwoch, 17.: Wenn der
Feuilleton.
junge Wein blüht
. Donnerstag, 18.: Pygmalion
Freitag, 19.: Maria Stuart Samstag, 20.: Pyg=
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
malion Sonntag, 21., ½4 Uhr: Der geſtiefelte Kater.
Das Darmſtädter Vokalquartett der Märchenſpiel mit Muſik und Reigen in vier Akten von
Frau Schmidt=Illing, Fräulein Diefenthäler, der Herren Emil Alfred Herrmann; 7 Uhr: Eine Frau ohne Bedeu=
Müller und Kammerſänger Stephani mit Hofkonzert= tung. Montag, 22.: Wenn der junge Wein blüht.
rneiſter Schmidt am Klavier hatte jüngſt in einem Konzert
* Wochenſpielplan des Großh. Hof= und
n Erlangen glänzende Erfolge zu verzeichnen. Wir ent= National=Theaters Mannheim. Dienstag,
riehmen einem Bericht im Erlanger Tagblatt: Die drei 16. Dez.: Der Evangelimann. Mittwoch, 17.: Die
Brahmſchen Quartette op. 64 und die Zigeunerlieder Entführung aus dem Serail
Donnerstag, 18.: Der
Op. 112 bildeten die Höhepunkte des Programms. Die Richter von Zalamea.
Freitag, 19.: Ariadne auf
Umendliche Weichheit und die tiefe Empfindung dieſer Naxos Samstag. 20.: Hoffmanns Erzählungen
Lieder fanden ihren vollendeten Ausdruck durch das Quar= Sonntag, 21.: Tosca‟. Montag, 22.: Der Geizige.
wett deſſen vier zarte, ſchöne Stimmen einen herrlichen
Zuſammenklang mit feinſter Nüancierung boten. Eine
Ein gewaltiger Sonnenfleck. Aus Neu=York wird
Glanzleiſtung waren auch die vier Volkslieder a capella.
Dieſe ſchönen, alten deutſchen Lieder, von M. Reger und berichtet: Dem Aſtronomen des Santa Clara College von
Arnold Mendelsſohn vorzüglich geſetzt, ließen erkennen, San Joſé in Kalffornien, dem Pater Jeröme Ricard, iſt
wie ſehr ſich die vier Künſtler zuſammengearbeitet hatten, eine intereſſante Entdeckung geglückt: der Gelehrte beob=
ſo
daß der ſüße Wohllaut ihrer Stimmen den Zuhörern achtete auf der Sonne einen Sonnenfleck von ganz gewal=
das
Herz aufgehen ließ. Im ſelben Sinne äußern ſich tigen Dimenſionen, deſſen Umfang ſich nach den mathe=
wie
Fränkiſchen Nachrichten: Dieſes Vokalquartett iſt tat= matiſchen Berechnungen auf nicht weniger als 409936 700
ſächlich eine hervorragende Vereinigung, in der ſich die engliſche Quadratmeilen beläuft. Die Geſamtoberfläche
Stimmen ineinander ſchmiegen, und in der der techniſch unſeres Erdballes die Meeresflächen inbegriffen, beträgt
Hochſtehende Geſang durch Reinheit der Intonation und rund 197 Millionen engliſche Quadratmeilen, ſo daß die=
ſer
Sonnenfleck groß genug wäre um die Erdkugel zwei=
Untelligenten Vortrag veredelt iſt.
mal zu umhüllen. Bei dem rieſenhaften Umfang der
Die Mirakel=Aufführungen in Frank= Sonne ſtellt der neuentdeckte Sonnenfleck jedoch nur
ſturt a. M. Die Proben für das Vollmoeller=Humper= ½rs der Oberfläche unſeres Tagesgeſtirns dar.
Hinckſche Mirakel deſſen Erſtaufführung am 23. Dezem=
C. K. Rooſevelt=Anekdoten. Am Freitag iſt in Lon=
ber
in der Feſthalle zu Frankfurt a. M. unter der Leitung
von Max Reinhardt ſtattfindet, haben ihren Anfang ge= don in einem ſtattlichen Bande Rooſevelts große Auto=
biographie
erſchienen, in der der Unermüdliche mit der
mommen. Zur Einſtudierung der 2000köpfigen Kom=
warſerie
iſt ein ganzer Stab von Regiſſeuren aus Berlin ihm eigenen unbekümmerten Friſche von ſich und ſeinem
En Frankfurt eingetroffen. Die Oberleitung hat der Re= Leben erzählt. Es mangelt dabei nicht an heiteren Epi=
giſſeur
Joſeph Klein, ſodann Wilhelm Prager. Eugen ſoden und Anekdoten; Rooſevelts Cowboy=Tage, ſeine
Rauh=Reiterzeit und ſeine Begeiſterung für den Sport
Klimm, außerdem die Hilfsregiſſeure Franz Dohrn, Georg
des Boxens brachten es mit ſich, daß er ſpäter, in ſeiner
Hötzl und Joſeph Schreiber. Profeſſor Reinhardt trifft in
Präſidentenzeit, gar oft im Weißen Hauſe die Beſuche recht
den nächſten Tagen mit dem Soloperſonal des Deutſchen abenteuerlicher Geſellen empfing. Eines Tages kam auch
Theaters ein und wird ſodann die Koſtüm= und General= ein Borerfreund, ein Preisboxer, der Rooſevelt bat, ſich
proben perſönlich leiten.
für einen Neffen zu verwenden, der aus dem Marinekorps
* Wochenſpielplan der Frankfurter entlaſſen werden ſollte. Und vertraulich erklärte der Preis=
Stadttheater. 1. Opernhaus. Dienstag, 16. Dez.: borer ſeinem berühmten Freunde: Sehen Sie, ich tat,
Der Kuhreigen Mittwoch 17.: Geſchloſſen. Don= was ich konnte, um den Jungen richtig zu erziehen und
merstag, 18.: Der liebe Auguſtin Freitag, 19.: Ge=auf den rechten Weg zu bringen, aber es war mit ihm
ſſchloſſen. Samstag, 20.: Die Jüdin. Sonntag, 21., nichts anzufangen. Er hatte von Natur aus niedrige
Triebe. Er vernarrte ſich in die Muſik. Ein ander Mal
¼4 Uhr: Hänſel und Gretel; 7 Uhr: Fidelio.

Seite 3.
1913.
der en prachtvoler Fulbſfülckstard mit ekektriſcher Beleuch=
tung
für ſeine Mühewaltung geſtiftet. Herr Creter dankte
in bewegten Worten und gab dem Wunſche Ausdruck, daß
es gelingen möge, den Sparſinn ſo weiter zu pflegen, um
im nächſten Jahre eine noch größere Summe zur Vertei=
lung
zu bringen. Nachdem auch des Gründers, Herrn
Philipp Volk nebſt Familie, in ſinniger Weiſe gedacht,
wurde die Verſammlung mit einem Hoch auf den jungen
alten Verein geſchloſſen und blieben die Verſammelten
noch einige Stunden in gemütlicher Weiſe beiſammen.
* Diebſtahl. Am Freitag vormittag wurde einem
jungen Mann in der ſtädtiſchen Leſehalle, Luiſenſtraße.
ſein Paletot entwendet in der Zeit von 111 Uhr, als
die ſonſt anweſende Aufſicht fehlte. Dem Täter iſt man
auf der Spur.
§ Fahrraddiebſtahl. Am Freitag nachmittag gegen
4 Uhr iſt ein Fahrrad, welches kurze Zeit vor einem
Hauſe in der Ludwigſtraße aufgeſtellt war, geſtohlen
worden. Das Fahrrad iſt Marke Allright, hat ſchwarzen
Rahmenbau, ſchwarze Felgen, die Polizeinummer ſchwarz
D. 9509 und die Fabriknummer 265398.
Strafkammer.
g. Der 20jährige Kaufmann Karl Gorres von
Egelsbach war als noch nicht Achtzehnjähriger Mitglied
der Freiwilligen Feurwehr Egelsbach geworden, da er
jedoch ſehr ſäumig war, wurde er der Pflichtfeuerwehr
überwieſen. Doch auch hier hat er wiederholt die Uebung
verſäumt und wurde deshalb mit einem Strafbefehl von
3 Mark bedacht. Er verfolgte gegen dieſe Strafe Beru=
fung
, da nach Ortsgebrauch die Leute nur vom 25. Lebens=
jahr
zur Pflichtfeuerwehr einberufen werden, wurde
jedoch vom Schöffengericht und auch geſtern von der Straf=
kammer
abgewieſen, da nach Artikel 11 der Landfeuer=
wehrordnung
jeder Bürger vom vollendeten 18. bis zum
50. Lebensjahr der Pflichtfeuerwehr angehört.
Wegen übermäßig ſchnellen Fahrens war der 24 jäh=
rige
Chauffeur Friedrich Kiſſel von Heßloch (Kreis
Neuſtadt) in eine Strafe von 20 Mark genommen wor=
den
. Er fuhr das Automobil einer Mannheimer Firma
und ſollte auf der Straße Weſchnitz=Brombach, einer ſtark
gekrümmten Straße, eine Geſchwindigkeit von etwa 60
Kilometern eingehalten haben. Er focht die Strafe an,
da er nicht ſo ſchnell gefahren ſein will. Das Schöffen=
gericht
ſetzte auch die Strafe auf 6 Mark herab. Die Straf=
kammer
verwarf nun die auf Freiſprechung abzielende
Berufung des Angeklagten.
Wegen
Amtsanmaßung,
Bedrohung,
Hausfriedensbruch und Körperverletzung
ſtanden vor der Strafkammer der 30jährige Tapezierer
Karl Heinrich Sperzel, der 33jährige Milchhändler
Peter Auguſt Schrath, der 16jährige Kaufmannslehr=
ling
Geora Werner, der 34jährige Maſchinenmeiſter
Heinrich Scheffel und der 33jährige Maſchiniſt Max
Joſeph Gaſtel, ſämtlich von Offenbach. Die fünf An=
geklagten
fuhren in der Nacht vom 1. zum 2. September
von der Langener Kirchweih mit der Chaiſe des Schrath
nach Ofſenbach. Unterwegs lief Schrath einem in glei=
cher
Richtung fahrenden Wagen nach, der nicht Platz
machte, und ſtellte die Fuhrleute deshalb zur Rede. Nach
kurzem Wortwechſel hieb der eine Fuhrmann, Groh, dem
Schrath mit der Peitſche über den Kopf. Daraufhin lief
Schrath zu ſeinem Wagen zurück und die fünf Offenbacher
verfolgten nun mit ihrer Chaiſe in wilder Jagd das in
ſchnellſtem Tempo davonfahrende Urberacher Fuhrwerk
bis nach Urberach. Dort flüchteten die beiden Urberacher
in eine fremde Hofreite und die fünf Offenbacher hinter=
her
, wie ſie angaben, um die Perſonalien zu ermitteln.
Durch die Hilferufe der Verfolgten ſammelte ſich bald
eine große Menſchenmenge an, die eine ſo drohende Hal=
tung
annahm, daß nur das Eingreifen des Bürgermeiſters,
der die Offenbacher in Schutzhaft nahm, dieſe vor einer
ordentlichen Tracht Prügel bewahrte. Bei dem Vorgang
in der fremden Hofreite wurde der eine Groh mißhan=
delt
, Sperzel gab ſich als Kriminalbeamter auch dem
Bürgermeiſter gegenüber aus und Scheffel drohte jeden,
der angreifen werde, mit dem Revolver auf der Stelle zu=
ſammen
zu ſchießen. Schließlich ſteht betreffs des Haus=
friedensbruchs
feſt, daß der Eigentümer der Hofreite
wiederholt zum Verlaſſen des Hofes aufgefordert hat.
Das Gericht verurteilte Sperzel zu Geldſtrafen von
30 und 25 Mark, Schrath zu 30, Werner zu 20,
hatte Rooſevelt im Weißen Hauſe Beſuch eines alten Ka=
meraden
aus der Cowboy=Zeit eines Geſellen, dem der
Revolver ſehr locker in der Taſche ſaß und der mehr als
einmal draußen im Weſten andere zum Tanzen gebracht
hatte: wobei er mit dem Revolver auf die Erde ſchoß und
die anderen dadurch zum Springen zwang, um nicht an
den Füßen getroffen zu werden. Rooſevelt erwartete zum
Lunch den britiſchen Botſchafter Bryce, und vorher nahm
er vorſichtshalber ſeinen Cowboy=Freund noch beiſeite.
Iim, ſagte Rooſevelt eindringlich, Du mußt Dir klar
machen: wenn es Dir einfallen ſollte, auf die Füße des
britiſchen Botſchafters zu ſchießen, dann gibt es unter Um=
ſtänden
internationale Verwicklungen. Worauf der rauhe
Mann aus dem Weſten treuherzig und voll Eifer ver=
ſicherte
: Aber Colonel, ich werde es nicht tun, ich werde
es ganz beſtimmt nicht tun. Mit Behagen erzählt Rooſe=
velt
, wie er eines Tages den franzöſiſchen Botſchafter M.
Juſſerand dazu brachte, im Winter bei ſtarkem Eisgang
mit ihm über den Potomac=Fluß zu ſchwimmen. Wir
waren gerade im Begriffe, loszuſchwimmen, erzählt
Rooſevelt, als irgend wer rief: Herr Botſchafter, Herr
Botſchafter. Sie haben Ihre Handſchuhe nicht abgelegt,
worauf der Botſchafter prompt antwortete: Ach, ich
glaube, ich will ſie lieber anbehalten, möglicherweiſe be=
gegnen
wir Damen.
ml. Zigarettenhalter für Damen. Um einem tiefge=
fühlten
Bedürfnis abzuhelfen und den Damen das Rauch=
vergnügen
bequemer zu geſtalten, haben die Londoner
Juweliere neuerdings goldene, mit Juwelen ge=
ſchmückte
Zigarettenhalter in den Handel gebracht. Sie
beſtehen aus einem Ring, der an den Zeigefinger der
linken Hand geſteckt wird und an dem eine zur Aufnahme
der Zigaretten beſtimmte Klammer befeſtigt iſt. Das
Ding geſtattet ein bequemes Halten der Zigarette, ſchützt
die Fingerſpitzen vor dem bräunenden Einfluſſe des Ta=
bakſaftes
und bildet dabei ein Schmuckſtück, Gründe genug,
um ihm die Gunſt der Raucherinnen zu gewinnen.
* Ein Hunde=Adreßbuch iſt wohl das Neueſte unſeres
ſich mehr und mehr entwickelnden Tierſchutzes. Ein Frank=
furter
Tierſchutzverein hat es eingerichtet und die Be=
ſtimmung
getroffen, daß allen in das Buch eingetragenen
Hunden eine Marke angehängt wird, die die Nummer der
Eintragung enthält. Wird ein Hund, der ſich verlaufen
hat, dem Verein zugeführt, dann kann der Beſitzer ſofort
ermittelt werden und raſch wieder in den Beſitz des ver=
mißten
Tieres gelangen. Einfacher und zweckmäßiger
wäre es freilich, den Namen und die Wohnung des Hundes
beſitzers gleich am Halsband zu vermerken.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember
Seite 4.
Scheſſel zu 10 Marlund Gaſtel zu 30 Mark. Samt=(Leben tretenden Oris=, und Landtrankenkaſſen beſtellen
liche Angeklagten wurden wegen gemeinſchaftlicher Kör= Gemeinderechner der Landorte des Kreiſes Worms, um die
perverletzung, Sperzel außerdem noch wegen Amtsanma= von der Aufſichtsbehörde (auch die Landesverſicherungs=
ßung
und Scheffel nur wegen Bedrohung verurteilt. Haus= anſtalt war vertreten) über die trotz der Schwierigkeiten
friedensbruch wurde nicht angenommen, da die Angeklag= hier beendeten Neuorganiſation der Kaſſen, über die
ten wohl in der Nacht nicht die uneingefriedigte Hofreite Geſchäftsführung und Einrichtung der Melde= und Zahl=
ſtellen
, ſowie über die Führung der erforderlichen Ge=
erkannt
hatten.
Der vom Schwurgericht wegen Fälſchungöffent= ſchäftsbücher belehrt zu werden. Erfreulicherweiſe läßt
licher Urkunden (Eiſenbahn=Monatskarten) zu 3 Mo= unſere Verwaltungsbehörde die für Arbeitgeber und für
naten 2 Wochen Gefängnis verurteilte Bahnagent und Verſicherte wichtigſten Geſchäfte, die Entgegennahme der
Wirt Joſeph Emge von Hainhauſen wurde von der Meldung, die Einziehung der Verſicherungsbeiträge,
Strafkammer wegen der Vernichtung der Fahr= auch die Einziehung der Beiträge für die Invaliden= und
karten zu einer Geſamtgefängnisſtrafe von 4 Hinterbliebenenverſicherung, die Auszahlung der Kranken=
Monaten verurteilt.
unterſtützung und die Ausſtellung und Behandlung der
Die 68jährige Witwe Katharine Roth von Sicken= Quittungskarten am Beſchäftigungsort der Verſicherten
hofen, die wegen Brandſtiftung vom Schwurgericht zu vornehmen, um den Beteiligten zeitraubende Gänge an
1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt wurde, den Sitz der Kaſſe zu erſparen. Daß unſer Kreisamt mit
erhielt geſtern von der Strafkammer wegen des Ver=dieſer mündlichen Belehrung den richtigen Weg eingeſchla=
ſicherungsbetrugs
eine Zuſatzſtrafe von 3 Mo=gen hat, bewies das rege Intereſſe und der am Schluſſe
naten Gefängnis.
der Verſammlung der Aufſichtsbehörde ausgeſprochene
Dank der zahlreich Erſchienenen.
Pfungſtadt, 15. Dez. (Lichtbildervortrag.) Im
Nierſtein, 14. Dez. (Unglücksfall.) Von einem
hieſigen Volksbildungsverein hielt geſtern abend Herr ſchweren Unglücksfall wurde der in der hieſigen Malz=
Pfarrer Zinn von hier einen hochintereſſanten Vortrag fabrik tätige Arbeiter Joh. Mayer betroffen. Der Mann
mit Lichtbildern über das Thema Eine Reiſe ins wurde von einem in den Fabrikhof eingefahrenen Wagen
Weltall. In ſeinen theoretiſchen Darlegungen machte der angerannt und ſo furchtbar an Bruſt und Rücken ge=
Redner zunächſt das zahlreich erſchienene Publikum mit quetſcht, daß an ſeinem Aufkommen gezwei= verſchiedenen Anſichten über das Weltgebäude ſeitensfelt wird.
der Völker des Altertums bis zum neueſten Stande der
(*) Hungen, 14. Dez. (Schulhaus=Ein=
Wiſſenſchaft bekannt. An einer ſehr großen Zahl vonweihung.) Das neue Bürgerſchul= und Volksſchul=
äußerſt
intereſſanten Lichtbildern erläuterte er ſodann das gebäude wurde heute in feierlicher Weiſe eingeweiht.
bis heute erforſchte Weſen der zu unſerem Sonnenſyſtem üm 1 Uhr wurde an der Gießener Straße der Feſtzug
gehörigen Himmelskörper in eingehender und verſtänd=aufgeſtellt; es nahmen daran die Schulklaſſen, der Kir=
licher
Weiſe. Die Anweſenden konnten ferner auch im chenchor, Turnverein, Kriegerverein, die Freiwillige
Bilde ſehen, wie Teile von Welten untergehen und neue Feuerwehr, die Jungdeutſchland=Gruppe, die beiden Ge=
im
Entſtehen begriffen ſind. Die Wunder des Weltalls ſangvereine, der Stadt= und Schulvorſtand, die Vertreter
ſind ſo groß, daß wir Menſchen bekennen müſſen, erſt am der Behörde, die Lehrer aus der Umgegend, der Rad=
Anfang des Wiſſens zu ſtehen. Weit über 2 Stunden fahrerverein und die Bauhandwerker teil. Als Vertreter
wußte Herr Pfarrer Zinn die Verſammlung zu feſſeln, der Gießener Kreisbehörde waren erſchienen Provinzial=
die
ihm für ſeine lehrreichen Darbietungen lebhaften Dank direktor Dr. Uſinger, Kreisſchulinſpektor Profeſſor Dr.
zollte.
Alles und Baurat Hechler. Vor dem alten Schulhauſe hielt
Klein=Gerau, 15. Dez. (Der Fechtverein
Lehrer Bürſtlein die Abſchiedsrede. Dekan Heiner
Waiſenſchutz) hielt in der Wirtſchaft zum Deutſchen hielt die Weiherede. Provinzialdirektor Dr. Uſinger
Kaiſer ſeine Weihnachtsvorſtellung ab. Die Feier wurde dankte als Vertreter der Schulbehörde der Stadt für die
durch einen Muſikvortrag der hieſigen Kapelle eingeleitet, Erbauung der neuen Schule. Profeſſor Dr. Alles ſprach
darauf folgte eine Anfprache des Vorſitzenden. Zue Auf= namens der Schulkommiſſion. Die beiden Geſangvereine
führung gelangte ein gut gewähltes Bühnenſtück: Die und der Kinderchor trugen Chöre vor.
Grille‟. Der Saal war bis auf den letzten Platz beſetzt.
Sämtliche Rollen waren durch hieſige Darſteller beſetzt.
Alle Mitſpielenden hätten ihre Sache nicht beſſer durch=
Reich und Ausland.
führen können, als es hier geſchah. Auch die Bühnenver=
Aus der Reichshauptſtadt, 14. Dez. Das heutige Win=
hältniſſe
die doch ſonſt auf dem Land nicht beſonders
günſtig ſind, fanden hier eine glückliche Löſung. Die guten itergewitter hat mit dem es begleitenden Sturm und
Leiſtungen der Mitſpielenden, die ſich in ſo uneigen= Regen mannigfachen Schaden angerichtet. Die Feuerwehr
nütziger Weiſe in den Dienſt der guten Sache ſtellten, wurde nach den verſchiedenen Stadtteilen geruſen, wo
fanden wohlverdiente Belohnung in dem ſtürmiſchen Bei= entweder Schornſteine einzuſtürzen drohten, große Bogen=
fall
der zahlreichen Zuhörerſchaft.
die Weihnachts= lampen heruntergeriſſen oder Firmenſchilder gelockert
beſcherung der Waiſen und Halbwaiſen findet nächſten waren. Ein Blitzſchlag traf den Turm der Kaiſer Wil=
Sonntag, den 21. Dezember, um 3 Uhr nachmittags, ſtatt. helm=Gedächtnis=Kirche. Er richtete zwar keinen erheb=
Biſchofsheim, 15. Dez. (Attentat.) Auf den erſt lichen Schaden an, doch wurde die Sicherung des elektri=
zwei
Jahre hier amtierenden Rektor Gödecke wurden ſchen Läutewerkes durchgeſchmolzen. Infolgedeſſen konn=
am
Freitag abend mehrere Schüſſe abgefeuert,ten am Abend die Glocken nicht geläutet werden. Bei
die glücklicherweiſe nicht trafen. Von dem Täter hat man Tegel ging ein Kohlenkahn unter. Beſonders ſtark herrſchte
noch keine Spur.
der Sturm in den ſüdöſtlichen Vororten; der Müggelſee
Seligenſtadt, 15. Dez. (Geſangsfeſt.) Wäh= und die Waſſerläufe waren mit weißen Schaumkronen
rend den Pfingſtfeiertagen 1914 findet hier ein Geſangs= bedeckt, die ſich bei der allgemeinen Dunkelheit grell
wettſtreit ſtatt, veranſtaltet von dem 1856 gegründeten abhoben. Das Thermometer ſank auf 0 Grad. Das Ber=
Geſangverein Geſellſchaft der Freunde der von allen liner Weihnachtsgeſchäft erlitt erhebliche Einbuße. Die
Geſangvereinen, die im nächſten Jahre zu einem ſolchen Straßenbahnen waren während des größten Teiles des
Feſt ausziehen wollen, beachtet werden ſollte. Nicht allein Nachmittags ſo gut wie leer. Aus dem Thüringer Wald=
daß
ein ſtreng unparteiiſches Preisrichterkollegium ſeines gebiet wurde berichtet, daß geſtern den ganzen Tag über
Amtes walten wird, es werden auch manche gute Neue= bei furchtbarem Weſtſturm Schneegeſtöber herrſchte. Auf
rungen auf dieſem Wettſtreit erſtmals durchgeführt, die dem Inſelsberge betrug die Schneehöhe ſtellenweiſe 50
den teilnehmenden Vereinen weit mehr Rechte geben, als 1 Zentimeter. Die am Samstag wegen ſchlechten Wetters
es bisher üblich war. Ferner wird das ideale Ziel eines aufgeſchobene Wettfahrt des Berliner Vereins für Luft=
ſolchen
Feſtes hier in Seligenſtadt mit zu verfolgen ganz ſchiffahrt fiel auch heute der Witterung zum Opfer.
im Vordergrund bleiben, obgleich mehr als 3300 Mark für Beim Kochen lebensgefährlich verbrannt
Geldpreiſe vorgeſehen ſind. Neben dem Wanderpreis für iſt die 48jährige Frau Kühn in der Roſcherſtraße zu Char=
deutſche
Männergeſangvereine in Heſſen und Heſſen= lottenburg, die ihrem Schwager die Wirtſchaft führte.
Naſſau, um den auf dem größten Wettſtreit 1910, in Nie= Die Frau wollte am Kochherde Terventin und Wachs auf=
der
=Ingelheim ſehr ſcharf gerungen wurde, kommen noch kochen laſſen, als eine Stichflamme ihre Kleidung in Flam=
men
ſetzte. Bevor man der Aermſten Hilfe bringen
viele andere wertvolle Ehrenpreiſe zur Verteilung.
Weiſenau, 15. Dez. (Feuer.) Geſtern vormittag um konnte, hatte ſie bereits ſchwere Brandwunden am ganzen
7 Uhr brach in der Rheinheſſiſchen Malzfabrik Auguſt Körper erlitten. Ein Wagen der Feuerwehr brachte ſie
Meſſerſchmitt u. Co. Feuer aus. Das Feuer entſtand in nach dem Krankenhaus Weſtend, wo ſie in hoffnungsloſem
dem Schürraum zu den Malzdarren, in welchem Malz= Zuſtande daniederliegt.
keime aufbewahrt wurden, welche ſich entzündeten. Das
Kiel, 15. Dez. (Eine Fehlgranate.) In großer
Feuer wurde durch die Feuerwehr bald gelöſcht, jedoch Lebensgefahr ſchwebten einige Laboer Fiſcher. Sie waren
iſt der Schaden immerhin bedeutend, da das Malz auf gerade in ihren Booten mit dem Abſchälen von Fiſchen
den Darren durch den durchziehenden Rauch verdorben beſchäftigt, als plötzlich zahlreiche Granatſtücke zwiſchen
wurde.
ihnen niederſauſten, glücklicherweiſe ohne jemand zu ver=
* Worms, 15. Dez. (Gemeinderechner=Ver= letzen. Allem Anſcheine nach handelt es ſich um einen
ſammlung.) Hier tagten in einer vom Großh. Kreis=Fehlſchuß beim Scharfſchießen auf der Kieler Föhrde.
amte Worms einberufenen Verſammlung die als Verwal=
Wien, 15. Dez. (Freiwillig in den Tod.) An
ter der Melde= und Zahlſtellen der am 1. Januar 1914 ins der Wiener Univerſität ſtudieren vier aus der Bukowina
ſchaffens bildet. Man ſehe einmal dieſe reizvollen Bil=
der
und Bildchen an, laſſe die Schönheit der Linienfüh=
Kunſthalle am Rheintor.
rung, des Kolorits und die Charakteriſtik der Karikatur
Weihnachtsausſtellung heſſiſcher Künſtler.
(Elſe Moxter) auf ſich wirken, und betrachte dann das im
Erdgeſchoß hängende Porträt von Gunſchmann.
II.
Es hält ſchwer, hier nicht harte Worte zu gebrauchen. Wir
Von den Künſtlern, die in der Zeit der flotten, brei= haben für den jungen und zweifellos begabten Künſtler,
ten, auf ſtarke Effekte hinarbeitenden modernen Technik der, mutig die Feſſeln der Schule ſprengend, eigene Wege
der Malerei und der damit und mit der impreſſioniſti= einſchlug, mehrfach eine Lanze eingelegt. Auf dieſem Weg
ſchen Bewegung überhaupt Hand in Hand gehenden, mehr folgen wir ihm nicht. Dieſes Porträt iſt eine Belei=
oder
weniger ſtark betonten Verleugnung der ſorgfältigen digung für den Dargeſtellten, wie es das Auge des Be=
zeichneriſchen
Durcharbeit der Bildwerke ſich die ſchauers beleidigt.
Ueberzeugung gewahrt haben, daß beides, zeichneriſche
Robert Fuchs hat ein ſehr quies Gemälde Bauer
Sorgfalt und impreſſioniſtiſche Ausdrucksweiſe im Kolo=mit Kühen ausgeſtellt. Sicher beobachtet, fein koloriert
rit, ſich ſehr wohl vereinen läßt, ſind mehrere Kollektionen und gut in der Kompoſition. Seinem Waldleben fehlt
außerordentlich ſympathiſcher Blätter der verſchiedenſten die Märchenſtimmung, die dieſes Bild dem Vorwurf
Techniken ausgeſtellt. Dieſe Künſtler ſie gehören er= nach doch zeigen ſoll. Es bleibt in dieſer Beziehung bei
freulicher= und beachtenswerterweiſe meiſt der jungen und dem aber immerhin vielverſprechenden Verſuch. Joſeph
jüngſten Generation an erbringen damit auch den Be= Müllers Odenwaldtal iſt etwas gar zu konventio=
weis
, daß die junge Kunſt, die ſo vielfach Irrwege wan= nell, zu zurückhaltend; der Otzberg wirkt bedeutend
delt, wieder geſunden Grundſätzen zugeführt zu werden freier, und darum künſtleriſcher. Ebenſo einige der klei=
beginnt
, und ſie verdienen darum wärmſte Förderung. nen Bilder. Karl Barnas=Friedberg gibt in ſeinem
So verſchieden ſie untereinander ſind, dürfen hier im Zu=Hafenbild An der Zuiderſee ein beachtenswertes Er=
ſammenhange
genannt werden: Jakob Weinheimer,zeugnis perſönlicher maleriſcher Auffaſſung. Aber die
Theodor Gengnagel, Leo Kayſer, Ludwig Aufgabe ſcheint uns nicht einwandfrei gelöſt. Will man
Enders, Elſe Moxter. Ueber die Werke dieſer Künſt= impreſſioniſtiſch ſein, dann ſei man’s auch ganz. Gut iſt
ler kann ſehr viel, braucht aber nur wenig ge=in dieſer Beziehung das ſich hinten verlierende Waſſer,
ſagt zu werden. Sie ſprechen faſt durchweg ſelbſt. Reden mangelhaft die Partie mit dem Boot. Adolf Man=
von
einer Schönheit, die von ihrem Schöpfer ſelbſt reingold iſt ſehr ehrenvoll mit einer Anzahl Landſchaften
als ſolche empfunden, das gleiche Empfinden beim Be= vertreten, von denen Die Brücke uns das künſtleriſch
ſchauer auslöſt. Dazu kommt in einigen ein feiner Hu=reifſte ſeiner Bilder dünkt. In glücklicher Weiſe hat er
mor, auch wohl Satire, in anderen ausgeſprochene Stili= hier Zeichnung und Kompoſition der Eigenart ſeiner Mal=
ſierungskunſt
, in wieder anderen mehr dekoratives Wollen, 1 weiſe vereint.
Faſt alle aber wirken ſympathiſch, feſſeln durch perſön=
Hermann Schlegel bringt wieder eine Kollek=
liche
Eigenart der Kunſt ihrer Schöpfer und vor allem tion ſeiner bekannten und vielgeſchätzten Aquarelle, meiſt
durch die Schönheit, der ſicheren und ſorgfältigen Zeich=heimiſche Motive, zur Ausſtellung, die bei ihm zur Spe=
nung
, die nun einmal die beſte Grundlage allen Kunſt= zialität geworden und immer friſch im Kolorit und ſreund=

Nummer 307.
1913.
ſtammende Schweſtern namens Schürf. von denen die
älteſte, Johanna, bereits den Dektortitel hat und Spital=
ärztin
im Allgemeinen Krankenhauſe iſt. Geſtern nach=
mittag
haben nun die 24jährige Hörerin der Medizin, Lika
Schärf, und ihre 22jährige Schweſter, die Philoſophie
ſtudiert, aus bisher unbekannter Urſache Gift genommen,
Trotz der größten Bemühungen der älteſten Schweſter und
zweier Aerzte konnten die beiden Mädchen nicht mehr ins
Leben zurückgerufen werden. Ein vorgefundener Zettel
enthielt die Worte: Motiv der Tat geht niemand
etwas an.
Paris, 15. Dez. (Ein furchtbares Automo=
bilunglück
) ereignete ſich geſtern abend auf der Straße
von Compiegne nach Soiſſons. Der Mühlenbeſitzer van
Dooren aus Soiſſons, der mit ſeiner Familie einen Auto=
mobilausflug
unternommen hatte, wollte einem Spazier=
gänger
ausweichen, als das Auto ſich infolge einer allzu=
jähen
Wendung überſchlug. van Dooren, ſeine Frau und
ſein Sohn wurden aus dem Wagen herausgeſchleudert
und blieben auf der Stelletot. Zwei andere Wagen=
inſaſſen
wurden lebensgefährlich verletzt.
London, 15. Dez. (Brand.) Die große Saccha=
rinfabrik
in der Fulham Palace Road wurde vollſtän=
dig
ein Raub der Flammen. Eine ganze Feuerwehr=
Brigade des Weſtends war an der Brandſtätte tätig.
London, 15. Dez. (Exzeſſe der Wahlweiber.)
Geſtern abend entſtand in dem Arbeiterviertel Eaſtend ein
Zuſammenſtoß zwiſchen der Polizei und
Anhängerinnen des Frauenſtimmrechts
200 Perſonen verſuchten vor den Häuſern der Stadträte,
die den Anhängerinnen des Frauenſtimmrechts die Be=
nutzung
eines ſtädtiſchen Saales verweigerten, eine Kunde
gebung zu veranſtalten. Die Polizei forderte die Menze
auf, die Straße zu räumen; trotzdem begann eine Frau,
eine Rede zu halten. Darauf begann die Polizei zu
Pferde und zu Fuß die Menge anzugreifen. Die Menge
flüchtete unter Schreckensrufen in die Dunkelheit; mehrere
Frauen und Kinder wurden mit Füßen getreten; niemand
wurde ernſtlich verletzt. Mehrere Perſonen wurden ver=
haftet
. Die Straße war bedeckt mit zerriſſenen Fahnen,
Hüten, Stöcken und anderen Trümmern.
Kobe, 14. Dez. (Ein neuer Kreuzer.) Der neuen
japaniſche Schlachtkreuzer Haruna iſt heute hier vom
Stapel gelaſſen worden.
Das Kaiſerpaar in München.
** In Erwiderung des Beſuches, den König
Ludwig, damals noch Prinz=Regent, mit ſeiner
mahlin im März ds. Js. dem Berliner Hofe abſtattete,
das deutſche Kaiſerpaar am Montag früh in München
eingetroffen und daſelbſt herzlich empfangen worden.
innige Verhältnis, welches unter dem Prinz=Regenten
Luitpold zwiſchen den Häuſern Hohenzollern und Wittelss
bach beſtand, findet unter dem jetzigen bayeriſchen Herr=
ſcher
ſeine Fortſetzung, und die gegenſeitige Wertſchätzung
der beiden Monarchen iſt bekanntlich nicht erſt neueren
Datums. Wie die beiden Länder durch die ſtarken Bande
der deutſchen Einheit feſt verknüpft ſind, ſo fühlen ſich
Kaiſer Wilhelm und Könia Ludwig eins im Intereſſe für
das Reich und deſſen Größe.
Der Kaiſer war, abgeſehen von der Beteiligung an
der Beiſetzung des Prinz=Regenten Luitpold. ſeit den Ma=
növertagen
im September 1909 nicht in (München; zu=
ſammen
mit der Kaiſerin weilte er dort zuletzt im Novem=
ber
1906 zur Grundſteinlegung des Deutſchen Muſeums
für Meiſterwerke der Technik. Noch immer hat die An=
weſenheit
des Kaiſers das deutſche Volk zu Kundgebungen
herzlicher Sympathien begeiſtert und Nord und Süd un=
ſeres
Vaterlandes einander nähergebracht, was hoffentlich
auch jetzt wieder der Fall ſein wird.
* München, 15. Dez. Das Kaiſerpaar iſt um
10 Uhr 50 Minuten auf dem Hauptbahnhof eingetrof=
fen
, wo es vom Königspaar und den Mitgliederndes
königlichen Hauſes empfangen wurde.
* München. 15. Dez. Zum Empfange
Kaiſerpaares hat die Hauptſtadt ein prächtiges Feſtel
gewand angelegt. Zur Dekoration iſt einheitlich nur =
ſches
Tannengrün verwandt worden, wovon ſich breite
Goldbänder wirkungsvoll abheben. Der Königsſalon im
Hauptbahnhof prangt im reichſten Blumenſchmuck. Der
Platz vor dem Königsſalon iſt umrahmt von hohen
Flaggenmaſten, von denen Wimpel in den bayeriſchen
und Reichsfarben wehen. Pylonen mit Tannengrün bie=
ten
ein feſtliches Bild. Der Weg zum Bahnhofsplatzeiſt
mit Flaggenmaſten umſäumt und der Eingang zun
Schützenſtraße durch einen impoſanten Bogen markiert. Die
Schützenſtraße zeigt in allen Teilen reichen Schmuck. Das
Rondell am Karlstor trägt mit Tannen geſchmückte Py
lonen, die durch Tannenfeſtons miteinander verbunden
ſind. Einen beſonders ſchmucken Anblick macht das Karls=
tor
ſelbſt das im Mittelfeld einen Reichsadler trägt, an
deſſen Seiten bayeriſche und Münchener Wappenſchilder an=
lich
=ſympathiſch in der bildlichen Darſtellung ſind. Auch
Profeſſor Albert Hartmann und Georg Wüſt ſind
mit guten Aquarellen vertreten, von denen mehrere des
erſtgenannten Künſtlers auch das Prädikat vorzüglich
rechtfertigen, ſowohl in techniſcher Beziehung, wie in der
künſtleriſchen Auffaſſung und Löſung der maleriſchen Auf=
gaben
.
Elſe Müller=Darmſtadt hat Radierungen, Holz=
ſchnitte
, Zeichnungen und farbige Zeichnungen, durchweg
techniſch gute, der maleriſchen Reize nicht entbehrende
Blätter, Ralph Sanin=Offenbach eine größere Kollek=
tion
farbiger Holzſchnitte, kräftige, perſönlich wirkende Ar=
beiten
, Eliſabeth Weihrich drei farbige Zeichnungen,
Fritz Stürz=Eberſtadt eine große, gutgemeinte Land=
ſchaft
, Frieda Blanck von Joeden= Mainz zwei
ſtimmungsreiche Holzſchnitte, Marie Mendelsſohn
eine Anzahl hübſcher, ſauber durchgearbeiteter Radierun=
gen
nach Motiven aus Darmſtadt, von denen die Schepp=
allee
beſondere Erwähnung verdient, Luiſe Kumpa=
Alsbach ein Paar dekorativ wirkende Blätter in Gouaſche
und Radierungen ausgeſtellt.
Beſonders hervorgehoben zu werden verdient noch ein
im Erdgeſchoß hängendes Porträt von Martha Velte,
ein bemerkenswert flott und ausdrucksvoll gemaltes, gut
charakteriſierendes Bildnis des Herrn Pfarrers Velte.
Mit Blumenſtücken, Stilleben und Landſchaften ſind noch
vertreten Anna Haas, Margit Manz=Mainz, Marie
Becker=Darmſtadt, Anna Bornemann=Darmſtadt,
Emmy P. Brennecke=Darmſtadt, Bertha Schaef=
fer
=Offenbach, Frieda Beſt und Karl Bernhardt=
Darmſtadt. deſſen Stimmungsbild Nacht über der Nord=
ſee
allerdings mehr oder weniger Phantaſie ſein dürfte.
Recht beachtenswertes Können, beſonders nach der
techniſchen Seite, zeigen auch die Radierungen Dagmar
von Ladiges=Worms. Die Rheinbilder und der
Kreuzgang der Andreaskirche zu Worms zeigen eine er=
M.
freuliche künſtleriſche Reife.

[ ][  ][ ]

07,

Nummer 307.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember
(ebracht ſind. Mächtige Fahnen in den deutſchen und baye= unter Führung des Vorſtandes des Muſeums mit Reichs=
rſchen
Farben krönen die Bogentürme. Von hervor= rat Oskar von Miller an der Spitze, zunächſt die großen
ragend ſchöner Wirkung zeigen ſich auch die Neuhäuſer Modelle in dem Modellhaus, ſchritten dann zu dem rieſen=
ſund
Kaufinger Straße.
haften Neubau des Hauptgebäudes, wo ſie von Emanuel
* München, 15. Dez. Beim Einlaufen des von Seidl empfangen wurden, dem die Durchführung des
Hofzuges feuerte eine Batterie des 1. Feldartillerie= Entwurfes des verſtorbenen Gabriel von Seidl obliegt.
Regiments auf dem Marsfelde einen Salut von 100 Die gewaltigen neuen Säle und Treppenhallen, welche
Schuß. Am Bahnſteig waren erſchienen der König in erſt im Rohbau fertig ſind, wurden nach allen Richtungen
der Uniform ſeines preußiſchen Infanterie=Regiments, durchſchritten; u. a. wurde im Ehrenſaal das große
die Königin, der Kronprinz, die Prinzen des =Triptychon des Münchener Malers Waltenberger beſehen,
nigshauſes die Herren der preußiſchen Geſandtſchaft und die Grundſteinlegung des Deutſchen Muſeums darſtellend
der Ehrendienſt. Im großen Königsſalon waren ver= Der Kaiſer überreichte dem Vorſtand des Muſeums
ſammelt die ſämtlichen Staatsminiſter, der bayeriſche Ge= Reichsrat Miller, perſönlich die ihm verliehene Auszeich=
fandte
Graf von Lerchenfeld, der Regierungspräſident von nung. Darauf fuhren die Majeſtäten zu den Sammlungen
Oberbayern Ritter von Halder, der Polizeipräſident von des Deutſchen Muſeums in der Maximilianſtraße und be=
Grundherr, Oberbürgermeiſter Dr. v Borſcht und an= ſichtigten dieſelben. Um 5¾ Uhr fand bei dem Kronprin=
dere
Vertreter der Stadt. Am Bahnſteige ſtand eine zen zu Ehren des Kaiſerpaares Tafel ſtatt. Die Frau
Ehrenkompagnie des Infanterieleibregiments mit Fahne Prinzeſſin Franz machte an der Seite ihres Schwagers
und Muſik und den unmittelbaren Vorgeſetzten an dem mit ihrem Gemahl die Honneurs. Geladen waren u. a.:
linken Flügel die geſamte aktive Generalität. Die Kom= Staatsſekretär von Jagow. der preußiſche Geſandte von
pagnie präſidierte, als das Kaiſerpaar den Salonwagen Treutler mit Gemahlin, Prinz von Sayn=Wittgenſtein
perließ, während die Muſik die preußiſche Nationalhymne der preußiſche Militärattaché von Holleben, der bayeriſche
ſpielte. Das Kaiſerpaar wurde von dem Königspaar aufs Geſandte Graf von Lechenfeld, der Kriegsminiſter Frei=
herzlichſte
begrüßt. Die Kaiſerin und die Königin begaben herr Kref von Kreſſenſtein, Generalmajor von Wenninger,
ſich nach der königlichen Reſidenz trotz des ſtarken Schnee= die Palaſtdame Gräfin von Helnſtein, das Gefolge der
treibens in einem offenen, à la Daumont gefahrenen kaiſerlichen Majeſtäten, der Ehrendienſt, Hofmarſchall Graf
Sechsſpänner. Seitwärts ritt der Stadtkommandant, Ge= von Pappenheim, Major Haſſenſtein von der 4. Armee=
neralmajor
Goeringer; der Wagen wurde von einer Es= inſpektion, Baron und Baronin Reichlin von Meldegg und
fadron des erſten ſchweren Reiterregiments geleitet. Der Hauptmann Freiherr von Malſen. Der Kronprinz emp=
Kaiſer ſchritt mit dem Könige inzwiſchen die Front der fing die Gäſte im Ballſaal des Luitpoldpalais. Die Tafel
Ehrenkompagnie ab, hielt dann großen militäriſchen Emp= ſand im großen Speiſeſaal ſtatt. Sie war mit roten Ro=
fang
ab, begrüßte die im Salon verſammelten Herren und ſen und mit den dem Kronprinzen und der Kronprinzeſſin
nahm den Vorbeimarſch der Ehrenkompagnie entgegen. bei ihrer Vermählung geſchenkten koſtbaren Aufſätzen ge=
Der Kaiſer und der König fuhren im offenen, ſechsſpän= ziert.
Bei dem. Freiherrn und der Freifrau v. Hertling
nigen Wagen zur Reſidenz. Seitwärts ritt Oberſtſtall=
meiſter
Freiherr von Leonrod. Eine Eskadron des erſten ſand heute mittag zu Ehren des Staatsſekretärs von
ſchweren Reiter=Regiments bildete die Eskorte. Das Jagow ein Frühſtück ſtatt, an dem u. a. teilnahmen
Publikum begrüßte die Majeſtäten überall auf das aller= der preußiſche Geſandte von Treutler mit Gemahlin
herzlichſte. Der Kronprinz und die anderen Prinzen Staatsminiſter a. D. Graf Crailsheim, der bayeriſche Ge=
ſandte
in Berlin Graf Lerchenfeld, Reichsrat Graf Moy
ſchloſſen ſich der Fahrt nach der Reſidenz an.
Das Kaiſerpaar bewohnt in der Reſidenz die mit Gemahlin und der Militärbevollmächtigte in Berlin
Appartements des Königsbaues. In der Reſidenz auf Generalmajor Ritter von Wenninger.
* München, 15. Dez. Der Kaiſer verlieh eine
dem Brunnenhofe war eine Ehrenkompagnie des zweiten
Infanterie=Regiments Kronprinz aufgeſtellt. An der große Anzahl Auszeichnungen, u. a. den Schwarzen
Schwarzen Treppe empfing der Königliche Große Dienſt Adlerorden nebſt dem en sautoir zu tragenden Großkreuz
die allerhöchſten Gäſte. Die Kaiſerin und die Königin be= des Roten Adlerordens dem Prinzen Adalbert von
gaben ſich nach ihrem Eintreffen in den öſtlichen Thron= Bayern. die Brillanten zum Verdienſtorden der preußiſchen
ſaal durch ein Spalier der Leibgarde und der Hartſchiere. Krone dem Oberſthofmeiſter Grafen Seinheim, den Stern
Hier wurden ſie von den Prinzeſſinnen des Königlichen zum Roten Adlerorden zweiter Klaſſe dem Regierungs=
Hauſes und den Palaſtdamen erwartet. Der Kaiſer und präſidenten von Oberbayern Ritter von Halder und dem
per König trafen um 11.30 Uhr in der Reſidenz ein, ſchrit= Vorſtand des Geheimen Haus= und Staatsarchivs Freiherrn
ſen die Front der Ehrenkompagnie ab und begaben ſich von Hirſchberg u. a. Außerdem verlieh der Kaiſer eine
dann gleichfalls zur Begrüßung zu den Prinzeſſinnen. Reihe von Geſchenken, u. a. dem Miniſterpräſiden=
In den Straßen der Stadt bildeten Veteranen und Krie=ten Dr. Freiherr von Hertling ſeine Bronzebüſte.
* München, 15. Dez. Der König verlieh eine
gervereine Spalier. Auf dem Max Joſefsplatz hatte ſich
die Studentenſchaft in Wichs mit Fahnen und Bannern große Reihe von Ordensauszeichnungen und
aufgeſtellt. Im Hofgarten ſtand die Jugendvereinigung Geſchenken und überreichte ſie ſelbſt den Damen und
Wehrkraft. Am Vormittag machten der Kaiſer und die Herren des kaiſerlichen Gefolges.
Kaiſerin dem Königspaare einen Beſuch im Wittelsbacher
Palais.
Luftfahrt.
* München, 15. Dez. Der Kaiſer beſuchte un=
mittelbar
nach ſeiner Ankunft in der Reſidenz die Thea=
* Johannisthal, 15. Dez. Der Flieger Breit=
iner
Hofkirche und legte dort am Grabe des verſtor=beil von den Ago=Flugzeugwerken war heute vormittag
denen Prinz=Regenten Luitpold einen Kranz nieder. Um kurz nach 11 Uhr zu einem Probeflug mit einem Doppel=
Uhr war Familienfrühſtück in den Weißen Zimmern decker aufgeſtiegen. Bei der Landung geriet das Flug=
und Marſchalltafel in den Steinzimmern.
zeug in Brand und wurde ſtark beſchädigt. Breitbeil
Vor dem Familienfrühſtück verſammelte ſich konnte ſich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das
mm 1 Uhr in den Reichen Zimmern die geſamte königliche Feuer wurde von herbeieilenden Monteuren gelöſcht.
Familie und erwartete dort die Ankunft des Kaiſers=
paares
. Das Frühſtück ſelbſt fand im Kapitelſaale ſtatt.
Dabei führte der König die Kaiſerin und der Kaiſer die
Königin. An dem Familienfrühſtück nahmen noch die Erz=
Sport, Spiel und Turnen.
Herzogin Adelgunde, die Herzogin von Modena, der Her=
* Fußballſport. F.=K. Olympia 1898. Auch das
zog und die Herzogin von Calabrien, Kronprinz Rupprecht,
am Sonntag auf dem Olympiaſportplatz an der Heidel=
ſämtliche
in München anweſenden Prinzen und Prinzeſ=
ſinnen
der Königlichen Familie, Prinzeſſin Friedrich von berger Straße abgehaltene Meiſterſchaftsſpiel
Hohenzollern, ſowie die Prinzen Ernſt und Georg von gegen Alemannia=Worms konnte Olympia mit
Sachſen=Meiningen teil. Die Tafel war mit dem prächti=311 Toren für ſich entſcheiden und tritt mit dieſem Siege
gen Prinz=Karl=Aufſatz und weiß=gelbem Blumenſchmuck wieder in den Vordergrund für die Meiſterſchaft. Die
verſehen. Um 2½ Uhr fuhr das Kaiſerpaar nach dem 2. Mannſchaft Olympias ſpielte in Kaſtel gegen die dor=
Wittelsbacher Palais, um dort dem König und der Königin tige Fußball=Vereinigung und gewann 5:0. Die 3. Mann=
und hierauf der Prinzeſſin Arnulf einen Beſuch abzuſtat= ſchaft Olympias ſpielte gegen die 3. Mannſchaft der Ka=
den
. Das Kaiſerpaar beſuchte hierauf noch die Prinzeſſin ſteler Fußball=Vereinigung und gewann 211. Beide
Thereſe von Bayern, die Herzogin von Modena und die Mannſchaften haben mit dieſen Siegen ihre Stellung an
Prinzeſſin Klara und gab bei den übrigen Mitgliedern 1 der Spitze der Meiſterſchaftstabelle ſehr gefeſtigt. Am
kommenden Sonntag, den 21. d. M., iſt Olympia
der Königsfamilie Karten ab.
Um 3 Uhr erſchien der Kaiſer in der Uniform ſei= wiederum gegen den Mainzer Fußballverein zuhauſe.
* Pferdeſport. Rennen zu Saint=Quen, 15.
nes Infanterie=Regiments, der König in Marineuni=
form
mit dem Gefolge vor dem Neubau des Deutſchen Dezember. Prix dEpte; 3000 Francs: 1. Baron M. de
Muſeums an der Iſar. Die Majeſtäten beſichtigten! Rothſchilds Reine des Felibier (Earith), 2. Kirſch, 3. Che=
ſelbſt
im Verein mit dem angeborenen Talent niemals den
Von der Künſtlerkolonie.
großen Künſtler aus ihm gemacht, wenn er nicht in
Goetheſchen Sinne die Qual und Leidenſchaft an ſich er=
Bernhard Hoetger, der Künſtler und ſein Werk.
fahren hätte, die ihn Jahre lang in verſchloſſenem Welt=
Unter dieſem Titel iſt ſoeben ein umfangreiches, vor= ſchmerz den Kampf mit dem brutalen und nüchternen Le=
niehm
und künſtleriſch ausgeſtattetes Werk erſchienen, das ben gelehrt haben. Bei dieſem Meiſter hat der Künſtler
Profeſſor Georg Biermann, den künſtleriſchen Bei= den Menſch überwunden.
Ueber intereſſante Kunſtbetrachtungen von allgemeinem
rat im Kabinett des Großherzogs, zum Verfaſſer hat?),
und das einen umfaſſenden Ueberblick über das geſamte Wert und eingehenden perſönlichen Notizen kommt der
Kunſtſchaffen des eigenartigen Künſtlers, der bekanntlich Biograph dann zu rückhaltloſem Endurteil über die Kunſt
als Mitglied der Künſtlerkolonie auch an der nächſtjähri=1 Hoetgers, dem auch wir gern zuſtimmen: Verfügte die
gen Ausſtellung hervorragend beteiligt iſt, bietet. In deutſche Kunſt der Moderne auch nur über drei Meiſter
56 ganzſeitigen Kartons ſind die Hauptwerke des Künſt= vom Schlage unſeres Hoetger, in deſſen Werk der Geiſt
llers abgebildet, und zwar meiſt in der Ordnung, wie ſie des zwanzigſten Jahrhunderts wie in einer edlen Phiole
der Werdegang ſeiner Kunſt erſchuf, die mancherlei Wand= künſtleriſch eingefangen und zur Abſtraktion gekommen zu
lung durchgemacht hat und auch wohl heute noch nicht am ſein ſcheint, man würde leichten Herzens die Prognoſe auf
EEnde ihrer Entwickelung ſteht, dazu iſt Hoetger eine viel die künſtleriſche Erfüllung unſeres Glaubens an die junge
zu problematiſche Natur. Wir möchten dieſe Anordnung, Kunſt ſtellen können.
wo es ſich um Lebenswerke, oder doch um umfaſſende, ab=
*
geſchloſſene Abſchnitte eines Schaffens handelt, als vor=
bildlich
bezeichnen. Eine Anzahl der Kunſtblätter iſt kolo=
Hans Pellars Kunſtblatt.
riert, ſo die, die Hoetgers heute ſchon allgemein bekannte
Yvette iſt nun auch in der kolorierten und vom
Majoliken wiedergeben und einzelne Studienblätter.
Die Biographie Biermanns, ſowohl die des Menſchen Künſtler ſignierten Ausgabe herausgekommen, die, wie
wie die des Künſtlers Hoetger, iſt eingehend und verſtänd= mitgeteilt, nur in einer beſchränkten Auflage erſcheinen ſoll.
misvoll; man merkt ihr die nahen perſönlichen Beziehun= Das Kolorit iſt zart und zurückhaltend, ſo daß die Haupt=
gen
zu dem Künſtler an, was auch dem Text des Pracht= aufgabe des künſtleriſchen Ausdrucks der Zeichnung ver=
werkes
eine perſönliche Note gibt. Biermann ſchreibt bleibt, dabei aber doch das Maleriſche ſcharf betonend. In
u. a.: In der Plaſtik iſt, wenn man einen Mann wie der Beſprechung des Kunſtblattes in der Nummer vom
Hoetger als vorbildlich und bahnbrechend im Sinne der Sonntag war übrigens infolge falſcher Einſchaltung ein
neuen Bewegung anſprechen darf, die reine Form über ſinnentſtellender Fehler unterlaufen. Der in Frage kom=
Nacht wieder zu ihrem Recht gelangt, und gibt damit mende Satz muß richtig heißen: Ein Meiſterwerk der
das Stichwort zur Beurteilung der ganzen Hoetgerſchen Zeichenkunſt, iſt es gleichzeitig kompoſitionell von einer
Kunſt überhaupt. Hoetger iſt vielleicht heute der einzige, Eigenart, die die individuelle Kunſt Pellars auszeichnet.
der ſchneller und konſequenter als andere zu der ihm Das in ſeiner bis zum gewiſſen Grade ſtiliſierten
eigenen künſtleriſchen Weltanſchauung gelangt iſt ſagt er Schönheit ſein empfundene Köpfchen mit dem lebenſprühen=
dann
weiter. Seine Entwickelung lehrt deutlich den den, feinen raſſigen Geſichtchen erhält durch die eigenartige
artiſtiſchen Läuterungsprozeß, der ihn immer bewuß= Friſur und die ſeltſam geſchwungenen Augenbrauen, die
in ihrer Lebendig=
ter
zu der ihm eigenen Formenſprache hingeführt hat. ein Paar ungemein ausdrucksvoller
Vielleicht dankt er das weniger ſeinem einzigartigen bild= keit ſelbſt Sprühteuſelchen gleichenden Augen beſchatten,
neriſchen Können, als dem ſo klaren, wenn auch grübleri= etwas gewiſſermaßen Teufliſches, das durch den halb=
ſchen
Geiſte, der in ihm lebt. Und doch, auch der hätte geöffneten Mund mit ſinnlich vollen Lippen und durch
eine rote Haarſpange noch beſonders betont wird. M. St.
*) München. Verlaa Neue Kunſt Hans Goltz.

1913.
Seite 5.
rinete. 2940r 19, B5, B10. Prir de rändele: 10
Francs: 1. G. Wattinnes Le Monnayeur (Lancaſter),
2. Le Syſtenne, 3. Saint Avertin. 70:10; 22, 18, 21:10.
Prix du Lunair; 3000 Francs: 1. P. Artonnes Azarias
(Ziccili), 2. Vagabond, 3. Retardataere. 100:10; 40, 39,
Prix du Grand Morin; 5000 Francs: 1. Lt.
23:10.
Lienarts Beni Mered (A. Benſon), 2. Révolté, 3. Tripo=
béro
. 90:10; 35, 66, 18:10. Prix de I'Ivette; 5000 Franes:
1. A. Marones Moulliéres (J. Bara), 2. Le Potache
3. Fils du Ciel. 352:10; 60, 18, 21:10. Prit de IOrge;
4000 Francs: 1. H. Rigauds Calendal (Powers), 2. Fon
raud, 3. Boule de Reige V. 51:10; 20, 19.
Landwirtſchaftliches.
Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine=
markt
am 15. Dezember. Auftrieb durch Händler 146
Schweine, durch die Bezugsvereinigung 83 Schweine.
Preiſe (Schlachtgewicht 50 Kilogramm) 1. Qual 74 Mk.,
2. Qual 73 Mk., 3. Qual. 72 Mk. Marktverlauf: Lebhaft,
wenig Ueberſtand.
Frankfurt a. M., 15. Dez. ( Schlachtvieh=
markt
.) Amtlicher Bericht. Auftrieb 1559 Rinder, 493
Ochſen, 94 Bullen, 972 Kühe, 285 Kälber, 165 Schafe, 2342
Schweine. Preis per Zentner Lebendgewicht ( Schlacht=
gewicht
) in Mark: Ochſen: a) 5258 (95100), b) 48
bis 51 (8793), e) 4247 (7787). Bullen: a) 4951
8185), b) 4347 (7480). Kühe: a) 4750 (8490),
649 (8688), c) 1 4346 (8388), 2 4045 (7484),
b)
d) 3239 (6478), e) 2631 (5968). Kälber: a) 60
bis 65 (102110), b) 5459 (92100. Schafe: a) 4344
(9092). Schweine: a) 5658 (7174), b) 5557½
(7072), c) 55½58 (7173), d) 5557½ (7173)
Marktverlauf: Rinder gedrückt, Schweine ſchleppend,
Ueberſtand. Kälber rege, Schafe ruhig, ausverkauft.
Handel und Verkehr.
Stand der Darmſtädter Volksbank, e. G.
m. b. H., am 30. November 1913. Aktiva. 1. a) Kaſſa,
Sorten und Kupons M. 116 296.93; b) Guthaben bei der
Reichsbank und dem Poſtſcheckamt M. 18935.40. Zuſ.
M. 135232.33. 2. Wechſel= u. Deviſen=Konto M. 529 103.91.
3. Bankverkehr=Konto M. 643 567.02. 4. Lombard=Konto
M. 399481.30. 5. Effekten=Konto M. 426755.33, a) inlän=
diſche
Staatspapiere Nom. M. 262 800.; b) ſonſtige bei
der Reichsbank und anderen deutſchen Notenbanken beleih=
bare
Wertpapiere M. 172 620.; c) ſonſtige Wertpapiere
M. 67000.. 6. Konto=Korrent=Konto (ſämtlich gedeckt)
M. 3069025.15. 7. Vorſchuß= und Vorſchußwechſel=Konto
M. 727509.85. 8. Beteiligung am Schutzverein für Nieder=
Modau M. 3000.. 8a. Haus= und Immobilien=Konto
M. 325770.28. 9. Mobilien=Konto M. 2316.39. 10. Schrank=
fächer
=Konto M. 1. 11. Haus= und Immobilien= Unter=
haltungskoſten
=Konto M. 4434.71. 12. Verwaltungskoſten=
Konto M. 61 068.33. Sa. M. 6327265.60. Paſſiva.
1. Geſchäftsanteil=Konto M. 1453 101.22. 2. Reſervefonds=
Konto I M. 348063.66. 3. Reſervefonds=Konto II und
Immobilien=Reſerve M. 89310.07. 4. Delkredere=Konto
M. 50 000.. 5. Penſions= u. Unterſtützungsfonds=Konto
M. 190377.27. 6. Darmſtädter Volksbank=Stiftungsfonds=
Konto M. 12500.. 7. Hypotheken=Konto M. 66000..
8. Akzeptationen= und Aval=Konto M. 70148.60. 9. Bank=
verkehr
=Konto M. 33 532.20. 10. Konto=Korrent=Konto
M. 194 830.30. 11. Sparkaſſen= u. Scheck=Konto M. 3597946.93.
12. Dividende=Konto M. 2427.87. 13. Zinſen=Konto
M. 216027.48. 14. Verſchiedene Beiträge u. Vergütungen
M. 3000. Sa. M. 6327265.60. Umſchlag im November
M. 4768 558.15. Zahl der Mitglieder 1989.
Der Brand des Schweriner Schloſſes.
* Schwerin, 15. Dez. (3 Uhr nachts.) Auch der
Südflügel des Schloſſes iſt vom Feuer er=
griffen
worden. In dieſem wurde der große Feſtſaal,
der ſogenannte goldene Saal, vernichtet. Das Zimmer
der Großherzogin=Mutter Anaſtaſia iſt ſehr ſtark beſchä=
digt
. Der rieſige Verbindungsturm zwiſchen der Weſt=
und Südſeite ſteht in Flammen. Um 1 Uhr nachts explo=
dierte
dort das Jagdmunitionslager unter viertelſtün=
digem
Geknatter. Auch für den Nordweſtflügel beſteht
große Gefahr. Um 2½ Uhr traf die Roſtocker Feuerwehr
ein, ſeit 10½ Uhr ſind Soldaten mit der Bergung der
Sachen beſchäftigt.
* Schwerin, 15. Dez. Hilfe gegen den Schloß=
brand
iſt von Lübeck und Roſtock unterwegs. Aus
Hamburg wurden mit Extrazug drei große Dampf=
ſpritzen
und eine Benzinſpritze abgeſchickt.
* Schwerin, 15. Dez. Um 2¾4 Uhr nachts war der
Brand auf ſeinen Herd beſchränkt. Die Ham=
burger
Feuerwehr traf um 3 Uhr ein und leiſtete tatkräf=
tige
Hilfe. Ein Drittel des Schloßbaues, das
ausſchließlich neuere Bauten umfaßt, iſt vernichtet
worden. Verbraent ſind außer Mobilien koſtbare Go=
belins
und Gemälde; dagegen iſt das berühmte Haupt=
portal
und der Johann Albrechtsbau mit ſeinen wert=
vollen
Terrakotten verſchont geblieben.
* Schwerin, 15. Dez. Das Feuer im Großherzug=
lichen
Schloß wurde geſtern abend um 9¼ Uhr ent=
deckt
. Es brach im zweiten Stockwerk und in dem Eliſa=
bethzimmer
, ſowie in dem nach dem Burgweg gelegenen
Flügel aus und verbreitete ſich hier ſehr ſchnell. Ver=
mutlich
iſt ein Heizungsdeſekt die Urſache des Brandes.
Das Eliſabethzimmer war für Beſuch hergerichtet anläß=
lich
einer am Montag abend ſtattfindenden Feſtlichkeit.
Vom Eliſabethzimmer aus griff der Brand zunächſt auf
den ſogenannten Unfertigen Saal, ſowie nach den Go=
belinzimmern
über. Dieſer Bau ſtand bald in bedeuten=
dem
Umfange in Flammen. Die Feuerwehr hatte hier
einen beſonders ſchweren Stand, namentlich da der Wind
das Rettungswerk ſehr erſchwerte und die Flammen nach
der Südſeite weitertrieb. Hier wurde zunächſt der große
runde Turm in Brand geſetzt, der nach der Außenſeite
liegt und in dem ſich das Treppenhaus mit der goldenen
Treppe befindet. Auch der Dachſtuhl wurde von dem
Brande erfaßt. Vom weſtlichen Bau ging das Feuer auf
den Dachſtuhl des Südgebäudes über, in deſſen oberen
Teile der Goldene Saal liegt und in deſſen erſter Etage
ſich die Zimmer der Großherzogin=Mutter befinden. Die
Feuerwehr hatte hier die Aufgabe, das Feuer abzugren=
zen
and zwar nach dem Hauptportal des Schloſſes hin,
was namentlich vom inneren Hof aus geſchah. Das
Feuer pflanzte ſich bei dem bis 1 Uhr morgens herrſchen=
den
ſturmartigen Winder immer weiter fort. Der ganze
Dachſtuhl des Südflügels wurde erfaßt. Im Südflügel
brach die Giebelfront zuſammen und durchſchlug die Decke
des Goldenen Saals, der einſtürzte. Der ganze weſtliche
Bau wurde ein Raub der Flammen, mit ihm das Stre=

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember
Seite 6.
litzer= und das Gobelinzimmer, ebenſo der Unfertige Sturzmaſſe auf, wobei die erſte Maſchine bis zum Tunnel=
ſcheitel
gehoben wurde. Die Wagen des im Tunnel be=
Saal. In letzterem befand ſich viel Mobiliar.
Im Eliſabethſaal befanden ſich koſtbare Möbel, in den findlichen Teiles des Zuges wurden größtenteils
Gobelinzimmern wertvolle alte Gobelins. Im Turm, der zertrümmert. Leider ſind mehrere Menſchenleben
bald bis in die Spitze in hellen Flammen ſtand, explo= und zahlreiche Verletzungen zu beklagen. Auf telepho=
dierte
ein großer Vorrat an Jagdpatronen. Da die Lage niſche und telegraphiſche Meldung wurden unverzüglich
immer gefährlicher wurde, wurde von Roſtock und Hum= zwei Hilfszüge von Chemnitz und Leipzig, ſowie ein Arzt=
burg
Hilfe erbeten. Die Roſtocker Feuerwehr traf um wagen von Döbeln abgelaſſen, ſo daß das Rettungswerk
2¼ Uhr mit einer Dampfſpritze ein, um 3 Uhr folgte die in kurzer Zeit begonnen werden konnte. Außerdem waren
Hamburger Feuerwehr mit vier Dampffpritzen. Die Ro= eine große Anzahl von Aerzten und Samaritern aus
ſtocker Feuerwehr konnte noch bei der Rettung des Haupt= Chemnitz, Niederwieſa, Frankenberg, Döbeln und Roß=
portals
tatkräftige Hilfe leiſten. Auch Militär wurde re= wein zur Stelle. Sämtliche Verletzte wurden ſofort vor=
quiriert
, um ſich in den Teilen des Schloſſes, die noch läufig ärztlich behandelt. Die Schwerverletzten wurden
nicht vom Feuer ergriffen waren, an den Rettungsarbei= bereits bis 4 Uhr morgens in den Krankenhäuſern von
ten zu beteiligen. Aus dem Goldenen Saal wurde ſehr Frankenberg und Chemnitz untergebracht. Als ſchwer=
viel
Material gerettet, ebenſo aus den gefährdeten Zim= verletzt ſind ſieben Reiſende zu betrachten. Die Anzahl der
mern der Großherzogin Anaſtaſia. Im weſtlichen, meiſt= Leichtverletzten läßt ſich noch nicht mit Beſtimmtheit feſt=
gefährdeten
Teile blieben die Portierzimmer, das Hof=ſtellen. Tot im Zuge aufgefunden wurden vier Perſonen.
marſchallamtszimmer und die Kaſſenräume zwar vom Es iſt Hoffnung vorhanden, daß ſich weitere Tote
Feuer verſchont doch litten dieſe Baulichkeiten ſtack unter unter den Trümmern nicht finden werden.
dem Waſſer. Die Großherzogliche Familie ſaß gerade Der Felsſturz, der nach vorläufiger Schätzung mehr als
beim Diner, als ſie die Kunde von dem Feuer erhielt. Der 1 100 Kubikmeter Maſſen umfaßt, dürfte nach den bisherigen
Großherzog begab ſich mit Familie nach dem Marien= Ermittelungen außerordentlichen elementaren
Palais und kehrte dann zurück. Inzwiſchen waren auch Ereigniſſen zuzuſchreiben ſein. Die Oberbeamten
die Herzöge Johann Albrecht und Paul Friedrich aus der Betriebsdirektion Chemnitz und der zuſtändigen
Wiligrad bezw. Ludwigsluſt in Schwerin eingetroffen. Aemter trafen mit den Hilfszügen auf der Unfallſtelle ein,
Ein Schloßdiener und ein Feuerwehrmann erkrankten an auf der ſchon während der Nacht der Präſident mit zwei
Rauchvergiftung und mußten in ärztliche Behandlung ge= Räten der Königlichen Generaldirektion der Staatseiſen=
nommen
werden. Um 4 Uhr früh war die Gefahr beſei= bahnen erſchienen waren. Die örtlichen Verhältniſſe ge=
tigt
, worauf die Hamburger und die Roſtocker Feuerwehr ſtatten nicht, daß an der Unfallſtelle der Verkehr durch
abrückten. Der durch den Brand des Großherzoglichen Umſteigen aufrecht erhalten werden kann. Es werden aber
Schloſſes angerichtete Schaden wird auf 12 Millionen Perſonenzüge in der Richtung von Roßwein bis Gunners=
Mark geſchätzt. Das ganze Schloß iſt mit 67 Millionen dorf und in der Richtung von Niederwieſa bis Brauns=
Mark verſichert. Erfreulich iſt, daß der berühmte Johann= dorf geführt. Die Sperrung zwiſchen Gunnersdorf und
Albrecht=Bau, ein italieniſcher Renaiſſance=Bau, nicht be= Braunsdorf dürfte etwa acht Tage dauern.
ſchädigt worden iſt.
* Dresden, 15. Dez. In der Nachmittagsſitzung
der Zweiten Kammer gab Finanzminiſter von
Schweres Eiſenbahnunglück.
Seydewitz vor Eintritt in die Tagesordnung eine
* Chemnitz, 15. Dez. Wie die Chemnitzer Neueſten! Darſtellung des ſchweren Unglücks bei Brauns=
Nachrichten melden, ereignete ſich in der vergangenen Nacht dorf, das nach den bisherigen Ermittelungen auf außer=
in
der zwölften Stunde in der Nähe von Braunsdorf ein gewöhnliche Naturereigniſſe zurückzuführen ſei. Vier Tote
ſchweres Eiſenbahnunglück. Als der letzte Zug ſeien zunächſt aufgefunden worden, doch habe die nähere
den Tunnel des Harrasfelſen paſſierte, ſtürzte dieſer Unterſuchung der Trümmerſtätte noch weitere vier Tote
zum Teil ein; die fallenden Maſſen begruben den Zug ergeben, ſo daß die Geſamtzahl der Getöteten acht
unter ſich. Man ſpricht von 7 Toten; bis jetzt ſind 4 Tote betrage. Sieben Perſonen ſeien ſchwer, teilweiſe außer=
geborgen
; außerdem ſind eine Anzahl Perſonen ſchwer ordentlich ſchwer verletzt. Die Sperrung der Strecke
Gunnersdorf=Braunsdorf werde etwa acht Tage dauern.
und viele leicht verletzt.
Präſident Vogel drückte das lebhafte Bedauern der Kam=
* Chemnitz, 15. Dez. Zu dem bereits gemeldeten
Eiſenbahnunglück erfahren wir noch, daß vier Per=mer über das Unglück aus.
ſonen getötet, ſieben ſchwer und 27 leicht ver=
letzt
wurden. Der Maſchine und den beiden erſten
Helgolands Schutzmauern.
Wagen gelang es noch, durchzukommen, während der
* Wie mitgeteilt wird, iſt jetzt der dritte Teil der gro=
letzte
Teil des Zuges verſchüttet wurde.
* Chemnitz, 15. Dez. Nach einer Mitteilung von ßen Schutzmauer auf der Inſel Helgoland, die die Felſen=
amtlicher
Seite wurden im Laufe des Tages zwei wei= inſel gegen die Angriffe der Wellen ſchützen ſoll, vollendet
tere Leichen geborgen, ſo daß die Zahl der bei worden. Man rechnet damit, daß jedes Drittel der Mauer
dem Braunsdorfer Eiſenbahnunglück Umgekommenen zwei Jahre Arbeit erfordert, ſo daß noch vier Jahre
ſechs beträgt. Ob noch Leichen unter den Trümmern notwendig ſind, um die Vollendung des Werkes zu brin=
gen
. Die Mauer, die auch den ſtärkſten Angriffen der See
liegen, iſt noch nicht feſtgeſtellt.
ohne jeden Schaden widerſteht, wird in einigem Abſtande
vom Fuß der Felſen errichtet. Das abſtürzende Material,
Die amtliche Darſtellung.
das ſonſt in das Meer gelangen und verloren gehen würde,
* Chemnitz, 15. Dez. Als geſtern abend um wird hinter der Mauer als Schuttkegel aufgehäuft, ſo wie
9.07 Uhr der von Roßwein nach Chemnitz abgefah= es ſich an der Südoſtſeite der Inſel bereits geſammelt hat.
rene Perſonenzug 1414 zwiſchen Gunnersdorf und Das Geröll deckt das alte Geſtein und gibt dieſem einen
Braunsdorf den Tunnel des Harrasfelſens paſſierte, vollkommenen Schutz gegen die Witterung. Die Mauer
ſtürzte die Stirnſeite an der Ausfahrt des Tunnels in= bezweckt die Sicherung des nördlich vom Blockhorn ge=
folge
einen erdbebenartigen Erſchütterung ein. Die her=
legenen
Teils der Inſel. Die Erhaltung der Nordſpitze
anbrauſende Lokomotive fuhr auf die Trümmer auf und iſt auch zur Ablenkung der dort vorhandenen Strömung
blieb in den Steinmaſſen ſtecken, die ſechs nachfolgenden und der zu unterhaltenden Düne notwendig. Die Schutz=
Wagen wurden ineinandergeſchoben. Ein Reiſender mauer wird vom Blockhorn bis Peterſenshorn weiter=
namens
Walter Beßler aus Chemnitz wurde getötet, wäh= geführt im Anſchluß an die Strecke auf der Südweſtſeite
rend etwa ſechs Perſonen ſchwer und 27 Perſonen leicht der Inſel von der Südküſte bis zum Blockhorn. Bei dieſer
verletzt wurden die teilweiſe nach dem Krankenhauſe in Gelegenheit dürfte es intereſſieren, daß eine ganze Reihe
Frankenberg übergeführt wurden. Der Präſident der von ernſthaften Eingaben von Technikern uſw. über die
Staatsbahn begab ſich mit Begleitung ſofort an die lin= Sicherung Helgolands bei der Zentralinſtanz eingelaufen
fallſtelle. Unterſuchung iſt eingeleitet worden. Der ver= iſt, die zum Teil recht ergötzliche Kurioſa darſtellen. So
unglückte Zug war von zwei Lokomotiven gezogen. Am wird in einem Vorſchlag allen Ernſtes empfohlen, Lehm=
geſtrigen
Sonntag herrſchte hier ein orkanartiger Sturm, klöße, die Brombeerſamen enthalten, gegen die Felſen der
dec gegen abend von Gewitter und ſtarkem Schneetreiben Inſel zu werfen. Der Lehm ſoll kleben bleiben, der Samen
begleitet war. Man nimmt an, daß der Einſturz des aufgehen und die Wurzeln der Brombeeren die Geſtein=
Tunnels auf Witterungseinfluß zurückführbar iſt, um ſo maſſen feſt miteinander verbinden. Eine weitere Eingabe=
mehr
, als geſtern abend in der hieſigen Gegend auch erd= wandte ſich gegen den Bau der ſchweren Schutzmauer und
bebenartige Erſcheinungen verſpürt wurden. Die Auf= ſchlug vor, Drahtgitter auf das untere Unterwaſ=
räumungsarbeiten
ſind noch im Gange und man rechnetſerfelſenplateau, das vor der Inſel lagert, mit
damit, daß noch mehr Tote unter den Trümmern liegen. Haken und Scharnieren feſtzumachen, daß ſie ſich um den
Der Verkehr wird durch Umſteigen bezw. Umleitung auf= Angelpunkt drehen können. Oben an den Drahtgittern
rechterhalten.
ſollten Schwimmkörper angebracht werden Das Netz, ſo
* Chemnitz, 15. Dez. Ueber das Eiſenbahn= führte die Eingabe aus, würde dann durch die auf= und
unglück am Harrasfelſen wird von der Eiſen= abgehenden Wellen gehoben und geſenkt werden, wodurch
bahnbetriebsdirektion Chemnitz berichtet: die Kraft der Wellen verzehrt und gebrochen würde. Hier=
Durch einen großen Felsſturz am Harrasfelſen zwiſchen durch würde, was vor allem nötig, nicht nur die Inſel
Gunnersdorf und Braunsdorf iſt geſtern abend kurze Zeit ſelbſt Schutz erhalten, ſondern es würde gleichzeitig durch
vor Niederwieſa der fahrplanmäßig um 10.26 Uhr ein= die Auf= und Abbewegung Elektrizität erzeugt, mit der
treffende Perſonenzug 1414 im Südportal des durch den man dann koſtenlos nebenher die elektriſche Beleuchtung
Harrasfelſen führenden Tunnels verſchüttet worden. Der der Inſel Helgoland und der umliegenden Seezeichen be=
erwähnte
Perſonenzug fuhr mit zwei Maſchinen auf die ſorgen könnte.
Ganzen das charakteriſtiſche Gepräge eines Kunſtwerks
verleihen, als nicht hoch genug einzuſchätzende Vorzüge
Konzerte.
des Werkes beſtehen.
W-l. Der Muſikverein brachte in ſeinem geſt=
Im einzelnen ſind als beſonders gelungene Nummern
rigen zweiten Konzert das Oratorium eines Komponiſten und als Höhepunkte des Werkes hervorzuheben: Der ſich
der Gegenwart zur Aufführung, die ihm reichen Erfolg zu ſchönem Pathos ſteigernde Geſang der Ruth in Nr. 1:
und Ehren eintrug. Ruth für Soli, Chor und Or=Wo du hingehſt, da will ich auch hingehen die realiſtiſch
cheſter von Georg Schumann, iſt zwar ein modernes gehaltenen und dramatiſch geſteigerten Chöre in Nr. 2,
Werk, aber nur modern im zeitlichen, nicht im künſtleriſch= die mit den Geſängen der Ruth und Naémi ſtimmungs=
ſtiliſtiſchen
Sinne verſtanden. Das Oratorium dürfte zu voll abſchließen, der heitere ganz populär gehaltene Chor
den am glücklichſten inſpirierten beſtgelungenen und er= der Schnitter und Schnitterinnen und der prachtvolle Chor
folgreichſten der in neueſter Zeit entſtandenen gehören. der Landleute in Nr. 3, namentlich aber das Schluß=
Um gleich dem Einwand zu begegnen, daß der Komponiſt enſemble, in dem der leiſe verhallende choralartige Chor
nicht originell ſei, ſo iſt dies inſofern richtig, als er keinen der Landleute mit den Soli des Boas und der Ruth ſehr
neuen Stil geformt hat, ſondern in ſeiner Technik und geſchickt verflochten ſind. Der zweite Teil zeichnet ſich durch
leinen Ausdrucksmitteln von ſeinen Lehrern und Meiſtern ſchöne Stimmungsmalerei beim Anbruch der Nacht (Nr. 5)
beeinflußt iſt. Aber wer iſt in der Muſik heute originell? aus, während der Chor der nächtlichen Geiſter die einzige
Was ſchön iſt, iſt ſchon dageweſen und kann man Nummer des Werkes iſt, die aus dem Rahmen des Ganzen
hinzufügen, was nicht dageweſen iſt, iſt meiſtens nicht herausfällt; der Komponiſt hat hier wohl der Verſuchung
ſchön! Der Komponiſt bekennt ſich wieder zu dem Prinzip nicht widerſtehen können, eine Probe ſeiner glänzenden
der ſchönen Muſik, zu jener Harmonie der Töne, die der Technik zu geben; als Vorbild hat ihm hier wohl Men=
Muſik als Kunſt erſt ihren ethiſchen Charakter und ihre delsſohns Muſik zum Sommernachtstraum gedient. Auf
Weihe verleiht im Gegenſatz zu der reinen Technik als das ſchön empfundene und effektvoll geſteigerte Liebes=
der
Lehre von der geſchickten Zuſammenſetzung der Töne, geſpräch zwiſchen Boas und Ruth folgt dann der das
die nur mit dem nachprüfenden Verſtande erfaßt werden Ganze krönende Schlußſatz Anbruch des Morgens deſſen
kann, alſo nicht empfunden, ſondern nur begriffen werden grandioſer Aufbau und wundervoll geſteigertes Pathos
kann. Wenn man auch was nicht zu leugnen iſt
von ergreifender Wirkung ſind.
vielfach Anklänge an bekannte Vorbilder aus der Muſik
Sämtliche vorſtehend genannte Einzelnummern von
der Ruth heraushört, ſo bleibt doch andererſeits des
Komponiſten grandiöſe Beherrſchung aller muſikaliſchen dem erſten Geſange der Ruth an bis zum Schluſſe ernteten
Ausdrucksmittel, ſeine glückliche Erfindungsgabe und ſeine lebhaften Beifall.
polyphoniſche Geſtaltungskraft und vor allem die Einheit=
Für den durchſchlagenden Erfolg des Werkes kann ſich
lichkeit des Stils und die wundervolle Harmonie, die dem der Komponiſt in erſter Linie bei dem Leiter der Auf=

Nummer 307.
1913.
Die Wiederauffindung der Mona Liſa‟,
* Paris, 15. Dez. Die hieſige Polizei entdeckte
unter den beſchlagnahmten Papieren des Diebes der
Gioconda Perugia, mehrere Schriftſtücke, die zei=
gen
, daß dieſer ſeinen Diebſtahl ſeit langer Zeit
geplant hatte. So wurde ein Notizbuch gefunden, in
dem Perugia am 28. Dezember 1910, alſo neun Monate=
vor
dem Diebſtahl, die Adreſſen der amerikaniſchen
Milliardäre Carnegie, Rockefeller und Pierpont
Morgan eingetragen hatte. Man entnimmt aus dieſen
Aufzeichnungen, daß Perugia ſchon damals die Abſicht=
gehabt
habe, ein Bild im Louvre zu ſtehlen und es den
genannten Sammlern anzubieten. In einem anderen
Notizbuch fand man die Adreſſen italieniſcher und auch
deutſcher Händler.
Florenz, 14. Dez. Das heute in den Uffizien
öffentlich ausgeſtellte Bild der Gioconda wurde
von mehr als 30000 Menſchen beſucht.
Vermiſchtes.
Friedrich Krupp und ſein Werk.Be
der Rolle, die die Sozialdemokratie aus Anlaß des Falles
Krupp geſpielt hat, durfte es gerade für die Arbeiter von
Intereſſe ſein, ihnen die gewaltige volkswirtſchaftliche Be=
deutung
des Kruppſchen Unternehmens für die Arbeiter=
ſchaft
ſelbſt vor Augen zu führen. Der Reichsverband
gegen die Sozialdemokratie hat daher eine volkstümliche
kleine Schrift (Nr. 200, zum geringen Preis von 10 Pfg.)
herausgegeben, die betitelt iſt: Friedrich Krupp und ſein
Werk‟ Das Schriftchen in ſeiner gemeinverſtändlichen
knappen Darſtellung eignet ſich beſonders zur Verbreitung
in der deutſchen Arbeiterſchaft, der gezeigt wird, was es
denn mit dieſem Fall Krupp in Wahrheit für eine Be=
wandtnis
hatte und welch ein Segen es für die Arbeiten
wäre, wenn allenthalben in unſerem Vaterlande Friedrich
Krupps Wahlſpruch Geltung hätte: Der Zweck der Arbeit
ſoll das Gemeinwohl ſein.
** Die ſeltſamſte Bibliothek der Walt
hat man das Verlagsarchiv der großen Britiſchen und Aus=
ländiſchen
Bibelgeſellſchaft in London genannt. Dieſe
Bücherſammlung, die in einem ſtattlichen Gebäude untere
gebracht iſt, umfaßt nur Bibeln und Teile der
Bibel. Dennoch beträgt die Zahl der Bände nach einem
Bericht in der Zeitſchrift für Bücherfreunde 15000 in 500
verſchiedenen Sprachen. An Ausgaben der engliſchen
Bibel ſind allein gegen 1500 vorhanden. Auch Kurioſitäten
gibt es in dieſer eigenartigen Bibliothek, z. B. die
genannte ſündige Bibel, die aus dem Jahre 1631 ſtamſt
und ihren Namen von einem Druckfehler herleitet: im
der 10 Gebote wird nämlich beim ſiebenten, dadurch daß
das verneinende Wort ausgefallen iſt, die Sünde geboten
und nicht verboten. Eine Bibel, die niemand mehr zu
leſen vermag, iſt die aus dem Jahre 1661 ſtammende, von
John Eliot beſorgte Ueberſetzung des Neuen Teſtamentes
für die Maſſachuſetts=Indianer. Der Dialekt dieſes aus=
geſtorbenen
Indianerſtammes iſt heute völlig unverſtänd=
lich
und nur ein glücklicher Sprachkenner könnte den
Schlüſſel zu dieſem Rätſel finden. Wohl kaum eine andere
Bibliothek dürfte ſo viel Bücher in den verſchiedenartigſten
Sprachen aufweiſen; die Mannigfaltigkeit der fremdſprach=
lichen
Ausgaben iſt außerordentlich. Tabellen, die in der
Bibliothek hängen, geben Auskunft über die Verbreitung
der Bibel der Geſellſchaft in allen Weltteilen. Insgeſamt
hat die Geſellſchaft bis jetzt etwa 250 Millionen
Bibeln und Teile der Bibel verkauft. Im Jahre 1912
wurden nahezu 8 Millionen Bibeln verſandt; die jährlichen
Ausgaben der Bibelgeſellſchaft belaufen ſich auf 5 Mil=
lionen
Mark, von denen nur 2 Millionen Mark durch den
Erlös gedeckt werden, die übrigen durch Beiträge der Mit=
glieder
, der aus 4000 Bibelvereinen beſtehenden Geſells
ſchaft aufgebracht werden.
Kurioſes vom franzöſiſchen Gefäng=
nisleben
. Eine Gerichtsverhandlung in Nancy hatm
dieſen Tagen die Aufmerkſamkeit der franzöſiſchen Oeffenl=
lichkeit
auf gewiſſe Mißverhältniſſe im franzöſiſchene=
fängnisweſen
gelenkt, in dem noch immer in großem Maßs=
ſtabe
die Arbeitskraft der Gefangenen an ſtrupelloſe Unte
nehmer meiſtbietend verſteigert wird, wobei der Staat aber
nicht etwa eine Einnahme erzielt, ſondern dem Unternehmer,
der die Ernährung der Gefangenen übernimmt, eine Ent=
ſchädigung
bezahlt. Den Zuſchlag erhält jeweils jener
Unternehmer, der mit der niedrigſten Entſchädigung zu=
frieden
iſt: er bekommt für jeden Gefangenen aus der
Staatskaſſe 3035 Centimes für den Tag und übernimmt
es dafür, den Sträfling für ſeine Arbeitsleiſtung mit durch=
ſchnittlich
5058 Centimes Tageslohn zu beſolden. Eigen=
artiger
als dieſe Einrichtung aber iſt eine Tatſache, die auf
Grund der amtlichen Statiſtik Jacques Deur im Matin
enthüllt. Da zeigt ſich, daß von den 374 vom Staate unter=
haltenen
Departementsgefängniſſen 83 zuſammen nur 286
Sträflinge beherbergen und weitere 86 Anſtalten nur 510
Sträflinge enthalten. In der Tat gibt es 17 Gefängniſſe
in Frankreich, die je nur 3, 12, die je nur 2, und 7, die
überhaupt nur einen einzigen Sträfling zählen. Und da
wundert man ſich, daß das Budget Löcher hat . . ."
E K
führung, Herrn Hofkapellmeiſter de Haan, bedanken, der
den Taktſtock mit wahrhaft jugendlicher Begeiſterung
führte und die Chöre zu den glänzenden Leiſtungen, die
ſie heute boten, anfeuerte, ſodann auch bei der Vertreterin
der Ruth=Partie, Frau Noordewier= Reddin=
gius
, die ſie ideal ſchön und mit glockenheller Stimme
ſang. Einen frappierenden Beweis ihrer ſtimmlichen
Ueberlegenheit legte ſie nochmals in dem großen Schluß=
enſemble
ab, in dem ihre Stimme über dem ganzen Chor=
ſchwebte
und die Führung behielt. Ganz prächtig waren
die beiden Stimmen, der Sopran der Frau Noordewier=
Reddingius und die Altſtimme der Frau de Haan=
Manifarges, der Vertreterin der Naémi=Partie, abge=
tönt
, die ſich wieder als intelligente und ſtimmlich muſter=
gültig
geſchulte Sängerin bewährte. Die nicht leicht zu
ſingende Partie des Boas, die an den ſtimmlichen Umfang
ihres Vertreters hohe Anforderungen ſtellt, ſang Herr
Ernſt Everts aus Köln, der über einen ſonoren und
ausgiebigen Baßbariton gebietet und ſich den ihm geſtell=
ten
geſanglichen Anforderungen mit künſtleriſchem Ver=
ſtändnis
und Empfinden unterzog. Neben den Chören,
die ſich ſo wacker hielten, ſei auch der Großh. Hofkapelle
noch warme Anerkennung gezollt.
Wie bereits bemerkt, hatte ſich das Oratorium ſowohl
im einzelnen, als noch beſonders am Schluſſe, einer außer=
gewöhnlich
beifälligen Aufnahme zu erfreuen. Der Kom=
poniſt
hatte ſich telegraphiſch entſchuldigen laſſen und
war nicht anweſend.
Der Großherzog und die Großherzogin
wohnten mit Gefolge der Arführung bei.

[ ][  ][ ]

e1z90l

Nummer 307.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
Seite 7.
Waſhington 14. Dez, Uhr abende. Ein Tele= ſling einen Vertrag nahezu abgeſchloſſe ülber den Bau
Literariſches.
gramm, das Admiral Fletcher geſtern abend 10 Uhr an einer Bahn von Shaſid (Provinz Hupeh) nach Sing=
-g. Ernſcht un Scherz. Von der bekannten das Marinedepartement gerichtet hat, beſagt, daß ſich die vifu im Kreiſe Kweitſchau mit einer Zweiglinie
Odenwälder Schriftſtellerin Greta Bickelhaupt er= Rebellen von Tampico zurückgezogen hätten und daßTſchangte-Tſchangtſe. Die ganze Strecke werde etwa
ſchien ſoeben ein neues Bändchen erfriſchender Erzählun= das Feuer eingeſtellt worden ſei. Die Regierungstruppen 800 engliſche Meilen umfaſſen und die geplanten Linien
gen in der Mundart der Erbacher Gegend. Die Ver=hätten weitere Verſtärkungen erhalten und vier merika= Hankau-Itſchang und Hankau-Kanton und die von den
faſſerin zeigt auch in dieſem Werkchen wieder, wie in ihren niſche Kanonenboote befänden ſich auf dem Fluß.
Franzoſen geplante Linie Yunnanfu-Nanking, Yun=
jeüheren
Arbeiten, einen geſunden Humor und eine vor=
Neu= York, 15. Dez. Die Tribung meldet aus nanfu-Hanoi verbinden.
nigliche Charakterſchilderung der Odenwälder. Das El Paſo: 300 deutſche Flüchtlinge ſind aus Chi=
ändchen
dürſte eine gern geſehene Gabe auf dem Weih= huahua hier eingetroffen.
Lachtstiſche ſein. Das Buch erſchien im Verlage von H.
Schiffbruch eines deutſchen Dampfers.
Schlapp in Darmſtadt und koſtet broſchiert 1,50 Mark,
* Emden, 15. Dez. Der Lotſe Ravenberg, der
gebunden 2 Mark.
Letzte Nachrichten.
geſtern den Dampfer Narvik aus dem Hafen durch die
Der Feind im Land! Erinnerungen aus dem
Eins ſteuerte, wurde als Leiche, mit einem Rettungsgürtel
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Kriege 1870/71. Nach dem Tagebuche von Franzoſen ber=
verſehen
, vom Linienſchiff Rheinland aufgefiſcht. Wahr=
ausgegeben
von Ludw. Halevy. Deutſche autoriſierte
* Berlin, 15. Dez. Der Reichskanzler empfing ſcheinlich iſt der von ihm geſteuerte Dampfer Narvik
UAeberſetzung von Dr. Altona. 6. Auflage. Preis 1,50 Mk. nach einer Meldung der Norddeutſchen Allgemeinen Zei= geſcheitert, denn bei der Umſegelungstonne am
Verlag von Otto Salle in Verlin W. 30. Wenn von tung geſtern den großbritanniſchen Botſchafter Sir Edward Hübertſgatt bei Weſtems liegt ein kielobentreiben=
einem
derartigen Buche in wenigen Jahren 6 ſtarke Auf=Goſchen.
des eiſernes Schiff. das jedenfalls das Wrack der
lagen gedruckt werden können ſo iſt das ſicher ein Be=
* Berlin, 15. Dez. Die Norddeutſche Allgemeine Zei= Narvik iſt. In der Nähe wurde ein Boot der Narvik
weis, daß dasſelbe großen Beifall unter den vielen Freun= tung ſchreibt: Der Peſti Hirlap veröffentlichte ein angeb= mit der Leiche eines Matroſen angetrieben,
den von Kriegserinnerungen geſunden hat. Das ron lliches Interview ſeines Verliner Mitarbeiters mit Ueber das Schickſal der 30 Mann betragen=
labensvoller
Friſche zeugende Buch iſt von uns mit gro=dem Reichstagsabgeordneten Baſſermann den Beſatzung iſt nichts bekannt.
hem Intereſſe geleſen worden, und wir ſind ſicher, daß mit über den Dreibund, das auf den erſten Blick verdächtig
* Lübeck, 15. Dez. Ergänzend wird gemeldet daß der
jedem Tage neue Käufer ſich finden werden, vor allem erſchien. Auf Anfrage erklärte Baſſermann, daß das Dampfer Narvik auf Rechnung der Firma L.
irmter den vielen Mitkämpfern und überhaupt geweſenen Interview von A bis 3 erfunden ſei.
Poſſehl u. Co. in Lübeck fährt zwiſchen den Häfen Narvik
Soldaten.
* Frankfurt a. M., 15. Dez. Heute abend gegen 7 Uhr und Antwerpen. Meiſt führt er Frachten von Erzen und
wollte der in Fechenheim wohnhafte Maurer Johann Kohlen. Er hat eine Tragfähigkeit von 6000 Tonnen und
Sou mußt’s kumme Odenwälder Volks=
Friedrich Kappes in den Naxos=Union=Werken wo er iſt 1906 erbaut.
fück in 3 Akten mit Geſang und Tanz von Georg Löff= beſchäftigt war, mittels eines Flaſchenzuges einen ſchweren
ler. Ein kerniges, ſcharf gezeichnetes Bühnenſtück in Eiſenteil in die Höhe ziehen. Plötzlich riß die Kette und
Odenwälder Mundart, das ob ſeiner leichten Aufführbar= das Eiſen traf den Unglücklichen ſo ſchwer, daß er ſofort
Die deutſche Militärmiſſion in der Türkei.
leit lebhaften Handlung und natürlichen Ausdrucksweiſe tot war.
imsbeſondere in Dilettantenkreiſen willkommene Auf=
HI. B. Konſtantinopel, 15. Dez. Der erſte Teil der deut=
* Zabern, 15. Dez. Aus dem Umſtande, daß nun ſchen Militärmiſſion beſtehend aus Liman Paſcha und
ſahme finden wird. (Preis 1 Mk., Porto 10 Pfg.) Selbſt= auch der Reſt der Kaſernenbeſtände des Infanterie=Regi=9 Offizieren, traf geſtern vormittag 10 Uhr mit dem Kon=
berlag
des Verfaſſers Gg. Löffler in Roßdorf bei Darm= ments Nr. 99 hier geräumt und nach Hagenau bezw. Vitſch pentionalzug hier ein. Die Herren trugen türkiſche
Ladt.
geſchickt worden iſt wollen gewiſſe Zeitungen den Schluß Uniform.
Soeben erſchien der Geſundbrunnen, Ka= ziehen, daß die 99er tatſächlich hierher nicht
ſeender des Dürerbundes für das Jahr 1914. Der Kalen=
H B. Konſtantinopel, 15. Dez. Der Miniſterrat hat
mehr zurückkehren, und daß ein anderes Regiment
ber, der von Jahr zu Jahr eine größere Auflage erreicht
hier Garniſon nehmen wird. Demgegenüber wird beſchloſſen, den Botſchaftern der Tripel=Entente auf ihren
und heuer zum ſiebenten Male ausgegeben wird, hat ſich von gut informierter Seite verſichert, daß gemeinſamen Schritt hin zu antworten, die deutſche Mili=
die
Sympathie aller Kreiſe unſeres Volkes, gleichgültig, über einen bevorſtehenden Regimentswechſel tärmiſſion ſolle die Armee reorganiſieren und
welcher politiſchen Stellung, welcher ſozialen Schicht ange= bei der Gemeindeverwaltung bis jetzt noch keinerlei habe keinen politiſchen Charakter. Dem geſt=
wörend
, erworben. Er koſtet geheftet 60 Pfg., hübſch ge=offizielle Mitteilung vorliegt. Die über= rigen Schritt der drei Botſchafter wird hier übrigens ledig=
wnunden
1 Mk. (Verlag Georg D. W. Callwey in morgen ſtattfindende Gemeinderatsſitzung wird ſich u. a, lich informatoriſcher Charakter beigemeſſen.
München).
* Konſtantinopel, 15. Dez. Das Kriegsminiſte=
auch
mit der in Ausſicht ſtehenden Garniſonsver=
-
Hebels Rheinländiſcher Haus=mehrung (Hierherverlegung der reitenden Abteilung des rium richtete an alle Armeekorps ein Rundſchreiben,
reund beſitzt einen guten Namen unter den Kalendern Feldartillerie=Regiments Nr. 84 Straßburg) zu befaſſen in dem es heißt, daß General Liman von Sanders
deutſcher Sprache. Durch mehr als ein Jahrhundert hin= haben. Um irrigen Zeitungsmeldungen vorzubeugen, für die Dauer von fünf Jahren in türkiſche Dienſte ge=
durch
hat er ſich ſeine volkstümliche Art bewahrt und auch ſei übrigens auf Grund einer an amtlicher Stelle einge= nommen ſei als Chef der Reformmiſſion. Er werde das
niach ſeiner Rückkehr in den früheren Verlag J. H. Geiger holten Information feſtgeſtellt, daß die Beziehungen zur Kommando des 1. Armeekorps, das in Konſtantinopel und
Moritz Schauenburg) blieb er ſeinem angeſtammten We= jetzigen interimiſtiſchen Earniſon (Wachkommando des Umgebung liegt, übernehmen: außerdem werde er Mit=
en
getreu. Ein trefflicher Bildſchmuck erfreut das Auge, Straßburger Sachſenregiments Nr. 105 unter Hauptmann glied des Kriegsrats ſein. Das Kriegsminiſterium ver=
o
daß man alſo dieſem Jahrgang, der um den Preis von Römmler) und der Zivilbevölkerung die denkbar beſten öffentlicht ferner ein vom 27. November datiertes Jrade
20 Pfg. zu erſtehen iſt, raſch Freund wird.
ſind. Gegenteilige Nachrichten, wonach der genannte Offi= des Sultans, das das am 28. Oktober abgeſchloſſene Abkom=
Trowitzſchs verbeſſerter Kalender zier auf der Straße durch ſpöttiſche Zurufe beleidigt wor= men über die deutſche Militärmiſſion ſanktioniert.
ür 1914 (214. Jahrgang, Preis broſchiert 40 Pfg., kartoniert den ſei beruhen auf tendenziöſer Erfindung.
Briefkaſten.
mnit Schreibpapier durchſchoſſen 50 Pfg., auch in Quart=
* Stuttgart, 15. Dez. Die Königin hat ſich heute
Format zu haben, Trowitzſch u. Sohn, Berlin SW. 48). vormittag zum Beſuche des Großherzoglichen Hofes nach
II. Behördliche Beſcheinigungen für Militärzwecke
Der Kalender bietet in ſeinem 214. Jahrgang für das ge= Karlsruhe begeben. Die Rückkehr erſolgt heute abend. ſind ſtempelfrei.
Einge Entgelt von 40 Pfg. wieder eine reiche Fülle beleh=
* Karlsruhe, 15. Dez. Als Kandidaten für den
(Schluß des redaktionellen Teils.)
genden und unterhaltenden Stoffs. Rechnet man noch die 7. badiſchen Reichstagswahlkreis hat das
nancherlei eingeſtreuten Gedichte, Denkworte, Rätſel, Zentrum den früheren Mandatsinhaber, Oekonomierat
Anekdoten und die reiche, vorzügliche Illuſtrierung hinzu, Schüler, wieder aufgeſtellt. Die Sozialdemokratie hat
vo wird man zugeben müſſen, daß der Kalender wieder geſtern in einer Verſammlung in Offenburg den Redak=
hält
, was ſein wohlbekannter Name verſpricht.
teur Geiler in Mülhauſen im Elſaß nominiert.
Volksbote1914. 77. Jahrgang. (Preis 50 Pfg.)
* Wien, 15. Dez. In der heutigen Sitzung der öſter=
Der bekannte Volksbote der Schulzeſchen Hofbuchdruckerei reichiſchen Delegation richtete Freiherr von
umd Verlagsbuchhandlung in Oldenburg iſt wieder er=Schwegel an den Miniſter des Aeußern die Anfrage,
ſchienen, zum 76. Male in dieſem Jahre. Der Volksbote ob er entſchloſſen ſei, die vertragsmäßig ſichergeſtellten
Eſt nicht nuo einer unſerer älteſten, ſondern auch einer Intereſſen der Monarchie in der Orientbahangele=
2. e
unſerer beſten Kalender; es liegt in ihm, wie in jedem genheit voll und ganz zu wahren.
ge
guten Kalender, etwas Unnachahmliches: Stimmung. Da=
Wien, 15. Dez. Wie die Wiener Allgemeine Zei=
2.50
Hei bietet der Kalender für den geringen Preis von 50tung erfährt, hat die nordalbaniſche Grenzkom=
Pfennig auch dem Umfange nach viel.
miſſion ihre Arbeiten bis zum 18. April 1914 ver=
Die Weihnachtsnummer der Modernenltagt. Sie wird an dieſem Tage in Skutari wieder zu=
3320
Kunſt iſt als beſonders reich ausgeſtattetes Extra= ſammentreten.
etz 3, Deh. Mtſewpeldent Sieze line 5. pat, Gilen arde=
Heft ſoeben (im Verlag von Rich. Bong, Berlin W. 57,
gelen ene
Preis 3 Mark. (für Abonnenten 1,20 Mark) erſchienen. Abgeordneienhauſe mit, daß das zeitweilige Ver=
Aus ihrem tertlichen Teil heben wir beſonders Eliſabeth bot der Auswanderung Militärpflichtiger
geniete
Boedeckes Weihnachtsnovelle Der Kofferträger hervor, nicht wieder erneuert und der Paßzwang nach
velche die Weihnachtserlebniſſe eines Geiſtlichen und einer den Balkanländern nachdem die normalen Verhältniſſe
geeernt
Zedeutenden Sängerin charakteriſiert. Ebenſo ſeien M. wiederhergeſtellt ſind, aufgehoben wird.
Loebs Plauderei Die Winterwacht am Berge, ferner der
* Paris, 15. Dez. Der franzöſiſche Botſchafter in
aufſchlußreiche Aufſatz Der gedeckte Tiſch von Georg Petersburg Delcaſſé iſt heute hier eingetroffen, um
Rhenanus und Walter Nithack=Stahns Weihnachtsgedicht mit der Regierung Fühlung zu nehmen.
* London, 15. Dez. Prinz Heinrich von
=Ehre ſei Gott in der Höhen aus der Reihe der übrigen
II 29150

3
Beiträge angeführt. Lebhaftes Intereſſe erweckt auch der Preußen beſuchte geſtern das Königspaar und blieb
Zumorvolle Aufſatz von Georg Buß: Eines Hoch Edlen zum Frühſtück.
G
und Hochweiſen Raths Beneuerte Kleiderordnung und
* London, 15. Dez. Der deutſche Botſchafter
Verbot der Hoffahrt, der in flottem Plauderton ſeltſame gab heute im Deutſchen Klub ein Frühſtück zu Ehren
Bräuche und Geſetze aus der deutſchen Vergangenheit in der unter Führung des Wirkl. Geh. Rats v. Körner, Dr. Kuhns Brennessel-Haarwasser ist einfach
ieuem Leben an dem Leſer vorüberziehen läßt. Zur Cha=Direktors der handelspolitiſchen Abteilung des Ausvär=
unfehlbar
bei Haarausfall etc. und an Güte
rakteriſtik der reichen Ausſtattung mit farbigen und ſchwarz= tigen Amts, ſtehenden deutſchen Vertretung bei der inter=
von
der Konkurrenz niemals zu erreichen.
rveißen Reproduktionen nach hervorragenden Gemälden ſnationalen Schiffahrtskonferenz. Unter den
Nur echt mit Firma Franz Kuhn, Kronen-
eien
hier der Kürze halber nur die beiden doppelſeitigen, Gäſten befanden ſich der deutſche Generalkonſul Dr. Jo=
parf
., Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus,
wielfarbigen Extra=Kunſtbeilagen John A. Lomar Das hannes, der deutſche Konſul v. Ranke, ſowie Mitglieder seifenf. a. weissen Turm, Carl Bley, Wilhelminen-
Spiel iſt aus und R. F. Curry Sonniger Wintertag, der deutſchen Kolonie.
strasse 33, zowie in Apoth., Drog. u. Parf. (V,5371
genannt. Andere farbige Reproduktionen nach Gemälden
* London, 15. Dez. Der Schlachtkreuzer Tiger
chließen ſich an. Dem Titelblatt der Weihnachtsnummer lief heute in Clydebank vom Stapel. Er wird 28000
Hat der bekannte Maler E. Sturtevant gleichfalls ein ſtim=1Tonnen Waſſerverdrängung und dreißig Knoten Ge=
unungsvolles
Weihnachtsmotiv zu Grunde gelegt.
ſchwindigkeit haben, ſowie acht 13½zöllige und zwölf
6zöllige Geſchütze führen.
* London, 15. Dez. Auf dem Bauholzlagerplatz von
L. C. Wittich’ſche
Devonport brach Feuer aus. Das geſamte aufgeſtavelte
Zur Lage in Mexiko.
Holz fiel den Flammen zum Opfer. Der Schaden
* Mexiko, 15. Dez. Nichtamtliche Depe=wird auf 12000 Pfund Sterling geſchätzt.
Hofbuchdruckerei
ſſchen beſtätigen die Nachricht von der Niederlageder Soldaten unterſtützten die Feuerwehrleute bei den Löſch=
Aufſtändiſchen bei Tampieo. Die Auſtändiſchen arbeiten. An einen Pfahl wurde ein Exemplar der Zei=
empfiehlt
ſich zur Anfertigung ſämtlicher
mahmen alle Lokomotiven und Wagen der Eiſenbahn mit tung der Anhängerinnen des Frauenſtimm=
nich
. Die Bundestruppen berichten, daß 800 Aufſtändiſcherechts befeſtigt gefunden, das die Worte trug: Re=
Druckſachen in vornehmer Ausführung
getötet worden ſeien, ehe ſie ſich aus der Reichweite der vanche für die Verhaftung der Frau Pankhurſt.
(Beſchütze retten konnten. Es wird keinerlei großer Sach=
Mstetne
* Sofia, 15. Dez. Der deutſche Geſandte
Opone
Mitetenten
ſchaden gemeldet.
Weie
Proſpeſcke
Seibens
Michahelles überreichte heute vormittag dem König
Rechnungen
Diſſertationen
Hochzeits-Itg.
* Neu=York, 15. Dez. Nach einer Depeſche aus in feierlichen Audienz ſein Beglaubigungs=
Briſbegen
Uhnentafeln
Veriobunge=,
Elpaſo, welche die Berichte amerikaniſcher deutſcher und ſchreiben.
Kuoerte
Stonnoſen
Vermählungs-
ſſpaniſcher
Flüchtlinge wiedergibt, iſt General Villa
* Sofia, 15. Dez. Das Miniſterium des
Eintritekanten
Poſtkarten
und Geburie=
ttatſächlich
der Diktator von Chihuahua. Er wies die For= Aeußern hat die neue Stelle eines Preſſedirek=
Geſchaſtekarten
Drogramme
Anzeigen
iderungen der Vertreter des Auslandes zurück und bemäch= tors geſchaffen, dem das bulgariſche Telegraphenbureau
Kartothekkarten Menukarten
Dankſagungen
Ouſtungen
Speiſekarten
ttigte ſich des Eigentums der Ausländer, das auf 5 Mil= und das Preſſebureau unterſtehen. Die Stelle wurde dem
Craueranzeigen
Bechſel
Plakote
mn s Sünden
llionen Dollars geſchätzt wird. 20 Mexikaner hat er hin= bekannten Publiziſten Herbſt übertragen.
richten laſſen. Zu dem beſchlagnahmten Eigentum gehört
* Athen, 15. Dez. Die griechiſche Regierung hat an=
aauch
ein Depot, deſſen Wert auf 1500000 Dollars geſchätzt läßlich der feierlichen Einverleibung Kretas in das
Sonderleiſtungen:
wird. Es gehört deutſchen, engliſchen, franzöſiſchen und Königreich Griechenland ihre diplomatiſchen Vertreter im 8
Illuſtrations= u. Mehrfarbendrucke
ſſpaniſchen Intereſſenten. Andere Depots, die Spaniern Auslande beauftragt, den Regierungen, bei denen ſie be= D
mehören und einen ſchätzungsweiſen Wert von 3500000 glaubigt ſind. den berzlichſten Dank Griechenlands für
Maſſenauflagen
Dollars darſtellen, ſind ebeufalls beſchlagnahmt worden. die unvergeßlichen Dienſte zu übermitteln, welche die
General Villa hat die ausländiſchen Kaufleute wiſſen Großmächte der kretiſchen Sache während der langen
2
Darmſtadt: Bheinſtraße 25
klaſſen, daß ſie große Summen zur Unterſtützung der Re= Periode der internationalen Beſetzung Kretas geleiſtet
Hellen zu zahlen haben.
haben, die der Vereinigung Kretas mit Griechenland voran=
Fernſprecher 1 und 426
* Mexiko, 15. Dez. Finanzminiſter Delalama gegangen iſt.
* Peking, 14. Dez. Die Times melden, die chineſiſche
iſt nach Frankreich abgereiſt, um, nie es heißt, üser den
t zu er
Regierung dabe mit der engliſchen Firma Panl=

[ ][  ][ ]

Nummer 307.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
Seite 8.
Menesnneenenensensessensasen e
ROBERT MULLER
Danksagung.
Todes=Anzeige.
Juwelier
(Nur auf dieſem Wege.)
(Statt beſonderer Anzeige.)
Luisenplatz 4 Ecke der Wilhelminenstrasse
Schmerzerfüllt teilen wir Verwandten,
Juwelen
Werkstätte
Freunden und Bekannten mit, daß unſere
Für die vielen Beweiſe herzlicher Anteilnahme
gute, innigſtgeliebte Mutter, Schwiegermutter,
für
Goldwaren
an dem ſchmerzlichen Verluſte meines guten, lieben,
Schweſter, Tante und Nichte
unvergeßlichen Gatten, unſeres Vaters, Bruders,
Silberwaren Neuarbeiten
774
Schwagers, Schwiegervaters, Großvaters und
Patenlöffel
Umarbeiten
Frau Oberloistel Schn
Onkels, für die reichlichen Blumenſpenden und die
Trauringe Reparaturen
troſtreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Rückert ſagen
geb. Korndörfer
Reelle, fachmännische Bedienung.
wir unſeren herzlichſten Dank.
heute morgen 2 Uhr infolge Herzlähmung
(26162
enlaeet
ſanft im Herrn entſchlafen iſt.
MRRR
Frau Elise Assmuth
Darmſtadt u. Mannheim, 15. Dezbr. 1913
Aus dem Geſchäftsleben.
Pferdeſchutz im Winter. Um im Winter bei
geb. Moldauer
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
glatten, mit Schnee und Eis bedeckten Wegen die Pferde
vor Ueberanſtrengung oder vor Sturz und daraus reſul=
und Kinder.
Ludwig Stirn.
tierenden ſchlimmen Folgen zu bewahren, bedarf es ſtets
ſcharfer Stollen, die den Pferden ſtets ſicheren Gang ge=
Darmſtadt, den 15. Dezember 1913.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 17. Dez.,
währen und bei deren Benutzung gefährliche Verletzungen,
wie Kronentritt, ausgeſchloſſen ſind. Der Stollen, welcher
nachm. 3 Uhr, vom Sterbehauſe Beckſtraße 76
He
Me
allen dieſen Anforderungen genügt, iſt der von allen
aus, ſtatt. Einſegnung ½ Stunde vorher.
Autoritäten im Hufbeſchlagweſen empfohlene Original=
Kondolenzbeſuche dankend verbeten. (26201
eie etehtetete
A=Stollen aus der Fabrik der Firma Leonhardt
& Co, in Berlin=Schöneberg. Jeder Pferdebeſitzer
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
en
kümmere ſich darum, ob ſeine Pferde auch im Winter
Unter dem Einfluß von Randgebilden eines Tief=

bei glatten Wegen ſtets dienſttauglich und leiſtungsfähig
druckgebietes, das heute über Oſtdeutſchland und Rußland
erhalten werden; er achte daher darauf, daß ſie mit

liegt, hatten wir geſtern trübes regneriſches, mildes


Leonhardt’ſchen Original=u=Stollen beſchlagen ſind.
Wetter. Im Bereich eines nachfolgenden Hochdruckrückens
Wer dieſe Beſchlagsmethode noch nicht kennt, verlange
haben die Regenfälle aufgehört. Vorläufig haben wir noch
von der Firma Leonhardt & Co. die Gratisüberſendung
keine weſentliche Aenderung unſerer Witterung zuels
Todes=Anzeige.
ihres Kataloges, welcher auch intereſſante Mitteilungen
warten.
über auswechſelbaren Griff enthält.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, 16. Dezembert
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Vorwiegend trüb und wolkig, mild, zeitweiſe leichts
Durch das Geſchenk erfreuen, iſt der Zweck
Regenfälle.
des Schenkens. Die Freude iſt aber nur
Heute verſchied ſanft nach längerem Leiden
dann echt, wenn ſie eine dauernde iſt, wie ſie ein ge=
Tageskalender.
meine liebe, gute Schweſter
diegener Gebrauchsgegenſtand hervorruft. Ein nützlicher
Dienstag, 16. Dezember.
Ratgeber für den Weihnachts=Einkauf iſt der der heutigen
Fräulein
Großh. Hoftheater Anfang 7 Uhr, Ende gegen
Stadtauflage beiliegende Weihnachtsproſpekt der Firma
10 Uhr (Ab. A): König Karl.
Heinrich Lautz über Soenneckens Goldfüllfedern,
Vortrag von Stadtverordneten Sames um 8½Uh
Ring=Notiz=Bücher, Tintenfäſſer, Löſcher,
Anna Schneider.
im Fürſtenſaal (Ortsgewerbeverein):
Schreibmappen, Umlegkalender, Notizblöcke,
Vortrag von P. Elpidius um 8¼ Uhr im Kaiſerſa
ferner Soenneckens zuſammenſetzbare Idealbücher=
(Alkoholgegnerbund).
Darmſtadt, den 15. Dezember 1913.
ſchränke, Schreibmöbel u. dergl., alles auserleſene
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. Bürgerkellen
Gebrauchsgegenſtände, die ſich durch ihre vorzügliche
8 Uhr. Café Metropole um 8 Uhr.
Die tieftrauernde Schweſter:
Ausſtattung ganz beſonders als Weihnachtsgeſchenke
Bilder vom Tage In der Auslage unſerer
(26209
eignen, ſind in dieſem Proſpekt aufgeführt.
Elise Schneider.
pedition (Rheinſtraße 23) ſind folgende Bilder neu aus=
geſtellt
: Die deutſche Militärmiſſion für die Türkei,
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 17. Dez.,
Zur Zabern=Affäre: Kaiſer Wilhelm im Geſpräch mit
Dampfernachrichten.
dem Reichskanzler in Donaueſchingen, General der In=
Nordd. Lloyd, Bremen. Mitgeteilt von dem Ver= nachmittags 3 Uhr, von der Friedhofskapelle
aus, ſtatt.
(*17641
fanterie Freiherrn von Lyncker und Generalleutnant von
treter: Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
Deimling, Oberſt von Reuter mit ſeiner Frau auf dem
Blumenſpenden und Kondolenzbeſuche dankend
Kaiſer Wilhelm II. 10. Dez. 11 Uhr vorm. von Neu=
Zaberner Bahnhof, das neue Quartier der 99er auf=
verbeten
.
York angekommen. Chemnitz 11. Dez. 1 Uhr nachm.
dem Truppenübungsplatz. Zu der Etatsberatung im
von Havanna nach Galveſton abgegangen. Wittekind‟
deutſchen Reichstag. Zur bevorſtehenden Löſung der
10. Dez. 11 Uhr vorm. in Baltimore angekommen.

albaniſchen Frage: Die deutſchen Beſatzungstruppen in
Neckar 11. Dez. 11 Uhr vorm. in Philadelphia an=
Skutari.
gekommen. Caſſel 12. Dez. 1 Uhr 30 Min. vorm.
Verſteigerungskalender.
Dover paſſiert. Brandenburg 11. Dez. 4 Uhr nachm.
Mittwoch, 17. Dezember.
von Bremerhaven abgegangen. Bülow‟ 11. Dez. 6 Uhr
Dankſagung.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
nachm. in Hongkong angekommen. Prinz Ludwig‟
Rundeturmſtraße 16.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
11. Dez. 12 Uhr mittags von Genua abgegangen.
Pferde=, Kühe= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
Goeben 12. Dez. 11 Uhr vorm. in Antwerpen an=
bei
dem Hinſcheiden unſerer lieben, unvergeßlichen
zu Unter=Moſſau (Zuſammenkunft an der Hofreite G,
gekommen. Königin Luiſe 11. Dez. 1 Uhr nachm. in
Mutter
J. Hörr).
Sydney angekommen. Ganelon 11. De= 12 Uhr
mittags von Melbourne abgegangen. Schwaben
Frau Anna Ihrig
11. Dez. 5 Uhr morgens von Sydney nach Auſtralien
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
abgegangen. Elſaß 12. Dez. 12 Uhr mittags von
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
geb. Friedrich
Bremen nach Auſtralien abgegangen. Sierra Ventana
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
ſprechen wir hiermit Allen unſeren tiefgefühlteſten
11. Dez. in Antwerpen angekommen. Würzburg
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratentell
11. Dez. in Santos angekommen. Gotha 11. Dez.
Dank aus.
(26158
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäftes=
von
Liſſabon nach Braſilien abgegangen. Manila
leben: Haus Seitz, ſämtlich in Darmſtadt. Für hiſ
12. Dez. von Eitape nach Neu=Guinea abgegangen.
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
Die trauernden Hinterbliebenen.
Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaigt
Großh. Hofbibliothek, geöfnet: Montag bis
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Darmſtadt, den 14. Dezember 1913.
Freitag von 91 Uhr und 24 Uhr, Samstags von
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
91 Uhr.
zurückgeſandt.
Gnädige Frau!
Wenn Sie während der Geſellſchafts=Saiſon Ihren Gäſten eine beſondere Annehmlichs
keit bereiten wollen, ſo laſſen Sie nach dem Diner und beſonders abends coffelnfreien
Kaffee Hag ſervieren. Er iſt nicht allein von ganz vorzüglicher, jeden Feinſchmecker bes
geiſternder Qualität, ſondern bewahrt auch Ihre Gäſte vor der mit Recht gefürchteten,
durch Coffelngenuß verurſachten Schlafloſigkeit.
Kaffee Hag kann infolge dieſer Eigenſchaften ohne jedes Bedenken in den bei Mokka
üblichen ſtarken und ſtärkſten Aufgüſſen genoſſen werden.
Wie er durch die Coffelnentziehung in keiner Weiſe an Aroma verliert, ſo beſitzt er auch
ungeſchmälert diejenigen verdauungsfördernden Eigenſchaften, welche eine Taſſe ſtarken
Kaffees nach der Tafel zum begehrteſten Genußmittel machen.
Kaffee Hag iſt in allen beſſeren Geſchäften ſtets vorrätig. Zur Zeit wird er auch in
künſtleriſchen Weihnachtsdoſen aus imit. Altſilber verkauft. Doſen und Originalpakete enthalten
wertvolle Wappenmarken nach Entwürfen des bekannten Heraldikers Profeſſor Otto Hupp,
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56
De
Bestellungen für die Feiertage bis 20. Dezember erbeten.
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[ ][  ][ ]

Nummer 3

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
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5.
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Auch am letzten Sonntag vor Weihnachten
bleibt mein Geschäft geschlossen.
(26200

Seite 9.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Taglbatt, Dienstag, den 16. Dezember 1915.
Nummer 307.
Seite 10.
(2055 .
4.,

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13
1358
740
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14
24
1173
1415
geladen werden. An lebenden Modellen werden ausgeführt: Haus=
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15
470
409
1504
170
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882
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4
1829
28
145
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1630
1244
ausfall, Ergrauen der Haare, Kopfſchuppen, Warzen, ſowie falſche Sonſtige Möbel aller Art
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208
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Kurſe vom 15. Dezember 1913.
52,20 3½ Frankf.Hypoth.=Bank
3½ Offenbach . . . . . . 87,50
7 Schuckert, Nürnberg . . 149,00 2¾10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 76.75
3 Raab=Oedenburg .
S. 19.
84,504 Wiesbaden . . . . . .
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
12 Siemens & Halske . 217,00 4 Kronprinz Rudolfbahn 86,60 4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
87,5
. 3½,
do.
In Proz. Zf.
In Proz. 12 Bergmann Electr. . . 124,80 4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 86,20
Zf.
S. 1519, 2126 93,50
4 Worms . . . . . . . .
5 Agentinier . . . . . . . 97,70 10 Deutſch. Ueberſee Electr. 166,00
Staatspapiere.
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,50 4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
do.
3½.
82,50
25 Gummi Peter . .
86,20
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,00
do.
84,00 4 Liſſabonner v. 1888 .
do.
3½
do.
81,20
30 Adler=Fahrradwerke
7212
3½ Deutſche Reichsanl. . 85,40
4 Wladichawchas . . . . 87,50 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
½ Chile Gold=Anleihe.
Verzinsliche
Kleyer . . . . . . 366,00
84,20
do.
76,505 Chineſ. Staatsanleihe. 98,00
Rjäſan Koslow . . . .
do.
3½
Anlehensloſe.
90,6012 Maſchinenf. Badenia 127,00 3 Portugieſ. Eiſenb. . . . 68,75 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
4 Preuß. Schatzanweiſg.
do.
4½
4 Badiſche . . . Tlr. 100 176,00
1016 Wittener Stahlröhren 153,00
S. 12, 13, 16. . . . . 26,60
3½ do. Conſols ... 85,404½ Japaner. . .
do.
7

.. 91
½ Cöln=Mindner , 100 141,00
8 Steana Romana Petr. 149,10 2 Livorneſer .
do. do.
. . 67,80
S. 14. 15, 17, 24/26
76,405 Innere Mexikaner. . . 72
3 Holl. Komm. . fl. 100
46,50115 Zelſtoff Waldhof
. 218,25 3 Salonique=Monaſtir. . 63,00
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,70
ds.
1823 . . . . . . 5659 3 Mabrider . . Js. 100
92,20 4 Gold=Mexikanerv. 1904 75,70 12½ Bad. Zucker= Wag=
do
.
3½
.198,00 4 Bagdadbahn . . . 79,20 3½ Heſſ.Land.=Hyp.=Bank
häuſel . . . . .
S. 1 u. 2, 68 . . . 84,20 4 Meininger Pr.=Pfand=
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,60
do.
5 Gold=Mexikaner . . .
briefe . . . . . . . 139,10
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,50 3½ Buenos Aires Prov. 68,00 10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 94,00 4 Miſſouri=Pacific . . .
S. 35 . . . . . . . 84,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 177,00
3 Südd. Immobilien 55,50 4 Northern=Pacific . . . 91,80
S. 911. . . . ..
84,10
do.
3½
75,001 Aktien inländiſcher
4 Meininger Hyp.=Bank 95,00 3 Oldenburger . . .
3
4 Southern=Pacific . . . 88,40
do.
Transportanſtalten.
Bergwerks=Aktien.
2½ Raab=Grazer fl. 150 113,50
84,00
3½
5 St. Louis und San
do.
4 Hamburger Staatsanl. 97,50 8 Hamb.=Amerika=Paket=
Unverzinsliche
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
Francisco . . . . .
. . . . . . 131,10 10 Aumetz=Friede . . . . 156,00
fahrt .
Anlehensloſe.
(unk. 1917) . . 93,20
5 Tehuanteper . . . . . .
4 do. do. (unk. 1918) 96,603 Nordd. Lloyd . . . 116,90 12 Bochumer Bergb. u.
3½ do. (unk. 1914). . 83,30 Augsburger . . . . . ſl. 7
do.
3½
Gußſt. . . . . . . 209,50
83,906 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 120,80
Bank=Aktien.
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,40 Braunſchweiger Tlr. 20 206,00
73,25
do.
11 Deutſch=Luxemburg.=
10 Dank für elektriſche
76,40 Aktien ausländiſcher
86,20 Freiburger . . . . Fs. 15
do.
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3½
Vergb. . . . . . . 131,50
Untern. Zürich . . 185,00
4 Württemb. (unk. 1921) 98,50 Transportanſtalten.
Mailänder . . . . Fs. 45
10 Gelſenkirchener . . . . 179,50 8½ Bergiſch Märkiſche
Städte=
do
. v. 1875 92,50 5 Anatol. Eiſenb. 60%
do. . . . . Fs. 10 41,50
3½
7 Harpener . . . . . . . 174,00
Einz. Mk. 408 . 118,75
Bank . . . . . . . 143,10
Obligationen.
Meininger . . . . . fl.
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887.. (8 Baltimore und Ohio . 92,7515 Phönix Bergb. und
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 155,25 4 Darmſtadt . . . . . .
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100
Hüttenbetrieb . . . 234,50 6½ Darmſtädter Bank . 115,90 3½
6 Schantungbahn . . . . 125,25
do. v. 1858 f.100 518,0
do.
86,50
4 Italiener Rente. . .
4½ Oeſterr. Silberrente 6½ Luxemb. Prince Henri 160,00 0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
12½. Deutſche Bank . . . 249,50 4 Frankfurt . . . . . . . 95,70 Ungar. Staats . . fl. 100
Caro . . . . . . . 63,506 Deutſche Vereinsbank . 117,753½
4 do. Goldrente . . . 88,500 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22,25
96,10 Benediger . . . . Fs. 30
do.
4 do. einheitl. Rente . 83,406 Pennſylvania R. R. . 108,50 4 Laurahütte . . . . . . 150,25 5½ Deutſche Effekt.= und
Türkiſche . . . . Fs. 400 168,80
4 Gießen . . . . . . . .
10 Kaliwerke Aſchersleben
W.=Bank . . . . . 112,10 3½ do.
3 Portug. unif. Serie I 61½
85,30
Gold, Silber und
Letzte Induſtrie=
10
Weſteregeln 190,00 10 Diskonto=Kommandit 185,50
4 Heidelberg . . . . . . 94,20
3 do. unif. Serie III 64,00 Divid.
Aktien.
Banknoten.
5 South Weſt Africa .
8½ Dresdener Bank . 150,40
do.
62.50
3 do. Spezial . . . . 9,70 3 Brauerei Werger.
85,50 Engl. Sovereigns . . . . 20,44
9½ Frankf. Hypoth.=B. 207,00
Prioritäts=
Karlsruhe . . . . . . .
5 Rumänier v. 1903 . .
20 Francs=Stücke . . . . 16,15
25 Bad. Anilin= u. Soda=
6½ Mitteld. Kreditbank 114,40
Obligationen.
do.
4
dv, v. 1800 . . 93,50
.. . 557,50
Fabrik . .
86,50 Amerikaniſche Noten . . . 4,20½
7 Nationalb. f. Deutſchl. 116,75 4 Magdeburg . . . . . .
3½
do. v. 1905 . . 86,0014 Chem. Fabrik Gries=
Engliſche Noten . . . . . 20,49
Südd. Eiſenb.=Geſ. 83,00 5½ Pfälziſche Bank. . . 121,754
heim . . . . . . . 247,004½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 87,70
Mainz . . . . . . . . 95,00 Franzöſiſche Noten . . . . 80,90
6.48 Reichsbank . . . .
137,20
do.
Eliſabethbahn, freie . . 88,90
4 do. v. 1902 . . . . 90,2027 Farbwerke Höchſt.
84,80 Holländiſche Noten . . . . 169,20
603,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 126,20 4 Mannheim . . . . . . 95,00 Italieniſche Noten . . . . 80,65
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 86,50
4½ do. v. 1905 . . . . 99,9020 Verein chem. Fahriken
7½ A. Schaaffhauſen.
Mannheim . . . . 331,003 Prag=Duxer . . . . . . 71,80
3½ do.
3½ Schweden . . . . . .
84,50 Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,80
Bankverein . . . . 98,00
München . . . . . . . 96,40 Ruſſiſche Noten . . . . .
4 Serbier amort v. 1895 79,808 Cement Heidelberg . . 140,20 5 Oeſterr. Staatsbahn . 101,00 7½ Wiener Bankverein . 134,2513½ Nauheim . . . . . .
4 Türk. Abmin. v. 1908 78,5032 Chem. Werke Albert 398,00 4 Oeſterr. Staatsbahn . 88,30
Schweizer Noten . . . . . 80,85
Pfandbriefe.
do.
4 Türk. unifiz. v. 1903 87,8012½ Holzverkohl. Kon=
Nürnberg . . . . . . . 95,80
74,90
4 Ungar. Goldrente . . . 84,90
ſtanz . . . . . . . 298,00 5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,40 4 Frankf. Hypoth.=Bank
3½
85,301 Reichsbank=Diskonto . .
4 do. Staatsrente . .
4 Lahmeyer . . . . . . . 123,00 4 Oeſt. Südb. (Lomb.). . 72,40
S. 16 u. 17 . . . 94,004 Offenbach . . . . . . .
Reichsbank=Lombard 3sf. 6%

[ ][  ][ ]

emſte
ſtraße!
Nr. 160.

derg

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
B 139.
Dienstag, 16. Dezember.
1913.
Bekanntmachung.
30 g150 g htoogf2oogl.oog
Name
Besondere Preise
Nachſtehend bringen wir die von Großherzoglichem Miniſterium des Innern
Ta-HeistwUe
ür Ausführung des 8376 Abſatz 2 der Reichsverſicherungsordnung und des § 14 der
lanntmachung vom 22. September 1913 (Reg. Bl. Nr. 22) erlaſſene Bekanntmachung Folia Trifolii übrini
15-12d-30
r 22. September 1913 zur öffentlichen Kenntnis.
(25807ds
16
Uvae Ursi .
1 (20-30


Darmſtadt, den 5. Dezember 1913.
25)135)160
Folliculi Sennae . . .
Großherzogliches Kreisamt (Verſicherungsamt).
Fructus Anisi .
. . .-1520/30-
Poenienl
J. V.: Dr. Michel.
. . .201-305

120--


Juniperi
,,,
Bekanntmachung.
151-1351-1451--1-
Myrtilli
..

170
15126
1140
In Ausführung des § 376 Abſ. 2 der Reichsverſicherungsordnung und des § 14 Glyeerinum
. .101
5(251.-
Bekanntmachung Großh. Miniſteriums des Innern vom 22. September ds Js., 1 Herba Absinthii
,
hrd--
26
140-
Centaurii
..15
keg.= Blatt Nr. 22 über die Ausführung der Reichsverſicherungsordnung, veröffent=

110

19-25
Equiseti
ſchen wir die Liſte derjenigen einfachen Arzneimittel, für die die Apotheker des Groß=

110
it
-
25
Millefolii
,
Azogtums im Verkehr mit den Krankenkaſſen höhere Preiſe, als ſie bei den einzelnen
,
Serpylli
-
.. 11015 angegeben ſind, nicht berechnen dürfen.
15
Etn
Thymi
,
Bei Abgabe der in dieſer Liſte aufgeführten Arzneimittel ſind nachfolgende Be=
40--
15-24
ſimmungen zu beachten:
Violae tricoloris
,
1
15--
1. Die verzeichneten Arzneimittel müſſen den Anforderungen des Deutſchen Arznei= Hydrogenium peroxydatum . . 1
15
24
Kalium chloricum
büches entſprechen.
,,
e
1
3
permanganicum . . . .
2. Auf die Preiſe dieſer Liſte findet der erſte Satz des §376 R. V.O. keine Anwen=

20-3050
dung. Sie ſind nur gültig, wenn die Arzneiſtoffe ungemiſcht und ungeteilt Lanolin
1. 700
-1
151-39--.
verordnet werden. Dagegen iſt es gleichgültig, ob die Verordnung in Rezept= Lichen islandicus
L15-20-3

form, deutſch oder lateiniſch, nach Gewicht oder Geldwert erfolgt. Die Verord= Linimentum ammoniatum
-ammoniatum 11520- 30
nung nach Geldwert gilt nur für den Arzneiſtoff; erforderliche Gefäße ſind be=
10
(15125
4(175
Liquor Aluminii acetici .
ſonders zu berechnen, nicht aber die Herrichtung zur Abgabe.
.7 .
1(25-14070-

Ammonii anisatus .
Die deutſche Bezeichnung des Arzneimittels und die Aufſchriften:



- E-
caustici

äußerlich, innerlich, nach Vorſchrift, nach Verordnung, nach Bericht, Gift,

1
15)-120-3
Cresoli saponatus
nur verdünnt anzuwenden, Vorſicht, vor Licht zu ſchützen, feuergefährlich,
,

S -15
Natri silieiel
vor dem Gebrauch umzuſchütteln, Salbe, Augenſalbe, Augenwaſſer, Ein=
151-/251-140
Plumbi subacetici
reibung, zum Gurgeln, zum Pinſeln, Tee
-se
451

dürfen nicht berechnet werden. Weitergehende Gebrauchsanweiſungen nach Vor= Lyeopodium
1
2

140-1
Magnesia usta .
ſchrift des Arztes ſind mit 10 Pfg. zu vergüten.
,
12( 1-35-

3. 250 g koſten doppelt ſo viel wie 100 g, 500 g koſten doppelt ſo viel wie 200 g, Maghesium carbonieum
-

-19-
lic
sulfuricum
ſofern nicht beſondere Preiſe ausgeworfen ſind. Gewichtsmengen, die zwiſchen
*
20-30-50
den eingeſetzten liegen, werden nach dem Preis für die nächſtniedrigere Menge Mel Foenieuli . .

29-140
17d-1-
boraxatum
, . .
berechnet, bis der Satz für die nächſthöhere erreicht iſt. Kleinere Mengen als

üe
1
Nafalan
die, für welche ein Preis ausgeworfen iſt, werden nach letzterem durch ent=
,,
45170
120- Teilung berechnet. Der Preis iſt in beiden Fällen auf die nächſt= Naftalanum
,
11d-1e
höhere, durch 5 teilbare Zahl abzurunden. Iſt die Menge des Arzneiſtoffes in Natrium bicarbonieum
10
carbonieum erud. eryst.. 11
der Verordnung nicht angegeben, ſo iſt die in der Liſte angegebene kleinſte Menge

-11-(15

sulfnricum
zu verabfolgen. Der niedrigſte Preisanſatz für eine Verordnung iſt 10 Pfg.
1407d 112d
4. Trockne Arzneiſtoffe werden in Papierbeuteln abgegeben, die mit einem 4 be= Oleum Amygdalarum . .
15)-/20
Arachidis
zeichneten in Pappſchachteln, Salben und Latwergen in Kruken.
,
a-ſe-
-1e
Jecoris Aselli
5. Werden verwendbare reine Gläſer Kruken, Pappſchachteln oder Pulverkäſtchen
(28
45f
.1d-n
Lini
zur Aufnahme der Arznei in die Apotheke gebracht, ſo iſt dafür der volle Preis
75)
. .115-/2514
anzurechnen.
Olivarum
60-
451-2d3
6. Beſtehen Zweifel, welche von den in der Handverkaufsliſte aufgeführten Sorten Papaveris
,
10
15125
Rapae .

gemeint iſt, ſo iſt ſtets die billigere zu geben.
,
td-
Rieini . .
Die Preiſe der Drogen gelten für die ganze und für die geſchnittene Ware.
,,
1i5l-24
-d-
Sesami.
8. In den Arzneirechnungen für die Krankenkaſſen ſind die durch dieſe Liſte feſt=


451-
15
Terebinthinae

geſetzten Preiſe geſondert von den Preiſen für die Rezeptur=Mittel in der Spalte
, ,
15
1e
Paraffinum liquidum
für Nettopreiſe aufzuführen.

Ller
1407d 120-
Pasta Zinci
-251-41-70-1-
Pastilli Ammonii chlorati .
30 g15ogſtoogſeoo. 1500
Name
10 Stück - 25
Besondere Preise
Pastilli Santonini 0.025 .
,
----
-
10 Stück = 30
ele UU
0.05

11015)- (261-
Placenta Seminis Lini p. gr. .
Agetum
/20-3415011--
Pulvis aerophorus

--- 2 Paar - 10
. 3---29-lad-

aromaticum
Angl.
115-25
16 Paar 25
pyrolignosum crudum
Liquiritiae composit.-20z L150-85)-
,,
n

reetificatum 11-11d-(2035
Magnesiae cum Rheo 1140160-20
T
115)- 251-
Sabadillae .
151195
salieylieus cum Talco 110
190
(20
Aeidum aceticum dilutum . . 1-l-2d-

50
Radix Althaege



3
24-35-
050
.15-2
boricum
Gentiange

,
(a
2151-20
1101-115)-(251-14d
(38161
pulv.
,
Liquiritiae
300
120
e
115)-2d
(651
6
35
carbolicum liquefactum

Valerianas .
11d-115-123140
1251-/4000- et pulv.
Rhizoma Calami
,
1110--
-
. 11155-1201-351.
hydrochloricum erudum
Saccharum Lactis

(20
-ic

-
1151- 251-
nitricum
Sal Carolinum fact. cryst.
1-sc
d-de
.-251-(351-/601.

salichlicum .

pulv.

.111-20
:
1-16 crudum
Sapo kalinus .
*
25-e
.- L1

.er
tannicum
venalis
m
,
(2
25
1
40-17d-
.15-125-4
tartaricum et pulv. .
Sebum ovile

14001
180- 4915d
salicylatum .
A deps suillus .
ſoh


20
150-lsch 1150-
Aether
Semen Lini et pulv.. gross.
*
1-
-de-2
125
1-


Quercus tost. pulv.
.
S-
-25
4

-l7ol 1120--
(25)-
Alcohol absolutus .
Sinapis pulv. gross. . .
70
2c19r
115(25
140

-15-
A leé et pulv.
Sirupus Althaeae
10
B
1110

25145-

Rubi Idaei
A lumen pulv.

,

30
49-77
3
1d-15-201-

Species laxantes
ustum pulv.


55

1
51/20
id-19-
(30
,
Ummonium chloratum

Lignorum .
ſcht
-
-38
20
1
-26
150
10
pectorales .
Lmylum Oryzae
,
249
15(1190
20-351--

Triciti
Spiritus
7,
-
(35
id-hn
aethereus

A qua Calcariae

ſchte

-2.
1-181
180
1d-15
camphoratus
carbolisata 2%

*2
-4d-17d--
-1
id-115
25
Formicarum
Plumbi
,
,
121 1175 31-
(35-6d 1110-
Halsamum peruvianum

(30
*10-2d--
155 1.
saponato-camphoratus
Eenzinum venale
,
1

4-

1-
saponatus
(3
Bolus alba pulv. . . .
,

70 1
id-1151-28114
2
Sinapis
Eorax pulv.
,,

5-2d
-
6d 11
351-
Vini Gallici artificial.
(acag sine Oleo pulv.
,
0-34
1.-19--
10
151
Sulfur depuratum .
,
(aſearia ehlorata.

25)14d-6d
15
Talcum pulv.
C-alcium phosphorieum
5dh-ed
1
-1d-
Tartarus depuratus .

sulfuricum ustum
30-
11
30 Stück 50
Tinctura Arnicae .
,
Gapsulae gelatinos. c. Bals.

25140
70
3
1120
Chinae composita
- 50 = 75

Copaiv. à 0,5g
1ec-
234170l 1
Myrrhae
100 125
,.
(50190
1 Schachtel à 6 St. 30
Rhei aquosa
c. Ol. Ricini à 3,0g

-al-e
1180.
vinosa
el-21--i--111 Bl. v. 45 cm imr-- 102
Carrageen conc. .

-25140l-70) 12c--
-13 Bl. v. 45 cm im L - 25
Valériänae
Charta nitrats.
,,
160 11 180
4
2---I1 Bl., 8½ X 12 cm- 10
getherea
sinapisata ... . .
19d


1. (6
elste-
3 Bl., 8½ X12 cm- 25 Tubera Salep pulv.
Tollodium

32s
*4
id 110-
2
111
Unguentum Acidi Borici
Cortex Frangulae conc. . .
4e
12160
ebl=
1



leniens .
Quercus conc.
(251-140
Eine
11oc
-
121-(35f.
Plumbl.
(Tresolum crudum ..
2.
3-e
11d
3.
2418d-5d
Zinci
Electuarium e Senna
(25- (35116d 1110
Vaselinum album
Lmpiastrum adhaesivum extensum
(iel-(20-d1-5d-

Hevum
20 cm br.
1 m 40 , 1m 65
--
1id- 11e1-120--

50 gem 10
Zincum oxydatum erudum
Anglicum

tuscum camphorat. 111-
½ m 40 , 1m 65
Darmſtadt, den 22. Septemher 1913.
n
-
- 100 gcm 10
saponat. extens.
Großherzogliches Miniſterium des Innern,
11- 26l- (40-
Extractum Pini sylvestr.

120
Abteilung für öffentliche Geſundheitspflege.
Werrum sulfnricum crudum . . -
(30150-
(20
Beſt.
Flores Arnicae
2.
51351/65 1120) 230
,
Chamomillae
a
135
11201
6.
Roman. .

An die Großh. Bürzermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
(70
1120-
21-4
Cinae
.

30
150-
Wir verweiſen Sie auf die in dem Regierungsblatt Nr. 27 vom 11, d. Mts=
.15
Malvae arboreae .
241-3015
erſchienene Bekanntmachung, die Vergütungen für vorwiegend im Intereſſe Privater
Kores Sambuci, gerebelt
-
25-40170
erfolgende Amtsgeſchäfte der Bürgermeiſter der Landgemeinden betreffend.
Tiliae .

16-15
Die in dieſer Bekanntmachung beſtimmten Gebührenſätze ſind vom 1. Januar
Folia Farfarae
1r
2

1914 zu erhöhen.
Juglandis
2.
i
40
Menthae piperitae
Darmſtadt, den 11. Dezember 1913.
(26145
It
20
Salviae .
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Seunae
J. V.: von Starck.
. 1361150)/90
Theae

[ ][  ][ ]

Dienstag, den 16. Dezember 1913.
Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.
Nummer 139.
Bekanntmachung=
Ketieige us etrſeneniting fir ie Prarit ehening,
Die freie Innung der Friſeure und Perückenmacher in den Landgemeinden des
Die unterzeichnete Anſtalt hat ſich im beſonderen auch die Aufgabe geſtellt,
Lehrlinge und Lehrſtellen zu vermitteln. Ihre Tätigkeit iſt hierbei nicht nur auf Kreiſes Darmſtadt hat bei uns den Antrag geſtellt, für die Gemeinden Arheilgen, Eben
Darmſtadt beſchränkt. Mit Zuſtimmung der Großh. Provinzialdirektion erſtreckt ſie! ſtadt, Eſchollbrücken, Griesheim und Pfungſtadt gemäß § 41b der Gewerbeordnung
ſich auch auf den übrigen Bezirk der Provinz Starkenburg. Sie iſt für dieſen folgendes anzuordnen:
Der Gewerbetrieb im geſamten Friſeur=, Barbier= und Perückenmacher=
Bezirk Haup ausgleichſtelle. Koſten entſtehen durch die Inanſpruchnahme der
gewerbe iſt ſowohl innerhalb als auch außerhalb der Betriebsſtätte am
Anſtalt nicht, weder den Lehrherren noch den Lehrlingen. Beim Ausgleich von
zweiten Weihnachts=, Oſter= und Pfingſtfeiertage gänzlich, an den übrigen
Angebot und Nachfrage wird den örtlichen, alſo ganz beſonders auch den ländlichen
Feſttagen und an den Sonntagen nach 2 Uhr nachmittags verboten.
Verhältniſſen und Intereſſen in weitgehendem Maße Rechnung getragen. Die Ver=
Ausgenommen ſind diejenigen Arbeiten, welche an dieſen Tagen zur
mittlung erfolgt in Fühlung mit den vorhandenen örtlichen und Bezirks=Arbeits=
Vorbereitung von öffentlichen Theatervorſtellungen und Schauſtellungener=
nachweisſtellen
unter ſtrenger Beobachtung des Grundfatzes, daß Angebote und
forderlich werden.
Nachfragen erſt dann entfernter gelegenen Orten und Bezirken zugut kommen
Nach § 171, 122 der Ausführungsverordnung zur Gewerbeordnung machen
dürfen, wenn ſie am Orte der Herkunft und in der nächſten Umgebung mit ent=
ſprechenden
Nachfragen und Angeboten nicht ausgeglichen werden können. Sollte 1 wir hiermit öffentlich bekannt, daß wir den Kreisamtsbureaugehilfen Wagner zum
ausnahmsweiſe die Vermittlung einer außerhalb der Provinz gelegenen Lehrſtelle Kommiſſar für die Abſtimmung der beteiligten Gewerbetreibenden beſtellt haben.
gewünſcht werden, ſo iſt dies beſonders anzugeben. Dahingehende Wünſche werden
Darmſtadt, den 12. Dezember 1913.
ſelbſtverſtändlich berückſichtigt.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Merkblätter mit Anmeldeformularen für die Herren Gewerbetreibenden ſowie
I. V.: Piſtor.
für die Eltern und Vormünder ſind bereits in der ganzen Provinz verteilt. Eine
monatlich erſcheinende Vakanzenliſte, die alle jeweils noch unerledigten Stellen= und
Im Anſchluß an obige Bekanntmachung des Großherzoglichen Kreisamts Darm=
Lehrlinsgeſuche aus der Provinz enthält, wird in den Geſchäftsräumen der Großh. ſtadt vom 12. Dezember l. Js. mache ich hierdurch bekannt, daß die Liſte der betei
Bürgermeiſtereien und der nachgenannten öffentlichen Arbeitsnachweiſe offen ligten Gewerbetreibenden bei mir offen liegt und Einwendungen gegen deren Voll=
gelegt
und kann dort von jedermann koſtenlos eingeſehen werden; ſie wird auch
ſtändigkeit und Richtigkeit, ſowie Aeußerungen für und gegen den oben mitgeteilten
auf Wunſch allen Intereſſenten regelmäßig koſtenlos zugeſtellt.
Antrag ſchriftlich bis zum 28. Dezember ds. Js, einſchließlich oder mündlich in der
Es wird ebenſo dringend wie höflich gebeten, nunmehr Stellen und Lehrlinge Zeit vom 20. Dezember bis 28. Dezember l. Js. einſchließlich bei mir abzugeben ſind
bei einer der folgenden Vermittlungsſtellen, am zweckmäßigſten bei der nächſt=
Die Abgabe der mündlichen Erklärungen kann während des angegebenen Zeih
gelegenen, umgehend anzumelden.
raumes werktäglich von 11 bis 12 Uhr vormittags in den Dienſträumen des Groß
1. Darmſtadt, Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis, Haupt= herzoglichen Kreisamts, Neckarſtraße 3, 1. Stock, Zimmer Nr. 19, erfolgen.
nachweisſtelle, Grafenſtraße 30, Fernruf 371,
Ich fordere daher alle Gewerbetreibenden, die in den Gemeinden Arheilgen
2. Bensheim a. d. B., Kreisarbeitsnachweis, Fernruf 9,
Eberſtadt, Eſchollbrücken, Griesheim und Pfungſtadt das Friſeur= oder Perücken
3. Dieburg, Kreisarbeitsnachweis (Ortskrankenkaſſe), Fernruf 252.
machergewerbe ausüben, zur Abgabe ihrer Aeußerungen mit dem Bemerken auf, daſſ
4. Gernsheim, Oeffentlicher Arbeitsnachweis (Großh. Bürgermeiſtereh), Fern= nur ſolche Erklärungen, die erkennen laſſ.n, ob der Erklärende dem oben mitgeteillenl
ruf 25,
Antrag zuſtimmt oder nicht, gültig ſind und daß die nach Ablauf des obigen Zeitpunktg
5. Langen, Oeffentlicher Arbeitsnachweis (Großh. Bürgermeiſterei), Fernruf 2, eingehenden Aeußerungen unberückſichtigt bleiben.
(26170ds
* Offenbach a. M., Städtiſcher Arbeitsnachweis, Domſtraße 12, Fernruf 342.
Darmſtadt, den 12. Dezember 1913.
Wird der ſchriftliche Weg bevorzugt, ſo genügt, wenn ein beſonderes Anmelde=
formular
nicht zur Hand iſt, die Ueberſendung einer einfachen Poſtkarte, auf der zu
Der Kommiſſar.
beantworten ſind, ſofern anmelden:
Wagner, Kreisamtsbureaugehilfe.
a) Lehrherren: die Fragen nach 1. dem Namen des Lehrherrn, 2. ſeiner Kon=
Darmſtadt, den 2. Dee nber 1913.
feſſion, 3. ſeinem Wohnort, 4. der Art des Gewerbebetriebes, 5. Dauer der
Probe= und Lehrzeit, 6. Anzahl der gewünſchten Lehrlinge, 7. etwa von den
Der Zivil=Vorſitzende der Groß. Erſatz=Kommiſian Darmſtadt
Eltern geforderten Leiſtungen, 8. evtl. Vergütung und 9. ſonſtigen Beding=
ungen
, über die der Anmeldende im voraus keinen Zweifel laſſen möchte:
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
b) Eltern oder Vormünder: die Fragen nach: 1. dem Namen des Lehrlings,
Ich empfehle Ihnen, die Aufſtellung der Rekrutierungsſtammrollen für 191
2. ſeinem Alter, 3. ſeiner Konfeſſion, 4. ſeinem Wohnort, 5. der beſuchten nunmehr alsbald vorzunehmen, ſodaß dieſelbe bis 15. Januar k. Js. erfolgt iſt und die
Schule, 6. dem gewählten Beruf und 7. ſolchen Bedingungen, die die An=
Einſendung unfehlbar bis zum 1. Februar k. J. ſtattfinden kann. Dabei verweiſe ich
meldenden im voraus klargeſtellt wiſſen möchten, ſchließlich 8. die Frage, ob Sie auf die genaueſte Beachtung der ergangenen Beſtimmungen, namentlich des 845
Wohnung und Verköſtigung ſelbſt geſtelt werden können.
der Wehrordnung vom 22. November 1888 (Reg.=Blatt Nr. 68 von 1901), umſomeh
Es liegt im eigenſten Intereſſe der Angehörigen der Provinz, zuerſt die als alle nicht vorſchriftsmäßig aufgeſtellten Stammrollen zur Berichtigung und evenil
Arbeitsnachweisſtellen in der Provinz in Anſpruch zu nehmen, bevor ſie aus=
vollſtändigen
Umarbeitung, bezw. Neuaufſtellung zurückgegeben werden müßten.
wärts Umſchau halten. Die Vermittlungstätigkeit wird ſich in ſtetem Benehmen
Im weiteren wollen Sie für rechtzeitige ortsübliche Bekanntmachung der Alfl
mit den maßgebenden gewerblichen und Schulbehörden halten.
forderung Sorge tragen, daß in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar nicht
Darmſtadt, den 15. November 1913.
allein die Militärpflichtigen des Jahrgangs 1914 (die im Jahre 1894
borenen), ſondern auch diejenigen der Jahrgäuge 1913 und 1912 (die im Jahle
Die Hauptausgleichſtelle der Provinz Starkenburg.
1893 und 1892 Geborenen), ſowie überhaupt alle Militärpflichtigen, welche eine end
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.
gültige Entſcheidung über ihre Dienſtpflicht durch die Erſatzbehörden noch nicht erhalten
Mueller, Bürgermeiſter, Vorſitzender.
haben, ſich bei der Bürgermeiſterei desienigen Orts zur Stammrolle anmelden müſſen,
an welchem ſie ihren dauernden Aufenthalt haben. Auf dieſe letztere Beſtimmung
Bekanntmachung.
des § 25, 2 der W.=O. wird um ſo nachdrücklicher hingewieſen als es ſchon häufig vor=
gekommen
iſt, daß Militärpflichtige aus anderen Kreiſen des Großherzogtums, obgleich
Die vorſtehende Aufforderung empfehlen wir der Beachtung und Unterſtützung ſie im diesſeitigen Bezirk ihren dauernden Aufenthalt nicht hatten, nur aus dem
durch die gewerblichen Kreiſe, die Eltern, Vormünder, Geiſtlichen und Lehre und alle Grunde in die Stammrollen des Kreiſes eingetragen worden waren, weil ſie ſich hier
in Betracht kommenden Behörden.
zu ſtellen wünſchten. Dies iſt nicht ſtat haft. Sie wollen daher Anträgen, welche in
Es liegt außerordentlich im wirtſchaftlichen Intereſſe der Provinz und im Inter= dieſer Beziehung an Sie geſtellt werden ſollten, unter keiner Bedingung ſtattgeben, die
eſſe ihrer gewerblichen Entwickelung, daß die Lehrlings= und Lehrſtellenvermittlung
betreffenden Militärpflichtigen, bezw. deren Angehörige, vielmehr auf die beſtehenden
nicht zerſplittert und abgeleitet, ſondern an eine kräftige und leiſtungsfähige Einrich= geſetzlichen Beſtimmungen verweiſen, ſowie darauf aufmerkſam machen, daß Leute
tung in der Provinz, wie ſie die Zentralanſtalt iſt angeſchloſſen und von dieſer in welche im diesſeitigen Kreiſe nach den geltenden Beſtimmungen nicht geſtellungspflicht
Verbindung mit den anderen öffentlichen Arbeits=Nachweiſen, den gewerblichen und tig ſind und ſich dennoch hier zur Muſterung ſtellen wollen, zu derſelben nicht zugen
Schulorganen in den richtigen Bahnen erhalten wird.
laſſen werden würden und ſich die daraus dann entſtehenden Nachteile ſelbſt zuzug
Darmſtadt, den 24. November 1913.
(25000a ſchreiben hätten.
Ebenſo iſt es unter keinen Umſtänden angängig, daß umgekehrt Militärpflichtige
Großherzogliche Provinzialdirektion Starkenburg.
welche in Gemeinden des diesſeitigen Kreiſes dauernden Aufenthalt haben, die An=
Fey.
meldungen deshalb unterlaſſen, weil ſie ſich in ihren reſp. Heimatsgemeinden melden
wollen oder gemeldet haben, um ſich demnächſt in ihrem Heimatsbezirk zur Muſterung=
Bekanntmachung.
ſtellen zu können. In Fällen dieſer Art, welche Ihnen bekannt werden, ſind dier
Unter Hinweis auf § 12 Ziffer 4 des Stellenvermittlergeſetzes vom 2. Juni
Betreffenden von Ihnen zur Meldung anzuhalten. Außerdem iſt eine von ſolchen
1910, wonach ein Stellenvermittler, der die amtlich feſtgeſetzte Taxe überſchreitet oder Militärpflichtigen ſpäterhin, vor Beginn der Muſterung, beabſichtigte Abmeldung nür
ſich außer den taxmäßigen Gebühren Vergütungen anderer Art von dem Arbeitnehmer dann entgegenzunehmen, wenn Sie ſich die Ueberzeugung verſchafft haben, daß hie=
oder
dem Arbeitgeber gewähren oder verſprechen läßt, mit Geldſtrafe bis zu 600 Mk. ſelben tatſächlich außer Arbeit getreten ſind und den Ort verlaſſen werden.
oder mit Haft beſtraft wird. bringen wir nachſtehend den ſeit dem 1. Oktober 1910 in
Insbeſondere aber wäre darauf zu achten, daß
Geltung befindlichen Gebührentarif für gewerbsmäßige Stellenvermittler im Kreiſe
I. die Entgegennahme der Anmeldung zur Stammrolle ſeitens der nicht am Orte
Darmſtadt wiederholt zur Kenntnisnahme.
der Anmeldung geborenen Militärpflichtigen ſtets abhängig zu machen iſte
Darmſtadt, den 10. Dezember 1913.
a) bei den Militärpflichtigen des jüngſten Jahrgangs ihier 1914) von Vorlage
eines Geburtsſcheins (Auszug aus dem Zivilſtandregiſter), Taufſcheine, Hei
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
matſcheine. Abmeldebeſcheinigungen, Arbeitsbücher, ſowie anderweite, weim
Fey.
auch von Amtsſtellen ausgefertigte Beſcheinigungen oder Mitteilungen genügen
nicht;
Gebührentarif
b) bei den Militärpflichtigen der älteren Jahrgänge (hier 1913, 1912 und even.
für gewerbsmäßige Stellenvermittler im Kreiſe Darmſtadt,
früher) von Vorlage des Loſungsſcheines;
gültig vom 1. Oktober 1910 ab,
II. genaues Augenmerk auf die Rechtſchreibung der Namen der Militärpflichtigen
feſtgeſetzt nach, Anhörung des Trägers des öffentlichen Arbeitsnachweiſes, der Vertreter
zu richten iſt, ſowie auch darauf, daß der Geburtsort richtig bezeichnet und der
der Stellenvermittler, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer:
in Betracht kommende Verwaltungsbezirk (Kreis, Amtshauptmannſchaft, Ober=
amt
. Bezirksamt ꝛc) zutreffend angegeben wird; bei mehreren Vornamen iſt der
Gewerbliche und landwirtſchaftliche Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter,
Rufname zu unterſtreichen;
(ſoweit nicht unter II und III gehörig)=
III. a) der hauptſächliche oder alleinige Beruf ſoweit angängig, genau zu be=
1. bei Monatslohn bis 15 Mk. und freier Station oder bei Monatslohn bis 60 Mk. 2 Mk.
zeichnen iſt, z. B. Bäckergeſelle, Zigarrenarbeiter, Handlungsreiſender uſw.;
über 1525
2.
über 6070 3
b) bei Arbeitern und Taglöhnern derienige Arbeits= oder Geſchäftszweig
2. .
2540
7085
,

anzugeben iſt, in welchem dieſelben ſtändig oder meiſtens arbeiten ob in
4.
40 ,
85 5

Landwirtſchaft, bei Forſt, Garten=, Bau=, Eiſenbahn=, Chauſſee=, Hafen
II.
Kanalarbeiten uſw.);
Perſonal im Haushalt:
c) derjenige Beruf einzutragen iſt, welcher ſeit Verlaſſen der Schule die längſte
1. bei Monatslohn bis 15 Mk. und freier Station
. 2 Mk.
Zeit hindurch ausgeübt wurde
2.
von über 15 Mk. bis 25 Mk. und freier Station . . . . 3
d) ſeziell in Hinſicht der Sattler, Schloſſer, Schmiede, Schneider, Schuhmacher,
25
3.
40
4
,. .
Wagner und Zimmerleute feſtzuſtellen wäre, ob dieſelben dieſes Gewerbe
40
und freier Station
5
ordnungsmäßig gelernt haben, ſowie jetzt noch betreiben;
5. Aushilfsperſonal (Servier=, Lauf=, Putz=, Koch=, Waſchfrauen, Näherinnen,
e) bei allen denjenigen deren Beruf dies annehmen läßt, insbeſondere aber
Büglerinnen uſw.) für jeden Vermittlungsfall . . . . . . . . .0.20,
den in der Landwirtſchaft tätigen Militärpflichtigen durch Eintragung
III.
des Vermerks m. Pf.; (mit Pferden) oder o. Pf.; (ohne Pferde) in Spaltesl
Perſonal im Gaſtwirtsgewerbe:
erſichtlich zu machen iſt, ob dieſelben mit Pferden umzugehen verſtehen
1. Oberkellner, Küchenchefs und Hotelportiers . .
7 Mk.
,
, , ,
oder nicht;
2. Köche und Köchinnen . .
. . . .. , ,
, ,
.. . 5
IV. bei den Namen derjenigen Militärpflichtigen, von welchen ſich ein Bruder im
3. Kellner .
. ... ., . .. . . . . . 4
aktiven Dienſt befindet oder ein ſolcher ſich gleichfalls bei der Muſterung hien
4. Büffetiers, Büffetdamen und Zäpfer . . . . . . . . . . . . . . . 4
oder auswärts zu geſtellen hat, ein entſprechender Vermerk zu machen iſt.,
5. Hoteldiener
.. . . . . . . . . . . . . . . .
,
.25
Die Militärpflichtigen würden daher bei Anmeldung zu der Stammrolle in dieſer
6. Kellnerinnen.
. . . , , , , ,
,
Hinſicht zu befragen ſein;
7. Hausburſchen und ſonſtiges männliches Perſonal . . . . . . . . . .
8. Sonſtiges weibliches Perſonal . ..
V. bei den Namen derjenigen Militärpflichtigen, welche ſchon gerichtliche Strafen
. ...
. .
9. Aushilfen . . . .
erhalten haben, dieſe unter Angabe des betreffenden Gerichts und Datum des
..0.20,
IV.
Urteils einzutragen ſind, auch anzugeben iſt, ob die Strafe verbüßt iſt.
Krankenwärter und Ammen:
Indem ich Ihnen ſchließlich noch empfehle, bei der von Ihnen zu erlaſſenden
1. Krankenwärter: a) für 1 Monat und länger
5 Mk. Aufforderung wegen Anmeldung zur Stammrolle zugleich auf die Strafen aufmerkſam
zu machen, welche nach § 25, 11 d. W.=O. denjenigen treffen, welcher die vorgeſchriebene
b) für 14 Tage bis zu 1 Monat. . . . . . .
.. . 2
Meldung zur Stammrolle oder zur Berichtigung derſelben unterläßt, beauftrage ich Sie,
c) für kürzere Zeit als 14 Tage . . . . . . . . . . .
1

2. Ammen
am Schluſſe der Stammrolle noch ausdrücklich zu beſcheinigen:
.15
Haben beide Teile die Tätigkeit des Stellenvermittlers in Anſpruch genommen,
1. daß, bezw. wann die Aufforderung, ſich zur Stammrolle anzumelden, erfolgt iſt,
ſo iſt die Gebühr je zur Hälſte von dem Arbeitgeber un d dem Arbeitnehmer zu zahlen;
2. daß die in derſelben eingetragenen, nicht im Orte geborenen Militärpflichtigen
dort ihren dauernden Aufenthalt haben, bezw. in Arbeit ſtehen,
eine entgegenſtehende Vereinbarung zu Ungunſten des Arbeitnehmers iſt nichtig.
3. daß die in Ihren Gemeinden zuſtändigen, ſich jedoch daſelbſt nicht aufhaltenden
Eine Gebühr darf nur erhoben werden, wenn der Vertrag infolge der Tätigkeit
des Vermittlers zuſtande kommt.
Miltärpflichtigen angewieſen worden ſind, ſich bei der Bürgermeiſterei ihres
125809ds
Aufenthaltsortes zur Stammrolle anzumelden.
Darmſtadt, den 28. September 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks Darmſtadt.
Fey.
Dr. Michel.
(25381a

Her
K5t

[ ][  ][ ]

nts Dan
der beu
in 20

ingen

Nummer 307.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezemper 1913.
Seite 13.
Amtliche Nachrichten des Grofh. Polzeiamts Darmſtadt.
Bekanntmachung.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: Inpolizei=
ſer
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be= Die Zahlung der rückſtändigen
Verſteigerungs=Anzeige.
üen ſich: 1 Spitzhund. 1 Dobermann (zugelaufen). Die Hunde Beträge für erſteigertes Heugras
Anzen von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt wer= von der ſtädtiſchen, in der Gemar=Mittwoch, 17. Dezember 1913, vormittags 11 Uhr,
lt. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt kung Griesheim belegenen Fürſten=werden im Pfandlokal Rundeturmſtraße 16 dahier (Reſtauration
Pin Werktag, vorm. 10 Uhr, ſtatt=
(26161 wieſe (Verſteigerung vom 24. Juni Zur Roſenhöher):
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Kanalanſchlußarbeiten 1913), ſowie der Runkelrübenernte
Ein Reſt Wein (Samos) und Heidelbeerwein, ferner
ſnd die Pankratiusſtraße zwiſchen der Schloßgarten= und dervon der ſtädtiſchen Pallaswieſe
Galerieſchränke, Konſolſchrank, Vertiko, Jalouſieſchränke,
Ki. llerſtraße vom 16. bis zum 18. Dezember 1913 für den Fuhrwerks=(Verſteigerung vom 26. September
Trumeauſpiegel, Ruhebett, Schreibtiſche, Diwans, Kleider=
Radfahrverkehr geſperrt.
(26160 1913) hat bei Meidung des Mahn=
ſchränke
, Waſchkommoden, Spiegel, Sofas. Nachtſchränkchen,
und Pfändungsverfahrens bis
Weißzeugſchrank, 1 Pianino, 1 Kredenz, Schreibmaſchinen,
Pandergewerbeſcheine für 1914.längſtens Ende Dezember 1913
1 Kaſſenſchrank, 1 Kovierpreſſe, Tiſche, 1 Hupe, 1 Drei=
Nach § 60 der Gewerbeordnung für das Deutſche Reich ſind an den Werktagen, vormittags
rad, Zweiräder, 2 Stativs, 1 Teſchingewehr, 1 Doppel=
Wandergewerbeſcheine (Gewerbeſcheine zum Hauſierhandel ꝛc.) nur von 8½ bis 12½ Uhr, hierher
ſchreibpult, 1 Warenſchrank, 1 Papierſchneidmaſchine, 1 Waſch=
(25804a
ſr die Dauer des Kalenderjahres gültig, für das ſie erteilt worden zu erfolgen.
maſchine, Taſchentücher, Flanellbettücher, Herren=Unter=
Io. Unter Hinweis auf dieſe Beſtimmung fordern wir daher alle Darmſtadt, 3. Dezember 1913.
jacken, 1 Ladentheke, 1 Kaſtenwagen, 1 Pritſchenwagen,
40 Zentner Kartoffel, 1 Mähmaſchine, 1 Sämaſchine, 1 Auto=
Lahier wohnhaften Intereſſenten, die den Gewerbebetrieb im nächſten
Die Stadtkaſſe.
reifen, 1 Dampfmaſchine, Haferquetſchmaſchinen und Schrot==
Jahre fortzuſetzen oder zu beginnen beabſichtigen, hierdurch auf, ihre
Koch.
mühlen
nträge auf Erteilung eines Wandergewerbeſcheines für das Jahr 1914
(26183
ſisbald bei dem zuſtändigen Revier=Polizeikommiſſär zu ſtellen.
durch den Unterzeichneten zwangsweiſe verſteigert.
Bekanntmachung.
Die Verſteigerung der fettgedruckten Sachen findet ſicher ſtatt.
Nach den Vorſchriften der Ziffer III Abſatz 2 und 3 der Be= Dienstag. 20. Januar 1914,
Auntmachung des Reichskanzlers vom 4. März 1912 (R. G. Bl. S. 189)
vormittags 9 Uhr.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher.
Ptreffend die Ausführungsbeſtimmungen zur Gewerbeordnung, iſt! ſoll die den Friedrich Amelung Ehe=
Georgenſtraße 11, I.
Zukunſt jedem Antrag auf Erteilung eines Wandergewerbeſcheines leuten dahier zugeſchriebene Lie=
ſe
Photographie des Antragſtellers beizufügen. Bei gemeinſamen genſchaft:
Pandergewerbeſcheinen (§ 60 Abſatz 3 Gewerbe=Ordnung) genügt die Flur Nr. qm
278
D
Botographie des Unternehmers, wenn dieſer nicht vorhanden iſt, II 657
238 Hofreite Lieb=
Gothaer Lehensversicherungsbank auf (regeuseltigkeit
ſie eines Mitglieds. Die Photographie muß von Viſitenkartenformat,
frauenſtraße
haufgezogen, ähnlich und gut erkennbar ſein eine Kopfgröße von
Verſicherungsbeſtand Anfang September 1913:
Nr. 104,
Lindeſtens 15 cm haben und darf in der Regel nicht älter als II 657½0 42 Grasgarten, Vor=
Jahre ſein.
garten, daſelbſt,
1 Milliarde 153 Millionen Mark
Ferner ſind nach den Beſtimmungen der Reichsverſicherungs= in unſerem Bureau zwangsweiſe
Bisher gewährte Dividenden:
rdnung vom 1. Januar 1914 ab alle im Wandergewerbe gegen verſteigert werden.
(K59/13
304 Millionen Mark.
Entgelt beſchäftigten Perſonen
nicht die Wandergewerbe=
Falls andere rechtliche Hinder=
Alle Ueberſchüſſe kommen den Verſicherungsnehmern zugute.
Libenden ſelbſt der Krankenverſicherung unterworfen. Die= niſſe nicht entgegenſtehen, wird Ge=
ſtigen
Wandergewer etreibenden, welche ſolche verſicherungspflichtige nehmigung der Verſteigerung auch
Beamter und Vertreter der Bank in Darmſtadt: (885a
Perſonen in ihrem Wandergewerbe von Ort zu Ort mit ſich führen dann erfolgen, wenn das eingelegte
Sebastian Eckler, Rheinſtraße 9, Telephon 243.
ſollen, haben daher in Zukunft vor Stellung des Antrags auf Er=Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
ilung
des Wandergewerbeſcheins die verſicherungspflichtigen Per=reicht.
hnen ihrer Zahl nach (nicht einzeln dem Namen nach) bei der zu= Darmſtadt, 15. Dezember 1913.
Lndigen Krankenkaſſe, d. h. für Darmſtadt bei der Allgemeinen Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Irtskrankenkaſſe der Stadt anzumelden. Die Krankenkaſſe beſcheinigt
Kieiernssrennnolz
Müller. (IX,26184
en Anmeldenden die empfangenen oder geſtundeten Beiträge, und
kurz geſchnitten, prima trocken, daher
ſi ſe Beſcheinigung iſt dem zuſtändigen Polizeirevier bei Stellung
Fraitische
n. Schwarten od. Klötzchen, direkt zum Anfeuern verwendbar, liefert
ſes Antrags auf Erteilung des Wandergewerbeſcheins mit ein=
ureichen
.
Weihnachtsgeschenke! per Zentner Mk. 1.40 inkl. Oktroi frei Keller
Die erteilten Wandergewerbeſcheine können nicht mehr auf dem
Petschafte:: Schilder
roßh. Kreisamt in Empfang genommen werden, ſondern ſind von
Karl Schimmer,
Stempel-
ei
Geſuchsſtellern bei dem Großh. Finanzamt I dahier abzuholen.
Telephon 212. Heinheimerstrasse 76.
für alle Zwecke 20889a)
Bei verſpätetem Antrag haben die Säumigen es ſich ſelbſt zuzu=
hreiben
, wenn die Scheine nicht rechtzeitig ausgefertigt werden können.
Ppendruckereien GHHG
Gründe, welche der Erteilung des Wandergewerbeſcheines
Datumstempel.
ſutgegenſtehen oder entgegenſtehen können, ſind folgende:
Alelier für (24877a
N
1. wenn der Nachſuchende mit einer abſchreckenden oder anſtecken=
feinere
Gravierarbeiten. 64
den Krankheit behaftet oder in einer abſchreckenden Weiſe ent=
Saee
W7 Gravier-
ſtellt
iſt;
2. wenn er unter Polizeiaufſicht ſteht;
Bilige Prese. u. MRANd, Ateller & Leigtt Sehaung &
3. wenn er wegen ſtrafbarer Handlungen aus Gewinnſucht, gegen Darmstadt, Ludwigstr. 17.
kein Laden.
das Eigentum, gegen die Sittlichkeit, wegen vorſätzlicher An=
griffe
auf das Leben und die Geſundheit der Menſchen, wegen
Land= und Hausfriedensbruch, wegen Widerſtands gegen die
S Metzger’s extrafeine Lebkucheng
Staatsgewalt, wegen vorſätzlicher Brandſtiftung, wegen Zu=
widerhandlungen
gegen Verbote oder Sicherungsmahregein
in runden Blechdosen.
betreffend Einführung oder Verbreitung anſteckender Krankheiten
2
oder Viehſeuchen zu einer Freiheitsſtrafe von mindeſtens dreiArhold Reue
Monaten bezw. von mindeſtens einer Woche verurteilt
&3
Fahalt
iſt und ſeit Verbüßung der Strafe 3 Jahre bezw. 5 Jahre

3 Schulstr. 3
1Macron.- H
noch nicht verfloſſen ſind:;
&g 6 Stück
4. wenn er wegen gewohnheitsmäßiger Arbeitsſcheu, Bettelei,
e
1 Rosen-,
Landſtreicherei, Trunkſucht übel berüchtigt iſt;
8)
je
5. bei Geſuchen um Wandergewerbeſcheine für Muſikaufführungen, Sollde Lederwaren
Schauſtellungen, theatraliſche Vorſtellungen oder ſonſtige Luſt=
1Hasel- &a
§ 1 Elisen-,
barkeiten, bei denen kein höheres Intereſſe der Kunſt oder der
Wiſſenſchaft obwaltet, ſobald einer den Verhältniſſen des Kreiſes Schrelbmappen
nuss-, 5
K 1 Schoko-
entſprechenden
Anzahl von Perſonen Wandergewerbeſcheine er=
teilt
oder ausgedehnt ſind;
Portemonnaies
1 Vanille-
lade
-Leb-
6. wenn der Nachſuchende das füufundzwanzigſte Lebensjahr
noch nicht vollendet hat. In dieſem Falle iſt dem Nachſuchen=
Lebkuch.
den der Wandergewerbeſchein zu erteilen, wenn er der Ernährer Brief- und Karten- 5s kuchen.
22
einer Familie iſt und bereits vier Jahre im Wandergewerbe
tätig geweſen iſt;
taschen. (26099a7
wenn er blind taub oder ſtumm iſt, oder an Geiſtesſchwäche leidet;
43
8. wenn der Nachſuchende im Inlande einen feſten Wohnſitz
Originalpreis: Mk. 1.70

nicht hat;
in schön dekorierten Eckdosen Mk. 1.
9. wenn er wegen Verletzung der auf den Gewerbebetrieb im Um=
M
45
herziehen bezüglichen Vorſchriften im Laufe der letzten dreil Stets 50 Pfg., auch im Ausſchn.
Sämtliche Sorten zur Zeit noch
Jahre wiederholt beſtraft iſt:
8)
empfiehlt Ewald, untere Eliſa=
: in reichster Auswahl
10. wenn er ein oder mehrere Kinder beſitzt, für deren Unterhalt bethenſtr. 56, Tel. 1163. (26180a43
und, ſofern ſie im ſchulpflichtigen Alter ſtehen, für deren Unter=
Mea
richt nicht genügend geſorgt iſt.
Rechtzeit. Aufträge erbeten, daesunmöglichist, 8)
Wer zum Zwecke der Erlangung eines Wandergewerbeſcheines
& die Auswahl in gleicher Reichhaltigkeit bis kurz vor dem
im Bezug auf ſeine Perſon, oder die Perſonen, die er mit ſich zu
Feste zu unterhalten.
(26199 g9
führen beabſichtigt, wiſſentlich unrichtige Angabenmacht, iſt ſtrafbar.
Der Gewerbebetrieb im Umherziehen darf unter keinen Um=
ſtänden
eher begonnen werden, als bis der Gewerbetreibende
prech-
im
Beſitze des Wandergewerbeſcheines iſt.
Nürnberger Lebkuchen in
Zuwiderhandlungen werden nach § 148 der Gewerbeord=
&5
nung beſtraft.
Geschenkkistel - Würnberger Trahen = Kasetten
Weiter machen wir darauf aufmerkſam, daß nach dem Geſetze
9)
postfertig
über den Urkundenſtempel vom 12. Auguſt 1899 (in der vom 1. April 1910
Apparat?
em geltenden Faſſung) Wandergewerbeſcheine der Stempelpflicht
Versand ins in- und Ausland
unterliegen. Die Stempeltaxe beträgt 4 Mark. Außerdem müſſen
ale Wandergewerbetreibende für die Ausübung ihres Gewerbe=
So empfehle ich Ihnen
43
Mk. 5.50 Mk. 7.50 Mk. 9.50
kgetriebes die Wandergewerbeſteuer nach Vorſchrift des Geſetzes, die
u) doppelſeitige
Beſtenerung des Gewerbebetriebes im Umherziehen betreffend, vom
8)
Schallplatten
22. Dezember 1900, entrichten.
E
von 75 Pfennig, an.
Darmſtadt, den 21. November 1913.
B
Niederlage der Orig.
Mathilden- 87
Großherzogliches Polizeiamt.
Polyphon=u. Favorite=
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Mut 1.
8)
Ens
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2
über die Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen.
in ſolid. Qualität, auch
Als Ausnahmetage im Sinne der §§ 139 d Ziſſer 3 und 139e
Osugstarsgdzgsgapägagso
u auf Teilzahlung. Vor=
Abſ. 2 Ziff. 2 der Reichsgewerbeordnung werden hiermit beſtimmt
ſpiel ohne Kaufzwang.
I. Für alle offenen Verkaufsſtellen die letzten 7 Werktage
vor dem 24. Dezeuber 1913 (Dienstag, der 16. bis
Reparaturen
Samstag, den 20. Dezember, ſowie Montag, der 22. und
Istitur tar moderhe Tanzhunst
an allen Fabrikaten,
Dienstag, der 23. Dezember), mit einer Verkaufszeit bis
guch an nicht von mit
10 Uhr abends.
Gründlicher Unterricht im Tango, ſowie in allen
gekauften Apparaten,
II. Für die offenen Verkaufsſtellen der Metzger und Fleiſch=
modernen
Rund= und Geſellſchafts=Tänzen jederzeit.
ſchnell, ſolid u. billig.
verkäufer auch der 24. Dezember 1913, mit einer Ver=
Zu dem im Januar beginnenden dritten Tanzkurſus
kaufszeit bis 9 Uhr abends.
Nadeln
nehmeznoch Anmeldungen entgegen.
III. Für die offenen Verkaufsſtellen der Bäcker und Kon=
(26169a
200 Stück v. 25 Pf. an.
ditoren auch der 30. und 31. Dezember 1913 mit einer
Der Unterricht wird in meinem Privatſaal, Saalbauſtraße 13, erteilt.
Verkaufszeit bis 10 Uhr abends.
Gefl. Anmeldungen erbeten Kranichſteinerſtr. 44, parterre.
2
Carl
An den vorgenannten Tagen finden für die einſchlägigen
Geſchäfte die Beſtimmungen über die Mindeſtruhezeit und
(früher Großh.
Lorsch
Hof=
die
Mittagspauſen der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter
Sohanna deors geb. Tlelz Solotänzerin.
in offenen Verkaufsſtellen keine Anwendung.
Darmſtadt
(26023a
Darmſtadt den 2. Dezember 1913.
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Pankratiusſtraße 2½.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
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*17624)
Louiſenſtr. 36, Balles. *11622) Mohr, Ernſt=Ludwigſtr. 3, III.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
Nummer 307.
Seite 14.
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WWormser Weinmost
Ap
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1.30 Nachhilfeſtunden erteilt. Offerten
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nnter R 24 an d. Exped. (B25749
Preiſen gekrönt; Mutter: Nelhylei kaufe
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6
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Traubensekt .
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2.
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1.30 W
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Ziegelei Karlshof) zu beſichtigen. Telephon 2097.
Punsch ½ Flasche 2.10
praktiſch
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Flaschen
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WSendungen frei Haus.
zu Direktricen
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
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Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
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1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
307.
1913.
Dienstag, 16. Dezember.
Dienstag, 16. Dezember.e
pudert zu Beit und in den Sarg. Wir wiſſen, daßWaldp Emerſon (bearbeitet von Stadtpfarrer Jo=
Schminkkunſt einſt und jetzt.
franzöſiſche Prinzeſſinnen nach ihrem Tode noch dieſe hannes Herzog). In der Abteilung: Klaſſiker der
C) Unſere Mode neigt mehr denn je zu Ueber= letzte Ehrung empfingen, und bald war es guter Stil, Religion werden die beiden Bände Ignatius von
freibungen. Die Aigretten können nicht hoch genug ſein ſelbſt den Tod noch durch dies Vortäuſchen blühender Loyola (bearbeitet von Dr. Philipp Funk) und Paul
und ſteigen wie richtige Hut=Wolkenkratzer in die Höhe; Lebensfarbe zu betrügen. Die Mode des ſpäten Barock, de Lagarde (bearbeitet von Lic. Hermann Mulert)
die Röcke bauſchen und wölben ſich immer mehr, und es alſo der Zeit um 1700, ſchuf der Frau eine ganz künſtliche dargeboten. Jeder der Bände koſtet broſchiert 1 Mark 50
ſcheint faſt, als ob der Tango einen exotiſchen Wirbel von Maske, die ihr wirkliches Ausſehen hinter einer dick auf= Pfg., geb. 2 Mark.
Extravaganzen heraufbeſchworen habe. Auch darüber klagt getragenen Malerei verbarg. Mehr als eine Stunde war
An den vorliegenden fünf Bänden kann man ſo recht
man wieder, daß die Damen allzu ſehr in Parfüms ſchwel=
täglich
zur Schaffung dieſes Kunſtwerkes nötig. Ma= ſehen, wie wichtig das neue Unternehmen iſt, über deſſen.
gen und ſich zu eifrig der Schminke bedienen, und knüpft dame hatte ihre Farbennäpfchen und Pinſel wie nur Eigenart bei Beſprechung der erſten vier Bände der
ſwohl gar allerlei Betrachtungen über den ſittlichen Verfall irgend ein Maler. Mit dem Schwarz zog ſie die Augen= Sammlung in dieſem Blatt gehandelt ward. Vier Jahr=
ſunſerer
Zeit daran. Aber die Luſt an Schminke und Pu= brauen nach und vergrößerte die Augen; über die Wangen hunderte Religionsgeſchichte ziehen in ihnen an unſerem
der war gewiß nicht nur den Frauen der Verfallszeiten, breitete ſie eine dicke Lage Rot, die auch Kinn und Nacken i Geiſtesauge vorüber Sie werden dargeſtellt in Typen,
der römiſchen Kaiſerzeit, der byzantiniſchen Epoche, des noch berührte: Blau wurde dazu verwendet um durch ein denen man mögen einzelne uns recht wenig ſympathiſch
Kokoko eigen, ſondern ſie ſcheint zu jenem Ewig=Weib= feines Netz farbigen Geäders die Blaublütigkeit der ſein das Zeugnis nicht verſagen kann, daß ſie auf hoher
lichen zu gehören dem nun einmal das ſchönere Ge= ſtolzen Ariſtokratin recht deutlich vor Augen zu führen, und Warte ſtehen. Ins 14 Jahrhundert führt uns das Buch
ſchlecht zu allen Zeiten unterworfen war. Schon in der dieſe Farbenſtimmung erhielt dann ihre Harmonie durch über Petrarca. Wir lernen den Mann, der gewöhn=
jugendfriſchen
Periode der mittelalterlichen Ritterzeit iſt eine dicke Decke des weißen Puders, der die Züge unter lich einſeitig nur als Künſtler gewertet wird, als Ver=
das
Schminken gang und gäbe; in manchen Lehrgedichten, einer breiigen Maſſe verwiſchte. Mehrmals am Tage treter einer ganz eigenartigen religiöſen Schriftſtellerei
beſonders in dem vielgeleſenen Roſenroman, der ſo etwas mußte dies Gemälde reſtauriert werden. Die ſchöne Far=kennen, in der vieles drin ſteckt, das man noch heute als
wie ein Konſervationslexikon jener Tage darſtellte, finden benkünſtlerin führte alſo in einer Taſche ſämtliche Mal= wertvoll bezeichnen muß. In eine ganz andere Atmoſphäre
ſich Anweiſungen dafür.
utenſilien mit ſich, Pinſel, Puderquaſte, Farben und Spie= verſetzt uns das Büchlein über Nikolaus von Kues
Im 15. und 16. Jahrhundert bereiteten ſich Damen gel. um hier und dort dem entſchwindenden. Glanz wieder (14011464). Es zeigt uns, wie in dem Jahrhundert vor
von Stand ihre Schminke ſelbſt, und zwar verwendeten ſie ſeine Vollkommenheit zu verleihen. Die Zeit des Rokoko der Reformation ein kluger Kopf ſein eigenes Religions=
dazu
ein Fett, das aus Schweins= und Kalbsfüßen herge= brachte dann eine feinere und diskretere Art der Bemalung, ſyſtem ſchuf, das, in weſentlichen Punkten der Kirchenlehre
ſtellt war. Das mag gefahrloſer für die Haut geweſen die mehr in einem pilanten Unterſtreichen und Nüan= innerlich zuwiderlaufend, ihm doch ermöglichte, bei der
ſein, als die mit allen Fineſſen der modernſten Chemie cieren, als in einem Verhüllen der Züge beſtand. Und mittelalterlichen Kirche zu bleiben, ja in ihr eine führende
ausgeſtatteten Cremes von heute aber ſchöner wird es auch die farbenfreudigſten Damen von heute die es wie= Stellung einzunehmen. Höchſt beachtenswert ſind die bei=
gewiß
nicht ausgeſehen haben, Mit dem Bedürfnis, durch der mit Goldpuder und geüner oder blauer Schminke ver= den Schriften über Lohola und Lagarde. Jenes
lleuchtende Farben des Teints zu entzücken, geht der ſuchen wollen, gehen nicht ſo weit, wie man im 17. Jahr= ſchon um deſſentwillen, weil ſie es ermöglicht, zu einem
Wunſch nach Weiße und Reinheit des Teints Hand in hundert ging. Sie bleiben ſich doch der Tatſache bewußt, ſelbſtändigen Urteil über den Gründer des Jeſuitenordens
Hand: Schminke und Puder ſind zwei Dinge, die von daß Schminke und Puder nie Selbſtzweck werden dürfen, zu kommen, wozu die über 70 Seiten umfaſſenden Lebens=
altersher
zuſammen gehören. Als in der ſpaniſchen Mode 1 ſondern, daß ſie nur bei diskretem und geſchnrackvollem erinnerungen des Janatius von Lohola vorzügliche
das übermäßige Pudern aufkam, durch das die über und Gebrauch die Schönheit erhöhen, die ſie bei der geringſten Dienſte leiſten. Dieſe weil ſie uns einen der geiſtvollſten
über bemehlten Schönen faſt wie Leichengeſichter aus= Uebertreibung ſo leicht beeinträchtigen und vernichten! Köpfe des 19. Jahrhunderts vorführt der über Religion,
ſaahen, da mußte das blühende Lippenrot als notwendige können.
Politik, Wiſſenſchaft, geiſtiges Leben ſo viel Eigenartiges
Ergänzung geſchaffen werden; und je ſtärker die Kontraſte
und Schönes geſchrieben hat, daß man ſich eigentlich wun=
waren
zwiſchen der Buntheit der aufgetragenen Farben
dern muß, daß Lagardes Schriften bisher ſo verhältnis=
Literariſches.
und der Bläſſe des Teints, deſto ſchöner war es. Die
mäßig wenig Beachtung gefunden haben. Das Buch über
Damen betrachteten es damals merkwürdigerweiſe als ein
Von der Sammlung: Klaſſiker der Reli= Emerſon macht uns mit der Gedankenwelt eines fein=
Zeichen der Trauer wenn ſie aufhörten, aus ihrem Ge=gion und Religion der Klaſſiker, herausge= ſinnigen Amerikaners bekannt, der in die Reihe der philo=
ſücht
eine ſorgſame Malerei zu machen. So erſchien Anna geben von unſerem heſſiſchen Landsmann Hofbibliothe= ſophiſchen Köpfe gehört. Es beingt ſchweres Geſchütz,
von Oeſterreich nach dem Tode ihres Gemahls Lnd=kar Proſeſſor Lie. Pfann müller, ſind in den letzten wird aber nachdentlichen Menſchen vieles geben.
wigs XIII, in ihrer natürlichen Geſichtsfarbe, um ſo die Monaten wieder fünf Bände erſchienen auf die nachdrück=
Wir wünſchen dem Unternehmen, das in der kurzen
Tiefe ihres Schmerzes zu bezeugen. Als aber dann die lichſt hinzuweiſen ich für meine Pflicht halte Die der
klaſſiſche Zeit dieſes Toilettenmittels anbrach,, als Abteilung: Religion der Klaſſiker angehörigen drei Zeit von etwas über einem Jahr uns 10 wertvolle Bände
Schminke und Puder als das notwendigſte Kleidungs= Bände behandeln Nikolaus von Kues (bearbeitet geſchenkt hat, Beachtung in den weiteſten Kreiſen.
Friedberg.
ſttück galten, ohne daß ſich keine Frau fremden Augen von Lic. Karl Paul Haſſe), Francesco Petrarca
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Nummer 307.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
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was tun Sie, wenn es mir nicht gelingt?
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ausbreitete, ſo weit, daß ſelbſt der helle Mond das Plätz=
Dann muß ich deſertieren!
Familien=Roman aus den Jahren 1812 und 1813.
chen, wo ſie ſaßen, nicht beleuchten konnte.
Der Bankier ſchüttelte langſam den Kopf.
Von Oskar T. Schweriner.
Das dürfen Sie nicht; das wäre zu gefährlich, und
So ſaßen ſie da; dicht nebeneinänder. Der Fran=
Alle Rechte vorbehalten.
ein ſolcher Tod wäre auch der Tod Ihres Vaters. Nein, zoſen hatte ihre Hand in die ſeine genommen. Sie hatte
Copyright 1913 by Carl Duncker in Berlin.
es geſchehen laſſen. Ohne Gewiſſensbiſſe. Denn, hatte
fügte er energiſch hinzu, das dürfen Sie nicht!
(Nachdru verboten.)
M3
der Leutnant nicht geſagt, daß er morgen, ſpäteſtens über=
Dann helfen Sie mir!
Der Bankier ſchwieg, wie jemand, der auf das war=
morgen
, wieder weiter marſchieren würde? Dann würde
Wüßte ich nicht, es ginge um eine große Sache
Eet, was kommen ſoll.
denn Ihrem Worte traue ich unbedingt , ſo würde ich ſie ihn nie wieder ſehen; ſelbſt wenn die feindlichen Ku=
Ich bin hier bei der weſtfäliſchen Armee; in einigen
Tagen, vielleicht ſchon morgen, rücken wir gen Warſchau, ſagen, die Sache iſt mir peinlich. Aber es ſoll niemals geln ihn verſchonten. War es ein Unrecht, ſich von einem
heißen, der alte Salomon habe etwas unterlaſſen, was Manne, der im Begriff ſteht, ſein Leben für ſein Vater=
Ich muß aber nach Tilſit. Muß, Herr Salomon! Und
zu tun für König und Vaterland gut geweſen wäre. Es land hinzugeben, die Hand drücken zu laſſen? Nein, das
Dazu ſollen Sie mir helfen!
konnte keine Sünde ſein!
iſt gefährlich doch, ich will’s verſuchen!
Gehört das zu Ihrem Plan?
Sie drückten ſich verſtohlen die Hände.
Mademoiſelle Lieſelotte, ſeit zwei Stunden ſchwelge
Unbedingt!
Vor morgen abend geht’s doch ſicherlich nicht weiter? ich im Paradies! Ich nehme eine Erinnerung mit, die
Und wie ſoll ich Ihnen behilflich ſein?
Beſtimmt nicht!
mir die größten Strapazen, die mir vielleicht die Todes=
Vorerſt einmal dadurch, daß Sie den Oberſt beſtim=
Dann kommen Sie morgen nachmittag um vier Uhr ſtunde auf dem Schlachtfelde verſüßen wird.
men, mich hier zu laſſen, wenn er weiter marſchiert, und wieder.
Die ſüdländiſche Art übertrieben galanter Ausdrucks=
zwar
mit dem Befehl, daß ich dann nach Tilſit zum Mar=
Domino, ich habe gewonnen! erklang die helle Mäd=
weiſe
drang einſchmeichelnd in Lieſelottes Ohr. Wie
ſchall Macdonald gehe.
chenſtimme aus der anderen Ecke des Zimmers
ſprach dieſer Offizier doch ganz anders als der Berliner
Wie ſollte ich das möglich machen? fragte der Ban=
Die beiden Männer am Fenſter wandten ſich um und
aus ſelbſt gebildetſten Kreiſen. Und wie innig er den
kier beunruhigt.
ſchritten auf das Tiſchchen zu.
Lieſelotte Dögen und Leutnant Franz Schwabe hat= Namen Lieſelotte ausſprach, wie herzlich die deutſche
Das muß ich Ihnen überlaſſen. Der Oberſt iſt Gaſt
Sprache in ſeinem Dialekt klang. Wie ſchön und weich.
in Ihrem Hauſe, iſt Ihrem Einfluß zugänglich. Vielleicht,
ten, nachdem ſie die Linden auf der einen Seite hinauf
wvenn Sie ſagen, Sie fühlten ſich nicht wohl, vielleicht ließe und auf der anderen Seite hinunter gegangen waren, auf
Verſchont mich aber die feindliche Kugel; kehre ich an
eer mich dann zu Ihrer Behandlung zurück.
einer der zierlichen weißen Bänke, die im Kaſtanienwäld= der Seite meines ſiegreichen Kaiſers durch Berlin in die

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Nummer 307.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
Seite 20.
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ich Sie wieder auf! Und wenn ich Sie gefunden habe
Was dann ? flüſterte Lieſelotte und ſchmiegte ſich gleichgültig iſt. Und der hier, der ſie dies alles empfinden haben.
Und ſich die Hände ſchüttelnd, betraten ſie die ihnen
ließ, war ein Offizier Napoleons.
unwillkürlich etwas dichter an ihren Begleiter.
angewieſenen Zimmer.
Sie ſtand ſchnell auf.
Dann, dann werde ich glücklich ſein!
Unten hatten unterdeſſen Vater und Tochter an dem
Es iſt ſpät, Monſieur, wir müſſen nach Hauſe!
Lieſelotte ſtieß einen kleinen Seufzer aus.
Tiſchchen wieder Platz genommen. Gedankenlos ließ Ruth
Er verſuchte, ſie auf die Bank zurückzuziehen.
Zwei Tage noch, und dann ziehen Sie weiter,
Nur noch fünf Minuten, flehte er. Aber ſie blieb die ſchwarzen Steinchen zwiſchen ihren ſchlanken Fingern
Herr Leutnant.
auf die Tiſchplatte gleiten. Dann ſah ſie ihren Vaten
Beteuernd legte der Offizier die Hände auf die Bruſt. feſt.
Nein, wir müſſen gehen! Was würden die Leute fragend an.
Nicht ohne Sie, Mademoiſelle Lieſelotte!
Der verſtand.
Lieſelottes kleine weiße Zähnchen zeigten ſich einen ſagen, wenn ſie uns ſähen!
Es war ja recht von Dir, Ruth, daß Du ſeine Bitte
Und wohl oder übel mußte der Leutnant ſich fügen.
Moment im Dunkeln.
erfüllteſt.
-
Nicht ohne mich? Wollen Sie mich denn entführen?
Er hat es Dir geſagt?
Dormez bien, mademoiselle!
Würden Sie mitkommen?
Sofort!
Dormez bien, messieurs!
Niemals!
Und, Papa?
Der alte Salomon und ſeine Tochter Ruth begleiteten
Dann haben Sie mich nicht lieb.
Jawohl, mein Kind, Du darfſt wiſſen, um was es ſich
die beiden Offiziere bis zur Tür, mit brennender Kerze
Lieſelotte ſchwieg.
Aber eigentlich hatte ich’s ſo gar nicht gemeint. Ich in der Hand leuchtete ihnen der Diener hinauf in das handelt.
Und der Vater erzählte der Tochter von Fritz Dögens
würde vor Ihren Herrn Vater hintreten und um Ihre obere Stockwerk.
Iſt doch ein ſcharmantes Kind, dieſe Ruth, meinte der Bitte. Ruth blickte lange nachdenklich vor ſich hin.
Hand anhalten. Denn, ſehen Sie, Mademoiſelle Lieſe=
Du biſt entſchloſſen, ihm zu helfen?
lotte, in den zwei Stunden habe ich Sie lieben gelernt, Oberſt zum Leutnant.
Zum Verlieben ſchön! ſagte der andere und blinzelte
Ja!
wie ich nie zuvor ein Mädchen geliebt habe.
Das freut mich!
Bei dem Gedanken, was ihr Vater ſagen würde, wenn liſtig mit den Augen.
Der Bankier ſah raſch auf in die Augen ſeiner Toch=
Der Oberſt machte ein ernſtes Geſicht.
ein Offizier des franzöſiſchen Kaiſers, ein Offizier Na=
Mon ami, keine Weibergeſchichten! Sie wiſſen, wie ter. Gelaſſen erwiderte die den Blick. Da war er bes
poleons! um die Hand ſeiner einzigen Tochter bitten
würde, hätte Lieſelette am liebſten wieder gelacht. Aber ſtreng der Kaiſer darin urteilt; namentlich vor dem Feld=ruhigt.
Und wie willſt Du es durchführen, Papa?
es war ihr plötzlich ſo angſt, ſo bang und ſchwer ums zug!
Herz geworden. So angſt und bang und ſchwer, wie es
Das weiß ich noch nicht, mein Kind. Laß’ uns nacht
Aber nachher , mon Colonel?!
einem jeden Mädchen wird, dem ein Mann zum erſten
denken.
Der Oberſt zuckte mit den Schultern.
Male ſeine Liebe erklärt. So merkwürdig bang, wie ihr
Seien Sie nur erſt heil und munter aus Rußland
(Fortſetzung folgt.)

Geé

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Nummer 307.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
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Nummer 307.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
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2. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
36 307.
Dienstag, 16. Dezember.
1913.
u te Se e
Jugendſpiele, die ſich ſeit Jahren zur beſonderen Aufgabe dieſe Frage eingehend erörtert und die Zweckmäßigkeit
geſtellt haben, die Wehrhaftigkeit der Jugend zu heben, und Durchführbarkeit dieſer Forderung von allen Ver=
möchten
ſich nun erlauben, auch ihrerſeits auf die Bedeu= trauensmännern aus ſämtlichen Gebieten des Deutſchen
tung dieſer Frage noch beſonders hinzuweiſen. Als das Reiches unterſchiedlos bejaht worden. Bei dieſer Ge=
einzige
durchgreifende Mittel an die heranwachſende legenheit iſt beſonders darauf hingewieſen worden, daß
volksſchulentlaſſene Jugend heranzukommen, ſtellt ſich die in Frankreich zurzeit durch Geſetz eine ſehr intenſive kör=
allgemeine
Pflichtfortbildungsſchule dar. In den Rahmen perliche Ausbildung der ſchulentlaſſenen Jugend zur Vor=
und den Lehrplan dieſer Pflichtfortbildungsſchule mußbereitung für den Heeresdienſt angeſtrebt wird, ein Bei=
nach
unſerer Ueberzeugung ein mindeſtens ein= bis zwei= ſviel, das uns um ſo mehr veranlaſſen ſollte, das unſerer
ſtündiger Turnunterricht in der Woche obligatoriſch ein= Nation eigentümliche Werkzeug der Pflichtfortbildungs=
gefügt
werden.
ſchule zur Erreichung desſelben Zieles zu benutzen.
Wir ſind daher der feſten Ueberzeugung, daß nun=
Der Zentralausſchuß für Volks= und Jugendſpiele hat
bereits am 5. Dezember 1908 zuſammen mit der Deutſchen mehr der Boden für die Einführung dieſer Forderung in
Turnerſchaft und dem Deutſchen Turnlehrer=Verein dieſe der Praxis wohl vorbereitet iſt und richten an das pp.
Forderung aufgeſtellt und in einer eingehenden Denkſchrift Staatsminiſterium das ehrerbietigſte Anſuchen, darauf
begründet, die er dem Herrn Reichskanzler, den Einzel= hinwirken zu wollen, daß in den Lehrplan der Pflichtfort=
ſtagten
und den Gemeinden zugeſtellt hat. Der Zentral= bildungsſchule der obligatoriſche Turnunterricht, welchem
ausſchuß hat ſodann im Jahre 1912 eine Umfrage bei das geordnete Turnſpiel und Wandern gleichwertig zur
allen Städten und Landgemeinden des Deutſchen Reiches Seite ſtehen würde, mit ein bis zwei Stunden wöchentlich
mit 6000 und mehr Einwohnern veranſtaltet, um feſtzu= während des ganzen Jahresbetriebes eingeführt wird,
ſtellen, was inzwiſchen an den Fortbildungsſchulen für und daß zur Erleichterung der Einführung die ſonſt vom
die körperliche Betätigung der Jugend getan worden iſt. Staate den Gemeinden zur Verfügung geſtellten Zu=
Die Ergebniſſe dieſer Umfrage ſind von dem Vorſtands= ſchüſſe für Fortbildungsſchulzwecke auch für dieſen Unter=
mitgliede
des Zentralausſchuſſes, Oberbürgermeiſter Do=richtsgegenſtand grundſätzlich genehmigt werden. gez.
minieus=Berlin=Schöneberg, in einer Denkſchrift zuſam= Frhr. v. der Goltz, Generalfeldmarſchall, 1. Vorſitzender
mengeſtellt worden. Hieraus ging hervor, daß am 1. des Bundes Jungdeutſchland. gez. Dr. v. Schenckendorff,
April 1912 bereits 85 deutſche Gemeinden den Turnunter= für den Zentralausſchuß für Volks= und Jugendſpiele.
richt obligatoriſch, wenn auch nicht für alle, ſo doch für
einzelne Klaſſen in der Fortbildungsſchule eingeführt
* Athletik. Gegenwärtig finden vom Deutſchen Reichs=
hatten
. Insgeſamt beſuchten im Sommerſemeſter 1912 verband für Schwerathletik in ſämtlichen Kreiſen des Ver=
bereits
17143 Fortbildungsſchüler den obligatoriſchen handes Ausſcheidungsringkämpfe für die Olympiade 1916
Turnunterricht; außerdem nahmen am fakultativen Turn=ſtatt, um bis dahin eine auserleſene Mannſchaft zur Ver=
unterricht
9751 Fortbildungsſchüler teil. Dieſe 85 Gemein=fügung zu haben. Am letzten Sonntag fanden dieſelben
den, die der Forderung des obligatoriſchen Turnunter= für den zweiten Kreis in Mainz ſtatt und gelang es hier=
richts
damals ſchon entſprochen hatten, verteilen ſich auf bei vier Mitgliedern des Kraftſportvereins Darmſtadt
die verſchiedenſten Landesteile und auf die verſchiedenen 1910, ſich für die weitere Teilnahme zu qualifizieren. Es
Größenkategorien. Hiernach dürfte nachgewieſen ſein, daß ſind dies die Herren: Fr. Habermehl. Ph. Gries und F.
1*857
dieſe Forderung des obligatoriſchen Turnunterrichts für Thiermann im leichten Mittelgewicht und M. Eckerl im
die Gemeinden durchführbar iſt. Die Reſultate dieſer ſchweren Mittelgewicht.
Statiſtik hat ſodann der Zentralausſchuß gemeinſam mit
ee Z
dem Jungdeutſchlandbund und einer Reihe von Abgeord=
neten
und ſonſtigen Intereſſenten in einer Eingabe vom
Stimmen aus dem Publikum.
15. September 1912 den Regierungen zur Kenntnis ge=
(Für die Veröfſentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
Sport, Spiel und Turnen.
bracht und dabei die Forderung der allgemeinen Fort= keinerlei Verantwortung: für ſie bleibr aufeg
rund des § 21 Abſ. 2 des
bildungsſchulpflicht für alle aus der Volksſchule entlaſſe=
Preßgeſetzes in vollem Umſange der Einſender verantwortlich.).
Turnunterricht an den Fortbildungsſchulen.
nen Knaben und Mädchen vom 14. bis 18. Jahre und in
Nach den Erklärungen des Herrn Oberbürgermeiſters
* Der Jungdeutſchlandbund hat in Verfolg Verbindung mit ihr im Endziel einer mindeſtens wöchent= hindert die Oberpoſtdirektion Darmſtadt die Fertigſtellung
ſſeiner Bundesleitungsſitzung vom 22. Oktober 1913 im lich ein= bis zweiſtündigen Uebung im Turnen, Spielen der elektriſchen Straßenbahn Darmſtadt-Eberſtadt durch
Gerein mit dem Zentralausſchuß für Volks= und Jugend= und Wandern erneut geſtellt, auch die Forderung der Ein= Stehenlaſſen der Telegraphenſtangen zwiſchen den Schie=
ſpiele
das nachſtehende Geſuch, betreffend Einführung des führung einer regelmäßigen ärztlichen Unterſuchung der nengleiſen. Hierzu geſtatte ich mir folgende Fragen zu
bligatoriſchen Turnunterrichts an den Fortbildungsſchüler und =ſchülerinnen, alſo einer ſchul= ſtellen: 1. Wer erteilt der Reichspoſtverwaltung die Er=
Eflichtfortbildungsſchulen an alle Staats= ärztlichen Ueberwachung der volksſchulentlaſſenen Jugend, laubnis zur Aufſtellung von Telegraphenſtangen auf den
miniſterien der deutſchen Bundesſtaaten geſandt und den damit verbunden.
Straßen? 2. Muß dieſe Erlaubnis ohne weiteres erteilt
errn Reichskanzler gebeten, den zuſtändigen einzelnen
Die Berechtigung dieſer Forderung iſt ſodann auf werden? 3. Iſt die Aufſtellung der Telegraphenſtangen
Regierungen die Einführung des obligatoriſchen Turnens einer Reihe von öffentlichen Kongreſſen verfochten wor= eine widerrufliche? 4. Welche Entſchädigung zahlt die
ür den Fortbildungsſchulen, und zwar gleichmäßig den, ſo auf dem Deutſchen Fortbildungsſchultage in Kre= Reichspoſtverwaltung für die Erlaubnis zur Aufſtellung
ſtür das männliche undweibliche Geſchlecht, feld im Oktober 1912 und durch den Vortrag des General=der Telegraphenſtangen auf den Straßen an die Gemeinde
warm empfehlen zu wollen: Der deutſche Reichstag hat feldmarſchalls Freiherrn von der Goltz in Stettin auf bezw. an den Kreis, und wer ſchließt die betreffenden Ver=
in
ſeiner Sitzung vom 24. Juni dieſes Jahres anläßlich dem Kongreß des Zentralausſchuſſes für Volks= und träge? Falls die Reichspoſtverwultung für die Erlaubnis
der Annahme der Heeresvorlage beſchloſſen, den Herrn Jugendſpiele am 28. Juni d. J., in Altona am 4. Okto= zur Aufſtellung der Telegraphenſtangen bisher nichts ge=
Reichskanzler zu erſuchen, dafür Sorge tragen zu wollen, ber d. J. auf dem Kongreß der Preußiſchen Fortbildungs= zahlt haben ſollte, kann nunmehr eine Zahlung verlangt
daß in allen deutſchen Bundesſtaaten die Wehrhaftigkeit ſchulmänner, und überall iſt in der Diskuſſion die Durch= werden? oder iſt dies etwa durch ein Reichsgeſetz was ja
Her Jugend durch eine beſſere körperliche Ausbildung ge= führbarkeit dieſer Forderung anerkannt worden. Erſt im gewiſſen Sinne eine Enteignung der Straßen wäre,
hoben wird. Die unterzeichneten Verbände, der Jung= ganz kürzlich, Ende Oktober d. J., iſt ſodann in der Ver= verboten?
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[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
Seite 26.
Einladung zur Chriſtbeſcherung
82
wf
im Kloſter der Barmherzigen Schweſtern.
EBrisgenererereinsarmslaur.
Im Namen unſerer armen Kinder und Kranken ſprechen wir
hierdurch allen edlen Wohltätern unſeren herzlichſten Dank aus für
Aus Anlaß der bevorſtehenden
alle Gaben, welche ſie uns ſo reichlich zur Chriſtbeſcherung für die=
ſelben
ſchenkten. Die Ausſtellung der Chriſtbeſcherung iſt am
Wahlen der Arvengever=Ausſchußmiiglieder Donnerstag, den 18. und Freitag, den 19. Dezember im Näh=
ſaale
geöffnet und iſt allen Freunden und Gönnern, denen es Freude
macht, die Chriſtbeſcherung zu ſehen, der Zutritt geſtattet.
zur Allgemeinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt
Zugleich findet Donnerstag, den 18. Dezember, abends
laden wir hiermit alle Intereſſenten und Korporationen zu einer 5 Uhr und Freitag, den 19. Dezember, abends ½5 Uhr, ein
kleines Krippenſpiel im neuen Saale ſtatt, wozu wir alle Wohltäter
recht herzlich einladen.
Schweſter Sidonia
Gemeinſamen Beſprechung
Oberin der Barmherzigen Schweſtern.
26192)
auf
Dienstag, den 16. Dezember, abends 8½ Uhr,.
Festhale, Mranklurt am Mam
in den Fürſtenſaal (Reſtaurant Kaiſerſaal)
Grafenſtraße 20, ergebenſt ein.
23., 25., 26. Dezember 1913, 8 Uhr abends
Tagesordnung:
1. Vortrag des Herrn Stadtverordneten Sames über: Die
wichtigſten Beſtimmungen des Krankenverſicherungsgeſetzes
und die Wahlen zur Allgemeinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt.
2. Aufſtellung einer Wahlvorſchlagsliſte für 30 Arbeitgeber=
Das Rnaker
Ausſchußmitglieder und 60 Erſatzmänner.
(26195
Um zahlreichen Beſuch wird geben.
von Karl Vollmoeller. Muſik von Engelbert Humperdinck.
Der Vorstand.
Regie: Max Reinhardt.
Gaflſpiel Beutſches Theater zu Berlin.
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Das vertorene Eind
einem Vorſpiel Das Völklein auf
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der Heide von Ernſt Freiherr v
Wolzogen.
Ludlaner-Drama
Spielleiter: Hans Baumeiſter.
Aeußerst spannend.
Perſonen des Vorſpiels:
.Dlunchde Christrosch!
Ais Einlager (*17612imſl Karl, d. Franſen=
reiches
Könia . Johs. Heinz
Olympia-Wochenbericht. Die
(Heleborus niger) in Töpfen
Gundulf, d. Gau=
Sport-Woche von Baden-Baden.
sinnigstes Weihnachtsgeschenk, auch sehr geeignet als Gräber-
graf
des Sieger=
schmuck
, empfiehlt
Preise der Plätzes
Hs. Baumeiſter
landes . .
(26164a
Gerſuind, deſſen
Loge 85 I. Platz 65
C. Wölkers Handelsgärtnerei
Enkelin
. Käthe Meißner
II. Platz 45 III. Platz 19
Fardulf, ein jung.
untere Hügelstrasse 89, Ecke Landgraf Philipp-Anfage.
. Kurt Ehrle
Edeling . .

Nummer 307.
Gel, ein Ver=
A. Waſſermann
fehmter . .
Ein alter Sachſe. Paul Peterſen
Ein junger Sachſe Emil Kroczak
Ein junges ſächſ.
Sofie Doſtal
Weib. .
Ein Miſelſüchtiger Herm. Knispel
Perſonen des Stücks:
König Karl.
Johs. Heinz
Faſtrada, die =
Herta Alſen
nigin.
Pipin, d. Baſtard Kt. Weſtermann
Rotrud f Karls Ellen Widmann
Berchta Kind. v. Eliſabeth Horn
Gisla d. Hilde= Hede Schaub
Ludwig gard Käthe Gothe
Gundulf .
. . Hs. Baumeiſtel
Gerſuind . . . . Käthe Meißner
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5.20 , I. Rang 4.70
II. Rang: 1.6. Reihe 2.70
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1.35 , II. Galerie 75 .
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kaſſe
im Hoftheater von 9½
Uhr und eine Stunde vor Beginſt
der Vorſtellung; im Verkehrsbürg
von 81 Uhr und von 2½ Uhn
bis kurz vor Beginn der Vor
ſtellung. (Im Verkehrsbüro wer=
den
auch telephoniſch Kartenbe=
ſtellungen
entgegengenommen.
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7 Uhr.
Ende gegen 10 Uhr.
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B 18. Zur Nachfeier von Beethos
vens Geburtstag: Fidelio
Gew. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
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Erſte Kinder=Vorſtell.: Hänſel
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einſtudiert: Aſchenbrödel,
oder: Der gläſerne Pan
toffel Zaubermärchen mit Ge=
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ein Vorkaufsrecht in der Art, daß
ſie ſich am Mittwoch, 17. Dez=
nachm
. von 3½5 Uhr, gegel
Vorzeigen ihrer Abonnements
karten für beide Vorſtellungen
entſprechende Plätze an dei
Tageskaſſe ſichern können. Am
linken Schalter werden nur Sperr=
ſitzkarten
, am rechten Schalter alle
übrigen Karten abgegeben. (Die
Plätze der Ganzabonnenten bleiben
am 17. Dez. bis nachmitt. 5 Uhr
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Der allgemeine Kartenverkauf
zu beiden Vorſtellungen findet
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vorm. von 9½1½ Uhr an
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gleichen Tagen Karten ausgegebiſ
bezw. telephoniſch Beſtellungen enh
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zelne Vorſtellung: Sperrſitze
.13. Reihe 1.65 , 14.20
Reihe 1.15 , Parterre 1.15
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loge
2.15 , Balkonloge 2.15
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1.15 , Erſte Galerie 55 , Zweite
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u. neu inſzeniert: Mar=
tha
oder: Der Markt zu
Richmond. Oper in 4 Akten
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[ ][  ][ ]

n

07.

1
i

Epil
a

eiche

Inn
enr Inmitk

ate
in Dart
ſſungerſtra
Agentu
HEINEitlonen
goder bei Kr
ſrabatt in Wegfe
Fabrik- Marke
Trn Behörden.
SOENNECKEN-WERKE
f beigefügt.
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Schreiben ohne D
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Abgeordnetenhauſe
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Nr 818: M 18 Mit gröfserer Feder Nr 820: M 20 Besonders grofse Ausfüh
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349A Kopiertinte 1.25
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Im Kanton Aargau
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er geadelt worden iſt, führt ſer den Nämen Liman vondem Parteigezänke zu entſagen, überhaupt den inneren tons mit elektriſcher Kraft angenkenmen, das dem Kanton
Frieden zu wahren und keine übermäßigen Anſprüche zu auch die Möglichkeit gibt, ſich an dem geplanten Rückkauf
Sanders.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
Seite 26.
Einladung zur Chriſtbeſcherung
5
Ed Mpfe
28
im Kloſter der Barmherzigen Schweſtern.
Wrisyenererereinbarmsladr.
Im Namen unſerer armen Kinder und Kranken ſprechen wir
hierdurch allen edlen Wohltätern unſeren herzlichſten Dank aus für
Aus Anlaß der bevorſtehenden
alle Gaben, welche ſie uns ſo reichlich zur Chriſtbeſcherung für die=
ſelben
ſchenkten. Die Ausſtellung der Chriſtbeſcherung iſt am
Wahlen der Arbengever=Ausſchußmiiglieber Donnerstag, den 18. und Freitag, den 19. Dezember im Näh=
ſaale
geöffnet und iſt allen Freunden und Gönnern, denen es Freude
macht, die Chriſtbeſcherung zu ſehen, der Zutritt geſtattet.
zur Allgemeinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt
Zugleich findet Donnerstag, den 18. Dezember, abends
laden wir hiermit alle Intereſſenten und Korporationen zu einer 15 Uhr und Freitag, den 19. Dezember, abends ½5 Uhr, ein
kleines Krippenſpiel im neuen Saale ſtatt, wozu wir alle Wohltäter
recht herzlich einladen.
Schweſter Sidonia
Gemeinſamen Beſprechung
Oberin der Barmherzigen Schweſtern.
26192)
auf
Dienstag, den 16. Dezember, abends 8½ Uhr,
Festhale, Frankialt am Mai
in den Fürſtenſaal (Reſtaurant Kaiſerſaal)
Grafenſtraße 20, ergebenſt ein.
23., 25., 26. Dezember 1913, 8 Uhr abends
Tagesordnung:
1. Vortrag des Herrn Stadtverordneten Sames über: Die
wichtigſten Beſtimmungen des Krankenverſicherungsgeſetzes
und die Wahlen zur Allgemeinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt.
2. Aufſtellung einer Wahlvorſchlagsliſte für 30 Arbeitgeber=
Das Maner
(26195
Ausſchußmitglieder und 60 Erſatzmänner.
Um zahlreichen Beſuch wird geben.
von Karl Vollmoeller. Muſik von Engelbert Humperdinck.
Der Vorstand.
Regie: Max Reinhardt.
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Nachmittags-Vorſtellung:
26. Dezember 1913, 3½ Uhr.
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König Karl.
Johs. Heinz
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Herta Alſen
nigin.
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Rotrud Karls Ellen Widmann
Berchta Kind. v. Eliſabeth Horn
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.. . Hs. Baumeiſtel
Gundulf .
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1.35 , II. Galerie 75 .
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Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbürg
von 81 Uhr und von 2½ Uhn
bis kurz vor Beginn der Von
ſtellung. (Im Verkehrsbüro wer
den auch telephoniſch Kartenbe
ſtellungen entgegengenommen.
Telephon Nr. 1582.)
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und Gretel. Märchenſpiel in
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Vorzeigen ihrer Abonnements
karten für beide Vorſtellungen
entſprechende Plätze an der
Tageskaſſe ſichern können. Am
linken Schalter werden nur Spern=
ſitzkarten
, am rechten Schalter alle
übrigen Karten abgegeben. (Die
Plätze der Ganzabonnenten bleiben
am 17. Dez. bis nachmitt. 5 Uhr
aufbewahrt.)
Der allgemeine Kartenverkauf
zu beiden Vorſtellungen findet
Donnerstag, 18. Dez., ſowie
an den darauffolgenden Tagen
vorm. von 9½1½ Uhr an di
Tageskaſſe ſtatt. Auch im V
kehrs=Büro werden an d
gleichen Tagen Karten ausgegebil
bezw. telephoniſch Beſtellungen enh
gegengenommen. Tel. Nr. 1582
Preiſe der Plätze für jede ein
zelne Vorſtellung: Sperrſitzt
1.13. Reihe 1.65 , 14.20
Reihe 1.15 , Parterre 1.15 ,
Proſzeniumsloge 2.15 , Mittel=
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2.15 , Balkonloge 2.15
Erſter Rang 2.15 , Zweiter Rang
1.15 , Erſte Galerie 55 , Zweite
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bezw. 25 Pf
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M4 9.
K
M 11.
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8


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12441117 15II . 2.
Hochformat
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2.246/68
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1246/912Z 9X12 3.
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9226 cm M.60
(*2461117 112217 3.50 1 1246/1117I 11217 4.50
Mit 2 Taschen mehr 25 bis 50 Pf (von Grölse
1200/138 1525
Nr 1249/962 9X6 cm M2.
50
Nr 1250/1015: M 5.50
13X8 cm ab)
Mit 50 linlierten, auf Wunsch auch karierten Einlageblättern
1260/1510 151210
1249/1382 13X8 3.
1.25
1260/1711 17X11 .
Mit 50 Iiniierten, auf Wunsch auch karierten Einlageblättern
1.75
Mit 12 Registerblättern von A-2 mehr: 1025 Pf
1249/1510 215½?10 4.
In
chtem schwarzen Leder gegen
Weitere Gröfsen und Ausführungen laut besonderer Preisliste
entsprechenden Mehrpreis

[ ][  ][ ]

Nummer 307.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
Seite 26.
e r
Einladung zur Chriſtbeſcherung ſehmter:
A. Waſſermann
Ein alter Sachſe: Paul Peterſen
Bfe
im Kloſter der Barmherzigen Schweſtern.
f
Ein junger Sachſe Emil Krorzak
Brisgenererereinwarmstadf.e
Im Namen unſerer armen Kinder und Kranken ſprechen wir Ein funges ſächſ.
hierdurch allen edlen Wohltätern unſeren herzlichſten Dank aus für Weib.
Sofie Doſtal
Aus Anlaß der bevorſtehenden
alle Gaben, welche ſie uns ſo reichlich zur Chriſtbeſcherung für die= Ein Miſelſüchtiger Herm. Knispel
ſelben ſchenkten. Die Ausſtellung der Chriſtbeſcherung iſt am
Perſonen des Stücks=
Erahen Gain
Mlahlen der Arkettaeher=AugichnhmtalienerDannerstag don 18. und Freitag. den 14. Dezemher im Näh=Gäcse Gorl.
D. R. G-M
D. R. G- M
Soennecken’s Tintenfässer
Verhindern auf die denkbar einfachste Weise ein zu tiefes Eintauchen der Feder, die Tintenfässer mit 2 Gläsern (aufser 10381040) aufserdem ein Verwechseln der Tinte
Untersätze fein halbdunkel oder hell poliert
(
(

S
ee

(s
Bes
Beschlag fein vernickelt
Ar 477g fein vernickelt
Nr 479 10X12 cm M 2.50
12X11 cm M 2.50
3.50
Zeschlag fein vernickelt
Beschlag fein matt Altmessing
483 12210½
Beschlag fein matt Altmessing
481 138.15
284 12½29 em M 3.
Nr 1035F
Gröfse 12X14½ cm
Nr 1025 F 88g
29 em M 3.
em M 2.50
Ar 2
Mulde etwas weniger tief
Untersatz schwarz mattiertEiche,
292 16X10 350
Nr 1214F Beschlag Altmessing M 5.-
1036F 10X12 3.50
1030 F 10212
Ar 283 520 em M 2.
besonders für Kontore geeignet:
1037F 12X1
16X12 3.71
1031F 122141.
1214K wie Altkupfer 5.25
3.50
Ar 4798 10212 em M 2.50
291 10210 2.25
134 19212 . 4.
Beschlag wie Altkupfer 25 Pf mehr Beschlag wie Altkupfer 25 Pf mehr
122 12X12 2.50
n 4838 12X14½ 3.

(6283
(2
(




Mmnge

Beschlag fein vernickelt
Beschlag fein matt Altmessing
Beschlae fein matt Altmessing
21 X14 cm
16X14 cm
Ar 467 15X12 cm M4 3.75
Nr 1038F 12½X9 cm M 4.75
Uigded em M 4.
Nr 1041F
1030
16212
1042F
16X12 5.75
F 1
Untersatz schwarz mattiert Eiche,
Nr 469 Beschlag fein vernickelt M
Nr 498 Beschlag fein vernickelt M 5.25
, 5.
1040F 19X141
5.75
1198P
19210½
6.50
in Altmessint
1043F
besonders für Kontore geeignet:
in Altmessing
1199P
5.50
6.55
Beschlag wie Altkupfer 50 Pf mehr
Beschlag wie Alttupfer 50 Pf mehr
1198 K
wie Altlupfer 6.
wie hlupfer 7.
Air 467s 16212 em Mf 3.75
1199K
Soennecken’s
Soennecken’s
Mit bester Uhr
Tinten
Tinten
Kopiertinte
Buchtinte
Dunkelbraun
Blauschwarz

1 Liter M 2.50
1 Liter M 2.
1s . 1.50
1.25
1 .90
½ .75
*
*
Buch- u. Kopier-
39½X21 cm
Rote Tinte
Tinte
Mit 2 Tintenfässern, Kartenständer und Fede
Fein dunkel poliert * Schale oxydiert * 41X7½ cm
1 Liter M 2.50
halterschale. Fein dunkelgrau poliert, Beschläge
½ Liter M 2.25
22½X12½ cmBeschläge fein Altmessing
fein schwarz ospdiert
½ 1.50 Beschlag Altmessing Nr 699F M 10. Mit 1 Glas Nr 698 F: M 7.50
Pr 1147 Untersätze fein halbdunkel poliert M 12.
1 1.25
Nr. 1225: M 15.
15.
1148 echt Mahagoni
wie Altkupfer 699K 10.50 1 698K: 7.75
Soennecken’s Federhalterträger
Soennecken’s Federhalterschalen
Soennecken’s Löscher
Halten den Tisch von Schreibgeräten frei
Schützen Tisch und Pult vor Tintenflecken * Sehr praktisch
Muster gesetzl. eingetragen


2
Mr 126/5 mit 5 Rillen (19X11 cm)
Me
Buche: 75 Pf Eiche: 90 Pf- Nufsbaum: M 1.
Gröſse 8X26½ cm
Oberplatte nickelplattierter Stahl
In Fiche, fein poliert:
Oberplatte halbdunkel poliert,
Untersätze Eiche, fein halbdunkel poliert
Nr 126/4 mit 4 Rillen (18½X10 cm)
Beschläge matt Altmessing
Unterplatte lackterter Stahl
Nr 1021E 16X8½ cm M 1.10
jahl
Buche: 65 Pf * Eiche: 80 Pf Nufsbaum: 90 Pf
Nr397M Schale oxydiert Messing, Rand poliert M
1022 E 171/25 1.25
Nr 783F 6212 em M 1.
Nr86 8 cm breit M 1.
1.75
87
182F 7201a
85 Pf
Mahagoni, fein poliert:
2.
397K
, Rand kupferfarbig 3
Nr 126/3 mit 3 Rillen (18X7½ cm)
781F S8l5t
75
Mr 1021M 16 251g em MI 1.35
. 88 6 .
60
85 5
Federhalterschale aus Glas Nr 24: M 1.50
1022M 171225 . 1.50
Oine Verzierung 50 Pf weniger
,
Buche: 60 Pf- Eiche:70 Pf Nufsbaum: 80 Pf
Soenneckens
Soennecken’s
Aulserst zweckmälsig
Aulserst zweckmälsig
Soenneekens Sehreibbiöete
Federhalterständer
jedes Blatt kann durch Unterleger
Vorzüglicher Notizblock jedes, Blatt kann dürch Umlegen Die mit Schlitzlochung verschenen Blätter Apfeuchter
kiallen den Sehreibtiset von
unter die Kugel aufbewahrt werden
aulbewahrt werden
sind im Nu abzunchmen
Schreibgeräten frei
Zum Anfeuchten

Fein polierte
von Marken und

Holzplatte
e
Schildern

V



2
Behälter
Z
D.R-G-M
aus
20
822
(
Mit
blauem
A
Men
Bleistift
Wlh
Glas
Meiellteile Messing polier
Fein polierte Holzplatte, Metallteile fein vernickelt
G
Fein polierte Holzplatte
Fein polierte Holzplatte,
Nr 367 14½ X11½ cm M 2.25
Nr 264 20X16 cm M 3.50
Aus pol. Holz, Stäbchen vernickelt
Metalltelle
Metallteile fein vernickel
poliert Meseing
Untersatz aus feinem schwarzen Glas,
745 15X12 3.25
Nr386 11X14 cm, 6 Lager M 2.
br 273 ſot:
Nr.
262 17515 em M 2.75
X16 cm M2.
Metallteile fein goldfarbig:
38713X22 10 2.50
Ersatzblöcke 60 bezw. 50 Pf
Ersatzbiock 60 Pf
Ersatzblöcke 50 Pf
Nr307 11X8 cm M 1.25
Dr 369 145eit M 5.
Für den Schreib- und Arbeiticeh
Verhindern das Schiekwerden der Bücher
Soenneckens Bucherstützen
D. R-G- M
Bügel verstellbar
Fein
lackiert
Metall.
U00)
Drehbarer Bücherständer Fein pol. Helzplate, Bügel vernickelt
Plate seinwars olhälert,
Fein volierte Holzplatte,
Doppelstütze
13X14 cm
Lesestütze
In Eiche, fein mattert
dunkelgrün pegamoldart. lackiert, Bügel nickelplattiert und poliert, Nr§ 1625 cm lang M 1.10 Für Bücherschränke
Höhe 18 cm * Durchm. 30 cmNr. (Länge Bügel Eiche Aufsb.
Zum Aufstellen von Büchern beim Lesel
Bügel verstellbar
verstellbar
und Bibliotheken
Einfache Stütze
Falst eine grofse Anzahl Bücher 34830 cm 5
M3. M3.75 Nr 328
Nr 344 30 cm lang M 5.
*30 cm lang M 4.50
Nr 341: 65 Pf Aufser Gebrauch zum Zusammenklappe
und gewährt beste Ubersicht 548 a as
Nr 9 13X15 cm 50 Pf
7.
4.75
3.75

Er 344à 68
252 35
6
Schräg als Lesestütze
Nr. 383: M 16.50
348 B 60 10 5.50 6.50 328B 60 7.50 Einfacher Nr345 30 cm M2.75
Fein lackiertes Metall
Nr 342 175 Pf Nr 215 Eiche. 16224 cm M. 1.50
Sernielen Sammtergtenen.
Soenneſtene brtetäſter=
Soennecken’s
Soenneckens
Soenneeitents
Mit echtem säurefreien Gummi-Arabikum
Gummiertuben
Papierhafen
Briefhalter
Mit
Acara‟ Arah‟
Schwamm
Aufserst zweckmälsig.
Nr 60 aus Stahl, fein vernickelt und poliert 60 Pf & 20,5 cm lang
als Pinsel
Pinselfüllung
Gröfste Sauberkeit.
(2men
G
regulierbar
2
Soeneekens
Kein Verdicken oder
Tou romeinsen
Zur Beschriftung von
Höhe
enepetrne
Sehriſt=
Eintrocknen des Gummis
13em
Me
e
ee
Frpunspänmng& brurid karten, Plänen, Zeich-
Schablonen
nungen udgl sehr emp=

Schaffen gleichmälsige
V
5

Zaf

fehlenswert, dadurchdie
dleutliche Sehriſt und
Mte
Gchrt. aet.-
Verwendung der Scha-
ersparen
viel Zeit

blonen gleichmäſsige
(
Verwendung von
Meeeee e . Ab.

D. n. dm

Beschläge
Bleistift, Tinte, Tusche
Schrift erzielt wird
Unteracutmaliges Gaſt=
oder
Farbe möglieh
Einfachste Handhabung
80gtnttt
Königl. Bayer. Kammer=
Größse 921öf, em
2
Für Insenieure, ArchiteKt., Zeichn, usw: Für Schulen: Satz Nr 820 3 Scha-


Unterplatte aus Alteiche.s Otto Wolf. Neu ein=
Satz Nr 950 5 Schablonen (42 cm lane) für blonen für 6 Schriftgröfsen M 2.75 Bügel aus kein pol, küdiert u. neu inſzeniert: Mah
Nr220 Höhe 12cm M 2.25
12Schrittgröksen, mit allem Zub
hör M 10.- Für schräge Schrift: Satz Nr819-
Ur 394 9½ cm 1g. 30 Pf
221 9 1.60 Nr 212 M 1.25
Einzeine Schablonen Rr 2.: Der Markt zu
395 14 50
2Schablonen für Schritigrüſtendtz. Oimne Piante Tirl4 ha
chmond. Oper in 4 Akteil
Dne
Drich v. Flotow. Lyonels
Soennechen’s Fröbelgabe
Die
Leicht
Scsamähnliche Preiſe=
70
schönste
Schrift-Baune
5
zu erlernen
Aes
e
Snoschrißte=
Zierschrift
Geschrieben mit Feder Nr 3
Geschrieben mit Feder Nr 30
Soennecken’s Rundschrift.
Soennecken’s Rundschrifffedern Herausgegeben von F. SOENNECKEN,
elce
titat
Federn für Rundschrift und
mit Vorwort
ir Kund
Schrie
ft un
und Zeichenschrift
Zeichenschrift
von Geh. Reg.-Rat Prof. F. Reuleaux
Mkiſke
CE
Zum Selbstunterricht:

II
Einfacher. aber vollet. Ichraang:
SRSfEe

I. Teil mit 25 einſachen und doppeltlen
6
Federn M1 2.50
88
2

G.Sgl
Für Fortdeschrittene:
SGhRiä
II. Teil M1.50 III. Teil M1.
1ee
Alle 3 Teile in Schachtel mit 25 ein-
Nr 27
fachen und dappelten Federn, 1 Halter
I
und 1 Überfeder M 5.
Vorzüglich für Kinder geeignet
Nr 26
Mit vielen Vorlagen zum Legen von Figuren
Für Schulen:
(Erkenntnisformen, Schönheitsformen, Le
(
Vorzüglich für Kinder geeignet
Meſt 1 u. 2 (einlacher, aber roll=
6
bensformen. Schriftalphabet), einer Lege.
ständiger Lehrgang) je 28 Pf
tafel (2922a em) und einer Anzahl nicht
Mit vielen Vorlagen zum Legen von Schrift-
Ar 1D Mit) ½ Gros M 2.50
Air 40
Weitere Breiten:
Für Fortgeschrittene und zum Uben
rostender Metalielemente (gerade Striche
und einigen Figurenvorlagen, einer Uege-
50
Tintentniger
Gr. M 1.25
freier Formen:
Nr 1A, 1B, , 2½, 3½, 4½, 5½, 6
in 4 Längen, Halb-. Viertel-Kreise und
tafel (29222 em) und einer-Anzahl wieht
Gros
Weitere Sorten:
tücke mit
Heft 3 u. 4 je 25 Pf, Hekt 5- M 1.
Punkte).
Halter 25 Pf 1 rostender Metallelemente (gerade Stricht= in
90 Pf
1 Gros M3. ¼ Gros 90 Pf
Nir 30-90
4 Längen, Hlalb-, Viertelkreise und Punſeteh,
Auswall bir 8 2s einkache und dopelle Federn und 1 Oberieder 11
In hübschem Karton, mit vielfarbigem
Titelbild M 5.
In hübschem Karton M 3.
Rundschriftfederhalter: Mr 451 mattiert 10 Pf Nr 501 DN naturpaliert 15 Pf Nr 501DNF mit 2 Federn 25 Pf 12 cm lang

ſen

t Nade

Fieih
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50e

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16s
Feckm)


Soe)
Feine

Mit 2en
i öne
En
kant
wurd,
ſtadt
Nar e=
Lande

[ ][  ][ ]

et

Vr IMT
2
Soennecken’s
Soennecken’s
Soennecken’s Kopierpressen in Buebform
Jadelschalen
Briefkörbehen
leder sollte von seinen Briefen, Berichten udgl eine Kopie zurückbehalten
Aus feinem hellen Glas
Aus feine
Schnellstes Kopieren * Schärfste Kopien
mit Ledertuch-Einlage
Z



Aus feinem Holzes Welle aus Stahl
Aus Stahl und
e
Nr176 25X38 cm M2.25
Schmiedeelsen,
Mit Buch von 500 Blatt:

233 27½X41 3.

Gafe
Nr355 Quart M 12.50
fein lackiert
357 Folio 16.50
Zwischenstützen z.bequemen Uber-
Für die Reise
8X5 cm
Mit Kopiermappe (statt Buch)
Nri Quart, m. Buch v. 1000 B1. M 13.50
einanderstellen mehrerer Körbe:
Aus Stahl und Wellblech (2 kg)
Mit Kopiermappe (statt mit Buch)
Mleich Briefbeschwerer
R G. M.
Nr 19M Quart, mit Kopiermanve zum zum Kopieren auf lose Blätter:
zum Kopieren auf lose Blätter
500 12.50
Nr 278
7 Polioe,
Nr 385 für Nr 176: 80 Pf
500
Kopieren auf lose Blätter M 14.
Dr 4M Quart, mit Schlofs M 15.25
16.50
Nr355 M Quart M 13.50
nt Nadeln gefüllt M 1. Dieselb. Pressen m. Schlofs M2.- mehr
385R 233: 90 Pf
16.25
Mit Kopierbuch Nr 19: 13.-
7M Folio, ohne
357M Folio 16.50
Soennecken’s
Soennecken’s Bleistiftspitzer
Soennecken’s Briefwagen
Soennecken’s Kartenständer
Hiefbeschwerer
Kein
D.R-G-M
Für Postkarten, Briefumschläge udg!
Fein vernickelt
Gewicht
Fein
erforderlich
vernickelt
Mit Tuch unterklebt
Bügel verstellbar
Mit
laeliert
2 Gewichts-
Wie Altkupfer,
Einteilungen
2
Unterplatte

fein dunkelgrün
Hein
Kein
S
Me
lackiert
Beschmutzen
Umherstreuen
der Hände!
der Späne!
17 6X6 cm M2.
Mit Gewichten
5
N.
Nr853 K: 15½X11½ cm M2.50 Nr 800K: 16x8½cm M2. Nr 186 in Messing, Fuſsplatte
16 13½X5½ 2.75
Aus fein lackiertem Metall,
Nr 295 22½ cm hoch (500 g) M 6.50
Mit 7 Bügeln
Mit 5 Bügeln
M13.
Messer auswechselbar und aus feinstem Stahl
Holz .
18 18X6 3.50
296 22½ (350 g) 5.50
I119 24X6 4.50
Fein vernickelt, Unterplatte fein schwarz 50 Pf mehr
Nr 187 ganz aus Messing 17. 188 25 (250 g) 4.
Nr 175 10X10 cm M 4.
Soennechen’s Reise-Schreibmappen
Sönnecken’s Dokumentenmappen
Soennecken’s Schriftenmappen (Dokumentenmappen)
Erweiterbar
Mit starkem grünen Kaliko überzogen
Zum geordneten Aufbewahren von Schriftstücken, Akten, Dokumenten udgl
Mit starkem Leinen-Überzug Mit loser Schreibunterlage
gröfster Haltbarkeit
Mit 20 Fächern (A-2) * Ersetzen eine Menge einzelner Mappen * Beliebig erweiterbar * Falze mit Leinwand überzogen
Schriftenordner
Mit 20 Fächern (A-2)
212en

Die Ver=
Aus
3
schlufs-
starkem

schwarzen
klappe ist

erweiterbar
Kaliko
e
ſt

I. Esokiliscken
e
L ESSKEu 1
me
10X38½ cm * Mit 12 Taschen aus starkem
Feiner Papier-Überzug
Mit Metallecken 1 Nr 756 E 35X26 cm M 9.25
Nr 746 mit Verschlufsband, 26½X35 cm M 6.-
Faublauen Manilakarton * Rücken erweiterbar
Nr 752 35X26 cm M 5.50 und mit Schlofs: 1 757E 40X26 10.25 Rücken mit Leinen überzogen
Mit Schlofs: Nr 747 26½X35 cm M 7.50
753 40 X2
Mit Verschlufsband
927 27½X39 8.50
6.50Ohne Metallecken, Nr 754 35X26 cm M 6. Nr748 35X25½ cm M 3.
Nr 740: M7.
Für Damen:
926 21X27 6.50
Mit Schlofs Nr 743: M 11.
Wechselmappe Nr 758: M 3.50 ohne Schlofs: 1 755 40X26 7. 749 38½X25 3.50
Soennecken’s
Soennecken’s
Soennecken’s Schreibmappen
Wnnecken’s Papierkörbe
Soennecken’sschräge Schreibmappen
Broschürensammler.
Mit Tasche für die Papiere
Schreibunterlagen
Sorgfältigste Arbeit
Jeder sollte zur Schonung der Augen diese Mappen benutzen-
In Buchforw
Sehr zweckmäſsig, weil vorn keine Kante
Z
eeenee.
75
e genſeſten.
ckue

Wchernnergs,
Mit Ledereinfassung
Mit Abreifskalender


und Lederecken
Mit Kaliko-Einfassung
Gröte in kaltig in eter
Mit Kaliko-Einfassung
Nr 75 43X33 cm M6.
Schützen den Inhalt vor Staub u. geben
Nr 77 47X38 cm M 5.
Nr 213 37X25 cm . . . . . . . M 1.50
7.50
76 47X36
Helles Strohgeflecht:
der Bibliothek ein gefälliges Aussehen
Ersatzkalender M 1.
MN
Nr M
214 41X29 . . . . . . . 1.75
Für Damen:
26X37 cm428: 2.50 432:3.50 Mit Einsatz Mit feinem Kaliko-Uberzug
Der Kalender ist perforiert, so, dals
Mlozl2 34X25½ cm M3.25
435 45X32 . . . . . . . 2.-
4. Datumblatt abzutrennen ist Nr 79 30X32 cm, mit Schlofs M 6.50 29040
29:3.
Nr 929S 6X20X27 cm . . . M2.-
2/3 38¼X30
,
436 52X38 . . . . . . . 2.50
32X45 430:3.50434:4.50 930§ 8X24X33½ cm . . 2.85
102/4 41X30½ 4.50
Flache Schreibunterlagen mit Abreifskalender Nr 442: M 2.70
437 60X45 . . . . . . . 3.
Soenneckene
Soennecken’s
Soennecken’s
Soennecken’s
Soennecken’s Brieftaschen
Taschen-Kalender
Schreibmappen
Aktenmappen
Briefordner Privat‟
Mit 5 Taschen und herausnehmbarer
Feine Ausstattung Groise Zweckmälsigkeit
Mit 2 Schlösser
Me
Schreibunterlage mit bestem
Zum Schliefsen und zum Ziehen Für den Privatgebrauch und für Haushalte
Löschkarton
unentbehrlich
Einband J.24..
eingerichtet
DR
dauernd
G-M
zu
benutzen
4

(
Meeten

Blätter aus-
zusammengelegt
40X15 cm
Ringbuchform (* wechselbar
Wigrofsen u. 1 kleinen Tasche Mit 9 Taschen und 1 Schlaufe, Aus feinstem braun. Vachetteleder
Nr 873 schwarz, gefüttert M 7.50
D-R-G-M
Gröfse 12X18 cm
aus bestem echten Seehundleder Mit Schlofs * Für Damen
863
ungefütt. 9.
Nr 908 21X27 cm . . . M 17. 10 X 15½cm Bestes Taschenbuch zum
Zum geordneten Aufbewahren der
ftstücke
12.
Vormerken von Terminen, Versamm- 1 862 braun,
Mbs Vachetteleder . M 5.. Nr 943 11½X17½ cm M 16.-
861 schwarz, gefüttert 11.
Mit Locher
Für Herren:
lungen usw.
15.
860 braun,
40 Rindleder . . 9. Besonders gediegene Arbeit Nr 915 26X37 cm . . . M 22. Nr 1244/1015K Kunstleder M 2.
Nr 761A 28½X30½ cm (40), M 1.60
21.
901 f. schwarz, gefütt
917 25½X34 cm
18. 1246/ 1015K fein. Leder 3.50
761H 28½X35½ (20), 1.80
902 braun. Rindl. gefütt. 27.
Weitere Sorten zum Preise von M 7., 7.50 und 8.
Einfacher M 4.50 bis M 14.
Ersatzkalender dazu 75 Pf
Aus besten trockenen Hölzern
Wekmälsigste Ausführung
Soennecken’s Schreibpulte
Soenneiens
Bücherständer
1

(IsesuneEen V
te
Orunt grei
Luln
Mit Zentralverschluſs.
Tischplatte Eiche, Unterteile eichenfarbig mattiert,
Mit Zentralverschlufs für jede Hchiebladen-
Besonders feine Ausstattung
Eichenfarbig mattiert. Aufsatz und Tischplatte Eiche
reihe: Eiche fein mattiert:
mit Rollade
Mit Zentralverschlufs für die oberen Schiebladen
reite 140 cm, Tiefe 80 cm, Höhe 105 cm
2b.
Eiche fein mattiert * Beschläge in Altsilberfärbun
Wälloo Breite 140, Tiefe 80, Höhel 78 cm M 160.
Mit 4 Rollfülsen Nr1233 Breite 140, Tiefe80, Höhe 78 cm M 95.
Nr1239: M 160. * Ganz Eiche M 175.
Höhe 87, Breite 36,
92 160, 80, 178 170. Nr 1314 Breite 140, Tiefe 78, Höhe 78 cm M 325.-
Statt Rolladen links und rechts je 4 Schiebladen-
1234 150, 80, 78 100.
Tiefe 40 cm
Nr 1236: M 180. * Ganz Eiche M 195.
& s. an beiden Seiten, innen links 4 Schieb- Mit ausziehbarem Seitenschrank an rechter Seite:
1235 165, 80, 78 105.-
Nr 1805
In schwererer Ausführun
Nr 1313 Breite 175, Tiefe 93, Höhe 78 cm M 470. im Aechts 2 lose Böflen
Ganz Eiche M 15. mehr
Nr1268: M225. . Mithoh. Aufsatz Nr1269. M270.
wurde. Er vermk,Hlöhe 78 cm M 195. Tischplatte mit Ledereinlage: M20.bzw M25.-mehr Eiche M 25.
Sochneeiens
4 Abteile Gröfse 3, Sockel
ſindt lebenden engliſchen Me
je 2 Abteile Gröfse 3 und 4,
Soennecken’s
und Kopfstück:
Sorkal.. und. Kanfstiick-
Akten- undegöbtenschränke
ſrar er Kommandeur der 55
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Ideal-Buenerschränke
n, das dem,
Notensehränke
er geadelt worden
geplant
Sanders.
Zum Auf-
Die zweck-
Sorgfältigste Arbeit
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bewahren
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mäfsigsten
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vonBüchern,
alterBücher.

Noten,
schränke
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Sammlungen
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Aus Abteilen
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einer oder
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Kopfstücke
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Abteile von
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zwar über
oder neben-
einander


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die Katälog
Nr 1471 Eiche M 125.-
Nr 129
152X81X39 cm
Nr1131EArtS Eiche M220. Ausstattung
128X50X44 cm
I102 cm Tiefe 37 cm, Höhe 185 cm
Nr1112 Art S Eiche M 134. Eiche fein mattiert, ohne
177X92½X33 cm
Mit 20 Gefächern:
INr 1410 & Eiche matt poliert
178X88X34 cm
Nr88OA Einn. EicheMI6
Zentralverschlufs M 20. mehr
Nr 1473: M 155.
wettiertem Spiegelglas
M 200.-
Zentralverschlufs M 20. mehr! 880A inn. Buche 62.)
eimmem Bilderglas . . .
Zum Zusammenstellen Beliebig zu vergröſsern jedem Raum, jeder Bücherzahl anzupassen
208X81x89 cm
175.-
880ASf. schwarz 80.9
Mit Notenpult M 6.75 =
Cäustährf. Latslag br 20 Mostenles hie Preite der Schrebnäbel verstelen eich gusschliekslich, Frackt -

[ ][  ]

Nummer 307
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. Dezember 1913.
Seite 26.
Porit, 60 M.
Einladung zur Chriſtbeſcherung fehmter:
A. Waſſermanſt
8
50
Ein alter Sachſe. Paul Peterſei
APhwat
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im Kloſter der Barmherzigen Schweſtern.
Ein junger Sachſe Emil Kroczaf
IBrisgenererereinwarmsladf.
Im Namen unſerer armen Kinder und Kranken ſprechen wir Ein junges ſächſ.
hierdurch allen edlen Wohltätern unſeren herzlichſten Dank aus für Weib.
Sofie Doſtal
Aus Anlaß der bevorſtehenden
alle Gaben, welche ſie uns ſo reichlich zur Chriſtbeſcherung für die=Ein Miſelſüchtiger Herm. Knispell
ſelben ſchenkten. Die Ausſtellung der Chriſtbeſcherung iſt am
Perſonen des Stücks=
Tahe Ha
Wablen der Aebeitaeber=AusimusmitaltenerDonnerstag, den 18. und Freitag. den 19. Dezember im Näh= gänig Garl
HEINRICH LAUTZ. Ecke Rhein- und Grafen-Straße . DARMSTADT

Ae
Soennecken’s Normalfedern
Soennecken’s Schreibfedern
Soennecken’s Eilfedern
Beste Federn für flotte Schönschrift
Schreiben ohne Druckanwendung,
Das Beste, was die Schreibfedernfabrikation zu leisten vermag
verschönern die Schrift und spritzen nie
Für schräfe
Für besonders
Für steile (normale) Federhaltung:
In EF, F, N
teile Feder- II Federhaltung:
W= weich
haltung
Cmt
Beste
Mltg.-Mlieg
Federn für
164 5
schnelles
Ermöglichen,
Schreiben
beim Schreiben
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erade vor dem
(
Fisch zu sitzen
1 Gros M
½ Gros 80 Pf
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Nr181
1 Auswahl
Nr180
1 Auswahl Nr9
1 tiat
Nr 10 12 verschiedene
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Federn
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12 Federn 25 Pf
M1.
25 Pf
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In EF-, F- und M-Spitze
Mittlere Breiten: Nr105 105½ . 106 . 106½
Federhalter für Normalfedern:
60
(20
6
66
Nr 513N naturpoliert 10 Pf- 19 cm lang
Federhalter für Eilfedern: Nr 551 mattiert 10 Pf
(7
az I1w 150 I 012 42 43 72 111 152 Bonna-F. 53 22 33 173
Der 501 N naturpoliert 15 Pf: 19 cm lang
Soennecken’s Kugelfedern
250
225 Pf
250
200 f
50 250 225
250
200
1 Gros 300
225
150
Gleiten verinöge ihrer gerundeten Spitze
Soennecken’s Neumetallfedern
65
180
70
70
70
65
*60
70
65
iſe . 88 270
leicht über das Papier und kratzen nie
Auswahlen (je 15 verschiedene Federn) laut nachstehendem Auswahlplan: 25 Pf
Rosten nicht Kratzen nicht
e
r. Söenigggeend
Meehte eteh
Plang für die Auswahl einer für die Hand passenden Feder

e
Nr 762 1 Gros M 2.50 ¼ Gros 70 Pf
Nr 974 breit : Dr 975 mitel. : Dir 976 schmal
steile
schräge
Soennecken’s Schnellschreibfedern
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pFederhaltung
Federhaltung
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deſ- Gegenſtreke8g)

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Federnsteller Bei dünner Schrift wählt man Ausw. Nr4
Nr 994 breit Nr995 mittel Nr 995 schmal
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mittelstark.
mittelstark.
525: 10 Pf
s. dieker.
¼ Gros: M 2. * ½ Gros: 75 Pf
1 Gros M3. ½ Gros 80 Pf
sta
225
2
dicker

2 . 5
Ar 401 breit: Ar 402 mittelNr 403 schmal
Jede Auswahl (25 Pf) enthält 15 Federn, die alle für die betreffende Schreibgewohnheit berechnet sind.
Man wird darunter ohne Mühe eine passende Feder finden
1 Auswahl Nr 36 (15 Federn in 15 Sorten) 25 Pf
1 Auswahl Nr37 (12 verschiedene Federn) 75 Pf
ere e e e e e e
Leeiabetent gs um, auf Wanech vo mm
undaufsen Leinen: Lamteneifagsung aus stallem büicher=
Soenneckens Registratur- Einrichtungen sind für Geschäf
Soenneckens Brietoraner
unentbehrlich
tuch (D-R. G. Rf)
Hebelordner mit Kreisbügeln und selbsttätigem
Ausbeb-System
Soenneeken’s
Soennecken’s
RücklegerD-R.G-M-D.R-Pat. ang. Mit Greifloch
Briefordner ohne Lochung
Verwahrmappen
Mie
Für Akten, Dokumente und besondere Papiere,
Sind dazu bestimmt, den Inhalt der gefül
die nicht durchlocht weiden sollen

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(
Ordner aufzunehmen
Einfachste Handhabung
renegenufentei.
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(Die Ordner werden aufs neue benutzt
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Mit Ausheb-Mechanik
In Quart und Folio
Eir 967V Quart, 25 2ö0ig em 50 Pf
Starke Nr 114AR mit Kreisbügeln und Rückleger
967R Follo, 25256 60
in 4 preiswerten Ausführungen
Ordner Nr1
ohne
Ausführung 114AK

Besonders starker Einband mit Leinen-Rücken
Mit Steck-Mechanik in Metallschienen
Die besten für grofse Geschäfte
Etwas leichtere Ausführung Nr 115AR m. Kreisbügeln u. Rückleger
und -Ecken:
In Quart und Folio
Nr 967G Quart 70 Pf
Gröfste Schonung der Briefe- Beanspruchen nur geringen Raum (Rücken innen leinenartig) I 115AK
ohne
in 2 preiswerten Ausführungen
967) Follo 90
Billigste Mengenpreise=Alle gangbaren Formate und AusführungenFolgen von 2-200 Ordnern mit verteiltem Register
Billigste Mengenpreise
Billigste Mengenpreise
Lochabstand 80 mm,
Mit breitem Rücken
Soennecken’s Schneilheiter für Einzelatten
auf Wunsch auch 70 mm
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Für Preislisten und Offerten Für Prisie
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Bei gröfseren
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Bezügen
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Mengenpreise
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Besonderer Aufdruck
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gegen
billige Berechnung
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Gelace
Mi Poreaher
In 4 Kartonqualitäten
In 4 Kartonqualitäten
Schnellhefter mit Mappe, die zum Aufbewahren
Karton-Qualität K (feiner moderner Kartonl
Mit blauer Stahldeckschiene oder Kartondeckschiene
Mit langer Stahldeckschiene mit 2 Verschlufsschiebern
besonderer Papiere, Zeielmungen udel dient, de
6 Farben) * Mit umsponnenen Heftbänderl
ohne Verschlufsschieber
nicht durchlocht werden sollen
Quart 19 Pf: Follo 20 Pf
Schnellhefter mit Doppelfalz, ähnlich wie Kataloghefter, zu billigen Preisen
Nr 968 Folio 30 Pf
Besond. Aufdruck od. Prägung zu billigsten Preise
Soennecken’s
Soennecken’s
Soennecken’s Vorordner
Soenneckens Lochen
zur alphabetischen Vorordnung der Schriftstücke
Kopiermappen
Unterschriften-Mappen
Lochabstand 80 mm, Nr 231 u. 244 auch 70 mm. Fein lackiert
Für Akten
Enthalten für jeden Buchstaben des Alphabets
Besonders
Zum Einlegen unterschriebener Briefe. zum Kopieren auf lose Blätter mitte
udg!
eine Abteilung
starite
Löschkarton durchlocht, damit kein 1 Kopierpresse und Kautschukblattes
Schriftstück übersehen werden kann
Innenseiten mit Gummituch-Ubers

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Nr 198 mit Register A2 M9.-
Aus Eisenguſs. Mit Holzfuls u.
Aus geprägtem Stahl. Nr 231
Aus geprägt. Stahl, verstellbar
Nr 1982 mit Zahlen 100, 200 usw bis 2000 M 9.-
M 1.. Mit Holzfuls und An- für 80 u. 70 mm Lochabstand Anschlag Dr 244A: M. 8.
Nr197V 26X30 cm M 2.50
Nr 421 24X29½ cm M 3.
Geötinet 75 em breit 2 Mit starken Leinenfalzen
Sglicht gleiehmn
Asig.
schlag (erm
Ders. m. eisern. Fuſs u. Anschla
mit Spänekästchen
F-leichtern das Einordnen aufserordentlich
197 R 26X35 3.50
etwas leichter Nr230: M5
422 24X3d
Lochung) Nr 231A: M 1.80
Nr 2458: M 1.20
ornetenn e irenh
Bernertene etehten
Soennecken’s Kopierpressen
zum Gebrauen in Korierpreten
Zum Aufbewahren der
ZumAnfeuchten der Kopierpapier-
m
Guſseisen
Auf das Stärkste
Aus feil
pindel aus
ebau
Für Briefordner, gelocht 680 oder 70 mm oder ungelocht
angefeuchteten Kautschukblätter
und Kautschukblätter
ganz aus Stahl und Schmiedeeisen Stahl-Mit Sicherung gegen Bruch
Preize ſtr. 1900 Pfat. Quart (2229 em) (Folio, (2sg 3s em)
Fein
Ar 416W: M 3.75 Mr 418W. M S.
Weifs, stark . .
lackiert
41600 7.50
Doppelblätter

420 7.50
Zr üe
6.-
415
doppelstark . .

9
Mlökt. 5.50
Kanariengelb, stark .. 415K
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Hnemtäliges Gaſt=
316.
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3187, 12.
Japanisch.
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Rollen-Fapiernapier laut besonderer Liste

Jozuo) sopoft
Otto Wolf. Neu ein=
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u93s Sroipusosen
Sidiert u. neu inſzeniert: Mar=
NFzzu none lzcm M 2.25
Seebenie Scnndsnchen
Ronieter. 0
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221 9 1.60 N

für kaufmännische Betriebe. Krankenkassen, Rechtsanwälte usw.
Aus etarkem Zink, ſein lacktepſtu. mond‟. Oper in 4 Akten
Leichtes und rasches Aufinden reglstrierter Namen und adressen, weil
Nr 304 Quart, 25 30 cm M1 4.50 drich v. Flotow. Lyonel=
melen’s
Fröbe
diese. anstatt Zstemios durchefwander in einzeinen abgesonderten
SGatr
308 Follo, 2423d n.
5.
nöhnliche Preiſe=
Gruppen stehen . Klarste Übersicht über alle Eintragungen
2a
Aus Eisen, rosteicher fackien:
(2m
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Dauerhafter Einband in Kaliko mit Lederücken und -Eeken
Nr 314 Quart, 25X30 cm M 2.50
ohne
Mrzs (e51) Duart, WDenreadem M a0.-Kr ör? Guart, gogödem . Mt 2.=
Für 250030000 Namen * In Median- u. Propatria-Format
Mii Fizeinlagen, die die Bläter lange
ir 1 2 em lans mrem
Preise auf Wunsch
23 (35½keg) Follo,37½X20-g. 48. . 679 Folioz 26236 . 28. Ee
feucht halten, M 1. bis 1.75 mehr
2 15 . 2.
Soennecken’s
Soennecken’s
Soennecken’s
Soenndcken’s
Vertikal-
Dauer-Kontenbücher
Karten-Register
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Kopiermaschinen
(
(Lose Blätter-System)
Kunden-, Werbe-, Bestellungs-, Lager-,
Registratur
D R Patente
Mehrfache Sicherheitslochung
Bezugsquellen-, Termin-Register udgl
vereinigt mit Schlitzlochung
Modelle
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Zum aktenmäfsigen
groſse,

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Ordnen von
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