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176. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
„ 291.
Sonntag, den 30. November.
1913.
Die heutige Nummer hat 36 Seiten.
plumper Schwindel, aber es zeigt doch, wie man jenſeits verharrt und nicht von der Stange weichen wird. Dieſe
der Vogeſen es auf Deutſchland abgeſehen hat.
Geſinnung leuchtet auch aus der Ankündigung hindurch,
Bei unſerem öſterreichiſchen Nachbar haben die
Enthüllungen, die der Pariſer Matin über das gegen die daß Italien, um für ſeinen Teil das Gleichgewicht zu be=
Das Wichtigſte vom Tage.
Donaumonarchie gerichtete ſerbiſch=bulgariſche Abkommen wahren, die Stärke von Heer und Marine entſprechend
ſei=
veröffentlichte, lebhafte Verſtimmung hervorgerufen. Die ner politiſchen Stellung aufrecht erhalten muß. Sehr recht
Der Reichstag erledigte geſtern Rechnungsſachen und Folgen dieſer Verſtimmung waren ſowohl im Verlaufe hat die Thronrede, wenn ſie am Schluſſe ſagt, daß die
verwies die Novelle zur Gewerbeordung an eine Kom= der Delegationsverhandlungen wie in den Beſprechungen jetzt eröffnete Legislaturperiode den Anfang eines neuen
miſſion von 28 Mitgliedern.
des Wiener Aufenthalts König Ferdinands u
Die Königin von Schweden iſt geſtern nachmittag ſpüren. Letzterer hat durch die Abreiſe nach Sofia ſeine Abſchnittes der italieniſchen Geſchichte bilde. Italien iſt
2 Uhr zum Beſuche ihrer Mutter, der Großherzogin angeblichen Abdankungspläne auf das bündigſte widerlegt. durch den Krieg mit der Türkei und den Verlauf der Bal=
Luiſe von Baden, in Baden=Baden eingetroffen.
Die Lärmſzenen, deren Schauplatz das öſterreichiſche Ab=kanwirren zweifellos erſtarkt, es herrſcht im
Apenninen=
geordnetenhaus durch die Schuld des ſozialdemokratiſchen reiche jetzt ein friſcher Wagemut, man iſt ſelbſtbewußter
Auf der Schichauwerft in Danzig lief geſtern mittag der Vizepräſidenten v. Pernerſtorffer wieder einmal geweſen,
große Kreuzer „Erſatz Kaiſerin Auguſta” fanden in den beklagenswerten Grazer Studentenprüge= geworden und geht unbekümmert um alle Kläffer auf ſein
glücklich vom Stapel. Die Taufrede hielt Graf Pück= leien ein Gegenſtück. Daß dieſe von den italieniſchen Stu= Ziel los. Die Erklärung Giulianos, daß künſtig im
Mit=
ler auf Rogau bei Roſenau. Gräfin Pückler taufte das denten heraufbeſchworen wurden, muß um ſo bedauer= telmeer kein einziger Staat die herrſchende Vormacht bil=
Schiff auf den Namen „Lützow.
licher erſcheinen, als die Erklärungen des Miniſterpräſi=
In Zabern kam es am Freitag abend von neuem zu denten Grafen Stürgkh über die Trieſter Beamtenerlaſſe den dürfe, war die Anſage einer energiſchen
Expanſions=
ſehr geeignet waren, die Stimmung der Italiener günſtig politik Italiens, das ſich ſeinen Platz an der
Mittelmeer=
erregten Straßenſzenen.
zu beeinfluſſen.
ſonne ſichern will. Es richtet ſich entſprechend ein, und
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
Die engliſch=franzöſiſche Flottenbegegnung die Art ſeines Auftretens iſt eine ſolche, daß ſie auch von
im Hafen von Athen veranſchaulicht das Einvernehmen den übrigen, ob ſie wollen oder nicht, reſpektiert wird.
beider Staaten in der Mittelmeerpolitik und hält die
Fran=
zoſen für mancherlei Enttäuſchung ſchadlos, die Groß= Auch die diesmalige Thronrede atmet eine feſte Sprache
Politiſche Wochenſchau.
britannien ihnen während der Balkankriſis bereitet hat. und ſie iſt eine Ankündigung, daß Italien ſeinen Weg
** Der Reichstag hat ſeine Arbeiten wieder auf= Dem Miniſterium Barthou wird jene Flotten= gehen wird.
genommen. Die Schnelligkeit, mit der außer kleineren kundgebung gerade jetzt doppelt willkommen ſein, weil der
Vorlagen die erſte Leſung des Spionagegeſetzes und des Beginn der Kammerverhandlungen über die Milliarden=
Entwurfs über die Errichtung eines Kolonialgerichtshofes anleihe Meinungsverſchiedenheiten zur Entſcheidung ſtellt,
Deutſches Reich.
von ihm erledigt wurde, iſt nicht minder zu begrüßen, als die für ſeine Lebensdauer von ausſchlaggebender
Bedeu=
der ruhige Verlauf der Debatten. Es wäre jedoch allzu tung ſind. Es ſteht wohl im Zuſammenhange mit dieſem
— Anfrage zum Wehrbeitrag. Die
fort=
optimiſtiſch, wollte man dieſen parlamentariſchen Auftakt miniſteriellen Kampfe ums Daſein, wenn die franzöſiſche ſchrittlichen Abgeordneten Dr. Waldſtein und Hoff haben
als Bürgſchaft für den weiteren Gang der Verhandlungen Regierung, verſchollene Protektoratsanſprüche betreffs der
im Reichstag eine Anfrage, betr. genauere Auskunft über
betrachten. Der neue Kriegsminiſter v. Falkenhayn hatte Katholiken im Orient galvaniſierend, bei der Pforte
Pro=
bei der Zaberner Affäre weitere Gelegenheit, Proben der teſt dagegen erhob, daß dem italieniſchen Konſul in der die Beſtimmungen der Straffreiheit in Fällen, in denen
parlamentariſchen Gewandtheit abzulegen, die ihm nach Erlöſerkirche zu Jeruſalem von den Franziskanern Ehren bei der Veranlagung zum Wehrbeitrag oder ſchon vorher
ſeiner miniſteriellen Jungfernrede anſcheinend eigen iſt. erwieſen ſeien, die nur dem franzöſiſchen Konſul zuſtünden. bei der Veranlagung zur Staatseinkommenſteuer frühere
In Italien, das mit Rückſicht auf die Balkanpolitik
Gehalten zur Begründung des Spionagegeſetzes, be=
Steuerhinterziehungen zugeſtanden worden ſeien,
einge=
ſchränkte ſich dieſe Jungfernrede in programmatiſcher Be= gegen Frankreich ohnehin aufgebracht iſt, wird dieſe
ziehung auf die ſoldatiſch — kurze Erklärung, die mäch= Ehrenfrage naturgemäß erſt recht verſtimmen. Hat doch bracht.
— Der Reichstag und San Franzisko.
tige Waffe, die das Heer in der Hand des oberſten Kriegs= die Thronrede zur Eröffnung der neuen Kammer Zeugnis
herrn bildet, ſcharf, blank und ſchlagbereit halten, ſowie dafür abgelegt, in welchem Maße die Erwerbung Lybiens Ueber eine offizielle Beteiligung Deutſchlands an der
alle heeresfeindlichen Beſtrebungen nach Möglichkeit un= das berechtigte Selbſtbewußtſein des italieniſchen Volkes
ſchädlich machen zu wollen. Der Eindruck ſeiner erſten ſteigerte, und mit welchem Eifer in Rom darüber gewacht Weltausſtellung in San Franzisko ſchweben im Reichstage
Rede war um ſo günſtiger als Herr von Falkenhayn nach= wird, daß Italiens Stellung als Mittelmeermacht nir=augenblicklich Verhandlungen und bilden den Gegenſtand
einer eingehenden Fraktionsberatung. Die Stimmung
drücklich die Bereitwilligkeit ausſprach, auf Anregungen gends eine Einbuße erleidet.
Die Verhandlungen des merikaniſchen Kon=für eine Bewilligung von Mitteln iſt ſcheinbar günſtig.
und Wünſche modernen Gepräges jederzeit einzugehen.
Die Nutzanwendung hieraus wird hoffentlich bei der wei= greſſes haben weder über die Politik Huertas noch über
teren Beratung des Spionagegeſetzes im Sinne einer Um= die Geſtaltung des merikaniſch=amerikaniſchen Verhält= Die Regierung dürfte bald durch einen Antrag von
Mit=
geſtaltung des § 9 gezogen werden, der nach dem über= niſſes Klarheit verbreitet. Feſtzuſtehen ſcheint, daß die gliedern der verſchiedenen Fraktionen aufgefordert
wer=
einſtimmenden Urteil von Angehörigen aller Parteien! Aufſtändiſchen im Norden Mexikos ihre militäriſche Stel=den, größere Mittel in Form eines Nachtrages zur
Ver=
lung immer mehr befeſtigen. Die Maßnahmen, die von
dauernd eine ſchwere Bedrängnis der Preſſe bedeutet.
fügung zu ſtellen.
Mit Finanzfragen hat ſich in letzter Zeit die baye= den Europäern in der merikaniſchen Hauptſtadt getroffen
— Schutz der Arbeitswilligen. Dem
riſche Kammer als Nachſpiel zur Königskrönung be= ſind laſſen einen nahen Entſcheidungskampf im Mittel=
Reichstag iſt folgender Antrag des Grafen Weſtarp und
ſchäftigt. Es handelte ſich um die Feſtſetzung der Zivil= punkte der Macht Huertas erwarten.
liſte, über die die Meinungen erheblich auseinandergingen.
Genoſſen zugegangen: Der Reichstag wolle beſchließen,
Auch innerhalb der Fraktionen ſelbſt iſt es hierüber
teil=
den Reichskanzler zu erſuchen, noch vor der in Ausſicht
ge=
weiſe zu Auseinanderſetzungen gekommen, wie ja auch eine
ſtellten allgemeinen Reviſion des Reichsſtrafgeſetzbuches
Zeitlang die Vorlage angeſichts der erſorderlichen zwei=
Stalien.
dem Reichstage einen Geſetzentwurf vorzulegen, durch
drittelmehrheit gefährdet erſchien. Sie hat aber ſchließ=
— Nunmehr iſt auch das italieniſche
Parla=
welchen ein wirkſamer geſetzlicher Schutz gegen den
zu=
lich doch Annahme gefunden, nachdem man ſogar einige
Zeit von einer zu erwartenden Miniſterkriſis geſprochen ment zuſammengetreten, nachdem vor einigen Wochen nehmenden Mißbrauch des Koalitionsrechtes geſchaffen,
hatte. Durch dieſe Annahme iſt ein unangenehmer Nach=die Neuwahlen ſtattgeſunden hatten, mit dem Ergebnis, dem immer ſchärfer ausgeübten Terrorismus gegenüber
klang zu den Krönungsfeierlichkeiten glücklicherweiſe
ver=
daß trotz Abänderung des Wahlſyſtems eine große Majo= den arbeitswilligen Arbeitern entſchiedener
entgegenge=
mieden worden.
Das parlamentariſche Leben beginnt in den Bundes=rität für die Regierung erhalten geblieben iſt. Mit Rück= treten, insbeſondere aber das Streikpoſtenſtehen verboten
ſtaaten jetzt überhaupt ſtärkere Wellen zu ſchlagen. Zu ſicht auf dieſes Moment, wie auf die für die Entwickelung wird.
den Kammerverhandlungen in München und in Dresden Italiens bedeutſamen glücklichen Ereigniſſe, iſt die Thron=
— Aerzte und Krankenkaſſen. Die Blätter
geſellen ſich fortan die in Karlsruhe, wo der neue
ba=
diſche Landtag mit einer diplomatiſchen Thronrede er= rede diesmal eingehender wie ſonſt, ſie iſt programmatiſch melden aus Berlin: Der Zentralverband der Kaſſenärzte
öffnet iſt, die nicht erkennen läßt, ob die badiſche Regie=gehalten und enthält eine Reihe bemerkenswerter Punkte. von Berlin erteilte ſeinem Vorſitzenden wegen der
be=
rung den Kurs ihrer Politik ändern wird. Wahrſcheinlich
Die innere Politik des Apenninenreiches intereſſiert kannten Verhandlungen mit der Allgemeinen
Ortskranken=
wartet das Miniſterium ab, wie ſich in der Zweiten Kam= uns ja weniger, gleichwohl aber ſind auch hier Maßnah= kaſſe ein Mißtrauensvotum. Es wird mit einem
Wieder=
mer die Mehrheitsverhältniſſe praktiſch geſtalten. Der men geplant, die für das Land und ſeine Bevölkerung von ausbruch des Berliner Aerzteſtreiks gerechnet.
Ausfall der Präſidentenwahl, bei der der Großblock den
Sieg davon trug, gab in dieſer Beziehung einen Anhalt Wichtigkeit ſind. Es handelt ſich da um eine Reform des
— Die Vermögenszuwachsſteuer und die
bürgerlichen Geſetzbuches, wodurch namentlich die Stellung
für die künftige Entwickelung.
Bundesſtaaten. Wie die Tägl. Rundſchau erfährt,
Die Verhandlungen über Kleinaſien, der Frau in der Familie eine moderne Berückſichtigung dürften nach dem Beiſpiel des ſächſiſchen Finanzminiſters
die ſeit einigen Monaten bereits in aller Stille eingeſetzt erhalten ſoll. Auch das Zivilprozeßweſen ſoll eine
Neu=
auch die Finanzminiſter anderer Bundesſtaaten gegen die
hatten, haben augenblicklich ihren Schwerpunkt in Berlin,
nachdem die leitenden ruſſiſchen Staatsmänner auch über regelung erfahren, um den Gang der Prozeſſe, die jenſeits Vermögenszuwachsſteuer Erklärungen abgeben.
Gelegent=
dieſe Frage gelegentlich ihrer Durchreiſe durch die deut= der Alpen noch langſamer ſich abwickeln, wie bei uns, et=lich der Etatsberatungen im Reichstag iſt die Anweſenheit
ſche Reichshauptſtadt mit den in Frage kommenden Stel= was zu beſchleunigen; auch beabſichtigt man wohl, eine
mehrerer bundesſtaatlicher Miniſter zu erwarten, die den
len in der Wilhelmſtraße eingehende Beſprechungen ge= Verbilligung eintreten zu laſſen, um das Anrufen der Ge= Standpunkt ihrer Regierungen darlegen werden.
pflogen haben. Da es ſich um Deutſchland nicht allein
handelt, ſind jetzt auch Vertreter franzöſiſcher Intereſſen= richte der ärmeren Bevölkerung zugänglicher zu machen.
— Für einen beſſeren geſetzlichen Schutz
ten in Berlin eingetroffen und es ſcheint, als wenn da Auch auf dem Gebiet der Handelsgeſetzgebung ſollen
ver=
der Hypothekengläubiger hat ſich auch der am
wirklich eine Einigung zuſtande kommen wird. Auch die ſchiedene Neuerungen eingeführt werden, die den
ver=
offiziellen Verhandlungen zwiſchen Dſchavid Bei und dem änderten Verhältniſſen im Handel= und Kreditweſen an= 27. November in Berlin verſammelte
Verwaltungsaus=
ſchuß des Reichsbundes baugewerblicher
Arbeitgeberver=
damit beauftragten Unterſtaatsſekretär von Zimmermann
haben bereits eingeſetzt und man darf erwarten, daß auch gepaßt werden ſollen.
Nachdem auch das Verhältnis zwiſchen Kirche und bände ausgeſprochen. Es wurde folgende Etnſchließung
ſie zu einem guten Ende führen. Jedenfalls würde mit
einer Verſtändigung über Kleinaſien zwiſchen den in Frage Staat kurz geſtreift wird, wendet ſich die Thronrede der angenommen:
„Die im Reichsbunde baugewerblicher
Arbeitgeber=
kommenden Mächten ein gewichtiger Stein des Anſtoßes äußeren Politik zu. Bezeichnend iſt dabei, daß die
Er=
verbände vereinigten deutſchen Arbeitgeberzentralverbände
auf die Dauer beſeitgt ſein, ein Moment, das im
Inter=
eſſe der Erhaltung des Weltfriedens in hohem Maße zu wähnung des Dreibundes vorangeſtellt wird, mit dem des Hoch= und Tiefbaugewerbes, des Tiſchler=, Maler=,
begrüßen wäre. Einen gewiſſen Mißklang in dieſe Ver= zuſammen Italien tüchtig mitgearbeitet habe, um ſchwere Stuckateur=. Inſtallateur= und Klempner=, des
Dachdecker=
handlungen bringt allerdings ein Teil der franzöſiſchen Konflikte im Zuſammenhang mit den Balkanwirren zu und Steinſetzgewerbes erblicken in den Mängeln unſerer
Preſſe, der es ſich gerade jetzt angelegen ſein läßt. immer verhindern. In Rom rechnet man augenſcheinlich mit Hypothekengeſetzgebung eine weſentliche Urſache der
gegen=
wärtigen Kreditnot und der dadurch eingetretenen
und immer wieder bei irgendeiner ſich bietenden
Gelegen=
heit gegen Deutſchland zu hetzen. So wird es jetzt dar= einer langen Dauer der augenblicklichen Gruppierung der Stockung im Baugewerbe. Sie befürchten bei einem
geſtellt, als ob die Entfendung einer großen Militär=Großmächte, in der man ein Gleichgewicht der Kräfte und längeren Andauern dieſes bedauerlichen Zuſtandes große
miſſion nach Konſtantinopel mit weitgehenden Vollmach= eine große Gewähr für die Erhaltung des Friedens er= Nachteile für die geſamte deutſche Volkswirtſchaft und
ten in Petersburg unangenehm empfunden werde, und plickt. Gleichzeitig iſt in dieſer Annahme aber auch aus= ſprechen daher die Erwartung aus, daß die geſetzgebenden
Körperſchaften des Reiches baldiaſt eine Aenderung oder
daß Kokowtzow deshalb in Berlin während ſeines
Be=
ſuches Vorſtellungen erhoben habe. Das iſt natürlich alles geſprochen, daß Italien auf ſeinem jetzigen Standpunkt Ergänzung der geſetzlichen Beſtimmungen, insbeſondere
Numme
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1913.
Seite 3.
der §§ 120, 1191 D öw., § 80 Z.00 §8 2 und 57 Franzöſiſche Erenzbeſeſtigungen gegen ſund uns einzig von den höchſten Intereſſn unſeres Waſh
Zw. V. G., dahin vornehmen, daß den Hypothekengläubi= Italien. Die Tribuna veröffentlicht folgende Nachricht: landes leiten laſſen, indem wir gegen jedermann gleiche
gern ein ausreichenderer Schutz gegen die zu ihrem
Nach=
teil erfolgende Abtretung und Pfändung der Miet= und Frankreich wird die franzöſiſche Grenze gegen Italien Rückſicht üben.
Die Sünden des Kabinetts Geſchow. Das
Pachtzinſen gewährt wird, als er gegenwärtig beſteht. verſtärken. In Modane, Endſtation der Eiſenbahnlinie
Sie beauftragen den Vorſtand des Reichsbundes das von Grenoble, iſt man gegenwärtig damit beſchäftigt, alle Regierungsorgan Narodni Prava veröffentlicht dreie
Reichsjuſtizamt auf die durch die wirtſchaftlichen Notſtände Forts von Grund auf zu reſtaurieren. In Eſſeillons ſchlüſſe des Miniſterrats im September, November und
begründete Dringlichkeit einer derartigen Reviſion der ge= wird eine Reihe von Feſtungen, die in militäriſcher Be= Dezember 1912, nach welchen das Kabinett Geſchow dem
ſetzlichen Beſtimmungen noch beſonders hinzuweiſen.”
Gewerkſchaftlicher Rückgang. Man ziehung nicht den geringſten Wert mehr haben, in Kaſer= König von Montenegro je ¾ Millionen, zuſammen
ſchreibt uns: Wie manche Organiſationen der ſozialdemo= nen, Depots und Verpflegungsmagazine umgewandelt. Millionen ausgezahlt hat, ohne daß hierüber die Sobranie
kratiſchen Partei, ſo weiſen auch ſozialdemokratiſche Ge=In Boury Saint Maurice hat man bereits mit der Er=entſchied. Die Summen dienten für den Ankauf von
werkſchaften Verluſte an Mitgliedern auf. Nach einer richtung größerer Fortifikationen begonnen. Auf dem Waffen, mit denen Montenegro ſpäter gegen Bulgarien
Statiſtik, die das Organ des ſozialdemokratiſchen Maurer=Voluiſe werden die bereits beſtehenden Fortifikationen er= kämpfte. Die letzte Zahlung erfolgte am 27. Dezember
verbandes (der Grundſtein) veröffentlicht, iſt dieſe Ge=heblich verſtärkt. Man hat hierfür extra eine Eiſenbahn 1912, zu einem Zeitpunkt, wo das Kabinett Geſchow ſchön
mit elektriſchem Betriebe angelegt, um die erforderlichen von den geheimen Bündnisverhandlungen zwiſchen Sers
werkſchaft von 335 222 Mitgliedern des 2. Vierteljahres
bien und Griechenland wußte, was daher offener Landes
auf 330 724 im 3. Vierteljahr zurückgegangen. Die Ein= Materialien herbeizuſchaffen.
verrat war.
buße an Mitgliedern beträgt alſo 4498. Daran ſind am
England.
Südafrika.
ſtärkſten die Putzer mit 1622, die Hilfsarbeiter und Träger
Verkaufter Dreadnought. Der bei der
Der Inderſtreik. Die Polizei verhaftete im
mit 1278, die Erdarbeiter mit 1225, die Maurer mit 1056 Firma Armſtrong für die braſilianiſche Regierung im Bau
und die Stuckateure mit 735 beteiligt.
befindliche Ueber=Dreadnought „Rio de Janeiro” iſt nach Umhlotitale, wo der Streik ſeinen Ausgang genommen
hatte, 365 Inder. In dem Kohlengebiet im Zululand
— Freiherr von Hertling gegen weitere Verhandlungen, die ungefähr 16 Tage dauerten, an
Spa=
ſind weitere 100 Inder verhaftet worden. In Graytopn
Militärrüſtungen. In der Sitzung der bayeriſchen nien verkauſt worden. Der Preis des Schiffes beträgt
haben 60 Inder die Arbeit niedergelegt. Der Miniſten
Kammer der Abgeordneten am Samstag ſprach ſich Mi= 58 Millionen. Es wurde zunächſt der britiſchen
Admirali=
niſterpräſident von Hertling in auffallender Weiſe gegen tät angeboten, die es jedoch nicht brauchen konnte, da das für Finanzen und Landesverteidigung, Smuts, iſt heute
aus Pretoria eingetroffen, um ſich über die Lage zu oriens
weitere Militärrüſtungen aus, die etwa von der Regierung Schiff in keinen der engliſchen Konſtruktionspläne
hinein=
tieren.
beabſichtigt ſein ſollten. Der ſozialdemokratiſche Abgeord= paſſen würde. Rußland, Japan und die Türkei ſchieden
nete Segitz hatte angefragt, ob es richtig ſei, daß Bayern gleichfalls aus, da ſie aus dem einen oder anderen Grunde
ſich bei Beratung der letzten Militärvorlage beſonders den Kaufpreis nicht ſofort erlegen konnten. Der „Rio de
* Paris, 29. Nov. Nach einer Blättermeldung aus
eifrig betätigt und ſogar auf eine andere Regierung ein= Janeiro” hat ein Deplacement von 27500 Tonnen. Er Nancy wurde ein Beamter des Steinbruchs in
Vacque=
gewirkt habe, die urſprünglich gegen die Militärvorlage iſt ausgerüſtet mit 16 zwölfzölligen Kanonen, die in ſieben ville namens Hermann unter der Beſchuldigung
war. Freiherr von Hertling antwortete: Davon kann Türmen auf der Mittellinie des Schiffes angeordnet ſind, der Spionage verhaftet und nach Lunéville ins
Unter=
ſuchungsgefängnis gebracht. Es heißt, man habe in der
keine Rede ſein, aber ich ſtehe nicht an, heute an dieſer außerdem mit 20 ſechszölligen und 10 dreizölligen Ge=
Wohnung Hermanns, der früher Unteroffizier in der deu
Stelle ausdrücklich zu erklären und zu betonen, daß jetzt ſchützen. Er entwickelt eine Fahrgeſchwindigkeit von 22½ ſchen Armee geweſen ſei und ſeit mehreren Jahren in
in bezug auf Militärvorlagen endlich Ruhe eintreten muß, Knoten in der Stunde.
Frankreich lebe, Pläne einer Lokalbahn ſowie Notizen
denn auf Jahre hinaus iſt das deutſche Volk nicht imſtande,
über Befeſtigungswerke in der Gegend von Lunéville
Spanien.
gefunden.
die Koſten weiterer Militärvorlagen zu tragen. Die Er=
Der Geſundheitszuſtand des Königs.
klärung fand allenthalben lebhafte Zuſtimmung.
Die ſeit einiger Zeit hartnäckig auftretenden Gerüchte über
Zeitungsſchau.
— Die Etatsdebatten im ſächſiſchen den Geſundheitszuſtand des Königs, deren ſich ein Teil
Landtag. Der Sozialdemokrat Fräßdorf erörterte in
der auswärtigen Preſſe bemächtigt hat, werden voraus=
„Weltreiſende‟ Die offiziöſe Berliner Korreſpondenz
der Zweiten ſächſiſchen Kammer ausführlich den Streit ſichtlich Gegenſtand einer Note im widerlegenden Sinne ſchreibt: In den letzten Jahren macht ſich eine neue Form
des verſchleierten Bettler= und Landſtreichertums bemers
zwiſchen Aerzten und Krankenkaſſen. Miniſter Graf Vitz= ſein, die die Regierung den Blättern zu übergeben gedenkt. bar. Sogenannte „Weltreiſende” wandern von Ort zu
thum erklärte dazu, die Regierung verfolge den Streit mit Der Miniſterpräſident wies bereits darauf hin, daß die Ort und betteln auf den Straßen und in den Wirtſchaften
großer Beſorgnis. Er riet den Kaſſen, den Streit nicht erſtaunliche Tätigkeit, die der König auf ſeiner Reiſe in das Publikum unter dem Vorwande des Poſtkartenven
zu verſchärfen und bat, den Vorſchlag auf Einſetzung Paris, Wien und London entfalte, die beſte Widerlegung kaufs und dergl. an, indem ſie gleichzeitig behaupten, daß
ſie wegen einer Wette oder aus anderen Gründen die
eines Schiedsgerichts anzunehmen, deſſen Zuſammenſetzung dieſer namentlich von karliſtiſcher Seite ausgeſtreuten und Welt zu Fuß umreiſen müßten. Die Poſtkarten pflegen
derart ſein könne, daß die Selbſtändigkeit der Kaſſen ge= auch ſonſt zu politiſchen Zwecken verbreiteten Nachrichten das Bild des „Weltreiſenden”, die Embleme ſeiner Heimatt
wahrt bleibe. Man ſolle lokale Verträge abzuſchließen ſei. Der Monarch beabſichtigt übrigens, in der zweiten und des Weltverkehrs zu tragen. Das Publikum ſoll milde
Gaben verhältnismäßig reichlich in die Taſchen des Reis
verſuchen, die eine gute Grundlage für die Anwendung Dezemberhälfte ein umfangreiches Jagdprogramm
aus=
ſenden fließen laſſen, weil es den wahren Charakter des
des § 370 der Reichsverſicherungsordnung ſein würden. zuführen und die Reiſe nach Andaluſien anzutreten.
Unternehmens nicht kennt. Nicht zum wenigſten aber trägt
Der Miniſter verlas ſodann das ſchon mitgeteilte
Schrei=
zur Irreführung des Publikums der Umſtand bei, daß
ben des Vorſitzenden der Leipziger Aerztekammer. Der
Rußland.
die „Weltreiſenden” oft Bücher vorzeigen, in denen Poli=
Nationalliberale Nitzſchke wandte ſich mit ſcharfer Pole=
Nach der Wahl zum Präſidenten der zeibehörden unter Beidrückung des Dienſtſiegels beſcheis
mik gegen die Sozialdemokratie und gegen den Finanz= Duma hielt Rodzianko eine Rede, in der er ausführte, nigen, daß der Buchinhaber den Amtsbezirk paſſiert habe=
Dieſe beſonders von kleineren Behörden geübte
Bepflogen=
miniſter. Berufe ſich die Regierung bei der Deckungs= er vertraue auf die Mitwirkung ſeiner Kollegen und auf heit iſt geeignet, dem auf Ausbeutung des Publikums
ge=
frage auf Bismarck als einen Gegner direkter Reichs=Gottes Beiſtand, wenn er das ihm übergebene verant= richteten Unternehmen den Anſtrich der Reellität und bes
ſteuern, ſo hätte man deſſen Autorität auch in der Welfen= wortungsvolle Amt annehme. Die Tätigkeit des Präſi= ſondere Zugkraft zu verleihen. In einem miniſteriellen
frage anerkennen ſollen. Er wandte ſich gegen jede poli= denten in der Duma müſſe getragen werden von dem Erlaß wird daher darauf hingewieſen, daß es geboten
ſei, dem gekennzeichneten Treiben entgegenzutreten und
tiſche Beeinfluſſung der Beamten durch die Regierung und Geiſte unerſchütterlicher Loyalität gegen den Kaiſer, von unter Umſtänden eine Beſtrafung wegen Bettelns oder
bedauerte, daß Graf Vitzthum eine beſſere Abgrenzung uneigennütziger Liebe zum Vaterlande, von der Treue Landſtreichens herbeizuführen. Da übrigens der
Ver=
der Zuſtändigkeit von Gericht und Verwaltung abgelehnt gegen die vom Monarchen gegebene Verfaſſung und von kauf von Poſtkarten in der berührten Weiſe ſich als
Ge=
habe. Der Finanzminiſter wies eine Aufhebung der ſäch= dem Streben, die militäriſche Macht des Landes und die werbebetrieb im Umherziehen darſtellt, ſo wird in
den=
jenigen Fällen, wo der Tatbeſtand des Bettelns oder
ſiſchen Fleiſchübergangsabgabe von ſich, ebenſo die Be= moraliſche und produktive Kraft des Volkes zu fördern, Landſtreichens im Sinne der Vorſchriften des
Strafgeſetz=
freiung von der Staatsſteuer bis 800 M. Einkommen.
und müßte entſchloſſen auf die Verwirklichung der großen buches ſich nicht einwandfrei feſtſtellen läßt, ſtets zu prüe
Grundgeſetze des Manifeſtes vom 17. Oktober hinarbei= fen ſein, ob nicht ein Vorgehen wegen Zuwiderhandlung
ten und ſich nicht durch entgegenſtellende Hinderniſſe be= gegen die Wandergewerbeſteuer angezeigt erſcheint.
Ausland.
irren laſſen. Die Rede Rodziankos wurde auf allen Bän=
Frankreich.
Ein paar notwendige „kurze Anfragen”. Angeſichts
ken mit Beifall aufgenommen. Zum erſten
Vizepräſiden=
des dreiſten Draufgängertums der Welſchlinge und ihrer
Barthou über die verweltlichte Schule, ten wurde Konovaloff (Progreſſiſt) gewählt; die Wahl Freunde, welche über den Zwiſchenfall von Zabern im
Miniſterpräſident Barthou hielt auf dem Bankett der des zweiten Vizepräſidenten wurde vertagt.
Reichstage eine Anfrage geſtellt haben, empfiehlt die
Unterrichtsliga in Paris eine Rede, in der er ſeine Be=
„Rheiniſch=Weſtfäliſche Zeitung” folgende weit wichtigerte
wunderung für die Lehrerſchaft der verweltlichten Schule
Bulgarien.
„lurze Anfragen” an den Herrn Reichskanzler: „1. Iſt dem
ausdrückte, die ihre Aufgabe, trotz der gegen ſie ange=
Nationale Politik. Da die Rede, die Mi= Herrn Reichskanzler bekannt, daß ſeit dem Erlaß einer
freien Verfaſſung für Elſaß=Lothringen, beſonders ſeit
zettelten Machenſchaften aller Art, in ſo bewundernswer= niſterpräſident Radoslawow in Plewna gehalten hat, ent= der Aufhebung des Diktaturparagraphen, dort eine
fran=
ter Weiſe erfüllte. Die Regierung, fügte Barthou hinzu, ſtellt worden iſt und infolgedeſſen in der auswärtigen zöſiſche Preſſe ins Kraut ſchießt, welche dieſes deutſche
werde erſt dann aufhören, die verweltlichte Schule zu ver= Preſſe irrige Kommentare erſchienen ſind, ſieht ſich die Land unterhöhlt und welche nachweislich zum Teil von
teidigen, wenn deren Gegner die Angriffe eingeſtellt hät=Agence Bulgare gezwungen, den Wortlaut der betreffen= Frankreich aus unterſtützt wird, ja daß ſogar an einem
Preſſeunternehmen ein franzöſiſcher Offizier Aktionär iſt?
ten. Schließlich ſprach ſich Barthou gegen den Gedanken den Stelle wiederzugeben. Der Miniſterpräſident ſagte: 2. Iſt dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß dieſe und auch
des ſtaatlichen Unterrichtsmonopols aus, denn abgeſehen Bulgarien darf keine ruſſenfreundliche Politik treiben, noch ein Teil der nationaliſtiſchen deutſchen Preſſe im Reichl
davon, daß dies eine ſachliche Unmöglichkeit ſei, biete die ſich in der Politik von Abneigung oder Zuneigung leiten gegen das Reich hetzt und Frankreich und das Franzoſen=
Privatſchule eine unerläßliche Aneiferung für die öffent= laſſen, ſondern muß einfach eine nationale bulgariſche Po= tum verherrlicht? 3. Iſt dem Herrn Reichskanzler bekannt
daß die ganz oder teilweiſe franzöſiſche Preſſe das
deut=
lichen Schulanſtalten.
litik verfolgen. Wir müſſen korrekt ſein gegen alle Mächte ſche Volk und beſonders die deutſchen Beamten in der
man Ruhe hatte zum Mitteilen und Zuhören „am häus=
Das Glück.
Ein deutſcher Meiſtererzähler,lichen Herd‟
Unter dieſer reichen Schar epiſcher Talente ragt nur
C) Alle Menſchen ſehnen ſich nach dem Glück. In dem
Zum 100. Geburtstag von Hermann Kurz,
einer hervor, in dem dieſe köftlichſte Gabe der Bieder=
Herzen des Jünglings bricht die Sehnſucht wie ein
ſpru=
meierzeit, die Kunſt eines reinen, ſchlichten Erzählens, viel=
30. November.
delnder Quell aus der Tiefe und flüſtert von Glück. Wie
leicht am ſtärkſten ausgebildet war: Hermann Kurz
ein Vöglein aus leichtem Schlummer erwacht und ein
Man hat die Zeit um die Mitte des 19. Jahrhun= und gerade ihm iſt durch ein widriges Geſchick bei
Leb=
morgendliches Lied aus ſeiner Kehle ſchickt, ſo ſteigt aus derts mit Recht eine klaſſiſche Epoche der deutſchen Er= zeiten die rechte Anerkennung, die tiefere Wirkung auf ſein
der Seele des jungen Mädchens das Lied vom Glück. Und zählung genannt, denn wie in dieſen Jahrzehnten über= Volk verſagt geblieben. Andere haben größere künſtleriſche
da iſt der Mann. Gebräunt von der Glut der Arbeit, hart haupt die epiſche Kunſtform des Romans in Balzae, in Kraft beſeſſen, einen geiſtreicheren Stil, höhere Abſichten,
geworden im Lebenskampf und zäh in der Hitze des Tages. Dickens in Gogol einen Höhepunkt erreichte, ſo entfaltete keiner eine reichere Erzählungsgabe, Nichts anderes wollte
Aber in ſeiner Bruſt klingt noch die alte Melodie. Wohl ſich auch bei uns eine erſtaunliche Blüte großer und klei= er, als ſagen, was ſich zugetragen. „Das Erlebte wille ich,
tönt ſie mit ſtärkeren Akorden, mit mächtigerem Brauſennerer erzählender Talente. Feremias Gokthelf und Will=und Wahrheit iſt mein Signalwort” ſagt er im Epilog zu
und dunklerer Gewalt. Doch iſt es noch das alte Motiv bald Aleris hatten den Heimats= und Geſchichtsroman ſeinem entzückenden komiſchen Epos „Die Reiſe ans Meer”
vom Glück. Und ſelbſt der Greis, der müde geworden iſt, mit einem gewaltigen Leben erfüllt in Kunſtwerken, die und dann weiter: „Denn was hat ein Gedicht mit praktie
ſehnt ſich ein letztes, leiſes Glück. Vielleicht ein Glück hinter in der Form vielleicht gegen die ausländiſchen Muſter ſchen Dingen zu ſchaffen?” Weil er ſeinen Geſchichten ſo
dem Ofen. Aber doch ein Glück.
zurückſtanden, in der breit malenden, naturwarmen Dar= gar nichts Fremdes beimiſchte, weder Tendenz noch Gelehr=
Was iſt das Glück, der zauberiſche Name, der alle ſtellung aber ſich getroſt dem Beſten an die Seite ſtellen
ſamkeit, noch ſubjektive Bekenntniſſe und Arabesken, darum
feſſelt und berauſcht? Iſt es das Geld? So meinen es konnten, und in ihren Spuren wandelten zahlreiche an= hat man ihn wohl ſo wenig beachtet. Wie ſein Freund
die gewöhnlichen Naturen. Sie ſehen in ihm die unge= dere, die Spindler und Heinrich König, Levin Schücking Moerike nur Lyriker war, ſo war er nur Erzähler; ein
Er=
heuerſten Möglichkeiten ſtecken, Lebensgenuß, Luxus und und Holtei, bis dann die Otto Ludwig und Freytag, zähler von Gottes Gnaden, in dem die ſpezifiſche epiſchen
Luſt, deren Ende die Ueberſättigung iſt. Iſt es die Liebe? Raabe und Reuter und Gottfried Keller eine noch reichere Stimmung der Biedermeierzeit ihren letzten und reifſten
Wohl hat ſie eine wunderbar erlöſende Gewalt, wenn ihre dichteriſche Bezeelung heraufführten. Eigen iſt aber all Ausdruck gefunden. Wir Heutigen, die wir den Sinn fül
Ströme das Herz erfüllen. Aber füllt ſie das ganze Leben dieſen Schriftſtellern, auch denen, die nur der Unterhaltung die Reinheit einer Kunſtgattung in höherem Maße zu hes
aus? Iſt es der Erfolg? Er hat ſeine Reize. Doch, wer dienten, jener „lange Atem” der ſeit Homer an jedem ſitzen meinen als die Zeitgenoſſen von Kurz, die wir aus
ſah je einen glücklichen Erfolgreichen?
guten Erzähler gerühmt wird; das behäbige Abſpinnen einem Gefühl der Sehnſucht nach etwas Verlorenem hei=
Was iſt das Glück? Wir ahnen es von fern! Wenn eines verwickelten Handlungsgarns jene gemütliche A iu= aus die gelaſſene Harmonie einer trefflich vorgetragenen
wir uns ſelbſt gefunden haben, unſerer Kraft und Grenzederſtimmung, die auch die tüchtigſten Proſaiſten unſerer Geſchichte beſonders lieben, müſſen den Weg zu dem
Schöp=
bewußt, lächelnd in Ruhe dann werden wir glücklich ſein. haſtigeren impreſſioniſtiſchen Zei nicht zu erzeugen ver=fer des „Sonnenwirts” zurückfinden; und es ſind Anzeichen
Unſer Glück iſt unſere Selbſtvollendung. Wir ſind glück= mögen und die, wenn ſie geſchickte Artiſten in künſtlicher dafür da, daß ſich dieſe Hoffnung an ſeinem 100.
Geburts=
lich in Hoffnung.
Nachahmung anſchlagen möchten doch nur gequält und tage allmählich zu erfüllen beginnt. Eine gute Ausgabe
matt herauskommt. Es war eben damals noch eine Zeit, da ſeiner Werke, von dem beſten Kenner des Dichters, dem
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Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1913.
Seite 3.
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darſtellt; daß z. B. das Blatt „Durchs Elſaß” ein Bild Juſtizrat Schmeel für den Reſt der Wahlperiode, bis auch die allerliebſten Holzgegenſtände, von einem hieſigen
Lngt, in dem die hinter dem reitenden Kaiſer herlaufen=Ende 1916.
in deutſchen Offiziere und Beamten in ihren Helmen
Herrn eigenhändig angefertigt mit dem Wunſch, ſie zum
C. Der älteſte Wähler. In der Wählerliſte zur Beſten der Blinden zu verkaufen, fanden ſchnellſtens
Ab=
d Hüten den Miſt des kaiſerlichen Pferdes auffangen? Stadtverordnetenwahl waren mehrere Achtzigjährige ſatz. Die rege Tätigkeit der Käufer und Verkäufer wurde
d wenn dies dem Herrn Reichskanzler bekannt iſt, was eingetragen. Von den über 90 Jahre alten Berechtigten nur kurze Zeit durch die wunderſchönen muſikaliſchen
Dar=
ſpenkt er dagegen zu tun?
hat Herr Privatier Peter Windhaus, der im 95. Lebens= bietungen von Frl. Unger und Herrn Delp unter=
*
jahre ſteht, ſein Wahlrecht ausgeübt. Dieſer Herr dürfte brochen. Verſchiedene Gärtnereien und andere hieſige
Auf die Gefahr der Modernität weiſt Naldo Felke in der älteſte Wähler unſerer Stadt geweſen ſein.
Firmen hatten in liebenswürdigſter Weiſe zum Gelingen
r Wochenſchrift Die Umſchau mit folgenden Zeilen hin:
— Vom Großh. Hoftheater. Morgen beginnt der Vor= der guten Sache beigetragen und es iſt ſicherlich jedem
ſunſtwerke dürfen ſchlecht ſein, aber ſie müſſen heute verkauf für das am Samstag, den 6. Dezember, ſtattfin= Sehenden aus dem Herzen geſprochen, wenn wir das
Ge=
ſodern ſein. Sind ſie ſelbſt gut, aber unmodern, ſo gel= dende Gaſtſpiel Alexander Moiſſis für die lingen gerade dieſes Vereinsfeſtes mit Freuden begrüßen.
i ſie heute nichts. Hier wird der Hang zum Zwang. . . . Abonnenten an der Tageskaſſe des Hoftheaters. Den
* Recht und Wirtſchaft (Ortsgruppe Darmſtadt). Man
Achitektur und Bildnerei haben ſich, abgeſehen von mo= Abonnenten bleibt das Vorbezugsrecht nur Montag und ſchreibt uns: Die im März dieſes Jahres gegründete
rner Stilloſigkeit, verhältnismäßia noch am meiſten vom Dienstag gewahrt. Am Mittwoch ſetzt der allgemeine Kar=Ortsgruppe Darmſtadt des Vereins „Recht und
Wirt=
ſchema „Moderne” freigehalten. Dagegen bietet die Ma=tenvorverkauf zu „Romeound Julie” mit Moiſſi als ſchaft”, welche bereits zahlreiche Mitglieder aus den Kreiſen
ſſrei ein abſchreckendes Beiſpiel dafür, wie in einer Kunſt! Romeo” ein. Am Samstag iſt das Abonnement aufge= der Juriſten, ſowie des praktiſchen Wirtſchaftslebens zählt,
ſe Schlamperei einreißen kann. Saure Arbeit, mühſeliges hoben. Es gelten die gewöhnlichen Preiſe der Plätze. hat am Freitag nachmittag gemeinſchaftlich mit der Großh.
Pringen ſind Schimären geworden. Jede unfertige „Romeo und Julie” iſt ſzeniſch und dekorativ vollkommen Handelskammer Darmſtadt der Firma E. Merck einen
Aexerei, jede embryonalſte Skizze wird der Ausſtellung neu ausgeſtattet worden. Die Leitung der Neuinſzenierung Beſuch abgeſtattet. Es hatten ſich nahezu 100 Herren
ir würdig befunden. Ueberhaupt iſt die Bewertung der hat Regiſſeur Hans Baumeiſter. Am Donnerstag ſindet aus den Kreiſen ſämtlicher Darmſtädter Gerichtsbehörden,
izze ins Ungeheuerliche geſtiegen. Seinen Grund hat im Hoftheater die Uraufführung des neueſten Luſtſpieles ſeitens der Verwaltung, ſowie aus den Kreiſen der Rechts=
As in der höheren Schätzung der Perſönlichkeit. In der von Hermann Bahr: „Das Phantom., ſtatt. Das Luſt= anwaltſchaft und Kaufmannſchaft eingefunden, welche von
Ruſik hat ſeit Wagner die „Muſikloſigkeit” in erſchrecken= ſpiel, deſſen Titel ein myſtiſches Motiv vermuten ließe, den Inhabern der Firma E. Merck auf das
entgegenkom=
r Weiſe um ſich gegriffen. Die Harmonie hat die Me= perſifliert das Problem der modernen Ehe in verwandter mendſte empfangen und, nachdem durch Herrn
Medizinal=
die erdrückt, wie der Gaſſenhauer der „modernen” Ope=Art, wie es ſeinerzeit in Bahrs erfolgreicher Komödie „Das rat Dr. E. A. Merck eine Anzahl einleitender
Ausführun=
tte das naive, ſchöne Volkslied. Das Publikum beför= Konzert” der Fall war. Am Dienstag gelangt der gen über die Entwickelung des aus kleinen Anfängen zu
ſert durch ſeine durch Maſſenſuggeſtion geſteigerte Senſa= Schwank „Die ſpaniſche Fliege” im A=Abonnement zur einer weltberühmten Firma gewordenen Unternehmens
ſonsluſt das Virtuoſentum. In der Literatur nun, deren Wiederholung. Die Rolle der „Wally” ſpielt wieder Ellen gemacht worden waren, unter Zuziehung einer weiteren
andwerkszeug die meiſten Dilettanten ohne alles weitere Widmann.
Anzahl ſachverſtändiger Herren durch die weit ausgedehn=
Endhaben zu können glauben, hat die Moderne die ſonder=
* Atelierausſtellung. Herr Maler Hanns Pellar ten Räume des großen Werkes geführt wurden. Den
arſten, bunteſten Blüten getrieben. In der Dichtkunſt veranſtaltet in ſeinem Atelier auf der Künſtlerkolonie am Teilnehmern wurde durch die Beſichtigung in
überzeugen=
berſe, die weder ein Deutſch, noch Sätze ſind, deren gei= Mittwoch eine Ausſtellung, die namentlich Porträts der Weiſe vor Augen geführt, in welch vorbildlicher Weiſe
ſigen Inhalt kein ſinniger Kritiker ergründen kann — und zeigen wird. Die Ausſtellung iſt von 9—2 Uhr dem durch die Firma E Merck nicht allein die Herſtellung
tau=
as nicht nur von Unbekannten und Dilettanten, ſondern Publikum zugängig.
ſender von chemiſch=pharmazeutiſchen Produkten
bewerk=
ſon „berühmten”, anerkannten Dichtern. Großes Gewicht
* Weihnachtspflichetn. Man ſchreibt uns: In den ſtelligt wird, ſondern wie dieſe Firma auch beſtrebt iſt, in
bird dabei auf an ſich unverſtändliche Stimmungs= und
Befühlsausdrücke geleat. Im Drama entweder dramati= Geſchäften, in denen wir Weihnachtsgeſchenke kaufen, geradezu muſtergültiger Weiſe auf ſozialem und
hygieni=
ferter Film oder die gleichen Sinnloſigkeiten und Unmög= drängt ſich in den Wochen vor dem Feſt eine Fülle von ſchem Gebiete Fürſorge für ihre Angeſtellten und Arbeiter
ſowohl während deren Tätigkeit in der Fabrik ſelbſt, wie
Arbeit zuſammen, die für die beteiligten Kaufleute
An=
ſichkeiten, wenn ſie nur „modern” ſind.
geſtellten und Arbeiterinnen, zumeiſt Heimarbeiterinnen, in Krankheitsfällen und bei eintretender
Erwerbsunfähig=
immer beängſtigender wird, je näher die eigentlichen Feſt=keit zu treffen. — Der Vorſitzende der Ortsgruppe des
tage kommen. Oft nur durch Zuhilfenahme der Nächte iſt Vereins „Recht und Wirtſchaft”, Herr Kommerzienrat Fer=
Stadt und Land.
es der Heimarbeiterin möglich, die ſo ſpät beſtellte Arbeit dinand Jacobi, ſprach nach beendigter Beſichtigung der
Darmſtadt, 30. November. rechtzeitig zu liefern. Die Käufer können dieſen Andrang Firma herzlichen Dank für ihre Mühewaltung aus, wor=
D Dementi. Herr Intendant Dr Eger erſucht uns, und die damit verbundne Ueberlaſtung der Geſchäftsleute auf den Teilnehmern an der Beſichtigung noch ſeitens des
und der Heimarbeiterinnen mildern, wenn ſie ihre Weih=Herrn Dr. Willy Merck ſehr intereſſante Ausführungen
liner in zahlreichen deutſchen Zeitungen erſchienenen
nachtseinkäufe frühzeitig beſorgen. Deshalb empfiehlt es über das Verhältnis zwiſchen der Firma und ihren Ar=
Motiz, in der er als Anwärter auf den Poſten des
ſich für jeden Käufer, der es gut mit ſeinen erwerbs= beitskräften, welches nach kurzen, glücklich überwundenen
Frankfurter Intendanten genannt werde, mit
Der Erklärung ſeinerſeits entgegenzutreten, daß nie= tätigen Miimenſchen meint, Feſtgeſchenke ſpäteſtens in derTrübungen, ebenfalls als ein durchaus zufriedenſtellendes
Inals von Verhandlungen zwiſchen der Neuen Theater= erſten Hälfte des Dezembers zu kaufen, Beſtellungen und zu bezeichnen iſt, unterbreitet wurden. Die ſtattgehabte
A.=G. in Frankfurt und ihm die Rede war. Das in Frank= dergleichen aber ſchon jetzt aufzugeben. Eine weitere Beſichtigung wird in ihren Konſequenzen ſicherlich weiter
Anſtandspflicht des Käufers, die nicht ſtreng genug zur Verwirklichung der Ziele des Vereins „Recht und
urt verbreitete Gerücht von ſeiner Kandidatur beruht alſo
uf bloßen Kombinationen, die auch nicht eine beachtet werden kann. betrifft die Bezahlung des Einkaufs. Wirtſchaft” bezüglich Zuſammenarbeitens von Juriſten
Weihnachtseinkäufe ſind noch vor den Feiertagen, jeden= und Nichtjuriſten, gegenſeitigen beſſeren Verſtehenlernens
Spur von Berechtigung haben.
falls vor Neujahr, zu bezahlen, denn die unſelige Sitte und Vervollkommnung der Tatſachenerkenntniſſe auf der
7 Aus der Geſellſchaft. Herr Hofjägermeiſter des Vorgkaufens bereitet vielen Kaufleuten bittere Sor= einen Seite und der Rechtskenntniſſe auf der anderen Seite
van der Hoop gab geſtern abend im Hotel „Zur gen. Man bedenke auch daß das leidige Umtauſchen eine beitragen.
Die Freie Literariſch=KünſtleriſcheGeſellſchaft bringt
Traube” ein Souper, dem auch Se. Königl. Hoheit der arge Beläſtigung der Geſchäftsleute bedeutet. Wer Weih=
Großherzog beiwohnte.
Zur 16. Sitzung der Stadtverordneten=Ver= nachtsgeſchenke kauft, muß ferner nicht minderwertige, am 10 d. M. (Mathildenhöhſaal 6 Uhr) mit der
Auffüh=
ſondern ſiets gute Waren kaufen. Das gilt nicht nur bei rung der G. von Kochſchen „Kinderſpiele” großen
ſſammlung am Donnerstag, den 4. Dezember, nachmit= Geſchenke, die für Angehörige und Freunde beſtimmt ſind, und kleinen Kindern eine vorzeitige Weihnachtsfreude.
ſtegs 3½ Uhr, iſt folgende Tagesordnung
feſt=
eſetzt: 1. Einführung und Verpflichtung der als Erſatz ſondern auch bei Geſchenken für Dienſtboten und Schutz= Das reichhaltige Programm der Veranſtaltung, die von
ene Mitglieder gewählten Stadtverord= befohlene. Wer ſeinen Angeſtellten Weihnachtsgrati= Mitgliedern des Vereins zur Ausführung G. von Kochſcher
für ausgeſch
fikationen gibt, ſoll das rechtzeitig tun, daß die Empfänger Kinderſpiele in Szene geſetzt iſt, enthält Tänze und
Rei=
neten. 2. Mitteilungen.
3. Geſuche um Geſtattung noch zeitig und in Ruhe ihre Weihnachtseinkäufe beſorgen gen, ſowie die Wiedergabe der beiden Märchen „
Dorn=
eimer Ausnahme von der Beſtimmung in § 5 des
Orts=
hauſtatuts: a) für die Errichtung einer Luftſchiffer= können. Den Dienſtboten und den Geſchäftsangeſtellten röschen” und „Der Wolf und die ſieben Geiſelein”
Mit=
kaſerne ꝛc. an der Wixhäuſer Hausſchneiſe; b) für die ſind Mitte Dezember ein paar frühe Tagesſtunden freizu= glieder berechtigt, wie immer die Mitgliederkarte zum
Errichtung von Wohnhäuſern auf dem Gelände der geben, damit ſie nicht darauf angewieſen ſind, ihre Ein= freien Eintritt. Auch für Nichtmitglieder ſind Karten in
Gemeinnützigen Gartenſtadt=Genoſſenſchaft nächſt dem käufe während des abendlichen Gedränges oder am Sonn= Bergſtraeßers Hofbuchhandlung (Rheinſtr 6) erhältlich, je=
Heinrichwingerts=Weg. 4. Geſuche um Befreiung von tag zu beſorgen. Wer dieſe Ratſchläge befolat und ſie doch in ganz beſchränkter Anzahl ſo daß ihr alsbaldiger
haulichen Beſtimmungen: a) in § 1 der Polizeiverord= weitergibt, bereitet ſich ſelbſt und anderen Weihnachts= Bezug ſich möglichſt raſch empfehlen dürſte. Kinder
ge=
nießen eine Preisermäßigung von 50 Prozent. (Vergl.
nung über das Bewohnen von Dachräumen für Wenck: ruhe und Freude!
heutige Anzeige.)
ſtraße 12 (Ref. Herr Möſer): b) in § 64 der Aus=
* Tiſchdeck= und Servierkurſus. Man ſchreibt uns:
* Oeffentlicher Vortrag. Am Mittwoch, den 3.
De=
führungs=Verordnung zur Allgemeinen Bauordnung für Donnerstag, den 4. Dezember. beginnt unter bewährter
Errichtung eines Schoferkamins in Wilhelminenſtraße 14 Leitung im Kaiſerſaal ein Tiſchdeck= und Servierkurſus, zember, findet ein öffentlicher Vortrag mit
prak=
tiſcher Anleitung über die chemiſche Wäſche
Ref. Herr Wagner). 5. Errichtung von Gebäuden im verbunden mit Anſtandslehre. Für junge und ältere
Platanenhain für die Ausſtellung 1914 auf der Mathilden= Damen iſt ein Tageskurſus von 3—5 Uhr, für Frauen zu Hauſe im Fürſtenſaal. Grafenſtraße, ſtatt. Durch
höhe. 6. Ausgeſtaltung des Platzes vor dem Orpheum und Mädchen ein Abendkurſus von 8½ —10½ Uhr, wöchent= eine ſachkundige Lehrerin wird gelehrt, wie jede Frau auf
(Ref. Herr Wagner). 7. Die Bepflanzung des frei= lich zweimal, angeſetzt. Der Unterricht wird von den= ganz einfache Weiſe und mit wenia Koſten ihre ganze
Garderobe aus zarteſten Stoffen und Farben. Plüſch,
werdenden Bahngeländes (Ref. Herr Dr. Bender). 8. Ge= ſelben Lehrkräften erteilt, welche gegenwärtig im kauf=
Samt, kurz alles, was ſonſt in die chemiſche Wäſcherei
ge=
ſuch um Aufhebung der Verzinſung der Anlagekoſten männiſchen Vereinshaus Frankfurt Kurſe abhalten.
für die Einlegung des Gasverſorgungsrohres in die ver= Der Unterricht umfaßt alle Teile des hauswirtſchaft; geben wird, ſelbſt chemiſch reinigen kann. (S. Anz.)
* Die Tragödie der Schröder=Stranz=Expedition. Auf
längerte Darmſtraße (Ref. Herr Lindt). 9. Ergänzung lichen und Verkehrslebens und hat für Damen den
der Polizeiverordnung, betr. die Einfuhr von friſchem Zweck, zu wiſſen, wie man Soireen und ähnliche Ab=den heute abend im Saalbau ſtattfindenden Lichtbilder=
Fleiſch in die Stadtgemarkung Darmſtadt (Ref. Herr haltungen arrangiert, für Mädchen und Frauen jenen, vortrag ſei nochmals hingewieſen.
* Frauenverein der Martinsgemeinde. Der
K. Lautz). 10. Hilfeleiſtung bei auswärtigen Bränden alles das zu erlernen, um eine dienende oder repräſen=
(Ref. Herr Göbel). 11. Ernennung von Erhebern der table Stellung in einem Herrſchaftshauſe antreten zu 2. Vortragsabend des Frauenvereins der
Martins=
gemeinde findet nächſten Montag, den 1. Dezember im
Pfennigſparkaſſe (Ref. Herr Dr. Bender). 12. Bauliche können. (Siehe Anzeige)
Herſtellungen in dem ſtädtiſchen Gebäude Frankfurter
* Verkaufstag des Vereins für Blindenfürſorge. Am Gemeindehaus, Mollerſtraße, ſtatt. An dieſem Abend
Straße 102 (Ref. Herr Sames). 13. Beſchaffung einer 28 November fand in den Räumen der Freimaurerloge wird Herr Dr. med. Sell, Chefarzt der
Eleonoren=
weiteren Regiſtrierkaſſe und einer weiteren Schreib= und der Verkaufstag des Vereins für Blindenfürſorge ſtatt, heilſtätte in Winterkaſten, einen Vortrag halten über;
bei welchem lebhaftes Treiben herrſchte. Die blumenge= „Zweckmäßige Ernährung” an welchen ſich alsdann die
Rechenmaſchine für die Stadtkaſſe.
Zu Mitgliedern des Kreistages wurden geſtern ge= ſchmückten Säle mit ihren Verkaufsſtänden, der Lotterie Generalverſammlung des Frauenvereins anſchließen wird.
* Herberge zur Heimat. Seit einiger Zeit werden in
wählt die Stadtverordneten Gallus, Markwort, und den einladend gedeckten Tiſchen boten für den Be=
Wittmann, Dr. Bender, Dr. Oſann und Beigeord= ſucher einen reizenden Anblick dar Die Stände hatten der hieſigen Herberge zur Heimat Gottesdienſte für
Schleichpfad gegangen iſt, bewies eine der letzten Luſtſpiel=
Tübinger Literaturhiſtoriker Profeſſor H. Fiſcher in den
premieren der Saiſon. Der Direktor iſt Menſchenkenner
Heſſeſchen Klaſſiker=Ausgaben beſorgt, ladet zur Lektüre
ein und will Kurz den ihm gebührenden Platz unter den Wie bringt man das Publikum und Pfiffikus. Und ein jedes Mal, wenn der Vorhang
ſank — blieb es ganz einfach ein paar Sekunden dunkel.
Lieblingen des deutſchen Hauſes erobern; ſodann iſt ihm
Und da ein jeder inſtinktiv auf das Licht harrt, um die
run
Kanititen=
aus dem eigenen Blute ein ſeltener Fürſprecher und leiden=
Flucht in die Oeffentlichkeit zu beginnen, blieben alle ſitzen
ſchaftlicher Mahner erſtanden, ſeine Tochter, die große
** Aus Verlin wird uns geſchrieben: Das großſtädti= und — was liegt ſchon dran, was ſoll man in der Zwi=
Dichterin Ifolde Kurz, die nicht nur in ihrem eigenen
Schaffen einen vollgültigen Beweis dafür erbringt, daß ſie ſche Theaterpublikum — erfahrene Mimen verſichern es ſchenzeit anderes tun? — klatſchten, ohne ſich Böſes dabei
nicht „aus der Art geſchlagen” ſondern in ihrem wunder= immer wieder —, iſt ein undankbares Publikum. Faſt iſt zu denken. Das Ei des Kolumbus! Die Idee iſt, glauben
vollen Erinnerungsbuch an den Vater ein tief ergreifendes 1es, als verließe den Großſtädter auch im Parkettſeſſel nicht wir, noch nicht geſchützt, und ſo haben es die Direktoren in
jene nervöſe Haſt, die unausgeſetzt disponiert”: und die der Hand, die Finſternis produktiv zu machen.
Bild ſeiner echten Künſtlerperſönlichkeit entworfen hat.
Es war Kurz nicht beſchert, uns eine ganz ausgereifte Zahl jener Premierengäſte iſt nicht klein, die im letzten Akt
Die Sache iſt hier zwar ſcherzhaft behandelt, hat aber
Frucht ſeiner Kunſt zu hinterlaſſen. Sein erſter großer die Bühnenereigniſſe nur als ein verlöſchendes Traumbild
Roman: „Schillers Heimatjahre”, deſſen Verlag Cotta aus wahrnehmen, weil ihr zu Taten drängender Geiſt ſich ſchon auch ihre ernſte Seite. Ganz dieſelbe Erfahrung macht
höfiſchen Bedenken ablehnte — weil Herzog Karl Eugen mit anderen Problemen beſchäftigt, mit den bangen Fra= man nämlich auch mit dem Theaterpublikum in
Darmſtadt, das, nachdem der Vorhang kaum ſich
ge=
wohl verherrlicht, aber nicht geſchmeichelt” war — und gen: Wie bekomme ich meine Garderobe?”
„Wie bekomme ich ein Auto?” Und ſo kommt es denn, daß ſchloſſen hat, „den Sturm auf die Garderobe” beginnt. Es
über deſſen äußerem Schickſal dann ein beſonderer
Un=
ſtern ſtand, zeigt trotz ſeiner großartigen Durchführungſofort nachdem Fallendes Vorhanges, ſofort iſt aber doch zweifellos eine Rückſichts=, um nicht zu ſagen,
Herzloſigkeit gegen die Künſtler, ihnen den Beifall für ihre
doch noch in einzelnen Epiſoden die Unausgeglichenheit bei dem Aufleuchten der Lichter, das Publikum ſich Leiſtungen vorzuenthalten, nur um möglichſt raſch aus
eines Anfangswerkes; der viel geſchloſſenere, in Charak=lerhebt und zur Garderobeſtürzt; und man hat
teriſtik wie Milieuſchilderung unübertreffliche „Sonnen= in dieſer Jagd weder die Muße noch die Stimmung, dem Hauſe und zur Garderobe zu gelangen. Daß man
dieſe 2 oder 3 Minuten ſpäter erhält, kommt doch wahrlich
wirt” tragt in ſeinem Schluß das Stigma des jäh ein= Schauſpielern und Dichtern den aufmunternden
ſetzenden Niederganges. Die Tochter vergleicht ihn „einem Beifall zu ſpenden, den beide, ob nun mit Recht nicht in Betracht im Vergleich zu der Kränkung, die man
edlen antiken Torſo, dem ein nicht entſprechender Arm oder oder Unrecht, erhoffen und erſehnen. Allein bei Pre= den Künſtlern zufügt, wenn man ſie durch dieſe raſche
Fuß angeſtückelt iſt”, und wirklich liegt dieſes unendliche mieren, in denen der Schlußapplaus über Erfolg oder Flucht in die unangenehme Lage verſetzt, vor ſaſt
38. Kapitel, in dem plötzlich ſtatt der blühendſten Lebens= Mißerfolg eines Stückes mit entſcheidet, ſind nicht nur leerem Hauſe ihren Dank für ſpärlichen Beifall abzuſtatten.
geſtaltung das tote Aktenmaterial vor uns ausgebreitet Dichter und Mimen die Opfer, ſondern auch die Direktion. Die Künſtler bedürfen der Anerkennung und der
Aufmun=
wird, wie ein plumper, unbeſonnener Klotz vor dem und Berliner Theaterdirektionen werden bald, wenn ſie terung, und wenn ſie dieſe ehrlich verdienen, iſt es ein Un=
Schluß. So müſſen denn als ſeine vollendetſten Arbeiten nicht von allen Göttern verlaſſen ſind, erfindungsreich. Wie recht an ihnen und an ihrer Kunſt, ſie ihnen
vorzuent=
ein paar kleine Novellen genommen werden, wie „die bringt man das Publikum dazu, nach dem Aktſchluß nicht halten. Man bleibe alſo nach Schluß der Vorſtellung noch
blaſſe Apollonia” oder „St. Urbans Krug‟. Doch iſt es gleich davonzulaufen, ſondern wenigſtens ein paar Sekun= die paar Minuten im Theater, die die Künſtler für ſich ir
müßig, Kurzens Werke, ein jedes für ſich geſondert. auf den noch auf ſeinen Plätzen zu bleiben? Denn bleiben Anſpruch netzmen dürfen.
ihre rein formale Schönheit zu unterſuchen. Sie ſchließen die Großſtädter auf ihren Plätzen, dann treibt ſie ihre
ſich vielmehr alle zuſammen zu einer Sinfonie ſchwäbiſcher Nervoſität ſchon von ſelbſt dazu, irgend etwas zu tun:
Heimatsdichtung, wie ſie inhaltsreicher und wahrer kein und die nächſtliegende Betätigung iſt natürlich das
Klat=
ſchen. Daß eine Berliner Direktion dieſen pſychologiſchen
anderer deutſcher Volksſtamm beſitzt.
Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1913.
Seite 4.
die Banderer abgehalten, die ſtels ſleizig beſucht ſind. Benbung im Werie von Wrl Mark. Sie wurde auch ſ auf Geldſtraſen von einmal 15g und zweinak je 1
Als eine Lücke wurde hierbei der Mangel eines Har=vom Kreisamt Heppenheim als Gemeindehebamme ver= Mark. Höhn war trotz öffentlicher Ladung nicht
moniums empfunden. Eine deshalb vom Vorſtand pflichtet. Die Gemeinde Birkenau beſtreitet, daß die Heb= ſchienen.
Wegen Betrugs, Urkundenfälſchung und
zur Beſchaffung von Mitteln veranſtaltete Geldſammlung amme verſicherungspflichtig ſei und klagte gegen die
Heran=
hatte dank der freundlichen Zuwendungen aus allen Krei= ziehung zu den Koſten. Die Hergabe von Holz und Urkundenbeſeitigung ſtand geſtern der Müller
ſen der hieſigen Einwohner das erfreuliche Ergebnis, daß Grundſtücksnutzung ſei ein altes Herkommen und könne Friedrich Mahr von Nieder=Ramſtadt vor der Strafet
nicht nur ein geeignetes Inſtrument, ſondern auch eine als Beſoldung nicht in Betracht kommen. Die Hebamme kammer. Er hatte für den Müller Engel in Eberſtaht
ſchon ſeit Jahren für den Herbergsbetrieb dringend not=ſel nicht im Hauptamt Gemeindehebamme Von der Für=Mehl an ſeine eigenen früheren Kunden verkauft, necht
wendige größere Kaffeemaſchine angeſchafft werden kann. ſorgekaſſe wurde außerdem wegen Feiſtverſäumnis Ab= dem er Engel verſprochen hatte, ihm die Kunden zuzue
Allen freundlichen Gebern ſei hiermit herzlichſt gedankt. weiſung der Klage beantragt, da der Hebamme der Be=führen. Mahr vernichtete nun die von Engel an den
Jetzt bei Beginn der rauhen Jahreszeit wird die Her=ſchluß am 22. Juli zugeſtellt wurde die Klage aber erſt Säcken angebrachten Firmenzeichen und änderte die Reche
berge ſchon wieder ſo ſtark beſucht, daß z. B. an manchen am 6. Auguſt einlief Der Provizialausſchuß wies die nungen und Quittungen. Die ſofort eingenommenen
Nachmittagen 400 und mehr Taſſen Kaffee verlangt wer= Klage der Gemeinde Birkenzu ab unter Verurteilung der träge verwendete Mahr für ſich. Das Gericht
verurteile=
den Angeklagten, der angeblich eine frühere Forderung
den und täglich faſt ſämtliche Betten belegt ſind. Wieviel Gemeinde in die Koſten des Verfahrens.
Am 23. Mai 1911 beſchloß der Gemeinderat von auf dieſe Art eintreiben wollte, zu 9 Monaten
ſegensreicher könnte die Herberge noch wirken, wenn ſie
geeignetere Räumlichkeiten zur Verfügung hätte, denn die Groß=Steinheim, zur Ausbeſſerung des Turmes fängnis.
Angeklagt waren weiter zwei Lampertheimer Schüler
derzeitigen ſind bekanntlich ſchon ſeit langer Zeit nicht der katholiſchen Kirche 252 Mark zu bewilligen. Gegen
die=
mehr ausreichend und zeitgemäß und nur aus Mangel an ſen Beſchluß reichte am 30. Mai 1911 der Vorſtand der K. und B. und der 15jährige Taglöhner Georg G., ebena
Mittel; muß die Frage eines ſo dringend nötigen Neu=evangeliſchen Kirchengemeinde beim Kreisamt Offenbach falls von Lampertheim, wegen Mundraubs und
haues immer wieder hinausgeſchoben werden. Welch Beſchwerde ein, da durch dieſen Beſchluß die politiſche Taubendiebſtahl. Der jüngſte von den drei hatte ſich aus
ſchöne Gelegenheit wäre hier edlen Menſchenfreunden ge= Gemeinde ihre Unterhaltungspflicht zugeſtanden habe. einem Marktkorb Wurſt und Brot angeeignet und alle hat
boten, ſich durch Zuwendung von größeren oder kleineren,Durch die Anerkennung einer ſolchen Verpflichtung wer=ten beim Verzehren geholfen Bei dem Taubendiebſtähl
einmaligen oder jährlichen Stiſtungen zum Neubaufonds den alle Konfeſſionen zu den Unterhaltungskoſten der wurden ſie erwiſcht. Die Strafkammer verurteilte Heit
ein ehrendes Denkmal zu ſetzen! — Aber auch in ihren der= katholiſchen Kirche herangezogen. Der Kreisausſchuß 15jährigen G. wegen Mundraubs zu 1 Tag Haft und
zeitigen Räumm ſucht die Herberge ſtets ihre Aufgabe, Offenbach hatte bereits in zwei Sitzungen die Klagewegen ſchweren Diebſtahls zu 1 Woche e
„den durchreiſenden Handwerksburſchen einen ange= des evangeliſchen Kirchenvorſtandes unter Ver=fängnis. Die beiden Schüler wurden freigeſprochen
nehmen und würdigen Aufenthalt zu bieten und ſie vor urteilung in die Koſten abgewieſen. Da bei dieſen Ent= da ſie die Einſicht in die Strafbarkeit ihrer Handlungen
Alkoholgenuß, ſowie ſchlechter Geſellſchaft zu bewahren” ſcheidungen der Kreisausſchuß mit mehr als 5 Beiſitzeen nicht beſaßen.
zu erfüllen. So iſt auch in dieſem Jahre wieder eine urteilte, hob der Provinzialausſchuß das Urteil aus
Weihnachtsbeſcherung für die Durchreiſenden beabſichtigt. formellen Gründen auf. Der Kreisausſchuß blieb jedoch
Neues von der Elektriſchen.
Um dieſelbe zu ermöglichen, hofft der Vorſtand der Her=auch neuerdings bei ſeiner Entſcheidung. Da es ſich bei
Am Montag, den 1. Dezember, findet mit dem
berge wieder auf die gütige Mithilfe von Freunden und dem Beſchluſſe des Gemeinderats um ein öffentliches
Gönnern der guten Sache. Es ſei daher auch an dieſer Intereſſe handelte, ſei ein privater Einſpruch nicht zu= erſten Wagen die Betriebseröffnung der Straßenbahnlinie
Stelle auf die im heutigen Anzeigenteil befindliche Bitte läſſig, die Klage deshalb formell abzuweiſen. Aber auch durch die Luiſenſtraße und Bismarckſtraße, Linie 9 und
materiell ſei die Klage unbegründet. Es beſtände ſeit un= die Verlängerung der Linie 4, vom Hauptbahnhof über
der Herberge um Gaben empfehlend hingewieſen.
* Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer Ex= vordenklichen Zeiten eine Dreiteilung bezüglich der Unter= den Dornheimerweg, ſtatt. Als Fahrplan tritt damit volle
pedition (Rheinſtraße 23) ſind folgende Bilder neu aus= haltungspflicht der katholiſchen Kirche Der Fiskus käme ſtändig der Winterfahrplan 1913/14 in Kraft
geſtellt: Die erſte Sitzung des deutſchen Reichstages nach ſchon ſeit langem für den Chor die Kirchengemeinde für Als Halteſtellen kommen neu hinzu: Linie 4: a) Ecka
den Ferien. — Großherzogin=Witwe Luiſe von Baden, die das Schiff und die politiſche Gemeinde für den Turm Dornheimerweg und Stirnweg, b) Güterbahnhof. c) Felh
Tochter Kaiſer Wilhilms des Großen (zur Feier ihres auf. Dies wird vom Vertreter des Klägers beſtritten in bergſtraße d) Lagerhausſtraße, e) Kaſinoſtraße, k) Wen=
75. Geburtstages) — Die Unruhen in Meriko: Ein Re= den Beweisanträgen. Der Provinzialausſchuß beſchloß, delſtadtſtraße; Linie 9: a) Miniſterium, b) Gerichtsgebäus
Vom Jagdbeſuch des Königs von Beweis darüber zu erheben, wann der angefochtene Be= Die Zahlgrenze in der Rheinſtraße, Ecke Feldbergſtraße
bellenlager.
wird nach dem Rheintor verlegt. Auf Linie 4 kommt am
ſchluß den Beſchwerdeführern bekannt geworden iſt.
Spanien in Rambouillet (Frankreich).
Die Firma Geſchwiſter Strauß hier wurde Dornheimerweg eine Zahlgrenze, Ecke Lagerhausſtraße
von der hieſigen Photographen=Innung zu Ordnungsſtra= neu hinzu.
Linie 4, in der Richtung nach dem Dornheimerweg,
* Orpheum. Das vorzügliche Enſemble der zweiten fen von je 20 Mark verurteilt, weil ſie entgegen § 2 Ab=
Novemberhälfte verabſchiedet ſich heute in einer ſatz 1 und § 10 Abſatz 2 der Innungs=Satzungen ihre be= fährt öſtlich um das Bahnhofshotel herum in den Stirn=
Nachmittags= und Abendvorſtellung. Morgen iſt Pro= ſonders billigen Preiſe und Gratiszugaben in den Tages= weg und in der Richtung vom Dornheimerweg kommend,
grammwechſel.
blättern veröffentlicht hatte. Die fraglichen Beſtimmungen am Poſtgebäude vorbei und überholt die Standwagen vor
* Konzerte. Man ſchreibt uns: Ludwigshöhe. des Statuts ſind in einer früheren Verhandlung des Pro= dem Hauptbahnhof, auf der neu verlegten Ausweiche. De
Das heutige Sonntagnachmittag=Konzert führt die Ka=vinzialausſchuſſes als zu Recht beſtehend anerkannt wor= nach der Stadt zu fahrende Wagen der Linie 4 hält auf
pelle des Leibgarderegiments Nr. 115 aus. Es ſeien aus den, weshalb die Firma nicht hiergegen klagt, ſondern dem 3. Gleis in gleicher Höhe wie die abfahrenden
üb=
dem Programm hervorgehoben: Ein Robert Schumann=dagegen, daß die Strafe für jeden einzelnen Fall der rigen Wagen. Der zum Dornheimerweg fahrende Wagen
Album von A. Schreiner: Intermezzo aus dem SchmuckAnnoneierung in jedem einzelnen Blatt feſtgelegt wurde hält vor der Weiche zur Gleisſchleife, wie alle übrigen am
der Madonna von Wolf=Ferrari; Konzertino für Klari=während die Klägerin die Meinung vertritt, daß jede Bahnhof ankommenden Wagen.
Ecke Bismarck= und Wendelſtadtſtraße iſt von und nach
nette von C. M. v. Weber (vorgetragen von Herrn Hey=Anzeigenaufgabe an einem Tage eine einheitliche
Hand=
nau); Meditation über Bachs 1. Präludium; Fantaſie aus lung darſtelle. Die Beſchwerde war bereits vom Kreis= dem Hauptbahnhof Umſteigeanſchluß vorhanden, und
fin=
amt abgewieſen worden, und auch der Provinzialaus= det hier das Umſteigen der vom Schloßgartenplatz zum
Hoffmanns Erzählungen von J. Offenbach uſw.
ſchuß wies die Klage ab unter Verurteilung in die Koſten Bahnhof und umgekehrt fahrenden Fahrgäſte ſtatt.
des Verfahrens.
Provinzialausſchuß.
Darmſtädter Wochenmarkt.
g. Der Provinzialausſchuß beſchäftigte ſich in ſeiner
Strafkammer I.
Marktpreiſe am 29. November.
neſtrigen Sitzung mit der Klage des Leonhard
Hüb=
ner II. zu Erbach gegen einen Polizeibeſehl des Großh.
g. Wegen Steuerhinterziehung verhandelte Butter ½ kg . . 1,40 M. Geflügel, Wildbret=
Kreisamts Erbach vom 22. Auguſt 1913 Im Jahre 1910 geſtern die Strafkammer gegen den früheren Rechner des
in Partien, ½ kg 1,25 M. Gänſe, ½ kg . 85—95 Pf.
hatte Hübner ein Baugeſuch für eine Scheuer und einen Spar= und Kreditvereins Heppenheim, den 40jährigen Eier, Stück
Enten, Stück 3,50—4,00 M.
. 7—10
Stall eingereicht und die Genehmigung erhalten mit der Franz Höhn. Er iſt ſeit längerer Zeit, nach größeren Schmierkäſe.½ Lit. 20-22 Pf. Hahnen, Stück 1,50—2,50 M.
Bedingung, die vorſchriftsmäßige Brandmauer auszu= Unterſchlagungen und Veruntreuungen, die er als Rech= Handkäſe, Stück . 4—10 Pf
Hühner, Stück 2,50—3,00 M.
führen. Die Brandmauer wurde nicht errichtet und auch ner des Kreditvereins beging, flüchtig. Das Finanzamt Kartoffein, Ztr. 2,00-223
5 M. Tauben, Stück 60270 Pf.
der Giebel, der aus Fachwerk beſteht, nicht ausgemauert. hatte Höhn jahrelang ohne Erfolg aufgefordert, eine Ein=
3—4 M
Kumpf(10 Viter) 35—40 Pf. Haſen, Stück
Hübner kam ſpäter um Befreiung von der Ausmauerung kommenſteuer=Erklärung abzugeben. Auch
Ordnungsſtra=
kg
. 3—4 Pf. Lapins. Stück 0,90—1,00 M.
des Giebels ein. Dieſer Dispens wurde erteilt, doch auf= fen hatten keinen Erfolg. Als man erfuhr, daß Höhn
Mäuschen, ½ kg 9—10 Pf. Ziegenfleiſch, ½ kg 60 Pf.
erlegt die Ausmauerung des Giebels, der drei Meter vom ſpekuliert und Bankgeſchäfte mit dem Kreditverein getrie=
Obſt u. dergl.:
Fiſche:
Nachbargrundſtück entfernt iſt. Trotz wiederholter Auf= ben hatte, wurde er höher eingeſchätzt, was ſich Höhn ruhig Aepfel, ½ kg . 14—25 Pf
Hecht, ½ kg . . . 90 Pf.
forderung ließ Hübner den Giebel nicht ausmauern. Ec gefallen ließ. Nachträglich ſtellte ſich nun aber heraus, Trauben, ½ kr 50—60 P
Aal, ½ kg 0,90—1,00 M
hat nun gegen den am 22. Auguſt 1913 erlaſſenen Polizei= daß auch dieſe erhöhte Einſchätzung noch zu niedrig war, Zitronen, Stück . 4—5 P
befehl Klage erhoben. Dieſe Klage beſchränkte er darauf, denn es wurde bekannt, daß Höhn in Trier eine Hypothek= Apfelſinen, Stück 4—8 Pf. Karpfen, ½ kg 70—80 Pf.
daß ihm die Ausmauerung des Giebels der 1888 erbauten forderung über 60 000 Mark hat, für die er 4 Prozent er=Nüſſe, 100 Stück . 80 Pf. Andere Rheinfiſche,
½ kg . . . . 35—60 Pf.
Schener auferlegt wurde. Der Provinzialausſchuß be=hält. Auch die Speknlationen ſind durch EingeſtändnisBirnen, ½ lg . 12—20 Pf.
Rotzungen, ½ kg 50 Pf.
ſchloß die Erhebung der kreisamtlichen Akten, betreffend des Höhn feſtgeſtellt. Die Veranlagungskommiſſion hatte
Salat, Gemüſe uſw.:
Schollen, ½ kg 30—40 Pf.
die Erbauung der Scheuer im Jahre 1888 und die Ladung beſchloſſen, von dem Anſetzen der Gewinne aus den Spe= Kopfſalat, Stück . 5—10 Pf.
zweier Zeugen.
Kabeliau, ½ kg . . 25 Pf.
kulationen abzuſehen. Zweifellos hat er aber aus dieſen Endivien, Stück 5—6 P
Schellfiſche, gr., ½ kg 30 Pf.
Am 22. Jnli wurde die Hebamme Marie Diehm Geſchäften bedeutende Einnahmen gehabt. Sein Einkom=
Feldſalat, Körbchen 10 Pf. Seelachs ohne Kopf.
in Birkenau in die Fürſorgekaſſe in ihrer Eigen= men war für 1909, 1910 und 1911 mit 4000 Mark veran= Radieschen, Bündel 3 Pf.
kg 25 Pf.
ſchaft als Gemeindehebamme als Pflichtmitglied aufge= ſchlagt worden während er mindeſtens ein Einkommen von Rettiche, Stück . 3—10 Pf. Bratſchellfiſche, ½ kg 22 Pf
nommen. Die Aufnahme erfolgte auf Grund der Er=7600 Mark gehabt hat. Der Kreditverein iſt durch eine Meerrettich, Stück 20—30 Pf
Holdbarſch ohne Kopf 23 Pf.
klärung der Hebamme ſelbſt. nach der ihre Ausbildung und größere Lebensverſicherung gedeckt Die von Höhn nicht Roterüben, ½ kg 5—6 Pf
Fortbildung von der Gemeinde Birkenau beſtritten wurde. abgegebenen Steuerdeklarationen hätten einen Verluſt für
Zwiebeln, ½ kg 7—8 Pf. In den Fleiſchſtänden
Sie habe ein Einkommen von etwa 760 Mark und erhält den Fiskus in Höhe von 140 64 und 164 Mark bedeutet, Tomaten, ½ kg 20—30 Pf. Rindfleiſch, ½ kg . 70 Pf.
von der Gemeinde Beſoldungsholz im Werte von 29,14 doch iſt tatſächlich kein Verluſtentſtanden, denn Höhn war Spinat, ½ kg : 12—15 Pf. Hackfleiſch, ½ kg . 76 Pf
Mark, außerdem habe ſie Grundſtücke der Gemeinde in nachträglich höher eingeſchätzt worden. Das Gericht erkannte Weißkraut, Stück 5—10 Pf. Rindsfett, ½ kg . 56 Pf,
Zentner 1,20—1, 40 M. Rindswürſtchen, Stück 15 Pf. Erdenwallens, man höre und ſtaune, 291 Eier Rotkraut, Stück 8—30 Pf.
Schweinefleiſch, ½ kg 85 Pf.
gelegt. Eine ſtattliche Leiſtung, das muß ihm ſogar der Blumenkohl, Stück10—50 Pf
Feuilleton.
Geſalzenes und Koteletts,
Neid des bisherigen Rekordhuhnes mit einer Höchſtleiſtung Wirſing, Stück . 3—10 Pf.
.. 96 Pf
½ kg . .
* Wagners Kapellmeiſterſtock. Gänzlich auf mich von rund 200 Eiern im Jahre laſſen. Dafür iſt es auch Grünkohl, Stück 4—5 Pf. Schwartemagen u. Fleiſch
allein angewieſen, blieb ich allen fremd!‟ So hat Richardmit allen Künſten einer raffinierten amerikaniſchen Kreu= Roſenkohl, ½ kg 25—30 Pf.) wurſt, ½ kg
85 Pf.
Wagner in der Beſchreibung ſeines Lebens die Zeit ge=zungsmethode gezüchtet worden und wird von ſeinen ſtol= Gelberüben, ½ kg . 5 Pf. Leber= und Blutwurſt,,
kennzeichnet, die er vom Ende des Jahres 1837 bis zum zen Schöpfern auf das vorſichtigſte und wiſſenſchaftlichſte Schwarzwurz, ½kg 25-30 Pf. ½ kg . . . . . 70 Pf.
Sommer 1839 als Kapellmeiſter des Theaters in Riga zu= ernährt. Es erhält genau die ſeinem Körper= und ſeinem
brachte. Eine Zeit unbefriedigender künſtleriſcher Tätig=Eigewicht entſprechende Nahrungsmenge die allerdings
keit, perſönlicher Widerwärtigkeiten und eines ununterbro= im Hinblick auf das durchſchnittliche hohe Gewicht ſeiner
Die Herrin des Nils Cleopatra.
chenen Kampfes mit den Gläubigern, die er in MagdeburgEter ganz beträchtlich iſt. Das Geſamtgewicht ſeiner bis=
und Königsberg zurückgelaſſen hatte. So daß er ſich ent= her gelegten Eier beträgt 36 Pfund, alſo nahezu neunmal
* Ein neuer Rieſenfilm wird ab heute auf einige
ſchloß, alles im Stich zu laſſen und in Paris das ihm bis=fo viel, als ſein Körpergewicht. Damit aber noch nicht Tage im Kaiſerſaal gezeigt. Der ausgezeichneten Aufe
her verſagte Glück zu ſuchen. Ohne Paß, auf den ſeine genug! Die Tauſendſaſſas an den landwirtſchaftlichen nahme liegt folgendes zugrunde: Eaſus Julius Gäſar
Gläubiger Beſchlag gelegt hatten, mußte er heimlich aus Verſuchsanſtalten Amerikas, namentlich in Maine, Mif= hatte ſeine imperialiſtiſchen Neigungen mit dem Tode ge=
Rußland entfliehen und manches im Stich laſſen. Dazu ſouri und Oregon, haben herausgefunden, daß ein Huhn büßt, das römiſche Weltreich war wieder ohne Herrſchern
gehörte auch der Stab, den er als Kapellmeiſter benutzt im ganzen ungefähr über 3000 Eikeime in ſich trägt, die es fehlte der Mann, der das gewaltige Imperium mit
hatte, und den er freiwillig oder unfreiwillig, ſeinen Wirts=nur auf eine ſchlaue Weiſe hervorgekitzelt werden müſſen. eiſerner Hand lenken und leiten konnte. In dem Kampfe,
leuten als Entſchädigung für die Miete, die er ihnen ſchul= Man muß es eben nur verſtehen, einem Huhn die Eier ab= den Oetavian und Mare Anton gegen Caſſius und
Bru=
dig geblieben war, überließ. Dieſer Stab der aus ge= zulocken! Da war jener pfiffige deutſche Bauer dieſen tus, die Mörder Cäſars, führten und der mit einem
glän=
drehtem Fiſchbein beſteht und mit einer feingeſchnitzten unter unſäglichen Mühſeligkeiten errungenen amerika= zenden Siege Marc Antons bei Philippi endete, hatte dier
Hand aus Elfenbein verziert iſt, war ein Geſchenk, das niſchen Kenntniſſen doch weit voraus. Er hatte nämlich ägyptiſche Königin Cleopatra keine der beiden Parteien
Richard Wagner von Verehrern ſeiner Kunſt erhalten beobachtet, daß ſeine biedere, treue deutſche Henne, jedes= unterſtützt. Marc Anton forderte deshalb die Herrin des
hatte. Jetzt iſt der Stab plötzlich wieder ans Tageslicht mal nach vollbrachtem Legewerk ſich umdrehte und das Nils auf, nach Sizilien zu kommen, um ſich zu
rechtier=
gekommen und einer würdigen Beſtimmung zugeführt Ergebnis dieſer Sitzung liebevoll betrachtete. Darauf baute tigen. Und der Sieger wurde zum Beſiegten; denn
Cleo=
worden. Ein angeſehener Bürger von Riga, P. Strauß, er ſeinen Plan. Er erfand eine Vorrichtung, mit der das patra wußte den römiſchen Feldherrn durch ihre Reize
an den er durch Vererbung gelangt war, hat ihn dem Ei ſobald es den Körper verlaſſen hatte, abgefangen wer= und durch ihren Geiſt ſo für ſich einzunehmen, daß er ihr
Rigger Männergeſangverein geſchenkt mit dem Wunſche, den konnte. Glaubte alſo das Huhn, ſeine Arbeit verrichtet nach Alexandrien folgte, ſeine Pläne und ſeine Pflichten
daß der jeweilige Leiter des Männergeſangvereins den zu haben, und drehte es ſich um, ſo fand es das Ei ver=vergaß und ſich bald ganz als Aegypter fühlte. Die Hoffe
Stab, den der große Meiſter einſt geſchwungen, zu allen ſchwunden. Es mußte ſich getäuſcht haben, ſetzte ſich alſo nung Octavians, ſeine Schweſter Octavia, Marc Antons
flugs wieder hin und drückte ein zweites Ei heraus, das Gattin, werde durch ihre Reiſe nach Epheſus Marc Anton
Proben und Konzerten benutzen möge.
natürlich dasſelbe Schickſal erlebte. Dieſe Geſchichte wie= ſeinem ſchwelgeriſchen Leben entreißen und aus dem ver=
* Das Huhn der unbegrenzten Möglichkeiten. In der
landwirtſchaftlichen Verſuchsſtation des Stagtes Oregon derholte ſich ein zweites, ein drittes, viertes Mal und ſetzte weichlichten Orientalen wieder den pflichtbewußten Römer
iſt es gelungen, ein Huhn heranzuzüchten, das alle bisher ſich ins Unendliche fort, wobei der Bauer, ein ausgeſuch= machen, war nichtig. Octavia mußte unverrichteter Sachen
zurückkehren, von ihrem Gatten verſtoßen. Jetzt rüſtete
bekannten Hühnerleiſtungen in Schatten ſtellt und in allen ter Pfiffikus, ein reicher Mann wurde.
Octavian ein Heer gegen ſeinen einſtigen Verbündeten
Anſprüchen, die an ein wirklich gediegenes, modernes
* Ballgeſpräch. „Ja, die großen Männer ſind alle und Schwager, und der Senat erklärte Cleopatra und
Huhn geſtellt werden müſſen, den Rekord ſchlägt. Seine tot”, ſagte ſie mit leichtem Bedauern. „Aber die ſchönen Marc Anton den Krieg. Während der Befehlshaber der
Haupteigenſchaft iſt eine ganz überraſchende Eierlegfreudig= Frauen nicht”, antwortete er feurig. „Natürlich ſind die römiſchen Truppen ſeine Armee für den Kriegszug
vor=
feit. Es hat bereits in dem zarten Alter von fünfeinhalb Anweſenden ausgenommen” fuhr ſie nach einigem Nach=bereitete, lebte Mare Anton in rauſchenden Feſten all
Monaten mit dieſer durchaus lobenswerten und erfreu= denken fort. „Selbſtverſtändlich”, ſtimmte er ein. Da ſah der Seite Cleopatras in Epheſus. Das Verhalten des
lichen Tätigkeit begonnen und hat in den 532 Tagen ſeines ſie ihn groß an und ließ ſich auf ihren Platz zurückführen. Abtrünnigen hatte ſelbſt bei ſeinen eigenen Legionen Miß=
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Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1913.
Seite 5.
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egen Marc Anton, den Römling. Eine Palaſtverſchwö= unternommen, allerdings mit negativem Erfolg. Der letzte
Deutſcher Reichstag,
ſung wurde nur durh den glücklichen Zufall, daß eine amtliche Verſuch, zwiſchen London und Berlin zu tele=
* Berlin, 29. Nov. Präſident Dr. Kaempf er=
Eklavin Cleopatras die Verſchwörer belauſchte, rechtzeitig phonitren, fand erſt am letzten Dienstag ſtatt, ſoll jedoch öffnete die Sitzung um 1217 Uhr. Auf der Tagesord=
Lntdeckt. Octavian war mit ſeinen Truppen gelandet und gleichfalls weniger glücklich verlaufen ſein, als dieſer von nung ſtehen zunächſt
rückte gegen die Hauptſtadt Cleopatras vor. Bei Actium der Daily Mail veranſtaltete. — Die Opfer des
Eiſen=
ſam es zu einer Seeſchlacht, in der die Flotte der Aegypterlbahnunglücks, das ſich kürzlich ereignete, wurden
Rechnungsſachen.
geſchlagen wurde und teilweiſe zu Octavian überging. Die geſtern zur letzten Ruhe beſtattet. Vertreter der Eiſenbahn= Die Rechnung über den Haushalt der afrikaniſchen
Beſtürmung Alexandriens folgte, das nur ſchwach ver= direktion und der Bahnhöfe Karlshorſt und Sadowa, Schutzgebiete und der Südſeein ſeln, ſowie
ſteidigt wurde, und auf die falſche Kunde, daß ſich Cleo= zwiſchen denen das Unglück geſchah, nahmen an der die Reichshaushaltsrechnung für 1912 werden ohne
De=
ſpatra getötet habe, ſtürzte ſich Marc Anton, der die Flucht Trauerfeier teil. — Ein blutiger Kampf fand Frei= batte in erſter Leſung erledigt. Sie werden an die
Rech=
ſeines Heeres nicht mehr aufhalten konnte, in ſein Schwert. tag mittag zwiſchen einem Zuhälter und einem Kriminal= nungskommiſſion verwieſen. Es folgt die erſte Leſung
Cleopatra wurde eine Beute des Siegers, und Octavian beamten in der Weſerſtraße in Neukölln ſtatt. Die Neu= der Bemerkungen des Rechnungshofes zu der
all=
wollte die Frau, die durch ihr Lächeln zwei der bedeutend= köllner Kriminalpolizei ſuchte ſchon länger den Zuhälter gemeinen Rechnung über den Etat von 1900— Abg.
ſten Männer Roms, Cajus Julius Cäſar und Marc An= Wilhelm Guskar, einen gefährlichen Burſchen von 24 Jah= Noske (Soz.): Es muß dringend gewünſcht werden,
ſtonius, zum Schaden des römiſchen Weltreiches in Liebes= ren, und erfuhr am Freitag mittag, daß er ſich in der daß die Rechnungslegung ſchneller, als es bisher üblich
banden feſtgehalten hatte, vor ſeinen Triumphwagen ſpan= Schankwirtſchaft von Meißel in der Weſerſtraße zu Neu= iſt, vorgenommen wird, damit bei Etatsüberſchreitungen
nen. Doch die ſtolze Aegypterfürſtin wußte die Abſicht des kölln aufhielt. Vorſichtshalber begaben ſich fünf Beamte gegen ſchuldige Beamte vorgegangen werden kann. So
Siegers zu durchkreuzen. Eine Natter, die ſie ſich, in dorthin, weil man ſich auf alles gefaßt machen mußte. erhalten wir erſt nach vier bis fünf Jahren Kenntnis von
einem Fruchtkörbchen verborgen, verſchaffte, enthob ſie Nachdem zwei Mann den Hinterausgang beſetzt hatten, derartigen Vorgängen, und dann iſt es zu ſpät. — Abg.
der Schmach, den Triumphzug Octavians durch die Stra= begaben ſich die drei anderen vorn in das Lokal hinein. Erzberger (Zentr.): Auch ich bedauere, daß kein
Mit=
ßen Roms zu verherrlichen, und der Biß der Giftſchlange Sobald der Zuhälter die Beamten, die er erkannte, eintre= glied des Rechnungshofes bei unſeren Beratungen hier
gab einer Frau den Tod, die durch Geiſt und körperliche ten ſah, zog er ſeinen Revolver und ſchlug auf ſie an. Die zugegen iſt. Das wichtigſte Recht des Reichstages iſt das
Reize es verſtanden hatte, dem römiſchen Weltreich zu Beamten griffen unverzüglich zu ihren Dienſtpiſtolen und Kontrollrecht, das noch weit über das Recht der
Ausgaben=
widerſtehen und den Thron Alexanders des Großen trotz als Guskar jetzt drei Mündungen zu gleicher Zeit auf ſich bewilligung hinausgeht. Die Etatsüberſchreitungen müſſen
Cäſar und trotz Mare Antonius für ihr Geſchlecht zu er=gerichtet ſah. ſenkte er ſeine Hand und eilte nach hinten, unbedingt vermieden werden. Aus dem Etat für 1912
halten.
um zu entfliehen. Hier ſtieß er jedoch auf die beiden wurde von uns ½ Million geſtrichen; trotzdem iſt die
All dieſe Begebenheiten werden in farbenreichen und Poſten. Auf dieſe feuerte er zwei Kugeln ab, die aber ganze Summe nicht nur ausgegeben, ſondern ſogar um
pomphaften Szenen vor den Augen des Beſchauers auf= zum Glück fehlgingen. Die Beamten antworteten mit je ein Beträchtliches überſchritten worden. Es iſt dringend
gerollt. Es iſt anzunehmen, daß dieſer neue Rieſenfilm einem Schuß aus der Dienſtpiſtole und trafen ihren Geg= nötig, daß darauf geachtet wird, daß die Beſchlüſſe des
das Tagesgeſpräch der Woche bilden wird.
ner in die Bruſt und in den Oberarm. Guskar brach zu= Reichstags auch wirklich zur Ausführung gelangen.
Staatsſekretär Kühn: Das Etatsbewirtſchaftungsgeſetz
ſammen und wurde ſchwer verletzt als Polizeigefangener iſt nicht ſo leicht aufzuſtellen, als es den Anſchein haben
nach der Charitee gebracht.
h. Arheilgen, 29. Nov. (Auflöſung einer
möchte. Das Reichsſchatzamt hat das gleiche Intereſſe an
Sanitätsabteilung.) Durch Verfügung des Vor=
Koblenz, 29. Nov. (Ein ſchreckliches Unglück) ſeinem Zuſtandekommen wie der Reichstag und wird das
ſtandes des heſſiſchen Landesvereins vom Roten Kreuz ereignete ſich auf dem Güterbahnhof in Koblenz=Lützel ſteuerfreie Jahr (Heiterkeit) dazu benützen, ein ſolches
Ge=
wurde die hier beſtehende Sanitätsaußenabteilung der geſtern abend. Zwei Eiſenbahnbeamte wurden von einer ſetz ſo raſch wie möglich zu präparieren und in der näch=
Darmſtädter Kolonne aufgelöſt. Länger als neun Jahre Lokomotive erfaßt und gerieten unter die Räder. Dem ſten Tagung dem Reichstag vorlegen. — Die Vorlage geht
hat die Kolonne in ſtarker Mitgliederzahl beſtanden und einen wurde der Kopf zermalmt; er war Vater von fünf an die Rechnungskommiſſion.
hatte ſich ſowohl für den Kriegsdienſt bereit erklärt, als Kindern. Der zweite Beamte erlitt ſo ſchwere Verletzun=
Es folgt die einmalige Leſung der
auch den Sanitätsdienſt in uneigennütziger Weiſe in hie= gen, daß er im Krankenhauſe ſtarb.
Anleihedenkſchrift für das Reich 1913.
Bregenz, 29. Nov. (Verbotener Vortrag.) Die
ſiger Gemeinde geleiſtet. — Die Auflöſung erfolgte wegen
Abg. Bernſtein (Soz.): Die Höhe des
durchſchnitt=
perſönlicher Streitigkeiten. Die Kolonnenführung der Polizei unterſagte einen für morgen angekündigten Vor=
Darmſtädter Sanitätskolonne beabſichtigſt, in Arheilgen trag des Grafen Hoensbroech über die Geſchichte des lichen Zinsfußes von 3,6 Prozent iſt zu hoch. Die
Zin=
ſenlaſt des Reiches muß ermäßigt werden. — Die
Vor=
einen neuen vierten Zug zu errichten, um dieJeſuitenordens aus Gründen der öffentlichen Ruhe.
Delmenhorſt (Oldenburg), 29. Nov. (Ueberfall lage wird durch dieſe Debatte für erledigt erklärt,
bewährten Mitglieder wieder zu ſammeln.
Es folgt die dritte Leſung des
(*) Langen. 28. Nov. (Haushaltungsſchule.) auf Kaſſenboten.) Als die beiden Kaſſenboten der
Heute fand die Schlußfeier des Sommerkurſes an der Juteſpinnerei geſtern abend von der Bank zurückkehrten, Geſetzes, betr. das Hilfsrichtertum beim Reichsgericht.
Haushaltungsſchule im Beiſein der Vertreter der Land= um das Geld für die heutigen Lohnauszahlungen zu
über=
wirtſchaftskammer ſtatt. Um 11 Uhr begann in der Turn= bringen, wurden ſie von drei Männern in einen Hinterhalt Ohne Debatte wird das Geſetz in dritter Leſung definitiv
halle der Wallſchule die öffentliche Prüfung. Der Leiter gelockt und überfallen. Die Räuber verſuchten, ihnen angenommen. — Sodann wird die erſte Leſung der
der Anſtalt, Bürgermeiſter Metzger, begrüßte die Eltern die Geldtaſchen zu entreißen. Auf die Hilfeſchreie der
Novelle zur Gewerbeordnung,
und die Feſtgäſte und wies auf die Bedeutung der Schule Ueberfallenen eilte der Nachtwächter der Fabrik herbei. Wanderlager und Hauſierhandel, fortgeſetzt.
Abg.
hin. Nach der Prüfung ſand die Beſichtigung der Aus=Einer der Räuber feuerte auf den Nachtwächter einen Stolle (Soz.): In Verbindung mit dieſem Entwurf
ſtellung der Schülerinnen=Arbeiten ſtatt. Der VorſitzendeRevolverſchuß ab, der ſofort tödlich war. Da die Räu= ſteht die Frage des Geburtenrückganges. Die Urſachen
der Landwirtſchaftskammer Oekonomierat Walter aus ber in der Eile die ſchweren Geldſäcke nicht transportieren für dieſe Erſcheinung liegen in der Wirtſchaftspolitik des
Lengfeld dankte den Lehrkräften für die guten Leiſtungen konnten, nahmen ſie einen Kaſſenbehälter, der 8750 Mark Reiches, unter der viele tauſende von Arbeiterfamilien
und beglückwünſchte beſonders Frl Sauermann; ſie hat in Gold enthielt. Bei dem Kampfe erlitten die Kaſſen= ſchwer leiden. Das Publikum wird überdies auch von
jetzt den 25. Kurſus geleitet. An die Feier ſchloß ſich ein boten Verletzungen.
dem ſeßhaften Handel betrogen. Nicht jeder Hauſierer iſt
Hamburg, 28. Nov. (Tödliche Alkoholver=1 ein Betrüger. Wir werden in der Kommiſſion alles tun,
Feſteſſen. Oekonomierat Walter brachte das Hoch auf den
Großherzog aus. Bürgermeiſter Metzger toaſtete auf diegiftungen.) An die Methylalkoholaffäre in Berlin um dieſem Stande zu ſeinem Recht zu verhelfen. — Abg.
Landwirtſchaftskammer, Lehrer Keil=Klein=Linden ſprach erinnert ein Vorfall, der ſich in einer hieſigen Gaſtwirt= Pauly=Cochem (Zentr.): Die Wanderlager ſind für den
den Dank der Eltern aus und ließ Schule und Lehrkräfte. ſchaft zugetragen hat. Dort wurden nach reichlichem Alko= Mittelſtand ein großer Schaden. Den Ausſchuß des
Hau=
hoch leben. Schülerinnen trugen humoriſtiſche Gedichte holgenuß vier Arbeiter beſinnungslos aufgefunden. Ein ſierhandels zu beſeitigen, muß unſere ernſteſte Aufgabe
vor. Mit einem Tanze fand die ſchöne Feier ihren Ab=herbeigeholter Arzt konnte bei zwei von ihnen nur den ſein. — Abg. Arnſtadt (konf): Den ehrlichen
Hauſier=
ſchluß Der Kurſus war von 24 Mädchen aus den drei bereits eingetretenen Tod feſtſtellen. Einer ſtarb im Kran= handel wollen wir nicht treffen, deshalb müſſen wir bei
heſſiſchen Provinzen beſucht, beſonders auch aus Ober=kenhaus, wo der andere ſchwer krank daniederliegt. Man den Kommiſſionsverhandlungen beſondere Rückſicht auf
heſſen. Der Winterkurſus beginnt am 4. Januar, er iſt nimmt an, daß dem Alkohol giftige Subſtanzen zugeſetzt dieſen Teil, der für manche Gegenden geradezu
notwen=
dig iſt, walten laſſen. — Abg. König (Soz.): Es ſcheint
waren.
ſchon voll beſetzt.
Kiel, 29. Nov. (Wegen Erpreſſung verur= eine Bewegung im Gange zu ſein, das Gewerbe im Um=
Mainz, 29. Nov. (Die Franzi skanermönche
herziehen weiter zu beſchränken. Der Abg. Hammer im
Beſitzer der Ebernburg?) Das M. Tgbl. ſchreibt: teilt.) Der Kaufmann Hermann Jacobſohn und deſſen
Sicherem Vernehmen nach ſtehen die Franziskanerbrüder Sohn Siegfried, beide aus Hamburg, wurden wegen Er= Abgeordnetenhauſe fordert eine Einſchränkung der
Ver=
in Kreuznach in Unterhandlungen wegen Ankaufs der preſſung, begangen an dem Kaufmann Frankenthal=Kiel ausgabung der Hauſierſcheine, und die Regierung gibt
die=
ſer Strömung mehr als gut iſt nach. Hier handelt es
Ebernburg. Die Brüder beabſichtigen dort ein Sana= während ihrer Unterſuchungshaft aus Anlaß des Kieler
torium zu errichten. Auf der Höhe der Ebernburg ſteht be= Werftprozeſſes, zu einem Jahr bezw. zweieinhalb Jahren ſich um die Aermſten der Armen. Es iſt ein Stand von
einer halben Million Perſonen, die ehrlich ihr Brot
ver=
kanntlich das Denkmal von Hutten und Sickingen, das bei Gefängnis verurteilt. Jacobſohn jun, wurde ſofort ver= dienen wollen. Vielfach ſind es alte Krieger oder verun=
Abſchluß des Verkaufes mit unter den Schutz der Fran= haftet.
glückte Arbeiter. — Abg Aſter (Zentr.): Wir müſſen
Rom, 29. Nov. (Jagdunfälle.) Bei einer Fuchs= endlich einmal einen praktiſchen Anfang in der
Beſchrän=
ziskanerbrüder geſtellt wäre; gewiß ein etwas
eigen=
artiges Zuſammentreffen. Daß die Brüder dieſer Ehren= jagd in Campagna ſtürzte die ruſſiſche Gräfin Kutuzoff kung der Wanderlager und der Bekämpfung der Auswüchſe
pflicht gewiſſenhaft nachkommen würden, wird trotzdem mit ihrem Pferde und trug eine Gehirnerſchütterung da= des Hauſierhandels machen, ſonſt verliert der Mittelſtand
von. Der Leutnant Caffarotti, der gleichfalls ſtürzte, brach jegliches Vertrauen — Abg. Böttger (natlib.): Gegen
nicht bezweifelt.
den ehrlichen Hauſierhandel haben wir nichts einzuwen=
Worms, 28. Nov. (Krankenkaſſe und Aerzte.) den Unterkiefer.
Paris, 29. Nov. (Tumult im Varieté.) Als den, nur die Auswüchſe wollen wir energiſch bekämpfen.
Zwiſchen der Betriebskrankenkaſſe der Firma Cornelius
Heyl und deren Kaſſenärzten iſt heute ein Vertrag zu= geſtern abend der Borkämpfer Jack Johnſon ſich in einem Nachdem hier ſoviel Anregungen gegeben worden ſind
be=
ſtande gekommen, nach dem die Kaſſe für den Kopf der Ver=hieſigen Variets im Ringkampf produzierte und mehrfach antragen wir, die Vorlage einer Kommiſſion von 28 Mit,
Abg. Werner=Gießen
ſicherten pro Jahr für unverheiratete Mitglieder 5 bezw. verbotene Griffe anwandte, ſchließlich ſogar ſeinen Gegner, gliedern zu überweiſen. —
6 Mark (für außerhalb Worms wohnende), für verheiratete einen Ruſſen, mit einem Fauſtſchlag niederſtreckte, kam es (Wirtſch. Vgg.): Das Verderbliche an dem Hauſierhandel
Mitglieder ein Honorar von 12 Mark bezahlt. Alle be= zu einem großen Tumult, wobei Gegenſtände auf die iſt, daß auch viele Ausländer ſich in dieſen Stand
hinein=
ſonderen Leiſtungen, die nach der Minimaltaxe den Preis Bühne flogen. Das Publikum machte den Verſuch, das gedrängt haben. Auch die Herabſetzung des Mindeſtalters
von 1 Mark überſchreiten, werden von der Kaſſe beſonders Podium zu erklettern. Die Polizei mußte einſchreiten und für den Hauſierhandel wäre verderblich. Die Regierung
nuß aber auch ihr Augenmerk lenken auf die Auswüchſe
den Saal räumen.
honoriert.
des Warenhausweſens, ehe es zu ſpät iſt. — Abg. Fi=
Epernay, 29. Nov. (Der entſprungene Tiger.) ſcher=Hannover (Soz.): Um die Auswüchſe im Hauſier=
Ober=Ingelheim, 29. Nov. (Die Lapins.) Die
Ueberhandnahme der wilden Kaninchen in den Gemar=Von dem bei einer kinematographiſchen Aufnahme ent= gewerbe zu beſeitigen, genügen die gegenwärtigen
geſetz=
kungen Ober=Ingelheim und Nieder=Ingelheim und damit ſprungenen Tiger fehlt bisher jede Spur. Man denkt daran, lichen Beſtimmungen. Trotzdem werden wir in der
Kom=
zuſammenhängender erheblicher Schaden, welcher durch das Gebüſch, in dem ſich das wahrſcheinlich ſchwer ver= miſſion an der beſſeren Geſtaltung der Vorlage
mitar=
dieſe ſchädlichen Nager in den Gemüſekulturen, Wein= wundete Tier geflüchtet hat, in Brand zu ſtecken. Gendar= beiten. — Aba. Pfeiffer (Zentr.): Ueber die hier
vor=
bergen und Spargelanlagen angerichtet wird, hat den men, Soldaten und Jäger wurden zur Verfolgung des gebrachten Mittelſtandsfragen werden wir uns in der
Kommiſſion ausführlich zu unterhalten haben. Auch muß
Lanſttagsabgeordneten Dr. Wiolf=Gonſenheim veranlaßt, Tigers aufgeboten.
Brüſſel, 29. Nov. (Liebesdrama.) Der im letz= darauf geachtet werden, daß nicht das Mitleid des
Publi=
bei der Regierung und den Ständekammern zu
bean=
tragen, daß der Fang des wilden Kaninchens (wie dieten Stadium der Lungenſchwindſucht ſtehende 21 Jahre kums von den Hauſierern ausgebeutet wird. Ich bitte,
Vertilgung ſchädlicher Tiere) jedermann freigegeben wird. alte Arbeiter Pecters erſchoß ſeine Geliebte und ver= die Vorlage einer 28gliedrigen Kommiſſion zu überweiſen.
Bisher wurde die Selbſthilfe der Landwirte durch Weg=letzte ſich dann ſelbſt durch zwei Schüſſe ſchwer. Das
Nach weiteren Bemerkungen des Abg. Stolle (Soz.)
wird die Vorlage einer Kommiſſion von 28
Mit=
fangen der Lapins als Jagdvergehen beſtraft da in Motiv iſt krankhafte Eiferſucht.
Madrid, 29. Nov. (An Wurſt vergiftet.) In gliedern überwieſen. Sodann wird ein Ver=
Heſſen die Lapins als jagdbare Tiere gelten, auf welche
nur die Jagdpächter einen Anſpruch erheben. DieſerTentecovejung in Andaluſien erkrankten 150 Per=tagungsantrag angenommen. Nächſte Sitzung Mon=
Mißſtand führte aber zu einer „Kaninchenplage”, weil dieſonen infolge Genuſſes von Wurſt unter ſchweren Vergif= tag, 2 Uhr: Interpellation der Elſäſſer, betr. Zabern, Han=
Jagdpächter im Sommer das Abſchießen der Lapins des tungserſcheinungen. Drei der Erkrankten ſind bereits ge=delsbeziehungen zu England, Wiederaufnahme im
Be=
amtendiſziplinarverfahren, Petitionen. — Schluß nach
wertloſen Fleiſches wegen einſtellten und eine wirkſame ſtorben.
Vertilgung nur durch Wegfangen der jungen Tiere im
Petersburg, 28. Nov. („In Schönheit geſtor=½4 Uhr.
Sommer geſchehen kann.
ben”.) In eigenartiger Weiſe iſt geſtern der Leutnant
* Berlin, 29. Nov. Dem Reichstage ſind zwei
Graf Boris Gauſchin in Petersburg aus dem Leben
ge=
ſchieden. Graf Gauſchin, der auch ein bekannter Flieger neue Anfragen und zwar von dem Abg. Quarck
war, lud ſeinen Freund, den Prinzen Nakaſchindje, und (Soz.). betr. die Hinzuziehung der Berufsorganiſationen
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 29. Nov. Daily Mail bringt drei Damen zu einem Souper in einem der eleganteſten der Arbeiter zu den Vorverhandlungen über die
Erneue=
intereſſante Einzelheiten über einen von ihr in der ver=Nachtreſtaurants Petersburgs ein. Er ließ ein Zimmer rung des Handelsvertrages, und der Abg. Sachſe und
gangenen Nacht unternommenen Verſuch, eine telepho= des Reſtaurants ganz mit Roſen dekorieren und eine Zi=Feldmann (Soz.) betr. die maſſenhafte Abſchlachtung
niſche Verbindung zwiſchen ihrer Londoner geunerkapelle kommen, die eine ſentimentale ruſſiſche Ro=von Vieh infolge der Maul= und Klauenſeuche in einigen
City Office und ihrem Berliner Bureau manze, betitelt „Der letzte Tag”, ſpielen mußte. Als die ſchleſiſchen Kreiſen zugegangen. Ferner von elſäſſiſcher Seite
herzuſtellen. Ueber Dover, Oſtende, Brüſſel, Köln lief der letzten Töne verklungen waren, zog der Leutnant ſeinen eine Anfrage über die Vorgänge, die ſich geſternabend
Draht, der die Telephonierenden über eine Strecke von Revolver hervor und ſchoß ſich, bevor er von ſeiner Geſell=in Zabern abſpielten. Es wird gefragt, welche ſchleunigen
700 engliſchen Meilen verband. Zuerſt telephonierten die ſchaft daran gehindert werden konnte, eine Kugel in die Maßnahmen der Reichskanzler zu ergreifen gedenkt, um
Londoner eine Zeitlang mit Köln bei auffallend guter Ver=Schläfe, die ſeinen ſofortigen Tod zur Folge hatte. Der Uebergriffen des Militärs vorzubeugen, welche die
Ge=
ſtändigung, obwohl die Leitungen in Weſtdeutſchland in= Selbſtmord des Grafen erregt in der Petersburger Geſell=fahr blutiger Ereigniſſe heraufbeſchwören würden.
folge des geſtrigen naſſen Wetters gelitten hatten. Sodann ſchaft das größte Aufſehen.
Neu=York, 29. Nov. (
Eiſenbahnzuſammen=
wurde die Verbindung von Köln nach Berlin hergeſtellt.
Handel und Verkehr.
Auch ihren Berliner Vertreter verſtanden die Londonerſtoß.) Zwei Hochbahnzüge ſtießen auf der Station Chat=
Schriftleiter der Daily Mail ausgezeichnet, dagegen war hamſquare zuſammen und gerieten in Brand. Von den
— Odenwälder Hartſtein=Induſtrie
die Verſtändigung von Berlin nach London nicht ſehr gut. Paſſagieren wurden vier verletzt. — In der Stadt Meriko
Daily Mail ſpricht die Hoffnung aus, daß in anbetracht ſind laut Berliner Lokalanzeiger 50 Typhuserkrankungen A.=G., Darmſtadt. Die Dividende des Unternehmens
dieſer günſtigen Reſultate eine ſtändige London-Berliner infolge Mangels an Trinkwaſſer und Nahrungsmitteln wird für das am 31. Dezember 1913 zu Ende gehende
Ge=
ſchäftsjahr unter dem üblichen Vorbehalt auf wieder
Linie nicht mehr lange auf ſich warten laſſen dürfte. Der vorgekommen.
7½ Prozent geſchätzt,
erſte Verſuch, zwiſchen Berlin und London eine telepho=
Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1913.
Seite 6.
Der Großherzogs=Geburtstags=Feſtkommers
der Darmſtädter Studenten.
als Schleiermacher mit den prophetiſchen Worten: Nicht rüſtung ſich nicht vererbt, iſt ein träges Glied am Körpen
St. Darmſtadt, 29. Nov.
Der Allgemeine Studentenverband an der Großh. um äußere Freiheit und äußere Güter wird dieſer Kampf der Nation, die nur dann groß und ſtark und führend bleis
Techniſchen Hochſchule veranſtaltete geſtern abend einen gekämpft werden; ſondern unſere Geſinnung, unſere Reli=ben kann, wenn alle ihre Glieder von derſelben Leiden=
Feſtkommers zur Feier des Geburtstages des gion, unſere Geiſtesbildung wird ſein Gegenſtand ſein. ſchaft durchglüht ſind, deren Loſung lautet: Deutſchlandin
Großherzogs. Die Feier fand diesmal in einem an= Und wenn das auf dem Spiele ſteht, dann werden die der Welt voran!
Und es iſt dennoch keine Gefahr braucht wenigſtens
deren Rahmen ſtatt, bedingt durch die Neuorganiſation Könige nicht mehr mit gedungenen Heeren, es werden die
der ſtudentiſchen Vertretung. Der ſonſt übliche Feſtakt Völker mt ihren Königen gemeinſam in den Kampf ziehen, keine zu ſein, daß über dieſem atemloſen Vorwärtsprän
in der Hochſchule war ausgefallen und in recht ſinniger und Volk und Fürſten werden auf ſchönere Weiſe, als es gen, Schaffen und Arbeiten jener innere Friede, jene fruchte
Weiſe mit dem Feſtkommers vereinigt worden Dadurch ſeit Jahrhunderten der Fall geweſen, vereinigt werden. bare Beſinnlichkeit uns völlig verloren geht, die das Glück
unſerer Väter und Großeltern war. Denn das liebe alte
war auch erreicht worden, daß wieder wie früher, faſt Wohl denen, die es erleben!”
Und ſo geſchah’s. Um unſichtbare Güter ging dieſer Deutſchland mit ſeiner hohen ſeeliſchen Kultur, die die Ves
ſämtliche Profeſſoren dem Kommerſe beiwohnten. Der
Saalbau war ſinnig und würdig geſchmückt. Mit beſon= Kampf: um deutſche Sitte, deutſches Recht und deutſchen wunderung des Auslandes erregt hatte, lebt ja noch ims
derem Takt hatte man den ſonſt unerläßlichen ſtudentiſchen Glauben; um deutſche Dichtung und Wiſſenſchaft, deutſche mer unter uns fort, nicht nur in zahlreichen Einzelperſönz
pomphaften Schmuck mit papiernen Emblemen und Trink= Einheit und Größe; um das, was der deutſche Geiſt nicht lichkeiten und ſtillen Gemeinden, ſondern auch an jenen
hörnern diesmal vermieden. Tannengrün, goldene Lor=nur ſich ſelber, ſondern was er auch der Menſchheit zu Fürſtenhöfen, die das eigenartige Gepräge ihrer Landſchaft
beerkränze an den rot verhangenen Galeriebrüſtungen leiſten ſich ſchuldig fühlte. Darum mahnte der eiſerne und Stammesart tragen und für das von ihnen jeweils
und rings um die Galerie verteilt die Fahnen der Korps Fichte mit ſo herzandringender Gewalt: „Wenn Deutſch= beherrſchte Gebiet einen unſchätzbaren Quell reichſter Ana
und ſonſtigen Verbindungen. Das gab einen feſtlich=bunt= land verſinkt, ſo verſinkt das ganze menſchliche Geſchlecht!” regung und kulturſchöpferiſcher Tätigkeit bedeuten. Das
farbenen und doch ſtudentiſch ſtimmungsvollen Rahmen die Deutſchen ſind das Volk der Ideen, das Volk des Cha= Reich iſt das neue Deutſchland, es iſt gleichſam die Rolle
dem „Flor ſchöner Damen”, der, wie immer, die Galerie rakters. Auch Napoleon hat mit dem Scharfblick des Haſ= in der wir auf der großen Weltbühne aufzutreten haben
ſes dieſen Zuſammenhang ſchließlich begriffen und vor mit der ſelbſtbewußten Geberde des Machtwillens, der
krie=
zierte
Als Ehrengäſte wohnten dem Kommerſe bei: Gene= ſeinem Staatsrat 1813 knirſchend bekannt: Alles Unglück, geriſchen Tüchtigkeit, des wirtſchaftlichen und koloniſatorie
ralleutnant von Plüskow, Provinzialdirektor Fey, was Frankreich betroffen habe, ſei der deutſchen Ideologie ſchen Heldentums und des ſchiedsrichterlichen Amtes unter
Oberpoſtdirektor Milkau, Rektor und Prorektor, ſowie zuzuſchreiben. Ja, die deutſchen Ideen hätten ſich als den Nationen. Die Einzelſtaaten und die kleinen Fürſteng
faſt ſämtliche Profeſſoren und mehrere Aſſiſtenten. Das Wirklichkeiten erwieſen, die mächtiger waren, als die ge= höfe aber ſind die Pflanz= und Pflegeſtätten unſerer deutz
Präſidium führte der erſte Vorſitzende des Allgemeinen waltigſte Herrſcher= und Feldherrnkraft, die die Welt ſeit ſchen Heimatkultur in ihrer wundervollen Fülle und
Man=
nigfaltigkeit, die kein anderes Volk vergleichbarer an die
Studentenverbandes, eand. mach. et eleetr Schwabl Eäſars Tagen geſehen habe.
So aber, verehrte Feſtgenoſſen, ſteht es um die deut= Seite zu ſtellen hat; an dieſen ſtilleren Schauplätzen be=
(Germanige), der den Kommers mit kurzer Anſprache
er=
öffnete. Die Glocken= und Gralſzene aus „Parſiſal” von ſchen Ideen noch heute. Und als Angehörige oder Gäſte hauptet ſich noch heute, was den höchſten Vorzug des alten
der. Kapelle des Leibgarde=Infanterie=Regiments unter einer deutſchen Hochſchule laſſen Sie es uns heute mit Deutſchtums bedeutet hatte: Der Sinn für die ſeeliſchen
Obermuſikmeiſter Hauske, leitete zu den muſikaliſchen Dar=feierlichem Nachdruck bekräftigen: Jene Helden von 1813 Werte des Daſeins, für die menſchenveredelnden Kräfte der
bietungen des Abends über. Dann ſprach stuck, arch. haben recht geſehen! Deutſchlands großartiger Aufſtieg Wiſſenſchaft, Kunſt, und Dichtung, denen das junge Reich
Kurt Haentſchke (Rheno=Gueſtfalige) folgenden
zum Einheitsſtaat und ſein Eintritt in die Weltpolitik aus guten Gründen nicht entfernt eine ähnliche Pflege
zu=
haben zwar auch erſtaunliche materielle Erfolge gezeitigt zuwenden vermag wie die in älteren Ueberlieferungen
Prolog:
und mit ihnen auch mancherlei Stimmungen ſatten Be= wurzelnden Einzelſtaaten.
Die Glocken tönen jubelnd durch die Lande,
Vor allen anderen verehrt unſer heſſiſches Volk
hagens und Genießens verbreitet, aber die entſcheidende
Sie feiern Gott, den gütigen, im Himmel:
Trieb= und Schwungkraft unſerer nationalen Arbeit iſt in ſeinem hochſinnigen Landesfürſten einen treuen und
Die Glocken dröhnen durch das weite Land,
noch immer jener Idealismus geblieben, an dem einſt verſtändnisvollen Hüter dieſer teuerſten Schätze deutſchen
Und frohe Menſchen wandeln auf den Gaſſen.
Napoleons Siegenswagen zerſchellte. Alle unſere Erfolge Gemütes und zugleich den unternehmungsfrohen Förderen
Sie feiern, weil es eine Luſt, zu feiern,
wurzeln in den Tiefen geiſtiger Arbeit, und wenn wir mit und Beſchützer aller Beſtrebungen, die auf neuen, auch
Plaglos den ſchönen Tag dahinzubringen.
eigenwilligen Bahnen das alte Erbe zu mehren oder um=
Reckt auf die Leiſtungen deutſcher Wiſſenſchaft ſtolz ſind,
Sie ſind dem Meer gleich, das ein Wind bewegt.
weil ſie uns den Vorrang vor den anderen Völkern ge= Libilden bemüht ſind. Wir danken es ſeiner großzügigen
Daß es in Plätſcherfreud’ ans Ufer ſchlägt.
wonnen haben, ſo dürfen wir es doch nur dann, wenn wirTattraft, daß der Name Darmſtadt einen ſo hellen und
Es peitſcht der Sturm, und geifernd ſpringt die Flut
hohen Klang gewonnen und in der Vorſtellung aller ge=
Hochauf in raſend haßerfüllter Wut.
immer eingedenk bleiben, daß es die Eigenart deutſcher bildeten Deutſchen mit tonangebenden künſtleriſchen
Wiſſenſchaft iſt, nicht nur eine Sache des Kopfes, ſondern Werken ſich verknüpft hat. Wir freuen uns der reichen
Sie gleichen in dem Wankelmut dem Nebel.
auch des Herzens und der ſittlichen Zucht zu ſein, die das Befruchtung, die auch das Handwerk und die Geſtaltung
Drum kann ein Fürſt niemals der Volksgunſt trauen.
Opfer des ganzen Menſchen fordert. Das hat auch unſer des Stadtbildes durch die von hier ausgehenden künſt=
Er ſteht auf ſeinem Thron und ſchaut die Felſen, Kaiſer im Auge gehabt, als er die ſtolzen Worte ſprach, leriſchen Gedanken erfahren hat, der wertvollen Anregun=
Die ſtolz und trotzig in den Himmel ragen
daß das Weltimperium ſicher den Deutſchen gebühre. aber
gen, die das glücklich gedeihende Ausſtellungsweſen un=
und frei den Wogen ihre Bahnen weiſen,
nicht dem deutſchen Schwert — denn die Zeit der Erobe= ſerer Reſidenz nach allen Seiten verbreitet, des ſchönen
die aber feſt und treu ſind wie das Eiſen.
rungskriege iſt ſeit Napoleon vorüber —, ſondern dem Aufblühens der Tonkunſt, der Bühnenkunſt und der mit
Auch wir gehören zu den Felſen,
deutſchen Geiſt, dem deutſchen Gewiſſen der deutſchen neuen Reizen ſich ſchmückenden geſelligen Feſte Wir ſind
Wir wollen werden ſo, wie dieſe ſind.
Sprache und der deutſchen Arbeit. Um dieſes Weltberufes aber nicht minder ſtolz auf den erlauchten Ebrendoktor
Wir möchten auch das Volk zum Siege führen
willen müſſen wir ſtark ſein und auch dem mächtigſten unſerer Hochſchule, der in der Fürſorge für den Wohlſtand
Gegner allezeit gewachſen bleiben.
Auf unfrer Technik kühn verwegnen Bahnen.
der Wiſſenſchaften und der ihrer Pflege gewidmeten An=
Wir wollen ihm die Schönheit geben.
Aber auch die andere Prophezeiung Schleiermachers ſtalten eine ſeiner vornehmſten landesväterlichen Aufgaben
5n
nd Schönheit liegt in allem, was da klar
hat ſich inzwiſchen köſtlich zu erfüllen begonnen: „Volk und erblickt und die Fortſchritte unſerer Arbeit mit huldreich=
Und groß. Wir wollen tiefen Segen wirken,
Fürſten werden auf ſchönere Weiſe, als es ſeit Jahrhun=ſtem Anteil begleitet. Und doch iſt es vielleicht das
und der blüht auf der Eintracht Muterboden.
derien der Fall geweſen, vereinigt werden: Es war die Schönſte und das Liebenswerteſte was wir an ihm zu
und Eintracht flüſtert leis in allen Ecken,
große Sendung des Freiherrn vom Stein, daß der Mili= rühmen haben, daß er einer der volkstümlichſten deutſchen
Wo ſegensreich ein guter Fürſt regiert.
tär= und Beamtenſtaat der älteren Zeit ſich umformte in Fürſten iſt, der in und mit ſeinem Heſſenvolke wirklich
Wir brauchen ihn, wir wollen zu ihm halten,
den Volks= Rechts= und Kulturſtagt, in dem der gehor=lebt und arbeitet in gewinnender Schlichtheit, in
un=
ſame Untertan von ehedem zum Staatsbürger wurde und gezwungener Anmut des Verkehrs; auch dem einfachſten
So frei und trotzig treu wie jene Felſen.
Fir wollen’s ſchwören mit Begeiſterung der Jugend, der Staat ſelbſt aus einer obrigkeitlichen Veranſtaltung Manne ſteht der Zutritt zu ihm jederzeit offen, und jeder
Die heilig iſt und gut und wahr:
zu einer Sache der ganzen Nation. Kein Herrſcher dürfte darf ohne Scheu vor ihm ausſprechen, was er auf dem
(Wir wollen zu ihm ſtehen immerdar!
jetzt noch von ſich ſagen: Der Staat bin ich!, denn das Volk Herzen trägt. Der gleiche Zauber der Volkstümlichkeit geht
hätte ihm ſofort erwidert: Der Staat ſind du und wir, die von ſeiner hohen Gemahlin aus, dieſer vorbildlichen Hü=
Es kann der Schwur leicht von den Lippen flammen, im Staate geeinte Nation mit ihren vier großen, fortan terin aller mütterlichen Tugenden, ſowohl im engeren
Dem guten Fürſten gilt das hohe Band.
unveräußerlichen Errungenſchaften: Verfaſſung, Parla=häuslichen Rahmen wie im weiteſten Kreiſe einer das
Was ſoll ich weiter von ihm rühmend ſagen?
ment, Selbſtverwaltung und allgemeine Wehrpflicht. Ja, ganze Land umfaſſenden Liebesarbeit und Wohlfahrts=
Denn allen unter uns iſt er bekannt:
der Staatsgedanke hat tiefere Wurzeln geſchlagen, und die pflege. In dem Familienleben des Großherzoglichen
Er iſt euch wohl vertraut, wie er der Kinder
Fürſtenthrone ſtehen feſter gegründet, denn je zuvor ſeit Hauſes waltet jener ſchlichte, geſunde, heitere und fröhlichen
Glückſelig frohem Spiele lächelnd lauſcht
dieſe gewaltige Wandlung ſich vollzogen hat, ſeit „Liebe Geiſt, wie er jedem bürgerlichen Haufe von Herzemt
Und an die Vaterbruſt gern ziehen möchte,
des Vaterlandes, Liebe des freien Mannes” in ihnen zu wünſchen wäre und der deutſchen Auffaſſung ſoll
Was lachend iſt und glücklich ſo wie ſie.
Lebensnotwendigkeiten des nationalen Wollens und Wir=cher Lebenswerte am reinſten entſpricht. Der innigſte
Ihr wißt ihn auch den Armen dieſer Erde
Wunſch, den wir unſerem geliebten Landesherrn zur
kens erkannt hat.
In Liebe zugewandt. Er will geſund
Wir wiſſen allerdings, daß die politiſche Erziehung Wiederkehr ſeines Geburtstages weihen, iſt dieſer: daß
Sein Volk und kräftig ſehn; er ſucht zu helfen,
unſeres Volkes noch viel zu wünſchen übrig läßt. Noch der reiche Segen, der auf ihm und ſeinem Hauſe ſichtlich
Wo Not und Laſt die ſchwachen Seelen drücken.
ſind wir weit davon entfernt, daß das ſtaatsbürgerliche ruht, ihm treu bleiben möge durch ein langes glück= und
Und gutem Neuen leiht er gern ſein Ohr.
Pflichtgefühl, wie es ſein ſollte, alle Schichten der Geſell= erntenreiches Leben. Und ebenſo treu ſoll ihm bleiben die
ſchaft gleichmäßig durchdringe. Noch immer wirken unter warme Dankbarkeit und die herzliche Verehrung, mit der
Ihr ſeht ihn als der Schönheit hohen Schützer:
uns jene philiſterhaften Stimmungen und Gewöhnungen wir jetzt uns einigen wollen in dem jubelnden Rufe=
Denn Schönheit ſtehet auf der Kunſt Panier
vielfach fort, die aus der langen Zeit unſerer politiſchen Seine Königliche Hoheit, unſer teurer Großherzog Ernſt
Geſchrieben. Kunſt iſts, dem ſein Leben gilt
Unmündigkeit und Bedeutungsloſigkeit ſich erhalten haben: Ludwig, er lebe hoch, hoch, hoch1‟
Kunſt iſt das Ringen nach der wahren Schönheit!
Im Anſchluß daran wurde ein Huldigungstele=
Lauheit, Gleichgültigkeit und Abneigung gegen alle poli=
Er will die Schönheit! Schönheit wollen wir!
tiſche und ſtaatliche Betätigung. Und die deutſche Ideo= gramm an den Großherzog abgeſandt. — Später über=
So ſind wir eins. Einmiltig wolln wir ſtehen
logie, die ſo Großes geleiſtet hat, hat uns auch ihre uner= reichte der Präſes der Gattin des Rektors Magnifizenz
In Kampf, Gefahr, in bittrer Not und Tod!
freuliche Kehrſeite immer wieder gewieſen: Theoretiſche einen prächtigen Roſenſtrauß.
Mit Ehrfurcht vor dem Alten und mit Mut,
Die Rede auf die Profeſſoren hielt Herr
Verbohrtheit, eigenſinniges Feſthalten und utopiſchen
Das Neue friſch zu wagen,
Gedankenbildern, Rechthaberei, Streitſucht, Verketzerung sludk. ing. Schimpf (Rhenanige). Er betonte beſonders
Getreu der eigenen Natur und treu
die Notwendigkeit des Zuſammenarbeitens zwiſchen Stu==
Den Menſchen, die wir lieben!”
und Parteileidenſchaften aller Art, die die Freude an den dentenſchaft und Profeſſoren. Dazu aber ſei es nötig,
gewaltigen Fortſchritten unſeres nationalen Daſeins und
Danach hielt cand. Schwab die Begrüßungs= an dem erfolgreichen Ausbau unſerer weltgeſchichtlichen daß die Studentenſchaft ſelbſt einig ſei, daß nicht
Sonder=
intereſſen einzelner Gruppen und Anſchauungen Zwieſpalt
anſprache Er hieß beſonders die Herren Generalleut= Stellung gar nicht mitzuempfinden ſcheinen, die über aller= in ihre Reihen tragen. Nur dann iſt ein gedeihliches
Ar=
nant von Pluskow, Rektor Magnifizenz Geh. Hofrat hand Krankem und Unzulänglichem das Geſunde und beiten zum eigenen und zum Wohle der Hochſchule möglich.
Dr. Schmidt, Provinzialdirektor Fey und Oberpoſtdirektor Lebenskräftige nicht wahrnehmen wollen, unſeren natio=
Rektor Magn. Prof. Dr. Schmidt ſprach namens
Milkau und endlich die zahlreich erſchienenen Damen herz= nalen Lebenswillen hindern, ſich ſo wuchtig durchzuſetzen, der Profeſſorenſchaft den herzlichen Dank für die
Ein=
lich willommen und ließ dann auf das gute Gelingen wie es ihm eben nur dann gelingen kann, wenn dieſer ladung aus und beionte, daß es zweierkei Gründe waren,
des Feſtes einen donnernden Salamander reiben. — Die Wille jeden Einzelnen unter uns wirklich beſeelt.
die diesmal ſo viele Proſefforen veranlaßt haben, dieſer
Feſtanſprache
Eine Feier wie die heutige aber, veranſtaltet von einer ſchönen Feier beizuwohnen. Einmal der Wunſch, einem
heſſiſchen Hochſchule zu Ehren unſeres geliebten Landesfür=lieben und liebenswerten Fürſten zu huldigen, und dann
hielt Herr Profeſſor Dr. Berger, der ungefähr folgendes ſten, läßt über dem Ernſt ſolcher Gedanken die frohe Hoff= auch, um der Tatſache Ausdruck zu geben, daß an der
Tech=
ausführte:
nung auftauchen, daß alle die Rückſtände und Hemmungen, niſchen Hochſchule das herzlichſte Einvernehmen zwiſchen
Wo irgend deutſche Männer und deutſche Frauen in an denen unſer nationales Daſein krankt, durch die ver= der Studentenſchaft und dem Lehrkörper herrſcht. (
Bei=
dieſem Jahre zu vaterländiſchen Feſten ſich vereinen, da jüngenden Kräfte, die ihm aus dem akademiſchen Nachwuchs fall.) In dieſem innigen Einvernehmen liege das
Ge=
wirkt ein Geiſt in ihrer Mitte, „zugleich ein Sänger und fort und fort zuſtrömen, mit der Zeit immer beſſer über= heimnis des Erfolges. (Lebh. Beifall.) Ich benutze gern
ein Held” jener hehre Geiſt, der in der Völkerſchlacht zu wunden werden. Fürſt Bülow hat einmal im Reichstage die Gelegenheit, der Studentenſchaft die Verſicherung un=
Leipzig eine der größten Taten der Weltgeſchichte voll= von unſerem Kaiſer geſagt: Wie man auch über ihn urtei= ſerer aufrichtigen Freundſchaft zu erneuern. Im weiteren
bracht hat. Uns zu dieſem Geiſte in Ehrfurcht zu bekennen, len möge, ein Philiſter ſei er jedenfalls nicht! Er hätte ermahnte Redner die Studentenſchaft, ſich, mag auch das
ſei auch in dieſer Stunde unſer erſtes Geſchäft.
das gleiche vom Großherzog von Heſſen rühmen dütfen: ſtudentiſche Leben, wie alles in der Welt Wandlungen
Wenn wir fragen um was iſt damals eigentlich ge=Er hat auch nicht den leiſeſten Zug von Philiſter an ſich. unterworfen ſein und die Studentenſchaft ſich gerade jetzt
kämpft worden ſo pflegt die Antwort darauf zu lauten: Und Ihnen, liebe Kommilitonen, iſt zwar der alte Sprach= in einem Uebergangsſtadium der Entwicklung befinden,
um die Freiheit von der Fremdherrſchaft! Die Antwort gebrauch wohl noch geläufig, daß der Lebensweg eines ſich unter allen Umſtänden ihr fröhliches Burſchenleben zu
iſt natürlich richtig, und doch ſagt ſie nicht alles. Wer die ljeden aus der akademiſchen Freiheit ins Philiſterdaſein bewahren (Lebh. Beifall) und die Freude an der Ar=
Helden von 1813 ſelber befragt, empfängt von ihnen jeden= führe, aber dieſer Sprachgebrauch iſt ſicherlich nicht mehr beit. (Weniger lebhafter Beifall.) Zum Schluß ließ
Red=
falls eine ungleich tiefer greifende Antwort. Sie kämpften zeitgemäß: Der Philiſter paßt in das ſtartbewegte Leben ner einen kräſtigen Salamander auf das Weſterbeſtehen
nicht bloß für die Freiheit, ſondern ſie kämpften für den unſerer Tage ebenſo wenig mehr hinein, wie etwa der zer= herzlichen Einvernehmens zwiſchen Studentenſchaft und
Weltberuf der deutſchen Nation, der nur in der Freiheit ſich ſtreute Profeſſor oder ähnliche Erſcheinungen einer engen, Lehrkörper reiben.
entfalten konnte. Sie wollten Deutſchland frei und groß verträumten, ſelbſtgenügſamen Vergangenheit, die nur
Weitere offizielle Reden wurden nicht gehalten. Der
und mächtig machen, weil ſie des Glaubens waren, daß noch in Witzblättern oder abgelagerten Luſtſpielen ihren Abend war in ſeinem weiteren Verlaufe einem recht
ſtu=
die Menſchheit ein ſolches Deutſchland brauche, um vor=Platz haben. Der moderne Staatsbürger hat einfach kein dentiſchen, feuchtfröhlichen Treiben und außerdem
muſikali=
wärts und aufwärts geführt zu werden, immer höheren Recht und keine Zeit mehr zum beſchaulichen Philiſtertum: ſchen Genüſſen gewidmet. Gegen 12½ Uhr fand der
Beſtimmungen entgegen. Es war der weltumſpannende Der mächtige Drang nach vorwärts die Anſpannung aller Kommers ſein Ende. Ein inoffizieller Teil war diesmal,
Idealismus des 18. Jahrhunderts, der in dieſen Männern Kräfte, der edle Ehrgeiz und der kühne Wagemut, das ſind nicht vorzeiehen.
glühte, das heilige Erbe eines Leſſing, Herder. Goethe, die Eigenſchaften, die wir im heißen Wettkampfe der Völ=
Schiller und Kant. Niemand hat das damals beſſer geſagt, ker dringender nötig haben, denn je zuvor. Wo dieſe Aus=
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Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1913.
Seite 7.
verſchieden iaſen und für mienanden die Kuſtanſen aus f Ueber den Anlaß dazr wird berichtet daß in der Nähe der
Gerichtszeitung.
dem Feuer geholt. Durch unſere ruhige Haltung wäh= Wohnung des Leutnants v. Forſtner einige Offiziere
* Berlin, 28. Nov. In der Strafkammerverhand= ren des Burenkrieges haben wir der Erregung, die ſeit zuſammenſtanden, als gerade die Fortbildungsſchule ge=
Ung gegen die Gräfin Treuberg wurden die ſchon dem Krüger=Telegramm in England herrſchte, die erſte ſchloſſen wurde, aus der Mitte der jungen Leute
Mkannten Wucherfälle noch weiter aufgeklärt. Als Zeuge Schärfe genommen und England auch im weiteren Ver= Schmährufe auf den Leutnant v. Forſtner laut
wur=
kſchien weiter der frühere Offizier und jetzige Student lauf der Dinge keinen Anlaß gegeben, uns während des den, worauf Leutnant Schadt die Wache alarnieren, die
Freiherr v. H. Er hatte für einen Freund, den Baron Baues unſerer Flotte in den Arm zu fallen. Auf der an= Bajonette aufpflanzen und die Straßen räumen ließ,
zu=
karos, mit einem hohen Betrag Bürgſchaft geleiſtet und deren Seite iſt es bei ſorgſamer Pflege des Dreibundes nächſt die Hohbarrſtraße dann die Hauptſtraße Unter den
Eshalb gezögert, ein Darlehen aufzunehmen. Er ſei an nicht zu Zuſammenſtößen mit dem Zweibund gekommen, Verhafteten ſollen ſich auch einige richterliche Beamte
be=
ſſie Angeklagte verwieſen worden, die ihn zum Buchhänd= die die Fortführung unſeres Flottenbaucs aufgehalten finden, die ſich auf der Straße befanden, weil im
Land=
r Schröder führte Dort habe er einen Wechſel über hätten. Zwiſchen franzöſiſch=engliſcher Entente und Zwei= gerichtsgebäude gerade ein großer Prozeß zu Ende ge=
000 Mark unterſchreiben müſſen und Bücher erhalten, bund haben wir einen ſchmalen Weg gehen müſſen, der gangen var. Eine amtliche Darſtellung des Falles liegt
Als er die Bücher verkaufen wollte, ſei ein Angeſtellter von ſchmäler wurde, als die franzöſiſch=engliſche Entente ſich noch nicht vor.
chröder zu ihm gekommen und habe ihm die Bücher mit zur Tripel=Entente weitete, und nur mit angeſtrengteſter
* Zabern, 29. Nov. Heute vormittag fanden
ein=
ſem Bemerken wieder abgenommen, er werde andere er= Vorſicht gangbar blieb. als England uns mit einem Netzzelne Ausſchreitungen ſtatt. Der
Land=
falten, da ſie der Prinzeſſin Luiſe von Koburg gehörtes, von Bündniſſen und Ententen umgab Als endlich wäh= gerichtspräſident und der erſte
Staats=
r habe ſodann im ganzen in Raten von 100 Mark 3100 rend der bosniſchen Kriſe der internationale Horizont ſich anwalt haben ſich nach Straßburg begeben, wie man
Mark von Schröder erhalten und ſie auch wieder zurück= lichtete, als die deutſche Kontinentalmacht das Ein= hört um dem Stätthalter Vortrag zu halten.
hezahlt. Die Angeklagte habe 3000 Mark Proviſion ver= kreiſungsnetz zerriß, da waren wir mit unſerem Flotten=
* Berlin 29. Nov. Ueber die geſtrigen
Vor=
angt, aber nicht von ihm erhalten. Ein weiterer Zeuge bau über das Stadium der Vorbereitung bereits hinaus.” gänge in Zabern wied von zuſtändiger Seite
mitge=
bar der Gerichtsaſſeſſor F., der Sohn eines Direktors im
teilt: Als geſtern nach Beendigung der Turnſtunde, die in
Auswärtigen Amt. Er befand ſich in Geldverlegenheit
der ſtädtiſchen Turnhalle ſtattfand, ſich die Offiziere nach
und wurde von der Angeklagten, an die er ſich wandte, zu
Luftfahrt.
Hauſo begeben wollten, wurde von Ziviliſten hinter ihnen
Pariſer geführt. Dort habe er einen Wechſel mit 100 Mk.
Von der Darmſtädter Fliegerſtation.
hergeſchrien. Die Offiziere ließen die Leute durch
Pa=
nterſchreiben müſſen und 1000 Mark in bar auf drei Mo=
Sergeant Grübbel als Flugzeugführer der Flie= trouillen feſtnehmen. Bei dieſer Feſtnahme ſammelte ſich
hate erhalten. Solche Geſchäfte ſeien vielfach üblich. Nach
gerſtation und Leutnant von der Elz vom 25. Artillerie= eine große Menge an, die den Offizieren folgte. Da keine
Vernehmung einiger unweſentlicher Zeugen wurde die Regiment unternahmen am 27. November einen Ueber= Sicherheitsbeamten anweſend waren, trat die Wache ins
Verhandlung auf Montag halb 10 Uhr vertagt.
landflug nach Mülhauſen. Der Flug wurde in drei Gewehr und rückte auf den Schloßplatz vor die Kaſerne.
* Göteborg, 28. Nov. In der heutigen Ge=Stunden zurückgelegt. Die beiden Flieger ſtarteten Samstag Mit Trommelwirbel wurde bekannt gegeben daß die
kichtsverhandlung gegen den unter Spionage= vormittag 8 Uhr 44 Minuten auf dem Flugplatz Habs: Straßen ſofort zu räumen ſeien, andernfalls würde von
berdacht verhafteten deutſchen Staatsangehörigen heim bei Mülhauſen i. Elſ. zu einem Vierſtundenflug um der Schußwaffe Gebrauch gemacht werden. Die Menge
Waumann erklärten die beiden Belaſtungszeugen, die die Nationalflugſpende. Da ſehr dunſtiges Wetter warlief auseinander nur vier bis fünf Schreier blieben an
Hauptleute Lindberg und Nordbank, daß die bei Baumann mußte Sergeant Grübbel immer den Rhein entlang nach einem Laden ſtehen und wurden ſiſtgenommen. Da ſich
Gefundenen Aufzeichnnugen ſich auf die Elfborg=Feſtung Mainz und von da über Frankfurt fliegen. Nachdem die inzwiſchen wieder weitere Leute zu verſammeln ſuchten,
beziehen. Baumann behauptete dagegen, daß die Auf= beiden Flieger mit ihrem Aviatik=Doppeldecker längere wurde die Hauptſtraße vor dem Schloßplatz durch die
ſeichnungen von einer ausländiſchen Feſtung herrühren. Zeit hier über der Stadt gekreuzt hatten, erfolgte 12 Uhr Wache vollſtändig vom Volk geräumt. Mehrere Leute
Der Poliziſt Guſtavſohn ſagte aus, er habe Baumann 47 Minuten die glatte Landung auf dem Truppen; weigerten ſich dabei, weiterzugehen und wurden
feſtge=
etwa 20 Meter vom Stacheldrahtzaun entfernt geſehen der lübungsplatz bei Darmſtadt. Sergeant Grübbel erhält nommen. Nachdem die Hauptſtraße und der Schloßplatz
geräumt waren. rückte die Wache wieder ein. Es wurden
die Feſtung umgibt. Der öffentliche Ankläger erklärte Bau= damit ſeinen Anteil an der Nationalflugſpende.
mann der Spionage für ſchuldig. Der Gerichtshof ſchloß
Herr Leutnant v. Oſterroth mit dem Führer der noch mehrfach Patrouillen ausgeſandt, um die Hauptſtraße
ſich dem an. Da Baumann außerdem im Verdacht ſteht, Darmſtädter Fliegertruppe Hauptmann v. Dewall flo= freizuhalten und den Offizieren, die nach Hauſe gehen
in Malmö Urkundenfälſchungen vorgenommen zu haben, gen Freitag mittag von hier nach Freiburg. Die Lan= wollten, die Möglichkeit zu bieten, Leute die etwa wieder
beſchloß der Gerichtshof, Baumann dem dortigen Gericht dung dort erfolgte glatt. Die beiden Flieger flogen geſtern hinter ihnen herſchreien ſollten, feſtzunehmen. Im
gan=
zu übergeben, das das endgültige Urteil fällen wird.
wieder von Freiburg nach Darmſtadt zurück. zen wurden 96 Leute feſtgenommen. Gegen 9 Uhr abends
Die Landung erfolgte geſtern nachmittag ebenfalls glatt trat Ruhe ein. Unter den Feſtgenommenen ſoll ſich ein
auf dem Truppenübungsplatz. — Unteroffizier Backhaus Staatsanwalt befinden, der ſich geweigert hat,
weiterzu=
hatte geſtern einen Ueberlandflug nach Straßburg an= gehen. Ob er inzwiſchen freigelaſſen worden iſt, iſt un=
Deutſchland unter Kaiſer Wilhelm II.
getreten. Er mußte bei Speyer eine Notlandung vorneh= bekannt. Von der Verhaftung anderer Gerichtsperſonen
betitelt ſich ein drei Bände umfaſſendes Werk, das, wie men, ſtieg ſpäter wieder auf und landete bei Worms aber= iſt nichts bekannt. Der Bürgermeiſter lag krank im Bett.
ſchon mitgeteilt, in dem bekannten Verlage von Reimer mals auf dem Exerzierplatz infolge eines Motordefektes, der Kreisdirektor war in Straßburg. Wegen der
angeb=
lichen Verfehlungen des Leutnants v. Forſtner im Ma=
Hobbing, Berlin, erſcheint und unter der Schriftleitung Der Apparat wird jedenfalls abmontiert werden.
des Geheimen Juſtizrats Zorn und Herbert von Bergers
nöber iſt eins Unterſuchung eingeleitet, deren Ergebnis
herausgegeben wird von Oberbürgermeiſter Körte dem
noch nicht feſtſteht.
* Die Knallgasbildung bei Luftſchif=
Oberpräſidenten a. D. von Loebell. dem Oberpräſidenten
* Berlin, 29. Nov. Wie wir von berufener Seite
der Rheinprovinz Freiherrn von Rheinbaben, dem Prä=fen. Die vermutliche Urſache zu der Kataſtrophe erfahren, iſt wegen der neueſten Vorfälle in Zabern
ſidenten des Abgeordnetenhauſes Grafen von Schwerin= in Johannisthal iſt die Entzündung eines Ge= ſogleich die ſtrengſte Unterſuchung eingeleitet
Löwitz, Profeſſor Dr. Adolf Wagner u. a. Der erſte Bandmiſches von Luft und Waſſerſtoff durch einen worden.
bringt in ſechs Kapiteln eine Betrachtung des Fürſten der Antriebsmotoren. Es lag deshalb nahe einmal ein
* Berlin 29 Nov. Zu den Behauptungen über
von Bülow über deutſche Politik. Den aktuellen Geſcheh= Paſſagier=Zeppelinluftſchiff auf die Möglichkeit eines
ſol=
niſſen ferngotreten, ſpricht der Verfaſſer von der höheren chen Brandes hin zu unterſuchen. Gelegentlich der letzten ſangebliche Verfehlungen des Leuknants
Warte des Unbeteiligten als Patriot zur Nation von den Fahrten der „Viktoria Luiſer iſt nun mit Hilfe eines v. Forſtner im Manöver iſt noch mitzuteilen, daß die
politiſchen Dingen, die uns in den vergangenen Jahr= für dieſen Zweck konſtruierten, ſehr verdünnte Gas=Unterſuchung, an der das Zivilgericht beteiligt iſt, ſchon
zehnten bewegt haben. Keine Enthüllungen und keinegemiſche anzeigenden Apparates währendſeit längerer Zeit ſchwebt.
* Straßburg, 29. Nov. Vom Miniſterium iſt
Indiskretionen bietet der vormalige Reichskanzler, ſon= der verſchiedenen Stadien der Fahrten das Vorkommen
dern eine groß angelegte Darſtellung von Erfahrungen von entzündungsfähigen Waſſerſtoffgemiſchen in den ein= heute zur Feſtſtellung der Vorfälle in Zabern von
und Erlebtem zum Nutzen und Frommen vornehmlich der zelnen Teilen des Luftſchiffes, beſonders über und in der geſtern abend und heute morgen Geh. Regierungsrat
deutſchen Landsleute, Ueber ſeine grundſätzliche Auf=Nähe der Antriebsmotoren, unterſucht worden. Wie ſich Pauli als Enguste=Kommiſſar entſandt worden,
Außer=
faſſung der deutſchen Flottenpolitik ergeben hat, findet über den übrigens tiefer als bei dem dem ſind in Zabern zwölf Gendarmen zuſammengezogen
verbrannten Militär=Luftſchiff unter dem Schiffsrumpfe und auf Antrag des Kreisdirektors iſt ein
Polizeikom=
ſchreibt Fürſt Bülow:
„Mit dem Auge auf die engliſche Politik mußte unſere gelegenen Motorgondeln eine derart ſtarke Ventilation der miſſar dorthin entſandt und ihm unterſtellt worden, da=
Flotte gebaut werden — und ſo iſt ſie gebaut worden. Luft ſtatt, daß das Vordringen erploſionsfähiger Gasge= mit die Ruhe unter allen Umſtänden durch die Kräfte der
Der Erfüllung dieſer Aufgabe hatten meine Bemühungen miſche bis zu gefährdenden Motorteilen als ausgeſchloſſen Zivilpolizei aufrecht erhalten werden kann.
* Straßburg, 29. Nov. Nach Erkundigung an
auf dem Felde der großen Politik in erſter Linie zu gel= erſcheint. Auch in den Laufgängen, die unter dem
Schiffs=
ten. In doppelter Hinſicht mußte ſich Deutſchland inter= körper die Gondeln und die Paſſagierkabine untereinander zuſtändiger Stelle iſt die Meldung Berliner Blätter, der
national unabhängig ſtellen Wir durſten uns weder von in Verbindung bringen, alſo unmittelbar unter den Gas=Statthalter Graf v. Wedel und der Kommandierende
zellen, ſind ſtärkere, ſich ſchnell verflüchtende Gasgemiſche General von Deimling hätten ſich nach
Donau=
einer grundſätzlich gegen England gerichteten Politik das
Geſetz unſeres Entſchließens und Handelns vorſchreiben nur bei Ablaſſen der Ventile zu finden. Die ſeitliche dicht leſchingen begeben, und den Kaiſer über die
laſſen, noch durften wir uns um der engliſchen Freund= an der Außenhaut erfolate Lagerung dieſer Ventile er=Vorfälle in Zabern Bericht zu erſtatten, glatt
möglicht den augenblicklichen Abzug des Gaſes ins Freie. erfunden.
ſchaft willen in engliſche Abhängigkeit begeben. Beide
In der mit Blech verkleideten Kammer für die drahtloſe
Gefahren waren gegeben und rückten mehr als einmal in
Eine Proteſtkundgebung des Gemeinderats.
bedenkliche Nähe. In unſerer Entwickelung zur Seemacht Telegraphie, ſowie in der Paſſagierkabine konnte
Waſ=
konnten wir weder als Englands Trabant, noch als An= ſerſtoff auch nicht als Spuren gefunden werden.
* Zabern, 29. Nov. Der hieſige
Gemeinde=
rat hat heuts nachmittag 3 Uhr folgende Reſolution
tagoniſt Englands zum erwünſchten Ziele kommen. Die
* Poſen, 28. Nov. In einer heute abend hier ab= an den Reichskanzler, den Kaiſerlichen
Statt=
vorbehaltloſe und ſichere Freundſchaft Englands wäre
ſchließlich nur zu erkaufen geweſen durch Aufopferung gehaltenen mehrſtündigen Sitzung der Delegierten der halter, den preußiſchen Kriegsminiſter und an das
Reichs=
eben der weltpolitiſchen Pläne um derentwillen wir dieOrtsgruppe das Deutſchen Luftfahrerver= tagspräſidium telegraphiſch gerichtet: Geſtern abend ſind
beitiſche Freundſehaft geſucht hätten. Wären wir dieſen bandes unter dem Vorſitz des Amtsgerichtsrates Uecker= ungefähr 30 ruhige Bürger von Militärpatrouillen ohne
Weg gegangen, ſo würden wir den Fehler begangen Poſen wurde beſchloſſen, im nächſten Jahre einen Oſt=Grund gewaltſam feſtgenommen und abgeführt worden.
haben, den der römiſche Dichter meint, wenn er ſagt, man markenflug in die Wege zu leiten. Als Zeitpunkt Alle, mit Ausnahme eines Landrichters haben trotz
Ein=
dürfe nicht propter vitam vivendi perdere sausas. Als der Veranſtaltung iſt der Monat Mai in Ausſicht genom= ſpruchs der Zivilbehörde die Nacht im Keller der Kaſerne
Englands Feind aber hätten wir ſchwerlich Ausſicht ge= men. Der Flug geht von Breslau aus. Etappen werden zubringen müſſen und ſind erſt heute gegen Mittag dem
Zivilrichter vorgeführt worden, der ſofort ihre
Frei=
habt, in unſerer Entwickelung zur See= und Welthandels= in Poſen, Königsberg und Danzig, Kontrollſtationen
vor=
macht ſo weit zu kommen, wie wir am Ende gelangt ſind. ausſichtlich in Thorn, Bromberg, Schneidemühl, Grau= laſſung angeordnet hat. Der Zaberner Gemeinderat in
Die Aufgabe, der neuen deutſchen Waltpolitik das denz. Allenſtein und Inſterburg errichtet werden. Die beſonderer Sitzung gibt einſtimmig ſeiner Entrüſtung
machtpolitiſche Fundament zu gewinnen, darf heute im Veranſtaltung iſt in „pekuniärer Hinſicht vollſtändig ge= Ausdruck über das fortgeſetzte jeder rechtlichen Ordnung
hohnſprechende und ofſenſichtlich provokatoriſche Vorgehen
ſichert.
großen und ganzen als gelöſt angeſehen werden. Gewiß
des Oberſten v. Reuttor und erbittet dringend ſofort
iſt das Deutſche Reich nur ungern als Weltmacht von
den=
die nötigen Maßregeln zu ergreifen, um der Zaberner
jenigen Staaten begrüßt worden, die jahrhundertelang ge=
Die Verteilung der Preiſe der National=
Bürgerſchaft den Schutz angedeihen zu laſſen, auf welchen
wohnt waren, die Fragen der überſeeiſchen Politik allein
ſie rechtlich Anſpruch hat.”
flugſpende.
38 entſcheidest. Unſer weltpolitiſches Recht wird aber
heute in aller Herren Länder anerkannt, wo die deutſche
* Berlin, 29 Nov. In der vierten Verwal=
Kriegsflagge ſich zeigt Dies Ziel mußten wir erreichen.tungsausſchußſitzung des Kuratoriums der
Stimmen aus dem Publikum.
Es war gleichbedeutend mit der Schaffung unſerer Kriegs= Nationalflugſpende wurde beſchloſſen, in
Aner=
flotte und konnte nur erreicht werden unter gleichzeitiger kennung der unerwartet großen Leiſtungen der Zivil= und (Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
§ 21 Abſ. 2 des
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund der
Ueberwindung erheblicher Schwierigkeiten ſowohl auf dem Militärflieger im Wettkampf um die von der National=
Prehgeiehes in vollem Umſange der Einſender verantwortlicht.
Gebiete der auswärtigen, der internationalen wie der flugſpende ausgeſetzten Preiſe für Fernflüge ſämtliche
Es währt ſchon längere Zeit, daß die Pferde des
inneren, der nationalen Politik.
Preiſe zur Verteilung zubringen. Nach dem
Während des erſten Dezenniums nach Einbringung bisher feſtgeſtellten Ergebnis kommen die Flüge in folgen=ſtädtiſchen Müllabfuhrweſens weit über ihre Kräfte
über=
der Flottenvorlage von 1897 hatten wir eine Gefahr= der Reihenfolge in Frage: 2078 Kilometer Viktor Stöff= anſtrengt und mißhandelt werden. Und zwar geſchieht
zone erſter Ordnung in unſerer auswärtigen Politik zu ler (Aviatik=Mülhauſen) 100 000 Mark: 1506 Kilometerdieſes, wenn die ſehr ſchweren Fuhren (die Wagen ſind
durchſchreiten, denn wie ſollten uns eine ausreichende See= Schlegel (Waggonfabrik=Gotha) 60 000 Mark: 1371 ſchwerer, wie ihr ganzer Inhalt!) die Roßdörfer Ehauſſee
macht und eine wirkſame Vertretung unſerer Seeintereſſen Kilometer Thelen (Albatros=Johannisthal) 50 000verlaſſen und nach der Grube am Glasberg einbiegen. Die
Zu= und Abfahrtswege ſind ſo erbärmlich weich und
ſchaffen, ohne noch zur See genügende Verteidigungs= Mark: 1228 Kilometer Oberleutnant Kaſtner (
Militär=
ſchlecht reſp. verkommen, daß faſt kein Wagen trotz aller
ſtärke zu beſitzen Unbeſchädigt und ohne Einbuße an verwaltung) 40 000 Mack: 1175 Kilometer Stief=
Würde und Preſtige iſt Deutſchland aus dieſer kritiſchen patter (Jeannin=Johannisthal) 25000 Mark; 1157 Kilo= Schinderei durchkommt, ohne nicht 2—3mal ſtecken zu blei=
Periode hervorgegangen. Im Herbſte 1897 brachte die meter Leutnant Geyer (Militärverwaltung) 15000 ben. Wäre es nicht möglich, daß ſich ein Herr der Stadt=
Saturday Review jenen berühmten Artikel, der in der Mark: 1115 Kilometer Caſpar (Waggonfabrik=Gotha) verwaltung dieſe unhaltbaren Zuſtände mal anſähe und
Erklärung gipfelte, daß, wenn Deutſchland morgen aus 10000 Mark. Die Preisverteilung erfolgt nach endgül=endlich dafür ſorgte, daß da einige ſtädtiſche Arbeiter
der Welt vertilgt würde, es übermorgen keinen Engländer tiger Feſtſtellung der genauen Entfernungen in einer eine entſprechende Anzahl Fuhren von Steinſchottern,
feierlichen Sitzung des Kuratoriums der Nationalflug= mit Kies und Sand durchſetzt, hineinſchafften, damit dieſe
gäbe der nicht um ſo reicher ſein würde, und der mit den
— Ein Fuhr=
Worten ſchloß: Germaniam esse delendam‟. Zwölf ſpende am 18. Dezember 1913, wozu auch Prinz Heinrich Wege befeſtigten Untergrund bekommen?
Jahre ſpäter erklärten zwei große und nicht beſonders von Preußen ſein Erſcheinen zugeſagt hat. Etwaige Er=mann, dem ich diesbezügliche Vorhaltungen machte, ſagte
deutſchfreundliche engliſche Blätter, daß die Stellung innerungen gegen die bisherigen Feſtſetzungen werden mir: „Wir haben uns ſchon oft beſchwert bei unſerem In=
Deutſchlands eine größere und ſtärkere ſei, als ſie ſeit dem ven der Geſchäftsſtelle der Nationalflugſpende, Kronen=ſpektor, aber das nützt alles nichts”. Die Fuhrleute trifft
auch nur inſofern eine Schuld, daß, wenn mal zufällig ein
ſtraße 64.68, bis 5. Dezember 1913 entgegengennuruven.
Rücktritt des Fürſten Bismarck je geweſen wäre.
zweites Fuhrwerk dort hält, ſie zu bequem ſind, vorzu=
Seit 1897 hatte ſich eine bedeutſam: Entwickelung
ſpannen. Sie werden es auch wohl kaum können, weil die
vollzogen, die den Mitlebenden nicht immer zum Bewußt=
Wege zu ſchmal ſind und ſie nicht durch den Engpaß gelangen
Aus Zabern.
ſein gekommen iſt. die aber die Nachwelt erkennen und
können. Zum Schluß wundert es mich, daß der Tierſchutz=,
würdigen wird. Während dieſer Jahre haben wir durch
* Zabern. 20 Nov. Geſtern abend kam es hier verein oder Paſſanten hier nicht längſt für Abhilfe geſorgt
den Bau unſerer Flotte den vollen Uebergang zur
Welt=
politik vollzogen. Unſer Aufſtieg zur Weltpolitik iſt ge= von neuem zu erregten Szenen, zum Pinſchrei= haben. Ich hoffe, daß dieſe Zeilen dazu beitragen, daß
Ein Tierfreund.
glückt. Wir haben uns von keiner Macht gegen die andere ten des Militärs und zu zahlreichen Verhaftungen. hier Wandel geſchafft wird.
Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1913.
Seike 8.
ing nerne. r lten ene r ir de Ser de eter i0 ie t hr hteneint. Zlchtie
Die Etatsrede des bayeriſchen
ganze Verantwortung auf ſich. Die Regierung habe bei Bruggerhalde=Schwarzerwald. Das Frühſtück wird i
der Beratung der Zivilliſte keine falſche Meinung auf=Jagdzelten eingenommen. Das Wetter iſt ſchön.
Miniſterpräſidenten.
* Dresden, 29. Nov. Dem ſächſiſchen Militärverorde
kommen laſſen wollen, und habe ihn zu jener offenen
* München, 29. Nov. (Ausführlich.) In der
nungsblatt zufolge, enthob der Kaiſer durch Kabinetts=
Kammer der Abgeordneten erklärte Miniſter= Aeußerung veranlaßt.
Bezüglich der Königsfrage erklärte Frhr. v. Hert=ordre vom 28. November den General der Artillerie
präſident v. Hertling im Laufe der Debatte: Auch die
Verhandlungen des Ausſchuſſes für auswärtige ling, daß die Liberalen ihre Stellungnahme von keinerleiv. Kirchbach von ſeiner Stellung als Kommandierenden
Angelegenheiten ſind hier zur Sprache gebracht politiſchen Konzeſſionen und Zugeſtändniſſen abhängig General des 19. Armeekorps (2. ſächſiſches Armeekorps)
worden. Die Verhandlungen des Bundesratsausſchuſſes machten und auch bei den vertraulichen Beſprechungen mit und ernannte auf Grund des Vorſchlages des Königs den
ſind durchaus geheim und werden nicht veröffentlicht. Es anderen Parteien hinſichtlich der Bewilligung der Zivil= General der Kavallerie v. Laffert, bisher Kommanden
wundert mich, wie die Tägl. Rundſchau zu Informationen liſte Zugeſtändniſſe nicht gemacht worden ſeien. In der der 4. Diviſion (Nr. 40) zum Kommandierenden General
gekommen iſt, von denen der Abg. Segitz Mitteilungen Königsfrage ſei die Regierung korrekt vorgegangen, ent= des 19. Armeekorps Der König von Sachſen verlieh dem
machte. Mit Rückſicht auf die uns auferlegte Geheimhal=ſprechend dem Wortlaut der Verfaſſung. Der Miniſter= General v. Kirchbach den Hausorden der Rautenkrone.
* Primkenau, 29. Nov. Die Kaiſerin iſt heute
tung der Bundesratsverhandlungen kann ich nicht auf die präſident ſchloß: Was die Zuſtimmung zu den Gründen
einzelnen Fragen, die die Mitteilungen der Tägl. Rund= der Beſeitigung der Regentſchaft betrifft, verfehlte die Re= abend 10 Uhr 30 Min. nach Wildpark abgereiſt. Das
Her=
ſchau ergänzen würden, eingehen. Ich glaube, daß der gierung nicht, vertraulich mit den Parteien Stellung zu zogspaar von Schleswig=Holſtein geleitete ſie zum Bahn=
Reichskanzler in den nächſten Tagen eine nehmen. Daß dieſe Gründe ſtichhaltig waren, ſtand für hofe.
* Wien, 26. Nov. Nach dem ſtatiſtiſchen Ausweis des
E:klärung abgeben wird, die er im Intereſſe der uns feſt. Als ich im vorigen Jahre zum erſten Male in
Reichsleitung für notwendig halten wird. Die Beſchlüſſe Fürſtenried war, ſagte ich mir, daß dieſem Zuſtande ein Handelsminiſteriums über den Außenhandel des
des Ausſchuſſes für auswärtige Angelegenheiten mußten Ende gemacht werden müſſe. Ein monarchiſcher Staat ſöſterreichiſch=ungariſchen Zollgebietes bes
uns befriedigen, und das, was wir hörten über die Stel=vertrage einen ſolchen Zuſtand nicht. Der Abgeordnete trug im Oktober die Einfuhr 294,9, die Ausfuhn
lung Deutſchlands zu den verſchiedenen Staaten hat uns Müller appellierte geſtern an den König. Das Miniſterium 265,2 Millionen Kronen, demnach 4,8 Millionen Kronen
mit Vertrauen zu der Reichsleitung er=befindet ſich im Einklang mit dem König und hat auch weniger bzw. 9,5 mehr als im Vorjahre, alles in Millionen
füllt. Es beſteht keinerlei Grund, eine Mißtrauenskund= kein anderes Beſtreben, als die hochſinnigen Abſichten des Vom Januar bis Oktober betrug die Einfuhr 2 769,4, die
gebung hervortreten zu laſſen. Dieſes Vertrauen, zu dem Monarchen nach Kräften durchzuführen. Das Miniſterium Ausfuhr 2 279,6, demnach 181,1 weniger bzw. 70,2 mehr als
die Bundesfürſten zurzeit gegenüber der Reichsleitung iſt allen dankbar, die es hierin unterſtützen.
im Vorjahre. Das Paſſivum der Handelsbilanz per
Kultusminiſter v. Knilling erklärte, daß die Denk= Januar bis Oktober beträgt demgemäß 489,8 Millionen
berechtigt ſind, war auch mitbeſtimmend, als im Frühjahr
der Bundesrat plötzlich vor eine Lage ſich geſtellt ſah, die ſchrift über die Lehrerbeſoldungsfrage demnächſt Kronen gegen 741,1 Millionen Kronen im Vorjahre.
eine ganz außerordentliche Mehrung der deutſchen Rüſtun=erſcheine: Er gab dann einen Rückblick über die Entwick=
* Paris, 23. Nov. In dem Miniſterrat, der unter
gen erforderte. Wenn die Reichsleitung den einzelnen lung der Frage des konfeſſionsloſen Moralunterrichts und
Bundtsſtaaten in offener Weiſe erklärte, daß ſie ohne erklärte daß die Frage, ob Kinder an dem Religions= dem Vorſitz des Präſidenten Poincaré heute ſtattfand
ſolche Rüſtungen die Verantwortung für die Erhaltung unterricht, der ihre Konfeſſion nicht vertritt, teilnehmen legte der Marineminiſter Baudin ein Dekret zur
Unter=
des Friedens nicht übernehmen könnte, dann iſt es diemüſſen, nach der Verfaſſung, falls ſie Glaubensfreiheit zeichnung vor, durch das das Laboratorium der
Marine für Schießpulver in Sevranlivery neu
Pflicht der Bundesſtaaten, ihr beizutreten und der Reichs= garantiert, verneint werden müſſe. Ein ſolcher Zwang organiſiert wird; es wird eine Verſuchs= und eine Kong
leitung dieſe Verantwortung abzunehmen. Von einem ſei auch praktiſch undurchführbar. Das Miniſterium
über=
trollabteilung umfaſſen. Der Miniſter charakteriſierte
ſo=
beſonderen Eifer Bayerns und, wie ein Redner äußerte, wache den konfeſſionsloſen Moralunterricht, aber fördere dann die nach dem Schiffbauprogramm im Jahre 1915 zu
von einer beſonderen Rüſtungsfreudig= ihn nicht.
beginnenden Linienſchiffe.
keit Bayerns, das beſtrebt geweſen ſein ſoll, etwa
* Paris, 29. Nov. Nach offiziöſer Meldung werden
noch zögernde Bundesſtaaten anzufeuern, kann nicht
die 1915 zu erbauenden Schlachtſchiffe einel
Italieniſche Kammer.
die Redeſein. Bayern iſt Seite an Seite und
Schul=
ter an Schulter mit den anderen Bundesſtaaten gegangen.
* Rom, 29. Nov. In der heutigen Sitzung der Waſſerverdrängung von 28000—30000 Tonnen haben und
Jetzt aber muß in allen dieſen Rüſtungen Kammer übernahm Marcora die Präſident= mit 66 Geſchützen von 343 Millimeter Kaliber ausgerüſtet
Ruhe eintreten. Auf Jahre hinaus iſt dasſchaft mit einer Rede in der er ſeine Kollegen begrüßte werden.
* Paris, 29. Nov. Die Meldung hieſiger Blätter, daß
deutſche Volk nicht imſtande, weitere und auf die hervorragendſten Ereigniſſe der vergangennen
Laſten zu tragen. (Beifall auf allen Seiten.)
Legislaturperioden einen Rückblick warf. Als er auf den Obierſtſlenttnanſt vom Winherfeldt vollſtändig
Wegen einer Weltanſchauung ſollte man einen Mi= Krieg in Lybien zu ſprechen kam, unterbrach ihn der hergeſtellt ſei und in dieſen Tagen Griſolles verlaſſen
niſter nicht bekämpfen. Der Abg. Müller=Hof wies auf die Sozialiſt di Giovanni mit diem Ruf: Nieder mit dem würde, iſt unzutreffend. Seine Geneſung mache
Görres=Geſellſchaft hin, deren Vorſitzender ich bin. Als Krieg! Die ganze Kammer außer der äußerſten Linken günſtige, aber der Schwere des Falles entſprechend
lang=
ich zur Leitung der Regierung berufen wurde, legte ich erhob ſich darauf und rief: Es lebe Italien! (Langanhal= ſame Fortſchritte.
* Paris, 29. Nov. Wie aus Epernon gemeldet
einem bekannten Staatsmann, der nicht in dem Geruch tender Beifall.) Marcona ſchloß gleichfalls mit dem Rufe:
ſteht, ultramontan zu ſein, die Frage vor, ob ich aus der Es lebe Italien! Von der geſamten Kammer außer der wird, wurde heute nachmittag das Gebuſch in das
Görres=Geſellſchaft ausſcheiden müſſe, worauf der Staats= äußerſten Linken wurde der Ruf mit Beifall aufgenom= ſich der entſprungene Tiger geflüchtet hatte, in
mann lächelnd erwiderte: „Wollen Sie denn zur prote= men. Dann wurde die Wahl der Budgetkommiſſion vor= Brand geſteckt. Die Leiche des Tigers wurde
als=
ſtantiſchen Landeskirche übertreten?‟ Der Abg. Müller= genommen und die Sitzung aufgehoben.
bald unter dem verkohlten Geſtrüpp gefunden. Der Tiger
Hof bezeichnete die Görres=Geſellſchaft als eine politiſche.
war offenbar ſchon vorher den ihm beigebrachten Flinten=
Wir waren aber ſtets der Meinung, daß wir keine
politi=
kugeln erlegen.
ſchen Aufgaben verfolgen. Was den konfeſſions=
* Bukareſt, 29. Nov. Die Regierung wird das in der
loſen Moralunterricht anbelangt, ſo ſind dabei
Thronrede angekündigte Grünbuch über den letz=
Zur Lage in Mexiko.
zwei Punkte ſcharf zu unterſcheiden: Können Kinder
ten Balkankrieg am Mittwoch verteilen laſſen. —
zwangsweiſe dem konfeſſionellen Unterricht zugeführt wer=
* Neu=York, 28. Nov. Die Times meldet aus Der Miniſterpräſident Majoreseu iſt von
hef=
den? Die Frage kurzweg zu bejahen, bin ich nicht in Mexiko: Nachrichten aus autoritativer Quelle zufolge, tiger Grippe befallen worden.
der Lage. Die andere Frage, wie es ſich mit der ſtaat=haben die Inſurgenten den wichtigen Ort Mazat=
* Athen, 29. Nov. Der König beſuchte den engliſchen
lichen Genehmigung des konfeſſionsloſen lan eingenommen. Daß irgendein dort wohnender
Moralunterrichts verhält: da ſage ich, daß dieſer Ausländer verwundet worden iſt, wird nicht angenom= Admiral an Bord der Inflexible” und nahm dort das
ſogenannte konfeſſionsloſe Moralunterricht in gar keiner men, da die Ausländer kürzlich begonnen haben, Mazatlan Frühſtück ein. Der Marineminiſter ſtattete den
eng=
liſchen und franzöſiſchen Admiralen einen Beſuch ab.
Weiſe als gleichwertig mit dem chriſtlichen Religionsunter= zu verlaſſen.
richt angeſehen werden darf, auch gar keinen Erſatz dafür
* Mexiko, 29. Nov. Huerta hat die
Direk=
bietet. Keine philoſophiſche Theorie iſt geeignet, einetoren der Bank von London und Mexiko und
wirklich brauchbare Grundlage der Kindererziehung zu
Preußiſch=Süddeutſche Klaſſen=Lotterie.
geben. (Bravo! im Zentrum.) Durch die Erteilung der der Nationalbank zu ſich berufen und ihnen aus=
* Berlin, 29. Nov. In der heutigen Vormittags=
Genehmigung des konfeſſionsloſen Moralunterrichts ſoll einandergeſetzt, daß er ihre finanzielle Hilfe nötig habe,
um die Verpflichtungen der Staatsbahnen am 1. Dezember ziehung der Preußiſch=Süddeutſchen Klaſſen=Lotterie fielen
dem Staate die Möglichkeit der Kontrolle über den
Unter=
erfüllen zu können. — Die Deputiertenkammer hat 10 000 Mk. auf die Nr. 123 807: 5000 Mk. auf die Nr.
richt gegeben werden.
(6 681; 3000 Mk. auf die Nr. 754 6014 15 648 20 283
Was die Tätigkeit der Jeſuiten in Bayern dem Bericht der Kommiſſion, der die Ausgabe einer 45397
betrifft, ſo iſt von Reichs wegen angeordnet, daß es beiinneren Obligationsanleihe von 20 Millionen 23 208 25 917 28 038 34 281 37607 44 041 46 309 50 707 51745
der bisherigen milden Praxis ſein Bewenden haben ſoll. Peſos gutheißt, zugeſtimmt, die ſchon vom Kongreß unter 71091 071746 81246 83167 86893 90 188 91668 94 294
Die Praxis iſt allerdings in verſchiedenen Bundesſtaaten der Präſidentſchaft Maderos gutgeheißen worden war, 105335 105880 107781 109 682 118 050 120 676 126 269
eine unterſchiedliche. Ueber die Stellung der Re=aber niemals realiſiert wurde. Gewiſſe ausländiſche Re= 134213 149009 155176 163 494 166 767 168188 168;
Hierung zur Sozialdemokratie erklärte Frei=gierungen ſollen bereit ſein, Entſchädigungszahlungen in 179076 195823 198329 215832 und 224354. — In der
herr v. Hertling, die Regierung habe die Verpflichtung, ſolchen Obligationen anzunehmen. — Private Meldungen Nachmittagsziehung fielen 30 000 Mk. auf die Nr. 170,
die Sozialdemokraten aus den Staatsämtern fernzuhalten, aus Tampico beſagen, daß die Stadt ernſtlich von 10 000 Mk. auf die Nr. 163481 5000 Mk. auf die Nr.
Wir können ſie nicht zu Hütern der ſtaatlichen Autoritätden Rebellen bedroht iſt, welche die Eiſenbahn 40374 80 227 101302. 3000 Mk. auf die Nr. 4165 9568.
machen, die ſie ſelbſt verwerfen. Was den Erlaß des Ver=40 Meilen nördlich unterbrochen haben. Die Direktoren 24130 37686 45294 45928 56 896 68 587 81542 84 619 84 661
kehrsminiſters gegen den ſüddeutſchen Eiſenbahnerverband der Filialen der Bank von London, Mexiko und der87279 91382 98 470 101 977 102845 110 529 112290 113 631
betrifft, ſo iſt dies die mildeſte Art, die gewähſt werden Nationalbank in Tampieo ſind angewieſen worden, die 120582 124010 126893 136 491 137922 137923 149 461
konnte und die gegenwärtig für ausreichend gehalten wird, Geſchäftsräume zu ſchließen und die Archive nach Pro= 151197 179010 181571 193503 205 404 206 560 208 585
um den gedachten Zweck zu erreichen. Uebrigens gingen greſo zu ſchaffen. Die Filiale der London=Mexikobank 219113 223139 225209 227127 und 227456. (Ohne
uns die ſonſtigen Bundesſtaaten in dieſer Beziehung, iſt bereits ſeit einigen Tagen geſchloſſen.
Gewähr.)
insbeſondere Preußen Heſſen und Sachſen, ſowie die Ver=
(Schluß des redaktionellen Teils.)
waltung der Reichseiſenbahnen voraus. Was das Koa=
2
kitionsrecht der Arbeiter beirifſt, ſo kann ich
Letzte Nachrichten.
mich auf meine Erklärunng im Ausſchuß beziehen, in der
Kiehtin, Mlichten, u ſihes Grſchapf.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
ich ſagte, daß hier nicht ſtaatliche Intereſſen in Frage
von wie vielen Gefahren biſt du auf dem Schulweg und
kommen und daß ich durchaus und jederzeit ein Freund
* Zweibrücken, 29. Nov. Der frühere Syndikus des S bei den Spielen im Freien umlauert! Man muß dich
der Koalitionsfreiheit war.
bayeriſchen Landtagsabgeordneten und Bergwerksbeſitzers 2 vor allem vor Erkältungen ſchützen, und das tut man
Zur Frage des Schutzes der Arbeitswilligen, Eugen Abreſch, der Rechtsanwalt, Wilhelm Treuſch Znicht nur durch warme Kleider — man ſollte immer auch
ſagte der Miniſter, zweifle er, ob der Bundesrat eine der= aus Berlin, hatte ſich heute vor dem pfälziſchen Schwurge= 2 die empfindlichen Schleimhäute der Luftwege ſchützen,
artige Vorlage unterbreiten werde Perſönlich meine er, richt wegen Meineides zu verantworten. Der An=Tindem man das Kind an den regelmäßigen Gebrauch von
daß die beſtehenden Geſetze und die beſtehenden Macht=klage liegt folgender Tatbeſtand zu Grunde: Das Frank= § Fays ächten SodenerMineral=Paſtillengewöhnt. „Fays”
mittel des Staates, wenn mit Energie und Umſicht an= furter Bankhaus J. L. Fink hatte beim Landgericht Fran=
5 Sodener Mineral=Paſtillen ſind aus im Kurgebrauch
be=
gewendet, durchaus genügen, um die perſönliche Freiheit kenthal den Landtagsabgeordneten Abreſch in Neuſtadt an Tfindlichen Sodener Heilquellen gewonnen und ſind dem
der Arbeitswilligen gegen Terrorismus zu ſchützen. Der der Haardt auf eine Forderung von 100000 Mark mit der 3 kindlichen Organismus ungemein zuträglich. Die Schachtel
Miniſter ging dann auf wirtſchaftliche Fragen ein Begründung verklagt, daß es von Abreſch beim Verkaufe 5 (mit dem Namen „Fay‟) koſtet nur 85 Pfg. Beſonderes
und erklärte, daß bei der Zollſchutzgeſetzgebung von Bergwerkskuren argliſtig getäuſcht worden ſei, da 3 Kennzeichen: Amtl. Beſcheinigung des Bürgerm.=Amtes
von einer grundſätzlichen Abkehr von dem bewährten die Kuren wertlos ſeien. Nach Erhebung der Klage be=§ Bad Soden a. T. auf weißem Kontrollſtreifen. (I,23913
wirtſchaftlichen Zollſchutzſyſtem nicht die Rede ſein könne. antragte die Firma Fink, gegen Herrn Abreſch einen Arreſt
Auf dem Gebiete der Kanal= und Waſſerkraftfrage ſei in zu erlaſſen. Darüber wurde auf den 16. Februar 1912
Aus dem Geſchäftsleben.
den letzten Jahren viel geſchehen. Betreffend der Betei= mündliche Verhandlung angeordnet, wozu zur Begründ=
Die Firma Ludwig Alter, Hoflieferant,
Spe=
ligung an der Weltausſtellung in San Fran= ung des Arreſtgeſuches der Rechtsanwalt der Frankfurter zialabteilung für Innendekorationen und
zisko, ſagte der Miniſter, Bayern ſei daran intereſſiert Firma ausführte, der eigene Syndikus von Abreſch, derTeppiche, Darmſtadt, Eliſabethenſtraße 34 und
Zim=
weil es einen großen Export nach Amerika habe. Er ſei heutige Angeklagte, der in die geſchäftlichen Verhältniſſe merſtraße 2—4, hat auch heute am 1. Advent für die
kom=
mit der Reichsleitung wegen einer privaten Beteiligung Abreſchs aufs genaueſte eingeweiht ſei, habe die Unterneh= mende Weihnachtszeit ihre Auslagen mit vielen praktiſchen
an der Ausſtellung in Verbindung getreten, doch ſtehe eine mungen des Abreſch, aus der die Kuxen herrührten, als und willkommenen Geſchenkartikeln reichlich ausgeſtattet.
Antwort noch aus. Der Miniſter beſprach ſodann die Schwindel bezeichnet, ebenſo Abreſch ſelber als Hochſtapler Für jeden, der die ſonntägliche Abendſtunde benutzen wird,
Kelheimer Feier und erklärte, daß die Kelheimer ſchlimmſter Sorte. Rechtsanwalt Treuſch beſtritt unter Eid Anregung für Anſchaffung dieſes oder jenen Gegenſtandes
Spende auf ſeine Initiative gegeben worden ſei, daß es dieſe Aeußerung. Es wird aber durch die Zeugen Bankier zu erhalten empfiehlt es ſich, bei einem kleinen Rundgang
ſich aber dabei um keine ſo fabelhafte Summe handele, Blochmann, Rudolf und Karl Fink=Frankfurt a. M., durch die Stadt die wirklich ſehenswerte Ausſtellung der
wie ſie genannt werde. Nicht das ganze Feſt ſei aus pri= Staatsanwalt Dr. Fliegen=Berlin, Geh. Juſtizrat Albert Firma Ludwig Alter zu beſichtigen, die neben großen und
vaten Mitteln bezahlt worden. Die Fürſten und die Gäſte, Gänßler=München bekundet, daß er ſich im Sinne der An=kleinen Zimmerteppichen, Diwandecken, hübſche
Leinen=
welche noch heute voll Lobes über das Feſt ſeien, waren klage geäußert habe.
Tiſchdecken, aparte Sofakiſſen, Felle und Korbmöbel zeigt.
Gäſte des Prinz=Regenten geweſen. Für dieſe Spende ſei
* Donaueſchingen, 29. Nov. Der Kaiſer, der Fürſt Für die außerordentliche Preiswürdigkeit und größte
Aus=
ein Entgelt nicht in Ausſicht geſtellt und auch nicht ver= und die Herren der hier verſammelten Geſellſchaft, be= wahl beſitzt ja ſeit jeher die Firma den beſten Ruf.
L
1
mas Bier für die Familie. — Unerreieht in seiner Wohlbekömmlichkeit.
(23801a
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[ ← ][ ][ → ] Mer
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Miltäkrbeg
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werden
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gerüſten
aſe
Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1913.
Seite 9.
Dampfernachrichten.
(270
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Statt Karten!
Das Aupfeld-Phonola
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Pallanza‟ 26. Nov. 9 Uhr morgens in
Newport News. — Weſtindien, Mexiko: „Schwarzwald”
Tilla Grüling
nach Weſtindien 26. Nov. morg. in Antwerpen. „Steiger=
Piano
wald” nach Havanna und Mexiko, 26. Nov. 6 Uhr
Artur Raunecker
kann auf den
abends von Giion. „Ypiranga‟ 26. Nov. in Veracruz,
Offizier der Hamburg-Amerika-Linie
ausgehend. — Südamerika, Weſtküſte Amerikas: „Be=
Tasten oder mittels
thania” von der Weſtküſte Amerikas kommend, 25. Nov.
von Montevideo. „Dacia” von dem La Plata kommend,
eingebauter Phonola ge-
VERLOBTE
26. Nov. 9 Uhr morgens Dover paſſiert. „Hohenſtaufen”
Darmstadt
Hamburg
spielt werden. Wer früher nieN
26. Nov. 7 Uhr morgens in Bahia, ausgehend —
Oſt=
aſien: „Fürſt Bülow‟ 26. Nov. in Dalny, ausgehend.
eine Taste berührte, vermag jetztN
„Iſtria” 27. Nov. in Kobe, ausgehend. „Preußen”
Valles, was die Musikliteratur bietet,N
26. Nov. 6 Uhr abends von Algier nach Port Said.
Verſchiedene Fahrten: „Aleſia”, von Indien kommend,
künstlerisch vollendet selbst zu spielen. V
WERNER BONN
25. Nov. nachm. Sagres paſſiert. „Ninive” nach Perſien,
Vorführung bzw. Broschüre bereit V
RENTNER
26. Nov. morgens Malta paſſiert. „Slavonia” nach
Weſtafrika, 26. Nov. 6 Uhr abends Dover paſſiert.
ELSE BONN
willigst. — Alleinvertretung:
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
GEB. MiscHLER
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
VERMAHLTE
Karl Arnold
„Rotterdam” 25. Nov. vorm. von Neu=York abgegangen.
CHLN A. RHEIN
DARMSTADT
„Nieuw. Amſterdam” 23. Nov. 11 Uhr 10 Min. vorm.
Ecke brbacherstrase/
IM NOVEMBER 1913
(*16219
Lizard paſſiert „Noordam” 21. Nov. vorm. in
Rotter=
nächst dem
dam eingetroffen. „Rundam” 18. Nov. vorm. von Neu
Yorl abgegangen. „Potsdam” 8. Nov. vormittags in
Schwimmbad. 7
Rotterdam eingetroffen.
(20117a
Dueietender.
Sonntag, 30. November.
Todes=Anzeige.
Großh. Hoftheater Anfang 2½ Uhr, Ende 5 Uhr
(Volksvorſtellung): „Der Pfarrer von Kirchfeld”.
(Statt jeder beſonderen Nachricht.)
Abendvorſtellung: Anfang 7 Uhr, Ende 10 Uhr (Ab. B):
Verwandten, Freunden und Bekannten
„Hoffmanns Erzählungen”.
Lichtbilder=Vortrag von Dr. Rüdiger um 8 Uhr
die traurige Nachricht, daß es Gott dem All=
Gegründet
Fernprecher .
im Saalbau.
1878. mächtigen gefallen hat, unſeren lieben, guten
987.
Familienabend des Frauenvereins für die Refor=
Sohn, Bruder und Enkel
(24942
mationsgemeinde um 8 Uhr Kiesſtraße 17.
Wanderung des Vogelsberger Höhenklubs nach
See=
e
heim (Abmarſch um 8½ Uhr Ecke Nieder=Ramſtädter=
Karl
ſtraße und Herdweg).
nach kurzem, ſchwerem Leiden im Alter von
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Ludwigshöhe um
4 Uhr. — Rummelbräu um 4 und 8 Uhr. — Bürger=
Beerdigungsgeschäft
19 Jahren zu ſich zu rufen.
keller um 4 Uhr — Britannia=Hotel um 7½ Uhr
Geflügel=Ausſtellung im „Mathildenhöhſaal”.
Im Namen der Hinterbliebenen:
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Darmstadt, Bismarckstrasse 21.
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Druck und Verlag: L. C. Witlich’ſche Hofbuchdruckerei.
(11974a
und Frau, geb. Reidel.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reichhaltiges Sarglager. — Mässige Preise.
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Mar Streſe; für den Inſeratenteil,
Darmſtadt, den 29. November 1913.
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts=
Muen
leben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt. — Für den
Die Beerdigung findet Montag, den 1. Dez.,
Ausſichten in Heſſen für Sonntag, den 30.
No=
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
nachmittags 3¼ Uhr, vom Portale des Fried=
„Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
vember: Wolkig, trüb, unbeſtändig, weſtliche Winde.
hofes aus, ſtatt.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
Hochzeitsturm. Turmzimmer und
Ausſtellungs=
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räume täglich geöffnet von 9—12 und 2—5 Uhr.
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I. Ladwf
2str. 7
0
Achselcen Fernsprecher 2137
SOlClOlolololololololololololololololololChlolololololololololiolololollololo
Seite 10.
Steleneruchter
Weiblich
Ticht. Schneiderin empſiehtiſch
in und außer dem Hauſe (*16211
Dieburge ſtr. 42, part.
Perſ. Weißzeugnäherin, welche
g. ausbeſſert u. Maſchinenſtopft,
empfiehlt ſich. Zu erfragen bei Frau
Jäger, Luiſenſtr. 34. (16131sgi
Erfahrene, ſtaatlich geprüfte
z empfiehlt ſich
Wochenpfiegerin für
Privat=
pflege. Offert. erbeten unt. N 50
an die Exped. ds. Bl. (24800go
geht Waſchen
Junge, Graul und Putzen
unabh.
Liebfrauenſtr. 86, 4. St. (*16032
S. Mädchen ſ. Laufdienſtf. morg.
u. mitt. Holzſtr. 26, I., r. (*16030go
Gebild., ält. Dame ginge gern
1—2 Std. mittags od. vormittags
in der Woche z. Geſellſchaft einer
geb. Dame od. Familie, od. ſonſt.
leichte, feine Betätig. Gefl. Offert.
bitte zu richten N 72 Exp. (*16164
Stellen ſuchen ſof u. 1. Januar:
mehrere Haus= u. Alleinmädch. d.
Johannette Weißmantel,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Karlſtr. 30, Teleph. 1909. (*16156
Junge Frau mit gut. Zeugniſen
empf. ſich den geehrt. Herrſchaften
im Servieren und ähnl. Bedienen
*16194) Soderſtraße 27, part.
Fraulein empf. ſich als Stütze
für ganze Tage, im Bügeln, Flicken,
Stopfen, übern. auch Hausarbeit u.
Kochen. Off. u. N 78 Exp. (*16212
Stellen ſuchen: Kinderfräulein,
Hausmädchen, welch. gut nähen u.
bügeln kann, gute Zeugn. beſitzt,
nette Landmädch., Stundenmädch.,
Putzfrauen, Lauffrauen FrauBerta
Neßling, gewerbsmäßige
Stellen=
vermittlerin, Ludwigſtr. 8. (*16202go
Männtien
ian. Maun ſucht Arbeit, einerlei
w. Art, iſt auch in Gärtnerei kundig.
Off. u. N 76 an die Exp. (*16220
Ofe
Oeeh
Gesucht
durchaus zuverläſſige tüchtige
Verkäuferin für erſtklaſſiges
Seifen=und Parfümerie=Geſchäft.
Es kommen nur Bewerberinnen
mit langjährigen, durchaus günſt.
Zeugniſſen in Betracht. Offerten
unter N 59 an die Expedition
dieſes Blattes.
(24593a
Geſucht für ſofort od. 1. Dez. weg.
Erkrankung d. Mädchens, ein
tücht., zuverläſſig., nicht u. 20 Jahre
altes Mädchen, f. Küche u. Haus.
Zu ſprechen ½ 12 u. von 3—4 Uhr.
Soderſtraße 44, 2 Tr.
(21634a
Zu ſofort od. zum 1. Dezemb.
ein ordentliches und fleißiges
Dienſtmädchen
geſucht. Näh. in der Exp. (23761a
Geſucht ſofort
junges Mädchen
beſte Familie, für nachmittags zu
8jährig. Jungen zum
Spazieren=
gehen, Schularbeiten uſw.
Frau v. Uttmann,
IV,24836,9) Heinrichſtr. 19.
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Familie, mit 4 Kindern, für
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nachten nach Frankreich geſucht.
Näh. Pallaswieſenſtr. 50, I. (*15960fgm
heerf
*4 3 Perſ., ſuch. Mädch.,
Berrſchäft, welch. gut koch. kann,
ält. Ehepaar wünſcht
Alleinmäd=
chen, bügeln, einfach kochen
er=
forderlich. Frau Berta Neßling,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
(*16216go
Ludwigſtraße 8.
SäaäkaaasAg
1
Hach Paris
ſucht deutſches kinderloſes Ehepaar
(Beamtenfamilie) per ſofort oder
ſpäter
tüchtiges Klleinmädchen
evtl. auch Witwe, welche gut kochen
kann und Hausarbeit verſteht.
Referenzen erwünſcht, Reiſegeld
vergütet. Vorzuſtellen Montag
zwiſchen 9 —11 Uhr
Landwehr=
ſtraße 4, I.
(24950
ae
ee
Junges, munteres Mädchen von
14—15 Jahren vorm. und nachm.
je einige Stunden geſucht. Näh.
in der Exped. ds. Bl. (*19187go
Reinliche, fleißige Frau oder
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Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1913.
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Banarbeiten.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
entſprechenden Anzahl von Perſonen Wandergewerbeſcheine
er=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
teilt oder ausgedehnt ſind;
Die bei Errichtung eines
Ein=
finden ſich: 1 Dobermann. 1 Jagdhund (zugelaufen). Die Hunde
6. wenn der Nachſuchende dgs fünfundzwanzigſte Lebensjahr trittsgebäudes im
Stadtkranken=
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
noch nicht vollendet hat. In dieſem Falle iſt dem Nachſuchen=hauſe vorkommenden
Glaſerarbei=
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dort=
den der Wandergewerbeſchein zu erteilen, wenn er der Ernährerten, die Rolladenlieferung und das
ſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(24904
einer Familie iſt und bereits vier Jahre im Wandergewerbe Legen von Fußbodenplatten ſollen
Straßenſperre.
Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten
tätig geweſen iſt;
vergeben werden.
wird die Frankfurterſtraße zwiſchen der Blumenthal= und Ireneſtraße
7. wenn er blind, taub oder ſtumm iſt, oder an Geiſtesſchwäche
Bedingungen liegen bei dem
und die Ireneſtraße zwiſchen der Frankfurter= und Liebigſtraße vom
leidet;
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
1. bis 13. Dezember 1913 für den Fuhrwerks= und Radfahrverkehr
8. wenn der Nachſuchende im Inlande einen feſten Wohnſitz Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
geſperrt.
(24903
nicht hat;
Angebote ſind bis
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Straßenbauarbeiten
9. wenn er wegen Verletzung der auf den Gewerbebetrieb im Um= Samstag, 6. Dezember 1913,
wird die Ohlyſtraße zwiſchen dem Niebergall= und dem Grünen
herziehen bezüglichen Vorſchriften im Laufe der letzten drei
vormittags 10 Uhr,
Weg vom 2. Dezember ds. Js. bis 15. Januar 1914 für den Fuhrwerks=
Jahre wiederholt beſtraft iſt:
einzureichen.
(24944gi
und Radfahrverkehr geſperrt.
(24951
10. wenn er ein oder mehrere Kinder beſitzt, für deren Unterhalt Darmſtadt, 29. November 1913.
und, ſofern ſie im ſchulpflichtigen Alter ſtehen, für deren Unter=
Stadtbauamt.
Wandergewerbeſcheine für 1914.
richt nicht genügend geſorgt iſt.
Buxbaum.
Wer zum Zwecke der Erlangung eines Wandergewerbeſcheines
Nach § 60 der Gewerbeordnung für das Deutſche Reich ſind
Wandergewerbeſcheine (Gewerbeſcheine zum Hauſterhandel ꝛc) nur in Bezug auf ſeine Perſon, oder die Perſonen, die er mit ſich zuſEin kleiner, noch wenig gebrauchter
für die Dauer des Kalenderjahres gültig, für das ſie erteilt worden führen beabſichtigt, wiſſentlich unrichtige Angaben macht, iſt! Porzellanofen
ſind. Unter Hinweis auf dieſe Beſtimmung fordern wir daher alle ſtrafbar.
Der Gewerbebetrieb im Umherziehen darf unter keinen Um= mit Nickelverzierung (hellbraun) iſt
dahier wohnhaften Intereſſenten, die den Gewerbebetrieb im nächſten
Jahre fortzuſetzen oder zu beginnen beabſichtigen, hierdurch auf, ihreſtänden eher begvenen werden, als bis der Gewerbetreibende für 28 Mark abzugeben. Anzuſehen
zwiſchen 10 u. 1 Uhr, oder nach 4 Uhr
Anträge auf Erteilung eines Wandergewerbeſcheines für das Jahr 1914 im Beſitze des Wandergewerbeſcheines iſt.
(B24953
Zuwiderhandlungen werden nach § 148 der Gewerbeord= Am Erlenberg 15.
alsbald bei dem zuſtändigen Revier=Polizeikommiſſär zu ſtellen.
Nach den Vorſchriften der Ziffer III Abſatz 2 und 3 der Be=nung beſtraft.
kanntmachung des Reichskanzlers vom 4. März 1912 (R. G. Bl. S. 189)
Weiter machen wir darauf aufmerkſam, daß nach dem Geſetze
Günſtige Gelegenheit!
betreffend die Ausführungsbeſtimmungen zur Gewerbeordnung, iſt über den Urkundenſtempel vom 12. Auguſt 1899 (in der vom 1. April 1910Wegen Ankauf eines Flügels
ver=
in Zukunft jedem Antrag auf Erteilung eines Wandergewerbeſcheines an geltenden Faſſung) Wandergewerbeſcheine der Stempelpflicht kaufe ich mein noch gut erhalt.
die Photographie des Antragſtellers beizufügen. Bei gemeinſamen unterliegen. Die Stempeltaxe beträgt 4 Mark. Außerdem müſſen Piano (Einkaufspreis 900 Mk) für
Wandergewerbeſcheinen (§ 60 Abſatz 3 Gewerbe=Ordnung) genügt die alle Wandergewerbetreibende für die Ausübung ihres Gewerbe=
300 Mk. Wo ſagt die Exp. (24949gm
Photographie des Unternehmers, wenn dieſer nicht vorhanden iſt, betriebes die Wandergewerbeſteuer nach Vorſchrift des Geſetzes, die
die eines Mitglieds. Die Photographie muß von Viſitenkartenformat, Beſteuerung des Gewerbebetriebes im Umherziehen betreffend, vom
unaufgezogen, ähnlich und gut erkennbar ſein, eine Kopfgröße von 22. Dezember 1900, entrichten.
Darmſtadt, den 21. November 1913.
mindeſtens 1,5 cm haben und darf in der Regel nicht älter als
hiffre-Angebote
5 Jahre ſein.
Großherzogliches Polizeiamt.
Vielfach herrſcht beim Publikum
Ferner ſind nach den Beſtimmungen der Reichsverſicherungs=
24544a noch Unklarheit darüber, was man
Gennes.
ordnung vom 1. Januar 1914 ab alle im Wandergewerbe gegen
zu tun hat, wenn man auf eine
Entgelt beſchäftigten Perſonen — nicht die
Mandergewerbe=
chiffrierte Anzeige ein Angebot ein=
Verhütung von Feuersgefahr.
treibenden ſelbſt — der Krankenverſicherung unterworfen.
Die=
reicht, bezw. wie die in der Anzeige
ienigen Wandergewerhetreibenden, welche ſolche verſicherungspflichtige
Nach § 368 des Reichsſtrafgeſetzes wird derjenige mit Geldſtrafegeforderten Offerten abzugeben
Perſonen in ihrem Wandergewerbe von Ort zu Ort mit ſich führen bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft, der es ſind. Viele ſchreiben an die
Ge=
wollen, haben daher in Zukunſt vor Stelung des Antrags auf Er=unterläßt, dafür zu ſorgen daß die Feuerſtätten in ſeinem Hauſe inlſchäftsſtelle des Blattes ſelbſt und
ſteilung des Wandergewerbeſcheins die verſicherungspflichtigen Per=baulichem und brandſicherem Zuſtande unterhalten, oder daß die verlangen Auskunft, anderenehmen
ſonen ihrer Zahl nach (nicht einzeln dem Namen nach) bei der zu= Schornſteine zur rechten Zeit gereinigt werden. Im Falle der Ent=zwar richtig Bezug auf die Anzeige,
ſtändigen Krankenkaſſe, d. h. für Darmſtadt bei der Allgemeinenſtehung eines Brandes kann auf Gefängnisſtrafe erkannt werden.
überſehen aber auf dem Brieſum=
Ortskrankenkaſſe der Stadt anzumelden. Die Krankenkaſſe beſcheinigt
Wir weiſen auf dieſe Beſtimmungen deshalb beſonders hin, ſchlag die Chiffre der Anzeige
bei=
dem Anmeldenden die empfangenen oder geſtundeten Beiträge, und weil wiederholt Brände dadurch entſtanden ſind, daß bei dem Verſetzen zuſchreiben. Beides iſt nicht richtig.
dieſe Beſcheinigung iſt dem zuſtändigen Polizeirevier bei Stellung von Oefen und Herden in andere Räume die dabei außer Benutzung In den meiſten Fällen iſt der
Auf=
des Antrags auf Erteilung des Wandergewerbeſcheins mit ein= geſetzten Rauchrohröffnungen der Schornſteine entweder gar nicht traggeber einer ſolchen chiffrierten
zureichen.
oder nicht mit feuerſicherem Material, ſogar mit leicht entzündlichem Anzeige der Geſchäftsſtelle unbe=
Die erteilten Wandergewerbeſcheine können nicht mehr auf dem Material (Papier, Lumpen und dergleichen) verſchloſſen worden ſind. kannt, da gewöhnlich derartige An=
Großh. Kreisamt in Empfane genommen werden, ſondern ſind von
Darmſtadt, den 12. November 1913.
(23983ggg zeigen gleich bei Aufgabe bezahlt
den Geſuchsſtellern bei dem Großh. Finanzamt I dahier abzuholen.
werden; iſt die Adreſſe des Auf=
Das Baupolizeiamt.
Bei verſpätetem Antrag haben die Säumigen es ſich ſelbſt
zuzu=
traggebers jedoch bekannt, ſo bildet
ſchreiben, wenn die Scheine nicht rechtzeitig ausgefertigt werden können.
dieſelbe ein Geſchäftsgeheimnis und
Gründe, welche der Erteilung des Wandergewerbeſcheines
darf nicht genannt werden. Wer
Bekanntmachung.
entgegenſtehen oder entgegenſtehen können, ſind folgende:
daher auf eine ſolche Anzeige ein
1. wenn der Nachſuchende mit einer abſchreckenden oder anſtecken=
Angebot einreichen will, verſehe
Wir geben hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß am 1. Dezem=den Briefumſchlag mit der
Auf=
den Krankheit behaftet oder in einer abſchreckenden Weiſe
ent=
ber die Linien 4 vom Hauptbahnhof und 9 vom Mathildenplatz
ſtellt iſt;
bis Bismarckſtraße, gemäß Winterfahrplan, in Betrieb genommen ſchrift, wie folgendes Muſter zeigt:
. wenn er unter Polizeiaufſicht ſteht;
(24858
3. wenn er wegen ſtrafbarer Handlungen aus Gewinnſucht, gegen werden.
D 28
das Eigentum, gegen die Sitlichkeit, wegen vorſäßzlicher An=
Heſſiſche Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft.
griffe auf das Leben und die Geſundheit der Menſchen, wegen
An die Geſchäftsſtelle
Land= und Hausfriedensbruch, wegen Widerſtands gegen die
des „Darmſtädter Tagblatt‟
Bekanntmachung.
Staatsgewalt, wegen vorſätzlicher Brandſtiftung, wegen Zu=
Darmſtadt.
widerhandlungen gegen Verbote oder Sicherungsmaßregeln
Ein zu Zuchtzwecken nicht mehr brauchbarer, gut gehaltener
betreffend Einführung oder Verbreitung anſteckender Krankheiten
Die einlaufenden Angebote werden
oder Viehſeuchen zu einer Freiheitsſtrafe von mindeſtens drei Faſel=Eber wird verkauft.
Verkaufsbedingungen liegen während der Geſchäftsſtunden bei alsdann vom Beſteller der Anzeige
Monaten — bezw. von mindeſtens einer Woche — verurteilt uns zur Einſicht offen. Schriftliche Kaufangebote nehmen wir bis abgeholt oder demſelben von der
iſt und ſeit Verbüßung der Strafe 3 Jahre — bezw. 5 Jahre —Donuerstag, den 4. Dezember d. J., nachmittags 4 Uhr, ent=Geſchäftsſtelle zugeſchickt.
noch nicht verfloſſen ſind;
Zeugniſſe oder ſonſtige
Doku=
gegen. Beſichtigung an Werktagen in der Stallung zwiſchen 12 und
4. wenn er wegen gewohnheitsmäßiger Arbeitsſcheu, Bettelei, 2 Uhr mittags geſtattet.
mente fügt man einem ſolchen An=
Landſtreicherei, Trunkſucht übel berüchtigt iſt:
(24916 gebot niemals im Original=
Arheilgen, den 28. November 1913.
5. bei Geſuchen um Wandergewerbeſcheine für Muſikaufführungen,
ſondern ſtets in Abſchrift bei.
Großh. Bürgermeiſterei daſelbſt.
Schauſtellungen, theatraliſche Vorſtellungen oder ſonſtige
Luſt=
barkeiten, bei denen kein höheres Intereſſe der Kunſt oder der
„Darmſtädter Tagblatt”.
Benz.
ten.
es Eir
Eein
Nummer 29r.
Darmſtädter Tagblatt, Sonnkag, Den 30. November 1915.
Seite 15.
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Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1913.
Seite 14.
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Nummer 291.
Darmſtadter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1913.
Seite 15.
konnten, ſind ſo ſaſt unkemntlich geworden. Hier trit die fihres Lauſs unverilghare Streiſen, die von der Fabrila=
Verbrecher und moderne
neue Methode Locards ein und ermöglicht, ſelbſt aus frag= tion herrühren. Dieſe, mit bloßem Auge natürlich
un=
mentariſchen Spuren von Abdrücken einen vollgültigen ſichtbaren, außerordontlich feinen „Riſſe” und „Erhebun=
Wiſſenſchaft.
Identifikationsbeweis herzuſtellen. Die Verteilung in gen” rühren von dem Werkzeug her, mit dem der Lauf
der Haut, die Zahl, die Form und die Größe der Schweiß= gebohrt wurde; ſie zeigen ſich glücklicherweiſe bei Maſchi=
Skizze von Fritz Egon Bauer.
poren bilden die Elemente einer ſolchen Beweiskette. Be= nen= wie Handarbeit und ſind unvermeidlich, da ſie von
(Nachdruck verboten.)
merken wir gleich, daß alle dieſe Elemente ebenſo unver= den Erſchütterungen des bohrenden Werkzeuges bei der
B. In dem Kampfe den die menſchliche Geſellſchaft änderlich ſind, wie die obenerwähnten Hautzeichnungen. Arbeit herrühren. Mit Hilfe einer ſpeziellen
photographi=
it den verbrecheriſchen Elementen führt, ſpielt die Wiſſen= Es handelt ſich für den Unterſuchenden zunächſt darum, ſchen Inſtallation erhiel! Dr. Balthazard zweihundertfach
haft eine wichtige, und nicht immer nach Gebühr geſchätzte den z. B. auf einem Möbel gefundenen Abdruck ſorgfältig vergrößerte Abbildungen von abgeſchoſſenen Kugeln, die
ſtolle. Es gibt in der Tat noch immer Leute welche die zu photographieren, eine Bagatelle, die immerhin nicht ſo ſämtlich, ſozuſagen als „Fabrikmarke”, die Eindrücke der
Piſſenſchaft für eine Art von „Kulturluxus” halten und ſich einfach iſt, wie es einem „Amateur” erſcheinen möchte. Streifen zeigten, welche im Lauf der Waffe vorhanden
hrer Fortſchritte glauben entſchlagen zu können. Nein, Denn häufig finden ſich die Spuren des Verbrechers der waren. Neben geraden und merkwürdig überſchnittenen
ſie iſt vielmehr zum Beſtehen der ſozialen Ordnung durch= meinetwegen auf einem waghalſigen Wege in ein Gebäude Linien verliefen charakteriſtiſche Spiralen (die von der
us notwendig; auf ihr beruht nicht bloß die ganze mo= eingedrungen iſt, an ganz unzugänglicher Stelle, ſo daß „Dreharbeit” herrühren) und kapriziös geſtaltete
Figu=
erne Induſtrie, die direkt und indirekt Millionen Men= wahre Kletterkünſte notwendig werden, um die „Viſiten= ren, die jedesmal nur bei den Kugeln aus derſelben Waffe
ſchen ernährt und zum Reichtum eines Landes gehörig karte” des unrechtmäßigen Beſuchers zu erlangen. Aber konſtatiert werden konnten. Man würde einwenden, daß
ſich ihrer zu verſichern, iſt ſchon der Mühe wert. Die er= derartige Merkmale keinen Beweis darſtellen, da ſie ſich
heiträgt, ſie liefert auch gleichzeitig die Waffen, mit denen
ſin Staat ſich nach innen und außen ſchützt. Wie mancher haltene Photographie wird alsdann durch photomikro= auf den Kugeln aller Waffen finden; aber der Einwand
graphiſche Vergrößerung bis in die kleinſten Details iſt hinfällig. In der Tat muß darauf hingewieſen wer=
Böſewicht, der ſeine Tat mit allem Raffinement
ausge=
fführt hat und ſich nun einbildet, ſtraflos zu bleiben und hinein ſichtbar gemacht. Im Laboratorium von Lyon den, daß zwei aus derſelben Waffe geſchoſſene Projektile
wandte Locard Vergrößerungen an, welche jeder Haut=nicht weniger als fünfzig bis ſechzig (!) „
Aehnlichkeits=
her rächenden Vergeltung ſpotten zu können, iſt durch neue linie eine Breite von 10 bis 15 Millimeter verliehen. Die linien” aufweiſen; bei einer ſolch frappanten
Ueberein=
wviſſenſchaftliche Methoden des Verbrechens überführt und
herichtet worden. Werfen wir auf dieſe Methoden und zwiſchen ihnen liegenden, meiſt runden, quadratiſchen oder ſtimmung iſt ein Irrtum ausgeſchloſſen. Die
Fehlmög=
länglich rechteckigen Schweißporen waren jetzt deutlich ſicht= lichkeit iſt auch hier, wie bei dem Verfahren Bertillon
peziell ihre jüngſte Ausgeſtaltung einen kurzen Blick.
bar; ſie bildeten eine große Anzahl von genau zu beſtim= Locard, eine verſchwindend geringe; ſie beträgt, beiläufig
Man kennt die von dem Pariſer Gerichtsarzt Dr. Ber= menden Gruppen, die ſich charakteriſtiſch abhoben und auf bemerkt, eins zu 28 Milliarden.
ſillon vor längerer Zeit erfundene „Identifikation des In= einem, zum Vergleich ebenfalls photographierten Finger=
Sucht die Wiſſenſchaft durch Verbeſſerung der alten
ividuums” vermittelſt der Fingerabdrücke. Sie iſt gegen= abdruck derſelben Perſon ſofort wiederzuerkennen waren. und Erfindung neuer Methoden den Kampf mit den
ver=
wärtig in ſämtlichen Kulturſtaaten eingeführt und leiſtet Die Fehlmöglichkeit welche, wie bereits oben bemerkt brecheriſchen Elementen ſiegreich zu führen, ſo bleiben
bei der gerichtlichen Unterſuchung, der Auffindung und wurde, bei dem Syſtem Bertillon eine verſchwindend ge= andererſeits die „außerhalb des Geſetzes Stehenden” kei=
Wiederverhaftung der Verbrecher die wertvollſten Dienſte. ringe iſt dürfte bei dieſer ingeniöſen neuen Methode noch nen Augenblick müßig, um dieſe Bemühungen zu vereiteln
Die Angriffe, welche wiederholt gegen dieſes Syſtem ge= kleiner ſein.
und ſich Strafloſigkeit zu ſichern. Auf welche drolligen
Lrichtet worden ſind, mußten mittlerweile verſtummen.
*
Mittel die Verbrecher dabei verfallen, um den Hütern
Laut einem Rapport, den der franzöſiſche Gelehrte
„Sie haben aus dieſem Revolver geſchoſſen”, bemerkt des „Privateigentums” ein Schnippchen zu ſchlagen, be=
Etienne Daſtre der „Académie des sciences” kürzlich ab= der Vorſitzende des Gerichts zu dem Angeklagten, und weiſt ein kurioſer Banditenfang, der neulich in Paris
ſtattete, arbeitet die Bertillonſche Methode mit einer Fehl= nimmt die Waffe von dem Tiſch, auf dem die Beweis= bewerkſtelligt wurde. Er zeigt zugleich, welche eine Angſt
Amöglichkeit von nur eins gegen 64 Milliarden, das will ſtücke für die Mordtat liegen.
die Herren Apachen vor Bertillon u. Co. haben. Um nur
ſagen mit abſoluter Sicherheit. Der Engländer Galton
„Ich bin unſchuldig ich erkenne dieſe Waffe als ia keine Spur in Form von Fingerabdrücken zu
hinter=
hat ſodann gezeigt, daß die mehr oder minder komplizier= die meinige an, habe aber niemals von ihr Gebrauch ge=laſſen, operierten die betreffenden Einbrecher beim
nächt=
ten Zeichnungen, welche die Haut unſerer Fingerſpitzen macht.”
lichen Beſuch einer Villa mit — Glacéhandſchuhen.
Ele=
darſtellt, nicht nur bei jedem Menſchen anders geartet ſind,
Könnte der Ton ehrlicher Entrüſtung energiſcher ganter kann man’s nicht machen; aber juſt die Eleganz
ſondern daß ſie ſich bei ein= und demſelben Individuum klingen?!
ſollte ihnen zum Verderben werden. Nach löblich getaner
durchs ganze Leben hindurch unverändert erhalten. Die
Der Verteidiger: „Wenn auch mein Klient im BeſitzArbeit begegneten ſie nämlich einem Geheimpoliziſten, dem
zufälligen „Veränderungen”, die durch das Altern, ſowie dieſes Revolvers gefunden worden iſt, ſo beweiſt das noch es auffiel, daß die wie gewöhnliche Werkleute gekleideten
durch Verletzungen hervorgerufen werden, vermögen den lange nicht, daß die Kugel, die im Körper des Ermorde= Paſſanten ſoviel Sorge auf ihre Handtoilette verwendet
beſtimmten Charakter der Hautzeichnung nicht zu ver= ten ſich vorfand, aus dieſer Waffe abgefeuert worden iſt. hatten. Er folgte der ſauberen Bande und ließ ſie
ver=
wiſchen; Beobachtungen, die der genannte Gelehrte wäh= Revolver ſolchen Kalibers, alſo aus denen genau ſolche haften. Beim Prozeß kam ein allermodernſter
Einbrecher=
rend eines Zeitraums von 28 Jahren anſtellte, haben ſeine Kugeln geſchoſſen werden, gibt es in Berlin Tauſende.
trick ans Licht, der den fachtechniſchen Kenntniſſen eines
Theſe ſchlagend bewieſen. Eine wertvolle Ergänzung die=
„Leider!” erwidert der Vorſitzende, „im übrigen hin= ihrer Mitglieder, der den Spitznamen „der Elektriker”
ſer Methode beſteht in der Photographierung der Schweiß= dert uns das nicht, mit mathematiſcher Sicherheit feſt= führte alle Ehre machte. Bekanntlich greifen die
Geld=
poren, deren Auftreten in der Fingerhaut des Individuums zuſtellen, daß Herr F. gerade mit dieſer Waffe ermordet ſchrankknacker von Beruf die Panzerſchränke ſeit einer
genau dieſelben charakteriſtiſchen und unveränderlichen worden iſt. Hören wir darüber den Sachverſtändigen.”
Reihe von Jahren mittels Sauerſtoffgebläſes an. Das
Merkmale zeigt, wie die auf der Oberfläche verlaufenden
Ver die Schranken des Gerichts tritt in dieſemſchien nun unſerem Helden nicht modern genug. Da ſich
Zeichnungen. Wir verdanken dieſe Verbeſſerung bezw. Augenblick der Mann der modernen Wiſſenſchaft — eine in dem Einbruchshauſe eine elektriſche Lichtleitung be=
Ergänzung des Bertillonſchen Syſtems den vor kurzem halbe Stunde darauf bricht der Mörder unter der Wuchtfand ſchnitt er dieſe durch und führte den Strom, der
zu=
abgeſchloſſenen Arbeiten des Dr. Ed. Locard Direktor des der, Beweiſe zuſammen; was kein Unterſuchungsrichter, gleich mit der Stahlhülle des Geldſchrankes verbunden
Polizeilaboratoriums der Stadt Lyon. Sie leiſtet ins=keine belaſtenden Zeugenvernehmungen fertig gebracht wurde, in einen eigens zu dieſem Zweck konſtruierten
beſondere dann wertvolle Dienſte, wenn die aufgefun= haben: die Wiſſenſchaft hat ihn gefällt. Sie brachte das Schmelzapparat. Wie der als Sachverſtändiger geladene
denen Fingerabdrücke ſehr ſchwach ſind oder durch Be= noch fehlende Argument bei . .. die Beweiskette iſt ge= Ingenieur bekundete, war dieſe neue elektriſche
Angriffs=
rührung von ſeiten dritter Perſonen verwiſcht wurden. ſchloſſen, die den Täter der rächenden Vergeltung über= maſchine der Sauerſtofflampe durchaus überlegen und mit
Letzteres kommt in der Praxis häufiger vor, als manliefert. Wie ging das zu? Wie konnte der Sachverſtän= einiger Vorſicht ſogar ungefährlich zu handhaben, trotzdem
denken ſollte. Nehmen wir an: ein Verbrechen, z. B. ein dige auf ſeinen Eid hin verſichern, daß die fragliche Kugel ſie von einem formidablen elektriſchen Strom geſpeiſt
Mord iſt geſcheben. Die Nachbarn finden das ſchwerver= nicht aus irgend einem beliebigen Revolver abgefeuert wurde. Selbſtredend hatte ſie abſolut geräuſchlos
gear=
wundete oder bereits tote Opfer des Anſchlags in ſeinem worden war, ſondern nur aus der Waffe des Angeklagten? beitet und auch mit beſtem Erfolg — der Stahlpanzer des
Zimmer liegen; der erſte inſtinkte Gedanke der Herbeieilen= Der Beweis, ſo ſchwierig er erſcheint, war verhältnis= Schrankes war wie Holzpappe durchgebrannt.
den iſt natürlich, Hilfe zu bringen. Man bettet den Kör=mäßig leicht zu führen. Und was noch mehr wiegt: er
Trotz ſolcher und hundert ähnlicher Tricks, welche die
per auf einen Diwan ſucht in den Möbeln ringsum nach iſt abſolut ſchlüſſig.
Verbrecher ihrer Kenntnis der wiſſenſchaftlichen und tech=
Verbandzeug uſw und berührt während dieſer Zeit die=
Der bekannte franzöſiſche Gelehrte Dr. Balthazard der niſchen Fortſchritte verdanken, werden die Berufenen
fort=
ſelben Gegenſtände, welche auch der Verbrecher betaſtet ſich ſeit langen Jahren mit den Methoden zur Ueberfüh= fahren, die Abwehrmittel der Geſellſchaft fortdauernd auf
hat. Die wenigen Abdrücke die er (z. B. im Staub oder rung der Vetbrecher beſchäftigt, fand eine ſolche von ge=der Höhe zu halten. Wünſchen wir, daß ſie in dieſem
durch irgend eine Flüſſigkeit) zurückgelaſſen hat und dienialer Einfachheit, um die Herkunft von abgeſchoſſenen „Wettlauf mit dem Böſen”, ihm ſtets „eine Pferdelänge‟
ſonſt ohne Schwierigkeiten zu ſeiner Ueberführung dienen Kugeln zu beweiſen. Jede Schußwaffe trägt im Innern poraus ſind!
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Sol beſorgt werden, Herr Hauptmann, verſprach der noch keine Ahnung haten, wirkte dieſer Gegenſatz doppelt
Einer vom Himmel.
Baron. Und was kann ich von Ihnen hinzufügen, lieber überraſchend.
Malwitz?
Ich bitte, mich einen Augenblick zu entſchuldigen, ſagte
Humoriſtiſche Novelle von Alwin Römer.
Na — mir iſt ſie ja nicht ganz ſo heftig ans Herz der Baron verbindlich, dort liegen die neueſten Zeitungen,
(Nadhdru” verboten.)
(6
ſogar die Berliner Abendblätter von geſtern. Wenn Sie
Als der Baron Jochen Sötbier rief, der den Jagd= gewachſen in den paar Stunden, wie unſerem lieben
Wim=
wagen aus der Remiſe ſchaffen ſollte, wandte ſich Wim= bach. Aber einen ſchönen Dank ſelbſtverſtändlich, wenn inzwiſchen einen Blick hineinwerfen wollen?
bach mit der Frage an den Knecht: Iſt Ihr Frölen noch ich bitten darf, erklärte der Leutnant diplomatiſch. Er
För Svenska Hem? Iſt das auch ein Berliner
wollte ſich die Ausſichten bei einem Manne nicht verder=
Abendblatt? fragte lächelnd Malwitz, der an den Tiſch
nicht zurück?
Nä, ſagte Jochen und grinſte über das ganze Geſicht, ben, der einmal ein ganz ſamoſer Schwiegervater zu wer= herangetreten war.
den verſprach.
Das iſt natürlich etwas Schwediſches, lieber Freund.
wohl weil er dieſe Frage in Gegenwart des Barons für
Inzwiſchen war das leichte Gefährt ſchon angeſchirrt; Meine Hilde hat ſich das abonniert. Ihre Mutter war ia
bedenklich hielt.
Das tut mir aber leid, entgegnete Wimbach darauf, die Herren ſtiegen auf, und Jochen Sötbier ließ luſtig die eine Schwedin, erklärte Reidersberg und ging.
ſſich zu Reidersberg wendend. Ihr Mamſellchen, das uns Peitſche knallen. Auf dem Wagen zündete man ſich eine
Na, wie finden Sie das hier, Wimbach? flüſterte der
geſtern ſo famos aufgenommen hat, iſt den ganzen Mor=Frühzigarre an und ließ die blauen Wölkchen in die köſt=
Leutnant, als ſich die Tür hinter ihm geſchloſſen hatte.
gen noch nicht ſichtbar geworden. Ich hätte ihr gern Ade liche, klare Septemberluft ſteigen, ohne dabei eine beſon=
Feudal, was?
ders lebhafte Unterhaltung zu führen. Erſt als nach einer
geſagt.
Der Hauptmann zuckte die Achſeln. Ihr Baron iſt ein
Werd’s ihr beſtellen, Herr Hauptmann, ſchmunzelte Stunde Fahrt eine langgeſtreckte Schloßanlage mit einem
ganz prächtiger alter Herr. Aber trotzdem: ich komme mir
ausgedehnten Park dahinter ſichtbar wurde und der Baron
Reidersberg und drohte mit dem Finger. Sie werden ihr
hier ſo überflüſſig vor. Jaſpershagen war entſchieden
ge=
erklärte: Da liegt der alte Kaſten, konnte ſich Malwitz nicht
doch den Kopf nicht verdreht haben?
mütlicher, ſagte er laut.
Der Hauptmann errötete leicht, was ihn innerlich ſehr enthalten, ſeiner Freude über dieſen ſtolzen Herrenſitz
Da ſchallte plötzlich ein ſilbernes Lachen von der Tür
ärgerte, zumal da er ein leiſes ſpöttiſches Lächeln darüber in enthuſiaſtiſchen Worten Ausdruck zu verleihen.
Jochen Sötbier fuhr mit ziemlicher Geſchicklichkeit über her, deren Portieren ſich eben auseinander taten, und eine
um Malwitz’ Lippen huſchen ſah.
Sie iſt ein ganz eigenartiges Perſönchen, das mein den raſengeſchmückten Vorplatz, in deſſen Mitte eine von ihnen beiden nicht unbekannte Stimme ſagte: Das freut
Intereſſe allerdings lebhaſt in Anſpruch genommen hat, Aſtern und Georginen umblühte Fontäne die Strahlen mich, Herr Hauptmann, daß Ihnen Jaſpershagen ſo
ge=
erklärte er und ſah dem Leutnant dabei beinahe drohend der Morgenſonne in ſprühende Farben zerteilte, und bog fällt.
Mamſellchen! rief er unwillkürlich und drehte ſich um,
dann zur Rampe hinauf.
ins Geſicht.
während Malwitz die Erſcheinung im Rahmen der moos=
Der Baron übernahm ſogleich die Führung ſeiner
Gut, daß Sie ſie hier nicht mehr zu ſehen kriegen.
lachte Reidersberg. Sie wären imſtande, ſie mir abſpenſtig Gäſte. In dem hohen, im Spätbarock gehaltenen Veſti= grünen Portiere ganz entſetzt anſtarrte.
Guten Morgen, meine Herren! grüßte Hilde fröhlich
bül, deſſen Wände mit Kapitalgeweihen von
verſchiede=
zu machen und von Jaſpershagen zu entführen.
Nee, das tät er nicht, bemerkte Malwitz darauf. Dazu nen Jägergenerationen geſchmückt waren, wehte ein kalter und trat näher, den beiden ihre Hände entgegenſtreckend.
Hauch, der auf ungemütliche Innenräume ſchließen ließ. Und herzlich willkommen auf Wildenhorſt!
iſt er zu ſolide.
Sie führten beide die ihnen gereichten Hände, die heute
Der Hauptmann zuckte die Achſeln. Sprechen wir von Aber, wie ſie nun den Salon betraten, der in gut
moder=
etwas anderem, ſagte er. Aber bitte, vergeſſen Sie den nem Sinne eingerichtet war und alle die behaglichen Seſ=viel ſchlanker und formenſchöner erſchienen, an die
Lip=
ſel und Lehnſtühle aufwies, von denen unſere Altvordern pen. Aber ſie blieben auch beide zunächſt ſtumm.
Gruß nicht, und daß es mir ſehr leid getan habe.
Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonnkag, den 30. Novemoer 1915.
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zen Morgen darauf gefreut, lachte ſie übermütig. Eigent= eine Schwedin geweſen. Gott ſei Dank, eine Schwedink dung draußen, ein bißchen ſehr kräftig geweſen,
entgeg=
lich hätt’ ich ja wieder als Pommerin zum Vorſchein kom= Es hätte ja ſchließlich auch eine Franzöſin ſein können. nete Wimbach lächelnd, und die Baroneſſe mit einem kur
men und die luſtige Komödie noch ein bißchen weiterſpielen Wenn der Teufel ſein Spiel treibt, paſſieren noch ſcheuß= zen Blick ſtreifend. Wir hatten da ein Intermezzo wegen
müſſen. Aber Papa wollte nicht. Papa ſetzte ſein Amts= lichere Zufälle.
einer Herzſtärkung —
vorſtehergeſicht auf und verbot es. Hoffentlich mißfalle
Der alte Baron, der jetzt zurückkehrte, unterbrach ſeine
Ach ja, Jochen Sötebiers „Damenlikör” unterbrach
ich Ihnen ſo nicht ganz und gar, Herr Leutnant.
Gedanken. Ah, da biſt Du ja, Hilde! rief er vergnügt. ſie ihn, errötend. Ich hatte dem Schlingel den Brannt=
Aeh . . . im Gegenteil! rief, endlich ſich aufraffend, Haſt Du Dich ordentlich geweidet an Deinen armen Opfer= wein konfisziert, weil er drauf und dran war, ſich zu be=
Malwitz. Ich ſchwärme ſonſt nicht für Reform, aber dieſes lämmern, he? Aber warte mal, ich habe Dir noch ein trinken. Und wie nun die beiden Herren auf die Erde
Koſtüm macht aus Saulus einen begeiſterten Paulus. Es paar Beſtellungen auszurichten — nämlich Herrn Haupt= herunterfielen, und es Herrn v. Malwitz dabei ein
biß=
kleidet Sie geradezu phänomenal.
mann v. Wimbach hat es ſehr leid getan, Dich nicht noch chen unheimlich zu werden ſchien, kam die Flaſche aus
Finden Sie das auch, Herr Hauptmann? fragte ſie einmal geſehen zu haben in Jaſpershagen, während der meiner Taſche zum Vorſchein und brachte mich in den
mit einem ſchelmiſchen Seitenblick auf Wimbach.
Herr Leutnant, dem Du leider nicht ſo ans Herz gewach= fürchterlichen Verdacht bei den Geſtrengen, eine Liebhabe=
Ich muß mich erſt noch von meiner Ueberraſchung er= ſen biſt in den paar Stunden — hahaha, gut behalten, rin dieſes „Damenlikörs” zu ſein! . . . Es war rieſig
holen, gnädigſte Baroneſſe, entgegnete er langſam. Dieſe was, lieber Malwitz? — Dir wenigſtens einen ſchönen drollig.
Metamorphoſe kommt mir zu unerwartet.
Dank zuerkennt.
Ich bitte zerknirſcht um Verzeihung, Baroneſſe, ſagte
Kann ich für mein Teil eigentlich nicht behaupten,
Das heißt —, ſtotterte der Leutnant in zunehmender Wimbach verlegen. Aber ſie ſprachen ein ſo waſchechtes
ſchwindelte keck der Leutnant. Ich habe geſtern abend ſchon Verwirrung, ganz ſo . . . äh . . . war die Sache denn Plattdütſch, daß ich willkürlich glaubte . . . na, und da
ſo was bemerkt, wollte aber der Sache nicht auf den Grund! doch nicht, Baroneſſe! . . . Ich . . . ich wußte ja halb und
bin ich dann wohl allerdings ein bißchen . . ich fürchte
gehen, um den hübſchen Spaß nicht zu ſtören.
halb, daß wir Sie hier wiederfinden mußten, während ſogar, ich habe Sie geduzt in der kritiſchen Minute.
Ach, wirklich? fragte ſpöttiſch die kluge Hilde und ſah mein Freund Wimbach . . . allerdings . . . äh .
,
Na, natürlich haben Sie das, beſtätigte mit etwas
ihm mit einem vielſagenden Blick dicht unter ihren Brauen
Ich habe beſtellt, was mir aufgetragen worden iſt.
Schadenfreude über Wimbachs Bedrücktheit der Leutnant.
fort in die Augen.
Sie ſind mein Zeuge, Herr Hauptmann! rief lachend der
Welch’ ein unglaubliches Verbrechen! ſpottete gut=
Der Blick gefiel ihm nicht. Er dachte plötzlich daran, Baron, der ſich über die Verlegenheit des gewandten mütig Hilde und fügte, dem Hauptmann die Hand
rei=
was für dummes Zeug er geſtern abend alles geſprochen Gardeleutnants herzlich amüſierte. Stimmt’s, oder nicht?
chend, hinzu: Ich habe da wirklich nichts zu verzeihen,
und wie er ſich bei ihr nach ihr ſelbſt erkundigt hatte. Ver=
Bis auf den mir freundlichſt verliehenen Adel ſind beſter Herr Hauptmann. Im Gegenteil, Ihr Humor hat
wünſcht! Und nun kam ihm ins Gedächtnis, daß Sie unſeren Aufträgen ziemlich wortgetreu nachgekommen, mich entſchieden zu Dank verpflichtet; denn auf dieſer
ihm, auf Franzöſiſch allerdings, Wimbach gegenüber erklärte der Hauptmann mit einer leichten Verbeugung. drolligen Verwechslung hat ſich ja nachher die ganze
nach=
eine Bemerkung über ihres Vaters Reichtum ent= Hätte ich freilich gewußt, wer hinter dieſem anmutigen folgende Komödie aufgebaut, die mir ſo viel Vergnügen
ſchlüpft war. Herrgott, wenn ſie das verſtanden hatte! „Mamſellchen” verborgen war, ſo —
berritet hat.
Aber eigentlich war dieſes Schlimmſte ja wohl nicht zu
Ach, drechſeln Sie keine Redensarten, lieber Herr
befürchten. Die Pommerſchen Edeldamen waren für ge= Hauptmann! . Wir ſind hier in Pommern, wo man
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wöhnlich ja nichts weniger als perfekte Franzöſinnen, ein kräftiges Wort verträgt.
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Nummer 291.
Seite 24.
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Aer ſeht en ſchun uſ Schrit un drit
Die Wirde un die Fraad o. . . . .
und trei zuſammen, ſo lang wie’s geht, hibb, hibb, hurra!
Voll Neid guckt jetzt de „Zibbo” mit
Freilich, wann er bei de erſtmaliche Zuſammekunft mit
Seim Freund, dem „Aſſerato”.
dem Wollfram vun Egelsbach ſinge dhut: Blück ich
um=
hör in düſem ödlen Kreuſee . . ., dann werd er valleicht
Nooch dene zwaa wird net gefragt.
verſchiedene begrieße kenne, die wo net mehr do ſin. No
Die hawwe jetzt zu ſchweige,
awwer deß ſchad nir, die Herrn hawwe ſich lang genuch
Un wie deß friſche Blut ſich raacht.
Meeneonn
for ihr Ladderſtadt geobfert un hawwe ſich for unſer Wohl
et
g
Deß werd die Zukunft zeige
un Wehe Loch ins Knie gebohrt; jetzt ſolle ſe mol for e
S
An neie Geiſter ſind mer reich,
(
Weil uff ihrne Lohrbeern ruhe. Unſere neie Stadtväd=
2
Drum werd’s uns jetzt aach glicke;
der mecht ich awwer im Vabeigeh ſchnell e paar Verscher
2
Bestes
Doch aans, ihr Stadträt, ſag ich Eich:
5
widme, um damit, daß ſe net ſage kenne, ich weer neidich,
See
Lnduse
Gewöhnt Eich net an’s — Nicke!
un ich hett nir for ſe iwwrich. Groß is es allerdings net,
Gſtee
der Welk
deß Liedche, wo ich for ſe gedicht hab, dann ich kann mich
So, des weer’s. Um awwer Errdimmer zu vermeide
doch net ewich mit dene Kaddädde befaſſe; ich hab noch indem daß ſich valleicht vun wege dem Zibbo” un Aſſe=
Wichtigeriches zu dhu, als wie bloß Liedcher zu dichte in rato” jemand buleidicht fiehle kennt, will ich gleich druff
Bezugnahm vun wege de Herrn Stadträt. Awwer ſie uffmerkſam mache, daß ich mit dene zwaa Nome niemand
(
weern drotzdem die Ehr zu ſchätze wiſſe; un wann ſie’s dreffe wollt. Ganz im Gegedaal. Die hab ich ertra ges
e
ſinge wolle uff ihre Atrittskneib, haw=ich aach nir de= numme, um daß jo kaaner an mich kann, un kann mich am
gege, dann ich bin net derjenige, wo, ſundern ganz im End fordern zu eme amerigahniſche Duwäll un ſo. Naa
Gegedaal. Alſo in dieſem Sinne:
n
Wer Odol konſequent
täg=
die zwaa Leit, die wo ich in meim Gedicht genennt hall
die ſchbiele mit in dem Stickelche vum Herr Schiller, namens
(
Wohlauf, die Luft geht friſch un rei'
lich anwendet, übt nach unſeren
„Der Fiasgoh, odder die Verſchönerung des Fißguß au
In unſres Stadtrats Halle,
5
heutigen Kenntniſſen die denkbar
Jena”; do ſtehe ſe nehmlich uff em Theaterzeddel: Zibbal
Mir hawwe „friſches Blut” jetzt drei',
und Aſſerato, „zwei Mißvergnügte‟ . . . Alſo, Sie wiſſe
So laß ich mer’s gefalle.
heſte Zahn= und Mundpflege aus.
Beſcheid!
Vorriwwer is die große Wahl,
Preis: ¼ Flaſche (Monate ausreichend)
Beruhigt ſin die Gemieder,
Nemlich heidigen Dags kann mer ſich mit ſo Benam=
Vabei die Raaſch, vabei die Kwahl,
e M. 1.50, I Flaſche Mk. —.85.
(I,22908
ſunge gor net genug in Acht nemme, indem weil ſich do uſſ
Die goldern Ruh kehrt wieder.
aamol net bloß nor bloß e paar gewehnliche Stadträt be
leidicht fiehle kenne, ſundern, waan’s gut geht, e ganz
Briehinkels Sunndags=
Bedracht die neie Stadträt Eich,
Brofintz mitſamſt de drumerum liegende Länder un Ae
Do mecht ich doch druff wette,
ſchierungsbezirke un ſo. Mer hott Beiſchbieler vun Exem=
Noochmitdags=Bedrachtunge.
Die ſin ſchun kolleſſal beim Zeig
bele. Un ich ſag bloß Zabern!, ſchun waaß die ganz
Un halte große Redde;
ziffeliſiert Welt, um wos ſich’s in dem Fall hannelt. Ich
Die erledichte Stadträt. — E Kneiblied for ſe. — Wackes
Un wann gach vorerſt bloß dehaam
hett aach anſtatts „Zabern” bloß Wackes!” zu ſans
und Zabern. — Un wos es domit for e Bewandnis hott.
Un gach in de Vereine —
brauche, un do hett gach jeder gewißt, uff wem ſeine Geit
Ich fiehl mich net bedroffe. — De Herr Leitnant un die
Doch bringe ſe den ganze Kram
deß geridde is. Deß haaßt, um damit, daß ſe die Sachl
Elſäſſer. — Nur die Ruhe kann es mache. — Unſer Kaiſer
Schun mit de Zeit ins Reine.
net verworſchtele: „Zabern” is e Städtche im Elſaß drunng
hott ſein Laſt mit de Herrn Leitnante. —
De Tanſcho
un „Wackes” is uff gamol der Ehren= un Glanztidel, odder
aſchendinio. — Un ſo.
Sie ſin debei mit Lieb un Luſt
gewiſſermaße der Kinſtlernome vun eme ganze Velker=
Sooſche nu hott unſer Owwer ſei Klibbche widder mol
Die neigebackne Hannjer,
ſtamm Nemlich vun de Herrn Elſäßer; un den Nome halls
for e Jahrers drei beiſamme, un nu kann er uff em Rot=
Un ſtecke in die ſteife Bruſt
ſe hoch un heilich, un deſſentwege braicht ich mich perſehn
haus widder ſei gemietliche Dunnersdagsnoochmitdags=
So ſtolz, als wie die Spannjer;
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Elſaß dun
nueide
ganze Beſ
en Nome
mich verien
un uff
Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1913.
Seite 25.
dann ich ſor mei Dal mach kaan Aſpruch uf den Ehren= ſun ſo Brieder ſeines Gelichters ſch vor auns ſübzig ſo fmein hot Un wamn mer grad en auslendiche Danz
ſidet „Wackes” Awwer die Elſäher, un aach die Lothrin=gaſchdich uffgeſiehrt heite, die Grahnatzion het en anner=danze will, warum danz mer do kaan baheriſche
Schuh=
ger, un ganz beſunners nadierlich die Herrn Franzoſe, dieſter uff de Kobb geſchbuckt, als wie deß de deitſche Michel blattler? — Der is immer noch aſtendiſch un den kann mer
lwo die Ganz Sach eigentlich gor nir ageht, un die wo dhut. — Meintwege, wann ſich die Elſäßer bedroffe ſiehle, uff em ſeinſte Hofball danze. Un die Bapern ſin kaa
awwer die willkommene Gelegeheit ergreife, um emol wid=dann ſolle ſe in ihrm Landdag un gach im Reichsdag in= Elſäſſer; die hette nir degege, un wann ſelbſt de Bethmann
der hinne erum zu bohrn un zu ſtochern un zu ſchiern, ſo terpelleriern, un do kenne ſels dem Herr Reichskanzler un Hollweg den Schuhblatler in großer Gala=Elite=
Parade=
daß die Elſäßer ſich gor net mehr kenne, un dhun ſich for dem Herr Kriegsminiſter mol geheerig ſtecke, dann dode= Glanz= und Reichskanzler=Uniform danze deht. . .. .
llauter Eifer kinſtlich uffrege, un ſin hoch, un ſchbiele die for ſin die Herrn do, un wann ſe aach zehnmol nix dezu
Wie geſagt, wann de Herr Kaiſer en Feldzua gege die
beleidicht Blutworſcht, un hocke ſich uff die owerſt Schbroß kenne. Awwer daß gleich jeder Elſäſſer aus gekrenktem iwwerſinnliche Denz eröffne will — mei Unnerſtitzung is
vum Laaderche un kreiſche: Rache! Rachche!! Rachchche!!! Ehrgefiehl for ſich allaa e Brifadreffelutzion mache will em ſicher!
R. Sch.
un verlange abſalgad, daß der Leitnand wege dere Wackes=wege gam ganzige Leitnant ſeine iwwerzwerche
Aus=
inſtruktzion mindeſtens e paar Johr lang ſtandrechtlich er= drucksweis — deß geht zu weit!
ſchoſſe werd.
Aus all dem kann mer awwer newebei ſehe, daß de
Vermiſchtes.
Un domit kemt ich zu dem Herrn Leitnant. Alſo, wann Herr Kaiſer doch recht ſei Laſt hott mit ſeine Leitnant, un
de Herr Leitnant werklich die ganz Elſäſſer Natzion ge= er muß immer mordsmeßig uffbaſſe, daß ſe im kaa Un=
* Waſſertrinken und Blinddarmentzündung. Die von
maant hott, un wollt for jeden Wackes zehn Mark in baar
ſtibbuliern, ſo maan ich, daß er ſich do zimmlich grindlich alicker aſtelle. Aus dem Grund hott er gach ſchlauerweis Dr. Gagey aufgeſtellte Theorie (vgl. Nr. 286 des
Tag=
ſeim Schwiegerſoh e Aemtche verſchafft, um damit, daß er blatts), daß Waſſertrinker aller Wahrſcheinlichkeit nach
verrechnet hott. Wann er do kei Brifadvermöge hott, ſei e bische e Beſchäftigung hott, un macht ſich net immer un= mehr zu Blinddarmkrankheiten neigen als Freunde mäßi=
Leitnantsgaſch langt net dezu; deß is emol ſicher, un de
Rothſchild weer e komiſcher Chriſt, wann er zu dene Zwecke neediche Gedanke wege Hannofer un ſo. Deß Scherchje gen Alkoholgenuſſes, haben den Widerſpruch anderer Aerzte
bringt em Herr Kummberland gach e bische mehr ei, wie hervorgerufen. Es war in dem Artikel ja ſchon geſagt
un gach noch in Friedenszeite in ſei Sparbix greife dhet. ſei Leitnantsgaſch zeither, mit dere er ſich doch arg hett worden, daß es ſich bei den Ermittelungen Dr. Gageys
Naa, die Rechnung ſtimmt emol net, ſundern der Herr eiſchrenke miſſe in ſeim Haushalt, un ſei jung Fraa hett nicht um eine unanfechtbare Wahrheit handle, wie es ja
Leitnant hat ſich in ſeine blutjunge Ahnungsloſigkeit un
valleicht ſelwert koche miſſe un ſo, nor damit’s gelangt hett. in der Wiſſenſchaft überhaupt kein Dogma gibt. Der
Ge=
weil er den Dialäckt net richdich verſteht, emol ganz
ge=
heerig verkallobbiert. Er hott ewe mit ſeinem bekannte Awwer als Reſchent vun Braunſchweiſch krickt er doch en ſchäftsführer des Vereins abſtinenter Aerzte des deutſchen
preißiſche Schliff un Schneid emol in e elſäſſiſch Wesbeneſt annern Gehalt, als wie blos als Leitnant. No, un Sprachgebietes hat ſich, wie das Organ dieſes Vereins
geſtoche: un net ſo knabb. Un wann ich en ſchließlich gach ſchließlich ſin mer dann gach net ſo, un dhun als ſei Firma mitteilt, an einige hervorragende Kliniker (Interniſten
e bische unnerſtitze, un hole uns als emol beim Breimer und Chirurgen) gewendet, die eine beſonders große
Er=
net in Schutz nemme will. ſo dhet mir’s doch laad, wann odder beim Matzelt zum Nachteſſe for zwanßig Fennig fahrung bezüglich der Blinddarmentzündung haben, und
er, un e paar vun ſeine Vorgeſetzte wege dem gane Wort.
Braunſchweiſcher Worſcht, damit gach em Herr Kummber= ihnen die Frage vorgelegt, was ſie von der Entdeckung
uff Kammer mißte und mißte Erſtganniduhr Zilinder= land ſei Firma beſteh kann un kann em immer ſein Gehalt des Dr. Gagey und ſeiner Theorie halten. Nicht ein
ein=
hiet verbaſſe und mißte ſchließlich Studente werrn an ere
ziger hatte danach mitgeteilt, daß er etwas ähnliches je=
Handelshochſchul mit doppelter Buchfiehrung, Schreib= pinktlich bezahle.
Awwer aach de annern Leitnant guckt jetzt der Herr mals beobachtet habe oder auch nur für wahrſcheinlich
maſchine= un Stennegrafieunnerricht un ſo.
halte; nicht ein einziger hatte die Richtigkeit der Annahme,
Naa, mir macht’s ganz den Eidruck, als wie wann die Kaiſer uff die Finger, odder vielmehr in dem Fall guckt er’n
Sach weniger an dem Leitnant lieje dhet, ſundern an dem mehr uff die Fieß un uff die Knie un ſo. Nemlich, er hott daß der Wein oder die anderen gegorenen Getränke
ganze Siſtehm, un wann ich unſerm neie Kriegsminiſter en de Tanſcho aſchendinio in Uniform verbodde, um da= Schutz gegen die Blinddarmentzündung enthalten konnten,
en gute Rot gewe derſt, — es is jo er verſtendicher junger mit, daß ja kaa bollidiſche Komblikatzione entſteh zwiſche zugegeben. U a. ſchreibt Prof. Dr. Stadelmann, Berlin,
Mann un nimmt aach vun eme gewehnliche Ziſeliſt wos Deitſchland un Aſchendinio. Ja, Sie lache; awwer do Krankenhaus Friedrichshain: „Nach meiner Erfahrung
a, wanns gut is, wie er die Woch im Reichsdag ſelwert gibt’s gor nir zu lache. Wie e Gewidder hette mer do kümmert ſich die Appendicitis, wenn ſie einen befällt, nicht
geſagt hott — alſo, wann ich em do e gude Rot gewe ſchließlich en Krieg am Baa. Nemlich die Herrn Aſchen= im geringſten darum, ob derſelbe Alkohol konſumiert oder
derf, ſo ſoll er mol deß Noditzbichelche deß, wo er zwiſche dinioer braiche bloß ſo iwwelnemmeriſch zu ſei wie die Abſtinent iſt.” Geh Rat Prof. Dr. Strümpell, Direktor
im zweite un dritte Knobb vun ſeim Wafferock ſtecke hott Herrn Elſäſſer un braichte zu ſage, „ſo” wie in Deitſchland der mediz. Klinik. Leipzig: Ich halte die Angabe, daß
erausziehe un ſoll emol vun ſeine Herrn Offeziern deß der Tanſcho gedanzt dhet werrn, deß weer e Beleidichung Waſſertrinker häufiger von Appendieitis befallen werden
ruhigſte un geſchickteſte un verſtendichſte Maddrial eraus= for die ganz aſchendiniſch Natzion. — Un wann den Tan= als Weintrinker, für vollſtändig aus der Luft gegriffen.
ſuche, un die ſoll er mol do nunner nach dem Elſaß ſchicke. ſcho aach noch die Offeziern in Uniform „ſo” danze dhete, Die Urſachen der Appendieitis haben mit dieſen Dingen
Die Herrn braiche ja net grad aus em preißiſche Oſtpreiße ſo weer deß e offenſichtlich Herausforderung, e Broffe= gar nichts zu tun. Ebenſo iſt die Theorie, daß gegorene
zu ſei, obwohl ich dene dorchaus net zu nah drete will, katzion, die wo nor dorch en bludiche Krieg widder abge= Getränke Schutzſtoffe gegen die Appendieitis enthalten
awwer des Klima in Elſaß=Lothringe bekimmt en net weſche kennt werrn. No un do hett mer de Schlammaſſel! ſollen, durchaus haltlos. Sie entbehrt jeder tatſächlichen
gut; deßhalb ſollt mer, meines Erachtens, do Offeſiern hie= Un deß kennt mer dene aſchendiniver Kiehdreiwer noch gor Grundlage.” Geh. Rat Dr. Rehn, Chirurg am ſtädt.
ſchicke, die wo an die Luft un an die Gegend un an die net emol iwwel nemme, dann die halte noch ebbes uff Ehr Krankenhaus, Frankfurt a. M.: Alle Erfahrungen ſpre=
Leit gewehnt ſin. So Herrn, wie de Herr Leitnant von und Rebbudatzion und loſſe ſich ihrn Natzionahldanz net chen gegen die Richtigkeit der Theorie. Sie wird wohl
Forſtner, der, wo in ſeim jugendliche Iwwermut den ganze ſo mir nir un dir nir verſchameriern, daß ſe domit in de auch nicht ernſt genommen.” Geh. Rat Prof. Ewald,
Ber=
lin: „Die Behauptung, daß Appendicitis häufiger bei
Wackesſchlammaſſel eruff beſchworn hott, die ſoll de Herr ganze runde Welt blamiert ſin.
Waſſertrinkern vorkommen ſoll, als bei Weintrinkern, halte
Iwwerhaubt, was brauche mir in Deitſchland ſo iw= ich für vollkommen grundlos, das ſtatiſtiſche Ergebnis,
Kriegsminiſter liewer nooch Berlin dhu zu de Garde, do
falle ſe mit ihrem Schneid net ſo arg uff. Wenigſtens netwerrickſe Denz aus de ſechſte Dimmenzion, wie den Tan=wenn es nicht tendenziös zugeſchriten iſt, für Zufall und
ſo arg, daß gleich ſo e paar Dunnerwetterle mit un ohne ſcho, odder den Tuſchtäbb, odder den Ohneſchtäbb, un wie die ſogenannte wiſſenſchaftliche Begründung für Unſinn.”
die ganz Schtäbberei haaßt, die wo mer Schiewer nennt. Prof Mar. Sternberg, Primararzt, Wien: „Ich habe auf
Akſah iwwer ihrm Haubt losbreche.
Awwer de Herrn Elſäſſer mecht ich nu aach in aller Hawwe mer net unſern ſcheene Walzer, un de Hobbſer, un die Frage der Abſtinenz bei Appendieitis nicht geachtet.
Freundſchaft rode, ſie ſolle wege eme unbedachte un falſch de Frangſähſe, un de Siehſte=wohl=do=kimmtederr, un den Daß unter franzöſiſchen Aerzten — wohl im Intereſſe der
agebrachte Ausdruck ſo kaan Klammau mache; ich maan, Liewer=Heinrich,= dei=Gereeſte, hibbe=in=de=Pann=erum, weinbautreibenden Bevölkerung — eine Bewegung gegen
ſie braichte ſich gor net ſo arg an Lade zu lege, indem weil riſcheenach=Petrolium. Brauch mer do en ſogenannte Tan= die Abſtinenz, reſp. für Weingenuß propagiert wird iſt
ſe unner ihres Gleiche gach Beit hawwe, dene ſchun ganz ſcho, wo mer debei maant der Herr dhet mit ſeine Dam ja belannt. Die letzte Benterkung iſt nun allerdings
annern Ausdrick iwwer die Libbe geritſcht ſin. Net blos en römiſch=griechiſche Ringkambf uffiehrn? Brauch mer do nicht mehr ſachlich.
Ausdrick, ſundern ganze Redde gege Deitſchland un ſo. Sode Schiewerei, wo mer ſich iwwerhaubt nir debei vorſtelle
viel kann ich en ſage, den Herrn Elſäſſer. wann de Wetterls kann, wenigſtens nir, deß wo wos mit deitſcher Sidde ge=
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des Vorſtandes. 4. Ausloſung von Anteilſcheinen. 5. Anträge.
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Uhr.
net.
Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. Novemder 1913.
Seite Sr.
Sriverbptattae Kranen and Fanz
ſranen Darmſtäbtp!
Die Neuwahlen zu den Krankenkaſſen ſtehen unmittelbar bevor.
Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Männer und Frauen ſind bei denſelben wahlberechtigt und haben den Ausſchuß zu wählen.
Durch die neue Reichsverſicherungsordnung wird den Kaſſen eine große Anzahl neuer Mitglieder zugeführt.
Sämtliche Privatlehrerinnen, Erzieherinnen, Hausbeamtinnen und kaufmänniſche Angeſtellte, deren Gehalt 2500 Mark nicht
überſteigt, ferner gewerbliche Arbeiterinnen, Heimarbeiterinnen, Taglöhnerinnen, Putzfrauen, Lauffrauen, kurz alle erwerbstätigen Frauen
ſind verſicherungspflichtig. Alle weiblichen Dienſtboten, welche ſeither in der Dienſtboten=Krankenkaſſe aufgenommen waren, werden
durch die Neuordnung den Krankenkaſſen zugeführt.
Ungefähr 6000 erwerbstätige Frauen kommen als neue Mitglieder für die hieſige Ortskrankenkaſſe in Betracht. Die Zahl
der weiblichen Mitglieder ſteht alsdann mit der männlichen auf gleicher Höhe, ja ſogar noch etwas höher als dieſe.
Mehr denn je iſt es eine Ehrenpflicht der erwerbstätigen Frauen, ſich an den Wahlen zu beteiligen. Sie dürfen nicht
gleichgültig zur Seite ſtehen, wenn ſie nicht wollen, daß ſie bei der Verwaltung übergangen werden.
Der Wahlmodus iſt ein anderer als ſeither. Während bis jetzt die ſtärkſte Partei die Vertreter beſtimmte, ſchreibt das
neue Geſetz Verhältniswahl vor. Dieſe ſichert auch den ſchwächeren Parteien eine ihrer Stimmenzahl entſprechende Vertretung in den
Organen der Krankenkaſſen.
Ein großer Vorzug des neuen Geſetzes iſt es, daß es den Kaſſen die Möglichkeit gibt, durch ihre Satzungen Mehrleiſtungen
einzuführen, die weit über das von dem Geſetz vorgeſchriebene Mindeſtmaß hinausgehen.
Zu den Wohltaten, die das Geſetz durch die Mehrleiſtungen gewähren kann, gehört vor allem eine Ausdehnungfder
Kranken=
hilfe, Erhöhung des Krankengeldes Aufnahmen in Geneſungsheime, weitergehende Unterſtützung der Wöchnerinnen, Familienhilfe
und Hauspflege nicht nur für die Verſicherten ſelbſt, ſondern auch für ihre Familienangehörigen.
Je ſelbſtändiger und eindringlicher die Frauen ihre Rechte vertreten, deſto mehr werden die Kaſſen den beſonderen
Be=
dürfniſſen der Frauenwelt Rechnung tragen müſſen.
Die Frauen haben durch das Wahlrecht es ſelbſt in der Hand, dafür zu ſorgen, daß tüchtige Frauen in Ausſchuß und
Vorſtand kommen, die ſich um die beſonderen Frauenintereſſen kümmern und ſie vertreten. Um auf einen Umſtand hinzuweiſen, ſo
brauchen wir vor allem weibliche Kontrolleure an dem Krankenbett der Frauen.
Die Hausfrauen Darmſtadts, ſoweit ſie Haushaltungsvorſtände ſind, kommen zum erſten Male als Arbeitgeber für ein
Wahlrecht in Betracht und dürfen ſie nicht fernbleiben, wenn es gilt, von dieſem neuen Wahlrecht Gebrauch zu machen. Ebenſo iſt
es ihre Aufgabe, ihre volljährigen Dienſtboten als Arbeitnehmerinnen in Bezug auf deren neue Rechte und Pflichten aufmerkſam zu
machen und ſie zur Ausübung ihres Wahlrechtes anzuhalten.
Es iſt von großer Wichtigkeit, daß die Frauen aller Stände dieſen Vorgängen im öffentlichen Leben die größte
Auf=
merkſamkeit ſchenken und ſich in die Wählerliſten eintragen laſſen.
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3 Raab=Oedenburg . . . 76,00
S. 15
Wiesbaden . . . . . . 95,75
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
12 Siemens & Halske . 212½ 4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
do.
3½,
In Proz. Zf.
Zf.
In Proz. 12 Bergmann Electr. . . 125,00 4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 85,00
S. 15—19, 21—26 93,50 4 Worms . . . . . . . . 93,90
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,00 5 Agentinier . . . . . . . 97,30110 Deutſch. Ueberſee Electr. 164,50 4½ Moskau=Kaſan . . . 94,00 4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
½do.
86,50
81,2525 Gummi Peter . . . . 77,00
85,10 3½
do.
do.
do.
84,00 4 Liſſabonner v. 1888 .
30 Adler=Fahrradwerke
3½ Deutſche Reichsanl.
85,10 4½ Chile Gold=Anleihe.
4 Wladichawchas . . . . 85,70 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
76,3
Kleyer . . . . . . . 376,00
Verzinsliche
do.
3
5 Chineſ. Staatsanleihe. —
84,20
90,2012 Maſchinenf. Badenia 125,00 4 Rjäſan Koslow . . . . 85,00 3½
Anlehensloſe.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,004½
3 Portugieſ. Eiſenb. . . . 69,00 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
do.
Badiſche . . . Tlr. 100 177,00
3½ do. Conſols .. . 85,00 4½ Japaner . . . . . . . 90, 70 16 Wittener Stahlröhren 165,50
S. 12, 13, 16 . . .
do.
96,60
Cöln=Mindner , 100 139,00
3
do. do.
76,105 Innere Mexikaner . . . 74,301 8 Steana Romana Petr. 148,30
. 66,70
½ Livorneſer . .
S. 14, 15, 17, 24/26
3 Holl. Komm. . fl. 100
49,00 15 Zellſtoff Waldhof . . 213,50
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,70
do.
18—23 . . . . ..
Salonique=Monaſtir. . 63,10
96,60
3 Madrider . . Fs. 100 70,30
91,50 4 Gold=Mexikanerv. 1904 76,50 12½ Bad. Zucker=
Wag=
do.
3½
79,00 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
186,00 4 Bagdadbahn . . . .
häuſel . . . .
do.
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,2014 Meininger Pr.=Pfand=
5 Gold=Mexikaner . .
½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,60
93,10
briefe . . . . . ..
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 92,90 4 Miſſouri=Paciſic . . .
S. 3—5 . . . . . . . 84,00
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,50 3½ Buenos Aires Prov. 67,00 3 Südd. Immobilien
55,00 4
S. 9—11. . . . . . . 84,104 Oeſterr. 1860er Loſe . 177,00
do.
3½
Northern=Paeific . . . 93,60
83,80 Aktien inländiſcher
75,00
do.
4 Southern=Pacific . . . 89,90 4 Meininger Hyp.=Bank 95,00 3 Oldenburger . . . . .
Bergwerks=Aktien.
4 Hamburger Staatsanl. 97,30 Transportanſtalten.
2½ Raab=Grazer fl. 150 —
3½
5 St. Louis und San
do.
84,00
4 Heſſ. Staatsanleihe 98,008 Hamb.=Amerika=Paket=
Unverzinsliche
4 Rhein. Hypothek.=Bank
Francisco . . . . .
fahrt . . . . . . . 131,40 10 Aumetz=Friede . . . 154,75
Anlehensloſe.
4 do. do. (unk. 1918) 96,103 Nordd. Lloyd . . . . . 117,00 12 Bochumer Bergb. u.
(unk. 1917) . . 93,20
5 Tehuantepec . . . . . . —
83,30
.
3½
3½ do. (unk. 1914).
83,00 Augsburger . . . . . fl. 7
Gußſt. . . . . . . 208,40
6 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 120,30
Bank=Aktien.
73,40
do.
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,80 Braunſchweiger Tlr. 20 —
11 Deutſch=Luxemburg.=
76,201 Aktien ausländiſcher
10 Bank für elektriſche
3 Sächſiſche Rente .
3½
86,20 Freiburger . . . . Fs. 15 125,00
do.
Bergb. . . . . . . 132,00
Untern. Zürich . . 182,00
4 Württemb. (unk. 1921) 97,70 Transportanſtalten.
Mailänder . . . . Fs. 45
10 Gelſenkirchener . . . . 177,50 8½ Bergiſch= Märkiſche
do. v. 1875 91,705 Anatol. Eiſenb. 60%
Städte=
3½
do. . . . . Fs. 10 —
Einz. Mk. 408 . . 118,751 7 Harpener . . . . . . . 175,25
Bank . . . . . . . 142,00
Obligationen.
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
Meininger . . . . . fl. 7 34,50
8 Baltimore und Ohio . 93,5015 Phönix Bergb. und
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 156,00
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100
Darmſtadt . . . . . .
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,906 Schantungbahn . . . . 124,50
Hüttenbetrieb . . . 235,90 6½ Darmſtädter Bank . 115,80 3½ do.
4 Italiener Rente . . .
do. v. 1858 fl. 100 —
4½ Oeſterr. Silberrente 84,90 6½ Luxemb. Prince Henri 161,00 0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
12½ Deutſche Bank . . . 247,20 4
Frankfurt . . . . . . . 95,50 Ungar. Staats . . fl. 100 434,00
Caro . . . . . . . 61,5016 Deutſche Vereinsbank . 117,40
4 do. Goldrente 88,1010 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22½ 4 Laurahütte . . . . . . 150,00 5½ Deutſche Effekt.= und
96,00 Venediger . . . . Fs. 30
½ do.
do. einheitl. Rente . 81,80 6 Pennſylvania R. R. .
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,60
10 Kaliwerke Aſchersleben 140,10
4 Gießen . . . . . . .
W.=Bank . . . . . 112,90
3 Portug. unif. Serie I 61,00 Letzte Induſtrie=
3½ do.
10
85,50 Gold, Silber und
Weſteregeln 185,00 10 Diskonto=Kommandit 185½)
3 do. unif. Serie III 63,70 Divid. Aktien.
Heidelberg . . . . . . —
5 South Weſt Africa „ 114,00 8½
Banknoten.
.Dresdener Bank . . 149,50 3½ do.
3 do. Spezial . . . . 10,00 3 Brauerei Werger.
66,50
84,10 Engl. Sovereigns . . . . 20,46
Prioritäts=
Frankf. Hypoth.=B. 207,00
5 Rumänier v. 1903 . . 98,10 25 Bad. Anilin=u. Soda=
4 Karlsruhe.
94,10 20 Francs=Stücke . . . . 16,17
6½ Mitteld. Kreditbank 114,20
Obligationen.
4 do. v. 1890 . . 92,50
Fabrik . .
.558,00
3½ do.
85,00 Amerikaniſche Noten . . . 4,20½
7 Nationalb. f. Deutſchl. 116,10 4 Magdeburg . . . ..
4 do. v. 1905 . . 85,4014 Chem. Fabrik Gries=
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 82,00 5½ Pfälziſche Bank . . . 121,75
Engliſche Noten . . . . . 20,48
. . . . 236,004½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Ruſſen v. 1880 . . . . —
heim
4 Mainz . . . . . . . . —
Franzöſiſche Noten . . . . 81,10
6.48 Reichsbank . . . . . 137,2013½ do.
4 do. v. 1902 . . . . 90,1027 Farbwerke Höchſt. . . 591,504 Eliſabethbahn, freie . .
85,25 Holländiſche Noten . . . . 168,95
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4½ do. v. 1905 . . . . 99,90 20 Verein chem. Fabriken
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 84,10 7½ A. Schaaffhauſen.
93,50 Italieniſche Noten . . . . 80,65
3½ Schweden . . . . .
Mannheim . . . . 328,003 Prag=Duxer . . . . . . 71,40
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5½7
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70
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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. Rovember 1913.
Seite 30.
Nummer 291,
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Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1915.
Seite 31.
Stimmen aus dem Publikum.
nicht aufhören, ſo, wie ich es als das rchte erkaun, für f feſſonen darf keine Sonderſtlung eingeränmt werden,
das Gemeinwohl zu wirken, ſolange mir ein gütiges Ee= ſondern es iſt darauf hinzuarbeiten, daß der Sonntag als
ffür die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion ſchick die Kraft und Rüſtigkeit erhält.
ſterlet Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 2. Abſ. 2 bes
Reichsruhetag feſtgelegt und beſtimmt wird.
Prehgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Darmſtadt, den 28. November 1913.
Gg. Schupp,
Nach der Stadtverordnetenwahl
Rechnungsrat a. D. und Stadtverordneter.
Literariſches.
glrube ich hiermit allen meinen treuen Wählern herzlichen
Ank ſagen zu ſollen für das Vertrauen, das in den auf
* Neuerſchienene Broſchüren: Organiſation
Dem Reichstag iſt ein Entwurf zugegangen wegen von Fabrik=Betrieben. Von Georg J. Erlacher,
Inge=
iſch gefallenen 4283 Stimmen liegt.
reichsgeſetzlicher Regelung der Sonntagsruhe. Es wäre nieur. 4. Auflage. Mit 13 Figuren und 17 Formularen.
Wenn ich durch allerlei Machenſchaften, deren eine wirklich zu begrüßen, wenn nach dieſer Richtung hin ein Leipzig. Dr. Max Jänecke Verlagsbuchhandlung. 1913.
Verhört und unlauter iſt, aus dem mir in jahrzehnte= Reichsgeſetz geſchaffen würde, das den im Handelsge= Zolltarif der Vereinigten Staaten von Nordamerika vom
unger Arbeit lieb gewordenen Ehrenamt gedrängt wor= werbe Tätigen auch einen vollſtändig freien Tag in der 3. Oktober 1913. Mit beſonderer Berückſichtigung des
dn bin, das ich nicht geſucht, das ich aber gern zu Nutz Woche brächte: wenn alſo das was wir am hieſigen deutſchen Exports nach den Vereinigten Staaten.
Bear=
ud Frommen meiner lieben Vaterſtadt auszufüllen ver= Platze zum Teil ſchon beſitzen, auf das ganze Reich aus= beitet von Paul Walden, Redakteur an der Neu=Yorker
ſicht habe, ſo weiß ich mich frei von Verbitterung und gedehnt würde. Es iſt hier in Darmſtadt, ganz wenige Staatszeitung. 1913. Verlag Karl Ernſt Poeſchel,
Leip=
ühme den Ausfall dieſer Wahl und auch den Undank Ausnahmen nicht berückſichtigt, als eine große Wohltat zig. — Die religiöſe Not unſerer Zeit und der
Spiritis=
ſancher ruhig hin. Weiß ich doch aus der Erfahrung empfunden worden, daß der Sonntag dem einzelnen ge= mus. Von Georg Sulzer. Druck und Verlag von Oswald
enes langen Lebens daß ich dieſes Geſchick mit manchen hört, daß es ihm möglich iſt, ſich an Geiſt und Körper für Mutze, Leipzig, 1913. — Raſſenlehre und Raſſenpflege.
dr Beſten teile. Es verbleibt mir die Befriedigung, daß die aufregende Tätigkeit während der Wochentage wieder Von M. R. Gerſtenhauer. Herausgegeben vom
Deutſch=
hr älteſte Bezicksverein, den ich vor 22 Jahren gegründet zu ſtärken. Es wurde bis jetzt auch noch nicht als läſtig bund. Leipzig 1913. Armanenverlag Robert Burger. —
nd ſeitdem leite, mit ſeinem ſelbſtändigen Vorgehen mit empfunden, daß die Verkaufsſtellen Sonntags geſchloſſen Bewaffneter Friede oder Volkswehr? Gleichzeitig ein
n erſter Stelle zu einem herrlichen Sieg des Bürgertums ſind. Das Publikum hat ſich ſehr gut daran gewöhnt und Notſchrei zum Himmel über das Bauernelend mit dem
bigetragen hat. Und die Stimmenzahl, die weit über ſeine Einkäufe darnach eingerichtet. Auch haben hier die Leutemangel auf dem Lande. Eine militäriſch=volks=
Fjejenige Zahl von Stimmen hinausgeht, welche ich nach Bankinſtitute, ſowie nahezu alle größeren Induſtriefirmen wirtſchaftliche Studie von einem k. und k. Offizier. Graz
ſen 3 unter 9 aufgetauchten Zetteln, die meinen Namen völlige Sonntagsruhe auf den Kontocen eingeführt, eben= und Wien 1913. Verlagsbuchhandlung „Styria”,
Zweig=
tugen, erhoffen durfte zeigt mir daß meine Bemühungen falls ohne Nachteil für ihre Unternehmer. Aus all dieſem niederlaſſung in Wien I, Dominikanerbaſtei 4. —
Die
im das Wohl der mir teuren Stadt und ihrer Bewohner iſt zu erſehen, daß eine gänzliche Sonntagsruhe nicht von Tuberkuloſefürſorge des Verbandes mittlerer Reichs=
Poſt=
ſoch nicht ganz ohne Anerkennung geblieben ſind.
Nachteil für den wirtſchaftlichen Aufſchwung des einzel= und Telegraphen=Beamten. Anweiſung für den Tuber=
Ich werde, auch wenn ich nicht mehr der Zahl der nen und des Reiches iſt Es iſt aber notwendig, daß Aus=kuloſe=Beirat. Berlin 1913. Deutſcher Poſtverband.
Etadtvertreter angehöre und trotz meiner bald 77 Jahre, nahmen im Geſetz nicht zugelaſſen und einzelnen
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Umrühren am Kochen halten. Nach dem Kochen lässt man die Wäsche einige Zeit in der
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Zutat von Seife, Seilenpulver oder andern Waschmitteln ist unbedingt zu vermeiden, da
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zugt. Näh. in der Exp. (*16188bitte Antwort.
22
7
[ ← ][ ] Nummer 291.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 30. November 1913.
Seite 34.
mit Patgolb, der obere mit maſiden Goldplaten bedeckt.
Wie man ſich einen halben Liter beſten
Gewinnausiug
Die Spitze trägt als Herrſcherzeichen ein goldenes
Schirm=
der
Huſtenſirup für drei Mark ſelbſt herſtellt. geſtell, „Ti” genannt. Ueberall ſind goldene Glöckchen
3. Prenßiſch-Jüddentſchen
angebracht, die bei jedem Windzug ihr Gebimmel er=
Ein gutes Rezept für ſparſame Hausmütter.
Angeſichts der herrſchenden, regelrechten Huſten= und ſchallen laſſen. Die Edelſteine, mit denen die Pagode —
(229. Königlich Prenßiſchen) Klaſſenlotterie
Erkältungs=Epidemie dürfte das folgende Rezept vielen das größte Heiligtum Hinter=Indiens — ehemals reich
5. Klaſſe 18. Ziehungstag 28. November 1913
willkommen ſein. Man kann es ſich leicht zuhauſe ſelbſt geſchmückt war, ſind jedoch ſeit der Beſitzergreifung
Bir=
anf jede geiogene Numner ind zwet gleic hoße Gewine
herſtellen, und es gibt nichts Beſſeres gegen den Huſten. mas durch die Engländer ſpurlos verſchwunden.
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
Die ganze ſeltſame Tempelanlage wird von Prieſtern
Auch beſitzt es eine leichte, kräftigende und ſtuhlregelnde
in den beiden Abteilungen 1 und in
Wirkung, iſt vorzüglich bei Heiſerkeit zur Vorbeugung der und Mönchen (die in ihrem Kult lebhaft an die Gebräuche
ſich aus Erkältungen häufig entwickelnden ſchlimmeren Er= der katholiſchen Kirche erinnern), Bettlern, Muſikanten,
(hn Gewähr u. St.=l. ſ. 3.)
(Rahbrnck verdoten)
krankungen der Atmungswege und bildet ein ideales Wahrſagern, hübſchen, ſehr liebenswürdigen, aber äußerſt
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
Huſtenmittel für die Hausapotheke. Kinder nehmen es geſchwätzigen Weibern, Hunden und Krähen bevölkert.
240 Mk. gezogen:
Während nun unausgeſetzt zahlreiche Gongs und
2 Gewinne zu 15000 Mk. 7138
gerne ein; jeder Mutter ſei daher empfohlen, ſich den
Huſtenſyrup herzuſtellen und ihn während der Winter= Glöckchen läuten, herrſcht in dem ganzen großen Tempel=
6 Gewinne zu 10000 Mk. 12563 87087 127911
revier unausgeſetzt ein jahrmarktähnliches Leben und
4 Gewinne zu 5000 Mk 23783 155330
monate bei der Hand zu halten.
Beſchaffen Sie ſich in der nächſten Apotheke 60 gr. drei= Treiben. Kleine und große Familien nehmen — nachdem
68 Gewinne zu 3000 Mk. 1057 1711 8882 10548
21381 25749 39906 40377 41134 57866 58709 60200
fach konzentrierten Anſy fügen Sie das zuhauſe zu einem ſie ihre Andacht verrichtet — mit Kind und Kegel unter
74293 82340 86500 117302 119766 122665 187268
viertel Liter heißem Waſſer und 250 gr. geſtoßenem den herrlichen Leobibäumen Platz, bald flackert ein luſtiges
141356 152266 195457 165644 196299 190146 192700
weißen Zucker; umrühren, bis alles gut aufgelöſt und ver=Feuer, es wird abgekocht und, je nach Kaſte= und Ver=
194906 206003 206893 215426 219070 223141 224786
miſcht. Viermal täglich ein bis zwei Teelbfel voll davon mögen, ein mehr oder minder leckeres Mahl — meiſt Reis
233583
gibt ſofortige Linderung und vertreibt gewöhnlich inner= mit Zwiebeltunke — zubereitet.
164 Gewinne zu 1000 Mk. 621 86727 17105 26987
Dazu brannten in allen Tempeln, aber auch an allen
halb 24 Stunden den hartnäckigen Huſten. Da es ſo
91229 39057 a9250 5a71io 6esog 7o310 71565 7ar73)
prompt wirkt und zudem eine nährende und kräftigende Ecken und Vorſprüngen der äußeren Wände große und
Wirkung beſitzt, eignet es ſich auch beſtens in der Rekon=kleine aufgeſteckte Opferkerzen, vor aufgeſchichteten Blu== 7562 75650 76272 6335d 67554 98393 101636 104600
valeszenz. Das Rezept iſt ſchon wiederholt empfohlen men lagen Betende auf den Knien und berührten mit 105142 105749 112641 112846 114805 116350 118638
worden und iſt in vielen Familien ein hochgeſchätztes ihren Stirnen den Boden der Andachtsſtätten. Als eine! 122411 123976 125859 126404 138829 141086 144790
145145 145792 152810 155113 155828 161178 165738
ganz beſondere Landeseigentümlichkeit iſt zu bezeichnen,
Hausmittel.
(VIII, 24867
166628 167974 168245 168645 168752 169577 170601
daß jeder männliche „Burmeſit in ſeiner Jugend eine Zeit
171775 171066 17426s 175606 17625 185726 194485
lang Mönch werden muß. Zu dieſem Zweck ſind im
185369 186605 190546 191022 191593 192033 193532
Lande zahlreiche buddhiſtiſche Klöſter errichtet. Die
Rund um die Welt.
194795 195423 198584 201374 201851 202315 202820
Prieſterſchaft der in einen gelben, togaartigen Mantel 215322 216014 216838 222290 222676 224067 224188
(Hinter=Indien.)
gehüllten Bonzen und Oberbonzen, deren Köpfe glatt ge= 224480 226531 228767 229273 229799 232717
Sanft und ruhig glitt unſer ſtolzer „Cleveland” bei ſchoren ſind, genießt im Volke hohe Achtung. Hervor=
216 Gewinne zu 500 Mk. 696 1030 3634 4272
wolkenloſem Himmel und leichter Nordoſtbriſe, die die ſtei= heben möchte ich noch, daß ſich der ganze Verkehr in Ran= 4858 6720 8322 10195 13148 16849 18478 18894
gende Hitze angenehm milderte ſeinem nächſten Ziele, der goon in den denkbar geſittetſten und höflichſten Formen be=
19136 20263 25217 27189 27687 29559 31019 33470
hinterindiſchen Küſte, dem Reiche Birma, mit ſeiner wegt und daß wir überall freundliches und liebenswürdi=
41326 44822 46769 62559 66513 67810 68791 71256
ges Entgegenkommen der Einwohnerſchaft fanden.
kommerziellen Hauptſtadt Rangoon entgegen.
7185 77021 7717 76761 63110 63365 66791 37065
Unſer Mittagsmahl nahmen wir im Park eines gro=
87127 87244 93633 94724 96006 97678 99939 104567
Nach dreitägiger Fahrt durch den Golf von Bengalen
tauchten in der Frühe die langgezogenen Bergketten der ßen Hotels ein, der auf das herrlichſte mit erotiſchen Blu= 109500 113449 116036 117921 110085 122262 126656
Halbinſel von Malakka auf — bald befanden wir uns auf men und Bäumen geſchmückt war. Zum Schutz gegen die 120000 129166 132919 135647 130302 141000 14160s
141031 142150 142900 1.46305 147334 147910 150200
dem mächtigen, aber ſehr trüben Rangoonfluß, an welchem Strahlen der ſengenden Sonne — wir hatten den 7.
die 250000 Einwohner zählende Handelsſtadt liegt, deren Dezember — war ein Zeltdach aufgeſpannt, und außer= 154037 154595 154607 154783 155631 157404 157897
iſt, der hier in mächtigen dem ſorgten plätſchernde Brunnen für erquickende 164974 165972 167466 167504 167527 169700 172005
Hauptexportartikel „Reis”
181697 184634 186617 188885 189817 191454 193190
Mühlen enthülſt und dann von hier aus in den Weltver= Kühlung.
195240 195323 200190 201398 207445 207459 20958s
Ein vorzügliches Orcheſter engliſcher Militärmuſiker
kehr befördert wird.
Bald blitzt uns auch Rangoons berühmteſtes Bau= zeigte ſich als brillant geſchult, und indiſche Tänzer und 210612 211808 215209 215340 220475 221921 222741
werk entgegen; die große „Goldene Shwe Dagon Tänzerinnen produzierten ſich auf einer improviſierten 223240 225563 226122 226554 231753 232326 232458
233072
Pagode”, eines der ſeltſamſten Gebäude der Welt. Kaum Bühne in ihren nationalen Künſten.
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
Als wir uns dann zum Abſchied rüſteten, hatte
man=
waren wir gelandet, ſo trieb uns auch die Neugier, die
240 Mk. gezogen:
Burmeſi” — das ſind die Bewohner Birmas —, und cher von uns den Wunſch, noch einige Zeit im ſagenhaften
2 Gewinne zu 30000 Mk. 110749
Lande Birma zu verweilen. — und als wir ſtromabwärts
den goldenen Wunderbau in der Nähe zu ſehen.
2 Gewinne zu 15000 Mk. 209909
dem Meere zuſtrebten, leuchtete uns noch lange, lange der
2 Gewinne zu 10000 Mk. 194605
Männlein und Weiblein der beſſeren Stände der Ein= ſchimmernde Glanz der hochgelegenen goldenen Pagode
6 Gewinne zu 5000 Mk. 21677 171002 216461
geborenen ſind kaum von einander zu unterſcheiden: Beide
im rötlichen Licht der untergehenden Sonne als letzter
60 Gewinne zu 3000 Mk. 7823 8156 25359 29620
tragen lange Kleider und das lange Haar auf dem Kopfe Scheidearuß des Wunderlandes Indien zum Abſchied. 36896 49697 56086 60385 62185 64097 64101 66522
geknotet.
(Aus dem Vortrag des Herrn Hofrats Edward am
67826 73491 79801 66338. 116163 129545 133442
Die Männer des Volkes zeigen einen Mangel von
Mittwoch den 3. Dezember d. J., abends 8 Uhr, im gro=
134649 148960 149914 153525 158433 169880 178586
Ueberfluß der Garderobe — die Frauen und Mädchen des
192472 196312 227659 228363
Landes ſind durchweg freundlich und zutraulich, ja kokett, ßen Saale des Hotels „Traube”.)
188 Gewinne zu 1000 Mk. 975 6425 8512 15618
und rauchen auf Weg und Steg Rieſenzigarren
17291 21006 2074s 2900 30077 35o2o 39138 36ogs
von zirka ¼ Meter Länge.
Literariſches.
46831 50009 51064 53389 53563 60367 60801 61490
Bald ſtanden wir am Haupteingang der „Shwe Dagon
67390 674a0 69629 70061 70397 70676 72686 74964
— Herdfeuer! Epos in vier Geſängen und einem
Pagode: Wir ſchritten durch ein von Rieſenunge=
7520d 758a7 7615d 70700 60256 61901 56950 ogogs
heuern flankiertes Tor, unzählige Stufen empor, auf Eingangsgeſang von Bruno Böhm. Verlag W. Härtel
91331 92757 93068 93294 94916 96838 97254 98331
welchen rechts und links junge Verkäuferinnen — mit den u. Co. Nachf., Leipzig. Preis broſch. 2 M. geb. 3 M.
103087 105923 106060 106398 111093 111450 114187
eben geſchilderten „Rauchknüppeln” im Mäulchen — und Auf faſt 200 Seiten in etwa 550 glänzenden Stanzen ſchil=
116430 116790 116998 119298 120563 121048 12389s
mit blitzenden Zähnen ihre Herrlichkeiten: Süßigkeiten, dert der Verfaſſer Liebe, Ehe, Freude, Lachen — aber auch 125276 133606 135962 139111 140659 146124 146171
Tod, Tränen und erbarmungsloſes Schickſal. Herdfeuer 146469 146953 148754 748843 165551 156746 167271
Früchte, Blumen als Opfergaben, Gebetfähnchen, flackert und glänzt in jeder Zeile. Denn der Verfaſſer ſieht
Gongs, Poſtkarten uſw. verlockend anboten.
167548 169124 171723 171900 172561 172571 108515
edle Weiblichkeit immer nur als Schutzherrin dieſes höch=
187306 187419 16742a 196172 190239 191931 193206
Endlich waren wir auf dem von einer Mauer um= ſten ſeiner Gottesdienſte — als Dienerin der Liebe — als
194049 194719 196318 202368 222925 224578 226034
gebenen ausgedehnten Plateau des Tempels angelangt. Gattin und Mutter.
227754
Der erſte Eindruck iſt ſinnverwirrend, denn anſtatt der
W. Meinach=Iwels: „Eine Bayreuth=
214 Gewinne zu 600 Mk. 6740 6958 7401 8101
einen Pagode ſieht man buchſtäblich eine Tempelſtadtfahrt”.
Geheſtet 2 Mark, gebunden 3 Mark.
8751 11419 11680 13649 24645 25322 25977 30379
vor ſich. Auf freien Plätzen, engen Gaſſen, breiten Stra= Fenien=Verlag zu Leipzig. Das Buch iſt eine
82732 83469 33645 35721 37481 38306 33590 41949
ßen, oft mit alten herrlichen Bäumen beſetzt, reihen ſich Sammlung von Briefen eines Bayreuthpilgers der mit
44031 45184 49048 53128 53357 54017 54306 55652
Tempel an Tempel, von Marmor, Stein und Alabaſter, frohem Mute und warmem Herzen zum Ring des Nibe= 58789 59526 60203 60276 65849 66373 67481 66354
einfach und reich verziert, und aus jedem ſchaut uns ein lungen nach der Feſtſpielſtadt gefahren iſt und der fernen
69015 69975 70350 70070 71302 75219 79155 7800
Buddah” meiſt in ſitzender Stellung mit verſchränkten Geliebten alles, was er ſieht und hört, denkt und fühlt,
8a783 92866 94536 108359 114535 116140 117322
Füßen und herabhängender rechter Hand, entgegen. mitteilt. Zugleich iſt das Buch eine Einführung in Richard
118617 123716 124‟83 125006 133391 133435 133703
Buddahl Buddahl Buddahl überall!
134043 134328 137260 137745 136206 141984 147427
Wagners Werk. Keine objektiv=wiſſenſchaftliche Erörte=
Alle dieſe Tempel werden nun überragt von der großen rung, ſondern ein ſubjektiver Ausdruck von Empfindungen.
151109 155024 161635 163270 169485 170132 171969
goldenen Pagode, deren Unterbau 413 m Umfang bedeckt, Durch feine poetiſche Geſtaltung wird der Stoff lebendig
174705 175502 176609 160994 162406 163293 184646
während der flaſchenförmige Oberbau zirka 100 Meter in gemacht und ein hoher dichteriſcher Reiz liegt in dem In=
195615 187557 186359 190150 194403 19a761 190152
die Höhe ſteigt. Die Pagode iſt 588 vor Chriſti errichtet, einanderklingen und Verſchlungenſein zweier mächt ger
198462 198640 199057 200518 202095 204601 212568
213767 215390 221099 221190 221228 222529 226691
alſo beinahe 2½ Jahrtauſende alt. Die Vergoldung der Seelenbewegungen, einer herzlichen Liebe und einer tiefen
Pagode iſt wahrhaft verſchwenderiſch, der untere Teil iſt Ergriffenheit durch das Werk eines großen Mannes.
228640 229053 229295 230234 230486 232258 233824
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