Darmstädter Tagblatt 1913


12. Dezember 1913

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Inſerate
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176. Jahrgang
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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
1915.
X 303.
Freitag, den 12. Dezember.
Genußmitteln für das Deutſche Reich aufgeſtellt, die jedoch
bauend, energiſche Schritte gegen Deutſchland wirklich
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
durchführt, die deutſche Militärmiſſion in Konſtantinopel keinen amtlichen Charakter trägt und infolgedeſſen für die
als Tatſache hingenommen wird, die ungeheure Expan= Gerichte nicht bindend iſt. Von den beteiligten Kreiſen
ſion Deutſchlands an der Bagdadbahn und in Vorder= iſt daher eine rechtsverbindliche Feſtſetzung über die Be=
Das Wichtigſte vom Tage.
aſien überhaupt anerkannt, und daß unſere Verbündeten, ſchaffenheit und Beurteilung der einzelnen Lebensmittel
die Zweite Kammer ſetzte geſtern die Beratung der Oeſterreich und Italien, in gleicher Weiſe in ihren als unbedingt notwendig erachtet worden, um die vor=
Beamtenbeſoldungsvorlage fort, zu der Redner verſchie= Mittelmeerbeſtrebungen die Anerkennung Englands fin= handenen Mißſtände zu beſeitigen. Mit Rückſicht auf die
dener Parteien das Wort ergriffen. Die en bloe=
Annahme der Vorlage erſcheint danach ausgeſchloſſen. den, das ſich die ungeſtörte Angliſierung Aegyptens er= Veränderlichkeit der in Frage kommenden Verhältniſſe er=
ſcheint
aber eine Feſtlegung der an die einzelnen Lebens=
möglichen
will.
der Reichstag ſetzte geſtern die Etatsberatung fort
mittel zu ſtellenden Anforderungen durch ein Geſetz nicht
und wird heute die Weihnachtsferien beginnen.
zweckmäßig. Es dürfte ſich mehr empfehlen, hierfür die
das Präſidentenpaar Poincaré gab geſtern zu Bismarck und das Reichsfagss beweglichere Form von Verordnungen zu wählen, die für
Ehren des Königspaares von Spanien ein Frühſtück.
das ganze Reich gültig ſind. Für ſolche Verordnungen,
wahlrecht.
das neue franzöſiſche Miniſterium verlas in
die naturgemäß vom Bundesrat zu erlaſſen wären, fehlen
der geſtrigen Kammerſitzung ſeine Regierungs=
* Profeſſor Hans Delbrück veröffentlicht ſoeben in
jedoch heute die geſetzlichen Grundlagen. Das erſtrebte
erklärung.
Buchform eine Reihe von Aufſätzen, die bereits in den
Ziel wäre alſo zu erreichen, wenn in dem Reichsgeſetz
das engliſche Unterſeeboot C 14 iſt infolge Preußiſchen Jahrbüchern abgedruckt worden ſind und ſich über den Verkehr mit Nahrungsmitteln dem Bundesrate
Zuſammenſtoßes mit einem Dampfboot am Eingang des mit angeblichen Plänen Bismarcks im Jahre 1890 be= die Ermächtigung erteilt würde, derartige Verordnungen
Hafens von Plymouth geſunken. Die Mannſchaft
ſchäftigen, das Reichstagswahlrecht auf dem Wege des zu erlaſſen. Dem Vernehmen nach wird der kommende
wurde gerettet.
Staatsſtreiches abzuſchaffen. Delbrück erinnert Geſetzentwurf dieſen Weg in Vorſchlag bringen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
daran, daß vor der Entſcheidung des Sozialiſtengeſetzes
Die Reichstagskommiſſion zur Er=
Herr von Helldorff nach Friedrichsruh gefahren ſei, umrichtung eines Kolonialgerichtshofes ver=
den
Fürſten zu fragen, ob die Fraktion für dieſes neue, handelte über einen nationalliberalen Antrag Dr. Junck,
Englands politiſche
bekanntlich abgeſchwächte Sozialiſtengeſetz ſtimmen ſolle der die Aufgaben des Kolonialgerichtshofes einem neu=
oder
nicht. Der Kanzler habe ſich ſo ausgeſprochen, daß gebildeten Senat des Reichsgerichts übertragen will. Die=
Meuorientierungim Mittelmeer. Herr von Helldorff aus ſeinen Aeußerungen habe ſchließen ſer Senat ſoll bis zu anderweitiger Regelung außerdem
Der Reichskanzler hat in ſeiner Rede über die aus= können, der Fürſt wolle zwar die unmittelbare Verant= die Rechtſprechung in Konſulargerichtsſachen im Rahmen
wäirtige Politik nicht allzu viel von den neuen Zielen wortung für die Ablehnung nicht übernehmen, wünſche ſie der jetzigen Zuſtändigkeit des Reichsgerichts übernehmen
der deutſchen Orientpolitik verraten. Er deutete nur an, aber. Dieſe Antwort des Kanzlers deute darauf hin, daß und gleichzeitig bis auf weiteres zur Entlaſtung der übri=
daß
ohne Beeinträchtigung der Rechte Dritter darauf hin= er Konſliktsſtoff habe ſammeln wollen. Dieſe Mitteilun= gen Zivil= und Strafſenate des Reichsgerichts dienen. Der
gearbeitet werde, einen billigen Ausgleich zwiſchen den gen verdienen, obwohl ſie mit großer Wichtigkeit vorge=
Staatsſekretär des Reichsjuſtizamts wandte ſich gegen
Intereſſen beider Teile zu finden. Mit dieſem Vertrags= bracht werden, keinen Glauben. Die Deutſche dieſe Anträge. Die in der letzten Kommiſſionsſitzung ihm
zegner iſt England gemeint, das im Laufe der letzten Tageszeitung bemerkt zu dieſen Ausführungen:
nahegelegte Beſprechung mit Vertretern des Reichsgerichts=
Jahre verſchiedene Wege zur Erhaltung ſeiner Stellung
Richtig iſt, daß Fürſt Bismarck in der letzten Zeit ſei überflüſſig. Es handle ſich um eine reine Verwal=
im
Mittelmeer beſchritten hat, und vor allem fällt auf, ſeiner Amtsführung die Gefahren des allgemei= tungsfrage. In der weiteren Beratung ließen die verſchie=
nen
, gleichen, direkten Reichstagswahl=
ſund
das geht auch aus der Note Sir Edward Greys anrechtes deutlicher und ſchärfer erkannt hatte als vor= denen Reichsämter und insbeſondere auch das Reichs=
verſchiedene
Mächte hervor , daß die engliſche Re= her. Daraus hat er auch niemals ein Hehl ge= juſtizamt erkennen, daß für den Fall der Ablehnung von
gierung von dem Einfluß der Tripel=Entente im Mit=macht er hat ſich mehr als einmal dahin ausgeſprochen, Berlin ihnen Leipzig als Sitz des Kolonialgerichtshofes
telmeer ſich nicht mehr allzu viel verſpricht, und deshalb daß ſelbſtverſtändlich dieſes Wahlrecht nur aufrecht erhal=
ten
werden könne, ſolange es den Zweck und den Beſtand lieber ſei als Hamburg. Das Reichsmarineamt hätte mit
möglichſt vorteilhaft in Mittelmeerfragen mit dem des Reiches nicht gefährde. Daß er aber beſtimmte Pläne, Rückſicht auf Kiautſchou gern die Konſulargerichtsbarkeit
Treibund zu paktieren gedenkt.
die man als Staatsſtreich bezeichnen könnte, ſchon gefaßt in den Entwurf einbezogen, habe aber mit Rückſicht auf
Dieſe Geſtaltung der Dinge iſt für Deutſchland, wenn und erwogen habe, das beſtreiten wir auf das entſchie= ſein raſches Zuſtandekommen darauf verzichtet. Die wirt=
es
ſie nicht durch zu weitgehende Konzeſſionen erkauft, denſte; und wir können uns dabei auf das Zeugnis des
Fürſten Herbert Bismarck berufen, der uns ausdrücklich ſchaftlichen Intereſſen Kiautſchous ſprächen mehr für Ber=
entſchieden
vorteilhaft. In der Tat iſt der Dreibund in ermächtigt und erſucht hat, ſolche Mitteilungen als lin als für Hamburg. In der Kommiſſion iſt bis jetzt ein
der Lage, die Dinge ruhig an ſich herankommen zu laſ=unrichtig zu bezeichnen. Was nun den Brief des Ueberwiegen der Freunde Hamburgs zuungunſten Berlins
ſen. Der ruſſiſche Einfluß an der ganzen Küſte des Bal= Herrn von Helldorff anlangt, ſo würde Herr Profeſſor erkennbar.
kans und im Hinterland iſt, wie das Hinneigen Bulgariens! Delbrück gut daran tun, der Oeffentlichkeit den Wortlaut
Die Duellkommiſſion des Reichs=
nicht
vorzuenthalten. Es iſt möglich, daß Fürſt Bismarck
und Serbiens an Deutſchland, Rumäniens an Oeſterreich Herrn von Helldorff ebenſo wie anderen Leuten geſagttags behandelte im weſentlichen die Anträge auf Ein=
und Griechenlands vorläufig unentſchloſſene Prüfung der hat, welche Befürchtungen er bezüglich des Reichstags= ſchaltung eines beſonderen Paragraphen, der an Stelle
Mächtegruppen zeigt, faſt zu einer Fiktion geworden, mit wahlrechtes hege. Es iſt aber auch nicht ausgeſchloſſen, der Feſtungshaft unter Umſtänden Gefängnisſtrafe und
der man nicht mehr rechnen kann: die Politik der Herren daß Herr von Helldorff den Fürſten mißverſtanden hat,
wie das bekanntlich in der Unterredung über die Erneue= Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte androht.
von Hartwig und Danew iſt zunächſt bankrott. Einer= rung des Sozialiſtengeſetzes der Fall war. Fürſt Bis=
Ein Antrag der Nationalliberalen will bei frevent=
ſeits
hat die Tripel=Entente nicht vermocht, die Beſtim= marck hat damals, wie er ſelbſt ſpäter feſtgeſtellt hat und licher Verſchuldung der Herausforderung nur fakultative
mungen des Dreibundes über Albanien in irgend einem wie ſein Sohn Herbert uns mehrfach beſtätigt hat, mit Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte feſtſetzen und
weſentlichen Punkte umzuſtoßen. Der engliſch=franzöſiſche keinem Worte angedeutet, daß er die Ablehnung des So= wird damit begründet, daß in vielen Fällen keine beſon=
zialiſtengeſetzes
wünſche.
ders ſchwere ſittliche Verfehlung vorliege, und man bei
Flottenbeſuch in gewaltigen Formationen endete mit
Bismarck hat vom deutſchen Volke ſelbſt erwartet, es obligatoriſcher Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte
ſauerſüßen Banketten, da die Tripel=Entente es nicht werde das Reichstagswahlrecht wieder abſchaffen, wenn damit rechnen müſſe, daß der Richter zur Vermeidung
dieſer harten Strafe den Paragraphen nicht anwendet.
durchſetzen konnte, daß der Epirus ganz zu Griechenland es deſſen Schädlichkeit erkannt haben ſollte.
Dieſer Auffaſſung traten Vertreter der Fortſchrittlichen
geſchlagen wurde, der gewünſchte Nutzen dieſer Propa=
Volkspartei bei Ein Vertreter dieſer Partei wies dar=
gandafahrt
blieb alſo ſo ziemlich aus. Andererſeits hat
auf hin, daß die ſozialdemokratiſchen Anträge eigentlich
Deutſches Reich.
ein Ausnahmegeſetz darſtellten. Ein Sozialdemokrat ent=
das
Andrängen des ruſſiſchen Freundes nach Ar=
gegnete
, daß es ſich um die Bekämpfung eines hartnäckigen
Die deutſche Militärmiſſion in
renien und Nordperſien angeſichts der fortwährenden
Willens zur Geſetzesverletzung handle, die gewiß ſcharfe
rieuen unſicheren Verhältniſſe in Indien und der Gefahr Konſtantinopel. Wie das Reuterſche Bureau er= Ausnahmebeſtimmungen rechtfertige (!), worauf mit Recht
neuer ruſſiſcher Eiſenbahnen in formell noch neutralen fährt, iſt beſchloſſen worden, daß die engliſche, die fran= entgegnet wurde, daß dieſer Grundſatz auch andere Aus=
Zonen vor Kabul, England durchaus nicht erbaut. Mit zöſiſche und die ruſſiſche Regierung in Konſtantinopel Er= nahmegeſetze rechtfertige, die der Sozialdemokratie weni=
der
kühlen Verſtandespolitik, die den Söhnen Albions kundigungen einziehen, ob es wahr ſei, daß die türkiſche ger angenehm ſein dürften. Ein Regierungsvertreter er=
klärte
, die obligatoriſche Aberkennung der bürgerlichen
eigen iſt, haben die Engländer, nachdem aus der erhoff= Regierung einem deutſchen Offizier ein Oberkommando Ehrenrechte würde der ganzen Tendenz des Vorentwurfs
ren franzöſiſch=ſpaniſchen Annäherung nicht ſo viel gewor= in der türkiſchen Armee übertragen habe und bis zu wel= nicht entſprechen. Die Begriffe, freventliche Verſchuldung
den iſt, als man erwartete, die Konſequenzen gezogen. chem Grade dies die Lage in Konſtantinopel berühren und ehrloſe Geſinnung, deckten ſich nicht, ſo daß in erſte=
Seit Monaten bereitete ſich eine engliſch=öſterrei=werde. Die Unterredungen, die zwiſchen dem ruſſiſchen rem Falle ein Zwang zur Aberkennune derdaßeenchten
Ehrenrechte ungerecht ſei. Die Kommiſſion vertagte ſich
chiſche Annäherung vor, mit der jedenfalls mehr Botſchaſter und der deutſchen Regierung in Berlin ſtatt=
dann
bis nach Weihnachten.
als bekannt iſt, eine deutſch=engliſche Annähe= fanden, trugen ein ſehr freundliches Gepräge. Deutſch=
Aerzte und Krankenkaſſen. Wie ver=
rung
unter der regen. Mitarbeit des Fürſten Lichnowskyl land hat Kenntnis von der Abſicht der drei Mächte, in lautet, werden ſämtliche deutſchen mediziniſchen Fakul=
in
London verwirklicht wurde.
Konſtantinopel Erkundigungen einzuziehen.
täten beim Reichskanzler zum Zweck einer Einigung im
Der Reichskanzler, der es wiſſen muß, meint, daß
Novelle zum Reichsgeſetz über den Krankenkaſſenkampf vorſtellig werden.
die Ausſichten gut ſind, gleichzeitig wird durch den Beſuch Verkehr mit Nahrungsmitteln. Die Reichs=
In Braunſchweig haben die auf die braun=
der
engliſchen Flotte in Neapel die verfehlte Demonſtra= regierung iſt bekanntlich bereits ſeit längerer Zeit mit den ſchweigiſche Thronfolge bezüglichen Ausführungen in der
tion im Piräus korrigiert, und man gibt Italien nicht Vorbereitungen zu einer Abänderung des Nahrungsmit= Rede des Reichskanzlers große Befriedigung erweckt und
tundeutlich zu verſtehen, daß man auch mit ihm in telgeſetzes beſchäftigt. Den Anlaß hierzu gaben die zahl= man hofft, daß alle Beſtrebungen, die in letzter Zeit von
Mittelmeerangelegenheiten gehen will. Man kann alſo reichen widerſprechenden Gutachten von Sachverſtändigen, Hannover ausgegangen ſind, um die Braunſchweiger
ſagen, und die Mißſtimmung der franzöſiſchen Blätter auf die ſich die Gerichte bei ihren Entſcheidungen über die Welfen gegen Preußen aufzuhetzen, nunmehr endgültig
gegenüber den engliſchen Höflichkeiten für den Dreibund Beſchaffenheit von Nahrungsmitteln ſtützen müſſen. Um fallen gelaſſen werden.
beſtätigt dies, daß wir in bezug auf unſere Mittel=für dieſe Gutachten eine Unterlage zu ſchaffen, iſt vor
Landtagswahlen im Fürſtentum
meerpolitik nicht mehr eingekreiſt ſind. Die glatten einer Reihe von Jahren unter Mitwirkung des Kaiſer= Reuß. Bei den Landtagswahlen im Fürſtentum Reuß
Vorteile der geſchaffenen Lage dürften die ſein, daß, falls lichen Geſundheitsamtes eine Vereinbarung zur einheit= j. L. wurden zum erſtonmal nach dem Pluralwahl=
Rußland nicht, trotz allem auf Frankreich allein lichen Unterſuchung und Beurteilung von Nahrungs= und ſyſtem gewählt: 9 Nationalliberale. 1 Konſervativer.

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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
Nummer 303.
Seite 2.
durch Privaintereſnten bei Kollſonen des öſentlichen
1 Foriſchriller. 1. Dund der Landwirte, 1 bürgerlicher
areten
Ein ſchwediſcher Wehrbeitrag. Die ſchwe= und privaten Intereſſes und über die Anfechtbarkeit der
Kompromißkandidat und 1 Sozialdemokrat. Es finden
Reichstagswählerliſte. Weitere Entſcheidungen behandeln
6 Stichwahlen ſtatt, woran beteiligt ſind: 4 Nationallibe= diſche Regierung beabſichtigt, dem Reichstage im Januar den Kreis der zur Landwirtſchaftskammer Beitrags=
rale
, 4 Sozialdemokraten 2 Bund der Landwirte und einen Geſetzentwurf vorzulegen, welcher einen Wehrbei= pflichtigen, Fragen aus dem Gewerberecht (u. a Wirt=
2 Fortſchrittliche Volkspartei.
trag, ähnlich dem deutſchen, vorſieht. Dieſer Wehrbeitrag ſchaftskonzeſſionsfragen) und endlich die Frage des
ſoll eine progreſſive Einkommenſteuer ſein, welche alle Züchtigungsrechts der Volksſchullehrer. Schließlich gibt
das Heft u. a. einige wichtige Entſcheidungen über
Ausland.
Einkommen von 5000 Kronen trifft und während dreier den Begriff des Geſamtgrundſtückes im Reichszuwachs=
Jahre erhoben werden ſoll. Die Steuer ſoll im Rahmen ſteuergeſetz wieder. Das 3. Heft befindet ſich im Druck,
Oeſterreich=Ungarn.
Im öſterreichiſchen Abgeordnetenhauſe eines großen Geſetzentwurfs zu einer vollſtändigen Re=ſo daß, da das 4. Heft auch alsbald folgt. zu Beginn
des Jahres 1914 der erſte Band vollſtändig vor=
ſtellte
am Mittwoch bei Beginn der Sitzung der Ruthene organiſation der geſamten Landesverteidigung eingebracht
liegen wird.
werden.
Petruszwycz den Antrag, die Sitzung eine Stunde zu
Zum neuen Reichsſtempelgeſetz. Nach An=
Rußland.
merkung 3 zu Tarifnummer 14o des Reichsſtempelgeſehzes
unterbrechen. Er warf der Regierung vor, daß ſie ſich
Reform des Polizeiweſens. Der Ausſchuß vom 3. Juli 1913 unterliegt bei Genoſſenſchaften, deren
in der Angelegenheit der Wahlreform paſſiv verhalte. Der
Geſchäftsbetrieb über den Kreis ihrer Mitglieder hinaus=
Antrag wurde abgelehnt. Die Ruthenen brachen in einen der Reichsduma für die Reform des Polizeiweſens hat geht, die Erhöhung der Einlagen einer Abgabe von
wüſten Lärm aus. Die meiſten riſſen die Pultdeckel von einſtimmig den erſten Antrag des Berichterſtatters ange=
1 des Wertes, um den die Einlage erhöht wird, abs
den Tiſchen und ſchlugen wild darauf los. Viele hatten nommen, durch welchen das Gendarmeriekorps von der züglich der auf der Einlage ruhenden Schulden, mindeſtens
Sirenenpfeifen und pfiffen unausgeſetzt. Die Abgeord= Unterſuchung politiſcher Delikte entbunden wird und die aber von 10 Mark. Bei der großen praktiſchen Bedeutund
dieſes Stempels für das Genoſſenſchaftsweſen ſei darauf
neten Budzynowskyi und Singalewitſch ließen elektriſche Unterſuchungsrichter allein mit der Vorunterſuchung bei aufmerkſam gemacht, daß dem Stempelanſatz nicht die
Läuteapparate ertönen. Koleſſa lärmte mit einer Auto=politiſchen Delikten beauftragt werden.
Erhöhung der einzelnen Einlage, ſondern der Geſamt=
betrag
der Erhöhungen zu Grunde zu legen iſt. Die
mobilhuppe, Olesnichyi trompetete. Hierauf erfolgte eine
Bulgarien.
geſetzliche Mindeſthöhe der Abgabe (10 Mark) bezieht ſich
Unterbrechung in der Tagung des Hauſes. In einer 4½=
Die Regierung und die neue Kammer, alſo nur auf den letzteren Betrag. Die beteiligten Großh. Nachtſitzung beendete das Haus ſodann die zweite
Behörden ſind der Darmſt. Ztg. zufolge angewieſen, die
Leſung der Perſonal=Einkommenſteuernovelle. Faſt ſämt= Das offiziöſe Blatt Narodni Prava erklärt, das neue Ka=
Tariſſtelle in dem angegebenen Sinne anzuwenden.
liche Beſtimmungen der Novelle wurden in der mit der binett ſei entſchloſſen, mit der neuen Kammer zu regieren.
Vom Großh. Hoftheater. Heute wird der neue
Die Sobranje trete bald zuſammen und die Regierung Schwank Die ſpaniſche Fliege im D=Abonnement
Regierung vereinbarten Faſſung des Ausſchuſſes ange=
nommen
, ausgenommen die Beſtimmung des ſteuerfreien hoffe, bei ihr die notwendige Unterſtützung zur Fort= wiederholt werden. Am Samstag gelangt als zwölfte
Exiſtenzminimums, hinſichtlich deſſen der Minoritätsan= ſetzung ihrer Tätigkeit zu finden. Sie werde nicht zögern, Volksvorſtellung bei aufgehobenem Abonnement Paul
Linckes Operette Grigri zur Aufführung. Die Leitung
trag der Sozialdemokraten, dieſes Minimum auf 1600 ſtatt wenn nötig, bei einer Gruppe der Oppoſition aktive Mit= haben Erich Kleiber und Adolf Jordan. In der nächſten
auf 1200 Kronen feſtzuſetzen, in namentlicher Abſtimmung arbeit zu ſuchen. Die Zuſammenſetzung der neuen So= Volksvorſtellung Nathan der Weiſe am Sonntag
branje geſtatte kaum die Bildung eines anderen Kabinetts, nachmittag wird Guido Lehrmann vom Kgl. Tbeater=
mit
196 gegen 195 Stimmen angenommen wurde. Die
das aus ihrem Schoße hervorgegangen wäre. Was die in Wiesbaden in der Titelrolle ein einmaliges Gaſtſpiel=
Sitzung verlief in voller Ruhe.
abſolvieren. Der Vorverkauf für dieſe beiden Volks=
Das Marinebudget in der ungariſchen Bildung eines außerparlamentariſchen Kabinetts betreffe, vorſtellungen findet bis einſchließlich Samstag im Ver=
Delegation. In der ungariſchen Delegation wurde ſo komme das der Auflöſung der Sobranje gleich, was kehrsbureau ſtatt. Für Sonntag abend iſt eine Wieder=
das
Marinebudget angenommen. Miniſterpräſident Graf nicht zugelaſſen werden dürfe. In verſchiedenen politi= holung von Lortzings romantiſcher Zauberoper Undine
Tisza wandte ſich im Verlaufe der Debatte gegen dieſchen Kreiſen werde verſichert, daß gewiſſe oppoſitionelle unter Leitung von Kapellmeiſter Lert und Regiſſeur Nowack
im D=Abonnement angeſetzt. Die Oper weiſt gegen die
Gruppen der Sobranje die Regierung unterſtützen würden.
Vorlage eines Flottengeſetzes und erklärte, die Regierung
letzte Aufführung verſchiedene Neubeſetzungen auf. Die
Uraufführung von Ernſt von Wolzogens neuem Drama=
werde
wahrſcheinlich den nächſten Delegationen ein neues
Türkei.
König Karl welches durch ein Vorſpiel Das Völk=
Schiffsbauprogramm vorlegen, da nach der Beendigung
Rücktritt des Großweſirs. Die Wiener lein auf der Heide eingeleitet wird, wird am Dienstag
der erſten Dreadnoughtsdiviſion die Frage des Baues
ſtattfinden. Das neue Werk des heimiſchen Dichters
Neue Freie Preſſe meldet aus Konſtantinopel: Der Groß=
einer
zweiten Diviſion aktuell werden würde. Der Mini= weſir unterbreitete dem Sultan ſeine Demiſſion. Der ſtellt den zweiten Teil ſeiner dramatiſchen Trilonis
ſterpräſident betonte, daß durch die militäriſchen Ausgaben Sultan bat ihn durch ſeinen zweiten Kämmerer, ſein Ge= Der Weg des Kreuzes dar, deren erſter Teil Dit
Maibraut am Hoftheater mit großem Erfolg bereis
keine kulturellen und ſozialen Aufgaben vernachläſſigt ſuch zurückzuziehen; doch beharrte der Großweſir auf ſei= in Szene gegangen iſt. Demnächſt beginnt auch
würden. Das Rekrutenmaterial werde bei jeder Aſſen= nem Entſchluß. Ein unter dem Vorſitz des Scheich ül Iſlam Vorverkauf für das einmalige Gaſtſpiel des Kammen
tierung hinſichtlich des Bildungsgrades ſowohl wie phy= tagender Miniſterrat erörterte die Kriſe. Erwogen wer= ſängers Otto Wolf von der Kgl. Oper in München
der am Sonntag, den 21. Dezember, in einer ſeiner
ſiſch beſſer.
den folgende Kombinationen: Kriegsminiſter Izzet Paſcha Glanzpartien, nämlich als Lyonel in Flotows Martha=
Italien.
als Großweſir, Marineminiſter Mamut als Kriegsmini= wieder vor unſerm Publikum, das in dem Künſtler
In der Kammer machte Sonnino in der Frage ſter oder Präſident des Staatsrats, und Platzkommandant ſeinen einſtigen Liebling begrüßt, erſcheinen wird=
* Hoher Beſuch. Man ſchreibt uns: Der Großherzog
des allgemeinen Vertrauens zum Kabinett die größten Dſchemal als Marineminiſter. Generalſtabschef Hadi
machte geſtern verſchiedene Einkäufe in dem Offenbacher
Vorbehalte, erklärte aber, in der libyſchen Frage für das Paſcha, ein Gegner der deutſchen Militärmiſſion, ſoll zu= Lederwarengeſchäft Sans, Schulſtraße.
Kabinett ſtimmen zu wollen, weil es ſich hier um das rücktreten.
* Belehrung der Schulkinder. Im Anſchluß an das
Vertrauen zu Libyen und um Italiens Miſſion im Mit=
ſchreckliche
Unglück in der Karlſtraße ſind die Kinder der
ſtädtiſchen Schulen auf Veranlaſſung des Ober=
telmeer
handle. Sonnino betonte die Notwendigkeit der
bürgermeiſters durch die Lehrer auf die Gefahren
Stadt und Land.
Einrichtung einer Altersverſicherung für die Arbeiter nach
aufmerkſam gemacht worden, die mit dem unvorſichtigen
engliſchem Syſtem. Was die Beziehungen zwiſchen Staat
Darmſtadt, 11. Dezember.
Ueberſchreiten der Straßen verbunden ſind; es ſind ihnen
und Kirche betreffe, ſo wünſchen die Liberalen keine
* Vom Hofe, Ihre Königl. Hoheit die Groß= Anweiſungen erteilt worden, wie ſie ſich beim Heran=
Konflikte zwiſchen den beiden. Wenn aber gegen ihren herzogin empfingen am Mittwoch vormittag 10 Uhr nahen der elektriſchen Bahn zu verhalten haben, überhaupt
Wunſch ſolche Konflikte entſtehen ſollten, ſo ſeien die Libe= im Neuen Palais die Oberin von Gordon. Prinz Otto iſt ihnen ein ruhiges Gehen auf dem Trottoir und den
zu Schaumburg=Lippe nebſt Gemahlin, ſowie die Gräfin Straßen zur Pflicht gemacht worden. Die Eltern der
ralen feſt entſchloſſen, für den Staat einzutreten, dem ſie Arthur zu Erbach=Erbach mit den Grafen Konrad und Kinder werden dem Herrn Oberbürgermeiſter dafür Dank
das ſouveräne Recht zuerkennen, alles zu regeln, was die Eberhard nahmen geſtern an der Frühſtückstafel im wiſſen.
* Zur ſchnellen Abwickelung des Poſtſchalterverkehrs
äußeren Akte des bürgerlichen, politiſchen und ſozialen Neuen Palais teil. (Darmſt. Ztg.)
*4
Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der während der Weihnachtszeit kann das Publikum ſelbſt
Lebens betrifft. Der Reformſozialiſt Biſolati erklärte, er
Großherzog haben dem Gerichtsvollzieher mit dem weſentlich beitragen. Die Einlieferung der Weihnachts=
und ſeine Freunde blieben bei der Oppoſition. Er glaube, Amtsſitze in Fürth Georg Peppler die Krone zum pakete ſollte nicht lediglich oder vorwiegend bis zu den
der tripolitaniſche Krieg habe ein wenig die internationa= Silbernen Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Groß= Abendſtunden verſchoben, namentlich müßten Familien=
ſendungen
tunlichſt an den Vormittagen aufgegeben wer=
len
Beziehungen Italiens getrübt.
mütigen verliehen.
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 27, vom den. Selbſtfrankierung der einzulieferns.
Frankreich.
11. Dezember, hat folgenden Inhalt: 1. Bekannt=den Beihnachtspakete durch Poſt wert=
Der Heeresausſchuß der Kammer hat machung, die Bildung einer beſonderen Bürgermeiſterei zeichen ſollte die Regel bilden Mit ſeinem Bedarf an
Bad=Salzhauſen betreffend. 2. Bekanntmachung, diePoſtwertzeichen müßte ſich ein jeder ſchon vor dem 19. Dkel=
die
vom Budgetausſchuß vorgenommene Solderhöhung Vergütungen für vorwiegend im Intereſſe Privater er= zember verſehen. Zeitungsbeſtellungen dürften nicht in
für die Offiziere vom Major abwärts nicht unbeträcht= folgende Amtsgeſchäfte der Bürgermeiſter der Land= den Tagen vom 19. bis 24. Dezember am Schalter der
lich vermehrt. Die dadurch verurſachten Ausgaben wür= gemeinden betreffend.
Poſtanſtalten angebracht werden. Für die am Poſtſchalter
* Entſcheidungen des Großh. Heſſiſchen Verwal= zu leiſtenden Zahlungen ſollte der Auflieferer das Geld
den ungefähr 30 Millionen betragen.
tungsgerichtshofs. Das ſoeben herausgegebene Heft 2labgezählt bereithalten. Die Befolgung dieſer Rak=
der
im Staatsverlag erſcheinenden Entſcheidungen
ſchläge würde der Poſt und dem Publikum gleichmäßig
Belgien.
Das Schulgeſetz. Die Oppoſitionsparteien be= des Großherzoglich Heſſiſchen Verwaltungs= zum Nutzen gereichen.
gerichtshofs gibt zunächſt eine Reihe von Urteilen
Die Einziehung der Zeitungsgelder erfolgt durch
ſchloſſen, die ſchärfſte Obſtruktion gegen das Kloſterſchul= und Beſchlüſſen über Fragen des Prozeßrechts die Brieſträger in der Zeit vom 15, bis einſchl. 25. des
geſetz. Man erwartet eine Reihe ſtürmiſcher Sitzungen. und der Streitwertberechnung wieder, die um letzten Monats im Vierteljahr koſtenlos. Die Brieſträger
Allgemein wird geglaubt, daß die Regierung gezwungen ſo wichtiger ſind, als ſie Beſtimmungen des neuen ſind zur vollgültigen Quittungsleiſtung über die erhobe=
Verwaltungsrechtspflegegeſetzes betreffen. Eine weitere nen Zeitungsgelder berechtigt Die Vorteile, die die Ein=
ſein
wird, das Kloſtergeſetz bis Ende Januar zu ver= grundlegende Entſcheidung verbreitet ſich über die An= richtung für das Publikum bietet, ſpringen in die Augen,
tagen.
fechtbarkeit von Beſchlüſſen der Gemeindeverwaltungen wenn man berückſichtigt, daß der regelmäßige Fortbezug.
Meetttaßige Fortbezug
mitein. Przobyszewet, Arel Galen, Richard Dehmel, beiden tieſſen Geheinniſſe des Lebens: auf ihnen baſt
Edvard Munch.
Strindberg, Munch fanden ſich, von der Allgemeinheit noch
ſich das Syſtem der menſchlichen Geſellſchaft auf mit ihren
Zu ſeinem 50. Geburtstag (12. Dezember 1913).)
unbeachtet, damals in Berlin zuſammen, ein jeder mit höchſten Idealen und ihren banalſten Alltäglichkeiten,
den Problemen beſchäftigt, die über die einengenden Gren= Hier ſetzte das nach Erkenntnis ringende Suchen Munchs
Von Dr. Walter Georgi= Berlin.
zen des äußerlichen Naturalismus hinausgingen. Es war1 ein, indem er ſich zur Aufgabe machte, Liebe und Tod=
Als Edvard Munch im fauſtiſchen Drang das Reich auch um dieſelbe Zeit, da der ihnen verwandte junge Bel= künſtleriſch zu geſtalten. Er ſah weder mit den Augen
der ewigen Ideen hinter den ſichtbaren Dingen zu ſuchen gier Maurice Maeterlinck die für die künſtleriſche Ent= des Realiſten, noch mit denen des Idealiſten. Munch
ging, verlor ſich ſeine Seele im Grenzenloſen, und die wickelung der Folgezeit programmatiſchen Worte nieder= fühlte ſich gleichſam mit einem zweiten höheren Ichein
Einſamkeit in der Nähe des Unfaßbaren drohte ſie zu er= ſchrieb: Es handelt ſich nicht mehr um einen beſonderen das Weſen ſeiner Objekte hinein und ſuchte in ſeiner Seele
ſticken. Aus dieſer Stimmung heraus wuchſen jene künſt= und heftigen Augenblick der Exiſtenz, ſondern um die Exi=
die
Stimmungen zu erleben, die hinter Liebe und Tod
leriſchen Schöpfungen Edvard Munchs, gegen die man einſt ſtenz ſelbſt. Es gibt tauſend und tauſendmal mächtigere ſchwingen und jegliches Werden vorwärts drängen. Seinen
mit biſſigem Spott, verletzendem Hohn und handgreiflicher und ehrwürdigere Geſetze als die der Leidenſchaften; aber Kunſt wurde zur Lebensanſchauung einer difſerenzierten
Brutalität Sturm lief, ohne mehr zu erreichen als eine dieſe Geſetze ſind langſam diskret und ſtill wie alles, was Seele. Es ſteht die Sehnſucht der erwachenden Liebe vor,
Spaltung der Meinungen, als die Gründung der Berliner mit unwiderſtehlicher Kraft begabt iſt, ſind fühlbar, ver= ihm auf, ein Unbewußtes in einen jungen Körper einge=
Sezeſſion und die unbeirrte trotzige Fortentwickelung einer nehmbar nur im Dämmerlicht und in der Sammlung der ſchloſſen, das zu ruſen beginnt mit unbekannten Stim=
künſtleriſchen
Natur, die von ihrer Miſſion reſtlos über= ruhigen Stunden der Nacht.
men, das hinaustreibt ins Unermeßliche, ohne das Ziel
zeugt war. Im Jahre 1892 hatte Munch als Achtund=
Dieſe Sätze hätte ebenſo gut Edvard Munch über das zu nennen, ein Gefühl, das Hoffnung, Jubel, Angſt,
zwanzigjähriger jene erſten denkwürdigen Ausſtellungen
Ziel ſeines künſtleriſchen Strebens ſagen können, wenn Grauen und Luſt atmet. Die Dinge ringsumher veelieren
in Deutſchland veranſtaltet, die ihn mitten in den Streit auch die Wirkung jener Beobachtungen auf die Künſtler= das Gegenſtändliche, das überſchwellende Gefühl zwingt=
der
Meinungen ſtellten, nachdem bereits einige Jahre zu= natur Munchs eine andere ſein mußte als auf diejenige ihnen neue Formen auf, ſeine eigenen Formen. Die=
vor
in ſeiner Heimat in Norwegen der Kampf um ihn ent= Maeterlincks. Heute hat Munch das fünfzigſte Lebensjahr Erfüllung naht, Mann und Weib ſchmelzen ineinander,
feſſelt war Damals hielt der Naturalismus noch die erreicht. Ein faſt übermenſchliches Ringen, das Unfaß= willenlos und dennoch von einem einzigen Willen ges
Geiſter gefangen, mit Ausnahme der erſten Vorkämpfer liche zu faſſen, das Unbewußte bewußt zu machen, aus ſtoßen. Die Sehnſucht hat die Perſönlichkeit des Einzel=
einer
neuen Bewegung, die ſich im Verborgenen bereits den Geheimniſſen des Daſeins Eckenntniſſe heraufzubrin= nen zerſtört, die Natur hat ſie zur Einheit gebunden, bis=
als
natürliche Reaktion gegen die peinlich übertriebene gen, liegt hinter ihm. Daß dabei kein ſpieleriſcher Wille der dämoniſche Kampf zwiſchen Mann und Weib auf=
Würdigung des äußeren Daſeins zu entwickeln begann. ihn leitete, keine Sucht mit mehr oder minder originellen lodert und ſich dier Haß der Geſchlechter bis zur Vernich=
Man war dabei, der nüchternen Objektivität die Subjek= Wendungen auf ſeine Perſönlichkeit aufmerkſam zu machen, tung des anderen verſteigt. Verzweiflung zerreiſt die Bruſt
tivität des Indibiduums entgegenzuſetzen und die Stimmewird nur derſenige leugnen, der ſich der erſchütternden der Gekäuſchten, Mehr als einmal hat Munch mit dieſen
Wirkung jener künſtleriſchen Offenbarungen, ſei es aus Verzweiflung gerungen, jahrelang kehrt ſie gleichſam als
*) Der Aufſatz ſoll weniger ein Jubiläumsartikel ſein, Mangel an Einfühlungsvermögen, ſei es aus hartnäckigem ein Lebensmotiv in ſeinen Gemälden, Lithographien und
als die Entwickelung einer künſtleriſchen Natur ſchildern. Konſervatismus, dem neuen Stil gegenüber zu entziehen Holzſchnitten wieder. Es iſt Abend und die Sonne hin=
Munch gehört zu den intereſſanteſten, aber auch am wenig= wußte.
ter den Bergen verſchwunden. Ueber der Natur liegt wie
ſten verſtandenen Künſtlern der Gegenwart.
Mit dem Zyklus Liebe machte Munch vor zwanzig ein quälender Alpdruck eine Angſt vor dem Kommenden,
Der Verfaſſer. Jahren zum erſten Male weitere Kreiſe auf ſich aufmerk= vor der Nacht, vor dem neuen Tag, der bereits hinter ihr

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Nummer 303.
Seite 3.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
der Zeitungen geſchert, der Gang zur Poſ und das War.hahn. Beim Schaus des Hoſdauliers Sander war ein ſzwei Monate der Unterſuchungshaſt angerechnetz ſe er=
ten
an den Schaltern, die am Vierteljahrsſchluſſe beſon=Ankerdraht des Streckenausſchalters gebrochen und kannten die Strafe an.
ders ſtark in Anſpruch genommen ſind, erſpart wird.
das eine Ende mit den Schienen in Berührung
* Bauausſtellung im Gewerbemuſeum. Von Freitag, gekommen, wodurch ein Erdſchluß entſtand. Es gab für
Kriegsgericht.
den 12. Dezember, an bis Ende dieſes Monats ſind im kurze Zeit ein intereſſantes kleines Feuerwerk. indem bläu=
g
. Der Musketier Nitſchke vom Infanterie=Regi=
Zewerbemuſeum, Neckarſtraße 3, diejenigen liche Flammen den Schienen entſprangen. Die betreffende
Gegenſtände ausgeſtellt, mit denen die diesjährige Inter=Teilzone war einige Minuten durch den Vorfall ſtromlos ment Nr. 118 hat am 24. November von einem Kameraden
nationale Baufachausſtellung in Leipzig und mußte vorübergehend für die Linien nach dem Völ=den Auftrag übernommen, ein Paket zur Poſt zu bringen,
taatlicherſeits beſchickt war. Es ſind in der Mehrzahl Ab= lenfalltor, Landskronſtraße und Oſtbahnhof ein Umſteige= und hierfür 50 Pfg. erhalten. Das Paket gab er unfran=
bildungen
der in den letzten Jahren im Bereiche der perkehr eingerichtet werden, ſo daß nennenswerte Ver=kiert auf und verbrauchte das Geld für ſich. Er will aus
engeren Staatsbauverwaltung ſowie des Gemeinde= und ſpätungen nicht eintraten. In etwa 20 Minuten war der Not gehandelt haben, hat aber erſt am Tage vorher ſeine
Löhnung erhalten. Das Gericht erkannte auf 14 Tage
Kirchenbauweſens unter Oberleitung oder Mitwirkung der Schaden völlig behoben.
Abteilung für Bauweſen durch die ſtaatlichen Hochbau=
mittleren
Arreſt.
ämter und Kreisbauinſpektoren ausgeführten öffentlichen
Wegen Fahnenflucht hatte ſich der Dragoner
Hochbauten. Die Ausſtellung wird ergänzt durch Dar=
Strafkammer I.
Karl Blum vom Leib=Dragoner=Regiment Nr. 24 zu
ſtellungen der unter ſtaatlicher Aufſicht entſtandenen Villen=
g
. Pſychologiſch intereſſante Momente bot die geſtrige verantworten. Er war in Sellheim (Elſaß) zum Ulanen=
kolonie
Buchſchlag, durch eine Ausſtellung von Kleinwoh= Verhandlung der Strafkammer 1 gegen ein Kleeblatt, das Regiment Nr. 6 in Hanau ausgehoben und bis zum 3. Okt.
rungs=Baugenoſſenſchaften, die ihre Eutſtehung auf die vom Februar bis September etwa 40 Einbruchs=beurlaubt. An dem Tage, als er zur Truppe einrücken
Bandeswohnungsinſpektion zurückführen, ferner durch Ab=diebſtähle, meiſt ſchwerer Natur, verübte. Intereffant ſollte, fuhr er nach Frankreich und nahm in Belfort Arbeit
bildungen von Bauten, die die Bauberatungsſtelle bei der einmal, wie es möglich iſt, daß aus anſtändiger Familie an. Am Tage vorher fuhr ein Bekannter des Angeklagten,
Bandwirtſchaftskammer beeinflußt und ausgeführt hat, ſo= ſtammende junge Leute ſich das Verbrechen zum Beruf der ebenfalls einrücken ſollte, gleichfalls nach Belfort, wie
wie durch bemerkenswerte Veröffentlichungen der Zentral= machen, ohne Not und ohne erſichtlichen Grund, lediglich der Angeklagte angibt, auf Zureden eines. Werbers der
ſtelle für die Gewerbe und der Baugewerkſchulen des Lan= aus Freude am Gefährlichen, Verbrecheriſchen; anderer= Fremdenlegion. Er ſelbſt habe nicht die Abſicht gehabt,
des in der Zeitſchrift Heimatliche Bauweiſe, aus der ſeits aber auch deshalb intereſſant, daß die jungen Leute zur Fremdenlegion zu gehen. Ein Reſerviſt habe ihm er=
aauch
Ausſchnitte ausgehängt ſind, und in vorliegenden ihr gefährliches Handwerk beinahe ungeſtört über ein hal= zählt, es ſei ſo ſchlimm bei den Soldaten, deshalb habe er
Schüleraufnahmen Ausgewählte Beiſpiele aus der = bes Jahr hindurch treiben konnten. Angeklagt waren ſich entfernt. Auf Zureden ſeines Mädchens, das er nach=
kigkeit
der Miniſterialabteilung für Bauweſen auf dem der 24jährige Laboratoriumsgehilfe Ernſt Ludwig Nehr=kommenließ, fuhrer ſpäter in die Heimat zurück, um ſich ſelbſt
Gebiete der Bauberatung, ſowie photographiſche Wieder=wein, der 22jährige Milchhändler Karl Ludwig Rein=zu ſtellen. Er wurde auf Veranlaſſung eines Verwandten
gaben altheſſiſcher Bauwerke aus den Beſtänden des Denk=heimer und der 20jährige Handlungsgehilfe Albert am nächſten Tage aus dem Bette geholt und verhaftet, ſo
malarchips, zum Teil nach Aufnahmen von S. Homann, Valentin Weicker. Im Gerichtsſaal waren aufgeſtapelt daß er ſein Vorhaben, ſich zu ſtellen, nicht ausführen
wervollſtändigen die Sammlung, die in der Fachwelt alle die bei den Diebeszügen erbeuteten Waren; dieſe ſind konnte. Er muß deshalb die Mindeſtſtrafe von ſechs
Freundliche Beachtung und Anerkennung gefunden hat, ſo zahlreich, daß das Ganze den Eindruck eines reich aſſor= Monaten Gefängnis und Verſetzung in die zweite
hvelche auch durch Verleihung der goldenen Medaille der tierten Warenlagers macht.
Klaſſe des Soldatenſtandes erhalten, während er ſonſt mit
Stadt Leipzig an die Großh Staatsregierung zum Aus=
Der drei Genoſſen wurde man durch die Aufmerkſam= der Hälfte der Strafe davongekommen wäre. 14 Tage der
ddruck gekommen iſt. Die Ausſtellung iſt geöffnet vor=keit eines Wächters der Wach= und Schließgeſellſchaft hab= Unterſuchungshaft werden ihm angerechnet.
Der Fahrer Lange von der 5. Funker=Kompagnie
mitags von 11 bis 1 Uhr, nachmittags von 3 bis 5 Uhr. haft. Dieſem war auf ſeinem nächtlichen Patrouillengang
k. Vogelsberger Höhenklub, Zweigverein Darm= in der Wilhelminenſtraße aufgefallen, daß die Ladentür die auf dem Truppenübungsplatz ſtationiert iſt, ſtand im
ſſtadt. Im dichtbeſetzten Saale der Landesbaugewerk= eines Zigarrenladens geöffnet war, während die= Verdacht, ein Paar dem Wachtmeiſter gehörige Stiefel ge=
ſchule
hier hielt Herr Brohm am Dienstag abend einen ſelbe vordem geſchloſſen war. Er beobachtete dieſtohlen zu haben. Die Stiefel wurden bei ſeinen Eltern
Richtbilder=Vortrag, der die zahlreich erſchienenen Tür und als kurz darauf der Angeklagte Nehrwein daran gefunden; doch hält das Gericht ſeine Angaben, er habe
Beſucher im Geiſte in die Schweiz und in die ſonnigen vorbeiging und Miene machte, die Tür zu verſchließen, die Stiefel nur einmal vorübergehend verwenden wollen,
Gefilde Italiens führte. Herrliche Landſchaftsbilder nahm er den Kumpan feſt. Er war vorher in den Laden nicht für widerlegt und ſpricht den Angeklagten frei.
Der Traingemeine Dechert vom Trainbataillon
wurden vorgeführt reizende Städtebilder und hoch= mittels Nachſchlüſſels eingedrungen und hatte ſich mit
üntereſſante kunſthiſtoriſche Denkmäler und Ruinen aus Zigarren und Zigaretten reich verſehen. Durch ein Ge= Nr. 18 wurde wegen einer vor ſeinem Dienſteintritt be=
der
Glanzzeit der alten Römer boten ſich den Blicken räuſch geſtört, ging er zunächſt davon, ohne zuzuſchließen gangenen Körperverletzung zu 30 Mark Geldſtrafe
ider Beſchauer dar. Reicher Beifall lohnte die Mühe des was er nun nachholen wollte. Auf dem Polizeiamt gab eventuell fünf Tagen Haft verurteilt.
Ebenfalls wegen eines vor ſeinem Dienſteintritt be=
Vortragenden. Hierbei ſei darauf ſchon jetzt hingewieſen, er zunächſt einen falſchen Namen an, mußte ſich jedoch ſpä=
ndaß
der hochgeſchätzte Vogelsberger Höhenklub=Wander= ter zur Nennung ſeines wahren Namens bequemen. Auch gangenen Vergehens ſtand der Kanonier Schulz vom
Artillerie=Regiment Nr. 61 vor dem Kriegsgericht. Er iſt
nneiſter Herr Meiſinger, gegen Ende Januar n. J. nannte er nun ſeine Komplizen.
üm gleichen Saale über ſeine Wanderung durch
In den Wohnungen der drei Angeklagten fand man ſeinem Logisgeber nicht nur die Bezahlung für ein Vier=
Tirol und Oberitalien einen hochintereſſanten nun überraſchenderweiſe faſt die geſamten Waren wieder, teljahr Koſt und Logis ſchuldig, ſondern nahm auch noch
Lichtbilder=Vortrag halten wird. Näherer Zeitpunkt die im letzten halben Jahre als geſtohlen angemeldet wor= Stiefel mit und einen Anzug, den er noch nicht bezahlt
wird, noch bekannt gegeben.
den waren. Aus dem großen Einbruch bei Sans fand hatte. Er wird wegen Diebſtahls und Unterſchlagung zu
Katholiſcher Frauenbund. Zu dem vom kath. man faſt ſämtliche Lederwaren im Werte von annähernd drei Wochen Gefängnis verurteilt.
Der Mißhandlung eines Untergebenen
Frauenbund veranſtalteten Wohltätigkeitsfeſt, 1000 Mark; aus anderen Einbrüchen Tuchballen, etwa ein
idas in allen ſeinen Teilen einen wohlgelungenen Verlauf Dutzend Stöcke und Schirme, Bierkrüge, Thermometer, war der Sergeant Vollrath von der zweiten Batterie
mahm, wird noch berichtet, daß Herr Kapellmeiſter Hygrometer uſw. uſw. Alles was ſie fanden, nahmen die des Feldartillerie=Regiments Nr. 25 angeklagt. Er ſoll
Sautier, ein geborener Darmſtädter, in Verhinderung Angeklagten mit auch wenn ſie nicht die geringſte Ver=einem Kanonier mit Abſicht einen Schlüſſel an den Kopf
ides Herrn Kapellmeiſters Kleiber die Geſangskünſtlerin wendung dafür hatten, ſo zum Beiſpiel eine Karbolſpritze, geworfen haben, ſo daß eine Hautabſchürfung entſtand.
Fräulein Evelyn Moore auf dem Flügel begleitete. Auch Bei Nehrwein fand man auch Chemikalien und Glasappa= Auch klagte der Getroffene über Kopfſchmerzen. Der An=
der
erwies ſich als der Töne Meiſter und erntete für ſeine rate, die er in ſeinen beiden früheren Stellungen geſtohlen geklagte behauptet, ihm ſei der Schlüſſel bei der Bewegung
Leiſtungen den lebhafteſten Beifall des zahlreich er=hatte, u. a. auch Zyankali. Der Anführer bei den Ein: aus der Hand geflogen. Eine Mißhandlung habe ihm
ſſchienenen Publikums.
brüchen war auch er. Zunächſt hatten Nehrwein und Rein= ferngelegen. Das Gericht hält dieſe Angaben nicht für wider=
* Proteſtverſammlung. Es wird nochmals auf die heimer Gefallen daran, Haustüren, die offen ſtanden, mit legt, zumal das Führungsatteſt des Angeklagten aut iſt,
heute abend im Weißen Saale der Stadt Pfungſtadt‟ Dietrichen zu verſchließen und geſchloſſene zu öffnen. Aus und ſpricht ihn frei.
Der aus dem Elſaß ſtammende Gardiſt Neuſius
ſtattfindende Proteſtverſammlung verwieſen.
dieſem Sport erwuchs dann der Appetit, dieſes Können
* Der Ortsgewerbeverein weiſt nochmals auf den auch praktiſch zu verwerten. Zunächſt aus Schabernack, vom Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr. 115 hat vor ſei=
heute
(Freitag) abend im Fürſtenſaal (Etrafenſtraße) wie ſie angaben, holten ſie ſich aus Wohnungen beliebige nem Dienſteintritt in ſeiner Heimat nach reichlichem
ſtattfindenden Vortrag des Herrn Hofuhrmachers Karp Gegenſtände; dann aber wurde das neue Handwerk zur Alkoholgenuß mit ſeinem Revolver mehrmals ſcharf ge=
hin
. Als Thema für dieſen Vortrag iſt auserwählt wor= Leidenſchaft. An einem Abend manchmal unternahmen ſie ſchoſſen. Er wird, da wie in Bayern auch im Elſaß das
den: Das Weſen der Taſchenuhr von ihren erſten An=drei oder vier Einbrüche, wobei ſie mit größter Frechheit Verbot des Waffentragens beſteht, wegen unerlaubten
fängen bis zur heutigen Zeit Der Vortrag iſt mit Licht= zu Werke gingen. So hatten ſie die Gewohnheit, dort, wo Waffentragens und außerdem wegen des Schießens nach
bildern verbunden, und an Hand von Demonſtrationen ſie arbeiteten, die Klingeldrähte zu zerſchneiden wobei § 367,8 des Strafgeſetzbuches zweimal zu je 20 Mk.
ran Modellen werden die Ausführungen noch erläutert Nehrwein auch einmal eine Telephonleitung zerſtörte In Geldſtrafe verurteilt.
und ergänzt werden.
einem Falle arbeiteten ſie ruhig weiter, obwohl ſie be=
* Odenwaldklub. Am nächſten Sonntag iſt die neu= merkt hatten, daß ein Dienſtmädchen ihr Treiben be=
Offenbach, 10 Dez. (Kriegsveteranin.) Um
gegründete Ortsgruppe Mainz zu Gaſt. Jeder obachtete
die ſeit mehreren Jahren von der Stadt den hier wohnen=
Darmſtädter Klubgenoſſe iſt herzlich eingeladen, die Wan=
In der letzten Zeit trat auch Weicker in den Bund. den reichsdeutſchen Kriegsteilnehmern gewährte Ehren=
derung
, die in Raunheim beginnt, mitzumachen. Wer an Die Tätigkeit wurde berufsmäßig eingeteilt; meiſt ſtand gabe hat ſich erſtmals auch eine Frau beworben, die nach
der Wanderung nicht teilnehmen kann, wied vielleicht gern einer Schmiere, während die beiden anderen arbeiteten, den vorliegenden Ausweiſen wähend des Krieges 1870/71
bei dem gemütlichen Zuſammenſein nach 5 Uhr im Alpen=
Der Staatsanwalt beantragte wegen Bandendieb= in den Feldlazaretten des Kriegsſchauplatzes als Kranken=
vereinszimmer
bei Sitte Karlſtraße, als Gaſt zugegen ſtahls gegen Nehrwein 4 Jahre 6 Monate, gegen Rein= ſchweſter durch ſorgfältige Pflege und Tätigkeit den Kran=
ſein
. Hoffentlich folgen recht riele dem freundlichen Ruf heimer 3 Jahre und gegen Weickert 1 Jahr Gefängnis, ken und Aerzten weſentliche Dienſte geleiſtet hat. Auch
der Mainzer Freunde.
Das Gericht verurteilte den Angeklagten Nehrwein dieſer Frau wird die Veteranenehrengabe gewährt
§ Zuſammenſtoß. Am Mittwoch nachmittag kurz nach wegen 34 ſchweren und 3 verſuchten ſchweren, ſowie 4 ein= werden.
fünf Uhr iſt an der Ecke Moosberg= und Heidelberger fachen Diebſtählen zu vier Jahren Gefängnis, wegen
sd. Lorſch, 10. Dez. (Feuer.) In der Hofreite des
Straße ein Kehrichtwagen mit der Dampf=Angabe eines falſchen Namens zu zwei Tagen Haft; Landwirts Kaſpar Hartmann entſtand geſtern nach=
ſtraßenbahn
zuſammengeſtoßen. Die beiden Reinheimer wegen 32 vollendeten und 3 verſuchten mittag ein Brand, der Scheuer und Stallungen voll=
Laternen an der Lokomotive wurden zertrümmert und an ſchweren Fällen zu drei Jahren Gefängnis, undſtändig in Aſchelegte Trotz der größten Anſtreng=
dem
Kehrichtwagen wurde die hintere linke Achſe ver=Weicker wegen 5 ſchweren und 2 verſuchten ſchweren ungen unſerer Feuerwehr ſchlugen die Flammen auch in
bogen.
Fällen zu acht Monaten Gefängnis Nehrwein das Wohnhaus der Witwe Peter Walter
g. Eine kurze Betriebsſtörung entſtand geſtern abend und Reinheimer wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf über und äſcherten Wohnhaus und Scheuer, ſowie das
gleich nach 7 Uhr bei der elektriſchen Straßen= die Dauer von fünf Jahren aberkannt. Jedem werden ganze Anweſen des Konrad Brunnengräber ein. Ueber
lauert, vor der Zukunft, die Millionen von Tagen und erkannten, vom Alltäglichen abweichenden Formen eine 1 und ſuchte heute die Fehler von einſt wieder gut zu
Nächten unerbittlich über ihren Körper hinwegjagen wird. Lebensauffaſſung zu ſuchen, die nach dichteriſchen Geſichts= machen Die Univerſität Chriſtiania hat Munch den ehren=
Da zerreißt ein Schrei die Luft ein Schrei, daß der Puls= punkten gemeſſen ſein wollte.
vollen Auftrag erteilt, die Wände ihrer Aula mit deko=
ſchlag
des Meeres ſtockt, daß ſich die Wolken zuſammen=
Die Wertſchätzung Munchs mehrte ſich in der Folge= rativen Wandgemälden zu ſchmücken. In welcher Weiſe
krampfen, daß der Himmel ſich aufbäumt, als ſei ein Pett=zeit in demſelben Maße, als man die übertriebene Ach= Munch dieſer Auforderung nachkomnen wird, davon
ſchenhieb auf ihn niedergefallen. Ein Menſch hat ihn tung vor der reinen Malerei auf eine natürliche Konſtante wiſſen heute bereits die von ihm gelieferten wertvollen=
ausgeſtoßen
, ein armſeliger Menſch, wie ſie in unzählbaren zurückſchraubte. Auch trug ſicher nicht wenig dazu bei, Entwürfe zu erzählen. Die harmoniſche Ruhe, die dieſe
Mengen herumlaufen mit einer Verzweiflung in der Bruſt, daß Munch mit der Reife der Jahre manche Ungeſchliffen widerſpiegeln hat einen Zug ins Herviſche, in das Monu=
die
ihr das Leben hineingrub. Menſch, Luft Meer und heiten ſeiner Kämpfernatur ablegte und ſich in gemäßig= mentale des Siegers, der mit ſich ſelbſt gerungen und über
Wolken ſchreien auf in dieſem einzigen Schrei, in der teren Bahnen zu bewegen begann. Weniger äußere als die Schwächen des Unzulänglich=Menſchlichen den Sieg
gleichen Angſt vor dem Kommenden, vor dem Werden, dos zwingende innere Gründe mögen für dieſe Umwandlung davon getragen hat. Ernſt und gewaltig iſt die Auffaſſung
zur Vernichtung führt. Dieſe Angſt kehrt in Munchs Bil= beſtimmend geweſen ſein. Während er einſt über dem des Einzelnen, ehrlich, ſchlicht und in ſeinem Wollen be=
dern
in unzähligen Variationen wieder. In der Nähe des Unfaßbaren faſt hilflos hin und her geſtoßen wurde ſchien ſtimmt wie das norwegiſche Volk. Munch hat in keinem
Unabwendbaren wenn der Tod an den Gezeichneten her=er allmählich die Erkenntnis gewonnen zu haben, daß der ſeiner Werke ſo national norwegiſche Saiten angeſchlagen
antritt, ſchrumpft ſie zuſammen zu einer niederdrückenden geſetzmäßige natürliche Werdegang als das ungbänder= wie in dieſen Entwürfen. Die Sonne aber, die in
unheimlichen Ruhe. Jetzt, wo das Gefürchtete in nächſter liche letzte Wort der ſchöpferiſchen Gewalt geſetzt ſei. Das gleißender Pracht hinter den Felſeninſeln auftaucht und
Nähe ſteht, ergibt ſich der Kämpfende kraft= und willenlos gab dem Künſtler das innere Gleichgewicht wieder. Er das Meer, den Fels und die Matten zu jubelndem Leben
dem unerkannten Sieger.
ſchickte ſich in das Los des Menſchen, der die letzten Wahr=erweckt, nag als Symbol dafür gelten, daß die einſt an
Das iſt die Stimmung, unter der Edvard Munchs heiten ahnen, ſich niemals aber zu der Größe des völligen den unlösbaren Rätſeln des Daſeins verwundete Seele
Seele faſt bis auf die Gegenwart zitterte, die Qual. unter Verſtehens zu erheben vermag. Es iſt nicht zu leugnen, des Künſtlers Heilung gefunden hat in der Erkenntnis,
der er litt, als er erkannte, daß der Einzelne hilflos den daß ſich dieſe Veränderung eine Zeitlang durch eine leichte daß das ewig ſich erneuernde Leben nur über die Ver=
unerbittlichen
Geſetzen einer höheren Gewalt preisgegeben Elegie in ſeinen Arbeiten andeutete. Als Beiſpiel ſei nichtung hinweg ſich kraftvoll erneuern kann. Nicht die
ſei. Eine innere Notwendigkeit, die ihre Berechtigung aus auf eine kleine Slizze aus dieſer Zeit hingewieſen, die Vernichtung iſt das Ziel, ſondern das Leben.
dieſen Kämpfen und aus der Erkenntnis der Hilfloſigkeit das Abwracken eines alten Segelſchiffes auf der Werfi! Munch iſt mit van Gogh, Gauguin und Hodler als Vor=
herleitete
, zwang ihn dazu, die überkommenen Formen zu zum Vorwurf hat Hilflos liegt das Schiff im brackigen kämpfer des Erpreſſionismus anzunehmen. Er gehört zu
ſprengen, denen bis dahin ein Kunſtwerk unterworfen Waſſer vor der Werſt, während man Planke auf Planke jenen Naturen, die als die erſten den Mut beſaßen die
war. Das Leidenſchaftliche, Tumultugriſche krampfhaft aus ſeinem morſchen Leib bricht. Kein verzweifelter! Kunſt vor der deohenden Schablone zu retten. Jeder
Schmerzliche und vulkaniſch Exploſive bedurfte neuer For=Schrei entſteigt ihm willenlos, in eine müde Traurigkeit Fortſchritt führt über das Geiſtige. Jeder ringende Geiſt
men, um ſich auszutoben und ſich der Welt mitzuteilen, verſunken, läßt es mit ſich geſchehen, was ihm beſtimmt iſt. kämpft um die höchſte Harmonie des eigenen Ichs zu dem
Man hat Munch anfangs dieſe unnatürlichen Linien, Neugierig glotzen die Häufer, die ſich am Bergabhang Weltganzen Das iſt die Loſung des echten Künſtlers.
Formen und Farben ſehr verdacht, man hat ihn mit Vor=hinaufziehen, auf den zu ihren Füßen allmählich der Ver= Die menſchliche Erfüllung aber liegt bereits in dem Rin=
liebe
einen Wahnſinnigen genannt, der im Delirium ſeine nichtung anheimfallenden Schiffskörper, ſtumpf und ge=gen nach dem Ideal. Edvard Munch hat ſich ihm in ehr=
krauſen
Dinge mit Stift und Pinſel hinwerfe, über die fühllos, dennoch aber wiſſend, daß auch ihrer einſt das lichem Streben unterworfen und ſich nicht geſcheut, Blut=
opfer
zu bringen. Darum mag man ihn auch noch über
man mit Achſelzucken hinweggehen zu können glaubte. Eine gleiche Schickſal wartet.
Seine neueſten Arbeiten zeigen mit überzeugender ſeine Zeit hinaus, ſelbſt wenn man neue künſtleriſche Har=
gewiſſe
, leicht brutal erſcheinende Rückſichtsloſigkeit, die
früher äußerlich dem Stil ſeiner Arbeiten anhaftete mochte Deutlichkeit jene Fortentwicklung des Künſtlers auf der monien gefunden haben ſollte, einen wahrhaften
ener Anſicht viglleicht eine Stütze gewähren. Man warBahn einer ſtets ſich mehrenden ſeliſchen Beruhigung. Künſtler nennen.
im Zeitalter der naturaliſtiſchen Beſtrebungen und des Seine Heimat, die ehemals fanatiſche Kämpfer gegen ihn
Impreſſionismys nicht gewohnt, hinter den als bizarr vorgeſchickt hatte, begann längſt ihr Unrecht einzuſehen

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Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
Seite 4 Enſtehungsurſache iſt noch nichts bekannt. Der Scha= ſin der Nachbarſchaft es daduch einen großen Vermen und (Danpfer Prin Wihelm= ſehſt jede Nachricht. Man bat
Zuſammen Lauf derer Leuthe gegeben, hätte er Gelegen= alle Hoffnung auf eine Bergung des Schiffes aufgegeben.
den iſt bedeutend.
Flensburg, 11. Dez. (Geſtändi ger Mörder.)
sll. Bürſtadt, 10. Dez. (Verſchwunden.) Der heit gefunden, der Wacht zu entwieſchen, welche ihm zwar
22jährige Oskar S. iſt ſeit ungefähr 14 Tagen von hier nachgeſetzt, ihn aber nicht erreichet, und erwieſchen können. Einer der beiden in dem ſchwediſchen Orte Humerby kürz=
ſpurlos
verſchwunden. Da er ſich dieſer Tage Aetum ut supra (Geſchehen wie oben). Gez.: J. G. Wit=lich verhafteten italieniſchen Muſiker hat jetzt das Geſtände
vor dem Amtsgericht Lorſch wegen verſchiedener Fälle tich. Leider geht die köſtliche Geſchichte mit dem Ab= nis abgelegt, daß er und ſein Genoſſe zwei Morde in
verantworten ſollte, nimmt man an, daß er aus Furcht ſchluß des Protokolls zu Ende. Man erfährt nicht, wie Nordſchleswig begangen haben. Die Flensburger Poli=
vor
Beſtrafung in das Ausland geflohen iſt. Er iſt ſchon es dem armen Konrad Kröcker nach ſeiner Flucht weiter zei nimmt an, daß die Verhafteten mit den beiden Män=
ergangen
iſt, ob er, ſeine Brathen in Ruhe und Frieden nern identiſch ſind die den Gemeindevorſteher Niſſen in
einmal zwei Jahre in Amerika geweſen.
sd. Biblis, 10. Dez. (Feſtgenommener Ein= hat verſpeiſen dürfen, oder ob vielleicht der Herr General Seewang bei Tondern und den 80jährigen Altenteiler in
Droge ermordet haben.
brecher.) Endlich iſt es gelungen, den Täter der vielen einen Wink von oben bekommen hat.
Görlitz, 11. Dez. (Grubenbrand.) Im Beege=
* Bad Salzhauſen, 11. Dez. (Neue Bürger=
Einbrüche von hier und den umliegenden Orten feſtzu=
ſtellen
. Er wurde von der hieſigen Gendarmerie in demmeiſterei.) Im Regierungsblatt wird zur öffentlichenſchacht der Glückaufgrube in Lichtenau entſtand
Fabrikarbeiter Bühler verhaftet. Bühler, der erſt 16 Kenntnis gebracht, daß für die Gemeinde Bad Salz= ein kleiner Brandherd. Die Mannſchaften des Schachtes
Jahre alt iſt, hat auf längeres Zureden hin bereits hauſen, die bisher mit der Gemeinde Kohden unter einer ſind nach den anderen Schächten verteilt worden, ſoweit
Bürgermeiſterei vereinigt war, mit Wirkung vom 1. Ja= ſie nicht zur Löſchung nötig ſind. Die Förderung iſt vore
4 ſchwere Einbruchsdiebſtähle geſtanden.
Worms, 11. Dez. (Chambordfeier.) In alt= nuar 1914 an eine beſondere Bürgermeiſterei mit Ge= läufig unterbrochen Die Verwaltung hofft, daß die Be=
hergebrachter
Weiſe fand geſtern im Offizierkaſino die 43. nehmigung des Miniſteriums des Innern gebildet wird. ſeitigung des Feuers bald gelingt. Eine direkte Gefahr
liegt bis jetzt nicht vor.
Jahresfeier des Ehrentages des 118. Infanterie=Regi=
Peſt, 11. Dez. (Arbeiterterrorismus.)
Kunſtnotizen.
ments ſtatt. Es waren über hundert Perſonen aus Mili=
der
(Waggonfabrik Ganz kam es zu ſo groben Aus=
tär
= und Zivilkreiſen dabei verſammelt. Als auswärtige geber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nacht
ſchreitungen der Arbeiterſchaft, daß die Die
Gäſte waren u. a. erſchienen: Herr Brigadekommandeur
ſehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Nedartion ihr Urteil vor.
rektion ſich entſchloß, ſämtliche Arbeiter, mehrere tauſend
v. Speßhart, Brigadekommandeur v. Behr, Kommerzien=
Max Hofpauer, der mit ſeinen Rezitations= an der Zahl, auszuſchließen. Unter den Arbeitern herrſchtel
rat Weber=München, der Miterſtürmer des Schloſſes
Chambord (letztere beiden Herren feierten gleichzeitig an abenden in Leipzig, Kaſſel und Mannheim jüngſt großen ſchon lange Erbitterung darüber, daß ein als Streikgegs
dem Tage ihren Geburtstag), Vertreter der beiden be= Erfolg hatte, hat nun auch in Berlin die günſtigſte Auf= ner bekannter Arbeiterführer namens Veizh nicht ent=
nachbarten
Garniſonen Mainz und Mannheim, frühere nahme geſunden. Am 23. Januar wird der treffliche laſſen wurde. (!) Sie rotteten ſich heute zuſammen und
Angehörige des Regiments, Herr Oberbürgermeiſter Köh= Künſtler zum zweiten Male nach Darmſtadt kommen, forderten ſtürmiſch die Entlaſſung des Mannes. Als
ler als Vertreter der Stadt Worms, ferner eine größere um hier Deutſche Meiſterhumoriſten und Münchener dieſer bemerkte daß etwas gegen ihn im Schilden
Anzahl Teilnehmer aus Worms und Umgebung. Der Satiriker zu rezitieren. Im März folgt Hoſpauer dann geführt wurde flüchtete er in die Kanzlei. Die Arbeiten
große Saal des Offizierkaſinos war feſtlich geſchmückt, Einladungen der deutſchen Vereine in Mailand undſprengten Fenſter und Türen und mißhan
delten Veizy ſo ſchwer, daß er blutüberſtrömt
die Plätze der erſchienenen Beteiligten an dem 1870er Turin.
zuſammenbrach. Die Direktion beſchloß hierauf
Kriege waren beſonders ausgezeichnet. Herr Kommer=
ſofort
die Ausſperrung anzuordnen, weil ſie dem Terro
zienrat Weber=München brachte als erſten Trinkſpruch ein
Reich und Ausland.
rismus der Arbeiter nicht weichen wollte. Del
dreifaches Hurra auf Kaiſer und Großherzog aus. Herrn
Aus der Reichshauptſtadt, 10. Dez. Die Verleg=Betrieb der Fabrik ruht, und 15000 Familien ſind brotlos
Oberſt Münters Hoch galt den Gäſten, in deren Namen
Madrid, 11. Dez. (Die Spaniſch=Amerika=
Herr Oberbürgermeiſter Köhler den Dank für die freund= ung deramerikaniſchen Botſchaft in ihr neues
liche Einladung zu dem Ehrentage ausſprach und die Heim am Wilhelmsplatz wird offiziell am 1. Januar er=niſche Bank) wurde geſtern auf Gerüchte von einem
Freude ausdrückte, daß Herr Oberſt Münter an der alten folgen. Mr. und Mrs Gerard werden an dieſem Tage! Krach von ungeheuren Menſchenſcharen geſtürmt
15 bis 20 Millionen Peſetas ſind im Laufe des Tages
Tradition der gemeinſamen Feier feſthalte und hohen das neue Heim, an deſſen Herrichtung augenblicklich noch
Wert darauf lege, daß die guten Beziehungen des gelben die letzte Hand gelegt wird und das gleichzeitig die pri= zurückgezahlt worden.
Kadiz, 10. Dez. (Meuterei auf einem Damp=
Regiments mit der Bürgerſchaft in altgewohnter Weife paten Gemächer der Familie des Botſchafters umfaßt, mitfer.) Während der Ueberfahrt des Dampfers Als
hochgehalten werden. Sein Hoch galt dem Regiment. einem Neujahrsempfang einweihen, zu dem 1700 Ein= fons XlI. von La Coruna nach Kadiz meuterten die
(W. Ztg.)
ladungen ergehen werden. Die B. 3. meldet: Der Maſchiniſten und Heizer gegen die Offiziere. Es entſtand
* Gießen, 11. Dez. (Ungültige Stadtverord= frühe Tod der Frau Muſcha=Butze hat mehrere Freunde ein Tumult an Bord, in deſſen Verlauf ein Offizier und
netenwahlen.) Der Kreisausſchuß verhandelte geſtern der Verſtorbenen veranlaßt, der Behörde Anzeige zu er= mehrere Heizer verwundet wurden. Die Meuterer wur
über die letzten Stadtverordnetenwahlen, zu denen mehrere ſtatten, daß eine Geſundbeterin, unter deren Ein= den auf der Reede von Kadiz verhaftet.
Anträge auf Ungültigkeitserklärung vorlagen, weil Un= fluß die Künſtlerin während der letzten Monate ihres
Johannesburg. 11. Dez. (Mordverſuch.) Si
regelmäßigkeiten vorgekommen waren. Durch Unauf= Lebens ſtand, die Verſchlimmerung im Befinden derſelben Lionel Philips. Mitglied eines bedeutenden Minen
merkſamkeit war in einem Falle ein Zettel doppelt abge= und ihren raſchen Tod verſchuldet habe. Frau Butze induſtrieunternehmens, wurde vor dem Randklub von
geben worden; in einem anderen Falle hatte der Sohn litt ſeit Jahren an der Zuckerkrankheit. Es gelang den einem Unbekannten durch Schüſſe am Schenkel und am
an Stelle des Vaters gewählt. Den Darlegungen des Aerzten und ſorgfältiger Diät, das Leiden auf ein Mini=
Halſe verletzt, doch iſt ſein Zuſtand nicht ernſt.
Oberbürgermeiſters folgend erklärte der Kreisausſchuß mum zu reduzieren, bis ſie im Hochſommer die Bekannt=
die
Wahlen des Geſchäftsführers Fourier, des Möbel= ſchaft einer Geſundbeterin machte. Auf den Rat derſelben
händlers Brück und des Reallehrers Haggenmüller, welche vernachläſſigte Frau Butze ihre Diät und gab ſchließlich
Deutſcher Reichstag.
die wenigſten Stimmen erhalten hatten, für ungültig. ärztlichen Beiſtand ganz auf. Generalkonſul Exzellenz
Der Stadt Gießen und den drei Herren, die gegen die
* Berlin, 11. Dez. Präſident Dr. Kaempf er=
Freiherr von Merling in Berlin W. iſt unter dem
Wahlen Einſpruch erhoben hatten, wurden die Koſten
Verdacht, an echten Pocken erkrankt zu ſein, auf Ver= öffnet die Sitzung um 11.20 Uhr.
auferlegt.
Gießen, 10. Dez. (Ein Fall Zabern im anlaſſung des zuſtändigen Kreisarztes nach den Iſolier=
Auf der Tagesordnung ſteht die Fortſetzung der
Baracken des Virchow=Krankenhauſes gebracht worden.
alten Gießen.) Der G. A. ſchreibt: In der gegen=
erſten
Beratung des Etats.
wärtigen Zeit, in der alle Gemüter bewegt ſind durch die Alle Vorſichtsmaßregeln ſind getroffen, um eine Anſteckung
Abg. Dr. Ricklin (Elſäſſer): Graf Weſtarp hat
Zaberner Vorgänge, denkt man unwillkürlich zurück an zu verhüten.
11. Dez. Als heute nachmittag in der Sybelſtraße in geſtern von Beſchimpfungen geſprochen die die Zaberner
die gute alte Zeit! in der friedliche Bürger noch mehr
als heute der Willkür derjenigen ausgeſetzt waren, die die Charlottenburg Paſſanten einen ſein Pferd mißhan= Bevölkerung dem Militär gegenüber ſich habe zu Schulden
Macht in Händen hatten. Ein Bild von damals können delnden Bierkutſcher zur Rede ſtellten, ſchlug kommen laſſen, er hat aber nicht den Schatten eines Be=
wir
uns machen nach einem in Gießen am 27. Juni 1747 der Mann wie wild mit der Peitſche um ſich weiſes dafür erbracht und ſomit die Zaberner Bevölke=
aufgenommenen
Protokoll. Das intereſſarte Schriftſtück und widerſetzte ſich ſeiner Feſtnahme mit dem Meſſer, mit rung ſchwer beleidigt. Niemand in Zabern iſt wegen Be=
lautet
: Actum Gießen, am 27. Juni 1747. Nachdem dem er blindlings um ſich ſtach. Hierbei erlitten drei Paſ= ſchimpfung oder Beleidigung unter Anklage geſtellt wor=
den
. Die Darlegung der Militärverwaltung ſteht nicht im
von der hieſigen fürſtl. Regierung befohlen worden, daß ſanten nicht unerhebliche Stichwunden.
Trier, 11. Dez. (Schwerer Unfall.) Auf der Einklang mit den der Zivilbehörden. (Große Unruhe. Der
Conrad Kröcker Burger und Metzger allhier wegen derer
gegen den Herrn General=Lieutenant und Gouverneur Konverteranlage eines Stahlwerkes in Völklingen über= Präſident bittet wiederholt um Ruhe.) Die Definition=
v
. S geführten Beſchwerden, umſtändlich ad protocollum ſchüttete eine umgekippte Spiegeleiſenpfanne die darunter über die Selbſthilfe der Offiziere, die uns vom Regie=
(zu Protokoll) Vernommen werden ſolle. Alß erſchiene beſchäftigten Arbeiter mit flüſſigem glühenden Eiſen. rungstiſch gegeben worden iſt, war mir neu. Die elſaß=
derſelbe
praevia eitatione (auf Vorladung) und ließe ſich Drei wurden ſehrſchwer verletzt ins Krankenhauslothringiſche Regierung wird im dortigen Landtag noch
zur Verantwortung gezogen werden Dem deutſchent
folgender maßen Vernehmen: Vor 4 oder 5 Wochen ohn= geſchafft. Die anderen wurden leicht verletzt.
Reichstag ſind wir Elſäſſer dankbar dafür daß er in die=
gefehr
auf einen Samſtag habe er ein Kalb geſchlacht, wo
Stuttgart, 11. Dez. (Erdbeben.) Die Erdbeben= ſer ſchweren Stunde auf unſere Seite getreten iſt Das=
Von die Zwei Brathen bereits beſtellt geweßen, und alß wart= Hohenheim verzeichnete heute nacht 11 Uhr 11 Min. wird das elſäſſiſche Volk niemals vergeſſen. Hoffentlich
des Herrn Gouverneurs v. S. Magd Vor ſeinen Laden 14 Sck. ein Nahbeben.
wird nach dieſen trüben Tagen die Sonne ſchön und ver=
gekommen
und einen da Von Verlangt. habe er derſelben,
Nürnberg, 11. Dez. (Brandunglück) Bei einem heißungsvoll über den Reichslanden ſcheinen.
daß ſolche allſchon beſtellt und Verkauft, Zwar Zur Ant= nächtlichen Brande in der Wohnung einer Heimarbeiterin
Abg. Hoch (Soz.): Anſtatt daß der Reichskanzler hier
wort gegeben, nach dieſem aber gleich wäre nicht allein ſind deren drei Kinder und die Großmutter ſchwer ver= erklärt hätte, es ſei Unerhörtes geſchehen für angemeſſene
ein Corporal Von hieſiger Garniſon zu ihm gekommen brannt. Ein Kind iſt bereits geſtorben.
Beſtrafung werde geſorgt werden, ſtellt ſich Herr v. Bethe
und angedeutet, daß wofern er Ihm dem Herrn General
Leipzig, 11. Dez. (Proteſt der Studierenden mann Hollweg hin, um die Ausſchreitungen dies Militärs
nicht gleich einen Brathen ſchieckte, Er ihn ſogleich in
Arreſt nehmen laßen wolle ſondern auch da er ſolchem der Zahnheilkunde.) Dem Vorgehen der hie=zu entſchuldigen. (Pfuirufe bei den Sozialdemokraten,
nicht nachkommen können, wären gleich 4 Landmilizer mit ſigen Studentenſchaft der Zahnheilkunde hat ſich die Stu= Der Präſident rügt dieſe Rufe als durchaus unparlamen=
Gewehr in ſein Hauß gekommen, und ihn in Arreſt dentenſchaft Würzburg angeſchloſſen. Die Studierenden tariſch.) Nicht nur den Rock des Königs, ſondern euch
nehmen wollen, welche aber alß er ihnen aus dem Weg der Zahnheilkunde in Berlin ſchließen ſich heute an.
den Rock des Bürgers hätte er ſchützen müſſen. Das Miß=
gegangen
, ſich wieder hinwegbegeben hätten, eine halbe
Hamburg, 10. Dez. (Neue ſchwere Stürme in billigungsvotum haben wir nicht angenommen, um dem
Stunde hernach wären abermahlen 3 Mousquetiers mit derMNordſee) haben abermals großes Unheil in derReichskanzler eine Bosheit anzutun, wir wollen die
Gewehr Von hieſiger Garniſon gekommen und ihn per deutſchen Handelsſlotte angerichtet. Neben vielen kleinen Sicherheit, daß derartige Ausſchreitungen für die Zukunſt=
koree
in Arreſt nehmen wollen, maßen ſelbige, alß er ſich Fiſcherbooten treibt ſeit geſtern der Hamburger Dampfer nicht mehr vorkomnen werden. Für den Reichskanzler
in Güthe nicht wegführen laſſen, ihn angepackt und ſein Eliſabeth Rickmers in der Nähe von Helgoland ſteuer= ſchien die Sache erledigt zu ſein; für das Volk draußen iſt
Camiſohl Von oben biß unten entzweigerießen, und alß! los umher; er hat alle Schrauben gebrochen. Ueber den ſie noch lange nicht erledigt. Leider ſind wir nicht in der
Typen ganz gut ErikaGläßner als urwüchſiger Back= mütterlicher Inſtinkte zugleich mit einem Experiment ver=
fiſch
und Meta Bünger als deren Gouvernante, die binden, das einen nationalen Unterton hat: ſie will zu=
Feuilleton.
verſchämt zu der ſpäten Liebe des alten Paſtors (Adolf gleich ſehen, in welchem Maße Amerika Charaktere und
C. H. Frankfurter Neues Theater. 10. Dez. Erſtauf= Kuenzer) gelangt, und der von Wilde beliebte Typus Weſen von Abkömmlingen fremder Raſſen beeinflußt. Und
führung von Oskar Wildes B unbury‟ Dieſe der dumm=pfiffigen Matrone (Maria Ernſt). Dasſo ſollen die 15 Kinder der Mrs. Brackeit Biſhop die
triviale Komödie für ſeriöſe Leute, ſie liegt weit ab von Publikum dankte jedoch höchſtens amüſiert.
nicht älter als ein Jahr ſein dürfen , den verſchieden=
Wildes Schaffen, von Wildes Können. Ein Scherzchen
ſten menſchlichen Raſſen entſtammen. In ihrem Heim ſoll
CK Die Eröffnung des Frauentheaters in London. neben einem kleinen Neger ein kleiner Japaner herans
iſt’s; es ſcheint geſchrieben für eine Liebhaberbühne. Aus
ſeiner phlegmatiſch hingeſtrichelten Schematik erwächſt den Das von der Freiheitsliga der Schauſpielerinnen ins wachſen, neben einem Araber ein kleiner Deutſcher, neben
Darſtellern große Mühe, den Ton zu treffen. So half Leben geruſene Frauentheater, dieſe neueſte Waffe der einem Inder ein kleiner Schwede und neben einem kleinen
Suffragetten in ihrem Kampfe um das Stimmrecht, hat echten Amerikaner ein kleiner Ire kurz, das Haus der
man ſich aus den Verlegenheiten, indem man luſtig drauf=
nunmehr
ſeine Pforten geöffnet und mit einer gelungenen
los ſpielte. Hätte man auch nur beabſichtigt, zu zeichnen,
Frau Brackett Biſhop in Chikago wird eine regelrechte
zu ſchattieren man hätte ſelbſt an dieſem anſpruchsloſe: Aufführung von Brieux’ La femme seule, in der Ueber= menſchliche Menagerie bilden, und nach 15 Jahren wird
ſten ſeiner Bühnenwerke noch von dem Verfaſſer lernen ſetzung von Frau Shaw, der Gatin des Dichters, ein glück= man ſehen, welcher Typus am widerſtandsfähigſten iſt
können. Wildes Erziehung zum Dialog iſt unſchätzbar. liches Debut beſtanden. Wer von der Einweihung dieſes und die anderen am meiſten beeinflußt. Sie aber zweifelt
An dieſem gefügigen Wellenſchlag der Plauderei, worauf Theaters, das bereits zu ſo vielen Diskuſſionen Anlaß nicht, daß der Typ des echten Bürgers von Chikago in ihren
ſich Bluffs, Buffonerien bis zu dreiſten Sinnloſigkeiten gegeben hat und deſſen Eröffnung mit großer Spannung Menagerie die Vorherrſchaft gewinnen wird . . . .
entgegengeſehen wurde, beſondere Senſationen erwartete.
ſchaukeln, erkennt man unzweideutig die Herkunft des durch fühlte ſich getäuſcht. Die Damen, die in den Hauptrollen
* Unſer Verbrauch an Streichhölzern. Seit Einfüh=
mehrere
Bearbeitungen (von Franz Blei und Karl Zeiß) tätig waren, waren mit leidenſchaftlichem Eifer bei der rung der Zündwarenſteuer ſind wir über unſeren Ver=
hindurchgewühlten
Stückes. Noch einmal: ein Scherz iſt’s,
beinahe ein Treppenwitz, der mit nachläſſiger Hand in Sache; beſonders wurde die Heldin Thereſe von Miß Lena brauch an Streichhölzern ſehr genau unterrichtet. Wie
drei kleine Akte gebröckelt und verdünnt iſt. Und: ein Aſhwell glänzend dargeſtellt. Die Männer traten wie es aus einer ſoeben erſchienenen Statiſtik hervorgeht, gelang=
ganz
geläufiges Schwankmotiv! Bunbury iſt der nie ſich bei einem Frauentheater gehört, in den Rollen wie ten im Jahre 1911 65641 Millionen Stück, im Jahre 1912
88007019000 Stück Streichhölzer im Deutſchen Reich zur
verſagende Andere, der ohne Schwierigkeit ſtets alles in ihren Leiſtungen zurück.
B Die menſchliche Menagerie. Frau L. Brackett Verſteuerung. Hiernach belief ſich im vergangenen Jahre
Unbehagliche aus dem Wege bringt. Die letzte Löſung
der Verbrauch auf den Kopf der Bevölkerung auf etwa
aller Konflikte erfolgt dann wie häufig bei Wilde Biſhop aus Chikago, ſo läßt ſich das Journal des Débats
1330 Stück. Da der Inhalt der üblichen Schachteln ſechzig
durch romanhafte Entſchleierungen längſt vergangener ge= aus Neu=York berichten, verlor als 25jährige Frau ihre
heimnisvoller Zufälle. Direktor Hellmers Regie legte beiden Töchterchen, und da ſie jetzt das Alter erreicht hat, Hölzchen beträgt, verbrauchte jeder Deutſche im letzten
den Nachdruck auf ein beſchleunigtes Tempo, in der rich= in dem ſie die Freuden eines eigenen Familienlebens Jahre durchſchnittlich 22 Schachteln. Der tägliche Ver=
tigen
Erkenntnis, daß darin allein des Stückes Wirkung ſchmerzlich entbehrt, hat ſie beſchloſſen, ihr Schickſal zu brauch an Streichhölzern ſtellt ſich auf durchſchnittlich 3½
Stück auf den Kopf. Der Jahresbedarf eines fünfköpfigen
beruhe. Otto Wallburg (John) und Hans korrigieren und ihr Heim mit neuen Kindern zu bevöl= Haushalts beläuft ſich hiernach auf etwa 110 Schachteln
Schindler (Algernon), der die mondäne Haſt zu Be=kern. Da Frau Brackett Biſhop vermögend iſt, fielen
ginn etwas zu ſchnellzüngig betonte, erhoben ſich in ihren äußere Bedenken fort: ſie will fünfzehn Kinder adoptieren Streichhölzer, was bei einem Durchſchnittspreis von dent
braven Leiſtungen doch durchaus nicht zu dem erforderten und ereiehen. Aber die 15 kleinen Erdenbürger, die in Pfennigen für die Schachtel einer Ausgabe von 3,30 Mk.
Dandysme, wie ihn Wilde gern unterſtreicht; ebenſo Frau Brackett Biſhop eine liebevolle Mutter finden ſollen, entſpricht. Das Rohmaterial der Zündhölzer bildet fäſt
ausſchließlich Eſpenholz, das uns in der Hauptſache die
blieben auch die Damen hinter ihrer Rolle zurück. Nelly müſſen mit Sorgfalt ausgewählt werden, müſſen alle ge=
Marco (Gwendoline) ließ das Marionettenhafte ihrer ſund ſein und gleichen Alters. Und nicht genug damit: derruſſiſchen Wälder liefern.
Rolle allzu kraß hervortreten. Allenfalls zeichneten ſich als praktiſche Sinn der Amerikanerin will die Befriedigung

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Nummer 303.
Seite 5.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
Lage, den Reichskanzter forizuſchicken, wie es ſein muißte., (große Hofſungen habe ich nicht. Was man verlangen 1 um ſo größer, je wichtiger die Angekegenbeit iſ, um die
(Bravo bei den Sozialdemokraten.) Wenn der Reichs= muß, iſt, die ſchroffe Anwendung der heute beſtehenden es ſich handelt. Hier handelt es ſich aber um Fragen des
kanzleo ſich gegen den Terrorismus wendet und meint, Geſetze zu vermeiden. Durch Stärkung der cheiſtlichen Ge= Rechts und der Verfaſſung. Der Reichstag iſt nicht macht=
man
müſſe auf das Volksempfinden Rückſicht nehmen, ſo werkſchaften läßt ſich ſchon der ſozialdemokratiſchen Beweg= los in dieſer Lage Er kann das mangelnde Vertrauens=
muß
doch geſagt werden, daß niemand mehr als die Re= ung entgegentreten und der Terrorismus beſeitigen. Erſt verhältnis zum Reichskanzler bei jeder Gelegenheit zum
gierung Terrorismus treibt gegen jeden, der ſozialdemo= Selbſthilfe, dann ſtaatliches Eingreifen. Die Arbeiter= Ausdruck bringen. Die Rechte des Parlaments müſſen
kratiſcher Geſinnung verduchtig iſt. Auch das preußiſche intereſſen haben im deutſchen Volke einen ganz anderen ausgedehnt werden. Damit iſt noch nicht das parlamen=
Wahloecht iſt nichts als Terrorismus. An eine pari= Reſonanzboden, wenn chriſtliche Gewerkſchaften für ſie ein= tariſche Regiment beſchloſſen. Dies befürchtete man auch,
tätiſche Wirtſchaft bei uns glaubt niemand. Der deutſche treten als die umſtürzleriſche Sozialdemokratie. (Sehr als die Oeffentlichkeit beim Militärſtrafverfahren be=
Arbeiter will den Frieden und ſeinem Verdienſte iſt es zu= gut.) Das Zentrum iſt ſtets bereit, Mittelſtandspolitik zu ſchloſſen wurde. In dieſem Augenblick, wo die oberſte
zuſchreiben, daß der Friede aufrecht erhalten wurde. Das treiben. Die Berufszählung hat ergeben, daß das Schwer= Reichsgewalt, der Reichskanzler, verſagt hat, iſt der
deutſche Volk läßt ſich nicht unterdrücken. Der eine Weg gewicht in der Landwirtſchaft für Vieh= und Getreide= Reichstag eingeſprungen und wir können unſeren Wählern
iſt die Revolution, wenn wir zu ruſſiſchen Zuſtänden kom= produktion in den mittleren Betrieben liegt. Hinſichtlich mitteilen, daß ſich der Reichstag das Verdienſt erworben
men. Für das Vaterland wäre es aber beſſer, wenn wir der braunſchweigiſchen Frage billigen wir die Haltung hat, für die ſtaatserhaltende Rechtseinheit einzuſpringen.
durch Reformen auf verfaſſungsmäßigem Wege zu ande= des Reichskanzlers. Verdroſſenheit beſteht nur in ganz gerade auch dann, wenn die Militärgewalten und das
ren Zuſtänden kämen, die es den Arbeitern ermöglichen, kleinen Kreiſen. Wir freuen uns, daß dem Lande Braun= Hauptquartier ſolche Fehler machen, wie wir es in dieſen
Wochen ſo ſchmerzlich erfahren haben. (Beifall.)
in Frieden ihre Lebensbedingungen zu verbeſſern. Der ſchweig endlich ſein Recht geworden iſt, wenn es auch auf
Kriegsminiſter v. Falkenhayn: Abg. Ricklin hat
Fall Zabern zeigt aber, daß eine Welt zwiſchen uns und dem Umweg über die Liebe möglich geweſen iſt. (Heiter= von der Entziehung der Jagdſcheine im Elſaß geſprochen,
der Regierung liegt. Die Kulturarbeit wird vom Mili= keit.) Bei der Beſetzung der höheren Beamtenſtellen ſchei= die der Kriegsminiſter den Ausländern auferlegt habe.
tarismus lahm gelegt. Für den Arbeiterſchutz hat man nen die Katholiken benachteiligt zu werden und zwar ſyſte=
Ich habe darin nichts getan. Es handelt ſich vielleicht
aber nichts übrig. Für die Beſitzſteuer aus Anlaß der matiſch. Sehr richtig im Zentrum.) Patriotismus iſt um meinen Vorgänger. Er meint, dies ſei nicht geſchehen
Militärvorlage mußten wir ſtimmen, um Schlimmeres zu auch hierin nötig. Es gibt noch einen Weg zur weiteren mit Rückſicht auf die Sicherheit des Reiches, ſondern weil
verhüten. Wenn der Reichstag nur will, ſo kann er ſchon Entwickelung neben dem vom Abg. Hoch angedeuteten und die Offiziere die Franzoſen und Schweizer als Konkur=
etwas
erreichen. Auch der Kaiſer hat mit dem Reichs= das iſt der Weg der Gerechtigkeit, wie wir es von jeher in renten bei der Jagdverpachtung betrachten. Dieſe Be=
tag
zu rechnen. Deshalb fordern wir Sie auf, die Rechte dem Grundſatz befolgten: Justieia fundamentum reg- merkung wollte ich nur niedriger hängen. (Große Un=
des
Volkes zu wahren. Was zum Wohle der Allgemein= norum! (Beifall im Zentrum.),
ruhe) Der Vorwurf richtet ſich gegen den, der ihn aus=
heit
dient, hat ſtets bei den Sozialdemokraten Unterſtütz=
Braunſchweigiſcher Bundesratsbevollmächtigter Wirkl. geſprochen hat. Der Abg. Haußmann hat mich über den
ung gefunden.
Geh. Legationsrat Boden: Ich möchte mich kurz über Weihnachtsurlaub der elſäſſiſchen Rekruten gefragt, ob
Abg. Erzberger (Ztr.): Der Reichskanzler hat die die braunſchweigiſche Frage auslaſſen. Das Land derſelbe verweigert und erſt auf Weiſung von höherer
ganze Zaberner Affäre auf eine recht leichte Schulter ge= Braunſchweig hat die frühere proviſoriſche Ordnung ſeiner Stelle wieder erteilt worden ſei. Dieſe Frage iſt zu ver=
nommen
. Darin können wir ihm nicht beiſtimmen. Die Verhältniſſe durch nahezu drei Jahrzehnte hingenommen neinen, wie es auch bereits in der Preſſe zu leſen war.
ganze Zentrumsfraktion und die Partei ſtehen hinter der unter Zurückſtellung ſeiner eigenen Wünſche und mit Betreffs der Zaberner Garniſon hat ſich kein Anlaß er=
Rede des Abg. Fehrenbach. Der Reichskanzler und Graf einer Loyalität, in die niemals der gerinaſte Zweifel zu geben, dieſe Frage zu erörtern. Die ganze Angelegenheit
Weſtarp haben aber den ganzen Hauptpunkt verſchben. legen war vom erſten bis zum letzten Tage. Es hat befindet ſich noch in der Schwebe, und ſo lange die Sache
Es handelt ſich hier nicht um einen Eingriff in ein ſchwe= daher die Genugtuung über die endgültige Löſung der nicht geklärt iſt, kann über dieſe von maßgebender Stelle
bendes Verfahren. Dagegen müſſen wir proteſtieren.
Frage, und zwar die ſympathiſche Art dieſer Löſung, das nichts erklärt werden. (Unruhe und Lachen links.)
Der Rock des Königs mußte unter allen Umſtänden reſpek= Land mit Freude erfüllt. Nicht nur die Tatſache,
Abg. Dr. Oertel (konſ.): Es iſt vom Vorredner
tiert werden; aber auch die Verfaſſung und die Reichs= daß die Löſung erfolgte, ſondern wie ſie geſagt worden, wenn der Reichstag aufgelöſt würde, wür=
geſetze
. Der Schaden, den die Rede des Kriegsminiſters erfolgte, erfüllt uns mit Genugtuung. Wir ſind dem! den wir dezimiert werden. Warten wir dies ruhig av.
angerichtet hat, kann nur wieder gut gemacht werden, Reichstag dankbar dafür, daß er die Behandlung der Frage Ich hoffe, wir werden etwas ſtärker werden. (Große
wenn der Reichskanzler hier erklärt, auch das Militär ſo entſchieden unter dem Geſichtspunkte des Rechts an= Heiterkeit, lärmendes Lachen links.) Diejenigen ſollten
unterſteht dem Recht und Geſetz, ſonſt iſt der militäriſchen geſehen hat. Es handelte ſich hier um eine ſelbſtverſtänd= doch nicht ſo ſehr lachen, die durch nachbarliche Hilfe hier
Willkür Tür und Tor geöffnet. (Zurufe bei den Soz. liche Forderung der dauernden Wohlfahrt und des inneren in den Reichstag eingezogen ſind. (Sehr richtig! rechts.)
Vizepräſident Paaſche: Ich bitte die Zwiſchenruſe zu Friedens eines monarchiſch regierten ſelbſtändigen Lan= Wenn uns der Vorwurf gemacht iſt, wir hätten die neuen
unterlaſſen Zuruf bei den Soz.: Das fördert die De= des. Braunſchweig war ſtets loyal zum Steuern den breiten Maſſen auferlegen wollen, ſo er=
batte
! Heiterkeit. Vizepräſident Dr. Paaſche: Die Anord= Reiche und zu Preußen und hat ein Fürſtenhaus, innere ich die Linke daran, daß auch ſie einen großen Teil
deſſen Loyalität unter allen Umſtänden feſtſteht. (Lebhafte der Laſten durch indirekte Steuern aufbringen wollte. Der
nungen des Präſidiums zu kritiſieren muß ich mir ver=
bitten
.) Was Graf Weſtarp hier ausgeſprochen hat, als Zuſtimmung.) Irgendwelche Zweifel ſind nicht gegeben. Freundſchaft zu Rußland und England freuen wir uns;
ſer die Ausführungen des Kriegsminiſters unierſtrich war Das Wort Verdroſſenheit darf in dieſem Zuſammenhange auch daß die Beziehungen zu Frankreich korrekt ſind. Eng=
nichts
anderes als die Proklamierung des militäriſchen nicht geprägt werden. Wenn davon geſprochen worden iſt, land will ja Verträge mit uns ſchließen, bei denen natür=
Fauſtrechts Wir müſſen dieſe Anſchauungen eines kon= der Reichskanzler trage hierfür die Verantwortung, ſo lich für England etwas herausſpringen ſoll. Mit Frank=
ſervativen
Mannes aufs tiefſte bedauern. Der Auslegung kann ich damit ſchließen, daß wir dieſe Verantwortung reich ſind unſere Beziehungen korrekt. Ueber die braun=
der
Bedeutung des Mißtrauensvotums von konſervativer gern auf uns nehmen in der Ueberzeugung, daß alles, ſchweigiſche Frage will ich mich nicht äußern. Ausführ=
Seite können wir nicht zuſtimmen, ebenſowenig aber der was vom Reichskanzler als Grundlage der braunſchwei= lich werden wir im Preußiſchen Landtage darüber ſpre=
von
ſozialdemokratiſcher Seite. Die Anſchauung haben giſchen Verhältniſſe konſtatiert worden iſt, die abſolute chen. Die Zaberner Sache hängt auch mir wie dem Abg.
wir bei Einführung der Möglichkeit eines Mißtrauens= Bürgſchaft in ſich ſchließt, daß die endgültige Löſung dem Erzberger zum Halſe heraus. Der Oberſt in Zabern hat
votums nicht gehabt, daß dadurch in den politiſchen Ver=Wohle unſeres Landes wie des Reiches entſprochen hat. ſo gehandelt, wie er gehandelt hat (Heiterkeit) in der
Auffaſſung, daß er das Recht hatte, ſo zu handeln. Be=
hältniſſen
nichts geändert werden ſolle Es iſt ſelbſtver= (Lebhafter Beifall.)
Abg. Haußmann (Fortſchr. Volkspt.): Das In= denklich iſt die Kundgebung der Straßburger Korreſpon=
ſtändlich
, daß ein Volk, das politiſch mündig wird, nicht
bloß regiert werden will von der hohen Bureaukratie, ſtitut der kleinen Anfragen hat ſich ſehr gut bewährt; es denz, in der geſagt wird, daß künftig die verfaſſungs=
erleichtert
uns unſer Arbeiten außerordentlich. Anzuer= mäßige Zuſtändigkeit ſtrengere Beachtung finden werde,
Auch Fürſt Bülow hat ſein Verbleiben im Amt davon ab=
kennen
iſt, daß trotz der Kriſe es nicht zu kriegeriſchen Ver= ebenſo das Telegramm des Staatsſekretärs Zorn von
hängig gemacht, ob eine große nationale Partei einem
wicklungen gekommen iſt. Das beweiſt, daß das Friedens=Bulach. Der elſäiſiſche Landtag dürſte troßdem keine Rei=
wichtigen
Geſetzentwurf zuſtimmt, oder nicht. Aus dem bedürfnis ſtärker iſt. Der Dreibund hat keine Niederlage gung haben, den Staatsſekretär zu ſtürzen. Geſetzesver=
Mißtrauenspotum wird ſo viel wie der deutſche Reichs=
erlitten
, und die Politik unſeres Auswärtigen Amtes hat letzungen haben wir nicht beſchönigt. Ich will dringend
ttag aus ihm macht. Es war kein Nichts. Es hat die Ruhe ſich durchaus bewährt. Volk, Parlament und Regierung wünſchen, daß das Heer nicht wankend wird ſondern
und Zuverſicht im Reichstag wieder hergeſtellt. Erzbergee ſind ſich bei uns einig in dem Verlangen, den Dreibund daß es auch nach dieſer Entſcheidung ſeine erſte Pflicht
polemiſiert dann gegen die von den Sozialdemokraten ge= beizubehalten. Es ſcheint jetzt der Augenblick für eine voll erfüllen wird, Hüter der Krone gegen alle Angriffe
wünſchte Ablehnung des Etats. Was nun die Konſe= Annäherung zwiſchen Deutſchland und und Verfechter der Ordnung zu ſein. Der Wert des ſoge=
quenzen
des Mißtrauensvotums betrifft, ſo kommt es
Frankreich gekommen zu ſein. Noch wichtiger für uns nannten Mißtrauensvotums wird von den einzelnen Par=
darauf
an, welche Konfequenzen der Reichskanzler daraus iſt aber eine Verſtändigung mit England, und wir ſollten teien verſchieden beurteilt. Wir tun hier nicht mit. Die
entnimmt. Nach Neujahr iſt auch Reichstag. Redner uns nicht gegen die Vorſchläge bezüglich einer Pauſe in Erfahrung hat gelehrt, daß man in parlamentariſch re=
kommt
ſodann auf das Duell zu ſprechen und hofft, daß der Flottenvermehrung ſträuben. In China muß Deutſch= gierten Ländern ſchlimmere Erfahrungen macht als in kon=
man
den Wünſchen des Reichstages nachkommen und den land Vertreter haben die mit den dortigen politiſchen ſtitutionellen Staaten. Wenn die Sozialdemolraten ent=
unmoraliſchen
Duellzwang beſeitigen werde. Ein Wort und wirtſchaftlichen Verhältniſſen durchaus vertraut ſind. ſprechend ihrer Erklärung mit dem Reichskanzler nicht
des Kaiſers genügt, um dieſe Unſitte aus der Welt zu Die baunſchweigiſche Fage iſt duch die Rede des Reichs= mehr zuſammenarbeiten wollen, ſo wäre das nicht töricht,
ſchaffen. Tauſende von Katholiken werden von der Offi= kanzlers und die Erklärung des braunſchweigiſchen Bun= ſondern das Klügſte, was ſie tun könnten. (Große Heiter=
zierslaufbahn
ausgeſchloſſen wegen des Duellzwanges. desratsbevollmächtigten in ein Stadium ruhiger, ſachlicher keit.) Wir wollen das Koalitionsrecht nicht antaſten, hal=
Die Wehrkraft des Volkes würde dadurch nur gefördert. Erwägungen geleitet worden. Den Herrn Kriegsminiſter ten aber ein beſonderes Geſetz für notwendig Die ſoziale
(Zurufe von den Sozialdemokraten. Vizepräſident Dr. frage ich, ob es richtig iſt, daß den elſäſſiſchen Rekruten Politik darf ſich nicht daran erſchöpfen, die Intereſſen der
Paaſche bittet die Zwiſchenrufe zu unterlaſſen.) Ohne der Weihnachtsurlaub verweigert und erſt auf höhere Arbeiter zu wahren, ſondern auch die des Mittelſtandes.
Zwiſchenrufe wird es manchmal zu langweilig. (Heiter= Weiſung wieder erteilt worden iſt? Sodann, ob Zabern Auch in der Landwirtſchaft ſieht es ſchlimm aus. Die
keit.) Der Marineetat hält ſich im geſetzlichen Rahmen. gänzlich die Garniſon entzogen werden oder nur ein Kartoffel= und die Viehpreiſe haben einen Tiefſtand er=
Der Kolonialetat beanſprucht immer noch erhebliche Zu= Wechſel im Regiment eintreten ſoll? Das Mißtrauens= reicht, wie kaum zuvor. Die Kanzlerſchaft des Grafen
ſchüſſe. Müſſen die Schutztruppen in der bisherigen Stärke potum gegen den Reichskanzler war notwendig Das hat Caprivi wird noch heute in der Landwirtſchaft ſchmerzlich
beibehalten werden? Bezüglich der Diamanten=Regie auch heute wieder das Zentrum anerkannt Der Reichs= empfunden. Der Reichskanzler wird ſich Dank und Ver=
muß
die Budgetkommiſſion prüfen, ob das Budgetrecht kanzler fordert einen Kontakt zwiſchen Zivil= und Mili= trauen erwerben, wenn er in der Schaffung des Zuſam=
des
Reichstages gewahrt iſt. Will man Erſparniſſe machen, tärbehörden, hat aber nichts getan, um den Kontakt mit menſchluſſes der ſchaffenden Stände die Führerrolle über!
ſo müſſen bei den öffentlichen Bauten alle Luxusausgaben dem Reichstag wiederherzuſtellen. Das Mißtrauensvotum nimmt. (Lebhafter Beifall rechts.)
Abg. Dr. Paaſche (natlib.): In ſo ernſten Fragen,
ſtreng geſtrichen werden. Was der Reichskanzler zu dem iſt dazu da, der Regierung die Anſicht des Reichstages
Schutz dev Arbeitswilligen geſagt hat, war nicht ſehr viel; zum Ausdruck zu bringen, und ſeine Bedeutung wird wie ſie uns hier bewegen, ſollte man doch nicht einen ſo
habenden Mannes (Boas) gewinnt, der ſie als ſeine Gattin aus inneren Gründen eingefügt wurde, enthält der zweite
Teil ein Gegenſtück dazu, in einem breit angelegten Chor
heimführt.
Ruth,
Man könnte es faſt bedauern, daß Georg Schumann von nächtlichen Geiſtern, die Ruth auf ihrem Wege zu der
ein Oratorium von Georg Schumann, dieſen Stoff nicht in ſeiner ſchlichten Einfachheit, etwa als Tenne, wo Boas ruht, begegnen. Beide Szenen ſind vom
Idyll, komponiert hat. Er nahm wohl an, daß für ein Komponiſten mit großer Liebe behandelt. In der erſten
Es war von jeher das Beſtreben des hieſigen Muſik=
größeres
, ein abendfüllendes Oratorium die Handlung kontraſtieren die zarten Entgegnungen Ruths und die ver=
vereins
, neben der Pflege klaſſiſcher Werke, womöglich ein wenig dürftig ſein möchte, und hat vielleicht nicht Un= zweiflungsvollen Klagen der Naemi höchſt wirkungsvoll
jedes Jahr wenigſtens ein Werk lebender Meiſter zu brin.
gen, und ſo zeigen die Programme der letzten Jahre recht gehabt. So geſtaltete er die Dichtung etwas reicher mit den leidenſchaftlichen Ausbrüchen des Chores, wobei
und gewann dadurch Gelegenheit, den Chor zu verwenden, die Verwendung der Polyphonie den muſikaliſchen Hörer
Namen wie Max Reger, Arnold Mendelsſohn, Max Bruch, der nun einmal in einem Oratorium ein Hauptfaktor iſt. fehr wohltuend berührt. Im Geiſterchor dagegen iſt der
Felix Woyrſch, Wolf=Ferrari, Edward Elgar uſw.
Er ſchildert uns, wie die Witwe Naémi mit Ruth in dievorüberhuſchende, geſpenſterhafte Charakter meiſterhaft ge=
Dieſes Jahr hat nun der Muſikverein das Oratorium einſt einer Hungersnot wegen verlaſſene Heimat (Beth= troffen. Inſtrumente und Singſtimmen wetteifern in
Ruth von Georg Schumann zur Aufführung aus= lehem) zurückkehrt, deſſen Einwohner ihr unwirſch be= koloriſtiſchen Effekten, während die ſich immer mehr ver=
gewählt
. Der Komponiſt iſt kein Neuling hier in Darm= gegnen, ja, ſich ihrer Rückkehr mit heftigen Schmähungen flüchtigenden Töne nach dem Schluß hin den Eindruck
ſtadt, denn ſchon in 1901 wurde in der Hofmuſik ſeine widerſetzen. Ruth fleht für ſie und tröſtet die Unglück= machen, als ſei ein ſpukhafter Traum an uns vorüber ge=
Orcheſter=Suite Zur Karnevalszeit erfolgreich aufge= liche. Um Nahrung zu gewinnen, folgt ſie den Schnittern rauſcht. Die übrigen Chöre, die mehr dem Idyll ſelbſt
fführt (in 1904 wiederholt), worauf dann in 1907 ſeine aufs Feld hinaus, und lieſt die Aehren auf, die von derentſprungen ſcheinen, ſind aber nicht weniger wirkungs=
Orcheſter=Variationen über ein luſtiges Thema folgten, Ernte zurückblieben. Ein heiterer Chor von echt idylliſch, voll. So der erwähnte Geſang der Schnitter, ferner ein
während er ſelbſt ſich als Klavierſpieler an der Aufführung zugleich annähernd orientaliſchem Charakter, malt uns den Chor, worin der Flug der Vögel beneidet und beſungen
eines ſeiner Kammermuſikwerke im Quartett=Verein Zug der Schnitter und Schnitterinnen. Boas, der Eigen=wird, das ſtimmungsvolle Gebet, womit der erſte Teil
(Mehmel) beteiligte. In 1866 zu Königſtein in Sachſen tümer des Feldes, wo die Ernte ſtattfindet, erblickt die ſchließt, und der Prieſtergeſang, der das ganze Werk krönt
geboren, ſtudierte er in Dresden und am Leipziger Kon= Fremde, erkundigt ſich nach ihrem Schickſal, und wie er und in mächtiger Steigerung wie vom ganzen Volk auf=
ſervatorium
und hat ſich durch eine Reihe Kompoſitionen ihre Armut, ihre große Liebe und Aufopferung erfährt, genommen und fortgeſetzt wird bis zum brauſenden,
einen Namen gemacht. Er war Dirigent des Danziger befiehlt er den Schnittern, reichlich Aehren zurückzulaſſen, feierlichen Hymnus. Das ſind alles Momente, worin der
Geſangvereins, der Philharmonie in Bremen und iſt ſeit damit Ruth einen reichen Vorrat heimbringe. Heim= Komponiſt die reichſte Gelgenheit hatte, ſeine Kunſt und
gekommen, erfährt ſie von Natmi, daß Voas ein entfernter ſeine Begabung im ſchönſten Lichte zu zeigen. Die In=
1900 Leiter der Berliner Singakademie.
Unter ſeinen Werken für Chor und Orcheſter nimmt Verwandter iſt, dem ſich Ruth, den damaligen Sitten ent=ſtrumentation iſt ſehr reich und geſättigt und verlangt für
ſein Oratorium Ruth (Op. 50), das zuerſt mit außerordent= ſprechend, zur Ehe anbieten ſoll. Auf Naémis Rat be= die geſanglichen drei Solopartien allererſte Künſtler, die
lichem Erfolg in Hamburg und dann in vierzig verſchie= gibt ſie ſich des Nachts auf die Tenne. wo Boas ruht, legt ſich dagegen zu behaupten wiſſen. Dementſprechend hat
denen Städten des In= und Auslandes aufgeführt wurde, ſich zu ſeinen Füßen nieder, und wird beim Anbruch des der Vorſtand des Muſikvereins drei Künſtler engagiert,
eine allererſte Stelle ein. Was bei dieſem Werk von vorn= Tages von ihm entdeckt. Er befragt ſie, ſie antwortet, wie man ſie für ſo wichtige Aufgaben wohl nicht beſſer
herein ſympathiſch berührt, iſt die Wahl des Stoffes. Wer und er iſt von ihrer Anmut und von ihrer ſchönen Seele wünſchen kann, und die in der ganzen muſikaliſchen Welt
kennt nicht das poeſievolle, bibliſche Idyll, das uns von ſo hingeriſſen, daß er beſchließt, mit ihr den Ehebund ein= aufs beſte alkreditiert ſind: Frau Noordewier, Frau
der Liebe und Treue einer Schwiegertochter erzählt, die zugehen, der durch Prieſtergeſang vor allem Volke feierlich de Haan=Manifarges, die uns von früheren
Konzerten in ſchönſter Erinnerung geblieben ſind, und Herrn
alles verläßt, um ihre Schwiegermutter in deren urſprüng=eingeweiht wird.
Während der erſte Teil des Werkes nach dem Einlei=Ernſt Everts der für Darmſtadt neu iſt, aber am
liche Heimat zurückzubegleiten; die ihre Verwandten, ihre
Götter, ihr Vaterland aufgibt und die herrlichen Worte tungsgeſpräch von Ruth und Naémi die große ChorſzeneRhein und in Weſtfalen große Erfolge zu verzeichnen hat.
Der Komponiſt wird der Aufführung ſeiner Ruth bei=
ſpricht
: Wo du hingehſt, da will auch ich hingehen, und aufweiſt, worin die Bewohner von Bethlehem die zurück=
wo
du bleibeſt, da bleibe ich auch. Dein Volk iſt meinkehrende Nasmi ſchmähen und ſchelten, und ſie erſt nach wohnen und ſo ſei er und ſein Werk unſerem kunſtſinnigen
Volk, dein Gott iſt mein Gott und die nun in dem frem=Ruths bittendem Worte auſuehmen, eine Szene, die wie Publikum aufs wärmſte empfohlen.
den Lande den ſchönſten Lohn für ihre Treue, ihre Auf=geſagt, mehr zur äußeren muſikaliſchen Glanzentfaltung,
Darmſtadt, Dezember 1913.
W. de Haan.
ovferung findet, indem ſie die Liebe eines edlen, wohl= die übrigens dem Komponiſten paächtig gelungen iſt, als

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Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
Seite 6.
keichten Ton anſchlagen, wie es der Voredner gelan hat, unter ihnen Oberſt von Reuter geladen. Der Muskeier ſbis 117 Mk.), mitlere Maſtl und gute Sauglülber 6g
um die Lacher auf ſeiner Seite zu haben. (Sehr richtig! Henk wurde zu ſechs Wochen Mittelarreſt, die beiden! Mark (107110 Mk.), geringere Saugkälber 5558 Mänk
links.) In der Zaberner Angelegenheit ſtehen wir auf anderen Angeklagten zu je drei Wochen Mittel= (9398 Mk.). Schafe: Maſtlämmer und jüngere Moßt
dem Standpunkt, den wir in der vorigen Woche zum arreſt verurteilt. In der Begründung wird ausge= hammel 4142 Mark (8688 Mk.), ältere Maſthammel
Ausdruck gebracht haben. Ein Mißtrauensvotum in dem führt, daß der § 93 keine Anwendung gefunden hat, da und gut genährte Schafe 3435 Mark (8084 Mark)g
Sinne, wie es die Sozialdemokraten wollen haben wir die Angeklagten nicht hätten vorausſehen können, welche Schweine: Fettſchweine über 3 Ztr. Lebendgewicht
nicht beabſichtigt. Wir wollen auch keine Schwierigkeiten Nachteile ihre Handlungsweiſe nach ſich ziehen würde, da=5558 Mk. (7073 Mk.) vollfleiſchige Schweine über 25
Ztr. Lebendgewicht 5557 Mk. (7072 Mk.), vollfleiſchige
bei der Etatsberatung machen; das wäre eine ſchlechte gegen wurde § 101 als gegeben erachtet.
Schweine über 2 Ztr. Lebendgewicht 5557 Mk. (71 bis
Politik, die wir nicht mitmachen können. Aber die Be=
handlung
der Angelegenheit durch den Reichskanzler war
75 Mk.), vollfleiſchige Schweine bis zu 2 Ztr. Lebendge=
Vorträge.
derart, daß wir ſie nicht ohne Widerſpruch hingehen laſſen
wicht 5658 Mk. (7072 Mk.). Marktverlauf: Geſchäft
können. Die militäriſche Selbſthilfe muß ausſcheiden.
St. Ueber: Die Schönheiten des Darmſtädter Stadt=langſam, Schweine Ueberſtand.
Wir haben ein Volksheer, das ihrem Führer nur dann waldes und ſeine Bedeutung für die Bewohner der Stadt
folgen wird, wenn es Vertrauen hat zu ſeiner Tüchtig= hielt geſtern abend im Kaiſerſaal Herr Gartenarchitekt
Untergang eines engliſchen
keit. (Lebhaftes Bravo!) Wir ſind ſtolz auf unſer Volks= Gerlach auf Veranlaſſung des Verkehrsvereins, des
heer. Diſziplin und Autorität müſſen gewahrt werden. Verſchönerungsvereins und des Gartenbauvereins einen
Torpedobootes.
Die Diſziplin wird aber nicht von jungen, ſchneidigen Vortrag mit Lichtbildern. Der Saal war dicht beſetzt. Ob=
* Plymouth, 10. Dez. Das Unterſeebog
Leutnants gewahrt, ſondern nur durch das gute Verhält= wohl man eigentlich annehmen ſollte, das jeder Darm=
nis
zwiſchen Polizei und Heerführer. Wenn unſeren Be=ſtädter das Schönſte, was er hat ſeinen Wald, genau C 14 von der Devenport=Flotille iſt auf der Fahrt von
ſchlüſſen vom Bundesrat nicht Folge gegeben wird, ſo kennt, wußte Herr Gerlach doch in der Fülle ſeiner Bilder Torquay nach Plymouth gekentert. Man glaubt, daß
iſt das keine Achtung vor dem Reichstag. Der Forderung auch denen noch Neues und Schönes aus unſerem herr= die Mannſchaft gerettet worden iſt,
* London, 10. Dez. Nach den letzten Nachrichteni
der Beſeitigung des Duellzwanges ſtimmen wir zu. (Leb=lichen Walde zu zeigen, der, ſo oft Zeit und Beruf es er=
das
Unterſeeboot C 14 am Eingange des Hafen
haſtes Bravol im Zentrum.) Wir begrüßen es, daß es kauben, hinauswandert zum Ruhen und Kräfteſchöpfen.
dem Staatsſekretär gelungen iſt, die Schuldenlaſt weiter
Als Beiſpiel dafür, wie wenig oft die Schönheiten der von Plymouth mit einem Dampfboot zuſammengeſtoßen
zu verringern. Unſere Induſtrie ſteht heute nicht ſchlechter Heimat und ihrer nächſten Umgebung den Bewohnern be= und zwei Minuten darauf geſunken. Die Mannſchaft
da als in anderen Ländern. Wir haben feſtgehalten an kannt ſind, führte der Vortragende die Lüneburger Heide konnte gerettet werden.
dem bewährten Gundſatz unſerer Finanzpolitik, und da=
HB London, 11. Dez. Das Unglück auf dem beis
durch iſt die Schuldenlaſt des Reiches herabgeſetzt wor= an. Die erſt vor wenig mehr als zwei Jahrzehnten durch
tiſchen Unterſeeboot O 144 das geſtern bei Plye
den, während Frankreich große Anleihen aufnehmen muß, die Worpsweder bekannt wurde und ſeitdem ihre Schön= mouth Sund geſunken iſt, hat kein Menſchenleben gefor=
Unſere Wünſche bezüglich der Altpenſionäre uſw werden heiten vielen Tauſenden alljährlich offenbart. Er ging dert. Das Unglück geſchah auf dem Rückwege von einen
ſich in ſolchen Grenzen halten, daß ſie von unſerer Fi= dann auf ſein eigentliches Thema, den Wald, über, den er Mansverübung bei Torquay. Die Boote befanden ſich
nanzverwaltung getragen werden können. Unſer Kolonial= zunächſt in allgemeinen Ausführungen pries und beſchrieb. in Plymouth Sund, als ein Regierungsbagger in der
etat iſt nicht ſo ſchlecht. Wir ſehen überall eine geſunde Des längeren weilte er beim Kapitel Schonung des Wal= Nähe von Cronil in das Unterſeeboot C 14 hinein=
Weiterentwicklung. Die Unterſtützung der deutſchen Schu= des, bei der Schaffung von Stadtparks und dergleichen. rannte. Der Leutnant und 19 Mann Beſatzung wurden
len im Auslande begrüßen wir. Ein übereiltes Vor= Er zog dann Vergleiche zwiſchen Laub= und Nadelwald von einem Küſtendampfer der zur Hilſe herbeieilte, aufs
gehen in dieſer Frage wäre nicht am Platze Bei vollſter und Miſchwald, der idealſten Waldform für Stadtwälder genommen, Als der letzte Mann das Boot verlaſſen hatte
Wahrung der Koalitionsfreiheit und unter Ablehnung uſw. Mit der Erhaltung des Waldes gehen die Heimat= verſchwand es in den Wellen.
aller Ausnahmegeſetze muß doch die Frage geprüſt wer= ſchutz= und Vogelſchutzbeſtrebungen Hand in Hand. Die
den, ob der Arbeitswiligenſchutz ausreicht. Die Regelung Erhaltung der Eigenart und des Charakters der Land=
der
braunſchweigiſchen Frage begrüßen wir mit Freuden,ſchaft, und gleichzeitig damit die Erhaltung der einzelnen
Die Erklärung des Kabinetts
Die Verhältniſſe haben ſich eben im Laufe der Jahre ge= geſchichtlichen Naturdenkmäler, darf nicht unberückſichtigt
Doumerque.
ändert. Irgendwelche Rechte des Hauſes Cumberland bleiben. Bei der Neuanlage von Wegen und Verkehrs=
auf
Hannover beſtehen nicht mehr. (Lebhaftes Bravol)ſtraßen iſt durch rückſichtsvolle, gut durchdachte Linien=
* Paris, 11. Dez. Der Miniſterpräſident D
Darauf wird vertagt. In einer perſönlichen Be=führung, Fundſtellen ſeltener Pflanzen, charakteriſtiſchen, mergue wurde bei ſeinem Erſcheinen in der Kamme
merkung wendet ſich Dr. Ricklin (Elſ.) gegen den freiliegenden eratiſchen Blöcken, Felsgebilden, alten, von der Linken mit Beifall begrüßt, im Zentrum mit Un
Kriegsminiſter, indem er ſich deſſen Ton verbittet. Der ſchmückenden Bäumen und Baumgruppen, ſowie Bau= ruhe. Das gleiche geſchah beim Eintritt Eailkaur Zu
Miniſter habe in den letzten Tagen nicht gelernt, den werken alter Zeiten dauernder Schutz zu gewähren, Eben=
Saale waren viele frühere Miniſter, darunter Bartholl
Reichstag in Berlin von dem Kaſernenhof in Zabern zu ſo ſind Bäche und Waſſerläufe mit aut bewachſenem Ufer, Dumont und Klotz. Doumerque verlas die E
unterſcheiden. (Lebhafter Beifall.) Nächſte Sizung alte Baumalleen und Hecken nach Möglichkeit zu ſchonen. klärung des Kabinetts:
Freitag vormittag 10 Uhr: Anfragen, Maßnahmen Andererſeits wieder ſind durch ſachgemäßes, den Verhält=
Im Verlaufe der Kriſe, welche Europa durchgemacht ha
gegen die Peſt, Weltausſtellung in San Franzisko, Fort=niſſen angepaßtes Durchholzen ſchöne Fernblicke zu ſchaf= erprobte die Regierung die Wirkſamkeit ihrer Bündniſſal
ſetzung der Etatsberatung und Interpellation der Sozial=fen, damit Dörfer, Wieſen, Aecker, wogende Getreidefelder und Freundſchaften in vollem Maße und ſie ſchöpfte daraus
demokraten, betr. Rüſtungskommiſſion. Schluß nach in die Landſchaft hineingezogen werden, wodurch dieſe in einen Teil der Kraft, welche notwendig war, umdi
6 Uhr.
idealer Weiſe abwechſelungsreicher und intereſſanter ge= Intereſſen und die Würde des Landes zu wahren.
ſtaltet wird. Glücklich iſt die Stadt, die eigenen alten beabſichtigen ihnen unbedingt treu zu bleibe
* Berlin, 11. Dez. Der Seniorenkonvent Waldbeſtand beſitzt. Darmſtadt iſt ſo ein Kleinod. In Geſtalt und werden die ebenſo intime als herzliche Zuſammen
des Reichstags trat heute vormittag nochmals zu= ſchöner alter Baumalleen ſtreckt der Wald hier ſeine Arme arbeit mit Rußland fortſetzen, welche es bei manchen Ge=
ſammen
. Er hielt an ſeinen früheren Beſchlüſſen, morgen bis dicht an die Stadt aus, und wunderbare Landſchafts=legenheiten den beiden verbündeten Staaten geſtattet hat,
die Weihnachtsferien beginnen zu laſſen, feſt. Auf die bilder bietet ſchon die nächſte Umgebung, die äußere zur Aufrechterhaltung des Friedens kräftig beizutragen
Tagesordnung der morgigen Sitzung ſollen geſetzt wer= Peripherie der Stadt, ihren Bewohnern.
Wir werden uns der Weiterentwickelung der vertrauens=
den
; wenn nötig, der Schluß der erſten Leſung des Etats,
Der Einleitung folgte dann die Beſchreibung unſeres vollen Intimität mit England widmen, von der keide
die zweite Leſung und ev, die dritte Leſung des Initia=Waldes in Wort und Bild. Prachtvolle Photographien Staaten einander bereits entſcheidende Beweiſe gegeben
tivgeſetzentwurfs, betr. Beitrag des Reiches ſeir die zeigten uns ſeine Schönheiten zu allen Jahreszeiten. Im haben. Endlich werden wir nicht geringere Aufmerkſam=
Beteiligung Deutſchlands an der Weltausſtellung Herrngarten beginnend, führte dieſer Weg über die Ma= keit anwenden, um die höflichen Beziehungen aufrecht=
in
San Franzisko die dritte Leſung der Ueber= thildenhöhe und durch einige reizvolle Straßenzüge hinein zuerhalten, welche Frankreich und die anderen Nationen
einkunft, betr. Maßregeln gegen die Peſt. Cholera in den Stadtwald, den wir im Bilde nach allen Richtungen verbinden, welche ſeinen guten Ruf in der Welt ſichern und
und Gelbfieber, endlich die ſozialdemokratiſche Inter=hin mit dem Vortragenden durchſtreifen durften. In für die Aufrichtigkeit ſeiner weſentlich friedlichen Abſich
pellation betr. die Rüſtungskommiſſion. Auch wenn die warmherzigem poetiſchen Vortrage wußte der Redner die ten zeugen, und welche uns erlauben, geſtützt auf die De=
Interpellation morgen nicht zur Beſprechung gelangt oder Wirkungen der Bilder zu unterſtützen. Außer Laub= und mokratie des Landes und auf die Armee und Marine,
die Beſprechung nicht ganz durchgeführt werden ſollte, Nadelholz finden wir auch im Gebiete des Darmſtädter deren republikaniſche Loyalität nicht in Zweifel gezogen
wird der Beginn der Weihnachtspauſe nicht hinausge= Waldes einige wildwachſende Blütenſträucher, der ſchönſte werden kann, in Ordnung und Frieden an der Größe des
ſchoden.
unter ihnen iſt der Ginſter! Er entfaltet im Frühjahr eine Vaterlandes und der Republik zu arbeiten.
* Berlin, 11. Dez. Die Budgetkommiſſion wunderbare, weit leuchtende goldgelbe Blütenpracht und
Die Kabinettserklärung hebt dann weiter hervor, daß
des Reichstages trat heute zuſammen um den vom was für die Lüneburger Heide das Erika bedeutet, iſt hier die Regierung den Willen habe, den großen Intereſſen
Reichstag beantragten Geſetzentwurf, betreffend die Feſt=bei uns am Rande der Kiefernwaldungen der Ginſter, des Landes wie auch den Intereſſen der Republik durch
ſtellung des deitten Nachtragsetats zum Haushaltsetat denn er beherrſcht zur Blütezeit mit ſeiner Farbenpracht eine wohlüberlegte und dauernde Vereinigung
für das Rechnungsjahr 1913 zu beraten. Dieſer fordert die Landſchaft vollſtändig.
der Republikaner der Linken zu dienen. Die
zum Kapitel 3 des Etats des Reichsamts des Aeußern
Redner ſchloß ſeinen Vortrag mit der Mahnung: Hier= Regierung würde nicht an der Macht bleiben, wenniſie
500 000 Mark einmalige Ausgabe als Beitrag zu den mit habe ich Ihnen, geehrte Damen und Herren, einige nicht die Mitarbeit der Majorität habe. Die unbedſngt
Koſten der deutſchen Ausſtellung in San wenige von den vielen Schönheiten der Darmſtädter Um= und ausſchließlich republikaniſche Regierung werde ſich
Franzisco als erſte Rate. Staatsſekretär Dr. Del= gebung im Bilde veranſchaulicht. Der Zweck meines heu= zunächſt bemühen, das Budget für 1914 ſchne
brück legte eingehend die Gründe dar die zur Ablehnung tigen Vortrages iſt der, die von altersher tief eingewur= zur Abſtimmung zu bringen. Sie bringe Ent=
der
Einladung der Vereinigten Staaten zur Beteiligung zelte Liebe zur heimiſchen Natur, welche unter dem Haſten würfe ein, um den außerordentlichen Ausgaben für die
an der Ausſtellung geführt hätten und wies insbeſondere und Drängen der Gegenwart nach materiellem Gewinn Landesverteidigung zu begegnen und ſie auf eine kleine
auf die Stellungnahme der Induſtrie hin, die ſich mit er=faſt zu erſticken droht, neu zu beleben. Denn wahrlich un= Zahl von Budgets zu verteilen. Sie werde ſich beſonders
drückender Mehrheit gegen eine Beſchickung der Aus= erſchöpflich an Reizen, an immer erneuerter Schönheit, it mit der finanziellen Lage befaſſen, die ſie bei der
ſtellung ausgeſprochen habe. Hierin ſei ein Umſchwung die Natur, und um dieſe zu erhalten, ſollte jeder die Hei=erſten Gelegenheit im Parlament darlegen werde. Die
nicht eingetreten, wie eine neuerliche Umfrage des Han=matſchutz= und Waldſchutzbeſtrebungen nach Kräften unter= Regierung wird ſich bemühen, zugleich mit diem Budget
delstages erwieſen habe. Auf Grund dieſer neuen En=ſtützen. Nicht Schilder mit der Aufſchriſt Verbotenerfür 1914 einen Geſetzentwurf über eine allgemeine
quete des Handelstages hätten von 123 befragten Handels= Weg!, nicht Stacheldraht und Polizeiverbote ſchützen den Einkommenſtener welche alle Bürger in ihrem
kammern überhaupt nur 97 geantwortet, davon 79 mit Wald, ſondern unſere Aufgabe iſt es, Waldſchutz zu üben. Einkommen treffen wird, gemäß des Willens der Kam=
Nein Auf die Frage, ob wir jetzt noch würdig aus= Darum, Wanderer, der du Freude ſuchſt in unſerem Wald, mer zur Verabſchiedung zu bringen. Ebenſo wird ſie die
ſtellen können antworteten die Sachverſtändigen ebenfalls Kehr ein mit Ehrfurcht, ſchone ihn, / Das Reis, die Blu= Einführung von Steuern auf das erworbene Vermögen
mit Nein; ſollte die Sache trotzdem gemacht werden, ſo men, welken in der Hand gar bald, Laß auch für andere weiter betreiben, um die Ausgaben für die Militärgeſetze
würde die vorgeſchlagene Summe von 2 Millionen nicht grünen ſie und blüh’n!
zu decken. Sie wird das Steuerſyſtem elaſtiſch geſtalten,
genügen. Er empfehle, den Antrag abzulehnen.
Im Namen der veranſtaltenden Vereine ſprach Herr um die Finanzen Frankreichs unabhängig und ſtark z
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde regie= Wolff dem Vortragenden den herzlichſten Dank für den machen, wie es für ſeine Sicherheit, Entwickelung und
rungsſeitig insbeſondere von Miniſterialdirektor Dr. ſchönen Vortrag aus.
Größe unumgänglich iſt.
Lewald, der über ſeine Erfahrungen als Ausſtellungs=
Indem wir Steuergerechtigkeit walten laſſen und es
kommiſſar beſonders in St. Louis ſprach, die Frage, ob
Luftfahrt.
vermeiden, durch Verſchwendung der notwendigen, aben
es noch möglich ſei eine Deutſchland würdige Ausſtellung
* Barbezieux, 10. Dez. Der Flieger Letort, ſehr großen Ausgaben, welche die Sicherheit Frankreichs
zuſtande zu bringen, verneint und zwar hauptſächlich
wegen der Kürze der noch zur Verfügung ſtehenden Zeit der heute früh von Buc aufſtieg, machte in der Nähe von erfordert, höher werden zu laſſen, werden wir das Opfer,
und wegen der Beförderungsſchwierigkeiten. Die Kom= Barbezieux einen Landungsverſuch. Dabei überſchlug ſich welches das Geſetz über die dreijährige Dienſtzeit dem
miſſion beſchloß, von einer Abſtimmung abzu= das Flugzeug, der Flieger geriet unter den Motor und Lande unter den Umſtänden und als Folge von Ereige
niſſen, die Sie kennen, auferlegt hat, weniger drückend
ſehen und die Entſcheidung über den Antrag dem Ple= wurde zu Tode gequetſcht.
machen. Jene Ereigniſſe zeigten die Notwendigkeit, un=
num
zu überlaſſen. In der morgigen Sitzung ſollen die
ſere militäriſche Kraft zu ſtärken nicht aus Angriffsahe
Vertreter der Regierung ihre in der Kommiſſion abgegebe=
Handel und Verkehr.
ſichten das erklären wir laut wie unſere Vorgänger
nen Erklärungen nochmals abgeben und begeünden.
* Berlin, 10. Dez. In der heutigen Sitzung des ſondern einzig zur Sicherung des Friedens durch Sichen
Verwaltungsrats der Preußiſchen Zentral; Bo=ſtellung einer Macht, die Reſpekt einzuflößen imſtande iſte
den : KreditAktiengeſellſchaft wurde mit= Die Regierung wird es übernehmen, das Dreijahrgeſetzl
Zu den Vorgängen in Zabern.
geteilt daß die bisherigen Ergebniſſe für 1913 vorausſicht= in loyaler Weiſe anzuwenden, um gleichzeitig die Geg
* Straßburg, 11. Dez. Der Burſche des Oberſten lich wieder die Verteilung einer Dividende von 9½ Pro= ſamtſumme von Maßnahmen vorzubereiten, welche, Un=
v
Reuter, namens Ficht, der in einem Zaberner Ge=
abhängig
von der Dauer der Dienſtzeit, die Verteidigungs=
ſchäft
ſeine Privatmeinung über die Affäre ausgeſprochen zent, wie in den letzten drei Vorjahren, geſtatten.
kraft der Nation auf das Höchſtmaß bringen kann, in
hat, iſt vom Standgericht zu 5 Wochen Arreſt verurteilt
erſter Linie die militäriſche Vorbereitung der Jugend,
worden, wovon 2 Wochen auf die Unterſuchungshaft an=
beſſere
Verwendung der Reſerven und die Erhöhung der
Landwirtſchaftliches.
gerechnet wurden. Er war von einem Mann, der im Ge=
Offizier= und Unteroffiziergehälter. Die Regierung wird
Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine= ferner zwiſchen dem Senat und der Kammer eine Vers
ſchäft anweſend war, beim Regiment denunziert und ſofort
in Haſt genommen worden.
markt am 10. Dez. Auftrieb durch Händler 131 Schweine. ſtändigung zu finden ſuchen, die Wahlreform durchzu=
* Straßburg, 11. Dez. Vor dem Militär=Preiſe für 50 Kilogramm Schlachtgewicht: 1. Qualität führen, wenn möglich, noch vor den nächſten Wahlem
gericht der 30. Diviſion begann heute früh der erſte 74 Mark, 2. Qualität 73 Mark,
3. Qualität 72 Mark. ſonſt wird das Volk ſonverin entſcheiden. Die Regierutg
ber infolge der Zaberner Wackesaffäre anhängi= Marktverlauf rege, Ueberſtand. Schweinemarkt am 11. wird die Laienſchule mit Entſchiedenheit gegen die Aai=
gen
Militärgerichtsprozeſſe. Die Anklage richtet ſich gegen Dez. Auftrieb durch Händler 151 Schweine. Preiſe für tation verteidigen die nicht geduldet werdenan
drei frühere Musketiere der 4. Kompagnie des Infanterie= 50 Kilogramm Schlachtgewicht: 1. Qualität 74 Mark, Schließlich wird die republikaniſche Partei ſich bemühen=
Regiments Nr. 99 in Zabern: 1 Joſef Taver Henk,2. Qualität 73 Mark 3. Qnulität 72 Mark. Marktverlauf das Gewiſſen und die Einſicht des Volkes zu ſtärken
5. Auguſt Scheibel und 3. Auguſt Blelly, die nach Straß= flott; geräumt. Kälbermarkt am 11. Dez. Auftrieb durch und ſie den Herrſchgelüſten zu entziehen.
burg verſetzt ſind. Die drei Musketiere werden beſchul=Händler 149 Stück 50 Kilogramm Lebendgewicht je nach
Die Erklärung wurde beſonders von der Linken mit
digt entgegen einem Befehl des Oberſten v. Reuter vom Qualität 5862 Mark. Marktverlauf drückend.
lebhaftem Beifall aufgenommen. Von der Rechten und
18. November, über Vorgänge in der Kaſerne Stillſchwei=
Frankfurt, 11. Dez. Schlachtviehmarkt. vom Zentrum kamen Zwiſchenruſe. Die Stenennaßs
gen zu beobachten, der Zeitung Der Elſäſſer in Straß= (Amtlicher Bericht.) Auftrieb Rinder 149 Stück, dar= nahmen riefen bei den Sozialiſten Beifall hervor, bei
burg Mitteilungen über Aeußerungen des Leutnants von unter 38 Ochſen, 3 Bullen, 103 Kühe und Färfen. Kälber der Rechten Proteſtrufe. Im Zentrum und bei der Rechn
Forſiner in der Inſtruktionsſtunde gemacht zu haben Die 796 Stück, Schafe 375 Stück, Schweine 961 Stück Preiſe ten fand beſonders die Stelle über das DreijahrgeſetztBeis
Verhandlung fand in dem Sitzungsſaal des Straßbur=für 50 Kilogramm Lebendgewicht: Kälber: feinſte Maſt=fall. Das Zentrum und ein Teil der Linken äußerten beil
ger Militärgerichts ſtatt. Es waren nur vier Zeugen, (Vollm.=Maſt) und beſte Saugkälber 6870 Mark (113 der Stelle über die, auswärtige Politik Beiſalli

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303.
urch.
(65
Lebend
Geſch

Seite 7.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
Nummer 303.
2 Deigrad, 11. Dez. Der öſterreichtſchunga=
Schluß der Erilirung wurde mur auf der Linken mit Bel=land und Frankreich übereingekommen ſind, mit
fall beantwortet, das Zentrum, die Rechte und die Sozia= ihren in den Mexiko=Gewäſſern befindlichen Kriegs=lriſche Geſandte Feldmarſchalleutnant Freiherr von
ſchiffen gemeinſam alle notwendigen Schritte zum Giesl wurde heute nachmittag vom König Peter
liſten ſchwiegen. Die Regierung erklärte ſich bereit,
mehrere eingebrachte Interpellationen ſofort zu beant= Schutz der Ausländer in der Stadt Meriko zu in feierlicher Antrittsaudienz empfangen,
unternehmen. Zweifellos werden Truppenlandungen welcher Miniſterpräſident Paſitſch, ſowie ſämtliche Herren
worten.
* Paris, 11. Dez. Briand verteidigte des länge=ſtattfinden. Die neueſte Entwickelung deutet darauf hin, der öſterreichiſch=ungariſchen Geſandtſchaft beiwohnten.
ten den Gedanken einer Politik der Linken, daß es zwiſchen den von General Villa verfolgten meri= Auf die von dem Geſandten nach der Uebergabe der Be=
die
allein der Republik würdig ſei. Er ſprach weiter von kaniſchen Bundestruppen aus Chiuahua und den Revolu= glaubigungsſchreiben gehaltene Anſprache erwiderte der
der unverſöhnlichen Haltung der Sozialiſten in Sachen tionären bei Ofinaza an der Grenze von Texas zur Ent=König, er werde im Verein mit der ſerbiſchen Regierung
alles aufbieten, die Beziehungen zwiſchen Serbien und
der Wahlreform und erinnerte dann daran, daß die Par=ſcheidungsſchlacht kommen wird.
Oeſterreich=Ungarn freundſchaftlicher zu geſtalten. Der
teien der geeinigten Radikalen bei ihrem Programm die
König hielt ſodann Cercle und gab hierauf ſeiner großen
Rückkehr zur zweijährigen Dienſtzeit geben. Weiter ſtellte
Verehrung für die Perſon Seiner Majeſtät des Kaiſers
Letzte Nachrichten.
er feſt, daß der Verfaſſer der Kabinettserklärung nur der
und Königs Franz Joſef Ausdruck und erkundigte ſich bei
Stimme ſeines Gewiſſens gefolgt ſei und unter der ſchwe=
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Freiherrn von Giesl in angelegentlichſter Weiſe über das
ten Verantwortlichkeit für die äußere Politik etwas ande=
* Berlin, 11. Dez. Der Kaiſer ließ dem Geh. Baurat Befinden Seiner Majeſtät.
res geſchrieben habe, als der Kongreß von Pau diktiert
habe. Die Kammer nahm nach langer lebhafter De= Dr.=Ing. Rathenau anläßlich ſeines 75. Geburts=
Briefkaſten.
batte die von dem republikaniſchen Sozialiſten Pain=tages ein herzlich gehaltenes Glückwunſchtelegramm zu=
le
woneingehrachte Tagesordnung in welcher der gehen; ebenſo ging dem Jubilar vom Reichskanzler
Frd. M. hier. Kreisämter ſind in Darmſtadt, Bens=
ein in herzlichſten Worten abgefaßtes Telegramm zu.
heim, Dieburg, Erbach, Groß=Gerau, Heppenheim, Offen=
R.
ühermies den
bach, Gießen, Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lauterbach,
un
alt
hr Schotten, Mainz. Alzey, Bingen, Oppenheim, Worms.
Hil
fol
(Schluß des redaktionellen Teils.)
ng
ha
er=
5d
rb=
Dr. Kuhns Nußöl, 1.20, 0.60.
uts Graue Haare Färbe=Pomade Nutin. 2.00, 1.00,
ahl
giftfrei. Franz Kuhn, Kron.=Parf., Nürnberg.
O
22
Hier: F. B. Grodhaus, Seifenfabr. a. weißen
or=
der
Turm, ſowie in Apotheken, Drog. u. Parfüm. (V,8625
chs=
A.

15
chs=
A

ein
68

nti=

ſen=
Trauer-Kleider, Trauer-Lostüme
A
rech=

297/
KeNFTn


eine=
Mee
½ Trauer-Blousen Trauer-Röcke
V.
mſul
S
Trauer-Mäntel, Trauer-Stoffe
aus
egr

kran=
In reicher Auswahl!
Wissen Sie, wen unser Bild darstellt? Sie werden es sofort gefunden
t, anAg
t die
haben. Das ist der moderne Weihnachtsmann, der in diesem Jahre per
die
Hnderungen sofort!
Auto kommt, um die ungeheure Anzahl Sprechapparate denjenigen Familien
inken
zu überbringen, die sich unser neuestes Luxus-Modell wünschen. Sehen Sie
nnten
Gebr. Häslein.
sich den alten Herrn einmal genau an, wie ihm die Freude aus den Augen
Ob
oder
spricht, weil er die Menschheit mit diesem herrlichen Modell beglücken kann.
Ludwigsplatz.
t, iſt
4
Möchten Sie nicht auch einen solchen Sprechapparat besitzen?
ge
65

begibt
che zu
Sie brauchen kein Geld dazu
g und
in zu
ächſter
Wir senden Ihnen denselben zunächst 5 Tage zur Probe nebst 20 aus-
gewählten
Stücken auf 10 doppelseitigen 29 cm großen Pathé-Platten.
wärti=

r hier
ee
Wissen Sie, was Pathé-Platten sind? Pathé-Platten sind relativ nicht nur
die besten, sondern auch die billigsten Platten, da sie ohne jeden
sver=
Nadelwechsel mit einem unzerstörbaren Saphirstift gespielt werden und
ten im Eichbergs Nachfolger
deshalb im Gegensatz zu den veralteten Nadelplatten noch nach Jahren
eiſinni=
räſi
= Inh. H. Eck. Obere Wilhelminenstrasse 29.
ebenso schön und rein erklingen, als beim ersten Spiel. Unser Luxus-
Zum
Modell ist das Neueste vom Neuen und nicht zu vergleichen mit
ſeppe
weiss und
den allgemein auf den Markt kommenden Apparaten. Unser Luxus-
rlatho
= Herrenhemden farbis
Modell ist ein Typ für sich! Dasselbe kostet in echt Eiche mit der
der Ab=
neuen
großen Pathé-Konzert-Schalldose, die alle anderen Schalldosen
Schlafanzüge
ſicht der Nacht-Hemden
weit in den Schatten stellt, nur 60 Mark, eine Pathé-Doppelplatte
er von
Frack-Hemden.
3.30 Mark. Behalten Sie unsere Sendung, so brauchen Sie monat-
aufrich
aufrich=
lich
nur 3 Mark, also täglich nur 10 Pfg. zu zahlen. Bei Nichtgefallen
ſie wäh=
(25875
ben ab=
haben
Sie nur die ganz minimale Hin- und Rücklracht zu tragen.
daß die
er auch
Schicken Sie die untenstehende Karte sofort ab
che auf=
hlag
zu=
damit
Sie schnellstens unsere Sendung erhalten. Bial & Freund in Breslau II
lkeit und
Nor o= Stilt,
nüber zu
die Ka=
No. 142 Victorias . . 100 St. M. 9.50
e Refor=
in
Kisten mit 100 Stück
tten Gio=
klerikales

No. 63 Nuevas . . 100 St. M. 12.
Senden Sie mir einen allerneuesten
in Kisten mit 50 Stück
r wurde
Luxus-Apparat mit echter Pathé- Konzert-
n
=Ge=
No. 150 Predilectos . 100 St. M. 15.
Schalldose, sowie 20 ausgewählte Stücke
in Kisten mit 50 Stück
S-Pfg. der
auf 10 doppelseitig bespielten 29 cm
Postkarte
z es frag=
großen
Pathé-Platten 5 Tage zur Probe.
Marke
No. 152 Escepcionales 100 St. M. 20.
Deputier=
Wenn ich die Sendung nicht innerhalb
in Kisten mit 25 Stück
fbeſſerung
5 Tagen nach Empfang an Ihre Firma in
es Klerus
Ausfer under Berechnung z Vrfügung
Breslau franko zurückschicke, behalte ich
e Vorlage
Haupfpresliske grafis.
sie und zahle unter Anerkennung Ihres
men, nach=
An die Firma
Eigentumsrechtes bis zum Ausgleich für
Sitzungs=
der
Gang
den Apparat mit der Pathé-Konzert-Schall-
4

dose Mk. 60. und für die 10 Pathé-
teilte
mit,
Doppelplatten à Mk. 3.30 in monatlichen
Bial & Freund
tſſis am
Raten von Mk. 3. vom Ablauf der Probe-
nommen

zeit beginnend. Erfüllungsort ist Breslau.
Leutnants
und zwölf
Vor- u. Zuname:
zwei Ser=
Seflene e

Beruf: ... . . . . . . ..
(VII,25867,34)
lmerika=
hlungen

Ort u. Datum: .... . . . .
Aus dem Geſchäftsleben.
ihre Depo=
BRESLAU II
Neu erſchienen iſt die aufklärende Abhand=
ird
morgen
... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . .. .. Straße Platz Nr. . . . . . . . .
Regierung lung G. 6. über die vollkommene Hautpflege auf wiſſen=
pflichtet
an. ſchaftlicher Grundlage. Dieſelbe wird koſtenlos an jeden
Diese Postkarte bitten wir auf die
Achtung! durch die rote Einfassung gekenn-
* Bank von verſandt, der ſeine Adreſſe der Providol=Geſellſchaft,
I123 4567890
zeichnete Größe zu beschneiden!
0 Millionen Berlin N. W. 21. mitteilt.
VII 123 45 6 789
tes tun, um
g Von der Firma Schade ck Füllgrabe, hier,
liegt der Geſamtauflage dieſer Nummer eine

Ag.
erbandes derWochenſchriſt bei, betitelt: Sonntagsruhe‟, worauf
aller Ausländer aus der Staor. Als de
Nachricht telegraphierte, waren noch keincon E. Heckendorff, Berlin 8026
(*5861
alpoſtmeiſter hiermit hingewieſen wird.
iffe eine
getroffen, doch hielt ſich Admiral Fletchel
Der Stadtauflage dieſer Ausgabe liegt von
die Verant=
Augenblick alle Ausländer an Bord ſeiner Schiffe zu neh= 1ſehr ernſte Lage, woſur er F
wortung zu tragen haben werde. Der Sekretär teilte der Buchhandlung Karl Herzberger, hier,
men und Marinemannſchaften zu landen.
3Neu=York, 11. Dez. Aus der Stadt Mexiko ſpäter einem Journaliſten mit, daß für Weihnachten Karlſtraße 3, eine Beſtellkarte auf den neuen Familien
leſezirkel bei, worauf hiermit hingewieſen wird. (25867
wird gemeldet, daß Amerika, England, Deutſch=mit einem Streik nicht zu rechnen ſei.
nach Piisner Art
20
nach Münchner Art
Hell Export Gaut
feinste Nafelbiere

in Faschen und Syphons.
UF
3826a

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember
Seite 6.
keichten Ton anſclagen, wie es der Vorrehner geian hat, ſ unter ihnen Oberſt von Reuer gelaben. Der Mudleier
um die Lacher auf ſeiner Seite zu haben. (Sehr richtig! Henk wurde zu ſechs Wochen Mittelarreſt, die beider
links.) In der Zaberner Angelegenheit ſtehen wir auf anderen Angeklagten zu je drei Wochen Mittel=
dem
Standpunkt, den wir in der vorigen Woche zum arreſt verurteilt. In der Begründung wird ausge=
Ausdruck gebracht haben. Ein Mißtrauensvotum in dem führt, daß der § 93 keine Anwendung gefunden hat, de
Sinne, wie es die Sozialdemokraten wollen, haben wir die Angeklagten nicht hätten vorausſehen können, welche
nicht beabſichtigt. Wir wollen auch keine Schwierigkeiten Nachteile ihre Handlungsweiſe nach ſich ziehen würde, da=
bei
der Etatsberatung machen; das wäre eine ſchlechte gegen wurde § 101 als gegeben erachtet.
Politik, die wir nicht mitmachen können. Aber die Be=
handlung
der Angelegenheit durch den Reichskanzler war
Vorträge.
derart, daß wir ſie nicht ohne Widerſpruch hingehen laſſen
können. Die militäriſche Selbſthilfe muß ausſcheiden.
St. Ueber: Die Schönheiten des Darmſtädter Stadt=
Wir haben ein Volksheer, das ihrem Führer nur dann waldes und ſeine Bedeutung für die Bewohner der Stadt
folgen wird, wenn es Vertrauen hat zu ſeiner Tüchtig= hielt geſtern abend im Kaiſerſaal Herr Gartenarchitekt
keit. (Lebhaftes Bravo!) Wir ſind ſtolz auf unſer Volks= Gerlach auf Veranlaſſung des Verkehrsvereins, des
heer. Diſziplin und Autorität müſſen gewahrt werden. Verſchänerungsvereins und des Gartenbauvereins einen
Die Diſziplin wird aber nicht
Leutnants gewahrt, ſondern nur
nis zwiſchen Polizei und Heerfül
ſchlüſſen vom Bundesrat nicht
iſt das keine Achtung vor dem R=
der
Beſeitigung des Duellzwange
haftes Bravo! im Zentrum.)
dem Staatsſekretär gelungen iſt,
zu verringern. Unſere Induſtrie
da als in anderen Ländern. A
dem bewährten Gundſatz unſere
durch iſt die Schuldenlaſt des
den, während Frankreich große 9
Unſere Wünſche bezüglich der A
ſich in ſolchen Grenzen halten,
nanzverwaltung getragen werden
etat iſt nicht ſo ſchlecht. Wir ſe
Weiterentwicklung. Die Unterſtü
len im Auslande begrüßen wi
gehen in dieſer Frage wäre nicht
Wahrung der Koalitionsfreiheit
aller Ausnahmegeſetze muß doch
den, ob der Arbeitswilligenſchutz
der braunſchweigiſchen Frage be=
Die Verhältniſſe haben ſich eben
ändert. Irgendwelche Rechte!
auf Hannover beſtehen nicht me
Darauf wird vertagt. J.
merkung wendet ſich Dr. Rit
Kriegsminiſter, indem er ſich de
Miniſter habe in den letzten 2
Reichstag in Berlin von dem K
unterſcheiden. (Lebhafter Beif=
Freitag vormittag 10 Uhr:
gegen die Peſt, Weltausſtellung
ſetzung der Etatsberatung und
demokraten, betr. Rüſtungskom
6 Uhr.
* Berlin, 11. Dez. Der
des Reichstags trat heute
ſammen. Er hielt an ſeinen frül
die Weihnachtsferien beginnen
Tagesordnung der morgigen S
den: wenn nötig, der Schluß der
die zweite Leſung und ev. die
tivgeſetzentwurfs, betr. Beitraf
Beteiligung Deutſchlands
ar
in San Franzisko, die dri
einkunſt, betr. Maßregeln ge
und Gelbfieber, endlich die
pellation, betr. die Rüſtungskon
Interpellation morgen nicht zur
die Beſprechung nicht ganz du
wird der Beginn der Weihnal
ſchoben.
* Berlin, 11. Dez. Die
des Reichstages trat heute
Reichstag beantragten Geſetzentr
ſtellung des deitten Nachtragse
für das Rechnungsjahr 1913 zu
zum Kapitel 3 des Etats des
500000 Mark einmalige Ausgab=
Koſten der deutſchen A
Franzisco als erſte Rate.
brück legte eingehend die Gründ
ZZZZ
G

der Einladung der Vereinigten
an der Ausſtellung geführt hätte

auf die Stellungnahme der Ind=
drückender
Mehrheit gegen ein
ſtellung ausgeſprochen habe. H
nicht eingetreten, wie eine neue
delstages erwieſen habe. Auf
quete des Handelstages hätten v
kammern überhaupt nur 97 ge
Nein Auf die Frage, obn
ſtellen können. antworteten die
mit Nein; ſollte die Sache tre
würde die vorgeſchlagene Sumr
genügen. Er empfehle, der
Im weiteren Verlauf der
rungsſeitig insbeſondere von
Lewald, der über ſeine Erfah
kommiſſar, beſondees in St. Lo
es noch möglich ſei, eine Deutſch
zuſtande zu bringen, verneint.
wegen der Kürze der noch zur
und wegen der Beförderungsſe
miſſion beſchloß, von einer
ſehen und die Entſcheidung ü
num zu überlaſſen. In der mn
Vertreter der Regierung ihre in
nen Erklärungen nochmals abg
Zu den Vorgänge
ſſe für 1913 vorausſicht=
* Straßburg, 11. Dez. Der O
Hividende von 9½ Pro=
v
. Reuter, namens Ficht, der in einem Zaverner Ge=
ſchäft
ſeine Privatmeinung über die Affäre ausgeſprochen zent, wie in den letzten drei Vorjahren, geſtatten.
hat, iſt vom Standgericht zu 5 Wochen Arreſt verurteilt
worden, wovon 2 Wochen auf die Unterſuchungshaft an=
Landwirtſchaftliches.
gerechnet wurden. Er war von einem Mann, der im Ge=
Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine=
ſchäft
anweſend war, beim Regiment denunziert und ſöfort
markt am 10. Dez. Auftrieb durch Händler 131 Schweine.
in Haft genommen worden.
*
Straßburg, 11. Dez. Vor dem Militär=Preiſe für 50 Kilogramm Schlachtgewicht: 1. Qualität
3. Qualität 72 Mark.
gericht der 30. Diviſion begann heute früh der erſte! 74 Mark, 2. Qualität 73 Mark,
der infolge der Zaberner Wackesaffäre anhängi= Marktverlauf rege, Ueberſtand. Schweinemarkt am 11.
gen Militärgerichtsprozeſſe. Die Anklage richtet ſich gegen Dez. Auftrieb durch Händler 151 Schweine. Preiſe für
drei frühere Musketiere der 4. Kompagnie des Infanterie= 50 Kilogramm Schlachtgewicht: 1. Qualität 74 Mark,
Regiments Nr. 99 in Zabern: 1. Joſef Kaver Henk, 2. Qualität 73 Mark, 3. Qualität 72 Mark. Marktverlauf
2. Auguſt Scheibel und 3 Auguſt Blelly, die nach Straß= flott; geräumt. Kälbermarkt am 11. Dez. Auftrieb durch
burg verſetzt ſind. Die drei Musketiere werden beſchul= Händler 149 Stück. 50 Kilogramm Lebendgewicht je nach
digt. entgegen einem Befehl des Oberſten v. Reuter vom Qualität 5862 Mark. Marktverlauf drückend.
Frankfurt, 11. Dez. Schlachtviehmarkt.
18. November, über Vorgänge in der Kaſerne Stillſchwei=
gen
zu beobachten, der Zeitung Der Elſäſſer in Straß=1 (Amtlicher Bericht.) Auftrieb Rinder 149 Stück, dar=
bura
Mitteilungen über Aeußerungen des Leutnants von unter 38 Ochſen, 3 Bullen, 108 Kühe und Färſen. Kälber
Forſtner in der Inſtruktionsſtunde gemacht zu haben. Die 796 Stück, Schafe 375 Stück, Schweine 961 Stöck. Preiſe
Verhandlung fand in dem Sitzungsſaal des Straßbur= für 50 Kilogramm Lebendgewicht: Kälber: feinſte Maſt=
ger
Militärgerichts ſtatt. Es waren nur vier Zeugen, (Vollm.=Maſt) und beſte Saugkälber 6870 Mark (113

Nummer 303.
1913.
bis 1r Mkh, mitlere Maſt. und gute Sauglälber 60 u
n Mark (107110 Mk.), geringere Saugkälber 5558 Max=
(9398 Mk.). Schafe: Maſtlämmer und jüngere Ma
hammel 4142 Mark (8688 Mk.), ältere Maſthammel
a und gut genährte Schafe 3435 Mark (8084 Marl
Schweine: Fettſchweine über 3 Ztr. Lebendgewich
5558 Mk. (7073 Mk.), vollfleiſchige Schweine über 2,5
Ztr. Lebendgewicht 5557 Mk. (7072 Mk.), vollfleiſchig
Schweine über 2 Ztr. Lebendgewicht 5557 Mk. (71 bis
75 Mk.), vollfleiſchige Schweine bis zu 2 Ztr. Lebendge=
wicht
5658 Mk. (7072 Mk.). Marktverlauf: Geſchäft
langſam, Schweine Ueberſtand.
Untergang eines engliſchen
Torpedobootes.
Dez. Das Unterſeebog
rt=Flotille iſt auf der Fahrt von
gekentert. Man glaubt, daß
vorden iſt.
Nach den letzten Nachrichten iſt
C 14 am Eingange des Hafens
m Dampfboot zuſammengeſtoßen
uf geſunken. Die Mannſchaft
Dez. Das Unglück auf dem bris
t C 14, das geſtern bei Ply=
ſt
, hat kein Menſchenleben gefor=
ah
auf dem Rückwege von einer
ſuay. Die Boote befanden ſich
ls ein Regierungsbagger in der
as Unterſeeboot C 14 hinein=
ind
19 Mann Beſatzung wurden
r. der zur Hilſe herbeieilte, auf=
Mann das Boot verlaſſen hatte,
ſellen.
ng des Kabinetts
Imerque.
Der Miniſterpräſident Dols
inem Erſcheinen in der Kammer
all begrüßt, im Zentrum mit Uns
h beim Eintritt Caillaux' Im
re Miniſter, darunter Barthou,
Doumergue verlas die Er=
netts
:
welche Europa durchgemacht hak
die Wirkſamkeit ihrer Bündniſſen
llem Maße und ſie ſchöpfte daraus
velche notwendig war, um die
de des Landes zu wahren.W
bedingt treu zu bleiben
intime als herzliche Zuſammen=
ſetzen
, welche es bei manchen Ge=
ſerbündeten
Staaten geſtattet hat,
es Friedens kräftig beizutragen.
eiterentwickelung der vertrauens=
ngland
widmen, von der beide
3 entſcheidende Beweiſe gegeben
wir nicht geringere Aufmerkſam=
höflichen
Beziehungen aufrecht=
freich
und die anderen Nationen
ßuten Ruf in der Welt ſichern und
ner weſentlich friedlichen Abſich=
ſns
erlauben, geſtützt auf die De=
md
auf die Armee und Marine,
halität nicht in Zweifel gezogen
ß und Frieden an der Größe des
ſpublik zu arbeiten.
ing hebt dann weiter hervor, daß
len habe, den großen Intereſſen
en Intereſſen der Republik durch
dauernde Vereinigung
der Linken zu dienen. Die
an der Macht bleiben, wenn ſie
Majorität habe. Die unbedingt
blikaniſche Regierung werde ſich
Budget für 1914 ſchnell
u bringen. Sie bringe Ent=
zerordentlichen
Ausgaben für die
begegnen und ſie auf eine kleine
rteilen. Sie werde ſich beſonders
n Lage befaſſen, die ſie bei der
Parlament darlegen werde. Die
mnühen, zugleich mit dem Budget
ſtwurf über eine allgemeine
welche alle Bürger in ihrem
d. gemäß des Willens der Kam=
zu
bringen. Ebenſo wird ſie die
n auf das erworbene Vermögen
Ausgaben für die Militärgeſetze,
s Steuerſyſtem elaſtiſch geſtalten,
kreichs unabhängig und ſtark zu
ine Sicherheit, Entwickelung und
gerechtigkeit walten laſſen und es
hwendung der notwendigen, aber
welche die Sicherheit Frankreichs
zu laſſen, werden wir das Opfer,
er die dreijährige Dienſtzeit dem
änden und als Folge von Ereig=
auferlegt
hat, weniger drückend
ſe zeigten die Notwendigkeit, un=
zu
ſtärken, nicht aus Angriffsab=
wir
laut wie unſere Vorgänger
herung des Friedens durch Sicher=
e
Reſpekt einzuflößen imſtande iſt=
s
übernehmen, das Dreijahrgeſetz

wenden, um gleichzeitig die Ge=
ahmen
vorzubereiten, welche, un=
ſamtſumme
von
abhängig von der 2 r der Dienſtzeit, die Verteidigungs=
kraft
der Nation auf das Höchſtmaß bringen kann, in
erſter Linie die militäriſche Vorbereitung der Jugend,
beſſere Verwendung der Reſerven und die Erhöhung der
Offizier= und Unteroffiziergehälter. Die Regierung wird
ferner zwiſchen dem Senat und der Kammer eine Ver=
ſtändigung
zu finden ſuchen, die Wahlreform durchzu=
führen
, wenn möglich, noch vor den nächſten Wahlen,
ſonſt wird das Volk ſouverän entſcheiden. Die Regierung
wird die Laienſchule mit Entſchiedenheit gegen die Agi=
tation
verteidigen die nicht geduldet werden kann,
Schließlich wird die republikaniſche Partei ſich bemühen,
das Gewiſſen und die Einſicht des Volkes zu ſtärken
und ſie den Herrſchgelüſten zu entziehen.
Die Erklärung wurde beſonders von der Linken mit
lebhaftem Beifall aufgenommen. Von der Rechten und
vom Zentrum kamen Zwiſchenrufe. Die Steuermaß=
nahmen
riefen bei den Sozialiſten Beifall hervor bei
der Rechten Proteſtrufe. Im Zentrum und bei der Rech=
ten
fand beſonders die Stelle über das Dreijahrgeſetz Bei=
fall
. Das Zentrum und ein Teil der Linken äußerten bei
der Stelle über die auswärtige Politik Beifall. Der

[ ][  ][ ]

leige

Nummer 303.
Seite 7.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
Schlus der Erlckrung wurde nur auf der Linken mit Bei=land und Frankreich übereingekommen ſind, mit
* Belgrad, 1. Dez. Der öſterreichiſchunga=
fall
beantwortet, das Zentrum, die Rechte und die Sozia= ihren in den Meriko=Gewäſſern befindlichen Kriegs=riſche Geſandte Feldmarſchalleutnant Freiherr von
liſten ſchwiegen. Die Regierung erklärte ſich bereit,ſch iffen gemeinſam alle notwendigen Schritte zum Giesl wurde heute nachmittag vom König Peter
mehrere eingebrachte Interpellationen ſofort zu beant=Schutz der Ausländer in der Stadt Meriko zu in feierlicher Antrittsaudienz empfangen,
worten.
unternehmen. Zweifellos werden Truppenlandungen welcher Miniſterpräſident Paſitſch, ſowie ſämtliche Herren
* Paris, 11. Dez. Briand verteidigte des länge= ſtattfinden. Die neueſte Entwickelung deutet darauf hin, der öſterreichiſch=ungariſchen Geſandtſchaft beiwohnten.
ren den Gedanken einer Politik der Linken,daß es zwiſchen den von General Villa verfolgten meri= Auf die von dem Geſandten nach der Uebergabe der Be=
die
allein der Republik würdig ſei. Er ſprach weiter von kaniſchen Bundestruppen aus Chiuahua und den Revolu= glaubigungsſchreiben gehaltene Anſprache erwiderte der
der unverföhnlichen Haltung der Sozialiſten in Sachen tionären bei Ojinaza an der Grenze von Texas zur Ent=König, er werde im Verein mit der ſerbiſchen Regierung
der Wahlreform und erinnerte dann daran, daß die Par=ſcheidungsſchlacht kommen wird.
alles aufbieten, die Beziehungen zwiſchen Serbien und
beien der geeinigten Radikalen bei ihrem Programm die
Oeſterreich=Ungarn freundſchaftlicher zu geſtalten. Der
Rückehr zur zweijährigen Dienſtzeit geben. Weiter ſtellte
König hielt ſodann Cercle und gab hierauf ſeiner großen
Letzte Nachrichten.
er feſt, daß der Verfaſſer der Kabinettserklärung nur der
Verehrung für die Perſon Seiner Majeſtät des Kaiſers
Stimme ſeines Gewiſſens gefolgt ſei und unter der ſchwe=
und Königs Franz Joſef Ausdruck und erkundigte ſich bei
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
ren Verantwortlichkeit für die äußere Politik etwas ande=
Freiherrn von Giesl in angelegentlichſter Weiſe über das
ges geſchrieben habe, als der Kongreß von Pau diktiert
* Berlin, 11. Dez. Der Kaiſer ließ dem Geh. Baurat Befinden Seiner Majeſtät.
habe. Die Kammer nahm nach langer lebhafter De= Dr.=Ing. Rathenau anläßlich ſeines 75. Geburts=
hatte
die von dem republikaniſchen Sozialiſten Pain=ſtages ein herzlich gehaltenes Glückwunſchtelegramm zu=
Briefkaſten.
leve eingebrachte Tagesordnung, in welcher der gehen; ebenſo ging dem Jubilar vom Reichskanzler
Frd. M. hier. Kreisämter ſind in Darmſtadt, Bens=
Regicrung das Vertrauen ausgeſprochen ein in herzlichſten Worten abgefaßtes Telegramm zu.
heim, Dieburg, Erbach, Groß=Gerau Heppenheim, Offen=
und ſie aufgefordert wird, eine Politik der Reformen mit
* Berlin, 11. De: Der Bundesrat überwies den dach, Gießen, Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lauterbach,
Hilfe einer ausſchließlich republikaniſchen Mehrheit zu ver= zuſtändigen Ausſchüſſen: die Rechnung über den Haushalt Schotten, Mainz, Alzey, Bingen, Oppenheim, Worms.
folgen, mit 293 gegen 137 Stimmen an. (Leb=des Schutzgebietes Kiautſchou für das Rechnungsjahr
(Schluß des redaktionellen Teils.)
hafter Beifall links.) Darauf wurde über die Priorität 1908; die Aenderung der Grundſätze für die Beſetzung
des von der Regierung zurückgewieſenen Zuſatzantrages von Beamtenſtellen mit Militäranwärtern; die Ueber=
Lefepre abgeſtimmt, wonach die Zulaſſung aller neuen gangsbeſtimmungen zur Durchführung der hausgewerb=
Dr. Kuhns Nußöl, 1.20, 0.60.
fremden Anleihen zur Börſenkotierung verweigert werden lichen Krankenverſicherung; die Aenderung des Statuts
Graue Haart Färbe=Pomade Nutin, 2.00, 1.00,
ſolle, bis das Parlament die Deckung der außerordent= des Kaiſerlichen Archäologiſchen Inſtituts. Die Wahl
lichen Militärausgaben bewilligt habe. Die Priorität von Mitgliedern des Reichsgeſundheitsrates wurde voll= aiftfrei. Franz Kuhn, Kron.=Parf., Nürnberg.
Hier: F. B. Grodhaus, Seifenfabr. a. weißen
wurde mit 283 gegen 214 Stimmen abgelehnt. (Lebhafter zogen. Angenommen wurde: der Entwurf einer Vor=
Beifall links.) Sodann wurde über den von der Regie=ſchrift zur Aenderung der Schiffsvermeſſungsordnung; der Turm, ſowie in Apotheken, Drog. u. Parfüm. (V,8625
rung genehmigten Zuſatzantrag des Radikalen Gioux ab= Entwurf des Beſoldungs= und Penſionsſtatuts der Reichs=
.-

geſtimmt, wonach die finanziellen Hilfsquellen des Landes bankbeamten, mit Ausnahme der Mitglieder des Reichs=

. 1. Z.
E 6
40
zunächſt dem nationalen Bedarf gewahrt bleiben mögen. bankdirektoriums, für 1914; die Vorlage, betreffend ein
K33

Der Zuſatzantrag Giour wurde mit 350 gegen 204 Stim= Abkommen mit Bulgarien wegen Anerkennung der Identi=

men angenommen. Hierauf wurde die geſamte Ver=tätszeichen an Warenmuſtern, die von Handlungsreiſen=
trauenstagesordnung
mit 302 gegen 141 Stimmen ange= den eingeführt werden; eine Vorlage, betreffend Anrech= §½. Trauer-Kleider, Trauer-Lostume
nung penſionsberechtigender Dienſtzeit bei den Marine=
nommen
.

Trauer-Blausen rauer-Röcke
werkführern.
* Paris, 11. Dez. Im Senat verlas Juſtiz=
* Berlin, 11. Dez. Der ſiameſiſche Generalkonſul
miniſter Bienvenu=Martin die Kabinetts=
erklärung
, die von der Linken, beſonders von Cle= Freiherr von Merling, der mit ſeiner Familie aus Gſese Trauer-Mantei, lrauer-Stuffe
Aegypten hier eingetroffen war, mußte im Virchow= Kran=
menceau
, mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Die
In reicher Auswahl!
Sitzung wurde nach Verleſung der Kabinettserklärung ge= kenhauſe Aufnahme ſuchen weil er, wie ſchon gemeldet, an Pr.
den Schwarzen Pocken erkrankt iſt. Man hat die
ſchloſſen.
denkbar größten Vorſichtsmaßregeln getroffen, um die
finderungen sofart!
Krankheit auf die Perſon des Freiherrn zu beſchränken.
Deine Familie befindet ſich ebenfalls in dem genannten
Aus der Türkei.
Gebr. Höslein.
Krankenhauſe, doch iſt bisher kein Mitglied erkrankt. Ob
2.
HB. Konſtantinopel, 11. Dez. Ein Mitglied der Generalkonſul ſich die Anſteckung in Aegypten oder
Ludwigsplatz.
der Regierung äußerte ſich über das Kabinett und die unterwegs während der Schiffsreiſe zugezogen hat, iſt
* M., 2
Lage folgendermaßen: Die Gerüchte von einer De= nicht aufgeklärt.

en
2.
miſſion des Großweſirs Prinzen Said Halin
3
Stuttgart, 11. Dez. Laut Schwäb. Merkur begibt
ſind falſch. Der Großweſir hat geſtern dem Miniſterrat ſich der König heute abend zu einem kurzen Beſuche zu
im Palais nicht beigewohnt: daraus kann man aber noch dem Fürſten von Schaumburg=Lippe nach Bückeburg und
nicht folgern, daß er zu demiſſionieren gedenke. Beſon= von dort zum Beſuche des Fürſten und der Fürſtin zu
ders viel ſcheint man im Auslande von der ſogenannten Wied. Die Rückkehr des Königs erfolgt Mitte nächſter
deutſchen Militärmiſſion zu ſprechen. General Liman Woche.
von Sanders iſt nur ſo lange deutſcher Offizier, als er in
* Stuttgart, 11. Dez. Staatsſekretär des Auswärti=

deutſchen Dienſten ſteht. In dem Augenblick, wo er hier gen Amtes von Jagow trifft am 18. Dezember hier
4
ankommt, iſt er nicht mehr deutſcher Offizier, ſondern tür= zur Audienz bei dem König ein.
kiſcher. Er trägt unſere Uniform, ebenſo wie der engliſche
* Bern, 11. Dez. Die vereinigte Bundesver=
Admiral Limpus und die underen engliſchen Seeoffiziere,
ſammlung wählte den bisherigen Vizepräſidenten im Elchbergs Nachfolger
die unſere Flotte reorganiſieren. Statt wie bisher ein Bundesrat Oberſt Arthur Hoffmann, der der freiſinni= jnh. H. Eck. Obere Wilhelminenstrasse 29.
Modell=Regiment werden wir eben ein Modell=Korps gen Regierungspartei angehört zum Bundespräſi=
chaffen
. Der General, der an der Spitze ſteht, muß freie denten der Schweiz für das Jahr 1914. Zum
Hand haben, auch gegen ſeine ihm untergebenen Offiziere, Bundesvizepräſidenten wurde Giuſeppe
weiss und
die hier geboren ſind. Iſt das eine Korps, das erſte. Motta=Teſſin gewählt der einzige Vertreter der katho= Heprehhemden
farbig
reorganiſiert, dann werden die Herren Reiſen machen, um liſch=konſervativen Oppoſition des Bundesrats.
die anderen Truppen zu ſchulen.
2 Rom 11. Dez. In der Kammer ertlärte der Ab=
Schlafanzüge
geordnete Cameroni, daß er ſicher ſei, die Anſicht der Nacht-Hemden
organiſierten Katholiken wiederzugeben und daß er von
Frack-Hemden.
Präſident Wilſons Programm für die Neuem ihre konſtitutionelle Loyalität und ihren aufrich=
tigen
Patriotismus beſtätigen wolle von dem ſie wäh=
Antitruſtbewegung.
(25875
rend des Feldzuges in Lybien unzweifelhafte Proben ab=
* Waſhington, 11. Dez. Das Programm, das gelegt hätte. Er weiſe die Anſchuldigung zurück, daß die
Präſident Wilſon für die Antitruſtgeſetz= Partei internationaliſtiſch geſinnt ſei; wenn er auch
gebung während der gegenwärtigen Seſſion des Kon= wünſche, daß der Zwiſt zwiſchen Staat und Kirche auf=
greſſes
aufgeſtellt hat, zielt darauf hinaus, die mannig= höre, ſo würde er doch niemals irgendeinem Vorſchlag zu=
fachen
Formen des Monopolweſens und die Ausſchaltung ſtimmen, der dahin abziele, die volle Unabhängigkeit und
Nor oe Stilt,
der Konkurrenz im Handelsverkehr, die als unbillig und Unverletzbarkeit Italiens dem Auslande gegenüber zu
gegen das Geſetz verſtoßend zu gelten haben, zu definieren, mindern. (Beifall.) Der Redner verſicherte, daß die Ka=
No, 142 Victorias . . 100 St. M. 9.50
die Beweisführung, daß keine unbillige Beſchränkung der tholiken für demokratiſchen Fortſchritt und ſoziale Refor=
in
Kisten mit 100 Stück
Konkurrenz im Handelsverkehr beſteht, dem Angeklagten men ſeien. Er vertraue auf den Miniſterpräſidenten Gio=
aufzuerlegen
und es zu verbieten, daß ein und dieſelben litti, daß dieſer ſein demokratiſches aber nicht antiklerikales
No. 63 Nuevas .
100 St. M. 12.
Perſonen in den Aufſichtsräten mehrerer Geſellſchaften Programm nicht ändern werde.
in Kisten mit 50 Stück
ſitzen. Ferner faßt das Programm die Schaffung einer
* Luremburg, 11. Dez. In der Kammer wurde
Interſtate Trade Commiſſion ins Auge, die beſugt ſein heute über die Erhöhung der Geiſtlichen=Ge=
No. 150 Predilectos . 100 St. M. 15.
ſoll, das Monopolweſen zu regulieren, Unterſuchungen hälter Beſchluß gefaßt. Die Kammer hat ſich trotz der
in Kisten mit 50 Stück
anzuſtellen und den Gerichten behilflich zu ſein, über verſchiedenen Vorkommniſſe der letzten Zeit, die es frag=
Monovole verhängte Auflöſungsbeſchlüſſe zur Durchfüh= lich erſcheinen ließen, wie ſich die Mehrzahl der Deputier=
No. 152 Escepcionales 100 St. M. 20.
rung zu bringen. Dies Truſtprogramm wurde von Wil= ten in dieſer Frage ſtellen werde, die Gehaltsaufbeſſerung
in Kisten mit 25 Stück
lon nach einer Konferen= mit den demokratiſchen Mit= des Biſchofs mit 22 gegen 21 Stimmen, die des Klerus
Husrer under Berechnung u Verfügung
gliedern der Juſtizkommiſſion des Repräſentantenhauſes mit 34 gegen 11 Stimmen bewikligt und die Vorlage
Winaupigresliste groris.
entwickelt. In der Konferenz erklärte der Präſident, daß im ganzen mit 28 gegen 2 Stimmen angenommen, nach=
er
eine Geſetzgebung nach den Grundſätzen der Lenroot= dem die meiſten Abgeordneten der Linken den Sitzungs=
Lafollette=Bill befürworte, die bereits ſeit Juni dem Kon= ſaal verlaſſen hatten mit dem Rufe: Das iſt der Gang
greß vorliegt.
nach Kanoſſa!
Paris, 11. Dez. Das Kriegsminiſterium teilte mit,
daß am Galata die Gebiete der Senuſſis am
Zur Lage in Mexiko.
Morgen des 27. November im Sturm genommen
* Veracruz 10. Dez. Der amerikaniſche Konſul worden ſind. Hauptmann Maignan und die Leutnants
in Tampico meldet, daß geſtern abend ein Bote des Parrier und Fontaine, ein Adjutant und zwölf
Inſurgentengenerals Villa bei ihm eingetroffen ſei und Schützen ſind dabei gefallen. Ein Leutnant, zwei Ser=
ihm
mitgeteilt habe, daß 4000 Inſurgenten unter den
geanten und 19 Schützen ſind verwundet.

Generälen Villa und Caſtro ſich auf dem Marſche gegen
3 Madrid, 11. De: Die Spaniſch=Amerika=
(VII,25867,34)
Tampico befänden und daß ihre Vorhut nur noch neunniſche Bank hat heute vormittag ihre Zahlungen
Aus dem Geſchäftsleben.
Meilen von der Stadt entfernt ſei. Villa wies ſeine Leute eingeſtellt. Die Kunden der Bank haben ihre Depo=
an
, ſoweit als möglich von der Zerſtörung von Eigentum ſiten zurückerhalten. Der Verwaltungsrat wird morgen
Neu erſchienen iſt die aufklärende Abhand=
abzuſehen
und alle Anſtrengungen zu machen, um das über Beſchaffung von Mitteln beraten. Die Regierung lung G. 6. über die vollkommene Hautpflege auf wiſſen=
Leben der Ausländer zu ſchützen. Der General fürchte je= ſehe ſich als moraliſch zur Unterſtützung verpflichtet an. ſchaftlicher Grundlage. Dieſelbe wird koſtenlos an jeden
doch, daß die Ausländer in der Verwirrung, die bei einem Der Finanzminiſter erklärte, kürzlich habe die Bank von verſandt, der ſeine Adreſſe der Providol=Geſellſchaft,
Sturm auf die Stadt und bei darauffolgenden Straßen= Spanien von der Bank ein Darlehen von 20 Millionen Berlin N.W. 21. mitteilt.
kämpfen eintreten müßte, in große Gefahr geraten wür= erhalten. Die Regierung werde ihr möglichſtes tun, um
Von der Firma Schade c Fülgrabe, hier
den. Er erſuche deshalb um unverzügliche Entfernung die Lage der Bank zu erleichtern.
liegt der Geſamtauflage dieſer Nummer eine
aller Ausländer aus der Stadt. Als der Konſul dieſe
* London, 11. Dez. Der Sekretär des Verbandes der Wochenſchrift bei, betitelt: Sonntagsruhe, worauf
Nachricht telegtaphierte waren noch keine Vorkehrungen Poſtangeſtellten erklärte dem Generalpoſtmeiſter hiermit hingewieſen wird.
(25861
getroffen, doch hielt ſich Admiral Fletcher bereit, jeden Samuel, die Antwort der Verwaltung ſchaffe eine
Der Stadtauflage dieſer Ausgabe liegt von
Augenblick alle Ausländer an Bord ſeiner Schiffe zu neh=ſehr ernſte Lage, wofür die Regierung die Verant=
men
und Marinemannſchaften zu landen.
wortung zu tragen haben werde. Der Sekretär teilte der Buchhandlung Karl Herzberger, hier,
Neu=York, 11. Dez. Aus der Stadt Mexiko ſpäter einem Journaliſten mit, daß für Weihnachten! Karlſtraße 3, eine Beſtellkarte auf den neuen Familien=
leſezirkel
bei, worauf hiermit hingewieſen wird. (2586f
wird gemeldet, daß Amerika, England, Deutſch=mit einem Streik nicht zu rechnen ſei
nach Piisner Art
60
nach Münchner Art
Hell Export 3une
feinste Wafelbiere


er
u in Faschen und Syphons.
1
3826a

[ ][  ][ ]

Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
Seite 8.
Danksagung.
Danksagung.
Statt beſonderer Anzeige.
Für die vielen Beweiſe liebevoller Teilnahme
Heute morgen 5 Uhr entſchlief ſanft nach
Für die uns während der Krankheit und an=
bei
der Beerdigung meines herzensguten, unver=
langem
, ſchwerem Leiden unſere gute, treu=
läßlich
des Hinſcheidens unſeres teueren Ent=
(25899
geßlichen Gatten
ſorgende Mutter, Schwiegermutter und Groß=
(25881
ſchlafenen, des
(25910
muter
Rentners
Herrn Georg E. Vogel
Frau Anna Ihrig
B. Joseph Hermes
für die zahlreichen Blumenſpenden, insbeſondere
geb. Friedrich
aber Herrn Pfarrer Rückert für die troſtſpendende
erwieſene Teilnahme ſprechen wir hiermit Allen
Grabrede, ſage ich meinen tiefgefühlteſten Dank.
im 75. Lebensjahre.
unſeren tiefgefühlten Dank aus.
In tiefer Trauer:
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Die trauernden Hinterbliebenen.
Berta Vogel.
Johanna ihrig.
Darmſtadt, den 11. Dezember 1913.
Darmſtadt, den 11. Dezember 1913.
Darmſtadt, den 11. Dezember 1913.
Die Beerdigung findet Samstag, nachmittags
3 Uhr, vom Portale des Darmſtädter Fried=
Vortrag von Profeſſor Mendelsſohn um 5 Uhr im
hofes aus, ſtatt.
Saale der Akademie für Tonkunſt (Eliſabethenſtraße)
Amtlicher Wetterbericht.
Vortrag von Hofuhrmacher Karp um 8½ Uhr im
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Fürſtenſaal (Ortsgewerbeverein)
Ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet bedeckt andauernd Hauptverſammlung des Deutſchen und Oeſterr
Nordeuropa, deſſen Ausläufer, fortwährend über Skandi=
Alpenvereins um 8½ Uhr im Reſtaurant Sitte.
navien nach Rußland ziehend, unſere Witterung beein=
des
Deutſchnationalen
Proteſtverſammlung
Gottesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde.
fluſſen und uns ſehr mildes, trübes, regneriſches Wetter
Handlungsgehilfen=Verbandes um 9 Uhr in der Stadt
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
bringen. Ein Rücken hohen Druckes reicht von der Bis=
Pfungſtadt‟
Freitag, den 12. Dezember:
caya nach England. Im Bereich von Randgebilden des
Vorabendgottesdienſt 4 Uhr 20 Min.
nördlichen Tiefs haben wir vorläufig keine weſentliche
Druck und Verlag: L. C. Wtrlic’ſche Hofbuchdruckerei,
Samstag den 13. Dezember:
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Morgengottesdienſt 9 Uhr. Sabbatausgang 5 Uhr 15 Min. Aenderung unſerer Witterung zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Freitag, 12. Dezember: Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
Meiſt trüb und wolkig, zeitweiſe Niederſchläge, etwas redaktionellen Teil: Mar Streeſe; für den Inſeratenteil,
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen Religions= kühler.
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts=
leben
: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt. Für den
geſellſchaft.
Tassialender.
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
Samstag, den 13. Dezember:
Freitag, 12. Dezember.
Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaigs
Vorabend 4 Uhr. Morgens 8 Uhr. Nachmittags 4 Uhr.
Großh. Hoftheater, Anfang 8 Uhr, Ende vor 10 Uhr Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Sabbatausgang 5 Uhr 15 Min.
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
(Ab. D): Die ſpaniſche Fliege.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 14. Dezember, an:
zurückgeſandt.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Morgens 7 Uhr Nachmittags 4 Uhr.
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[ ][  ][ ]


kt
Vzel
Mib
r 191
el=
pe

Talle


Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
Seite 9.
(III,ssta
Man rühmi
Diemoderke kanmaschne
mit Recht den wirtſchaftlichen Auf=
ſchwung
Deutſchlands in den langen
Friedensjahren. Eine gewaltige Vor=
wärtsentwickelung
haben ſie auch der
Kakao=Induſtrie gebracht. Während
Schönste
aber in den erſten 25 Friedensjahren
der Kakaobohnenverbrauch Deutſch=
lands
ſich nur langſam hob, ſchnellte
der Verbrauch = ſeit Errichtung der!
Weihnachts-
O
Sabe!
achabelt.

Glatt wie ein Tisch
=Geſellſchaft in ungeahntem: Maße,
empor. Das Intereſſe immer weiterer
Grosse Vorzüge gegen
Kreiſe unſeres Volkes an dieſem edelſten
das alte System
aller Getränke wurde durch die augen=
fälligen
Vorzüge der Reichardt= Fabri=
kate
ſo ſehr geſteigert, daß in einer
verhältnisnäßig kurzen Zeit ein Werk
Billiger Preis
entſtehen konnte, das in Europa ſeines=
gleichen
ſucht. Die Reichardtmarkenſind
in den eigenen Verkaufsſtellen zu den
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werden eingetauscht
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[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
Seite 10.

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[ ][  ][ ]

Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
Seite 11.
20
Allgemeine Ortskrankenka
ſe Darmſtadt.
2. mehr als vier minderjährige eheliche Kinder hat;
Die Stimmabgabe iſt an die Wahlvorſchläge gebun=
Bekanntmachung.
Kinder, die ein anderer an Kindesſtatt angenommen den. Verbundene Wahlvorſchläge werden nicht zugelaſſen.
Wahl der Vertreter und Erſatzmänner zum Ausſchuß der
hat, werden dabei nicht gerechnet,
Die in eben genannten Orten wohnhaften Mitglieder
Allgemeinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt für die Amts=
3. durch Krankheit oder Gebrechen verhindert iſt, daslegitimieren ſich durch eine von ihrem Arbeitgeber oder
Amt ordnungsmäßig zu führen,
der Kaſſenverwaltung ausgeſtellte Beſcheinigung. Die=
periode
1914 bis 1917.
4. mehr als eine Vormundſchaft oder Pflegſchaft führt. ſelbe iſt von dem Mitgliede mit Namen, Jahr und Tag
Die Wahlen finden für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer
Die Vormundſchaſt oder Pflegſchaft über mehrere der Geburt und vom Arbeitgeber mit Unterſchrift oder
am Samstag, den 24. Januar 1914, nachmittags von 3 bis
Geſchwiſter gilt als nur eine; zwei Gegenvormund= Stempel zu verſehen.
8 Uhr und Sonntag, den 25. Januar 1914, vormittags von
ſchaften ſtehen einer Vormundſchaft, ein Ehrenamt
Formulare fur dieſe Beſcheinigung können die Mit=
9 bis 1 Uhr, ſtatt und zwar im Verwaltungsgebäude der
der Reichsverſicherung einer Gegenvormundſchaft glieder (auch Korporationen) auf dem Bureau der Kaſſe,
Ortskrankenkaſſe, Blumenthalſtraße 7.
gleich,
Blumenthalſtraße 7, erhalten.
Die in nachbenannten Orten wohnenden Mitglieder
5. während der unmittelbar vorhergehenden Wahlzeit
Für diejenigen Mitglieder, für welche das Verwal=
der
Allgemeinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt können jedoch
das Amt mindeſtens zwei Jahre geführt hat.
tungsgebäude als Wahlbureau bezeichnet iſt ſind dieſe
nur am Sonntag, den 25. Januar, von vormittags 91
Ein Arbeitgeber der ilie Wahl ohne zuläſſigen Grund Beſcheinigungen nicht erforderlich. Dieſe wählen direkt
Uhr ihr Wahlrecht ausüben und zwar:
ablehnt, kann vom Vorſitzenden des Vorſtandes mit Geld= nach den Mitgliederverzeichniſſen, die ebenſo wie diejeni=
1. die Verſicherten aus Eberſtadt im Rathaus zu Eber=ſtrafen bis zu 500 Mark beſtraft werden.
gen der Arbeitgeber, welche nach den Arbeitgeberverzeich=
ſtadt
;
niſſen wählen, vom 2. bis 6. Januar, beide Tage ein=
Die Wahlen ſind geheim; gewählt wird nach den ſchließlich, im Kaſſenlokale von 121 Uhr und von 56
2. die Verſicherten aus Arheilgen im Rathaus zu Ar=Grundſätzen der Verhältniswahl nach näherer Beſtim= Uhr einzuſehen ſind. Einſprüche gegen die Richtigkeit der
heilgen;
mung der Wahlordnung.
3. die Verſicherten aus Griesheim im Rathaus zu
ſich aus dem Arbeitgeber= und Mitgliederverzeichniſſe er=
Griesheim;
Die Wahlberechtigten werden hiermit aufgefordert, gebenden Wahl= und Stimmberechtigung, ſind bei Ver=
4. die Verſicherten aus Ober=Ramſtadt im Rathaus zu Wahlvorſchläge geſondert für die beteiligten Arbeitgeber meidung des Ausſchuſſes ſpäteſtens vier Wochen vor dem
Ober=Ramſtadt;
und Verſicherten aufzuſtellen und dem unterzeichneten Vor= Wahltage unter Beifügung von Beweismitteln bei dem
ſtand ſpäteſtens 4 Wochen vor der Wahl unter der Adreſſe Vorſtande einzulegen.
5. die Verſicherten aus Nieder=Ramſtadt im Rathaus
Wahlbureau der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe zu Darm=
zu
Nieder=Ramſtadt:
Der Wahlausſchuß iſt befugt, die Wahl= und Stimm=
6, die Verſicherten aus Roßdorf im Rathaus zu Roß=ſtadt, Blumenthalſtraße 7, einzureichen.
berechtigung jedes Wählers bei der Wahlhandlung zu
dorf;
Die Wahlvorſchläge müſſen von mindeſtens je 50 prüfen.
Iſt der Wähler nicht im Beſitz einer Beſcheinigung,
7. die Verſicherten aus Pfungſtadt im Rathaus zu Wahlberechtigten der betreffenden Gruppe unterzeichnet
Pfungſtadt.
ſein. Unterzeichnet ein Wähler mehr als einen Wahl=oder befindet ſich deſſen Name nicht in dem Mitglieder=
vorſchlag
, ſo wird ſein Name nur auf dem zuerſt einge= verzeichniſſe, ſo wird er zur Wahl nur zugelaſſen, wenn
Die Verſicherten aus anderen als den hier angeführten
reichten Wahlvorſchlage gezählt und auf den übrigen Vor=er in einer ſämtliche Mitglieder des Wahlausſchuſſes über=
Orten, ſowie die Arbeitgeber müſſen ihr Wahlrecht im Ver=
ſchlägen
geſtrichen. Sind mehrere Wahlvorſchläge, die zeugenden Weiſe ſeine Wahlberechtigung nachweiſen kann.
waltungsgebäude der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe zu von demſelben Wahlberechtigten unterzeichnet ſind, gleich=
Das Wahlrecht wird in Perſon und durch Abgabe
Darmſtadt, Blumenthalſtraße 7, ausüben.
zeitig eingereicht, ſo gilt die Unterſchrift auf demjenigen eines Stimmzettels ausgeübt.
Es ſind zu wählen von den bei der Allgemeinen Orts= Wahlvorſchlage welchen der Unterzeichner binnen einer
Der Wähler erhält einen der Umſchläge, die mit dem
krankenkaſſe beitragspflichtigen Arbeitgebern aus ihrer Friſt von höchſtens zwei Tagen beſtimmt. Unterläßt dies Stempel der Kaſſe verſehen und im Wahlraum bereit zu
Mitte 30 Vertreter und 60 Erſatzmänner,
halten ſind tritt ſodann an einen abgeſonderten Tiſch, wo
der Unterzeichner, ſo entſcheidet das Los.
von den bei dieſer Kaſſe Verſicherten aus ihrer Mitte
er ſeinen Stimmzettel unbeobachtet in den Umſchlag legt,
60 Vertreter und 120 Erſatzmänner.
Jeder Wahlvorſchlag darf höchſtens ſo viel Bewerber und übergibt hierauf den Umſchlag unverſchloſſen unter
benennen als Vertreter und Erſatzmänner zu wählen Aushändigung ſeiner Beſcheinigung dem Vorſitzenden oder
Gewählt wird auf die Dauer von vier Jahren.
ſind. Die einzelnen Bewerber ſind unter fortlaufender dem von dieſem bezeichneten anderen Mitgliede des Wahl=
Wahlberechtigt ſind:
Nummer aufzuführen, welche die Reihenfolge ihrer Be=ausſchuſſes.
a) die volljährigen Arbeitgeber und Verſicherten der nennung ausdrückt und nach Familien= und Vornamen,
Allgemeinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt,
Arbeitgeber mit mehrfachem Stimmrecht haben ſo viel
Beruf, Wohnort und Wohnung zu bezeichnen. Bei Ver= Stimmzettel je in einem beſonderen Umſchlag abzugeben,
b) die durch die Reichsverſicherungsordnung vom 1. ſicherten iſt auch der Arbeitgeber, bei dem ſie beſchäftigt als ſie Stimmen haben und abgeben wollen. Einem Ar=
Januar 1914 ab neu in die Krankenverſicherung ein= ſind, anzugeben. Mit den Wahlvorſchlägen für Ver= beitgeber, der mehr als 10 und weniger als 100 Stimmen
bezogenen Perſonen, ſoweit ſie volljährig ſind (u. a. ſicherte iſt von jedem Bewerber eine Erklärung darüber hat, kann, ſoweit ſeine Stimmen durch 10 teilbar ſind, mit
Dienſtboten, Gehilfen in Apotheken, Bühnen= und porzulegen, daß er zur Annahme der Wahl bereit iſt. Bei keiner Zuſtimmung, für je zehn Stimmzettel ein be=
Orcheſtermitglieder, Privatlehrer und Erzieher, ſo= den Wahlvorſchlägen für Arbeitgeber iſt eine ſolche Er= ſonderer Umſchlag ausgehändigt werden. In dieſem Fall
wie Angeſtellte mit einem Jahresarbeitsverdienſte klärung nur erforderlich, ſoweit ein vorgeſchlagener Be= iſt die Zahl der abgegebenen Umſchläge in der Wählerliſte
von mehr als 2000 bis 2500 Mk.).
werber nach § 17 der Reichsverſicherungsordnung zur zu vermerken.
Wählbar als Vertreter der Arbeitgeber ſind nur ſolche Ablehnung der Wahl befugt iſt.
Einem Arbeitgeber, der mehr als 100 Stimmen hat,
Arbeitgeber, die für ihre verſicherungspflichtig Beſchäftigten
In jedem Wahlvorſchlag iſt ferner ein Vertreter des kann, ſoweit ſeine Stimmen durch 100 teilbar ſind, mit
Beiträge an die Allgemeine Ortskrankenkaſſe zu zahlen Wahlvorſchlags und ein Stellvertreter für ihn aus der ſeiner Zuſtimmung, für je 100 Stimmzettel ein beſonderer
haben. Arbeitgeber, die ſelbſt verſichert ſind, zählen zu den Mitte der Unterzeichner zu bezeichnen. Iſt dies unter= Umſchlag ausgehändigt werden.
Arbeitgebern nur dann, wenn ſie regelmäßig mehr als blieben, ſo gilt der erſte Unterzeichner als Vertreter des
Wähler, die durch körperliche Gebrechen behindert ſind,
zwei Verſicherungspflichtige beſchäftigen, andernfalls zu Wahlvorſchlages und, ſoweit eine Reihenfolge erkennbar ihren Stimmzettel eigenhändig in den Umſchlag zu legen,
den Verſicherten.
iſt, der zweite als ſein Stellvertreter Der Wahlvor= und dem Vorſitzenden des Wahlausſchuſſes zu übergeben,
Für die Wählbarkeit ſtehen den Arbeitgebern bevoll= ſchlagsvertreter iſt berechtigt und verpflichtet, dem Vor= dürfen ſich der Beihilfe einer Vertrauensperſon bedienen.
mächtigte Betriebsleiter Geſchäftsführer und Betriebs= ſtand die zur Beſeitigung etwaiger Anſtände erforder=
Der Wähler kann nur einen ſolchen Stimmzettel ab=
beamte
der beteiligten Arbeitgeber gleich. Nicht wählbar lichen Erklärungen abzugeben.
geben, der mit einem der zugelaſſenen Wahlvorſchläge
ſind Mitglieder einer Behörde, welche Aufichtsbefugniſſe
Der Vorſtand verſieht die eingereichten Wahlvor= vollſtändig übereinſtimmt.
über die Kaſſe hat.
ſchläge nach der Reihenfolge ihres Eingangs mit Ord=
Die Stimmzettel ſollen von weißer Farbe und 14X22
Jeder wahlberechtigte Verſicherte hat eine Stimme, die nungsnummern und teilt etwaige Anſtände dem Wahlvor= Zentimeter groß ſein. Stimmzettel, die von dieſen Be=
Arbeltgeber führen für je einen Verſicherten eine Stimme.ſchlagsvertreter mit.
ſtimmungen abweichen, ſind ungültig, wenn das Abwei=
Wählbar als Vertreter der Verſicherten iſt nur, wer
Die Anſtände müſſen ſpäteſtens zwei Wochen vor derchen die Abſicht einer Kennzeichnung wahrſcheinlich macht.
bei der Kaſſe verſichert iſt.
Wahl beſeitigt ſein Bis zu dieſem Zeitpunkt können die
Stimmzettel, die außer der Bezeichnung einer zuge=
Wählbar ſind nur volljährige Deutſche.
Wahlvorſchläge auch zurückgenonmen werden. Die zuge=laſſenen Ordnungsnummer irgend einen Vermerk tragen,
Weder wählbar noch wahlberechtigt ſind die Arbeit= laſſenen Wahlvorſchläge werden eine Woche vor der Wahl oder deren Umſchläge ein Merkmal tragen, welches die Ab=
geber
unſtändig Beſchäftigter als ſolche und Arbeitgeber, im Kaſſenlokale, Blumenthalſtraße 7, werktäglich von 12 ſicht einer Kennzeichnung wahrſcheinlich macht, oder die
die mit der Zahlung der Beiträge im Rückſtande ſind, fer= bis 1 Uhr und von 5 bis 6 Uhr zur Einſicht der Beteilig= unterſchrieben ſind, ſind ungültig. Dasſelbe gilt von
ner Verſicherungspflichtige die Mitglieder einer Erſatzkaſſe ten ausgelegt.
Stimmzetteln, die ſich in einem nicht mit dem Stempel der
ſind, und deren eigene Rechte und Pflichten auf ihren An=
Enthält ein Wahlvorſchlag mehr Bewerber als zuge= Kaſſe verſehenen Umſchlag befinden. Ungültig iſt ferner
trag ruhen.
laſſen ſind, ſo werden diejenigen Bewerber geſtrichen, der Inhalt eines Stimmzettels, ſoweit er zweifelbaft iſt.
Nicht wählbar iſt:
deren Namen den in der zuläſſigen Zahl vor ihnen Ge= Befinden ſich in einem Umſchlag, der nur für einen Stimm=
1. wer infolge ſtrafgerichtlicher Verurteilung die Fähig= nannten folgen.
zettel beſtimmt iſt, mehrere Stimmzettel, ſo werden ſie,
keit zur Bekleidung öffentlicher Aemter verloren hat
Die Wahlvorſchläge ſind ungültig, wenn ſie verſpätet wenn ſie vollſtändig übereinſtimmen, nur einfach gezählt,
oder wegen eines Verbrechens oder Vergehens, das eingereicht werden, oder wenn ſie nicht mit den erforder= andernfalls als ungültig angeſehen.
Die Wahl wird zur feſtgeſetzten Zeit geſchloſſen; nur
den Verluſt dieſer Fähigkeit zur Folge haben kann, lichen Unterſchriften verſehen, oder wenn die Bewerber
verfolgt wird, falls gegen ihn das Hauptverfahren nicht in erkennbarer Reihenfolge aufgeführt ſind, es ſei die am Schluß der Wahlhandlung im Wahlraum anweſen=
den
Wähler dürfen dann noch von ihrem Wahlrecht Ge=
eröffnet
iſt,
denn daß die Mängel rechtzeitig beſeitigt werden.
2. wer infolge gerichtlicher Anordnung in der Ver=
(25896
Sind auf gültigen Wahlvorſchlägen im ganzen nur brauch machen.
fügung über ſein Vermögen beſchränkt iſt.
ſo viele wählbare Bewerber benannt, wie Vertreter zu
Wer als Arbeitgeber wählbar iſt, kann die Wahl nur wählen ſind, ſo gelten ſie als gewählt. Sind weniger Be=
Der Vorſtand.
ablehnen, wenn er
werbeg vorgeſchlagen, ſo gelten dieſe ebenfalls als ge=
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Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
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Nummer 303.
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Gewiß, Majeſtät! Die Ruſſen zittern vor dem Straf=
finmit
dast ſantie er in ſener jopialen An.
gericht, das der große Kaiſer bald über ſie abhalten wird.
Anno dazumal.
Zu Befehl
Sie ſtrömen in die Kirchen und beten zu ihren Heiligen,
Familien=Roman aus den Jahren 1812 und 1813.
Der Schauſpieler zögerte noch, er wußte nicht, wie erj obwohl ſie wiſſen, daß ſie ihnen nichts nützen können.
Von Oskar T. Schweriner.
den Mann in der Uniform da vor ihm zu titulieren habe. Angſt und Schrecken herrſchen bei den Armen, Verzweif=
Alle Rechte vorbehalten.
Ich bin der König.
lung bei den Reichen.
Copyright 1913 by Carl Duncker in Berlin.
Der Schauſpieler verneigte ſich tief.
Ich glaube Euch das wohl! Ich fürchte, mein kaiſer=
(Nachdruck verboten.)
Jawohl, Euer Majeſtät, wir ſind Schauſpieler.
licher Bruder wird hart ins Gericht gehen mit den Ruſſen,
Eine Schauſpielertruppe! rief König Jerome und
Und wie ſeid Ihr hierher verſchlagen? Erzählt?
ſagte der König ſelbſtbewußt. Und wo wolltet Ihr
klatſchte vor Entzücken in die Hände. Das iſt ja köſtlich!
Schlechte Zeiten in der deutſchen Heimat, Majeſtät. nun hin?
Jetzt müſſen Sie noch hier bleiben, Monſieur; ein Schau= Da verſuchten wir es mit dem Auslande. Wir kamen
Zurück nach Preußen, Majeſtät. Wir wollten uns
ſpiel dürften Sie in dieſem Feldzug nicht mehr genießen. hierher nach Rußland, gingen bis nach Moskau, ſpielten hier in Grodno trennen, die halbe Truppe ſollte über
Doch der Kurier blieb feſt.
unterwegs. Dann, als wir hörten, daß der große Kaiſer Kowno-Tilſit, die andere über Bialyſtok, Warſchau und
Ich muß Eure Majeſtät, ſo leid es mir tut, bitten, ins Land komme, da machten wir uns auf den Rückweg. Thorn in die Heimat zurück.
mich zu entlaſſen. Ich habe den Befehl vom Kaiſer, ſo= Bis hierher waren wir gekommen, da hielten uns die Sol=
Und ehe der König ſich noch nach dem Grunde dieſer
fort zurückzukehren; ich muß gehorchen.
daten an, die uns fragten, wer wir ſeien.
Trennung erkundigen konnte, fügte der Schauſpieler er=
So gehen Sie und überbringen Sie meinem kaiſer=
klärend
hinzu:
Hielten Euch wohl für Spione, wie?
lichen Bruder meine herzlichſten Grüße. Sagen Sie ihm,
Das hoffe ich nicht, Majeſtät. Wir ſind gute Patrio=
Es fällt uns ſehr ſchwer, unſer Leben zu friſten in
daß er ſich ganz auf mich verlaſſen kann.
ten, deshalb, verließen wir auch Feindesland. Könnten dieſen Zeiten, Majeſtät, und da dachten wir denn, wenn
Der Kurier grüßte, machte Kehrt und ſchritt den = wir das Schwert ſo wohl handhaben wie das Wort, wir uns trennen, ſo wird es leichter ſein, durchzukommen.
gel hinab auf die Zelte. zu. Der König war eigentlich wahrlich, wir würden in den Reihen der großen Armee
Der König nickte mit dem Kopfe zum Zeichen, daß
jetzt froh, ihn los zu ſein; ſeine Gedanken waren bereits marſchieren.
er verſtand.
auf das bevorſtehende Schauſpiel gerichtet. Er klatſchte
Was für Landsleute ſeid Ihr?
Ich will Euch den Weg etwas erleichtern. Es iſt ſo
ein paarmal in die Hände.
Preußen, Majeſtät.
langweilig hier. Für mich, für meine Offiziere und für
Mon général! Mes ofticiers! Kommen Sie doch her!
Man hört’s am Klange Eurer Stimme, doch ſprecht die Truppen. Würdet Ihr uns etwas vorſpielen?
Der Stab, der ſich bei der Ankunft des Kuriers in Ihr recht gut franzöſiſch. Die anderen da, ſprechen die
Herzlich gern, Majeſtät. Eure Majeſtät ſind ſehr
das Zelt zurückgezogen hatte, trat wieder heraus.
es auch ſo gut?
gütig.
Was ſagen Sie, Meſſieurs! Eine Schauſpielertruppe!
Nur einer, Majeſtät, die anderen ſprechen nur deutſch.
Dann ſoll man Euch hier auf dieſem Platze gleich
Dieſe hatte jetzt auch die Anhöhe erreicht und machte
König Jerome betrachtete prüfend den Mann vom eine Bühne herrichten.
einige Schritte vom Zelt entfernt reſpektvoll Halt. An Kopf bis zu den Füßen.
Und ſo geſchah es.
Alſo bis Moskan waret Ihr? Da könnt Ihr mir
der Spitze ſtand ein ſtattlicher, blonder, glattraſierter
Hundert Sappeure gingen ſofort an die Arbeit. Bal=
Mann. Der König winkte ihm, näher zu treten,
vielleicht manches erzählen von dem, was Ihr geſehen? ken, die zum Binckenſchlagen hätten dienen ſollen, wurden

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Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
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dem Eintretenden täuſchend ähnlich ſah. Das mochte wohl
herum wurden Pfeiler in die Erde gerannt und Bretter Rand der Bühnenöffnung, dort, wo ſonſt der Souffelur
darauf gelegt, die Bänke für die Offiziere. Das Tuch ſeines Amtes waltet, und ſich dem König zuwendend, an der Kleidung liegen, die ſie beide ganz gleichmäßig
trugen. Als der am Tiſch Sitzende den Eintretenden er=
eines
Zeltes bildete die Decke, Zeltmöbel ſtellten die In= ſagte er:
Votre Majesté, messieurs les officiers, mes braves! blickte, ſtreckte er ihm die Hand zum Gruß entgegen.
ſzenierung dar.
Wir werden die große Ehre haben, Ihnen ein Stück des
Seid mir willkomemn, Herr Kamerad! Ihr ſeid recht
Nach kaum einer halben Stunde war alles zur Vor=
größten
Dichters, der je gelebt, vorzuführen; ein Stück lange ausgeblieben, ich fürchtete faſt, daß Euer Pferd ge=
ſtellung
bereit. Der König nahm mitten vor der Bühne
auf einem Seſſel Platz. Die Offiziere füllten die Bänke, des Mannes, der in der Weltliteratur das iſt, was unſer ſtürzt ſei.
Der neue Ankömmling ſetzte ſich und beſtellte ſich beim
und die Soldaten, durch ein Signal herbeigerufen, dräng= großer Kaiſer Napoleon in der Weltgeſchichte ewig ſein
wird. Ein Stück von Moliére.
Wirt eine Flaſche Wein.
ten ſich in hellen Haufen im Hintergrunde. Die Vorſtel=
Bravo!
Mir iſt nichts zugeſtoßen, Herr Kamerad, nur habt
lung konnte beginnen.
Der König klatſchte in die Hände. Die Offiziere folg=
Ihr vergeſſen, daß mich mein Weg zum König Jeröme
Die Schauſpieler kletterten auf die Bühne hinauf;
ten ſeinem Beiſpiel, die Soldaten hinterher.
führte.
man hatte in der Eile vergeſſen, eine kleine Treppe zu
Der Schauſpieler verneigte ſich dankend.
Der andere lachte.
errichten. Das gab ein Jubeln und Lachen. Von hin=
Er ſpricht gut, der Pruſſien! ſagte König Jerome zu
Allerdings, da kommt man ſo ſchnell nicht fort!
ten ſchrie ein Soldat in deutſcher Sprache:
ſeinem Nachbar, dem General.
Wißt Ihr, was er treibt, Herr Kamerad?
Ein Hoch unſerm König!
Ein Stück von Moliere, fuhr der Schauſpieler fort,
Bricht endlich auf, um Bagration zu verfolgen, wie
Hoch! hoch! hoch! ertönte es aus aller Munde.
und zwar das Stück Le malade imaginaire‟ (Der ein= ich hoffe.
gebildete Kranke).
Hahaha! Theaterſtücke läßt er aufführen! Als ich
Der König lächelte geſchmeichelt; der General hatte
Die Truppe ſchien des Königs Geſchmack getroffen zu fortritt, klangen noch die Hammerſchläge an mein Ohrz
ſich bei dem Ruf ärgerlich umgewandt. Er glaubte einen
ironiſchen Ton aus der Stimme herauszuhören. In der haben. Er freute ſich ganz unverhohlen über dieſe Wahl. da wurde die Bühne erichtet!
Und nun wurde das Stück, das unverwüſtliche Luſtſpiel
Der andere fuhr von ſeinem Sitz empor. Seine Fauſt
Menge konnten ſeine Augen den Miſſetäter natürlich nicht
des franzöſiſchen Dichters, geſpielt, wie wahrſcheinlich nie ſauſte dröhnend auf den Tiſch nieder, ſo daß Flaſchen und
entdecken. Unmutig wandte er ſich wieder um.
zuvor und wie es wahrſcheinlich nie wieder geſpielt wer= Gläſer klirrten.
Majeſtät, wenn die Leute Spione wären? raunte er den wird. Auf einer Bretterbude als Bühne, unter
Nom de diable! Das Handwerk wollen wir ihm
dem König ins Ohr.
freiem Himmel, mit einem König und deſſen ganzem Stab legen! Wie lange dauerte Euer Ritt von Grodno bis
Der lächelte ſorglos und ſchüttelte das Haupt:
und Armeekorps als Zuſchauer und von Schauſpielern in hierher?
Unſinn, mon cher général, die Leute kommen aus ſtaubbedeckten Kleidern und ohne Kuliſſen.
Etwa zwei Stunden, Herr Kamerad.
Rußland und gehen in ihre deutſche Heimat zurück. Was
Währenddeſſen ſprengte der Kurier des Kaiſers Na=
Dann werde ich ihm in drei Stunden den Befehl des
könnten die wohl von uns zu verraten haben? Ja, poleon die Straße nach Wilna entlang. Zwei Wegeſtunden Kaiſers überbracht haben. Ihr, Herr Kamerad, reitet,
wenn es umgekehrt wäre
von Grodno liegt das Städtchen oder richtiger geſagt ſo ſchnell Ihr könnt, nach Wilna, berichtet, was Ihr ge=
Da zuckte der General mit den Achſeln und ſchwieg. das Dorf Merecz. Vor dem einzigen Gaſthaus des Ortes ſehen habt, und meldet, daß der Befehl des Kaiſers aus=
Indeſſen hatten die Männer und mit ihrer Hilfe die! machte er halt,augenſcheinlich um zu raſten. Der Haus= geführt und das achte Armeekorps ſeines neuen Führers
Frauen die Jühne erklommen und ſtellten ſich an der knecht hatte das Pferd in den Stall geführt, der Kurier 1 harre.
Hinterwage in einer Reihe auf.
betrat das Gaſtzimmer,
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Nummer 303.
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[ ][  ][ ]

50
45

75

a)

B
L. Beitage Fam Darmſtäbter Zagblatt,
M 303.
1913.
Freitag, 12. Dezember.
Friuſ ene unenertrertete rihner eee e ehte eit ie
Außen ſchön Innen gut!
Leiſtungen der Herren ihrem Giehalt enſprechen. Wir, Geſichtspunkte in den Vordergrund rüicken. Für die Rerul=
d
. h. meine politiſchen Freunde, können und werden den frage, die Gleichſtellung der akademiſchen Beamten, hat
UnſerebeliebteWeihnachtsdoſe, Künſt=
gegenwärtigen
Miniſtern keine Gehaltserhöhung bewilli= der Finanzausſchuß die erlöſende Antwort gefunden. Er
gen, ſchon nicht, weil wir dadurch den Herren eine Art hat Ungerechtigkeiten ausgeglichen. Es iſt nicht leicht, in
lerentwurf, hochfein in imit. Altſilber Vertrauensvotum ausſtellen würden. Das können wir einem von Juriſten geleiteten Staate eine gleiche Behand=
geprägt
, iſt wieder in den Geſchäften
nicht, weil die Miniſter nicht über den Parteien ſtehen, lung der alademiſchen Staatsdiener zu erreichen. Es iſt
ſondern parteiiſch handeln, wenigſtens ſoweit wir in menſchlich durchaus verſtändlich, daß die Leiter des
zu haben, die unſeren Kaffee Hag, den
Frage kommen. (Durch einen Zwiſchenruf des Abg. Staates diejenigen Beamten am meiſten ſchätzen werden,
Molthan veranlaßt, redet der Abg. Ulrich dieſen in der die die gleiche Vorbildung haben wie ſie. Das wäre auch
coffeinfreien Bohnenkaffee, führen. Folge mehrmals mit Herr Kommerzienrat an und in einem Militärſtaat ſo. Der Ausſchuß hat alle akade=
Inhalt 1 Pfund, Preis Mark 2. u. 2.50 wird deshalb vom Präſidenten rektifiziert.) Wir werden miſchen Beamten auf die gleiche unterſte Gehaltsſtufe ge=
weiter
gegen die Erhöhung der Zivilliſte ſtimmen. Wenn ſetzt und den Richtern inſofern Rechnung getragen, als
Kaffee=Handels=Aktiengeſellſchaft, Bremen. man die Begründung lieſt, kommt man allerdings zu dem für dieſe eine höhere Stufe geſchaffen wurde. Redner gibt
Eindruck, daß die Erhöhung nur zur Gehaltsaufbeſſerung dann eine ſtatiſtiſche Vergleichung zwiſchen den Verhält=
der
Hofbeamten und Hofmuſiker beſtimmt ſein ſoll. Wir niſſen der Oberlehrer und Richter. Der Vorwurf, daß
Zweite Kammer der Stände.
meinen aber, daß die Hofhaltung zu dieſer Gehaltsregu= die Oberlehrer ſich im allgemeinen zu früh penſionieren
lierung verpflichtet iſt. Wenn die Zivilliſte nicht ausreicht, laſſen, verdient Zurückweiſung. Wie kaum ein anderer
80. Sitzung.
wäre es Pflicht der Hofhaltung geweſen, ſich einzuſchrän= Beamter hängt der Lehrer an ſeinem Beruf. Aber der
St. Darmſtadt, 11. Dezember.
ken, dem Großherzog zu ſagen, wie er ſich nach der Decke älter werdende Oberlehrer hat eine ſehr ſchwere Klippe
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Dr. v. Ewald zu ſtrecken habe. Das macht auch auf das Volk einen zu umſchiffen, das iſt die Diſziplin. Abnehmende Gehör=
Erz., Finanzminiſter Dr. Braun Erz., Miniſter des guten Eindruck. Statt deſſen aber wird die Hofhaltung und Sehfähigleit zwingen den Lehrer meiſt, ſeinen Be=
Innern v. Hombergk zu Vach Exz., Staatsräte Dr. immer noch ausgedehnt. Zum Marſtall kommen Auto= ruf aufzugeben, weil er nicht mehr Herr über ſeine Schü=
Becker, Dr. Beſt, Süffert, Geh. Legationsrat Dr. mobile, und wenn wir erſt in der Luftſchiffahrt noch ein ler iſt. Wenn Sie die Statiſtiken verfolgen, finden Sie
Neidhart, Miniſterialrat Dr. Weber, Geh. Ober=bischen weiter ſind, kommen ſchließlich noch die notwendi= aber auch ſehr viele Oberlehrer, die durch Tod abgegan=
finanzräte
Dr. Rohde, Seip, Oberfinanzrat Balſer. gen Luftſchiffe hinzu und dann reicht die Zivilliſte wie= gen ſind. Wer wird behaupten wollen, daß dies aus Be=
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 9¼ Uhr. der nicht aus. Der Abg. Brauer hat wieder einmal die quemlichkeit geſchieht oder um ſich ein beſſeres Leben zu
Das Haus ſetzt die Generaldebatte der. Regierungsvor= Not der Landwirtſchaft in den Vordergrund geſtellt. Das ſchaffen (Heiterkeit.) Weiter gibt Redner Vergleiche zwi=
lage
, betr.
Sinken der Preiſe für landwirtſchaftliche Produkte iſt ſo ſchen den Lehrern in Deutſchland und Oeſterreich und
minimal für den Konſumenten, daß man davon faſt nichts ſtellt feſt, daß die deutſchen Lehrer bedeutend mehr Pflicht=
die
Dienſtbezüge der Staatsbeamten und Volksſchullehrer merkt, wenigſtens nicht in den Großſtädten. Die Herren ſtunden haben und auch eine längere Dienſtzeit. Die den
und deren Hinterbliebenen, ſowie die Deckungsmittel
vom Bauernbund mögen auch bedenken, daß die Proſpe=Lehrern ſo oft vorgeworfenen Ferien ſind doch nicht dieſer
fort.
rität der Landwirtſchaft ſchuld an den hohen Bodenprei= wegen, ſondern der Kinder und Eltern wegen eingeführt
Abg. Ulrich
ſen war. Das war der Fluch der böſen Tat der Ver= worden. Zudem hat doch noch niemand den Hochſchul=
ſetzt
ſeine geſtern abgebrochene Rede fort: Die Wünſche teuerung der Lebensmittel. Redner kommt dann auf die lehrern ihre viel längeren Ferien vorgeworfen. Die Zeh=
der
Volksſchullehrer wären allerdings erſt erreicht worden kommunalen Werke, die Gründung von Zweckverbänden rer benutzen ihre Ferien meiſt zur Fortbildung. Der Leh=
durch
die Skala Henrich, die den einzelnen Klaſſen kleine uſw., zu ſprechen und wird vom Präſidenten erſucht, zur rer kann überall, beim Turnen, auf Spaziergängen, beim
Beträge zuſetzte und ohne Aufſetzung einer neuen Klaſſe Sache zu ſprechen. Er kommt dann auf die Vereinfachung Experimentieren uſw., zu Schaden kommen und zu
das Höchſtgehalt erreichen ließ. Die Mehrheit des Aus= der Staatsverwaltung und meint, wenn man wirklich ver= Schadenerſatz herangezogen werden. Es wäre intereſſant.
ſchuſſes hielt es aber wegen der finanziellen Folgen für einfachen will, ſo kann man gar nicht anders, als die einmal zu erfahren, wie hoch die Richter taſächlich zu
unmöglich, dieſe Skala anzunehmen; ich blieb mit Herrn Beamten zu reduzieren, Akademiker abzuſchaffen und Schadenerſatz herangezogen würden. Zu Privatunter=
Henrich allein. Doch haben wir im Ausſchuß jedenfallsmitere Beamie dafür einzuſtellen u. dergl. Der Aba.richt werden die Lehrer meiſt durch ihre nicht glänzenden
eine Beſſerung in bezug auf die Gleichſtellung mit den Dr. Oſann hat eine Bemerkung gemacht, die allgemein materiellen Verhältniſſe gezwungen. Es gibt aber auch
mitleren Beamten uſw. erreicht auch bezüglich der Pen= aufffel. Er hat geſagt, wenn die Beamten, die nicht peti= Richter, die Penſionäre halten. Aus Erfahrung weiß ich,
ionsverhältniſſe. Das Syſtem der Nebenbezüge ſollte tioniert hätten, ſchlechter weggekommen ſind, ſo iſt das daß die Eltern oft an den Rektor herantreten mit der
die Regierung, wenn nicht ganz beſchneiden, ſo doch ſo ihre Schuld, weil ſie nicht mehr geſchrien haben. Ich Bitte, Privatunterricht zu vermitteln. Das Aufrücken in
beſchränken daß der Neid unter den Beamten aufhött. halte das für gefährlich. Dieſe Beamten werden nun mit höhere Stellen iſt uns meiſt verſagt. Bei den Oberlehrern
Die Nebenbeſchäftigung bedeutet meiſt eine Bevorzugung um ſo ſchwererem Geſchütz anrücken. Schließlich beſpricht gibt es drei aufrückende Stufen, gegen ſechs bei den Rich=
einzelner
Beamten, die ſich mit ihren Vorgeſetzten gut Redner noch die finanzielle Seite der Vorlage und meint, tern. Der Leiter unſeres Schulminiſteriums hat ſich in
tehen Es muß zugegeben werden, daß auch an dieſem die Tatſache, daß der Finanzminiſter feſtgeſtellt hat, der weiteſtgehendem Maße unſerer aller Sympathien erwor=
Syſtem der Nebenbezüge die gegenwärtige Regierung Reſtefonds werde bis 1921 ausreichen, werde manchem ben. Das hindert mich aber nicht, den Wunſch zu äußern,
richt ſchuld iſt. Deſſen ungeachtet halte ich es für ihre 1Geaner der Skala, beſonders ſoweit die Volksſchullehrer daß dieſe Stellung doch einem Schulmann vorbehalten
Pflicht, das unleidliche Syſtem nach Möglichkeit zu beſei= in Frage kommen, es erleichtern, die Zuſtimmung zu werden ſollte. Allerdings ſchadet es auch nichts, wenn
einmal ein Juriſt dieſen Poſten einnimmt, er lernt dann.
igen. Auf die Skala übergehend, erklärt Redner, er habe geben.
wohl die Oberlehrer und den ganzen Schuldienſt anders
Abg. Dr. Münch
negen die Gehaltserhöhung der drei Miniſter geſtimmt,
weil ihm die Gehaltserhöhung ein bischen zu happig er= möchte zunächſt namens einer großen Anzahl akademiſcher einſchätzen, als dies vorher der Fall war. Sicher aber
ſchien und weil wir bei Beſetzung der Stellen keinerlei Beamten dem Finanzausſchuß herzlichſten Dank für ſeine iſt, daß mancher Abiturient, der ſich jetzt, um der Ausſicht
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Nummer 303.
Darmſtädter Taglbatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
Seite 18.
wilen, in eine höhere Stell einricken zu können, dem ſ iſ. Wenn Her Ulrich aber meint, den Minſern die Ge. 1zu ſorgen, ſo daß der Ausſchuß nicht häte über ihre For=
luriſtiſchen
Studium widmet, ſich viel lieber ein Fach= hälter nicht bewilligen zu können, weil das Miniſterium derung hinausgehen müſſen, ſondern vielleicht noch daran
ſtudium wählen würde, wenn auch an deſſen Ende ein ſeinen Wünſchen nicht entſpricht ſo kann ich ihm darin hätte ſtreichen können. Das hätten die Steuerzahler
Miniſterſeſſel winkt. In München gibt es Oberſtudien= nicht Unrecht geben. Sie werden aber verſtehen, daß beſſer verſtanden. Ein Unglück für uns Rheinheſſen iſt,
räte, die in dem Range des Oberregierungsrats ſtehen, wir uns zu den Anſichten des Herrn Ulrich nicht bekehren daß die Beſoldungserhöhung gerade in einer wirtſchaft=
Bei uns kennt man dieſe Stellung nicht. Wir gönnen können und die Tendenzen, die Herr Ulrich lich ſchlechten Zeit kommt. Es wird uns rheinheſſiſchen
den Richtern gewiß alle Fürſorge, aber es iſt doch wohl lvertritt, können wir allerdings nicht Abgeordneten ungeheuer ſchwer, die 3 Millionen zu be=
willigen
wo wir in Rheinheſſen einen Ernteausfall von
nur gerecht, daß wir erwarten und bitten, auch für die lunterſtützen. (Sehr richtig! Heiterkeit.)
über 6 Millionen zu erwarten haben und die Verluſte bei
Oberlehrer irgend ein Aequivalent zu ſchaffen. Das
Abg. Damm
der Genoſſenſchaftskaſſe ſo groß ſind. Wenn die Regierung
könnte geſchehen u. a. dadurch, daß man die Direktoren
der 9klaſſigen Schulen den Landgerichtsdirektoren in Rang (faſt unverſtändlich) beſpricht die Verhältniſſe in Fried=mit den gleichen Steuereinnahmen rechnet, wie ſeither,
und Gehalt gleichſtellt. Das beantragt Redner und bittet, berg, das durch das Geſetz, betr. die höheren Schulen, wird ſie ſich ſtark verrechnen. Redner beſpricht dann Ein=
nach
dem Ausſchußantrag viel zu hoch belaſtet worden zelheiten und wendet ſich danach gegen die Flut der Ein=
die
Ausſchußanträge demgemäß zu ändern.
ſei. Er werde in dieſem Punkte gegen den Ausſchuß= gaben, die von den Beamten ausgingen. Wenn die Be=
Staatsminiſter Dr. v. Ewald Exz.:
antrag ſtimmen. Auch die Differenzierung bezüglich deramten ſich etwas mehr Zurückhaltung auferlegt hätten,
Wir haben im Ausſchuß alle die vom Vorredner an=Ortszulagen ſei ungerecht. Er habe einen entſprechenden wäre dem Ausſchuß die Arbeit und uns die Bewilligung
geführten Gründe eingehend erwogen. und auch der Lei=Antrag geſtellt, dem er zuzuſtimmen bitte.
Es tritt bedeutend erleichtert worden. Aus vielen Eingaben ſprach
ter des Juſtizminiſteriums hat ſchließlich den Ausſchuß= dann eine Pauſe ein.
nur der Neid gegen andere, denen es beſſer ging. Die
anträgen zugeſtimmt, obgleich wir uns wohl bewußt
Nach derſelben teilt Vizepräſident Korell mit, daß Beamten müſſen, wie jeder andere Stand, lernen, ſich nach
waren, daß die Juſtizbeamten damit nicht einverſtanden der Finanzausſchuß morgen um 9 Uhr zuſammentreten der Decke zu ſtrecken. Es iſt aber heute Mode geworden,
im Sommer nach der Schweiz oder nach Italien oder ſonſt
ſein werden. Wir haben aber geglaubt, das Odium auf wird, um die Anträge und Eingaben zu beraten.
uns nehmen zu ſollen, um das Zuſtandekommen der Vor=
in
teure Sommerfriſchen zu gehen. Wer in Darmſtadt
lage im Ausſchuß nicht zu gefährden. Ich möchte aber
Abg. Buſold
wohnt, kann auch im Odenbald beſſer und billiger Er=
doch
darauf hinweiſen, daß die Richter berechtigt ſind, ſtellt dem Staatsminiſter gegenüber feſt, daß der Groß= holung finden. Wer es nicht dazu hat, und über ſeine
dieſe Beſchlüſſe des Ausſchuſſes als eine gegen ſie gerich= herzog doch ein ſehr direktes Intereſſe an der Nachfor=Verhältniſſe lebt, hat ſelbſt verſchuldet, wenn es ihm
tete Maßnahme zu betrachten. Kein anderer Beamter iſt derung für die Zivilliſte habe, denn er müßte doch ſonſt ſchlecht geht. Viele der petitionierenden Beamten könnten
materiell ſo ſehr an ſeiner Amtsführung intereſſiert, als die Beamten aus ſeiner Taſche bezahlen. Wenn Herrſehr wohl mit ihrem Gehalt auskommen, aber ich glaube,
der Richterſtand. Wenn der Herr Vorredner Zweifel dar= Münch geſagt hat, er habe nach ſeinem Abgang von der hinter den Gangaben ſtehen als treibende Kräfte die
über äußerte, daß auch gegen die Richter Regreßanſprüche Univerſität noch viel lernen müſſen, ſonſt wäre es ihm Frauen. (Heiterkeit.) Redner polemiſiert dann beſonders
geltend gemacht würden, ſo kann ich allerdings keine ein= ſchlecht ergangen, ſo mußte er als Oberlehrer doch wiſſen, gegen die Finanzbeamten, die ihn in ihrem Verbands=
gehende
Statiſtik darüber geben, weil lange nicht alle dieſe daß das jedem ſo geht im Leben. Wer nicht lernt, bringt organ zu Unrecht angegriffen haben, indem ſie ihn mit
Fälle amtlich zu meiner Kenntnis gelangen. Doch will es zu nichts. Daß Herr Abg. Oſann geſagt habe, die einem anderen Wolf verwechſelt haben. Wenn die mitts
ich hier nur einige Fälle erwähnen, von denen ich amtlich Beamten, die nicht geſchrien haben, ſeien nun ſelbſtleren Beamten zu viel erhalten, wird der neidiſche Streit
Kenntnis erhielt. Ich darf dabei natürlich keine Namen ſchuld, wenn ſie nicht mehr bekommen, werden wir unſe= nicht aufhören. Redner ſchließt mit einer ſcharfen Ver=
und Zahlen nennen. Es wurden Regreßanſprüche gel= ren Arbeitern ſagen. Werden ihnen ſagen, daß ſie zecht urteilung der Art der Ordensverleihungen in Heſſen. Ex=
tend
gemacht u. a. wegen zu Unrecht erfolgter Beſchlag= laut ſchreien müſſen, wenn Herr Oſann ſie hören ſoll. werde gegen die hierfür angeforderten Mehrkoſten ſtimmen,
nahme von Roſinen, wegen zu Unrecht erfolgter Löſchung Herrn Brauer gegenüber möchte ich doch einmal auf die
Abg. Urſtadt
eines Eigentumsrechts, wegen zu Unrecht erfolgter Er=allgemeine große Not des Mittelſtandes in den Groß=
teilung
von Zuſchlägen bei Zwangsverſteigerungsverfah= ſtädten hinweiſen. Richtig iſt doch, daß die Beamten tritt dem Vorredner in verſchiedenen Punkten entgegen.
ren, wegen unrichtiger Eintragung einer Hypothek, zu durch die Vorlage erheblich beſſer geſtellt werden, finan= So vor allem, daß die Endgehalte zu hoch ſeien, zumal
Unrecht ergangenes Verſäumnisurteil, wegen Nicht=ziell, als viele ihrer Volksgenoſſen. Das Höchſteinkom= die Lehrer und zahlreiche andere Beamte dieſes Höchſt=
benachrichtigung
einer Zwangsvollſtreckung uſw. uſw. men eines Arbeiters iſt dem Anfangsgehalt eines Beam=gehalt nur ſelten erreichen. Er ſtellt dann an Hand von
Der Ausſchußbericht berückſichtigte dieſe Dinge auch nicht ten gleich. Man ſoll alſo den Arbeitern den Lohnkampf Zahlenmaterial feſt, daß mehrere Beamte weniger erhal=
ganz
bei Behandlung der Landrichter, weil er der Mei= nicht verdenken. Daß die Richter klagen, nicht auskom= ten, als in dem Proviſorium. Dem Antrag Münch, die
nung war, daß dieſe derartigen Regreßanſprüchen nicht men zu können bei 5000 Mark Gehalt, iſt unerhört. Wenn Schuldirektoren den Amts= und Landrichtern gleichzuſtel=
ausgeſetzt
wären. Der Ausſchuß ließ dabei unberückſich= wir trotzdem der Vorlage zuſtimmen, ſo geſchieht dies len, ſtimme er zu. Falls dieſer nicht angenommen werden
tigt die Tatſache, daß ſich bei uns die Richter der Land= aus dem Grundſatz heraus, daß jede Arbeit entſprechend ſollte, bringe er den Eventualantrag ein, den ſechs Direk=
gerichte
ausnahmslos aus den Amtsrichtern rekrutieren. bezahlt werden muß. Weiter rügt Redner das Trinkgeld=toren der pädagogiſchen Seminarien den gleichen Gehalt
Man darf alſo hier nicht unterſcheiden zwiſchen Amts= und unweſen. Es ſei Tatſache, daß bei manchen Beamten eine zu geben, wie den Landgerichtsdirektoren. Wenn man das
Landrichtern. Ich möchte dann auch auf zwei Aeußerun= viel ſchnellere Erledigung der Angelegenheiten erzielt für die Remuneration, die dieſe Direktoren für die Leitung
gen des Abg. Ulrich eingehen. Herr Ulrich hat unter Be= wird, wenn man ihnen einen Taler daläßt. Was die Mi= der Seminarien erhalten, ſtreicht, koſtet der Antrag keinen
zugnahme auf eine Aeußerung des Herrn Staatsrats niſtergehälter betrifft, ſo iſt wohl richtig, daß 12000 Mark Pfennig mehr. Im Ausſchußantrag ſei das Prinziv der
Dr. Becker, daß es ſich empfehle, die Vorlage ſo ſchnell als Gehalt nicht viel ſind es kommt nur darauf an, wer ſie ausgleichenden Gerechtigkeit nicht ganz durchgeführt
möglich zu erledigen, weil jede Verzögerung wieder Geld bekommt, ob der, der ſie bekommt, ſie auch verdient. (Abg. Das hat mit Recht eine Anzahl Petitionen und Antrag
koſtete, die Befürchtung geäußert daß auch neue Nach= Fulda: Sehr richtig!) Wenn wir mitzureden hätten, zur Folge gehabt, von denen auch er eine ganze Menge
forderungen für die Zivilliſte erfolgen werden, und hat würden wir gerne das Gehalt und noch höheres bewilli=vertrete und mit unterſchrieben habe. Die ausgleichende
dabei geſagt, daß ſchließlich auch die Luftſchiffe zu ſolchen gen. Der Vergleich mit den anderen Beamten iſt nicht Gerechtigkeit mußte das oberſte Prinzip ſein.
Nachforderungen Anlaß geben könnten. Ich kann Herrn ſtichhaltig. Uns ſind nur die Miniſter verantwortlich. An=
Abg. Stephan
Ulrich in dieſem Punkte völlig beruhigen. Nicht ein Pfen= dere Beamten müſſen Examen machen, zum Miniſter aber
nig der Nachforderungen kommt dem Großherzog zugute, macht der Großherzog, wen er will. Ich verlange gar erklärt, er werde gegen das Geſetz betr. die Koſten der
ſondern alles nur ſeinen Beamten. Wir ſind zu der nicht, daß der Herr Staatsminiſter ſich zu meiner Auffaſ= höheren Schulen ſtimmen; auch gegen die Faſſung, die der
Forderung veranlaßt worden aus der gleichen Erwägung ſung bekehrt, ich kann aber verlangen, daß er mich als Ausſchuß vorſchlägt. Er verweiſt darauf, daß die ſeiner=
heraus
, aus der wir auch die organiſche Beſoldungsord= gleichberechtigt anſieht. (Sehr richtig! bei den Soz.) So= zeit eingebrachte Reſolution der Zweiten Kammer, die
nung der Staatsbeamten zur Annahme empfohlen haben. lange er das nicht tut, kann er nicht verlangen, daß ich ihm Beitragspflicht zu den höheren Schulen einheitlich auf
Die erſte Vorlage ſah 142 Erhöhungen vor, die zweite das Gehalt erhöhe. Die Beſchwerden des Abg. Damm gleicher Grundlage zu regeln, nicht angenommen wurde.
Vorlage wollte die Ungleichheiten und Härten beſeitigen. bezüglich der Belaſtung der Stadt Friedberg unterſtütze weil damals erklärt wurde, auf gleicher Grundlage ſei die
Das gleiche mußte auch für die Hofbeamten eintreten. er und werde auch ſeinerſeits einen entſprechenden An=Regelung unmöglich. Man beſchränkte ſich darauf, eine
Darum die zweite Forderung. Wenn Herr Ulrich weiter trag einbringen der auch Büdingen betrifft und einen Neuregelung zu verlangen. Nun wird aber hier doch eins
heitlich gehandelt, ohne Rückſicht darauf, daß manche
geſagt hat, er würde den Miniſtergehältern nicht zu= gerechteren Ausgleich beabſichtigt.
ſtimmen, weil er keinen Einfluß auf die Beſetzung dieſer
Städte ganz erhebliche Aufwendungen für ihre höheren
Abg. Wolf=Stadecken
Stellen habe, ſo trifft das doch auf alle anderen Beamten
Schulen gemacht hätten, wie zum Beiſpiel die Stadt
zu und er müßte die ganze Beſoldungsvorlage ablehnen. wird für ſämtliche Anfangsgehälter ſtimmen, nicht aber Worms bei ihrem Gymnaſiums=Neubau. Den Städten,
Herr Ulrich hat als weiteren Grund angegeben, er wollte für die penſionsfähigen Endgehälter, die in den meiſten die ſo erhebliche Aufwendungen gemacht haben, müßten
lein Vertrauenspotum mit ſeiner Zuſtimmung ausſpre= Fällen zu hoch ſind. Der Ausſchuß iſt über die Regie=wenigſtens die Zinſen bei ihrer Beitragsberechnung gut=
chen
. Das kann auch in ſeiner Zuſtimmung nicht gefun=rungsvorlage mit 280000 Mark hinausgegangen. Das gebracht werden.
den werden, auch nicht von den übrigen Beamten. Wir wird man im Lande draußen nicht verſtehen. Die Regie=
Shtauf wird die Weiterberatung auf Freitag,
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Nummer 303.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 12. Dezember 1913.
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Nummer 303.
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