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glanz-
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brauch,
ſch=
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176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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wärts nehmen die Poſtämter u. die
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werden angenommen in Darmſtadt,
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl, verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der wöchentlichen Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
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den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
„§ 296.
Freitag, den 5. Dezember.
1915.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten, verletzt worden iſt. Als „die andere Welt” charakteriſierte ſchaft erſuchen würde. Sollte ſich Dupuy außerſtande
er die Anſchauungen der Regierungsmänner, und als er ſehen, ein Miniſterium zu bilden, ſo würde Poincaré dem
dieſer Militärgewalt die bürgerliche entgegenſtellte, fielen Senator Doumergue die Neubildung des
Miniſte=
die Parteiſchranken. Es war ein hiſtoriſcher Moment,
Das Wichtigſte vom Tage.
als das tief ergriffene Haus dem Redner immer neue riums anvertrauen. Nur falls auch dieſe Kombination
Ovationen, ſogar durch das bei uns nicht gewohnte ſcheitern ſollte, würde ſich der Präſident der Republik
Die Stadtverordneten=Verſammlung gab Händeklatſchen darbrachte, und nur das ſchüchterne Häuf= darin ſchicken, Caillaux zu berufen.
geſtern ihre Zuſtimmung zur Hergabe eines lein Konſervativer auf der äußerſten Rechten ſchloß ſich
Die gemäßigten und die konſervativen Kreiſe be=
Baugeländes für den Neubau der Re= von den Kundgebungen aus.
formationskirche auf dem Anlagengelände zwi=
Die Berliner Neueſten Nachrichten er= kämpfen ſchärfſtens die Möglichkeit eines Miniſteriums
ſchen Wald= und Eliſabethenſtraße.
klären: Wir haben in der Zaberner Debatte im Reichs= Caillaux. Sie weiſen darauf hin, daß dasſelbe entſpre=
Der Reichstag beendete geſtern nach einer aber= tage Sturmſzenen erlebt, die ſich von dem Verhandlungs= chend den radikalen Beſchlüſſen von Pau es als eine
ſei=
maligen Rede des Reichskanzlers die Be= modus gewiſſer ſittlich erregter Völker nur noch dadurch ner erſten Aufgaben anſehen müſſe, die dreijährige
Dienſt=
ſprechung der Vorfälle in Zabern. Zum unterſcheiden, daß es nicht auch ſchon zu Tätlichkeiten kam.
Schluß wurde über das Mißtrauensvotum ab= Der Kriegsminiſter hat das rechte Gefühl gehabt, daß er zeit abzuſchaffen. Welche Wirkung ein Miniſterium
geſtimmt. Für den Antrag ſtimmten 293, gegen den An= vorm Feinde ſtand, deshalb hat er dem Feinde auch nichts Caillaux ausüben müßte, gehe aus dem geſtrigen Sturz
trag 54 Abgeordnete 4 enthielten ſich der Abſtimmung, erſpart. Wie Peitſchenhiebe ſauſte ſeine gute Rede auf des Rentenkurſes hervor. — In der Preſſe und in den
Der Antrag iſt ſomit angenommen.
die Sozialdemokratie. Der Reichskanzler hat ſo außer= Wandelgängen des Palais Bourbon wird auch von der
ordentlich verſagt, daß uns die Sorge, dieſen Händen die
Der Reichskanzler begab ſich geſtern abend zum Geſamtintereſſen unſeres ſtolzen Volkes anvertraut zu Auflöſung der Kammer geſprochen als dem ge=
Vortrag beim Kaiſer nach Donaueſchingen. wiſſen, keine ruhige Stunde mehr läßt Wir erwarten von eignetſten Mittel, den Schwierigkeiten der Lage ein Ende
Der Statthalter von Elſaß=Lothringen, Graf von Wedel, den nationalen Parteien —— ob der Reichskanzler nun ein zu bereiten. Dieſer Anſicht gibt auch der Deputierte Joſef
und der kommandierende General des 15. Armeekorps, Mißtrauensvotum erhält oder nicht —, daß ſie bei der Reinach im Figaro Ausdruck, der zugleich erklärt, daß die
von Deimling, ſind dorthin befohlen worden.
gelegentlichen Beſprechung des Etats das Ihrige tun wer=
Die Zuſtimmungserklärungen der Großmächte zur An= den. Daß wir uns dem Ende eines unwürdigen und un= Auflöſung nur im Einvernehmen mit der Kammer ſelbſt
wartſchaft des Prinzen Wilhelm von Wied auf möglichen Zuſtandes nähern, ſcheint uns gewiß. Möge erfolgen dürfte, und zwar nicht unter einem
Kampfmini=
den albaniſchen Thron ſind nunmehr vollſtändig nur nichts verſäumt werden, dieſes Ende zu beſchleuni= ſterium, ſondern unter einer Regierung, welche alle
Grup=
in Berlin abgegeben worden und werden zur Kenntnis gen zur Erlöſung der Nation.
Die Poſt und die pen der republikaniſchen Mehrheit umfaſſen und die voll=
Kreuzzeitung treten auf die Seite des Kanzlers.
des Prinzen gebracht werden.
Die Kreuzzeitung ſagt: Die Rede des Kanzlers war er= ſtändige Freiheit der Neuwahlen verbürgen müßte. Im=
Der Ausſchuß für die Errichtung eines Walder= freulich und wird hoffentlich zur Klärung und
Beruhi=
merhin ſcheine die Idee einer Kammerauflöſung nur
we=
ſee=Denkmals in Hannover beſchloß geſtern, gung beitragen; deshalb hätte ſie ſchon lange kommen nig ernſte Anhänger zu haben.
die Ausführung des Denkmals Profeſſor ſollen. Von entſcheidender Bedeutung war, daß der
Hötger=Darmſtadt zu übertragen.
Kanzler den Notſtand des Militärs anerkannte und nicht
Bei einem Hotelbrand in Boſton ſind über 30 nur das Recht, ſondern auch die Pflicht habe, ſich gegen
Deutſches Reich.
Perſonen in den Flammen umgekommen, direkte Angriffe zu ſchützen. Er hat zum Schluß ſeiner
Rede die Worte ausgeſprochen, daß das Zuſammenwirken
Aus den Reichstagskommiſſionen.
von Militär= und Zivilbehörden nur gut ſein könnte. Aber Die Reichstagskommiſſion zur Vorberatung des Geſetz=
Tageskalender zur Geſchichte der
wird man auf ein ſolches Zuſammenwirken rechnen kön= entwurfs über die Errichtung eines Kolonialgerichtshofes
Befreiungskriege.
nen, wenn die Zivilbehörde für die Lebensbedingungen
5. Dezember 1813: 30 000 Schweden und Ruſſen unter dem der Armee ſo wenig Verſtändnis zeigt, wie in dem Ver= trat am Mittwoch zuſammen und beſchloß, zwei Leſungen
abzuhalten und zunächſt eine Generaldebatte
durchzufüh=
ſchwediſchen Kronprinzen vertreiben die däniſche Be= halten der Straßburger Regierung zutage getreten iſt?
Das Zentralorgan der Sozialdemokratie wählt die ren. Von nationalliberaler Seite wurde angeregt, daß
ſatzung Lübecks.
ſtärkſten Ausdrücke, die ſich denken laſſen.
das Reichsjuſtizamt mit dem Reichsgericht Fühlung neh=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8 und 9.
Ueber das Auftreten des Kriegsminiſters
v. Falkenhayn wird der Frankf. Ztg. aus Berlin ge= men möge über die Frage, ob die Kolonialgerichtsbarkeit
ſchrieben: Schlank, ſchnell, ſchneidig ging er zur Redner= dem Reichsgericht angegliedert werden könne. Der
Staats=
tribüne und wenn er auch verſicherte, daß er ſich den An= ſekretär des Reichsjuſtizamts machte gegen die Angliede=
Dreßſtimmen zu der Zaberner ſchauungen des Herrn Reichskanzlers anſchließe, ſo hörte rung an das Reichsgericht erhebliche Bedenken geltend
man mit wachſendem Staunen doch eine Rede die, wenn
auch nicht in allen Sätzen durch ihren Gedankengang, ſo und verwies darauf, daß die Frage, ob das Reichsgericht
Anterwelalion.
doch faſt in allen durch den Ton, in dem ſie gehalten dazu geeignet ſei, ſchon 1909 und 1910 eingehend und un=
* Die Wackesaffäre hat dem Reichskanzler gleich der
wurde und durch die Wahl der Ausdrücke wie ein mili= ter gebührender Rückſicht auf das Reichsgericht geprüft,
Polenaffäre einen Mißbilligungsantrag eingebracht, den täriſches Pronunziamento wirkte. Nicht ein lokales Er=aber verneint worden ſei. Der Staatsſekretär des
Reichs=
er mit der ihm eigenen philoſophiſchen Ruhe hinnehmen eignis wie der Reichskanzler ſieht dieſer Kriegsminiſter
wird, und die Sozialdemokratie hat ihren erwünſchten in den Vorgängen von Zabern, ſondern einen allgemeinen kolonialamts ſchloß ſich dieſer Auffaſſung an. Des wei=
Verſuch, durch Preſſetreibereien, durch Aufläufe und durch teren wünſchte die Kommiſſion noch Material über den
Agitationsſtoff. Nicht ohne Grund iſt aus der „läppi= ſyſtematiſche Beſchimpfung des Militärs einen ungeſetz= bisherigen Umfang kolonialer Streitfälle, worauf ſie ſich
ſchen Geſchichte” eine Staatsaktion gemacht worden, und lichen Einfluß auf die Entſcheidungen der zuſtändigen Be= auf nächſten Mittwoch vertagte. — Die
Reichstagskommiſ=
der tertius gaudkens iſt jetzt unſer Nachbar im Weſten. hörde zu gewinnen, mit anderen Worten den Verſuch, die
Die Reden, die im Reichstage von der extremen Linken Entfernung des Leutnants und des Oberſten zu erzwin= ſion zur Vorberatung des Spionagegeſetzes trat
gen: „Wir werden vor lärmenden Tumultuanten und hetze= noch nicht in die Einzelberatung der Vorlage ein,
gehalten worden ſind, ſind geeignet, das Anſehen unſeres riſchen Preßorganen nicht zurückweichen” rief er von to= ſondern beſchränkte ſich auf die Vorfrage der Beſchaſfung
Heeres weit mehr herabzuſetzen, als es die Wackesaffäre ſendem Lärm unterbrochen, in den Saal. Es ſchien, als weiteren Materials. Es wurden ſtatiſtiſche
Nachweiſun=
je vermocht hätte. Bedauerlich iſt auch, daß unter dem ob die Sozialdemokratie ihn überhaupt nicht mehr zu
ſicheren Schutze der Immunität außerhalb des Reichstages Worte kommen laſſen wollte. Schimpfworte wurden ihm gen gefordert über die auf Grund des Geſetzes vom 3. Juli
zugerufen; bisweilen ſah man — hören konnte man es in 1893 erfolgten Verurteilungen und die Höhe der Strafen,
ſtehende Leute wieder beſchimpft worden ſind, was nur dem Lärm nicht —, daß der Präſident einſchritt und Ord= ſowie über die Anzahl der Fälle, in denen eine Einſtellung
auf eine ſchlechte Erziehung der Redner ſchließen läßt. nungsrufe erteilte. Der Miniſter ſtand aber in dieſem des Verfahrens oder Freiſprechung erſolgte, ferner über
Denn Schimpfworte beweiſen nichts und fallen auf den Lärm ruhig an ſeinem Platze und als er ſich wieder ver= die Zahl der Begnadigungen. Weiter wurde um
Aus=
zurück, der ſie gebraucht Der Mittwoch war ein dies ater ſtändlich machen konnte, erklärte er, er werde den Satz —
es war der, der den Lärm verurſacht hatte — noch einmal kunft gebeten, über die Beſchlüſſe der allgemeinen
Straf=
in der Geſchichte des Reichstags.
wiederholen und er wiederholte ihn. Gute Nerven hat rechtskommiſſion zur Frage des Verrats militäriſcher Ge=
Die Blätter beurteilen die Affäre je nach ihrem Par= dieſer General. und dazu eine Kommandoſtimme, die auch heimniſſe. Vom Regierungstiſch wurde die Beſchaffung
durch dieſe Lärmſzenen nicht zu töten war. Und wenn
teiſtandpunkte.
des Materials bis Weihnachten in Ausſicht geſtellt. Die
Die Voſſiſche Zeitung ſchreibt: Ob ſich Herr man auch einzelne Gedankengänge, z. B. den, daß die
von Bethmann ſchon eine Vorſtellung von den Wegen ge= Ehre ein unentbehrliches Gut für den Soldaten und die nächſte Sitzung findet Mittwoch, den 14. Januar 1914,
macht hat, die einzuſchlagen ſind, um den unabwendbaren geſamte Armee ſei, daß es gelten müſſe: Lieber tot als ſtatt.
Schaden gut zu machen, den die letzten Ereigniſſe und die beſchimpftl. verſtehen und billigen kann — die Form, in
— Die Beſoldungsnovelle, die der Reichs=
Reden vom Bundesratstiſche angerichtet haben? Noch die er ſie kleidete, waren ſo herausfordernd wie nur irgend
niemals war er von bedauerlicherer Hilfloſigkeit und Un= möglich. Von ſolchem Tumult umtoſt, wie heute derſchatzſekretär am Dienstag im Reichstage angekündigt hat,
zulänglichkeit wie geſtern Er war, wie er ſich ausdrückte, Kriegsminiſter, hat noch nie ein Vertreter der Verbünde= wird dem Reichstage vorausſichtlich Ende Januar
zu=
objektiv, aber er ſtützte ſich auf die Berichte des General= ten Regierungen am Rednerpult des Reichstages geſtan= gehen. In dieſer Novelle werden vor allem die Bezüge
der Deckoffiziere der Marine und einzelner Klaſſen von
kommandos, ohne von dem Bericht des Statthalters zu den. Ihn ſchien es nicht anzufechten.
Eiſenbahnbeamten in den Reichslanden einer
Neurege=
erzählen. Er hatte einen bürgerlichen Rock angelegt; er
hätte die Dragoneruniform anziehen ſollen. — Im
Ber=
lung unterzogen werden. Zurzeit finden zwiſchen dem
liner Lokalanzeiger heißt es: Von dem Reichs=
Reichsſchatzamt und dem preußiſchen Finanzminiſterium
Die Kabinettskriſis in
kanzler erwarten wir, daß er, frei von jeder Einſeitig=
Verhandlungen über dieſe Novelle ſtatt, da auch Preußen
keit, beruhigende Worte über das Geſchehene ſagen ſollte.
Frankreich.
beabſichtigt, die Bezüge einzelner Beamtenkategorien, na=
Der Reichstag hat nicht die Ueberzeugung gewonnen, daß
aus den Reihen der jetzigen Regierung der Mann er=
* Aus den mannigfachen Gerüchten, die in parla=mentlich in der preußiſchen Eiſenbahnverwaltung,
aufzu=
ſtehen werde der die notwendigen Gaben zur Löſung der
beſſern.
mentariſchen Kreiſen über die Miniſterkriſe
elſäſſiſchen Frage in ſich vereinigt. — Die Berliner
Anträge im Reichstag. Dem Reichstag
Morgenpoſt ſchreibt: Nicht ein fridericianiſcher oder umlaufen, geht nur das eine mit ziemlicher Sicherheit
her=
joſefiniſcher Abſolutismus bedroht uns, ſondern der nackte vor, daß die Löſung der Kriſe bis Donnerstag früh kei= ſind folgende drei Anträge Baſſermann=Schiffer (Magde=
Säbelabfolutismus, wenngleich dem Reichskanzler auch nerlei Fortſchritte gemacht hatte. Allgemein wird betont, burg) zugegangen:
der Reichstag verſagen würde.
Das Berliner daß die Frage der Kabinettsbildung diesmal dem Präſi=
1. Der Reichstag wolle beſchließen, den Reichskanzler
Tageblatt ſagt: Der Reichskanzler kaum minder als
der (Kriegsminiſter haben nicht bloß eine Schlacht ver=denten der Republik eine ganz ungewöhnlich heikle Auf= um Vorlegung eines Geſetzentwurfs zum Soutze des
loten, ſondern ſie haben, indem ſie vor dem Säbelrege=gabe bietet. Es heißt, daß der Kammerpräſident Des=Wahlgeheimniſſes gegen amtliche und private
Nachforſchun=
ment zurückwichen oder ſich gar mit ihm idenliſizierten,chanel die ihm von Poincaré angebotene Miniſterpräſi= gen über die Ausübung des auf Geſetz bernhenden
gehei=
men Wahlrechts zu erſuchen. 2. Den Reichskanzler zu
er=
dem Kulturanſehen des deutſchen Volkes einen ſchweren
Schlag verſetzt. Herr Fehrenbach vom Zentrum iſt einer dentſchaft abgelehnt habe. Poincaré werde ſich deshalb ſuchen, das Reichsrecht daraufhin einer Durchſicht zu
un=
der beſten Redner des Reichstags, ſo glänzend war aber an den Senator Jean Dupuy wenden, der auch bereits terziehen, ob nicht vorbehaftlich und vor umfaſſender
nicht die agitatoriſche Ausnützung einer günſtigen Redner=Beſprechungen mit dem Präſidenten und den Berich= Neugeſtaltung größerer Rechtsgebiete Verbeſſerungen
ein=
poſition, ſondern ſie war der ehrliche Ausdruck einer tief= erſtattern des Budgetausſchuſſes, Cochery und Nou= zelner Teile und Beſtimmungen, die von beſonderer
Dring=
lichkeit ſind, vorzunehmen wären. Hierbei ſind
insbeſon=
gehenden Ueberzeugung von hohem Werte, ein geſundes
Ehrgefühl mit einem Volke, das in Zabern vom Militärlens, gehabt habe, und Caillaux um die Mitarbeiter= deren folgende Punkte ins Auge zu faſſen: a) Behand=,
Nummer 296.
Darmſtädter Tagblalt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
Seite 2.
Johames Rulmann aus Robheim v. d. Höhe füh
Eentat
lung von Geiſteskranen im Zivlproges und in Straf.
recht; b) Schutz der Ehre in materiellrechtlicher und pro=
Eiſenbahnerſtreik. Unter den Lokomotivfüh= dieſe Stelle.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde die Lehrerin
zeßrechtlicher Beziehung; e) der Schutz der Gläubiger
ge=
gen böswillige Schuldner; d) die Einrichtung der Mobi= rern im Walliſer Teile der Great Weſtern=Eiſenbahn iſt an der Volksſchule zu Pfungſtadt, Kreis Darmſtadt
liarhypothek mit Zwangseintragung; e) Einſchränkung ein Streik ausgebrochen, der ſich auszudehnen droht. DieChriſtine Becker bis zur Wiederherſtellung ihrer Ges
der Eidesleiſtungen; k) Beſchleunigung des Verfahrens im Urſache bildet die Entlaſſung eines Lokomotivführers, der ſundheit.
* Ernanut wurden die Finanzreferendare Eduard
Zivilprozeß und im Strafprozeß; a) Ausdehnung der ſich weigerte, einen Güterzug zu führen, weil er mit Gü=Blankenhorn aus Worms und Dr. Ludwig Zöckler
ſchöffengerichtlichen Zuſtändigkeit; h) Einſchränkung des
Zulaſſung der tern aus Dublin beladen war. Der Zugdienſt in Süd= aus Gießen zu Finanzaſſeſſoren.
Legalitätsprinzips im Strafprozeß; i)
Erledigt iſt in Friedberg — Stadtteill
Volksſchullehrer als Schöffen und Geſchworene; 1). reli= wales iſt in der Auflöſung begriffen, beſonders der
Güter=
giöſe Erziehung der Kinder aus Miſchehen. 3. Der Reichs= verkehr. Es wird erwartet, daß der Güterverkehr in Fauerbach — eine mit einem evangeliſchen Lehrer zu
tag wolle beſchließen, dem Geſetzentwurf ſeine Zuſtim= Swanſea und in den Docks von Swanſea eingeſtellt wird. beſetzende Lehrerſtelle.
mung zu erteilen, durch welchen in Form eines Geſetzes
Strafkammer I. In der geſtrigen Verhandlung
wegen Beſchleunigung und Vereinheitlichung der Rechts= Der Geſchäftsverkehr des Cardiffer Kohlenmarktes in Car= der Strafkammer wurde die Berufung des Kaufmanns
pflege u. a. folgendes verordnet wird: Wenn in einem diff iſt zum Stillſtand gekommen. Der Eiſenbahnerver=Wilhelm Heſel von Burgſteinfurth verworfen. E
gerichtlichen auf Reichsrecht beruhenden Verfahren ein band tut ſein möglichſtes, um einen Streik zu verhindern. hatte ſich bei verſchiedenen Leuten nacheinander einlogier
erhebliches öffentliches oder privates Intereſſe an der
ohne irgendwo etwas zu bezahlen. Als er abermals ohne
ſchleunigen Herbeiführung einer endgültigen Entſcheidung
Zahlung verſchwand, erſtattdte der Logiswirt (Anzeige
Spanien.
einer zweifelhaften Rechtsfrage beſteht, kann beantragt
wegen Betrugs, da Heſel ihn und ſeine Frau unter
Die Gebrüder Mannesmann. Die Zeitung
werden, die Entſcheidung derjenigen Stelle zu überweiſen,
falſchen Vorſpiegelungen angepumpt hatte. Das
Schöffen=
die bei der Erſchöpfung aller zuläſſigen Rechtsmittel als Hoy veröffentlicht eine ausführliche Darlegung der Ge=gericht hatte ihn deswegen zu 30 Mark Geldſtrafe
letzte Inſtanz in Betracht kommen würde. Dem Antrag brüder Mannesmann. Dieſe verfolgt, wie es in der Ein=verurteilt die jetzt beſtätigt wurde. — Vom Verlag
darf nur ſtattgegeben werden, wenn ſämtliche
Prozeßbe=
teiligte damit einverſtanden ſind und diejenigen Tatſachen leitung heißt, den Zweck, mit den phantaſtiſchen Legenden Carminer in Berlin wurden hier in Darmſtadt durch den
Inhaber, Leo Raphael, für eine Reklameſache Teill
als unſtreitig anerkennen, die für die zu entſcheidende aufzuräumen, die bezüglich der ſpaniſchen Zone ſich um, nehmer geworben, und zwar ſollte ein Notenblatt grats
Rechtsfrage erheblich ſind.
ihre angebliche Einmiſchung in die marokkaniſche Frage den Kunden überreicht werden, auf dem Anzeigen aufdes
— Wahlprüfung. Im Reichstag iſt der Antrag gebildet haben. In dieſer Abſicht zählt die Darlegung nommen waren. Es fanden ſich auch acht hieſige Kaufleute,
der Wahlprüfungskommiſſion eingegangen, die Wahl des Einzelheiten und Betrachtungen auf über die Rolle, welche die ſich teilweiſe für 120 Mark verpflichteten, wofür ihnen
Abgeordneten Dr. Werner=Gießen (1. heſſiſcher Wahlkreis) die Gebrüder Mannesmann in Marokko geſpielt haben dann etwa 200 Notenblätter zur Verteilung zugehen ſolls
ten. Zur Ankündigung der Notenblätterverteilung wollte
für gültig zu erklären.
und noch ſpielen, ſowie über ihren Einfluß bei den Ma=der Angeklagte eine größere Anzeige in den Tagesblättern
— Deutſchlands Beteiligung an der rokkanern. Schließlich äußert ſich die Darlegung über die veröffentlichen. Die Notenblätter wurden veröffentlicht
Ausſtellung in San Franzisko. Dem Reichs= Mittel, um den Frieden zu ſchließen, ſowie über die Be= aber die verſprochenen großen Anzeigen in den
Tagesblat=
tern erſchienen nicht, ſondern nur eine kleine Anzeige im
tag iſt ein von 242 Abgeordneten unterzeichneter Antrag dingungen, unter denen dies möglich iſt.
Tagblatt. Die acht Kaufleute ſtellten deshalb Strafantrag
Baſſermann, Paaſche, Ebert, Haaſe, Krings, Gothein und
Ueber ſeine Stellungnahme zu den Darlegungen der wegen Betrugs, da auch die ſonſtigen Angaben
Heckſcher zugegangen, wonach durch einen dritten Nach= Gebrüder Mannesmann in der Zeitung Hoy befragt, hat nicht richtig geweſen ſein ſollen. So war das Unternehmen
tragsetat 500 000 Mark als erſte Rate eines Beitrags zu der Miniſter des Innern geantwortet, daß er ſeine Befug=nicht, wie Raphael behauptete, neu, ſondern vor 5 Jahreil
den Koſten der deutſchen Ausſtellung in San Franzisko niſſe niemanden übertrage und hinzugefügt, Spanien ſchon einmal in Darmſtadt eingeführt. Das
Schöffen=
gericht hatte auf 6 Wochen Gefängnis erkannt
1915 eingeſtellt werden ſollen. Der Ausgleich im Etat ſoll werde es ſchon ſo einzurichten wiſſen, daß ihm die eigenen Die Strafkammer ſprach den Angeklagten frei
durch Erhöhung des Einnahmepoſtens aus der Zigaretten= Mittel genügen.
— Vom Hoftheater. Heute wird Eugen d’Alberts
ſteuer um 500000 Mark geſchaffen werden. — Der Ham=
Tanger. Während des letzten Miniſterrats ſetzte Muſikdrama „Tiefland” im D=Abonnemenſ zur Al
burger Bürgerſchaft iſt ein von 93 Mitgliedern unterzeich= der Miniſter des Aeußern ſeine Kollegen von ſeinen führung gelangen. In den Hauptpartien des Werkes
neter Antrag zugegangen, der an den Senat das Erſuchen augenblicklichen Studien über das Statut von Tanger und das zum erſten Male in dieſer Spielzeit in Szene
geht=
ſind beſchäftigt die Damen Callwey, Schaub, Liſchfe
richten will, im Bundesrat dafür einzutreten, daß dem den raſcheſten Bau der Eiſenbahn Tanger=Fez in Kennt= Riethof und Beling=Schäfer, ſowie die Herren Weber,
deutſchen Ausſchuß für die Weltausſtellung in San Fran= nis. Nachdem der Miniſterrat die Lage in der ſpaniſchen! Marx vom Hoftheater in Mannheim für den beurlaubten
zisko 1915 von reichswegen jede Erleichterung und Förde= Zone von Marokko geprüft hatte, drückte er ſeine Genug= Herrn Kammerſänger Stephani, Semper Becker und
rung gewährt werde, eventuell die Beteiligung Hamburgs tuung über die Art aus, mit der General Marina vor= Bernhardt. Der Beginn der Vorſtellung iſt auf 7½ Uhr
an der Weltausſtellung durch Ausſtellung ſtaatlicher Ein= gehe. Der Miniſterrat beſchloß ſodann, den General Ma= angeſetzt. Am Samstag wird Alexander Moiſſi
ſein einmaliges Gaſtſpiel am Hoftheater in der hier von
richtungen in Erwägung zu ziehen.
rina wiſſen zu laſſen, wie wünſchenswert es wäre, daß er, ihm noch nicht zur Darſtellung gebrachten Rolle des
ſobald er abkömmlich ſei, nach Madrid käme, um der Re= Romeo” in „Romeo und Julia” abſolvieren. An dieſem
Abend iſt das Abonnement aufgehoben. Das Werk,
gierung die Aufklärungen zu geben, die ſie brauche.
Ausland.
das hier lange nicht mehr aufgeführt wurde, iſt ſzeniſch
und dekorativ neu geſtaltet worden. Die Leitung hat
Frankreich.
Rußland.
Regiſſeur Baumeiſter. In den Hauptrollen ſind Neun
Die Tripolitaner in Tunis. Nach einer
Die Budgetkommiſſion der Reichsduma beſetzungen aufzuweiſen. Der Vorverkauf wird täglich
offiziöſen Mitteilung bieten die italieniſch=franzöſiſchen brachte Anträge ein, die Vertreter Rußlands im Auslande an der Hoftheater=Tageskaſſe und im Verkehrebureaut
fortgeſetzte Am Sonntag nachmittag wird als Volks=
Verhandlungen über die Stellung der in Tunis lebenden ſollten Maßregeln ergreifen gegen die Ausbeuter ruſſiſcher vorſtellung zu ermäßigten Preiſen Goethes „Egmont”
Tripolitaner ernſte Schwierigkeiten. Die italieniſche Re= Arbeiter im Auslande durch fremde Agenten, ferner, die in Szene gehen. Der Vorverkauf für dieſe Vorſtellung
gierung verlangt u. a., daß das Abkommen von 1896, wo= Regierung ſolle Vorſorge treffen zur Unterdrückung un= findet bis zum Samstag einſchließlich im
Verkehrs=
bureau ſtatt. Am Sonntag abend wird unter Leitung
nach die Italiener den franzöſiſchen und nicht den muſel= geſetzlicher Einwanderung in Rußland.
von Geheimerat de Haan und Regiſſeur Nowack Engele
maniſchen Gerichten unterſtehen, nunmehr auch auf die
bert Humperdincks Märchenoper „Königskindert
Tripolitaner angewendet werde. Die franzöſiſche
Regie=
zum erſten Male in dieſer Spielzeit zur Aufführung
Stadt und Land.
rung dagegen ſteht auf dem Standpunkt, daß dieſes
Ab=
gelangen.
Praktiſche Meiſterkurſe für Handwerksmeiſter und
kommen keineswegs auf jene Muſelmanen erſtreckt werden
Darmſtadt, 5. Dezember.
Geſellen. Im Monat Januar kommenden Jahres werden
könne, die in den Gebietsteilen wohnen, die 16 Jahre ſpä=
* Vom Hofe. Die Fürſtin zu Solms=Lich von Großh. Zentralſtelle für die Gewerbe in Darmſtadt,
ter von Italien annektiert worden ſeien. Das Echo de iſt Mittwoch mittags 12,14 Uhr abgereiſt. Prinz Viktor ſofern ſich eine ausreichende Anzahl Teilnehmer einfindet,
Paris erklärt, daß, falls Italien auf ſeinen Forderungen zu Erbach=Schönberg nahm an der Frühſtücks= eine Anzahl Meiſterkurſe abgehalten, in denen
Handwer=
tafel im Neuen Palais teil. Die Fürſtin zu Iſen= kern eine günſtige Gelegenheit zur weiteren Ausbildung
beharre, die öffentliche Meinung Frankreichs und zweifel=burg=Birſtein iſt nachmittags 4 Uhr zum Beſuch in ihrem Berufe gegeben iſt. In dem Meiſterkurſus für
los auch die franzöſiſche Regierung die Kündigung des im Neuen Palais eingetroffen. (Darmſt. Ztg.)
Schneider wird vor allem das Maßnehmen und das
Abkommens von 1896 vorziehen würden.
* Ordensverleihungen. Das Ehrenzeichen für Grundmodell=Zeichnen gelehrt, in einem Kurſus für Ma=
Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen! ler Lackierer und Weißbinder wird Anleitung im Hols
Belgien.
durch Entſchließung Sr. Königl. Hoheit des Groß= und Marmormalen nach der Natur und in ſtiliſierten
Liberale und Sozialdemokraten. Viel herzogs an Friedrich Jöckel I. in Grünberg.
Weiſe gelehrt. Technikern und Bauhandwerkern können
Der Badeanſtaltsbeſitzer Franz Joſeph Schell in die Kurſe in ſtatiſcher Berechnung von Baukonſtruktio=
Beachtung findet ein Artikel des liberalen Führers und
Mainz hat am 22. September d. Js. einen Knaben vom nen und einfacheren Eiſenbetonkonſtruktionen emppfohlen
Abgeordneten Hymans, der anzudeuten ſcheint, daß die Tode des Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür werden. Insbeſondere für Dekorationsmaler, aber auch
Liberalen immer weniger Luſt bezeigen, das Wahlbünd= iſt ihm von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog für Weißbinder, wird ein Fachkurſus abgehalten, in dem
nis mit den Sozialiſten zu erneuern. Dieſe letzteren haben eine zweite Spange mit der Jahreszahl 1913 zu der in den verſchiedenen Techniken, wie Bemalung von
Wand=
ſich nunmehr förmlich mit der Frage des parlamentariſchen bereits 1893 verliehenen und 1911 mit der erſten Spange und Deckenflächen, Holzteilen, Möbeln, ſodann auch in
verſehenen Rettungsmedaille verliehen worden.
Pinſeltechniken, ferner im Patinieren unterrichtet wird,
Ausſtands beſchäftigt und einen Beſchluß dahin gefaßt,
* Beſtätigt wurde der von dem Herrn Fürſten zu iedoch erſtrecken ſich die Unterweiſungen auch auf
Kalku=
die politiſche Arbeit tatſächlich einzuſtellen, ſofern die ge=i Yſenburg und Büdingen auf die erledigte erſte Lehrer= lieren, Materialienlehre, Herſtellung der venötigten
Far=
ſamte Oppoſition mitmacht, und zwar ſo lange, bis die ſtelle an der Volksſchule zu Vonhauſen, im Kreiſe benmiſchungen und Bindemittel. Die Anmeldungen zu
Regierung in eine Aenderung des Wahlrechts für die Kam= Büdingen präſentierte Schulamtsaſpirant Wilhelm Kutt dieſen Kurſen haben baldigſt bei Großh. Zentralſtelle für
mer einwilligt. Tas ſozialiſtiſche Blatt redet den Libera= aus Muſchenheim, Kreis Gießen, für dieſe Stelle; der die Gewerbe in Darmſtadt zu erfolgen, welche zu näherer
von dem Herrn Grafen zu Solms=Rödelheim auf die Auskunftserteilung gerne bereit iſt.
len dringlich zu, mitzumachen, jedoch iſt auf der Gegenſeite erledigte erſte Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Pettel=
* Aus der Stiftung des Frankfurter Bezirksvereins
keine allzu große Neigung erkennbar.
weil, im Kreiſe Friedberg, präſentierte Schulamtsaſpirant deutſcher Ingenieure und der in ſeinem Bezirk vertretenen
Schuhe und flog mit ſeinem Raube davon bis nach
Mem=
phis, wo eben der König Pfametiſch Gericht hielt. Dort
Vom altgriechiſchen Aſchen=
Feuilleton.
ließ er dem König den Schuh in den Schoß fallen. Die
anmutigen Linien des Schuhes und die zierliche Arbeit
* Darmſtädter Künſtler auswärts. An Herrn
Hof=
brödel.
daran erregten ebenſo des Königs Verwunderung wie die ſtheater=Regiſſeur Hacker hat der Intendant der Stutt=
** Das berühmte Märchen vom Aſchenbrödel iſt na=Tat des Vogels, er gab alſo Befehl, in ganz Aegypten nach garter Hofbühne, Baron zu Putlitz, ein Schreiben
gerich=
kürlich von den Brüdern Grimm nicht erfunden worden, der Trägerin des Schuhes zu forſchen. Sie wurde gefun= tet, in dem er in verbindlichen Worten ausſpricht, wie ſehr
Landern Wilhelm hat es nach der Erzählung der alten den, und er machte ſie zu ſeiner Gemahlin.‟ Des weiteren ihn die Aufführung der „Fröſche” des Ariſtophanes auf
„Märchenfrau”, der er ſo viele Schätze verdankte, aufge=erzählt das Märchen, daß Rhodopis ſieben Jahre lang an der Stuttgarter Hofbühne durch unſere Mitglieder
inter=
zeichnet und dann noch mehrere andere ihm bekannte Faſ=der Seite ihres Mannes in Glück und Freuden herrſchte eſſiert habe und welche Freude es ihm geweſen ſei, die
ſungen hineinverarbeitet. Aber auch im Heſſiſchen war die und daß ihr Leib dann in der dritten großen Pyramidekünſtleriſche Bekanntſchaft mit dieſen gemacht zu haben,
Geſchichte nicht etwa entſtanden, ſondern ſie war auf jenenvon Gizeh beſtattet wurde. Das Motio des unſcheinbaren
C.K. Eine neue Methode zur Feſtſtellung der
Perſön=
geheimen Wunderpfaden hierher gekommen, auf denen dasAſchenputtels tritt in der Geſchichte dieſer ſchönen Frau
Märchen mit leiſen Sohlen ſeit Jahrtauſenden durch die allerdings nicht hervor; doch iſt die Sitte, daß der Unglück= lichkeit, die an Zuverläſſigkeit das Bertillonſche Syſtem
Weltliteratur wandert. Die Urgeſtalt des „Aſchenputtel”,liche ſich in Aſche ſetzt und das Beſtreuen mit Aſche ein noch übertreffen ſoll, hat Prof. Tamaſſia von der
Univer=
das dann im Pentamerone des Baſile, in der zierlichen Zeichen der Niedrigkeit iſt, auch ſchon in altgriechiſchen ſität Padua ausgearbeitet. Das neue Verfahren, das ein
Erzählung des Franzoſen Perrault, im Norwegiſchen, Un= Märchen verwendet. So ſetzt ſich z. B. Odyſſeus, nachdem wertvolles Hilfsmittel zur Verfolgung von Verbrechern
gariſchen, Serbiſchen und überall auftaucht, hebt ſich be=er als hilfeflehender Fermdling zu Alkinoos geredet hat, werden ſoll, beruht auf der Beobachtung der Adern der
Hand. Der italieniſche Gelehrte nimmt für ſeine
Me=
reits deutlich aus der altgriechiſchen Märchenwelt hervor, demütig in die Aſche am Herd nieder.
Den rührenden Leidenszug des deutſchen Aſchen= thode nicht nur den Vorzug der größten Genauigkeit in
deren bunten Zauber eine ſoeben bei Eugen Diederichs in
Jena erſchienene, von Aug. Hausrath und Aug. Marx brödels finden wir in der Heldin des ſchönſten und zar= Anſpruch, ſondern behauptet, daß das Verfahren auch
ausgewählte und übertragene Sammlung vor uns aus=teſten der antiken Märchen, der Geſchichte von Amor und leichter und ſchneller zu handhaben iſt, als die Verglei=
Pſyche wieder. Auch dieſe wird von den neidiſchen chung der Fingerabdrücke Das Adernnetz der Hand weiſt
breitet.
Das altgriechiſche Aſchenbrödel, das ebenſo wie das Schweſtern zu unlösbaren Aufgaben gezwungen und muß, bei den einzelnen Individuen überraſchend große
Ver=
deutſche durch ſeinen Schuh von dem liebenden König auf= wie im deutſchen Märchen, Hirſe, Erbſen, Linſen, Bohnen ſchiedenheiten auf; dazu kommt noch, daß auch an einem
gefunden wird, iſt freilich kein ſchüchternes, zartes Mäd= uſw. auseinanderleſen, wobei ihr gütige Tiere helfen. und demſelben Individuum das Adernnetz der Rechten
chen, ſondern eine ſchöne Hetäre mit Roſenwangen, deren Eine Hauptgeſtalt unſerer Märchen, die böſe Stiefmutter, und der Linken erheblich voneinander abweicht. In Fäl=
Geſchichte der römiſche Rhetor Claudius Aelianus ums von der alles Herzeleid Aſchenputtels herkommt, erſcheint len, in denen eine gewiſſe Verwandtſchaft des Adern=
Jahr 200 n. Chr in griechiſcher Sprache auf Grund eines ebenfalls in den antiken Fabeln. So fliehen z. B. Phrirus ſyſtems zwiſchen den rechten Händen verſchiedener Leute
uralten ägyptiſchegriechiſchen Märchens aufgezeichnet hat. und Helle im Märchen vom goldenen Bließ vor den Rän=vorliegt, bietet dann die Kontrolle der linken ein nahezu
Auch Herodot kennt bereits eine ähnliche Geſtalt, die auf ken und Bosheiten ihrer Stiefmutter. Wie ſo manche lieb= unfehlbares Mittel zur Feſtſtellung der Perſönlichkeit. Der
die frühe Entſtehung des Märchens hinweiſt. NachAelianes vertraute deutſche Märchenfigur tritt uns ſo auch unſer große Vorzug der Methode Tamaſſia iſt ihre Einfachheit,
Bericht badete die in ganz Aegyten berühmte Rhodopis Aſchenbrödel aus dem lichten, farbenprangenden Märchen= ſie ſetzt in der Tat nur einige Uebung und eine geſchulte
das iſt der Name des altgriechiſchen Aſchenbrödels —hain helleniſcher Dichtung mit freundlichen Grüßen ent=Beobachtungsgabe voraus.
* Der engliſche Hof gegen den Tango. Jetzt hat auch
eines Tages im Nil, und die Dienerinnen bewachten ihre gegen, weniger innig und ſchlicht, graziöſer und reicher
Kleider. „Da ſchoß ein Adler herab, ergriff einen ihrer geſchmückt, aber dach dieſelbe in Weſen und Art.
aus=
der engliſche Hof ſeine Abneigung geg
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Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
Seite 3.
Kbuſtrien wurden auf Beſchlutß des kleinen Senates der ſDa von 1. Januar 1914 ab geſetlich allegegen Lohn de= ſbemerken. Das Kind ſel hierbei, ohne vom Wagen
be=
echniſchen Hochſchule an nachſtehende Studierende Sti= ſchäftigten Perſonen, welche ein Einkommen unter 2500 Mk. rührt zu ſein, auf die Schienen, wurde von dem
Bahn=
ſendien in Höhe der angegebenen Beträge verliehen: Kurt haben, z. B. Dienſtmädchen, Lauffrauen uſw., der Orts=räumer ein geringes Stück weitergeſchoben und von die=
Kiemenſchneider aus Burg 650 M., Franz Abt aus Frank= krankenkaſſe angehören müſſen, ſo ſind ſie auch berechtigt, ſem eingeklemmt. Herr Sanitätsrat Dr Nöllner, der
hin=
ſurt a. M., 500 M., Adam Bertſch aus Darmſtadt 500 M., wenn ſie volljährig (21 Jahre alt) ſind, bei der demnäch= zukam, ſtellte den ſofortigen Tod des Kindes feſt. Durch
nd Heinrich Rayß aus Darmſtadt 430 M.
ſtigen Wahl abzuſtimmen, wenn ſie ſich in der Zeit vom Anheben des Wagens konnte das Kind aus der Lage ent=
* Ueber die Tätigkeit der Arbeitsnachweisſtelle im 1. bis 6. Dezember d. J. in die Wählerliſte, welche auf dem fernt werden. Augenzeugen bekunden, daß der
Wagenfüh=
ſädtiſchen Hauſe, Waldſtraße 6 (Telephon 371), werden Großh. Polizeiamt (Hügelſtraße) offen liegt, eintragen rer den Wagen ſofort hat ſtellen können, und daß die
für den Monat November folgende Zahlen mitgeteilt: ließen. Zu dem nächſten Punkt der Tagesordnung: Vor=Bremseinrichtungen an dem Wagen entſprechend ſchnell=
3 offene Stellen 721 Arbeitſuchende, 207 Vermittelungen, trag über Poſen, Land und Leute, ergriff Kamerad Ober=gewirkt haben. Der bedauerliche Unfall iſt lediglich auf
harunter 82 Dienſtboten.
bürgermeiſter Schäfer das Wort. Infolge langjähriger das Verhalten des Kindes zurückzuführen: die polizei=
* Ortskrankenkaſſen=Wahlen. Man ſchreibt uns: Zur= Tätigkeit in der Provinz Poſen gab Redner ein genaueslichen Ermittelungen haben ergeben, daß der
Straßenbahn=
kit liegen im Polizeiamt in der Hügelſtraße die Wäh= Bild über die hiſtoriſchen, geographiſchen und landwirt= wagenführer mit Geiſtesgegenwart alles aufgewendet
erliſten zur Ortskrankenkaſſenwahl auf. In den ſchaftlichen Verhältniſſe des Landes, ſeiner Induſtrie ſo=hat, um das Unglück zu verhüten. Ihn trifft nicht die ge=
Freiſen der verſicherungspflichtigen Frauen aber (kauf= wie ſeiner Bevölkerung und deren Sprache. Hochbefrie= ringſte Schuld hierbei. (Es iſt alſo eine Beſtätigung
un=
ſänniſche Angeſtellte, Dienſtboten, Privatlehrerinnen, digt von dem intereſſanten Vortrag ſprach die Verſamm=ſerer geſtrigen Meldung.)
hausbeamtinnen, Erzieherinnen, Berufsarbeiterinnen, lung am Schluſſe derſelben dem Redner ihren herzlichen
§ Aſyl für Obdachloſe. Während des verfloſſenen Mo=
Waſch= Putz= und Lauffrauen, Näherinnen, weltliche Dank aus. Es erfolgte hierauf die Bücherausgabe, worauf nats Novimber wurde in dem im Lokale des zweiten
Schweſtern) herrſcht noch große Unkenntnis über den Wert die Verſammlung durch den Vorſitzenden geſchloſſen Polizeireviers in der Alexanderſtraße errichteten=Aſyl für
hrer Eintragung in dieſe Liſten. Die weiblichen Ver= wurde.
Obdachloſe 458 Perſonen und in demjenigen im Lokale des
ſicherten bilden nach dem neuen Geſetz etwas mehr als die
* An alle Handlungsgehilfen und Lehrlinge wendet fünften Polizeireviers in der Ludwigshöhſtraße 168
Per=
bälfte aller Kaſſenmitglieder. Für ſie treten vom 1. Ja= ſich eine Anzeige in der heutigen Ausgabe unſerer Zeitung, ſonen, zuſammen 626 Perſonen, Obdach gewährt.
uar 1914 ab wichtige neue Beſtimmungen in Kraft die die auf die Deutſchnationale Kranken= und Begräbniskaſſe
Von der Wach= und Schließgeſellſchaft wird
hne weibliche Mitwirkung in der Ver=in Hamburg hinweiſt. Bekanntlich ſind ab 1. Januar mitgeteilt: Im Monat Novemher ergaben die
fort=
paltung der Kaſſen nicht durchzuführen nächſten Jahrs alle Handlungsgehilfen bis 2500 Marklaufenden Reviſionen unſerer Nachtwachbeamten folgende
ſind. Es gilt, die berechtigten Wünſche nach Ver=Jahreseinkommen und alle Handlungslehrlinge, gleich= Fälle: 322 offene Haustüren und Tore vorgefunden,
rauensärzten für Frauen, nach weiblichen Krankenkontrol= gültig, ob ſie von ihrem Lehrherrn eine Vergütung be= 79 mal brannte Licht in Geſchäfts=und Bureaulokalitäten,
ſeuren u. a. m. in Ausſchuß und Vorſtand der Ortskran= kommen oder nicht, dem Krankenverſicherungszwange un= Keilern und Bodenräumen, bezw. wurde vergeſſen,
das=
llenkaſſe durchzuſetzen. Frauen aller Berufe und Richtun= terworfen. Es macht ſich nun gerade in den letzten beiden ſelbe zu löſchen, 19 defekte Schlöſſer und Türen ſowie
en haben ſich daher zuſammengeſchloſſen, um dafür zu Jahren eine ſehr große Abwanderung der Handlungsge= ſteckengebliebene Schlüſſel vorgefunden, 7 offenſtehende
ſſorgen, daß tüchtige Frauen mit ſozialem Verſtändnis hilfen und Lehrlinge aus den Orts= und Betriebskranken= Parterrefenſter ermittelt, 17 Hausbewohnern, die ihre
für die Bedürfniſſe der Frauen ſich für die Wahl in den kaſſen in die Erſatzkaſſen bemerkbar, da dieſe in der Regel Schlüſſel vergeſſen hatten, geöffnet, 9 Perſonen, die nicht
Ausſchuß der Oriskrankenkaſſe vorſchlagen ließen. Die ſo bei bedeutend niedrigeren Beiträgen weſentlich höhere in die Häuſer gehörten, enifernt.
meinſam mit den Männervereinen zuſtandegekommenen Leiſtungen bieten, als die Zwangskrankenkaſſen. So hat
* Einbruch. In der Nacht vom Mittwoch auf Don=
Bahl=Vorſchlagsliſten werden einige Wochen vor denz. V. die Deutſchnationale Kranken= und Begrähniskaſſe nerstag wurde in dem Kaufhaus der Firma Gebrüder=
Bahlen, die vorausſichtlich im Januar ſtattfinden, ver=in Hamburg, die erſt 14 Jahre beſteht, aber heute zu den Rothſchild, Markt 2, ein frecher Einbruch verübt. Die
llöffentlicht. Von der Teilnahme der verſicherungspflich= größten und leiſtungsfähigſten kaufmänniſchen Kranken= Diebe überſtiegen das in der Paſſage befindliche Hoftor
igen volljährigen Frauen an den Wahlen hängt es ab, kaſſen gehört, im Jahre 1912 ihren Mitgliederbeſtand von und drangen durch ein gegen den Hof befindliches
Fenſter=
ſob dieſe vorgeſchlagenen Frauen gewählt und ob durch 23000 auf 39000 Perſonen (ohne die verſicherten Fami= in das Treppenhaus. Von hier aus erbrachen ſie die zum
ſie Frauen=Angelegenheiten künftig richtig vertreten wer=lien=Angehörigen) erhöhen können. In den vergangenen Geſchäft führende eiſerne Tür und gelangten ſo in das
den. Wählen darf dann aber nur, wer ſich 11 Monaten dieſes Jahres konnte die genannte Kaſſe ihren Innere des Lokals. Hier demolierten ſie dann ſämtliche
lietzt in die Wählerliſten einträgt, oderwer Mitgliederbeſtand auf über 50 000 Mitglieder erhöhen. Sie National=Regiſtrier=Kaſſen raubten das in denſelben
be=
leinen von ſeinem Arbeitgeber unterzeich=hat alſo in noch nicht 2 Jahren um über 27000 Mitalie= findliche Wechſelgeld, hießen dann noch einige
Plüſch=
leten Ausweis vorlegt. Einfacher iſt das Ein= der — 117,4 Prozent zugenommen. Dieſe glänzende Ent= mäntel. Kleider und Pelze mitgehen und verließen auf
ſtragen in die Wählerliſten. Nur, wer bisher ſchon Mit=wickelung, die keine ähnliche Kafſe aufweiſen kann, iſt dem gleichen Wege, wie ſie gekommen, leider unbemerkt.
glied der Ortskrankenkaſſe war, kann ohne Eintragen in zweifellos ein Zeugnis für die Güte und Leiſtungsfähig= ihre Arbeitsſtätte.
die Wählerliſten oder ohne Ausweis wählen. Für die keit der genannten Kaſſe. — Beſonderen Wert hat die Kaſſe
Dienſtboten genügt als Ausweis die letzte Quittung der
§ Geſtohlene Hühner. Am 24. November wurden von
auf eine gute ärztliche Behandlung gelegt und ihre Sätze
einem angeblichen Michael Schröbel drei Hühner, welche
ſtädtiſchen Dienſtboten=Krankenkaſſe. Die Wähler=hierfür, die gegen früher bis zu 50 Prozent erhöht ſind, zweifellos von ihm geſtohlen worden ſind, für 3 Mark
ver=
lliſten liegen nur noch bis Samstag, den in der neuen Satzung genau feſtgelegt. — Die Deutſch= kauft. Da die Angaben des Schröbel bezüglich des Er=
Dezember, vormittags von 10—12 Uhr, nationale Kaſſe beſitzt eine ausgezeichnete Organiſation. werbs der Hühner nicht ſtimmen, wurde er in
Unterſuch=
ſnachmittags von 3—5 Uhr, Hügelſtr. 31/25.
Sie verfügt über faſt 500 örtliche Zahl= und Verwaltungs=
2 immer 21, offen. Alle Geſchäftsinhaber, alle
Ar=
ſtellen. Auch hier in Darmſtadt befindet ſich eine Ver= ungshaft genommen. Die Hühner zwei graue mit
gelber=
beitgeber überhaupt, werden erſucht, ihren Angeſtellten die waltungsſtelle; die Mitglieder der Kaſſe in Darmſtadt Bruſt und ein ſchwarz= und weißgeflecktes befinden ſich
zur Eintragung nötige freie Zeit zu geben.
bei der Geflügelhandlung Grimm, Schulſtraße 16, hier in
Nachſtehendes iſt zu beachten: Arbeitgeber die Per=brauchen nur mit dieſer zu verkehren, haben alſo die glei= Verwahr. Der Eigentümer der Hühner wolle ſich baldigſt
chen Annehmlichkeiten im Geſchäftsverkehr wie bei den
ſonen beſchäftigen, die bisher ſchon bei der Vereinigten
Ortskrankenkaſſe verſichert waren, können, ſofern ſie volk= Orts= und Betriebskrankenkaſſen. (Siehe Anzeige in der bei der hieſigen Kriminalpolizei melden.
jährig ſind, zur Krankenkaſſe wählen ohne Eintrag in heutigen Nummer.)
— Odenwaldklub. Für nächſten Sonntag ruft die
die neuerdings aufgelegte Wählerliſte, da ſie bereits in
* Kinotheater. Man ſchreibt uns:
Reſidenz=
der Arbeitgeberliſte der Krankenkaſſe verzeichnet ſind. Ar= hieſige Ortsgruppe ihre Wanderfreunde zur Dezember=theater im Kaiſerſaal. Es wird an dieſer Stelle
noch=
beitgeber, die Perſonal beſchäftigen, das erſt mit dem tour nach Groß=Bieberau. Schon dieſer Name dürfte ge= mals darauf aufmerkſam gemacht, daß heute 3½, 6 und
Januar 1914 krankenverſicherungspflichtig wird wie nügen, daß ſich eine ſtattliche Zahl Wanderer am Aus=9 Uhr unwiderruflich das große Filmwunder der Welt
B. Dienſtboten, Hausbeamte uſw., müſſen ſich in die gangspunkt der Tour, am Botaniſchen Garten, einfindet. „Die Herrin des Nils Kleopatra” im Kaiſerſaal zum
letz=
keim Großh. Polzeiamt offenliegende Wählerliſte ein= Auf bequemen Wegen geht es über die Ludwigseiche nach tenmal vorgeführt wird. Es iſt wahrhaft ein
Meiſter=
tragen laſſen. Auch Frauen ſind wahlberechtigt wenn ſie dem erſten Ziele Ober=Ramſtadt, wo bei Gaſtwirt Schnei= werk moderner Regiekunſt. Wie ein Feldherr führt in
als Arbeitgeber zu gelten haben. Sie müſſen ſich, ſofern der Zum Löwen” eingekehrt wird. Nach eingenommenem dieſem Werke der Regiſſeur ſeine Legſionn über das
ſie nicht ſchon in der Arbeitgeberliſte der Kaſſe ſtehen, in Frühſtück führt der Weg über die Hohe Straße nach Meer durch die Brandung und an den Ufern des Nils
die Wählerliſte eintragen laſſen. Als Arbeitgeber von Rohrbach und von da auf zum Teil wenig begangenen entlang. Und zugleich wirkt dieſe wahrhaft große Regie=
Hausperſonal gilt die Hausfrau, wenn nicht der Ehemann Pfaden mit prächtigen Blicken nach Lichtenberg, Otzberg, kunſt mit überraſchend künſtleriſchen Mitteln.
Haushaltungsvorſtand iſt Wir verweiſen noch auf die auf Asbach zu; dann über die Kernbacher Hütte nach dem
Bekanntmachung des Verſicherungsamtes der Stadt Darm=Endziel Groß=Biberau. Welch vortreffliches Mahl hier
ſtadt über die Wahlen zum Ausſchuß der Allgemeinen die Wanderer in dem gaſtlichen Hauſe Schönberger erwar=
Schwurgericht.
Ortskrankenkaſſe Darmſtadt vom 26. November ds. Js. tet, bedarf keiner Erwähnung. Die Groß=Bieberauer
g. Das Schwurgericht verhandelte in ſeiner geſtrigen.
(Siehe Nr. 222 unſeres Bkattes)
Ortsgruppe wird ſich ebenfalls einfinden, um mit den hie=
B. Kriegerverein Darmſtadt. Die Verſammlung für ſigen Wanderern einige vergnügte Stunden zu verleben. Sitzung in der Anklage gegen den am 22. Oktorur 1863 zu.
* Bei dieſer Gelegenheit ſei darauf hingewieſen, daß Hainhauſen geborenen Gaſtwirt Franz Joſeph Emgei
den Monat Dezember fand im Vereinslokal der Turnhalle
am Woogsplatz ſtatt. Der Vorſitzende eröffnete die Ver=der Vorſtand der hieſigen Ortsgruppe darauf aufmerkſam wegen Fälſchung öffentlicher Urkunden und
Unter=
ſammlung und berichtet nach Verles des Protokolls der macht, daß anläßlich des nächſten Bierabends am Freitag ſchlagung in fortgeſetzter Begangenſchaft. Vertreter der
jetzten Monatsverſammlung über die Tätigkeit des Vor=das neue Klublokal in der „Krone” eingeweiht werden Anklage iſt Gerichſtsaſſiſſen D. Callmann, Verteidigſer
ſtandes in den letzten beiden Monaten. Er gibt beſon= ſoll. In ſeiner neuen, gemütlichen Einrichtung iſt es ein Rechtsanwalt Knoepfel. Emge iſt beſchuldigt,
zu=
ders Aufklärung über die bevorſtehenden Wahlen zum Heim für die Klubmitglieder geworden, in dem wöchent= Hainhauſen in den Jahren 1911 bis 1913 Monatskarten
Ausſchuß der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt, lich an einem Abend Karten und Bücher des Klubs zur und Monatsnebenkarten (öffentliche Urkunden) in nicht feſt=
Verfügung ſtehen und Gelegenheit geboten wird, ſich über ſtellbarer Anzahl verfälſcht und ihm anvertraute Gelder
geſprochen. In der World erſcheint die offizielle Mittei=Wanderungen und dergleichen zu beſprechen. Es wäre veruntreut zu haben. Emge, der verheiratet und noch
unbe=
lung, daß der König den Tango verbietet. Auch die Kö= erwünſcht, wenn die Mitglieder recht zahlreich erſchienen, ſtraft iſt, war ſeit 1900 als Bahnagent für die Halteſtelle
Hainhauſen der Rodganbahn angeſtell. Zu ſeinen
Ob=
nigin, die bekanntlich ſehr gerne tanzt, bleibt den alten Ge=
* Die Nationalliberale Partei hat, wie bereits mit= liegenheiten gehörte auch die Ausgabe der Monatskarten
tflogenheiten treu und will von dieſem neuen Tanz nichts
geteilt, ihre Darmſtädter Parteifreunde zu einer Gene=und Monatsnebenkarten. Er hat nun bei den nach
Ab=
wiſſen. Sie geht aber noch weiter und ſpricht ſich auch ralverſammlung für Mitwoch, den 10. d. Mts., lauf dieſer Karten an ihn zurückgelangenden Urkunden die
gegen den Walzer, wie er neuerdings getanzt wird, aus. abends 8½ Uhr. in den Fürſtenſaal, Grafenſtraße, eingela= Datumſtempelungen, die nicht ſehr deutlich waren, durch
Die Londoner Blätter glauben jedoch, daß dieſe
Bekannt=
den. Auf der Tagesordnung ſteht die wichtige Ausſprache Radieren noch mehr beſeitigt und dann einen kräftigen
riachung nicht von großer Wirkung auf den Tangorummel über die politiſche Lage im Wahlkreiſe Darmſtadt-Groß= Nachdruck angebracht. Wenn eine Karte einen anderen
in der engliſchen Hauptſtadt ſein dürfte.
Gerau. Die Verſammlung iſt von größter Wichtigkeit. Inhaber bekam, hat er auch deſſen Unterſchrift ausradiert
* Eine Männerfeindin. Einer engliſchen Dame wurde Die Nationalliberale Partei erwartet deshalb von allen und die Unterſchrift des neuen Inhabers darauf
geſchrie=
ben. Die entſprechenden Beträge behielt Emge für ſich.
beim Umzug ein Tiſch beſchädigt. Der Repräſentant derMitgliedern, daß ſie zu der Verſammlung erſcheinen.
Der Angeklagte gibt die ihm zur Loſt gelegten Straf=
— Lieder=Abend 1914. In der vor kurzem von dem
Speditionsgeſellſchaft konnte gar nicht ableugnen, daß die
Tiſchbeine beim Transport abgebrochen waren. Es ſchien Ausſchuß der Darmſtädter Geſangvereine einberufenen taten zu. Er ſei durch fortwährende Krankheiten ſeiner
zuerſt, als ob er zu der Anſicht neige daß der Tiſch ohne General=Verſammlung wurde beſchloſſen, daß der nächſt= Frau und Kinder in große Not geraten, weshalb er ſich zu
ſie beſſer ausſähe und daß ſeine Gefellſchaft eigentlich eine jährige Lieder=Abend am 17. Januar 1914 in der Turn= dieſen Handlungen hinreißen ließ. Anfänglich hätten auch
Kleinigkeit für die Verbeſſerung in Anrechnung bringen halle am Woogsplatz ſtattfindet Zu dieſer Verſammlung immer ſeine Abrechnungen nicht geſtimmt. Er hab: etwa
ſolle, aber die Eigentümerin des Mobiliars wurde un= hatten etwa 20 Gefangvereine Vertreter entſendet und iſt 100 Mark durch die Fälſchungen erhalten. —
Verkehrskon=
geduldig. Alſo verſuchte er’s auf andere Art. „Wo iſt Ihr mit Beſtimmtheit anzunehmen, daß der Lieder=Abend 1914 trolleur Wagner in Frankfurt wird als Sachverſtän=
Herr Gemahl?” fragte er. „Ich habe keinen!” war die den früheren ſich würdig anreihen kann. Der neue Aus= diger vernommen. Der Verkehr auf der Station Hain=
Antwort. „Na, das iſt ſchade,' meinte er, „wenn Sie einen ſchuß beſtels aus folgenden Vereinen: Singmannſchaft hauſen ſei nur am morgen und abend etwas reger, in der
Mann hätten, der leimte Ihnen die Beine in zwei Minu=der Turngemeinde Beſſungen (Vorſitz), Männer=Geſang= andern Zeit nur ſehr gering. Die größte Einnahme ſei
ten wieder an.” „Ich ſagte Ihnen ſchon, ich habe keinen,” verein Concordia (Schriftführer), Geſangverein Lieder= immer am Monatsende, wenn die Monatskarten neu
ge=
erwiderte die Dame erbittert, „und für ſolch eine Kleinig= zweig, Geſangverein Liederkranz und Geſangverein Teu= löſt werden. An dieſen Tagen ſeien 600 Mark Einnahmen
an den übrigen Tagen kaum 20 und im ganzen Monat
leit nehme ich auch keinen!“
konia.
Der Frauenverein der evangeliſchen Markus= etwa 1200 Mark. Bis zur Entdeckung dieſer Verfehlungen
B. Die Damen=Feuerwehr in Vilbel. Man ſchreibt uns:
In dem kleinen heſiſchen Städtchen Vilbel ſtehen diegemeinde (ſeither Oſtbezirh hölt auch in dieſem Jahre lag gegen Emze nichts vor. Entdeckt wurden die Verſch=
Damen im Kampfe um die Gleichberechtigung mit den feinen Familienabend am 2. Advent ab, alſo nächſten lungen dadurch, daß im Juni ein Mädchen in Offenbach
Männern nicht hinter ihren Geſchlechtsgenoſſen zurück. Sonntag, und zwar 7½ Uhr im Gemeindehaus. Kieg=mit einer Nebenkarte angehalten wurde, auf der beim
Auch an perfönlichem Mut und phyſiſcher Kraft wollen ſieſtraße 17. Ein Vortrag des Pfarrers Vogel über die Namen des Inhabers radiert war Die antwortete auf
es dem ſtarken Geſchlecht gleichtun Freilich war es ſchwer, Mutter des großen Schweizer Dichters Gottfried Keller die Frage, daß nicht ſie ſondern Enge die Unterſchrift
in dem großen Programm das Rechte zu finden, da die wird umrahmt werden durch wertvolle muſikaliſche und geſchrieben habe. Sie fuhr nach Hainhauſen zurück und
meiſten für eine zuniformierte: Aufgabe plädierten, Soldat deilomatoriſche Darbietungen, für die ſich die Damen erzählte Emge den Vorfall. Dieſer verit die Karte und
zu werden, lag da am nächſten; doch weil leider die Män= Frau M. Sturmfels und Fräulein Lagemann und die ſtellte ihr eine neue aus. Der Offenbacher Beamte hatte
je=
ner darüber die Entſcheidung zu treffen haben, ſo ſah man Herren Kommerſänger Weber, H. Pfaff und H. Falken= doch die Nummer notiert und nach Frankfurt berichtet. da
ohne lange Erörterungen davon ab. Aber eine ähnliche ſtein in liebenswürdigſter Weiſe zur Verfügung geſtellt wurde dann feſtgeſtellt daß die Karte nicht für den Juni,
Einrichtung iſt ja die Feuerwehr, ſo tröſtete man ſich und haben. — Man wird gut tun, ſich rechtzeitig mit Tee= ſondern für den Mai ausgegeben worden ſei Emge gab,
ſchritt ſogleich zur Verwirklichung dieſer Idee. In Vilbel karten zu verſehen (im Gemeindehaus, Kiesſtraße 17). da dann zu, eine alte Karte verwendet zu haben, weil er
gab es ſowieſo keine ſtationierte Feuerwehr, ſo legte man mit Rückſicht auf den Raum nur eine beſtimmte Zahl die neue verſchmiert hatte. Auf den Stationen der
Rod=
dieſer Gründung keinen Stein in den Weg und ſieht nur von Karten ausgegeben werden kann. Kinder unter gaubahn mit dem ſtarken Arbeiterverkehr ſei es üblich,
am Monatsende Karten vorzuſtempeln, um den Verkehe
mit Spannung der Gelegenheit entgegen, wo die Damen, 14 Jahren haben keinen Zutritt.
1 Zu dem Unfall mit tödlichem Ausgang auf der zu erleichtern. Auch ſolche geſtempelte Karten, die nicht
in ihrer kleidſamen Tracht dem entfeſſelten Element zu
Leibe gehen werden. Daß ſie es auch hierbei an der oſt Straßſenbahn wird amtlich gemeldet: Als der um 426 Uhr gebraucht wurden, hat Emge nicht wie vorgeſchrieben,
ab=
gerühmten Treue und Pünktlichkeit im Berufe nicht fehlen von der Landskronſtraße abfahrende Straßenbahnwagen geliefert ſondern abgeändert. Eine ſtrafbare Handlung
zwiſchen Kies= und Hölgesſtraße in mäßiger Fahrt her=liege aber hier nicht vor. Sachverſtändiger ſchätzt den
laſſen werden, wagt niemand zu bezweifeln.
Jedenfalls kann man die Vilbeler Damen in dieſem fuhr, ſprang plötzlich aus der Torfahrt des Hauſes Karl=unterſchlagenen Betrag auf 200—300 Mark. Sein jähr=
Punkte als Bahnbrecher betrachten, denn gewiß werden ſtraße 31 die etwa 8jährige Tochter des Lackierer= und liches Gehalt betrug 950 Mack.
Bürgermeiſter Jäger bekundet, daß die Lage des,
in der Folge noch in manchen Orten Damen=Feuerwehren Weißbindermeiſters Möſer in gebückter Körperhaltung
und ſchnellem Lauf heraus, um über das Gleis zu kom= Angeklagten äußerſt ſchlecht ſei. Er habe 6 Kinder, davon
men, ohne jedoch das Herannahen des Matewagens zu 5 noch ſchulpflichtige, ein epileptiſches und ein
blöd=
entſtehen.
Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
Seite 4.
griſen ſie die Polzei an und verwundeten 20 Poltziſen
ſimiges gind. Das Gericht verurteite den Angelagen 1
Kunſtnotizen.
durch Steinwürſe. Die Ordnung konnte erſt durch Truß=
Emge nach dem Schuldſpruch der Geſchworenen zu
geber Werke, Könſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc deren im Nacht pen wieder hergeſtellt werden. 80 Bauern wurden ver
8 Monaten 2 Wochen Gefängnis.
ſtehenden Erwähnung geſchiebt, behält ſich die Rebaktion ihr Urteil por.haftet.
Graz, 4. Dez. (Revolverattentat.) Ein ent=
— Lichtbildervortrag über Fidus=Kunſt.
— Pfungſtadt, 4. Dez. (Der Evangeliſche Bund
und die Ordensgeſetze.) Auf Beſchluß des Vor=Im Anſchluß an unſere geſtrigen Mitteilungen über laſſener Arbeiter der Bezirksſparkaſſe Graz, Adolf Kraus
ſtandes des hieſigen Zweigvereins des Evangeliſchen „Fidus=Kunſt” werden wir gebeten, darauf aufmerkſam feuerte unter Drohung alle Anweſenden zu erſchießen, aus
Bundes ſoll in einer am nächſten Sonntag abend im Gaſt=zu machen, daß der Verein zur Förderung der zwei Revolvern Schüſſe ab. Direktor Kelz und das Von
ſaus „Zum Goldenen Lamm” anberaumten Mitglieder=Elizabeth Duncan=Schule ſich zur Aufgabe ge= ſtandsmitglied Niemann wurden ſchwer verwundet. Dann
Verſammlung, zu der jeder Evangeliſche Zutrit hat Stel=ſtellt hat, vorab bei ſeinen Mitgliedern, aber auch in wei= verübte der Verbrecher Selbſtmord.
Genf, 4. Dez. (Zum Frauenmord.) Der im
teren Kreiſen unſerer Stadt eine regere Anteilnahme für
lung zu dem Antrag der Zentrumsfraktion des heſſiſchen
Landtags auf Aenderung der beſtehenden beſſiſchen Or= die Fidus=Kunſt zu wecken. Er hat zu dieſem Zweck Genfer Frauenmorde verhaftete Schöndorfer konnte durch
densgeſetzgebung genommen werden. Das Reſerat überHerrn Jakob Feldner aus Regensburg zu einem einen Zeugen ſein Alibi nachweiſen. Er iſt aus der Haft
dieſe Frage hat Herr Pfarrer Fr. Müller aus Wimpfen Lichtbildervortrag über „Fidus=Kunſt” für Mittwoch, den entlaſſen worden.
Paris, 4. Dez. (Selbſtmord eines Notars)
übernommen. Dieſer Geiſtliche hat im Auftrag des Vor= 10. Dezember (abends 8¼ Uhr, Muſikvereinsſaal)
gewon=
ſtandes des Hauptvereins des Evangeliſchen Bundes im nen. Herr Feldner iſt als Vermittler der Fidus=Kunſt be= Der frühere Pariſer Notar Maulan erſchoß ſich wenige Mis
Großherzogtum Heſſen bereits eine auf reichem ſtatiſtiſchen kannt, der ganz darin aufgeht, den großen Ideen zu nuten, bevor er vor dem Polizeigericht über die Verwen=
Material fußende Schrift über dieſe Materie („Die römiſch= dienen, die in ihr zum Ausdruck kommen wollen. An die dung der ihm anvertrauten Summen Aufklärung geben
Mitglieder des Vereins zur Förderung der Elizabeth ſollte
katholiſchen Orden und ordensähnlichen Kongregationen
Brüſſel, 4. Dez. (Entwendete Wertſendung
im Großherzogtum Heſſen und die heſſiſche Ordensgeſetz. Duncan=Schule und ihre Angehörigen ſind Einladungen
gebung”) verfaßt. Darum darf man mit Recht aus der ergangen. Doch ſoll der Vortrag, wie ſchon erwähnt, auch Nach Meldungen war die zwiſchen Brüſſel und Verviers
öffentlichen Erörterung eine genauere Orientierung über weiteren Kreiſen zugänglich ſein, ſo daß ein allgemeiner vorgeſtern abend entwendete Wertſendung an das Kölnen
dieſen Gegenſtand erwarten. Die Herren Landtagsabge= Karten=Verkauf (vgl. heutige Anzeige) im Verkehrsbureau Bankhaus Oppenheim u. Co. adreſſiert. Der genaue Wert
wird auf 351060 Mark angegeben, die in deutſchen
Bank=
ordneten Raab von hier und Friedrich von Groß=Rohr= eingerichtet iſt
noten expediert worden waren. Das Gericht hat die
heim ſind zu dieſer Verſammlung eingeladen worden.
ſtrengſte Unterſuchung eingeleitet. In eingeweihten Krei
Groß=Gerau, 3. Dez. (Ein durchtriebener
ſen nimmt man an, daß der Diebſtahl zwiſchen Brüſſel
Reich und Ausland.
Gauner) hat auf dem geſtrigen Ferkelmarkt ſein Un=
und Lüttich ausgeführt worden iſt.
Aus der Reichshauptſtadt. 3. Dez. Der Kronprinz
weſen getrieben. Es wurden drei Frauen ihre Geld=
Carrara, 3. Dez. (Ausſperrung.) Seit 15.
No=
bbörſen mit 41, 43. und 45 Mark Inhalt geſtohlen. Einer traf heute früh 5 Uhr 33 Minuten auf dem Schleſiſchen
ſanderen Frau entwendete der Spitzbube das Portemon= Bahnhof ein und begab ſich in achter Morgenſtunde im vember d. J. ſind in Carrara die weltberühmten Mars
morbrüche geſchloſſen. — Nach faſt fünfjährigen
Automobil in ſein Berliner Palais. Die Weiterreiſe nach
maie und eine Uhr.
ununterbrochenen Streiken der einzelnen Arbeiter=Katego=
Schleſien zu den Hoffagden erfolate heute abend.
Dieburg, 4. Dez. (Turnjubiläum.) Den Tag
rien iſt im ganzen Carrareſer Bruchgebiete eine
Aus=
fihres 25jährigen Beſtehens begeht die hieſige Turngemeinde Fürſt Gebhard Blücher v. Wahlſtatt hat geſternſperrung ſämtlicher in der Marmorinduſtrie
beſchäftig=
feſtlich am 11., 12. und 13. Juli 1914. Verbunden iſt dieſe wieder einen Steuerprozeß gegen die Stadt Berlin
Jubelfeier mit dem 21. Gauturnfeſte des Maintal=Gaues verloren. Er war vom Magiſtrat wegen ſeines Grund= ten Arbeiter erfolgt; es handelt ſich um weit über 10000
(XII. Kreis, Deutſche Turnerſchaft), das in dem herrlich ſtückes Pariſer Platz 2 für das Jahr 1912 zu einer Grund=Arbeiter. — Die Ausſperrung iſt eine vollſtändige und
er=
ſtreckt ſich auf die Bruchbetriebe, Sägereien, Marmor=
Werk=
gelegenen ſtädtiſchen Schloßgarten abgehalten wird. Aus ſteuer von 1618,20 Mk veranſchlagt worden und hatte, als ſtellen, Bildhauer=Ateliers, ſowie Transport= und
Ver=
einer kleinen Anzahl tüchtiger Turnerfreunde iſt die Turn= ſeinem Antrag auf Ermäßigung nicht ſtattgegeben wurde,
Die Urſache der Ausſperrung iſt ein
gemeinde Dieburg im Laufe der Jahre zu einem Turn= Klage beim Bezirksausſchuß Berlin erhoben, über die ladebetriebe.
Streik der Transportarbeiter — Die Ausfuhr des
Roh=
verein mit großer Mitgliederzahl herangewachſen. Die geſtern mündlich verhandelt wurde. Der Fürſt wurde mit materials in Blöcken und Platten war hierdurch bereits
einzelnen Feſtausſchüſſe ſind ſchon eifrig an der Arbeit ſeiner Klage abgewieſen; ferner legte ihm der Bezirks=
und bietet der feſtgebende Verein die Gewähr, das Feſt in ausſchuß die Koſten des Verfahrens auf. Der 77 Jahreeinige Wochen vor der Ausſperrung unterbunden und iſt
das Material am Weltmarkt bereits ſehr knapp geworden,
alte Fürſt, der Enkel des Freiheitshelden, der ſich im 60.
jeder Beziehung großartig zu geſtalten.
London, 4. Dez. (Eiſenbahnerſtreik.) Der
Lebensjahre in dritter Ehe mit der 18jährigen Prinzeſſin
Erbach, 4. Dez. (Verkehrswünſche.) Im Kreis= Radziwill vermählt hat, lebt ſeit Jahren in England. —Dienſt nach Südwales der Great Weſtern Eiſenbahn hat
amtsgebäude fand eine Sitzung von Vertretern der Stan= Die erſte öffentliche Fernſprechzelle iſt auf mehr und mehr aufgehört. Die Perſonenzüge wurden
ein=
desherrſchaften, der größeren Gemeinden, von Handel, In= dem Spittelmarkt eröffnet worden. Sie ſcheint einem all= geſchränkt und der Güterverkehr ganz eingeſtellt. Der
duſtrie und Gewerbe, von Behörden und der Zweiten gemeinen Bedürfnis zu entſprechen.
Reiſeverkehr auf den Hauptlinien iſt nicht geſtört. Im
Ständekammer ſtatt, die die Frage der Verbeſſerung
Frankfurt. 4. Dez. (Die Anklagegegen Hopf.) ganzen ſtreiken 3500 Kohlenbergleute, zum Teil aus
Sym=
der Eiſenbahnverkehrsverhältniſſe auf der
pathie mit den Eiſenbahnern.
Strecke Hetzbach-Darmſtadt erörterte. Man war einſtim= Die Staatsanwaltſchaft des Landgerichts Frankfurt hat
London, 4. Dez.
(Frau Pankhurſt.) Der
mig der Meinung, daß es ein Bedürfnis ſei, durch Ein= dem ſeit 15. April 1913 in Unterſuchungshaft befindlichen
ſchiebung eines beſchleunigten Zugpaares die Verbindung Fechtlehrer Karl Hopf, geboren am 26. März 1863 in White=Star=Dampfer Majeſtic” wird heute aus Amerika
mit der Reſidenz und damit nach der Bergſtraße, Frank= Frankfurt a. M., nunmehr die Anklageſchrift zugeſtellt. Sie in Plymouth eintreffen. An Bord befindet ſich Frau
furt, Mainz, Köln uſw. in der Weiſe zu verbeſſern, daß ein lautet auf Mordverſuch gegen ſeine dritte, inzwiſchen Pankhurſt, die bei ihrer Landung verhaftet werden ſolle
Frühzug ungefähr um 8 Uhr ab Erbach und ein Abend= von ihm geſchiedene Frau, und in den übrigen fünf zur Die Suffragetten haben ihrerſeits alles in Bewegung ges
zug ab 7 Uhr Darmſtadt eingeſchoben würden. Im An=Anklageſtehenden Fällen auf Mord. Aus frü= ſetzt, um die Verhaftung zu verhindern. Eine bewaffnete
ſchluß daran wurde eine Anregung der Großh. Hof= heren Veröffentlichungen iſt bekannt, daß Hopf im Ver= Abteilung derſelben befindet ſich in Plymouth. Auch iſt.
theaterdirektion Darmſtadt beſprochen, wonach dacht ſteht, ſeine beiden erſten Frauen, ſein eheliches und ein Schnelldampfer gechartert worden für den Fall, daß
einem Wunſche des Großherzogs entſprechend die künſtle= ſein uneheliches Kind, ebenſo ſeine alte Mutter durch Gifte Frau Pankhurſt nach einem anderen Landungsplatz ges
bracht wird.
riſchen Kräfte des Hoftheaters, der Hofoper und der Hof= ermordet zu haben. Die Unterſuchung der Leichenteile
Uralsk, 4. Dez. (Die Peſt.) Nach ergänzenden
muſik zu Darbietungen in den Orten des Mümling= und Aſchenreſte hat auch das Vorhandenſein von Gift
er=
geben. Da Hopf nur den Giftmordverſuch gegen ſeine Meldungen kamen am 1. und 2. Dezember in ſechs
Peſt=
ſtales veranlaßt werden ſollen.
dritte Frau zugibt, im übrigen aber behauptet, er habe herden 43 Erkrankungen vor, von denen 41 tödlich ver=
Lindenfels, 3. Dez. Die Viehzählung ergab die Leichen, bei denen Arſenik gefunden worden iſt. kon= liefen.
hier einen Beſtand von 191 Stück Rindvieh, 298 Schwei= ſervieren wollen, und hierzu die Giftſtoffe verwandt, ſie
Urga, 4. Dez. (Räuberbanden.) Zwiſchen Urga
nen, 185 Ziegen und 106 Stallhaſen.
alſo erſt nach dem erfolgten Tode dem Körper eingefügt, und Kalgan umherſtreifende mongoliſche Räuber ſchlugen
Mainz, 4. Dez. (Die neue Ferienordnung) muß ein umfangreicher Indizienbeweis geführt werden. nördlich von Kalgan die chineſiſchen Truppen und machten
ſoll nun dauernd hier feſtgelegt werden. Wie in den höhe= Wie wir ſchon mitgeteilt haben, findet die Verhandlung viele Gefangene.
ren Lehranſtalten, ſo iſt jetzt auch in den ſämtlichen Be= im Januar, vorausſichtlich vor einem beſonderen Schwur=
Neu=York 3. Dez. (Juwelendiebſtahl.) Eine
zirken der ſtädtiſchen Volksſchule eine Umfrage bei der gericht, ſtatt.
Diebesbande führte in einem Automobil in der 5. Avenue=
Lehrerſchaft veranſtaltet worden, um feſtzuſtellen, ob die
Tübingen, 4. Dez. (Ernennung zum Ehren= am hellen Tage einen dreiſten Juwelendiebſtahl aus. Die
alten ungeteilten Ferien oder die neue Ferienordnung mit doktor.) Die juriſtiſche Fakultät hat den Geheimen Diebe ſprangen aus dem Automobil durch die dicht ge=
Sommer= und Herbſtferien für die Zukunft beibehalten Oberjuſtizrat im preußiſchen Juſtizminiſterium Cor=drängten Menſchen, die Weihnachtseinkäufe machten, vor
werden ſoll. In den höheren Lehranſtalten hat ſich die mann in Anerkennung ſeiner Verdienſte um die Vor= das Schaufenſter eines Juwelierladens und ſchlugen es in
Mehrzahl der Schüler, reſp. der Eltern, für die geteilten bereitung des Strafgeſetzbuches zum Ehrendoktorer= Trümmer. Ehe die Leute im Laden eingreifen konnten,
Ferien ausgeſprochen. In den Volksſchulen herrſcht die lnannt.
und die Umſtehenden ſich von ihrer Verblüffung
erholt=
gleiche Stimmung vor, wenigſtens für den Fall, daß bei
Köln, 3. Dez. (Verurteilung.) Der altkatholi= hatten, hatten die Diebe die Juwelen, deren Wert ſich
auf=
der bevorſtehenden Reform des Volksſchulgeſetzes die Ge= ſche Pfarrer Dr. P A Kirſch aus Koblenz, hatte ſich mehrere 10 000 M. beläuft, zuſammengerafft und eilten
ſamtferiendauer in den Volksſchulen derjenigen der höhe= laut Köln. Volksztg, geſtern vor der hieſigen Strafkam= mit dem Automobil davon. Die Polizei verfolate ſie und
ren Schulen gleichgeſtelt wird. Das letztere ſteht ſicher zu mer wegen Betrugs bzw. Betrugsverſuchs zu verantwor= ſchoß auf das Automobil, doch ſind die Diebe mit ihrer
erwarten.
ten. Der Staatsanwalt beantragte gegen Dr. Kirſch drei Beute entkommen.
Mainz, 4. Dez. (Unfall.) Geſtern abend gegen 5 Monate Gefängnis. Das Urteil lautete auf 1 Monat
Waſhington, 3. Dez. (Das Transportweſen.)
Uhr explodierte in der Eiſenbahnwerkſtätte ein Gefängnis. Mildernde Umſtände wurden dem An= Nach den Beſprechungen zwiſchen dem Generalſtagtsanwalt
Schweißapparat, wobei dem daran arbeitenden Keſſel=geklagten verſagt.
und dem Vertreter der Neu=York, Newhaven and
Hart=
ſchmied Gromann von Weiſenau das Geſicht ſtark ver=
Köln. 4. Dez. (Unterſchlagungen.) Wegen ford Railroad iſt man auf beiden Seiten überzeugt, daß,
brüht wurde. — Auf eigenartige Weiſe verunglückte ein Verdachts von Unterſchlagungen in Höhe von 100 000 Mark man bald ohne Gerichtsverfahren eine Baſis für die Auf=
Fuhrwerksbeſitzer in Mombach. Um ein wenig auszu= wurde in der vergangenen Nacht in einem hieſigen Café löſung dieſes Syſtems finden wird, und daß im
Trans=
ruhen, hatte er es ſich auf einem ſogenannten Klappfeſſel der Prokuriſt Wilhelm Hülshoff verhaftet.
portweſen mit Neu=England der freie Wettbewerb in einer
bequem gemacht. Auf dem Seſſel liegend, wollte er dieſen
Aachen, 4. Dez. (Verurteilter Werber für die Regierung befriedigenden Weiſe wieder hergeſtellt
wer=
in eine andere Lage bringen und machte ſich an der Mecha= die Fremdenlegion.) Die Strafkammer verurteilte den wird.
Stn
nik zu ſchaffen. Dabei klappte der Seſſel zuſammen und den 22jährigen Liftboy Wolters aus Leipzig wegen
durch die eigene Körperſchwere quetſchte er ſich das oberſte des Verſuchs, einen jungen Mann in die franzöſiſche
Glied des linken Zeigefingers vollſtändig ab.
Fremdenlegion zu verſchleppen, zu einer Gefängnis=Stadtverordnetenverſammlung.
Büdesheim, 3. Dez. (Die neue Rheinbrücke)ſtrafe von acht Monaten.
Nachdem die Brückenarbeiten bei Gaulsheim=Rüdes=
16. Sitzung.
Dortmund, 4. De= (Schlagende Wetter.) Auf
heim infolge der ſehr günſtigen Witterung in den letzten der Zeche Wiendahlsbank ſind während der Frühſchicht
g. Darmſtadt, 4. Dezember.
Wochen einen ſehr raſchen Fortgang genommen haben, vier Bergleute durch ſchlagende Wetter lebens=
Herr Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing eröffnet um
denkt man jetzt auch bereits mit aller Energie an die Aus=gefährlich verbrannt. Sie mußten in das Witte= 334 Uhr die Verſammlung und begrüßt vor Eintritt in
führung des Bahnbaues auf rheinheſſiſcher Seite. ner Krankenhaus geſchafft werden.
die Tagesordnung) die als Erſatz für die vor Ablauf ihrer
Gegenwärtig werden die großen Beton= und andere Ma=
Hannover, 4. Dez. (Errichtung eines Wal= Amtszeit ausgeſchiedenen Mitglieder neu gewählten
bei=
ſchinen mittels der elektriſchen Straßenbahn hierher ge=derſee: Denkmals.) Der Ausſchuß für die Errich= den Stadtverordneten von Heſſert und Haury, die
bracht, um an den Kreuzungspunkt der neuen ſtrategiſchen tung eines Walderſee=Denkmals beſchloß in ſeiner heuti= nach den Beſtimmungen der Städteordnung ihr Amt als=
Bahnlinie mit der Dromersheimer Chauſſee, wohin der gen Sitzung, die Ausführung des Denkmals, für welches bald anzutreten haben, und verpflichket ſie
mit=
neue Bahnhof zu ſtehen kommt, befördert zu werden.
die Mittel durch Sammlungen aufgebracht wurden, dem telſt Handſchlags.
Oppenheim, 3. Dez. (Die Erbauung elektrie Profeſſor Hötger =Darmſtadt zu
übertra=
iſcher Bahnen im Verbandsgebiete) beſchäf= gen. Das Denkmal ſoll ſeinen Platz in der Hohenzollern=
Ein Nachruf.
tigte heute die Gemeinderatsſitzung. Es wurde beſchloſſen,
ſtraße in der Nähe der Walderſeeſchen Villa erhalten.
Der Vorſitzende gedenkt des Ablebens des
Gehei=
bei Ausführung dieſes Projekts, daß die Stadt Oppen=
Hannover, 4. Dez. (Sturmſchaden.) Durch einen men Baurats Rötelmann und führt aus, daß die
heim ſich gleichfalls der Erbauung elektriſcher Bahnen im
Verbandsgebiet anſchließt. — Die Rechnung für 1912 ſchweren Sturm wurde geſtern der Funkenturm im Stadt in dem Verſtorbenen einen Mitarbeiter in der
ſchließt ungünſtiger ab, und zwar wird nur ein Kaſſen= toten Meere bei Eilveſe ſo ſchwer beſchädigt, daß der neuen Geſellſchaft verliert, der durch hervorragende
Um=
drahtloſe Verkehr mit Amerika vorausſichtlich vier Wochen ſicht, Tatkraft und eine ſeltene Arbeitskraft ſich
ausgezeich=
vorrat von 639,58 Mark übernommen, gegen 12814 Mark
im Vorjahre. Die Geſamteinnahmen betragen 165728,68 unterbrochen wird.
net hat. Auch um die Regelung der Verkehrsverhälfniſſe
Braunſchweig. 4. Dez. (Werber für die Frem=hat ſich Herr Rötelmann insbeſondere durch ſeine Vor=
Mark, die Ausgaben 162 765,16 Mark. An Umlagen
wur=
denlegion.) Die Braunſchweigiſche Landeszeitung er= ſchläge für den neuen Tarif und ſeine Mitarbeit in der
den 80 967.32 Mark erhoben. Für Beſoldungen wurden fährt aus beſter Quelle, daß die von den Behörden einge=
Kommiſſion hochverdient gemacht. Der Mitarbeit des
20 702.57 Mark, für Schutz der Weinberge und Baumanla= leitete Unterſuchung das Vorhandenſein einer ausgedehn= Herrn Rötelmann wird ein ehrendes und dankbares
An=
gen 687.85 Mark ausgegeben. An Stiftungen wurden der
ten Organiſation von Helfershelfern für die franzöſiſche denben für alle Zeiten geſichert ſein. — Die Anweſenden
Stadt 2000 Mark zuteil.
Fremdenlegion in den Reichslanden erwieſen hat. Es ſind erheben ſich zu Ehren des Verſtorbenen von ihren Sitzen.
Gau=Algesheim, 4. Dez. (Todesſturz.) Der 70jäh= in den letzten Tagen im Reichslande mehrere Feſtnahmen
Darauf macht der Oberbürgermeiſter folgende
rige Landwirt Joſt ſtürzte ſo unglücklich die Treppe in in dieſer Angelegenheit erfolat. Im Laufe der
Unter=
ſeinem Hauſe hinunter, daß ſein Tod auf der Stelle er= ſuchung wurde ſerner ermittelt, daß die Schuldigen aus=
Mitteilungen:
folgte.
ſchließlich im Dienſte der franzöſiſchen Nachrichten=Organi=
Der Vorſtand der Darmſtädter Unterſtützungs=
* Gießen, 4. Dez. (Von der Univerſität.) Die ſation in Belfort ſtehen, mit der franzöſiſchen Heeres=Ver= kaſſe „Vorwärts” hat für den bewilligten Jubiläums=
Zahl der Studierenden beträgt in dieſem Winterſemeſter waltung ſelbſt aber keine Verbindung unterhalten.
beitrag gedankt.
1340. gegen 1338 im Winterhalbjahr 1912/13 und 1272
Feldthurne (Tirol), 4. Dez. (Orkan.) Im Eiſack=
Der Vorſtand des chemiſchen
Unterſuch=
im Winterhalbjahr 1911/12. Die Zahl der Hörer iſt nicht tal zerſtörte ein Orkan einen großen Teil des Wal=ungsamts hat für das Entgegenkommen der Stadt bei
mit berechnet. — Die Studentenſchaft beging geſtern abend des. 1000 Baumſtämme wurden entwurzelt oder abge= Herſtellung der neuen Räume des Unterſuchungsamts
ge=
zu Ehren des Germaniſten unſerer Univerſität, Geh. Hof=brochen.
dankt und zur Beſichtigung des Inſtituts eingeladen. Der
rats Proſeſſor Dr. Oto Behaghel. der nun ſeit 25 Jahren
Trapani (Sizilien), 4. Dez. (Bauernunruhen.) Vorſitzende ſchlägt den nächſten Mittwoch vor, was
an=
in Gießen lehrt. einen großen Feſtommers, an dem etwa 1500 Dauernbündler marſchierien geſtern vor die Präſek=genonmnen wird
1000 Studierende und der geſamte Lehrkörper der Univer= tur und verlanaten die Freilaſſung von 20 verhafteten Ge=
Der Buchhalter bei dem Tiefbauamt, Karl Hopp,
Ktät teilnahmen.
noſſen. Als ihrem Wunſche nicht Folge geleiſtet wurde, has für ſeine Beförderung gedan?t
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Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
Seite 5.
Naßnahmen gegen die Arbeitslofigkeit. ſals noimendig ewieſen, damit eine weiere Beſchleunt= ſkein alzu großer Dau. — Stadtv. Dr. Roellner biet,
Stadtv. Aßmuth führt aus, in der letzten Sitzung gung des Erhebungsgeſchäfts erreicht werden kann und für die Pläne dem Hochbauausſchuß vorzulegen. Der
Ober=
des ſozialpolitiſchen Ausſchuſſes ſei hervorgetreten, daß den Fall des Verſagens einer der im Gebrauch befindlis bürgermeiſter ſagk dies zu. — Hierauf wird die Hergabe
die Fürſorge für Arbeitsloſe nicht ausreichend chen Maſchinen empfindliche Störungen im Geſchäfts= des Platzes zum Preiſe von 6 Mark für den Quadratmeter
ſei. Es lagen 200 Meldungen von Arbeitsloſen vor, da= betriebe vermieden werden. Die zurzeit benutzten Maſchi= genehmigt.
von konnte 30 Arbeit geboten werden, weiter 60 bis 70 nen haben ſich beſtens bewährt und auch im Publikum
Gegen ¾46 Uhr ſchließt die öffentliche Sitzung, der ſich
durch die Vermittelung bei Privatunternehmern, ſo daß Anerkennung gefunden. Es wird beantragt, die Einſtel= eine geheime anſchloß.
noch 100 übrig blieben. Er beantragt daher, den Fondslung des für die Beſchaffung der Maſchinen erforderlichen
des Oberbürgermeiſters um 2000 bis 3000 Mark zu er= Kredits von 6800 Mark in dem Voranſchlag für 1914
gut=
höhen. Auch ſei jetzt die Zeit, die halbe Stunde Arbeits= zuheißen. Der Kredit wird nach dem Referat des Stadtv.
Deutſcher Reichstag.
zeitverkürzung in den ſtädtiſchen Betrieben eintreten zu Dr. Bender bewilligt. — Stadtv. K. Lautz beklagt
laſſen.
* Berlin, 4. Dez. Der Präſident eröffnet die
ſich hierbei nochmals über die Größe der Steuerzettel. Sitzung um 1.20 Uhr. Erſter Punkt der Tagesordnung
Der Oberbürgermeiſter erwidert, daß die An= — Stadt. Göbel bemerkt, daß dies aus techniſchen Grüns iſt die
träge erſt vorberaten werden müſſen, es ſei deshalb für den bedingt iſt, da ſonſt die Walzen das Papier nicht
nächſten Dienstag eine Sitzung des Finanzausſchuſſes ein= faſſen. — Stadtv. Dr.=Ing. Heyd frägt, warum man dritte Leſung des Geſetzentwurfes, betreffend die
Handels=
berufen worden. Im übrigen tue die Verwaltung alles, eine amerikaniſche Maſchine kaufen will, während es ſehr
beziehungen zum britiſchen Reiche.
um die Not zu lindern. — Stadtv. Sames teilt mit, gute deutſche Maſchinen gibt. — Der Oberbürgermeiſter be=
Die Vorlage wird ohne Debatte in dritter
daß beim letzten Rundgang weitere Arbeiten ermittelt merkt, daß die Wahl auf Grund von Verſuchen erfolgte. Leſung definitiv angenommen. — Es folgt die
wurden; ſo ſei die Regulierung der Schießhausſtraße und Er ladet Herrn Dr.=Ing. Heyd zu einer Vorführung ein. Fortſetzung der Beratung der Interpellationen, betreffend
die
der Pallaswieſenſtraße vorzunehmen. — Der Oberbür= Bauliche Herſtellungen in einemſtädtiſchen
germeiſter weiſt darauf hin, daß die Stadt nahezu eine
Vorgänge in Zabern.
Gebäude.
Viertelmillion aufwendet, um Straßen= und Kanalbauten
Vor Eintritt in die Beſprechung erklärt Präſident
In dem zu der Gaswerk gehörigen Hauſe
Frankfur=
auszuführen, obgleich die Zeit für die Aufnahme eines
Darlehens ſo ungünſtig wie möglich ſei. — Stadtv. Aß=ter Straße 102, in dem u. a. die Dienſtwohnung des Ma= Dr. Kaempf: Wie ich nachträglich aus dem amtlichen
ſchinenmeiſters des Gaswerks ſich befindet, ſind verſchie= Stenogramm erſehe, iſt geſtern gegenüber dem Herrn
muth erkennt das Entgegenkommen der Verwaltung dene bauliche Herſtellungen dringend erforderlich, wofür Kriegsminiſter der Ausdruck „unverſchämt” gefallen und
voll an, doch handle es ſich hier darum, zu vermeiden, daß
auch andere Zurufe ähnlichen Inhalts ſind den
Regie=
die Arbeitsloſen Armenunterſtützung in Anſpruch nehmen ein Kredit von 700 Mark beanſprucht wird. Die zuſtändi= rungsvertretern gegenüber laut geworden. Ich rufe die
gen Ausſchüſſe haben die Notwendigkeit der Herſtellungen
müſſen. — Die Anträge werden † m Finanzausſchuß über= anerkannt und die Bewilligung des Kredits befürwortet. betreffenden Abgeordneten nachträglich zur Orde
wieſen.
nung. Ich hätte dies ſofort getan, wenn ich bei der herr=
Referent: Stadtv. Sames. Die Verſammlung bewilligt ſchenden Unruhe dieſe Zurufe gehört hätte. Dies veran=
Es wird ſodann in die Beratung der Tagesordnung den erforderlichen Kredit.
eingetreten.
laßt mich, Sie zu bitten, dieſe Zurufe zu unterlaſſen, die
Aufhebung ehner Zinsverpflichtung.
Errichtung einer Luftſchifferkaſerne.
es auch den Rednern beinahe unmöglich machen, ſich ver=
Die Anlagekoſten für die Einlegung des Gasver= ſtändlich zu machen.
Die Garniſonverwaltung hat um Genehmigung zur
Errichtung einer Luftſchifferkaſern: auf dem ehemalz ſorgungsrohres in die verlängerte Darmſtraße ſind ſeither Reichskanzler von Bethmann Hollweg:
ſtädtiſchen Gelände an der Wirhäuſer Hausſchneiſe nach= durch die Antragſteller verzinſt worden. Nachdem durch
Meine Herren! Der Abgeordnete van Calker hat
geſucht. Die grundlegenden Verhandlungen hinſichtlich die Reineinnahme aus dem Gasbezug die Verzinſung ge= geſtern am Schluß die Frage an mich gerichtet. wie denn
des Platzes und der Straßengeſtaltung haben ſchon früher deckt wird, die Rentabilität der Anlage ſomit als geſichert auch weiter die Politik in Elſaß=
Loth=
die Zuſtimmung der Stadtverordnetenverſammlung ges anzuſehen iſt, hat die Gaswerksverwaltung die Aufhebung ringen geführt werden ſoll. Ich will Ihnen
funden, und es handelt ſich jetzt nur noch darum die Be= der Zinsverpflichtung beantragt. Die Gaswerks=Depu= darauf ſofort antworten und ſogleich auf einige Angriffe
freziung von der Beſtimmung in § 5 des tation hat den Antrag befürwortet. Referent: Stadtv. eingehen, die geſtern gegen mich gerichtet worden ſind.
Ortsbauſtatuts auszuſprechen, da das Gelände Lindt. Die Verſammlung ſtimmt zu.
Man hat mir vorgeworfen, ich hätte von den
Zivilbehör=
außerhalb des Bebauungsplanes liegt. Der
Hochbau=
den in Elſaß=Lothringen gänzlich geſchwiegen. Mir iſt es
Die Einfuhr von Fleiſch.
nicht eingefallen, durch mein Schweigen eine Kritik an der
Ausſchuß hat die Befreiung befürwortet und die Befür=
Das Großh. Polizeiamt hat eine Ergänzung der Po= Haltung der Zivilbehörden in Elſaß=Lothringen zu üben.
wortung auch für alle künftig auf dem Gelände zu
errich=
tenden Militärgebäude ausgeſprochen. Referent: Stadtv. lizeiverordnung über die Einfuhr von friſchem Worum handelte es ſich geſtern und wahrſcheinlich auch
Wittmann. — Stadtp Sames teilt mit, daß der Fleiſch in die Stadtgemarkung nach der Richtung vor= heute? Um Angriffe auf die
Militärver=
geſchlagen, daß im Intereſſe einer erleichterten Kontrolle waltung. Das iſt doch der Kern der Sache. Darüber
Hochbau=Ausſchuß die Befreiung für alle zukünftigen Fälle
die Einfuhr zeitlich eingeſchränkt und auf die habe ich geſprochen. (Großer Lärm. Präſident Dr.
beantragt. Die Verſammlung ſtimmt zu.
Zeit von 6 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends feſtgeſetzt Kaempf: Ich bitte, den Herrn Reichskanzler ausſprechen
Die gemeinnützige Gartenſtadt=Genoſſen= wird. Die Schlachthof=Deputation hat ſich hiermit ein= zu laſſen und die Zwiſchenrufe zu unterlaſſen.) Meine
ſchaft
verſtanden erklärt, ebenſo die Verſammlung nach dem Re= Herren! Mir iſt weiter vorgeworfen worden, daß ich mich
will auf ihrem Gelände am Heinrichwingerts= ferat des Stadtv. K. Lautz.
bei meinen Darſtellungen lediglich auf Militärberichte und
wea zwölf Wohnhäuſer errichten, nachdem ihr
nicht auf die Zivilberichte bezogen häte. (Sehr richtig
Hilfeleiſtung bei auswärtigen Bränden. links, fortgeſetzte Unruhe links.) Das iſt unrichtig. Ich
durch früheren Beſchluß die Bebauung unter Auferlegung
beſtimmter Bedingungen grundſätzlich geſtattet worden
Im Hinblick auf die Möglichkeit, daß fernerhin die kenne die Zivilberichte ganz genau. (Lärm links, Glocke
iſt. Es wird nunmehr die formelle Zuſtimmung zu der Automobile der Feuerwache zur Hilfeleiſtung bei Bränden des Präſidenten.) Meine Herren! Ich werde eine Pauſe
Errichtung der Bauten außerhalb des genehmigten Be= außerhalb der Stadtgemarkung in Anſpaich genommen machen, bis es dem Herrn Präſdenten gelungen iſt, mir
diejenige Ruhe zu verſchaffen, um weiter ſprechen zu
kön=
bauungsplans erbeten. Der Hochbau=Ausſchuß hat das werden können, hat die Waſſerwerksverwaltung beſondere
nen. (Wiederholter Lärm links. Glockenzeichen des Prä=
Geſuch befürwortet und gleichzeitig die vorgeſchriebene Vergütungsſätze berechnet und aufgeſtellt, die bei auswär= ſidenten.)
Vebaubarkeits=Erklärung hinſichtlich zweier bei der Be= tiger Brandhilfe in Anrechnung gebracht werden ſollen.
Meine Herren! Ich wiederhole, ich kenne dieſe
Be=
bauung in Betracht kommenden fiskaliſchen Parzellen aus= Der Feuerlöſch=Ausſchuß hat dieſe Vergütungsſätze gut=
75-
Stadtv. geheißen. Das gleiche geſchieht ſeitens der Stadtverord= richte ganz genau und habe ſie bei meinen
geſprochen. Referent: Stadtv. Sames.
Darſtellungen verwertet. Ich habe ausdrücklich
Schupp tritt dem entgegen — Beig Jäger gibt noch netenverſammlung nach dem Referat des Stadtv. Göbel. betont, daß über die Frage ob die zivile Sicherheit
ver=
nähere Auskünfte über die Angelegenheit. — Die Anträge
ſagt hat, ein ſcharfer Widerſpruch beſteht. Ich habe wei=
Ernennung von Erhebern der
Pfennig=
werden ſodann angenommen.
ter ausdrücklich hervorgehoben, daß die mangelnde
Koo=
ſparkaſſe.
Baudispensgeſuche.
veration zwiſchen Militär= und Zivilbehörden zum guten
Zwei hieſige Geſchäfte, mit denen je eine Erhebſtelle Teil ſchuld an den unerfreulichen Vorgängen in Zabern
Für das Haus Wenckſtraße 12 iſt um Befreiung von der Pfennigſparkaſſe verbunden iſt, ſind in anderen Beſitz war, und daß nur der andauernde Kontakt beider wieder
der Beſtimmung in § 1 der Polizeiverordnung über das übergegangen. Die Sparkaſſe hat beantragt, auch den zu normalen Zuſtänden führen könne Wie follte ich dies
Bewohnen von Dachräumen nachgeſucht worden. Im Beſitznachfolgern die Erhebſtelle zu übertragen, nachdem alles ſagen können, ohne daß ich die Berichte der Zivilver=
Einverſtändnis mit der Baupolizei empfiehlt der Hochbau= ſie zur Uebernahme des Amts ſich bereit erklärt haben. waltung kenne. Wenn ich diejenigen Vorgänge dargeſtellt
Ausſchuß, das Geſuch abzulehnen. Die Verſammlung Der Finanz=Ausſchuß hat den Antrag befürwortet. Dem habe, auf Grund deren das Militär eingeſchritten iſt, ſo
lehnt das Geſuch nach dem Referat des Stadtv. Mö= Antrag wird nach dem Referat des Stadw. Dr. Bender muß ich mich doch auf die Darſtellungen der
Militärver=
ſer ab.
zugeſtimmt.
waltung ſtützen. Es iſt doch unmöglich, dies anders zu
Bei dem Umbau des Hauſes Wilhelminenſtraße 14
Die Erbauung der Reformationskirche.
machen. Die Angaben der Zivilverwaltung über die
Vor=
ſoll ſtatt eines genehmigten Heizkamins ein ſogemnannter
Der Oberbürgermeiſter bemerkt, daß aus Verſehen gänge vom 28. November beziehen ſich im weſentlichen
Schoferkamin errichtet werden. Der Hochbau=Ausſchuß hat
die nachgeſuchte Befreiung von der Beſtimmung in Ar=das Geſuch der Reſormationsgemeinde um Ueberlaſſung auf die Ereigniſſe bei der Räumung des Schloßplatzes und
tikel 64 der Ausführungsverordnung zur Allg. Bauord= eines Baugeländes für die Reformationskirche auf die auf die Behandlung der Verhafteten Ich habe von allen
nung befürwortet mit der Maßgabe, daß damit auch alle nichtöffentliche Tagesordnung gekommen ſei. Es referiert dieſen Dingen ganz ausdrücklich geſagt, daß ſie im Geſetz
keinen Grund finden. Wie kann man denn unparteiiſcher
kunftigen gleichartigen Befreiungsgeſuche als befürwortet ſodann hierüber Stadtv. Wagner:
Die Reformationsgemeinde, die 24000 Seelen um= über derartige Sachen urteilen. (Lachen bei den
Sozial=
gelten ſollen. Reſerent: Stadtv. Wagner. Dem
Ge=
faßt, hat ſich an die Stadtverwaltung gewandt um Ueber= demokraten.) Wenn ich das geſtern ruhig und
leidenſchafts=
ſuch wird ſtattgegeben.
laſſung eines Baugeländes für die Reformationskirche. los vorgetragen habe, ſo iſt das mit Abſicht geſchehen,
Errichtung von Gebäuden im
Platanen=
weil ich die tiefe Beunruhigung, die
Die Kirche ſoll auf dem Gelände in den Bahnhofsanlagen
weite Kreiſe der Bevölkerung erfüllt,
hain.
zwiſchen Eliſabethen= und Waldſtraße errichtet werden.
In dem Platanenhain ſoll ein Reſtaurationsgebäude Das Ortsgericht hat mit Rückſicht darauf, daß das Ge=verſtehe, namentlich inſofern darin Sorge um
Recht und Geſetz zum Ausdruck kommt. Ich mußte
und ein Kaffeehaus auf die Dauer der nächſtjährigen Aus= lände unbebaubar iſt, einen Preis von 6 Mark für den mir diejenige Ruhe auferlegen, die es ermöglicht, die
Si=
ſtellung errichtet werden. Der Hochbau=Ausſchuß hat die Quadratmeter als angemeſſen erachtet. Der
Finanzaus=
tuation nicht zu verſchlimmern, ſondern zu beſſern. Dar=
Genehmigung hierzu unter den gleichen Bedingungen, wie ſchuß hat ſich mit dem Preis einverſtanden erklärt und
ſie bei früheren ähnlichen Anläſſen aufgeſtellt wurden be= beantragt, das Gelände für 6 Mark pro Quadratmeter zu auf kommt es an. (Unruhe links, Beifall rechts?
Nun hat Herr van Calker viel aus meiner Rede
dar=
fürwortet. Die Verſammlung ſtimmt nach dem Referat überlaſſen. Die erforderliche Größe iſt noch nicht
feſtge=
über herausgehört, wie meine Stellung zu der künftigen
des Stadtv. Wittmann zu.
ſtellt. — Stadtv. Sames beantragt, den Preis etwas Politik in Elſaß=Lothringen iſt. Ich habe mich über dieſe
herabzuſetzen. Dagegen wendet ſich Stadtv. Dr.=Ing. Stellung ſchon oft in dieſem hohen Hauſe ausgeſprochen
Ausgeſtaltuna des Platzes vor dem
Heyd. Stadtv. Aßmuth meint, daß das Gelände nicht und ich bin auch vielen Anfeindungen deswegen ausgeſetzt
Orpheum.
günſtig ſei, da die Kirche dort zu verſteckt werde. Der worden. Daß darüber kein Zweifel iſt, mögen die Herren
Nachdem die Stadt das ehemalige Bahngelände vor Oberbürgermeiſter zerſtreut dieſe Bedenken; auch
daraus erſehen, daß auch die traurigen Ereigniſſe in
Za=
dem Orpheum zur Vergrößerung des Platzes daſelbſt
er=
worben hat, ſoll der Platz entſprechend hergerichtet wer= die Anlagen werden nicht beeinträchtigt durch den Neubau. bern mich in meiner Anſicht nicht wankend gemacht haben.
den. Es iſt in Ausſicht genommen, die chauſſiert: Fahr: Der Preis ſei nicht zu hoch; wenn Induſtrie ſich hier nieder= Das iſt nicht der Fall, wenn ich geſtern nicht in dem
lei=
laſſen will, werde die Stadt ja auch Gelände billig denſchaftlichen Tone geſprochen habe, wie andere Herren
bahn zur Erleichterung des Anfahrens und der Aufſtellung hergeben müſſen. Stadtvv. Hüfner und Pickert tre= aus dieſem hohen Hauſe. Meine Herren! Ich mußte
von Fahrzeugen auf 9 Meter und ebenſo den Fußweg ten dem bei, ebenſo Stadtv. Henrich, der den Stand= ſprechen über Dinge, die zum größten Teile der
Diſzipli=
entſprechend zu verbreitern, ſowie im übrigen das Ge= punkt vertritt, daß der Preis gefundenes Geld ſei. Auch
narahndung harren, und bei dieſem Zuſtand der Dinge
lände zu bekieſen. Die Koſten hierfür betragen 850 Mark, Stadtv. Schupp tritt für das Gelände und den muß ſich der Reichskanzler eine andere Reſerve auferlegen
deren Bewilligung beantragt wird. Die Verſammlung Preis ein. Stadtv. v. Heſſert regt an ob nicht der Platz wie die Herren Abgeordneten. Meine Herren! Sie haben
bewilligt die Summte nach dem Reſerat des Stadtv. auf dem freigewordenen Gelände der Main=Neckar=Bahn mich geswungen, über meine Stellung in der
Wagner.
für die Anlage geeignet ſei, da die Kirche hier freier ſtehen Politik gegenüber Elſaß=Lothringen zu
würde Der Oberbürgermeiſter bemerkt, daß von ſprechen. Ich will mit einigen Worten mich noch einmar
Die Verſchöneruna des freigewordenen
der Gemeinde auf dem gewählten Platz beſtanden würde. darüber ausſprechen, obwohl ich weiß, daß ich ſehr vielen
alten Bahngeländes.
Das freigewordene alte Bahngelände ſoll im Einver= Auch mit Rückſicht auf den Bezirk ſei der Platz geeignet. Widerſpruch erfahren werde. Ich bin konſequent in
mei=
nehmen mit dem Miniſterium teilweiſe bepflanzt Man ſtehe jetzt auf dem Standpunkt, einen möglichſt klei= ner Politik. (Lebhafter Widerſpruch ſinks und Heiterkeit.)
und mit gärtneriſchen Anlagen verſehen nen Bezirk von etwa 20 000 Perſonen um die Kirche zu Ich muß darüber ſprechen. Meine Herren! Wie liegen
werden, da eine andere Benutzung vorerſt als unmög= gruppieren, da nur in dieſem kleinen Bezirke ein prakti= denn die Dinge? Ich habe mich in voller
Uebereinſtim=
lich ſich erwieſen hat. Es iſt beabſichtigt, zunächſt die die ſches kirchliches Leben ſich entwickeln könne. — Stadtv. mung mit dem Statthalter Grafen Wedel dafür eingeſetzt,
alten Bahnanlagen durchſchneidenden Straßen auf beiden Dr.=Ing. Heyd präziſiert nochmals ſeinen Standpunkt; daß die Verfaſſungszuſtände wie wir ſie dort jetzt haben,
Seiten mit blühenden Staudengewächſen zu bepflanzen, er möchte nur für alle Gemeinſchaften die gleiche Behand= eingeführt werden. Ich habe das nicht getan aus
Vor=
um die dahinter liegende Oedfläche zu verdecken Hierfür lung gewahrt wiſſen. — Stadtv. Dr. Fulda ſpricht ſich ſiebe für oder Nachaiebigkeit gegen demokratiſche
Dol=
iſt ein Ergänzungskredit von 870 Mark erforderlich, deſſen ebenfalls gegen dieſen Platz aus Er möchte die Anlagen trinen. Ich habe dieſe Politik befolat, weil ich überzeugt
Bewilligung beantragt wird. Stadtv. Dr Bender be= freihalten. Das Gelände der Main=Neckar=Bahn ſei viel bin, daß wir dort nur dann vorwärtskommen können,
merkt daß vorläufig die Südſeite des Bahnüberganges geeigneter. Stadtv. Sames tritt nochmals dafür ein, wenn wir von dem ausſichtsloſen Verſuch abſtehen,
am Rheintor, zu beiden Seiten des Ueberganges an derKorporationen, die ein Kunſtdenkmal erbauen wollen, aus dem ſüddeutſchen Reichslande ein
Eliſabethenſtraße zum Exerzierplatz und dem Uebergang billiges Gelände zu überlaſſen. — Stadtv. Dr. Benderlnorddeutſches Preußen zu machen, ſondern
an der Holzhofallee angelegt werden ſoll. — Stadtv. Lonis iſt der Ueberzeugung, daß der äſthetiſche Eindruck der wenn wir unter Wahrung und Pflege der Stammeseigen=
Lautz beantragt eine Verſchönerung des ſüdlichen Bau= neuen Kirche in der Anlage ganz vorzüglich ſein wird. Im art und der Moralität des Reichsländers ihn an das Reich
platzes vor dem neuen Bahnhof. Nach kurzen Bemerkun=Prinzip ſtimme er dem zu, daß die Anlagen der Stadt er= zu ketten ſuchen. Ich erlaube mir heute nochmals den
gen des Oberbürgermeiſters, der Stadtvv. Hüfner, Aß=halten bleiben ſollen, doch ſei der hier benötigte Platz Appell an die Bevölkerung zu richten,
muth. Schupp. Möſer und des Beig. Jäger wird außerordentlich klein im Vergleich zu der ganzen Anlage, ſie möge mitarbeiten und nicht mit einer über=
Da überhaupt keine Ausſicht vorhanden iſt, daß jener Platz triebenen Empfindlichkeit ſich abſeits ſtellen. Meine
Baugelände werden könne, ſei der Preis von 6 Mark —i= Herren! Mir iſt vorgeworfen worden gerade durch dieſe
die Summe bewilligt.
gemeſſen. Der Oberbürgermeiſter bemerkt, daß der Politik die ſchlechten Zuſtände herbeigeführt zu haben. Das
Beſchaffung von Hilfsmaſchinen für die
Genoſſenſchaftsbäckerei das Gelände ebenfalls zu einem höre und leſe ich jeden Tag. Sie können verſichert ſein,
Stadtkaſſe.
Für die Stadtkaſſe hat ſich die Beſchaffung je einer billigen Preis überlaſſen worden ſei. Es handelt ſich hier dieſe Vorwürfe gehen mir nahe und, meine Herren, wie
weiteren Regiſtrierkaſſe und Schreib= und Bechenmaſchine! um ein Projekt von etwa 200000 Mark, alſo es werde ſind dann die Dinge? Gewiß, es=wird manchen Altelſäſſen
Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
Seite 6.
und manchen Albeutſchen geben, die in Uebereinſtimmung des Shſiemts, daß die Solbaten gegenüber ihren Vorgeſeh=1(Sehr richtigh) Zentrum, Forichritler, Naſionalberchie
ihre beſten Kräfte dafür einſetzen, das Reichsland enger ten vollſtändig ſchutzlos ſind. Das ſehen wir ganz beſon=und auch die Sozialdemokraten haben immer gearbeitest
mit dem Reiche zu verſchmelzen, welche mit mir viele ders bei den polniſchen Soldaten, die ſeitens ihrer Vorge= an der Beſeitigung der Gegenſätze in Elſaß=
Lothringen=
unerfreuliche Erſcheinungen beklagen. Ich leugne dieſe Er=ſetzten, Offizieren und Unteroffizieren, mit Schimpfworten Die vom Kriegsminiſter getadelten Hetzartikel ſtanden nicht
ſcheinungen gar nicht, ich warne nur davor, aus einem und Tätlichkeiten drangſaliert werden und hierdurch ſowie in den Organen dieſer Parteien, ſondern derjenigen, dier
post hoc ein propter hoc zu machen. (Beifall.) Wir durch ſtändige Ueberwachung ihrer Nationalität entfrem= hinter dem Reichskanzler ſtehen. Die Militärverwaltung
haben vor Erlaß der Verſaſſung ebenſo eine Reihe von det werden ſollen. Wir Polen, die wir von dem Staat hat mit ihren Verhaftungen gegen die ſtrikten Vorſchrifs
und den Regierungen ſo ungerecht behandelt werden, kön= ten des Strafgeſetzbuches verſtoßen und gegen die
Vor=
unerfreulichen Dingen gehabt wie ſpäter.
Leſen Sie die Geſchichte nach von dem Falle Manteuf= nen an die Rechtsgrundſätze des Staates nicht glauben. ſchriften für das Militär, betreffend Anwendung von
Waffengewalt. Es iſt unerhört, wenn ein Oberſt und
fels an bis zu den Zeiten Hohenlohes! Niemand konnte (Beifall bei den Polen.)
Freiherr v. Gamp (Reichspartei): Vor Verfehlun=einige Offiziere ſich auf einige Tage Polizeimacht
an=
erwarten, daß eine Verfaſſung, die einen großen
Fort=
ſchritt zur Selbſtändigkeit des Landes brachte, eines Lan=gen iſt auch die Militärverwaltung nicht gefeit. Das Ver=maßen. Den einzigen Vorwurf habe ich der Zivilverwall
des, das Jahrhunderte lang unſelbſtändig zwiſchen zwei fehlen des Leutnants von Forſtner, der über den Regi=tung in Zabern zu machen, daß ſie nicht Humor genugge
Nationen hin und her gezerrt wurde, ſich einleben konnte mentsbefehl quittiert hat. hätte ſchneller erkannt und ge= habt hat, militäriſche Hilfe zu requirieren gegen den
Ober=
ohne Erſchütterungen. Wenn wir vorwärtskommen wol= fühnt werden müſſen. (Sehr richtig!) Auch hätten uns ſten von Reutter. (Große Heiterkeit.) Was in Zabern
len, müſſen wir eine ruhige und feſte Hand in der Politik dieſe Sorgen und Aufregungen erſpart werden können vorgekommen iſt, iſt die unverſchämteſte Freiheitsberaus
zeigen. Wir müſſen Ausdauer und Geduld zeigen durch ſofortige Remedur. (Lebhaftes Sehr richtig!) Bei bung, verbunden mit Körperverletzung und ſonſtigen
und nicht bei jedem Rückſchlag die Nerven verlieren. der Schilderung der Vorgänge in Zabern hat der Reichs=Uebelſtänden. Wenn der lahme Schuſter ſich gewehrt hat,
Meine Herren! Es iſt geſtern hier in leidenſchaftlichem tag geſtern den Ernſt miſſen laſſen. Die Zivilbehörde ſo hat er ſich mit Recht gewehrt. Was wäre geſchehen
Tone das Wort geſprochen worden, jetzt ſei in Elſaß=Loth= war nicht genügend auf dem Poſten. Auf die Unſtimmig= wenn irgendwelcher Bürger ſich ähnlicher
Freiheitsberau=
ringen alles vernichtet, was in Jahrzehnten geſchaffen keiten zwiſchen Zivil= und Miltärbehörde hat der Reichs=bungen hätte zuſchulden kommen laſſen? Er wäre mitl
worden iſt. Meine Herren! Ich kann mich nicht zum kanzler ſchon hingewieſen. War die Polizei, als das Mili= Recht ſchwer beſtraft worden. Mißbrauch der anvertrauten
Träger eines ſolchen Peſſimismus machen. In einer tär einſchritt, auf dem Poſten? Die Behandlung der Ver=Waffengewalt ſollte nicht vorwiegend einem
Standesge=
ernſten Stunde und wir ſtehen in einer ernſten Stunde hafteten war unpaſſend. Es waren lauter anſtändige richt, ſondern vor dem ordentlichen, bürgerlichen Richter
Gebhafte Zurufe), müſſen wir den Blick in die Zukunft Leute, die hätte man in Mannſchafts= oder Offiziersſtuben verhandelt werden. Heute beſteht hierin eine Art
Klaſſen=
richten. Meine Herren! Ich nenne die Stunde ernſt, nicht unterbringen müſſen nicht aber im Pandurenkeller. Der juſtiz. Herr von Deimling wird in Baden hochgeſchätzt,
etwa, weil meine Stellung hier gefährdet wäre, oder weil Landrichter hatte kein Recht, die Vernehmung vorzuneh= Sein Fehler iſt nur, daß er ſich um politiſche Dinge
küm=
die Herren geſtern die Mißbilligung gegen mich bean= men. Einen ſehr eigenartigen Eindruck macht es, daß ein mert. Lächerlich iſt der Einwand, die Verfaſſung ſei
tragt haben, und nachher beſchließen werden —, meine Generalmajor zur Unterſuchung nach Zabern geſchickt Schuld an den Vorgängen in Zabern. Das deutſche Volls=
Herren, deshalb nenne ich die Stunde nicht ernſt. (Stür= wurde und nicht ein Vertreter der Zivilverwaltung. Hatte geſetz ſteht über den militäriſchen Intereſſen. (Beifall
miſche Zurufe, Glocke des Präſidenten.) Ich nenne diedenn der Statthalter oder der Staatsſekretär keine Ahnung links.)
Stunde ernſt, weil ſich aus der tiefen Erregung die Ge=von den Vorgängen? Die Kundgebung der elſäſſiſchen
Abg. Ricklin (Elſäſſer): Es iſt dem Deutſchtum
un=
fahr aufgetan hat daß eine Kluft zwi=Mittelpartei begrüßen wir dankbar. Den Standpunkt des berechenbarer Schaden zugefügt worden. In dieſer Hinſicht
ſchen Armee und Volk geſchaffen wird. Herrn van Calker, daß alles in Elſaß zuſammengebrochen unterſchreibe ich jedes Wort des Abgeordneten van Cal=
(Zurufe. Langandauernde Bewegung. Glocke des Präſi= ſei, was durch nationalen Sinn erreicht worden iſt, teilen ker und ich begrüße das warme, herzliche Eintreten des
denten.) Weil ich dieſen Ernſt erkannt habe, habe ich die meiſten Elſäſſer und auch wir nicht. Die Zaberner Abgeordneten Fehrenbach für unſere Eigenart. Von mit
Ihnen geſtern ausdrücklich und abſichtlich geſagt, daß die Bevölkerung iſt viel zu einſichtig, patriotiſch und politiſch kann ich ſagen, daß ich ſtets beſtrebt war, die nationalen
erſte Aufgabe wäre, die Harmonie zwiſchen Militär und klug, als daß ſie nicht einſehen würde, daß das ungebühr= Gegenſätze im Reichslande zu beſeitigen und aus ihm
Zivilverwaltung herzuſtellen. (Erneute Zurufe. Ledebour liche Verhalten eines Offiziers und der Konflikt zwiſchen einen guten deutſchen Bundesſtaat zu machen. Wir ſtehen
ruft: Harmonie mit dem Kriegsminiſter!) Meine Her= Militär= und Zivilbehörde die jahrelange Arbeit nicht bekümmert und klagend vor dem Trümmerfeld unſerer
Ver=
ren! Ich befinde mich im vollen Einvernehmen mit dem vernichten kann. Wenn es gelingt, bei dieſem Anlaß die ſöhnungspolitik. Es ſtoßen uns Zweifel auf, ob unſere
Herrn Kriegsminiſter. (Stürmiſcher Beifall rechts. Lang= Hetzereien der nationaliſtiſchen Preſſe zurückzuweiſen, ſo Politik richtig war und ob uns das Volk weiter folgen
andauernder Lärm links.) Der Kriegsminiſter verbeugt werden die Tage von Zabern die gute Wirkung haben, wird. Der geſtrige Tag war ſchlimmer als eine verlorene
ſich gegen den Reichskanzler. Glocke des Präſidenten. Der zu einem beſſeren Verhällnis zwiſchen der altdeutſchen und Schlacht, die durch einen morgigen Tag ausgeglichen wer=
Lärm legt ſich nur langſam.) Meine Herren! Ich ſpreche der elſäſſiſchen Bevölkerung zu führen. Dieſen Wunſch den kann. Der Reichskanzler kann unmöglich von ſeinem
dies ausdrücklich aus, weil der Herr Abgeordnete Lede= haben wir alle, daß die Reichslande möglichſt bald und Standpunkt überzeugt ſein, daß die Autoritat der Geſetzel
bour hierzu die Veranlaſſung gab. Deshalb, ſage ich, habe möglichſt innig mit Deutſchland verbunden werden. Das ebenſo zu ſchätzen ſei, wie die der Gewalten. Geſchützt
ich geſtern ausdrücklich und mit Abſicht geſagt, die Herſtel= iſt auch der Wunſch unſerer Partei. (Beifall rechts.)
hat er nur die Militärverwaltung. (Beifall.) Dazu
paſ=
lung dieſer Harmonie ſei die Hauptaufgabe für die Zu=
Präſident Dr. Kaempf macht därauf aufmerkſam, ſiert dem Reichskanzler das Mißgeſchick, daß er hinſichtlich
kunft, und das iſt keine Redensart. Meine Herren! Ich daß in der Annahme, daß die Beſprechung heute zu Ende des Wortes „Wackes” von ſeinem Zeugen im Stich
ge=
wiederhole das heute nochmals, und wenn geſtern hier gehen werde, noch heute die namentliche Abſtimmung vor= laſſen wurde. Immer liegt in dieſem Ausdruck einel
auf eine Nebenregierung hingedeutet worden iſt, ſo betone genommen wird.
ſchwere Beleidigung. Unſere elſäſſiſchen Rekruten ſind
ich, eine ſolche Regierung exiſtiert nicht. (Zwiſchenrufe.)
Abg. Dr. Weill (Soz.): Die geſtrige Ausſprache hat dauernd ſchweren Beleidigungen ausgeſetzt. Sie teilen
Nein, meine Herren, es exiſtiert eine Hauptregierung, für ſchon ergeben, wie die überwiegende Mehrheit der deut= hierin das Schickſal der polniſchen Rekruten. Nachdem
die ich dem Kaiſer verantwortlich bin, und wenn ich dieſe ſchen Volksvertretung über die unſinnige Politik in die beleidigenden Aeußerungen des Leutnants v. Forſtner
Verantwortung nicht mehr tragen zu können glaube, ſo Elſaß=Lothringen denkt. Der Reichskänzler hat ſich bekannt geworden waren, mußten die Behörden ſofort
ein=
werden Sie mich nicht mehr an dieſem Platze ſehen. Aber mit dem Kriegsminiſter ſolidariſch erklärt und damit mit ſchreiten und Remedur ſchaffen. Der Offizier hat keine
ich wiederhole es in dieſem Falle, es iſt von einer Neben= ſeiner Auffaſſung, die faſt von dem ganzen Hauſe mit beſondere Ehre. Jeder Ehrenmann muß ſein Schild hlank
regierung nicht die Rede.
Alle maßgebenden Inſtanzen ſind darin einig, daß Entrüſtung zurückgewieſen wurde. Ich kann verſichern, halten, dagegen hört man von Rekrutenehre kein Wort.
ohne ein verſtändnisvolles Zuſammen= daß wir erſtaunt waren über die Ausführungen der Ab=Leutnant v. Forſtner hätte gezwungen werden müſſen,
arbeiten von Militär und Zivil, wie es geordneten van Calker und Fehrenbach, von deren Par= dem elſäſſiſchen Volke öffentlich Abbitte zu tun. Dadurch
leider in Zabern gefehlt hat nichts gebef= teien wir ſonſt keine übermäßige Feſtigkeit gewohnt ſind. wäre das Anſehen der Armee nur geſtiegen. Einen
be=
ſert werden kann, und, meine Herren, dieſer Ge= Darauf, was uns geſtern vom Regierungstiſch geboten ſonderen ritterlichen Charakter ſcheint v. Forſtner nicht
ſichtspunkt iſt von der oberſten Stelle den beteiligten Be= wurde, war niemand gefaßt. (Sehr richtig! links.) Die, zu haben, ſonſt hätte er nicht auf den wehrloſen lahmen
hörden und Beamten im Anſchluß an die Vorgänge in Reden waren wirklich Worte aus einer anderen Welt. Schuſter eingeſchlagen. Jetzt werden auch dem Blindeſten
Zabern wiederholt und nachdrücklich ins Gewiſſen ge= Der Reichskanzler ſtand unter dem Eindruck der Unter= die Augen geöffnet werden, daß bei uns im Elſaß doch
ſchrieben worden. (Bewegung und Unruhe. Glocke des redung in Donaueſchingen. Zu dieſer Unterredung war nicht ſo gute Zuſtände herrſchen, wie man es wünſcht. So
Präſidenten.) Meine Herren! Der Kommandierende Ge= aber der Reichskanzler nicht zugezogen. Da hätte er ſa= mußte es kommen, damit man ſieht, wie wir unter dem
neral hat von der höchſten Stelle die Weiſung, dafür zu gen ſollen: Das beforge ich, ſonſt ziehe ich meine Konſe= Militärregiment ſeufzen. Der Umſtand iſt nicht
wezzu=
ſorgen, daß nirgends das Geſetz überſchritten wird, und quenzen. Das tat er aber nicht. Er ſchließt ſich vielmehr leugnen, daß eine Statthalterkriſis beſteht, vielleicht auch
es beruht auf dem Willen der oberſten Stelle, daß Mili= dem Kriegsminiſter an, der an Herrn von Deimling das eine Reichskanzlerkriſis. Das mögen aber die Herren unter
tär und Zivilverwaltung Hand in Hand gehen, unter als beſtes anerkennt, daß er ſeine diktatoriſchen Allüren ſich ausmachen wer geht und wer bleiben ſoll. Wir
El=
voller Wahrung der gegenſeitigen Kompetenzen, unter noch nicht abgelegt hat. Bezeichnend iſt, daß auch altdeut= ſäſſer wiſſen, daß wir getragen ſind von der
Sympathie=
voller Wahrung von Geſetz und Recht. Meine Herren! ſche Kreiſe in Elſaß=Lothringen ſich dem Proteſt anſchlie= des ganzen deutſchen Volkes und der ganzen geſitteten
Was in der Vergangenheit gefehlt worden iſt, ich habe ßen. Der Kriegsminiſter hat den wirklich ſeltenen Mut Welt. (Beifall.)
geſtern darüber geſprochen, es wird gefühnt. Wir kön= gefunden, die Schuld an den Vorgängen den lärmenden
Darauf wird ein Antrag auf Schluß der
Be=
nen für die Zukunft wiederherſtellen, was gefährdet Tumultuanten und den hetzeriſchen Preßorganen
zuzuſchie=
ſprechung angenommen.
Abg. Herzog (Wirtſch. Vgg.) beklagt, daß es ihm
wurde nur auf der Grundlage von Geſetz und Recht. (Bei= ben. Die ganze elſäſſiſche Preſſe verwirſt dieſe Vorgänge
fall rechts. Ziſchen links. Glocke des Präſidenten. Erneu= und da ſtellt ſich der Kriegsminiſter her und ſpricht im durch den Schluß nicht möglich geweſen ſei, eine kurze
Er=
ſchnoddrigſten Ton. (Präſident Dr. Kaempf ruft den klärung ſeiner Partei zu verleſen, die die Mißbilligung
tes Ziſchen links, das ſich allmählich legt.)
Präſident Dr. Kaempf teilt mit, daß über die bei= Redner zur Ordnung. Große Unruhe links. Bravo! zu den Vorgängen in Zabern ausſprechen ſollte.
den Anträge der Fortſchrittlichen Volkspartei und der rechts) Ein Einverſtändnis zwiſchen Reichsregierung und
Sodann wird die
Sozialdemokraten, der Reichstag möge ſeine Mißbilli= Landesregierung ſcheint nicht mehr zu beſtehen. Ungeſetz=
Abſtimmung über das Mißtrauenspotum
gung ausſprechen, auf Antrag namentlich abge=lichkeiten werden zugegeben, aber mit allen möglichen
Ein=
ſchränkungen und mildernden Umſtänden. Es wurde ge= vorgenommen. Ueber beide Anträge, den fortſchrittlichen
ſtimmt werden wird.
ſprochen vom Recht der Armee vom Königsrock und vom und den ſozialdemokratiſchen, wird in einmaliger
Fortſetzung der Beſprechung.
Ehrgefühl. Kein Stein dieſer ſtolzen Mauern ſollte ſtehen namentlicher Abſtimmung entſchieden. Für den=
Abg. Rogalla v. Bieberſtein (Konſ.): Auch wir ohne das Heer. Wo wären aber die Armee und der Kriegs= Antrag ſtimmen 293, dagegen 54 Abgeordnete, 4 enthalten
wünſchen dringend, daß der Kontakt zwiſchen dem Mili= miniſter, wenn dieſe ſtolzen Mauern nicht da wären? ſich. Die Anträge ſind ſomit angenommen.
tär und den Zivilbehörden wieder hergeſtellt werde. Trotz= Dieſe Aeußerung war überhaupt charakteriſtiſch für das
Hierauf wird vertagt. Nächſte Sitzung Freitag
dem wird eine Kritik an der Haltung der Zivilbehörden ganze Prätorianertum der Offiziere. Das iſt der Geiſt 12 Uhr: Interpellation, betr. Arbeitsloſigkeit und
Dienſt=
notwendig ſein. Ich werde mit der größten Ruhe die der Militärdiktatur und es iſt hohe Zeit, daß die Bürger botenverſicherung.
Sache behandeln. (Lachen.) Ihr Lachen wird mich nicht ſich aufraffen und den Bürgerrock höher einſchätzen als
Abg. Haaſe (Soz.): Die politiſche Situation die
aus dieſer Ruhe bringen. Ich erkläre, daß wir das unkor= die Uniform. Der Abgeordnete van Calker hat von dem
rekte Benehmen des Leutnants von Forſtner in der In= großen Unheil geſprochen. Ich als Altelſäſſer kann Ihnen durch die Debatte der letzten Tage und den eben gefaßten
ſtruktionsſtunde ſelbſtverſtändlich nicht verteidigen. Die ſagen, daß Erbitterung und Zorn die einheimiſche Bevöl=Beſchluß geſchaffen worden iſt, legt den Gedanken nahe,
Allgemeinheit der elſäſſiſchen Bevölkerung wollte er aber kerung ergriffen hat und daß die Altelſäſſer eine gewal= die Verhandlungen des Hauſes ſo lange zu vertagen, bis
nicht beleidigen. Es war nicht angängig, daß Herr Pei= tige Portion Selbſtbeherrſchung zeigen, wenn ſie nicht die die Situation geklärt iſt. Da aber die Erörterung der
Ar=
rotes die Offiziere durch die Bezeichnung Hochverräter weiteſten Konſequenzen aus dieſer deutſchen Politik zie= beitsloſigkeit dringend iſt, ſind wir, um deren Erledigung
beleidigte. (Bravol rechts.) Den Rekruten ſtand der Be= hen. Provozieunde Offiziere gibt es nach dem Kriegs= noch vor Weihnachten zu erreichen, mit der vorgeſchlagenen
ſchwerdeweg offen, Remedur iſt auch eingetreten. Die miniſter nicht. Nach ſeiner geſtrigen Rede denkt man imTagesordnung einverſtanden. — Schluß ½6 Uhr.
Höbe der Diſziplinarſtrafe mitzuteilen, war der Kriegs= Reichstag vielleicht auch anders über derartige
Möglich=
miniſter nicht berechtigt. Dafür iſt die Kommandobehörde keiten (Sehr gut links.) Für ſich nehmen die Herren alle
HB. Berlin, 4. Dez. Im Reichstage iſt ein
und als letzte Inſtanz der Kaiſer zuſtändig. Die Diſzi= Schonung in Anſpruch, ſelber aber ſchonen ſie niemanden,neuer Antrag Baſſermann=Schiffer
einge=
plin muß unter allen Umſtänden gewahrt werden. Das Die Pflicht des Reichstags iſt klar und einfach. Wenn
gangen, auf Vorlegung eines Geſetzentwurfes über den
Gegenteil davon wäre für die Sozialdemokraten ein ge= der Reichskanzler auch das Mißtrauensvotum des Reichs= Ausbau des Bundesamtes für das
Heimats=
fundenes Freſſen. (Unruhe und Zurufe links.) Unrichtig tags gering einſchätzt, ſo weiß doch das Volk, was es von weſen zu einem Reichsamt für das Heimat und
Finanz=
war es, wenn Herr Fehrenbach das Beſchwerderecht als ihm zu erwarten hat, auch nach ſeinem mißglückten Rück= weſen behufs Uebernahme der letztinſtanzlichen
Entſchei=
illuſoriſch und nichtig hinſtellte. (Sehr richtig! rechts.) Als zugsverſuch. Es muß Genugtuung gegeben werden. Wir dung in Rechtsſtreitigkeiten aus dem Wehrbeitragsgeſetz
das Militär bei der Säuberung des Platzes einſchritt, war haben die Autorität der Volksvertretung und das Ehrge= und dem Beſitzſteuergeſetz.
die Polizei vorher befragt worden. Nur ein Poliziſt war fühl des Volkes zu wahren. (Lebhafter Beifall links.)
Abg. Dr Haas (Fortſchr. Vpt.): Anſtatt zu berus
anweſend und der erklärte: „Nee, ich komme nicht,
ich bin unabkömmlich.: (GHört, hört! rechts.) Schon higen, hat der Reichskanſler die Vorgänge beſchönigt. Er
Bismarck ſagte, den preußiſchen Leutnant macht uns nie=beſitzt nicht mehr das Vertrauen des Volkes. Er ſollte
Die Vorgänge in Zabern.
mand nach. (Zurufe: Den von Forſtner ſicher nicht!) Ich nicht allein der oberſte Beamte Deutſchlands ſein, ſondern
* Zabern, 4. Dez. Als heute mittag ein
engli=
erinnere an das heldenhafte Auftreten junger Offiziere in der Hüter der Rechte und Geſetze des deutſchen Volkes.
Südweſt und 1870. (Sehr gut! rechts.) Der größte Teil Trotz aller Parteigegenſätze ſtand das ganze Volk hinter ſcher Berichterſtatter des Daily Mirror verſüchte,
des Volkes würde es nicht verſtehen, wenn das Militär der Rede Fehrenbachs. (Sehr richtig!) Es handelt ſich den vorübergehenden Leutnant Schadt zu
photographie=
nicht zur Selbſthilfe geſchritten wäre. (Sehr richtig! Abg. nicht allein um das Intereſſe Elſaß=Lothringens, ſondern ren, wurde er auf Antrag des Leutnants von Gendarmen
Emmel (Soz) ruſt: Wenn die Arbeiter ebenſo handel= um das Intereſſe der Würde Deutſchlands vor dem Aus=verhaftet. Sein Apparat wurde beſchlagnahmt. Näch
ten?) Ob das Militär immer richtig gehandelt hat, will lande. (Lebhaſtes Sehr richtig!) Deutſchhand iſt nicht einer Viertelſtunde wurde er aus der Haft entlaſſen,
Zabern, 4. Dez. Zu der Siſtierung des
ich nicht entſcheiden. Wären die lokalen Behörden beſſer allein Militärſtaat mehr, ſondern Rechtsſtaat. Dem einen
auf dem Poſten geweſen, ſo wäre alles Ueble nicht paſſiert. Mann in Deutſchland wäre beſſer gedient worden, wenn Korreſpondenten des Daily Mirror wird er=
Wir erwarten, daß die Armee die Diſziplin aufrecht er= man unverhüllt und rückſichtslos die Wahrhlit geſprochen gänzend gemeldet: Die Kreisdirektion erklärt ausdrücklich,
hält und auch ihre Stellung in Elſaß=Lothringen wahren hätte (Sehr gut.) Der Kanzler meint, des Kaiſers Rock daß nach ihrer Auffaſſung von einer vorläufigen
Ver=
wird. Sie wird das Volk in ſeiner größten Mehrheit müſſe unter allen Umſtänden reſpektiert werden. Nein, haftung des Amäteurphotographen nicht die Rede ſein
hinter ſich haben, insbeſondere auch den beſonnenen und reſpektiert werden muß auch des Bürgers Rock und die könne, ebenſo wenig von einer Beſchlagnahme der Plat=
Rechte und Geſetze des deutſchen Volkes. (Sehr gut!) Man ten, da von einem Photographieverbot zurzeit in Zabern
anſtändigen Teil der Elſäſſer. (Beifall rechts.)
Abg. von Trampezynski (Pole): Die Vorfälle ſpricht ſo viel von dem Ehrgefühl des Offiziers, wenn nichts bekannt ſei.
* Zabern,. 4. Dez. Das Gericht hat von der
von Zabern ſind Auswüchſe eines Syſtems von dem wir aber das Ehrgefühl des Bürgers beleidigt wird, dann
be=
mehr reden können alsalle andern Parteien. Die leichtſertige handelt man das als Bagatelle. Wenn der Kriegsminiſter Verhaftung des heute nachmittag wegen uner
Aeußerung des Leutnonts von Forſtner iſt betrüblich ſagte, kein Stein dieſes Hauſes wäre da wenn nicht diellaubten Photographierens von der Gſendars
aber nicht welterſchütternd. Das Traurige iſt nur das Armee dageweſen wäre, ſo ſage ich, die Siege der Armee merie ſiſtierten Vertreters der Daily Mirror Abſtändge=
Verhalten der Militärbehörde. Darin liegt das Traurige waren nur möglich, weil das Volk hinter der Armee ſtand. nommen und ihm auch die beſchlagnahmte Kamera
cklich,
8
4 .
1
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Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
Seite 7.
gtlickgegeben, mit Ausmahme von zwei Maten mit dem ſund Trigerin europäiſcher Kultur, ausgeſaltet mit allu ſweilichen Landestelln, gelagt, wo Roggenfanten, mit=
Bild des Leutnants von Schadt.
Reizen, ſchilderte. Zum Schluß heiratete die edle Dul= unter auch der junge Klee, ſchlimm zu leiden haben. Ueber
H.B. Berlin, 4. Dez. In den Wandelgängen derin gar noch einen amerikaniſchen Millionär. In Wirk= Kartoffeln kommt vielfach die Bemerkung, daß ſie in
Mie=
des Reichstags, die in den Vormittagsſtunden heute lichkeit iſt es freilich der vielgenannten Dame nicht gelun= ten und Kellern ſtark nachfaulen.
allerdings noch nicht ſo ſtark beſucht waren, wie geſtern, gen, über den großen Teich zu heiraten. Sie führte
län=
ſſind ſelbſtverſtändlich die durch die geſtrige Debatte ge= gere Zeit als Frau v. Germar ein ſehr zurückgezogenes
ſchaffene Situation des Kanzlers, die Situation in den Leben und bezog einen Teil ihrer Einnahmen aus dem Der Panamakanal und die Erdbeben.
Reichslanden und die Frage, was dort nun werden ſoll, Geſchäft einer Heiratsvermittlerin. Als ſolche figuriert
der Hauptgegenſtand der Unterhaltung geworden. Der ſie auch in dem Prozeß der Gräfin Fiſchler v. Treuberg,
** Von beſonders gut unterrichteter Seite wird uns
Andrang von Neugierigen zur heutigen Sitzung iſt faſt in dem ſie als Zeugin geladen iſt. Sie erzählte, daß ſie geſchrieben, unter Bezugnahme auf den Erdrutſch, der
ſebenſo ſtark wie geſtern. Wiederum ſtehen um das Reichs= die Ehe zwiſchen einem Grafen v. Schmettow und der kürzlich am Panamakanal ſtattgefunden hat und wodurch
tagsgebäude dichte Gruppen von Leuten, welche die das Fürſtin Sulkowski vermittelt und dafür als Proviſion der jetzt zu Ende geführte Durchſtich durch den früheren
Haus betretenden Abgeordneten um Karten beſtürmen. Wechſel über 18000 Mark erhalten habe. Bei dem Ver= Erdrutſch wieder ganz verſchüttet worden iſt: Dieſer Erd=
Einige Fraktionen des Hauſes hielten heute vormittag kauf der Wechſel erhielt die Zeugin freilich nur zwei Reit=rutſch iſt vorausſichtlich wie der vorjährige, auf ein Erd=
Sitzungen ab, um u. a. ihre Sellung zu dem
Mißtrauens=
votum zu beraten. Es beſteht aber kein Zweifel, daß das pferde, die ſie dann wieder zu Geld machen mußte. Unter beben zurückzuführen, wenn dieſes auch aus naheliegen=
Mißtrauensvotum mit einer großen Mehrheit angenom= großer Heiterkeit der Prozeßbeteiligten enthüllte die Zeu= den Gründen nicht angegeben wird. Panamg liegt
inner=
men wird.
gin, daß ein gewiſſer Graf nicht weniger als ſechs Frauen halb des ſogenannten Erdbebengürtels, der zwiſchen
hatte, von denen er ſich nacheinander ſcheiden ließ. Es Koſtarika und Nikaragua durchgeht, wo dieſe Erſchütte=
* Berlin, 4. Dez. Der Berliner Lokal=Anzeiger handelt ſich bei ihnen nicht ſowohl um liebes= als um rungen ſich meiſt nicht fühlbar machen. Trotz dieſer
Er=
ſchreibt in ſeiner morgigen Nummer: Während der
ge=
ſtrigen Verhandlungen im Reichstag wurde auch die Ver=titelbedürftige Damen, die den Grafen ſofort nach der Hoch= kenntnis, die den franzöſiſchen und amerikaniſchen
Inge=
zeit, mit der üblichen Abfindungsſumme wieder vor die nieuren ſchon lange gekommen war und die die
Kanal=
mutung ausgeſprochen, daß es wohl auf die Reiſe des
Kriegsminiſters nach Donaueſchingen zu= Tür ſetzten. Soweit die ehemalige Freiin v. Eckenſtein, kommiſſion in ihrem Bericht von 1901 beſonders
nieder=
rückzuführen ſei daß die Regierung in der Zaberner Frage die ſich ihre ſpätere Schickſale als Herrin im Regierungs: legt, wurde in 1906 bei der definitiven Entſcheidung, ob
ſo wenig Zugeſtändniſſe machte und der Kanzler vor palaſt von Kamerun wohl auch nicht hat träumen leſſen, ein Niveau oder Schleuſenkanal gebaut werden ſollte, doch
dieſer Punkt abſichtlich übergangen. Man wollte elen
der Militärpartei kapituliert habe Wie
un=
einen Schleuſenkanal haben, dabei iſt jedoch zu bemerken,
ſinnig dieſe Vermutung iſt, geht am beſten aus dem
Um=
daß es doch fraglich ſein wird, ob ein Schleuſenkanal
ars=
ſtand hervor, daß die Reiſe des Kriegsmini=
Luftfahrt.
ßere Sicherheit gegen Erdbeben geben würde. Ueber dieſe
ſters im volken Einverſtändniſſe mit dem
* Sofia, 3. Dez. Der Flieger Vedrines iſt bei Naturereigniſſe in früheren Jahren ſind nur recht wenige
Reichskanzler erfolgte. Im übrigen wird ſie ſchwer= Sofia gelandet. Er gedenkt morgen früh den Flug nach Aufzeichnungen vorhanden und das erſte Erdbeben,
lich ergebnislos geweſen ſein. Die Entſendung eines Ge= Konſtantinopel fortzuſetzen.
worüber verläßliche Nachrichten vorliegen, ereignete ſich
nerals nach Zabern mit der Aufgabe, dort die
militäri=
vom 1. bis 7. September 1882; es verurſachte großen
ſchen Angelegenheiten in die Hand zu nehmen, und insbe=
Schaden in den Städten Panama und Kolon.
Sport, Spiel und Turnen.
ſondere für ein beſſeres Zuſammenwirken mit der Zivil=
Im Jahre 1896, zur Zeit des großen Erdbebens in
behörde zu arbeiten und insbeſondere eine Unter=
* Sportlehrerkurſus. Der Sportl hrerkurſus nach den Valparaiſo fanden auch vielfach derartige Bewegungen
ſuchung einzuleiten, für deren Durchführung beſondere Metheden des amerikaniſchen Olympiatrainers Dr. auf dem Iſthnus ſtatt. Zu jener Zeit war der Weiterbau
Befehle ergingen, dürfte ebenfalls auf die Reiſe des Kränzlein, den der Fhankkurter Sportlehrer Willy des Kanals Gegenſtand der Erörterungen in den Ver=
Kriegsminiſters zurückzuführen ſein.
Dörr im Anſchluß an den Frankfurter Kurſus vom 7. einigten Staaten und die dortigen Behörden gaben ſich
Der Reichskanzler beim Kaiſer.
bis 15. Dezember in Darmſtadt veranſtaltet, beginnt alle mögliche Mühe, die Bevölkerung über dieſe Vorfalle
* Berlin, 4. Dez. Der Reichskanzler begibt Sonntag, vormittags 10 Uhr, auf dem Platze des im Dunklen zu laſſen. Auch über die verſchiedenen
Erd=
ſich heute abend zum Vortrag beim Kaiſer nach Sportklubs Olympia. Am erſten Tag= ſollen Starten, beben, welche im Monat Oktober ſich auf dem Iſthmus er=
Donaueſchingen. Der Statthalter von Elſaß=Lothringen, Springen, Kugelſtoßen und Diskuswerfen vorgenommen eignet haben, gelangte nur wenig in die Oeffentlichkeit,
Graf v. Wedel, und der kommandierende General des 15, werden. Gerade in dieſen Uebungsarten bewegte ſich trotzdem die Sache ſehr ernſter Natur war. Der bekannte
ſeither in Deutſchland das techniſche Training in ganz i Ingenieur. Bunau=Varilla, der in der alten franzöſiſchen
Armeekorps, v. Deimling, ſind dorthin befohlen worden.
falſchen Bahnen woher ſich auch die deutſchen Mißerfolge Geſellſchaft der hervorragendſte Fachmann war, wurde
er=
bei den olympiſchen Spielen erklären laſſen.
ſucht, nach Panama zu kommen, und er verbrachte dort
Freiherr von Hertlings Rüſtungsrede.
* Pferdeſport. Rennen zu Auteuil, 4. Dez. eine ganze Woche, um mit dem jetzigen Leiter, Oberſt
Prir La Risle. 3000 Frs. 1. Fraciers Beau Rivage IIGöthals die Werke zu beſichtigen. Seine Meinung war,
* München, 4. Dez. In der Kammer der Ab= (Umhauer) 2 Alexandrie, 3. Tom II. 23:10; 14, 35, daß ſolche Störungen ihre Urſache in dem Schleuſenſyſtem
geordneten kam bei der Beſprechung des Etats 29110. — Prir Governor. 4000 Frs. 1. A. Veil=Picards hätten. Die amerikaniſche Preſſe beſchäftigte ſich natürlich
des Miniſteriums des Aeußern Freiherr Siva II (Parfrement), 2. Oreſte. 3. Calendal, 33:10; 18, mit dieſer Angelegenheit und hervorragende Fachmänner
v. Hertling auf die Frage des Abg. Quidde (Lib.) auf 31. 33:10. — Peix Violon II. 10000 Frs. 1. Bar. de St. ſprachen ſich dahin aus, daß bei einer Aufreißung des
ſeine kürzliche Aeußerung zurück, daß jetzt mit den Rüſtun= Pereuſes Le Morvan (G. Hall). 2. Aveyron, 3. Lavero. Bodens durch ein Erdbeben der ganze Kanal vernichtet
gen auf lange Zeit ein Ende ſein müſſe. Er erklärte:
1. werden könne. Andere gingen weniger weit und meinten,
Meine Aeußerungſollte ein Warnungsſig= 49.10; 23, 66, 36:10. — Prir Aſtrolabe. 4000 Frs.
Goudchaur’ Galipaur (Hebliſh) 2. Yoghi, 3. Nemrod. daß beſonders an dem Gatunſee oder an den Schleuſen
nalſein. Man verſtand dies in der Preſſe ſofort, deu=
109110; 28 15, 14110. — Prir des Allecs. 4000 Frs. 1. die Durchfahrt mindeſtens 1½ Jahre geſchloſſen werden
tete aber nicht in freundlicher Weiſe meine Worte. So
ſehr ich im Frühjahr von der Notwendigkeit der Rüſtun= Balſaus Sor Eta Sar (Hardy). 2. Ormuzd, 3. Puteaur. müßte. Wer nun auch recht haben mag ſoviel ſteht jeden=
48:10; 17. 15. 24:10. — Prir Basque. 5000 Frs. 1. E. falls feſt daß die Erdbeben eine große Gefahr für den
gen überzeugt war, ſo ſehr bin ich der Meinung, daß die Thiebaur' Manifeſtant (Hawkins), 2. Saint Marcet. 36:10; Kanal bilden, die wenigſtens, wie es in der Oeffentlichkeit
damals vorgenommenen und in die Wege geleiteten
ſcheint, von der amerikaniſchen Regierung nicht genügend
Rüſtungen auf Jahre ausreichen, um die Machtſtellung 15. 19110.
in Betracht gezogen wird und es iſt durchaus nicht un=
Deutſchlands zu feſtigen. Ich wünſchte deshalb, gewiſſen
möglich daß die hochgeſpanmen Erwarkungen und gro=
Kreiſen, die immer glauben, neue Rüſtungen verlangen
Landwirtſchaftliches.
ßen Hofſnungen, die auf den Kanal geſetzt werden, ſich in
zu müſſen, ein Warnungsſignal zu geben. Ich
— Schlachtviehmarkt Dar mſt a d t. keiner Weiſe verwirklichen.
habe in den maßgebenden Kreiſen aus dieſen meinen Mei=
Schweinemarkt am 3. Dezember. Auftrieb turch
nungen niemals ein Hehl gemacht.
Händler 155 Schweine. Preiſe: 1. Qual. (Schlachtgewicht
Vermiſchtes.
50 Kg.) 74 Mk., 2. Qual. 73 Mk., 3. Qual. 72 Mk.
Markt=
verlauft ſlot geräumt. — Schweinemarkt am 4. De=
* Zum Einkauf der Feſtgeſchenke. Der
zember. Auftrieb durch Händler 165 Schweine.
Gerichtszeitung.
Preiſe: Verein für Handlungskommis von 1858 (Kaufmänniſcher
1. Qual. (Schlachtgewicht 50 Kg.) 74 Mk., 2. Qual. 13 Mk.,Verein) richtet auch in dieſem Jahre an das kaufende
— Berlin, 3. Dez. Der letzte Verhandlungstag 3. Qual. 72 Mk. Marktverlauf: rege Ueberſtand. — Käl= Publikum die Bitte, den Weihnachtseinkauf möglichſt
früh=
gegen die Gräfin Fiſchler v. Treuberg brachte bermarkt am 4. Dezember. Auftrieb durch Händler zeitig vorzunehmen. Wird der Einkauf auf die letzten
eine intereſſante Erſcheinung aus vergangener Zeit vor 149 Kälber, 1 Schaf. Preiſe je nach Qual. (Lebendgewicht Tage verſchoben, ſo leiden nicht nur die Arbeiter und
Ar=
die Schranken des Gerichts: die ehemalige „Couſine” des 50 Kg.) 59—62 Mk. Marktverlauf: lebhaft.
beiterinnen in den Fabriken und Wertſtätten und das
Gouverneurs v. Putkamer. Dieſer hatte Fräulein Maria
* Berlin, 4. Dez. Der Saatenſtand in Preu= Verkaufsverſonal in den Ladengeſchäften unter der kaum
Ecke, eine auffallende blonde Schönheit, im Strudel der ßen Anfang Dezember 1913 war, wenn 2 gut, 3 mittel be= zu bewältigenden Arbeit, ſondern auch der Käufer hat
Berliner Vergnügungen kennen geleent und ſie, als er deutet: Weizen 2,4 (November 1913 2.7. Dezember 1912 Nachteile weil manche Waren vergriffen oder nur noch
zum Gouverneur von Kamerun ernannt wurde, mit nach 29), Spelz (Dinkel) 2, 1 (2.4, 2.7), Roggen 23 (26, 2.9), in minderwertigen Reſtbeſtänden vorhanden ſind. Auch
dort genommen. Auf dem Schiffe ſchon verwandelte ſich Gerſte 2,3 (2,4). Raps, Rübſen 2,4 (2,4, 2.9), junger Kles kaufe niemand nach 8 Uhr abends und am Sonntag. Der
das ſimple Fräulein Marig Ecke in eine Freiin v. Ecken= 2.4 (24, 2,5). In den Bemerkungen der Statiſtiſchen geringfügige Zwang, den ſich jeder hierdurch auferlegt,
ſtein, die vorgebliche Couſine des hohen Regierungs= Korreſpondenz zum Saatenſtand in Preußen heißt es: trägt dazu bei, daß viele tauſende Geſchäftsinhaber und
beamten. In der Kolonie wurde die Fiktion eine Zeit= Der Stand der Winterſaaten kann faſt durchweg als ein Angeſtellte vor Erſchöpfung bewahrt werden und ihnen
lang aufrecht erhalten und das frühere Berliner Mädel guter bezeichnet werden. Getreidefelder gehen jetzt mit dadurch die eigene Freude am Weihnachtsfeſte nicht
genom=
machte mit großem Geſchick die Honneurs in der Gouver= perhältnismäßig wenia Ausnahmen kräſtig entwickelt und men wird. Durch Abkehr von Konſumenten=
Rückſichts=
neursvilla zu Dualla. Schließlich ſickerten aber doch Nach= gut beſtockt in den Winter Oelſaaten, Winterraps und loſigkeiten tut das kaufende Publikum ein gutes Werk zum
richten aus Deutſchland durch, daß der hohe Ehef und =Rüben ſollen in den weſtlichen Bezirken nicht immer be= Wohle des Nächſten. Um es den Angeſtellten zu ermög=
Vorgeſetzte überhaupt keine Couſin, beſitze, daß es ſich bei friedigen, wobei als Grund zu naſſer Boden zur Zeit der lichen, zum Beſten von Chef und Perſonal der
Detail=
der Dame um ein ganz ſimples Verhältnis handle. Auf Einſaat angegeben wird. Trotzdem ſich der junge Klee bei geſchäfte die Weihnachtsgeſchenke nicht in den letzten
Veranlaſſung eines Beamten der Militärverwaltung wurde dem günſtigen Herbſtwetter kräftig entwickeln konnte ha= Stunden vor dem Feſt zu beſorgen, werden ſchließlich die
die Kolonialbehöede in der Heimat benachrichtigt, die dann ben ſich die infolge des Druckes durch Deckfrucht oder Prinzipale gebeten, entweder eine etwaige
Weihnachts=
das weitere veranlaßte. Es kam zu dem bekannten Mäuſefraß entſtandenen Lücken doch nur ſelten zugezogen, gratifikation oder einen Teil des Monatsgehalts rechtzei=
Diſziplinarprozeß in Potsdam, vor dem Herr v. Putkamer manches Feld wurde deshalb umgepflügt. Die bereits tig auszuzahlen. Daneben hat auch der Ruf: „Kauft am
als Angeklagter erſcheinen mußte Die Erinnerung an im vorigen Bericht erwähnte Mäuſeplage, die beſonders Platze!” ſeine volle Berechtigung.
— Die Deutſchen in der amerikaniſchen
die Freiin v Eckenſtein wurde wieder lebendig, als ein den Klee arg gefährdet, verringerte ſich nicht. Man hofft
anonhmer Roman erſchien, der die Schickſale der „Cou= auf Witterungsumſchläge im Winter. Mehr als über Marine. Bei dem Söldnerſyſtem, das nach engliſchem
ſine” im ſchwarzen Erdteil ſchilderte und ſie als Heldin Mäuſe wird über die Schneckenplage, namentlich in den Vorbild in der amerikaniſchen Marine angewandt wird,
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ſind es die geiſtreich=paradore Dialektik, die witzige Satire zeiht, die ſie gar nicht begangen hat, iſt ohne Zweifel die
und die fein zugeſpitzten Antitheſen, die auch an dieſer vom Verfaſſer abſichtlich unbekannt gelaſſene Größe in
Großherzogliches Hoftheater. Komödie am meiſten feſſeln. Hermann Bahr hat immer ſeinem pfychologiſchen Erempel.
Komiſch=ſatiriſche Figuren der Komödie ſind der
Ab=
gleich eine Antitheſe zur Hand, durch die er ſeine ſchönſten
Donnerstag, den 4. Dezember.
und beſten Gedanken ſofort paralyſiert, er iſt ſein eigener ſtinenzprophet und Weiberheld Dr. von Oynhuſen mit ſei=
Das Phantom.
Mephiſtopheles, der ſich ſtets ſelbſt verneint, und ſo weiß ner indiſchen Vergangenheit, und ſein Sckretär Habuſch.
man nie, wo man ihn faſſen ſoll und was ſeine eigene An= Auch die Schwiegermutter des Dr Schmorr, die in einen
Uraufführung:
ſicht und ſeine Abſicht iſt. Es iſt ein geiſtreiches Verſteck= Gegenſatz zu den „modernen” Eheleuten gebracht iſt, trägt
Komödie in 3 Akten von Hermann Bahr.
ſpielen mit dem Publikum, hinter dem ſich der Schalk ver= einen vorwiegend komiſchen Charakter
Die Aufführung war ſehr ſorgfältig vorbereitet und
W-l. Die Uraufführung einer neuen Komödie birgt. Wenn man dieſe ſeine Art erkannt hat und in ihm
von Hermann Bahr an unſerem Hoftheater iſt als nicht den Moraliſten ſucht, findet man großes Gefallen an in allen Einzelheiten vortrefflich. Eine feine
Charakter=
ſtudie bot Herr Ehrle als Dr. Schmorr, dem neben der
ein literariſches Ereignis zu bezeichnen, das von dem Pu= dieſem witzigen Antitheſenſpiel.
In der Hauptfigur der neuen Komödie, dem Doktor künſtleriſchen Regie der Erfolg des Stückes in erſter Linie
blikum anſcheinend auch als ein ſolches gewürdigt wurde.
Denn trotzdem das gleichzeitig ſtattfindende Konzert des Fidelis Schmorr, verkörpert ſich Bahrs paradore Ader in zu danken war, viel Perſönlichleit entfaltete Frl. Pils
Richard Wagnervereins einen Teil des Publikums abge= glänzender Weiſe. Er iſt Bierbrauereibeſitzer und zugleich als Luzie, einen Beweis ſeiner ſchauſpieleriſchen
Viel=
zogen hatte, war der Beſuch doch beſſer als bei der erſten Abſtinenzler und proteſtiert als ſolcher gegen den Alkohol=ſeitigkeit legte Her Harprecht in der Rolle des
Uraufführung am 21. November. Es iſt dringend zu wün= genuß, er „braut Bier und verdient viel Geld damit, das „Heiligen” und Nebenbuhlers Dr. Schmorrs ab, mit
vie=
ſchen, daß die Direktion des Hoftheaters in ihrem lobens= er dazu benutzt, um den Leuten das Bier zu verekeln”, lem Humor ſpielte Frau Müller=Rudolph die
werten Beſtreben, intereſſante Neuheiten zu bieten, auch er liebt ſeine Frau und hört es ruhia an, daß ſie ihn an= Rolle der tüchtigen Schwiegermutter. Ein kleines
Kabi=
fernerhin vom Publikum unterſtützt wird, da ohne ein geblich betrogen hat, gerät aber in Wut darüber, daß ſie nettsſtück ſchauſvieleriſcher Kunſt war die „unverſtandene‟
impulſives Intereſſe und eine dementſprechende Unter= von einem anderen, den ſie liebt, verſchmäht worden iſt ꝛc.1 und liebebedürftige Frau Eva ſehr komiſch der Sekretär
ſtützung des Publikums ſich die künſtleriſchen Abſichten der Was dieſes in allen Farben ſchillernde geiſtige Chamäleon! Habuſch des Herrn Jürgas. Die epiſodiſche Dialeit=
Direktion nicht würden verwirklichen laſſen. Auch der heu=an Geiſtesblitzen, Antitheſen und Paradoren in ſich ver= rolle des Brandauer fand in Herrn Baumeiſter einen
vortrefflichen Vertreter.
tige Abend ließ wieder erkennen, was Darmſtadt an ſei= einigt, iſt in einem Atem gar nicht zu erſchöpfen.
Die Regie hatte Herr Harprecht. Die Inſzenierung
Wie ſchon angedeutet. löſt der Verfaſſer das Problem,
nem Hoftheater hat, das nach dem Urteil aller
Sachver=
ſtändigen mit den erſten und größten Kunſtinſtituten nämlich wie der Dr. Schmorr ſeine Frau zurückgewinnt, verriet einen auserleſenen Geſchmack; ein ganz prächtiges,
die er übrigens gar nicht verloren hat, nicht. Der Ver= in modernem Stil ausgeſtattetes Zimmer war das des
Deutſchlands konkurrieren kann.
Hermann Bahrs neueſte dreiaktige Komödie „Dasſuch, ſie von dem Phantom, d. h. ihrer angeblichen Liebe Dr Schmorr, ein allgemeines Ah der Ueberraſchung ent=
Phantom” behandelt das Problem der modernen Ehe zu dem anderen, zu befreien, ſcheint ihm nicht gelungen lockte dem Publikum das wundervolle Zimmer des Dr.
und des Ehebruchs; das des letzteren allerdings in theores zu ſein. Zum Schluſſe geht er fort mit dem Vorſatz, „ſie Oynhuſen in indiſchem Stil, deſſen neue Dekorationen ven
Hern Hoftheatermaler Kem pin gemalt worden waren.
tiſcher Weiſe; denn es handelt ſich nur um einen „pla= um Verzeihung zu bitten”
Das geiſtreiche Stück fand eine ſehr warme Aufnahme
Die Frau Luzie bleibt ein pſychologiſches Rätſel, wenn
toniſchen Ehebruch”. Wenn ein Schriftſteller wie Hermann
Bahr dieſes Thema behandelt, ſo iſt es natürlich etwas man ſie nicht eine hyſteriſche Frau oder eine dumme Gans beim Publikzim, für die Herr Harprecht am Schluſſe
anderes, als wenn in ſeichten Poſſen darüber in frivo= Unennen will; aber der Widerſpruch, die Antitheſe, die ſich im Namen des Verfaſſers dankte. Es war ein ganzer
ler Wiſe gewitzelt wird. Wie in ſeinen früheren Stücken,in dieſer Frau verkörpern, die ſich einer ehelichen Untreue Erfolg.
Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
Seite 8.
und bei der aroßen Schwierigleit, die nölige Anzaht ven fmit ſeinem kuliunrgeſchichtlich ſo reichen Iuhalt kann manſ werden köme, oder, werm es zweckdienlich ſei, die Mt
Matroſen zu beſchaffen, kann es ſich die Marineverwaltung ſich nicht ſatt leſen. Wer für ſeine Mußeſtunden ein Buch leihe hinauszuſchieben, wie man dann den Anforderungen
Onkel Sams nicht leiſten, mit der amerikaniſchen Natio= ſucht, das ihm mehr als flüchtigen Genuß bietet, der des Schatzamtes entſprechen könne und welches die Hallt
tung des Senates über die Steuerfreiheit der Reute ſei
nalität des Perſonals allzu genau zu ſein. Man muß greife zu dieſem.
— Wenn wir für unſere Kinder ein Weihnachtsgeſchenk Mehrere Perſönlichkeiten erklärten, nach der Anſicht vieler
das Gute nehmen, wo man es bekommt, und ſo iſt es auch
eine Tatſache, daß ein recht anſehnlicher Prozentſatz der auswählen, ſo müſſen wir dabei mancherlei beachten; Deputierter ſei die Steuerfreiheit nur der Vorwand
amerikaniſchen Kriegsmatroſen, die in der Stunde der in erſter Linie müſſen die Kinder auf ihre Koſten kommen, geweſen, das Kabinett zu ſtürzen. Der Be=
Entſcheidung für das Sternenbanner Blut und Leben d. h. das Geſchenk ſoll den Kleinen Freude machen, ſoll ſchluß der Kammer darüber dürfe nicht als endgültig
an=
einſetzen werden, keineswegs amerikaniſcher Herkunft iſt. ſie unterhalten und muß ihrem Verſtändnis entſprechen, geſehen werden. Es iſt bas die Meinung namentliches
In der Tat ſind unter den Nichtamerilanern faſt alledaneben aber ſoll das Geſchenk auch noch einen bildenden, Generalberichterſtatters im Senat, Aimond der ein
Nationalitäten der Welt vertreten. Es ſcheint faſt, daß erziehenden Einfluß ausüben. Ein ſolches Univerſalge= Anhänger der Steuerfreiheit iſt und es für unnötig hältz
dem Deutſchen die Neigung zu den modernen Ueberreſten ſchenk iſt das Bilderbuch. Ob Bub oder Mädchen, es iſt auf den Rententitel die darauf bezügliche Klauſel zu
ven=
des alten Landsknechtsweſens am tiefſten im Blute ſitzt, allen willkommen. Von dem bekannten Spezialverlag J. merken. Die Beſprechungen von heute früh ließen vor
denn wie in der franzöſiſchen Fremdenlegion das deutſche F. Schreiber in Eßlingen und München liegt auch wiegend zwei politiſche Strömungen erkennen, eine für ein
Element den Hauptbeſtandteil der Truppe bildet, — nach heute wieder eine prächtige Kollektion vor. Mitten hin= völlig links ſtehendes Miniſterium, die andere für ein Mill
den Angaben von Kennern faſt 50 Prozent — ſo ſtehen ein in Luſt und Fröhlichkeit der ſorgloſen Kinderjahre niſterium der republikaniſchen Vereinigung. Die ſehr wich
unter den nichtamerikaniſchen Kriegsmatroſen die Deutſchen führt E. H. Nunes Prachtbilderbuch „Wie die Alten tigen Unterredungen, die Poincaré nachmittags mit
auch an der Spitze. Die amerikaniſche Marine zählte 1912ſungen” (Preis 2 Mk.). Auf 10 humorvollen Bilder= Cailaux und Ribot hatte, werden wahrſcheinlich von
nicht weniger als 5656 Ausländer, von denen 2875 ſich bei tafeln zieht des Lebens Ernſt und Freude, von der Ju= Einfluß auf ſeine Entſchließung ſein. Bis jetzt ſcheinte
ihvem Dienſtantritt naturaliſieren ließen und ſomit gend auf ihre Art gemünzt, an uns vorüber. Ein köſt= noch keine Wahl getroffen zu haben.
wenigſtens auf dem Papier Amerikaner wurden. Dieliches Buch von überſchäumender Jugendluſt!
Album=
übrigen 1781 Matroſen und Unteroffiziere rekrutieren ſichblätter”, von Gertrud Römhildt (Preis 1,60 Mk.), nennt
Vom Balkan.
aus „in Amerika anſäſſigen” Ausländern, und hier ſtehen ſich ein zweites Buch. Die Künſtlerin hat alte
Stamm=
die Deutſchen an der SSpitze. Ihre Zahl beträgt 636, wäh= buchverſe zuſammengetragen und in überaus ſinniger
* London, 4. Dez. Das Reuterſche Bureau erfähr
rend die zweitſtärkſte Ausländergruppe im amerikaniſchen Weiſe mit farbigen Bildern geſchmückt. Wahre Muſter= die mohammedaniſche Liga für ganz Indien habe beim
Marineperſonal, die Iren. 435 Köpſe zählt. An driterſtücke des modernen biligen Kinderbuches ſind „Rieſen Auswärtigen Amt Vorſtellungen erhoben, in denen die
Stelle ſtehen die Schweden mit 294, an vierter die Eng= und Zwerge= und „Dierreime: (Preis je 80 Pfg.), Regierung erſucht wird, von den Balkanſtaaten zu ver
länder mit 236 und an fünſter die Chineſen mit 232 l beide herausgegeben vom Dresdener Lehrerverein. „Rie=langen, daß ſie die internationalen Verpflichtungen e
Kriegsmatroſen und Unteroffizieren. Dafür bezahlt aberſen und Zwerge” iſt eine Sammlung bekannter Grimm= Berliner Vortrages die Garantie völliger relin
auch Onkel Sant ſeine Soldalen ausgezeichnet und ſorgtſcher Hausmärchen und troßz des billigen Preiſes mit 6giöſer und bürgerlicher Freiheit und
mit größter Gewiſſenhaftigkeit für das Wohlergehen, ja farbigen Vollbildern und vielen farbigen Textilluſtratio= Gleichberechtigung für alle Teile
derBe=
für den Luxus der Männer, die ihm ihr Leben verſchrei= nen geſchmückt. Vilderbuch, Malbuch und Beſchäftigungs= völkerung und ihre Einrichtungen in deſ
ſchreiben. Während die Fremdenlegion Leben, Blut und buch vereinigt in ſich das „Bilderbuch von Kin=neuen Gebieten wie in den alten, als für jeden
Lebenskraft der angeworbenen Ausländer mit 4 Pfennig dern gemalt” herausgegeben von W. Boden (Preis Stagt bindend anerkennen. In Beantwortung des
am Tag honoriert”, iſt der Mindeſtlohn, den Onkel Sam, 1,50 Mark). Im Anſchluß an die Beſprechung des Natur= ſuchens erklärte ein Hilfsunterſekretär des Auswärtigen
neben Verpflegung und Ausrüiſtung, ſeinen Matrofen
gegenſtandes in der Schule haben die Kinder hier Früchte, Amtes, daß die fraglichen Artikel des Berliner Vertrages
22 Dollar
zahlt, über 90 Mark im Monat —
Blätter uſw perſonifiziert, ſo daß aus Kartoffeln eine durch die Gebietsveränderungen im nahen Oſten keinerlei
und ein einfacher Matroſe kann es mit den Jahren bis zu Abteilung Soldaten, aus Pflaumen und Kirſchen ſogar Abänderungen erfahren würden und hinſichtlich allere
einem Monatsgehalt von 120 Dollar, alſo beinahe 500 ein Turn= und Schwimmverein entſtanden iſt. Wer von biete, auf die ſie ſich zur Leit der Unterzeichnung des Ver
Mark bringen.
den Kleinen ſich als Künſtler fühlt, der findet reiche Betä= trages erſtreckten, künftighin ebenſo bindend wären wie
tigung in den Poſtkarten=Malbüchern (a 40 Pfg.), bisher. Die britiſche Regierung werde jedoch mit den ans
nach welchen ſie ſich die ſchönſten Gratulations= uſw. Poſt= deren Mächten beraten, ob die Beſtimmungen des Berlinen
Literariſches.
karten ſelbſt mit Farben ausmalen können. Was die Vertrages zum Schutze der Religionsfreiheit und anderen
g. Wegwarten, treuherzige Geſchichten Schreiberſchen Bilderbücher beſonders aus zeichnet, iſt das Freiheiten in dem für die Minoritäten fraglichen Gebiete
aus dem Odenwälder Bergleben von Ph. volle Eingehen auf die kindliche Natur und das kindliche in irgend einer Form eine Beſtätigung bedürften, wenſ
Buxbaum. Mit Autobiographie und Porträt des Ver=Begriffsvermögen. Der Geſchenkgeber wie der Beſchenkte die Frage der formellen Anerkennung der jüngſten Ge
faſſers. (Preis geheftet 2 Mk., eleg. gebunden 2,50 Mk.
bietsveränderungen auf dem Balkan durch die Mächte auf
haben an ſolchen Büchern die gleiche herzliche Freude.
Verlag Emil Roth in Gießen.) Der beliebte, in Bens=
— „Der Baumeiſter” Halbmonatshefte für Ar= geworfen werden würde.
heim a. d. B. wohnende Verfaſſer, wohl der Beſten einer
* Athen, 3. Dez. Die Deputiertenkammel
chitektur und Baupraxis herausgegeben von Architekt Herm.
unter den Schilderern Odenwälder Bauern= und Volks=
Janſen, Berlin. Schriftleiter Arch Karl Zetzſche Berlin, verhandelte heute u. a die glbaneſiſche Grenz
lebens, bietet in ſeinem vorliegenden anſehnlichen Werk, Vierteljährlich 6 Mk., einzelne Hefte (mit ca. 40 Abbild.frage. Die Redner griffen die Entſcheidung der Mächte
im Jahre ſeines 70. Geburtstages, eine köſtliche Samm=
und 10 Tafeln) 1,50 Mk. Verlag von Georg D. W. Call= die einen großen Teil von Epirus an Albanien ſchlage
lung kleinerer Erzählungen, die von einem ausgereiften wey. München Die Hauptpublikation des neuen „Bau=lebhaft an, beſonders Soccolis=Korfu, der vom Miniſtel
Erzählungstalent zeugen, aber noch viel mehr von einer meiſterheftes” iſt diesmal der in einem Wettbewerb preis= präſidenten Venizelos gebeten wurde, ſeine Sprache gegen
Liebe zum Odenwald und ſeinem kernigen geſunden Men= gekrönte Entwurf des Bremer Architekten W. Heyberger über Italien zu mäßigen. Verſchiedene Redner verſicher
ſchenſchlage, die nur durch ein inniges Vertrautſein und für das Altenheim in Denever. Da es ſich um eine her= ten, das griechiſche Volk werde die Epfroten nicht im
immerwährende Beſchäftigung mit Land und Leuten er= vorragende Löſung einer großen gemeinnützigen Aufgabe Stiche laſſen. Glavas zählte die Wohltaten Frankreichs
worben werden kann. Unſchätzbar ſind die Verdienſte, die handelt, die in unſerer Zeit der ſozialen Fürſorge ſich in an Griechenland, beſonders während der letzten Jahre, auft
ſich Burbaum um die Verbreitung von Kenntniſſen über
ähnlicher Weiſe nicht allzuſelten wiederholen dürfte, war und richtete ausdrücklich von der Tribüne einen
brüder=
den organiſchen und unorganiſchen vielgeſtaltigen
Reich=
tum des Odenwaldes erworben hat. Dabei ſind ſeine Be= die Schriftleitung darauf bedacht, ihren Leſern die ganze lichen Gruß an die edle franzöſiſche Nation. Die Depu=
Anlage in möglichſter Vollkommenheit im Bilde vorzu= tierten erheben ſich zu langem begeiſterten Beifall.
lehrungen nicht in pedantiſchem Stil gehalten, ſondern ſie
* Konſtantinopel, 3. Dez. Die gegenwärtig
ſind in die einzelnen Geſchichten geſchickt eingewoben und führen. Die Veröffentlichung des Wiederaufbaues der
erwecken dadurch ohne weiteres das Intereſſe für den Bura Lede bei Beuel am Rhein, nach dere Entwurf von zwiſchen der Türkei und Serbienſchwebenden
Profeſſor W. Franz in Charlottenburg, wied ebenfalls all= Verhandlungen über den Friedensver=
Gegenſtand. In geradezu vorbildlicher Weiſe vermittelt
der Verfaſſer z. B. in der Erzählung Der Stamärt!” gemeines Intereſſe finden, zumal hier die Verwendung trag betreffen beſonders die Forderung Serbiens über
alter beſtehender Bauteile zu einem neuen Organismus eine Entſchädigung für die von der türkiſchen Regierung
dem Leſer neben einer rührenden Volks= und
Liebes=
einige Tage vor der Kriegserklärung in Saloniki beſchlags
geſchichte eine Kenntnis von dem Reichtum des Odenwal= in ſehr glücklicher und taktvoller Weiſe geſchah.
* Im Verlage von Wilhelm Köhler in Minden i. W. nahmten Kanonen und Munition. Serbiens Forderung
des an prächtigen Mineralien, oder wie in dem
Brief=
erſchien ein Buch, betitelt: „Der Zuſammenbruch, ſoll, wie verlautet, drei Millionen Francs betragen.
wechſel aus einer Odenwälder Sommerfriſche „Der Sieben= die Seeſchlacht bei Borkum und
Helgo=
ſtern” zeigt er die ganze, oft nur unbeachtete Pracht
land” (Preis 1 Mark.) Der Verfaſſer ein hoher
deut=
des vielgeſtaltigen Pflanzenlebens des Odenwaldes. ſcher Marine=Offizier, hat aus begreiflichen Gründen da=
Letzte Nachrichten.
Im „Orgelpeter” macht er die Liebe zur einheimiſchen von abgeſehen das Buch unter ſeinem Namen erſcheinen
Vogelwelt zum Gegenſtand einer ſpannenden Erzählung.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
zu laſſen. Mit der Herausgabe ſoll angeblich bezweckt
Aber auch von dem patriotiſchen Sinn der Gebirgler er=werden, vor einem Krieg zu warnen, insbeſondere vor
* Berlin, 4. Dez. Dem Reichstag ging folgende
zählt er in einer wunderbar geſchriebenen Erzählung „Der einem Krieg, bei dem wir nichts gewinnen, nur alles ver= Anfrage des Abg. Baſſermann zu: Kann der Herr
Falkenhof”. Das Werk kann deshalb nur auf das wärmſte lieren würden. Das wäre ein Krieg mit England! Es Reichskanzler Auskunft geben ob im Hinblick auf den
Ver=
empfohlen werden; ſein erzieheriſcher und ethiſcher Wert ſoll eine Mahnung ſein, uns nicht durch chauviniſtiſche trag zwiſchen Rußland und China vom 5. November 1913,
iſt gar nicht hoch genug anzuſchlagen.
Hetzereien in einen Kampf mit unſeren blutsverwandten wodurch die Souzeränität Chinas über die
— Jugenderinnerungen eines alten Vettern hinreißen zu laſſen.
äußere Mongolei und die Autonomie der inneren
Mannes. (Wilhelm von Kügelgen.) Billige Geſchenk=
Mongolei anerkannt wird. die im Vertrag von 1891 von
ausgabe. 7. Auflage Mit dem Bildnis des Verfaſſers
China Deutſchland eingeräumte Meiſtbegünſtigung berück=
GHeliogravüre), 16 Abbildungen und einem ausführlichen
berückſichtiat ſei.
Der Inderſtreik in Südafrika.
Vor= und Nachwort. 428 Seiten 8 geheſtet 2 Mark,
4e
Berlin, 4. Dez. In der geheimen Sitzung der
Leinenband 2.50 Mark, Halbfranzband mit Rotſchnitt 4.20
Kalkutta 4. Dez. Im Rathauſe fand geſtern Berliner Stadtverordneten wurde die Vor=
Mark. Chr. Belſerſche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. unter ungeheurer Beteiligung der Bevölkerung eine Pro=lage des Magiſtrats, betreffend Verleihung des
Ein längſt als vorzüglich bekanntes Buch. Eine Lektüre, teſtverſammlung gegeen die Behandlung Ehrenbürgerrechts an den
Stadtverordnetenvor=
wie man ſie nicht leicht beſſer trifft: feſſelnd bis ans Ende, der Inder in Südafrika ſtatt Den Vorſitz führte ſteher Michelet und ſeinen Stellvertreter, Geh. Juſtizrat,
mit lebendigem Hintergrund (Knechtung Deutſchlands der Maharadja von Burdwan. Unter begeiſterter Zuſtim= Caſſel, angenommen.
durch Napoleon und Befreiungskriege), durchweht von mung der Anweſenden wurde eine Reſolution ange=
* Straßburg, 4. Dez. Auf den verantwortlichen
Re=
wahrhaft frommer Geſinnung und beſtrahlt von feinem nommen, in der gegen die den Indern in Südafrika auf=
Humor. An der wundervollen Heliogravüre des Ver= gelegten Beſchränkungen proteſtiert und die Pblitik der dakteur Ays der in Kehl erſcheinenden Straßburger
faſſers kann man ſich nicht ſatt ſehen und an dem Buche paſſiven Reſiſtenz befürwortet wird. Der Maharadia ſtellte Rundſchau wurde heute nachmittag ein Ueberfall
die dringende Forderung, daß das begangene Unrecht da= verſucht. Ohne anzuklopfen, waren zwei im Automobil
durch gut gemacht werde daß alle Inder wieder in die angekommene Beſucher in das Bureau vorgedrungen, von
Konzerte.
Heimak zurückgebracht würden. Während der Rede ſtei= denen der eine der ſich als Wiebecke aus Zabern
mm. Der 219. Vereinsabend des Richard Wagner= gerte ſich die Aufregung außerordentlich. Schreie, Hände= vorſtellte mit einer Hundepeitſche auf den Redakteur
Vereins machte uns geſtern mit dem Petersburger Streich= klatſchen und Ausdrücke höchſter Erregung waren allſeits eindrang und ihn bei diem entſtandenen Ringen in die
quartett bekannt Das Zuſammenſpipel der Herren Karl vernehmbar, ſo daß der Redner unverſtändlich blieb Ein Hand biß. Als Hilfe herbeieilte, zogen ſich die Eindring=
Grigorowitſch Naum Kranz, Wladimir Bate=mohammedaniſcher Edelmann führte aus, die brutalen linge nach dem Auto zurück wobei Wiebeite jeden mit dem
leinikoff und Sigismund Butkewitſch iſt ganz voll= Angriffe auf hilfloſe und unſchuldige Männer und Frauen Revolver bedrohte, der ihn verfolgte, ſo daß das
Auto=
endet und in allen Stärkegraden wie von einer Perſon! in Südafrika verſetzten der ziviliſierten Welt einen ſchwe= mobil mit den Inſaſſen entkam.
ausgeführt. Die quellenden Klänge im Crescendo bleiben ren Schlag. Ein Hinduführer fragte, ob England zulaſ=
* Donaueſchingen, 4. Dez. Der Kaiſer, der Fürſt
jedem Hörer unvergeßlich. Den Anfang der drei Quar= ſen wolle, daß die loyalen indiſchen Untertanen durch zu Fürſtenberg und die Jagdgäſte begaben ſich heute
vor=
tette, welche die Vortragsfolge des Kammermuſikabends Afrikanderwölfe verſchlungen würden. Ein anderer Red=mittag zur Jagd nach dem Revier Oberhölzer=Wolfsbühl.
bildeten, machte das E=moll=Streichquartett, Opus 59, von ner wünſchte zu wiſſen, oh die Proklamation von 1858, be= Das Wetter iſt gut.
Beethoven, eines ſeiner ſchönſten Werke. Ergreifend wirkt trefſend die Rechte der Inder als Bürger des Kaiſerreichs,
Sigmaringen, 4. Dez. Das heute ausgegebene
der zweite Satz Motto adagio. Das ganze Quartett wurde dazu erlaſſen ſei, um durch die buriſche Regierung verſpot=Bulletin über das Befinden der Frau
Für=
mit Wärme und Feinheit wiedergegeben.
tet zu werden.
ſtin Mutter lautet: Die Frau Fürſtin Infantin hatte
Die zweite Nummer gleichfalls ein E=moll=
Streich=
geſtern abend Temperatur 38,1, Puls 110, Auswurf
ſpär=
quartett von Friedrich Smétana („Aus meinem Leben”)
lich. Die letzte Nacht war ſehr unruhig. Heute früh betrug
Großer Hotelbrand in Boſton.
malt in Tönen eine entbehrungsvolle Jugend, der eine
die Temperatur 37,6 Puls 112, hin und wieder
aus=
frohere Jünglingszeit folgt. Im quellend beginnenden
* Boſton (Maſſachuſetts) 3. Dez. Das Arcadia= ſetzend. Atmung beſchleunigt. Die Entzündungserſchei=
Largo löſt ſich dann eine Melodie immer mehr von dem Hotel wurde durch Feuer volſtändig zerſtört. 25 Per=nungen am rechten unteren Lungenlappen (Infarkt) ſind
Begleitungsmotid und klingt in lebhaſtem Dahineilen mit ſonen ſind umgekommen. Viele wurden ſchwer unverändert. gez. Dr. Schwaß.
ruhigem Schluß ſanſt aus.
verletzt ins Krankenhaus gebracht.
* Karlsruhe, 4. Dez. Der Großherzog iſt heute
Ganz beſondere Aufmerkſamkeit fand die Novität, das
* Neu=York, 3. Dez. In dem niedergebrannten mittag nach 12 Uhr von Schloß Baden wieder hierher
Bemoll=Streichquartett, Opus 4, von Sergei Tanejew. Er Hotel in Boſton befanden ſich 170 Schlafgäſte, die ſich zurückgekehrt und hat nachmittags den Vortrag des
weiß den Inſtrumenten überraſchende Töne zu entlocken. nur teilweiſe aus den Fenſtern retten konnten. 29 Per=Miniſters des Innern, Freiherrn v. Bodman, entgegen=
Der lange, aushaltende Ton am Schluſſe des erſten Satzes ſonen kamen bei dem Verſuch, ſich zu retten, in den Flam= genommen.
ſcheint, wie in den vorher beſprochenen, verhaltenes Weh men um. 50 wurden ſchwer verletzt.
* Breslau, 4. Dez. Nach kurzer ſchwerer Krankheit iſt
auszudrücken. Nach einem tief empfundenen Largo ſetzt
* Boſton, 4 Dez. Unter den Trümmern des der Schriftſteller Dr. Jon Lehmann, Verlegeo der
Bres=
unter Verwendung ſchärferer Klänge das Preſto ein, dem Hotels Arcadia ſind zwei weitere Leichen gefun= lauer Zeitung und der Breslauer Morgenzeitung im Al=
Intermezzo und Finale folgt. Beſonders das letztere iſt den worden.
von guter Wirkung und das Stück fand allſeitigen
Bei=
ter von 48 Jahren geſtorben.
fall. Die Herren wurden am Schluß noch mehrfach ge=
* London, 4. Dez. Frau Pankhurſt wurde bei
rufen. Der ſehr ſtarke Beſuch des Turnhalleſaales zeigk
Poincaré über die finanzielle Lage
ihrer Rückehr aus Neu=York in Plhmouth verhaftet.
ein erfreuliches Intereſſe an den Beſtrebungen des Ver=
* Waſhington, 3. Dez. Das Staatsdeparte=
Frankreichs.
eins und der Zuſammenhang der Sätze wurde nicht
unter=
ment erfährt, daß General Huerta nicht mehr im
brochen; freilich dürſten dann aber auch die Pauſen nicht
* Paris, 4. Dez. Präſident Poincaré hatte mit Stande iſt, die Truppen zu beſolden. — Das
Re=
ſo lange ausgedehnt und zum Nachſtimmen benutzt werden, den bereits genannten Perſönlichkeiten eine Unter=ſpräſentantenhaus in Waſhington nahm eine Bill
Die Gäſte des Vereins, vier Künſtler erſten Ranges, dürf=redung im Elyſce über die finanzielle Lage. über die Anwerbung von Freiwilligen in Kriegszeiten an.
ten hier immer wieder gerne gehört werden.
Er richtete an jeden die Frage ob die Anleihe bei dem Die Bill ermächtigt den Präſidenten, falls ſeiner Anſicht
gegenwärtigen Stande des Geldmarktes aufrechterhalten nach ein Krieg bevorſteht, Freiwilligen=Regimenter zu=
äte
Dert
Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
ganſeren, und zwar für die Dauer des Krieges und nicht
für eine beſtimmte Periode. Die ſo geſchaffenen Truppen
würden die beſtehende Miliz ergänzen, mit der ſich das
Geſetz nicht weiter befaßt.
H. B. Stuttgart, 4. Dez. Der Kaiſer wird morgen
nachmittag ½2 Uhr von Donaueſchingen hier eintreffen
und am Bahnhof vom König und den Prinzen des
könig=
lichen Hauſes empfangen werden. Auf der Fahrt zum
Schloß bildet Jungdeutſchland Spalier. Am Samstag
ee
erfolgt die Rückreiſe des Kaiſers nach Berlin.
Neu=York, 4. Dez. Die Zollbehörde
ver=
haftete Viktor Neuſtadtl, einen der größten
Bierimporteure, wegen Zollhinterziehungen, die
er ſeit 1904 begangen haben ſoll.
Elieden
Eine Zeppelinfeier.
* Freiburg i. B., 4. Dez. Geſtern veranſtaltete der
hieſige Studenten=Flottenverein eine Zeppelinfeier,
Meiiestes Balfüm Mouison.
die erſte dieſer Art in Deutſchland, welche von mehr als
giebt den herrlichen Duft unſeres blühenden
1000 Perſonen beſucht war. An den Grafen Zeppelin
deutſchen Flieders in unerreichter Nakurtreue wieder.
wurde ein Telegramm geſandt, in dem darauf hingewieſen
Flacon in elegantem Etui mk. a.50. Riechkiſſen Mk. 1.—.
wird, daß der Verein, der jüngſte an der hieſigen Hoch=
Fabrikanten: J. G. meuson 6 Lo., Frankfurt a. m.
ſchule, ſchon 300 korporative Mitglieder zähle und
Orts=
gruppen in Marburg, Greifswald Frankfurt a. M.,
Leip=
zig, Gießen, Berlin und Kiel beſitze. So geſtaltete ſich
der Abend zu einer Huldigung der deutſchen Jugend, die
In Darmſtadt zu haben bei:
(25278fi
auch mitarbeiten wolle mit dem Grafen Zeppelin an Gg. Frz. Frank, Parfümerie, Eliſabethenſtr. 9, Tel. 886
Deutſchlands Macht und Größe. Von dem Grafen war
ſchon vor dem Feſt ein Schreiben eingegangen, in dem Lager deutſcher, franz., engl., ruſſ. und amerik.
Parfü=
merien und Toiletteſeifen.
dem Verein eine glückliche Entwickelung gewünſcht wird.
Steter Eingang aller Modeneuheiten.
Größte Auswahl!
Original=Preiſe!
Rücktritt Caſſelmanns.
H. B. Nürnberg, 4. Dez. Dr. Caſſelmann, der bishe= a Der Stadt= und Landauflage heutiger
Aus=
rige Führer der Liberalen, tritt tatſächlich von der
gabe liegt ein Proſpekt bei von der Firma
Führung der liberalen Landtagsfraktion Carl Sans, Spezialhaus für Lederwaren und
zurück. Auf eine direkte Anfrage der Nürnberger Zei= Reiſeartikel, Offenbach a. M., Filiale Darmſtadt,
tung, ob die diesbezüglich umlaufenden Gerüchte wahr Schulſtraße 1, worauf hiermit hingewieſen wird. (25297
ſeien, antwortete Dr. Caſſelmann telegraphiſch aus
Mün=
chen: Meldung richtig, Caſſelmann.
Dampfernachrichten.
Briefkaſten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Frau Bl. Doppelehe iſt in Luxemburga geſetzlich ver= Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
boten und mit Strafe bedroht. Eine dort eingegangene Nordamerika: „Barcelona” nach Neu=York und Newport
Doppelehe iſt nach unſerem Recht nichtig.
News. 2. Dez. 3 Uhr 30 Min. nachm. Lizard paſſiert.
A. B. Melden Sie Ihren Schadenserſatzanſpruch! „Moltke‟,
von Boſton kommend, 2. Dez. 10 Uhr
ſchriftlich unter Darſtellung des Vorfalles bei der Direk= abends in Hamburg. „Pallanza” 2. Dez. 7 Uhr morgens
tion der Heſſiſchen Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft, Luiſen= von Norfolk nach Philadelphia. — Weſtindien, Mexiko:
ſtraße, an.
„Conſtantia” nach Weſtindien, 2. Dez. 3 Uhr nachm.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
von Bilbao. „Corcovado” nach Havanna und Mexiko,
2. Dez. 2 Uhr nachm. Queſſant paſſiert. „Frankenwald‟
2. Dez. in Pto. Mexiko, ausgehend. „Furſt Bismarck”,
von Mexio und Havanna kommend, 2. Dez. 6 Uhr
abends in Havre. „Steigerwald” nach Havanna und
Besonders preiswerte
Mexiko, 2: Dez. 2 Uhr nachm. in Cadix. „Ypiranga”
1. Dez. in Pto. Mexiko, heimkehrend. —
Oſtaſien:
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Said „Sambia” 2. Dez. 1 Uhr nachm. von Hongkong
für Weihnachtsgeschenke. nach Singapore. „Senegambia” nach Antwerpen, 2. Dez.
11 Uhr 30 Min. abends Cuxhaven paſſiert. „Suevia‟
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Emden. — Verſchiedene Fahrten: „Markomannia” von
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C. F. Erb Nachf.
Unterferkigte erfüllt hiermit die traurige
Obere Elisabethenstrasse.
Pflicht, ihre lieben Bundesbrüder von dem
am 2. Dezember in Elberfeld erfolgten Ableben
25168mfo
ihres lieben A. H.
(25271
Aus dem Geſchäftsleben.
Wünſche zu Weihnachten! Wer hätte die
Dr. phil. Arthur Adolphs
nicht! Es wird intereſſieren, daß für den heurigen
(aktiv 1899—1900)
Weihnachtsmarkt die Firma Franz Kuhn,
Kronen=
parfümerie=Fabrik 43, Nürnberg, zwei ſehr preiswerte
geziemend in Kenntnis zu ſetzen.
hübſche Gegenſtände gebracht hat. Eineu Weihnachts=
Karton mit farbigem ſchönen Weihnachtsbild, Inhalt:
Darmſtadt, Dezember 1913.
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am Platz ſelbſt erhältlich, verpackt, zugeſandt werden.
SCHIEGE X.
L. C. Wittich’ſche
Todes=Anzeige.
Hofbuchdruckerei
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
empfiehlt ſich zur Anfertigung ſämtlicher
Druckſachen in vornehmer Ausführung
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
heute morgen 4 Uhr unſeren innigſtgeliebten,
(25326
Diplomo
Biſitenkarten
guten Sohn und Bruder
Minten
Cxlibris
Werko
Droſpekte
Diſſertationen
Hochzeits-Itg.
Rechnungen
Gottfried
Ahnentafeln
Verlobungs=,
Briefbogen
Stammtafeln
Vermählungs=
Kuverts
Schüler des Großh. Realgymnaſiums
Eintrittskarten
und Geburts-
Doſtkarten
nach kurzem, ſchwerem, mit großer Geduld er=
Anzeigen
Geſchäftskarten 1 Drogramme
tragenem Leiden, wohlverſehen mit den heiligen
Dankſagungen
Kartothekkarten Menukarten
Speiſekarten
Traueranzeigen
Quittungen
Sterbeſakramenten, im 13. Lebensjahre in ein
in 2 Stunden
Dlakate
Wechſel
beſſeres Jenſeits abzurufen.
3
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Sonderleiſtungen:
Illuſtrations= u. Mehrfarbendrucke
Franz Kremer.
Maſſenauflagen
Darmſtadt, den 4. Dezember 1913.
Die Beerdigung findet Samstag, den 6. Dez.,
Darmſtadt:: Rheinſtraße 23
nachmittags 2½ Uhr, vom Trauerhauſe
Eliſa=
bethenſtraße 47 aus, ſtatt.
Sernſprecher 1 und 426
Seite 9.
Schloſſer=Vereinigung Darmſtadt E. 9.
Wir erfüllen hierdurch die traurige Pflicht,
unſere Mitglieder von dem erfolgten Ableben
unſeres Mitgliedes
(25307
Herrn Friedrich Rahn
Hofſchloſſer
in Kenntnis zu ſetzen.
Die Beerdigung findet Samstag, 6. Dez.,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des ſtädt.
Friedhofes aus, ſtatt und erſuchen wir unſere
Mitglieder, ſich vollzählig an derſelben zu
beteiligen.
Darmſtadt, den 3. Dezember 1913.
Der Vorſtand.
Dankſagung.
Allen Freunden und Bekannten meinen
herz=
lichſten Dank für die innige Teilnahme, die ſie
uns erwieſen haben bei dem ſchweren Verluſte,
der mich betroffen hat.
(B25301
Die tieftrauernde Gattin:
Elisabeth Bauer.
Darmſtadt, den 4. Dezember 1913.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines Gatten, unſeres Vaters
Herrn Georg Emrich
ſagen wir allen Verwandten und Bekannten,
ins=
beſondere dem Herrn Pfarrer Waitz unſeren Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Emrich.
Darmſtadt, den 4. Dezember 1913.
(25327
Gottesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde.
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 5. Dezember:
Vorabendgottesdienſt 4 Uhr 30 Min.
Samstag, den 6. Dezember:
Morgengottesdienſt 9 Uhr. Sabbatausgang 5 Uhr 15 Min
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geſellſchaft.
Samstag, den 6. Dezember:
Vorabend 4 Uhr Morgens 8 Uhr. Nachmittags 4 Uhr.
Sabbatausgang 5 Uhr 15 Min.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 7. Dezember, an:
Morgens 7 Uhr Nachmittags 4 Uhr.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Im Bereich tiefen Druckes herrſcht heute in
Deutſch=
land vorwiegend trübes, mildes Wetter mit Regen und
ſtarken ſüdweſtlichen Winden. Wir werden morgen auf
der Rückſeite des Tiefdruckgebietes zunächſt Abnahme der
Niederſchläge und der Bewölkung haben: von Weſten
he=
naht ein neues Fallgebiet, das uns bald erneute
Be=
wölkung und Regen bringen wird.
Ausſichten in Heſſen für Freitag, den 5. Dezbr.:
Vorübergehend Abnahme der Regenfälle und der
Be=
wölkung, etwas kühler, lebhafte nordweſtliche Winde;
ſpäter erneute Trübung und Regenfälle.
Tageskalender.
Freitag, 5. Dezember.
Großh. Hoftheater Anfang 7½ Uhr, Ende nach
10 Uhr (Ab. D): „Tiefland”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Vortrag von Profeſſor Mendelsſohn um 5 Uhr im
Saale der Akademie für Tonkunſt.
Vortrag von Evangeliſt Berg um 8½ Uhr Waldſtr. 18.
Milchhändler=Verſammlung um 4 Uhr in
der „Ludwigshalle‟.
Ausſtellung der Gewinne der St. Eliſabeth=
Vereins=
lotterie Wilhelminenplatz 9 (geöffnet von ½10—1 und
2—5 Uhr).
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Bürgerkeller um
8 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage unſerer Expedition
Rheinſtraße 23): Die erſte Sitzung des deutſchen
Reichstages nach den Ferien. — Großherzogin=Witwe
Luiſe von Baden, die Tochter Kaiſer Wilhelms des
Großen (zur Feier ihres 75. Geburtstages). — Die
Un=
ruhen in Mexiko: Ein Rebellenlager. — Vom
Jagd=
beſuch des Königs von Spanien in Rambouillet (
Frank=
reich).
Großh. Hofbibliothek, geöfnet Montag bis
Freitag von 9—1 Uhr und 2—4 Uhr, Samstags von
9—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Willic’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt. — Für den
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
„Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Darmſtädter
Seite 10.
Be
C
Alice=Kochſchule.
Die nächſten Kochkurſe beginnen am 6. und
7. Januar. Anmeldungen hierzu werden bis zum
20. Dezember in der Alice=Kochſchule
entgegen=
genommen, da vom 22. Dezember bis 3. Januar die
Schule geſchloſſen iſt.
Beſtellungen von Weihnachtsgebäck können
nur bis zum 18. Dezember angenommen werden.
Aufträge für Speiſen aller Art werden jederzeit
(*16645
ausgeführt.
Der Vorstand.
Berzliche birfe.
an
warmherzige Menſchen, ſich unſres Heims für entlaſſene
weibliche Strafgefangene und ſonſtige gefährdete
weib=
liche Jugend in Braunshardt bei Weiterſtadt beim
Nahen des Weihnachtsfeſtes zu erinnern.
Gaben der Liebe in Geld oder Naturalien werden
dankend entgegengenommen von Schweſter Emilie,
Marienhof, Braunshardt.
25276
Fürſtin Marie zu Erbach=Schönberg.
Der Vorſtand der Kleinkinderſchule Mauerſtraße bittet auch
in dieſem Jahre um gütige Gaben an Geld und
Kleidungs=
ſtücken für Kinder bis zu ſechs Jahren zur Chriſtbeſcheerung
der Kleinen.
Es ſind gerne bereit, Gaben entgegenzunehmen: Frau
Cramolini, Annaſtr. 35; Frl. v. Gandenberger, Wienersſtr. 64;
Frau v. Kietzell, Ohlyſtr. 38; Frl. v. Knorr, Saalbauſtr. 79;
Frau Meiſel, Mathildenſtr. 25; Frau Schäffer v. Bernſtein,
Schießhausſtr. 67; Frau Scharmann, Roquetteweg 2 und die
Schweſtern.
(24654dsf
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L
Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Grofh. Pollzeigmts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Foxterrier (zugelaufen). Die Hunde können von den
GEScHENK-LITERATUR
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
hervorragende Neuheiten bedeutender Autoren
tag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(25298
Betreffend: Schutz der Waſſer=Zu= und
BILDERBÜCHER UND :: : :
Ableitungen im Winter.
:: : .. JUGERbscrKir TEN
Vor Beginn des Winters machen wir auf die Schäden und
Nach=
teile aufmerkſam, die durch Froſt an den Waſſer=Zu= und Ableitungen
sehr großes Lager in allen Preislagen
in den Häuſern entſtehen können und empfehlen, nachſtehendes zu
beachten:
Große Auswahl im Preise herabgesetzter Bücher.
Türen und Fenſter der Keller ſind aut geſchloſſen zu halten, da
ſonſt Einfrieren und Beſchädigung der Waſſermeſſer zu erwarten iſt.
4 e
Bei anhaltendem ſtrengen Froſt (—50 C.) wird es außerdem
KUNSTBLATIEhALLERART
notwendig, die Waſſermeſſer und die anderen Teile der Waſſerleitung
durch Umhüllen mit lockerem Stroh oder mit dicken Tüchern zu ſchützen
klassische und moderne Kunst
und die Glasfenſter zu verhängen.
in der vollendetsten Reproduktionstechnik der Gegenwart
Iſt ein Waſſermeſſer eingefroren, ſo erſtatte man alsbald
Mel=
dung bei der ſtädtiſchen Waſſerwerksverwaltung.
Wenn Waſſerleitungsröhren mindeſtens 1,30 Meter tief in die
ECHTE BRONZEN
:: :: ::
Erde verlegt ſind oder wenn ſie im Hauſe ausſchließlich durch geheizte
Räume (Küchen) geleitet ſind oder durch Räume, die mit geheizten
„,
*,
Räumen durch häufige Benutzung in Verbindung ſtehen (abgeſchloſſene
.. . UND Echr MAklok
Flure, Kloſetträume), ſo iſt das Einfrieren der Waſſerleitungen nicht
klassische und moderne Skulpturen erster Meister,
zu erwarten; vorausgeſetzt wird, daß dieſe Räume nicht durch
dauern=
des Oeffnen der Türen und Fenſter ſtark abgekühlt werden (
Kloſett=
in erstklassigen Ausführungen, sehr großes Lager
räume). Sind alle oder einzelne Räume, in denen die Waſſerleitung
(IV,24954
liegt, längere, Zeit ungeheizt, ſo iſt es empfehlenswert, die Waſſerleitung
bei ſtarlem Froſt für gewöhnlich abgeſperrt zu halten und täglich
ein= oder mehreremal die erforderlichen Waſſermengen an die
MOLLER & RÜHLE, Darmstadt
Hausbewohner abzugeben.
Das Abſperren der Leitungen ohne gleichzeitiges
Ent=
leeren der Röhren iſt zwecklos. Beides ſoll gleichzeitig erfolgen,
Hofbuchhandlung ss Fernspr. 220 ze Elisabethenstr. 5 se Hofkunsthandlung
indem man den vor dem Waſſermeſſer angebrachten
Hauptabſperr=
hahn ſchließt und die im Hauſe befindlichen Zapfhähne und
Kloſett=
ventile für einen Augenblick öffnet, alsdann läuft das in den Röhren
Zementlieferung.
befindliche Waſſer durch eine im Hauptabſperrhahn angebrachte! Die Anlieferung von Portland=
Oeffnung aus. Dieſes Waſſer, das ſelbſt bei ſehr langen Leitungen zement für 1914 ſoll verdungen
Mmen
nur wenige Liter beträgt, fängt man in untergeſtellten Gefäßen auf, werden.
Hoale
Weilnächtsgeschenne
oder man läßt es, wenn die Kellerſohle waſſerdurchläſſig iſt, ohne Die Lieferungsbedingungen lie=
Lische
Nachteil in den Keller laufen.
gen bei uns, Zimmer Nr. 4, zur
Das Maß von Sorgfalt, das man auf den Schutz der Waſſer=Einſicht offen und werden gegen
empfehle:
leitungen gegen Froſtſchäden aufwenden muß, hängt von der Strenge Einſendung von 50 Pfennig ab=
und von der Dauer der Kälte ab. Hält die ſtrenge Kälte wochenlang
Anzug-, Paletot-, Hosen- u. Westenstoffe
an, ſo durchfrieren die äußeren Mauern derart, daß ſelbſt nach bereits gegeben.
Angebote ſind bis
eingetretener milderer Witterung die auf den durchfrorenen Mauern Dienstag, 16. Dezember I. Js.,
Meieretolie, Sotinstele u ameie
befeſtigten Waſſerleitungen noch nachträglich einfrieren können.
vormittags 11 Uhr,
Sind alſo Waſſerleitungen auf Außenmauern befeſtigt, ſo iſt bei unterzeichneter Stelle einzu=AAusstattungsartikel
beſondere Vörſicht und ſtarke Erwärmung der betreffenden Räume reichen.
(25190df
zu empfehlen. Gartenleitungen ſind vor Eintritt des Winters zu Darmſtadt, 2. Dezember 1913.
Bettdamaste Tischtücher
ſchließen und ſorgfältig zu entleeren.
Tiefbauamt.
Sind Waſſerleitungen eingefroren, ſo, ſchaffe man ſofort Ab=
Bettücher
Servietten
Keller.
hilfe, weil dann das Auftauen noch raſch bewirkt werden kann und
Bettkoltern
die Leitungen noch keinen Schaden erlitten haben.
Kaffeedecken
Bauarbeiten.
Läßt man das Auftauen anſtehen, ſo friert gewöhnlich die
Bettdecken
Teegedecke
Leitung auf lange Strecken zu. Das Auftauen wird dann ſehr Die bei Erbauung verſchiedener
Kissenbezüge Wischtücher
ſchwierig und koſtſpielig, auch leidet meiſtens die Leitung Not.
Gebäude auf dem neuen Friedhof
Behufs des Auftauens eingefrorener Leitungen wende man vorkommenden Marmor=Arbeiten
Hanstücher Tischdecken
ſich ſofort an einen zuverläſſigen Inſtallateur, außerdem beſeitige man (90,50lfd. m Sockel, 3,70qm
Fenſter=
die Urſache des Einfrierens durch beſſeren Schutz, weil ſonſt die abdeckungen aus Wallenfelſer Ma= Reise- u. Kamelhaardecken, Tüllgardinen,
Störung immer wieder eintritt.
terial) und die äußeren
Verputz=
in gross.
Sind Keller oder andere Räume durch ein Verſehen durchaus arbeiten ſollen vergeben werden.
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vereiſt, ſo nützt es nichts, nachträglich nur die Fenſter zu ſchließen,
Bedingungen. liegen bei dem
man ſtelle vielmehr Kokskörbe oder andere paſſende Heizvorrich=unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
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tungen auf, um die Mauern wieder zu durchwärmen.
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Bei den Waſſerableitungen, iſt die Aufmerkſamkeit beſonders Angebote ſind bis
Werete eter
den Kloſetts zuzuwenden, da hier die unter den Sitzen befindlichen, Donnerstag, 18. Dezbr. 1913,
— Ein Posten
mit Waſſer gefüllten Syphonrohre und die Spülkaſten durch das
vormittags 10 Uhr,
Einfrieren häufig beſchädigt werden.
(25274fs
einzureichen.
Omäarapal
Bei Froſtwetter ſind daher die Aborträume nach außen mög= Darmſtadt, 3. Dezember 1913.
Zimmerleppiche und Beitoerlugen
lichſt geſchloſſen zu halten, beſonders während der Nacht; auch
Stadtbauamt.
kann die Beheizung der Aborte mittels kleiner Petroleum= oder
Gas=
in jeder Grösse
Buxbaum.
öfen, auch Gaslampen, beſtens empfohlen werden.
Die Spülkaſten ſollen nach jedesmaliger Benützung der Kloſetts,
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Bekanntmachung.
unter Abſtellung des Waſſerzulaufes. vollſtändig entleert werden.
(Stadtwald.)
Bei Kloſetträumen, die der Einwirkung der Kälte beſonders
Ehäcemütte
ausgeſetzt ſind, empfiehlt es ſich, zur Verhütung der Eisbildung die! Wegen Vornahme von
Kanal=
unter den Sitzen befindlichen Käſten mit Stroh locker auszuſtopfen, die bauarbeiten durch das ſtädtiſche
Friedrich Warlecke
Spülkäſten mit Tüchern zu umhüllen und deren Anfüllung bei ſtrenger Tiefbauamt wird die
Mittelſchneiſe
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Kälte ganz zu unterlaſſen. Häufiges Eingießen warmer Abwäſſer
aus den Haushaltungen in die Kloſetts trägt weſentlich zur Ver=zwiſchen Dornheimer Weg und
altem Griesheimer Weg während
Mitglied des Rabatt-Sparvereins. 25093a
hinderung der Eisbildung in den Syphonrohren bei.
An den Außenſeiten der Gebäude angebrachte Küchenrohre der Zeit vom 3. bis 17. Dezember
ſind dem Einfrieren und dadurch der Zerſtörung beſonders aus=für Fuhrwerks= und Radfahrer=
(25293fm
geſetzt; es ſollte daher das Einſchütten von Waſſer in ſolche Rohreverkehr geſperrt.
Darmſtadt, 3. Dezember 1913.
bei ſtrenger Kälte ganz unterlaſſen, mindeſtens aber auf die Tages=
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Speziälidt „blenstich‟
zeit beſchränkt werden.
Kullmann.
Auch die Hofſinkkäſten ſind bei anhaltend ſtrenger Kälte gegen
das Einfrieren zu ſchützen, am beſten durch Ueberdeckung mit einer
ganz vorzügliches Kaffee= u. Teegebäck
mindeſtens 20 Zentimeter hohen Erdſchicht, da andernfalls durch die
Die heilsame Wirkung
Eisbildung in den Sinkkäſten der Abfluß des Waſſers unmöglich ge=
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von
(23269a
macht wird und bei Eintritt von Tauwetter Ueberſchwemmungen der
nur Liebigstr. 7, nächſt der Johanneskirche (*16620fg
Grundſtücke die Folge ſind.
Die in den Waſchküchen vorhandenen eiſernen Ablaufkäſten JOghurt zaros
können bei ihrer geringen Tiefe nur durch rechtzeitige Entleerung des
liegt in dem fäulnishemmen=
Waſſers vor dem Einfrieren geſchützt werden: die Käſten ſind dann
den und reinigenden
Ein=
zur Verhütung der Entweichung von Kanalgaſen mög lichſt luftdicht
fluß auf den Darm und iſt
daher zu empfehlen bei allen
abzudecken.
Darmſtadt, den 1. Dezember 1913.
Magen= u. Darmkrankheiten,
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ebenſo als vorzüglich. Kräf=
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
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Gesundheitliche Nahrungs- u. Genußmittel
Leipziger Lebensversicherungs-Gesellschaft auf
wird mit dem 31. Dezember 1913 aufgehoben. Die Dienſtboten
Anton Braunwarth, Darmstadt.
gehören vom 1. Januar 1914 ab der Allgemeinen Ortskranken=
Gegenseitigkeit (hlte Leipziger) gesründet 1830
kaſſe in Darmſtadt an. Die An= und Abmeldungen ſind von dieſem
Tage ab durch die Arbeitgeber bei der genannten Kaſſe, Blumenthal=
Versicherungsbestand mehr als 886a
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Die Allgemeine Ortskrankenkaſſe wird im Laufe dieſes Monats
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jedem Arbeitgeber und jedem Verſicherten einen Abdruck ihrer
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und der Arbeitgeber, insbeſondere auch die Höhe der zu zahlenden Diverſe neue Ofenſchirme, mod.
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Darmſtadt, den 5. Dezember 1913.
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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
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Ireneſtr. 5, pt., an d. Frankfurterſtr.
der ioſen Slerit ie de etaſen ſcher d ſch neh chetgeing, 2. mente uneregehten en rehegr.
nehmen, allwöchentlich mindeſtens einmal zum Schloß zu deutet mit vielen Fingern. Denn da oben waren auch die
Anno dazumal.
kommen; dauerte der Marſch auch Stunden und führte er Sektionsſtuben; und gar manche Mär ging flüſternd von
Familien=Roman aus den Jahren 1812 und 1813.
durch Dickicht und Wälder und durch Moraſt und über Mund zu Mund von den Dingen, die ſich dort angeblich
Von Oskar T. Schweriner.,
abſpielten.
Felder.
Alle Rechte vorbehalten.
Dann boten die „Linden” allerdings ein anderes
Auch das Gebäude gegenüber kannte jedes Berliner
Copyright 1913 by Carl Duncker in Berlin.
Bild. Der ruhende Punkt in der Erſcheinungen Flucht Kind, den Markgräflich Schwetzſchen Palaſt, der jetzt dem
(Nachdruck verboten.)
2.
Nachmittags änderte ſich das Bild. Dann war das waren und blieben die Soldaten; die franzöſiſchen Offi= Herrn von Bredow gehörte. Und dann kam das Gropius=
Spazierengehen an der Reihe der Auswärtigen. War es ziere mit ihren prall anſitzenden weißen Hoſen, den Schär= ſche Haus mit den ſchönen Säulen und dem Balkon und
ein ſchöner Tag, ſo ſtrömten ſie aus allen Vororten zu= pen über Schulter und Hüfte, den bunten Frackröcken mit dann das Heſſeſche und der Palaſt der Prinzeſſin Amalie
noch bunteren Aufſchlägen, den goldſtrotzenden Litzen. Faſt von Preußen und das ſchöne Opernhaus; die katholiſche
Kammen. Vom Halleſchen Tore kamen ſie her und aus der
Gegend des Achtecks. Und die aus dem Vogtlande, die pompös ſahen ſie aus neben der einfachen glatten Uni= Kirche St. Hedwig und die Königliche Bibliothek.
War man des Bewunderns müde, ſo ging man über
Tempelhofer, waren dann auch dabei. Von hinter dem form der preußiſchen Offiziere. Und wo der eine Offizier
Roſentaler Tor und die aus Friedrichswerder und die den anderen traf, da begrüßte man ſich militäriſch ſtramm, das Karree, wie das Viereck auch genannt wurde, durch
Altköllner, die ſich eigentlich zu Berlin rechneten. Natür= oder auch mit einem kameradſchaftlichen Nicken des Kopfes. das Brandenburger Tor hinaus in den ſchönen Tiergarten.
lich auch die Dorotheenſtädter und die Neuſtädter, die es Von den Luiſenkleidern der Mädchen aber, von den Doch mußte man ſchön achthaben, wo man ging, ſonſt
glockenförmigen farbigen Hüten und gleichgetönten konnte man ſich gar verlieren und den Weg nach Berlin
ja eigentlich gar nicht weit hatten. Aber auch die ganz
abſeits Wohnenden ließen ſich nicht abhalten, an ſolchen Frackanzügen und bunten goldbordürten Weſten und nicht zurückfinden, ſo groß war der Wald.
Ging dann die Sonne zur Rüſte, ſo kam man zurück
Nachmittagen die Linden zu bewundern. Alle Tage konn= grellferbigen Krawatten der Jünglinge war dann wenig
ten ſie es ſich allerdings nicht leiſten; dazu war die Ent= zu bemerken. Derbe, feſte Geſtalten mit kräftigen Stöcken durch das Tor, — denn nur dieſer eine Weg führte nach
fernung doch zu weit. Und an Sonntagvormittagen hatte in den Händen, mit in allen Farben geſtreiften Beinklei= Berlin —, und kehrte wohl noch erſt in einem der drei
man in ſeiner eigenen Stadt die Beſuche der Familien ent= dern, hier und da im Bratenrock, hier und da im Vater= Wirtshäuſer ein, die Unter den Linden lagen. Sie gaben
gegenzunehmen oder zu erwidern; in die Kirche zu gehen mörder, aber mindeſtens mit einem bunt karierten ſich alle drei nichts nach in gutem Wein von der Moſel und
und am Abend zum Tanzplatz, Aber einmal in der Woche Schnupftuch um den Hals, die Mädchen in Röcken, die um in kräftigem Weißbier. Faſt gegenüber lagen ſie ſich; ſo
machten es die Familien und namentlich die Jugend doch die Hüften unzählige Falten zeigten, in Bluſen, die prall daß der Luſtwandelnde es nicht nötig hatte, die Straße
über vollem Buſen ſaßen, zogen ſie Arm in Arm die
zu kreuzen. Ging er linker Hand, ſo beſuchte er das
möglich. Dann kamen ſie auch von dem Prenzlauer Tor
Linden entlang. Und immer wieder wurde vor den Häu= Wirtshaus „Zur Stadt Rom” an der Ecke der Stallgaſſe,
her und von dem Schönhauſer und dem Hamburger Tor,
das weit draußen am Wedding lag. Und vom Oranien=ſern Halt gemacht und immer wieder wurden Erklärungen und rechter Hand hatte er ſogar die Wahl, in der „Sonne”
abgegeben.
— wie die Vornehmeren das Hotel de Ruſſie nannten —
burger Tor und vom Unterbaum. Das waren weite
Rei=
oder in dem „Hirſchen” einzukehren.
Da war zur rechten Hand der Königliche Stall. Ein
ſen, denn vor dem Unterbaum lag die Jungfernheide.
An dieſem ſchönen Julitage nun, während die vor=
Und vom Stralauer und Frankfurter und Lands= weitläufiges Gebäude wars, das ſich bis in die Letzte
berger Tor kamen ſie, und vom Bernauer Tor, weit, weit Straße erſtreckte. Ueber dem Stall aber war der Hörſaal nehme Welt Berlins ſich in geſchilderter Weiſe Unter den
draußen in Weißenſee. Ja, ſelbſt die Ziegelarbeiter aus für die Vorleſungen des Königlich mediziniſch=chirurgiſchen Linden erging und Mutter Dögen mit Hilfe Lieſelottes in
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Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
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Dögen preßte die Lippen zuſammen und nickte ein=,
diener Kulich mit einem großen blauen Aktenheft unterm mütze im Fenſterrahmen auf.
zweimal langſam mit dem Kopf.
Guten Tag, Herr Dögen.
Arm das Gebäude des Polizeidirektoriums in der König=
Schon wieder! Hab mir’s wohl gedacht.
Ach! Ihr ſeid’s, Kulich. Welcher gut Wind weht
ſtraße. Er war ein hochaufgeſchoſſener, hagerer Mann,
Plötzlich überkam ihn grimmer Zorn. Die Fauſt flog
dem die blaue flache Uniformmütze zu groß für den Kopf Euch her?
Er könnte beſſer ſein, der Wind, Herr Dögen! Könnte auf den Tiſch, daß es krachte.
zu ſein ſchien, und auf deſſen weißen Drillichhoſen die
Verfluchte Räuberbande!
Farbe des Schnees kaum hätte Anwendung finden können. beſſer ſein! Laßt mich nur hinein!
Dann hielt er erſchrocken inne; ſpähte in die Augen
Des Alten Augenbrauen zogen ſich unmutig zuſam=
Gewichtigen Schrittes ging er die Königſtraße hinauf.
Hier und da machte er Halt, durchblätterte ſeine Akten, men. Lautlos, wandte er ſich vom Fenſter ab, ſchritt zur des anderen. Doch da ſah er nur verſtändnisvolles
Ent=
gegenkommen.
prüfte das Haus und verſchwand im Torweg, um nach Tür und öffnete ſie.
Ja, ja! Wir müſſen alle ſchwer geſündigt haben, Herr
Kommt nur herein, Kulich!
15 oder 20 Minuten wieder zu erſcheinen und ſeinen Weg
Und als der Polizeidiener reſpektvoll mitten im Zim= Dögen, ſchwer geſündigt!
fortzuſetzen. Bis er dergeſtalt zum Schloßplatz gekommen
Er beugte ſich über den Tiſch und ſchlug die Akten
war. Hier bog er in die Breiteſtraße ein, grüßte zu eini= mer ſtehen blieb, forderte er ihn auf, ſich zu ſetzen.
So ſetzt Euch! Ruht ein wenig aus; Ihr werdet auf.
gen Leuten hinüber, die vor dem Tor des Königlichen
Zwei Mann ſollen Sie bekommen.
Stalles ſtanden, blickte bewundernd empor zu dem ſchön= müde ſein.
Dögen reckte ſich empor.
Das bin ich, Herr Dögen. Das bin ich redlich!
ſten, neueſten Haus der Umgegend, dem Voſſiſchen, und
Ich nehme ſie nicht, Kulich! Ihr wißt, ich nehme ſie
Er legte Mappe und Mütze auf den Tiſch und folgte
bog dicht hinter dieſem Hauſe rechts in die Neumannsgaſſe
nicht. Was koſtet es diesmal?
ein. Noch ein paar Schritte, und dann machte er vor der Aufforderung.
Kulich, der die Namen in der Liſte mit ſeinem Zeige=
In dieſem Moment ſteckte Lieſelotte den blonden Kopf
einem kleinen einſtöckigen Häuschen Halt. Im nächſten
Moment hatte er den eiſernen Klopfer, der am oberen zur Zimmertür herein. Sie hatte draußen in der Küche finger verfolgt hatte, ließt jetzt davon ab und ſchlug ſtatt
Teil in der Mitte der Tür hing, ergriffen. Durch drei die Stimme eines Fremden gehört und war nun neu= deſſen eine Seite der Akten auf, auf der eine Tabelle
ver=
zeichnet war.
wuchtige Schläge begehrte er Einlaß und ſtörte Vater Dö= gierig, wer es ſein mochte.
Wieder ein Bißchen teurer wie das letzte Mal, Herr
gen, der noch in ſeine Zeitung vertieft war.
Du kommſt wie gerufen, mein Kind! rief ihr Dögen
Dögen. Alſo — hier ſtehts — ſechs Groſchen pro Mann
Etwas verwundert rückte der Alte ſeine Brille auf zu. Lauf doch mal hinüber und hole uns eine ſchöne
und Tag.
der Naſe zurecht und blickte hinüber zu der ſchönen Stand= kühle Weiße.
Und zwei Mann ſoll ich haben?
uhr aus hellem Mahagoni. Die maſſiven Zeiger und das
Und während Lieſelotte drüben in dem größen Wirts=
Kulich nickte beſtätigend.
große Ziffernblatt deuteten auf die elfte Stunde. 11 Uhr! haus „Die Stadt Paris”, das gerade gegenüber von der
Jawohl, Herr Dögen, zwei Mann. Hier ſteht’s:
Wer konnte zu dieſer Tageszeit wohl Einlaß begehren?! Petrilerche lag, dem Wunſche des Vaters nachkam, rückte
Mathias Dögen, Neumannsgaſſe, zwei Mann Einquar=
Langſam legte der Alte die Zeitung auf den Tiſch, der Alte ſeinen Seſſel vor dem Tiſch wieder zurecht, ſtopfte
faßte die Pfeife feſter zwiſchen den Zähnen und erhob ſich. umſtändlich ſeine lange Pfeife, entzündete ſie wieder an tierung — halt! das habe ich ja noch gar nicht bemerkt
o jeh; — das iſt aber böſe für Sie, Herr Dögen.
Er ging aber nicht zur Tür, ſondern zum Fenſter, das er einem Fidibus, nahm ſeine Brille von den Augen
und=
öffnete.
blickte hinüber zu dem Polizeidiener.
(Fortſetzung folgt.)
Der draußen Harrende ſchien nichts anderes erwartet
Alſo, Kulich, raus damit!
Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
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„ 296.
Freitag, 5. Dezember.
1913.
e
eterten etſete wpichen weihner ſcnlante di beſelſchſten uict goblan, ieſch in geßen
Kömmen Siewerden käufe geplant ſein.
Schwierigkeiten befinden. Er richtet darum die Vitte an
Iſt der Großh. Regierung bekannt, daß dadurch in der den Finanzminiſter, dieſen Geſellſchaften aus einem
Unter=
nermsiechresfiffernit waldarmen Provinz Rheinheſſen der Bevölkerung eine ſtützungsſonds Beihilfen vorſchußweiſe zu bewilligen, bis
empfindliche Schädigung erwächſt und iſt die Groß. Regie= der Entwurf angenommen iſt.
WGlel -ELEliells rung in der Lage und gewillt, weiteren Waldankäufen von
Finanzminiſter Dr. Br aun Exz.: Dieſem Anſinnen kann
½3 Dflegen.Vrrdfig insprivater Seite entgegenzuwirken?
nun allerdings nicht entſprochen werden. In dem Augen=
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach Exz.: blick, wo wir den Entwurf einbringen, auch noch Vorſchüſſe
Ilien Apofhehenund bedauert, die Anfrage heute noch nicht beantworten zu kön= zu gewähren, ging doch nicht an. Es bedürfte das auch der
Drogerien Preis dder
nen. Die Waldankäufe durch Herrn von Waldthauſen ſind Genehmigung der Landſtände. Früheſtens mit der Etats=
Origtnalschachtel-I
erſt Ende vorigen Monats durch Verhandlungen in dem beratung könnte das geſchehen. Ich habe aber, wie geſagt,
Kreisausſchuß zum Abſchluß gelangt. Die Akten ſind ein= ſchwere Bedenken.
gefordert, aber noch nicht eingelaufen. Ich bedauere dar=
Abg. Reh: Solange die Straßen im Vogelsberg ſo
Zweite Kammer der Stände.
um, heute noch keine Antwort geben zu können.
ſchlecht ſind, kann eine Automobillinie auch mit ſtaatlichem
Eine dringende Anfrage des Abg. Joutz, betreffend: Zuſchuß nicht rentieren.
(76. Sitzung.)
Abg. Wiegand bittet nochmals um endliche Inbe=
St. Darmſtadt, 4. Dezember. Mißſtand in der Nähe des Bahnhofes Bad triebſetzung der Linie Weinheim-Tröſel. — Damit ſchließt
Nauheim,
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Dr. v. Ewald
die Beſprechung.
Exz., Miniſter des Innern v. Hombergkzu Vach Exz., lautet u. a.: In nächſter Nähe des Bahnhofes zu Bad Nau=
Ein Antrag des Abg. Leun, betreffend
zinanzminiſter Dr. Braun Exz., Staatsrat Dr. Becker, heim, an der Moltkeſtraße, befinden ſich die Reſte einer
Jagderlaubniskarten
Miniſterialräte Hölzinger, Dr. Weber, Schliep= etwa vor zwei Jahren durch einen Brand zerſtörten Fabrik
lake; ſpäter: Geheimer Oberfinanzrat Dr. Rohde,feuerfeſter Steine und erregen nicht nur Aufſehen bei mitlautet: Ich beantrage: Hohe Zweite Kammer wolle be=
Brofeſſor Dr. Heil.
der Bahn vorbeifahrenden Perſonen, ſondern auch das ſchließen, Großherzogliche Regierung zu erſuchen, ſtempel=
Mißfallen vieler Kurgäſte und Einheimiſchen. Die Nicht=pflichtige Erlaubniskarten im Einverſtändnis mit dem
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 9.15 Uhr. beſeitigung dieſer Ruinen, dieſes für einen Badeort erſten Jagdberechtigten für ſolche Perſonen auszuſtellen, die ſich
Erſter Gegenſtand der Tagesordnung iſt eine Anfrage Ranges durch ſeinen langen Beſtand unbegreiflichen häß= im Beſitze eines gültigen Jagdwaffenpaſſes befinden.
tes Abg. Leun, betreffend:
lichen Zuſtandes, ſoll damit zuſammenhängen, daß keine
Abg. Leun gibt eine Begründung ſeines Antrags.
den Eingabe=Stempel:
Einigung erzielt werden könne zwiſchen Großh. Brandver=Im Großherzogtum Heſſen darf der geladene Jagdgaſt
Ich frage an, iſt Großh. Regierung bekannt, daß die ſicherungskammer und dem Beſitzer der ehemaligen Stein=nur in Gegenwart des Pächters Jagd ausüben,
wäh=
fabrik. Als Abgeordneter für Bad Nauheim richte ich des=rend im Konigreich Preußen vom Jagdpächter gültige Er=
Großh. Kreisämter von den Großh. Bürgermeiſtereien
verlangen, bei Beſcheinigungen über Verlängerung derf halb an Großh. Regierung die Anfrage, ob ſie nicht gewilltlaubnisſcheine ausgeſtellt werden können. Dieſe Möglich=
Feierabendſtunde einen Stempel von 1,50 Mark zu ver= iſt, ihren Einfluß bei Großh. Brandverſicherungskammer keit ſoll durch den Antrag gegeben werden. Es könnte ein
dahin geltend zu machen, daß, wenn dieſe langſtieligen Stempel von 5 oder 10 Mark pro Erlaubnisſchein und
wenden, und ob dieſe Anordnung berechtigt erſcheint?
Brandentſchädigungsverhandlungen noch beſtehen ſollten, Jahr zur Verwendung gelangen. Im Königreich Preu=
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach Exz.: ſelbſt, ſollte es ein Opfer koſten, baldigſt beendigt, bis zurßen haben ſich Mißſtände durch dieſe Einrichtung nicht ge=
Der Eingabeſtempel von 1 Mark 50 Pfg. hat in allen Ankunft der Kaiſerin dieſe Brandruinen entfernt ſind und zeigt. Die Zahl der Erlaubnisſcheine könnte man für
Fällen zur Erhebung zu kommen, in denen aus rein
pri=
ein ſeither ſo vernachläſſigter Stadtteil Bad Nauheims den Jagdbezirk auf etwa 2 beſchränken. Der Antrag ſoll
aten Intereſſen heraus eine behördliche Entſchließung ein Bad Nauheim würdigeres Anſehen erhält.
ermöglichen, daß dritte Perſonen im allgemeinen zur
durch eine Eingabe erbeten wird, ohne daß für dieſe be=
Finanzminiſter Dr. Braun Exz. verlieſt hierauf Ausübung der Jagd in Abweſenheit des Jagdpächters er=
Hördliche Entſchließung ſelbſt im Tarife zum Urkunden= folgende Regierungsantwort: Es iſt richtig, daß die mächtigt werden konnen. Die Bedenken, die die Regierung
ſtempelgeſetz ein beſonderer Stempel normiert wäre. Das Reſte der abgebrannten Fabrik feuerfeſter Steine in derdagegen äußert, hält er für ungerechtfertigt.
GBeſuch um Verlängerung der Feierabendſtunde ſtellt ſich Nähe des Bahnhofes Bad Nauheim einen häßlichen An=
Abg. Schmitt ſpricht ſich in ähnlichem Sinne aus.
als eine derartige rein private Einholung einer behördlichen blick gewähren. Nicht zutreffend dagegen iſt die Annahme,
Die Regierung hat erklärt, ſie könne dem Antrag des:=
Entſchließung dar und unterliegt deshalb mangels be= dieſer Zuſtand hänge damit zuſammen, daß keine Einigung halb nicht näher treten, weil durch die Ausſtellung einer
onderer Erwähnung im Tarif zum Urkundenſtempelgeſetz; zwiſchen der Brandverſicherungskammer und dem Eigen= unbeſchränkten Anzahl von Erlaubnisſcheinen zum Jagen
Dem ſubſidiären Stempel aus Nr. 28 des Tarifs, eben dem tümer der Fabrik erzielt werden könne. Nach unſeren Feſt=auf fremdem Gebiet die Beſtimmung des Artikel 10 des
Eingabeſtempel.
ſtellungen iſt die Entſchädigung bereits am 23. Juli 1912 in Geſetzes, die Ausübung der Jagd betreffend, vom 26. Juli
Abg. Leun beantragt Beſprechung und Dringlich= endgültiger Entſcheidung auf 23 426 Mark feſtgeſetzt wor= 1848, laut welcher nicht mehr als drei Pächter für einen
zeitserklärung, die beſchloſſen wird. Abg. Leun erkennt an, den. Die dringliche Anfrage wünſcht, es möge der Wieder=Jagdbezirk zugelaſſen werden können, tatſächlich beſeitigt
daß die Behörde, um ſich gegen Ueberſchwemmung mit aufbau der Fabrik unmöglich gemacht werden. Dieſer würde. Wie die Eingabe des Heſſiſchen Jagd=Klubs mit
Eingaben aller Art einigermaßen zu ſchützen, einen unterliegt der baupolizeilichen Genehmigung: auch iſt die Recht hervorhebt, ſind viele Gemeindejagdbezirke im
Eingabeſtempel erheben kann. Ungerecht ſei es jedoch, maſchinelle Einrichtung konzeſſionspflichtig. In das Ver=Großherzogtum zurzeit ſchon ſo klein, daß ſie das
unein=
zum Beiſpiel bei Geſuchen um Verlängerung der fahren hierüber einzugreifen, das zurzeit ſchwebt, iſt nicht geſchräntte Bejagen durch mehr als drei Jäger nicht ver=
Feierabendſtunde und dergleichen. Stempelgebühren veranlaßt und nicht angängig.
tragen, wenn die Jagden nicht in unrationeller Weiſe
zu erheben, zumal da dieſe Geſuche doch münd=
Abg. Breidenbach begründet die Anfrage im ausgeſchofſen werden ſollen. Bei dem hohen
wirtſchaft=
ſlich vorgebracht werden können. — Abg. Raab: Der Ein= Sinne des abweſenden Abg. Joutz. Der Anblick der Ruine lichen Wert, der der Erhaltung des Wildſtandes in den
abeſtempel iſt zweifellos eine der ungerechteſten Ab= ſei tatſächlich abſcheulich und des Bades Nauheim un=Gemeindejagdbezirken zuzumeſſen iſt, ſieht ſich das
Mini=
gaben. Ganz beſonders wird der Stempel drückend, wenn würdig.
ſterium zu einer Aenderung der beſtehenden Vorſchriften
aarme Leute ihn für ihre Eingaben bezahlen müſſen, ohne
Finanzminiſter Dr. Braun Exz.: Das Intereſſe iſt im Sinne des Antrags des Herrn Abg. Leun nicht
ver=
ldaß ſie je wiſſen, daß die Eingaben von Erfolg ſind.
doch zugegebenermaßen ein rein äſthetiſches. Dieſes nun anlaßt.
Abg. Hauck bringt andere Spezialfälle zur Sprache in ein materielles umzuwandeln dadurch, daß man einfach
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach
und ſtellt feſt, daß Unkenntnis beſteht in bezug auf die Ver=dem Fiskus zumutet, für vieles Geld die Ruine zu kaufen, Exz. beſtätigt das Geſagte. Der Regierung erſcheint es
wendung der Stempelgebühren durch Bürgermeiſter oder iſt doch nicht angängig und müßte zu Konſequenzen führen, nicht zweckmäßig, wenn einzline Vorſchriften ändernd
Kreisamt, z. B. bei Stempel auf Leumundszeugnisgeſuche die nicht abzuſehen ſind. Es würde einfach jeder ſein An=aus dem Geſetz herausgegriffen werden. Bekanntlich
uſw. Im allgemeinen hat der Eingabeſtempel Vorzüge weſen, das er los werden will, verfallen laſſen, und derſchweben bereits Erwägungen über die Aenderung des
und Nachteile. Jedenfalls wird er meiſt als Härte emp= Fiskus müßte es kaufen. — Nach weiterer kurzer DebatteJagdrechtgeſetzes. Das Jagdpolizeigeſetz iſt ja
be=
ſchließt die Beſprechung.
kanntlich bereits ausgearbeitet und es iſt zu hoffen, daß
funden.
Eine Anfrage der Abgg. Brauer, Köhler und es noch dieſem Landtage zugehen wird. Aber die Vorver=
Miniſterialrat Dr Weber: Bei Geſuchen um
Erlaub=
handlungen über das Jagdrecht werden noch einige
niserteilung zur Verlängerung des Feierabends und dergl. Genoſſen, betr.:
kann nur der Eingabeſtempel in Frage kommen. Wenn die ſtaatliche Förderung von Kraftwagen= Zeit in Anſpruch nehmen. Ich glaube, daß eine
Beſtim=
mung, wonach bei Verhinderung des Jagdpächters
das Geſuch mündlich vorgebracht würde, könnte ein
Stem=
linien,
pel nicht erhoben werden. Denn die Erlaubniserteilung
ſelbſt iſt nicht ſtempelpflichtig. Wenn die Behörden aber lautet: Bei Veratung der Regierungsvorlage, betreffend die Jagd nur mäßig und in Gegenwart von
verlangen, daß die Eingaben ſchriftlich eingebracht werden, Automobilverkehr Weinheim-Tröſel, gab die Großh. Re=Verwandten oder von in ſeinem Dienſt ſtehenden
ſo darf man ihnen daraus keinen Vorwurf machen, denn gierung in der 70. Sitzung der Zweiten Kammer am 21. Perſonen ausgeübt werden darf, in
zweckmäßi=
das liegt im Intereſſe einer einwandfreien Geſchäfts= Mai dieſes Jahres die Erklärung ab, daß in dieſem Herbſt ger Weiſe verſchoben wird bis zu den Verhandlungen
die Vorlage eines Geſetzentwurfes, der die Unterſtützung über die Aenderung des Jagdrechts.
Abg. Korell=Ingelheim begrüßt den Antrag Leun
führung.
Abg. Leun ſtellt feſt, daß der Herr Regierungsvertre= beſiehender oder neu zu errichtender Linien regeln ſolle,
ter zugegeben hat, daß bei mündlichen Geſuchen kein Stem= erfolgen werde. Die Unterzeichneten fragen hiermit an, und die Beſprechung desſelben als Material zu der in
Ausſicht ſtehenden Aenderung des Jagdrechts. Es
ent=
pel gezahlt zu werden brauche. Er bittet, die Kreisämter bis wann dieſe Vorlage zu erwarten iſt?
Finanzminiſter Dr. Braun Exz.: Meine Antwort auf ſteht dann eine längere Debatte im wſentlichen über den
entſprechend zu inſtruieren. — Damit ſchließt die
Be=
die Interpellation der Herren Abgg. Brauer, Köhler und Wildſchaden und den zu leiſtenden Erſatz dafür. Es
ſpre=
ſprechung.
Eine Anfrage des Abg. Adelung, betreffend: Genoſſen wegen der ſtaatlichen Förderung von Kraftwagen=chn darüber die Abgg. Breidenbach,
Dorſch=
linien wird durch ihre Kürze hoffentlich am meiſten be=Leun, Hauck. Abe Dorſch hält die
Wildſchaden=
friedigen. Sie erfolgt zugleich namens des mitbeteiligten erſatzforderungen der Bauern für berechtigt und führt
Waldankäufe von privater Seite,
lautet: Im Laufe der letzten Jahre ſind von einem Pri= Großh. Miniſteriums des Innern und geht dahin, daß ich Klage darüber, daß ſich die Jäger oft weigern, den
Scha=
paten größere Flächen des in unmittelbarer Umgegend von mit Allerhöchſter Ermächtigung S. K. H. des Großherzogs den zu zahlen. — Abg. Breiden bach wiederholt, daß
Mainz, in den Gemarkungen Budenheim, Gonſenheim, die Ehre habe, den Landſtänden, und zwar zunächſt der die Bauern oft ſehr übertriebene Forderungen in bezug
Finthen und Heidesheim gelegenen Waldes erworben wor= Zweiten Kammer, hiermit den in Ausſicht geſtellten Ge= auf Wildſchaden ſtellen.:— Abg. Korell=Ingelheim
den. Ein Teil des Waldes iſt mit Genehmigung der Re= ſetzentwurf nebſt Begründung zur verfaſſungsmäßigen Be=möchte die Bauern gegen dieſe Anſicht des Abgeordneten
und Landwirtes Breidenbach in Schutz nehmen. Sd
gierung aus dem Beſitz der Gemeinden, ein anderer Teil ratung und Beſchlußfaſſung zu überreichen. (Bravo!)
Abg. Brauer ſpricht dem Finanzminiſter für die ſchlimm ſei das doch nicht. Wenn wirklich einmal etwas
aus dem des ſtaatlichen Univerſitätsfonds in Privatbeſitz
übergegangen und wurde dadurch dem Verkehr des Publi= Einbringung der Vorlage Dank aus. Doch ſei mit der hoch gefordert wird, ſo iſt das berechtigt, denn die Bauern
Hlasen, auchgeteit
Eue
in allen
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IIIIiiss
Hirsch im Ausschnitt
Frischling, Lapins
-undelmilch-Nlanzenbuſter-Margarine
auch
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Nummer 296.
Darmſtädter Taglbatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
Seite 18.
wiſen, daß ſie doch erſt einen langen Leidensweg gehen ſund der Nahe eine Kommiſion ans Reblaus= und Wein= ſlegenheit unzwecknäſig erſcheint, im übrigen der Vorſcht
Abg. bauſachverſtändigen und beſonders ſolchen aus den ver=lung keine weitere Folge zu geben.
müſſen, ehe ſie überhaupt etwas bekommen.
Abg. Dr. Wolf=Gonſenheim hält den Ausſchuß=
Wolf=Stadecken hofft, daß die Anſicht des Vorredners ſeuchten Gebieten einzuberufen, welche Beanſtandungen des
von ſeiner Partei geteilt wird, wenn das Jagdgeſetz zur Reblausgeſetzes und der Ausführungsbeſtimmungen auf antrag für nicht weit genug gehend. Es ſei ſehr anges
Beratung kommt. — Abg. Breidenbach ſtellt feſt, daß ihren richtigen Wert unterſuchen und der Regierung ge= bracht, den Wünſchen der Gemeinde Bürſtadt entgegenzs
er nicht verallgemeinert habe, ſondern nur Einzelfälle er= eignete Vorſchläge machen ſoll. Als Ort für den Zuſam= kommen. Man habe hier wieder einmal Privatintereſſem
wähnt habe. Er weiſt es zurüick, daß er hier als Jägermentritt der Kommiſion bürſte wohl am beſten Bingen über Allgemeinintereſſen geſtellt. Bei der Gelegenhäß
gegen die Landwirte ausgeſpielt werden ſoll. — Abg. Reh: ins Auge zu faſſen ſein, weil es inmitten des Weinbaues möchte Redner auch die ſozialen Verhältniſſe der Apothes
Die Ausführungen des Kollegen Korell ſtehen in keiner= und der verſeuchten Gemarkungen liegt.‟ Der Hauptzweck kergehilfen einmal zur Sprache bringen. Die ſeien nach
llei Widerſpruch mit der Stellung unſerer Partei, notwen= der Vorſtellung iſt, die Kammer möge dahin wirken, daß dem nauen Privatperſicherungsgeſetz den Handlungsgehils
dig iſt eine Aenderung des Wildſchadengeſetzes. — Abg. dem Wunſche der Winzer auf Einberufung einer Kom=fen gleichgeſtellt ſie haben aber nicht die gleichen Rechten
Buſold: Richtig iſt, daß viel Wildſchaden entſteht, das miſſion zwecks Prüfung der vorgebrachten Beanſtandungen wie dieſe. Man könnte ihnen ſehr wohl Nachtruhe und
Sonntagsruhe verſchaffen. Das läßt ſich auf dem Lande
wiſſen die Bauern und regen ſich darüber nicht auf. Im baldigſt entſprochen werde.
Gegenſatz zu Herrn Breidenbach ſtelle ich aber feſt, daß
Der Ausſchuß beantragt einſtimmig: Die Kam=heutzutage ſehr gut durchführen.
vielfach Erbitterung herrſcht über die Art, wie die Bauern mer wolle beſchließen, die Großherzogliche Regierung zu
Abg. Boxheimer wünſcht ebenfalls, daß den
Wün=
tentſchädigt werden. — Abg. Breidenbach erklärt noch= erſuchen der Vorſtellung der Vereinigung Binger
Wein=
ſchen der Gemeinde Bürſtadt möglichſt Rechnung getragen
mals, er ſei dafür, daß den Landwirten keine Schwierig= bergsbeſitzer Folge zu geben.
werde. Er ſtellt den Antrag: Die Kammer möge dis
keiten gemacht werden, und daß ein anſtändiger Jäger
Miniſter des Innern von Hombergk zu VachExz.: Regierung erſuchen, in Bürſtadt einſtweilen eine Filials
den Wildſchaden auch bezahlt. — Damit ſchließt die Be= Dem Wſunſche der am 5. Januar I. Js. zu Bingen abge= apotheke der Apotheke in Biblis auf eine gewiſſe Zeit kons
ſprechung.
haltenen Winzerverſammlung entſprechend fand am 22. zeſſionieren und nach Ablauf dieſer Zeit die Konzeſſionan
Der Ausſchuß verkennt nicht, daß durch Ausſtel= Juli I. Js. in Bingen eine Beſprechung über Ausführung die Gemeinde Bürſtadt zu übertragen.
lung weiterer Jagderlaubniskarten die Konkurrenz der des Reblausgeſetzes unter Vorſitz eines Vertreters des
Miniſterialrat Hölzinger kann nicht zugeben, daßder
Liebhaber für Jagden erheblich eingeſchränkt werden kann Reichsamts des Innern ſtatt An ihr nahmen nicht nur Ausſchuß nicht genügend die Intereſſen der Allgemeinheit
und daß hierdurch der Preis für die Jagden zum Nach= Vertreter aller am Weinbau beteiligten deutſchen Bundes= wahre. Das Bedürfnis nach einer neuen Apotheke iſt von
keil der Gemeinden ſinken könne.
ſtaaten, ſondern auch eine große Anzahl ſonſtiger Sach= der Regierung anerkannt worden und die Regierung hat
Es iſt wohl auch in Ausſicht zu nehmen, daß die Re= verſtändiger und von Winzern teil. Auf Grund der dort den gangbarſten Weg gewählt, indem ſie geſtattete, daß
gierung den Entwurf eines neuen Jagdgeſetzes vorlegen vorgetragenen Wünſche und Beſchwerden iſt der Herr der in Frage kommende Apotheker ſeine Apotheke
wird, welches die Materie näher regelt. Der Ausſchuß Reichskanzler in eine Prüfung darüber eingetreten, ob Biblis beibehalten dürfe. Es iſt nicht angebracht, zu ſagen
hält es deshalb nicht für angezeigt, die von Herrn Abg. und in welcher Richtung die Grundſätze für die Ausfüh= daß die Angelegenheit, die die Regierung ſich ſehr eine
Leun angeregte Frage jetzt ſchon zu entſcheiden, ſondern rung des Reblausgeſetzes einer Abänderung bedürfen. gehend überlegt hat nicht richtig arrangiert worden iſt
für richtig abzuwarten, bis das Geſetz vorgelegt iſt. Er Die Verhandlungen hierüber ſind zurzeit noch im Gange,i Wenn der Antrag Boxheimer angenommen würde, weiß
beantragt deshalb: den Antrag des Abg. Leun zur=ſo daß ſich noch nicht mit Beſtimmtheit angeben läßt, obund ich nicht, wie die Dinge ſich geſtalten ſollen. Die Konzeſt
in welchem Umſang den Wünſchen der Winzer, die
üb=
zeit für erledigt zu erklären.
ſion ſei bereits erteilt. (Hört, hört!)
Ein Antrag der Abgeordneten Kredel, Lang und rigens auch teilweiſe recht weit auseinandergehen, Aech=
Abg. Raab: Wenn die Konzeſſion bereits erteiltſt
Finger, betreffend Wafferſchäden, in Ober=nung getragen werden kann. Es iſt aber zu erwarten, dann iſt ja der Ausſchußantrag überflüſſig. Im Ausſchuß
und Unter=Sensbach und Hiltersklingen daß eine einheitliche Durchführung der
Bekämpfungsmaß=
ſei man zu der Anſicht gekommen, daß die Regierung tats
lautet: Wir beantragen, den durch das Unwetter am 3. nahmen in allen Bundesſtaaten nunmehr erzielt wird und ſächlich unzweckmäßig verfahren ſei. Was der Ausſchuß
Juli 1911 geſchädigten Einwohnern von Ober= und Un= Erleichterungen nach der einen oder anderen Richtung hin hier vorſchlägt. iſt eine viel zu gelinde Kritik an der Hall
ter=Sensbach und Hiltersklingen aus dem Großherzog= eintreten werden.
tung der Regierung. Der Gemeinde Bürſtadt ſei direſt
licher Regierung zur Verfügung ſtehenden Fonds für Waſ=
Abg. Soherr begrüßt den Ausſchußantrag, den
Unrecht geſchehen.
man beſonders in Bingen dankbav empfunden habe. Auch
ſerſchäden eine Unterſtützung zu gewähren.
Miniſterialrat Hölzinger widerſpricht dem en
Der Ausſchuß glaubt, unter den herrſchenden Verhält= der Entſchluß der Regierung werde Befriedigung aus= ſchieden. Wenn der Gemeinde Bürſtadt ein Unrecht
ge=
niſſen von einer direkten Unterſtützung der Geſchädigten löſen. — Abg. Korell=Ingelheim wünſcht wiederholt, ſchehen ſein ſoll, ſo ſetzt das ein Recht auf die Apothele
abſehen zu müſſen, erachtet es aber für angezeigt, die! daß bei den Beratungen über dieſe Frage die Männer poraus. Dieſes Recht beſteht aber nicht. Dem Bedür
Regierung zu erſuchen, darauf hinzuwirken, daß einer der Praxis mit herangezogen werden, daß nicht allein vom nis der Gemeinde, daß ſie ihre Apothekerwaren nunin
Wiederholung derartiger Schäden vorgebeugt wird. Durch grünen Tiſch herab hierüber entſchieden wird. — Der Bürſtadt direkt kaufen kann, iſt mit der Maßnahme der Res
Aufſtellung zweckentſprechender Pläne und Voranſchläge! Ausſchußantrag wird angenommen.
gierung Rechnung getragen. Ein Recht, noch ein Geſchäft
Es folgt die Vorſtellung des Heſſiſchen
Hebammenver=
durch die Kulturinſpektion wäre anregend zu wirken, Zur
mit der Apotheke zu machen, hat die Gemeinde nicht.
Durchführung der betreffenden Maßnahmen wird die Re= bandes. betoeffend: Verſicherung für Gemeinde=
Abg. Wolf=Stadecken ſtimmt dem zu. Der
Miß=
gierung erſucht, zur gegebenen Zeit Mittel anzufordern, beamte. Der Vorſtand dies Hebammenverbandes hat
um eine Staatsbeihilfe zu gewähren. Der Ausſchuß eine Vorſtellung an die Kammer gerichtet, in welcher er ſtand liegt darin, daß unſere Vorfahren die
Apotheken=
beantragt daher: dem vorſtehenden Erſuchen zuzuſtim= bittet, allen Hebammen den Eüntritt in die Fürſorgekaſſe konzeſſioniert haben. Das Vorgehen der Regierung iſt
men und den Antrag der Abgg. Kredel, Lang und Finger für Gemeindebeamte zu ermöglichen. Dieſe Bitte ſtützt ſich nicht zu verurteilen.
Abg. Ulrich ſteht auf dem Standpunkt, daß die
Re=
auf die Auffaſſung, daß nach den beſtehenden
Geſetzesbe=
ffür erledigt zu erklären.
Abg. Kredel möchte die Großherzogliche Regie= ſtimmungen die Aufnahme aller Hebammen zuläſſig ſei, gierung nicht die rechten Wege eingeſchlagen hat. Sie hat
Das Haus beſchließt, dem Ausſchußantrag entſpre= nicht die Gemeindeintereſſen, ſondern die Intereſſen des
rung bitten, den Geſchädigten Mittel zur Verfügung zu
Apothekers Luther in Biblis vertreten, indem ſie dieſem
ſtellen, damit dieſe in der Lage ſind, geeignete Anlagen chend der Vorſtellung keine Folge zu geben.
Der Antrag des Abg. Reh, Verlegung des die Konzeſſion für Bürſtadt auch noch erteilte und die
Apo=
zu ſchaffen, damit für die Zukunft derartigen Schäden
Amtsſitzes des für die Feldbereinigung theke dadurch noch fetter geſtaltete. Die Regierung müßte
porgebeugt werden kann.
im Kreiſe Alsfeld zuſtändigen Feldbereinigungs= endlich einmal an eine Ablöſung der Apotheken herantre=
Abg. Lang: Nach dem Bericht verſtehe ich die Lage kommiſſärs und =geometers nach Alsfeld betreffend, und ten. Die Haltung der Regierung iſt überhaupt nicht zu
der hohen Regierung ganz gut, wie der Fall in Sensbach der Antrag des Abg. Uebel, Verlegung des Amtsſitzes rechtfertigen. In Offenbach hat ſie vorgeſchrieben, daß
und Hiltersklingen liegt. Nicht verſtehe ich, daß man ge= des für die Feldbereinigung im Kreiſe Die= wir die Gemeinde=Apotheke ſo weit aus dem
Geſchäfts=
rade dieſen drei faſt vollſtändig verarmten Gemeinden, burg zuſtändigen Feldbereinigungskommiſſärs und bereich der anderen Apotheken verlegen mußten, daß wir
Hiltersklingen mit 202 Prozent Kommunalſteuern, Ober==geometers in den Kreis Dieburg betreffend, werden zu= heute noch Zuſchuß zahlen.
und Unter=Sensbach mit (1904) 150 Prozent Kommunal=
Miniſterialrat Hölzinger: Es iſt nicht richtig,
daß=
ſammen beraten.
ſtenern, nicht unter die Arme greiſt. Zum mindeſten folle
Abg. Korell=Angenrod beantragt Rückverwei= dem Apotheker Luther eine zweite Konzeſſion für Bürſtadt
man hier ein Exempel ſtatuieren, das für die anderen Ge=ſung an den Ausſchuß. Nach längerer Debatte wird erteilt worden iſt. Die Konzeſſion iſt einfach auf Bürſtadt
meinden vorbildlich wirken müßte. Ich habe mich
ge=
mit übertragen worden. Dafür hat der Apotheker die
freut, daß gerade unſer früherer Herr Kreisrat Schliep=dieſer Antrag angenommen.
Abg. Joutz beantragt: Die Kammer wolle beſchlie= Pflicht, in Biblis 10 Jahre lang eine Filialapotheke zu
hake, jetziger Miniſterialrat, der die Verhältniſſe ſehr
ge=
nau kennt, dieſe Angelegenheit im Referat hat. Die mei= ßen, die Regierung zu erſuchen, einen Geſetzentwurf vor= unterhalten, und wenn die 10 Jahre herum ſind, hat die
Gemeinde das Recht, in Biblis eine Apotheke ſelbſt zu
er=
ſten geſchädigten Ländereien ſind umgewandelte Schäl= zulegen, welcher die Hoch= und Tief= bezw.
Stra=
richten. Sie iſt in keiner Weiſe verpflichtet, die Apotheke
waldungen und weiß der Herr Miniſterialrat, wenn erßenbauämter in ein Amt vereinigt.
Der Ausſchuß beantragt, den Antrag für erledigt von Luther zu kaufen, auch nicht das Haus, worin ſich
auch perſönlich keine Schälwaldungen urbar gemacht hat,
doch ſehr genau, was deren Umwandlungen koſten. Die zu erklären. — Abg. Joutz begründet ſeinen Antrag, dieſe befindet.
Abg. Joutz: Es müßten Mittel gefunden werden die
Klagen werden nie verſtummen, die Anſprüche aus dem Der Ausſchußantrag wird dann angenommen.
Nach der Pauſe wird zunächſt die Vorſtellung des Bür= horrenden Preisſteigerungen der Apotheken zu verhin=
Odenwald werden immer wieder kommen. Die
Abgeord=
dern, damit die Kranken nicht weiter ausgeſogen werden,
neten aus dem Odenwald werden immer wieder damit germeiſters Ille zu Bürſtadt.
Es kann nur Abhilfe geſchaffen werden, wenn die Apo=
Errichtung einer Gemeinde=Apotheke
kommen.
theken abgelöſt werden, namentlich durch eine Anleihe —
Miniſterialrat Schliephake erklärt, daß ſeitens betreffend, beraten, worüber eine lange, zum Teil ſehr Abg. Dorſch ſpricht ſich ähnlich aus. Die veraltete
Kon=
der Regierung alles getan werden wird, den berechtigten ſcharfe Debatte entſteht. Der Gemeinderat von Bürſtadt zeſſionierung der Apotheken muß unbedingt beſeitigt wer=
Wünſchen zu entſprechen. Dann wird der Ausſchußan=richtete an die Kammer das ergebenſte Erſuchen, bei den. Der Antrag Vorheimer hat einen gangbaren
Weg=
trag angenommen.
Abg. Leun beſpricht die Apotheken=
Großherzoglicher Regierung anzufragen, was ſie zu tun hierzu gewieſen.
Die Vorſtellung der Frau Julius Augter Wit=gedenke, da es doch nicht angängig iſt, ohne Information verlegung von Butzbach und Rockenberg, die durchaus
ein=
we in Worms, betreffend Entlaſſung ihres geiſteskran= und ohne Einwilligung der Gemeinde die Apotheke in wandfrei iſt. — Abg. Voxheimer vertritt nochmals
ken Sohnes aus der Irrenanſtalt Alzey, wird nach dem Bürſtadt einem Privatapotheker zu übertragen. Sollte ſeinen Antrag, der verhindern ſoll, daß die Hauptapotheken
Ausſchußantrag, der ſich angeſichts der Sachlage außer= jedoch Großh Miniſterium gegen den Willen der Ge= Luthers nach Bürſtadt kommt und die Filiale nach Biblis.
ſtande ſieht, das Geſuch der alten Mutter des Kranken meinde entſcheiden, ſo erſuchen wir das Präſidium, die Es liegt darin keine Schädigung des Apothekers. Daß
izu befürworten und beantragt, das Geſuch der Frau Ju=Sache im Landtag zur Verhandlung zu bringen und das die Gemeinde Bürſtadt an der Apotheke verdienen wille
lius Augter Witwe in Worms abzulehnen, erledigt. Intereſſe der Gemeinde in Schutz zu nehmen. Die Regie= iſt doch gar nicht zu beanſtanden. Die Gemeinde will ihre
Zu der Vorſtellung des Landesverbands der heſſiſchen rung hat erklärt, dem Wunſch der Gemeinde Bürſtadt nach Finanzen damit aufbeſſern. Da die Konzeſſion ſchon er=
Fleiſchbeſchauer und Trichinenſchauer, be= dem Beſitz einer Gemeinde=Apotheke könne nur unter der teilt iſt, wird man ſehen müſſen, wie auf anderem Wege
treffend Erhöhung der Gebühren, teilweiſe Neueinfüh= Vorausſetzung näher getreten werden, daß die Gemeinde etwas zu erreichen iſt. Redner hält ſeinen Antrag aber
rung und Regelung der Anſtellungsverhältniſſe, beantragt bereit ſein würde dem Apotheker Luther in Biblis für den aufrecht.
der Ausſchuß, die Kammer wolle beſchließen, die Regie= ihm durch den Wegfall der Hälfte ſeiner Einnahmen ent=
Es ſprechen noch die Abgg. Hauck, Ulrich, Joutz,
rung zu erſuchen, dahin zu wirken, daß eine allgemeine ſtehenden Verluſt volle Entſchädigung zu gewähren. Da Raab.
Neuregelung der Fleiſchbeſchaugebühren, entſprechend den es ſich hierbei um eine Summe handelt, deren Aufbringung
Profeſſor Dr. Heil verbreitet ſich nochmals eingehend
jetzigen Verhältniſſen, in die Wege geleitet wird, da ſeit in keinem Verhältnis zu dem der Gemeinde Bürſtadt durch über die Gründe, die für die Regierung maßgebend waren
1903 in 9 Kreiſen eine ſolche Neuregelung nicht ſtattge= den Erwerb einer Apothekenkonzeſſion auf den Namen zur Konzeſſionserteilung. Sicher iſt, daß der Apotheker
funden hat, obſchon doch geſetzlich alle 3 Jahre eine Prü= der Gemeinde erwachſenden Vorteil ſtehen würde, ſo Luther in den 10 Jahren weniger verdient, als er früher
fung der Gebührenſätze ſtattfinden ſoll. im übrigen die haben wir es unterlaſſen, Verhandlungen in dieſer Rich= verdient hat. Im übrigen wird die Regierung, ſo oft ein
Vorſtellung für erledigt zu erklären. Der Antrag wird tung zu führen. Wir mußten Anſtand nehmen, der Ge=Bedürfnis vorliegt und die Verhältniſſe zweckentſprechend
meinde eine ſo erhebliche unprodutive Ausgabe anzu=ſind, Gemeindeapotheken konzeſionieren.
ſangenommen.
Es folgt die Vorſtellung der Vereinigung Binger Wein= ſinnen.
Es folgt Abſtimmung. Der Ausſchußantrag
bergsbeſitzer. betr.: Die Ausführungsbeſtimmun=
Die Mehrheit des Ausſchuſſes teilt dieſen wird angenommen. Damit iſt der Antrag
gen zum Reblausgeſetz. Am5. Januar fand in Bin= Standpunkt nicht, ſondern war der Meinung, daß ſich die Boxheimer erledigt.
gen, in Anweſenheit einer Anzahl Reichs= und Landtags= Regierung in einer Zwangslage befunden habe. Doch habe
Der Antrag der Abgg. Korell=Angenrod und
abgeordneter ſowie von Vertretern der heſſiſchen und die Regierung inſofern unzweckmäßig gehandelt, als es Dr. Weber, betreffend Erhebung des
Feuerver=
preuſiſchen Regierung eine Verſammlung von Wein= doch richtiger geweſen wäre, dem Apotheker Luther inſicherungs=Stempels für die Zeit vom 1. April
bergsbeſitzern und Winzern ſtatt, die aus Rheinheſſen, dem Biblis aufzugeben, in Bürſtadt für eine beſtimmte Zeit bis 14. Juli 1912: Großh. Regierung zu erſuchen, die nach=
Rheingau, dem Mittelrhein und der Nahe ſehr ſtark be= eine Filialapotheke zu unterhalten, nach welcher man dann trägliche Erhebung des Feuerverſicherungs=Stempels für
ſucht war. Sie nahm folgende Reſolution an: „Den Herrn deren Konzeſſion der Gemeinde Bürſtadt hätte übertra= die Zeit vom 1. April bis 14. Juli 1912 im Verwaltungs=
Reichskanzler bitten heute unter Anweſenheit von vielen gen können. Der Ausſchuß beantragt deshalb mit weg zu erlaſſen, wird für erledigt erklärt.
Reichs= und Landtagsabgeordneten zahlreich verſammelte Mehrheit: Die Kammer wolle beſchließen, der Regierung
Darauf wird die Sitzung auf Freitag 9 Uhr
Winzer aus Rheinheſſen, dem Rheingau, dem Mittelrhein gegenüber zu erklären, daß die Behandlung dieſer Ange= vertagt.
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Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
Seite 19.
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Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
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97,70
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Gummi Peter 80,00 4½ Moskau=Kaſan . . . 94,20 4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,003½ do.
86,50
85,10
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,25
do.
do.
do.
84,004 Liſſabonner v. 1888
½
3½ Deutſche Reichsanl. . 85,104½ Chile Gold=Anleihe. 89,80 30 Adler=Fahrradwerke
85,70 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
Kleyer . . . . . . . 367,50 4 Wladichawchas . . .
Verzinsliche
do.
76,0015 Chineſ. Staatsanleihe. 97,70
4 Rjäſan Koslow . . . . 85,003½
84,20
do.
Anlehensloſe.
90,80 12 Maſchinenf. Badenia 126,50 3 Portugieſ. Eiſenb. . . . 69,00 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
4 Preuß. Schatzanweiſg.
99,20 4½
do.
Badiſche . . Tlr. 100 —
90,90 1 16 Wittener Stahlröhren 156,00
3½ do. Conſols . . . 85,25
do.
96,60
4½ Japaner . . . . .
S. 12, 13, 16 . ..
3½ Cöln=Mindner , 100 —
76,105 Innere Mexikaner. . . 74,20 8 Steana Romana Petr. 149,2514½
3
do. do.
S. 14, 15, 17, 24/26
47,00115 Zellſtoff Waldhof . . 216,75 2/10 Livorneſer . . . . . 67,20
3 Holl. Komm. . fl. 100 —
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,70
3 Salonique=Monaſtir . . 62,80
do.
18—23 . . . . . . .
36,603 Madrider . . Fs. 100 —
91,50 4 Gold=Mexikanerv. 1904 78,50 12½ Bad. Zucker=Wag=
4 Bagdadbahn . . . . . . 78,50 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
do.
3½
häuſel . . .
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20 4 Meininger Pr.=Pfand=
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,75
do.
5 Gold=Mexikaner . . .
briefe . .
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,403½ Buenos Aires Prov. — 10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 90,50 4 Miſſouri=Paciſic . . .
S. 3—5 . . . . . . . 84,00
Oeſterr. 1860er Loſe . 176,50
3 Südd. Immobilien 55,504 Northern=Pacific . . . 91,70
do.
S. 9—11 . . . .
3½
84,10
83,90 Aktien inländiſcher
Oldenburger . . . . . . 128,20
3
4 Southern=Paciſic . . . 89,101 4 Meininger Hyp.=Bank 95,00 3
do.
75,00 Transportanſtalten.
Bergwerks=Aktien.
84,00 2½ Raab=Grazer fl. 150 111,75
5 St. Louis und San
3½
do.
4 Hamburger Staatsanl. 97,308 Hamb.=Amerika=Paket=
Unverzinsliche
98,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
4 Heſſ. Staatsanleihe .
Francisco . . . . .
fahrt . . . . . . . 133,7510 Aumetz=Friede . . . . 156,50
-
Anlehensloſe.
(unk. 1917) . . 93,20
5 Tehuantepec . . . . . .
4 do. do. (unk. 1918) 96,403 Nordd. Lloyd . . . . . 118,7012 Bochumer Bergb. u.
3½ do. (unk. 1914). . 83,00 Augsburger . . . . . fl. 7 34,50
do.
3½
Gußſt. . . . . . . 208,75
83,706 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 120,50
Bank=Aktien.
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,60 Braunſchweiger Tlr. 20 205,00
73,30
bo.
11 Deutſch=Luxemburg.=
10 Bank für elektriſche
Aktien ausländiſcher
86,20 Freiburger . . . . Fs. 15
3 Sächſiſche Rente ..
do.
3½
Bergb. . . . . . . 132,90
76,00 Transportanſtalten.
Untern. Zürich . . 185,30
Mailänder . . . . Fs. 45
4 Württemb. (unk. 1921) 97,90
10 Gelſenkirchener . . . . 178,25 8½ Bergiſch= Märkiſche
do.
Städte=
. . . . Fs. 10 41,90
do. v. 1875 92,005 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 118,80 7 Harpener . . . . . . . 174½
Bank . . . . . . . 142,00
Meininger . . . . . fl. 7 34,50
Obligationen.
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 96,208 Baltimore und Ohio 93½ 15 Phönix Bergb. und
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 155,00
Darmſtadt . . . . . . 94,10 Oeſterreicher v. 1864 fl.100
1½ Griechen v. 1887 . . 55,00
Hüttenbetrieb . . . 234½ 6½
do. v. 1858 fl.100 508,00
6 Schantungbahn . . . . 123,75
Darmſtädter Bank . 115,503½ do.
86,00
4 Italiener Rente . . . . —
12½) Deutſche Bank . . . 248,60
4½ Oeſterr. Silberrente — 6½ Luxemb. Prince Henri 162,00 0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Frankfurt . . . . . . . 95,90 Ungar. Staats . . fl. 100 432,00
Caro . . . . . . . 64,006 Deutſche Vereinsbank . 117,50 3½ do.
96,00 Venediger . . . . Fs. 30 66,50
4 do. Goldrente 87,9010 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 21,90 4 Laurahütte . . . . . . 150,50 5½ Deutſche Effekt.= und
4 Gießen . . . . . . . . 94,10 Türkiſche . . . . Fs. 400 171,00
do. einheitl. Rente . 82,30 6 Pennſylvania R. R. . —
10 Kaliwerke Aſchersleben —
W.=Bank . . . . . 112,10 3½ do.
85,
Gold, Silber und
3 Portug. unif. Serie I 61,50 Letzte Induſtrie=
10
Weſteregeln 190,00 10 Diskonto=Kommandit 185,30
Banknoten.
Heidelberg . . . . . . 94,00
3 do. unif. Serie III 63,701 Divid.
5 South Weſt Africa . 115,00 Zu
Aktien.
Dresdener Bank . 150,00
Engl. Sovereigns . . . . 20,46
do.
66,50
3 Brauerei Werger.
3 do. Spezial . . . . 9,80
8½ Frankf. Hppoth.-B. 207,00 3%
Prioritäts=
Karlsruhe . . . . . . . 94,101 20 Francs=Stücke . . . . 16,16
5 Rumänier v. 1903 . . 98,9025 Bad. Anilin= u. Soda=
6½
. Mitteld. Kreditbank 114,40 3½ do.
Obligationen.
85,20 Amerikaniſche Noten . . . 4,20
559,25
Fabrik . .
,
4 do. v. 1890 . . 92,40
7 Nationalb. f. Deutſchl. 116,40 4
Engliſche Noten . . . . . 20,48
Magdeburg . . . . .. —
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 82,10 5½ Pfälziſche Bank. . . 121,75 4
v. 1905 . . 85,7514 Chem. Fabrik
Gries=
do .
Mainz . . . . . . . . 94,50 Franzöſiſche Noten . . . . 81,05
heim . . . . . . . 242,004½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 87,75
6.48 Reichsbank . . . . . 137,203½ do.
Holländiſche Noten . . . . 169,00
4 do. v. 1902 . . . . 90,0027 Farbwerke Höchſt. . 605,00 14 Eliſabethbahn, freie . . —
Rhein. Kreditbank . . . 126,40
Mannheim . . . . . . 93,60 Italieniſche Noten . . . . 80,65
Franz=Joſefs=Bahn . . 85,307½ A. Schaaffhauſen.
4½ do. v. 1905 . . . . 99,80 20 Verein chem. Fabriken
Zu.
do.
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,05
Mannheim . . . . 331,003 Prag=Duxer . . . . . . 71,40
3½ Schweden . . . . . .
Bankverein . . . . 105,90 4 München . . . . . . . 93,70 Ruſſiſche Noten . . . . .
4 Serbier amort v. 1895 79,00 18 Cement Heidelberg . . 144,005 Oeſterr. Staatsbahn . 101,00 7½ Wiener Bankverein . 134,00
Nauheim . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,95
4 Türk. Admin. v. 1903 79,0032 Chem. Werke Albert 404,00 4 Oeſterr. Staatsbahn . 88,40
Pfandbriefe.
do.
Nürnberg . . . . . . . 95,50
74,40
3
12½ Holzverkohl. Kon=
Türk. unifiz. v. 1903
3½
5½
do.
84,20 Reichsbank=Diskonto . .
ſtanz . . . . . . . 298,755 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,00 4 Frankf. Hypoth.=Bank
1 Ungar. Goldrente . . . 83,30
S. 16 u. 17 . . 94.004 Offenbach . . . . . . . —
Reichsbank=Lombard Zsf. 6½½
4. do. Staatsrente . . 81,90 4 Lahmeper . . . . . . . 121.504 Oeſt. Südb. (Lomb.) . . 88,40
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Nummer 296,
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
Seite 22.
De Rerrin
Slohteed
9
I en
Das anerkannt beste und bedeutendste Meisterwerk der Filmkunst wird heute 3½, 6 und 9 Uhr
unwiderruflich zum letztenmal
im Kaisersaal, Grafenstrasse 18 vorgeführt.
25307
— Eintrittspreise 40, 65, 95 und 1.25 Mk. — Den Herren Studenten und Militär Vorzugspreise.
Frauenverein der evang. Markusgemeinde Darmſtadt Hafermast-
(Oſtbezirk).
Hationalliberaler Verein.
Sonntag, 7. Dezember, abends 7½ Uhr:
Gänse
ſelbſtgemäſtet, nur prima Ware,
Lamilien-Abend
empf. zu 80 Pfg. das Pfd. (*16657
Generalverſammlung der Mitglieder
Schröder
im Gemeindehaus Kiesſtraße 17.
Karlſtraße 22, Hofe
am Mittwoch, 10. Dezember 1913, abends 8½ Uhr
Vortrag über Gottfried Kellers Mutter (Pfarrer Vogel).
Dekla=
mation (Fräulein M. Lagemann). Lieder (Herr Kammerſänger Wegen Blatzmangel
im Fürstensaal, Grafenſtraße.
Weber). Trio von Haydn und N. Gade (Frau M. Sturmfels und1 eiſ. Bettſtelle mit Seegrasmatr.
die Herren H. Pfaff und H. Falkenſtein).
— Tagesordnung:
u. Keil, 1 ſchöne große Petroleum=
Teekarten im Gemeindehaus Kiesſtraße 17.
(25300
Hängelampe, 1 wenig gebr. Schrot=
1. Kaſſenbericht
mühle f. Familiengebrauch, 1 Paar
Hanteln ſehr billig zu verkaufen
2. Vorſtandswahl
*16616) Beſſungerſtr. 45, 1. St.
3. Satzungsänderung
Großherz. Hoftheater.
4. Ausſprache über die politiſche Lage in
Bürger-Keller
Freitag, den 5. Dezember 1913
Darmſtadt - Groß=Gerau.
64. Abon.=Vorſt. D 16.
Tiefland.
Wir fordern unſere Mitglieder dringend auf,
Muſikdrama in einem Vorſpiel u
2 Aufzügen von Eugen d’Albert.
zahlreich zu dieſer wichtigen Verſammlung zu er=
Neu!
Neu!
Muſikal. Leiter: Willem de Haan
ſcheinen.
(25277fsm
Spielleiter: Otto Nowack.
Ab 1. Dezember
Der Vorstand.
Perſonen:
Sebaſtiano, e. reich.
Grundbeſitzer . Georg Weber
konzertiert täglich
Der Deutſche Reichsausſchuß
Tommaſo, d.
Ael=
teſte der Gem.,
für Olympiſche Spiele
A 80jährig
Moruccio, Mühl=
Oesterr. Salon-Damen-Orchester
läßt Montag, den 8. Dezember, abends 7½ Uhr,
. . Otto Semper
knecht .
Franz. Callwey
Marta,
im Hörſaal Nr. 326 der Großh. Techniſchen Hochſchule
Hede Schaub
Pepa,
Dir. Masanek.
Eingang Weſtportal
Annem. Liſchke
Antonia,
(25307fg
Lydia Riethof
Roſalia,
durch ſeine Generalſekretäre
Stets freier Eintritt.
Marg. Beling=
Nuri,
die Herren Hauptmann Roesler und Redakteur Diem
(25223dfg
Pedro, Hirte 575 Schäfer
Georg Becker
mit Licht=
KarlBernhardt
Nando, Hirte
S.
Tommaſo: Karl Max
Zwei Sbrtrage bidern
vom Hof= und National=Theater
in Mannheim, als Gaſt.
Ludwigshöhe.
über:
Chöre: Robert Preuß.
Preiſe der Plätze (Gew.
„Des deutſchen Stadions Erſtjahr”
Jeden Mittwoch und Samstag
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
und
Kur-Konzert.
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
Par=
terre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ, 6.—8.
„Das ſportliche Amerika und wir” Eintritt 30 Pfg. 10 Abonnementskarten (inkl. Steuer) Mk. 2.—
Reihe 2.35 ℳ Proſzeniumsloge
ſind zu haben im Verkehrsburegu und an der Kaſſe.
(B20527
veranſtalten, zu denen hierdurch alle Freunde und Förderer
6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Bal=
körperlicher Erziehung ergebenſt eingeladen werden.
ain 24flam. Zimmergasofen zu konloge 5.20 ℳ, I. Rang 4.70 ℳ,
oefpe
Ränge
Pa
25 Mk. und ein noch faſt neuer II. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ,
ſind nur im Vorverkauf im Verkehrsbüro zu nach= Resladſ
nlt „Bavarid
Karten ſtehenden Preiſen zu haben: 1. Platz 2 Mk., 2. Platz 1 Mk.,
Patent=Petroleum=Heizofen zu7. u. 8. Reihe 2.15 ℳ, I. Galerie
— Grafenstrasse 21
20 Mk. zu verkaufen.
3. Platz 50 Pfg.
(25303fso 1.35 ℳ, II. Galerie 75 ₰.
Samstag, den 6. Dezember
Der Reichsausſchuß.
Wo? ſagt die Exped. ds. Bl.
Kartenverkauf: an der
Tages=
nfeg
nfeg-
kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Metzel=
aſt ſt e
Uhr und eine Stunde vor Beginn
Odenwaldklub, Urisgruppe Darnstaht cce=
6
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
Suppe
Tel.von 8—1 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der Vor=
9. Wanderung wozu freundlichſt einladet (*12sMURr HLUTT 389
ſtellung. (Im Verkehrsbüro wer=
Sonntag, 7. Dezember 1913 Adalbert Eppler.
den auch telephoniſch Kartenbe=
Glänzender Ertoig
ſtellungen entgegengenommen.
des von Anfang bis Ende
nach Gross-Bieberau.
Telephon Nr. 1582.)
brillanten, erstklass. neuen
Anf. 7½ Uhr. — Ende nach 10 Uhr.
Darmſtadt ab: Botan. Garten, Roßdörfer=l z Cralid
Programms.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen.
ſtraße, 8 Uhr 30 Minuten.
Samstag, 6. Dez. Außer Ab.
Gastspiel
Samstag, d. 6. u. Sonn-
Einmal. Gaſtſpiel Alex.
Vera Forst u. Rob. v. Valberg:
Marſchzeit: 6 Stunden.
Moiſſi. Neu einſtudiert u. neu
Reznicek-Typen in Wort u. Bild
tag, den 7. Dez. 1913:
Führer: die Herren R. Bergmann und R. Klump.
inſzeniert: „Romeo u. Julia.‟
Teilnehmer=u. Tiſchkarten bei Herrn R. Bergmann.
Ein moderner Romeo: Alex. Moiſſi. Gew.
d Metzel=
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Freitag, 5. Dezember: Einweihung des neuen Klub-
Sonntag, 7. Dez. Nchm. 2 Uhr.
s
Einbrecher
sen
lokals, „Brauerei zur Krone‟, 1. Stock.
Zehnte Volks=Vorſtellung zu er=
(25281 ſuppe
Eine Satire in 1 Akt
mäßigten Preiſen. „Egmont.”
Der Vorstand.wozu höflichſt einladet (*16663
von Urban Cohier
Vorverkauf bis einſchl. Samstag,
Z e ie e
6. Dezbr., nur im Verkehrsbüro,
Das Erdbeben
Ernſt=Ludwigsplatz. Verkauf der
Ph. Walter, „Hess. Hof‟.
noch vorhandenen Karten an der
Schwank in 1 Akt
rdgl. nachm. Kaffee-Konzert HotelHleß.
Tageskaſſe im Hoftheater am Tage
von Otto Härting.
Mägl. friſchen Käſekuchen u.
der Vorſtellung, vorm. von 11 Uhr
Z Zm ee e Zee
Vorher: Neues
Varieté-
jed. Freitag friſch. Datſcher
ab. — Abends 7 Uhr: 65. Ab.=Vſt.
Programm.
C 17. „Königskinder.”
Ge=
empf Bäckerei Mainzer Nachf.,
Kreton’s Hundetheater,
wöhnliche Preiſe.
Richard Freudenberger,
Arabella Fields, die
Montag, 8. Dez. Außer Abon.
(*16662
Bleichſtraße 13.
schwarze Nachtigall,
Elfte Volks=Vorſtellung zu ermäß.
ete, etc. (25310
Preiſen. „Robert und Ber=
Passend. Weihnachtsgeschenke.
tram” oder: „Die luſtigen
Aulang Woleniags 8½. Var.
Bagabunden”. Anf. 7½ Uhr.
Inverkarzur Dipl.=Schreibtiſch, Blumen=ermässister Vorverkaut wie be=
Vorverkauf bis einſchl. Montag,
krippen, Flurgarderoben,
kaunt. Num. Parkett ausschliessl. 8. Dezbr., nur im Verkehrsbüro,
Trumeaux, hochf. Diwan, eich. bei Hugo de Waal, Rheinstr. 14, Ernſt=Ludwigsplatz. Verkauf der
Bes. TOMMV MILLER (22248a
sowie an der Abendkasse.
Ausziehtiſch ſehr billig abzug.
etwa noch vorhanden. Karten auch
Festellungen auch telephonisch an der Tageskaſſe im Hoftheater
Ludwigspl. 2, beim Bismarckbrunnen.
Uhland, Schreinerei
am Tage der Vorſtellung zu den
Vorverkaufu. Preise wie beſtanat
Hügelſtr. 29. (*16670
üblichen Kaſſeſtunden.
[ ← ][ ][ → ]
s
a Wart,
16657
Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
Seite 23.
GeseeeeEEEEHEEOf
Arbeitefrage zu brähziſteren. Der Kongreß bebeute in fgleiche Vorbildung und Gleichwerligeit der Stellng,
Leben der deutſchen chriſtlichnationalen Arbeiter einen Innerhalb der gleichen Beamtengruppe wird letztere durch
Fazs ichte
5
großen Tag. Hoffentlich werden kommende Geſchlechter die höhere Zuſtändigkeit und die höhere (nicht größere)
noch die Zeiten erleben, wo alle Menſchen Brüder ſein Verantwortlichkeit bedingt. Bei Schaffung der Amtsge=
8 Sodener Mineral-Paſtillen
werden. Zum Schluß rief der Redner dem Kongreß zu: richtsdirektoren iſt aber der Umfang der dienſtlichen Arbeit
werden aus den Heilquellen III u. xuill
Fahren Sie in Ihren Beſtrebungen fort zum Segen desausſchlaggebend, und das halte ich nach wie vor für
un=
der Gemeinde Bad Soden am Taunus
deutſchen Volles und des deutſchen Vaterlandes. — Nachſrecht und gefährlich. Der gebotene Ausgleich konnte und
hergeſtellt, die sich seit Jahrhunderten
den üblichen Dankesworten an die Gäſte und Ehrengäſtemußte hier, wie es auch der Finanzausſchuß zuerſt
vor=
gab Stegerwald (Köln) noch eine Ueberſicht über den ſah, durch eine nichtpenſionsfähige Zulage geſchaffen wer=
23 8 bei Buſten, Heiſerkeit, Bronchialkatarrh
orrüeliehn benfhrt haben.
Verlauf der Verhandlung, womit die Tagung ihr den. Die Gleichſtellung der Amtsgerichtsdirektoren mit
n vorick.
Nachahmungen weise 1
6
Ende erreicht hatte.
reis 85 Pfg. per Schachtel,
überal erhilch
Landgerichtsdirektoren und vortragenden Räten verſtößt
gegen den Grundſatz der Gleichwertigkeit. Wollte man
Gaaeauaca
durchaus für die Dienſtaufſicht der fünf großen Amtsge=
Vermiſchtes.
richte beſonders gehobene Beamtenſtellen ſchaffen womit
ich an ſich nicht einverſtanden bin, ſo hätte meines Er=
— Jungdeutſchland. Der Heſſiſche Landesver=achtens die Gleichſtellung mit den Regierungsräten der
Luftfahrt.
band Jungdeutſchland erſucht uns um Abdruck nach= Provinzialdirektionen völlig genügt. Und nun noch ein
er. Die Flugleiſtungen auf dem Flug=ſtehender Erklärung: In dem Verlage von Friedrich Schlußwort. Infolge geſchichtlicher Entwicklung und
platz Berlin=Johannisthal waren auch im No= Engelmann in Leipzig iſt eine Reihe Bändchen unter demUeberliefernug haben die Richter viele Jahre lang höhere
vember trotz zum Teil ſehr ungünſtiger Witterung recht be= Titel: „Jungdeutſchland=Bücherſchatz für die deutſche Beſoldungen empfangen als die übrigen Beamten gleicher
merkenswerte. Es wurde im ganzen an 28 Tagen geflo= Jugend erſchienen. Band 9 dieſer Reihe: „Mit Gott fürVorbildung. Sie ſollten es eigentlich begrüßen, wenn die
gen, und zwar führten 132 Flieger Starts aus. Die beſte Fürſt und Vaterland” unternimmt es, in 7 Briefen das gleichwertigen Beamten gleicher Vorbildung mit ihnen
Geſamtleiſtung erzielte der Aviatiker Hans auf Luft=Ver= Problem „Die Jugend und die Religion” zu behandeln. gleichgeſtellt werden, dieſe wollen ja nicht mehr als ſie,
kehrs=Geſellſchaft=Doppeldecker mit 26 Stunden 1 Minute. Die darin enthaltenen Ausführungen haben in weite lſie wünſchen nur, daß ihre Tätigkeit mit der richterlichen
Die meiſten Starts hatte der Flieger Reiterer auf Etrich= Kreiſe der katholiſchen Geiſtlichkeit, ſowie unſerer katho= gleich bewertet und eingeſchätzt werde, was ſich nun ein=
Taube mi 414 Aufſtiegen zu verzeichnen. Im ganzen liſchen Mitarbeiter und Jugendlichen eine lebhafte Be=mal im Gehalte ausdrückt. Vorausgeſetzt, daß man die
wurden bei 4325 Flügen 450½ Flugſtunden erzielt. Die unruhigung getragen, die im Intereſſe einträchtiger Zu=Gleichwertigkeit der akademiſch gebildeten Beamten erſter
Pilotenprüfung beſtanden 17, die Feldpilotenprüfung 16 ſammenarbeit aller Angehörigen des Jungdeutſchland= Inſtanz zugibt, kann man alſo doch nicht gut behaupten,
Aviatiker; Ueberlandflüge wurden von Johannisthal aus Bundes ſehr zu bedauern iſt. Ein zur Verbreitung des daß die Richter die Koſten der Gleichſtellung zu tragen
im ganzen 25 unternommen.
„Jungdeutſchland=Bücherſchatz” herausgegebenes Propa= hätten. Im übrigen verbleiben ihnen ja auch nach dieſer
gandablatt trägt die Ueberſchrift: Im Einverſtändnis Gleichſtellung recht bedeutende Vorteile, die aus dem
We=
sr. Der 40000 Franken=Michelin=Preis, des Ehrenvorſitzenden des Jungdeutſchland=Bundes Dr.ſen ihres Amtes fließen, an denen nicht gerüttelt werden
den noch in letzter Stunde Helen an ſich brachte hat jetzt Freiherr von der Goltz” und führt mich auch unter den kann und ſoll, durch die ſie aber trotz gleicher Beſoldung
noch zu zwei eigenartigen Proteſten geführt. Der Avia= Mitarbeitern auf Dem gegenüher erkläre ich, daß der allen übrigen Beamten voraus ſind und bleiben. Hierzu
tiker Founy, deſſen Leiſtung von Helen überboten worden Jungdeutſchland=Bund der Veröffentlichung fernſteht und gehört z. B., daß kein Richter wider ſeinen Willen
ver=
war, proteſtiert gegen die Zuerkennung der 40 000 Franken auf dieſelbe keinerlei Einſluß ausgeübt hat. Er hat die ſetzt werden kann, und daß die Zahl der gehobenen
Stel=
an ſeinen Rivalen mit der Behauptung, daß die von ihm vor einiger Zeit an ihn gerichtete Bitte, zur Verbreitung len im Verhältnis beträchtlich größer iſt als in allen
an=
benutzte Strecke um 101,2 Kilometer zu klein gemeſſen wor= des Bücherſchatz” beizutragen, nter dem 9 Oktober d. J.deren Berufsgruppen.
T.
den ſei, und daß er tatſächlich noch ungefähr 200 Kilome= abgelehnt. Der Inhalt der ſieben Briefe läßt ſich mit den
ter mehr als Helen zurückgelegt habe. Gleichzeitig hat vom Jungdeutſchland=Bunde befolgten Richtlinien in
Grmmnaneng
aber auch Helen einen Proteſt gegen Fourny eingelegt keiner Weiſe vereinbaren, da der Bund nie nach
konfeſſio=
der
mit der Begründung, daß einer der amtlichen Flugprüſer nellen Unterſchieden fragt und alles ſorgfältig vermeidet,
3. Prenßiſch-Füddeutſchen
geſtattet habe, daß an dem Apparat von Fourny, entgegen was durch deren Berührung Verſtimmung oder Uneinig= Beſtimmungen, vor Sonnenaufgang Reparaturen vor= keit hervorrufen könnte. Die Nennung meines Namens in
(229. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterie
genommen worden wäre.
dem Propagandablatte iſt zu Unrecht erfolgt. Der In=
5. Klaſſe 22. Ziehungstag 3. Dezember 1913
haber der Verlagsbuchhandlung Friedrich Engelmann hat
Au iede geiogene Rumer ſind wet gleich dohe Gbewime
ſich daher auch bereit erklärt, dieſes Blatt vernichten zu
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
laſſen. Er hat ſich aber auch nach einer heute ſtattgehabten
in den beiden Abteilungen 1 und II.
Kongreſſe und Verbandstage. Verhandlung erboten, das beanſtandete Bändchen 9 des
Dritter deutſcher Arbeiter=Kongreß.
Bücherſchatzes aus dieſer Bücherreihe auszuſchalten und
Ehne Genchr ul. St=l. f. 3)
(Rahruck verboten)
die ſchon verkauften Exemplare nach Möglichkeit zurückzu=
— Berlin, 3. Dezember.
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
ziehen. Ich hoffe, daß hiermit die Angelegenheit als er=
240 Mk. gezogen:
IV.
4 Gewinne zu 30 000 Mk. 60853 67895
ledigt betrachiet werden wird und Verſtimmungen gegen
Der heutige vierte und letzte Beratungstag des deit= den Jungdeutſchland=Bund, die bei anderer Sachlage mit
6 Gewinne zu 5000 Mk. 22479 64564 93736
ten deutſchen Arbeiterkongreſſes wurde eingeleitet mit Recht hätten eintreten können, nicht zu beſorgen ſind. Ich
54 Gewinne zu 3000 Mk. 5042 15230 15482 33591
64033 72041 74088 74666 76790 83619 83757 66374
einem Reſerat des Stadtrats Dr. Bold (Dortmund) füge noch hinzu: Gegen den Gebrauch der Bezeichnung
87482 97275 99348 130265 138925 140439 144797
über die Wohnungsfrage. Der Rednep erörterteJungbeutſchland” bei literariſchen oder anderen Unter=
156061. 157693 165134 172856 175770 216168 222274
zunächſt die geſundheitlichen Nachteile einer ſchlech= nehmungen vermag der Bund nach Lage der Geſetze nichts
231215
ten Wohnung und betonte dann, daß die Wohnungsfrage zu tun, ſo erwünſcht dies auch für ihn wäre. Eine Be=
162 Gewinne zu 1000 Mk. 1698 7040 15941 18997 eine eminent volkswirtſchaftliche Frage ſei, denn die kanntmachung hierüber iſt in der Bundes=Zeitung: „Der
20527 22105 23570 26176 36000 38462 39259 42066
Wohnungen, namentlich in den Großſtädten, ſeien für den Jungdeutſchland=Bund” unter dem 15. Oktober 1913
43424 47755 49721 60534 62548 68a93 69877 600os
Minderbemittielten viel zu teuer Die hohen Mietspreiſe 1 2. Jahrgang, Nr. 20, bereits erfolgt. Ich habe daher. auf
69180 69647 71757 75271 81933 62610 86966 8716a
ſeien bedingt durch dſie hohen Bodenpreiſe. Da müßten eine frühere Anfrage, gegen die Bezeichnung der Bücher=
88376 90022 91479 97703 99104 100077 101997
die Städte eine großzügige Bodenpolitik treiben. Die reihe mit dem Namen Jungdeutſchland” nichts einwen=
109001 109290 110764 112684 114513 117039 121778
Einwände der Terrainſpekulanten ſeien unberechtigt, den können, erhoffte überdies Gutes davon für unſere
122748 124230 125009 125858 127007 132428 135213
ebenſo ihre Verdächtigungen gegen die Bodenreformer, Jugend. Charlottenburg, 26. November 1913. Freiherr
137564 136566 142203 150600 153607 156642 1594m
als ob dieſe ſozialdemokratiſchen Tendenzen huldigten.
von der Goltz General=Feldmarſchall und 1. Vorſitzen=
150685 150705 191701 10354s 190150 171516 19502s
Der Korreferent Arbeiterſekretär Weyer (M.=Gladbach) der des Jungdeutſchland=Bundes.
186914 193260 196065 202050 203902 206490 211637
erörterte die Beſtimmungen des neuen preußiſchen Woh=
213953 215572 218446 219423 220090 220542 222624
nungsgeſetzentwurfes, die eine Verbeſſerung der Miß=
227492 227982 230919 231331
ſtände im Wohnungsweſen bringen, ſowie die Wünſche,
222 Gewinne zu 500 Mk. 2482 6193 6864 7942,
Stimmen aus dem Publikum.
die der Entwurf nicht erfülle. Die Referenten legten ge=
9632 17673 20489 20806 24115 28606 30900 31490
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
meinſam eine Reſolution vor, in der ihre Sonderwünſche
32610 36127 38714 41473 41523 44922 51108 628og
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
53645 53570 63769 64661 61677 61960 62263 63152
zum Ausdruck abracht waren. Eine weitere Reſolution
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
64442 67363 68387 70012 79963 84038 87713 91388
liegt vor vom Gewerkverein chriſtlicher Bergarbeiter, wo=
Der Weg von Station Goddelau nach dem Hoſpi=
91600 91894 94145 96529 96835 100521 100976 101548
nach 1. bei den Werkswohnungen jede Verguickung des
101723 107133 107292 111960 113326 115439 117297
Mietsvertrages mit dem Arbeitsverkrag vermieden wer=tal iſt in einem Zuſtande der jeder Beſchreibung ſpottet;
118863 119467 119982 124667 125049 128518 129322
den und 2. die Knappſchaftskaſſen angehalten werden man geht bis an die Knöchel im Schmutz. — Es iſt nicht
135395 137614 144661 147929 149085 151277 16286a
ſollen, größere Summen frei zu machen, die ſie den Berg=jeder Beſucher in der Lage, für den Karren 2 Mark zu
155219 158923 161729 161770 162820 164060 166276
arbeitern als Baudarlehen zum Bau von Arbeiterwoh=zahlen, oder von Darmſtadt rund 15 Mark für ein Auto,
958 174006 175242 176966 180187 182298 163668
173
oder gar 34,40 Mark, ſage 34,40 Mark für ein
Sanitäts=
nungen zur Verfügung ſtellen ſollen.
183954 185450 186383 167878 191632 192049 194340
Nach einer Diskuſſion wurden die Reſolutionen an= auto, reſp. nur für die Hinfahrt.
201974 202080 203596 204413 205550 206731 207094
genommen und hierauf das letzte Thema, die Ar=
207585 212235 213947 218496 222978 223255 223283
Zur Beſoldungsvorlage.
223461 22365§ 224162 224673 229142 229165 230a7s
beiterfürforge erbetert. Reſerent war Gewerk=
231162 232127 232951 233314
ſchaftsſekretär Baltruſch (Köln), der die gegenwärtige
Die Erwiderung in Nr. 294 geht auf den Kern mei=
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
Arbeitsloſigkeit in ihrem Umfange ſchilderte und allgemein nes Eingeſandts in Nr. 292 nicht ein. Daß verſchiedene
240 Mk. gezogen:
die Schaffung einer Arbeitsloſenverſicherung durch das Beamtenarten dem Weſen nach verſchiedenartige Tätigkeit
2 Gewinne zu 1000 Mk. u. 2 Prämien zu 800, 000 Mk.
Reich auf der Grundlage der Solidarität forderte. Die ausüben, iſt ſelbſtverſtändlich, und deshalb kann dieſer
auf 66034
Verſammlung ſtimmte ihm in einer Reſolution zu. BeiUmſtand nicht als Grundlage der Beſoldung dienen. Im
2 Gewinne zu 15000 Mk. 157846
der nun folgenden Wahl zum Ausſchuß kam es zu einem übrigen ſtützt ſich auch die Tätigkeit der Oberlehrer, Ober=
2 Gewinne zu 5000 Mk. 159124
Zwiſchenfall. Imbuſch (Eſſen) erhob Widerſpruch ge= förſter uff. auf die Geſetze, auch üben ſie ihren Dienſt nicht
28 Gewinne zu 3000 Mk. 12068 31499 81043 89208
gen die Wahl der Vertreter des Verbandes katholiſcher nur nach den Weiſungen der Vorgeſetzten aus, das iſt
116668 143812 176223 183439 183667 194059 213675
Arbeitervereine mit dem Sitz in Berlin unter Hinweisbei geiſtigen Tätigkeiten, für deren Ausübung ein akade=
223510 23202 239600
auf deren Verhalten auf dem Kongreß und die Tatſache, miſches Studium nötig iſt, auch ganz unmöglich. Der
Vor=
g2 Gewinne zu 1000 Mk. 7861 17679 25712 37846
daß ſie die jüngſte päpſtliche Enzyklika in die Debatte ge= geſetzte kann innerhalb der beſtehenden Vorſchriften Richt=
44484 57171. 58365 59463 60388 60542 68894 75106
zogen hätten. Intbuſch beantragte, daß der Kongreßaus=kinien geben, bei deren Beſolgung und der Art der Aus=
76518 85380 90367 97439 98239 100254 107391 108594
ſchuß beauftragt werde, ähnliche Zwiſchenfälle in Zukunft führung aber behält der akademiſch gebildete Beamte
14002 114173 12201 190710 14165 151415 165901
zu verhindern und von dem Verband der katholiſchen Ar= Selbſtändigkeit und Verantwortlichkeit. Näher kann auf
170354 176900 177518 106380 767346 202175 206950
beitervereine heute noch keinen Vertreter zu wählen, da= dieſe Dinge im Rahmen eines Eingeſandts nicht einge=
210088 210919 213880 219163 221149 223435
124 Gewinne zu 500 Mk. 720 2408 4227 7160
gegen zu beſchließen, daß ein Mitglied des Verbandes in gangen werden. Ich verkenne die Bedeutung der Rechts=
8775 13636 13745 18328 20387 25176 30659 31387
den Ausſchuß kooptiert werde, wenn eine Gewähr dafür pflege für das ſtaatliche Leben nicht, aber ich bin ſo ketze=
34119 38145 43189 47609 48159 50252 51506 53020
geboten werde daß der Verband in Zukunft im Intereſſe riſch, zu behaupten daß für den Staat die Tätigkeit des
65051 65022 6746 70430 737351 78051 6867o 96627.
der von dem Kongreß geſchaffenen Beſchlüſſe arbeite. Ein Oberlehrers, des Oberförſters und der anderen akademi=
95940 96425 111758 114167 129177 129994 131115
Vertreter des angegriffenen Verbandes erklärte aber denſchen Berufsarten genau ſo wertvoll und ſo wichtig ſei,
132731 133854 144659 146304 148424 1151195. 166440
Antrag für eine Beleidigung ſeines Verbandes. Bei der wie des Richters, weshalb man für alle dieſe Beamten=
166679 157514 16065 185302 160765 170600 172007i
Abſtimmung enthielten ſich die evangeliſchen Kongreßmit= gruppen gleiche Vorbildung und entſprechend gleiche Aus=
175762 179186 182440 185086 191790 192626 195647.
glieder der Stimmabgabe; der Antrag Imbuſch wurde an= bildung verlangt. Und damit komme ich zu den beiden
199270 207404 216072 218428 223824 230233
Grundlagen, die allein für eine gerechte
Beamtenbeſol=
genommen.
Die Ziehung der 1. Klaſſe der 4. Preußiſch=Süddeutſchen (230. Königl.
Zum Schluß des Kongreſſes ergriff noch Graf Poſa=dung in Frage kommen können und die ich auch mit
ge=
dowsky das Wort, um ſeine Stellung zur chriſtlichen nügender Deutlichkeit in meinem Eingeſandt genannt habe, Breuß) Klaſſenlotterie findet am 12. und 15. Januar 1914 ſtatt.
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Nummer 296.
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ſondere iſt hier die Frage der Dardanellen=Durchfahrt nicht
teien dieſer feſte Wille liegt.
Die Berliner Neueſten Nachrichten ſtellen
* Einer Note der Agence Havas zufolge hatte Präſi= angeregt worden.
feſt: Nach langem Rechnen ſteigt aus den Urnen die Ver=
— Regelung des Depoſitenweſens. Die
dent Poincaré Ribot die Bildung des Kabinetts
ange=
urteilung der Kanzlerpolitik mit 293 gegen 54 Stimmen.
Nur Konſervative und Reichsparteiler haben den Kanz= boten Ribot antwortete jedoch, er fürchte, ſein Geſund= Reichspartei hat mit Unterſtützung von Mitgliedern der
heitszuſtand geſtatte ihm nicht, dieſe ſo ſchwere Aufgabe Konſervativen Fraktion und der Wirtſchaftlichen
Vereini=
ler decken wollen, alle anderen ſind ihm gram.
Der Berliner Lokalanzeiger ſagt: Die zu übernehmen. Auf Bitten des Präſidenten verſchob er gung einen Antrag Warmuth im Reichstag eingebracht,
Stellungnahme der Parteien war durch ihre Redner vom
in Anbetracht zahlreicher Zuſammenbrüche von Depoſiten=
Mittwoch feſtgelegt, ſo daß die zweite Rede des Reichs= ſeine endgültige Antwort.
Nummer 296.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 5. Dezember 1913.
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