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176. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 302.
1913.
Donnerstag, den 11. Dezember.
Wenn der Reichskanzler insbeſondere über die franzö= daß der Reichskanzler gleich bei dem erſten derartigen
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
ſiſche Politik ſagte, daß ſie in dieſer Beziehung von Verſuch unzweideutig erklärte, daß er ſich mit ganzer
einem konſervativen Grundzuge erfüllt ſei, ſo läßt die! Energie allen Verſuchen, unſere verfaſſungsmäßigen
Ver=
diplomatiſche Wendung auf franzöſiſche Unterſtrömungen hältniſſe zu ändern und die Rechte des Kaiſers zu ſchmä=
Das Wichtigſte vom Tage.
ſchließen, die keinen konſervativen Charakter haben. Viel= lern, entgegenſetzen werde, und daß ſolche Verſuche auf
Nach der geſtrigen Sitzung der Zweiten Kammer, leicht liegt es hieran, wenn die deutſch=franzöſiſchen Ver= ganz unbeugſamen Widerſtand ſtoßen würden.
die ſchon 11½ Uhr beendet war, traten die Fraktionen handlungen, die wirtſchaftlichen Reibungen in der aſia=
*
*
zu einer Sitzung zuſammen, um über die Möglichkeit tiſchen Türkei vorbeugen ſollen, trotz längerer Dauer noch
einer en bloe=Annahme der Beamtenbeſol=
Zu dem Auftreten des Reichskanzlers im Reichstage
dungsvorlage zu beraten, zu welcher die Re= in den erſten Anfängen ſtecken. Daß im Gegenſatze hierzu
äußert ſich die liberale Voſſiſche Zeitung: Herr
gierung dringend geraten hatte, da ſonſt die Annahme unſere gleichen Zwecken dienenden Verhandlungen mit von Bethmann Hollweg kann der Sozialdemokralie
dank=
der Vorlage wieder gefährdet ſei.
England ziemlich weit vorgeſchritten ſind, iſt erfreulich. bar ſein. Ein beſſerer Erfolg hätte der Reichskanzler von
Sehr begrüßt darf dabei die Ankündigung werden, daß der erſten Sitzung nach dem Mißtrauensvotum kaum
er=
dher Reichstag ſetzte geſtern die Etatsberatung fort.
Kriegsminiſter von Falkenhayn ſprach nochmals über ähnliche Beſprechungen, die zwiſchen uns und England wartet. Wäre er vorher indisponiert geweſen, er hätte
ſich jetzt wieder wohl gefühlt. Ehe die Verfaſſung im
den Zaberner Fall. Auch der Reichskanzler ergriff noch= behufs Vermeidung wirtſchaftlicher Reibungen in Sinne der Sozialdemokratie geändert wird, muß die
So=
mals das Wort.
Afrika ſchweben, keine Kompenſationen für unſere aſia= zialdemokratie von Grund aus ſich geändert haben. So=
Die Wahlprüfungskommiſſion des Reichs= tiſchen Intereſſen ſchaffen ſollen. Die im neuen Reichsetat lange ſie dies unterläßt, ſind die Angriffe auf den mit
tags hat beſchloſſen, die Wahl des Abg. v. Lievert geforderte Umwandlung des Konſulats zu Jeruſalem in einem Mißfallenvotum belaſteten Reichskanzler, mit dem
die Volksvertretung nicht mehr zuſammenarbeiten könne,
(Rpt.), Sachſen 14, Borna, für ungültig zu erklären. ein Generalkonſulat, die der Vizekonſulate zu Haifa und nur geeignet, ſeine Stellung zu ſtärken und ſomit wird
Der Ausſchuß der Kammer der bayeriſchen Jaffa in Konſulate, ſowie die Errichtung von Berufskon= Herr von Bethmann Hollweg zufrieden ſein. Die Schick=
Reichsräte hat den Geſetzentwurf über die Erhöhung ſulaten in Erzerum und Täbris hat bereits die Abſicht falsſtunde iſt für ihn keine Sterbeſtunde geworden. —
der Zivillliſte einſtimmig angenommen.
der Regierung bezeugt, das politiſche Gewicht des Reiches Der Berliner Lokal=Anzeiger ſtellt feſt: Es
gab=
keinen Skandal, keine Senſation. Man durfte geſpannt ſein.
Brinz Heinrich von Preußen iſt am Dienstag in der aſiatiſchen Türkei zu verſtärken, und erkennen laſſen, wie der Sturm der vergangenen Woche auf den Kanzler
abend zu privatem Beſuch in London eingetroffen. daß die Regierung keine realen Werte zentralafrikaniſchen eingewirkt haben würde. Nun, wenn er überhaupt einen
Augenblick ſein ſeeliſches Gleichgewicht verloren hatte, ſo
Der mexikaniſche Kongreß hat die letzten Prä=Zukunftshoffnungen opfern will.
hatte er es inzwiſchen vollkommen wieder gewonnen. Er
ſidentſchaftswahlen für ungültig erklärt
Auf die ſachlichen Ausführungen des Reichskanzlers trat den Scheidemannſchen Ausführungen mit unleug=
und die Neuwahlen für Juli angeſetzt.
ging der ſozialdemokratiſche Redner Scheidemann ſo gut barem Geſchick entgegen.
Die Kreuzzeitung
wie gar nicht ein. Er war auf die Zaberner Ange= ſchreibt: Auf Scheidemanns Angriffe erfolgte ſofort des
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Reichskanzlers Abwehr. Entſchieden und friſch, beinahe
legenheit vorbereitet und übte an ihr ſeinen ätzenden freudig weiſt er die Verſuche zurück, den Machtbereich des
Sarkasmus, um die bürgerlichen Parteien für die verfaſ= Parlaments zu erweitern. Lebhafte Zuſtimmung dankt
ſungsrechtlichen Ziele der Sozialdemokratie, d. h. zunächſt ihm dafür. Das Zentrum winkt den Genoſſen ſehr dent=
Die auswärtige Politik
für das parlamentariſche Regierungsſyſtem, lich ab. — Die Berliner Neueſten Nachrichten
ſchreiben: Ernſt und überzeugend kommen die Worte aus
zu gewinnen. Der Abgeordnete Scheidemann verlangt im dem Munde des Reichskanzlers, wenn ſie auch nicht die
und das Mißbilligungsvotum.
Namen’ſeiner Partei, was am Sonntag die ſozialdemo= helle Klangfärbung einer Fechterllinge haben. Die Lärm=
** Die auswärtige Politik iſt der Gegenſtand einer kratiſchen Proteſtverſammlungen gefordert haben: den attacke der Roten iſt ausgeblieben. — Die Deutſche
nurzen Darlegung geweſen, mit der die Verhandlungen Rücktritt des Reichskanzlers und des Kriegsminiſters als Tageszeitung ſchreibt: Mit dem, was der
Reichs=
kanzler geſtern über die auswärtige Politik des Deutſchen
des Reichstages am Dienstag vom Kanzler eingeleitet! Folge des Mißtrauensvotums. Aber Scheidemann geht Reiches ſagte lann man im allgemeinen einverſtanden ſein.
wurden. Was der leitende Staatsmann in diefer kurzen, noch weiter als jene Volksverſammlung, da er nicht bloß Die zweite Rede, die er gegen Herrn Scheidemann hielt,
zwanzig Minuten währenden Rede, ſagte, überraſchte die Budgetverweigerung für den Fall empfichlt, daß der zeichnete ſich durch eine gewiſſe Schärfe aus, die freilich
nicht duch die Neuheit der mitgeteilten Tatſachen und Ur= Kanzler im Amte bleibt, ſondern dem Reichstage auch an= hin und wieder eine eigentümliche Abtönung erfuhr. Mit
Recht erklärte er die formelle Mißbillgungskundgebung
teile, entbehrt jedoch trotzdem nicht der Bedeutung, weil ſinnt, für dieſen Fall die Gehälter des Reichskanzlers und als widerſprechend unſeres verfaſſungsrechtlichen
Zuſtan=
es, Bekanntes beſtätigend und unterſtreichend, einiges Licht des Kriegsminiſters zu ſtreichen. Bei der Begründung des. Gleichzeitig betonte er aber, daß eine ſolche
Kundge=
dieſer Forderungen gab ſich „Genoſſe” Scheidemann ſehr bung nicht bedeutungslos ſei. — Die Tägliche
Rund=
auf den Gang der großen Politik fallen läßt.
ſchau betont: Auf allen Seiten war lebhaſt empfunden
Soweit der Reichskanzler auf die noch zu löſenden ſtarke Blößen. Anſtatt den Nachdruck auf das theoretiſche
worden, wie mit ganz anderer Sicherheit als in ver=
Balkanfragen und die gemeinſame Arbeit der Groß= Ideal der Demokratie zu legen, gab er dieſer rein grund= gangenen Tagen der Kanzler ſeinen parlamentariſchen
rrächte einging, berührte er ſich mit den vorangegangenen ſätzlichen Verfaſſungsfrage eine lächerlich=perſönliche Wen= Streich gegen die Genoſſen führte. Ihr großer Fiſchzug
Erklärungen des Grafen Berchtold, Asquiths und Sir E. dung, indem er ſagte: die Sozialdemokratie wolle den im bürgerlichen Lager iſt mißglückt. — Das Berliner
Tageblatt beſchuldigt den Reichskanzler, daß er hinter
Greys. Auch er rühmt der gemeinſamen Tätigkeit der Mann kennen, dem ſie Militärvorlagen uſw. bewillige. dem Kaiſer habe Deckung nehmen wollen. — Der Vor=
Großmächte nach, daß ſie in der Balkankriſis den Gedan= Als ob irgend eine Vorlage dem einzelnen Miniſter, nicht wärts meint, daß die Dienstagsſitzung zu einem viel
ſeen’der europäiſchen Solidarität zu Ehren gebracht hätte, der Nation und dem Vaterlande, bewilligt werde! Auf ſchwärzeren Tage für den Reichstag und den deutſchen
und auch er rechnet mit einer gedeihlichen Löſung der noch die unlösbare Schwierigkeit, welche Partei bei der be= Parlamentarismus geworden ſei, als ſie der vorige
Mitt=
ausſtehenden Balkanfragen, die in der endgültigen Feſt=ſtehenden Parteizerſplitterung den Vertrauensmann des woch für die deutſche Regierung und den Reichstag war.
In der auswärtigen Preſſe wird die Rede des
Reichs=
ſeetzung der albaniſchen Grenze, in der Verteilung der tür= Reichstages für den Kanzlerpoſten ſtellen ſolle, ging
Schei=
ſüſchen Staatsſchulden und in dem Abſchluß des Inſel= demann überhaupt nicht ein. Die Leichtigkeit aber, kanzlers über die auswärtige Politik eingehend erörtert.
ſcreites beſtehen. Die Unterſtützung der beſonderen Be=mit der er ſich im Falle eines Konflikts
zwi=
dürfniſſe Oeſterreich=Ungarns und Italiens durch die ſchen Reichstag und Regierung den Sieg der Volksvertre=
Deutſches Reich.
haeutſche Balkanpolitik wurde vom Reichskanzler ebenſo tung verſpricht, charakteriſierte er ſelbſt durch einen völlig
— Deutſchlands
Bevölkerungsbewe=
beetont, wie das Zuſammenwirken mit England; daran verfehlten Hinweis auf den preußiſchen Verfaſſungskon= gung im Jahre 1912, die nach den Feſtſtellungen
ſcchloß ſich ein höflicher Hinweis auf das deutſch=ruſſiſche flikt. Er ſieht nämlich in ihm Bismarck darum ſiegreich, des Kaiſerlichen Statiſtiſchen Amtes jetzt in den Schluß=
Verhältnis, und den Abſchluß bildete die kühle Erwäh= weil er dem „Klaſſenparlament” gegenübergeſtanden habe. ziffern vorliegt, iſt nach mehrfacher Richtung ſehr
be=
nrung unſerer korrekten Beziehungen zu Frankreich. Mit! Daß in jenem „Klaſſenparlament” die Anhänger der Regie= merkenswert.
heervorſtechender Wärme gedachte der Reichskanzler der rung auf ein kleines Dutzend zuſammengeſchmolzen waren,
Die Zahl der Geborenen betrug im Jahre 1912
maßvoll=klugen Politik Rumäniens, deren Ergebniſſe! hat er ganz überſehen. Und vollſtändig vergißt er, was 1925893 (im Vorjahre 1927039) im Durchſchnitt des
wir, abweichend von Oeſterreich=Ungarn, durch eine ſofor= Kanzler und Kriegsminiſter tun würden, wenn der Reichs= Jahrzehnts 1903 bis 1914 2028049. Auf 1000 der
Be=
ſige Korrektur des Bukareſter Friedens nicht beeinträchti= tag ihnen das Gehalt nicht bewilligte: ſie würden als in völkerung entfielen ſonach im Jahre 1912 29,12 (29,48),
im Durchſchnitt des genannten Jahrzehnts 32,40. Es
gen wollten. Bei der Bedeutung, die Rumänien zwiſchen allen Formen Rechtens ernannte Miniſter ihr Gehalt ganz ſtarben in den gleichen Zeiträumen 1085 996 (1187094)
deen beiden großen Mächtegruppen hat, erſcheint die deut= einfach einklagen! Die Sozialdemokratie aber, die bezw. 1179735, vom Tauſend der Bevölkerung 16,42
ſche Politik um ſo verſtändlicher, als die fortdauernde in der Zaberner Angelegenheit ſo leidenſchaftlich für Recht (18.16) bezw. 18.90 Der Geburtenüberſchuß betrug im
Gemeinſamkeit der wichtigſten Intereſſen Deutſchlands und und Geſetz eintrat, hätte keinerlei Rechtshandhabe, dagegen Jahre 1912 839887 (739945) bezw. 848314, vom
Tau=
ſend der Bevölkerung 12.70 (11,32) bezw. 13,59. Der Ge=
Oeſterreich=Ungarns es ausſchließt, daß unſer Bundesver= Einſpruch zu erheben. Der Reichskanzler brachte in burtenrückgang iſt nach dieſen Zahlen nicht unbedenklich.
hältnis unter dem gedachten Zwiſchenfall leidet.
einer zweiten kurzen Rede das geltende Verfaſ= Allerdings wird er einſtweilen noch mehr als aufge=
Außer Rumänien war die Türkei der einzige Bal=ſungsrecht in Erinnerung und wies nach, daß wogen durch die erfreuliche Verringerung der Sterbefälle.
klanſtaat, der vom Reichskanzler in den Kreis ſeiner Er= bei der Einführung des Mißtrauensvotums gerade die Deren Urſache iſt in der wachſenden Fürſorge für die
Volksgeſundheit und für die hierauf Bedacht nehmenden
örterung gezogen wurde. Man verſteht dieſe Zurückhal=ſozialdemokratiſchen Redner es waren, die beſtritten, daß Einrichtungen unſerer Gemeinweſen zu ſuchen.
Waſſer=
fung, da einerſeits die Dinge noch allzu ſehr im Fluß ſind, die Neuerung verfaſſungsrechtliche Aenderungen mit ſich fürforge, Kanaliſierung, Badeanlagen uſw. ſpielen hier=
und da andererſeits die beim Berliner Beſuch des Grie= bringe. Herr von Bethmann Hollweg lehnte ſolche aus bei eine bedeutſame Rolle. Die Zahl der unehelich
Ge=
chhenkönigs gemachte Erfahrung zur Vorſicht mahnt. Der dem Mißtrauensvotum gezogene Folgerungen ſcharf ab, borenen weiſt eine bedauerliche Steigerung auf. Sie
be=
trug im Jahre 1912 183857 (177056), im Durchſchnitt
Türkei gegenüber, deren Erhaltung und Feſtigung wir aus namentlich ſoweit ſie die Rechte des Kaiſers mindern, und des letzten Jahrzehnts 178530. vom Hundert der
Ge=
matürlichen Gründen wünſchen und fördern müſſen, ergibt erklärte ſeine Entſchloſſenheit, wegen des „ſogenann= borenen 9,55 (9,10) bezw. 8,80. Die Eheſchließungen haben
ſich von unſerem Standpunkte aus bei der Beurteilungten Mißbilligungsvotums” nicht zurückzutreten. im letzten Jahre zugenommen. Deren Zahl betrug im
wer von den übrigen Großmächten verfolgten Politik ſozu= Das war zu erwarten und entſpricht dem geltenden Ver= Jahre 1912 523 491 (512819) bezw. 495 729, vom Tauſend
der Bevölkerung 7,91 (7,85) bezw. 794. Ein Vergleich
ſagen dieſelbe Rangordnung, die während der Balkan= ſaſſungsrecht, das die Sozialdemokraten, die ſonſt ſo lei= mit dem letzten Jahrzehnt zeigt alſo im Prozentſatz eine
briſis gültig war: erſt unſere Verbündeten, dann Groß= denſchaftlich gegen jede Verfaſſungsänderung proteſtieren, Abnahme der Eheſchließungen.
— Die Neckar=Kanaliſierung. Zur
Neckar=
britannien, dann Rußland, an letzter Stelle Frankreich, einfach mißachten und die auf Umwegen die parlamen=
Dieſe Rangordnung ſpiegelt die Verſchiedenheit des Eiſers tariſche Regierung bei uns einſchmuggeln möchten, die uns Kanaliſierung hat der Ausſchuß des Verbandes
württem=
wieder, mit dem die Mächte des Dreiverbandes auf gerade noch gefehlt hätte. So ein Staatsſtreich von unten bergiſcher Induſieieller eine Eingabe an die Regierung
die Erhaltung des türkiſchen Beſitzſtandes bedacht ſind. wäre auch nicht übel. Es war deshalb ſehr verdienſtlich, und die Landſtände beſchloſſen, in der eingehend die Not=
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 11. Dezember
Seite 2.
England.
Wendigkeit der alsbaldigen Iuangriſuahme der
Schifſ=
barmachung des Neckars auf Grund neuer wirtſchaftlicher
Ende des Dubliner Streiks. Auf dem
Tatſachen dargelegt und darauf hingewieſen wird, daß Gewerkſchaftskongreß kam es zu ſtürmiſchen Szenen. Dem
angeſichts der drohenden wirtſchaftlichen Hintanſetzung! Dubliner Arbeiterführer Larkin wurde ein ſehr feindſeli=
Württembergs die Frage einer „Rentabilität” des An= ger Empfang bereitet, und eine Zeitlang herrſchte große
lagekapitals vollſtändig in den Hintergrund treten müſſe. Unordnung. Schließlich entſchied ſich der Kongreß mit
Die Eingabe fordert zum Schluß: 1. Verhandlungen mit 2 228000 gegen 203000 auf ihm vertretenen Stimmen ge=
Baden und Heſſen über die ſofortige Inangriffnahme des gen den Generalſtreik zur Unterſtützung der Dubliner Aus=
Baues einer Waſſerſtraße auf dem Neckar von Mannheim ſtändigen. Trotz heftiger Proteſte Larkins wurde die
Re=
bis Heilbronn. 2. gleich beim Wiederzuſammentritt der ſolution angenommen, in welcher für die Wiederaufnahme
Stände im Jahre 1914 die Vorlage geeigneter Geſetzent= der Verhandlungen mit den Dubliner Arbeitgebern
einge=
würfe, auf Grund deren der Regierung die Mittel zur treten wird.
Verfügung geſtellt werden für die ſofortige Inangriff=
Portugal.
nahme der Neckarſchiffahrtsſtraße ohne Rückſicht auf den
Die Kolonienfrage. In der Kammer forderte
Zeitpunkt der Einführung von Schiffahrtsabgaben im
der Führer der Evolutioniſten, Almeida, den Miniſter des
Rheinſtromgebiet, 3. die ſchleunigſte Verwirklichung einer Aeußern auf, eine entſchiedene Erklärung über das an=
Neckarſchiffahrtsſtraße durch Bewilligung der Mittel für
gebliche Uebereinkommen zwiſchen Deutſchland und
Eng=
eine ſofortige Inangriffnahme des Baues.
land, betreſſend die portugieſiſchen Kolonien, abzugeben.
— Die bayeriſche liberale Fraktion! Der Miniſter wiederholte das formelle Dementi, das er
nahm eine Entſchließung einſtimmig an, daß ſie trotz der kürzlich gelegentlich eines Vortrages abgegeben hatte.
Meinungsverſchiedenheiten, die gelegentlich der Vorlage
Bulgarien.
über die Erhöhung der Zivilliſte zutage getreten ſind, einen
Die Sobranjewahlen. Durch die weiter be=
Anlaß zu einem Rücktritt des Vorſitzenden Caſſelmann
nicht als gegeben erachten könne und in der die Ueber= kannt gewordenen Reſultate iſt ſelbſt die einfache
Mehr=
zeugung ausgedrückt wird, daß die Fraktion auch weiter= heit der Regierungsparteien unſicher geworden. Dadurch
hin unter ſeiner Führung in vollem gegenſeitigen Ver= wird ein Kompromiß der Regierung mit den Demokraten
und Agrariern, ſowie eine Umbildung des Kabinetts
trauen für die gemeinſame Sache zuſammenarbeiten werde.
wahrſcheinlich. Nach den neueſten Meldungen ſind, ſoweit
bisher bekannt iſt, 95 Kandidaten der Regierungsparteien,
Ausland.
47 Sozialiſten, 37 Agrarier, 14 Demokraten, 5
Nationa=
liſten und Anhänger Geſchows, 5 Radikale, 1 Fortſchritt=
Oeſterreich=Ungarn.
Die äußere Politik Oeſterreich=Un=ler und 1 Anhänger Danews gewählt. Die durch die
Ver=
garns wurde in der Sitzung der ungariſchen Delegation waltungsbehörden ermittelten Ziffern werden am
Frei=
tag von den Gerichten nachgeprüft.
weiter erörtert.
Miniſterpräſident Tisza erklärte, daß das leitende
Rußland.
Prinzip der äußeren Politik Oeſterreich=Ungarns in der
Reviſion der Judengeſetzgebung? Die
Wahrung des Friedens beſtand und in der Sicherung der
freien ökonomiſchen Entwickelung des Balkans, ſowie in ruſſiſche Regierung hat für Ende d. J. eine allruſſiſche
der Unabhängigkeit der Balkanvölker. Der Miniſter kam Rabbinerkonferenz nach Petersburg einberufen, d. h. ſalls
dann auf Rußland zu ſprechen und ſagte: So oft die es gelingt, die Vorarbeiten in den nächſten zwei Wochen
ruſſiſche äußere Politik es unſerer Monarchie ermöglichte, abzuſchließen. Sonſt muß der Kongreß auf Januar oder
eine freundſchaftliche und friedliche Vertrauenspolitik
Rußland gegenüber zu befolgen, gab es bei uns keinen Februar nächſten Jahres verlegt werden. Das
Mini=
einzigen Faktor, der dies nicht mit größter Freude be=ſterium des Innern hat den Gouverneuren Inſtruktionen
grüßte. Wenn unſere äußere Politik während der ſehr erteilt für die Wahl von Vertretern der örtlichen
Rab=
komplizierten diplomatiſchen Kampagne, und zwar nicht biner zu dem Kongreß. Das Reſultat der Arbeiten
die=
in einer Angelegenheit, wo unſere eigenen Intereſſen
ge=
fährdet waren, ſondern vom allgemeinen europäiſchen Ge= ſes Kongreſſes ſoll als Material dienen bei der Reviſion
ſichtspunkt aus in der einen oder anderen Frage ihren der Geſetzgebung über das Judentum.
Standpunkt modifizierte, ſo kann ihr daraus kein
Vor=
wurf gemacht werden. In den drei von dem Miniſter
des Aeußern fixierten Fragen, bezüglich deren die Inter=
Stadt und Land.
eſſen der Monarchie tangiert erſchienen, nämlich bezüglich
der militäriſchen Poſition an der Adria, bezüglich der Un=
Darmſtadt, 11. Dezember.
abhängigkeit Albaniens und bezüglich gewiſſer Rumänien
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
zu leiſtenden Kompenſationen, erreichte die Monarchie ihrherzogin und Prinzeſſin Hermann zu
Ziel. Der Miniſterpräſident widerlegte die Behauptungen Stolberg=Wernigerode ſind Dienstag vormittag
von einer Notwendigkeit und Nützlichkeit der Wiederbe= 8 Uhr 50 Min. aus Bonn im Neuen Palais wieder
ein=
ſetzung des Sandſchaks während des Krieges, wandte ſich getroffen. (Darmſt. Ztg.)
dann der Kritik zu, welche an ſeiner im Juni 1912 im
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Großherzog
Abgeordnetenhauſe gehaltenen Rede geübt worden iſt, und
empfingen am Mittwoch den Oberſtleutnant v. Petern
ſtellte feſt, daß darin nichts weniger als die Aufforderung
an die Balkanſtaaten zum Kriege lag. Bezüglich der Bu= beim Stabe des 2. Großh. Heſſ. Feldart.=Regts. Nr. 61;
kareſter Reviſionsfrage erklärte der Miniſterpräſident, die den Hauptmann v. Baumbach, Batteriechef in demſelben
Ergänzung des Bukareſter Friedens hätte nicht eine Ver=Regiment; den Lehrer Heberer von Hähnlein; den
Ge=
nichtung des bedeutſamen Werkes Rumäniens bedeutet, heimen Reg.=Rat Dr. Wagner, Kreisrat in Dieburg; den
ſondern eine Sicherung der Grundlagen des Buka=! Oberaktuar Mann von Gießen; den Aktuar Doſch von
reſter Friedens durch eine allgemeine europäiſche Gießen; den Dekan Waller von Nieder=Ingelheim; den
Sanktion. Der Miniſterpräſident konſtatierte, daß Oberamtsrichter Wünzer; den Kreisaſſiſtenzarzt Dr. med.
die Arbeiten zur Feſtſtellung der Süd= und Nord= Küchel von Worms; den Kriminalkommiſſar Becker von
grenze Albaniens ſo ſicher fortſchreiten, daß die Hoff=Offenbach; den Polizeiwachtmeiſter Salewski von
Offen=
nung nicht unberechtigt ſei, daß endlich auch dieſe letzte bach; den Schutzmann Ebenau von Offenbach; den
Kreis=
unerledigte Frage zur allgemeinen Beruhigung gelöſt ſtraßenmeiſter Haupt von Beerfelden; den Sanitätsrat
werde. Redner ſtimmte Andraſſy zu, daß die Monarchie Dr. med. Strein von Griesheim; den Direktionsſekretär
die Rolle des Vermittlers mit den Mächten der Entente= am Landesmuſeum Rechnungsrat Ries; den
Kammerchor=
gruppen zu ſpielen habe. Dies gelte aber nur inſoweit, ſänger Göllnitz; den Intendanten Hofrat Behrend von
als in Zukunft ſeitens Rußlands eine Politik zur Geltung Mainz; den Mitdirektor Klug vom Bankverein Offenbach;
gelange, die Gegenſätze zwiſchen Rußland und der Bal= den Lehrer Maſſing von Laubenheim; den Architekten
kanpolitik der Monarchie nicht heraufbeſchwöre. Tisza Seuling von Gießen; den Amtsgerichtsrat Dr. Langsdorf
konſtatierte mit Freude, daß die Haltung Rußlands in von Langen; die Lehrer Schäfer, Seib und Dillmann von
der Gegenwart den Triumph dieſer auch von dem Stand= Bensheim; den Geiſtlichen Rat Schaefer, Pfarrer an St.
punkt der ruſſiſchen Intereſſen richtigeren Politik bedeute. Stephan in Mainz; den Dekan und Pfarrer Zipp von
Im allgemeinen könne nach der Balkankriſe eine Ver=Weiſenau; den Reallehrer Meſſinger von Offenbach; den
ringerung der Reibungsflächen der Monarchie und Ruß= Lehrer Müller von Offenbach; den Muſikdirektor Roetger
lands konſtatiert werden. Mit Freude ſei auch eine Beſſe= von Alzey; den Oberpfarrer Knott von Schlitz; den Geh.
rung der Beziehungen zwiſchen England und Deutſchland Juſtizrat v. Brentano von Offenbach: den Juſtizrat Dr.
zu konſtatieren, ſowie der Umſtand, daß es keinerlei Tat=Stephan von Worms; den Landwirt Maus von uffhofen;
ſachen gäbe, welche dieſelbe friedliche Lage nicht auch be=den Direktor der Bezirksſparkaſſe Schneiderhöhn von
züglich Frankreichs ſicherſtellen würden.
Mainz; den Bürgermeiſter Schüler von Drais; den
Bau=
wenigen Vergnügungen, wie Theater, Tingeltangel und
Kientopp.
Briefe aus dem
Ein Vergnügen anderer Art aber ſuchte ich am Morgen
nach meiner Ankunft auf. Moltke ſagte einmal: „Wer nie
umgekrempelten Orient.
in einem Hamam (türkiſches Bad) war, weiß überhaupt
„„
III. (Schluß.)
nicht, was Baden heißt”. Das iſt ein ſehr wahres Wort,
Den Bulgaren iſt zu wünſchen, daß ſie jetzt in langer leider ſind nur die Hamams in Aegypten und der Türkei
friedlicher Arbeit erſtarken können. Wenn ſie uns Weſt= meiſtens etwas unſauber. Hier iſt es aber herrlich. Mitten
liche näher und beſſer kennen zu lernen ſich dabei beſtre= in der Stadt ſprudelt ein natürlicher heißer Quell, über
ben, dann werden hoffentlich auch zwei unſchöne Züge dem ſich jetzt ein moderner Prachtbau erhebt. Die
Stadt=
des Volkscharakters, das Mißtrauen gegen alle Frem=väter haben ſeinerzeit eine große Europareiſe gemacht,
den und die Undankbarkeit, verſchwinden. Dann ſchläft um ſich die fremden Hallenbäder anzuſehen (ſie waren auch
vielleicht auch der Rachegedanke ein, und der Bulgare be= in Darmſtadt) und dürften wohl von überall das Beſte
hält Unrecht, der mir geſtern ſagte: „Wir können warten, genommen haben. Das iſt auch an den ganzen
Einrich=
tungen erſichtlich. Nach einem ſolchen Bad hat man auch
Ihr habt ja auch 200 Jahre auf Euer Elſaß gewartet”.
Die Finanzlage iſt nicht ſchlecht. Es ſteckt viel Geld keine Spur klaſſiſchen Bodens mehr, den die
Hotelwannen=
im Lande. Großgrundbeſitz gibt es nicht, aber der Bauer bäder nicht wegbrachten, auf dem Leibe. Allerdings
neh=
iſt wohlhabend; viel wohlhabender, als man vielleicht men es die Frottierknechte auch äußerſt gründlich. Der
aus der rückſtändigen Art ſeiner Wohnungsverhältniſſe meine hat mich verwalkt, als ob ich früher ſein Unter=
und der ganzen Lebenshaltung ſchließen könnte. Aller=offizier geweſen wäre. Aber wie ſagt Onkel Bräſig: „Gut
dings werden jetzt große Anforderungen an ihn geſtellt war’s doch!”
werden. Der neue Steuerzettel bringt wohl recht ſchmerz=
Anderen Tags führte mich der Weg nach der noch
liche Ueberraſchungen, die in einer Erhöhung der Lebens= nicht eingeweihten Alexander=Newsky=Kirche vorbei. Ein
mittelpreiſe ihr Echo finden dürften. Zunächſt kommt das prachtvoller, wenn auch etwas eigentümlicher Bau. Die
innere Ausſtattung aber iſt überwältigend. Der ſonſt ſo
Bismarckſche Wort: „Der Tabak muß noch mehr bluten”
zur Anwendung. Die allgemein gerauchte 3=Stotinki= aufdringliche Goldſchmuck der orthodoxen Kirchen iſt auf
Zigarette wird künftig 6 koſten, alſo ungefähr 5 Pfennig. ein Mindeſtmaß beſchränkt, die von ruſſiſchen Malern ge=
Auch die Zölle ſollen „revidiert” werden, was man in die= fertigten Fresken ſind größtenteils vollendet ſchön. Die
ſem Falle getroſt mit „erhöht” überſetzen kann.
Künſtler haben die ſchwierige Aufgabe, die byzantiniſche
Alſo mit der großen Landestrauer, von der man in j Darſtellungsweiſe in ein uns Modernen anziehendes Ge=
Athen fabelte, iſt es nichts. König Ferdinand erholt ſich wand zu kleiden, mit großem Geſchick gelöſt. Da auch
in Evxinograd bei Varna am Schwarzen Meer und ſtellt Maler von geringerer Bedeutung zugelaſſen wurden,
dort vermutlich Vergleiche zwiſchen des Meeres und des ſtören allerdings einige Bilder, die eine ſchwer zu ent=
Schickfals Wellen an. In ſeiner Hauptſtadt aber iſt man, ſchuldigende Unfähigkeit bekunden. Dampfheizung und
wenigſtens äußerlich, guter Dinge und findet Troſt in den elektriſches Licht vervollſtändigen die Einrichtung dieſes
Nummer 302.
1913.
rat Gelarius von Ofendacht den Finanzrat Lindenſtrußh
Mitglied des Präſidiums der Kriegerkameradſchaft Haſſia,
von Offenbach; den Profeſſor Dr. Berger. Zum Vortrags
den Staatsminiſter Dr. v. Ewald, den Finanzminiſter Dr.
Braun, den Vorſtand des Kabinetts Geh. Rat Römheld,
den Ordenskanzler Oberſt z. D. Frhrn. Röder v. Diersburg=
* Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben die Erlaubnis zur Anlegung
des von Sr. Maj. dem Kaiſer verliehenen Kreuzes des
Allgemeinen Ehrenzeichens erteilt: dem Kreis=
Oberwacht=
meiſter Schumacher im Großh. Gendarmeriekorps.
* Uebertragen wurde dem Lehrer Ernſt Herbſt
zu Maar, Kreis Lauterbach, die erledigte Lehrerſtelle zu
Ruttershauſen, Kreis Gießen; dem Schulamtsaſpiranten
Karl Eberle aus Bingen die erledigte Lehrerſtelle zu
Wingershauſen, Kreis Schotten.
Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Herbſtein=
Richard Plitt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht
Butzbach mit Wirkung vom 16. Dezember 1913.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der
Gerichts=
vollzieher mit dem Amtsſitze in Fürth Georg
Peppler=
auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſetner
lang=
jährigen treuen Dienſte, mit Wirkung vom Dienſtantritt
des Nachfolgers.
g. Strafkammer II. Der 47jährige Händler Alexander
Eberhard Fiſcher in Offenbach hat ſich eines Vergehens
nach § 286 St.=G.=B. ſchuldig gemacht, indem er in einer
Wirtſchaft eine Lotterie veranſtaltete, ohne die
Genehmig=
ung dazu zu haben. Außerdem hat er ſich eines
fortgeſetz=
ten Verbrechens nach § 176, Abſ. 3 des Strafgeſetzbuchs
Strafkammer verurteilte
ſchuldig gemacht. Die
ihn zu 10 Monaten,
Tag Gefängnis
ab=
züglich 6 Wochen der Unterſuchungshaft. — Angeblich
in großer Not hat der 28jährige vorbeſtrafte Taglöhner
Heinrich Anton Müller von Offenbach am 24.
November=
eine ſeinem Bruder gehörige Hoſe entwendet und für
2 Mark verſetzt. In Gemeinſchaft mit dem ebenfalls
vor=
beſtraften, 28jährigen Schneider Heinrich Pracht
entwen=
dete er am 9. Oktober in einer Offenbacher
Wirtſchaft=
einem dort logierenden Gaſt deſſen Stiefel und Sakko. Auch
dieſe Gegenſtände wurden verſetzt. Das Gericht verurteilte
Müller wegen Rückfallsdiebſtahls zu 6 Monaten
Gefängnis und Pracht zu 3 Monaten
Gefäng=
nis. Beiden wird ein Monat der Unterſuchungshaft
ans=
gerechnet — Nicht ohne Humor ging der 68jährige, oſt
vorbeſtrafte Schloſſer Heinrich Heil von Darmſtadt bei
ſeinen Betrügereien vor. Er hatte ſeinen Aufenthalt im
Langener Krankenhaus ausgenutzt, um entſprechende
Ver=
bindungen anzuknüpfen. Nach ſeiner Entlaſſung aus dem
Krankenhaus ging er zu der in Egelsbach wohnenden
Frau eines Krankenhausinſaſſen und zeigte ihr einen
Zettel, wodurch ihr Mann ſie bat, dem Ueberbringel
6 Mark zu geben, er hätte eine „freudige” Ueberraſchung
für ſie. Heil erreichte hier auch den Zweck. In
Sprend=
lingen erſchwindelte er ſich von einem Schmiedmeiſter
einen Betrag von 4 Mark. Hier gab er einen gefälſchten
Zettel von deſſen im Krankenhaus liegenden Geſellen ab,
in dem dieſer um eine Abſchlagszahlung von ſeinem Lohn
erſuchte. Da dieſer Zettel unterſchrieben war, liegt hier
Urkundenfälſchung vor, während im erſten Falle nur
Be=
trug vorliegt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten
zu 4 Monaten Gefängnis. — Der 38jährige Mäler
Philipp Schäfer aus Wiesbaden hat im Juni d. J. in
Offenbach ſeiner Logiswirtin Wäſcheſtücke im Werte von
40 Mark entwendet und dieſe im ſtädtiſchen Leihhaus
ver=
ſetzt. Einen Pfandſchein änderte er dahin ab, daß der
Schätzungswert ſtatt 4 Mark 24 Mark betrug und die
aus=
gezahlte Summe ſtatt 3 Mark 13 Mark. Durch dieſe
ab=
geänderten Zahlen ließ ſich ein Gaſtwirt bewegen, dem
Schäfer den Schein für 4 Mark abzukaufen. Die
Straf=
kammer verurteilte den vorbeſtraften Angeklagten wegen
Diebſtahls und Urkundenfälſchung in Verbindung mit Be= im Rückfall zu 6 Monaten Gefängnis.
* Die heſſiſchen Lebensmittelpreiſe im Monat Oktober.
Dem neueſten Heft der Mitteilungen der Großh. Heſſ=
Zentralſtelle für die Landesſtatiſtik, das als Beilage zur
Darmſt. Ztg. erſchien, entnehmen wir die folgenden Zäh= über die Preiſe der wichtigſten Lebensmittel im Monak
Oktober, wobei jedoch nur die heſſiſchen Kreisſtädte, nicht
die ländlichen Gemeinden, berückſichtigt ſind. Die Preiſe
für Ochſenfleiſch ſchwankten zwiſchen 88 und 100
Pfennigen per Pfund, für Rindfleiſch zwiſchen 70 und
100, für Kuhfleiſch zwiſchen 70 und 95, für Kalbfleiſch
zwiſchen 90 und 100, für Ham melfleiſch
zwi=
ſchen 90 und 120 und für Schweinefleiſch zwiſchen
85 und 120 Pfennigen. Für Ochſenfleiſch wurde am
häufig=
ſten der Höchſtpreis von 100 Pfennigen bezahlt in den
Städten Bensheim, Erbach, Groß=Gerau, Friedberg,
Schot=
ten und Worms; den niedrigſten häufigſten Preis hatten
Alzey mit 88, Alsfeld, Lauterbach und Bingen mit 95 Pf.
Die gleichen Preiſe wies Alzey auch für Rindfleiſch auf;
hier wurde es jedoch von Oppenheim mit 84 Pfennigen
unterboten. Den Höchſtpreis von 100 Pfennigen erreichte
nur Schotten. Das billigſte Kuhfleiſch kaufte man im
Be=
richtsmonat in Darmſtadt, Offenbach, Worms (70) und
wirklich ſchönen Tempels, deſſen Beſuch ich jedem nach
Sofia Kommenden nur empfehlen möchte.
4. Dezember 1913.
Eben komme ich aus dem Nationaltheater, wo ich
Ibſens Nora in bulgariſcher Sprache hörte. Ich habe in
früheren Jahren ſchon einmal hier die Madame Sans=
Gene geſehen und war ſehr zufrieden über die Aufführung,
heute aber bin ich faſt begeiſtert: Fräulein Budevska, die
auch als Koloraturſängerin auftritt, iſt eine Künſtlerin,
bei der man nur bedauern kann, daß ihr ſo enge
ſprach=
liche Grenzen gezogen ſind. Das war keine
Ausſchlach=
tung der ſogenannten Bombenrolle, das war eine Leiſtung,
die an vielen Stellen an die Duſe in ihrer Blütezeit
er=
innerte. Der Hellmers des Herrn Taneff war recht
lobens=
wert; die anderen ſtellten befriedigendes Mittelgut dar.
Im ganzen kann man die Sofioten nur beglückwünſchen,
daß ſie ſolche Vermittler unſerer nordiſchen Dichtung
be=
ſitzen.
Morgen beginnt hier ein großes Volkstheater, der
Wahlrummel. Die ruſſiſche Partei hat wenig Ausſicht,
die Oberhand zu bekommen, was für Bulgarien ein Glück
wäre. Die Parteien ſind ſehr fleißig bei der Arbeit,
beſon=
ders die Sozialdemokraten. Ich bekam wenigſtens ſchon
zehn „Aufrufe an das werktätige Volk” in die Hand
ge=
drückt, die, genau wie bei uns, mit vielen Worten wenig
ſagen. Der ganze Unterſchied beſteht darin, daß ſie in
einer anderen Sprache abgefaßt ſind. Bei den fliegenden
Bilderhändlern, die ihre zweifelhaften Kunſterzeugniſſe
an den Umzäunungen der öffentlichen Gärten
aufhän=
gen, prangen auch die Oeldruckbildniſſe von Marx. Laſſalle,
Liebknecht und Bebel. Dadurch erfahren auch die
Bul=
garen, „wie wir’s ſo herrlich weit gebracht‟ Das kann
einen unruhigen Tag geben. Ich reiße aus. In aller
Frühe geht ein Zügle nach Belgrad, wo ich abends
ein=
treffe; wieder einen Schritt der Heimat näher.
von
Pet
Nummer 302.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 11. Dezember
Kainz (*4 Pfennige); das teuerſte in Alsſeld und Lauter=Künſtlern und Künſtlerinnen aus Darmſtadt Worns,
laach. Die Preiſe für Kalbfleiſch wieſen — wie ſchon die Mainz, Offenbach Friedberg und anderen Orten
einge=
eungangs erwähnten Zahlen beſagen — keine ſolch großen laufenen Werke iſt eine überraſchend große, der Beſuch
Preisſchwankungen auf; man zahlte am häufigſten in Die= rege und die Teilnahme des Publikums an unſerem
hei=
trrg 90, in Gießen 94, in Lauterbach 95, in Büdingen 96 miſchen Kunſtſchaffen wahrhaft erfreulich. Die
Geſchäfts=
umd in den übrigen Kreisſtädten 100 Pfennige. Schweine= führung hat es an nichts fehlen laſſen, den Charakter der
f eiſch erreichte ſeinen billigſten Preis in Schotten mit 85 Ausſtellung als einer feſtlich=intimen Veranſtaltung auch
umd Friedberg mit 88 ſeinen teuerſten in Offenbach mit äußerlich kenntlich zu machen und dem im innerſten Weſen
120 Pfennigen. Geräucherter Speck konnte am billigſten meiſt heiter=beſchaulichen, ſtill=freudigen Ausſtellungsgut
in Alsfeld, Mainz und Oppenheim mit 100 Pfennigen ge= durch paſſende Verteilung und Schmuck eine durch
Be=
lauft werden; Schweinſchmalz mit 80 Pfennigen in Lau= hagen ruhig anſprechende Folie zu ſchaffen. Verkauft
wur=
terbach. Die Brotpreiſe 1. Qualität wieſen 13 Pfen= den bisher ein charaktervoller Studienkopf von Prof. R.
rige pro Pfund auf in Bensheim, Dieburg, Erbach, Groß= Hoelſcher (Radierung), ſowie eine geiſtreich drollige Fe=
Gerau, Heppenheim und Oppenheim; den höchſten Preis derzeichnung von Elſa Moſcher. Weitere Verkäufe läßt
ron 17 Pfennigen hatte Lauterbach. Das Brot 2. Sorte die Gediegenheit des zu vergleichsweiſe mäßigem Preiſe
toſtete im Durchſchnitt 12 bis 15 Pfennige; den niedrigſten Dargebotenen erhoffen. Möchte doch manchem hieſigen
Stand wieſen Dieburg, Heppenheim, Gießen, Alsfeld und Liebhaber und Käufer der Verein nach dieſer Richtung hin
Schotten auf, den höchſten Darmſtadt. Weizenmehl war als Vorbild dienen, der, alten guten Gepflogenheiten
ge=
am billigſten in Dieburg, Groß=Gerau, Heppenheim, Als= treu, in dem Beſtreben, die einheimiſche Künſtlerſchaft
ſeld, Büdingen, Friedberg, Schotten und Alzey, am teuer= auch pekunjär nach Möglichkeit zu ſtützen, ſeinen Bedarf
ſen in Offenbach, Mainz und Bingen. Die höchſten Kar= an Verloſungsgegenſtänden auch dieſes Jahr wieder zum
offelpreiſe zahlte man in Bingen mit 3 Mark per guten Teil aus dem Beſtande der Weihnachtsausſtellung
Fentner, die niedrigſten in Groß=Gerau, Mainz und Op= gedeckt hat, worüber weiteres demnächſt zu berichten bleibt.
enheim mit 2 Mark. Die Preiſe für Landbutter
* Weihnachts=Ausſtellung. Die vom Gewerbemuſeun
anden mit 115 Pfennigen pro Pfund am billigſten in veranſtaltete Weihnachts=Ausſtellung erfreut ſich ſtets eines
Gießen, mit 150 Pfennigen am teuerſten in Dieburg. Die regen Beſuches. Inzwiſchen iſt die Ausſtellung in ver=
Sierpreiſe ſchwankten zwiſchen 70 und 120 Pfennigen, ſchiedener Richtung ergänzt worden. U. a. ſind neu
aus=
wobei am billigſten die Heppenheimer, Offenbacher, Main= geſtellt: von Maler L. Enders Kiſſen und Damentaſchen
ger, Bingener und Wormſer Eier waren; die teuerſten
in Batikarbeit; ferner von Fräulein Hertha Koch
wurden in Bensheim und Alzey verkauft.
Kiſſen in bunter Wollſtickerei, Damentaſchen in Seiden=
C. Die Zahl der Tabakpflanzer im Großherzogtum,
ſtickerei. Herr Nover hat ſeiner Kollektion von
Spahn=
die im Erntejahre 1911/12 (1. Juli 1911 bis 30. Inni 1912) ſchachteln, die allgemeinen Anklang finden, neue Stücke
214 betrug, hat ſich im Erntejahre 1912/13 auf 1103 ver= hinzugefügt. Auch die ausſtellenden Firmen haben
viel=
mindert. Dasſelbe gilt von der mit Tabak bepflanzten
fach ihre Ausſtellungen ergänzt. Es wird nochmals dar=
Fläche, die im genannten Zeitraum von 405,58 auf 364,48 auf hingewieſen, daß alle ausgeſtellten Gegenſhände ver=
Hektar zurückgegangen iſt. Von letzterer Fläche entfallen
käuflich ſind. Die Ausſtellung iſt täglich von 11—1 Uhr
168,86 Hektar, alſo faſt die Hälfte, auf Viernheim, worauf und von 3—5 Uhr geöffnet, Mittwoch abends bis 7 Uhr.
Lampertheim mit 92,18, Wimpfen mir 54,06 und Lorſch mit
Sonntags von 11—1 Uhr. Der Eintritt iſt frei.
7,41 Hektar folgen. Während in Erntejahr 1911/12 die
* Alelier=Ausſtellung. Profeſſor Adolf Beyer
Ernte 542 494 Kilogramm, alſo auf den Hektar
durchſchnitt=
liich 1337 Kilogramm betrug, ſtellte ſich im folgenden Jahr und Frau Anna Beyer veranſtalten vom 11.—14.
De=
das Ergebnis erheblich günſtiger, indem 785417 Kilo=1 zember in dem Atelier Saalbauſtraße 73, Garten
gramm, alſo durchſchnittlich 2154 Kilogramm auf den gebäude, eine Ausſtellung neuer Gemälde.
Sektar, geerntet wurden. Der mittlere Preis (ohne Tabak=
— Hanſa=Bund. (Verſpätet eingegangen.) Am
Mon=
ſeuer) von 1 Doppelzeniner Tabak betrug in 1911/12 tag abend hat wiederum eine Sitzung des Geſamtaus=
*5 48 Mark, in 1912/13 55 21 Mark, und der Geſamtwert ſchuſſes der Bezirksgruppe Darmſtadt des Hanſa=Bundes
der Ernte im erſteren Jahre 355 269, im letzteren 433 613 ſtattgefunden, wobei anſtelle des verſtorbenen Herrn Geh.
Mark.
Kommerzienrat Dr Louis Merck der bisherige ſtellvertre=
— Bekämpfung des Heu= und Sauerwurms. tende Vorſitzende, Herr Fabrikant Emil Schenck, zum Vor=
AAluf Einladuna Großh. Miniſteriums des Innern, Ab
ſitzenden gewählt wurde. Als Erſatz für Herrn Schenck
heilung für Landwirtſchaft Handel und Gewerbe, wurde Herr Dr. Otto Röhm, i. F. Chemiſche Fabrik Röhm
hand lt. Darmſt. Ztg. in Mainz eine Beſprehung u. Haas in Darmſtadt, zum ſtellvertretenden
Vorſitzendener=
von Vertretern der Verwaltungsbehörden der am nannt. Das Präſidium der Ortsgruppe ſetzt ſich ſomit nun=
Weinbau beteiligten Kreiſe ſowie von beruflichen mehr aus folgenden Herren zuſammen: Vorſitzende: Benk=
Korporationen und Sachverſtändigen über die auf direktor C. Parcus (Großhandel), Fabrikant Emil Schenck
Grund der ſeitherigen, insbeſondere diesjährigen, Er= (Induſtrie), Obermeiſter Karl Lautz (Handwerk); ſtellver=
Fahrungen künftig zu ergreifenden Maßregeln ſtatt. Es tretende Vorſitzende: Fabrikant Dr. Otto Röhm (
Indu=
wurde hierbei Uebereinſtimmung in folgendem erzielt: ſtrie), Kaufmann Fritz Becker (Detailhandel), Hans Tölke
Die bewährten alten Bekämpfungsmittel ſollen nach (Angeſtellte). Mit Befriedigung wurde davon Kenninis
wie vor nicht vernachläſſiat werden, wobei auf eine genommen, daß gelegentlich der Stadtverordnetenwahlen
rnöglichſt einheitliche Durchführung dieſer Maßnahmen in Darmſtadt infolge der Aufſtellung geeigneter Herren
Wedacht zu nehmen iſt. Ein zwangsweiſes Vorgehen ſeitens des Hanſa=Bundes und infolge der fortgeſetzten
rwäre auf die Fälle zu beſchränken, in denen die Um Beteiligung des Wahlausſchuſſes an der Vorbereitung der
ſtände es unbedingt erheiſchen und die Mehrheit der Wahlen 11 Kandidaten des Hanſa=Bundes zu Stadtver=
Weteiligten ſich dafür ausſpricht. Mit dem von der ordneten gewählt worden ſind. Weiter wurde mit Ge=
WWein= und Obſtbauſchule Oppenheim angewandten
nügtuung feſtgeſtellt daß die längeren Bemühungen der
ieuen Mittel ſollen Verſuche im großen angeſtellt
tverden, und zwar in fünf Gemarkungen auf je etwa Bezirksgruppe auf Schaffung einer geeigneten kaufmänni=
80 Morgen in jeder Gemarkung. Weiter ſollen auch ſchen Buchführung für den Handwerkerſtand nun endlich
Private zur verſuchsweiſen Anwendung des Be= zu einem greifbaren Ergebnis geführt zu haben ſcheinen.
Ein in Ausſicht genommenes 2=Bücherſyſtem unterliegt ge=
Lämpfungsverfahrens angeregt werden. Zu dieſem
Zweck ſoll zunächſt ein Flugblatt herausgegeben genwärtig der Prüfung der Darmſtädter
Handwerker=
wwerden das von der Wein= und Obſtbauſchule in! Innungen und=Vereinigungen. Einer eingehenden Be=
Oppenheim verfaßt wird und an alle Bürgermeiſter ſprechung wurde die Stellungnahme des Induſtrierats und
er weinbautreibenden Gemeinden zu überſenden iſt. des Direktoriums des Hanſa=Bundes bezüglich der Frage
Die hierdurch en ſtehenden Koſten übernimmt die Land= des Arbeitswilligenſchutzes unterzogen. Der Ausſchuß
er=
rwirtſchaftskammer. Ferner ſollen praktiſche Unter. klärte ſich durchaus mit der Anſicht des Direktoriums
ein=
weiſungen ſtattfinden und es ſollen in Bezirken von verſtanden, es dürfe die Koalitionsfreiheit der Arbeitgeber
etwa 6, 8 oder 10 umliegenden Gemeinden Leute von und Arbeitnehmer nicht angetaſtet und es dürfe weiter
einem Sachverſtändigen der Wein= und Obſtbauſchule kein Ausnahmegeſetz geſchaffen werden, es ſei jedoch
Aus=
in dem Bekämpfungsverfahren unterwieſen werden. Ver= ſchreitungen bei Streiks dadurch zu begegnen daß die
be=
windliche Beſtellungen auf Nikotin ſollen von den ſtehenden Geſetze und Verordnungen in vollem Umfange
Bürgermeiſtereien geſammelt und den Kreisämtern auf= gehandhabt und zur Geltung gebracht würden. Durchaus
rgegeben werden, die ſie der Wein= und Obſtbauſchule zu billigen iſt, daß den ſtaatlichen Exekutivorganen eine
Dppenheim zugehen laſſen. Von den bis jetzt von den klare, gemeinverſtändliche und objektive Darlegung des
Wreiſen und der Provinz Rheinheſſen zur Verfügung beſtehenden Rechtszuſtandes und der Verordnungen
be=
geſtellten Mitteln ſollen zunächſt die Koſten für die züglich Aufrechterhaltung der Ruhe und Sicherheit auf
Werſuche beſtritten werden. Das etwa übrig bleibende öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen und Waſſerſtraßen
Geld ſoll für Zuſchüſſe an Private verwendet werden, zugängig gemacht wird, und daß namentlich bei erfolgter
Wegen der Not an Arbeitskräften wird das General= Verhaftung von Angeſchuldigten eine Beſchleunigung des
Rommando um Ueberlaſſung von Mannſchaften erſucht Verfahrens durchgeführt wird. Einhellig erklärte ſich der
ewerden.
Ausſchuß jedoch gegen eine Ausdehnung des § 31 des Bür=
* Kunſtverein. (Kunſthalle am Rheintor.) gerlichen Geſetzbuches (Haftung der Vereine) auch auf nicht
Die Weihnachtsausſtellung des Kunſtvereins nimmt einen eingetragene Gewerkſchaften und Berufsvereine, ſowie
wrecht befriedigenden Verlauf. Die Zahl der von heſſiſchen gegen eine über den Schutz der Arbeitswilligen hinaus=
Z
E
aufbewahrt, bis wir manchmal zu Beſuch kommen, und
alsdann werden die Ausſchnitte insgeſamt hervorgeholt
Feuilleton.
und mit den übrigen unſerer Familienangehörigen durch=
* Briehinkels Sonntag=Nachmittagsbetrachtungen in geſtöbert, auseinandergeſetzt, ins Engliſche überſetzt und
AAuſtralien. Von den vielen Zuſchriften, die unſerem mit dem Bauche haltend gelacht, daß wir manchmal inne
Mitarbeiter, Herrn Rentner Briehinkel, aus Nah und Fern halten müſſen, um unſere Freudenthränen abzuwiſchen, un
zugehen, dürfte vielleicht nachſtehender Brief für unſere weiter leſen zu können. In den nächſten Tagen bin ich
Weſer von Intereſſe ſein: Milton, November 2., 1913. geſonnen, dieſe Ausſchnitte nach Zuirindi, das iſt eine
Herrn Rentner Briehinkel. Geehrteſter Herr! Nehme mir Stadt mehr im Inneren dieſes Landes, zu einem Neffen
Die Freiheit, Ihnen unſeren Dank auszuſprechen für die aus Darmſtadt kommend (ein richtiger Heiner) zu ſchicken.
drolligen Bemerkungen über die Alt und Neuzeit aus un= Entfernung 400 Meilen. Aus dem Tagblatt erſehen wir,
ſerer alten Heimath. Wir ſind nämlich drei Brüder aus was eigentlich ſoeben in unſerer alten Heimat vorgeht,
Gräfenhauſen ſtammend. Der erſte von uns kam nach und dieſe Erinnerung iſt eben unſer größtes Glück!! Oft=
Auſtralia vor 32 Jahren, der nächſte vor 30 Jahren und mals beſprechen wir unter uns die alten Zeiten — aber
dder Schreiber dieſer Zeilen vor 26 Jahren. Wir haben was für ein Unterſchied zwiſchen einſt und jetzt? Joſeph
eeine Schweſter in Darmſtadt. Dieſelbe beglückt uns ſeit Fauſt, near Station Penshurſt. N. S. W. Auſtralia.
* Wie der Kaiſer die Reichstagsverhandlungen lieſt
dden letzten paar Jahren mit Ausſchnitten Ihrer
Freuden=
tthränen erregenden Verſen und den dazu gehörigen Ar=Es wird gegenwärtig für die Oeffentlichkeit nicht ohne
itikeln. Das Klima hier iſt zu manchen Zeiten ſo trocken, Intereſſe ſein, zu erfahren, wie der Kaiſer ſelbſt ſich zu
ddaß man genötigt iſt, Waſſer zu kaufen aus irgend welchem den Verhandlungen des Reichstages ſtellt, mit welcher An=
Waſſerloche, und man muß noch zufrieden ſein, wenn teilnahme er ſie verfolgt und auf welche Weiſe ihm der
rmans haben kann. Jedoch wenn wir Ihre witzige und Gang der Verhandlungen zur Kenntnis gebracht wird.
lächte alte Heinerſprache durchleſen, uns die Freudenthränen Vorweg ſei bemerkt: Der Kaiſer lieſt die Berichte über
fübers Geſicht rieſeln, daß wir im Stande ſind, das gekaufte die Reichstagsverhandlungen täglich und lieſt ſie mit
Waſſer etwas zu ſparen und uns mit dieſen Thränen ein großem Intereſſe. Es ſind bekanntlich zweierlei Arten
Geſichtsbad bereiten. Sie werden erſtaunt ſein, mit wel= der Berichterſtattung an den Kaiſer zu unterſcheiden,
näm=
achem Vergnügen Ihre Sunndags=Nochmiddagsbetrach= lich erſtens die Berichterſtattung, wenn der Kaiſer in
Ber=
ldunge in einer ſo großen Ferne über Land und Meere lin iſt, und zweitens, wenn der Kaiſer ſich auf Reiſen
be=
aauf ungefähr 16000 Meilen geleſen werden. Jedoch er= findet. Iſt der Kaiſer in Berlin anweſend oder hält er
lhalten wir nur einige davon, aber es genügt und macht ſich in Potsdam auf, dann erhält er zuerſt kurze
telegra=
runs die größte Freude. Dieſe Ausſchnitte gehen zuerſt phiſche Berichte über den Gang der Verhandlungen, die
mach Tweed=Heads zu meinem Bruder an der Grenze einen Auszug der Reden bieten. Handelt es ſich um eine
ZZueensland. Derſelbe ſchickt, wenn er ſie geleſen, wichtige Entſcheidung, an der der Kaiſer ſelbſt das größte
(alsdann zu mir, eine Entfernung von 700 Meilen. Wenn Intereſſe nimmt, z. B um die Entſcheidung einer
militäri=
fich damit fertig bin, ſchicke ich dieſelben wieder in ent= ſchen Frage oder einer wirtſchaftlichen Frage von
weit=
gegengeſetzter Richtung zu dem anderen Bruder, eine tragender Bedeutung, dann werden die Verhandlungen
rweitere Entfernung von 155 Meilen. Dort bleiben ſie ſtenographiſch aufgenommen und ſofort telephoniſch wei=
Seite 3.
1913.
gehende Erweitermg des Talbeſandes der §s 20 und it
des Strafgeſetzbuches (Nötigung und Bedrohung). Es
wurde beſchloſſen, dieſen Standpunkt ſofort der Zentrale
des Hanſa=Bundes in Berlin bekannt zu geben.
* Verein für Vogel= und Geflügelzucht (älterer Verein).
Die von 52 Mitgliedern beſuchte Dezember=Verſammlung
wurde von dem 1. Vorſitzenden in der üblichen Weiſe
er=
öffnet. Die Aufnahme von ſechs neuen Mitgliedern iſt
erfolgt. Der Vorſitzende berichtete eingehend über die
zu=
letzt abgehaltene wohlgelungene Vereinsausſtellung, welche
in allen ihren Teilen dem Verein, ſowie auch den
Aus=
ſtellern zur höchſten Ehre gereichte. Nach dem Verleſen
der rückſtändigen Protokolle, welche genehmigt wurden,
berichtete Herr Schulz über die letzte in Pfungſtadt
abge=
haltene Geflügelausſtellung und bedauerte, daß man aus
der Prämiierung nicht erſehen konnte, welches Tier mit
dem betreffenden Preis bedacht ſei. Von den
Vereins=
mitgliedern wurden folgende Herren mit Preiſen bedacht:
Ad. Möſer Ehrenpreis, 1. und 2. Preis, Reinheimer und
Ad. Rühl je einen 2. Preis, Neuhaus einen 3. und 4. Preis
und H. König einen 3. Preis. Hierauf ſprach der 2.
Vor=
ſitzende allen Herren, welche ſich um die Ausſtellung
ver=
dient gemacht haben ſeinen herzlichen Dank aus. Sein
beſonderer Dank galt jedoch dem Leiter der Ausſtellung,
ſowie dem Senior des Vereins, H. Creter, welche ihre
ganze Kraft in den Dienſt des Vereins ſtellten, ferner der
hieſigen Preſſe, welche ſehr eingehend berichtet hatte; er
ſprach die Hoffnung aus, daß bei den folgenden
Aus=
ſtellungen ſich die Herren ebenſo wie diesmal in den Dienſt
der guten Sache ſtellen. Hierauf ergriff Herr A. Haas
das Wort, um dem 1. Vorſitzenden im Namen der
An=
weſenden den Dank für ſeine beſonderen Verdienſte
aus=
zuſprechen. Der 1. Vorſitzende dankte für die ihm
erwie=
ſene Ehrung und gab bekannt, daß die nächſte
Verſamm=
lung als Hauptverſamlung einberufen, und nicht am erſten
Montag im Januar, ſondern an einem noch näher zu
be=
ſtimmenden Tage abgehalten würde. Hieran ſchloß ſich die
Verloſung von 2 Stämmen Hühnern und einem Hahn,
ſo=
wie die übliche Freiverloſung von Weizen.
* Allgemeiner deutſcher Frauenverein (Ortsgruppe
Darmſtadt). Auf den Vortrag, den Herr Pfarrer
D. Waitz über: „Die Frau im neuen Teſtament” als
den zweiten in dem Zyklus: „Die Stellung der Frau im
Wandel der Zeiten” heute Donnerstag, den 11. d. Mts.,
abends 8 Uhr, im Mozartſaal zu halten gedenkt, weiſen
wir an dieſer Stelle nochmals hin.
Proteſtverſammlung. Man ſchreibt uns: Die
„Darmſtädter Sonntagsruhe in Gefahr” Bittere
Ent=
ſäuſchung hat die neue Regierungsvorlage, betreffenb die
Sonntagsruhe, im Reiche den Angeſtellten und zahl
reichen Geſchäftsinhabern gebracht. Der Deutſchnationale
Handlungsgehlilfen=Verband, Ortsgruppe Darmſtadt,
lahet alle Prinzipale und Angeſtellte zu eindrucksvollem
Proteſt auf Freitag, den 12. d. Mts., in den Weißen Saal
der Stadt Pfungſtadt ein. Zum Redner wurde Herr
Gauvorſteher Jul. Schellin aus Frankfurt gewonnen.
Nach dem Vortrage findet freie Ausſprache ſtatt. Der
Verſammlung wird eine Proteſt=Kundgebung an den
Reichstag vorgelegt werden. (Siehe Anzeige.)
* Verkehrsverein. Auf den Vortrag des Herrn
Ger=
lach über „Die Schönheit des Darmſtädter Stadtwaldes
und ſeine Bedeutung für die Bewohner der Stadt”, der
heute abend im „Kaiſerſaal” ſtattfindet, ſei nochmals
hingewieſen.
* In der Freien Literariſch=Künſtleriſchen Geſellſchaf
findet Freitag, den 12. Dezember, nachmittags 6 Uhr, im
Mathildenhöhe=Saal die zweite Aufführung der G. von
Kochſchen „Kinderſpiele” ſtatt. Wir werden gebeten,
darauf hinzuweiſen, daß Mitgliederkarten zu dieſer
Auf=
führung keine Gültigkeit haben, und daß Tageskarten
ſowohl in der Hofbuchhandlung von A. Bergſtraeßer
(Rheinſtraße 6), wie an der Abendkaſſe zu erhalten ſind.
(Vergl. Anz.)
* Kirchenkonzert. Der Deſſoffſche Frauenchor
in Frankfurt a. M., deſſen von ſo glänzendem Erfolg
begleitetes erſtes hieſiges Auftreten im Januar d. J. noch
in friſcher Erinnerung ſteht, wird auf ergangene
Einlad=
ung am 14. Januar wiederum nach Darmſtadt kommen,
um in der hieſigen Stadtkirche ein Konzert zu veranſtalten.
Der Ertrag des Abends ſoll dem Bauverein zur
Grün=
dung einer Reformatirnskirche in Darmſtadt zugute
kommen. In Würdigung dieſes edlen Zweckes der
Ver=
anſtaltung hat, wie wir hören, die Frau Großherzogin
das Protektorgt über das Konzert übernommen. Der
Kar=
tenvorverkauf ſoll in den nächſten Tagen bereits beginnen.
* Rczitationsabend. Richard Wagners „
Par=
ſifal” iſt durch den Ablauf der Schutzfriſt am 31. Dez.
dieſes Jahres zurzeit in den Mittelpunkt der
künſtleri=
ſchen Diskuſſion gerückt. Für alle diejenigen, die das
Werk bis jetzt noch nicht kennen zu lernen Gelegenheit
hat=
ten, wird daher die Nachricht von Intereſſe ſein, daß Herr
Hofrat Hugo Edward ſich auf ergangene Anregung bereit
erklärt hat, hier in Darmſtadt die Parſifal‟=Dichtung
öffentlich zu rezitieren. Nähere Mitteilungen über den
tergegeben, wo von dem dafür beſtimmten Beamten ein
umfaſſender Bericht aufgeſetzt und dem Kaiſer durch die
Geheimkanzlei ſofort übermittelt wird. In jedem Fall
wird aber für den Kaiſer noch außerdem ein
vollſtän=
diger Bericht hergeſtellt, der ihm dann am nächſten
Mor=
gen um 9 Uhr vorgelegt wird. Bei beſonders
entſchei=
denden Ereigniſſen beſtimmt der Monarch, ſobald er die
kurzen telegraphiſchen Berichte erhalten hat, daß ihm am
nächſten Morgen, manchmal ſogar am ſelben Abend, von
dem betreffenden Miniſter Vortrag gehalten wird.
Be=
findet ſich der Kaiſer auf Reiſen, dann erfährt er den
Hauptinhalt der Reichstagsverhandlungen auf
telegraphi=
ſchem Wege. Der Geſamtbericht über jede
Reichstags=
verhandlung wird dem Kaiſer durch die täglich
verkeh=
renden Kuriere in verſchloſſener Ledermappe überbracht.
Der Kaiſer übergibt die Mapve dem Flügeladjutanten
vom Dienſt, der ſie mit dem Schlüſſel, den er bei ſich hat,
öffnet und dem Kaiſer den Bericht über die
Reichstagsver=
handlungen übergibt. Die Erledigung der Fragen, die
allein von der Entſcheidung des Kaiſers abhängen, wie
z. B. Reichstagsauflöſung uſw., erfolgt niemals auf
tele=
graphiſchem Wege, da bei allen derartigen
Regierungs=
geſchäften die Unterſchrift des Kaiſers für den
Reichskanz=
ler oder deſſen Stellvertreter erforderlich iſt. Der Kaiſer
gibt ſeine Anteilnahme für die Reichstagsverhandlungen
nicht allein durch die Lektüre der Berichte kund, ſondern
auch durch Unterhaltungen, die er mit ſeiner Umgebung
und ſeinen Vertrauten täglich über den Gang der
Ver=
handlungen führt.
* Die bayeriſchen Offiziere und der Faſching. König
Ludwig III. von Bayern hat, einem Wiener Blatte
zu=
folge, an das bayeriſche Offizierkorps eine vertrauliche
Kabinettsorder erlaſſen, wonach er es nicht gerne ſieht,
wenn ſich im kommenden Faſching die Offiziere an
Tanz=
unterhaltungen beteiligen, wo der Tango auf dem
Pro=
gramm ſteht. „Sich an ſolchen Tänzen überhaupt zu
be=
teiligen,” ſo führt die erwähnte Order u. a. aus, „be=
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 11. Dezember
Seite 4.
Abend, deſen Reinertrag von dem Küniſter wieder dem lichen Kinderſpiele, Geſänge, Reigentänze und Märſche
Feſthaus=Verein Darmſtadt überwieſen werden wird, er= waren hineinverwoben. Gemeinſame Chorgeſänge
leite=
ten über zu den verſchiedenen Abteilungen, deren zeitliche
folgen demnächſt.
Folge hübſch durch eine lebende Verkörperung der „Zeit”
angedeutet war, die unruhevoll eilend ihre Verſe ſprach.
Haftung des Hundebeſitzers für ſeinen
Zuerſt nach der Geburt Röschens und dem Fluch der
biſſigen Hund.
Hexe, der nach 15 Jahren in Erfüllung ging. Ich wandle
(Nachdruck verboten.)
dahin, ¾ Darf niemals verweilen, / Stets flattert mein
Rbg. Am 9 September 1910 wurde bei einem Spazier= Fittig. Stets ſchreitet mein Fuß! Muß ſchnelle
ent=
gang der Wolfſpitz des Friſeurs Gärtner in Auerbach von fliehen, ½ Wenn Freunde mich laden, ½ Mich locken zur
dem Dobermannpinſcher der Frau Bankier Nathan Ricard Ruhe. ½ Mir winkt keine Raſt. Man nennet die Zeit
in Auerbach angefallen und gebiſſen. G. verſuchte nun mich, ¾ Und neben mir ziehen, / Die einen erſtehend
ſeinen Wolfſpitz von dem Dobermann loszureißen und Die andern erſterbend, ℳ Minuten wie Wochen, ½ Der
wurde dabei von dem Dobermannpinſcher in den kleinen Winter und Lenz!‟ Und während ich wandle, ½ Ver=
Finger der rechten Hand und in den Fuß gebiſſen. Der fliegen im Fluge Euch fünfzehn der Jahre, ½ Es wurde
erſtere Biß hatte derartig ſchlimme Folgen, daß G. ein zur Jungfrau ½ Erblühte zur Roſe — Das liebliche
ſchlimmes Nervenleiden ſich zuzog, durch das er völlig Röslein. — Dann nach dem Schlaf, der bekanntlich 100
arbeitsunfähig wurde, wie durch ärztliche Atteſte beſchei= Jahre dauern muß: Wiederum wandl’ ich, ½ Raſtloſe
nigt wird. Er ſtrengte deshalb vor dem Landgericht Flügel ½ Reißen im Fluge ½ Haſtig mich vorwärts, ½
Darmſtadt eine Schadenserſatzklage aus § 833 und § 823 Hinter mir laſſend ½ Liebe und Leid. ¼ Nimmer zum
des B. G. B. gegen Frau Bankier Ricard an, worin er Weilen, ½ Nur um zu ſcheiden / Kann ich erſcheinen.
eine vierteljährliche Rente von 1200 Mark beanſprucht. Komme gegangen, ½ Komme zu künden: / Hundert der
Das Landgericht Darmſtadt beſchränkte am 4. November Jahre Jagten dahin. ½ Holdes und Herbes ℳ Ging ins
1912 die Verhandlung auf den Grund des Anſpruches und Vergeſſen, ¾ Nur nach dem Neuen / Strebet der Sinn. —
machte die Rechtfertigung dieſes Anſpruches von einem Sehr reizend wurde die Dornenhecke durch einen
dicht=
dem Kläger aufzuerlegenden Eid abhängig, wonach er zu geſchloſſenen Kreis von Mädchen mit Roſenkränzen im
beſchwören hatte daß er den Biß von dem Dobermannhund Haar gebildet. Das Stück ſand bei den Zuhörern rau=
und nicht von ſeinem eigenen Hund erhielt. Bei Nicht= ſchenden Beifall.
Der zweite Teil des Abends brachte Reigen und
leiſtung des Eides ſollte der Kläger mit der Klage
abge=
wieſen werden. Der Kläger leiſtete den Eid und infolge=Tanzſpiele. So ſchön die vorangegangene
Auffüh=
rung war, dieſe naiven und doch künſtleriſch veredelten
deſſen wurde vom Oberlandesgericht Darmſtadt am 16.
April 1913 der Schadenserſatzanſpruch des Klägers dem wirklich kindlichen Spiele wirkten auf die Zuhörer doch
Grunde nach für gerechtfertigt angeſehen. Dieſes Urteil bedeutend tiefer. Ein Beweis, daß zum Kinderherzen
wurde von der Angeklagten in der Reviſionsinſtanz an= das am beſten dringt, was aus kindlichem Gemüt heraus
gefochten und geltend gemacht daß der Kläger durch eige= geboten wird, auch wenn es durch Weisheit und Kunſt
nes Verſchulden den Biß erhielt. Er mußte wiſſen, daß veredelt wird. Es waren hier im Programm vorgeſehen:
man nicht ungeſtraft mit den Händen zwiſchen zwei ſich „Es llinget ſo herrlich” Kindertänzchen nach Mozart;
beißende Hunde hineingreifen dürfe. Tue man dies ſo Sommerreigen, Mädchen, Blumen, Bienen, Schwalben;
habe man die Folgen ſelbſt zu tragen. Das Reichs= Ringel=Rutſcher; Mücke, Weſpe und Spinne; Waſſerfrau
gericht hält unter den beſonderen Umſtänden des Falles und Königsſohn.
ein mitwirkendes Verſchulden des Klägers nicht für vor= Der dritten und letzten Abteilung, der Aufführung
liegend, da ſich ſein,Hund in Gefahr befand. Die Beklagte 1 „Der Wolf und die ſieben Geiſelein” (
Spie=
lende: Mutter, 7 Geiſelein, Wolf, Zuckerbäcker, Beutler),
wußte, daß ihr Hund biſſig iſt und ſie hätte deshalb alle mußten wir uns leider verſagen beizuwohnen, da Be=
Veranlaſſung gehabt, den Hund nicht ohne beſondere
Vor=
rufspflichten uns an andere Stelle riefen.
St.
ſichtsmaßregeln auf die Straße zu laſſen. Sie hätte ihm
einen Maulkorb umlegen oder ihn von dem Mädchen an
der Leine führen laſſen müſſen. Es iſt ſomit die Ver=
Gernsheim, 10. Dez. (Vermächtnis.) Die im
urteilung der Angeklagten zu Recht er= benachbarten Klein=Rohrheim gebürtige und in Mainz
folgt, weshalb die Reviſion koſtenpflichtig verſtorbene Frau Allendörfer hat faſt ihr geſamtes
Ver=
zurückgewieſen wurde. Ueber die Höhe des mögen zum Bau einer Kirche für Klein=Rohrheim und ein
Schadenserſatzanſpruches hat nunmehr das Landgericht Grundſtück als Bauplatz vermacht. Mit dem Bau der
Darmſtadt zu befinden.
Kirche ſoll, wenn möglich, ſchon im nächſten Frühjahre
be=
gonnen werden. Die bei Gernsheim gelegene Wallfahrts=
Freie Literariſch=Künſtleriſche Geſellſchaft.
kirche Maria=Einſiedel wurde mit einem Legate von 15000
Aufführung G. von Kochſcher Kinderſpiele. Mark bedacht.
H. Lampertheim, 9. Dez. (Viehzählung.) Bei
Wie vorauszuſehen war, hat die Aufführung der der am 1. Dezember dieſes Jahres vorgenommenen Vieh=
G. von Kochſchen Kinderſpiele, die geſtern abend im Ma= zählung wurden hier 966 Stück Rindvieh. 464 Schafe, 4524
thildenhöhſaale ſtattfand, ein lebhaftes Intereſſe hervor= Schweine, 1514 Ziegen und 768 Kaninchen gezählt.
Be=
gerufen. Der Saal war dicht beſetzt, und es war natur= merkenswert iſt, daß unter den Schweinen ſich insgeſamt
gemäß und anerkennenswert daß das größte Kontingent 979 Zuchttiere (Muttertiere) befinden, ein Beweis dafür,
der Beſucher die Jugend ſtellte. Ueber die reizenden daß die Schweinezucht in unſerer Gemeinde immer mehr
Kochſchen Kinderſpiele iſt in dieſem Blatte ſchon viel
im Aufblühen begriffen iſt.
Rühmendes geſagt worden. Der geſtrige Abend, bewies
* Höchſt i. Odw., 10. Dez. (Theateraufführung.)
die Berechtigung dieſer rückhaltloſen Anerkennung, denn Man ſchreibt uns: Das von Fachleuten anerkannte,
tatſächlich ſtehen dieſe Spiele in ihrer Art einzig da.
Ge=
ſang und Tanz, Deklamationen, Kinderſpiele und ernſtere ſchöne Volksſtück in rheinheſſiſcher Mundart „De Rot=
Aufgaben ſind zu Einheiten zuſammengeſetzt, die vorbild= haus=Reformader” von Pfarrer Briegleb in Groß=Umſtadt,
licher Weiſe geeignet ſind, das kindliche Gemüt zu bilden das ſchon vielerorts aufgeführt wurde, iſt auf Anregung
und zu veredeln, mit der Freude am eigenen Spiel an= des hieſigen Dilettantenbundes „Lyra” der Bevölkerung
deren Freude zu bereiten. In einem kurzen einleitenden hier bekannt gegeben worden. Der große Saal des
Gaſt=
hauſes „Zur Burg Breuberg” war lange vor Beginn der
Vortrag, den Herr Maler Theodor Gengnagel hielt, Aufführung von Einheimiſchen und Auswärtigen dicht
wies dieſer nochmals darauf hin und betonte, daß es
ſich bei den Kinderſpielen um Dichtungen eines Mannes beſetzt. In heller Freude folgten die Zuſchauer der
handelt, der in ſelten glücklicher Vollendung Kinderfreund Handlung auf der Bühne. Die Darſteller hatten in
und Künſtler in einer Perſon iſt, daß es ſich bei den langer Vorbereitung ſich in die Dichtung eingelebt und
Spielen um keine Improviſationen handelt, ſondern um ſpielten alle, von den Trägern der Hauptrollen bis hin zu
wohldurchdachte und vorbereitete Aufführungen, in denen den Spielern der kleinſten Rollen, friſch und lebenswahr
und machten mit ihrer Kunſt, namentlich in der
vor=
die Kinder auch die Unterordnung unter das große Ganze,
die Zurückſtellung der eigenen Perſönlichkeit lernen und trefflich inſzenierten Vorführung des 3. Bildes, der „Kerb”
auch in dieſer Beziehung eine erzieheriſche Wirkung er= eines tief packenden Stückes aus dem Heimatsleben, auf
die Zuhörer einen nachhaltigen Eindruck. Die
Raum=
zielt wird.
Die geſtrige Aufführung der Kinderſpiele war in verhältniſſe der Bühne waren gut ausgenutzt und
Szene geſetzt von Mitgliedern des „Vereins zur Auf=ſtimmungsvoll wirkten die Dekorationen. Das Ganze
führung G. von Kochſcher Kinderſpiele” Um die Ein= lag in den Händen des Herrn Gerichtsſchreibers A.
Weiß=
ſtudierung hatten ſich Herr und Frau Kleukens und müller, dem hiermit, zugleich für ſeine ſämtlichen Mit=
Frl. Schleiermacher beſonders verdient gemacht. Es ſpieler, herzlichſt Dank geſagt wird. Es iſt ſehr zu
be=
wurde zuerſt aufgeführt: „Ein Sommertag” Mor=grüßen, daß mit der Vorführung guter, aus dem Leben
gen, Mittag und Abend aus Dornrösleins Leben. ſchöpfender Volks= und Heimatsſtücke die Pflege der
Spielende waren hierbei: König, Königin. Dornröslein, Volksbildung gefördert wird. Am Sonntag, den 14. De=
Herold, Hexe, Geſandter aus dem Oſten, Prinz, die Zeit, zember, wird das Werk wiederholt.
Feen, kleine Kinder, Knaben, Mädchen, Bauersleute, Ge=
Mainz, 9. Dez. (Der neue Theaterdirektor.)
folge, Chor. Der ganze umfangreiche „Aufbau der Hand= Die Theaterdeputation beſchloß heute abend in geheimer
lung” war durchaus dem kindlich naiven Sinn angepaßt Sitzung, der Stadtverordnetenverſammlung vorzuſchlagen,
und bot im einzelnen ganz reizende Szenen. Alle mög= den zum Indendanten des Frankfurter Schauſpielhauſes
trachtet der König als abſurd und eines Offiziers un= ſchaffen feien. Iſt doch eine jede in ihrer Art ein
Meiſter=
würdig.‟ Die Ofſiziere ſollen bei lärmenden Faſchings= werk der Vollendung. Wir ſehen Hans Weyl als
Zeich=
unterhaltungen ſo wenig als möglich hervortreten, denn ner von unübertrefflicher Sicherheit, ſowohl im
landſchaft=
nur zu oft bemächtigt ſich eine zweideutige Kritik ſolcher lichen wie im figürlichen. Die Skizzen der Scheppallee
an und für ſich recht harmloſer Vorfälle, und derartiges oder etwa des ſchlangenförmig gewundenen Baumes auf
entſpreche aber dem Offizierscharakter nicht. Der Offizier der Marienhöhe ſind ſowohl in Zeichnung und Tonſtärke
müſſe ſich ſeiner ſeriöſen Stellung auch in bezug auf die hervorragende Leiſtungen. Das gleiche muß aber auch
Geſelligkeit immer bewußt ſein.
von den in Blei gezeichneten Porträts geſagt werden,
die mit der zarteſten Behandlung der Fleiſchtöne eine
* Ein „einmaliges” Legat. Im Jahre 1867 erhielt wundervolle Kraft, namentlich in der Darſtellung des
die Stadt Rüdesheim aus dem Nachlaß des Ehepaares Auges, verbinden. Daß Hans Weyl früher umfangreich
Ziegler für die Armen 750 Mark. Dieſer Betrag wurde, in Radiertechnik tätig war, ſei hier nur nebenbei erwähnt.
der Beſtimmung gemäß, noch im gleichen Jahre
aufge=
braucht. Wie es nun gekommen iſt, weiß man nicht, aber Die Sicherheit der Zeichnung kommt dem Maler natürlich
auch bei farbiger Behandlung zugute. Alle Bilder haben
die Tatſache ſteht feſt, daß ſeitdem alljährlich der Betrag
einen gewiſſen altmeiſterlichen Zug, und es iſt faſt
gefähr=
von 750 Mark als Zieglerſches Legat in die ſtädtiſche ſich, in einer Zeit, wo die Ausſtellungen ſo viele durch
Rechnung von Rüdesheim eingeſtellt und für die Armen fehlerhafte Zeichnungen auffällige monumentale Studien
verwendet wurde. Erſt bei der Prüfung der Rechnung darbieten, etwas Lobenswertes über gut
durchgear=
von 1911/12 kam man durch einen Zufall hinter dieſe
amüſante Geſchichte. Man hätte alſo das einmalige Le=beitete Bilder zu ſagen. Der Vorwurf, der ſich etwa
in den knappen Worten „Kitſch” oder „angemalte
Photo=
gat nicht weniger als 45 Jahre lang zur Auszahlung ge= graphie” ausdrückt, iſt ja mit Worten nicht zu entkräften.
bracht. Die Stadtverordnetenverſammlung beſchloß jetzt, Es gibt aber noch immer eine Anzahl von Menſchen, die
das Legat zu ſtreichen.
ein Bild nicht bloß deswegen verdammen, weil es gut
durchgearbeitet iſt. Natürlich ſetzt das voraus, daß die
Technik eine rein künſtleriſche iſt, frei von Dilettantismus,
Atelierausſtellung
daß die Farbenzuſammenſtellung harmoniſch und dem
Inhalt des Bildes angemeſſen ſei. Das ſind die
weſent=
des Herrn Kunſtmalers Hans Weyl.
lichen künſtleriſchen Grundlagen, und wenn zu dieſſen
In der Zeit der kurzen Tage pflegen die Maler ihre noch eine ſichere Zeichnung hinzukommt, ſo darf man ſich
Ateliers zu öffnen und eine Ueberſicht über ihre Leiſtun= eben des Kunſtwerkes in einer höheren Form erfreuen.
gen des letzten Jahres zu bieten. Kürzlich hatten wiri In der Ausſtellung Weyl iſt es nun außerordentlich inter=
Gelegenheit, die neueſten Werke des Malers Hanns Pel= eſſant, zu ſehen, wie der mit virtuoſem Können begabte
lar kennen zu lernen, und in dieſen Tagen ſtellt der Maler andauernd an ſich arbeitet, um ſeine Technik noch
Maler Hans Weyl die wertvollſten Stücke ſeiner dies= zu vervollkommnen. Sein Selbſtporträt, bei dem ihm
nie=
jährigen Arbeit aus. Es iſt überraſchend, hier einen mand hineinzureden hatte, iſt vorzugsweiſe mit dem
Meiſter auf den verſchiedenſten Cebieten der maleriſchen Snachtel aufgetragen und wirkt doch als Ganzes, wie
Technik kennen zu lernen. Faſt möchte man glauben, wenn es mit unſäglicher Mühe durchgearbeitet ſei. Wir
daß die Arbeiten nicht alle von demſelben Künſtler ge= können an den Bildern beobachten, wie der Maler dieſe
Nummer 302.
1913.
ernannen Theaterdirekior Hofrat Dehrend von ſeinem
noch zwei Jahre laufenden Vertrag zu entbinden und dann
die Neubeſetzung der Theaterdirektion mit einer Friſt von
acht Tagen auszuſchreiben. Ueber beide Vorſchläge hat
die Stadtverordnetenverſammlung am Mittwoch zu
ent=
ſcheiden, doch iſt die Genehmigung zweifellos. Für den
Poſten des Theaterdirektors liegen bereits über 50 Bes
werbungen vor, darunter von Leitern erſter deutſchen
Bühnen. (?) Von ihnen ſind drei Herren bereits in die
engere Wahl gekommen, allein man wünſcht trotzdem die
Ausſchreibung, um hierdurch die Möglichkeit zu ſchaffen,
auch Bewerbungen von ſolchen Herren zu erhalten, dier
vielleicht auf ein Ausſchreiben gewartet haben. Wie
man hört, wird in dem Ausſchreiben außer dem Nachs
weis der künſtleriſchen und verwaltungstechniſchen
Fähig=
keiten zur Theaterleitung von dem Bewerber verlangt wers
den, daß er auch über ein gewiſſes Vermögen verfügt,
da=
mit bei finanziellen Mißerfolgen der ſchon über 125000
Mark betragende ſtädtiſche Zuſchuß nicht noch mehr erhöht
werden muß, zumal die Theaterdirektion des Herrn
Hof=
rat Behrend gezeigt hat, daß bei richtiger ſachgemäßer Leis
tung ſehr wohl Ueberſchüſſe, ſogar von bedeutender Höhe
zu erzielen ſind. — Ein ſchwerer Unfall trug ſich in
der Küche einer hieſigen Wirtſchaft zu. Während der 164
jährige Kochlehrling Franz Ritz, ein Bruder des Wirtes
in dem Aufzug ſaß und ihn herablaſſen wollte, verſagte
die Vorrichtung und der Aufzug ſtürzte herab. Der
Lehr=
ling wurde ſchwer am Kopfe verletzt und erlitt außerdem
einen Unterarmbruch. Nachdem die Sanitätswache einen
Notverband angelegt hatte, wurde der Verunglückte ins
Rochushoſpital gebracht.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 9. Dez. General
oberſt v. Lindequiſt, Generaladjutant des Kaiſers,
früher Generalinſpekteur der 3. Armeeinſpektion, ſeit 1907
zur Dispoſition geſtellt, kann morgen in erfreulicher geiſtie
ger und körperlicher Friſche ſeinen 75. Geburtstag feiern
Der Jubilar lebt gegenwärtig in Potsdam. — Auf dem
Wege zum Schleſiſchen Bahnhof wurde ein zweiſpännis
ger Wagen der Paketpoſt, als er geſtern abend am
Kreuzungspunkt der Jäger= und Friedrichſtraße mit
einem Kraftomnibus zuſammenſtieß, zum
völligen Zuſammenbruch gebracht. Unter den Paketen
die ihn bis zur Decke füllten, befanden ſich viele
Wert=
ſendungen. Die Umladung in einen herbeigeruſenen
Er=
ſatzwagen wurde auf offener Straße unter der Aufſicht
— Bei
mehrerer höherer Poſtbeamten bewerkſtelligt.
einem Brande in der Kochſtraße mußten zwei
Knaben, die ſich unter das Bett verkrochen hatten, von den
Sappeuren der Feuerwehr aus dem ſchon ſtark
verqualm=
ten Raume in Sicherheit gebracht werden. Vermutlich
hatten die Knaben mit Streichhölzern geſpielt. — Ein
achtjähriger „Kriminaliſt” hat geſtern in
Neu=
kölln einen guten Fang gemacht. Die Beraubung von
Kindern, die von ihren Eltern zum Einholen weggeſchickt
wurden, war dort zu einer wahren Plage geworden. Trotz
beſonderer Bemühungen der Polizei und trotz aller
öſſent=
lichen Warnungen wollte das Treiben kein Ende nehmen.
Geſtern ſollte der achtjährige Schüler Otto Müller aus
der Bodeſtraße 19 für ſeine Mutter etwas holen und hatte
4,60 Mark in der Hand. Da kam, nicht weit von der
elterlichen Wohnung, ein hellgekleidetes Mädchen an ihn
heran, ſchickte ihn mit einem Auftrage in ein nahe
ge=
legenes Haus, wie die Gauner dieſer Art das zu tun
pflegen, und ließ ſich von ihm das Geld geben, um es
„einſtweilen aufzubewahren”. Der gewitzigte Junge
hatte=
von den Beraubungen gehört, ging aber zum Schein auf
den Trick des Mädchens ein und begab ſich in das Haus.
Auf dem Flur blieb er ſtehen und lugte durch den
Tür=
ſpalt auf die Straße hinaus. Sobald er wahrnahm, daß
es davonging, ſtürzte er hinaus, rief um Hilfe, eilte dem
Mädchen, das jetzt die Flucht ergriff, nach und veranlaßte,
daß auch andere Leute ſich an der Verfolgung beteiligten.
Erſt nach längerer Jagd gelang es, die Flüchtige im
dritten Stock eines Hauſes, in dem ſie einen
Unterſchlupf=
ſuchte, zu erwiſchen. Bei der Polizei entpuppte ſich duis
Mädchen als eine 16 Jahre alte Elſe Wiepert vomKa
buſer Damm, die vor einiger Zeit ſchon einmal feſtg
nommen worden, aber mit einem Verweiſe dallonge
kommen war. Jetzt wurde ſie dem Jugendgericht von
geführt.
München, 9. Dez. (Das Hoftheater ohne Vo
ſtellung.) Als geſtern Triſtan und Iſolde gegeben werden
ſollte, trat Herr Regiſſeur Profeſſor Wirk vor die Ramp
und verkündete dem ſtaunenden Publikum — einem
aus=
verkauften Haus! —, daß die Vorſtellung nicht ſtattfinden
könne. Frau Mottl=Faßbender, die die Rolle der Iſolde
übernommen hatte, erklärte der Generalintendanz
nach=
mittags 5 Uhr, alſo eine Stunde vor Beginn der
Vorſtel=
lung, daß ſie nicht ſingen könne, da ſie ſtimmlich
indis=
poniert ſei. Frau v. Falken, die zweite Vertreterin der
Rolle, erklärte ebenfalls nicht ſingen zu können, da ſie heiſer
ſei. Fräulein Morena und Fräulein Edith Walker, an die
Sicherheit der ſchwierigen Spachteltechnik allmählich durck
Naturſtudien überwunden hat. Namentlich zwei
Waldlandſchaften ſind hierbei von höchſtem Intereſſe. Die
Beobachtung, daß ſich bei Weyl zeichneriſches Können mit
ſicherſter maleriſcher Technik verbindet, kann man bei
jedem der ausgeſtellten Stücke machen. Wir ſehen einen
alten Herrn mit der Zeitung in der Hand; es iſt
pracht=
voll, wie hier das beigeordnete Detail zurücktritt
zu=
gunſten des am meiſten intereſſierenden ſcharfblickenden
Kopfes, wie an anderen Bildern eine eigenartige
Hand=
haltung den Darſteller charakteriſiert, wie die Wirkung
eines verſchieden getönten Hintergrundes ausprobiert
wird, indem einmal die Figur auf hellem Hintergrund
gemalt iſt und dieſelbe wieder auf einem dunklen, wie
die Jugend durch eine zarte, wunderbar abgetönte
Tech=
nik dargeſtellt wird, wobei uns namentlich das Mädchen
im roten Kleide anſpricht. Unter den Landſchaften
in=
tereſſiert außer den oben genannten
Waldland=
ſchaften eine grüne Wieſe durch die außerordentliche Tiefe
des Bildes, andere zeichnen ſich durch die kraftvolle Be
handlung des Geäſtes aus, wobei man faſt an Euger
Bracht erinnert wird, dann wieder iſt es irgendeit
Sonnenfleck, der in maleriſcher Vorzüglichkeit gefanger
iſt und unſer künſtleriſches Intereſſe feſſelt.
Bekanntlich befindet ſich der Künſtler in wirtſchaftlich
recht ſchlechter Lage. Man ſteht angeſichts ſolchen Könnens
faſt vor einem Rätſel. Die Erklärung liegt wohl darin,
daß bei den Preiſen der gelieſerten Bilder meiſtens die
letzte Null nicht bezahlt worden iſt. Faſt möchte man
den Wolzogenſchen Hilferuf hier wiederholen: „Mäcen
geſucht” der einem Künſtler ein nicht durch Geldforgen
beſchwertes Schafſen ermöglicht. Hofſen wir alſo, daß
die Jahresüberſicht des Malers nicht nur ihm die inner
Befriedigung eines Fortſchrittes gewährt, ſondern au
neue Freunde für ſeine Kunſt ſchafft, die ſeinem Könner
angemeſſene Aufgaben ſtellen.
der
eris
125
erhl
Nummer 302.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 11.
Dezembe=
ſ die Generalintendanz wandte, waren gleichfall wegen ſenorme Bedarf für die Wehwvorlage und die Beſtſtener.
Endispoſition außerſtande, die Rolle zu übernehmen, und Nicht aus Rechthaberei oder Kritikluſt, ſondern aus
prin=
mußte kurz nach 6 Uhr der dienſttuende Regiſſeur zipiellen Bedenken heraus muß ich ſagen, daß die
Reichs=
ſern Publikum mitteilen, daß die Vorſtellung ausfallen wertzuwachsſteuer nach unſerer Auffaſſung nur ein erſter
ſüſſe. Da zwiſchen Abſage und Vorſtellungsbeginn nur Schritt auf dem Wege zur direkten Reichsſteuer iſt, deſſen
ſine Stunde Zeit verblieb, ſo war es auch unmöglich, die Endziel wir auf das allerentſchiedenſte bekämpfen. Die für
Aufführung einer anderen Oper vorzubereiten.
den Wehrbeitrag erhobenen Beträge dürfen nicht für an=
München, 10. Dez. (Todesfall.) Heute vormittag dere Zwecke, als für dieſen Wehrbeitrag verwendet
wer=
ſt auf ſeinem Schloß Moos in Niederbayern der bekannte den. Nun zur Politik! Wir können uns freuen, daß
wäh=
ayeriſche Reichsrat Graf Maximilian von Prey=rend der vergangenen Balkanwirren der Friede unter den
ing geſtorben. Er war vor kurzer Zeit plötzlich an einem Großmächten erhalten worden iſt. Unſere Aufgabe
be=
ſhweren Herzleiden erkrankt. Er hat nur ein Alter von ſtand darin, die Bundesverträge zu halten und eine Be=
4 Jahren erreicht.
drohung unſerer Bundesgenoſſen hintanzuhalten. Oeſter=
Meiningen, 10. Dez.
(Landfriedensbruch= reich=Ungarn hat an keine Eroberungspolitik gedacht, wie
Prozeß.) Nach fünftägiger Verhandlung wurde geſtern Graf Berchtold hervorgehoben hat. Ein ſelbſtändiges
er Sonneberger Landfriedensbruch=Pro= Albanien war auch unſer Wunſch. Der Dreibund hat
jeß vor dem hieſigen Schwurgericht beendet. Es han= ſeine Feſtigkeit bewieſen und iſt dadurch zu einem
Inſtru=
delte ſich um Ausſchreitungen gelegentlich des Streiks der ment des Friedens geworden. Uns berühren in der Bal=
Packer und Einbinder in Sonneberg im Juni d. J. Neun kanfrage hauptſächlich die wirtſchaftlichen Intereſſen, und
Ungeklagte wurden zu Geſängnisſtrafen von ſechs Mo= wir wünſchen deshalb, daß die Türkei ihre
Selbſtändig=
maten bis zu einem Jahre verurteilt. Zur Verhandlung keit, beſonders in Aſien, behält. Auch für die
Verhandlun=
ſaren 135 Zeugen geladen.
gen mit England und Frankreich über unſere wirtſchaft=
Hamburg, 9. Dez. (Ueberfälliger Dampfer.) lichen Intereſſen im Orient haben wir volles Verſtändnis
der zwiſchen England und Hamburg fahrende Damp=Es beſteht für uns kein Anlaß, uns an der Weltausſtellung
fer „Prinz Wilhelm” der hieſigen Reederei Hein= in San Franzisko zu beteiligen. Wünſchen deutſche Kreiſe
lich Feindt gehörig, iſt ſeit vier Tagen überfällig. an der Ausſtellung teilzunehmen, ſo ſollen ſie es ſelber tun.
Das Schiff ging am 3. Dezember in der Morgenfrühe von Einer finanziellen Belaſtung des Reiches werden wir
dem ſchottiſchen Hafen Grangemouth nach Hamburg ab, kaum zuſtimmen. Mit der Wehrvorlage von 1913 ſind wir
wurde zuletzt von einer nahen Signalſtation gemeldet, nicht über das Ziel hinausgeſchoſſen.
iſt ſeitdem aber verſchollen. Es ſollte ſchon Freitag abend=
Was die innerpolitiſchen Verhältniſſe
den hieſigen Hafen erreichen. Die Reederei befürchtet den anlangt, ſo iſt es nicht richtig, daß das ganze Volk hinter
Verluſt des Dampfers in den letzten Stürmen auf der
Nordſee. Das in England gebaute Schiff hatte 1600 To, dem Votum des Reichstages in der Zaberner
Angelegen=
heit ſteht. (Sehr gut!) Sehr weite und wertvolle Volks=
Kohlenladung und außer dem Kapitän noch 17 Mann.
Das Schiff nimmt bei Gelegenheit auch Reiſende an Bord, kreiſe ſind unſerer Anſicht. (Sehr richtig! rechts.) Ich
ob aber ſolche diesmal mitgefahren ſind, iſt der Reederei ſchätze die Herren Fehrenbach und van Calker ſehr höch.
Deshalb tut es mir leid, daß ſie dem Lobe des Herrn
nicht bekannt.
Scheidemann ausgeſetzt ſind. (Heiterkeit.) In Zabern ſind
Prag, 9. Dez. (Straßenbahnunfall.) Auf dem nach und vor der Inſtruktionsſtunde vom 28. Oktober fort=
Hradſchin entgleiſte ein Wagen der elektriſchen Straßen= kaufend eine Kette immer wiederkehrender Beläſtigungen
bahn bei der Lorettokirche, ein anderer fuhr auf ihn auf. und Beſchimpfungen vorgekommen. Deshalb war das
Beide Wagen wurden zertrümmert. Zwölf Fahrgäſte ſind Militär nicht nur berechtigt, ſondern ernſtlich verpflichtet.
ſverletzt, darunter fünf ſchwer.
einzuſchreiten. Wir wiſſen dem Kriegsminiſter Dank, daß
London, 10. Dez. (Rieſen=Diamanten.) Zwei er dieſen Standpunkt teilt. (Lebhafter Beifall rechts.
ſengliſche Diamantgräber haben nach einer Meldung derLärm und Pfuirufe bei den Sozialdemokraten.) Wenn
aily Mail in den Diamantfeldern von Kimberley in Sie mich auch mit Pfuirufen beſchimpfen, das iſt mir ganz
Nordafrika zwei Diamanten gefunden, die den berühmten gleich. (Vizepräſident Dr. Paaſche: Pfuirufe ſind nicht
Diamanten Koh=i=nor an Schönheit und Größe nichts mit der Ordnung des Hauſes vereinbar. Wenn ich wüßte,
nachgeben. Der eine wiegt 178½ Karat, der andere 196¾, wer ſie getan hätte, würde ich die Betreffenden zur Ord=
Neu=York, 9. Dez. (Winterſturm.) Die ganze nung rufen.) Die Vorgänge vom 3. und 4. Dezember
er=
nördliche Hälfte der Vereinigten Staaten vom Felſen= kennen wir als ein Glied in der Kette der Verſuche, das
gebirge bis zur atlantiſchen Küſte iſt von einem hefti= Heer zu demokratiſieren. Mit Bezug auf die Verlegung
gen Winterſturm heimgeſucht. Denver (Colorado) des Militärs von Zabern legen wir uns vollkommen
Zu=
iſt von der Außenwelt abgeſchnitten. Nahrungsmittel ſind rückhaltung auf, denn es handelt ſich um Maßnahmen des
ſchwer zu erhalten, und die Leichen können nicht begraben Oberbefehls. Kritiſieren aber müſſen wir das Verhalten
werden. Der Bahnverkehr iſt geſtört. Auf den großen der Zivilverwaltung. Die amtliche Straßburger Kor=
Seen wüten heftige Stürme, und drei Paſſagierdampfer reſvondenz gibt Maßnahmen bekannt, die nicht von der
auf dem Michigan= und dem Erieſee ſind mit allen Per= Zentralſtelle kundgetan worden ſind. Auch da bleibt ein
ſonen an Bord geſunken.
Zwieſpalt beſtehen. Der Kreisdirektor von Zabern
kenn=
zeichnete in einer Kundgebung die Vorkommniſſe als
fle=
gelhafte Ueberſchreitung gewiſſer Bevölkerungskreiſe. Und
Deutſcher Reichstag.
weshalb war ihm dieſe Erkenntnis nicht ſchon früher ge=
* Berlin, 10. Dez. Präſident Dr. Kaempf er= kommen? Hätte ich als Landrat mich in ähnlicher Lage
öfffnet die Sitzung um 12 Uhr 18 Min. — Auf der Tages= befunden, ich hätte ein polizeiliches Einſchreiten ſchon
frü=
her für notwendig gehalten. Elſaß=Lothringen iſt früher
orrdnung ſteht als erſter Punkt der
von einem Präfekten ſehr ſtreng regiert worden unter
direk=
tem Einfluß von Paris. Von irgend einer Selbſtändig=
Bericht der Wahlprüfungskommiſſion
keit oder freiheitlichen Selbſtverwaltung, wie es hier
über die Frage, ob die in die Wählerliſte eingetragenen charakteriſtiſch iſt für die preußiſch=deutſche Geſetzgebung
Bähler bei einer Nachwahl zur Ausübung des Wahlrechts (Große Heiterkeit), war keine Rede. Ernſte vaterländiſche
auch dann berechtigt ſind, wenn ſie inzwiſchen ihren Wohn= Kreiſe befürchten, daß der bisherige Weg nicht dazu
füh=
ſittz verlegt haben. Die Kommiſſion beantragt, dieſe Frage ren werde, Elſaß=Lothringen dem deutſchen Vaterlande
z bejahen und das Reſultat dem Reichskanzler zur anzugliedern, wie es erwünſcht wäre im eigenen Intereſſe
Henntnisnahme mitzuteilen. — Abg. Dr. Arendt (Rpt.): des Landes und für die Sicherheit des Reiches. Noch ſteht
Prinzipiell mag man zugeben, daß es eine Härte iſt, zwi= nicht feſt, wie die Freiſinnigen ſich zum Mißtrauensvotum
ſhen Haupt= und Nachwahl zugezogenen Wählern nicht verhalten. Zentrum und Nationalliberale wollen darin
daas Wahlrecht in dem betreffenden Kreiſe zu geben. Dieſe nicht die Aufforderung erblicken zur Demiſſion des
Reichs=
prinzipiellen Bedenken dürfen aber nicht zu einer Aende= kanzlers. Wir haben es vorausgeſagt, als die
Interpel=
rutng der geſetzlichen Vorſchriften führen. Ich beantrage, lationsanträge zugelaſſen wurden, daß es ſo kommen
tieſen Bericht zur gründlichen Durchberatung einer Kom= müſſe, wie es gekommen iſt. Die bürgerlichen Parteien
miſſion von 14 Mitgliedern zu überweiſen. — Abg. von hätten beſſer getan, wenn ſie uns damals gefolgt wären.
Veit (konſ.): Die Minderheit in der Kommiſſion hat ſich (Sehr richtig! rechts. Lachen links.) Ich möchte nicht in
auf den fundamentalen Grundſatz des Geſetzes geſtellt, daß Ihr Inneres ſehen. (Heiterkeit.) Es iſt am 3. und 4. Dez.
jemand, der zur Zeit der Wahl, das heißt in dem Augen= hier ein Urteil über ſchwebende Gerichtsverfahren gefällt
lick, wo er ſeine Stimme abzugeben hat, keinen feſten worden. Wie verhält ſich das mit Ihrer Anſicht über die
Wohnſitz hat, nicht zur Wahl zugelaſſen werden darf, ſelbſtändigen Gerichtsentſcheidungen? (Sehr gut! rechts.
Dieſen Grundſatz will die Kommiſſion umſtoßen. Einer Unruhe links.) Da beſteht doch ein fundamentaler Wider=
Kommiſſionsberatung ſtimmen wir zu. — Miniſterial= ſpruch Es haben ſich hier Szenen abgeſpielt. Lärm und
direktor Dr. Lewald: Die Auffaſſung, daß ein Wähler witzloſe Zuruie, die nur den Zweck haben ſollten. zu
krän=
teas Wahlrecht nur ausüben darf, wenn er in dem betref= ken und den Miniſtern es unmöglich zu machen, zu
ſpre=
fenden Wahlkreis noch ſeinen Wohnſitz hat, iſt nach wie chen. Daß dadurch das Anſehen des Reichstages gelitten
tor die Auffaſſung des Reichskanzlers.
— Aba. Dr. bat, iſt klar, nicht nur in weiten Kreiſen des Volkes,
Baaſche (natl.): Es handelt ſich hier um die Klärung ſondern auch im Auslande. Durch den Beſchluß des
eiiner grundſätzlichen Frage, und das geſchieht beſſer in Reichstages iſt ſein Anſehen nicht gefördert worden.
der Kommiſſion, als im Plenum zwiſchen Tür und Angel Staatsrechtlich hat er gar keine Bedeutung. Der Bundes=
— Damit ſchließt die Debatte. Die Ueberweiſung an eine rat kann nicht Stellung zu ihm nehmen; er wandert da=
Kommiſſion wird abgelehnt und der Antrag der Kommiſ=hin, wohin er gehört: in den ſtenographiſchen Bericht.
ſcon angenommen.
(Sehr gut! rechts.) Nirgends wird größerer Zwang aus=
Es folgt die erſte Beratung des Initiativan= geübt, als bei den Sozialdemokraten bei denen es heißt:
rages Baſſermann, betr. Bewilligung von 500000 Erſt rot, dann Brot! Um dieſem Terror zu begegnen,
Mark als erſte Rate für die Beteiligung bei der
bringen wir unſeren Antrag auf Schutz der
Arbeitswilli=
gen ein. Wir treiben mit dieſem Antrag Mittelſtands=
Weltausſtellung in San Franzisko.
politik. Ohne ein Verbot des Streikpoſtenſtehens kann dem
Abg. Dr. Arendt (Rpt.): Auf Grund meiner Er=Uebel des ſozialdemokratiſchen Terrorismus nicht
abge=
ſahrungen habe ich ſchwere Bedenken gegen eine ſolche holfen werden In dieſer Frage muß aber die Regierung
Beteiligung. Die Weltausſtellungen haben ſich überlebt; führend vorgehen. Es handelt ſich hierbei um ein
dringen=
e ſind zu Jahrmärkten und Rummelplätzen geworden. des Lebensbedürfnis Ohne einen Rückgang des ſozial=
Den Fachausſtellungen gehört die Zukunft. Die haupt= demokratiſchen Terrorismus müſſen wir und weite Kreiſe
ſtächlich in Frage kommenden deutſchen Induſtriezweige, des Volkes mit uns in eine ernſte Zukunft blicken. (
Bei=
ſo die chemiſche, haben eine Beteiligung in San Franzisko fall rechts.)
abgelehnt. Außerdem droht uns die Gefahr des mangeln=
Staatsſekretär Kühn: Graf Weſtarp hat die
Wirk=
den amerikaniſchen Urheberſchutzes. Ich bitte um Ableh= ung der Zuwachsſteuer als Beſitzſteuer kritiſiert.
Zuwachs=
nung des Geſetzes. — Abg. Baſſermann (natl.) bittet ſteuer und Wehrbeitrag hängen eng zuſammen. Darin hat
um Ueberweiſung des Geſetzentwurfes an die Budgetkom= der Vorredner recht, daß der Bundesrat den Wehrbeitrag
miſſion. Das Haus beſchießt die Ueberweiſung an die nicht zu einer dauernden Einrichtung machen will.
Budgetkommiſſion. — Darauf wird die
Abg. Dr. Wiemer (Fortſchr. Vpt.): Wir weichen in
unſerer Auffaſſung über das Mißtrauensvotum
erſte Leſung des Etats
vom Zentrum und von den Nationalliberalen ab. Da die
fortgeſetzt.
Abg. Graf Weſtarp (konſ.): Es iſt zuzugeben, Sozialdemokratie dem Reichskanzler die Fähigkeit zum
daß ohne den wirtſchaftlichen Aufſchwung, den Deutſch= Weiterarbeiten abſpricht, ſo muß ſie ihrerſeits die
Mit=
land genommen hat, die Finanzen ſich nicht ſo hätten ent= arbeit einſtellen. Das wäre noch törichter, als der Streik
wickeln können, wie ſie es getan haben; andererſeits aber in der Rüſtungskommiſſion. Bei der Polen=Interpellation
ſteht feſt, daß ohne die durchgreifende Finanzreform von ſprach doch auch die Mehrheit ein Mißtrauensvotum aus.
1909 auch nicht annähernd ein derartiges Reſultat erzielt Trotzdem bewilligte die Sozialdemokratie dem
Reichs=
worden wäre. Wir haben eine Reihe von Ueberſchuß=kanzler die Mittel für die Militärvorlage. Wo bleibt da
jahren hinter uns, das ermöglichte eine erhebliche Ver= die Konſequenz? Der Reichskanzler bemühte ſich mit
über=
rninderung unſerer Schuldenlaſt; dann aber auch die flüſſiger Schärfe, die Bedeutung des Votums herabzu=
Durchführung großer Maßnahmen, beſonders anf militä= ſetzen. Er irrt ſich in der Bewertung des Votums. Es
riſchem Gebiete, und für die Veteranenbeihilfen. Die bei= war keine einfache Stimmenzählung. Die Wirkung kann
den großen Kriſen, die Marokko= und die Balkankriſe, hätte auf die Dauer nicht ausbleiben. Wir haben nicht gewollt
in ihren wirtſchaftlichen und politiſchen Folgen das daß es ſo kommt. Wir wollen eine Stärkung des parla=
Deutſche Reich nicht ſo überſtehen können, wenn es nicht mentariſchen Regimes (Aha! rechts), das immer noch beſſer
geſunde Finanzen gehabt hätte. In dem vorliegenden iſt, als der jetzige Scheinkonſtitutionalismus Der Kanzler
Etat ſpielen die beiden Faktoren die Hauptrolle, der hat es nicht als nötig erachtet, uns die Maßnahmen in
Seite 5.
1913.
Zabern mitzuteilen. Die Verlegung des Regiments iſt
eine Strafe für das Regiment, das vielfach familiäre
Be=
ziehungen zu Zaberner Familien hat. Aber auch die
Bür=
gerſchaft iſt in Mitleidenſchaft gezogen. Deshalb ſollte das
Militär baldigſt, wenn die Ruhe zurückgekehrt iſt,
zurück=
beruſen werden. Die Rekruten mögen recht milde
behan=
delt werden. Wir proteſtieren gegen die Art und Weiſe,
wie von den Konſervativen hier die Geſetzesverletzung
von Zabern beſchönigt und verteidigt wird. Mit der
Re=
gelung der braunſchweigiſchen Frage ſind wir durchaus
einverſtanden. Die Erklärung des jetzigen Herzogs, daß
er der Verfaſſung und den durch den Bundesvertrag ihm
auferlegten Verpflichtungen unerſchütterlich treu bleiben
werde, genügt uns. Wenn die welfiſche Partei nach wie
vor auf die Wiederherſtellung des Königreichs Hannover
hinwirken will, dann mag ſie es tun. Hannover iſt durch
den Krieg preußiſcher Beſitz geworden und bleibt es. Den
günſtigen Ausblick, den der Reichsſchatzſekretär hinſichtlich
der Finanzen gab, begrüßen wir; wenn nicht neue
Aus=
gaben in den nächſten Jahren hinzutreten, ſo werden wir
zu günſtigen Finanzen auch in den nächſten Jahren
kom=
men. Was die wirtſchaftliche Lage Deutſchlands anlangt,
ſo iſt eine rückſchreitende Konjunktur unverkennbar. Die
Schuld daran trifft ganz weſentlich die preußiſche
Eiſen=
bahnverwaltung. Dem Grafen Weſtarp muß ich das
Recht beſtreiten, namens des Mittelſtandes zu ſprechen,
wenn er Verſchärfung des Arbeitswilligenſchutzes
ver=
langt. Für Ausnahmegeſetze werden wir nicht zu haben
ſein. Hinſichtlich der neuen Handelsverträge wäre es ein
grober Fehler, wenn die Regierung auf Drängen der
Rechten uns einen Maximal= und Minimaltarif zur
Vor=
bereitung der neuen Handelsverträge vorlegen würde.
Alsdann würden, wie bei den letzten
Zolltariſverhand=
lungen, die Sonderintereſſen zu Worte kommen. Wir
wünſchen, daß die viehzuchttreibende Landwirtſchaft
ge=
ſtärkt wird, damit wir die Fleiſchverſorgung aus eigener
Kraft ſchaffen können. Mit Genugtuung begrüßen wir
die bevorſtehende Reform des diplomatiſchen Dienſtes.
Wir ſtimmen der Tätigkeit der Leitung unſerer
auswär=
tigen Politik zu. Dieſe zeigt wohlüberlegtes Handeln,
und wir wünſchen nur, daß dieſe Tätigkeit nicht durch
impulſive Eingebungen und Kundgebungen geſtört wird.
Wir freuen uns über die guten Beziehungen zu England.
Die Beteiligung Deutſchlands an der Weltausſtellung in
San Franzisko dürfen wir nicht von der Haltung
Eng=
lands abhängig machen. Es muß nicht nur der
Kon=
takt zwiſchen Militärgewalt und Zivilbehörden gewahrt
werden, ſondern auch zwiſchen Kanzler und Kaiſer.
Kriegsminiſter v. Falkenhayn: Ich muß mit
einigen Worten auf die Zaberner Vorkommniſſe
zurückkommen. Von meiner Perſon abgeſehen, muß ich
die hier angegriffenen Offiziere in Schutz nehmen. Es
wird geſagt, es ſei nicht ſchnell genug gegen die
betreffen=
den Offiziere eingeſchritten worden. Das iſt nicht richtig.
Geheimniskrämerei iſt nicht getrieben worden. Am 6.
No=
vember erſchien der Zeitungsartikel. Am nächſten Tage
wurde der beſchuldigte Offizier gehört und zur
Rechen=
ſchaft gezogen, und ſchon am 8. November wurde in der
Preſſe bekannt gegeben, daß eine beabſichtigte Beleidigung
der Bevölkerung nicht vorlag. Die 75 Rekruten ſind
gleichzeitig gehört worden, um feſtzuſtellen, in welchem
Umfange Beleidigungen dieſer Leute vorgekommen ſind.
Aber noch zur Zeit dieſer Vernehmung ſetzten
Straßen=
aufläuſe und die Preſſekampagne mit neuen
Anſchuldi=
gungen gegen den Offizier ein. Daß damals von einer
Verſetzung des Offiziers nicht die Rede ſein konnte, habe
ich ſchon ausreichend dargelegt. Was nachträglich in der
Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung über die Beſtrafung
des Offiziers und des Unteroffiziers wegen grober
Be=
leidigung von Untergebenen geſtanden hat, hätte auch,
das iſt geſagt worden in dieſem hohen Hauſe, bei der
Verhandlung geſagt werden können. Das iſt geſchehen.
Sobald ich durch die Ausführungen des Abg. Fehrenbach
ich muß ſagen, zu meiner großen Ueberraſchung —
er=
fuhr, daß trotz der klaren Geſetzesbeſtimmungen Zweifel
beſtanden, habe ich ſofort hier genau dasſelbe geſagt, was
jetzt in der offiziöſen Verlautbarung geſagt worden iſt.
Mehr konnte ich nicht ſagen und kann ich heute nicht ſagen,
denn es widerſpräche ſowohl dem Weſen als auch dem
Zweck der Diſziplinarſtrafgewalt, wenn man ihre
Aus=
übung im einzelnen der öffentlichen Kritik preisgeben
wollte. Nicht einmal direkte Vorgeſetzte dürfen eingreifen,
es ſei denn, daß es ſich um Verſtöße gegen geſetzliche
Be=
ſtimmungen oder um Unterlaſſung der Ahndung eines
Vergehens handelt. Wollte man anders verfahren, ſo
würde man denjenigen, die im Kriegsfalle die
Verant=
wortung allein tragen können und ſie daher im Frieden
allein tragen müſſen, dieſe aus der Hand winden, und
man würde damit den Grundſtein unterhöhlen, auf dem
unſere Armee ruht. (Sehr richtig! rechts, Lachen links.)
Auch hier im Hauſe iſt Econ wiederholt darauf
hinge=
wieſen worden, daß es unbedingt nötig iſt, den
zuſtän=
digen Diſziplinarvorgeſetzten die Befugnis zu geben, die
ſie zur Ausübung ihrer Diſziplinargewalt brauchen:
Selbſtändigkeit und Dienſtanſehen. Wie dies aber bei
einer öffentlichen Kritik möglich ſein ſoll, weiß ich nicht.
(Sehr richtig! rechts, Zurufe bei den Soz.). Sie (zu den
Soz.) ſtören mich nicht, aber ich bitte Sie, mich als
Ver=
treter der Armee ſprechen zu laſſen. (Vizepräſident
Dove: Ich bitte, die Unterbrechungen zu unterlaſſen,
muß aber bemerken, daß die letzten Unterbrechungen nicht
derart waren, daß ſie zu der Verwahrung Anlaß gaben.)
Die Maßregel der Verlegung des Regiments aus Zabern
war notwendig, wie anerkannt wurde. Dann kann man
ſchließlich nicht mehr lange bedenken, ob jemand dabei
geſchädigt wird. Der Abg. Dr. Spahn iſt auch auf den
Fall Knittel eingegangen. Auf den Fall im einzelnen
will ich nicht eingehen. Das eine aber kann ich heute
er=
klären, daß ich mit meinen beiden Amtsvorgängern auf
dem gleichen Standpunkt ſtehe: Ein
Zurverantwortung=
ziehen eines Offiziers innerhalb der ſtaatserhaltenden
Parteien muß ausgeſchloſſen bleiben. Ein Offizier aber,
der ſich in antimonarch’ſchem und antinationalem Sinne
betätiat, darf nicht im Heere belaſſen werden.
Abg. v. Morawski (Pole): Mit der Antwort der
Regierung auf unſere Anfrage, betreffend das Verbot der
Jeſuitenmiſſion in Poſen, können wir uns nicht
zufrie=
den geben. Die Klagen der Elſaß=Lothringer ſind
ſicher=
lich berechtigt. — Abg. Frhr. v. Gamp (Rpt.): Ein
Niedergang der Konjunktur iſt unbeſtreitbar. Daran
wird auch die Beteiligung an der Weltausſtellung nichts
ändern. Mit Befriediaung begrüßen wir die geſetzliche
Aufbeſſerung der Altpenſionäre. (Bravo!) Deutſchlands
Kapital geht viel zu viel ins Ausland. In der Frage
des Reichsbankdiskonts ſollte eine Enquete veranſtaltet
werden. Die Bemühungen des Reichsbankpräſidenten um
die Liquidität der Lanken haben nicht den erwünſchten
Erfolg gehabt. Wenn wir für erhöhten Arbeiterſchutz
einetreten, ſo ſoll man mit dem Wort Scharfmacherei
end=
lich aufhören. Wenn wir keine genügenden
Arbeiter=
ſchutz haben, ſo kommt es leicht zu Konflikten, wobei auch
einer körperlich zu Schaden kommen kann. (Lärm bei
den Soz., Zurufe links. Vräſident Dr. Kaempf ruft
den Abg. Körſten wegen einer dieſer Zurufe zur
Ord=
nung.) Die Induſtrie iſt leider in der Volksvertretung
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 11. Dezember
Seite 6.
nicht genigend vertreien. Daran Haben aber Strämun= (Pflicht, neuerdings zu peiſen, oh dieſe Unvereindarkeit
gen ſchuld, wie der Hanſa=Bund. (Lachen links.) Es darf noch fortbeſteht. Meine Herren! Wer jetzt dem
Bundes=
nicht verkannt werden, daß die Landwirtſchaft nach jahr= rat eine Inkonſequenz, einen Umfall vorwirft, weil wir
zehntelanger ſchwerer Arbeit ſo weit iſt, den einheimiſchen die Verzichtsforderung, die 1907 aufgeſtellt worden iſt,
Markt vom Auslande vollſtändig frei zu machen. In be= fallen gelaſſen haben, der kann mit demſelben Recht dem
zug auf die auswärtige Politik hat unſere Diplomatie Bundesrat von 1907 eine Inkonſequenz mit dem
Bundes=
ſehr gut abgeſchnitten. Das iſt nicht ohne Einfluß ge= rat von 1885 vorwerfen. SSehr richtig, rechts!) Im Jahre
weſen auf die Erhaltung des Weltfriedens. In der Za= 1906/07 bot der Herzog von Cumberland für ſeinen Sohn
berner Angelegenheit hätte in der Norddeutſchen Allge= Prinzen Ernſt Auguſt, der in Braunſchweig den Thron
meinen Zeitung ſehr wohl, wenn die Beſtrafung mitge= beſteigen ſollte, den Verzicht auf Hannover an, dagegen
teilt wurde, auch das Strafmaß veröffentlicht werden ſollte der älteſte Sohn des Herzogs der Prinz Georg
Wil=
ſollen. Die Zivilbehörde in Zabern war jedenfalls nicht helm nicht verzichten. Durch dieſe Stellung konnte nun der
auf ihrem Poſten. Man darf dann nicht vergeſſen, daß Eindruck erweckt werden, ob er gewillt war, laſſe ich
da=
die Militärverwaltung in Elſaß=Lothringen andere Auf= hingeſtellt, daß gewiſſermaßen zwei welfiſche Linien
ge=
gaben hat als in anderen Teilen des Reiches. Aber die bildet werden ſollten eine, welche auf Hannover verzichtete
Zivilbehörde hätte die Militärverwaltung nicht ſo bloß= und Braunſchweig erhielt, alſo eine braunſchweigiſche
ſtellen dürfen, wie aus der Depeſche des Staatsſekretärs und eine andere, für die der Verzicht auf Hannover
aus=
an den Berliner Lokalanzeiger hervorgeht. (Beifall drücklich abgelehnt wurde und in der die Rechte fortleben
rechts.)
ſollten. Dieſe unterſtrichene Differenzierung war
ſelbſtver=
ſtändlich nicht annehmbar und hat zu der Forderung des
Reichskanzler v. Bethmann Hollweg:
Verzichtes im Jahre 1907 geführt. Seit dem Tode des Prin=
Ich muß zu einigen Gegenſtänden Stellung nehmen, zen Georg Wilhelm iſt Ernſt Auguſt der einzige Erbe des
welche im Laufe der bisherigen Debatte erörtert worden Welfenhauſes und damit ſind die ſachlichen Umſtände, welche
ſind. Da iſt zunächſt eine Auslaſſung, des Abgeordneten 1 1907 zu der Verzichtsforderung geführt haben, fortgefallen.
Grafen Weſtarp über den Schutz gegen den Mißbrauch Der Bundesrat iſt, wie bekannt, zu der Ueberzeugung
ge=
des Koalitionsrechtes ein Gegenſtand, über den kommen, daß die hannoveriſch=welfiſchen Aſpirationen in
ſich ſoeben auch der Abgeordnete Freiherr v. Gamp ge= Braunſchweig unter der Regierung des Prinzen Ernſt
äußert hat. Es iſt nicht wohl möglich, daß ich während Auguſt keinerlei Unterſtützung finden würden. Der
Bun=
der erſten Leſung des Etats dieſen Gegenſtand bis in alledesrat gründete dieſe Ueberzeugung auf die Vermählung
ſeine Konſequenzen hinein erörtere. Ich weiſe zunächſt des Prinzen mit der Tochter des Kaiſers, auf ſein
Ein=
auf das hin, was ich vor drei Jahren über dieſe Fragetreten in die preußiſche Armee, auf ſein mit dem
Fahnen=
hier im Hauſe anläßlich der Interpellation über die Moa=eid für Lebenszeit übernommenes feierliches Verſprechen,
biter Exzeſſe geſagt habe, Ich habe damals meine Mei= nichts zu tun und nichts zu unterſtützen, was darauf
ge=
nung dahin ausgeſprochen, gegen Auswüchſe des Koali=richtet iſt, den derzeitigen Beſitzſtand Preußens zu
verän=
tionsweſens kann nicht eingeſchritten werden durch Aus= ern, auf das Bekenntnis des Prinzen zur Verfaſſung und
nahmegeſetze, ſondern nur auf dem Boden des gemeinen zu den Pflichten, welche ihm gegen ſeine Verbündeten ob=
Rechtes, und es darf dabei ein Einbruch in die Koalitions= liegen. Die Bedeutung dieſer Garantien an ſich iſt wohl
freiheit nicht erfolgen. Ich nehme an nach den Aeuße= nicht beſtritten worden, aber es iſt geſagt worden, dieſe
rungen, die bisher in dieſem Hauſe gefallen ſind, daß dieſe Garantien lägen auf einem ſentimentalen Gebiete. Dieſer
beiden Grundſätze die Zuſtimmung der bürgerlichen Par=Standpunkt, ſo will mir ſcheinen, ſcheint doch ein reichlich
teien finden. (Lachen bei den Soz.). Daß in die
Koali=
formaliſtiſcher, ich möchte ſagen, bürokratiſcher zu ſein, und
tionsfreiheit nicht eingegriffen werden darf, iſt ſelbſtoer= er ſteht noch dazu juriſtiſch auf ſehr ſchwachen Füßen. Was
ſtändlich. Das Koalitionsweſen iſt eine Erſcheinung, die würde denn mit dem ſoviel beſprochenen rechtlich
finden=
bei uns ebenſo gut wie in anderen Ländern durch die den Verzicht für das Reich und für Preußen erreicht
wor=
wirtſchaftliche Entwicklung eine Notwendigkeit für die Ar=den ſein? Die Situation iſt doch die: Hannover iſt
preu=
beiterſchaft wie für das Unternehmertum geworden iſt. Es ßiſche Provinz kraft preußiſchen Geſetzes und Preußen iſt
wäre ein ebenſo ausſichtsloſes wie törichtes Unternehmen, auf Grund der Reichsverfaſſung ein Glied des Deutſchen
durch einen Akt der Geſetzgebung dieſe Entwicklung be= Reiches mit Einſchluß der Provinz Hannover. Es gibt
ſchränken zu wollen. (Sehr richtig.) Aber das hindert uns keinen Staat Hannover und es gibt keine Monarchie in
nicht, Auswüchſe, wo ſie konſtatiert werden, — und ſie ſind einem Staate Hannover. Ein Verzicht auf
Monarchen=
konſtatiert worden, — ich brauche mich nicht näher darüber recht kann aber nur dem eigenen Staate, nicht aber einem
auszulaſſen, entgegenzutreten. (Rufe links auf beiden Sei=anderen Staate gegenüber ausgeſprochen werden. Dieſes
ten.) Gewiß, es muß durchaus paritätiſch vorgegangen eigene Staat beſteht nicht. Ein rechtlicher Verzicht
gegen=
werden in dieſer Frage. Das liegt ſchon in dem Grund=über Preußen aber wäre juriſtiſch inhaltslos, weil
Preu=
ſatze, den ich vorhin ausſprach, daß auf dem Boden desßen keine Rechte auf Hannover kennt, ſondern höchſtens
gemeinen Rechtes Abhilfe zu ſchaffen iſt. Als Abhilſe iſt vermeintliche Anſprüche auf die Wiederherſtellung des
Zu=
vorgeſchlagen worden, einmal eine Reviſion der Straf= ſtandes von 1866. Und was den Verzicht für etwaige
Nach=
geſetze und zweitens die zivilrechtliche Haftung kommen anlangt, meine Herren, ſo überwiegt in der
der Koalitionen. Gegenüber der übergroßen Macht, Staatsrechtslehre die Anſicht, daß der Verzicht mit
recht=
welche die Koalitionen beſitzen, nicht nur infolge der An=licher Bindung nur für die Perſon des Erklärenden ſelbſt,
zahl ihrer Mitglieder, ſondern auch durch die großen Ver=nicht für die Nachkommen ausgeſprochen werden kann. Ich
mögen, die ſie inne haben, drängt ſich von ſelbſt die Er=halte den ganzen Streit, der mit dem Verzicht in ſeiner
wägung auf, als Gegenſtück hierzu die zivilrechtliche Haf=ſtaatsrechtlichen Bedeutung zuſammenhängt, für einen
tung eintreten zu laſſen, eine Haftung für den Schaden, rheoretiſchen, für einen formaliſtiſchen. Er geht an dem
den die Koalitionen durch ihre Beauftragten anderen Kern der Sache vorbei. Die Bürgſchaft, die Prinz Ernſt
in Widerſpruch mit den Geſetzen zufügen. Im Auguſt für eine der Reichsverfaſſung getreue, ſeinen gegen
Zuſammenhang mit dieſer Frage ſteht bekanntlich die Verbündeten obliegenden Verpflichtungen entſprechende
die Frage der Rechtsfähigkeit der Berufsvereine, Regierung in Braunſchweig abgegeben hat, ſein
Ver=
eine Frage, die zu löſen ſchon einmal geſetzlich unternom= ſprechen, daß er keinen Anſpruch auf die Wiederherſtellung
men worden iſt, aber rergeblich. Ich glaube auf keinen eines ſelbſtändigen Hannavers nie und nimmer in keiner
Widerſpruch zu ſtoßen, wenn ich ſage, daß dieſe Frage derWeiſe betreiben werde, iſt ausreichend. Dieſe Garantien
zivilrechtlichen Haftung der Koalitionen, die Frage derſind gerade ſo bindend, ob ſie nun mit oder ohne Verzicht
Rechtsfähigkeit der Berufsvereine, ſo oft ſie auch draußen ausgeſprochen werden. Nun aber, meine Herren, wenn
und hier im Reichstage verhandelt worden iſt, keineswegs die Vorausſetzungen dafür vorhanden ſind, daß die
Regie=
zu einem geſetzgeberiſchen Akt reif iſt. Was die Revi=rung des Prinzen Ernſt Auguſt in Braunſchweig mit dem
ſion der Strafgeſetze anlangt, ſo habe ich, als ich von der Reichsverfaſſung garantierten Friedensſtand unter
vor drei Jahren darüber hier ſprach, darauf hingewieſen, den Bundesgliedern in jeder Beziehung vereinbar ſei,
daß die Kommiſſion, welche mit der Reviſion des Straf= dann, meine Herren, hatte Braunſchweig ein Recht
dar=
geſetzbuches befaßt iſt, der Anſicht ſei, es müſſe im revidier= auf, daß Prinz Ernſt Auguſt den Thron ſeiner Väter
be=
ten Strafgeſetzbuch die Freiheit und das Selbſtbeſtim= ſtieg. Von dieſem Rechte Braunſchweigs iſt in der ganzen
mungsrecht des Individuums mehr geſchützt werden als Polemlik des vorigen Sommers mit keinem Wort die Rede
geweſen.
bisher.
Meine Herren! Allerdings hatte Braunſchweig ein
Es ſind von der Kommiſſion, wie Ihnen bekannt ſein
wird, entſprechende Paragraphen in den jetzigen Entwurf kerndeutſches Land, das immer treu zu Kaiſer und Reich
eines neuen Strafgeſetzbuches aufgenommen worden. geſtanden hat, ein Anſpruch auf ſeinen rechtmäßigen
Daß dies geſchieht, ſcheint mir doch eine Notwendigkeit. Thronerben, ſobald es ſeſtſtand, daß dieſer Erbe ebenſo
Als unſer Strafgeſetzbuch erlaſſen wurde, befand ſich unſer treu zu Kaiſer und Reich ſteht und daß die welfiſchen
Koalitionsweſen im Vergleich zu heute doch noch ſehr Aſpirationen in ihm keine Unterſtützung fanden. Nun,
in den Anfängen, und als der Geſetzgeber die Paragra= meine Herren, ganz wenige Worte über die
han=
phen zum Schutze der perſönlichen Freiheit faßte, hatte noverſchen Welfen. Der Herr Abg. Frhr. v. Gamp
er im weſentlichen im Auge den Angriff auf die perſön= hat geſagt, die Sache würde ja im preußiſchen Landtage
liche Freiheit des Individuums. (Unruhe bei den So= noch ausführlich beſprochen werden. Aber ein paar
Be=
zialdemokraten.) Die Mitteilungen, die uns geſtern der merkungen muß ich doch heute hier machen. Der Herr
Abg. Baſſermann machte, waren doch recht bezeichnend, Abg. Frhr. v. Gamp hat gemeint, durch dieſe Löſung der
und ebenſo bezeichnend iſt die Haltung einer großen Zahl braunſchweigiſchen Frage hätten wir die welfiſche
Agita=
von Handeskammern, ſind die Kundgebungen aus dem tion in Hannover geſtärkt. Meine Herren, da möchte ich
Handwerkerſtande und ſchließlich auch die Stellung des doch einmal die Gegenfrage ſtellen, ob wir nicht die wel=
Direktoriums des Hanſa=Bundes. Ich ſtimme auch dem fiſche Bewegung in verhängnisvoller Weiſe geſtärkt haben
Abg. Grafen Weſtarp durchaus darin zu, daß in dieſer würden, wenn wir um des, wie ich nachgewieſen habe,
unſer Volksleben ſo tief berührenden Frage die Regierung bedeutungsloſen Verzichts willen die Welfenfrage
ver=
eine führende Rolle zu ſpielen hat und daß ſie dem ewiat und den Prinzen Ernſt Auguſt zum Märtyrer des
Reichstag eine Aktion vorſchlägt, ſobald ſie glaubt, daß Welfentums gemacht hätten. Meine Herren, wenn wir
die Vorbedingungen hierfür gegeben ſind. (Unruhe ſo das Gegenteil getan haben, ſo haben wir der
Welfen=
links.) Meine Herren! Ich habe ſchon vor längerer bewegung in Hannover für die Zukunft ihren ſtärkſten
Zeit den Herrn Staatsſerketär des Innern gebeten, die! Stützpunkt genommen. Gewiß, meine Herren, mir iſt
Erfahrungen, die in dem ganzen Verlauf der deutſchen geſagt worden, es gäbe in Hannover Welfen, die ſagten,
Arbeiterſtreitigkeiten geſammelt worden ſind, und die Er= der Prinz Ernſt Auguſt hat ſo viel erreicht, die Hand der
fahrungen, die in anderen Ländern geſammelt worden Kaiſertochter und den braunſchweigiſchen Thron, jetzt wird
ſind, zuſammenzuſtellen. Ich nehme an und hoffe, daß es ihm auch gelingen, ein ſelbſtändiges Hannover
hervor=
in nicht zu ferner Zeit dem Reichstag dieſe Arbeit vor= zubringen. Meine Herren, wenn es richtig iſt, daß es
gelegt werden wird. (Zwiſchenrufe links.) Sie wird, ſolche Leute gibt, ſo ſind das, wenn ich mich höflich
aus=
meine Herren, was ich für durchaus erwünſcht halte, wert= drücken will, jedenfalls keine Politiker. Hannover iſt und
volle Fingerzeige für die Handhabe der beſtehenden Ge= bleibt eine preußiſche Provinz. Kein preußiſcher König
ſetze geben.
und keine preußiſche Landesvertretung wird ſich je dazu
Ich muß des weiteren auch auf diejenigen Vorwürfe, bereitfinden, rückgängig zu machen, was zum Deutſchen
auf die Kritiken eingehen, die geſtern der Herr Abgeord= Reiche geführt hat und geſchichtlich geworden iſt. Meine
nete Baſſermann und heute der Abg. Freiherr v. Gamp, Herren! Man hat Preußen etwas Kleinmütiges
zuge=
wenn auch in verhältnismäßig kurzen Worten, an der Hal= mutet, wenn man von Preußen verlanat, daß es aus
tung des Bundesrats in der braunſchweigiſchen Furcht vor einer zum Abſterben verurteilten Bewegung,
Frage geübt haben. Der Herr Abgeordnete die von einer kleinen Gruppe Unverſöhnter genährt wird,
Baſſermann hat in dieſer Frage dem Bundesrate daß es aus Furcht davor ſeine Haltung im Bundesrat
einen Umfall vorgeworfen. Das iſt ein ſchwerer Braunſchweig gegenüber regulieren ſolle. Meine Herren!
Vorwurf, aber ich halte den Vorwurf in keiner Weiſe für Ich habe eine ſolche Politik abgelehnt, und indem ich es
berechtigt. Bei dieſem Vorwurf wird überſehen, daß dertat, habe ich nichts von den alten Traditionen Preußens
Bundesratsbeſchluß von 1907 ſo wenia ein Definitivum preisgegeben, ſondern ich habe geglaubt, nach der
Herſtel=
hat ſchaffen wollen wie der Bundesratsbeſchluß von 1885.lung eines Zuſtandes geſtrebt zu haben, der mit der Be=
1885 und 1907 kam der Bundesrat zu dem Ergebnis, daß ſeitigung alten Haders Nützliches ſchafft.
die Thronbeſteigung des Herzogs von Cumerland in
Meine Herren! Zum Schluß noch wenige Worte in
Braunſchweig unvereinbar ſei mit den Grundprinzipien bezug auf die Interpellationsdebatten über
der Reichsverfaſſung und den ihr zugrunde liegenden Zabern. Im Gegenſatz zum Abg. Scheidemann haben
Bündnisverträgen. Aenderten ſich die Verhältniſſe, meinei ſich die Führer des Zentrums und der Nationalliberalen
Herren, und daß ſie ſich geändert haben, wird wohl von in der Frage der politiſchen Bedeutung ihres
Mißtrauens=
niemand beſtritten, ſo entſtand für den Bundesrat die votums auf den verfaſſungsmäßigen Boden geſtellt. Der
Nummer 302.
1913.
Abg. Dr. Wiemer hat es zwar abgelehnt, ſch die
An=
ſchauung der ſozialdemokratiſchen Fraktion über deſſen
Tragweite anzueignen, er hat aber unbillige Aeußerungen
darüber gemacht, daß ich im Laufe der Etatsberatung auf
die Zaberner Angelegenheit nicht noch einmal
zurückge=
kommen bin, und daß dem Reichstage keine weiteren
amt=
lichen Erklärungen zugegangen ſind. Ja, meine Herren,
was ſollte ich denn zur Sache weiter noch erklären,
nach=
dem am 3. Dezember geſagt worden iſt, daß die
Ange=
legenheit, die den Gegenſtand der Interpellation bildete,
einem gerichtlichen Verfahren unterliege. Wohin führen
uns denn die jetzigen weiteren Debatten? Es wird
Par=
tei ergriffen auf der einen Seite für das Militär und
auf der anderen Seite für das Zivil. Der eine wirft dem
Kreisdirektor Vernachläſſigung ſeiner Pflicht vor, der
andere richtet die Angriffe gegen den kommandierenden
General. Meine Herren, ich habe am 3. Dezember
er=
klärt, daß ich auf Grund der mir vorliegenden einanden
widerſprechenden Berichte über das Verhältnis das an
dem einen ſtrittigen Tage zwiſchen Zivil und Militärein
Zabern geherrſcht hat, mit Sicherheit nicht entſcheiden
kann, wo Recht und Unrecht liegt. Ich kann nur
be=
dauern, daß bei dieſem ungewiſſen Stand hier ſchon ganz
kategoriſch geurteilt worden iſt, inſonderheit Angriffe
gegen einzelne Perſonen gerichtet worden ſind. Ich muß
mir bei dieſem unſicheren Stand der Dinge Reſerve
auf=
erlegen. Das eine aber, meine Herren, kann ich Ihnen
verſichern, daß in der amtlichen Verhandlung und in der
Beurtellung der ganzen Sache infolge der Interpellation
kein Umſchwung eingetreten iſt. Die Annahme des Abg,
Wiemer iſt ſalſch, und ebenſo und mit der gleichen Be= ſage ich, daß von einem Rückzug, wie es der
Abg. Graf Weſtarp zu befürchten ſcheint, in keiner Weiſe
die Rede iſt. (Hört! hört!) Das Zurückgreifen des Abg=
Scheidemann auf die Interpellationsdebatte hat
wenig=
ſtens das eine Gute gehabt, daß es offenbar wurde, daß
eine Homogenität unter den Parteien, welche ſich auf das
Mißbilligungsvotum vereinigt hatten, in keiner Weiſe
vorhanden iſt. Einmütigkeit beſtand ebenſowenig über
ſeine Tragweite wie über ſeine Motive. Die
Aeußerun=
gen des ſozialdemokratiſchen Wortführers in dieſem hohen
Hauſe haben, darin ſtimme ich mit dem Aba. Grafen
Weſtarp durchaus uberein, keinen Zweifel darüber ges
laſſen, daß die Sozialdemokratie die Vorfälle in Zabern
zum willkommenen Anlaß genommen hat, um gegen die
verfaſſungsmäßigen Rechte des Kaiſers und des oberſten
Kriegsherrn und gegen die Armee einen kräftigen Sturm
einzuleiten. (Große Unruhe.) Hier ſcheiden ſich die
Geiſter. Hier iſt die Sozialdemokratie iſoliert, und ſie
wird es hoffentlich auch für immer bleiben. (Lebhafter
Beifall.)
Hierauf wird die Weiterberatung auf Donners
tag 11 Uhr vertagt. — Schluß ¾7 Uhr.
Vorträge.
Die neue Wohnungskultur in Deutſchland.
g. In der Aula der Großh. Landesbaugewerkſchule
ſprach geſtern Herr Profeſſor Karl Widmer aus
Karls=
ruhe im Rahmen einer von dem Großh. Gewerbemuſeum
ind der Bibliothek geplanten Vortragsreihe über die
Kultur des deutſchen Wohnhauſes über den Spezialbegriff
Die Wohnungskultur in Deutſchland. Der
Direktor Dr. Kienzle begrüßte die Erſchienenen und
teilte mit, daß die beiden folgenden Vorträge über
wei=
tere Spezialgebiete orientieren ſollen. Er erteilte ſodann
dem Vortragenden das Wort. Nachdem in den
Kunſt=
bewegungen der letzten drei bis vier Jahrzehnte eine
gewiſſe Ruhe eingetreten iſt, ſei es wohl berechtigt,
rück=
ſchauend dieſe Zeit zu betrachten. Ein Grundirrtum in
dem Kunſtſuchen jener Zeit iſt vor allem das fortgeſetzte
Suchen nach einem Stil. Nachdem ſich nach 1870 eine
große wirtſchaftliche Entwickelung in Deutſchland
ein=
ſtellte, entſtand auch das Verlangen nach einem neuen
Stil. Nach einer längeren Entwickelung entſtand daraus
ein Stil, von dem die Darmſtädter Ausſtellung 1901 der
umfaſſendſte und reichſte Ausdruck war. Aber ſo viel
An=
regungen auch von dieſem Stil ausgingen, auch hier ging
man von dem Grundirrtum aus, einen neuen Stil ſchaffen
zu wollen. Stile laſſen ſich nicht ſchaffen, ſie müſſen wachſen in
langſamer, folgerichtiger Entwickelung. So lange jener
Stil nur von den Künſtlern gehandhabt wurde, war in
der Verwendung der Ornamente und der
Konſtruktions=
linie eine künſtleriſche Individualität die Gewähr dafük,
daß nichts Geſchmackloſes entſtand. Verkehrt war es jedoch,
als dieſer Kunſtſtil in der Fabrikation Anwendung fand.
Dem Gegenſtand wurden Ornamente aufgeklebt, ſie
wur=
den mit Linien und Ornamenten ganz unmotiviert beklebt.
Aus dem nun einſetzenden Rückſchlag entſtand ſodann der
Zweckmäßigkeitsſtil. Die Zweckmäßigkeit, der Verſtand,
wurden in den Vordergrund geſtellt. Man kam zu dem
Standpunkte, den Gegenſtänden ſchöne Proportionen zu
geben, den Gegenſtänden nichts Unzweckmäßiges
anzu=
fügen. Dieſer Proportionalſtil zeigte die große
Gefahr=
einer Einförmigkeit, die alles Individuelle erſtickt. Es
traten Beſtrebungen zutage, die die Ornamente nicht
ab=
ſolut verwerfen wollten, die nicht in der Einfachheit das
Höchſte ſahen. Beſonders in der Wohnungskunſt wurde
die neue, einfache Richtung zu abſtrakt=modern in ihrer
Nüchternheit. Deshalb griff man wieder zu den alten
Ornamenten der Blumenmuſter uſw. zurück; aber nicht
in=
kopierender Weiſe, ſondern man benutzte ſie und bildete
ſie weiter. Der Vortragende zeigte darauf an Hand einer
Anzahl von Lichtbildern, die zum Teil den
Kunſtzeitſchrif=
ten aus dem Verlage von Alexander Koch entnommen
waren, den modernen Stil in ſeiner praktiſchen Anwend=, und ſtreifte zum Schluß die moderne Richtung in
dem Hausbau. Die hier wirkenden Beſtrebungen auf
Verſchönerung und zweckmäßigere Einrichtung des
Wohn=
hauſes werden erfreulicherweiſe auch auf die Häuſer des
-
Mittelſtandes und des kleinen Mannes ausgedehnt.
Reicher Beifall wurde den intereſſanten Ausführungen
zu=
teil.
„Die Jugend von miorgen.”
n. Es mag einiges Befremden hervorgerufen haben,
wenn der Allgemeine Studentenverband, der
ja vornehmlich die Korporationen unſerer Hochſchule in
ſich zuſammenſchließt, zu einem Vortrag des
Kapitänleut=
nants a. D. Paaſche über „Die Jugend von morgen”
einlud. „Die Jugend von geſtern”, ſo dachten wohl viele
zweifelnd, wünſcht eine Ausſprache über die „Jugend von
morgen‟? Doch der Abend bewies, unſere
Studenten=
ſchaft ſteht nicht gefühllos all den neuen Gedanken
gegen=
über, die der große Führer der freideutſchen Jugend
Ka=
pitänleutnant Paaſche, in trefflichen Worten vorführte.
Er führte eingangs aus, die neuen Ideale können nicht
mitgeteilt werden, ſie müſſen erlebt ſein, um zum Beſitz des
Einzelnen zu werden. Es warf dann der Redner auch nur
Streiflichter auf dieſen und jenen Zug der neuen, in
Ent=
wickelung begriffenen Generation. Vor allem fordert ſie
Kritikfähigkeit für die Zeitſtrömungen; der Menſch, nicht
Nummer 302.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 11. Dezember
ie ioie Sache nuß in den Mitekpunſt treien. Die meue
Von der Firma Müller und Nühle war eine Aus=
Feit muß wieder Fühlung finden mit der Natur, und ſtellung von Reproduktionen einer großen Anzahl von
Liebe zu dieſen Schätzen; und dieſes Ziel wird und iſt Blättern Fidus’ aus dem Verlag des St. Georg=Bundes
„erwandert” worden. Aus dem Wirrwarr der Großſtädte zu Waltersdorf bei Berlin und der Jugend arrangiert, die
hat der „Wandervogel” die jungen Menſchen hinaus=lebhaftes Intereſſe erregte.
geführt. Jede große Reform begann mit einer Veränder=
Herr Muſeumsdirektor Dr. Back ſprach dem
Vortragen=
ung der Lebensweiſe; ſo iſt es kein kleiner Nebenzug die= den herzlichſten Dank aus und bat die Anweſenden, zu
ſer Bewegung, wenn ſie den Luxus bekämpft, wenn ſie einem zwangloſen Beiſammenſein noch zu verweilen. Es
Gewohnheiten abzuſtreifen ſucht, die junge Menſchen ſchä= wurden von Damen der Geſellſchaft in liebenswürdigſter
igen müſſen. Der Redner vergleicht die Produkte des Weiſe Erfriſchungen geboten und man blieb bei regem
riodernen Unternehmertums mit all den poeſievollen In= Gedankenaustauſch noch einige Stunden beiſammen.
ſitutionen der Wandervögel, dem Grammophon mit dem
St.
Bolkslied, das durch „Zupfgeigenhanſel” von der
ge=
ildeten Jugend hinausgetragen wird ins Volk, das
Landwirtſchaftliches.
gedankenloſe Knipſen des photographiſchen Apparates mit
der individuellen Erinnerung einer Zeichnung, eines Ge=
* Groß=Gerau, 10. Dez. Der letzte
Ferkel=
miäldes. Mit Nachdruck betont er die Zwangloſigkeit immarkt verlief ziemlich günſtig. Sämtliche aufgetriebenen
Verkehr zwiſchen Bub und Mädel, die dieſe Bewegung ge= 970 Tiere konnten zu annehmbaren Preiſen Abſatz finden
wracht; die Hygiene unſerer Touriſtenkleidung und als und wurden für Ferkel 10—21 Mark, für Springer 25—33
Endziel geſunde, friſche Menſchen, die „kaloi kai agathoi” Mark und für Einleger 37—50 Mark gelöſt. Der nächſte
dem Vaterlande, wenn’s gilt, dienen werden. Seine Aus= und letzte Ferkelmarkt dieſes Jahre findet am Montag den
führungen faßte der Redner dahin zuſammen: all die 15. ds. Mts., ſtatt, da der darauffolgende Markt auf den
reuen Ideen mögen von der Jugend erlebt werden, da= 2. Januar 1914 fällt.
mit unſerem Vaterlande eine blutige Revolution erſpart
bleibt, eine geiſtige uns aber gebracht wird, wie ſie unſerer
Hauptverſammlung des
National=
hohen Kultur entſpricht.
liberalen Vereins.
m. Der Nationalliberale Verein in
Darm=
ſtadt hielt geſtern abend im „Fürſtenſaal” ſeine Haupt=
Fidus=Kunſt.
verſammllung ab. Um 9 Uhr eröffnete der Vor=
Zu einer intereſſanten ganz auf geſellſchaftlich vor= ſitzende, Landtagsabgeordneter Dr. Oſann, die Sitzung.
iehmen und populär=künſtleriſchen Ton geſtimmten Ver= Er begrüßte die Anweſenden und gab ſeiner Befriedigung
anſtaltung hatte für geſtern abend die hieſige Ortsgruppe darüber Ausdruck, daß die Nationalliberale Partei bei den
Stadtverordnetenwahlen ſo gut abgeſchnitten habe. Dr.
Des „Vereins zur Förderung der Duncanſchule‟, an der
Spitze Frau Dr. Willy Merck und Frau Oberbürger= Nöllner verlieſt dann die Liſte der ausſcheidenden
Vor=
mmeiſter Dr Gläſſing, geladen mit dem Endzweck, den ſtandsmitglieder und diejenige, die die Vorſchläge für die
ſin erfreulich größerer Zahl beigetretenen neuen Mit= Neuwahlen enthält. Dr. Oſann teilte dann mit, daß es
gliedern des Vereins Gelegenheit zu geben, ſich bei einer ſich als notwendig erwieſen habe, den Mitgliederbeitrag
Weranſtaltung kennen zu lernen und näher zu treten, die, von 1 Mark auf 3 Mark zu erhöhen. Ein Vereinsmitglied
ſvenn auch nicht von der Schule ſelbſt geboten, ſo doch in ſchlägt vor, den Sprung nicht ſo weit zu nehmen;
viel=
naher künſtleriſcher Verwandtchaft zu ihr und ihren Be=leicht würden 2 Mark auch genügen. Demgegenüber weiſt
ſtrebungen ſteht. Wie kaum ein Künſtler hat Fidus den Dr Nöllner auf die hohen Wahlkoſten hin. Man müſſe
zugendlichen menſchlichen Körper ſtudiert in ſeinen Beweg= auch daran denken, ſich einmal einen Parteiſekretär
zuzu=
ungen und in ſeiner natürlichen Schönheit und hat zulegen. Die Arbeit vermehre ſich immer mehr. Auch
Refe=
eeinem Teil und auf ſeine Art die edle Körperkultur ge= rendar Dingelldey unterſtützt den Erhöhungsvorſchlag.
Die Abſtimmung ergibt die einſtimmige Annahme
prieben, deren Höchſtziel das der Duncanſchule ja auch iſt.
des Vorſchlages. Es wird dann die Wahl der Vertrauens=
So bot man den Beſuchern einen Fidusabend.
Ein Vortrag über Fidus und ſeine Kunſt leitete den männer für den Landesausſchuß durch Zuruf
vorgenom=
men. Es werden gewählt die Herren Dr. Nöllner und
Abend ein. Herr Dr. Feldner ſprach über Fidus, des Referendar Dingeldey. Die Wahl wird mit Beifall
bürgerlicher Name Hugo Höppner iſt, und es ge= aufgenommen.
llang ihm in hervorragender Weiſe, die feine, von einem
Dann nimmt das Wort zum Thema: „Die politiſche
Hauch religiöſer Schönheit umwobene Kunſt Fidus’ den Lage im Wahlkreis Darmſtadt-Groß=Gerau” Referendar
Hörern näher zu bringen und ihrem Verſtändnis die WegeDingeldey. Der Redner ſchildert einleitend die allge=
Zu ebnen. Der ſympathiſche Redner gab zunächſt eine turze meine politiſche Lage. Das Jahr 1912 ſei ein beſonders
Lebensſkizze des Künſtlers, der durch Dieffenbachs „Werk= ſchweres geweſen. Es fehle im allgemeinen an einer
ſſtätte für Religion, Kunſt und Wiſſenſchaft” zu ſeinem feſten politiſchen Ueberzeugung. Dahegen habe das Jahr
zeigentlichen Kunſtgebiet hingeleitet wurde. Bei Dieffen= 1913 ein freundlicheres Geſicht gezeigt. Als einen
beſon=
lbach lernte er den nackten Körper des Kindes kennen, ſeine deren Eindruck nennt der Redner die Wehrſteuer. Natio=
Schönheit verſtehen, die ſeine Kunſt dann verklärend zu nalliberale Männer ſeien es geweſen, die vor allem
tat=
fübermitteln berufen ward. Fidus iſt ein Eigener gewor=kräftig mitgewirkt hätten. Kritik übt der Redner an dem
iden, einer, der ſich nicht einſchachteln läßt, und der nur aus Verhalten des Reichskanzlers. Auf die Zaberner
Vor=
linnen heraus ſchaffen kann, wie ein Berufener. Sein gänge eingehend, ſagt er, daß der Kanzler es nicht verſtan=
Schaffen des nackten Kindeskörpers war eine Periode ſeiner den habe, den Sturm zu beſchwören. Das war dem Kai=
Kunſt. Ueber den knoſpenden Körper des Menſchen kam ſer vorbehalten. Der Redner ſchildert dann, wie man ein
der zu Titanenaufgaben. Sein Wollen war nicht auf Ein= Zurückweichen der „roten Flut” beobachten könne. Dann
Felheiten, auf einzelne Werte gerichtet. Sie waren nur ein beſpricht er die Darmſtädter Verhältniſſe, wo die
Natio=
kkünſtleriſches Fühlen in das hinein, was ihn beſeelte das nalliberale Partei darauf angewieſen ſei, gegendie Sozial=
Zuſammenfaſſen eines großen kunſtleriſchen Schaffens, demokratiſche Partei zu kämpfen. Wenn die
Fortſchritt=
neiner Tempelkunſt. Man hat mit Unrecht das als liche Volkspartei fortfährt, die Sozialdemokratie zu unter=
Utopien bezeichnet. Wagner iſt Beweis dafür, daß eine ſtützen, ſo wird die Nationalliberale Partei auch gegen
eigene Tonkunſt neu erſtehen konnte. Warum ſolles nicht dieſe zu kämpfen wiſſen. Als der Redner der Tätigkeit des
rmöglich ſein, daß Fidus eine Tempelkunſt ſchafft! Auch die Aba. Dr. Oſann gedenkt, bricht ein ſpontaner,
langauhal=
bildende Kunſt kann ſinfoniſch wirken. Manhat geſagt, daß tender Beifall aus. Mit der Anerkennung allein ſei es
die Griechen manchen Körper Fidus häßlich finden würden. aber nicht getan. Man müſſe jetzt ernſtlich daran denken,
Das iſt wohl richtig, aber naturgemäß. Ein wahrer ein Parteiſekretariat zu errichten. Nur ſo könne man dem
Künſtler unſerer Zeit kann keine Geſtalten ſchaffen wie ſie Abg. Dr. Oſann die ſchwere Arbeit erleichtern. Redner
von den Griechen uns überliefert wurden. Die Zeit hat ſchloß mit der dringenden Aufforderung, den Gedanken
dem menſchlichen Körper ſeine Runen eingegraben. Fidus’ eines Parteiſekretariats nicht fallen zu laſſen.
Kunſt iſt Seelendarſtellung. Er nennt die Tempelkunſt
Nach der mit großem Beifall aufgenommenen Rede
eine ſichtbare Seligkeit. Daraus geht überzeugend hervor,
des Referendars Dingeldey ſprach Abg. Dr. Oſann. Er
daß der Künſtler aus der Seele die Offenbarung der Kunſt dankte dem Redner für ſein großes Intereſſe, dankte ihm
herauszuarbeiten beſtrebt iſt. Wir haben die Hoffnung, ferner für die Worte der Anerkennung, die der Redner an
daß es in abſehbarer Zeit gelingen wird, zu der von Fidus ihn perſönlich gerichtet habe. Noch einmal geht Dr. Oſann
gewollten Tempelkunſt zu kommen. Nicht aus einer unſe= auf die Schwierigkeiten ein, die in der Organiſation
be=
rer Zeit fremden Weltanſchauung, aus buddhiſtiſchem ruhen. Amtsrichter Dr Gläſer aus Groß=Gerau be=
Myſtizismus heraus, ſondern aus ſeinem germaniſchen richtet über die Verhältniſſe in Groß=Gerau. Nachdem
Volkstum wird ſie uns geboten werden, eine Religion der Dr Oſann noch Mitteilung gemacht hatte, daß ſich eine
Schönheit Dann wird in Erfüllung gehen, was Fidus größere Anzahl neuer Mitglieder gemeldet habe, wurde
ſagt: Wir brauchen wieder einmal greifbare, ſichtbare, die Hauptverſammlung um 10¾4 Uhr geſchloſſen.
glaubhafte Seligkeit.
Dem einleitenden Vortrag folgte die Vorführung von
Letzte Nachrichten.
etwa 100 Lichtbildern, beginnend mit dem die ganze
Fiduskunſt gewiſſermaßen kennzeichnenden „Empor” das
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
den nach den Sternen ſich ſehnenden, an die Erde
gefeſſel=
ten Menſchen darſtellt. Dann folgten zahlreiche Bilder,
* Berlin, 10. Dez. Der Gouverneur von Kamerun,
die die ganz wunderbar ausgeprägte Zeichenkunſt ſchon Ebermeier, iſt zum Heimaturlaub in Berlin
einge=
des jungen Fidus zeigte, die hier ſchon meiſterliche Beherr= troffen.
* Berlin, 10. Dez. Die Schauſpielerin Nuſcha
ſchung der Linie und Kenntnis der Schönheitsform des
menſchlichen Körpers verraten. Der Vortragende wies hier= Butze vom Königl. Schauſpielhaus in Berlin iſt heute
bei den oft erhobenen Vorwurf zurück, daß Fidus ein nachmittaa geſtorben.
München, 10. Dez. Die Regierung brachte im
Süß=Zeichner, ein Backfiſch=Zeichner, ſei. Und wahrlich,
die Bilder bewieſen das. Sie zeigten, daß der Künſtler Lanstag, eine Vorlage ein, in der ſie 75000 Mark für
aus einem inneren Schönheitsſehnen heraus ſchafft, aus Zuſchüſſe an Gemeinden fordert, die
Arbeits=
einem Gefühle heraus, daß Schönheitsdienſt Religion iſt loſenunterſtützungen einführen.
und daß im Sinne Goethes ſich alle Schönheit im menſch=
* Paris, 10. Dez. Der Kabinettsrat iſt heute im
lichen Körpexr eint. Ganz entzückend wirkten die mehr Miniſterium des Aeußern zuſammengetreten. Der
Mini=
oder weniger bekannten Silhouetten. Dann kamen Blät=ſterpräſident gab die Kabinettserklärung zur Kenntnis, die
ter aus ſpäteren Schaffensperioden, die aus dem rein morgen in den Kammern verleſen wird.
Natürlichen überleiteten zu dem Sceliſchen in ſeiner Kunſt,
* Brüſſel, 10. Dez. Im Prozeß der Eheleute Schnee=
und dann zu der Löſung von Problemen, die aus dem mann=Hamburg gegen die Prinzeſſin Luiſe von
Zuſammenhang des Natürlichen mit dem Seeliſchen ſich Belgien wurde heute vormittag das Urteil verkündet.
ergeben. Auch in den wenigen landſchaftlichen Bildern Die Forderung der Eheleute Schneemann in bezug auf die
drückt das religiös Empfundene ſich überzeugend aus, das gerichtliche Erbteilung wird koſtenpflichtig abgewieſen,
Seeliſche. Selbſt in der anorganiſchen Natur findet er aber der vertragliche Verkaufsabſchluß einer Villa in
nichts Totes, nur ein Leben. Auch Tanzbilder, ganz ent= Aachen als in Belgien geſetzlich erklärt.
zückende Blätter, bewieſen das. Von wunderbar ſeeliſchem
Meſſina. 10. Dez. Der Panzerkreuzer „San
Gehalt, für den auch die Farben mitbeſtimmend waren, Giorgio” iſt ohne Hilſe wieder flott geworden.
war die Serie „Walzertanz‟. Dann folgten Bilder von
* Kriſtiania, 10. Dez. Der 1912 nicht ausgeteilte
Tempelarchitekturen von wunderbarer Formenkultur und Nobel=Friedenspreis ſowie der diesjährige
Gedankenreichtum, wenn auch meiſt nur in ſymboliſchem Nobel=Friedenspreis wurden heute vom Storthing=Nobel=
Sinne gedacht; weiter Serien Weihnacht, die Chriſtus= Komitee dem ehemaligen amerikaniſchen Miniſter des
mythe ſymboliſierend, das Gericht; dann Skizzen, die zu Aeußern, Senator Mihu Root, und dem belgiſchenSenator
einer neuen Denkmalkunſt führen ſollen und ganz gewal=und Präſidenten des internationalen permanenten
Frie=
tige, gigantiſche Gedanken künſtleriſch verkörperten, uſw. densbureaus, Heury Lafontaine zuerteilt.
* Stockholm, 10. Dez. Die feierliche Vertei=
Eine Serie von Denkmalentwürfen zeigte ſeine
monumen=
tale Geſtaltungskraft von ganz eigener Auffaſſung: ſlung der diesjährigen Nobelpreiſe hat hier
Goethe, Giordano Bruno, Beethoven u. v. a. Zum Schluß ſtattgefunden. Von den vier Preisträgern waren drei
an=
folgten Farbenprobleme, die von ganz wunderſamer Stim= weſend; die Profeſſoren Onnes=Leyden der Phyſik,
Werner=
mung und intimer maleriſcher Wirkung waren. Mit dem Zürich der Chemie und Richet=Paris der Medizin
erhiel=
köſtlichen „Lichtgebet”, einer Steinzeichnung, ſchloß dieten unter Beifall aus der Hand des Königs den ihnen zu=
Muſikpiecen hatten den Vortrag erkannten Preis, das Diplom und die goldene Medaille.
Bildervorführung. —
Für den abweſenden Tagore empfing der engliſche
Ge=
eingeleitet und beſchloſſen.
Seite 7.
1913.
ſchäftsteiger den Viteraturpreis. Mit dem König wohnten
die Kronprinzeſſin und andere Mitglieder des
Königs=
hauſes der Feier bei. Nachher fand ein Feſtmahl zu Ehren
der Preisträger ſtatt.
Petersburg, 10. Dez. Der Reichsrat lehnte mit 94
gegen 74 Stimmen die Zulaſſung der polniſchen
Sprache während der Sitzungen der Stadtverwaltungen
Polens trotz der Befürwortung durch den
Miniſterpräſi=
denten ab.
Charkow, 10. Dez. In dem in der Nähe der Station
Wolynzewo befindlichen Kohlengruben fand heute eine
Exploſion ſtatt; fünf Arbeiter wurden
ge=
tötet und fünf verwundet.
— Leipzig, 10. Dez. Die Studenten der
Zahn=
heilkunde haben beſchloſſen, bis auf weiteres alle
Vor=
leſungen und Uebungen der Univerſität nicht zu beſuchen,
da ſie auf Forderung der Erlangung der eigenen
Doktor=
würde bisher keine zufriedenſtellende Antwort erhalten
haben.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Vorausſichtliche Witterung in Heſſen am
Donners=
tag, 11. Dez.: Zunächſt Aufheiterung und ſtarke
nächt=
liche Abkühlung, ſpäter erneute Trübung und Erwärmung.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Möchsteg Glückt
Ich halte Bioſonfürdas Ideal eines Kräftigungsmittels.
Während meine elfjährige Tochter früher immer ſehr träge
u. blaß war, iſt ſie ietzt nach Gebrauch von Bioſon geradezu
wie vom Tode auferſtanden. Sie iſt lebendiger als früher
u hat ein bedeutend beſſeres Ausſehen. Emil Auerbach,
Nürnberg, Ludwig=Feuerbachſtraße 94. Unterſchrift
be=
glaubigt: 7. 6. 13. Kal. Notariat, Nürnberg VI. Bioſon,
großes Paket (ca. ½ kg) 3 Mk. in Apoth., Drog. (III,25803
heit, ſparſam, ge=
Elektra=Kerzen, ruchlos. Paſ. 65.
Hier: F. B. Grodhaus, Seifenf. a. w. Turm. (V,18306
Von der Firma S. Wronker ce Co., Nachſ.,
ch
hier, Ludwigſtraße 12, liegt der Geſamtauflage
dieſer Nummer ein Proſpekt bei über preiswerte
Weihnachtsangebote, worauf hiermit hinge=
(25847
wieſen wird
Der Stadtauflage heutiger Ausgabe liegt
Ge
ein Proſpekt bei von der Firma Karl Bender,
hier, Eliſabethenſtraße 35, Telephon 1191, über „Dunaris”
das natürliche Geſundheitsgetränk, worauf hiermit hin=
(25838
gewieſen wird.
ee etete
E
Dankſagung.
Für die vielen Beweife herzlicher Anteilnahme
an dem ſchweren Verluſte, der uns durch den Tod
unſerer teuren Entſchlafenen, der
(25788
Frau Susanna Fey
betroffen hat, ſagen wir hierdurch tiefgefühlten
Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 9. Dezember 1913.
Me
Mee ee
Lankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſt unſeres
unvergeßlichen
(25829
Georg Krafft
ſagen wir Allen unſeren innigſten, herzlichſten
Dank.
Darmſtadt, den 9. Dezember 1913.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Ze e e
Tageskalender.
Donnerstag, 11. Dezember.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 10½ Uhr
(Ab. C): „Hoffmanns Erzählungen”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Vortrag von Pfarrer D Waitz um 8 Uhr im Saale des
Mozartvereins, Schulſtraße (Allgemeiner Deutſcher
Frauenverein).
Lichtbilder=Vortrag von Gartenarchitekt Gerlach
um 8½ Uhr im „Kaiſerſaal”.
Monatsverſammlung des Vereins der
Hunde=
freunde um 9 Uhr im „Perkeo”
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Rummelbräu um
8 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Freitag. 12. Dezember.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Ziegenböcke=Verſteigerung um 11 Uhr im
Faſelſtall zu Arheilgen.
Druck und Verlag: L. C. Wtim’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt. — Für den
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
„Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Nummer 302.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 11. Dezemper 1313.
Seite 8.
*
ick
2
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do.
3½
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83,07 Augsburger . . . . . fl.
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do.
3½
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4 do. Goldrente . . . 88,300 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 21½
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Nummer 302.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 11. Dezember 1913.
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237
Betten, ganze Wohn.=Einricht. u.
Harzer Kauarienhahne Nachläſſe gegen ſof. Kaſſe. (16655a
Bückinge, „ „ Kieler . . 8 „
J. Lich, Alexanderſtr. 3.
von bek. Güte empfiehlt (25198a
Heringe, „ „ Holländer
H. Kraft, Schützenſtraße 12.
Flaschen
Heringe, „ „ fst. mariniert 12 „
werd. zu allerhöchſten Preiſen angek.
Rubin. Kaunſtr. 46, II. (22893a
Rollmops, „ .
Kanarienhähne
7„
Streng diskret!
tiefe fleißige Sänger,
Bismarck-Heringe, „Appels” allerfst. 10
zu verkaufen. Bismarck=
Sardinen, „Appels” allerfeinste Pfd. 48 „
ſtraße 28, 1. St. (58tia Getragene
ein Hahn zu ver=Herren=Kleider, Schuhwaren,
12 Hühner, kaufen.
(B25856 Bettfedern, Uniformen, Zahn=
Heidelbergerſtr. 127, I. gebiſſe, alte Waffen uſw. kauft
„Mein Kind hatte eine (IV,10996 S. Zarnicer, kleine Bachgaſſe 1.
V
Nebern
Komme auch nach auswärts. (25638a
Flechte,
Tel. 547 Gegründet 1847. Tel. 547
10
die allen Mitteln trotzte, wohl auch
verſchwand, aber immer wiederauf= Zume Hochste
Elisabethenstr. 53, Mollerstr. 17,
trat. Zuletzt verſuchte ich „Salu= Preiſe für getr. Kleider, Schuhe,
derma” und binerſtaunt, wie ſchnell Wäſche uſw. Poſtkarte gen.
Lauteschlägerstr. 4, Bessungerstr. 86, Kiesstr. 34.
u. gründl. das Uebel dadurch beſeitigt
A. Hochmann
wurde. C. Jeſen.‟ Doſe 50 Pf. u. 1 M.
(Ecke Kochstr.).
25850
(ſtärkſte Form) bei Frdr. Schaefer, Kleine Ochſengaſſe 16. (*17113mdf
Ludwigspl. 7, Chr. Schwinn, Hofl., Zeichentiſch, mögl. verſtellbar,
Rheinſtr. 8, Georg Liebig Nachf.,
zu kaufen geſucht.
Hoflieferanten, A. Logel, Eliſa=
Offerten unter R 18 an die
bethenſtr., Gg. Frz. Frank, Parfüm. Expedition d. Bl.
(*17104md
Nummer 302.
Bekanntmachung.
Die Zahlung der rückſtändigen
Beträge für erſteigertes Heugras
von der ſtädtiſchen, in der
Gemar=
kung Griesheim belegenen
Fürſten=
wieſe (Verſteigerung vom 24.=Juni
1913), ſowie der Runkelrübenernte
von der ſtädtiſchen Pallaswieſe
(Verſteigerung vom 26. September=
1913) hat bei Meidung des Mahn=
und Pfändungsverfahrens bis
längſtens Ende Dezember 1913
an den Werktagen, vormittags
von 8½ bis 12½ Uhr, hierher
(25804a
zu erfolgen.
Darmſtadt, 3. Dezember 1913.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
In unſer Handels=Regiſter, Ab
teilung B, wurde heute
einge=
tragen hinſichtlich der Firma:
Gebrüder Trier,
Geſell=
ſchaft mit beſchränkter
Haf=
tung, Darmſtadt.
Der Prokuriſt Karl Köhler iſt,
zur Zeichnung der Firma nur
ge=
meinſchaftlich mit einem
Geſchäfts=
führer berechtigt.
(25785
Darmſtadt, 5. Dezember 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
In unſer Handels=Regiſter, Abl
teilung A, wurden folgende
Ein=
träge vollzogen:
Am 1. Dezember 1913.
Gelöſcht die Firma:
Emanuel Ehrmann,
Darm=
ſtadt.
Am 2. Dezember 1913.
Hinſichtlich der Firma:
Friſch & Klein,
Darm=
ſtadt.
Kaufmann David Friſch in
Darmſtadt iſt aus der Geſellſchaft
ausgeſchieden, die von den
übri=
gen Geſellſchaftern fortgeſetzt wird.
Am 4. Dezember 1913.
Hinſichtlich der Firma:
Schuhlager Aligator
Mag=
dalena Matheis,
Darm=
ſtadt.
Die Firma iſt geändert in
Mainzer Schuhlager
Mag=
dalena Matheis. (25783
Darmſtadt, 6. Dezember 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Eiserne Truhe
ſogen. Kriegskaſſe, über 400 J.
alt, zu verkaufen. Anfragen an
B. Streng, Agent,
Landwehr=
ſtraße 19½
(*17223
Micthuls
U
der Japanische Kampfergeist, ist
das vornehmste aller Toilettemittel.
Tausende verdanken ihm ihren
gendlichen reinen Teint, ihr üppige:
volles Haar, ihre gesunden,
blen-
dend weißen Zähne.
Original-Flasche Mk. 1.60
in den Apotheken und Drogerien.
Karl Fr. Töllner, Bremen.3
5
Eine neue,
ungebrauchte Hobelbank
zu verkaufen ſehr billig. (25854df
Näheres Exredition.
Ludwig
Nösinger
Empfehle in
Telefonn garantiert Telefon
frischester 367
367
Ware:
Gewässerten
Stockfisch:
Frischgefangene
Seemuscheln
Grüne Heringe
Schellfische, Cabliau
Schollen
Leb. Aale
Rolzungen
„ Hechte
Steinbutte
„ Karpfen 8
Heilbutte
„ Schl ien
Makrelen
„ Bresem
Austern, Hummer. Caviar
Selbstbereiteter
Herings-Salat
Konſerven
Zlll=Marinaden
Räucherwaren
ſtets in beſten Qual. billigſt
T
Ludwig Mösinger
Se
nan., nur untere ſünn1
4 2IElisabethenstr. 42
367 Telephon 367
[ ← ][ ][ → ]
4.
Amtsverkündiaungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
1915.
3 157.
Donnerstag, 11. Dezember.
Bekanntmachung.
30 g150 g ſtoogfzoog500 g
Besondere Preise
Name
Nachſtehend bringen wir die von Großherzoglichem Miniſterium des Innern
Miale Uiatiatiie
ür Ausführung des § 376 Abſatz 2 der Reichsverſicherungsordnung und des § 14 der
Bekanntmachung vom 22. September 1913 (Reg. Bl. Nr. 22) erlaſſene Bekanntmachung
—151-120-130l-
,,
(25807ds Folia Trifolii fbrini
ſom 22. September 1913 zur öffentlichen Kenntnis.
Uvae Ursi
-(20-80
*
,
Darmſtadt, den 5. Dezember 1913.
351—e
Folliculi Sennae . . . . 1—2
(20-830
Fructus Anisi .
—15
Großherzogliches Kreisamt (Verſicherungsamt).
1-20-
50—5
Foeniculi
n
J. V.: Dr. Michel.
——
„ Juniperi
. „
151-25
Bekanntmachung.
Myrtilli
,
—15
, ,
In Ausführung des § 376 Abſ. 2 der Reichsverſicherungsordnung und des § 14 Glyeerinum
—10
-2b
Herba Absinthil
her Bekanntmachung Großh. Miniſteriums des Innern vom 22. September ds. Js.,
15.-28
20.-70--
„ Gentaurit
Reg.=Blatt Nr. 22 über die Ausführung der Reichsverſicherungsordnung, veröffent=
.10-19-
Equiseti
,,
„
lichen wir die Liſte derjenigen einfachen Arzneimittel, für die die Apotheker des Groß=
10
—15
„ Milekoli
,
herzogtums im Verkehr mit den Krankenkaſſen höhere Preiſe, als ſie bei den einzelnen
—
: .1—10-15-
„ Serpylli
Mitteln angegeben ſind, nicht berechnen dürfen.
1—10-151.
Bei Abgabe der in dieſer Liſte aufgeführten Arzneimittel ſind nachfolgende Be= „ Thymi
-
—(15-(281-140
Violae tricoloris
,
ſtimmungen zu beachten:
————-
151—-
1. Die verzeichneten Arzneimittel müſſen den Anforderungen des Deutſchen Arznei= Hydrogenium peroxydatum
1-181-20
30)—1—
Kalium chloricum
buches entſprechen.
.15
-20
—
permanganichm
,
2. Auf die Preiſe dieſer Liſte findet der erſte Satz des § 376 R. V. O. keine Anwen=
-20-50
e
I
„
dung. Sie ſind nur gültig, wenn die Arzneiſtoffe ungemiſcht und ungeteilt Lanolin .
C-1151-
—10)
.
verordnet werden. Dagegen iſt es gleichgültig, ob die Verordnung in Rezept= Lichen islandieus
-1
15—(20
Linimentum ammoniatum
—30
form, deutſch oder lateiniſch, nach Gewicht oder Geldwert erfolgt: Die
Verord=
saponato-ammoniatum 1—1151-/201-(30)-— nach Geldwert gilt nur für den Arzneiſtoff; erforderliche Gefäße ſind be=
—1
151-(251-1441—75
Liquor Aluminii acetici .
.
ſonders zu berechnen, nicht aber die Herrichtung zur Abgabe
-(401—70-
„ Ammonii anisatus
.-(2
Die deutſche Bezeichnung des Arzneimittels und die Aufſchriften:
—10
——
——
caustici
„
äußerlich, innerlich, nach Vorſchrift, nach Verordnung, nach Bericht, Gift,
55)--
151-120)-/30l-
„ Cresoli saponatus
,
nur verdünnt anzuwenden, Vorſicht, vor Licht zu ſchützen, feuergefährlich,
———151- 20
. .
„ Natrii siliciei
vor dem Gebrauch umzuſchütteln, Salbe, Augenſalbe, Augenwaſſer, Ein=
—15-
—40
25)-
„ Plumbi subacetici
,
reibung, zum Gurgeln, zum Pinſeln, Tee
1451-
(—20
dürfen nicht berechnet werden. Weitergehende Gebrauchsanweiſungen nach Vor= Lyoopodium
——
(251—14
Magnesia usta .
ſchrift des Arztes ſind mit 10 Pfg. zu vergüten.
-
2t-(35-
Magnesium carbonicum . . . —115
3. 250 g koſten doppelt ſo viel wie 100 g, 500 g koſten doppelt ſo viel wie 200 g,
———10l-115
,„
sulfuricum
ſofern nicht beſondere Preiſe ausgeworfen ſind. Gewichtsmengen, die zwiſchen
301—150
,
den eingeſetzten liegen, werden nach dem Preis für die nächſtniedrigere Menge 1 Mel Foenienli
,,
-(2t
—(440-70-
,. F
berechnet, bis der Satz für die nächſthöhere erreicht iſt. Kleinere Mengen als
—140
—60
Nafalan
,
die, für welche ein Preis ausgeworfen iſt, werden nach letzterem durch ent=
(bl.-(s
120
11
ſprechende Teilung berechnet. Der Preis iſt in beiden Fällen auf die nächſt= Naktalanum
—10
15
höhere, durch 5 teilbare Zahl abzurunden. Iſt die Menge des Arzneiſtoffes in Natrium bicarbonicum
carbonicum crud. cryst. . ——
722
der Verordnung nicht angegeben ſo iſt die in der Liſte angegebene kleinſte Menge
. .1——-10
15
sulfuricum
zu verabfolgen. Der niedrigſte Preisanſatz für eine Verordnung iſt 10 Pfg.,
—40—17d 1120
,
4. Trockne Arzneiſtoffe werden in Papierbeuteln abgegeben, die mit einem u- be=Oleum Amygdalarum ..
15-
„ Arachidis
zeichneten in Pappſchachteln, Salben und Latwergen in Kruken.
,
.——-15l-12
„ Jecoris Aselli
e
5. Werden verwendbare reine Gläſer, Kruken, Pappſchachteln oder Pulverkäſtchen
16
„ Lini
1
zur Aufnahme der Arznei in die Apotheke gebracht, ſo iſt dafür der volle Preis
—(151-24
—45
„ Olivarum
anzurechnen.
—151-2d-
60
6. Beſtehen Zweifel, welche von den in der Handverkaufsliſte aufgeführten Sorten „ Papaveris .
ne
—(10—15
„ Rapae
.
2
gemeint iſt, ſo iſt ſtets die billigere zu geben.
151-
„ Ricini .
,,
7. Die Preiſe der Drogen gelten für die ganze und für die geſchnittene Ware.
s
—150
-(151-20
.
„ Sesami
,
8. In den Arzneirechnungen für die Krankenkaſſen ſind die durch dieſe Liſte feſt=
161-1151-(5s1—145
Terebinthinae .
geſetzten Preiſe geſondert von den Preiſen für die Rezeptur=Mittel in der Spalte
—
—1d-151-
Paraffinum liquidum
,
,„
für Nettopreiſe aufzuführen.
as
4c—15d 120i-
Pasta Zinci
(25l-41-70--1-
Pastilli Ammonii chlorati
130 g150 gltooglzoog Boogl
———— 10 Stück = 25 ₰
-
Name.
Pastilli Santonini 0,025 .
Besondere Preise
1
——
10 Stück = 30 ₰
—
0.05
,
u
ſiol-ſes-
Placenta Seminis Lini p. gr. .
1-2d-80—150-
— Pulvis aerophorus
,
„
——-- 2 Paar - 10 ₰
aromaticum
-26
Angl.
„
„,
6 Paar — 25 ₰
Liquiritiae composit. —120-/80—15d-851-
Pyrolignosum crudum
„
Magnesiae eum Rheo —140-(60--
—-101—(20)-185
rectificatum
4
„,
(
Salieylicus cum Talco 1—1101-(151-25
Sabadillae
30—150— 195
—20—8
56
90-
K-cidum acetichm dilutum . . . ——1——-20——
Radix Althaeae
—15
—50
-- 1—20
boricum
89
„ Gentianae
2
,,
2t-e
11
—60
10-151-(251—40
pulv.
„ Liquiritiae
,
.1—201-30
Valerianae
151-20-(351— 65
„ carbolicum liquefactum . —11
,,
—2
1—110—14
Rhizoma Calami
citricum et pulv.
25)-/401-1al-—
,
„
. .151- 20-35
—1—10 erudum .———
Saccharum Lactis
I
151—125
nitricum
Sal Carolinum fact. eryst. . . .
—-
5
l
69-e
—25
„ salicylieum.
,
pulv.
„,
---20
—35
Sapo kalinus
tö-
„ sulfuricum erudum
7
1—/15
—Oh
Ead-nd--
„ tannicum
venalis
.„
,
1tsl-fer
140)-
Sebum ovile .
tartaricum ét pulv. .
. „
„
(301-(451—80
salicylatum .
—40
Jadeps suillus .
„
„
:
-
4—
—29
—65)
—185 (5ol-isd 15c
Semen Lini et pulv. gross.
Aether
1
——
—2
aceticus
761.-
„ Quereus tost. pulv.
1
19-,
.—(251—14-e
Sinavis pulv. gross.
Alcohol absolutus
120
Lusl-(291-40
178-
Sirupus Althaege
151—120
6
Aloe et pulv..
,
7 .
,
1—151-2
5—451—
—110
Rubi Idaei
-
Alumen pulv.
,
e
—8
—1451—75
Species laxantes
10-/15
ustum pulv.
.—15
1-(80—551-
—20
Lignorum
Ammonium chloratum
. . 1—110-15-20
„
861—50- 881——1
—
pectorales
—20
—
1-
Amylum Oryzae
6
50— 190-—
Trieiti .
Spiritus
--20
——
—
35—(6t
2
„ aethereus:
ſt
Kqua Caleariae
..—
—155 11—1-
.—20
-
„ camphoratus
15
„ carbolisata 2%
, „
0—170—-
—40
1—10
-
„ Formicarum
Plumbi
15
851—6d 1110—-1
russicus
—20
Bäisamum peruvianum
120 175 3—-
„
20-85 11——
1—20
„ saponato-camphoratus
Benzinum venale
—1d-2d-
1
15--
——
1—7C
10
saponatus
251—140
Bolus alba pulv. . .. . .1————
5
—
.25
—-70 112.
„ Sinapis
10-1151- 251-/45)-
Borax pulv.
.
—151—(25- 401—170-
Vini Gallici artificial.
Cacao sine Oleo pulv.
60 1
. . 1——1—35
Rel-(161-(20l-(36l-
Sulfur depuratum
Calcaria chlorata .
11-18-
,
Ltol-f
Talcum pulv. .
Calcium phosphoriceum
.-(251—40l-(60
get-6
——
3—
Tartarus depuratus .
sulfuricum ustum
—10
„
-13
1—
—155
Tinctura Arnicae
30 Stück — 50 ₰
21.
Capsulae gelatinos. c. Bals.
-
C 1120
—26
—
—-
Chinae composita
50 „ = 75 „
Copaiv. à 0,5g
5
—
70 12.
24—
——
Myrrhae
100 „ — 125 „
—a
— (501-190-1—
„ Rhei aquosa .
c. Ol. Ricini à 3,0g
1 Schachtel à 6 St. — 30 ₰
—180——
. .1-150-160
vinosa .
-1-2d-jod--t-
Carrageen conc.
1 Bl. v. 45 cm imſ 1— 10 ₰
„
2nd
120
—24
—
Valerianae
2—
„
Charta nitrata .
13 Bl.v. 45 cm im G — 25 ₰
i0)-
60) 1— 1180——
getherea
sinapisata .. .
(1 Bl., 8½ X12 cm- 10 ₰
—90
——
Ian- (251—140
3 Bl., 8½ X12 cm — 253 Tubera Salep pulv.
Collodium
(12d-
14 1—.
Unguentum Acidi borici
10-1151- 20
Cortex Frangulae conc. . . .—
11—
leniens .
—1-18-2rl-
„ Quercus conc.
1201-
.1—68
Plumbi.
——20-35
(44-
„,
Cresolum crudum
,
(70
—obl
1/10.
. . .
Zinci .
20-(301—50
Electuarium e Senna
—20
8—(35—60
Vaselinum album
Empiastrum adhaesivum extensum
15-/201-3d-50
favum
——
20 cm br.
½ m — 40 ₰, 1m — 65 ₰
.—10-115l-2d-11-
Zincum oxydatum crudum
—— 50 gem — 10 ₰
Anglicum
—
fuscum camphorat. .
—1—- 1 m — 40 ₰, 1m — 65 ₰
Darmſtadt, den 22. September 1913.
n
I. I.-
Großherzogliches Miniſterium des Innern,
saponat. extens.
— 100 gcm = 10 ₰
25-4-
Abteilung für öffentliche Geſundheitspflege.
Extractum Pini sylvestr.
Beſt.
20
Ferrum sulfuricum erudum
-6d-5d
Flores Arnicae
.. .1—
Bekanntmachung.
.-251-354—j0
65 1120 230
Chamomillae
„
Roman. . . 1—25—1351-/65 11205
Betr.: Die Wahlen zum Ausſchuß der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe für die Land=
„
1—40-7d 1120-
„ Cinae
gemeinden des Kreiſes Darmſtadt.
(5c.
.—an
1—150
Malvae arboreae .
:
Aus dem Kreis der Arbeitgeber und aus dem Kreis der Verſicherten des
—30—50
Elores Sambuci, gerebelt
I. Bezirks iſt nur je ein Wahlvorſchlag bei uns eingegangen. Die darauf bezeich=
40
—70
Piliae
neten Perſonen ſind ſonach in der Reihenfolge ihrer Benenntag uls Ausſchußmit=
.
u
281-
Folia Farfarae . . . .
glieder und als Erſatzmänner gewählt. Es ſind dies
1id-15
25.
,
„ Juglandis
A.
Arbeitgeber.
(70)
—140
. .-25
„ Menthae piperitae
Ausſchußvertreter.
-151—20
*80-
„ Salviae . .
151—25
1. Feldmann, Phil. Wilh. I., Landwirt, Griesheim. 2. Baſſenauer, Valentin II.
Sennae .
Buchdruckereibeſitzer, Griesheim. 3. Grund. Jakob, Weißbindermeiſter, Pfungſtadt.
. 1—/351—150)—90f-
„Theae .
Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt. Donnerstag, den 11. Dezember 1913.
Nummer 137.
4. Apel, Vernhard, Landwirt, Arheigen. 5. Krämer, Adam, Banunternehmer,
Gewerbliche und landwirtſchaftliche Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter,
Arheilgen. 6. Geißler, Georg, Weißbindermeiſter, Eberſtadt. 7. Bullrich, Oberſtleutnant,
ſoweit nicht unter 1I und III gehörig)=
Dippelshof bei Traiſa. 8. Fey, Georg XVI., Fabrikant, Pfungſtadt. 9. Metz, Valentin,
i. Fa. J. Hilß, Brauerei, G. m. b. H. Eberſtadt. 10. Bauer. Emil, Landwirt, Eber= 1. bei Monatslohn bis 15 Mk. und freier Station oder bei Monatslohn bis 60 Mk. 2
2.
über 15—25 „
über 60—70 „
ſtadt. 11. Benz, Johs. XI., Spenglermeiſter, Arheilgen. 12. Grünewald, Joh. Karl,
Landwirt, Roßdorf 13. Preß, Georg, Fabrikant, Pfungſtadt. 14. Hofmann, Karl, 3. .
25—40 „ „
70—85 „ 4
4.
Schloſſermeiſter, Griesheim. 15. Felger, Joh. Philipp, Schloſſermeiſter, Roßdorf.
85
5 „
40 „ , ,
, „
II.
Erſatzmänner.
Perſonal im Haushalt:
1. Wild, Ludwig, Bauunternehmer Arheilgen. 2. Seger, Peter III., Zimmer= 1. bei Monatslohn bis 15 Mk. und freier Station
2 Mk.
meiſter, Pfungſtadt. 3. Götz, Friedrich, Bürgermeiſter, Eſchollbrücken. 4. Keller, Peter,
von über 15 Mk. bis 25 Mk. und freier Station . .
2.
3
Weißbindermeiſter, Griesheim 5. Rieſterer, Adolf, Fabrikant, Eberſtadt. 6. Büttel, z. „
„ 40 „
„ 25
.. 4
,
,„
„
Juſtus, I., Landwirt, Pfungſtadt. 7. Wolf, Ludwig IV., Güterbeſtätter, Eberſtadt.
40 „ und freier Station .
. 5 „
8. Bickelhaupt, Hermann, Fabrikant, i. Fa. Gebr. Bickelhaupt, Eberſtadt. 9. Vöiger, 4.
5. Aushilfsperſonal (Servier=, Lauf=, Putz=, Koch=, Waſchfrauen, Näherinnen,
Bernhard, Landwirt, Arheilgen. 10. Gräff, Friedrich, Schloſſermeiſter, Pfungſtadt. 5
Büglerinnen uſw.) für jeden Vermittlungsfall .
.0.20 ₰
, „
11. Ritter, Peter, Bauunternehmer, Griesheim. 12. Buxbaum, Friedr. Karl, Land=
III.
wirt, Meſſel. 13. Wannemacher, Bürgermeiſter, Erzhauſen. 14. Menzer, Ferdinänd,
Perſonal im Gaſtwirtsgewerbe:
Schreinermeiſter, Weiterſtadt. 15. Richter, Max, Stockfabrikant, Nieder=Ramſtadt. 1. Oberkellner, Küchenchefs und Hotelportiers .
7 Mk.
, , ,
16. Muth, Gg. Phil., Landwirt, Hof Breitenloh bei Nieder=Beerbach. 17. Wiemer,
..... ...
Georg I., Wäſchereibeſitzer, Malchen. 18. Hoppſtock, Friedr., Schreinermeiſter Gries= 2. Köche und Köchinnen . .
3. Kellner .
.. . . . . . . . . . . . . . 4 „
heim. 19. Frey, Peter IV., Landwirt, Wixhauſen. 20. Schick, Wilhelm, Weißbinder= 4. Büffetiers, Büffetdamen und Zäpfer . . . . . . . . . . . . . . . 4 „
meiſter, Nieder=Ramſtadt. 21. Georg, Wilhelm, Maurermeiſter, Roßdorf. 22. Göbel, 5. Hoteldiener .
....,,.„,,„„,„,
Peter II., Landwirt Griesheim. 23. Müller, Juſtus II., Maurermeiſter, Griesheim.
6. Kellnerinnen .
. , . „ . . , „ „
24. Schäfer, Peter VI., Zimmermeiſter, Eberſtadt. 25. Mager, Georg, Landwirt, I 7. Hausburſchen und ſonſtiges männliches Perſonal . . . . . . . . . .
2 „
Gräfenhauſen. 26. Bär, Pyilipp, Metzgermeiſter, Eberſtadt. 27. Delp, Jakob III.,
Sonſtiges weibliches Perſonal . . .
,,,.„„„„,, „
Bauunternehmer, Pfungſtadt. 28. Hahn, Phil. Auguſt, Landwirt, Weiterſtadt.
9. Aushilfen .
,, „
n.. . 0.20
„7
29. Stetter, Georg, Mützenfabrikant, Pfungſtadt. 30. Fornoff, Friedrich II., Tiefbau=
IV.
unternehmer, Roßdorf.
Krankenwärter und Ammen:
1. Krankenwärter: a) für 1 Monat und länger
B. Berſicherte des I. Bezirks.
. . . 5 M
.„ . , ,
b) für 14 Tage bis zu 1 Monat. . . . . . . . . . . 2
Ausſchußvertreter.
c) für kürzere Zeit als 14 Tage . . . . . . . . . . .
1. Waldmann, Georg, Schuldiener, Arheilgen. 2. Fey, Jakob VIII., Schriftſetzer, 2. Ammen
.15 „
Pfungſtadt. 3. Wappes, Cornelius, Brauer, Eberſtadt. 4. Hoffmann, Peter XVI.,
Haben beide Teile die Tätigkeit des Stellenvermittlers in Anſpruch genommen
Maurer, Griesheim. 5. Hauf, Peter Wilhelm, Schriftſetzer, Griesheim. 6. Hochmuth, ſo iſt die Gebühr je zur Hälfte von dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer zu zahlen
Guſtav, Geſchäftsführer, Arheilgen. 7. Klöppinger, Ludwig VII., Zigarrenmacher, 1 eine entgegenſtehende Vereinbarung zu Ungunſten des Arbeitnehmers iſt nichtig.
Pfungſtadt. 8. Mecherlen, Karl, Kaufmann, Eberſtadt. 9. Beiſiegel, Bernhard,
Eine Gebühr darf nur erhoben werden, wenn der Vertrag infolge der Tätigkeil
Kammacher, Griesheim. 10. Poth, Friedrich, Steinrichter, Roßdorf. 11. Müller, des Vermittlers zuſtande kommt.
(25809ds
Karl II., Lagerhalter, Arheilgen. 12. Kahl, Georg IV., Vorarbeiter, Griesheim.
Darmſtadt, den 28. September 1910.
13. Huber, Alfred, Lagerhalter, Roßdorf. 14. Raab, Friedrich, Former, Pfungſtadt,
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
15. Dehmer, Chriſtian V., Lagerhalter, Eberſtadt. 16. Fleck, Heinrich I., Zimmermann,
Fey.
Arheilgen. 17. König, Philipp II., Schuldiener, Griesheim. 18. Krug, Jakob II.,
Weißbinder, Eberſtadt. 19. Volz, Peter II., Glaſer, Arheilgen. 20. Höhl, Philipp I.,
Die bei Berechnung der Lieferungen für die Armee zu Grund zu legenden
Lagerhalter, Pfungſtadt. 21. Schumann, Franz, Schneider, Eberſtadt.
Durchſchnittsmarktpreiſe im Kreiſe Darmſtadt haben im Monat November 1913 für
Hafer 18 Mk., für Heu 7 Mk., für Stroh 5 Mk. pro 100 Kilo betragen.
Erſatzmänner.
(25792
1. Landzettel, Peter I., Steinbrecher, Roßdorf. 2. Benz, Philipp III., Maurer,
Prämiierung von Obſtbaumpflanzungen betr.
Arheilgen. 3. Hill, Georg, Gerber, Eberſtadt. 4. Lutz, Philipp, Zigarrenmacher,
Hierdurch gebe ich öffentlich bekannt, daß, nachdem die Beſichtigung der für die
Pfungſtadt. 5. Hofmann, Wilhelm Steinrichter, Ober=Ramſtadt. 6. Wesp. Joh. Prämiierung in den Wahlbezirken I (Rüſſelsheim=Trebur), II (Groß=Gerau) und
Michael, Anſtreicher, Arheilgen. 7. Neff, Heinrich, Brauer, Pfungſtadt. 8. Pöllmann,
Oskar, Monteur, Eberſtadt. 9. Fleck, Ludwig IV, Weißbinder, Arheilgen. 10. Hof: i III (Griesheim=Gernsheim) angemeldeten Obſtanlagen gemäß dem Ausſchreiben des
Landwirtſchaftskammer=Ausſchuſſes für die Provinz Starkenburg vom 4. Januar l. J.
mann, Georg VIII., Maurer, Griesheim. 11. Rügner, Johannes, Fabrikarbeiter,
Pfungſtadt. 12. Kern, Georg VII., Waſſerwerksgehilfe, Eberſtadt. 13. Viehrig, Her= ſtattgefunden hat, nachſtehende Bewerber Preiſe erhalten haben:
A. Neuanlagen:
mann, Schriftſetzer. Eberſtadt. 14. Mönch, Johs. II., Formſtecher, Griesheim.
15. Scheuermann, Adam III., Küfer, Pfungſtadt. 16. Schulze, Chriſtoph, Zigarren=
I. Preis: Georg Weber I., Crumſtadt
. . . 20 Mk.
macher, Pfungſtadt. 17. Knodt, Jean, Schmied, Eberſtadt. 18. Kraft, Georg, Maurer,
II. „ Peter Gußmann Eberſtadt . . .
15
Roßdorf. 19. Hammann, Wilhelm, Sekretär, Arheilgen. 20. Gimbel, Georg III.,
II. „
Karl Schmidt, Geinsheim . . . . . 15 „
Maurer, Arheilgen. 21. Heß, Otto, Zigarrenmacher, Pfungſtadt. 22. Müller, Karl,
II
„ Jakob Schuhmann, Ginsheim . . . 15 „
Heizer Eberſtadt. 23. Wolf, Jakob, Glaſer, Arheilgen. 24, Habann, Joſeph, Schloſſer,
M. Storck II., Nauheim .
,
. 15 „
Griesheim. 25. Mampel, Heinrich, Glaſer, Arheilgen: 26. Haſſenzahl, Jakob II.,
Veith, Bauunternehmer, Groß=Gerau . 15 „
II. „
Zigarrenmacher, Pfungſtadt. 27. Englert, Eugen, Schreiner, Arheilgen. 28. Landau,
II. „ Kromm, Bäckermeiſter, Kelſterbach . . 16
),
Philipp V Maurer, Griesheim. 29. Vollet, Friedrich, Schloſſer, Pfungſtadt. 30. Leining,
Friedrich Neidhardt II., Geinsheim
III. „
,
Georg, Schreiner, Eberſtadt. 31. Hindermayer, Jakob, Tapezier, Arheilgen. 32. Stock,
III. „ Chr. Kraft, Trebur:
. , ,
Jakob, Zigarrenmacher, Pfungſtadt. 33. Eberhardt, Jakob I., Fabrikarbeiter, Pfung=
Georg Dammel, Nauheim .
III. „
. 12 „
ſtadt. 34. Kiſſinger, Peter I. Kammacher, Griesheim. 35. Engert, Friedrich II.,
III. „ Mich. Preß, Landwirt, Groß=Gerau . 1
Steinbrecher. Roßdorf. 36. Wurm, Anton, Brauer Eberſtadt. 37. Saur, Johannes,
III. „ Jakob Bolbach, Nauheim . . . . . .
12 „
Schreiner Arheilgen. 38. Widmann, Wilhelm, Gerber, Eberſtadt. 39. Herth, Philipp,
III.
Eduard Schultz, Geinsheim
12 „
„
Küfer, Pfungſtadt. 40. Kirſchenſtein, Philipp Georg, Wirt, Roßdorf. 41. Stork,
Phil. Aſtheimer V)., Biſchofsheim . . 12
III. „
2 „
Ludwig, Ziegler, Arheilgen. 42. Fey, Jakob VII., Küfer, Pfungſtadt.
III.
Karl Breitwieſer, Nieder=Beerbach . .
„
Die Wahl der Verſicherten des II. Bezirks findet, wie bereits in unſerer
Einſiedel, Beigeordneter, Nauheim . .
III. „
„
Bekanntmachung vom 8. November 1913 beſtimmt, am
„ Adam Miſchlich, Nauheim . . . . .
„
Sonntag, den 21. Dezember, von vormittags 8½ bis mittags 1 Uhr,
III. „ Veith, Seinmetz, Groß=Gerau
12 „
15
in dem Rathausſaal (Gemeindeſitzungsſaald der nachſtehenden Gemeinden
Juſt. Diehl, Nauheim
III. „
12 e
ſtatt: Braunshardt, Eich, Erzhauſen, Eſchollbrücken, Gräfenhaufen,
Hummel, Fabrikant, Rüſſelsheim . . 12 „
Hahn, Malchen, Meſſel, Nieder=Beerbach, Nieder=Ramſtadt, Schneppen=
Anerk.: Joh. Treupel, Ginsheim.
hauſen, Traiſa, Weiterſt dt, Wixhauſen.
Joh. Klink III., Worfelden.
,
Die zugelaſſenen Wahlvorſchläge Nr. 1 und Nr. 2 liegen auf der
Peter Funk VII., Griesheim.
Regiſtratur des unterzeichneten Kreisamts (Verſicherungsamts) in der Zeit vom
Adler, Feldſchütz, Gernsheim.
10. bis einſchließlich 12. Dezember d. Js. während der üblichen Geſchäfts=
B. Aeltere Anlagen.
ſtunden zur Einſicht der Beteiligten offen.
I. Preis: M. A. Schnauber, Gernsheim . . . 25 Mk.
Darmſtadt, den 5. Dezember 1913.
Guſtav Lipp. Königſtädten . . . . .
II. „
,
Großherzogliches Kreisamt (Verſicherungsamt) Darmſtadt.
Daniel Bernhardt, Klein=Gerau . . . 20 „
,
25583gid)
J. V.: Dr. Michel.
Phil. Bernhardt, Klein=Gerau . . . 20 „
M. Storck II., Nauheim
. 20 „
„
Bekanntmachung.
Jak. Aſtheimer VII., Biſchofsheim: . 20 „
„
Unter Hinweis auf § 12 Ziffer 4 des Stellenvermittlergeſetzes vom 2. Juni
Jak. Geyer VII., Nauheim
III. „
15 „
1910, wonach ein Stellenvermittler, der die amtlich feſtgeſetzte Taxe überſchreitet oder
Phil. Aſtheimer VI., Biſchofsheim . . 15
III. „
ſich außer den tarmäßigen Gebühren Vergütungen anderer Art von dem Arbeitnehmer
III.
Peter Schildge IV., Rüſſelsheim . . 15 2
,
oder dem Arbeitgeber gewähren oder verſprechen läßt, mit Geldſtrafe bis zu 600 Mk.
Juſtus Diehl, Nauheim
III. „
15 „
oder mit Haft beſtraft wird, bringen wir nachſtehend den ſeit dem 1. Oktober 1910 in
III. „ Gg. Simmermacher, Nieder=Beerbach . 15 „
Geltung befindlichen Gebührentarif für gewerbsmäßige Stellenvermittler im Kreiſe
Albrecht Jockel, Stockſtadt
III. „
15 „
Darmſtadt wiederholt zur Kenntnisnahme.
Georg Merſchroth Witwe, Hahn
III. „
15 „
Darmſtadt, den 10. Dezember 1913.
III. „ Michael Einſiedel, Königſtädten
. 15 „
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
III. „
Johannes Dammel VII., Nauheim
15 „
Heinrich Preß, Königſtädten . .
III. „
15 „
Fey.
Jean Petermann, Groß=Gerau . . . 15
III. „
Gebührentarif
III.
Joh. Bicht II., Gernsheim .
15 „
Anerk.: Phil. Reinheimer VI., Rüſſelsheim.
für gewerbsmäßige Stellenvermittler im Kreiſe Darmſtadt,
Darmſtadt, den 27. Oktober 1913.
gültig vom 1. Oktober 1910 ab,
(25791
feſtgeſetzt nach Anhörung des Trägers des öffentlichen Arbeitsnachweiſes, der Vertreter
Landwirtſchaftskammer=Ausſchuß für Starkenburg.
der Stellenvermittler, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer:
E.: Fritſch.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Die Wahlen zur Landwirtſchaftskammer.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
Die nachſtehende Bekanntmachung des Wahlkommiſſärs fürl) Auls einer Erbmasse
finden ſich: 1 deutſcher Schäferhund, 1 Spitzhund (zugelaufen). Die den IV. Wahlbezirk des Ausſchuſſes der Landwirtſchaftskammer
sind (25784dsm
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier aus= bringe ich zur allgemeinen Kenntnis.
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
Darmſtadt, den 8. Dezember 1913.
(25718 1 Viktoria-Wagen
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(25782
Der Oberbürgermeiſter
1 geschloss. Coupé
Dr. Gläſſing.
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Beleuchtung von Einfahrten,
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Bekanntmachung.
Höfen, Treppen, Fluren uſw.
Bei der heutigen Wahl durch die Vertrauensmänner im
Joseph Trier
Wir weiſen wiederholt auf die den Eigentümern von Grund=IV. Wahlbezirk Darmſtadt iſt
ſtücken obliegende Verpflichtung hin, die Toreinfahrten, Höfe,
Hofmöbelfabrik
Herr Johannes Karl Grünewald zu Roßdorf
Wilhelminenstrasse 25.
Hausflure, Gänge und Treppen, ſofern und ſolange ſie jever= zum Mitglied des Ausſchuſſes der Landwirtſchaftskammer für die
mann zuglänglich ſind, während der Dunkelheit ſo ausreichend Provinz Starkenburg gewählt worden.
zu beleuchten, daß für die daſelbſt verkehrenden Perſouen keine
Einwendungen gegen die Wahl können binnen einer Woche
Gefahr beſteht.
nach Ablauf des heutigen Wahltags (5. Dezember 1913) erhoben
Dieſe Verpflichtung liegt namentlich auch den Inhabern von werden. Sie ſind bei der Bürgermeiſterei des Wohnorts oder bei
Schöne Chriſtbäume
Fabriken, gewerblichen Anſtalten und Arbeitsſtätten, von Ver=dem Unterzeichneten vorzubringen.
gnügungs=, Verſammlungs= und Schankſtätten (den letzteren ins=
Darmſtadt, am 5. Dezember 1913.
I. Qualität, von den höchſten
beſondere auch hinſichtlich der Bedürfnisanſtalten) ob.
Salonbänmen bis zu den kleinſten,
Der Wahlkommiſſär
Pflichtwidrige Unterlaſſung der Beleuchtung begründet, falls
auch die ſo ſehr beliebte Edeltanne,
gez. Fritſch, Großh. Oekonomierat.
hierdurch jemand zu Schaden kommt, die Entſchädigungspflicht,
ſo=
ſowie ſchöne Vereinsbäume billig
wie die ſtrafrechtliche Verantwortlichkeit.
zu verkaufen Ecke Karl= und
Die Verpflichtung kann durch Vertrag auf Hausverwalter,
Wilhelminenſtraße. (B25826
Mieter uſw. übertragen werden. Dies ſetzt jedoch die
überein=
ſtimmende Willenserklärung beider Parteien, des Vermieters und
Wilh. Steinmann
CNRAEE‟
des Mieters, voraus. Eine einſeitige Erklärung des Vermieters (als
Handelsgürtner.
ſolche iſt auch der ohne vorherige Verſtändigung mit dem Mieter er=
Verſicherungs-Aktiengeſellſchaft
folgende Aushang einer „Hausordnung” zu zählen) kann die
oben=
in Kinderkaufladen und eine
5₰
genannte Verpflichtung für die Mieter nicht begründen.
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winterthur
Darmſtadt, den 8. Dezember 1913.
*17209df) Kaupſtraße 46, 3. St.
(25767md
Großher=ogliches Polizeiamt.
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Gennes.
Mühlſtr. 60½ p. (VIII, 25844
Numm.
[ ← ][ ][ → ] er für
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eilben 5
uar 1.,
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Nummer 302.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 11. Dezember 1913.
Seite 13.
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den ſie abwartend da, während das Dröhnen der Pferde= lich der gute Vizekönig Eugen.
Anno dazumal.
hufe, die nahende Wolke immer größer wurden. Jetzt
Und rechts, Euer Majeſtät?
Familien=Roman aus den Jahren 1812 und 1813. hatte die Spitze das Zelt erreicht; jetzt ſauſte die reiſige
Der Dniepr, mein Lieber.
Von Oskar T. Schweriner.
Schar vorüber. Blitzenden Auges ſahen die Männer dem
Dann will ich dieſen Beſcheid Seiner Majeſtät dem
Alle Rechte vorbehalten.
Schauſpiel zu; auch die Wangen des Generals hatten ſich Kaiſer nach Wilna überbringen.
Copyright 1913 by Carl Duncker in Berlin.
gerötet.
Der Kurier hatte ſich erhoben; der König hielt ihn
(Nachdruckaverboten.)
Und nun waren ſie vorüber.
jedöch mit einer Handbewegung zurück.
Bald ertönte ein neues Trompetenſignal, das ſich wie
Bravo! Bravo! die Weſtfalen! rieif der Kurier und
Nicht ſo eilig, Monſieur. Auf ein Stündchen dürfte
vorher über die Ebene fortpflanzte. Und kurz darauf klatſchte in die Hände.
es Ihnen doch nicht ankommen? Raſten Sie ein wenig,
vrang es hinüber nach Grodno wie gedämpft rollender
Nicht wahr? Das können Sie in Wilna berichten. trinken Sie ein Glas Wein und erzählen Sie mir. Sind
Donner. Immer lauter wurde das Getöſe: die Kavallerie Sie kommen doch aus Wilna?
Sie mit dem Kaiſer über den Niemen gegangen?
kam zurückgeſprengt, als wälze eine Wolke ſich heran, die
Jawohl, Majeſtät, direkt aus Wilna von Seiner Ma=
Jawohl, Majeſtät.
mmer größer wurde.
jeſtät dem Kaiſer.
O, dann erzählen Sie, wie es war; wir haben es
In dieſem Moment trat eine Ordonnanz an den
Dann haben Sie mir gewiß viel zu erzählen.
aus direktem Munde noch nicht gehört.
General heran, neben ihm ein Mann in halb bürgerlicher,
Und der Kurier erzählte.
Darauf befahl der König dem General, abblaſen zu
halb militäriſcher Tracht. Bekleidet war er mit einem
Es war großartig. General Eblé war uns mit dem
laſſen. Ein Viertelſtündchen ſpäter trockneten ſich die
Sol=
goldverbrämten Frack; er hatte hohe Reiterſtiefel an den daten ſchon wieder, vor ihren Zelten ſitzend, den Schweiß Brückentrain ſchon voraus gegangen und hatte am drei=
Füßen, und ſeine Beine ſtaken RDGOCRVRDGOVC
undzwanzigſten den Niemen erreicht. Um zwei Uhr
mor=
von der heißen Stirn oder waren dabei, den Pferden
Füßen, und ſeine Beine ſteckten in glatten, weißen Hoſen.
gens kam dann der Kaiſer bei den Vorpoſten vor Kowno
Futter und Waſſer zuzutragen.
Auf dem Kopfe trug er eine niedrige, auch mit Goldſtickerei
an. Ich hatte den Vorzug, mich ihm anſchließen zu dür=
Sie haben einen Auftrag, Monſiur?
fen. Er hüllte ſich in den Mantel eines polniſchen
Che=
verſehene Mutze.
Nur einen indirekten, Majeſtät. Ich ſollte mich nach
Der General ſalutierte, als er ſeiner anſichtig wurde.
veauxlegers und ſetzte eine gleiche Mütze auf. Und dann
dem Wohlergehen Eurer Majeſtät und dem Stande des
beſichtigte er die Ufer des Niemens ganz allein, nur ich
Ein Kurier des Kaiſers. König Jerome wandte ſich um.
Der Kurier ſtättete ſeine Meldung ab. Der König achten Armeekorps erkundigen. Auch ſollte ich anfragen, ein paar Schritte hinter ihm.
ob Eure Majeſtät feſte Fühlung mit Bagration gehalten
Wir gingen eine Strecke das Ufer entlang, und dort
reichte ihm huldvoll die Hand.
Ich freue mich, Sie zu ſehen, Monſieur. Sie werden zuuvz uopllatzus zciu zvilolvig nsung io ga gun udgug trafen wir auf den General Haxo, der war vom Kaiſer
König Jerome lachte luſtig auf.
dorthin beſtellt.
gleich Gelegenheit haben, unſer Korps vorbeidefilieren
Der Genie=General?
Bagration uns entwiſchen? Kann ein Kaninchen
ent=
zu ſehen; Sie werden dann aus eigenem Augenſchein
meinem kaiſerlichen Bruder die Mitteilung machen kön= wiſchen, wenn die Schlange es hypnotiſiert hat? Daß er
Ganz recht, Majeſtät. Abends um acht Uhr ſetzte ſich
nen, in welch glänzender Verfaſſung ſich das achte Armee= hier unten nicht durchkommt, dafür ſorge ich; daß er dann die Armee in Bewegung, und es mochte zehn Uhr
vorn nicht durchkommt, dafür ſorgt Davout, und daß er geweſen ſein, als General Monnard —.
korps befindet.
E
1
Nummer 302.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 11. Dezember 1913.
Seite 14.
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Der Diviſionsgeneral?
So nien die mi Goſt und erſhin Sie nreiht
Der Kurier lachte leiſe auf bei der Erinnerung.
Jawphl, Majeſtät, der Diviſionsgeneral — die Brücken
Ich glaube, Majeſtät, wäre der Kaiſer nicht da ge=voila! Was iſt das?! unterbrach er ſich, mit dem
Zeige=
ſchlagen ließ. Um elf Uhr waren drei Brücken fertig, weſen, das erſte Gefecht in dieſem Kriege hätte ſich unter finger auf einen merkwürdigen Zug deutend, der unten
und nach ein Uhr fing es bereits zu tagen an.
Franzoſen abgeſpielt.
am Fuße der Anhöhe entlang in der Richtung eines der
Der Kurier ſchwieg einen Moment, wie in der Er=
Wie das?
Hauptzelte vorbeikam. Etwa zehn bis zwölf Perſonen,
innerung ſchwelgend.
Nun, jeder wollte der erſte drüben ſein. Faſt kam es zur Hälfte Frauen, rechts und links von Soldaten
be=
gleitet.
Es war grandios, Majeſtät. Ein herrlicher, klarer zum Handgemenge auf den Brücken.
Morgen. Vor uns lagen die drei Brücken; der Kaiſer
Sehen wie Gefangene aus.
Nun lachte auch der König.
ſelbſt hatte die Plätze genau angegeben, wo ſie geſchlagen
Bravo! Bravo!
Gefangene Frauen? lächelte der König. Die möchte
werden ſollten. Wir konnten weit hinaus ſchauen über
Und als die Vorhut hinüber war, da ritt der Kaiſer ich mir doch wirklich näher betrachten.
den Niemen fort bis an den Waldesrand. Denn hinter langſam auf die mittlere Brücke zu. Kaum —
Sofort winkte der Kurier den in einiger Entfernung
dem jenſeitigen Ufer fängt bald der Wald an, Majeſtät.
Und nun wurde die Stimme des Erzählers ſehr ernſt. ſtehenden Ordonnanzoffizier heran.
Der Kaiſer hatte geglaubt, dort würde er, wenn der neue
Majeſtät wünſchen, daß die —
Kaum hatte das Pferd des Kaiſers die Brücke be=
Nur die Frauen oder alle, Majeſtät?
Tag anbrach, feindliche Soldaten ſehen. Aber weit und treten, da wurde es plötzlich dunkel. Schwarze Wolken
Am beſten gleich alle. Es iſt wieder mal eine
Ab=
breit kein Menſch. Wir ſtanden alle da, des Kaiſers Wort verdeckten die Sonne, ein ſtarker Wind erhob ſich, der mit
harrend, um in Feindesland hinüber zu ſetzen. Aber der Blitzesſchnelle zu einem Sturm ausartete. Und als der wechſelung.
— die Leute da unten alleſamt ſofort hier heraufge=
Kaiſer gab den Befehl nicht; nachdenklich blickte er auf Kaiſer die Mitte der Brücke erreicht hatte, da brach das
die gelben Fluten des Niemen. Auf einmal ſprach er Gewitter los. Ein fürchterliches Gewitter, ein Gewitter, führt werden.
General Haxo an. Ich ſtand hinter ihm und konnte wie ich es Zeit meines Lebens noch nicht erlebt habe,,
Der Ordonnanzoffizier eilte den Hügel hinunter,
ver=
hören, was er ſagte. Mon géneral, ſagte er, an dieſer Majeſtät. Und unter dieſen Waſſerſtrömen, die die Wege folgt von den Augen der beiden Zurückbleibenden. Jetzt
Stelle ſtanden vor drei Jahren ich und der Zar. An aufweichten unnd ſchier unpaſſierbar machten, und in hatte er den Zug erreicht, ſprach mit dem führenden
Ser=
dieſer Stelle hat er mir damals ewige Treue und Freund= einer Finſternis, als wäre es Mitternacht und weder geanten ein paar Worte, und ſchon ſchwenkte der Zug auf
ſchaft geſchworen und hat ſeinen Schwur gebrochen. Nun Mond noch Sterne am Himmel, zogen wir in Feindes= den Hügel zu ein. Der Ordonnanzoffizier ſchritt voraus
denn: das Verhängnis zieht die Ruſſen hinab; möge ihr land ein. ?)
und gelangte auch wenige Minuten vor den anderen
Schickſal ſich erfüllen!
wieder vor das königliche Zelt.
Auch König Jerome war ernſt geworden.
Der Kurier ſchwieg. Königs Jeromes Augen hingen
Hoffentlich war das kein Omen.
Es iſt eine Schauſpielertruppe, Majeſtät. Sie iſt in
intereſſiert an den Lippen des Mannes.
Grodno geweſen, hat dort geſpielt, ehe unſere Truppen
Da warf der Kurier ſtolz ſeinen Kopf zurück.
Und dann?
hier ankamen. Heute nun haben ſie die Stadt verlaſſen
Dann, Majeſtät, dann gab der Kaiſer das Zeichen,
Und wenns ein Omen wäre — der Kaiſer zwänge und wollten nach ihrer Heimat zurück. Da haben unſere
ſelbſt das Schickſal. Doch nun muß ich fort, muß Ant=
und die Trommeln und die Trompeten ſetzten ein, und
Soldaten ſie unterwegs aufgefangen, und da ſie nicht
brauſende Hochrufe aus hunderttauſend Kehlen erzitter= wort bringen nach Wilna!
wußten, ob ſie ihnen Glauben ſchenken ſollten, haben ſie
ten die Luft. Stolz flatterten die Fahnen. Und die Rei=
Wieder erhob ſich der Kurier, und auch der König
ſie hierhergebracht.
terei der Vorhut ſetzte ſich in Bewegung. Tief drückten ſtand auf.
ſie die Sporen in die Flanken der Pferde: jeder wollte der
(Fortſetzung folgt.)
erſte ſein auf Feindesboden.
*) Hiſtoriſch.
(Stumd.
[ ← ][ ][ → ] tten
ßen
sen
Nummer 302.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 11. Dezember 1913.
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1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
„ 302.
1913.
Donnerstag, 11. Dezember.
gunz befriedigend. Das ſei auch ſein Urteit, und wenn ſeinſiger berechnet (weniger für millre Beanie), doch
er heute trotzdem zuſtimme, ſo habe er ſich jetzt darüber befriedige es nicht, daß das keine rückwirkende Kraft haben
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öffentlich zu verantworten. Redner ſtreift kurz die Ge=ſolle. Hier habe die Regierung wenig Entgegenkommen
ſchichte der Beſoldungsreform ſeit 1909 und geht dann gezeigt und durch Nennung hoher Koſtenbeträge abge=
—zu den Beanſtandungen über, die die neue Vorlage er=ſchreckt. Eine wichtige Streitfrage ſei die Gleichſtellung
fahren habe. Der Haupteinwand, der von der Wirtſchaft= der akademiſchen Lokalbeamten mit den Richtern. Um
2
lichen Vereinigung ausging, richtet ſich gegen das pen=die Richter nicht zu ſchädigen, habe man die 950 übrigen
ſionsfähige Wohnungsgeld. Tatſache ſei daß die Beam=Beamten den 20 bevorzugten Richtern gleichzuſtellen ver=
-
Mundwasser
ten in den Städten teurer wohnen als auf dem Lande und ſucht. Dagegen ſei nichts einzuwenden, zumal auch die
daß in faſt allen anderen Staaten ein penſionsfähiges höheren Beamten nicht glänzend geſtellt ſind. Er habe
Wohnungsgeld beſteht. Andererſeits ſei es auch Tatſache, nur verlangt, daß die Konſequenzen hieraus nicht nur
daß der Beamte auf dem Lande manches entbehren oder nach oben, ſondern auch nach unten gezogen würden, um
Zweite Kammer der Stände.
teurer bezahlen müſſe. Darauf nehme aber keine andere den Abſtand unter den Klaſſen nicht zu vergrößern. Das
Beſoldungsordnung ebenſo wenig Rückſicht, wie auf den ſei nicht oder nur unzureichend geſchehen, und darin liege
79. Sitzung.
Wert des Gehalts je nach dem Umfang der Familie. eine der Urſachen für das eingangs ausgeſprochene Urteil.
St. Darmſtadt, 10. Dezember.
Vielleicht werde man das in Zukunft durch Familien= Die Art wie die Gleichſtellung ausgeführt wurde habe
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Dr. v. Ewald zulagen oder ähnliches tun müſſen. Heute liege ein Woh= ſeinen Beifall nicht gehabt. Es ſei viel leerer Schein da=
Pz., Finanzminiſter Dr. Braun Exz., Miniſter des nungsgeldzuſchuß im Intereſſe des Landes. Da aber der bei. Das Aufſetzen einer Stufe werde durch eine
Ver=
inern v. Homberak zu Vach Exz., Staatsräte Dr. Erfolg ungewiß war und eine geſchloſſene Kammer un=ſchlechterung vorher mehr als ausgeglichen. Nachträglich
ßecker, Dr. Beſt, Süffert, Geh. Legationsrat D
r.möglich war, wenn hierin keine Verſtändigung erfolgte, habe man verſucht, das durch eine Uebergangsſtala teil=
Leidhart, Miniſterialrat Dr. Weber, Geh. Ober=habe er ſeinen Standpunkt zugunſten des von dem Abg. weiſe wieder auszugleichen. Er ſelbſt habe lieber 3600
fnanzräte Dr. Rohde, Seip, Oberfinanzrat Balſer. Dr. Weber vorgeſchlagenen Kompromiſſes aufgegeben. bis 7200 Mark in 8 Stufen, als 3400—7400 Mark in 9
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 9¼ Uhr. Den Beamten ſelbſt ſei es ſchließlich ziemlich einerlei, ob Stufen bewilligt, obwohl das mehr als 150000 Mark mehr
das Haus tritt alsbald in die Tagesordnung ein und ſie die Zulage als Gehalt oder als Wohnungsgeld erhal= gekoſtet hätte. Es wäre finanziell günſtiger für den be=
Etzt die Generaldebatte zur Regierungsvorlage,
ten. Die Forderung, den Gehältstarif zu vereinfachen, troffenen Beamten geweſen und hätte unliebſame
Ver=
ſie Dienſtbezüge der Staatsbeamten und Volksſchullehrer ſei berechtigt. Die Gehaltsklaſſe beſtimme den Wert der gleiche nach oben wie nach unten vermieden. Er ſei für
Stelle, deshalb ſeien auch 51 Klaſſen immer noch zu viel. die Amtsgerichtsdirektoren eingetreten, da die Juſtiz im
und deren Hinterbliebenen
Für die vier großen Beamtenklaſſen würden Anfangs=, ganzen nicht gut abgeſchnitten habe. Es ſei das
Bedenk=
ſywie die Deckungsmittel betreffend, fort.
Normal= und gehobene Stellen genügen, daneben beſon=lichſte, bei der Rechtspflege zu knauſern. — Von Intereſſe
Für die Fortſchrittliche Volkspartei ſpricht als vierter dere, nichtpenſionsfähige Zulagen für befonders ſchwierige ſei die Frage, wie die einzelnen Hauptgruppen an dem
FFpaktionsredner
Poſten. Die Forderung, preußiſche Penſionsſätze einzu=1 Mehr über das Proviſorium hinaus beteiligt ſeien. Den
Abg. Henrich:
führen, ſei ſo lange unberechtigt, als nicht das geſamte tatſächlichen Mehrkoſtenbetrag im einzelnen zu berechnen,
Der Redner ſtellt ſich als ein Mitglied des Ausſchuſſes penſionsfähige Einkommen der preußiſchen Beamten und ſei für Außenſtehende faſt unmöglich. Er habe deshalb
hr, das bei Bearbeitung der vorliegenden Materie kein deren günſtigere Berechnung der Dienſtzeit übernommen nur die Steigerung der Endgehalte verglichen, obwohr
lmt gehabt habe, dafür aber jetzt eine Meinung für ſich würden. Auch die preußiſchen Gehalte ließen ſich nicht das kaum abſolute Zahlen, ſondern nur Verhältniszahlen
Ranſpruche. Er dankt für die ihm von anderen Rednernohne weiteres vergleichen, da die Beamtenorganiſation ergebe, denn vielfach ſei die Verbeſſerung nur durch
Auf=
ſusgeſprochene Anerkennung, möchte aber dem Glauben in Preußen vielfach anders ſei, das verhältnismäßig ſetzen einer Stufe erzielt. Gegen das Proviſorium
er=
rbeugen, als ob er nun vorzugsweiſe für den Inhalt weniger akademiſche Beamte habe, dieſe aber im Gegen= halten mehr: von 1280 unteren Beamten etwa 680 (d.
er Vorlage verantwortlich ſei. Das Urteil der Beamten= ſatz zu den unteren Beamten ſehr gut beſolde Die Be=50 Prozent) mit rund 130 Mark pro Kopf, von 270
Mittel=
ſchaft über die Vorlage laute im großen und ganzen: nicht ſoldungsvordienſtzeit werde für künftige Anſtellungen jetzt beamten 2. Klaſſe = 170 (63 Prozent) mit je 200 Mark,
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Darmſtädter Taglbatt, Donnerstag, den 11. Dezember 1913.
Seite 18.
Nummer 302.
von 960 Mittelbeamten 1. Klaſſe — 500 (50 Prozent) mit nach kurzer Zeit noch einmal machen ſoll. Tatſache iſt, daß ſein ſollte, dem empfehle ich, die geſtrigen Reden, die
je 200 Mark, und von 1265 höheren Beamten — 1260 die Beamten nicht zufrieden ſind, daß an Ruhe unter den geſtern mittag ſchon in der Darmſtädter Zeitung erſchie
(zirka 100 Prozent) mit je 400 Mark. Für die unteren Beamten nicht zu denken iſt. Ich ſage ohne weiteres, wir nen ſind. nachzuleſen. Aber auch die Reden der Herkeil
Beamten ſei einiges erreicht worden, aber viel berechtigte konnten einfach die Beamten und Lehrer nicht befriedi= Fraktionsredner haben ja keinen Zweifel gelaſſen darübe
Wünſche ſeien unerfüllt geblieben. Vergleiche mit ande= gen. Was ſie wünſchen, iſt meiſt durchaus berechtigt. Die daß ſie eine Verſtändigung wollen. Nur eine Bemerkug
ren Staaten ſeien hier wenig angebracht, hier ſei zuerſt Forderungen der Beamten mußten von uns als berechtigt des Abg. Henrich kann darüber Zweifel erregen. Näch
zu fragen: langts zum Leben? Die mittleren Beamten anerkannt werden. Wir waren aber verpflichtet, in dem dem der Ausſchuß beſchloſſen hatte, alles in ein Manil
klagen, daß ſie beſonders ſchlecht abgeſchnitten hätten. Rahmen deſſen zu bleiben, was für uns möglich war. Die geſetz zuſammenzufaſſen, mußte man bei der wiederhollen
Schon äußerlich fällt der große Abſtand zwiſchen den ge= Regierung forderte, daß ohne Steuererhöhung ausgekom= Betonung der einmütigen Beſchlüſſe im Ausſchuß annen
hobenen mittleren Beamten und den akademiſchen Lokal=men werden müſſe. Dieſe Forderung iſt leicht aufgeſtellt, men, daß auch hinter dieſem Beſchluſſe der ganze Au
beamten auf, der jetzt 2000 Mark im Endgehalt betrage, ich würde aber keinen Augenblick vor dieſer Steuererhöh= ſchuß ſtehe. Nun erklärt aber heute der Abg. Henrich, da
während zwiſchen unteren und mittleren Beamten glück= ung zurückgeſchreckt ſein, wenn eine andere Löſung nicht das Geſetz über die höheren Schulen für ihn unannehmbe
licherweiſe alle ſchroffen Uebergänge vermieden ſeien. Es möglich wäre. Ein zufriedener Beamtenſtand iſt für den ſei. Ich kann nicht glauben daß das ſeine ernſte un
ſei kein Geheimnis, daß gerade die mittleren Beamten Staat unumgänglich notwendig. Für uns, für unſere letzte Auffaſſung bis zum Schluß der Verhandlungen ſein
in der Normalklaſſe mit Rückſicht auf die Volksſchullehrer Partei, ſind ia unzufriedene Beamte von Vorteil, und wird. Ich bitte zu bedenken, daß er dadurch die große
zurückgehalten werden. Das ſei eine unerwünſchte und wenn wir nur an uns denkende Agitatoren wären, würden fahr heraufbeſchwören würde, daß dann auch andere
ſicher auch von den Lehrern ſelbſt nicht gewünſchte Folge wir die Unzufriedenheit ſchüren. Ich bin aber der Mei= teien und auch die Regierung ihre Zugeſtändniſſe wiede
des auch von dem Redner energiſch vertretenen Gleichſtel= nung, daß der Stagt als Arbeitgeber ſeine Angeſtellten zurückziehen könnten. Damit aber fällt dann die gan
lungsgedankens. Die Formulierung der Forderung ſei anſtändig zu bezahlen hat Hierzu kommt für uns eine Sache auseinander. Ich glaube Herr Henrich wird üben
aber taktiſch falſch, wie die Folge zeige. Nun ſei ein hef= ethiſche Pflicht, denn die Volksſchullehrer ſind die Lehrer legen müſſen daß die Mittel, die das Geſetz über
tiger Kampf zwiſchen mittleren Finanzbeamten und Leh=unſerer Kinder. Zu einer Verſchlechterung der jetzt vor= höheren Schulen bringen ſoll, doch notwendig ſind z
rern da, der beiden Teilen nur Nachteile bringe. Er kämpfe liegenden Beſoldungsordnung würden wir unter keinen Deckung der Aufwendungen, und daß er ſeine Auffaſſun
nach wie vor für die Intereſſen beider und werde den Tag Umſtänden unſere Zuſtimmung geben. Ich kann namens doch noch einmal wird revidieren müſſen, damit es
ſegnen, an dem die Streitaxt begraben werde. Die ge= meiner Partei erklären, daß wir jeden derartigen Verſuch einer Verſtändigung kommt. Weiter muß ich einer f
hobenen Stellen ſeien ein wenig befriedigendes Kompro= der Regierung ablehnen werden. Wenn die Regierung faſſung des Abg. Ulrich widerſprechen daß man n
miß und nur annehmbar, wenn die vom Ausſchuß be= die Abſicht haben ſollte, mit Hilfe der Erſten Kammer viel= Vereinfachung des Tarifs noch weiter hätte gehen könne
ſchloſſene Verteilung grundſätzlich bleibe. Redner geht leicht, ihre Vorlage durchzubringen, ſo würde das zur Ich möchte dabei doch darauf aufmerkſam machen,aß
dann zu den Gehalten der Volksſchullehrer über. Daß man Folge haben — Zuruf des Abg. Buſold: daß Oſann jede weitergehende Vereinſachung des Tarifsnich
in 1912 nur 11 Prozent gegeben habe, räche ſich heute: das umfällt! — Abg. Ulrich: Das glaube ich diesmal nicht. weniger, ſondern mehr Geld erfordert. Denn es kann
Vertrauen der Lehrer fehle jetzt. Auch die jetzige Rege=Diesmal hat Herr Abg. Oſann zu viel Arbeit in der Sache nur dadurch geſchehen, daß man die Klaſſen heraufſetzt.
lung mit 14,1 Prozent ſei ungenügend. Mit der von ſei= ſtecken, als daß er auf den Regierungsſchimmel herabſtei= koſtet immer mehr Geld. Weiter möchte ich noch zi
ner Fraktion vorgeſchlagenen Skala werde die Gleichſtel= gen könnte. — Es würde zur Folge haben, daß wir das Aeußerungen des Abg. Henrich widerſprechen. Er hat zut
lung mit den mittleren Beamten im ganzen erreicht. Werde als eine Abſage an die Zweite Kammer auffaſſen, und Schluß geſagt, daß die unteren und mittleren Beam
dieſe nicht angenommen, dann halte er die zur Ausſchuß= daß beſtenfalls das Proviſorium beſtehen bleibt. Die Be= verhältnismäßig ſchlecht, die obercen gut davon gekomme
ſkala eingebrachte Reſolution aufrecht. Die Ausſchußſkala ratung der neuen Vorlage hat uns einen eingehenden und ſeien. Das iſt nicht richtig. Ich möchte darauf hinweiſen
ſei auch nicht befriedigend, und hierin liege eine weitere intereſſanten Einblick in die Beamtenverhältniſſe geſtattet. daß ein völlig einwandfreier Vergleich hierüber in
Begründung ſeines Urteils über die Vorlage. Bezüglich Wir haben kennen gelernt, daß eine erhebliche Ungleichheit erſten Vorlage auf Seite 118 enthalten iſt. Dort iſt
der Altpenſionäre und Witwen beklagte Redner die Form in der Salarierung der gleichkategoriſierten Beamten nau auseinandergeſetzt und rechneriſch feſtgeſtellt.
der Aufbeſſerung in Geſtalt von Unterſtützungen. Die herrſcht. Der Ausſchuß hat das durch die Verminderung prozentual die unteren Beamten um 15 Prozent,di
Penſionäre hätten ein Recht auf Aufbeſſerung. Redner kün= der Gehaltsklaſſen auszugleichen geſucht. Das bedeutet ent= oberen nur um 9 Prozent verbeſſert wurden. Es iſtu
digt eine diesbezügliche Reſolution an und behält ſich ſpä= ſchieden eine Beſſerung der Beamtenverhältniſſe. Die nicht richtig, was der Herr Abg. Ulrich geſagt hat, daß
tere Anträge vor. Das gleiche gelte für die Dienſtanwär= gegenwärtige Regierung war an der Ungleichheit ſchuld= akademiſchen Lokalbeamten am beſten wegkommen wenigl
ter, nachdem der Antrag auf Gewährung des halben Woh= los. Ich meine alſo, daß ſchon dieſe Vereinfachung von ſtens nicht materiell, wenn auch vielleicht in ideeller Zille
nungsgeldes an ältere verheiratete Anwärter gegenſtands=81 auf 51 Klaſſen durch den Ausſchuß es rechtfertigt, daß ſicht. Die zweite Bemerkung des Abg. Henrich, dee
los geworden ſei. Auch hier müſſe im Rahmen des Bud= das Haus aufrecht erhält, was wir im Ausſchuß geſchaffen widerſprechen muß, betrifft das Wohnungsgeld.
gets mehr geſchehen. Die jetzige Vorlage könne allerdings haben. Wir hätten den Beamten gerne das Wohnungs=lange wir davon ausgegangen ſind, neben dem Gehäll
damit nicht gut belaſtet werden. Der Erhöhung der Zivil= geld belaſſen, aber die Herren der Wirtſchaftlichen Ver=ein Wohnungsgeld zu gewähren, waren wir nicht daribe
liſte ſtimme er zu, weil es ſich da um Beamtengehaltser=einigung machten dieſe Frage zu einer entſcheidenden. Da= im Zweifel, daß kein Beamter Wohnungsgeld erhielt,
höhungen handele. Die Neuregelung der Wohnungsmieten
zu kommt, daß die Beſeitigung des Wohnungsgeldes eben= eine Dienſtwohnung hat. Wenn nun den Beamten
habe erhebliche Mängel, da die Miete jetzt ſehr wenig im falls eine willkommene Vereinfachung darſtellt, und ſo Mark als Erſatz für Wohnungsgeld zum Gehalt geſchlagen
Einklang ſtehe mit dem Mietwert der Wohnungen.
Trotz aller Mängel habe er der Vorlage im ganzen zu= haben wir das ſchließlich in Verbindung mit den Ortszu= wird, muß folgerichtig der Beamte, der Dienſtwol
lagen uſw. akzeptiert. Als weitere Folge der neuen Be= nung hat, doch den gleichen Betrag an die Staatz
geſtimmt, da das Land ohne Steuererhöhung jetzt nicht ſoldungsordnung tritt eine allgemeine ausgleichende Ge= kaſſe abführen Das iſt auch nur gerecht. Nun
mehr leiſten könne und auch keine Ausſicht beſtehe, daß das rechtigkeit in die Erſcheinung. Tatſache iſt auch, daß ge= noch ein kurzes Wort zur Deckungsfrage. Meinungs
in naher Zukunft möglich ſei; ferner liege es im Intereſſe
rade die unteren Beamten ſehr gut bei der Neuordnung verſchiedenheiten beſtehen hierzu nur darüber, wieviel dem
der Beamten ſelbſt, wenn die Diskuſſion über ihr Gehalt
wegkommen, daß ſie zum Teil noch mehr Gehalt erhalten, Reſteſonds entnommen werden könne. Ich glaube, man
möglichſt bald aus der Oeffentlichkeit verſchwinde.
Aller=
dings gebe er ſeine Zuſtimmung nur unter ſchweren Be= als die gleichen preußiſchen Beamten. Ich glaube daher, ſollte nicht zu optimiſtiſch in die Zukunft ſehen. Vor einer
man ſollte alle noch vorliegenden Sonderwünſche zurück= allzu großen Inanſpruchnahme des Reſtefonds muß
drin=
denken. Die Vorlage laufe hart an der Grenze, die ihm ſtellen, um erſt einmal zu erproben, ob ſich die Beamten gend gewarnt werden, zumal wir zweifellos noch
erheb=
die Zuſtimmung noch möglich mache. Beſtehe anderswo
unter der neuen Beſoldungsordnung nicht bedeutend woh= liche Ausgaben zu erwarten haben, die nicht zu umgehen
das Bedürfnis, die Vorlage noch weiter zu verſchlechtern, ler fühlen, wie unter der alten. Verhältnismäßig am ſind. Wir werden aber auch mit einer Verminderung der
ſo verliere er das Intereſſe daran, und die Verantwortung beſten kommen die akademiſchen Lokalbeamten weg. Wo laufenden Einnahmen zu rechnen haben, mit einem
Aus=
falle denen zu, die das nur ſchwer zuſtande gekommene wirklich noch Unebenheiten beſtehen, ſind dieſe ſo mini= fall an Stempelgebühren uſw. Wir werden weiter zu
Kompromiß zerſtörten. Redner ſtreift noch kurz das Geſetz
einer kräftigen neuen Anleihe greifen müſſen. Jede neugl
über die Koſten der höheren Schulen, das er für ſeine mal, daß man davon gar nicht ſprechen ſollte.
Präſident Köhler macht den Redner darauf auf= Anleibe aber koſtet einige hunderttauſend Mark an Zin
Perſon ablehnt, und die finanzielle Seite der Vorlage,
wobei er gegen einige Punkte in der Darſtellung des merkſam, daß der Seniorenkonvent beſchloſſen hatte, die ſen. Ich glaube alſo, ſchon aus rein finanziellen Gründen
Finanzminiſters Stellung nahm und für die Kammer das! Sitzung heute früher zu ſchließen, damit die Fraktionen nochmals dringend davor warnen zu müſſen
über das hinauszugehen, was die Regierungsvorlage vor=
Recht beanſpruchte, für 600 Beamte und Lehrer 7 Pro= ſich beraten können.
ſchlägt. Ich glaube aber, wir werden zu einer Verſtändie
zent mehr auszugeben, wenn die Regierung ihre frühere
Abg. Ulrich iſt damit einverſtanden, daß er ſeine gung kommen. Jede neue Verlängerung des Proviſo=
Forderung für die Zivilliſte um 66½ Prozent erhöht. Er Rede morgen früh fortſetzt.
riums und Wiedervorlage einer neuen
Beſoldungsord=
ſchließt mit dem Wunſche, daß die Vorlage, ſofern ſie
Ge=
nung koſten wieder viel Geld. Richtig mag ſein daß dieſ
ſetz werde, wenigſtens für einige Zeit Beruhigung ſchaffen
Staatsrat Dr. Becker:
Beamten mit der Vorlage noch nicht zufrieden ſind. Siel
werde, wenn auch angeſichts der nie ſtillſtehenden
wirt=
werden aber nicht zufriedener ſein, wenn Sie die Vorlage
ſchaftlichen und kulturellen Weiterentwickelung nicht er=
Nachdem die Redner der einzelnen Fraktionen ihre nicht zuſtande bringen. Ich ſchließe mit der dringenden
wartet werden kann, daß mit dem Geſetz eine dauernde Stellung zu der Vorlage nunmehr vorgetragen haben, Bitte: Tragen Sie alle zur Verſtändigung
Befriedigung geſchaffen wird. (Bravo!)
darf ich es wohl als eine ſelbſtverſtändliche Pflicht der Re=bei, die niemandſehnlicher wünſcht, alsdie
gierung anſehen, auch unſererſeits auf das Vorgetragene Regierung ſelbſt. (Bravo!)
Abg. Ulrich:
einzugehen. Wenn man in dem, was geſagt wurde, nach
Darauf wird die Sitzung geſchloſſen. Nächſte Sitzüle
Der Wunſch des Vorredners, die Vorlage ſo zu verab= dem bekannten „roten Faden” ſuchen wollte, kann das
ſchieden, wie ſie der Ausſchuß vorſchlägt, iſt zu verſtehen, doch nur das Beſtreben ſein, zu einer Verſtändigung Donnerstag 9 Uhr.
angeſichts der ungeheueren Arbeit, die ſich der Abg. Henrich über die Vorlage zu kommen. Die Regierung hat ihre
In den der Plenarſitzung folgenden Fraktionsſitzungen
gemacht hat. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es Vereitwilligkeit bereits geſtern ausdrücklich erklärt, an einer ſoll über eine eventuelle en bloc=Annahme der ganzen Volg
ſchmerzt, wenn man eine derartige Arbeit vielleicht ſchon Verſtändigung mitzuarbeiten. Wer darüber noch im Zweifel lage verhandelt werden.
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auf der Mathildenhöhe.
Stephan, Fr. Landgerichtsrat
Leb=
recht, Frl. Schaubach, Frl. David=
Geöfinet von vormittags 10—1 Uhr, nachmittags von 2—5 Uhr.
ſon. Fr. v. Bellersheim, Fr.
Lauten=
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ſchläger, Fr. v. Stein, Fr. Geh.=Rat Schwank in 1 Akt v. Anny
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Naumann-Hofer.
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Rat Noack, Fr. Landg.=Dir. Kolb,
Frl. Bender, Fr. Prof. Trümpert,
„Ein Pechvogel‟
Fr. Geh.=Rat Müller, Fr. Geh.=Rat
Schwank in 1 Akt von Otto Härting
Sonntag, den 14. Dezember, vormittags 11.30
Back, Frl. Amendt, Fr. Ed.
Wolfs=
im Ehrenſaal des ſtädtiſchen Ausſtellungsgebäudes auf der
Vorhers Der brilnte
us-
kehl, Fr. Dr. Vix, Jugendbund d.
Mathildenhöhe, Eingang vom Hochzeitsturm, als Schlußfeier
Paulusg., Fr. Dr. Eiſe, Fr.
Letter=
nahmlos erstklassige
der Ausſtellung „Die Bergſtraße im Bilde‟
mann, Fr. Geh.=Rat Krauß, Fr.
Varieté-Teil.
(5
3Apoth. Krauß, Hr. Reinhold, Fr.
Heyn, Fr. Oberlandgerichtsrat
der
Kammermusik-Matinee
Welker, Fr. Geh.=Rgt Städel, Fr.
„Flock‟ denkend.
C. Noack, Frl. Köſter, Frl. Dingeldey,
is ertr. 1 1 t an rantirt.
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Fr. Günther, Hr. Mai sen. u. jun.,
Das Verblüffendste was
Fr. Speyer, Fr. Brill, Fr. John,
die Herren Adolf Rebner (I. Violine), Emil Hauſer (II.
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je do war. (25836
Fr. Prof. H. Heil, Frl. Strein, Fr.
line), Walter Kunkel (Viola), Gerald Maas (Violoncello).
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im Mathildenhöhſaal:
18. Dezember 1913, nachm. 5 Uhr, in der Frl. E. Bekker, Frl. Noack, Frl.
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vahl, Ausführungen in 1914. Anträge wolle man bis längſtens zum Geh.=Rat Dr. Preetorius, Frl. A. In Szene geſetzt von Mitgliedern
1.7. Dezember 1913 an den Vorſitzenden, Herrn Staatsrat Wilbrand, lu. W. Rau, Frl. Fehr, Hr. Pfr.des Vereins zur Ausführung der
Heinrichſtraße 145, einreichen.
(25808dg Möller, Hr. Lehrer Kreiſel, Fr. G. von Koch’ſchen Kinderſpiele.
May, Fr. Fieger, Frl. Schloſſer,
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Nummer 302.
Seite 23.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 11. Dezember 1913.
mene Tanzentwickelung, der wir vom ſachlichen Stand=
Zerneckes Zeitfaden für Aquarten=
R22é
punkt aus nur durch eine ernſte Belehrung begegnen kön=und Terrarienfreunde. 4. gänzlich neu
bearbei=
nen, mit einem Tanzverbot aber dem Uebel eher einen tete Auflage von C. Heller und P. Ulmer. 463 Sei=
Gefallen tun. Daß der Tango zu ſolch einem Verbot Ver=ten mit 200 Abbildungen im Tert. In Originalleinenband
anlaſſung geben konnte iſt wohl nur auf eine unzuläng=7 Mk. Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig. Daß bei
liche Information zurückzuführen. In ſpezieller Hinſicht der großen Verbreitung der Aquacien= und
Terrarien=
hat der Tango dieſes harte Urteil nicht verdient und glau=liebhaberei der Mangel eines praktiſchen und auf der Höhe
ben wir nicht, daß ein Verbot dem Tanze irgend welchen der Zeit ſtehenden Handbuches längſt fühlbar war, bewies
Abbruch tun wird.
die begeiſterte Aufnahme und zugleich die große Verbrei=
Die Auffaſſung über den modernen Tanz iſt in vielen tung, welche die früheren Auflagen von Dr. Zerneckes Leit=
Kreiſen noch ſehr primitiv. Man darf ruhig behaupten, faden gefunden haben. Das Buch zeichnet ſich aber auch
daß dem Geſellſchaftstanz bis vor kurzem überhaupt keine vor allen anderen ähnlichen Werken dadurch aus, daß es
Auffaſſung zu Grunde lag, oder man müßte ſich deſſenin knappſter aber höchſt überſichtlicher Form alles das
IIISe
ſehr ſchämen; jedenfalls hatte man die alte Leier im Tanz= bringt, was jedem Beſitzer eines Süß= oder
Seewaſſer=
repertoire gründlich ſatt. Statt nun der Wiedergeburt des aquariums und eines Terrariums zu wiſſen nötig iſt, um
Tanzes ein Loblied zu ſingen, droht man ihn ganz aus= vor Verluſten bewahrt zu bleiben. Eine beſondere
Verei=
zurotten; man hüte ſich aber, den Bock zum Gärtner zucherung hat das Werk durch eine Reihe hervorragender
nehmen. Unter die kritiſche Lupe genommen, macht das neuer Abbildungen, insbeſondere unretouchierter
Natur=
eigentliche Tanzmotiv jede unedle Bewegung unmöglich aufnahmen erfahren. Kurz, es iſt alles geſchehen, um dem
und wir wiederholen, daß der Tango, als Interpret des neuen Zernecke ſeine einzigartige Stellung in der Literatur
modernen Geſellſchaftstanzes die größte Sympathie ver= zu ſichern. Möge das Buch in ſeinem neuen ſchönen
Ge=
dient und als König der höchſten Anerkennung würdig iſt, wande neue Freunde werben.
In Frankreich wo der Tanz im Zeitalter des Sonnen=
— Die deutſche Malerei im 19.
Jahrhun=
königs in höchſter Blüte ſtand, hat auch der Tango vondert. Von Prof. Dr. R. Hamann. 1 Textdoppelband
der Alademie der Künſte die akademiſche Weihe erhalten. und 1 Doppelband mit 57 ganzſeit. und 200 halbſeit. Ab=
Och
Die gegen den Tango angeführten Argumente haben mit bildungen. ( Aus Natur und Geiſteswelt.” Sammlung
die neu Gualstäts-.
dem bei uns eingeführten ſogenannten Salon=Tango nicht wiſſenſchaftlich=gemeinverſtändlicher Darſtellungen aus
das mindeſte zu tun. Der urſprüngliche argentiniſche allen Gebieten des Wiſſens. 448/451. Bändchen.) Verlag
3.
Volkstanz weiſt naturgemäß groteske Formen auf. Von von B. G. Teubner in Leipzig u. Berlin. 8. 1914. Geh. je
da aber bis zum Salontanz iſt denn doch ein weiter Weg; 2.— M., in Leinw. geb. je 2.50 M. in 1 Geſchenkband
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dieſe Entwickelungsſtufe kann doch nicht nolens volens (Halbpergament) 6.— Mk. Sowohl die Vielſeitigkeit in
überſehen werden; muß doch jeder Menſch ſelbſt die gute der Betrachtung, wie die überall auf den letzten Ergebniſ=
Kinderſtube überſtanden haben, bis er ſalonberechtigt ge=ſen der Forſchung fußende Gruppierung und die
lebens=
worden iſt. Daß der Tango kein deutſcher Tanz iſt, darfvolle Darſtellung des Stoffes machen die Lektüre zu einer
ihm nicht übel genommen werden; auch der Walzer, deraußerordentlich genußreichen und eindruckspollen. Geſtei=
Das Tangoverbot.
als echt deutſcher Tanz von dem unſterblichen Strauß für gert wird die Anſchaulichkeit des Tertes durch eine
Aus=
ewige Zeiten verherrlicht wurde, genießt in anderen Län= wahl von Abbildungen, wie ſie in ſolcher Reichhaltigkeit
Von A. Schrimpff=Darmſtadt.
dern uneingeſchränkte Gaſtfreundſchaft. Man würde zu wohl keine Kunſtgeſchichte der gleichen Epoche aufzuweiſen
Vom Erhabenen bis zum Lächerlichen iſt nur ein keinem Ende kommen, wollte man das alles einer kritiſchen hat. All dies dürfte das Buch als einen zuverläſſigen
Schrittt Für den Tanz muß es heißen: „Vom Edlen bis Betrachtung unterziehen, was über den Tango gedacht und Führer zu einem wirklichen Verſtändnis der Kunſt der
zum Vulgären iſt nur eine Bewegung!‟ Der bisherigen geſchrieben worden iſt. Soviel aber ſteht feſt, als rein Gegenwart erſcheinen laſſen, das nur, wie überall, eine
ge=
ausdrucksloſen Tanz=Zeremonie iſt langſam aber ſicher ethiſcher Tanz wird man auch dem Tango nichts anhaben ſchichtliche Betrachtungsweiſe vermitteln kann, wie ſie eben
leine an Geſtaltungskraft reiche Tanzweiſe gefolgt, die ſich können. Das ernſte Studium dies modernen Tanzes hat Hamanns Darſtellung bietet.
ſtit mehr oder weniger Glück allgemeine Geltung zu ſchaf= bereits viele Zweifler von ihrem Irrtume freigemacht.
— Zwei neue Schriften zur Erinnerung an die
ruhm=
ſin verſucht. Das Motiv beim Tanzen iſt der Ausdruck Ein bloßes Vorurteil verhindert manche Perſonen daran, reiche Zeit von 1870/71 erſchienen ſoeben in der C. H.
des ſinnlichen Vergnügens, welches in der modernen Tanz= ſich der neuen, wirklich ſchönen Tanzweiſe anzupaſſen. Beckſchen Verlagsbuchhandlung Oskar Beck, München. Die
hruſik wieder mehr zur Geltung gekommen iſt; kein Wun= Leider muß der Tango unter dieſem Vorurteil am meiſten erſte dieſer Neuerſcheinungen iſt das Kriegstagebuch
ker, daß man da noch vielfach mißglückten Tanzbildern leiden, aber hoffentlich wird er ihm nicht ganz zum Opfer des jüngſten Offiziers im Königs=
Grena=
begegnet. Die Vervollkommnung dieſer Anſätze einer fallen.
dier=Regiment (2. Weſtpreußiſchen) Nr. 7 in
Lieg=
ſeuen Tanz=Manie iſt ja in beſter Blüte und verſpricht
nitz. Von Franz v. Wantoch=Rekowski, Major a. D., Geh.
jedenfalls ein gutes Reſultat. Die moderne Tanzkunſt
Legationsrat. Kgl. Preuß. Kammerherrn. (Gebunden 3 Mk.)
Literariſches.
jahm ihren Anfang auf der Bühne von da ſetzte ſie ihren
Gewaltige Eindrücke und Erlebniſſe wechſeln in dieſem
Giegeszug fort bis in die vornehmſten Salons. Es wäre
— Paul Friedrich: „Deutſche Renaiſſance”. friſch und feſſelnd geſchriebenen, inhaltlich bedeutenden
aber ein unmögliches Verlangen, wollte man die hoch=Geſammelte Aufſätze Band 2. Geheftet 3.— M. in Halb= Tagebuch mit hundert täglichen kleinen, teils ernſten, teils
gehenden Wogen der Begeiſterung als Maßſtab gelten pergament 4.50 M. Im Tenien=Verlag. Leipzig 1914. heileren Vorkommniſſen im Kameradenkreiſe. — Das
luſſen dafür, daß nun auch jeder Tanz=Enthuſiaſt ein Tanz= Dieſer 2. Band von Aufſätzen Paul Friedrichs iſt eine neue
zweite Buch heißt Vor dem Feind. Kriegs=
Erinne=
täinſtler wäre, dazu gehört mehr als bloße Begeiſterung. Sammlung von Arbeiten die den 1. Band der „Deutſchen rungen aus dem Feldzug gegen Frankreich. Von Adolf
teider müſſen aber die wenigen guten Interpreten leiden Renaiſſance” ergänzen ſoll. Der Verfaſſer hält es für not= Brandenburg, weiland Einjährig=Freiwilliger der,
unter dem allgemeinen Stümpertum in der Geſellſchafts= wendig, unſerer Zeit das Verſtändnis für die Macht der
tunzkunſt, das nur zu leicht einer vulgären Tanzmanie Individualität immer wieder zu wecken und dieſem Ziele 11. Kompagnie des Niederrheiniſchen Füſilier=Regiments
Vorſchub leiſtet. Das iſt auch der Grund, daß ein neuer möchten ſich die in dieſem Bande geſammelten Aufſätze er= Nr. 39. (Gebunden 3 Mk.) Die Ereigniſſe ſind
vornehm=
moderner Tanz ſelten eine gute Aufnahme findet; an dem gänzend an den erſten Teil der „Deutſchen Renaiſſance” lich um zwei Männer und Helden gruppiert um einen
Mißtrauen der am Althergebrachten haftenden Volks=anſchließen. Möchten ſie ihren Zweck erfüllen, und in Major und einen Feldwebel. Für Volks=, Militär= und
meinung gerät er leicht ins Straucheln. Der heutige Tanzvielen Suchenden und Strebenden die Einſicht befeſtigen, Schulbibliotheken, ſowie namentlich für den
Weihnachts=
itt entſchieden künſtleriſcher geartet, was vom moraliſchen daß ohne Perſönlichkeits=Ideale ein Zeitalter niemals zu tiſch Jungdeutſchlands dürfen dieſe beiden
Neuerſchein=
ungen aufs wärmſte empfohlen werden.
Standpunkt doch auch mit Dank zu begrüßen wäre. Mo= einer führenden, geiſtigen Stellung innerhalb der
Ge=
taliſche Bedenken richten ſich nur gegen eine unvollkom= ſchichte der Menſchheit gelangen kann.
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härts nehmen die Poſtämter u. die Agen= verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der wöchentlichen Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen und
nren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
L. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Alluſtrierteg Unterhalfungsblatf.
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kammt ieder Annoncenrabatt in Wegfall.
er andern Behörden.
h Bedarf beigefügt.
1913.
Reich aufgeſtellt, die jedoch
; und infolgedeſſen für die
n den beteiligten Kreiſen
Feſtſetzung über die
Be=
er einzelnen Lebensmittel
ſtet worden, um die
vor=
gen. Mit Rückſicht auf die
2
2
ommenden Verhältniſſe
er=
an die einzelnen Lebens=
igen durch ein Geſetz nicht
ehr empfehlen, hierfür die
nungen zu wählen, die für
Für ſolche Verordnungen,
(I0.
aus Hatdrhale Gesahdnensgelant.
t zu erlaſſen wären, fehlen
rundlagen. Das erſtrebte
denn in dem Reichsgeſetz
Der Weg zur Erhaltung und Wiedererlangung der
Ge-
sundheit llegt in der Lebensweise, in der dem Körper
not-
gsmitteln dem Bundesrate
wendigen Zuführung von mineralischen Salzen, die dem
e, derartige Verordnungen
Stoffumsatze dienen, und in der Auswahl des hierfür
Nütz-
nach wird der kommende
lichen und Zuträglichen. Der Mensch lebt nicht von dem,
Vorſchlag bringen.
was er ißt und trinkt, sondern von dem, was er verdaut.
Dunaris
Dunarfs wirkt regeind und belebend auf die Abwicklung
ommiſſion zur
Er=
der Stoffwechselvorgänge, blutreinigend, erhaltend auf den
algerichtshofes ver=
Organismus, verhütet und hilft gegen Leiden, die in
Er-
beralen Antrag Dr. Junck,
nährungsstörungen liegen, schafft Gesundheit und hohes
algerichtshofes einem neu=
Alter, im Gehalt der Quelle liegt das Geheimnis ihrer
Über-
legenheit als Gesundheitswasser und ihres Wertes als
ichts übertragen will.
Die=
gegen
Heilmittel in medizlnischer Bedeutung.
eitiger Regelung außerdem
rgerichtsſachen im Rahmen
Reichsgerichts übernehmen
Gesund an Leib und Seele sein,
es zur Entlaſtung der übri=
Das ist der Queli des Lebens
Reichsgerichts dienen. Der
Esströmet Lust durch Mark und Bein,
zamts wandte ſich gegen
Die Lust des tapferen Strebens.
en Kommiſſionsſitzung ihm
Was man mit frischem Herzensblut
ertretern des Reichsgerichts
Und keckem Wohlbehagen tut,
10.
ch um eine reine Verwal=
Das iut man nicht vergebens. (Voss).
Zeratung ließen die
verſchie=
eſondere auch das Reichs=
Bis ins graue Altertum hinauf reicht die Kenntnis von Weise werden die gelösten Stoffe nach allen Seiten des
n Fall der Ablehnung von
Einwirkung der Mineralwässer auf den menschlichen Körpers, wo sie verbraucht werden, hinbefördert und
über-
des Kolonialgerichtshofes
rmismus, nur daß die wissenschaftliche Begründung und flüssig gewordene Stoffwechselprodukte gelangen auf um-
Reichsmarineamt hätte mit
IMlrung hierfür damals noch fehlte. — Dem wissenschaft- gekehrtem Wege in das venöse Blut zurück, um durch
die Konſulargerichtsbarkeit
abe aber mit Rückſicht auf
Ißen Fortschritt verdanken wir heute die Entschleierung Oxydation zerstört oder durch die Ausscheidungsorgane aus
arauf verzichtet. Die
wirt=
alls Sagenhaften, mit dem diese geheimnisvollen Naturheil- dem Körper entfernt zu werden. — Bei diesen osmotischen
ous ſprächen mehr für Ber=
Iite umhüllt waren, sowie die aus der Erkenntnis der Erscheinungen spielen die mit der flüssigen Nahrung und im
Kommiſſion iſt bis jetzt ein
hache und Wirkung geschöpften Erfahrungen und Lehren Trinkwasser eingeführten mineralischen Substanzen die
Iburgs zuungunſten Berlins
Ii der Anwendung der Mineralwässer zu Trinkkuren für wichtigste Rolle, da sie den Austausch zwischen dem Zeil-
0 gau B- und Heilzwecke. — Nach diesen sind die Bestandteile inhalt und der umgebenden Flüssigkeit vermitteln. — Aus
Smiſſion des
Reichs=
ichen die Anträge auf
Ein=
oß Wässer an Salzen und Gasen dazu berufen bei vielen dem geregelten Ablauf dieser Vorgänge resultiert die Gesund-
Jaragraphen, der an Stelle
kensvorgängen im Haushalt des Organismus eine wichtige erhaltung des Organismus, Störungen würden unzweifelhaft
änden Gefängnisſtrafe und
Eligabe zu erfüllen, Störungen und Krankheiten fern zu herbeigeführt, wenn dem Körper keine oder nur eine unzu-
Ehrenrechte androht.
Hlilen und heilend einzugreifen, wo solche schon vorhanden. reichende Salzzufuhr zur Verfügung gestellt würde. — Die
lliberalen will bei
frevent=
usforderung nur faluktative
Der menschliche Organismus bezieht seinen Kraftvorrat in den Saftstrom des Körpers eingeführten mineralischen Salze
Ehrenrechte feſtſetzen und
Miat nur aus Eiweiß, Fetten und Kohlehydraten, sondern zeigen alsbald ihre Einwirkung besonders im Blute. — Die
i vielen Fällen keine
beſon=
ung vorliege, und man bei
a0h aus Wasser und Salzen. — Das Wasser ist der Träger roten Blutkörperchen des menschlichen Blutes enthalten kein
zer bürgerlichen Ehrenrechte
aür Stoffe, welche der Körper zu seiner Ernährung und Chlornatrium, schwimmen aber in einer Salzlösung, dem
er Richter zur Vermeidung
tragraphen nicht anwendet.
Aleiksleistung in jeder Beziehung bedarf, es befördert auch Plasma, in gleicher Weise sind in den Zellen und dem Plasma
rtreter der Fortſchrittlichen
deStoffwechselprodukte, d. h. diejenigen Stoffe, welche im die Verhäftnisse für den Gehalt an anderen Salzen verschieden. —
tter dieſer Partei wies
dar=
kratiſchen Anträge eigentlich
Hkshalte des Organismus unbrauchbar geworden sind, mit! Das Volum und die Zusammensetzung der roten Blutkörperchen
Ein Sozialdemokrat ent=
He der Ausscheidungsorgane nach außen. — Abgeschen müssen demnach durch die Wechselbezichungen sich beständig
kämpfung eines hartnäckigen
g handle, die gewiß ſcharfe
V den mechanischen Triebkräften, welche die Körperflüssig- ändern und diese Veränderungen zeigen sich im ganzen
ertige (!), worauf mit Recht
Mien durch Adern und Lymphgefäße treiben, wird die Zellensystem des Organismus.
Grundſatz auch andere Aus=
Megung der Nahrungssäfte durch die Gewebe und Zellen
der Sozialdemokratie weni=
Ein Regierungsvertreter er=
Aus der Gesunderhaltung und
duih Osmose bewirkt. Wenn zwei wässerige Lösungen
erkennung der bürgerlichen
1 Tendenz des Vorentwurfs
luſeiche Mengen von Molekülen enthalten, so kommt es Beweglichkeit des Blutes entspringt
ſe, freventliche Verſchuldung
seii zu einer Bewegung beider Flüssigkeiten durch die
n ſich nicht, ſo daß in erſte=
Lillnenden Membranen der Gewebe hindurch. Auf diese gesundes Leben, andererseits ist
verkennung der bürgerlichen
ie Kommiſſion vertagte ſich
nkenkaſſen. Wie
ver=
tſchen mediziniſchen Fakul=
1 Zweck einer Einigung im
werden.
g haben die auf die
braun=
wer engiiſchen Ftorte in Neuper die verſeytte Demonſtla= ergierung iſe berunnilich vereits ſeir lungerer Heir mie denſchweigiſche Thronfolge vezuglichen Ausführungen in der
nion im Piräus korrigiert, und man gibt Italien nicht Vorbereitungen zu einer Abänderung des Nahrungsmit= Rede des Reichskanzlers große Befriedigung erweckt und
undeutlich zu verſtehen, daß man auch mit ihm in telgeſetzes beſchäftigt. Den Anlaß hierzu gaben die zahl= man hofft, daß alle Beſtrebungen, die in letzter Zeit von
MMittelmeerangelegenheiten gehen will. Man kann alſo reichen widerſprechenden Gutachten von Sachverſtändigen, Hannover ausgegangen ſind, um die Braunſchweiger
ſagen, und die Mißſtimmung der franzöſiſchen Blätter auf die ſich die Gerichte bei ihren Entſcheidungen über die! Welfen gegen Preußen aufzuhetzen, nunmehr endgültig
gegenüber den engliſchen Höflichkeiten für den Dreibund Beſchaffenheit von Nahrungsmitteln ſtützen müſſen. Um fallen gelaſſen werden.
Landtagswahlen im Fürſtentum
bbeſtätigt dies, daß wir in bezug auf unſere Mittel=für dieſe Gutachten eine Unterlage zu ſchaffen, iſt vor
meerpolitik nicht mehr eingekreiſt ſind. Die glatten einer Reihe von Jahren unter Mitwirkung des Kaiſer= Reuß. Bei den Landtagswahlen im Fürſtentum Reuß
Vorteile der geſchaffenen Lage dürften die ſein, daß, falls lichen Geſundheitsamtes eine Vereinbarung zur einheit= j. L. wurden zum erſtonmal nach dem Pluralwahl=
Rußland nicht, trotz allem auf Frankreich allein lichen Unterſuchung und Beurteilung von Nahrungs= und ſyſtem gewählt: 9 Nationalliberale, 1 Konſervativer.
23.
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Zu den Einkäufen hadiana saan eink
bitte gefälligst dit
unreines Blut der Träger vieler der Galle, Niere und Blase, die annormale Funktion
der Nierentätigkeit führt zu Nierenleiden usw.
Krankheitsstoffe; denn das Blut ist Schließlich führt die Trägheit des Blutes zu Verkalkungen
der Arterien, zu Geschwüren und zum
das Leben, es bildet, nährt und
Schlagfluß.
beseelt alle Organe.
Alle diese durch verunreinigtes Blut hervorgerufenen
Dieser lebenswichtigen Aufgabe aber kann das Blut Erscheinungen sind meist Folgen der Lebensweise, wenn in
nur nachkommen, wenn seine Bestandteile, besonders die der Ernährung dem so wichtigen Nährstoffwechsel nicht die
Konfektkorb
mineralischen, in den richtigen Maßen gemischt sind, jede Aufmerksamkeit geschenkt wird, die er verdient, wenn also
mit Glaseinsatz 1.25 Mk.
Unstimmigkeit in der Zusammensetzung des Blutes führt zu dem Körper die zu seinem Aufbau und zu seiner Erhaltung
körperlichem Unbehagen und zu Krankheiten. Die Nährsalz- erforderlichen Mineralstoffe nicht ausgiebig genug zur
Ver=
mengen, der reich alkalischen Quellen liefern ein wichtiges fügung gestellt werden. — Dies kann seine Ursache in
Baumaterial für die Blut- und Gewebebildung. Die wichtigsten allzugroßem Genuß tierischer Nahrung haben, namentlich im
e
mineralischen Bestandteile hierfür sind: Natron, Call, Winter, in welchen Monaten die Fleischkost die Pflanzen-
Eisen, Magnesium, Kalk, Kieselsäure, nahrung sehr erheblich übersteigt oder wenn die aus mineral-
S.
Schwefel und Phosphor, In den Körperflüssigkeiten, 1 stoffarmen Boden hervorgegangene Pflanzennahrung die
besonders im Blute, finden sich vorzugsweise Natron- erforderliche Nährsalzmenge nicht aufweist, ferner durch das
verbindungen, welche die Kohlensäureausscheidungen aus dem Schwelgen im übermäßigen Genuß von Speise und Trank,
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Blute unterhalten. Natron macht das Blut leichtflüssig und Hier gibt die Natur in ihrer weisen Fürsorge von selbst als
rund
2.75 Mk.
alkalisch, sodaß es im Stoffwechsel seine verjüngende Energie Zugabe zur täglichen Nahrung das mineralhaltige Quellwasser,
voll entfalten kann. Eine hochwichtige Funktion fällt dem! dessen Auswahl naturgemäß die höchste
Eisen im Körperhaushalt zu. Mit den roten Blutkörperchen Beachtung geschenkt werden muß, denn
6.
kreisen einige Gramm Eisen im Körper, die den Sauerstoff nur im mineralischen Gehalt der Wässer
6
der eingeatmeten Luft in den Lungen an sich reißen und und in ihrer natürlichen Abfüllung liegt die
durch alle Organe tragen, wo er seine anregende Tätigkeit Nutzanwendung derselben für die Beschaffung des Ausgleiches
ausübt. Kalk bildet die mineralische Grundlage des Knochen- in der Blutentmischung und in der Beseitigung schlechter
gerüstes und der Zähne, eine wesentliche Erscheinung der! Säfte. — Wenn solche Quellen dann ausserdem noch, wie
V
Verarmung des Knochens an Kalksalzen zeigt sich bei Rachitis die Dunaris-Quelle in Daun, einen außer-
M
(englische Krankheit). Durch Zusatz von phosphorsaurer ordentlichen Lithiongehalt aufweisen, so gebührt
Ofenschirme
fein lackiert.
Bittererde (Magnesia) verstärkt die Natur die Festigkeit der diesen ein weiterer Vorzug, denn Lithion ist dazu berufen
von 1.25 bis 8.75 Mk.
Knochen. Schwefel findet sich im Bluteiweiß, in den Sehnen die Harnsäure, die Erzeugerin vieler Krankheiten, aus dem
und im Bindegewebe; Haarausfall nach schwerer Krankheit Blute zu entfernen und fernzuhalten. Ein planloses Vorgehen
beruht auf Mangel an Schwefel und Kieselsäure im Blute. oder Gleichgiltigkeit in der Auswahl der Mineralwässer wäre
22
Die letztere findet sich als Deckschicht unserer Haut, in den also völlig verfehlt und ein Versuch hier und da ein großer
Irrgarten. — Der große Einfluß, den die Gesundheitslehre
Nägeln und Haaren und in den Zellwandungen.
auf die Entwicklung der Mineralbrunnen-Industrie hatte,
Wenn dem Körper zu wenig Sauerstoff und zu wenig
2
Mineralstoffe zugeführt werden oder wenn das Blut ver- zeitigte Massenangebote, zumal an Tafelwässern, die durch
Sa
Steilspiegel, Celluloid,
minderte Alkalescenz besitzt, und wenn aus einer dieser Korrekturen (Ausscheidung von Eisen, Zusatz von Kohlensäure
von 65 Pf. bis 1.50 Mk. ems
Ursachen die im Körper zirkulierenden Nährstoffe nur un- durch welche Verfahren auch der Wert der übrigen Salze
genügend verbraucht werden, so führt dies zu in Mitleidenschaft gezogen wird) mit ihrer Ursprünglichkeit
einer Anhäufung von Harnsäure und ver. Wenig gemein haben. Sind nach Köppe diese Veränderungen
(4
der Mineralwässer gleichbedeutend mit der Vernichtung
der-
e Ze
wandter Stoffe im Blute. Die giftartis selben, so ergibt sich bei dem Studium der Analysen die
A.
e
wirkende Harnsäure macht das Blut Wertlegung darauf, ob die Wässer auch nach der Analyse,
AGg.
schwerflüssig, sie verlangsamt die Blutzirkulation und
also ohne nachträgliche Veränderungen zum Versand gebracht
führt schließlich, wenn das Blut hierdurch nicht mehr in die werden. — Es sind nur wenige
Gesundheits-
feinen Aderausläufer vordringen kann, zu Stockungen
6
und Heilwässer, die ihre hervorragende Stellung der
und Entzündungen, sogenannten Katarrhen, Höhe und Zusammensetzung ihrer mineralischen Bestandteile
Gespann
die sich einesteils auf die Schleimhäute der Nasé, und ihrer natürlichen Abfüllung verdanken.
Unter diesen
in großer Auswahl, von 95
des Kehlkopfes, auf Ohren, Augen, Magen
Wenigen ragt infolge ihres hohen Gehaltes die
und Darm erstrecken, und auch zu Entzündungen
der Bronchien, Blase usw. führen.
lst das Starkhaltige Dunaris-
Blut mit Harnsäure übersättigt, so bildet diese
zumeist an den Gelenken körnige Ausscheidungen, die als Natron-Lithion-Quelle
Fremdkörper Entzündungen hervorrufen und unter den Namen
zu Daun-Eifel
„Gicht und Rheuma” in mehr oder minder heftiger
Form auftreten. — In den Unterleibsorganen führt die durch weit hervor, da sie über einen in vereinten Mengen
die Harnsäure hervorgerufene Stockung des Blutes zu vorhandenen außerordentlichen Lithion- und
(28
Hämorrhoiden, Gallen- und Leberleiden,
Natrongehalt verfügt, neben einer reichlichen-Beis
Durch die Harnsäure entstehen Steinbildungen in mengung von doppelkohlensaurem Magnesiumg
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trren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Anterhaltunggblaft.
kammt ieder Annoncenrabatt in Wegfall.
der andern Behörden.
nach Bedarf beigefügt.
Funkilht über eine völlig ausreichende Menge an Beklemmung, Angstgefühle usw. werden zue
usv. Siistigen lebenswichtigen Salzen und meist durch die Heilung der Entstehungskrankheiten mit=
1913.
Kungeühr einen hohen Gehalt an elgener, beseitigt. Nebenbei besitzt Dunaris einen so
ausser=
he Reich aufgeſtellt, die jedoch
zumsd rlich gebundener Kohlensäure.
ordentlichen Wohlgeschmack, sodaß es als
ägt und infolgedeſſen für die
Dunaris ist die berufendste Mineralquelle, Gesundheitswasser, als Nährsalz- und Ge-
Von den beteiligten Kreiſen
fgerutenhüldem Aufbau des Körpers, seiner Gesunderhaltung und als nußmittel und auch als Erfrischungsgetränk,
che Feſtſetzung über die
Be=
wenn Weh mittel gegen alle schädlichen Einmischungen im Blute wo einmal eingeführt, unentbehrliche Dienste leistet.
der einzelnen Lebensmittel
Infolge des hohen Einflusses des Wassers auf die
Stoff-
nicht szwiernen oder hieraus resultierende Erkrankungen zu entfernen.
achtet worden, um die vor=
—tigen. Mit Rückſicht auf die
wechselvorgänge, auf die Nervenfunktion, auf die vitalen
vei à 1 Dunaris besitzt einen
kommenden Verhältniſſe er=
Erhatthiongehalt von . 0,02102 Gramm Kräfte des Blutes und die vitalen Prozesse überhaupt, dient
der an die einzelnen Lebens=
Dunaris der Erhaltung des Organismus in
ungen durch ein Geſetz nicht
zur ſamiſin einem
hohem Maße, es wirkt vorbeugend und führt
mehr empfehlen, hierfür die
Sche Mtrongehalt
3,07639 „
zur Heilung vieler Funktionsstörungen, die als
Stoff-
rdnungen zu wählen, die für
Klche
Für ſolche Verordnungen,
wechselstörungen, Störungen im Blut-
Iahüiter, der in vereinten Mengen unerreicht dasteht.
Plams
rat zu erlaſſen wären, fehlen
Mih Binswanger lösen 100 Teile kohlensaures Lithion 360 system, Katarrhen und Erkrankungen der
3 minen
Grundlagen. Das erſtrebte
Me Harnsäure, 100 Teile doppelkohlensaures Natron 50 Teile Schleimhäute und Atmungsorgane, Nieren-,
wenn in dem Reichsgeſetz
rung
Hünsäure. — Hieraus ergibt sich, daß Dunaris dle Blasen- und Steinleiden, wenn auch in
vor-
ingsmitteln dem Bundesrate
urch .
rde, derartige Verordnungen
Witgehendsten Fählgkeiten besitzt harn- geschrittenem Stadium, auftreten.
ud Trau
n nach wird der kommende
Süurelösend zu wirken. — Die etwa stockende
Dunaris ist ein diätetisches Heilmittel zus
elbst
Vorſchlag bringen.
kretion der Schleimdrüsen wird durch den Verjüngung des Blutes, ein ständiges
Kur-
lwass
kommiſſion zur Er=
OEuß des Wassers lebhaft angeregt, was zur Ver- gebrauchsmittel zur Verhütung vieler Krankheiten und
tialgerichtshofes
ver=
fllsigung und Lösung des zähen Schleimes und damit zur ein wirksamer Schutz gegen frühzeitiges
liberalen Antrag Dr. Junck,
rialgerichtshofes einem neu=
Mschwellung der katarrhalischen Schleim- Altern, dessen erste Symptone, das Ergrauen der Haare,
erichts übertragen will. Die=
Iu te führt.
meist auf die Einwirkung einer trägeren Blutzirkulation schließen
veitiger Regelung außerdem
Die als Ursache oder Begleiterscheinung vieler Krank- läßt.
argerichtsſachen im Rahmen
Rem auftretende Nervosität, Nervenerkrankung,
5 Reichsgerichts übernehmen
res zur Entlaſtung der übri=
Ausführliche Prospekte gratis und franko.
es Reichsgerichts dienen. Der
izamts wandte ſich gegen
tzten Kommiſſionsſitzung ihm
Vertretern des Reichsgerichts
ſich um eine reine Verwal=
Mikaren onne Derdisstorung
Beratung ließen die
verſchie=
beſondere auch das
Reichs=
bei: Gicht, Rheuma, Stoffwechselstörungen,
en Fall der Ablehnung von
itz des Kolonialgerichtshofes
Arterienverkalkung, Blutarmut, Bleich-
5 Reichsmarineamt hätte mit
t die Konſulargerichtsbarkeit
sucht, Hämorrhoiden, Katarrhen der
habe aber mit Rückſicht auf
darauf verzichtet. Die wirt=
Schleimhäute, der Atmungs- und
hous ſprächen mehr für
Ber=
r Kommiſſion iſt bis jetzt ein
Verdauungsorgane,
Säureüber-
mburgs zuungunſten Berlins
schuß, Störungeninden
Nieren-
miſſion des
Reichs=
lichen die Anträge auf
Ein=
funktionen und Harnorganen,
Paragraphen, der an Stelle
länden Gefängnisſtrafe und
Blasenleiden, Gallen- und
Ehrenrechte androht.
Ulliberalen will bei frevent=
Leberleiden, Gries- und
usforderung nur fakultative
n Ehrenrechte feſtſetzen und
n vielen Fällen keine beſon=
Steinbildungen
lung vorliege und man bei
der bürgerlichen Ehrenrechte
(Gallensteine)
er Richter zur Vermeidung
aragraphen nicht anwendet.
ertreter der Fortſchritlichen
usw.
eter dieſer Partei wies
dar=
kratiſchen Anträge eigentlich
ach Höhe, Art und Zusammensetzung der mineralischen Bestandteile ist
Ein Sozialdemokrat
ent=
kämpfung eines hartnäckigen
A handle, die gewiß ſcharfe
Junaris ein Souverän unter den
Ge-
fertige (!), worauf mit Recht
Grundſatz auch andere
Aus=
der Sozialdemokratie
weni=
sundheitswässern und ein Heil-
Ein Regierungsvertreier
er=
erkennung der bürgerlichen
Tendenz des Vorentwurfs
mittel von hoher Bedeutung.
ffe, freventliche Verſchuldung
n ſich nicht, ſo daß in
erſte=
berkennung der bürgerlichen
ie Kommiſion vertagte ſich
inkenkaſſen. Wie
ver=
tſchen mediziniſchen Fakul=
Zweck einer Einigung im
werden.
In Braunſchweig haben die auf die
braun=
der engliſchen Flötte in Neapel die verfehlte Demonſtra= regierung iſt bekanntlich bereits ſeit längerer Zeit mit den ſchweigiſche Thronfolge bezüglichen Ausführungen in der
tion im Piräus korrigiert, und man gibt Italien nicht Vorbereitungen zu einer Abänderung des Nahrungsmit= Rede des Reichskanzlers große Befriedigung erweckt und
undeutlich zu verſtehen, daß man auch mit ihm in telgeſetzes beſchäftigt. Den Anlaß hierzu gaben die zahl= man hofft, daß alle Beſtrebungen, die in letzter Zeit von
Mittelmeerangelegenheiten gehen will. Man kann alſo reichen widerſprechenden Eutachten von Sachverſtändigen, Hannover ausgegangen ſind, um die Braunſchweiger
ſagen, und die Mißſtimmung der franzöſiſchen Blätter auf die ſich die Gerichte bei ihren Entſcheidungen über die Welfen gegen Preußen aufzuhetzen, nunmehr endgültig
gegenüber den engliſchen Höflichkeiten für den Dreibund Beſchaffenheit von Nahrungsmitteln ſtützen müſſen. Um fallen gelaſſen werden.
beſtätigt dies, daß wir in bezug auf unſere Mittel=für dieſe Gutachten eine Unterlage zu ſchaffen, iſt vor
Landtagswahlen im Fürſtentum
meerpolitik nicht mehr eingekreiſt ſind. Die glatten einer Reihe von Jahren unter Mitwirkung des Kaiſer= Reuß. Bei den Landtagswahlen im Fürſtentum Reuß
Vorteile der geſchaffenen Lage dürften die ſein, daß, falls lichen Geſundheitsamtes eine Vereinbarung zur einheit= j. L. wurden zum erſtenmal nach dem Pluralwahl=
Rußland nicht, trotz allem auf Frankreich allein lichen Unterſuchung und Beurteilung von Nahrungs= und ſyſtem gewählt: 9 Nationalliberale. 1 Konſervativer.
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Ungebote
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Zu den Einkäufen ——
bitte gefälligst di
Wegen Raummangel können hier nur einige der uns in letzter Zeit nnaufgefordert zugegangene
Anerkennungsschreiben Platz finden:
Erbitte umgehend. . . Flaschen
Für die freundliche Uehen
Auf Empfehlung eines Kollegen
Vielleicht interessiert es Sie
zu erfahren, wie Ihrem fernsten bitte ich hierdurch höff. um Zu- Dünäris. — Es liegen schon sendung der Flaschen besien
Kurgast (Ostpreußen) des letzten sendung einer Probe Ihrer Quelle. mehrere Bestellungen von Aerzten dankend, teile ich Ihnen höfmil
vor und bitte ich daher nochmals daß dasselbe mir in jederm
Dr. med. M. . . . .
Sommers der Aufenthalt in Daun
sicht gefallen hat und daß ichen
um sofertige Zusendung.
bekommen ist. — Was de Nerven
W. B.
gerne empfehlen werde, möchl
betrifft, so habe ich mich ganz
Ihnen heute 50 Flaschen Au
schön erholt, wenn auch die
Die Du arisquelle bekommt
Privatgebrauche bestellen.
Wirkung der dortigen Bäder nicht mir vorzüglich. — Ich möchte das
Vor kurzem erhielt ich von
Dr. W. K. . . . .
die der Halbbäder erreichte, die Wasser deshalb auch tagsüber, Ihnen einige Flaschen Ihres
Was-
ich sonst mehrfach genommen wenn ich bei der Arbeit hin, als sers zugesandt. — Indem ich hier-
Konfektkorb
habe.
Ich finde Ihr Wasser im Vei=
Trinkwasser benutzen und er- für bestens danke, möchte ich=
Eine überraschende Wickung
mit Glaseinsatz 1.25 Mk.
aber hat die Dunaris-Onelſe auf suche Sie, mir 30 Flac en an nicht verfehlen meine Ueber- gleich mit manchen anderen,
meinen schwachen Magen aus. die Adresse: Physik. Institut der raschung über die Güte dieses mit künstlicher Kohlensäure
Universität in . . . . zu schicken. Wassers zum Ausdruck zu brin- setzt sind, hervorragend in
geübt. — Ich merkte schon dort,
gen. — ich werde nicht verfehlen, schmack und äußerst bekömmlich
Geheimrat H.
daß ich schon manches vertrug.
Dunaris meinen Patienten zu für Magenleidende und bitteich
was mir sonst Beschwerden
ver-
empfehlen.
Sie (folgt Bestellung).
ursachte, schob dies aber auf eine
Dr. R.
Dr. T. . . .
Die Sendung . . . . . Ich bitte
stopfende Wirkung des Wassers.
Nachdem dies aber ein halbes umngehend das Wasser zu senden,
Für die mir übersandte Probe
Jahr vorgehalten hat, kann ich da ich es wegen meiner gestörten
Von einem Bekannten aufdie
herzlichen Dank. Das Wasser ist Vorzüglichkeit Ihres Wassers auf
sagen, daß ich eine wesentliche Verdauung dringend bedarf.
dauernde Verbesserung der Ver- Ich habe es außerdem hier ver- ausgezeichnet, namentlich durch merksam gemacht, möchte
dauung erfahren habe, die neben ordnet, und da das Wasser hier seinen mäßigen Gehalt an natür- einen Versuch damit machen- ch
vielem Anderen dazu beitragen nicht zu erhalten war, habe ich licher Kohlensäure, wodurch es bitte daher . . . .
wird, daß ich Daun in angenehmer dem Heren Drogist . . . . heute den Därm nicht beiästigt. Der
Wand-Kaffeemühle Bro
27. 2. 13. Frau Wwe
Auftrag gegeben, dasselbe zu be- Natron- und Lithiongehalt macht
Erinnerung behalte. —
rund
2.75 Mk.
stellen und werde ich reichlichen es zu einem nützlichen Wasser,
16. 2. 1912.
Gebrauch davon machen, sobald das ich dauernd empfehlen werde.
L. Amtsgerichtsrat.
Ihr Mineralwasser ist vorzüg
es hier zu haben ist.
Nach meiner Reise folgt Bestellung. lich.
Dr. L.
Dr. M. . . . .
Dr. H.
2. 2. 1913.
Die erste Sendung Dunaris hat
bei mir ganz ausgezeichnet ge-
Durch Herrn Dr. L. . . .
Senden Sie gefl. umgehend
Ihr Wasser findet meinen voller
wirkt. — Ein größerer Gicht- hier wurde mir Ihr Wasser usw. . . . . Ich kann jetzt schon Beifall. Es wirkt beruhigend und
knoten am rechten Handgelenk empfohlen und soll ich dasselbe sagen, daß ich es beglückwünsche, wunderbar heilend auf Darm
ist nach dem Gebrauch von 30 längere Zeit trinken. — Ich bitte daß Daun mit seiner Quelle mehr Magen etc. Auch ist der Brunng
Flaschen, von denen meine Frau daher (folgt Bestellung).
an die Oeffentlichkeit trit, Ich von angenehmen Geschmack. 6s
noch mitgetrunken hat, vollständig
F. St. . . . .
halte sowohl das Wasser, das scheint, als wenn Sie hier no6
verschwunden. —
ich schon im Jahre 1906 an der weitere Liebhaber finden. Eins
V
P
Senden Sie mir wieder . . . .
Quelle getrunken habe, als die- Dame, die mit Gicht zu tun haf
25. 1. 1912.
Da ich auf Wunsch des Arztes selbe neu gefaßt wurde, als auch will das Wasser weiter trinken
Ofenschirme
O. K. Dunariswasser trinken soll, möchte 1 den Ort selbst für ganz hervor- Hoffentlich hilſt Dunaris auch i
fein lackiert.
ich Sie bitten, mir mitzuteilen etc. ragend und glaube, daß beide diesem Falle
von 1.25 bis 8.75 Mk.
eine Zukunft haben. — Ich emp-
F. von B.
M. M. . . ..
15. 3. 1915.
Hierdurch möchte ich Sie
fchle Sie, wo ich kann.
bitten, mir noch eine Probe Ihrer
Dr. H.
Quelle zu Versuchszwecken zu
Möchte Sie bitten mir ums
senden, Ich habe das Wasser
Sie hatten mir 30 Flaschen
Z
Beziehe seit einigen Wochen gehend 60 Flaschen
Dunaris=
wiederholt in meiner Praxis ver- Dunaris geliefert, die mir recht
ordnet, besonders bei Gicht und gute Dienste leisten, — Ich möchte Brunnenwasser von dort und da Quelle zu senden, habe dasselbe
Zuckerkrankheit und bin mit den daher den Brunnen weiter trinken mir dasselbe sehr gut bekommt, von einem Freund zur Probe
bisherigen Resultaten zufrieden. — und bitte um Zusendung weiterer beabsichtige ich demnächst auch halten und ist es mir sehr be
25. 2. 1912.
eine Badekur zu gebrauchen etc. kömmlich.
50 Flaschen.
Dr. B.
A. W.
F. H. . . . .
S. v. B. . . . .
29. 3. 1913.
Sa
Stellspiegel, Celluloid,
von 65 Pf. bis 1.50 Mk. em
Mit Preisen und Bezugsbedingungen stehen wir gerne zu Diensten.
eDunaris-Natron-Lithion-Quelle
Gespann
unmmnnnannanannenm DAUN-EIFE L neanenannuneneinanannunin
in großer Auswahl, von 95
e
Haupt-Niederlage:
Karl Bender,-Darmstadt
4
Elisabethenstr. No. 35 — Telephon: 1191
O
Dackel auf Räder
95 Pf.
Inter &or kucnfe Ludwigstrasse 12
2
Konsummarken
Rabattmarken
1. 6. Mtuchesecbe Holburhdruskerei, Darmstadt.
mal 0
ſeiren
hre Seiel
Ir. 1.90 Mk.
ſEriäcken
Oigen